Morgenausgabe Nr 204 A 103 49. Jahrgang WSchenrUch 75 PI. monatlich 8.28 9Ti. (davon 87 PI monallich fiir Zustellung IN» vansl�im voraus Mhldar. Poftdezug 3.S7 Hl ftnfdjliellich so Pf. (P'Mjfthings- und 72Pf. Poftbelteaat- »uhren Auslandsadonnemenr 5,68 M. Bto Monali für Länder mit ermäßig- tem Drucllachenvono».»8 M, Der.Pormarrs' erschettn wochenläg» lich zweimal. Sonntags und Monraa» einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Sandel mit dem Titel.Der Abend", Züustrierie Eonntagsbeilaa« .Voll und Zeit" » f Aerliner Vowsbiatt Svnniag 1 Mal 1932 Groß-Äerlm �5 Pf. Auswärts 20 Pf. c i a t o a 1 1 MllltmeterzeUe 30 Pf. Su'flameaetlf 2. M„Älemc An- zeigen" oas fettgedruckte Wort 20 Pf. izuliifsigzwei fettgedrucktrWorle-icDco weitere Wort 10 Pf Rabatt It. Tarif. Worte über 15 Buchstaben zählen für jene; Worte-Arbeitsmarkt Millimeter« zeüe 25 Pf �amilienanzeigen Millimeterzeile 13 Pf Anzeigenannahme im Öati vt geichaft Lindenftrage 3, wochentäglich von 8>/, bis 17 Uhr. Der Vertag behält sich dasNecht der Ab« lehnuna mchtgenehmerAnzeigen vor» Jsnttawvgan des SoziawemokvaMOen Vavtei Deutschlands Redaktion und Verlags Berlin«W 68. Lindenstr, 2«ri b 4� PostscbeckkontosPerlinZIZZe,-BanttomoiBankderArdetter.ÄngeiteUlen UN» �erni'vi, Töndoii l» N2— Z97 Telegiamm-Adi. Sozialdemokrat Berlin»00 V./« ll». U« Beannen.Lindenllr.Z Dt B.u Dist.-Eel.. Dcposilent..ZeruiaIemeiEti KS 66. Fahnen heraus! Wie marschieren!- Wir öemanstrieren! Ann erst recht! Massen heraus! Fahnen heraus! yeute marschieren wir, heute demonstrieren wir. Vir lassen unsere Fahnen leuchten, die roten Fahnen des Sozialismus. Und neben ihnen die schwarzrotgoldenen Fahnen der Republik. Sie vertragen stch sehr gut. Die Fahnen der Republik mahnen uns an 1848. Damals flatterten sie auf den Barrikaden. Sie verhießen dem deutschen Volke geistige Freiheit und gleiches Recht. Zur geistigen Freiheit, zum gleichen Recht de- Kennen wir uns heute wie immer, heute noch leidenschaftlicher als je zuvor. Degen die Apostel der stumpfen Gewalt, für Freiheit, Gleichberechtigung, Menschenwürde — nun erst recht! Die Fahnen des Sozialismus aber, unsere roten Fahnen, sagen uns, daß es mit der ftaatsbürger- lichen Freiheit und Gleichheit ollein noch nicht getan ist. Sie er- zählen uns von jahrzehntelangen heroischen kämpfen der Arbeiter- Klasse gegen Elend und Rot. die unvermeidlichen Begleiter der kapitalistischen Wirt- schaftsordnung. Sie er- zählen uns vom l. Mai. 188? beschloß der Jnternatio- aale Sozialistenkongreß in Paris. daß die sozialistischen Arbeiter aller Länder den ersten Mai fest- lich begehen sollten, um für den Achtstundentag zu demon- strieren. Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Erholung, acht Stunden Schlaf— das war vor einem hal- den Jahrhundert ein weit in der Ferne leuchtendes Siel, wer für den Achtstundentag eintrat, war ein» gefährlicher Revolutionär. bestenfalls ein ganz sonderbarer Schwärmer— bewies doch die ganze kapitalistische Wissenschaft haargenau, daß die Wirtschaft unfehlbar in kürzester Seit zugrunde gehen würde, wenn ein so um- sturzlerischer Plan in Wirklichkeit oerwandelt werden sollte! Als die deutschen Arbeiter den ersten l. Mai feierten— das war »8S0—, lag noch der furchtbare Druck des Sozialistengesetzes auf ihnen. Das Sozialistengesetz fiel— auf dem Papier. Sein Geist blieb aber in Preußen- Deutschland lebendig, er ist eigenAich erst im ljerbst 1918 vertrieben worden, wer Sozialist war, blieb verfemt. Maifeiern waren Auflehnungen gegen die gottgewollte Ordnung— es waren keine öffentlichen Umzüge erlaubt, die rote Fahne durfte nicht gezeigt werden. Agitation im Betrieb für Arbeits- ruhe am 1. Mai, Fernbleiben vom Betrieb an diesem Tage zog unnachsschtlich die Entlassung nach sich. Denn jede von den Arbeitern selbst beschlossene Arbeitsruhe war Streik— und hinter jedem Streik lauerte, nach dem berühmten wort des preuf ischen Reaktionärs von Roller,„die lflZdra der Reoclution". 1892 beschloß der Kongreß von Sürich, daß der I.Mai hinfort als Demonstrationstaz nicht nur für den Achtstunden- tag, fondirn auch für den Weltfrieden begangen werden solle. Ein kühner Schritt! Erst galt der 1. Mai nur du Forderung einer internationalen Arbeiterschutzgesetz- gedung. Jetzt metdcte die Arbeiterklasse ihren Anspruch an, die internationale Politik der Kabinette maßgebend zu beeinflussen, wie das schon Marz in der Jnauguraladresse von 1864 gefordert hatte. Jetzt sollte aus dieser Forderung eine machtvolle weltumspannend« Aktion werden, jetzt griff die Ihr entreißt uns öas Vnnner nicht! Arbeiterklasse nach den Sternen der politischen Macht. Man hat seitdem mehr als zuvor die Sozialisten in allen Ländern als vaterlandslos gescholten. Durch ihre Gegnerschaft gegen den Krieg war ihre Gemeingefährlichkeit noch einmal bewiesen, ljat aber das vierjährige Morden von 1914 bis 1918 nicht gerade den Beweis geliefert, daß die Sozialisten, da sie den Ausbruch des Weltkrieges zu oer- hindern suchten, die besten Patrioten aller Vater- l L n d e r gewesen find? Im Kampf für den Weltfrieden fiel Jean Iaures. das erste, edelste Opfer des Weltkrieges. In keinem Lande der Welt sollte ein erster Mai oergehen, ohne daß dieses großen Märtyrers der sozialistischen Friedensidee ehrend gedacht würde. Indem wir vor seinem Andenken das lfaiipt senken, gedenken wir auch seiner nächsten Nachfolger und Schüler, unserer tapferen fIanzösischyn Genossen. die heute in einem entscheidenden Wahlkampf stehen, wir bekennen uns zu ihnen, wir bekennen uns— allen Hitlers und Tardieus zum Trotz— zu der großen Idee der d e u t s ch- f r a n z ö s i s ch e n Derständigung. deren Ausführung allein dem Frieden Europas ein sicheres Fundament fchafst.— Für Freiheit und gleiches Recht! Für inter- nationalen Schutz der Arbeit! Für den Weltfrieden, für die Sozia- listische Arbeiter- Internationale marschieren wir, demonstrieren wir. Ja, für die Internattonale — nun erst recht! weil wir u n s e r Volk lieben, weil wir sehen wollen, daß es lebt und aufblüht, nicht aber in neuen wcltbränden elend verdirbt, weil wir wissen, daß der Kampf gegen die Internationale des oölkerverknechtenden Nationalismus nur international geführt werden kann, darum tragen wir heute die roten Fahnen der Sozialistischen Internattonale? Nun erst recht! Dreiundfünszig Jahre— die Idee des Sozialismus hat einen Siegeslauf angetreten. Damals war geächtet und verfemt, wer sich einen Sozialisten nannte. nicht nur bei der Polizei und der bürgerlichen Gesellschaft, sondern auch bei einem großen Teil der Arbeiter selbst, wer wäre wohl um 1890 in Deutschland auf den Gedanken gekommen, sich den Namen des Sozialismus zu Re- klamezwecken anzueignen— die Bewegungen, die mit dem An- spruch auftraten, die Sozialdemokratie abzulösen, nannten sich vorsichtigerweise„sozial", nicht sozialistisch: christlichsozial, natio- nalsozial usw. Der elende Schwindel, den die sogenannte„Nationalsozialistische Arbeiterpartei" mit dem Namen des Sozialismus treibt, beweist nichts für ihre eigene innere Stärke. Er zeigt aber, daß sich breite Schichten, denen das Licht echter sozialistischer Erkenntnis noch nicht aufgegangen ist, von dem wort„Sozialismus" maxisch an- gezogen suhlen. Auch sie sind von einem ersten Ahnen davon ergriffen, daß es mit dem k a p i- talistischen System zu Ende geht und daß nur das entschlossene Betreten neuer Wirt- schaftswege das Volk aus den Abgründen der Not empor- heben kann, wenn in dem Lager der Reaktion, über dem die Hakenkreuzfahne weht, die unvermeidliche große Ausein- andersetzung beginnt, dann werden die Prinzen, die Gene- räle, die Bankherren, die Fabrikdirektoren ihre Straße ziehen: die Arbeiter, Angestellten, Beamten, die kleinen, hart arbeitenden, mit der täglichen Not des Lebens ringenden Leute werden aber ihres Weges gehen, und dieser weg wird sie dorthin führen, wo der Sozialismus nicht Aus- hängefchild und Röder, sondern leidenschaftliche Ueberzeugung und Tatwille ist. Aus Walpurgisnacht und hexentreiben des kapjtalisti- fchen vclksbetrugs steigt uns leuchtend der I. Mai. wir grüßen ihn als Heiliges Symbol. wir marschieren! wir demonstrieren? Nun erst recht? Massen heraus! Fahnen heraus! Vie SA.— Waffe wessen? Goebbels erteilt Brüning Llnterricht in auswärtiger Politik. In seinem„Angriff" gibt Goebbels eine bündige Er» klärung dafür, warum Brüning auf der Abrüstungskon- fcren? in Genf keine entscheidenden Erfolge errungen hat. Brüning habe nämlich„seine einzige Waffe" in den imer- nationalen Verhandlungen zerbrochen— indem er d i e S A. a u f g e l ö st habe. Seinen Spießbürgern, d'e ihm alles glauben, kann fa Goebbels einreden, daß Frankreich schlot- ternd in die Knie gesunken wäre, wenn Brüning mit stolzer Gebärde aus die röhmischen Legionen hingewiesen hätte aber im Kreise von Sachkundigen kann die Theorie des Herrn Goebbels nur Heiterkeit hervorrufen. Wir wollen nicht davon reden, daß der militärische Wert der SA. O.ü war. Ein Mann, der allen militärischen Dingen so fern steht wie Herr Goebbels, braucht das nicht zu wissen, wenn er dann auch besser täte, lieber nicht darüber zu schreiben. Gewiß aber kennt Herr Goebbels die Dokumente, aus denen hervorgeht, daß die SA. sich selber nur Wert für den Bürgerkrieg beimißt, da sie beabsichtigte, sich im Falle einer kriegerischen Verwicklung im Osten zunächst einmal aus der Kampfzone zurückzuziehen, um im Innern„das System" zu stürzen. Wenn Herr Goebbels dem Reichskanzler einen Vorwurf daraus macht, daß er sich dieses exzellenten Korps nicht als einer Waffe bei internationalen Berhandlungen bedient hat, so ist das einigermaßen grotesk. Eine Bürgerkriegsarmee, die darauf lauert, im Falle einer kriegerischen Verwicklung der eigenen Regierung in den Rücken zu fallen, kann doch wahrlich der auswärtigen Politik dieser Regierung nicht zur Stärkung dienen! Statt dem Reichskanzler absurde Lehren zu erteilen. täte Herr Goebbels besser, die bekannte Frage zu beant- warten, die der Stahlhelm an die nationalsozialistische Partei gerichtet hat, wann sie von gewissen u n v e r a n t- wortlichen Plänen ynd Aufforderungen klar und un» zweideutig abrücken wird. Eine Erörterung dieses Themas wird ja auch schon bei den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen zwischen Zentrum und Nazis nicht zu vermeiden fein. Das Zentrum wird nicht umhin können, an die Na- tionalsozialistsn die Frage zu richten, bei wieviel Mi- nistersißen eigentlich die Pflicht zur Landes- Verteidigung für sie beginnt! Vielleicht könnte es die Verhandlungen erleichtern, wenn Herr Goebbels sich zu dieser interessanten Frage jetzt schon zu äußern beliebte. Mohr Hugenöerg kann gehen! IeiwngSkrieg in pommcrn zwischen??azis und Deutsch. natioaa en. Das Organ der Nationalsozialisten in Pommern, die „Diktatur", soll ab 1. Juli als Tageszeitung unter dem Titel „Pommersche Zeitung" erscheinen. Die Abonnenten dazu � soll die deutschnationale„Pommersche Tages- p o st" liefern, die von den Nazis zu diesem Zweck kaputt gemacht werden soll. Die Gauleitung der NSDAP, für Pommern hat unmittelbar nach der Wahl einen Streit mit den Deutschnationalen angefangen, hat einen Aufruf gegen sie veröffentlicht und fordert zum Boykott der„Pommersche:: Tagespost" auf. Nun setzen sich die Deutschnationalen kaut weinend zur Wehr. Der Landesoerbandsvorsitzende der DNVP.. v. Z i tz e» w i tz- G r. Gänsen, gibt bekannt: „Die unerhörten, sachlich durch nichts begründeten Angriff« der Gauleitunz der NSDAP, gegen die Deutschnationalen, die fast den gesamten Raum der„Diktatur"(Nr.34. vom 27. April 1932) füllen, geben mir Veranlassung, die deutschnationalen Wähler dringend zu bitten und die Kreisoereine, Ortsgruppen und Ver» trauensleute der DNVP. anzuweisen. In streng sachlicher Form die Angriff« zurückzuweisen. In keinem Falle aber darf sich ein Deutschnationaler dazu verleiten lassen, in die Tonart zu verfallen, die von seilen der NSDAP., sowohl von der Gauleitung als auch von der„Diktatur" für angebracht erachtet wird. Der Wähler im Lande fall sich ein Urteil dar- über bilden, wessen die Nationalsozialisten fähig sind in dem Augenblick, in welchem der Wahlerfolg diese Partei geradezu zum Kampf gegen dos System verpflichtet. Eine große Anzahl nationalsozialistischer Wähler dürfte schon jetzt, einige Tage nach der Wahl, erkennen, daß sie einer Illusion erlegen sind, denn jetzt— angesichts der Verhandlungen zwischen Zentrum und Nationalsozialisten über die Regierungsbildung In Preußen— oerläßt die NSDAP, den Kampfplatz gegen das System und wendet sich gegen den schärfsten Gegner des schwarz-roten System,, die Deutschnationale Volkepartei und ihren Führer Dr. Hugenberg. Bei ruhiger, sachlicher Betrachtung dieser Sachlage ergeben sich zwei Fragen. Die erste heißt: Ist es dem Zentrum schon gelungen, auf dem Vorselde der Verhandlungen zur Bildung der Regierung in Preußen die NSDAP, so systemsreundlich zu machen, daß sie vergißt, in welcher Richtung sie zu kämpfen ihren Wahloer- sprechungen nach verpflichtet ist? Und zum anderen: Ist der demo- kraiische Machtdünkel in Zahlen alleiniges Ziel der National» sozialisten und glauben sie diesem Ziel dadurch zu dienen, daß sie allein gegen die DNVP. kämpfen, weil es ihr nicht mehr gelingt, den Systemsparteien Stimmen abzunehmen? Aus beiden Fragen aber ergibt sich die erschütternde Talsache, daß gleich nach der Wahl offenbar wird, daß diejenigen Wähler, die am 24. April glaubten TlatlanolsoziaNflen wählen zu sollen, von einer Enttäuschung zur anderen kommen!" Für uns ist diese Klage auch erschütternd— nämlich zwerchfellerschütternd! Aus einmal ist die NSDAP, nichts als Wählerbetrug, nachdem sie von Hugenberg bisher in jeder Welle gesördert worden ist! Der Mohr Hugenberg erhält letzt den Tritt und kann gehen, seine Prelle ist gerade gut genug, um den Nazis als Abschlachte- und Ausschlachtungsobjekt zu dienen! Betrüger sind sie beide, die DNBP. und die NSDAP — aber die von"der DNVP. sind jetzt die betrogenen Äe- trüger!__ Wechsel im Reichsfinanzmmistermm. Staatssekretär Gchaesfer geht. Der Staatssekretär im Re!chsfinan.;ministerium Dr. Schaesser tritt mit.dem l; Mal einen längeren Urlaub an. Man kanii an> nehmen, daß in der Zwischenzeit sein Abschiedsgesuch genehmigt wird. Als seine Nachfolger werden Graf Schwerin- K r o s i g k und Z a r d e n genannt. Tagung des Jentrums. Entschließungen der ReichZ'eitunz vorbeha-ien. Der geschäftsführende Bor st and der Zeutrumspartei, der am Sonnabend in Berlin tagte, oerössentlicht folgeiü». Er- klärung: „Der geschästssührende Lorstand der Deutschen Zentrumspartei hat am Sonnabend unter dem Vorsitz des Prälaten Koos im Reichs» tag eine mehrstündige Sitzung abgehalten, die vollzählig beluchi war. Zur Erörterung standen die sachlichen Fragen, die die deutsche Politik in der nächsten Zeil zu bewältigen hat, vor allem die außenpolitischen Ziele. Stärkung der Binnenwirlschast die Fragen der Ar» beitsbeschassung. der Siedlung und des freiwilligen Arbeits» dienstes. In der Lösung dieser sachlichen Aufgaben sieht die Zen» trumsparte! allein d>e Gewähr sür eine Ueberwindung der wirt» schastlichen Krise und sür einen außenpolitischen Ersolg. der die Frei» heit und volle Gleichberechtigung des deutschen Volkes in sich schließen muß." Dem Reichskanzler, der für kurze Zeit der Sitzung bei- wohnte, wurde der Pank für seine tatkrästige Vertre- t u n g des deptschen Rechtsstandpunktes in Gens zum Ausdruck gebracht. In einer Nachprüfung der Ergebnisse der Länder- wählen wurde mit großer Genugtuung festgestellt, daß die An- Hänger der Zentrumspartei in uorbildlicher Treue die sachlichen Ziele der Partei erkannt und gewürdigt haben. Dafür der gesamten Wählerschaft zu danken, betrachtet der Vorstand als seine besondere Pflicht. DasZentrum gingausden Wahlen v e r st S r k t hervor und wird damit auch fernerhin die Fortführung einer auf- bauenden nationalen Realpolitik gewährleisten. Die im Einverständnis mit dem Reichsparteiführcr veröffentlichte Erklärung der preußischen Zentrumspartei am Wahltags fand die einstimmige Billigung des Vor» ftandes und die in chr niedergelegten Richtgedanken sind auch von den Vertretern der übrigen Landesverbände der Zentrumspartei a,» nmßgcbend anerkannt moiden. Auf Grund dieser elnitmtigen Aus- fassuitg wurde sestgestellt, daß die letzte Entscheidung über alle notwendigen Entschließungen der?teichs- Parteileitung vorbehalten bleibt. Der Vorsitzende konnte am Schliche der Verhandlungen mit Stolz lzervorheben, daß Führer und Wählerschaft, in einheitlichem geschlassenen Willen verbunden die große vaterländische Ausgabe in dem Glauben an Deutschlands Kraft erfüllen werden." Oie Entfchließunq des Vi'eußenzenirumS. Ln der Kundgebung des Vorstandes der Preußischen Zentrums» parte!, die vom Reichsparteivorftand des Zentrums ausdrücklich ge- billigt worden ist, hieß es: „Die neugewählle Zentrnmsiraktion In Preußen wird cnt- sprechend dem Anirnf zu Beginn de« Wahlkampses getreu dem Pro« gramm und der lieberlieserung der Gcsamtpartei auch im neuen Landtag das Ziel ihrer Politik in der Ausrechierhattung christlich» deutscher Vvlkskuitur und einer gesunden Volksdemokratie sehen. Sie ist bereit, mit allen Parteien zusaminenziiarbeiten. die auf der Grundlage der Dersassung dem Wohle des ganzen Volkes zu dienen entschlossen sind. Die Zcntrumsfraktion wird sich jedoch in Zukunft mit aller Kraft weiterhin Bestrebungen widersetzen, die Staat und Verwaltung einer einseitigen Parteidiktatur ausliefern wollen und damit Ruhe und Ordnung und eine förderliche Reichs- Politik gefährden würden." Ein Bekenntnis zur Demokratie. Scharfe Absage an Nazi-Dikiainryläne aus der Bayerischen Volkspariei. München, 30. April.(Eigenbericht.) In Bayern haben die Koalitionsverhandlungen zur Regierungs- bildüng noch nicht begonnen, obwohl die Nazis in aller Oeffentlich- keit einem unbezähmbaren Drange zur Futterkrippe frö» nen und sich alle Mühe geben, mit der Bayerischen Volkspariei ins Gespräch zu kommen. Die erste Klärung versucht nun der„Regens- bürg er Anzeiger", der sich im Familienbesttz des Minister- Präsidenten D r. H e l d befindet und in besonderen Fällen immer al» Wegweiser in der bayerischen Politik benutzt wird. Ein maßgebender Politiker der Bayerischen Volkspartei veröfsentlicht in dem Blatt einen bemerkenswerten Artikel über den..Grundcharakter, Inhalt und Aufgaben der zukünftigen bayerischen Staatepolitik", in dem e» heißt: „Die Wähler, die sich am 24. April um da» Banner der Bayer:- schen Volkspariei geschart haben, taten es in der Erwartung, daß! Bayern, wie auch die politischen Verhältnisse in anderen Testen des Reiches sich gestatten mögen,»in Land der Ruhe, der Ordnung und der absoluten Gesetzmäßigkeit und somit ein Hort der politi- schen Zuverlässigkeit bleibt. Diese Voraussetzung für eine Politik, die sich vor ein» solche Aufgabe stellt, ist in der absoluten Gewährleistung streng verfassungsmäßiger Regie- rungswelsen zu erblicken. Hierbei handelt es sich weniger darum, daß dem Formalismus unserer Verfassung Genüge geleistet wird, sondern daß dl» Grundprinzipien der Verfassung und damit die durch sie garaalierken Grund, und Areiheitsrechie des Volkes, die nur durch eine Reoolulion beseitigt werden könnten, unter allen Umständen geschützt und geachtet werden. Die Kräfte, die heute den Staat von Grund auf ändern wollen, sind keineswegs auf eine Gesundung der Demokratie bedacht, sondern sie sind ausgesprochene Feinde der Demotrati» überhaupt und Anhänger eines durchaus antidemokratische» vtaats» ideal-, nämlich der Diktatur, und noch dazu der gröbsten und verwildertsten Form, die es gibt, der P a r t e i d i k t a t u r. In einem Kampf aber, in dem Diktatur gegen Demokraüs steht, kann es für eine Bayerische Volkspartei nie einen Zweifel geben, auf welche Seite sie gehört. Es geht hier um Grundprlnzipen des Staats» lebens, dl« tief ins Weltanschaulich« eingreifen. Hier kann es kein Paktieren geben. Geht es in Deutschland um Sein oder Nichtsein einer diktatorischen Staatsgestaltung, so kann kein Zweifel darüber bestehen, in welches Lager Bayern gehorr. Die Sicherung der demokratischen Grundprinzipien in Bayern ist di« Voraussetzung einer sriedlickzen Staats» Politik, die für die Erhallung und den erfolgreichen neuen Auf» bau eines bayerischen Staatswesens eintritt. Dieser Gruistzsatz ist gewissermaßen Bayern eigengesetzllch und gilt unbeeinflußt oon der Entwicklung im übrigen Deutschland. So fühlbar die künftige Ent» Wicklung der innenpolitischen Verhältnisse in Preußen für ganz Deutschland werden mag, so wäre es doch ein großer Trugsäzluß, wollte man meinen, Bayern müßie sich unbedingt dem preußischen Borbilde anschließen und unter allen Umständen nachmachen, was In Preußen geschieht. Wir stellen uns vielmehr di« bayerische Politik in der nächsten Zeit besonders selbständig und möglichst unabhängig von anderen Entwicklungen im Reiche vor." Die Nazis des Grsßherzogö. Sie wollen ihren Großherzog wieder. „Das kommt nicht wieder"— so sagt der Nazigrof Re» ventlow in seinem„Reichswart" von der Monarchie und ihrem Nimbus. Er kennt seine eigenen Leute schlecht! Er hätte am Beispiel seiner Parteisreunde von Mecklenburg-Strelitz sehen können, wie es um sie bestellt ist! Feierlich wird durch die Nachrichtenbüros mitgeteilt: Die Fraktionen der Deulschnotionalen und der NSDAP., die in Mecklenburg-Strelitz die Regieruugskoalitiom bilden, haben der' Mecklenburg-Strelitz»? Staat, regierung den Wunsch ausge» sprachen, den Landtag aus dem früheren groß» h e r z o g l i che n Sch l o ß in ein Gebäude zu verlegen, in dem für di» heute btstehend» nationale Mehrheit die Anhörung oon marxistischen Reden nicht in dem Maße unerträglich sei und wo nicht die historischen Räume dauernd daran erinnerten, welcherlei Vorgängen da» System seinen Ursprung verdanke. Die Monarchie kommt bestimmt nicht wieder— aber d i e K n e ch t s« l i g k e i t ist noch vorhanden! Die bakenkreuzle» rischen Untertanen Dörchleuchtings von Mecklenburg- Strelitz und feiner Tochter Jutta-Milisia von Montenegro können den Gedanken nicht ertrogen, Landboten in dem Schlosse zu sein, das einst ihrem Lllerdurchlauchtigsten ge- hört«! Bei ihrem Landsmann Frig Reuter können sie manche schöne Stelle lesen, die sich auf Gemüter wie die ihren bezieht. Sie brauchen bloß nachschlagen! Hiiters Wahlproiest. Gr erkennt die Wahl HUiDenbiKgs nicht an. Als im Jahrs 1S2S Herr- von Hindenburg im zweiten Wahlgang der Präsidentschafiswahl mit rund 800-000 Sti.n- men Boxsprung über den Kandidaten des DaiksblocksWilhelm Marx sieate, hat Marx unmittelbar nach der Feststellung des Wahlergebnisses Hindenburg seine Glückwünsche ausgesprochen. Diesmal Hai Hindenburg mit sechs Mlklionen Stimmen Vorsprung über Hitler ge- siegt, er ist m i t a b s o l u t e r M ech r h e i l gewählt worden. Was tut Hitler? Er läßt folgendes verkünden: Rechtsanwalt Dr. Frank stl hbt im Auftrag« Hitlers"betet Reichswahlprüfungsgericht An f ech t un gs k'i a g e gegen das Ergebnis der R e l ch s p r ä s ide n t» n w o h l erhoben. Die Klage wird begründet mit der..mißbräuchlichen A n w e n- dung des Rundfunks im Dienste des Präsidentschaststand!- baten von Hindenburg" sowie mit einer Fülle„verfassungswidriger polizeilicher und sonstiger behördlicher Maßnahmen". Das ist nicht nur das Gegenteil von jener Ritterlichkeit, die Marx bewiesen hat, es ist nicht nur querulantenhaft an» gesichts der überwältigenden Maiorität, es offenbart auch die H a ß g e s i n n u n g, die in der NSDAP, gepflegt wird, und es zeigt, daß Hitler seinen Wählern vorlügen lassen will, daß eigentlich er zum Reichspräsidenten gewählt worden sei. Wir warten nur noch darauf, daß die Juristen des Dritten Reiches daraus staatsrechtliche Folgerungen ziehen! Die Maifeier. Und wo sie verboten ist. Der Beschluß des Internationalen Sozialistenkonzresses tLLS zu Paris, auf der ganzen Erde, wo es Sozuilisten gibt, den 1. Mai durch Arbeitseuhs und Kundgebungen für international» Völkerverbrüderung, volle Demokratie und Acht» stundentagzu feiern, ist von jeher am großartigsten in O e st e r- reich befolgt worden, wo der Maientag damals und noch lange vor allem dem Wahlrechtstampf diente. Aber auch in vielen anderen Ländern zeigte er das Erwachen des Proletariats und sein Bekenntnis zum Sozialismus. Än Wien brachte der Porabend dieses l. Mai den Fackelzug vieler tausend Jungarbeiter über die Ringsirahe zum Rat- Haus, dessen rote Mehrheit eine Woche vorher stärker als je wieder- gekehrt- ist.- Zur Verhöhuung des Sozialismus zogen die armen Narren der neuen Kapitals-Spekulation„Nationalsozialismus" zur gleichen Zeit über die Lastenstraße, d.ie parallel zur Ringstraße oerläuft. De wahre Meinung der Hitlerleute von der Maifeier zeigt das Land, wo sie regiexem B ra u nsch we ig. Dort ist einem Berttner Ab» geordneten der Sozialdemokratie das rednerische Austreten uniersayt dorr sind alle sozialistischen Umzüge verboten worden. Auf gleicher Tief« mit dem auf herzoglicher Borkriegs» tiefe herabgenordeten Braunschweiz stehen mit ihren Maioerbvten Horthy-Ungarn, Mussolini-Italien, Kemals Türkei, deren Außenminister gerade jetzt in Moskau gefeierter Ehrengast ist, und das raubtriegführends Japan. Zu Ehren Dr. Adolf SSflers hat die Belgrader Stadtpsr» waltung verfügt, daß eine Siraße nach dem ehemaligen deutschen Gesandten benannt wird. Schassender odsr Raffender? Eine Lehre aus dem Kail Isar Kreuzer. In den nationalsoziakistlschen Traktätchen stößt man. so- rueit überhaupt zu Wirtschastsfragen Stellung genommen wird, immer wieder auf die schöne Formulierung: Für das schaffende, gegen das raffende Kapital! Forscht man nach einer Erklärung, so erfährt man. daß mit dem raffenden Kapital die Spekulanten, Schieber und Wucherer, meistens Juden, gemeint seien. Der schaffende germanische Kapitalist dagegen sei der Erzeuger wirklicher Werte. Kein Fall ist so geeignet, die klangmäßig ein- schmeichelnde Theorie vom schaffenden Kapital hier, vom raffenden Kapital dort so gründlich zu zerstören, wie der des Zündholzmagnaten Jvar Kreuger. Noch vor einem Jahre hätte jeder Nationalsozialist Jvar Kreuger unbedingt dem s ch a f s e n d e n Kapital zugezählt. � Nicht nur seine Abstammung aus dem urgermanischen Volke der Schweden, nein auch die Tatsache gewaltiger, Zündhölzer fabrizierender Fabriken mußte Jvar Kreuger unbedingt zum„Schaffenden" stempeln. Heule weiß jedermann, daß Jvar Kreuger ein B e- Irüger größten Stils gewesen ist. Ist das nun ein Ausnahmefall? Oder liegt der Fall Jvar Kreuger nicht ganz parallel den Fällen Nordwolle- Lahusen, Schultheiß- Katzenellenbogen, Frankfurter Lersicherungs A.-G. und schließlich dem viel zu rasch vergessenen Fall Hugo Stinnes? Geht man auf die Geschichte dieser Fälle ein, so sieht man klar, daß irgendein erkennbarer oder nornrierbarer Unter- schied zwischen den Produzenten und dem S p e- kulanten nicht vorhanden ist, ja, daß im Einzelfalle kaum der Zeitpunkt bestimmt werden kann, zu dem aus der soliden Produltion eine schwindelhafte Spekulation wurde. Vielmehr erkennt man eine Art kapitalistisches Wirt- schaftsgesetz, wonach der Produzent von einer gewissen Größe der Produktion ab immer stärker in Versuchung gerät, zum Spekulanten zu werden, bis er dieser Ver- suchung unterliegt: statt der Produktion betreibt er die Transaktion und schließlich die S p e k u» lation. Schlägt die Spekulation fehl, so ist dann eine neue Versuchung da: die Versuchung zum B e t r u g, der wiederum ein großer Prozentsatz anheimfällt. Kapitalisten, die selbst bei größter Ausdehnung des Betriebes unentwegt Produ» zenten bleiben diese bilden nicht die Regel, sondern Aus- nahmen. Der amerikanische Automobilkönig Ford hat lange Zeit für eine solche gegolten. Ob er es heute noch ist, das wissen freilich die Götter. Gewiß hat der Fabrikant auf unterer und mittlerer Stufe vollauf zü tun mit der gewissenhaften Kalkulation der Produktionskosten, der Herstellungsmelhoden und der Preise. Je mehr er aber wächst, desto unangenehmer empfindet er seine Abhängigkeit von den großen Wirt- schaftskräften, desto stärker wächst in ihm der Trieb. diese Kräfte selber mitzubestimmen. Gleichzeitig tauchen vor seinem Auge Ziele auf, die weniger Wiptschaftzziele als M a ch t z i e l e sind: er will zunächst der Tonangebende, bald will er der Beherrscher seiner Branche sein. Er will unabhängig werden von seinen Rohstofflieferanten. Er will seinen Absatz selber regulieren, nicht durch einen ihm fremden Handel regulieren lassen. So steigert sich fein Drang nach Ausdehnung in der Tiefe und in die Breite. Die Konkurrenz muß niedergekämpft oder, wo dies nicht geht, durch Ankauf aufgesogen werden. Der Erwerb von Aktienmajoritäten wird jetzt zum lockenden Ziel. Bald fragt der brennende Ehrgeiz nicht mehr nach den Preisen. Aber leider fehlen die flüssi- gen Mittel, um Transaktionen großen Stils durchzu« führen. So gilt es denn, den bisher sorgfältig geschonten Bankkredit aufs äußerste anzuspannen. Das kostet Zinsen, teure Zinsen. Tut nichts, wenn die aufgekauften Aktienpakete im Kurse steigen, wird man alles abdecken. Wenn... Aber was ist das? � Die Konjunktur schlägt um und die Aktien fallen. Durchhalten, durchhalten, nur nicht jetzt zu den niedrigen Preisen verkaufen! Aber die Kurse fallen welter. Kein Wunder, wer hat denn beim Erwerb den Kursstand mit der wirklichen Rentabilität der Werke verglichen? Man hat einen„Kurswert" bezahlt, der nie dem inneren Wert entsprach. Langsam, aber unaufhaltsam tritt die Lüge zutage. Hätte man den Mut, sich die Lage einzugestehen, so müßte man längst Konkurs angemeldet haben. Konkurs? Um Gottes willen, noch ahnt kein Mensch etwas. Die Bilanz läßt sich schon so frisieren, daß niemand etwas bemerkt. Man hat zum Glück rechtzeitig einige Tochtergesellschaften gegründet, mit klingenden Namen, aber freilich ohne Ka- pital. Gegen die verschafft man sich fiktive(vorgetäuschte i Forderungen, das ergibt bestechende Aktivposten in der! Bilanz. B i l a n z f ä l s ch u n g? Aber nein doch! Die Wirt- schaftsdepression wird ja bald vorüber sein, dann hebt sich alles von selber, und niemand wird hinterher die kleine Not- lüge bemerken. Aber die Depression geht nicht vorüber. Sie geht nicht vorbei, weil nach diesem Rezept nicht nur der eine, sondern viele Hunderte von Kapitalisten gehandelt haben. Die Krise kann nicht vorübergehen, bis alle Luft- schlösser zerstört sind. Da hat man einen gewaltigen T r u st gegründet. Bei der Gründung hat natürlich jeder Fabrikant, der hineinging, darauf gesehen, daß � er bei der Aktienvertei- lung nicht zu kurz kam. Und wenn Herr X. erfuhr, daß sein Nachbar für sein veraltetes Werk'20 Millionen Aktien beanspruchte, so ging er hin und forderte 30 Millionen, bo hat man sich nach und nach eine runde Milliarde Aktienkapital herausgerechnet, die nie vorhanden gewesen ist. Das ist kein Märchen, sondern die traurige Wahrheit des größten deutschen Trusts, dessen Aktien heute an der Börse zwischen 10 und IS Proz. notieren! Die Krise weicht nicht. Finanzmanöver helfen nicht mehr. es hilft nur noch der glatte Betrug. Auf wie lange? Leßtes Ende: ein Pistolenschuß! Wie in Monaco. Das ist der Fall Kreuger. Die große Mehrzahl aber überlebt ihren Ruhm, erträgt die Schande der Anklagebank: Stinnes Das kleine Mädchen mit den Gchwefelhölzern. (Ein Märchen frei nach Andersen.) Das kleine Bettlermädchen Europa fror entsetzlich und zündete sich ein Schwefelholz(Schwedeafabrikat) an. Da sah es in der Flamme einen prächtigen Mann entstehen, einen wahren Zündholzkönig! And sah Paläste und Trusts, und der freundliche Mann im Zündholziichl reichte ihm eine fette Anleihe. Da erlosch das Zündholz, der Mann zerplatzte und nichts blieb übrig als ein häßlicher Gestank von Schwefel. Nachspiel zu Langewiesen. Bürgermeister Worch seines Amies enthoösn. Weimar. SQ. April. Durch Beschluß des thürinzischen Ministerium» ist Bürgermeister Worch-Langewiesen. gegen den ein formelle» Disziplinar- verfahren mit dem Ziele der Dienstentlassung eingeleitet worden war, seines Amtes mit sofortiger Wirkung ent» doben worden. Für diesen Beschluß waren, wie verlautet, zu- nächst die jüngsten Vorkommnisse in Langewiesen bei der Auflösung der SA. und SS. in der Nacht zum 14. April maßgebend. E» be- stehen Bestimmungen, daß eine Hilfspolizei in keinem Falle zulässig i st. Hiergegen habe der Bürgermeister March in der genannten Nacht verstoßen, indem er mindesten» zwei Zivil- beamte bewaffnete und mit der Bewachung des Rathauses be- auftragte. Außerdem seien, wie weiter bekannt wird, noch andere dienstliche Beanstandungen für die Dienstentlassung Worch» maß- gebend gewesen. Ein Drittel der Bezüge de» Bürgermeister» wird nach gesetzlicher Vorschrift tinbehalten, um im Falle einer Ver- urtcilung sür die durch die Vertretung des Bürgermeister« sowie durch das Verfahren entstehenden Kosten verwendet zu werden. Run hat man in der thüringischen Regierung doch noch ein Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Worch her- ausgerechnet! Warum? Weil er nach der etwas seltsamen Alarmierung durch das Kreisamt sich zwei Einwohner zu vorübergehender Unterstützung geholt hat! Das ist ein sehr magerer Grund, und deshalb wird hinzugefügt, dgß noch „andere Verfehlungen" vorliegen sollen, die aber schamhast verschwiegen werden. Wenn das Verhalten von Bürgermeister Worch Anlaß zu einem Disziplinarverfahren gibt— müßte auch nicht d i e Art seiner Alarmierung durch das Kreisaint dazu Anlaß geben?� Wenn in Langewiesen etwas von dem passiert märe, was die thüringische Regierung befürchtet hatte, als sie alar- Mieren ließ— hätte dann Worch nicht für seine Umsicht ihren Dank verdient? Aus der Bagatelle von Langewiesen erwächst ein hochnotpeinliches Verfahren gegen einen Mann, der nur seiner Pflicht zu genügen glaubte. Es ist kein Zweifel: dies Verfahren ist nur zustande gekommen als Folge der ungeheuerlichen verlogenen Hetze in der Rechtspresse, die aus der Bagatelle von Langewiesen eine Affäre gegen das Reichsbanner machen zu können glaubte. Ohne diese Hetze wäre der Fall Langewiesen das geblieben, was er war: ein Bagatellfall von leicht komischem Anflug, wobei zu bemerken ist, daß die Komik in erster Linie zu Lasten der Alarmnachricht durch das Kreisamt geht! � Unter diesen Umständen wird der Scheinwerfer der öffentlichen Kritik auf das kommende Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Worch gerichtet werden müssen. junior, Lahusen, Katzenellenbogen. Zum Glück gibt es ja noch tüchtige Verteidiger und Schöffen, die auf sie hören. Aber das Private interessiert hier nicht, sondern das Typische. Das Typische ist der Machthunger des K a p i t a l i st e n, der quadratisch zur Größe seines Betriebes wächst, der ihn weit über seine Mittel hinausstreben läßt, der ihn zur Aufgabe seiner soliden Basis zwingt, der ihn aus einem Produzenten in einen Spekulanten umge- staltet. Kein Cinzelschicksal, sondern ein Gesetz. Es gibt keinen Unterschied zwischsn schaffendem und raffendem Kapital! Aber es gibt den Kapitalismus mit seinen eigenen Gesetzen!_ Einheiisfroni! Die Kommunisten von Itzehoe arbeiten für die Nazis. Itzehoe, 30. April.(Eigenbericht.) In Itzehoe, wo Sozialdemokraten und Kammunisten in der Stadtverordnetenversammlung die Mehrheit haben, weigerten sich die Kommunisten, bei einer Neuwahl des Bürgermeisters für einen sozialdemokratisäien Kandidaten zu stimmen. Die Weigerung erfolgte, obwohl sich die Sozialdemokratie im gegebenen Falle bereit erklärte, ihre Stimme für einen kommunistischen Beigeordneten ab- zugeben. Tie Nattonälsozialisten gerieten angesichts dieses Ver» rats der Kommunisten geradezu aus dem Häuschen. Sie erhofften durch die Adstinenzpolitik der KPD. einen Sieg ihres Kandidaten. Der Sozialdemokrane gelang es jedoch, durch geschickte Taktik dem bisherigen bürgerlichen Bürgermeister gegen den nationalsozialistischen Kandidaten zum Erfolg« zu helfen. Klagges gegen Schulreform. Professor Jensen in den Ruhestand versetzt. vraunschweig. 