BERLIN Mtvoch 25. Ml? 1932 10 Pf. Nr. 140 B 70 49.Lahrga«s Erstbeillt täalitb außer Svaat-s«._§§ g£»«. «>c»e-u« W ti ß••»K*. fcttt>»ouaUrr Rtr er» SJccht, 3.2"> ÜR»ro SRena:\ 1*1 g. gl/. f A-« M.»V« �--�k td«»»» m» Ha»<> n»«ro»! Kjg� gmnJL beeett H* e«»*«*1 Nr SUIrtoiw m*i«««Wr»»nie« e*. mtlNt« e* t r 1 s« 3�7<1E rtnfdiUrtlidi eo-Sf. Voiliritung*>_fff#£>>1 j TlTP§9w�g¥«t»«ltt>B■■»«tstbttt»«: enrtta«S«.«Worfle.* anb 72 Df«oftbrftraartubrtn§--------- �------- //"* CmOb« UT) 292-2ST Groener gegen Ktagges Braunschweiger„Volksfreund" frei-„Angriff" verboten De» Reichsminister des Inner» hat das von de« braunschtveigische» Raziminifter stlagges aasgesprochene Verbot des„Volksfreund" in Brauaschweig. das ans vier Wochen lantete, auf Grund der Beschwerde des Blattes mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der„Volksfreund" kann bereits heute wieder er» scheinen. Das Verbot hat insgesamt sechs Dag« statt vier Wochen gedauert. Das ist nun schon das vierte Verbot des„Volksfreund" und seiner Kopsdlätter. das Klagges innerhall, weniger Monat« erlassen und der Reichsminister wieder aufgehoben hat. Dreimal hat Ktogg«, bereits das Reichsgericht deswegen angerufen. Ebenso oft ist ihm dort bescheinigt worden, daß seine Berdotsmahnahmen u n b e r e ch» tigt waren. Vielleicht wird er sich jetzt auch noch zum oiertemnal die Zensur.ungenügend" holen?! Di« Berdotspraxi» des Nazi'ZNagges ist um so boshafter, als der sozialdemokratisch«„Volksfreund" mit seinen Kopfblättern da» »iaztg» republikanlsche Organ im Laich« Draunschweig darstellt- Alle anderen Zeitungen sind unter dem Druck de« Gtahl» Helm» und jetzt der Rozibewegung so weit nach recht» abgerutscht. datz ein Unterschied zwischen offiziellen und nichtoffiziellen Hakenkreuz» orzanen auch mit der Lupe nicht zu entdecken ist. »Angriff- auf fünf Taoe»»erbose«. Wie der Berliner Polizeipräsident mitteilt, ist der «atloualsozialisttsche..Angriff" auf fünf Tag« ver» böte» worden. Das Verbot erfolgte wagen des Aufrufs Adolf Hitlers und eines Artikels mit der Uaberfchrift„Wie Enthüllungen zustand« * kommen. Auch Spitzelarbeit?" Die Machtprobe. Gilt da« Neich erecht auch in Klaggefiaa? Wegen der angekündigten Abhaltung der sogeuaunte» Reichsführertagung der Hitlerjugend und der damit verbundene» sogenannte«„geschlossenen" Kundgebung in der Ttadthalle zu Braunschwetg wahrend der Osterfeiertage hat sich da» Retchsminifteriu» des Innern mit Anfragen sowohl au die hiesige braunschweigische Gesandtschaft wie auch telegraphisch direkt an die braunschweigische Landesregierung gewandt. Angesicht» jedoch der Mitteilungen, die auch tu der nazifreundlichen..Braunschweigische« Landeszeituug" über die Einzelheiten des Programms, de« Karten» verkauf usw. erschienen sind, läßt das Reichsmiui» fterium des Inner» schon jetzt keinen Zweifel daran, dasi es diese Kundgebungen keinesfalls als „geschlossene Veranstaltungen" auerkrunen werde. Das Ministerium stützt sich dabei sowohl auf de« ein» schlägigen Kommentar zur Rotverorduuug wie auch auf zwei frühere Neichsgertchtsentscheiduugea. Danach kann eine Beranstaltuag nicht als.geschloffen" angesehen werden, wenn der Personenkreis der Teil» «ehmer unbestimmt ist und wenn wechselseitig« p« r f S u» liche Bztehuugeu zwischen de» Anwesende» nicht vor» liegen. Bei einer TeUnehmerzahl von 7000 bis 8O0O Personen, auch wenu sie der gleiche» Partei angehöre», ist danach der Charakter einer öffentlichen Beran» staltung ohne weiteres gegeben. Wie der„Sozialdemokratische Pressedieast" von zuständiger Sette erfährt, ist die ReichSregierung ent» schlössen, de» geplanten Äerftost der Braunschweiger Regierung gegen die neue Burgfriedeusverorduuug des Reichspräsidenten unter allen Umständen zu verhindern._ ZUM Tode Ltmbreiis. Aeichsarbeiismtntster Dr. Stegerwald hat zu dem Tod« vsn Paul Umbreit dem Bundesvorstand des Allgemeinen Deukschen Gewerkschaft�dundes sowie der Witwe des Verstorbenen feine aufrichtige Teilnahme ausgesprochen. Ebenso hat der Staats- sekretär des Reichsarbeileministeriums. Dr G e i b. der Witwe des Verstorbenen ein Beiieidsjchreiben übersandt. Goldschmidts Schwanengesana Schlußsitzung der Oanatbank heule vormittag fanden die mit grotzer Spannung erwartetea Generalversammlungen bei der varmstädter und Zlalionalbank sowie bei der DD-Bonk(Deutscht Bank und Disconlo-Gesellschast) statt. In dem grotzen Sitzungssaal der Danatbank hielt der bisherig« Leiter des Institutes Jakob lSoldjchmidt seinen Schwanen» gesang, denn nach der Bankenreform vom 22. Februar d. I. hat die Daualbauk aufgehört zn existieren. In seiner Schlußrede führt« Jakob Goldschmidt aus. daß mit der heutigen Generalversammlung dl« achtzigjährige Lebensperwd« de« Institutes abgeschlossen sei Zu den Vorgängen des Bankenziifammen- bruches vom 12. Juli erklärt« er. daß heut« mit Zähigkeit oersucht Auf der Rettersuche. ver Londbur d ilhrer». Rohr Hemer N. baß uns ein König fehlt. v. Rohr:„ES llegt eiae Kroae im tiefen Rhein.. Die Loreley:„Ieht fällt der Junge gleich wieder Heren � wird, die letzten Zusammenhänge dieser Tage zu erforschen und daß man mit einem Eifer, der wichtigerer Dinge(?) würdig wäre, das Schuldtont o de» einzelnen ergründen wolle. Bemerkens» wert war die Ankündigung Goldschmidt», daß sich in der Zukunft wohl noch die Notwendigkeit ergeben würde, von der bisherigen Zurückhalbmg, die die Danatbant-Verwaltung geübt Hab«, ab zu- weichen und die Geschehnisse des 13. Juli klarzustellen. Die Vorgänge bei der Danat seien keine Einzelerschei» n u>t g, und das deutsche Bankensystem als Ganze» müsse um seine Exisienz in Deutschland kämpfen. Soldschmidt gab zu. daß die Cr- kemUnis der Entwicklung im Sommer 1931 wie so oft zu spät g e k o m m e n sei. Er stellt« sodann fest, daß die Regierung sich mrtgroßemMutdamals und auch später an die H i l f»- a k t i o n herangemacht habe, um Schlimmeres zu verhüten. Mit dem Eintritt der umfangreichen Regierungshikfe war da» Schicksal der Danatbank weitgehend den Händen der bisherigen Leitung entrissen. In der Generalversammlung der DV-Vank, zu der gleichfalls ei» außerordentlicher Andrayz herrschte, begründete Direktor Wassermann in längeren wirtschastspolstischen Ausführungen die Zwangslage, die zu den Kapitalverlusten und der Zusammenlegung der Aktien bei diesem Institut geführt hat. Wassermann wies darauf hin, daß die Banken bei den ab- normen Geldabzügen dös Auslandes und des Inlandes dem ersten Stoß ausgesetzt waren, und daß sie ihn teils unfreiwillig wegen der allgemeinen Illiquidität der Wirtschaft, teils aber in Rücksicht auf die Kundschaft unter bewußt gebrachten Liquidltätsopsern nur sehr abgeschwächt auf ihr« Schustern übertrugen. Man hat den ll instand, daß die Baaken auch als Sngelfaug für die Verluste dienten und dienen mußten, aber wenig anerkannt. In dieser Po- lstik der Banken siegt aber auch eine Rechtfertigung für die HLs«. die sie von der Allgemeiichett erhalten haben. Wassermann wirst sodann die Frag« auf. was aus der Kreditwirtschast geworden wäre. wenn man im Juli die Krise der Banken hätte verhindern können. Wie würde sich dos Publikum verhasten, wenn e» jetzt u n v o r b e< reitet erfahren hätte, daß alle großen Banken de» Landes und viel« mittlere und kleinere Institute einer durchgreifenden Kapitalauffüllung bedürfen, die ihnen der Kapstalmarkt nicht gewähren kann. Auch hätte die Regierung bei solcher Lag« gar nicht so schnell die Entschlußfähigkeit finden können, um helfend «inzusprinaen. Di« Julikrise war schlimm, aber sie hat noch Schlim- mores oerhütet. Unter starler Bewegung der Versammlung erklärt« dann der testende Direktor der DD.-Bank, daß die groß« Masse der Beoölke» rung heut« das Vertrauen zur Wirtschast und ihrer Führung ver» leren hat. Jede Aktiengesellschast und ihre Leiter gellen heute als verdächtig und das Wort »wlrtschaftssührer" hat einen recht üblen Beigeschmack erhalten. Mau müsse in dieser Periode des Vertrauensschwunds ein« sorgsame Personenauslese in der Wirtschast als oberstes Gebot aufstellen, und zwar eine Auslese nicht nur nach der Fähigtest. sondern mindestens ebenso sehr nach Charakterstärke und Vertrauenswürdigkeit. Als Vertreter der freigewerkschastlich organisierten Bankange- stellten nahm Genosse Marx auf beiden Generaloersammlungen das Wort. Er unterstrich nach- drücklich die Aeußerung Jakob Goldschmidi» über die mutige Hilf«des Staates. Und auf die Bemerkung, daß die leitenden Direktoren der Banken für das Schicksal der abgebauten Bank- angestellten möglichst besorgt sein würden, entgegnete er, daß d!« best« Existenzsicherung und Hilf«-für den Neuaufbau einer Existenz in einer starken Organisation lieg«, wenn auch jede ander« praktisch« Hilfe gern angenommen wird. In der Versammlung der DD.-Bank wies Marx darauf hin, daß auch im letzten Jahr der Abbau bei den Augestellleu sich forlgesehl Hab« und die Gesamtbelegschaft von 20931 auf 18 541 Mann ge- funken sei. Die Gehälter seien berest» im vergangenen Jahr um 6 Proz. gesenkt und im Januar d. I. neuerdings um 12 Proz. abgebaut. Angesichts der miserablen Tarife im Bankgewerbe er- reichten die jetzigen Gehäster vielfach nicht mehr das Existenz- Minimum. Auch die Kürzung der übertaxislichen Zu- lagen kritisiert« der Redner scharf und forderte«ine Rückgängig- machung dieser durch nichts gerechtfertigten Maßnahmen. Den Ausführungen Wassermann, über die Vorgeschichte de» Vankenzusammenbruchs im Juli hiest Marx entgegen, daß die Keta- stroph« hätte vermieden werden können, wenn da» deutsche Groß- banktapital anstatt de» Konkurrenzneide» die Solidarität geübt hätte. Die Landtagswahl im Mcmelland ist auf den 4. Mai angesetzt. Zn Brasilien hat die Zlusstandsdrohung der Slldstaaten der Milstärdiktatuk des Präsidenten Vargas die Ausschreibung von Neuwahl« n abgezwungen. Mstet für den zweiten Wahlßang! Aichi locker lassen!- Eiserne Front erobert das Land Fraktion Drehscheibe. TKchts gelernt und alles vergessen. Diü-otto„N�tionaMbcrale Partei" Hot vor drm Krirz« di'N Ehrennamen.„Fraktion Drehscheibe" getrogen, mcif sie imnier so, ober auch anders konnte. Die„Deutsche Volkspartci" ist die Nachfolgcrii, der alten Notio. nalliberalen. Ihr offizieller Pressedienst tragt immer noch den Namen„Nationallibcrale Corresgondenz". Und auch sonst macht sie der Vorgängerin alle Ehre! In der neuesten Ausgabe der„Nationalliberalen Corrcspondcnz" behandcll z. B. der frühere Abgeordnete Albrecht Gr a f zu Stolbcrg- Wernigerode die Preuße»mahlen. Er kommt— wie sollte es anders sein!