Morgenausgabe Nr. 21 4 A 108 -ty.Zahrgang WSchenilich 75 Ps, monatlich 3.25 M. ldaoon 37 Pf. monatlich für Zustel- lunn ins Saus> im ooraus zahlbar. Posidezug 8.S7 M. einschließlich so Pf. P-nzeitungs- und 72 Pf. Postbcstellge. »Uhren. Auslandsabonnement 5.65 M. vro Monat t für Länder mit ermäßig. tem Drucksachenporto 4.35 M. « Der„Pormärts' erscheint wochenläg. lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Sandel mit dem Titel„Der Abend"', Illustrierte Eonntaqsbeilaa« .Toi! und Zeit" Vevliner Vvttsbßatt Eonniag 8 Mai 1982 Groß-Äerlin 1Z Z)f. Auswärts 20 etnlva ll. Millimelerzeile 3V Vf. N�klamezerle 2.- M.„ftlcine Pitzeigen" das fettgedruckte Wort 20 Vf. (zulässig zwei fettgedruckteWorte �edes weitere Wort!0 Pf. Rabatt It. Tarif. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmartt Millimeter» zeile 25 Pf. Familienanzeigen Milli» nieterzeile 16 Pf. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft Lindeni'troße 3, wochentäglich von 8>/, bis 17 Uhr. 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Wie. der Berichterstatter, der preußische Ministerialdirektor Dr. Brecht ausführte, soll in das vor wenigen Tagen erst voin Reichsrat verabschiedete Schuldentilgungsgesetz ein zusätzlicher Paragraph aufgenommen werden, in dem dos Reich ermächtigt wird, eine Anleihe auszugeben, deren höchst- betrag nicht genannt wird, und die den Zweck hoben soll, für Siedlung, ZNelioralionen, Beschäfligung Zugendlicher und sonstiger Arbeitsbeschaffung die nötigen Geldmittel zur Der- sllgung zu stellen. Die Reichsregicrung selbst soll die Höhe des jeweils zu beschassenden Betrages festsetzen, soll diesen Betrag aber nicht im Wege des kurz frt st igen Kredits beschaffen, sondern durch Ausgabe von Schuldverschreibungen, also auf dem Wege einer Anleihe. Die Reichsregierung beabsichtigt, eine Prämienanleihe aus- zugeben. Die Ausschüsse des Reichsrats waren, wie der Berichterstatter mitteilte, mit der Reichsregierung der Meinung, daß es in der gegenwärtigen Loge wohl notwendig sei, diesen Weg zu gehen und daß der Weg auch einen gewissen Erfolg verspreche. In den Ausschüssen ist dabei ausgeführt worden, daß es notwenvig sei, diese Aktion eng zu verbinden mit dem großen Gesamtplan einer Reform, der gegenwärtig im Reichskabinett erörtert werde und der alle Fragen der Arbeitslose nfürsorge um- sasse. Insbesondere ist von Preußen darauf hingewiesen wo' den, daß man es für unbedingt notwendig halte, die Arbeitsbeschnssung zu verbinden mit der Frage der Arbeitszeitverkürzung, und zwar einer energischen Arbeitszeitverkürzung. In Verbindung mit den verschiedenen Aktionen, zu denen bann oi.ch die Reform der Organisation der Arbeitslosenfürsorgc gehöre, könne die Anleihe Erfolg und Nutzen haben. Nach dem ursprünglichen Text der Vorlage sollte der Reichs- finanzminister ermächtigt werden, die nötigen Geldmittel.im Wege des Kredits" zu beschaffen. Diese Fassung würde auch die Auf- nähme kurzfristiger Kredite zugelassen habeii, obwohl die Reichsregierung selbst nur an eine langfristige Anleihe gedacht hatte. Die Reichsratsausschüsse haben dies klarstellen wollen und deshalb die Vorlage dahin geändert, daß die Plittel„im Wege der Ausgabe von Schuldvcr- schreibungen" beschafst werden sollen. Sobald die Anleihe gezeichnet ist, soll die Reichsregierung allerdings in Höhe des gezeichneten Betrages auch im Wege von Zwischen- k r e d i t e n das durch die Anleihezeichnung gesicherte Geld rar- läusig beschaffen können. Außerdenr hatten die Ausschüsse bereits beschlossen, die Vorlage in das Schuldcntilginegsgesetz hinein- zuarbeiten. In dieser Form stimmte auch die Vollversammlung des Reichs- rats der Lorlage zu. Nur Württemberg, Braunschweig. Anhalt vi Ö Mecklenburg-Strelitz behielten(ich ihre Stellungnahme vor. Montag wieder Reichstag. Eine Tagung von vier Tagen vorgesehen. Nach längerer Pause tritt der Reichstag am Montag kommen- der Woche wieder zusammen. Hauptgegenstand seiner Beratungen in dem neuen Sitzungsabschnitt sind das Schuldentilgungs- Gesetz, durch das die Lee-Higginson-Anleihe verlängert wird, und das neue Kreditermächtigungsgesetz für die Zwecke der Arbeitsbeschaffung, das der Reichsrat soeben verabschiedet Hot. Mit diesen beiden Gesetzentwürfen wird die große innen- und außenpolitische Aussprache und die Besprechung der in- zwischen eingegangenen und noch zu erwartenden zahlreichen An- träge der Parteien verbunden, in denen Auflösung des Reichstags, Aufhebung der letzten Notverordnungen, Einsetzung von Unter- suchungsausschüssen zum Fall Kreuger und zur Reichspräsidenten- wähl und anderes mehr gefordert werden. Nach den Absichten des Aeltestenrats sollte mit der politischen Aussprache auch die erste Lesung des Rcichshaus- h a l t s p l a n s für 1933 verbunden sein, doch ist. es fraglich ge- worden, ob es dabei bleiben kann, denn dos Reichskabinett wird den Haushaltsvoranschlag für 1932 voraussichtlich bis zum Montag nicht mehr endgültig festlegen können. Für die große politische Debatte ist, wie wir hören, eine Redezeit von zwei Stunden für jede Fraktion in Aussicht genommen. Man hatte im Aeltestcnrat mit einer vier- tägigen Dauer dieser Debatte gerechnet, wenn aber der Etat noch nicht vorliegt und über seine Einzelheiten nicht ge- sprachen werden kann, würde die Tagung unter Umständen schneller beendet werden können. Sollte der Haushaltsplan dem Reichstag erst nach seiner Wiedervertagung zugehen, so würde Präsident Löbe voraussichtlich von der neuen Bestimmung der Ge- schäftsordnung Gebrauch machen, wonach er finanzpolitische Bor- lagen ohne vorangegangene erste Lesung im Plenum sofort dem .Haushaltsausjchuß überweisen kann. Dieser Aus- schuß könnte dann sofort nach Psing st e n mit der Arbeit am Etat beginnen. Die große politische Aussprache am Montag im Reichstage wird von Reichsfinanzminister Dietrich mit der Begründung des Schuldentilgungsgesetzcs und des Kreditcrmächtigungsgesetzcs eingeleitet werden. Für die Debatte halten sich jedoch auch der Reichskauzler und der Reichsinnenminister G r o c n e r be- reit, um den Standpunkt der Regierung in den außenpolitischen Fragen und in den Fragen der„militärähnlichen Verbände" zu vertreten. Der Reichstag wird auch übex eine große Zahl von A n- trägen aus Aushebung der Immunität zu beschließen babe». Allein für 47 Mitglieder der National- soziali(tischen Fraktion, gegen die 139 Anträge vor- liegen, soll die Immunität aufgehoben werden. Dabei handelt es sich um Vergehen gegen das Republikschutzgesetz und das Reichspressegesstz, vereinzelt auch um die Einleitung eines Versahrens wegen Vorbereitung zum Hochverrat, im übrigen soll die Durchführung von PrivatNagen und Disziplinar- verfahren sowie die Vollstreckung von Strafen und Haftbefehlen ermöglicht werden. Die A b st i m n> u n g e n über die in der Beratung ver- bundcnen Gesetzentwürfe und Anträge, insbesondere über die Miß- trauensanträge gegen das Reichskabinett und gegen einzelne Minister werden am Schluß des Tagungsabschnittes, also am Mittwoch oder Donnerstag erfolgen. Am Montagvormittag treten sämtliche Fraktionen des Reichs- tags zusammen. Die Vollsitzung selbst beginnt nachmittags um 3 Uhr. Preußen gibt ein Beispiel. Der Staat verzichtet aus sozialen Gründen bei seinen De- trieben auf Kapitalverzinsung. Gelegentlich der Fassung der gestern von uns gemeldeten Be- schlüsse des Aufsichtsrats der Preußag hat ein Vertreter der preußischen Staatsregierung eine für die soziale Haltung Preußens während der gegenwärtigen außerordentlichen Krisen- zeit sehr charakteristische Erklärung abgegeben, über die es in der offiziellen Pressemitteilung heißt: „Von feiten der preußischen Staatsregierung wurde im Aussichts- rat die Erklärung abgegeben, daß sie in der gegenwärtigen Krise bereit sei, auf eine Verzinsung ihres Kapitals bei der Preußag ebenso wie bei den anderen staät- l i ch c n Gesellschaften zu verzichten. Sie wolle auch etwa entstehende Buchverluste und damit vielleicht notwendige Kapitalzusammenlcgungen in Kauf nehmen, sofern es dadurch nur möglich wäre, Betriebe, die auch in einer besseren Zeit rentierlich arbeiten, zu erhalten und vor allen Dingen Angestellte und Arbeiter weiter zu beschäftig- n." In der Erklärung heißt es weiter, daß diese Stellungnahme ihre Grenze nur da findet, wo durch Absatzschwierigkeiten ein produktives Ar- besten nicht mehr möglich sei und wo die Betriebszuschüsse ein Aus- maß erreichen, das auch für den Konzern bedenklich wäre. Seinen finanziellen Verpflichtungen müsse der Konzern natürlich dauernd nachkommen können. Diese Erklärung ist van erheblicher grundsätzlicher Bedeutung. Der preußische Staat stellt damit für die gegen- wärtige außerordentliche Krisenzeit die Kapitalverzinsung hinter das soziale Interesse zurück, um in erster Linie, soweit es irgendwie nur vertreten werden kann, die Belegschaften an der Arbeit zu erhalten. Der preußische Staat gibt auch ein Beispiel init seiner Entschlossen- heit, lieber das verantwortliche und Dividende verlangende Kapital herabzusetzen als eingetretene Krisenverluste durch Lohndruck auf die Arbeiter abzuwälzen, wie es gegenwärtig die Politik der deutschen privaten Unternehmerverbände kennzeichnet. Arbeit, nicht Spektakel! Dem Reichstag zu seiner neuen Tagung. Der Reichstag, der sich morgen zu kurzer Tagung wieder versammelt, findet eine cinigerinaßen veränderte Welt. Drüben in Paris liegt der Präsident auf der Toten- bahre, von der Hand eines Wahnsinnigen niedergestreckt, und während aus den Urnen der Stichwahl eine neue K a m m e r emporsteigt, deren Gesicht man nach nicht kennt, bereitet sich die alte vor, gemeinsam mit dein Senat ain nächsten Dienstag ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Auch hier in Deutschland haben wir seit der letzten Sitzung des Reichstags viel Aufrüttelndes erlebt wie zuletzt den Kampf»m die Reichspräsidentschaft und die Er- nennung der Landtage in dem größten Teile Deutsch- lands. Ein Vergleich zwischen den politischen Zuständen hüben und drüben fällt leider nicht zu unseren Gunsten aus. Sicher ist Frankreich in einer viel glücklicheren Lage als Deutschland, weil es aus dem Kriege als Sieger hervorge- gangen ist und weil seine Wirtschast noch lange nicht in dem Maße van der Krise gerüttelt und geschüttelt wird wie die unsere. Aber das erklärt noch nicht alles. Das deutsche Volk kann für den politischen Berwirrungs- zustand, in dem es sich befindet, viel Entschuldigungsgründe anführen, aber vielleicht wäre es besser, weniger an Ent- schuldigung zu denken und mehr an Besserung. Frankreich, das die verschiedensten Staatsformen durchgemacht hat wie wir, und das seine gegenwärtige Staatsform nach einer Niederlage gegründet hat wie wir. Frankreich hat gelernt, alsdomokratische Republik zuleben— und daß Deutschland das auch lernt, das ist für Deutschland eine Frage aufLeben und Tod! ■* Vom Reichstag zu sprechen, ist Verlegenheit. Das deutsche Volk hat keinen Grund, auf diese seine Vertretung stolz zu sein, deren Arbeitsunfähigkeit ziemlich evident ist. Gerade daß sie noch soweit zusammenhält, um ein weiteres Abgleiten ins allergrößte Durcheinander zu verhindern! Dem Fortschritt der Technik verdanken wir es, daß während des Kampfes um die Reichspräsidentschaft auch dem letzten Dorf- bewohner die Lebensäußerungen dieses Parlaments zu Gc- hör kamen und zwar in einer Weise, die ihn stark an seinen Beruf erinnern mußten. Jedoch scheinen die echten Stall- töne, von denen die Rede Brünings begleitet wurden, eine durchaus sympathische Aufnahme gefunden zu haben, denn ihre Urheber konnten im Laufe von anderthalb Jahren ihre Stimmenzahl verdoppeln. Unter-solchen Umständen beginnen die schlimmsten Ver- ächter der Demokratie an der Demokratie Geschmack zu ge- Winnen. Es kann ihnen gar nicht genug gewählt werden, und so propagieren sie jetzt die Auflösung des Reichs- tags. Nun ist die Auflösung eines Parlaments außerhalb des regelmäßigen Wechsels eine Frage nicht der demokrati- schen Prinzipien, sondern der staatspolitischen Zweckmäßig- keit. Neuwahlen haben einen Sinn, wenn man von ihnen die Entstehung einer arbeitsfähigen Mehrheit er- wartet. Die Landtagswahlen haben klar gezeigt, daß aus neuen Reichstagswahlen ein Reichstag hervorgehen würde, der noch weniger arbeitsfähig wäre als der gegenwärtige. Damit fehlt für eine Erneuerung des Reichstags jeder ver- nünftige Zweck. Denn ein Parlament soll etwas anderes und mehr fein, also ein Abbild der im Volke vorhandenen Augen- blicksstimmungen. Wäre dem nicht so, dann müßte in stür- mischen Zeiten alle paar Monate neu gewählt werden. Das entspricht nicht dem Sinn der Demokratie. Es entspricht desto mehr der Absicht jener Leute, die die Demokratie solange miß- brauchen wollen, bis sie imstande sind, sie zu beseitigen. -!- Erkenntnisse wie diese sind uns nicht neu, sie haben uns nie gehindert, gute Demokraten zu sein. Der Kampf gegen unfern schlimmsten Feind, den Unverstand der Massen, muß auf dem Boden des allgemeinen Stimmrechts ousgefochten werden. Wir werden ihn desto sicherer siegreich bestehen, je fester wir auf unserem Sinne beharren und gegen-' über allem Treiben ringsum unser eigenes Wesen mit bewußtem Stolze zur Schau tragen! Spießbürgerart ist es sich zu bücken, zu ducken und zu lauschen, woher der Wind kommt. Wir merken ohnehin, daß die Zeichen auf Stunn stehen, und wir sind entschlossen, g e g e n d e n S t u r m zu marschieren. Die S o z i a l d c m o- k r a t i s ch c Partei, in jahrzehntelangem Ringen ge- festigt, die Eiserne Front, die unzerbrechliche Zusam- mensassung aller Zweige der auf demokratischem und jozia- Stichwahlen in Krankreich. Gemeinsame Krönt der Linken gegen die Reaktion. listischem Boden stechenden Arbeiterbewegung, sie sind die kampfentschlossene Gegenmacht gegen die großbürgerliche Reaktion, die sich heute als„Nationalsozialistische Arbeiter- Partei" maskiert. Sampf ist das Losungswort! * Kampf ist mehr als Wortgefecht. Nie Hot sich die Sozial« demokratic auf die bloße Propaganda beschränkt, stets war sie daraus bedacht, für die Massen des werktätigen Volles praktische Arbeit zu leisten. Sie wird sich darum jedem Ver- such widersetzen, aus dem Reichstag während seines neuen Hitzungsabschnitts ein bloßes Agitationstheater zu machen, sie wird sich an jedem Versuch beteiligen, aus diesem steinigen Boden doch einige Früchte zu ziehen. Es ist durch- aus kennzeichnend, daß der vielleicht einzige vernünftige Vorschlag, mit dem sich der Reichstag in djßsem kurzen Tagungsabschnitt zu beschäftigen haben wird, nämlich der Vorschlag der Regierung, eine Prämienanleihe zwecks Arbeitsbeschaffung auszulegen, auf eine sozialdeniokratischc Anregung zurückgeht. Ob die Vorlage im einzelnen den Wünschen der sozialdemokratischen Reichstags- fraktion entspricht, bedarf noch näherer Prüfung— sicher ist, daß hier wenigstens ein Versuch unternommen wird, etwas Praktisches zu tun, während der Rechts- und Linksradikalis- mus nichts anderes hervorzubringen wußte, als einen Haufen von Radau- und Spektakelanträgen. Unbekümmert um den Jdiotenschrei von der SPD., die an allem Elend der Welt Schuld trägt, gehen wir unseren Weg. den Weg des Pflichtbewußtseins und der sachlichen Arbeit im Dienste des Volkes. Unsere Gegner bedürfen, um ihre Erfolge zu erringen, stets neuer täuschender Masken. Wir aber brauchen nur zu bleiben, was wir sind, und wir werden die Sieger sein! Die Rotlage der Sozialversicherung. Dienstag Sozialpolitischer Ausschuß. Nachdem der Unterausschuß des Sozialpolitischen Reichstagsaus- schusles am Freitag seine Beratungen über die Lage der Invaliden« Versicherung abgeschlossen hat, ohne Vorschläge zu ihrer Sanierung machen zu können, ist nunmehr der Sozialpolitische Aus» schuß selbst für Dienstag vormittag einberufen worden. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Petitionen: nach deren Cr« ledigung soll eine allgemeine Aussprache über die notleidende Sozial- Versicherung aus Anlaß der Anträge der Parteien auf Aenderung der sozialpolitischen Bestimmungen der letzten Notverordnung statt- finden. Wo bleibt das Oisziplinarversahren? Was steht hinter Ankündigungen Hitlers? vraunschwcig, 7. Mai.(Elgenberichl.) v-c sozialdemokratische Abgeordnete Ihielemann hat im Lraun- schwetgischen Landtag folgende Kleine Anfrage eingebracht: „ver braunschweigische Reglerungzrot Adolf ylller bol crktarl, daß seine SA. nicht helfen werde, die deutfchen Grenzen zu verteidigen, solange das System Brüning in Deutschland herrsche, und daß die Auslösung seiner SA. und SS. auf Druck Kronkreichs erfolgt sei. Als diese Acußerungen bekannt wurden, hat der Regierungsrot kstller ein Vifziplinarverfahren gegen sich bran- tragt. 3ch frage: 1. Befindet sich der Regierungsrot Hitler noch im braunschweigische» Staatsdienst? 7. Wenn ja: Ist das Disziplinar- «erfahren gegen thn eröffnet? welche Borwürfe werden untersucht? Z. warum macht der Regierung, rat Hitler keinen Dienst?" Das Strafverfahren gegen Ley. Warum wird Aazi-Ley nicht prozessiert? Die Juslizprcssestelle Köln hat eine Mitteilung verbreitet, daß der Naziabgcordnete Ley»och nicht prozessiert werden könne, da Genosse Wels noch nicht' in der Lage sei, nach Köln zu fahren. , Dazu teilt uns Genosse Wels mit, daß er über diese"Mitteilung überaus erstaunt"sti. Er stellt fest: l. daß er keine Ladung zu diesem Termin am s. Mai er« halten habe: 1- daß er keinerlei Mitteilung an das Kölner Gericht habe gelangen lassen, daß er nicht in der Lage sei. nach Köln zu fahren: 3. daß sein Angebot, daß er nach dem 3. Mai zur Verfügung steh», nach wie vor gelte. Nach dieser Mitteilung stellen wir die Frage: wie ist die Nachricht der Kölner Iustizpressestell« zu st an de« gekommen? Karriere. Der Aufstieg eines Begabten. Der österreichisch« Staatsbürger a. D. Adolf Hitler brachte es im Weltkrieg zuni Meldegänger und Gefreiten. Nach dem Kriegs versuchte er es, die Republik umzustoßen. floh jedoch vor den Maschinengewehren aus München und endete in Festungshaft. Später»lachte er große Sprüche, avancierte zum Beinahe- Gendarm-von-Hildburghausen, wurde dann Regier un gsrat von Braunschweig und übt sonst sein Gewerbe im Ilmherziehen aus. Jetzt ist der begable Mann zum— Ehrenbürger von S i n g h o s« n ernannt worden. Singhofen ist ein Dorf im Unterlohnkreis im Regierung?« bezirk Wiesbaden---- Blutige Zusammenstöße in Chemnih. Sin Toter, vier Schwerverletzte. Chemnitz. 7. Wal. Im Anschluß an Erwerb sloscnversamnllungen. die von der KPD. einberufen worden waren, kam es an mehreren Stellen der Stadt zu Zusammenstößen zwischen Versammlungsteilnehmern und Polizei. Die Poltzei, die von der Menge ange» müssen wurde, machte von der Schußwaffe Gebrauch. E i n Demonstrant wurde getötet, vier Personen wurden schwer verletzt. Am heutigen Sonntag finden in Frankreich die Stich- wählen statt. Früher gab es eine Zeitspanne von Tagen zwischen Haupt- und Stichwahl, jetzt ist sie um eine Woche verkürzt. so daß die Parteien und Kandidaten sich über ihre Haltung in den einzelnen Wahlkreisen schnell entscheiden mußten. Das hat den Vor- teil, daß nicht lange hin und her verhandelt werden kann und daß unlautere Manöver, bei denen sich manche Kandidaten ihr« Rück- trittserklärung zugunsten eines anderen mehr oder minder buchstäb- lich abkaufen lassen, schon aus Zeitmangel schwer möglich sind. Da außerdem in dieser Woche ein Feiertag lag, mußten die Emscheidun» gen bereits in der ersten Hälfte der Woche getroffen werden, und das ist so ziemlich überall geschehen. Die Räch richten aus den einzelnen Departements lassen deutlich erkennen, daß im allgemeinen die„republikanische Disziplin" so- wohl bei den Sozialisten als auch bei den bürgerlichen Radikalen und den ihnen nahestehenden Linksgrnppen loyal geübt werden wird. Die Zentralinstanzcn der beiden hauptsächlichen Linksparteien haben die Parole:„Gemeinsame Front gegen die Reaktion" ausgegeben und die lokalen Verbände haben sie durch- weg befolgt. Das ist stellenweise nicht ohne schmerzliche Opfer ge» schchen, denn die Sozialisten haben z. B. zwei bisherige Abgeordnete im Departement Tarn, dem früheren Wirkungskreis von Jaures, und zwei Abgeordnete in Lyon zugunsten von Radikalen zurückgezogen, die am 1. Mai bei der Haupiwahl bester abgeschnitten hatten. Schwieriger gestaltete sich die Entscheidung der Sozialisten be- züglich der K o m m u n i st e n. Vor allem in Paris und Umgebung ist es in mehreren Fällen möglich, den reaktionären Kandidaten zu schlagen, wenn sich die Stimmen der Linken dem kommunistischen Kandidaten zuwenden. Unsere Pariser Parteifreunde haben sich, obwohl sicher nicht leichten Herzens, zu dieser Parole entschlossen, ohne Rücksicht auf die Haltung der Kommunistischen Partei in der Stichwahl. Die offizielle Parole der kommunistischen parieiinstonzen war schon vor dem ersten Wahlgang verkündet und sie ich inzwischen wlederhott worden: sie Ist genau so verbrecherisch wie vor vier fahren. Sie geht dahin, alle kommunistischen Kandidaten im zweiten Wahl- gang aufrechtzuerhalten, auch wenn damit der Sieg des reaktionären Kandidaten ermöglicht oder gesichert wird. Der kommunistische Parteibeschluß wird durch einen plumpen Trick nur noch widerwärtiger, indem er betont, daß die Kommunisten bereit wären, ihre Stimme im zweiten Wahlganz einem sozialisti- schen„Arbeiter" zuzuwenden, der sich auf die kommunistischen Parolen festlegt, nicht aber Pen bisherigen„verräterischen" Führern. Der Wann, der vor vier Jahren als Generalsekretär der Kommu- nistischen Partei Frankreichs pi« gleiche Parole verkündet hatte, ein gewisier P i e r r e S e m a r d, ist inzwischen als bezahlter Polizeispitzel entlarvt worden. Er hat sich offenbar diesen Dienst an der Reaktion von der Regierung seinerzeit honorieren lassen. Seine Entlarvung hat in den letzten Jahren zahlreiche kam- munistische Führer veranlaßt, der Partei den Rucken zu kehren. Dennoch wird Sömard nach wie vor von Moskau gehalten, ähnlich wie Thälmann seinerzeit kommunistische Reichstagsabgeordnete, die als bezahlte Polizeispitzel oder als Desraudanten von Parteigeldern entlarvt waren, noch monatelang zu decken verstand. Indessen darf man diesmal hoffen, daß dieser kommunistische Verrat an der Ar- beiterklasse sich weniger verhängnisvoll auswirken wird als 1g?8, weil einmal die Zahl der Wahlkreise, in denen die Linke auf kam- munistische Stimmen angewiesen ist, viel geringer ist, und weil zweitens die kommunistischen Arbeiter sich in noch höherem Maße als 1928 über die wahnsinnige Stichwahlparole ihrer Führer einfach hinwegsetzen werden. Paris. 7. Mai. Ministerpräsident Tardieu hat im Namen der Regie» rung die folgende Botschaft an das französische Volk ge- richtet: „An das französische Volk! Ter Präsident der Republik ist ermordet worden. Ganz Frankreich ist darüber in größte Bestürzung ge» raten. Es beweint den berühmten Greis, dessen Lebe« dem Dienste Frankreichs geweiht war und dessen vier Söhne für die Verteidigung Frankreichs gefallen sind. lSanz Frankreich verneigt sich vor der trauernden Witwe des ebenfalls auf dem Felde der Ehre gefallenen Gatten. Zollen wir dem Toten durch Ruhe und Würde die einzige Ehrung, die er gewünscht hat. Morgen wird das Land seine Vertreter wählen, am Dienstag wird die Nationalversammlung den neue» Präsidenten bestimmen, am Tonnerstag wird das Volk von Paris Paul Toumer aus dem Elstsö« in das Pantheon führen. I» Erinnerung an den großen Diener und in Beobachtung des Gesetzes wird Frankreich seine Trauer und seine Einheit zu bc- stätigen wissen. Es leb« Frankreich, es lebe die Nepublikk Tardieu, Ministerpräsident." Oer Zustand Farr�res. Der Dichter Claude Farrere, der cbewalls verwundet wurde, hat eine schlechte Nacht verbraäst. Eine Kuzel wurde aus dem Arm entfernt, dagegen gelang es nicht, die Kugel aus der Schulter zu entfernen. Ein« eingehend« Prüfung der Stimmenzahlen in den 360 Kreisen, bei denen eins Stichwahl notwendig sein wird, ergibt daß etwa 200 davon drn Kandidaten der Linksporteion zugute kommen dürsten. Eine klare Linksmehrheit erschewt gesichert, sie dürste un- gefähr so stark sein wie ISZl, als die Linksparteien durch das frühere Wahlsystem gezwungen waren, gemeinsame Listen aufzustellen und durch ihr Zusammengehen einen entscheidenden Sieg über die frühere Mehrheit des nationalen Blocks errangen. Oie franzöfisthen parteienbszeichnungen. Zahlreiche Anfragen aus unserem Leserkreis veranlassen uns, aus Anlaß der heutigen Stichwahl eine kurze Erläuterung der fran- zösischen Parteiennamen zu geben, obwohl dies im Laufe der letzten Jahre hier schon mehrfach geschehen ist. Die Schwierig- teit liegt für den deutschen Leser in der Tat darin, daß die Be- Zeichnungen der französischen bürgerlichen Parteien— übrigens genau wie bei uns— zum Teil glatt irreführend sind. Den politisch besonders interessierten Lesern empfehlen wir, sich diese Er- läuterungen für künftige Fälle aus der Zeitung herauszuschneiden und aufzubewahren, da solche Erklärungen naturgemäß nicht jedes Jahr wiederholt werden können. Parteien im deutschen Sinne mit festgefügter Organisalion, regelmäßigen Mitgliedsbeiträgen und vor allem strikter Partei- disziplin gibt es in Frankreich mir zwei: die Sozialisten und die Kommunisten. In Paris und Umgebung und in Elsaß-Lothringen ist eine ziem- lich starke kommunistische Rechtsopposition entstanden, die am heutigen Tage mehrere Mandate erhalten dürfte. Sie nennt sich zum Teil„Partei der proletarischen Einigung"(PUP.) oder„Sozialistisch- Kommunistisch". Kleine Absplittcrungcn von der Sozialistischen Partei, teils infolge persönlicher, teils auch wegen politischer Differenzen haben zur Bildung von kleinen Gruppen geführt, die sich entweder „Republikanische Sozialisten" oder„Französisch-sozialistische Partei" nennen. Auch sie dürften es auf etwa 20 Mandate bringen, die jedenfalls zur Linken zu rechnen find und in den meisten Fällen mit den Sozialisten gemeinsam stimmen. Die große demokratische Partei des Bürge rt ums, die wahrscheinlich die stärkste Fraktion im neuen Parlament bilden wird, ist die sogenannte„Radikale Partei", die sich auch meist „Radikal-Sozialistische Partei nennt(in, Senat heißt sie die Fraktion der„Demokratischen Linken"). Sie wird von Herriot geführt, der allerdings zur Zeit auf ihrem rechten Flügel steht, während Daladier und Ehautemps mehr den linken Flügel verkörpern. Im Senat sind Steeg und Caillaux ihre wichtigsten Exponenten. Die sogenannte„Radikale Linke" steht rechts von der Radikalen Partei. Sie wurde seinerzeit geführt von Loucheur. Es sind recht unsichere Kantonisten, die sich oft bei Abstimmungen spalten. Die Mehrheit von ihnen sucht meist Anschluß on die jeweilige Regierungskoalition. Di« zuletzt erwähnte Gruppe bildete sozusagen den linken Flügel der bisherigen Rechtsmehrheit Tardieus. Die Aerntruppe der letzteren war die sogenannte Gruppe der„Linksrepublikaner". die von Tardieu selbst geführt wird, die aber mit„links" nichts zu tun hat. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe der Rechten war bisher die sogenannt«„Republikanisch-Demokratische llnion", die in Wirklichkeit die eigentliche nationali st ische und stock- reaktionäre Partei des französischen Parlaments unter Führung von Louis Marin darstellt. Dann gibt es auch eine nicht sehr zahlreiche sogenannie „Volksdemokratische Partei", die nach dem Vorbild des deutschen Zentrums eine katholische Partei mit sozialem Einschlag zu werden bemüht ist, aber bisher nur schwer Fuß fassen konnte außer vielleicht im Elsaß, wo ihr die alte Tradition des«lsäsflschen Zentrums zugute kommt. Schließlich gibt es noch eine zahlenmäßig unbedeutende„Kon- servative Partei", die royalistisch-monarchistisch gesinnt ist. Gorgulows Vorleben. Eine Kette von Skandalen. Prag. 7. Mai. „Poledni Lift" veröilentlicht eins UntcrrcÄung ihres Bericht» erftatters in Prerau(Mähren) mit der gewesenen Frau Gorgulows, einer geborenen Stepka. Hiernach hat Gprgulow im Welt- krieg eine schwere Kopfverletzung erhallen, er war stets sehr nervös und aufgeregt. Aus der Flucht aus Ruhland kam er 1921 zu Fuß über Polen in die Tschechoslowakei, 1924 schrieb er ein Luch„Dalova" unter dem Pseudonym Bred lmd 1923 eine Lebens- beschreibung unter seinem Namen mit dem Titel„Der Nonnenfohn". Gorgulow soll in dieser Zeit von dein Ertrag des Verka-ifs eines Diamanten gelebt haben, den er von der Zarin erhalten haben wollte. Er stndierts on der tschechischen Universität in Prag, wo er 1923 zum Doktor der Medizin promovierte. Di« Praxis übte er in Göding bei Ollnütz aus. Gegen Gorgulow wurden von verschiedenen Sellen Anzeigen eingebracht, daß er in Göding Frauen n a r k o t i» s i e r t und si« in seinem Sprechzmuner vergeroalligt habe. Er habe auch seine eigene Frau mißhandelt, ja, eimnal aus sie geschossen; deshalb Habs Gorgulow Göding bei Nacht und Nebel verlassen müssen,«ein« Frau hat sich von ihn, scheiden lassen. In Prerau, wo er dann praktizierte. Hab« er auf großem Fuße gelebt. Er sei ei inna l auf einem Ball in der Maske Rasputins erschienen. habe sich dort aber so unmöglich benommen, daß er hinausgeworfen wurde. Wegen Abtreibung wurde ein Bersahren gegen ihn eingeleitet, so daß ihm am 9. April 1930 dl« Ausübung der ärztlich?» Praxis in der Tichcchosloweikei verboten wurde, worauf er sich nach Paris begab. Während seines Prager Zlusenthalts hat Gorgulow mit rechts- radikalen russischen Emigranten verkehrt, die mit dem tschechischen Fajchistensührer Gajda in Verbindung standen. Ep Die Trauer um Ooumer. Aufruf der französischen Regierung. gribtMe auch eine nMsche faschistische Partei, die es jedoch mir auf 40 Mitglieder brachte. Dos Organ der tschechischen Sozialdeniokratie erklärt zu der Meldung, baß Gorxulora tschechischer Sozialdemokrat gewesen ist. daß er im Mai 1927 in Gödtng der sozialdemokratischen Organisa- t-on angehört hat, jedoch bereits im September 1927 wegen schlechten Lebenswandels ausgeschlossen worden ist. Mordanklage. Parts, 7. Mai.(Eizeubsricht.) Der Mörder Oorgulca) wurde nochmals dem Untersuchungs- r-chtsr vorgesührt, der inzwischen Anklage wegen Mordes erhoben hat. Dem Mörder wird ein Offizialoerteidiger beigegeben. Di« Staatsanwaltschaft beabsichtigt, einen Beamten nach Prag zu entsenden, der dort Nachforschungen über dos Leben des Mörders anstellen soll. OanzigerNechiskurs. Aur llniformverbot in Neuteich. Danzig, 7. Mai.(Eigenbericht.) Der Polizeipräsident hat«ine Kundgebung derSozial. demokratischen Partei gegen die Ermordung des sozial. demokraSschen Stadtverordneten(3 r u H n verboten. Als Per. botsgrunid benutzt er eine kleine Sitzung der Nazis in dem gleichen Gebäude am gleichen Abend und das in unseren Persannnlungs- antündigungen geforderte Verbot des chitler-Militörs. Darin ficht der Polizeipräsident„die unmittelbare Gefahr, daß die Ver. sammlung dazu mißbraucht wird, die Staatsregierung unter einen nichtverfassungsmäßigen Druck zu setzen". Dabei ist das Bestehen der Hitler-Lerbände längst rechtswidrig und ihre Auf- lösung der Regierung schon vor Jahresfrist vom Völkerbunds- rat empfohlen worden. Die Sonnabendausgabe der„Danziger Volksstimme" wurde wegen eines Artikels für Auflösung der SA.» Banditen beschlagnahmt. Gegenüber dem Treiben der chakenkreuzbanden haben sich die Behörden anläßlich des Neuteicher Mordes— mit dem innerhalb Jahresfrist bereits das fünfte Todesopfer der Nazibanden zu verzeichnen ist— mir mit einem U n i f o r m v e r b o t begnügt, das nur für Neuteich und nur bis auf weiteres gilt. Während der Arbeiter- Schutzbund wegen eines von den Nazis herbei- geführten Zusammenstoßes seinerzeit sofort verboten wurde, begnügt man sich gegenüber den Nazis mit vorübergehenden Uniformverboten, die zweifellos bald wieder aufgehoben werden. So glaubt man dem Völkerbund Sand in die Augen streuen zu können, enthüllt aber nur, wie es um die„unparteiische Anwendung der Gesetze" unter dem jetzigen Rechtskurs bestellt ist. Englisches Einreiseverbot. Gegen zuerst zugelassenen deutschen Zirkuei. London, 7. Mai.(Eigenbericht.) Dem deutschen Zirkus Gleich, dem die Einreiseerlaubnis vom Arbeitsministerium im Februar erteilt und später ausdrück- lich b e st ä t i g t worden war, ist sie in letzter Minute entzogen worden. Der Zirkus hatte bereits zwei Schiffe zum Transport gc- mietet, Ausstellungsplätze in verschiedenen englischen Städten und die Sonderzüge bestellt und mit der Propaganda begonnen. Der plötzliche Meinungswechsel des Ministertums, das sich vor semer Einreisegenehmigung davon überzeugt hatte, daß der Zirkus englische Artisten und Arbeiter beschäftigt, ist für das Unter- nehmen eine sehr ernste und wirtschaftlich eine prinzipielle Sache. Der Meinungswechsel ist darauf zurückzuführen, daß verschiedene Parlamentarier unter der Führung eines Labour-Abgeordneten gegen die Einreiseerlaubnis vorstellig geworden sind und eine Abstim- mung darüber im Parlament herbeizuführen beabsichtigten: sie wäre zweifellos gegen die Zulalsung des Zirkus ausgefallen. Um der Regierung die parlamentarische Niederlage und dos offensichtliche Nachgeben unter parlamentarischem Druck zu ersparen, hat der Minister die Erlaubnis zurückgezogen. Der Zirkus, der abgesehen von dem umsonst ausgegebenen Geld für eine andere Tour keine Vorbereitung getroffen Halle, will nun auf 130 0 Pfund Schaden- ersatz gegen�die englische Regierung klagen. Die Deutsche Botschaft ist in der Sache bei der englischen Regierung vorstellig geworden. Fünf Monate Gefängnis für Naziheher. Nationalsozialistischer Schriftleiter wegen Beleidigung von Zentrumsabgeordneten verurteilt. Sarlsruhc, 7. Mal. Das Schöffengericht verhandelte heute vormillag in fünf- stündiger Sitzung gegen den verantwortlichen Schriftleiter des nationalsozialistischen Blattes„Der Führer", Dr. Otto Wacker, wegen Beleidigung der Jentrumsabgcordneten Dr. Foehr, Diez und Dr. Kaufmann. Das Urteil lautete auf fünf Monate Gefängnis und Publikationsbefugnis. Die Grund- läge der öffentlichen Anklage bildete ein Artikel des„Führer" vom 16. März d. I., in dem davon die Rede war, daß in Singen am chohentwiel eine Besprechung von Anhängern des Zentrums statt- gefunden habe, an der auch die genannten Abgeordneten teilge- nommen hallen, und in der man„hochverräterische separatistische" Zukunftsplone besprochen habe, die ausgeführt werden sollten, falls Hitler die Macht ergreise. Die genannten Abgeordneten erklärten unter Eid, daß sie niemals an einer derartigen Besprechung teilge- nommen haben, und daß sie auch niemals Gedanken der bc- zeichneten Art nachgegangen find. Hans Sirchsteiger ist 7gjährig in Aigen bei Salzburg gestorben. Kirchsteiger bat den Priestcrstand nach einem Konflikt mit dem Linzer Bischof verlassen. Von seinen Romanen, die hauptsächlich religiöse Slofse behandeln, ist der„Beichtspiegel" besonders bekannt- geworden. Die angeblichen Urheber des Aklcniais in Schanghai sind in den Hungerstreik getreten, damit man ihnen die Gründe für ihre Verhastunz angebe, da sie mit dem Allental absolut nichts zu mn hallen. Einberuiung dcs UZurttenibergilchen Landtags. Der bisherige Landtogspräsident hat auf Grund dos§ IS der württembergischen Verfassung den am Zi- April neugewählten Württembergischen Land- tag auf Dienstag, den 10. Mai. 16 Uhr. zu seiner ersten Sitzung einberufen, um den Vorstand des Landtags zu wählen. Sammlungsbestrebungen im Reichstag. Im Reichstag fanden am Freitag unverbindliche Besprechungen zwischen Vertretern der Mittclparteien des Reichstag- über ein engeres Zusammenarbeiten statt. Irgendein Ergebnis wurde jedoch noch nicht erzielt. Kcrnsai) Macdonald hat noch feiner zweit«, Augeuoperation»ine etwas unruhige Nacht oerbracht. Der Zustand jeines Auges ist zu- jriedenstellend. Ereignisse der Woche. Der Reichswirtschaftsminister w a r m b o l d verUetz die Reichsfarben. 3hm liegen mehr die 3 G.Farbe a. Ludendorff gab der Sladl Königsberg den Ehren- bürgerbricf zurück, da er in die Welkgeschichte ausschlietz- lich als gekränkle Leberwurst einzugehen beabfichkigt. Papa T a r d i e u verfuchle, mil diesem Popanz seinen Franzosen Schrecken einzuflötzen. Die RIelhode halte jedoch bei den Wahlen wenig Erfolg. Der Ex-Kronprinz lietz sich von dem Schauspieler Oito Gebühr zum 50. Geburksiog eine wunderbare Fridericusmaske anschminkcn. Danach war er von Otlo Gebühr nicht mehr zu unterscheiden! Kowno sagt: neue Politik. Machieinschränkung des Memelgouverneurs. Eine klownoer Meldung verkündet die Annahme des« Rücktrittsgesuches, das) der Mcmelgouverneur Oberst Mcrkys infolge des Wahlausfallö eingereicht hat. Weiter heitzt eS» der künftige Mernelgonverneur solle in seinen Mitteln beschränkt werden, um stärker als bisher„in das System der Kownocr Volitik eingeordnet zu werden". Von der Landtagsmehrheit erwarte man. da« sie bei der Wahl der Direftorinmsmttglieder der litauischen Regierung erleichtern werde, die„neue Politik" sobald wie möglich im Interesse beider Teile in Gang zu bringen. 4k Die WTB.-Meldung, deren wesentlicher Inhalt oben wiedergegeben ist, kann in Ermangelung entsprechender Kenn- zeichrning nicht alz litauisch-offiziös angesehen werden. Wer wenn sie das sogar wäre, besagte sie doch nur, daß die Land- tagsmehrheit auf das recht unbestimmte Versprechen eines 5lurswechsels hin den Litauern Stellen im Landesdirekko- rium einräumen soll. Sie hätte keine Garantie dafür, das; einer solchen Wahl auch wirklich der Kurswechsel folgte. Recht unverständlich ist die Begründung einer Macht- einschräntung des Gouverneurs mit seiner stärkeren Einord- nung in die Kownoer Politik. Wann hätte man je gebort, daß Kowno eine deutschenfreundlichere und die Versassung besser respektierende Politik gewünscht hätte als sie.Herr Msrkys getrieben hat? Kowno hätte es ja so leicht gehabt. Wandel.zu schaffen— Hot aber daheim wie in Genf dw Merkys-Politik gedeckt. Wenn jetzt der deutsche Wahlsieg die Kownoer Regierung zur Einkehr brächte, so wäre diese"Wirkung d e m o k r a t i- scher Volksbefragung auch für die deutsch-litauifchen Bestrebungen nur erfreulich! Reichsgericht! Oer zweite Strafsenat und seine Urteile. Reichsgenchtsurteile haben schon des öfteren nicht nur bei Laien Kopfschütteln verursacht, sondern auch bei Juristen, und immer wieder waren es bestimmte Strafsenate, die sich ganz besonders auszeichneten. Neuerdings Hot der zweite Strafsenat des Reichs» gerichtz zwei Urteile gefällt, die, gelinde gesagt, geeignet sind, Ver- wunderuirg hervorzurufen. Der erste Fall betrifst einen Beleidigungsprozeß vor dem Schöfsengericht Berlin-Mitte. Der„Deutsche Vorwärts" war im April vorigen Jahres auf zwei Monate verboten worden. Die Beschwerde gegen das Verbot wurde vom Reichsgericht abgelehill mit der Begründung, daß das Blatt sich derartig grobe Beleidigungen leitender Staatsmänner habe zuschulden kommen lassen, daß man von groben Beschimpfungen in, Sinne des Gesetzes reden könne. Die Staatsanwaltschaft leitete daraus gegen den Redakteur ein Verfahren ein. Das Schöffengericht sprach ihn frei. Die Sprungrevision der Staatsaluvallschast kam vor den Zweiten Strafsenat des Reichsgerichts: dieses ging auf die von der Staatsanwaltschaft herangezogenen Gründe des Vierten Strafsenats, die ihn seinerzeit zur Ablehnung der Beschwerde des Blattes veranlaßt hallen, überhaupt nicht ein. Er begnügte sich mit der Feststellung, daß das Schöffengericht be- rechtigt gewesen sei, von sich aus den Inhalt des Artikels auf seine Stroibarkeit zu prüfen. Diese Prüfung habe ergeben, daß eine Beschimpsung nicht vorgelegen habe, der Freispruch des Redakteurs sei somit zu Recht erfolgt. Also Zweiter Strafsenat gegen Vierten Straffenat. Be-m zweiten Fall handelte es sich mn die sogenannte „Schwarze Fahne" in Ostpreußen. Der Gutspächter Doepner und drei Gutsbesitzer waren angeklagt,„Borsteher" einer ftaatsfeinWichen Verbindung gewesen zu sein, mit dein Ziele, Maß- regeln der Verwaltung oder der Vollziehung von Gesetzen durch ungesetzliche Mittel zu verhindern. Anhänger dieser Verbindunz erschienen bei Versteigerungstenninen. beschimpften Beainten und Gericht, scheuten auch nicht vor tätlichen Angriffen zurück. Das Laichgericht Königsberg verhängte erhebliche Gefängnisstrafen. Die Angklagten legten Revision ein. Ter R e ich s» anmalt beaNtragie Verwerfung der Revision. Das Bor- handenfein des sogenannten übergesctzlichen Notstandes verneinte er: zur Linderung der Not der Landwirtschaft sei das von den Angeklagten eingeschlagene Verfahren nicht das einzige Mittel gewesen. Der zweite Straffenat gelangte zur Freisprechung sämtlicher Angeklagten. Er bejahte den übergesetzlichen Notstand im sub- je ktiven Sinne. Di« Angeklagten seien der Ansicht gewesen, daß die Notloge der ostpmißischen Bauern ihnen das Recht gebe, sich zur Wehr zu setzen. . Mit diesem Urteil zugunsten der Leute von der„Schwarzen Fahne" in Ostpreußen hat das Reichsgericht ein Nooum geschaffen. Die Behörden werden sich in Zukunft in jedem einzelnen Falle die Frage vorlegen müssen, ob sie berechtigt sind, im Interesse des Staates Staatsbürger, die sich zu unerlaubten Zwecken verbunden haben, an ihrem Tun zu hindern, wenn � diese der Ansicht sind, daß sie sich auf andere Weise nicht helfen können. Es eröffnen sich für die„Selbsthilfe" des Bürgers ungeahnte Perspektiven. Hoffentlich findet sich recht bald ein Senat, der die Entscheidung des zweiten Senats umwirft! Vollendung des Deutschen Museums. Eröffnung der Mufeumsbibtiothek. München, 7. Mai.(Eigenbericht) Die am Sonnabend erfolgte Eröffnung der Bibliothek des Deutschen Museums am 77. Geburtstage seines uncr- müdlichen Schöpfers Oskar von Miller war wieder ein Er- eignis für München, zu dem sich eine große Anzahl von Persönlich- keilen des Reiches und der Länderregierungen und aus den Kreisen der Wissenschaft und Wirtschaft eingefunden hatten. Den Feierlichkeiten ging die Generalversammlung des Aus- schusses vorauf, in der Bericht über das letzte Geschäftsjahr, das 28. feit Gründung des Museums und das 7. seit seiner Eröfs- nung, erstattet wurde. Zum ersten Male wurde das Musciim im vergangenen Jahr sehr empfindlich von der schweren Wirtschastskrise betroffen. Einmal durch die Verminderung der Mitgliederzahl von 4900 auf 4300, dann ober vor allem durch den Rückgang seiner Besucherzahl um fast 23 Proz., von 671000 auf 313 000. Erfreulicherweise hat an diesem Rückgang die Gruppe der Arbeiter, An- gestellten und Jugendlichen den geringsten Anteil. Ihr« Zahl hat nur um 3000 auf 143 000 abgenommen. Als einen besonderen Ersolg verzeichnet der Bericht die im vergangenen Winter erstmalig ein- gerichteten kostenlosen Führungen für Arbeitslose, an denen rund 8000 Personen teilnahmen. In Einnahmen und Ausgaben ist die Jahresbilanz mit 1.12 Mil- lionen ausgeglichen. Die Haupteiniiahmen bestanden wiederum in den Zuschüssen des Reiches, des Staates Bayern und der Stadt München. Der größte Ausgaben-Posten mit 516 000 M. sind die Gehälter. Löhne Dersicherungsbeiträge für die. Museumsangestellten. Das G e f a m t o e r m ö g c n des Museums beziffert sich auf 32,3 Millionen Mark. Durch die Aufnahme des Bibliothetbetriebes war die letzte wich- tige Äulturaufgabe des Deutschen Museums in Angriff genommen. Vollkommen eingerichtet ist zwar erst das unterste der drei Stock- werke, wie das dritte große Gebäude, in dem eine große Reihe von Kongreßsälen eingerichtet werden, nur im Rohbau fertig ist, da kne Wirtschaftskrise den größten Teil der Quellen verstopft bat, die bisher für die Vollendung dieses großen Kulturwerkes des deutschen Voltes so freigebig geflossen sind. Die Bibliothek wird mit einem Anfangsbestand von 143 000 Bänden, 18 000 Zeitschriften und 550 000 Patentschriften der Oefsentlichkeit übergeben. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonniag, 8. Mai. 6; Gymnastik. Anschließend; Aus Bremen: Hafenkonzert. 8: Für den Landwirt. 8.55: Morgenfeier. Anschließend: Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage. 11: Elternstuude. 11.30: Aus Leipzig: Bach- Kantate. 12: Else Rüthel liest eigene Arbeiten. 12.15: Von der politischen Matinee des Berliner Verbandes der Auswärtigen Presse. 13.15: Mittagskonzert. 15: Jugendstunde. 15.30: Aus den Anfängen des Films in Amerika. J6: Ausschnitt aus der Hugo-Kaun-Qedächtnisfeier des Berliner Sängerbundes. 16.35; Herausforderungskampf um die deutsche Kunstflug-Meisterschaft zwischen Fieseier und Achgelis. 17: Heiteres aus Schwaben. 17.20: Unterhaltungsmusik. 17.50: Musik und Lied der Länder um den Bodensee. 18.30: Zum Muttertag. 19: Konzert. 19.50: Sportnachrichten. 20; Joseph Schmidt singt. 21: Tagesund Sportnachrichten. 21.10:..Literatur, Abteilung Sport." Ein heiterer Abend. Danach Tanzmusik. Montag, 9. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend: Aus Breslau: Frühkonzert. 11.30: Aus Hannover: Schloßkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Aus Arbeit und Leben. 15.45; Der Zufall im Alltag. 16.05; Kunststätten in Söddeutschland. 16.30: Altklassische Arien. 16.55; Klaviermusik. 17.10; Lieder von Josef Marx. 17.30; Doktor Ueberall erzählt. .17.50: Von der bildenden Kunst. 18: Die Anekdote. 18.20: Mandolinenmusik 18.55: Die Funkstunde teilt mit.. 19: Stimme zum Tag. 19.10: Frauen an der Maschine 19.45: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.50: Aus Greifswald: Joseph-Haydn-Feier. 20.35: Aus München: Gustl Waldau in„Improvisationen im Juni", Komödie von Max Mohr. 22.05; Politische Zeitungsschau. 22.35; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Dienstag, 10. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend: Aus Hamburg: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg; Mittagskonzert. 12.30; Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Aus Arbeit und Leben. 15.45: Bummel durch Oberitalien. 16.05: Klaviermusik. 16.30: Jugendstunde 16.50: Bücherstunde. 17.20; Das Krisenbudget des Arbeiters und Angestellten 17.60; Tanztee- musik. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Eine halbe Stunde Hans May. 19.35: Bruno Ne'lisscn Haken liest eigene Erzählungen. 20:„Rienzi." Oper von Richard Wagner. 23: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, iL Mai. 6: Gymnastik. Anschließend Frühkonzert. 9: Von der Deutschen Welle; Schulfunk. 11.30: Aus Leipzig: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Aus Arbeit und Leben. 15.45: Die Kunst und der Mensch der Gegenwart. 16.05: Aus dem Leuna-Werk: Die Herstellung des künstlichen Benzins. 16,30: Orchesterkonzert. 17.50: Jugendstunde. 18.10: Notgemeinschaft des Deutschen Schrifttums. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Lieder von Paul Graener. 19.30: Der Wiener Kongreß und seine Folgen. 20; Aus Wien:„Wien, Wien, nur du allein." Konzert. 22; Ans Frankfurt a. M.; Zeitberichte. 22.40: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 12. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend: Aus Leipzig: Frühkonzerf. 11.30: Solistenkonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Aus Arbeit und Leben. 15.45; Ungelöste Rätsel. 16.05: Georges von Cuvier(gestorben 13. Mai 1832). 16.30: Konzert 17.30; Hausfrau und Handwerk. 17.55; Jugendstunde. 18.15; Hans Philipp Weitz liest eigene Prosa. J8.30: Sozialpolitische Umschau. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Tanzabend. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Aus Breslau;„Der Spinnabend." Nach altschlesiscben Motiven von Ernst Schenke, 22.30: Aus Hamburg: Unterhaltungskonzert. Freitag, 13. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend Frühkonzert. II: Aus Frankfurt a. M.: Goethe-Festakt anläßlich der Zusammenkunft der Völkersektion für geistige Zusammenarbeit. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Aus Arbeit und Leben. 15.45: Entdeckungsfahrten in der Ostsee. 16.05; Eskimotechnik im Paddelsport. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Jugendstunde. 17.15: Das neue Buch. 18; Das Wochenende. 18.30: Unterhaltungsmusik. 18.55: Die Funkstunde teilt mit.. 19; Stimme zum Lag. 19.10; Unterhaltungsmusik(Fortsetzung). 19.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 20; Aus Washington:„Worüber man in Amerika spricht." 20.20:„Die sechs Napoleon-Büsten" von Conan Doyle, 21.10:„Das Unaufhörliche", Oratorium von Paul Hindemith. 22.15; Fünf Minuten: Wegweiser ins Wochenende. 22.20; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Sonnabend, U. Mai. 6: Gymnastik. Anschließend; Aus Königsberg: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.40; Medizinisch hygienische Plauderei. 16.05: Zur Unterhaltung, Als Einlage; Zehn Minuten Film. 18; Die Erzählung der Woche. 18.30: Für den Siedler und Kleingärtner. 18.40: Eine Viertelstunde Technik. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 1*»: Stimme zum Tag. 19.10: Mitteilungen des Arbeitsamtes 19.15: Johannes-Brahms-Konzert. 19.40: Interview der Woche. 20; Spanische Orchestermusik. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Bunte Stunde Danach Tanzmusik Königswusterhausen Sonnfae, 8. Mai. Ab 6: Uebertragung aus Berlin. 8.25: Zum Muttertag. 8.55: Ueberfragung aus Berlin. Iis Eiternstunde. 11.30: Aus Leipzig: Bach-Kautate. 12: Zehn Minuten Lyrik. 12.15; Uebertragung aus Berlin. 14.30: Völkercharaktere in der Weltliteratur. 15: Mutterlegende von Paula Grogger. 15.20: Junge Generation spricht. 16; Dichterstunde 16.25; Aus Wien: Eine Fahrt in den Frühling. 18.30: Mutter und Volk. 18.50: Aus Breslau: Tatjana Menotti singt 19: Aus Breslau: Schlagerkomponlsfeo am Flügel. 19.50: Uebertragung aus Berlin. Deutschlandsender: 20: Aus Würzburg Volkswett singen in Unter- franken. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Montag. 9. Mai. 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Südamerika in der Krise. 18; Können Photographien lügen? 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Aktuelle Stunde. 19.20: Stunde des Landwirts. 19.35: Die Rechtsstellung des Memelgebietes. Deutschlandsender: 19.50; Uebertragung aus Berlin. 22.45: Aus München": Konzert. Dienstag, 10. Mai. 16.30; Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Die Psychologie C. G. Jungs. 18: Wir bauen Melodien. 18.30; Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Gedanken zur Zeit. 19.30: Was die Wirtschaft der chemischen Forschung verdankt. Deutscblandsendcr: 20; Uebertragung aus Berlin. 23.20; Aus Hamburg; Deutscher Tanzabend. Mittwoch, II. Mai. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg; Nachmittagskonzert. 17.30: Deutsche Wirtschaft in China. 18; Volkstum und Exotik in der Musik. 18.30: Von der Sonnenenergie zur Motorkraft. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 18.55: Viertelstunde Funktechnik. 19.10: Volkswirtschaftsfunk. 19.40: Stunde des Beamten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 12. Mai. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin; Nachmittagskonzert. 17.30; Die Bedeutung und Aufgabe der Heimatmuseen. IS: Musikalischer Zeitspiegel. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Bilder vom heutigen Rußland. 19.20: Stunde des Landwirts. 19.35: Deutschlands Schicksalsjahr. Deutschlandsender: 20: Aus Hannover: Nieder- sächsischer Abend. 22.20; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 13. Mai. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Die Apostelgeschichte im Neuen Testament. 18: Deutsch für Deutsche. 18.30: Volks wirtschaftsfunk. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Aktuelle Stunde. 19.15: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 19.35: Stunde der Arbeit. Deutschlandsender; 20: Aus Washington: Worüber man in Amerika spricht 20.20: Aus Breslau:„Deutscher Frühling." Anschließend Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 14. Mai. 16: Gläubiger und Schuldnerschutz. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30: Viertelstunde für die Gesundheit. 17.50: Das schöne Schlesien. 18.05: Musikalische Wochenschau. 18.30: Erinnerungsbilder au Bayreuth. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Englisch für Anfänger. 19.30; Stille Stunde. Deutschlandsender: 20: Aus Frankfurt a M.: Hinüber— herüber. Ein bunter Abend Aus Stuttgart: Herüber— hinüber. Ein bunter Abend. 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Znsammenkunlf aller Parteireferenlen Am Olcnslag, dem 10. Mai 1932, pQnktltcfa 19.30 Uhr. im„Deutschen Hof", Luckauer Straße 15(Musensaal) Vortrag des Genossen Dr. Hamburger, MdU über das Thema; „Die anoenmidtlidie polllfsdie Sllaaflon" Parleimitgliedsbuch ist neben dem Einladungsschreiben am Saaleingang vorzuzeigen. Der Dezirluvorstand. Abonniert die Ieitung der H-anb- und Kopfarbeiter! Ich abonniere die volle Ausgabe des„ V o r m ü r l s*, zweimal täglich frei ins chans zum Preise von 3.2Z Mk. pro Mona!(pro Woche 7ö Pj.). Ich abonniere den Sonnlag-Dorwärls" zum Preise von Sä Pf. pro Monat. (Nichtzuiresfendes bitte zu durchstreichen,) Name:. Wohnung: .Straße Nr.. vorn chos— Quergeb.— Seilensl__ Tr. links— rechts Ausfüllen und eiufeuden an den Verlag des„vorwärls", Berlin SW öS. Lindenstraße 3. Voller Begeisterung äußert sich Fräulein E. K. in B. über die von der MaggLGesellschaft, Berlin W 30. auf eingesandte Gutscheine erhaltenen Prä. mien:...„Ich habe schon viele Bestecke in meiner Aussteuer, doch Ihre Kaffeelöffel rechnen mit zu den schönsten"... Dies beweist, daß die als Prä- mien von der Maggi-Gesellschaft ausgesetzten Gegenstände, wie Löffel, Gabeln, Messer, Tischtücher usw. von bester Qualität sind und viel Freude machen. Tas fleißige Sammeln der Maggi.Gutscheine lohnt sich. Bei der täglichen Ver« wendung oer verschiedenen Maggi-Erzeugnisse ist recht bald die nötige An- zahl Gutscheine beisammen. D i e Erholungsstätte der Berliner. K 1 e i n- M a ch n o w. Fehlen» darf, die Perle des Kreises Teltow, in wenigen Minuten mit den Schnell- zügen der Wannseebahn von Berlin erreichbar, hat in den letzten Iahren einen großen Aufschwung genommen� der hauptsächlich einerseits durch die Stadtnähe bewirkt wurde, andererseits konnte sich Machnow seine ländliche Ursprünglich. feit erhalten. Und das ist es. was der Berliner sucht und will! Denn gerade die Landschaft von Machnow ist so abwechslungsoall und an Reizen reich, daß der Berliner immer wieder diesen schönen Ott der märkischen Poe sie aufsucht. Die altbekannte Firma C. A. Winkler. aus der die Siedlungen Fichtenau. Röntgental, Gartenstadt. Hoppegarten, Hohenneucndorf, Bergfelde und große Teile von Mahlsdorf hervorgegangen sind, verkauft auch heute noch in nächster Nähe des Machnower Sees und in der Nähe des Teltowkanals den Quadratmeter mit 3 M. und im nahen Stahnsdorf mit 1,50 M. Das Pfingstfest mit seinen beiden Feiertagen steht vor der Tür und leitet endlich die freundlichere Jahreszeit ein. Es ist Feit, an die Ergänzung der Sammerkleidung und-wäsche und an die Besorgung all der Dinge zu denken. die die Feiertage verschönern und das Leben in den kommenden wärmeren Monaten angenehmer gestalten können. Rechtzeitig während der Pfinastwodfe bringt deshalb die Firma Wertheim in ihren vier Berliner Häusern in fast allen Abteilungen sehr preiswerte Pfingstangebote, die zu prüfen besonders verlockend sein wird Eine Bnsschußsstzuna der Betriebskrankenkasse der Stadt Berlin findet am Donnerstag, dem 19. Mai 1932, um 12V« Uhr. tnt Rathause zu Berlin, König. straße 15— 18, Eingang Iüdcnstraße, Zimmer 109, statt.(Siehe Inserat in vot> liegender Ausgabe.) Die Firma Anton Schnur u. Co., Schönhauser Allee 117(gegenüber dem Ringbahnhof) und Landsberger Allee 39(unweit Petersburger Str.) bietet bis zum Pftngstfest ihren Kunden dyrch Rabattgcwährung bis 15 Proz. eine befon. ders gute Gelegenheit zum Einkauf ihrer Qualitätswaren in Wollwirkwaren, Trikotagen und Badcartikeln für das Frühjahr und den Sommer. tGcwerkschaftlichcs siehe 4. Beilage.) Verantwortlich für Politik: Victor Schiff; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gcwerkschaftsvewegung: I. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowski: Lokales und Sonstiges: Fritz Karstadt; Anzeigen: Th. Glocke; sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts»Buchdruckerel und. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. 68. Lindenstraße S. Hierzu 4 Beilagen. 5!c>tts Conotiei-- Glocke gormert, heller Kopt, tarbiper Rand, abgetönt, schmales, Strohgeflecht... I Neue Bolero- kappe mit Schql reiner btnckjersey mod. tarbi- c qe Streifen O/zU Damen• Kleid�g QQ 2950 vorzugl.kunstsetd. Marocam. moderne Tupfen, Gr. 44-50 Mantel vorzögl ich.rolnwoll.Fresco. ganz gefüttert, bis Grösse 52 Damen-Pullover reine Wolle, mit Puflärmel- ß Burb chen au» Wollspitze, cdei jJIL J andere moderne Strid crlcn V Reinseid. Schal die moderne SdVauchtorm, gestreift, gefranst. 130 cm Ig. Besuchs- und Büge Ita sehen neue lederarten, mod. Farben Handschuhe f. Damen, könsti. Waschseide, Sehl upfform.andersfarb. App Ii- kation, färb., weiss od.schwarz Leinenschuhe Pump», mit Louis XV.-Absatz, weit», oder Spange, mit Trotteurabsatz. weiss od. mode Strümpfe für Damen, künstliche Waschseide„N. 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Denn wer ansonsten Fisch gleich Fisch setzen wollte, dem liefern die 1 isdihändler auf den Vorsladlmarkten die Barsche und die Plötzen wohlfeiler; das Angeln wäre von diesem Blickpunkt aus gesehen bestenfalls ein Zeitvertreib. Bisweilen ein wenig kostspielig. Einen Viertelzentner Fisdie winde es manchmal dafür geben.— Mit anderen Dingen ist es nicht anders. Da war ein Mann aus Berhn, der spazierte in seinem Erlaub durch das sdiönc Thüringen. Fr kam in eine(legend mit vielen Burgruinen, und plötzlich fragte ihn ein Mann, ob er eine Burgruine kaufen wolle. Barum nicht, meinte der L rlauber, und wurde bei einem Preis von 200 M. mit dem Gemeindevorsteher handelseins. Von der Burg standen nur noch die Mauern und das I erlies, gar nichts war damit anzufangen, nur in Berlin konnte der Mann erzählen:..Sadisten Sonntag werde idi ein wenig auf meine Burg fahren. Natürlich, idi habe eine Burg." B ie oft der Mann auf der Burg war, ist nidü mehr festzustellen, mit pünktlicher Regelmäßigkeit kam nur der Gemeindevorsteher und sackte die Steuern ein. Huhnersials und Eierladen. Bis zu de» kleinsten, unscheinbarsten Dingen llißt sich die Lehn- sucht nach etwas Eigenem verfolgen. An sich bleibt es gleich, ob man die Eier aus dem Hühnerstall ober aus dem Eicrladen bezieht. Für den Geldbeutel ist es sogar noch besser, wenn die Eier ans dem Laden geholt werden: das mit lauter hicroglyphen und dazwischen dem Reichsadler bcstempekte deutsche Frischei saint seiner Qualitäts- Garantie kostet ganze L Pfennige. Nein, haben hiihnerhaltcr gesagt, für 8 Ps. Kleinhandelspreis können sie kein Frischei liesern, das käme einem Perschenken beinahe gleich und das Massensterben der .hühnersarmen zeige ja zur Genüge, was in Deutschland mit der Eierproduktion las ist. Trotzdem lassen.hunderttausende Kleinsiedler, Laubenkolonisten und Vorartbcwohncr nicht von ihrem Hühnerstall. Ga, schwenken sie dann um, das muh man erlebt haben, wenn man aus dem Lzaus tritt und die Hühner laufen zusammen und warten auf Futter und dann streut man die Körner auf den hos und alles pickl. Es ist bei einem hühnerhof ein gut Teil Liebhaberei, lind— fahren die Leute fort— nichts geht über unser Frischei. Man muh missen, dah Eier bereits nach vier Tagen ihren Lecithingehalt ver- kieren, ein vier Tage altes Ei ist eben mir noch ein Kochei. Wiewohl «n junges Hühnchen, dos mir dann und wann in die Pfanne stecken, auch nicht zu verachten ist. Gewih nicht, aber nur von Küchenabfällen und Kartosieln legen die Hühner eben keine Qualitätseier, da gehören Kleie und Kalk und G.ritt sd. s. kleine Steine) ins Wcichfutter und jede» Monat ist es nötig, einen Zentner Wischsilttcr zu•.tau je je das ..besteht aus:, geglitschtem. Mais, Dari» SonveMKlmeukern�n, Hirse, : Meszep. Gerst» chud PetrsiMetekN Fischen, die die- hühnor- zuenst her- anspicken,. Nur: dieses Mijchjutter. kostet 12 Mark pro Zentner, lind allein für dieses Geld— also ohne Weichfutter und alles andere— gibt es im Eierladen, 150 Eier. Sonntagsfahrkarte- ein Zentner Kartoffeln. Gemach— antworten die Kolonisten—, wenn Sie einmal bei uns haben die Sonne hinter dem See untergehen sehen, dann wer- den Sie anders reden. Und diese Ruhe, endlich mal weg vom Auto- lärm. Dazu das junge Grün, das im Garten sprießt, es ist eine helle Freude. Kein Mensch wird das bestreiten wollen. Frische Erd- beeren, eben aus dem Garten, sind etwas Köstliches. Und im herbst wird es Kohlköpfe genug im Garten geben. Alles richtig. Nur ist' es das Unglück des Siedlers, mit seiner Ernte ständig zwischen die Ernte der großen Frcilandgärtner zu geraten und wenn sich der Mann am Sonntag mit einem Zentner Kohl aus dem Rücken von Oraninenburg oder Zossen nach Hause geschleppt hat, dann komnien Montag früh die Händler und rufen ihm ins Haus: Wirsingkohl. schöner, frischer Wirsingkohl, drei Mark der'Zentner! Soviel hat jedoch der Mann an einem Tag an Fahrgeld für sich und die Frau ausgeben müssen. Nun aber aus jedes Pfund Obst und Gemüse die hohen Kosten für de» Grund und Boden geschlagen, die hohen Fahr- gclder, dies nach und jenes dazu, dann geht es den Leuten so wie den Siedlern, die sich eine Selbstkostenrechnung für die von ihnen angebauten 5iartoffeln aufgemacht hatten. Da stellte sich heraus, daß sie der Zenlner Kartoffeln auf 2,10 M. zu stehen kam: nebenan beim Bauern hätten sie den Zentner für 1,00 M. bekommen können. Wenn Obstzüchter überhaupt einen Ertrag haben wollen, müssen sie un- geheuer fleißig in der Schädlingsbekämpfung sein. Aber eine gute nebelzerstäubende Spritze kostet etwa 50 M. Dafür bekommt man in der Stadt gut und gern drei Zentner Kirschen. Häuser brauchen Zeit. Nicht einnial beim Eigenbaus geht die Rechnung auf. Gesetzt den Fall, jemand hat ein schuldenfreies Grundstück. Dann bekomm! er bei den jetzigen Raupreisen für 10 000 M. ein massiges Häuschen hingeboul, so ungefähr mit vier Zimmern. Der Mann nimmt dafür eine 10 00V-Mark-hl,pathek, die er mit 0 Pro;, pro Jahr zu verzinsen hat. Oos sind im Monat 5V M. an Zinsen und für das übrige an Wassergeld, Grundstückssteuern, Kanalisationsgebühren, Straßen- reinigungsgeld und Müllabfichrgebühren sollen nochmals 10 M. zu- sammenkommen. dann hat der Mann eine monallichc Last von bO M. Dafür alles Angenehme des Landaufenthalts, den Vogelfang am Morgen, den Sonnenuntergang, man kennt dos. Wenn Sonntggs der Besuch kommt, dem bricht schier das 5)er; vor Neid. Aber wie kommt der Mann in die Stadt zur Arbeit? Mit der Bahn. Die Bahn kostet Geld, unter Umständen viel Geld und gleichermaßen Zeit.-Der Achtstundentag, fiir den die Arbeiter so lange gekämpft haben, hat doch auch seine kulturelle Bedeutung: es ging nicht nur um die geringere Arbeitsleistung— die meist gar nicht geringer ist—, sondern nicht minder um die größere Freizeit, Und diese Freizeit frißt die tägliche Bahnfahrt längst wieder auf. Wobei»och günstigste Verhältnisse vorausgesetzt sind und Wohnhaus und Arbeits- stälte immer in der Nähe eines Bahnhofs liegen mögen. Wenn die Kollegen aus der Stadt schon längst zu jjause sind, gondeln die Siedler immer noch durch die Gegend.(Das soll aber beileibe keine Verherrlichung der Mietkaserne sein.) Schöne Dinge kosten Geld. Auch Boote kosten viel Geld. Verhältnismäßig noch mehr Geld als Kraftwagen. Nur daß Motorboote eben seltener benutzt werden als Autos. Aber sonst sind aus dem Wasser zehn Liter Benzin nur allzu schnell verbraucht. Mit der Eisenbahn würde man für das gleiche Geld getrost viermal so weil kommen. Da winken jedoch schon die Bootssahrcr ab und lächeln: will etwa jemand eine Eisenbahn- fahrt mit einer Motorbootfahrt vergleichen? Sonntags eingepfercht in der Bahn sitzen, womöglich keinen Sitzplatz haben und nur ein schmaler Fensterspalt ermöglicht cznen Blick ins Freie. Dagegen wohlgemut im Motorboot fitzen und See und Fluß durchfurchen, ohne Zweifel ist das höchst angenehm. Nur Selbstkostcnrechnungen darf man dafür nicht aufstellen: dann kämen letzten Endes Flugzeug- preise heraus. Achnlich ist es mit den Autos. Es ist sehr schön, morgens in zehn Minuten in der Stadt zu sein. Nur ein wenig teuer. Ein Marin, der von sejnem nur 10 Kilometer von de? Jnnenstadt'.ent- scrntcn Ziedlungshaus täglich z>zr Arbeit fährt, müßte dafür 1 M. aufwenden..Dabei den typischen deutschen. S/IOir Normalwagcjz vorausgesetzt, die etwa 13 Liter Brenpstofs pro 100 Kilometer ver- brauchen: dazu einen halben Liter Oel. Es ist wunderschön, das Autofahren, aber diese winzigen 20 Kilometer(nämlich hin und zu- rück) kosten allein an Betriebsstoff pro Tag 1 M. Dazu für eine» solchen Wagen 21 M. Steuer im Monat, 30 M. Garage, ein Ver- mögen für Reparaturen und dann ist noch kein Groschen dabei für Amortisation. Alles Schöne ist nun mal teuer. Es ist doch kein Zufall, daß der Pferdebestand Deutschlands van einer Stabilität son- dergleichen ist. Bor dem Kriege(1012) besaß Deutschland 70 000 Kraftwagen, davon waren noch 20 000 Krafträder. 5)cute beträgt der deutsche Bestand an Kraftfahrzeugen 1 507 129 Stück! Aber hat es den Pferden etwas getan? Fast gar nichts. Am 1. Dezember 1013 (heutiges Reichsgebiet) besaß Deutschland 3 806 000 Pferde, vor fünf Monaten, am 1. Dezember 1031, wurden immer noch 3117 000 Pferde bei uns gezählt. Trotzdem die alte Armee nicht mehr existiert. Die Lleberwindung der Mietskaserne. Schließlich sieht es so aus, als könnte man an den Wcstenknöpfen abzählen, was denn nun besser ist. Mit der einfachen Fragestellung billig oder teuer kommt man auch der Lösung nicht allzu viel näher. Es stehen da noch andere Momente zur Entscheidung bei den Gärten. den Hühnern, den Häusern und den Booten. Der Großstädter ist heimatlos. Er hat sich irgendwo feine 30, 10 Quadratmelcr Dielen gemietet, der er nun jahraus, jahrein abtritt. Das wirkt auf die Dauer erdrückend und so sucht er nach einem Stückchen Garten, der sein Eigentum ist und in den: er nach Herzenslust wirtschasten kann. Dieses Bewußtsein des Besitzes ist schon etwas Außerordentliches und so steht der Mann unter seinen blühenden Bäumen und freut sich. lind wenn die Männer dann noch die Sache mit dem halben oder ganzen.Morgen.Schölle richtig und geschickt angefangen haben, dann kommt noch eine gewisse Sicherheit gegenüber den Zufälligkeiten un- sercr, trüben Tage hinzu: den» Hühnerzucht braucht nicht unter allen llmständen unrentabel zü sein. Wenn der Stadtmensch nicht Mehr die 8 Pf. für das Ei und die 20 Pf. für die Kartosfeln hat, ist er tot, wenn dagegen dem Landmann 28 Pf. fehlen, weiß er sich noch immer zu helfen. Ein falsches rnordgesiändnis. Der DoppeBmord war lange vorbereitet. 3n den Rormiltagsslundcn des Sonnabends hat sich herans- geflellt, daß das Geständnis des jugendlichen Mörders Ernst W a l d o w, das er am Freitag dem llriminalral Gennal ablegte, erlogen war. Die Angaben über die angebliche Ausführung des Mordes sind von A bis Z falsch. Die Tal selbst steh! jedoch außer jedem Zweifel. Die Feststellungen der Mordkonmisssion haben ein ganz anderes Bild ergeben: Danach hat der junge Bursche die schreckliche Tat nicht in der Eingebung des Augenblicks ausgeführt, sondern sie schon seit Wochen auf das sorgfältig sie vorbe- reitet. Ernst W. hatte einen Freund im gleichen Alter, den er dafür zu gewinnen versuchte, mit ihm zusammen„die Baars zu machen"/ Er schilderte ihm, wie leicht es sei, sich in den Besitz der dort befindlichen Gelder zu setzen und wies ihn eindringlich daraus hin, daß alles nur eine Kleinigkeit sei, weil ihm die Verhältnisse dort genau bekannt wären. Die beiden Burschen wollten zunächst einen großen Einbruch während der Zlbwcsenhcit des Greisen- paares begehen. Dem Freund kant aber die ganze Sache doch z» unheimlich vor, so daß er es ablehnte, die Sache mit W. zusammen zu begehen.?lls er das dem Jungen sagte, erwiderte dieser:„Wenn du nicht willst, dann werde ich es eben alleine machen. Ich werde dann die Leute erschlagen." Einige Tage vor dem Mord fand der junge Bursche in der Wohnung des Greisenpaares, als er dort die Zimmern aufräumte, einen Desching mit abschraubbarem Laus. Diese kleine Waffe nahm er an sich. Kurz bevor er am Montag zu dem grausigen Mord schritt, fragte er noch einmal seinen Freund, ob er sich's nun inzwischen überlegt hätte. Dieser ober ließ ihn stehen und ging feiner Wege. Dann geschah dos Verbrechen. Die Kriminalkommissare könnten dem jungen Mörder nach- weisen, daß auch noch weitere Angaben erlogen waren. Der Bursche Hot höchstwahrscheinlich doch mehr Geld an sich genommen, als er erst zugab. Die Anschafsungen, die er gemacht hatte, kosteten über 130 Mark. Die ganze Ausrüstung, die bei ihm gefunden wurde, hat er sich erst im ganzen nach dem Mord angeschafft. Die Unter- suchunq der Mordkommission ist durch diese ganzen Ilmstände in neue Bahnen gelenkt worden. Die Bluttat in der Glienicker Heide. Ueberfallene Frau ihren Verlehungen erlegen. In der Nacht zuin Sonnabend ist die 26 Jahre alte Frau Charlotte Kurth aus der Beusselstraße im Moabiter Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Wie berichtet, war Frau Kurth mit ihrem Manne am Freilag vergangener Woche mit dem Auto nach der Glienicker Heide hin- ausgefahren. Als das Ehepaar den Wagen zur Rückfahrt besteigen wollte, wurden sie beide von einem Manne, der sich zuerst als Forstausseher ausgegeben hatte, angehalten. Der Strolch bedrohte den Ehemann mit der Pistole. Als Frau K. hilferufend davonlief, feuerte der Räuber mehrere Schüsse auf die Frau ab. Eine Kugel traf den Rücken und durchschlug den Leib. Trotzdem der Ehemann seine Frau allerschnellstens zu einem Arzt brachte, konnte sie nicht mehr gerettet werden. Nach der Bluttat brachte Kurth seine Frau zum Wagen und fuhr den Feldweg entlang, bis zur Groß- Glienicker Chaussee. Hier traf er auf eine Limousine, an der drei Männer standen. Diese Zeugen haben sich jetzt gemeldet. Es sind ein Kaufmann aus Potsdam und zwei Handwcrksburschen. Alle drei hatten Schüsse und Hilferufe gehört. Sie suchten gleich danach das ganze Gelände ab, konnten aber den Mörder nicht finden. Illach der Beschreibung, die Kurth van dem Täter gegeben hat. konnte festgestellt werden, daß der Schütze am Tage zuvor in der Gegend gebettelt hatte. Bisher fehlt noch jede Spur von ihm. Wie ergänzend mitgeteilt wird, ist in Anbetracht der Schwere des Verbrechens die Belohnung, die auf die Ergreifung des Mörders in der Glienicker Heide ausgesetzt worden war, n u f 1000 Mark erhöht worden. selber bauen Selbstbaubuch preis 1.2O WOHNLAUBE und SIEDLERHEIN*' «« Viele hundert Zeichnungen- Genaue Kostenanschläge- Materialtabellen Durch jede Buchhandlung. Vom Verlag gegen Voreinsendung des Betrages portofrei, gegen Nachnahme unter Spesenberechnung VERLAG HERMANN RECKENDORF GMBH., Berlin SW, Hedemannstr. 24— Postscheck Berlin 77108 Grüne Jungen als„Führer" Der Nazisturm auf den Bahnhof Treptow Llnsere Zukunfi. Der Prolstarier trägt in dicicr Kriscnzcit ein oft fast untrag» v»r schweres> Schicksal: NrbeitZlosigkeit, Sarge, Not. Der Einsame bricht darunter zusammen: und die Gemeinschaft kann den einzelnen stützen, kann ihm den Glauben, die Sicherheit geben, daß der 'lücg in die bessere Zukunft doch gesunden, daß an einem nicht allzusernen Tage die Alenschheit ihn einmütig gehen wird. Gebt den Kindern sawii diesen Glauben mit aus den Weg, reibt sie so früh wie möglich ein in die proletarische Gemeinschasi, und ihr belft nicht nur die Welt vorwärts zu bringen aus diesem Weg, ihr gebt auch den Kindern damit Kraft für die harten Tage, durch die sie gehen müssen, Kraft, die in der Erkenntnis wurzelt, daß der einzelne der werktätigen Masic Teil ist einer starken, zukunft- bauenden Macht! So war es an, 1. Mai: Am Rande des Menschenmeers, das den Lustgarten überflutet, sammelt sich ein Kindcrtrüpplein. Es wächst zum Trupp, zur großen Schar: Iungfalken und die von den Kinderfrcunden betreuten Proletarierkinder. Sie wollen sehen, wie die Großen den Maitog feiern, dem zu Ehren sie die grüne Krone mit dem Blumenstrauß in der Mitte gewunden haben, die an der Spitze des Zuges schwankt. Dach die Kinderaugen reichen nur an den nächststehciiden Menschen herauf, die ihren Weg säumen, und schauen und vergnügt sind und sonst nichts weiter tun. Der Maitag scheint ein buntes, unbekllm- wertes Fest zu sein.„Freundschaft!" grüßen die Kleinen die be- konnten Abzeichen. Da steht der Zug still, ein wenig abseits vom Gedränge. Die Kinder lachen und schwatzen, froh über den unalltäg- lichen Ausflug. Nun hebt die Ordnerin einen kleinen plappernden Bengel hoch.„Ein guter Spaß", scheint er zu denken, und plötzlich übersieht er den weiten Platz und über sein Gesicht breitet sich wortloses Staunen.„O— 0— 0— 0!" sagt er langsam und atemlos im cherabgleiten, und dann steht er verstummt in der Kinderschor. „Mich auch! Mich auch!" Hilfsbereite Arme finden sich. Jeder von den Kleinsten darf einen Blick über das von roten Fahnenbüscheln gekrönte Menschenmeer tun, und wenn sie hcrabkommen, steht ein großes Wundern in den Augen, und der kleine Mund findet höch- stens zwei Worte:„So viele!" Als die Schar wieder abzieht, ver- gißt sie sogar ihren Gruß:„Freundschaft!" Erst an der nächsten Ecke holt sie ihn nach. Das Erlebnis dieses„Wir" hat sie über- wältigt.„So viele!" Es wird eine unauslöschliche Erinnerung sein, eine Kraft, die fortwirkt, die euch reich und stark macht. Es ist dieses„Wir", das den einzelnen trägt, vorwärts, aus- wärts. In ihm ist die Wurzel zum inenschlichen Glück. Da steht mitten im Gedränge des Platzes eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm. Niemand kann vorwärts oder rückwärts. Doch die er- drückende Enge scheint Freiheit, wenn man in ihren Gesichtern lieft, die im Schein der roten Fahnen aufgeblüht sind. Viele Augen bleiben eine kurze Sekunde an den beiden hängen, gleiten er- schüttert weiter: so vom Alltag erlöst sind diese beiden Gesickster. Als die Fahnen sich lichte», bleiben sie grau und welk zurück: aber das befreite Leuchten in ihren Zügen ist geblieben, das das Glücks- crlcbnis hineinzeichnete:„Wir!" Ein neuer Menschenzug staut sich am Rande der Masse, dringt mühsam, Schritt für Schritt, in sie ein. Reihe für Reihe wird auf- gesaugt, ist in ihr verschwunden, kaum, daß sie mit der Menge in Berührung kam. Nur ein Kind, das hoch auf der Schulter eines Mannes thront, bleibt sichtbar. Es sitzt frei aufgereckt da, scheint nicht mehr von einem, sondern von der ganzen Menge getragen. Ein Lied klingt auf:„Mit uns zieht die neue Zeit!" Ein LteberfaU aus Reichsbanner. Zwei Nazis freigesprochen.