30. Apnl- Der außerordentlich» Professor Jensen an der Technischen Hochschule ist zum l. August 1932 in den Ruhestand versetzt wpr- den. Professor Jensen wurde aus Grund seiner st ch u l r e so r m e- rischen Anschauungen und Aiechoden als Professor der Päd- agogik durch die vorige sozialdemokratische Regierung an die Tech- nische Hochschule Braunschweig berufen. Illegale GG.- Strafanzeige wegen Fortführung der verbotenen GG.« Organisation in Muncheu. Manchen. 30. Alstil. Wie die Polizei mitteilt, versammelten sich In einer GaststLtle in der Von-der-Tann-Straße Mitglieder der aufge l ö.ftc n nationalsozialistischen SS. Die Namen von 30-Teilnehmern wurden festgestellt, der Führer, sowie weitere sieben'Per- sonen nach der Polizeidirektiön gebracht, wo sie vernommen wurichn. Gegen sämtliche Teilnehmer ist wegen Fortführung der verbotenen S S.> Ost g a n i sa t-i o n e n Strafanzeige erstattet worden. Mit dem Ausganz des Wahlkampfes beschäftigt sich auch die neueste Ausgabe des sozialistischen Diskussionsorgans„Das Freie Wqrt" in einer Reihe von Aufsätzen und Zuschrifien aus. dem L.atld-'. Da» Heft ist besonders wertvoll für alle, die in der Organisation arbeiten und bereit sind, Fehlerquellen zu erkennen und beseitigen zu helfen. Hitler bringt Not! Deutschland verliert durch ihn Auslandsauftrage. Kiel, 30. April.(Eigenbericht.) Die Nazis haben den Wahikampf hauptsächlich mit der Parole gefuhrt: Eitler gibt euch Arbeit! Hitler beseitigt die Not!" Das Gegenteil ist richtig! Dafür zwei Beispiele aus den letzten Tagen: Eine Kieler Werst hatte den Austrag, für Schweden einen großen Walfänger zu bauen. Z00 Arbeiter hätten drei Mo- nate lang Beschäftigung gehabt. Der Walfänger wird aber in Kiel. nicht gebaut. Der Auftrag ist zurückgezogen wnr- den. well, wie der Auftraggeber mitteilt, das Ausland infolge des Wahlausfalles mit Störungen rechnet. Der Walfänger wird jetzt in Göteborg hergestellt. Die gleiche Werft hatte auch von Holland beträchtliche Aufträg« erhallen. Auch dieser Auftraggeber teilte mit, daß der Auftrag von Kiel zurückgezogen werden müsse, weil Holland mit seiner Wirt- schaftskrise sich von dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten nichts Gutes versprechen könne. So sieht die„Arbeitsbeschaffung" durch Hitler, die Beseitigung der Not durch diese Scharlatane aus. Statt Arbeit und Brot schafft allein die Eriitenz dieses Schwätzers neues Elend und neu« Not! Klaffen-Diäien. Eine Erfindung der Leute vom Dritten Mich. Frankfurt o.?N., 30. April.(Eigenbericht.) Die Nazis, die durch ihr Nichtstun im Reichstag und seit dem Fall des Reichstagsabgeordneten Sprenger als D i ä t e n f ch l u ck e r im deutschen Parlamentarismus berüchtigt sind, suchen jetzt die Massen in Hessen durch einen Roßtäuschertrick von der moralischen Sauberkeit der NSDAP, zu überzeugen. Sie haben im Hessischen Landtag einen Antrag gestellt, wonach die Bezüge der Landtags- abgeordneten nur auf den Ersatz der wirklichen Ausgaben herab- gesetzt werden sollen. Die Nazis wollen durch ihren Antrag erreichen, daß die j intellektuellen und Gewerbetreibenden, die ihrer Partei angehören, auf Kosten der Arbeiterabgeordneten höher« Diäten schlucken. So würde z. B. ein Rechtsanwall unter Umständen 40 bis ö0 M. pro Tag Diäten bekommen, während e i n Arbeiter mit einigen Mark Lohnausfallersatz abgespeist werden würde. Der heuchlerische Naziantrag ist deshalb auch im Hessischen Landtag als eins ganz gemeine Diätenschluckerei gekennzeichnet und gebrandmarkt worden. Abgesehen davon würde durch die national- sozialistische Methode nichts gespart, sondern es würden nur höhere Kosten durch die Bezüge der Nazi-Diätenschluckcr verursacht. Die Nazis und der Giaatsgerichishof. Eine neue Abweisung de«! Querulantentums. Karlsruhe. 30. April. Die Pressestelle beim Staatsministerium teilt mit: Aus Leipzig ist heute die Mitteilung eingetroffen, daß der Staatsgerichtshof den Antrag d�r NSDAP., Gau Baden, sowie den Antrag der badischen NSDAP.-Landtagsfraktion abgelehnt hat, der dahin- gehend lautete, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, nach welcher der badischen Regierung untersagt wird, die Strafen auszuführen, welche sie durch Erklärung des badischen Staatspräsidenten im Badi- scheu Landtag am 14. April 1932 angedroht hat, soweit diese Er- klärung sich gegen Beamte richtet, die der NSDAP, angehören. Der Staatsgerichtshof hat diesen Beschluß gefaßt, ohne von der badischen Regierung noch besonderes Material zu erbillen. D i e eigenen Angaben der Antragsteller genügten ihm vollkommen, um die nationalsozialistischen Anträge abzulehnen. Er erklärte, den Antragstellern fehle die Sachbefngnis, in diesem Verfahren als Partei aufzutreten. Der Krieg um den Wald. Bauernaufstand in Siebenbürgen. In der Gemeinde Somfalau(Siebenbürgen) kam es zu einer s chw ercn Bauernrevolte, der zwei Menschenleben zum TPfer fielen. Zahlreiche Personen wurden schwer verletzt. Ein Teil des Gemeindewaldcs von Somfalau wurde kürzlich von einer Provinzbehörde zugunsten eines Staatsinstituts b e- schlagnahmt. Die Bauern drohten wiederHoll, den Wald ge- wattsam niederzuhauen. Als sie sich am Montagnachmittag an- schickten, ihre Drohung wahrzumachen und die Gendarmerie sich ihnen entgegenstellte, kam es zu schweren Zusammenstößen. Die Gendarmerie, gegen die sich die Dorfbewohner mit Aexten wandten, schoß scharf. Erst nach dem Eintreffen von Polizciverstärkungen gelang es, die Ruhe wiederherzustellen. Der größte Teil der Männer des Dorfes Somfalau wurde oerhaftet. Hakenkreuzblati verboten. Wegen schwerer Befchinipfung des Michspräfidenten. Breslau, 30. April. Die im Gauverlag Niederschlesien erscheinende nationalsozia- listische schlesische Tageszeitung mll ihren Kopfblättern ist mll Wir- kung vom 1. Mai auf zehn Tage verboten worden. Anlaß zu dieser Maßnahme gab ein in Nr. 94 veröffentlichter Artikel„Das Llur", der eine schwere Beschimpfung der verfassungsmäßigen Staatssorm und eine schwere Beschimpfung und Verächtlichmachung des Reichspräsidenten enthält. Abonniert die Zeitung der£>cmd- und Kopfarbeiter; Ich abonniere die volle Ausgabe des„Vorwärts".: zweimal täglich frei ins Haus zum Preise von 3,23 Mk. pro> Monat(pro Woche 75 Pf.>. i Ich abonniere den„Sonntag-Vorwärts" zum> Preise von 55 Pf. pro Monat.> (Nichtzuttestendes bitte zu durchstreichen,) Name:. Wohnung: .Sttaße Nr.. vorn_ Hof— Quergeb.— Seitenfl-- Tr. links— rechts< Ausfällen and einsenden an den Bering des„Vorwärts", Berlin SVZ öS. Lindenstraste 3. Litauische Kiebekolonuen. Mißhandlung von Deutschen in Memel. In Memel kam es zu unerhörten Wahlausschrei» t u n g e n. Starke Gruppen jugendlicher, großlitauischer Propagan- disten klebten an all« Häuser und ebenso an die öffentlichen Gebäude litauische Aufrufe. Wer sich die Verschandelung seines Hauses verbat. wurde schwer mißhandelt. Die Propagairdisten hatten es vor allem auf das Gebäude des„Memeler Dampfbootes" abgesehen. Der Polizei gelang es nur mll Mühe, die Anführer der Klebe- kolonnen festzustellen. Es handell sich bei diesen fast durchweg um Leute, die erst vor kurzem aus Großlitauen ins Memelgebiet gekommen find und zum Teil widerrechtlich eingebürgert wurden. D'e Auflösung des deulschösterreichischcn Nalkmalrals kann nur Durch ein besonderes Gesetz geschehen. Der sozialdemokratische Auflösungsantrag hat daher die Form einer Aufforderung an die Regierung, diesen— zugleich im Wortlaut beigefügten— Gesetz- enlwurf einzubringen. Da sofortige Annahme dieses Antrags drohte, beantrage Bundeskanzler Dr. Buresch Ausschußberatung, die dann einstimmig beschlossen wurde. ttriburu, der frühere Diktator von Argentinien, ist in Paris im Alter von 64 Jahren gestorben. (Gewerkschaftliches siehe 4. Beilage.) VerantworUich sür PoIUit: Victor Sch'lf; jJBirKdjatt:(6. iUiogiltzit«: John Schilowsti; Lotolr« ckc; iämllich in Berlin. lag S- m. b. H..'Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckeret ierlagsanftaU Paul Einger u S.o. Berlin EW. 68 LindenltraK« Ii. l Hierzu 7 Vellage».) und nc-iJO-tti DEN 60 SPEZIÄL- ABTEI LUNGEN Bedr.Voll-Voüe hervorrag QuaL,vieIe5chone KJe.dermuster ca. 100 cm br. Bedr. Georgette od.Cr�pe Maracaln Aunst- »eide�eueMuste�ca.lOOcm Flamenga« oder Se.'den-Afnhalaine/ Kunstseide mit Wolle, schwarz u. moderne Farben. ca. 100 cm................ 9.85 2.25 2.45 2.90 Kostüm- und Ma nteistoffe hochwertige Qualitäten. 130-140 c- t% oc breit, Seriell waUü Serie I Sportbluse mit langen Aermeln, aus vorzüglichem Popeline, herrenmässig verarbeitet, viele Farben............... Trägerrock aus gutem, relnwollsnein Tf Boucle, in schwarz, marine, B K«a braun...................... V fl B V Damen-Weste ohne Aermel, relna Wolle, QbI tesche kurze Form, 2 Metall- Jfc rjiHS knöpfe, viele mod. Farben«AJ O w«w ■HBHHHKranaBB Netz|acke gute Qualität, z. T. mit verstärkter Schul'er, vom zum Knöpfen, weiss oder gelb Sporthemd Trlkolette, mil angeschnitt. Kragen, blau oder beige Oberhemd Trlkoletta,>N. J.- pezialc, besonders gute Qual., mit Kragen u.&satzmanschett. 0.75 2.90 5.90 2.35 Crepe Maroca i n rein- Seide, gute Kleiderware, mod. Farben, ca. 100 cm Badeanzug für Damen cdjr Harren, reine Wot e, elastisch gestrickt, hafbt>fer Rudcen- ausschnitt(für Danen), viele mod. Farben, Grösse 40 4b 2.65 3.45 Sportgürte! rosa Ja-quard, mit 4 Hallern, Seitcnschluss......... Corselett rosa Jacquard, Charmeuse- Brustteil, Seitenschluss, im Rücken geschlossen........ 0.95 Garten- u. Balkon- deckQ zweiseitig aufzulegen, Zwirnqualität. far-ino Jacqu rdmuster, 120 I50cm2.a0, 120, 1 20 cm 1.95 2aSQ 3 Serien Schuhe: Damen-Strümpfe künst.icho Waschseide, vor- M Jk zügliches Fa�rikar, feinma- je schige Qualität, mod. Farben V Spangenschuhe weiss Segaltuch mit Gümmi- A JJ? sohle, Absatz und extra M Stosskappe, Gr. 36-42... Damen Badeanzug raine Wol e,„Juvena//,mit � modernem liefen Rücker.aus- schnitt, Tiä-ierform vorzüg- licher Sitz, viele mod. Farben Bademantel für Damen u. Herren, voll© Grossen, gemustert. Frottierstoff, bewährte gute Qualität Damen-Strümpfo künstliche Waschseide, „N. J.-Perle', herverragend bewährt, elegant und fein- tädig, alle moderne Farben 2.25 Ausstellung von 3 verkauften Wjscheausstattungen im grossen Wäschelichthof Strandschuhe weiss oder moda. mitGjmmi- sohle und halbhohem Absatz, Gr. 36-42........... Strand-Sandalette weiss mit lorb. Kcmb'nat on, mi Gummisohle und halbhohem Absatz, Gr. 36-42 2.85 3.85 BERLIN C 2 Spandauer Strasse• Königstrasse Nr. 204» 49. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Si-�" Ws Sonntag, 4. Ma» 4932 /« allen Stadtteilen Berlins werden sidi heute die )larsdikolonnen des Sozialismus in Bewegung setzen. Um 1 I hr mittags, wenn weiter die ruhigen Bürger heim Mahle sitzen, wird das alte Sdiloß ein Wald von roten Fahnen grüßen. Hunderttausende darbender Männer und Frauen werden heute am ersten Mailag ihre Hand erheben und einmütig ihren einigen Willen kundtun: '1 i r wollen Arbeit! Keine Arbeit, die geschlagen ist in die Fesseln der Knechtschaft, sondern Arbeit, die eines freien Mannes würdig ist. In dieser Forderung begegnen sidi heute die Arbeiter aller Länder, und unser besonderes Gedenken gilt den Arbeitern von Turin und Mailand, den Landarbeitern aus der L oscana und von Venetien, denen trotz heldenmütiger Abwehr die Freiheit entrissen wurde.— Wenn also in den Mittagsstunden die Straßen Berlins vom Marsditritt der üemonstranlen widerhallen, dann werden oft genug die Männer und Frauen ihre Blicke nadi oben wenden, ein Kundiger wird dabei auf dieses oder jenes Mielhaus zeigen und erläuternd hinzufügen:„Seht einmal, aus jenem Dachfenster, da hing am vorigen Sonntag, als wir um Preußen kämpften, eine Fahne, die das Hakenkreuz trug. Lin paar Bochen vorher hing an der gleichen Stelle noch der Sowjetstern. Ihr zweifelt? Dann hört die Geschichte einer solchen Familie, die in einer einzigen Nacht ihre kommunistischen Götzen verbrannte und dafür den Todfeinden der Arbeiterschaft ein herzliches B'ill- kommen bot." Hier ist sie, die Geschichte dieser B'ettcrfahne. Oiskufsion am Maitag. lieber die knarrenden Stiegen einer mehr denn achtzigjährigen Mietkaserne im düsteren S ch e u n e n v i e r t e l poltern die hoch. geschnürten Stiefel zweier SZl.-Männcr. Sic tragen eine zusammen- gerollte Hokenkrcuzfahne unter dem Arm, und schneller als sie laufen rocht ihnen das Herz. Eine seltene Gegend ist dieses Scheunenoiertel; die engen Berührungspunkte zwischen Hakenkreuz »ndSowjetstern sind dort nicht erst seit gestern und heute ficht- bar. Acht Tage lang saß man vor zwei Jahren im Großen Schwur- gerichtssoal von Moabit zusammen, verhörte, berichtete, plädierte, »enirteille, und niemals ist Näheres darüber festgestellt worden, welche Rolle eine bcstimnite Dame zwischen dem Herrn Ali Höhler vom RFB. und dem Herrn Horst Wessel von der SA. gespielt hat. Das ist nur e i n Beispiel. Trotzdem: den einen von den beiden neu- gebackenen SA.-Männern plagen noch Gewissensbisse. Als sie über das holprige Kopfpflastcr des baumbeschattctcn Hofes gehen, meint er:„Na, da haben wir uns ja eine schöne Sache eingebrockt", woraus der andere unwillig antwortet:„Quatsch nicht, denn hätten wir eben nicht erst beitreten sollen! Das war doch vorauszusehen." Das war allerdings vorauszusehen, daß der Sturmführcr den beiden frisch aus dem Ei gekrochenen Faschisten die Fahne nicht mitgab, um sie nachts unter den 5iopf zu legen, die sollten sie vielmehr zum Fenster hinaus- -Hängen:, zum Aekgcr der Kommunisten... Eines Morgens hing die Fahne auch auf dem Hof.. Die 5)aus- 'dcwohncr trautem anfanglich ihren Augen nicht:; Die..Froueu stellten sich beisammen und vergaßen, die Milch zu holen, sie rieben sich die Augen, aber dann hing, kein Sowjetstern mehr, der war unter- gegangen, jetzt baumelte da oben ein Hakenkreuz. Die Männer traten hinzu, aber alles, was sie zuerst vermochten, war, den Kopf zu schütteln. Als sie dann ihre Sprache wiederfanden, bekamen die Worte Flügel: vom Milchmann sprang die Kunde zur Grünkramfrou, von der Grünkramfrau in den Kohlenkellcr, und so weiter, bis der ganze engere Stadtteil die Neuigkeit vernommen hotte. Fremde Leute kamen auf den 5zof, um sich zu vergewissern, ob man ihnen auch keinen Bären ausgebunden hatte, aber da hing das Hakenkreuz aus dem Fenster der einstigen Kommunistenklause.„Das soll wohl eine Wetterfahne sein", scherzten die Leute, und bis auf den heutigen Tag diskutieren sie jenes Lokalcrcignis in einer kleinen Straße des Berliner Schcunenoiertels. Nur wenn heute nachmittag die kam- munistischen Tambourkorps die Fanfaren ansetzen, um zur Rcveille zu blasen, dann wird die Familie— nennen wir sie Z.— nicht mehr auf dem Bülowplatz antreten, sondern sich die Ohren zuhalten. Als die Schalmeien spielten... Ohne Zweifel ist die Familie a r m. Bor mehr als einem Jahr- zchnt wanderte sie aus Polen ein, das heißt Polen war nur eine Durchgangsstation, die Großväter hatten einmal in Pommern gc- scssen. Bis auf einen Sohn, der sich als Gast des preußischen Frei- staates, der er doch immerhin war, etwas zu laut für das Gelingen der Weltrcvolution im Scheunenviertel einsetzte, wurden olle ein- gcbürgert. Der Pater arbeitete auf dem alten Posthof, als jedoch die Reichspost ihre Hafermotore abschaffte, mußte er stempeln gehen. Die Söhne waren mal da und mal dort, meist auf Kohlenplätzen als Austräger, nur einer faßte festen Fuß im Spcditionsgewerbc. Er ist auch als einziger bei den Kommunisten geblieben. Zwei Mann sind inzwischen verheiratet, aber auch sie haben längst keine Arbeit mehr. Da die Wohlfahrtegroschcn nur schwerlich ausreichen, um die hungrigen Mäuler zu stapfen, vermietet man im Scheunenviertel an Schlafburschen. Fünf Mark zahlt jeder die Woche und hat dafür sein Bett und des Morgens einen Topf Kaffee. So stehen viele Betten in den Stuben jener Stadtgegcnd, sebr viele Betten sogar. In der Frühe haben die grauen ihre Treffpunkte in den Milch- geschäften, da erfährt man. daß Frau A. heute gern Spinat kochen möchte, aber 15 Pfennig fürs Pfund kann sie nicht ausgeben, daß Frau B. ein Kind bekommt, daß Frau C. sich ihre Küche weihen lassen wird und daß Herr D. gestern nacht wieder Krach gemacht hat. So standen die Frauen gleichermaßen wie an jedem Tag auch am Morgen des 13. März zusammen, damals beim ersten Gong zur Rcichspräsidentenwahl, und als wäre es vor einer knappen Stunde gewesen, können die Frauen noch erzählen, wie die Frau Z. auf sie einredete, doch nicht etwa Hindenburg zu wählen, sondern Teddy Thälmann. Die Frauen sagten nichts weiter dazu, denn daß bei der Familie Z. alle samt Schlafburschen Kommunisten waren, das wußte die ganze Straße ohnedies. Eifrig schleppten die Söhne ihre Flug- blätter in die Häuser, wenn es Krach auf dem Bülowplatz gab, fehlten sie nicht, und die großen Tage im Leben der Familie Z. waren die Pfingsttrcfsen der Roten Frontkämpfer, wenn Teddy im Lustgarten oder im Schillerpark die Front abschritt und die Schal- mcien dazu aufspielten, lind plötzlich war das alles aus. Eine Stube wird aufgeräumt.~~ Da kam eines Tages, es sind darüber etwa vier Wochen ver- pangeu, die Frau Z. in das Zimmer und räuime.auf. Ratsch, 7miarcn die kommunistischen Embleme von der Wand herunter, keine Graß- aufnähme irgendeines bolschewistischen Würdenträgers fand Cr- barmen vor dem jungen nationalen Zorn der Frau, alles wanderte in den Müllkasten, und das Erbe gehörte dem Hakenkreuz. Zwei von den vier Schlafburschen, die mit dem einen Sohn bei ihrer alten Fahne geblieben waren, ging das über die Hutschnur, und da die Frau in ihrer Zerstörungswut nicht zu bändigen war, kündigten sie ihr die Schlafstelle. Statt dessen zogen Leute von der S A. h i n. Neulich, wie immer beim Milchmann, tippten die Frauen an:„Nu sagen Sie mal, wie sind Sie denn nur dazu gekommen?" —„Ach, kommt ja gar nicht mehr in Frage bei den Kommunisten. wir sind alle übergetreten", gab die Frau Z. zur Antwort Beim Morgengrauen amüsierten sich jetzt die Frühaufsteher der stillen Straße, wenn die neuen SA.-Mönner durch die Gassen stampfen. SA.-Männer haben nämlich eine andere Art zu gehen als wir, vor Kraft können sie mitunter gar nicht laufen. Dann gehen sie zum „Dien st". Es muß da ein Mordszug in der Kolonne sein, denn wenn es bereits 6 Ilhr morgens ist, dann stiefeln die Jungens wie die Bürstenbinder. Abends kehren sie zurück: bisweilen fehlt einer, der ist dann abkommandiert zum Kartoffelschälen. Sonderlich tragisch scheint man nämlich das SA.-Berbot nicht genommen zu haben. Manchmal gibt es auch ein wenig Krach auf der Straße, dann schimpfen die, die beim Sowjetstern blieben, und die, die zum Haken- kreuz gingen, aufeinander ein, und jeder oersichert den anderen, daß er noch den Tag erleben wird, wo er ihn an den nächsten Laternen- pfähl aufknüpft. Verträglichere Leute begnügen sich damit, daß jene stille Straße des Bertiner Scheunenviertels jetzt ihre Spott- figuren hat. Dst Fahne auf eiyem Quergebäude Hai sich gedreht. Statt des Sowjetsterns zeigt sie fetzt das Hakenkreuz. Eine Wetterfahne ist das, meinten die Arbeiter.- Die Fahne wird sich nicht das lrtztemat gedreht haben. Wetterfahnen drehen sich so lange, bis sie, vom Rost zersr. essen, aus den Angeln fallen Und kein Mensch wird sie aufheben. Wir werden heute mittag unsere Reihen um so fester schließen, und die Banner der Freiheit werden deutlicher denn je den Weg zu den alten Zielen weifen. Von Wegelagerern niedergelehoffen Ueberfall auf Automobilisten in Grolj~G!ienickc In der Nähe von Graß-Glienicke wurde am Freitog- abcnd. w>e erst cht bekannt wird, der Konditor Kurth aus Moabit und feine Frau von einem Wegelagerer überfallen. Als der Täter auf Widerstand stieß, zog er kurzerhand eine Pistole und gab auf das Ehepar eine Reihe von Schüssen ab. Frau Kurth wurde von einer Kugel getroffen und lebensgefährlich verletzt. Der Schütze flüchtete und enikam. Ä. hat erst am Sonnabend bei der Kriminalpolizei Anzeige er- stattet. Nach seiner Aussage hat sich der Vorfall folgendermaßen abgespielt. In seinem Auto fuhr er mit seiner Frmi nach Glienicke hinaus, wo er am Rande einer Schonung parkte. Plötzlich sei e i n Mann aufgetaucht, der K. aufforderre, sich auszuweisen. Der Automobilist verlangte mm seinerseits von dem angeblichen Forst- aufsichtsbeamten einen Ausweis. Statt besten soll"der Betreffende eine Pistole gezogen und die Herausgabe des Geldes gefordert Haben. Frau K. rief um Hilfe und lief in Richtung der Chaussee davon. Der Räuber sprang blitzschnell hinter den Wagen und f feuerte eine Reihe von Schüssen ab. Frau K. brach gerroffen zu- sammen, ein weiterer Schuh durchschwg den Rockärmel des Mannes. Der Täter flüchtete durch die Schonung in Richtung Glienicke. Seine schwerverletzte Frau brachte K. zu einem Arzt und sorgte später nir ihre lleberfllhrung ins KrantenHaiis. Taifunkatastrophe. Äie Sulumseln im Stillen Ozean schwer heimgesucht. Tie Insel Sulu sanrh Jolo genannt), die größte der gleichnamigen Inselgruppe zwischen den Philippinen und Bornco, wurde vo» einem Taifun schtver heimgesucht. Tie Stadt I o lo wurde zu zwei Dritteln vernichtet. vi» 5liistendampfer ist gesunken. Tie Zahl der Toten ist bisher nicht b c k a n n t. krtwio Bettfedern grau...... 6 7 Fi. weiß...... 89 Pf. dauniger Rupf.. 3.54- gerbsene Federn. 1.80 sehr daunige Ware 8.20 S t a n d B e 1 1 e n iraurot Inlett, m.frtuenFedern, 1 Oberbett, 1 Unterbett, d 4 5/) 1 ICIuen, zusammen..'• Fertiges Öberbett blay-fold Köper-Inlett. Indanthren o. federdkhe. mit welchen cfcinaaisch. Entenfed-, 130X200 Fertige Inlette Öberbett Kiwen ZW 105 . 6«) 175 10 75 2« frau-ro« festreift.». rot oder rotro».. echt türklach- U e b e r I a k e r» S t e p p d e c k e n Polsterbettstelle Linon, m. Klöppel- und Saumchenfarnierunf. �90 ca. 150X250...... V O b e r b ettbezu g feinfädlfer Linon. 0�4 z. Knöpfen, ca. 130 X 200 � K! s s e n b e r ii g e mit Lanfuetten-"T V pf. Verrierunf.....» � mit Stfckereifar- k e n nierunf, ca. 80x00 B e t t I a kräftiger Dowla», ca. 140X210..... Dowlas, m. Hohlsaum- verzierunj, ca. 140.< 220 F rottier-Handt u ch bunt featrelft, Indanthren. 45X100 174 274 ..58* Schlafdecke 1 34 braun, mit farbiger Bordüre...... rein kunstseidener Damast-"790 Oberseite, diverse Farben.' kunstseid. Damast. Rucks.«dATJ Satin. Zicrstich, 150 X 200«w Daunendecken | Orlg.-Qualttat B«tl(cil«rn Lufti;i| kunstseidener Damast, RJckseire DaunensatJn. verschiedene Farben, 150x200... la Daunensatin, diverse Farben, Nahtdichtung. COOO weiße Daunen. 150 x 200 Js R ef or m u n t e r b e 1 1 Drell/ Trikot, atark gefüllt.... Garderobenschrank 60 cm breit, 1 türig. mit Hutboden u.Stange, bügel- 0070 tief, weiß lackiert Versand- Abt: Prinzen-Sir. . 3690 790 xusammenklappb., grauer£ca fester Bezug...... O" Bankbettstelle zusammenklappbar, mit grauem, festem Bezug O Mctallbettstelle Bogenform, m. Zugfeder- Qca macratze, weiß, 80x185' Bettvorleger| 1 gestr-.mlt Fnn-/:/ r»r | sen, 50X100.. [Lauf e r Stoff| I rein Haargarn. Boucle, geatr., ca. 65 cm| l breit, Meter...| IPS&'KLÄPP ges. gesch. praktisch« Klapp- | Schlafmöbef leicht handlich, raumsparend. hygienisch. preiswert! Klnder- Klappwagen mit Verdeck, O|«90 6 Riemen-Federung Wochenend- Klappwagen x\Prinzen$fn\*/ilm9rsdorferSki Frankfurier- _ I£"cAe Sebasfian-Smfcke Bismarck- Str.| Allee SOH- A Die verbilligte Lsrlaubsfabri. Das darf aber erst ein Anfang sein. Die Reichsbal,n Hai vor einigen Tagen, wie milgeteilt, beschlossen, vom L 3uni bis 15. Oklober die sogenannte Sommerurlaubskarle einzusühren und die preise für Zeit- karten sowie die Zuschläge zu senken. Die Sommerurlaubskarten bedeuten eins Ermäßigung um rund 20 Proz. Jeder Erholunzs- bzw. iWoubsreisende kann aijso in der Zeil vom 1. Juni bis IS. Oktober an den Fahrkartenschaltern Sommerurlaubskarten mit einer Gültigkeitsdauer von zwei Mo- naten beziehen. Leider sind mit dieser Karte einige Bedingungen verknüpft, so daß für viele die Vergünstigung fortfällt. Es ist näm- lich eine Winde st entfernungsgrenze von 200 Kilometer festgesetzt, und die Rückreise darf frühestens am 11. Tags - angetreten werden. Dadurch wird die ganze Verbilligungsaktion für viele Tausende von Arbeitern und Angestellten, die weniger als II Tage Urlaub erhalten, illusorisch. Hinzu kommt, daß die Z00-Kilometer-Grenze fast ausnahmslos außerhalb Brandenburgs liegt, fo daß alle Urlauber, die in der Mark ihre Ferien zu ver- bringen gedenken, von der Preisermäßigung unberührt bleiben. Die Schnell- und Eilzugzuschläge sind u m 5 0 P r o z. herabgesetzt morden. Einige Beispiel« erläutern die Wirkung der Maßnahme am besten. Eine Reise im Schnellzug Berlin— Hamburg kostete in der 3. Klasse bisher ISM M.. künftig beträgt der Preis 13,60 M., das ist sin« IZprozentige Verbilligung. Der Fahrpreis in der 2. Klaffe ist von 26 auf 21 M. reduziert morden. Berlin— Stuttgart kostete bisher 3. Klasse 31,20 M. uKd 2. Klasse 13 M. Die neuen Preise sind 28,70 M. bzw 43 M. Der Preisabbau bei den Zeitkarten(Monats-, Schülermonats- » nd Teilmonatskarten) verringert die große Spanne, die zwischen den Zeitkartenpreisen für Personen- und Eilzüge zwischen den Preisen für die 3. und 2. Klasse bestehen. EisersuchisdramaemesHastentlassenen. Vei �ucttehf von feinem Nebenduhler niebergeschossen. Ein blutiges Eifersuchtsdrama spielte sich gestern im Norden Berlins, in der Auguststraßc 42, Ecke Kleine Rofenrhaler Straße, ab. Der 36 Jahre alte Richard M a s l a w, der anfangs de« Monats nach Verbüßung einer Strafe aus einer Strafanstalt entlassen worden war, wollte sich aus feiner bisherigen Wohnung in der Joachimstraße zu seiner Ehefrau begeben, die sich während seiner Strasocrbüßung von ihm losgesagt hatte und nach der August- straße 42 gezogen war. Maslow wollte seine Frau auffordern, wieder zu Ihm zurückzukehren. Als er ihre Wohnung betrat, traf er sie mit ihrem jetzigen Liebhaber, einem Schlosser Otto Rolle aus der Linienstrahe und dessen Freund. Frau Maslow weigerte sicki, ihrem Manne zu folgen, und zwischen dem Ehemann und seinem Rivalen kam es zu einem äußerst erregten Wortwechsel. Rolle zog plötzlich eine Pistole aus der Tasche und gab auf Maslow drei Schüsse ab, von denen zwei trafen. Hausbewohner, di« auf den Streit und die Schüsse herbeieilten, alarmierten das Ueberfall- kommando. Rolle und die treulose Ehefrau wurden festgenommen und ins Polizeipräsidium gebracht. Der schwerverletzte Ehemann, der zwei Steckschüsse im Rücken und Oberkiefer davongetragen hatte, wurde ins Virchow-Krankenhaus transportiert. In der B a ch w i tz e r Straße 10 in Köpenick kam es gestern abend aus noch unbekannten Gründen zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den, 44 Jahre alten Händler Karl Riedel und dem SZjährigen Arbeiter Rcinhold Michael. Im Berlaufe des Streites zog Michael eine Pistole und feuerte auf Riedel zwei Schüsse ab, die diesen in die Brust trafen. Un- mittelbar darauf richtete Michael die Wosfe gegen sich selbst und brachte sich einen Schläfenschuß bei. Die beiden Männer wurden ins Köpenicker Krankenhaus gebracht, wo Michael schon kurze Zeit nach seiner Einlieferung seinen Verletzungen erlegen ist. Dienstag Etatrede des Gtadtkämmerers. Am Dienstag, dem 3. Mai 1S32, treten die S t a d t v e r- ordneten zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Um 19 Uhr wird Stadtkämmerer A s ch den Stadlhaushaltsplan süc 1932 im Stadtparlament einbringen. Die Tagesordnung für diese außer- ordentliche Sitzung ist sehr reichhaltig, 31 Punkte stehen zur Be- laiung. Das Strandbad-Jubiläum. iröffnyng der 2Z. iaisosi. In einer überaus launigen Bllderfolge zeigte die Leitung des städtischen Strandbades Wannse« im Film- und Bildamt, Levetzow- straße, den Werdegang seines„Fünfundzwanzigiährrgen". Das Gs- bürtsjahr 1907 war jener in der Ladegeschichte Berlins denkwürdige Termin, zu dem der damalige Landrat Stubenrauch den Bsr- linern, dte da bescheidenen, aber beharrlichen Sinnes Badcerlaubnis im Wannsee erheischten, nicht länger Widerstand leisten konnte. Bis dahin zierte einzig und allein der kategorische Imperativ„Baden verboten" das will» umwucherte Wannseegestadc, und der Erzengel Gabriel in Schutzmannsunifarm hatte zur schönen Sommerszeit allerhand zu tun, die badenden Missetäter beim Trikotzipfel zu packen und aus dem feuchten Paradies hinauszubefördern. Später wurden dann die ersten 400 Meter Strandlänge für Badende freigegeben, der Grundstein zum heutigen 1000 Meter langen, mit allem Komfort der Neuzeit ausgestatteten Badestrand. Am Wannsee vor 25 Jahren;„Baden verboten!'* Bald erwies es sich, daß das Bad dem ständig wachsenden Zustrom Badelustigcr in keiirer, vor allem nicht in hygienischer Weise gs- wachsen mar; es fehlte an Toiletten, es herrschte Mangel an Trink- wasser, die Aussicht war unzulänglich und Strand und Wasser wurden durch zurückgebliebene Erinncrungsgegenstände der Gäste allzusehr verunreinigt. Mit der im Jahre 1920 erfolgten Schaffung Groß-Berlins kamen in der Folge die umliegenden Wälder und llferstreifen in den Besitz der Stadt Berlin und, wenn auch nach schworen Kämpfen, entschloß sich dann der Magistrat im Jahre 1SZ4, das bis dahin verpachtet gewesene Bad zu üdernehmen. Jetzt ging's an einen ebenso gründlichen wie großangelegten Aus- und Ausbau; es wurden Erweiterungs- und Neubauten vorgenommen, Kanalisation, Em- und Bewässerung reformiert, eine Berkehrsstraße für den Pendelverkehr vom und zum Bahnhof Nikolassee angelegt usw. Nachdem die notwendigen hygienischen Verbesserungen geschaffen waren, ging man daran, für die Sicherheit des badenden Publikums, für sein Bedürfnis an Sport und Spiel, an Dingen des leiblichen Wohls und der allgemeinen Bequemlichkeit Sorge zu tragen. Vor allem wurde der Rettungsdienst nach ganz neuzeitlichen Grundsätzen ausgebaut, es erstanden Dachstraßsn für Sonnenbäder und sportliche Uebungen, eine großangelegte Laden- straße mit allem, was der Mensch braucht, massive Umkleidehallen. Duschen, Brausen, bequeme und preiswert vermietbare Liegestühle. Ferner Abstellplätze für Lehitel aller Art. auch für den vierbeinigen Liebling, Spielplätze für Kinder und eine gut funktionierende Fund- stell« für weinende, sich einsam fühlende. Hemdenmatze. Die Zahl der Besucher, die im Jahre 1924 350 000 be- trug, schiiellte bis zum letzten Jahre weit über eine Million hinauf. Alle Unterhaltungs- und Entstehungskosten der umfangreichen An- lagen, einschließlich der Anpflanzungen und aller sonstigen Unkosten wurden und werden von der städtischen Strandbad Wannsee G. m. b. H. aus ihren Einnahmen gedeckt. Am 1. Mai Ist die offizielle Eröffnung des Badebetriebes, zu Pfingsten wird das Geburtstagskind in Gesellschaft möglichst zahlreicher Geburtstags. gaste festlich geschmückt erscheinen. An die Filmvorführung„25 Jahre Strandbad Wannsee" schloß sich die Besichtigung des Strandbades in vatui«, das sich bei strahlendem Sonnenschein und zahlreichem Badebesuch vorteilhaft präsentierte. Autounfälle mit Vorbedacht. Wie der Vsrsicherungsschwindler Breguila arbeitete. Bor dem Schäfsevgericht Verlin-ZUiltc sollten sich gestern der Kaufmann Wilhelm L r e g u l l a, seine Ehefrau Anita und mehrere Helsershelser wegen Dersicherungs- belruges in größtem Stile veraalworlen, und es waren zu der Verhandlung zahlreich« Zeugen geladen. Dos Ehepaar vregulla war aber nicht erschienen. Die Ehefrau Hatto dem Gericht mitgeteilt, daß sie erkrankt sei, während Bregulla selbst ohne jede Entschuldigung ausgeblieben war. Das Gericht beschloß, die Sache zu vertagen und gegen Dkegulla einen Haftbefehl zu erlassen. Eine Entscheidung über Fran Bregulla wird von der ärztlichen Untersuchung abhängen. Das Ehepaar Bregulla wird beschuldigt, in raffinierter Weise sich durch fingierte Autounfälle recht erhebliche Versicho- rinigsbeträge erschwindelt zu haben. Das Ehepaar betrieb in Rei° nickendorf angeblich eine Autovermietung. Es wurden alte, kaum noch brauchbare Autos billig gekauft, notdürftig repariert und dann hoch versichert. Wenige Tage nach Abschluß der Versicherung er- litten dann die Autos aus der Landstraße durch einen angeblichen Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen einen Verkehrsunfall. Die Wagen wurden dabei jedesmal vollkommen zertrüm- mert. Merkwürdigerweise aber blieb der Führer des Wagens immer unverletzt, und es war ihm auch niemals möglich gewesen, die Nummer des Wagens, der den Unfall verschuldet haben sollte, fcstzustellcn. Im übrigen ist es aber auch vorgekommen, daß der gleiche Wagen bei der Versicherung wegen mehrerer Autounfälle, die er erlitten hotte, zur Anmeldung gelangte. Verbilligte Eintrittskarten für die Sommerschau. Für die am 14. Mai zur Eröffnung gelangende Sommerschau 1932„Sonne, Luft und Haus für Alle" werden in besonders großem Umfange sogenannte Organisationskarten zu einem um 3� Prozent ermäßigten Preise an Angehörige von Aewtorn, Per- bänden. Vereinen, Organisationen und Firmen zur Verfügung ge- stellt. Der Preis dieser Karten stellt sich auf 1 Mark statt 1,50 Mark und berechtigt zum einmaligen Besuch der Ausstellung an Wochen» oder Sonntagen. Darüber hinaus sind die Karten mit einem Gut» scheinabschnitt versehen, der bei Benutzung der Ansstellungs- Liliputbahn mit 0,20 Mark in Zahlung genommen wird. Außer den verbilligten Tages-EIntrUtstarten sind auch Dauerkarten er- h ältlich, die für. die Aussiellungszeit vom 14. Mar bis 7. August Gültigkeit haben, mit der Maßgabe, daß zu jeder Stamm-Dauerkart« zum Preise von 5 Mark Anschluß- Dauerkarten für Familienangc- hörige bzw. Haushaltsmitglieder zum Preise von je 3 Mark aus- gegeben werden Für Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren und Studenten mit Ausweis werden unabhängig von den Stamm- karten Dauerkarten zum Preise von 3 Mark ausgegeben. Mit der Verteilung dieser verbilligten Karten an die Organisationen ist be- reits begonnen worden. Iu» aröilnuxz des Berliner Zautninlcnms, die in den nächsten Wochen Naillindel, spricht Direktor Profestor D o e g e n auf Dinlodung de» Groß. Berliner Vortraosbunde» am ZrcUao, den, S. Mai. 20', i Uhr, im Haus der Technik. Friedrichfir. IIS, über:„Diu beircatc» Jahrzehnt"(irild— Hßö), op. tische und akkustische Urkunden des Weltgeschehens. Nähere Auskunft:&:• lchästsstelle des chroß-Lerlincr Äortragsdundes, NW. 4l>, Lüneburger Str. 21. C ö Hansa 7313-7311. Gemeinverständliche und unentgeltliche Vorträge im Museum für Natur. tuadc, Lnvalidenstr. 43. Mittwochs. IS Uhr loUnkllich». 