. 13 St r HERE t, il it. HACE te F 53352 3: 22 1 3 ) I. 1= M ARTICOLO.. C. 3. 9 t. b 144.9 Mr. 165. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Bierteljährlich 3,30 Mart, monate Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6169. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschluk: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die revolutionäre Sonnabend den 18. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Mit derselben logik müßten wir uns gegen die Wohl aber ist umgekehrt die Gewaltthätigkeit ein Preßfreiheit eiären, weil diese jetzt hauptsächlich wesentliches und unentbehrliches Hilfsmittel für die " geistiger Waffen", auf die rohe, brutale Gewalt angewiesen sind. Sozialdemokratie. unseren Feinden undhrer korrupten Wirthschaft zu Gute Feinde der Revolution, welche, in Ermangelung fommt. Und hierdurch- durch diese gewaltthätige Natur ihrer Feinde ist einzig und allein der gewaltthätige Verlauf so vieler Revolutionen bedingt worden. Von dem fortschrittlichen Abgeordneten Ludwig BamUnd nun zu der angeblichen Gegensatz zwischen dem berger wurde vor Wochen auf dem fortschrittlichen Kreis- revolutionären Charcer der Sozialdemokratie und einer Parteitag in Frankfurt a. M. gesagt, die deutsche Sozial- parlamentarischen Thigkeit derselben. demokratie sei im Begriff, ihren revolutionären Wäre dieser Gensaz in Wirklichkeit vorhanden, Charakter abzulegen und sich zu einer parlamen- dann wäre der Pamentarismus allerdings für die Der gewaltsamen Unterdrückung läßt sich nur durch tarischen Partei zu entwickeln. Sozialdemokratie ein Rührmichnichtan. Denn revo gewaltsamen Gegendruck steuern und in allen Fällen In seinen beiden Theilen ist dieser Ausspruch un- Iutionär ist sie ihm innersten Wesen nach. läßt sich der genaue Nachweis erbringen, daß die RevoRevolutionär iste Sozialdemokratie, weil sie mit lution, so oft sie gewaltthätig auftrat, dazu durch die richtig, den wir seinerzeit kurz erwähnten und der uns jezt durch allerhand Erörterungen in der Presse ins Ge- dem herrschenden Kaplismus nicht pattiren will noch Gewaltthätigkeit ihrer Feinde gezwungen ward und sich fann, ohne an sich set zur Verrätherin zu werden. stets in der Selbstvertheidigung befand. dächtniß gebracht wurden. Revolutionär isdie Sozialdemokratie, weil sie den Wären die Menschen Hämmel, die sich widerstandsoder Anhänger jener evanKapitalismus nicht ormiren, nicht durch Palliativ- los Alles gefallen lassen mittelchen und Salbe die seine eitrigen Auswüchse von gelischen Lehre, welche die geohrfeigte Wange zu einem Die sozialdemokratische Partei legt weder ihren revolutionären Charakter ab, noch entwickelt sie sich zu einer parlamentarischen Partei. " Wenn unter„ parlamentarischer Partei" zu verstehen der Oberfläche des geschaftlichen Organismus entfernen, zweiten Backenstreich hinzuhalten befiehlt dann gäbe es ist, daß eine Partei durch das„ Parlament", d. h. durch die pfuschkuriren, sondernn mit der Wurzel aus- freilich keine Revolutionen, es gäbe aber auch keinen und di menschliche Gesellschaft auf menschlichen Fortschritt. Gesetzgebungsmaschine, und innerhalb der Volksvertretung rotten Genug-die Revolution hat zwar, um ihrer gewaltfür ihre Ziele zu wirken strebt, dann war die deutsche einer anderen, rundverschiedenen, die unmöglich thätigen Feinde Herr zu werden, sich häufig der nämlichen Sozialdemokratie von jeher eine„ parlamentarische Partei" tapitalistische usbeutung machenden Untéage aufbauen und ein Waffen bedienen müssen, wie diese, das ändert jedoch braucht es also nicht erst zu werden. nichts an der Thatsache, daß die Gewaltthätigkeit nicht Wenn dagegen unter einer„ parlamentarischen Partei" richten will. Revolutionär istie Sozialdemokratie, weil sie, nur nicht zu ihrem Wesen gehört, sondern ihm widereine solche zu verstehen ist, welche im Parlament" mit anderen Parteien über Prinzipien paktivt und den Schwer- durch eine breite Klupon allen übrigen, ausnahmslos spricht und entgegengesetzt ist. Das, worauf es ankommt und woran wir unter punkt ihrer Thätigkeit in das Parlament verlegt, so war auf dem Boden de kapitalistischen Produktionsform die deutsche Sozialdemokratie niemals eine parlamentarische stehenden Parteien getht ist, und alle übrigen Parteien allen Umständen festzuhalten haben, das ist das repo. überwinden muß, um Ziel zu gelangen. lutionäre Wesen unserer Partei, welches uns jedes Revolutionär ist Sozialdemokratie, weil sie den Paktiren mit Bezug auf Prinzipien kategorisch verbietet Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei bei dieser klassen staat, dausschließlich die Interessen der und zwischen uns und den anderen Parteien einen tiefen Gelegenheit bemerkt, daß bei dem Parlamentarismus wohl besitzenden Klassen vitt und gewissermaßen deren Grenzgraben gezogen hat, auf deffen einer Seite es heißt: zu unterscheiden ist zwischen dem System der Volks Generalagentust, nicht als Vertreter der all- Hie Sozialismus! und auf der anderen: Hie vertretung, an welchem auch die Sozialdemokratie gemeinen Voltsinteress betrachten kann, und in Ver- Kapitalismus! Partei und kann es auch niemals werden. der Revolution hält, verkennt das Wesen der revolutionären Sozialdemokratie ebenso sehr, wie der, welcher einem Pakt der Sozialdemokratie mit dem heutigen Klassenstaat das Wort redet. Jener Irrthum würde uns in den Frr garten anarchistischer Revolutions- 3ungenrescherei und Putscherei führen dieser in den Sumpf eines feigen und wenigstens so weit die direkte Gesetzgebung durch das fechtung der Interess der arbeitenden Klassen ihn Wer das Gewaltsame für eine organische Eigenschaft Volk nicht, oder noch nicht durchzuführen ist, aus Darum ist die Sozimokratie jedoch nicht revolutionär praktischen Gründen festhalten muß- und zwischen der prinzipiell zu bekämin gezwungen ist. schamlosen Verfälschung und Ausbeutung dieses im Heugabelsinn der igen Gewalt". Revolutionär und waltthätigkeit sind Begriffe, die Systems durch die besigenden und herrschenden Klassen. Der englische Parlamentarismus, der fast aus- an sich gar nichts mit ader gemein haben. Wenn dem schließlich die Interessen des grundbesitzenden, industriellen Begriff der Revolution tzutage der des Kampfes um und tommerziellen Kapitalismus zur Geltung bringt, und das Reinmenschliche politische und soziale Ideale, der französische Musterparlamentarismus unter Louis und für die höchsten Kizwecke, anhängt, so ergiebt sich Philippe, der das Volk zu Gunsten einer winzigen Minder- sogar, daß beide Begrifinander entgegengesett heit so systematisch ausplünderte, wie das seitdem nur noch sind. Denn das Ideale der brutalen Gewalt todtfeind, wie Buckle in in Deutschland vorgekommen ist können uns natürlich und die Kultur hat diendenz nicht zum Muster dienen, dürfen uns aber auch nicht dazu seiner Geschichte der Esation" es vortrefflich nachverleiten, das Kind mit dem Bad auszuschütten, und das gewiesen hat, das Monoder den Faktor der GewaltPrinzip der Volksvertretung, um des mit thätigkeit mehr und melis der menschlichen Geschichte zu entfernen. ihm getriebenen Mißbrauchs willen zu verwerfen. Feuilleton. Rachbruc verboten.] ( 113 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. " faulen Opportunismus. und Da trat Weg, der in das Gefän Hofers führen könnte, müßte Gnadenkette des Raisers empfangen hatte. mit Gold gepflastert wer Planatscher aus Prags in die Stube. Wie ungern Ambros An Geld fehlt's!" rief Ambros. Er hatte jetzt auch an sein Leben unter den Schwärzern zurückdachte; feinen Rappen, der für eldwirthschaft in den Bergen sein Willkommen ließ es ſeinem Kameraden aus jenen fich nicht eignete, an derthen in Waidbruck verkauft. Tagen nicht entgelten. Er nöthigte ihn auf die wärmste Hundert Gulden in Blatteln hatte er für das schöne Stelle der Ofenbant und Stafi beeilte sich, eine Jause aufThier erhalten; die wolltmit Freuden hergeben. Das zutragen, sobald sie den Namen des Gastes erfahren hatte. dünkte dem Gamsmanndl doch zu wenig, um über die Denn die Namen Aller, die ihrem Manne freundlich uno Zugbrücken der Festung, Beige in das Gefängniß Hofers hilfreich sich erwiesen hatten, standen in ihrem Herzen. Blanatscher schien einer Stärkung auch sehr zu bedürfen. zu gelangen. Mutschleitner meinte, Paiser Franz hätte zwar Tyrol Er sah übel aus und ließ sich sichtlich ermüdet auf der Noch aber hatten die Standesrechtskugeln dieses edelste und reinste Heldenherz nicht durchbohrt, als die Schreckens preisgeben müffen, aber türde er nicht zulassen, daß Bank an dem warmen Ofen nieder. Da er des Weges ge= kunde durch die Thäler zitterte, daß der Hofer gefangen Hofer stürbe, zumal der Non des Kaisers Schwiegersohn kommen wäre, so hätte er schauen wollen, wie es Ambros sei. Ein Holzschlittner, Johann Raffl aus Prandach, hatte werden sollte. Die Meisteren dieser Ansicht, besonders ginge, äußerte er. Es wüßte heut zu Tage ja Keiner von zufällig seinen Versteck in der Waldhütte unterhalb der die Frauen, und Lisei utaft suchten ihre Hoffnung seinem besten Freunde, ob er noch lebte oder irgendwo einPfandlerspitz entdeckt und den Franzosen verrathen, so hieß auch Ambros einzuflößen. Herr Zengerl brummte vor gescharrt wäre ohne Sang und Klang. es. Fast zwei Monate lang hatte Andreas Hofer dort im Hoch- sich hin: „ König Agamemnon seine eigene Tochter, um gebirge unter Schnee und Eis sich verborgen gehalten, taub gegen alles Bitten Haspingers, der, als Haufirer verkleidet, aus Grau den Zorn der Götter zu men, und so thut Kaiser bünden sich zu ihm gewagt und ihn beschworen hatte, mit Franz. Aber Napoleon ist Gott. Er ist ein Brennus, Blanatscher verneinte. Sie hätten auch im pragfer ihm aus dem Lande zu fliehen. Er konnte nicht fort der noch sein Schwert zu Sewichten, mit denen das Thal wieder zu den Waffen greifen wollen, aber ihr Pfarrer aus Tyrol, ebensowenig, wie der Baum den Ort, an dem Lösegeld gewogen wird, in schale wirft." Eines Nachmittags, 9Ende des Monats Februar, hätte abgemahut: es könnte nichts mehr helfen. Er strich er eingewurzelt ist, zu verlassen vermag, es sei denn, daß er erhielt Ambros einen uneren Besuch. Es war ein sich mit der Hand über das rund geschnittene Haar und umgehauen wird. In St. Vigil sah man nur bestürzte Mienen und Viele nasses, rauhes Wetter, bei Niemand gern aus dem fuhr fort: Meine Frau ist zufrieden, seitdem der Hofer ums thaten ihrem Schutzpatron oder der Himmelskönigin Gelübde, Hause geht. In dem großen knisterte und prasselte wenn sie Hofers Leben beschützen wollten. Ambros hatte ein tüchtiges Feuer. Stann. Der wiedergenesene hat zusammengeben lassen. Wie wir dazumalen von ihm tirgends Ruhe und er sprach mit Mutschleitner und dem Ohm saß in einem bequemehl, den Ambros für ihn Abschied genommen haben, da hat er die Martha bei Seite Gamsmanndl davon, daß man ihn befreien müsse. Er holte angeschafft hatte, und Amerzählte von dem, deffen gezogen und hat ihr Geld gegeben, daß wir wieder eine seine Waffen aus Tamers und setzte seine Pistolen in Stand. sein Herz voll war, von Her trübe Tag erinnerte Stub haben kaufen können. Das ist sein Hochzeitsgeschenk Gampogna erklärte sich sofort bereit, ihm beizustehen, meinte ihn an die Feierlichkeit in anziskanerkirche zu uns gewesen. Ja, und wie ich gehört hab', daß er von den aber doch, mit Gewalt wäre nichts zu machen: der einzige bruck, als der vor dem Hoe knieende Sandwirth die Franzosen ist nach Mantua gebracht worden, da hat's mich " Des Weges kommst Du?" fragte Ambros. Das ist weit und Du mußt Dich doch nicht etwa auch vor den Franzosen verstecken?" " Dolitische Leberlicht. D Berlin, 17. Juli. erhoben werden können, da diese Thatsache aus jeder Zeile seiner Schrift uns entgegenspringt. Niemand, der die Schrift liest, tann sie für das Werk eines Burechnungsfähigen halten. Höchstens die Personen, welche den unglücklichen Verfasser zu ihren demagogischen Hezzwecken mißbrauchten, kann unseres Erachtens eine Schuld treffen. Die Vereinsbäckerei München( eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) hat weder die Aufgabe, noch weniger die Pflicht, die Existenzgrundlagen der hiesigen Bäckergehilfenschaft zu verändern, dies ist ausschließlich Recht und Pflicht der Bäckergehilfenschaft selbst, welche durch fremde Bevormundung nur noch mehr versumpfen und verdummen würde. Die Vereinsbäckerei München hat ausschließlich nur den Zweck, ihren Mitgliedern gutes und billiges Brot zu liefern. Selbstverständlich ist es Pflicht, daß den dort beschäf tigten Gehilfen möglichst gute Existenzbedingungen geboten Der Reichs Anzeiger" tröstet das deutsche Volk für die hohen Brotpreise mit der Aussicht, daß die Weizenernte voraussichtlich in Amerika sowohl als Indien einen guten Ertrag liefern werde. Allein das deutsche Volt ist seiner ungeheuren Mehrzahl nach kein thatsächlich an der deutsch- französischen Grenze hat eintreten Die Paßverschärfungen, welche die deutsche Regierung Weizenbrot, weil ihm dieses zu theuer ist. Lassen, haben wie zu erwarten war, in Frankreich einen sehr Der eigenthümliche Trost des Reichs- Anzeigers" der üblen Eindruck gemacht. Die Größe der Erregung offenDabei offenbar die berühmte Kein- Nothstand- Rede des Herrn barte sich in der Thatsache, daß die Kammer mit einer Reichstanzlers im Gedächtniß hatte, entspringt jener naiven majorität von 286 gegen 203 Stimmen gestern beschloß, sische General Saussier, Kommandant von Paris, Weltanschauung, welche die französische Prinzessin einst eine die Maßregel betreffende Interpellaion des Boulangisten während einer Hungersnoth vor der Revolution den schon ssen." Fort mit den Kornzöllen! werden." Ein vernünftiger Militär scheint der franzö " einmal von uns zitirten Ausspruch thun ließ:„ Wenn die Laur, trotz des Widerspruchs der Rgierung, zur Dis- zu sein, der beim Revolutionsfeste am Montag einen Trinkarmen Leute kein Brot haben, dann sollen sie Suchen schiedenartigen Elementen- Royaliste, Pfaffen, Radikalen warnte vor allzugroßem Vertrauen in jene Kriegseinander wettlaufen." ebenso wenig satt werden, wie das französische von jenem an der Thatsache der Erregung, die durch jene Maßregel Melinit sind gewaltige Kriegsmittel, aber wer kann heut. Das deutsche Volk wird von diesem Weizen troft und Boulangisten sich zusammenset, das ändert nichts maschinen, um welche die Militärstaaten so eifrig mit Gewiß, rauchschwaches Pulver und Kuchen troft. Und es wird in der Güte und Massen- hervorgerufen worden ist. Wir wiederholen: was nüzen d friedlichsten Reden, zu Tage angesichts des unaufhaltsamen Fortschritts dafür haftigkeit des theueren amerikanischen und englischen welchen Werth haben die pchetischsten Friedens derselben sein werden. bürgen, daß wir morgen noch die ausschließlichen Besizer Weizens keine Rechtfertigungsgründe dafür erblicken, daß ihm derselben sein werden. Glücklicher Weise ruht das Gedas Roggenbrot in dieser theuern Zeit noch um 25 yet betheuerungen, wenn sie durch die Handlungen so heimniß des Sieges nicht da, jetzt wie immer ruht es in vertheuert wird, damit die Herren Großgrundbesitzer sich die bie Reichsregierung ihre Gründe habi wem und wann feld ungleich furchtbarer ist, als die vollkommensten Kriegshandgreiflich dementen wird der ſittlichen Kraft der Soldaten, die auf dem SchlachtTaschen mit Gold füllen können. hätte es je an Gründen gefehlt?-man redet z. B. von einem Revanche- Bund", welcher vo Nancy aus deutsch- maschinen." Die„ fittliche Kraft" wird aber nicht in den KaserEine alte Vettel als Tugendpredigerin ist beinahe feindliche Elemente nach Elsaß- Lothugen zu schaffen und nen geschaffen oder vermehrt.- sie ist das Ergebniß ein ebenso ekelhaftes Schauspiel, als die„ Kölnische Zeitung" die Reichslande an Frankreich zurücubringen bezwecke als Vertreterin des Rechts zu sehen. Zwei riesenlange Leit- allein in diesem Fall würde es sich och höchstens um das guter Erziehung, und jener Mannhaftigkeit, artifel bringt sie, um die Mängel einer Rechtspflege zu be- finn- und tattlose Vorgehen einzelneẞersonen handeln, für wird also in Milisbeeren freier Bölfer unDie nur freie Männer besigen tönnen. Sie leuchten, welche es ermöglicht, eine betrügerische Bourgeoisie, die man unmöglich ganz Frankreichverantwortlich machen zweifelhaft in höherem Maße zu finden sein, als in oie als Klägerin auftritt, sich durch ihr eigenes Zeugniß fann. brandmarken zu lassen. Ueberall, wo auch nur die geringste Die Paßverschärfungen an d französisch- deutschen gedrillten stehenden Heeren, die deshalb Spur von Rechtssinn herrscht, gilt der Grundsah, gerade Grenze bilden leider einen neuen, w zwar sehr schlagenden auch niemals in kritischen Beiten jene zähe Widerdem Angeklagten den weitesten Staum zur Vertheidigung zu Beweis dafür, daß auch auf dem biete der auswärtigen standskraft und jene Fähigkeit, nach Niederjewähren; die„ Kölnische Zeitung" ist entrüstet darüber, daß Politit, insbesondere Frankreich egenüber, der alte lagen sich fraft- und begeisterungsvoll wieder zu erheben, gehabt haben, wie echte Volksin dem Bochumer Prozeß der Angeklagte sich herausnehmen Kurs" lustig fortgesetzt wird. heere. fomite, Gegenfragen" zu stellen. Besonders aber regt sie Auch Fürst Bismarck floß vi Friedensbetheuerungen sich auf, und hat auch wohl Ursache dazu, über die indis- über, die dann regelmäßig durch Kwasserstrahlen, Grenz- tärische Ueberlegenheit Deutschlands von vorn herein so flar Sogar im deutsch- französischen Krieg, wo die milifreten" Fragen an die Zeugen. Der gegen Redakteure geübte plackereien, Schnäbele- Verhaftungen. s. w. in ihr Gegen zu Tage trat, sind unsere Truppen mit dem stehenden Heer Zeugnißzwang, den man schon eher Denunziationszwang theil umgedreht wurden. Napoleon's viel leichter fertig geworden, als mit der imnennen fönnte, ist für die Kölnische Zeitung" nicht der Leisesten Rüge werth, aber unerhört erscheint es ihr, daß ein Das definitive Resultat der Schstags- Ersatzwahl, die Boltsarmee der Republit. provifirten, militärisch so gut wie gar nicht ausgebildeten Zeuge, auf deffen Antrag Klage erhoben ist, selbst über die am letzten Donnerstag in Kaffel- elsungen stattgefunden ihr zu Grunde liegenden Thatsachen Aussage machen soll. hat, liegt noch nicht vor. Nicht niger als fünf KandiRebellion" wurde es von einigen Dreister und nackter hat sich wohl noch nirgends die An- baten standen sich gegenüber. Na dem letzten Telegramm Beitungen genannt der Streit, den englische Solschauung geltend gemacht, daß das Recht sich vollständig erhielt unser Kandidat Wilh Pfannkuch bisher daten und Polizisten vor etwa Jahresfrist in London den Bourgeoisinteressen unterzuordnen hat, wie es durch 7811 Stimmen; auf den Komproutandidaten der Deutsch durchführten, ist noch nicht vergessen. Unsere deutschen die Kölnische Zeitung" geschieht. Sie mag freilich noch so Freifinnigen und NationalliberalesSndemann, fielen 4490, Ordnungsphilister, die sich einen Staat ohne Polizei und viel Spalten mit ihrer sophistischen Nabulisterei füllen, ihre auf den Antisemiten Förster 40C auf den Konservativen Soldaten nicht denken tönnen und in beiden die Grundganze Spiegelfechterei wird Niemanden überzeugen und v. Alvensleben 1354 und auf& Kandidaten der parti- pfeiler alles Bestehenden erblicken, waren damals wie niebernichts weiter beweisen, als wie tief, bis ins Herz hinein, fularistischen hessischen Rechtspart Rechtsanwalt Martin, gedonnert und erwarteten den Zusammenbruch des englischen die Bourgeoisie durch den Bochumer Prozeß getroffen ist. 1289 Stimmen. Das Resultatus sieben Orten steht Reichs. Der Zusammenbruch erfolgte aber nicht die Uebrigens hat sich inzwischen herausgestellt, daß das noch aus. englischen Behörden entdeckten, daß die streikenden Polizisten mysteriöse Savona Schwindelunternehmen von Bei der Wahl vom 20. Febr 1890 wurden 9170 so- und Soldaten in ihrem Recht waren ihre Forderungen Herrn Baare und seinen schutzöllnerischen Kumpanen nur zialdemokratische, 5966 Deutschton'ative, 3028 antisemitische wurden erfüllt kein" Meuterer" wurde füfilirt, zu dem Zweck gegründet wurde, der von ihnen selbst für und 2158 deutschfreisimmige Stimm abgegeben. Bei der keiner kam ins Buchthaus oder auf die Festung. Blos ein Deutschland so warm befürworteten Schußzollpolitik in Stichwahl siegten dann die Kervativen mit 11 735 St. paar Soldaten, die sich in der Hize des Streifgefechts etwas Italien ein Schnippchen zu schlagen mit anderen Worten über Pfannkuch, auf den 10 22stimmen fielen. zu disziplinwidrig gezeigt hatten, wurden nach den Bermudasden italienisch en Fiskus ebenso elegant um den Ein- Auch diesmal ist eine Stichl unvermeidlich. Nur Inseln strafverfeßt. Dieser Tage nun sind sie nach England fuhrzoll zu betrügen, wie den preußischen um wird sich unser Kandidat aller thrscheinlichkeit nach mit zurückgekehrt, das glücklicherweise noch immer steht. die Einkommensteuer. Trotz der Eleganz ist die dem Nationalliberalen zu messenben. Die Hoffnung der Sache jedoch schief gegangen dort wie hier. Im Ge- Antisemiten, in die Stichwalzu kommen, scheint gefängniß fist Herr Baare aber noch nicht wie denn scheitert zu sein. Wenigstens hich folgende Prophezeiung, Luch Fürst Vi3 mar& wegen der wider Recht und Gesetz welche ein Anhänger Stöckers" Volk" sich geleistet hat, aus dem Welfenfonds genommenen 850 000 mark nicht erfüllt: noch nicht vor den Strafrichter geladen worden ist. Der römische Dichter Horaz hat schon vor faft 1900 Jahren gesagt, daß die Justiz ein lahmes Bein habe. Es scheint noch nicht geheilt zu sein. Der Verfasser des früher schon erwähnten antisemitischen Pamphlets: Eine jüdisch- deutsche Gesandtschaft und ihre Heffer", ein Herr Paasch, ist auf Antrag des Auswärtigen Amts in Unterfuchung gezogen und dieser Tage zu Leipzig verhaftet worden. Wir kennen die betreffende Schrift und hatten, ehe sie veröffentlicht ward, Gelegenheit mit dem Verfasser zu sprechen. Der Mann ist unzweifelhaft geiftestrant, und wir be greifen in der That nicht, wie eine Anklage gegen ihn hat nicht länger zu Haus gelitten. Noch einmal hab' ich ihn sehen wollen." Du kommst aus Mantua?" fragte Ambros mit stockendem Herzschlag. Du hast ihn gesehen?" Der Gast bejahte mit trauriger Miene. Raum hörbar setzte er hinzu:" Auf seinem letzten Gang." Ambros ließ tief aufathmend den Kopf in die aufgestützten Hände fallen. Stafi weinte und David klagte: Ach, welche Welt ist das?" Nach einer Weile fuhr Planatscher mit gedrückter Stimme fort: 1500-2000, Der Streit Die dänische sozialdemokratische Partei wird auf dem Brüsseler internationalen Kongres 20-21 000 Stimmen wet abgegeben werden, die durch den sozialistischen Abgeordneten P. Knudsen ver sich folgendermaßen vertheilen fannfuch 7500( höchstens), treten sein. Sein Komitee schreibt hierzu: Förster 6000( mindestens), Enann( natlib.) 