- Verhandlung vertagt. Die Nazifeiglinge verstehen«s ja bekanntlich meisterhaft, sich herauszureden: so gelingt es ihnen, vor Gericht mit einem blauen Auge davonzukonimen. Gestern hatten sich wieder vier Na» t i 0 n a l s 0 z i a l i st e n wegen eines Ueber falls auf Reichs- b a n n e r l e u t e zu verantworten. Am 6. März befanden sich etwa 30 Reichsbannerleute auf dem Wege zu ihrem Treffpunkt. In der Teltower Straße sahen sie sich etwa 60 Rationalsozialisten gegen» über. Natürlich machten diese von ihrer Uebcrmacht Gebrauch und fielen über die Reichsbannerleute her mit Koppeln und Latten. Erst das Uebcrfallkommando bereitete der Schlackit ein Ende. Fünf Nazis wurden auf der Flucht verhaftet. Drei Reichsbanncrleute trugen mehr oder weniger schwere Verletzungen davon. Vor dem Schöffen- gericht Berlin-Mitte behaupteten sänitliche vier Angeklagte, mit der Sache nichts zu tun gehabt zu haben. Der fünjte Angeklagte war nicht erschienen. Drei Angeklagte wurden von den Reichsbanner- zeugen nüt Bestimmtheit wiedererkannt. Das Gericht sprach zwei Angeklagte frei und vertagte in bezug auf die beiden anderen die jr,-j*-fl-'t � f-v,.'V ägL-f. R 'U.W/VnL�'T'■'�L-X• £*9 Aechzend läßt sich Herr Johann von Schwarzach in den breiten, reich geschnitzten Bürgermeistersessel fallen, vertauscht aber, sobald er sitzt, den Griff um die ledergepolsterten Armlehnen sofort mir dem nervösen Zuckgrisf in seinen schwarzen Krausbart. „Ja, der Rat ist rasch bei der Hand, die Ausgaben und die Gülten zu bewilligen und gutzuheißen. Aber auf mir, als dem Bürgermeister bleibt letziglich der ganze Zimlnet hängen, ob grobgestoßen oder gemahlen. Ich habe für Deckung zu sargen. Neue Abgaben, neue Lasten dem Bürger ans den Nacken zu legen. Zu welchem Ende, meine Herren vom Rat, zu welchem Ende? Daß sich schließlich eiues wüsten Tags wieder die Zünfte zusammenrotten, die Metzger mit der Blut- sahne voran, und uns hier auf dem Nathans, wie wir gehen und stehen, tappen und schnappen, auflüpfen und zu den Bögensenstern hinausschmeißen, daß die Butzenscheiben krachend aus der Fassung kommen und unser Gehirn unten, auf den Katzenköpfen des Pflasters, großtropfig verspritzt!" Der bnllenköpfige Biersieder zeigt wieder die Zahnlücke: „Sa schlimm ist's-nicht mit dein Blutspritzen, Bürgor« Meister! Da müssen immer zwei dabei sein! Solange so stiel fremd gewappnet Boll in unfern Mauern liegt, wie seit Aller- heiligen des letzten Jahre, allwo das Konzil seinen Anfang nahm, solange wird sich kein Mäuslein wider uns regen, weder eins im Loch noch eins im Oberarm. Und wenn auch, hier ist schon noch ausreichend Geaengewaffs!" Dabei läßt er utohlgefällig rechtsarmig seinen Zuschlagmuskcl spielen. „Ihr habt allem Anschein nach die Lehren der Geschichte vergessen, Herren vom Rat! Ihr habt vergessen, daß das Bolk, dem wir vorstehen, ein Tier ist, das von Zeit zu Zeit gefüttert werden will, und zwar mit Blut, von seinesgleichen mit seinesgleichen! Gestern waren die Inden daran. Morgen ist dieser Hus das Futter. Wer weiß, im nächsten Monat Der Vorsitzende des Schösfengerichts Schöncberg, Land- gerichisdircklor Siuapius, sprach gestern ein.großes Wort gelassen au», als er von dem Führer der wegen Landfriedensbruchs, Wider- slanbs gegen die Staaisgewalt, Gcfangevenbefreiung, Hausfriedens- bruchs und Körperverletzung angeklagten Nationalsozialisten und früheren SA.- Leuten, den„Bahnhosstürmern" in Treptow, sagte: Cs ist eben zu bedauern, daß Führerstellen grünen Zungen anvertraut werde-n, die kein Augenmaß dafür haben, was erlaubt und was unerlaubt ist. Mit der Zugend dieses„Führers" sollte die milde Strose, die gegen ihn verhängt wurde, entschuldigt werden. Die fünf Angeklagten, der frühere SA.-Führer Kunke und die früheren SA.-Leute Hilpert, N e u ha u s, Gcrstorff und Schmidt hatten gemeinsam mit einer Anzahl weiterer SA.-Leute am 8. April in Treptow am Sturm auf den Dienstraum des Reichs- bahnasiistenten Mielenz teilgenommen. Die SA.-Lellte hatten in Treptow Flgublötter verbreitet und waren im Begriff, nach Steglitz zurückzufahren. Als der Führer der SA.-Leute Kunke erfuhr, daß der SWdsivt Richter wegen Verteilung von Flugblättern auf dem Bahnsteig fiftiert fei, begab er sich in den Dienstraum und stellte hier den Reichsbahnasfistenten Mielenz in überheblichem Tone zur Rede:„Ich bin Führer, unterlassen Sie die Unoer» s ch ä m t h e i t." Mielenz verbot sich den Ton, Kunke drahte ihm: „Sie werden zeitlebens daran denken, Sie find die längst« Zeit hier auf dem Bahnhof." Mielenz forderte ihn auf, den Raum Zu ver- lassen und machte ihn darauf aufmerksam, daß er Polizeigevxilt habe. Kunke griff den Beamten tätlich an, wurde zusammen mit seinen Begleitern von Mielenz und einem anderen Beamten hinaiikgedrängt, rief jetzt:„Sturm auf den Dienstraum, befreit den Mann", drängte mit etwa 15 bis 20 Nationalsozialisten Verhandlung, da diese beiden zum Beweise dafür, daß sie an der Schlägerei unbeteiligt gewesen sind, sich auf Zeugen beriefen, die zur nächsten Verhandlung geladen werden sollen. Der tödliche Messerstich im Hospiz. 2 Feuerwehrleute rauchvergistct. New Park, 7. Mai. Der Brand des Cunard-Piers ist noch immer nicht gelöscht. Die Brandstelle steht jedoch unter ständiger Kontrolle. Die Gefahr für die angrenzenden Piers ist jedoch zur Stunde als behoben a»zu- sehen. Der Brandschaden ist durch Versicherung gedeckt. Von den Feuerwehrleuten befinden sich 300 wegen Rauchvergiftung un d Be.rle tz un ge n. anderer. Art in ärztlicher Behandlung. Eine niederträchtige Üat. Die Sturmvogel-Ortsgruppe Berlin- West baut in der I m m e l m a n n st r a ß e in Beiliu-Schöneberg in einem Schuppen auf�dcm dem Finanzamt für Liegenschaften gehörenden Gelände ihr Segelflugzeug. In der stacht zum Sonnabend wurde nun das fast fertige Flugzeug von unbekannten Tätern zerstört. Mit schweren Gegenständen bat man den Rumpf und die Tragfläche» zerschlagen, die Bespannungs- leinewand zerrissen und völlig unbrauchbar gemacht. Die »turmoogel-Ortsgruppe Bcrlin-West setzt sich säst ausschließlich aus Erwerbslosen zusammen, die in monatclanger mühseliger Arbeit das Flugzeug hergestellt haben. Leider konnten die Täter bisher nicht ermittelt werden. In der Wanderansstellung„Ter Mensch in gesunden und kranken Tagen" im Europabaus. Ztresemannslraßc, iiiidet am Mittwoch, 11. Mai, abends 7 Uhr, ein besonderer Vortragsabend stall..Herr Tr. Neubcrt vom Deutschen Hpgiene-Ntilscum in Dresden spricht über„Frühjahrs- k 11 r e n". Besonderes Eintrittsgeld zu diesem Vortrag wird von den Vc- suchcrn der Ausstellung nicht erhoben. den Hals gebunden worden war. Zu den alldort Ersäuften zählen der Chronik nach auch Muutpratsche Vorsahren. Das weiß in Konstanz jedes Kind, und der Großhändler ist nie gern an diese Zwangstaufe erinnert. Herr Johann von Schwarzach freut sich des sichtlichen Eindrucks, den seine kassandrahasten Worte machen. Düstere Betrachtungen der Zukunft, Jammersätze über die- verderbte, zerscherbte Welt sind überhaupt sein Lieblingsspruch, und er hätte sicherlich— weil ihm das wohltut und sein schweres Geblüt ablenkt— noch stundenlang die trübsten Aussichten und Schreckschatten an den Horizont seines Gespräches ge-' malt, die Herren des Rats mit dunklen blutigen Möglich- leiten bis in die hintersten Winkel ihrer Seelen schreckend, um auf diese Weise den Zorn über den erhaltenen Befehl des Konzils zu vergessen, wenn nicht inzwischen Hans Hagen, der Vogt der Stadt, eingetreten und an der Tür stehen- geblieben wäre. Der Vogt ist in Wehr und Harnisch. Alles klirrt an seinem Brustkasten, als er zur Begrüßung den mächtigen Rücken beugt, und dieses Klirren zerschneidet wie mit einein Messer das Gespräch des Bürgermeisters mit den Ratsherren. Es wird still im Zimmer und bleibt cs lange. Nichts anderes ist hörbar, als das Atmen der süns Männer und dos Rieseln des Sandes im Uhrglas. So still und peinlich ist diese Pause, daß ihr schließlich Herr Ehinger gewaltsam ein Ende macht, indem er mit hüstelndem Lächeln sagt:„Mir will scheinen, ehrsame Herren, wir hätten eben samtander einen Juden in den Himmel gelüpft!" „Einen Juden in den Himmel gelüpft! Einen Pest- farbigen!" schreit aufstehend Herr Johann von Schwarzach. „Ei du geröstetes Donnerwetter! Warum nicht gar!" Dabei schlägt er ein prustendes Lachen an, in das die drei Herren vom Rat unverzüglich mit einstimmen, indessen der grimme Hans Hagen auch nicht das kleinste Fältchen in seinem ledernen Jagdhundgesicht verzieht. Das Lachen wirkt wie ein Signal zum Ausbruch. Die Ratsherren schlurfen nacheinander in den Saal zurück. Muntprat, als der Jüngste, bückt sich beim Hinausgehen, hebt das Amtsrohr auf und legt cs vor Herrn Johann von Schwarzach auf den Tisch. �Fortsetzung folgt.) Gefahren der Autarkie. Professor �ederer spricht zu den Studenten. 3m Rahmen des Sommccprogramms der Sozialistischen Studenten Berlins sprach in einer der gröhten Studentenoer- sammlungen Professor Lederer über die Frage der Autarkie. Er entwickelte dabei folgenden Gedankengang: Durch die weltwirtschaftliche jZriie wenden sich immer mehr Menschen non dem Kapitalismus ab. Diese Tatsache sucht die Reaktion für sich zu nützen, indem sie den Gedanken der Abschließung von anderen Ländern propagiert. Die Autarkie soll eine neue Epoche einleiten. Wie steht es damit? Europa ist groß geworden in der Zusammenarbeit der einzelnen Nationen. Der euro- päischen Geisteshaltung entspricht schon seit Jahrhunderten der Drang nach außen, nach Erforschung und Vcherrschung der Welt. Die Abschließung des Reiches von der Umwelt ist ein chinesischer Gedanke. Wenn er trotzdem in Deutschland aufkommt, so liegt dieser Meinung die Vorstellung zugrunde, daß das Volk eine Familie sei, die sich beliebig abkapseln, sparen und großhungern könnte. In den meisten Fällen ist die Autarkie ein Spicßerideal. da nur aus dcsicn geistiger Enge ein solches Wunschbild entstehen kann. Die Autarkie würde keine- wirtschaftliche Genesung, sondern eine gewaltige Schrumpfung der Wirtschaft herbeiführen. Die Autarkie würde nicht die Freiheit bringe», sondern das geistige und kulturelle Leben auf das Jahr 1830 zurückschrauben. Nun gibt es gewisse Versechter der Autarkie, die angeblich nicht eine Ab- kapselung Deutschlands, sondern die Bildung von Völkcrgruppen— Deutschland mit den südöstlichen Staaten— anstreben, da nur so ein« wirkliche wirtschaftliche und politische Sicherheit herbeigeführt werden könne Ein« solche Kombination ist wirtschaftlich unmöglich. Aus den zehn kleinen Staaten, die für eine solche Gruppierung in Betracht kommen, bezieht Deutschland nur ll Proz. seiner Ein- fuhr und nur 15 Pro;, seiner Ausfuhr wird van diesen Staaten aufgenommen. Eine Umstellung der deutschen Wirtschaft auf solche Größenverhällnisse wiirde eine Vernichtung der deutschen Ausfuhr, eine Schrumpfung der Fertigwaren ausführenden Industrien, eine Verminderung des Sozialprodukts, niedere Löhn« und eine Verschärfung der sozialen Kämpfe hervorrufen. Auch wirtschaftsgeographisch ist eine Autarkie unmöglich, da einem solchen deutsch-östlichen Block die notwendigsten Rohstoffe(Baumwolle, Wolle. Eisenerz, Kupfer) fehlen. Deshalb bedeutet Autarkie nicht national« Selbständigkeit, sondern eine noch größere wirtschaftliche Abhängigkeit vom Auslände. Selbst die Interessenten, die heute für die Autarkie eintreten, würden durch sie keine Vortelle haben. In ihrer Kurzsichtigkest sehen sie nur ihre Konkurrenten, die sie ver- nichten wollen. Da aber alle Industriezweige den gleichen Schutz verlangen, so werden mit den Konkurrenten auch gleichzeitig die Kunden vernichtet. Auch die heute geschützten Industrien würden dann ihre Sondergcwinne verlieren, da niemand mehr in der Lage wäre, ihnen die Waren zu den hohen Preisen abzukaufen. Deutsch» land hat also von der Autarkie nichts zu gewinnen, aber sehr viel zu verlieren.— Auch im Sozialismus gibt es keine Autarkie. Einer sozialistischen Wirtschaft fehlen die partikularistischen Tendenzen, die zu einer Abschließung von anderen Ländern führen könnten. Wo man die ganze Volkswirtschaft sieht, da schwindet der Gegensatz zwischen den nationalen Wirtschaften. Wer für die Freiheit aller ist, der kämpft nicht für eine Autarkie, sondern für eine s o z i a- listische Planwirtschaft. Der glänzende Bortrag Lederers wurde mit großem Beifall aufgenommen. Drei Monaie Gefängnis wegen Beleidigung. Das Schöffengericht Berlin-Mittc verurteilte auf Grund der Notverordnung den Redakteur der nationalistisch orientierten Tages- zeitung für Biesdorf, Mahlsdorf und Kaulsdorf, Edmund Schulz, wegen übler Nachrede in bezug auf den stellvertretenden Bürgermeister von Lichtenberg, Stadtrat Stimmig, zu drei Monaten Gefängnis. In der Nummer vom 16. Dezember vorigen Jabres behauptete nämlich dieses Vorortblättchen in einem Artikel, daß Stimmig in die Affä»e des ungetreuen Stadtamt- mannes Keil verwickelt sei, und daß er außerdem ein„ziemlicher Alkoholiker" und von RemiwetUcidenschast befallen sei. In der Begründüng des auf drei Monate Gefängnis lautenden für den Gartenbau Verspätete Bestellung Im Gemüsegarten mußte alles nachgeholt werden, was infolge ungünstiger Witterung nicht bestellt werden konnte. Alle Beete wur- den gedüngt. Wo es nicht der Fall war, kann es. wenn es Zeit und Geld gestatten, noch nachgeholt werden. Die in Mistbeeten gezogenen, genügend erstarkten Pflänzlinge kommen zur Anpflanzung. Man pflanze nicht zu eng: enge Aussaaten und zu enge Aizpflan- zungcn bringen keine gute Ernte: Unkrautbeseitigung und Boden- lockerung werden erschwert. Die Aussaat in Rillen ist daher der Brcitsaat vorzu- ziehen. Die Unkrautbekämpfung in den Beeten kann gründlicher und zweckmäßiger durchgeführt werden und die Pflänzlinge in Rillen gc- dcihen schneller und besser, besonders dann, wenn man„gute" Erde beigibt und vor allem darf das notwendige Gießen nicht vergessen werden. Kopfsalat und Krühkohlrabi. werden an den freien Stellen untergebracht: genügend stark« Blumenkohl-, Wirsingkohl- und Weißtohlpflänzlinge werden onge- pflanzt. Blumenkohl 60 Zentimeter, Weißkohl 40 Zentimeter und Wirsingkohl ebenfalls 40 Zentimeter auseinander. Kopfsalat, Radieschen, Bohnenkraut und andere Kleinigkeiten werden nachgesät. Frühkartoffeln sind anzupflanzen. Vorgekeimte Kartoffeln vorsichtig pflanzen, daß die Keime nicht abbrechen. Vorsichtig die Löcher zu- Harken und nicht zuviel Erde zum Bedecken nehmen, denn zuviel Erde wirkt hinderlich, da sie die Keime nicht schnell genug durch- kommen läßt. Eine alte Regel sagt: Den Samen nur doppelt mit Erde bedecken, als er selbst ist!— Das dürfte stimmen! Daß die Z w i s ch e n k u l t u r dankbor ist, lehrt die Erfahrung. Deshalb jeden Zwischenraum bestellen mit Salat, Kohlrabi und anderen Kleinkulturen. Durch ibr schnelles Wachstum schaffen diese den Ihouptkulturen den notwendigen Raum zur Entfaltung. Wo die Pflanzung der Frühkartoffeln beendet ist, folgt die Spätkartoffel. Wer es sich leisten kann, dünge noch mit Kalisalz. Dos Saat- und Pflanzgut muß einwandfrei fein:— besonders achte man bei der Kortoffelpfkanzung darauf, daß die Pflonzkartoffeln krebsfrei sind. Gpäipflanzungen können unbedenklich bis Mitte Mai vorgenommen werden. Wenn auch unbestritten ist, daß der Herbst die geeignetste Pflanzzeit ist, so hat auch die späte Frühjohrspflanzung ihre Vorteile. So benötigen z. B. Steinobstartcn zum Anwachsen einen erwärmten Boden. Selbst das früh austreibende Beercnobst läßt sich noch im Spätfrühjahr pflanzen, denn die meisten Pflanzen standen im Winter im Ein- schlag, dadurch wurde die Cntfaltmig zurückgehalten. Wo schon ein Baum- und Sirauchbestand vorhanden ist, da vergesse man das Lockern des Bodens nicht. Ebenso werden die Baumscheiben zweck- mäßig gelockert. Auch das Anlegen von Fanggürteln gegen Insekten kann besorgt werden. Ueberhaupt kann man jetzt schon vorbeugend gegen das Ungeziefer wirken. Deshalb erkundige man sich bei Fach- lcuten, welche Mittel zur Bekämpfung des Stamm- und Blatt- Ungeziefers zu gebrauchen sind. Vorausschau für Mai. Neben Spätkartoffeln bestelle man Bohnen, Gurken und K ü r b i q. Als Zwischentulturcn werden Kohlrabi, Rot-, Weiß-, Wirsing- und Roseickohl bestellt. Aussaaten von Erbsen. Radieschen, Rettich, Suppenkräuter und Spinat können ebenfalls erfolgen. Weiter werden Buschbohnen gelegt. Die Erbsen lege man in tiefe Rillen, da sonst Spatzen und Stare vieles vernickzten würden. Man gieße regclinäßig morgens und abends, besonders die Sellerie- und Salatpslanzen. Es ist auch auf die etwa auftretende Kohlhernie acht zu geben: tritt sie auf, dann sofort mit Mitteln bekämpfen, über die der Fachmann Auskunst geben kann. Beerensträucher sind gründlich nachzusehen und besonders ist auf das Ungeziefer zu achten. Blühen neugepflanzte Bäume zu stark, so ist es zweckmäßig, einen Teil der Blüten zu cntsorncn. Mit der Veredelung der Obstbäume kann fortgefahren werden. Die Jnsektenringc sind zu erneuern: wie überhaupt im Monat Mai die Unkraut- und Insektenbekämpfung im Vordergrund stehen muß. -i- Das sind Ratschläge und Winke aus der Praxis für die Praxis. Sie sind nicht auf olle Fälle anwendbar: eins schickt sich nicht für olle. Lehrgeld muß ein jeder zahlen! Nienwnd ist vor Fehlschlägen gesichert. Deshalb heißt es: selbst praktis6)e Erfahrung sammeln. Augen auf, beobachten und dann die Nutzanwendung ziehen! Ist man im Zweifel, so werfe man einen Blick über Rachbars Zäun: man frage den Nochbar:— besser noch den Fachmann, den Gärtner! 11. II. Urteils führt« der Vorsitzende aus, daß sämtliche Behauptungen des Angeklagten durch die Aussage des Bczirksvcrordneton Stimmig widerlegt seien. Der Angeklagte erhielt unter der Bedingung, daß er eine Buße in Höhe von 300 M. zahle, Bewährungsfrist bis zum Jahre 1035. Die Strafe soll ihm jedoch nur erlassen werden, falls sich der Ton seines Blattes auch wirklich ändert. Die nächste Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung findet am Dienstag, dem 10. Mai, statt. Im Mittelpunkt der Tages- ordnung steht die Debatte über den 5zaushaltsplan für 1932. Auch die Anträge über die Herabsetzung der Reichsbier- und Gemeindebier st euer und über die planwirtschaftlichen Maßnohmen auf den, Gebiete des Schulwesens stehen zur Beratung. Ein neuer Arbeiterkursus in Reilkölln wird am 30. Mai eröffnet. Die Aufnahmeprüfung findet am Sonnabend. 28. Mai. 14 llhr, in der K a r l- M a r x- v ch u l e, Neukölln, Kaiser-Friedrich-Str. 208, statt. Die Kurse dauern drei Jahre und sind jungen Arbeitern zwischen 18 und 25 Jahren zugänglich, die keine über die Volts- und Berussschule hinausgehende Borbildung haben. Bewerber, die an der Prüfung teilnehmen wollen, müssen bis zum 25. Mai folgende Papiere einreichen: Bewerbung, genauen Lebenslauf und Bildung;- gang, Zeugnisabschriften und eventuell Empfehlungen, polizeiliches Führungszeugnis. Der Sonntagskellner erzählt Mit dem Erwachen der Natur beginnt auch des Svmmerkellners Dasein sich ein wenig'neu zu belebe«: und sicherlich ist keiner ein eifrigerer Sonncnanbeter als er, denn Sonne bedeutet für ihn Brot! Wie aus der neu befruchteten Erde Blatt und Blüte sprießen, so wachsen im Garten der Ausflugslokale Tische und Stühle. Natur, Wirt und Kellner harren ihrer Gäste! Auf dem Aachweis in der Kontanepromenade harren sünftausend geschickte Kellner der Arbeit: am Sonnabend geht es da direkt beäiigstigend zu. Dieser Tag ist der Hauptstenipel- tag, und 5000 Kartenbesitzer abzufertigen, bedeutet ein ganz schönes Stück Arbeit. Und dann lauert man eben geduldig Swnde um Stunde auf das heißersehnte Sonntagsgeschäft— so erzählt einer der fünftausend. Im wetterwendischen Maimonat wird jedoch meist erst in allerletzter Minute, das heißt also imLaufe des Sonn- tagsvor mittags, engagiert. „Ich hatte ja nun gerade das Schwein, schon am Sonnabend meinen Zettel zu kriegen und konnte mir den Sonntagsspaziergang noch dein Nachweis sparen und meine der Arbeit langeittwöhnten Beine für den Nachmittag ölen: wem aber der Sonnabend kein Geschäft brachte, der trabt mit der letzten Hoffnung und frisch- gewaschener Wäsche des Sonntags zeitig in der Frühe nach der Fontanepromenadc. Bon 9 Uhr morgens, wenn der Nochweis oeoffnet wird, bis in die frühen Nochmittagsstunden steht da das Telephon an schönen Sonntagen überhaupt nicht mehr still. Werder, Wannsec, Zoo, Treptow und die Lokole an den übrigen heimischen Wassergcstaden fordern Personal. Alle 5600 Zlrbeitsuchenden kommen ja nun leider nicht dran, aber ein paar hundert sind es üwm- hin doch. Der erste Maisonntog hat sich gut eingesührt, solche Sonn- tage brauchten wir öfter! Damit wir aber nicht allzu übermütig werden sollen, setzte der Hiwwöliahrstag uns gleich einen gehörigen Dämpfer auf, nur ein Glück, daß die„Herrenportielcr" uns nicht ganz im Stich gelassen haben. Buttes Bug- prsiz rten Zei« ten cingepcifjt« 31c/o biüjger eis 1�30« Dcsbel Qualität unverändert: die beste« Wie das Geschäft ist? Na, mit nein Pfundstück geht wohl keiner von uns mehr nach Hause, aber man ist ja froh und glücklich, wenn ein paar Märker in der Tasche klimpern. Der Verzehr ist ständig im Rückgang und die Zahl der selbsttätigen Koffeekocher steigt im gleichen Maße. Es ist übrigens nicht in allen Fällen ausnahmslos die finanztechnische Frage, die entscheidend aus die Selbstbereitung des mitgebrachten Kaffees wirkt. Ich höre nicht einmal an solch einem Sonntag, sondern mehrere Male die Beschwerde:„Ach wegen der paar Pfennige mehr würde man am Sonntag ja schon ein Auge zudrücken, aber wer kann denn die Brühe trinken?" Und das stimmt: der Berliner Wald- und Wiesenkasfee ist tatsächlich, auch für den anspruchslosesten Gaumen, keine Freude, und da er noch dazu nicht einmal den Vorteil großer Billigkeit aufzuweisen hat, warum also? Gewuß muß der Wirt des Ausflugslokals als ein stark zeitlich begrenztes Saisongeschäft höher« Preise nehmen als sein Kollege in der Stadt, der tagtäglich Gäste hat: aber dann will nian doch wenigstens fürs Geld auch was Richtiges haben. Ebenso sind die P r e i s e auf d c r S p e i s e n k a r t e oft hoch: es gibt immerhin Ausflügler, die am Sonntag die Stullenpakete gerne daheün ließen.'Aber wer kann heute 1,80 bis 2 M. für ein Schnitzel bezahlen? Auf diese Weise entgeht dem Wirt und mit ihm natürlich auch dem Kellner viel Verdienst. Aber das Beschwerde- buch ist noch nicht zu Ende: Jetzt kommt das teuere Kahrgeld. In Grünau. Schmöckwitz und den umliegenden Ortschaften jammern Gasttvirle und Siedler, daß ihre wirklich schön« Gegend zu- gunsten des Berliner Westens so arg oernochlässigt wird. Da erzählt ein« Frau: Mit meiner Sammelkarte der id-Pahn fahre ich von der Station Pankow bis Station Onkel Toms Hütts für ganze 18 Pfennig, rasch und ohne Umsteigen: will ich ober nach Schmück- Witz raup, da muß ich erst mal 35 Pfennig für die Stadtbahn berappen und dann nochmals 25 Pfennig für die Straßenbahn, weil da nämlich die Zone nicht mehr reicht, sonst müßte ich bis Köpenick fahren. Früher konnte man das einfach« Straßenbahnbillett bis zürn Endziel weiterbenutzsnl Soll ich nmr mit Mann und zwei Km- der» bloß für Fahrgeld gleich ein paar Mark ausgeben? Nee! So sagen eben die anderen auch, und das ist mit ein Grund für den großen Zug nach dem Westen. Dienst am Kunde« hat im Berliner Ausflugpoerkehr noch nicht so recht festen Fuß gefaßt, das wird einem bei dem Sonntagsgeschäft recht häufig ins Bewußtsein gebracht, Der fährk mit den Ratursrcunden? Der Touristenverein die Naturfreunde führt zu Pfingsten(15. bis 22. Mai) eine Fahrt in das mittlere Erzgebirge, an der Freunde und Parteigenossen teilnehmen können. Besucht werden u. a. da? Schoppauer Tal, die Wolkensteincr Schweiz, Oberwiesentai, d« Fichtelberg(Schwebebahnfahrt) und dos Schwarzwassertal. Teil- nehinerkoslen für Bahn- und Schwebebahnfahrt, 1. Frühstück. Hauptmahlzeit, Quartier M. 63,—. Näheres durch den Touristen-' verein die Naturfreunde. Berlin N 24, Johannisstr. 14-15. Fern- spreche?: DI 4177. Meldungen müssen bis spätestens Montag, den 9. Mai eingereicht werden. Kiw8tl.�s8ck8e!lten'8triimz,£e anir besonders verstärkter Doppelsohle und Spitzferse. In allen modernen Farben vorrätig Künstl.WaschseidenStrümpfe mit vierfacher Florsohle u. Ballenverstärkung. 