flr. 142 B 71 49. Jahrgang BERLIN SoilveMag 24. März 1932 irsideiattSalich außer Svnatag«. iafteti UtiaitttHabt htt.Borainf L-,-,«»?»»» fit b«>r, JiauaSfB R-SM crc ffi?±c»,?> W an SSsni Sa»»«7 P, moBWidi für.-iailrUcn; int Ha-« b*»etiai HtlHf a,#7 M rtnfMutUtb«0 W. Poftjrwnij» bbS 72 Vi'PcftbrtUüaeSaStta. StuUautyajße dei j�JotPtoLfik vi» ttofbaläjt aMtertttjefl« 3D W, •Ärtlmitieüf 2.- S» SmagiZB-gn, ua» larv Paiti'lSntk«»!»: Voriwärr« Verlag 0. m. t. H.. Bnlw St 375%.- tu SrtUg Malt Ad> da» Scdit Str SUlcbasn« mdbt arnrtmtr ütacian»r' Radaktl»» BBS tttxSttitB''Ätrlm£SS8. üBStnllr. S SttBfsredjer: Sialofi(AT) 282—297 Klagges provoziert Groener Hitler hat befohlen: Die Osierkundgebung soll stattfinden Opfer einer Keffelexplosion Ein Toter und zwei Schwerverletzte in der Höchstestraße Zm Betriebe der Gaaapparatesabrit 2RagS(|f{aa.Co. In der höchsteslrahe 32. im Nordosten Berlin?, ereignete fich in den heutigen Morgenstunden eine sotgenschwere Kesselexplosion. Der Sohn de» Fabrikbesitzer», der 37 Zahre alte Ingenieur Fritz Bessin, wurde aus der Stelle gelStel. Ein SSjahriger Schlosiermetster Fahl und ein 17 Zahre alter Lehrling hon» h ort eb nsch erlitten schwere verlehungen. Beide sanden im Krankenhaus am Friedrichshain Aufnahme. » In der Vasapparatefabrik, dl« sich mit der Herstellung von Gas» druckreglern dekasit. sind etwa LS Leute beschäftig Di« Fabrikation«- räum« befinden sich im Erdgeschoß de» S. Quergebäudes. Am Mitt- woch war der mit tätige Sohn de» Fabrikbesigers Bessin, der Z7jährige Ingenieur Fritz K., mit Prüfarbeit sn an einem Luftbehälter beschäftigt. Dieser Behälter sollte zum Probie» r«n der Casdruckregler dienen. Di« Betsuch« am Mittwoch wurden mit Lust unter pier Atmosphären Druck ausgeführt. Heute sollte al» Abschluß der vorschristsmäßigen Kontrolle dieselbe Probe mit Wasser unter vier bis fünf Atmosphären Druck wiederholt werden. Fritz Bessin stellt« den Luftdruckbehälter«in. als es plötzlich wenige Augenblicke später einen ohrenbetäubenden Knall gab. Der Kessel riß völlig ause-nander und die schweren Eisenieile wurden nach allen Sellen geschleudert. Bessin wurde von dem abgerissenen Kesselboden erfaßt und von 1 dem Eisenstllck mit ungeheurer Wucht gegen die Wand ge- schleudert. Der Unglückliche war auf der Stelle tot. Zwei wei- tere im Betrieb Besänftigte, der Meister Fahl und der Lehrling H o r l e b u s ch. die in unmittelbarer Nähe des Explosionsherdes arbeiteten, wurden gleichfalls von umherfliegenden'Eisenteilen ge- troffen. Mtt SchÄieloerletzungen und inneren Verletzungen wurden dl« Verunglückten durch die Feuerwehr ins Krankenbaus am Friedrichshain gebracht. Gleich nach Bekanntwerden des Unglücks trafen Beamten der Kriminal, und Gewerb e polizei an der Unfallstelle«in. DK Teil« des zertrümmerten Kessels sind beschlagnahmt worden. Di« Ursach« konnte bisher noch nicht einwandfrei geklärt werden. Di« Leiche des tödlich Verunglückten wurde beschlagnahmt und ins Schauhaus gebracht. Brau«schweig. 24. Vtärz.(Glgenbericht.) ftlagges denkt nicht daran, vor Groener zurückzu- weichen. Er hat heute offiziell mitgeteilt, daß die große Stadthallenkundgebung mit Hitler als Hauptredner am vstersonntag stattfinden wird. Der Kartenvorverkauf au„Mitglieder", der nicht abgestoppt war. geh» lustig weiter. Darüber hinaus wer- den»»och besondere Einladungen verschickt, um den größten geschlostenen Raum der Stadt Braunschweig zu füllen. In seiner Haltung ist Klagges durch Hitler selbst bestimmt worden. Nazispitzel i« Behörden. Die 5sgoiität«schwüre als Schwindel enthüllt. Die Preußische Polizeiaktion gegen die NSDAP, hat zahlreiches Material insbesondere gegen Beamte zu- tag« gefördert, die in ihrer Dienststelle vor ihren Borge- sehten nicht genug kahbuckeln können, tatsächlich aber bereits seit Jahren oder Monaten für die NSDAP. Spionagedienste leisteten uttd Amtsgeheimnisse preisgaben. Es ist selbstverständlich, daß diese Beamte ihrer Stellnng sofort enthoben werden. Uebrigens hat sich ein Teil dieser Gesellschnft bald nach den Haussuchungen krank gemeldet und damit seine ganze Feigheit dokumentiert. Ungetreue Seamie ertappt? oberhausen. 24 März.(Eigenbericht.) Bei Haussuchungen in einem Oberhausener SA.-Heim wurden n a. Listen gefunden, die von einem Stadtsekretär Hassel- mann und crnem Polizeiinspektor der Berroaltung de» Polizeipräsidiums Oberhaufen, S t r S m« r, aufgestellt worden rvaren. In diesen Listen sind sämtliche Beamte und Angestellten der Stadtverwaltung und des Polizeipräsidium« mit ihrer Parteizugehörigkeit oermerkt Es wird weiter darüber Auskunft gegeben, ob der Betreffende dem Nationalsozialismus zuverlässig»st oder nicht, ob er«ach der Besitze rgreifunz der Macht durch die Ratioimlsoziolisten e n t la s s en oder überwacht werden muß. oder für welche Stellung er später vorgesehen werden kann. Hassel- mann ist bereit? oon seinem Amt suspendiert worden. Strömer hat sich vor einigen Tagen krank gemeldet. Ein Disziplinarverfahren gegen ihn ist eingeleitet. Geschlojfene Veranstaliung. Osterfrieden bei Klagges. Nach Braunschweig fährt in größtem Nahmen Der ganze jüngr« Hitlerschwung. Der Sache geben sie den Namen: „Geschlossene Veranstaltung". Es wird sie gegen Groener feien Der Klagge» durch dies Privileg: Er nennt den Marsch in Achterreihen Geschlossener Nachhauseweg. Dez weitern. seelisch sie zu härten, Spricht Hiller im. wie allemal, Ob Uederfüllung abgesperrten Und somit im geschlossnen Saal. Zum Schlüsse prügeln wie die Wilden Sie dann ans dl« Passanten«in. Falls trotz Verbvis sie Gruppen bilden, Denn Achtung vorm Gesetz mutz sein! Harn Bauer. Brolai beaniragi Urlaub. Ein Schreiben an den BVG-Aufsichtsrat. Direktor Brokat hat dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der ABG. Bürgermeister Dr. Elsaß, gestern folgendes Schreiben üdermittell: „In der Verhandlung im Sklarek-Prozeß am Lt. März d. 3. hat das Gericht, wie die» der Dorsttzende schon lange vor meiner Vernehmung zum Ausdruck gebracht hat, beschlossen, mich nicht zu beeiden, well ich nach Ansicht diese» Gerichts der Begünstigung oer- dächtig fei Obwohl meine Nechtsberater den darin enthaltenen Vorwurf rechllich und tatfächtich für völlig unbegründet halten und ebenso wie ich von metner Schuldlosigkeit fest überzeugt sind— auch davon, daß sie von einem objektiven Gericht anerkannt werden wird—, oerkenne ich nicht, daß es im Interesse der Gesellschaft, deren Borstand anzugehören ich die Ehre habe, liegen könnt«, wenn ich die Borstandsgeschäfte«ine Zeillang nicht führe, bis ich auch dem Aufflchtsrat die Ueberzeugung verschafft habe, daß der aus- Gut erzogen Oer tandbund gibt Parole für Hitler aus. »Wie spricht der gute Bund vom Land, wenn er etwas haben will? gesprochen« Verdacht unbegründet ist. Ich bitte aus dieser Er- wägung heraus, mich einstweilen zu beurlauben, gez. F. Brolot." Sage mir, wer Dich lobt... Kitler, der Kandidat, der Feudalen. Der herzog Karl Eduard von Sachsen-Koburg, der General a. V. von der Goltz und Admiral a. D. von Schröder, alle» Reakllo- näre besonderer Prägung, haben einen Aufruf zugunsten der Wahl de».Arbeiterführer»" Adolf Hitler vcrösfeullicht. Der Ausruf ist charakteristisch dafür, wer die sogenannte Nazi-Arbeiter- partel stützt und wer nicht. Es sind herzöge. Grasen. Ge- neraldirekloren und andere feudal» herrschasten. wer fehlt, sind die Arbeiter, die täglich mit den Händen ihr Brot verdienen müssen und nicht, wie die Protektoren des sogenannten .Arbeiterführers" Hitler, auf Kosten des Staates durch den Bezug von Pensionen faulenzen können. Gporttragödle im Hochgebirge. Bier reichsbevtsche Skifahrer im Schneesturm erfroren. Innsbruck. 24. Würz. Zm Großglocknergeblet wurden gestern zwischen dem Risfllor und der Oberwalder hätte oon einem Angestellten der genannten hätte zwei Männer und eine Frau, die fich bei Bebel und Schneetreiben in diese» unübersichtliche Glelschergebiel verirrt hallen. lotansgefunden. Ein vierter Teilnehmer der Partie gab noch Lebenszeichen und wurde aus die Oberwalder Hütte gebracht, wo festgestellt wurde, daß er schwere Frostschäden erlitten hat. E» handelt sich vermutlich um reich, deutsche Skifahrer. Bisher konnte nur der Bame eine, in der Bähe von München wohnenden Touristen seflgeskelll werden. Vom Grohgtocknerhaus wird heute eine Expediklou abgehen, um die drei Toten zu bergen und den Schwerverletzten zu Tal zu bringen. 529 Todesopfer des Tornado. 2500 Menschen verletzt, 1000 obdachlos. Bew Purk, 24. März. wie aus Birmingham im Staate Alabama gemeldet wird, beläuft sich die Gesamtzahl der Personen, die infolge des Tor» nodos in den füns Südstaaten um» Leben gekommen find. aus 3 29. Verletzt wurden 2500 Menschen. 7000 sind obdachlos. Der Sachschaben beträgt mehrere Millionen Dollar. Stalin erkrankt. Professor Zonde(ist heute auf drei Wochen nach Rußland gereist. Er Ist zur Behandlung Etalins gerufen worden. Noch kein Frühling! Nachts sehr kalt, am Tage unfreundlich. Dom Frühling, der kalendermäßig am 20. Marz seinen Einzug gehalten hat, ist leider noch recht wenig zu merken. Im Gegenteil — die Temperaturen, die vor etwa 8 bis 1«) Tagen schon frühlingz« mäßig zu nennen waren, sind wieder erheblich gesunken, und Nachtfröste von 8 bis 1l) Grad waren in den letzten 48 Stunden durchaus keine Seltenheit. Auch am Tage ist es für die Jahreszeit noch sehr kühl, die Temperaturen in allen Teilen des Reiches liegen erheblich unter dem Durchschnitt, lieber ganz Europa erstreckt sich ein 5? o ch d r u ck g e b i e t. An der Ostseite hat sich eine Depression geblldet. die zur Zeit langsam nach Süden zieht und Deutschland die zeitweise starke Bewölkung gebracht Hot. Gleich- zeitig dringen aus Rußland kalte Luftmassen westwärts vor, so daß in ganz Europa mit Ausnahme von Spanien die Temperaturen allenthalben zurückgegangen find. Ganz anders ist es dagegen im Nordwesten. Irland und Teile von England melden mildes früh- lingsmäßiges Wetter bei heiterem Himmel. Die kalte Zone, die über Europa lagert, erstreckt sich bis tief hinunter nach dem Süden. Rom und Mailand hatten in der vergangenen Nacht 2 Grad Kälte, Paris 3 Grad Kälte, und vom Balkan aus Jugoslawien kommt sogar die Nach- richt von starken Schneefällen bei 4 Grad Kälte. Für Kor frei tag ist nach einer sehr kühlen Nacht voraussichtlich mit einer Abnahme der Bewölkung zu rechnen. Da unser Gebiet in der Nähe des Kerns einer flachen Störung liegt, sind vielleicht einige Schnceschaucr zu erwarten. Temperaturen nach wie vor unverändert! Nazikomödie vor dem Staaisgerichtshof Oer Antrag auf einstweilige Verfügung gegen Preußen. Leipzig. 24. März.(Eigenbericht.) Heute um ll.N Ilhr begann vor dem Stoatsgerichtshof die mündliche Verhandlung über diese einstweilige Verfügung, die die Nationalsozialisten gegen den Preußischen Staat beantragt haben. Nach diesem Antrag soll der Staatsgerichtshof verordnen: Die preußische Polizei habe den Nationalsozialisten sämtliches M a t« ri a l auszuhändigen, das aus Anlaß der Durchsuchungsaktion vom 13. März 1932 beschlagnahmt, sichergestellt oder sonstwie in polizeiliche Verwahrung genommen sei. Die Aus» händigung wird verlangt für die Zeit bis zur Beendigung des Wahlkompfes um die preußisch« Landtags» wähl, also bis zum 24. April 1932, abends 6 Uhr. Und zwar soll alles herausgegeben werden: die beschlagnahmten Kartotheken, Mitzliederocrzcichnissc, Kassenbücher, Druckschriften, Stärkemeldung«» über die Organisationen, über die Straßenzellen-Organi- sationcn, über die SA.» und SS.-Fannotioncn, über den irnli- tärischen Aufbau der SA. usw. Ein Aowdy Kommunistische Ausschreitungen im Gtadiporlament Frankfurt er. 2IT., 24. März.(Eigenbericht.) In der Frankfurter Stadwerordnetenversammlung schleuderte der K o m m u n i st A s ch e n b r e n n e r als Antwort auf einen Ordnungsruf gegen das Prösidiuin T i n t e n l ö s ch e r und Tintenfässer. Der zweite Vorsitzende, Stadtverordneter "Schnarr/ erlitt eine bltitVnd� G ä'si chl s w u'N'd e.'' Ascheir- brenner wurde für■ zehn Sitzungen unter gleichzeitiger Entziehung Atckwondsentschödigung ausgeschlossen. Neuwahlen in Hamburg. Hamburger Bürgerschast aufgelöst. Hamburg, 24 März.