3000-3500, Die sozialdemokratische Arbeiterpartei Dänemarks bes v. Alvensleben( kons.) 2000, lartin( heff. Rechtspartei steht aus einer politischen und einer gewerklichen Abtheilung. Bei unserem leiten nationalen Kongreß umfaßte die poliDie Rechnung stimmt nicanz. tische Abtheilung im Ganzen 109 Vereine mit ungefähr 14 000 Mitgliedern, und zwar in der Hauptstadt KopenIn Sachen der Münche Vereinsbäckerei hat der hagen 10 Vereine mit ungefähr 6000, in den ProvinzialAufsichtsrath der Genossenschfolgenden Beschluß gefaßt, städten 35 Vereine mit ungefähr 5000, und in den landden die Münchener Post" ventlicht: lichen Bezirken 64 Vereine mit ungefähr 3000 Mitgliedern. Unter Zurückweisung damuthungen, welche jüngst in Bu derselben Beit umfaßte die gewerkliche Abtheilung einer Bersammlung hiesiger Egehilfen durch den Referenten 281 Vereine mit ungefähr 31 000 Mitgliedern. Davon entHerrn Seidl, zugleich Vorstantglied der Vereinsbäckerei an fielen auf Kopenhagen 81 Vereine mit rund 20 000, und die Vereinsbäckerei gestellt wt, erklärt der Aufsichtsrath: auf die Provinzialstädte 200 mit rund 11 000 Mitgliedern. " Die Bewegung hatte Stimme immer dumpfer gemacht und nur in abgeri Säßen hatte er zuletzt noch erzählen können. Staft sich schluchzend an Ambros gelehnt, der Ohm betete. du schnöde Welt!"- Auf mstion bei der Porta Ceresa dem Altargitter für Hofers Seelenruhe beteten, und von haben sie ihn geführt. Diesen hat er sich nicht ver- mancher Lippe wird auch wohl ein Gebet um Nache aufbinden lassen, auch nicht nietniet ist er und hat selbst gestiegen sein. Eine offene Todtenmesse für Hofer wagte Feuer kommandirt und sie n gut schießen. Aber sie der Bikar, dem die Pfarre einstweilen anvertraut war, nicht haben schlecht geschossen.her ist er ausgestellt worden zu halten. in der Kapelle, wie es Braft in Italien. Da hab' ich Als der Vikar den ersten Gottesdienst abhielt, erschien deutlich gesehen, wie das feze Tuch, mit dem er ist zu auch der ehemalige Klosterbauer mit Liſei, Ambros und gedeckt gewesen, während deßopfers sich bewegt hat und Stafi zu demselbem. Nun konnte der Alte inne werden, Welche haben einen Seufzehört. Das ist sein letter daß es schönere Ehren giebt, als diejenigen, welche Hab und Seufzer gewesen.- In dßfarrgärtlein der Zitadelle ist Gut verleihen.. Mit welcher Theilnahme, welch' herzlichen er begraben." Glückwünschen, welchen Beweisen der Zuneigung und Ach" Buerst hat es geheißen, daß das Kriegsgericht ihn tung wurden nicht er und die Seinigen von den Leuten freigesprochen hätte, oder daß es nicht einig worden wär im überhäuft! Das war ein anderer Stolz als der alte, mit Urtheil. Aber das hat der Kaiser nicht angenommen und dem er jetzt den Kopf erheben durfte, und wenn es in seinen eines Tages gegen Abend da ist ein Kurier durch die Stadt Mundwinkeln zuckte, war es nicht der Hochmuth. Er dachte gejagt gekommen und über den Mühlendamm, der über Sie haben ihn nichichtet, sie haben ihn gemordet," daran, daß er so alt hatte werden müssen, um das Glück das Wasser nach der Festung führt, und am nächsten rief Ambros, indem seirite Bruft sich dehnte. Ber- kennen zu lernen, geliebt zu werden und zu lieben. Um so Morgen da hab' auch ich und Etliche, die wir immer vor flucht sei der schändliche ther!" mehr bemühte er sich nun, dieses Glück für den Rest seines den Thoren gelegen sind, in die Festung dürfen. Da haben" Dazu sag' ich Aermannte sich Planatscher. Lebens zu genießen. Stafi wurde bald sein Liebling. Sie wir viele Landsleute, welche friegsgefangen waren, bei den Ich versteh's nicht, wie Tyrol noch weiter leben will. mußte mit Ambros alle Sonntage auf der Mühle zubringen Kasematten gefunden. Einige waren noch krant an ihren Wo ich hingekommen bi der Rafft verwünscht wor- und das waren die schönsten Tage für den ehemaligen Wunden und andere waren zu Krüppeln geschossen. Wir den. Der Crespo wüvieder über uns spotten, daß Klosterbauer. Dabei wurde denn auch oft des abwesenden haben einander faum ansehen mögen vor Herzeleid. Jetzt Keiner den Verrath an ächt; jetzt mein' ich doch, daß Hannes gedacht, über dessen Schicksal man noch immer in ist so ein dumpfer Trommelschlag von der Citadelle herunter- ist die schrecklichste Beng, daß er fortleben muß, Sorge war. Endlich kam auch von ihm Nachricht in Gegekommen; das sind die Grenadiere gewesen, und zwischen verachtet und verabschon Jedem wie ein Rain oder stalt eines Briefes an den Vater. Er befand sich in ihnen ist der Hofer gegangen und neben ihm ein Priester Judas." Locarno, am Lago maggiore, wo es ihm schließlich gelungen mit dem Kreuz des Erlösers in den gefalteten Händen. Der Gemordet durch eilachtspruch des Gewalthabers, war, Dant seiner botanischen Kenntnisse, in einer Apotheke Hofer ist dahergetreten so ruhig und frei. Ernst ist er frei- so raunte es erbittert in Hütten und Häusern, in den Beschäftigung zu finden. lich gewesen, aber ich hab' kaum noch was sehen können, Dörfern und Städten. Opfer der Furcht des Tyrannen Ambros und Stafi wurden nach der Mühle gerufen, vor dem Wasser in meinen Augen.- Die Soldaten haben's nannte der Landrichter Getödteten und fügte hinzu: um den Brief vorlesen zu hören, auch Frau Carlotta, zugelassen, daß er hat stehen bleiben und daß er Etlichen Mich soll's wundern, m Korsen nicht beim Hochzeits- welche in der Hoffnung auf Hannes' Rückkehr und um hat die Hand reichen dürfen. Wir haben aber kein Wort mahl der blutige San sich gegenüber setzen wird, wie sich nicht von Stasi zu trennen, sich gerne bereit erklärt reden können vor Schmerz und Schluchzen und Einige Banko's Geist dem Ma" hatte, auf der Pfarre zu bleiben und dem Herrn Bikar die " " von uns haben seine Füße umklammert und an seinen Welch unheimlide!" rief seine Frau schaudernd. Wirthschaft zu führen. Der Klosterbauer machte den VorKnieen geweint. Ich hab' vor ihm gekniet, da hat er Er aber versetzte: leser und mit zurückgehaltenem Athem lauschten seine Zu mich erkannt und hat mir die Hand gereicht und Du weißt, daß mordeten nicht eher Ruhe finden, hörer den mancherlei Abenteuern und Gefahren, die der ein mildes Lächeln ist auf seinem Gesicht gewesen. D, als bis ihr Blut ift. So lange wird auch Flüchtling zu bestehen gehabt, ehe er Du mein Heiland!-Nachher hat er gesagt:" Behüt euch Hofer umgehen mit slutenden Wunden." und Entbehrungen das Asyl erreicht hatte. Eine Nachschrift Gott, ihr lieben Landsleut'! Das Sterben tommt mir so In der Kirche u. Vigil fehlte es die folgenden bat, daß Frau Carlotta seine zurückgelassenen Herbarien doch leicht an, daß mir nicht' mal die Augen naß werden. Ade. Tage bindurch nicht Nännern und Frauen, die vor ia recht sorgfältig aufbewahren möchte. unter Noth h Q e EDEDEE 11 Die sozialdemokratischen Arbeiter- Vereinigungen Dänemarks| gehören sämmtlich zur politischen Abtheilung; außerdem gehört ein Theil der Mitglieder der Gewerkvereine auch zu politischen Vereinigungen, und umgekehrt. Seit unserm Kongres von 1890 hat sich unsere Partei hauptsächlich durch die Gründung mehrerer ländlicher Ar beitervereinigungen und einer Anzahl Gewerkvereine gefestigt und vergrößert. Unsere Partei ist in den beiden Kammern der Volksvertretung durch fünf Abgeordnete vertreten, und zwar die Genoffen C. C. Andersen, P. Holm, C. Hordum, Harald Jensen und P. Knudsen. Außerdem werden wir, der Aufforderung gemäß, auf dem Kongreß die genauesten Angaben über den gegen wärtigen Stand unserer Partei machen. Sie war auf dem Londoner internationalen Kongreß von 1888 und auf den beiden Pariser internationalen Rongressen von 1889 vertreten. Unsern besten Dank für Ihre Aufforderung zur Theil nahme am diesjährigen internationalen Kongreß zu Brüssel; wir haben die Hoffnung und Ueberzeugung, daß er gewaltig dazu beitragen wird, die Verbrüderung der Arbeiter aller Länder in ihrem Kampf gegen die gemeinsamen Unterdrücker zu stärken und zu festigen. stehen. * Die hiesigen Genossen hätten gegen einen oder mehrere Bor- lest Achtung, Seiler und Reepschläger! träge jener Genossen nichts einzuwenden, jedoch sind wir es uns Der Streit der Seiler- und Reepschlägergesellen Altonas ist und der sozialdemokratischen Disziplin schuldig, die Genoffen zu noch nicht beendet. Wir bringen dies nochmals in Erinnerung, ersuchen, solchen Einladungen des Freireligiösen Vereins in da jeht bereits mehrere Kollegen(?) zugereift kommen mit der Weißenfels nicht Folge zu leisten, weil derfelbe hier am Orte erſtens leeren Ausrede, fie wüßten nicht, daß wir uns noch im Streit ein Hemmischuh für die moderne Arbeiterbewegung ist und befinden. Unter Lehteren sind auch einige Streitbrecher zu verzweitens seine Versammlungen in einem Lokal( Stadt Naum- merken, welche durch ihr Vorgehen uns direkt zu schädigen burg) abhält, welches den Arbeitern zu politischen und gewerk- fuchen, jedoch glücklicherweise ohne Erfolg. schaftlichen Versammlungen nicht zur Verfügung steht. Wir er- thuung sollen sie haben, daß sie unseren Streit noch etwas mehr Nur die Genug suchen hiermit alle Redner, welche engagirt werden sollten, den in die Länge ziehen. Verein mindestens dahin zu bescheiden, daß sie nur in solchen Kollegen allerorts! Wir appelliren daher nochmals an Euer Lokalen sprechen, welche den Arbeitern auch sonst zur Verfügung Solidaritätsgefühl. Laßt die Opfer, die während der 17 Wochen denn so lange befinden wir uns schon im Streit gebracht wurden, nicht verloren sein, und unterstützt uns in unserem geDarmstadt, 15 Juli. Im Anschluß an unfere bereits gerechten Lohnkampf, indem Ihr den Zuzug nach hier streng fernmachte Mittheilung n der Strafsache wider die Genoffen Emmel haltet, denn nur dann, wenn der Zuzug nach hier gänzlich abund Meyer aus Frankfurt und Sparr von hier wegen Wider geschnitten wird, ist es uns möglich, unfere gerechte Forderung stands gegen die taatsgewalt resp. Beleidigung theilen wir mit Erfolg durchzusetzen. Erringen wir lettere, so ist unser weiter mit, daß am Juli Termin vor der Straftammer II des Sieg auch der Eurige. hiesigen Landgerichts stattgefunden hat. Nach erhobener Beweis- Die Sperre über Altona ist nur dann aufgehoben, wenn aufnahme wurden di Angeklagten für schuldig erklärt und jeder der Streit von uns für beendet erklärt wird. derfelben zu drei Tagn Gefängniß verurtheilt; auch soll die BeMit follegialischem Gruß leidigung der Amtsele des Gendarmen noch durch Anschlag des Der Lokalverbands Vorstand Altona 3. Urtheils am Rathhas in Isenburg gefühnt werden. Emmel und Meyer haben na der Ansicht des Gerichts gegen den§ 114 J. A.: Gust. Schulze, des Strafgesetzbuchs adurch verstoßen, daß sie bei einer BuBahrenfelderstraße 184, 53. 5, Ottensen. arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gefammenkunft von Gerssen, welche in Isenburg, also auf hessischem beten, Gebiete, zwecks Beuthung über die Preßverhältnisse vor sich ging, den Gendarmender die Zusammenkunft überwachen wollte, aufforderten, das Lal zu verlassen, widrigenfalls er wegen Hausfriedensbruchs gezeigt werden würde. Der Angeklagte Sparr soll den Gendanen beleidigt haben, indem er übrigens entschieden ftritt- demselben gesagt hätte, er solle Barmen, 15. Juli. In einer am vorigen Sonntag statte erst seine Nase ins Getzbuch stecken und etwas lernen.Auch der Landtag Abgeordnete MüII er hatte am legten Barmen wurde nach einem Referate des Herrn Haberland über gehabten Situng der Gewerkschafts- Kommission für Elberfelddie Straffammer II Gunsten des§ 84 der heff. Verfassungs- Neu Organisation der Gewerkschaften DeutschSonnabend wiederum ermin vor der Straffammer I, während die von der Hamburger Generalfommission vorgeschlagene urkunde entschieden he. Müller blieb jedoch, gestützt auf sein land 3 folgender Beschluß gefaßt: Recht als Voltsvertræ, aus. Das Gericht ordnete daraufhin einem Antrag des Satsanwalts entsprechend an, daß die gefängliche Vorführung s Angeklagten zu einem noch zu bestim menden Termin zu eigen habe, vorbehältlich jedoch der zur Bollstreckung dieser Afügung erforderlichen vorherigen Einwilligung der Zweitenkammer der Stände. Diese wird sich hiernach bei ihrem Werzuſammentritt damit zu beschäftigen haben, ob sie diese Gehmigung ertheilen oder versagen will. Wir werden ja fehenwas die nationalliberalen Mannesseelen, Stellung einnehmen. juristische Kommission verhält sich zwar ablehnend gegen die Forung der Staatsbehörde, immerhin aber dürfte es zu einem recheiteren Redetournier kommen. was er Die vereinigten Arbeitergewerkschaften und sozialistischen Vereine Portugals veranstalteten am vorigen Donnerstag in Lissabon eine großartige Rundgebung, zu welcher zahlreiche Deputationen aus Oporto, Evora, Setubal und anderen Städten eingetroffen waren. Dieselben wandten sich an die Präsidien des Oberhauses, der Deputirtenkammer und an sämmtliche Minister, denen fie erklärten, daß die arbeitenden Klassen des Landes un möglich noch länger die jetzige Arbeitslosigkeit und die wirthschaftliche Krisis auszuhalten vermöchten. Wenn es den Herren darum zu thun sei, die jetzige Regierungsform auf recht zu erhalten und Hungerrevolten aus dem Wege zu gehen, so möchten sie dafür sorgen, daß den vielen Tausend barbenden Arbeiterfamilien sofort Brot geschafft werde. Die Minister sowie die Abgeordneten versprachen, Alles zu thun, was in ihren Kräften stehe; nur darf man bei der völligen Berrüttung aller Verhältnisse die Erfüllung des Versprechens ziemlich stark in Zweifel ziehen. welche die Majorität der Rammer bilden, dazu für eine Aus der neuesten Nummer bes St. Louis Tageblatt" entnehmen wir, daß unser Genosse Adolf Hepner, der infolge von Differenzen mit den Aktionären des Blattes vor Kurzem die Redaktion niederlegen mußte, von dem leitenden Ausschuß des Blattes wieder an dessen Spige gestellt worden ist. Wir können den Lesern des St. Louis Tageblatt" und überhaupt den amerikanischen Genossen nur Glück da zu wünschen, daß eine so tüchtige Kraft der Parteipreffe er halten worden ist. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Magdeburg. Eine von nahezu 3000 Personen besuchte Boltsversammlung nahm nach einem Referate des Genossen Lux gegen eine sehr starke Minorität folgende Resolution an: Wolfenbüttel. Jtreff der Beschickung des internationalen Arbeiterkongresses schlofich eine Wolksversammlung dem Bei spiele Braunschweigs amelches den Nedakteur Genossen Fendrich nach Brüffel belegirte. öffentliche Bersammlung jufs Wahl eines Delegirten der hiesigen Brüssel. Am 14. li tagte im Maison du Peuple" eine deutschen Sozialdemokra zum internationalen Arbeiterkongreß. Trogdem einige Rednech gegen Entsendung eines Delegirten aussprachen, beschloß jet die Versammlung mit großer Mehr heit die Beschickung desongresses. Genosse Brendel wurde fast einstimmig gewähltferner beschloß die Versammlung in furzer Zeit noch eine fammlung einzuberufen, um nähere Stellung zur Tagesordig bes internationalen Kongreffes zu nehmen. Sozial tebersicht. Die Parteigenossen Magdeburgs, fußend auf dem Prinzip ber Demokratie, erklären sich für vollständig freie Meinungsäußerung innerhalb der sozialdemokratischen Partei. Aus diesem Grund verurtheilt die Versammlung das fast Achtung, Drechslei Den Mitgliedern der Vereinigung einmüthige Borgehen der sozialistischen Presse Parteigenossen zur Nachricht, daß bis zu. Auguft die neuen Mitgliedsbücher gegenüber die zuerst, durchbrungen von der Gemeinsamkeit der in Empfang genommen smüssen, andernfalls die spätere Ausproletarischen Interessen in allen Ländern die öffentliche Auf- ftellung des Buches 50 Pstet, eventuell Verlust der Mitgliedmerksamkeit und Kritik auf die persönlichen Ansichten des Genoffen schaft eintritt. Bollmar lenten und dadurch vielfach mit den beleidigenden Ausdrücken„ Klique" und Krafehler" belegt wurden. Ferner würde die Versammlung es bedauern, wenn die oppositionellen Elemente" eine neue Partei gründen würden, da sie vielmehr der Ansicht ist, daß in der sozialdemokratischen Partei alle Schattirungen des um seine Befreiung ringenden Proletariates, soweit sie sich zu sozialdemokratischen Grundfäßen bekennen, vertreten sein können." Weißenfels. Der hiesige Freireligiöse Verein beabsichtigt die Genoffen Bogtherr und Dr. Bruno Wille aus Berlin für einige Vorträge zu gewinnen. santa Crusch!" rief Frau Carlotta betroffen, mit der Pflanzensammlung haben die Franzosen ihren argen Spaß getrieben. Zu allen Fenstern haben sie sie hinausgeschmissen und was der Wind nicht verweht hat, das ist im Schmutz verborben. Ich hab' nur wenig wieder zu sammenlesen können." Außerdem werden diitglieder benachrichtigt, daß für die Monate Juli und August: Extrafteuer ausgeschrieben ist und zwar für Juli 20 Pf. unr August 30 Pf. Für die Extrasteuer sind Marken& 10 Sorhanden. " Die Zahlsten der Verung sind: Südost: Mariantraße 22. Reichenerstraße 16, Dresderage 116. Nordoft: Weinst: 22, Often: Langestra4. Norden: Brunneße 88. Alle Arbeiterbewegung. " Die heute, den 12. Juli, im Lokale des Herrn Hinnenberg, Barmen, tagende öffentliche Versammlung der Delegirten der Gewerkschafts- Kommission für Elberfeld- Barmen macht zur Organisation der Gewerkschaften Deutschlands folgenden Vorschlag: a) Zentralisirte Verbände der verwandten Berufszweige zu gründen; b) zur Verbindung dieser Organisationen eine Generalfommission einzusetzen; c) um eine Fühlung sämmtlicher organisirten Arbeiter an den einzelnen größeren Orten zu ermöglichen, sind Gewerkschafts- Kommissionen einzusehen, welche auch in erster Linie mit der Generalkommission Füh lung zu nehmen haben." Paris, 17. Juli.( W. T. B.) Der Streit der Eisens Werkstätten find polizeilich besetzt. Theilweise hat eine Rückkehr bahnarbeiter verläuft ruhig. Bugänge und Inneres der der Arbeiter der West- und Nord- Kompagnie heute morgen in ruhiger Weise trotz der Anwesenheit der Streifenden stattgefunden. Die Bahnhöfe in den Vororten, namentlich auf der Westlinie, sind militärisch besetzt. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. A. N., Sandstraße. Nein. M. B. Darüber ertheilen wir keine Auskunft. H., Mittenwalde. Nicht aufnahmefähig. 5. 16. Unsers Wissens hat der betr. Berichterstatter die Sache mit feinem Wort berührt. Das Parteiorgan ist auch kein Brutplatz für solche Kuckuckseier. Die Angelegenheit wird anderweitig geregelt. . G. 40. Wenn die Mutter, welche die Wohnung ge= miethet hat, stirbt, so können die Kinder die Wohnung fündigen, und zwar mit halbjährlicher Frist, welche mit Ablauf des Sterbe quartals beginnt. G. P. 75. Wenn der Ehemann stirbt und bei seinem Tode ein eheliches sind nicht mehr am Leben ist, so hat die Wittwe das Recht, entweder bloß ihr eingebrachtes Bermögen herauszuverlangen, oder aber von ihrem und ihres Mannes gemeinschaftlichen Vermögen die Hälfte zu nehmen, während die andere Hälfte den Geschwistern oder sonstigen Verwandten des Mannes zufällt. C. W. Nr. 1. Aus Ihren Angaben läßt sich ein gefetzlicher Ehescheidungsgrund nicht entnehmen. A. B. Die hier rechtskräftig erfolgte Scheidung ist überall giltig. Die Frau konnte niemals und nirgends wegen Bigamie bestraft werden, wenn sie sich wieder verheirathet. G. 8. Sie brauchen kein Eintrittsgeld zu bezahlen, respektive sich dasselbe von dem Fabritherrn nicht abziehen zu Cfr. Ja. and and blaffen. 5. 2oose, Bevollmächtigter. Bübchen, als den Enkel, er eines Tages aus der Taufe Knalle, gleich einem Kanonenschusse. Es war wie ein Schießen hob, konnte es nicht gebe in der Schlacht anzuhören, und die Geisterschlacht verkündete Auch Ambros war einem Hofe fleißig. Er mußte die Freiheitsschlacht. hart schaffen; denn dem war seit seiner Krankheit Da tamen eines Tages zwei Wanderer das Thal herauf. kaum noch arbeitsfähig. r er ließ es sich gern fauer Der Eine trug einen verschlissenen bayerischen Soldatenwerden, floß doch sein Sß für Staft und die Zukunft mantel, der Andere einen zerlumpten Bauernmantel, und Die Kräuter wüchsen ja noch ringsherum auf allen für die Zukunft, die von den Armen Stasi's ent- ein hageres, wachsgelbes Geficht mit schwarzen Augen und Bergen und Hannes fönnte sie daher wieder frisch pflücken, gegenlachte, wann er müm Felde heimkam. Nun war schwarzem Schnurr- und Knebelbarte, schaute unter and Der alte Ohm, der sich die Rücksichtslosigkeit seines wollenen Frauentuche hervor, das ihm als Kopfbedeckung meinte der Klosterbauer tröstend. Lisei lächelte wehmüthig und hielt sich still, während Neffen nicht mehr zu befl hatte, doch wieder recht nüße. diente. Mühsam schleppte er sich an einem Stode weiter die Andern den Brief besprachen. Die Aeußerung ihres Baters regte in ihr einen Gedanken an, den sie fortspann. nicht wünschen, und er han dem Büblein wieder einen reich unter den Arm. Sie kamen zum Stern und es war Die Liebe blühte fort und fort, wie die Pflanzen auf den Despoten. Dennoch war als ob über Ambros' Glück Mutschleitner wohl nicht zu verargen, wenn er die Gäste, Har der Gedanke an das Bater- die ihn um ein Nachtlager baten, mit Mißtrauen beBergen; die ihrige war zerstört und sie konnte keine frische ein leichter Flor läge. land. Wenn er einmal einen früheren Waffengefährten trachtete. dafür pflücken. Nur als Erinnerung lag sie noch zwischen im Stern saß, da sprache von Tyrol und von Hofer den Blättern ihres Herzens. und tranken das Gedad Derer, die für das Bater Soldatenmantel, welcher den Sprecher machte, aber Ihr Bahlen können wir Beide freilich nicht," sagte der im Die Erinnerung war kein Unrecht mehr, seitdem der land gelitten und gestorbSollte es für sie keinen Dfter werdet zwei Landsleute nicht unterm freien Himmel erTod sie von Jerg befreit hatte. Es bedurfte der Zeit, bis morgen geben? Die Dos auf einen solchen mochte frieren Laffen. Ich hatte gehofft, meine Schwester im Ort Gemüth sich das Gerücht erzeugt habe bem Meister Hartwanger zu finden, aber ich hab' schon in Balfrad gehört, daß sie erhob, und der Gedanke an Wolf, welchen fie bisher eines Tages flüsternd berid, Hofer wäre gar nicht von nicht mehr hier ist und daß ihr Mann todt ist. Ich bin Sein den Franzosen erschossen, sondern hielte sich im der Schwager von dem Müller Arigaya, der Bigo, den Name kam me über ihre Lippen. Sie gedachte seiner wie Auslande verborgen und it wiederkommen, wann es die Bayern unter die Soldaten gesteckt haben. Sab' in von sich abgewehrt hatte, erhob sich mit ihm. eines geliebten Zooten, und die Liebe zu ihm, die ihr ganzes Beit wäre, bas Joch der Furrschaft abzuschütteln. So Spanien fechten müssen und jetzt kommen wir Beide aus Wesen mit einer milden Wärme erfüllte, kam nicht allein hätte er auf seinen Wander die Leute erzählen hören. Rußland." den Ihrigen zu gut. Die Kämpfe für die Unabhängigkeit Das Gerücht fand auch im urger Thale vielen Glauben " Heilige Mutter Gottes, aus dem schrecklichen RußTyrols hatte in dem ganzen Thale viel Unglück und Noth und erwärmte die Herzen. sland," riefen Frau Mntschleitner und Moideli, die dazu und Elend erzeugt. Wenn sonst die Leute, n Heimgärten vom Orco gekommen waren, aus einem Munde und Afra's Bruder Es gab überall zu trösten und zu helfen, und Lisei, die durch den Tod Jergs eine wohlhabende und von den Gannes, demahl und den Gnomen des fagte: Frau geworden, half und tröstete so viel sie konnte. Vigilthales, sich erzählt it, so wurden jetzt zu " Ja, von dem ungeheuren Kirchhof. Aber helfet mir Wie auf Fledermausflügeln schwebte die Zeit hin. Der dem Gurren der Spinnradeseichten von der Rettung meinen Kameraden in ein Bett bringen, derweilen erzähl' Hypothekenscheinen, sondern hatte sie in den Kasten ge- Genossen erzählt. Es fehltu nicht an günstigen An( chlossen und wartete geduldig ab, was die Zukunft an zeichen, besonders als jetzt Enter von solcher Strenge Er rief das Mitleid Mutschleitners und der Frauen einem Guthaben bessern würde, während er in der Schneide- kam, wie ihn noch Niemande hatte. Die Vögel fielen nicht vergebens an und nachdem sein völlig erschöpfter mühle seiner Tochter von früh bis spät thätig war. todt aus der Luft und das Itam am hellen Tage aus Leidensgefährte zur Ruhe gebracht worden, warf Frau Er wollte nicht mehr von den Leuten als Klosterbauer an- dem Bannwalde und von gen zu den Wohnungen Mutschleitner ein Tuch über und lief nach der Pfarre. um seine ger an den Abfällen Denn der Unglückliche war der lang verschollen gewesene Er hieße Falkner und meinte, daß der Menschen, um er Ursache hätte, auf diesen Namen stolz zu sein. Auch zu stillen und dem Futtera ihm hingestreut wurde. Sohn der Frau Carlotta Tyfona. er nicht dessen Aussterben. Denn ein kräftigeres Die Fichtenstämme in der Bioarsten Nachts mit einem geredet werden. fürchtete ( Schluß folgt.) Theater. Sozialdemokratischer Wahlverein Sonnabend, ben 18. salt für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Page Fritz. Bellealliance Theater. und Cacolet. Ostend Theater. Wasser. Große Landpartie nach Grünau Tricoche Berlin Die tann. Adolph Ernst- Theater. Gigerln von Wien. