Mr. 174. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg., Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Zernsprecher: Amt 1, v. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Parteitag der französischen Sozialdemokratie. Paris, 25. Juli. Der Kongreß von Lille reiht sich seiner Bedeutung nach den wichtigsten Kongreffen der französischen Sozialdemokratie an; in bezug auf den äußeren Glanz überragt er alle bisherigen Kongresse. Es war die großartigste Truppenschau der Partei, deren wachsende Kraft sich in den letzten Gemeindewahlen so herrlich offenbart hat. Nie war die Parteivertretung so zahlreich, nie umfaßte sie so viele Organisationen und Gegenden. Die Eintagsminister, Barthou und Meline, können aus dem Kongreß wieder einmal ersehen, daß ihre kraftmeierische Kriegserklärung den siegreichen Vormarsch der Sozialdemokratie für keinen Augenblick aufzuhalten vermag. Dienstag, den 28. Juli 1896. = Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. hat der Kongreß zugleich die Einigung der proletarischen| Konzentration des Grundbesitzes. Diese Resolution ist eine Sozialisten gefördert und den seffeljägerischen Auch- Sozialisten selbstverständliche Konsequenz des französischen Agrarprogramms, das Handwerk gelegt. welches bekanntlich das Privateigenthum der Kleinen selbstvirthschaftenden Bauern anerkennt und zu schüßen sucht. Die bisherigen zwölf Mitglieder des Nationalrathes wurden wiedergewählt und drei neue hinzugewählt. In der Schlußsizung votirte der Kongreß Beglückwünschungen der Mitgliedschaft von Lille zu der trefflichen Organisation des Kongresses, dem Gemeinderath von Roubaix zur Einrichtung von unentgeltlichen Schulbüchern und der kleinen, 89 Einwohner zählenden Dorfgemeinde Montiguarques( Hérault Departement), die einen sozialdemokratischen Gemeinderath besitzt und auf dem Liller Parteitag vertreten war. Zum Zwecke der Vereinheitlichung der Thätig teit der sozialdemokratischen Gemeinderäthe wurde die Gründung einer Föderation der gewählten Gemeindevertreter der Partei beschlossen. Die Föderation hat zum leitenden Organ den Nationalrath( Parteivorstand) und wird alljährlich auf dem Parteitag durch besondere Delegirte vertreten, die gleichzeitig in einer Konferenz die kommunalen Fragen behandeln. Auf dem Liller Kongreß waren, wie bereits gemeldet, 110 Gemeinderäthe vertreten. Die erste Konferenz der neugeschaffenen Föderation wurde daher am letzten Verhandlungstage abgehalten. Sie beschloß, daß alle fozialdemokratischen Gemeinderäthe im Laufe des kommenden Jahres zunächst die Durchführung folgender Punkte des Lyoner Nach Abschluß der Verhandlungen wurden, wie üblich, in Kommunalprogramms anstreben sollen: Achtstundentag und einer öffentlichen Voltsversammlung die KongreßLohnminimum in allen kommunalen Arbeiten; die Höhe des beschlüsse besprochen. Lohnminimums ist vom Gemeinderath im Einverständniß mit Ort und Datum des nächsten Parteitages werden vom Nationalrath bestimmt werden. und der Kleritalen Die in Lille gefaßten Beschlüsse sind von großer Wichtig keit für die weitere Arbeit der Partei. Zunächst wurde die Betheiligung an den im Januar 1897 stattfindenden Drittels Erneuerungswahlen zum den Gewerkschaften festzusetzen; Abschaffung der Zwischenunter- Die chauvinistischen Rundgebungen der Senat einstimmig beschlossen. Im Prinzip war man in der nehmerschaft; unentgeltliche ärztliche Hilfe und Gemeinde- Bourgeoisrepublikaner Partei schon feit langem für die Wahlbetheiligung. Apotheken zum Verkaufe von Arzneien zum Selbstkostenpreis. von Lille gegen die deutschen Kongreßgäste, Liebknecht, Fischer Die ablehnende Haltung eines Theiles der franzöfi- Außerdem sprach sich die Konferenz aus für die Gewährung von und Singer, haben ihren Zweck total verfehlt. Der von der schen Sozialisten in Dieser Frage beruht auf der Diäten an die Gemeinderaths- Mitglieder. französischen Bruderpartei den deutschen Genossen bereitete feierErwägung, daß man nicht in eine gesetzgebende Versammlung Gemäß dem Beschlusse des vorjährigen Kongresses wurde in liche Empfang wurde dadurch nicht gestört. Die Arbeiterschaft einzubringen suchen solle, deren Abschaffung im Programm ver- Lille endgiltig ein maritimes Programm zum Schuße von Lille blieb, nach dem Ausdruck des Genossen Carnaud in langt wird. Es ist, wie man sieht, bei der betreffenden Richtung der Matrofen, der Schiffs= und Fischerei Arbeiter der Freitagsfizung, Herr im Rathhause und auf der Straße. ein mehr oder minder unbewußter Ueberreft der politischen Ent- ausgearbeitet. Dieses Programm bildet ein Gegenstück zu Sie hat, soweit es nöthig war, die bürgerlichen Radauhaltungstaktit im allgemeinen. Mit recht spricht dagegen die den bisherigen zwei Spezialprogrammen, zum Kommunal- und macher zu bemeistern vermocht, trotz der wohlwollenden in Lille gefaßte Resolution aus, daß die Arbeiterpartei, vor Agrarprogramm. Haltung der Polizei und der Truppen gegenüber den allem eine Partei der Aktion und der Propaganda, in Gemäß- Im folgenden die wichtigsten Artikel des maritimen Bro- Ordnungsstörern. Desgleichen hat die Disziplin der Arbeiterheit der von ihr bisher befolgten Tattit, sich an den Senats- gramms: Schaffung eines maritimen Arbeiterrathes, dessen Mit- schaft die brutalen Provokationen des Ordnungsflüngels zu wahlen ebenso betheiligen muß, wie an allen anderen glieder durch die Matrosen, Handels- und Fischerei- Fachvereine schanden gemacht, die darauf abzielten, blutige Straßenfrawalle Wahlen" Wird doch der bürgerliche Parlamentarismus zu wählen wären. Maximalarbeitstag: 12 Stunden auf Deck, hervorzurufen, um sodann Herrn Barthou den gewünschten überhaupt von der Sozialdemokratie als ein blos vor- 8 Stunden vor dem Heizofen, ein wöchentlicher Ruhetag zu Lande Anlaß zu liefern, den sozialdemokratischen Bürgermeister von übergehendes Stadium der politischen Entwickelung aufgefaßt. und zur See, ausgenommen Fälle höherer Gewalt. Lohnminimum: Lille des Amtes zu entsetzen. Die dortige Ordnungspresse In derselben Weife aber, wie sie die minder mangelhafte Gin- 90 Fr. monatlich auf Dect, 100 Fr. unter Deck, 120 Fr. vor dem Heiz- hatte von vornherein ihr Lefepublikum gegen den antis richtung des Barlamentarismus, die Deputirtenkammer, im Klaffen- ofen.( Die beiden letzten Forderungen find den Beschlüssen des patriotischen" Gemeinderath in der perfidesten Weise aufgehetzt. intereffe des Proletariats benutzt, kann und muß sie auch den Seearbeiterkongresses von 1893 entlehnt.) Maritime Gewerbegerichte. Und auch die Pariser Ordnungspreffe stimmte in die Heßereien Senat zu benutzen suchen. In der Praxis war freilich bis vor Verbot jeder Körperstrafe. Abschaffung der maritimen Aue ein. Sie ging soweit, diese gesetz- und ordnungsliebende Presse, wenigen Jahren die Betheiligung an den Senatswahlen so gut nahmegerichte und Ausnahmegesetze, denen die Seearbeiter bisher das Vorgehen der Liller Radaumacher rückhaltlos zu billigen wie unmöglich. Der Wahlkörper des Senats setzt sich bekanntlich unterstehen. Minimalpension von 600 Fr. nach 240 Monaten und alle Schuld dem sozialdemokratischen Gemeinderath aufzufammen, neben den Deputirten und den Generalraths- Mit: Schifffahrt auf Kosten der Rheder und Schifffahrts- Gesellschaften. zuwälzen. Kein Wunder, daß die Kundgebungen von Donnerstag gliedern, aus den von den Gemeinderäthen gewählten Sicherheitsmaßnahmen: Maximum der Schiffsladung und der am folgenden Tage in brutale Ueberfälle ausarteten. Während Delegirten. Erst die Erfolge der Partei in den Gemeinde- Fahrtsschnelligkeit; Mannschaftsminimum, berechnet nach dem die Arbeiter in und um den städtischen Theatersaal, wo die wahlen haben sie in Stand gefegt, ihre Wahlaktion auf den Zonnengehalt des Schiffes und der Kraft der Maschinen; In- Boltsversammlung stattfand, versammelt waren, überfiel eine Senat auszudehnen. Was bisher, seit den ersten Gemeinderaths- spektion der Schiffe vor der Abfahrt durch die Mitglieder der Bande katholischer Studenten( diese spielten eine leitende Rolle wahlen im Jahre 1892, nur in einzelnen Fällen geschah, tann maritimen Gewerbegerichte; obligatorische Versicherung der im ganzen Spektakel), bewaffnet mit Bleistöcken und Steinen, daher jetzt nach den Gemeindewahlen von 1896 zu einer allge- Mannschaft und ihrer Habe. Schaffung von Matrosen- das Redaktionslokal des Liller Parteiblattes; eine andere Bande meinen Regel der Porteitaktit erhoben werden. Heimen in den Hafenstädten auf Kosten der Gemeinden drang in das Hotel ein, wo die ausländischen KongreßEin weiterer, ebenfalls einstimmig angenommener Beschluß und der Handelskammern; deren Verwaltung durch die gäste abgestiegen waren. Fensterscheiben, Spiegel, Möbel präzisirt die Stellung der Arbeiterpartei zu den Matrosen; Fischereischiffe, die von den Eigenthümern nicht alles wurde von dem patriotischen Ordnungsgesindel anderen sozialpolitischen Organisationen benutzt werden, sollen in den Besitz der Nation übergehen und turz und flein geschlagen... Die Arbeiter ließen Frankreichs. Die Einigung aller Richtungen auf grund des Fischer- Genossenschaften zur Verfügung gestellt werden gegen eine sich aber nicht provoziren, und Minifter Barthou fam beim kürzlich von der Kammerfraktion angenommenen Programms Abgabe zur Deckung der Unterhaltungs- und Erneuerungskosten. besten Willen gegen die sozialdemokratische Munisipalität nichts wird darin kräftig betont. Wie bereits auf dem vorjährigen Abschaffung der Zwischenhändler jeder Art bei dem Fischhandel, unternehmen. Kongreß von Romilly beschlossen wurde, ist der minder der direkt von den interessirten Gemeinden zu betreiben wäre. Im letzten Augenblick erfährt man die geheime Ursache der begünstigte sozialistische Kandidat verpflichtet, sich im zweiten Einrichtung eines besonderen Fischerei- Ausschusses. provokatorischen Rundgebungen. Der sozialdemokratische GeWahlgang zu gunsten des meistbegünstigten Kandidaten zurück- Hervorzuheben ist schließlich die Resolution in bezug auf die meinderath ist den Unterschleifen der früheren zuziehen, jedoch mit der Einschränkung, daß der betreffende Behandlung der Agrarfrage durch den Londoner Ron- opportunistisch tleritalen Munisipalität auf Randidat das Einigungs- Programm anerkennt, das also lautet: greß. Die Delegirten der Partei wurden beauftragt, in London die Spur gekommen. Der Bürgermeister Adjunkt, Genoffe Abschaffung des Rapitalismus auf dem Wege der Eroberung der dafür zu wirken, daß der sozialistischen Partei eines jeden Landes Delejolle, hat einen bezüglichen Bericht niedergelegt, in politischen Macht durch das Proletariat, Ersetzung des tapi- in dieser Frage freie Hand gelassen werden solle. Das sei noth- welchem die Unterschleife auf über eine Million antalistischen Eigenthums durch das gesellschaftliche und inter- wendig angesichts der großen Verschiedenheit der Agrarverhält- gegeben werden. Das patriotische Indianergeheul auf der Straße nationale Zusammengehen der Arbeiter. Durch diesen Beschluß nisse in den einzelnen Ländern, namentlich mit Rücksicht auf die sollte also den befürchteten Ruf:" Haltet den Dieb!" übertäuben. 32] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. lebt zu empfehlen. Friede sei mit Euch, edler Colonna! wohl, Adrian, erinnert Guch unserer Verabredung." Und mit leichter Anmuth entfernte sich der St. Johanniterritter. Der Alte machte ein stummes Zeichen der Entschuldigung gegen Adrian, und folgte Monreal in das nächste Zimmer. = zärtlich seinen Mündel, dessen Stolz sich schon auf einen scharfen Verweis wegen seiner Aeußerungen vorbereitet hatte, umarmte. " war eine herrliche Finte sie wendete den Gut verstellt vortrefflich!- vortrefflich!" sagte der Alte ,,, Du hast an dem Hofe des Kaisers die wahre Kunst Es ist an jenem Tage, Herr Ritter!" erwiderte eines Staatsmannes gelernt. Ich dachte, ich sagte es der Alte, der offenbar durch die Wendung, welche die Herr Ritter!" sagte er, Herr Ritter!", indem er immer, daß Du dazu geboren seiest. Du sahest, in welcher Unterredung genommen hatte, sich sehr erleichtert fühlte. jenen in eine Fenstervertiefung zog, ein Wort unter uns. Verlegenheit ich war, da der unsinnige Plan des Barbaren Uebrigens hat man uns so sehr den Vorwurf der Glaubt nicht, daß ich Euer Anerbieten zurückweise, aber mich so überraschte, daß ich zögerte, zu verweigern, und Gleichgiltigkeit für die Sache des guten Volkes gemacht, daß mit diesen jungen Männern muß man vorsichtig sein. Der noch mehr, zuzusagen. Du hast mit der größten Gewandtich in dieser Unternehmung die Behauptung zurückweisen Plan ist großartig- edelmeinem Herzen angenehm; heit mich unterstützt; jene Heftigkeit in Deinem Alter will, wir beabsichtigen, eine Getreidezufuhr nach Corneto zu aber er erfordert Zeit und Vorsicht. Ich muß mehr Mit so natürlich begleiten und sie gegen die Wegelagerer zu beschützen. Ich glieder meines Hauses, so gewissenhaft wie jener Hizkopf, Angriff abgewährte mir Zeit, mich zu sammeln habe aber, außer der Besorgniß wegen der Räuber, in der noch gewinnen; der Weg ist vielversprechend, aber er muß geftatte mir, mit dem wilden Menschen fertig zu werden. That noch einen anderen Grund, der mich ein möglichst sorgfältig und genau untersucht werden. Ihr versteht?" Aber Du weißt, wir dürfen ihn nicht beleidigen; alle meine großes Gefolge wünschen läßt. Ich möchte meinen Feinden, Monreal warf einen scharfen Blick auf den Alten und Söldner würden mich verlassen, oder mich an die Drsini und dem Volk im allgemeinen, die fefte und wachsende erwiderte:" Meine Freundschaft für Euch hat mein An- verkaufen, oder mich umbringen, sobald er nur den Finger Macht meines Hauses zeigen; eine so zahlreiche bewaffnete erbieten veranlaßt. Der Bund kann auch ohne die Colonna erhöbe. D, Du hast Deine Rolle vortrefflich gespielt, Gesellschaft, wie ich sie zu versammeln hoffe, wird eine bestehen, vielleicht kommt eine Zeit, in der die Colonna's Adrian, vortrefflich!" herrliche Gelegenheit darbieten, um die Widerspenstigen nicht ohne den Bund bestehen können. Schaut Euch wohl und Unruhigen im Schrecken zu erhalten. Ich denke, um, edler Herr, es giebt mehr freie Männer, ja noch dazu Adrian, Du wirst mich an jenem Tage mit Deinen Dienern fühne und unternehmende in Rom, als Ihr glaubt. Nehmt begleiten; ich möchte nicht ohne Dich sein." Euch vor Rienzi in Acht! Lebt wohl, wir treffen uns bald Und wenn wir zusammen reiten, schöner Herr!" sagte wieder." Monreal, sich gegen Adrian wendend, so wollen wir die Monreal entfernte sich mit diesen Worten, und als er Wunde, die ich Euch, ohne es zu beabsichtigen, schlug, voll- durch das Vorzimmer ging, dachte er bei sich selbst: tommen heilen. Glücklicherweise giebt es einen Punkt, in Es mißlingt mir hier! Diese elenden Patrizier haben dem wir übereinstimmen, unsere Galanterie gegen das weder den Muth, groß, noch die Weisheit, rechtlich zu sein. schöne Geschlecht. Ihr müßt mich mit den Namen der Mögen sie untergehen! Vielleicht finde ich einen Abenteurer schönsten Damen Roms bekannt machen; und wir wollen unter dem Volte, einen Abenteurer meines Schlages, der sie uns über alle Abenteuer in dieser Beziehung unterhalten alle aufwiegt." " und auf neue hoffen. Aber es ist Beit, mich für jetzt Euch Kaum war Stephan zu Adrian zurückgekehrt, als er " Dem Himmel sei Dank!" sagte Adrian, der sich kaum von seinem Erstaunen erholt hatte, daß Ihr nicht daran denkt, auf jenen abscheulichen Vorschlag einzugehen." " Daran denken! Nein, wahrhaftig!" fagte Stephan, indem er sich in seinem Sessel zurücklehnte.„ Weißt Du denn nicht, wie alt ich bin? Ich würde ein Narr sein, wenn ich, meinem neunzigsten Jahre nahe, mich in solche Unruhe und Verwirrung stürzen wollte. Ich muß darauf bedacht sein, zu behalten, was ich habe, und darf mich nicht der Gefahr aussetzen, es zu verlieren, indem ich begierig nach mehr hasche. Bin ich nicht der Günstling des Bapstes? Soll ich der Exkommunikation trogen? Bin ich nicht der mächtigste unferes Standes? Würde ich mehr Politische Neberlicht. Berlin, 27. Juli. Ueber die Eröffnungsfitung des Internationalen Kongreffes liegt uns folgende Privatdepesche vor: Um 11 Uhr wurde durch den Vorsitzenden des Organifations- Komitees, den englischen Bergarbeiter Cowen mit einem Willkommgruß an die kontinentalen Brüder der Kongreß er öffnet. Singer antwortete, er erinnert an den Altmeister der Sozialdemokratie aller Länder, an Friedrich Engels, der den letzten internationalen Kongreß geschlossen hat, leider aber diesen nicht mehr eröffnen kann, er schließt mit der Aufforderung, einen Ein bund der Arbeiter gegen Dreis und Zweibund der herrschenden Klassen zu gründen. Die deutschen Vertreter, Liebknecht und Singer wurden mit begrüßt. Beifall und Tücherschwenten den blieben. B Die Radaupatrioten in den„ Hamb. Nachrichten"| Friedrich Schröder wiederkäme und sie dann mißhandeln würde, suchen den Zwischenfall in Lille zur Verhegung der Hierauf erklärte ich denselben, daß ich dessen brutales Betragen Deutschen und Franzosen auszunuzen und entrüsten sich überhaupt nicht mehr dulden würde, worauf sie bei mir wieder über die Betheiligung Deutschlands an der Pariser Aus- Es ist mir unbegreiflich, daß das wüfte Treiben des Friedrich stellung von 1900; dagegen tritt die von Stumm ressor- Schröder so lange in Oftafrika ungestraft geduldet werden tirende Deutsche voltswirthschaftliche Korrespondenz" ent- fonnte. Das letztere wird seinen Grund darin haben, daß der schieden für eine möglichst umfassende Betheiligung unserer Direktor der Deutsch Ostafrika Plantagen- Gesellschaft, Herr Industrie an der Ausstellung ein. Nun fommt also auch Schröder- Pogelow, der Bruder des Wütherichs Friedrich Schröder ist." Stumm mit Bismarck ins Gedränge. Weiter berichtet die Volts- 3tg." ein Privattelegramm Vom Scheiterhanfenbrief. Die Verbindung zwischen aus Köln: Herrn Stöcker und dem jetzt in der Strafanstalt weilenden Zur Verhaftung Friedrich Schröder's in Ostafrika melbet Freiherrn v. Hammerstein soll nach dem" Hann. Courier" eine die Köln. Btg.", Schröder habe bereits zur Zeit Soden's als viel engere gewesen sein, als man bisher annahm. Dem Blatt der Leiter wird aus Berlin in einem Artikel über die Vorgänge im konser- deren Direktor sein Bruder war, gewirkt, bereits damals Deutsch- Ostafrikanischen Plantagen- Gesellschaft, vativen Lager geschrieben: Freiherr v. Hammerstein hat seine habe man Schröder brutaler Handlungen beschuldigt, die inFraktionskollegen oft genug terrorifirt; aber er diente auch wieder dessen nach der damaligen Lage der für Ostafrika geltenden Ge= als Kitt zwifchen widerstrebenden Faktoren; er hielt Herrn Nach Stöcker die Stange, vermittelte oftmals zwischen seiner Bartei fehgebung der gerichtlichen Verfolgungen entzogen. Als man ihn Singer hielten Wandervelde für Belgien und Vaillant und den Antisemiten und verstand mit Geschick die in Schach zu aus Deutsch- Ostafrika ausweisen wollte, entging er dieser Maßfür Frankreich begeisternde Begrüßungsreden. Hierauf sollte halten, die wiederholt Luft zeigten, gegen das extreme Agrarier. regel dadurch, daß er von seinem Bruder abberufen wurde. Es die Geschäftsordnung festgesetzt werden. Die Anarchisten unter thum, besonders innerhalb der Reichstagsfraktion, Front zu scheint, daß Schröder nicht lange in Deutschland geblieben wäre, vielmehr bald wieder eine Anstellung gefunden hätte." Führung von Corneliffen, Nieuwenhuis und Malatesta störten machen. Die Veröffentlichung des Stöder'schen vielmehr bald wieder eine Anstellung gefunden hätte." Führung von Corneliffen, Nieuwenhuis und Malatesta störten Scheiterhaufenbriefes bereitete den Ausbruch der Kriſe Der Lokal- Anzeiger" erfährt folgendes zum Fall aber jede weitere Diskussion durch Schreien im Saale und auf in der konservativen Partei vor. Nachdem das Blatt Schröder: Die Verhaftung desselben ist in erster Reihe deshalb erfolgt, einige den Thatsachen nicht entsprechende Vermuthungen über die Provenienz des Briefes geäußert hat, schließt es feine Beweil er zwei eingeborene Plantagen- Arbeiter zu Tode geprügelt mertungen folgendermaßen: Die Veröffentlichung des haben soll. Außerdem wird Schröder der Vergewaltigung eines Das ist ja ein recht netter Scheiterhaufen Briefes war die eigentliche jungen Negermädchens bezichtigt." und alleinige Ursache der einige Monate Bruder, dieser Schröder und nach der Potsdamer Praxis, die in später erfolgten Ausscheidung Stöder's aus Leipzig Bestätigung fand, wird er wohl Aussicht haben, eine dem Elferausschuß." etwas höhere Geldstrafe zu bekommen, wie Herr Wehlan. Sonst hat die Sache keinerlei Bedeutung, denn wir Deutschen sind ein Kulturvolt.jubelndem den Gallerien, sie machten, da Ordner leider fehlten, jede weitere Distuffton unmöglich; die Sigung wurde deshalb um 1/22 Uhr auf morgen vertagt. bes hats Die deutsche Delegation ist 46 Mann stark; bei der Prüfung der deutschen Mandate wurden vier anarchistische Mandate für ungiltig erklärt. Das Wolff'sche Telegraphenbureau versendet folgende Depesche über die Eröffnungssigung: Am Montag begannen die Verhandlungen des Kongresses. Den Vorsitz führte an diesem Tage Edward Cowey. Die Zahl der Delegirten beträgt etwa 800. Nach der Eröffnung entspann sich eine Debatte über die Zulassung der Anarchisten zu den Berathungen. Mit 223 gegen 144 Stimmen wurde beschloffen, den in Zürich gefaßten Beschluß, daß nur Sozialisten auzulassen sind, aufrecht zu halten. Das hiesige Anarchistenorgan, die" Post", wird in Sad und Afche trauern, denn ihre Freunde Landauer, Pawlowigsch, Louise Michel, Krapotkin, Hamon find, wie Wolff telegraphirt, mit 223 gegen 114 Stimmen von der Theilnahme am Internationalen Sozialistenkongreß ausgeschlossen worden. " ein " 70 * * Von der letzteren Die Zentrumspresse und die ruffische Anleihe. Jede Tugend findet ihren Lohn. Die Richtigkeit dieser Sentenz be Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. wahrheitet sich wieder einmal an der ultramontanen Presse. Für ihre stillschweigende Billigung des neuesten russischen Pump- Wegen Kaiserbeleidigung wurde von der Ferienkammer des