(Eigenbericht.) Die Hamburger Bürgerschaft hat im Laus« der Nacht zum Dannvrstag nach erregter Debatte ihre Auflösung beschlosseil. Einen entsprechenden Antrag hatten die Nationalsozialisten einge» bracht. Die Vertreter sämtlicher Fraktionen entschieden sich für die Auflösung. Der Termin der Neuwahl wird vom Senat und nicht von der Bürgerschaft bestimmt.. Wohrschemlich wird der Wohltermin zu» sammen mit den preußischen Wahlen und den Wahlen in einem Teil der übrigen Länder anberaumt. Die Nationalsozialisten wünschen den 8. Mai alz Wohltennsiu Die„Weltlichen" zeigen sich. Festveranstalwng der weltlichen Schulen Neuköllns. Die weltlichen Schulen Neuköllns veranstalteten eine gemeinsame F e st f e i e r zum Schluß des Schuljahres, die in ihrem Ausbau und ihrem Verlauf einen tiefen Eindruck hinter- ließ. Die Feier hatte Eltern und Freunde so zahlreich angelockt, daß der große Saal der Neuen Welt überfüllt war. Rund tausend Kinder aus verschiedenen Schulen waren zu Be- wcgungs», Sprech- und Singchören zusammengestellt und in kurzer Zeit zu außerordentlichen Gesamtleistungen ausgebildet worden. Zum Vortrag kamen nur Dichtungen moderner Autoren(H. Claudius, Traoen, Jürgen Brand,. Luzm Frank, Zimmermann u. ä.) und neu» zeitliche Koinponiften. Im Orchester wirkten Schüler der Äarl-Marx» Schule, Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterjugend und der Volks» Musikschule Bcrlin-Süd mit. Leitender Grundgedanke all der Dar- bietungen war die volksverbindende Kraft der Arbeit und der Blick auf ihre Befreiung von den Fesseln einer unsinnigen Wirtschasts- ordnung. Prächtig klang, getragen von innerer Geschlossenheit und Be- geisterung, Lupu Franks„Arbeitshand",„die Maschine",„Funk- türme sprechen" und noch eine ganze Reihe proletarischer Dichtun- gen. Im Bewegungschor„Was die Straße erzählt" wurde ein- drncksvall gestaltet, was uns täglich, stündlich begegnet und er- schüttert. Musikalisch illustriert wurden die Darbietungen von einer 139 Mann starken jugendlichen Muslkmannschaft, die sich aus dein Orchester der Karl-Marx-Schnle und der Neuköllner Volksmusik- schule zusammensetzte. Stürmischen Beifall ernteten alle Vorsich- rungen, gemeinsam fangen die Alten mit den Jungen das Lied der Solidarität. In seiner Festansprach« begrüßte Lehrer N a u e r, Neukölln, die zahlreich erschienen Gäste, die sich zur Feierstunde der Jugend eingefunden hatten. Di« Wucht der feierlichen Veranstaltung wirkte auf alle Teil- nehmer erhebend und Im besten Sinne werbend für die Idee einer neuen Schicke— der Schukx der Arbeit! Abschieb von Paul Llmbreit Die Würdigung des großen Gewerkschastsjournalisten Aus Argentinien ausgewiesene Ausländer, besonders Jt»«pner. Polen und Tschechen, hat ein Hilfskreuzer herübergebracht. In L o s Palmas wie. in Marseille wurde ihm das Loschen dieser , Ladung" verbot«. Er»artet jetzt aus ueuea Befehl... Es war eine große und licsbcwegle Trauergescllschofl. die heule morgen im Sremolorium voumschulcnweg dem treuen Gewerk- schaftssührer und Parteigenossen Paul llmbreit die letzte Ehre erwies. Die vorstände des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und der übrigen freigewerfschoftlichen Organisationen, die Sozio ldemokraiisch« Partei, der lleichswirtschoftsrat, die sozialdcmo- kratische Skadlverordnctenfraktion und in besonders großer Anzahl die Porkei- und Gewerkschoftspresse hatten ihre Vertreter entsandt. Die alten Veteranen der freien Gewerkschaften, die in den gver Jahren schon mit llmbreit zusammenarbeiteten und heute im wohl- verdienten Ruhestand leben, waren fast olle erschienen. Eine Fülle von kränzen schmückte den Sorg. Musik und der Gesang vom Sohn des Volkes leiteten die schlichte Trauerfeier ein. Peter Graß mann hielt die Gedächt- nisrede: „Der Tod hält in unseren Rechen grausam« Ernte ob. Wenig« Wochen gingen dahin, seit wir Hermann Kube zum Grobe ge- leiteten. Heute betrauern wir den Freund, den Organisator, den Ratgeber, unser Vorstandsmitglied Paul Umbreit. Seit mehr als 39 Jahren stand er dem Korrespondenzblatt der Generalkommission vor. Was er schaffte, ist mehr als gewerkschaftliche Geschalte. Wenn einmal die Geschichte des deutschen Volkes und vor allem der beut- schen Arbeiterklasse geschrieben wird, dann bietet seine Lebensarbeit ein Spiegelbild des Ausstiegs des Proletariats. Er besaß eine» eisernen Fleiß und eine tiefgründige Tatsachenkenntnis. Er besaß aber auch die stärkste Begeisterung, die ihn ober niemals veran- laßt«, Unmögliches zu wallen. Er erkannte das Mögliche und das Notwendige. Er war Schriftsteller und Lehrer zugleich. Sein Hauptinteresse galt sozialpolitischen Fragen, die er meisterte und beherrschte. Angeregt durch Leipart, übernahm er 1999 seinen Posten bei der Generälkommission. Es war ein« merkwürdig« Lage, die der Redakteur vorfand. Die neunziger Jahre hatten den Auf- stieg und die Möglichkeiten für die Gewerkschaften gewiesen. Die Kämpf«, in denen die Gewerkschaftsbewegung um Anerkennung rang, zeigten erste Erfolge. Aber noch war die L o k a l i st e n- b e w e g u n g nicht ganz übermuitden. die christlichen G e» werkschaften kamen auf. Man kämpft« um d!« Frage der politische Neutralität und um den Gedanken der Tarifverträge. Ge- rade in dieser letzten Frage aber standen nicht nur die natürlichen Gegner, sondern auch mancher Bundesgenosse und Mitkämpfer auf der anderen Seite. Dazu mußte Umbreit oft seinen Mann stehen gegen die Staatsgewalt, gegen Polizei und Justiz. Oft trat er als Redakteur für die Arbeiterschaft in die Schanze. So war er Rat- geber und Kämpfer, der Sachkenntnis und Mut zugleich besaß und größtes Vertrauen und Anerkennung erwerben mußte. Ost betraute man ihn mit Referaten auf den Kangreffen der freien Gewerkschaften. Meist waren seine tiefschürfenden Vorträge s o z i a l p o- litischen Fragen gewidmet und er konnte mit Genug- tuung verzeichnen, daß so manche seiner Gedanken und Anregungen fruckiibar wurden und Anerkennung und Durchführung fanden. Groß ist sein Verdienst um die Schuluugslurse der Gewerkschaften. Er legte ihren Ertrag in Büchern nieder. Es war klar, daß man ihn als Mitglied in die erste Sozialisserungskommisfion und in den Reichswirtschaftsrat delegiert«, u,ü>. es. ist ebenso klar, daß er putschistische und phantastische Methoden immer ablehnte. Der Reichswirtschastsrat. betraut« ihn init dem Borsch im SoziokpoNtifchen Ausschuß. Alle sein« Vorträge und Resümes zeugten von feiner tiefen Liebe zur Sache, von seiner großen Gründlichkeit. Der körperlich kleine und unscheinbare Mann barg einen reichen Geist. Als sechstes von achtzehn Kindern entstammte« ein«* armen Kam macherfamilie. Er wurde Drechsler, dann Elektrotechniker. Ein Betriebsunsall— er stürzte bn einer Mon, tage von der Leiter— mors ihn für drei Jahre aus? Krankenlager. Die Not ließ ihn zur Feder greifen. Er war zun, Schriftsteller durch Anlage und Schicksal bestimmt. Die Kanüle in der Brust, auf Kissen gestützt, schrieb er. Seine Arbeitskraft war bewunde, rungswürdig. Daneben ober führte er das glücklichste Fainiiien- leben. Mit uns stehen in tiefster Trauer seine geliebte Ehefrau, zwei Söhne und eine Tochter. Möge ein kleiner Trost für sie das Bekenntnis zu Paul llmbreit fein, das diese Traucrseier darstellt. Eine tiefe Liebe zur Natur beseelt« ihn. Er batte, so sagten wir, ein„Steckenpferd", die Geologie, und seine Steinsammlung hat weit mehr Wert als dilettantische'Arbeit. Uns war er mcbr als Mi. arbeiter und Kampfgenosse. Er mar uns tiesempfindender Freund. Wie freute er sich, wenn er im geselligen Kreise seiner reichen dichte» rischen Ader Spielraum geben könnt«. Sein Leben kennzeichnet der Glaube an die Reinheit und Sieghastigkeit der Bewegung, de? sich bis zum Pathos steigern konnte. Die Lücke, die sein Tod schlug, ist nur schwer und langsam zu schließen." Die Abschiedsgrüße des Reich swirtschastsrats über« Mittelte mit bewegter Stimme sein Mitglied K r e m e r. Er rühmte vor allem die Sachlichkeit im Wirken Paul Umbreiis. Noch in den letzten Wochen widmete er sich ernstesten Plänen zur Behebung der Arbeitslosigkeit, die ihm besonders schwere Sorge bereitete. Er war ein guter Deutscher und ein treuer Mensch. Für die Gewerkschaften Deutschösterreichs sprach Genosse Schorsch„Das Wirken Paul Umbreits ging weiter als die Grenzen seines Baterlandes. Wenn einmal Not und Sorge gebannt fein werden, wenn eine andere Welt geschaften ist, dann wird Paul Umbreits Name allüberall unter denen genannt werden, dia treuestc und fähigste Vorkämpfer waren." Die deutschen Geiverk, schaften der Tschechoslowakei hotten den Genossen Schäsep zur Trauerfeier entsandt. Für die Sozialdemokratisch« Partei Deutschlands sprach ih? Dörsitzender Genosse Otto Wels.„Die klugen,, guten Augen Paul Unrbreits sind.für immer geschlossen. Er steht vor uns als unbeirrbarer Kämpfer, stark im Geist, am Leibe schwach. Sojteh« ich denn nun, du treuer Kämpfer, zum letztenmal an deiner tseite. Wie oft saßen wir in den letzten Jahren zusammen, wie nützte uns bei all den Sitzungen, in denen wir soziale und wirtschaftliche Fragen besprachen, dein kluger Rat. Aber die Sozialdemokratisch« Partei betrauert in Pauk llmbreit nicht nur eines ihrer treuestea und ausgezeichnetsten Mitglieder, sie ehrt ihn auch ganz besonder» als einen der großen Pioniere der deutschen Arbeiterpresse. Paul Umbreit kämpfte an der Spitz« der Gewerkschaftspresse mit der glänzenden Waffe des geschriebenen Wortes für die uns allen gemeinsame große Sache der deutscheu sozialistischen Arbeiterbewegung. Sachlich in der Polemik, lauter in seiner Gesinnung, war er Muster und Vorbild eines Arbeiterjourna» listen. Ich weiß, daß ich. den Redakteuren der sozial, demokratischen Partei presse aus dem Herzen spreche, wenn ich hier besonders auch ihrer verehrungsvollen Trauer für den dahingeschiedenen ausgezeichneten Kollegen und Mitkämpfer Ausdruck verleihe. Paul llmbreit wird unvergeßlich fortleben, nicht Nur im Herzen jener, die ihn kannten. In der Geschichte der deutschen Arbeiterpresse gebührt, ihm ein hervorragender Plötz für alle Z«i<.Wir werden dich nicht vergessen, ftb« ryohl." Van ÄrbeitersäNgern erklang„lieber allen Wipfeln ist Ruh") Die Trouerversammlung erhob sich, der Sarg Paul Umbreits, des treuen Kämpfers und Freundes, sank in die Tiefe. Hitler wühlt in England Enihüllungen des„Daily Herald" London, 2 i. März. Der sozialistische„Daily Herald" hak. wie er in großer lteberschrist seinen Lesern ankündigt, einen„nationalsozia- lisli scheu Plan" entdeckt, der darauf hinauslaufe, die Oeffentlich- feit und die Regierung«, st ellcuEnglands im Sinne einer günstigen Aufnahme einer kommenden Hiller-Regieruog zu b e e i n- f l u f s c o. Die Einzelheiten des Plaues sind aus Acußerungen von in England lebenden Rationalsozialisten zusammengestellt. In dem Besuch des Rsichstagsabgeordneten N i e l a nd sieht der „Dolly Herald" eine große Aktion, derzufolge der Londoner Mit- arbeiter des„Völkischen Beobachter" Dr. Thost zum Leiter der nationalsozialistischen Beweg, mg in Südengland und ferner ein Herr B e n i n g zun, Leiter der Organisation im Norden ernannt wurden (obwohl die Londoner Zweigstellen schon vor dem Besuch Nielonds eingerichtet worden waren). Bening bab« dem„Dolly Herald" gegenüber erklärt, daß die nationalsogiatiftische Bewegung zur Zeit in England, sin stillen und schrittweise arbeiten müsse. Durch Beitritt in Klubs, durch Befucki von gesellschaftlichen Veranstaltungen usw. könne die Gelegenheit geschaffen werden. Freunde zu gewinnen, bis der Zeitpunkt komme, wo die Nationalsozialisten an die Oeffent» lichkeit treten könnten. Man hoste, daß die Bewegung ollmählich Einfluß gewinnen werde, um auf diese Weise unter den Abgeordneten und den Mit- gliedern des Kabinetts Unterstützung