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Bereits eine Wache vor Pfingsten sind mehr Zelte ausgestellt worden als in früheren Zahrcn zur tsoupturlaubszeil. Die ehemals von der Forstverwalwilg angewiesenen Zelt- lagcr platze haben bei weitem nicht ausgereicht, um den Landhunger dieser modernsten„Stadtrandsiedlungen" ,gl bcsriedigcn. So sind diesmal feste Zeltstädte in Gegenden entstanden, wo sonst nur über das Wochenende Wassersportler Rast machten. An den alten bekannten Zcltlagerpläl>cii stehen die Zelte bereits in Viererreihen gcstasselt: nur noch die ersten und die zweiten Reihen iKitum eine u» mittel bare Aussicht aus das Wasser, lim Unzuträglichkeiten und Streitereien über die besten Plätze zu vermeiden, hoben sich die Bewohner der meisten Zeltstädte zu Vereinen zusanrniengeschlossen und die Verteilung der Platze dem Vcreinsvarstand übertragen. Damit auch jedem Fremden sichtbar wird, datz da»ich dort ein Vorstand waltet, hat man hohe Amtstafeln errichtet, an die die Barstände jeweils ihre„Bekanntmachungen" anschlagen. Teilweise— und dies trisft vor alleni aus die Havclufer zu— haben Grundeigentümer, die grätzcre Landstriche an Flußuscrn bc- sitzen, diese zu Zeltlagerplätzen hergerichtet und den Todci, für die Sommersaison quadrat meterweise an die Freunde des Lagerte bcns verpachtet. Wie sehr man heute, schon sriihzcitig aus einen guten Platz an irgendeinem Fluhnscr bedacht sein muß, illustrieren anschaulich jene Stände aus den Wassersport- ausstellungc» dieses Frühjahrs, die nichts weiter bewerkstelligen, als Anmeldungen für Zeltlagerplätze entgegcnzunehnien. Es fällt aus, daß zwischen den leinenen Zelten oftmals schmucke, hcllgrüi, gestrichene Häuschen stehen. Ihre Besitzer sind meist Zcltstadtbewohncr, die schon mehrere Sommer draußen verbracht haben, nnt allen Kniffen dieses neuzeitlichen Nomadentums vertraut sind und in diesem Jahre einen Schritt weiter gingen— von der Lcinewand zum Holz. Allerdings handelt es sich nur um aus leichten Brcttcri, gezimmerte Lauben. Dazu besitzt jede Zeltstadt ihre Hunde, die knurrend und belfernd auf dos Besitztum ihrer Herren aufpassen, ein paar Stiefmütterchen gehören weiter hinzu, die mit ihren brintcri Blüten anmutig das sonst recht cintänig-graue Bild dieser Zeltstädte beleben. lind um die Mittagsstunde gesellt sich zu dem Bild dann der bekannte Geruch gebratener Spcckwürfel. Bor zehn Jahren alles noch eine kleine Sensation, heute zu oft gesehene Sclbstverständ- lichkcit. llebrigeiis gehört ein Teil der Zeltstädtcr gar nicht zu den sogenannten Dauerwohncrn. Viele Männer und Frauen ziehen Sonntags abends oder Montags früh wieder in die Stadt und lassen nur Boot und Zelt draußen stelzen. Denn wer den ganzen Sommer über draußen bleiben will, der muß eine ganz besbinnnte Voraussetzung erfüllen: er muß nämlich arbeite- las sein. Ist er da? nicht, dann bleibt er, wie gesagt, wochentags in Berlin oder ober er muß sich frühmorgens um 5 Ilhr auf sein Stahlroß setzen, damit er nockz rechtzeitig zur Arbeitsstelle kommt. Für Arbeitslose jedoch geben die Stcmpeljabrikcn in Neu-Zittau oder Schmöckwitz ebenso die 5iontrollstempcl wie die Stempelstellen von Berlin-Rord oder Berlin-Süd. Nachdem nunmehr die Zeltstädte Tatsache geworden sind und Tausende von Berlinern es vorziehen, ein wenig primitiv wohl, aber halbwegs geruhsam an Seeufcrn und Waldrändern zu kampieren, scheint es Zeit zu sein, einige mit dieser spontanen„Stadtrand- siedlung" zusammenhängende Fragen zu diskutieren. Daß die Sonn- tagsausflüglcr nicht mehr an die schönen Badestellen kommen, ist bekannt, aber wie denkt man sich zum Beispiel die„Kanal isa- AbieliungsuorsföndeKonierenz! Am Mittwoch, dem 18. Mai. Lokal wird noch rechtzeitig bekanntgegeben Der Bezirksvorsland tionsfrage" in jenen Zeltstädten, die mitunter bis zu taufend Einwohnern haben? Auch die Wassersrage ist noch reichlich unge- klärt. Mit Recht wird in der Stadt auf bestes Wasser die peiiüichstc Sorgfalt gelegt, aber draußen muß das manchmal reichlich gebräunte Flußivafscr genügen. Es scheint notwendig, hier verschiedeirc Brun- ncn zuzudecken, che die Kinder hineingefallen sind. Dem Gedächtnis Herrmann Abrahams. Genosse Martin Facrbcr, früher Geschäftsführer des Ver- eins für Kindervolksküchen, schreibt uns zum Gedächtnis des kürzlich verstorbenen Hcrrmann Abraham: Der Tod von Hcrrmann Abraham ruft die Erinnerung daran wach, wie in der Vorkriegszeit soziale Fortschritte, wie es die spätere Einführung der städtischen Speisung Berliner Schulkinder wurde, erobert werden mußten. Der damalige Berliner Kommunalfreisinn, der die Stadtverwaltung beherrschte, weigerte sich mit Händen und Füßen gegenüber dem Drängen von Abraham, der bei der von Paul Singer geführten sozialdemokratischen Fraktion Unterstützung fand, die kommunale Speisung zu akzcp- ticrcn, da sie das„Verantwortungsbewußtsein" unlergraben würde. lLicbcr sollten die Zlindcr weiter hungern!) Es wurden dem Verein lediglich Unlerftiitzungen gewährt, bis die bürgertiche Stodtver- waltung schließlich durch die Oesfentlichkcit gezwungen wurde, an- gemessene Mittel herzugeben und zunächst die Kontrolle für diese Schulspeisungen des privaten Vereins in die Hand zu nehmen. Im Kriege erreichten dann die sozialdemokratischen Stadt- verordneten, daß bei Errichtung der Masscnspcisungcn im Oktober 1916 die Schulspeisung in die, von snstoldemokralischcr Seite iinmcr und wieder geforderte städtische Regie genommen wird. Damit wird sie ein nicht mehr wegzudenkender Faktor der städtischen Fürsorge. Man darf Herrmann Abraham wünschen, daß aber auch sein hintcrlassenes Lebenswerk, jetzt der„Verein für Kinder- e r h o l u n g s h c i m e", von seinen künftigen Leitern so geführt bzw. fortschrittlich entwickelt wird, daß er als anerkannt soziale und gemeinnützige Institution erhalten bleibt. Ter„VolkSstink", die Dochensckirist für alle Radiobörer wahrt auih in« nächsten.best die crfoigrcickc Linie. Reben dein großen Enropaprograinni, illustrierten Tendecinsührungcn und kriiistiten Betrachtungen wird beste Familicnuntcrbaltung in reichbebilderien und spannend geichriedenen Re< Portagen geboten. Ter Bastelmeister gibt den Freunden der Radiotechnik Post, von der Buchhandlung oder beim Polkssunk Verlag, Berlin Lindcnstraßc 3, bestellt werden. W. 68, Vorträge/ Vereine und Versammlungen Reichsbonner„Schwarz-Rol-Gold". Geschäftsstelle: Berlin 6. 14, Eebastionstr. 37—38, Hos 2 Tr. Tiergarten fOrtsverein). Montag. 0., 20 Uhr. im Potzenhofer, Turm- straftc, Bollversammlung mit Gästen. Referenten: Kamerad Dr.� No- wack, Kamerad Oberleutnant Bathke.— Prenzlauer Berg fIungbanner). Diens. tag. 10., Zusammenkunft an bekannter Stelle.— Friedrichshain: Montag, 9.. Initgbanner. 20 Uhr im bekannten Jugendheim. Letzter Meldungstermin zur Pfingst.Zeltfalirt.— Vortrupp: Mittwoch. 11., 19"', Uhr, Jugendheim Gberty- straße 12.— Schöneberg�Friedenau. Kamerad Gollendorf:'Dienstag. 10.. 20'2 Uhr, Mitgliederversammlung bei Jürgens, Borbarossastr. 5s'. Referent: tfamerad Waldemar Sparleldt. Thema: Organisatorische Probleme. Für Aktive Pslichtveranstaltung.— Steglitz. Kameradschaft Lichterfelde Lankwitz: Montag, 9.. 20 Uhr, Versammlung in Lankwitz. Lebmanns Festfäle, Kaifer-Wilhelm- Strafte 29—31.— Reinickendorf. Kameradschaft Heiligensee: Montag, 9., Per. sammlung bei Otto Beck. Referent Kamerad Stieglitz.— Sanitätszug Osten. Sonntag, 3. Mai, 9 Uhr. Alle Sanitäter in der Bibliothek Weichselstrafte 24. Sanitätstascheil in ordnungsmäßigem Znstand mitbringen.- 5lreuzbcra lOrts- verein). Zug 2: Kamerad Paul Krüger ist verstorben. Beerdigung Montag, 9. Mai, 1b Uhr, Luiscnstädtischcr Friedhof. Erscheinen sämtlicher Kameraden Pflicht. Verband Eherechtsrcform E. V., Sitz Berlin. Oeffentlichc Versammlung am Montag, 9. Mai. abends S Uhr, im Restaurant Einsiedler, Neue Promo- nade 9—10, am Stadtbahnhof Börse. Portraa des Herrn Rechtsanwalts und Notars Dr. Eonrad Mendelsohn:„Wir fordern die Aenderung des Ehescheidungs. rechts". Der Vorstand: Paul Jung. Freireligiöse Gemeinde Groß-Bcrlin, Bezirk Neukölln. Sonntag, den 8. Mai 1932, abends 18 Uhr, Versammlung im Lokal Lehmann, Neukölln, Weser- Ecke Tellstrofte. Gäste willkommen. Bund religiöser Sozialisten, Neukölln. Montag, 9. Mai. abcnds 8 Uhr, Gemeindesaal, Neukölln. Herthastrafte 9—11, öffentlicher Lichtbildervortrag: ..George Groß. Gotteslästerer oder Prophet?" Unter anderm werden auch die Zeichnungen der seinerzeit beschlagnahmten Moppe „Hintergrund" vorgeführt und erläutert. Unkostenbeitrag 30 Pf. Erwerbslose haben freien Zutritt. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen, Bezirk Wedding. Mitgliederversammlung am Dienstag, 10. Mai, 20 Uhr, im Lokal Patzenhofcr, Ehausseestraße 64. Referat des Bundesredaktcurs Kam. Hein- rich Hoffmann. Vnefkaften der Redaktion. Langjähriger Vorwärtslcser. Anonyme Zuschriften veröffentlichen wir grund» sätzlich nicht.— A. G. Nr. 20. Nicht bekannt. 25 Zahre Chlorodoni. Anfaiig Mai sind cs 23 Jahre, daß die bekannte Chlaradont- Zahnpasta der Lea-Werke G. in. b. H., Drcsdcn.-R,, cinqcführt mardcn ist.'Als in den engen Laboratoriumsrnumen der Dresdener Löwen-Apalheke im Mai 1997 die ersten Tuben yergestcllt wurden, kannte niemand ahnen, welche Entwicklung das junge Untcritehmen erleben würde. In zäher Arbeit aber ging cs rasch aufwärts. Schon nach zehn Jahren bestand die erste Fabrik, die trotz aller Räte der Zeiten dauernd vergrößert werde» mußte. Heute find rund Istvst Arbeiter und Angeftclltc tätig, tun die Räder des großen Betriebes in Gang zu hallen, Ucbcr sechs Millionen Menschen gebrauchen allein in Deutschland täglich Chlorodont-Zahnpafta. Zahlreiche Tochtcrfabrikcn nnd Vertretungen int Ausland sargen für die Ver- breitung der Chlorodont-Erzciignisse in der ganzen Welt. Der Echloradant-Fabrik und ihrer Anfkläruitgsarbcit ist es mit zu verdanken,. daß heute weile Kreise der Bevölkerung wissen, welche Be, dctitung gesunde und gepflegte Zähne für die Vorbeugung gegen- über inannigsachen Allgemctncrirankungcn haben. Darneiuncirrtel Frühjahrskleid Sport- Complet Afghalaine oder Woll- Georgetfe, ganz gefüttert Dlcgonol-Boucle, mit Seidenkrawatto Kleid reinseiden. Douppion, mit ferbigem Frise- Jäckchen p�iH�st-oingA&ot 3.25 4. Damen-Glocke aus buntfarbigem Phantosiestroh 75 Damenhut mit Band- u. 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Die Leffcntlichkcit hat nichts konkretes über den Grund der Passivität und des Ausscheider, s des Reichswirtschasts- Ministers gehört. Aber dieser Streik und dieses Ausscheiden eines Reichsministers aus dem gegenwärtig Kedeutsainstcn Rcichsomt hat ürößerc symbolische Bedeutung, als die breite Dessentlichkeit ahnt, die van der Reichsregiernng selbst über die Motive des Ausscheidens dieses Ministers nicht inkornnert morden konnte. Die Gegensätze, die zu Warmbolds Rücktritt stibrten, schienen äußerlich Meinungsverschiedenheiten in der Wirtschaftspolitik zu sein, ihrer Bedeutung noch waren sie ober staotspolitischer Natur. Mit einem Wort, Der Reichsmirtschaftsminister ist gegangen, weil er an- grstchts des sch� starken Widerstandes sehr einslußretcher prinatwirtschastlicher Jntereffentengruppen gegen die gesetzt! hc Per- kürzung der Arbeitszeit nicht bleiben molltc. Die öffentliche'Diskussidn über die Berkürzung der Arbeitszeit bat freilich über die interefsentenmahig verursachte und stantspolitisch bedeutsam gewordene Demission Varmbolds keinen Zweiset gelassen. Als die Unternehmer- und Arbeitgeberrereinigungen stihcv, daß es der Reichsregieriing mit der gesetzlichen Verkürzung der Arbeitszeit ernst mar, begonnen ihre publizistischen Beauftragten unter der Maske sachlicher Stellungnahme ein Intriganten- spiel von unerhörter Intensität gegen Brüning und sein Kabinett und besonders gegen den Rcichsardeits- minister Stegerwald. Die..Deutsche Allgemeine Zeitung", die„Berliner Börsen- zeitung", die„Deutsche Bcrgwerkszcituiig". die„Deiusche Tages? zeitung". jener Verein führender Organe überall da. wo•? sich um die Wahrnehmung des nackten Profitstandviinktes und die mit so viel falsckiem Ethos verbrämte Durchsetzung der sozialen Reaktion bandelt, warfen sich gegenseitig die Bolle zu. um das Programm der Arbeitsstreckung und Arbeitsbcschofiung zu torpedieren. All« Re- g ist er zur Zermürbung der Leiter der Reichspolitik murden mit einer Virtmisität und Rücksichtslosigkeit gezogen, die die Grenze der Schamlosigkeit kaum mehr zu vermeiden suchte. So lasen wir gestern in der„Berliner Börsenzeitung" folgenden geradezu erpresserischen Kommentar über den Rücktritt Warm- bolds, der direkt gegen Brüning gerichtet mar. wobei ober die Ilr- sock)« von Warmbolds Rücktritt einfach verschwiegen wurde. Der Rcichvkonzlcr Brüning wird ans den Eindruck im Auslände hingewiesen. den die merkwürdige Art und Weise, wie der deutsch« Reichekanzler die durcki den Rücktritt des Reichswirlschastsnnnistors drohende R«- q i e r ii n g s k r i s e„beilegen" zu können g l a» l> i c.„. Es braucht hier nur die Frage aufgeworfen zu werden, ob es in irgendeinem anderen parlamentarisch regierten Staat überhaupt denkbar gewesen wäre, dag eine Regierung auch nur wenige Tage noch am Rudpr bleiben könnte, nachdem der ver- antwortliche Winschnst-minister es ausdrücklich abgelehnt hat, eine Politik mit seinem Namen zu decken, die»ach seinein berufenen Urteil die Wirtschaft dem sicheren Ruin(!) entgegen- führen muß, während gleichzeitig der Finanzvcrwalter der Hauptstadt und größten Kommune des Landes einen derartig erschüttern- den Bericht über den Zusammenbruch der Gemeindesinanzen vor- gelegt hat, wie es vorgestern der Berliner Stadtkämmercr getan hat?" Es ist unmöglich, den Treiber» dieses poli- tischen Feldzuges in» Unternohmerlager den guten Glauben noch zuzuge sieben. Es ist nur noch die Annahme möglich, daß es den hiersührev- den Unternehmergruppen überhaupt nicht mehr darauf ankommt, ob da? deutsch« Staotsgefüge die gegenwärtige furchtbare Gesamtkrise noch gesund überwindet! sondern nur- noch darauf, daß die wirtschaftlichen und sozialen Gesamt- Interessen vor de in kapitalmäßigen Privatinter- esse einiger weniger einfach zu kapitulieren haben, gleichviel u in welchen Preis. wie ist denn die Lage? Die Reichsregierung bat in der Frage der Arbeitszeit- Verkürzung keine Wahl mehr. Die Erschütterung des Stootsbürgerbewußtseins bei den Millionen jahrelang Erwerbslosen und den Millionen Jugendlichen, die weder mehr einen Beruf erlernen können, noch einen Berus ausüben können, wenn sie ibn erlernt haben, frißt an den Grundlagen der staatlichen Existenz schlechthin. Die Arbeitszeitverkürzung ist«ine Existenzfrage für den Staat geworden, Schulung und Beichoftigung der Jugendlichen sind ein« Existcnz'rage für die Wirtschaft geworden. Tie Unternehmer können die Notwendigkeit der Arbeitszeitverkürzung aus staats- und mirtschastspolitischen Gründen nicht bestreiten. Sie wissen, daß auch bei bester Konjunktur angesichts der jetzigen Kapazität der Betriebe die finanzielle Belastung aus der Dauer- arbeitslosigkcit so hoch bleiben würde, daß eine gesetzliche Kürzung der Arbeitszeit auch auf die Dauer zu rechtfertigen ist. Sie sind selbst die Perkünder der moralzerstörenden Wirkung der Erwerbslosigkeit gewesen, sie müßten aus eigenem Interesse für eine Ein- gliederung und Schulung der Jugendlichen kämpfen. Sie wi'sen, daß das beabsichtigte Arbeitszeitgesetz jede Rücksichtnahme auf Stoß- arbeit und Sonderaufträge durch Bewilligung von Mehrarbeit über gl) Stunden hinaus vorsieht. Sie wissen cbevlo, daß die ycreits bestehende Kurzarbeit dem Grundübel der jahrelangen Erwerbslosigkeit von Alten und Jungen bisher-weder entgegengewirkt Hot, noch in Zukunft entgegenwirken kann. Dennoch wird in einer für jedes Staatsbewußtsein j beschämend demagogischen Weise die gesetzliche Ver- ! kürzung der Arbeitszeit mit falschen Argumenten, unwahren Be- ■ hauptungen und Berunglimpfungen der verantwartlichen. nur siir die Durchführung einer unbcstrcilbaren Staatsnntwendigkeit sich ein- ' setzenden Reichsregierung bekämpft. Der gute Glaube kann Leuten nicht zugeslanben werden, j die die wahren Motive ihres politischen Handeins verbergen. Die Motive aber, von denen die agierenden Ilnternehmergruppen und ihre Beauftragten geleitet find, sind rein privotmirtschaftlicher ! und egoistischer Natur. Die sinkende Tendenz der Preise wird eine daueinde bleiben, auch wenn sich das Niveau der Preise bei besserer Konjunktur wieder hebt. Damit ist eine Kapitolabwertung selbst dort nolwendig. wo eigentliche Fehlinvestitionen nicht vorliegen. Diese unvermeidliche Kapitolabwertung will m a n n icht. v d e r in a n will sie c r st dann, 10 e n n I s i e durch neuen L o h n d r u ck bei den noch B« s ch ä f- tigten billiger geworden ist, als sie es jetzt märe. Daß das durch Jhflo'tion, Reparationen und Fehlinvestitionen k a p i t a l e n tb l u t e t e Deutschland nicht die Reserven Hot wie andere industrielle Graßstaaten, und daß nach der Zerstörung der letzten Krisenrelernen durch die Deflationsniaßnohmen der Vierten Notnerordnung die Kaufkraft des inländischen Marktes nicht 'mehr weiter oedroiselt werden darf, wird von diesen Gruppen aus priuaiwirtschaftlicher Kurzfichtigkeit in den Wind geschlagen. Der Kampf gegen Steoermald. einen Mann, der weiß Gott nicht an übermäßiger Entsch!ossenhe-t bei der Durchführung wirtschaftlicher und sozialer Slaotsnotwendigkeiten leidet, hat hier seine ent- scheidenden Gründe. Die Austräge aus der Arbeitsbeschaisung iniirßcn die die Reichs- regierung jetzt bekämpfenden Untemebmergruppe» nur zu gerne nehmen. Sie würden dabei gern jede Planwirtschaft schlucken und selbst eine unsolide Finanzbasis der Arbeitsbeschaffung würde ihnen wenig Kopfzerbrechen machen, weil jede Arbeitsbeschaffung ja doch neue Umsätze und Profite bringt. Aber auch die Arbeitsbeschäfsung ist den..klügsten" unter diesen Drahtziehern noch peinlich, weil sie das ihnen näherliegende Ziel des Lobndnicks ebenso zu geföbrden geeignet scheint, wie die gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit, Verkürzung der Arbeitszeit und die Arbeitsbeschaffung stoben ober ihre tiefste staatspolilische Bedeutung in der furchtbaren und überhaupt nicht ernst genug zu betrachtenden Zinanznot dex Kommunen und damit auch der Länder und des Rcickzes. Dieses Deutschland mit st Millionen Arbeitslosen, aber ohne Kapital- und Krisenrescrven wie ander? Länder, ist durch seine finanzielle Entwicklung anaesichts der versperrten Kapitalmärkte der Welt noch viel ernster bedroht ols durch die nerzmeüelie Stimmung der Erwerbslosen selbst. A r b e i t e b e i ch o ff u n g und A r- b e i t s z e i t n e r k ii r z u n g sollen die Kominunen entlnsten. Das soll so gescheben, daß durch die Verteilung der im ganzen Reiche heute gezahlten Lohnsummen au» mehr Hönde und Familien— womit Arbeiter und Angestellte zweifellos ein neues unerhörtes Opfer im Gesamtinteressc bringen— die Wohlsahrtslasten verringert und ohne fühlbare Belastung der Prinativirtschast die öffentlich« Finanzlage erleichtert merden syll. Niemand macht sich eine Illusion darüber, daß durch die Verkürzung der Arbeitszeit etwa mehr Industrieumsätze oder aar eine Beseitigung der Krise möglich wären. Auch darüber ist sich die Oesfenllichkeit klar, daß jede Arbeitsbeschaffung nur eine in ihrer wirtschaftlichen Wirkung absolut beschränkte Notmaßnohme zur Aufrechterhaltunz der Kon- kurrenzfähigkeit Deutschlands und des Lebens- mutes der Beschäftigungslosen ist. Die ii n t e r n e h m e r und ihre dienstwilligen Organe wissen das ebenso gut wie die Reichsregierung und die Ocfjenttichkc't. Sie erklären jeden Tog jede neue steuerliche Belastung, die aber ohne Arbeiiszeitverkürzung unvermeidlich wäre, als wirtlchaftliches Ber- brechen. Sie betämpfen die Arbeitslosen- und Wohlfahrtsuntcr- stiitzung prinzipiell mit der Untragbarkeit der dabei entspringenden finanziellen Lasten. Sie beschuldigen und denunzieren— selbst dein Ausland gegenüber— den Staat der finanziellen Verschwendung Die Unternehmer können sich also nicht daraus hinaus- reden, daß sie die finanzpolitische Bedeutung der Arbeitszeitoerkürzung nicht kennen. Dennoch ist die Unlcrnchmcrpressc voll von Verdächtigungen und Anschuldigungen, daß das an sich so bescheidene Vorgehen der Reichsregierung überhaupl nicht wirtschasls- und stoatspolitischen Rokmcndigkeiten entsprüige, sondern einseitig im klastenpolilischcn Interesse der Gewerkschastcn erfolge! Eine so ungeheuerlick,« Demagogie ist selbst in diesem Deutschland. in dem interessentenmäßiges Deniagogentum und vrivatwirtichoft- lichc Sturbeit in Staatsfragcn in Blüte stehen wie in keinem anderen Lande, unerhört. Sozialdemokratie und Gewerkschaften haben seit drei Jahren eine Politik der U n« i g e n n ü tz i g k e i t und S e l b st e n t ä ii ß c r u n g befolgt, die angesichts der zentralen meltvolitifäien Bedeutung der politische» Stabilität Im Deutsche» Reich den Respekt der ganzen Welt hervorgerufen Hot. So�ioidemokrati« und frei« Gemertchoften hätten, wenn sie ebensa stur wie das Unternehmertum Klosseninteresse vor Geiamt- inkereh'e geben lassen dürsten, der Reichsregierung schon oit ihr Mißtrauen bezeugen müssen. Die Reichsregierung handelt im gcgenwärlige» Augenblick aus einer g e s ,i m t sla a t l i ch e n Notlage heraus, die Rücksichtnahme auf Klasseninteressen rii iach verbietet. Ihr« Mahnohmen, ohnehin so zögernd getrgsfen und van sicher viel zu bescheidenem Ausmaß, find sozialer, mirtschafilicher und pnlitischer N v t b r ü cke n b a II. In einer so ernsten und schmie- rigen Situation, in der jeder Staatsbürger, gleich wo er steht, den Erfolg wenigstens dieser unzulänglichen Versuche wünschen mühte, in dieser Lage ist einflußreichen Unternehmer- und Arbeitgeber- gruppen die B c r d a ch t i g u n g nicht zu gewöhnlich und z u s ch l e ch t, die Reichsregierung unterliege mit der Arbeitszeit- Verkürzung dem gewerkschaftlichen Einfluß und gebe ihre„Trodi tionen" preis! Die organisierle Arbciterschost hat wahrlich nie einen Zweifel darüber gclasicn. daß dos Kabinett Brüning nicht ihre Begicrunz ist. Sie hak ober ebenso, um Deutschland vor politischen und w!'-!- schoslilchen Katastrophen zu bewehren, auch die schwersten Opfer nie gr scheut. Gerade seht soll die Arbeilerklajsc in ihrer GesainlHäl neue Opfer auch durch die Verkürzung der Arbeitszeit aus sich nehmen. Sozialdemokratie und Gcwcrkschaslen sind bercchligl, nicht nur die slaalsschödigendr V o l i l i k der de u Ischen Unternehmer- und Arbcit- gebcrgruppen anzuklagen, die auch so bescheidene TNoßnahmen wie die jetzt geplanten zu torpedieren suchen, sondern auch die Reichsreglc rung aufzufordern, die Rücksichl.aus diese jedes Staatsbewußtsein verleugnende Gruppen endgültig sollen zu lassen. Die Reichsregierung ist uerpflichtet. das Stvatsintcrefse ohne Rücksicht auf Interessenten zu wahren. K— r. Flucht aus dem Dollar. Die Folge der Inflakionsckpcrimente. Dos vor eivigen Tagen im amerikanilch"» Repräsentantenhaus mit großer Mebrheir angenommene Geietz über sine künstliche cherabmindernng der Kaufkrait des Dollars bat, obgleich man den Beschluß größtenteils nicht ernst nimmt, stimmungswäßig dem Kreditanfehen Amerikas im Auslande schwer geschadet. Es ist eine neu« Flucht aus dem Dollar eingetreten, deren deutlich sichtbarer Niederschlag in der in den letzten Tagen beobachteten internationalen Schwäche des Dollars zu erblicken ist. Als weiiere Folg« hat nun auch ein internationaler A n st u r m aus Amerikas Goldreserven eingesetzt. In den ersten tiivi Tagen des laufenden Monats mußten die Bereinigten Staaten eine Goldmenge von nicht weniger als 22,48 Millionen Dollar an das?lusland abgeben. Der ungünstige Eindruck, den die Annahme der Goldsboroiigh- Bill allgemein hervorgerufen hat, wirkt sich auch in einer b e- schleunigten Abwanderung ausländischer Gelder aus. Bedenklich erscheint besonders die Totso仫, daß die dem ?lkzeptmorkte entzogenen?luslavdsgelder neuerdings nicht mehr. wie es bisber der.Fall wir, den Bundesreservebankei' als De- positen Überlatten merden. Die Depositen ausländischer sanken bei den Fedcral Reservebankcn haben vielmehr weiter abgenommen. Sinkende Warenhausumsätze. Die Mitteilung der.Leitschrist für Waren, und Kaufhäuser" üby die Gestaltung der W a r e n h a u s u m i a tz e zeich mit aller Deutiichkest, wie sehr der durch?iatv?rordnung verfügte Abbau der Massenkgu straft die Wirtschaft schädigt. Im Mä.rz.1SS2 lagen die Warenhausumsätze um mehr al? 1Z Prvz. unter denen des iSorjahres, obwohl in diesem Jahre das ganze Ostergefchäft in den März fiel. Das Ansteigen der Unjiotzc. dos sonst regelmäßig vom Februar zum Marz festzustellen mar, mar viel schmochcr als fpflher, da die Entlastung am Arbeitsmarkt nur gering war. Im ersten Bierteljahr 1!)?,? waren die Warenhaus- Umsätze wertmäßig um)'.) Proz. geringer als zur gleichen Zeit de? Vorjahres und um 27.ö Proz. niedriger als HAJO. Der mengenmäßige Rückgang war natürlich wegen der inzwischen cinqc- treten?» Preissenkung nicht annähernd so stark. VorVaris mit der Arbeiisbeschaffung. D?r Zlprilbericht der Eisen- und S t a h l w o r e n- i n d u st r i e kann mit Ausnahme der Baubcschlagbranche auch jetzt noch keine Befseuing der verzweifelten Lage dieser wichtigen Industrie melden. Der Bericht ist aber bemerkenswert durch folgende S ch l u ß s e st st e l l u n g e nV „Das traurige Bild, dos die Eisen- und Stahlwaremndustrie in allen Teilen des Deutschen Reiches gegenwärtig bietet, wird »och trostloser, wenn man daran denkt, daß Bedarf für diese Waren überreichlich v o r h o>» d e n ist. Wenn er nicht berauskommt. so liegt es daran, daß sowohl der einzelne seinem Pertrauen in die Wirtschast keinen Ausdruck gibt, wie infolge- dessen auch die Wirlschostsgruppen es nicht tun. Es mutz immer wieder betont werden, daß die Läger des Handels>-ollkoinmen geräumt sind, daß er al'tr trotzdem keine Austräge gibt, weil jeder Wagemut verschwunden ist. Hier lau» nur die Beruhigung unserer.gesamten Verhältnisse helfen, die.dazu führen muß, daß die heute voller Angst gehamsterten Barvorräte der wirtschaftlichen Ausgabe zugeführt wa den, der zu dienen sie bestimmt sind." Die Notwendigkeit der Zlrbeitsbeschasfung und der Zeichnung entsprechender Anleihen scheint hier nachdrücklich unterstrichen. Der GrohhanMoindex ist im Monatsdurchschnitt 2l p r> l gegen. über Marz weiter um j.4 auf S8,4 Proz. gesunken. In der Woche zum 4. Mai ergab sich«in Ruckgang gegenüber der Bormoche um 0,3 auf 97,7 Proz. In beiden Fällen sind alle Warengruppen an der Preissenkung beteiligt. pERfiSW�TEPPicHE, gesen. reine Won» m.Hsed-f,-anse,<;eir«ueCo«-en von Oorser-TeoDiclien ca.,- 200 ■Wo 3950 230 J •TToi fDekoroHpnssteffe Ailraum-öcrdme S Wellenr(pee.nf:-b e.w.ÄOC«toesrh 2-üa«l1acerb».l CC 1;�?,eÄ*Z35 fia-«ileS-44 Diwcndecken spcnaauersr�l ISchwerösCs�övs_ | Xunstecid tffeupn. InKidK�.<0150*�00 i tQgajy* nur wfmmffei Boucle'-Uäufepstoffe m. SMa? gSs» sSsföS fä 1 PE RÜ stan- TE p P! CH e _ I«»» n qes qesch reine VVolle m HandTronse- ■ Kchen m Sheppdeckenj btsord�-'» nyrr. f se-alhmastRCicis. 1 prtetin«o-SOIOC/ qes qesch. qetreue Cop'en vqn Pe-ss'-Teppicr-en »M 179.- N. MMM S ,.\m\% ÄAm H ■Hkw fis< V MX ÄS- M rfcHff iV'"�n�i ii%.i\" rföKi"" 1....... v�i?� �'•±� r- �nftuivwJ VV:>Ä Für einen einzigen Waschtag in Berlin ersetzt Henko-Bleich-Soda diese riesige Menge Regentonnen, die sonst das weiche Regenwasser für die Wäsche sammeln müßten! 