Nr. 181. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland T 3 Mart pro Monat. Eingetragen = = in der Post Bettungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der lekke Internationale ArbeiterKongrek und seine Lehren. I. Man schreibt uns aus London unter dem 2. August: Ende gut, Alles gut. Das Ende des Kongresses war gut, und das viele nicht Gute, das mit ihm verbunden war, ist durch das gute Ende nicht nur ausgelöscht worden, sondern es hat auch wesentlich zu ihm beigetragen. Wir müssen die Thatsachen ruhig überschauen und im Zusammenhang beurtheilen. S Mittwoch, den 5. August 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Anarchisten besiegelt und hätte der englische Chairman Cowen| so ziemlich die gesammte Partei in Frankreich darstellt, aus Unkenntniß der fremden Sprachen sich durch das Ge sich gleich zu Beginn an den Kongreß gewandt, so würde diesem brüll eines anarchistischen Häufleins nicht aus der Fassung unnatürlichen und widerfinnigen Zustand bald ein Ende gemacht bringen lassen, und hätte er in seiner Verblüfftheit die worden sein. Aber die Unfeuntniß fremder Sprachen und Sigung nicht aufgehoben, so wäre schon am ersten Tage die die dadurch erzeugte Unfähigkeit, die Lage, soweit der Züricher Resolution angenommen worden, und wir hätten Rongreß in Frage kommt, richtig aufzufassen und ent einen Tag gewonnen. sprechend zu handeln, verhinderte eine rasche Klärung der Dinge. Jedenfalls hat dieses Vorkommniß die gute Wirkung gehabt, es jedem zum Bewußtsein zu bringen, daß die Wahlprüfung nicht ausschließlich in den Händen der einzelnen nationalen Delegationen( Sektionen) liegen kann, und daß der Kongreß ein allgemeines WahlprüfungsKomitee braucht, welches in streitigen und zweifelhaften Fällen einzugreifen hat. Ueberhaupt ist das Hinderniß, welches die Verschieden heit der Sprachen bereitet, auf keinem internationalen Kongreß so hemmend hervorgetreten, wie auf dem letzten, was darin seinen Grund hat, daß die englische Delegation die größere Hälfte des Kongresses bildete und daß diese größere Hälfte an ganz andere parlamentarische Formen gewöhnt ist, als die der übrigen Völker. Hyndman, der Engländer, war deshalb auch der einzige Präsident, der mit der englischen Delegation teine Schwierigkeiten hatte, weil er die Zwischenrufe sofort verstand und falsche Auffassungen sofort beseitigen fonnte. Der Internationale Sozialisten und Gewerkschafte Durch Annahme der von dem Bureau vorgeschlagenen Kongreß war durch seine Zusammensetzung und Ausdehnung Resolution, betreffend die Einladung und Vorbereitung zum vor größere Schwierigkeiten gestellt, als die meisten von nächsten Kongreß, ist diesem Mangel abgeholfen worden. uns erwartet hatten. Die Trennung von den anarchistisch Derartigen Handstreichen ist für die Zukunft vorgebeugt. reaktionären Elementen vollzog sich leicht, insoweit der Rongreß Schon nach dem Brüsseler Kongreß wurde im„ Vor- Und das ist eine Errungenschaft dieses Kongresses, ein sozialistischer war. Die organisirten Arbeiter wärts" auf die Nothwendigkeit hingewiesen, zur Leitung dessen vornehmstes Verdienst darin besteht, den interparteien aller Länder sind nachgerade zu der Erkenntniß der Internationalen Kongresse nur solche Männer zu nationalen Arbeiterkongressen eine feste prattische Grundgelangt, daß Sozialismus und Anarchismus einander aus- wählen, die der drei Hauptsprachen, zum mindesten lage gegeben zu haben. schließen, und daß der Anarchismus, weit entfernt, revo- zweier derselben mächtig sind, und geeignete Kräfte planItionär zu sein, nur eine verzerrte Abspiegelung des mäßig heranzuziehen und auszubilden. In Hyndman, Ein trauriger Gedenktag ist der 5. August für alle klaffentapitalistischen Gesellschaftssystems ist. Die anarchistischen Vaillant, Vandervelde, Sigg, Singer haben wir Vorsitzende, bewußten Proletarier, denn an diesem Tage hörte vor JahresRadaumacher begriffen dies auch sehr wohl, und, mit der die in hohem Maße diese Bedingungen schon jetzt erfüllen, frist Friedrich Engels auf, für das Proletariat, dem er von einzigen Ausnahme eines naiv- ehrlichen Jtalieners, hatten fie und der nächste Kongreß wird hoffentlich Vorsitzende haben, früher Jugend auf sein Genie gewidmet hatte, zu denken und nicht den Muth, die anarchistische Fahne zu entfalten. Die sie ganz erfüllen und keines Uebersezers bes Sie hißten alle möglichen und unmöglichen Flaggen, dürfen. Können die Uebersetzer auch für die Debatten können den Jahrestag dieses geistigen um die anarchistische Schwindelwaare zu decken. mit Sie eines Internationalen Kongresses nicht entbehrt werden, so Heroen, der Mary die Grundlagen des wissen wußten, daß sie alle wirklichen Vertreter wirklich er ist es doch unerläßlich, daß der Vorsitzende die drei Hauptschaftlichen Sozialismus schuf, nicht vorbeigehen lassen, Arbeiterorganisationen, politischer sowohl als gewerkschaftssprachen genügend beherrscht, um in allen drei Sprachen ohne die tiefe Trauer um sein Hinscheiben wieder licher, gegen fich hatten und daß diese entschlossen waren, seine Funktionen als Vorsitzender direkt ausüben zu können. aufleben zu lassen. Engels' Werke find in alle modernen jede Gemeinschaft mit dem Anarchismus abzulehnen, und, Neun Zehntel aller Unruhe auf unseren Internationalen Rons Sprachen übersetzt, sie werden in allen Welttheilen gelesen, so ohne Debatten über längst entschiedene Fragen, sofort die greffen ist daraus erwachsen, daß das Präsidium die ver- daß die Genoffen jeder Nation seine große Bedeutung erfaßt nothwendige Trennung mit der nothwendigen Gründlichkeit schiedenen Sprachen und die verschiedenen parlamentarischen haben, sein Andenken in hohen Ehren halten. Was Engels als zu bewerkstelligen. Formen nicht genügend kannte. Aber der Kongreß war auch ein Gewerkschafts- Bermehrt wurden die an sich großen Schwierigkeiten Gelehrter, Schriftsteller, Berather des Proletariats, als Mensch tongreß; und die englischen Gewerkschaften, die vollzählig dieses letzten Kongresses noch durch den Umstand, daß die war, dies ist nicht zum wenigsten in unserem Organe vertreten waren, haben seit Jahrzehnten den Grundsay organisirten französischen Sozialdemokraten durch die vollauf gewürdigt worden, daß wir dem kein Wort hinzuzufeßen festgestellt, daß das Mandat jeder gewerkschaftlichen Anarchisten und die mit ihnen verbündeten Gewerk- haben. zu wirken. Wir Organisation giltig ist, sei der Träger, wer er auch sei. vereine à la Hirsch Duncker überrumpelt wurden. Im Engels hat in seiner selbstlosen Bescheidenheit verhindert, Hieran war für diesen Kongreß nicht zu rütteln. Und so Vertrauen auf ihre Stärke fie vertreten neun Zehntel daß wir auf sein Grab einen Kranz legen, denn seine Asche ist waren wir in der Zwangslage, die Anarchisten, welche der gesammten französischen Arbeiterbewegung- gingen in alle Winde zerstreut, aber er hat es nicht verhindern können, Gewerkschaftsmandate hatten, dulden zu müssen, so lange fie nach London, in der sicheren Erwartung, daß, so lange der sozialistische Gedanke in den Massen lebt, sein sie nicht die anarchistische Fahne offen entrollten. Und da die überwältigende Majorität ber französischen ein sozialistischer Rongreß nicht zu Polizeimaßregeln Delegation zu haben. Die verbündeten ,, A II e maniften" tame ftets in Liebe und Dankbarkeit genannt werden wird. schreiten kann, so war es fein leichtes Stück, die richtige( Schulze- Delitzschianer) und Anarchisten hatten aber in Mitte zwischen Toleranz und kräftigem Handeln zu aller Stille eine Mandatsfabrik angelegt, die solche Massen finden. Das demokratische Regiment hat es nicht von Mandaten anfertigte, daß die sozialdemokratischen so bequem wie das despotische, das den Gegner Mandate in die Minderheit kamen; und da die Berlin, 4. Auguft. einfach mundtodt macht. Wir anußten auch gegen die Majorität der Sektion über die Giltigkeit der Mandate Der Gesetzentwurf, betreffend die Organisation Anarchisten gerecht sein, nicht ihnen, sondern uns zu entscheiden hat, so mußte die sozialdemokratische Minder- des Handwerks, oder wie es amtlich heißt, betreffend die und unseren Prinzipien zu liebe. Gleich in beit noch froh sein, daß ihre Mandate nicht angefochten Abänderung der Gewerbe Ordnung, ist, wie wir bereits der ersten Sigung des Kongresses war das Schicksal der wurden. Hätte die französische Kongreß- Minorität, welche gestern mittheilten, nunmehr amtlich publizirt. Es ist ein 38] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Castruccio Malatesta. Das Gefühl gemeinschaftlicher Gefahr versöhnte in einem Augenblick, aber nur für einen Augenblick, die Feindschaft von Jahren. ,, Diavolo!" flüsterte Roselli, Nina's Vater, einem ebenso armen Baron zu, als er selbst war, aber der Es ist nicht meine Pflicht, ihn zu bestrafen!" sagte Rienzi sagt die Wahrheit, es ist schade, daß er kein Edelmann ist." der eine. Was für ein kluger Ropf," bemerkte ein Kaufmann Politische Meberlicht. = die Furchtsamen vor den Gefahren des Weges zurückschrecken, wenn die Kühnen Opfer derselben werden! Deshalb bitte ich Euch alle, Bürger und Patrizier, jene unglücklichen Bwiftigkeiten aufzugeben, die so lange die Kräfte unserer heiligen Stadt verzehrt haben; und, Euch zu den Banden der Freundschaft und des Brudersinnes vereinigend, einen heiligen Bund gegen die Wegelagerer zu bilden. Ich sehe unter Euch, edle Herren, so manche Pfeiler und Stüßen an den urbegründeten und heftigen Haß, in dem Ihr Euch gegenüber steht!- eine Schande für unsere Stadt, und laßt mich hinzufügen, edle Herren, keine Ehre für unsern Glauben als Christen, und für unsere Würde als Vers theidiger der Kirche." " Ich bin nicht der Bevollmächtigte des Adels!" fage aus Florenz, der Mann könnte etwas vorstellen, wenn er des Staates; aber ach! ich denke mit Schmerzen und Trauer ein anderer. Wenn Stephan Colonna ihn nicht beachtet, so wäre reich wäre." es ebenso gefährlich als thöricht, wollte ein weniger Mäch tiger sich zum Richter für seinen Stand aufwerfen!" bemerkte ein Dritter. Der Colonna lächelte beifällig, wenn Rienzi einen Orsini antlagte, ein Orsini lachte laut, wenn einem Colonna Vorwürfe gemacht wurden. Der weniger einflußreiche Adel freute sich über die Angriffe gegen beide Familien; während von der andern Seite der Bischof durch den Erfolg der Kühnheit Rienzi's ermuthigt worden war, das Benehmen seines Rollegen zu billigen. Mitunter zwar hatte er ihm Vorwürfe wegen des Uebermaßes seines Eifers gemacht, seine Rechtlichkeit dabei aber immer gelobt, und diese Handlungsweise des päpstlichen Vitars bestärkte den Adel in seiner Ansicht von der Uebereinstimmung des Papstes. Rienzi hatte daher seine Sicherheit und seine Erfolge besonders der Kühnheit seines Enthusiasmus zu verdanken. Als jedoch die Patrizier von ihrem ersten Erstaunen sich etwas erholt hatten, sahen sie sich gegenseitig an; und ihre Blicke bestätigten, wie sehr alle durch die Frechheit des Redners sich beleidigt fühlten. Per fede!" ſagte Raginaldo di Orsini, das ist zu arg, der Plebejer ist zu weit gegangen!" Geht das Bolt da unten! wie es murrt und gafft, und wie die Augen funkeln und welche Blicke auf uns gerichtet sind!" sagte Luca die Savelli zu seinem Todfeinde Adrian und Monreal schwiegen; jener war in Nachdenken versunken, dieser beobachtete die verschiedenen Wir fungen, welche die Rede auf die Zuhörer gemacht hatte. Ruhe!" riefen die Offiziere, Ruhe, der Herr Vikar wird reden!" " Bei dieser Ankündigung richteten sich alle Blicke auf Raimund, der sich mit vieler geistlicher Würde erhob, und die Versammlung, wie folgt, anredete: Ein lautes Gemurmel der Billigung war bei diesen Worten unter den Mitgliedern des niederen Adels, in den Sigen der Rechtsgelehrten und Professoren, und unter der großen Menge des Volkes zu vernehmen. Die ange sehenern Patrizier sahen stolz, aber nicht verächtlich den Prälaten an, und behaupteten ein festes und ruhiges Still. schweigen. Obgleich, Barone und Bürger Roms, meine viel geliebte Heerde und Kinder, ich selbst, so wenig als Jhr, den eigentlichen Inhalt der Rede, die Ihr eben gehört habt, vorher wußte, und wenn ich auch mit der Art und Weise, Laßt mich an diesem heiligen Orte," fuhr der Bischof ja, ich möchte sagen, mit dem Gegenstande jener heftigen fort," Euch bitten, diese zwecklosen Fehden aufzugeben, die Ermahnung nicht vollkommen einverstanden sein kann; so schon so viel Blut, o so viele Schäße gekostet haben; und kann ich dennoch( welches Wort er besonders betonte) laßt uns diese Mauern mit dem gemeinsamen Entschluß nicht zugeben, daß Ihr Euch entfernt, ohne den Bitten des verlassen, unseren Muth und unsere Nitterlichkeit blos Dieners des heiligen Vaters auch die seines geistlichen gegen unsere gemeinschaftlichen Feinde anzuwenden; gegen Repräsentanten hinzuzufügen. Es ist wahr, die Zeit des fene Bösewichter, die unsere Felder verwüsten, und die Jubiläums ist nahe! Das Jubiläum nähert sich und doch öffentlichen Straßen unsicher machen gegen die Feinde des sind unsere Landstraßen, selbst bis zu den Thoren Roms, Bolts, das wir beschützen sollen, und zugleich des Gottes, durch Mörder und gottlose Bösewichter unsicher! Welcher dem wir dienen!" Bilger tann sich über die Apenninen wagen, um den Der Bischof setzte sich, die Patrizier sahen einander Altären des heiligen Petrus seine Huldigung darzubringen? schweigend an; das Volt begann laut unter sich zu Das Jubiläum nähert sich; welche Schande wird es für sprechen, als nach einer kurzen Pause Adrian di Castello Rom sein, wenn diese Kirchen ohne Pilgrime sind, wenn sich erhob. ( Fortseyung folgt.) wahrer Rattenkönig von Bestimmungen, wie geschaffen, Ver- 1 Deutsches Reich. " B Arbeiter bei einem Innungsmeitem als Fabrikarbeiter aber doch verhältnißmäßig billig befriedigen können. Allen diesen gnadigt worden, die er augenblicklich auf einer preußischen " -OSO = V nächsten Reichstags Wahlen in Hagen nicht mehr kandidiren will. wirrung hervorzurufen. Dabei lassen die Bestimmungen- Den Anfang einer Wohnungs- Gesetzgebung Die Zentrumspartei hat ihm ohne Umschweif bes über die Zwangsinnungen" die Hauptfrage im Unklaren, stellen die Berl. pol. Nachr." anscheinend offiziös in Aussicht. deutet, daß er wegen seiner Haltung beim Jesuitenantrage ihre Stimmen nicht wieder erhält. Ohne die Unterstützung des auf welche Personen sich die Zwangsinnungen erstrecken. Sie schreiben: So sagt der§ 82b: " Jene Anhäufung von Arbeitern in weder unter dem Zentrums würde er aber zweifellos unterliegen. Welchen WahlAls Mitglieder gehören der Innung alle diejenigen an, Gesichtspunkte der Hygiene noch dem der Sittlichkeit ausreichenden Freis er sich nunmehr wählen will, ist hier noch nicht bekannt. welche das Gewerbe, wofür die Innung errichtet ist, als stehendes Wohnräumen steht in engem Zusammenhange mit dem in sozialer Die Partei überläßt ihm jedenfalls den sichersten"; aber dies Gewerbe selbständig betreiben, mit Ausnahme derjenigen, welche und wirthschaftlicher Hinsicht nichts weniger als wünschens- ist schon sehr relativ zu verstehen, da bekanntlich kein einziger das Gewerbe fabrikmäßig betreiben." werthen Andrang gerade der Arbeiterschaft in die Großstädte, Abgeordneter der freisinnigen Boltspartei im ersten Wahlgange Die letzteren find jedoch berechtigt, der Innung bei- namentlich aber nach Berlin. In den weit über die regelmäßige gewählt ist. Zum Duell unfug. Die Niederrheinische Bolts zutreten. Gegenüber dem Großbetrieb erscheint hier das Nachfrage nach Arbeitskraft wachsenden Zuzügen liegt eine der Hauptursachen der in niedergehender Bewegung des tribüne" in Düsseldorf hatte über die dort vorgekommenen Handwerk als vollständig ohumächtig. Vor dem Kapital Erwerbslebens hervortretenden Arbeitslosigkeit und der damit Zweifämpfe in einer Weise geurtheilt, die wahrscheinlich die unstreckt es die Waffen. Dafür giebt der Gesetzentwurf um verbundenen Mißstände. Läßt sich, wie in den Zentren des geheure Mehrheit der Düsseldorfer Bevölkerung mit großer Ge so reicher seine Gaben an die Innungsmeister, wo es sich Bergbaues und der Großindustrie, je nach dem Gange der Genugthuung aufgenommen haben wird. Der Ehrenrath des dortigen um die von ihnen beschäftigten Arbeiter und Lehrlinge schäfte ein Buströmen und Abströmen der Arbeiter und die damit Offizierkorps aber fühlte sich beleidigt und der Divisions Kom handelt. Zwar spricht auch dieser Gesetzentwurf von verbundene Störung des Erwerbslebens in anderen Gegenden mandeur Herr v. Funt, der, wie es heißt, zum preußischen Gesellenausschüssen, aber dafür sind diese auch im voraus nicht vermeiden, so liegt es doch ganz entschieden im öffent- Kriegsminister auserforen sein soll, hat jetzt namens der Militärzur Ohnmacht verurtheilt; jedes Mitglied des Gefellen- lichen Interesse, daß diese natürliche Bewegung der Arbeiterbehörde Strafantrag gestellt gegen den verantwortlichen Redakteur, ausschusses, das sich den Meistern unliebsam macht, ichaft nicht noch verwickelter wird durch einen von feiner Genossen Wessel." Sollte es wirklich zum Prozeß fommen, so entsprechenden Nachfrage nach Arbeitskraft abhängigen Andrang wird schreibt unser Düsseldorfer Bruderorgan das Treiben tritt eo ipso aus dem Ausschuß, wenn der Meister von Arbeitern in die Großstädte. Es ist ferner klar, daß der der Duellfege einmal an Gerichtsstätte gebührend beleuchtet werden." ihn aus der Arbeit entläßt. Indem den Innungen mit dem Bedarf nicht im richtigen Verhältniß stehende Zuzug das Recht Schiedsgerichte und Kranken= Kassen von Arbeitern wesentlich erleichtert wird, wenn diese das sonst in Ein Polizeiwachtmeister aus Trebnih in für die Arbeiter zu errichten gewährt wird, werden Großstädten nur mit vergleichsweise größerem Kostenaufwand zu Schlesien, der wegen Erpressung eines Geständnisses zu einem die Arbeiter in empfindlichster Weise getränkt. Sowie der befriedigende Wohnungsbedürfniß theils durch Halten von Schlaf- Jahre Zuchthaus verurtheilt war, ist nach einer Mittheilung der Arbeiter bei einem Innungsmeister in Arbeit tritt, büßt burschen, theils durch Gehen in Schlafstelle zwar sehr schlecht, Stettiner Abendzeitung" zu vier Monaten Feftungshaft be er wesentlich die die zustehen. Es werden daher gerade die tüchtigsten Arbeiter Uebelständen würde in wirksamer Weise vorgebeugt werden Festung verbüßt. können, wenn der Zuzug an die Bedingung einer den Anforde= Vermischen des Brotteiges mit altem alles aufbieten, um es zu vermeiden, bei einem Innungs- rungen der Gesundheitspflege wie der Sittlichkeit entsprechenden Brot. Unter diesem Spigtitel schreibt das Organ mehrerer meister in Arbeit zu treten. Der ganze Gefeßentwurf, Wohnung geknüpft würde. Wenn mit Zwangsbestimmungen Berliner Gastwirthe- Vereinigungen, Das Gasthaus", in weit entfernt den Frieden zwischen Arbeitgeber und dieser Art Hand in Hand eine fruchtbare gemein- feiner Nummer 62 vom 2. August 1896 folgendes: Arbeiter zu erhöhen, wird eine stete Quelle eine stete Quelle des nüßige Thätigkeit zur Beschaffung geeigneter ArbeiterNachdem die Gerichte in Köln das Vermischen des BrotKrieges zwischen beiden sein. Wenn die Handwerks- wohnungen zu mäßigen Preisen geht, würde man ohne teiges mit altem Brot als Nahrungsmittel- Fälschen bestraft meister heute bereits durch ihre kümmerlichen Lebens- Bweifel einen weiten Schritt vorwärts auf der Bahn der hatten, stellte der Vorsteher der dortigen Garnisonbäckerei das verhältnisse ziemlich abgeftumpft sind, so werden sie durch Lösung wichtiger sozialer Fragen thun. Es darf angenommen Vermischen des Teiges mit altem Zwiebacksbrot ein und erhielt diesen Gesehentwurf, dessen Bestimmungen zum großen Theil werden, daß die Staatsregierung dieser in der Ausführung aller darauf von Berlin die Anfrage, weshalb das geschehen sei. Auf dings recht schwierigen Frage gleichfalls ihre volle Aufmerksam feine Antwort, daß die Gerichte das Vermischen des Brotteiges in leeren Spielereien sich äußern werden, vollends ver- feit zuwendet, und daß die Frage sich in der Reihe der zwischen mit altem Brot als Nahrungsmittel- Fälschung bestraft hätten, fumpfen. Der Zopf des Gesetzentwurfes ist so verschlungen, den betheiligten Refforts zur Erörterung stehenden Problemen ordnete das Kriegsdepartement zu Berlin an, daß die alten daß er vollständig geeignet ist, den in demselben gefangenen befindet." Zwiebackbrote wieder wie früher unter den Teig gemischt wer Meister den Hals zuzuschnüren, und, athmet er dann noch, Echt preußisch will man also durch Einschränkung der Frei- den sollten. Hieraufhin hat die Staatsanwaltdann mögen die Aufsichtsbehörden, denen die weitgehendsten zügigkeit Schritte zur Lösung der Wohnungsfrage machen. Der schaft in solchen Nahrungsmittel Fälschungs. Rechte eingeräumt sind, das übrige thun. Vorschlag ist so sublim, daß er im Bunde der Landwirthe ent- prozessen das Verfahren eingestellt.". standen sein könnte. Wir glauben, daß die Durchführung dieser Wir müssen die Verantwortung für diese Notiz dem obenAls neuer Redakteur des ,, Volk" stellt sich Herr Vorschläge mehr zur Herabdrückung der Löhne auf dem flachen genannten Blatte überlassen. Entspricht aber die Mittheilung Dietrich von Dergen in einem Leitartikel den Lesern Lande, als zur Verbesserung des Schlafstellenwesens beitragen den Thatsachen, dann sind wir abermals in der Lage, auf den dieses Blattes vor. Er will darin seine und des Volkes" würde. Sah hinzuweisen:„ Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe".fünftige Haltung gegenüber den Konservativen einerseits, fähige, vom Vertrauen der Bürger getragene Wohnungsinspektion Will man richtig bessern, dann richte man eine leistungsEin neuer Sieg der Standard- Dil- Comden jüngeren" Christlich- Sozialen andererseits näher präzisein, der das Recht zusteht, ungesunde und allzu ſehr ausgenügte pany in Deutschland. Die Zahl der unabhängigen firen. Die Trennung von den Konservativen bedauert Wohnungen zu sperren, bezw. die Bewohnerzahl und sanitäre Petroleum- Importeure in Deutschland wird immer geringer. Herr v. Derzen. Aber sie ist nun einmal eine Thatsache. Berbesserungen arzuordnen. Dadurch würde freilich die Lebens- hierüber meldet eine Depesche aus Hamburg: Zur Fusionirung der drei Petroleumfirmen Göpel u. TrübeSo wendet er denn auf sie das Sprichwort an„ Schiedlichhaltung der Arbeiter gebessert und die Löhne gesteigert werden. friedlich." Eigentlich hat er nur an ihnen auszusehen, daß Dies entspricht freilich nicht der neuesten Sozialpolitik des Systems New York, Poth- Mannheim, Rassow, Young u. Ko.