für di«auswärtige Politik Hitlers zu erhalten. Dos gleich« geschehe in den übrigen europäischen Staaten und in Amerika, so daß— wenn die Zeit zur Uebcrnahme der Macht durch Hitler komme— er auch von Freunden umgeben sei, die dem neuen Deutschland gunstig gesinnt seien. Die Bewegung habe bereits, so sagt„Daily Herald", eine Spaltung der«nglisch«deutschen Bereinig u-ng an der Oxsorder Universität hervorgerufen. Es sei«ine be- sondere Vereinigung gegründet ivorden, die die Forderungen der notionolsoziolistischen Interessen zum Ziele habe. Konflikt bei Scherl beigelegt. Vergleichsvorfchlag angenommen. Zur Beilegung des konslikls bei der Firma Scherl wegen der Reusestsehung der ubertariflichea Löhne war vom stellvertretenden Vorsitzenden des Rcichsschiedsamie» der Buchdrucker. Gewcrberat Körner ein neuer Vergleichsvorschlag gemacht worden, zu dem die Belegschast in einer geheimen Abstimmung Stellung ge- Nammen hat. Die Abstimmung hat die Annahme des Vor- schlage» ergeben. Räch diesem Vorschlag erfolgt bei den Verdiensten, die nicht höher als 5 ZU. über dem Tariflohn liegen, kein Abzug. Die über- tariflichen Verdienste von S bis!0 M. werden um 50 Pf. bzw. l M. pro Dache gekürzt, die mehr als 19 M. betragenden übertoriftichen Verdienste um Uii proz. Der Gesamtabzug darf im Höchslsalle jedoch nicht mehr als 3,73 ZU. pro Woche betragen. Er wird zum erstenmal am 1. April vorgenommen, und zwar zunächst nur bis zum Höchstbetrage von Z ZU. Roch drei Wochen darf erst der Abzug in voller Höhe erfolgen. Mit der Anaahme des vcrgleichsnorstlssages durch die Belegschaft der Firma Scherl ist der Lohnkoufltktim gesawteu Ber- liuir Luchdruckgewerbe eadgülllg belgelegt« Gustav Habrman gestorben. Oer Führer der tschechischen Sozialdemokratie. Genosse Gustav Habrman, Senator und ehemaliger Ministet der tschechoslowakischen Rupublik, ist in Prag noch längerer Krank, heit gestorben. Habrman, der im 68. Lebensjahr stand, gehörte zu den ältesten und angesehensten Führer der tschechischen Sozialdemo- kratie. Als zwanzigjähriger Drechsler hatte er sich in Wien der Arbeiterbewegung angeschlossen. Wegen Verbreitung revolutionärer Schriften kam er im Jahr« l884 mit anderen jungen Arbeitern vor das Ausnahmegericht, das ihn zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt«. Nach Verbühung der Straf« ging er auf die Wander, schaft, die ihn bis nach Amerika führte. Zurückgekehrt wurde er Redakteur, Abgeordneter im Wiener Parlament und noch der Rc« volutwn in Prag Unterrichtsminister und später Finanzminister. An dem Leben der Sozialistischen Arbeiterinternotionolc und ganz besonders der deutschen Sozialdemokratie nahm Gustav Habrman lebhaften Anteil. Mehrfach sahen wir ihn als Gast auf un« seren Parteitagen._ Zuletzt kam er nach Berlin, um Hermann Müller die letzte' Chrs zu erweisen. Das war genau vor einem Jahre. Nun hat auch diesen Tapferen und Treuen der Tod geholt. Ein Ingenieur Mosarik und eine Beamtin Rauchenberger vom Bahnhos Ldersurt schechostomokei) sind oerhostet worden, weil sie den Plan einer staatlichen St i ck st o f fa b r i k in Marienhera (Mahren) au Deutschland verkauft haben solleq. Psychologie und Faschismus Zur individualpsychologischen Tagung in Berlin am-19. und 20. März Psychologie läht sich trefflich wißbrauchen. Ihrem Namen noch sollte sie die Wissenschaft von der Seele sein. Die Seele aber hat noch niemand gesehen, und deshalb kann man den Psychologen nur schwer zur Rechenschaft darüber ziehen, was er eigentlich tut. Das haben sich zu allen Zeiten die politischen Drahtzieher zunutze gemocht, die das Proletariat mißbrauchen wollen, ohne selber erkannt zu werden: Sie schufen Psychologen vor, die die Umnebe- lung des Arbeiterbewußtsemz betreiben und wissenschaftlich" recht- fertigen sollen. So tut es z. P. die Schwerindustrie mit ihrem „Dinta", dem Deutschen Institut für technische Arbeitsschulung in Düsseldorf. Wie schon Genosse Georg Schwarz in seiner Ruhr- reportag«„Kohlenpott" sehr anschaulich gezeigt hat, steht im Vorder- gründe der Arbeit dieses Instituts viel weniger die te6)nische Arbeitsschulung als vielmehr die Erziehung von Lehrlingen und jungen Arbeitern zu willigen Ausbcubmgsobjckten. Dinta-Pro- fcssoren waren übereifrig und unvorsichtig genug, dos selber aus- zusprechen: und dos hoben auch jene Individuolpsychologen ver- nommen, die selber proletarisierte Spezialarbeiter sind und wissen, daß ihr Platz an der Seite der Industriearbeiter ist. Diese marristischen Indwidualpsychalogen haben es sich zur Ausgabe ge- macht, die faschistischen Tendenzen in den verschiedenen, modernen psychologischen Schulen zu entlarven und die Frage zu beantworten, was denn eine Psychologie im Dien st e der Arbeiterschaft zu leisten hätte.■ Was bei diesen Bemühungen in den letzten beiden Jahren herausgekommen ist, hat die Berliner Gesellschaft für Jndioidual- Psychologie am IS. und 20. März im Klubhaus am Knie der Oeffent- lichkeit vorgetragen. Ausgehend von der Feststellung, daß Psychologie für die Arbeiterschaft überhaupt nur dann zn brauchen ist. wenn die Psychologen eine Theorie und Praxis der Erziehung entwickeln, die das Proletariat selber handhaben und in den Dienst seiner Befreiung stellen tonn, wird die Frage der Bewußt- m a ch u n g als das Kernproblem erkannt. Was aber müssen wir uns bewußt machen? Daß dos laufende Band eine Maschine' ist und Herr Düsterberg«in Industriekapitän? Nun, das zwar auch, aber das ist nicht dos Entscheidende. Entscheidend ist, welchen Gebrauch die Düsterbcrgc und ihre Beauftragten von den laufen- den Bändern machen, wie sie die Maschine und die Wissenschaften gegen die Arbeiterschaft einsetzen, und wie sie insbesondere den staatlichen Erziehungsapparat zur Bewußtseinsver- zerrung des Proletariats verwenden und erreichen wollen, daß die Arbeiterschaft von alledem nichts bemerkt. Manes Sperber zeigte in einem ausführlichen Referat, wl« die allermeisten psychologischen Schulen der Gegenwort, auch die „klassische" Indinidualpsychvlogi«,— wenn vielleicht auch un> bewußt,— der Verdunkelung des Arbeiterbewußtsemz dienen oder zum mindesten Vorschub leisten. Genosse Otto Müller-Main führte den Nachweis dafür an Hand reichhaltigen Materials aus der Dinta-Praxis und aus Veröffentlichungen der Wirtschafts» und Arbestspsychologen Prof. Mo ede(Berlin) und'Prof. Giese (Stuttgart). Vertreter anderer Richtungen der Individualpsycho» logie und anderer psychologischer Schulen griffen in die Debatte ein und äußerten allgemeine Vorbehalte: so z. B. Dr. Fritz Künkel tLerlin) vom neuen Berein Berliner Individualpsychologen und Dr. Egon W e i g l van der Experimentalpsychologie. Außer tiefgreifender Kritik wurden mich wertvoll« positive Au- regungen gegeben und Forschungsergebnisse vorgewiesen. Frau Lichten st«in trug sozialpsychologische Befunde vor, die aus einer großen Zahl systematischer Umfragen bei Arbeiterkindern gewonnen waren. Einig waren olle chauptreferenten und Diskusjionsteilnehmer in der Meinung, daß die Bewußtmachung, wie sie die Arbeiterschaft brauchen kann, nur das Werk der organisatorischen Beziehungen der Arbeiterschaft selbst sein kann. Psychologen, die fich für die Arbeiterbewegung entschieden hoben, müssen dabei oss Fachleute mitwirken, indem sie die Technik der Erziehung für proleta» rische Kindergärten, chorte. Wander- und Sportvereinigungen, Ge- werkschoste» und Fürsorgeorganisationen entwickeln helfen. Die Tagung nahm im ganzen einen sehr eindrucksvollen Ver- lauf. Prof. Artur Kronfeld von der Berliner Universität gab in seiner Eröffnungsrede einen allgemeinen Ueberblick über die wich- tigsten psychologischen Systemschäpser der Gegenwart und über die Fülle der noch ungelösten psychologischen Probleme. Dr. Alice N ü b l«- G e r st e l(Dresden) leitet« zu den besonderen Aufgaben der Tagung hinüber.— Der Konzentration der gesamten Tagungs- arbeit kam die Anwendung moderner Kongreßtechnik außer- ordentlich zugute: Eine Lautsprechcranloge übertrug die Reden in olle Nebcnräums. Den Teilnehmern wurde auf diese Weise Ge- legenheit geboten, zwischendurch notwendige Nebendiskussionen durch- zuführen, ahne die Fühlung mit der Gencraldebotte zu verlieren und ohne das Plenum zu stören. Außerdem erhielt jeder Kongreß, teilnebmer in Form übersichtlicher Thesen«inen Leitfaden für die Diskussion:«in Verfahren, das sich gut bewährte, da überflüssige Wiederholungen in der Diskussion vermieden wurden. E. dfüller-Ran. Sein Name ist Aaase. Das Ende einer infamen Verleumdungskampagne. 'Z Eise der übelstxn verleum�ngskampagorn hak heule morgen vor . dem Kchöffengcrichk Berlin- Mikie ihre rudgültige Er« ledigung geknnden. ver eigeulliche Urheber der niederträchtigen Be- hauptung. Genosse Hilferding habe als Reichsfinanzminisler die Hill- lionenskeuer des Z i g a r e t l e n k o n z er n s Rcrmlsma für einen Auffichlsratsposten mit 120 000 Mark Zohresgehost nieder- geschlagen, der Vorfitzende des Verbandes der Soolinhöber. Haas« aus Dresden, hatte sich wegen übler Nachrede zu verantworlev. Seine in der Bahnhofswirlschasl oufgeslelllc vehauplung ist seiner- zeit vom Redakteur S ch n e e l l o t übernommen worden und in einer großen Anzahl rechlsstehender Vlöttee verbreitet worden. Gegen Schoecklol ist deswegen bereits ein Urteil ergangen. In der heutigen Berhandlunz war 5i a as« aus Dresden, der feinen Mund nicht voll genug nehmen konnte, recht kleinlaut. Seinen Artikel, erklärte«r, habe er auf Grund von Zwischenrufen auf einer von chm geleiteten Versammlung der Soalinhober ver- faßt. Di« Versammlung Hobe sich gegen den geringen Berdienst des Zwischenhandels gewandt. Man fei darüber empört gewesen, daß der Zwlscheuhandel kaum«in Existenzminimum habe, während einem Zigarettenkonzern wie Reemtsma Mllianensteuern erlassen werden. Er habe jene Behauptungen geprüft, sei durch Zeugen ermutigt worden, ebenso durch«inen Artikel in der Hamburger Zeitung„Die Glocke". Er müsse deshalb den Vorwurf der Leichtfertigkeit zurückweisen. Im übrigen könne er jetztzu seiner Behauptung nicht mehr stehen. Der Verteidiger des An- geklagten regte einen Vergleich au. Nechtsanwalt Landsbcrg lehnte einen solchen für den Nebenkläger Hilserding ab. Es wider- strebe ihm, erklärte er, mit dem Urheber jener Behauptungen einen Vergleich zu schließen, während diejenigen, die diese Behauptungen von chm übernommen haben, bestraft worden seien. Die Zeitschrift »Die Glocke", auf die sich der Angeklagt« berufe, sei ein E r- presscrorgan: ihr Herausgeber habe erst' vor kurzem nach Verbüßung von andertbalb Jähren Gefängnis wegen Erpressung durch sein Blait die Freiheit miedergesehen. Dr. 5)ilferdinZ als Zeuge sagte wie folgt aus: Die badisch- Zigarcttonfirma Batschary war in Konkurs gegangen: sie schuldete Steuern in höhe von lZ Millionen Mark. Der badischen Regierung lag daran, um der Arbeiter willen d«n Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Reemtsma-Äonzern erklärte sich be< reit, den Betrieb unter der Bedingung zu übernehmen, daß die Eteuerschüld erlassen würde. Die badisch« Regierung sucht« bei der Reichsregierung darum noch. Um den Betrieb nicht eingehen zu lassen, erklärte sich da? Reichsfinanzministerium mit dem Borschlag der bodijchcn Regierung«inverstanden. Aus der Liquidationsmasse sind später doch noch 4 Millionen Steuern«ingekommen. Der Staatsanwalt beantragte wegen übler Nachrede ein« Geldstrafe in höhe von 1500 Mark. Von einer Frei- heitsstrafe wolle er auf Grund von Einwendungen des Neben- klägers sell'st absehen. Rechtsanwalt Landsberg bestätigte, daß der Nebenkläger gebeten habe, van einem Antrage auf Freiheitsstrafe abzusehen. Im übrigen sei es unbegreiflich, wie ein Mensch mit gesundem Menschenverstand sich hier hinstellen und erklären könne, er habe nicht beabsichtigt, den Reichsminister durch eine Behaup- tung zu beleidigen, die den Vorwurf der Bestechlichkeit, also den Vorwurf eines Verbrechens, dos mit Zuchthaus bestraft wird, enthält. Der Gericht