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. am Sonntag, den 19. d. M. Treffpunkt Bahnhof Alexanderplat. Abfahrt 7 Uhr 5 Min. Für Nachzügler Grünauer Volksgarten, Röpeniderstraße 108 in Grünau. Gäste sind willkommen. Recht zahlreiche Betheiligung erwartet Der Vorstand. NB. Es ist dies der letzte Zug, der mit Arbeiterbillets benutzt werden 340/19 Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 40 Pfennige. Achtung! Fachverein der Tischler( Norden) Montag, den 20. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Refler, Bergftr. 68. Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Wach über: Warum fordern wir die sozialistische Produktionsweise. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Vorschlag zu zwei Werkstatt- Rontrolleuren. 5. Verschiedenes und Fragetaften. Zu Punkt 3 der Tagesordnung sind die Kollegen der Werkstatt von Sude, Antlamerstr. 33, und alle in der Küchenmöbel- Branche beschäftigten Kollegen ganz besonders eingeladen. 315/16 Der Bevollmächtigte. Fachverein der Tischler( Weißensee) Etablissement Buggenhagen Für die Mitglieder des Wahlvereine des Sonntag, den 19. Juli, Mittags 12 Uhr, bei Dewein, Königs- Chauffe 94. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Unferen Mitgliedern und den Genossen des 6. Wahlkreises zr Renntniß, daß der Familien- Ausflug des Wahlvereins am Sontag, den 19. Juli( diesen Sonntag) nicht, wie erst beschlossen, nac Bernau, sondern nach Schloß Schönholz stattfindet, und zwar weil uns ie Bahndirektion zu große Bedingungen gestellt hot. Wir ersuchen nun alle Genoffen des 6. Wahlkreises, sowie immtliche Gefangvereine, sich an dem Ausflug recht zahlreich zu betheiligen. Für diejenigen Genoffen, die zu Fuß hinmachen wollen, st Treffpunkt Morgens zwischen 8 und 9 Uhr bei Knebel, Badrake 58, Passage- Panopticum. fetgefeht. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Witreo ift Coacs, Glas, Fahrplanmäßige Züge können benutzt werden vom Stettir Bahnhof und Bahnhof Gesundbrunnen. Um den Ausflug einen entsprechenden Charakter zu geben, fuchen wir nochmals um zahlreiche Betheiligung. Der Vorsad. 344/1 Kliem's Volksgarten, Hafenhaide 1-15. Sonnabend, den 18. Jult: MES VI. Stiftungsfest der ,, Freien Vereinigung der Bauarbeiter erlins" unter gütiger Mitwirkung der Arbeiter- Gesangverein alte Stiefel etc. etc. ,, Vorwärts" ,,, Süd- Ost" und des Männergesangvereins lilaritas". Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) 315/15 Deffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Wach über: Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation. 2. Diskussion. 3. Werkstatt und Vereins- Angelegenheit, zu der die Werkstätten von Hornung, König und Wiemer eingeladen sind. Um zahlreiches Erscheinen bittet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Zentral- Verband deutscher Textilarbeiter und-Arbeiterinnen für Rummelsburg und Umgegend. Sonnabend, den 18. Juli, Abends 8 Uhr im Lokale des Hrn. Borchmann, Rummelsburg, Berlinerstr. 11. Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung. 301. Die Nothwendigkeit der Zentralisation der Textilarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Referent: Genosse Wilhelm Werner. 2. Aufnahme von Mitgliedern. 3. Distuffion. 4. Berschiedenes. 320/1 Alle Kollegen und Kolleginnen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Vereind. Einsetzer( Tischler) Sonntag, den 19. Juli, Vormittags 10 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Anfang 8 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Dame30 Pf. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Vergnügungskomitees von dem Das Festnitee. Freunde und Gönner ladet freundlichst ein Ausflug nach Hangelsberg. 2. Aufhebung des in der Generalversammlung am Billets sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen uwei folgenden 5. Juli gefaßten Beschlusses betreffend den Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes. 5. Herren zu haben: F. Marasas, Steinmetzstr. 55; D. Sprenger, angelstr. 83; 4. Fragekasten. C. Deredder, Sorauerstr. 26; G. Kandale, Andreasstr. 71; G.calle, CuvryWegen der wichtigen Tagesordnung werden alle Mitglieder dringend straße 5; H. Kerger, Naunynftr. 65; H. Berfelde, Linienſtr. 22W. Schwarz, gebeten, zu erscheinen. Der Vorstand. Hamilton- Theater Rollendorfstr. 38; G. Meinas, Kulmstr. 9; 2. Wernau, Swinünderstr. 47; NB. Das Sommerfest des Vereins findet am Montag, den 17. Auguft, A. Rauhut, Oppelnerstr. 29; B. Steinberg, Plan- Ufer 4; E. Gh, Oppelner in Lehmann's Sommer- Theater, Schwedterstr. 23, statt. Straße 24. Festrede, gehalten vom Stadtverordneten Genossen Ftz Zubeil. Ausserordentliche Generalversammlung Ecke Behrenstrasse. Meu: Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Monbit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. 129/8 Verband aller in der Metall- Industrie beschäftig Arbeiter Achtung! Berlins und Umgegend. Grosse Versammlug 145/14 Achtung! Freie Vereinigung d. Damenmäntel- Schneider( Bügler, Stepper u. Zuschneid.) n. d. Arbeiterinnen d. Bekleidungsindustrie Berlins Zäglich Gr. Konzert. am Montag, den 20. Juli cr., Abends präz. 8½ im Lokale Sonntag, d, 19. Juli, Abd. 6 Uhr, b.Gratweil( oberer Saal), Kommandantenstr.77/ 79 Wedding- Park", Müllertraße Nr. 17 Spezialitäten- Borstellung. Großer Erfolg D # des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. BF Roloffaler Jubel = der Sensations Pantomime Die Räuber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Tages- Ordnung: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Frl. A. Wabniz über: Die Kinder der Arbeiter.. 2. Dis. 1. Vortrag des Hrn. Dr. Lütgenau über: Die Entsteh des Staates". 2. Diskussion. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschie und Fragen. tuffton. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest und Mastenball. 4. Raffenbericht. Kollegen! Da die Versammlungen des Verbandest in längeren 5. Eventuelle Beschlußfassung über den Antrag: Auflösung der Vereinigung. Zwischenräumen stattfinden, ersuchen wir Euch dringend, eine zahlreiche 6. Wahl einer Liquidationskommission. 7. Verschiedenes und Fragelasten. Derrstand. Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. Nach der Versammlung: Betheiligung an denselben Sorge zu tragen. Gemüthliches Beisammensein. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. Sonnabend, den 25. Juli 189: Plaz 50 Bf.- Kaffeeküche ist geöffnet. in der Neuen Welt", Hmhaide: Boltsbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Dienstag, den 28. Juli: Benefiz für die Duettisten Glaser. Helmuth Peters. Restaurant 33 Grosses Sommer- Est, verbunden m. grossem Konzert, Aieten sämmtl. Spezialitäten. Kinderbelustigungen r Art. 145 Grosser Ball im Bal chamre. RE Paradegarten, Serren, welche am Zanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nadie Kaffeeküche ist von 2hr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entrée 25, an desse 30 Pf. Billets sind in sämmtlichen Zahlstellen' des Bides, in den mit Jeden Montag und Donnerstag: plakaten belegten Handlungen, sowie bei den Mitgliedes Vergnügungsam Tempelhofer Felde, hinter der Bockbrauerei. 835 L Komitees zu haben. [ 365/11] DXomitee. Gr. Frei- Konzert Berband der Vergolder, Goldlein- Arbeiter und Berufsgenossen( Filialerlin). verbunden mit Kinderfest, Feuerwerk, sowie allerhand Voltsbelustigungen. 9 Uhr gr. Fackelzug bei beng. Beleucht. Die Kaffeeküche ist von 3 ühr an ge- Montag, den 20. Juli, Abbs. 8 1hr, in Scheffer'slon, Inselstr. 10: öffnet. 6 Regelbahnen. M. Uhle. Allen Freunden u. Genossen zur Nachricht, daß ich meine Destillation Monats- Versamming. Lages Ordnung: 586b Zimmerleute! Oeffentl. Bezirks- Versammlung für den Norden und Gesundbrunnen am Sonntag, den 19. Juli, Vorm. 10 Uhr, im ,, Eiskeller", Chausseestr. 58, Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des Beschlusses der Generalversammlung der Zimmerer Berlins am 21. Juni, 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 351/20 Für Moabit findet die Versammlung am 22. d. M., Abends 8 Uhr, Die Lohnkommission. Wilsnackerstr. 63, statt. Zur Dedung der Unkosten Zellersammlung. Fachverein der Leder- Arbeiter Sonnabend, den 18. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Reßner, Annenstr. 16. Drdentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Kaffen und Geschäftsbericht. 2. Wahl des Gesammt- Borstandes und der Kommissionen. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung halber bitten Der Vorstand. 1. Raffenbericht. 2. Wahl des Filial- Kassirers. Bahl einer dritten von der Staligerstr. 61 nach der Ueberwachungs- Kommission 8. Arbeitsnachweis. 4. Abrng v. Stiftungsfest. wir um recht zahlreiches und präzises Erscheinen. 326/11 201/18 Wörtherstr. 19 verlegt habe u. bitte 5. Verschiedenes. die Genossen hierauf Bezug zu nehmen. 2 Vereinszimm. m. Piano steh. z. Verfüg. E. Schmidt, Wörtherstr. 19. Etablissement Ostbahn- Park Hermann Imbs, Rüdersdorferstr. 71. Sonntag, den 19. Juli Großes Promenaden- Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Um gütigen Besuch bittet Bahlreichen Besuch erwartet Die verwaltung. NB. Die Vertrauensmänner, welche noch imz von Formularen find, welche fie am Montag, den 13. d. M., zugeschickt en, werden ersucht, D. O. biefelben umgehend auszufüllen und abzusenden. Achtung! Am Sonnabend, den 25. Juli, findet in Schmiedel's Festsälen( früher Orpheum) das zweite Stiftungsfest chtung! bundes Nachher Ball. Montag, den 20. Juli cr., Abends Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte bstraße 75: Oeffentliche Versaming statt, verbunden mit großem Votal- und Instrumental- Ronzert, unter Mit wirkung des Gesangvereins der„ Offenbacher"( Mitglied des Arbeiter- Sängers Billets à 50 Pf.( intl. Tang) sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern sowie im Arbeitsnachweis, Louisen- Ufer 22, bei Sperling, zu haben. Mariendorf! 5996 der Dachdecker, Klempner, Schornsteinfeger elephonarbeiter. findet am 21. Juli nicht statt. Die Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins H. Imbs. Weissensee. Zages Ordnung A 1. Bortrag des Patentanwalts Harrison über neuesten Erfindungen 369/7 der Zechnik in der Dachbedeckung". 2. Vortrag bean Max Bräuer über Der Vorstand. Beiträge nimmt für Mariendorf entgegen: Alb. Graf, Chauffeestraße, Empfehle den Genossen mein Wei- bie Nothwendigkeit der Schutzvorrichtungen und dist der Organisation". für Tempelhof: J. Leitner, Dorfstraße. über die Polizeipräsidium. Seidel Regelbahn Berichterstattung der Siebener- Kommission. Billard. Familien tönnen Kaffee fochen. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Peines jeden GewerksDer Vorstand. Kriedemann, Königs Chaussee 19. genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. J. A.: FHanke, Dachdecker. v. Sairisch- Sier- Lokal( Weiße 20, 8. Distuffion. 4. Abftinuing for his Bettion artgl. Polizeip 855/5 Deffentliche Versammlung Fachverein d. Bau- u. gewerbl. # Allgemein. deutscher Sattler- Verein. ( Mitgliedschaft Berlin.) Sonnabend, d. 18. Juli, Abds. 82 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. Versammlung Tagesordnung: Zentral- Krankenkasse Maurer, des Lese- und Diskutir- Klubs Johann Jacoby. Silfsarbeiter zu Reinidendorf. Sonntag, den 19. d. Mts., Nach| im Lokal d. Hrn. Lüdicke, Amendeftr. L Sonntag, den 19. Juli, Nachm. 2 Uhr, mittags 4 Uhr, im Lokale des Herrn Thierbach, Schwedterstr. 44, wozu Grosse öffentliche Nach Schluß der Versammlung gemüthliches Beiſammensein. Der Vorstand. Steinhauer, Stuckateure( Gruin zur Einigkeit) Bonner eingeladen werden. Mitglieder- Versammlung. Sonntag, den 19. Juli, Vorm. 10 Uhr, in den Bilen, Dresdenerstr. 97. Ordentliche Mitglieder- Jammlung. Tages- Ordnung Ein Gesanglehrer resp. Dirigent wird 1. Abrechnung vom 2. Quartal und Ver Revisoren. 2. Wahl für e. alten gut gesch. Männer- Gesangverein z. Dienstags Abends v. 9 Uhr a. gej. 1.Vortrag. 2.Diskussion. 3.Verschiedenes. des Vorstandes. 3. Wahl der Hilfskassirer. 4. Benes. Die Blung. Gefl. Offert. an Restaurateur Gold, Grüner Weg 20 zu richten. Der Vorstand. 264/13 583b NB, Die Bibliothek ist geöffnet. Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2, 229/5 J. A.: Fr. Will Steinmetzstraße 71. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. And Verlag von Max Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Pezold. 2. Diskussion. 3. Wahl des gesammten Vorstandes 4. Verschiedenes. 199/1 Der Vorstand. Kinderwagen, gebr., Rottbuserstr.13.[ 579 Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 165. Der Fall hat trotzdem eine politische Seite. Den eigent lichen Grund der Ausweisung M's. hat schwerlich dessen vor einigen Jahren erfolgte Verurtheilung wegen Bücherdiebstahls gebildet. Dann müßten alle sich auf ihren Privatberuf be schränkenden„ Ausländer", die schon einmal wegen Vergehens gegen die Eigenthumsordnung bestraft worden sind, ebenfalls als ficherheitsgefährlich" ausgewiesen worden; auch wäre die Auswar Sonnabend, den 18. Juli 1891. da war der 8. Jahrg. alsbald zur Hilfeleistung herbei. Das brennende Fuder Stroh selben herab und wurde von seinen Kollegen mit schweren Kopf Lokales. hatte auch bald eine große Menschenmenge angelockt und nun verlegungen besinnungslos aufgefunden. Ein hinzugezogener Arz Die von uns erwähnte Ausweifung des ,, Journalisten" ging es an die Rettungsarbeiten. Der Wagen wurde umge- stellte schwere innere Verlegungen fest und ordnete die sofortig Monide ist, wie sich nachträglich herausstellt, mit der Verworfen, die Pferde in Sicherheit gebracht, die Strohmaſſen aus Ueberführung des Schwerverletten nach der Charitete Bei den unweit dem Neuen Kruge auf der Oberspra urtheilung dieses Journalisten" wegen Eigenthumsvergehens be- einandergerissen, um der Verbreitung des Feuers möglichst Einhalt zu gebieten. Mittlerneile war auch schon die Feuerwehr alarmirt gründet gewesen. worden, welche alsbald auch auf dem Plaße erschien und dem am Dienstag ausgeführten Schwimmübungen des 1. Garde- Dra Brande schleunigst ein Ende bereitete. Auch fanden die Samariter goner- Regiments sant plöglich ein Unteroffizier mitten im Wasser der Feuerwehr Gelegenheit, eine Probe ihres diesbezüglichen von seinem Pferde und ging in den Fluthen unter. WahrscheinRönnens abzulegen, indem sie dem Führer des Fuhrwerks, lich ist er von einem Schlaganfall getroffen worden, denn troh welcher bei den Versuhen, das Feuer zu unterdrücken, Brand- des sofort an die Unglücksstätte herangefahrenen Rettungstahnes wunden an den Hänen erlitten hatte, funstgerecht den ersten konnte der Bedauenswerthe nicht mehr aufgefunden werden. Verband anlegten. Al die Gefahr endlich beseitigt, das Feuer weisung des M. dann wohl gleich oder kurz nach seiner Ver- unterdrückt, die Aufreung und Verwirrung sich etwas gelegt dem Grundstück Andreasstr. 40 ein 11jähriger Knabe aus dem urtheilung erfolgt. M. dürfte vielmehr thatsächlich ausgewiesen selbe verschwunden! a derselbe aber vorher mehrfach gesehen zweiten Stock eines Lagerhauses auf den Hof hinab und erlitt hatte und man sich nay dem Brandstifter umſah, worden sein, weil man ihn für politisch gefährlich gehalten hat, worden sein, weil man ihn für politisch gefährlich gehalten hat, worden sein soll, ist disen Ermittelung vielleicht möglich. Das außer einer Verlegung des Rückgrats einen Bruch des Fußgelents. Abends versuchte ein Mädchen in der Wohnung obgleich die Bestrafung die formelle Handhabe zu der Maßnahme Stroh wet übrigens den war visichert. seiner Dienstherrschaft in der Lichtenbergerstraße sich mittels bildete. Allerdings hätte die Polizei sich dann in M. geeirrt; denn dieser tein Feind der bestehenden Schon wieder d8 leidige Bootschaukeln. Trotz aller Salzsäure zu vergiften. Schwerkrank wurde es nach dem Staats- und Gesellschaftsordnung, sondern vertheidigte dieselbe Warnungen, die fast agtäglich über diesen gefährlichen Sport Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am 16. d. M. wacker gegen die Sozialdemokratie. Ein solcher Irrthum bei durch die Zeitungen geln, kommt es immer wieder vor, daß Vormittags gerieth eine 74 Jahre alte Almosenempfängerin an einer Ausweisung pasfirt der Polizei nicht zum erfien Male. wagehalsige junge Leuteich in Lebensgefahr begeben und dabei der Ecke der Garten- und Elsasserstraße unter die Räder einer So wurde seiner Zeit der Schriftsteller Kohut aus Berlin aus zu Grunde gehen. AmDonnerstag fuhren drei junge Leute im Droschte und erlitt einen Bruch beider Unterschenkel, so daß ihre gewiesen, den die Polizei für einen scharfen publizistischen Be- Alter von 20 bis 22 Joren mit einem kleinen Boot von der an Ueberführung nach dem St. Hedwigstrankenhause erforderlich fämpfer der Realtion hielt, während er neben unpolitischen der Oberspree belegenen Birthschaft Waldschenke das offene Fahr- wurde. Vor dem Hause Andreasstr. 60 wurde zu derselben Feuilletons nur noch ein bewunderndes Bismarckbuch ge- wasser hinauf, um ein Partie nach Sadowa zu machen. Die Beit ein achtjähriger Knabe, als er von einem Fourage schrieben hat. ruhige Gangart des Bites schien aber den Insassen wenig zu wagen herabgefallene Erbsen auslesen wollte, infolge des In jedem Falle steht fest, daß mit dem System des Aus- gefallen; um dasselbe chneller zu bewegen, standen die Drei plößlichen Anziehens Pferde überfahren und verletzt. Er wurde von weisens politisch mißliebiger Personen noch nicht gebrochen ist. auf und fingen mit n Pätscheln an zu schuten, d. h. sie Oberschenkel bedeutend feiner Wir führen als ersten den bekannten Fall Janiszewski stießen nach Schifferar gleichmäßig mit den vollen Rudern Mutter nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. an. Ein weiterer ist der Fall Beckmann. Beckmann wurde 1889 ins Wasser und bracen auf diese Weise natürlich das Ein dreijähriges Mädchen gerieth zu derselben Zeit vor dem wegen der von ihm erlittenen Strafen ausgewiesen; diese Strafen Boot, das nun pfeilschni dahinflog, in eine Schwankung. Dieses Hause Kurfürstenstraße 167 unter die Räder eines Bierwagens waren sämmtlich politische. Und erst vor wenigen Wochen ist Vergnügen schien den rei jungen Leuten außergewöhnlichen und erlitt bedeutende Verlegungen an beiden Kniegelenten. wieder ein Sozialdemokrat( wir nennen den Namen nicht, um Spaß zu machen, dersel sollte ihnen aber nur allzubald theuer Mittags brachte sich auf dem Chariteekirchhofe ein Kellner an dem dem Betreffenden nicht seine weitere Erwerbsthätigkeit möglicher zu stehen kommen. Dasschwanke Boot stieß plöglich mit dem Grabe eines Mädchens, welches sich vor einiger Zeit ertränkt weise zu erschweren) ausgewiesen worden. Die Verfügung nannte Riel an eine Floßholzta, schlug um und alle drei Insassen hatte, mittelst Revolvers einen Schuß in die rechte Schläfe bei. als Grund wieder furz:" Ihre Vorstrafen"; dieselben sind auch fielen topfüber in's Wass. Einer derselben mußte seine Wage- Er wurde noch lebend in die Charitee gebracht. Nachmittags in diesem Falle teine entehrenden, es wird also auch hier ein halsigkeit mit dem Leben ezahlen, während die beiden anderen wurde ein ehemaliger Schantwirth in einer Kellerwohnung am sich durch Schwimmen steten. Der Ertrunkene wurde beim Elisabethufer erhängt vorgefunden. Zu derselben Zeit stürzte anderes Motiv wirksam gewesen sein. Sturz in das Wasser vorSchlage gerührt und sant sofort unter. der Dachdeckergeselle Basler von einem an der Hinterseite des Seine Leiche ist bis jetzt ch nicht gefunden. Die Eltern des er- Hauses Rathhausstr. 