Dortverfuches wird sie vom Rothschild Konsortium dadurch belohnt, munder Landgerichts der Bergmann R. Grürmann zu 1 Jahr daß ihr neben anderen nicht sichtbaren Zuwendungen der lang- Gefängniß verurtheilt. Der Bedauernswerthe hatte sich, als auf athmige Prospektus zur Submission auf die russische Anleihe als dem Schnee ein Mann seiner Harmonika die Melodie Heil Dir " Germania"," Rölnische Bolts- im Siegerfranz" entlockte, zu mißliebigen Aeußerungen hinreißen Inserat überwiesen worden. zeitung" und andere Blätter in this line prangen im schönsten lassen, die sofort an die große Glocke gehängt wurden. Schmucke desselben, das, je nach der Größe des Formats der Die große Friedensdemonstration, mit der der letzteren faft eine halbe bis eine ganze Seite einDeutsches Reich. Londoner Kongreß gestern eingeleitet werden sollte, litt nimmt. Die Katholiken Deutschlands werden also Berufs- und Gewerbezählung. Mit der Vers schwer unter der Ungunst der Witterung. Die großen geladen, ihre Taschen recht weit zit öffnen, um eine öffentlichung der Ergebnisse der Berufs- und Gewerbezählung Waffen, die dem Hydepark zuströmten, fonnten dem wolfen- Regierung zu stüßen, die ihre katholischen Glaubensgenoffen als vom 14. Juni 1895 für das Reich kann vom kaiserlichen bruchartigen Regen, der über Redner und Zuhörer her- Parias behandelt, ihre Priester einkerkert und nach Sibirien ver- statistischen Amte leider noch nicht begonnen werden, weil die nieder ging, nicht Stand halten, so daß man sich beeilte, schickt, weil sie sich der gewaltsamen Konvertirung katholischer Angaben aus den Bundesstaaten noch nicht vollständig geliefert nach kurzen Ansprachen die von uns schon in der Sonntags- fchariot, der für 30 Silberlinge Chrifius verrathen haben soll, werden kann. Nach den über die Bearbeitung geltenden Ve Kinder zur orthodoxen Kirche widersetzen. Die Sage von Judas worden sind und daher keine Summe für das Reich gebildet nummer mitgetheilte Resolution zur Annahme zu bringen. wird hier in die Wirklichkeit übersetzt, nur sind die modernen flimmungen konnten die einzelnen Staaten die Ergebnisse jener Edward Cowen, der auf dem Internationalen Judasse nicht so billig, weil sie an eine höhere Lebenstaiserlichen statistischen Amt übertragen. Sozialisten- Kongreß in London am ersten Tage den Vorsitz baltung gewöhnt sind und auf den Genuß der bei ihnen so be- Aufnahme entweder selbst bei sich aufarbeiten lassen oder dies dem führte, ist vielen Berliner Genossen als Theilnehmer des Reblaus verursachten Preissteigerung nicht verzichten mögen. ihre eigenen statistischen Stellen damit beauftragt. Diese hätten liebten schweren unverfälschten Ungarweine trotz der durch die Befugniß haben 16 Staaten Gebrauch gemacht, die 10 anderen internationalen Bergarbeiter Kongresses in Berlin be- Der Kampf um die idealen Güter:" den heiligen Glauben" und die erste Tabelle, die Hauptergebnisse der Berufsstatistit ent kannt. Cowey ist der Veteran seiner Gewerkschaft, ein die ewige Seeligkeit" wird den polnischen Laien und dem haltend, bis zum 1. Mai an die statistische Zentralstelle des hünenhaft gebauter, grauhaariger und graubärtiger Mann mit niederen schlecht bezahlten Klerus überlaffen, die geistlichen Reichs abliefern sollen. Die strenge Einhaltung dieses Termins mächtiger Stimme, der in der Diskussion gleichsam mit Hirten und ihre Preßbengel ziehen es vor, ihr Streben auf die ist allerdings den meisten nicht gelungen, aber für neun von Hammerschlägen argumentirt. Auf dem Berliner sowohl Erwerbung und Vermehrung irdischer Schäße zu richten, so da ihnen, also im ganzen für 25 Staaten liegt das Material dort wie auf dem Pariser Kongreß trat er mit Wucht für die Rost und Motten fressen. bereits vor und nur das Fehlen der Zahlen für die Tabelle aus gesetzliche Einführung des achtstündigen Marimalarbeits- Dem Radau in Lille dürfte ein arger Ratzenjammer einem Staate verhindert noch den Abschluß derselben für das tages ein. Er hat mehr und mehr sozialistische An- gefolgt sein. Statt der Sozialdemokratie zu schaden, hat Reich. Inzwischen werden einzelne Staaten, unter anderen schauungen aufgenommen, so daß er von den hervorragenderen bas bubenhafte Betragen der Chauvinisten ihr nur genügt. Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, schon mit Veröffent lichung von Ergebnissen jener Bählung beginnen können und Leitern der englischen Bergarbeiter jetzt der Sozial demokratie Am Sonntag nach der antisozialistischen Demonstration lichung von Ergebnissen jener Zählung beginnen können und haben zum theil schon begonnen. wohl am nächsten steht. fanden in Lille Generafrathswahlen statt, bei denen, wie Es wäre interessant zu erfahren, welcher Staat burch seine uns eine Privatdepesche meldet, nnsere Partei siegte. Die Saumfeligkeit die Veröffentlichung bisher unmöglich gemacht Liller Patrioten" werden sich vor einer Wiederholung ihres hat. skandalösen Betragens wohl hüten. - Der Entwurf eines neuenhandelstammers Gesezes, die erste Arbeit des neuen Handelsministers, wird Die Verhaftung des deutschen Kolonialbeamten von der„ Frants. 8tg." veröffentlicht. Herr Brefeld habe auf die Der Kommiffar bei der Berliner politischen Polizei, Friedrich Schröder wird nun von verschiedenen Seiten obligatorische Grrichtung von Handelskammern verzichtet, aber Herr Graf Arnim, in London. In aller Stille reifte er nach Herr Graf Arnim, in London. In aller Stille reifte er nach bestätigt. Das Hirsch'sche Telegraphenbureau verbreitet ein an der Grtheilung der juristischen Persönlichkeit und der dort, um seine Vorbereitungen zum Internationalen Rongreß Interview mit einem genauen Kenner Deutsch- Ostafrika's, Bildung von Wahlabtheilungen festgehalten. Bon wesentlicher 3u treffen, den er ganz in Infoguito überwachen laffen wollte. dem wir einiges entnehmen. Nachdem Schröder's Ver- Bedeutung, namentlich für Berlin, ist der Umstand, daß die Um zu Als legten Freitag Abend unfere Genossen Fischer, Liebknecht und gangenheit und seine außerordentliche physische Leistungs- wandlung der kaufmännischen Rorporationen, also auch ber hiesigen, nicht geboten, sondern nur gestattet wird, also hier auch Singer in London antamen und dort ein Glas Bier ins Café fähigkeit geschildert wurde, heißt es weiter: Monico am Picadilly- Birkus zu trinken beabsichtigen, saß gangver Mit dieser Fülle von Kraft verbindet Schröder zugleich aber der Grundsatz der Freiwilligkeit des Beitritts unberührt bleibt. tieft in die Lektüre des Berliner Tageblattes" Der Herr Polizei einen unglaublichen Despotismus, welchen sowohl die Weißen- Intonsequenz des Bundes der Lands Tonmmiffar da. Er machte ein etwas stutziges Gesicht, als er als auch die Schwarzen in recht unangenehmer Weise empfinden wirthe. Die Deutsche Tagesztg." schreibt: Die am 24. Jult sich erkannt sah, trant aus und ging- anscheinend nicht sehr mußten. Seine Brutalität und Rohheit speziell gegen die stattgehabte Versammlung der Vertrauensmänner des Bundes erfreut, in London Landsleute getroffen zu haben. Schwarzen war wirklich beispiellos, aber auch gegen die Weißen der Landwirthe im Reichstags- Wahlkreise Westhavellandtrat er schroff und rücksichtslos auf. Die Echwarzen exiftirten Brandenburg hat der Kandidatur des Herrn Landrath v. Loebell, der konservativen Partei als Reichstagstandidat sein, wenn ich König wäre? In meinem Alter mir so für ihn thatsächlich als Menschen nicht und er behandelte sie nur der von der konservativen wie das Vieh. Die Peitsche spielte auf seiner Plantage nominirt war, zugestimmt. Ein anderer agrarfreundlicher Kan etwas vorzuschlagen, der Mann ist ein Dummkopf. Außer die Hauptrolle und nur leider allzu häufig wurde von der didat im Reichstags- Wahlkreis war nicht aufgestellt. dem," fügte der Alte mit leiserer Stimme hinzu, indem felben Gebrauch gemacht. Gegen dieses unbarmherzige, Als das Wahlresultat von Ruppin- Templin bekannt wurde, er sich ängstlich umsah, wäre ich ein König, so könnten beispiellose Vorgehen wandte sich endlich die erklärte das führende Agrarierorgan, daß seine Anhänger künftig meine Söhne wegen der Nachfolge mich vergiften. Es sind Regierung selbst, welche Schröder jede eigen hin nicht mehr für Landräthe eintreten wollten. Ist das Blatt gute Kinder, Adrian, sehr gute Kinder! aber eine solche mächtige Büchtigung feiner Arbeiter unter des Herrn v. Plöß sicher, daß Herr v. Loebell die von ihm ge Versuchung! diese grauen Haare haben Erfahrung! sagte. Auch sonst war Schröder brutal in seinem forderte firamme Opposition gegen die Bötticher und Marschall Tyrannen sterben feines natürlichen Todes, nein! nein! ganzen Auftreten, so ist es z. B. in unserer Kolonie machen wird? Bfui über den Ritter! er hat mir schon den Angstschweiß allgemein bekannt, daß Schröder feine allerdings m hohem Maße- Herr v. 13 hat es sich auffallend lange überlegt, ausgebildete Schießfertigteit an den Gegenständen, bis er über die Einnahmen, die er aus der Kasse des Bundes der auf die Stirne getrieben." Adrian beobachtete die Züge des alten Mannes, den welche die Farbigen auf dem Kopfe oder in der Landwirthe zieht, Mittheilung machte. Auf einem gestern im Hand trugen, erprobte. Garzer Schren veranstalteten Sommerfeste der Ortsgruppe die Selbstsucht vom Verbrechen abhielt. Er horchte auf Schröder war aber auch ein wüstling fondergleichen. Colbigow des Bundes der Landwirthe hat, wie der Nordd. feine letzten Worte, die ganz mit der finstern Wahrheit der Mit Gewalt und Lift wußte er sich stets die eingeborenen Allg. 3tg." ein Berichterstatter meldet, Herr v. Plötz folgende Beit erfüllt waren, und als sich ihm der reine und edle Mädchen zugänglich zu machen und seine wüsten Orgien Erklärung über seine Einkünfte aus der Kaffe des Bundes abden felbst bei Ehrgeiz Rienzi's als Gegensatz aufdrängte, fühlte er, daß gaben niedrigster Kulturstufe er deffen Gluth nicht tadeln, oder über deffen Uebertreibung fehenden Schwarzen zu den größten Mergernissen Ber- gegeben:" Entgegen der Ansicht mancher Herren, aber auf meinen sich nicht wundern könne. anlassung. Schröder's Ruf war weit und breit ein sehr übler eigenen dringenden Wunsch ist schon bald nach Gründung des und dies hat natürlich auch jetzt Bundes beschlossen worden Und dann," fuhr Stephan bedächtiger fort, zeigt mir und er war von den Schwarzen furchtbar gehaßt und gefürchtet. noch Giltigkeit, daß ich kein Gehalt beziehe, auch keine Schröder ist auch zweifellos eine Ursache zum dieser Mann, als Warnung, auf einen Blick seine ganz Buschiri- Aufstande mit, und so schwer dieser Bor- Entschädigung für meine Thätigkeit oder gar für meine Reden. Ich erhalte dagegen an Ersatz für meine baaren, Auslagen für Was meist Du? er hat wurf, welchen ich hiermit gegen ihn erhebe, auch flingt, alle Reisen zwischen der Heimath und Berlin, sowie für den sich unter den Böbel gemischt, und dessen Geschrei für so sehr entspricht er dennoch der Wahrheit. entspricht er dennoch der Wahrheit. Buschiri Aufenthalt in Berlin pro Jahr 4000 M. und außerdem für alle Macht gehalten; ja, er denkt, Worte sind Soldaten und war Schröder's nächster Nachbar, er konnte die unerhörten Reifen in die preußischen Provinzen und deutschen Bundesstaaten warnte mich mich, den Stephan Colonna- vor wem Borgänge auf Lewa genau beobachten, und Buschiri that denn feste Säße, die sich wesentlich niedriger stellen als die Säge für vor auch einen Blutschwur, den Schröder, wenn er seiner habhaft mittlere Staatsbeamte. Diese meine Reifeliquidationen erreichen glaubst Du? nein, Du wirst es nie errathen! jenem Rienzi!- meinem alten Spaßmacher! Ha! Ha! werden sollte, in einer furchtbaren, hier nicht wiederzugebenden durchschnittlich pro Jahr noch nicht 1500 W." ha! über die Dummheit dieser Barbaren! Ha! Ha! Weise, zu verstümmeln. Es war ein Glück für Schröder, daß er ha!" und der alte Mann lachte, bis ihm die Thränen die während des Aufstandes nicht anwesend war, sonst hätten ihn feine eigenen Leute dem Buschiri ausgeliefert. Wangen herab liefen. Der Volts- 3tg." schreibt ein früherer Beamter der deutsch- oftafrikanischen Gesellschaft u. a.: " liche Unfunde des Staates. " Und doch fürchten manche vom Adel jenen Rienzi!" sagte Abrian ernsthaft. ( Fortsetzung folgt.) Literarisches. auf Wir haben blos hinzuzufügen, daß uns die Meldung von den höheren Einnahmen des Herrn v. Blöz aus so guter Quelle zufam, daß wir in ihre Richtigkeit keinen Zweifel fetzen konnten und auch jetzt noch nicht vollständig von ihrer Unrichtigkeit überfeugt find. Es fiel mir auf, daß bei meiner Ankunft auf der Pflanzung Wieder ein Staatsanwalt Reichsgerichts. die dort arbeitenden Neger, ca. 125 an der Bahl, bei meinem Anblick die Flucht unter großem Geschrei ergriffen. Dies Räthsel rath? Der Stettiner Voltsbote" meldet: Der Erfte Staatssollte mir bald gelöst werden. Gärtner Koch bat mich nun, daß anwalt Förster soll als Reichsgerichtsrath an das Reichsgericht ich mich den Leuten zeigen folle, weil dieselben mich wegen zu Leipzig berufen sein. Eine Goethe- Erinnerung. Den Namen der Mailänderin meiner Figur für Friedrich Schröder hielten und deshalb fort- Dem Landtage von Schwarzburg Sonders. der Goethe auf seiner italienischen Reise, allerdings nur vorüber- gelaufen wären oder die Arbeit liegen lassen wollten. Nachdem hausen ist, wie die Bolks- Beitung" meldet, bereits ein Gesetzgehend, seine Zuneigung geschenkt hat, glaubt ein Bibliothek- ich mich den Negern gezeigt und sie sich überzeugt hatten, daß entwurf vorgelegt worden, der das Verbot der Verbin beamter in Rom entdeckt zu haben. Es war Magdalena ich nicht der bwana Kali( böse Herr) sei, erklärten sie sich bereit, dung politischer Vereine aufhebt. In Sondershausen Ricci, die Tochter von Franz Ricci, die kurz nach weiter zu arbeiten. Später erfuhr ich dann, daß Schröder ist noch der Beschluß des deutschen Bundestags vom 13. Juli 1854 Goethe's Abreise von Rom den Venezianer Volpato, den Sohn alle Arbeiter, fast ohne Ausnahme, auch Weiber, in in fraft, der allgemeine Grundsäge für das Vereinswesen in des berühmten Kupferstechers, heirathete. Goethe hatte sich ernst- brutalfter Weise geschlagen habe. Es wurde mir von den Leuten sämmtlichen deutschen Bundesstaaten aufstellte. Der§ 4 diefes lich in sie verliebt, und es foftete ihm nicht geringe Mühe, fich erzählt, daß sogar der Gärtner Roch, ein sehr serviler Mensch, Beschlusses ist fast wörtlich dem preußischen Vereinsgesetz von Die Aufhebung des§ 4 des Bundestags von diesem Gefühl zu befreien, als er erfuhr, daß sie Braut sei. von Schröder geschlagen worden sei, was mir Koch in der Trunken 1850 entnommen. Goethe spricht in seiner Italienischen Reise" dreimal von ihr. heit später unter Thränen bestätigte. beschlusses ist freilich nur ein Schlag ins Waffer, so lange§ 8 In dem Bericht vom Oktober 1787, in dem vom Februar 1788 des Ausführungsgefehes von 1856 bestehen bleibt. Derselbe und in dem vom April 1788, worin er den Abschied von ihr lautet nämlich:" Arbeitervereine und Verbindungen, welche erzählt. politische, sozialistische und kommunistische Zwecke verfolgen, Meine beiden schwarzen Diener, sehr gute brave Jungen, die ich von der Mission später erhalten hatte, erklärten mir eines Tages, daß sie nicht bei mir bleiben wollten, weil der böse Herr" «wbtn andurch alz ordnungswidrig verboten."— DaS ist eine Probe der fchätzenswerlhen Einzelstaatsgesetzgebung. deren Kon- servirmig dem Bnndesrath so sehr am Herzen liegt. Uebrigens wird die Rechlsgilligleit des Bundesralhsbeschlusses juristischer- seits bestritten. — Die„Elsässer" im Reichstage. Der klerilale Führer Delfor-Nordheim veröffentlicht in der„Elsaß-Lothringi- schen Volkszeitung" eine Erklärung, worin er das Fort- bestehen einer besonderen elsässischen Gruppe im Reichstag für absolut»oth wendig erklärt, s o lange Elsaß-Lothringen nicht ein ebenbürtiger Bundesstaat sei, so lange die Reichslande nicht sonverän über ihre eigenen Angelegenheiten entscheiden dürsten. Die Aus- söhnung mit dem Zentrum, das Anschließen gewisser reichs- ländischer Reichstags-Abgeordneten an die konservative und Reichs- partei und den Freisinn sei scharf zu verurtheilcn.— St. Ludwig, 26. Juli.(Eigener Bericht.) Die Germani- sation nach Mauteuffel'scdem Muster ist wieder im Schwung, diesmal in verschärfter Auslage. Im Laufe dieser Woche sind von der Strafkammer Mülhausen drei Urlheile gefällt worden, die allerorts Aufsehen und Befremden erregen. Die Verurtheilten waren Taglöhner und Fabrikarbeiter und die Strafthat, die sie begangen, bestand in nichts anderem als dem Ausrufe:„Vivs la France"; der erste erhielt— wie bereits gemeldet— drei Monate, der zweite erhielt ein Jahr, der dritte gar drei Jahr Gefängniß. Der Ausruf darf durchaus nicht als antideutsche Kundgebung aufgefaßt werden. Ohne sich dabei etwas zu denken, blas um Gendarmen und Polizisten zu necke», wurde der Ruf„Vive la France" ausgestoßen. Und da wäre es nicht nölhig, daß man solche drakonische Strafen fällt. Besondere Fähigkeiten, annektirte Völker für Deutschland zu gewinnen, haben deutsche Beamte ja noch nie gezeigt, in den Reichslanden am allerwenigsten. Die Sozialdemokratie als Partei hat das Vorgehen der deutschen Beamten und Richter in den Reichslauden nicht zu beklagen; niaffenhaft treiben die deutschen Beamten, selbstverständlich wider Willen, die reichsländische Bevölkerung in das sozialdemokratische Lager, als der einzigen, wahren und echten Protestpartei gegen preußisch-deutsche Bureaukratie!— St. Ludwig, 26. Juli.(Eig. Bericht.) Es geht doch noch gemüthlich her im Lande der„wiedergewonnenen Brüder". War da a», 2l. Juni Gemeinderathswahl im ganzen Lande. In fast allen Gemeinden wurden die Gemeindeväter durch neue Kräfte ersetzt, so auch in dem lieblich gelegenen Vogesenstädtche» Bühl. Aber dort ließ sich der alte Gemeinderath nicht so mir nichts dir nichts verdrängen. Nach wie vor hielten die alten Ge- meindevertreler ihre Gcmeinderathssitzung, ohne sich um die am 21. Juni neugewählte» Gemeinderäthe zu kümmern. Bis heute haben die 16 neugewählten Gemeinderäthe noch keine Ein- ladungen zu den Gemeinderathsfftzungen erhalten, während die übrigen sieben alten ruhig Beschlüsse fassen in wichtigen Gemeinde- angelegenheiten. So schlimm habe» sie es nicht einmal in Mülhausen gemacht, dort haben sie vorderhand nur einen— den Genossen Bueb— ausgeschlossen, den sie nun aber doch in ihren„Cercle" aufnehmen müffen. Eigenthümlich bei dieser Sache ist nur das Verhalten der vorgesetzten Behörden, die anstandslos die Ab- hallung dieser Gemeinderathssitzungen gestatten und Kenntniß von den ungesetzlichen Beschlüssen habe». Sonst ist es anders. Kommen einmal ein paar Arbeiter zusammen und halten eine ganz harmlose Vereinssitzung ab, flugs ist Polizei und Staats- anwalt bei der Hand, um gegen die Arbeiter einen großartigen Geheim bunds-Prozeß zu inszeniren. — Die Untersuchung gegen Peters geht einigen Blättern, deren Beziehungen zu Peters bekannt sind, nicht schnell genug. So hat die„Rhein.-Westf. Ztg." heftige'Angriffe auf die Kolonialverwaltung gerichtet, die angeblich die Untersuchung verschleppe, weil das Ergebniß derselben ihr unbequem sei. In der„Köln. Ztg." wird, ersichtlich aus dem Kolonialamt, darauf erwidert, es sei eine vollständige und im Reichstag selbst widerlegte Verschiebung des Vorfalls, als ob es sich lediglich darum handelte, den angeblichen Brief an Bischof Dückers aufzufinden oder nicht. Es handelt sich vielmehr darum, ob Dr. Peters aus zu rechtfertigenden oder aus verweis- liehen Gründen einen Negerburschen und ein Negermädchen hat aufhängen lassen. Ueberdies sind noch andere Thatsachen von sehr ernster Art im Laufe der letzten Monate zur Anzeige gelangt, die gewiß nicht blas mit Stillschweigen übergangen werden können. Erwäge man, daß es sich um Ermittlung und Abhörung von Zeugen handelt, die in der ganzen Welt und nicht am wenigsten in Afrika verstreut sind, so werde jeder billig Denkende die Dauer der Untersuchung begreifen. Gleichwohl hat, wie die„Frankfurter Zeitung" zu melden weiß, die Abtheilung �Berlin der Deutsche» Kolonialgesellschaft den Gesammtvorstand der Gesellschaft in einer von ihren einzelnen Mitgliedern unterzeichneten Denkschrift ersucht, bei der Reichsregierung die geeigneten Schritte zu thun,»m ein« Be- schleunigung der gegen Dr. Peters schwebenden Untersuchung herbeizuführen. Schweiz. Basel, 24. Juli.(Eig. Ber.) Vor einigen Tagen be- richtete ich etwas vom hiesigen deutschen Landwehr- und Reservistenverein und seiner Verbindung mit dem Landwehr-Bezirkskommaudo Lörrach. Heute bin ich schon wieder in der Lage, etwas Neues von diesem hochpatriotischen Verein zu melden. Eine patriotische Heldeuthat erste» Ranges ist im Plane, und der Erfinder dieses genialen Planes ist kein ge- ringerer als der Berwaltungschef der Elsaß-Lothringer Bahn. Ter Mann verlangt nämlich nichts Geringeres, als den Ans- schlich aller Sozialdemokraten aus dem Vereine. Das ist aber eine schwere Aufgabe, denn es steht niemand auf der Stirne ge- schrieben, was er für eine politische Gesinnung hat. Der Bierboykott ist da ein vortreffliches Hilfsmittel. Von seilen des Antragstellers wurde ein ganzes Korps organisirt. das aus- paffen und melden soll, wer von den Mitgliedern in jetziger Zeit Bier triukt und>ver nicht. Wer kein Bier trinkt, bei dem ist seine Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie schon erwiesen und ist zum Ausschluß reif. Bis jetzt sind bereits 46 Missethäter entdeckt worden, die kein Boykoltbier trinken. Alle 46 deutsche Krieger sind nicht mehr werth, Mitglieder des deulschen Land- ivehr- und Reservistenvereins zu sein und werden in der nächsten Versammlung mit„Hurrah" hiuansbesördert!" Eigenl- lich geschieht's den Leuten schon recht, den» als Sozialdemo- kraten haben sie in den/ Bereinen nichts zu suchen. sind sie aber keine Sozialisten, sondern brave rcichslreue Unterthanen, so haben sie auch das patriotische Opfer zu bringen und Boykoltbier zu trinke», damit es nicht sauer wird. Wer hätte geglaubt, daß der Bierboykott eine solche Wirkung auf sonst so harmlose Gemüther ausübt? Der Ausschluß aus den Militärvereinen wird zwar in Deutschland schon lange praktizirt, ohne daß man davon viel Aufhebens gemacht hätte. Daß sich derartige patriotische Hcldenthaten aber auch hinüber ins Aus- land verirren, hätte man bisher nicht geglaubt. Nun, es ist auch so recht, die Sozialdemokratie wird jedenfalls den Schaden nicht haben. Ungar«. Budapest, 26. Juli.