Nr. 166. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für bte fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Nothstand Sonntag, den 19. Juli 1891. wird darauf aufmerksam gemacht, daß„ zahlreiche 11 " Expedition: Beuth- Straße 3. regnet, zu befürchten sein. schwere Schädifaffen die Sache gar nicht ungeschickt an. Die Regierung Politische Leberlicht. Berlin, 18. Juli. bei Bourgeoisie und Junkerthum. Bauerngemeinden" in Ostpreußen an zu großem Besize" leiden, der schlecht arrondirt The rain it raineth everyday- der Regen regnet Wenn die allernothwendigsten öffentlichen Wohlfahrts- und verschuldet ist. Die Regierung soll nun dazu jeden Tag- es regnet und gewittert das Getreide hat einrichtungen zu Gunsten der Arbeiter gefordert werden, beitragen, diesen Besitz zu konzentriren, denn auf privatem fast in ganz Deutschland sich gelegt und was das beso stimmt der Chorus der„ oberen Zehntausend" ſein Wege ließen sich die zerstreuten und zur Landwirthschaft deuten will, das weiß jeder Landwirth altes Klagelied von den übertriebenen Ansprüchen der schlecht geeigneten Stücke Landes nicht veräußern. Man gung, wenn baldigst Trockenheit eintritt- Vernichtung der Arbeiter an den Staatssäckel an. Je weniger aber in spekulirt auf die Summen, die im Staatshaushalt alljähr- Ernte, wenn die nasse Witterung fortdauert. Und ähnliche Nachrichten kommen aus Rußland, dieser Richtung geschieht, um so eifriger ist die Kapitalisten- lich für die Aufforstung brachliegender Strecken aus- kommen aus Indien. Gestern hatte der„ Reichs- Anzeiger" klasse in dem Bestreben, die Mittel des Staates für ihre gesetzt sind. Der Staat soll mit diesen Summen die die Bevölkerung mit der Hoffnung trösten wollen, daß eine speziellen Interessen heranzuziehen und sich so auf Außenländereien besagter Bauerngemeinden erwerben, um günstige Weizenernte in Indien zu erwarten sei. Hente Kosten der gesammten Steuerzahler Vortheile zu ver- Aufforstungen planmäßig darauf vorzunehmen, und die meldet„ Reuters Bureau" aus Bombay, man besorge inschaffen. Die Herren vom beweglichen und unbeweglichen vom Fiskus zu erstattenden Kaufsummen sollen dann zur folge mangelnden Regens in vielen Gegenden Indiens eine Kapital gehen mit einem Feuereifer vor, der einer besseren Tilgung von Hypotheken verwendet werden. Mißernte, insbesondere werde in den Territorien von Sache würdig wäre. Gelegentlich der Reise, welche die Minister Miquel Vorsichtiger Weise spricht man beim ersten Anklopfen nur Buttiala und Kaparthala das Auftreten einer Hungersvon den Bauerngemeinden"; aber im Hintergrunde noth befürchtet. Nun, die Hungersnoth wird, wenn die und von Berlepsch zur Untersuchung des Noth- lauern die großen Grundbesitzer, die bei dieser Dinge so weiter gehen, bald nicht mehr blos in Indien, standes in den östlichen Provinzen unternommen Gelegenheit gar zu gern die werthlosen und minder- o es zu wenig regnet, sondern auch dort, wo es zu viel haben, treten merkwürdige Erscheinungen dieser werthigen Theile ihrer Besitzungen und zugleich ihre Bon Neuem sind die Noggenpreise an der Art zu Tage. Man sollte meinen, der Nothstand herrsche im Osten hauptsächlich bei den Groß- Hypotheken los werden möchten, die sie wegen stande s- Berliner Börse gestiegen. Sie haben am Freitag um 1½ bis fapitalisten und Großgrundbesitzern, und die wohlgesinnte nöthigt gewesen sind. Es ist also im Kern ein ganz erhöhung" noch führen? Wovon soll die Arbeiterklasse bei gemäßen" Lebenswandels aufzunehmen ge- 2 M.„ angezogen." Wohin wird diese beständige PreisPresse, die den Nothstand bei den Berliner Arbeitern niedlicher Plan, die Schulden der ostpreußisinkendem Verdienst und vermehrter Arbeitslosigkeit das leugnet, wird an den Nothstand der ostpreußischen Junker schen Junker auf Kosten des gesammten theuere Brot bezahlen? Wahrlich, die deutsche Regierung hat eine Verantwort und Bourgeois um so lieber glauben. Volkes in Preußen zu bezahlen. lichkeit, deren Last ihr die Schultern brechen kann, auf sich Da sind die beiden Minister nach Elbing geUnwillkürlich erinnert man sich dabei an die bekannte genommen, als sie die Suspension der Getreidezölle rundtommen und sofort haben die dortigen nothleidenden Inweg abschlug. Und keine der kontinentalen Regierungen, dustriellen und Rheder sich mit einem Nothschrei an sie schlesische Milliarde". Als in Schlesien die Feudallasten vollends abgelöst welche Boll auf Getreide gelegt hat, besitzt soviel Selbstgewendet. Diese armen Herren können die Kosten für den Elbinger Hafen nicht mehr tragen. Sie berufen wurden und man dabei eine neue Auftheilung und Ar- vertrauen, Herrn von Caprivi auf diesem Wege zu folgen. sich darauf, daß dieser Hafen auch dem Elbing- Ober- rondirung des Bodens vornahm, wußten die" armen" So wie Frankreich den Getreidezoll herabgesetzt hat, hat ländischen Kanal diene. Die Industriellen und die Rheder Junker und Magnaten diese Gelegenheit so schlau zu be- ihn jetzt auch Portugal ermäßigt. Machen in Deutschland wirklich nur oftpreußische von Elbing haben behufs Verfrachtung ihrer Produkte nutzen, daß sie die besten Ländereien bekamen, während das größte Interesse an dem Hafen und an dem Kanal; die ,, wüsten Huben" den Bauern zufielen. Wil- Junker auf dem Pirschstande die Politik? Eine Politik, - der bekannte„ Kasematten- Wolff", welche je länger je tiefer in das Fleisch des Volkes schneidet. da sie nun ihre Stadtgemeinde nicht so hoch besteuern helm Wolff- der bekannte„ Kasematten- Wolff", Schonung für fürstliche Personen. Wir lesen in können, um die Unterhaltungskosten für den Hafen aus derselbe, dem Karl Marx das Kapital" gewidmet dem Kleinbürger und Arbeiter herauszuschlagen, wenden hat stellte damals in einer großes Aufsehen erregenden ordnungsparteilichen Blättern: sie sich als arme Nothleidende" an die Regierung mit Berechnung fest, daß die schlesischen Junker bet dieser der Bitte, den Hafen von Elbing auf den Staat zu über- Arrondirung" eine Milliarde verdient hätten. Wir fürchten, nehmen. Nichts wäre einfacher, als daß diese Herren die ostpreußischen Junker verstehen das„ Arrondiren" eben selber Zuschüsse für den Hafen leisteten, der ihnen in so gut als die schlesischen, und werden, wenn man auf erster, den schon so schwerbelasteten Arbeitern und ihren Vorschlag eingeht, sich ein hübsches Sümmchen auf Kleinbürgern erst in zweiter und dritter Linie zu Gute Kosten der Steuerzahler zulegen. Sie haben es aber auch nöthig, die Herren; sie tommt. Aber so bescheiden sind die Herren nicht; da follen alle Steuerzahler des Landes herangezogen werden, brauchen die Arrondirung" schon, um ihre Dächer mit um den Herren ihren Kapitalprofit zu sichern! Ziegein oder wenigstens mit Schindeln decken zu können; Die„ nothleidenden" Junker in Ostpreußen leiden daß sie nur Strohdächer haben, hat man ja unlängst im noch weniger an Uebermaß von Bescheidenheit. Diese Abgeordnetenhause gehört. Wie man da nur so grausam wollen den Nothstand benutzen, um ihre Schulden sein und gegen die Arrondirung" überhaupt noch etwas ganz oder theilweise los zu werden. Sie einwenden kann! Feuilleton. Machbruc verboten.] ( 114 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Die stille Hoffnung der bona Uschina war nun wohl erfüllt, doch mußte sie sich bald gestehen, daß der Verlorene fich nimmermehr erholen würde. Zu Schreckliches hatte er auf dem Rückzuge aus Rußland erdulden müssen, als daß selbst die sorgsamste Pflege der Mutterliebe dem erschöpften Organismus frische Kräfte einzuflößen vermocht hätte. Er war der Mutter nur wiedergegeben, um in ihren Armen zu sterben. " 1 " Elendes dieser rastlosen Flucht vor der entschlichen Kälte, dem Hunger, dem erbarmungslosen Feinde und der rachedürstenden Bevölkerung. " Herr Gott, Dich loben wir; Du bist gerecht!" sagte Mutschleitner aus tiefstem Herzen. Amen!" tönte es feierlich durch die Stube. Die Tage der Schmach waren vorüber und eines Tages brachte Mutschleitner aus Bruneck ein neues Lied mit. Hei, wie brauste da zu den Klängen der Zither der Männerchor: Das Volk steht auf, der Sturm bricht los, Wer legt noch die Hände feig in den Schooß? Pfui über Dich Buben hinter dem Ofen, Unter den Schranzen und unter den Hofen! Bist doch ein ehrlos erbärmlicher Wicht, Ein deutsches Mädchen küßt Dich nicht, Ein deutsches Lied erfreut Dich nicht, Und deutscher Wein erquickt Dich nicht. Stoßt mit an, Einzelne deutsche Zeitungen haben in der letzten Zeit sich wiederholt zu dem Unfug mißbrauchen lassen, über Familienmitglieder des mit dein Deutschen Reich und Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm auf das Innigste verbündeten Monarchen Desterreich- Ungarns gänzlich unwahre Nachrichten zu veröffentlichen. Da deutsche Zeitungen auch dadurch getäuscht und irregeführt wurden, daß die Blätter, welche jene falschen Mittheilungen publizirt haben, unerhörter Weise die Wiedergutmachung des begangenen Unrechtes versäumt haben, wird von tompetenter Seite nachstehendes, auch im ungarischen Regies rungsblatte Nemzet" zur Veröffentlichung gelangendes amtliches Dementi mitgetheilt: Während das Heiligthum des Familienlebens eines Privaten selbst von den verderbtesten Winkelblättchen der modernen Journalistik einer gewissen ängstlichen Schonung theilhaftig wird, ist die aufdringliche Indiskretion selbst Stasi flagte nicht länger; sie unterdrückte ihren Schmerz, und er füßte sie, seinen Buben und ein kleines, das noch an der Mutter Brust lag, mit voller Liebe, nahm seinen Stutzen von der Wand und zog davon. Herr Zengerl las fleißiger als je die Zeitungen und in dem Herrenstübl wurde lebhaft politisirt. Der Vikar mußte oft Del auf die hochgehenden Wogen gießen. Er war ein allseitig vermittelnder Herr, der, zwischen Thür und Angel stand, und den Korsen erst entschieden fallen ließ, als auch Bayern auf die Seite Deutschlands trat. Für Lisei war es ein schöner Augenblick, als der Vater davon aus den Zeitungen vorlas. Er borgte sich die Blätter von dem Landrichter und las daheim die Siegesnachrichten und Kriegss berichte seiner Tochter und Stafi vor. Stasi sah das stille Glück aus den grauen Augen ihrer Schwägerin leuchten und füßte sie. Ihr nach Junen gewendetes Gemüth hatte Lisei längst durchschaut und wenn Ambros gelegentlich geäußert, daß Lisei wohl wieder heirathen würde, denn an Freiern tönnte es ihr jetzt nicht fehlen, dann hatte sie ihn am Ohrläppchen gezuppt und einen ganz dunimen Brost gescholten. Frieden! Die siegreichen Heere zogen heimwärts. Eines Tages besuchte Lisei das Gamsmanndl, das an rheumatischen Schmerzen schon seit längerer Zeit einsam Während diese mit einem Schwert im Herzen den Sohn und hilflos zu Bett lag. Sie sah oft nach ihm und er in ihre Arme schloß, erzählte Vigo unten in der Schenkstube, quickte sein altes Herz mit den Siegesnachrichten von den ach dem er sich erwärmt und durch Speise und Trank geVerbündeten. Als sie jetzt von ihm kam und den Weg Stärkt hatte, Mutschleitner und seinen Gästen, deren die schrocken an und klagte: Neugierde immer mehrere herbeilockte, von der furchtbaren„ Du willst wieder in den Krieg? Willst mich und zur Laufbrücke verfolgte, wurde sie von einem leichten Gefährt überholt. Sie trat bei Seite, um es vorüber zu Vergeltung, welche den stolzen Alexanderzug Napoleons die Kinder verlassen?" Fürs liebe Vaterland muß ich in den Kampf ziehen," lassen. Zwei Männer saßen auf dem Sitze hinter dem in den unwirthlichen Steppen Rußlands ereilt und sein Der ewige Ruhestörer Kutscher. Der eine trug die Offiziersuniform der österungeheures, aus