2 angebrachten Hängegerüst infolge eines trunkenen jungen Manne: welche in Berlin wohnen, wurden Fehltritts aus der Höhe des 2. Stocks auf den Hof hinab und von den Geretteten von em so jähen Tode ihres Sohnes in erlitt schwere Verlegungen am Kopfe, welche seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich machten. Gegen Abend wurde Kenntniß gesetzt. ein Kaufmann in seiner Wohnung, in der Brizerstraße, todt aufgefunden. Nach ärztlichen Feststellungen hat er sich mittelst Bittermandelöls vergiftet. In der Nacht zum 17. d. M. wurde ein Eisenbahnarbeiter in seiner Wohnung, in der Dreyfestraße, erhängt vorgefunden. Am 16. d. M. fanden drei Brände statt. E3 wird also auch nach dem Erlöschen des Sozialistengesetzes weiter ausgewiesen, in Berlin wenigstens. der Gerichts- Beitung. am Am Sonntag, den 12. Juli, hatte das Zentral- Vergnügungskomitee für den Osten Berlins eine Dampferpartie arrangirt. Um 7/2 Uhr Morgens kam der auf der Werft in Vor den Augen seir Geliebten hat gestern Nachmittag Stralau vor Anker liegende Dampfer auf seiner Fahrt nach der Jannowitzbrücke in Sicht, derselbe war zur Feier des Tages fest- ein 45 jähriger verheirathe Mann und Vater mehrerer Kinder, lich mit 9 rothen Bannern geschmückt, welche luſtig im Morgen- der in der Friedenstraße nende Kommiſſionär Auguſt Seinke, Die Abfahrt von der Jannowißbrücke erfolgte einen Selbstmordversuch nacht. H., der mit der 23 jährigen winde flatterten. um 8 Uhr Morgens, die auf den verschiedenen Brücken Kopf an Schneiderin Klara F. schoieit längerer Zeit ein Liebesverhältniß Kopf stehenden Zuschauer gaben durch Hochrufe und Schwenken unterhielt, lebte feit zwejahren von seiner Familie getrennt der Tücher und Hüte ihre Sympathie mit der unter ihnen und bewohnte ein möbliz Zimmer. Gestern Morgen erhielt dahinfahrenden Gesellschaft kund. Ziel der Fahrt war das Berg- die F. einen Brief von ihn Geliebten, worin der Lettere sie schlößchen Friedrichshagen. Die beiden Ausflüge nach dem Walde bat, ihn am Nachmittag besuchen, da er ihr Wichtiges mitunter Vorantritt der zutheilen habe. Die F. ejien auch gegen drei Uhr in seiner geftalteten fich wahrhaft imposant, Mufit, der sich ein anwesender Tambourverein angeschlossen hatte, Wohnung und hielt ſich 6. eine Stunde auf. 213 ſie ſich auf seine Verschuldung der Prüfung der III. Strafkammer des Ein betrübender Unglücksfall unterlag gestern mit Bezug ging es unter den klängen der Arbeitermarseillaise der Haide zu; verabschieden wollte und bei scherzend erwähnt, daß er ihr ja Landgerichts I. Der fahrlässigen Tödtung und der fahrlässigen die 9 Banner, sämmtlich von Frauen und jungen Mädchen ge- die wichtige Angelegenheit och nicht mitgetheitt habe, zog H. tragen, wurden mit lautem Bravo begrüßt. Jedem der Anwesen- plöglich einen Revolver auser Brusttasche und feuerte denselben Körperverlegung beschuldigt befand sich der Arbeiter Franz den hat das Herz im Leibe gelacht, wie er sah, mit welchem auf sich ab. Die Kugel dr in die linke Brust, und blutüber- eist er auf der Anklagebant. Am 28. Mai hatte der Kutscher Stolze das so verpönte rothe Banner von unseren Frauen und strömt brach der Lebensmni vor ben Mugen besede Neubau in der Kochstraße zu fahren. Er nahm den Angeklagten Mädchen getragen wurde. Unter Spiel und Gratisverloosungen schrockenen Mädchens zufaren. Der Schwerverlette wurde in verging der Nachmittag. Um 6 Uhr ging es wieder zurück zum wenig hoffuungsvollem Sande nach dem nächstbelegenen mit, um ihm beim Abladen behilflich zu sein. Nachdem dies geschehen, bat Ledig den Angeklagten, für wenige Minuten auf das Lokal, und wurde nun von der jungen Welt das Zanzbein ge- Krankenhause gebracht. Fuhrwerk zu passen, er wolle hingehen, um den Ablieferungsschein schwungen, daß es eine Lust war. Die gerichtsärzliche tersuchung der in Charlottenburg zu holen. Meister stieg auf den Wagen, ohne vorher den Zügel in die Gegen 9 Uhr hielt Genosse Dr. Bruno Wille die Festrede, welche von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen aufgefundenen Theile eines ides hat zu dem Ergebniß geführt, Hand zu nehmen. Kaum war er oben, als die Pferde anzogen. Der wurde; hieran schloß sich die Fackelpolonaise. Um 1034 Uhr wurde daß dasselbe erst etwa 8 alt, aber besonders kräftig ent- Angeklagte stieg auf die Deichsel, um den Zügel zu fassen, der die Rückfahrt unter Böllerschüssen und bengalischer Beleuchtung wickelt gewesen und eines galtsamen Todes gestorben ist. Es auf dem Rücken des Pferdes hing. Als er das Pferd, welches angetreten, die Ankunft an der Jannowißbrücke erfolgte gegen liegt nach dem Befund alsazweifelhaft ein Mord vor. Nach bis vor kurzem der Feuerwehr gedient hatte und ein muthiges 1 Uhr Nachts. Mit einem brausenden Hoch auf die internationale Beendigung der Obduktion der Arbeiter Fleischhammel, und Thier war, auf dem Rücken berührte, ging es durch und riß auch revolutionäre Sozialdemokratie trennten sich die Genossinnen und zwar vorgestern Nachmittag( chen 4 und 5 Uhr, auch den bisher das zweite Pferd mit. Der Angeklagte befand sich in LebensGenossen, jeder erfüllt von dem Gedanken, ein echt sozialdemo- nicht zu finden geweſenen K am Sandfang entdeckt, welcher gefahr, vermochte sich auf der Deichsel nicht zu halten und wurde fratisches Fest gefeiert zu haben, was auch aus den Aeußerungen vermuthlich in einer Röhre jesessen und erst durch den Regen zur Seite hinabgeschleudert, merkwürdigerweise ohne Schaden zu unferes liebenswürdigen Schiffführers hervorging, derselbe sagte am Tage vorher losgeschwen worden ist. Derfelbe war in nehmen. Die Pferde rasten weiter. Beim Humboldthain gea beim Auseinandergehen, eine solche Harmonie unter den Gästen zwei Hälften getheilt wordeund zwar so, daß Gesicht und riethen sie auf den Bürgersteig und mitten in einen Haufen habe ich in meiner langjährigen Dienstzeit felten gefunden." Bu Hinterkopf je eine von diesendeten. Ueber dem rechten Auge spielender Kinder hinein. Drei derselben tamen unter den erwähnen ist noch, daß noch drei Gewinne, und zwar auf die waren noch mehrere tiefe, Beilhieben herrührende Wunden Wagen, der vierjährige Otto Thiele war sofort todt, bie beiden anderen Kinder erlitten ziemlich erhebliche VerNummern 408, 177 und 363 bei Fröhlich und Richter zur Ab- vorhanden. legungen. Der Staatsanwalt führte aus, daß der Angeklagte holung bereit stehen. Eine aufregende Szewielte sich am Donnerstag gegen fich dadurch einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe, weil er Ein Kartoffelfeld in der inneren Stadt Berlin bietet sich Abend in der Wuhlhaide Daselbst hatten sich hinter der den Wagen bestieg, ohne vorher die Zügel in die Hand zu den Passanten der Zimmerstraßen- Verlängerung. Gegenüber dem Werststation auf einem Wieomplex 50 bis 60 Personen bei- nehmen. Bei den schweren Folgen, den diese Unvorsichtigkeit Museum für Völkerkunde reiht sich nach der Königgrägerstraße derlei Geschlechts, die eine Spartie gemacht hatten, nieder- gehabt, beantrage er eine Gefängnißstrafe von einem Jahre. hin an das Gemäuer, welches den Garten vom Kriegsministerium gelaffen und waren eben iregriff, einige Spiele zu veran- Das Urtheil lautete auf vier Monate Gefängniß, woeinschließt, ein Zaun, hinter dem man ein Streifen Land mit ftalten, als plöblich in der Jung von Köpenick her aus einer von ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt Kartoffeln bestellt entdeckt. Die Kartoffeln gedeihen, wie der in der Nähe befindlichen( nung eine verstört aussehende erachtet wurde. Augenschein lehrt, in dieser Stadtgegend nicht schlechter, als Frauensperson in den 20er In, mit einem weißen Unterrod Gepokert, gemauschelt und getempelt follte in einem draußen bei den Dörfern. Warum auch nicht: Die Zimmer- und weißer Nachtjacke bekleiund mit vollständig aufgelöstem Straßen- Verlängerung hat Berlin ja auch als Dorf charakterisirt. Saar, sich mitten in die Spielsschaft stürzte, auf einen jungen Lokale in der Naunynstraße sein, dessen Inhaberin, ein Fräulein Mann zurannte, denselben ehe er es verhindern konnte, Braun, deshalb gestern wegen Duldens von Glückspiel vor der Die in Betreff des Eisenbahn- Unglücks bei Mönchenstein umarmte und dann mit den ten:" Stirb, Elender, Du hast 87. Abtheilung des Schöffengerichts stand. Die Beschuldigte durch verschiedene Zeitungen gegangene Notiz, es seien beim Ein- mir mein Heil genommen", deg vor die Brust stieß, daß dieser gab den Inhalt der Anklage zwar zu, bestritt aber, daß von der Strafbarkeit dieser Spiele Kenntniß gehabt, sturz der Taybrücke, welches Unglück allein die Mönchensteiner zurück taumelte und zur Erde Darauf ergriff die Frauens- fie außerdem nur von ihren Stammgästen betrieben. Ratastrophe an Zahl der Opfer übertreffe, 200 Menschenleben person schleunigst die Flucht, rde aber von einigen Herren die verloren gegangen, wird von der Bauzeitung berichtigt. Der verfolgt und am Nutegraben, en sie sich zu stürzen suchte, ein- worden seien. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß Taybrücken- Einsturz hat ungefähr 90 Zodte gefordert, indem geholt und dingfest gemacht. sie wirre Reden führte, tam Frl. Braun eines Tages mit einem ihrer Gäste Sechsundsechszig sämmtliche Insassen des verunglückten Zuges von den Wogen man bald zu der Ueberzeugungß man es mit einer Geistes gespielt hatte und dabei dermaßen vom Glück begünstigt worden verschlungen wurden. Das Mönchensteiner Unglück kommt aller franken zu thun hatte. Dies ligte sich denn auch; denn nach war, daß sie gegen 60 M. gewann. Um dem Verlierer Revanche bings gleich nach dem Einsturz der Taybrücke, welches das größte den bei ihr vorgefundenen Pan ergab sich, daß sie Minna zu geben, hatte sie dann ein anderes Spiel vorgeschlagen; es Eisenbahn- Unglück in Europa ift. Das größte Eisenbahn- Unglück Rust hieß und erst vor einigergen aus der Frrenanstalt zu wurde getempelt und hierbei verlor die Angeklagte nicht nur die aller Zeiten ist nach Röd, Encyklopädie des gef. Eisenbahn- ihrer in der Frankfurter Allee nenden Mutter entlassen war, gewonnenen 60 M., sondern noch 20 M. dazu. Ferner wurde auf der merikanischen Morelosbahn, welches 210 Todte ge- bedauernswerthe Mädchen zun nach seiner Wohnung, von Lokale häufig betrieben wurden, wobei Einfäße von zehn Pfennig fordert hat. wo aus dann am Freitag frühder seine Ueberführung in die bis zu einer Mark gewagt wurden. Der Gerichtshof glaubte der Angeklagten nicht, daß sie als' gewandte Kartenspielerin von der Natur der Glückspiele teine Kenntniß gehabt, sondern verurtheilte Ein jugendlicher Brandstifter. Rindlicher Unverstand Frrenanstalt erfolgte. hat durch das leidige Spielen mit Feuer am Donnerstag NachBezüglich des seit dem. d. m. verschwundenen sie zu 50 M. Der Staatsanwalt hatte 300 m. beantragt. mittag wieder einmal ein Schadenfeuer angestiftet und Unheil und Aufregung veranlaßt. Der Binetaplah ist gegenwärtig eine Kaffenboten Fritz Schrammharlottenftr. 82 bei der Ber wilde" Ferienkolonie. Auf demselben tummelt sich die schul- sicherungsgesellschaft Jouna" haft gewesen, kommt heute freie Jugend unter Assistenz der noch nicht schulpflichtigen die Nachricht, daß deffen nunmehr in Göthen bei Generation und sucht sich für die Mißgunst des Schicksals, Falkenberg aufgefunden worden Nähere Angaben fehlen noch, welches sie zwingt, die schönen Hundstagsferien in Berlin zu ver: doch erscheint ein Selbstmord ellos. Die Ehefrau hat si leben, schadlos zu halten durch allerlei Kurzweil. A13 Zeitver- fofort an den Fundort begeben. treib hatte sich nun ein kaum drei Käse hoher Knirps eine Eine will Versammlungen. Den Entwurf eines neuen Programms der sozial. Vermißt wird seit vorgelder Schiffer Julius Barth, beleuchtete Genosse Bebel am 16. Juli in einer Versammlung demokratischen Partei Deutschlands Schachtel Zündhölzchen, die er irgendwo ergattert hatte, erkoren, welcher am 2. Mai 1867 zu bei Oranienburg geboren, des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den ersten Berliner 1,64 Meter groß und schlank isinkelblondes Haar und einen mit der er nach Kinderart herumexperimentirte. tommene Gelegenheit, die Zündkraft seiner Hölzchen in größerem kleinen Schnurrbart hat und nnkelem Jacket, grauer Hose Reichstags- Wahlkreis folgendermaßen: Maßstabe zu erproben, gab dem fleinen Feuerwerker ein von und blauer Schiffermüze bekleidir. Er hat sich von seinem Weißensee kommender, von der Nordbahn her auf den der Nordbahn her auf den hier auf der Spree liegenden Feg entfernt, ohne über das Vinetaplatz einbiegender hoch mit Stroh beladener Wagen. Dorn im Stroh vergraben sigenden Führer des Fuhrwerks, eine 34 ermitteln gewesen. Parteigenossen! Bekanntlich ist der Parteivorstand auf dem vorjährigen Kongreß zu Halle beauftragt worden, ein neues wissenschaftliche Fehler enthielt, in manchen Punkten praktisch nicht durchführbar war und überhaupt den veränderten Verhält Ein schwerer Unglücksfah sich vorgestern gegen Abend nissen und den fortgeschrittenen Anschauungen der Partei nicht weiter perbreiten. 2113 das brennende Gefährt an einem Neubau auf dem Neubau des Hauses Raverstraße 3 zu, woselbst der mehr entsprach. Unser altes Programm ist bekanntlich 1875 auf vorbeikam, machten den Führer des Wagens die dort beschäftigten Dachdecker B. in Höhe der drittage auf einem Hängegerüft dem Kongreß zu Gotha geschaffen worden, wo sich die bis dahin Arbeiter auf die drohende Gefahr aufmerksam und eilten auch beschäftigt war. Infolge eines rites stürzte B. von dem- feindlichen Fraktionen, der Allgemeine deutsche Arbeiterverein Nicht lange, so züngelte auch schon hinten, unbemerkt von dem Biel seines Ganges etwas zu hassen und ist seitdem nicht Programm auszuarbeiten, weil das alte Programm mannigfache " c. Gleiches Recht für Alle, was Menschenangesicht trägt, ist ( Zahalleaner) und die Sozialistische Arbeiterpartei( Eisenacher),| frasser in die Erscheinung. Dies geschieht jedoch während der) das Prinzip der Sozialdemokratie. Ein jeder Bürger ist nach in diesem Programm einigten. Es mußte damals nach beiden im folgenden Absatz geschilderten wirthschaftlichen Krisen. der Gesellschaft zur Mitarbeit Seiten hin Rücksicht geübt werden; doch ist auch zu be Die im Wesen der kapitalistischen Produktion be- unseren Anschauungen von denken, daß damals die Partei noch weniger entwickelt gründete Planlosigkeit erzeugt jene immer länger andauern verpflichtet, aber Jeder ist auch berechtigt, an dem Verbrauche war und die Gemüther für die Lassalle'schen Ideen sehr ein- den Krisen und Arbeitsstockungen, welche die Lage der Ar- der Genußmittel der Gesellschaft theilzunehmen. Aufhebung des genommen waren. Lassalle forderte namentlich das allgemeine beiter noch verschlimmern, durch den Ruin der städtischen Unterschieds zwischen arm und reich, völlige Gleichheit in der Stimmrecht, um dadurch die politische Macht zu gewinnen, und und ländlichen Mittelstände der Kleinbürger und Klein- Gesellschaft und gesicherte Existenz aller Bürger: das ist das Ziel ferner die Gründung von Produktiv- Genossenschaften mit Staats- bauernden Abgrund zwischen Besitzenden und Besiß- der Sozialdemokratie!( Beifall.) Wir kommen nun zum zweiten Theil des Entwurfs, die hilfe. Der Vorschlag war Lassalle nicht eigenthümlich und war lofen erweitern, die allgemeine Unsicherheit zum Normalfast Wort für Wort den Vorschlägen entnommen, die Louis zustand der Gesellschaft erheben und den Beweis liefern, Forderungen betreffend, mit denen die Sozialdemokratie gegenBlanc in den 40er Jahren in der Schrift„ Die Organisation der Daß die Klasse der Aneigener der gefellschaftlichen Arbeits- wärtig hervortritt. Man hat auf gegnerischer Seite gesagt, der Arbeit" gemacht hatte. Die Nationalwerkstätten" Louis Blanc's mittel den Beruf und die Fähigkeit zur wirthschaftlichen zweite Theil enthalte keine Forderung, die nicht auch verschiedene fanden aber in den Junischlachten des Jahres 1848 ihr fläg- und politischen Führung verloren het." bürgerliche Parteien in ihren Programmen hätten. Es ist wahr, liches Ende, und wirklich steht die Verwirklichung dieser Pläne In diesen Säßen wird der herrschenden Klasse das ihr ge- daß eine Reihe unserer Forderungen in der Schweiz, in Frankauch mit den Interessen des Staates und der bürgerlichen Ge- bührende Armuthszeugniß ausgestellt. Die wirthschaftliche Krise, reich, in den Vereinigten Staaten schon verwirklicht sind. Aber sellschaft in unversöhnlichem Widerspruch, während doch Staat in der wir uns jest z. B. feit ca. 5/4 Jahren befinden, wird sich darauf kommt es nicht an. Wir machen unser Programm für und Gesellschaft nach den Wünschen von Lassalle und Blanc voraussichtlich noch länger hinziehen und in den Mittelständen die deutschen Verhältnisse, und wenn man sagt, wir hätten nur gerade selbst die Hand zur Verwirklichung bieten sollten. Lassalle, zahllose Bankerotte und Proletarisirungen zur Folge haben. Man bürgerlich radikale Forderungen, so haben wir nichts da Wir müssen eben eben verschiedene Forderungen aufin den Anschauungen der deutschen Philosophie befangen, glaubte, würde noch viel mehr Bankerotte erleben, wenn nicht Hundert gegen. daß der Staat ein Wesen sei, das alle Bürger glücklich sehen tausende kleiner Bauern, Geschäftsleute sich durch gegenseitige nehmen, die von unseren bürgerlichen Parteien aus Feigheit wollte und daß der Staat bereit sein würde, die soziale Frage in Wechselreiterei über Wasser hielten. Frend ein Ereigniß, z. B. fallen gelaffen worden sind. Außerdem kenne ich aber keine Partei, Wirklichkeit zu lösen. Heute lehrt die Geschichtsforschung, daß der ein europäischer Krieg, würde diesen hunderttausenden sofort außer der sozialistischen, weder bei uns noch im Auslande, die Staat eine Einrichtung der Periode des Privateigenthums ist, von ihre selbständige Existenz kosten. Die Ekenntniß dieser Zustände für unsere Forderungen in ihrer Gesammtheit einzutreten wagen dem Besitzenden gegründet, um sie gegen die Nichtbesitzenden zu spricht sich auch in der Bildung jenerTrusts, Ringe, Kartelle würde. Ob wir unsere Forderungen alle verwirklichen werden, schützen, denen er stets als ein unantastbares Heiligthum aus; aber auch diese sind nicht bestandshig, indem ein Mitglied weiß ich nicht. Leicht ist es auch möglich, daß wir die ganze hingestellt wird. Wo sich aber verschiedene Interessen feindlich das andere zu überflügeln sucht nd dadurch die ganze soziale Gesellschaft verwirklicht haben, ehe eine von diesen ForSo gigt sich die herrschende derungen erfüllt ist. Die ökonomische Entwickelung fann der gegenüber stehen, bildet sich der Staat; wenn aber die Klassen- Vereinbarung illusorisch macht. gegensätze aufgehoben werden, wird der Staat überflüssig. Aus Klasse auf allen Gebieten als vollstänig unfähig zur ferneren politischen voraneilen und diese mit sich fortreißen. Man hat ferner eingewendet, verschiedene Forderungen bildeten diesem Grunde mußte man im neuen Programm die Begriffe wirthschaftlichen und politischen Führug des Volkes. Politisch Staat" und" Gesellschaft", die im alten Programm fortwährend geht die Bourgeoisie auf allen Gebieter rückwärts, weil sie sehr gegen solche des früheren Programms einen Rückschritt. Das ist verwechselt sind, scharf trennen. Ebenso mußte das Wesen der gut weiß, daß jedes der Arbeiterklasse ewährte Recht gegen ihre nicht wahr. Die Zahl 21 beruht, wie ich schon erklärt habe, auf bürgerlichen Gesellschaft, die unter sich vielfach gespalten ist, aber eigene Herrschaft angewendet wird, ud die Arbeiterklasse hat einem Schreib- oder Druckfehler. Wir sind immer noch der bem Sozialismus geschlossen gegenüber steht und auf alle Fälle daher schon manche politische Forderur aufnehmen müssen, die Meinung, daß das Alter der Wehrpflicht auch das Alter der den heutigen Staat erhalten will, festgestellt werden. Der Staat früher von der Bourgeoisie vertheidigt urde, die zu vertreten sie politischen Mündigkeit bilden muß, und wir fordern das Wahlrecht für alle Männer und Frauen vom vollendeten 20. Jahre ab. der heutigen herrschenden Klasse benutzt natürlich Kirche, Schule aber jetzt zu feig geworden ist. und alle Mittel, um das Volt im Glauben zu erhalten, der Diesem Zustand, der von Ag zu Tag unerträglicher Wir fordern das Proportional- Wahlsystem, damit jede Partei Klassenstaat, wie er besteht, wäre eine Nothwendigkeit, und daher wird, durch Beseitigung seine Ursachen ein Ende zu des Landes im Verhältniß ihrer Stimmenzahl vertreten ist machen und die Befreiung der rbeiterklasse zu erringen, und auch Minoritäten die ihnen gebührende Bertretung tommt es, daß so viele Proletarier, deren Interessen sie zu uns finden. ist das Ziel und die Aufgabe d Sozialdemokratie. Wir verlangen ferner, daß ziehen müßten, noch in den Reihen der Gegner gegen uns fämpfen. alle öffentlichen Die sozialdemokratische Pdei Deutschlands erstrebt Wahlen und Abstimmungen an Sonntagen vorgenommen werden, Wir müssen diese Schwierigkeiten zu überwinden suchen; aber demgemäß die Umwandlung d Arbeitsmittel Grund damit Jedermann sein verfassungsmäßiges Wahlrecht auch auswenn man die Entwickelungsgeschichte der Partei seit den 60er Jahren verfolgt, dann kann man am schließlichen Erfolge nicht und Boden, Bergwerke, Grube Maschinen und Wert üben kann. Unter den heutigen Arbeitsverhältnissen, wo die zweifeln. Dies um so weniger, als die Entwickelung der gesellschaft- zeuge, Verkehrsmittel in Geeineigenthum der Gesell- Arbeiter vielfach nur eine sehr ungenügende Tischzeit haben oder lichen Zustände uns trefflich vorarbeitet, und man hat deswegen schaft, und die Umwandlung d kapitalistischen Produk- gar stunden- und meilenweit von ihrer Wohnung arbeiten, find tion in sozialistische Produktior eine Umwandlung, für Biele an der Ausübung ihres Wahlrechts direkt verhindert. Wir nicht unrecht, wenn man meint, auch ohne unser Zuthun würde die Gesellschaft in den sozialistischen Staat hinein wachsen. Troy- welche die kapitalistische Gesellaft selbst die materiellen verlangen die Entschädigung der gewählten Vertreter, damit dem find wir aber genöthigt, im Interesse der Arbeiterklasse eine und geistigen Bedingungen gefaffen hat und weiter schafft jeder begabte Mensch, der vom Vertrauen seiner Mitbürger und durch welche allein die freiung der Arbeiterklasse beehrt wird, die Wahl annehmen kann und nicht wegen pekuniärer Reihe von Forderungen an den heutigen Staat zu stellen. Für und mit ihr die Befreiung ar Gesellschaftsglieder ohne Bedenken ausschlagen muß. diese Nothwendigkeit spricht auch noch der praktische Grund, Ausnahme verwirklicht wird." Statt unserer früheren Forderung Dirette Gesetzdaß wir die Voltsmasse nicht mit bloßen Theoremen gewinnen Oben ist ausgeführt, daß die Annung des Arbeiters vom gebung durch das Bolt" sagen wir jett: Direkte Ankönnen, sondern ihr auch zeigen müssen, daß wir die Interessen der Arbeiter auch in der heutigen Gesellschaft wahrnehmen; Arbeitsmittel der Grund der Abhgigkeit und Unterdrückung theilnahme des Volkes an der Gesetzgebung" mittelst des der Arbeiterklasse ist. Die logische olgerung ist deswegen, daß Vorschlags- und Verwerfungsrechtes." Das ist keine Verschlechnur wenn wir dies beweisen, wird man unserer Fahne folgen. Das neue Programm mußte nun so gestaltet werden, daß dann die Arbeitsmittel in die Handes Arbeiters zurückgegeben terung, sondern nur klarer. Man hat niemals sagen wollen, daß es thatsächlich den Meinungsausdruck der Partei bildete, und es werden müssen, um die Arbeiterkse zu befreien. Doch darf das Volk direkt die Gesetze machen solle. Es giebt eine große so zu bearbeiten, konnte natürlich nicht das Werk eines Ginzelnen man dabei nicht in die Fehler 2o1 Blanc's und Lassalles ver- Bahl von Spezial- und technischen Gefeßen, die für das Volk im sein. Mit dem ersten Entwurf wurde Liebknecht betraut. Ich