(Franks. Ztg.) Eine von 1200 Sozial- dcmokraten besuchte Versammlung, welche für die nächsten Reichslagswahlen die Kandidaten nominiren wollte, wurde nach großen Schlägereien(?) von der Polizei aufgelöst. Bisher wurden im Lande 16 sozialdemokratisch« Kandidaturen auf- gestellt.— Frankreich. PariS, 26. Juli. Vor seiuer Abreise nach Saint-Die, wo unter großem Gepränge das Denkmal des leichtsinnigen Kolonialpolitikers traurige» tonkincsischen Angedenkens, Jules Ferry, enthüllt wurde, hat Ministerpräsident Meline mit dem Justizminister. der interimistisch die Ge- schäfte des Ministeriums des Innern leitet, über die jüngsten Ereignisse in Lille konferirt. Eine Folge dieser Berathung dürfte jedenfalls die Versetzung des Präfekteu Vel Durand vom Nord-Departement sein. Damit gesteht die Regierung selbst ein, daß die Sozialisten nicht die mindeste Schuld an dem beklagenswerthen Austreten der Bourgeoisjugend trifft.— Belgien. — Die Provinzialwahlen haben am Sonntag statt- gefunden. Ueber ihren Ausgang liegen vorläufig blos solgende Meldungen vor: Nach den bis jetzt bekannten Ergebnissen wurden in Brüssel sämmtliche liberalen Kandidaten mit 26 663 Stinimen gewählt, die Soziali st en erhielten IS 168 Stimmen, die Klerikalen betheiligten sich nicht. In Antwerpen haben die Liberalen 24 346, die Klerikalen 23 433, die Sozialisten 78SS Stimmen erhalten. Es hat Stichwähl zwischen Liberalen und Klerikalen stattzufinden. In L ü t t i ch ist das Ergebniß Stichwahl zwischen Kleri- kalen und Sozialisten. Nach den bis jetzt bekannten Ergebnissen der Wahlen zu den Provinzialräthen gewannen die Katholiken in Marche 2, in Neufckaleau 1, in Etalle 1, in Gemblonx 1, in Couvin 1 Sitz; die Liberalen in Schaerbeck 3, in Wavrc 1, in Flo- rennes 1 Sitz. Stichwahlen finden besonders in Antwerpen, Lüttich und Spa statt. Die Majorität der Katholiken ist daher in den Provinzialräthen der Provinzen Luxemburg und Namur verstärkt' in der Provinz B r a b a n t ist die M a z o r i t ä t von der Reihten auf die Linke übergegangen. Italien. Rom, 2V. Juli. Der Senat genehmigte den Gesetzentwurf betreffend die Aushebung des Ausfuhrzolles für Schwefel. Türkei. Konstantinopel, 26. Juli. Zum Schutz der Küste Kretas werden die Panzerfregatte„Nedschimi-Schefket", 3 Torpedoboote und 5 Holzschiffe ausgerüstet. Der Redakteur einer Marine-Zeitschrift, Seeoffizier Riza, welcher sich an den jungtürkischen Umtrieben betheiligt hatte nnd im Winter nach Egypten geflohen war, ist jetzt, in Chios ver- hastet worden. — Ander griechisch» türkischen Grenze kam es zu ernsten Zusammenstöße» zwischen türkischen Truppen und Aufständischen, die allem Anscheine nach von der griechischen Regierung unterstützt werden. Aus Athen wird hierzu ! gemeldet: Die Vertreter der Mächte richteten dringliche Vor- tellungen an die Regierung anläßlich der so unerwartet hervor- getretenen makedonischen Bewegungen. Der KriegSmtnister hat strengen Befehl gegeben, jede auftauchende Bande am Ueber- schreiten der Grenze zu verhindern.— DaS Komitee in Larissa scheint über bedeutende Mittel zu verfügen, da mehrere reiche Makedonier beträchtliche Summen deponirt haben.— Amerika. Saint LoniS, 26. Juli. Die Populisten nominirten heute B r y a n als Kandidaten für die Präsident- s ch a f t. Dieser Schritt ist bezeichnend, weil von den im Jahre 1892 bei der Nominirung der Präsidentschaftskandidaten abgegebenen populistischen Stimmen 1642 666 Stimmen gegen und SSS4 226 für Cleveland gezählt wurden.— Afrika. — Die Matabele haben, wie über London anS Bulu- wayo gemeldet wird, Erfolge über die Engländer errungen.— Iuv TaKkift dvv polnischen Sozioldemokrnliv nimmt Genosse B e r f u s in der„Gazeta viobotnicza". dem Organ der polnischen Sozialdemokratie Deutschlands, in An- lehnung an einen von ihm gehaltenen öffentliche» Vortrag das Wort. Schwer ist der Befreiungskampf, so führt Gen. Berfus aus, den das Proletariat mit dein Kapitalismus zu führen hat; aber während anderwärts das Volk nur gegen«inen Feind, »ämlich gegen das kapitalistische System, anzukämpfen hat, stehen uns polnischen Sozialisten deren zwei gegenüber, denn auch die nationale Unterdrückung lastet schwer auf uns. Die sozialistische Bewegung und mit ihr das Klassenbewußtsein vermag sich bei uns nicht in dem Maße zu entwickeln, wie in anderen Ländern, weil die Behörden der Staaten, die unsere nationale Selbständigkeit vernichtet haben, unser Volk in der Dummheit zu erhalten suchen; um die Volksschulen kümmern sie sich entweder gar nicht, denn in den an Rußland gefallenen polnischen Landestheilen. oder wo solche Schulen existiren, lehren sie, statt Wissen zu verbreiten, die VKinder des olkes eine fremde Sprache, während gleichzeitig das Verbot polnischer Zeilschriften und Lieder, die Forderung der Uebersetzung jeder Kleinigkeit, die Ver- folgung der Intelligente» aus den übrigen Theile» Polens, sofern ste das Licht der Wahrheit zu verkünden wagen— während, wie gesagt, all dies die Aufklärung des Volkes in höchstem Maße beschränkt, ein finsteres, unaufgeklärtes Volk aber nicht im stände ist, eine erhabene Idee, wie die des Sozialismus zu erfassen. Niemand wird gleichwohl bestreiten, daß unser Proletariat, alS die zahlreichste Volksklaffe. in Zukunft bei der Neugestaltung der politischen Verhältnisse Polens eine entscheidende Stimme haben wird. Es frägt sich also, welche politische Form seinen Interessen am meisten entspricht. Jedenfalls diejenige, die eine möglichst demokratische Staatsverfassung verbürgt. Wie weit das demokratische Element in der Verfassung eines gegebenen Staatswesens entwickelt ist, hängt in der Hauptfache naturgemäß von dem gegenseitigen Verhältniß und der Stärke der verschiedenen Klassen ab. Während in den polnischen Ländern im allgemeinen das Proletariat die Hülste der ge- sammten Bevölkerung ausmacht und das industrielle Proletariat, dieses energischste gesellschaftliche Element, im Königreich Polen 3— 6 pCt. beträgt und in ein paar mit einander zusammen- hängenden Bezirken, wie Lodz, Sosnowice, Warschau konzentrirt ist, sind in Rußland die gegenseitigen Be- ziehuugen der verschiedenen Klassen von ganz anderer Art. Vergessen wir nicht, daß in den Agrarverhältnissen Groß- rußlands noch bis auf den heutigen Tag die alte kommunistische Gemeinde- Ordnung in Geltung steht, die zwar gegenwärtig in der Auflösung begriffen ist. aber doch noch auf lange Zeit hin ein Hinderniß der Proletarisirung der ländlichen Bevölkerung bilden wird. Das industrielle Proletariat beträgt kaum2— 3pCt. der gesammten Bevölkerung und ist überdies Uber mehrere weit auseinanderliegende Industriezentren, wie Petersburg. Moskau. Südrußland zerstreut. Ueberdies bildet die Klasse, der Fabrik- arbeiter in Rußland keinen so scharf umrissenen fest kristallisirten Körper wie in Polen: während der polnijche Arbeiter beständig in der Stadt lebt, revoluiionäre Traditionen besitzt und durch und durch Arbeiter ist, bildet der russische Arbeiter ein flukluiren- des alljährlich für die Sommermonate aufs Land wanderndes Element. Die Zerstreuung des Proletariats über einen weiten Raum und das Wandern von der Stadt ins Dorf sind Um- stände, die eine politische Agitation außerordentlich erschweren. ES ist daher anzunehmen, daß das russische Proletariat nicht so bald eine fthälige Rolle in der Politik spielen wird. Die stärkst« soziale Klaffe in Rußland bildet der grundbesitzende Bauer, ein finsteres, unaufgeklärtes Element, das an den Zaren wie an einen Gott glaubt, daS sich nur um die Interessen seiner Ge- meinde kümmert, in der allgemeinen Politik dagegen vollkommen stumpfsinnig ist und aus diesem Grunde den Interessen der Reaktion noch ans lange Zeit hin dienstbar sein wird. TS ver- steht sich von selbst, daß aus so grundverschiedenem Verhältniß der einzelnen Klassen auch grundverschiedene politische Ber- sassungen sich ergeben müffen. Während somit der russische Bauer noch auf lange Zeit hin eine Stütze des Zarenthums bilden wird und eine russische Konstitution, die etwa am Horizont auftaucht, vor der Hand nicht viel mehr als eine Fiktion, eine Art LoriS Mekikow- schen Projekts sein kann, nach dem ohne Erlaubniß des zarischen Ministers kein Recht sanktionirt werden dürfte, könnte ein un- abhängiges Polen keine andere als eine deinokratisch-republikanischo Verfassung haben. Während Polen immerhin gewisse republi- konische Traditionen hat, wird selbst in einem konstitutionelle» Rußland noch das Wort des Zaren Gesetz sein. Es unterliegt also gar keinem Zweifel, daß eine unabhängige polnische Republik für das polnische Proletariat ein weit erstrebenswertheres Ziel bildet als eine Petersburger Konstitution. Aber noch wichtiger ist, daß das polnische Proletariat sich auch bei einer rnsfischen Konstitution unter Umständen weit übler befinden würde, als das russische Proletariat. So wissen wir, daß die Geschworenengerichte und die„Semstwa" nur in Rußland, nicht dagegen im Königreich Polen eingeführt wurden. Dasselbe kann auch mit einer Kon- stitution der Fall sein— während ganz Rußland gewisse konstitutionelle Rechte erhält, kann Polen auf Gnade und Ungnade den Herren Gurko und Genossen ausgeliefert sein. Ueberdies ist bekannt, daß auch bei Vorhandensein einer Konstitution das unter. worfene Land unter verschiedenen Ausnahmemaßregeln ächzen muß. So sind in Deutschland, das eine stark demokratische Reichsverfaffung besitzt(Wer mag dem Genossen Berfus wohl das weiß gemacht haben. Ist ihm denn vom Bundesrath und seiner Bedeutung in der Reichsverfaffung gar nichts bekannt? Red. d.„Vorw."), die Polen gleichwohl in ihren natürlichen Rechten vielfach bedrängt. Die fSozialisten von Schlesien und Posen müssen häufig für Dinge ins Gefängniß wandern, die sonst in ganz Deutschland erlaubt sind, wo die Sozialisten eine gesell- schaftliche Macht bilden. Wie würde das in Rußland sein, das noch lange Jahre auf eine Konstitution von der Art, wie sie gegenwärtig in Deutschland existirt, warten muß. Ein wichtiger Punkt ist auch, daß das sozialistisch geschulte Proletariat der drei verschiedene» Theile Polens in der Ver- einignng eine ganz andere Macht bilden würde, wie in der gegenwärtigen Zersplitterung. Eine solche Bereinigung würde auch in allgemeiner kultureller Hinsicht von hoher Bedeutung sein: Bildung. Wissenschaft, Literatur, die gegenwärtig in ihrer Entwickelung behindert und vielfach bedrückt sind, würden einen ungeahnten Aufschwung nehmen und das intellektuelle Niveau des Volkes aufs günstigste beeinflussen. Sehen wir nun die Sache vom Standpunkte der Entwicke- lung der europäischen Demokratie an. In den Staaten des Westens erstarkt mehr und mehr eine neue gesellschaftliche Klaffe, das Proletariat. Es ist unleugbar, daß der Einfluß dieser Klaffe aus die Politik der Staaten mehr und mehr erstarkt. ES liegt auf der Hand, daß die heutigen Bourgeois- staaten nicht mit einem Lalto mortale in die sozialistische Ordnung der Dinge hineinspringen, sondern erst durch einen nichtsozialistischen, jedoch bereits stark demokratischen Zustand hindurchgehen werden, in dem das Proletariat eine hervorragende Rolle spielen und in der inneren wie äußeren Politik den Ton angeben wird. In einem solchen Stadium werden die Staaten Europa's sich zur Wieder. Herstellung Polens entschließen müssen, nicht nur ans Ge- rechtigkeitsprivzip, sondern um ihres eigenen Interesses willen, da sie durch eine Wiederherstellung Polens sich am besten gegen einen Einbruch Rußlands in das demokratische Europa ivahren. Daß die Politik des Proletariats eine solche Richtung einschlagen wird, dafür bürgt die gegenwärtige Auffassung der europäischen Sozialdemokratie hinsichtlich der polnischen Frage. Sie hält die Wiederaufrichtung Polens nicht nur für eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch für eine Frage der Sicherstellung der europäischen Kultur und des«uro- päischen Sozialismus gegen eine Vergewaltigung seitens des russischen Barbarenthums. Das offizielle Organ der deutschen Sozialdemokratie, der„Vorwärts", hat ge- legentlich des hundertjährigen Gedenktages der Theilung Polens unter dem Titel„Noch ist Polen nicht verloren" einen Leit- artikel veröffentlicht, in dem ausgesprochen ist, daß Polen durch die Hänbe des europäischen Proletariats wieder aufgerichtet werden wird") Angesichts aller dieser Umstände und angesichts dessen, daß die Frage der Wiederanfrichtung Polens sich mit den ökonomisch- sozialen Tendenzen unseres Landes verträgt, kann man wohl be- hanpten, daß schon die Thatsache, daß diese Frage aus die Tagesordnung gesetzt wird, ein hohes Maß von Aufklärung in de» Reihen des polnischen Proletariats verbeiten und zur Revolutionirung der polnischen Gesellschaft wesentlich beilragen wird. Indem wir zu gunsten einer demokratischen Republik agi» tlren, werden wir die Arbeiter mit den demokratischen und repu- blikanischen Institutionen bekannt machen, was der polnischen Arbeiterschaft einen weit umfangreicheren Horizont eröffnen wird, als die Agitation zu gunsten einer zarischen Konstitution. Ueber- dies ist die Unabhängigkeit Polens eine so populäre Losung, daß sie eine weit größere Anzahl von Proletariern in die Kämpferreihen rufen wird, als daS Losungs- wort von einer russischen Konstitution. Die Befürchtung, daß dieses Losungswort die sozialistische Bewegung in die Hände der Patrioten ausliefer» könnte, fällt in sich zusammen, da dieses Losungswort ja vom sozialistischen Proletariat aus- gehe» soll, das heißt von dem einzigen sozialen Element, das mit klarem Bewußtsein auf dem Boden des Klassenkampfes steht und ganz genau weiß, woran es mit den Herren Patrioten alle- zeit war und sein wird. Der Vortrag des Genossen Berfus wurde seitens der Ver- sammlung polnischer Genossen, in der er gehalten>m»de, mit Beifall aufgenommen und zum Schluß nahezu einstimmig folgende Resolution gefaßt:„Die am 6. Juli versammelten polnischen Sozialisten Berlins stimmen mit den Ausführungen des Referenten überein und erklären den. Antrag, den die Dele- gaten sämmtlicher drei Theile Polens betreffs der Erhebung Polens zu einem selbständigen, auf der Basis der Arbeiter- sorderungen begründeten Staatswesen einbringen werden, für vollkommen gerechtfertigt und zur Entwicklung des Sozialismus unbedingt nolhwendig." VÄlVkei-AÄchvichte«. Quittung. Für die Familien unserer im Essener Meineids- prozeß verurtheilten Genosten ging noch bei mir ein aus: Berlin, l. Wahlkreis, durch den Vertrauensmamr 412,16 M. Den Gebern besten Dank. Bochum, den 2S. Juli 1896. Wolfgong Wunderlich, Johanniterstr. 10. Zur Agitation. Die Parteigenossen Kassels werde* Anfang September einen für die Landbevölkerung be- stimmten Volkskalender verbreite». Polizeiliche«, Gerichtliche»»e. — In F ü r st e n w a l d e a. d. Spree war gegen mehrere Parteigenossen ein Verfahren anhängig wegen Uebertretung der Zz 16 und 41 des preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 1831, weil sie den„Märkischen Volks- kalen der" ohne polizeiliche Erlaubniß verbreitet hatten. •) Unseres Wissens hat die deutsche Sozialdemokratie offiziell in der Frag« noch nie Stellung genommen. Gin gelegentlicher Leitartikel kann als eine solche Stellungnahme nicht bezeichnet werde». R. d. V." von : . " Mit der Gründung ,, chriftlicher" Gewerkschaften, d. h. Schöffengericht und Landgericht haben seinerzeit auf Freisprechung| hinaufgefegt werden, so daß alljährlich die Zahl der Sih- 1 Fachvereine, die den Schwarzröcken Ordre pariren, geht jetzt in erfannt und ebenso bat am 13. Juli das Kammergericht ent- gefellen auf diese Weise beschränkt würde. schieden. Die Entscheidungsgründe lauten wie folgt:„ Die Die Stüdmeister hingegen sollen zum Halten von Köln das Zentrum vor. Das sogenannte soziale Komitee" Revision der königlichen Staatsanwaltschaft, welche Berlegung Lehrlingen nicht oder nur ausnahmsweise im Falle besonderer des dortigen tatholischen Gesellenvereins hielt zu diesem Zwecke der§§ 10 und 41 des preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 Bewilligung berechtigt sein. Bevor nun die unterzeichnete fürzlich eine Sigung ab, wozu die Fachabtheilung der Holzdurch Nichtanwendung rügt, ist nicht begründet. Wie das Kammer- Rammer über diesen Gegenstand ihre eigenen Anschauungen aus- arbeiter, mit der die Gründerei ihren Anfang nehmen soll, gericht und das Reichsgericht in fonftanter Pragis angenommen hat, spricht, ersucht sie die geehrte Genossenschaftsvorstehung, sich in geladen war. Wie gering aber die Sympathie für das Projekt ist, zeigte nicht nur die geringe Theilnahme der erschienenen find die§§ 10 und 41 des preuß. Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 begründeter Weise darüber äußern zu wollen: nach§ 30 Nr. 2 des Reichs- Preßgesetzes vom 7. Mai 1874 nur 1. In welchem Maße in den dort vertretenen Gewerben Holzarbeiter, deren Zahl nur zirka 40 betrug, sondern auch zum insoweit aufrecht erhalten, als es sich um die öffentliche eine Heimarbeit besteht, und in welcher Weise dieselbe be theil die Diskussion, die genügend llarlegte, daß sich auch unter unentgeltliche Vertheilung den noch im Banne des Klerikalismus befindlichen Arbeitern die Bekanntmachungen, trieben wird; Plakaten und Aufrufen handelt( vergl. Groschuff, Die 2. ob nach dortigem Dafürhalten gegen die Heimarbeit von Erkenntniß der Arbeiterinteressen zu entwickeln beginnt. Ein preußischen Strafgesetze S. 74, 75; Jahrbuch der Entscheidungen Gesetzes wegen Vorkehrungen zu treffen wären- beziehungsweise Redner rühmte direkt die sozialdemokratischen Gewerkschaften wegen des Kammergerichts Bd. X S. 267, Bd. XI S. 313, Bd. XII welche Gründe für eine solche Regelung oder, falls dieselbe ihrer Energnie, ein anderer zollte unserem fölnischen ParteiS. 249; Rechtsprechung des Reichsgerichts Bb. IX S. 672). nicht wünschenswerth erscheint, welche Gründe gegen diefelbe organ, der Rheinischen Zeitung", im Gegensatz zur ultramontanen Presse, das Lob, fein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es Die unentgeltliche Vertheilung von anderen geltend gemacht werden; Druckschriften an öffentlichen Orten, Straßen 3. welche Maßnahmen seitens der dortigen Kreise zum die Vertretung der Arbeiterinteressen gilt. Ein dritter Redner und Plazen bedarf daber feiner polizeilichen Zwecke einer Regelung der Heimarbeit in Vorschlag gebracht erklärte, bei den Gewerbegerichtswahlen habe es sich keines Erlaubniß. Nach der thatsächlichen Feststellung des Berufungs- werden, wobei eine nähere Erörterung der Vor- und Nachtheile weg 3 gezeigt, daß die Mehrzahl der Arbeiter Kölns auf, christ= lichem" Boden stehe, was der Vorsitzende mit der für seine richters haben aber die Angeklagten nur sozialdemokratische Kalender des zu machenden Vorschlages angefügt werden wolle. vertheilt. Dafür aber, daß sie auch Bekanntmachungen, Plakate Die Kammer ersucht zugleich, über die nämlichen Fragen Partei, das Zentrum, erst recht blamabeln Bemerkung zurückoder Aufrufe vertheilt haben, fehlt es an jedem thatsächlichen ein gesondertes Gutachten der Sehilfen Verzuweisen suchte, viele Arbeiter hätten nur sozialdemokratisch ge= Anhalte, auch ist dies von keiner Seite behauptet worden. Fehlt sammlung oder des Gehilfen Ausschusses in dieser wählt, weil sie von der Sozialdemokratie eine bessere Veres hiernach an einem wesentlichen Erfordernisse zur Strafbarkeit Angelegenheit vorzulegen. Beiden Aeußerungen wird bis Ende tretung ihrer Interessen erwarteten. Schließlich sah man davon ab, Beschlüsse zu fassen, und begnügte sich damit, Liſten zum der Angeklagten aus§§ 10 und 41 des preußischen Preßgesetzes, August, längstens anfangs September I. J. entgegengesehen." Beitritt in die zu gründende„ chriftliche" Gewerkschaft zirkuliren so ist ihre Freisprechung schon aus diesem Grunde gerechtfertigt Landarbeiterlöhne in Böhmen. Wie die Wiener und bedarf es daher keiner Erörterung der Frage, ob der Arbeiter- Beitung" mittheilt, erhält auf einem in der Nähe von zu lassen. Berufungsrichter den Begriff des öffentlichen Ortes" verkannta az gelegenen Meierhofe der Frau v. Schwarzenfeld der Knecht hat. Die Revision war demnach zurückzuweisen. Die Kosten monatlich 11 Gulden 79 Kreuzer Lohn, wovon 5 Gulden baar entscheidung beruht auf§ 499 Str.-P.-D." und das übrige in Naturalien gezahlt wird. Hierfür muß der Knecht täglich zirka 15 Stunden arbeiten, so daß auf die Stunde noch nicht 3 Kreuzer Verdienst kommen. Das wagt in dem von der Natur verschwenderisch ausgestatteten, überaus fruchtbaren Böhmen ein Mensch dem andern an Lebensnothdurft zu bieten. von Vier im Jahre 1895 werden folgende Angaben veröffent- so würde sie Leuten, die ihre Arbeiter in solch elender Weise beUeber die Menge der Erzeugung und des Verbrauchs Berdiente die sogenannte„ gute" Gesellschaft wirklich ihren Namen, licht. In Deutschland wurden im Jahre 1895 insgesammt 55 243 753 Hektoliter Bier von zusammen 21 395 Brauereien zahlen, von ihrem Umgang ausschließen. produzirt. An dieser Produktion ist Bayern mit 15 179 680 Im Zillerthal muß ein Stück alten Rleingewerbes Hektolitern und 6550 Brauereien betheiligt. Desterreich- dem Großbetrieb weichen. Von den vielen Sensen Ungarn produzirte 19 448 993 Heltoliter, welche von 1747 schmieden ist dort nur noch eine vorhanden, die nächstens Brauereien hergestellt wurden. Die übrigen euro- auch ſtillſtehen wird. päischen Länder, sowie Amerika und Australien erzeugten zusammen 189 577 212 Hektoliter Bier. Auf den Kopf der Bevölkerung kommen in Bayern jährlich 282 Liter Bierfonfum, in Württemberg 236, Baden 100, Elsaß- Lothringen 51,4. Achtung, Tabakarbeiter! Alle diejenigen, welche noch im In den übrigen deutschen Staaten kommt auf den Kopf der Be- Befihe von Sammellisten für den Berliner Tabatarbeiter- Streif völkerung ein durchschnittlicher Jahreskonsum von 85 Litern. find, werden hiermit aufgefordert, dieselben schleunigst an Die Gesammt= Produktion in den drei Erdtheilen betrug die Stelle, von wo selbige entnommen sind, zurückzuliefern. 