verurteilte den Angeklagten haasc wegen übler Nachrede, begongen durch die Presse, zu einer Geldstrafe in höhe von 1000'Mark, für die � im NichtbeitreibungSfolle 50 Tags Gefängnis treten, und sprach'dem Nebenkläger die Pübli- kationsbefugms im.)Barw ärts",' in der„Bahnhofswirt- fchaft" und in den„Dr«Sdener Neuesten Nachrichten" zu. In der Urteilsbegründung hieß es u. a., daß der ß 103(Wahr- nehmung berechtigter Interessen) dem Angeklagten wegen seiner leichtfertigen Handlungsweise nicht zugebilligt werden konnte. Er habe zum mindesten die Pslicht gehabt, bei der in Frag« kommenden Firma festzustellen, ob Dr. Hilferding tatsächlich Auf- sichtsrotsmitglied ist. Was die Strafzumessung betreffe, so sei es dem Gericht äußerst schwer gefallen, von einer Ge- fängnisstrafe abzusehen. Es habe das in der Hauptsache angesichts der Erklärung des Nebenklägers Dr. Hilferding getan, daß diesem an einer Freiheitsstrafe nichts liege. „peier Voß, der MiUwnendieb." Eapitol. Sehr zeitgemäß beschäftigte sich dieser Film mit der Sorte von Bankdirektoren, die dos ihnen anvertraute Geld verspendieren. Einer dieser sauberen Herren Hot zwei Millionen vertan. Da kommt Peter Voß, der langjährige Prokurist, aus den Gedanken, diese gor nicht vorhandenen zwei Millionen zu stehlen. Als Millioncndieb flüchtet er durch die Welt, ihm auf den Fersen ein ungeschickter Detektiv und die Tochter des„Bcstohlenen". Als eine neue, glücklich versaufen« Spekulation den Bankdirektor wieder in den Besitz von zwei Mil- lionen bringt, kehrt Peter Boß heim, im Arm seine Braut, die, ab- wobl sie Talent zum Detektivbcruf hat, ihn sehr gerne aufgibt. E.?l. D u p n n t schuf keinen großen, ober einen sehr netten Film. Mit guter Laune parodiert er manchen Filmkitjch, so den findigen Detektiv, dos Leben der Unterwelt und die Poscha-Herrlich- feit. Und was das Allerschönste ist, man bekommt dabei etwas zu sehen, sogar echte Ausnahmen aus dem Orient. Willi F or st spiest federnd, liebenswürdig und mit gutem Talent zum Chansonsänger den Peter Boß. Ebenso gefällt Paul h ö r b i g e r als eingebildeter Detektiv, der in Wirklichkeit als Stolperjochen durch die Szenen tappt. Alice Treff hingegen bleibt trotz ihres gespielten Temperaments matt und uninteresiant. e.' b. 10 000 Schweizer Franken für das Goethe- Nationalmuseum. Wie bekannt wird, hat der Ausschuß für die schweizerische Goethe- Ehrung dem Goethe-Nationolmuseum in Weimar mitgeteilt, daß er als Spende für den Erweiterungsbau des Museums die Summe von 10 000 Schweizer Franken bereitgestellt habe. Eine gleiche Summe soll auch dem. Frankfurter Goethe-haus im August über- wiesen werden. Auch die Oper der OoUacmillionäcc wackelt. Die Metro- p a l i t a n° O p c r in New Jork bat in der Winterspielzcit mit ein«n Verlust gearbeitet, der die Kapitalrücklagen um 350 000 Dol- lar übersteigt. Die Mittel zur Fortführimg sind Im Augenblick nicht vorbanden. Wahrscheinlich wird die Oper ein neues heim beziehen. Der Betrieb ist einstweilen auf eine genossenschaftliche Grundloge gestellt worden. lZfcgaer-Festsptele in London. Dos Covent Garden-Opernsyn- ditat in London hat beschlossen, in der Zeit vom S. Mai bis zum .Juni Wagner-Festspiel« mit deutschem Libretto zu veranstalten. In d-r Stödtilch?» Oper(nHrh Saal be§ Overnrestauranth hält Kapellmestter H. Pb. Lofniann am Karfreitag Um ll.ZY Uhr einen (•ml ibrenben Vertrag über Wagnerö P a r s i f a l. ?'•: xslLltömI chen Konzert« de? Piiiibarwsn'.schen Orchester» am -rst.si und-.ucitca Lsteriei-rtog in bei Philbarurome bringen ein» AuÄese ton Konzen- und Opernmetodi« beüedter Aorepcmistvr. Sirindbergs„Ostern". Schiller-Theater. Das Schillcr-Thsater wird durch Striludbergs Osterpasfion für das bevorstehende Staatsbegräbnis vorbereitet. Fritz Hirsch steht bereits vor der Tür. Manch« Lieblosigkeit der Regie und auch manche Nachgiebigkeit im Erteilen des Regieauftrages verrät, daß die Char- lottenburaer Lühit« aus den Ehrgei.zpläncn der Zeittralverwalrung ausgeschaltet ist. Di« Osterpassi on ist das Produkt der Striudbergschen Büßern«:- gungen. Empfindlich und sogar überentpfindlich für die Ersilchtte- runqen des Gewissens, verfiel. Strindb«rg dem. religiösen. Mystizis- • nrns. Da er die ungeheure Gefühlskraft des Genies oder des Geistes- überladenen, im vorlregenden Falle die halluzinatorische Innigkeit des wahnsinnig Leidenden, besaß und außerdem noch die machtige Wortkunst beherrschte, rührt sein Passion-stück bis zum heutigen Tage. Symbolik des Auserstehungsfestcs, gemischt mit christlicher Inbrunst, dos ist die Grundstimmung. Nur der Mensch, der lebendig unter seinem Kummer eingescharrt wird, soft der Rettung würdig sein. Das ist die Moral. Es fitzt Strindbera, ein Mann, der schon frühzeitig die Greisen- jähre verspürt, angewidert von Freundschaft und Liebe, die ihn nicht aus der Einsamkeit des Besessenen herausreißen können, über seinen Grübeleien. Doch die Besessenheit führt ihn nicht zum Abstrakten. sie führt ihn nur zur abstrakten Bision. So sieht er denn das halbverrückt«, halbwüchsig« Mädchen, dos Unschuldswesen Eleonore, das durch Reinheit und eingeborene hei» landsnowr am Osterfest« die Märtyrer dez Erdenwehs zur Heiterkeit erweckt. Beinahe geht die Kleine bei diesem Erlösungswerk zu- gründe, beinahe wird sie geopfert und gekreuzigt. Es ist, als wäre sie des Heilands, leibhaftige Schwester, sie, das heute erst 15 Jahre alle, winzig«, im Kranken« syl zu pflegend: Mädchen. Daß nun gerade diese kränkliche Natur den schönen Seelenfticben bringt, dos bedeutet, Strindberg, der Selbstquäler, ist nicht mir«in wilder Gc- wiss'ensphantast, er ist auch ein berückender Phantafieschöpfer. Da» Stück. ist Passionsftück und Auferstchungsstück. Man darf seine Religiosität nicht nüchtern und realistisch auflösen. Spielen muß man es mit Künstlern, die mit ihrer Stimme«ine strahlende und auch herzzerreißende Musik«rzaubern können. Spielen darf man es nicht, wie gestern im Schiller-Theater, derartig, daß auf der Bühne mir«ine trocken: Traurigkeit üiktstehl. Zlllein Gudrun Genest überwand zeitweise diese philiströse Banalität, sie fand manchmal diesen chrifklichsten Pofsioisionston. Di« anderen, Lina Lo'ssen, ein« etwas zu weinerliche Letdensmutte.r,.Herr Mi- netti» ein nur äußerlich nervöser Unglückxsohn, verloren sich allzu sehr in bürgerlicher Dürftigkeit. Je mehr die Noll« den Schau- spieler zur Dürftigkeit verurteilt, desto mehr Scksiitze der Darsteller- Überlegenheit muß er aufweisen. Achtet der Regisseur bei Auswahl seiner Künstler darauf nicht, so erweist er sich als instinktlos. Diesen Mangel zeigte der Gastregisseur Adam Kuck hoff, der sogar mit seinem Beleuchtungsmeister zu keiner die Stimmung fördernden liebereinkunft gelangte. Zum Schluß hat dann die eigentliche Strindbcrg-Pointe gespielt zu werden: der bei Strindberg häufige Austritt des Teufelsgespenstes, das sich plötzlich als die Macht des Guten entpuppt. Diesen braven Unhold, Strindbergs eigentümlichste Symbolgestalt, spielt Paul B i l d t nicht so großartig grausig, wie es sich gebülirte. Bildt ist trotzdem einer der Besten von der Staatstheatertruppe, wenn ein geistreicher Episodencharakteristiker gebraucht wird. May sollte'es sich noch einmal überlegen, bevor man ihn und seine Ihm eben- bürtig« Kollegin, Fwu Rosa Pategg, bei der Liquidierung in die Engagementslosenwüste hinmisschickt. Max Hochdorf. OasBekenninis derNationen zuGoethe Am Mittwoch begannen im Verkauf« der Weimarer Goethe-Gedenk wo che die kurzen, ober für das Gesamtbild Goethes wertvollen Bekenntnisse, die Heroorragende Vertreter von elf Kulturnaffonen für ihre Völker ablegten. Professor Dr. Robertson- London schilderte, wi« Goethe lckon bei Lebzeiten in England ein viekgelesener Schriftsteller gemeiert sei. daß sich aber zunächst das allgemeine Interesse fast ausjchlie.ßluh auf die Wercher-Perwde richtete,' Nachdem bereit. Walte« Scott 1708 den Götz übersetzt hotte, bekam England tiefere Einsiclst. durch das Werk der Madam« de Stael über Deuffchland. Damit war dem Faust der Weg nach England geöffnet. Di« Zahl der lleberfctzungcn stieg rasch an und beläust sich heute auf mehr als 40. Wesentlichen Anteil an der Einbürgerung der Kenntnis Goethes in England hatte schließlich Thomas Carlyle. In der Neuzell ist die englische Goethe- Gesellschaft Trägerin der englischen Goethe-Kultur geworden. Mit �besondere Spannung wurden die Warte von Professor Henry Lichtenberger-Paris über die Beziehungen Frankreichs.zu Goethe aufgenommen. Sie gipfelten in. dem Bekenntnis, daß sich Frankreich einmütig vor Goethes überwälligender Größe neig«. Nicht nur in Liebe, sondern auch in Hoffnung neige sich das geistige Frank- reich vor diesem, hohen Geist«, denn er sei der Apostel de» allgemgiycn Menschentum? und einer alles verbindenden Wellliteratur., Er habe sich stets für die Zusammenarbeit nicht iwr im einzelnen, sondern,«ich der Völker eingesetzt und sich in politisch schwierigen Zeiten stet? in noller Unbefangenheit auch ein klares Bild vom ftanzäsischen Wesen zu schaffen versucht. Er Hab« die Zusammenarbeit der großen Kulturnationen vorausgeahnt und freudig begrüßt. Seit Goethe fei das Ideal der humanllät nicht blaß ein schöner Traum, sondern ein Gesetz des Lebens, dem die Welt treu bleiben dürfe und solle, auch in einer schweren Zell der geistigen Zwietracht und Gewalt, wie stt die europäisch« Menschheit erlebe. „Die fünf verfluchten Gentlemen". Sin Marottofilm im Universum. Das starke Erlebnis dieses Films find die herrlichen Bilder aus Marokko, die wir den Phatographcn Thirard und Moreau ver- danken: die weißen Städte mit dem flimmernden Sonnenlicht, die Menschen in den Straßen und auf den Dächern, die Sammetaugcn der Kinder, der bis zur Raserei gesteigerte Tanz der religiös Ent- flammten, die Wildheit der Landschaft, olles dies ist in fesselnden Aufnahmen aufgefangen. Aber was Julien Du visier, der Regisseur des David Galdcr und des Berlin-Paris-Film an spannender Hand- lung dazugegeben hat, befremdet uns zunächst, läßt um manchmal auflachen und erst zum Schluß feststelle», daß dieser ganze Mumpitz uon Gcnttcmenhochstaplern, die einen reichen Deutschen hochnehme» wollen, mit dem ganzen Spuk eines Zauberfluches und feinen a» geblichen Opfern nicht sehr ernst gemeint ist. Durch geschickte Re- tuschen kämtt« dem Ganzen noch eine.Wendung ins Parodiftisch« gegeben werden. Der Film wird in einer deutschen Fassung gespielt. die ausgezeichnet herauskommt. Der Tonfilm gibt auch die Sprach« und den Singsang der Marokkaner hervorragend wieder. Camilla Horn ist da« blond« Wunder in der fremden Welt: leider ist ihre Rolle nicht sehr entwickelt. Adolf Wohl brück und Jack Treyor geben die besten Typen des wirklichen und des nachgemachten Gentlemens. Atemberaubend wirft die Derfolgun�sszene über die weißen Dächer. In der Bühnenschau gibt es ein paar meisterlich« Stepptänze und prickelnde Tanzparodien. Eine Freude ist es, eine richtig« Kapelle spielen zu hören, zumal wenn sie, wie die Universum» Sinfoniker, unter Hans Salter i!