fallen, die da glaubten, der Staat de sich freiwillig ausliefern Ganzen gar kein Intereffe haben und bei denen es sich nicht machte an dessen Arbeit Abänderungen, der Partei- Bor- und so gewissermaßen einen Selbstird begehen. Der Staat der lohnen würde, eine Volksabstimmung vorzunehmen. Das Bolt stand berathschlagte über beide Vorschläge, die dann Liebknecht herrschenden Klasse wird sich niema zu mehr als zu unbedeuten- foll aber das Recht haben, jedes erlassene Gesetz anzweifeln zu abermals einem neuen Entwurf verarbeitete. Dieser den Konzessionen herbeilassen, unoie schließliche wirkliche Be- dürfen und eine Voltsabstimmung darüber zu verlangen. Ferner soll Entwurf wurde an Engels, Kautsky und viele andere freiung der Proletarierklasse kanmur durch die thatsächliche dem Volke eine gewisse Unabhängigkeit ihren Vertretern gegenüber wissenschaftlich hervorragende Parteigenossen, an die Frat- Verschiebung der Machtverhältnisszu Gunsten der Proletarier bewahrt und ihm das Recht reservirt werden, selbständige Geseze auszuarbeiten und feine Volksabstimmung darüber zu verlangen. tionsmitglieder, die Mitglieder des Parteivorstandes 2c. zur herbeigeführt werden. " Die sozialdemokratischeartei hat nichts gemein mit Unter unferer, Selbstverwaltung des Bolts" verstehen wir nicht Begutachtung geschickt, und von allen Seiten tamen denn auch dem sogenannten Staatssozismus, dem System der Ver- nur die gewöhnliche bürgerliche Selbstverwaltung sondern auch Abänderungsvorschläge. Der Parteivorstand ist dann in erstaatlichung zu fiskalischen ecken, das den Staat an die die Wahl der Staats- und Gemeindebeamten zc. durch das Volt. neuter Berathung dahin übereingekommen, den von Engels für Stelle des Privatunternehus setzt und damit die Macht Unsere Forderung der jährlichen Steuerbewilligung und das den ersten Theil des Programms eingesandten Entwurf definitiv der ökonomischen Ausbeutz und der politischen Unter- Recht der Steuerverweigerung haben früher auch bürgerliche vorzuschlagen, der aber auch noch Abänderungen erfuhr. Es ist drückung des Arbeiters in er Hand vereinigt." Parteien auf ihrer Fahne gehabt, haben sie jetzt aber fallen demnach erst die sechste Umarbeitung, die der Partei als ProWenn der Staat die Poste die Eisenbahnen, Bergwerke lassen. Wir fürchten uns nicht und haben die Forderung, da grammentwurf vorgelegt worden ist. Wir bitten nunmehr die Genossen, auch ihrerseits an unserm neuen Programm mit zu und dergl. in der Hand hat, send das durchaus keine sozia- sie selbstverständlich ist, aufgenommen. Wir verlangen jest" Entscheidung über Krieg und Frieden arbeiten, und wir sind überzeugt, daß nicht nur Veränderungen, listischen Einrichtungen; im Getheil, der Staat arbeitet hier sondern auch Verbesserungen aus den Reihen der Parteigenossen nur als Unternehmer, und wieei jedem anderen Bourgeois durch die gewählten Vertreter des Bolles", während es früher sind die Arbeiter mit der schnten Arbeit und der größten hieß: durch das Volt". Das frühere ist falsch. Durch das Der Entwurf ist also in seinem ersten Theil von den ver- Verantwortung die am schlechtes zahlten und umgekehrt. Der Volt Krieg zu erklären oder Frieden zu schließen ist nicht durch worrenen Begriffen, die dem alten Programm antlebten, ge- Staat unterdrückt seine Arbeiter ch mehr, als ein gewöhnlicher führbar. Man bente fich der Sachlage gegenüber, wir geriethen reinigt worden. Er läßt die Produktiv- Genossenschaften und ähn Bourgeois, und eine politisch ositionelle Meinung bringt den mit einem anderen Volk in Streit, der durch einen Krieg geliche Mittel aus dem Spiel, weil eine Entwickelung der Gesell- Beamten sofort um feine Stelle.er Staat ist mit Rücksicht auf schlichtet werden müßte. Wollte man da nun erst das ganze schaft in diesem Sinne rein unmöglich rein unmöglich ist. Man weiß die Staatsbetriebe weiter nichnis ein tapitalistischer Unter- Bolt über Krieg oder Frieden abstimmen lassen, so würde man indessen nicht, in welcher anderen Weise das Biel, nach dem wir nehmer, und häufig nicht mein anständiger Unternehmer. es auch erst über die Streitfrage aufklären müssen; das erfordert fireben, einst erreicht werden wird, weil, je nach dem sich die( Beifall.) Ein Gutes haben ich die großen Staatsbetriebe, aber bei einem Volte von 50 Millionen Wochen und Monate, Verhältnisse gestalten, verschiedene Wege eingeschlagen werden wie auch die großen Betriebe Strupp, Stumm, Baare zc., fie und unterdessen würde der Feind einen bedeutenden Vorsprung müssen. Niemand kann voraussehen, wie sich die Verhältnisse in zentralisiren schon heute ganzardustriezweige und erleichtern gewinnen und das eigene Volt durch seine Abstimmung benachder Zukunft gestalten werden, und deswegen ist alles, was wir später einmal den Uebergang Industrie in die sozialistische thun können, daß wir gewisse Marksteine aufstellen und dann auf Produktionsform. diese losmarschiren tommen werden. Wir kommen nunmehr zur Besprechung der einzelnen Abschnitte des Entwurfs selber. Der erste Passus lautet: " Die Trennung der Arbeiter von den Arbeitsmitteln Grund und Boden, Bergwerke, Gruben, Maschinen und Werkzeuge, Verkehrsmittel und deren Uebergang in den Alleinbesitz eines Theiles der Gesellschaftsglieder hat zur Spaltung der Gesellschaft in zwei Klassen, die arbeitende und die besitzende, geführt." " Die Befreiung der eiterklasse kann nur das Werk der Arbeiterklasse selbst, weil alle übrigen Klassen und Parteien auf dem Boders Kapitalismus stehen und trot der Interessenstreitigkeitunter sich doch die Erhaltung und Stärkung der Griagen der heutigen Gesellschaft zum gemeinsamen Ziel en." theiligt sein. Für den Kriegsfall würde man den gewählten Vertretern des Volts auch wirklich die Vertretung des Volkes einräumen, damit die Regierung wenigstens nicht allein über Krieg und Frieden zu entscheiden hat. Vorläufig hat die Volks vertretung bei Kriegsfragen weiter kein Recht, als die Gelder zu bewilligen. Selbstverständlich verlangen wir aber auch die Errichtung eines internationalen Schiedsgerichts, denn wir sind erklärte Ich sagte oben schon, dämmtliche Parteien außer uns Feinde des Kriegs, wie überhaupt des Blutvergießens in jeder auf dem Boden der bestehen Gesellschaftsordnung stehen Form. Wir halten den Krieg nicht, wie Moltke, für eine Wohlund wenngleich fie fiuntereinander in den Haaren that und den Sporn der Völker, ohne den sie erstarren und unterMit dem Augenblick, wo das Eigenthum sich bildete, trat liegen und sich um die Fühhaft streiten fobald wir mit gehen würden. Wir verlangen, daß internationale Streitigkeiten Die in derselben Weise geschlichtet werden, wie es im bürgerlichen der Klaffengegensatz zu Tage und die nichtbesitzende Klasse mußte, Forderungen erscheinen, unscbündet gegenüber stehen. um leben zu können, ihre Arbeitskraft der befizenden ver- bürgerlichen Parteien lassen ber ihre sonstigen politischen Leben fiblich ist kein Bürger darf, wenn er vermeintlich gefaufen, und zwar regelt sich der Preis der Arbeitskraft, wie der jeder Forderungen fahren, macherh gegenseitig Konzessionen, um schädigt ist, zur Selbsthilfe greifen und sich schablos halten; er anderen Waare, nach Angebot und Nachfrage. Seit der Zeit, nur ja sich von den verhaf Sozialisten keine Zugeständnisse muß den ordentlichen Rechtsweg beschreiten. Und ebenso sollten wo dies erkannt wurde, ist die Arbeiterklasse bestrebt gewesen, abringen lassen zu müssen. wie bei uns, so ist es in der sich die Völker gewöhnen, ihre Angelegenheiten gesetzlich zu schlichten. Wir wollen indeß nicht vergessen, daß gerade der fich eine würdigere Existenz zu erringen; die herrschende Klasse ganzen zivilisirten Welt. nächste Krieg, in dem sich mindestens 15 bis 16 Millionen hat aber alle Macht zusammengefaßt, um die Arbeiter in der mit den raffinirtesten Waffen ausgestattete Soldaten gegenüber Unterdrückung zu erhalten, wodurch der Klassengegensatz wiederum stehen werden, sehr viel Chancen für eine Umänderung der Geimmer schärfer wurde. Daher heißt es weiter: sellschaft in unserem Sinne bietet, und die herrschende Klasse hätte deswegen alle Ursache, unseren Vorschlag eines internationalen Schiedsgerichts nicht von der Hand zu weisen. " In den Händen ihrer Aneigner sind die gesellschaftlichen Arbeitsmittel zu Mitteln der Ausbeutung geworden. Die hierdurch bedingte ökonomische Unterwerfung der Arbeiter unter die Besizer der Arbeitsmittel, d. h. der Lebensquellen, ist die Grundlage der Knechtschaft in jeder Gestalt: des gesellschaftlichen Elends, der geistigen Verkümmerung, der politischen Abhängigkeit. " Die Intereffen derbeiterklasse find in allen Ländern mit" fapitalistischer Prtionsweise die gleichen; mit der Ausdehnung des Wrkehrs und der Produktion für den Weltmarkt wird Lage der Arbeiter eines jeden Landes immer abhärr von der Lage der Arbeiter in den anderen Länderne Befreiung der Arbeiterklasse ist daher nicht eine naile, sondern eine soziale Aufgabe, Die Abschaffung aller Gesetze, welche die freie Meinungsan der die Arbeiterer Kulturländer gleichmäßig be- äußerung und das Recht der Vereinigung und Versammlung eintheiligt sind. In d Erkenntniß fühlt und erklärt die schränken" ist so aufzufassen, daß alle Ausnahme, alle Preß- und fozialdemokratische fi Deutschlands sich eins mit den Vereinsgefeße, die nur den freien Meinungsaustausch verhindern tlassenbewußten Arlin aller übrigen Länder." sollen, gestürzt werden. Wenn Jemand durch die Presse oder in Unter der Herrschaft dieser Ausbeutung nimmt die Die Uebel sind also ül die gleichen. Die Industrie macht einer Versammlung beleidigt ist, so soll er vor den ordentlichen Anhäufung des durch die Ausgebeuteten erzeugten Reichthums in den Händen der Ausbeuter- der Kapitalisten überall wahrhaft folossalortschritte und drängt die Unter Richter gehen, soll sich aber nicht durch besondere Ausnahmeund Großgrundbefizer mit wachsender Geschwindigkeit nehmerklasse dazu, sich Absatzmärkte zu suchen; die Län gesetze schüßen lassen. Die Forderung der Abschaffung aller Aufwendungen aus zu. Immer ungleicher wird die Vertheilung des Arbeits- der werden durch neussenbahnlinien verbunden; aber sich in dem öffentlichen Mitteln zu firchlichen und religiösen Zwecken" und produkts zwischen Ausbeuter und Ausgebeutete, immer anstatt diese zu ben schließt man du Einfuhrzölle und dergleichen die fernere„ daß die kirchlichen und religiösen Gemeinschaften größer die Zahl und immer unsicherer die Lebenslage der selben Augenblick Broletarier, immer massenhafter die Armee der über- von dem Nachbarlande a aus Konkurrenzneid Keiner dem als Privatvereinigungen zu betrachten sind" steht an Stelle schüssigen Arbeiter, immer schroffer der Klassengegensatz, Andern etwas gönnt. Dbeiter aller Länder leiden gemeinsam der früheren Erklärung der Religion zur Privatsache". immer erbitterter der Klassenkampf, welcher die moderne unter diesem Druck des talistischen Produktionssystems und Es ist dies ebenfalls einer der Fehler des früheren Programms, Gesellschaft in zwei feindliche Heerlager trennt und das fühlen deswegen ihre Zusengehörigkeit. Noch vor 20 Jahren indem man damals noch der Meinung war, daß, wenn eine gab man sich die größühe, eine internationale Arbeiter Religion eine große Zahl von Anhängern im Lande zählt, die gemeinsame Merkmal aller Industrieländer ist." Hier ist in wenig Zeilen die Weltanschauung der Sozial- Assoziation zu gründen: braucht man gar keine künstlichen Kirche immerhin durch den Staat unterstützt werden könne. Wir demokratie über die heutige Gesellschaft und deren Entwickelung Mittel mehr anzuwender Arbeiter aller Länder fühlen sich meinen jetzt, es ist jedes Einzelnen volle Privatsache, was er niedergelegt, und diese unsere Anschauung, daß die wachsende solidarisch und schließen ur gemeinsamen Attion aneinander, glauben oder anbeten wolle. 28ir verlangen den Grundsah, daß feine Religionsgemeinschaft die öffentlichen Mittel für ihre Zwecke Kapitalmacht die Echäden und Gegensäge in der Gesellschaft wie wit 1889 in Paris en haben. Die sozialdenische Partei tämpft nicht für neue in Anspruch nehmen dürfe. Treten eine Anzahl Menschen zu immer schroffer gestaltet, wird heute von Niemand mehr be Klassenprivilegien Vorrechte, sondern für die Ab- einer Religionsgemeinschaft zusammen, so verwehrt ihnen dies ftritten. So sehr auch in der gegnerischen Kritik am Programmschaffung der Klærrschaft und der Klassen selbst, und Niemand, weil ja das Versammlungsrecht besteht. Sie können Entwurf genörgelt wurde: die Grundanschauung obiger Säge für gleiche Rechte gleiche Pflichten Aller ohne Unter- sich auch einen Geistlichen bestellen, haben dann aber keinen Anhat Niemand als falsch zu bezeichnen gewagt. Es ist unbestritten, schied des Geschl und der Abstammung. In diesem spruch, daß dieser vom Staat oder Gemeinde besoldet werde, daß durch die zunehmende Konzentration der Reichthümer auch Befreiungskampf cht die Sozialdemokratie, als die sondern sie müssen ihn selbst bezahlen, wie sie auch ihren Schuhdie Abhängigkeit der Vollsmassen wächst, daß durch die fortVertreterin nicht der Lohnarbeiter, sondern der Aus- macher und Schneider bezahlen müssen.( Bravo!) währenden wissenschaftlichen und technischen Betriebsvereingebeuteten und Ucückten insgesammt, alle Forderungen, Wir verlangen auch vollständige Trennung der Schule von fachungen die Zahl der Arbeitslosen immer größer wird. Und Maßregeln und chtungen, welche die Lage des Volkes der Kirche und insbesondere obligatorischen Besuch der öffentnur dadurch, daß jede Vereinfachung, jede neue Maschine gewisserim Allgemeinen der Arbeiterklasse im Besonderen zu lichen Volksschulen". Jedes Kind ohne Ausnahme soll gezwungen maßen wieder eine neue Industrie gebiert, nimmt die industrielle verbessern geeignd." sein, die öffentliche Volksschule zu besuchen, und es soll hierin Referve- Armee nicht bedrohlichere Formen an und tritt nicht " Tein Unterschied bestehen zwischen reichen und armen Rindern. I bas Roalitionsrecht preiszugeben, und wir verlangen eben mit| Kellnerin so vor wie das emer Proftituirten. Von den Wirthen Müssen Alle gleichmäßig in dieselbe Schule, dann wird die be- unserer Sicherstellung des Koalitionsrechtes" die energische Be- würde jeder Mensch, welcher es mit einer Kellnerin ehrlich meine, sigende Klasse schon dafür sorgen, daß die Wolfsschule auf die strafung derartiger Uebergriffe der Unternehmerklasse. hinausgegrault, da er das Geschäft hemme. Letzteres besteht in Höhe der Zeit gebracht wird, weil ihre eigenen Kinder hinein Als letzten Punkt des Programms verlangen wir Uebernahme diesem Fall darin, daß die Kellnerin die Gäste durch müssen. Heute werden aus den öffentlichen Mitteln die höheren der gesammten Arbeiterversicherung durch das Reich mit maß- Klopfen auf alle Störpertheile dazu zu bewegen sucht, ihr Schulen botirt und die Volksschulen müssen mit den Ueber- gebender Mitwirkung der Arbeiter an der Verwaltung. Wir sind ganzes Geld zu vertrinken. Als Mittel zur Besserung dieser bleibfeln zufrieden sein. Die Lehrmittel sollen zudem unentgeltlich wohl Alle darin einig, daß die jetzige Organisation der Kranken-, Berhältnisse empfahl die Rednerin den Anschluß an die zu abgegeben werden, weil auch der Unterricht an allen öffentlichen Unfall- und Invaliditätsversicherung eine total verfehlte ist. Die gründende Vereinigung. Nach dem ihr gezollten Beifall gelang Lehranstalten umsonst ertheilt werden soll. In Paris werden drei Gefeße hängen organisatorisch zusammen, eins ist durch das es dem Vorsitzenden nicht mehr, die Ruhe aufrecht zu erhalten. schon heute nicht nur die Lehrmittel geliefert, sondern den andere bedingt, wenn sie jetzt auch in drei Theile zerrissen sind, Waren schon die ersten Rednerinnen mehrinals unterbrochen ärmeren Kindern wird in den Schulen auch unentgeltlich sie bedürfen einer ganz gründlichen Umgestaltung; erstens müssen worden, worauf zwei der Ruheftörer den Saal verlassen mußten, Mittagessen verabreicht. In einem späteren, vollkommeneren sie zusammen geschmolzen werden und dann so ausgestaltet, daß so entstand, als ein weiterer hinausgewiesen wurde und dieser, Bustand der Gesellschaft werden überhaupt die gesammten Er- sie ihren Zweck, die Sicherstellung der Arbeiter bei Krant- über Tische und Stühle sezend, auch noch den Polizeilieutenant ziehungskosten von der Gesellschaft getragen werden. Die fünftige heiten, Unfällen und im Alter auch wirklich voll und ganz er- um„ Schuh" anrief, ein derartiger Tumult, daß der Vorsitzende Gesellschaft wird jedem ihrer Mitglieder Gelegenheit bieten, seine reichen. die Versammlung schloß. Als willens, dem Verein beizutreten, Fähigkeiten zum eigenen Besten und zum Besten der Gesellschaft Zum Schluß will ich noch einmal wiederholen, daß wir, in- hatten sich ca. 60 Kellnerinnen in die ausgelegten Listen eingezu wecken und auszubilden. dem wir den Entwurf herstellten, kein unantastbares Wert, son- schrieben. Bezüglich des verlesenen Statuts ist noch mitzutheilen, dern nur die Basis des zufünftigen Programms schaffen wollten. daß da nach der Verein den Zweck hat, die physische, moralische Ich bitte Sie nun, auch Ihrerseits an dem Entwurf mit zu und gewerbliche Lage seiner Mitglieder zu einer menschenwürdigen arbeiten, damit auf dem nächsten Parteitag ein Werk zu Stande zu gestalten". Als Mittel dazu sollen dienen: Belehrende Vorfommt, das uns allen zur Freude und der Partei zur Ehre ge- träge, Unterstüßung in dringenden Fällen, unentgeltlicher Rechtsreicht.( Brausender Beifall.) schutz, unentgeltlicher Arbeitsnachweis, obligatorische Einführung Die Diskussion wurde bis nächste Woche vertagt. Es wird des" Gastwirths- Gehilfen" 2c. Die Anstrebung guter Lohn- und zu diesem Zweck eine neue Versammlung einberufen werden. Arbeitsbedingungen soll die erste Aufgabe des Vereins bilden. " Unsere Forderung Erziehung zur allgemeinen Wehrhaftig feit und Volkswehr an Stelle der stehenden Heere" ist fast wörtlich dem alten Programm entnommen. Um nur einen Grund zu nennen, spricht schon die Erwägung für diese Forderung, daß das gegenwärtige stehende Heerwesen die Kriege geradezu provozirt. Wenn heute z. B. viele Tausend Offiziere das SoldatenHandwerk berufsmäßig treiben, so müssen sie auch den Krieg erst als ihr eigentliches Lebenselement betrachten, indem sie sich durch ihn Lorbeeren, Gold und Beförderung erwerben können. Wenn man dann die vielfachen Fäden, mit denen das Offizier Korps und die Regierung, die über Krieg und Frieden entscheidet, verschlungen sind, bedenkt, so kann man einige Sorge für die Zukunft doch nicht unterdrücken, indem gerade diejenige Einrichtung, die den Frieden gewährleisten soll, am meisten zum Kriege drängt. Der Fachverein der in den Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter hielt am 13. Juli seine ordentliche Generalversammlung ab. Nach dem zunächst gegebenen Geschäftsbericht zählte der Verein am Schluß des ersten Quartals 515 Mitglieder. Im Laufe des zweiten Quartals traten dem Verein 65 Kollegen bei, wovon 20 bereits anderen Verbandsvereinen angehörten. Ausgeschieden sind 2, wegen Restirens der Beiträge wurden 93 ge= strichen und ausgeschlossen wurde ein Kollege. Somit gehören bei Beginn des dritten Quartals 474 Kollegen dem Verein an. Im verflossenen Quartal fanden statt: 6 Vereins, 1 ordentliche und 1 außerordentliche Generalversammlung. Vorträge wurden 4 gehalten. Von Vergnügungen gab es nur einen Ausflug nach Friedrichsfelde. Der Kassenbericht bezifferte die Einnahme auf 1300 m 5 Pf., während die Ausgabe 763,06 m. betrug; somit verbleibt ein Kassenbestand von 537,53 M. Der Sozialdemokratische Wahlvereinfür den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 15. Juli eine Generalversamm lung ab, in welcher unter dem Beifall der Anwesenden Genosse Bruns über die Gewerbegerichte referirte. Nach einer kurzen Diskussion gab der Kassirer, Genosse Gründel, die Abrechnung über die Wahl im 21. Kommunal- Wahlbezirk. Die Einnahmen betrugen danach 169,35 M., die Ausgaben 146,58 M., bleibt ein Im Programm steht ferner das Verlangen der unentgeltlichen Ueberschuß von 22,80 M. Die Abrechnung über die Wahl im Rechtspflege und Rechtshilfe, weil man weiß, daß heute so mancher 17. Bezirk stellte sich wie folgt: Einnahmen inkl. des Bestandes Arme schweigend ein Unrecht tragen muß, weil er zu arm ist, von der Wahl im 21. Bezirk 230,12 M., Ausgaben 195,24 M., sein Recht zu suchen, insbesondere um sich einen Rechtsanwalt zu bleibt ein Ueberschuß von 34,88 M. Davon gehen noch 16 m. nehmen. Auch wünschen wir, um eine vollständig unparteiische ab, welche nachträglich für Inserate bezahlt wurden, somit bleibt Rechtspflege zu gewährleisten, die Richter aus dem Volte selbst ein Bestand von 18,88 m, der zu Agitationszwecken verwandt zu wählen, womit die uralte Einrichtung der Volksgerichte wieder werden soll. Der Verein selbst hatte im 2. Quartal eine Einaufs Neue eingeführt würde. Man fühlt sich heute durch manches nahme von 114,75 M., der eine Ausgabe von 76,31 M. inklusive gerichtliche Urtheil seltsam angemuthet, namentlich die Urtheile, eines Defizits von 36,81 m. aus dem 1. Quartal gegenübersteht. die gegen Sozialdemokraten erlassen werden, scheinen In der Kasse verbleiben also 38,44 M. Nachdem die Revisoren die Auf Antrag der Revisoren, welche alles in bester Ordnung uns oftmals recht sehr anfechtbar zu sein, Man sehe sich die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt hatten, wurde dem Genossen Herren Richter aber doch nur in der Nähe an: es sind die Gründel Decharge ertheilt. Hierauf erstattete Genoffe A. Schweiger vorgefunden hatten, wurde den Kassirern Decharge ertheilt. Söhne von Beamten, Fabrikanten, Gelehrten u. s. w., alles den Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes im letzten QuarDie Bibliothek zählte zu Anfang des Quartals 90 Bände. Angehörige derjenigen Klassen, die schon von Natur und durch tal. Nach einem Wahlvereinsbeschlusse hatte der Vorstand aus Davon wurden 4 Bände als unpassend ausrangirt, durch Gedie jetzigen wirthschaftlichen und politischen Emanzipations: den Wählerlisten, die bei der Wahl im 17. und 21. Kommunal- schenke und Ankäufe erhöhte sich alsdann die Bibliothet auf Kämpfe der Arbeiter noch mehr verbittert, den Arbeitern feindlich wahlbezirk gebraucht wurden, die Namen und Wohnungen der 98 Bände. Benutzt wurde dieselbe von 63 Kollegen, die stärkste gegenüberstehen. Und mit seiner Klasse denkt und fühlt auch jenigen herauszuziehen, welche sozialdemokratisch gewählt haben; Frequenz weist der Monat April auf. Beim Arbeitsnachweis ließen sich im Laufe des Quartals der Richter. Man braucht deswegen keineswegs an bewußte man beabsichtigte dem betreffenden Wähler dann ein Flugblatt Rechtsbeugung zu denken, aber seine Klassenvorurtheile hat der mit der Aufforderung zu schicken, sich dem Wahlverein anzu- 302 Kollegen einzeichnen( davon 234 Mitglieder, 68 NichtmitRichter ebenso gut, wie andere Menschen, und wir wollen mit schließen, dadurch die Partei zu unterstützen und sich selbst Be- glieder). 