allen Völkerschaften des Festlandes gebil- entgeguete er mit weichem Ernst. betes Heer vernichtet hatte. Seinen Zuhörern sträubte sich muß vom Thron herunter der Geist Hofers wird uns reichischen Scharfschützen, der Andere einen bürgerlichen Anzug. Lisei sah und es zog ihr wie ein Nebel vor die Augen. das Haar bei seinen Schilderungen der Leiden und des fhren!" Der Zufall hatte ihn auf der Flucht aus den russischen Eissteppen mit Bigo zusammengeführt, und ihm hatte er es zu verdanken, daß sein letzter Wunsch erfüllt wurde und er noch einmal seine kleine Mutter wiedersah. Mann für Mann, Wer den Flammberg schwingen kann!" Da faßte Ambros sein Weib in seine Arme und sagte: Herzliebster Schatz, jetzt muß ich Abschied nehmen, der Hofer ruft!" Stafi blickte ihn mit ihren schönen braunen Augen er daß, wenn Vereinen zur Abhaltung von Versammlungen die behördliche Genehmigung ertheilt wird, man den Gastwirth, in dessen Lokal die Versammlung stattfindet, nicht für den Charakter derselben ver antwortlich machen und geschäftlich schwer schädigen, oft sogar den ganzen Fortbestand des Geschäftes in Frage stellen möge," angenommen, trotzdem der Regierungsvertreter, Geh. Regierungsrath v. Kirchbach, die Regierung energisch" gegen den Ausdruck verwahrte, daß in Sachsen eine Bestrafung oder Benachtheiligung von Wirthen stattfände, welche staatsfeindliche Versammlungen in ihren Räumen tagen ließen. Es tönne aber doch der Verkehr von Militärpersonen in Räumen, wo Sozialdemokraten ihre Versammlungen hielten, nicht geduldet werden. Die Gastwirthe kehrten sich nicht an diesen flachen Einwand, sondern beschlossen die Absendung der Petition. An den grünen Tischen in Dresden wird man nun die fatale Frage erwägen müssen, ob es gerathen ist, mit den Gastwirthen anzubinden. folcher Journale, welche Anspruch auf einige politische Be- Der fächsische Gastwirthstag hat die schon erbeutung erheben, mit der dieselben die inneren Angelegen- wähnte Petition an das sächsische Staatsministerium, zu beheiten der fürstlichen Familien in schonungslosester schließen, Weise und gewaltsam auf den Markt der Deffentlichkeit selbst dann zerren, wenn dieselben auch nicht einmal den Schein der Wahrhaftigkeit besitzen, geradezu empörend. Wir finden kaum zureichende Worte zur Brandmarkung dieses unwürdigen Vorgehens. Erst vor einigen Tagen hat der Berliner Börsen- Courier" trotz bestimmtesten Dementis die Nachricht von der Verlobung des bulgarischen Fürsten mit einem Mitgliede der Familie des Erzherzogs Joseph aufgewärmt. Die Meldung wurde von hier aus auf das kategorischste als unwahr bezeichnet, und siehe da, dasselbe Blatt veröffentlicht abermals einen langen Artikel über diefelbe Angelegenheit und hat noch überdies die Verwegenheit, sich auf Informationen aus Hoftreifen zu berufen und den Artikel mit verlegenden Einzelheiten aus zuspiden. Es wird also trotz alledem und alledem die hirnverbrannte Mär den Lesern neuerdings aufgetischt. Angesichts dieser schonungslosen Quälereien, welche die betreffenden hohen Familienmitglieder von der einen wie von der anderen Seite begreiflicherweise auf das Peinlichste berühren, ersuchen wir die geehrte Redaktion in Ihrem Blatte ein für allemal und in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise zu erklären, daß alle diese Verlobungsnachrichten, in welche die Familie des Erzherzogs Joseph Dem reaktionären sächsischen Regime waren die Gasteinbezogen wird, jeder Grundlage entbehrende Erfindungen wirthe bei den Wahlen bisher eine nicht zu unterschätzende und niemals realisirbare Unmöglichkeiten sind. Gleichzeitig richten wir an alle Journale, welche von den falschen Hilfstruppe. Das könnte sich einigermaßen ändern, wenn Meldungen Notis genommen, das Ersuchen, dieses Dementi die Petition in den Papierkorb wandern würde. Dem in ihren respektiven geschäßten Blättern zu reproduziren. Ministerium wird deshalb die Antwort nicht leicht fallen, ( Gez.) Das erzherzogliche Obersthofmeister- Amt. zumal hinter den Wirthen die Brauereien stehen, welche Wir halten es allerdings für einen Unfug, daß die durch den Boykott der Arbeiter erst auf den Trichter Zeitungen und zwar so ziemlich alle mit Aus- gekommen sind, daß der militärische Boykott auch für sie nahme der sozialdemokratischen sich bei seine Schattenseiten hat. jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit mit den Privathandlungen fürstlicher Persönlichkeiten beschäftigen, es Die Paßverschärfungen an der deutsch französischen verräth das einen ebenso großen Mangel an Taft als Ueberfluß an Bedientenhaftigkeit. Aber sind es nicht gerade die den Regierungen und Fürstlichkeiten nahestehenden Blätter und Personen, die diese Taktlosigkeit und Bedientenhaftigfeit hegen und pflegen? Wer ist es denn, der z. B. den Reisen fürstlicher Persönlichkeiten, d. h. Handlungen, die im eminentesten Sinne Privat handlungen sind, eine hohe politische Bedeutung beilegt und überhaupt die einfachsten Privathandlungen fürstlicher Persönlichkeiten zu weltbewegenden Haupt- und Staatsaktionen aufpufft? Gegen diesen Unfug hätte das österreichische OberHofmeisteramt sich wenden sollen. Und wenn die fürstlichen Persönlichkeiten wirklich den Wunsch haben, als einfache Privatpersonen behandelt zu werden, so brauchen sie -unseres Grachtens- bloß mit entsprechender Deutlichkeit und an die richtige Adresse diesen Wunsch zu äußern und er wird respektivt werden; sie würden dadurch nur gewinnen, und die Welt würde nichts verLieren. Als leibeigne Knechte scheinen die Junker in den Ost provinzen noch immer die Arbeiter anzusehen. Die „ Konservative Korrespondenz" nimmt aus der vor einigen Tagen in Berlin erfolgten Gründung eines sozialdemofratischen Vereins für Ost- und Westpreußen, der auf die dortigen Arbeiter agitatorisch und propagandistisch wirken will, Anlaß, den Arbeitgebern in Ost- und Westpreußen zu empfehlen, hinsichtlich der Lektüre und Korrespon denzen ihren Arbeitern recht aufmerksam auf die Finger zu sehen. Zu solchen gemeinen Mitteln der Schnüffelei und Spionage verweist die Konservative Korrespondenz" ihre vornehme Sippe. Sie fügt zwar hinzu, daß nicht sogleich Zensur oder Zwang ausgeübt zu werden brauche; man fläre nur die Verdächtigen( die man eben durch niederträchtige und ungesetzliche Schnüffelei ermittelt hat) auch seinerseits auf und verfahre mit solchen, die der Umsturzpartei thatsächlich die Hand reichen, von vorne herein auf das strengste". Wir verargen es den Gegnern wahrlich nicht, wenn sie die Sozialdemo fratie bekämpfen das ist ihr Recht und wir werden ihnen im Kampfe schon begegnen, freilich ist es aber auch ihr Recht, sich durch die Wahl der schmutzigsten und ehr losesten Kampfesmittel so verächtlich wie möglich zu machen. Erfolg werden sie mit denselben nicht haben, oder vielmehr einen nicht erwünschten Erfolg; ihre Ritterlichkeit können sie allerdings auch in diesem Kampfe bewähren, fie stempeln sich mit demselben als Ritter der Gemeinheit. Lachte: Aber schon war der Offizier aus dem haltenden Wagen gesprungen und drückte sie an seine Brust und füßte sie und " Freilich bin ich der Ambros.- Aber hier ist noch ein Bekannter ein Kriegskamerad. Schau ihn Dir nur recht an, Lisel!" Wieder lachte er. Die Politik des republikanischen Frankreichs ist eine Friedens politik; Frankreich fordert Niemand heraus, es giebt aber auch nichts auf. Es liegt ein gewiffer Stolz in dieser schweigenden Haltung, die Frankreich sich seit einigen Jahren auferlegt. In Der ganzen Welt hat man diese Politik gerecht gewürdigt, blos hier begegnet sie seit einiger Zeit Gegnern. Ich gebe Ihnen aber anheim, zu beurtheilen, ob sich in den lärmenden, maßlosen Eifer außer Vaterlandsliebe nicht auch andere Hoffnungen und Wünsche mischen. Die Regierung braucht die ihr gebotenen Rathschläge nicht, sie tennt ihre Pflicht. Sie will aber wissen, ob sie bei deren Erfüllung auf das Vertrauen der Kammer rechnen kann. Wenn ich Ihnen sage, daß eine aufgeworfene Frage der auswärtigen Politik hier nicht erörtert zu werden braucht, müssen Sie es mir auf's Wort glauben. Ich verlange also im Namen des Gesammtkabinets, daß sie Herrn Laur's Anfrage ohne Datum vertagen."( Beifall im Zentrum, Murren bei den Radikalen.) Laur erklärt, er habe Urkunden vorzulegen, man könne diese nicht unbesehen zurückweisen. Déroulède will einem Minister fein Vertrauen bewilligen, der vor Deutschland mit gefalteten Händen steht.( Lärm.) Vorsitzender Floquet:„ Ziehen Sie diesen Ausdruck zurück." Ribot:„ Ich fühle mich nicht beleidigt." Floquet: Freuen Sie sich über die Nachsicht des Herrn Ministers." Déroulède schließt mit der Erklärung, die auswärtige Politik der Regierung sei Schwäche, Schwäche und wieder Schwäche. Pichon:„ Wir wollen Frieden, aber mit Würde, wie es sich für ein großes Volt geziemt, denn wir sind und bleiben ein großes Volt. Selbst besiegt, bleiben wir ge= ehrt. Der beste Beweis dafür ist, daß man uns fürchtet." ( Unruhe, Lärm, Rufe: Schluß!) Floquet:„ Ich bin nicht hier, um die Nedefreiheit zu unterdrücken, sondern um sie aufrecht zu erhalten." Bichon:" Die Bevölkerungen, die nicht von uns lassen wollen, mögen wissen, daß auch wir von ihnen nicht lassen." Die Vertagung ohne Datum wird mit 319 gegen 103 Stimmen beschlossen. Gegen hundert Reaktionäre und Radikale enthalten sich der Abstimmung. Paris, 18. Juli. Die meisten Morgenblätter sprechen fich über die gestrige Abstimmung in der Kammer in befriedigter Weise aus, heben Ribots würdige und entschiedene Sprache hervor und bedauern nur, daß derselbe nicht bereits vorgestern durch eine derartige Sprache der Interpellation jede Bedeutung benommen habe. Wir können dieses unerquickliche Thema nicht verGrenze gaben bekanntlich den Boulangisten Anlaß zu einer Interpellation, deren Dringlichkeit, obgleich das Ministerium Ribot sich widersetzte, von der Rammer mit ziemlicher Mehrheit beschlossen ward was zwar keine Niederlage, aber doch eine Schlappe der Regierung bedeutete. Hätte die laffen, ohne wieder und wieder auf die Erbärmlichkeit und Kammermehrheit an diesem Beschluß, der ohne vorher Gemeingefährlichkeit einer Staats- und Gesellschaftsordnung gehende Debatte gefaßt war, festgehalten, so wäre hinzuweisen, welche es zuläßt, daß durch ein paar Zeilen, das Ministerium wahrscheinlich zum Rücktritt gezwungen bie irgend ein höherer Beamter kurz irgend eine worden und außerdem hätten sich sehr unbequeme Debatten Person- schreibt, das Verhältniß der Staaten zu entsponnen. Die Kammermehrheit hat unter solchen Vereinander getrübt und die Gefahr eines Krieges zwischen hältnissen für gut befunden, die Debatte auf unbestimmte zwei Kulturvölkern heraufbeschworen werden kann. Es fällt uns nicht ein, weinerliche Jeremiaden ob Beit zu vertagen; aus der Schlappe des Ministeriums Ribot ist also ein Sieg desselben geworden. Ueber die be- einer so blutigen Satyre auf die modischen ZivilisationsKammersizung meldet ein treffende die gestrige phrasen anzustimmen, allein die Empörung und der Ekel Telegramm der Bossischen Zeitung"( das beste der uns über solche tiefbeschämenden Zustände muß uns in dem Entschluß stärken, alle Kraft daran zu setzen, daß eine augenblicklich vorliegenden): Staats- und Gesellschaftsordnung, die durch ihre Werfe und Früchte sich selbst das Todesurtheil gesprochen hat, möglichst bald einer vernünftigen und gerechten Ordnung der Dinge Platz mache. Paris, 17. Juli. Zur Kammerſibung waren die Tribünen, namentlich auch die Diplomatenloge, überfüllt und alle Minister auf ihrem Playe. Ribot, zur Tagesordnung