4. Mai. Dr. Hecht: Das fernste Italien: II. Im milden Silagcdirge sDalabrien». ll. Mai. Proiestor gimmer: Von den. Bügeln des Tiergartens. Sonderausstellung bis 2S. Juni 1Z3Z: Die Bügel unü Säugetiere des Tiergartens. Eintritt srei. Aus dem Russischen übertragen von Werner Bergengruen. Abends kriechen wir aus den Gräben und sehen hinter uns brennende Dörfer. Der ganze Himmel ist von greller Purpurröte erfaßt. Nor dem Hintergrund dieser Nöte wogt in wunderlichen Figuren schwarzer Rauch über brennenden BauernhÄusern. Die schmalen Flammenzungen lecken an den Rauchschwaden, züngeln empor und neigen sich wieder ab- wärts. wie Bäume, die im Winde schwanken. Man sieht die Umrisse der vom Feuer erleuchteten, aber noch nicht erfaßten Gebäude. Plötzlich flammt dann irgendeine Ecke auf und eine Minute später steht das ganze Gebäude in grellem Feuer- schein. Alle Nachbardörfer sind in Brand geschossen, alle stehen sie in Flaminen. Aus schläfrigen Augen starren wir aus den feurigen Ho- rizont und die schwarzen Silhouetten der brennenden Dörfer. Schlafen, schlafen, so bald wie möglich schlafen!. Ich krieche zum Bataillonskommandeux in seinen Unterstand, mitfl« mich in Meinen Mantel und schmiege mich gegen die Wand. Vom Morgengrauen bis zum späten Abend können wir die Köpfe nicht herausstecken und sitzen regungslos im halb- dunklen Graben. Die Schutzdächer haben nur noch geringe Deckungsstärke, und bei starkem Fsuer kriechen wir eng ge» drängt in den unzureichenden Deckungen zusammen. Am Ende der Verbindungsgräben gibt es Unterschiupse, aber wir werden nicht hineingelassen, weil der Angriff oon Stunde zu Stunde erwartet wird. Und diese Unterschlüpfe schützen auch nur gegen Schrapnellkugeln und Sprengstückc von Feld- kanonen,— Volltreffer schwerer Kaliber zertrümmern sie ebenso wie die gewöhnlichen Erabenunterstände. Nicht sehr weit hinter uns stehen unsere schweren Batte- rien, und ihr Donner verschmilzt mit dem Lärm der deutschen Einschläge in ein einziges Getöse, das die Luft unaufhörlich erschüttert. Wir warten auf die nächtliche Dunkelheit wie auf eine Erlösung. Dann aber müssen mir nachts die Gräben und Draht- Hindernisse wieder in Ordnung bringen, müssen neue Verbin- dungsgänge graben und die Toten beerdigen. Plötzlich gesellen sich Schrapnells zum Feuer der schweren Batterien. Sie überschütten uns mit kleinen Splittern und einem wahren Springbrunnen von Kugeln. Die Deutschen eröffnen ihr Trommelfeuer zur Vorberei- tung des Sturmangriffs. In den Gräben greifen Verwirrung und Panik um sich, vor allem hervorgerufen durch neu einge- troffene Reservisten und Landsturmleute. Die Geschosse krepieren hart an den Gräben und über unseren Köpfen. Ein Flugzeug fliegt über uns hin und wirfb Bomben ab. Wir erhallen Befehl, unsere Plätze nicht zu oerlassen. Jeder von uns hat ganze Haufen oon Patronen und Hand- granaten neben sich liegen. Ganz weit vorne werden die auseinandergezogenen Reihen der sprungweise vorgebenden Deutschen sichlban Dos Fsuer der schweren Geschütze hört auf. Wir recken uns fast HU Half« aus und sehen unsere Schrapnells über den deutschen Linien platzen. Die Deutschen gehen auf dem ganzen Ge» ländeabschnitt vor uns gestasfslt vor, kommen näher, und wir eröffnen ein rasendes Gewehr- und Maschinengewehrfeusr. Dies öhrenbetäubends, trommelartigs Geknatter schallt über das ganze Feld. Unser Feuer wirkt belebend aus uns selbst, und nun schießen und laden wir unaufhörlich mit verstärkter Energie. Di« Schwarmlinien kommen näher. Sie sind schon ganz deut- lich zu erkennen. Die Zugführer rennen die Gräben entlang und geben die Visierstellungen au. Ganz nah oon mir platzt ein Schrapnell über unserer Kompanie. Ich sehe für einen Augenblick Hill und gleite vom Auftritt in die Tiefe des Grabens Da liegen und hocken Verwundete wirr durcheinander. Sänstätsleule bemühen sich um sie und heben sie auf ihre Vahren. Ich kehre an meinen Platz zurück und sehe, daß die Kette bereits merklich näher gekommen ist. Mir zuckt der Gedanke durch den 5lopf:„Sie find grimmiger als andere, und der Teufel jagt sie auf uns zu." Neben�mir geht ein Maschinengewehr in die Brüche. Die Sturmlinien kommen näher. und näher. Das Artilleriefeuer fegt aus. Und die langen, ungeraden Reihen lösen sich vom Erdboden ab und dringen gegen uns vor. Durch allen Lärm und alles Krachen höre ich ihr;„U— aa— a!" Gewehre gefällt, kommen die Deutschen angelaufen, die schreienden Münder weit aufgerissen. Hinter den undichten Ketten der Deutschen liegen auf dem ganzen Felde verstreute Leiber. Zwischen den weiter zu- rückliegenden Hügeln kommen neue Schwarmlinien hervor und holen die zuerst Vorgegangenen rasch ein. Unser Feuer wird noch heftiger. Eine starke Anzahl Deutscher nähert sich unserem Kompanieabschnitt. Schon erkennen wir deutlich ihre verzerr- ten Gesichter. Unser Maschinengewehr-, Gewahr- und Hand- granatenfeuer fegt mehr als die Hälfte von ihnen weg. Die übrigen schleudern Handgranaten nach uns und gelangen bis hart an unfern Graben. Unmittelbar vor der Brustwehr fallen sie unter unserem Gewehrseuer. Einige wollen noch die Gewehre wegwerfen, die Arme heben, aber es ist zu spät, sie liegen schon am Loden. Neue Reihen kommen heran, verschwinden aber unter unserem niörderischen Feuer. Der Angriff ist mißglückt. Die Deutschen hasten zurück. Die einen laufen, ohne sich zusammenzuducken. die anderen kriechen, einige haben die Ge- wehre weggsworsen und kriechen auf unseren Graden zu. Zw«i Flugzeuge, eingekreist von den weißen Wölkchen unserer Schrapnells, retten sich in die Höhe und verschwinden. Das gansz Gelände vor uns ist mit Deutschen besät. Unser Feuer folgt ihnen. Tödlich Getroffene, Verwundete und Deckungsuchende fallen hin. Hinter den Fliehenden jagen unsere Schrapnell- her. Soweit das Auge sieht, ist das ganze Feld mit Tausenden von Menschen übersät. Das Feld lebt, bewegt sich, ein Ameisengewimmel von Menschen kriecht umher. (Fortsetzung folgt.) Wohlfahrtsgelder erschwindelt Keine Beamten an den Betrügereien beteiligt. Zu den Meldungen über Betrügereien beim Wohlfahrtsamt Mitte wird vom Bezirksamt Mitte in einer längeren Erklärung mitgeteilt, dag es sich nich! um Betrügereien innerhalb des Wohlfahrteamtes, sondern um Betrug und Vekrugsversuch gegen die wohlfahrts- Verwaltung handelt. Bor einigen Tagen ist der Verdacht geäußert worden, daß in der 30. Wohlfahrtskommisston in der Mulackstraßs, deren ehrenamtlicher Vorsteher der Krankenkassenrendant S. ist, Leute mit ge- fälschten Papieren sich Unterstützungen erschwindelten. Die sofort eingeleitete Untersuchung und die vorgenommenen Verhaftungen haben ergeben, daß einige Antragsteller im Besitz mehrerer Stempelkarten und anderer gefälschter Ausweispapiere waren, die auf ver- fchiedsne Namen lauteten, die verstanden haben, sich dadurch Unter- stützungen zu erschwindeln, weder der Wohtfahrtskommissionsvor- sleher, noch Beamte oder Angestellte des Wohlfahrtsamles sind in irgendeiner Weise beteiligt. Der Wohlsahrtzkommissionsvorsteher ist seines Amtes auch nicht enthoben worden, er hat vielmehr die Geschäfte vor einiger Zell krankheitshalber niedergelegt. Die 30. Wohlfahrtskommission ist, so heißt es weiter,«ine der schwierigsten in Berlin. Zu ihrem Arbeitsbereich gehören die Mit- lack-, Gormann-, Stein- und Neue Schäichaufer Straße. Ein sehr großer Teil der hier wohnenden Personen bezieht Unterstützungen aus öffentlichen Mitteln. Vermieter und Untermieter steckten oft unter einer Decke, und es gibt manchen Vermieter, der leichtfertig Armee üdungen und ander« Mietbefchemigungen ausstellt. Die Mzimordiai in der Wahwachi. Kastbefehle gegen die drei Täter. Wie die Justizpreffestelle mitteilt, sind dem Vernehmungsrichter im Polizeipräsidium gestern der kaufmännische Angestellt« Eugen Seidel, der Regierungsbauführer Erwin Soldan und der Schmied Hans Z w i k l i n f k i vorgeführt, die der Tötung des Bau- tschnikers Hugo Freeck verdächtig sind. Gegen alle drei wurde ftafl- befehl wegen des dringenden Tatverdachtes des gemeinschaftlichen Totschlages erlösten. Die Beschuldigten sind gcstäitdig, Freeck mißhandelt zu haben, weil sie ihn für einen kommunistischen Spitzel hielten. Sic suchten diese Tatsache damit zu entschuldigen, daß sie angetrunken gewesen seien. Holländische Arbeitersänger in Berlin. Der große holländische Zlrbeiterchor„De Stein des Volks", Amsterdam, unternimmt vom 13. bis 19. Mai eine Reif» nach Deutsch- loud. Sie führt über Hannover auch nach Berlin, wo die Genossen am 1. Pfingsttag abends eintreffen. Am 2. Feiertag gibt der Chor ein Konzert im„Saalbau Friedrichshain", um 191� Uhr, dem sich eine Vegrüßungsscier des Gaues Berlin anschließen wird, in der eine Anzahl der besten Chöre des DAS. mitwirkt. Die Arbeiter- fänger, die selbst uwer der Not der Zeit sehr zu kämpfen haben, richten an die Parteigenossen die Bitte, den holländischen Genossen die internationale Solidarität durch starken Besuch ihres Konzerts zu beweisen. Der Eintrittspreis beträgt nur 60 Pf., wobei diese Karten zugleich zu den Veranstaltungen im Garten berechtigen. Eintrittskarten sind bei den Mitgliedern der Arbeltekchörc und den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben, serner bei Paul Schneider, Huselandstr. 3l, im Gewerkschaftshaus und im Konzert- lokal.""'.......... ver„Baidur", das Moiorkabinenschiss der„Grünen Heimal" e. v., eröffnet die diesjährige Sommerfahrtzeit mit dem heutigen 1. Mai. An den späteren Sonntagen steht das Schiff zunächst zu Wochen- endfahrten zu Diensten. An den Wochentagen wird es wieder, wie olljährlich, den Schulen und Jugendorganisationen zu Ausflügen zur Verfügung gehalten. Naturlheoker Friedrichshagsn. Die Deputation für Kunst und Bildung des Bezirksamts Köpenick eröffnet am Donnerstag, dem ö. Mai(Himmelfahrt), 18 Uhr, das Naturtheater Berlin- Friedrichshagen. Zur Aufführung gelangt„Die versunkene Glocke" von Gerhart Hauptmann. Am Sonntag, dem 8. Mai, wird „Der Widerspenstigen Zähmung" von Shakespeare mit der Musik von Wolfgang Stege aufgeführt. Die Regie hat Albert Berthold. Die Eintrittspreise betragen: I.Platz: 2 Mark. 2. Platz: 1,50 Mark, 3. Platz: 1 Mark. Eintrittskarten siind an der Abendkasse und in den Vorverkaufsstellen zu haben. In Friedrichshagen: Buchhandlung Hcrrmann, Friedrichstraßs 84/85, Buchhandlung Schmey, Köpenicker Straße, Buchhandlung Nieke, Friedrichstraße 91a und im Rat- haus, Berlin-Friedrichshagen, Zimmer 18. Omnibuslinie A 9 bis zum Paukower Krankenhaus verlänaerl. Die Omnibuslinie A 9, Pankow(Kirche)— Wilmersdorf(Hochmeister- Platz). wird am Montag, dem 2. Mai, im Tagesbetrieb�bis zum fankower Krankenhaus verlängert, und zwar über Stiftsweg, leicheroder Straße, Parazelstusstraße und Achtermannstraße. Der Nachtbetrieb zwischen Pankow(Kirche) und Reichskanzler-Platz bleibt bestehe t. �laiLeier � Veranstaltungen. Feierstunden der Kreise und Abteilungen. t. K/ei$— Mitta: 16 Uhr im Clou, MauerstraBe. 2. Kreis— Tiergarten und 5. Kreis— Wedding: gemeinsame Feierstunde auf dem WassersportplaU Plötrensee. Ab 14 Uhr Kaffeekochen im Moabitar Schützenhaus, ab 16 Uhr Feierstunde am Strandbad, ab 19 Uhr im Moabiter Schützenhaus Tanz. Bei schlechtem Wetter findet die Feier getrennt statt: 2. K r e i s Im Moabiter Schützenhaus, Z. Kreis Hochschulbrauerei. Eintritt 25 Pf., Erwerbslose 10 Pf., Tanz-Nachzahlung 50 Pf. 4. Kreis— Pronzlsuer Berg und 5. Kreis— Friedrichshain: 16 Uhr im Saalbau Friedrichshain, Am Friedrichs- haln 22-23. Eintritt 50 Pf., Erwerbslose 20 Pf. 6. Kreis— Kreuiberg: 16 Uhr im Schultheiß-Etablissement, Hasenheide 22-31. Eintritt 60 Pf., Erwerbslose 20 Pf. 7. Kreis— Charisilenburg: 15 Uhr im Spandauer Bock, Spandauer Chaussee. Eintritt 50 Pf. inkl. Tanz. 8. Kreis— Spandau: Abmarsch des Demonsfrationszuges 13 Uhr, Bethkestraße, nach dem Sportstadion Hakenfelde. Daselbst von 14 bis 17 Uhr Darbietungen aller Art. Ab 17 Uhr In Karlslust, Hakenfelde, und in der Karlskrone, Pichelsdorf, Familienfeiern. <2. Abt.— Sismensstadt— Haselherst: 17 Uhr In Weicjners Festsälen, Siemensstadt, Sternfeld. 9. Kreis— Wilmersdorf: 17 Uhr im Viktorlagarten, Wilhelmsaue 114. 10. Kreit— Zehiendsrf: 18 Uhr im Lindenpark, Berliner Straße, Ecke Gartenstraße. 10, Kreis— 75. Abt. Warmses: 11 Uhr vormittags im Lindenhof, Wilhelmplatz. It. Kreis— Schöneberg: l?� Uhr im Bürgersaal des Rathauses Schöneberg, Rudolf-Wilde-Platz. Eintritt 60 Pf., Erwerbslose 30 Pf. 12. Kreis— Steglitz: 16 Uhr in den Lichterfelder Feslsälen, Zehlendorfer Straße. Festakt pünktlich 20 Uhr. Eintritt 50 Pf., erwerbslose Genossen haben freien Eintritt. Karten bei den Bezirksführern und an der Abendkasse. 15. Kreis— Tsmpelhof: im Parkrestaurant Südende. Ab T5 Uhr Kaffeekochen. Konzert ab 16 Uhr Eintritt einschließlich Tanz 50 Pf., erwerbslose Genossinnen und Genossen erhalten freien Eintritt gegen eine Bescheinigung ihres Bezirksführeis 14, Kreis— Neukölln: 16 Uhr in der„Neuen Weit". IS. Kreis— Treptow— 101. Abt.— Treptow: nachmittags Kaffeekochen im Paradiesgarten, 18)4 Uhr Beginn der Feier im Saal. 102. Abt.— Baumschulenweg: Im„Alten Eierhäuschen".(Inh. Bieler). Eintritt 50 Pf., Erwerbslose 10 Pf. Karten sind bei den Bezirksführern erhältlich. 105. Abt.— Oberschöneweide, 104. Abt.— Niederschöne- weide, 105. Abt.— Adlershof: Saalöffnung 18 Uhr, Beginn 19 Uhr: gemeinsame Abendveranstaltung im„Kyff- hauser", Niederschöneweide, Berliner Straße. 106. Abt.— Johannisthal; 16 Uhr im„Einsiedler", Sterndamm. 107. Abt.— Aliglienicke. Falkenberg und 110. Abt.— Grünau: 16 Uhr im Gemeinschaftshaus der Gartenstadt, Alter Gutshot. 16. Kreis— Köpenick— 103. und 1ß8a Abt.: 15 Uhr in Uhlenhorst, Lokal Seidler, Mahlsdorter Straße, 18 Uhr im „Stadltheater", Friedrichstraße 6. Eintritt 50 Pf. 109. Abt.— Friedrichshagen: 19 Uhr im Restaurant„Bsllevue", am Müggelsee., 110. Abt.— Grünau: siehe unter 15. Kreis— 107. Abt. III. Abt.— Bohnsdorf: 16)4 Uhr bei Heimann, Woltersdorfer Straße 100. 17. Kreis— Lichtenberg; 15 Uhr Im„Spreegarten" in Treptow. Eintritt: 50 Pf. bei den Funktionären, 60 Pf. an der Kasse. 123. Abt.— Kaulsdorf: 19k- Uhr im Gesellschaftshaus Hamann, Frankfurter Chaussee. 123a Abt.— Kaulsderf-Süd: 17 Uhr im„lägerheim". 124. Abt.— Mahisdorf: 16 Uhr auf dem Sportplatz am Rosenhag. 18. Kreis— WaiOensoo: 18 Uhr in der Weißenseer Stadthalle, Pistoriusstraße. Ehrung der Parteijubilare. Feierliche Aufnahme der Jugend in die Partei. 19, Kreis— Pankow: 16 Uhr im„Bürgerpark", Pankow, Im Bürgerpark am Rathaus. 132. Abt.— Blankenburg: 16 Uhr bei Klug, Dorfstraße 2. 135. Abt— Buchholz: 16 Uhr Wiesenbaude. 155. Abt— Karow: vormittags Treffen der Kinderfreunde des 19. Kreises in Karow. Abendfeier 18 Uhr bei Jagemänn, Karow, Pankgrafenstraße 3. 20. Kreis— Reinickendorf, 156. Abt.—- Reinickendorf-Ost: 17 Uhr im Schützenhaus, Residenzstraße. 157. Abf.— Reinickendorf-West: 17 Uhr zwei Veranstaltungen, bei Heese, Berliner Straße 73, und bei Müller, Scharnweberstraßa 14. 158. Abt.— Hermsdorf, Glienick# und Waldmannslust; Gemeinsame Maifeier, 15 Uhr, Einlaß 14 Uhr, Im Seeschloß, Hermsdorf, Junostraße 7. 159. Abt— Tegel und 140. Abt— Borsigwalde: 18 Uhr gemeinsame Feier im„Strandschloß" am Tegeler See, Tegel, Uferstraße 1. 159b Abt.— Tegel-Freie Scholle: 17 Uhr im„Schollenkrug", Hermsdorfer Straße. 140a Abt— Wittenau: Saalöffnung 18 Uhr, Anfang pünktlich 19 Uhr, im Lokal Julius Eberhardt, Lübarser Straße. Eintritt 30 Pf., erwerbslose Genossen und Gewerkschaftsmitgliedrar 10 Pf. Karten sind noch an der Kasse zu haben. Während der Vorführungen in der Zeit von 19 bis 20)4 Uhr findet kein Einlaß statt. 141. Abt.— Rosenthal I: 18 Uhr in Rosenthal I, Hauptstraße 1, bei Manthey. Programm: Kaffeekochen, Konzert, Sprechchöre, Gesang, Ansprachen, Mai-Festspiele, politische Revuen. Mitwirkung der Kinderfreunde, SAJ., Sportler, des Reichsbanners u. a. Referenten: Siegfried Aufhäuser, MdR., Emil Barth, Rudolf Breitscheid, MdR., Karl Dresse!, Albert Falkenberg, Faust, Max Fechner, MdL., Bernhard Gering, Albert Grresinski, MdL., Dr. Gurland, Dr. Haubach, Johannes Haß, Kurt Heinig, MdR., Max Heydemann, MdL., Hanns H. Kamm, Maria Krische, Dr. Paul Krische, Franz Künstler, MdR., Karl Litke, MdR., Jockel Meier, Otto Meier, MdL., Josef Orlopp, Karl Palmer, Gottlieb Reese, David Stetten Karl Wermuth, Oswald Zienau. _____ Genossin Anna Dwhbrodl. Abteilungsleiterin der J'S. Abteilung, wird am heutigen 1. Mai 60 Jahre alt. Sic ist ein echtes Berliner Proletarierkind und mußte in ihrer jungen Che als Heimarbeiterin lange helfen, um das mehr als bescheidene Einkommen zu mehren. Ihre stille, echte Mütterlichkeit und ihre Güte sind es, durch die Ge- nostin Fröhbrodt besonders bei jungen Menschen und Frauen so er- solgreich für den Sozialismus werben kann. Als junge Frau Mitglied in dem Verein für Frauen und Mäd- chen der Arbeiterklasse, ist sie seit 1908 Mitglied der P a r- tei und kämpft, Seite an Seite mit Mann und Kindern, in vor- derster Reihe, erfüllt so ihre Aufgabe sowohl in der politischen wie in der Wohlfahrtsarbcit. Dcatsch. türkische Zusammeuarbeit. Einen Elnpfangstce. der mit der Gründung einer Abteilung Türkei verbunden ist, veranstaltet am 7. Mai, 17 Uhr. im Hotel Kaiserhof der Willkommenklub(Fraucngruppe Berlin des Bundes der Ausländsdeutschen). Vortrage, Vereine und Versammlungen # Reichsbanner„S chwarz-Rok-Gold". G e 1 ch a« t s st>>! I e: Berlin E. 14. Eebastionstr 37—88, Hot 2 Tr. Friedrichshnin>>>> Erpröbte Qualitäten, billigste Preise und fachkundige Bedienung sind unser System<<< CORDS Ttf Obwohl freund- oichbarlicb vereint, bewahren beide Firmen vollkommen ihre Selbständigkeit I Leipziger- Ecke Cbarlouenstraße Nunmehr im Brennpunkt des Verkehrs! Die Heinrich Jordan A. G. trägt der Bequemlichkeit ihrer Kundschaft Rechnung! Sie eröffnet ihre neuen Geschäftsräume im CORDS-HAUSE am Montag, den 2. Mae und ladet zu einem großen Erbffnungs verkauf em«« WERTHEIM Ab Monlag, den 2. Mai, jeden Wochentag, vonnitt.»'/, u. 9 Uhr, vom Schlütersteg Bahnhof Fricdnchstr., Fahrt zur „Bauiiii Stillte In. Werder" mit Dampfer„Wintermärchen". Fahrpreis für Hin- u. Rüdefahrt, einschlicfelich„Bunte Bühne", Vorträge prominenter Künstler, 1.50 Vorverkauf: Tl�eaterRasse Werllneirn ßiiiiQA öiMQa&ote. Damen-Kleid IwnsHeJd. Senelic, reiche Stickerei Damen Woll-G«orge!t», g. MK -Mantel ouf Maroccin gefütt. Wasch-Kunstseide moderne Druckmuster, Meter Kretonne f.Wodienendkleider u. Gardinen, indanthrenfarbig, Meter Voll-Voile ca. 100 cm breit, aparte Ausmusterung, Meter 1.25 Baumwoll-Frise Q � für da» sportL Sommerkleid, Pastellfarb. P«» Bastseide naturfarbig, reine Seide, Meter Frisia-Seide 1 mit Kunstseide, für Straße u. Sport, Meter S©©dM%(r Marocam bedr. Kunstseide, doppeltbreit, entzück. Muster, Meter 39 pf. 58pf. 88 pt 1.25 2.45 Frühjahrs-Kleid für Damen, aus Senelic, liehe Form, in mod. Pastellfarb. für Damen, aus Senelic, spart- Damen-Strümpfe künstliche Lemberg- Waschseide Gold 78 pf 1.25 1.65 Lemberg Luxus, englische Sohle Damen-Pullover reine zweifarbig 2.90 reine Wolle,'/« Puffärmel zweifarbig aparter Einsatz 4.50 Damenhut Phantasiege- ' mit La garniert flocht, mit Band � Flotte Kappe 4.50 mit Bandgarnitur Blusen Sport-Bluse aus Popelin, 1 AC einfarbig Marocain=B!use Kunstseide, mit U T S Sdileifo�astellfarbsf» � Jabot�Biuse kunstseid. Marocaln� «nit Stidcerel u, Puff-£ AA arme!, einfarbig W? Weißwaren Kleiderwesto Ottoman, Sporfform, zum Durcnknöpfen Possenkragen Crep« d« Chine und Georgette, mit Splfre Schlauchschal 0,73 1-75 Cripe-Morocom, iu.hrforbig, groß« ä e/% farbenauswahl Kinder-Kleidung Polohemd �4 Ärmel, viele Farb� A AC für ca. 3 Jahre 9 (Jede weif. Gr- bis 14 J. 0.20 mehr) Baby-Kleid bedruckter CedeHn, Puffärmel ü. weißer a"TC Pikeekragen, lg. 40 A*/ (J. weit. 5 cm, bis 63 cm, 0.25 mehr) Wanderhose Velveton, A AA für ca. 6 Jahre (J. weit. Gr. 0.20/ ab 9 J. 0.30 mehr) Dirndl-Kleid HDbsdi. Drudtmus»«'. mir kleinen Ärmeln w.w.iß.rVon.idiürr« m m Läng. 53 (i. wett. 3 cm, bis 95 tm, 0.30 mehr) ■ V.- VI'.'.üv■ ZlNgcinciue OrtSkrnnkcnkeffc Bcrlin-Lichtcrfcldc. Am Donnerstag, dem t?. Mai ISA?, abend» Übe. findet Im Kasscnlokal. Aerlin-Lichterfelde, Roonstr. 13, eine Trepge, eine ordenliiche AiisschutzsiHung statt, mit folgender Tagesordnung: t. Geschäftsbericht für 1931. 2. Bericht der Kafsenprüfer nnb Ab» nabnic der BaHresrechnung 1SZI. 3. Gatzungsänbcrung. 4. Beschlußfassung über den Ankauf ton Parzellen In Steinseiffcn und Wahl von Z Tcrtrrtcrn gem.§ Sä der Tagung. S. Vcrfchieoenes. «erlin-xichteeseldc, 29. April 1932. Der Bor st and: ; Karl Brandenburger, Borschender. Allgemeine CrtSkrankenkafse Ntr den Dcrwaltungsberirk XI der(Stadt Berlin SchSoederg- Zriedenau. Am Monlag, dem S. Mai 1932, abends 7 Uhr, findet int Bezirksoerordncten» Sitzungssaal des neuen Schonebcrzer Ralhaufcs, Rudolf-Wilde-Plotz, ein« Ausschubfitzuag slait, tzu der die Ausschußmitglieder hier. mit emgeladen werden. Tagesordnung: 1. Sefchästsbcricht für 1931. 2. Nachbewilligungen zum Haushaltsan- schlag 1931. Z. Bericht der Kasscnprüfcr und Ab. nabmc der Iabresrechnung 1931. 4. Kosscnangelegeicheitc». Berlin. Schöncberg. 39. April 1932. Der Vor st and: A. Schuld!, Vorsitzender. ' Fenster- und Gebäude-Reinigungs- Gesellschaft m.b.H. BERLIN SO 36 Schlesische Straße 42 Fernruf: F 8, Oberbaum 3553-54 BilBigste und zuverlässigste Ausführung aller Reinigungsarbeiten/ Bohnerund Ölmaschinen/ Staubsauger Vertreterbesuch jeden zeit unverbindlich 3tr. 204• 49. Jahrgang 2. Beilaae des Vorwärts Esnniag, 4. Mai 4 9 32 Der kollektive Selbstmord. plant man abermals Lohnsenkung? Von Anton Erkelenz. _ Nachdem die Wahlzeit vorüber ist mit chrem Zwang zur 'schaufeniterdekoration, stehen wir wieder dort, wo wir vor- her standen: Der Lohn soll weiter abgebaut werden. Gewiß, eine„allgemeine" Lohnsenkung kommt nicht in Frage. Nur„vereinzelte Anpassun- gen". Der Lohn der Arbeiter und Angestellten, die für den Linnenmarkt arbeiten, ist angeblich zu hoch. Was das be- deuten soll, werden wir noch erfahren. Die Folge dieser neuen Lohnsenkung ist jetzt schon erkennbar, besonders nach den Erfahrungen der letzten Jahre: oermehrte Einschrump- kung der Wirtschaft, vermehrte Arbeitslosigkeit, gesteigerte politische Unruhe, Anwachsen des fjstlensmus, gesteigerte Abwehr des Auslandes gegen deutsche Waren, deshalb sinkende Ausfuhr, Wertsteigerung des Geldes und des Goldes, des- halb Entwertung aller Sachwerte mit all ihren Folgen des Bankrotts der Stillegung, der Kapitalzerstörung. Es ist schon oft nachgewiesen worden, aber die Oeffent- lichtest schreitet souverän über diesen Tatsachennachweis hinweg: 1. Die deutschen Löhne waren zu keiner Zeit seit 1924 überhöht. Sie waren niedriger als die Löhne fast aller Wettbewerbsländer. 2. Die verhältnismäßige L o h n b e l a st u n g pro Stück, pro Tonne usw. war für die ganze deutsche Pro- duktion 1928 geringer als 1913. Wer das noch ein- mal bewiesen haben will, ersehe es aus den eben veröffent- lichten Betriebsergebnissen der Firma Borsig-Tegel. Auf den Kopf der beschäftigten Arbester fiel eine Produktion von: 1927....... 5 700«Dt. 1928....... 9 900 M. 1929....... 10800 311. 1930....... 11 300«DL 1931....... 12 400«DL D i e Produktion hat sich mehr als ver- doppelt. Der Tages- oder Stundenverdienst war 1931 höchstens�lö bis 20 Proz. höher als 1927. Der Lohnanteil an den Selbstkosten pro Einhest des Fabrikats war wesent- lich gesunken. Leider hat Borsig diese Ziffern nicht ver- äffentlicht, als er noch Vorsitzender der Vereinigung deutscher Arbestgeberverbände war. In den Blättern dieser Vereini- gung wurde stets die entgegengesetzte Behauptung vertreten. Weder Hai Herr Borsig seine Beauftragten unterrichtet über die Ersahrungen im eigenen Werk, noch haben diese sich bei ihrem Vorsitzenden danach erkundigt. Oder sollten sie...? Wenn eine westere Lohnsenkung die deutsche Wirtschaft der Gesundung näherbringen könnte, müßte man sich viel- leicht mit ihr abfinden. Deshalb verspricht man uns auch «Neueinstellungen, Inangriffnahme von Arbesten, die bisher nicht ausgeführt werden usw. Nicht nur theoretische Erkennt- nisse, sondern alle praktischen Erfahrungen der letzten Jahre sprechen eindeutig gegen diese Erwartungen. Im Inlande bedeutet unter den heutigen Umständen diese Lohnsenkung weite re Einschrumpfung des Um- s a tz e s. Letzten Endes wirkt sich diese Maßnahme aus als Erhöhung des Geldwertes, das heißt als Revolutionierung aller Werte und in Verbindung damit einer völligen Zer- störung des Vertrauens. Daraus entsteht Lahmlegung jeder Unternehmungslust... Seit zweieinhalb Jahren steigt der «Wert des Goldes und damit des am Golde gemessenen Geldes monatlich um rund ein Prozent. Jedes Prozent Geld- wertsteigerung bringt eine Einschrumpfung der Kaufkraft von zunächst 700 bis 1000 Millionen im Jahr.«Nur insoweit die Preise sinken, könnte diese Kaufkraftsenkung ausgeglichen werden. In Deutschland sinkt die Kaufkraft mehr als der Preis, weshalb die Einschrumpfung unvermeid- lich ist. Der Gewerkschaftskongreß Hai ein'Arbeitsbeschaffungsprogramm gefordert. Es schweben Ge- rüchte, daß Arbeitsbeschaffung mit einem Aufwand von 1,4 Milliarden geplant sei. Zwei Prozent weiterer Gold- Wertsteigerung zehren den gesamten Betrag einer solchen Ar- beitsbeschaffung auf, selbst wenn man annimmt, daß die ganzen 1,4 Milliarden neu geschaffene Kaufkraft wären! Wir leben in Deutschland in einer tragischen Blindheit, weil dieser Zusammenhang nicht erkannt wird. Wir begehen kollektiven Selbstmord. Woher kommt die Forderung nach Senkung der Binnen- löhne? Sie wurde seit langem erhoben von der Rhein- HCT Wafirend der Ferien- und Reisezeit ■ Kann der„Vorwärts" und der„Abend" auf Jede Dauer allerorts bezogen«erden Touristen und Wanderer ■ fordern das Zentralorean der Sozialdemokratiscben Partei Deutschlands bei den Bahnhofsbuchhandlungen, Zeitungs- Kiosken und sonstigen Verkaufsstellen. Sommerfrischier i lassen sich den„Vorwärts" durch PostOberweisung nachsenden. Die Postbestellgebühren betragen nur 72 Pf im Kalendcrmonat. Wird Nachsendung umer Streifband gewünscht, so beträgt das Porto Wochertacs 10 Pf. Sonntass 15 P.. Benachn'chtiguna an die Ausgabestelle oder an den Verlag möglichst eine Woche vorher erbeten. Laubenkolonisten in Groö-Beriin wird der„Vorwärts" durch Boten zugestellt Genaue Bezeichnung der Laubenadresse ist erforderlich. Postabonenten i von 50 Pf. In Marken bei der bisherigen müssen die Nachsendung unter Beifügung mindestens 2 Tage vor der Abreise schriftlich Zustell-Postanstalt beantragen. \/ 1-| r*u/ e) r-lc■\/ CZ 1 n vcrila SW ÖS, Llndpmfragr 5 VUI Wal iO-Vcridg Pern.pr. A 7 USnhott 20Z.ZS7 Ruhr-Handelskammer. Sie befindet sich im Jahres- bericht der Vereinigten Stahlwerke, der vor acht Wochen veröffentlicht wurde. Sie findet sich in der vor wenigen Tagen erschienenen Nummer der Zeitschrift„Der Arbeitgeber". Und sie ist enthalten in einem gleichzeitigen Aufsatz des Reichsarbeitsministers.„Das Forschen nach der Vaterschaft ist verboten"... Der Reichsarbeitsminister hat sich auf dem Gewerkschaftskongreß beschwert, daß man ihm vorwerfe, er vollstrecke die Befehle des kurzsichtigen, nicht ein- mal seine eigenen Interessen erkennenden Teiles des deut- schen Unternehmertums. Das tut der Minister gewiß nicht. Der Zusammenhang ist ein anderer: Der Minister und weite Teile des Unternehmertums leben in ein und demselben volkswirtschaftlichen Irrtum und erkennen außerdem nicht die währungspoli- tischen Zusammenhänge der Wirtschaft.'Bei dem Minister ist das um so tragischer, weil er als ehemaliger Brentanoschüler es besser wissen müßte, wenigstens soweit der Volkswirtschaft- liche Irrtum in Frage steht.«Brentano schrieb in der Krise 1873 gegen die von dem preußischen Finanzminister Camphausen geforderten Lohnsenkungen seine Schrift:„A r- beitszeit, Arbeitslohn, Arbeitsleistung". 1932 sieht ein Brentanoschüler als Minister in den Lohn- senkungen eine Weg zur Gesundung der Wirtschaft! Die Menschheit ist vergeßlich. Und Stegerwald ist eine Tragödie für die deutsche Wirtschaft, gerade w e i l er energisch und mutig ist. In diestr Zeit des allgemeinen Abbauwahnes kann sich ja auch ein Minister erlauben. Unsinn zu reden. Von welchem Recht Herr Marlin Schiele vor wenigen Tagen frei- mütig Gebrauch gemacht hat, indem er im Rundfunk be- hauptet: Deutschland sei wie eine belagerte Festung. Diese belagerte Festung verkauft ja nun immer noch für ein bis zwei Milliarden mehr ans Ausland, als sie von ihm kauft. Unter den gegebenen Umständen immer noch ein Kunststück, abzwar diese Ausfuhr schwere Schattenseiten hat. Je mehr wir versuchen, durch Senkung der Löhne. Senkung der Lebenshaltung, oerschärfte Geldwertsteigerung unsere Preise auf dem Weltmarkt zu senken, um so mehr mobilisieren wir alle Kräfte des Protektiv- nismus in der ganzen Welt gegen uns, um so mehr sinkt unser Ausfuhrüberschuß. Für die derzeitige Orgie des Protektionismus sind wir mit unserer Notverordnungspolitik mehr verantwortlich als irgendein anderes Volk. Hand wird nur von Hand ge- waschen. Wie steht es, wenn eine weitere Lohn- senkung unvermeidlich ist, mit der Preis- senkung? Wo ist Goerdeler? Und endlich: wenn die Löhne aller Arbeiter und Ange- stellten, die für den Binnenmarkt arbeiten, das heißt 80 Proz. aller deutschen Arbeiter, weiter gesenkt werden, wie wirkt sich das auf die übrigen Einkommenbezieher aus? Schon einmal hat der Reichsarbeitsminister dem Kabinett in fehlerhafter Weise eine Gehaltssenkung für die Beamten aufgezwungen, weil er eine Lohnsenkung für unvermeidlich hielt. Soll das sich jetzt wiederholen? Wie wäre das in Uebereinstimmung zu bringen mit den vielen Beschwö- rungen vor den Wahlen, daß keine Herabsetzung der Gehälter erfolgen werde? Wird Straßers Prophezeiung doch richtig sein? Oder glaubt sich der Reichsarbeitsminister stark genug. 80 Proz. der Arbeiter und Angestellten eine Senkung ihrer Einkommen aus 20- bis 30stündiger Wochenarbeitszeit auf- erlegen zu können, ohne die anderen Einkommensbezieher zu berühren? Wer gegen diesen Abbauwahn kämpft, streitet beilerbe nicht für das Masseninteresse der Arbeitnehmer, sondern gegen den kollektiven Selbstmord aller Deutschen. Oder wie Kepnes sagt:„Wenn wir Sparsam- keit auf allen Gebieten zu ihrer logischen Konsequenz durch- führen, werden wir schließlich finden, daß wir das Budget auf beiden Sesten mst Null balanciert haben, und werden dann alle platt auf dem Rücken liegen, weil wir vor Hunger sterben!" (�rühjdhrs Müdigkeit ist eine lästige Erscheinung, die man durch Kräftigung und Anregung des Organismus überwinden muß. Äierfür ist das altbewährte Mittel. Es gibt un« die körperliche und geistige Frische zurück und versiehtKörper undNerven mitKraflreserven. Zu ermäßlgken pressen ln allen Apotheken und Drogerien. NlSnaerverzlelseroiig Die in den Monaten I n 1 l, A u» u II September 1931 oerfettten Pfänder tommen, iomeit fie nicht erneuert morden Ifnb. zur Derfteigerung: Sei Abteilung II.«Isässer Str. 74. pom Montag, dem 9. Mai 1932, ab 9 llhr fn der Rethentolget Fahrräder ufm., Aleid ett. Pelzmerl. Wasche »ei Abteilung I. ZägerfiraV 64, nom Montag, dem 23. Mai 1932, ob 9 Uhr in der Reihenfolge: Zttmelen. Gold» und Silberfachen. Kristall. Fahrräder, Segenstände der Optik, Kleider, Pelzmert, Wäsche Für oertallene Psänder, welche erst nach dem Auttionsdeginn erneuert oder ein. geläst merdeu, muß bestimmungsgemäß Auklipnsgebühr berechnet merden. Staatlicfaes Lcihamt. Berlin ist(1 1 begeistert Beeimat und Kulanz verschafften dem Iallbekanntsn Teppichhaus -efevre im* Weltruf I seil 4S haaren Benin nuf0]gnienstr.158 lahlungserieichterunn p�gr-ohne Aufschlag!! SoezialMlalag feßsienios iiumMMMmM Mantag u. Ocnaefstag beacMenswerl! Mit kleinem Leute- XV.- Absatz, C oven coal ecl/t Che- vreau mit Imitiert Bdechse Opanken inmode und braun und vielen Modefarben von unseron NEUEN SOHHER- TYPEN! Eine Interessante Neuheit ist die „Chasrlnette mit Punkten" in braun mit weiss und beise mit braun um EßöFFHET: Köpenick Bahnhcfsfr. 19 Frankfurter Allee 50 Vergrösserti Brunnenstr. 18 In jeder Filiale Pedicure- Abteilungen. Kompl. Fuss- behandlung 90 Pf. ■PHnBMBHHBHHBBWHHHHananBH parteinachrichien ffgjh Vr�Sroß-Berlin Etufendungen für dtefe Rubrik stnd v e r l t n SW 68. Liadenstratze 3. \\tt% an das Beztrkssetretartat 2.�of. 2 Treppen rechts, zu richten Beginn aller Vcranstaltun�n 1 ÖVj Uhr. sosern keine besondere Zeitangabe! Z. s. 17. .-L. 124. i;:0. 14. 15. in. 17. 97. Heute, Sonntag, 1. IVOi: »reis. Dir Jnviirr, IllMNd..vfinbeefreunte, tB(irtcia(notftn»reffen sich s UIic. suc ffvnoralnrobo im Cfou.... «reis. Zur Maidrmvmlrntwn treffen sich nlle p«>rteimttzlirdr- 10-X Uhr in, Sleixrn Tirrgarlrn. ist die Pflicht jeden•Partemu tßUebea, an Der Demonstration t ei Zunehmen..,. Ärcis. Dir Mai sc irrkarten müssen heute beim tz."Nossen Haberstroh tm GchützetihlNw- abs;orochncl werden. � Kreis. Die Abtei lunqokassierer rechnen, heute im d�aatbau bre Matfeier- karten mit dem Krciseassivrer ab. Kreis. Die Abrechnung der Karten erfolgt beim l fen. Thiele. Jede Ab- .-'ilung stellt l> Ordner. Meldung bei dem Gen. Muptwib. Shurm-, Kreis.. Abteilung-?-. Reichsbanmrfatznen und Banner zur Festveranstaltung im �aal sind UtitjMbringen. An der Kasse im Lpreegarntn sind nur Eintritts- karten zu 6tt Pf., im Porvorkauf bei den Funktionkren zu 50 Pf. er- h ältlich. Abt. Treffpnitlt zur Maidemonstration 11 Uhr Kleirvtr Tiergarten. Abt. Aus bestimmten Gründen wird ersucht, zur\fflaxjtitt im Schöne- b erger Ratbaus am Rudolf-Mlde-Platz die Mitglieds bücher mitzubringen. Abt. Treffpunkt zur gemeinsamen Fahrt nach dem Küstiriner Platz IOVs Uhr Bahnhof Mohlsdorf.— Fahnen heraus! Abt. Alle Genossinnen und Genossen, nehmen an der' Maifeiervcranstal- lung im Bürge? park Pankow teil. Morgen, Montag, 2. Mai: Kreis Reukölln. Sitzung der Bezirksoerordnetenfraktion mit Bürgerdepu- tierten im Rathaus,.Limmer 13$- Kreis..Kreisnorstandsntztlng an bekannter Stelle. Kreis. Wichtige Kreisvc-rftandssitzung�in Köpenick. Schloß�?. 27. Kreis. 19 Uhr Kreisnorfland sfitzu" Abt. Die �usammenkuirft der 101. 4. 5. 8. 12. 17. 114. m. 14?. Kreis. 19 Uhr Kreisnorflandssstzuna Gudrnnstraste. Abt. Die.�usamnn'nkunft der jüngeren Parteimitglied er wird wegen XUimnelfahrt auf Montag. 2. Mai, oornecleqt. LeseraH'M, Nogat-, Ecke Ilseftrahe.„A rde usdürn ftpf licht und wir." Ref. I. P. Mayer. Abt. Die für Mo-.itag vorgesehene Funktionärsitzuug falD: aus und findet iensiag statt. Versammlungsort wird Dienstag beüaj intgegeben. Die Funktionäre beteiligen sich- alle an der Einäscherung des pllenossen Schmal- dach. Näheres f. Sterbetafel. Abt. 17 Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Jugend- heim Elsenstr. 3.»Meine Reise durch die Mongolei." Ref. Dr. Otto Mänchen. Dienskag, 3. Mai: Kreis. 17 Uhr Zusammenkunft ber erwerbslasen Parteimitgjlheber Im Alters» eil'.! DauPuer Ztt. tS,.Arbeitsbeschaffimei." Ref. Hau« Mar;. Musi. talifche Unierbaltnuq. Krei». Äreisvarstaubssitzunz im E tuest Kesellschaftsl>aus.><5e. ssraukfurter Str..10. Reue» Lakalk Kreis. Sitiuna bes erweiterte» Borftanbes im Iiegembliekm Rafinenftr. 4. Zeitnuaslommiffion Sitzuni, im Valkslmus Rafinenkr. 4. Die Cpebiteure finb hierin rinnelaben. Kreis. 21) Uhr in Äceö» BismarckfSleu, Zelbftt. 52. Rtcisutiigliebetoet» fantirrfung.„Ausaaug ber Kahlen." Ref. Dr. Kurt LJocnfteln, M. b. R. Strei«. Srci:-'oritonbeuhnng an•bekannter Stelle. Die Zusammenkunft er» werbslaser Parteigeuassen fällt am Hinmielsahrtstage m»?. Dafür Heiterer Nachmittag am 3. Mai, lö' t Uhr, cdnilc Stiefcnfftafic, unter Leitung der ircnoffin Oaii.Hamnt, Kreis. Engerer Slorftanb nnb Abteilungsleiter 19 Ufr im Parieibilra. J> Uhr Zufammeukunft ber erraerbsiofen Patteimiifaliebee im Heim Kanner Sir. 42.„Persassungsfragen." Referent! Paul Kernfiein. Kreis. Zeitungskemmiilian. 18 Uhr i» ber Spebitian B»I Hagener Str. 62. Sämtliche Abteilungen und die Spebitmtre müssen nertbeten fein. Abt. 20 Uhr Zusammenkunft der itingeren Partetnwtgliebcr in ber Bibliothek Wetchselftr. 28...Sawjet-Russlanb." Ref. Dr. Salomon Schwarz. Abf. 20 Uhr nugerorbentlich wichtiae Sitlmia brr Abtailnngsfunftianäre tmb Kreisbelegierten. Treffpunkt beim Genossen Schuh,. Pilbestraße. Abt. Sitzung des Ableilungsrorstaubes beim Genossen LÄimann. Mittwoch, 4. Mai: 4. kreis. Sitzung des engeren Kreisvorstandes mit b«n Abteilungsleitern an bekannter Stelle. 10. Kreis. 20 Uhr Kreisbelegiertenversammlmig im Linbenpark, Berliner, Ecke Gartenstratze.„Die Preutzenwahlen unb die politische Lage." Ref. Emst L-ilmann, M. b. L. 20. Kreis. Bilbungsauslchutz. Sitzung im Bolkshaus. 0. Abt. Bei Dobrohlaw. Swinemünber Str. 11, Zusammenkunft der iünMren Purteimitglieber...itzeschlchte des Sozialismus." Ref. Erich Wenbicke. t).?!bt. Alle ssreibenkergenassen und Sympathisserendeit werben zu einer ttzerfammlung um 10' i Uhr im Lokal Stephaustr. 11» bei Taber, hiermit «ingeloben. ll. Abt. Zulammenlutift jüngerer Parteimitglleber Im LeHrHngsHeim Bremer er! r, 00 70...Aufbau der tSenollenichaflen." Ref. chottlirb Reese. Z.8.. Abt. Pünktlich 10>/» Uhr im Zugendsaal, Schilnftebtslr. 