— zu dem Schluß, das Ziel dieser Wahlen müsse sein, den Einfluß des Marxismus auszuschalten I Deshalb— sagt Stolberg weiter: Fassen wir alles zusammen, so sind die Aussichten für das Bürgertum im weitesten Sinne des Wortes günstig gegenüber denen des Marxismus. Di« Entscheidung kann nur voll gewonnen werden, wenn die drei Gruppen, Volkspar- tei, Deuts 6) nationale und Nationalsoziali st an, statt sich gegenseitig zu befehden, nuraufdaseinc gemein- same Ziel schauen: Los vom Parteistaat! Also: Volkspartei, chugenberg und Nazis Hand in Hand für «in„neues", das heißt altes Preußen! Aber mit der Bundesbrüderschaft sieht es foul aus. Die„Nil. Eorresp." hat schon ihre Erfahrungen. Sie darf zwar Stolberg nicht hindern, seine Sehnsüchtsträumc auszusprechen, aber sie kann doch den Unsinn gleich nochweisen. Deshalb bringt sie unmittelbar nach Stolbcrgs Weisheit ein Stimmungsbild aus Hessen, dos eine deutliche Antwort auf die neue Preußcnarie darstellt. Der parteiamtliche Pressedienst zitiert nämlich folgende Betrachtungen des„Hess. Beobachters" aus Darmstadt: SeUdcm Hessen dos Unglück hakte, an, 15. November 1931 27 naklonolsozialistische Abgeordnete in den Landtag zu wählen, und diese meist sehr jungen Leute sich eifrig bemühten, dort zu demonstrieren. wie wenlg dazu gehört. In Hessen Abgeordneter zu sein. hat Hessen in der ganzen Welt eine traurig« Berühmtheit erlangt, und das Wort von den„blinden" Hessen fand neue Nahrung. Es schemt so, als' oft die blinidei,.Hessen bereite anfingen, sehend zu wenden, zum mindesten in den Gegenden, von denen aus man den Landtag und das, was in ihm vorgeht, noch erblicken kann. Denn fie. die vor knapp vier Monaten noch zu 291000 nattonalfaziatiftisch gewählt haben, sind in den wenigen Wochen schon nicht mehr alle bei der Nozi-Stange geblieben und ihrer 11 000 haben die blutrote Klasse nkampffahne des Hakenkreuz bereits wieder verlassen. Den da, wo man sah und— hörte(!!), was im Landtag vor sich ging, wo ein« Presse war, die von Boxheimer Dokumenien. von den notionabbolschewistisilren Mvterhilfcanlrägen. von der nationalsozialistischen Forderung auf Senkung der Gehälter der höheren Beamten etwas erzählte, wo laut und unwidersprochen da- von geredet wurde, daß von 27 nationalsozialistischen Abgeordneten vier wegen gemeiner Delikte vorbestrasl waren und einer von diesen sich selbst durch einen Schuß zum Märtyrer macheu wollte, hier in Varmstadt, in Mainz, in Osscobach, in Mormz, in Gießen, in den Städten, bis zu denen der mißtönende Lärm des Landtags schallte. Her verloren die Notiotwlfozlalistcn erstaunlich viel, teilweise bis zu ZI Prozent! Und das in knapp vier?NonalenZ Nack) dieser s eh r deutlichen Schilderung der natioiialsozialisti- schcn Herrlichkeit nimmt sich die Bitte um Waffenbrüder- s ch a s t im Preußenwohlkampf besonders kläglich aus. Wir wollen deshalb die Fraktion Dingeldey-Stolbcrg lieber unter sich lassen! Schwierigkeiten der Reichsbahn. Der Verkehr geht rapid zurück. Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn. Gesellschaft wählte in seiner Tagung vom 21. bis 23. März den seit 1926 im Amt befindlichen Generaldirektor Dorp müller einstimmig auf weitere drei Jahre zum Generaldirektor der Deutschen Reichsbohn-Gesellschaft. Der Reichspräsident hat die Wahl bereits bestätigt. Die Beratungen über die Finanzen der Reichsbahn ließen, wi« die Gesellschaft mitteilt, den gesteigerten Ernst der Lage erkennen, die sich für die Reichsbahn aus der darniederliegenden deutschen Wirtschaft und der Weltkrise ergibt. Die bisherige Ent- Wicklung der Einnahmen im Januar und Februar 1932 bleibt— mit 42,1 Proz. weniger als in den gleichen Monaten 1929— nech weit hinter den bisherigen schon sehr günstigen Annahmen zurück. Im Personenverkehr wurden 19,6 Proz. weniger als im gleichen Zeitabschnitt 1931 und 21,3 Proz. weniger als in 1929 vereinnahmt. Noch viel mehr litt der Güterverkehr, bei dem der Rückgang der Einnahmen gegen 1930 über 30 Proz. imd gegen 1929 beinahe SO Proz. ausmachte. Die der Wirtschaft seit dem Herbst 1931 gewährten Tarif- ermäßigungcn von über 100 Millionen Mark haben sich bisher nicht als»erkohrsfördernd ausgewirkt. Das finanzielle Ergebnis des Monats März läßt sich wegen des in diesen Monat fallenden Oster- festes noch nicht übersehen. Bei dieser Lage muß die. Wirtschaft der Reichsbahn mit äußerster Vorsicht und Sparsamkeit geführt werden. Das aus der steuerfreien Reichsbahnanleihe zu deckende Arbeitsprogramm in Höhe von 230 Millionen Mark wird planmäßig durchgeführt. In der am Schluß der V«rwaltm,gsratstagung abgehaltenen Sitzung des Technischen Ausschusses wurden u. a. die Aufgaben der Betriebswerkstätten und die Verwendung von Kleinlokomotiven erörtert. Daran schloß sich eine Besichtigung des Bahnbetriebs- Werkes in 5)alle. Gebühr für Bührer. Disziplinarverfahren gegen ein Finanzgenie. Dresden. 23. März. fEigenberichl.) Die Dresdener Stadtverordnetenversammlung hat in uichtösfent- licher Sitzung einstimmig beschlossen, daß der Bürgermeister Dr. Bührcr von seinem Amt als Finanzdezernent enthoben und ei« Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet werden soll, weit er der Stadt durch Ankauf von Beichsauleihe-Ablösnugsschuld ohne Anslosnngsrecht einen Schadenvonetwa? Millionen Mark zugefügt hat. Bührer hat jetzt selbst sein Finanzdezernat niedergelegt und ein Disziplinarverfahren g�gen sich beantragt. Nach seiner pomphaslen Anbiederung bei den Nazi? ist das ein ihm— gebührendes Ende? Die Flaggen der Staaken abu« Meereslüfte find in einem inter» nationalen Abkommen verzeichnet, dem' Deutschland jetzt bei- getreten ist. Nicht locker lassen, ist die Parole der Eisernen F r o n t für die Vorbereitungen des Sampses um den zweiten Wahl- gang der Reichspräsidenlenwahl. Der Faschismus muß am 10. April nach stärker und vernichtender geschlagen werden als am 13. März. Die Wahlergebnisse haben gezeigt, wie stark noch einzelne Land- striche unter dem Einfluß der natioualsozialistlschen Phrosenpropa- ganda stehen. Die Eiserne Front wird deshalb die ganze Kraft ihrer Organisation einsehen, um auch da» flache Land für den Ge- danken der Demokratie zu erobern. Dabei wird man. wie der Leiter des Reichsbanners. Kamerod höltermaun. in einer Pressekonferenz mitteilte, zum Teil ganz neue Wege der Agitation beschreiten. Es wäre versrühl. Einzelheiten darüber mitzuteilen: ober die Nationalsozialisten werden auch in dieser Hinsicht ihr blaues Wunder erleben. Die platte der Brüning-Rede im Reichstag ist inzwischen in einer ZNasseuanslage vervielfältigt worden. Sic i wird überall im Lande durch Lautsprecherautos tausendfach er- schollen. Auch die Rundsunkavsprache des ReichsprS- st deuten wird aus diesem Wege allen Wählern bekannt werden. Dom 3. April an wird eine versammlungswellc der Eisernen Front, van der auch das kleinste Dorf erfaßt werden wird, die Wähler neu alarmieren. Das Dritte 3fcich in Braunschweig. In Braunschweig haben sich die Berhältnisse inzwischen. wie der Pressechef des Reichsbanners. Wiegner. auf Grund eidesstattlicher Erklärungen Braunschweiger Republikaner nach- weisen konnte, so entwickelt, daß die Republikaner vngelsrei sind. Täglich melden sich Leute, die von lieberfällen nationalsozialistischer Horden auf sich oder ihre Angehörigen berichten. Oft be- finden sich darunter Personen, die gar nicht Mitglied einer republi- konischen Partei sind. Die Terrorakte der SA.- und SS.- Horden steigern sich von Tag zu Tag. Am 11. März wurde nachts gegen%12 Uhr auf den Konsumverein in Kreiensen ein Ueber- fall von Nationalsozialisten verübt. Der Konsumvcreinsverwalter und sein Sohn, wurden niedergeschlagen und eine große Anzahl Fensterscheiben zertrümmert. Am 16. März, gegen l-ill Uhr abends, drangen 130 Nationalsozialisten in die Friesenstrahe. ein« Arbeiter- stroße Braunschweigs, ein. Sie verjagten die Passanten von der Straße, warfen die Fenster der Arbeiterwohnungen mit Steinen ein und gaben mehrfach Schüsse ab. Die Polizei versagt« auch hier, wie bei allen diesen Ueberiällen. vollkommen. In Kreien- sen, wo sich in einer alten Wafsenfabrik die SS.-Schule der Nazis befindet, sind Ucberfälle auf Passanten an der Tagesordnung. Selbst die Eisenbahnbeamtcn werden dabei nicht verschont. Ein« De- schwerde an die Eiscnbahndirektion Kassel ist eingereiäzt worden. tteberfaUwagen der Nazis. Bei einem großen Teil ihrer Ueberfälle bedienen sich die Ratio- nalsozialisten neuerdings mehcerer Kraftwagen, die genau so ein- gerichtet sind, wie die Uebersolloutos der Polizei. Diese Wogen sind besetzt mit SA.- und SS.-Leuten, die einheitlich mit grünen Mänteln bekleidet sind und mit Feldspaten und Hunde- peitschen über Republikaner herfallen. Das Reichsbanner hatte für den Freitag vor der Wahl einen Demonstrationszug durch die Stadt Braunschweig beantragt. Klagges verbot den Demon- strationszug, der SA. ober wurde am Sonnabend ein Fackelzug gestattet. Bei diesem Vormarsch marschierte ein großer Teil der SA. vollkommen u n i s a r m i e r t in grünen Mänteln auf. Viele der Burschen trugen offen militärische Ausrüstungsgegenstände. Auch hier schritt die Polizei in keiner Weise gegen die Durchbrechung des Uüiformverbotcs ein. So tobt sich in dem kleinen Ländchen nationalsoziolistisäier Uebermut aus! Der Reichsinnenminister aber schweigt! Am 10. April wird das deutsche' Volk durch die Wiederwahl Hindenburgs seinen tiefen Abscheu vor dem Gcwaltregiment mordender Landsknechte bezeugen. Schanghaier Kriegsstaiistik. Die Opfer des japanischen Einbruchs. Schanghai, 2Z. März. Nach den Schätzungen der Stadtverwaltung sind während der Kampfe der letzte« Woche« in Schanghai SV8Y Zivilpersonen getötet und SVOV verwundet worden. Ueber 10 000 Personen werden noch vermißt. Der Schaden wird auf 34 Millionen Pfund geschätzt. Immer noch kein Waffenstillstandsvertraa. Schanghai, 23. März. Der für den heutigen Mittwoch vorgesehene endgültig« Abschluß des Waffenstillstandsvertrages mußte abgesagt werden, da der chinesische stellvertretend« Außenminister dem japanischen Ge- sandten Schigemitsu erklärte, daß er wegen plötzlicher Ab- reis« des Generals TschitmgtwaügHai, des Oberbefehlshabeirs der 19. Feldarmee, die hauptsächlich' Schanghai verteidigt hat. nicht zu den Verhandlungen erscheinen könne.'