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D7, Hermsdorf 2318 Einladuug zur ordentlichen Zlusschutzsitzuag der Bc- triebslrouteakaffe der Stoot Berlin av, Donnerstag, dem IS. Mai 1934, nm 12 ü Uhr. im Nathguse zu Berlin. Konigstraße, 1a/l8, Eingang Iiid-nstroße. Zimmer 109. Tagesordnung: 1. Zotigfeitsbericht, 2. Abnahme der Bohre-rechnung 1SZ1. 9. Verschiedenes. Anfragen oder Beschwerden, zu deren Erledigung Akteneinficht oder ander. weite FeststeLungen erforderlich sind. müssen mindestens drei Tage vorher beim Vorsitzenden des Vorstandes ctn. gereicht werden. Vor der Sitzung findet um 10 Übe in demselben Zimmer des ssiatssausez die übliche LorbespecchuNg unter den Aus. rchutzmilglikdcrn stau. Pünktliches Erscheinen ist dringend notwendig, da die Benutzungszeit' des Zimmers beschriinft ist. Verl,», den 4. Mai 1932. Der Dorsitzimde des Vorstandes der Betriebakronkenkaffe der Stadt Verlin. Nr. 214* 49. Jahrgang I. Beisage des Vorwärts Sonntag, 8� Mai 193'/ Sin Tulkan lölel SO 000 3)er Untergang von Saint Pierre am 8, Ulai 1902 Am 9. Mai 1902 lief durch alle Zeitungen der Welt das Tele- gramm: Mew 2)ork. Der Dampfer„Roddam" kehrte heute nach- mittag mit der Meldung zurück, daß die Stadt Saint Pierre auf der Insel Martinique durch einen Ausbruch des Moni Pel�e vollkommen zerstört und der größte Teil seiner Bewohner vms Leben gekommen sei." Als diese Depesche, versteckt zwischen Meldungen von den Gefechten des Burenkrieges und vom Ausgang der französischen Kammerwahlen erschien, ahnte niemand das Eigen- tümliche dieser fürchterlichen Katastrophe, die durch die Schnelligkeit, mit der stch die Vernichtung abgespielt hatte, an Schrecken selbst den Ausbruch des Krakatau und den Untergang der antiken Städte Pompeji und j�erculaneum übertraf. St. Pierre, Geburtsstadt der französischen Kaiserin Joscphine und Hauptstadt der westindischen Insel Martinique, zählte um die Jahrhundertwende etwa 30 000 Einwohner. Sie galt als wohlhabende, als regsame und aufblühende Stadt, deren Hafen von vielen West- indienfahrern angelaufen wurde. Martinique selber ist eine der fruchtbarsten und schönsten Inseln der Kleinen Antillen. Bis zu den Wipfeln seiner Berge bewaldet oder mit reichen Plantagen von Zuckerrohr, Bananen, Kokospalmen, Vanille und Kaffee bedeckt, gleicht sie einem irdischen Paradies. Im Norden der Insel, wenige Kllometer von St. Pierre entfernt, liegt der M o n t P e 1 e e, der von den Eingeborenen Pai-Lai, der„Berg des Unheils", genannt wird, denn sie glauben, daß ihn böse Geister beherrschen. Da er ober seit seinem letzten Ausbruch im Jahre 18S1 keine Spuren vulkanischer Tätigkeit mehr gezeigt hatte, hielt ihn die Wissenschaft für erloschen. Gestützt auf dieses Urteil, hatte man in den legten Iahren eine breite Kunststraße um den Berg gelegt, und Bananen- Haine, Kokoswälder und Zuckerrohrpflanzungen bedeckten seine Ab- hänge. In dem riesigen Krater hatte sich allmählich ein See gebildet, dessen Wasser man als heilkräftig rühmte, und der für die Bewohner von St. Pierre ein beliebtes Ausflugsziel wurde. So kam der April 1902 heran, als plötzlich der Berg wieder zum Leben erwachte. In seinem Innern rumorte es. Dampf und Nauch drang aus dem Krater. Am 3. Mai, um Mitternacht, wurde die Stadt durch laute Donnerschläge aus dem Schlaf gerissen. Angst- voll strömten die Menschen auf die Straßen. Sie sahen turmhohe Rauchwolken und Flammensäulen aus dem Krater aufsteigen, während ein feiner Aschenregen langsam auf die Stadt niedersiel. Die Bevölkerung geriet in Unruhe. Einige Familien verließen die Stadt, aus den umliegenden Orten strömte eine Menge Schutz- suchender in ihre Mauern. In der Frühe des S. M a i verstärkte sich das Donnern des arbeitenden Berges. Aus dem Kratersee brachen kochende Schlammassen; ein siedendes, dampfendes Schlammeer wälzte sich den Berg hinunter und ihm folgte, 7 Meter hoch und fast einen Kilometer breit, ein Strom stüssiger Lava, der in den Rinnen eines ausgetrockneten Sturzbaches mit der Ge- schwindigkeit eines Expreßzuges von der 1400 Meter hohen Berg- spitze ins Meer schoß. Eine ihm im Wege liegende große Zucker- fabrik mit Schornsteinen. Hallen und Lagerschuppen wurde wie vom Erdboden wegrasiert. Bon ihren 200 Arbeitern konnte sich nicht ein einziger retten. Ja, so gewaltig war Ilke Wucht kies' glühen- den Stroms, daß bei seinem Einbruch in- Meer die Fluten 100 Meter zurückwichen, um dann in einer riesigen Springwelle an die Küste zu schlagen. Zugleich stiegen riesige Dampfsäulen auf. Während der ganzen Zeit aber war die Luft von einem Getöse, von Blitzen und Donnerschlägen erfüllt, die den ganzen Tag über an- hielten. Noch in der Nacht sahen die Einwohner von St. Pierre den Gipfel des Mont Pelee in ein Flammenmeer gehüllt. Auch konnten sie deutlich schwächere Erdstöße wahrnehmen. Das Donnern aber hörte man sogar noch auf der 500 Kilometer ent- fernten Insel St. Thomas. Hätte man nun die Stadt räumen lassen, so wäre das Leben Tausender- erhalten geblieben. So aber waren die Bewohner von St. Pierre, wie alle Menschen in vulkanischen Gegenden, an leichte Eruptionen gewöhnt, von einer erstaunlichen Sorglosigkeit erfüllt. Zudem bestritt eine vom Gouverneur eingesetzte wissenschaftliche Kommission noch am Vortage der Katastrophe jede Gefahr, und ein Professor des Lyzeums erklärte: Der Moni Pelee bedeute für St. Pierre die gleiche Gefahr, wie der Vesuv für die Stadt Neapel! Um die Täuschung vollkommen zu machen, begann die Tätigkeit des Kraters nachzulassen. So brach der 8. Mai an, der Himmel- fahrtstag des Jahres 1902. Die Straßen füllten sich mit Menschen. Im Hafen erschien der Regierungsdampfer„Grappler", um das zerstörte Kabel Martinique-Santa Lucia zu reparieren. Die Erdstöße waren fast verschwunden. Es schien, als sei der Mont Pelee zur Ruhe gekommen. Aber wenige Minuten vor 8 Uhr geschah unter ohrenbetäuben- dem Krachen, anzuhören, als berste die Erde, jener furchtbare Aus- bruch, der das Ende von St. Pierre bedeutete. Im nu war der Himmel von einer ungeheuren Rauchwolke verfinstert, die sich fächer- förmig ausbreitete, während gleichzeitig ein Regen flüssiger Lava die Stadt überschüttete. Mit einer unbeschreiblichen Schnelligkett vollzog sich die Katastrophe. Ein Glulhauch, eine Welle siedend- heißer Gase ging über St. Pierre hinweg, und wie in einer unge- Heuren Stichflamme erstickte und verbrannte alles Lebende, ver- brannten 30 000 Menschen Nur zwei von ihnen überlebten die Katastrophe. Sie verdankten ihre Rettung lediglich dem Umstand, daß sie sich zufällig in verschlossenen Kellergewölbe» befanden. Sie erzählten, die Luft um sie sei plötzlich kochend heiß geworden, und hätte sie durch die Kleider hindurch am ganzen Körper verbrüht. Minutenlang habe man auf der Straße das Todesgeschrei der ver- brennenden Menschen gehört, dann sei es verstummt und die Häuser hätten sich von der Glut entzündet. Mit der letzten Kraft seien sie aus der brennenden Stadt geflohen, halberstickt von dem Asche- regen, der unaufhörlich vom Himmel niederfiel, und stolpernd über die am Boden liegenden Leichen. Dem französischen Astronom A r n a u x, der vom Mont Parnasse den Krater beobachtete, verdanken wir einen Bericht über den Ausbruch des Mont Pelee. Er schrieb in einem Briefe nach Paris:„Am Morgen fand ich den Krater verhältnismäßig ruhig, von dem starken Ostwind wurden die aussteigenden Dämpfe zu- sammengepreßt. Wenige Minuten vor 8 Uhr ober stieg eine kleine Rauchwolke über dem Krater auf. der im selben Augenblick eine Riesenwolkc folgte, die sich mit kaum vorstellbarer Schnelle über die ganze Gegend verbreitete. Sie schoß mit Windeseile vorwärts, van einem ohrenbetäubenden Krachen und Donnern begleitet, und bald war ganz St. Pierre von dieser violett leuchtenden, von zahlreichen Blitzen durchzuckten Wolke bedeckt." Kurz daraus mußte Arnaux seinen Beobachtungsplatz aufgeben, denn ein heftiger Wind erhob sich, die Sonne verfinsterte, es regnete Steine, Schlamm und Asche, und über dem Gipfel des Mont Pelee erschien eine 500 Meter hohe F e u e r s ä u l e, die sich langsam nach Westen zu bewegte. Furchtbar waren die Verheerungen, welche die mit orkanartiger Geschwindigkeit dahinrasende Gaswolke im Hafen anrichtete. Dort lagen neben den Küstenfahrern vier amerikanische Schnellsegler und eine Anzahl Ozeandampfer. Der Erste Offizier der„Romaira", der mit vierzehn Matrosen dem Unglück entrann, berichtete:„Im Augenblick schlug eine mächtige Sturmflut über dem Schisse zu- sammen und riß Boote, Takelage und Schornsteine über Bord. Steine und Schlamm fielen vom Himmel und alles war in finstere lliacht gehüllt. Als wir endlich etwas sehen konnten, waren die Stadt, der Hafen und die Schiffe um uns in ein einziges Flammen- meer gehüllt, und die See bildete einen großen Siedekessel. Während wir mit Volldampf aufs Meer hinaussteuerten, muhten wir mit Entsetzen beobachten, wie sich am Strande Hunderte von schreienden, vor Angst kopflosen Menschen in das kochende Wasser stürzten."— Außer der„Romaira" entkam noch der englische Dampfer „Roddam": die anderen Schisse, ztpeiundzwanzig Segler und Dampfer, wurden ein Opfer der Flammen. Tagelang standen die Flammen über St. Pierre, das mit den 30 000 Leichen seiner Bewohner einem großen, brennenden Sarge glich. Wenige Stunden nach dem Ausbruch des Mont Pelee wurde der französische Kreuzer„Suchet", der in den westindischen Ge- wässern stationiert war. nach der Stadt entsandt. Aber er konnte sich der Küste nicht nähern, denn der Strand bildete eine einzige Flammenmauer. Dazu war der Aschenregen noch so stark, daß die Besatzung halb erstickte. Unter Lebensgefahr retteten die Mann- schaften von den brennenden Schissen dreißig Verletzte, von denen viele u itterwegs starben. Gegen 10 Uhr abends lief der Postdampser „Esk" ein. Auch er mußte sieben Kilometer von der Küste entfernt vor Anker gehen Er feuerte Raketen ab und ließ seine Schein- werfer spielen, er gab Dampfsignale, aber er erhiell keine Ant- wort.— St. Pierre war nicht mehr! Am nächsten Morgen sah man, daß dos Land im weiten Umkreise einer verlassenen Wüste glich, bedeckt mit Asche und Gestein-trümmern. Die Flammen sraßen an den Kirchen, Häusern und Magazinen der Stadt, und der Vulkan spie noch immer Feuer und Asche aus seinem Innern. Die Nachricht von der Katastrophe verbrettete sich mit Blitzes- schnelle in der ganzen Welt, überoll Schrecken und Bestürzung er- weckend. Sofort wurden Hilfsmaßnahmen in die Wege ge- leitet, denn die ganze Insel war von Schlamm und Asche wie mit einer grauen Decke überzogen; ihre blühenden Pflanzungen hatte die Gewalt des Feuers und seine sengenden Gase vernichtet. Nach Forte de France kamen Scharen hungriger Menschen. Es fehlte an Obdach. Lebensmitteln und Sanitätsmaterial. Eine Hungersnot drohte in Martinique auszubrechen. Hilfe kam von vielen Seiten. Aus allen Ländern liefen Geldspenden ein. Die Stadt Berlin ollein bewilligte 50 000 Mark aus ihrem Fonds „für unvorhergesehene Zwecke". Von amerikanischen Häfen gingen Schiffe mit Lebensmitteln und Medikamenten in See. Kriegsschssss begleiteten sie. lim das Unglück voll zu machen, begannen die zahl- reichen kleinen Vulkane in Martinique und den benachbarten Inseln ihre Tätigkeit. Sie forderten noch zahlreiche Opfer. Das Ausmaß der Katastrophe vom 8. Mai jedoch erreichten sie nicht— dieses Unglück steht bis heute vereinzelt in den Geschichtsbüchern der Menschheit Ssslibaii. �ippmädel im&rüMmg... (Jn Itien: Es ist eine Sdireibmasdüne, die midi gefangen hält; idi diene und verdiene. Geld. Geld. ..Beehre mich, mitzuteilen" zum hunderttausendstenmal— die Buchstaben fallen und eilen. Qual. Qual, ___ Es ist eine Sdtreibmatddne,;*"■..r.. die mich gefangen hält, die Maschine, an der idi verdiene. Geld. Geld. Draußen roird es dunkel. Nacht. Die Kollegen grüßen flüdilig: es wird Schluß gemacht. Auf der Gasse. Wieder. Ich bin nicht einmal so müd. Warum nur hämmert der Kopf so viel das dumme Lied? Just heut' vor dreißig Jahren roard ich geboren. Wo hab' ich meine Sehnsucht hin? Verloren. £Jii täerlin: Finger, nieder auf die Tasten! Wie Gehagel muß es prasseln! Aufgepaßt, ja nichts vermasseln, sonst spuckt der Bürochef Schienen! Wie die flinken Hebel klirren! Frühling darf sie nicht verwirren! Frühling? Is nichl Für uns arme Arbeitsbienen an Millionen Schreibmaschinen gibt's nur Fasten! Ach, die weißen Blütenfetzen! Froh schmückt sich die grauste Borke! Herz, sag selber, ist's nicht knorke, wie die Welt weiß zu ergrünen? Park und Gärten: täglich bunter! Ueberall des Blühens Wunder! Blühen? 1s nicht Für uns arme Arbeitsbienen an Millionen Schreibmaschinen gibt's nur Hetzen! Wieder eine Seite fertig! Hat der Tag denn nie ein Ende? Rascher noch, geplagte Hände! Fred Herfeld. Geht's den Tasten! Zeigt es ihnen! Losgetippt, ja keine Pause! Neuer Brief, jetzt Kohn& Krause! A u sruh' n: Is nichl Ach, wir armen Arbeitsbienen schuften an den Schreibmaschinen, stets der Kündigung gewärtig. Soll das ewig sein und bleiben? Ewig dieses Lebens Strafe? Ewig als gestoßner Sklave fäslen, fronen, darben, dienen? Nein! Es wird einmal ein Tag sein, einig wird dann unsrer Herzen Schlag sein! Einig! Hört ihr's?! Ji'ir Millionen Arbeitsbienen werden aufstehn von den Zwangsina seh inen und in unsern Frühling schreiten! Auf den Tag und auf die Stunde! Isis' in Blust dich auf, Erdwelt, du bunte! Doch bis dahin: dienen! dienen! Schreit und schreibt, ihr Schreibmaschinen! _ Oskar Wöhrle. .?raii SEeil ißeinahe ein Itlürchen/ Ton Muri Schmellsier Eingeengt zwischen den riesigen Häusern der Hauptstraße steht ein kleines Haus wie vergessen in der großen Stadt. Ganz un- gehörig sieht es hier aus mit dem braunen, niedrigen Ziegeldach und der Steintreppe, die zu seinem Eingang führt. Die Menschen wegen daran vorüber, aus dem Fahrdamm sausen Autos und Wagen, auf ihren Schienen klingelt die Straßen-' bahn— hin und her, hin und her. An einem Fenster des kleinen Hauses sitzt«ine alte, dicke Frau. .Alle Tage sitzt sie da; die Menschen, die oft vorbeikommen, kennen sie längst, und es ist schon soweit gekomnien, daß sie sich in ihrem Tagewerk nach ihr richten. Die Kinder, die morgens auf dem Schulweg vorübergehen, sagen:„Ach. die dicke Frau trinkt noch Kaffee, da ist's noch nicht acht Uhr— wir kommen zurecht!" Wenn sie aus der Schule zurückkehren, sehen sie sie Mittagsbrot essen— denn sie tut das alles am Fenster, und alles genau auf den Glocken- schlag. Sogar tzer Zeitungsjunge, der die Abendblätter austrägt, sieht nach ihr, und wenn sie gerade beim Abendessen ist, kriegt auch der Herr Direktor gegenüber seine Zeitung pünktlich, und wird nicht schimpfen, weil er zu spät ins Theater kommt. So ist das schon viele Jahr« gegangen und nun richtet sogar der Türmer der Nikolaikirche, der oben aus dem Schalloch gerade auf das Häuschen und die dicke Frau sehen kann, seine Turmuhr nach ihr, und nach der. Turmuhr wieder stellen die Leute ihre Taschenuhren.* Es gibt Menschen, die haben den Beruf, immer das Neueste ausfindig zu machen, um es in die Zettung zu schreiben. Die Leute, die die Zeitung lesen, warten darauf, weil sie glauben, das Neueste sei immer das Schönste und Beste. ?srtk:gkii088kll ÄmÄ gute Küche(5 Mahlzeiten), Garten mit Liegewiese direkt am Hause, nahe Wald und Bahnstation. Schwimmbad >orhanden. Pension 3,50 täglich, keine Nebenkosten Albert Karget, Luft- karon Harrichaasen(Harz). Erfinder— VorwärtsHtrebende Holls Geld-Selohnun� Nähere, kosienlos durch F. ErdmSDD ti Co., Berlin SW lU ührn,«ht solch«? tftetrfgfeltenfamntftr erfuhr«ine» Te$tf, lxch der Turmer oer Nikolaikirä)«, der die genaueste Zeit hat. sich nach der alten, dicken Frau in dem kleinen chäuzchen richtet, und wurde schrecklich neugierig, diese Frau kennenzulernen, um etwas über sie in feine Zeitung zu schreiben. Er besucht« sie also.' Ein'junges/ slinkes Mädchen öffnete ihm die' Tür- und ließ ihn eintreten. ..Vuten Tag", sagt« der Zeitungsmann.„Ich möchte gern die alte Dame am Fenster besuchen." Das junge Mädchen war sehr erstaunt.„Was? Sie wollen die Frau Zeit besuchen?" sagte sie. „Ist dena das so sonderbar?" fragt« der Mann, lind im stillen dachte er sich: So so,„Zeit" heißt die Dame also— da ist es ja kein Wunder, daß der Türmer sich nach ihr richten kann. „Solange ich hier in Diensten bin", sagte das junge Mädchen, „sind Sie der erst« Besuch, de» ich anzumelden habe. Und ich bin schon eine ganz hübsche. Weile hier." Der Zeitungsmann wurde also eingelassen, betrat ein nettes, altmodisches Zimmer, und sah nun die alte Dame am Fenster vor sich. „Guten Tag. Frau Zeit", sagte er.„ich möchte Sie gern«in- mal besuchen. Sie fangen ja an, ein« Berühmtheit in unserer Stadt zu werden." „cha?" fragte die alt« Frau..Ach höre ein bißchen schwer, Sie müssen lauter reden!" „Guten Tag!"' brüllte der Zeitungsmann.„Ich schreibe für die Zeitung." Die alte Frau nickte.„Das ist ja ganz schön", sagte sie..Ich lese ober keine Zeitung, ich bin blind." „Das schadet nichts", brüllte der Zeitungsmann.„Ich möchte Sie nur einiges fragen!" „Fragen Sie nur", nickte Frau Zeit.„Aber ich weiß nicht viel." „Wie alt sind Sie denn?" rief der Zeitungsmann. „Sehr alt, sehr alt", sagte Frau Zeit. „W i e alt?" brüllte der Mann. Aber Frau Zeit nickte nur wieder:„Sehr alt, sehr alt." „Was machen Sie Venn den ganzen Tag?" fragt« der Zdtungs- mann weiter. „Machen?" sagte Frau Zeit.„Nichts! Der Zeitungsmann schwitzte bereits. „Woher haben Sie denn immer so Türmer sich nach Ihnen richten kann?" „Zeit?" antwortete Frau Zeit.„Ja, so heiße ich. kenne ich nicht." Der Zeitungsmann plagte sich noch lange mit der alten Frau, aber er konnte nichts mit ihr anfangen. Sie saß breit und be- haglich in ihr«n Lehnstuhl, nickte, drehte die Daumen umeinander und hatte von den einfachsten Dingen, die der Mann sagte, keinen Begriff. Als er sich verabschiedet hatte, fragte er das junge Mädchen, das ihn hinausließ, wie es denn käme, daß alle Menschen die Uhr nach der Frau Zeit stellen könnten. Das junge Mädchen lachte..Davon weiß ich ja noch gar nichts", sagte es.„Ich pflege die arme, alte Dame pünktlich, wie fich's gehört, und richte mich dabei nach der großen Turmuhr da draußen" „Faule Sache", brummte der Zeitungsmann vor sich hin.„Das kann ich unmöglich in die Zeiwng bringen. Der Redakteur lacht Ich sitze am Fenster." genaue Z«it, daß der Türmer mich ja aus, wenn ich damit ankomme. Die Zeit ist doch ein fixer Bengel, der uns immer davonläuft— das weiß doch heut« jedes Kind...."'',- Die alte, taube und blinde Frau sitzt aber immer noch tagaus, tagein an ihrem Fenster; man kann sie von der Straß« aus sehen, wo die Menschen an ihr vorüberhasten— hin irnv her, hin und her. Geheimnis der gelben Vluppe Sireifsug'durchs Auswärtige Amt Im Erster-Klasse-Abteil des FD-Zugs Paris-Berlin sitzt ein- sam ein ernster Herr. Sein Arm umschließt eine dicke, gelbe Akten- mappe; ihr gilt seine ganze Aufmerksamkeit. Er schläft nicht während der langen Fahrt, und wenn er für eine Biertelstunde in den Speisewagen geht, behält er die Mappe unter dem Arm. Ist es der Generaldirektor eines Weltkonzerns, der seine wert- vollsten Papier« mit sich führt, oder der Bote einer Großbank, beladen mit Bündeln und Devisen? Keines von beiden in Berlin, am Bahnhof Friedrichstraß« steigt er zwei Stockwerke tiefer— und fährt mit der Untergrundbahn für 25 Pfennig zur Wilhelmstraße. Der Widerspruch zwischen I. Klasse Luxuszug und Volks- Verkehrsmittel ist nur scheinbar. Denn die Kuriere des Aus- wärtigen Amts— zu ihnen zählt der ernste Herr— haben zwar freie Fahrt auf der Reichsbahn, nicht aber in den Autotaxcn Bcr- lins. Die Reichsbehörden müssen sparen, vom Minister bis hin- unter zum Bürodiener soll jede unnütze Ausgabe vermieden werden..... In der„Kurier-Abteilung". Der Herr mit der gelben Aktenmappe betritt das Portal des Auswärtigen Amts. Sein Weg führt durch das vordere Gebäude hindurch' in einen Seitenflügel:„K u r i« r- A b t e i l u n g", be- sagt ein Schild. Ein Raum,, der wie ein Paketpostamt aussieht: kleine und große Kisten. Dutzende von Paketen in Packpapier füllen Ecken und Regale. In einem besonderen Büro wird die Mappe von zwei Beamten in Empfang genommen unv mit einem kom- plizierten kleinen Schlüssel geöffnet. Versiegelte Aktenbündel kommen zum Vorschein, jedes mit einer Adresse versehen:„Ab- teilung III"—„An den Herrn Reichsminister des Auswärtigen" —„Abteilung V". Das Chiffrier-Büro. Einige der Dokumente werden sofort den Empfängern zugestellt. Andere kommen zuerst in den vierten Stock hinauf— ins Eh if frier,- Büro. Denn sie sind nicht in gewöhnlicher Sprache und Schrift abgefaßt, sondern in einer geheimen Chiffre, veren Schlüssel nur ein ganz kleiner Kreis von direkt Beteiligten besitzt. Im Chiffrier-Büro stehen die modernsten Chiffrier-Maschinen, die automatisch die gewöhnliche Schrift in Chiffre-Schrift verwan- dein, wenn man sie wie Schreibmaschinen bedient und unter Mil- lionen von Chriffre-Schlüsseln einen bestimmten einstellt, der mit dem Empfänger vereinbart wurde. Eb«nfo geht das Dechiffrieren vor sich: auf der Maschine wird das chiffrierte Dokument abgetippt, und.auf der Schreibwalze erscheint der Text des Dokuments in normaler Schrift. Sind alle dies« Borfichtsmaßregeln nötig? Sicherlich! Denn die diplomatischen Dokumente-Anweisungen an die deutschen Bot- schaster im Auskand, Mitteilungen der Botschafter übe? pokl tische Dinge in fremden Ländern an den Außenminister, Texte diplo- . matischer Roten. Stimmungsberichte, geheim zu haltevde Reuig- keitcn— find eben für Außenstehende nicht bestimmt!" Natürlich müssen wir dafür Vorsorge tragen", wird uns gesagt,„daß keines dieser Dokumente in'jalsche Hände gelangt!" Während des Krieges ist ein derartiges Unheil einmal gc- schehen, zur Warnung für olle Zukunft: eine Depesche an den deutschen Gesandten in Mexiko fiel in die Hände der feindlichen amerikanischen Regierung und konnte— da man noch nicht mit Chifsrier-Maschinen, sondern mit primitiveren Schlüsseln arbeitete— entziffert werden. Es ergaben sich die schlimmsten diplomatischen Folgen. Me paar Tage fahren Kuriere nach Paris, London. Rom. Warschau, alle paar Wochen nach Washington, in die übrigen Hauptstädte gelegentlich je nach Bedarf. Abfahrt unv Ankunftszeit werden streng geheimgehalten, die Ehiffre-Schlüssel ständig gc-> wechselt. Besonders eilige Dokumente werden auch hier und da mit einem„fliegenden Kurier" per Flugzeug befördert. Wenn der Völkerbund in Genf tagt, reist jeden Morgen ein Kurier ob, um spät nachts bei ver deutschen Delegation seine Papier« ab- zuliefern. Im allgemeinen sind die Empfänger im Ausland die Botschafter, Gesandten und Generalkonsuln. Die Herren mit den gelben Aktenmappen sind' natürlich für olle immerhin möglichen Fälle gewappnet. Es sind hauptsächlich frühere Offiziere, und man geht nicht fehl in der Annahme, daß sie in Erwartung evtl. Ueberfälle den Revolver schußbereit in der Tasche trogen. Bisher ist es allerdings noch nicht vorgekommen. baß ein deutscher Kurier überfallen, betäubt und seiner Mappe be- raubt wurde. Die Kuriere werden genauestens kontrolliert. Ist der Inhalt der Mappe an den Adressaten gelangt, so bestätigt dieser auf schrift- lichem Wege die Anzahl der erhaltenen Briefstücke. Da die Päckchen versiegelt sind, hat ver Kurier selbst keine Ahnung, welche Geheimnisse der Weltpolitit er mit sich herumträgt. Zwischen„Wein"» und„B i« r"- A b t e i l u n g. Erstaunt horcht der Uneingeweihte im Auswärtigen Amt auf. wenn von der—„W e i n- A b t e i l u n g" gesprochen wird. „Wein-Abteilung", wird man aufgeklärt, ist der Spitzname für den mittleren Teil des ersten Stocks— den Trakt, dessen Haupt- räum das Arbeitszimmer des Ministers bilvet. Die Bezeichnung rührt daher, daß dieser Gebäudeteil als einziger mit dicken, roten Läufern, befrackten Amtsdicnern in seidenen Kniehosen, schönen Tapeten und anständigen Möbeln ausgestattet ist— als Repräsentationszentrale des Deutschen Reichs, der häufige Besuch« aus- wärtiger diplomatischer Vertreter gelten. Ansonsten besteht das A.A., wie die übliche Abkürzung«s nennt, aus der„B i e r- A b t e i l u n g",— das heißt aus Räumen, denen man das oberste Gebot des Reichshaushalls, Sparsamkeit, recht wohl anmerkt. Mancher junge Attachö hat hier— das g«- Hört mit zu seiner Ausbildung— Vorzimmerdienst bei einem in keineswegs luxuriösen Räumen untergebrachten Ministerialdirektor machen müssen. Wie man uns erzählt, befand sich unter diesen jungen Herren«in« Zeitlang auch der Sohn Gerhart Haupt- manns, der ebenfalls von der Pike auf lernen mußt«, wie jeder, der es später einmal zum diplomatischen Bertretcr des Reiches bringen will. ICfon Larson. WmewmisMpf- Ilcft bleibt trotz des gewaltigen Kundenandranges die Auswahl an unseren Lägern. Täglich strömen neue Legionen herrlicher Kleidung' hinzu. Der stete Wechsel bürgt für modernste Bestände. Die Niedrigkeit der GADIELschen Preise für Waren, deren Qualität so hoch steht, erscheint allen Besuchern unbe$reifficik. Hochmodern sind in diesem Jahre für alle Damen elegante Sportkleider: aus gemustertem Strelfan- A f r■ g o I a, Kraficngarnitur, breite Hüftpasse, modischer Faltenrock, in äuBerst aparter Verarbeitung, in allen GrOBen """• isse, modlschi n aus gemustertem Flamanga mit hellem k jour- Klappen- Revers, feinen Biesen und zahlreich. 