214 269 958 Hektoliter, an welcher Produktion 42 998 Brauereien Wer bis zum 10. August nicht abgerechnet hat, betheiligt sind. In Deutschland ist die Zahl der Brauereien von wird öffentlich hierzu aufgefordert. Leere Listen 21 833 im Jahre 1894 auf 21 395 im Jahre 1895, also um müssen ebenfalls bis zu diesem Endtermin abgeliefert werden. 438 gefunten. Die Verdrängung der kleinen Brauereien durch Die Lohnkommission. die kapitalfräftigeren und deshalb leistungsfähigeren Großbetriebe hat also wieder Fortschritte gemacht. Soziale Uebersicht. : Gewerkschaftliches. Die Lohnkommiffion der Maurer Geras ersucht die Fachgenossen, diesen Ort vorläufig noch zu meiden, bis die am Streit betheiligt geweſenen Maurer untergebracht sind. Die Arbeiterpresse wird gebeten, davon Notiz zu nehmen. Die Schließung der Nürnberger Filiale des Deutschen Schneider und Schneiderinnen- Verbandes ist Löwenstein wurde verworfen. Umso schlimmer für das bayerische nun auch vom bayerischen Berwaltungsgerichtshofe für„ berechtigt" erklärt worden. Die Beschwerde unseres Genossen Vereinsgesetz, wenn nach demselben sozialpolitisch so verhängnißvolle Maßnahmen, wie es angesichts der scheußlichen Zustände in der deutschen Konfektion die Auflösung einer Schneiderorganisation ist, berechtigt" sind. " In Wien haben die streikenden Stellmacher ihre Forderungen bei ca. 40 Meistern durchgesetzt. Viele Meister weigern sich noch, nachzugeben. Der Klempnerstreit steht sehr günstig; über 600 Gehilfen arbeiten zu den neuen Bes dingungen. Die Holzarbeiter Prags haben ihren Streit um den Neunstundentag nach elfwöchiger Dauer in der Hauptsache gewonnen. Die Inhaber von zehn Großbetrieben bewilligten die Forderung mit der Bedingung, daß innerhalb dreier Monate der NeunStundentag auch in den übrigen konkurrenzfähigen Betrieben durchgesetzt wird. Nach der Wiener Arbeiter- Zeitung" ist die beste Aussicht vorhanden, daß diese Bedingung erfüllt wird. Die Tischler Krakaus haben ihren Ausstand für beendet erklärt, nachdem mit den Unternehmern der Zehnstundentag und eine 5 proz. Lohnerhöhung vereinbart ist. In Lustenau in Vorarlberg hat das gesammte Personal der dortigen Reparaturwerkstätte der Internationalen Rheinbau- Unternehmung die Arbeit wiedergelegt. Besonders wird regelmäßige Auszahlung, eine zwanzigprozentige Lohnerhöhung und Abschaffung verschiedener Uebelstände gefordert. Zuzug von Metall- und Holzarbeitern ist fernzuhalten. Beim Verein deutscher Blech- Emaillirwerke ist, wie der , Lübecker Volksbote" mittheilt, von der Mitgliedschaft übeck Eine Genoffenschaft, Aktiengesellschaft oder ein sonstiger ber Antrag gestellt worden, die deutschen Blech- Emaillierwerke Verein, welcher lediglich die Beschaffung billiger mögen fich im Prinzip erklären, falls auf irgend einem deutschen Wohnungen für seine Mitglieder zum Zwecke hat und seine Blech- Emaillierwert ein Streit ausbricht, für ein solches Wert disponiblen Geldbestände in Werthpapieren und dergleichen mehr auf Wunsch Aufträge auszuführen und solche nach Möglichkeit zinsbar anlegt, betreibt, nach einem Urtheil des preußischen in der Lieferung zu bevorzugen, so daß das betreffende Werk in Ober Verwaltungsgerichts vom 9. Januar d. J., fein Gewerbe feiner Lieferung an seine Kundschaft teine Unterbrechung er und ist demnach nicht gewerbesteuerpflichtig; hieran leidet. Des weiteren soll gestattet sein, für solche Lieferungen ändert auch der Umstand nichts, daß die Wohnungen unter an andere Werke während eines Streits auf die Erhebung des besonderen Voraussetzungen auch an Nichtmitglieder vermiethet Aufschlages von 5 resp. 71/2 pet. zu verzichten." werden. Die Metallarbeiter werden gut thun, bei ihren Lohn- Die ausständigen Tapezirer Merans in Zirol Ueber Ablösungen alter Rechte wird uns aus Schlebewegungen den Inhalt dieses Antrages nicht außer acht 60 an der Zahl ersuchen die Fachgenossen allerwärts um fien geschrieben:" Wohl noch aus den schönen Zeiten des zu lassen. thatkräftige finanzielle und moralische Unterstützung. Schnelle Mittelalters" batirt die Verpflichtung der Stadt Habelschwerdt And Langenbielan wird uns geschrieben: Der hiesige Hilfe ist nöthig. Sollte der Streit, bei dem es sich in der Haupt in der Grafschaft Glaz, daß sie der katholischen und evangelischen Weber streit geht nun bereits in die achte Woche. Die von fache um Erringung des Neunstundentages mit je viertelſtändiger Pfarrei jährlich das Brennholz liefern muß. Diese Verpflichtung fapitalistischer Kraft stroßende Firma A. Neugebauer Söhne( die foll jetzt abgelöst werden, indem die katholische Pfarrei Inhaber besitzen außer der hiesigen Fabrik noch große Güter Frühstücks- und Besperpause und um Abschaffung der Afford9736,50 M.; die Glöcknerei 2290,50 M.; Die evan und Buckersiedereien an verschiedenen Orten Schlesiens) hat sich arbeit handelt, verloren gehen, so würde die Zapezirerorganifation gelische Pastorei 5696 M. und die Pfarrei Langenbrück die Pfarrei Langenbrück vorgenommen, den Arbeitern zu zeigen, daß sie willenlos zu den auf Jahre hinaus in ganz Südtirol lahmgelegt. Gelder sind zu 1700 m. ausgezahlt erhalten soll. Entweder muß früher viel mehr Brennholz gebraucht worden sein oder der Habelschwerdter öhnen und sonstigen Bedingungen zu arbeiten haben, welche fenden an Johann Schaich, Innstraße 79, II. Stod, der Firma passen. Jede weitere Unterhandlung mit den Herr Pfarrer ist sehr sparsam, denn auf seinem Pfarrhof fieht Streifenden wurde abgelehnt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen, oder Georg Thomas, Obmann des 2ohntomitees, man gewaltige Stöße Holz seit Jahren aufgeftapelt. Die Ge- die glücklicherweise so muß man in diesem Falle sagen an Café Paris, I. Stod, Meran. meinden Brand und Friedrichsgrund, welche im Gebiet Die Arbeiterpreffe wird um Abdruck gebeten. der städtischen Forsten Habelschwerdt's liegen, erhalten schmale Bissen gewöhnt sind, harren in dem Kampfe mit einer Bähigkeit aus, die wirklich bewunderungswürdig ist, und als Ablösung für für Holz, Waldweides und Gräserei werden sicherlich auch ferner aushalten, wenn die Unterstützungen rechte 21 432,10 M. ausgezahlt. Zusammen kofteu diese einigermaßen ausreichen. Sehr oft hört man von den Streifenden: Ablösungen der Stadt Habelschwerdt 40 855,10 M., welche wir wollen unbedingt ausharren, damit wir nicht weiter, wie Depelchen und lehte Nachrichten. von der Rentenbant am 1. Januar 1897 ausgezahlt und von der bisher, leider nur zu oft und mit recht, den übrigen deutschen Stadt nach und nach getilgt werden müssen. Die Ablösungs- Arbeitern als Lohndrücker vorgeführt werden können. Sollte der Frankfurt a. M., 26. Juli.( W. Z. B.) Bei einer gestern fumme für die Kirche erscheint ziemlich hoch, so viel Brenn- Streit trotz der Ausdauer der Arbeiter insofern verloren gehen, Abend in der Nähe der Station Kastel bei Mainz ftattgehabten material wird in den Pfarreien wohl kaum gebraucht werden. daß er für die Streifenden keine direkten Erfolge brächte, so wäre ntgleifung des Schnellzuges Nr. 105 wurde der Ob dagegen die genannten Gemeinden gut gefahren sind mit er doch keineswegs gänzlich fruchtlos gewesen, denn sowohl die otomotivführer Hartmann getödtet und der der Ablösung ihrer Waldrechte, sei dahingestellt. Der Wald Firma Neugebauer wie auch die Fabrikanten der ganzen Um- Seizer Rath schwer verlegt, außerdem wurde der Zugist ihnen nun verschlossen, gar mancher wird das später schwer gegend werden aus ihm die Lehre ziehen müssen, daß ihre Aus- führer Haase, sowie ein Reisender 2. Klasse verlegt. Die auf die empfinden, denn das Geld, das die Bewohner jetzt erhalten, beutungskunst sogar bei den Eulengebirgswebern eine Grenze hat Lokomotive folgenden Wagen wurden infolge des starken Ruckes wird verbraucht und die auf den Höhen wohnenden Bauern und gerade in diesem Sinne wird der Streit mit jedem Tage, entkuppelt und blieben auf dem Geleise. Der entstandene Materialund Häusler erbauen auf dem steinigen Boden nicht so viel, daß mit jeder Woche, die er länger andauert, nur um so wirksamer schaden ist bedeutend. Der Verkehr auf der Station Raftel war bis fie noch theure Preise für das nöthige Holz zahlen könnten." 6 Uhr früh gestört; danach konnte der Verkehr auf einem Geleife wieder aufgenommen werden. Die Ursache des Unfalls konnte Zur Frage des Achtuhr- Ladenschluffes wird aus Dresden Der Streit der Kaffeeverleserinnen von Studen und bisher nicht ermittelt werden; die sofort eingeleitete Untersuchung telegraphirt: Andresen in Altona hatte ein Nachspiel in einem Monstre hat ergeben, daß die Weichen und Geleiſe in Ordnung waren. Frankfurt a. M., 27. Juli.( W. Z. B.) Heute Nachmittag prozeß, der am Sonnabend vorm dortigen Landgericht zum Abschluß tam. Angeflagt waren 29 Personen, meift dem weiblichen brach im Keller eines Haufes der Gutleutstraße Großfeuer aus, Geschlecht angehörig, wegen Bedrohung, Beleidigung und Miß- welches sich sofort auf das Nebenhaus ausdehnte und dieses zerhandlung von Arbeiterinnen, die nicht am Streit theilgenommen störte, sodaß die Hausbewohner in großer Lebensgefahr schwebten. batten, beziehentlich wegen Zusammenrottung auf öffentlichen Regimentsoberst v. Rehler, welcher in unmittelbarer Nähe der Plägen und Straßen und wegen Widerstandes gegen die Staats- Brandstätte wohnt, ließ sofort etwa 80 Mann Militär requiriren, gewalt. Das Gericht sprach drei Angeklagte frei und verurtheilte welche von der gegenüberliegenden Kaserne aus in die Wohnungen 19 zu Geldstrafen von 20 bis 60 M., 7 zu Gefängnißftrafen von drangen und im Berein mit der Feuerwehr sämmtliche bedrohte 4 Wochen bis zu 1 Jahre. Personen retteten. Das Feuer wurde nach angestrengter Thätigdieser Anträge der Reichstommission für Der Verrufserklärung war in Stettin der Vorsitzende feit der Feuerwehr gedämpft. Zürich, 27. Juli.( W. T. B.) Am Sonntag früh wurden Arbeiterstatistit beantragen. der dortigen Filiale des Maurerverbandes, Genosse Behrendt, Zum Achtuhr- Ladenschluß. Die Generalversammlung der angeklagt, weil er im Frühjahr in einer Versammlung bei der die zwei Italiener, welche des bereits gemeldeten Mordes vervon einer großen Volksmenge arg miß-= Vereinigung von Detailisten der Manufattur waaren- Diskussion eines Antrags, zwei Streitbrecher aus dem Verband dächtigt waren, und verwandten Branchen für Rheinland und auszuschließen, den Antrag befürwortet und gesagt hatte, diese handelt. Nachmittags zog eine Schaar von Ruhrstörern vor Westfalen, die am 19. Juli in Köln tagte, hat sich mit Mehr: Die Arbeitseinstellung, um die es sich handelte, war im Herbst und Fenster. Die Polizei nahm eine Verhaftung vor, die Menge beiden Mitglieder seien nicht werth, dem Verbande anzugehören. zahlreiche italienische Gastwirthschaften und zertrümmerte Thüren fatturwaaren Geschäfte und Geschäfte verwandter Gewerbe aus- v. J. vorgekommen Vorm Schöffengericht beantragte der Amts- folgte bis zum Polizeilokal und schlug auch dort Fenster und anwalt selbst Freisprechung, da zur Zeit des Ausschlusses der Thüren ein, konnte jedoch den Verhafteten nicht befreien. Später gesprochen. betreffenden beiden Maurer tein Streit mehr war. Anscheinend trieb ein heftiger Regen die Ruheftörer auseinander. Bis heute Regelung der Heimarbeit in Oesterreich. Die Nieber wollte, wie der Boltsbote" mittheilt, der Vorsitzende die Frei- früh erfolgten 12 Verhaftungen, von denen 6 aufrecht erhalten österreichische Handels- und Gewerbekammer in Wien versandte sprechung auch kurzer Hand verkünden, aber einer der Schöffen erhob wurden. and die Vorsteher der Genossenschaften( 3wangs- Innungen) ein Widerspruch. Nach längerer Berathung wurde folgendes Urtheil Zürich, 27. Juli.( W. Z. B.) Sonnabend Nacht wurde in Zirkular, das auch für unsere Leser nicht ohne Intereffe fein verkündet: Die Anklage geht davon aus, als ob die beiden ver- der Vorstadt Außersihl ein Bürger von zwei Italienern erstochen. „ Die t. t. niederösterreichische Statthalterei hat der unter- anlaßt werden sollten, an einer Verabredung günstiger Lohn- Infolge diefer und anderer Ausschreitungen der Italiener hat Die t. t. niederösterreichische Statthalterei hat der unter- bedingungen theilzunehmen. Das war nicht möglich, weil der sich hier eine Art freiwilliger Sicherheitswache organisirt, welche zeichneten Rammer die Absichten der t. f. Regierung in bezug auf Streit schon im Jahre 1895 war. Es sollte nur eine Zensur gestern Abend in Stärke von mehreren hundert Mann die eine Regelung der Heimarbeit mitgetheilt und daran das Ersuchen ertheilt werden, und darin liegt kein Bergehen gegen§ 153 der Räumung einiger italienischer Lokale vornahm, ohne daß die um eine Aeußerung über diesen Gegenstand geknüpft. Der Gewerbe- Ordnung. Ob eine Beleidigung vorliegt, war nicht zu Polizei es verhindern konnte. Es sollen mehrere Berwundungen in Frage stehende Plan läßt sich in dem Gedanken zu prüfen, da fein Strafantrag vorliegt. Der Angeklagte war daher vorgekommen fein. sammenfassen, daß die Beschäftigung als Siggefelle freizusprechen. den Besitz einer seitens der Gewerbebehörde zustellenden besonderen Arbeitslegitimation geknüpft Die hiesige Handels- und Gewerbekammer erachtete in ihrer heutigen Sigung die Gewährung einer neunstündigen ununterbrochenen Ruhezeit an die in offenen Verkaufsstellen Angestellten im allgemeinen für wünschenswerth, hielt jedoch die Vorschläge der Reichskommission für Arbeiterstatistik und den Erlaß eines Gesetzes, welches zum Schuße der Angestellten eine allgemeine Ladenfchlußstunde vorschreibt, für eine in das per sönliche freie Bestimmungsrecht der Handel- und Gewerbetreibenden viel zu weit eingreifende Maßregel. Die Kammer ersucht das Ministerium, dasselbe wolle im Bundesrathe die Ablehnung # wird. Es lautet: an auswerden. Madrid, 27. Juli.( W. T. B.) Ein beschäftigungslofes Individuum, das man für geiftestrant hält, beschimpfte den Ministerpräsidenten Canovas und stieß Drohungen gegen ihn aus. Es erfolgte sofortige Verhaftung. Dem Zwischenfall wird teine Bedeutung beigelegt. Von den Maurern Kaffels, deren Zahl insgesammt gegen wird, welche jährlich zu erneuern ist. Diese Arbeitslegitimationen 1200 beträgt, find jetzt rund 950 organifirt. sollen nach Ablauf einer ein jährigen Uebergangsfrist Den Gewerkschaften Dortmunds ist die Abhaltung eines männlichen Hilfsarbeitern unter einer bestimmten Altersgrenze zum 30. August geplant gewefenen gemeinsamen Gewert- Athen, 27. Juli.( W. T. B.) In der am Sonnabend statt nicht mehr ausgefolgt, beziehungsweise nicht mehr erfchaftsfest es von der Polizeibehörde nicht genehmigt worden, gehabten Sigung der kretensischen Nationalversammlung entstand neuert werden, ausgenommen für Personen, welche an einem weil in letzter Zeit eine Anzahl öffentlicher Feste stattgefunden eine Panit, da verlautete, daß sich die Türken zum Angriff auf törperlichen Gebrechen leiden, das sie zur Werkstattarbeit un- bat und noch stattfinden wird". Dieser Entscheid wird genügend die Christen anfchickten. Fünf kleine Fahrzeuge machten sich bes tüchtig macht. Die Altersgrenze, unter welcher Arbeits- durch die Thatsache gerichtet, daß die Gewerkschaften Dort- reit, Truppen auszuschiffen. Die Ordnung wurde wiederhergestellt. legitimationen nicht mehr ausgefolgt werden, soll etwa mit munds seit vier Jahren fein gemeinsames Fest abgehalten In der Verwirrung war ein Türke, angeblich durch eine türkische 22 Jahren festgesetzt und im Laufe der Zeit schrittweise haben. Kugel, getödtet worden. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 174. Der deutsche Arbeiterschuh den in der Praxis. " Dienstag, den 28. Juli 1896. Lokales. 13. Jahrg. Von der Unfallstation am Grünen Weg trafen, alsbald benachrichtigt, die Aerzte Dr. Sternberg und Dr. Frank ein, welche den fünf Personen Nothverbände anlegten. Mittels requirirter Lüd'scher Krankenwagen wurden die Verletzten nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht, wo der Mörder kurz nach feiner Einlieferung verschied. Von den übrigen Verwundeten dürfte der Knabe kaum mit dem Leben davon= Leben erhalten bleiben. Die 22jährige Elise wird jedoch nach tommen, während die anderen drei Personen vermuthlich dem ihrer Wiederherstellung arbeitsunfähig bleiben, da der verlegte Arm zeitlebens steif bleiben wird. Bis jetzt sind die Verwundeten noch nicht vernehmungsfähig. deten noch nicht vernehmungsfähig. Parteien stimmen oder sich sonst irgendwie in deren Interesse siebenjährige Otto, dem das Eingeweide aus dem Körper hervor gebrauchen lassen, wie es leider noch häufig geschieht. Im Zeit- brang, lag im Bett und neben diesem war der Urheber des Blutalter des allgemeinen Wahlrechts und des Bestehens einer weit bades hingestreckt. Pieske hatte sich mit dem zweiten Unter diesem Titel veröffentlicht die der evangelisch- sozialen Schuld daran freizusprechen, daß ihre Interessen unberück- Därme hervordrängen und auch diese hatte P. noch zerschnitten. verbreiteten Arbeiterpresse sind diese Arbeiter nicht von eigener Messer den Unterleib aufgeschnitten, so daß die Gruppe angehörende Sozialpolitikerin Frau Elisabethfichtigt bleiben. Gnauck Kühne einiges aus ihren Erfahrungen mit dem Unternehmerthum, das dessen Arbeiterfreundlichkeit" wieder in ihrem ganzen Glanze zeigt. Es handelte sich dabei um Vortommnisse in der Reichshauptstadt Berlin, also um die Stadt, wo dieselbe Regierung ihren Siz hat, die seinerzeit Bur Lokalliste sind nachzutragen: Berlin: Meißner, energischen Arbeiterschutz auf ihr Programm schrieb, Chausseestr. 72. Reinickendorf: Kaiser Friedrich Garten, heute aber, unterm Einfluß der Stumm'schen Partei, diefen am See. Nowawes: R. Franz, Wallstr. 17. Buckow bei Punkt, wie so manches andere, ad acta gelegt hat. Der Artikel der Frau Gnaud- Kühne lautet: Der Stillstand in der sozialpolitischen Gesetzgebung des Deutschen Reichs hat neben vielen unerfreulichen doch die eine Heilsame Wirkung, daß die Anhänger eines fräftigen Arbeiter schutzes direkt darauf gestoßen werden, wenigstens eine pünktliche Junehaltung des schon bestehenden Rechts zu verlangen. Garantien für die wirkliche Durchführung der Gesetze sind aber noch wichtiger, als die Erringung der geschriebenen Gesetze selbst. Hierfür einige Beispiele aus der Praxis. Die Einzelfälle, welche als Jalustration dienen sollen, fallen unter den§ 120a der Gewerbe- Ordnung, welche den Arbeiterinnen Schutz für Leben und Gesundheit zusichert. Ich schicke der kurzen Ausführung die Bitte an den Leser voran, mir nach Berlin C. in einen Kartonnagenbetrieb zu folgen. Münche berg: kein Lokal. Genosse Simon, Schneidermeister in Sieversdorf, ersucht, bei Ausflügen sich an seine Adresse zu wenden. Die Berliner Genossen wollen diefes bei Ausflügen nach jenen Ortschaften ganz besonders beachten. Treptow bei Berlin: Das Lokal von Gräzuweit Nachflgr. steht den Genoffen von jetzt ab zur Verfügung. " Weiter meldet ein Berichterstatter: Die Staatsanwaltschaft welche noch am Sonntag von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt worden, hat am Montag über den Thatbestand noch lüfterne Berliner Blätter zu einer weitschichtigen Reklame- Notiz Revolver verschafft, in der Absicht, die Mordthat schon früher ausFrit Friedmann hat es fertig gebracht, einige fenfations folgendes ermittelt. Pieste hatte sich bereits vor acht Tagen einen fondere Vergünstigung für frühere Freundschaftsdienste" die Aus- Freitag in einer Gastwirthschaft machte:„ Am Sonntag früh über sein Koze- Wert zu veranlassen, indem er ihnen als be- zuführen. Es geht dies aus folgender Aeußerung hervor, die er am hängebogen seines Werkes in die Hände spielte. Seiner schwulstigen wird Berlin fünf Einwohner weniger haben, eigentlich sollte es Schreiberei furzer Sinn ist der, daß er thatsächlich auch nicht schon gestern der Fall sein, aber ich habe die Zeit verschlafen." weiß, wer der Verfasser oder die Verfasser der anonymen Die Wittwe Schmidt hat noch am Sonntag im Krankenhaus In den Kartonnagenfabriken spielt die Heizung eine große haben. Aber er fennt seine Pappenheimer und spickt drum seine mangelhafte Angaben über den Vorgang bei der Blutthat zu Klatschbriefe sind, die die Hofgesellschaft in Aufregung versetzt Friedrichshain ihre Besinnung wieder erlangt, vermochte jedoch nur Rolle, denn der Raum muß stets gut durchwärmt fein, da der bunkeln Andeutungen mit folgendem staatsretterischen Trumpf: geben. Aus ihrer Schilderung ist folgendes zu entnehmen. Leim, mit welchem unausgesetzt gearbeitet wird, sonst starrt". Die Art der Heizung nun ist unter den allgemeinen Arbeits- Mann, da es Leberecht v. Kohe nicht ist?" Ich glaube: Ja. Ich Nachmittag verstorben ist, den Leib ,, Eine Autwort auf die Frage des Lesers: Kennst Du den Pieste hat zunächst dem kleinen Otto, der am Sonntag verhältnissen dieser Betriebe ein Nebenumstand, dem bis aufgefchligt. jetzt keine Aufmerksamkeit seitens der Unternehmer oder der kennen, die mit Hof und Gerichten, mit Diplomaten und Presse im Halbschlummer befindlichen Frauen auf, und Elise versuchte, glaube den Mann und die Frau aus den Berliner Hoffreisen zu Durch den furchtbaren Schrei des Knaben schreckten die beiden Gesetzgeber geschenkt worden ist, es sei denn in Rücksicht auf ihr Spiel trieben und treiben. Sie handeln nicht aus Uebermuth ihr 11/ 2jähriges Kind auf den Arm nehmend, nach der Küche Feuergefährlichkeit, und doch bringt dieser unbeachtete Neben- und boshaftem Vergnügen an fremder Unruhe allein, sondern zu flüchten. In diesem Augenblick verfehte ihr der Mörder mit umstand Qualen mit sich, welche das Leben vieler Arbeiterinnen auch wesentlich aus troden revolutionären Motiven. dem Messer einen Stoß in die Brust. Als die Unglückliche nun, nicht nur verbittern, sondern auch direkt schädigen. In vielen mit ihren Manövern hängen die immer auf wie zur Abwehr, den linken Arm emporhob, riß ihr Piešte das Betrieben wird die Heizung nämlich durch eiserne Kanonenöfen bewirkt, und die langen Arbeitstische werben bei möglichster Ulus- egenden Enthüllungen des Berliner sozial- Fleisch des Ober- und Unterarmes auf je 15 bis 20 Bentimeter demokratischen Parteiblattes zusammen. nugung des Raumes bis auf 1/ 4-1/ 2 Meter Abstand an die Anonymus hatte schon recht, als er in einem nach Roze's Ver- nunmehr der Tochter zu Hilfe eilenden Wittwe griff der Mörder Der Länge auf; diese Wunden gingen bis auf die Knochen. Der Defen herangestellt, sodaß die Arbeiterinnen, welche an beiden haftung eingetroffenen Briefe erklärte, daß dem Komitee" jetzt erst an; er brachte ihr nicht weniger als fünfzehn Eeiten dem Ofen zunächst stehen, den ganzen Tag die sengende weber durch die Verhaftung dieses Unschuldigen, noch felbft Stiche bei, welche den Kopf, die linke Schulter, die Hüfte und Gluth aushalten müssen. durch die Einsperrung eines der Ihren die Waffe ge- die Brust trafen. Dann hat sich Pieske wohl nochmals auf Jedermann wird nun annehmen, daß der Arbeitgeber, nommen sei." er den kostspieligen Raum derartig ausnüßt, daß die Tische in unmittelbrer Nähe des Dfens stehen, wenigstens die daraus entstehende gesundheitsschädliche Wirkung abschwächen wird, indem er billige Ofenschirme beschafft. Aber selbst diese leine Vergünstigung können die Arbeiterinnen vielfach nicht erreichen, wie die folgenden Zeilen beweisen werden. " revolutionäre Verschwörung gegen Ordnung, Sitte und Religion Da haben wir also die Enthüllung: Es steckt wieder eine hinter dem Koße- Standal und die anonymen Hofrevolutionäre stehen mit dem Vorwärts" in Verbindung. Nun haben die Stumm, Bismarck u. Co. doch wieder einen begründeten Anlaß zur Umsturz, und das hiesige Anarchisten- Organ die" Post", wird sich Betreibung von Ausnahmegesehen gegen den sozialdemokratischen hoffentlich die werthvolle Mitarbeiterschaft des staatsrettenden Frizz Friedmann nicht entgehen lassen. Für wie dumm muß der Schwindler Friedmann übrigens sein Publikum halten und er kennt es doch bas nennt sich bessere Gesellschaft!" daß er ihm solchen Kohl vorfeht. Und Lieschen, was hat Lieschen Schmidt geworfen und versette ihr mehrere Stiche ganze Vorgang muß sich jedoch mit unheimlicher Geschwindigkeit unterhalb des Halses, am Kopf und an den Füßen. Der abgespielt haben und hat wohl schwerlich mehr Zeit als 3 Minuten in Anspruch genommen. Bei dem Eintreffen der Aerzte war die Wittwe Schmidt bei voller Befinnung; sie hielt ihre Tochter, nehmen konnte und um Licht bat, fest umschlungen und sente welche bereits halb bewußtlos, das Tageslicht nicht mehr wahr. fortwährend, die Worte ausstoßend: der Kerl mit uns gethan!" Der Blutverlust, den die fünf Personen erlitten, muß ganz enorm gewesen sein, da die Aerzte und Wärter etwa einen Zoll tief im Blute standen. Das jüngste Opfer des Mörders, Emilie, hat nur ganz leichte Berlegungen erlitten und war bei dem Transport nach dem Krankenhause ganz munter. Frau Schmidt, die durch den Blutverlust außerordentlich erschöpft und deren Zustand nicht unbedenklich ist, ließ am Montag Nachmittag den Hauswirth nach dem Krankenhause kommen, um für den Fall ihres Todes ihre lehtwilligen Verfügungen zu treffen. 