das Wort nehmend, erklärte, man fcheine gestern nicht verstanden zu haben, was er eigentlich verlangt habe; er habe verlangt die Vertagung der Laur'schen Anfrage auf unbestimmte Zeit, nicht Die französische Deputirtenkammer genehmigte auf vier Wochen. Wie ist diese Anfrage entstanden? In einer Beitung erschienen drei Zeilen. Sofort, ohne eine Er- in ihrer gestrigen Sitzung die Zollvorlage mit 387 gegen fundgiung einzuziehen, schleuderte Herr Laur feinen Gewohn- 110 Stimmen. heiten getreu die Ankündigung seiner Anfrage ins Publikum." Redner erklärt, er habe keine einzige Beschwerde von einem In Bezug auf den internationalen Kongreß wird Handelshause erhalten. Déroulède: Lesen Sie den heutigen von den gegnerischen Blättern ausgesprengt, die Betheiligung " Figaro"( Figaro" nannte drei Pariser Häuser, deren Reisen werde eine sehr geringe sein, und z. B. die englischen ben angeblich der Paß nach dem Reichslande verweigert Gewerkvereine würden ganz fehlen. Das ist einfach wurde.) Ribot:" Ich habe den" Figaro" gelesen. Soeben erlogen. Wie die belgischen Genossen im„ Peuple" anzus empfing ich vom Besizer eines der genannten Geschäftshäuser kündigen in der Lage sind, wird keine bedeutendere Gruppe einen Brief des Inhalts, daß die" Figaro"-Nachricht falsch ist organisirter Arbeiter unvertreten sein, und ist schon jetzt und er vor acht Tagen den verlangten Baß erhalten hat. Die Regierung ist immer bereit, alle Fragen ber auswärtigen Politit eine solche Anzahl von Delegirten aus allen Ländern an zu besprechen; es giebt keine Frage, die nicht auf dieser gemeldet, daß dem internationalen ArbeiterRednerbühne erörtert werden kann, natürlich mit der parlamente der vollständigste Erfolg bereits gesichert Schonung, welche diese Kammer sicher üben wird. Auch ist es i ft. gewiß, daß die Regierung Fragen wie den aufgeworfenen gegenüber nicht gleichgiltig bleiben kann. Wenn ihr bewiesen würde, daß Franzosen in Deutschland nicht genau so behandelt In Bezug auf die Herstellung des neuen werden, wie andere Fremde, würde sie ihre Pflicht zu thun Programm- Entwurfs könnte es nach den nothwendiger wissen.( Händeklatschen.) Dazu bedarf es keiner Mahnung Weise unvollkommenen Berichten über den vorgestrigen Laur's. Die Regierung handelt aus eigenem Antrieb und Vortrag Bebel's so scheinen, als hätten unter den mit eigener Verantwortlichkeit. Man hat von neuen Anweisungen der Herstellung des Entwurfs betrauten Genossen irgendwie an die deutschen Behörden und von Gewerbesteuern für fran- Meinungsverschiedenheiten geherrscht. Das wäre eine zösische Geschäftsreisende gesprochen. Thatsächlich werden diese Steuern von allen, auch deutschen bezahlt. So leichtsinnig be durchaus irrige Annahme. Von vornherein war man handeln Laur und seine Freunde derartige Fragen. Ich füge einig in der Auffassung, daß alles schon auf dem Halleschen hinzu, daß es etwas würdiger wäre, nicht gleich die fleinsten Kongreß als antiquirt oder inkorrekt Bezeichnete aus dem Breßgerüchte zum Vorwand unfruchtbarer Erregungen zu nehmen. Programm entfernt und die Grundprinzipien der Partei " stach dessen Säbel gewaltig in die Augen. Er hielt die Hand in Hand traten sie zu dem Klosterbauer in die blinkende Scheide umfaßt und ließ sie nicht wieder fahren. Stube. Dieser war allerdings verwundert, aber es währte Mit dem Fechten ist's für alle Zeit am Ende," sagte nur einen Augenblick. Dann reichte er Wolf die Hand und Ambros, nachdem er den Ohm begrüßt hatte, und legte seine sagte:" Ich hab' längst gemeint, daß Du Dir die Lisei Hand auf Sepp's Flachskopf. Jetzt sind wir wieder Dester- holen würdest; hab' aber zu ihr davon nicht reden mögen, reichisch. Aber mach' Dich sauber, Frau Lieutenant weil ich nichts dazu thun konnte. Lass' es zwischen uns Falkner, wir müssen zum Vater auf die Mühl'. Hab' dort gleich sein!" schon Quartier für uns bestellen lassen durch einen alten Es ist gleich", erwiderte Wolf und schüttelte die darBekannten. Rathe, wer's ist." gebotene Hand. " Sag's schon," bat Stasi, indem sie sich zum Ausgang fertig machte. Wie soll ich jetzt rathen? Weiß ich doch nicht, wo mir der Kopf steht." Der Ohm, auf dessen Gesicht ein Glanz lag, stieß einen Ton aus, dergleichen Ambros noch nie von ihm gehör. lachte. Er Lisei hatte nicht nöthig seinen Begleiter anzuschauen, der inzwischen ebenfalls ausgestiegen war. Sie hatte ihn noch früher erkannt als den Bruder, und der Sturm in ihrem Herzen sie stumm gemacht bei dessen Begrüßung. Endlich fanden auch Ambros und Stasi sich ein. Sie Jeht wandte sie sich mit glühenden Wangen zu seinem Gewaren unterwegs fortwährend aufgehalten worden. Uebers fährten. Sie fonnte nicht sprechen und auch er konnte es all waren die Leute aus den Häusern gekommen, um Amnicht. Aber sie schauten sich in die Augen, stumm, zagend, bros zu begrüßen und er hatte ihnen immer wieder Nede und im nächsten Moment streckten sie sich die Hände entstehen müssen. gegen, lagen sie einander in den Armen und Lisei weinte " Hab' auch einen Gruß an sie Alle und an ganz laut auf. Ambros strich sich den Schnurrbart in die Höhe, Am Rhein hab' ich ihn getroffen, wie wir den Tyrol auszurichten gehabt," erzählte er, während Lisei und unter dem es leise zuckte. Dann rief er:„ Kinder, ich fahr Polion rüber gejagt haben," antwortete Ambros und Stafi einander innig umarmten und auch Wolf seine künfheim. Auf der Mühl' sehen wir uns wieder!" sprang in den schaukelte sein Töchterchen auf den Armen. Wie der tige Schwägerin küßte. Den Gruß, den hat mir der SpeckWagen und fuhr fort. Doch hinter der Spißhörndlbrücke Bayer Dem die Freundschaft aufgekündigt hat, hat er bacher aufgetragen. Ja, der ist mein Major gewesen und ließ er den Kutscher allein weiter fahren und stürmte feinen Schmiedehammer in den Winkel geworfen und ist in seinem Bataillon hab' ich gestanden. Da möget Ihr den Pfad zu seinem Gehöft hinauf. Schon vor der Thür auch Soldat worden." Euch wohl vorstellen, wie wir Scharfschützen unter ihm rief er: Staft, Stast, wo steckst Du? Der Lieutenant Der Wolf Lechner?" rief Stafi froh und doch noch drauf gegangen sind und dem Franzosen die Hölle heiß geAmbros ist da!" zweifelud, und als Ambros bestätigend nickte, sagte sie leise, macht haben, hurrah!" Innen folgte ein Aufschrei. Schneller jedoch als die während ihr ganzes Gesicht vor Freude erglühte:„ ch, Am folgenden Morgen holte der Klosterbauer seine Mutter war das Büblein, das Ambros blind in die Arme Du lieber Gott!" Papiere hervor und bewies Wolf daraus, daß er nun, wo Lief. Mit einem Juch schwang er es in die Luft. Aber Er hat aber nicht in der bayrischen Uniform in das es wirklich Frieden geworden, sehr gut im Stande sein nun hatte er nur einen Arm frei, um die glückliche Stafi Land kommen mögen," nahm Ambros wieder das Wort, würde, wenn man ihm Zeit ließe, die Schneidemühle zu unter zahllosen Küssen an sich zu pressen und festzu- und darum haben wir unseren Weg über Garmisch ge- kaufen, vorausgesetzt, daß Wolf nicht Sägemüller werden halten. Den kleinen Sepp, denn so hieß der Knabe nach nommen. Er hat dort ein hübsches Haus mit einem großen wollte. Wolf dachte nicht daran, sich von seinem Ambos dem Großvater, auf dem Arm, seine Staft an der Hand, Obstgarten, auch ein Stück Land und Berge giebt's auch zu scheiden, und Lisei war, wie sich von selbst versteht, mit so trat er in die Stube, wo der Ohm David das ringsherum. Als wir die Bayern das erste Mal aus allen Kaufbedingungen, welche der Vater stellte, zufrieden. Schwesterchen Sepps auf den Knieen schautelte. Stafi nahm Innsbruck hinausgeschmissen haben, da ist er heimgewandert Wolf reiste nach einigen glücklichen Tagen wieder nach es ihm ab und sagte freudestrahlend:" Schau, Lisei, das ist und jetzt steht er mit der Lisei auf der Landstraß' bei Garmisch, um sein Haus auf den Empfang Lisei's cinzuder Papa!" Lisei versteckte ihr Köpfchen an der Wange der Monthan." richten. Mutter, lugte dann hervor und steckte die Aermchen nach Dort standen jedoch Beide längst nicht mehr. Langsam Der Tag, an welchem Beide vor dem Altar standen, Ambros aus. Aber das kleine Ding verlangte nicht, von waren sie Hand in Hand über die Laufbrücke nach der war ein denkwürdiger, denn an ihm feierte ganz Tyrol das dem Vater auf den Arm genommen zu werden, sondern Schneidemühle gewandert, sehr langsam und immer wieder Friedensfest. Hannes, welcher inzwischen aus der Vergriff mit den fetten Händchen nach der silbernen stehen bleibend und einander in die Vugen schauend mit bannung zurückgekehrt und wieder in seine Pfarre eingesetzt Zapferkeitsmedaille, welche seine Brust schmückte. Dem tiefen Blicken der Liebe. An der Waldecke sprachen sie war, vollzog die Trauung, der die ganze Gemeinde mit herz Buben, den Ambros inzwischen auf die Erde gesetzt hatte, sich aus über das Wichtigste. licher Theilnahme beiwohnte, gab es doch in dem ennea " : " * * * Herr Veitshöchheim bei Würzburg. Am 5. Juli hielt hier in möglichst scharf, kurz und klar dargelegt werden müßten.[ die ihm politisch ganz nahe stehen, wie z. B. die vertretende Vorstand des Polizei- Amtes doch den Argumenten Der erste Entwurf Liebknecht's, der selbstverständlich nur Frankfurter Zeitung" seine journalistischen Gepflogen- nicht verschließen, welche wir in unserer vorletzten Nummer eine Stizze war und verschiedene Formulirungen enthielt, heiten wiederholt in Ausdrucken gekennzeichnet haben, die bezüglich dieses Falles vorgebracht hatten. Und so erleben bewegte sich schon genau in derselben Richtung, wir uns nicht aneignen mochten, weil der Respekt, den wir wir den gewiß feltenen Fall, daß ohne vorhergegangene wie der letzte Entwurf. Die späteren Entwürfe immerhin vor dem Parlamentarier Richter haben, ben man am Donnerstag wegen der von ihm Beschwerde ein Referent am Freitag sprechen kann, waren Versuche zu immer schärferer und kürzerer uns die seiner eigenen Partei nicht verborgenen bräuenden Gefahr für Gesetz und Sittlichkeit sprechen zu Formulirung, und, bei der prinzipiellen Ueber Defekte des Journalisten und National- lassen für bedenklich hielt. Der Zentralverein für im einstimmung, die Arbeit dabei sonach wesentlich redat ökonomen Richter etwas milder beurtheilen läßt. graphischen Gewerbe beschäftigte Personen" wird sich wegen der tioneller Natur. Die von Engels vorgeschlagene Fassung Was die von Herrn Richter zitirte Notiz Vol Imars ihm widerfahrenen Störung seines Vorhabens sicherlich mit dem lehnte sich der, innerhalb des Vorstandes beschlossenen über Liebknecht betrifft, so hatten wir dieselbe unmittelbar Gedanken trösten, daß ein solcher Fall zur Beseitigung oder Fassung näher an, als die der übrigen zu Rath Gezogenen, nach ihrem Erscheinen, bereits mit einem furzen wenigstens Abänderung eines Paragraphen in unserem reformund ist mit derselben verschmolzen worden. Kommentar- in Satz gegeben, zogen das Manuskript bedürftigen Vereinsgefeße führen muß, nach welchem es dem subDer Programm- Entwurf ist, wie man sieht, Rollet jedoch zurück, weil wir die Polemik über den herzlich un- überlassen ist, derartige Eingriffe in das Vereins- und Versammjettiven Ermessen einer einzelnen Person, eines Polizeivorstandes tivarbeit im eigentlichsten Sinne des Worts. bedeutenden Fall Vollmar abschließen zu müssen glaubten. lungsrecht seiner Mitbürger zu thun oder zu unterlassen, denn Für Jeden, der die beiden in Frage kommenden Personen wer will einem Polizeibeamten von vornherein nachweisen, daß Ihre geschickte Taktik rühmen die Freifinni- fennt, hat die Vollmar'sche Notiz*) beläufig