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Deutschland lag auch am Sonnabend im Bereich des umfang- reichen mitteleuropäischen Tiesdruckgebietes, das seine Lage in den letzten 24 Stunden nur wenig verändert hat. Da aber der Schwer- Punkt des Tiefs südlich und östlich von uns blieb, kam nur der äußerste Süden und Osten des Reiches unter den Einfluß wärmerer -südlicher Luftmassen, tzier stiegen noch die Temperaturen auf 17 bis 2V Grad im Schatten. Im übrigen Deutschland wurden nur 10 bis 11 Grad erreicht. Die wärmeren Luftinassen glitten namentlich in Westdeutschland auf die dort lagernde Kaltluft"auf, so daß es dort teilweise zu erheblichen Regenfällen kam. Aus Süddeutschland wurde die Warmluft im Lause des Sonnabendabend unter Gewittern ver- drängt. Ein neuer Tiefdruckkern liegt jetzt über dem Alpenvorland. Er wandert nach Nordosten und wird so auch am Sonntag unser Wetter ungünstig beeinflussen. Da aber von Südwesten her stärkerer Druckanstieg vordringt, ist für später mit etwas Besserung zu rechnen. » Detierausfichlen für Berlin: Meist trübe und regnerisch, zieinlich kühl, gegen Abend etwas Bewölkungsabnayme.— Aür Deutschland: Im Nordwesten veränderlich, im Südosten vorwiegend trübe mit Regenfällen, nirgends wesentliche Temperaturänderung. IMldltWlSjWW-WW Stsnaiag, öca 10. Mal. abends 7 Ahr. im parlerresaal de» verbandshanses. «lfäfier Slratze 86 88, Eingang b Branöiea-Versammlunfi der Hau' u. GeldsdiraDKMMosKr Tagesordnung I. BgrüKt von den ZZ-rhandlwigcn. 2. Mrlutsion. 3. Brauch enange! egenheitsr und Dir schied enes Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Der oichtigen Tagisordoung wegen ig vollzählige» Erscheinen notwendig. »düaBd. Aufjenmonleure! Sonnabend, den Ii. Mal sDfings: Eonnadend», obdo. S Ahr. im SSngee faal des Verllaer handmerker. verelashanses, Sophieastratze 17 18 VersammlunS eller Im Oentscfaen Metallarbeiter- Verband and Im Verband der K upfendunlcde organliierten Aahen- monteare (aaMdxllehUdt Helzungimonteure) Tagesordnung! I. Bericht über die durch Schiedsspruch neu geregelten BuslösungSsä�c. 2. Monteur-Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legititniert! Zahlreicher Bciwi» wird erwartet vle 0rt»eer»raItung. Varelnlgta indostrie-unternehmunsen».«.(Viag), Benin. Bilanz zum 31. März 1132. Aktiva UNZEN kauft BALL— Berll UNZEN M I 1887■1 hsndlung IB W» WllhelrnstraOe 44 I Panelgenossen Beteiligungen.......................-........ 242 Festvfirzinslidie Wertpapiere................ 39 Forderungen................................ 47 Bankguthaben................................ 4 Kasse........................................ Einrichtung................................... Bürgsdiaft für Elektroverkc-Anlcihen HM 50 925 000.— Bürgschaft für OstpreuBon�'erk-.Anleihe RM 13 713 000.— Sonatig© Bürgschaft für uns angeschlossene Unternehmungen.......... RM 8 319 819.44 RM 523 006.- 773 940,04 134 158,12 887 917,24 2 429.27 1,— | find. ftcuttbU Aufn. in schön gel. Landhause. bei guter u. reichlicher Verpflegung Schöner Garten nnrhanden. Preis pro Tag 3 M. üusta? Zicklelä Rarriedansen(Narr) Aktienkapital...... (Gesetzliche Rücklage S�nderrRücklage Passiva 334 180 38 4 321 431,67 RM 000 000.— 800 000,— 200 000,— b%\ee amort. Goldschuldverschreibungen von 19i5(5 100 000$l.......................... 21 420 000,- 6Vf%ige amort. Goidschuldverschreibungen von 1926(5 640 000 S)............................ 23 T�i-e amort. Reichsmarkschnldverschr. v. 1926 20 VerDindlfchkeiten............................ 34 i:ebergangsposten... Gewinn: Vortrag au» Reingewinn....... 1930/31 RM 432 292.93 .......... 9 032 520.75 688 000.— 000 000.— 748 557.27 000 OSO, 70 Bürgschaft für Elcklrowerke-Anleibcn RM 50 925 000.— Bürgschaft für Ostpreußcnwerk-Anleihc RM 13 713 000.— Sonstige Bürgschaften für uns angeschlossene Üpternehmuagen.......... RM 8 319 819,44 9 464 813.70 334 321 451.67 Gewinn- nnd Verlustrechnang znm 51. März 1932. Anfwcndungen RM Unkosten einschl. Steuern..................— 51? Zipfen........................................ 2 6S6 657.51 Gewinn........................... 9 464 813.70 12 769 039.53 RM Gevinnvortrag............................. 452 292.95 Dividendeneinnahmen........................ 12 336 746,60 Erträgnisse 12 769 039.55 Vorstehende Bilanz und Gewinn- und Verlustredinung baF�u wir geprüft und mit den von uns ebenfalls geprüften. ordnungsgemafl geführten Büchern übereinstimmend gefunden. Köln. 1m April 1932. Treuhand. Aktien-Gesellschaft. D r.H a r t k op t»— Dr. Rentrop. 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Unter Handwerk waren„natürlich" nur die Meister zu verstehen, nicht etwa auch die Gesellen, genau so wie noch heute unter Wirtschaft lediglich die Unternehmer, ins- besondere die„Wirtschaftsführer" gemeint sein wollen, während die Masse der Arbeitnehmerschaft nicht als Glieder der Wirtschaft, sondern nur als Objekt der Wirtschaft der allgewaltigen Herren der Wirtschast gelten sollen. Daß seit dem ll. August 1019 eine Reichs- Verfassung existiert, die unter anderen einen Artikel 1ö5 enthält, scheint sich noch wenig herumgesprochen zu haben. Immer- hin: der Reichsarbcitsnrinister Dr. Stegcrmald hat jüngst in einer Rede daran crimiert. Im Handwerk liegen die Dinge freilich noch so, daß noch mancher Geselle selbständig werden und dann ebenfalls Innungsmeister werden kann oder muß. Bis dahin müssen die Gesellen sich allerdings mit ihren Vertretungen in den Gescllcnausschüssen begnügen. Im Handwerkskammerbezirk Berlin wurden am 31. März 1932 noch 2K7 freie Innungen neben 487 Zwongsinnungcn gezählt.� Die Zwangsinnungcn umfassen 62 392 Mitglieder, die freien Innungen dagegen nur 13 473 Mitglieder. Der anfängliche Widerstand vieler Handwerkskammern gegen Zwangsinnungen, der insbesondere in der Bildung freier Vereinigungen zum Ausdruck kam, war verständlich. Mittlerweile find die freien Vereinigungen verschwunden und es sind längst nicht mehr die edelsten Motive, die in der Gegnerschaft gegen die Zwangsinnungen, in dem Festhalten an den kleinen leistungsunföhigen freien Innungen zum Ausdruck kommen. Weniger als die 7 S 2 Innungen im Berliner Bezirk mit durchschnittlich 199 Mitgliedern wäre mehr. Von den 18 gemischten Innungen kommt auf je 36 Mitglieder eine Innung, auf die freien Innungen entfallen durchschnittlich SZ Mit- gl ieder, und selbst auf die Zwangsinnungen entfallen durchschnittlich nur je 128 Mitglieder. In Berlin besteht die tollste Zersplitterung der Organisationen der Handwerksmeister. Mit der Schaffung der Ein- bcitsgemeinde Groß-Berlin wurden die Innungen in den einzelnen Borortgeineinden unverändert übernommen und dabei ist es ge- blieben. So haben wir denn vuhende von freien und Zwangsinnungen für ein und denselben Berus. Die Handwerkskammer hat in ihrem neuesten Bericht die einzelnen Innungen leider wieder nicht aufgeführt und sich auf folgende zu- fammenfassende Darstellung in wenigen Berufsgruppcn beschränkt: 3 mang«._ Mit» Innungen' gliedcr Bauhandivcrkcr......... 98 11194 Metallgewerbc.......... 82 9 166 Holzgewerbc............ 53 5 551 Nahrungsmittelgewerbe.. 99 8M3 Bekleidung undRelnigung 141 26 123 Papicr-u.Vervielsältigung 4 1 199 Sonstige............... 3_ 318 Freie Mit- Innungcir aN-der 49 1 283 49 1 646 34 794 8S 5 275 51 4 216 4 38 489 62 955 254 13162 Rur eine dieser sieben Gruppen weist keine„freien" Innungen mehr auf. Die freien Innungen sind an Zahl mehr als halb so groß wie die Zwangsinnungen, weisen jedoch nicht einmal den vierten Teil deren Mitgliederzahl auf. Seit dem 31. März 1927 hat sich die Zahl der Zwangsinnungen von 437 auf 486 erhöht, doch ist ihre Mitglicderzahl von 63 435 auf 62 392 gesunken. Die Zahl der freien Innungen ist. von 299 mit 13 991 Mitgliedern zurück- gegangen auf 266 mit 13 475 Mitgliedern. Wird diesem seit über drei Jahrzehnte währenden Umwandlungsprozeß durck) die Gesetzgebung nicht nachgeholfen, dann kann er noch sehr lange dauern. Wenn schon Innungen, dann in den Großstädten wenigstens leistungsfähige Gebilde, die auf dem Gebiete der Lehrlingsausbildung die nötigen Einrichtungen schaffen und auch im übrigen den notwendigen Anforderungen genügen und ihren Mitgliedern etwas bieten können. 42 773 Lehrlinge waren am 31. März 1932 bei der Handwerkskainmcr eingetragen, 4815 weniger als am 1. Oktober. Wir hoben hier wiederholt ge- fordert, daß die Zählung der Lehrlinge an einem Stichtag vorge- noinmen werden soll, der Verschiebungen ausschließt. Mit dem 31. März können wohl die Ausgelernten aus der Zählung aus- geschieden, die Neueingestellten ober noch nicht oder noch nicht voll erfaßt werden, da das eigentliche Lchrverhältnis erst nach Ablauf der Probezeit feste Gestalt annimmt, die neuen Lehrlinge also frühestens im Mai vollständig gezählt werden können. Die Hand- werkskammcr ist auf die Berichte der einzelnen Innungen ange- wiesen und auch ihre Klogen über die säumige Einsendung von , Lchrvcrträgcn zeigen, daß es damit nicht so recht kloppt. Von den rund 95999 Betrieben— worunter sich viele Alleinmeister und solche mit einem oder mehreren Lehrlingen, oder einem einzigen Gesellen befinden— im Bezirk der Handwerkskainmcr wurden 8281 Betriebseinstcllungcn gemeldet. An 1294 Arbeitstagen im Außendienst hat die Kammer 28 588 Betriebsiuhaber durch Beauf- tragtc aufsuchen lassen, um die nötigen Angaben für die Eintragung in die Handwcrksrolle zu bekommen. Lchrlingsstreitigkciten waren in 961 Fällen zu erledigen. „Durch die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse und den dadurch hervorgerufenen Mangel an Aufträgen sind zahlreiche Ve- triebsinhaber nicht in der Lage, ihre Lehrlinge zu beschäftigen und ihnen die Erzlehungsbcihilse(das Kostgeld. D. B.) zu zahlen." „Viele Eltern sind infolge Arbeitslosigkeit nicht mehr fähig, ihren Kindern die notwendige Arbeitskleidung und das Werkzeug zu beschaffen. Ilm Lehrstellen im Handwerk drängen sich auch Abiturienten, doch konnten nur in einzelnen Fällen Lehrstellen nachgewiesen werden." Daß auch die Handwerksincistcr nicht von der Krise verschont blciben, liegt klar auf der Hand. Auch sie machen die„hohen Löhne" und alles mögliche sonst noch dafür verantwortlich, neuer- dings die„Schwarzarbeit", doch der nötige Weitblick für die richtige Beurteilung der Dinge fehlt, was sich besonders in der politisch- reaktionären Einstellung vieler Handwerksmeister zeigt. In diesem Rohmen ist es nicht möglich, näher auf die Verhältnisse einzugehen. Es liegt jedoch sowohl inr Interesse des Handwerks wie der Allge- ineinhcit, daß der Standpunkt des Weiterwurstelns verlassen und insbesondere auch auf dem Gebiete des Lehrlingswesens und der Gesellenvertretung die längst fälligen Reformen herbeigeführt werden. E. Die Entlohnung der Chauffeure. Vereinbarung des Gesamtverbandes mit den Großbetrieben. lieber den Ncuabschluß des Tarifvertrages für die Berliner Droschkenchauffeure, der von den Krasldroschkenbesitzern zum 39. April gekündigt worden ist, konnte bis jetzt mit der Innung noch keine Einigung erzielt werden. Die Innung der Drnscbkcnbcsitzer verlangt die Beseitigung des Garantielohnes van 4,25 Mark pro Tag mit der Begründung, diese„Belastung" sei für die Droschkenbesitzer nicht mehr tragbar. Ein Vorschlag der Innung, die Ehauffeure mit 5 9 Proz. an den Ein- nahmen zu beteiligen, ihnen aber für jeden ge- fahrenen Kilometer 5 Pf. als Benzingeld anzu- rechnen, ist von den Orgonisationsvertretcrn abgelehnt worden. Die Organisationsocrtrcter waren gegen diesen Vorschlag, weil seine Annahme es unmöglich machen würde, daß ein Toxichauffeur in Zukunft auch nur noch annähernd seinen jetzigen Verdienst erzielt, der schon äußerst karg ist. Ob mit der Innung nochmals direkt oder wieder vor dem Schlichtungsausschuß verhandelt werden soll, steht noch nickst fest. Di« Parteien kamen lediglich übcrein, daß bis zum Abschluß eines neuen Vertrages, längstens aber bis zum 39. Mai, die bisherigen Lohn- und Arbeitsbedingungen Geltung hoben sollen. Mit der Vereinigung Berliner Kraftdroschken- Großbetriebe und dem G e s a m t v e r b a n d ist am Freitag eine Vereinbarung getroffen worden, wonach die Fahrer mit 32 Proz. au der Einnahme beteiligt werden und einen Garantielohn vom 4,75 Mark pro Tag anstatt wie bisher 4,25 Mark erhalten sollen. Die K r a s t a g, das größte Berliner Droschkcnuntcrnehmen, will unter Zugrundelegung dieser Ab- urachung einen neuen Bercchnungsiiwdus cinführeu, der dahin geht, den Garantielohn von 25,50 Mark wöchentlich auf 28,59 Mark zu erhöhen und die Fahrer mit 59 Proz. an der Einnahme zu be- teiligen, wobei die Chauffeure jedoch die Benzinkosten selbst tragen sollen. Dieser Vorschlag wird wahrscheinlich von der Belegschaft angenommen werden, da er gegenüber der bisherigen Regelung in diesem Unternehmen keine Verschlechterung, hinsichtlich des Garantie- lohnes sogar noch eine Verbesserung ist. Um den Manteltarif der Brauereien. Verhandlungen durch Llnternehmerforderungen überlastet. Uebcr den Ncuabschluß des Mantcltarifoertrages der Berliner Brauereiarbcitcr, der von den Brauunternchmern zum 39. April gekündigt worden ist, wurde zwischen den Tarisparteien am Diens- tag und Freitag verhandelt. Es hat den Anschein, als ob die Brau- Unternehmer geneigt sind, sich in direkten Verhandlungen mit den Gewerkschaften über einen neuen Tarifvertrag zu verständigen. Die bis jetzt erzielte Annäherung ist aber noch äußerst gering, was seinen Grund in den maßlosen Abbauforderungcn der Unternehmer hat. Wie von uns bereits mitgeteilt, fordern die Brauuntcrnchmer neben einer ganzen Reihe anderer Verschlechterungen des Mantel- tarifvertragcs die Wiedereinführung der 48-Stunden» Woche, die Umwandlung der Wochenlöhne in Stunden- löhne, den Abbau der Zuschläge für Ueberstunden und Feiertagsarbeit, die K ü r z u» g des Urlaubs usw. Die am Freitag abgebrochenen Verhandlungen werden am Mittwoch nächster Woche fortgesetzt. Schuh der Arbeitslosenversicherung. Strafrechtliche Verfolgung von Vetrugsfällen oller Art. Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslofcnver- ficherung weift darauf hin. daß trotz aller Warnungen vor unge- fetzlichem llnterftütziingsbezug sich noch immer die strafrechtliche Ner- folgung von Bctrugsfällen aller Art nowendig macht. Durch Fälschungen von Arbeitsbescheinigungen, Stempelkarten und Zahl- bogen, durch unwahre Angaben bei der Stellung von Unter- stützungsanträgen, durch Nichtmeldung von Verdienst aller Art während des Unterstützungsbezuges, Verschweigen von Krankheit. Nichtangabe von Grundbesitz usw. ist unberechtigter Bezug der Unter- stützung erreicht worden. Die Verurteilungen zu geringfügigen Geld- und Freiheitsstrafen bis zu Gcsängnisstrafen von mitunter sehr erheblicher Dauer treffen nicht nur Unterstützungsempfänger, sondern verhältnismäßig häufig auch andere Personen, darunter nicht selten Arbeitgeber, die Unterstützte so beschäftigten, daß diesen daneben die regelmäßige Stempclkontroll« ermöglicht wurde. Hierher gehört auch das neuerdings zu beobachtende Ver- fahren, Hausangestellten gegen Leistung von einigen Stunden Hausarbeit freie Kost und Wohnung zu gewähren und ihnen daneben den Bezug von Arbeitslosenunterstützung zu erinög- lichen, ohne daß die Hausarbeit und die geldwerten Gegenleistungen angemeldet werden. Es liegt im öffentlichen Interesse, den„Schlauen" das Hand- werk zu legen. Auch denen auf dem Lande. Was die Auflockerer fordern. Äer Zechenverband zum Tahiti entorif. Essen, 7. Mai. Für die Verhandlungen am Montag hat der Zechcnvcrband den Bergorbeitergewerkschaften jetzt seine Forderungen zum Rahmen- tarifvertrag überreicht. Er fordert u. a., daß die im Rahmentarifvcrtrag noch verankerte S i e b e n st u n d e n s ch i ch t unter Tage verschwindet, da sie den wirtschaftlichen Verhältnissen und den wirtschaftlichen Not- wcndigkcitcn vollkommen widerspreche. Seit Jahren sei bekanntlich durch ein besonderes Abkommen die achtstündige Schichtzcit unter Tage festgelegt. In der Ürlaubsfragc verlangt er unter Ausrcchterhaltung der früheren Zahl der llrlaubstage eine Herabsetzung der Urlaub s- Vergütung auf 59 Proz. Weiter fordert der Verband Streichung des Hausstandsgelds und«ine Herabsetzung des Dcputatkohlenanspruchcs. Das Kindergeld soll in voller Höhe bestehen blciben. Die Vorschläge zu der vom Zcchcnverband geforderten Auf- lockerungdesLohntarifsystcms sollen am Montag münd- lich vom Verband auseinandergesetzt werden. -i- Das Zcchenkapital treibt mit den Bergleuten direkt Schindluder. Den Bergarbeitern unter Tage war die S i e b e n st u n d e n- f ch i ch t zugesichert. Zu einer Zeit, wo es im Interesse der Slllgc- mcinheit lag, möglichst viele Kohlen zu fördern, ließen sich die Berg- leutc zu einem befristeten Mehrarbcitszeitabkoinmcn breitschlagcn. Da- Unternehmertum sorgte dafür, daß sie nicht mehr davon los- kamen, trotzdem es Feierschichten über Feierschichten einsetzte. Jetzt gehen die Herren aufs ganze: die S i e b e n st u n d e n s ch i ch t s o l l „verschwinden" für die Arbeiter unter Tage, zu einer Zeit, in der die allgemeine Verkürzung der Arbeits- zeit auf der Tagesordnung steht. Werden die Urlaubstage zu Hungcrtagen gemocht, dann können wenigstens die nicht unter Tage, sondern über Tage mit Arbeit wenig belasteten Zechenherren ihre gewohnten Urlaubs- reifen machen Die Lunkers- Flugzeugwerke stillgelegt. Dessau. 7. Mai. Die Stillegung der Iunkers-Flugzeugwerke ist am Freitagabend erfolgt. Es wurden etwa 859 Arbeiter und 499 Änge- stellte davon betroffen. Man rechnet damit, daß bei der in vier« zehn Tagen erfolgenden Wiederinbetricbnahmc nur ein Teil der bis- herigen Belegschaft wieder aufgenommen wird. Freitag abend sind den Angestellten und Arbeitern 150,000 M. Gehälter und Löhne aus Rcichsmitteln gezahlt worden. Die übrigen Werte des Konzerns werden von der Stillegung nicht berührt. Stillegung der Bernsteinwerke in palmnicken. Der Aussichtsrat der„Preußag" hat feit dem Jähre 1925 rund 12 Millionen Mark aufgebracht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, der samt den verarbeitenden Betrieben in Königsberg und Dan,zi9 1000 Arbeiter und Angestellte beschäftigte. Das Werk ist aber nicht mehr zu halten. Die Gewinnung von Rohbernstein muß zum 1. Juli eingestellt werden. Von den 459 Arbeitern werden noch etwa 125 zu Notstandsarbeiten gebraucht. Diese Arbeiten sollen auf 349 Arbeiter mit je zwei Arbeitstagen wöchentlich verteilt werden. Schlächlefeigenossenschaften lenken ein. Kopenhagen, 7. Mai. Die Delegiertenvcrjammlung der Antcilsschlächtcrcicn Hot mit 33 gegen 28 Stimmen beschlossen, dem Vorstand das gewünschte Mandat zu geben, durch Verhandlungen mit den Arbeitern den ! Konflikt obzuschließen. Im Laufe des Sonnabendnachmittags wurden erneut Verhandlungen vor dem Schlichter aufgenommen. Berliner Gewerkschaftsschule. Der nächste arbeitsrechtliche Informattonsabend für Betriebsräte ist am Dienstaa, III. Mai, 19 Uhr, im Eaal Z, bzw. Saal 5 des Kewerkichaftsbauies, Engeluser 24— 25. Bi« Leitung des Abends hat der Genosse Dr. Ossendorf. Fu- tritt haben alle freigewertschaftlich organisierten Aosseqinnen und.äossegrn, ohne vorherige Anmeldung. HärcrgebUhr wird nicht erhoben. »Freie Gewerkschafts-Zugend Berlin fi Heute finden folgende Veranstaltungen statt: Tempelhof: Wir wandern durch Alt-Berlin.— Steglitz: Wir gehen werden. Treffpunkt: Schloß-, Ecke Zimmermannstraße.— Morgen: Südosttreis: Spielen auf dem Tominicus-Sportplatz. Treffen 18 Uhr Pricsterweg, Ecke Sachsendamm. @Lusienl>gruppe des Zentralverbandes der Ansicstcltteii FnnItioaär.Avssprach«. Die Ingendfiihrer und Ingcndlcitcr kommen heute, Sonntag, 9 Uhr, im Jugendheim Südwest, Poritstr. 11(2. Hof, Luergcbäude. X Treppe, Zimmer 5), zu einer Aussprache zusammen. Tages. ordnung:„Arbeitsdienstpflicht und freiwilliger Arbeitsdienst— Unsere Ltcl- lungnahmc hierzu.-— Morgen, Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Wcdding: Jugendheim Turiner, Ecke öeestrostk. Fahrtenabend.— Aordost ll, Jugendheim Schänlankcr Strasse tSchuIbarackki Vortrag:„Das Buch— Schrift. steller in ihrer Eigenart". Referent: Weigclt.— Weissenfer: Jugendheim Pistoriusstr. 24. Wir üben Volkstänze im Freien.— Briss: Städtisches Sngend. beim fRathaus). Bunter Abend.— Urban: Sugendheim Hobrecht.. Ecke Sonder» strasse. Ausspracheabend.„Wo können wir später im Berband mitarbeiten.". Achtung! Franksurt-zahrer. X. Erwerbslos« Zugendmitglieder, die an, Pfingst. sonnabend schon um Xll Uhr fahren wollen, melden sich morgen. Rontag, bis 19 Uhr, im Zugendsekretariot. 2. Wer per Rad nach Fronkiurt will, melde sich sofort bei Hans Richter, Lichterfelde-West, Unter den Eichen Id.?. Abfahrt Freitag, 13. Mai. Treffpunkt: 6 Uhr vor dem Bahnhof Treptow.— Spiele im Freien: Heut«, ab 19 Uhr, Dominicus�LpieXplass, Schöncdcrg. MAGGr Fleischbrühe 5 Würfel(istange) nur noch 17Pfg. ». 17. 19. parieinachn'chtenFMmür Groß-Verlin einltneungeit füt diele Rubrit find ft-t» so da» eegtebfctieUitat B c c I i a 8®(8.£inbenftro6e 3, t. Hos, 2 Treooeo recht», zu richte» Ableilungsmieterverkreler sowie alle im Wohnungs- und Siedlungswesen tätigen Parteigenossen! Am Diensiaft. dem>l>. Mai, t»Vi!ldr, Bersammlxng in den Sophicnsäle». Saohicnstr.>8. ivortrag de» Senaffen Richard Lipineki, Borfitender des Wah- »unqeau»ichussc, des Reichstage«.— Pslichi aller in Betracht kommenden Par. teigenassen. Stadträte. Stadtverordneic, Bezirksverordnete, Bärgerdepatiert«. d>c bisherigen Schösse» an de» Amtsgerichten nnd Beifitzer an den Riet- eiaigungsämtern sowie aller Aiteilungsmieterocrtrcter ist es, in dieser wich. tigen Scrsammwng zu erscheinen. Parteimitgliedsbuch dient als llegitimation. 8° Beginn aller Veranstaltungen i9Mt Uhr, sofern keine besondere Zeitangabc! heute, Sonntag. 8. Mai. II. Krei». Lorwirrta-Agitation im Sitdgelönde. Treffpunkt S Uhr früh Kantine Steiner, Aolonic Deutschland. 2». Abt. Unserem lieben Genossen und iangsährigeu Funktionär Rudolf Sieg- Icc zu seinem morgigeil Sä. Geburtstage die besten Wunsch« aller Partei. Mitglieder. Morgen, Montag. S. Mai. 2. Krei». 20 Uhr KreisvorstandsssKung mit den Abteilungsleitern und Bei. sstzern bei Sandow, sslensburger Str. 3. Kreis. 20 Uhr im Ptktoriagarten. Zimmer 1, Sistung de, Kreis vorstand», mit den Abteilungsleitern. Jede Abteilung muß vertreten sein. Krri,. 10 Uhr Funktianärfigung bei Wegener. frankfurter Alles 23«, Referent I. B. Maner. Kreis. 20 Uhr Kreisdelegiertenverfammiung, 10 Uhr Kreisvorstonbssttzung an bekannter Stelle. 7. Abt. funktionärsigung bei Bäripold«, Schlegelstr. 8. 14. Abt. funktionärssgung an bekannter Stell«. 18. Abt. funktionärssguna bei Obtglo. Stralsunder Str. ll. l«. Abt. Bei Kinzel, Usedomstr. 22, Funktionärkonserenz. Vortrag he» Ge- nassen Dr. W. Tuchel. 18. Abt. Funkt ionärsihung bei Schade, Kösliner Str. i. Barstandsmitglieder «ine Stu nbe fritber. 18. Abt. Fnnktionärssgung bei schrepel. Grünthaler Str. 13. 20. Abt. 20 Uhr bei Dose, Koloniestr. IS, Funktionärssgung. 21. Abt. Sigung sämtlicher Funktionäre in der Geschäftsstelle. 22. Abt. Funitionärssgung an bekannter Stelle. 23. Abt. 18 Ubr Sigung de» Abteilunosvorstand» bei Grunewald, Kameruner Str. lO, 19V« Uhr im gleichen Lokal Funktionärsigung. 24. Abt. Funktianärichung bei Seibugki. 21» Abt. Funktionärstgung bei Köhler. 23. Abt. 18 Ubr Borstandssitzunz, 20 Uhr Funktionärpersammlung an de, kannter Stelle. Abt. Bei Reeg. Sonnenburger Etr. 1, Funktionärsigung. Abt. 20 llhr flr-nftionärssgung bei Buchbolz. Prenzlauer All« 182. Abt. 20 Ubr Funktionärssg'rng bei Soldsmmidt. Abt. Funktionärsigung und Abrechnung in der Juristischen Sprechstund«. Lindenitr. 3. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Förster, Dreibundstr. u. Der neue Landtag. Ref-rent Otto Meier. M. d. L. Abt. Funkiwnärssgung bei Wersdorf, Urbanstr.«. Abt. Funktionärvcrsammlung bei Krepp. Pianufcr. Abt. Funktiavärssgung bei Gwaid, Staligcr Str. 126. Abt. 10 Ubr Fuuktionäriigung bei Tbielert, Liegniger Str. 10. Abt. 20 Ubr Funktionärsigung bei Shcniann, Branbenburgftr. l/2. Abt. 20 Ubr Funktionärsigung bei Jasmin. Abt. 20 Ubr Funktionärsigung bei Wolter, Kaiferin.Augusta.Alle« 52. Di, Genossen werden ersucht, sämtliche Fahnen bei Wolter abzuliefern. Abt. Di« Funktionärsigung am Montag findet nicht statt. Wir besuchen d!» Kreisneranstaltung am Dienstag. Adt. 20 Ubr bei Gllrlich, Begasstraß», Zusammenkunft iitngeeer Partei. Mitglieder. Die Entwicklung der politischen Organisatronen. Referent Dr. Otto Friedländer. Jedes Mitglied herzlich willkommen. Gäste können -ingeführt werden. Abt. 20°> Uhr Zusammenkunft süngerer Porteimitgiieder bei Klabe, Hand» sernstrosie 00 kl, Sozialisicrungsprobtcm. Referent Dt. Hans Eohn. Abt. Funktionärsigung bei Schröder. Sieinmegslr. 52. Adt. Funktionärversammlung an bekannter Stelle. Propagandamaterial ist abzuliefern. Abt. 17 Uhr, Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Jugend» heim Eisenstr. 3. Vortrag mit Schollplatten des Genossen Decker. Abt. 20 Ubr Bvrstaiedssigung bei Gallas. Abt. 20 Ubr Funktionärsigung bei Okrent. Kreis. Kreisfunktionärsigung im Eesellschastrhau« Em est. Große Fronk- surler Str. 30. l. Krcisangelegcnheiien! 2. Portrag des Genossen Kurt Seinig, M. d. R.