1 Jm Januar 1895 besuchte ich in der Mittagspause eine Arbeiterin in der Kartonnagenfabrit von N. in der Schillingstraße. Die Frau hatte ihren Platz am Ofen; sie klagte über Kopfschmerz. Ich fragte, warum sie nicht um einen Ofenschirm bäte und erhielt zur Antwort:„ Die anderen müssen' s ja auch ertragen, das Bitten hilft nichts. Unten, das männliche Personal hat Schirme gekriegt." Ich ging direkt auf das Polizeipräsidium und bat dort um Inspizirung dieses Betriebes, beziehungsweise um die Anordnung, daß auch die Bierfacher Mordversuch und Selbstmord. Die Kunde Bierfacher Mordverfuch und Selbstmord. Die Kunde wehrloseren Frauen Schirme betämen, wie die Männer. Meine von einer furchtbaren Blutthat hatte sich am vorgestrigen Morgen Bitte war nicht erfolglos, denn bei meinem zweiten Besuche in im Dften der Stadt verbreitet. Wir erfahren auf grund an derselben Fabrit am 11. Januar 1896 hörte ich, es sei im ver- gestellter Recherchen folgende Einzelheiten: Im Hinterhause floffenen Winter ein Polizeibeamter dagewesen und habe die Be- Martus str. 15 wohnt feit mehreren Jahren die 52jährige schaffung von Ofenschirmen befohlen, allerdings, wie meine Be- Waschfrau Emilie Schmidt, eine Wittwe, welche bei der richterstatterin betonte, nicht etwa unsertwegen, sondern weil die Nachbarschaft sich eines guten Leumundes erfreut. In der aus Ein häßlicher Skandal ereignete sich Ende voriger Woche Kartons zu nahe stehen." Nun, die Hauptsache, die Schirme Stube, Kammer und Küche bestehenden Wohnung, die im in der Kurfürstenstraße. Der dort wohnhafte ehemalige tönigwaren polizeilich angeordnet worden aber wo standen Parterregeschoß belegen ist, wohnte auch der 44jährige Schmiede- liche Lotterie Einnehmer Rittmeister a. D. Sie? Am 11. Januar 1896 waren die im gefelle Karl Pieste, der bereits seit etwa zwanzig v. Razler hat eine beträchtliche Anzahl fleiner Geschäftsleute Januar 1895 angeordneten Ofenschirme Jahren bei der Waschfrau als Schlafbursche ge- in der Gegend des Zoologischen Gartens durch unbezahlte noch nicht vorhanden. Der Chef hatte sich begnügt, das meldet ist, jedoch mit der Wittwe der Wittwe in intimeren Be- Waarenentnahme empfindlich geschädigt. Unter den fleinen Beuten, Maaß nehmen zu lassen und jede bescheidene Frage ziehungen stand. Aus diesem Verhältniß war der jetzt die um ihre eigene Existenz schwer zu kämpfen haben, befinden oder Klage seitens der Arbeiterinnen wies er mit den Worten 7 Jahre alte Ruabe Otto entsprossen; außerdem besitzt sich Bäcker, Fleischer, Kohlenhändler, Buchhändler, Waschfrauen, ab:„ Die Schirme find bestellt, gedulden Sie sich." Dieser Frau Sch. zwei eheliche Kinder, den 26 jährigen Hermann; Dienstmädchen und Hausdiener. Letzterer hat einige Hundert Mart große, blühende Betrieb beschäftigt ca. 50 Arbeiterinnen. der jedoch nicht bei der Mutter, sondern in der Pallisadenstraße zu fordern, wie auch die Beträge der übrigen Gläubiger erDie gleiche Umgehung potizeilicher Anordnung seitens des wohnt, und die 22 jährige Elise, die in der Stahlfedern- Fabrik heblich sind. In der letzten Zeit hat sich Herr v. Kahler Unternehmers muß ich aus der Kartonnagenfabrik von von Heinze u. Blanter beschäftigt ist. Das Mädchen ist verlobt nahezu unsichtbar gemacht, um dem Drängen Der in der Stallschreiberstraße berichten. Ich sah dort am 18. Januar und hat eine jest 11/2 Jahre alte außereheliche Tochter Emilie. Gläubiger zu entgehen. Alz er nun in einer der 1896 die Arbeitstische so dicht an den Eisenöfen stehend, daß Pieste war ein brutaler Mensch, der häufig sich beirant und letzten Nächte gar rücken und verduften wollte, bekam man ich den Abstand auf 1 Meter schäßte. Die Frauen hatten infolge dessen kam es oft zwischen ihm und der Schmidt rechtzeitig Wind. Gegen 30 Gläubiger, denen sich auch der hölzerne Ristendeckel um die Ofen gebaut, um sich zu schützen. zu heftigen Auftritten. Dies veranlaßte Frau Sch. in Wirth angeschlossen hatte( er beanspruchte Miethe), besetzten die Ich machte eine Eingabe, um die Inspizirung dieses Betriebes, legter Beit, dem P. zu drohen, daß sie ihm die Schlaf- Hausthür und vereitelten für diese Nacht den Auszug. Am der zirka 40 Arbeiterinnen beschäftigt, zu bewirken, und erreichte, stelle tündigen werde, und es scheint auch die ernstliche folgenden Abend vergrößerte sich die Zahl der um ihr Geld daß der zuständige Aufsichtsbeamte nach turzer Zeit die Fabrit Absicht der Frau gewesen zu sein, sich des Schmiedes zu ent- Besorgten, so daß drei Revier Schußleute zur Aufrechtbesuchte und auch wirklich die Beschaffung von Ofenschirmen ledigen. Dieser Umstand mag auch wohl die Veranlassung zur erhaltung der Ordnung rangezogen werden mußtest. Inverlangte, eine Verordnung, die sich von selbst aufzwang, da er Blutthat gewesen sein, die P. gestern früh ausführte.-Her- zwischen hatte der Wirth einen bedingten Auszug gestattet, sich durch den Augenschein überzeugen mußte, daß ein Riften- mann Schmidt ist als Former in einer Eisengießerei vor dem worauf mit der der Räumung der Gegenstände begonnen beckel angebramt war. Der Anordnung des Beamten Frankfurter Thor beschäftigt, welch' lettere am Sonnabend eine wurde. Nunmehr suchten sich die Gläubiger einzelner ist aber feine Folge gegeben worden, der Winter gemeinschaftliche Landpartie nach dem Grunewald unternahm. Gegenstände als Unterpfand zu bemächtigen, wobei eine ist verstrichen, ohne daß auch nur ein einziger Ofenschirm gesezt An dieser betheiligten sich auch Mutter und Geschwister des förmliche Jagd der Schuyleute auf die Uebereifrigen entstand, jungen Mannes; erst am Sonntag früh gegen 4 Uhr trafen die sich sogar auf das sonst von den Berliner Schleuten ge= Wenn wir uns nun vergegenwärtigen, daß es sich in den dieselben wieder in Berlin ein und während sich der Former miedene Charlottenburger Gebiet ausdehnte. Schließlich gab angezogenen Fällen um verhältnißmäßig verhältnißmäßig fleine Ausgaben direkt nach seiner Wohnung begab, suchte die Familie Schmidt Frau v. Kayler der aufgeregten Menge die Zusicherung, daß für den Unternehmer handelte, daß dieser aber trotzdem selbst ihre Behausung in der Markusstraße auf. Pieste hatte Graf Pückler sämmtliche Schulden begleichen würde. Das durch amtliche Vorschrift nicht veranlaßt werden konnte, der Gesich aber im Laufe Des Sonnabends awei große sämmtliche Mobiliar der 8 Zimmer umfassenden v. Kahler'schen fundheit des Arbeitspersonals das fleine Opfer zu bringen, so scharfe Messer getauft, wie folche von Schlächtern zum Bel- Etage- Wohnung liegt unter Siegel und soll angeblich tönnen wir die forgende Frage nicht unterdrücken: Wie wird es Bertheilen des Fleisches gebraucht werden und machte am der noch minorennen Tochter des v. R. gehören. v. K. hat um die Durchführung solcher Vorschriften bestellt sein, welche Abend einen Rundgang durch verschiedene Bierwirthschaften, in einem hiesigen christlichen Hospiz Logis genommen und wird vom Unternehmer einen größeren Kostenaufwand verlangen? wahrscheinlich, um sich zu der beabsichtigten Mordthat Muth zu nun abzuwarten sein, ob Frau v. Kahler die Wahrheit damit Dieser Gedanke stört zwar die Freude an dem, was erreicht ist, trinken. Er fehrte erst gegen 3 Uhr früh nach Hause zurück und sagte, daß Graf Pückler die Schulden tilgt. aber wenn er Wasser in unseren Wein thut, so wirkt er auch begab sich nach der Küche, wo sich sein Bett befand. Die heilsam, indem er uns spornt, unentwegt die sichere Durch 1 Stunden später heimkehrenden Frauen und Kinder suchten, führung der vorhandenen Schutzbestimmungen zu fordern. vom Ausflug ermüdet, ihre im Vorderzimmer belegenen Lager Zur Verwirklichung der theoretischen Bestimmungen müßte die stätteu auf. Auf diesen Augenblick scheint Schmidt, der wachend Zahl der Aufsichtsbeamten vermehrt, die Inspektion auf die und angekleidet auf dem Bett gelegen, nur gewartet zu haben. Betriebe jeder Größe ausgedehnt und eine Nachrevision ein Er schlich sich in das Borderzimmer und geführt werden, welche eine geeignete erste Aufgabe für weibliche sofort feinem bereits schlafenden Sohn ( etwa mit Tagesgeldern angestellte) Gehilfen der Gewerbe- Otto einen Stich in die Süfte und schlite Inspektoren sein dürfte. ihm dann ben Unterleib auf. Durch das Die sicherste Bürgschaft für die praktische Durchführung der Röcheln des Kindes erwachten Frau Schmidt und Arbeiterschutz- Bestimmungen würde freilich die freiwillige gewerke ihre Tochter Elise, die sich nun vermuthlich auf den schaftliche Organisation der Arbeiter und Arbeiterinnen bieten, Mörder stürzten; nun entspann sich jedenfalls ein grauenwenn die Vereinsfreiheit nicht mit vielen Bestimmungen der haftes Ringen, wie aus der Art der Verwundungen zu schließen. Eine Kindesleiche ist am Freitag auf dem Friedhof der Gewerbe- Ordnung das gleiche Schicksal theilte: verbrieft, aber Frau Schmidt erhielt Stichwunden im Kopf, Hals Märzgefallenen gefunden worden. noch nicht verwirklicht zu sein. und in der Brust, der Elise wurde der linte Arm Die Stimme dieser bürgerlichen Arbeiterfreundin wird eben- fast vollständig aufgeschnitten, so daß selbst die Eine besondere Bauernfängerei wird gegenwärtig von sowenig gehört werden, wie die vielen anderen bürgerlichen Sehnen getrennt wurden und außerdem trug das Mädchen auswärtigen Rolletteuren für verbotene Lotterien betrieben. Stimmen, die heute für ernsthafte Beachtung der Arbeiterinteressen Stichwunden am Kopf davon. Die junge Mutter Dieselben senden hiesigen Einwohnern unerbetenev Iaut werden. Ein Interesse herrscht heute im Staate der hatte in der Aufregung erft das Töchterchen auf den weise Loose zur ersten Klasse einer auswärtigen Lotterie ein unt bitten nicht fonvenirendenfalls die Loose zurückzuschicken unt Sozialreform", das ist das Interesse des Unternehmerthums, und Arm genommen und so blieb auch das Kleine vor sein unverfrorenſter Vertreter, König" Stumm, ist heute der den Stichen des Wütherichs nicht unverschont; Wenn auch der Empfänger nun die Sendung retournirt, so erhär fügen zu diesem Zwecke einen frantirten Briefumschlag bei es erhielt Verlegungen ebenfalls am Kopf und eine er doch noch von dem Kollekteur dieselbe Nummer zur zweiter einflußreichste Mann. Das sagt alles. Anschluß an die Sozialdemokratie, das ist das einzige Mittel, leichtere Wunde am Unterleib. Auf den Skandal auf- klasse mit dem nunmehrigen Ersuchen, den Betrag für die rück um die Machtstellung des Unternehmerthums zu brechen. Nicht merksam gemacht eilte der Hauseigenthümer Bäckermeister Hinge eher werden die Regierungsmaximen im Sinne verständnißvoller nach dem Hof und in demselben Augenblick flog ihm ein blut tändige erste und für die nun fällige zweite Klasse einzusenden Sozialpolitik geändert worden, bis man sieht, daß durch die getränktes Meffer zu Füßen. Unheil ahnend allarmirte H. die In zahlreichen Fällen lassen sich die so Gemahnten wohl täuscher bisherige innere Politik die Zahl unserer Anhänger verdoppelt Polizei und den nunmehr in die Wohnung Eindringenden bot und folgen der Aufforderung des Kollekteurs. und verdreifacht wurde. Es ist deshalb politischer Selbstmord, sich ein schauriger Anblick dar. Auf dem blutgetränkten Fuß- Die Nichtbeleuchtung eines Treppenflures hat am wenn Arbeiter, anstatt für die Sozialdemokratie, für bürgerliche boden lagen Frau Schmidt, deren Tochter und Enkelin; der Sonntag Abend wieder einmal einen bedauerlichen Unfall zur worden wäre. verfette am Sonnabend im„ Olympia- Theater" eine junge Ballettänzerin. In die Gefahr, auf der Bühne zu ertrinken, gerieth Dieselbe stürzte beim Tanz in den durch die Bühne hindurchgehenden Kanal und vermochte sich nicht allein aus demselben herauszuhelfen. Ein Balletmeister versuchte es vergeblich, das junge Mädchen emporzuziehen, doch erst nachdem sich ein zweiter trinkende" auf seinem Arm emporhob, konnte das schwierige Balletmeister, todesmuthig in die Fluthen stürzte" und die Er Rettungswert vollbracht werden. Das Publikum, welches den ersten Augenblick in große Aufregung gerieth, begrüßte das Rettungswert mit rauschendem Beifall. " Folge gehabt. Der Porzellanhändler Frizz Hofmann aus der des Hauses Straußbergerftr. 31 belegenen Wohnung auf die ermittelt, daß der Arbeitgeber bes Rlägers neben bem Hobrechtstr. 8 wollte sich furz nach 9 Uhr aus seiner Woh- Straße hinab, und zog sich dabei außer einer Gehirn- Fuhrwerksbetriebe auch einen Holzhandel betreibt und daß nung im Erdgeschoß zu einer Tauffeier in den zweiten Stock be- erschütterung anscheinend auch innere Berlegungen zu. Er die im vorliegenden Falle in Frage stehende Thätigkeit Stolle's geben, rutschte auf der dunklen Treppe aus und zog sich außer wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. In dem Holzhandel diente. Die Berufsgenossenschaft stüßte nun einem Bruch des linken Armes eine Bruftquetschung zu. Er der Ottostraße wurde in der Nacht zum Sonntag der auf dem ihren ablehnenden Bescheid darauf, daß sie nnr bei Unfällen im mußte noch in der Nacht in das Krankenhaus am Urban ge- Heimwege nach seiner Wohnung befindliche Arbeiter Ludwig versicherungspflichtigen Fuhrwertsbetriebe für die Verletzten einbracht werden. Der Berlegte stellt gegen den Hauswirth Bort anscheinend ohne jede Veranlassung durch zwei im zutreten habe, nicht aber bei Unfällen, die gelegentlich des HolzStrafantrag. Alter von 20 Jahren stehende Arbeiter, Hermann Schlinke handels passiren. Diefer unterliegt überhaupt nicht der und Georg Pahlte, gemißhandelt und durch Messer- Versicherungspflicht. Nachdem der Kläger erfolglos BeDurch einen Spenng aus dem Fenster hat sich Montag, wandte er sich im Returs. nachmittags um 5 Uhr, die 25 Jahre alte Schneiderin Sturzstiche am Kopfe und am Halse erheblich verletzt. Er wurde, rufung eingelegt hatte, aus der Steinmetzstraße das Leben genommen. Sie wohnte seit nachdem er im Krankenhause Moabit einen Verband erhalten verfahren an das Reichs- Versicherungsamt. Vor allem einem Jahre in dem Hause Nr. 73 im dritten Stock des Hof- batte, nach seiner Wohnung gebracht. Die beiden Thäter wurden betonte er, daß ihn der Fuhrherr einfach entlassen haben würde, wenn er es abgelehnt hätte, die ihm im Interesse des Holzgebäudes. Obwohl sie gute Kundschaft hatte, so war sie doch in verhaftet. handels ertheilten Aufträge auszuführen. Das Nekursgericht der letzten Zeit sehr tiefsinnig; die Ursache dieser Gemüthsflimmung ist nicht bekannt. Gestern Nachmittag um 5 Uhr erkannte aber ebenfalls au un gunsten des Klägers. Es sprang das Mädchen plöglich aus einem Fenster seiner Wohnung vertrat die Ansicht, daß darin noch kein Zusammenhang mit dem in den asphaltirten Hof hinab und blieb mit einer schweren Verversicherten Fuhrwerksbetriebe zu finden sei, wenn er bei einer außerhalb deffelben liegenden Thätigkeit verunglückte, zu legung an der linken Kopfseite und einem Bruch des linken der er auf grund seines Arbeitsverhältnisses verpflichtet Beines liegen. Hausbewohner sorgten dafür, daß sie mit einem war. Der Holzhandel, bei dessen Ausübung sich Kläger Krantenwagen in eine Anstalt gebracht wurde. Schon bald nach verletzte, liege aber außerhalb der Grenze des Fuhrs der Einlieferung gab sie jedoch ihren Geist auf. betriebes, und nach dem heutigen Stande der Gesetzgebung könne Stolle teine Stente zugesprochen werden. Aus den Nachbarorten. Oranienburg. Die vegetarische Obstbautolonie bei Oranienburg beherbergt jetzt 82 Berfonen. Es find brei weitere Häuser im Bau begriffen, so daß bis Ende 1896 etwa Das Grundstück der Kolonie 45 Seelen dort wohnen werden. umfaßt 150 Morgen gleich 37 Hektar. Obstbäume sind bisher gegen 3500, Beerensträucher 2c. 15 000 gepflanzt. Zur Entwässerung des Barackenlagers von Döberik Schreibt Eure Mietheverträge selbst! muß man den läßt der Militärfistus südwestlich der Berlin- Hamburger Chauffee, Berliner Wohnungsmiethern rathen, denn die wohlwollende Für- bei Rohrbeck, Rieselfelder anlegen. sorge der Herren Hauswirthe wird immer größer und unverständlicher. In neuerer Zeit haben die Grundbesitzervereine, welche den Tummelplay der eingefleischtesten Hauspascha's bilden, gedruckte Formulare für Miethsverträge in den Verkehr gebracht, die solch' rigorose Bestimmungen enthalten, daß ein verständiger Witterungsübersicht und zahlungsfähiger Miether sie nun und nimmermehr unterschreiben Stationen. fann. Die bekannte Hausordnung in den alten gedruckten Miethsverträgen bildete an sich schon einen Strict am Halse des Miethers, den der Vermiether mit Hilfe des Ermissionsrechtes Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung vom 27. Juli 1896. GGD Windstärke ( Stala 1-12) 3224120391 Wetter Temperatur ( 5° G. 4° R.) nach Celfins 18 760 760 WSW 5 761 SSW Wiesbaden 762 SW 766 SW 763 NNO 768 heiter 767 OND bedeckt 764 NNW heiter 756 NW bedeckt woltig wolkenlos wolkig wolfig bedeckt Gewitter 19 18 19 13 11 18 19 20 19 763 GO wolfig beliebig zuziehen konnte, aber die alten Verträge waren harmlos Swinemünde. gegenüber den neuen. Da heißt es z. B., daß der Miether schad- Hamburg haft gewordene Gummifcheiben an der Wasserleitung und dem Kloset Berlin Das ginge noch an, auf seine Roften erneuern lassen muß. denn eine solche Gummischeibe foftet nur 25 Pfennig, und hält München wer weiß wie lange, aber weiß der Miether denn, ob die Scheibe Wien. nicht von seinem Vorgänger abgenugt worden ist? Klug aus- Haparanda. gedacht ist diese Bestimmung nicht, denn ehe der Vermiether eine Petersburg Schadhafte Scheibe erneuern läßt, kann aus der Wasserleitung so Cort. viel Wasser versichern, daß der Wirth zehnmal mehr für Aberdeen. Wasser bezahlen muß. Eine weitere Bestimmung lautet Paris. aber, daß zu derartigen und ähnlichen Reparaturen nur der vom Wirth bestimmte Unternehmer gerufen werden darf. Ob derselbe reelle Arbeit für reelles Geld liefert, geht anscheinend den zahlenden Miether gar nichts an. Das alljährliche Berkitten der Fenster, das Nachfehen und Ausschmieren der Defen hat der Miether zu bezahlen, doch muß er den vom Wirth bestimmten Glaser oder Töpfer dazu nehmen. Ob dieser dem Hauswirthe eine Provision zahlt, die er wieder in Geftalt eines höheren Preises von den Miethern einzieht, ist im Vertrage nicht ausdrücklich vorgesehen. 