>' Oer Konflikt Irland-England. Das besorgniserregende Dokument. London. 23. März. Der britische Minister Thomas hat. gestern ipr Unterhaus von einem besorgniserregenden irischen Dokument gesprochen, das ihm überreicht worden sei. Mehr über den Konflikt erfährt man aus einer Erklärung des irischen Oberkommissars Du- l a n t y. Danach bildet die Aufrechterhallung des Treugelöbnisies der irischen Abgeordneten für den britischen König nicht einen Bc. standtcil des Vertrages zwischen den beiden Ländern, vielmehr ge- höre er lediglich zur Verfassung des irischen Freistaates, die zu ändern ein« innere Angelegenheit Irlands fei. Aber daneben bestehe die Tatsache, daß die Abschaffung des Eides ein Hauptgegenstand der Agitation bei den jüngsten Wahlen gewesen sei. Das Volk habe sich unzweideutig entschieden. Das mache den Entschluß der irischen Regierung endgültig und unwiderrnslich. Der Eid sei die Hauptursache des Z w i e s p a lt s in Irland seit der Unterzeichnung des Vertrages mit England gewesen. Das Volk be- trachte ihn als unerträglich« Bürde, als«in Ueberbleibfel aus dem Mittelalter, der seinerzeit unter Kriegsdrohung Irland aufgezwungen worden sei. Die neu« irisch« Regierung wünsche nicht, die Beziehungen zu England unfreundlich zu gestalten, ober es seien wirklicher Frieden in Zrlaud und normo le Beziehungen zwischen den beiden Ländern unmöglich, so lang« dieser Zwang bestehe, der' in Vertragsbeziehungen zwischen Staaten keinerlei Parallele habe. Der sozialistische„Daily Herald" kündigt an, daß Irland wegen dieses Konflikts den Haager Schiedshof anrufen werde. Osterfrieden. .. � London, 23. März. Der Innenminister des evangelischen und englandtreuen Nord- irland teilte im Parlament von Ulster mit, daß er«ine Proklamation unterzeichnet habe, durch die den irischen Republikanern alle Kundgebungen in Nordirland während der Oster- seitertoge verboten werden. Sklareks Wahrsagerin bleibt aus. Noch einmal der Stadkbanttomplex. Im Skarei-Prvzeß wurde heute früh'mit großer Spannung die Vernehmung der Wahrsagerin der Sklareks, Frau Seidler, erwartet. Da Frau Seidler die Vertraute von Max Sklarek war mü» er chr all« Geheimnisse in geschäftlicher und politischer Beziehung anvertraut hatte, erwartete man von diesem Zeugenverhör besondere Aufschlüsie. Die erwartet« Sensation blieb aber aus. An Stelle der Zeugin war nur ein West ihres behandelnden Arztes eingelaufen, in dem ihr« Vernehmungsunfähigkeit attestiert wurde. Man stellte die Entscheidung darüber, ob Frau Seiüler in ihrer Wohnung kommissarisch nernnmmen werden soll obsr ob man auf «in» Besserung ihr« Gesundheitszustandes noch warten will, zurück. Als Zeuge wurde dann der früher« Stadtkämmer« Georg Lange noch einmal zum Stadtbank komplex gehört. Er verbreitete sich zunächst aus Veranlassung des Vorsitzenden über vir Kontrollmaßnalzmen für die Stadtbankkredit« und zählle die ver- schieden«» Konttollmöglichkeiien auf, wobei er betont«,- daß bei Revisionen durch die Aufsichtsbehörden das Kontrollsysiem als geradezu mustergültig bezeichnet warben sei. Vors.: Wie ist es dann möglich, daß bei so vielen Kontrollen niemand dahinterg«- kommen ist, daß beim Sklarek-Kradtt das Sicherungsverfahren durchlöchert war und an Stelle der Originalrechnungen nur Kopien für die Bevorschussung der Sklarekschen Forderungen an die B«- zirksämter eingereicht wurden?— Zeuge: Die Revisoren sind dann eben nicht genügend von dem Leiter des Kredükontrollbüros unk» dem Vorstand, den Direktoren Schmitt uno H o f f m a n n. aufgeklärt worden..— Vors.: Haben Sie Anhaltspunkte dafür, daß die Revisoren absichllich falsch informiert wurden?— Zeuge: Nein.— Der Zeugs schilderte weiter, daß er von der Höhe des Sklareks-Kredits erst Anfang 1S2S Kenntnis erhalten habe. Cr hat darauf einen Bericht des Direktors Lehmanu angefordert...Zu dieser Berichterstattung wu.rSe auch, wie der Vorst gend« dem Zeugen vorhielt, auf Veranlosiung von Roseythal Direktor Hofs- mann zugezogen.— Vor s.: Ist von fetten Rosenthals, auf Sie be- züglich des Skarek-Kredits«ingewirkt worden?— Zeug«: Nein. ich hatte ja auch mtt der Gewährung der Kredtt« nichts zu tun.— Der frühere Kämmerer erwähnte in diesem Zusammenhang, daß er mit Rosenthol befreundet war. Hackebeil soll freigelassen werden. iOO 000 M. als Sicherheitsleistung gefordert. Für Generaldirektor Guido Hackebeil fand gestern Host- Prüfungstermin statt. Der Haftbefehl gegen ihn wurde oufrechi- erhallen, doch soll Hackebeil mll der weiteren Hast, gegen Sicherheits- le istung von 100000 Mark und Hinterlegung seines Passes ver- schont werden, da bei deiy gegenwärtigen.Stand der Untersuchung Verdunkelungsgefahr nickst mehr zu befürchten ist. Die Kautionssumme muß entweder in bar oder in Wertpapieren hinterlegt werden, wobei vom Gericht die Art der Wertpapiere bestiirnnt werden soll. Es kann aber auch eine dem Uitterfuchungsrichter geeignet erscheinende rnttürliche oder juristische Person die selbstschuldnerische Bürgschaft für diese Kautionssumme übernehmen. Ob es Hackebeil gelingen wird, eine Sicherheitsleistung in dieser.Höh« und unter diesen Um- ständen auszubringen, muß natürlich abgewartet werden. Gefängnis wegen Betruges der Reichsbahn. Köln, 23. Mörz.(Eigenbericht.) Da» erweiterte Schösfevgericht Köln verurteilte den früheren Uhrmacher Gustav Loeltgen. den Schwiegervater eines Kätner Nttziflodtverordnelen, wegen Rentcnöetrugs an der Reichsbalm zu 15 Monate« Gefängnis. Die Frau des verurteilten erhielt wegen Beihilfe nenn Monate Gefängnis. Schweres Motorradunglück. Auf der Kreuzung Große Leegestraße und ÜB erneu« che n e r Straße> in Hohenschönhausen ereignet« sich gestern abend ein folgenschweres Motorradungluck. Der 21 Jahre alle Angestellte Paul W e r n i ck e aus der Florastraße 81 in Pankow stieß dort mit seinem Motorrad mit einem Lastauto in hoher Fahrgeschwindigkeit zusammen. Das Motorrad wurde völlig zertrümmert. Wcrnicke hatte so schwere Verletzungen erlitten, daß der Tod eintrat, noch bevor ein Arzt zur Stelle war. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Oachstudlbrand in der Hollmannstraße. Im Dachstuhl des Fabrikquergebäudes Hollmannstraße 3? brach heute mittag Feuer au-, das sich in kurzer Zeit auf einen großen Teil des Allpapierlagers im ö. Stockwerk ausdehnte. Starke Verqualmung ersehwerte die Löschaktion. Da die Situation zuerst sehr gefährlich aussah, wurden insgesamt vior Löschzüge alarmiert, von denen jedoch nur zwei in Tätigkeit zu treten brauchten. Der Brandherd konnte verhältnismäßig schnell eingekreist werden. Di« Ausräumungsarbeiten dauerten mehrer« Stunden, die Entstehungs- Ursache ist noch unbekannt. Schließung eines kommunistischen Verkehrslokals. Auf Word- uung des Polizeipräsidenten muß das kommunistische Verkehrslnkol von Lange in der Gneisenai-'str. 33, aus dem heraus sich wiederholt 'Ueberfälle auf politisch Andersdenkende entwickelt haben, in der Ä-S von 20 Uhr bis 6 Uhr früh geschlossen bleibe». Arbeitsloser an die NVG. Die Straßenbahn und das neue Arbeitsamt. Ein arbeitsloser„Vorwörts"-Leskr schreibt uns: Man Hot in hohen und höchsten Amtsstuben es für richtig gs- halten, ein neues Riescnarbeitsamt in der Sonnenallee in Neukölln bauen. Heute schon werden tagtäglich mehr als 6000 Arbeitslos« gezwungen, hier zu stempeln oder die körgliche Arbeitslosen- Unterstützung in Empfang zu nehmen. Die Geschäftswelt jenseits der Kaiser-Friedrich-Strohe hat sich schnell der neuen Konjunktur- welle angepaßt. Stroßenhöndler und Geschäfte haben ihren Betrieb auf Konsum durch die Arbeitslosen abgestellt. Rur die Berliner Verkehrsgesellschast nicht. Zwei Straßenbahnlinien im Abstand von je"'Vi Minuten sollen noch wie nor dem Publikurnsnertchr ge- niigen, der bestimmt auf dem südöstlichen Teil dieser Strecken sich seit Eröffnung des Arbeitsamts in den Abfertigungszeiten des Publikums um 300 Proz. gesteigert Hot. Zur eine Großstadt geradezu beschämende Zustände spielen sich lagtäglich in den Vormittagsstunden auf den Linien 95 und 98 ab. Vom Herniannplotz aus muh der Fahrgast froh sein, wenn er mit der Bahn überhaupt mitgenommen wird. In dos Innere des Wagens zu gelangen ist unmöglich. Auf der Plattform drängt sich das Publikum wie die Heringe, zumal um diese Tageszeit auch die Anhänger abgenommen sind. Ist nun gar eine Verbrennung in Baumschulenweg, so zankt sich das gesamte Publikum. Di« 95 und 93 stnd die beste Verbindung zum Krematorium. Trauergäst« pflegen nun einmal nicht in den schlechtesten Kleidern zur Bestattung eines Angehörigen oder Freundes zu fahren. In dein Gedränge auf den Bahnen bis zum Arbeitsamt Südost in der Sonnenallee wird nun nicht nur die Kleidung der Krematoriumsbcsucher beschädigt. sondern vor allem auch die Blumenspcnden, die sehr oft nur unter schweren finanziellen Opfern für einen teuren Toten gekauft werden konnten. Muß das fein? Liebe BVG., sende sofort einige be- mährte Kontrolleure> auf diesen Teil deines Verkehrsnetzes, damit hier schleunigst A b h i l f« geschaffen wird. In wenigen Tagen soll auch nock) dos Arbeitsamt Süd in diese gottverlassene Gegend um- ziehen. Warum soll es erst zu Skandalen kommen. Di« Verlängerung der Straßenbahnlinien 12 und 148 und da- neben die des Autobus 80 würde sofort Lust schaffen und keine nennenswerten Unkosten hervorrufen. Dos wäre wirklich Dienst am Kunden. Einer anderen Zuschrift entnehmen wir, daß ähnliche Zustände auch auf der Straßenbahnlinie 15. die nach der Gottlieb-Dunkel- Straß« fährt, herrschen. Dort' liegt der Neu« Gememd«stiedhof Neukölln. Di« Leidtragenden, die zur Beerdigung fahren, müssen sich im Wagen wie die.Heringe zusammenquetschen lassen. Gerade in der Hauptzeit der Beisetzungen, zwischen 12 und 18 Uhr, muß die BVG. einen Beiwagen aichängen. Tagtäglich gibt es auf dieser Strecke wüste Schimpfereien auf die BVG. und die Stadtverwaltung. Goeihefeiern im Rundfunk. Faust 2. Teil.—„Goethes Tod."