- Bremen erhält die Hamb. Börsenhalle" eine Mittheilung, nach welcher fie für soziale Reformen sich nicht erwärmen. Ueber soziale Hohenlohe! unzweifelhaft die Unifizirung des Petroleumhandels der ganzen Reformen sagt er dann: - Ueber einen schweren Unglücksfall bei den Welt jetzt bewirkt sei, indem die genannten Firmen der allWas wir in dieser Hinsicht erstreben, sprechen die ver in Breslau stehenden Kürassieren berichtet die Breslauer gemeinen Vereinigung der Standard Dil- Company beigetreten schiedenen christlich- sozialen Programme deutlich genug aus. Morgen- Zeitung" folgendes: find. Vom 24. Mai d. J. ab sei das Petroleum für die ge Nicht, daß wir die Absicht hätten, über jede These derselben zum Der Unteroffizier Ulrich von der zweiten nannten Firmen aus den Tanks und aus den Werften der Märtyrer zu werden." Schwadron hatte als Schwimmlehrer den Kü rassier Walter Standard- Dil- Company geladen worden. Eine solche Absicht hat auch niemand bei Herrn Stöcker an der sogenannten Angel und ließ denselben" Tempo machen". Niederhaßlaun. Zum vierten Male nacheinander versagte und den Stöckerlingen erwartet. Reiner von ihnen wird Walter that das eine Beit lang, bis er Ulrich erklärte, er je an dem heißen Brei sich den Mund verbrennen. Be- tönne nicht mehr. Dabei hatte Walter Mühe, sich über die Amtshauptmannschaft der Wahl des Gemeinde- Aeltesten die greiflicher Weise nimmt Herr v. Derßen, der kein Märtyrer affer zu halten, ging unter, tam wieder Bestätigung. Diesmal handelt es sich um den Gartenhausbesiger werden will, es den Jüngeren" deshalb auch sehr übel, berauf, griff nach der Leine, fuchte empor Ernst Nürnberger, der nicht bestätigt wird, weil er einst Mitglied des gar nicht mehr bestehenden Ortsvereins war. Nunmehr zu tlettern 2c. Die Situation machte auf die daß sie beständig so ungeduldig drängen, daß wirklich etwas Augenzeugen schon jetzt einen äußerst beängstigenden nahm die Gemeinderathsfiyung einstimmig folgenden Antrag an: geschehe. Drum sagt er von ihnen: " In Erwägung, daß der Gemeinderath von Niederhaßlau Eindruck, auf Ulrich wohl auch, denn dieser übergab die Wenn hier und da ein Geistlicher, der unter Arbeitern Angel mit dem daran hängenden, um sein Leben ringenden in furzer Zeit viermal Gemeinde- Aelteste gewählt hat und stets arbeitet, die Neigung zeigt, in ähnlicher Weise, wie Paulus Kürassier einem Kameraden und meldete dem die Aufsicht solche Männer, welche das Vertrauen der Gemeinde schon seit den Juden ein Jude und den Griechen ein Grieche wurde, so führenden Sekonde- Lieutenant Freiherrn von Saurma- vielen Jahren genossen haben, die tgl. Amtshauptmannschaft den Arbeitern ein Arbeiter zu werden, um ihrer etliche für Feltsch, daß Walter feine Tempi mehr machen wolle oder aber keinen der Gewählten bestätigt hat, und unter Gründen, Chriftum zu gewinnen, so mögen wir das, wenn es mit Maß und machen zu können vorgebe. Herr v. Saurma begab sich nun welche das Gesetz nicht kennt, beschließt der Gemeinderath, von Weisheit geschieht, nicht hart, sondern freundlich beurtheilen. zur Stelle und befahl Ulrich: Lassen Sie Tempo einer nochmaligen Wahl abzusehen und den Beschwerderbeg zu Wenn aber dies Verhalten sich zuspitzt zu einer Auffassung des machen." Dazu fam es aber nicht mehr. Als die Angel beschreiten." Iautlos Christenthums, wonach der Weg zur fittlichen Befferung durch die nachgelassen wurde, ging Walter Es ist ein trauriger Zustand, wenn eine Gemeinde nicht das voraufgegangene Befferung der materiellen Verhältnisse hindurch unter, und wie man die Angel wieder anzog, Recht haben soll, ihre Vertreter und Beamten selbst zu ernennen. führen soll, so tritt ein Moment ein, wo die„ Jungen", die dies Prinzip hing ein lebloser Körper, bem bereits der Koth muß nicht der Gemeinderath viel besser wissen, was der Gevertreten, sich nicht mit uns, sondern mit den Sozialdemokraten a gegangen war, an der Leine. Die Wirkung dieses meinde frommt, wie ein Verwaltungsbeamter, den nicht in der berühren. Und weiter, wenn von chriftlich sozialer Seite Anblicks war zunächst, daß alle Zivilisten aus der Gemeinde ansässig ist? Doch die Weisheit eines Amtshauptdiese und jene Reform verlangt wird, die in sozialistischer Anstalt entfernt wurden. Diese Maßregel und ihre mannes ist, wie die" Sächs. Arb.- 3tg." belehrend mittheilt, unRichtung liegt, so widerstreben wir nicht, wenn im Einzel. Durchführung erfolgte so rapide, daß ein Schwimmschüler nicht erforschlich; fie behütet die Gemeindeglieder wunderbar. fall konkrete und durchschlagende Gründe dafür vorhanden einmal feine Schuhe gleich mitnehmen konnte. Erst als die 3ur Charakteristit des in Zanga au find. Wenn aber an die stelle der vorsichtigen Abwägung Räumnng vollzogen war, wurde Walter aus dem 15 Jahren Zuchthaus verurtheilten Afrika. des Einzelfalls der Radikalismus eintritt, der das Leben pietät Wasser gezogen. Er war todt. Nun sandte man nach ners" Friedrich Schröder erhält die Eff. Vitg." los und geschichtslos in die Schablone der Theorie prefsen will, dem Arzt und stellte wiederbelebungsversuche eine interessante Buschrift von einem Mitarbeiter Schröder's so tritt wieder ein Punkt ein, wo die jungen Vertreter an. Die letteren waren ohne Erfolg und der gerufene Ober- auf der Plantage Lewa. Derselbe war Augenzeuge vieler Brusolcher Theorien fich nicht mit uns, sondern mit den Sozial- ftabsarzt fonnte auch nur den Tod des Kürassiers feststellen." talitäten Schröder's und schreibt: demokraten berühren." Der Unteroffizier Ulrich soll verhaftet sein. Eines Tages wünschte Schröder von einem Jumbo- Häupt Das genügt wohl. In diesem Dietrich hat Adolf Auf politisch Bestrafte ist auch in Preußen ling eine Partie Hühner, und da derselbe die geforderte Anzahl Stöcker den richtigen Mann gefunden, mit dem er sich früher das Spizbubengeset" von 1842, wonach Personen, die nicht lieferte, schoß Schröder ihm eine Ladung Schrot in wieder die Pforten des konservativen Paradieses öffnen eine Freiheitsstrafe verbüßt haben, der Aufenthalt an bestimmten Einen gounefifchen Dobi( Wäscher) schlug er windelweich und Orten oder bestimmten Bezirken zu untersagen ist, angewendet band ihn, an Händen und Füßen gefnebelt, an eine Fahnenstange, Namentlich das Manteuffel'sche Regiment war in Der Zeugnißzwang geht weiter um. Der verantwortliche worden. Redakteur der Thüringer Tribüne", Genosse Hülle in Erfurt, solchen" Thaten" groß. So wurde, um ein Beispiel anzuführen, wo er ihn einen Tag in brennender Sonne hungern ließ. Den Boy des Herrn v. Frankenberg, der, wenn ich nicht wurde abermals in der Disziplinar- Untersuchung gegen Un dem rothen Becker", als er nach Verbüßung der ihm im bekannt" als Beuge vernommen. Der Herr Regierungspräsident Kölner Kommunistenprozeß zuerkannten mehrjährigen Festungs. sehr irre, sich weigerte, etwas gegen seinen Herrn auszufagen, von der soll er durchgeprügelt und fünf Tage in Retten gelegt haben, will die Erklärung Hülle's, daß er sich der Gefahr einer straf strafe in Köln feinen Wohnsiz nehmen wollte, gerichtlichen Verfolgung ausfete, falls er wahrheitsgetreu aus. Polizeibehörde eröffnet, daß er als„ entlaffener Sträfling" sich in ohne ihm Epeise und Trank verabreichen zu lassen. Ich war persönlich zugegen, als er einen mit einem Bananenfage, nicht gelten laffen und versicherte unserem Genossen freund- der Stadt und deren Umkreis weder niederlassen noch aufhalten stamm beladenen Schwarzen, als der Mann in einem Bogen um lichft, daß ihm nichts geschehen werde. Da die Einleitung dürfe. Zwanzig Jahre später war dieser Sträfling" Oberseine gewöhnliche Waffe- in den Rücken schlug, daß der einer strafgerichtlichen Verfolgung bürgermeister der Stadt, in der man ihn als eine Gefahr für Schröder herum auswich, mit einem befenstielbicken, zähen Knüttel nicht Sache des Herrn Regierungspräsidenten sondern des Ruhe und Ordnung nicht hatte dulden wollen. Diese von der träftige Mensch auf der Stelle zusammenbrach. Staatsanwalts ist, so mußte Hülle die gewiß gut gemeinte Ver:" Frankfurter Zeitung" aufgefrischte Erinnerung ist bemerkenswerth kräftige Mensch auf der Stelle zusammenbrach. ficherung des Herrn Regierungspräsidenten unberücksichtigt laffen gegenüber dem Verfahren einer sächsischen Behörde, die wie be Arbeiter hatten vielleicht während unserer Anwesenheit etwas Eines Tages baute ich mit Schröder eine Pantherfalle; die und bei seiner Zeugnißverweigerung beharren. richtet, auf grund eines sächsischen Gefeßes die Internirung gegen einen sozialdemokratischen Redakteur in Chemnitz angewendet und gefaullenzt. Beim Erscheinen Schröder's fonnten alle noch entfomit das aufgehobene Sozialistengesetz durch ein älteres Landes- weichen, bis auf einen unglücklichen Bajanen, der noch in der Nähe beschäftigt war, und an diesem tühlte nun Schröder in der ges meinsten Art seine Wuth. gesez zu ersehen versucht hat. wird. " oder auch Nicht- Einleitung " " den Rücken. " Ich lief heran und suchte Schröder durch Worte zu beruhigen; doch als dies nicht half, ergriff ich ein in der Nähe liegendes Beil und ging hiermit Schröder zu Leibe. Jetzt erft ging Schröder zurück, und ich behaupte noch heute, auf diese Weise ein Menschenleben gerettet zu haben. Ein in der Nähe von Lewa gelegenes Magazin war des nachts geplündert worden. Einige Tage danach tamen Schwarze, um Garn und Band zu kaufen; einer diefer Leute hatte unglücklicherweise ein etwas verschmigtes Gesicht, und Schröder, der bereits ärgerlich war, nahm an, der Mann könne der Dieb sein, und schlug, ohne irgend einen Beweis, feinen Stock( fimbo) auf dem Schädel des Negers in Stücke. Auf dessen Geheul eilte ich herbei und konnte mich persönlich überzeugen, daß der Schädel nur noch eine blutende Wunde war. Diese Schandthat verübte Schröder in Gegenwart von zwei Zeugen( Europäern). In die amerikanische Präsidentschaft- Kampagne ist auch Henry George eingetreten. Er hat es richtig über sich gewinnen können, für den Kandidaten der westlichen Barmen, 3. Auguft. Dem ehemaligen Sandelsminister Silberbarone, dem Schönredner Bryan, eine Lanze zu Freiherrn v. Berlepsch war von einer christlich sozialen brechen. Der Vorgang ist interessant, weil er die wahr Versammlung in Mettmann eine Sympathiebezeugung zugegangen. scheinlich letzte Phase in der niedergehenden Laufbahn des Darauf hat Herr v. Berlepsch die nachstehende Antwort ertheilt, einftmals einflußreichen Mannes einleitet. Auf den Aus die in einer Versammlung des hiesigen christlich- sozialen Vereins fall der Wahl wird George's Erklärung vermuthlich keinen gestern verlesen wurde: Seebach bei Groß- Gottern, 28. Juli 1896. merkbaren Einfluß ausüben, da seine Anhänger, so viel es Geehrte Herren! deren überhaupt noch giebt, sich bereits so wie so meist der Für die Zuschrift vom 20. d. M. sage ich Ihnen beften Populistenpartei, die mit den Silberleuten geht, angeschlossen Dant. Die sozialpolitischen Anschauungen, welche mich während hatten.meiner Amtsführung geleitet haben, werden für mich auch fernerhin bindend sein. Ich hoffe also Ihnen in kommender Beitin gemeinsamer Arbeit zu begegnen. Ihr sehr ergebener Freiherr v. Berlepsch. Demnach scheint sich das Gerücht zu bestätigen, daß Herr Auch die Europäer hatten furchtbar unter Schröder zu und das war gewöhnlich der Fall . Berlepsch sich um ein Reichstagsmandat bewerben will. Sollte leiden. Die wenigsten Herren hatten Kontratt"; sobald sie nun wird er wohl als Wilder im Reichstage figen müssen; denn mit handelte Schröder sie wie Gefangene und Berbrecher, und so diese Absicht zu dem von ihm gewünschten Erfolg gedeihen, so mittellos waren der bürgerlichen Parteien selbst für eine so gemäßigte Sozial- geiftig gebrochen. Ausnahme des BZentrums, von dem ihn zu vieles trennt, ist teine wurde dort manche hoffnungsvolle junge Kraft törperlich und politit, wie sie Herr v. Berlepsch vertritt, zu gewinnen. Mich selbst," so fährt der Gewährsmann fort, bedrohte Schröder mehrmals mit Freiheitsentziehung und Einsperrung, Hagen, 3. Auguft.( Rhein.- Westf. Arb.- 3tg.") Uns geht später drohte er mir fogar, falls ich nicht innerhalb 24 Stunden die verbürgte Nachricht zu, daß der Abg. Eugen Richter bei den einen Brief nach Berlin abgehen ließe, der einige der oben ers Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen Majestätsbeleidigung wurde von der Stettiner FerienStraffammer der Schieferdecker Christian Wahl aus Westfalen, zuletzt in Ueckermünde wohnhaft, zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Bochum die Wittwe Klara Kr. von Meckinghofen bei Datteln zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Tagelöhner Michael Dotter von Höllrich wurde wegen Raiserbeleidigung vom Landgericht Schweinfurt zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. 810 bes - In Sagunto tam es anläßlich der Steuer Dabei war dieser Kulturträger ein feiger und abergläubischer erhebung zu Rubestörungen. Die Manifestanten Mensch. An schwachen wehrlosen Leuten hatte er Muth, sich zu steckten die Bureaus für die Steuer- Erhebung in Brand. Die vergreifen. Gegen faiserliche Beamte war er die Höflichkeit Gendarmerie mußte einschreiten; sechs Individuen wurden ver selbit, so lange er ihnen persönlich gegenüber stand, hinter haftet. ihrem Rücken trieb er indessen die ärgsten Intriguen. Hierfür ein Beispiel: Bulgarien. von den wähnten Schandthaten widerriefe, mich wie einen tollen Hund weißenburger Ehrenrath. Diesem präsidirte General Huberth.§ 92 c. Die aus der Errichtung und Thätigkeit der am Wege niederzuschießen". Auf Anrathen sämmtlicher damals Der Ehrenrath entschied, es liege kein Grund vor, den betreffenden Handwerkskammer und ihres Gesellenausschusses er. auf Lewa anwesenden Europäer( John Schröder, Petersen, Redakteur seines Offizierranges zu entkleiden. Dieses Urtheil erwachsenden Kosten sind, soweit sie nicht anderweit Deckung Lieutenant v. Boß und Bröckmann) verließ ich mit deren Hilfe regte in militärischen Kreisen Sensation. Der Honved- Minister finden, nach näherer Bestimmung des Statuts Nachts Lewa und brachte die Sache in Pangani und Bagamoyo Fejervary pensionirte hierauf Huberth. Letterer forderte den Handwert3 ausschüssen aufzubringen. zur Anzeige. Minister zum Zweikampf. Das Duell fand auch statt. Jetzt§ 95 a. Die Landes- Zentralbehörde derjenigen Bundesstaaten, Zu dieser Zeit habe ich dem damals in Sansibar weilenden wird General Huberth aus der Offiziersliste gestrichen. in welchen andere gesetzliche Einrichtungen( Handels- und Geheimrath Kayser auf Wunsch von Exzellenz v. Soden und Gewerbekammern) zur Vertretung der Interessen des Handwerts Spanien. Vizegouverneur Sonnenschein ausführlich unter Angabe von vorhanden sind, fann diesen Körperschaften die Wahrnehmung Zeugen über Schröder's Schandthaten auf Lewa berichtet," der Rechte und Pflichten der Handwerkstammer übertragen, wenn: 1. ihre Mitglieder, soweit sie mit der Vertretung der Interessen des Handwerks betraut sind, aus Wahlen der Handwerker hervor gehen, welche entweder einer Zwangsinnung angehören, oder dem Handwerksausschusse unterstehen; 2. bei denselben ein Gesellen Ausschuß nach Maßgabe des§ 92 a. Abfab 4 Sofia, 3. Auguft. In der öffentlichen Meinung herrscht die und 5 gebildet ist und seine Mitwirkung den Borschriften im Schröder hatte einen Offizier einer gemeinen Handlung be- Ueberzeugung vor, daß das Attentat gegen Stambulow's 92 b. entspricht. Die Landes- Zentralbehörde kann bestimmen, schuldigt. Der Offizier fordert Genugthnung, und wie Schröder nichts Grab ein Rache att gewesen ist. Am Sonntag vor acht daß die Rechte und Pflichten der Handwerkskammer von dem von sich hören läßt, geht der Offizier mit zwei Sekundanten Tagen fand ein Requiem auf den Gräbern der vier im Berfolg Handwerks- Ausschusse wahrzunehmen sind. nah Lewa herauf. Wie Schröder die Herren kommen sieht, des Prozesses Beltschew Hingerichteten statt. Die Swoboda" do D. Gemeinsame Bestimmungen. flüchtet er durch Feld und Wald nach Tanga und später nach griff die Theilnehmer an dem Requiem heftig an. Am Tage nach§ 96. Mehrere Bundesstaaten können sich zur Errichtung Pangani. Die Herren treffen auch nach einigen Tagen in Pangani bem Requiem wurde das Grab eines Hingerichteten, Thomas gemeinsamer Innungen, Handwerksausschüsse und Handwerks ein, von wo Schröder nicht weiter founte. Der beleidigte Offizier Georgiew, entweiht vorgefunden. Gestern zeigte sich das Grabmal fammern vereinigen. ist dann mit einer Nilpferdpeitsche in Schröder's Wohnung ge Stambulow's in ähnlicher Weise beschädigt; in der Erde neben drungen und hat denselben im Bette nach allen Regeln der Kunst dem Grabmal fand man eine Deffnung. Der erste Eindruck war durchgebläut. Am anderen Morgen ist Schröder dann in aller der, daß die Zerstörung durch Menschenhände bewirkt set, aber Stille nach Lewa heimgezogen und hat erst nach Wochen den die Polizei entdeckte in jeder Ecke der Einfriedigung Dynamit Offizier wegen Hausfriedensbruchs verklagt! patronen, welche sich als vollkommen gleich den bei dem Eisenbahnbau Sofia- Roman gebrauchten erwiesen. Der Anschlag war mit größter Ungeschicklichkeit unternommen. Die Polizei ist eifrig( 3) bemüht, die Urheber desselben zu entdecken. " Türkei. " 211 § 96 a. Die Behörden sind verpflichtet, den im Vollzuge dieses Gesetzes an sie ergehenden Ersuchen der Junungen, Handwertsausschüsse und Handwerkskammern und ihrer Organe zu entsprechen. § 96 b. Die Junungen, Handwerksausschüsse und Handwerks tammern dürfen ihren Mitgliedern und Angehörigen die Verpflichtung zu Handlungen oder Unterlassungen, welche mit den Aufgaben den Jnnungen, Handwerksausschüsse und Handwerks. tammern in feiner Verbindung stehen, nicht auferlegen. Oftmals würde Schröder furchtbar vom bösen Gewissen geplagt. Er fürchtete stets die Nacht. Unter seinem Bette lagen große Quantitäten Pulver und Petroleum, womit