15 Wetter Prognose für Dienstag, den 28. Juli 1896. Zunächst warm, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und frischen südwestlichen Winden; nachher fühler. Berliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. Gerichts- Beitung. " Wegen Beleidigung eines Rechtsanwalts war der Raufmann Richard Schneider vom Schöffengericht zu einer Woche Gefängniß verurtheilt worden. Der Rechtsanwalt Dr. R. hatte für den Angeklagten einen Prozeß geführt, der für den legteren unglücklich ausftel. Der Angeklagte war so sehr davon überzeugt, daß sein Mandatar nicht seine Schuldigkeit gethan, daß er nun gegen diefen im Wege der Ersatzklage vorging. Der Angeklagte wurde wiederum abgewiesen und hatte dem beklagten Rechtsanwalt noch die Kosten zu vergüten. Dr. R. nahm keine Rückficht gegen seinen früheren Mandanten und späteren Kläger, als die Kosten nicht rechtzeitig einliefen, ließ er pfänden. Nun richtete der Angeklagte an ihn ein Schreiben, worin er ihm für seine niedrige Handlungsweise seine tiefste Verachtung ausdrückte" und hinzufügte, er sei jedenfalls ein Rechtsanwalt, wie er nicht sein folle". Das Schöffengericht hatte deshalb auf eine Freiheitsstrafe erkannt, weil der Angeklagte schon früher einmal wegen Beleidigung eines Rechtsanwalts mit 100 M. Strafe belegt worden war. Im gestrigen Termine vor der Berufungs- Straffammer des Landgerichts I versuchte der Angeklagte eine Umwandlung des ersten Erkenntnisses in eine Geldstrafe zu erzielen, aber ohne Erfolg, denn der Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß dem Angeklagten flar gemacht werden müffe, welche Stellung der Rechtsanwaltstand einnehme und daß man deffen Mitglieder nicht mit groben Beleidigungen überschütten dürfe. Durch einen seltsamen Zufall ist gestern die Gefahr eines Den Bock zum Gärtner hatte der Raufmann Kohls gefeht Der Hauswirth darf nicht allein Brandes des Chemiegebäudes beseitigt worden. In als er seinen Bekannten, den Kaufmann Samuel Grabowski' wvie früher zu baulichen oder Vermiethungszwecken au zu demselben befindet sich u. a. auch ein Glasschrank der Chemikalien- dazu annahm, in seinen freien Stunden die Aufsicht in dem allen Tagesstunden die Wohnung des Miethers betreten, sondern fabrik von Gebrüder Ascher, in welchem die Firma elektrische Rohl'schen Geschäft zu übernehmen. Bon diesem Zeitpunkt an noch zu anderen Zweden", was hier bedeutet, zu jedem Lichtwirkungen durch farbige Gelatineplatten vorführt. Zur Be- wurde außerordentlich viel gestohlen und nach Jahr und Tag Er hatte sich 3 med. Das schönste ist aber die Bestimmung, daß der Miether wegung der Platten befindet sich in dem Holzuntersatz des kam es heraus, daß Grabowski der Dieb war. fein Stück feines eingebrachten Möblements und Hausgeräthes Schrankes ein Apparat, welcher durch elektrischen Strom betrieben einen Ueberzieher machen lassen, deffen äußere Seitentaschen fo fortschaffen oder vernichten darf, ohne die Genehmigung des wird. Gestern Vormittag erschien der Erbauer des Mechanismus tief waren wie der ganze Rock, und hierin hatte er alle mög Vermiethers einzuholen. Wer also ein altes Möbelstück durch in der Halle, um einigen Bekannten die Einrichtung des lichen Gegenstände, besonders Wäscheartikel, verbergen und unein neues ersetzen will, muß erft den Hauswirth um Erlaubniß Apparates zu erläutern. Als man den Schrank öffnete, ent- bemerkt mit hinausnehmen können. Es wurde ermittelt, daß er fragen. Wenn diese wohlwollende Fürsorge der Hauswirthe strömte demselben eine Rauchwolfe und im nächsten Moment für ungefähr 500 M. gestohlene Wäsche an Bekannte verlauft Der Brand, der vermuthlich durch hatte. Das Schöffengericht, dem Grabowski gestern aus der noch ausgedehnt wird, bleibt den Miethern nur übrig, alle ge- schlug eine Flamme empor. druckten Formulare abzulehnen und handschriftliche Verträge zu elektrischen Strom hervorgerufen, konnte nun mit leichter Mühe Untersuchungshaft vorgeführt wurde, verurtheilte ihn zu einem druckten Formulare abzulehnen und handschriftliche Verträge zu noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Würde der Jahre Gefängniß und zweijährigem Ehrverlust. unterzeichnen. Schrank nicht durch Zufall am Vormittage geöffnet worden sein, Um eine Ausschreitung auf der Pferdebahn handelte es fo wäre der Brand kaum vor dem Abend zum Ausbruch gekommen sich in der Anklage wegen Beleidigung und Bedrohung, welche und hätte dann bei der reichlichen Nahrung in der Chemiehalle den Biehtreiber Ostar Aße vor die 129. Abtheilung des größere Ausdehnung angenommen. Er hatte auf dem Verdeck des -Vier große Lindenbäume sind der Straßenregulirung bei der neuen evangelischen Garnisonkirche zum Opfer gefallen. Der Kirche wegen wird auch das Geleise der Pferdebahn in der Blücherstraße verlegt. Es wird im Bogen von der Hasenhaide Moltenmarkt- Lichtenberg. Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern Vormittag in Schöffengerichts führte. Am 28. April benutte Aße die Strede aus um die Kirche herumgeführt, hält sich noch eine Strecke weit der Ausstellung. Beim Verladen von Gis fiel dem bei den Wagens Plaz genommen. Als der Kontrolleur den Angeklagten an der der Kirche abgewandten Seite der Blücherstraße und Dranienburger Eiswerken beschäftigten Arbeiter Paul Jörge, um Vorzeigung des Fahrscheins ersuchte, brachte dieser einen geht erst dann wieder nach deren Mitte über. Berlin ist arm genug an schönen Bäumen. Die vier Linden aus der Beusselstr. 49, ein Eiseimer so unglücklich auf die Beine, falschen, längst benußten Bettel hervor. Der Beamte machte ihn hätten wahrlich mehr Pietät verdient. Als der große Ingenieur daß er sich den Bruch beider unterschenkel zuzog. auf den Frrthum aufmerksam und bat um den richtigen Schein. Nach Anlegung eines Schienenverbandes in der Sanitätswache Nun wurde der Fahrgast ungemüthlich, er erklärte, daß Stephenfon in England eine Eisenbahn zu traciven hatte, hat er wurde der Berlegte mittels Krankenwagens der Unfallstation nach er nicht weiter belästigt sein wollte und drohte, daß er sonst fie eines Baumes wegen verlegt. Freilich:" Natur und Kunst, dem Krankenhaus Moabit überführt. Auch zwei Verfein Messer ziehen oder den Beamten vom Wagen werfen würde. das schickt sich nicht für Chriften!" stauchungen sind unter den gestrigen, sonst durchweg Es tam zu einem häßlichen Auftritt, mit Hilfe anderer Personen Die Unterhaltungspflicht des Maybachufers liegt der leichteren Unfällen zu verzeichnen. Eine Arbeiterin bei Adlon wurde der Angeklagte trok heftiger Gegenwehr vom Wagen Stadtgemeinde Berlin ob. Die Gemeinde Rixdorf, zu deren Ge- u. Dressel zog sich eine Verstauchung der linken Hand und heruntergezerrt und nach der Wache gebracht. Im Termin entbiet das Maybachufer gehört, hatte daher vor einiger Zeit die ein Angestellter in der Maschinenfabrik von Sielaff eine schuldigte er sich mit Angetrunkenheit. Das Gericht verurtheilte Stadtgemeinde erfucht, den jetzt chauffirten Theil zwischen Verstauchung des rechten Kniegelenks zu. Beide wurden nach ihn zu einer Geldstrafe von 30 m. Rottbuser Brücke und Schinkestraße straßenmäßig pflastern zu Anlegung von Nothverbänden nach ihren Wohnungen entlassen. Auf eine krankhafte, unwiderstehliche Neigung wollte laffen. Die Stadt Berlin hat dies jetzt rundweg abgelehnt. Die Sanitätswache behandelte in der letztverflossenen der frühere Student der technischen Hochschule zu Charlotten Mit Rücksicht auf die Uebelſtände, welche am Maybachufer in- Woche( vom 20. bis 26. Juli) 150 Fälle. In der Unfall- burg, Friedrich Feierabend die Straftaten zurückgeführt folge der chauffeemäßigen Befestigung der Straße herrschen, wird station famen während desselben Zeitraumes 86 Fälle zur wissen, welche ihn gestern vor die dritte Straffammer des Landdie Gemeinde Rigdorf die Stadt Berlin jetzt im Klagewege zur Behandlung. Die weiblichen Patienten, die in dieser Woche gerichts II führten. Vor einiger Zeit durchlief die Zeitungen bie Erfüllung ihrer Pflicht zwingen. ganz besonders start vertreten waren, hatten hauptsächlich wegen Nachricht, daß Feierabend wegen Verstoßes gegen die gute Sitte Für den Postverkehr mit Italien. Vom 1. August ab Magenkrankheiten, Ohnmachten und Zahnschmerzen ärztliche durch unehrenhafte Handlungen von der Hochschule entfernt find ursprungszeugnisse für Post- Frachtstücke Hilfe in Anspruch nehmen müssen, während die männlichen worden sei. Diese Bergehen bestanden in fortgesetzten Dieb. aus Deutschland nach Italien nicht mehr erforderlich; vorwiegend wegen Knochenbrüche, Stich-, Riß- und Brandwunden stählen, die Feierabend gegen seine Studiengenoffen begangen die Begleitadresse wird als genügender Ausweis über den Behandlung suchten. hatte. In fast allen Fällen handelte es sich um Reißzenge Nach und von Treptow wurden in der Woche vom im Werthe die zwischen 30 und 50 Mart, Ursprung der Waare angesehen. der An18. Juli bis 24. Juli befördert: 1. Auf Eisenbahnen nach geflagte nach Schluß des Unterrichts aus den SchubIm Berliner Aquarium ist dieser Tage eine der größten Treptow 212 000, zurück 272 000. 2. Auf Straßenbahnen laden entwendet hatte, in welchen die Studenten ihre Maß- und Seltenheiten, die ein derartiges Institut im Binnenlande ben und Omnibus nach Treptow 134 651, zurück 134 868. 3. Auf Beichengeräthschaften aufbewahren. In einem Falle hatte er Naturfreunden zu zeigen vermag, eingetroffen. Sie besteht in Schiffen nach Treptow 20 324, zurüd 16 452. In Gaft geständlich einen Nachschlüssel benutzt. Eine frühere Wirthin zwei fnapp meterlangen, von gang merkwürdigen Lebewesen be- höfen und öffentlichen Fremdenlogis wurden beherbergt 20 392 bes Angeklagten hatte ihn außerdem wegen Körperverlegung ansetzten Hölzern, welche im Meere aufgefischt und über Helgo- höfen Fremde. gezeigt. Feierabend ist der Sohn eines Professors zu Thorn, er land hierher geschickt wurden, wo fie nun in den mittelsten der hat die technische Hochschule zu Charlottenburg feit etwa vor dem Seehundsteich belegenen Basaltbecken schwimmen. Die 4 Jahren besucht und ist dreimal in's Examen gegangen, aber Besayung bildet eine Kolonie von Thieren, die man auf den jedesmal mit einem Mißerfolge. Er gab an, daß er erften Blick für zweiflappige weißliche Muscheln, welche ver Eine eigenartige Vorgeschichte hat ein Lohn von seinem Vater Vater eine eine Unterstüßung bekommen hätte, mittelft je eines etwa fingerlangen Halms oder bleistiftdicen entschädigungsprozeß, den der Seger W. gegen den Buch- die nur bei größter Sparsamkeit zum Lebensunterhalt ausreichte, weichhäutigen und beweglichen Stiels an die Holzstücke sich an- bruckereibesitzer Haberland angestrengt hatte. Haberland, ein alter aber er habe nicht gestohlen, um daraus Vermögensvortheile zu geheftet haben, zu halten geneigt ist, bis man bei näherem Stammgaft des Gewerbegerichts, ift kein großer Freund von der sonst erzielen, sondern er habe alle die Reißzeuge und ZeichenBuschauen gewahrt, daß aus der spaltförmig geöffneten in Buchdruckereien üblichen Feiertagsbezahlung. Als vorsichtiger geräthschaften in seiner Wohnung aufgestapelt, weil er fie durchSchale stoßweise ein ein Büschel lange, gebogene, zierlich Arbeitsherr erließ er deshalb am Pfingstheiligabend ein Gefeß, aus nicht verwerthen fonnte. Nur in einem Falle habe er ein gegliederte, mit feinen Fäden besetzte und an kleine wonach mehrere seiner unter Kündigungsausschluß engagirten Reißzeug für 9 M. verkauft. Er habe schon gestohlen, so lange Ranken erinnernde Füße hervortritt, sich ausbreitet, wieder zurück- Arbeiter in dem Falle, daß sie auf Bezahlung des zweiten Feier- er zurüddenten tönne, auf der Hochschule habe er nicht, wie die tritt und das Spiel taktmäßig fortfebt. Daraus ersteht man, daß tages Anspruch erheben würden, sich als entlassen betrachten Anklage behaupte, in fieben, sondern mindestens in die durch das Spiel der Kankenfüße ihre in winzigen Jufuforien, follten. G3 wurde aber gnädigst den Leuten freigestellt, am 100 Fällen geftoblen, und wenn man ihn für einen gewöhnRäbertierchen 2c. bestehende Nahrung auffifchenden Enten- britten Feiertage sich zu erfundigen, ob etwas für sie zu thun sei. lichen Dieb halte, so verdiene er keine mildernde Ums muscheln" feine Muscheln sind, sie müssen vielmehr jenen Unter den hiervon Betroffenen befand sich der Setzer W., der stände, sondern gehöre ins Zuchthaus. Er fei das Opfer Krebsthieren zugezählt werden, die vor Abschluß ihres Entwic: denn auch thatsächlich am Pfingstdienstag weiter arbeiten durfte. einer verfehrten, zu strengen Erziehung. Schon die Natur habe lungsganges an schwimmenden oder feftliegenden Gegenständen des Meeres sich anheften und ihres Vermögens einer willfür- derselbe dann später entlassen wurde, dachte er:" Wie Du sich an ihm verfündigt, weil sie ihn mit einer Hafenscharte auf lichen Fortbewegung verfuftig gehen. Im übrigen wurden die mir, so ich Dir", und verklagte Haberland auf Gewährung einer die Welt tommen ließ, wodurch seine Sprechfähigkeit dermaßen lichen Fortbewegung verfuftig gehen. Im übrigen wurden die Lohnentschädigung mit der Begründung, daß durch seine beeinträchtigt werde, daß er nur schwer verständlich sei. VerBestände des Aquariums um neue und feltene Krebsthiere, Wiedereinstellung am neue und feltene Krebsthiere, dritten Pfingsttage nach der Ent bittert von Jugend auf, sei dazu noch das schreckliche BeSchwämme, Tintenfische, Seesterne sowie Reptilien und Bögel laffung Sonnabend vorher ein neues Arbeits- wußtsein getommen, daß er mit der Krankheit der verhältniß begründet worden sei, für welches der frühere Kleptomanie behaftet sei. Daß er seiner Wirthin eine Müffen fremde Radfahrer in Berlin eine Fahr- Ausschluß der Kündigungsfrist reine Geltung mehr habe. Die törperliche Büchtigung babe angedeihen laffen, gebe farte haben? Fremde Radfahrer bedürfen bei nur furzem Rammer VIII des Gewerbegerichts, welcher Assessor Blankenstein gern zu, fie habe eine solche verdient. Dieferhalb müsse er Aufenthalt teiner Karte. Für sie genügt die Karte ihrer Heimath- vorsaß, erkannte indessen diese Auslegung der Thatsachen nicht verurtheilt werden, aber wegen der Diebstähle erwarte er feine behörde. als richtig an und wies den Kläger ab. Bei der in Frage Freisprechung. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten wohl Polizeibericht vom 27. Juli. Am Sonnabend Bor. fiehenden, ungemein furzen Unterbrechung der Arbeit beim Be- für einen überspannten mit sich selbst zerfallenen Menschen, aber mittag wurde vor dem Haufe Alexanderftr. 2 der 70 Jahre alte lagten müsse die Weiterbeschäftigung nach den Feiertagen als an die Krankheit der Kleptomanie glaube er nicht. Wenn der Handelsmann Johannes Grebing durch eine Droschte überfahren Fortsetzung des alten Arbeitsverhältnisses zu Angeklagte selbst angebe, er habe hundertfach mehr gestohlen, als angenommen worden sei, so hätten die gestohlenen und am Unterleib erheblich gequetscht. Gegen Abend wurde den alten Bedingungen angesehen werden.. auf der Treppe des Hauses Große Hamburgerstraße 9 die dort Reichs- Versicherungsamt. Der Rutscher Stolle hatte beim Gegenstände auch bei ihm gefunden werden müffen, dies wohnende verehelichte Töpfer va von Collrepp, Transport einer Fuhre Sola, den er im Auftrage sei nicht geschehen und daraus der Schluß zu ziehen, daß der geb. Butschtowsti, mit einer Verlegung am Hinterkopfe feines Arbeitgebers zu besorgen hatte, das Malheur, in seiner Angeklagte sie verwerthet habe. Er beantrage gegen ihn eine tobt aufgefunden. Sie ist vermuthlich infolge eines Fehltritts Gesundheit schwer geschädigt zu werden. Er erhob dann bei der Gesammtstrafe von 2 Jahren und 1 Monatefängniß. von der steilen Treppe gefallen. Abends stürzte Fuhrwerts Berufsgenossenschaft Anspruch auf Gewährung einer Der Gerichtshof lonnte nicht zu einem Urtheil gelangen, sondern fich ber seit längerer Beit arbeitslose Rutscher Friedrich Unfallrente, wurde aber von derselben mit seinem Verlangen beschloß, den Angeklagten vom Gerichts- Phyfitus auf Gaintcerrain aus dem Fenster feiner im zweiten Stock zurückgewiesen, Die Trägerin der Versicherung" hatte seinen Geisteszustand untersuchen au laffen. vermehrt. " Soziale Rechtspflege. vom er " " Wegen Bedrohung und Mikhandlung hatte sich der viel Fabrikanten gewilt find, die Forderungen zu bewilligen. Beim Kornschnitt pflegen sich häufig unbedachte Unfälle zu Gürtler Carl Franz Hermann Schwabe aus Nixdorf vor Die endgiltige Beschlußfassung über die zu unternehmenden Schritte ereignen. So hieb am 22. Juli, wie das„ Berl. Tagebl." hört, dem dortigen Schöffengericht zu verantworten. Am Abend des sollen der nächsten Versammlung, die am Mittwoch Vormittag eine Frau im Dorfe Wintels bei Weilburg( Nassau) 23. Mai d. Js. saß der Arbeiter Gustav Hinge in einem im Alten Schüßenhaus" stattfindet, überlassen bleiben. einem vierjährigen Knaben mit der Sense den Kopf Barbierladen, um sich verschönern zu lassen. Plößlich kam der Die Glaser Berlins und Umgegend waren am Sonntag a b. Sie hatte nicht bemerkt, daß das Kind am Rande des beangebeiterte Angeklagte dazu und stürzte alsbald mit gezücktem Vormittag in den Arminhallen versammelt, um die Vorschläge der treffenden Ackers schlief. In Dromersheim schlug beim Mähen Taschenmesser auf H., dabei fürchterliche Drohungen ausstoßend, seinerzeit gewählten Fünferkommission entgegenzunehmen. Jahn, ein 17 jähriger Bursche seiner alten Mutter das eine Bein weil H. ihn nicht gegrüßt habe. Der Geschäftsinhaber wies Mitglied der Kommission, bemerkt, daß er als Hauptforderung die ab und verletzte sie am anderen schwer. den gefährlichen Menschen hinaus, doch bevor Schwabe ging, Berfürzung der Arbeitszeit erkenne und ersucht die Versammlung, Den Reservelieutenant hervorzukehren, sucht der deutsche versette er dem Hinge mit dem inzwischen geschlossenen Messer endlich mit der Forderung des Achtstundentages an die Unternehmer Jüngling bekanntlich in allen möglichen und unmöglichen Lebensnoch mehrere Hiebe ins Gesicht. In der Hauptverhandlung ent- heranzutreten. Der Vertrauensmann Starte, ebenfalls Kom lagen. Für diese Geschmacklosigkeit ist jetzt ein neues Bethätigungsschuldigte sich der Angeklagte mit sinnloser Trunkenheit. Der missionsmitglied spricht sich gegen die Forderung aus, da die gebiet erobert worden. In einer Bekanntmachung des königlichen Amtsanwalt beantragte gegen ihn 2 Monate Gefängniß, der Meister sich bestimmt hierzu ablehnend verhalten werden. Die Amtsgerichts I in Einbeck, abgedruckt in Nr. 20 224 des Gerichtshof billigte dem Angeklagten jedoch mildernde Umstände weitere Diskussion ergab, daß in verschiedenen Werkstätten Hannov. Courier" heißt es: Bekanntmachung. In das au und erkannte auf 60 M. Geldstrafe oder 20 Tage Gefängniß. bereits neun Stunden gearbeitet wird und beschließt hiesige Handelsregister ist heute Blatt 295 zur Firma In Karlsruhe stand der sogenannte Wunderdoktor die Versammlung gegen 2 Stimmen, den Neunstundentag W. Lenge in Einbeck eingetragen Spalte 3: Der Fabrikant Majewsky, der dort von Januar bis April außerordentale Forderung aufzustellen. Als Minimallohn wurden 24 M und Premierlieutenant der Landwehr Willy lichen Zulauf hatte, vor der Straffammer, um sich wegen normirt. Diese Forderung, so führten mehrere Redner aus, sei en te in Einbeck ist als Mitinhaber eingetreten 2c." Man Führung eines falschen Namens, wegen Betruges, Aneignung gewiß eine äußerst minimale, ziehe man in betracht, daß die wird nun wohl erwarten dürfen, daß bei etwaigem Avancement eines Militärpasses und Unterschlagung zu verantworten. Glafergesellen das theure Werkzeug, als Diamanten zum Glas- des Herrn Premierlieutenants stets eine weitere Neu- Gintragung Die Anklage wegen Kurpfuscherei war fallen gelaffen schneiden 2c. selbst stellen müssen. Weiter wurden nach erfolgt. Einzelne Amtsrichter werden in dieser neuen Art von worden. Majewsky, ein 25jähriger unansehnlicher Mensch, ſtehende Punkte als Forderungen aufgestellt: 1. Ab- Bekanntmachungen deshalb keinen Anstoß erblicken, weil sie bevont Tragens Material. 2. heißt mit seinem wirklichen Namen Ernst und ist aus schaffen Fortfallen tanntlich selbst mit dem Reservelieutenantstitel zu prunken Berlin gebürtig. Seine Heilkunst bestand darin, daß er das des Abtragens der Fenster vom Boden nach den Etagen. 3. Her- lieben. Auf der Reife verschwunden. Ein Verbrechen liegt vers Buch von Bilz über Heilverfahren genau studirt hatte und stellung eines verschließbaren Raumes zur Aufbewahrung des Magnetifirturen versuchte. Das übrige that die Einbildung der Materials auf den Bauten. Bum Bunft Affordiöhne" beschließt muthlich dem unerklärlichen Verschwinden eines jungen Deutschen Kranten. Majewski war, wie die Frankfurter Beitung" be- die Versammlung für die Folge nachstehende Säße als Grund zu grunde, der Mitte April von Chicago aus eine Besuchsrichtet, gegen die Sicherheit von 5000 m., die ein lage für Affordberechnung aufzustellen: ein lage für Affordberechnung aufzustellen: 1. Die Berechnung reise nach Deutschland angetreten hat, aber an seinem Reiseziel, gläubiger Kranter gestellt batte, auf freien Fuß des Affordes geschieht nur nach Quadratmetern; 2. für Straßburg i. E., woselbst jeine Eltern wohnen, nicht ein gesetzt worden, worauf er, nachdem er einen anderen Kranten gewöhnliche Fenster in halbweißem oder rheinischem Glas getroffen ist. Das Gepäck des Verschwundenen, der Lorenz Huck um 100 M. beschwindelt hatte, nach der Schweiz reiste. Dort find zu zahlen pro Quadratmeter 25 Pf. 3. Für stehende Wände heißt, ist mit dem Dampfer Friesland" in Antwerpen anwurde er wieder festgenommen und ausgeliefert. Der Gerichts-( in Holz) bis 70 addirte Centimeter pro Quadratmeter 35 Pf., gefommen; auffallenderweise trafen bei den Eltern auch von hof verurtheilte den Angeklagten zu 1 Jahr 4 Monaten Bucht 0 apvirte Centimeter 40 Bf, darüber hinaus 35 Pf. und bei feiner Abreise mit sich geführt hat. darüber hinaus 30 Pf. 4. Für stehende Wände( in Eisen) bis fremder Hand adreffirte Briefe ein, welche Huck nachweislich bei haus und 5 Jahren Ehrverlust. 70 Die besorgten Eltern Rohglas- Arbeiten 50 pet. Aufschlag. 5. Für Dacharbeiten haben sich an die Polizeibehörde von Chicago gewandt, welche Koburg, 27. Juli. Das Urtheil der hiesigen Straftammer mit 4/4 oder 6/4 Glas pro Quadratmeter 50 Pf., für Roh- und jetzt Nachforschungen nach dem Verbleib des Vermißten anvom 18. April, durch welches der Bürgermeister Seibel Drathglas- Arbeiten 50 pct. Aufschlag. 