etwas so un- er feine Befürchtungen wegen Verlegung von Gesetz und Sittgen, weil sie es durch dieselbe ermöglicht haben, daß in beschreiblich Komisches, daß ihr jeder Stachel genommen lichkeit hege? Viel einfacher und ehrlicher wäre es, gleich zu Raffel statt des Antisemiten der nationalliberale Kandidat wird. fagen, die Staatsbürger haben das Recht, sich nach 24 Stunden mit dem Sozialdemokraten zur Stichwahl kommt. Das wenn die Engen Richter'sche Organ, wie verschiedene andere frei andere Adressen ein kurzes Wörtchen gerichtet. Und da wir gerade dabei sind, so sei noch an zwei vorhergegangener Anmeldung zu versammeln, Obrigkeit nichts dagegen hat". finnige Blätter, bezeichnen den nationalliberalen Kandidaten, Hoffentlich erfüllt sich die Hoffnung unseres Chemnitzer weil die Freifinnigen ihm ihre Stimme gegeben haben, als was ein alter päpstlicher Schlüsselsoldat in puncto berede materie in der angedeuteten Richtung geregelt. wird. Die Germania", die doch wahrhaftig wissen sollte, Bruderorgans bald, indem die Bersammlungs- und Vereinsfreifinnig- nationalliberalen Kandidaten. Ebensogut könnten blumen" zu leisten vermag, hat die Vollmar'sche Selbst: Siebbrat aber bleibt hoffentlich auf Urlaub. Er hat die Freisinnigen eine Anzahl konservativer Abgeord bespiegelung zum Gegenstand eines Leitartikels gemacht mit dauernden Urlaub verdient. neten, welche durch ihre Hilfe gewählt sind, als dem Titel: Liebknecht in Verlegenheit" und freifinnig- konservative bezeichnen und die Wahl derselben behauptet" auf Bollmar's Autorität in der famosen als einen Sieg der Freisinnigen bejubeln. Freilich ist die Zukunftsstaats- Polemik, die sie vorigen Herbst mit uns an- einer Boltsversammlung Genosse J. Klinger einen Vortrag freifinnige Partei heute vollständig auch für ein Startell mit zuknüpfen suchte, sei sie von Liebknecht grob behandelt über die Nothwendigkeit der Gründung eines sozialdemokratischen den Konservativen und Nationalliberalen; die oppositionelle worden; er habe geschimpft, nichts zu sagen gewußttura am 12. Juli in einer anderen Versammlung der Verein konWahlvereins. Die Jdee wurde mit Begeisterung aufgegriffen und Nörgelei des Herrn Eugen Richter's kann über diese That worden; er habe geschinipft, nichts zu sagen gewußt sich ganz unfähig erwiesen. fache nicht hinwegtäuschen. stituirt. Es ließen sich sofort 60 bis 70 Personen aufnehmen, ein Die Germania" glaubte damals, wie eine Anzahl erfreuliches Zeichen, da der ganze Ort blos 1500 Einwohner zählt. Was den Stimmenrückgang unserer Partei bei der Raffeler Wahl betrifft, der auf annähernd 1000 zu begleich geistreicher Blätter, uns durch die Frage nach dem Allerdings kommt da in Betracht, daß ein Theil der Arbeiter Bukunftsstaat todtfragen zu können. nach Würzburg arbeiten geht, auch sind am Orte selbst einige ziffern ist, so findet er seine Erklärung in der sich bei NachWir lachten sie aus, und die Partei lachte sie aus. Fabriten, so z. B. eine Maschinenfabrit alles Bedingungen, wahlen immer bemerkbar machenden Wahlunlust der Wähler- und ein Mann, der uns mit ähnlichem Hasse bedenkt, wie welche die Verbreitung sozialistischen Denkens fördern. Der Domschaft. Der Feuereifer, der bei den Hauptwahlen vorhanden die Redakteure der„ Germania" es thun, der aber den So- Kaplan Braun, welcher die Gründung eines katholischen ist, findet sich nur in den seltensten Fällen bei Nachwahlen zialismus tennt," was von den Redakteuren der Ger- Arbeitervereins versuchte, ist hiermit gründlich abgefallen, wowieder. Dazu mag kommen, daß bei früheren Wahlen eine mania" nicht gesagt werden kann, Prof. Schäffle hat ist noch, daß vom 1. Mai das Bezirksamt Würzburg an alle durch unser Erfolg noch bedeutungsvoller wird. Zu erwähnen Anzahl partikularistischer Stimmen auf unsern Kandidaten, ausdrücklich erklärt, daß die Frage nach dem Zukunftsstaat ihm unterstehenden Ortsvorstände ein hektographirtes Rundals den Kandidaten der äußersten Opposition, fielen, während thatsächlich eine Narrenfrage ist, auf die nur mit schreiben mit der Ueberschrift Vertraulich!" erließ, in die hessischen Rechtsparteiler" diesmal einen eigenen Sachen geantwortet werden kann. welchem die Ortsvorstände aufgefordert wurden, alle VersammKandidaten in der Person des Rechtsanwalts Martin aufUeber die journalistische Befähig ung Lieb- lungen und Demonstrationen am 1. Mai zu verbieten. Inwiefern gestellt hatten. fnecht's wollen wir nicht streiten jedenfalls ist die durch ein derartiges Vorgehen der Sozialdemokratie der Boden Die Aussichten bei der Stichwahl mit dem frei seit Majunke's Ausscheiden anerkanntermaßen invalid ge- abgegraben" wird, das erhellt klärlichst aus der Thatsache, daß finnigen Nationalliberalen" sind für unseren Kandidaten wordene Redaktion der„ Germania" die letzte Autorität, an wir mit der Errichtung des Wahlvereins so großen Erfolg Stimmenrückgang bei der Hauptwahl die ernste Mahnung nach weises wenden würden. günftiger als je zuvor, wenn unsere Genossen in dem die wir uns um Ausstellung eines Befähigung 3: batten und auch noch eine bedeutende Vermehrung der Miterblicken, alles daran zu setzen, um auch den letzten Mann Und endlich last and least: Herr Pindter druckt an die Wahlurne zu bringen. das Geschreibsel der Germania" mit Behagen ab, und Und zum dritten Mal Pfui! Herr Eugen freut sich, daß Liebknecht so ganz und gar nicht zu schreiben Richter hat auf unsere Burechtweisung in 48 Stunden und zu redigiren verstehe. Der wasserpollackische, exfreiParis, 17. Juli. Ueber den Streit der Pariser wir gaben ihm absichtlich Zeit nichts anderes als schärlerische Biedermann scheint vergessen zu haben, daß folgende Verlegenheitsantwort gefunden: fein eigenes Blatt sich weiland alle erdenkliche Mühe Eisenbahn- Bediensteten liegen folgende Meldungen Herr Liebknecht fährt im„ Vorwärts" fort, die Frei- gab, Liebknecht in der Redaktion zu halten und dauernd vor: Unter den streifenden Eisenbahn- Arbeitern macht sich eine heftigere Agitation bemerkbar. In der heute stattge sinnige Beitung" aus seinem reichhaltigen Schimpf- an dieselbe zu fesseln. Das war freilich, ehe die" Nord- habten Versammlung der Arbeiter der Westbahn wurden sehr heflexifon zu schmähen. Bekanntlich hat ſelbſt Herr von deutsche Allgemeine" auf den Pindter gekommen tige Reden gehalten, welche bei den Anwesenden lebhafte BuVollmar durch sein Organ, die Münchener Post", erklären war. laffen, daß es ein unnüßer Versuch sei, Herrn Liebknecht eine so liebgewordene Unart abzugewöhnen. Seine Auslassungen beweisen nicht nur schlechten Geschmack, sondern auch sachliche Schwäche und Mangel an überzeugenden Gründen." Wenn selbst die besten Freunde des Herrn Liebknecht an seiner Besserung verzweifeln, so können wir schlechterdings nicht verlangen, daß Herr Liebknecht uns zu Liebe feine liebgewordene Unart" sich abgewöhnen soll. Also geschimpft soll Liebknecht haben. Herr Richter Langenbielan. Am Freitag wurde Genosse May Baginsti, Nord, Oft- und Westbahn hat sich heute früh soll doch unsere ihn betreffenden Notizen abbrucken, in Nr. 54 jenes" Blattes veröffentlichten Beitartikels über„ Bolks. von Gendarmen in aller Ruhe vollzogen. Die Streifenden wie wir die feinigen stets abgedruckt haben, bildung und Sozialdemokratie" und wegen angeblichen Flucht versammelten sich alsdann und beschlossen die Delegation, welche wenn sie uns Anlaß zur Kritik gaben, und seine Leser wer- verdachts verhaftet. Der genannte Genosse hat sofort Beschwerde sich heute nach dem Palais Bourbon begeben wird, nicht zu beden sofort sehen, daß er gelogen hat. Wir haben ihm eingelegt und wird eventuell eine Raution anbieten. Sätte er gleiten. Die Stimmung der Streikenden scheint heute weniger fein unqualifizirbares Benehmen vorgehalten, und ins fich," bemerkt der Proletarier" zu dem Vorfall,„ der Berant- heftig zu ſein als gestern. Paris, 18. Juli. Die Ausstandsbewegung der Eisenbahnbesondere der zwei Thatsachen erwähnt, 1. daß er wortlichkeit für seine Handlungen entziehen wollen, so hätte er ehrlose Handlungen einzelner Individuen unter der Spitz- dazu gerade schon mehr wie genug Zeit gehabt; in dem Saft" Sozialdemokratische 3" veröffentlicht, und befehl war namentlich auch noch auf die bereits gegen ihn 2. daß er die deutsche Hutmachergenossenschaft verschwebenden Sachen Bezug genommen. Unser" Proletarier" und leumbet hat. sein Redakteur May Baginsti tönnen ein Lied vom„ neuen Kurs" fingen, fünf Beschlagnahmen seit Ostern und acht Anklagen in Um beide Thatsachen drückt Herr Richter seiner der Zeit von ca. 3 Monaten!- Der Abonnentenstand unseres Gewohnheit nach fich fergfältig herum, wie er sich auch Proletarier" ist fortgesetzt im Steigen begriffen und die Freunde um unsere Frage nach dem famosen Wäsche diebstahl unserer Sache werden im Eulengebirge nach wie vor das Banner wiederum echt richterisch herumgedrückt hat. der Sozialdemokratie unentwegt hochhalten." marfe " " Wir müssen natürlich das Schimpflexikon" des Herrn Richter ungeöffnet lassen bemerkt sei aber, daß Blätter, berger Thale tein weibliches Wesen, das allgemein so hoch geachtet wurde wie Lisei, und was Wolf betraf, so dachte niemand mehr daran, daß er ein Bayer war, sondern erinnerte fich nur noch an seine Ehrenhaftigkeit. Alle aber hatten ihre Freude an den beiden stattlichen Gestalten, und mit welch anderen Empfindungen, als einst den Bund seines Bruders mit Stasi, segnete Hannes die Ehe Wolf's und Lisei's! Korrespondenzen und Parteinachrichten. Redakteur des Proletariers aus dem Eulengebirge", wegen des " " gliederzahl desselben in Aussicht steht. Arbeiterbewegung. stimmung erfuhren. Paris, 18. Juli.( Telegr. des Herold"). Der Streit der Bahnbediensteten hat seit gestern Abend eine beunruhigende Ausdehnung gewonnen; man fürchtet einen Generalausstand. Die Regierung läßt sämmtliche in Paris mündenden Linien militärisch bewachen. Paris, 18. Juli. Die Wiederaufnahme der Arbeiten seitens der nicht am Streit Theilnehmenden in den Werkstätten der wider Erwarten dank der Anwesenheit einer Anzahl bediensteten, welche nunmehr auch die Provinz erfaßt hat, erweckt die ernſteſten Besorgnisse, da die Ausständigen fest entschlossen scheinen, gewaltsam die Arbeit zu verhindern. Auch bie Betriebs- Bediensteten fangen an, die Arbeit niederzulegen. Anstatt Falls der Generalausstand wirklich ausbricht, kann sich die Regierung den Haupttheil der Schuld zuschreiben. zwischen den streitenden Parteien ehrlich zu vermitteln, unterſtützt fie die Eisenbahn- Gesellschaften ohne weiteres mit Polizei und Militär und zwar in einer Weise, die nach unserer Ansicht einSprechlaal. demokratische Bolksversammlung, und zwar, weil uns kein Lokal Kleinschmalkalden. Am 6. Juli wurde hier die erste sozial- fach provokatorisch war. zur Verfügung stand, unter freiem Himmel abgehalten. Genoffe Hugo aus Schmalkalden referirte in 5/4 stündiger, oft von Beifall unterbrochener Rede über die Biele der Sozialdemokratie und die Ursachen der Lebensmittelvertheuerung. Troßdem von gegnerischer Seite alles aufgeboten worden war, die Bevölkerung von der Versammlung abzuhalten, hatten sich doch an 400 Personen eingefunden, welche die Protestresolution einstimmig annahmen. Mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Versammlung. * Inhalt desselben identifiziert zu werden. Nach der Trauung wurde auf dem Kirchenplage eine Chemnitzer Polizei in Sachen Walther May's( siehe 2. Beilage vom 1. August bis 1. September. Friedenslinde gepflanzt. Die Böller krachten in das Hoch auf Tyrol, mit dem Hannes seine Rede