>r« Sache so gut vertreten. „Fault" im verliaer Theater. An de» beiden Eftcrfeieitafleu Jnitd ..Faust" in der Inszenierung von Eduard von Winterstein qespiel». Faust» Alexander Maisn, Meplusto: Ferdinand Bon», Gretchen: Ruth Hellberz, Atarthe Sibweillem: Frieda Richard. Ter TAZB.. 9. Bezirk, veranstaltet 2. Osterseiertag im Orb he um, Haseuheide, cütc Morgenseier. Zur Aufführung gelangen u. a. Chorwerk« von Tieren. Knöchel, Gerster und Roseber» d'Arguto lGesaiigS-Bewegungt- Chor„Schritte im GesängniSbof"). Beginn ll Uhr. Eintrittspreiz 25 Bf. Zu der lNoethe-Sedenkseier der Baltzbühne, die Karfreitag, 8 Uhr. im Tbe.aier am Bülowplatz stattfindet, sind noch Karten an der Theaterkasse e.rbÄtlich. Spielplanänderurg. Im Schiller-Theater werden insolge einer Erlrautmig für die am Donnerztaa angekündigte Vorstellung von..Ostern." GoecheS„Geschwister" und L i e Mitschuldigen" gegeben. Aw- sang 8 Uhr. I» de« AXt-Verliner-Abend. den die Buhnengenoisenschaft aur Qstev- moniag in der„Neuen Welt", Haseurei.se. veranstaltet, wirken mit: Max Adalbert mit seinem Ensemble in einem Äetsch. Fritz Kam per? mit Ton- stlm- Schlagern und verschieden andere Berliner Kabaretkunstler. Ansang 6 Ith«. Eintritt 1-M., Der Mozartsaal zeigt von Sonnabend an. eine Woche Chaplin« »Goldrausch". BomSstchütch dt» lest«, Vorstellmrgen dicht» FitaZ, KonZunkturpoliiik tui not. Die Krise in der EchwachstrominSustrie. Die Forderung nach Arbeitsbeschaffung durch die öffentliche Hand wurde am Mittwoch mit allem Nachdruck in einer Versammlung erhoben, die vom Metallarbeiteroerband dem ZdA., dem Butab und dem Werkmeisterverband für die freigewert- schaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten der Berliner Schwach st romindu st rle einberufen worden war. Die Beschäftigung in der Schmachstromindustrie hängt eng zu? scmunen mit der Erteilung von Aufträgen durch die Reichs- p o st und die Reichsbahn. Das Hinausschieben von Elektri- fizisrungsarbeiten der Reichsbahn, der Instandhaltung oder dem Neubau der elektrischen Zug- und Sicherungsanlagen, die Droffe- lung der Automatisierung des Fernfprechwsfens ufw hat zwangsläufig zur Folge, daß Hunderte und Taufende von Arbeitern und Angestellten der Schwachstromindustrie der Arbeitslosigkeit überant- wartet werden. Die Genossen Dr. S u h r vom AfA-Bund und Schliestedt vom Hauptvorstand des Metallarbeiterverbandes legten den Versammelten die Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten dar, auf die vom Reichswirtschaftsrat und anderen Stellen bereits hin- gewiesen worden ist und zu deren Finanzierung die Reichsregie- rung ebenso gut Mittel und Wege finden mußte wie zur Sanierung der Banken, der Landwirtschaft und anderer Unternehmungen der Privatindustrie. Die Versammlung, die den Ausführungen der Referenten mit großem Interesse folgte, nahm einstimmig«ine Entschließung an, in der an die Reichspost die Forderung gerichtet wird, zur Vermeidung der bereits angedrohten Massenenllassungen in der Schwachstromindustrie endlich die wiederhost angekündigten z u s ä tz- lichen Aufträge im Rahmen des Arbsitsbefchaffungspro- gramms der Reichsregierung zu erteilen. Diese Aufträge müßten aber unter der Bedingung vergeben werden, daß alle angekündigten Entlassungen zurückgenommen und die Firmen ver- pflichtet werben, die Vierzigstundenwoche als Maximal- arbeitszeit einzuführen und entsprechend der Verkürzung der Ar- beitszest neu« Kräfte einzustellen. Zugleich wird von der Reichs- post verlangt, daß sie zur Ausführung der Aufträge aus» reichende Lieferfristen festsetzt, damit nicht wieder Ueber- stunden und im Anschluß daran neue Massenenllassungen notwendig werden. Schuß der Landarbeiier. Eine Notverordnung gegen Pfändung. Die Not der Landarbeiter, verursacht durch niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit, Deputatentlohnung usw., hat zu einer meist hoff- nungslosen Verschuldung geführt. In Dutzenden von Verord- nungen und Notverordnungen hat man seit Jahren da» lebende und tote Inventar der ländlichen Besitzer vor dem Zugriff der Glau- biger geschützt. Bei allen Maßnahmen hatte man aber bisher den landwirtschaftlichen Arbeiter vollkommen vergessen. Jetzt endlich hat die R e i ch s r e g i e r u n g auf Grund der er- fchütternden Berichte aus allen Teilen des Reiches auch hier ein- gegriffen. Eine Verordnung des Reichspräsidenten zur Ergänzung der Vorschriften über die Zwangsvollstreckung bei landwirtschaftlichen Betrieben vom 19. Februar 1932 bestimmt, daß bei Arbeitnehmern w landwirtschaftlichen Betrieben, die Naturakverglltung erhalten, sowohl die ihnen als Vergütung gelieferten Naturalien als auch das davon ernährte Vieh un pfändbar ist. Diese Verordnung ist zu begrüßen. Alle Gläubiger und allen voran die sogenannten Viehversicherungsgesellschaften haben ohne jede Rücksichtnahme den Landarbeitern bei Richtinnehaltung in guten Zeiten abgeschlossener Verträge das letzte Stück Vieh aus dem Stalle geholt. Damit ist nu« endlich Schluß gemacht. Der ukraimfihe Abg. Dr. Makarvschka-Lemberg ist nach einigen Stundeir wieder freigelassen worden. Wegen der Ermordung des Kommissars Czechowsti sind bisher elf Ukrainer verhastet. Eine Amnestie in Transkaukasien kommt etwa 6009 n t politischen Gefangenen zugute, darunter 18 zum Tod« urteilten. c Buch Jul/iw Saum: 3tomanlifche lllalerci Oberfciucabesis � Veranlassung zu diesem schnullen, katalogähnlichen Bändchen war eine Ausstellung im Ulmer Museum, das der Verfasser betreut und mst Liebe zu einem über lokale Bedeutung hinausgehenden Rang erhoben, ja sogar bis in die modernste Gegenwart fort- geführt hat. Wichtiger als der mst zuviel Namen und bloßen Esch- angaben überfüllte Text sind das sorgfällig gearbeitet« Künstler- Verzeichnis schwäbischer Maler zwischen 17S0 und 1850, eine biographische Fpndgrube, und die 24 Abbildungen, die eine Kenntnis mannigfacher wenig bekannter und oft sehr liebenswürdiger Bieder- meiermaler vermitteln. Bon Romantik im eigentlichen Sinne ist bei ihnen nicht eben sehr die Rede; verständlich für den, der den schwäbischen Kunstcharakter kennt. Paul F. Schmidt ') Verlag des Museums der Stadt Ulm. 1932. Donnerstag, 25. März. Berlin. 16.05 Friedrich Burschell: Dichter fliehen vom Schreibtisch. 16.30 Raucheisen-Trio I Beethoven: Trio Q-dur op. J. Nr. 2. 2. Mendels- sohn-Barlhoidy: Trio d-möll op. 49, Nr. 1. 17.30 Albertus Masnus.(Sprecher; Prof. Dr. W. Dnblslav.) 17.50 Erik Reser: Der Künstler In der Gesellschaft. 15.05 Prof. Dr. Hermann Muckermann: Wohlfahrtspfleje und Eucenik. 18.30 Nairz und Nesper: Der Hörer und sein Apparat. 18.55 Die Funkstunde teilt mit... 19.00 Stimme zum Tag 20.30 Jüngste Lyrik. 21.00 Tages- und Sportnachrichten. 21.10 Konzart. 22.10 Wetter-, Tages- und Sportnachrichteq. AnschlleOend: I Mozart: Quartett B-dur(K.-V 458). 2. Jos. Haydn: Quartett D-dur op. 76, Nr. 5. KSiiisrsvnsierhsosea. 16.00 Kretslagendpflegcr Adelt KrSnke: Jugendpflege arbeit. 16.30 Leipzig r Goethe und Sora. 17.30 Dr. Dr. Friedrich Lange: Ocsterrelchlscb- und PreuCisch-DttttSch. K-.00 Dr. Joachim Tiburtius: Alter und neuer Mittelstand. 18.30 Spanisch für Fortgeschrlitcnc. 18.50 Oewerkschaftssekretär Meystre; L:rr.b»o, nicht Abbau der Sozltlver» Sicherung 19.10 Leipzig: Aus deutschen Opern. 20 00 Langenberg: Alte Kirchenmusik. 21.00 Tages- und Sportnachrichten. 31.15 Pater Muckermann. Goethe der Welse. Freitag, 36. Mari- B« r 1 1 a. S.55 Morgenfeier. 10.06 Wettervorhersage. 11.00 Orgel i J. S. Bach: PrUudium h-»on. 3. J Vach: Adagio au» der Sonate E-dur. 3. Zwei Choralverspiel»- a) J. S Baeh: Herzlich tot mich vorlangen: b) Brahma 0 Traurigkeit, 0 Herzeleid 4. C. Franeh: Choral a-moil.(Hans Prlegnitzr Weigle-Orgei.) n.30 Jugend und Autoritlt(Zu dem Buche von Friedrich Qogtrten; Wider die Aeehtung der Autoritlt.)(Sprecher: Günther Moldatnke.) 13.00 Mlttagakmweri 14 00..Legende" von Martin Behelm-Schwarzbach. 14.30 Wilhelm Müller-Rüderadorf- Wi« wir Ostern feiern. 16.00 Blasorchester-Konnert. 16.00 Peter Mendelssohn liest eigene Prosa. 1640 Protestantisches Schrifttum der Gegenwart. 17.60 Kammerorch Edvin Fischer Dir.t Paul van Kempen. I. Vivaldf: Concerto grosso, A-dur. 3. dall'Abaco. Ccocerto dl ebtesa. a-tpoll. 3. Mozart. Fant l-tnoll 4. Stephan: Musik für«leben Saiteninstrument». 5. J S. Bach-M. Reger- Cboralvotspitl. (8,00 Dr Hans Kern: Mesmer und der Mesmertsmu». 1840 Franz-Schubert-Lieder.(Theodor Sehet dl. Barlton. Am Flüge«: Brau» Seldler- Winkler.) 19.00. Die AUgänei Botacbaft". von Wilhelm von Schramm.(Sprecher! Dr. Oskar R601tr-Qroieck.) 19.20 Job. Seb. Bach. 1. Konzert Wr drei Klaviere, C-dur(Salvador Loy. Lily Oymont Margareta Jolle«). 3. Konzert für vier Klaviere, a-mof! (nach Vlvaldl)(Margarete Julies, Luv Dymont, Salvador Loy, Emst Otter). 20.00 Singakademie-. Ludwig Wüllner liest Szenen aus„Faust". 20.45„Crudficus"(Die sieben Worte des Erlösers) Für gemischten Chor, Sopran. Bariton. Orgel and Kammerorchester, von Hermann Simon(Ür- auflfihrung) Anschließend: Szener, ans dem Oratorium„Jesus und sein* Jünger" von Hugo Herrmann(Uraufführung). 21 45 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.00 Breslau; Orgelkonzert 22.15 Stidtische Oper, Chailottenhurg:„Pareifal." IN. Akt. Könlgswusttrbasses. 11.00 Joseph Haydn: Geistliche Musik. 11.30 Allred Hein: Der Sinn des Kriegserlebnissee. 14.00 Grete Maria Markstein- Was wir lesen 14.20 Orützmacher: Ueber Gräber vorwärts. 14.30 Chrlsmlegtndcn aus dem 16 und 17. Jahrhundert, gesungen von Roll Ghatbergi Flügel: Hartmut Wegentr. 16.00 Hamburg: Ans einer düsteren Mette. 16.30 Eberhard KSnlg. Vorlesung einet Passlons-Novelle. 16.00 Leipzig; J. S. Bach: Matthäuspassion. 22.00 Wetter-, Tages- nnd Sportnachrichten. Welter für Berlin: Teil» heiter, teils bewölkt, wenig Tem» peraturönderung, keine nennenswerten Niederschläge. Zur Deutschland: Im Süden und Südosten bewölkt und leichte Schneeschauer, sonst zeitweise heiter und stocken, wenig Wärmeänderung. „Volk und Zeit-, unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei ilttantmorfl. fllt dir Sebaftion: ilich. Ocrnsttin, Berlin: flnirtotn: Th. Blöde, ~""': Bcrwäc!»-Bctlo«® m. b H. Brillit Druck: Borwdrte Buch, ieclagsanftalt Paul Singer& Ca. Berlin SD 88 Lindengr 8. Berlin Lerlvg: Pcrwärts Berlei bcndetel imh____________._______„ Bieste t Beilade. �-JlnSßi'ger föezitfc Jlorden-Cßen 6relf Camembert öle(flhrenäe HarKe crhlltllcb In ollen Lehens- mittel- and FeinkoalgwtbStlen Paul Ntelncr Eisenwarenhandlung K0|16nlCK.SClliOBS!r.13 Tel.: f,4 sunneHunBmer 2505. A.Janiszewski Buchdruckerei und Verlag G.m.b.H. 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Srifche: Weltanschauung und Politik E» ist von verschiedenen Seiten bereits hervorgehoben worden. daß sich in der letzten politisch außerordentlich bewegten Zeit aus- gesprochene Weltanschauungsparteien am besten gehalten haben und ihren Wählermassen eine nahezu unerschütterliche Ge- schlossenheit zu geben vermögen Das zeigt sich am deutlichsten, wenn man die zahlenmäßige Entwicklung der ausgesprochen weltanschau- lichen Richtung des Zentrums(einschließlich Bayerische Bolls- partei) oergleicht mit der ausgesprochenen Älassenpartei der Sozial- demotratie. In den Peichstagswahlen von ISA)— 1830 schwankte die Zahl der Zentrumsstimmen zwischen 4.7 bis S,l Millionen, bei der Sozialdemokratie dagegen zwischen 6,1 bis 9,1 Millionen. Hier liegt«in soziologisches Problem von außerordentlicher Tragweite, ein Problem, das zugleich eines der markantesten Bei- spiele der dialektischen Dynamik gesellschaftlicher Prozesse ausweist. Wohl steht im Vordergrund des gesellschaftlichen Prozesses die ö l o- Krach im Reichstag Und wie Kinder darüber denken Der Reichstagspräsident Löbe hat viele und vielerlei Zu- schristen erhalten, als er kürzlich die Rede de» Reichskanzlers durch den Rundfunk hat übertragen lassen, Zuschriften mst Für und Wider. Diese Zellen sind auch für„Für", aber mst einer Bedin- gung— doch die am Schluß Es kommt auch bei der Schularbeit hier und da vor. daß sie nicht befriedigt, daß die Rückschau auf einen Arbeitsabschnitt den Eindruck hinterläßt: es hätte anders und bester sein müssen! Wir sind gewohnt, ab und zu eine solche Selbstkritik zu üben, und die Kinder ersasson es immer wieder deutlich, daß das Mißlingen eines Werkes oft Ursachen hat. die in chnan selber liegen und die darin bestehen, daß nicht das Maß von Arbeitsdisziplin ausgebracht wurde, das notwendig war und selbstverständlich hätte fein sollen. »» ou.uuiji.uiu, ur- at:|UMu>a|uiu;i:ii uic u i u-,....... x nomische Auseinandersetzung, ausgedrückt in den ver- j ZI schiedensten Formen von Kämpfen wirtschaftlicher Struktur, die am schärfsten ausgeprägt sind in d«n sich allmählich sonnenden, gegen- sätzliche Jntercssen herausarbeitenden Beoölkerungsklassen. 5?e!