„Die Wahlen vom 21. April und die politische Lag«; 3. Diskussion. und 113. Abt. Pünktlich W- Uhr findet die nächste Veranstaltung der Fungeeen. Gruppe statt. Die Leitung diese, Abends im Rabmen der b«. schwssenen Arbeitsgemeinschaft bat die Genossin 5. Michaelis. Thema! Grundbegriffe der Narrscheu Dirtkchasislebre. Terffpunkt: Hcrm-dorf. Roonstraße im Jugendheim. Um vilnltlichez Erscheinen wird ausdrucklich gebeten. Sbmpathisierende und willkammenl Dietistag. 10. ZNai. Kreis. Pünktlich 17 Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Altersheim Daiiziger Str. 62. Bürgerliche oder proletarische Rcuoiu- tionen. Referentin Käthe Kern. Krcin Arbeitcrwohlsahrt. 15 Ubr Zusammenkunft der erwerbslosen Partei» Mitglieder im Heim Tilsiter Str. 1/5. Wirtschaftspolitische Fnsormation. Referent Dr. Hans Adler. Lieder zur Laute und Rezitationen. Genosse Klee. Kreis. Die Zusammenkünfte der Erwerbslosc» am Dienstag einer jeden Woche werden illr diesen Alonat noch durchgeführt. Kreis. 3m Türkischen Zeit. Berlincr Str. 53, Funktionärkonserenz. Die politische Lage. Referent Erich Kuttner, M. d. L. Zur Teilnahme sind b«> eechtigt alle politischen Funktionäre. Mitglieder der Zeitungsiommissian, de» Bitdungsausschusses, Funktianär« der SA?., der AW. und Helfer der Kindersreunde. Parteibuch mid Funktionärkarlc sind vorzuzeigen. Di« nicht im Besig einer Karte befindlichen Funktionäre erhalten einen Ausweis von den Abteilungsleitern. Tllrkontrolle 55. Abteilung. Kreis. Elternpersammlung. 20 Uhr in der Weltkugel, Eharlottenslrgße. Referent Frig Krüaer. Krri». 15 Uhr im?ug«ndh-im Kanncr Sir. 12 Zusammenkunft der«rwerb«. losen Parteimitglieder. Vortrag des Genossen Kult Biging: Asien. Bon jetzt ab wieder regelmäßige Zusammenkünfte Dienstags und Freitags 15 Uhr im Seim Kanner vtraß«. Kreis. Fraltwn der so,. Efteruteiräte und Lehrer Lichtenbergs. 20 Uhr i» der Bibliothek Weichelstr. 28 fLaden): Das Schulvrogramm der SPD. Stellungnahme zu den Elternbeiratswahlen. Jede Schule muß vertreten fein. Interessierte Genossen sind eingeladen. Dos Mitgliedsbuch gilt als Ausweis. Abt. 20 Uhr bei Rückert, Steinmegstraße. Funktionärsigung. Mittwoch Zahlabende in den bekannten Lokalen. Die Bezirksfübrer laden«in. Abt. 19 Uhr Borftandssigung der BezirksfUhrer 20 Uhr bei Hllbner, Wil-na-ter Str. 31. Abt. 20 Uhr bei Röftel, Putligstraßs. Funktionärkonserenz. Abt. Funktionärkonserenz bei Dose, Nordhafen b. Abt. Funktionärvcrsammlung bei Schult, Mariendorfcr Str. 5. Abt. 20 Uhr bei Kulta. Lauenburger Str. 21. Mitgliederversammlung. Ausgang der Wahlen. Referent Dr. Otto Friedländer. Abt. 20 Uhr bei Rosenau. Laubacher Ecke Parziner Straße. Preußen- Politik. Referent Mar Fcchner. M. d. L. Abt. 18 Uhr Borslandssitzung 10'> Uhr Funkttonärsigung bei Kiehn«. Residenzstt. 0. Adt. Funktionärsigung bei Fcchner. Bahnhofstr. 12. Mittwoch, 11. Mai. In den Mitgliedcroersammlnngen, bei denen kein beiandere« Thema an. gegeben ist. sprechen die Reserenicn über: Der Ausgang der Wahlen und die politische Sitnatian. 1. Kreis. 2» llhr Sitzung aller porteizcnössischen Elternbeiräte bei Regel. Ackcrstr. 1. Auslprache über die Elternbeiratswahlen. Jede Schule muß unbedingt vertreten sein. Ssr ricdtissv Weg gnr irlangnne sehtner weifier Zähne ist folgenber: Drücken Sie einen Strang Chlorodont-�ahnpaste auf �ie�trockene lSurg-ln'gründlich nach" Der Ersolg wird Sie überraschen! �Der mißfarbene Zahnbelag Ist verschwunden und ein herrliche« Gefühl der Frische Hieidt äurüch Hüten Sie sich not minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlangen Vi« uusdrücklich Worodont- Zahnpaste. Unter-Vorlriegspreise. 1 l.««. S» artmdUto«tc. 46M. BtittWmawtfamitlztÄg. | Referent Dr. Deutschkron. i. Abt. Bei Lohann, Brlldoistr. II. UtitgUedtroefaimtlung. Referent Ehr. Schumann. 3. Abt. Mitgliederversammlung im Saal 1 de» Gewerkschaftshause», Engel» ufer. Arbeitsbefchasfungsprogramm. Referent Dr. Gurland. 4. Abt. Mitgliederversammlung in der Belveder«, Aleranderstr. TU Referent Albert Falkenberg. 5. Abt. Mitgliederversammlung 20 Ubr im Rosenthaler Hof. Rosenthalcr Stfaße 11/12. Autarkie oder Bölkerverstädigunz. Referent Genosse Schliestädt. ». Abt. Im Kegler. Eck, Ouigowstr. 116. Mitgliederversammlung. Referentin Marie Kunert, PI. d. R. 11. Abt. Bei Scholz. Lepegowstr. 21. Mitgliederversammlung. Referent Dr. Ernst Falk. 12. Abt. Bei Hochmeister, Hutienstr. 3, Mitgliederversammlung. Referent Ge- nasse Oliersdorf. 13. Abt. Zu den Arminiushollen. Bremer Str. 72, Mitgliederversammlung. Die Partei vor wichtigen Entscheidungen. Referent Bernhard Göring. 23. Abt. gm Arbeiter-Samariter.Haus. Iostpstr. 4. Mitgliederversammlung. Reserent Jockel Meier. 2». Ab». Im Altersheim Danziger Etr. 62 Mitgliederoersommlung. Referent Dr. Hans Eohn. 34. Abt. An Stille der Zahlabende findet in der Schulaula. Liiauer Straße, unser« Mitgliederversammlung statt. Referentin Dr. Judith Srünfeid. 44. Abb In der Gchulaula. Mariannenstr. 47, Mitgliederversammlung. Referent Stadtrat W. Reimanil. 78. 31. 39. 40. 12, 13. 11. 15. 1«. 31. 52. 55. 31. 91. 97. 1«l. 125. 138. 5. >33. . 1. 5. 6. 7. 3. 11. 17. 3. 9. 13. 17. It. «9. 71. 1.36. 139. Laiibenkolonisten und Kleingärtner! I.t i$t au dt in dietem Jahre unter Bettreben, die Laubenkolonien Groß-Berlins, toroeii tie durdi Boten erreicht werden, können, mit dem„Vor- märtt" zu beliefern. Wir bitten daher alle Leser unseres Blattes, welche die Zustellung der Zeitung während des Sommerhalbjahres in die Laubenkolonie wünschen, ihre genaue Adresse mit der Angabe, mo die Kolonie Hegt, der aus der AboimementsQuittung ersichtlichen Ausgabestelle oder unserer Haupfexpedition mitzuteilen. Die L mbctiellung erfolgt zweckmäßig einige tage vor dem Umzug nach der Traube. Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Berlin SVT SS, Lindenstraße 3 Ferntprether: A 7 Dönhoff 292'29' S I »/! i $ f"! •s K | ! i 52. 65. 56. 59. «3. 73. II. 9«. 99a 103. 101. 103. 10«. 108» 109. III. 114. 117. 120 121. 122a 123. 132. 133. 159. 139a 140. 141. 113. Abt. 20 uihr bei Koffke, Koiserin-Augusta-Alle« 31. Referentin Dr. Elsbrth Weichmann. Abt. Im Türkischen Zelt, Berliner Str. 53, Mltgliedervrrsammlung. Referent Mar Sevbemann. W. d. L. Abt. 20 Uhr im Rankehap». Ravkestr. 4. Mitgliederversammlung. Referen, tin Klara Bodm-Schuch, M. d. R. Abt. 20 Uhr im Reuen Ratskeller. Potsdamer Straße. Nitglieberverfamm. lung. Reserent Dr. Paul Krisch«. Abt. 20 Uhr bei Hofsmann. Bahnhofstraße. Mitgliederversammlung. Demokratisch« Tradition in der deutsche» Geschichte. Referent Genosse Elchiepv. Abt. 20 Uhr bei Wurzbacher, Bahnhofsrestaurant. Mttgliederveriammlung. Abt. 20 Uhr bei Sandmann. Westfälische Str. 42, Mitgliederversammlung. Referent I P. Maper. Abt. 20 Uhr im Deutschen Haus. Breitestr. 34. Mitgliederversammlung. Referent Gunther Joachim. Abt. 90 Uhr Fuiektionärsigung bei Schneider, Potsdamer Str. 25. «bt. 20 Uhr bei Stockmann. Machnower Str. 2, Mltglieberveriammlung. Reserent Walter Maschke. Abt. 20 Ulir bot Schilling, nahe O.Bahnhos Dahlem, Mitgliedcrversamm. lung. Referent Siegsried Aufhäuser. M. d. R. Abt. 20 Uhr im Inselkasino. Raumannstr. Ecke Guslav.Müller-Plag. Mit. gliederversammluna. Reserent Otto Meier. M. d. L. Abt. 20 Uhr im Ledigenheim Mitgiiedcrveickammlung. Arbeitsbeschaffung». Programm. Referent A. Freudemann. «bt. 20 Uhr im Selvcholtz.Gvmnasium, Rubensstr., Mitgliederversammlung. Referent Otto Tost. � «bt. bei Lehmann, Kaiser.Wilhelm.Str. 29—31. Referent Dr. Julius Mose». Abt. 20 Uhr bei Schuster. Kirchstr. 68, Mitgliederversammlung. Rückblick und Ausblick. Referent Stadtrat Karl Wermulh. «bt. in der Aula der Karl-Marx-Schule, Kaiser. Friedrich. Str. 208. Reserent Hans Bauer. � Abt. im Lokal Brrgschloßköhe, Karlogartenstr. 6—11. Mitgliedervcrsamm. lung. Referent Dr. Lomberg. Abt. in der Aula der Oberrealschnle Smser Ctr. Referent Dr. Kurt Löwen. stein. M. d. R. Abt. Gruppe junger Sozialdemokraten. Mittwoch, 20 Uhr. Hufeisen. Tis. kuffion: Di« Arbettsbeschaffungspläne. Referent Dr. F. Falk. Abt. Die Zablabende fallen zugunsten der Mitgliederversammlung im Biirgerpark Weißtopfstr. aus. Referent Otto Ortmann. Ohne Mitglieds. buch kein Zutritt,„_ Abt. bei Kubat, Brückenstr. 15, Mitgliederversammlung. Referent Dr. Otto Friedländer._ Abt. im R-r«kell«r. Bismarcksir. 58, Mitgliederversammlung. Polizei und Wehrmacht. Referent Dr. Richard Mischler. «bt. in der Autoklause. Friebrichstr. 6, Mitgliederversammlung. Deutsch. land und Frankreich. Referent Otto Bach. Abt. 20 Uhr in der Volksschule Borgmannstr. Mitgliederversammlung. Referent Dr. Ott» Mänchen. Abt. 20 Uhr im„Stadttheater" am Marktplatz Mitgliederversammlung. Reserent Hermann Harnisch. M. d. L. »bt. 20 llhr bei Heimann, Waltersdorfer Sir. 100. Mitgliederversammlung. Referentin Lisa Aibrecht.__ Abt. im Ldgenkasino. Knorrpromenade 2. Mitgliederversammlung. Referent Kurt Heiniig. M. d. R.__ «bt. in Kern» Festsäien, Türrschmidtstr. 13. Mitgliederversammlung. R-fe, rent Robert Breuer. � � Abt. 20 Uhr bei Temvel. Prinzenallee 45, Mitgliedervirsammlung. R-fe. rent Dr. Herberth Weichmonn. Abt. 20 Uhr an bekannter Steve Mitglieberversammlung. Referent Dr. Ernst Bock. Abt. 20 Uhr bei Kindscher, Köpenicker Str. 165—167. Mitgliederversamm. lung. Referent Richard Junge. »bt. in der Schütz-ntlaufe, Hönower Str. 5. Mitgliederversammlung. Rese- rent Emil Barth. Abt. 20 Uhr bei Klug. Ddrsstr. 2. Mitgliederversammlung. Referent Dr. Salomon Schwarz: Russische Wirtschaftspolitik. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Kaehne, Berliner Str. 30. Abt. 20 Uhr im FdrstHau», Auguste. Viktoria. Str. 31. Mitgliederversamm. lung. Referent Paul Begerling. Abt. 20 Uhr Funktionärsitzung an bekannter Stelle. Abt. bei Woiischach, Ernst, Ecke Äonradstr., Mitgliederversammlung. R-se rent Fritz Schmidt. Abt. 20 llhr bei Hoffmann, Edelweißstr. 5, Mitgliederversammlung. Wa» ist und was will die Sozialdemokratie? Referent Simon Katzenstein. Abt. 20 Uhr im Freibad Lübars Mitgliederoersommlung. Deutsch.franzö. sisch« Berständigung— da, Gebot der Stunte. Refereni Hans Franke. Donnersiag. 12. ZNai. 1. Kreis. 20 Uhr Wiederbeginn Kursus Bernstein in der Schule Weinmeister- straße. Nationalsozialismus. Gäste willkommen. 5. Kreis Arbeitcrbildungsschnle. Letzter Kursusabcnd Reese 20 Uhr im Heim Tilstter Str. 1 5. 91. Abt bei Palm. Mainzer Etr. 16. Zusammenkunft jüngerer Parteimit. glieder. Rcparationasragen. Referent Fritz Boer. Freilag. 13. ZNai. 5. Kreis Arbeiterwahtfahrt. 15'/» Uhr im Heim. Tilsiter Str. 1 5. Zusammen. kunsl der«rwerb''''""' platten vortragen. Genosse» Älewitz. 107. Abt. Ii llhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Sc, meinschoftshau» Fälkenbarg(alter Gutshas). Referent Erich Wen dicke. Frouenveranslottungen. 6, Kie>». Dienstag. 10. Mai. 18", Uhr. Fllnktiönärinnensitzung bei Krüser. Griminstr. 1. 3. Krri». Montag, 9. Mai, 19'/, Uhr. Kreisfräuenabenh w d»r Eharlottenstr. Der W-rr der politisch geschulten Frau fttr di Vasso. R«f«renttn Elle Steinkühier. Arbeiterwahlsahrt. 15'/, Uhr........ UDi U, der erwerbslosen Parteimitälieder. Humor in der Musik mit Schall. mvarträgen. Referent Dr. Dolsgang Herbarth. Gesangsvorträge de» 11. Kreis. Montag. 9. Mak. so Uhr Abtrslungskeiterinnen bei Bill, Mvrtrn. Lutber-Str. Jede Abteilung mutz»erlreten fein. 15. Kreis. Dienstag, 10. Mai. 19'- Uhr, Funktionärinnensitzung bei Haß, Baumschulenweg. Baumschuicnstr. 72. 9. Abt. Montag, 9. Mai. 19': llhr, bei Dobrohiaw. Swinemünter Str. 11, Streifzüge durch den Orient. Referentin Erna Büsing. 17. Abt. Montag, 9. Mai, 19'/, Uhr, im Jugendheim Willdenowstr. 5. Referent Sans Bauer. 23. Abt. Der Frauenabend findet erst am 30. Mai statt. 57. Abt. Montag, 9. Mai, 20 llhr. bei Dohrmann, Krummestr. 32. Bortrag de« Genossen Prof. Fricdcnihal. 74. Abt. Montag, 9. Mai. 20 llhr, im Restaurant Waldhorst, Spandauer Straße 50. Gesundheitspflege und Erziehung im Kindesaller. Refcreüiin Dr. Ehajes. 90. Abt. Donnerstag, 12. Mai. wichtige Funktionäriniiensitzunz im Keller, Hannemannstr. 10. 99a Abt Die Genossinnen treffen sich Dienstag. 2'/- Uhr, Rathaus Britz, zur Fahrt nach Tegel. Besichtianna des„Grünen Hanfes"(Erziehungsheim). Röntgenthal. Donnerstag. 12. Mai, 20 Uhr, bei Meißel, Bahnhofstr. Wanim find Millionen arbeitslos? Bezirksausschuß für sozialistische Bildungsarbeii. Montag, 9. Mai, 17 Uhr. Sitzung des engeren Ausschusses. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokr. Lehrer und Lehrerinnen, Bezirksgruppe Berlin. Montag. 9. Mai, 20 Uhr, Ratskeller Steglitz. Gemeinsame Sitzung der varteigcnössischen Lehrerschaft der Bezirke Schöncberg. Steglitz und Tempelhvf. Referat: Echulfragen nach den Wahlen. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht! Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Grob-Verlin. Restsalkevhelser! Morgen, Montag. Kursus',20 llhr Jugendheim Lindenstr. 4. Basteln im Lager. Bringt Material mft. ..... Preazlauee Berg. Dienstag, pünktlich 20 llhr, Danziger Sir. 62, Ali? Baracke 3. Sclferarbeitzbssprechunz. Mittwach. 18 Uhr, Danziger /M Str. 62. Falkenparlament.— Adt. Bauvolk: Treffpunkt zur Treft. Ül fahrt 7 Uhr Ringbahnhof Schönhauser Allee. 35 Pf. mitbringen. Kreuzbcrg. Die Fcstkommission kommt Montag, 20 Uhr, Pgrck- sttaße 11, zur kurze» Besprechung zusammen. Ehgrlottenburg. Bis Mittwoch. 25. Mai, müssen di« Dersicherungsbe, trage an die Kasstereriu abgeltesert sein. Alle Helfer nehmen an der Kreis.Funktio» närversammlung im Türkischen gelt teil. Karten werden am Eingang aus- gegeben. '" Steglitz. Abt. Am 21. Mai findet um 18 Uhr bei Schellhase. Ahornstr. 11, eine Gründungsfeier der Kindersreunde statt. Die neue Gruppe tagt ab 25. Mai. 17 llhr. in der G-meiiideschule Friesenstraße. Steglitz und Lichterselde. Freitag. 15') llhr. Kreis-Singestunde bei Fneda Riefsei, Südend«, Stephanstr. 34.— Steglitz. Jugendheim Aihrtchtstr. 47, Dien-. tag, 17 Uhr. Pfingstfahrtb-iprechung. Lichterselde. Oberrealschule. Ringstr. 3. Rote und Jungfalken. Mittwoch. 17 Uhr:„Wir und die Jugendherbergen." Psingstfghrtbesvrechung. PiingNfabrt (1 Tage) nach Stangenhagen. Kosten 3 ,30 Mk. Montag letzter Anwcldetaz bei Ewald Wolter. Treffpunkt: Sonnabend, 8 Uhr. Baitnhos Lichterselde. Ost. Au- rück Dienstag 20'8 Uhr.— Lankwitz. 15. Volksschule, Schulstroße. Dienstag und Dannorstaa 17—19 Uhr. Anmeldung van Kindern für die neue Gruppe bei Kate Schukhe. Kaiisr-Wilhelm-Str. 42.. Reuiölln. Alle Restfalken komnien Mittwoch. 1l. Mai. M5 Uhr, zur Kasperle. Lorstellung nach der Karl-Rarr-Schule. Zeichensaal. Eintritt frei.— Der Folienrot(Rote Falken) und alle interessierten Helfer sind am Montag. 18 Uhr, Baracke Ganghoscrstraße. Besprechung der Sommerarbeit. Alle Teilnehmer an den Pfingstlagern sind am Dienstag, 10. Mai, 17',). auf dem Sportplatz Sonnen. allee tFahrtbesprechung). Abl. Aufbau: Morgen, 20 lllzr, Elternversammluvg Schule Kaiser- Friedrich-Slr. 1. Kurt Eisner: Marge» 20 Uhr Versammlung der ~ �"'' Sturmfalte: Dienstag, Schulbaracke Dingelstädtee Strafte. Lichtenberg. Hslferkursus Montag. 0. Mai, 20 Uhr, in ber Bibliothek, Weichselstraße 28. Leitung Franz Haiich. Di« Kassierer rechne» um 191) Uhr ob. Rote Stürmer: Montag, 18 Uhr. Elternversammlung. Referent Frau, Hauch. Jugendheim Dossestr. 22. Bolkstanzkurius Montag. 18 Uhr. Heim Gunäeritraße, Turnschuhe mitbringen. Abt, Reu-Lichtenberg: Alle Teilnehmer an der Pfingst» fahrt nach Wendisch-Buchholz(Unkosten 3,50 M.) müüssen bis Dienstag 1 M, eingezahlt haben. Lichte nberg-Nord: Der Ellernabend, der am Sonnabend aus- fallen mußte, findet Mittwoch, 11. Mai. im Jugendheim Guntcrstraße statt. 20. Kreis. Bei der Maileier auf dem Steinberg wurde eine blaue Strick- mütze gefunden. Abholen Jugendheim Wittenau Freitags 5—7. An einer Fahrt der Gruvpe Wittenau vom 21.— 23. können Falken und Heller anderer Gruppen teilnehmen. Ziel: I. H. Dubrowberg. Kosten 3,50 Mk.— Wittenau. Jetzt auch Ghmnastii und turnerische Sviele jeden Donnerstag 5' 5—718 Uhr in der Halle Rosenthaler Straße. Hiera» können auch Falken und Helfer anderer Gruppen teilnehmen, wenn sie den Nachweis der Versicherung führen. Sterbetafel der Groß-Derliner Partei-Organisatioa 24. Abt. Unser« verehrte Genossin Agnes Leiser. Sreifswalder Str. 224, ist verstorben. Ehre ihrem Andenken. Die Einäscherung ftndet am Montag, 9. Mai, 17 Uhr, im Krematorium Gerichtsttaße statt. Um rege Beteiligung wird gebet-». 58. Abt. Unser Genosse Hans Austmann ist am 5. Mai im Alter«PN 28 Jahren verstorben. Ehre seinem Andenken! Beerdigung Montag. 9. Mo>, 171) Uhr, Gedächtnisfriedhof Eharlottenburg, Fürstenbrunner Weg. Treffpunkt zur Beerdigung 16') Uhr Wittenbergplatz. 99. Abt. Am 3. Mai starb unser langjähriges Mitglied, der Genosse Fr, Freudenreich, Britz, Pinischallee 38, Genosse Freudenreich war in mehr als SOjährigsr Parteizugehörigkeit«in eifriger und guter Kampfgefährte. Wir Hr. wahren ihm immer ein treue» Gedenken. Die Einäscherung findet am Montag. 9. Mai. 13 Udr. im Krematorium Baumschulenweg statt. 125. Abt. Am 3. Mai verstarb unser Genosse Hermann Rätbig. Langhan». straße 82, Ehre seinem Andenken! Einäscherung Dienstag, 10. Mai, 17') Uhr, Smchtstraße. WSozialistischeArbeiterWendGroß-Verlm Einsendungen für diese Rubrik nur an da» Jugendseiretarial Berlin SW 68. Lindensttaße 2, varn 1 Treppe rechts. Vorfitzenden-Kanferenz morgen, 191) Uhr pünktlich, im Bezirksamt Kreuz- berg, Porckstraße ll.— Alls Adteilungen müssen pertreten sein. Ohne Mit. gliedsbuch und Ausweis kein Zutritt, Proletarische, Orchester der SAX: Heute, 9') llhr. Probe de» Gesamt- orchestcr, im„Hau« der Jugend", Neukölln, Teupitzer Str. 89—13. Sämtliche Noten und Notenständer sowie 20 Pf. für Essen sind mitzubringen. Arbeitsgemeinichaft Abraham. Heute Ardeitsfahrt nach Klein-Schönebeck, Treffpunkt pünktlich 8 Uhr Bahnhof Rohnsdorf(Ausgang). Beginn der Arbeit». tagung 9 Uhr. heule. Sonnlag. Arnimplatz: II Uhr Telephonzelle. Werben.— Köpenick N: Dahlwitzer Straße 15. Seimabend.— Karlshorst: 18 Uhr Treffpunt: am Jugendheim zur Ausstellung de» WB.— Hallesche« Tor: Treffpunkt l)S Uhr„Rote Ecke". Ke. such de, Frauenkundemuseums.— Schönhauser Borfiadt: 19 Uhr Heimabend, Schönsließer Str. 7. B-rbebezirl Wedding: 18 Uhr Heimabend, See-, Ecke Turiner Straße, Werbebezirt Lichtenberg: Die Ausstellung ist heute ab 18 Uhr im Jugend- heim Gunterstr. 11 geöffnet.— Eintritt frei.— 20 Uhr Schlußkundzedung.— Meldefrist für Zeltlager. Anzahlung 2 Mk. ZNorgen, ZNontag, IQ'A Uhr. Hansa: Bochumer Str. 8d. Politische Satire.— Moabit I: Waldenser Str. 20. Emsührungsgbend.— Moabit II: Lehrter Str. 18—19. Schallplatten. abend(alte und neue Musik).— Sportpalast: Genthincr Str. 17.„TagespolitU". — Arn-walder Platz ll: Schönlanker Str. ll, Baracke 6.„Wir wollen Arbeit!" — Falkplatz t: Sonnenburger Str. 20.„Arbeiterschaft und Nationalsozlali». m»«."— Falkplatz II: Sonnenburger Str. 20.„Alkohol und Nikotin."— Humanplatz: Gleimstr. 83—35.„Religion— Kirche— Sozialismus."— Nord. Osten U: Danziger Str. 62. Zimmer 8.„Soziale Lebensauffassung de» Prole. tariats."— Schönhauser Vorstadt: Sonnenburger Str. 20. Lustiger Abend.— Anbrcasplatz II: Brommystr. I. Zille-Abend mit Lichtbildern.— Kallesche, To«: Poritftr. 11.„Bursche und Mädel."— Luisenstadt: Wassertorstr. 1. Splelabcnd. — Sichkamp: Heim Vogelherd M.„Preußen."— Baumschulenweg: Ernstste. 16. „Unsere Außenspiele".— Rlederschöneweid« II: Berliner Str. 31. Fahrt» befpreckung. Lichtbilder„Vom rechten Sehen beim Bandern."— Frlevrlch»- selbe: Gunterstr. 11. Liederabend.— Buchholz: Turnen.— Pankow Lichtspiele usw. i Staats Theater I Sonntag, den S. Mai Staatsoper unter cen Linden 19' i Uhr A 1 d a StaitlidisusiiiElbaus ünihriiussiikl. ZO Uhr"... Oer Liebestrank Schiller-Theater Charluttcnburg. 30 Uhr Die Räuber Winter * Garten 8.15 Ulo Flora 3434 Fauäiaii erlaubt Ole varsatd-ftevue „0 seiner mal" ' u.„Vod Lenz Heute L Vorstellanaen 4 Uhr u. 8.15 Uhr. 4 Uhr kleine Pr. J Tldlich 5 u. 8'/i Uhr/ Barberosu 925* HANUSSEN tA JANA-ANTON DOL1N snd weitere 7 Variete- Attraktionea Nahe Schlea. Bhf. ET�Weichsel 4031 Tifl. 5 u. 8.15, Sonnujs 2, 5, 8.15 Uhr Heute letzter Tasr: „Der Vogelhändler" Morgen Premiere: „Die Dubarry" Auutettunxs-Opcrecte In 9 Bildern. Unwiderruflich nur im Mal cntKij�s S€HAJSPteLrtAJJS\ DIE SCHÖHE ÄX REBNH ■njzemierjng Hencfcel.Reeneo.Ctiamant-Bennea Hoppegaytesi zeiiieitfiorler Strafe 5 Katargarten TierparK tiinderbelastigunsen � Hasenheide §ILM.0ver Charlottenburg Öismarcksiraße 34. Sonntag. 8. Mai Turnus I Simone Boccanegra (Wiederaufnahme) Melkin. Reinmar. Hofmann. Destal, Keiner, f als» Anfang 20 Uht Ende 22,45 Uhr Theater am Schiffbauerdamm 8 Uhr Ole»MW»et MW Binder Großer Ball Einlas 4 Uhr | � Hermonnplatz Konditorei* Cafe VolbsbOlme Theater am IQIowulalz 8 Uhr Sturm im Wasserglas mit Hanal Nie*« Staat!. Sdiiller-Thiatei 8 Uhr Die Räuber Deutsdi» meelEf 8 Uhr Vor Sonnen* unleröanö v. GerhJlauptmann Regie; Max Reinhardt Rose-Theater Cnil Fmkfirht StnSi IZ! Iii. Wilfoil E 7 3422 3 und 6 Uhr Die Frau, die jeder sudit Q Uhr So ein Mädel (Das Extemporale) Alaxandsrplatz Neu* König*tr.43 zentrai-verband d. drbe tsinuaiioen und Winnen oeutsehianos Ortsgruppe Kreuzberg I. Am Freitag. 6. Mai. fiiiii Z-/. Uhr. entriß uns der unerbittliche Tod nach lurzem oder fchwerem Krankenlager unfere 2. Borsißcnde änna MeM, geb. Kusse im 59. Lebensjahre. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 10. Mai. nachmittags 4', Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Kiesholzftraße 221. statt Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand der Ortsgruppe. Am 7. Mai verstarb nach kurzem fchwerem Leiden mein fieder Mann. der Tischler Fritz Klein im 62. Lebensjahr.' In tiefer Trauer Prinzcnstr. 55. Martha Klein. Die Einäscherung findet am Miit- wach, dem 22. Mai, nachm. 5 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. Berliner Strafe 106 Ecke Hermannplatz_ 28. Abteilung;. Am 5. Mai verstarb unser Ecnoss« Hans Austmann Die Beerdigung findet am Montag. den; S. Mai. 17'� Uhr. auf dem Kaifer-Wilhelm- Gedächinfs-Friedhaf, Fllrstcnbruuner Weg, ftaif. Um rege Beteiligung wird gebeten Dar Abfeilucgsvoretand, Danksagung Für die vielenBeweife herzlicher Teil- nähme beim Heimgang« meine» lieben Mannes, unsere» geliebten Vaters AHctinel Brunner sagen wir allen Freundin und Partei- genossen, den Kollegen vom Deutschen Lederarbeiter- und Maierverdand un- seren innigsten Dank! Maria Brunner und TOcfater Dankaagung. Fiir die herzliche Teilnahme und die zahlreichen Blumcnipenden dei der Einäicherung unserer lieben Mutter und Lebensfameradin Ida Burdt sagen wir allen Freunden und Ber- wandten, insbesondere dem Reichs- dnnd der Kriegsdeschädigten und Hinterbliebinen und dem 49 und 61. Bezirk der SPD. unleren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Um-Ttieater Dienstag: ÜranfrubroPK Haaonna wo bist Du? Oper. v. Itrttbb-bseM BALLON Frellauf-RQcktrltt inormer Eabrrddor, Fahrrad- und HotarradaattallOr id NO«2l nie dagawegenen Prouen.- Spozlal-Fatirrddnr teben für 2 Sc-, ss... s».., so... UallonrMar 40.- 45... so... Stsrn-lttidur i«tit oedeatead billiger. »s.«O. varoh ramt Arcona.dle Pr4t(*lotjt- inarke. ietit«eben für oo-TerchiüB! Br«on»bor- klailourkuler 70... Stam-Rallonrader 05,., 70-, 75.-. Orlf. Arcons-nallonrAder 05. bl* 1 15... Il.%.-fiitdare5.., 70... 75.-, Tran*. Sort.Bi4der7S... 4iebraacbte|l4>deria..,20.., 5... 30... SOOfl Ktoderrdder 7.30, 10.., is.., 10... 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Mai, abends 6 Uhr. im Krematorium Wilmersdorf statt. oiymenspsnoen Jeder Art liefert preiswert Paul Golletz vormals Robert Meyar Marfannenstr. 3 F 8» Oberbaum 1303 Oulffiinq!» Beben u ÖcKlö memo rKm ttHiCf wii(i) Jehrrn i-i Spezielifdf Mittwoch, den 4. Mai, 18.20 Uhr, verschied nach langem schwerem Leiden mein innigstgeliebter, treu- sorgender Mann, Schwager und Onkel, der Angestellte des Demschen Freidenkerverbandes Hans Lange im Alter von 49 Jahren. Dies zeigt im tiefsten Schmerz und um stilles Beileid bittend an Grete Lange geb. Mcw* im Namen der Hinterbliebenen. Berlin-Lichlerfelde-Ost, den 7. Mai 1932. Lorenrstr. 1 c. Die 10. Mal, 18 Uhr, im dort, Berliner Str. 103, statt Einäscherung findet am Dienstag, dem Krcmalorium Berlin-Wiimers- DeDtsdier UsIIMN-MW VerwoltnngMielle Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kollege, der Echiosser kiedsrä tacdiMi am 5. Mai gestorben ist. Ehre seinem Andenken 1 Die Einäscherung findet am Diens» tag, dem>0. Mai. 17 Uhr. im Krsma- torium Baumschulenweg, Kielhoiz- stratze. statt. Rege Beteiligung wird erwartet VI« Orisverwaliang. Am 5 Mai entschlief nach kurzem. schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Dkudter, Schwiegermutter. Schwester und Schwägerin Marie Alisch im 66. Lebensjahre. Ms« zeigen in fieser Trauer an Gustav Ailscti, Riebard AlUch, Gertrud AlUch geb. Schröder. Berlin NO., den 6. Mai 1982. Echneidemühler Str. 11. Die Traucrseier findet am Dien». tag, dem 10. Mai. 28>,', Uhr, im Krematorium Serichfstraße statt. Am Pfingslsonnabend, dem 14. Mai 1932, bleiben unsere Geschäfte und Wechselstuben in Berlin und Vororten mit sämtlichen Kassen geschlossen. Nur für die Hinterlegung von Aktien zur Teilnahme an Generalversammlungen, sofern es sich um den letzten Tag der Hinterlegungsfrist handelt, und für Wechselzahlungen wird im Hauptgeschäft ein Schalter von 10 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein. Berlin, den S.Mai 1932. 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