er sich in die Lust sprengen" würde, wenn die schwarzen Teufel kämen, erzählte er mir oftmals. Wenn sich nachts etwas im oder am Hause regte, hatte er feine Ruhe, bis ich alles untersucht hatte, während § 96c. Die Junungen, Handwerksausschüsse und Handwerks Konstantinopel, 3. Auguft. In Candia brach infolge tammern können unter ihrem Namen Rechte erwerben und Ver er mit gespannter Büchse hinter vergittertem Fenster lauerte. Eindringens von 300 flüchtigen Mohamedanern in die bindlichkeiten eingehen, vor Gericht klagen und verklagt werden. Eine gräßliche Nacht, die ich mit Schröder burchlebte, werde Stadt eine Banit aus, welche fich jedoch bald wieder für ihre Verbindlichkeiten haftet den Gläubigern nur ihr Verich meines Lebens nicht vergeffent. Ich schlief mit Schröder legte. Von türkischer Seite wird das Eindringen der mögen. unter demselben Dache, als ich plötzlich durch lautes Hilfes Mohamedaner in die Stadt auf die Ermordung mehrerer§ 96 d. Die Jnnungen, Handwerksausschüsse und Handrufen geweckt wurde. Ich eilte an Schröder's Bett. Seine Mohamedaner im Bezirke von Candia zurückgeführt. Nach werkskammern dürfen zu anderen Zwecken als der Erfüllung Lampe brannte wie gewöhnlich, vor dem Bette standen geladene einer Meldung des türkischen Konsulates überschritt neuerdings ihrer gefeßlichen und statutarischen Aufgaben sowie der Deckung Büchsen, ein Revolver lag neben ihm im Bett. Schröder sah eine 80 Mann starte griechische Bande die makedonische Grenze. ihrer Berwaltungskosten weder Beiträge erheben, noch Veraus wie der Tod, und waren seine Augen weit aus den Höhlen von unterrichteter Seite wird mitgetheilt, daß die Antwort wendungen aus ihrem Vermögen machen. Sie sind befugt, für getreten. Das Bett lag wüst durcheinander und Schröder war der Pforte auf die kretensischen Mehrforderungen zwar die Ge- die Benutzung der von ihnen getroffenen Einrichtungen, Fachwie im Schweiß gebadet. Wie ich ihn anredete, umklammerte neigtheit zeige, wegen zeitgemäßer nothwendiger Verbesserungen schulen, Herbergen, Arbeitsnachweis und dergleichen, Gebühren er meinen Arm und bat mich, bei ihm zu bleiben, da ihm sonst einiger Punkte des Vertrages von Haleppa in Berathungen ein zu erheben. Die hierauf bezüglichen Anordnungen unterliegen die schwarzen Teufel holen würden. Gegen Morgen erholte er zutreten, grundsägliche Veränderungen desselben jedoch nicht ge der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. fich und erzählte mir dann seinen Traum, nämlich: daß ihm statten will. eine Anzahl schwarzer Teufel ergriffen hätte, ihm glühende Plätteisen unter die Füße gebunden, und er dann in einem großen, glühenden Kessel mit noch verschiedenen anderen Herren, unter anderen Dr. Peters, hätte Schlittschuh laufen müssen." Die Innungsvorlage. C. Handwerkskammern. § 97. Die Wahlen zu den Aemtern der Jnnungen, zu den Handwerksausschüssen und ihren Organen, den Handwerks. fammern und ihren Organen und zu den Gesellenausschüssen er folgen auf fechs Jahre. Alle drei Jahre scheidet die Hälfte der Gewählten aus; eine Wiederwahl ist zulässig. § 97b. § 91. Bur Vertretung der Interessen des Handwerks ihres 831 nitglieder der Brüfungsausschüsse, der InnungsBezirks sind Handwerkskammern zu errichten. Interessant an diesen Mittheilungen ist vor allem, daß der Chef der Kolonialabtheilung über die Leistungen des Bruders des Herrn von Schröder- Poppelow informirt war. Warum hat man nun so lange gebraucht, um den von dem Drgane des Herrn v. Etumm so lange vertheidigten Ehrenmann unschädlich zu machen?" vorstände, der Handwerksausschüsse, der Handwerkskammern und § 91a. Die Mitglieder und Stellvertreter werden von den der Gesellenausschüsse verwalten ihr Amt als Ehrenamt unHandwerksausschüssen gewählt, welche ihren Sitz im Bezirk der entgeltlich, doch erhalten sie nach näherer Bestimmung des Statuts Sandwerkskammer haben. Wählbar sind nur solche Personen, Bergütung baarer Auslagen und eine Entschädigung für Zeit. welche 1. zum Amt eines Schöffen fähig sind(§§ 31, 32 des versäumniß. Gerichtsverfassungs- Gesetzes); 2. das 30. Lebensjahr zurückgelegt 97 d. Die Inmungen, Handwerksausschüsse und Handwerks. Bur Charakterisirung der Handhabung baben; 3. im Bezirk der Handwerkskammer ein Handwerkammern sind befugt, durch Beauftragte die Befolgung der gesetzdes Vereinsgefeges in Schwarzburg- Sonders mindestens seit drei Jahren selbständig betreiben; 4. die Befug- lichen und statutarischen Vorschriften zu überwachen und von hausen schreibt anläßlich einer Besprechung des Entwurfes niß zur Anleitung von Lehrlingen befißen; 5. in dem der Wah! Unterkunft der Lehrlinge bestimmten Räume, der Einrichtung der Betriebsräume, ber für die eines Vereinsgefeßes für diesen Duodesstaat die Thüringer vorangegangenen Jahre für sich oder ihre Familie Armen- der Herbergen unternügung aus öffentlichen Mitteln nicht empfangen oder die Kenntniß zu nehmen. Tribüne" folgendes: bes Arbeitsnachweises empfangene Armenunterstügung erstattet haben. § 91c. = und ben Für die Arbeiter sind die Vortheile des neuen§ 1 nicht bestimmt, denn die Arbeiter als solche befize. feine politischen Ver § 91b. Die Handwerkskammer tann sich nach näherer Bes II. Freie Jnnungen. eine. Für sie ist immer noch der bekannte§ 8 vorhanden, wonach stimmung des Statuts bis zu einem Fünftel ihrer Mitgliederzahl§ 100. Selbständige Gewerbetreibende, welche weder einer Arbeitervereinigungen und Berbrüderungen mit sozialistischen 2c. Be durch Zuwahl von sachverständigen Personen ergänzen und zu Zwangsinnung angehören, noch dem Handwerksausschuß unterftrebungen verboten sind. Was den Arbeitern in den nächsten ihren Berhandlungen Sachverständige mit berathender Stimme zu stehen, tönnen zur Förderung der gemeinsamen gewerblichen Nachbarländern erlaubt, ist innerhalb der weiß- blauen Grenzs ziehen. Intereffen zu einer freien Innung zusammentreten. Aufgabe der pfähle einfach verboten. Und die Behörden thun in der Der Handwerkskammer liegt insbesondere ob: freien Innung ist: 1. die Pflege des Gemeingeistes, sowie praktischen Ausführung der Gesetze ihr beftes. So wird z. B. 1. Die nähere Regelung des Lehrlingswesens; die Aufrechthaltung und Standesehre Stärkung ber hier nicht einmal ein Wahlverein der Arbeiter erlaubt, trobem 2. die Durchführung der für das Lehrlings unter den Innungsmitgliedern; 2. die Förderung eines die Reichsverfassung denselben in§ 17 gewährleistet. Wie die wesen geltenden Vorschriften zu überwachen; gedeihlichen Verhältnisses zwischen Meistern und Gehilfen, und die Fürsorge für das Herbergswesen Erfahrung lehrt, hätte es noch nicht des neuen§ 2 bedurft. Hier 3. die Staats- und Gemeindebehörden in der sowie in Arnstadt wurde schon vor längerer Zeit eine Versamm.Förderung des Handwerts durch thatsächliche Mittheilungen und Arbeitsnachweis; 3. die nähere Regelung des Lehre Iung, zu welcher auch das weibliche Geschlecht ein Erstattung von Gutachten über Fragen zu unterstügen, lingswesens und die Fürsorge für die technische. geladen war, aus Gründen der Sittlichkeit" verboten. welche die Verhältnisse des Handwerks berühren; 4. Wünsche gewerbliche und sittliche Ausbildung der Lehre Der Arustädter Landrath, der auch als Abgeordneter im Landtage und Anträge, welche die Verhältnisse des Handwerks linge; 4. Streitigkeiten der in§ 84 3iffer 4 bezeichneten Art fist, hat feinerzeit die Zahlstelle des Deutschen Schuhmacher. berühren, zit berathen und den Behörden vorzulegen; 5. die Bil zwischen den Innungsmeistern und ihren Lehrlingen zu ente verbandes aufgelöst, weil dieselbe man höre und staune dung ren Prüfungsausschüssen zur Abnahme der Gesellen scheiden. weibliche Mitglieder aufgenommen hatte! Später fiel auch die prüfung(§§ 131 und 131 a); 6. die Bildung von Ausschüssen Die Innung ist befugt, ihre Wirksamkeit auf andere, den " Spar- Agues" feinen sittlichen Gefühlen zum Opfer, indem er zur Entscheidung über Beanstandungen von Beschlüssen der Innungsmitgliedern gemeinsame gewerbliche Interessen als die Die Aufführung dieses Ginatters dem hiesigen Arbeiter- Gesangverein Prüfungsausschüsse(§ 132). Die Handwertstammer foll in allen vorstehend bezeichneten auszudehnen. Insbesondere steht ihr zu: verbot. Also wird die Praxis des Herrn Landraths Schwing jet wichtigen, die Gesammtintereffen des Handwerks berührenden 1. Fachschulen für Lehrlinge zu errichten und zu leiten; 2. zur vom Landtag zum Gesetz erhoben werden. Und das mit recht! Angelegenheiten gehört werden. Sie ist befugt, Veran. Förderung der gewerblichen und technischen Denn unter unseren Arbeiterinnen macht sich jetzt eine ganz bedent. ft a Itungen zur Förderung der gewerblichen, Ausbildung der Meister und Gehilfen geeignete liche Bewegung bemerkbar, sie wollen nicht begreifen, daß sie, technischen und sittlichen Ausbildung der Einrichtungen zu treffen; 3. Gehilfen und obgleich sie ein Einkommen von 300 m. versteuern müssen, ein- eifter, Gesellen( Gehilfen) und Lehrlinge zu Meisterprüfungen zu veranstalten und über die fach nichts au fagen haben. Ja, wir glauben, daß bei diesen treffen, sowie Fachschulen zu errichten und zu Prüfungen Zeugnisse auszustellen; 4. zur Förderung Zuständen die Sittlichkeit allerdings in beständiger Gefahr ist. unterstützen. Die Junungen und Handwerksausschüsse sind des Gewerbebetriebs der Innungsmitglieder Die ganze Gesegesvorlage paßt also vollständig in das geltende verpflichtet, den von der Handwerkskammer innerhalb ihrer Bus einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb eine Vereins- und Versammlungsgeseh hinein, und der neue§ 2 ist ständigkeit erlaffenen Anordnungen Folge zu leisten. zurichten: 5. zur Unterstüßung der Innungsmitglieder und weiter nichts, als eine weitere Beschränkung des Versammlungs-§ 91 e. Der Beschlußfassung der Gesammtheit der Hand- ihrer Angehörigen in Fällen der Krankheit, des Todes, der wesens, und hiergegen protestiren wir ganz energifch. Wir wertekammer bleibt mindestens vorbehalten: 1. Die Wahl des Arbeitsunfähigkeit oder sonstiger Bedürftigkeit Kaffen einzurichten. wollen freies Vereins und Versammlungswesen. Hinweg mit Vorstandes und der Ausschüsse; 2. die Feststellung des Haushalts-§ 100 b. Die Aufgaben der Innung, die Einrichtung ihrer dem§ 8 aus den Vereinsgesehen, hinweg mit dem neuen§ 2. planes, die Prüfung und Abnahme der Jahresrechnung, die Be- Berwaltung und die Rechtsverhältniffe ihrer Mitglieder werden, willigung von Ausgaben, welche im Haushaltsplan nicht vor soweit das Gesetz darüber nicht bestimmt, durch das InnungsDefterreich. gesehen find, sowie die Aufnahme von Anleihen; 3. die Abgabe ftatut geregelt. Die Stellung zum Landtagswahl unrecht von Gutachten und Anbringung von Anträgen bei den Behörden Dasselbe muß Bestimmung treffen: 1. über Namen, beschäftigte am Sonntag eine große, im Arkadenhofe des Wiener und gefeßgebenden Röperschaften über Gegenstände, welche die Siß und Bezirk der Innung; 2. über die Aufgaben Rathhauses tagende Boltsversammlung. Dieselbe faßte folgende Gesammtinteressen, insbesondere die Gesetzgebung über die Ver- der Innung, sowie über die dauernden Einrichtungen Resolution: hältnisse des Handwerks, betreffen; 4. der Erlaß von zur Erfüllung dieser Aufgaben; namentlich sind Dem niederösterreichischen Landtage wird für seine bisherige Vorschriften zur Regelung des Lehrling 3- nachfolgenden Verhältnisse des Lehrlingswesens zu regeln: a) die Thätigkeit, welche eigentlich nur in ganz unfruchtbarem Kampfe wesens; 5. die Wahl des Sekretärs. Soll die An von den Innungsmitgliedern bei der Annahme von der liberalen und antisemitischen Kliquen bestand, die Mißbilligung stellung für mehr als sechs Jahre erfolgen, so ist die Lehrlingen zu erfüllenden Voraussetzungen ausgesprochen. Die Versammlung giebt der Ueberzeugung Aus- Genehmigung der Aufsichtsbehörde erforderlich. Die Vorschriften und Formen, sowie die Dauer der Zehrzeit; druck, daß nur ein auf grund des allgemeinen, gleichen und zur Regelung des Lehrlingswesens bedürfen der Genehmigung b) die Ueberwachung der Beobachtung der für die Beschäftigung direkten Wahlrechtes gebildeter Landtag eine dem Bolte der Landes- Zentralbehörde und sind zu veröffentlichen. der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, den Besuch der Fort nügliche Thätigkeit entfalten tönnte. Die Versammlung fordert§ 92. Bei der Handwerkskammer ist von der Aufsichts- bildungsschule und die Regelung des Lehrlingswesens erlassenen daher die Beseitigung der Interessenvertretung, des Landes- behörde ein Kommissar zu bestellen. Derselbe hat die Rechte Bestimmungen durch die Junung; c) die Verpflichtung der Meister, ausschusses und des Landmarschalls die Aufhebung aller eines Vorstandsmitgliedes, aber kein Stimmrecht; er muß auf ihre Lehrlinge zum Besuche der Fortbildungsschule oder der Fachschule die Freizügigkeit beschränkenden Bestimmungen, ausgiebige Verlangen jederzeit gehört werden. anzuhalten; d) die Beendigung der Lehrzeit, die Ausschreibung Berpflegung der durch Alter, Siechthum und Krankheit der Lehrlinge vor der Innung und die Ertheilung des Lehrbriefs; arbeitsunfähig gewordenen Personen, wie auch insbesondere Gine) die Bildung der Behörde und das Verfahren zur Entscheidung wirkung auf den Reichsrath bezüglich der Steuer-, Gemeinde-, der im§ 84 unter Nr. 4 bezeichneten Streitigkeiten; 3. über Schul- und Heimathsgesetzgebung. Die Versammlung fordert Aufnahme, Austritt und Ausschließung der Mitglieder; 4. über schließlich die gesammte Arbeiterschaft Desterreichs auf, die die Rechte und Pflichten der Mitglieder, insbesondere über die brutale voltsfeindliche Interessenvertretung rücksichtslos zu be Beiträge, welche von denselben zu entrichten sind, und über den tämpfen und im gerechten Rampfe für das allgemeine, gleiche, Maßstab, nach welchem deren Umlegung erfolgt; 5. über die direkte und geheime Wahlrecht in Reich, Land und Gemeinde etwa wegen Verlegung statutarischer Vorschriften gegen die unbedingt auszuharren." Innungsmitglieder zu verhängenden Ordnungsstrafen; 6. über die Bildung des Vorstandes, über den Umfang feiner Befugnisse und die Formen seiner Geschäftsführung; 7. über die Zusammens sehung und Berufung der Innungsversammlung, über das Stimmrecht in derselben und über die Art der Beschlußfassung zc. Das Statut darf keine Bestimmung enthalten, welche mit Ungarn. - § 92a. Bei der Handwerkskammer ist ein Gesellen ausschuß zu bilden. Die Bahl feiner Mitglieder und ihre Bertheilung auf die einzelnen Gesellenausschüsse des Bezirks wird durch das Statut der Handwerkskammer bestimmt. Für die Mitglieder sind Ersatzmänner zu wählen, welche für dieselben in Behinderungsfällen und im Falle des Ausscheidens für den Rest der Wahlzeit in der Reihenfolge ihrer Wahl einzu treten haben. Die Mitglieder und Stellvertreter werden unter Leitung der Aufsichtsbehörde mittels schriftlicher Abstimmung von den Gesellenausschüssen der Handwerksausschüsse gewählt. Auf die Wahlberechtigung und die Wählbarkeit finden die Vorschriften des§ 85 entsprechende Anwendung. die - Die Unabhängigkeit militärischer Richter wird durch die folgende Mittheilung aus Budapest treffend gekennzeichnet: Der Honved- General Andreas Huberty, ehemaliger Brigade-§ 92b. Der Gesellenausschuß muß mitwirten: den in diesem Gesetze bezeichneten Aufgaben der Innung nicht Kommandant, wurde von dem militärischen Ehrengericht seines 1. beim Erlaß von Vorschriften, welche die Stein Berbindung steht oder gefeßlichen Vorschriften zuwiderläuft. Ranges für verluftig erklärt. Die Vorgeschichte diefes fenfa- gelung des Lehrlingswesens zum Gegenstande Bestimmungen über Einrichtungen zur Erfüllung der im tionellen Falles ist folgende: Während der tirchenpolitischen haben; 2. bei Abgabe von Gutachten und Erstattung von Berichten§ 100 Abfab 3 unter Biffer 4 und 5 bezeichneten Aufgaben Rampagne schrieb der Redakteur eines tleritalen Blattes über Angelegenheiten, welche die Verhältnisse der Gesellen( Gehilfen) dürfen nicht in das Innungsstatut aufgenommen werden. einen Artikel, wegen deffen die Staatsanwaltschaft An- und Lehrlinge berühren; 3. bei der Entscheidung über Be flage wegen Majestätsbeleidigung erhob. Der Redakteur anstandungen von Beschlüssen der Prüfungsausschüsse(§ 132.) wurde vom Schwurgerichte verurtheilt. Da derselbe Mit dieser Maßgabe finden die Vorschriften des§ 85c Absatz 2 auch Honved Oberlieutenant im Urlaubsstande war, gelangte entsprechende Anwendung; im Falle der Biffer 2 ist der Gesellen bie Frage, ob ein wegen Majestätsbeleidigung verurtheilter ausschuß nur berechtigt, ein besonderes Gutachten abzugeben oder Offizier im Verbande der Armee bleiben tönne, vor den Stuhl einen besonderen Bericht zu erstatten. § 100 f. Von der Ablegung einer Prüfung tann die Aufnahme nur abhängig gemacht werden, wenn Art und Umfang derselben durch das Statut geregelt find; die Prüfung darf nur den Nachweis der Befähigung zur selbständigen Ausführung der gewöhnlichen Arbeiten des Gewerbes bezwecken. Ist die Aufnahme von der Burücklegung einer Gehilfen oder Lehrlingszeit oder von der Ablegung einer Prüfung obynngig gemacht, so ist eine Ausnahme von der Erfüllung dieser An- lorderungen nur unter bestimmten, im Statut festgesetzten Voraus- fetzungen zulässig. Von einem Aufnahmesuchenden, welcher bereits von einer anderen, den Voraussetzungen dieses Gesetzes entsprechenden Innung desselben Gewerbes eine Aufnahme- Prüfung bestanden hat, kann eine solche nicht nochmals verlangt werden. Gewerbetreibenden, welche den gesetzlichen und statutarischen Anforderungen entsprechen, darf die Aufnahme in die Innung nicht versagt werden. s 101. Die von den Jnnungsmitgliedern beschäftigten Ge- Hilfen nehmen an den Jnnungsversammlungen und an der Verwaltung der Innung nur in» soweit t h e i l, o's dies in dem Jnnungsstatut vorgesehen est. Eine solche Theilnahme muß ihnen ein- geräumt w-rden an der Abnahme von Gehilsen Prüfungen, sowie an der Begründung und Verwaltung allrr Einrichtungen, für welche sie Beiträge entrichten oder«ine be> sondere Mühewaltung übernehmen, oder welche zu ihrer Unterstützung bestimmt sind. Z 103. Die S ch l i e ß u n g d e r'I n n u n g kann erfolgen: I. wenn sich ergiebt, daß nach§ IdOb die Genehmigung hätte versagt werden müssen und die erforderliche Aenderung des Statuts innerhalb einer zu setzende» Frist nicht bewirkt wird; 2. wenn die Innung wiederholter Aufforderung der Aufsichts- behörde ungeachtet die Erfüllung der ihr durch§ 100 Absatz 2 gesetzten Aufgaben vernachlässigt; 3. wenn die Innung sich gesetzwidriger Handlungen oder Unter- lassungen schuldig macht, durch welche das Gen» einwohl gefährdet ivird, oder wenn sie andere als die gesetzlich zulässigen Zwecke verfolgt. Die Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Innung hat die Schließung kraft Gesetzes zur Folge. s 103 b. Die Innungen unterliegen der Aufsicht der Ge- meindebehörde. Für Innungen, welche ihren Sitz nicht inner- halb eines Stadtbezirks haben, oder welche mehrere Gemeinde- bezirke umfassen, wird von der höhereu N-'avaltungsbehörde, für Innungen, welche sich in die Bezirke mehrerer höheren Ber- waltungsbehörden erstrecken, von der Landes-Zentralbehörde die Aussichtsbehörde bestimmt. Die Aufsichtsbehörde überwacht die Befolgung der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften und kann dieselben durch An- drohung, Festsetzung und Vollstreckung von Ordnungsstrafen gegen die Inhaber der Jnnungsämter, gegen die Jnnimgsmitglieder und gegen deren Gehilfen, soweit diese an den Geschäften der Innung theilnehnien, erzwingen. Die Landesorganisation der Sozialdemokratie des Herzog- thums Kobura, die in Koburg ihren Sitz hat, erläßr einen Aufruf an die Arbeiterschaft, das koburgische Staats- b ü rg e rr e ch t zu erwerben. Alle Zuschriften und Sendungen betreffs der Landtagswahl sind zu richten an den Genossen A. Walter in Koburg, Herrengasse I. I« einer großartig besuchte» Versammlung forderte die Sozialdemokratie Wiens die Einführung des all- gemeinen Wahlrechts für de» Landtag, ferner die Aufhebung aller die Freizügigkeit beschränkenden Bestimmungen, sowie aus- giebige Verpflegung der durch Alter und Krankheit arbeitsunfähig gewordenen