— Goethe-Konzert. Wer den zweiten Teil des„Faust" in ungehetzten Ruhestunden sich langsam erarbeitet, muß ihn lieben, auch wenn kein« philologisch- historischen Kenntnisse ihm die äußeren Formen des Werkes ganz erschließen. Läßt sich die Dichtung in einer Ruirdfunkauffühnmg einer großen Hörerschor zugänzlich machen? In einer vierstündigen Ten- hung ohne Pause wurde sie von Berlin aus über das ganze. Reich verbreitet Sölbstoersiärtdlich mußte auch für diese Darbietung dos Werk noch um ungefichr die Hälfte gekürzt werden. Wer hat es gehört? Wer hat' die Kraft oufg-ebracht. es ganz zu hören? Der stärkste Eindruck ging für die meisten Hörer wahrscheinlich von der Einführung aus, die Ernst Hardt, der Regissour der Darbietung, gab. Zur?lufführung kamen der Beginn des zweiten Teiles, das Helena-Spiel und der Schluß. Die Geschlossenheit der Helena- Szenen mag zu ihrer Gestaltung auf der Send-bühne verlockt habe«. Doch wieviele Hörer verstanden in di«sem Denkmal, dos Goethe dem eben verstorbeneu griechenbegeisterten Lord Byron setzte, die tief« Reckionschaft, die er hier über sich selber ablegt? Sehr breit gehalten mar der mystische Ausklang, viel zu breit für die Proportionen der gesamten Sendung. Das religionssremd« Werk wurde damit für den nawen Hörer in ein frommes Bekenntnis verwandelt, das Goethe in ihm nie abgelegt hat, nie ablegen wollt«. Goethe selber nannte die Zusammenfassuitg am Schluß opernhaft, nicht in mißbilligendem Sinne, aber doch aus der Erkenntnis heraus, daß die Notwendigkeit einer äußeren Zusammeirfassung ihn dazu geführt hatte, dem Spiel der Formen ein eigenes Lebensrecht einzuräumen. Volkstümlich war also diese ,. Festsendung" nicht. Am Tag« zuvor gab es ebenfalls einig« Goethe gewidmete Reichssendunzen. Di« Darbietung aus Frankfurt a. M.„Goethes Tod" gestattete nach zeitgenössische a Dokumenten die feierliche Beisetzung des Staats- Ministers und Geheimbderates Herrn von Goethe. Im pompösen Begräbnis wurde er vor dem Mikrophon noch einmal bestattet, uni> wie vor hundert Jahren verklangen leise und nebenher die wenigen Stimmen derer, die den Geist begriffen hatten, der dahingegangen mar. Vorher gab es aus Goethes Arbeitszimmer eine lange, kluge und würdige, ober nichtsdestoweniger durchaus unoolksdunliche Rod« des verstorbenen Friedrich Gundolf, die dieser bei der Goethe- Gedächtnisfeier in der' Sorbonne hallen wollte. Dort wäre sie am richtigen Platz gewesen. Und dach: ein« kleine Goethe-Feier war für all«. Ein Konzert aus Leipzig, ebenfalls als Reichssendung dargeboten. Beet» Hovens ,.E g m o n t"- Ouvertüre und die„E r o i k i" von Bruno Walter dirigiert, vom Gewandhaus-Orchester gespielt. Dazwischen drei Schubert-Komposttionen„Ganymed".„Prometheus", „Schwager Ehrono s", gefunden von Herbert Jansen. In den drei Liedern wurde Goethe den meisten RuMunkhörern wahrschein- lich nälzer gebracht, als in allen wideren breiten und tiefen Feier- Veranstaltungen. Tes. Der Tonfilm...äamer-dschast", das Werk den Solidarität und Völker- dzrbriiderunn. wird Karfreitag 7 und 9 Uhr im B a b h l o n am Bülow- plaiz vorgeführt. ,.Vorwärt§".Leser bekommen gegen Voneigung der Zeiiungsquiltung oder der ausgeschnittenen Annonce tt> Proz. Ermäßigung. Die Tvoilosglen werden Karfreitag, 8.90 Uhr, im Ufa-Palast a w Zoo unter Leitung ibreS Tirigeitten Serge I a r o f f singen. Scklecht«.»mo-Konjunltur. Die Ufa teilt mit: 7i« Lichtspielhäuser UT. Kurfurstendamin, Universum am Lchnmer Plah und U2. König- siadt werden von ihr zum 1. April ausgegeben, weil sich die Pachwrcise nicht mehr mit den augenblicklichen Zeitverbältnislen vereinbaren lassen. Tie Staatlichen Museen sind am Ostersonnabend von 9 bis 13 Uhr für den Besuch geölsnet. Im übrigen bleiben die bekannten Qesfnungs. zeitcn weiterhin gültig. Tie Teutsch« Knnftgeuiciufchaft erössnet am Gründonnerstag, mittags l? Ubr, im Berliner Schloh i2. Hos> eine Ausstellung junger Kunstlehrcr. Tie Ausstellung ist täglich von 19 bis 6 Uhr und Sonntags von lt bis Z Uhr geöffnet. Der Tag der Oeuischen Goeche ist der größte. Name und der bedeutendste Kutturwert, den die Deutschen in die Wagschalo zu werfen haben. Seine Feier, die gestern in der ganzen zivilisierten Welt begangen wurde, ist gleichzettig ein Frcudcntog aller Deutschen gewesen. In allen Kulturzentren ist gestern Goethe die Parole gewesen; in allen Sprachen der Welt ist feiner gedacht worden. Minister hoben gestern ein« Schwäche für• Literatur in sich entdeckt und haben sich zu Goethe bekannt. Theater haben Stücke von ihm gespielt, Sänger seine Lieder gesungen, Rezitatoren seine Verse erneuert. Möge die Flut, die in diesen Tagen über uns hinrauscht, wenigstens in feinem eigenen Volke das Verlangen steigern, Goethe nicht nur feiern, son- dorn auch kennen und verstehen zu lernen. Die Feier in Weimar. Weimars großer Goethe-Tag fand fernen Höhepunkt, nicht seinen Abschluß, in der Aufführung von Goethes„T a s s 0" durch Mitglieder des Wiener Burgtheaters. Wenn es Zeiten gegeben hat, Fülle und Ganzheit seines Lebens unter den Dichtern der Well nicht seines gleichen hat. England zollt feinen Tribut dem An« denken einer olympischen Gestalt, die nicht nur allein Deutschland gehört, sondern die für olle Zeiten alz ein großer Weltbürger da- steht. Goethe war in England bereits als Klassiker anerkannt, bevor er sein Leben abschloß. In keinem Land der Welt, außer Deutsch» land, wird der Name Goethes mehr verehrt als in England. Goethes Beitrag an die Welt besteht nicht nur in seinen dichterischen und wissenschaftlichen Werken, sondern auch darin, daß«r die ewige/; Problew« der Menschheit und Gesellschaft in einer Form dargestellt hat, die für alle Zetten gültig ist." Er habe den Eindruck, so sagte Simon weiter, daß Goethe sich in dem Jahrhundert, das seinem Tode gefolgt sei, nicht ganz wrchl» gefühlt haben würde. Im vergangenen Zettottcr sei der Ratio- nalismus zu seinem Höhepunkt aufgestiegen, Goethe aber sei ein Weltbürger gewesen. Er sei der Vorläufer des Geistes der inter- nationalen Toleranz, der heute in der Welt so sehr benötigt werde. wetier für Berlin: Fortdauer des teils beiteren, teils wolkigen Wetters, kein» nennenswerte Temreroturänoerung, zeitweise auf- frischende nordöstliche Winde.— Für Deutschland. Im größten Teil de» Reiche? beständig und meist heiter, nur im Süden und Südosten zeitweise stärker bewölkt, ab« ohne nennenswert« SchneeWe. Die filbemeQoethe Tlfedaüle rerUeh der Stefchspuäfident u. a. an die Sildiler: Qerharl Jtaupimann und Ricarda Jfurh(oben),(Hermann Stehr und den Xeiler der Weimarer Zeferlfehkefien XeuihSufer(unten) in denen der„Tasso" on allen großen Bühnen Deutschlands in annähernd ebenso vollkommener Weise zu hören und zu sehen war. wie ihn das Ehrengastspiel des Wiener Burgcheaters der gewaltigen und auserlesenen Festgemcinde darbot, so empfand man es als geradezu beglückendes Erlebnis, daß die ersten künstlerischen Kräfte der Bühne, die lange Jahrzehnte hindurch die erste deutsche Bühne war, dieses von der modernen Bühne so stark vernachlässigte klassischste Schauspiel in voller Reinheit, mit heiligoin Respekt vor de? Dichtersprache und mit geradezu unbeschreiblicher Wirkung zur Darstellung brachken. In dieser auserlesenen Künstlerschar ragten Else W o h l g e m u t h als Prinzessin, Frcd Hennings als Herzog noch besonders hervor. Zum Schluß sprach der Darsteller des Tasso den Epilog des Kanzlers von Müller. Di« Regie führte Albert Heine. Der Beifall wollre wirklich kein Ende nehmen. Im Anschluß an die Tässo-Vorstcllung begab sich der größte Teil der Zuhörer in die Weimar-Halle zur Stunde der Deutschen Volksgemeinschaft, die als Abschluß des ersten Tagez der Goethe-Veranstollungen gekocht war. Zuerst sprach der Präsident der Preußischen Dichterakademi« Walter v. Molo, nach ihm der Dichter Erwin Guido Kolbenheyer» München und zum Schluß Dr. Hans v. Eibl- Wien. Die Vor- träge wurden mit großem Beifall oufgenammen. Minister Simon über Goethe. Am Dienstagabend fand in der Fishmongers-5)alle die große Gaethe-Jahrhuirdertfeier Londons statt. Außenminister Simon hielt die Festrede.„Wir sind zusamengetommen", so sagte er u. o.. „um eines Königs unter den Geistern zu gedenken, der in der Goethe steht wie Shakespeare— und Shakespeare gehört Deutsch, land so. wie Goethe England gehört— über dem Wirbel vorüber- gehender politischer Anschauungen als einer der uirbewezlichen Pfeiler, auf die wir die Brücke legen müssen, auf der die Mensch- holt zu einer besseren Auffassung über die Gesellschaft, zu einer neuen Welt und einer freundlichen Zusammenarbeit schreiten möge. Goethe im Moskauer Gewerkfchastshaus. In Moskau fand am Dienstagabend im Eäulensaal des Ge« i-werkschafishauses unter dem Vorsitz des Volkskommissars für Auf» klärung, Bubnoff, eine Feier statt, die vom Volkskommissariat für Aufklärung, � der: Aommnnistifchen Akademie, dem Staatsverloge sowie wissenschaftlichen und literarischen Organisationen veranstaltet wurde. Volkskommissar Bubnoff charakterisiert« in feiner Ein- leitungsrede die Epoche Goethes und fein« Persönlichkeit als die eines Vertreters der damals noch sehr jungen Bourgeoisie, der alle ihre Widersprüche in sich verkörperte.— Der Akademiker L u» natscharski schildert« in einem ausführlichen Vortroge Goethe als den genialsten Dichter, Dramatiker und Philosophen, der mtter der eisigen Maske des Olympiers bis zum letzten Tage den Geist des Protestes bewahrt habe.— Der Akademiker Ä a g a n sprach über die Werke Goethe?, während der Letter der wisseuschaftlichen ?lbteilung des Volkskommissariats für Aufklärung, Luppol, die naturwissenschaftlichen Ansichten Goethes beleuchtete.