6. Für Spiegelglas- Arbeiten stellen läßt aus Neustadt bei Roburg zu 4, Jahren Zuchthaus verurtheilt pro Quadratmeter 50 Pf. Für Ueberstunden werden 50 pet. und worden war, ist von dem Reichsgericht aufgehoben und die für Nachtarbeit von 10 Uhr abends an 100 pet. Lohnaufschlag Sache an die Vorinstanz zurückverwiesen worden. erhoben. Gewerbsmäßige Hehlerei liege nicht vor, höchstens Beihilfe zur Unterschlagung im Amte. Versammlungen. des In die Kommission, welche nunmehr in bälde den Unternehmern diese Forderungen zu unterbreiten hat und berechtigt ist, mit dieser im Auftrage der gesammten Gesellen zu verhandeln, wurden Jahn, Starte, Ewers, Thielo, Scher wadt, Bellach und Märtens gewählt. Nachdem die Ausgabe Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere n. f. 1. der Karten zu den freiwilligen Beiträgen zum Agitations- und hielt am 20. Juli ihre ordentliche Generalversammlung ab. Nach Streitfonds vor sich gegangen, wovon sämmtliche Anwesende Geder Wahl des Vorstandes setzt sich derselbe aus folgenden Mit- brauch machten, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der gliedern zusammen: Haase erster, Gründel zweiter Borsigender; Mahnung, nun auch rege für das Gelingen der Lohnbewegung Klarbaum erster, Hennig zweiter Schriftführer; Ruschte erfter, zu agitiren. " Paris, 26. Juli. Ein hefiiges Unwetter verursachte großen Schaden; die Keller wurden unter Wasser gesetzt. Ein Krahn von 20 000 Kilogramm Gewicht schlug einen Theil des Lyonner Bahnhofs ein und warf ein Waschhaus um, wobei ein Mädchen ums Leben tam. Belfast( in Jrland). In einer Tischler- Werkstätte des Harland u. Wolff'schen Schiffsbauplages auf Queens Island brach um Mitternacht Feuer aus. Dasselbe griff trotz der Bemühungen der Feuerwehr um sich, zerstörte mehrere Wert stätten, sprang dann auf die andere Seite der Straße über und vernichtete dort ein großes Gebäude, in welchem die Maschinen und Kesselwerke der Schiffbaufirma Workman, Clarke u. Ko. sich befanden. Das Feuer brannte die ganze Nacht hindurch. Eine Stappe zweiter Kassirer; Schlonsti, Beisitzer; Borges und In einer Versammlung der Rutscher, Rollkutscher' Friedrich, Revisoren; Ludwig, Krankenkassirer; Rappe, Stellmöbeltransport- und Speditionsarbeiter hielt große Anzahl Arbeiter ist arbeitslos geworden. vertreter; Hempel und Schlonski, Krankenkontrolleure. In das am Sonntag Bruno Pörsch einen gewerkschaftlichen Vortrag. Zur Geschichte der Ehegesekgebung wird in den ,, Hamb. Schiedsgericht wurden Heidmann, Klarbaum, Schlonski, Ludwig Ueber die Nomirung von zwei Kandidaten zur Gewerbegerichts- Nachr." eine interessante Reminiscenz aus dem fernen Often beiund Gründel und als Stellvertreter Lehmann und Haase gewählt. wahl entspann sich eine erregte Debatte. Es herrschte hier gebracht. Auf der Hauptpforte von Agra in Hindostan Eine Vertrauensmänner- Versammlung der Drechsler Meinungsverschiedenheit über die Zuständigkeit der Versammlung. findet sich folgende Inschrift:" Im ersten Jahre der Regierung tagte am 22. b. M. im Englischen Garten. Die Tagesordnung Bolig erhob Einspruch gegen die Aufstellung von Kandidaten des Königs Gulef wurden von den Richtern zweitausend freis lautete: vom " Gleich verhaftet wird er augenblicks: Bist ein äußerst frecher Majestätsverbrecher"; Und in's Loch geht's ausnahmsweise fir. Und dann muß er ſizen, Wochen, Monde, schwißen, Tüten drehen, schauern, tehren Wist. Hat er ausgeschwiget, Ist der Staat geschübet Unsere Branchenverhältnisse". In seinen Aus- und berief sich auf den öffentlichen Versammlungsbeschluß vom willige Trennungen zwischen Mann und Frau anerkannt. Der führungen schilderte der Referent, Drechsler Hermann, nach- 16. d., wonach die Kandidatenausstellung in einer besonders dazu König war darüber erbittert und schaffte die Ghetrennung ab. dem er einen kurzen Ueberblick über die momentane Geschäfts- angefagten Versammlung aller Berufsangehörigen stattfinden Im Laufe des folgenden Jahres zählte man in Agra dreitaufend tonjunktur gegeben hatte, die Mißstände in den einzelnen soll. Wangenheim befürwortet dagegen die Kandidaten- Eheschließungen weniger und siebentausend Ghebrüche mehr, als Branchen der Drechslerei. In der Diskussion äußerten sich die Aufstellung. und erblickt in dem Beschluß in den voraufgegangenen Jahren. Dreihundert Weiber wurden meisten Redner in demselben Sinne. Ueber die Frage, wann 16. dieses Monats eine Schiebung, durch welche den Kutschern lebendig verbrannt, weil sie ihre Männer vergiftet hatten, und endgiltig in die Lohnbewegung eingetreten werden soll, entstand und Transportarbeitern die Aufstellung von Kandidaten dieser fünfundsiebzig Männer wurden ebenfalls verbrannt, weil sie ihre eine lebhafte Diskussion und hielt man es für zweckmäßig, Spezialberufe illusorisch gemacht würde, da die überlange Arbeits- Frauen ermordet hatten. Die Menge der in den Wohnungen noch keinen definitiven Beschluß zu fassen. Mit einer zeit dieser Berufsangehörigen eine entsprechende Betheiligung an zerbrochenen und zerstörten Möbel erreichte einen Werth von drei Millionen Rupien. Der König führte die Ehetrennung günftigen Geschäftstonjunktur tönne man jedenfalls rechnen. Der in Aussicht genommenen Versammlung unmöglich mache. wieder ein." Bon feiten der Organisation ist nunmehr auch an die Nach längerer Debatte, an der sich Albolt, Kamp, Schumann, Drechslerinnung das Ersuchen gerichtet, zu den Forderungen Kräfer, Bachmann, Ludwig u. a. betheiligten, erfolgte die Nachstehende dichterische Leistung geht der Breslauer Stellung zu nehmen. Die Antwort steht noch aus. Die Ver. Nominirung zweier Kandidaten, und zwar für die Kutscher Rosen- Morgenzeitung" zu. Es ist nach einem berühmten Muster" gesammlung ftimmte sodann einem Antrage zu, die herabgesetzten stengel, für die Transportarbeiter Bachmann. Dieses Ergebniß fertigt und sehr fangbar. Hier ist es: Streitbeiträge auf 20 Pf. wöchentlich für die Drechsler zu erfoll in der in Aussicht genommenen gemeinschaftlichen Versamm's giebt kein schöner Leben, höhen. Die noch ausstehenden Fragebogen fönnen auf fämmt- lung berücksicht werden. Als Juristenleben, lichen Zahlstellen, sowie an der unterzeichneten Stelle abgeliefert Wie es Sedan 95 schuf; Köpenick. Am 21. Juli tagte hier im Scheer'schen Lokal werden. Die weiteren Schritte zur Lohnbewegung sollen sich aus eine öffentliche Versammlung, in der Reichstags- Abgeordneter Sozialistenhorden den in allernächster Zeit stattfindenden Branchenversammlungen 3ubeil über„ Die indirekten Steuern und die Begehrlichkeit Rein juristisch morden, ergeben. der Agrarier in zirka zweistündiger Rede sprach. Seine vortreff- Ist ein hoher, herrlicher Beruf. Die Freie Vereinigung der Zivilberufsmusiker nahm lichen Ausführungen wurden von den Anwesenden mit großem In der Konstruktionen in ihrer Bersammlung am 23. d. M. den Kaffenbericht pro Beifall aufgenommen. Sehr bemerkenswerth war die Kritit, die Behren Regionen, 2. Quartal entgegen. Einnahme 672,81 M., Ausgabe 555,11 M., Redner an den polizeilichen Maßnahmen, betreffend die Auf- Da verstrickt sich leicht der Journalist; Bestand 117,20 M. Die Kollegen Rohland, Karnofsky lösung der letzten Versammlung übte. Bekanntlich wurde die und Kopf, die wiederholt durch unpassendes Benehmen der Ver- Versammlung, weil Frauen an ihr theilnahmen, aufgelöst. Wimmelt's und von Strafen Und von Paragraphen einigung Mißhelligkeiten bereiteten, wurden aus der Vereinigung Redner theilte mit, daß auf die Beschwerde nunmehr der ausgeschlossen. Ein anderes Mitglied, das bei einem Fest vor Bescheid ergangen ist, daß der überwachende Beamte zu recht Für den niederträcht'genSozialiſt. zeitig und auf eigene Faust Feierabend machte, soll sich, da es gehandelt. Denn es ist angenommen worden, daß abwesend war, später verantworten. Den streikenden Müßen die Versammlung vom fozialdemokratischen Arbeiterverein Phantasieumgeben machern wurden 20 M. bewilligt. veranstaltet worden ist, weil der Vertrauensmann It's Juristenleben, In einer sehr stark besuchten Versammlung der Kürschner dieselbe angemeldet. Diese Auffassung wurde vom Genossen ( Selbständige, Arbeiter und Arbeiterinnen), die am 25. Juli im Bubeil in drastischer Weise beleuchtet und darauf hingewiesen, Alten Schüßenhaus" tagte, berichtete Regge über den Stand der daß die Versammlung von ihm selbst angemeldet sei, weil seine Bewegung. Wie der Redner anführte, ist die gegenwärtige Person wohl schwerlich als Arbeiterverein angesehen werden Situation, nach der dreiwöchentlichen Dauer des Streits eine äußerst fönne. Der überwachende Beamte hatte dann auch diesmal günftige. Die Bewegung selbst hat an Ausdehnung ganz bedeutend nichts gegen die Anwesenheit der Frauen einzuwenden. Im weizugenommen und troh der vorherigen, immerwährenden Zer- teren wurde beschlossen, im Herbst sich bei den Stadtverordnetenwürfnisse zwischen Selbständigen und Arbeitern, sei zur Zeit eine Wahlen zu betheiligen. Wegen Polizeistunde wurde die Ver Einmüthigkeit zu verzeichnen, wie fie taum erwartet werden sammlung um 11 Uhr von dem Vorsitzendeu mit einem Hoch fonnte. Dies sei um so erfreulicher, als die Fabrikanten immer auf die Sozialdemokratie, in welches die Versammlung begeistert gehofft haben, daß Uneinigkeit in den Reihen der Streifenden ein- einstimmte, geschlossen. Zur Versammlung war ziemlich die treten würde und auch die finanziellen Verhältnisse eine längere ganze Polizeimacht in Stärfe von 5 Mann aufgeboten. Dauer der Bewegung unmöglich machten. Beides sei'nicht eingetroffen; trog der vorherrschenden Hausindustrie, die eine derartige Be wegung erschwert, hat sich die Zahl der Betheiligten vergrößert, die Unterstützung konnte regelmäßig bezahlt werden und ist Aus- Breslau, 27. Juli. In einer hiesigen großen Sprit. ficht vorhanden, daß diefelbe noch weiter erhöht werden kann, fabrit, die durch gleiche Etablissements im Auslande ver nachdem der Ausschuß der Gewerkschaftskommission den treten ist, wurden bedeutende Rassamantos entdeckt. Man Streit als berechtigt anerkannt und die Abstempelung der spricht von 350 000 Mart. Es ist noch nicht aufgeklärt, wodurch Sammellisten befchloffen hat. 3u denjenigen Fabrikanten, die die Rassamantos entstanden sind. Vermischtes. gleich anfangs der Bewegung bereit waren, die gestellten Posen, 27. Juli. Das Posener Tageblatt" meldet: Als Forderungen zu bewilligen, sind noch mehrere hinzugekommen, heute Mittag der Fesselballon der hiesigen Garnison von die geneigt wären, die Bedingungen zu erfüllen, da die nicht aus der Füllstelle nach dem Außengarten gebracht wurde, entriß ihn Maße brängt. Die von den Fabrikanten gegebene Antwort, daß sie selben, welche versuchten, den Ballon festzuhalten, wurden einige geführten Aufträge sich gehäuft haben und die Arbeit im höchften ein plötzlicher Windstoß den haltenden Mannschaften. Zwei der nicht gewillt feien, mit der Lohnkommission zu verhandeln zc., käme in- Meter hochgehoben, ließen aber dann rechtzeitig los, sodaß der sofern nicht in betracht, als die betr. Versammlung, in der diefer eine unverlegt blieb, der andere mit einer Handverstauchung und Beschluß gefaßt wurde, nur von 12 Personen besucht war. einer leichten Blutung davonkam. Der Redner empfiehlt sodann, die bisherige Taktik zu ändern und in ben partiellen Streit einzutreten. Diese Taktik hätte den Bordes Bauernflückes aberfeldtreiben" im Boltstheater. Die Münchener Polizeidirektion inhibirte die Aufführung theil, daß die Dauer der Bewegung verkürzt würde; die Unterstügung der Ausständigen, die sich dann auf weniger Der Fabrikant der Faberstifte, der Reichsrath Freiherr Personen beschränkt, tönnte wieder erheblich erhöht werden. Iohann Lothar von Faber, verstarb gestern in Durch die Konkurrenz würden diejenigen Fabrikanten, die fich Stein bei Nürnberg. Seine Fabrit ist die bedeutendste Bleistift jezt noch hartnädig zeigen, gezwungen sein, ebenfalls zu be fabrit der Welt. Dolus eventualis ift's Panier. Finken, die da schmieren Und politisiren, Kriegen stets in schwerer Menge wir. nüchtern, falt ermessen, Politik vergessen! Vor dem niederträcht'gen Sozialist. Mancher spricht:„ Das Plagen Und das ew'ge Klagen Macht doch keinen besser als er ist"; Doch nur ja nicht kritteln Und die Köpfe schütteln, Das versteht allein nur der Jurist Ach, die Theorie ist öd' und Pereat die Presse! trift, Ohne Strafprozesse, Denn so recht inwendig Bassen ganz unbändig Wir den niederträcht'gen Sozialist. Wer da spintisiret, Oder fritifiret, Ohne Staatsanwalt und Polizist Möchte nie auf Erden Sonst gebessert werden So ein niederträcht'ger Sozialist. Wieder eine neue Verwendung des Aluminiums. Nach Angaben von Sachverständigen sollen sich Aluminiumplatten als Ersay lithographischer Steine für den feinsten und künstlerisch vollendeten Druck in einfach schwarzer und mehreren Farben ausgezeichnet eignen. Diese Beobachtung hat aber nicht etwa nur die Bedeutung einer interessanten Spielerei, sondern sie ist von erheblichem praktischen Werth insofern, als die Aluminiumplatten Aluminmplatte von 100 Zentimeter Höhe und 80 Zentimeter von den sonst üblichen lithographischen Steinen sich durch viel größere Leichtigkeit und Wohlfeilheit auszeichnen. Eine Aluminmplatte von 100 Zentimeter Höhe und 80 Zentimeter Breite beispielsweise wiegt etwa 1/2 Kilogramm, ein litho graphischer Stein von denselben Dimensionen mindestens 200 Kilogramm, also 133 Mal so viel! Andererseits foften 11/2 Kilogramm Aluminium etwa 12 M., ein lithographischer Stein der obenerwähnten Größe 400 M. also ein Preis unterschied von 388 M., oder der lithographische Stein toftet mehr als 33 Aluminiumplatten von gleicher Größe! Ein weiterer Vorzug der Aluminiumplatten würde dann noch in der Bieg samkeit liegen, die es ermöglicht, solche Druckplatten leicht für die Briefkasten der Redaktion. willigen, wollen sie ihre Runden nicht verlieren. Es sei nicht zu In Schleswig wurde am Sonntag ein Chemnitzschneller arbeitenden Zylinderpressen herzurichten. befürchten, daß bei denjenigen Firmen, wo nach den Verhand- Bellmann- Dentmal eingeweiht. Das Denkmal steht auf lungen mit der Kommission die Arbeit wieder aufgenommen dem Plage, wo 1844 das Schleswig- Holstein- Lied werden kann, Arbeiten von Fabrikanten, welche nicht bewilligt zum ersten Male gesungen worden ist, und zeigt die haben, angefertigt werden, da eine strenge Kontrolle geübt wird. von dem Bildhauer Petrich geschaffene vier Meter hohe In der hierauf folgenden Diskussion äußerten sich mehrere Figur eines Germanen mit Leier und Schwert. Am Sockel Redner in demselben Sinne und meinten, daß im Laufe der befinden sich die Medaillonbilder des Dichters Chemnitz und des nächsten Woche die Entscheidung eintreten müsse, da die Fabri- Komponisten Bellmann sowie die Inschrift:„ Schleswig- Holstein fanten mit der Erledigung ihrer Aufträge nicht länger meerumschlungen, Deutscher Sitte hohe Wacht". warten können. Die Streifenden haben durch ihr bis. Dichter und Komponist dieses Liedes, das gegen die dänische heriges Verhalten bewiesen, daß fie gewillt find, aus Unterdrückung Protest einlegte, müßten sich im Grabe umdrehen, zuhalten, bis ihnen die gestellten Forderungen bewilligt wenn sie erfahren fönnten, daß jezt die Dänen in Schleswigwerben. Nach längerer Debatte über die Aufhebung Holstein ähnliche Drangfalirungen wegen ihrer Sprache ausdes Generalftreite wurde beschlossen, sämmtliche Anträge zu ver zustehen haben wie früher die Deutschen unter dänischer Herr tagen und der Rommission anheim zu geben, festzustellen, wie schaft. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend während der Zeit von 71/2 bis 81/2 hr abends statt. Ein ,, Vorwärts- Abonnent. Sie regen sich zu sehr auf über das Gekläffe der Presse. Würden wir Ihren Beitrag ver öffentlichen, so würde man meinen, wir ärgern uns über das Gepöbel, was nun gar nicht der Fall ist. Jedenfalls besten Dank für Ihre Bemühungen. Genoffe Voigt, Tischler aus Lindow( Mark), wird dringend gebeten, feine jezige Abreffe an S. Miey, Berlin N., Bellermannftr. 94, gelangen au laffen, wegen einer Prozeßsache. Für den Juhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 28. Juli. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Hänsel und Gretel. Die Rose von Schiras. Deutsches Theater. Der Fall Clemenceau. Leng- Theater. Das Modell. Schiller- Theater. Vergnügte Flitterwochen. Nenes Theater. Tata- Toto. National- Theater. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Residenz- Theater. 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Bahnstation Granfee( Stett. Bahnhoft, Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobeh, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Baving in Berlin, 1 pautdoA 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 174. arbeiter an. von denen Rongrek London, 23. Juli 1896. fig. Geſchäftstage iſt a sol( ba danzed the Dienstag, den 28. Juli 1896. 0081 pe od 13. Jahrg. Quid dustbzurückzog. drei Tage zuvor seinen Namen von der Lifte 4 Wochen auf 14 Tage herabgefeßt. 3. Das Fachreffend, wird von Sigung vom 24. Juli, Vormittag. Segiz- Fürth führt den Borsig and theilt mit, daß ein Delegirter der Pariser Mechaniter, Kugler- Paris, eingetroffen sei. Sodann berichtet Segit über die deutschen Verhältnisse, besonders hervorhebend, daß troß des günstigen Geschäftsganges die Zahl der Arbeitslosen groß ist, wodurch die vielen Kämpfe, die man jetzt um die führt, ungünstig beeinflußt werden. 311 wirken habe. waren drei meglojra dasdn@ pandalf Verband hat zur Zeit 40 000 Mitglies Deutsche Metallarbeiters Börsengesetz, der Zuckersteuer, der Margarinevorlage, dem un 2007,19 M. abschließt, wovon in der Einnahme 1129 M. durch der Vorwürfe zu vertheidigen, indem er sich darauf flüßt, daß er nament- und Knechtschaft" von D. Köhler. Die Fortsetzung der VorInternationaler Metallarbeiter- lich vor zwei Jahren als Dekonom der Bockbrauerei von dieser lesung soll in der nächsten Bersammlung erfolgen und ersuchte abhängig war und unter diesem Druck feine Entlassung zu ge- Frau Mesch, für diese Versammlung eine recht rege Agitation wärtigen hatte; auch habe er von der Behörde wegen der zu zu entfalten. erlangenden Tanzkonzession fortwährend Vermahmungen erhalten. In der Nachmittagssitzung giebt Bischof Hamburg den Im brigen sei er aber immer bereit gewesen, sein Lokal für die Töpfer und Berufsgenossen fand am 23. Juli im Eine Versammlung des Allgemeinen Vereins der Bericht über die Lage der Former, deren Organisation sich Arbeiterschaft zur Verfügung zu stellen, da ihm selbst von den Lotal des Herrn Babiel, Rosenthalerstr. 57, statt. Nachdem der infolge der günstigen Geschäftslage erfreulich entwickelt angeblichen Verweigerungen seines Lotals bis auf einige Fälle, stellvertretende Kassirer die Abrechnung vom 2. Quartal verlesen habe. Hierauf schilderte Sißner die Verhältnisse in denen er nicht anders handeln konnte, nichts bekannt sei. Seine hatte, beschäftigte sich die Versammlung mit den Anträgen zur Solingens. Bon ben 7000 dort beschäftigten Metallarbeitern Ausführungen wurden aber von dem nachfolgenden Redner Generalversammlung. Hierzu wurden folgende Anträge ange find 5000 in 21 Vereinen organisirt. 12 Organisationen haben Gen. Schröder von den organisirten Kellnern gründlich nommen: einheitliche Lohntarife geschaffen. Redner bespricht alsdann die er fich 1. Mit dem Antrage des Zentral- Vorstandes in betreff der letzten Kämpfe der Solinger Messerreider, dabei der Unterfügung widerlegt, denn schon vor zwei Jahren habe gegenüber den Buchbindern, welche im Juli in seinem Lokal Beiträge ist die Versammlung einverstanden. 2. Die Karenzzeit der Sheffielder Kollegen lebhafte Anerkennung zollend, und regt die Feier des guten Montag" begingen, ebenso zweideutig ge- bei Arbeitslosigkeit, die Befreiung der Beiträge betreffend, wird von einen internationalen Spezialtongreß für die Meffer zeigt, daß er„ Der Töpfer" Wenn er sich mit dem Hinweis auf die zu er alle 14 Tage erscheinen zu lassen, weil dies einen bedeutenBraun Paris vertritt den Nationalverband der fran- langende Tanzkonzession zu decken suche, so müßte er wissen, den finanziellen Vortheil für die Organisation ist. 4. Um den zösischen Metallarbeiter( Fédération nationale des Ouvriers daß er die überhaupt nicht bekomme. Gewöhnlich habe er geschäftlichen Interessen des Verbandes métallurgistes de France). Diese Organisation umfaßt( Jakob) alles auf seinen Konkurrenten Otto geschoben, um möge der Stongreß befchließen, zwei Beamte anzustellen, da es 50 Syndikate mit 16 000 Mitgliedern. Außerdem bestehen noch diesen noch zu schädigen. Die organisirten Kellner habe er vortheilhafter erscheint, wenn zwei Beamte besoldet werden, als zwei nationale Metallarbeiter- Organisationen. Insgesammt giebt ebenso wie die Gewerkschaften mit Versprechungen genasführt. dieselbe Summe für Hilfskräfte auszugeben. es 400 Syndikate. Die Geschäftslage ist augenblicklich, besonders Aber gerade während der Ausstellung glaubte man die Arbeiter Die anderen noch vorliegenden Anträge wurden wegen vorin Paris, sehr günstig. in jenen Lofalen zu entbehren, damit das anständige Publikum" gerückter Beit bis zur nächsten Versammlung vertagt. Als Kandis Einen erfreulichen Fortschritt der Organisation konnte der nicht gestört werde. Wenn die Ausstellung vorüber, sind die dat für den Wahlkreis II wurde das Mitglied Münzapoft vors Delegirte der österreichischen Metallarbeiter Egner- Wien fest Arbeiter" wieder gut genug. Redner erwartet, daß die Ge- geschlagen. fest- Arbeiter" ſtellen: mit Ausnahme der Kupferschmiede und Schmiede schließen tieder diesem Treiben ein Ende machen und endgültig den fich jetzt sämmtliche Vereine zu einem einheitlichen Verbande zu Boykott über dieses Lokal verhängen werden. In gleicher Weise versammlung ab, in der Massini über die außerordentliche Die Buchdrucker hielten am Sonntag eine Vereinssammen. Das Streitficber graffirt ziemlich stark; in diefem äußern sich die nachfolgenden Redner der verschiedenen Gewerk- Generalversammlung des Verbandes Bericht erstattete. Jahre fanden bereits 53 Streits in der Metallindustrie statt, fchaften: Schaller, Gadegast, Jöchel, Lehmann, Redner gab ein ausführliches Bild der bekannten Verhandlungen und auch diese nur theilweisen. Jahn, welche nachweisen, wie Jakob immer Gegenwärtig streiten in Wien 1300 Klempner. Das Fachblatt, abgewiesen wurden, indem er sich erbot, jedesmal 20 bis schlusse, namentlich auch die Tarifgemeinschaft, geeignet seien, in Halle und kam zu dem Schluß, daß die dort gefaßten Bedie„ Desterreichische Metallarbeiter- Beitung", hat eine Auflage 30 M. den betreffenden Kaffen zu fiberliefern, wenn sie das Wohl des Verbandes nach jeder Richtung zu fördern. Denvon 12 000 Exemplaren. Tua ein anderes Lokal gehen würden. Einer der AnSanial- New York berichtet, daß die Zahl der organi- gestellten, Brademeyer, ſucht Jakob in Schutz zu nehmen, Leuſert und Arendsee die gleichfalls bekannten Aufichten der felben Standpunkt vertraten Giesecke und Stöffel, während firten Metallarbeiter in den letzten Jahren von 150 000 auf aber ohne Erfolg. Herr Jakob crjucht nochmals, den Boykott Opposition zum Ausdruck brachten, ohne daß etwas Neues zu 28 000 zurückgegangen ist. Die Vorgänge beim letzten Streit in über sein Lofal nicht zu verhängen, wenn er gefehlt, möge man tage gefördert wurde. Arendsee meinte unter anderem, er habe den Carnegie'schen Eisenverken in Homestead haben allgemeine es entschuldigen. Troß diefer unter Heiterkeit der Ver- die Ueberzeugung, daß die gegenwärtige Zentralleitung die Inters Seit 1880 hat sich die Pro- fammlung abgegebenen Erklärung wird der Antrag eisen der Gehilfen nicht in genügender Weise wahrnebine; er buftion verdreifacht, bei gleichbleibender Arbeiterzahl; 1880 der Lotalkommission: Tas Lokal von Jakob in Treptow fchlage deshalb vor, eine Kommission einzusetzen, die den Schäden, en berotatori inreichen, einstimmig angenommen. wurden 318 000 Tonnen, 1895 9 Millionen Tonnen Robeisen von entstehen, entgegen produzirt. 