schloß, die Stutzen knallten und weithin sandte die Glocke ihr Geläut durch das grüne, sonnige Thal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaats, soweit der Raum dafür abzu» geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Ich wollte höflichst bitten, Nachfolgendes aufzunehmen: Auf Beschluß des Vorstandes der Arbeiter- Bildungsschule ist Chemnik. Zu unserem Bericht über das Verfahren der eine Ferienpause von vier Wochen erlassen worden und zwar der heutigen Nummer) ist noch folgende Neuigkeit nachzutragen. daß unser Sommer- Semester dahin ist, denn schon hatten wir 8 Infolge dieses Beschlusses sagte fich ein Theil der Schüler, Walther May hat nun doch noch in Chemniß gesprochen und bis 10 Tage Ferien und nun noch 4 Wochen! So würde schon im Wahlverein. Nicht etwa, daß eine Beschwerde so schnell ein halbes Vierteljahr dahin sein und wir könnten infolge der Erfolg gehabt hätte, bewahre! Die Chemnitzer Presse" erklärt vielen Ferien nichts lernen. Ein bescheidenes Mahl vereinigte die Hochzeitsgäste im die Sache:" Der Herr Polizeidirektor Siebdrat ist nämlich, um Zweitens kostet die Miethe einer Schule monatlich 30-36 M., Stern und während hier mancher Trinkspruch auf die sich von seiner anstrengenden Amtsthätigkeit zu erholen, ins Bad die sechs Schulen folglich einen Monat über 200 m., die mithin Neuvermählten ausgebracht wurde, begann auf dem oder in die Ferien gegangen und somit kam die Versammlungs für nichts ausgegeben werden. Kirchenplate um die Linde der Tanz. Später betheiligten Walther May als Referenten bezeichnet hatte, zu Bänden des daß er die Schule benußen kann? Wir hatten schon im Juni anzeige des Chemnitzer Wahlvereins, welche gleichfalls Herrn Oder hat der Arbeiter Ferien? Ist der Arbeiter nicht froh, sich an demselben auch das junge Paar und die Gäste. feine Stelle vertretenden Herrn Stadtraths. Dieser Herr hatte, fehr heiße Tage und es ist gegangen, der Vorstand wird wohl Auch Stasi faßte sich ein Herz und folgte Ambros, der wie sich leicht begreifen läßt, seine Bedenken, eine Versammlung wissen, wie schwer es dem Arbeiter wird, bei täglich anstrengender zum letzten Male seine Offiziersuniform trug, in den zu genehmigen, gegen welche derselbe Grund vorlag, aus welchem Arbeit doch in die Schule zu gehen. Reigen, und siehe, es ging vortrefflich. Ihr liebliches Herr Siebdrat noch eben eine andere beanstandet hatte. Auch sind die Ferien in den Schulen von Anfang Juli bis Gesicht strahlte vor Glück. Das wieder hergestellte Gams- Nach genommener Rücksprache konnte sich indessen der stell- Anfang August. manndl und der Ohm David sahen von der Bank au ber Kirchhofsmauer zu und auch auf den Gesichtern der beiden Alten lag ein Schimmer der allgemeinen Freude. Nur Herr Zengerl blickte nachdenklich auf das muntere Treiben. Der Oberförster kam zu ihm und fcagte ihn, woran er er denke? Der Landrichter deutete auf die Linde und antwortete: So viel Blut hat fließen müssen, um den Baum pflanzen zu können und ich frage mich, ob in seinem Schatten auch bie Saat aufgehen wird, welche Deutschlands große Geister ausgestreut haben? Werden die Ideen der Freiheit und Humanität auch in unserem Volle Wurzel fassen und emporwachsen zum Lichte?" Mittlerweile war die Sonne untergegangen. Da Leuchtete auf dem Spißhörndl ein Feuer auf und 10 leuchteten um dieselbe Zeit die Freudenfeuer von allen Bergen Tyrols. " Hat denn der Vorstand das Recht, ohne die Mitglieder zu *) Da ist die Notiz. fragen, eine solche lange Pause eintreten zu lassen? Ich glaube Die Parteidebatte über die Taktikfrage wird leider nicht nicht, meines Erachtens gehört die Sache in eine Mitglieder- Verblos von den Berliner Jungen" in einem schlechten Tone ge- fammlung. führt. Nicht blos zufolge den Mittheilungen gegnerischer Die Schüler der Ost- und Südschule sagten sich, es hätte Blätter, sondern auch nach dem Berichte unseres schlesischen feinen Zweck, den Kursus nach den Ferien weiter mitzunehmen, Partei- Organs hat Abgeordneter Liebknecht am 5. Juli in da sie doch vom Unterricht herausgerissen würden. einer Versammlung zu Breslau gegen die Vollmar'sche Rede J. A.: Hugo Lazarus nichts anderes zu sagen gewußt, als daß Vollmar dummes Markusstr. 31, Zeug gesprochen habe". Bei Liebknecht ist eine derartige Ausbrudsweise nichts Ungewöhnliches; hat er doch sogar schon das Diosturenpaar Mary Engels mehr als einmal mit zoologischen Redeblumen bedacht. Vollmar wird sich also kaum besonders beleidigt fühlen fönnen und etwa den unnüßen Versuch unternehmen, dem Parteiveteranen eine so liebgewonnene Unart abzugewöhnen; am allerwenigsten wird er Schluß des Brüsseler Kongresses dauert, bitte ich die Genossen, ihn um sein Vorrecht beneiden und Gleiches mit Gleichem ver alle für mich bestimmten Briefe und Sendungen an das Bureau, derlei Auslassungen beweisen nicht nur gelten. Denn An die Genossen! Während meiner Abwesenheit von Berlin, welche bis nach schlechten Geschmack, sondern auch sachliche Schwäche und Katzbachstr. 9, gelangen zu lassen. Mangel an überzeugenden Gründen. A. Bebel. Theater. Sonntag, den 19. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Page Frig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater. Tricoche Bellealliance und Cacolet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend Theater. Berlin unter Waffer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Gigerln von Wien. Die Montag: Diefelbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Neue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Heute, Sonntag: Konzert. Spezialitäten. Fenerwerk. Puppentheater. Luftbahn. Sportbahn. Rutschbahn. Lachkabinet. Im neuen Bal champêtre: Grosser Ball. 609b Geschw. Avola, Reckturner. Gustav Rose, Gesangshumorist. Baretty- Trappe, ifarische Spiele. Cavecci's Exzentrifs. Burlesken: Maler- Fatalitäten. Die lustigen Köche. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pfs., im Vorverkauf Billets à 20 Pfg. Hasenhaide Th. Keller's Hofjäger Bergmannstr.- Eeke. Heute, Sonntag, den 19. Juli 1891: 1014L Montag, den 27. Juli, in der Neuen Welt, Hafenhaide: NOMMER- FEST, So Ronzert, Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Um 9 Uhr: Großes Festspiel. Zum ersten Male( Novität) von R. Blant unter Mitwirkung des Arbeiter- Gesangvereins Olympia( M. d. A.-S.-B.), des Tambour- Vereins Deutsche Eiche, des Musik- Dilettanten- Vereins Animo und des MusitVereins Stern( M. d. B. d. g. A.-V. B. u. U.). Während der Zwischenpausen im sogen. griechischen Götter- Saal Vorträge. Gr. Militär- Konzert. 3m großen Saale Im Bal champêtre a grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von Marionetten- Theater. Gr. Vorstellung. Volks beluftigungen. BALL. 197/3 An alle Genoffen und Freunde richten wir nun die Bitte, bei diesem irklichen Arbeiterfest uns durch ihr Erscheinen zu unterstützen. Billets à 25 f. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und Das Komitee. Anfang 4 Uhr. Entrée 15 Pfg., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Mittwoch, den 22. Juli: Erstes großes Erntefeft mit Gratis- Verloosung. Den bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Donnerstag, den 23. Juli: Gr. Extra- Militär- Konzert( A. Bergter.) Heute, Solo Zum Sternecker. Sonntag: Etablissement Buggenhagen Schloß Weißensee. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Zum zweiten Male: Doppel- Fallschirm- Absturz mit 2 Fallschirmen zu gleicher Zeit, Spezial- Ausschank von Batzenhofer sensationelle Produktion, ausgeführt von den Gebr. Damm. Um 8 u. 10 Uhr: Mr. Hajex u. Miss Athène. Concert. Bal champêtre. Feuerwerk. 641 Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. 249M Anfang des Concerts 4 Uhr, des Aufstieges 6 Uhr. Entree 50 Pf., vorher 40 1. Rud. Sterneder. Montag, den 20. Juli: Gr. Ernte Kinderfest. Gr. Ernte- Kinder- Festzug. Reinh. Krösche's Fichtestr. 29. Gesellschafts- Haus. Fichtestr. 29. vormals A. Möwes( Safenhaide). Empfehle als angenehmen Aufenthalt für Familien und junge Leute meinen schönen, schattigen Garten, verdeckte Kegelbahnen, Bilarda fonte meinen herrlichen Tanz- Saal( jeden Sonntag gr. Ball), grosse Restaurationsräume, einen guten Happen- Pappen und einen vollen Topf Bier. Die Kaffeeküche ist während des ganzen Tages geöffnet. D'rum, wer fidh amüsiren will, Der komme hent' zu Krösche's hin! 1011L Gleichzeitig empfehle meine Säle zu Hochzeiten, Vereine und Versammlungen. Castan's Panopticum. Bülowftr. 37. J etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 f. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. De täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Da Großer Erfolg Königshof. Fachverein der in Buchbindereien u. verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 20. Juli 1891( Guter Montag), in der Unions- Brauerei, Hasenhaide: Grosses Sommer- Fest, bestehend in Vokal- u. Instrumental- Konzert, ausgeführt von 10 Vereinen des A.- S.- B u. der verstärkten Kapelle d. Hauses. Grosse Blumen- Verloosung. Gr. Fackelpolonaise, Bonbonregen, Volks- u. Kinderbelustigungen versch. Art. In beiden Sälen: Grosser Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfg. nach. Anfang des Konzerts, sowie des Balles 42 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Schuß für 8000 Personen. 118/20 Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. sowie im Arbeitsnachweis, Dresdenerstraße 116, zu haben. Die Kollegen Billets à 20 Pfg. find in all en mit Plakaten belegten Handlungen, werden ersucht, recht rege für den Vertrieb der Billets zu sorgen. Um recht zahlreiche Betheiligung der Mitglieder, sowie Freunden und Gönnern des Vereins ersucht Der Vorstand. Berliner Unions- Branerei. Bülowstr. 37. Hafenhaide 29/31. Montag, 27. Juli: Hasenhaide 29/31. Sonnabend, den 25. Juli 1891: Grosser Sommernachts- Ball, verbunden mit Gesangs- Vorträgen, arrangirt v. Gesangverein Frühlingsluft( Mitgl. d. Arbeiter- Sängerbundes). Anfang 8 Uhr. Um 12 Uhr: Große Kaffeepause. Herren- Billets à 50 Pfg., Damen- Billets à 30 Pfg., find zu haben bei den Herren: 0. Sichmann und R. Rindermann, Schwerinstr. 15; G. Rost, Alvenslebenstraße 15; C. Rosenberger, Grunewaldstr. 115; und in den mit Plakaten belegten Handlungen. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. Ernst Gründer's Festsäle, Hasenhaide 21. Jahnstrasse 8. 599b des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Große und kleine Festfäle( mit und ohne Bühne), Vereinszimmer von Roloffaler Jubel E 50, 100, 200 bis 3000 Personen, komfortabel eingerichtet, habe zu Vereinsfestlichder Sensation3- Pantomime feiten, Versammlungen und Hochzeiten unter den foulantesten Bedingungen Die Räuber. zu vergeben. Anfang Sonntags 4 Uhr. WochenTäglich: Große Chantant- und Spezialitäten- Vorstellung. tags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Entree frei. Ieden Sonntag: Großer Ball in allen drei Sälen. Platz 50 Pf. Kaffeeküche ist geöffnet. Montag und Mittwoch: Ball bei gänzlich freiem Entree. Volksbeluftigungen aller Art. 305b Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Restaurant zum Bukunftsstaat" Adolph Scholz, Dienstag, den 28. Juli: WE Benefiz für die Duettisten Glaser. Helmuth Peters. Vittoria- Park. Gneisenaustraße 67. Blücherstraße 31. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab Kastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Treptow 382 L Großes Sommerfest der Schneider u. Schneiderinnen Berlins bestehend in Grossem Konzert ausgeführt von der 30 Mann starken Hauskapelle nebst Tanzkränzchen. Y Arrangirt von der Agitationskommission der Schneider u. Schneiderinnen Berlin3 zum Besten des neuen Zentral- Arbeitsnachweis- Bureau. Bei eintretender Dunkelheit: Grosse Fackel Polonaise, wozu jebes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Die Kaffeeküche ist von 3-7 Uhr geöffnet. Billets à 25 Pfg. Herren, die am Tanze theilnehmen, zahlen 50 Pfg. nach. Billets sind zu haben im Zentral- Arbeitsnachweis- u. Auskunfts- Bureau, Markgrafenfstr. 88 bei Leopold, sowie bei A. Táterow, Mauerstr. 9, III; W. Schulze, Seydelstr. 24, H. IV; Jerwin, Großbeerenstr. 20, H. IV; Frau Schwarz, Reichenbergerstr. 150, I; Frau Wengels, Große Frankfurterstr. 124; Rogge, Linienſtr. 231, IV; Frau Butzke, Alexandrinenstr. 61, IV; Möbius, Oranienstr. 44, IV. 276/12 Deutscher Tischler- Verband( Charlottenburg). Sonnabend, den 25. Juli 1891, im Lofale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Restaurant Karpfenteich. Großes Sommerfest, Jeden Sonntag: Grosses Concert reikonzert, Tanz, Kaffeekochen. An den Wochentagen für Vereine, Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein [ 756L] und Spezialitäten- Vorstellung. Entree 15 Pfg. Vorher 10 Pfg. Raffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Üm gutigen Besuch bittet F. Sikenstock. 723L ACTI EN- BRAVER RIEDRICHSHAIN Aktien- Brauerei Friedrichshain Königsthor. Heute, Sonntag: Konzert des Treptow. Henze. Jeden Sonntag Tang in beiden Sälen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Boltsbelustigungen aller Art. Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. BairischParkstrasse. An der Verbindungsbahn. Bier. Treptow. 758L Köpnicker Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Schubertbund. Lagerbier 0,4 Liter 15 Pf. Kaffeeküche. 6 Kegelbahnen. aus Wien, unter Leitung des Oberlehrers Herrn Ernst Schmid, W. Jacob. [ 761L Jeden Donnerstag: Frei- Konzert. Schmöckwitz. Gasthaus Zur Palme". Empfehle mein reizend am Wald und Wasser gelegenes Lokal mit großen u. der gesammten Sälen, Hallen, zwei Kegelbahnen, großer Kaffeeküche etc. den geehrten Kapelle des Vereinen u. Fabriken zu Landparthien u. Ausflügen. Dampferstation. Station der Görliger Bahn, Chaussee bis vor die Thür. Carl Kurras, Gastwirth zur Palme Allen Freunden und Genoffen zur Nachricht, daß ich Barnimstr. 1 ein 3. Garde- Ng. 3. F. ( E. Arnold.) 4 315/5 verbunden mit Konzert und Ball. Volksbeluftigungen aller Art. Um 9 Uhr: Grosser Kinder- Fackelzug. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Billets für Herren 50 Pfg., Damen 25 Pfg., sind zu haben bei den Kollegen Scharnberg, Rosinenstr. 7; Schwarz, Rosinenstr. 3; Lüdtke, Wielanda. straße 60; Makenzi, Wilmersdorferstraße 45; und bei Sellin, Scharrn- und Wilmersdorferstraßen- Ecke, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Das Komitee. Den Mitgliedern des deutschen Tischlerverbandes unserer Zahlstelle zur Kenntniß, daß die Versammlungen jeden zweiten und jeden vierten Montag, nach dem ersten eines jeden Monats stattfinden. Der Vorstand. Arbeiterverein für Köpenick und Umgegend. I Stiftungsfest. I Sonnabend, den 25. Juli, in Adlershof, i. Lokale d. Hrn. Wiedemann u. Menofsti. Sommernachts- Ball verbunden mit Feuerwerk, Fackelpolonaise und Vorträgen. Kaffen- Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 3 Uhr ab geöffnet. Billets für Gäste sind in den Bigarrengeschäften F. Ungering, Grünauers straße, Hoffmann, Grünstraße, B. Kunze, Müggelheimerstraße und in Adlershof bei Wittwe Wolf, Bismarckstraße, zu haben. Herren 50 Eintritt 75 Pf. Im Vorverkauf 50 P. Parteigenossen u. Ge noſinnen Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal Billets für Mitglieder à Berjon 20 Pf. find nur bei 3. Ungering zu haben. Programm unentgeltlich. Bei günstigem Wetter im Garten. W. Gründel's Restaurant, S, Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, empfehle ich meinen neu eingerichteten Garten mit zwei Kegelbahnen. Auch eröffnet habe und bitte Freunden und tönnen Familien Kaffee fochen. Für Genossen um geneigten Zuspruch. Ein musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Vereinszimmer ist zu vergeben. Otto Thierbach, A. Kreutz. ,, Stadt Triest" Dresden- N. 966L Schwedterstr. 44. Buchbinder, Schloffer, Töpfer, Drechsler, Seeschlößchen Reinickendorf Sattler und Gärtner. 221L 104/6 Damen 20 Pf. ( Mitgliedsbuch legitimirt.) Alle Genossen sind hiermit herzlich willkommen. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung en hier burchreiſenden Barteigenoffen des Vereins der Arbeiter u. Arbeiterinnen Allen ( i. d. Nähe 2 Billards, Vereinszimmer und Saal mit schöner Aussicht auf den See. em Hellerstr. 69. Zeipzig. Täglich: Frei- Concert Jeden Sonntag ich mein der Wäsche- Branche Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Sibirien"( Referent Herr Julius Türk.) 2. Diskussion. Gr. Ball im Parquetsaal. u. d. Echleſ. Bahnhof gelegenes[ 6571 am Dienstag, 21. Juli, Abends 8 Uhr. in Seefeldt's Salon, Grenadierstr. 33. Bringe meinen Parteigenoffen meine Kaffeeküche v. 2 Uhr an aeöffnet. Gasthaus und Restaurant Destillation in freundl. Erinnerung. Boltsbelustigungen jeder Art. 2 Bimmer für Gewerkschaften und Vereinen zu Sommerfesten zu empfehlen. Vereine sind zu vergeben. 987L Es ladet zum Besuch ergebenst ein Ad. Flick, SW., Simeonstr. 23. 916L H. Böttcher. Gute Betten, frdl. Zimmer, vorzügliche bayrische u. einheimische Biere. Zivile Preise.[ 657L] Emil Lindner. 3. Vierteljahres- Bericht. 4. Wahl des Kassirers.. 5. Berschiedenes. Gäste freundlichst willkommen. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Badina in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 349/6 Hierzu zwei Beilagen. 9 es 13 t m 3 BP 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 166. Lokales. Sonntag, den 19. Juli 1891. " 8. Jahrg. Solche Vorgänge beweisen nur zu deutlich, wie bei manchem gemacht. Von Stettin bis Berlin ist er in drei Tagen gelaufen und hat nach seiner Versicherung keine andere Nahrung gehabt, unserer Aerzte die Lust am Experimentiren das Pflichtgefühl für als Kirschen und einige Feldfrüchte, die er am Wege fand. Eine die Heilung der Kranken abgestumpft hat. Es wird daher mit Seit dem Inkrafttreten des Altersversicherungs- Ge- unter den Hausbewohnern schnell gesammelte Kollette, zu der Freuden zu begrüßen sein, wenn solchen Ausschreitungen mit fetes ist ein halbes Jahr vergangen. Ob sich die Voraussage auch der Arzt, der den Kranten behandelt hatte, beitrug, ergab allem Ernste entgegengetreten wird, und die Staatsanwaltschaft des Herrn v. Bötticher, daß das unbeliebte Gesetz durch die Praxis fich bald Freunde erwerben werde, sich inzwischen wohl soviel, daß der Mann, als er sich am nächsten Tag durch Schlaf nicht zögert, in den zu ihrer Kenntniß gelangenden derartigen erfüllt hat? Sowohl von Seiten der Arbeiter wie der Unter- und Nahrung erquickt hatte, feine Reise fortsetzen und voraus- Fällen energisch einzuschreiten. nehmer wird man diese Frage verneinen. Das hätte nun bei sichtlich gesund beendigen konnte. Aus Adlershof schreibt man uns: Heute Abend 7 Uhr erden Unternehmern nichts zu bedeuten, wenn sie dem Gesetze bloß gläubig, oder gar strenggläubig oder fromm zu sein, nur ein Herz Karl Wolff, die letzte Ehre. Dem Sarge, den acht Genossen vor. Und die Moral von der Geschichte: Man braucht nicht recht wiesen wir unserem bewährten Genoffen, dem Zigarrenhändler d um der Lasten willen, die es ihnen im Interesse der Arbeiter für die Leiden seiner Mitmenschen zu haben, und umgekehrt, man auferlegt, abgeneigt wären. Aber sie nehmen ebenso sehr, und kann sich für sehr rechtgläubig und fromm halten und doch der auftrugen, folgten ungefähr 700 Theilnehmer, einen für unsern dies mit Recht, au der Unklarheit des Gesetzes, der Schwierig fittlichen Kraft ermangeln, dem nächsten in seiner Noth bei- Drt imposanten Zug bildend. Am Grabe angekommen, intonirte feit und Umständlichkeit der Ausführung, und besonders daran der Kummer'sche Gesangverein aus Berlin, einem lehten Wunsche Anstoß, daß man so leicht wegen Uebertretung oder Außeracht zustehen. Uns sind die Leute der ersteren Art die lieberen. des Todten entsprechend, das Lied:, Ein Sohn des Volkes", laffung des Gesetzes in Strafe verfällt, ohne es zu ahnen. Die Unterliegen Brotträger und Semmelfrauen der Ver- welchem ein zweites folgte. Hierauf wurden prachtvolle Kränze, überlebenden Freunde des todten Kartells heben rühmen hervor, ficherungspflicht betr. Alter und Invalidität? Bezüglich darunter von den Adlershofer Genossen, von den Genossen des daß die Zahl der bisher bewilligten" Altersrenten ungefähr dieser weite Streise interessirenden Frage hat das Organ des Kreises Teltow- Beeskow- Storkow, von den früheren Mitarbeitern 74 000 über die vorher veranschlagte bedeutend hinausgehe. Bentralverbandes deutscher Bäcker- Innungen„ Germania", die des Verstorbenen niedergelegt. Nach einer Ansprache des Gea Das beweist aber nichts oder vielmehr macht das Gesetz nicht" Bäcker- und Konditor- Zeitung", infolge zu" Tage getretener noffen Bartels und einem Schlußlied des vorerwähnten Geſangbesser. Es bleibt doch ein kleiner Bruchtheil der Arbeiter, dem Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Verbandes ein juristisches vereins, verließen die Theilnehmer in größter Ruhe und Orddie Altersversicherung zu Gute kommt, und die Ueberschreitung Gutachten eingeholt, welches sich für die Versicherungspflicht aus nung den Friedhof. des Voranschlags könnte zudem leicht die Rechnungsgrundlage spricht, sofern die Brotträger und Semmelfrauen gegen Lohn" des Gesetzes ins Wanken bringen. Dann würde das Ende sein: beschäftigt werden. Dieses Verhältniß greift Blaß, auch wenn nacht unendliche Wassermassen über Berlin ausgoß, hat leider Der Gewitterregen, der vorgestern Nachmittag und gestern Erhöhung der Beiträge. dieselben einen bestimmten Prozentsatz des Erlöses für die von ihnen verkaufte Backwaare erhalten, nach der Definition des wieder gewaltige Verheerungen angerichtet. Namentlich sind die Lohnbegriffes, welchen das Reichs- Versicherungsamt in seiner An- Bürgersteige in dem Norden und Osten unserer Stadt unterspült. leitung vom 31. Oktober 1890 gegeben hat, in der es heißt: Am Alexanderplatz wurde das Wasser aus dem Rohr des Ein... Ohne Belang ist auch die Art der Lohnzahlung; es fann steigeschachtes für die Kanalisation infolge des überfluthenden der Lohn als Tagelohn oder sonstiger Zeitlohn, als Stücklohn Regens fontainenartig zwei Stockwerke hoch emporgeschleudert, überoder als Antheil an den Einnahmen( Tantième) gezahlt werden. schüttete Omnibusse und Pferdebahnwagen mit gewaltigen WasserHiernach ist beispielsweise ein Kutscher, welcher einen Wagen von massen, so daß zeitweilig der Verkehr gestört wurde. Recht arg einem Lohnfuhrherrn mit der Bedingung übernimmt, daß ihm hat das Unwetter unseren Anlagen mitgespielt, so daß die ein Theilbetrag oder der eine festgesetzte Summe übersteigende meisten derselben heute für das Publikum nicht paffirbar sind; Theil der Tages- Einnahme als Entgelt gewährt wird, als ge- der Erdboden ist stellenweiſe fußtief aufgewühlt, Baumwurzeln lohnter Arbeiter des Fuhrherrn anzusehen. Desgleichen sind als sind völlig freigelegt, und die Rasenflächen gleichen Seen. Ju Lohnarbeiter anzusehen Kahnarbeiter, welche von den Schiffs- der Nähe von Café Alſen fuhr der Blitz in einen Baumstamm Eigenthümern gegen einen bestimmten Antheil an der Fracht an und gab so die Veranlassung zu dem vorgestern Abend im Südosten genommen sind." Die in dieser Bestimmung gegebenen Beispiele der Stadt verbreiteten