— Schließlich behandelte der Kritiker Zl verband das Thema„Goeche und die zettgenössische Epoche". Noch den Vorträgen fand ein Konzert von Kompositionen der bekanntesten Komponisten der Welt, die Werk» Goethes zum Gegenstand hatten, statt. Itavel in Berlin» Es ist schon eine Zeit her. daß Maurice Ravel— der gelegent- lich des 9. Phicharmonischen Konzerts zun: erstenmal in Berlin metüe— für Frankreichs fortschrittlichsten Musiker und Führer der Moderne angesehen wurde. Ohne die entscheidende. Wendung zur „neuen Musik"(so sehr er ihr auch die Wege beretten hakst mitmachen zu können, ist er im Grunde seines Wesens der Impressionist ge« blieben, der er immer war; wenn bei ihm auch jetzt das andere, das zweite Gesicht des Impressionismus deutlicher wird. Die Farbe, das verstreut« Licht, das kaum faßbare Helldunkel ist ihm nicht mähr so wesentlich wie in den Klangwundern seiner frühen Wkirks; er hat die pointilistisch« Technik aufgegeben, die auch nrusikalisch gleichsam Farbfteck neben Farbsieck setzt, um sie zu schimmernden Klangflächen zusammenklingen zu lassen. Er arbeitet mit Einfachheit als Reizmittel, mit einer motorischen Rhythmik, er verwendet Elemente spanischer Rationalnmsik und' rückt so stilistisch in die Nähendes jüngeren von Mussorsky stark beeinflußten Debussy �etwa der Suite Bergamasque) und damit auch in die des jungen Strawinski,, ins- besondere der Petruschko. Sein neues Klavierkonzert— er dirigierte es sellsst, Marguerite Long spiettc es bravourös und elementar zugleich— ist eher ein« Art dreisätziger Tanzsuite für Klavier und Orchester als ein Konzert, ohne allen sinfonischen Ehr- geiz, von rhythmischer Vitalität in den turbulenten rondoartigen Eckfätzen, voll reizvoller Primttivttät im langsamen Satz. Wenn auch oll die naive Lyrik, all der stampfende Tanzjubel das Gefühl des überaus Künstlichen dieses Werks nicht zu verdrängen vermögen. Mit Haydns Londoner B-Dur-Sinfonie, dem„Don Juan" von Richard Strauß und Bcechooens Coriolan-Ouocrtüre(einem Wunder an Präzision. Ausdruck, Adel) hatte Furtwängler rauschenden Erfolg._ A. IV. Die silberne Goeihe-Medaille. Als Auszeichnung für Verdienste um Kunst mrd Wissenschaft hat der Reichspräsident im Go«che-Iahr 1932 eins silberne Medaille gestistet, die bei den Feierlichkeiten in Weimar erstmalig einer Reihe von Persnnlichketten oerliehen wurde. Sie wurde geschaffen von Pro- fessor Waldemar. Raemisch. Die vom Reichspräsidenten gestiftete Goeihe-Medaille ist an ins» gesamt 55 Persönlichkeiten erstmalig verliehen morden, darunter on Reichskanzler Brüning, Reichsinnenminister Groener, den preußi- schen Kultusminister Grimme. Von Goethc-Forschcrn haben die Medaille erhalten: Professor Petersen, Kühncmann-Breslau, Kippen- berg-Leipzig, Korss-Leipzig, Wahl-Weimar. Ferner siiib u. a. folgende Vertreter der Literatur ausgezeichnet worden: Gerhart Hauptmann, Thomas Mann, Stefan.George, Kolbenheyer, Wilhelm von Scholz, Rudolf Binding, Ricarda Huch, Handel-Mazeito, Wolter von Mola. Die Zukunft des Oeuischen Theaters. Im Austrage Max Reinhardts wird der Presse mttgetellt:„Max Reinhardt hat fett längerer Zeit den Wunsch gehabt, sich von der Bürde, die ihm die Führung de? Deutschen Theaters als Unter» nehmer auferlegt, zu entlasten. Er hofft hierdurch größer« Frei- heit für feine künstlerische Tätigkeit zu gewinnen mit dem Ziel, sie in erster Linie dem Deutschen Theater zu widmen. In dieser Rich- tung laufen die Verhandlungen, die mit Dr. Rudolf Beer und Karlheinz Martin zur Zeit geführt werden."" Das„Große Schauspielhaus" würde Reinhardt allein weiterführen. Durch die Beteiligung Martins, der gemeinsam mit Beer das Deutsche Theater leiten soll, wird die Volksbühne in Mitleidenschaft gezogen. Gibt es bei Theaterleitern noch so etwa« wie Treue zur Sache? Oer pariser Theaierstreik. Um einen allgemeinen Theaterstreik zu oermeiden, hat Finanz« minister Flandin vorgeschlagen, die auf den Theatern lastenden staatlichen Steuern der ersten Kategorie von 5 aus 2K Proz., die» senigen der zweiten Kategorie von 234 aus 2 Proz. herabzusetzen. Ein Gesetzentwurf wird demnächst eingebracht werden, und die Rc- gierung wird seine Annahm« empfehlen Die Vertreter der Theater» Unternehmungen haben sich ihre Antwort vorbehalten. Die Vertreter der französischen Kinotheater haben be» schlössen, mit den Theatern gemeinsame Sache zu machen und ab 29 März als Protest gegen die zu hohe steuerliche Belastung ihm Betriebe zu schließen. lUtcr Varsisal spricht Freitag, 13 Uhr, Franz Heine im Sretde&h Saal(Steglitzer Str. 85). Kommunistische Bauernfängerei. �Eine ,w Verliche Komödie.. Die Leitung der APD. fürchtet offenbar, dah die Versuche der Gewerkschaften, die Arbeitslosigkeit durch Arbeits- befchaffung zu lindern, erfolgreich fein könnten. Das sucht sie mit allen Mitteln zu oerhindern! dieser„Gefahr* will sie unter allen Umständen vorbeugen. Seit Wochen geht st« in ihrer Presse gegen den„A rb« i t s b e s cha f f u n g s s ch w i n d e l des ADGL.* los. und die Tagung des AfA-Bundesausschusses. die sich mit der Frage der Arbeitsbeschaffung defaßte. sucht die„Rote Fahne* als„eine widerliche Komödie zur Täuschung der rebellierenden Mitgliedermassen* abzutun. Aber auch die kommunistischen Arbeitslosen würden es genau wie alle übrigen Arbeitslosen begrüßen, wenn sich noch während der Krise gewiss« Arbeitsmoglichkeiten schaffen l'eßen. Die KPD leider jedoch ständig uwer der Angst, irgendein Vorschlag den sie macht, irgendein Antrag, den sie stellt, könnte durch Zustimmung der„Sozialfaschisten* angenommen werden. Das bedeutete eradezu eine Katastrophe für sie Denn das wäre für die Moskauer beraufsicht«in schlüssiger Beweis dafür, daß der Antrag nicht„r e v 0. l u t i 0 n ä r* genug war. Dieses Ängstgefühl treibt daher die KPD. von vornherein dazu, nur solch« Anträge zu stellen, von denen sie nach aller menschlicher Voraussicht überzeugt fein kann, daß sie nicht angenommen werden, nicht angenommen werden können. Um so zu tun als fei auch ihr an der Arbeitsbeschaffung gelegen, hat d'« KPD. sich ebenfalls ein Arbeitsbeschäffungsprogromm zugelegt. Während die meisten Dorfchläge von den Finanzierung». Möglichkeiten abhängig sind, hat die KPD.«in ganz radikal-revo- lutionäre« Finanzprogramm. Darin wird als erste» ge» fordert, die Streichung aller Ausgaben für milt» tärifche Zwecke. Für die ganz duMMen Leser der KPD.» Presse mag da» recht forsch klingen. Ln Moskau könnt» eine der» artige Forderung für Sowjetrußland nur illegal erHoden werden. und wenn man ihren Urheber erwischt«, dann ging e» ihm sehr schlecht. Genau so steht es mit dem zwetten Antrag, der die Streichung aller Auegaben„für die militarisierte Polizei* fordert. Wollte dieser Antrag wenigsten» hier in den Reihen der Kommunisten ernst ge» nommen werden, dann müßte er mindestens die einschränkend« Be- srimmung enthalten: bis zur Errichtung eines Sowjetdeutfchlands Recht nett nimmt sich auch der bescheidene Vorschlag aus:„Alle privaten Schuldverpflichtungen an das kapitalistische Ausland werden annulliert, die weitere Zinszahlung für solche Verpflichtungen wird verboten und im Uebertretungssalle als Kap-talsverfchiebung de» straft.„DieseGelderwerdenfürArbeitsbeschaffung oerwandt.* Das ist eine leichtsertige Spekulation auf eine mehr als pollzei» widrige Dummheit der Arbeiter, wie sie sich nur die KPD.-Presse erlauben kann. Vernünft gen Menschen mit solchen Plänen kommen. das ist in der Tat„eine widerliche Komödie*. Da sollten unsere Moskauer es schon mit der einfacheren Lösung aller sozialen Fragen halten, wie sie sie seit Wochen bereits haben mit dem Unioersalrezept:„Wählt Thälmanni*. dann g'bt es Brot und Arbeit, keinen Selbstmord mehr, dann braucht niemand mehr zu sterben und es geht jedem so gut wie den Fünfjahrplankulis in Sowjetrußland. 'eBuck terä, f ckluurdi ©a« graphifcheWerk toncft aller QramaUe� Eine sorgfältige Arbeit: genauer Katalog der graphischen Blätter de« Maler» mtt allen technischen und kunstkritischen Angaben, belegt durch zahlreiche Briefstellen an Verleger. Dichter und Freunde! dazu «ine Einleitung, die Leben und Schaffen Gramattc» in ausgiebiger Weife biographisch schildert Leider nicht kritisch! und diesen Mangel an Distanz zu dem Objekt seiner Forschung muß man Eckhardt zum Vorwur« machen. Räch seinen Schilderungen erwartet man ein bahnbrechende» Genie de» letzten Jahrzehnts Davon kann kein« Red« lein, weder die Graphik noch die Malerei Gramattts. und ebenso wenig die Tatsache eines unablässigen, menschlich sehr flMpathischen Ringens um seine Kunst und seines allzu frühen, auf Kriegsverletzungen zurückzuführenden Todes im Jahre 192S berech» t,gt zu einem derartigen chymnus Der Fall Morgner, wiederholt sich hier in gedämpfterer Form: Freund« erheben das vor seiner Vollendung hingemordet« Talent auf ein überlebensgroßes Posta- ment, dos dem Umfang seiner wirklichen Leistungen nicht zukommt ?aul f. Schmidt. S!d&ft Tücaler Mittwoch, den 23. M�ri s: aal söster unter ce» Linder 20 Uhi Madame Butierfly itaattidigiiyiite ■aaadsrBsnniaw 20 üh» üoetbe-Vocde Clavigo Schille.'-Theatei Char Ionen bürg 20 uh» *) Mit 160 Abbildungen. Wien. Amalthea-Verlag, Zürich. Leipzig. dlittwod», 24. März. Berlia. I6.0S Aktuell« Abteilung. 16.30 Unterhiltungtmusik. 17.30 Die Uebereehwemmuns de« Mlultelppl(Dr. Walter Besjanln.) I7J0 Lieder Hilde Weyer. Sopran. Am Flügel; Heinrich Steiner. 18.10 Boehmer: Eine Viertelstunde Technik. In.25 Mitteilungen des Arbeitsamts 18.30 Hans Bork' I Moeart Fast, c-moll(JC.-V. 396). 3. Beethoven; Sonate A-dur. op 2. Nr. 2 I8.es Die Funkatunde teilt mit... 19.00 Stimme zum Tag 19.10 Frledel Joartim liest eigene Prosa. 19.35 Dr Frey Neben dem Recht 32.00 Wetter-, Tages- und Sportnarhnchten. 33.30 Konzert KSnlxsvntterhanscn. 16.00 Qewerbeoberlehrer V. Hagedorn: Bernlsschnle in der Heutigen Win schaftskrise 16.30 Hamburg Konzert 17.30 Prof Dr Herre: Universalrelch OroBmachl. Kleinstaal 18.00 Hans Teßmer- Neue Bücher flbet Musik. 18.30 Dagobert von Mlkusch-Buchberg: Abenteurer der Wirtschaft 18.55 Wetter für die Landwirtschaft. 19.00 Dr Erich Welter: Ende des Kapitalismus? 19.30 Dr Rlchhardr. Beamten recht 20.00 Wien; Aus klassischen Opeienen. 22.15 Aus Weimar: Kundgebung der Deutschen Volksgemeinschaft zum Qoethe Jahr(auf Schallplatten) SfäskOper Cnar onenpurt SismarcksttaBe x Mittwoclt. 23. Min Turnus Iii 20• hr Frledemami Bach htdeaaer. Salvaönu Sduratfa. hrirdneb. Guttmana Baumaur. Ende nach 32"Ol hr 1. Male Osfem (ose- 1 iieuter nie inttnrtei Strsle'3 tl. Wtidn» i i M 6 und 9 Uhi -Jetichen Gebert .i-iar.oitensii.vu-v. i ei. DönbOlf 625 »u Uhr Kamarilla von"r£ Bettauer und C Licbty Vorvsridotümjnlrtndiw W"n»er -Garten- S.15 lü» rson 243e auto triraJ' trian rteValexco. Wallenda Troppe. Hakan von» Ich salti m»einen i S So. inten ancs«elirrf la*-Nwmmrrr «•■Üb. CASlNÜ-iatAlER�oha LOthvin&er.Strafe 37. iniiiHiiiiinHiiiiiiiiiiiuiiniiiiiinttsiiiiiiiin'.iiiinmuii�eimnm Cnwictarriif Hell nar i>ts>S1.3ISrx Oer Mann müden zwei Frauen a da» große bunte Prograuini Am i Ap ii zum t Male PEPPiNa Operette in i Akten. Mosik v. R. Stolz. juiscnein i»4 Personen PaiKeti si PL, rauteun I— Mark Sessei t»5>. Mark. Wer will aldu od Utg sein 7 Wer will etrdleeen? Wer Iran» anikllro o. werben? Wer bat Zuversicht a. Aasdeaer? Gen. u. cew Org. Bed Bew erb. unt \. ITH an d Haupterp d..Vorwirts". Berliner(IlkTrlO Naakftlla wUtaosu 74-76.1 tfuioisaunuej lwln in Böliwlati j Mt» Uhi Androklos und der Löwe tvuiuodic fOD Hei oh. SbaH mit Heiix ßrcsKart] und Otto Wallburg tegie* K. H. Marnnj Itati. Sdiiüer-ifiMUil 8 Uhi Ostemi Wwwww'*�w Adolt Bosse Uhrmacher undüuwaiiar NW 40. Alt-moahtl III. T«.H0aBlt627S Relchha Hjes Lager In Uhren, luweien. Gold-, Silberwaren und Bestedce. Preiswerfe Gestfienkartlkel für icde Gelegenheit. Reparalurnrerkstalt tflr Uhren und Goldwaren, erslk assig und billig. Tasehen-Chren.... Mit. se.SO Armband-Uhren.....».TS Wecker........