Personen. Trotzdem die Versammlung von zirka 10 000 Personen besucht war, ist auch nicht die mindeste Störung vorgekommen. Polizeiliches, Gerichtliches er. — Am 27. August hat sich in Elberfeld der verant- wortliche Redakteur der„Freien Presse", Genosse Grimpe, auf dt» bekannte Anklage zu verantworten, durch eine Kritik der Todes st rase eine Staatseinrichtung verächtlich gemacht zu habe». Wie das Urtheil auch ausfallen möge, dessen könne» sich die Anhänger der Todesstrafe versichert halten: die Sympathie der ganzen modern fühlenden und denkenden Welt wird auf Seit« unseres Genossen stehen. — Mit einer wohl noch nicht dagewesenen Begründung hat die Amtshauptmannschaft zu R o ch l i tz in Sachsen unseren Burgstädter Genossen die Erlaubniß zur Abhaltung eines Festes verweigert. Der Vorsitzende des Wahlvereins für Burg- städt und Umgegend ersuchte die Amtshauptmannschaft, dem Verein die Abhaltung eines Konzert- und Tanzvergnügens im Saale des Goldenen Löwen in Bäckersdorf zu gestatten, wo eine große Zahl Mitglieder wohnen. Die Amlshauptmannschast schlug aber das Gesuch mit den» Bemerke» ab, das Ber- gnügen könne in Burgstädt abgehalten werden. Dem Wahlverein steht aber in Burgstädt kein Saal zur Ver- sügnng! Selbstverständlich wird gegen die Amtshauptmannschaft Beschwerde geführt. — Das„Volksblatt für Gotha" hatte die Resolution einer Versammlung abgedruckt, worin die organisirten Arbeiter ersucht wurden, ei» bestimmtes Wirlhshaus so lange zu meiden, bis der Wirth seinen Saal den Arbeitern wieder zur Verfügung stellt. Da man sich in der Resolution nicht allein an die Parteigenossen, sondern an alle Arbeiter gewandt hatte, wurde der Siedakteur I o o s in der Berufungsinstanz zu 50 M. und zur Tragung aller Kosten verurtheilt. Wegen„groben Unfugs" natürlich. Genosse Ivos berief sich vergeblich darauf, daß in erster Linie das Militär boykottirl. Das Gericht er- klärte, der Militärboykott komme nicht in betracht, denn das Militär sei nicht allein berechtigt, sondern sogar verpflichtet, zu boykottiren, weil es die Aufrechterhaltung der Ordnung nach innen und außen zu besorge» habe. — Wen» das Militär zum Boykott von Wirthshäusern ver- pflichtet wäre. müßte das doch wohl im Gesetz oder in einer gerichtsnotorischen, gesetzeskräftigen Verordnung vorgeschrieben sein. Davon ist aber nichts bekannt, und so hätte der Rechts- grundsatz des preußischen Justizministers Herrn v. Schönstedt: „Wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe," jetzt schon in den thüringischen Kleinstaaten Eroberungen gmacht. Soziale Mebeefithk. Krankenkaffentvesen. Der Krankenkasse des Kaufmännischen Vereins zu Hannover(E. H.), der Kranken- und Sterbekasse der Fuhrherren, Kutscher und verwandten Berufsgenosse»„Eintracht" (E. H.) in Berlin, der Kranken- und Sterbekasse zu Wernborn (E. H.) und der Kranken« und Sterbegeld- Unterstützungskasse „Victoria" zu Danzig(E. H.) ist vom preußischen Handels- «ninisterium erneut bescheinigt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungsgesetzes genügen. Die preußischen Ministerien des Innern und des Handels und Gewerbes haben im Einverständniß mit dem Kriegs- Ministerium hinsichtlich der ausschließlich für Betriebe der Heeresverivaltung errichteten Betriebs- und Bau-Krankenkassen an stelle der Verfügungen vom 13. Dezember 1634 und 13. August 1885 das folgende fest- gesetzt: 1. Zu Ziffer 2, Absatz 7, der Anweisung: Die Befugnisse und Obliegenheiten der höheren Verwaltungsbeh örde {ür die Betriebs-Krankenkafle der technischen Institute der Artillerie, «er Gewehrfabriken, der Munitionsfabrik, des Artilleriedepots zu Berlin und für die Festnngsbau-Krankenkassen werden von der im königl. Kriegsministerium errichteten Inspektion der technischen Institute wahrgenommen. 2- Zur Ziffer 5, Absatz 5, der Anweisung: Die Befugnisse und Obliegenheiten der Aufsichtsbehörde werden wahr- genommen: a) bei den Betriebs- Krankenkassen der technischen Institute der Artillerie, der Gewehrfabriken und der Munitions- sabriken von der bei der Inspektion der technischen Institute im königlichen Kriegsministerium errichtete» Handwaffen- Abtheilung, b) bei der Vetriebs-Krankenkasse des Arlilleriedepots in Berlin von der königlichen 1. Artilleriedepot- Inspektion in Posen, c) bei den Festungsbau- Krankenkassen von den den betreffenden Fortifikationen vorgesetzten königlichen Festungs- Inspektionen, jedoch mit der Maßgabe, daß die Festsetzung des ortsüblichen Tagclohns gewöhnlicher Tagearbeiter(§ 8 des Gesetzes) den königlichen Regierungspräsidenten zusteht. Ueber die UrlaubSverhältnissc der Eisenbahn-Beamten Sachsens wird mitgetheilt: Bei den Staatsbahn-Verwaltungen ist es vielfach vorgekommen, daß Vorgesetzte ihren Unter- gebenen einen erbetenen Urlaub verweigerten oder, wenn sie einen solch kurzen Urlaub gewährten, verlangten, daß die Beamten das rück st ändige Arbeitspensum in ihren dienstfreien Stunden nachholten. Bei der Staats- Eisenbahn-Verwaltung soll nun ähnlich, wie bei den Ministerien, den Polizeibehörden-c. die Urlaubszeit für Beamte und Be- dienstete einheitlich geregelt werden. GenrettKpchafklirizes. Achtung, selbständige Kürschner Berlins(Pelzbrauche)! Es ist wohl die allerhöchste Zeit, daß wir alle unsere höchst traurige Lage klar erkennen. Seit Jahren waren wir gewöhnt, daß, wenn es vier Monate nichts zu thun gab, wir nach dieser Zeit das Verlorene wieder wett machen konnte». Dieses Jahr sind bereits sieben volle Monate vergangen und wir warten immer noch vergeblich auf das Saisongeschäft, das uns Rettung bringen soll. Dort aber, wo die Kollegen Be- schäftigung haben, sind die Löhne und die Behandlung vielfach eines Mannes geradezu unwürdig. Deshalb, Kollegen, ist es unserer aller Pflicht, zu versuchen, unsere Lage zu ver- bessern. Dazu sind wir aber nur im stände, wenn wir alle zusammenhalten. In den nächste» Tagen soll eine öffent- l i ch e Versammlung abgehalten werden, um Mittel und Wege zu suchen, wie in unserer Branche wieder bessere Verhältnisse ge- schaffen werden können. Versäume keiner, in dieser Versammlung zu erscheine», ermahne jeder die indifferenten Kollegen an ihre Pflicht und betrachte es jeder Kollege als Ehrensache, an der Verbesserung unserer traurigen Lage mitzuhelfen. Ort und Zeit der Versammlung werden durch Inserat im„Vorwärts" bekannt gemacht und ersuche» wir die Kollegen, darauf zu achten. Im Auftrage: Der Vorstand des Vereins selbständiger Kürschner (Pelzbranche). Au die Holzbildhauer Berlin» und Umgegend. Kollege»! Kurze Zeit ist es her, daß wir unsere For- derungen(ölstündige Arbeitszeit und 2l Mark Minimallohn in Bildhauer- und 52 stündige Arbeitszeit und 23 M. Minimal-Akkordverdienst in Tischlerwerkstätten) durchgeführt haben, und schon jetzt hört man, daß sie in einzelnen Fällen durchbrochen werde» sollen. Die unterzeichnete Kommission ersucht deshalb alle Kollege», an dem einmal Errungenen st r i k t festzuhalten und jeden Versuch der Prinzipale, das- selbe wieder illusorisch zu machen, energisch zurückzuweisen. Gleichzeitig erinnern wir die in R i x d o r f beschäftigten Kollegen, auf deren speziellen Wunsch eine Zahlstelle in den Viktoriasälen, Hermannstraße(Sonnabends 6-10 Uhr) eingerichtet wurde, an ihre Pflicht der Organisation gegenüber, da die Beitrittserklärungen in keinem Verdältniß zu dem Interesse stehen, das sich gelegent- lich der ersten Versaminlung zeigte. Mittheilungen werden an unterzeichnete Adresse oder Diens- tags und Sonnabends Abend nach dem Vereinslokal, Annen- straße 13, erbeten. Die Werkstatt« Delegirten-Kommission. I.A.: Otto Krippahle, Engelufer 4 a. Achtung, Zimmerer Berlins! In den Baugeschäften von O st e n. Luisen-Ufer, F i s ch« l, Danzigerstraße, und Strödt- hoff, Antonstraße, ist nunmehr ebenfalls die neunstündige Arbeitszeit durchgeführt; diese Geschäfte sind deshalb nicht mehr gesperrt. Die Lohnkommission der Zimmerer Berlins und Um- gegend. In der Kistenfabrik deS Herrn Robert Engel in Berlin ist wegen Lohndifferenzen ein Streik ausgebrochen. Vor Zuzug wird dringend gewarnt. D i e K o ni m i s s i o n der Kistenmacher. Achtung, Metallarbeiter! In der Gießerei von Kramer n. Herbig in Potsdam schweben Differenzen, weil daselbst für vom Streik betroffene Berliner Firmen gegossen wird. Former und Gießerei-Arbeiter werden ersucht, dieses bei Arbeits- angeboten aus Potsdam zu beachten. Am nächsten Sonntag wird in Potsdam eine öffentliche Metallarbeiter-Versaiumlung die Angelegenheit erörtern; die Herren Kramer und Herbig sind dazu eingeladen. Die Agitalious- Koininission des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes. I. A.: H e r m a n n F a b e r. Berlin, Flottwellstraße 15. Achtung, Metallarbeiter! Die Aussperrung der Arbeiter der Metallwaarenfabrik von A. F l e ck Söhne in Hamburg, Amsinckstraße 31, dauert unverändert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Anfragen sind zu richten an H. M e y e r, Wolt- iiiannstraße 47 bei Zink, Hamburg. Ter internationale Hntmacher- Kongreß tagte vom 27. Juli bis 31. Juli in London. Vertreten waren 5300 eng- lisch« Hutarbeiter und Arbeiterinnen durch 7 Delegirte, 3000 französische durch 2 Delegirte, 4300 deutsche durch 2 Delegirte und 1700 österreichisch-nngarische durch einen Delegirten. Aus den Berichten ging hervor, daß die Hutmacher aller Länder unter der Einführung neuer und verbesserler Maschine» sehr zu leiden haben, die Arbeitsbedingungen werden dadurch verschlechtert. Das Resultat der Verhandlungen war der Beschluß, einen inter- nationalen Verband zu gründen, dessen Zweck ist: 1. sich bei Streiks und Aussperrungen gegenseitig materiell zu unterstützen und Streikbrecher fern zu halten; 2. ausländische Arbeiter beim Aufsuchen von Arbeit zu unterstützen und ihnen womöglich Arbeit nachzuweisen; 3. Geschäfts- und Rechenfchafts- Berichte anszu- tauschen; 4. den französischen Verband mit der Leitung des inter- nationalen Verbandes zu betrauen; 5. den nächsten Kongreß im Anschluß an den allgemeinen internationalen sozialistischen Arbeiter- und Gewerkschaftskongreß abzuhalten. Eine internationale Konferenz der Brauerei-Ar- b e i t e r, woran Vertreter aus England, der Schweiz, Oester- reich-Ungarn, Deutschland und de» Vereinigten Staaten von Nordamerika theilnabmen, wurde am 30. Juli in London ab- gehalten. Aus Holland, Belgien und Frankreich lagen Zu- tiinmungsschreiben vor. Zum Vorsitzenden wurde W i e h l e- Hannover gewählt, der auch den Bericht über die Lage der deutschen Brauerei-Arbeiter gab. Seil 1890 habe eine Besserung der Löhne in den größeren Orten Platz gegriffen, die freilich auch erst durch mannigfache Kämpfe erreicht worden sei. Die deutsche Organisation zähle 8000 Mitglieder, die zur Verbesserung der Lebenshaltung der Brauer das möglichste beizutragen ver- üche. Besonders in Schlesien, Pommern, Ostprenßett, Thüringen und theils auch in Württemberg und Baden beständen noch schreckliche Zustände. Die Arbeitszeil betrage hier noch 15 bis 20 Stunden, der Stundenlohn 3 bis 10 Pf., der Monalslohn 33 bis 30 M. Die Wohnungsräume glichen vielfach Viehställen. Anderentheils bezögen die Brauereidirektoren Gehälter bis zu 50 000 M. und darüber. Ravazollo- Budapest berichtete über die Lage in Oesterrcich-Ungarn, wo ganz ähnliche Zustände wie in Deutschland zu finden wären; theilweise seien sie sogar noch krasser, denn in Ungarn sei noch das vagircnde(Aushilfe)- System eingeführt. Schmidt- Bern berichtete über den Streit, den die Schweizer Brauereibesitzer mit den Brauerei-Arbeitern vom Zaune gebrochen haben. Erst ein Boykott der schweizer Arbeiter habe die Unternehmer zur Raison bringen können. Er wie der Vorredner betonten die Nothwendigkeit internationalen Zusammen- gehens. Der englische Delegirte berichtete, daß zwar in England das meiste Bier konsumirt und produzirt werde, daß es aber nicht billig und gut genug sei, den Arbeitern den Whisky zu ersetzen. Wenn das deutsche Bier sich noch mehr Bahn brechen sollte, könnte vielleicht der Schnapskonsum ein- gedämmt werden. Die Arbeitszeit betrage 13—15 Stunden, der Lohn 15-20 Sh. die Woche in London, in der Provinz weniger. Aus Amerika lag der günstigste Bericht vor. Der amerikanische Verband zählt 12 000 Mitglieder. Der Durch- schnittslohn beträgt 13—14 Dollars die Woche. Der Verband steht auf sozialistischer Grundlage.— Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, daß diese Mitglieder der einzelnen Organi- sationen, die voll ihre Pflicht erfüllt haben, ohne weiteres von einer in die andere Organisation übertreten dürfen. Bei Lohn- kämpfen soll gegenseitige Unterstützung Platz greifen. Die Agitation für Verkürzung der Arbeitszeit soll mit aller Kraft gefördert werden. Als Sitz des internationalen Bureaus wurde Budapest gewählt, zum Sekretär Ravazollo-Budapest ernannt. Die übrigen verhandelten Angelegenheiten entbehrten des all- gemeinen Interesses. Auch die Vertreter der Seelente und Hafenarbeiter sind während des Londoner Kongresses zu einer inter- nationalen Konferenz ziisammengctreten. um einen Meinungsaustausch und eine Verständigung über die Verbesserung der Lage dieser Arbeiterkategorien zu erzielen. Alle waren darüber einig, daß ein gemeinsames Operiren dieser Branchen in allen in betracht kommenden Ländern von größtem Nutzen sei und es soll nach dieser Richtung hin in Zukunft eine rege Agi- tation entfaltet werden. Mit den Leitern der englische» Gewerkschaft der Schuhmacher hat Genosse B o ck, der Vertreter der deutschen Schuhmacher, während seines Aufenthalts in London Beziehungen anzuknüpfen versucht, was bisher auch gelang. I n s k i p, der Leiter der englischen Union, und V o t i e n, der Vorsitzende der Londoner Loknlunion, erklärten ihr Einverständniß zuni gemein- samen Zusamnieuwirken. Auch will die englische Organisation auf dem im nächsten Jahre in Brüssel stattfindenden internalio- nalen Schuhmacherkongrcß vertreten sein. In Magdeburg legten auf dem Bau des Herrn Löper, Königstraße und Gustav Adolsstraßen-Ecke sämmtliche Maurer Montag früh die Arbeit nieder, weil ihnen der vom Einigungs- amte festgesetzte Lohn verweigert worden war. Aus Langenbielan wird uns geschrieben: Die Weber der Firma B. Neugebauer Söhne nahmen am Montag die Arbeit wieder auf. Neun von den am Streik betheiligt ge« wesenen will die Firma nicht wieder einstellen. Aus Oesterreich kamen am Sonntag wieder etwa 12 erwachsene Personen(mit ungefähr 20 Kindern), um bei Neugebauer Söhne in Arbeit zu treten. Das betrübendste ist, daß sich unter ihnen einer befindet, der schon hier war und auf Kosten der Streikenden reichlich verpflegt und in seine Heimath zurückbesördert worden war. Zehn Strafmandate in Höhe von je 5 M., wozu sich noch je 1,20 M. Kosten gesellen, wurden Ende voriger Woche ebenso viele» Personen hier zugestellt, weil sie für die Streikenden eine Kollekte veranstaltet haben sollen, was in Schlesien bekannt» lich strafbar ist. Acht von den mit einem Strafmandate Be- dachten werden Widerspruch erheben, da sie absolut keine Gelder gesammelt haben. Aus Rachen wird telegraphirt: Die Weber in der Tuchfabrik Älachen Aktiengesellschaft haben die Arbeit wieder aufgenommen, ohne daß ihre Forderungen be« willigt wurden. In Lüdenscheid haben sämmtliche Polirer der Firma Jäger und Fischer wegen Lohnkürzung die Arbeit ge« kündigt. Durch Vergleich beendet ist der Ausstand der Holz» arbeiter der Polyphon-Musik werke in Wahren bei Leipzig. Die Arbeit ist am Sonnabend wieder aufgenomiue» worden. AuS Pirna a. d. Elbe wird über den Streik der Maler. L a ck i r e r und A n st r e i ch e r �berichtet, daß 23 Mann die Forderungen bewilligt bekamen.'8 sind abgereist und 10 be» finden sich noch im Ausstand. Die Mainzer Küfer beschlossen, den Unternehniern einen neuen Lohutarif vorzulegen, wonach sowohl der Akkord- wie der Tagelohn erhöht und an stelle der bisher sehr unregelmäßigen Arbeitszeit der Zehnstundentag eingeführt werden soll. In Karlsruhe haben die B a u s ch l o s s e r folgende Forde- rungen ausgestellt: lOstiindige Arbeitszeit, IVe Stunden Mittagspause und 23 Pf. Mindestlohn für die Stunde. In Pasing bei München hatte im Monat April der Schuhfabrila n t Regen st einer infolge des Streiks seines Personals sich zu mancherlei Zugeständnissen bequemen müssen. Als wieder Frieden war, revanchirte er sich durch Ent- lassung aller derer, die an der Spitze des Streiks gestanden haben. Weiler hat er für die Stepperinnen einen neuen Tarif aufgestellt, der Lohnkürzungen bis zu 50 pCt. enthalten soll. Die Schuhmacher Pasings ersucben deshalb die Fachgenossen allerorts, den Zuzug nach der Negensteiner'schen Fabrik fernzuhalten. Ans Budapest wird berichtet: 14 00 Arbeiter der Neu- Pester Julefabrik- Altiengesellschast haben wegen Lohn- differenzen die Arbeit eingestellt. Tie Schlosser Preßbnrgs verlangen den Zehnstundeiitag. Zuzug, namentlich von Bauschlossern, ist deshalb streng fern- zuhalten. Unter den Buchdruckern Dänemarks, die in fünf ver» schiedenen Vereinen organistrt sind, ist eine Bewegung im Gange, um aus diesen Vereinen eine Z e n t r a l or g a n i s a t i 0 n zu bilden. Nachdem die Buchdrucker auf Seeland und auf Fünen die Frage der Zentralisation in Versammlungen erwogen haben, hat eine Versammlung der jütländischen Buchdrucker einen Grund- plan aufgestellt, der in den fünf Vereinen erörtert werden soll. Es wird aber wahrscheinlich noch schwere Mühe kosten, die Buch- drucker Dänemarks unter einen Hut zu bringen. Der angekündigte Streik der Tischler Brüssels ist aus- gebrochen. Nach einer telegraphischen Meldung feiern 2000 Tischler. Sie fordern den Zehnstundentag und 50 Centimes Minimal-Stundeulohn. Nuter den Heizer» der Gasanstalt in Livorno in Italien steht ein Streik bevor. Für den Fall, daß die Direktion etwa in Deutschland Ersatzkräfte anwerben sollte, bitten die Livorneser Heizer die deutschen Kameraden, den Arbeitsangeboten keine Folge zu geben. Ein Gasarbeiterstreik ist in Lissabon, der Hauptstadt Portugals, ausgebrochen. Seit 2. August nachts 1 Uhr ist die Stadt ohne Gasbeleuchtung. DezreMea und letzte Vachvichken. Wien, 4. August.(W. T. B.) Wie die„Neue Freie Presse" meldet, wurde heute ein Schlossergehilfe wegen Verdachtes der Theilnahme an dem Bomben-Attentat am 1. d. M. verhaftet. Dem Verhasteten ist nachgewiesen worden, daß er am Tage des Attentats eine Znckerschnur gekauft hat, welche derjenigen glich. mit welcher der Bombenkarton zugeschnürt war. Madrid, 4. August.(W. T. B.) Eine Feuersbrunst, deren Entstehung auf Brandstistung zurückgeführt wird, zerstörte in Rueva, Provinz Valladodid, 500 Häuser.— Der Sturmwind richtete in der Umgegend von Madrid großen Schaden an. Verantwortlicher Redake-'-r: August Jacobey, Berlin. Für den Jnseratentheil verantwortlich: Dh. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu» Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 181. Lokales. Die nächste juristische Sprechstunde findet am Freitag, den 7. August, von 71/ 2-81/ 2 Uhr abends statt. Achtung, Parteigenossen! Am Sonntag, den 9. Auguſt, • findet das Sängerfest in der Brauerei Pichelsdorf statt. Wir bringen daher die Lokalliste für Spandau und Umgegend in gefl. Erinnerung. Die Genossen werden ersucht, davon Notiz zu nehmen. Radke, Neumeisterstr. 5. Pichelsdorfer Brauerei. Freund's Jufelgarten, Pichelswerder. Wogts, Pichelsdorf. Klinsch, Pichelsdorferstr. 103. Feierherd, Scharfe Lauke 1. Ducksch, Bismarckstr. 6. Hallecker, Frobenstr. 12. Neumann, Lutherstr. 4. Besonders weisen wir auf das Lofal Reinsberg Pichelsdorf hin, dieses steht der Arbeiterschaft nicht Verfügung. Die Lotalkommissio11. Mittwoch, den 5. August 1896. 