1. Parterre, Zu. Ktmtnen fünft der jüngeren Partetmitglieber.„Lehren der Wahl.- Ref. I. P. Mager. 41. Abt. 20 Uhr bei Schult, Mariendorfer Str. 5, Zusammenkunft der jüngeren Parleintltglleber. Ref. Hans Murr. >2. Abt. 18 Uhr Fnnktignitrlitzung bei Schellbase. Steglitz, Ahorn!lr. lös. dt. Abt. 20 Uhr hei Lehmann. Kaiser. Wilhelm. Str. 2.0/31, ssunktiatiärfitzung. 00. Abt Zusammenkunft der jüngeren Pitrteimitqlieder an bekannter Stelle.. „Die deutsche Revolution 1018." Ref. Ltto Bratz. 0!>a Abt. Im Biischknig. Rubower Sir. 5«. Mitglieberoersammlung.„Nach der Wahl— was nun?- Ref. Erich»uttner, M. b. L. 104, Abt. Im Jugendheim Hasselwerber Str., Schul», Zufammeukunft der jüngeren Parteimitglieder. 128. Abt. 20 Uhr bei Znlbe, Sinbcnpromcnobe, Funkiionilrfltzung. Jcettag, 6. Mai: 14.«reis. Im Jugendheim Kannerltr. 45, 15 Uhr Zusammenkunft der er» werbolosen Parteimitglieder. Unterhaltunasnaelmtiiiag. 141.Adt. Bei Hoffmann, Edelweitzstr. v, ZunktignSrsitzung. Zrauenveravstalkungea. St. Kreis. Dienstag, 8. Mai, ssunktionitrinnenfitzung an bekannter Stelle. „Konsum." Ref. Genosse Gradier. 21. Abt. Mittwach, 4. Mai. 19V, Uhr. bei Kroll, Utrechier Sir. 21.„Au-gano ber Wahlen— politisckie Laae." Ref. Dr. Walter Groß. 22. Abt. Dienstag, 8. Mai, 19V- Uhr, im Ratskeller, Limburger Straße. ..Kultur und Klasse." Referentin Susanne Räder.Großmamt. 85. Abt. Mantaa. 2. Mai. 20 Uhr, bei Pommereuing, Berliner Str. 100, ..Heiterer Abend". Vortragender Jürgen Iürgenjen, M. b. L. 88. Abt. Mittwoch, 4. Mai, 20 Uhr. bei Görlitz, Ehausseestr. 19.„Gefangenen» füriorge." Res. Genosse Rosenfeld. 121. Abt. Mittwoch. 4. Mai. 20 Uhr, hei Burkhardt. am Pahuhof Karlshorst. ..Politifch.satirischcr Abend." Ref. Hans ssuhrmann. 12Z. Abt. Mittwoch. 4. Mai, 20 Uhr, bei Hübner, Bahnhof», Ecke Wilhelmstraße...Zrau im heutigen Rußland." Ref. Oswald Iienau. 1232 Abt. Dienstag, 3. Mai, 20 Uhr, im Iagerheim.„Ausgang der Wahlen— der Kampf geht weiter." Ref. Max Brinitzer. 134. Abt. Mittwoch, 4. Mai, 20 Uhr, bei Sonnet, Sölönawer, Ecke Parkftraße. „Ernstes unb Heiteres." Bartragende Sfribel Hall. Vezirksausschuh für Arbeiienvohlfahrt. 1. Kreis Mitte, 1. Abt. Dienstag, 3. Mai, 19', Uhr, bei Regel, Ackerstr. 1 iKoppenplatz). Sitzung aller in der Wahlfahrt tätigen ibenossen(Ge- nassinnen). Referat des Genassen Dr. Hanisch über„Wohlfahrtspflege in der Krise". 8. Krei, Kreuzberg. Mittwoch, 4. Mai 13V- Uhr, erweiterte Kreisvorstands. sttzung bei Krüger. Grinunstr. 1. 11. Kreis Schöneberg. Dienstag, 3. Mai, 20 Uhr, Sitzung der Arbeiterwohl. fahrt im Raihaus Schöneberg, Zimmer 144. Genosse Dr. med. Georg Löwenstein spriä)» über„Gesundheitsfürsorge unb wohlfahrlsärztliche Berforgting unter Berllckstchtigung der letzten städtischen Sparmaßnahmen". Wir bitten alle Helfer(Helfertmien) sowie intcrcsficrte Genassen(<5e» nassinnen) zu erscheinen. 4- 18. Abt. Unserem Genossen Paul Mazauke, Badstraße. zu seinem heutigen 4'>iährigen Parleijudiläuin die herzltäisten Glückwünsche. Seit dem 1. Mai 1832 ist Genosse Mazauke ebeniallo Borwärislefee. Wir hoffen daß Ge- neue Mazanke, ber nodi heute allen Parteiveranstaltungen beiwohnt, nech riäit langg i» unserer Miüe weil». I>4. cktbt. n-guosse Artur Müller. Wühlischstr. 48, ist bettle 30 Jahre Mitglied der jsarlei. Wir beglückwünsä>cn ihn herzlich und Hessen, baß er noch recht lange ber Partei erhalten blci'-t. 113. Abt. tlnfercm Genoffen Gustav Töpelt, Tasdorfer Str. 36, herzlichste E�tlckwünsche zum 70. Geburtslage. Arbeitsgemeinschast der kinderfreunde Gro�-Verlin. Achtung, Kreislelte»! Da wir nicht in der Lage stnb, unseren Delegierten zur Generalversammlung warmes Mittagessen zu de» sorgen, bitten wir euch, eure Helfer darauf aufmerksam zu machen, daß sich jeder selbst zu verpflegen bat. Kaffee wird während der Mittagspause im Jugendheim, Parckstr. 11, geliefert. i"!,j Milte. Ächtimg, Riaibemonftration! Der ganze Kreis(ohne Reit» "■ falten) trifft sich um ll Uhr Lothringer Straße Gcke Rasenthaler Platz. Alles ersä)eint in ssalkentracht. Alle Falken, die sich an dem Festspiel im „Clou" beteiligen. Irenen sich heute um 8 Uhr im„Clou", Mauerstraße, zur Generalprabe. Frühstück mitbringen, da wir anschließend gleich zur Deman- stratian gehen.—-Abt. Fritz Wille. Treikpunlt zur Generalprobe 7H Uhr Falkenecke. Treffpunkt für alle anderen zur Demanstratian um 10'; Uhr an ber Fallenecke.— Abteilungen Toller, Maiieatti unb Pappelplatz. Treiipunkt 714 Uhr Pappelvlatz zur Generalprobe. Frühstück mitbringen. Alles erscheint in Falkentracht. Fahnen und Wimpel nicht vergessen. Montag, 2. Mai, Helfer» sitzung im Heim Eltsabethktrchstraße. Prenzlauer Berg. Freiheit und Hermann Müller. Heute Treffpunkt zur Maidemonstration 10?) Uhr Bahnhof Schönhauser Allee. 15 Uhr an gleicher Stelle zur Feier im nriebrichshain. Mittwoch, ab 18 Uhr. erstmalig Spielen auf dem„Exer". Spielplatz, Gaitiui» Ecke Rudolf-Masse-straße. Freitag, 17. Uhr, Gleimstg. 33—33, Falkenratsützung. Voranzeige! Am Sonnlag. dev! 8. Mai. Krei�lresiahrl nach Feiebrichsdagen; Uhr in der Aula der Retten Schule, Bergmannstraße. Van da aus gehtn wir zur Demonstration. Treffpunkt zur Maiseier der. Partei 15>a Uhr Hasen» Heide Gcke Gräfeftraße. Alle erscheinen in Falkenkleiduna. Wimvel unb Maien» bäume nicht vergessen. Montan, 2. Mai, 18 Uhr. Falkenratssitzung im Heim Wassertorstr. 4. Jede Rotefalkengrupve muß vertreten sein. Thema: Unsere Sammerlaaer und unsere beiden Werbeveranstaltungen.— Reichenbeeger Viertel. Alle Falken treffen sich zur Maifeier um 8fi Uhr und um 15i� Uhr an der Falkenecke. Steglitz, Ltchterkelbe, Lankwitz. Heute kommen alle Falken mit den Ellern ab 16 Uhr zur Maiseier in den Lichterfelder Festlälen, Zehlendorfer Str. 5.— Abt. Steglitz. Dienstag, 17 Uhr. Jugendheim, Albrechlür. 47, Pfinastfahrt. besprechnng. Volkstänze. Reue Kinder willkommen.— Lichterfelde.. Oberreal. schule, Ringstr. 8. Mittwoch, 17 Uhr, Rate Falten. Wie werbe ich für die Gruvpe? Freitag, 17 Uhr/ Jungfalten. Wir und die Jugendherbergen.'— Lankwitz. 16. Volksschule(gelber Teil). Dienstag. 17 Ubr. galkenvolloer» sommlung. Donnerstag, 17 Uhr. Spiele und Tänze. Anmeldung der Kirtder für die neue Gruppe: Käthe Schulde. Kaifer.Wilhelm.Etr.<2.'• Abt. Temvelhof. Treffpunkt zur Maifeier im Parkrestaurant Sübende um 15V, Ubr Attilaplatz. Lichtenberg. Wir beteiligen uns geschlossen an der Mgidemanstratton. Treffen Il>ö Ubr Küstriner Plötz.— Grupve Rord. Trefknunli zur Demon» strotion lllzz Uhr„Rote Ecke" lSchworzer Adler). 15 Pf. Fahrgeld zur Rück- fahrt mitbringen. Teeitpunki zur Parteifeier 10 Uhr„Rote Ecke".— Gruppe Reu.LIchtinberg. Treffpunkt zur Demonstration lov, uiir„Rote Insel" iBahn» Hof Nen.Llchlenberg). 15 Pf. Tahogeld. betr. Rückfahrt, milbringen. Treff» punkt zur Partelfeier 16 Uhr„Rote Insel". Kreis Neukölln.»Alle Jungmlken und Roteil Falken beteilige» sich mit Helfern an der Maidentonstratian. Tretipnnlt um 11 Uhr am Reuterplatz. Falkenkleidung und Wimvel. Zur Veranstaltuna der Partei sind alle um 16 Ubr In der„Reuen Welt". 10 Pf. und Instrumente mitbringen. Die Iungsalkm haben folgende Veranstaltungen: Olm Montag. 171 Uhr, Jung. falkenrat, um 19 Uhr Helferbesprechniig. Beides Baracke. Am Dienstag, dem 3. Mai, 17>� Uhr, Vollversammlung der IF. KMS. Rote-Falken-Helfer, morgen, Montag. 18 Uhr, Arbeitsbcsprechung in der Baracke. Fortsetzung unserer Jahresverfammlung an: Mittwoch, dem 4. Mai, 20 Uhr, in der Karl. Marr-Schnle. Bis Montag in der Arbeitsitunde müssen von allen Gruppen die Teilnehmer am Pflngstlager gemelbei sein. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei. Organisation 21. Abt Unser langjähriger Genosse Rudolf Käufer ist verstorben Elre feinem Andenke»! Einäscherung Dienstag, 3. Mai. 13'- Uhr. Krematorium Geriihtstraße. Um rege Beteiligung wird gebeten., 9Ba. Abt. Unser Genosse Richard Schmalbach. Muiingstr._, lst noch füll ZOjähriger Parteimitgliedschaft am 28. April allmfmf) verstorben. Ehre fem vt Llnäenken! Einäscherung Montag, 2. Mai,>9', Uhr, Ärematoriutn Gericht» straße. Um recht rege Beteiligung wird gebeten. SoziailstischeArbetterjugendGroß-Verlm Einsendungen sür dlese Rubrik nur Qn das Iugends' iletariak Berlin SW 63. Lindenstraß, 2. vorn 1 T-cppe rechts. Wir beteiligen uns lzcute alle an der Mai-Tcmonstration im Lustgarten. Trestpunkle bei den zusländigen Parleikreiscu.— ja(>nen mitbringen. "k Am Rachmittag beteiligen wir uns alle an den Maifeiern der Parteikreife. heute. Sonntag, 1. Alai: Spartpalast: Trcfspunkt zur Demonstration 10 v Uhr Bahnhof Stülow. straße.— Köllnischer Park: Wir beteiligen uns gelchlonen an der Maifeier im (riou"_ Andreaspiatz ll: Beteiligung an der Mattetet trn oaalbau orted» r'ichshai'n.- Johannisthal: 13 Uhr Lustgarten. Abends Maifeier der Partet im„Einstedler".- Panlow lR-F.): Treffpunkt zur Kundgebung Ii) Uhr Marktplatz. Pankow.— Berbedezirk Lich-eabr-g: Matfeier\m epreegotten, Treplow.- Humboldthain: Treffpunkt IN'. Uhr.Rote Allee".-«erbeoezi::« Kren, berq: Treffpunkt ll Ubr Alle Sakobstraße zur DemonNration.— Br-tz: Treffpunkt zur Demonstration 10 Ubr Rudower Ecke Jahnstraße.— Reu» töllii IX: Tresipunlt zur Demonstration 10 Uhr Bahnhos Hermannstraßr. Abteilungsmitgliederversammtungen Montag. 19'/� Uhr: Spartpalast: Senthinor Str. 17.— Arn-wald-r Platz ,l: Schonlanler Straße ll.— z-ltplatz l und Ii: Sonnenburger olr. 2l>.— Rardpstcn II: Dan» ziaer Str. 23, Zimmer 3. Schönhauser Porstab«: atonnenburaer wir. 20.— Andreasplatz II: Brominnstr. I.— Eichlamp: Bei der GenolN» �lock. Friedrichs selbe: Gunterstr. 44.— Pankow iR.-F.): Ktljingenstt. 48.— Hnman.n» platz: Gleimstr. 33—35. Hansa: Bochnmer Str. 8d. Bunter Abend.— Meabit l- Daldenferstr. 20. Bunter Abend.- Moabit ll: Lehrter Str. 19. Brettsvieladenb.- Baum» Ichuletzwea: Ernststr. 16. Die Preutzenwahl.— Schöaeweibe: Berliner Str. 31, Arbeitsgemeinschaft.- Ktztzlshorst: Treskowallee 44. Funkttonaruerfammlung. — Buchbol,: Turnen. �...... �.-. Berbedezirk Wcdding: Tambourkapelle. Die Uebungsstttnden beginnen ab heute iä)0ii um 19 Uhr im Heim Koloniestr. 8, 2. Hof, 4 Treppen. Alle fort. geschrittenen Spielleute müssen ersä>einen., «erbebezirk Tempelhos: Wcrdcbezirksvorstandssttzung im Heim Götzstratze Werbebezirk Renkölln: Erwerbslosenkursus: Treffpunkt zur Fahrt nach den, Uedorsee S>/. Uhr Baracke Ganghoferstraße. Materialausgabe und Entgegen. nähme der'Restzahlungen. Alle� Genössen bringen) soweit als möglich, ihre Clemvelkarten mit. Schlaisack nicht, vergessen. «erbebe, irk Reinickendori: Dienstag, 3. Mai, 13»L Uhr, Heim Wittenau, Hauptstr. 13, Werdebezittsmitgliederverfammlung. -rrrrm---------- Diele gute Idee konnte nue eine Frau habra! Nämlich das altmodische Sanb.Srifr.Soda.Gerät. mit dem man wenig anfangen konnte, durch den zeit» gemäßen Wanbhaller für Perstl, Ata und iWi zu ersetzen. Das Umfallen und Ratzwekben der Packungen hat damit aufgehört und— die Laufereien! � enu mit einem Griff, haben Sie jetzt das zur Hand, was Sie gerade brauchen. Den 17 Graschen für das schmucke nützliche Ding werden Sie niemals nach. trauern. In allen besseren Haushaltaesäiätten ist der Wandhalter zu haben. Größe»erpslichtet zn besonderen Leistungen. Der außergewöhnliche Aus. durch Sonderleistungen auf dieser stolzen Höhe zu bleiben. So zweifelhast es im Anfang erschien bei der Preissenkungsattion, ab es gelingen würde, guali. totiv bochwertiae Waren laweit im Preise zu senken, daß ihre Anschaffung in jedem Haushalt. leibst dem, der unter der Ungunst der Feit zu leiden hat, mögliä, ist, so sicher erbringt die Firma Teppich-Bursch den Beweis durch ihre gewaltige Krail. die sie infolge ihrer außergewöhnlichen Umsätze anwenden kann, die Preise zu senken, die Qualitäten zu verbessern. In diesem Sinne bebeutet die Bcranstaltung der Firma Tevpich.Bursch, Berlin C. 2. Spanbauer Straße 32. aus allen Gebieten ihres Svezialartikels Teppiche, Gardinen, Deko. latianen eine Aneinanderreihuna van Sanderleiftnnge». Der große Psingstverkanf bei Emil Lesepre, de« ältesten Berliner Teppich. Speztalhaue. seit 18 Jahren nur Otonicnsti. 158, Nähe Maritzplatz. bringt in allen Abteilungen feiner Riefenläger bervorragend preiswerte Angebote in Teppichen, Brücken, Läuser. und Möbelstoffen. Diwaltdecken unb Tischdecken, Gardinen, Stares. Stenpbecken. Reife.. unb Schlafdecken usw. zum Berkau'. Spezialkatalog wird losteslos zngesandt! Aus Wunsch gahlungeerleichlerunz ohne jeglichen Ausschlag. »Iier«lann l-inärar kakrev! Sparen?- Ja Räder ab 62,- RM, ab Mod. 40 Raten 2,-RM— ohne Anzahlung I mrlr>Or SW, Alte Jakobstraße 148—155 LI II u u d 1- Filialen so, Engelufer 51 Unserer Heutiaen Auslage liegt ein Prospekt ber Firma Herrn. Tietr, Berlin bei, worauf wir uusere Leser desanders Hinwelsen. $0 UEteift man in&eifin: Wer moderne und wertvolle Damenkleidung braucht, gefti xu Qadiel. Wer bisher für seine Figur vergeblich Passendes gesucht hat, ßndet es bei Gadieh Wer für sein gutes Geld höchsten Wert erhalten will, häuft bei Gadiel. Wer größte Kulanz kennenlernen will, erprobe sie bei Gadiel, Jugendliche FrQhjahrsmäntel aus schonen kam«l- hearühniiehfen Stoffen schwerer Qua- litäf. gan? auf schönem f- utte r. gestepptem Pe- vers, mit Pumbakrigftn, elegant verarbeitet.. nur 23: aus prächtig. Frcnco- •toff. Korrekt rerar- beliet, mit durchgezogenem, pllsslencm, gemustertem Schal, mltGQrtel und Schnalle F>rachtvolle Fray@nmiiit@E aus schwarzen und blauen, sowie wundervollen Herrenstoffen aus.f-'rescogeweben, in hochmoderner Ausführung, für alle Grössen, auch für stärkste Damen, in Ausführungen nur öuwie w unucri uucii nerrcnsionu 30:39 IFi'eo'e r eingetroffen: FrüIülnBS-Manlel aus modernen Tweedstoffen, erstklassige Verarbeitung, ganz auf feinem Futter, in drei Serien 15: 18: 21: nur Reizendes Alachminaoskleiil aus fein gemustertem F I a m• n g a, mit gestärkter schräger Patou-Schlalfc und gestärkten Manschetten in viel. Farben, bis Größe 54 nur ■ schielte und 39; Elegantes jugendliches GßorQeiie-KoiiipSßt in modernen Bombenmustern, aus Kleid und Jacke bestehend, mit Marocain-Untar. Kleid, hochfein verarbeitet, in allen Grüßen irocain-unrar. 30: Sport- und Reise- Kostiime für jugendliche und auch für starks Damen, aus vorzüglichen Stoffen in e 1 e- ganter Maßarbeit. Größte Auswahl zu niedrigsten Preisen. In unserer Modell-Abteilung zeigen wir in unerhörter Auswahl wundervolle Modell~ Mcrnf ei, Kleider, Kcsliime in allen Schönheiten der FrUhlahrsirodc auch für starke und stürkste Figuren. Diese wunderv. Gebilde werden jedes Frauenauge entzücken. DicPreiea hierfür sind nur einen kleinen Sruch- toil so groß wietteson t In Maßselons verlangt werden. Für Wetter und Sturm: Reinwollene Loden- Mintel m in ausgezeichneter pualität, auch in großen Weiten nur Imprägnierte, wetterfeste, reinwollene Gaöaminß-Mänlßi s gleichem- 22? Charmeuse ist wieder hochmodern 1 Grüßte Auewahl in allen Variationen dieses dankbaren Stoffes Frauen-Komplet Jacke und Kleid mit langen Armein, weitem Glockenrock, Charmeu$e«�R Bs? bunter Weste, tzjour.inpräch-jB Jh».— a. t. stärkste eo'iöBe.miir| fSl �m=n gec� SporfKleld tie. P Prächtiges Sportkleid aus»einem, waschbarem Selinak, mit getupften Aufschlägen, in vielen Farben u. allen Größen, bis 64... nur etupuen rtut- 12; Oasien-SaHntei Spontorm, e I n f a r b I Kräuselst., blau hellbr» ror, gelb, grün U wS. nur Dazu paasende Badeanzüge reine Wolle m. tief. RUckenausschnltt bis GtöBe 48 nur farbiger 12*5 nde ige 450 Sättclfutter(ius Stoff, marine' u. Sportfarben, alle Weiten nur 1 mit ausknöpfbarem Futicr, Extrafutter des, Sattels und Ac rm cl Reinseidene GUMi-MW M 2fe in modernen Farben, auch in großen Weiten Zweiteiliger Strand- oder Bootsanzug Buni-Mamei 1% aus vorzüilich reinwollenen Kaschmir Ins zu den grüßten VYcifan... nur ßntzBeksnde vielfarb. bunt gemusterte Blüschen A. ft mit Puffärmeln, in Marocain... nur Praktische bunt gemusterte Trikci-toimse- BlüSSü Hochmoderner Träaerrock 15: mit angeschnitt. Pelerinenteilen, i. prima Qualität nur Große Auswahl in Strkk-Pullc�ern ...Z» z« 45® Ci-iginai Wiener Strickwesten ärmellos. kurzer, mod Form nur Zz Indanthrengefärbte Haus- und Garten-Kleider in drei Serien !504 rjeS« l» o.'® Eufzüdcende Neuheifeu ia duftiger ädchen-SCSeidy ng Voile, Seide uud anderen Wasdistoffen IHkillMiiii Diese DrüDevenifliDifetzu pEEDHÜHLh B oucle Teppiche reines Haargaramodeme Muster K5'IN 21"-i29" M 300 vM 400' 48.- SONDEBmBTüHfi�-R la BOUCI� Teppiche aus bestem Haargarn, bewährtes Markenfaorikat Qm 200 r« -ZW>ÄV.- ,200 300 S0NDERLEISTÜH6EH PrimaVelVef Teppiche langjährig erprobte Marke hervorragende Persermuster *�3t50 n-mi. M .... IÖüF Teppiche aus besterKammgarnwolle jahrzehntelang erprobte Marke «M "2ÖÖ Cd Cd 200 300 250 350 a.: Sita- et.- JZ/iäfc mmm T1IH6EH Tournay. Vei o urTeppiche bewährrMarkenfabrikat ausoesrem Haargarn m. Franse,/.! mit kleinen WebunregelmäBigkeiten MOMo MSHZA B0NDEILEISTUN6EN Tournay Velour Teppiche bewährtes Markenfabrikat aus reiner Wolle, hervorrag. Persermuster m.Franse •-«»-sw VIMNt 420, A 420 «MM SONDERLEISTÜNSEK Betvoriagen WclIplüscbMottled-■- cd SO*,140... ra Franse Prima VelOurein»#|nn farbig zTungesäumt 4311 1• 3. cd 70x130 ziussuchen Tournay-Velour in zarten Farben .............. D a 60x120 z. Aussuchen Jt 45 Tournay-Velour�irn hemrraiPerserTnusri'j OU cd70*15I) m.Franse j|, SOHDERIEISTUK6EH B rücken Wdllpllisch, reine Wblle ftcr . iiervarxaq. Persermyeter II 03 '"c«90x'Zbo■ Zs. Tournay-Ve'ouc hervcrrafPersemrasi ta.90x180 m.Franse Smyrna.schwersfe, mecnan, Qualität ca 90x180 75 17 '50 Velour, einfarbiS 1 Läufer ca 70x340 u. 2Bettvorl.ca.?Ox1JO___ Tournay Veiourallererst.Maricen- fabrikafmod. Muster iLäuferca?0x340u. ZBettvorl, ca.?Cx14Ö__ VeklUFflamme allerereteOua» lltät,i.zart.Farbtönen 1Läuferca90x340u 2 Bettvortca 70x140 W erst.Marken- W •erste Qua» M SOHDERLEISTIINGEN Liufersioffe BoUClireinesHaaraarnftl" ■s�ÄwaBj- ca,120cm�|g5 SQNDERLEISTOm Ausieoe brt brt'Mtr. PrimaToumay-VelOUr, aTier. erst? Markenfdörikate.in moder. nen MusTerafurLauferuiusiege- war? verwendbar c ca 70 cm breit Mtr�» «jdn Cd 30 cm breit MtrT. ÖQO ca 120 cm breit MtrJf, EmfarbigerVelour in den bekannten Qualitätsfabrikaten Vorwerk, Anker Würzen, Lallen Farben caTOcmbrtMtr Bei Abnahme von ganien tollen aSO Mir. MVEKEEU-MM VorwerKTapplche Tourndy-Velour,[besonders schönen 44r-s«rffwstern.DurdiGR0SSVERBRAUCH ÄUEIHVERKAUF dieser MUSTER für das ganze Deutsche Reich 220 katen li° y0R!AöE�ß SKÜcKE»« ca?0xiöO�I.- CdgOxM«?�.» SMMEEsLTUhkEh viMOljöcken schweres öewebe m.kunst. seid. Effekten, Ha ndwedarh künstlerische, mocLfl#»cn Muster u.Farb.in-'s Ii OD danthrenca150)aoolü» $0HDEtlLEISTUH6EH Dschdecken Fripldrnrk doppelseitig, hepvoRaOP raqende Qualität, jiRs indanthren IlW ca. 130x1 60 I« »ItSSÜde Gobelin, hervorrag. Qualität, Persermuster ta.90x180 m.Franse SOHDEftlEIStüNfiEN Relsedecken Reine Wbll8,Rucl£eitB4ftQ0 kariert ca.130x160 lü. ReineWolle.m.Uder, 4*785 einfassungca"80*170 tY SOHDERLEISTÜKSTR ScHecken Woilgemischt.m.Strei-rnn fenkante ca.140x190 ReineWolle,kamelhaar-n75 farbig ca. 140x190 s. 0HDE8LEI5TI1NGEH Jelbezugsf# Couch-Bezugstoffe, kräftige flualitäfen, Indanthren 42lR qefa'rbt, mod.gemust. ta. 130 cm brt. Mtr._ Epinqleart, Indanthren, i mod.gestreift,aBDtmkMfe SOHDERLEISTUHGEN Daunendedgn Besonders gut. kunsfseilDai mitweißerDaunegefOllt allerbeste Verarb.frtcn in allen Farben ca 150x200 SONDERLEISTUNGEH ßeWoRÄ Jacquard-Rips, modern pn* gemustert, schwereQuafjTt'l ntät,,cs1i0cmbrt. Mtnuy*# Wellenrips, einfarb. hervorllQK rag.ßualitätindanthren /UJ gefärbt, ca 120 cm brt. Mtc», S0NDERLEIST11H6EH ieppdefin scxucicseiie .1F Besonders guter, kunst- seid. Damast Rückseite rima ratio ca150x200 iPtMtc cä225cm415 alSOtm�KO nBDOcm JLJO brt«tri.13 brt MtrA brt. Mtr.#r 5DIIIIEI1LEISTUH6EN Bettdecken aus Gittertüll m.Filgtmotiven u.Hohlsaum. reich gestopft Handdurchzug. zwelbettig f S0KDERLEISTUN6EN weMieHalbstores Meterware, besonders edle Grundstoffe, moderne Ausführungen, voile Hohe SERIE I SERIEI SERIEIII 2««.3.85 h;i4« Mtr S0HDERLEISTUM6EH Echte PerserTeppiche durch besonders günstigen Einkauf Z SCoirSS.setirinteressmtg Stücke Galerien SltULpjLElilMöllj Ro nsel d e banzseid. Danamagewebe, uo- "Hfärbtgeeiq.f Dekorationen rhsnge.taläOcmbi: l¥ SONDERLEISTUNBEN ffantfapbeifs» Tiscn decken tversdiiedGrölukusführCRA rund iiecltig,iAus5uchen SONDERLEjSniNSEH Fenster-Dekorationen CD >• CD , Verbindungsstöcke ca.tI5x165 zum Aussuchen u ca 80x290 zum Aussuchen NöSSUl, besonders feine Stücke bis cai30x200 Äff• zum Aussuchen AiSCll§ri,bis ca'145x250 zum Aussuchen j*enq«nadqa«WMl(w � � glHB.üne i STUH6 issenplattenswl ■ n/om-wiMI UnserLtger ECHTER PERSER TEPPICHE dller Provenienzen enfhdlf Sfuckg in dUen Bräßen von seltener Schönheit iuAUSSERSEWÜHHUCM BILLIGEN PREISEN! Ausbesfem einfarb. Vollvoile, inVer. blndung m.indantfipen bedrucWem. tolyoile.allerletrie Neuheit, volle Schal- breite, 2 Elüqel, 1 Uuerbehang, Fenster Jacquard-PIps.ICunstsclde, schwere �UMtmja. Musheru.Färbe, volle Schal6irartt2flug.lfiwtenang,Fenst- W ¥ Verkauf nur ißmmksSimm nur Berlin CZSpandauer Str. 32 I I Denken Sie noch an den Mai des Vorjahres?- Wissen Sie noch, wie wir Jubiläum- und alle Käufer mitfeierten?- Wie Hunderttausende begeistert kauften?- Wieder werden wir Unmögliches möglich machen, denn DIESE Preise für DIESE Qualitäten wird und muß jeder anerkennen M Shetland- Mäntel „Ulanka" aus guter, reinwoll.Qual.» ganr auf Kunstseide gefuttert o<.-M, 28*1 Gummimäntel für Herren, in versdhiedenen Kinder- Kleider Farben ....M. zum Aosstidcen, vorgereichnet, fertig genäht, moderne Farben, Länge 65 I I reinw. Aös.-Georgtt.-Qua»., ganz a. kunsts. Marocain, Größe 42 52 M, Georgette-Kleid gute, kunsts. Qualität, eleg-, dezente Muster, m. kunsts. varoc.-Unterkl. M. M Elegante Mäntel mqts M l 18=1 Georg.-Complet äÖ75 G I � Sportanzüge für Herren, mit Knidterbodcer, in fesdien Mustern...............»M. 690 M 'I ***50 � Mädchen-Kleider a.gut.Iricofetts,5di6n. Farb.,apart.Form, m. weiß. Stidc.-Krag., Lg. 60(Steig. 0 30} Herren-Mäntel-**50 fc Mädchen-Kleider ■ M A M M w-—.T____ I____*-—______- �____ J. 1_*■_ mit schönen Noppeneffekten, Drudemuster, Meter............ aus guter, gemusterter Kunstseide, mit aparter Jadce................M. Damen-Blusen a. kunstseid. Maroc., bedruck�, ap Muster, flotte jugendl. Form, m. kleinem Arm M. Damen-Blusen a. reinseid, Maroc., mod. Westenform, au. 6 Kncp en einreih m. kloin. Arm M. W Darnen-Fu Ii" H I I lover reine Wolle, mit Rüschen ein so tz a. Puffärmeln, euch and. mod. Auslührung. M. Rüschen-Pullover Die große Mode dies. Saison, reineWo'le, besond. kleidsam, in fernen Farben M. Eleganter Pedalhut mit Blumenranke garniert, mderne Früh- jqhrsfarben......................... M. Frühjahrsg locke a. feinem Hanf Sisol-Material m. Tupfenband garniert, Modellkopie........ M. Plissee- Schal zweifarbig, flotte Fruhiahrsfarben, vollkommene Größe................... M- Gabardine. ganz auf Kunstseide ge- füt.ert, Schlüpferform........... AA. Selbstbinde große Form, In herrlichen Sommerdessins...................... Sporthemden feine Oxford-Qualitäten, mit festem Kragen und Binder, enorm billig.... M. Sporthemden Popeline, mit losem oder festem Kragen, schone Pastellfarben m. Satinstreifen M. Wanderdecken od. für die Reise, 140X190 cm mit Bondeinfassung, prakt. dunk'e Most. M. 3.95, 110 W Waschkunsfseide mmm große Auswahl in hellen und gedeckten Sommermustern, Meter..... Pf, 58, 48, s%25 Shanfungette :l'' r~» ii j'Mädchen- Kleider**75 M Crepe de Chine er- aus reinseid Teile, in vielen schönen Far- Pf.« ben, reizende Form, gute Verarbeitg. M. 1 19*. a ap kunsts. Douppion. mod Machart m. HohTs.-o.5tidc.-Verarb, Lg. 60(Stg.0.50) Wollmusselin neue moderne Muster, ca. fcO cm breit, große Auswahl, Meter...........Pt. 1�| 'I 122 1 295 Ü Künstler-Decken " K"----------------- Morgenröcke aus buntbedrudeten Kattunstoffen mit farbiger Blende•••••••••.•...•••...AA. Damen- Pyjama m'lle fleur�adee.un! Hose, xurz.Arm 2,95, m. Ig Arm u. kunstseid. mille fleurGarn M. n t e( extra weite ..... M. 7.90, i rolno Wolle, in großem Farbensortiment, Meter..... modernen rf. bedruckt, elegante kunstseid. Kleioerware, schöne gedeckte Muster, �«tor M. Bad e m a für Damen und Herren, For.ren, dunkle Dessins.. I i I ca. J30Xl60 cm, Rips, grauer Fond, schöne Indanthren Muster........... M. Steppdecken Damaslkunstseide, Rückseite Satin mit Zierstich vererb. Länge 200 cm fenig M. Dekoration aus Kupfer- od. Gold Wellenrips, Flügellänge 275 cm, Behang i. mod. Ausfg. M. Boucle-Teppiche reines Haargarn, moderne Muster, in schönen Farben, ca. 300X200 cm M. 2=1 32 1 ,E| 9-| M Polo-Hemde 290 � Crepe-Constantine 1-1 36 75 78 78 �42 I I I Foul 62I a r d reine Seide, große Auswahl In«nt- rudkendee Mustern, AActe r.......... AA. e u r- Romaine reineWoIle, doppeltbr., die beliebte modische Bindung, mod. Farben, Meter M- 65 I Fl I H ufthalter Schlupfform, eleg. Broch östoff m. 4 Stndc- gummiteil�seiH. m.kl.Sdinürg.�4 Half. AA. U n t e r k I nterkieider für Damen Kunstseide, in schönen Pastellfarben, reiche Austühruug ,...M. 2>15, oder Blusen, 2 fädig, echt ägypt. Mako, Indanthren geiärbt, �Arm.......... AA. 1 590 M Crepe- Marocain aap reine Seide, großes Sorriment, unsere bewährte Qualität, Meter........... AA. � Wickelschürzen einfarbig Zeph r, mit farbiger Gar- nierüng.................... AA. 1.45, Pf. Ii Wickelschurzen gestreift Siamosen und And-in and mit oo�- teeversund Blendengarnierung AA. 2.45, >75 gestrickt, mit Va Arm, besonders haltbare Qualität.Pf. W I Damen-Hemdchen F*** � Damen- Kleider r-Aosshdcen�rgereichn., fertig genäht, aus gu ern Nessel, Größ. 42;4ö AA- 1.65, Der Deutsche Baugewerksbund Baugewerksohaft Berlin ist die freie Gewerkschaft sämtlicher im Hoch- und Tiefbau tätigen Maurer, auch der in Regie- Baubetrieben, industriellen Unternehmungen und öffentliche» Körperschaften beschäftigten Maurer(Werksmaurer), der Feuerungs- und Schornsteinmaurer, der Bauwerkmeister(Poliere, Schachtmeister), der Betonarbeiter, Zementfacharbeiter, Einschaler, Zementarbeiter, der Putzer, Stukkateure und Rabitzer, der Glaser, der Töpfer, der Fliesenleger, der Isolierer, der Steinholzleger, der Kunststein- Zementwaren- und Terrazzo- Arbeiter, der Asphalteure, der Brunnenbauer, der Rohrer, der Staker und der Dachdecker. Außer den Bauhilfsarbeitern gehören noch dazu die Helfer und Hilfsarbeiter der vorstehend genannten bau- nebengewerblichen Fachgruppen, die Abbruche rbeiter, die Tiefbauarbeiter(Erdarbeiter und Hilfsarbeiter im Straßenbau) Drainagearbeiter, in der Jugendabteilung die Lehrlinge der Fach arbeite rgruppen und die jugendlichen H fsorbeiter. Die baut»verblichen Arbeiter in vorstehend genannten Berufen ha'- n im Deutschen Baugewerksbund als der für sie alle zuständigen Gewerkschaft, ihre Stütze in der Gestaltung und Durchführung ihrer Lohn- und Arbeitsbedingungen. In dem Kampf gegen die derzeitigenLohnabbaü-Bestrebungen der Unternehmer bildet in Berlin die Baugewerkschaft Berlin den maßgeblichsten und zuverlässigsten Rückhalt. Die Organisation gewährt Rechtsschutz bei allen Streitig-: keiten und Unfällen aus dem Arbeitsverhältnis. Einer für alle und alle für einen. Deshalb, Bauarbeiter, schließt euch fest zusammen im Deutschen Baugewerksbund Adresse; Baugewerkschaft Berlin Berlin SW 11, Großbeerenstraße 96 Tel: F 5, Bergmann 6491 2 Fünfzigtausend MännerundFrauen derBuch» bindereien und Papierverarbeitungsbetriebe sind im Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter vereinigt! Der Verband OerBodibinder und Papierverarbeiter wahrt die Interessen der in den obenbezeichneten Betrieben tätigen Berufsangehörigen durch sein Eintreten für geregelte Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Er steht seinen Mitgliedern im Rechtsstreit aus dem Arbeitsverhältnis hilfreich zur Seite und schützt sie vor den Wechselfällen des Lebens durch seine Tätigkeit und Einrichtungen. An Unterstützungen aller Art erhielten die Ver- bandsmitglieder im Jahre 1929... 1 137 235 Mark „ 1930... 1 435418„ „ 1931... 1753368„ Wirken und Leistungen des Verbandes zeugen für den Gemeinschaftsgeist, der die Mitglieder eint. Alle in den Buchbindereien und den Papierverarbeitungsbetrieben beschäftigten Männeif und Frauen gehören darum in den Verbann Der Bsibioier und Popisrverorboiler. linllliliullllliUllllllllllllllli� ?:r. 204. 49. Jahrgang Sonntag, 1. Mai 1952 Vorwärts zur Arbeitsbeschaffung! Arbeiiszeitverkürzuug als Notwendigkeit/ Die Regierungen mußten unseren Forderungen folgen! sdrt Boxkalf- unl. Sn �ndäref Braun Box�aW Brüning ist aus Gens zurück.(Er toirö die Erkenntnis mitgt- bracht haben, daß die Besserung der weliwirtschastZichen Berftältnisis, die allein auch sür Deutschland einen iieuön dauernden Äirtschofts- aufstieg bringen kann, durch das Diplomalsnspisl um Abrüstung und Reparationen mindestens um Monate vertagt ist. In wenigen Wochen treten die Parlamente im Reich und in Preußen zusammen! die Reichsregierung darf nicht mit lehren Händen vor die Öeisent- lichkeit treten. Wirtschaftliche Und politische Rot- wendigkeiten haben jetzt erzwungen, was im Reich so lang« verzögert undverschleppt word«n i�st: die Beachtung und Befolgung der von der Sozialdemokratie und den freien Gewerkschaften immer st ur mische? erhobenen Forderungen Nach planmäßiger Arbeiiebeschafsung durch den Staat, noch einem Appell an das Boik und die Träger der Wirtschast Zur Zeichnung einer Arbeitsbeschaffungsanleihe und nach der Durchführung der schon seit Iahren geforderten Verkürzung der Arbeitszeit. Die Reichsregierung hat die Znillaltve in der Frage der Arbeiksbeschssfung ergriffe«. Gestern ist angekündigt worden, daß das Reichskabinstt den von der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion vorgeschlagenen A n• leiheweg zur Arbeitsbeschaffung beschreiten will. Damit ist der erste entscheidende Schritt auf dem richtigen Wege getan. Die Einzelheiten des Anleiheplanes sind gewiß oon außerordentlicher Bedeutung. Für den Augenblick begnügen wir Uns aber Mit der Feststellung, daß Tatwille jetzt erkennbar ist und daß sein Zutage« tretiti der Initiative der Arbeiierschaft zu danken ist. Was die Reichsregierung i m einzalntN tun will, ist leider noch immer Nicht bekannt. Wir halten«sftik sin großes Unrecht, daß man die deutsche Otsfentlichkeit nicht so informiert, daß eiNe fruchtbare Ätit- Wirkung der Sssentlichen Meinung sei der Be- schlußfassung der Reichsregiskung gesichert wird. Man sollte, wenn schön das Parlament wegen mangelnder politi- scher Stabilität zunehmend ausgeschaltet bleibt, erst recht die öffent- liche Meinung zur Kontrolle und Verbesserung der Regiexungearbcit heranziehen. Faßt man alles bekannt Gewordene zusammen, so tu gibt sich für die Absichle« der Reichsregierung etwa folgendes Bild: Ulan denkt an großzügige hausreparakuren beim Alt- befih, wofür man nach de« bisher gemachten ttrsechnutgen eine« finanziellen Gejemlaufwand von vielleicht 200 Jliiffionen Mark annehmen darf. Ilten will im 0 st e n in stark erhöhtem Umfange fiedeln und das bisher durchgeführte Programm der Stadtrandsiedlung etwa verdoppeln. Ulan wird annehmen dürfen, daß dazu wiederum je 100 Millionen Mark erforderlich fein werden. Es Ist an landwirtschaftliche Meliorationen gedacht, die nach früheren UeberschlSgen vielleicht 300 Millionen erfordern, an die Durchführung der in den letzten Zähren allzu sehr vernach« lüssigken Straßenerneuerungen, an die Fortführung be» reiiz begonnener Sanol- und Userbauten, an die Reparatur von Brücken und Uebersührungen. Für diese Bauten dürfte ein Finanzbedarf von etwa 400 Millionen Mark insgesamt entstehen. Da außerdem in diesem Zahre durch russische Mechselein- lösungen einige hundert Millionen öffentliche Garantiesummen wieder frei werden, wäre e» sinnvoll, besonders angesichts der ungeheuer schwierigen haudelepoliiischen tage diese Garantien von neuem einzusehen, womit enlsprechende neue Austräge sür Rußland zur Ausführung reif gemacht werden könnten. Da, geschieht wohl. Faßt man alle Positionen zusammen, so kommt man zu eiuer Summe von 1 bis lYt Milliarden Mark, die das Reichs- arbeitsbeschaffungsprogramm insgesamt Umsossen dürfte. Dies« Summen dürsten allerdings wohl als Obergrenze anzusehen fein. Die Auswahl der einzelnen Pläne erfolgt offenbar in enger Anlehnung an die Empfehlungen des Reichewirtschaftsrats, in denen volkswirtschaftliche Produktivität und auch Rentadili» tat im privatwirtschaftlichen Sinn« für alle zusätzlichen Arbeits- beschafjungsmaßnahmen verlangt worden ist. Wir haben schon ein« mal gesagt und wiederholen es hier Mit allem Nachdruck. daß wir nicht nur bedauern, sondern es auch ab- solut für verfehlt halten, daß das Reichspro- gramm die direkte Förderung des Wohnung». bau es vsrnachlSssigen will. Der Bedarf nach Klein- Wohnungen aus ein Jahrzehnt hinaus ist von allen Autoritäten so nachdrucklich bejaht worden die Bedeutsamkeit des Baugewerbes als Schlüsselgewcrbe kann außerdem kein Mensch bestreiten—, biß die Bernachlässigimg des Wohnungsbaues im Rcichsprogramm geradezu sträflich erscheint. Soviel wir wisse», ist auch die finanzielle D u r ch s ü b- rung des Reichsprogramms auf absolut soiiScr Grundlage geplant. Die Tilgung der beabsichtigten Prämienanleihe dürste schon bald im Reichsha-ushalt erscheine». Zur Deckung der zunächst ersorderliche» Kredite, bei denen die Reichsbank eine sehr untergeordnete und nur vermittelnde Rolle spielt, ist man zum Teil auf die Schaffung»euer, "ßum Teil auf die Ausschöpiung bestehender Einnahmen bedacht, di« aber im gegenwärtigen Augenblick aus besonderen Gründe» nach keine Äerweitdung gefunden haben(zuisi Beispiel„Deutsche Gesell- schaff für öffentliche Arbeiten Ä.-G.") Es ist selbstverständlich, daß auch der preußisch« Staat mit aller Energie die Arbeitsbeschassungepläne des Reiches fördern wird. Preußen wird erfreulicherweise gerade aus dem Gebiet des vom Reiche»srnochlassigten Wohnungsbaus dos«einige tun. Die Gründung der Preußischen Wohnungsbaubank, die die Bürgschaft sür nachstellige Wohnungebauhvpotheken und auch für Zusätzliche Baudarleben übernehmen soll, durfte in absehborer Zeit erfolgen. Zn der Arbetfszeitfrage muß die Reickisregicrung immer noch vorwärks gestoßen werden. Auch in der Frage der Verkürzung der Arbeitszeit hat die ReichSrsgierung«rkarmt, daß das bisherige Kurztreten Nicht Mehr Möglich ist. Freilich vermißt die Oesfenilichkeit bisher noch jede Spur von Großziigigteit und gebotener Kühnheit. Durch das Zögern der Reichsregierung ist bisher schon ein großes Kapitsl nutzlos vertan worden. Die Untern eh- mer bilden sich ein, sie köMMe» an einer gene- rellen Arbeitszeitverkürzung vorüber. Die Ar- beitslofe» fühlen sich betrogen, die Arbeiterschaft im ganzen fühlt sich ge nasführt. Dabei handelt es sich gar Nicht darum, daß man hier noch die Freiheit der Wahl hätte, schon vor zwei Jahren konnte man wissen, daß die deutsche Industrie eine solche Ilebertapazität hat. daß Man Nur zwischen einer großen Dauerarbeitslosigkeit mit hohen Kosten und schweren sozialen Gefahren oder einer allgemeinen Ar- h e i t s z e i t v e rkü rz u n g mit zwar Hoberen Soziallolten iuk die Ilnternehmer und ernsten Solidaritätsopiern sür die Arbeitenden, aber geringeren öffentlichen Lasten und geringeren staatspolitischen Gefahren wählen kann. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die ganze welkwirkschastliche Entwicklung zwingt zu der Erkenntnis. daß hier eine Dauerlösung notwendig ist, die als staatspolstifche Aufgabe durch Verhandlungen mit den inler- esiierken Unternehmern in ihrer Durchsuhnmg geradezu gefährdet werden muß. Die Dinge liegen ja heute so, daß die Untenrehmerorgöntsationen nüch glauben, daß sie den in der ganzen Welt unvermeidlichen Kapitalabwerkungen ausgerechnet in unserem Deutschland mit seinen beispiellosen Kapitalfehlleitungen durch Aufrechierhaltung einer langen Arbeitszeit aus dem Wege gehen könnten. In einer solchen Page müssen Gesetzgeber und Verwaltung von sich aus handeln. Wenn der preußische Ministerpräsident Otto Braun immer wieder für eine radikale Verkürzung der Arbeltszeit einge- trete» Ist, so hat er damit nur ökonomischen Notwendigkeiten und in gar keiner Weise irgendwelchen Klassenforderungen Ausdruck gegeben. Auch der Arbeiter- und Angestelltenschaft Ist durch das Zögern der Reichsregierung in der Frag« der Arbeitszeitverkürzung größtes Un- r e ch t g e s ch« h« n. Es wären nicht entfernt in demselben Aus- maße die Lohn- und Gehaltöfenkungen, Beitragserhöhungen für die Arbsitertvsettversicheruiig, Steuerausfäll« sowie der folgende industrielle Leerlous notwendig gewesen, wenn«in stärkerer Wille der Reichsregierung die deutschen Unternehmer früher zu der Er- lernttnis gebracht hätte, daß die allgemeine Arbeiiszeitoerkürzung ebenso unvermeidlich ist wie eine Abwertung der In den Anlagen investierten Kapitalien. Es muß deshalb auch zum Ausdruck gebracht werden, daß von den noch beschäftigten Arbeitern materielle Solidaritätsopfer nur vorübergehend verlangt werden dürfen. Oejfentlichkeit und Interessenten dürfen sich darüber nicht täuschen, daß mit dem W i e d e r a n st i c o der Wirtschast ein Wiederaufbau der Löhne und An gesteiiiengehälter unbedingt folge» muß. Ohne diese Aussicht wäre es geradezu unsittlich, bei dem jetzigen Leben'iwndard der deu'ich n Arbeiterschaft die Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich vorzunehmen. Zum Programm der Reiäisrcgicrung gehört freilich auch der Arbeifsdienfi. Sovici bisber darüber geredet worden ist— ein Erfolg des Arbeitsdisnstgedankens liegt mir bei jenen Sell'sthilftNiaßnayMeu vor, die die organisierte Arbelierschoit im Rahmen einzelner.Korn* munen seibst durchgeführt hat. Die yanze riesige, mit so viel Herz»nd Gemüt geführte Arbeitsdienst- d i s k u s s i o n hat nach unserer Kenntnis i ni Deutschen Reich bisher k a u m 1 3 Ö Ö Ö M a» n etwas und vielfach unerfreuliche Beschäftigung gebracht. Immerhin kann ein kollektlvisiischer Arbeitsdienst, dessen Ziel lue gegenseitige Hilfe der Arbeitslosen ist, und auch ein ausschlitß'ich vom Staats organisierter Arbeitsdienst sozial und piycholöosüh manche Dienste leiste»! und hier wäre es zweckmäßig, daß Gewerkschostsn sich rechtzeitig um ihre Einschaltung kümmern. Es ist aber sicher, daß großzügige Arbeits- beschassung und entschlossene Arbeitszeitverkürzung den besten Arbeitsdienst darstellen, we-' damit der sentimentale Arbeitsdienst gedenke überflüssig wird. Wo man dem Volk Arbeit gibt, braucht sich keiner um die Moral des Volkes Mehr S o r g» z u m. a ch s n. DI« Arbrilerfchaff darf mit(dennwunna sesfstellev. daß es gerade der Zeiipunkk de» 1, Mai Ist, um den herum die Regierenden in Deutschland erkennen, daß sie sich den von der orgänisierten Arbeiterschaft erhobenen Forderungen sich einfach nicht mehr iiin-mr entziehen dürfen. Die«Hsiige Aeherleaenheit der in der organisierten Ark-elterschl-ff lebendigen ökonomischen Kritik der Dinge" da« tst der eigentliche und wahre Marzis- m u S— hat sich hier von neuem bewiesen. Die organisiert» Arbeiterschaft, die heul? für die Reichehauptslodl im Dustgariea dew.onstriert, w'rd die Regierenden in Deutschland auch zu weiteren wirtschsftspolitischen Maßnahmen vorwär!» treiben. Nicht aus der Dust, zu herrschen, sondern weil es nicht ander» geht. Der Arbeits« beschassung und der Arb�t-zeitverkürzung muß auch der Am« bau der gesamten Mirtschaft zu größcrem Gc- samtnutzen und zu höheren gesellschaftlichen Formen folgen, vorwärts auch mit der Erkämxfung diese? Zielet Kr. Ergebnis derBrotpreisfentung Fesisteilungen der �ieichsforschungsstelle für landwirt' schafiliches Morktwesen. Eine Untersuchung der Reichs forsch ungsstelle für landwirtschaftliches Marktwesen über di« Entwicklung der Preise und B r u t t o v e r d! e n st s p a n n e n beim Brot und Welze nlleingebäck zeigt de» praktischen Erfolg der Preiesenkungsattion der Reichsregierung, der«ine Marktanalyse der Forschungsstelle zugrunde gelegen hat. Die Forschungsstelle hat im Herbst 1930 im Austrage des ReichsernöhrungsministerKims in einer eingehenden Untersuchung die Wege zum Abbau der vielfach recht hohen Bruttospannen beim Brot gewiesen. In der ersten Abbouaktion im Winter 1930/31 wurden in erster Linie die hohen Bruttospannen van mehr als L0 Pi. js Kilogramm zum'Verschwinden gebracht und die Spanne im gewogenen Durchschnitt sür Deutschland von rund 18 auf IS Pf. gekürzt. Di« unter Leitung des Reichskommissars für PreisuberwaGung in diesem Jahre durchgeführte Ser.tungs« ottion erbrachte eine weitere Spannenfenkung im gewogenen Durchschnitt um reichlich 2 Pf. auf knapp 13 Pf. je Kilogramm, d. h. um 12 Proz. gegenüber dem Stande von 1930, und auch beim 140 eigene Verkaufsstellen davon 23 in Groß-Berlin und Potsdam Spezlolmodall, Eine besondere Leistung deutscher Sch'jhfgbrilefltien Sportlicher Früh- jahrsschutk Dezent in Form ufllJ Linien« Führung Weizenkleingoböck wurde die Spanne um iV? Pf. je KUakzramm gesenkt. Die Brotpreisspannen liegen heute nur noch in 18 Proz. der Städte zwischen 14 und 18 Pf., in den übrigen 8Z Proz. der Städte unter 14 Pf. je Kilogrmnm. Die jährliche Einsparung an den Zwischenkosten bei der Brot- und Gebäckher st ellung beläuft sich aus etwa 220 Atillionen Mark, davon entfallen allein 190 Millionen Mark auf Brot. Etwa die Hälfte dieser Einsparung ist den Konsumenten in Form niedrigerer Brot- und Gebäckpreise, die andere Hälfte den landwirtschaftlichen Erzeugern in Form höherer Getreidepreise zu- gute gekommen. In der Untersuchung der Forschungsstelle wird besonders darauf hingewiesen, daß die Einsparung solcher Summen während der schweren Wirtschaftskrise auch eine besondere Leistung des Back- gcwerbcs darstellt und für dessen hohe Anpassungsfähigkeit spricht. Zu diesen Feststellungen darf bemerkt werden, daß ein Erfolg der Spanncnscnkung nicht zu bestreiten ist, daß aber die Lerringe- rung der Spanne nicht allein den offiziell unternommenen Aktionen, sondern auch d c in durch Wirtschaftskrise, Kaufkraft- seukung und Konkurrenzvers chärsung erzeugten Druck zu danken ist. Der Druck aus die Spanne war berechtigt, nachdem das Vorkriegsmaß auch unter Berücksichtigung der seitdem eingetretenen Geldentwertung weit übertroffen war. Lebenshattungsindex: 12-1,1 Prog. Der Teucrungsindex hat sich>m TNonal April wciler ge- senkt. Das Slatiflische Rcichsamt gibt über die Entwicklung des Index im Zlpril 19ZZ folgende Ueberficht:„Die Rcichsindex- Ziffer für die Lebenshaltungskosten sErnährung. Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und„Sonstiger Bedarf) beläuft sich nach den Feststellungen de? Statiflifchen Reichoamtg für den Durchschnitt des Monats April 19ZZ auf 121, 7 gegenüber 12 2,4 Im B o r m o n a t: der Rückgang betrögt somit 0.S Proz. An dem Rückgang sind sämtliche vedarssgruppen beteiligt. Es find zurückgegangen die Indexziffern für Ernährung um 0,3 Proz. auf 11Z,4. für Wohnung um 0.1 Proz. auf 121.4, für Heizung und Beleuchtung um 0,8 Proz. auf 135,9. für Bekleidung um 0.7 Proz. auf 118,3 und für„Sonstiger Bedarf um 0,1 Proz. auf 166,6. Oeffeniliche Wirtschafisstandale? Wie steht es mit per Rheinischen Landesbank? Die Zahlungsschwierigkeiten der Rheinischen Landesbank in Düsseldorf wurden in den letzten Wahlkämpscn weidlich zur Hetze gegen die öffentliche Wirtschast ausgenützt, und zwar auch mit der Absicht, von den privatkapitalistischen Wirtschastsskandolen abzu- lenken. Dr. Paul Silvorbcrg, der bekannte rheinisch-west- fälische Großindustrielle, ein gewiß unverdächtiger Be- u r t c i l c r, der freilich schon immer durch eine gewisse Objektivität von anderen Ruhrherren sich unterschieden hat, führte im Rheinischen Provinzialausschuß folgendes zum Fall der Rheinischen Landes- dank aus: „Die Direktoren der Landesbank hätten keine faßungs- widrigen Geschäfte gemacht und die Geschäfte korrekt vollzogen, mit einer einzigen Ausnahme, und zwar handele es sich da um die Beteiligung an der Rheinischen Bauernbank, was aber mit Genehmigung des verwallungsratcs geschehen fei und einen allgemeinen wirtfchafllichen Zweck verfolgte. Der Verlust bei dieser Beteiligung beziffere sich auf 250 000 W. Die Landesbank habe ihre Darlehensmöglichkeiten den Gemeinden zu weitgehend zukommen lassen. Wäre die Landesbank jedoch den krcditwünjchen der Gemeinden nicht nachgekommen, dann wären die Gemeinden schon früher in Schwierigkeiten geraten. Zm kritischen 'Augenblick sei die Bank imstande gewesen. 125 Willionen Wark zu zahlen, was eine ungeheure Leistung darstelle. Die Landesbank sei schon im Iuli 1931 in Schwierigkeilen gekommen. Hätte nwil ihr damals sofort eine Unterstützung gewährt, dann wären die Schwierigkeiten nicht in dem Umfang, wie sie jetzt bestehen, ausgetreten: damals hätte ein Betrog von 75 Willionen Wark genügt. Sie Landesbank müsse unter allen Umständen ge- hallen werden, da kein anderes Institut ihre Funktionen übernehmen könne.„Es i st ein Unrecht, die Bonität skreditwürdigkeil) der Kommunen irgendwie anzuzweifeln. Ich möchte diese— ich kann mich nicht Heraus zur Maidemonsfraflon Sonntage um 13 Uhr� im Lustgarten! Auf mar schplan: Paugcwcrksbund, Teutsrher Metallarbciterverband, Vcr» band der lftupferselzmiede, 15., 19. und 20. Kreis der SPD.: Gartenstr., opitze Bernauer Str.. sowie Gartenplatz. Verband der Nahrungsmittel- und Getränkearbeitcr, Verband der Hotel-, Nestaurant- und Cafe-Angesteltten, Deutscher Tabakarbeiter-Berband, Deutscher Musiker- Verband, Deutscher Landarbeitcr-Vcrband und Deut- scher Meltervcrband, 1., 4. und 18. Kreis der SPD.: Lothringer Straße, Spitze Roscnthaler Plag. Baugewerksbund, 2. und�7. Kreis der SPD.: Kleiner Tier- garten. Spitze Wilsnacker Straße. Vaugetverksbund: Landsberger Platz. Deutscher Ledcrarbciter-Berband: Bülowplatz. Vaugetverksbund: Cngelufer, Gewerkschaftshaus. Vcklcidungsarbeitcr, Hutarbeiter: Sebastianstr., Spitze Alte Jakobstraße. Gesamtverband: Michaelkirchplatz. Einheitsverband der Eisenbahner» 5. und 17. Kreis der SPD.: Küstriner Platz. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands: Andreasplatz. Deutscher Holzarbclter-Vcrband, 1?. und 1k. Kreis der SPD. und sämtliche frcigewerkschaftlich organisierte Taubstumme: Am Köllnischen Park. Verband der Maler: Mclchiorstr., Spitze Adalbertstr. Verband der Sattler und Tapezierer, Zentralverband der Schuhmacher, Deutscher Textilarbeiter-Verband: Engeluser, Spitze Köpenicker Str. Allgemeiner Deutscher Veamtenbund: Mariannenplatz, Spitze Bethomenufer. Baugewerksbund: Bahnstr.(Bahnhof Großgörfchenstr.) Baugewerksbund und 14. Kreis der SPD.: Reuterplotz (Neukölln). Zentralverband der Maschinisten und Heizer: Lausitzer Platz. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands, Zentralverband der Schornsteinfegergesellcn: Mariannenplatz. Zentralvcrband der Steinarbeiter: Bethanienufer, gegenüber Gewerkschaftshaus. Allgemeiner freier Angestelltenbund: Naunynstr., Spitze Oranienplatz. Graphische Industrie(Buchdrucker, Buchbinder). Ber- band der Lithographen und Stcindrucker, Verband der graphischen Hilfsarbeiter, ii. und 13. Kreis der TPD.: Alte Jakobstr., Spitze Neuenburger Str. 9.. 10.. 11. und 12. Kreis der SPD.: Gendarmenmarkt. Gehörlose Gcwerkschastskollegeu treffen sich um 11 Uhr am Köllnischen Part und schließen sich an den Zug der Holzarbeiter an. Auf dem Lustgarten nehmen die gehörlosen Kollegen vor der Rednertribüne Aufstelbmg: Spandau: Die Spandauer Partei- und Gewerkschastsgenosien treten mittags um 1 Uhr in der Bethkeftraße an. Abmarsch 1 Ubr zum Stadion in Hakenselde. Der Zug trifft dort gegen 2 Uhr nachmittags ein. ><- Die Arbeitersänger treffen sich am 1. Mai, vormittags 9.30 Uhr, im Saalbau Friedrichshain. Diejenigen Sänger, die sich im Saal- bau Friedrichshain nicht rechtzeitig einfinden können, treffen sich um 11 Uhr im Lustgarten vor der Rednertribüne. Solidaritäts-Kraftfahrerk Treffen 11 Uhr Küstriner Platz. Kleidimg: Lederjacke, Kappe und Brille. Die Auspracke hält Erich Flatau Der Abmarsch von den Sammelplätzen erfolgt um 11,30 Uhr/ Fahnen und Banner werden mitgetührt, Transparente sind verboten!/ Der Rückmarsch vom Lustgarten erfolgt nach vier Auflösungsplätzen nach den Anweisungen der Zuglcitcr und Ordner All gemeiner freier Angestelltcnbuud Ortstartell Berlin Zlllgemciner Deutscher Gewcrksehaftsbund Ortsausschuß Berlin Allg-mcincr Deutscher Beamtenbuud Sozialdemokratische Partei Deutschlands Bezirksausschuß Berlin Bezirksverband Berlin Kartell für Arbeitersport und Körperpfleg« Berlin. anders ausdrücken— sadistische Kritik an den Gemeinden ein verbrechen am Vaterland nennen." Troß den vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten seien die Kommunen vollkommen zahlungesähig und stark genug, um mit ihren Schulden fertig zu werden." Gedrosselte Motorradaussuhr. Verhängnisvolle Auswirkungen des Butterzolls. Die Ausfuhr von deutschen Motorrädern hat im laufenden Jahre einen starken Rückschlag erlitten. Im ersten Vierteljahr 1932 wurden nur 627 Krafträder ausgeführt, während es in der gleichen Zeit des Vorjahres 1532 Stück waren. Zu diesem unerfreulichen Resultat hoben mehrere Ur- fachen beigetragen. Einmal Hot die Entwertung des englischen Pfundes die englische Konkurrenz stark begünstigt. Wie stark die Er- höhung der deutschen B u t t e r z ö l l e die deutsche Industrie ge- schädigt hat, zeigt sich auch hier: der dänische Markt ist für deutsche Krafträder völlig gesperrt: de» Borteil haben die englischen Konkurrenten. Die Motorradaussuhr nach Polen ist durch erhöhte Zölle unterbunden worden, nachdem das Holzabkommen mit Polen nicht erneuert wurde. Oesterreich, die Schweiz und die Tschechoslowakei lassen nur it»r niedrige Kontingente deutscher Motorrader ins Land. Oie Reichsbahn im März. Gerechtigkeit für Meler md Genvjsenfchasten Eine Entschließung der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschasten Die auf einer Tagung der dem Lzauptverband Deut- scher Baugenossenschaften»nd-gesellschasten e. B. an- geschlossenen gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschasten versam- mcltcn Vertreter aus ganz Deutschland haben über die Notlage der gemeinnützigen Bauoereinigungen beraten und eine Cnt- schlioßung gefaßt, die in einer Reihe von Forderungen zum Zwecke der Schaffung tragbarer Mieten gipfelt. Die Maßnahmen der Reichsregicrung in der N o t v c r o r d- n u n g vom 8. Dezember 1931 hätten zwar eine geringe Senkung der Lasten der Wohnungsuntcrnchmcn und eine geringe Miet- fenkung ermöglicht, doch reiche in vielen Fällen diese Lasten- senkung nicht aus, um die durch die Mietsenkung entstehenden Beriuste zu decken, und andererseits sei die M i e t s c n k u n g, an den gegenwärtigen Einkommensoerhältnissen weiter Bevölkerungs- kreise bemessen, völlig unzulänglich. Die Maßnahmen der Reichsregierung hätten zudem keine A n g l e i ch u n g der Mieten der Neubauwohnungen an die entsprechende der Altwohnun- gen gebracht. In der Entschließung wird demgemäß gefordert, die Aus- führungsbestimmungen zur Zinsscnkung dahin abzuändern, daß die in der Notverordnung angeordnete Zinssenkung tatsächlich er- zielt werde. Dazu sei u. a. nötig, die Beseitigung des Rechts der Erhebung von Verwaltungskosten- beiträgen durch Kreditinstitute, die früher keinen Verwaltungskostenbeitrag erhoben haben, und die Gleichstellung der Lasten aus Auslandsschulden mit denjenigen aus In- landsschulden. Soweit das nicht durch Verhandlungen zu erreichen sei, müsse durch Beihilfen aus der Hauszins st euer oder aus den Rückflüssen aus den Hauszinssteuerdarlehen der Aus- gleich geschaffen werden. Durch Gewährung von Zinsbcchilfcn aus öffentlichen Mitteln, Weitergewährung bereits zugesagter Zins- und Mictbcihilfcn und durch vorläufigen Verzicht auf die Verzinsung der Hauszinssteuerdarlehcn müßten die Z i n s l a st e n der W o h- nungs unternehmen erleichtert werden. Auch die stcuer- lichen Lasten der Wohnungsuntcrnehmen seien herabzusetzen. Den sozial Bedrängten müßten in Alt- und Neuwoh- nungen Mieterleichterungen gewährt werden, die in angemessenem Verhältnis zu den von ihnen gezahlten Mieten stehen. Den Spar- und Baugenossenschaften, die durch Abhebung von Spargeldern in Liguiditätsschwierigkeiten geraten sind, müsse schließ- lich mit Beschleunigung die Möglichkeit verschafft werden, gegen angemessene Sicherheiten Liquiditätskredite aufzunehmen. Der Güterverkehr der Deutschen Reichsbalzn blieb im März angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die den Binnen- markt und den Außenhandel lähmen, schwach. Infolge der unver- ändert schlechten Wirtschaftsoerhöltnisse und der ungünstigen Wit- � terung war auch der Personenverkehr sehr schwach. Er be- lebte sich erst in der zweiten Monatshätste mit dem Beginn der Osler- scrien und mit Einführung der Festtagsrücklahrkarten mit erweiterter Gültigkeitsdauer. Ueber die Betriebsergebnisse im März wird berichtet, daß die Einnahmen insgesamt 244,5(Vormonat 219,7) Mill-Mk. betrugen, wovon auf den Personen- und Gepäckvertehr 30,9 (62,5) Mill. Mk., auf den Güterverkehr 143,0(134,8) Mill. Mk. und auf sonstige Einnahmen 20,6(22,4) Wtill. Mk. entfielen. Die Au«- g a b c n der Betriebsrechnunz stellten sich auf 297,1(279,9) Mill. Mk.: einschließlich des Dienstes der neuen Schuldverschreibungen und An- leihen und der festen Lasten ergeben sich Gesamtausgaben von 312,2 (294,5) Mill. Mk. Die Gesamteinnahmen weisen also gegen- über dem Vormonat eine Zunahme um rund 25 Mill. Mk, auf, Doch zeigt das Einnahmeergcbnis einen Rückgang um 32,8 Proz. gegenüber 193t und um 55,2 Proz. gegenüber 1929. Seit Beginn des Geschäftsjahres betragen die Einnohmcausfälle bei den Gesamt- einnahmen 26,9 Proz. gegenüber 1931 und 44,2 Proz. gegenüber 1929. Die Gesamtausgaben übersteigen das im Mörz auf- gekommene Einnahmeergebnis um rund 68 Mill. Mk., fa daß nun- mehr feit Beginn des Geschäftssahres rund 222 Mill. Mk. durch die Betriebseinnahmen nicht gedeckt find. Der P e r f o n a l ft a ii d erhöhte sich auf 618 401(607 345) Köpfe, da bei der Bnhnunterhaltung im März keine Feierfchichten eingelegt wurden. Oer 5. Kreuger-Oirekior in Haft. Die fünfte in die Kreuger-Angelegenheit verwickelte Persönlich- keit, der feit 1923 in Zürich ansässige schwedische Direktor Bred- berg, wird von der Polizei endgültig in Hast behalten. Bredberg mar Direktor und Buchführcr von fünf mehr oder weniger dunklen Gesellschaften, die an Krcugcr u. Toll angegliedert waren, die ober wahrscheinlich nichts anderes bezweckten, als die Buchführungs- kunstftücke Kreuzers zu erleichtern und zu verschleiern. Schließung einer Ehape-Filiale. Ein« in Freiburg eröffnete Ehape-Filiale ist auf Grund der Notnerordnung vom 9. März 1932 fofort geschlossen worden. Die Ehape(Einheitspreis-Gcsellschaft) hat gegeq diese Schließung Protest eingelegt. Weiterer Rückgang der Großhondclspreife. Die vom Statisti- scheu Reichsamt für den 27. April berechnete Großhondelsrichtzahl ist mit 98,2 gegenüber der Vorwoche leicht(um 0,1 Proz.) zurück- gegangen. Potsdamer I BERLIN W8- FRANZÖSISCHE-STR.21 u. ZWEISSESCHÄFTE ABB11-0 Für den BOEN ICKE�-HAU s MAM1E verv�onn' DaUCheF: Coronas- Sortiment ■ sparsamf����--..qJi 10• IS IS IS SOpf. '■• �"8*1 1 HAUSHAM QpfJ 'ZM MW Der modischen Silhouetteent. sprlchtd.Form dieses reichge- stepptenPhan- tasle- Mantels. Ganz auf g u- tem Futter Volants und ein Fichu beleben die mod. Linie des wunderhübsch ge- mustertenVoi- lekleides mit Glocken rock. Wie lustig Ist das hübsche Streifenmuster des modernen Trlgerklelds mit losem weissen Blüs'cheru QIS) berücksichtigt werden! Oer Regenmantel ajs reinwollenem Gabardine mitFut- terpasse und Her- rcnbelcgen:beque- mc Raglanärmel Vornehme Pcd»- linc-Kappc. elegant gefüttert K90 Charmantes BügelhOtchen mit Samtblüten RelcheSteppe- rel bestimmt neben einer Rücken• Gar. nierung die Schönheit dieses Mantels a. reinwoll. shet- landartiger Ware. ganz auf gutem Futter Ein reich ver- rierter Rük- kenund fesch« Stepperei an dem pastell- farbenen. gut gefütterter S portmantel An diesem feschen Mantel »st alles rieh- »Ig. der Stoff: worzüglieher Afghalaine. die Verarbeitung. die modern« Form, das gut« Marocain- Futter und der billige Preis. Heiter belebt der Schal au» Kunstselden- Warocaln den jugendl. Mantel a. Shetiandarüg. Ware, garr au' gutem Futter Oieses fesche Einknopf• Kostüm aus rein» woll. uni shet- la ndartlger Ware gibt ein schönes Beispiel für den herrschenden J ModestlLJacke � ganz auf gutem Futter, i, Das schlichte Sellin ec-Com- plet hat ein lustig getupftes Jäckchen und am Rock eine flotte Falten partle Sehr duftig wirkt dasBlüs- chenausKunsO seiden- Marocain mit Plis- seekragen und Puff ärmelchen Em capeartiger Lieberwurf und Puffärmel am zweifar-j big kombinierten Kleid aus: sehr reizend! bedrucktem] Kunstseiden-! M a r o c a I nl Die Falten- fgruppe unter der Knopfpatte gibt dem Afghalaine» rock die reizvolle Form, Das duftige Sommer-Kleid aus blumigem Kunstseiden- Georgette ist reizend mit dem losenjäck- chen und dem Unterkleid aus Marocain. 16 Rekorde! Aber ebenso gut hatten wir auch 16.000 schreiben können. Denn tatsächlich bedeutet jedes einzelne Kleidungsstück, das Sie in unseren Fenstern und in unseren Verkaufs-Räumen sehen, einen unbestreitbaren Rekord an Leistungsfähigkeit. Die Wetterleute sagen, daß wir ein herrliches Pfingstfest bekommen. Wohlan denn: Schmücken Sie sich, damit Sie der Natur nicht nachstehen an Schönheit und jugendfrische—— KÄd>prudi von Won und Bild verboten' D'ie obigen Angebote stehen Ihnen ab Oraniensir. 40 Am Oraolanplata Chausseestr. 113 Könisstraße 33 Seim Stattlner Bahnhof Am Bahnhof AlexanderplaU Montag zur Verfügung!— Schriftliche Bestellungen können leider nicht WWTTüEm'.Jri 250000 �eMßidung&atß&lißi und-aißmteunnen arbeiten heute zu tariflichen Bedingungen. Es sind dies die gewerkschaftlichen Erfolge der zuständigen Berufsorganisation. All© in der Bekleidungsindustrie beschäftigten Schneider, Kürschner, Zurichter, Bügler, Schneiderinnen, Büglerinnen, Putzmacherinnen, Wäschenäherinnen usw. finden ihre Interessenvertretung im dbmt&efien(faefiCeiduHg&atßeiißt-'Vßtßa ffiCiaCctt In aiien gtoßeten Städten— �cniiaCCeitung:(fyetCin W$Of'Heue �Cintet feCdt&it, Ii �iCiaCa(foetCin 1 Se$astian6ttaße A? „Hawag" Heizung, Lüftung, Be- und Entwässerung N0 18« Landsberger Str. 92 Telefon; Alexander 9130/1 Der Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Cafe-Angestellten ist die wirtSöhiftlidbe lötdresseftVertretung aller Angestellteö im Castwirssgewerbe./ Vörzügiicte üriterstützuftgfeeiAfidbtufigen./ Freiwillige Sterbekasse./ Zweigstellen in 146 Städten des Reiches. Hauptgeschäftsstelle: Berlin N 24, Elsässer Straße 86-88 nÄTä üiiiiiiiii :-vir/- '•,..v.-. r ■■"■%&ii4 ;■ iWM WA Der ■■■■■MM Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands ist die größte Organisation des Deutschen Reichsbahnpersonals.— Der Einheitsverband zählt zu seinen Mitgliedern Arbeiter und Beamte, deren Interessen nur durch diese Organisation wirksam vertreten werden. Zentrale: Berlin W 50, Rankestr. 4 MSg • V.Wfft.» j-.'X v i~j'V? gQi'- X'i'•: W-Ü'.."SL,.'-'ti Ät;«''/'&£■ Ulr. 204* 49. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 4. Mai 1932 Wo stehen wir? Ginn und ZWeck der internationalen Maidemonstration. Unsere Maidemonstration ist im Laufe der Zeit über ihren ursprünglichen Zweck hinausgegangen, doch hat sie ihren Sinn be- halten und ihn weiter entwickelt. Am 1. Mai jeden Jahres demon- strieren wir sowohl für die Erfüllung der sich jeweils ergebenden Tagesforderungen der Arbeitnehmerschaft, als auch für die Ziele des Sozialismus, insbesondere für die Ueberwindung der privatkapitalistischen Produktionsweise� für die Völkerverständi- gung, für Mlkerfrieden, gegen den Krieg. Seit dem Internationalen Arbeiterkongreß in« Juli 1883 zu Paris, am 133 Geburtstage der Französischen Revolution, find auf dem Gebiete der Arbeiterschutzgcsetzgebung in den einzelnen In- dustrieländern wohl große Fortschritte zu verzeichnen, allein die internationale Arbeiterschutzgesetzgebung hat längst nicht gleichen Schritt damit gehalten. Als Grundlage für eine wirksame Acbeilcrschuhgesetzgebung in allen Ländern, welche von der kapitalistischen Produktionsweise erfaßt werden, erklärte der Kongreß als absolut not- wendig: Die Festsetzung eines höchstens acht Stunden betragenden Ar- beitstages für jugendliche Arbeiter: Arbeitsverbot für Kinder unter 14 Jahren und Herabsetzung des Arbeitstages auf sechs Stunden für beide Geschlechter: das Verbot der Nacht- arbeit mit Ausnahme bestimmter Industriezweige, deren Natur einen ununterbrochenen Betrieb erfordert: Verbot der Frauenarbeit in allen Industriezweigen, deren Betriebsweise besonders schädlich auf den Organismus der Frauen einwirkt: Verbot der Nachtarbeit für Frauen und jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren: eine un- unterbrochene Ruhepause von wenigstens Z6 Stunden die Woche für alle Arbeiter: Verbot derjenigen Industriezweige und Betriebs- weisen, deren Gesundheitsschädlichkeit für die Arbeiter vorauszu- sehen ist; Verbot des Trucksystems, der Lohnzahlung in Lebens- mittel» sowie der Unternehmer-Kramladen(Kantinen usw.): Ver- bot der Zwischenunternehmer(Schwitzsystem): Verbot der privaten Arbeitsnachweise und schließlich die lleberwachung aller Werkstätten und industriellen Betriebe mit Einschluß der Hausindustrie durch vom Staat besoldete und mindestens zur Hälfte von Arbeitern ge- wählte Fabrikinspektoren. Der Kongreß forderte, daß olle diese zur Gesundung der so- zial?n Verhältnisse notwendigen Maßregeln zum Gegen st and internationaler Gesetze und Verträge zu machen sind. Die Proletarier aller Länder sollen in diesem Sinne auf ihre Regierungen einwirken. Gesetze und Verträge sollen gründlich durchgeführt und deshalb ihre Anwendung und Boll- streckung überwacht werden. Der Kongreß erklärte es als die Pflicht der Arbeiter, die Arbeiterinnen als gleichberechtigt in ihre Reihen aufzunehmen und forderte prinzipiell: � gleiche Löhne für gleiche Arbeit für die Arbeit beider Ge- schlechter und ohne Unterschied der Nationalität. „Um die vollständige Emanzipation des Proletariats zu er- reichen, hält es der Kongreß für durchaus. nytWeMg�_____-____ daß die Arbeiter überall sich organisieren und fordert infolgedessen das uneingeschränkte, vollkommen freie Vereins- und Koalitionsrecht." Um diesen Beschlüssen zur Durchführung zu verhelfen, wurde beschlossen, eine große international» Kundgebung zu organisieren und zwar dergestalt, daß gleichzeitig in allen Ländern und in ollen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten(Behörden) die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen und die übrigen Beschlüsse des Kongresses zur Ausführung zu bringen. Da eine solche Kundgebung von dem Amerikanischen Arbeiter- bund für den 1. Mai 1893 beschlosien worden war, wurde der 1. Mai als Tag der internationalen Kundgebung angenommen. Vergleicht man die Verhältnisse der Arbeiter, wie sie vor mehr als vier Jahrzehnten herrschten und auf dem Pa- riser Kongreß von den Vertretern der einzelnen Länder wie ein- zelnep Berufe geschildert wurden, dann ist eine ganz bedeutende Verbesserung auf dem Gebiete des-Arbeiter- s ch u tz e s unverkennbar. Dqß sie nicht auf die Initiative der Rc- gierungen und ihrer Gesetzgebungen, noch weniger etwa auf die Einsicht des Unternehmertums zurückzuführen ist, das zeigt nur all- zudeutlich die Geschichte der gewerkschaftlichen Kämpfe in diesem Zeitraum, die mit dem Kampfe um das Koa- litionsrecht begannen und neben den ständigen Kämpfen um den Lohn haupsächlich der Arbeitszeitverkürzung galten. Die Umwälzungen, die der Krieg im Gefolge hatte, führten zur Arbeitskonferenz in Washington, zur Bildung des Völkerbundes und des Internationalen Arbeitsamtes, zu beachtenswerten sozialen Reformen, allein die Kriegssolgen führten auch zu der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, die über 20 AUllionen Menschen ans der Arbeit verdrängt hat, so daß heute die dringlichste Forderung die Arbeitsbeschaffung ist und die A r b e i t s st r e ck u n g durch Einführung der Vierzigstundenwoche als Maximalarbeilszeit. Bon dem Washingtoner Acht st undentagüberein- kommen ist heute nicht mehr groß die Rede. Allein das Schicksal dieses Abkommenentwurfs zeigt deutlicher als alles andere, wie es um die internationale gesetzliche Sozialresorm bestellt ist. Ein deutscher Kehcimrat, der als bürgerlicher Sozialpolitiker einen ge- wissen Namen hatte; Herr H e r k n e r. machte noch 1922 in der „DAZ." die Entdeckung, daß der Achtstundentag vor dem 9. No- vember 1318 überhaupt nicht gesordert worden und lediglich„eine Frucht unseres Zusammenbruchs" im Kriege sei Lujo Brentano mußte dem Herrn erst aufzeigen, wie alt die Forderung des Achtstundentags ist. Wenn der neue Vorsitzende der Vereinigung der deutschen Slrbeitgeberverbände die Forderung auf Durchführung der Vierzigstundenwoche— aus dem gleichen Wege, auf dem die Löhne heruntergedrückt wurden— gewissermaßen lächerlich zu machen sucht, indem er auf die wesentlich unter 43 Stunden liegende Kurzarbeit in vielen Betrieben hinweist, so ist das nichts weiter als eine Aus- rede und nicht einmal eine geschickte Ausrede Eben darum, weil maßgebende Betriebe selbst für den noch beschäftigten Teil lhrer Arbeit nicht einmal für 43 Stunden wöchentlich Arbeit haben, kann die Arbeitszeit allgemein auf 43 Stunden beschränkt werden. Diese Forderung ist weder mit der Erklärung von Dr. Köttgen ab- getan, noch mit der Konzession, die ihr im R e i ch s a r b e i t s- miqlstktrium gemacht werden soll. Laßt dajs in deq Augen der Arbeitnehmerschaft so in Mißkredit geratene Unternehmertum jode ihm noch so günstige Gelegenheit ungenützt, sein ramponiertes An- sehen zu heben, spekuliert es lediglich darauf, die Organisationen der Arbeitnehmer zu schwächen durch Begünstigung deren Gegnerschaft, dann ist ihm nicht zu helfen. Die Regierung aber muß im Interesse der Allgemeinheit alles daran setzen, um der Arbeitslosigkeit zu begegnen. Die Gewerkschaften haben sowohl durch die Schulung und Disziplierung ihrer Mitglieder, durch die Millionen- betröge zur Unterstützung ihrer arbeitslosen Mitglieder und ihre praktischen Vorschläge zur Entspannung des schweren Druckes der Arbeitslosigkeit getan was sie tun konnten. Doch das reicht auf die Dauer nicht aus, wenn ihre Warnungen und Forderungen nicht die nötige Beachtung finden und mit Halbheiten zu beschwichtigen ver- sucht wird. Die organisierte deutsche Arbeitnehmerschaft hat heute alle Ursache, gegen das privatkapitalistische System samt seinen„Wirtschaftsführcrn" zu protestieren, gegen alle Projekte, um die vollen Lasten der Arbeitslosigkeit auf ihre Schultern zu legen, die Sozialversicherung zu verwässern und zu verschlechtern, gegen jeden weiteren Lohndruck, wie gegen die Verschlechterungen der Manteltarisoerträge. Ihre notwendigste und schwierigste Auf- gäbe ober besteht heute mehr denn se darin, dem Feind, den wir onm tiefsten hassen, dem Unverstand der unorganisierten Massen, zu Leibe zu rücken, ihre Organisationen zu stärken. Die Neparationsfrage. Entschließung der internationalen Arbeitskonferenz. Gens. 33. April. Die Internationale Arbeitskonferenz hat heute am Schluß ihrer dreiwöchigen Tagung eine bemerkenswerte Entschließung zur Reparalionsfrage angenommen, und zwar im Rahmen einer allgemeinen Resolution, in der der Völkerbund und die inier- nationale Arbeitsorganisation aufgefordert werden, zur B e- Hebung der Weltwirtschaftskrise beizutragen. Der Direktor des Internationalen Arbeitsamts wird in dieser Ent- schließung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, daß zu der bevor- stehenden Konferenz in Lausanne der Völkerbund und die irrter- nationale Arbeitsorganisation eingeladen werden, um ihrerseits zu einer endgültigen Regelung der Reparations- und der politischen Schulderrfrag« beizutragen. Eine solche endgültig« Regelung er- scheine immer notwendiger mit Rücksicht aus die Interessen der Allgemeinheit und der Weltwirtschaft. Der deutsche Regierungsvcrtreter, Ministerialdirekior Dr. G r i e- se r, begrüßte in der heutigen Vollversammlung der Konferenz diese Entschließung. Er sprach dem Direktor des Internationalen Arbeitsamts Albert Thomas, der sich für diesen Antrag eingesetzt hatte, ungeteilte Anerkennung aus. Er erklärte, der Antrag habe -insbesondere durch— die— Mitarbsit-des Regierun gsv er- treters von Irland eine Form erhalten, der alle Gruppen der Konferenz zustimmen könnten, um dazu beizutragen, daß der ollgemeine Niedergang der Wirtschaft aufgehalten und der Wiederaufstieg der wirtschafls- und Sozialpolitik neu organisiert werde. Die Entschließung, die auf einen Antrag der Arbeit- nehmergruppe zurückgeht, wurde von der Konferenz in namentlicher Abstimmung angenommen. Gegen die Entschließung hat sich ein Delegierter, und zwar der holländische Arbeitgeber- Vertreter ausgesprochen. Die Arbeitnehmergruppe hat geschlossen dafür gestimmt, die A r b e i t g e b e r g r u p p e hat sich zum großen Teil der Stimme enthalten. Die deutsch« Delegation hat geschlossen für den Antrag gestimmt. Von den aus der Konferenz vertretenen Regierungen haben unter anderem folgende der Entschließung ihre Zustimmung erteilt: die Schweiz, Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Polen, die Tschechoslowakei, die nordischen Staaten. Der englische und der japanische Reglerungsvertreter enthielten sich der Stimme mit der Begründung, daß sie gegen den Inhalt der Entschließung nichts einzuwenden hätten, aber der Meinung seien, daß die Konferenz in einer solchen Frage nicht zuständig sei. Bilanz der Sozialversicherung. Die Bilanz der gesamten Sozialversicherung für das Jahr 1931 ist erschienen. Die Lage der Versicherungsträger spiegelt wohl mit am deutlichsten die furchtbare Not der Zeit. Die Einnahmen sanken von 6,5 auf 5,6 Milliarden, darunter der Posten Beiträge allein um rund 533 Millionen. Insgesamt rund 433 Millionen Reichszuschüsse wurden eingespart. Entsprechend den sinkenden Ein- nahmen wurden durch die verschiedenen Notverordnungen gewaltsam Ausgabeeinsparungen vorgenommen. Die Ausgaben in der ge- samten Sozialoersicherung betrugen 1931 5,57 Milliarden gegen 6,17 im Jahre 1933. Am stärksten wirkt sich der Rückgang der Leistungen in der Krankenversicherung aus, denn hier sanken die Aus- gaben um rund 23 Proz. Zugenommen dagegen haben die Renten- ansprllche in der Invalidenversicherung und in der An- gestelltenversicherung, so daß in diesen beiden Zweigen der Sozialversicherung sogar eine Ausgaben st eigerung zu vorzeichnen ist. Einschließlich der Arbeitslosenversicherung zeigt die Gesamt- bilanz der deutschen Sozialversicherung noch einen Ueberschuß von 77,3 Millionen. Dies Resultat wird aber nur durch die Einbeziehung der Arbeitslosenversicherung erreicht, welche trotz Kürzung des Reichszuschusses um 383 Millionen mit einem Mehr der Einnahmen von 34 Millionen abschließt. In Wirklichkeit decken aber die Einnahmen die Ausgaben längst nicht, denn die Er- sparungen in der Arbeitslosenversicherung sind lediglich eine Verschiebung der Vcrsorgungslast vom Reich aus die Gemeinden. Von den Versicherungen außer der Arbeitslosenversicherung zeigt nur noch die Angestelltenversicherung eine Mehreinnahme, und zwar rund 263 Millionen. In allen übrigen Zweigen überwiegen die Ausgaben. Das Vermögen der Sozialoersicherungstväger mit Ausnahme der Arbeitslosenver- sicherung wird mit 4,61 Milliarden ausgewiesen.