Gerücht, daß die Beermann'sche Fabrik des Kutschers und des Kahnträgers passen genau auf die Brot an der Treptower Chaussee abgebrannt sei. Die Landschaft_an träger und Semmelfrauen, welche einen Prozentsatz des Erlöses der Oberspree stand heute Morgen noch völlig unter Wasser; der verkauften Backivaare als Entgelt für ihre Bemühungen er- dasselbe reiche beinahe bis an den Bahndamm heran. Auch Weißenfce war wieder überschwemmt, fußhoch standen die halten. Fluthen in der Friedrichstraße, wo mehrere Häuser sich in der Gefahr der Unterspülung befanden. Die Berliner Feuerwehr war in der bedrohten Straße mit einem Löschzuge thätig und leistete wesentliche Hilfe durch Auspumpen der überflutheten Lokalitäten. t.. 00 Daß die Frömmigkeit" oder" Kirchlichkeit" oder„ Necht gläubigkeit" oder wie sich sonst die äußerliche Religiosität nennen mag, feineswegs immer geeignet ist, das Gemüth mit opferfreudiger Gesinnung gegen Arme und Bedürftige zu erfüllen, das beweist ein Vorgang, der uns aus dem benachbarten Steglitz mit getheilt wird. Bor einigen Tagen wurde dort in der brennenden Sonnenhige ein alter Mann auf dem Sockel eines Zaunes sitzend aufgefunden. Viele Leute waren an dem„ Betrunkenen" vorüber gegangen, ohne ihn weiter zu beachten." Der ebenfalls vorübergehende Maler R. sah sich den Mann genauer an und erkannte bald, daß dieser nicht betrunken, sondern schwer trant war. R. veranlaßte nun, daß der Kranke zunächst außer dem Bereich der sengenden Sonnenstrahlen in einen Hausflur in der Albrecht straße getragen wurde. Ein herbeigerufener Arzt konstatirte nach längerer Untersuchung, daß der Stranke lediglich am Hunger leide. Es wurde Wasser und Butterbrot herbeigeholt und das Schauspiel, das der alte Mann bot, als er diese Nahrung zu sich nahm, hat bei den Zuschauern das tiefste Mitleid hervor gerafen. Die Hände des Hungernden zitterten tramphast beim Wie uns einer unserer Leser in Bezug auf die am Erfassen der Speise, die Augen traten weit aus den Höhlen und 17. d. M. in unserem Blatte gebrachte Notiz, betreffend die Aufder Unterkiefer bewegte sich ebenfalls wie in einem Krampfanfall forderung des Kultusministers an die Professoren von Bergmann und längere Zeit war der Verschmachtete nicht im Stande, etwas zu und Hahn, ihm binnen 24 Stunden wegen der ihnen von dem sich zu nehmen, als Wasser und ein wenig Wein, den ein mitleidiger Assessor Leidig zur Last gelegten medizinischen Verbrechen Antjunger Mann schnell herbeigeholt hatte. Dann aber begann der wort zu ertheilen, schreibt, scheint es Sitte geworden zu sein, bei Hungernde zu essen, und zwar mit einer unheimlichen Gier den medizinischen Versuchen sich nicht mehr blos der Thiere, sonund Ausdauer. R. glaubte, daß man den augenscheinlich dern auch der Patienten zu bedienen. Hilflosen nicht sich selbst überlasse können und da R. selbst nur eine Glanz Die Weltgeschichte. Die Saure Gurkenzeit fördert mitunter auch etwas Gutes zu Tag. So finden wir z. B. in einem Blatt folgende Sommerfrische- Blüthe: Der fürzeste Abriß der Weltgeschichte dürfte sehr kleine Wohnung inne hat, in welcher die Unterbringung des Vor ungefähr zwei Jahren tagte hier im März ein chirur: folgender sein: Chaos- wistes- Schöpfung Licht Kranken nicht gut möglich war, so wendete er sich an einige dort gischer Kongreß, auf welchem ein Arzt seine Erfahrungen über Menschen böse- Strafgericht!- Hellas Blüthe Perfernoth wohnende Baptisten, die bekanntlich im Geruch besonderer die Ansteckungsfähigkeit des Krebses mittheilte. Er hatte einem Bruderkämpfe- Hellas todt!- Stolzes Roma Frömmigkeit stehen und bat sie, dem Kranken ein Nachtlager zu nicht krebskranken Manne, der nach des Arztes Versicherung an und Pracht- Durch Germanen Ward's verkracht! Mittel gewähren. Die hierzu aufgeforderte Frau sagte auch zu, indeß einem unheilbaren, in kurzem seinen Tod herbeiführenden Leiden alter- Finster ach!- Gutenberg- Columbus- Krach! es scheint, als bei ihr der Geist wohl willig aber das Fleisch erkrankt war, ohne dessen Wissen Krebspartikelchen von einem Krebs- Neuzeit! Riefig aufgeklärt!- Schiller- Göthe- Leyerschwach gewesen, denn als R. von einem Geschäftsgange zurück- franken eingeimpft. Nach einigen Tagen bildeten sich an der geimpften Schwert! Neunzehntes Jahrhundert ah! Pleite- Krach tam und sich nochmals nach seinem Schüßlinge erkundigen will, Stelle Krebsgeschwüre, der Beweis war also erbracht, daß der Krebs Amerika! findet er eine ganze Gemeinde weibliche Baptisten um diesen ansteckend sei, aber vielleicht um den Preis eines MenschenDies ist nicht bloß der kürzeste Abriß der Weltgeschichte, sammelt, die ihm mit großer Zungenfertigkeit flarmachen, daß es lebens oder doch mindestens um die Qual, welche der Krebs- der uns bisher zu Gesicht gekommen, sondern auch der Der Arzt kann sich übrigens sehr wohl für ihn besser sei, wenn er in eine Herberge geht. Die erforder- franke zu ertragen hat. lichen 30 Pfennige für ein Nachtlager hatten die barmherzigen darüber täuschen, ob ein Kranker unheilbar ist oder in welcher wenigst verlogene wahrhaftigste getrauen wir uns nicht zu Samariterinnen glücklich unter sich aufgebracht und wollten Zeit sein Tod eintreten werde, die Natur vollbringt zuweilen ganz damit den Armen beglücken, der damit zugleich den Werth unerwartete Heilung. Denft man sich solchen Fall, aber den geEin raffinirter Schwindel ist hier aufgedeckt worden. baptistischer Frömmigkeit nach deutscher Reichswährung bemessen heilten, jetzt mit dem Krebse behaftet, so ist der Widerwille der Der Saale- Zeitung" gehen darüber aus Berlin folgende Mitfonnte. R. proteſtirte entschieden gegen dieses Ansinnen und so Arbeiter für die Aufnahme in ein Krankenhaus nur zu gerecht- theilungen zu, deren Richtigkeit uns von authentischer Seite beschwierig die Situation für ihn wurde, nahm er den Kranken fertigt. stätigt wird: Ein hiesiger praktischer Arzt, Namens Dr. Gustav doch in seine Wohnung auf und beherbergte ihn für die nächste Ein anderer Arzt berichtete über seine Erfahrungen bei Joseph( Chauffeestr. 21) befaßt sich neben seiner ärztlichen Praxis Nacht. Er erfuhr, daß der Hungernde ein Steinfeger war, der Brustkrebskranken Frauen; er theilte mit, daß, wenn eine glück- auch mit dem Bilderhandel, d. h. er kauft für winzige Preise sich in der Nähe von Stettin in Arbeit befunden hatte, dort er- lich verlaufene Operation an einer Brust gemacht worden sei, überall bei Trödlern zc. alle werthlosen Kupferstiche auf, die er frankt und in einer Heilanstalt in Stettin verpflegt und dann nach einiger Zeit die andere Brust krebskrank wurde. Er habe dann durch Vermittelung des Auktionators Lepke wieder mit gutem .us derselben mit einer Baarschaft von 60 Pfennigen entlassen deshalb beschlossen, bei der nächsten von ihm zu vollziehenden Verdienst an den Mann zu bringen weiß. Er gebraucht, um die borden war. Seine mündlichen Unterstützungsgesuche bei den Operation der Kranken das Ovarium während der Betäubung zu erzielenden Preise künstlich in die Höhe zu treiben, folgendes Behörden sind nach seiner Behauptung vergeblich gewesen und so zu exstirpiren, und vielleicht dadurch zu verhüten, daß die drastische Mittel: Nachdem er dem nichts ahnenden Auktionator hat er sich zu Fuß auf den Weg nach Halle zu seiner Familie andere bis jeßt gesunde Brust später erkrante. die Bilder zum Verkauf übergeben, richtet er unter verSonntagsplauderet. Kraft des Einzelnen freut, dürfte weniger entzückt sein, wenn es bisweilen auch in die Koulissengeheimnisse einbringen könnte. sagen. den Fuchspelz annähen, denkt er bei sich wie der alte Spartaner, der glücklicher Weise nicht mehr lebt, und kommt er R. C. Der frisirte Pöbel in Schnabelschuhen und der Sozialdemokratie mit seinen Frrlehren nicht an den Glaceehandschuhen hat in der vergangenen Woche seine Orgie Aber jedes lebende Wesen belustigt sich eben so gut es Leib, so greift er zu unverblümten Unwahrheiten. So will gefeiert. Wo die Bierhebe winkt, giebt es ein lustiges Leben, nur geht. Machen die Bierwirthe draußen ein bitterböses es der Lauf der Welt. Alles das hindert aber nicht, daß und wer das Geld für den Besuch eines Restaurants mit Gesicht, wenn es reguet und regnet, so erfreut sich auch der der Nothstand immer weiter luftig abgeleugnet wird, und Damenbedienung nicht opfern will, scheut nicht vor der gewöhnliche Sterbliche keineswegs, wenn ihm der sonntäg- wer die Züge betrachtet, welche unsere Mastbürger in hellen Hingabe eines Nickels zurück, mit welchem er sich den Ein- liche Ausflug verkümmert wird. Neben weisen Gesetzen be- Haufen in die Sommerfrischen bringen, kommt ganz von tritt in eine pikante Versammlung erkauft. Amüsement dürfen wir auch entschieden der Möglichkeit, den über- selbst auf den Gedanken, daß wir in der besten aller Welten muß in der Welt herrschen, sonst verlohnt sich das Leben schüssigen Mammen unter die Leute zu bringen, und selbst leben. Herr von Buttkamer hat seine Pfründe, er pfeift nicht mehr, und die Viersprize" ist unter allen Umständen da, wo der Geldmangel ein chronischer geworden ist, macht auf die Welt und lebt geistlich. Die pommerschen Großdazu da, den feinen Herrn zu unterhalten. Was der Kom- sich die Nothwendigkeit geltend, mindestens ein paar Nasen grundbesitzer wollen zwar nichts für ihn gethan haben missionär und der Bierwirth noch übrig lassen, wird von voll frische Luft zu schöpfen, damit man den Unverstand aber das ist im Grunde genommen ganz gleichgiltig, wer den nachrückenden Studenten und Handlungsbeslissenen, des Lebens auch fernerhin mit Wemuth genießen kann. Das Kreuz hat, segnet sich. Wenn in Pommern demnächst welche häufig die fehlenden Mittel durch einen kühnen Griff Ohne Abwechselung wäre unser Dasein ein ödes, aber der die Kanonen donnern, darf man sich nicht wundern, denn in die ihnen anvertraute Portokaffe ergänzen, vollends in Regen fängt an, langweilig zu werden. Bis zu den Strip- cine lange künstlich unterdrückte Thatkraft drängt ganz von den Grund poussirt, und nachher heißt es dann, daß man pen braucht sich die Natur nicht zu versteigen, sie gehören selbst zu vulkanischen Ausbrüchen, und die Pommern sollen dem ewigen Animiren genügenden Widerstand nicht ent- zum Weißbier, sonst haben sie weiter feinen Zweck. Unter von allen deutschen Stämmen das geduldigste Fell haben, gegenzusetzen vermochte. Ein tiefes Verständniß für die Leiden der Hitze leidet Alles, selbst die christlich- soziale Bewegung Gegen den, der unberechtigter Weise aufmuckt, wird der unserer Zeit läßt sich also dem gebildeten Theil scheint einzuschlafen, und Herr Stöcker giebt nur noch schwache Säbel geschwungen, der bekanntlich haut, die Flinte ges und das nennt man dann Regieren. der Bevölkerung nicht abstreiten, und wo sich eine Ge- Lebenszeichen von sich. Er will mit dem Fürsten Bismarck richtet, die schießt legenheit zum Radau bietet, darf der vaterlands- zu Pferde steigen, wenn es gegen das auserwählte Volk Der beschränkte Unterthanenverstand begreift diese höhere errettende Student nicht fehlen. Es ist daher ganz natürlich, geht das ist die letzte Aeußerung des Gottesmannes, die Weisheit nur schwer, aber wenn es nicht Weisheit wäre, daß die akademische Jugend einen starken Prozentsatz des er sich seit Monaten leistete und man darf daraus mit würden die erleuchtetsten Menschen, die wir unter uns Publikums bildete, welches vor einigen Nächten den Sicherheit schließen, daß er überhaupt nicht reiten kann. zählen, solche Grundsätze nicht zu ihren eigenen machen. Alexanderplatz und Umgegend