13. Jahrg. der zuständigen Organe, Krankenhaus- Verwaltung und Armen- Ernesto und Pietro Jossana, die troß ihrer Namensähnlichkeit direktion, dürfte derartige Vorkommnisse verhindern. mit dem gräßlichen Aqua Toffana nichts weniger als giftig find. Die Alter" leisten in Taucherkünften wahrhaft pyramidales Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Juli cr. 21 Fa- und Miß Barma, eine junge Dame mit energischen Bügen, hat milien mit 65 Personen, darunter 13 Säuglinge und 25 Einzel- ein halbes Dutzend kleiner Hunde zu allerhand Apportirkünften personen. Am 1. August war der Bestand 22 Familien mit 76 Personen, darunter 4 Gäuglinge und 49 Ginzelpersonen. Das mit einer Meisterschaft abgerichtet, die ihren fünftigen Ghemann schon jetzt als einen Gegenstand des Mitleids erscheinen läßt. Asyl für nächtliche Obdachlose daselbst benutzten im Laufe des schon jetzt als einen Gegenstand des Mitleids erscheinen läßt. 535 Frauen. Von diesen Personen wurden 8 dem Krankenhause die Wize, an denen die biederen Provinzialen, welche das Parkett Monats Juli 11 262 Personen, und zwar 10 727 Männer und Gewerbe- Ausstellung immer noch herhalten, und sonder Zahl sind Auf dem eigentlichen dramatischen Gebiete muß natürlich die Friedrichshain, 44 dem Krankenhause Moabit, 16 der Charitee W überwiesen, 262 der Polizei vorgeführt; der Krankenstation des zieren, sich die Seele aus dem Leibe lachen wollen. Obdachs wurden 22 Personen zugeführt. Gebadet haben 7904 Im Untersuchungsgefängniß erhängt hat sich am Montag Personen. Derselbe Nachmittag der Untersuchungsgefangene B a tier. Die Berlin- Charlottenburger Straßenbahn- Gesellschaft war wegen einer Diebstahlsaffäre in Haft genommen und am hat an die hiesigen städtischen Behörden ein neues Projekt zur Montag zwischen 11 und 12 Uhr in das Moabiter UntersuchungsWeiterführung ihrer Linie Charlottenburg- Berlin bis ins Zentrum gefängniß eingeliefert worden. Bereits um 2 Uhr fand ihn der von Berlin gesandt. Diese Linie soll elektrisch betrieben und wärter in seiner Belle erhängt vor; der Tob war schon einvon der Dorotheenstraße ausgehend über die Eiserne Brücke, getreten. in durch die Neue Friedrichstraße, Kloster- und Grunerstraße bis Ein trübes Sittenbild aus der Großstadt entrollt wieder zur zum Polizeipräsidium am Alexanderplatz weiter geführt werden. einmal ein Eifersuchtsattentat, über das uns nachträglich berichtet wird. Der 48 Jahre alte Schleifer Adolf Puttlit In betreff der Zurückverlegung des Vorortverkehrs war mit seiner Frau in 3wistigkeiten gerathen. Beide trennten der Nordbahn nach dem Stettiner Bahnhof empfing sich. Buttlig glaubte auf einen Mann namens Schleyer Ju Sachen der Bäckereiverordnung hatte sich der Bäcker der Eisenbahnminister Thielen gestern Mittag eine Abordnung eifersüchtig sein zu müssen, der bei der Frau Buttli meister Wintler an das Ministerium für Handel und Gewerbe des Nordbahn- Vorortvereins. Dieselbe trug dem Minister die zur Miethe wohnte. Er bedrohte deshalb unablässig nicht nur gewandt, um im Interesse aller Bäckermeister Auskunft über die dringende Bitte vor, zu veranlassen, daß der Landtag die zur seine Frau, sondern auch die Tochter Emma. Am Sonnabend zweifelhaften Fragen zu erhalten, ob das Backen von im ersten schleunigsten Fertigstellung der Umbauarbeiten an Abend zwischen 9 und 10 Uhr kamen Mutter und Tochter fast Buftande fertiger Waare, wie Kuchen, den die Hausfrauen zu der Stettiner Bahn noch erforderlichen Baur aten früber be- zugleich mit Schleyer, der vor der Thür wartete, weil die bringen pflegen, zu den gelegentlichen Dienstleistungen gehört oder willige, als in Aussicht genommen sei, damit die Zurückverlegung Wohnung verschlossen war, nach Hause. Raum hatte sich der nicht, und zweitens, ob der Unterricht der Fach- und Fort- des Vorortverkehrs der der Nordbahn wenigstens schon im letztere zum Abendbrot hingesetzt, als es an der Wohnungsthür bildungsschule in denselben Stunden, die in die Zeit der Ruhe- Sommer 1897 erfolgen könne. Denn nachdem dies seinerzeit Klopfte. pause fallen, gefeßlich zulässig ist. Auf Einladung des Geheimen schon bestimmt in Aussicht gestellt worden sei, habe jetzt die eine weibliche Stimme: Fräulein, machen Sie auf, ich muß Auf die Frage, wer da sei, antwortete anscheinend Ober- Regierungsrath Dr. Wilhelmi hatte er daraufhin mit Mittheilung, daß die Zurückverlegung erst 1898 ftattfinden solle, Sie sprechen." Emma Buttlig öffnete und war nicht wenig er diesem und dem Regierungsaffessor von Meyeren eine münd- in allen Nordbahn Vororten die größte Be staunt, sich ihrem Vater gegenüberzusehen. Puttlig hielt eine liche Besprechung über diese für viele Bäckermeister zweifelhaften unruhigung hervorgerufen. Der Minister erwiderte Flasche mit Salzsäure in der Hand und stand eben im Begriff, Punkte. Ueber den Verlauf wird uns berichtet: Winkler erhielt darauf, er sehe es vollkommen ein, daß die Entwickelung den Inhalt auf seine Frau zu schleudern, als auf deren Veranlassung die gewünschte Belehrung dahin, daß das Ruchenbacken für der betreffenden Vororte durch die gegenwärtigen Verkehrs Schleyer hinzusprang und ihn packte. Nun warf der Ueber die Hausfrauen als gelegentliche Dienstleistung im verhältnisse gänzlich gehemmt werde. Und allein schon raschte, indem er sich noch einmal aufraffte, die Flasche mit Sinne der Bäckereiverordnung nicht anerkannt werden könne. Da deshalb würde er es gern gesehen haben, daß die voller Wucht gegen die Stubenthür, sodaß sie in Scherben ging der Meister die Bestellung erst annehme resp. das Backen zu gestatten Zurückverlegung des Verkehrs sobald wie möglich habe und auch die Garantie übernehme, gleichviel wer den Berdienst geschehen können. möglich hätte und die Salzsäure nach allen Richtungen umhersprigte. Auch würde dies aus fiskalischen größte Theil schlug Schleyer ins Gesicht, dessen linte Seite gang nimmt, so falle diese Arbeitsleistung unter Herstellung von Waare und Rücksichten sehr wünschenswerth gewesen sein, weil durch verbrannte; Frau Buttlig wurde ebenfalls am Gesicht und sei in einer Arbeitsschicht gestattet. Eine Zuwiderhandlung hier die weite Ausdehnung der Bauzeit das Geld zu lange außerdem an beiden Armen getroffen, ihre Tochter Emma kam gegen seitens der Werfführer oder Gesellen sei eine Rechtsfrage, festgelegt sei. Trotz alledem könne er der Abordnung zunächst mit einigen Verlegungen am Kinn und am Halse am besten über welche der Richter zu entscheiden habe. Betreffs der feinen günstigen Bescheid ertheilen, da es aus technischen davon. Der Attentäter entfloh. Die Verletzten wurden auf der Schulfrage erklärte Herr v. Meyeren: Der Lehrling ist Gründen unmöglich erscheine, die Bauzeit abzu Unfallstation in der Eichendorffstraße verbunden und dann zu nach§ 127 der Gewerbe- Ordnung der väterlichen Zucht des kürzen. Er wolle jedoch die Angelegenheit nochmals in Er- Hause ärztlich behandelt. Die Tochter ist bereits ziemlich wieder Meisters unterworfen. Es bleibt demselben unbenommen, den wägung ziehen und jedenfalls alles thun, was zur Beschleuni- hergestellt; auch bei Frau Puttlig scheinen die Wunden gut zu Lehrling nach wie vor zur Schule zu schicken. In der Ver- gung der Zurückverlegung des gesammten Nordbahn- Vorort- heilen; Schleyer's Befinden hat sich dagegen verschlimmert, daß ordnung ist nicht gesagt, daß der Lehrling die Stunden der Ruhe verkehrs nach dem Stettiner Bahnhof gethan werden könne. im Bette oder in der Kneipe zubringen soll. Die Schule gehört man ihn gestern in ein Krankenhaus hat bringen müssen. zu seiner Ausbildung, nur soll er im Gewerbebetrieb über die Beit nicht beschäftigt werden. Nachdem noch verschiedene andere gewerbliche Angelegenheiten erörtert worden waren, versicherten die Herren aus dem Ministerium, daß es nicht in der Absicht der Regierung liegen fönne, einen so strebsamen Handwerferstand wie das Bäckergewerbe, welches seit zwei Dezennien unbestreitbare Fortschritte gemacht habe, zu grunde zu richten." Das könnte auch schwerlich die Folge der Bäckerschutz- Verordnung sein. Der Die Spree- Havel- Dampfschifffahrts- Gesellschaft ,, Stern" Eine weibliche Leiche ist am Sonnabend im Grunewald plant die Errichtung einer Dampfer Anlegestelle in der Front gefunden worden. Die Persönlichkeit der Verstorbenen, die sich derjenigen Häuser in der Oberwasserstraße, welche jetzt durch Gift getödtet hat, ist noch nicht bestimmt festgestellt. Nach zum Abbruch gelangen. Der Betrieb soll von hier aus bis einer bei ihr vorgefundenen Postkarte handelt es sich um eine Treptow durch kleine elektrische Boote geschehen, die Weiter im Jahre 1852 geborene Erzieherin namens Polstorf. Die Leiche beförderung des Publikums von Treptow die Oberspree hinauf befindet sich in Schildhorn. Etwaige Angehörige, oder wer soust aber durch die großen Dampfer der Gesellschaft. Es dürfte zur Feststellung der Persönlichkeit beitragen tann, wollen sich bei hierdurch einem sehr fühlbaren Uebelstande abgeholfen werden, dem Förster in Pichelsberg melden. als bisher eine Weiterbeförderung des Publikums auf dem Polizeibericht vom 2. Auguft. Vor dem Hause Unis Wasserwege ungeachtet des außerordentlich großen Verkehrs auf versitätsstraße 9 sant Vormittags an der Stelle, wo vor furzer Zur sozialen Stellung der Handlungsgehilfen. Der dem Spittelmarkt, welcher ein Knotenpunkt von Pferdebahn- und Beit die Bohrung eines Brunnens versucht und wieder auf Borsigende der Freien Vereinigung der Kaufleute in Berlin hatte Omnibus- Linien ist, nicht stattgefunden hat. Hiermit wird einem gegeben worden war, das Mosaikpflaster zwischen der Granitbahn dem Chef des bekannten Waarenhauses N. Israel, Berlin C, jahrelangen Wunsche der Anwohner am Spittelmarkt entsprochen und der Bordschwelle des Bürgersteiges ein, so daß ein etwa Spandauerstraße 28/29, ein Schreiben gefandt, worin er ihn auf werden. Die bezüglichen Anträge sind seitens der Gesellschaft 3/4 Meter tiefes Loch von 1/2 Meter Durchmesser folgende Uebelstände seines Geschäftes aufmerksam machte: " In einem dumpfen, auch am Tage stets durch künstliche" Stern" bei den zuständigen Behörden gestellt worden. entstand. In dieses stürzte die gerade über die Stelle hinwegBeleuchtung zu erhellenden Kellerraume, der nie und nimmer Der Straßenname„ Alt- Moabit" war den Hausbesitzern gehende 46 Jahre alte verebelichte Schneidermeister Pauline seitens unserer Polizeibehörde zum öffentlichen Ausschant bezw. der Straße nicht vornehm genug. Sie glaubten, wenn die Straße Sch mock und erlitt eine Quetschung des Oberschenkels. Die zum Aufenthalt von Menschen tonzessionirt worden wäre, be- Moltkestraße hieße, würden die Vornehmthuer höhere Vertiefung wurde später durch Mannschaften der Straßenreinigung findet sich der für Ihre Angestellten bestimmte Erholungsraum, Miethspreise für ihre Wohnungen zahlen. Sie petitionirten des mit Sand ausgefüllt. Nachmittags wurde die 44 Jahre alte die sogenannte Kantine, in der die Angestellten ihr Frühstück und halb um diesen Namen. Sollte Moltkestraße nicht genehmigt Schreiderin Alwine Wildau in ihrer von Nachbarn geöffneten Vesperbrot einzunehmen verpflichtet ist. Wenn schon bei einem werden, dann wollten sie mit Moabiterstraße zufrieden Wohnung in der Dresdenerstraße auf dem Sopha liegend toot derartig beschriebenen Raum von einer Erholung absolut keine fein. Das Polizeipräsidium hat nunmehr beide Namen ab- anfgefunden und nach dem Schauhause gebracht. Aus einem Rede sein kann, so wird dieselbe dadurch noch vollständig gelehnt. Es bleibt bei dem historischen Alt- Moabit. an ihre Schwester gerichteten Schreiben ging hervor, daß unmöglich gemacht, daß in diesem Raume weder ein Stuhl noch ein Tisch, ja überhaupt eine Sihgelegenheit vorhanden ist. Ein neuer Miethsvertrag für Berlin ist zwischen dem sie sich mittels einer starken Morphiumlösung vergiftet hat. Vom 3. August. Der 76 Jahre alte Almofenempfänger Vorstand des Vereins Berliner Wohnungsmiether und den Vor: Infolge der großen Schädlichkeit, die das permanente Stehen Ständen der Hausbesitzervereine Nordwest und Nordost vereinbart Johann S. wurde nachmittags in seiner Wohnung in der von morgens bis abends hinter dem Ladentisch mit sich bringt, worden. Er soll viele schitanöse Bestimmungen der bestehenden Gustav B. in seinem Lagerfeller in der Urbanstraße er hängt Holzmarktstraße und abends der 42 jährige Kohlenhändler ift auch von einem Kreise unserer Bürgerschaft, wie Ihnen be- Miethsverträge beseitigen und vor allem die Ausübung des aufgefunden. In der Haidestraße gegenüber dem Nordhafen fannt sein wird, vor einiger Beit eine Agitation dahin enfaltet Ermissionsrechts durch den Hausbesizer wegen Nichteinhaltung fiel nachmittags die 57 Jahre alte verwittwete Marie S., worden, den Angestellten in Ladengeschäften eine Siggelegenheit der Hausordnung von vorheriger schriftlicher Vereinbarung ab- in zu verschaffen. Wenn nun schon das bloße Stehen tagsüber von hängig machen. den Zelten wohnhaft, ohnmächtig zur Erde unendlichem Schaden für den Körper bezw. die Gesundheit und verstarb auf der Stelle an Herzlähmung. der Angestellten ist, so ist das permanente Ginnehmen von Speisen Soldaten- Selbstmord. Erhängt aufgefunden wurde vor Abends stürzte die fünfjährige Tochter des Schuhmanns während des Stehens ein jeder Humanität stritte zuwider laufen- gestern Vormittag auf dem Felde am Weidenweg, Ecke der Kant- Grande, aus dem Fenster der im vierten Stock des Hauses der Zustand, der zu den mannigfachsten Krankheiten der Ver- straße in Friedrichsberg, ein Soldat vom dritten Train Franfedistr. 16 gelegenen Wohnung ihrer Eltern auf den Hof dauungsorgane wie des Unterleibes führen muß und führt. Ein Bataillon. Der Lebensmüde, welcher Papiere auf den hinab und erlitt einen Schädelbruch. Vor dem Hause jeder Arzt wird Ihnen die Richtigkeit meiner letzten Ausführungen Namen Voigt lautend bei sich führte und aus Breslau stammt, Neue Friedrichstr. 72 lief abends der zehnjährige Sohn des bestätigen. Bemerken möchte ich Ihnen noch, daß ich mich persön- hatte sich mittels eines Strickes an einer Laube aufgeknüpft und Portiers Tesch gegen ein von dem Schauspieler Franz Babekow lich von dem Ihnen mitgetheilten Uebelstande überzeugt habe, fonnte die That erst kurze Zeit vor seiner Auffindung bewerk geführtes Zweirad und erlitt dabei unbedeutende Verlegungen und war es geradezu ein bejammernswerther Anblick, die jungen stelligt haben. Die Veranlassung zu derselben bildet, wie nach im Gesicht und am rechten Arm. 3abetow felbft fiel Leute, ein Fleckchen zum Sigen erhaschend, ihr Vesperbrot auf Angabe eines Berichterstatters aus einem hinterlassenen Schreiben vom Rade und trug eine erhebliche Verlegung am linten Knie der Kellertreppe einnehmen zu sehen. hervorgeht, Liebesgram". Die Braut des Soldaten, die davon. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß es nur dieses Sin- er in der Heimath zurückgelassen, hatte sich dort mit einem weises bedurfte, um Sie zu veranlassen, den unerhörten Uebel- Anderen verheirathet. Aus den Nachbarorten. stand dadurch beseitigen zu lassen, daß in der genannten Kantine Eine schreiende Versteigerung fand gestern in der Auktions- Ober Schönweide. Tische und Stühle für das Personal aufgestellt werden." Parteigenossen! Der Gastwirth halle in der Neuen Schönhauserstraße statt. Einem Hamburger Saferland ist der einzige Wirth in Ober- Schönweide, der Die erbetene Antwort auf dieses Schreiben erhielt der Vor: Vogelhändler, der einen Posten von 150 Stück grüner und grauer feinen Saal der Arbeiterschaft zu jeder Versammlung sitzende der genannten Gehilfenvereinigung bis dato nicht. Will Bapageien nach Berlin zum Verkauf gesandt, waren dieselben zur Verfügung stellt und darum auf Polizeistunde gesetzt die Firma nicht schreiben, so beeilt sie sich hoffentlich wenigstens, fofort nach Ankunft hierselbst gepfändet worden und gelangten ist, wohingegen die anderen Lokalbefizer bis 12 und 2 Uhr die Nebelstände in ihrem Betriebe abzuschaffen. gestern zur Versteigerung. Die Thiere benahmen sich hierbei so geöffnet haben. Nicht genug damit hat man Herrn Haferland Betriebswerkstätten für Damen Jacketts, liest man in ungebührlich und laut, daß bei dem Ausrufen der Gebote fein die Tanzerlaubniß nicht ertheilt mit dem Bemerken, daß er an großen Lettern an der Front eines Hauses in der Mart- Wort zu verstehen war. Die Objekte mußten deshalb während der letzten Volksversammlung soviel verdient hätte, um den grafenstraße. Die Thatsache, daß hygienisch geordnete Zu- der Versteigerung aus dem Saal entfernt werden. Tanz verschmerzen zu können. Hieraus erseht Ihr nun, daß die stände fin der Konfektion schon öffentlich hervorgehoben werden, Apollo Theater. Eine der Folgen der Gewerbe- Ausstellung Gefahr besteht, daß uns der einzige Saal in Ober- Schönweide ist sicher ein Erfolg der legten großen Bewegung der Arbeiter ist es, daß die Spezialitäten- Theater in diesem Sommer dem auch noch abgetrieben wird. und Arbeiterinnen dieser Industrie und zeigt, daß die öffentliche lieben zahlungsfähigen Publikum ununterbrochen den Born offen Arbeiter! Parteigenossen! An Euch liegt es nun, ob in diesem Meinung hinter der Forderung nach Betriebswerkstätten sieht, halten, aus dem der Mensch von modernem künstlerischem Ver- Kampf um ein Versammlungslokal wir den Kürzeren ziehen sollen. sonst würde sie nicht von Geschäftsleufen zu Reklamezwecken aus- ständniß neben dem fashionablen Rennen sich geistige Erquickung Besonders an die Bauhandwerker wenden wir uns im Interesse genügt werden. und Anregung holt. Und das kräftige Gemisch von Zirkus- der Partei: Seid Eurer Pflicht eingedent, nur da Eure Groschen Eine recht unangenehme Ueberraschung wurde dem tünften und Bühnenult wird jetzt von Garköchen ersten Ranges zu verzehren, wo Thr gern gesehen seid. Das ist in Ober Restaurateur Bach stein, Salzwedelerstraße 15, durch die mit einer Finesse zurecht gebraut, die ein gar wuchtiges Zeugniß Schönweide bei Herrn Haferland. Der Gastwirth Armendirektion bereitet. B. hatte am 1. Juli seine Ehefrau ablegt von den Fortschritten, die seit den Tagen gemacht sind, Siebenbaum hat bei einer Anfrage, ob er sein Lokal der Arbeiterbehuss Kur und Verpflegung nach dem städtischen Krankenhause an welchen Adolph Eruft sich mit einem ersten tühnen Schritt schaft zur Verfügung stellt, erklärt, daß sich die Zeiten ge= Moabit gebracht und in der Vorausseßung, daß zur Wieder in dem gelobten Lande etablirte, allwo den Direktoren Milch ändert hätten und er mit der Arbeiterschaft nichts mehr zu herstellung seiner Frau wohl eine längere Beit nothwendig ist, und Honig fließt, wenn sie sich gewissenhaft vor Künstlern und thun haben will! Der Vertrauensmann: Otto 60 M. eingezahlt. Nach 4 Tagen war indeffen der Zustand der Künften hüten, welche das Gehirn des Zuschauers mit der Un- John, Johannisthal, Friedrichstr. 