«4» Salon-Uhren.......'3S.OO "V FBr alle Warea wird Garantie oelelstel � ßefdiäfis-Jtnjeiger � (Üexiwfo f Udert-Wejien Verlange in Klarzficüse aar Qarbolmum m«m taeHe! ,.M. 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Sotbrtnp) � SO, Babitr i7(am"Bahnhof(beiunobzuntun) Chotlottenburn 5, Sch oßnr 80 ii(am Eophle-ähartoUwPlatz ubitnhe». gtanlfurur Allee"231 Pol»dem(Branheahnzc idt Saiienfiratel Fabiik in Rfidersdotl, Kretz Nieder barnlm.• W. Ottendorf Obfi, Qemüfe en grot .ö/rohfenflr. HO—HO itrtdendtunm DZ«082 (RarlMpadtang) für m. Wistiie. Xndie und Haoshalt das UHt! I Bequem, praktisch, sauber, billig .md Mass n-Verpflesans unsere ttschiertigen. grbr» enrn Fisdafiletfs«»«>-Koteletts welche in icUer gewünscMen OrCte und zu jeder Taeeszeit in The< moskii.ieii in oi« Aus teile Bandagen-Müll er PriitscnsaraS« 41, am Kori zpiats IndiliiolH- UKMig f TV A Künstliche Glieder, Gumm,- i I Strümpfe, Plattfußeinlagen 1 Eigene WcrbUH liafaranl für sämtliche Krankenkassen Autobereifung* Wilhelm Grabs Vertrieb In- and aas'findUcber Ret en Autore'ien- and SdiUudi-Reparetiir- WerkstUte/ Aatozubebdr Berlin SW 48, Priedrlchstr. 249 Mnbe Bclie-AUUncc'PUtz- Tel. 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Von der 2 Meter breiten gedeckten Veranda im ersten Stock, die an dem Hotel entlangläuft und reichlich mit Schaukelstühlen zum P'sruhen ausgestattet Ist, fällt der Blick zu- nächst auf das riesige ossene, mit kristallklarem Wasser gefüllt« Schwimmbad, in dem sich dauernd Badelusttge beiderlei Ge- schlechte tummeln, und wo auch die jährlichen großen Schwimm- und Springkonkurrenzen ausgetragen werden. Jenseits des Schwimmbassins steht das neue stattliche Klubgebäude mit Spiel- und Lesesälen, Gesellschastsräumen und der mwennsidlicher Bar. Eine geräumige, mit bunten Fliesen belegte, ungedeckte Terrasse für die wöchentlichen Tanzunterhaltungen und sonstigen Belu'tigungen befindet sich an der Längsseite des Klub- Hauses. Auch-'e Kinovorstellungen finden unter freiem Himmel stot für die Musik sorgt e!n Lautsprecher. Besonders beliebt waren die amerikanischen Tanzschlager, die mir allerdings bei der häufigen Wiederholung später sehr aus die Nerven gingen. Um das Klubgebäudc herum sind die modern ausciestatteten Spocr- und Spielplätze für Fußball, Golf. Kricket und Tennis. Die Tennisvlätze sind künstlich beleuchtet, damit d'e Snvrtfreudigen auch in den kühlen Nächten spie-e» können. D« Mck schweift aber noch üb« die Soortplätze hinweg bis an die mit Palmen bewacbftneu Ufer des Maracaibosees. von dem nach Eintritt der Dunkelheit ininicr«ine kühle Brise weht, die Erholung und Erfrischung nach kor Hitze des Tages bringt. Bon Fliegen und Moskitos war keine Spur. In der wasserreichen Umgebung Berlins hat man jedenfalls unt« der Mückenplage an den Sommerabenden viel mehr zu leiden, als hier in diesem tropischen Landstrich. Es sind aber auch alle Vorkehrungen zur Bekämpfung dieser lästigen Insekten getroffen. Man könnte über Zweck und Wert dies« Wohlfahrtseinrtch- tungen im Zweifel sein, wenn man nicht sicher wüßte, daß die genau rechnenden Oelgesellschaften keine Aufwendungen zu machen pflegen. die ihnen keinen Nutzen bringen. Allerdings ist die Schaffung von Wohnhäusern. Sportplätzen, Klubs, Wasserleitungen, Kanalisationen. Eisfabriken. Verkaufsläden. Schulen, Aind«gärten, Krankenhäusern und Waschanstalten mit einer Ausgabe verknüpft, die sich nicht sofort bezahll macht, doch in einigen Jahren einen Nutzen bringen muß. Denn man erhält dadurch die Arbeitskraft und Arbeits- f r e u d i g k e i t der Arbeiter und Angestellten aus einer Höhe, die in keiner Weise d«jenigen im gemäßigten Klima nachsteht. Man erzieht durch sie die Menschen zu loyalen, an dem Gedeihen der Unternehmung interessierten Mitarbeitern und hält von sich das Odium angeblicher kapitalistischer Ausnutzung fern. s Ich sollte nicht lange die Annehmlichkeiten des Ausenthalls in dem schönen Werkshotel von Bella Vista genießen. Die Pflicht rief mich nach den Erdölfeldern hinaus. Schon von weitem winkten die hölzernen und eisernen Bohr- türm« als Wahrzeichen der hochentwickelten Erdölindustrie. Viele von ihnen standen im Wasier, die meisten waren aber aus dem Festland« und steckten ihre Spitzen aus den Polmenwäldern. dt« die Uf«r des Sees einrahmten hervor. Bohrtürm« und Palmen, welch eine eigenartige Verbindung für uns an Gegensätze nicht so sehr gewöhnten Europäer! Wie kommen diese schwarzen Ungetüm« in diese poesteoolle Umgebung, von der wir Nordländer mit der ewigen Sehnsucht nach der Sonne und Wärme des Südens zu träumen pflegen?— Die Welt braucht das schwarzbraune Oel, das ihr die Macht über Länder. Meere und Lüfte erschließt, und da nimmt sie es. wo sie es eben findet Was kümmert sie sich dabei um die paar Palmen, die an den früher so stillen Ufern des Sees träumten, und heute, soweit sie nicht der Axt und der Säge zum Opfer gefallen sind, mit dem mörderischen Oel gedüngt werden, das langsam aber sicher ihren Lebenssaft zersetzt. Stillschweigend dulden die Baumriesen, daß sie vom Beil und der Säge gefällt, mit Stumpf und Stiel ausgerollet werden. Die Vögel und Tiere des Waldes ziehen sich zurück und weichen der Ueber» macht des Menschen. Zweimal /Ifeiv 3>1e Qefchichie eines SpHsels/'Von Oda Olberg In letzter Zell hat der Fall Asew zwei Autoren zu eingehender Behandlung verlockt, Wolfgang Hoffmann Harnis ch�) und Boris N i k o l a j e w s k y"). Der erste Ist plastischer und teren Attentaten war er aber ein ausschlaggebendes Element. Ob er die Allentate gelingen ließ oder vereitelte, darüber entschied die Erwägung, ob es im Interesse seiner Stellung wärmer und macht wiederholt Versuche psychologischer Erklärung. 1 In der revolutionären Organisation notwendig schien, sein Ansehen Der zweite belegt seine Ausführungen durch bisher nicht vcröffent- lichte Dokumente aus den Polizeiarchiven und durch Urteile, die außerholb des revolutionären Milieus über den Locksvü'd gdällt wurden. Nikolajswsky liefert ein Stück Geschichte, wobei durch eine Fülle von Einzelheiten, durch Spiel und Gegenspiel der vei- schieden«! Beamten der Faden des eigentlichen Dramas nicht immer leicht zu verfolgen ist. Hoffman" Harnisch gewährt der revolutio- nären Aktion breiteren Raum und gibt— ohne sich über das Niveau dessen, was man heut«„Edelreportage" nennt, zu erheben— lebendige Bilder aus der Zeit des Terrors, aufgereiht auf da» gleichzeitige Wirken Asews im Polizeidienst und in der revolutio- nären Organisation. Anfänge... E w n o Asew wurde im Städtchen Lyskowo im Gouvernement Grohno im Jahre 1869 als zwelles Kind«ine«, bellelarmen jüdischen Schneiders geboren. Unt« ungeheuren Opfern ließ der Bat« sein« drei Söhne— vier Töcht« hatte er auch— das Gymnasium besuchen, ab« zum Untversitätsstudium reicht« es nicht. So führte der Bursche ein armselige» Dasein erst als Bericht- erstatter eines Lokalblättchens. dann als Schreib«; er gab Privat- stunden und landete schließlich im kaufmännischen Beruf. Hier unter- schlug er 800 Rubel und reiste im Frühjahr 1892 mit diesem Geld« nach Karlsruh«, um die technische Hochschule zu besuchen. Er lebte in bitterer Not, lill totsächlich Hunger und schloß sich der russischen sozialdemokratischen Gruppe an. Sein erster Brief an das Polizei- departement, in dem«sich als Spitzel anbot, ist vom durch ein gelungenes Attentat zu heben, oder ob sein Spitzeldienst die Entdeckung eines Attentats zum Beweise seiner Unentbehrlich- teit ratsam machte. Im ersten Fall war zu bedenken, daß ein ge- lungener Anschlag der Revolutionäre immerhin den Vorteil hatte. in der Polizei das Interesse am Spitzeldienst zu erhöhen: im anderen Fall war mit der Gefahr zu rechnen, daß die auf Asews Denun- ziation erfolgten Verhaftungen ihn unter den Terroristen verdächtig machen tonnten, eine Gefahr, mit der die Polizei zum Schutz« ihres Spitzels zu rechnen pflegte. Zwei gelungene Attentate hoben Ascws Ruhm in der revolutionären Bewegung begründet: das gegen Plehwe und gegen den Großfürsten Sergius. Worin bestand seine Mit- Wirkung? Im Fall Plehwe in der von ihm vertretenen Umstellung vom Revolver aus Dynamll, in beiden in der Ausarbellung des Planes. Mit Nerven, Blut und Leben bezahlten die Terroristen Sassonow, Kalsajew und andere. Warum hat Asew dlele � beiden Mal« den Ruhm des Revolutionärs dem Profit de» Lockspitzel» vorgezogen? Hoffmann Harnisch meint, er wäre ein Werkzeugs' in den Händen von Personen gewesen, die in nächster Nähe des Thrones standen und Plehwe» und des Großfürsten Beseitigung wünschten. Nach Nikolajewsty war von den beiden Herren, denen Asew diente, damals der Terror der bester« Zahler: von den beiden, die das Recht hatten, an seiner Treue zu zweifeln, der Terror der scharfsichtigere. Eine Zeitlang schöpfte der von unersättlicher Geld- gier besessene Asew mit vollen Händen aus der Kaste der revolutio- nären Organisation. Gleichzeitig belieferte er ausgiebig Gefängniste, Verschickungsorte und Galgen, mit monatelang«» Intervallen Apnl 1893 datt-rt. Er forderte"--d bekam ein Anfangsgehalt von schmollenden Schwelgen- gegenüber seinen Arbeitgebern. Als. mit 50 Rubel im Monat und berichtete üb« die Organisationen und das Leben der revolutionären russischen Studentenschast in Karlsruhe, Heidelberg und Darmstadt. Bald darauf Hellatete Asew die achter eines kleinen jüdischen Händlers,«ine aufrichtige Revolutionärin. die bis zur Grenze des Menschenmöglichen an ihn geglaubt hat. Leicht war Asews Weg nicht. Gaben, die die Herzen gewinnen. hatte ihm kein« Fee in die Wiege gelegt. Sein Aeußeres war gemein.