83 Kollegen konnte Arbeit überwiesen werden. Das unferem System der vom Volk gewählten Richter diese Uebel- lehrung zu verschaffen. Nach Schweizers Bericht ist diese Arbeit Telephon wurde in 19 Fällen in Anspruch genommen. stände, so gut es geht, forrigiren. bis auf das Expediren der Flugblätter erledigt, er forderte darum Von Auswärts find 60 Kollegen zugereift; an dieselben Die herrschende Klaffe zeigt überall das Verlangen nach die Genoffen auf, fich zahlreich an dem Vertrieb zu betheiligen, wurden 101 M. Unterstüßung gezahlt. fogenannten Seelen Aerzten, mit welchem Namen man die wenn das Ersuchen hierzu an fie ergangen. Darauf wurde beFür Arbeitslose wurden behuss Besuchs der Versammlungen Geistlichen belegt, die auf Staats- und Gemeindekosten schlossen, die Generalversammlungen an den Säulen nicht mehr Biermarken im Betrage von 23,70 m. verabfolgt. 2. Vorsitzender angestellt und unterhalten Die Vorstandswahl ergab Folgendes: werden und uns alljährlich bekannt zu machen. Nach einer längeren Debatte über die mit so und so vielen Millionen Mark theuer genug zu kommenden Kommunalwahlen wurde zur Berathung des nächsten Schlegel, 2. Kassirer G. Lehmann, 1. Schriftführer Hülsenbecher, stehen kommen. Ungleich wichtiger aber, als diese soge- Familienausfluges geschritten und schließlich festgesetzt, daß am 2. Schriftführer Schopper, Beisitzer Wilcker, Bergmann und nannten Seelenärzte, scheinen uns die Aerzte für Leben und Sonntag, den 26. Juli, eine Familienpartie nach Adlershof vom Franke. In der Arbeitsnachweis Kommission waren 3 Ersatzwahlen Gesundheit des Körpers, und wir verlangen deshalb: Un Wahlverein unternommen werden soll. Eine Anregung, eine cntgeltlichkeit der ärztlichen Hilfeleistung und der Heilmittel." Matinee zu veranstalten, wurde dem Vorstand zur Erörterung vorzunehmen; die Wahl fiel auf die Kollegen Sigrist, Krause Jeder Bürger soll die Möglichkeit haben, seine Gesundheit so überwiesen. Beschlossen wurde noch, in der nächsten Versamm und Radtte. schnell als möglich wieder herzustellen, wie sie für ihn, seine lung einen Vortrag mit Diskussion oder bloß eine Diskussion über Familie und die Gesellschaft von der größten Bedeutung ist. Da den Programmentwurf zu veranstalten, damit die Genossen ihre halte ich es für richtiger, wenn man die Posten, die man an die Meinung darüber äußern können. Seelenärzte" zahlt, lieber den wirklichen Aerzten giebt, die dafür über das körperliche Wohl des Volles zu wachen haben. Natür- Kellnerinnenversammlung. Die gweite öffentliche lich muß dann nicht der Staat bestimmte Aerzte zu diesem Kellnerinnenversammlung fand in der Nacht zum 17. Juli im Saale Zweck einsetzen, sondern dem Einzelnen muß freie Arzt von„ Kaufmann's Variété" unter Leitung des Kellners 2. Ebert wahl anheim gestellt sein. Dies ist das beste Mittel, und zweier Kellnerinnen statt. Den großen Saal füllten um die Aerzte gewissenhaft und pflichtgetreu zu erhalten, ca. 1500 Personen, von denen vielleicht 300 dem weiblichen Geweil über ihrem Haupte stets das Damoklesschivert hängt, schlecht angehörten. Diese Gelegenheit hatte wiederum der feine bei Nachlässigkeit und Pflichtvergessenheit enlassen und nicht Mob, darunter offenbar viele Studenten, sich nicht entgehen wiedergewählt zu werden, laffen, um seiner Sadausucht zu fröhnen. Schon vor Beginn der Das bisherige Programm fordert schließlich als einzige Be- Verhandlungen hörte man, wie in Swiegesprächen die frivolsten steuerungsart die progressive Einkommensteuer für Staat und Wize gerissen wurden, und wenn einige Kellnerinnen zusammen Sonnabend, den 18. Jult, bei Säger, Grüner Weg 29: Große MitgliederGemeinde, während der neue Entwurf eine„ stufenweis steigende den Saal betraten, so ging, ein Zeichen läppischster Albernheit, Bersammlung. Tagesordnung: 1. Wortrag des Herrn Röhlte über„ FrauenEinkommen, Kapital- und Erbschaftssteuer" verlangt. Das ein langgezogenes Ah" durch den Saul, was von anderer Seite recht ist Menschenrecht". lektere ist jedenfalls bedeutend richtiger, weil man unterscheiden mit Ruhe heischendem Bischen beantwortet wurde. Das ein- Wahl von 2 Revisoren. 4. Berschiedenes. Herren als Gäste sind eingeladen. Nach der Versammlung: Gefelliges Beisammensein und Tanz. Um zahl= muß zwischen einem Einkommen durch eigene Arbeit, wie z. B. leitende Referat hatte Frau Ihrer aus Velten übernommen. reichen Besuch wird gebeten. dem eines Arbeiters, eines Arztes, eines Gewerbetreibenden, und Nach eingehender Würdigung der heutigen gedrückten Stellung Gesangverein ,, Vorwärts 2"( Nord). Sonntag, den 19. Jult: Familiens zwischen dem Einkommen aus Kapital in Gestalt von Zinsen, der Frau, speziell der Arbeiterin in der menschlichen Gesellschaft, partie nach Stolp an der Nordbahn, Gasthof" Bur frummen Linde". Abfahrt Morgens pünktlich 6% Uhr vom Stettiner Bahnhof( Nordbahn). Retourbillets Dividenden 2c. Die letzteren Einkommen müssen in einer un kam die Rednerin in eingehender Weise auf die herabwürdigende 40 f. Gäste sind willkommen. zu sprechen, welche die Kellnerinnen Berlins gleich schärferen Weise zur Steuer herangezogen werden. Ebenso Rolle Verein Bildung und Geselligheit Berlin. Gonnabend, ben 18. Juli, ist es mit der Erbschaft. Ich würde es begrüßen, wenn ein Gesez zur Beit einnehmen, hervorhebend, daß Abends 8% Uhr: Vereins- Versammlung bet Leitmann, Brunnensir. 9. Tagesschreien- ordnung: Bortrag des Herrn Dr. Spaßier über Fichte und seine Reden an erlassen würde, wonach das Erbrecht über einen gewissen Ver- den Mißständen nur abgeholfen werden könne, wenn sich die deutsche Nation". Gäste willkommen. wandtschaftsgrad hinaus überhaupt aufgehoben würde und die Kellnerinnen gleich den Angehörigen anderer Arbeitermindestens mit der wachsenden Entfernung des Verwandt- kategorien vereinigten und dann gemeinsam gegen die materielle schaftsgrades die Erbschaftssteuer in die Höhe ginge. Hier in der und die damit verbundene sittliche Ausnutzung ankämpften. Als Kapital- und Erbschaftssteuer liegen vorzügliche Einnahmequellen Erstes sei die Einführung eines Gehalts anzustreben, damit das für den Staat verborgen. Mag er sie doch öffnen. Zwar würde entfittlichende Animiren" der Gäste aufhöre, auf welches die dann die herrschende Klasse in ganz anderem Maße zu den Kellnerinnen durch die Prozente, die sie vom Bierkonsum haben Staatseinnahmen beitragen; aber sie einzig und allein hat ja ein und in welchen in der Regel ihr Einkommen besteht, jetzt anInteresse an der Aufrechterhaltung des heutigen Stantes, mag gewiesen sind. Der Vortrag fand bei der Mehrheit der Versie ihn sich auch selber bezahlen! fammlungsbesucher stürmischen Beifall, in welchen sich das Geheul Ich komme nunmehr noch ganz kurz auf die dem Programm des feinen" Mobs mischte. An der Diskussion betheiligte sich entwurf angehängten, zum Schutz der Arbeiterklassen bestimmten zunächst Fräulein Wabniß. Dieselbe schildert hauptsächlich Forderungen, die in den Arbeiterschutzgesetzen ihren Ausdruck das füttliche Elend, welches die in den Berliner Wirthschaften mit finden sollten. " den Mit Unter Verschiebenem wurde mitgetheilt, daß von mehreren Dresdener Kartonagen- Fabriken stets Arbeiter zu günstigen Bedingungen gesucht werden, Arbeiter aber genügend am Orte seien; die betr. Fabrikanten wollten nur billigere willfährige Arbeiter heranziehen, weshalb alle Kollegen vor solchen Anmonzen 2c. zu warnen feien. Alsdann forderte der Vorsitzende die Kollegen noch zu regem Vertrieb der Billets und zur Agitation zum Sommerfest auf, welches Montag, den 20. Juli, in der Unionsbrauerei( Hasenhaide) stattfindet. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufsklassen( Berlin 5 cabit.) Conntag, Bormittags 10% Uhr, bet Blocksdorf, Rathenowerfir. 7eb: Bersammlung. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Heute, 2. Disfuffion. 3. Ausnahme neuer Mitglieder und Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Jult, Abends 8 Uhr, Grenadierftraße 83 bet Seefeldt: Vortrag des Herrn 2. Henning über„ Die Bartholomäusnacht". Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäfte, Damen und Herren, sehr willkommen. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher BerufsBeutral- ranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer, Filiale Berlin 6. Versammlung am Sonntag, 19. Juli, Vormittags 10 Uhr, bei Fischer. Tagesordnung: 1. Abrechnung über das 2. Quartal. 2. Neuwahl der Ortsverwaltung. 3. Berschtebenes. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenoten Deutschlands, Bahlstelle Rirdorf und umgegend. Versammlung am Sonnabenb, 18. Juli, thätigkeit im verstoffenen Jahre. 2. Abrechnung über das 2 Quartal. 3. Berschiebenes. Abends 9 Uhr, bet Papte, Stethenstr. 71. Tagesordnung: 1. Unsere Geschäftsklaffen( Verwaltungsstelle 4). Sonnabend, ben 18. Jult, Abends 9 Uhr Blottwellitr. 5 bei Bartelt. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Bentral- Kranken- und Segräbnißhase der Buchbinder und ver wandten Geschäftszweige, Verwaltungsstelle Berlin. Sonnabend, den 18. Juli, Abends 8% Uhr, in Storbert's Hestfale, Beuthfir. 21: Sauptversamm luna, Tagesordnung: 1. Stassen- und Geschäftsbericht. 2. Erfagwahl zweier Beifizer. 3. Berschiebenes. Die neuen Aerztelegitimationen find zum Preise von 5 Bf. im Kaffenloral sowie in jeder Bahlstelle zu haben. Die bisher gea babten sind ungiftig. Auch sind die Jahresberichte in Empfang zu nehmen. ( G. 5. Nr. 8, Santburg.) Berlin, Bezirt s. Sonntag, 19. Jult, Vormittags Damenbedienung heute geübte Praktik für die Bedienenden im uhr, Mitglieder- Versammlung, im Lokale des Herrn Wille, Hochstraße saa. 2. Neuwahl der Ortsver= Es wird gefordert: Gefolge hat. Auch ihre Ausführungen wurden mit stürmischem Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. a) Festsegung eines höchstens acht Stunden beantragenden Beifall aufgenommen, wozu selbstverständlich die Radaubrüder waltung. 8. Staffenangelegenheiten und Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes dieses Bezirks zu er= der gebildeten" Klassen ihren Brüllzusatz lieferten. scheinen. Normalarbeitstages; Möbelpolirer! Montag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr: Regelmäßige b) Berbot der gewerblichen Arbeit für Kinder unter Bustimmung der Versammelten wurde hierauf die Dis 14 Jahren; tuffion unterbrochen und das Statut des zu gründenden Monats- Versammlung des Berbandes bei Bolzmann, Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Wierteljährlicher Kaffenbericht. 2. Bericht vom Arbeitsnachweis c) Verbot der Nachtarbeit, außer für solche Industrie- Vereins" Freie Vereinigung der Gastwirth 3- resp. Anträge hierzu. 8. Vereinsangelegenheiten und Fragetaften. Um zabl Dann forderte man die reiches und pünktliches Erscheinen wird höflichst gebeten. Gleichzeitig wird zweige, die ihrer Natur nach, aus technischen Gründen gehilfinnen" verlesen. oder aus Gründen der öffentlichen Wohlfahrt Nacht- jenigen, welche dem Verein beitreten wollen, zur Einzeichnung in nochmals auf die heute, Abends 8 Uhr, bet teft, Weberstr. 17, stattfindende öffentliche Versammlung mit Frauen aufmerksam gemacht. Die Kollegen und arbeit erheischen; die ausgelegten Listen auf. Die Konstituirung des Vereins soll Genossen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. d) eine ununterbrochene Ruhepause von mindestens in einer späteren Bersammlung, zu welcher nur diejenigen 36 Stunden in jeder Woche für jeden Arbeiter; Kellnerinnen, welche ihren Beitritt erklärt haben, Zutritt haben, e) Verbot des Trucksystems. vorgenommen werden. Hierauf erhielt eine Kellnerin das Wort, Ich brauche diese Forderungen vor dieser Versammlung wohl welche ihre Kolleginnen zur regen Betheiligung an der Sache nicht zu begründen; sie verstehen sich von selbst. Nur Eins möchte aufforderte und dieselben ermahnte, sich nicht vom Besuch der ich bemerken: Man hat gesagt, es fehle das Verbot von beson- nächsten Versammlung abhalten zu lassen. Zur Besprechung des ders gesundheitsschädlicher Arbeit für die Frauen. Wir haben Agentenunwesens übergehend, erklärte die Rednerin, in den meisten den Punkt fallen lassen, weil wir der Meinung waren, daß Fällen habe eine Kellnerin dem Agenten für die Besorgung einer gesundheitsschädliche Arbeit auch für Männer verboten werden Stelle 3 M. zu geben, welche Summe in täglichen Raten von müsse. Ferner ist dies Verlangen auch schon in der Forderung 30 Pf. vom Biertrinkgeld abgezogen würde. Nach Ablauf der zur Nachricht, daß in der Versammlung die neuen Merzteverzeichnisse zur Ausnach Ueberwachung aller gewerblichen Betriebe, nach Gründung zehntägigen Abzahlungsperiode fämeu gewöhnlich die Agenten von Arbeitsämtern und Arbeitskammern 2c. eingeschlossen. Diese wieder und meldeten dem Wirth, daß sie etwas ganz Junges Ueberwachung der gewerblichen Betriebe wird ja eben zur Ab- und Hübsches" auf Lager hätten, was eine rechte Bugs- 10 Uhr, Generalversammlung bei Heise, Lichtenbergerfir. 21. Tagesordnung: wehr aller dem Arbeiter schädlichen Einflüsse verlangt, und dazu fraft" abgeben könne, um so mehr, als die Betreffende 1. Biertelfährlicher Kaffenbericht. 2. Geschäftliches. 3. Verschiebenes. Gäste gehört auch das Inhibiren von gesundheitsschädlicher Arbeit oder in Bezug auf die Geschäftssprache" eine„ reine Jungfer" sei. Ge- Achtung! Maler! Wegen polizeilicher Michtgenehmigung der zum die Anordnung von Maßnahmen, welche die Gesundheitsschädlich- lingt dieses Manöver, so sei die Kellnerin, welche eben ihre 3 M. 15. Juli angezeigt gewesenen Versammlung der Filiale 5( Norden) der Verteit aufheben wie das in den meisten Fällen recht gut Spesen bezahlt hat, wieder in die Hand des Agenten gegeben, einigung der Maler und verwandten Berufsgenossen findet dieselbe am Montag, möglich ist. und so komme es, daß ein Mädchen oft monatlich dreimal drei den 27. Juli, Abends 8% Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38, statt. Tagesordnung ftehe Injerat. Fachverein der Weber, Montag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr: Große Wir verlangen ferner die Gleichstellung der landwirthschaft- Mart allein dem Agenten zukommen lassen müsse. Durch derGeneral Bersammlung bei Selfe, Lichtenbergerstr. 21. Tagesordnung: 1. Belichen Arbeiter und Dienstboten mit den gewerblichen Arbeitern, artige Manipulationen verdienten jene Blutsauger ungeheuericht des Kassirers vom 1. Bierteljabr. 2. Bortrag über Lofal- und Sentralauch die Aufhebung des Ausnahmegesezes, das für diese Klasse Summen. Oft würden auch sechs, sieben und acht Mark für von Arbeitern gilt: der„ Gesinde- Ordnung". Diese Forderungen Stellenvermittelung genommen. Das Kostümunwesen berührend, verstehen sich vom Standpunkt eines aufgeklärten Wienschen von weist die Rednerin darauf hin, daß die Kostüme vom Wirth viel felbst. fach für 10 M. monatlich aus Maskengarderoben entliehen werden, Mit dem Verlangen nach Sicherstellung des Koalitions- während die Kellnerin für jeden Tag 1 M. Benutzungsgeld dem rechtes soll gesagt sein, daß die Unternehmertlajse selbst da, wo Wirth zu zahlen habe, wonach also derselbe allein an dem Kostüm bas Koalitionsrecht gesetzlich besteht, durch ihre Machtmittel, monatlich 20 m. verdiene. Die Kostüme ließen die Hälfte des Berabredungen, schwarze Listen zc. Die Arbeiter zwingen kann, Körpers unbedeckt. Ihr, der Rednerin, komme das Leben einer Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. S. nr. 29 und 89, Samburg.) Filiale Berlin 6. Sonntag, den 19. Juli, Borm. 10% uhr, Gartenstr. 128 bei Krüger: Mitglieder- Bersammlung. Den mitgliedern gabe gelangen, welche für die Familienangehörigen zur Empfangnahme billigerer Aranci berechtigen. Verein Berliner Nagelschmiede. Sonntag, den 19. Juli, Vormittags haben Zutritt. Organisation. 3. Antrag des Kollegen Petersdorf betreffend Auflösung des sach vereins. 4. Diskussion. 5. Neuwahl der Arbeitsnachweis- Kommission. 6. Berschiebenes und Fragelaften. Butrit in nur geſtattet, wer nach§ 11 bsag i feinen Berpflichtungen nachgekommen und fein Quittungsbuch vorLese- und Diskutirklube. Sonnabend. Lese- und Diskutirflub zeigen kann. Feuerbach" im Lotale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. " Seine", Abends 9 uhr, im Lofale des Herrn Zechlin, Hornjir. 11. Dusedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 im temen Gaal. Gäſte Lese- und Distutirklub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißensee, Restaur. Sprechsaal: haben Butritt. Paris Deutschler fostalbemotratifer Befes] Landwirth E., von dem Zode seines Knechtes in Kenntniß gefeßt, tlub. Gde Rue Montmartre und Rue Gitenne- Marcel. Jeden Sonnabend erklärte, daß er dem Verstoraenen gefagt hätte, er wolle ihn ins öffentliche Versammlungen. Kranken- und Begräbnißkaffe sämmtlicher Berufsklassen( E. S.) Hospital fahren; derfelbe habe sich ohne sein Wissen vom Hofe Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafir abzus Berlin 3. Bersammlung jeden 1. u. 3. Sonnabend jeden Monats Brunnen entfernt, auch habe derselbe während seiner Krankheit bei der geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen ftraße 35a bei Wolf, Abends 8 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. falten Witterung draußen im Freien des Nachts einmal im Korn- Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit deni Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Inhalt deffelben identifiziert zu werden. 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Grüne felde geschlafen und seit dieser Zeit habe sich der KrankheitsBerichtigung. Eiche", Rirdorf, Hermann und Knesebeckstr.- Ecke bei Beiler. Gefangverein zustand des Verstorbenen verschlimmert." yrania", Landsbergerstr. 31 bet Musehold. Gesangverein„ Sanges: In der Versammlung des Berliner Bau- Arbeiter- Kartells Echo", Reichenbergerstraße 16, bei Pägold. Gesangverein" Freund- Pest. Ueber den Stand der Saaten in der Zeit vom vom 12. Juli äußerte laut Bericht der Bau- Arbeiter Marafas, 1chaft 2", Friedenstr. 48 bei Zollfühn. Gefangverein, Treuer Bund", Friesen- und Arndtstraßen- Ecke bei Ulbrich. die Bau- Arbeiter Berlins hätten zum Kartell noch keine Stellung Gesangverein„ GIüd 3u", 27. Juni bis 10. Juli wird berichtet: Prinzen- Allee 10( Gesundbrunnen).- Gesangverein ,, Phönir", Potsdamer- Die sehr veränderliche Witterung übte einen ungünstigen genommen. Dies ist unwahr. Wahr ist, daß in drei VersammStraße 89. Gesangverein armonie", Friedrichshagen, Gesellschaftshaus. Einfluß auf die Herbst saaten und theilweise lungen die Resolution des Kartells erörtert wurde, auch Delegirte Gesangverein Liederkranz", Brandenburg a. H., bet Escher, Gesell- auch auf die Frühjahrssaaten aus. Das fühle zu den Konferenzen entsandt waren. Die öffentliche Versammlung schaftshaus. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gesang- Wetter schlug Ende vorigen Monats plötzlich ohne jeden Ueber- bei Joel, Andreasstr. 21, erklärte sich für das Kartell sogar mit verein hönir", Steinmetzftr. 76, bei Lemm. Aufnahme neuer Mitglieder. gang um, in den Niederungen und in der Tiefebene in tropische Beibehaltung des Absatz 1 in seiner ersten Fassung. Musikverein ,, orwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, part. Zitherklub Waldrose", Ab. 9 Uhr bei Kleemann, Lauftzerstr. 41.- Bitherklubbar= Hize. Am 4., 5. und 6. Juli herrschten große Stürme, Gemonte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. Tambour- witter und in manchen Gegenden des Landes größere und Verein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- kleinere Hagelschläge. Der durch die Witterung verursachte Ufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Turngen offenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von Schaden ist ein beträchtlicher, weil nicht nur die dichteren 8. Männer Abtheilung. Abends Pflanzungen sich legten, sondern auch das Entstehen von Rost Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Zehrlingsabtheilung und Brand gefördert wurde. In manchen Gegenden, insfurnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gym besondere in den Niederungen und in der Tiefebene, sowie am nasium, Elisabethfiraße 57-58.- Turnverein Fichte( voltsthümlich), jeben Sanntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenbergerstr. 3. rechten Ufer der Donau war die Hihe der Körnerbildung hinderStatflub Ram fc", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung lich, so daß an mehreren Stellen der Same durch Eintrocknen eingeladen. Stattlub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer 8-10 Uhr, Zurnlotal Mariannenplay 1a. 9-11 Uhr. Wilh. Wernau, Bau- Arbeiter, Swinemünderstr. 47. Literarisches. Die letzte Nummer der Berliner Bolts- Tribüne",( Abonin Willy Schmidt's Reſtaurant, Wrangelſtr. 141. Genoffen find freundlichst der Körner bedeutend an Werth verlor. Seit 6. Juli ist die nementspreis für Berlin monatlich 50 Pfennig pränumerando Klub Adonis" bei Heid, koppenstr. 75. Gäste willkommen. Privat: Witterung meist günstig, obwohl man mehrseitig über zu viel frei ins Haus]. Einzelne Nummer 15 Pfennig. Redaktion Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im Lokal Veteranen: Regen klagt. Erfreulich ist es aber, daß keine Hize herrscht und und Expedition SO.( 26) Elisabeth- Ufer 55), enthält folgende Straße 9 bet Wettin. Theater- Verein Giaconda" Abends 9 Uhr, Sigung. Theater- Verein„ Dilettanten Bübne", alle Sonn- die Entwickelung der Körner im Verhältnisse zu den vorigen Artikel: Politische Notizen. ader neuer Kurs? Arbeiterbudgets. Die schweizerische " g Die Die Vollmar'sche Rede.- Alter abend um 9 Uhr Sigung bei Barta, Rirdorf, Bergstr. 120. Gäfte willkommen. Wochen, als das Getreide uoch unentwickelt war, eine normale Gedicht. Novelle. Unfallstatistik. Verein Lustige Brüder" Abends 9 Uhr, Brüderstr. 26. Veiträge zur deutschen Berist. Die Aussichten auf die Weizensaaten sind zufolge der ungnügungs- Berein& uftige 13", abends 9½ 1hr, bet 2tebzeit, Wrangel- günstigen Witterung auch durchschnittlich im ganzen Lande Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts. III. Der Agrarstraße 30. Gäste willkommen. Vergnügungsverein„ Sorgenbrecher", Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. gnügungs- Verein Schild horn, Kastanien- Allee 62, bet Weber. Stzung Frühjahrsgerste, welcher an mehreren Orten die Hiße gleichfalls Politik Napoleons I. Ber weniger gute. Gewissermaßen zeigt sich ein Rückgang auch bei fommunismus in Graubünden und sein Untergang. II. Verschiedenes. Abends 9% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Herren u. Damen dazu willkommen, Eintrag that. Roggen und Hafer sind beinahe unverändert; Roller'scher Stenographen- Werein„ Süd- West Berlin", Abends 8% Uhr, im Reftaurant„ Bürger- Garten", Lindenstr. 