57. Frau B. ein solcher, daß sie das Krankenhaus wieder verlassen annehmlichkeit des Nachdenkens beschweren könnten. Die Ueber die Rückbeförderung mit den Vorortbahnen am konnte und wurden dem B. nach Abzug von 8 M. Kurkosten die Direktion des Apollo- Theaters ist in diesem Punkte firm und vergangenen Sonntag laufen bei uns verschiedene Beschwerden überschüssigen 52 m. gegen Quittung zurückgezahlt. Am 28. Juli weiß sich, was immerhin anerkannt werden muß, auch vor gar ein. So theilt uns jemand mit, daß er von Halbe bei Wusters erhielt nun Bachstein eine Rechnung, wonach derselbe 8 M. zu bedenklichen Trivialitäten und Lascivitäten zu bewahren. hausen bis nach Bahnhof Bellevue 4 Stunden brauchte. Er Verpflegungskosten für seine Frau zahlen soll. Zweifellos In dem neuen August- Programm muß noch manche Bugnummer fährt dann weiter fort: Auch die Instruktion der Beamten läßt liegt in diesem Falle nur ein Frrthum vor, der aber um so pein- vorhalten, welche bereits das Repertoire früherer Monate viel zu wünschen übrig." Auf Bahnhof Ausstellung frug ich den licher auf den Betheiligten wirken muß, als das Erinnerungs- schmückte, aber auch neue Reizmittel werden aufgeboten. Bu Stationsvorsteher, ob die Fahrkarten bis Schlesischer Bahnhof formular den Satz enthält: Innerhalb 4 Wochen bei Verlust diesen zählt das fingerfertige Schnellmalerpaar Hartmann und oder bis Charlottenburg gelten, worauf mir die Antwort wurde, des Wahlrechts zu zahlen." Etwas bessere Beobachtung seitens Frau in ebenso bohem Grade, wie die italienischen Duettisten nur bis Schlesischer Bahnhof. Dann müßten auf den H " Betreffenden Bahnhöfen, wo wir ausstiegen, 3 us chlagbillets Im Belle Alliance- Theater trat gestern Herr Emil Eine Schlägerei, die einem der Betheiligten bereits eine gelöst werden. Auf Bahnhof Bellevue erkundigte ich mich bei Reichard aus Stuttgart in einer von ihm selbst zusammen- zweijährige Gefängnißstrafe eingetragen hat, beschäftigte gestern den Billetſchaffnern, um teine Scheerereien zu haben, und erfuhr gefügten dramatischen Bearbeitung des Reuter'schen Untel das Gericht zum zweiten Male. Am 27. November v. J. bezu meinem Erstaunen, daß ich ohne Zuschlagbillet den Bräsig in der Titelrolle seines Stückes auf. Herr Reichard nahmen sich fünf junge Leute in einem Lokale in Moabit derBahnsteig verlassen konnte, da die Billets bis Charlottenburg bringt zu dieser Darstellung eine treffliche Veranlagung für komische artig, daß sie gewaltsam entfernt werden mußten. Der Inhaber Giltigkeit hätten. Wer hat nun Recht: der Station3 Rollen mit und beherrscht auch düs" Missingsche", zu dem Onkel des Lokals, der Schankwirth Peters, hatte zwar nicht persöns vorsteher, oder die Billetschaffner? Bräfig sein heimisches Platt mit dem angelernten Hochdeutsch lich mit eingegriffen, in der ersten Verhandlung kam aber zur Ein Soldatenegzek, zu dem ein Unteroffizier des zusammengeschweißt hat. So gelangen ihm die komischen Sprache, daß er seine Angestellten zu energischem Einschreiten Leider aber hielt er Königin Augusta- Regiments Veranlassung gegeben Szenen sehr gut. es für nöthig aufgefordert und angefeuert haben sollte. Der Hausdiener Jozat haben foll, trug fich nach Angaben verschiedener feinen Unkel Bräfig durch eine gehörige Dosis Theaterfenti hatte denn auch einen der Störenfriede, den Hausdiener Götze, Berliner Zeitungen Sonntag Abend in Spandau mentalität menschlich abzurunden. Dabei verfiel er in einen mit einem Gummischlauch über den Kopf geschlagen, und 811. In dem Tanzlokal" Konzerthaus", Klosterstraße, immer unerträglicher werdenden rührsäligen Ton, der dem zwar so unglücklich, daß der Getroffene ein Auge verlor. ließ sich der diensthabende Unteroffizier nach 10 Uhr die Betisten" Gottlieb besser gestanden hätte. Ueberhaupt war der Jozat ist dieserhalb, wie oben erwähnt, verurtheilt worden. Im Urlaubskarten von den als Gäste anwesenden Soldaten vor- Rührfäligkeit, die bei Frizz Reuter feineswegs zu kurz kommt, gestrigen Termine vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I. zeigen. Unter ihnen befand sich auch ein Mann vom Alexander- ein noch weit breiterer Raum in der Bearbeitung gewidment bestritt der Angeklagte Peters mit Entschiedenheit, daß er sein Regiment, der bis 2 Uhr nachts Urlaub nachwies. Obwohl es noch worden. Alle Augenblicke hielt irgend jemand tugend- Ansehen als Wirth und Brotherr in unzulässiger Weise zur gen Himmel ge- Geltung gebracht habe, er habe nur heraus!" gerufen und sich. nicht 10 Uhr war, forderte der Unteroffizier diesen Mann auf, sich zu hafte Reden, die Hände und Augen entfernen. Dies hörten„ Zivilisten", die das Verlangen des Unterrichtet. Im unvereinbaren Gegensatz dazu stand, daß während der Schlägerei nicht vom Schanttische entfernt. Die offiziers für unrichtig hielten und sich in diesem Sinne äußerten. einige Mitspieler ihre Rollen ins Possenhafte verzerrten, fo umfangreiche Beweisaufnahme fiel nicht zu gunsten des Anund vor allem geklagten aus, der Gerichtshof hielt für erwiesen, daß der AnE3 tam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Unter der Darsteller des Petisten" Gottlieb offizier, der später behauptete, er habe von einem Zivilisten" der Jüngling, der den Triddelfih abzappelte. Dieser hoffnungs geklagte von einem indirekten Verschulden an den schweren Folgen einen Schlag ins Gesicht erhalten, blant zog und mit seinem volle Thespisjünger schien sich einen Klown aus dem Schöppen der Schlägerei nicht freizusprechen sei und verurtheilte ihn dieser Säbel auf die Gäste ein hieb; er verlegte dabei stedter Zirkus zum Vorbild genommen zu haben. Die Glanz halb zu einer Gefängnißstraße von sechs Monaten. den Arbeiter Burdack schwer an der Hand. In dem Kampfe leistung seiner theatralischen Leistung war, als er in der Schluß Rohheiten in einer Nervenklinik. Aus Halle wird der wurde ihm der Säbel entrissen, worauf der Unteroffizier zene, nachdem Bräfig beim Versöhnungs- und Verlobungsmal„ Volts 3tg." unterm 2. August geschrieben: Von der hiesigen das Seitengewehr des ihn begleitenden Gefreiten ergriff eine rührfälige Rede gehalten hatte, dem alten Entspekter von und weiter um sich schlug. Er ließ dann eine Militär- hinten auf die Schultern hopste und sein stereotypes Bon!" Straffammer wurde gestern ein Wärter der hiesigen töniglichen Nerventlinit wegen Mißhandlung von patrouille herbeiholen und vier Zivilpersonen, schrie. Derartige Geschmacklosigkeiten wird Herr Reichard Kranken, die er sich im Jahre 1895 hatte zu schulden fommen darunter den Verwundeten, gefangen abführen. Durch hoffentlich aus seinem Stück fünftig außmerzen. laffen, abgeurtheilt. Der Wärter heißt Wolf. Vor allem war aus wollte er auch die Wirthin, deren Ehemann abwesend Theodor Müller, der ausgezeichnete Romiker des Zentral- ein inzwischen verstorbener Kranter, namens Bröm me, schwer war, verhaften lassen; er faßte sie an der Brust, wobei Theaters, ist von einem tragischen Schicksal betroffen worden. mißhandelt worden. Ein Zeuge sagte aus, er habe wahrder Frau die Kleidung zerrissen wurde. Das ergste ist aber, Schon seit längerer Zeit hatten sich bei dem trefflichen Künstler genommen, daß Kranke von den Wärtern geschlagen daß der Unteroffizier Feierabend bot und der Tan3 allerlei Wahnvorstellungen Gehörs und Gesichtstäuschungen und gestoßen wurden. Diese Behandlung sei Mißhandlung festlichkeit der in Angst und Schrecken versetzten Gäste that bemerkbar gemacht, die mehr und mehr in Verfolgungs- gewesen; die angewendete Gewalt habe bie Nothwendigkeit fächlich vor der polizeilich erlaubten 3eit ein wahnsinn ausarteten, so daß der Bedauernswerthe in die überschritten. Krante feien mit Gewalt ins Bett ge Ende machte. Er stand zu diesem Zweck Gewehr bei Fuß städtische Frrenanstalt Dalldorf überführt werden mußte. Leider worfen und mit Fäusten auf den Leib und ins im Lokal. Der unglaublich klingende Vorfall ist der Komman- ist keine Hoffnung vorhanden, den Künstler je seiner Kunst wieder Gesicht geschlagen worden. bantur gemeldet worden. zugeben. Wahrnehmungen dem Oberarzt in der Anstalt erzählt, als Stockholm, 4. August. Das„ Aftenbladet" erhielt tele- dieser darüber Aufklärung haben wollte. Mit einem Besen habe graphisch aus Hammerfest eine am 30. Juni von Danst- Der ab- Wolf öfter Kranke geschlagen; das habe er, der Zeuge, wieder. gesandte Mittheilung, in welcher gemeldet wird, die Füllung des bolt gesehen. Er selbst, der Zeuge, sei nicht mißhandelt worden, Ballons Andrée's sei seit dem 25. Juli glücklich voll- wohl aber Brömme. Beim Schreien der Kranken hätte Wolf endet. Die Tragkraft entspricht der Berechnung. Es steht noch rohe Bemerkungen und Drohungen geäußert. Diese Aussage die in dem Kontrakt mit dem Baumeister Lachambre vorge- wurde durch das Gutachten eines Sachverständigen, Kreisschriebene Wirkungsprobe zur Feststellung des Gasverlustes des Wundarzt Dr. Strube, vollauf bestätigt. Der Gerichtshof Ballons aus, sonst ist alles zur Abfahrt nach dem verurtheilte den Wärter Wolf zu fünf Monaten Ge: Nordpol bereit. Das Wetter ist unstät, doch ist nach den fängniß. meteorologischen Untersuchungen eine Veränderung zu erwarten. An Bord ist alles wohl. Flucht einer weiblichen Gefangenen. In verwegener Art bewerkstelligte in Spandau eine Frau ihren Ausbruch aus dem städtischen Krankenhause, wo sie sich als Polizeigefangene befand. Wie die„ Volts- Beitung" mittheilt, zerschnitt sie das Bettzeug und fertigte sich davon ein Seil an, mittels dessen sie fich aus dem zweiten Stockwerk auf den Hof hinabließ. Um auf die Straße zu gelangen, mußte sie jedoch einen Graben pafsiren; während sie nun mitten im Wasser war, wurde sie vom Wärter personal bemerkt und wieder zurückgeholt. Witterungsübersicht vom 4. August 1896. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden München Wien. Haparanda. Petersburg Cort Aberdeen. Paris. T Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke OWA| N| WNIA( Stala 1-12) Wetter Temperatur PAYYAT nach Celfius ( 50.= 4° R.)] 14 759 WSW 3 • 760 760 WSW MNW 3 bedeckt halb bedeckt 14 1 761 NNW 2 wolkig wolkenlos 15 16 763 3 • halb bedeckt 16 762 Still 756 NNW 2 wolfenlos wolfig 15 15 766 M 764 N B . . 762 NO 0 4 halb bedeckt wolfig wolkenlos 16 12 14 Wetter Prognose für Mittwoch, den 5. August 1896. Zeitweise heiter, vielfach wolkig, zunächst etwas wärmer mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. V Boziale Ueberlicht. Personal Veränderungen im preußischen Fabrikinspektorat. Der Reichs- Anzeiger" meldet: Dem gewerbetechnischen Rath bei der Regierung in Oppeln, Regierungs- und Gewerberath Karl Hartmann, sind, unter Versehung nach Hannover, die etatsmäßigen Stellen eines gewerbetechnischen Naths bei den Regierungen in Hannover, Stade, Osnabrück und Aurich und die Obliegenheiten eines Aufsichtsbeamten im Sinne des§ 139b der Gewerbe- Ordnung für die Bezirke dieser Regierungen übers tragen worden. Soziale Rechtspflege. Gewerbegericht. Der Hutmacherstreit, welcher schon mehrfach zu Prozessen vor dem Gewerbegericht geführt hat, spielt in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten eine hervorragende Rolle, die neuerdings beim genannten Gericht anhängig gemacht worden sind. Es handelt sich um einen Vermerk auf den Führungsattesten der Arbeiter, welcher sich auf den Streit als Grund der Lösung des Arbeitsverhältnisses bezieht. Auch der Hutmacher F. hatte ein Zeugniß von seinem früheren langDer gewerbetechnische Nath bei der Regierung in Frank. jährigen Arbeitgeber, den Fabrikanten 3 e chelius erhalten, das mit den Worten schloß:„ Der Abgang erfolgte in der furt a. d. Oder, Regierungs- und Gewerberath Pufahl ist Weise, daß sich der pp. F. an einem in der Berliner Hutindustrie in gleicher Amtseigenschaft an die Regierung in Oppeln verausgebrochenen Streit betheiligte." Seine Klage auf Entfernung feßt und zugleich zum Aufsichtsbeamten im Sinne des§ 139b dieses Passus aus dem Zeugniß wurde dieser Tage vor der der Gewerbe- Drdnung für den Bezirk dieser Regierung bestellt Rammer des Gewerbegerichts verhandelt. Herr Zechelius, worden. der nicht Der gewerbetechnische Hilfsarbeiter bei der Regierung in den allzu gestrengen Arbeitgebern zu zu gehören scheint, erklärte F. für einen tüchtigen Arbeiter Oppeln, Gewerbe- Juspektor Be cmann ist nach Franks und sonst ganz guten Kerl, den er jedoch nach dem furt a. d. Oder versetzt und mit Wahrnehmung der Geschäfte Streit nicht habe wieder einstellen können, weil er mit eines Regierungs- und Gewerbe- Raths bei der bortigen Regierung " an der Spike gestanden" habe. Das letztere beftritt der Kläger und eines Aufsichtsbeamten im Sinne des§ 139b ber Gewerbes indessen. Bevor der Gerichtshof zur Berathung schritt, machte Ordnung für den Regierungsbezirk Frankfurt a. Oder beauftragt der Vorsitzende, Magistrats- Assessor v. Schulz, den üblichen Vers worden. gleichsvorschlag. Er charakterisirte nach der Feststellung, daß Dem Gewerbe- Inspektor Ernst 2aurisch in Potsdam Zur Sonnenfinfterniß am 8. d. Mts. wird das Riefen- die Kündigung ausgeschlossen war, die Rechts- ist, unter Versetzung nach Arnsberg, die etatsmäßige Stelle fernrohr bereits dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Die lage folgendermaßen: Sei die gesetzliche Kündigungsfrist nicht eines gewerbetechnischen Hilfsarbeiters bei der dortigen Regierung Direktion des Riesenfernrohres hat sich mit dem Arbeitsausschuß ausgeschlossen, dann begehe der Arbeiter mit der plöglichen verliehen worden. in Verbindung gesetzt und darum ersucht, daß am 8. August Niederlegung der Arbeit eine Ungefeßlichkeit, und selbstDem Gewerbe- Inspektor Pirsch in Oppeln ist, nach bereits von morgens 5 Uhr ab eine Kasse der Ausstellung verständlich sei in diesem Falle der Arbeitgeber be feiner Entbindung von der Verwaltung der dortigen Gewerbegeöffnet werde; der Arbeitsausschuß hat sich auch bereit erklärt, rechtigt, in einem auf Verlangen des Arbeiters auch auf dessen Inspektion, die etatsmäßige Stelle eines gewerbetechnischen Hilfseventuell am Portal VIII eine neue Rasse einzurichten. Die Leistung und Führung ausgedehntes Attest unter„ Führung" zu arbeiters bei der dortigen Regierung verliehen worden. Betriebsverwaltung der elektrischen Straßenbahn Leipzigerstraße vermerken, daß sich dieser einen Kontraktbruch habe zu schulden Dem gewerbetechnischen Hilfsarbeiter bei der Regierung in Barkallee Neuer Krug hat sich bereit erklärt, schon von tommen lassen. Ganz anders lägen aber die Dinge, wenn die Arnsberg, Gewerbe- Juspektor Oskar Becker, ist, unter morgens 41/2 Uhr Wagen nach Treptow verkehren zu lassen, Kündigung ausgeschlossen sei, denn dann habe ja der Arbeiter Bersetzung nach Duisburg, die Verwaltung der dortigen fodaß dem Publikum somit günstige Gelegenheit zur Beobachtung das Recht, die Arbeit sofort niederzulegen, wobei es ganz un- Gewerbe- Juspektion übertragen worden. der Finsterniß von der Ausstellung aus geboten wird. Die erheblich wäre, ob dies zum Zwecke der Betheiligung an einem astronomische Ausstellung wurde in den wenigen Tagen feit ihrer Streit oder aus sonst welchem Grunde erfolge. Der Beklagte Eröffnung bis zum 31. Juli von ca. 6000 Personen besucht. hielt es nunmehr für angebracht, ohne Urtheil ein neues Beugniß In der Woche vom 26. Juli bis zum 1. Auguft ge- auszustellen, worin die ftrittige Ausführung fehlt. langten auf der Sanitätswache 163, auf der Unfallstation 109 Erkrankungs- und Unglücksfälle zur Behandlung. Auf der Unfallstation wurde am Sonntag ein Raufmann Breia aus Kairo, welcher an Lungenentzündung erkrankt war, behandelt. Derselbe mußte nach dem Krankenhause Friedrichshain überführt werden. Gewerbe- Ausstellung 1896. Kunft und Wissenschaft. 0 darauf nur Gerichts- Beifung. Es sind ferner in gleicher Amtseigenschaft versekt worden folgende Gewerbe Inspektoren: Otto Schulze von Merseburg nach Dortmund, Garrels von Schleswig nach Potsdam, Enyrim von Dortmund nach Elbing, Horn von Torgau nach Merseburg, Hans Hartmann von Düsseldorf nach Schleswig, Kres von Krotoschin nach Torgau, Kliewer von Hagen i. W. nach Breslau, Kattentidt von Breslau nach Bochum, rumbhorn von Elbing nach Unna, Simon von Duisburg nach Düsseldorf und Dr. Löwenstein von Unna nach Hagen i. W. Die Geschäftsverhältnisse der Verlagsanstalt FreiDeutschland wurden durch eine Verhandlung gegen beren früheren Schriftleiter Ernst Schindler aus Schöne berg eigenartig beleuchtet. Der Angeklagte erhielt im Frühjahr Die Eisenbahnarbeiter der Königlichen Eisenbahndirektion vorigen Jahres von dem Geschäftsführer Reinecke 20 M., um Magdeburg hatten vor einigen Wochen eine durch VerDas Leffing- Theater hat mit einer Novität Fräulein dafür Säulenanschläge in verschiedenen Vororten Berlins zu be- sammlungsbeschluß herbeigeführte Petition an die Direktion einDottor" von star Walther und Leo Stein feine stellen. Sch. führte diesen Auftrag aus und brachte auch aus mehreren gereicht, worin gebeten wurde, die Löhne sämmtlicher Arbeiter Saison eröffnet. Der Kern des Stück- Inhaltes ist die Bekehrung Orten Quittungen über die von ihm gezahlten Beträge. Er erklärte des Direktionsbezirks um 20 pCt. zu erhöhen. Jetzt ist den eines emanzipirten studirten Dämchens zur deutschen Hausfrau". hierbei, daß er auch in Gr.- Lichterfelde und Potsdam Anschläge Betenten der Bescheid zugegangen, daß eine Erhöhung der Wer aber mit dem Erwarten in das Theater ginge, dort das bestellt und dafür 3 resp. 6 m. bezahlt habe, die Quittungen Löhne um 10 pt. bewilligt worden ist. Problem weiblicher Bildungsmöglichkeit in ernster oder satirischer darüber werde er noch beibringen. Später stellte sich heraus, daß Form, Die Petition Leipziger Frauen zu gunsten des Acht. aber mit Verständniß für Seelenzustände, wenn Sch. in jenen beiden Orten überhaupt Bahlungen nicht geleistet, uhr- 2aben auch vom reaktionären Standpunkte aus dramatisch vor- sondern 9 M. für sich verwendet hatte. Auch ergab sich, daß in uhr Ladenschlusses ist mit 1601 Unterschriften versehen geführt zu sehen, würde enttäuscht werden. an den Bundesrath abgesandt worden. Und zwar haben sich Den beiden Potsdam nur 2,25 M. und in Lichterfelde nur 1,50 M. zu unterschrieben 280 Arbeiterinnen und Arbeiterfrauen, 133 Frauen Lustspiel Fabrikanten tam es ein zahlen waren. ant, Im August und September 1895 hatte alsanderen Gelehrten, leichtes im Theatermarkte gangbares Lustspiel für denkscheue dann der Angeklagte zu drei Malen Geldbeträge in Höhe von von Professoren, Juristen, Aerzten und Theatergänger zusammenzuschneidern, und da die" Frauenfrage" 7 M., 3 M. und 14,25 M. für Rechnung der Frei Deutschland" höheren Beamten, Künfilern und Lehrern, 94 Frauen von Fa jezt an der Tagesordnung ist, holten sie sich ihr Thema aus diesem in Empfang genommen und auch diese Summen, ohne von der brikanten, Buchhändlern, Kaufleuten und Geschäftsinhaberinnen, Gebiete heraus. Der dürftige Handlungskern wurde denn mit Bahlung etwas zu sagen, für sich behalten. Daraufhin ward 116 Lehrerinnen und Künstlerinnen, 17 Haushälterinnen, 140 vielen alten und einigen neuen theatralischen Mätzchen und gegen Sch. Strafantrag gestellt und das Schöffengericht II ver- weibliche Handelsangestellte, 95 Handwerker- und Beamtenfrauen Wizchen aufgeputzt. Die bekanntesten Drahtpuppen der Bühnen- urtheilte denselben wegen Unterschlagung zu 20 Mart und 726 Frauen ohne Angabe des Standes. welt, der Backfisch, das Gigerl, jest zeitgemäß ein radelndes, Geldstrafe. Gegen dieses Erkenntniß legte der Angeklagte Der Streik der Federmesserreider Solingens, der ins die Emanzipirte, der polterige philiftröse, gutmüthige Berufung ein. Vor der 1. Ferienstraftammer des Landgerichts zwischen durch Vergleich beendigt ist, hat dazu geführt, daß sich Vater mit vollem Beutel, die entsprechende Mutter führte derselbe aus, er sei bei Frei- Deutschland" Schrift- die Fabrikanten untereinander boykottiren. und dergleichen mehr werden eingestellt und führten ihre Rund- leiter, Berichterstatter Buchhalter in einer Person Ungefähr der vierte Theil der Federmesser- Fabrikanten hatte Für tänze auf mit der üblichen Tanzfigur ,, Changez les dames!" gewesen. diese umfangreiche und aufopfernde nämlich die Forderungen der Reider bewilligt, ehe es zu dem Wechselt die Damen!