(1933: 5,2 Mil- liarden). Die BerwaltunLSkostgn(mit Ausnahme der der A» beitslosenvcrsicherung) waren um 17 Millionen geringer als 1333. Die Gesamtzahl der Rentenempfänger, der Voll- jahrcskranken und der Hauptunterstützungsempfänger ohne Krisen- und Wohlfahrtsunterstlltzungsempfänger betrug 7,6 Millionen. Das heißt ein Achtel der deutschen Gesamtbevölkeruna wird heute durch die Sozialversicherung trotz ständigen Leistungsabbaus unterhalten. Das preußische Giaatsmimstermm. Für Verkürzung der Arbeitszeit. Das preußische Staatsministcrium beabsichtigt, in der Frage der 4 3- S t u n d e n- W o ch e bei der Reichsregierung vorstellig zu werden, damit sobald wie möglich die geplante Verordnung über die Kürzung der Arbeitszeit in Kraft tritt- Die preußischen Regierungsstelleu sehen angesichts der sehr wenig erfreulichen Ar- beitsmarktlage in der Verordnung ein Mittel, das immerhin eine fühlbare Entlastung in der Arbeitslosigkeit schassen kann. Gewerkschastlicher Wahlerfolg. Betriebsratswahlen bei den Deutschen Telepbonwerkcn. Die Betriebsrat-wahlen bei den Deutschen Telcphomverlen brachten der KPD. den Verlust eines Mandats. Die Rnzis gehen leer aus. Die Belegschaft ist gegen das Vorjahr von 781 auf 43 6, die Zahl der zum Arbcitcrrat abgegebenen Stimmen find von 728 auf 335 zurückgegangen. Die freien G e w e r k s ch a s t e ii e r h i e l t e n 218(486) Stimmen und damit 6(7) Mandate, die REO. 87(217) Stimmen und 2(3) Mandate, während die Nazis-26 Stimmen bekamen, die zu einem Mandat nicht reichen. Diese 26 Nazislimmen sind jedoch nicht von Arbeitern abgegeben, sondern von Lehrlingen(Praktikanten), deren Eltern keine Arbeiter sind. Bei den Angestellten ist insofern eine Verschiebung«in» getreten, als GDA., DHB. und Nazis je ein Mandat erhalten. Der AfA-Bund ha! sich erfolgreich behauptet. Er erhielt 94 (149) Stimmen und 4(5) Mandate, der GdA. 35(46), der DHB. 23(23), die Nazis 44(43) Stimmen und je ein Mandat. Der Betriebsrat jetzt sich aus neun Personen zusammen: freie Gewerkschaften sieben Sitze, die Kozis unb Nazis je einen Sitz. Kozis wie Nazis haben trotz ihrer schäbigen verleumderischen Methoden gegen die src igewerkscha ftlichen Beteiebsraismitalieder ihr Ziel nicht erreicht. Die Belegschaft hat ihnen die gehörige Antwort gegeben. Der Sieg liegt bei den freien Gewerkschaften und der Eisernen Front. Der Großhandel fordert. Kündigungsschutz der älteren Angestellten soll fallen. Der Groß-Berline'r Arbeitgeberverband des Großhandels hat an das Reichsarbeitsministerium eine Eingabe gerichtet, in der er die Aufhebung des Kündigungsschutz gesetzes für ältere Angestellte verlangt. Die Eingabe wird damit begründet, daß das Kündigungsschutzgefeß aus der einen Seite eine u n e rtr-ä g- l ich e B e l a�uisg�für' den den Betrieb verantwortlich leitenden Arbeitgeber sei und daß es auf der anderen Seite nur dazu bei» tragen würde, die Lage der älteren Angestellten zu verschlechtern. Durch das Kündigungsschutzgesetz sei„eine ungeheure Beunruhigung in die Betriebe hineingebracht" worden. Jeder verantwortliche Unternehmer müsse sich aber in der heutigen Zeit von langfristigen Bindungen frei machen. Das Kündigungsschutz- gesetz bedeute praktisch aber eine fast neunmonatige Kündigungs- srist, worauf sich der Arbeitgeber nicht binden könne. Es erschein« deshalb im Interesse aller geboten, das Kündigungsschutzgesetz auf- zuheben. Wa I I i n a n Spangen-, Sdinpr. Schuh und Pump« e«',)- Leinen mit Leder- und Gummisohlen una cnl- rudcenaer arbigcn ßcsatsen.— Sdiöne Modelle lür Straße, Strand, Sport U-BAH. OF HERMANNPLAfZ OER KARSTADT-BAHNHOF Gcharfmacherdemagogie. „Massenausiritt aus den Gewerkschaften." Das bekannte Scharfmacherblatt, die..Deutsch« Berg- w e r t s» Z e i t u n g". erzählt,.chie Wähler"(gemeint sind natürlich die Roziwähler) hätten ..am 24 April deutlich gezeigt, daß sie nicht nur auf allgemein- politischem Gebiet, sondern gerade in der sozialen Frage eine Aendcrung wünschen. Das soziale Moment hat bei den Landtags- wählen eine außerordentlich bedeutungsoolle Rolle gespielt. Die Wähler haben zu oerstehen gegeben, daß sie aus die schönen Worte der freien Gewerkschaften und der Sozialdemokratie über Arbeits- beschaffung, auf besondere freigewerkschaftliche Arbsitsbeschaffungs- tongresse und andere Dinge nichts mehr geben. Sie haben den Glauben daran verloren, daß diejenigen noch irgendeine soziale Besserung herbeiführen können, deren Richtung uns seit 1gl8 re- giert hat". 5)ier werden einmal die 4.6 Millionen sozialdemo» tra tischer Wähler st immen unterschlagen, dann aber wird der Wahlschwindel ausgewärmt, daß die sozialdemokratische und gewerkschaftliche Richtung seit 1918„regiert" habe. Der Zweck, der damit verfolgt wird, ist recht durchsichtig. Indem man uns die Rcgisrungsmacht andichtet, sucht man uns für alles verantworllich zu machen, was der Krieg, die Weltwirtschaftskrise des Kapitalis- mus und die Mißwirtschaft der„Wirtschaftsführer" verschuldet haben. Das Scharfmacherblatt vergießt Krokodilstränen über die Arbeitslosigkeit, ganz gegen sein« Gewohnheit, die beschäftigten Ar- beiter samt den Arbeitslosen zu verhöhnen. Es greint: „Die sozialen Verhältnisse sind ja auch katastrophal genug. Roch immer haben wir mehr als 6 Millionen Arbeitslose. Von je 100 Gewerkschaftsmitgliedern— außer Landwirtschast— waren nach den Berichten der Verbände im März 4S.2 Proz. arbeitslos. Weitere 22,1 Proz. standen in Kurzarbeit. Das heißt also, daß von je 100 Gewerkschaftsmitgliedern nur 32,7 im März voll beschäftigt waren. Daskannntchtsoweitergehenls!) Die Wähler ver- langen eine dringende Aenderung gerade auf sozialem Gebiet. Sie erhoffen und erwarten die Aenderung von einem gründlichen poli- tischen Kurswechsel. Damit ist zum Ausdruck gebracht, daß die ch o f f n u n g, die von den Arbeitnehmern auf die Gewerkschaften gesetzt wird, immer geringer geworden ist. Sie wird, wenn das gegenwärtige System bleibt, bald ganz geschwunden sein. Dann wird nur noch ein geringer Stamm von Organisierten wirklich der Gewerkschasts- parole folgen." Der Wunsch ist hier der Vater des Gedankens. Das Unter- nehmertum besonders auch in Rheinland-Westfalen hat sich die Naziwahlcn allerlei kosten lassen, um„die soziale Frage" in seinem Sinne zu beantworten, die deutsche Arbeiterschaft in ihrem kulturellen Ausstieg um Jahrzehnte zu- rückzuwerfen und den Herr-im-chause-Standpunkt wieder zur Geltung zu bringen. Nlcht einmal die„links-bürgerlich eingestellten Angestellten- Verbände, wie DLzV. und GdA." finden Gnade bei der„Deutschen Bergwerks-Zeitung". Sie könnten zwar noch auf sehr erhebliche Mitgliederzahlen hinweisen, ober die Mitglieder setzten sich über die politischen Parolen ihrer Verbandsführungen mit einer chgndbewe- gung hinweg. „-m TagL nachm. 5Uhr40Pf�-2M Näh« Schies. Bhf. E 7 Weichsel 4031 Tägl. 5 u. 3.15, Sonnugs 2, 5. 8.15 Uhr DerVoselhändler Operette In 3 Akten von Carl Zeller Des großen Erfolges wegen bis einschl. Sonntag, den 8. Mai verlängert& f Achiongl Ab Montag, den 2. Mai, Vorverkauf bereits bis einschließlich der Phngstteiertaae ZOO Beule blliidersonnfad! Neuer Tiefkiuder�arlen! mm.vper Charloiienburt» SismarckstraBe<4 Sonntag,). Mai Turnus V DleEntfflhrung aus dem Serail Neueinstudierung Pecras, Eisineer, Fidesser, Kandl, Gombert, Reiff Anfang-o Uht Enue 22,45 Uhr Dectsdi&s TReater 8 Uhr Vor Sonnen* sinlergang v. QerhJiauptrainn Reeie: Max Reinhardt Vontsäüitne Tbeatrr am BOlowniati 8 Uhr Kamratl Kasper Staatl. Sdiiller-Ditater 8 Uhr Cyrano vonBeryerac I Ktlno-Tlieam Täglich 8'/« Uhr Das Ibutar der Srtaiispialet Maria Stuart Tills Ourieux, Erika Wagner Lichtepfelder Zehlendorfer Straße 5 Oekonom OatoSchSIIing Telephon: Lichterfelde G 3 1445 Fesfsäle tflr 1500 Fersonen mit modern eingeriditet:n EOhnen für Keran- staltongen jeder Art/ Kodizeilssäle /Yereinsziiiner für 20 bis 300 Personen Großer schattiger Naturgarten für 3000 Personen mit Tierpark undKinderspielplätzen cnrxjjjFs CHA USPIUrtAUS DIE SCHÖNE ELENA \A\ RElNhfi 6IV$ZtMCmMG ist billig! Neuerungen: J Von 7 bis 830 * Eintritt nur 0.25 einschl. Garderobe und Steuer 2. Pauschalpreis RM für einen Abend� im, HausVater- m land',• für Eintritt, Card.rob«, Pro- gramm, Abendessen, besteh. aus 3 Gängen, 1 Karaffe Wein oder 1 Glas echtes Bier ein* schließlich Steuer und Be* dionungsgeld 3. Radikale Preisermäßigung s�«n Auszug aus der Abendkarte: Kalt. Lachs m. Remoulade 1.— Ragout fin überbacken. 1.— Kleines Eisbein, garniert 1.25 Paniert. Schweinekotelett m. Rotkohl u. Kartoffeln. 1.40 2 Stück geschabte Hühnerkotelett. m. jung. Schoten 135 Rumpsteak m.pomm.frifc. 2.— 4. Erhöhte künstlerische Leistungen W Hasenheide A fireOeNailcicr € Westen V Zemendorler Straffe 5 Namrgarlen Tierpark HinderbelDSllSunaen Tiermannplatz � Konditorei» Cafe Berliner Strafe 106 Ecke HermacnplAiz Theater desWestens! Täglich Uhr Gastspiel JosephPlaiil: Der Raub der Sabinerinnen Theater am Schiffbanerdannn Täglich ab 4. Mai UrauffQbrung Die Bolfiiaog des •V'■( /V"''-.. .i"." Rose-Theater inli Fmktgrtir StnSi 131 Iii. Wildini E 7 342? Z und 6 Uhr Die Frau, die jeder smht 9 Uhr So ein MSdel (Das Extemporale) Kurbad» Ostsnd Täglich geöffnet 0 34.Boxliagcncr Slraftcn Große 44. Berliner MaswieH-Ausfiellung Dienstag. Z. bis Himwelsaw, Z. Mai igZZ. SMI. Zeatralniebhoi. Eingang: E.denaer Straße und No?dringbabnhof Zentralviedhrs. Besu n sehr lohnend! 18l)0 Masttiere von Mü ÄusiieÜern. Qualtiatsvieh erüen Ranges aus allen Teil n Deutschlands. Güttsrigcr Einkauf auch für die Ausfuhr nach allen Städten Deudchlands. Die'Vräin-enkarlons erhalten die Räufer. Alle prämiierten Acre werden mit Preisplomben veri'ehen. Großer Wettbewerb ßr ausgeschlachtete Tiere. Mit Mast» aeflügel- Ausstellung und Geflögelkosttüche. Sonderausstellung der Braktlschen Fle'fcher-KunstfachschuleBarlin und für rraktische Ari eiten aus Fleischereibelrieben. Große Fa gaverbliche Ausstellung für Land- Wirtschaft, Molkerei, Schlächfergewerbe. erkehrswcsen. HauSwirt- schafl. StaatSpreii'e. Goldener Polal. �Goldene Medaillen, Ehrenvreife. l-iOfloRM. Tür Prämiierungen. Eintritt::T.Mai 2 RM., 4. und S.Mai 1 RM., Kinder 50 Pfg. An allen Tagen Konzert der Heinrich-Dtpre!» Kapelle.— Straßenbahn V5; Unterarundbabn über Aleranderplaiz bis Petersburger Straße: Nord ring 8Z-Babn: Zentralviehhor; Hoch� bahn Warschauer Brücke, anschließend Straßendahn 4, 5, 9.-- Der Bctuch wird stch iür jedermann lohnen, zumal der Himwelfahrts« tag auch den Berufstätigen Gelegenheit dazu bietet. O RO% BERLINER Wassersport- unoWochenend-Ausstbiung Im Sportpalatt, bis 8. Mal 1332 Alles umtassende Schau SeUffiiet: Wedienhgi II bil 22 13», Sonntag, 10 bin 22 Uhr ElntrCtspreis RM O.SO| KEMPIMSKiy� HOPPEGÄRTEN HEUTE 3 H UHR ERÖFFNUNGSRENNEN OroD-Berünyiid Krug zum sriiiten Kranz Berlin, Alexanderplatz Sonntag, 1. Mai 1932, ab 12 Uhr: Nachmittags; 3 Kaperen/ Tanz/ Humor/ Stimmung Eintritt irell Eintritt freil ASCHINGER dos Restaurant aller Berliner * Speise bei Aschinger Kaufe Aschingers Wurstwaren Billig und vorzOglich Kaufe Aschinger-Brot Billig und de.lkal * Die neue Del katsnse: Aschingers Dosen-Wörstchen Aschingers tischfertige Speisen In Doien Kaufen Sie von unS ans ihre Sinn'chlung wird ein wert« voller Bestandteil Ihres Vermögens? Gleiser Alexanderplatz GrößteAuSwahl- KostenloseLageruna- Denkbar niedrigste preise. Frachtfreie Oessning. Orachifalaloa Rr 53 gratis. Klima und Quellen. Was der Harz lehrt. Will man das Harzklima charakterisieren, dann muß man sich darüber klar sein, welche Faktoren bei der Bewertung eines Klimas «ine Rolle spielen. Im allgemeinen pflegt man, so führt der ver- storbene Badearzt Dr. R h e s e in einem sehr lesenswerten Artikel des Harzführers aus, ein Klima entweder als ein S ch o n u n g s» t l i m a oder als ein Reizklima zu benennen. Schlagworte sind diese Bezeichnungen nicht, wenn sie richtig verstanden werden. Früher pflegte man Heilklima und Schonungsklima schlechthin gleichzusetzen. Einem Klima wurden Heilwirkungen eben nur dann zugesprochen, wenn man von ihm annahm, daß es den Organismus nach ollen Richtungen hin schone. Wurden so alle Reize vom Körper ferngehalten, dann sollte, wie man meinte, die Natur die Möglich. keit haben, sich selbst zu Helsen. Dem Klima selbst sprach man also hierbei eine rein passive Rolle zu. Aber allmählich sehte ein Umschwung ein. Er ging aus vom Hochgebirge und der Nordsee, die die Heilkrast ihres Reizklimas erforschten und nachwiesen. Dasjenige Organ nun. das in erner Linie die Reize des Klimas aufnimmt und durch Vermittlung der Hautgefaße und des vegetativen Nervensystems weitergibt, ist die menschliche Haut. Die reizenden Faktoren sind hierbei die Luft- temperatur, der Wind und die Strahlung: wichtiger ist hier, daß nach Professor Kestner warme Lusttemperatur die Strahlenwirkung nicht aufkommen läßt, so daß es sich hier also um eine besondere, noch nicht erkannte Wirkung der Sonne handeln muß. Auch sonst müssen die in Betracht kommenden Reize auseinander abgestimmt sein. Kalte Luit verlangt z. B. Windstille, sie wäre sonst ein ebenso unerträglicher Reiz wie extreme Kälte an sich. Ein derartiges ausgeglichenes Klimagebiet ist der Harz. Den"Ausgleich schafft das vorhin genannte Lageverhältnis des Harzes zum Ozean, welches im Sommer vor erschlaffender Hitze schützt, und ein im oll- gemeinen mildes Winterklima, welche- trotzdem eine Verhältnis- mäßig longandauernde Schneelage zuläßt, bedingt. Die Wirkungen der Klimareize auf den Organismus äußern sich in einem günstigen Einfluß auf die Blutbeichaffenheit. in vor- tcilhafter Beeinflussung von Ernährung und Stoffwechsel, in der Ilmstimmung einer fehlerhaften Konstitution, in Verbesserung der Reaktion der Hautgekäße und dadurch bedingter Abhärtung, in einer Anregung des Nervensystems. Man war nun bemüht, zahlenmäßig zu erfassen, wie sich die Reizkomponenten eines Ortes dem Grade und der Intensität nach auswirken, und es lag nahe, sich zu diesem Zweck der Abkühlungs- große zu bedienen, bei der Lufttemveratur und Windgeschwindig- keit die wichtigsten Faktoren sind, nächstdem Strahlung und Luft- seucbtigkeit. In biologischer Hinsicht ist indessen bisher mit der Abkühlungsgröße als einer exakt in Zahlen zu erfassenden Größe noch nicht zu rechnen, weil der normale menschliche Körper sehr fein arbeitende Einrichtungen zur Regulierung seiner Köroerwärme be- sitzt und die Beziehungen zwischen der tatsächlichen Wärmeabgabe des Äörvers und einer physikalisch festgestellten Abkühlungsgröße noch nicht gefunden worden sind. Man ist daher zunächst aus Schätzungen angewiesen. Das eine ist aber feststehend: Der Wind spielt in dein Komvlex Abkühlungsgröße eine wesentliche Rolle, und durch Windschuß ist daher die" Abkühlungsgröße herabzusetzen. llebcrträgt man dieses auf den Harz, so ist ersichtlich, wie sehr vorgelagerte Wälder und Höhenzüge einem Orte neben den wirk- samen Reizkomponenten zugleich die Vorteile eines Schonungs- tlimas bieten können. Unbedingt wichtig ist die H a r m o n s e zwischen Klima und Heilquellen. Beide müssen an dem gleichen Strange ziehen, und es ist nur sehr unvollkommen möglich, für eine Heil- quelle Hcilanzeigen aufzustellen, wenn Heilquelle und Klima in ihrer biologischen Bedeutung nicht miteinander harmonieren. Im 5)arz sind die Sol- und Kochsalzquellen reich an Kalzium, dessen Bedeu- tung heute wissenschaftlich hoch eingeschätzt wird. Die Trinkkur mit einer Kochsalzquelle hat einen alten Ruf bei den Erkrankungen des Magen-Darm-Äanals, bei manchen Stoffwechselleiden und bei den chronischen Katarrhen der oberen Luftwege und Bronchien. In dem Heft„Kur und Erholung im Harz und Kysfhäuser" wird das bisher vorwiegend von Touristen be- suchte vielseitige Mittelgebirge auch als Kur- und Erholungsgebiet beschrieben. Mehr als 1l)t> Abbildungen, eine Uebersichtskarie und ein mehrfarbiger Umschlag ergänzen den Text. Da- Seiten starke Heft ist zu beziehen durch die Reisebüros und den Harzer Verkehrsverband e. V., Geschäftsstelle Wernigerode im 5)arz, Post- schließfach 84.__ Wochenend im Munsierland. Längst hat der heutige Wanderer auch die Flach- und Hügel- landschast entdeckt, und es scheint sogar, als ob gerade sie, die lange vernachlässigte, in ihren Reizen unerschöpflich sei. Die Schweiz und den Schwarzwald kann man nicht mehr entdecken, aber dafür das Münsterland. Das gilt besonders für Entdeckungsfahrten im Wagen oder mit dem Motorrad, die ein ganz neues Gefühl für den Raum und die Schönheit der ebenen Landschaft vermitteln werden. Allem Lärm und aller Hast der Großstadt fern, führt der Weg in schnellem Wechsel durch schwermütige, von blauen Waldsernen begrenzte Heide, dann durch fruchtbare liebliche Gegenden, vorbei an üppigen Kornfeldern, grünen Wallhecken und Kämpen, einsamen Kotten und breitbehäbigen Schulzenhöfen im Schonen hundert- jähriger Eichen Bon welligen, freundlich begrünten Hügeln schweift der Blick weit über ein wechselndes Gelände von Flur und Wald bis zu den zarten Konturen ferner Türme. Durch das oerwitterte Tor eines Städtchens kommt man und sieht voll Erstaunen, daß es nicht nötig ist, weit zu fahren, um Gassen und Winkel, Bürgerhäuser und Tore kennenzulernen von malerischem Reiz und anheimelnder Traulichkeit. Die romanischen und gotischen Hallenkirchen der Dörfer und Städte, Mittelpunkte uralter Kultur, sind einzigartig. und nicht zuletzt auch die Wasserburgen! In ihren Schlupwinkeln hinter Hecken und Büschen träumen sie in unerhörter Zahl und Schönheit, aller Schätze und Wunder der Romantik voll. Darum auf ins Münsterland! Es grüßt in kräftigem Plattdeutsch: Kummt neiger! �eisegepäck-Versicherung billiger. Um den heutigen Verhältnissen Rechnung zu tragen, erfolgt ab 1. Mai auch für die an den Gepäckschaltern der Reichsbahn gs- botene Versicherungsmöglichkeit des Reisegepäcks bei der Euro- päischen Güter- und Reisegepäck-Versicherungs-Aktiengesellschast ein Preisabbau. Die Versicherungsgebühren werden um rund 2 0 P r o z. und teilweise noch darüber hinaus vermindert. Außer- dem wird noch eine wesentliche Vereinfachung und Erleichtc- rung für den innerdeutschen Verkehr durch Ausgabe einer zehn- tägigen Vcrsicherungskarte für das gesamte Reisegepäck leinschließ- lich Handgepäck» mit der äußerst geringen Prämie von l.öO M. für 500 M. und. von 2,50 M. für 1000 M. Versicherungssumme geschaffen. Um Reisenden, die nur Handgepäck mit sich führen, den Versicherungsabschluß zu erleichtern, werden die Versicherungs- karten nicht nur an den Gepäck-, sondern auch an den Fahrkarten- schaltern aufgelegt. Mit Rücksicht auf dies« neu» Einrichtung fällt die Versicherung des aufgegebenen Gepäcks mittel- Wertmarken im Inlandsverkehr weg, während sie für den internationalen Ver- kehr bestehen bleibt, aber ebenfalls eine bedeutende Vereinfachung und Verbilligung erfährt. Alle Einzelheiten sind aus den Aushängen in den Bahnhöfen der Reichsbahn zu ersehen bzw. können bei den Schalterbeamten erfragt werden. Entsprechend verbilligt und vereinfacht werden auch die bei den Vertretungen des Mitteleuropäischen Reisebüros G. m. b. H., der Hamburg-Amerika-Linie und zahlreichen anderen Stellen erhältlichen Policen der„Europäischen". Magnetberge in Oeutschtand. In der Nähe des lieblichen, am Rauschebach gelegenen Harz- städtchens Jlsenburg ragt, nahezu senkrecht aus dem Jlsetal aufsteigend, ein 75 Meter hoher Granitfels empor, der Ilsestein, dessen höchste Spitze von einem riesigen eisernen Kreuz gekrönt wird, einem Erinnerungszeichen, das Graf Anton von Stolberg-Wernige« rode dem Andenken seiner im Jahre 1814 gefallenen Waffenfreunds gewidmet hat. Eine besondere Merkwürdigkeit des Ilsesteins ist, daß auf seiner Spitze die Magnetnadel von der Normal- läge stark abweicht und durch Osten nach Süden springt. Aehnliche starke Abweichungen der Magnetnadel hat bereits Goethe auf seiner Harzreise bei den Schnarcherklippcn zwischen Schierke und Elend festgestellt. 2n Bad Nauheim, das zu Pfingsten für viele ein besonders lockendes Reiseüel ist, werden über die Feiertage vom 14. bis 18. Mai 1932 Pfingstkurkarlen zum Preise von 5 M. ausgegeben. Diese Karten berechtigen zum freien Besuch des Kurhauses und der Konzerle des staatlichen Kurorchesters, ferner auch zur Benutzung der Kurmitlel für die angegebene Zeit gegen Entrichtung der hierfür besonders festgesetzten Gebühren. Bad Orb im Spessart ist der Gesundungsvlatz derjenigen, dis mit ihren Mitteln Hausbalten wollen, aber doch mit sicherer Aus- ficht auf Erholung und Heilunq ein Bad aussuchen müssen. Krank- heiten des Herzens und der Blutgefäße haben in Bad Orb sichere Gewähr auf Heilung. Dieselben Quellen bringen, wie ärztliche Gut- achten übereinstimmend bezeugen, Linderung und Heilung bei Magen- und Darmlciden, Leber- und Gollenkrankheiten und be» sonders bei Gicht. Das Bad bat den augenblicklichen und Wirtschaft- lichen Verhältnissen in jeder Weise Rechnung getragen und darum die Beantwortung dieser Frage leicht gemacht. Die Kurtaxe wurde herabgesetzt. Die Hotels und Pensionen haben ebenfalls ihre Preise stark reduziert. Selbstverständlich sind auch die jetzt so beliebten Pauschalkuren eingeführt. Bad Isiiessee am Tegernsee. Das Jod- und Schwekelbad hat schon am 14. April beaonnen Es wird dadurch eine neue Vorkurzeit bis 14. Mai mit ermäßigten Bäder-, Unterkunfts- und auch Pauschal- kurpreisen eingeführt. Alle vor dem 15. Mai abreisenden oder nach dem 15. September ankommenden Kurgäste zahlen auch nur die halbe Kurraxe an die Gemeinde.(Auskunft: Kurbüro im Rat- haus Bad Wiessee.) Bad Langenau. Die wichtigsten Heilfaktoren sind die drei starken kohlensäurehaltigen Eisenquellen, die wegen ihres hohen Kohlen- säuregehalts zu den stärksten Kohlensäurequellen Deutschlands zählen. Zu dem Vorhandensein dieser Kurmittel gegen Herz- und Nervenleiden kommt noch der große Reichtum an radiumhaltigem Moor, welches nach der Analyse dem Marienbader Moor gleich- wertig ist. Alle Arten von Rheumatismus. Gicht und Ischias werden durch die Anwendung der Moorbäder erfolgreich behandelt. Die Preist für Verpflegung wie für Kurtaxe und Bäder sind die billigten von allen schlesischen Bädern. Während der ganzen Saison werden Pauschalkuren abgegeben. Der Preis einer solchen Kur bei einer Kurdauer von 28 Tagen beträgt 210 M. einschließlich Arzt- kosten. Prospekte kostenlos durch die Kurverwaltung Bad Langenau und alle Reisebüros. föryr&ts! hf*>lerr Uralzeff brauchte wieder mal dringend Geld. Also wandte er sid,— es war Mitte 1929— an Herrn Bedenk mit dem Zlnliegen, ihm Pfandscheine auf Brillanten oder Teppiche zu besorgen, er wollt« sie in Dresden beleihen. Und siehe da: Ende September konnte Herr Bedenk, wenn nicht mit Pfandscheinen auf Teppiche, so mit Teppidjcn als solchen dienen, und zwar mit ganzen acht Stück. Wie war aber Herr Bedenk zu diesen Teppichen gekommen? Auch das ist eine ganz amüsante Geschichte. Gegen 3 Uhr nadsts, am 26. September 1929, betrat die Hausangestellte des Direktors Pahler, der in Zehlrndorf seine Billa hat, nach angeregtem Kartenspiel das Schlafzimmer der abwesenden Herrslhoit. Im selben Augenblick wurde ihr.Halt" gerufen, eine Base flog ihr entgegen, ein Mann flüchtete, so schnell er konnte; sie sah ein Auto ohne Laterne davonfahren, in der Wohnung fehlten Teppiche im Werte von 20 000 M., aus dem Tisch standen geleert« Likörflaschen. Wenige Tage später bot der Kausmann Schrad« Herrn Bedenk, den er vom Gefängnis aus kannte, Teppid,e zum Kauf an. Bedenk erinnerte sid, an Uralzeff, und das Geschäft wurde perfekt. In Begleitung von Frau Uralzew fuhr Schrade nach Dresden, die Teppid>c kamen zu Uralzeff in die Wohnung: als Eigentümer wurde ein gewisser Herr Kersten bezeichnet, der in eigener Person nach Dresden kam und in Wirklichkeit der Jlauf- mann" Kallies war. Uralzeif zahlte für die Tcppiche 4000 M., gab davon vier als Sicherheit für Forderungen an Rcdstsanwalt Türk, nahm später zwei davon zurück, um einige Zeit darauf auf die Teppid,« ein weiteres Darlehen in Höhe von 2000 M. zu erhalten. Als dann die Polizei feststellte, daß die Teppiche aus der Zehlen- dorfer Villa stammten und von den„Kaufleuten" Kallies und Schrade, die gemeinsam mit einem Ullrich, der den Chau�'eur gc» spielt hatte, aus der Villa geholt worden waren, da erklärten die Einbrecher, sie hätten die Teppid,« auf ehrliche Weise erhalten: Herr Bedenk und Uralzeff wollten gleichfalls überzeugt gewesen fein, daß es sid, uin„legale" Teppiche gehandelt habe. Polizei und Staatsanwalt waren anderer Ansicht. Also hatten sich alle Fünf gestern vor dem Sd>öffengerid>t Berlin-Schönebcrg zu verantworten. Die Cache mußte sdjiließlid) vertagt werden, da neu« Zeugen geladen werden sollen. Der Fall Teppichgeschäft ist aber nicht gerade ein Ruhmesblatt in der Laufbahn des ehrenwerten Kauf» manncs Uralzeff. des Zchnmillionengläubigers der„nationalen" Rarffeisenbank. Maifeierstunde im Rundfunk. In> Deutschland- Sender findet heule abend, 19 Uhr, eine Feier st und« für die Werktätigen statt. dje gleidizeitig auch auf die Sender Breslau, Hamburg, Königsberg, Langenberg imd Leipzig übertragen wird. Das Programm der Feierstunde lautet: Vogel: Sturmmarsdi(Berliner Posaunenverbindung 1920, Leitung H. Koch). Flaischlen: Vom Werktag und Sonn- tag: Zsrfaß:«chrei des Lebens lGcrtrud Eysoldt). Ansprad?«: Minister Dr. G r i in m e. Lcndvai: Wir, die den Hammer schwiiujen(Neuköllner Sängerchor, Leitung G. O. Schumann, und Posaunenverbindung). Engelke: Das Weltrad; Petzold: Die Bielen: Jacoby: Die neue Zeit(Gertrud Eysoldt). Musiorgsky: Sonnen- Hymne aus„Boris Godounow"(Beide Ehöre). Die Veranstaltung ist als A b h ö r d a r b i c t u n g für Organisationen uird andere Gemeinsdrastskreise geeignet. Daneben bringen die einzelnen e-ender an diesem Tage eine Reihe wertvoller künstlerischer Darbietungen und Konzerte, die aus den Rundsimkprogrammen des Tages ersichtlich sind und auf. die wir bei dieser Gelegenheit besonders hinweisen. Die falsche Oinar-Noie. Ein raffinierter Schwindlertrick. Bei vrschcedenen kleinen Bankgeschäften in den Berliner Bor- orten ist in letzter Zeit nadidnander ein Mann aufgetaucht, der sich eine 100-Dinar-Notc einwechseln ließ. Später immer erst inerlte man, daß man einem Betrug zum Opfer gefallen war. Es war in Wirklidsteit eine außer Kurs gefetzte r u s s i s d) c 100-Nubel-Rote. Nach dem Sd)windlcr wird gesudst. Der Mann benutzte einen ganz raffiniert erdodsteu Trick. Zunächst einmal erschien er in den kleinen Bankgeschäften nur um die Mittagszeit, weil er damit rechnete, daß der Vorsteher z» Tisch sein würde. Das stimmte fast immer. Er hatte dann nur mit einem An- gestellten zu verhandeln und bekam audl regelmäßig den augenblicklichen Kurswert der jugoslawisdieu Währung ausgezahlt. Zuvor aber ging er in ein der Bank benachbartes Gesthäft und gab dort vor. etwas kaufen zu wollen. Er wollte dann mit seiner Note zahlen. Die Leute wiesen ihn dann an die Bank. Er bat nun, dort anzurufen und zu fragen, ob man wechseln könne. Er begründete das mit seinem gebrodzenen Deutsch. Die Verkäufer halsen ihm auch und meldeten so unbewußt den Betrüger an! Wie sich herausstellte, ist der Gauner bisher bereits in Kiel, Hamburg, Dresden usw. aufgetaucht. Er scheint Russe zu sein. BANK UND SPARKASSE ALLER ARBEITNEHMER Berliner (flAftcHUHhOf .IWW SCHUHEN IST DIE Xu Pfinqslen SCHUHHOF-PREISE billiger als je BANK DER ARBEITER, ANGESTELLTEN UND BEAMTEN,<1 ZENTRALE: 514, MÄRKISCHES UFER 32 WALLSTRASSE 62, 65 DEPOSITENKASSE: SW 68, LINDENSTRASSE 3 i&ßü Schunpfiegernifhe' vedcngetnO« leben 3h«rSdiuh« SCHUHHOF IST links It.11 oWilmersdorferslrW Turmsh�S* MüilersiTassel43fl Spandau, Breiteslrasse 22 ifeter euch gm Atexflnd€fplgtetKöiiiqsfc2S Im Warenhaus am Oranienplatz Sonder-Angebote für das Pfingstfest Beiderwand B4um�lle � 70 crn neue Muster. Meter Baamw. Musseline 01 70 cm Muster aparte Meter 0.7J Wollmusselinc Banmw. mi( üunslseide ca. 75 cm, neue Muster..... Meter 0.70 Polo-Panama Baumw ä Crepe Karocain kKunstseit,e) ca schöne Muster.... cm, bedruckt, . Meter J.75 Doupplon Facon� ei 90 cm Meter O55 o- 090 000 085 295 t95 I Polo-Hemden und-Blusen In großer Angwahl Klnder-Spangensdiutie 490 Boxkalf, braun. 27/33..........* Damen-Spandensdiuhe SSO Cnevr, Nachtschatten, m. amerik Absau v* Damen-SDanOensdtuhe �5© 1©75 125# Bleld aUS kunst5-e'ciene-rn ��rocaln, moderne Ttagerform und Pumps, in Chevr. und Boxkalf. In den neuesten Modellen und Ausführungen. Bundsdiuhe"Ä�oh., für Herren l2.>o........ Djmen Herren-Bamsdiniie braun, in vielen Modellen, beste Rahmen- arbelt.................. Kl aslff aus reinwollenem Musseline, UlA>lu neuartige Verarbeitung... Damen-Hanlel xiMVi ganz auf Kunstseide gefüttert..... Damcn-Hanlcl faÄe'am verarbeitet, ganz auf kunstseidener Serge 139» II5® 18" 29" Herren-Sacco-Anzöde farbige moderne aMuster, flotte zweireihige Form............ Scrrcn-Sacco- Anzöge blau Kammgarn, gute Veratbeitung. Herren-Spon- Ansäge zweiteilig mit Knickerbocker, moderne Muster................ Herren-Raglan Kunstseide............... 33®° 42»« 28®» 39»® Große Auswahl Küicep-Hieißcnea und-Hei stets am Lager In verschiedenen Größen und Aus« führungen, ganz besonders preiswert Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend BiSaiüWfai 9$ Dicke Pari 64 rein Orient Die beste rondit wer Qoolitat erkennt; S'I- Pf, Zigarette •••••••••'•••« �PczF�ellen und. Wchmmgen .. V : •••**•••••*••• Parzellen nodi billiger! Villen- n. Wochencndsiediang Kladower Schanze (an AsphaitstraSe Kladow— GroB- Qlienick« qm von 3,50 M. an. Gartenstadl Dallgow (5 Minuten vom Bahnhof Dallgow- Döberitzj qm 1.50 bis 2�0 M. Siedlung Neo-Rohi bech (15 Min. vom Bahnhof Dallgow- Döberitz) qm 60 Pt bis 1.80 M tttr alle drei üieGlunsen Straßenbau. Wasser, Licht u. Gas durch behördliche Verträge ge- reaclt u. gesichert. Bauenaubms ohne Zwang. Kleine Anzahlung und Monatsraten. Auskunft und Prospekte durch J. Müller- Worgl Spandau-We.L Dallgower Str. 1. Fernruf C7, Spandau 1527, und Verkaufsbüro Kladower Schanze. Für Dallgow und Rohrbeck: Dallgow. Bahnhotstraße 15, billig Die schöne. einfa' VV o h n u n g �»nnise. geräumig; ...wi CnV f TMtrtZfc Siedlung Kindelwald -.|B[[T1�-vBcrwTTwri» NMohnstadtCarlUegienS1 � ,i zim.,0fenhz9., ab 2.."" I v' Ztrhzg.,« Parzellen an M'ald und Wasser(Pätzer See. Bahnstation: Groß-Besten verkauft preiswert unier günstigen Bedingungen, qm von 1— RM an. Angel- und Bade- celecenheit vorhanden Karl VVeln- hepjf, Berlin NO 18, St: ausberger Str. 44 WaicGparzellen-k Auch obne Anzalilunq. Dlrelt vom Eigentümer! Sofort. Baoerlaub. o.Bouzwaug. ZtelneWerlzmoach»!!. Ztl.Monatsrate», qn> von a» üe!w Jaltoti" Um, nahe dem< rohe» Zeesener See 30 Minuten vom Bahnhof KSnlg»wn»terhn>,,en Rurz vor Dors Genzia am Waid- meg. der zur Siedlung fuhrt: grohes Schild! Fahrzeit vom(Sörllh.Bhf. bis Königowusterhausen 40 Min.. Siediertarie 30 Pf. N.krsllvver.wlji! UZZ SoimsSir. 37 Tel. Bergmann 270. Täglicher Verlauf in der Siedlung Bfrlauis° Büro: Tel. kgsw. 2321. Auslunfi auch im. Restaurant „Waldesruh-. Inh. Richard Bock pzstejgeülizzeiiellisll.vesßiiiülz. ,(l°sttl.6et-U«i� * 1(«itrzi-fluew» , 57.30 RM 61-60 n 2„ 7'" 64.60„ „ Ztrhzg., 68__ n 2 ,,"" 101.—" �odsniuLbS-'.. g-ne. WoM°NS-°.�.. RM 2 77 � 75 65.-- 71 �nkow�aisersriednehstr bei Berlin-Hermsdorf Kerrliche Kochu/ald-Grundstiicke Prospekte u. Ausküm.e ägl. v. 8-17 Uhr Glienicke, Nordbahn, Hobenzollernstraße 38. Fernruf D 7 Hermsüort 0884. Mühlenbedker Parzellen BUHg! Reell! Sidier!. Auskunft Prospekte usw. durch: Bruno Sehn eil in, Berlin Lübars Plätanenstrafie 129• Tel. D 7. Hermsdorf 23! 8 Garten-lind . Zimmer■ 70.« 75.— SS— tkgiieh 8—17. «"Stadtteilen Sledlun�� � Ui:1-cU,NFA.ProspeKtA jlluütrf rtkeotrteni0. lan-rarzeils 15—20 Minuten vom Zentrum Berlins entfernt, zu verkaufen- vVasser und Licht vorhanden Ernsthafte Ref.ck tanten wollen sich baldmöglichst melden unter J. 105 an den„Votwärs" 2 und S-Zlmmer- Neubau wohnueäen Zentralheizung, Warmwasser, schön gelegen. Xoukölln, Tliicmanu *tr»Ur(\ähc Kaiser-Friedrich-Srraße) zu günstigen Bedingungen vermietbar. Auskunft beim Hauswart IVosnisUi, Thteraannstr Iba oder„Kurfürst 1635-36". Bauparzellsn im Ritterguts-Gcländc Verkauf durch: Terrain-Ge$. am Teltow-Canal, Rudow- Johannis- Ihal, Rudow, Gutshaas. Fernruf: Ad'ershof 25. Verkaufshaus Blau- Gelb auf dem•Gelände.— Linie 47, Haltestelle Stubenrauch Straße. Am Volkspark Mariendorf In herrlicher, staubfreier Lage erhalten Sie 2 Ziromerwobnung von 70 M. Monatsmiete an 2 /,»»», 28.»»«„ 3« ♦. 95-- 31/,..„120,. 41/, M xu 140.... einschl. Zentralh.-u. Wannwasservers.- Keinerlei Umlagen uermieiunosDüro: Eisenaoner siraoe Ecke AeneasstraBe Straßenbahnen 25, 99, t?9 Nie wiederkehrende Frühlingsbotschaft Unglaublich aber wahr! In unserer Xeusiedlonjg Wustermark-Ort (nicht» erschleüeuatiniiot) Verbindung mit Stadt- u R ngb. übe- Spandau-West . direkt an dei Hamburger Heerstraße gegenüber dem Bahnhof, bekannt durch hervorragenden Zuckerrübenboden, verkaufen wir gut geschn itene Parzellen ohne Bauzwane- qm 0.60 bis 1,50 Mit-, günstige Teilzahlung Mahlsdorf-Hönow Bnuiyu zellcn onnt- Bauzwang, wunderbare landschaftliche Lage mit Blick auf Trainerbahr) Hoppegarten Kulturreich. Lehmboden, qm schon lurO.OO M. Wasserleitung im Bau, gute Straßen Vorhand. Stadl-, Ring- u. L'ntergr-Bahn mit Umsteiger ip Lichtenberg auf Omnibus30 bis Endhaltestelle oderSiadtbahn bis Mahlsdotf, umsteigen auf Krafipost bis Dahlwitzer Str. Kleine Anzahlung, kleine Monatsraten. Der große Schlager Massive Landhäuser für 3600.— M. bezugs ertig austeführt. Anzahlung ICj OO M„ Re»f Monatxrafcn v. 30.- M. cinschL Zinsen. Verk&afer nur Sonn- n. Feiertags auf dem Gel ändc. Auskunft u Prospekt wochent 9-51/« im Hauptbüro C.Heinzel&Co.TS'ffi Landhäuser ohne Eigenhapilai auf unseren Parzellen in Hdnow-Zepernick und■Wuslerf mark in Kürze bezugsfertig mit 2 Zimmer und Küche. Garten. Stall und lebendem Inventar monatlich von nur 15.* RM an Sledlcrpar/ellen werden anter gleichen Vergünstigungen erbaut. I Vertreter allerorts gesucht. J| Auskunft erMl! Reglerangsbaumclslcr a. D. Walter Jahr im Siedlung»-Volksbund Kurfürstenstra�e 81a. (Selten günstig! Große Mietssenkung] IM-, 2!4>, 3- u. 3';.Z..W. Warmtv.. Gas. liltltr. Ofe.nl).. Bad. Loggia u Ball. Landsberger Chaussee. CSe Genslersirabe erdin düngen: 64 dis Werneuchener Straße RmchiußHntnidus 41 fern 6Zu I7hb. Her, fderg.. Ecke Siegfriedflr. 7ettttiel. ilziiiit»m HM? iiitt.(E 0 HehmnHelt. 43?Si Wassex?~ und Land.-' p«ia?zelleis in Meiligensee verpachtet und verlauft zu den günstigsten Bedingungen die Slädtische Heimstättengesellschast„Primus" m. b. H.. Berltn-Rsi«irkendorf»Ost, Bßrner Straße ZI- Das Gtlände liegt zwischen dem 5>eiligen See und der Äavel, zum Leil direkt am Wasser. Ente Fahrverbinduna(Linie und elektrische Bororlbahn bis Äeiligensee, Ä) Minuten ab Stettiner Borortbahnhof) ist vorhanden. Auskunft t Telef. unker Reinickendorf 1) 9 15Z5 oder Bezirks- amt Reinickendorf, Sammel-Rr. O 9 9912, App.>19, serner auf dem Gelände an der Kennigsdorfer Straße durch unseren Berkäuser Äerrn W. Quade. Neubauwohnungen l'/z.. 4'/-Zimmsr-Wohnunxen ".�l �entr�lhel�ung und Warmwasser resp. Ofenheizung G Völksparb ehberge, Müllkr-, Afrittanis'-be, TagostraSe. Bercn- Reioick�ndorf- 0$*. Pankow, VVaiSenaee, S�l�ipcr Stoße, Ortllstfaß�' AdlerV�of sofort oder später zu vermieten Wohnun�sbaugesellschaft Eintracht Gemeinnützige Aktiengesellschaft Berlin W 35, Potsdamer Straße 1 1 1 Telefon Kurfürst 3814�3817 D 9— Uhr Dahiewilz Parzellen vorSeebadRangsdorf,30Minu- ten ab Potsdamer Ringbahnhof. Fertige Straßen, Gas, Wasser, elektriches Licht.'Hill Sälilililli Kleinste Anzahlung! Kleinste RaTenl QD! 1.90 netto Baüiand Verkauf am Bahnhof Dahlewitz und durch Bodenv'erwertungs Akt.