1880 wurden Maschinen im Werthe von 400 Mill. 35 che i theilt noch mit, daß, bas Lokal von polwe in neben welche durch die Tarifgemeinschaft später diesen Vors Dollars angefertigt, 1895 berig der erth 750 Will nors. Jakob ebenfalls nicht zu haben ist. Dagegen ſteht das goal Redner sich energisch gegen die Agitation verschlag als eine Stänkerei bezeichnete, bei deren Durch von Rümpel, Köpenicker Landstraße und Partstraßen- Ecke den schiedener englischer Agitatoren, welche in Anterita Berfamm- Arbeitern zur Verfügung. Zum Schluß ersuchte der Vorsitzende Arendsee seine Bemerkung dahin ab, daß er gemeint habe, führung jedes geordnete Vereinsleben aufhöre, schwächte lungen abhalten, um durch allerhand Versprechungen und Quack nochmals, bei Ausflügen genau auf die Lokalliste zu achten. falbereien den Arbeitern die Köpfe zu verdrehen. Redner be die von ihm vorgeschlagene Kommission solle nur Material be= fämpft entschieden den Grundsatz der alten englischen Tradesunions, Die parlamentarische Thätigkeit der sozialdemo- züglich der schädlichen Wirkung der Tarifgemeinschaft sammeln Bager( blic orjian unterbreiten. der Tarifgemeinschaft fammeln dem Vorstand wonach die Arbeiter das Kapital durch Kapital bekämpfen sollen, ratischen Fraktion in der lezten Reichstags. und weist dem gegenüber darauf hin, daß nur der Sozialismus fession. Ueber dieses Thema den Arbeitern die Freiheit bringen werde. referite am 28. d. Wits. Resolutionen eingegangen, die fich zwar im Prinzip gegen vie Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt in einer öffent Halleschen Beschlüsse aussprachen, dieselben aber als vollendete lichen Bersammlung im fünften Wahlkreis. Redner behandelte Thatsache zu respettiven erklärten. Die Versammlung ging über eingehend die neue sozialpolitische Richtung in den Regierungs- diese Refolutionen zur Tagesordnung über und faßte auch keine freifen und kritisirte im Anschluß hieran die Stellung der bürger- weiteren Beschlüffe. lichen Parteien zum Konfektionsarbeiterstreit und dem Maximal- Die Stellmacher beschäftigten sich am Sonntag Bormittag arbeitstag in den Bäckereien. Sodann wandte sich Redner den in einer öffentlichen Versammlung mit der Abrechnung über den agrarpolitischen und Mittelstands- Bestrebungen der Reichstags letzten Streit. Schwarz erstattete als Mitglied der Lohnlauteren Wettbewerb und der Gewerbe- Ordnung darlegte. Nach dem Marken zu verzeichnen waren. Redner bedauert, daß die übrigen Redner das Bürgerliche Gesetzbuch, sowie mehrere der wichtigsten Gewerkschaften, für welche die Stellmacher sonst immer bereit Ein Bild Der traurigften Zustände entrollte italienische Delegirte Lazzari- Mailand. In Mailand Initiativ- Anträge kurz hatte Revue passiren lassen, richtete er willig geopfert hätten, ihnen selbst während des Streits geringe besteht if golfation, welche 8800 Mitglieder umfaßt. am Schluß seiner Ausführungen an die Anwesenden den leb- unterstützung zu theil werben, ließen, ein Umstand, der Zwar giebt es noch in einigen anderen Städten Organisationen, baften Appell, so wie bisher auch ferner für die Verbreitung wesentlich das Scheitern der Stellmacherbewegung herbeiführte. doch sind diese sehr schwach. Der Lohn der Metallarbeiter/ in der sozialdemokratischen Grundsäge thätig zu sein. In der Dis- Nachdem die Revisoren die Richtigkeit der Kassenführung bestätigt Italien übersteigt selten 2 M. sich über den so welche Frauen als Former beschäftigt mit einem Tagelohn von Ladenschluß einnehme. Der Vortragende bemerkt hierauf, daß in Kommissionsmitglieder, sowie die mangelhafte Unterstützung der 1/2 Franks. In der Hafenstadt Bari befinden sich zur bezug auf diese Frage, bei den sozialpolitischen Anschauungen der Gewerkschaften. untel, Braun, Baum, Tischer, Zeit 1300 Metallarbeiter im Ausstand. Der Delegirte hofft, sozialdemokratischen Partei kaum Meinungsverschiedenheiten vor- Beiß, die sich abwechselnd und wiederholt zum Wort melden, daß in nächster Zeit auch in Florenz, Lodi, Monza und Zurin handen sein dürften. Er persönlich stehe dieser Forderung sehr erhoben n. a. gegen die Lohnkommission den Vorwurf, daß dieOrganisationen entstehen werden. sympathisch gegenüber, mur sei unter dem gegenwärtigen Rurs bezocht au Elbers. Brüffel berichtet fehr ausführlich über die Lage und bei der Stellung der Majoritätsparteien, an eine Berfelbe nicht genügend Umficht entwickelt und zuviel an Entschädigung habe, während Sch wielt der belgischen Metallarbeiter. Bon 40 000 Metallarbeitern wirklichung dieser so berechtigten Forderung der Kommiſſion für und gang die Kommiſſion gegen diese Vorwürfe vertheidigen. find 15 000 organisirt, davon gehören 7000 dem nationalen Ver Arbeiterstatistik, nicht zu denken. Hierauf ſtimmte die Versamm: Nachdem endlich Schluß der Diskussion eingetreten, erfolgte die band an. Den Arbeitern der Staatswerkstätten ist der Zutritt zur lung einmüthig den beiden eingelaufenen Resolutionen zu, die Annahme eines Autrages: Die Lohukommission für aufgehoben Organisation verboten. Die Arbeitszeit schwankt zwischen 10 bis ich mit der Haltung der sozialdemokratischen Fraktion in der ve ben 10 bis 12 Stunden, die Löhne zwifchen 25-35 Gent. pro Stunde, in legten Reichstagsfession einverstanden erklären. Bei der Ersatz- erklären und die Regelung der Geldangelegenheiten der Agitationskommission zu fiberweisen. Bei der Wahl eines DeCoubies, 34-38 in Gent, 40-55 in Verviers, 42-58 in Brüssel. wahl für die Agitationskommission wurde Genoffe Hennig legirten zur Gewerkschaftskommission entsteht abermals eine lebBerschiedentlich herrscht Trucksystem; schlechte Behandlung und und in die Preßkommission Roth gewählt. Ueber die Ab- hafte Diskussion darüber, ob es überhaupt noch zweckmäßig sei, rechnung von der Maifeier berichtet der Kassirer Nichter. Demeinen Delegirten zu wählen, da wie einige meinen, die Gewerkschaftsharte Strafen sind fast allgemein. Dem Bericht von Vogelsanger- Winterthur über die nach betrug die Einnahme 709 M. und die Ausgabe 453,46 M., kommission bezw. deren Zeitung nicht die gehegten Erwartungen erfüllt Schweiz ist zu entnehmen, daß in 680 Betrieben mit jobaß ein überschuß von 25.54 m. verbleibt, dieſe of files and befonders bie Steffmacher während des legten Streifs ſehr 21 300 PH 34 000 Arbeiter beschäftigt sind. Von den dortigen feier ist das Lokal Schweizergarten gemiethet und wurde für schnöde im Stich gelassen Arbeitern sind 2500 organisirt. In 65 pCt. der Betriebe herrscht das Arrangement eine Kommission von 5 Personen gewählt. dahin, bis auf weiteres noche man einigte sich aber schließlich Delegirten zu wählen, dessen 11 stündige Arbeitszeit, in den übrigen weniger.similigal dodDer Fachverein der Stellmacher nahm in seiner Ver Aufgabe es sein soll, gegen die Mißstände in der GewerkschaftsHansen Kopenhagen ist in der Lage, einen erfreulichen sammlung am 19. Juli die Abrechnung vom zweiten Quartal tommission anzufämpfen, worauf ischer als Delegirter zur Aufschwung der Organisationen in Dänemark und Schweden entgegen, das einen Kassenbestand von 288,73 m. auswies. Ueber Gewerkschaftskommission bestimmt wird. Unter Berschiedenem" melden zu können. die Pflichten der Mitglieder dem Verein gegenüber wurde von wird der Wunsch ausgesprochen, daß Braun und Kunkel, Hobson erklärt für die englische Delegation, auf einen dem Mitglied Röhnte ein recht wirksamer Vortrag gehalten. Die fich eine Auflage und Verurtheilung während des Streits derartigen Bericht nicht vorbereitet zu fein; der Bericht über England fällt daher aus. Tentscher Holzarbeiter- Verband. Am 20. Juli tagte für zugezogen, von der Gesammtheit unterstützt werden, ( 9 ten Bezint Schönhauser Vorstadt eine sehr gut besuchte Ver- In Weißensee tagle am 20. Juli die halbjährliche Generals asiahol fammlung in Mörschel's Salon. Das Referat batte Reichstags versammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins. Der VorVersammlungen. abgeordneter R. Schmidt übernommen, der in einem beifällig sitzende gab zunächst den Bericht des Vorstandes. Danach fanden Die Parteigenossen des 4. Reichstags- Wahlkreises hielten aufgenommenen Vortrag über das Thema: Wie schützt sich der 2 Generalversammlungen, 8 Vereinsversammlungen und 16 Bor am Freitag auf Veranlassung der Lofaltommission eine gut bearbeiter gegen die kapitalistische Ausbeutung" sprach. Ohne standssitungen statt. Jm Interesse des Vereins wurden vom fuchte öffentliche Volksversammlung ab, um über den Beschluß Diskussion über den Vortrag verhandelte hierauf die Verfaman Vorstand mehrere Broschüren( Gemeindeverordmungen), sowie für Der Zotalfommission über das Lofal von W. Jatob in Treptow" lung über Werkstattangelegenheiten. Hierzu waren die Kollegen aus die Mitglieder das fommunistische Manifest angeschafft. Der zu berathen und zu beschließen. Genoffe Scholz als Vorsitzender einer Anzahl 1 flätten geleden, befonbers aber die: Borsigende forderte die neu zu wählenden Beisitzer auf, ihr Amt der Lokalfommission gab zunächst einen furzen Abriß über die jenigen, die im Besuch der Mitglieder- und Vertrauensmänner fireng und gewissenhaft zu verwalten, da einige der bisherigen Entstehung und den Zweck der Kommission, die namentlich während Versammlung große Nachlässigkeit zeigten. Soweit die Eine Beisitzer ihrer Pflicht nicht voll und ganz genügt haben. Sierauf des Bierboykotts einen schweren aber erfolgreichen Kampf gegen geladenen erschienen waren, versprach man das Versäumte nach gab der Kassirer den Kassenbericht, der mit einem Bestand vom 355,75 M. und das Unternehmerthum im Gastwirthgewerbe im Interesse der zuholen und auch den Sammlungen für den Streitfonds die vorigen Quartal eine Einnahme von eine Ausgabe von 103,40 aufweist. Mithin ist ein Be= gefammten Arbeiterschaft geführt. Nach Aufhebung des Boykotts nöthige Aufmerksamkeit zu widmen. stand von 252,35 M. vorhanden. Der Kassirer verliest aber glaubten eine Anzahl Wirthe gegen die Arbeiter wieder Die Rohrleger und Gehilfen halten am Dienstag, den sodann die Namen der schon lange refiirenden Mitglieder. unter allen nur erdenklichen Vorwänden und angeblichen polizei- 21. Juli, in Cohn's Festfälen, Beuthfir. 20, eine öffentliche Ber: Es wird sodann beschlossen, daß diejenigen, die länger als sechs lichen Bedrückungen vorgehen und sich der durch ihre Unterschrift sammlung ab, um Beschluß über den neu aufgestellten Lobutarif Wionate mit den Beiträgen rückständig sind, gestrichen werden. eingegangenen Verpflichtungen einfach entziehen zu können. In zu faffen, welchem die neunstündige Arbeitszeit und ein Minimal- Auf Antrag Preiß wird der Kassirer für das seinerzeit bei ihm gleicher Weise geschah dies den organisirten Kellnern lohn von 50 Pf. für Rohrleger und 35 Pf. für die Gehilfen zu gestohlene Geld in Höhe von 84,65 M. nicht baftbar gemacht. gegenüber, welche den Bestimmungen gemäß in solchen Grunde liegt die verschiedenartigen niedrigeren Löhne aufzu- Die hierauf vollzogene Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Lokalen angestellt werden sollten, aber in zahlreichen bessern werden alle Kollegen ersucht vollzählig zu erscheinen, um Resultat: Benckert, Vorsitzender; Koopmann, Schriftführer; Fällen einfach nicht beachtet oder nach kurzer Dauer Stellung dazu zu nehmen, um gerüftet zu sein, diese Forderungen Batnos, Kassirer; Patt, Faltenberg, Schilling, Kopf und Dehnert, unter gewissen Umständen bald wieder entlaffen wurden. im Herbst mit allen übrigen Branchen der Metallindustrie zur Beisiger: Haat und May, Bibliothekare; Elsholz, Eschbach und Nach dem legten Stöllerstreich im vorigen Jahre, der Durchführung zu bringen. Der Vertrauensmann. Kraft, Revisoren. Zum Schluß gelangten einige interne Au auch die Auflösung der Lokalfommission herbeiführte, fühlten sich die Herren Lokalinhaber nicht mehr an ihre Vereinbarungen ge- Die in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holz gelegenheiten zur Erledigung. beschäftigten Arbeiter( Filiale II) hatten am bunden und suchten die Arbeiter bezw. Gewerkschaften erst recht 21. b. M. ihre regelmäßige Monatsversammlung anberaumt, in Charlottenburg. In einer gut besuchten Versammlung der unter den nichtigsten Vorwänden zu chikaniren. Als einer dieser der Genosse Paul Jahn über die Währungsfrage referirte. Bauarbeiter referirte hier am 21. Juli Krenz aus Hamburg mit dem die Arbeiterschaft, wie Genoffe 3 o'ch el hervorhob, nur nach dem Vortrage verlag der Kaffixer die Abrechnung vom Darlegungen des Referenten fanden in der Diskussion allseitig Herren ist besonders Herr Jakob in Treptow zu bezeichnen, Dach ber Raffizer Zibrehu über den Werth der Gewerkschaftsorganisation. Die intereſſanten allzuviel Nachficht und Geduld gehabt hat, Schon seit den zwei weiten Quartal, worauf ihm die Versammlung Techarge er Darlegungen des Referenten fanden in der Diskussion allseitig Jahren habe er immer eine sehr zweifelhafte dolle theilte. Auf Antrag wurde das Mitglied Näse wegen ungenügender Theilnahme an den Sig Rela gotal zur Abhaltung von Bersammlungen und Vergnügungen Die nächste Versammlung findet am 18. Auguſt ſtatt. fein Lotal zur Abhaltung von Bersammlungen und Vergnügungen Revisor enthoben und an feiner Stelle Sauerzapf gewählt. den verschiedensten Gewerkschaften verweigerte unter dem Hinweis auf polizeiliche Chifanen, die später als leere Berumthungen und Aus Eine öffentliche Versammlung, die uur mäßig besucht flüchte sich erwiesen. Betreffs der Kellner hat er ebenso gehandelt. war, tagle am 22. Juli in Moabit, Stromfir. 28. Auf der Herr Jat ob verfucht es nun, fich gegen die ihm bisher gemachten Tagesordnung stand eine Vorlesung aus der Broschüre Freiheit Quissamos gaiss on bushel.# dilletime listed abilizoud auch hier immer mehr ein täglich. Die benarbeit dringt Stellung die sozialdemokratische Fraktion zu dem Achtuhr Verlauf des Streifs, die Thätigkeit und Entschädigung der gespielt, " den Sigungen feines Postens als zu zustimmende Aufnahme. warz, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neus mann, Pafewalterstr. Bereinskalender sind zu richten Renderungen an Sereinstalember fib su rieten an start Stilder, steine grautfucters griebtia oculir. 3. alle Menberungen im i fraße Nr. 7, 1 Tr. 171 int sind Fund der geselligen Rebeitervereine Berlins und Umgegrub. Aue Sufchriften, den Bund betreffend find zu richten an Gerinann gabu, Schönhaufer Allee 177. Achtung! Achtung! Bentral- Kranken- und Sterbe- Leder- n. Galanterie- Arbeiter u.- Arbeiterinnen( Portefeuiller). Brauerei Pichelsdorf. Kase der Tischler u. Sonntag, den 9. August 1896: Gr. Sängerfest des Arbeiter- Sängerbundes Berlins und Umgegend. Am 25. Juli verstarb nach langem Krantenlager unser Mitglied Franz Peters. Die Beerdigung findet Dienstag, den Dienstag, den 28. Juli, abends 81/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Henke's Salon, Naunynstr. 27. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mehner über: Ist 28. Juli nachmittags 4 Uhr von der der Streit ein Mittel zur Erringung befferer Arbeitsbedingungen? 2. ProLeichenhalle des Neuen Jerusalemer flamirung des Streits. 3. Verschiedenes. Kirchhofes aus stalt. 181/20 103/3 Um recht zahlreiche Betheiligung er jucht Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Genossen die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann und Vater, der Arbeiter Joseph Hahn nach langer, schwerer Krankheit a. 26. Juli verstorben ist. 28926 Die Beerdigung findet Mittwoch Die Lohnkommission. Genoffinnen! Achtung! Genoffen! Dienstag, den 28. Juli, abends 8 Uhr: Große öffentliche Bolts- Bersammlung in der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 58. Zages: Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Rechtsanwalts Wolfgang Heine über: Die 225 Gelangvereine mit 4500 Sängern. Nachmittag 3 Uhr vom. Trauerhause Gewerbegerichte und die Stellung der Frauen dazu. 2. Diskussion. Sänger- Festzug. 3 Musikkapelleu. Massengesäuge. Lei eintretender Dunkelheit feenhafte Beleuchtung des ganzen Etablissements. Im Saale und neuerbauten Bal champêtre: Tanz. Volksbelustigungen aller Art. Preisspiele für Kinder. Anfang des Konzerts früh 8 Uhr, der Gesangsanfführungen L nachmittags 3 Uhr. Köpenickerstr. 43 aus statt. Die trauernde Gattin nebst Sohn. Danksagung. Sage allen, welche meinem mir so früh von der Seite geriffenen innigEs ist Pflicht der Genossen und Genossinnen, für die Versammlung rege zu agitiren; besonders ist das Erscheinen der Frauen und Mädchen nothwendig. Zellerfammlung findet statt. 2/12 Die Einberuferiu: Frau Mesch. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). geliebten Gatten Oskar Nolte die letzte Ehre erwiesen haben, besonders den Herren Vorgesetzten, Meistern, Kollegen und Genossen meinen tiefgefühlten Dank. Wwe. Aug. Nolte, Dienstag, den 28. Juli, abends 8, Uhr, in Keller's Fettsälen, Koppenstraße Nr. 29: geb. Schulze. Die gegen. Frau Anna Vehlk Außerordentliche General- Versammlung Drei Raffeeküchen stehen den geehrten Damen von früh ab Ramlerstr. 17, gesprochenen Beleidi zur Verfügung. gungen nehme ich zurück. Billet 20 Pfennige. Billets sind bei folgenden Vorstandsmitgliedern zu haben: A. Neumann, Restaurateur, Pafewalterstr. 3; Rob. Meyer, Blumengeschäft, Mariannen Straße 2, Otto Rafche, Bigarrengeschäft, Reichenbergersir. 160; Adolf Hübner, Steindruckerei, Wilhelmstr. 134, Hof 1 Tr. Fahrpläne mit genauer Angabe der Fahrverbindungen gelangen gratis zur Ausgabe. Achtung! Die Vereine werden im eigenen Interesse crfucht, bei Entnahme von Billets den Beauftragten mit der Verrins- Bundesmitgliedskarte zu versehen. 17/6 00000000 Der Vorstand. Bertha Käding, Ramlerstr. 17. Die ausgesprochene Beleidigung gegen Herrn F. Wehr, Cuvrystraße 18, nehme ich hiermit zurück. Tages Ordnung: 1. Antrag des Vorstandes und des Ausschusses auf Erhebung eines Extrabeitrags von 10 Pf. pro Woche auf ein Vierteljahr. 2. Beschlußfaffung über die Lohnbewegung der Drechsler. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Morgen, Mittwoch, abends 8 Uhr, bei Brochnow, Sebastianstr. 39: Kombinirte Sihung Aug. Schulze, Reinickendorferftr. 18 a. 302/5 Die Beleidigung gegen A. Boy nehme ich hiermit zurück und erkläre ihn als Ehrenmann. P. Marguering. Ich nehme meine den Stephan'schen Eheleuten gethane Beleidigung hiermit zurück. Frau Franziska Eisen, 0000029996 Liegnigerstr. 19. Freireligiöse Gemeinde. Jeden Mittwoch, pünktlich abends 872 Uhr, im großen unteren Saal Schönhauserstraße 23/24: Uebung des gemischten Chors. Beitritt, doch nur von Mitgliedern der Gemeinde, kann an jedem Uebungsabend erfolgen, Kranzbinderei und Blumenhandlung 4974L* der Ortsverwaltung und der Werkstatt- Kontrollkommission. Sämmtliche Branchenvertreter sind verpflichtet, zu erscheinen." Die Beitragssammler werden ersucht, gleichfalls zu erscheinen. Achtung! Puter. Achtung! Mittwoch, den 29. Juli, abends 6 1hr, Grenadierstr. 38: Robert Meyer, Bersammlung der Baudeputirten der Pußer Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. 62/4 Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball sträußchen, Bouquets u. f. w. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert Theaterverein ,, Proletariat" fucht, unter guter Leitung, Damen, Herren, sowie Familien als aktive, sowie paffive Mitglieder. Sigung jeden Mittwoch abends 9 Uhr Röpnidersir. 68 bel Schöning. 2812b Etablissement ,, Süd- Ost" Waldemarstrasse 75. Sonnabend, der 29. 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General Derlammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins für TeltowBeeskow- Storkow- Charlottenburg Mittwoch, den 29. Juli, abends 8 Uhr, Bismarckshöhe. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Wahl von Abtheilungsführern. des Möbelspeichers Rosenthaler Strasse 13. 3. Vereinsangelegenheit. Wegen beabsichtigter Bergrößerung meiner Mitgliedsbuch legitimirt. Restirende Mitglieder werden ersucht, ihre Der Vortand. Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager Beiträge zu entrichten. zu noch nie dagewefenen Breifen. Sum Um Juge und für Brautleute ist somit bie einzig NB: Sonntag, den 16. August, vorm. 9 Uhr, findet der Uraniabesuch reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, fo- ftatt. Billets bei bekannten Genossen. wie einzelne Stücke gediegen und billigst ein unmögliche 250/9 Vereinsgeschäft. sutaufell. 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