- Schließlich versöhnt oder verlobt sich Thätigkeit habe er ein Gehalt von monatlich 50 M. bezogen, Vergleich fam. In der Federmesserbranche spielen neben den alles. Soweit eine Lebensanschauung der Dichter" dabei zur wovon er sich und seine alte Mutter ernähren müsse. Er habe Reidern, Schleifern und Messerklingenschlägern die Schaalen Geltung fam, entsprach sie dem seichtesten Philistertypus. Der aber sein Gehalt niemals voll ausbezahlt erhalten, sondern troß schneider und Echaalenpresser eine Hauptrolle. Die Schaalenartige Aeußerungen der Dichterseele waren aber dem Publikum vieler Bitten sei ihm dasselbe in Raten von 2 und 1 M. gezahlt presser und Schaalenschneider, welche Knochen, Horn, Elfenbein, ganz aus dem Herzen gesprochen und wurden jubelnd beklatscht. worden. Er sei dadurch in große Verlegenheit gerathen und Ebenholz u. f. w. verarbeiten, stellen dieses Rohmaterial selbst Die studirte Dame( Juristin) bekundete ihr Gelehrtenthum da- babe geglaubt, sich von den eingezogenen Beiträgen schadlos und liefern die fertigen Schaalen resp. Hefte an die einzelnen durch, daß sie raucht, reitet, radelt und einen Ganzen hinter die halten zu können, um so mehr, als andere Angestellte ihr Gehalt Fabrikanten. Diese haben nun während des Reiderstreits die und zum vollen Betrage Binde gießt. Ihrem anfangs fie vergötternden Vater verliert fie pünktlich bekommen hätten. Schaalenschneider und Schaalenpresser durch Namensunterschrift einen Prozeß, worauf der erzürnte Papa wie ein Bär im Käfig Die einbehaltenen Gelder seien ihm übrigens später von seinem verpflichtet, denjenigen Fabrikanten, welche die Forderungen der umbertobt und losbricht:„ Ich brauche feine berühmten Töchter!" Gehalt abgezogen worden. Der Gerichtshof war nach dem Reider ohne Einschränkung bewilligt haben, feine Schaalen mehr Das erzielte die großartigste Wirkung des Abends. Das Publikum Ergebniß der erneuten Beweisaufnahme der Ansicht, daß die abzugeben, widrigenfalls sie von den Mitgliedern des Fabrikanten schien demonstriren zu wollen, daß es als Vater oder Mutter die Handlungsweise des Schindler eine unberechtigte gewesen, vereins keine Bestellungen erhalten würden. Auch jezt, nachdem gleichen Gefühle hegte oder als Tochter den Verdacht von sich insofern als er der Verlagsanstalt nichts davon gesagt hatte, der Fabrikantenverein mit dem Reiderverein Frieden geschlossen abwehren wollte, als hätte es Anlage zur Berühmtheit. Gespielt daß er jene Summen für sich behalten habe, so daß erst hat, wird der Boykott des Fabrikantenvereins gegen die außerwurde übrigens vorzüglich. Das gute Spiel fonnte stellenweise gelegentlich der erfolgten Mahnungen die Maßnahmen des An halb des Vereins stehenden Fabrikanten, unter denen fich allerüber die Trivialität der Handlung hinweghelfen. Man sieht geklagten bekannt geworden wären. Letzterer habe sich hiernach dings auch viele befinden, welche Schleuderwaaren fabriziren und Jelten ein so treffliches Lustspiel Ensemble zusammen wie jetzt auf der Unterschlagung schuldig gemacht. Demgemäß ward die ein ein Preisverzeichniß niemals anerkannt haben, mit der größten gelegte Berufung verworfen. dem Leffing- Theater. Energie fortgefeßt. Ob mit dauerndem Erfolg, daß muß die " und aber nicht die Aufgabe noch die Zierde einer Zeitung, zumal die ewige Polemit und Berrerei gang vom eigentlichen Berufe des Zeitungsschreibers ableitet, verbissen, empfindlich, ungerecht und ordinär macht. Der sprechende Beweis dafür ist eine Reihe von Zentrumsblättern, voran das in Bamberg. Diefem hat übrigens sogar das dortige Gericht die angestammte Dummheit als Milderungsgrund bei einer Strafausmessung zuerkannt. Und wie niedrig die nächste Zeit schon lehren. Die Schaalenschneidergehilfen haben| haupt nur von wenigen Schiffen übertroffen. Die Länge in der nun ebenfalls einen Verein gegründet, der zu dem Boykott dem Wasserlinie beträgt 160,1 Meter, Breite 18,3 Meter und Tiefe nächst Stellung nehmen wird. Mehrere Fabrikanten befißen eigene 11,58 Meter. Schaalenschneidereien. Saalfeld, 4. August. Amtlich wird gemeldet: BetriebsBetreffs der Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte störung zwischen Wöhlsdorf und Blankenburg in Thüringen erst hat die Handelskammer in Saarbrüden die Frage morgen Mittag gehoben. Verkehrsleitung wie bisher. der Zweckmäßigkeit verneint. Die Befürworter eines anErstickungstod zweier Wanderburschen. Von drei geblichen Standes" Interesses der Kaufmannsgehilfen könnten, Wanderern, welche am Donnerstag voriger Woche in der Ar- Gesinnung desselben sein muß, beweist die Thatsache, daß dessen fofern sie lernen wollten, aus solchen Beschlüssen ersehen, daß sie beiterfolonie Rickling( bei Neumünster in Holstein) um Aufnahme Redakteur uns wiederholt brieflich um Schonung ge das wirkliche Interesse der Handelsgehilfen besser wahrnehmen nachsuchten, mußten zwei, weil mit Ungeziefer behaftet, die beten und für unsere ihm wiederholt erwiesene Rücksicht würden, wenn sie Schulter an Schulter mit den sozialdemo- folgende Nacht in der Fremdenstube zubringen. Neben diesem beten und für unsere ihm wiederholt erwiesene Rücksicht tratischen Handlungsgehilfen die Ausdehnung der Gewerbe- Ordnung Bimmer befindet sich die Heizungsanlage für den Trockenraum, brieflich gedankt hat." auf das taufmännische Personal forderten. In den Gewerbe- in dem Nachts ein Zorffeuer unterhalten wird. Der Rauch hat Ein nener Beitrag zur Kennzeichnung des Duellblödgerichten kann den Besondernheiten des kaufmännischen Gewerbes nun nicht genügenden Abzug gehabt und ist in die Fremdenstube finns. Gin bayerischer Wittmeister ließ seinem hoffnungsvollen ausreichend Rechnung getragen werden, sofern das in dem ge- gedrungen, infolge dessen die beiden Wanderer durch Ein Sprößling durch einen Philologen Nachhilfestunden geben, vers gebenen Falle erforderlich ist. athmen von Lorfbunst ben Erstidungstod ge: gaß aber fortwährend die Bezahlung des Honorare. 2013 Ein internationaler Genossenschaftskongreß wird in der funden haben. Am anderen Morgen 5 Uhr fand der Haus- fünf Briefe unbeantwortet blieben, ließ der Philologe dem Ritte Beit vom 28. bis 30. Oftober d. J. in Paris abgehalten. Der meister sie todt vor; Wiederbelebungsversuche wurden sofort meister durch einen Rechtsanwalt einen höflichen Mahnbrief erfte Rongreß tagte voriges Jahr in London. Die" Frankfurter angestellt, jedoch erfolglos. Die beiden Verunglückten sind der schreiben. Statt des erwarteten Geldes fam aber der Kartell= Beitung" theilt über den Charakter des diesjährigen Rongreffes Erdarbeiter& cert aus dem Kreise Jerichow I und der Arträger des Rittmeisters mit der Mittheilung, das folgendes mit: Unter den Mitgliedern des vorbereitenden Aus beiter, früherer Kommis Niemann aus Braunschweig. Ehrengericht habe entschieden, daß der Mahnbrief eine Beleidi schusses befinden sich auch die Leiter der größten deutschen Ge- Werden diejenigen, die die mangelhafte Einrichtung verschuldet gung sei und der Rittmeister seinen Gläubiger auf Pistolen nossenschaftsverbände, der gewerblichen wie der landwirthschaft- haben, jest wohl zur Verantwortung gezogen werden? ordern müsse. Der Philologe, der offenbar einem Korps lichen. Während in London naturgemäß die englischen Massenvergiftungen durch Arsenik. In dem Dorfe angehört, legte den Fall dem S. C. vor, der entschied, daß der Konsumvereine und ihre Streitfragen im Bordergrund ob berich bei München- Bladbach erkrankten plöglich 7 Familien Philologe den Herrn Rittmeister durch den Mahnbrief nicht 2 standen, find in Frankreich vor allem die landwirthschaftlichen unter den gleichen Krankheitserscheinungen, die nur auf eine Ver- beleidigt habe und deshalb auch die Forderung nicht anzunehmen Syndikate die Träger der Kongreßideen, und die Erörterung giftung zurückgeführt werden konnten. Almälig dehnten sich die hätte? Dann hätte wahrscheinlich der Philologe als Unterrichtsbrauche. Wie nun aber, wenn der S. C. anders entschieden über die ländlichen Genossenschaften wird einen breiteren Raum Erkrankungsfälle auf 18 Familien aus, und nun kam man zu honorar eine blaue Bohne in den Leib gekriegt. einnehmen. Gleichzeitig mit dem Rongreß findet eine inter- der Vermuthung, daß voraussichtlich das von den Familien ges nationale Ausstellung von Produkten der Produktiv- und Absah- nossene Weißbrot eines dortigen Bäckermeisters, dessen Frau und genossenschaften statt, durch welche diese den Absatz an die Kinder selbst erkrankt sind, der Träger des Giftes fei. Das Konsumvereine organisiren wollen. Die französischen landwirth- Bürgermeisteramt sandte die Reste dieses Brotes an das Lebensschaftlichen Syndikate verkaufen schon jetzt direkt an die eng- mittel- Untersuchungsamt. Dieses hat seine Untersuchungen nun lischen Konfumvereine erhebliche Mengen von Obst, Gemüse 2c. abgeschlossen. Man ist zu dem Resultat gekommen, daß in sämmtSonst wird bisher besonders dänische Butter, italienischer 2c. lichen Brotstücken Arsenik als arsenige Säure vorhanden war. untergegangen ist. Wein von Genossenschaft zu Genossenschaft abgesetzt. Auch die Die gerichtliche Untersuchung ist sofort eingeleitet worden; die deutschen Absagenossenschaften sind um die Anfnüpfung der- meisten Erkrankten befinden sich übrigens in der Besserung. artiger Beziehungen neuerdings sehr bemüht. Vermischtes, Rettung deutscher Seelente durch ein französische Schiff. Der Dampfer, La Bourgogne" der" Compagnie Généra Transatlantique" ist gestern in New- York eingetroffen; an Bord des Dampfers befanden sich der Kapitän und die Mannschaft des deutschen Segelschiffes Ernst", welches auf offener See Der Deutsche Freidenker- Bund hat den Prosessor Büchner Darmstadt zum Bundespräsidenten gewählt. Briefkasten der Redaktion. Ueber die Zentrumspresse fällt das in Würzburg erscheinende Organ der Bauernbündler ein Urtheil, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt: In einem Artikel, betitelt Chriftlich und katholisch oder was?" sagt das Blatt: Vom Stapel gelanfen ist am Sonnabend auf der Werft„ Wir stellen uns auf den Standpunkt des lesenden Publikums, Die nächste juristische Sprechstunde findet am Freitag, des Bulkan" der für den Norddeutschen Lloyd in Bremen welchem der Genuß der meisten 3entrumsblätter den 7. August, 7/ 2-81/ 2 Uhr abends statt. erbaute Dampfer Friedrich der Große". Das Schiff ist das hauptsächlich verleidet ist, weil diese täglich ganze Spalten mit Alte Abonnentin, 24. Sie können Beweisanträge selbst größte und schwerste der bis jetzt in Deutschland vom Stapel mehr oder minder geistlosen und fleinlichen stellen. Es ist indessen besser, wenn Sie einen Rechtsanwalt bee gelaffenen Schiffe und wird hinsichtlich seiner Dimensionen über- 13äntereien und Stänkereien ausfüllen. Das ist fragen. Ausnahmepreise Steingut piwbir.I domnia!! Porzellan Glas Kaffeetassen, rosa, bemalt, 10 Pf. Theetassen, 940 10 Pt. 11 99 99 190 Mittwoch, Donnerstag und Freitag, anistia den 5. bis 7. August. Speiseteller, gerippt, flach, tief, 7 Pf. Blumentöpfe mit Untersatz, Blumenmuster, 65 Pf, Küchengarnitur, neues Blumenmuster. Vorrathstonnen, verschied. Aufschriften, 45 Pt. Flaschen für Essig u. Oel 45 Pf. Gewürztonnen, verschied. Aufschriften, 23 Pt. Mesten für Salz od. Mehl 1,10 Mk. Brotplatten, rund 30 Pf., viereckig 42 Pf. Porzellan, Schaumlöffel, Fischheber, Vorlegelöffel, Quirle, Durchschläge u. s. w. zu obiger Garnitur passend. Tassen mit Goldband 15 Pf. Tassen, Blumenmuster 20 Pt. 10 Satztöpfe, Rokokoform mit Blumenranken, 3 Stück 48 Pt. 10de Rokokoform, 18.30 Pf. Dessertteller, Blumenmuster Leuchter, Blattform, blaues Muster 30 PT. dan antindak bidang at sk lgsgimari Selterbecher, Eisglas, verschiedene Farben, 13 Pt. Butterdosen 16 Pf. Wassergläser mit Bordüre 15 Pf. Rheinweingläser, Römerform 18 Pf. Teller 5& 6 P. u. Salatschalen 8, 12, 16, 20, 28 Pf. mit Inhalt ca. 1/2 3/4 1 Liter Einmachegläser 34 42 48 P. Blumenvasen in Gs 14 P Theelöffel, Britannia- Metall, Dtz. 55 PL. Esslöffel, Britannia Metall, Dtz. 10 Mk. Glas # 9191110 gnulmms219V Weissblech, Durchm. ca. 7 cm dubad Kaffeesiebe, Spirituskocher, Gusseisen Pf. 5 Pf. 34 Porzellan- Einsatz. PL.E val Pfeffermühlen mit Porzellant 38 PL. Durchmesser ca. 20 24 28 82 86 cm l Mk. Messing- Einmachekessel 2 2,0 3,0 5,20 60 OM Ausklopfer 8, 20, 35 Pf.| Fensterleder 30, 48, 65 Pf. biensziuoj Warenhaus A. Wertheim. Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 6. August, abends 9 Uhr, im Schützenhause, Linienstr. 5: Versammlung. Tages Ordnung: 245/6 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über:" Der moderne Rechtsstaat und das Koalitionsrecht." 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Brauerei Pichelsdorf. Im Anschluss an die Bekanntmachung des Vorstandes des Arbeiter- Sängerbundes von Berlin und Umgegend, betreffend das am 9. August cr. in Pichelsdorf Deutscher Holzarbeiter- Verband. stattfindende Sängerfest, bringen wir dem verehrten Publikum hiermit zur Kenntniss, ( Zahlstelle Berlin). Vertrauensmänner- Versammlungen Mittwoch, den 5. August, abends 8 Uhr, Moabit, im Lokale Thurmstraße 84. Wedding und Gesundbrunnen: Kolbergerstraße 23. Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt: bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. bei Rautenberg, Often: bei Thiel, Fruchtstr. 36a( oberer Saal). Süd und Süd- Osten: Oranienstr. 180. Tagesordnung: Besprechung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 302/10 Die Ortsverwaltung. Musikinstrumenten- Arbeiter! Mittwoch, den 5. August, abends 81, Uhr, im Lokale des Herrn Henke( früher Renz), Naunynstr. 27: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Beisiger des Gewerbegerichts und Aufstellung der Kandidaten. 2. Neuwahl des Vertrauensmannes und der Revisoren. 3. Die neuesten Enthüllungen aus dem Lager des Fabrikanten- Ringes. Kollegen, agitirt für diese Versammlung und erscheint zahlreich, um Eure Stimme zu erheben gegen die Machinationen der Fabrikanten. J. A. der Kommiffion: W. Geiling. 2976b Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Mittwoch, den 5. August, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung in den Arminhallen( gr. Saal), Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Der Ausstand in der königl. Hofbuchdruckerei von W. Möser und bas Verhalten der dortigen Maschinenmeister in betreff des Bersammlungs beschlusses vom 24. Juli. 2. Berichte und weitere Maßnahmen. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint alle, es ist dringend nothwendig, diese Versammlung soll die Ausständigen den Organisationen überweisen. Die Herren Buchdrucker werden hiermit freundlichst eingeladen. Die Streik- Kommission. 36| 14 Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Gold- u. Silberwaaren- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen dass zur Erleichterung des Verkehrs nachstehende Massnahmen getroffen sind. Die königliche Eisenbahn- Direktion hat uns die schriftliche Zusage ertheilt, dass an jenem Tage Extrazüge nach Bedarf abgelassen werden, die sowohl nach dem Lehrter Bahnhof als auch nach den Stationen der Ringbahn verkehren werden. Die Direktion der Spandauer Strassenbahn hat erklärt, ihr sämmtliches Wagenmaterial an jenem Tage in Betrieb zu setzen und hofft, den zu erwartenden starken Anstrom glatt zu bewältigen. Die zwischen Spandau und Pichelsdorf kursirenden Dampfer- Gesellschaften wollen ebenfalls Extradampfer einlegen. Ausserdem werden zwischen Spandau und Pichelsdorf noch eine Anzahl Kremser verkehren. Eine Ausgabestelle für EisenbahnRückfahrtkarten wird nach Absprache mit der königlichen Eisenbahn- Direktion auf dem Festplatze eingerichtet werden. Hochachtungsvoll Brauerei Pichelsdorf. Der Zentral- Arbeitsnachweis der Töpfer Deutschlands, Berlin, Rosenthalerstr. 57, 192/7 weist Ofensehern nach außerhalb sofort Arbeit nach. Bureaustunden: An Wochentagen von 10 Uhr vorm. bis 6 Uhr abends. Sonntags geschlossen. Für Kranke! Für Kranke! Echter Cognac Original- Abzug von Gergonne& Cie. per Flasche 1,50-5,00 Mark. Medizinal- Ungarweine, franz., Rhein-, Moselweine. Neustädtische Kirchstrasse 12 5305L am Bahnhof Friedrichstrasse. Die Motor- Boots- Gesellschaft Berlin- Rummelsburg vermiethet auch diese Saison ihre neuen und hocheleganten SalonSchraubendampfer zu den bekannten mäßigen Preisen. Bedienung prompt und zuverlässig. Telephon Amt VII Nr. 1985. 55188* " Rummelsburg Nr. 23. Wollen Sie Trültzch's garantirt reinen Citronensaft zur am Donnerstag, den 6. Auguft 1896, abends 8½ Uhr, Citronensaftkur im Lokale Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Millarg. 2. Distussion. 3. Aufstellung eines Kandidaten zu den Gewerbegerichts- Wahlen. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. 72/8 Verein der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen. Donnerstag, den 6. August, abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Chemigraphen- Versammlung Zages- Ordnung: 108/10 1. Vortrag des Genoffen Dr. Joël über: Die modernen Errungenschaften in der Astronomie. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch ersucht Die Verwaltung. Achtung! Maurer! Achtung! Donnerstag, den 6. August, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27e, Englischer Garten: Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Zages Drbnung: 1. Unsere Lohnbewegung und wie ftellen sich die Berliner Maurer zu den Zehnstunden- Bauten. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht es jedem Mitgliede zur Pflicht, recht rege zum Besuch dieser Versammlung zu agitiren. Alle Maurer sind hiermit eingeladen. 130/9 Der Vorstand. Achtung! Bimmerer. 5641L 3007b Von der Reise zurüd. Dr. Gustav Heymann, Staligerstr. 108. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Zentral Verbandes deutscher Maurer, Zahlstelle Berlin I., sowie den Mitgliedern des Gesangvereins Gemüthlichkeit hiermit zur Nach richt, daß unser Kollege und 295/10 Ehrenmitglied Carl Dräger am Montag, den 3. Auguft, nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 7. d M., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Schwedterstraße 16 aus nach dem Zions- Kirchhof in Weißensee statt. Um recht rege Betheiligung der Kollegen bittet Der Bevollmächtigte. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Drechsler Heinrich Ludwig verstorben ist. 302/12 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Mariendorfer Kirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Genossen, Freunden und Be à Flasche 1 und 2 Mark, so verlangen Sie ausdrücklich mit Plombenverschluß HT in folgenden Geschäften: Chauffeestraße 60, Drogerie; taunten, sowie dem werthen Gefang Badftr. 28, Drogerie; Thurmtr. 77, Drogerie; Rottbuseritr. 19 vart., verein sage ich meinen herzlichsten C. Ritzmann; Strinmetstr. 77, W. Tschepel; Lindenstr. 104, H. Fiddicke Dant für die rege Betheiligung bei der und Boffenerstr. 20, Robert Gührs. Versand nur durch H. Trültzsch, Beerdigung meines lieben Mannes. Wwe. Jda Hüther. Berlin N. 39.( Von 6 M. aufwärts franko inkl. Flasche und Kifte.)[ 5650L 3010b Fruchtweinbowlen gar. rein, ausgezeichnet in Geschmad. Maitrank Erdbeerbowle Pfirsichbowle Ananasbowle à Flasche 3/4 Ltr. 60 Pf. intl. Eugen Neumann& Co. Detail- Verkaufsläben: Belle- Alliancepl. 6a, N.Friedrichstr. 81, Oranienftr. 8, Genthinerstr. 29. Potsdam: Bäckerstr. 7. P ortièren Restbestände 2 bis 8 Chals, à 2,50, 3, 4, 6 bis 15 Mart. 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Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hugo Grosse. Wäschefabrit, Blumenstrasse 6 1. " 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 181. Jasi das Mittwoch, den 5. August 1896. 13. Jahrg. Es stimmen 29 Vereine mit 1462 Stimmen mit ja; 3 Ver- zahlreich erschienen waren. Die wichtigsten Punkte der Tages Siebente General- Versammlung eine mit 88 Stimmen mit nein. Ein Delegirter mit 44 Stimmen ordnung waren: Erhöhung der Krankenunterstützung von 13 auf traf noch während der Verhandlungen ein. 26 Wochen und Kündigung des Vertrages mit dem Verein Ver des deutschen Berg- und Hüttenarbeiter Derbandes. 115 = " In der Abendſigung wird über„ den planmäßigen Arbeits- liner Kaffenärzte. Die Erhöhung der Unterstützung auf 26 Wochen eiter liner Det der er Aufsichtseröffnet 112 Uhr mit einem„ Glück auf!" die Versammlung ein Referat über die Rechtsstellung der Gärtner, die bisher voll führen, da der Reservefonds bereits über 1 Million Mark beträgt = das Urtheil im Schröder Prozeß. Der„ alte WerVerband" vernichtet werden, täuschte A V M Versammlungen. 19 allein eine Mehreinnahme von 56 000. zu verzeichnen und bemerkbar. nachweis als Regulirung des Arbeitsmarktes" referirt. Referent unterbreitet ein Regulativ, wonach der Arbeitsnachweis behörde theils aus formellen Gründen, theils um noch die BetriebsBochum, 2. August 1896. von einer Zentrale, die von Prinzipalen und Gehilfen anzuerkennen ergebnisse der nächsten Monate abzuwarten, abgelehnt. Die Vers Die General- Versammlung findet statt in der Germania sei, aus erfolgen soll. Verschiedene Redner sprachen für und sammlung beschloß gegen ungefähr 16 Stimmen der Arbeitgeber, halle" zu Bochum. Anwesend find 33 Delegirte und als Ver- gegen die Ausführungen des Referenten. Hieran schließt sich abermals die Erhöhung der Leistungen auf 26 Wochen durchzus treter der Generalfommission Sabath Hamburg. Möller ständig ungeklärt ist. Eine Abänderung nach dieser Richtung und auch in diesem Jahre das gefeßliche Behntel zu demselben Nach Konstituirung des Bureaus giebt Möller folgenden sei dringend erforderlich. Eine Resolution in diesem Sinne bereits abgeführt ist. Der weitere Punkt der Tagesordnung: Geschäftsbericht. Die Lage des Verbandes hat sich trotz der wurde angenommen; ferner eine Resolution, welche den Ausbau Kündigung des Vertrages mit dem Verein Berliner Kaffenärzte vielen Verfolgungen gebessert. Die Agitation ist weitschichtiger des Arbeitsnachweises betrifft. Am zweiten Tage wurde der rief eine heftige Debatte zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geworden. In Braunschweig, Schlesien und im Statutenentwurf berathen und hierauf der Gärtnertag geschlossen. hervor, da die Arbeitnehmer einstimmig für Kündigung des Deuter Revier sind neue Mitglieder gewonnen. Die innere Vertrages und Wiedereinführung einer möglichst freien Arztwahl Organisation hat Fortschritte gemacht. Wer gemeint hat, durchla 194 ellano find; hingegen von den Arbeitgebern nur 4 den Kaffenmitgliedern würde der alte diefe Forderung zukommen lassen wollten. In drastischer Weise führten Soyka und andere den Herren vor Augen, daß die band" hat gezeigt, der Abel Grundlage bat. Differenz von 314 000 M., die das Jahr der freien Arztwahl Er ist die wahre Vertretung der Arbeiter, affe Gegenverbände Zimmerer. Für die Bezirke Westen und Schöneberg fand 1894 gegen 1895 aufweist, nicht auf das Konto des Vereins find künstliche Gründungen, as ihr baldiger Tod schon an- am 30. Juli eine öffentliche Versammlung der Zimmerer im der freigewählten Rassenärzte zu feßen fei, sondern gezeigt hat.