-Ges. Berlin, Ansbacher Straße 47, Telefon B 4, Bavaria 7508-09. nVprwärts"-Leser, kauft bei unseren Inserenten! Kleoxe A fxzetgetx wirkun@sv0il und billig- ÜStTflfilKXSI?'0 W., Toxtwor» 10 W. Wiederhotungirobott: 5 mal S«S, 8 mal 7'4 JS. 12mol I0?x,- 1000 Worte AbsehluB 10«, 7000 Worte IS«, AOOO Worte �04, 1QOOO Worte 75%. Annahme durth den Verlos, Unden»tr.31)t9-S Uhr), sämtl. Vorwörts-Filiolen u. Ausgobejtelien, lowie olle Annoncen-Cxpedilionef« i'erKBuie 1 fficinmciftet- i straße 18, I, früher Rofcnthaler Straße Nr. 48. We- nia getragene üa all----- Prachtteppich!■_ 10�-. Riesenlager oalieranzüge. Pale. Smaiings, sämtlicher Größen, tots, vmokinge Drücke», Läufer. Gelegenheitslaufe ftaffe. Diwanöecken neuer Garderoben. 3.—. Federbetten, spottbillig. stand 20,—. l Keine Bersatzware.) Pfandleih- Der. laufshaus. Schön. hauser Allee Uö iNordringi. MVIISI Kochherde, Kachelöfen eigener Herstellung. Ueber- nehme Töpferarbei» ten. Ofeubau, Prin- zenstraße so. Teppichbau, Gmil Leltore. Derlin, seit 43?ab» ren nur Vranien» llraße 158. �ab- lunaserleichteruna ohne.Aufschlag. Spc- gialkataloa kostenfrei.________* Phototäudee «erzogen nach Ro Küchen Küche» direkt an Private ab Bcristatt. Küchen-Masserer, Warschauerstraße 88— ZS, Fabrikae. bände, gegenüber Hochbahn und Stadtbahn.' senthalerstraßc 49. Dort große Gelegen. Speisezimmer. Giche mit Kaukasisch. Nußdaum, 1,40, runde Vitrine. 250,-. Tischlerei, Koloniesiraße S— t. Küchen direkt at Werkstatt, Abwaschtisch (Zutseksin (uSLSN SltissnOllibg ctlssss Sotaslris vsrchktSntliQtisn wir h-sstsrilss ir> der Zelt vom s. o. bis e. e. 1932 eine private Kleine Anzeige Im Umfange von 7 Worten Ceinschi. eines fetten U'eber- ©chrlfrwortes). Sei oröß©ren Anzeigen sind für Jedes weitere Wort lO Pfennig zuzuzahlen. Heiratsinserato, Stellenmarkt sowie dem Verlag nicht genehme Anzeigen Sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Eln- sendurigen mit Beifügung der Abonnementsquittung an VorwSrtsaVerlag, Beriin SW 68, LSndenstr. 3 An« Konkursmasse Metallbettstellen, i Kinderbettstellen, Icifetnc Garten. p?~ SA ckt... gratis. tkül I Achtung, sschee« Kapitalsanlagel Wer leiht jungen Partei- und Ge. I merkschaftsfunktio. när zum Bau eines Eigenheims auf l. Hnpothek 5000 M. Gesamtwert des > Grundstücks 10 000 .Mark. 5000 durch ' Eigenfinanzierung. Nur Selbstgebcr ~ t-m,—.! kommen in Frage. Fabrikneue Drahtzauue, Angebot, an Er,» Fahrräder 28,-,!DrahtgefIechte, sehr 33,-, 85.-, 40,—.|Mnia. Wacktwagel. 5°�' Lausttz-W' Schlesien. Machnow, jetzt Niederschön. Wcinmeisterstr. 14. Gebrauchte Freilaufräder 15,-. 20,—. Werner, iDrai Adalbertstraße 0, Friei Kottbusser Tor. J ZstoN| Bootsplauc», Quadratmeter 2,30, unoernäht 1,50, Zeltbahnstoff 1,40. Volke u. Jako» bowski, Köpenicker Straße 114. Lanno. Witz 8700. Bootslacke, Bootsfarben, Boots» deschläge, Riesen. auswahl. Spezial» Haus Sceger, Rci. chenbergerstraße 8.� Zrltreichclt. Siebelzelte Hauszelte hausen. Blanken. burgerstraße 10. Auge» auf! gestechte unter nsprci». l mann, Berlin, tenstraße 81. Wagners Leiter» und Kasten» wagen, lose Räder, am billigsten und besten bei Wagner, Köpenickerstraße 71. Siedle« Qelfarben 0L5; Ta. petcn 0,10 an. Far. benrömer. Sene. felderstraße vier. Siedlerpuwpen. Zweizglinder. Flü. gelpumpen, Gummi. schläuche, Ersatzteile, Reparaturen, Tief. pumpen. Auch über. 10,75, nehme Aufstellung. 82 L0, Wolfs, Pumpen. 1," mf I5L0. fabrik, Gortensiraße Zeißgläsern._ sie der Farbe, 215,—. 2.30, Hasenheide 0. Webfehler» Teppiche. kioldnic» Geschäftszeit 9 bis jetzt besonders bMig! ca. 8x2 l>,—. 10,— ca. 3HX214 24,—, 29,—, ca. 4x8 81,—, 89,—. Teppich. Körner, Berlin W., Pots. damerstraße 28b. ttckstgiSI' s Kurzwaren kaufen alle Händler billig ein: Motten. tafeln, Senkel, Sei. fen, Messer, Kra. matten, Hosenträger. Haderfeld. Roch. Ecke Münzstraße. Schlüpfer, auch Rocke in Charmeuse u. Milanese, ferner Strümpfe, Zi* Socken,_ Sport 4 Uhr. straße 3— 1. Möbel» Udelsman» nur Alezauderstraße 14— I4u. Da« Haus der gute» Qnalitäte». Rapide Preisherabsetzung ohne RüSstcht auf Selbltkaste»! Alles unter Vorkricgspreile»! Speisezimmer, Eiche, komplett. Delegen. heitskauf 255,— Schlafzimmer 295,—, elegante Modelle in! allen Holzarten am Lager. Herrenzim-__ mer 245,—. Aparte SJJ,, kaufen Küchen 85,-. Ein. Schlafzimmer, Eu und Polster. möbel spottbillig! Schlaszimwe« ab Fabrik. Mahagoni, Birke, Birnbaum, Kauka» stsch.Rußbaum. Eiche mit Birken, maser; Speisczim- mer 2,40. Maha. goni, Kaukastsch» Nußbaum; Speise- zimmer 2,00, Kau, kastsch-Olußbaum, Küche. I Sosakisse» gratis! I Radioaulage», modern, neu, weg»! Metallbetten 12.— alle Marken aus zughalber. 85,— Couch« 27,— kleinste Monat«. � Zeltbetten �- Hamann.Kalckrenth. Chaiselongue» 18,— raten. unverbind. Oiebrauchte.gelte Nr. 78. Telephon: �Betliasten 45,— liche Vorführungen, billig.. Stralaucr Vatentmatrab. 0,— Czilasi, Dresdener.. Straße 52;Z8._ Auflagen 8,- straße 99, kein La. Pappelallee Nr. 12. den. Teleph.: Jan- Pankow, Schmid;.! nowitz 0435._ straße 1 straße 7._ Schlafzimmer. ,., 180 breit, komplett - v 385,—. Möbelhaus Prinzenstraß» 84. Gewerkschaftler kaufen Möbel billig in der Möbelfabrik Elsässerstr. 88-88, vorn 1 Treppe, im Gewerkschafishau» der Metallarbeiter. Teilzahlung bis z» 12 Monaten ohne Auffchlag. Polfterstühle oon 8,75 an und Armlehnsessel: komplett 500 Mark, Skthlfabrik, Walde. �twM zi marstraß« 18. Küchen oaltigci Gewa Dorsicht beim Radiokauf. !Nur erprobte Mar. skcnware mit Ga. Preisabbau! Kauft in der Spe» ranticfchein ist ihres! Sportkurl«, Paddelboot, 8 Meter, Klinker, Zedern, 290 M., fast neu, verkauft Gief«, Friedrichs. felds, Walderfee. straße 88,_____ ßialfabrik größten Geldes wert, Ge. Gpmnastik, Tennis, Stils. Gebrüder wissenhafte, fach. Leichtathletik. Mo. Möller, Köpcnicker» männische Beratung natsbeitrag 2,—. straße 180, Eingang und Kundendienst Postlagcrkarte 49. Zeuahofstraße| finden Sie bei Ezi- Charlotlenburg 7. sSchlesisches Tor), lgsi. Dresdener. � Größtes Küchen- straße 99. Kein La- 1 lagcr Berlins, den. Teleph.: Jan.!l Ständig 590 Küchen nowitz 0435.- i vorrätig. Grünauerstraße 21 marstraß- 16._ Aus Konkursmasse!<___ lSörlitzer Bahnhof).! Speisezimmer.! Eiserne Eartenmö. I iIsNssIss!I!lIII!Ll> .Besichtigung auch 200,— bis 050,—, d»l. Garderoben.>> Sonntag,._| Ankleideschränke ständet, Flaschen, l Nähmaschinen, Wedding 8940. MarNsenstosf, Quadratmeter 1,40. bunter Rupfen 0254. Polle u. Vako. bowski. Köpenicker Straße 114. Janno. witz 8700. Tiernurm| fteü�unb'mter. IISUlgk8IIl!lIö fcheinkrei. Dreigang. .getriebe, Doppel- ______________________________________, i rohrrahme». Zehn- Eine j05,—. Äamcrling, schranke. Carl große'' Auswahl, ili�rtank, Fenag. sensationelle Kastanienallee 58 Schulz, Erste Per- Mark 85,— an, in licht, 4o0,—, rein Nachricht! i(Ecke Fehrbelliner- liner Eisenmöbel. Rundschifschen und deutsch!_ " m setzt!! strotz«).____' Fabrik, Komm.-Ges., Centralbobbin 05.— j Von 45«�- iche.! Wichtig! �Berlin SW. 88, Machnow, Wein-. bis 1105,—, k»«.-—-.■ � .......-"'"st-rstraße 14. Klette. fabrikneu. Romnieftrnrafit_S9 «iuseküke»: Entenküken, Sühnerküken, Zuchtka- ninckien-Deckstation. Breslauer Str. 21. «lelllllngsslllciis. UiSscus um, heit! Das gibt's nur eiumall Schlafzimmer, Hosen für Zimmerer und Zentimeter, Maurer. Wilhelm! wurzelhochglanj,, Pahr. Brunnen, poliert! Vollkommen straße 78. jrund gebaut, zum Zt,-;• halben Preis! Kom- und weniger kosten olett nur 435.—! wenig getragene: Schräger. Kastanien. hochelegante Maß- 45. Soigebäude masih- Instruments ...... Wichtig! Echlaszim- für jedermann. Tag- Lindenstraße 5. U HP WWW Zlußbaum, lich werden verlauft hemden.Polohemden! Ri-s-nliuswabli!390,—! Schlaizim. guterhaltene Klei. liefert Händlern Lanaiähriae Garän.>"or, Birke, 400,—! derfpinde, Vertikos s-b; ,p--i-°-ert H°. K.! VrMum?n Sae' S-N°nzimmer 2.30 24.-, Bettstellen berfeld, Rochstr. IS�cht diese Gelegen- Murschranke, ---■ spe>sezimmer2<5.— stWasckitoiletten 12,—, Ankleideschränke Chaiselongues 18,— 85.—! Entzückende Kommoden 12,—, Küchen 85,— I gah-I Bücherspinde, ... lungserleichterung.! Schreibtische 20,—, Maler. l-Sirag-r. Kast°n>en.! Büfette 48,-. Tru. Pmnos auaier. Hofgebaude meaus 20,—, Stand-' Gelegenheitskäufe uhren 48,—, Klub-' 175_ 275,—. ge Zahugedisse. Platinabfälle Queckülber Zinn- metalle, Silber- schmelze Goldl-Hmel- zerei. Ehristiona! Haltestelle Adalbert- straße_ Goldschmnck, Mielpianos, Kaufgelegenheit, kreuzfaitiges, 230,—, Bghrt, Hauptstr. l, Schäneberg.' ! Ohne Anzablung. Ardiemotorräder für Nähmaschinen, laut alle Zwecke, Seit. I.igstad« 7702,« zahluna, Vorfüh. Notverordnung, 10 rung, Bertragsfahr. Zahnaeblsse, Mün. Prozent Crmaßi. schul«, Inzahlung. zen Uhren, Höchst. güng, Woche 2.-, nähme!''«chl-nd, So.ldkrell i'-ostkarte genügt. 270,— jAlexanderstraße 8a, Gebrauchte 1.— kostet der auch für-'°ben Polizeiprass Flanters Nähmasthi. andere Motorräder nengeichäst. Richt-nassende„Ardie". Hofenstraße 24 Kö- Beiwagen, llberkom Couches, Patentmatratzen, Auflegematratzen, Metallbctten, Wal- zarderoben. Scheu- oels Herrenmooen. Frackverleih, Fried- richstraße 118, Ein- gang Elsasser ter, Stargardcr» Straß»__' straße achtzehn. Kein D-menmäntel, Laden. Frllhjahrsmäntel 4,-. 8,-. Backfisch Mäntel 12,—, Früh- jahrsulster 14,—, Shetlandmäntel 13,—, Sportulster 16,—, kamelhaar- flaufch, Frauenmäntel 10,—, 20,—, 80,—. Schmechel, Gipsstr. 15, Bahn- Hof Börse. Anzöge 20.-, Ulster. Hosen. ( Keine Bersatzware.) Psandleih» Ber. kaukshau« Schön. bauier Allee 115, Nordring.__ Kassakäufer! Schlafzimmer 325,—, Speisezimmer 300,—, Ankleideschränke 80,—, Küchen 80,—, Bettstellen 45,—, Einzelmäbel. Möbelhaus Stein, Weinbergsweg 24. Mäntel. Kostüme. erste Qualität, bil. Küche« in allen Farben, komplett, sechsteilig, linoleumbeleqt.85,— an. Eigene Lackiere. rei und Fertigste!. lung. Skalitzerstraße 45 fGörlitzer Bahn- baumpölicrt >it, U0,—.l lcufl' Rlaincte, Nie. brauchte, neue, gro. verlsuft■©tfen«,——-750 öße Riessen.sl«m>uswahl. spott- � ß« Auswahl,. Teil. Lichtenberg. Maxi, und UM Ankleideschränke 180 breit, Jede Große.. P auswabl. Möbel»°.'lli»- 800 Teppiche,- zahl ungi Thiki kuw« Prinzenstr. 84, Svetfezimmer. ssut- ßilänzstraße 80,■ —_.,.— erhalten, komplett----- Tpeisezimmee.:2Ö,—, Herrenzim» Nähmaschine, Zickzackmaschine, plett, 84,— Anzahlung! dium. hos). Bilbschöue Couchs 45,—, Ruhe- betten 18.—, Kasten Ilgabzugeben. Grau, �rubebett 45,—, direkt elegant. 845,— Rie- Schlestschestr. 12, I�Bolsterei, Paul, s-nauswahll Nean- Eiche mit Nuß. bäum, komplett 265.—. Möbelhaus Prinzenstraße 64._ Möbel• Pobl, Innunqsmeister, Ackerstraße 180, An- kleidesckrank 00,—, Eichenbüiett 105,—, Schreibtisch 85,—, Schlafzimmer 405.—. Riesenauswahl. Deilzablungl Teil,»Munal Teil,-Munal kulant hillia, reell Mödel-Mifch, Große Frankkurterstr, 45/48 Kassakäufer Möbelbau» Reander. Ankleideschränke, 180 breit, miß. 115,-. mer, fast neu, kam- Schlafzimmer 875,— Eoidbirke. Echsak- zimmer 505,—� Speisezimmer, hoch. Arbeit»stube, iSinger.Straße 80.'-derstraße elf.''straße 5. Linkptanos. Mietpianos über- �me�'�kneu' Vian°fobri"'°Lin'- St �Ä8,-�runneus.roße_3� Wohnsalon, wenig l Prnchtpmno-, benutzt, 105.—, 100 zehn, ahrige Daran. Küchen, entzückende U«-.'450.—- ge- Modelle, aebrauchtc brauchte 250.-. Mo. 48.-. Stargardts»atsraten 13.-, Re. Röbel, und Lom.!p°ratur-n, Elim. bardspeicher, Prenz-l Zungen, Anger- lauer Straße sechs.! hol«» Vianoforte. Ecke Linienstraße, lohoii. 05-- �oank. am Prenzlauer Tor,! lurterstr. 48»(Kirch. Fahrverbindung biz>ourchgang)._ Prenzlauer Tot: Ibachpiano Straßenbahnlinien: 300,—, andere 100,—, 1, 60, 62, 71, 72, ,50,—, gebrauchte. 73, 74. 174, Auto, H;rer, Prinzenstraße bus: 8, 12, 14, 30, neunzig. Untergrundbahn!- Schönhauser Tor,''�auwt'->oo_. Aus Konkursmasse! Mie'e 8.-. Kaufbe. MekallbettNellen, rechtigung Piano. Kinderbettstellen Haus Alt-Moabit Carl Schulz, Erste Berliner Eisen. mäbel-Fabrik. Komm.-Ges., Berlin SW, 88. Linden. ftznio iu oUc Jleklcuue isi und U&M das lasuat- im AnzeigenanRahm»: Vorwärt» Vorlog GmbH., Borlin SW 88, Undonatr, 3. Fernspr,. Dönhoff 292-297, olio Vorwörti-Stodtflliolen oder durch allo Annoncen-Expeditionen. Veriagsvertreterbesudi»owie Spezialoftorten, Anceigenkalkulotion und Probenummem kcstenlot und unverbind lidi. miTlatfsttatz» 26. -cctn und 1000 erm mit i-nd ohne Beiwägen, j teilweise Mit Fa- I k irikgarantie, van FanrpiiöBr 1 025,— M. anr Ar. »-iewerk. Filiale Ber. Gebrauchte jlin, Wilhelmstr. 20. Fahrräder 15,—, 20,-, 25.-. 80,-, 85,—. Machnow, Weinmeisterstr. 14, Ballonräder. fabrikneu, 34,—. an, mjt Freilauf Kahuaebisse. Edelmetallbruch, Steckachse, Oueckstlber, Zinn Blei. Silberschmelze Christionat,, Käpe- Nickerstraße 20« O (Manleuilelstraße.) uiertüsulis uns süssciiinsn UlSscnsrsisn Genosse». Ihre Wäsche nur in die Dampswäfcherei Kubasch, Köpenick, Grünauerstraße 45 (Tel.: 8 4 0587), weil sie billiger wäscht; kein Ber, tausch. Pünktliche Abholung und Lie. ferung Donnerstag, (M. Z. P, D.) Kur-, Ernoiungs- auten:n Mi Sommerwohnung, herrlich an Wald gelegen, mit Au». vltck auf die Elbe� billig, beim Partei. genossen Paul Schädel, Könlgstein, Seideberg 182. (Sächsische Schweiz.) IW' mieiüngen ( u/onnungsn Ohne Eiuschreibegeld vermittelt Woh- nungsheld, Neu» iiönigstroße acht- unddreißtg. direkt Älexandervlotz,_' Vorschußlos Rachwels dob Wohnungen jeder Größe und Gegend, Hell, nur Alexanderstraße l4b Bahnhof Sannowitz. brücke, Möblierte liä-Zimmer- Wohnung, Tele phon, Ww.. 80 M,, wegen Studienreise Juni, Juli, August zu vermieten, Schriftlich! Heinrich, Karlshorst, Cäsar- straße 12. Wohnung zu vermieten, zwei Stuben, Küche, ge- gen Ilmzugvergll. tung. Schreiner- straße 40, r. Sifl. 4. Iss" | Dnierricui| ___ Kraftmotoren und von 1 bis 10 000 PS, Rücktrittbremse jetzt selbsttätig, immer. 42,—, 45,—, 55.—,(laufend(geschützt). Ballonräder, Marke Riemer- Naturkraft- Berlitz-School, Leipzigerstr. 110— Kurfürstendamm28a. Seit 50 Jahren die ledeutendste Sprach. schule der Welt, Lehrt Englisch und Brennabor, 70,—, Ballonräder Marie Stern. 88,—, 75,—, Arcona jetzt 95,—. Machnow, Wein. meisterstraße 14, Größtes Fahrrad. haus Deutschlands „Wandeeer", Chrom»Ballonräder; � Original— ab ,7 109,—,„Bulcan' 85,—, Motoren, Saar- brückerstraße 8. ösumsrül s die übrigen Welt. Wohnung. Haupert. sprachen. Einzel- Manbachnfer 4, und Unterricht:, monat. gzotzdamerstr, 82». tich 19,— Mark. Zirkel: monatlich 4,90 Mark. Unverbindliche kostenlose Pro- bestünde.' Technisch. Privatschule, Ber- lin, Neanderstr. 8. Fuhrmann& Schulz, Llltzowstroße Lützow 5753. Radio, Sprechmaschinen, s Netzanschlußanlage, komplett mit Röh-____ ren, Lautsprecher, Ballonräder, anschlußserttg, 46,-,'abrikneue, 85,—, Lautsprecher 4.75, 45,—, 55,—, f»,— ,50, vierpolig 13,— Werner, Adalbert Laubendaul Billiaster Einkauf. Sämtliches Mate. Maschinenbaus Siek. rial, Wochenend. wotechnik. Heizung, haus» werden nach�ochbou. Tiefbau.' Wunsch ierlig ge.ss�-T,. �., liefert, Baubuden. Aufbaulu.su» r- Zaunpfähle, eiserne, ehemalige 80.-. Spezialrader Gartentüren, Rüst. Volksschüler monat 55,—, Boriahrige-.�g Steine. Fe. l'ch 10,— Mark Modelle— Sonder. mÄ](Babbea Lehranstal preise.?hausseeskaß. 44!!-»; Berlin, Mon. mahl. W ibijouplatz 10. LrunaslHetis- uurttfuis Parzellen, Abitur, Obersekunda, wo. natlich 12.—. Post. lagerkarte 48. Ehar» lottenburg 4. 7,a0. Vierpol, g>3.— Werner, Aooiverl. agnstig gelegen/ 18.—. 22,—. Softem straße 9, Kottbusser Näh, Aboaa, Linie 4 75, 8.50 Elektro. Tor.__ 42. 20 Minuten hnfpn 2 nfl � Ton 1___ V,.-»»n I—_ 12. 20 Minuten bofen 3,d0, 5,j0,, Fahrraddecken Bahnhof Berlin i??-00!"/,, l0?. B»"- 11,30, Schläuche 0,50, Buch. elektrisches 3.25, 4,40, 4,95, Netz,«tetten 1,—. Pedalen Licht, Wasserleitung, , Schutzbleche � Quadratmeter l,— 0,80. Reparaturen'an, Perkauf feder- billigst. Anoden 2,50,izeit auf dem Ge. Groß.Accu 4,80, lande, Alfred Gar. Sparröhren 2,50.!buzinski. Neu-Buch. Schönleinstr, 2.! Berlin, Humboldt. Radfahrer, ltTO8c 2—3. Tele- kauft beim Fach.! ph°n- E 8 Buch anoden 13,—. Bast l'rmaterial, Sprech. oiafchinen, Koffer. apparate 9.—, 12,—. 15,—, Schrankappa. rate 28,—, 32.—. 85.—, 45.—. 10 000 Werke 3,— 4,—. 6,— sowie alles Zu. behör billig Mach. now, Weinmeister. straße>4, und Ehar. loilenburg Koni. straße 98 vei'- sctiieuenes Bootshaus in Tiefwerder gegen Pachtllbernahme, Szumann, Neu» kölln 7188.___ Bootsstände Pen) SiMchWe, Hauswirtvertrag.- Haupert. Mamboch. ufer 4. und Pots damerstraße 82a. � 28-- Rinabahnnähe, Neukölln, Stube, Küche, Hauswirt vertrag, Haupert, Mapbachufer 4, und Potsdamerftr. 82a, 84-- Borork, Zweizimmer Wohnung. Haupert Manbochufer 4, und Potsdamerftr, 82a. 53,— Friedrichshnin.Zwei- zimmer. Wohiiung Bad, Bglkon, Sau- vert, Monhächuier 4, und Potsdamer- straße 82»,_ M -5 �'KM; SfÜA&fiiM «• Sonnige 2.. 246. und 8)9 Zimmer. Wohuun- aen in unserer Britzer Gartenssed lung sofort»ud später zu vermieten. Auskunft und Be- sschtigung auch abends und Sonn- tags durch Gemein Hardt, Run'gius. straß» 80, Bnuge- nossenschaft Ideal e, G, m, b, K, Ämmsr I Behagliche» Seim findet Dame oder Herr, Allein- mieter. Border- »immer mit Balkon, Bad, Telephon, Kla vierbenutzung, olles renoviert, besseres, rubiges Haus, am Bahnhof Putlitz. stvoSs� Preis 35,—, mann! Dorf werdeni3138. Sie gut beraten und bedient. Große Auswahl in Mar- tenfabriädern. Er. fatzteilen, Bereifung konkurre-nzlos billig, ., Erstklassige Revara- Laut, tppwerkftatt. Schnei- Barten. Laune und Baihon berg._ Fahrradiiub«bSr enorm biTTtß Vulst. Pfeffer. Stfotzteite Revara- turen. Wagenbau, Fruchtstraße 74, Waadspauustoff. Gelegenheit! konkurrenzlos billig, billigst« Fabrikneue Marken. Erstklatssge Revara.. Be'ug-guelle! empfänger.«out. tiimpmWiitt. Schnei.„Eelbstanferttgung, 1»"�".. h°rb'" der. Pappelallee 82. L"terwag«n, Run. Listenpreis Liste gir.n, lauer Allee 191. g-awagen Kosten. gratis, Radio, Alex. Zchönhnuser All« wagen.. Ersatzräder, anders r. 8», neben ,77 neben Präsidium.__*- Austausch Darfleldlos. N�dioavvarate. Gleichstrom, Wechsel- ström Mnstkinstrn. mente Psiotoavoa. rote, Gelenendeits- kaufe Nerlichs Ra. diomustksiaus, iesit Londsbergerstr 22. NcisieAIexonderplatz Alerande-* Radio, alle Morkenavvarate reiten 0 90! Draht. V°Ntep»sten Qug- relten 0,75 Schläuche dratmeter 0.15, ge- 0,85,- Marken- schläuckie 0,90, Schlauchrriten 2.—. Ketten 0,35, Renn. ketten l,—, Ketten. räder 0,50. Pedale 0 60. Sättel 1,50, Tnfchen 0,85. Lenker 0,50 Bremsen 0,50 golzfelaen 1,— an, ven, Isolierpappen (10 Monatsraten)! gei'vannte Räder Wnndpappen, ge. Gelegenbeit-efäufe,(1,50, Freilauf-Räder mustert, hochweitz, billig Vorführung 6 75 an: Dynamo- Filzvavpen, Leder- auch Altwohnung kostenlos, Millich,! lomve 3,75. per- pappen uf». liefert i dann ab, Angebote mustert 0.40, Wachs- tuch tür Wandhe- fpannung. 0,18, Markifenstoff 1,85, bis Freitoq. Febr. bellinerstraße 8 (Schönbauier Tor), Te«sreie und Teerdachpap jeder Art. auch für Näheres �Hanfa 5092, Vereine, Sommer� wohnung, gute ffahrverbindung. Köpenick, Wenden- fchloßstraße 104—>05 Oelda»«wellen, Iuferatvorzeigerin nach 4 Uhr,_ , Möbliertes Kimmer vermietet Beier, Zorndorfer- straße 44, ö,—.Cbarlottenbura, Suerickestraß« 81. Knienähe. Aufpolsteruug Matratzen, Sofa» dilligst, Ganske. Franfecksstr. 18. I BeifluerKanr Hqpothek, 10 000 M., aus Privathand gesucht, Vermittler»erbeten, Chiftre: R, 150 Spedition Reinicken. darf, Prooinzstr. 56. 2500.— Mark sucht Genosse aus schuldenfreies Grundstück. Gebe I Waigemnir� Ehepaar sucht Leerinmmer mit Kiichendenuhuna. Angebote unter G.. Vormarts. Filiale Müllerstrasie Genosse sucht Kochstube oder Leerzimmer vorn 1 bis. 2 Trevven. An» aebote unter st. S.. VorwLrts. Svedi. tion Lausitzer Platz 14—15. Neukölln. Okerstr. 1, Cd!f Hermannstraße. Kein Laden. chromt is Mach, billiflst Köster, an! unter A. 196 an now. Weinmeister das Handgemenge auf der Straße fort, wobei abermals«in Sparvereinlor verletzt wurde. Der Uebersall war planmäßig vorbereitet. Bei einem der Festgenommenen wurde eine Stahlrute und eine mit sechs Schutz geladene Pistole gesunden. Die Angreifer gehören zu dem Spar- verein„Mobiler 26". Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch nicht obgeschosten, mit weiteren zahlreichen Festnahmen ist zu rechnen. Das Oeporiierienschiff„Chaco". Auf dem Wege nach polnischem Hafen. Das argentinische Schiff„Chaco", dos mit aus Argen- tinien ausgewiesenen Parsau en umherirrt, ist. nach einer Havasmeldung aus Barcelona, aus dem Hasen von Barcelona ausgelaufen und fall nach dem polnischen Hafen Gdingen steuern. Wochenprograrnm des Berliner Rundfunks. Weitere Felsstürze an der Mosel. Bei verschiedenen Orten an der Mosel sind Bergrutsche ainge« treten, die allerdings nicht von so gewaltigem Umfang sind wie der Absturz bei Cochem. So stürzten in Eroep unterhalb der Ruine des Lanntug. t. Mai. 6; Gypinastik. b.lS: t Bremen: I'lakenkon�ert. 8:.pur den LaniKirt. S.-53; Mörgcoieier. AnschlieCend Glockenteläut. des Berliner Borns. 10,05; "Wettervorhersage. 11: Werkvolk in der Musik 11.30: Alis Leipzig:.Bacn- . Kantete. 1-: Annemarie Schwarzenbach liest eigene Qedjchte. 12.10; Mittags- Konzert. 14: Von der Radfernfahrt Bcrlui—Kottbus— Berlin lauf Schallplatten). 11.30; Arbeiterlieder. 15; Karl Hagemann liest eigene Prosa. 15.30: Aus Appenzell: FwnkberTcht"von der Jahresversammlung,"der Lapdgemelnde von Trögen"(Sphallplattcn).." 16.30; Aus Breslau: Kinderfunk. 17.10: Vom Zwischcn- nindenspiel um die Handball-Meisterschaft. 17.25: Tanz-Tec-iMusik. 18.20: Vom'-Werktag zum Sonntag. 18.45:-Brahms-Konzert, 19.25;..Napoleon", eine t.rzählung von Karl Stcrnheim. P'-aO:■ Sportnachrichten. 20; Konzert. 21; ,, Frühling". Funkpotpourri. Anschließend: Von der Eröffnung der Wcltwrrt- schaftskonferenz anläßlich der Welfhandclswöche 1032(auf Schallplattch). Danach Tanzmusik. Montag, 2. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend aus Breslau: FrQhkonzert. o.S0; Aus dem Plenarsaal des Reichswirtschaftsrate-.:"WeltuiTtschaftskonferenz 1932. 11.30: Aus Hannover: Schloßkonzert. � 12.30: Wetternreldungen für den Landwirt. 14: Schallplatteukonzert. 15.20: Aus Arbeit und Leben. 15.45: Die berufstätige Töchter innerhalb der Familie. 16.05: Eine Betrachtung über das. ideale Kunstwerk. 16.30: Neuere Orgelmusik., 16.45: Loewe-Balladen. 17.15: . Bf cthpy�n-Konzert. 17.30; Jugencistund,?.. 17.50: Menschen und ihre Arbeit. 18.10: Ernst Glaeser liest eigene'Prosa. 18.30: Krise und SoriajleLstungen." 18.55: Die- Funkstundejjteilt. mit... 19: Stimme zum.Tag. 19.10: Programm �ler Aktuellsn Abteilung. 19�0: Der Ruhrmensch. 20; Aus der Slädtischer Ope.r;...Tiefland". Musikdrama von d'AIbert 22.30; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Schallplattcn. Danach Tanzmusik. Dienstag, 3. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend aus Hannover: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 13.30: Ausschnitt von der Trakehner Pferdauktion. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Aus Arbeit, und Leben.- I5.45-; Sprachliche Usbertreibungen.- 16.05: Zuversicht der Jungen Generation. 16.30: Bücherstunde. 1": Jugendstunde, 17.25; Vom Wohjtatjgkeitstcfc der Berufsvereinigung Deutscher Flugzeugführer E. V. 18.25: .Die., heutigen-Aufgaben der Großbanken. 18.55: Die Funkstunde teilt mit.. 19: Stimm» zrjm Tag. 19.10: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.15: Unterhaltungsmusik. 20:..Das Oeisterbaus von Weinsberg." 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Tschaikowsky-Könzcrt, 21.40; Sergej Prokofieff-Konzert. Mi Um och, 4. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend Frühkonzert, 9. Von der Deutschen Welle: Schulfunk. 11.30: Aus Leipzig: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert 15.20; Aijs Arbeit und Leben. 15.4-5: Mutter unb Sohn. 16.05: Aus der Volksbühne:..Die Zauberflöte", Oper von Mozart. 17.65: Unterhaltungsmusik. 17.30: Jugendstunde. 17.50; Ein Ouer- schmtt durch musikalische Neuerscheinungen. 18.30: Rechtsfragen des Tages. IS.5S: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zun Tag. 19.10: England !n den letzten vier Wochen. 19.30; Alt-Berliner Tanzabend. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Aus Hamburg:„Der Strom— ein Leben." 22: Politische Zeitungsschau- 22.30: Aus München: Konzert Donnerstag, 5. Mai. 6: Gymnastik. 6.15; Ans Hamburg; Hafsnkorzert. 8.55; Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage. II; Kinderstunde. 11.36: Aus Leipzig; Bach-Kantate. 12.10: Gerhart Herrmann Mostar liest eigene Gedichte. 12.20: Mittagskonzert. 14.20: Herbert Eulenberg liest eigene Dichtungen. 14.30; ßlindcnkonzert. 15.35: Der Berliner im Wasser. 16; Aus Breslau:..Der Winter' ist vergangen, ich seh des Maien Schein." Eine musikalisch» Folge. 16.40; Von der Baumblüte in Ggben. 17.10: Blas- orchesterkonzert. 19: Geliebtes Berlin. Eine heitere Stunde mit Paul Graetz, 10.50: Sportnachrichten. 20; Orchesterkonzert. Danach Tanzmusik. Freitag/ 6. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend Frühkonzert, 11.30; Aus Breslau: Mittags- konzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallpiattenkonzeri. 15.20: Aus Arbeit und Leben. 15.45: Ans Wittenberg: Van-Eyck-Gedächtnis- stunde. 16.10: Von australischer Hexenmeistern, Davis Pokalen und vergangenen Tenolsschlachten. 16.35: Kämmerorchesterkonzcrt. 17.35: Jugendstunde. 17.55; Das neue Buch. 18.05: Teemusik. 18.30: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.35; Kasimir Edschmid liest eigene Prosa. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Oesterreich als Wirt- schalts- und Sozialproblem. 19.30; Wilhelm von Humboldt und die- Berliner Universität, 20: Aus Berliner Varietes und Kabaretts. 21; Tages- und Sport- rcchrichten. 21.10:„Leutnant Komma." Satirisches Spiel von Frank Maar. 23: Veranstaltung für Soziale Radiohilfe. Danach Tanzmusik. Sonnabend, 7. Maiv 6: Funkg-yninastik. AaschlieDehJ aus Königsberg; Trühkonzert. 11.30; Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12: Eröffnung der.Großen. Berliner Kunst- ousstellung. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert, 15.20: Aus Arbeit urtd Leben. 15.45: Jugendstunde. 16.05; Orchesterkonzert. Während einer Pause: Zehn Minuten Film. 18; Bremen als deutscher Seehafen. 18.25: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.30: Schumann- Konzert. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag.. 19.10: Zehn Minuten Sport, 19.29; Zum deutschen Muttertag. 19.35: Die Erzählung der Woche. 20: Aus München:„Musi." Eine Stunde origineller Volkskunst. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10:„Lustig Blut und leichter• Sini:.'* Eine Revue von Karl Schnog. Danach Tanzmusik. Königs Wusterhausen Sonjjtag, 1. Mai. 6: Uebertragung aus Berlin, 6.15; Aus Hamburg- Bremer Hafenkonzerl. Anschließend Uebertragung- aus Berlin.- 11: Dichterstunde, 11.30: Aus Leipzig; Bach-Kantate. 12: 10 Minuten Lyrik. 12.10: Uebertragung aus Berlin. 11: Flternstunde. 14.30; Was kann man alles vom Freiballon aus beobachten? 14.55: Völkercharaktere in der Weltliteratur. 15.30: Uebertragung cus Berlin. 18.�0; Junge Generation spricht. 19; Deutschlandsender: Feierstunde für die Werktätigen. Anschließend Ueb.ertragung aus Berlin. Montag, 2. Mai......- 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.39; Südamerika iu der Krise. 18: Musizieren mit unsichtbaien Partnern. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Aktuelle Stunde. 19.20: Stunde des Landwirts. 19.35: Reiseeindrücke aus Ostasien. 29.15: Deutscblandsender: Aus Frankfurt a. M.: Militärkonzert. 2110; Aus Frankfurt a. M.:..Der Klatsch", Hörspiel. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 3. Mai. 16.30; Aus Leipzig: Nachmittägskbnrert. 17.30: Das Antlitz der Erde uitter dem Meere. 18: Wir bauen Melodien. 18.30: Englisch fiir Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Gedanken zur Zeit. 20.49: Führerin— Verführerin Musik. 19.40: Üeatsclilandsender: Aus Wien: Wiener Musik. 21; Uebertragung aus Berlin. 22.35: Aus Hamburg: Konzert im Mai. Mittwoch, 4. Mai. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg: Nachmiltagskonzert. 17.30: Technische Erfindung und Wirtschaftskrise. 18; Musik und Rasse. 18.30: Ans Berlin: Rechtsfragen des Tages. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Viertelstunde Funktechnik. 19.10:. Die Wirtschaftslage Englands. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 5'. Mai. Ab 6: Uebertragung aus Berlin. 8.30: Christi Himmelfahrt. Anschließend Uebertragung•aus Berlin. 11: Der Mai im deutschen Volksglauben. U.30: Aus Leipzig: Bach-Kantate. 13: Uebertragung aus Berlin. 14.20; 10 Minuten Lyrik. 14.30; Wiederkehr des Genies. 11.58; Lesestund». 15.10: Aus Hamburg: AU» dänische Balladen und Romanzen. 16.15: Erholungsreisen zur Se» auf deutschen Schiffen. Anschließend Uebertragung aus Berlin. 12.10: Deutsch- landsender; Ausschnitt aus der Kundgebung zur Erhaltung des Kulturtheaters, 19: Aus Köln: Eine Stunde Kurzweil. 19.45: Reise in Deutschland. 20: Aus Köln:„Die Entführung aus dem Serail" von Mozart. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 6. Mai. 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittaigskonrert. 17.30: Erlebnis und Ausdruck. 18: Verschollene deutsche Musjk aus der Zeit Bachs. 18.30: Volkswirtschaftsfunk. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Aktuelle Stunde. 19.15: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 19.35: Stunde der Arbeit. 20; Dcutscblandscndcr: Aus Leipzig: Aus klassischen Operetten.., Anschließend Uebertragung aus Berlin. Somiabend, 7. Mai. 16: Gläubiger- und Schuldiierschutz. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30; Viertelstunde für die Gesundheit 17.50; Der deutsche Maler Otto Ubbelohde. 18.05: Deutsch für Deutsche. 18.30: Das Volksflugzeug in Sicht. 18.55: Wetterbericht fijr die Landwirtschaft 19; Englisch für Anfänger. 19.30; Das Rätsel des Leidens. 20: Deutschlandsendcr: Aus'Köln; Lustiger Abend 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. IDolfet Klosters mehrere hundert Kubikmeter Felsmassen ab. Ferner wurde die Straße von Kesten nach Mnheim durch einen Bergrutsch in einer Breite von 40 Metern verschüttet. Im letzten Fall handelt es sich um We i n b e r g g e l ä nd e. wodurch den betroffenen Win- zern großer Schaden verursacht worden ist. Die Heide brennt! Die Berliner Feuerwehr mußte in den gestrigen Nachmittags- stunden annähernd.? 0 m a l auf den Alarm„Wald- b ran d" ausrücken. In den meisten Fällen gelang es, die bei dem sehr warmen Wetter in Brand geratenen ausgetrockneten Heide- flächen erfolgreich zu bekämpfen. An zwei Stellen dagegen, in Frohnau und Tegel, war die Gefahr so groß, daß die Feuer- wehren Mühe hatten, die Brandherde einzukreisen. In Frohnau brannten etwa 18 ÜW bis 20 000 Quadratmeter Waldboden und Unterholz im Hochwald und ähnlich war die Situation im Jagen 51 des Tegeler Forstes. Monatskarlen und Schülermonotslarlen für die U-Bahn werden außer in den Karteiistellen Leipziger Plag 14 und Köthener Str. 12 auch in sämtlichen e-troßenbohn-Betriebsbahnhöfen ausgestellt. Wetteraussichten für Verlin: Teils heiter, teils leicht bewölkt. am Tage nicht mehr sa wavin�wie bisher, östliche Winde.— Für Deulschlond: Im Zwesten und Süden Wetterbesserung, im Osten Be- wölkungszimahme, im übrigen Reiche«ach heiter, am Tage etwas kühler. Enormer Preisabbau Fahrrüdcr, Fahrrad- ood Motorradznbchör m noch nie dog-eweseoen Preisen.— SpeElal-FahrrÄdcr schon für 2S.-, 33.-, 33.-, 40.-. Ballonräder 40... 45.-, 50... Sie rn-«»dcp jetzt bedeut€nii billig»r. 35.-, 60.-, verchromt«S.-. Arconöjdie Prizisions- marke.jerztbcfcocftirllO,- vercb.TOnn. Brennabor« Ballooräder 70.. Stern-Ballonräder 63.-, 70,-, 75.—. Orlp. Arcona-Ballooräder 93.- bl» 115... B. Z.-Räder 65.-, 70.-, 7�.-, Trans- port-Räder7S.-.GebrnqchteBöderlÄ.-,20.-, 25... SO.. 3000 Kinder räder 7.50, lO.-, 13., 19.-. Joigendräder 33.. an. BoIlerO,93, 1,50. Rahmen 14.-, IS.-, 20.-, 25.-. Fahrrad-,.�nfo- nnd Jfotorradrobebdr enorm billig», �'äbmasrbfnen S3.-, 93___ Radio- Sprech- apparate- Schallplatten Rfesenanswahl. Sener Katalog: nach aasvrärtc gratis. Weltmeister Sawall fahrt nur Arcona-Rad. 0.11. B IE R L I N C. _________________ b. H.* Welnmeislerstr. 14 Filiale: Cbarlottenbar�, Wlndfcbeld.tr., Kekc Kantstr. Z.Filiale; KanUtr. 54. Grösstes Fahrradhaus Deutsehlands. Ernst Machnow Frflnder— Vorm artsstrebeBde BoheGeld-Beloliiinng Näheres kostenlos durch F. Erdmann& Co., Bei;Ua SW 11. Steiionangsoo'B tmhmth »cicn gegen 12 Monats-Raten ilaMah Serlfn W66. leiw'-z-" SireSe 1?2/1?3 SRsIce fixt. Sliunntetitmole. tei verlangt Soi. lZneisenaiistraße 79. Existennnöglich- teeit mit hodem Jadreseinkommen! Alleinverkauf beöeut ZaHnpafta(Patent) j 'ver?. 5! apikal, Dor- , kennkniffe u berona . IJUunie iretben nihil ! verlangt. Sreßgllgige iPetlarae wird geaat j-Snaehokc unter g. K. jBTMa BmlOlIMCSM. ige® Burg ZS. MühU-i Wir fertigen elegante Anzüge and Mäntel für M 39.- S Iii! r J einscb!. unserer sänit- : yj•y.da liehen Zutaten. RoBhaar- S verarhelluno. 3r rentiert guter Sitz! SerrenscaneiCerei P I K e I Klosteratr. 63. Berollnt 0365 Westän: �uäapsster StraS« 15 Osten; Frankfurter Ailco 364 Norden: CHautseestraße 47 Moabit: Solinger Stra3» 9 Neukölln: Pltügerstraßa 26 Tempalliof: Kaiserin.- Augusta-&r. 71 DitsdieiitallaMn-ynliaiiil Cien.log, den 3. Mal. abeab« 7 Ahr. im«erbanvahaa,, Ctnleaflrafie 83 85. Sihanavsaal II, (Eingang B, SlsSger Sirahe 86, 88 Brandien-Tersamiiilnnit d. Bebtromonleare a. BeUer Tagesvebniln»: Serichl vom«eifratangreft. Ohne MitgliedsbuS) kein tzuttitt e» Ist Pflicht aller Kollegen, an dieser Persanimlung teilzunehmen. »dtwoSl Mttatidl Badeapparalf-Mempnerl mittood), den i. Mal. a»ch>»(«ag» 5 Ahr, Im Lara!«an eehmaaa. Maaraner Slrah« R Verzammlovg aller BolleKev der Bade- aoparilledraodte Tagesordnung! Serichl»an ber Verhandlung Aber unseren Lahn, nob Maulellarls. Kollegen! Da es sich um äußerst wich- lige Fragen in der cheftallang unterer Lohn- und ArdeilZbedinzungen handelt, ist da» Erscheinen aller Kollegen Pflicht. AdUond t Adttmid! Erwerbslose Hasdtlnen- sdilosserl Sic Versammlung der«rmeeba- losen Maschiaeaschlasser fhlll am vonuerslug. dem 5. Mal, au» Anlast de» himmelfahrlslage» au». Die nächste staltstubenbe Ermerb»- lasen-versammluug fiabel am van- uerstag. dem 2. Zonl, nachmittag» (t»Hr. sta». i Sie OrtsrereFsitnag, lOgfre/M WßS& auf Teilzahlung Wir haben zu Pfingsten ohne Rücksicht™freteEuS5" Verkaufspreise so niedrig gestellt, daß nunmehr etwaige Bedenken, man kaufe auf Kredit teurer als gegen bar, restlos beseitigt sein dürften. 'Herren-, Damen-, Kinder-Konfektion Damen-Hüte• Strickwaren- feine Wäsche Tisch- und Bettwäsche» Bademäntel Manufakturwaren-Reise- U.Schlafdecken CSportanzug elegant, zweiteilig. In moderner Machart, gediegene, haltbare Quflitic. jetzt nur In unserer Möbel-Abteilung ebenfalls billige Angebote speziell: Gärten- u. Balkonmöbel Brunnenstraße 1/ direkt am Rosenthaler Platz M ÄZ S J5! W i i Die Untersuchung von Kürtens Gehirn. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie bei dem Kaiser-Wilhelm-Institut in München, der das Gehirn des am 2. Juli 1931 in Köln Hingerichteten Massenmörders Peter Kürten zur wissenschaftlichen Verwertung überwiesen worden war,»ach dem Abschluß der Untersuchung mitgeteilt, die Untersuchung habe in allen Teilen des Gehirns normale Ver- h ö l t n i s s e ergeben. Es fehlten jegliche Anhaltspunkte für das Bestehen irgendeines Krankheitsprozesses. Ebenso finde sich nicht der geringste Verdacht für irgendeine anatomische Störung, die etwa aus eine angeborene oder erworbene Geisteskrankheit hin- deuten könnte. Das anatomisch-biologische Institut der Universität Berlin hat hierzu mitgeteilt, daß das Ergebnis der von ihm vorgenommenen Untersuchung mit diesem Befund übereinstimme. Briefkasten der�evattion. Reichsbanncr 19?4. Wir ratcrt. sich zunächsts>2 Uhr, im Krematorium Baumschulenwcg, Kiesholzstraße. statt. IleMlZies Vctwaltangutcllc Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Werkzeugmacher Walter Hüpler geb. 2t. Februar>912, am 27. April ge» starben Ist. Die Beerdigung sindet am Montag. dem 2 Mai, IS1/, Uhr. von der Leichen» Halle des Alten Neuköllner Kirchhotes, Nudower Straße 15—29,. aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. kiackru» Am 25. April verstarb unser Kollege. der Nieter Gustav Rothe Ehre ihrem Andenken! Die Ortivrrwaliunß, Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teil» nähme beim öeimgangc meiner lieben Frau, unserer herzensguten Mutter und Schwiegermutter Agnes Vogel sagen wir allen Kollegen sowie Se» nossinuen und Genossen der 97. Ab» teilung unseren herzlichsten Dank August Vogel und«inder. lott habe meine Praxis von Charlottenburg, Kaiser-Friedrich- Straße 90, verlegt nach cnarlctienliura, Heölieistrafie 13 (Ecke Schloß» undWallstraße). Dr. medlames neyer. TECHNIKER, INGENIEURE. ARCHITEKTEN, CHEMIKER und andere technische Angestellte und Beamte organisieren sich im BUND DER TECHNISCHEN ANGESTELLTEN UND BEAMTEN Auskunft und Material auch über die Berufskrankenkasse und Sparbank kostenlos durch die Orfsverwaltung Berlin des Bundes, NW 40, WerftstralSe 7 Cewerkschaftlleh-Oenoisen. sch-aftiiche Versicherungs« aktiengesellschaft, Hamburg SOLLTE AUCH FÜR SIE EIN ZEICHEN DER....... LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND DER GEBOTENEN GE0ENWÄRTl6S,CHtRHE,TSE,N* SIND BE| IHR vErsichErt:2 26 5 000 WERKTÄTIGE mit AUSKUNFT; 850 MILLIONEN RM. Versicherungssumme Berlins 42, RltterstraBe 126 1 Berlin>Marland«rf, Rathaua- straBe 93, pt.», Berlin-KSpenlcK, BahnhofatraBa 34 1 Barlin- Lichtenberg, Frankfurter Allee 122 1 Berlin-Reinickendorf- Ost, Schönholzer Weg 39; Berlin- Pankow, GalllardatraBo 2*1 Berlin-Spandau, GBtelstraBe 5, pt., oder dar Vorstand der VolksfUrsorge In Hamburg S, An der Alster 57—61 Biumenspenoen Jeder Art liefert preiswert Paul Goiletz vormals Robert Meyer Marlannenstr. 3 FB. Oberoaum 1303 Neu! Neu! Iwenn Sie Ihre Liköre mit Rolcnd-Essenzen zu Hauael I selbst machon. Dabei schmecken sie so gut Es gibt! 1139 Sorten. Versuchen Sie einmal. Lassen Sie sichl lln Ihrer Drogerie oder Apotheke Dr. Reichels Rezept- f Bbüchlein geben, es kostet nichts. Wo nicht erhält- L lllch, durch OTTO REICHEL. BERLIN-NEUKÖLLN.| Chamotte-Kachelöfen in farbiger Glasur, 35 cm breit, 35 cm tief, 135 cm hoch, mit Rostfeuerung nur 62,40 RM. sind zu haben bei der Berliner Töpferhütte G. m. b. H. Berlin SO. 36, Schlesischestr. 42 Farnsprecher Amt F. 8, Obarbaum 0319 Fliesenarbeit— Baukeramik Kaufen Sie Ihren Anzug oder Mantel nur in unserer Fabrik zu unseren ,,?afoik- SüJtcikpcciscf*'' 24.- 34.- 44- 54.- 64- ;*:■■":.»'/.»•••'...______ Cs geht nichts über unsere Lelstungsf&higkeitl Der beliebte reinwollene Gabardine- Mantel In allen Modefarben und blau, ganz auf Kunstseide gefüttert und Wollhaar verarbeitet Straßenanzug in vielen modernen und»olldan Mustarn, moderne Fo'rm. Roßhaarverarbeitung, Garantie für fabelhaften Sitz........... RM Sportanzug mit Kn ickcrbocker oder langer Hose, garantiert reine Wolle, RoQhaarverarbeitung, moderne Muster, ausprobierte Strapaziere ualit&t......... RM Unsere Maß-Abteilung Anzug oder Mante! garantiert reinwollene Maß-Stoffe. Garantie für fabelhaften Sitz und Verarbeitung, nach Ihrem Maß mit Anprobe.................. von Wir nehmen auch Ihre Stoffe zur Verarbeitung an, Anzug oder Mantel Arbeitslohn einechlleß- lieh unserer guten Futterstoffe. Garantie für tadellosen Sitz und Verarbeitung.,.von RM Mitteldeutsche Herrenkleiderfabrikation££ [ nur Dircksenstr. 2Y, direkt Stadtbahnhof Alexanderplats(kill Hin) DER AUFSTIEG DER VOLKSFURSORGE , AWf wim i Hergestellt in den Persilwerken« Farbenfabriken BEROFR« W1RTH, Leipzig liefern Farben für sämtliche Drnek- arten. Im besonderen hochkonzentrierte Of f SQt f SiPbQIl von größter Flehteehthelt, Reinheit nnd Rrnekfählgkelt Zweigfabrik in Bln.-IVeilkÖlIll« �lasowstrake 18-ÄO Barmen, Amsterdam, Budapest, Leningrad, Prag, Rio de Janeiro Lieferantin«Iie«er Zeltnng� Wunderweff« MeuAeiten In Mteidec-Sudeudoffei* ct. 70/80 em breit, moderoe Drcfikmoster, Hfl« Meter 1.45, k25 jüisendSisiis Buchs Fescher Bletelot S.50 lyoiirnussenne w AnrwaM. S p i! z e n s I o 1 1, iä s»» 95 � Cfileia. etSSem Im«,«parte Law» DTiiefcmMta».,,»Meter 95"� IUI j I I e-F I 6 ü r S WaaehkanstseCde far Kleider»ad Btesea. Meter 05� Frosoo-noooB � m<,dsraftB � 1.45 semen-Froite. QreOe Auswahl auch für stark® und stärkste Figuren in unserer bedeutenden Abteitu ng DAMEN. KLEIDUNG Stuojpenhut, mit Bluaiea anü Babd garniert..... aus modarn�m Geflecht, mit hübscher Bandgarnitur,••••••• ca. 80 em breit in neuen Pastellfarben für g 0*1 das moderne Sportkleid...... Meter!■ÖÜ Kuostsetdes ca. 100 cm breit, der y Q»1 aparte Tupfern, enorm billig,. Meter fca"ll J-ic�s�adikel 275 cregemarocain, Madewatu* dcuutukteidec lit festem Kragen ans Popeline In hubscheu Frühjakrsfarben..... ßuernsniden durcligeheud Popeline, mit gefttllerler Brust....... Semsißinder in geschmackvolleK reine Seide... ODemnon in geschmackvolleu Mustern, auch reine Seide l.to »us sehr gutem Popeline, mit Kragen «nd Stoff für Ersatzmanschettcn... Hüte'- ScUimu* 200 275 9L i90 Kloder-Passen aus Valennciennes Spiti® gerflaeht mit Schleife............ Kleider-Passen aus Georgette mit Kui lel-Betfcfien.... Damenscfiais aus Kunstseiden- Ma 2 farbig, letzte Neu! oamensciiais aus Kunstseiden- Marocain, plissiert, die große Mode......... daurtto-W&scUe. aus Georgette mit Kunstseiden-Spaeh- tel-Be'fcben............ aus Kunstseiden- Marocain, doppelt, 2 farbig, letzte Neuheit...... Herrenülite in neuen Frtlhjah Plachrandform. Herpensoorimiilzen aus guten Flauschstot fen in hübschen Farbtönen............ 1.65 Herrenscnirme au« Halbseide mit sehr hübschen Ontfcn.............. in neuen Frühjahrs färben, modert»® Plachrandform........... aus Kunstseide in vielen modernen Mustern.............. 280 95. ip Z" Trägcmemfien für Damen, aus farbig ßaÖBt, MiBe- tleurs...........«. 1.95 ifacDthGinden für Damen, f ürmeln und a] Pyjamas für Damen, farbig Batist, mit buntfarbigen Besatz. Knopfform..... UloerKleider Kunstseiden-Charmeuse mit Handar- beitsmotiv, in vielen Farben.... für Damen, farbig Batist, mit Pnff- iirmeln und aparter Garnierung.,. •?5 ]65 505 (J25 "jÖS 375 33O jso Huccfr-ICkiduuty Stcuto-fifwatci* SHponmäniei für Herren, blau oder farbig, auf Kunstseiden-Serge, gefüttert..... 28.00 Oeiseiden-MermM iür Herren, sehr pracklisch, in verschiedene Farben].......... Ftoue SporianzOiie für Herren, mit Knickerboekcr. moderne Stoffe und VerarbeitungSS.OO SaHHoanziise �ne,-r für Herren, vorzüglicher Sitz, gediegener Stoff in guter Verarbeite n" nn g n 3 n Ii e n ,D5e große Mode* in vielen ent- rtlckenrien Modellen ]g°° Iß50 Damenstrümple, künstliche Waschseide, in modernen Farben.......... Paar 1.25 oamenstrüfiidle feinmaschig, mit vierfacher Sohle und Ballenverstiirkung..... Paar 1.95 Speziaisirümpie „Erlbo", besonders»ein tu aschig, voü- endet in Form nnd Ausstattung, Paar Herren Jacuuardsocken in sehr vielen Musterstellungen, gute SporiKieiüer�sr� färben mit reicher Höh isa umgarn ie- rung, Kock in gelegten Falten•.. Damenkisifler säbIü' cle. Pastellfarbeo, weiße Aufschläge u, Revers, Rock mit eingesetzten Falten FmnkieiflBPÄÄis fesche Revers. Weste aus Kunstseid.- Marocain, Rock m Falten.,, Dainenkieidep�r/pÄ0; menmuster, fesche Form, weiße Geor gelte weslc, Rock m. Volantgarnierung Dcu�cu-Hiäuid Damenmaniei aus gemusterten Stoffen, in beliebten Formen........ 24.50. 19,75 Damenmaniei Afghalaine, Boucle, auch in großen W eiten........ 29,50, 24.50 Damenkostürce einfarbig sowie aus Fantasiestoffen, tadellose Paßform.. 35.00, 21.50 ßüufetiermaniei reine Wolle, ausprobierte schöne Formen......... 29.50, 24.50 Mickwaceu uiwiien sehr modern mit halben Ärmeln, reine Wolle........... Stck. 2.95 LumPer&iusen mit moderner ßüschengarnitur und Paffärmeln'........ Stck. 4.90 Schiüpf-Handschure für Damen, künstliche Waschseide Paar FrühjaPrsPandscPuPe Elegant, künstliche Waschseide, bi Schlupfform.......... Paar lip 1975 Iß75 15" Fesches TraoerKieid aus Flaroenga, in mode nen Farb«»n,Wresleund Puffärmcd aus gemustertem Kunst- seidenmarocain Damenmaniei ganz mit Kunstseide gefüttert und mit zweifarbigem Schal, ähnlich wie Bild I>W«W» Berel Seriell RESTE 95, 75 Bis T. Mal SehiatztmnKr�SoexiaU�� �2�54 üc i af z r m m e r„Lisa" »-hf Eichs, Flächen voll-» P gearbeitet, mit Frisier- ÄV« 5 m Tcilstts, Pofsterstüble „Schlafzimmer„Marlene1 echt schwedische Birke, poliert, 2 Meter- Schrank, sehr schweres Modell, mit Frisier- Toilette, Polsterstühle Weitgehend® Zahlungserleichterung Schlafzimmer„Carmen" echt sapoli mahagoni, 180 breit, Hochglanz poliert, schwer gerundet. unerhört vornehm, mit Frisiertoilette und Polsterstühle. (In echt Birke Ja vafarhs lieferbar) 759.- M f»tt Eigene Großfabrikatton seit 1876 Rigaer Straß® 71 (U-Bahnftof Sam.rit.ratrJ Hackescher Markt 4 Bahnhof sar�l y Xr. 104* 49. Jahrgang 7. Beilage des Vorwärts Sonniag,-l. Mai 49A2 S>um i.HMai Qerhari Merrmann Gerkart Herr mann il o st ar s Maifestspiel „W elandsaga" macht den Versuch, die alte Sage oon Wieland, dem Schmied, darzustellen als das, was sie ist: ah die Geschickte oom arbeitenden Menschen, der oon Ausbeutern oersklavt und ausgenutzt und um den Ertrag seiner Arbeit gebracht wird, bis er sich erhebt, seine Fesseln zerreißt und daoonßiegt in das Reith der roten Freiheit. In dieser Sage hat das Volk selbst seid Schicksal und seine Hoffnung dargestellt, und in dieser recht verstandenen Form ist sie wahr und zeitgemäß wie je— ob auch jahrhundertelang oersucht morden ist, sie ihres wahren Sinns zu berauben. Wir oeröff entliehen— mit Kürzungen— die ersten beiden Bilder des Spiels: Der junge Dorf schmied Wte- land und AI miß, die Tochter des Großindustriellen Nudid, Jugendgespielen, die sich schon als Kinder liebten, müssen sich trennen, weil Nudid in die Stadt zieht. Wieland oersucht es, Nudid nachzueifern, er will selbständiger Unternehmer werden, um Alwiß als gleidi- berechligter Partner gegenübertreten zu können, und— endet als Bankrotteur— eine Nummer unter oielen— am laufenden Band der Nudid sehen Fabrik. Wie Wieland sich und seine Schicksalsgenossen freimacht, wie Wieland und Alwiß dennoch rutammenßnden, schildern die weiteren Bilder des Spielt. Erstes Dttd: Dorfschnnede. ßeuet. Lmboß. Eff«, im Hintsrgrund grohes Tor: wenn es geöffnet wird, blickt man auf einen fernen schloßartigen, doch modern gehal« ienen Vau. Am Amboß, achtzehnjährig etwa, Wieland. Er arbeitet mit einem sehr kleinen Hammer. Nach kurzer Weile wird mühsam das schwere Tor geöffnet, so daß eine Zeitlang das Schloß fichtbar wird, und herein tritt Alwiß. Wieland beachtet sie nicht. Alwiß: Wieiand...? Wieland...?! Ja, bist du denn taub heute, daß du mich nicht hörst? Bist du denn blind, daß du das Tor nicht aufgehn sahst? List du denn stumm, daß du mir nicht ant» wartest? W i e l a n d: Vielleicht will ich nicht antworten. Alwiß: Bist du bös« mit mir? Vielleicht weil ich mit dem langweiligen Leutnant ausgeritten bin? Vielleicht weil ich morgen verreise? W i e l a n d: Vielleicht habe ich keine Zeit. Alwiß: Keine Zeit? Für mich keine Zeil? Wieland: Vielleicht habe ich eine Arbeit vor, die noch heute fertig fein muß? Alwiß � Was ist denn das. Wieland? Ein Armreif aus Eilen? Wieland: Gold habe ich keins, und Goldschmiedfing-r auch nicht. Alwiß: Ach, Wieland! Es ist doch ein wunderschöner Arm- reif, denn es ist so einer, den man nicht kaufen kann. Siehst du, ich tu ihn gleich an! Zur Erinnerung! Wieland: Zur— Erinnerung,..? Alwiß: Zum Andenken, meine ich. Wieland: Zum Andenken, aha... Kannst du erkennen, was hier drauf ist?» Alwiß: Natürlich, zwei Hände! Eine ist groß und grob, und eine ist ganz klein— W i e l a n d: Ja. und sie liegen ganz fest ineinander. Weißt du, wessen Hände das sind, Alwiß? Alwiß:(schweigt.) W i e l a n d: Weißt du es wirklich nicht? Alwiß:(schweigt.) W i e i a n d: Vielleicht habe ich es schlecht gemacht. Es sollen deine und meine Hände sein, Alwiß. Ich habe nur gedacht, weil wir sie uns doch nun neun Jahre lang seden Tag gegeben haben, unsre Hände. Weil sie doch jeden Tag— jeden Tag ineinandergelegen haben, erst beim Spielen am Nachmittag, bis wir konfirmiert wur- den, und dorm bei unfren— bei unsren Gesprächen an den Abenden, Alwiß.— Und da habe ich eben nur gedacht, wenn du jetzt eine Weile verreist, dann sollen dir die eisernen Hände ein Andenken fein, bis du wiederkommst, Alwiß, und bis ich-- Alwiß: Ich komme aber nicht wieder, Wieland. W i e l a n d: Alwiß...? Alwiß: Ja, siehst du, Wieland, mein Vater hat doch schon lange sein ganzes Geld in Fabriken angelegt, Wieland, und die Landwirtschaft bringt uns doch nichts, und wir leben doch von den Fabriken in der Stadt, die Vater mit gshören, verstehst du, Wieland, das weiht du doch— und nu» sind die Zeiten doch so unsicher ge- worden, das weißt du doch auch, Wieland, und Dater muß selbst nach dem Rechten sehn, sonst betrügen sie ihn, und er hat eine Wohnung in der Stadt genommen— W i e i a n d: So. Ach so.— Aber— aber warum— Alwiß: Laß mich doch ausreden, Wieland... ich muß doch auch mit, denn Vater zieht doch auch meinetwegen in die Stadt, er meint, es wird doch nun Zeit, daß ich in die Gesellschaft eingeführt werde, du verstehst doch, nicht wahr, Wieland... Du mußt aber natürlich nicht denken, daß ich mir anders oder sogar besser vor- komme als du. W i e l a n d(tritt in das Tor und blickt auf das Schloß, das weiß durch die beginnende Dämmerung leuchtet): Sieh mal, wie weiß der Putz ist an eurem großen Haus, sogar am Abend leuchtet er— und wie schwarz die Mauer in meiner Schmiede ist, die leuchtet nicht mal in der Sonne... Und Geld gibt mir auch keiner, um sie weißen zu lassen, denn ich habe ja keine Fabrik, an der man sich beteiligen kann, ich kann da nur alleine von leben, ich und— und eine Frau...(Er schlägt das Tor mit aller Wucht zu.) So!!! Alwiß: Wieland...! Wieland: Habe ich dich erstljrecki, Alwiß? Nimm'? nicht übel, Alwiß. ?l l w i ß: Nein, Wieland. Wieland: Es ist längst Feierabend, aber ich muß da noch etwas schmieden.(Bläst das Feuei an, tut Eisen hinein.) Siehst du. Alwiß, es fällt mir nämlich'n bißchen schwer, daß du weggehst. Ich hatte mich nämlich so an dich gewöhnt, Alwiß.— Ich habe ja gleich nach der Konfirmation anfangen müssen mit Arbeiten, mußte ja mitverdienen, das kennst du nicht. Es wird einem leicht lang- wellig, das Arbeiten, zum Beispiel das Feueranblasen.~ Da habe ich dann immer ein kleines Glücksspiel' draus gemacht, UN- gefähr so, weißt du: wenn das Feuer jetzt schnell angeht, dann kommt Alwiß heute abend: geht's nicht, kommt sie nicht.— Na, und da ist's immer schnell angegangen So bin ich ein tüchtiger Schmied geworden, jawohl.— Dasselbe mit dem Eisen, ob's schnell glüht oder nicht.— Schwerfällig, weiß du, schwerfällig macht einen die Arbeit. Man kann gewisse Sachen nicht so schnell begreifen wie ihr. — Mußt's aber nicht ühelnehmen. Alwiß: Wieland, ich will ganz ehrlich sein. Ich habe auch drüber nachgedacht, die letzten Nächte. Guck dir meine Hände an: Sind das die Hände einer Säzmiedsfrau? Sie werden aufgerissen sein, die Hände, wenn ich bloß mal das Geschirr abwasche. Du mußt mich versteh», Wieland. Es ist nicht mein Hochmut, es ist mein Schicksal. Ich habe dich lieb. Es wäre mir tausendmal lieber, wenn ich in Armut aufgewachsen wäre. Dann könnte ich bei dir bleiben. Und ich wäre nicht unglücklicher, nein, nein, nein, nein! Wenn ich arm wäre, dann wäre mein Herz stark geworden. Ich bin aber reich, da haben sie meinen Verstand stark gemacht. Herzens- bildung gibt's umsonst, Verstandesbildung kostet Geld, das ist das ganze Unglück und der schrecklichste Unterschied zwischen arm und reich, Wieland.— Sieh doch endlich mal her, Wieland...— Ich bin feige, denkst du. Nein. Ich habe bloß zu viel Verstand. Darum weiß ich auch, daß du nicht glücklich wärest, wenn du durch eine Heirat mit mir reich würdest. Du würdest dich schämen. Wieland, und das wäre schrecklich... Uns beiden kann mcht eher geholfen werden, Wieland, ehe nicht der ganzen Welt geholfen wird. Ehe nicht der ganze Unterschied verschwindet— der ganze Unterschied in der Welt... Wir mußten gleich sein, Wieland, dann wäre alles richtig... Wieland(zieht das Eisen aus dem Feuer und legt es auf Welandfaga den Amboß): Wo ist denn der Schmiedehammer? Komm her, du großes Ding— das Zierliche liegt mir eben nicht... Schmied, bleib beim Eisenblock, loß die groben Pfoten vom Geschmeide...(Er beginnt zu hämmern. Zwischen den Schlägen): Du hast recht, Alwiß.— Du hast recht.— Gib mir den Armreis.— Gib mir ihn wieder, Alwiß.— Wie ich ihn machte— Hab ich gedacht— die Liebe, Alwiß— die Liebe wird alles— verbrenne»— schwarz und weiß.— Aber dann bist du— gekommen, Alwiß— und hast mir gezeigt— wem, man schwarz und weiß— miteinander permischt dann gibt's grau.— Grau— ist eine schlimme Farbe.— Wenn's bei euch im Schloß— eine Schmiede gab— dann würdet ihr wissen— was Feuer ist.— Feuer ist rot— und verzehrt alles— schwarz und weiß— und grau.— Aber ihr habt— das Feuer nicht — darum fährst du weg— und ich bleibe hier— allein— und alles wird kalt.— Und ihr seid reich— und nicht glücklich und wir bleiben arm— und unglücklich.— Aber wir Armen— sind besser als ihr— anständiger— liebender— und besser!!— Gib mir den Armreif— Alwiß— er kommt dir— nicht zu Alwiß: Du hast ihn mir geschenkt, Wieland. Ich gebe ihn nicht zurück. Ich gehe... ich muß gehen... ich kann nicht anders. Befreie die Welt, Wieland. Lieber Wieland, desreie sie alle, dann befreist du mich auch... Wieland... Wieland...!!(Sie stößt das Tor auf und geht rasch.) Zweites Biid' Tiuöids Fabrik. Arbeiter und Arbeiterinnen am lausenden Band. Sprechchor(gehetzt, auf einzelne und Gruppen verteilt): Schraube. Walze. Presse, Feile, Hammer, Bolzen, Druck. Stoß, Zuz, Immer in Eile, immer in Eile, Immer in Hätz, niemals genug. Fertig! Schraube, Walze, Presse, Feile, Bücken, Strecken. Drehen, Wenden, Niemals ein Ganzes, immer nur Teile, Immer nur Handgriff, nie ein Vollenden. Fertig: Schraube, Walze, Presse, Feilen, Griff um Griff, Stuck um Stück, Immer ein Jagen, nie ein Verweilen. Immer nur Elend, niemals ein Gluck. Fertig! Klingelzeichen. Scharfe Stimme: Pause! Alle: Fertig! KrankerArbeiter(nachklappend, nachstöhnend): Fertig. (bricht zusammen). Die Arbeiter scharen sich um den Zusammengebrochenen, legen seinen Mfce Sckerl- Stolhholz: 3)er mrhellerie Die Leute in USA haben viele schöne Gebrauchsartikel erfunden: Die moralische Sdinellehe. Whrighleyt Kaugummi. Optimismus oder Verdienst am Kunden... Pittsburger Tomatensaft, die 80 Methoden, wie man im Leid erstarkt— Und jetzt wirft Mr. Eiggins(Chicago) auch noch den verbesserten Arbeiter auf den Markt. Unser Arbeiter kam manchmal noch sozusagen einzeln zur Welt. Der neue Typ wird natürlich in Serien hergestellt. Unserer zeigte bisweilen Ansätze marxistischen Verstandes— Der Neue hat Blechkopf und ist— wie verlangt— die schlichte Fortsetzung des laufenden Bandes... Ein sogenanntes Rückgrat kommt bei dem verbesserten Typ nicht in Frage. Mr. Eiggins Arbeifer hat im Rücken die lang gewünschte Kautschukeinlage... Wenn er schläft, schläft er allein. Auch hierin ist das Modell perfekt. Geschlecht lenkt ab.— Eai kürzlidi Reverend David E. Smith von der Sonntagsschule entdeckt. Der verbesserte Arbeiter kann 60 Stunden am laufenden Band stehn, Streikt er, sind entsprechende Schrauben noch fester zu drehn... Keine Klappe für Lohnempfang!(Wie leider noch bei dem jetzigen Mann...) Dafür montiert man ihm rechts und links trostreiche Bibelsprüche an... (made in Während unser Mann sich beim Abbau nutz- und respektlos erregt, wird jener bloß abgeschraubt und(husch!) zum alten Eisen gelegt. Dort kann er nicht stänkern, wie der unserige das ja mit Vorliebe tut... Sondern wird umgewalzt und er scheint zum Muttertag als Thomsons praktischer Fingerhut. Der verbesserte Arbeiter wird noch zwei wertvollste Neuheiten bringen: Unserer will mandcmal noch essen oder die Internationale singen..... Jener krie.gt OeL Und besitzt— wichtig für Interessenten!— statt Klassenbewußtsein die eingebaute Sdiallplatte! Und die lobt den Präsidenten. Mr. Eiggins Artikel Wird— gottesfürditig verpadd— zu Reklamepreisen selbst in die gottverlassensten Dörfer reisen. So wird er audi in Berlin Probe laufen... Und wir werden ihn— wem sagen Sie das?— auf den ersten Blick und auf Stottern kaufen. Kurz: Per verbesserte Arbeiter siegt überall. Weil billiger und bequemer... Aber wer erfindet nun endlich mal den verbesserten Unternehmer? wm Mai Geblidweberai Montag, 2. Mai, 10.30 und ß.OO 3.30 Uhr" Mütte?tGg Vorführungszeiten; D�ag, 3. jMzo.ZO und 12.00 3.30 und 5.00 Uhr Sa.s'e� Zum Eintritt berechfigen Waren-GuiiCheine zu JC 2.~, die bis 30. Juni in Kleingesehenlco Zahlung genommen werden. In allen Di» Ausgabe dieser Gutscheine erfolgt an den Grünfeld-Ladenkassen. Preiste g e n CrSStss Sonderhau» für Leinen, Wische, Briutausstailungen Ldmlchcr Sir. 20-22• Marlttrsfendamm 221 Montag nachm. 5 Uhr ErSffr&ung für Kinderbekleidung und Kindersteffs in meinem Hause leipziger Sfr.20'>22 Kopf auf Kissen aus Blusen, die fie sich ausziehen. Arbeiterinnen holen Wasser. Kranker Arbeiter(hat Wasser getrunken, hebt schwer den Kopf). Alter Arbeiter: Na, Andres, besser? Kranker Arbeiter: Weiß»ich.(Will aufstehen.) Arbeiterin: Nich, Andres I Liegen bleiben! Sanitäter kommen mit dem Wcrkarzt, prüfen, Puls, Herz, Temperatur. Werkarzt(zum Kranken): Wie alt sind Sie? Kranker Arbeiter: Sechzig, 5?err Doktor. Werkarzt: Wie lange arbeiten Sie? Kranker Arbeiter: Seit dem vierzehnten Lohr. W e r k a r z t: Wie lange ani Bond? Kranker Arbeiter: Zehn Jahr, Herr Doktor. Werkarzt(Lunge abklopfend): Sie müssen aufhören, Mann. Sie find nicht mehr arbeitsfähig. Kranker Arbeiter: Herr Doktor— ich will Neber am Band sterben als— W e r k a r z t: Ich kann Ihnen nicht helfen, lieber Mann! Werk» meifter! Der Mann muß sofort aufhören!(Er geht grüßend.) Sanitäter gehen ebenfalls und kommen nach kurzer Zeit mit einer Tragbahre mieder. Werkmeister(telephonierend): Arbeiteraufnahmeabteilungl Belegschaft sechs, Band drei, Ersatz für Mann siebzehn benötigt! Mann siebzehn krankheitshalber ausgeschieden! Ersatzmann wenn möglich gelernter Schmied! Für sofort! Kranker Arbeiter: Ach Gott, och Gott...'ne Weile Krankengeld und dann das bißchen Rente... wie soll ich da leben mit Mutlern... A l t c r A r b e i t« r: Js nu mal so, Andres... So geht's uns ollen mal... Sanitäter(legen den Kranken auf die Tragbahre). W i e I a n d(sehr viel älter geworden, tritt in die Tür, begegnet den Sanitätern mit dem Kranken): Ich soll hier anfangen...? KrankerArbeitcr(sieht Wieland an): So, du bsst das... fängst nu an un ich höre auf... Siehst«, das(tastet nach Wielands breiter Brust) ist der Anfang... und das(weist auf sich) ts das Ende... Sanitäter(tragen den Kranken hinaus). W i e l a n d(blickt den Weggehenden rotlos, in beginnender Angst noch). Werkmeister(zu Wieland): Wie heißen Sie? Wieland: Wieland! Wertmeister: Wo haben Sie gelernt? W i e l a n d: Hatte selbst eine Schmiede. Arbeiter: Habt ihr gehört? Der war sein«lgener Herr— un jetzt steht er hier... W i e l a n d: War nich meine Schuld... Werkmeister: Also kommen Sie her!(Unkerweist Wieland cm erledigten Platz am Band.) Arbeiter und Arbeiterinnen essen. AutoHupe. Arbeiterin(am Fenster): Niduds Tochter! Junger Arbeiter: Hübsches Balg! Feiner Wagen! W i c l a n d(zum Werkmeister, der mit seiner Anweisung fertig ist): Bloß immer den einen Druck mit dem rechten Fuß? Alter Arbeiter: Tja. mein Junge, das is laufende» Band! .An deiner Schmiede war's anders, wie? . JungerArbeiter: Sagen Sie mal— wie Sie noch Ihre ergebe Schmiede hatten— da haben Sic alles selbst gemacht? W i c l a n d: Im Anfang, ja. A lte r A r b c i t e r: Und dann? Wieland(widerwillig): Dann habe ich Geld aufgenommen, weil ich mich vergrößern wollte, und habe angebaut, und dann— Alter Arbeiter: War Pleite, wie? W i e l a n d(nickt). Junger Arbeiter: Kinder, so'n ganzes Werkstück ollew« machen— wie'n Märchen, was? Alter Arbeiter: Der eine schafft's, der andere nich. Warst eben kein Nidud! Arbeiterin: Jetzt is sie endlich fertig mit dem Gekrame im Auto, jetzt geht sie rauf zum Allen... Junger Arbeiter: Ob sie so'n guter Kerl is wie ihr Bruder? Arbeiterin: Kaum. Aber wie vornehm sie is... W i e l a n d(tritt ans Fenster, blickt hinunter, leise): Keine Alwiß... keine Alwiß...(er schluchzt) Alter Arbeiter: Halt dich zu uns. Alleine läßt sich das hier nicht ertragen... Wieland(blickt um sich): Das hier nicht... Alter Arbeiter: Heute abend is Bersammlunz. Kommst«? W i c l a n d: Bielleicht... Klingelzeichen. Alle begeben sich an ihren Platz. Wieland: Das also ist der Anfang hier— und das(blickt zur Tür) war das Ende... Alwiß... Neues Klingelzeichen. Scharfe Stimme: Fertig! Die Arbeit beginnt. Sprcchchor(wie vorher verteilt): Strecken, Drehen, Wenden, Bücken. Schwung und Hieb, Druck und Stoß. Verkrüppeltes Bein, vcrbuckelter Rücken. Ifilafchinen machen tMemluimn 3)ie Technik als umwälzender Zakfor/"ton ä)r. 3». Wvifche Wir rechnen das gegenwärtig noch bestehende technische Zeit» alter seit dem Aufkommen der D a m p f m a s ch i n e. Die durch sie verursachte vollkommene Ilmgestaltung der technischen Gruna- läge hat die neuzellliche Industrie, den Kapitalismus, geschaffen und zugleich das Jndustrieproletariat und damit an Stelle der in der Stadtkultur vorherrschenden Handwerkerschicht die des Prole» tariats. Die konsequentesten Untersucher dieser umfassenden sozialen Umwälzung in der Kulturgeschichte waren Marx, Engels und andere Theoretiker des Sozialismus, welche scharfsinnig aus diesen Vorgängen sozialer Umschichtung auf eine Verproletarisierung des weitaus größten Anteiles der Bevölkerung säzlosfen. Sowohl im theoretifchen wie im praktischen Sozialismus und Kommunismus ist auf Grund dieser Arbeiten allgemein die Ueberzcugung durch- gedrungen, daß in kurzer Zell zwangsläufig dieser Prozeß zu dem Abschluß einer Eroberung der polllischen und wirtschaftlichen Macht durch das Proletariat führen muh und daß nur die Uneinigkeit und mangelnde Reife des Proletariats diesen Prozeß verlangsamen kann. Inzwischen bahnt sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Umwälzung der technischen Grundlage an, deren Folgen heute bereits bei genauer Unterfuchung der sozialen Umschichtungsvor- gange zu erkennen sind, die aber bisher sowohl bei den verschiede» neu Bewegungen des Sozialismus wie in der soziologischen und nationalökonomifchen Wissenschaft noch längst nicht genügend gc» würdigt werden. An die Stelle der Dampfmaschine tritt nämlich als Kraftbasis die Elektrizität. Diese unterscheidet sich grund- legend von der Dampfmaschine. Die durch die Dampfmaschine er- zeugte Kraft kann nämlich nur auf höchstens einige lOOO Pferdekräfte an einer Stelle konzentriert werden und ist außerdem orts- gebunden. Man kann an eine Dampfmaschine durch Triebwellen zwar hunderte Einzelmaschinen anschließen, man kann auch durch mehrere Dampfmaschinen an einem Ort Hunderte von Einzel- Maschinen konzentrieren, muß immer aber die durch Dampf ge- wonnene Kraft am Ort ausnutzen: sie ist ortsgebunden. Dieser technische Apparat erfordert in erster Linie Bedienungskräfte von Handarbeitern. So hat das technische Zellaltcr der Dampf» Maschine den Handwerks st and dezimiert und eine Millionen- armee von Arbeitern an der Maschine(Metallarbeller usw.), von Arbellcrn zur Herstellung der Maschinen(Hütten, und Walz- arbeiter), von Arbeitern zur Gewinnung der Ernährung der Maschi- nen(Kohlenbergleute), Arbeiter zum Bau der Fabriken und Ar- bciterwohnungen(Bau» und Holzarbeiter) geschaffen. Grundsätzlich unterscheidet sich von der Dampfmaschine die Elek- trizitätskraft dadurch, daß an einem Orte statt der Taufende, �hunderttausende von Pferdekräften zusammengeballt werden können (elektrische Kraftzentralen) und daß diese Kraft nicht wie die der Dampfmaschine ortsgcbunden ist, sondern beliebig spazierengehen kann und Hunderttausende von Fabrik- betrieben, Werkstätten, Klein- und Großbetrieben mit Kraft und Licht zu versorgen vermag. Erst diese elektrische Kraftbasis hat weiter eine früher unvorhergesehene Mechanisierung der technischen Vorgänge ermöglicht und das neue arbeiterleere Fabrikbild ge- staltet, wo. wie mit Geisterhänden versorgt, die Oefen ohne Menschenhilfe niit Kohlen beschickt werden, die Massengüter ohne menschliche Hand vom Waggon zum Schiff und umgekehrt bewegt werden. Neben dieser Verminderung der in der Dampfmaschinen- zeit maßgebenden Handarbellerschicht verursacht der moderne ratio- nalisierte Industriebetrieb der elektrischen Epoche ein Anschwellen der Kopfarbeiter, der Angestellten, Beamten, Techniker, Chemiker, Ingenieure, Monteure usw. Es ist von mir zum ersten Mal« in verschiedenen Wissenschaft- lichen Zeitschriften(1927: Conrads Jahrbücher für Nationalökono- mie, 1928 und 1932: Thurnwalds Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie) eingehend auf diese neue soziale Umschichtung auf Grund des Vordringenz der elektrischen Kraftunterlage hingewiesen worden. Es ist bereits möglich, auf Grund der Statistik«inen Nachweis meiner Auffassung zu bringen. Während nämlich in den verschiedenen Industriebetrieben 1913 nach Untersuchung des AfA- Bundes(»Vorwärts", 1. Mai 1927) auf 100 Arbeiter 8 bis 12 Angestellte kamen, hat in diesen Betrieben die fort- schreitende Elektrifizierung des technischen Apparates den Anteil der Angestellten bereits 1926 aus 1 3— 2 0 erhöht. In rein elektrotechnifäzen Betrieben zählte man bereits 1913 32 Angestellte auf 100 Arbeiter und dieser außergewöhnlich hohe Anteil der Angestellten ist 1926 unverändert geblieben. Weitere Belege zu meiner Auffassung gibt ein Studium der sozialen Umschichtung in Deutschland auf Grund der Berufszählungen 1882, 1907 und 1925. Auf 100 Erwerbstätige kamen 1882 47,5 Arbeiter. 1923 aber be- rcits nur 45,1 Arbeiter, dagegen kamen bei den Angestellten und Beamten 1582 auf 100 Erwerbstätig« 6,4, 1925 dagegen bereits 16,3. Von 1882 bis 1925 Hot also in der erwerbstätigen Bevölkerung die Schicht der Arbeiterschaft relativ abgenommen. Neben der Zu- nähme der Angestellten und Beamten 1907 bis 1925 ist auch ein« beträchtliche Zunahme der miihelfendcn Familienangehörigen der Selbständigen von 10 Proz., 1882 auf 13 Proz., 1907 undltzProz. 1925 wahrzunehmen. Das Handwerk hatte sich, wie der Enquete- bericht zeigt, gut gehalten. Die Selbständigen spielen eine beacht- liche Rolle in der Landwirtschaft, in Handel und Gewerbe(Bäcker, Fleischer, Gastwirte), in denen die genossenschaftliche Bewegung eine starke aufsteigende Tendenz zur Erhaltung von Klein- und Mittelbetrieben gegenüber der konzentrierenden und akkumulieren- den Tendenz in der Industrie zeigt. Während so einerseits innerhalb der Arbeitnehmerschicht der Ausbau elektrischer Kraftbascn eine Aushöhlung der Handarbeiterschaft, eine Steigerung des Anteils von Angestellten und Beamten verursacht, machen sich außerhalb der Industrie stabilisierende Kräfte der mitt- leren und kleineren Produktivstätten, vornehmlich in der Land- Wirtschaft, auch in Gewerbe und Handel durch genossenschaftliche und andere Zusammenschlüsse geltend, die gleichfalls durch die elek- irische Kraftzusührung mit ihrer Ermöglichung durchgreifender Mechanisierung kleiner Betriebe begünstigt werden. Ein besonderes Kapitel bildet die gleichfalls steigende Tendenz der Zahl der Beamtenschaft. Sie wird hervorgerufen durch die Zunahme sozialer und wirtschaftlicher Aufgaben der Gc- meinden und hier gleichfalls begünstigt durch die Elektrifizierung von Kraft und Verkehr, ferner durch die ständige Intensivierung des Verkehrs(Eisenbahn, Autoverkehr) und eine dauernde Jntensivie- rung und Spezialisierung des Unterrichtswesens, der Hygiene, des Wohlfahris-, Finanz- und Versicherungswesens. So schwillt das Heer der Verkehrs-, Kommunal-, Lehr-, Finanz-, Verwaltungs- und Versichenmgsbeamten in früher nicht geahntem Umfang« an. W o y t i n s k y hat darum durchaus recht, wenn er(Gesell- schaft 1923) verlangt, daß man»Wege zur Vereinigung der pro- letarischen Gruppen finden müsse", um vom Proletariat alz der Mehrheit der Bevölkerung sprechen zu können, daß man außerdem die gegenwärtige Minderheit des politisch aktiven Proletariats durch Heranholung der mächtigen, heute noch politisch neutralen oder bewußt nichlsozialistischen Reserven beteiligen müsse. Es ist jedenfalls von weittragender sozialer Bedeutung, daß wir uns gegenwärtig durch das Vordringen der Elektrizität in einem technischen Prozeh mit einer ähnlichen Umwälzung der tech- nischen Basis unserer Produktion befinden wie vor 100 Iahren bei der Einführung der Dampfmaschine. Linke zu klein, Rechte zu groß. Fertig! Strecken, Drehen, Wenden, Bücken, Druck und Stoß, Hieb und Schwung. Knie, die knicken, Sorgen, die drücken, Körper wird alt, Herz, werde jung. Fertig! Die linke Tür öffnet sich: Nudid mit dem Prokuristen. N u d i d: Wieviel Stück täglich? Prokurist: Zwanzig! Nudid: Fünf zu wenig! Band muß schneller laufen! Der Prokurist verneigt sich, beide rechts ob. Sprechchor(wie oben): Bücken, Wenden. Drehen, Strecken, Schwung und Hieb, Druck und Stoß. Einmal wird fein, daß wir uns recken, Auf uns recken, riesengroß. Fertig! Schraube, Walze, Presse, Feile, Stunde, enteile: Jahr, enteile, Recken, Strecken— unsere Zeit Nicht mehr weit, nicht mehr weit! Schwung und Hieb, Stoß und Druck, Schritt um Schritt, Ruck um Ruck, Ziel um Ziel, Zug um Zug. Vorwärts! ITo überwinlern die Störche? Man nimmt im allgemeinen an, daß die Störche in Afrika überwintern, aber Afrika ist sehr groß, und früher hat man der Frage keine besondere Beachtung geschenkt. Erst neuerdings hat der schwedische Vogclforscher Bengt Berg im Verlauf seiner an Ort und Stelle ausgeführten Beobachtungen aufschlußreiche Feststellun- gen gemacht. Vor allem hat er beobachtet, daß die Störche nicht. wie so oft angenommen wird, den Winter in Aegypten verbringet sondern sich viel südlicher in den Gegenden, die der Weihe Nil durch- fließt, aushalten. Den Weißen Nil bezeichnet Berg überhaupt als den vogelreichsten Fluß der Erde, da auch andere Zugvögel in un- geheueren Massen seine Ufer beleben. Ihren Rückweg nach Europa nehmen die Störche vermutlich auf ziemlich geradem Wege, indem sie der Krümmung, die der Nil im Berberland und in Nubien macht, ausweichen und dafür geraden Weges über die Wüste ziehen, woraus sie, wenn Aegypten überhaupt überflogen wird, über Unter- ägypten nach Norden ziehen: als sicher nimmt Berg an, daß der weitaus größere Zug jedoch vom Blauen und Weißen Nil aus nach dem Roten Meere und längs der Küste dann in der Richtung nach Norden fliegt. Nach den Beobachtungen, die die Beringungsversuche ermöglichten, haben die weißen Störche sogar verschiedene Flug- straßcn auf ihren Zügen. Die Störche, die westlich der Weser chre Heimat haben, ziehen nämlich über Spanien zurück, während die anderen europäischen Störche aus ihren Winterquartieren im südlichen Afrika über Aegypten, Palästina, Syrien und dann über den Balkan in chre Heimat ziehen. Millionen von Zugvögeln überfliegen auf der Heimkehr auch die Sahara. Kleidung, dte besser ist $£•: aber weniger kostet! Baer Sohn �l75 475 Chaiweejtr. 29, U-Bahn Stelliner Bahnhof Sacco_ aus feinem Kammgarn, gute Verarbeitung und Sitz.... Sit.-, 4S.», 36.-, sport.Anzuge 9i 2-bi84teilig, aus reinwoil. englisch gemusterten Stoffen SS.»,4S.-,36.-, I M Sommer-�älltGl 27�® In Slipon- od. Raglanform, aus reinwoil. imprägn. Gabardine 52.',4S.-I36.-I Sommer-PslGtOt Ide* fesche 2 reihige Form, aus reinwollenen modernen Stoffen........