ß umstritten ist das Problem, ob und in welchem Grade neben der wirt- schastlichen Auseinandersetzung auch eine geistige besteht. Ohne aus diese grundsätzliche Frage hier näher einzugehen, möge nur an der Hand der tatsächlichen geschichtlichen Entwicklung hervor- gehoben werden, daß der Epoche der Jahrhunderte währenden schreckensreiche» Religionskriege mit der Aufklärlingszeit eine Epoche folgte, welch« auf das entschiedenste jede Einmischung der Welt- anschauung in die Politik ablehnte und den Einfluß der Weltanschau- ung aus die Politik durch den Grundsatz der Tolericrung aus- zuschalten versuchte. Es gehört zu einer der bedeutsamsten Tatsachen unserer letzten politischen Entwicklung, daß die von der Aufklärung«- epoche wie vom Sozialismus vertretene Ausschaltung der Welt- anschauung aus dem politischen Kamps sich nicht durchsetzen ließ und daß heute die weltanschanlidhe Bindung in der praktischen Politik einen weit größeren Einfluß ausübt, als man noch vor einigen Jahrzehnten für möglich hielt. Jede große Partei, auch die Sozialistische, wird darum vor die Frage gestellt, durch welche grundsätzlichen und taktischen Maß- nahmen sie dieser politischen Realität gerecht zu werden vermag. Es ist natürlich ausgeschlossen, daß in einer Partei der Arbeit- nehmerschaft das Weltanschauliche eine maßgebende Berücksichtigung findet. Wohl aber läßt die tatsächliche Steigerung welt- anschaulicher Gebundenheit in der gegenwärtigen Politik den Schluß zu, daß mehr als bisher neben den wirtschastlichen Momenten die geistigen, weltanschaulichen im Sozialis- mus Berücksichiigung finden müsten. Es ist dies besonders erforder- lich für eme Partei, welche sich zur Aufgabe stellt, die Mehrheit de» Volkes zu umfassen. Sie hat nicht nur diejenigen zu gewinnen, welche m klarer Einsicht ihrer wirtschaftlichen Lage sich politisch einftell'N, sondern auch diejenigen, für welche heute noch Entschei- düngen de» Geistes umd cher Weltanschauung, hsdeutsamer sind als ihr« Klafleiunteressen'. möge es sich nun um diejenigen handeln, für welche die Befriedung der Welt das wichtigste politische Problem ist. oder um diesenigen. die es in der geistigen Befreiung, der Eman- zipation von gesstiger Gebundenheit früherer Epochen, erblicken. Moralpauke de» Lehrers deutlich werden zu lasten, sondern durch eine rückschauende Betrachtung der Schüler, ergibt sich die Nutz- aiiwendung immer mit aller Klarheit, ausgesprochen und unaus- gesprochen. Es wird kaum eine Klasse in einer neuzeitlichen Schul« geben, m der Selbstverwaltung und Selbstdiszipli- nierung nicht zuweilen ein Fiasko erlitten. Aber wenn dieses Fiasko als solches empfunden wird und das Gefühl eines kleinen Bankerottes verbunden ist mit der Einsicht über die wahren Ur- fachen, dann wird das immer wieder auch der stärkst« Antrieb sein, sich strebend zu bemühen, von einer schlechteren Form voranzu- schreiten zu einer vollkommeneren. Selbstverwaltung im Rahmen des Schulganzen hat die gleiche Erfahrung gezeitigt. Bor Jahren, zu Beginn unserer Arbeit, gingen wir mit Optimismus an den Versuch, von der Gesamtheit der Schüler her, soweit sie das zehnte Lebensjahr erreicht hatten, die Selbstverwaltung zu meistern. Wir sind damit gescheitert. Weder konnten sich alle die 280 Jungen und Mädchen jeden Augen- blick so in Zucht nehmen, daß die Beratungen sicher und ungestört verliefen und auch nicht aus Abwege gerieten, noch brachten alle soviel Verständnis für den Sinn und die Bedeutung der Aufgabe auf. daß ihre Mitarbeit sich als Gewinn erwies. Der Ertrag der Bemühungen stand in keinem rechten Verhältnis zum Aufwand an Kraft und Zeit. Und diejenigen Kinder, denen es von Herzen ernst war um das Gelingen des Gewollten, verließen die Zusammen- künfte oft mit großer Enttäuschung. So mußten wir diese Art. zur Selbstoerwaltung zu kommen, bald verlassen und einen neuen Weg beschreiten Der zweite Ver- such bestand darin, an die Stelle der Volloersammlung die Beratung der von»..Volk" gewählten Vertreter zu setzen. Jede Klaste(vom 4. Schuljahr an) wählt drei bis sechs ihrer besten Köpfe in das„Parlament", und dieses— auch weiterhin, wenn zwar nicht ganz zutreffend Schülerversammlung genannt— sollt« nun die Auf- gaben lösen, mst denen die Gesansthest sich ehedem sehr oft ver- geblich abgemüht haste. Und es wurde geschafft. Die Niederschriften Über die Besprechungen, vielfach stenographisch aufgenommen, und die Beobachtungen mancher fremden Besucher beweisen es. Man ging keiner Schwierigkest aus dem Weg«, scheute keine Mühe, beriet, beschloß und führte aus. Was den Kindern dabei besonders bewußt wurde, war die Tat- i Im Varbaren-viskulsion Wir Werkftuömten... Der Autor dieser Zeilen schreibt wxi: Um Ibnen mein Recht, in die Diskussion emzugreifen, zu beweisen, stelle ich mich vor: Seit dem Sommersemester 1926 bin ich Werkstudent und babe qerabc Werkstudenten kennengelernt, auch ähnliche Tafelrunden. Ich selbst. wie so mancher meiner Bekannten, bin aus der Streckege- blieben Seit 4 Semestern bin ich Heilstättenreisender und kann alz Erfolg meiner Werkstudentenzeit Lwar kein Diplom, wobl aber eine Lungen, und Wirbelsaulentuberkulose ver- bücken... Da« Buch mag manchmal abenteuerlich scheinen, es aeschchen aber heute noch abenteuerlichere Dinge unier den Studenten. Gest dem Kriege gibt es ein großes studentisches Proletariat, die Werkstudenten. Unter ihnen bilden die Arbeiter st ude»- ten. d. s. die Studenten, die früher Arbestcr waren und dann über die Arbeiter-Abiturientenkurse oder das Kulturexamen zur Hochschule kommen, nur einen kleinen Tell. Sie bleiben klassenbewußt und sind fast ausnahmslos aktiv im sozialdemokratischen Lager tätig. Von ihnen spricht Weisenborn nicht, sondern die„Tafelrunde" stammt aus den niedergehenden Mittelschichten.� Die „Barbaren" wuchsen im bürgerlichen Lebenskreis und in bürger- licher Ideologie auf. Sie verdienen sich als Wertstudenten die Mistel für ihr Studium ganz oder doch überwiegend selbst. Der Werkstudent muß aber neben seiner Erwerbsarbeit im Studium dieselben Anforderungen erfüllen wie die wirtschaftlich unabhängigen Studenten. Um immer dt« wenigen«Stipendien zu erhalten, muß man wissenschaftlich Ueberdurchschnittliches leisten. Die soll das aber ein Werkstudent fertigbringen, der den Hauptteil seiner Krait für Werkarbest verbrauchen muß? Da hilft alle Be- gabung nichts. Der Bor ipr ung. den � ü' eJ,;5fZ Vhnril!! lalismus daraus? Wenn alles glast und sicher erscheiist. wird kein dem Unbegabten gldt. ch nicht aufzuholen. Freitische und ahnliche|—.....* i rr»-. Mittelchen können da nur wenig helfen Glück hat man, wenn man* w beendetem Studium und der Verlust der alten bürgerlichen Ideal« mst der daraus folgeichen Haltlosigkeit und Barbarei großer studentischer Kreise. Gerade die letzte Zeit beweist uns. wie sehr Primitive und Barbaren die Universität beherrschen: die An- Hänger des ungeistigen Tastni-Ideals Hitler und die Fochsimpel, die nur nach Stellung und Titel gieren. Am stärksten umgestülpt und umgeformt werden aber diejenigen. die den größten wirtschaftlichen Druck verspüren: die Wertstudenten, aus denen auch die„Tafelrunde" besteht. Sie kommen mst dem Proletariat in Berührung und die proletarische Wirklichkeit stößt sie immer wieder gewaltsam auf die Brüchlgkeit ihrer bürgerlichen Ideologie. Viele werden durch die neuen Erleb- nisse Sozialisten. Genosse Tietgens wirft der Tafelrunde Romantik vor. Die verlogen« und kitschige Romantik der Farbentragenden wird eindeutig von Weisenborn verworfen. Meint Tietgens die Romantik des Abenteurers? Di« Tafelrunde sucht die Erlebnisse nicht, sie sieht darin keinen Selbstzweck. Jeder Werlstudent wird Erlebnisse erzählen können, die sich später und m bürgerlichen Zeitungen und Zeitschriften reiht romantisch anhören. Auch die Erzählung von grausigen Kriegserlebnissen wirkt ja heute auf die Jugend romantisch. Diese suchenden und kämpsenden jungen Menschen nun aber von sicherer Posstion aus„Schwächlinge" und.Kraftmeier" zu nennen, erscheint mir anmaßend. Geryiß entsteh der Radikolismus j Borbeekes aus Ausweglosigkeit. Entspringt aber nicht jeder Radi- lange genug gearbeitet hat. um stempeln gehen zu können, dann hat man zwar weniger Geld, aber um so mehr Zeit zum Studieren. Wen wundert es da, daß die ewigen Studenten nicht mehr unter den versoffenen Genies der Korps, sondern unter den Werkstudenten zu finden sind und nur die wenigsten bis zum Examen kommen? Eine große Zalst gibt das Rennen oorzestig auf. Einen Knacks bekommt fast jeder, wenn nicht gesundheitlich, so doch moralisch. Wenn sie gar eigene Wege gehen und so ihre Z-ik verschwenden, statt sich auss Einpauken von Examen-wifsen zu beschränken, sind sie ganz hoffnungslose Fälle. Das gist nicht 1 mir iür die Zeit der Tafelrunde, sondern heut« ebenso. Rur wenn man diese Verhältnisse berücksichtigt, kann man ein! gerechtes Urteil über die„Barbaren" fällen. Ihre Rot besitzt für bis ganze Studentenschaft natürlich keine Allgemeingültigkeit. ebensowenig wie die Verelendung des Prole- tariat, im Fruhkopitalismus für die ganze Gesellschaft allgemein» gültig war. Das sieht auch Weisenborn. Eines jedoch gist allgemein: die Aussichtslosigkeit nach Zu kurz komnren bei Weisenborn die geistigen Problem« der Hochschule, die Fragwürdigkest der bürgerlichen Auffassung von der Wisienschoft als Streben nach Erkenntnis um ihrer selbst willen: die Westfremdheit der Geisteswissenschaften usw.. die„Bildung. Zitat« und Philosophie" stimmen ja nicht mal für„Autobesitzer und Minister", wie W. glaubt. Primitiv ist auch die Entwicklung Borbeekes von der Rega- tion der bürgerlichen Gesellschaft über die Republik hinweg zum Leninismus. Irgendeine Kenntnis der in und um die Republik kämpfenden Klassen und Anschauungen wird nirgendwo gezeigt. Borbeete ist eben in bezug aus politische Bildung«in Primitiver und Barbar. Trotzdem gibt dieser packend und mst Leidenschast geschrieben« Roman ein gutes Bild von der Krise der Hochschule, der bürger- lichen Jugend— nicht nur der alten Iugendbewegten— und damst von der Krise der bürgerlichen Gesellschaft überhaupt. Die Menschen sind wahr gezeichnet, und ihre Anklagen sind treffend. Jul. von Halle. fach« der Verantwortlichkeit, der Gewählten wie der Wähler. Dl« Vertreter hasten sich durch ihr« Haltung und durch ihre Leistung des Verstauens würdig zu erweisen, das man in sie gesetzt. Die Wähler hasten soviel Menschenkenntnis und Besonnen- hest zu offenbaren, daß sie den Richtigen fanden.