( Beifall.) Das, was uns in unserer Arbeit hinderte, Königshof, Bülowstr. 37, statt. Der Vertrauensmann Fischer ausschließlich das Produkt der befferen wirthschaftlichen Verbemerkte in seinem einleitenden Referat, daß auf einigen Plägen war die Beschränktheit der Mittel. Darin werden wir Abhilfe in Westen der Neunstundentag leider nicht eingehalten werde. hältnisse sind. Durch eine um 2258 erhöhte Mitgliederzahl sei Brangenberg giebt den Kassenbericht. Die Einnahme So arbeiten die Kollegen auf den Plägen von Lenk, Yorkstraße, die Erhöhung der Beiträge um 6 resp. 3 Pf. pro Woche brächten betrug 14 149,93 m., die Ausgabe 12 321,30 M., der Ueberschuß Tetzlaff, Zoffenerstraße, Mittag, Kurfürstendamm, und bei der 1828 M. Die Einnahmen haben sich um 30 pet. gehoben, die Aktiengesellschaft für Bau- Ausführungen noch immer zehn Stunden. ebenfalls 109 000 M. Dazu komme noch eine Minderausgabe von 190 000 m. für Krankengeld und Arzneikosten, da die Zahl Ausgaben sind prozentual gefallen. Besonders das nieber. Alle, mit Ausnahme der letzteren Firma, beschäftigen allerdings schlesische Revier hat sich sehr gut entwickelt, Braun- nur einige alte Leute. Ein anderer Theil hält wohl die neun- der Krankheitstage infolge der befferen Erwerbsverhältnisse einer schweig hat eine ganz neue Organisation erhalten. Der Ge- stündige Arbeitszeit inne, bennyt aber auch die augenblickliche feits und der Herabsetzung der Leistungen von 52 auf 13 Wochen andererseits um über 136 000 zurückgegangen sind. Von den Diese Einrichtung schäftsverkehr hat sich seit Jahresfrist sehr gehoben. Zieht man Arbeitslosigkeit und zahlt Klaffenlöhne. das Inventar des Verbandes in betracht, dann beläuft sich das haben die Firmen Mais, Echöneberg, und Peisfer, Belle- Arbeitgebern stimmten hierauf ca. 16 gegen diesen Antrag, Vermögen auf rund 13 000 M. Redner bittet alle Vertrauens- Alliancestraße, eingeführt. Bei der Firma Döbler, Kurfürsten- während die Arbeitnehmer geschlossen für den Antrag eintraten. Teute, ihn besser als bisher zu unterstüßen. damm, haben nach längerer Zeit wieder geregelte Verhältnisse Eine Mitgliederversammlung des Zentral- Ber. Hausmann Eichlinghofen erstattet namens der Kon Platz gegriffen; bagegen hält es der Zimmermeister Bulsack, bandes der Maurer tagte am Sonntag, den 2. d. M. bei trolleure Bericht. Es ist alles in Ordnung befunden Lutherstraße, nur dann für nöthig, 9 Stunden arbeiten zu lassen, Cohn, Beuthfir. 22. Zum ersten Punkt der Tagesordnung rewenn er ein größeres Stück Arbeit hat, für seine älteren Leute ferirte Silberschmidt über das Thema: Was lehrt uns unsere worden. Hüninghaus Bochum berichtet über die Agitation. ist die zehnftündige Arbeitszeit üblich. Redner beleuchtet alsdann diesjährige Lohnbewegung? Indem Redner zunächst auf die Er hat im Ruhrrevier eine intensive Arbeit entfaltet. Diefelbe die sanitären und sonstigen Mißstände auf den Bauten und tadelt Vorgänge des Streits im Jahre 1889 einging, zeigte er, wie das Verhalten der Behörden bei Arbeitsniederlegungen. In der schon damals die Forderung des neunstündigen Arbeitstages ist fruchtbar gewesen. Eine ganze Reihe Zahlstellen, die brach Disfussion besprach Obst noch einmal die Errungenschaften dieses gestellt wurde und auch einen augenblicklich guten Erfolg erzielte. lagen, sind wieder zu neuem Leben gekommen. Die Einnahmen der am Harz reorganisirten Zablorte haben sich stark vermehrt. Jahres und fordert zu reger Agitation für die Erhaltung des Diese Errungenschaften konnten später bei der schlechten BauNeunstundentages auf. Die Mitglieder sind recht zahlreich, trotz der großen Hindernisse, führungen zu und schloß mit einem begeisternden Hoch auf den den Unternehmern mit leichter Mühe beseitigt werden. Redner Die Versammlung stimmte den Aus- konjunktur und der mangelhaften Organisation der Arbeiter von gewonnen worden, was Redner durch Zahlen beweist. ist der Meinung, daß auch bezüglich der letzten Lohnbewegung Hue Essen referirt über die Presse. Er wendet sich Neunstundentag im Berliner Baugewerbe. dasselbe Mißgeschick den Maurern treffen kann, wenn die Taktik, gegen die Behauptungen der bürgerlichen Blätter, wonach die Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der wie sie jetzt verschiedene Personen in öffentlichen Versammlungen Bergarbeiter- Zeitung" hege; die Bergarbeiter Beitung" vertrete Bimmerer für den Osten und Südosten fand am Montag bei einschlagen, weiter geübt werde. So werden die von außerhalb nur das Jutereffe der Verbandsmitglieder und sei nicht dazu da, Keller in der Koppenstraße statt. Der Vertrauensmann Fischer hier arbeitenden Kollegen oft mit recht gehässigen Ausdrücken bes Unternehmer zu loben, die es nicht verdient haben. Verbandsorgan sei zur Belehrung der Leser vorhanden und durch Bimmerplätzen des Osten und Südosten", insbesondere über die bei den Sammlungen vom letzten Sonnabend Dag erstattete Bericht über die" Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf den dacht. Die Wirkungen dieser Aeußerungen machten sich bereits Korrespondenzen aus den verschiedensten Ländern mit Bergbau Baufirmen: Böttcher u. Lanzendorf, Andreasstr. 34; Daß eine derartige Laktit in eine Lohnbewegung hineingetragen tam es dieser Verpflichtung nach Möglichkeit nach. Jeder Kame- Friedrich, Frankfurter Allee 196, Heckert, Andreasstr. 36, wurde, liegt nur an der Berfahrenheit und der Organisationsrad müsse es sich auch zur Pflicht machen, das Verbandsorgan Schlöpfe, Frankfurter Allee 143, Sonnenburg, Palli- losigkeit der Kollegen am Orte; denn nur eine gute Organisation mit Korrespondenzen zu unterstüßen, damit es seiner Aufgabe im fadenstraße 86, Dittner, Frankfurter Chauffee 147. Wenn sei im stande, derartige Schäden zu beseitigen, und das sei der weitesten Sinne nachkommen fönne.( Beifall.) auch im allgemeinen die Lohnbewegung günstig verlaufen sei und Bentralverband der Maurer Deutschlands. Die Mitglieder Die Mandatsprüfungs- Kommission giebt hier- der Neunstundentag sowie der Minimal- Stundenlohn von 55 Pf. haben bei der Lohnbewegung gezeigt, mit welchem Opfermuth sie die auf ihren Bericht; sämmtliche Mandate werden anerkannt. zum größten Theil durchgeführt wurde, so haben auf einer Anzahl Bewegung unterstüßten. Denn erstens mußten sie hohe Ver In der Nachmittags Sigung wird kurz über die ge- von Baupläßen die Zimmerer wie Bauarbeiter überhaupt noch bandsbeiträge zahlen, zweitens fonnte man auch laut Listen nachhörten Berichte debattirt, wobei man von verschiedenen Seiten mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen, um ihre weisen, daß sie voll und ganz den Beschlüssen, die in öffentlichen betonte, daß gerade das Meineidsurtheil im Essener Forderungen zu erlangen. Auf den genannten Bauten sei Versammlungen gefaßt wurden, nachgekommen sind. Dazu kam Schröderprozeß für das Wachstbum des Wer es leider noch heute üblich, länger als 10 Stunden auch unter noch, daß sie auf ihre Unterstützung, die ihnen laut Statut zus bandes ersprießlich gewesen ist. Dem Vorstand wird dem Minimal Stundenlohn zu arbeiten, wozu die Innung der steht, verzichteten und sich mit dem Wenigen, was ihnen die Decharge ertheilt und dann zur Berathung der gestellten Bauunternehmer, die kein Mittel der Verleumdung scheute, Kommission bieten konnte, begnügten. Trotz dieser schweren Anträge geschritten. Eine heftige Debatte entspinnt sich über wesentlich beiträgt, während die Bauten selbst gewöhnlich unter Opfer hat die Mitgliederzahl bereits 1000 erreicht. Nun sei es den Antrag auf Erhöhung der Beiträge." Eine Reihe Redner, so Möller, Sabath- Hamburg und Polizeilichem Schuß stehen. So schwierig es auch war, in eine aber auch Pflicht aller Verbandskollegen, auf den Bauten, wo einheitliche Lohnbewegung einzutreten, auch wegen der Berfie mit Kollegen zusammen arbeiten, die dem Ver Hue Essen treten für höhere Beiträge ein, andere wie splitterung der Kräfte in den Organisationen, tönne man mit band noch nicht angehören, ihnen den Werth und Hausmann, Helfer u. a. m., plädiren für Beibehaltung dem erlangten Resultat doch zufrieden sein. Dazu habe das Nußen der Organisation zu machen, und dafür Organisation flar zu der bisherigen Beisteuerung. Die Erhöhung der Beiträge wird System der Playdeputirten sehr günstig gewirkt, um die Zuzu sorgen, daß die Mitgliederversammlungen immer gut abgelehnt. Es wird darauf die Erhebung einer Extrastände auf allen Bauten Berlins zu kontrolliren und besucht sind. Auch an den öffentlichen Versammlungen haben sich steuer von zehn Pfennig pro Vierteljahr beschlossen. Eine die Mißstände Aut beseitigen. Mit der Zeit Anzahl Anträge auf Schaffung einer Unterstübungstasse auch die Arbeiter auf diesen Bauten zu einer besseren bandskollege die Pflicht, den Zuzug nach Berlin und auch nach werden die Mitglieder zahlreich zu betheiligen. Ferner hat jeder Verwerden abgelehnt. Eine Reihe von Anträgen, die eine Einsicht gelangen und fich für den Neunstundentag anderen Orten, wo sich die Kollegen im Kampf befinden, streng innere Regelung der Verbandsgeschäfte bezwecken, werden theils erklären, wenn man sich bemüht, ihnen die Folgen der Lohn fernzuhalten. Unsere Lehre sollte sein: gute Organisation nach abgelehnt, theils angenommen. Der Anschluß an die Generalbewegung auseinanderzusehen und sie zur Organisation heran innen und außen, dann wäre der Neunstundentag gesichert. tommission wird ausdrücklich gut geheißen. Der Antrag zuziehen, um alle bisherigen Feindseligkeiten zu beseitigen. Auch Reicher Beifall folgte den Ausführungen. In der Diskussion auf Schaffung einer polnischen Zeitung wird aus würde es gut sein, wenn die Polizei sich einmal die Einrichtungen sprach Gröppler im Sinne des Referenten und wies die Be finanziellen Gründen abgelehnt. Beschlossen wird, die auf jenen Bauplätzen genauer ansehen würde, damit die zahl hauptungen, die der Bauhandwerker" in der letzten nächste Generalversammlung in elmstedt in Braunschweig reichen Unglücksfälle ein Ende nehmen. Jeßt, nachdem sich die Nummer aufstellte, der Zentralverband habe nur ganz Unabzuhalten. Ein eventueller nationaler Bergarbeiter auf die Gewerbe- Ausstellung gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt genügendes geleistet, entschieden zurück. Das Gegens tongreß soll mit der Generalversammlung verbunden werden. haben und die Arbeitslosigkeit bereits fich bemerkbar macht, theil habe der Referent bereits dargelegt. Nachdem noch ein Wahlmodus für die nächste General- werden auch die uns immer noch Fernſtehenden wieder zur Hamburg, Agitations versammlung festgefeßt und mehrere minder wichtige Angelegen befferen Einsicht kommen. Wenn aber ein jeder seine Schuldig tour in der Provinz Brandenburg befindet, wies die heiten erledigt worden sind, schreitet man zur Vorstandswahl. feit thue, werde die Berliner Lohnbewegung zum Ausgangs- Behauptungen des Bauhandwerker" entschieden zurück und Bestimmt wird als erster Vorsitzender Möller, als zweiter Vor- punkt für für ganz Deutschland werden und auch der verwies auf Magdeburg, wo man boch auch zu der fizender Werdelmann, als Geschäftsführer Braugen- Neunstundentag überall Eingang finden. Möge man berg, als Redakteur des Verbandsorgans Hue- Efsen dafür unermüdlich weiter arbeiten und auch die Sammlungen Jante und Fritsche äußerten sich gleichfalls im Sinne des Re Ueberzeugung gekommen sei, daß der Zentralverband mehr leiste. für ein weiteres Jahr. für die Unterstützungen eifrig fortseßen, um allen Machinationen ferenten. In seinem Schlußwort ersucht der Referent nochmals, der Innungsmeister Troß zu bieten und die Zustände auf jenen thatkräftig für den Verband zu agitiren. Denn auch der interBauten beseitigen zu können. Wie zu erwarten, entspann sich nationale fozialdemokratische Kongreß in London, der sich in eine recht lebhafte Diskussion über den Bericht, in dem von seiner Freitagssigung mit der Gewerkschaftsfrage beschäftigte, einigen Rednern die einzelnen Mißstände in drastischer Weise ge- hat einstimmig beschlossen, alle Berufe in Bundesverbände zu schildert wurden. Hinze erwartet, daß man sich ganz energisch organisiren. Unter Gewerkschaftlichem gab der Borsigende die gegen das Verleihen" der Bauarbeiter seitens mehrerer Unter- Namen verschiedener Mitglieder bekannt, die den gefaßten Bes Allgemeiner deutscher Gärtnertag nehmer auflehnen möge, um dem Unfug ein Ende zu machen. schlüssen zuwider gehandelt haben. Auf einen Antrag Banzer abgehalten zu Erfurt am 1. und 2. Auguft. Weber fonstatirt, daß auf Einspruch der betr. Playdeputirten wurde eine fünfgliedrige Kommission gewählt, die alle Kollegen, sich gegen die Beschlüsse der Berliner Maurer Anwesend find 36 Delegirte, welche 31 Vereine mit 1541 auf mehreren Bauten die Arbeit niedergelegt und der Neunstunden- welche tag bewilligt wurde; es sei nur nöthig, alle die aus der Provinz vergangen haben, einer สิน Sigung einzuladen hat, Mitgliedern vertreten. Die Vereine zerfallen in 3 Gruppen: fommenden zum Klassenbewußtsein und zur Organisation zu bringen. um das Resultat ihrer Untersuchungen der nächsten 1. in die Hirsch- Dunder'schen vom Allgemeinen deutschen Schöning hält es für einen Fehler, daß die Lohnfommission Mitgliederversammlung vorzulegen Gärtnerverein, 2. die auf dem Boden der modernen selbst unter gewissen Umständen den Zehnstundentag zuließ. Ausschluß zu beantragen. Die Mitglieder aus Wilmersdorf Arbeiterbewegung stehenden vom Zentralverein der Gruse meint, daß es vielfach weniger an den Unternehmern stellten den Antrag, in anbetracht der stark vermehrten MitgliederGärtner, 3. in die Gruppe der Lokalvereine, die eine als an den Arbeitern selbst liege, denn manche Unternehmer zahl einen Hilfskassirer am Ort einzusetzen. Die Versammlung Einigung aller Vereine erstreben und von deren Seite auch hätten gegen den Willen der Arbeiter den Neunstundentag ein- beschloß dementsprechend und wurde der Kollege Gimpel mit der Gärtnertag einberufen wurde. Zum ersten Punkt der geführt. Knopf ist der Meinung, daß man nicht alles von der diesem Posten betraut. Alle Beschwerden sind an den betreffenden Tagesordnung: Wie gestalten wir unser Vereinsleben, Sommission verlangen, sondern auf jedem Bauplatz selber die Silsskaffirer zu richten. Von einem Redner wurde Klage geführt um eine gebeibliche, einl eitliche Entwickelung zu ermöglichen", Uebelstände beseitigen möge, damit man nicht wieder die alten über die Moabiter Kollegen, die sich so selten in den Mitglieder um eingeſtalten wir ftellen die Lokalvereine den Referenten, die anderen Vereine zwei Fehler wie 1889 begehe. Döring wünscht, daß man die Dauer versammlungen sehen laffen. Mit einem Hoch auf den Zentral Rorreferenten. Die Nothwendigkeit einer Einigung wird von der Unterstüßungsberechtigung von 4 Wochen auf 14 Tage verband schloß der Vorsigende die imposante Versammlung. allen Seiten anerkannt. Den streitigen Punkt im Referat und herabsetzen und mehr die eigenen als die Mitglieder in der Diskussion bildet lediglich die Frage: ob die neue anderer Gewerkschaften unterstützen möge. In ähnlichem Sinne Rigdorf. Die Schuhmacher hielten am 27. Juli eine Ver Organisation auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung äußern sich eine Anzahl anderer Redner. Fischer ist erfreut, fammlung ab, in der das Mitglied Förster wegen seines unstehen soll oder nicht. Während Lokal- und Allgemeiner Verein daß im allgemeinen eine Einmüthigkeit erzielt wurde, man möge solidarischen Verhaltens bei dem letzten Streit aus dem Verein hiergegen sind, wird dieser Punkt als unbedingt erforderlich von auch für die Zukunft für Durchführung der Plazdeputirten Sorge ausgeschlossen wurde. den Bertretern des Zentralvereins gefordert. Nach den zum tragen, weil sich diese Einrichtung gut bewährt habe. Wenn die theil sehr lebhaften Debatten gelangt folgende Resolution zur Kommission nicht immer nach den Wünschen einzelner gehandelt, Abstimmung: so lag dies an der Taktif, die sie einschlagen mußte. Die " In Erwägung, daß unsere wirthschaftliche Lage und unsere unterstüßungsfrage tann nicht geändert werden, weil die Mittel rechtliche Stellung eine der Würde des Gärtnerstandes nicht entsprechende ist; in Erwägung, daß eine Abhilfe dieser Mißstände nicht ausreichen würden. Zum Schluß gelangt eine Resolution unbedingt erforderlich ist, der Einzelne aber vollständig machtlos zur Annahme, worin die Taktik der Kommission gebilligt und im Vereinstalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterweiteren Sammlungen " Mit einem fräftigen Glück auf!" auf den Verband und auf die gesunde Wiederkehr der meineidigen Kameraden" schließt Möller abends 10 Uhr die Generalversammlung. unserem Vereinsleben verschwinden muß, um einheitlich Stellung gegen obige Mißstände zu nehmen, erklärt der Gärtnertag, für das Zustandekommen einer Organisation zu sorgen, in der es möglich wird, daß sämmtliche bestehenden Vereine den gegebenen Berhältnissen entsprechend ihre Intereffen vertreten tönnen." wird. Die Allgemeine Orts- Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 2. Auguft eine außer ordentliche Generalversammlung ab, zu der die Delegirten der Arbeitnehmer fast vollzählig, die Arbeitgeber hingegen weniger der fich zufällig auf einer Lorenz aus und einen eventuellen Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Borsigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Hermann Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen mann, Baſewalkerfir. 8. Alle Menderungen im Vereinskalender find zu richten Ale Buschriften, den Bund betreffend sind zu richten an: Jahn, Echönhauser Allee 177 c. Theater- und Vergnügungs- Verein Helgoland". Sigung heute Abend 9 Uhr im Vorstädtischen Stafino, Ackerfir. 144. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Seute Abend 8% Uhr im Restaurant kommandenfor. 10-11: Siyung. Für denJuhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publifum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 5. Auguſt. Neues Opern- Theater.( Roll.) 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Frankfurterstr. 108; Apotheke zum schwarzen Adler, Neue Königstr. 50; Engel- Apotheke, Kanonierstrasse 44; Apotheke zum Greiff, Barnimstrasse 33; und in den Apotheken von Schöneberg, Wilmersdorf, Rixdorf, Adlershof, Tempelhof, Rummelsburg, Friedrichsfelde, Friedrichsberg, Köpenick, Weissensee, Französisch- Buchholz, Tegel, Spandan, Charlottenburg, Müncheberg, Friedenau, Steglitz, Gr.- Lichterfelde, Zehlendorf, Teltow, Buckow, Potsdam, Erkner, Königs- Wusterhausen, Friedrichshagen, Kalkberge-Rüdersdorf, Alt- Landsberg, Strausberg, Werneuchen, Bernau, Biesenthal, Eberswalde, Oranienburg, Velten, Kremmen, Nauen, Ketzin, Werder, Fürstenwalde, Brandenburg, Rathenow, Friesack, Fehrbellin, Neu- Ruppin, Alt- Ruppin, Lindow, Gransee, Zehdenick, Liebenwalde, Joachimsthal, Freienwalde, Trebbin, Storkow, Mittenwalde, Zossen, Beelitz, Lehnin, Belzig, Frankfurt, Küstrin u. s. w., sowie in den Apotheken aller grösseren und kleineren Städte der Provinz Brandenburg, der Nachbarländer und ganz Deutschlands. 4870L* Verantwortlicher Redakteur: Anouft Tacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.