105, Unterricht u. Uebung. letzterer entwickelt sich in mehreren Gegenden schön. Rauchklub ,, Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Rauchtlub Dornröschen", Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch, Petersburg, 17. Juli. Aus Nishny Nowgorod wird geHennigsdorferstraße 24. Rauchtlub Rothe Nelte", Weinstr. 22, bei meldet: Eine außerordentliche Versammlung von Vertretern F. Steuer. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Landstädte des Gouvernements Nishny- Nowgorod beSonnabend: Bergnügungsverein ustige 13" 10 Uhr bei Liebzett, schloß, an die Regierung das Ersuchen um ein Darlehn von Wrangelstr. 30. Tambourverein ,, Deutsche Eiche Uhr im Restaurant S 200 000 Rubel zwecks Beschaffung von Mitteln zur Teschendorf, 8offener- und Fürbringerstr.- Ecke. Vergnügungsverein Bestellung der Felder und zur Versorgung der Quodlibet" bei Säger, Grüner Weg 29. Theaterverein ,, Amor" Potsdamerstr. 89. Bühnenverband ,, Normannia" tagt alle Sonnabend Bauern mit Brotkorn zu richten. vor dem Ersten bet Dahme, Grüner Weg 59. Verein Kreuzfidel" bei Dobberstein, Mariannenstr. 31/32. Vergnügungsverein Garmen Paris, 16. Juli. Nach weiteren Meldungen aus VilleSylva" Dranienstraße 46. Rauchklub ,, Dornröschen" jeden Sonn- franche wurden bei dem Eisenbahnunglück zwischen Najac abend nach dem Erften bet Döhring, Prinz Eugenstr. 89. Stattlub und Laguepic mehrere Personen verwundet, darunter eine Namsch" 9 Uhr bei W. Schmidt, Wrangelstr. 141. schwer. " Vermischtes. M Berlin, 16. Inli. Amtlicherseits wird mitgetheilt: Am 17. b. M. mit dem Zug Nr. 6 gegen 8 Uhr Vormittags wird der Betrieb auf der Strecke Sagan Gassen, welcher vorübergehend unterbrochen war, wieder aufgenommen. Die für die Umleitung der Züge über Sorau- Sagan gegebenen Fahrpläne treten von diesem Zeitpunkt außer Kraft. " London, 17. Juli. Nach einer Meldung aus Milwaukee vom 16. d. M. wurde West- Superior von einem 3yklon heimgesucht, durch welchen viele Gebäude beschädigt wurden; ein im Bau begriffenes Hotel wurde zum Einsturz gebracht.' Hierbei wurden etwa fünfzig Arbeiter verschüttet, von denen die meisten todt blieben. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Eifeltreise, besonders bei Adenau angerichtet haben, wird auf Düffeldorf, 17. Juli. Der Schaden, den die Unwetter im 320 000 m. geschätzt. Der Provinzialausschuß bewilligte 40 000 m. für die von den jüngsten Unwettern Geschädigten in der Rheinproving. Saarbrücken, 17. Juli. Die„ Kölnische Boltszeitung" meldet: Morgen werden eine Anzahl Bergleute vor dem Amtsrichter zu Neunkirchen als Zeugen vernommen in der bekannten Angelegenheit der Ottweiler Reichstagswahl, in der schon verschiedene Vers höre stattgefunden haben. Königsberg, 17. Juli. Hiesige Zeitungen melden, daß Graf Stollberg- Dönhofsstädt( Kreis Rastenburg) zum Oberpräsidenten von Ostpreußen ausersehen sei, Paris, 17. Juli. Die Tribünen der Kammer sind vollbefett. Sämmtliche diplomatischen Vertreter des Auslands find anLondon, 17. Juli. Reuter's Bureau" meldet aus Bombay, wesend. Auch zahlreiche Damen erblickt man. Sämmtliche Miman besorge infolge mangelnden Regens in vielen Gegen- nister sind erschienen. Der Minister des Aeußeren, Ribot, ers den Indiens eine Mißernte, insbesondere werde in den klärt, die gestrige Beschlußfassung der Kammer beruhe auf einem Territorien von Puttiala und Kaparthala das Auftreten einer Mißverständniß. Darauf entwickelt er die Geschichte der Beungersnoth befürchtet. In der Präsidentschaft Bombay schränkung der Paßfreiheit und erweist die Grundlosigkeit der Beregnet es reichlich. hauptungen Laurs. Er verliest einen von heute datirten Brief Düsseldorf. Daß die hier gepflegten religiösen Heßereien schon Früchte tragen, zeigt folgender Vorfall. Ein in einer Druckerei beschäftigter Arbeiter hatte am Sonnabend Mittag in einem Packetchen ein Exemplar des Corvin'schen Pfaffen. New- York, 16. Juli. Die letzte von Chili über Panama eines der hervorragendsten Handelshäuser, durch welchen bezeugt spiegels" mitgebracht, um dasselbe Abends zum Buchbinder am Donnerstage hier eingetroffene Post brachte Nachrichten über wird, daß die Geschäftsreifenden Paßfreiheit genießen. Der Mizu bringen, vergaß dasselbe aber mitzunehmen. Der Meister einen furchtbaren Brand, der am 4. Juni in Santiago nister beantragt demgemäß Vertagung der Interpellation auf unstöberte des Sonntags in der Werkstube herum und findet dasselbe. wüthete und dem Handel der Republik solche Verluste verursachte, bestimmte Zeit. Der Abgeordnete Laur besteht darauf, sogleich Als am Montag der Gehilfe ins Geschäft fam, wurde er sofort wie seit 25 Jahren teine andere Katastrophe. Von dem Brande seine Interpellation zu entwickeln. Dérouléde greift Ribot heftig entlaffen, weil er ein derartiges unfittliches Buch" mitgebracht wurden theils direkt, theils indirekt alle Bürger der Stadt bean. Er erklärt, vor England halte Frankreich seine Hände getroffen, da dieselben mit geradezu fabulosen Beträgen an fom- feiner Antwort. Der Antrag Ribot's auf Bertagung wird mit bunden, vor Deutschland gefaltet. Ribot würdigt diese Rede habe. merziellen und finanziellen Unternehmungen betheiligt waren, die Dortmund. Die Dortm. 3tg." berichtet unter Kirchlinde nun in der Feuersbrunst in Rauch aufspringen. Das Feuer 319 gegen 103 Stimmen angenommen. folgende Geschichte: Dieser Tage fanden Bergleute, von der brach in der Stahlmanufaktur in der Nhumaderstraße aus am 1. Mai in Anklagezustand versetzt waren, find 7 freigesprochen Nom, 17. Juli. Von 51 Personen, die wegen der Unruhen Nachtschicht der Zeche" Bollern" heimkehrend, auf der Treppe und ergriff bald alle Waarenhäuser und das große Ge- am 1. Mai in Anklagezustand versezt waren, sind 7 freigesprochen des St. Josefshospitals einen Mann liegen, der schon halb todt bäude der katholischen Gemeinde, worauf der Brand fünf bis zu 3 Jahren verurtheilt. Die Urtheilsverkündigung gab zu das große Geworden; die andern wurden zu Gefängnißstrafen von 30 Tagen war. Der bedauernswerthe Mensch hatte nicht mehr die Kraft Stunden hindurch raste. Bei Abgang der Post von Santiago nach lebhaften Szenen Anlaß; viele Verurtheilte schrieen:" Wir sind beseffen, um die Glocke ziehen zu können. Letteres mußten die Panama war es noch nicht möglich, den Gesammtschaden auch unschuldig". Das anwesende Publikum bekundete den Berurtheilten Arbeiter thun, damit derselbe von den Krankenschwestern auf nur annäherungsweise zu schätzen, ebensowenig die Entstehungsgenommen werden konnte. Der Mann befand sich in einem solch ursache festzustellen. Von einer Seite wird behauptet, das Feuer feine Sympathie. troftlosen Zustande, daß man es nicht für möglich hielt, daß sei in der Küche des Gebäudes der katholischen Union ausderselbe den weiten Weg von Mengede nach Kirchlinde hatte gebrochen. Mehrere Santiagoer Blätter melden daß einige machen können. Nachdem erst eine gründliche Reinigung mit beim Feuer anwesend gewesene Bürger die Polizei und das ihm vorgenommen war, fonnte man dazu übergehen, seinen Militär beschuldigen, sich in die von der Feuerwehr getroffenen Namen festzustellen. Der Mann nannte sich Michel Otto, hatte Maßnahmen zur Bewältigung des Brandes eingemengt und da beim 2 andwirth E. in Mengede nach seiner Angabe seit drei durch ihre Thätigkeit paralyfirt zu haben, was indeß von weiteren Monaten in Dienst als Knecht gestanden und war erst seit Beugen in Abrede gestellt wird. 14 Zagen frank. Er erzählte auch weiter, daß in dieser Zeit nur einmal der Arzt bei ihm gewesen sei; derselbe habe erklärt, es fei nicht gefährlich mit ihm, er würde sich schon wieder bessern. Einige Stunden nach seiner Aufnahme ist der Mann gestorben. Unserm Freund und Genossen, dem Maschinisten August Borchert zu feinem heut. Geburtstage e. dreimal donnerndes Hoch! Na, keen Durscht haben wir och. W. R. E. R. R. B. 580b Marken z. quittiren von MAURE DER 25 LE onats ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Vauxhall stattgehabten Versammlung der streikenden EisenbahnParis, 17. Juli. In einer heute Nachmittag im Tivolis arbeiter wurde beschlossen, die Forderungen der Streifenden morgen in der Deputirtenkammer durch eine Deputation von fünf Mitgliedern, denen alle übrigen Streifenden folgen sollen, überreichen zu lassen. Allen Freunden und Genossen die Allen Parteigenossen empfehle mein traurige Nachricht, daß mein Mann, der Maurerpolier Wilhelm Boche am Mittwoch, den 15. d. Mts., nach Garten und Kegelbahn. turzem schweren Krantenlager gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittag 3 Uhr, vom neuen Zwölf Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, Adlershof. Partei- 580 Apoftelkirchhof statt. Beiträgen 582b Die trauernde Wittwe. Am 16. cr., Vormittags ist der Steinempfiehlt allen Genossen die met Hermann Rosenberger nach Quittungsmarken und 14- monatlichem schweren Leiden fanft Kautschuk- Stempelfabrik entschlafen. Ich werde demselben stets von Conrad Müller, ein ehrendes Andenken bewahren. Schkendih- Leipzig. 587b W. Wieneke. Preisliste gratis und franto. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. cr., Nachm. 4 Uhr, v. d. Halle d. 20 Zum 836 L Georgen- Kirchhofs i. Weißensee aus statt. Roth. Cylinderhut Nur Hüte Todesanzeige. Allen Freunden und Genossen zur C. Boll, Wienerstr. 1-6. Wöllstein's Luftgarten. Inhaber: Wiedemann& Menofski. Adlershof. Station der Görlitzer- und Stadtbahn. 10 Minuten von Cöpenick. Sehr geeignetes Lokal für Landpartien. rdbeer- Bowle, Flasche 75 Bf., Glas 2 große Säle, 6 Kegelbahnen, Kaffee- Küche, Ausspannung. 15 Pf.; Himbeersaft, Str. 1,50 M.; Med. Ungarwein, F. 1,50 u. 2 M.) Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz. Franz Beyer,[ 954L Prinzessinnenftr. 15. Allen Parteigenossen empfehle mein Restaurant zum ,, Rothen Meer", Boethstr. 12. W. Haugk. 1007L en Arbeitern bestens empfohlen: Stehbierhalle Holzmarktstr. 3. " Volksblatt" liegt aus. 437b R. Deter. eintägigem Krantsein am Mittwoch, den Pallisadenstr. 7, unweit d. Büschingpl., 901L Anerkannt gute Speisen und Getränke. Es laden ergebenst ein Wiedemann& Menofski. Wannsee.pfehle mein Lokal zu Landpartieen und Café Alsen. Für Vereine, Gesellschaften 2c. em Ausflügen. Größtes Lokal, höchst romantisch im Wald und am Wasser belegen, Nähe des Flensburger Löwen, empfiehlt Vereinen seine großen Säle, Regel in bahnen, Rähne und Volksbeluftigungen aller Art zur gefälligen Benutzung. R. Bloch. Nachricht, daß unser kleiner Ern nach Cohn's Hosen- u. Anzugfabrike, eller gut, ſolide Preiſe. mit Arbeiter- Kontrollmarkt. 15. Juli, an der häutigen Bräune ver- größtes Lager u. billigſte Bezugsquelle Restaurant zum Fichtenhain, Skalizerstraße 131, men grifter forben free her sind gerannt, Berlins, arbeitet aus Reſten und verund Roßmann. wird unseren Schmerz zu würdigen fauft im Einzelnen: Knabenhofen von Wilhelm Zapel, Hutmacher. wissen. Die Beerdigung findet Sonn- 1 M. an, Jacken 1,50, Herrenhofen 1,50, Stolpe. tag Nachm. 2 Uhr von unserer Woh Knabenanzüge 2 M., Burschenanzüge Schuhe und Stiefel ung, Weberite. 66, nach beim Friedhof 3,50, Herrenanzüge 12 M. Nach Maas der freireligiösen Gemeinde statt. ohne Breiserhöhung. Flicken gratis. aus der deutschen Schuhfabrik in Erfurt, mit Kontrollmarke.[ 867 L Chr. Geyer, Oranienstr. 202, Otto Heindorf nebst Frau und Kindern. 7 Pallisadenstraße 7.[ 810L Nur I Mark, wziſch. Heinrichspl. u. Manteuſſelſtraße. Hut- Fabrit C. Stark, fagen, Eingaben, Reklamationen, chirme jeder Art, sowie Anfertigung fämmtlicher Reparaturen bei[ 921L C. H. David, Laufiberstraße 51 part. WF Neue Königstr. 73. Nur Hüte mit Rontrollmarte. Großes Lager v. Strohhüten, Schirmen u. Mützen. Billige, aber feste Preise. aus Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Raupaditr. 7, I. Auch Sonntags. des königl. preuß. 664L Paul Schroeder, Wirthshaus Wannsee Beelitzhof bei Wannsee. ( Neues Lokal.) Schmöckwith. A Vereinen Sonntag, b. 26. Juli Nachricht, daß d. und Sonntag, den 2., 23. u. 30. Auguft zu Landpartien noch frei sind. Mein direkt an der Nordbahn, in un- Karl Kurras, Gastwirth z. Palme. mittelbarer Nähe des Waldes belegenes Restaurant zum Fichtenhain, mit neu erbautem grossen Saal, Bühne, Pianino, Regelbahn u. dergl., empfehle ich den geehrten Vereinen zu Ausflügen. Ausschank Den Genossen des Westens empfiehlt sein Lager von Filz- und Seidenhüten ( nur m. Kontrollmarken) vom Münchener Brauhaus". C. Polvogt, Frobenstraße 12, 39 Für gute Speisen und Ge- 718L trante ist bestens gesorgt. 748L Rechts- Burcan Amtsrichters a. D., Haltestelle Stolpe an der Nordbahn. M. Issing, Gastwirth. Schuhe u. Stiefel Gart, alte Jakobstr. 102, II. Gewissenh. Kath, mit Kontrollmarke empfiehlt[ 589b Hilfe in all. Angelegenh. Unbemittelten 585b] E. möbl. Zimmer a. e. od. zwei Ecke Bülowstraße. Arbeitsmarkt. Tüchtige Schneiderin wird ver Schuhe und Stiefel mit Kontrollmarke aus d. beutschen Schuhfabriki. Erfurt empfiehlt G.Zerbe, Ritterstr. 114, nahe d. Fürstenstr.[ 1006L C. Nitschke, Kastanien- Allee 86. unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 527b Gen. Melanchthonstr. 21, H. 1., 3 Tr. I. Möckernstr.111( Posamentiergesch.)[ 595b Dr. Hoesch, homöopath. Arzt 590b] E. frd!. möbl. Schlafft. mit sep. 2 Schlafstellen bei Barg, Montbijou- 584b] Schlafft. f. Herrn od. Mädch. bei 1009L] Klaviersp. f. Sonnab. u. Sonntag Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Eing. Chorinerstr. 63, H. Quergeb. 3 Tr. Platz 10, 3 Tr. r. 592b Krautsch, Admiralstr. 35, r. Seitenfl. 1Tr. Abend verl, Krüger, Rest., Pantstr. 32) Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 165. Sonnabend, den 18. Juli 1891. Gegen die Kornzölle.am Neumarkt. Stettin. Genosse Liebknecht referirte hier am 14. Juli in einer von 4-5000 Personen besuchten Volksversammlung über das sozialdemokratische Programm bezw. den neuen Entwurf, und über die Kornzölle. Die Protest Resolution wurde an9 " 8. Jahrg. Die Versammlung tagte aber doch, und zwar in einem Lotale in der vorgängigen Generalversammlung vorgelegten Abrechnung über den Generalfonds und den Maifonds. Zum Vertrauens Natürlich wurde die Protest Resolution hier gleialls an- mann, dem die Aufgabe zufällt, öffentlich gesammelte Gelder in Empfang zu nehmen und die Interessen der Puter außerhalb genommen. des Verbandes zu wahren, wurde Kollege Förster gewählt. Lichtenstein- Calluberg( Sachsen), 14. Juli. In Rüsdorf Die bisherigen Vertrauensmänner treten außer Funktion. Nach bei Lichtenstein tagte am 2. Juli im Gasthofe zum Goldenen einer Klarlegung der jezigen Handhabung der Geschäfte der Stern" eine öffentliche Volksversammlung mit der Tagesordnung: Streit- Kontrollkommission seitens des Vorsitzenden, welcher sich Zollert die erste dortige sozialdemokratische Versammlung. Referent Geschlechts besucht. Daß der Referent Genoffe Julius Seifert fernere Vertretung in der Streit- Kontrollkommission abgelehnt. Hagen. Am 12. Juli tagte in Flei im Lokale des Herrn denkbar ungünstigsten Witterung von 250 Personen beiderlei u. A. auch gegen die beschlossenen Sammlungen durch die Kom mission erklärte, wurde seitens der Generalversammlung eine war Genosse Ernst Breil. Derselbe sprach über den Kampf gegen aus Zwickau den Anwesenden von und zu Herzen gesprochen mit einem nochmaligen Appell an die Kollegenschaft, für die die Sozialdemokratie und beleuchtete dabei auch die Kornzölle. hatte, bewies der langanhaltende Beifallssturm. Die Protest Bentralisation, den Zentralverband zu agitiren und zu wirken, Die Ausführungen des Referenten wurden mit Beifall auf resolution wurde einstimmig angenommen. Uns hat diese Vergenommen. genommen. Zur Diskussion meldete sich Niemand. Die Refo- sammlung hinsichtlich der Aufklärung viel genügt, da viele Schloß der Vorsitzende sodann die Versammlung. lution gegen die Kornzölle fand einstimmige Annahme, was um Gutsbesizer und kleine Dekonomen anwesend waren. Bemerkt Eine öffentliche Versammlung aller in der Wollfilz, so mehr ins Gewicht fällt, wenn man bedenkt, daß die Versamm- sei schließlich, daß es die erste Versammlung im hiesigen Orte war. Stroh- und Seidenhut Fabrikation beschäftigten Arlung in einem Landbezirk stattfand, wo die Sozialdemokratie bei den Wahlen nur eine Stimme bekommen hatte. Es geht eben überall vorwärts! Ellerbek. Eine am 10. Juli abgehaltene Voltsversammlung nahm nach einem mit stürmischem Beifall begrüßten Referat des Genoffen Stühmer- Hamburg über die Kornzölle die Protest- Rezum Delegirten für den Brüsseler Kongreß. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. Stadtilm. Die am letzten Sonntage hier stattgefundene Volksversammlung war von ca. 300 Anhängern aller Parteien besucht. Genosse Gustav Hülle aus Erfurt referirte in etwa 2 stündiger Rede über die Schädlichkeit der Kornzölle und wurde hierauf die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution einstimmig angenommen. Langenhain b. Waltershausen( Thüringen). Am 11. Juli fand hier eine gutbesuchte Protestversammlung gegen die Kornzölle statt, in der die Parteiresolution einstimmig Annahme fand. Genosse Stiebler aus Gotha referirte. Wesselburen. Eine Volksversammlung fand am 12. d. M. hierselbst im Meister'schen Saale statt. Als Referenten waren Genosse Grünwaldt und Frau Blohm aus Hamburg erschienen, deren Ausführungen von den ca. 200 Versammelten, worunter viele Frauen, mit großem Beifall aufgenommen wurden. Die Versammlung protestirte gegen die hohen Kornzölle wie gegen die Lebensmittelzölle überhaupt. " = Baden- Baden. Am 14. Juli fand hier in Sachen der beiterinnen fand am 14. Juli statt. Frau E. Ihrer aus Kornzölle eine von ca. 200 Personen besuchte Volksversammlung Belten schilderte in ihrem Vortrage über das Thema: statt, in welcher Genosse Heinze aus Wiesbaden referirte. Der Arbeiterin gegenüber der wirthschaftlichen Krisis" die EntVortrag fand allseitigen Beifall. Genosse Th. Lutz führte dann wickelung der kapitalistischen Wirthschaft mit ihren üblen statistisches Material der großherzoglich badischen Regierung aus Folgen für die Arbeiterklasse im Allgemeinen und für das dem Jahre 1883 an, nach welchem sich jene Regierung gegen die weibliche Geschlecht im Besonderen, kam dann auf die wirthwirthschaft unserer Zeit zu sprechen und wies im weiteren Verlauf Getreidezölle ausgesprochen hat. Die von der Parteileitung vor- schaftlichen Krisen als eine der Begleiterscheinungen der Profitdes Vortrages nach, wie nothwendig es ist, daß auch die Argeschlagene Resolution fand einstimmige Annahme. beiterinnen der Hutfabrikation sich vereinigen, um gemeinsam mit ihren Kollegen, den Hutarbeitern, dem kapitalistischen Druck ents gegen zu wirken. Mit einem Glückauf zur Organisation der Hutarbeiterinnen" schloß Genossin Ihrer den beifällig aufges nommenen Vortrag. Eine Diskussion fand nicht statt. Versammlungen. " " " M Der neu Bur einstimmigen Annahme gelangte sodann eine Resolution, Eine öffentliche Generalversammlung der Putzer in welcher sich die versammelten Arbeiterinnen mit den AusBerlins und Umgegend tagte am 13. Juli im Feenpalast unter führungen der Referentin einverstanden erklären und sich inss Leitung des Kollegen Dähne. Die Verhandlungen wurden ein- gesammt zum Anschluß an den neu zu gründenden Verein der geleitet mit einem Vortrage des Genoffen S ch weiter über das Arbeiterinnnen der Hutbranche verpflichten. Thema: Welche Vortheile bietet uns die Zen= Nach einigen Bemerkungen der Kollegen Völkel und tralisation? Der Redner legte in eingehender Weise dar, Augustin, welch letzterer dem neu zu gründenden Verein die daß die zentralistische Organisationsform für die Arbeiter heute Möglichkeit des Anschlusses an den Verband für die nächsten nicht nur die beste, sondern die allein maßgebende wäre. Haupt- Jahre in Aussicht stellte, verlas Fräulein Büttner die zweck der Zentralisation sei, die Bedürfnisse der Berufsgenossen Statuten, welche von der in letzter öffentlicher Versammlung gealler Orten auf eine möglichst gleiche Stufe zu heben und den wählten Kommission ausgearbeitet worden sind, worauf Unverstand der Massen zu brechen, was den Lokalorganisationen Kollege Völkel den anwesenden Arbeiterinnen die einzelnen nicht in dem Maße möglich sei, wie den Zentralisationen. Die Paragraphen erklärte. Das vorgelegte Statut wurde dann mit felben sollten ferner die Arbeitermassen durch möglichste Besser- einigen fleinen Abänderungen einstimmig angenommen und eine stellung hinsichtlich der Magenfrage auch für die Theilnahme am vorgelegte Geschäftsordnung gleichfalls afzeptirt. Verein zur WahHelmstädt. Hier fand vergangenen Sonnabend eine von politischen Kampf mehr befähigen. Auch im Falle von Arbeits- geschaffene Verein führt den Stamen etiva 250 Personen besuchte Volksversammlung statt, in der Ge- einstellungen biete die Zentralisation vor den Lokalorganisationen rung der Interessen der in der Hutfabrikation nosse Redakteur Fendrich unter großem Beifall in etwa sehr wesentliche Vortheile, indem die Solidarität in den Fachorgani- beschäftigten Arbeiterinnen Berlins und Um11/ 2stündigem Vortrage über die Getreidezölle und die Reichs- fationen nicht so ausgebildet sei, daß sich die Arbeiter der einzelnen gegend". Aufnahme finden alle in der Filz, Stroh- und regierung" referirte. Die vom Parteivorstande vorgeschlagene Orte, die für sich abgeschlossen organisirt sind, zurückhalten ließen, an Seidenhut- Fabrikation beschäftigten Arbeiterinnen. Die weiteren Resolution wurde einstimmig angenommen. Ein durch die Orten, wo gestreift wird, in Arbeit zu treten. Die Zentralisation Schritte zur endgiltigen Konstituirung des Vereins zu thun, Innungsbrüder abgeschickter Innungsgeselle, der die Versammlung forge ferner unter Aufwand vereinter Kräfte für eine Verkürzung wurde der Kommission, welche die Statuten ausgearbeitet hat, durch Zwischenrufe zu stören suchte, wurde, als ihn der Referent der Arbeitszeit auch in mittleren und kleineren Städten. Jeder, überlassen. Diese hat, wenn nach Einreichung der Statuten von vergeblich aufgefordert hatte, das Wort zur Widerlegung zu er der nicht Egoist sei, dem das Wohlergehen aller seiner Kollegen der Polizeibehörde Ausstellungen nicht gemacht werden, wiederum greifen, durch die in Unwillen gerathenen Zuhörer an die Luft im übrigen Deutschland am Herzen liege, müsse sich der Bentra- eine öffentliche Versammlung einzuberufen, in welcher dann gesetzt. Auch in Helmistädt regt es sich endlich; wenn auch noch lisation anschließen. Auch in Bezug auf Rechtsschutz, Wander- die Aufnahme von Mitgliedern erfolgt und der Vorstand Unter Verschiedenem" wurde. viel fehlt, so ist doch schon ein tüchtiger Anfang gemacht. Die unterstützung, Unterstützung Gemaßregelter 2c. biete bie Bentrades Vereins gewählt wird. lisation augenfällige Vortheile vor den Lokalorganisationen. Die von Herrn Völkel zum Beweise der Nothwendigkeit des Wahrheit bohrt sich durch trots alledem! Zentralisation sei auch die einzige Organisationsform, welche sich zusammenschlusses der Hutarbeiterinnen in einen Verein Burgdamm, 13. Juli. Am 13. Juli fand hier eine öffent ideale Ziele gesteckt habe. Alle diese in furzen Zügen vor ein Vorkommniß aus der Fabrik des Herrn Bambus vorgebracht. liche Voltsversammlung statt mit der Tagesordnung: Die geführten Vortheile erheischen umsomehr, für den Kongreßbeschluß Daselbst war die Garnirerin Frl. Büttner thatig, welche so viel Reichsregierung und die Kornzölle". Das Referat hatte Reichs- einzutreten und dafür zu sorgen, daß endlich Ruhe und Friede wie möglich für die Interessen der Arbeiterinnen eintrat. Sei tags- Abgeordneter Jul. Bruhns aus Bremen übernommen. Die in der Gewerkschaft werde. Durch den gefaßten Beschluß, sich ihr darum der Fabrikant schon nicht hold gewesen, so noch Protestresolution wurde einstimmig angenommen. der Zentralisation anzuschließen, hätten die Puzzer in Berlin weniger, als sie in die Statutenberathungs Kommission gewählt Kreis Waldenburg. In Dorfbach wurde eine von Männer bereits das moralische Uebergewicht erhalten und würden die wurde. Als Frl. Büttner durch fremde Personen von ihrer beabKreis Waldenburg. In Dorfbach wurde eine von Männer Berliner Maurer gezwungen, die Zentralisation immer mehr sichtigten Entlassung in Kenntniß gesetzt worden war, frug fie und Frauen gutbesuchte Bolfsversammlung, gegen die Kornzölle anzuerkennen. Der Vortragende bat zum Schlusse, warm den Chef nach der Ursache. Seine nicht gerade höfliche Antwort abgehalten. Mehr als die Hälfte der Versammlungsbesucher ge- für die Zentralisation einzutreten schon aus Solidarität. veranlaßte das Fräulein zur Niederlegung der Arbeit. Ihrem hörte zum Landproletariat. Frizz Kunert hielt ein zwei- Nur unter dem Banner der Zentralisation vermöchten Beispiel folgten noch einige Kolleginnen, die sich mit ihr solistündiges Referat, in welchem er besonders die schädigende Wir- die Arbeiter, die Butzer zu ſiegen.