„Wir wählen die," so haben es einmal die Kinder einer Klasse formuliert,«die so sind wie wir alle sein mußten." Das war ein Wort, mst Schwere belastet; aber die. denen es gast, wußten seinen Sinn zu würdigen und stiebten danach, durch ihre Haltung ihrer Stellung zu ent- sprechen Es ist bei uns Sitte geworden, daß jede Klaffe, die die Schul- zeit durchlaufen hat. Veranlassung nimmt, aus den gemeinsam durchschrlstenen Weg zurückzuschauen Nicht nur. um sich an dieses oder jenes, sei es lustig, sei es staurig, zu erinnern, sondern mehr noch, um bewußt Stellung zu nehmen, zum Gewollten und Gesollten wie zum Erreichten. Auch kürzlich war dieser Termin herangekommen ein wenig früh, aber die Schülerzeitung hast« ihn veranlaßt. Und so staf er zusammen mst jener Sitzung des Reichstages, die der Oefsentlichkeit durch die Rundfunk» überstagung der Rede des Reichskanzlers besonders be» kannt geworden ist. Auch die Jungen und Mädchen hallen in der großen Mehrzahl diese Uebertragunq mit erlebt, und daß das Er» eignis seinen Weg in die Schule und in die Unterrichtsstunde fand, war nur zu natürlich. Vom Jnhall hallen sie vieles gewiß nicht erfaßt; aber tief haste das Ganze trotzdem auf sie gewirkt, im guten wie im bösen. Im guten, well auch sie schon die Ruhe, die Klarhest und Desonnenhest eines Mannes gefühlt hatten, der unser Kanzler ist: i m b ö s e n, well sie erschüttert waren von den„Neben- geräuschen". Ihre bisherige Ansicht von der hohen Pflicht, von der Art und von dem Tun unserer Volksversteter war ein wenig ins Wanken geraten. Sie kannten ihr kleines Schülerparlament aus Erfahrung. Sie wußten, was für Anforderungen man hier stellte, wußten, daß man die gewählten und herausgestellten Vertreter mst einem Maße messen darf, das genauer ist und peinlicher angelegt wird als beim gewöhnlichen Menschen. Von hier aus hatte man sich seine Vorstellungen vom Reichstag und seinen Abgeordneten aufgebaut. Man sah diese Männer und Frauen an al» die höchsten Vertreter unseres Volkes und den Reichstag als die Stätte, wo die besten nach Haltung und Leistung versammelt wären. Und nun ein solches Benehmen, wie es das Radio verriet, solche Rufe, solcher Krach: das kam unerwartet und war nicht leicht zu begreifen. Für manches habe ich in Be- sprechungen mit Kindern schon Verständnis gefunden, auch für die Tatsache, daß wir Menschen allzumal Sünder sind— s Ü r diese Disziplinlosigkeit unserer Volksvertreter nicht. Ich habe mir immer eingebildet, tn meinem Unterricht nicht wirk- lichkeitsfremd zu fein, an dieser Stelle haste ich jedoch nicht das Richtig« getrosf�n. Kinderfragsn können ein« herbe Kritik sein. Warum darf denn dott seder stören? Braucht da nicht immer seder mitzuarbeiten? Kann man einfach fortgehen, wenn man keine Lust mehr hat? Med» Vater hat gesagt, daß manche Parteien oft so brüllen, daß man den Redner überhaupt nicht verstehen kann. Neulich haben sie sich geprügelt! Kann der Präsident denn gar nichts dagegen machen? Es wurde«ine Stunde Staatsbürgerkunde mit bitterem Beigeschmack. Die, welch« es angeht, mögen sich sagen, daß sie nicht nur Illusionen vernichten, sondern treue, jahrelange Erziehungsarbeit mindern. Es wäre kein Ausweg, nun die Sitzung hinter ver- schlössen« Türen zu verlegen, damit das Volk und die Kinder nichts mehr merken von der bedauerlichen Halwngslosigkeit, zu der sich Volksvertreter hinreißen losten können. Die Äsung kann nur beim Reichstag selber liegen. Dielleicht ist die Kontrolle durch eine so große Zuhörerschaft, wie es die Rundfunkhörer sind, ein M'ttel. dos Mindere durch das Bessere zu ersetzen. Ich glaube, wir haben ein Recht zu verlangen, daß der Reichstag eine Stätte sei, wo zwei Dinge in sonst kaum vorhandener Vollendung anzutreffen sind: die Wohlan st ändigkeit menschlicher Haltung und d'e Sauberkeit des Kampfes mit geistigen Waffen. Etwas umgeändert müßte auch hier jenes Kinderwort Geltung haben: Wir haben uns Männer und Frauen erwählt, die so sind, wie wir alle fein sollten. Asvermann. Die �tychotogie des Wtibervußfen Richard 5) e r b e r ß, Profestor an der Universität Bern, gibt in seinem soeben erschienenen Buch„Die Psychologie de» Unbewußten"(B«rlag Ouelle u. Meyer, Leipzig, 135 Sei» ten. 1832. gebunken 1,80 M.)«ine zusammenfassende Darstellung der modernen Seelenforschung, wie sie besonders von Freud, Adler und Jung begründet wurde. Die Bedeutung des Unbewußten für da» gesamte Seelenleben wird an anschaulichen Beispielen aufgezeigt: besonderen Wert legt Herbertz auf die klare Herauearbeitung des Unterschieds zwischen der alten und der neuen Psychologie. Besonders eingehend werden die Erscheinungen des Traums, eer Suggestion und der Autosuggestion behandelt. Herbertz nimmt da- bei zu einer Reihe von Vorfällen Stellung, die in den letzten Iah en die Oefsentlichkeit stark erregt haben So zeigt er im Kapitel über die Autosuggestion, wie der Fall der Theres« Neumann in Konnersreuth wistenschafllich aufzufassen ist. Ulster dem Einfluß der Autosuggestion haben hysterische Personen häufig ähn- lich« Erscheinungen produziert wie Therese Neumann. Herbertz ver» weist auf zahlreiche Beispiele aus der Geschichte, so auf Luise Lateau, die Tochter eines belgischen Eisenbahnarbeiters(1868). Auch damals wurde«in großer wistenschastlicher Apparat in Bewegung gesetzt, um die Erscheinung zu deuten. Das Wissenschaft» lich« Ergebnis war damals das gleiche wie heute: man stellt« fest, daß ourch Autosuggestion weitgehende anatomische und physiolo» gisch« Deränderungen. wie sie die Stigmatisationan darstellen, her» vorgerufen werden können: es besteht also kein Grund, hier von einem.Wunder" zu reden. Herbertz zeigt in seinen Slueführungen auch die Grenzen der berühmten Methode E o u 4 s: die Autosuggestion ist keineswegs eine unbeschränkt wirksame Macht: die populäre Meinung, man könne all« Leiden aus diesem Weze heilen, ist gefährlich, weil sie den Patienten bei schweren organischen Erkrankungen verhindert. rechtzeitig«inen Arzt aufzusuchen. Das Buch von Herberg schließt mit einem Kapitel Über die Bedeutung der Triebherrrniiug für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft. Durch seine einfache Sprache eignet sich dos Buch auch zur Einführung in die modern« psychologische Betrachtungsweise. vr. L. W. Sport am Karfreitag -ARBEITER. TUSSBALL Di« Zlrbciter-Futzbollspielcr hoben zum Karfreitag nur wenig« Spiel« angesetzt. Glauben doch alle, bah au 6, sie, M« aus ihrem Sport keinen Broterwerb machen, ebenfalls unter das Spielnerbot fallen. Im 1. Bezirk herrscht lebhafter Spielverkchr. In Lichtenberg, Sportplatz Aynastftratz« am Bahnhof Stralau- Rummelsburg,«rwartet Lick)tenberg l die als spielstark be- kannten Friedenauer. Mit zw«: Männermannschaften treten sich beide Vereine gegenüber. Die Lichtenberger haben noch vom ■ Spiel gegen Normannia vieles gut zu machen: ob sie gegen Friedenau aufkommen werden, ist sehr fraglich. In der Nor- mannenstroße in Lichtenberg erwartet Lichtenberg II die Momlschaft des Pflanzeroereins Köllnifche Heid«. Jin oll- gemeinen glaubt man immer, daß die Kleingärtner von der Fuß- ballkunft nicht viel weg haben. Daß ober das Gegenteil der Fall ist. das hoben die verschiedensten Mannschaften bareitz erfahren. Für Lichtenberg II heißt es also: aufpassen. Ein« weitere Klein- gärtnermannschast steht in Frohe Stunde den Pankowcrn gegenüber. Wenn sich die Ponkower nicht groß« Mich« geben, dann werden sie genau wie am letzten Sonntag wieder den kürzeren ziehen. Der Arbciter-Sportnerein Neukölln erwartet den Be- Zwinger von Lichtenberg I: Normannia. Dia Normannen haben in den letzten Spielen gezeigt, daß mit ihnen nicht gut Kirschenessen ist. Beginn der Spiels: 16 Uhr. Vorher spielen stets die zweiten Mannschaften. Vormittags zeigen die Jugendlichen, daß auch sie begeistert« Arbeiterfußballer sind. Spirlgesuche! Britz 88 sucht Spiel« für Karfreitag aus eigenem und Ostern auf Gegners Platz für drei Mannschaften. Zuschriften an 5)ubert Kohl. Britz, Bürgerstr. 7, oder ob 20 Uhr Tel.: F 2, 1805. ASV. Neukölln sucht Spiel« für Karfreitag auf eigenem und Ostern auf Gegnersplotz für zwei Mannschaften. Zuschrift an Willi Flemming, SO 86, Forster Str. Z8. oder heute ab 20 Uhr: Tel.: F 2, 0721. Eiche- Köpenick sucht Spiele für Karfreitag und Ostern auf eigenem oder Gegners Platz für vier Mannschaften. Zuschrift an Hugo Israel, Adler.rhof, Auguste-Dictoria-Str. 1. MjyuUocUL' In allen Bezirken finden am Karfreitag Gesellschaftsspiele ftoit. So Hot sich in der B c z i r k s k l a s s e Osten der F.C. Oberspree die FTGB. Oberspree zu 10 Uhr nach dem Plänterwald eingeladen. Boumschulcnweg muß mit Ersatz antreten und wird daher nicht viel zu bestellen hoben. Eiche-Köpenick 2 erwartet um 16 Uhr auf dein Vercinsplatz in der Wendenschloßstraße die FTGB.-Nordost 2. Wir erwarten den Platzvcrejn als Sieger. Ebenso glauben wir, daß sich die Jugend- und Frauenmannschaften von Eiche in den vorangehen- den Spieleu gegen die glei6)en Vertretungen von Nordost behaupten Vierden.— In der Bezirks kl äffe Norden treffen Freiheit- Finowfurch und Finow um 15 Uhr zusammen. Ob stch der ASB. Wcdding seinem Namensvetter aus Neukölln überlegen zeigen wird. erscheint uns noch fraglich. Der Kampf beginnt um 14 Uhr auf dem Platz in der Behmstroße. Vorher stehen sich die zweiten Mann- schaften gegenüber. Der ASV. Neptun-Weißensee muß um 15 Uhr bei der FT. Hennigsdorf 2 antreten und wird sicher siegreich heim- kehre». Die FT. Friedrichsthal hat stch in der FTGB--5>ermsdors einen sebr leichten Gegner verpflichtet. Die Gäste haben für dos um 15 Ichr angesetzte Spiel keine Ausstchten. Di« Freien Schwim- mer Falkenfee aus der Bezirksklaffe Westen haben die FT. Wilmersdorf mit zwei Mannschaften eingeladen. Um 13.30. Uhr stehen sich die unteren und um 14,40 Uhr die ersten Mannschaften zum FreimMchostslampf gegenüber. Wilmersdorfs Spielerfahrung wird sich stets durchsetzen. Nur die Bezirksklasse Süden bringt ein noch ausstehendes Punktspiel zwischen Vorwärts-Trebbin und FT. Trcucnbrictzen zur Erledigung. Beginn um 14 Uhr in Trebbin. Städteringkamps Stettin— Berlin. Die Sportvereinigung Tegel 1890 veranstaltet morgen im Strondschloß Tegel, Uferstraße,«inen Städtekampf im Ringe«: sie hat stch dazu ein« starke Stettiner Mannschaft verpflichtet. Die Paarungen sind wie folgt vorgesehen: Fliegengewicht: Stcinborn-Steftin gegen Kroske-Tegel: Bontomge- wicht: Schmenkcl-St. gegen Mülbrecht-T., Federgewicht: Zielske-St. gegen Hartmann-T., Leichtgewicht: Fr«ntsch°St. gegen Rosinski-T., Mittelgewicht: Ackermann-St. gegen Babb«l-T., Halbschwergewicht: Rehbein-St. gegen Hildebrandt-T. Im Jiu-Jitsu werden Tegeler zeigen, daß mit ihnen auch in dieser Sportart zu rechnen ist. Für die Boxkämpfe haben sie sich etwas Besonderes vorgenommen, sie haben die Kämpfer der beiden führenden Berein« Alt-Wedding und Sportliche Vereinigung Lichtenberg-Friedrichsfetde verpflichtet. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Eintritt 50 Pf.. Erwerbs- lose 25 Pf. Lichtenbcrg-Fricdrichsseldc auf Reisen. Am Karsreilog wird die erste Boxstaffel der Sportlichen Vereinigung in Crimmitschau an aen Start gehen, und zwar wird sie..Kraft.Heil' als Gegner haben, von der sie im Vorjahre mit 10: 4 Punkten geschlagen wurde. Da die Berliner ihre Mannschaft bedeutend verstärkt hoben, so kann man gespannt sein, wie sie diesmal abschneiden werden. Arbeiterschochspiele. Die Freie Arbeitcrschochvereinizung Groß- Berlin veranstaltet morgen i» allen Sälen des Vereinshouses Ewald. Skalitzer Straße 126, eine große Werbevcranstaftung mit einem reichhaltigen Pragramm. Arbeiterschachspisler und solche, die es werden wollen, sind herzlich cingeladm. tiornderger Schie&en Kampf gegen die Scheinamateurc? Die überhandnehmende, sehr ertragreiche Reisetätigkeit gewisser bürgerlicher Sportler hat nun doch endlich an«inigen Stellen unlieb- somes Auffehcn erregt. Man will also etwas dagegen tun. und ollem Anschein nach ist von dem Präsidenten Ed ström des Inter- nationalen Lcichtothletik-Vcrbondes etwas zu erwarten. Der Schmede ist Purist, reinster Amateur, zu keinerlei Konzessionen geneigt. Er hat es durchgesetzt, daß Ladoumegue kalt- g e st c l l t wurde, die Angelegenheit N u r m i, der schon bei seinem Ausenthalt in Amerika Anstoß erregte, schwebt zur Zeit noch, ebenso hat die sogenannte Deutsch« Sportbehörde für Leichtathletik von dem Internationalen Verband einen sehr ernsten Brief erhalten, bei dem es sich wohl um Dr. P e l tz c r handeln wird. Im Ausland geht man den Berufsamatcuren bedeutend euer- gischer zu Leibe als bei uns. Der Internationale Leichtothletik-Ver- band wird sich jedoch mit dem Amoteurproblem erst nach den Olympischen Spielen befassen, wahrscheinlich, damit die Großen noch mitmachen können. Man kann sich schon ein Bild machen, in welcher Richtung sich ungefähr die Schritte bewegen werden, auf Grund der Aeußerungen einer Anzahl Verbandsführer. Der erste Präsident eines großen ausländischen Schwimmverbondes leugnet sogar heute noch das Vorhandensein von Scheinainateuren, er Hot wahrscheinlich nach nicksts von Arne Borg gehört, der sicher noch heut«„Amateur' märe, wenn er es nicht zu arg getrieben hätte. Andere schieben die Schuld auf die Veranstalter, die de»..Amateuren' die hohen Spesen anbieten. Verschiedene sind der Meinung, daß die Ama- tcurbestimmungen für die gegenwärtig« Zeit zu hart(!) seien. Man merkt deutlich, wo es langgchcn soll. Di« Bestimmungen werden also biegsamer, weicher gemocht werden müssen, so daß sie jeder noch Bedarf strecken und dehnen kann, und olles wird beim Alten bleiben. Dos Hebel sitzt schön viel zu tief, es ist nicht mebr auszurotten, es sind ja jetzt schon ganze Mannschaften wochenlang unterwegs. Die Verhandlungen über diesen Punkt werden aus- gehen wie das Hornberger Schießen. Man fürchtet den Skandal, der Riesenausmoße annehmen würde, wenn man alle Schuldigen bestrafen wollte. 