„Häßlich, schwerfällig, mit gelbem, aufgedunsenem Gesicht. niedriger Stirn, abstehenden Ohren, wulstigen Lippen, plattgedrückter Nase," schildert ihn Nikolajewsky.„Dazu der stets lauernd« und undurchdringliche Gesichisausdruck, als ob das Gesicht mit ein« Steinmaske bedeckt sei— wie ein Zellgenosse Asews in seinen Er- innerungen über ihn schreibt." So flößte er dem Dater seiner Frau einen unüberwindlichen Widerwillen ein, und schon während seiner Flitterwochen mtt dem Polizeidepartement erhob ein Mitglied der Karlsruher. Studentengruppe— Peter» au» Odesta— gegen ihn die Anklage, ein Spitzel zu sein. Ein paar Jahre später wurde ein der Einsetzung der Duma, die geschichtliche Frist des Terrors ablief und er feine Daseinsberechtigung verlor, ließ Asew kein Mittel un- versucht, ihn am Leben zu erhalten. Entlarvung... Im Jahre 1909, als er gerade e i n Attentat gegen den Zaren im Anrollen hatte, wurde Asew entlarvt, von Burzew, nicht einem Manne der Tot, sondern von einem Historiker, vor dessen Auge sich gewisse Zusammenhänge der Tages» geschicht« enthüllten und gegen den Lockspitzel zeugten. Die an ihn glaubten, rangen furchtbar um ihn. Cr wurde nicht von der Organi» sation zum Tode verurteill, wie T a t a r o f f und G a p o n. lebte noch neun Jahre im Ausland und starb am 24. April 1918 in Berlin an einem Nierenleiden. Dieser Mann, für dessen Verbrechen alle Gefängniste der Well nicht hingereicht hätten, sollte während des Krieges in Berlin zweieinhalb Jahre unschuldig im Gefängnis anderer Student wegen der gleichen„Verleumdung" aus dem Zirkel, sitzen, nämlich als„gefährlicher Revolutionär", er. der Verderber ausgeschlossen. Daß Asew 1895 während des Zarenbesuches aus Karlsruhe ausgewiesen wurde— wahrscheinlich halle das die russische Polizei gefingert, um ihn zu rehabilitieren— erhöhte sein Ansehen in revolutionären Kreisen. Aufstisg... Sein Aufstieg begann, als er, nunmehr Ingenieur d« Elektro- techvik, im Jahr« 1899 nach Moskau überstedelle und seine Spitzel- arbeit unter der direkten Anleitung des Leiters der politischen Ge- heimpolizei, Subatotoffs, versah. In der revolutionären Be- wegung nahm er damals die Haltung an. die er zehn Jahre hindurch beibehallen sollte; er belächelte jede Theorie, war ein konseguenter Gegner jeder Aktion unter den Masten und durch die Massen und yielt jede nichtterroristische revolutionäre Tätigkeit für Spieleret. Durch diese Einstellung sorgt« er gewisternwßen dafür, das Schaf in gutem Zustand zu hallen, von besten Wolle er lebte. Trotzdem machte er den intellektuellen Spielereien Zugeständniste. Als die Geheimdruckerei«in« schwere und doch handliche Walze brauchte, lieh er sie großmütig durch die Geheimpolizei anfertigen. Dabei liefert« er beständig, einzeln oder in Gruppen, Revolutionäre aller Schattierungen der Polizei aus, so daß sein Gehalt auf 500 Rubel monatlich erhöht wurde. Ale die Äampsorganisatlon der sozialrevolutionären Partei durch die Beseilt- gung des Innenministers S i p j a g i n s ihre geschichtliche Wirksam- keit begann, war Asew im Ausland. Bei den meisten spä- •) Terror und Ochrana, E. Präger Verlag. Lsipzig-Wien, 1932, 234 S. Asew, die Geschichte eine» Verrate, Verlag Der Bücherkreis, Berlin 1932. 250 E.(Aus dem Russischen übersetzt von Nina Stein.) so viel« Revolutionäre. Was hat man nicht alles hinter der niedrigen Stirn dieses Mannes vermutet: Sadismus, das Bewußtsein«in« Rache» Mission als Ergebnis der trostlosen Kindhett. Spieler» leidenschaft. Habgier! Asew war nie Zeuge der Qualen fein« Opfer, Daß er den Jammer seiner Kindheit an Menschen rächen wollte, die in gleichem Jammer aufgewachsen waren, wäre eine sinnlose Annahme. Aber ein Mann, der sich am gefährlichen Spiel berauscht» und starken Nervenkitzel brauchte, war er sicher. Gefühlskalt, phantasielos war ihm das Spiel mit Menschen- schicksolen nichts anderes als etwa das Spiel mit Börsenpapieren. Geldgierig war« in höchstem Maße. Neben dem Spießer, der er in der eigenen Familie war. lebte in ihm der Wüstling, vichisch, roh. unersättlich. Vor allem war Asew ein guter Geschäfts- mann, der sich in den Branchen Terror und Polizeidienst fpeziali- siert hatte und in beiden sehr Tüchtige» leistete. Als er zwangsweise in den Ruhestand versetzt war und im Gefängnis saß, schrieb er seiner Geliebten, sie solle in ihrem Korsettladen einen Vorrat kleiner Nummern anschaffen, denn der sich in die Länge ziehende Krieg mit seinem Hunger werde di� Frauen immer schlanker machen. Für die kommerzielle Seite menschlichen Unglücks bewies er immer einen scharfen Blick. Asew hat neben Menschen von«hrfurchteinflößender sittlicher Größe gelebt. Ihr Licht hat ihm nicht geleuchtet, ihr Feuer ihn nicht gewärmt In diesen Menschen war«ine solche Fülle strahlender Hell« daß sie alles darin einhülllen, was sich auf den Boden der revolutionären Tat stellt«. Sie verschenkten sich und glaubten, zu empfangen. Wesensfremd, lichtlos, farbenblind für sittliche Werte stand Asew unter ihnen als ihr Verderber. Nicht einmal ein Der- rät«— ein« Mißgeburt. Hallen- Sportfest des Polizei- Sportvereins Die(xymna»hkabteilung stellt die Initialen des Vereins Der.P o l i z e i s p o r t o e r c i n schloß die Berliner Hallensport- saison gestern mit einem wohlgelvngcnen Sportfest im Sport- polast ab. In dem ausverkauften Hause sah man u. a. Polizei- Präsident Grzesinski,' den Vizepräsidenten Weiß und den Kommandeur der Berliner Schutzpolizei Oberst Heimannsbcrg. Das Programm, dessen Abwicklung sich bis in die zwölfte Stunde hinzog, hinterließ den besten Eindruck von dem in der Polizei getriebenen Sport. Die Vorführungen mit Polizeihunden, die Gymnastikübungen, die Hindernisläufe über zum Teil sehr schwierige Barrikaden und auch das Geräteturnen zeigten, daß ein großer Teil der Polizeibeamten in Dingen, die zwar sportlich aus- zufassen sind, trotzdem aber mit den Dienstobliegenheiten durchaus verwandt sind, gut vorgebildet ist. Ein Fußballspiel zweier Schüler- Mannschaften, das Handballspiel und die Athletikwettbcwerbe, zu denen prominent« Vertreter bürgerlicher Sportvereine gemeldet hatten, wurden mit großem Beifall aufgenommen. Die einleitende 4xl(»Z-Meter-Stasf«l gewann Zchlcndors über- legen in 3:36,7 vor Polizei-SV. 3:41 und DSC. 3:41,2. Im Fußballspiel für Schüler behielt die Polizei mit 3: 1 über Tennis- Borussia die Oberhand. Polizeimeister im Tauziehen wurde die Gruppe Mitte. Dann kam der erste Lauf des Sprinterkampfcs an die Reihe, den Ionath-Bochum ganz knapp in 6,8 Sek. vor Körnig(SEE.), Vcnt(Schönebcrg), Biebach(Halle), Borchmeyec (Bochum) und Liersch(SEE.) gewann. An Abwesenheit- des Rekordinannes Spring hatte Schaumburg(Oberhausen) nicht viel Mühe, um das ZYM-Metcr-Laufcn in 8: 48,2 gegen Petri (Hmmovcr) 8: 53,5, Hellpap(Stettin) und Dieckmann(Hannover) an sich zu bringen. 5)annovcr 78 bot die beste Mannschaftslcistung. Durch sein ausgezeichnetes Starten kam der Schönebergsr Turner Wegncr in 8.3 Sek. zu einem neuen Siege im 6<1-Meter-Hürden- laufen über Bcschctzmk(DSC.) und Schulze(Polizei). Dem zweiten Sprinterlauf über 66 Meter gingen sechs Fehlstarten voraus. Wieder gewann Ionath in 6,8 vor Körnig: Dritter Liersch, Vierter Vent. Gcsonü: 1.- Jonach 12 P.. 2. Körnig 16 P.. 3. Dent, 4. Liersch. Unter größter Spannung des Hauses wurde der 1666- Meter-Lauf ausgetragen. Der Polizist Abraham(Berlin), der so- gleich die Führung übernahm, wurde von dem sieggewohnten Dr. Peltzcr in 2: 35,8 nur um Handbreite geschlagen. Müller (Zchlendorf) wurde Dritter vor Hobus(Hannover). In der Großen Schlußstaffcl über 26x2 Bahnen endlich zerriß die Polizei' in 14:48,6 das Zielband, dahinter kamen Berliner SC. in 14:57,6, Schönebergsr TSC. und Deutscher SC. als nächste ein. Bleibt noch nachzutragen das Handballspiel, das die Polizei mit 7:5(5:3) gegen den Turnvcrband Berlin gewann. Die letzten Geräte-Wettkämpfe Im April Entscheidung Die Serienwettkämpfe der Geräteturner iin Arbeiter- Turn- und Sportbund, I. Kreis, sind fast beendet. Nur noch zwei Männer- und ein Frauenkampf kommen im April zur Erledigung. So findet am 3. April in Eberswalde der letzt« Kampf in der Oberstufe zwischen Moabit, Lichtenberg und Ebcrswache als Drei- kämpf statt. Interessant wird dieser Kampf schon dadurch, weil die Lichtenberger. die im verflossenen Jahr in der V-Klajs« mit großem Borkprung. durchs Ziel gingen, hier beweisen sollen, daß si« auch in der Oberstufe ein nicht leicht zu nehmender Gegner sind. Für die diesjährige k-Klasse findet der letzte Kamps am 1. April in der Turnhalle in der Schöpfließer Straße statt. Zwei Bezirke der Freien Turnerschoft Groß-Borlin stehen sich hier gegeiuib«r: der Bezirk Nordring unld Mitte. Wer von beiden den Sieg erringen wird, ist s«hr fraglich. Verfügen ooch beide Mannschaften über einige sehr gute Turner. Der letzte Frauenkampf findet Mitte April zwischen Lichtenberg 2 und FTGB.-Süden statt. Unbegreiflich ist es. daß der Bezirk Osten der FTGB. seine Mannschaft noch kurz vor Beendigung der Serie zurückgezogen hat. Wenn die Mannschaft auch für die Spitze nicht mehr in Frage kam. so konnte der letzte Kmnpf doch auch noch ausgetragen werden. Dadurch stand dieser Tage auch nur ein Kampf auf dem Pro- gramm. In Karlsharst traten sich Lichtenberg 2 und K a r l s h o r st mit je vier Turnern gegenüber. Beide Mann- schoften zeigten gute Leistungen. Bald hatte sich Karlshorst am Darren einige Punkt« erobert, ober schon am Pferd kamen die Lichten- berger bis auf einen Punkt heran, um dann am Reck mst den Karls- horftcrn den Punktgleichstand herbeizuführen. Mit je 362 Punkten ging es an die Gymnastik, die erst die Entscheidung brachte. Mit zwei Punkten Vorsprung gingen die Karlsharstcr als Sieger hervor. Einen sehr guten Kampf lieferten sich gestern auch Mahls- darf und der Avbeiterspartverein Neukölln. Die Mahlsdorser hatten den Borteil der eigenen Turnhalle: sie kannten die Bc- schaffenheit der Gerät« genau, was für die Neuköllner immerhin «in nicht geringer Nochteil war. Trotzdem stand der Sieg auch beim Barren, an dem die Mohlsdorfer nicht weniger als 16 Punkte mehr erreichten, noch nicht fest. Als si« dann jedoch auch am Pferd noch mit der gleichen Punktzahl in Führung lagen— erzielten doch bc'de Mannschaften am Pferd 155 Punkte—, war an ein Aus- holen durch die Neuköllner kaum mehr zu denken. Auch am Reif konnten di« Mahlsdorser 4 Punkte gewinnen. Dann kam aber die Gymnastik. In dieser zeigte sich die hervorragende Neuköllner Schule. An die Leistungen der Neuköllner reichten die Mahlsdorser trotz größter Anstrengung nicht heran. Während die Neuköllner 38 bei 46 zu vergebenden Punkten erreichten, brachten es die Mahlsdorser nur auf 34. Mit 526 zu 516 Punkten blieben die Mahlsdorser Sieger. Die erzielten Resultat«: Karlshorst gegen Lichtenberg: Karlshorst erhielt am Barren 126, am Pseöd 115, am Reck 121 und in der Gymnastik 33 Punkt«: insgesamt 365. Gerät«durch- schnitt 66 Punkte. Lichtenberg erhielt am Barren 123, am Pferd 117, am Reck 122, in der Gymnastik 31, insgesamt 363, Geräte- durchschnitt 66 Punkte.