( Beifall.) In der darisch erklärten. Der Chef soll dies dann allen anderen Hutfung der Getreidezölle auf die ländliche fchlesische Bevölkerung folgenden Diskussion wurde der zweite Punkt der Tages fabriken Berlins telegraphisch mitgetheilt haben, um so die be hervorhob, deren, Massen mit einem durchschnittlichen Jahresein- ordnung:„ Unsere jezigen Arbeitsverhältnisse" treffenden Arbeiterinnen im baldigen Erwerb anderer Beschäf tommen von höchstens 300 M. auskommen sollen. Ein Eintreten mit behandelt. Kollege Dietrich beleuchtete die überaus tigung zu hindern. Nachdem Frau Ihrer zum Abonniren auf in die Diskussion wurde von den anwesenden Gegnern nicht be- mißliche Lage der innerhalb der Gebäude beschäftigten Pußer, die Arbeiterin" aufgefordert und einige fleinere Angelegenheiten liebt. Dorfbach liegt in dem Waltersdorfer Bezirt, also in der von denen jetzt fast zwei Drittel arbeitslos find infolge der er erledigt waren, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf den Hochburg der Nationalliberalen. Diel Anhänger des Herrn Websky, welche durch ihr pöbelhaftes Auftreten in öffentlichen drückenden Konkurrenz, so daß es diesen Kollegen nicht mehr mög: neuen Verein. lich ist, die neunstündige Arbeitszeit und den beschlossenen Tarif Versammlungen berüchtigt sind, wagten es nicht, sich zu rühren. aufrecht zu erhalten. Unter diesen Umständen sei die Frage sehr Die Bereinigung der Schmiede Deutschlands( Bahlste Die bekannte Resolution wurde mit dem Zusat Bebels ein wohl in Erwägung zu ziehen, ob nicht auch die Buyer einmal Berlin) hatte am 14. Juli in Scheffer's Salon eine große stimmig angenommen. Es erscheint demnach zweifellos, daß wir zur Arbeitseinstellung gedrängt werden könnten. Deshalb gelte Versammlung mit Frauen veranstaltet. Bevollmächtigter auch auf diesem sehr schwierigen Boden entschieden Fortschritte es, daß sich die Puzer ausraffen, wieder eine kompakte Wiaffe Dörgeloh eröffnete die Versammlung und theilte mit, daß an gemacht haben. Bolle Einmüthigkeit herrschte auch darüber, daß mit aller bilden, daß sie Mann für Mann sich der Zentralisation an- Stelle des Genossen Werner Genosse Rohlte den angekündigten Energie für das sozialdemokratische Hauptpreßorgan der Pro- schließen, damit die Unternehmer wieder Respekt bekominen. Noch Vortrag halten werde. Genosse Röhlke führte unter dem Beifall schlechter seien die Verhältnisse der anderen Branchen der der Versammelten u. a. aus:" Die Berechtigung zu Verbänden in Die schlechten Verhältnisse wurzelten der und Organisationen muß man sowohl Arbeitern wie Unterneh vinzen Schlesien und Posen von den Parteigenossen einzutreten sei. Butzer. ( Volkswacht".) sich auf mern zuerkennen. Denn jeder ist heute gezwungen, so viel Saisonarbeit, welche viele Maurer veranlassen, sich Wenn dies auch Niemandem als möglich für sich heraus zu schlagen. Das ist Ladenburg, 13. Juli. Gestern nahm hier eine gut besuchte die Puzzarbeit zu werfen. möglich, wenn zu gleichem Zwecke so viel wie Boltsversammlung nach einem lebhaft begrüßten Vortrag des zu verargen wäre, so seien doch diese Kollegen verpflichtet, sich nur Die Nothwendigkeit, Genossen Dreesbach einstimmig eine Resolution an, welche die der großen Organisation anzuschließen. Doch noch nicht die möglich Personen zusammen stehen. großherzogliche Regierung ersucht, sie möge ihre Vertreter im Hälfte der Berliner Buzzer fei dem Zentralverbande beigetreten. Verbände zu gründen, erstand für den Arbeiter mit der maschiBundesrath anweisen, für die Beseitigung der Kornzölle that Durch eine derartige Zersplitterung würden nur die Interessen nellen Produktion. Die Maschine war tein Handwerkszeug mehr, fräftig einzutreten, da dieselben ihren angeblichen Zweck, der der Unternehmer gefördert, die Errungenschaften des früheren sondern ein Werkzeug, das nur durch Kapitalmacht hingestellt tleinen Landwirthschaft aufzuhelfen, doch nicht erreicht haben, im Fachvereins aber aufs Spiel gesetzt. Redner ermahnte, sich der werden konnte, ganz abgesehen davon, daß bisher das Handwerk nicht Gegentheil, der großen Masse des Volkes das Brot nur ver- Bentralisation anzuschließen, damit dem Unternehmerthum ein unwesentlich auch von der Handfertigkeit abhing. Die Erfemntniß theuern und zu unerschwinglichen Preisen hinaufschrauben. Zum Baroli geboten werden könne. Kollege Säger beleuchtete eben seiner wirthschaftlichen Abhängigkeit vom Unternehmer mußte den internationalen Arbeiterkongreß in Brüssel wurde Reichstags- falls die Arbeitsverhältnisse und konstatirte, daß schon Frauen Arbeiter, der denken und sehen gelernt, zur Organisation drängen. Abgeordneter Dreesbach einstimmig gewählt. In einer weiteren Buzzarbeit annehmen. Kollege Meier kritisirte den Umstand, Die Arbeiterverbände haben sich durchaus nicht ausschließlich aus der Resolution sprach die Versammlung der sozialdemokratischen daß Façadenpuyer sogenannte inwendige Pusarbeit mit über spekulativen Voraussicht des Arbeiters heraus entwickelt, sondern Fraktion für ihre Haltung im Reichstage ihre Zustimmung aus. nehmen.( Unruhe.) Kollege Buchholz hob hervor, daß die die Entwickelung der Maschinentechnik führte mit Nothwendigkeit deutsche Maurerbewegung von Anfang an zentralistischer Natur zu ihrer Erfindung. Klug sei es von den Metallarbeitern, daß Liemerskamp( Kreis Stormarn). Am 5. d. M. tagte hier war, wie auch die ganze Gewerkschaftsbewegung( Arbeiter- Unter- sie sich um die Streitfrage, ob zentrale, ob lokale Organisation, eine Boltsversammlung mit der Tagesordnung: Die Kornzölle stützungsbund). Durch die Zentralisation feien große Vortheile nicht gekümmert, sondern sich allgemein zentralisirt hätten. Die und die Reichsregierung". Nach einem vom Genossen Rathmann- errungen worden. Die genachten Erfahrungen sprächen für die Unternehmer lieferten uns durch ihre Handhabung der VerHamburg gehaltenen Referate wurde die Antifornzoll- Resolution Bentralisation. Wer nicht dem Zentralverbande angehöre, sei ein einigung den Gerichten gegenüber Waffen in die Hand. E3 einstimmig angenommen. Mit einem Hoch auf die internationale Gegner der Maurerschaft Deutschlands, gleichgiltig, ob er maure gäbe nicht eine uns vorgeworfene Uebertretung der gewerblichen völkerbefreiende Sozialdemokratie ging die Versammlung aus- oder putze. Wer es ehrlich meine mit den Maurern Deutschlands, Geseze, die nicht von den Unternehmern viel schärfer, viel mit sich selbst und seiner Familie, müsse dem Zentralverbande skrupelloser begangen worden wäre. An der regen Dis= Danzig. Bereits am 3. Juni wurde in einer öffentlichen beitreten. Kollege Schulz( Sorauerstraße) bekannte sich als tussion nahmen Theil die Herren Sponholz, Dieste Versammlung die von dem Parteivorstande empfohlene Resolution, Gegner der Zentralisation, war aber der Meinung, daß sich ein sahn, Blöske und der Referent.- Nach dem hierauf ge= betreffs Aufhebung der Getreidezölle, angenommen, jedoch für jeder dem Majoritätsbeschluß unterordnen müsse.( Bravo!) Im gebenen Sassenbericht balanziren Einnahmen und Ausgaben im nothwendig erachtet, diese wichtige Angelegenheit vor der Deffent: Gegensatz zu den Vorrednern, welche die Lichtseiten der Zentrali- zweiten Quartal mit 146,81 m. lichkeit noch einmal näher zu erörtern. Deshalb fand am 6. Juli sation hervorgehoben haben, ging Redner auf einige Schatten- ward Herr Sponholz, zum Vergnügungskomitee wurden die hier eine zweite Boltsversammlung statt, in welcher Genosse Otto seiten derselben ein, forderte aber zum allgemeinen Anschluß an Herren Burt und Bemkus gewählt.- Eine rege DizVorsitzenden der Jochem referirte. Nach einer Schilderung der Entwickelung unserer den Zentralverband auf. Redner wurde vom Referenten bezüg- ussion fnüpfte sich Bollgesetzgebung wies der Redner auf die Schädlichkeit der hohen lich der Schattenseiten widerlegt. Der Vorsitzende stellte die Versammlung angeregte Innungsfrage: daß die in Bölle und Steuern für die große Masse des Volkes hin. Genosse Ausführungen verschiedener Redner richtig und forderte vor allen der Sonntagnummer des Vorwärts" enthaltene Schilde Gurni sprach im Sinne des Referenten und es wurde einstimmig Dingen zur Solidarität in den eigenen Reihen auf. Es sprachen rung für die Innungsherbergen durch die eine Resolution angenommen, welche die Aufhebung der Getreide- noch die Kollegen Müller( Maurer), Mitglied des Zentral- weitaus übertroffen werde, ward von allen Rednern betont. vorstandes der Maurer, Filiale Berlin; Dietrich, Weier Wahrhaft erbärmlich sei das ganze Herbergswesen und empörend zölle fordert. und Säger. Zum Schlusse richtete der Vorsitzende nochmals die Macht, die den Herbergshaltern heute noch eingeräumt sei. Rölu, 13. Juli. Das Polizeipräsidium verbot eine Volls einen dringenden Appell an die Kollegen, sich dem Zentral. Es ward als Hauptziel hingestellt, den Arbeitsnachweis selbst zit versammlung, deren Abhaltung unter freiem Himmel geplant verbande anzuschließen. Der dritte Punkt der Tages verwalten. Nachdem der Vorsitzende noch auf das am Sonnwar und welche die drei Wörtlein:„ Gegen die Kornzölle" zur ordnung betraf die Wahl eines Vertrauensmannes abend stattfindende Sommerfest aufmerksam gemacht und Wertretung Streit Kontroll- ferner mitgetheilt hatte, daß das Reisegeschenk der Tagesordnung haben sollte. Die öffentliche Sicherheit" würde dadurch gefährdet, meinte tommission. Vor der Wahl konstatirte Kollege Hennig Schmiede Deutschlands neuerdings von 50 auf 80 PE als Revisor die Richtigkeit der vom Vertrauensmann Förster erhöht worden sei, schloß die Versammlung. einander. die Polizei. und einer zur Zum zweiten Bevollmächtigten an die Dom Wirklichkeit ReinFeilschen, tein Handeln sondern streng fefte, sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Während des Ausverkaufs findet der Vertauf an Geschäfte nicht statt. Baer N. Chauffeestraße 24 a. Sohn 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brüdenstraße 8, am Bahnhof Jannowikbrüde. Sommer- Ausverkauf. Große Vorräthe unter Preis, soweit Lager reicht. Herren Jackets = 95 Pf. Sommer- Anjug. Herren- Beinkleider Sommer- Beinkleid. Guter Waschstoff. Borzüglicher Waschstoff. Werth: 14 M. für 7. 25 f. Sommer- Anzug. Prächtige Muster. Werth: 20 M. für 12. 50 Pf. Sommer- Anzug. Aparte Caro's. Werth: 30 M. für 21 M. Kammgarn- Anzug. Prachtvolle Muster. Werth: 40 M. für 28. 50 Pf. Rock- Anzug. Feines Kammgarn. Werth: 45 M. für 32 M. Werth: 3 M. für 1. 80 Pf. Sommer- Beinkleid. Rammgarn- Streifen. Werth: 4 M. 50 Pf. für 2. 75 Pf. Kammg.- Beinkleider Moderne Muster. Werth: 10 M. für 6 M. 50 Pf. Engl. Leder- Hose. Echte Waare. Werth: 3 M. 50 Pf. für 2. 50 f. Arbeiter- Jacken. Schwerer Drell. Werth: 3 M. 50 Pf. für 2. 40 pr. 1 M. 25 f. 1010L Anaben- Anzüge. Schöne Muster. Werth: 3 M. 50 Pf. für 1 M. 75 Pf. Schul- Anzüge. Kernfest und waschecht. Werth: 5 M. für 3. 25 f. Sommer- Paletot. Haltbarer Diagonal. Werth: 20 M. für 12 M. Sommer- Paletot. Hochfeiner Satin. Werth: 30 M. für 20. 50 Pf. Sommer- Joppen. Schwerer Jagdstoff. Werth: 2 M. 80 Pf. für 1. 80 Pf. Herren- u. KnabenBekleidung Jeder Preis ist mit Zahlen an der Waare ausgezeichnet. Eigene Werkstätten SommerWesten. Werth: 4 M. für 2,50 M. Das größte und älteste Etablissement im Norden Berlins ... M. Grünberg, Müllerstr. 181, am Beddingplak, bietet seiner ausgedehnten Kundschaft Gelegenheit, Seidenstoffe, Sammete, Kleiderstoffe, Ausstenerwaaren, Damen- und Kindermäntel, Umhänge, Jackets, Möbelstoffe, Gardinen, Put, Put9691 artikel und Weißwaaren, Handschuhe, Corsets, Sonnen- und Regenschirme etc. etc. zu außergewöhnlich billigen Preisen zu kaufen. Reste von Kleiderstoffen bis 5 Meter für den halben Preis. E G. Scharnow's älteste und anerkannt leistungsfähigste Uhren- Fabrik En gros Berlin S., Export Oranienstr. 152, Ecfe Morigplatz, besteht seit 1860. Anerf. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren. v. 20 M. an do. Ancre- Herren- Nemontoir- Uhren Regulateure • . v. 50 M. an v. 8 M. an do. in polirtem Nußbaum- Gehäuse, ca. 1 mtr. lang, 14 Tage gehend v. 14 M. an Wecker- Uhren in verschied. Mustern. • v. 3,50 M. an Reparaturen nach Cylinder Uhren reinigen 1,50 M. Uebereinkunft. Für jede bei mir gekaufte Uhr übernehme eine schriftliche Garantie bis zn fünf Jahren. 868 L Achtung Kontrollmarkenhüte! empfiehlt die Hutfabrik Franz Haupt, Hutmacher, 910L Große Frankfurterstraße 145. Grosse Auswahl. Schirme. Stets neue Façons. Spazierstöcke. Billige Preise. Mühen. Zur rothen Cravatte. Invaliden- Straße Nr. 147, Ecke der Bergstraße.[ 738 L Jede Uhr 2 unter Garantie foftet bei mir 1,50 Mk. zu repariren ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren am Wilhelmshöhe Wannsee im Grunewald, herrlich am See und Wald gelegen, dem geehrten Publikum, Fabriken, Vereinen und Schulen bei Land artien bestens empfohlen. 3 große Tanzfäle, AusSpannung für 150 Pferde. 833L Für f. gepflegte Biere und Weine, sowie gute Speisen, Kaffee- Küche, Kegelbahnen 2c. 2c. sorgt bestens A. Meyer, Gastwirth. Restaurant Grossjean, Schöner schattiger Garten, Kegelaffeeküche, großer Saal. Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. Allen Genossen bestens empfohlen.[ 837L Herren- und KnabenGarderoben von R. Götze& Co. 168 Oranienstr. 168. Spezialität: Mittel- und feines Genre. Preisverzeichniß fertiger Gegenstände. A. Anzüge. Mark Jacket- Anzug von melirtem gezwirntem Budstin 15, Jacket- Anzug von melirtem und carrirtem Buckskin, schöne Muster ..> Jacket- Anzug von melirtem Forster Cheviot, schöne helle Farben • Jacket- Anzug von dunklem Velour, carrirt 17,50 20, oder gestreift. 22,50 . Jacket- Anzug von gezwirntem Cheviot, schöne helle und melirte Muster. 25, 28, • Jacket- Anzug von feinem carrirten und melirten · Cheviot Jacket- Anzug von Cheviot, eleganter Promenaden- Anzug Jacket- Anzug von feinem gezwirnten Stoff, sehr haltbar. Jacket- Anzug von Velour, sehr haltbar, mit seidener Borde, in ganz neuen Muſtern • 30,- M 33,- M. 33,- M. 36, 39,- M. 42,- M. 42,- m. • 45,- M. • 30,- M. 36, M. Jacket- oder Rock- Anzug von Velour, mit seidener Borde, schöne dunkle Muster, kräftige Waare Jacket- Anzug von Gottbuser Cheviot, in echt englischen Mustern, sehr dauerhafter und eleganter Promenaden- Anzug. Jacket- Anzug von gezwirntem Cottbuser Cheviot, sonst wie 220 Jacket- Anzug von hellcarrirtem Velour, nur ganz neue Muster. Jacket- Anzug von dunklem Velour, mit seidener Borde, prima Jacket- oder Rock- Anzug von imitirtem Rammgarn, haltbar und elegant, seidene Borde Jacket- od. Rock- Anzug von gemustertem Rammgarn, eleg. Anzug Jacket- od. Rock- Anzug v. einfarb. Kammgarn, feiner Salon- Anzug 86,- M. Jacket- oder Rock- Anzug von gemustertem Aachener Rammgarn, eleganter Promenaden- Anzug, Neuheit. 42,- M. Jacket- Anzug von gemust. Aachener Kammgarn, Neuheit, sehr fein 45,- M. Jacket- oder Rock- Anzug von ff. Aachener Kammgarn, hochfeiner Salon- und Promenaden- Anzug Jacket- oder Rock- Angng von blau Diagonal desgl. desgl. desgl. . • B. Hosen. Hofe von gezwirntem Bucstin in melirten Mustern Hose von gezwirntem Forster Buckskin, schöne Melangen 4,50 und Hose von Gladbacher Zwirnbuckskin, schöne gestreifte Muster in haltbaren Stoffen Hofe von Gladbacher Kammgarn, schöne Streifen 48,- und 54,- M. 25,- M. 30,- M. 36,- M. 42,- M. 8,50 m. 5,-M. • 5,- M. 6,- M. 7,50 M. 6,- M. 7,00 9,- M. 10,50 M. Hose 10,50 M. Hofe von Cottbuser Zwirn, Neuheit, sehr elegant und fest. Hose von Cottbuser Cheviot, 12,- M. 11,- M. " " 11, M. .. Hose von Forster Zwirn- Cheviot, elegante haltbare Stoffe fe von Velour in fräftiger gestreifter Waare, hell oder dunkel Hose von Velour in sehr fräftiger Waare, gestreift oder gemustert Hose von schwarzem Satin Hofe von C. Wunsch, tr. 38, ofe von Ramingarn mit Seide, hochfeine neue Muſter n. d. Dranienplay, von Velour, prima A. Goldschmidt, Rohtabat Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt sicher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Hüte • Hose von Aachener Kammgarn, sehr elegant 12,- M. 15,- bis 20,- M. hose von prima Rammgarn, hochfein M. Arbeitshofen in engl. Leder, Zwirn, Gord, Cassinet 2c. 2,- bis 6,50 m. C. Paletots. Paletot von dunkel melirtem Cheviot 12,- M. mit Kontcoll- Marte. Grösste Auswahl L. Spiegel, Valetot von blau Diagonal- Cheviot, sehr fein und modern Valetot von Diagonal- Ranimgarn in braun, blau, mode, hochelegant 33, Paletot von prima melirt Kammgarn, in allen Modefarben Paletot von glattem Stoff mit feinem Futter, in allen Farben. Paletot von Sommer- Estimo, sehr elegant in Sonnen- und Schumaloffs in melirten Stoffen pon 20 Mark an. Regenschirmen Havelocks in feinen Lodenstoffen, auch wasserdicht von 15 Mark an. D. Westen. Paletot von Sommer- Estimo, in allen Farben, mit feinem carrirtem Futter Valetot von Cheviot in blau, braun, olive( praktisch für den täglichen Gebrauch) Paletot von schwerem Cheviot, alle Farben 16,50 M. . 19,- M. • 24,- M. 33, M. M. 36,- M. . 25, M. • 27,- M. Alle Uhren 612 L] Rosenthalerstr. 45. Weiße Westen von 2,50 M. an. Seidene Westen in allen Qualitäten von 3-10 Mark. 387L E. Knaben- Anzüge. Billigste Bezugsquelle für Sonnen- u. Regenschirme, Handschuhe werden sauber und sorgfältig repariet In Knaben- Anzügen halten wir stets eine sehr große Auswahl der neuesten Cravatten, sämmtliche Herrenwäsche, Hosenträger etc., unter Garantie des Gutgehens für Stoffe und Façons vorräthig und empfehlen dieselben schon von 4 Mart an. 1,50 Mark( außer Bruch) bei Segr. Georg Wagner Export W. Winkler, Dranienstraße 63, 1 Treppe, Berlin N., Reinickendorferstr. 2g, Uhrenfabrik 1877. nahe Morigplay. gegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L Billiger wie in jed. Laden. E Sager aller Arten Uhren, Uhrketten Einzelverkauf und Versandt von Uhren u. Goldwaaren zu Original- Fabrikpreisen. Spezialität: Remontoir- Uhren nur guter Qualität von 9 Mt. an. Regulateure, Stand- und Weckeruhren zu auffallend billigen Preisen. Anerkannt größte Leistungsfähigkeit. Möbel, Spiegel and Garantie bis zu 5 Jahren. Preisgefrönt auf vielen Ausstellungen. Massiv goldene Ketten nach Gewicht bei billigster Façonberechnung( von 30 M. an). Massu goldene Trauringe in garantirt reinem Dukatengold ohne jeglichen Busah 1 Dukaten 11 M., 11/2 Dutaten 16 M., 2 Dukaten 21 W. Masiv goldene Trauringe 8 Karat von 4 W., 14 Karat von 6 M. an. Sämmtliche Neuheiten in Juwelen, Gold-, Silber-, Corallen-, Granat- und 509 L Doublé- Schmucksachen. Illustrirte Preislisten gratis und franko. Her Hutfabrik A. Lange Stapfehle allen Freunden und GeBrunnenstr. 136/37. noffen mein Cigarren- und Cigare tonSämmtl. Hüte mit Kontrollmarfen. Geschäft an der Grenze v. Tempelhof. Gr. Lager in Damen- und Herren- August Reisen, Tempelhof, Regenschirmen. Billige Preise.[ 946L 461b Berlinerstraße 44. Lexika, fauft A.HanneGrößtes Lager Berlins Bücher, kr. 56, 1. Kinderwagen. Andreasſtr. 28,§.p. mann, ochr. Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Allen Westfalen und Freunden der rothen Erde empfehle: Tagl. frisch angefommen Oldenburg. Rindfleisch, à Pfd. 55 Pf., sowie sämmtl. Wurstu. Fleischwaaren zum billigst. Preise. Westi. Fleischw.- Fabrik u. Niederlage 43, Lindenstr. 43, vis- à- vis der Zimmerstraße. und Wienerstraße 39. Tricot- Anzüge in blau, braun, grau oder mode 3-8 Mark. Burschen- Anzüge sowie Confirmanden- Anzüge sind stets in reichhaltigster Auswahl vorräthig. F. Diverse. Außerdem empfehlen wir noch Schlafröcke in Velour, Double zc. von 10 Mart an. Joppen in Düffel od. Loden von 9 Mt. Einzelne Jackets, Sommer- Jackets etc. Gehröcke und Fracks in Tuch oder Croisè von 20 M. an. Radfahrer- und Sport- Anzüge zu billigsten Preisen. E Knaben- Wasch- Anzüge, nur bessere Qualitäten 2,50-4,50 m. 902L Gelegenheitskanf: Zur Anfertigung von [ 85b Sutfabrit Herren- Anzügen, Blücherstraße 11, garant. gut fißend aus besten deutschen vis- à- vis der Heiligen und englischen Stoffen- solide Preise, Kreuz- Kirche. empfiehlt sich 914L Sämmtliche Hüte mit Rontrollmarten. Wilhelm Böhm. G. Reckzeh, Shneidermite., Gr. Lager in Regen-, Sonnenschirmen u. Strohhüten. Neellste Bedienung. 870L Alte Stiefel reell ut. billig. Stall. Ausw. Best. u. Repar. 381b schreiberstr. 6. Naunynstraße 30. F Friedrichshagen. Empfehle den Genossen mein[ 945L Cigarren- Geschäft. M. Wartmann, Friedrichstraße 122 Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.