5cksck-kerQic»mpt Dcutschland'England- Oesterrcich Am 1. April beginnt eine internationale Arbeiter- schachveran staltung, an der erstmalig englisch« Arbeiter- schachspieler mitwirken. Das ist der erste international sichtbare Ausdruck der in England begonnenen Entwicklung des Arbeiterschach- spiele?. Die Ländermannschaften sind je sechs Spieler stark. Die Dauer der Kämpfe dürft« l'/j bis 2 Jahre betragen. Veranstalter und Leiter der Kämpfe ist der Fachausschuß für Schach der Sozia- listischen Arbeitersportintcrnationalc. �Dcr hohe Wert der Wett- känipfe ist von ziveifacher Bedeutung. Erstens wird es große Leistungen mn Brett geben, da sich die besten'iiüernationalen Korrcspondenzspielcr gegenüberstehen und zweitens muß ein« aus so lange Zeit hergestellte persönliche Verbindung unter ausländischen Kameraden für die gegenseitige Annäherung und Verständigung von allergrößtem Nutzen sein. Buctmmcher unterstützen Rennvcrcine Die Verhandlungen mit dem Verband konzessionierter Buch- macher Deutschlands haben ein für die deutschen Rennvereine posi- tives Ergebnis gehabt. Der überwiegende Teil der Buchmacher hat sich bereit erklärt, vom 1. April ob eine Abgabe in Höh« von � Proz. des Umsatzes den Rennvereinen zur Verfügung zu st-llen. Diese Abgaben werden einer zentralen Stelle zugeleitet— vor aus- sichtlich der Obersten Behörde für Löllt'tutzucht» und Remws die dann die Verteilung nach einem bestimmten Schlüssel vornimmt. Man erwartet, daß dem Rennsport aus den Abgaben der Buch- macher alljährlich eine Summe zwischen 800000 und einer Million Mark zufließen wird. ltteiner Sport von überall Carneras neuester„Erfolg". Daß der italienische Boxriese Primo Carncra den Australier Georg« Cook auch im Revanchekampf schlagen würde, darüber bestand kaum ein Zweifel. Wie vor etwa einem Jahr, siegte der Riese auch diesmal in der vierten Rund«, in der er den Australier durch die Seile schlug. Cook war inner- halb der zehn Sekunden nicht wieder auf den Beinen und verlor so durch k. o. Der um rund 80 Pfund(!) leichtere Cook hafte bereits in der zweiten Runde die Bretter aufsuchen müssen. Verbilligte Eintrittspreise auf den Berliner Galopprennbahnen. Die drei großen Berliner Galapprennvereme geben ihre Eintritts- preise für dos laufende Jahr bekannt. Di« Preise sind durchweg niedriger als im vorigen Frühjahr und Sammer. Logenkarten kosten in Karlshorst und Hoppegorten 10 bzw. 8 Mark, auf der Gruncmaldbahn 12 bzw. 10 und 8 Mark. Auf ollen drei Bahnen kostet der erste Platz für Herren 6, für Damen 5 Mark. Für Sattelplatz werden allgemein 3 Mark Eintrittsgeld erhoben. Die Preise für den billigsten Platz sind allgemein auf. ein« Mark fest- gesetzt Warden. 800 Mark pro Minute. Der früher« amerikanische Boxwelt- meistcr Jack Dempsey muh doch immer noch recht populär sein, denn anders läßt es sich nicht erklären, daß die International Broadcastilig-Corporation ihm für 30 Rodiovorträge zu je fünfzehn Minuten das Ricsenhonorar von 90000 Dollar bezahlt, Dempsey erhält also für jede Minute 200 Dollar, das find mehr als 800 Mark. Mcsscrongrisf aus Borotra. Ein auffegender Norfall spielt« sich i am zweiten Tage de? Lönderkompfes Amcrika-Frankreich In der New- Porker Tennishalle ob. Während des Doppelspiels zwischen Lott-von Ryn und Borotra Gentien erhob sich plötzlich aus dar Tribüne eine Frau und schleuderte«in offenes Messer noch Jean Borotra, nhn« jedoä? den„fliegenden Basken" zu treffen. Nachdem die Atten- täterin verhostet und abgeführt worden war, wurde das Spiel fortgesetzt.__ Ein neues Bootshaus baute sich„Aufwärts" In Tegel, Bernauer Straße— Uferpromcnade, Haben die „Freien Wasserfahrer Aufwärts" ein neues Boots» Haus gebaut. Sie bitten um Veröffentlichung folgender Zeilen: Die Errichtung des Bootshauses alz neuer Stützpunkt See bundcstreuen Arbeiter-Wasscrjports war im vorigen Sommer bei der fortschreitenden Wirtschaftskrise nur infolge tatkräftiger Unter- stützung durch die Vereinsmitglüchcr möglich. Der im Verein Herrschende Gemeinschaftssinn hat sich nicht nur durch den geleisteten freiwilligen Arbeftsdienst, sondern auch in � den erheblichen materiellen Opfern gezeigt. Die neue Waiiersportsoison beginnt mit dem Ueberholen ter Boote. Die beste Gelegenheft dazu bietet das Gelände des Vereins. Wer noch nicht über die nötig« Erfohrunz verfügt, erhält bereitwilligst?lnleitung und fachmännische Ratschläge. Für jachgemäße Unterbringung dcz Bootmatcrials ist gesorgt. Eine Steganlage, die dem jeweiligen Wasserstand« angepaßt wird, bietet bequeme Anlegemöglichkeften. Die Lage des Bootshauses gewährt auch für wenig« freie Stunden eine gute Erholung. Sie ist nicht nur für Wochenendfahrten äußerst günstig, sondern auch als vorteil- hofier Ausgangspunkt für größere Urlaub- uns Etappenfahrten nqch den Ruppiner Wasserstraßen, der inecklenburgischen Seenkett« und zum Groß-Schiffahrtsweg(Werbellms«) zu betrachten. Auf der Durchfahrt befindlichen Mitgliedern von Brudervercincn steheck die Zlnlogen jederzeit unentgelllich zur Verfugung. Billige und gut« Bostsftäiche sind noch frei. Reue Mitglieder, die hie Bundesjotzungen anerkennen, finden ohne Eintrittsgeld Auf- nahm«, wenn die Anmeldung bis zum 31. Mai erfolgt. Weitere Auskunft Sonnabends und Sonntags im Bootshause, sonst durch Käthe Heinemonn, Berlin N 65, Lütticher Siraße 5. Zur ostdeutschen Außballineisicrschost. Die Märkische Spiel' Vereinigung(Äottbus) im 16. Kreis dos Arbciter-Turn- und Spvrt- bundes logt Wert auf die Feststellmrg, daß„Eintracht"-Berlin den nerletztcn Halbrechten nach Rechtsaußen schickte. Das ging zwar aus unserem Bericht nicht deutlich genug hervor, aber die Kottbusser wollen gegen 11 und nicht gegen 10 Mann gewonnen haben. 5taiitt-DeBri» Unbinc E. V- Bootshaus Köpenick, Epreesir. 3. Geschäftsstelke: H. Runge. O. 1!2, Gryphiusstr. 2i— 22. Programm für die Saison 1932. An- naddeln"17. April nach Restaurant Fischerhütte. FriedridisHagcn. Interne Regatta 29. Mai. Pfingstfohrt noch dem Möllensee. Abpaddeln 25. Sevtember. Allen fportbegeMerten Kameraden steht ob 1. April der Platz 12 im Fried- richshain Kur Verfügung. FTHB., Roderdezirk. Donnerstag, 24. Mörz, 2k» Uhr, Sitzung im Torkrug, Hochbabn Schlesisches Tor. Sportverein Moabit. Freitag. 25. März. Vereinswanberung nach Birk-n. werdee fnicht Pichelsberge�) Treffpunkt 8 Uhr Bahnhof Putlitzstraße für alle Abteilungen. Der Uebungsobend für Männer, Frauen und Äugend Dienstag, 29. MärK, fällt aus. Nächster Turnabend Dienstag, 5. Avril. Turnhalle Quitzow- ftratze. Heute Demnsbadeabend im Stadtbod Turmstraße um 29'.. Uhr. Borständelovferrn, der Schwimm-rtpartc des 2. Bezirkes. Sonnabend, 2. April. 18 Uhr. Geschäftsstelle Elfäsfer Str. 8?. Radfahrer Solidarität. Ostertouren. 1. Abt.: 27. März. 13 Uhr, Anfahrt nach Hirschgarten,.5roll. Bülawstr. 55.— 2. Abt.: 25. März nach Witten- berg— Wörlitz Dessau— Zerbst. Start: 7 Uhr. 28. März noch Glindow. Start: 7 Uhr. Peide bei Rode. Dieffenbochstr. 36— 3. Abt.: 25. März Streif. züge durch den Süden. Endziel Mariendorf. Kurfürsten. Ecke Schützenftroße. Start: 8 Ubr. 27. März nach Eberswalde— Oderberg. Start: 6 Uhr. 27. März nach Leuenherge. Start: 8 Uhr. 27. März nach Hirfchgarten. Weltrrstourant. Start: 14 Uhr Mariannen p lab. 28. März nach Mohlsdorf-Süd, bei Dräger. Start: 13 Uhr Mariannenplotz.— Ab!. Prenzlauer Berg: 28. März noch Biekenwerder. Waldschlößchen. Start: 12 Uhr Zelt, Kopenhagener Str. 17.— Abt. Lichtenberg: 25. März. Start: 13 Uhr. Kiel am Start. 28. März. Start: 13 Uhr bei Henkel. Oderstraße. Nach Pferdebucht.— Abt. Friedrichshain: 27. März nach Pferdebucht. Start: 13 Uhr Landsberger Platz. 28. März noch Bohnsdorf. Start: 13 Ubr Landsberger Platz.— Abt. Wedding: 28. März Ostertour(3 Tagel. 27. März Ostertnur(2 Tage). Ziel am Start. Start: 8 Ubr bei Schreiber. Triitstr. 63.— Abt. Oberschäneweidc: 27. März Eiertour. Start: 8 Uhr bei Emmerich. Wilhelminenhofftr. 64.— Abt. Moabit: 25. März Oster. fahrt. Ruppiner Schweiz— Rheinsberger Seenkelie. Start: 7 Uhr bei Schmidt, Wirlefftr. 17.— Abt. Eharlottenburg: 25. März Rundfahrt durch den Grüne- mald. Start: 13 Ubr Wilmersdorfer Ede Katralstraße. 27. März nach Popen- berge. Start: 13 Uhr Wilmersdorfer Ecke Kanalstraße. 28. März nach Mach- nower Schleuse. Start: 1-3 Uhr Wilmersdorfer Ecke Kanalstraße.— Abt. Scki'öne.berg: 25. Marz. Grunewald. Start: 13 Uhr. 27. März nach Finow. Start: 8 Uhr. 28. März nach Neu-Babelsbvrg. Start 13 Ubr. Start für olle drei: Schmidt. Ebersstr. 18.— Abt. Steglitz: 27. und 28. März nach der Dubrow, Jugendherberge. Start: 7 Uhr bei Schulz, Birkbufchstr.— Abt. Neukölln: 25. März durch die Dubrow. Start: 8 Uhr Hohenzollernvlatz. Abt. Retnickendorf: 27. Marz Ziel am Start. Start: 13 Uhr bei Sachse, ftollanderstr. 23.— Abt. Koulsdorf: 28. Mörz nach Strausberg. Start: 12V. Uhr bei Eschrisch.— Abt. Weißenkee: 25. März Rundfahrt über Bernau, Ladebnrg. Start: 13 Ilhfc, 27. März nach Werneuchen. Start: Ubr. 28. März Morgensprache bei Nagel, Pistoriusftraße. 9 Uhr anschließend nach Schönerlinde. Alle Starts Pistoriusplotz. ASV. Not-Weiß. Heimabend heut-' im Jugendheim Connenburger Str. 29. Treffpunkte für die Osterfahrt: Karfreitag 7 Ubr. Sonnabend 16 und?öl� Ubr Bahnhof Gesundbrunnen(Eingang Bellermannstraße). Am 3. Ostersciertag fällt de? gesamte Trainingsbetrieb aus. Wiederbeginn Freitag. 1. April. Freie Kanv-Union Hroß-Berlin e. B. Die Osterfalirt der Abteilung Oher- svree nach Cablow fällt wegen Eisgang aus. Treffpunkt für andere Fahrt Sonntag. 9 Uhr, im Bootshaus. Raturfrennde, Breazlaver Berg. Zu Ostern keine Sonntagsrückfahrkarte, sondern nur Hinfahrt lösen nach Sch'onefeld. 1,50 M. von Potsdamer Ring- bahnhof. Tour mriste»»erent„Die Naturfreunde". Freitag, 25. März: Abteilung Osten, Stammabteilung: Ebertyftr. 12, Heiterer Abend. ZIutUtaWKldZn tiirijrwnmirki 20 Uhr Ooethe-Worte Die natQr- lidieloditer Schiller-Theater Charlottenborg. 20 Uhr Osfcrn PLAZA Nih« Sehl«. Bht, I SlJ|U,JtB.2.9.tUD.| TU.; ETWildhil 4031 1 „Wie elwl im Hti"| Rose- Theater Snlsfmtfirhr SM« 13? Iii. Viliul k 7 3427 8.15 Uhr Jeücben Gebert voiüiiiiume Tlualtr an Nhivglitz 81* Uhr Androklus and der Löwe Komödie ▼on Beruh. Shaw mit Felix Bressan und Otto Wal Iburg Regie: ILH.Mgrtin siam. Oper Charlottenburg BismarckstraBe 34 Donnerstag, 24 Märr Turnus III 20 Uhr Tarandot Nemeth. Burgwinkel, OiUam, Bau mann, Pcchncr, Steier, Gombcrt Ende nach 22 30Uhr gMWll Charlottenstr. 00-92. Tel. Donhoff 625 SVi Uhr Kamarilla von F. E. Bettauer und G Licliey Ab Ostern; Faust mit utrander Holssi hmikaiifiiniinterbniditii Winter » Garten' Staat« Theater Donnerstag, den 24. Mirr «tastsoper Unter dm Linden IS11» Uhr P a r s i f a I 8.15 IIb; Flcra 3434 fiautte«flaui: Sonnabend, Ostmonntag. Ostermontag je iwci Vorstellungen 4 Uhr und 8.15 Ubr. 4 Ubr kleine Preise. Benutzen Sic jetzt den Vorverkauf für Ostern ■ Sinz deValesvo, SVnUcndn- Truppe. Ilakon von Elch- n ald m.»einen 12 Sollst cn and weftcre Star-Nammern Kar/rcttaj geschlossen/ »v.uhr CASINO-IHEATER»w Lothringer Strafjc 37, uiiiiiiiMiiiiiumiiiimiiiiuiiiiiMimitiiiiiiuiiniuMiiiiitHfuimMt Unwlderrnfllch nur bipSHoMSr» Der Mann mit den zwei Frauen u.«Ins jgruOe bunte Projrmmm Am 1. April zum 1. Male PEPPINA Operette in 3 Akten. Musik y. R. Stols, Outschein 1-4 Personen: Parken SO Pt, Pauteuil I.— Mark. Sessel ILO Mark. ButtergroR- handlung Filia len in allen Stadtteilen Großdestillation zum weißen Hirsck�-i.«. XtUergircße 10 ff. ffdic iPrfn%en»traUe FraiMtOckstuba— Minssstisch 40 Pf SutseeflCgt« Blw« Willy S«ld!i! 9 ßß vorwärts •! ickcrn Erfolgt *•