— Mahlsoarf gegen Sl SV.-Neukölln: Mohlsdorf erhielt am Barren 176, am Pferd 155, am. Reck 167, in der Gymnastik 34, insgesamt 526,. Gerätedurchschnitt 98 Punkte. Neukölln erhielt am Barren 166. am Pferd 155, am Reck 163, in der Gymnastik 38, insgesamt 516, Geroteduräischnitt 96 Punkte. Arbeiter- W asserball- Serie. Im Stadtbad Mitte trafen sich am Dienstag die X-Marmfchaftsn von Hellas und Lichtenberg zum Kampf um die Punkte. Dem Anwurf von Lichtenberg folgte sofort ein Angriff auf das Hellas-Tor, der abgewehrt wurde. Die Hellasleute fanden sich in der ersten Minute nicht recht zusammen, doch dann übernahmen sie das Kommando. Bald war das erste Tor erzielt und einem kurz darauf folgenden Gedränge vor Lichtenbergs Tor entsprang der zweite Treis«. Lichtenbergs Segenangrtff« wurden stets abgefangen MitzschselUs Adspiel.(int gute vorlose— und schon hatte Hella, den dritten Erfolg, dem vor Hlttbzcit noch ein vierter folgt«, während Lichtenberg leer ausging. Mst 4: 6 werden die Seiten gewechselt. Lichtenberg ließ sich jedoch nicht entmutigen und versuchte immer wieder zum Angriff überzugehen, hatte aber wenig Glück damtt. Hellas war sowohl schwnmnerisch als auch im Zuspiel besser. Diese ilebcrlcgenhest drückte sich in der zweiten Hälfte des Spiels durch weitere drei Tore aus.'Einige gute Torchancen fiir Hellas werden in den letzten Spielmmuten durch die Querlatte und den Torpfosten zunichte gemacht, sonst hätte es wohl noch zwei- oderdreiiml mehr.'.Tor' geheißen. Das Endresultat ist 7:6 für Hellas/Lichten- berg konnte nicht einmal zum Ehrentor gelangen. Hellas blieb etwas hinter der gcwohitten guten Form zurück, trotzdem die Ersatz- spieler sich in die Manvfchatt gut eingliederten. Lichtenberg müßte sich einem solchen Gegner gegenüber vielleicht mehr aus die Defensiv« einstellen. Aus dem ATSB. Der kleine Bundestag tritt zusammen Am 24. und 25. März tagen in Leipzig dic Kreisvertret«? des'Ar b« i t e r- T tu r n- und Sportbundes mit dem Bundcsausschuß und dem Bundesvorstand. Diese Kreisvertreterkon- sercnz ist nächst dem Bundestag die höchste Instanz des ATSB. An der Konferenz nehmen auch die Mitglieder der Bundesspartenaus- schösse für Turnen, Fußball und Wassersport teil, ein Zeichen für dos verständnisvolle Zusammenarbeiten zwischen den geschäftlichen und technischen Bundesspitzen. Der Bundesvorstand wird der Ta- gung Bericht erstatten über seine Maßnohmen und die Entwicklung der Organffation im verflossenen Jahr. Zur Behandlung. kommen u.«. di« Mitglieder- und Vereinsbewegung, die Finanzlage, Un- fallfragen, der Reäüsstreit mit Vereinen des kommunistlichen Sport. Verbandes, die allgemeine sportpolitische Lage, Stellungnahm« zum freiwilligen Arbeitsdienst und zur E i s e'r n c n Front. Mit gleich großer Aufmerksamkeit wird der Berichterstattung über de,, Stairv des Arbeiter-Turnverlages und über die Entvicklung der Arbeiter» Turn- und Sportschule«ntgegengcschei?. Bon der Bundesschulleitung wird ein sehr aufschlußreicher und bebilderter Tätigkeitsbericht ge- druckt vorgelegt werden. Die Kreisvertreterkonserenz wird auch zu der Frage Stellung nehmen: Wann und wo soll dos 3. Bundes- fest stattfinden? Oer Bundeswcrbclaut findet statt! Dazu teilt der Vorsitzende des Technischen Ausschusses nam Ar» beiter-Turn- und Sportbund, B c n c d ix»Leipzig, mit:„Ilrjprüng- lich sollten am 8. Mai mehrere Landtogswahlcn sein. Wir setzten deshalb den für diesen Tag geplanten Dundcswerbelauf ab. Di- Wahlen finden aber bereits am 24. April statt. Aus diesem Grunde steht der Durchführung des Laufes nichts mehr im Wege. Wir rufen deshalb die Bundesmitgliedschaft aller Sparten'aus, azn 8. Mai am Bundeswer belauf teilzunehmen. Nach Möglichkeit ist der Lauf in die Vormittagsstunden zu verlegen, um den Nachmittag für andere sportliche Betätigungen freizuhalten: also nur vormittags Spiclvcrbot anzusetzen." Leun Bundesmcistcr abgeblitzt 2 Bon kommunistischer Seite ist das Gerücht verbreitet worden, der Fußballbundesmeister des Arbeiter-Turn- uiÄ Sportbundes. Sportklub Lorbeer 66- 5z am bürg, sei reis für den lieber- tritt zur„Kampfgemeinfäzafl", dem komnmnistifchen Sportverdand. In Wirklichkeit liegen die Dinge genau entgegengesetzt. Die letzle Bersammlung von S- C. Lorbeer räumte mit den Drahtziehern auf und sprach den, Vorstand das Vertrauen aus, indem sie 16 Rot- Sport-Wühler, darunter den Vereinsspielletter A. Postler, kurzer» Hand ausschloß. Das hatten die„Oppo'leute allerdings nicht erwartet. X Ostern wieder Eishockey. Für die Osterveranstaltung im Sportpalast, die die Eislaussaffon 1931/32 abschließt, hat der Derairstatter iwch chrniol die spielstarke schwedisch« Länöermonnschoft verpflichten köimen. Di« nordi- schen Gäste, die bekanntlich Meister von Europa sind, werden an beiden Feiertagen gegen den Berliner Schlittschuh-Klub spielen. Das Kunstlaufen komntt durch Sonja H« n i e und dem Ehepaar Brunei zu seinem Recht. «rbeiter.Zußball. Der FFV. Lichtenberg II sucht zum zweiten Osterseiertag für die 1. Männermannschaft einen Gegner auf eigenem Platz. Angebote täglich unter E5 Lichtenberg 3111.— Vorwärts I sucht Gegner zum zweiten Feiertag auf Borwärts-Plotz. Anruf Donnerstag V6 7237. 9(aQOn.0rtj|. Sotfrcitofl PI-chm»eit um«cnntnpTfl|. »?«. Sitzung T>°n»-r-»-g.!4. Marz. � Sraftfotztcr! T»ur«n au, Karfreitag. Abt. Frl-dr>chshau>: Bütz. l«. Start: 10 Uhr Lonbsb-rzcr Platz.- Ab«. Charlottmburg: Rau-ner St-dtforst. Start: S Uhr Wilm-rsbaricr Str. ZI.— Abt. T-Uwechuf.Marucn. dort: Sollnchen. Start: 1» Uhr Kurfürsten. E-te Schützenstrotze.— Touren an den Ofterselertagen. Abt. Kreuzberg: Kulinchrn. Start: 8 Uhr Kormonn. platz.— Abt. striedrichshoin: Leipzig lZ-Toge-Zahrtl. Start: Uhr. oder 27. Würz noch Zippelssarde. Start: 8 Uhr, und 28. Marz nach Heidelriig in Ti-fensee. Start: 10 Uhr. Säurtlich Landsberger Platz.— Abt. Sharlatten. lweg:«-fkenhaid«. Start: s Uhr. am' 27. M-ir, und 28. Mar, nach«itte.a. berg. Stört: 8 Uhr. Beide Wilmersdorter Str. 21.— Abt. Lichtenberg: Sberswald-— 3retenwalde sZ-Taae-Fahrtl. Start: 2 Uhr Odsrltr. 18.—■ Wß.•Ttoaethof-änflitcWiotf; 27. Mär, Sierluchen nach Senshagen.'Start: 12 Uhr: 28. Mär, nach Zi-u.Zittou— Sofen. Start: 18 Uhr. Beide Kurfürsten. Ecke Schützenftratze.— Abteilungsleiter: Zusamnl-nlunt: erst Donnerstag. SI. März. A Uhr, im Holzarbeiter-Berbandshaus. fttit Schwimmer Sroh. Berlin t. D.«rnppe StufeDlt. Uebungsstunden Montags uno Dienstags im Stadtbad Aieulölln, iianghoferftrahe, ItzZb ühr. Srsitaos Turnhall» Rich-rdplatz ab 17� bis 20 Ubr.—«ruppe Lichtruberg: ebungsstunden Dienstags und Freitaas im Stodtbad Lichtenberg, Hubertus- ktratze.— Srupp» Siemcnsstodt: Uebungsstunde Mittwochs im Stadldad Spandau, Radelandlrratz«. I» Uhr.— Srnppc Mitte: Uebungsstunde Dien». tag, ab 20M> Uhr im Stadtbad Mitte, Gartenstratz«.— Gruppe Friedrich». hol», vdeefpre»»nd KSpeui«: Uebungsstunden Wantags, Freitag», 20 Uhr. im Stodtbad Friedrichshain, Schillingsbrü-ke. Di« Adretten de, neugewählten Sauptoorstand«, sind: Borsttz«nder Gustav«»Icker. N-ukdlln. Treptower Str. 22. Z«ch nischer Lailet: Albert M-lchert. Berlin Si.»8. Bcrnaner Str.«8-�7. Kassierer: Bruno Agotz. Berlin-Treptow. Neue Krugallee 70. Schriftführer: Frltz Falkenberg. Berlin»K»p«nlck, Kietzer Str. 2. Ii. Geschäftsstelle: Ber» Nn». 24. Sliasser Str. 86-88. Aufgang s.« Treppen. Frei« Faltdastfahrer verli» u D. Zusammenkünfte Donuerstag. 2«. Marz. 20 Uhr. Gruppe Südosten: Srotze Frankfurter Str. 10. Osterfahrt: Die Pleitzke. Führer Grau.— Gruppe Norden: Fällt aus. Ssteriahrten: Die Doffe. Führer Trommer. Abfahrt Sonnton. 27. Marz. 7 Uhr, StctUncr Bahnhof. Nückfahr. angefazt« Spree, und Uckermoritahrt fällt aus.— Gruppe Nordosten: Fällt au».— Zusammenkünfte Donnerstag, 31. Mörz, 20 Uhr. Sruvve Nordosten: Christburaer Str. 14.— Kruppe Südosten: Srotze Frankfurter Str. 16.— Gruppe Norden: Wlvdendwstr. 5. FfätsehEcke des„Abend" FüUröisel. Die Buchstaben uuuadclücläe eeeeeediiilmmnnnn nnnoooorrrrrrs u sind in die leeren Felder nebenstehender Figur so einzutragen, daß die waage> rechten Reihen Wörter folgender Be> deutung ergeben: 1. Wirbelsturm: 2. Land in Europa: 3. Teil der Rund- funkanlag«: 4. männlicher Vorname: 5. Teil'des Hauses; 6. Wideruf; 7. Himmelsrichtung. H. L. Kreuzworträtsel. Waagerecht: 1. Netto, abgekürzt; 4. Zeichen; 7. nordisch« Münz«: 8. englisches Bier; 9. Ort in Tirol; 16. ,st?luß' fvamfch; 11. Knecht; 12. Stadt in Italien; 14. japanischer Staatsmann f. 1669; 17.„Zehn", englisch; 18. römischer Sonnengott: 19. Göttin der Morgenröte: 26. Nebenfluß des Arno.— Senkrecht: 1. Bayerischer Erzähler f 1896; 2. spanischer Küst-nftuß; 3. Stadt in Frankreich; 4. Schutz- dach; 5, türkischer männlicher Vornome; 6. PaMname; 12. griechische Göttin; 13. mäiuttichcr Vorname; 15. HauseuMng; 16. weiblicher Vorname.. h», Iioficisprung. alt Auflösungen der letzten Rätselecke Kreuzworträtsel. Waagerecht: 1. Samt; 4. Kahn; 7. Aare, 6.' Saal; 16. Lars; 12. Kap; 13. Mao-; 15. Tusche; 17. Ameise;' 16. Halfter; 21. Ober: 23 Nabe; 25. Duden; 26.?lmii: 28. Ibis; 31. Intrige; 34. Bodego; 36. Wermut; 39. Anam; 40. Raa; 41. Lama; 42. Hera; 43. Neid; 44. Kinn; 45. Nerz.— Senkrecht: 1. Sylt: 2. Mors; 3. Tasche; 4. Kamera; 5. Aloi; 6. Nase; 8. Ekel; 9. Spat; 11. Auto; 14. Asse; 16. Hardina; 18. Mennige, 20. Feder; 22. Bon; 24. Bei; 26. Avon; 27. Dljemeas 29. Berlin; 30. Saum; 32. Tara; 33. Iwan; SI Bank; 35. Dahn; 37. Made;' 38 Tan,. Poromidenrätsel: 1. i; 2. Ei; 3. Ii«; l E>!e. 5 geil«; 6. Relief; 7. Pfeiler. ~ Bfciuchsiastearätfftf: Httter P durchgetaS«.