unsicher machte. Die An- Wahrscheinlich wird er sich im bayrischen Hochgebirge von Vor Friedrichsruh ist nur wenig Neues passirt. Seine wesenheit jener gebildeten Leute läßt darauf schließen, daß den Strapazen der letzten Zeit erholen und vielleicht ver- Durchlaucht beabsichtigt, nach Kissingen zu reisen, um endihnen die Gründe und Ursachen des sozialen Elends ebenso gißt er in den grünen Bergen den bitteren Schmerz. Aller- lich einmal von der Politik auszuruhen und die so wohl bekannt sind, wie ihre lateinischen Schmöker und billiger dings scheint sein Wirken nicht ganz ohne Einfluß geblieben verdiente Muße mit Würde zu genießen. Die Welt wird fann man thatsächlich das Vergnügen, eine Kellnerin auch zu sein, denn, wenn wir recht berichtet sind, soll einem Haus erfahren, wie schwer der große Mann im letzten Jahr ges einmal außer Dienst zu sehen, nicht haben, als wenn man diener der antisemitische Kamm sehr geschwollen sein. Nach worden ist, und die Redaktionsstube der Hamburger Nachs eine Versammlung besucht. so langer Thätigkeit und Agitation ist das ein Erfolg, dessen richten" wird nach dem bayrischen Bade verlegt. Daß wir In anderen Kreisen der Bevölkerung macht sich dagegen sich kaum eine andere Partei rühmen kann, und nach aber uns immer mehr an Rußland anschließen müssen, um in ein unbestrittener Hang zur Bildung und Schriftstellerei mals fünfzig Jahren dürfte Herr Stöcker vielleicht den den Besitz der wahren Kulturerrungenschaften unseres Jahrgeltend. Zwei Athleten fechten ihre Streitigkeiten an den zweiten Proselyten zu verzeichnen haben. Immer langsam hunderts gelangen zu können, ist eine Weisheit, die wir Anschlagsäulen aus, was im Juteresse ihrer Muskeln und voran, das ist ein segensreicher Ausspruch, und wer den auch von Bayern aus genießen können, sie überrascht Nies Knochen nur gebilligt werden kann. Die Sportfreise Berlins selben zum Leitmotiv erkiest, kommt auch zum Zweck, nur mand mehr, und der Rest ist Schweigen. Wenn die find natürlich in glühender Aufregung, ob Herr Abs oder nicht so schnell. Und die Schnelligkeit ist nicht immer ein Friedrichstraße erst ein Schießstand einer russischen Garnison Cannon der Stärkere iſt, und auf den Stiernacken des Vorzug, in gewissen Fällen muß man Geduld haben. geworden ist, leben wir im Paradies, und Bäterchen" ers Einen werden ebenso hohe Summen gewettet, wie auf die Und die Sauregurkenzeit lastet schwer auf Allem, was hält neben seiner Durchlaucht ein Standbild auf dem Schenkel des Anderen. Die Leute, welche dem Sport da lebt. Nur Eugen Richter spürt nichts von ihr, er sorgt Alexailderplay. Bevor wir nicht soweit sind, leben wir huldigen, haben glücklicherweise keine anderen Sorgen, dafür, daß auch in seiner Abwesenheit munter weiter ge- immer noch in der schrecklichsten Unkultur. nur das Publikum, welches sich an der rohen, thierischen logen wird. Wo die Löwenhaut nicht ausreicht, soll man l " ftellter Handschrift an folche Kunsthändler, die sich Der städtische Park in Treptow ist unstreitig eine der 14 Stempelfaften, 1 Dokumentenkasten, diverse Schlüssel, 290 Packet gegen Provision mit dem Ankauf von Kunstobjekten befassen, schönsten Anlagen in der Nähe der Stadt. Für die Naturfreunde fahrtkarten, 8 Stongreßprotokolle, 1 Publikationskaften, diverses schriftliche Aufträge, die von ihm aufgegebenen Katalognummern und auch für die wenig Bemittelten bietet sich hier eine Verwaltungsmaterial, 1 Holztafel, diverse Metallarbeiter- Zeitungen, für seine Rechnung zu kaufen. Die Unterschrift ist natürlich stets Fülle von landwirthschaftlichen Reizen ohne Entree", welche 340 Hanflouverts, diverse Makulatur. Diese Gegenstände sind eine fingirte. Handelt es sich dabei doch nur darum, diese an sich z. B. der Thiergarten und ähnliche Orte in gleicher Reichhaltig am 1. Juli dem Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten durchaus werthlosen Bilder gegen hohe Preise abzusehen. In feit nicht aufzuweisen haben; auch diejenigen Mitbürger, Arbeiter" 2c. übergeben worden. Die Nummern 62, 81, 97, 103, den Briefen pflegte er zu diesem Zwecke gleich den Maximalpreis, denen andere Ausflugsorte näher liegen, sollten gerade in jetziger 104, 1-3 und 110-113 der Bibliothek sind an die Eigenthümer, d. h. oft den vierfachen Preis anzugeben, ungefähr so falkulirend: Jahreszeit, wo Alles sich unter dem befruchtenden Regen so herr- welche diese Bücher dem Verein leihweise überlassen hatten, zurückUm recht hohe Provisionen zu erlangen, werden die in Anspruch lich entwickelt hat, einem Nachmittag für eine Partie nach Treptow geliefert. Folgende Kollegen haben dadurch, daß sie der Vereinsgenommenen Händler sicherlich den Preis so hoch wie irgend bestimmen, denn auch die entfernter Wohnenden können durch die bibliothek entnommene Bücher trotz zweimaliger Aufforderung im möglich treiben. Unlängst liefen bei mehreren bedeutenden Stadt- und Ringbahn, die dicht am Park eine Haltestelle hat, für Vorwärts" und per Post nicht zurückgeben, den Verein geschädigt: Kunsthändlern derartige Kaufmandate gleichzeitig ein; alle 10 Pf. resp. 20 Pf. dorthin gelangen. Von der Station führt Voigt, Motstr. 14, Buch Nr. 65, Mitgliedsbuch Nr. 1448. klangen in das Versprechen aus, der Auftraggeber werde ein Weg links von der Chaussee nach der Spree und an der Grundke, Tiecfstr. 5, Buch Nr. 300, Mitgliedsbuch Nr. 1628. morgen( das heißt, nach erfolgter Auktion) feinen Spree entlang bis zur Dampferhaltestelle, dort überschreite man Salbach, Dresdenerstr. 18, Buch Nr. 308, Mitgliedsbuch?. Diener mit dem Geld und der Provision schicken. Natür die Chaussee und kommt dann in die Nähe des Karpfenteiches, K. Hummel, Brückenstr. 10b, Buch Nr. 151, Mitgliedsbuch lich wurden die Aufträge bereitwillig effeftuirt. Wer sich der mit Schwänen und Fischen reich bevölkert ist, nach weiterer Nr. 1427. aber nachher nicht einstellte, war der bezahlende Diener, furzer Wanderung in der Richtung nach der Stadt liegt dann P. Rosenkranz, Pankow, Breitestr. 15a, Buch Nr. 168, so daß der Betrug unschwer zu durchschauen war. Als alle Ge- der Riesenspielplatz, auf dessen Rasen sich viele Tausende tummeln Mitgliedsbuch Nr. 1600. schädigten Herrn Lepte von dem Vorfalle in Kenntniß setzten und können, und der jedenfalls einzig in seiner Art hier in Berlin bei dieser Gelegenheit einander die Briefe zeigten, stellte sich durch vorhanden ist; für Massenmeetings à la Hydepark in London wie Schriftvergleich fofort die Uebereinstimmung der Handschrift her geschaffen. Endlose schattige Laubgänge und Promenaden führen aus, und da alle Mandate nur den von Dr. Joseph zum Verkauf kreuz und quer durch den mehrere hundert Morgen großen Park aufgegebenen Bildern zu Gute kamen, so ergab sich die Urheber- und so manches lauschige Plätzchen ladet zur Ruhe oder zu heiterem schaft desselben ganz von selbst. Es wurde sofort die Staats- Geplauder ein. Für den Heimweg benützen die Fußgänger entanwaltschaft in Kenntniß gesezt und die Untersuchung ist im weder die Chausseen oder den Köpnicker Landweg, die beide nach vollen Gange. Dr. Joseph, auf dessen Thür sich der Titel, prak der Stadt führen. tischer Arzt und Geburtshelfer" befindet, ist übrigens identisch mit jenem Breslauer Arzt, der vor Jahren dort wegen Markendiebstahls verurtheilt wurde. Sein sensationeller Prozeß ist noch in frischem Gedächtniß. Außerdem ist er auch wegen Betruges vorbestraft. Verschwunden ist seit dem 5. Juli der aus Spandau stammende, 65 Jahre alte Wilhelm Arendt, welcher seinen hier in der Havelbergerstr. 34 wohnhaften Sohn und seine Schwieger tochter besucht hatte. An dem genannten Tage um 6 Uhr Nachmittags hatte er sich in der Absicht, den Heimweg anzutreten, von seinen Kindern verabschiedet und ist seitdem nicht wieder zum Borschein gekommen. Er trägt einen grauen Backenbart und hat Bockennarben im Gesicht. J. Christensen, Adalbertstr. 68, IV., Buch Nr. 177, Mitgliedsbuch Nr. 1409. D. Geisendorf, Alexandrinenstr. 24, Buch Nr. 167, Mitgliedsbuch Nr. 1440. W. Schulz, KI. Andreasstr. 19, Buch Nr. 134, Mitgliedsbuch Nr. 785. Etliche dieser Mitglieder sind von hier abgereist. Wir er suchen alle Arbeiter Organisationen, hiervon Notiz zu nehmen. Die Ausführung des von dem ehemaligen Berichtigung. Unser Blatt brachte in Nr. 162 die An- Vorsitzenden abgeschlossenen Sommerfestes wurde dem„ Verband zeige, daß der Restaurateur D. Echensch, Mariendorf, seinen aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter" überwiesen. Saal den Arbeitern verweigert hätte. Herr Oswald Schensch Die noch ausstehenden Forderungen, betr. Zeitung, Rechtsschutz jun. ersucht uns um folgende Berichtigung. D. Schensch, mein( Anwalts- und Gerichtstoften), Inferate, wurden, soweit sie vor Vater, ist vor Kurzem gestorben und meine Mutter führt mit dem dem 15. Juni geltend gemacht waren, beglichen. Ebenso wurden Schwiegersohn, Herrn Krause, das Geschäft weiter. Als ich in die Außenstände eingezogen. Die nichtbeglichenen Außenstände, Erfahrung brachte, daß meine Mutter den Saal verweigerte, Unterstützungsgelder 2c. sind dem Verband mittelst Schuldhabe ich sofort meine Stellung als Buffetkellner aufgegeben und verschreibungen zur Einziehung überwiesen und von de sen Baardas Geschäft verlassen. antheil abgezogen.( Siehe Inserat in Nr. 155.) Que auf den. Polizeibericht. Am 17. d. M. Vormittags wurde ein drei- Namen des Vereins lautenden Verwaltungsgegenstände sowie die jähriges Mädchen vor dem Hause Nüdersdorferstr. I von einem Quittungsmarken sind vernichtet. Etwaige weitere Auskunft erGeschäftswagen überfahren und am Knie so bedeutend verlegt, theilt der Unterzeichnete. Die Kommission hat ihre Arbeit beendet und erklärt sich für daß es nach der Klinik Markusstr. 1 gebracht werden mußte. Im Wannsee sind vorgestern Nachmittag zwei Pferde nebst Vor dem Hause Münzstr. 10 fiel zu derselben Zeit ein SchneiderDie Liquidationskommission Arbeitswagen versunken. Das Fuhrwerk des Landwirths Hönow meister zur Erde und brach den Fuß. Er wurde nach der Unider Klempner Berlins und Umgegend. aus Neu- Zehlendorf war nach der Abladestelle am Wannsee ge- versitätsklinik gebracht. Nachmittags trat ein Sjähriges Mädchen J. A.: fahren. Der jugendliche Führer des Wagens hatte vorher die auf dem Hof des Hauses Badstr. 34 auf Glasscherben und verPferde ins Wasser geführt, um sie zu reinigen, und muß bei letzte sich dadurch so bedeutend am Fuß, daß seine Ueberführung diefer Gelegenheit wohl zu weit in den See gefahren sein. Der nach dem Kinder- Strankenhause in der Reinickendorferstraße erWagen bekam plöglich Wasser, sentte sich mit großer Schnellig- forderlich wurde. Zu derfelben Zeit fiel ein 6jähriger Knabe keit und zog die wild um sich schlagenden kräftigen Pferde mit auf dem Grundstück Fruchtstr. 73 durch ein offenstehendes Fenster in die Tiefe. Auch der Führer des Wagens kain in die Gefahr in den Keller hinab und verletzte sich so schwer an der Oberlippe, des Ertrinkens und wurde nur durch schnell vom Ufer heran- daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht tommende Schiffer gerettet. Mit großen Schwierigkeiten war werden mußte. Vor dem Hause Friedrichsgracht 30 fiel ein das Herausschaffen des Wagens und der Kadaver der schweren obdachloser Arbeiter zur Erde und brach ein Bein. Er wurde Pferde verbunden. nach der Charitee gebracht. Nachmittags und in der darauf folgenden Nacht fanden Müllerstr. 49 und Friedenstr. 3 kleinere Brände statt. In der Badewanne verstorben ist plötzlich der 87 Jahre alte Rentner Wilhelm Uding. Derselbe hatte sich gestern Nachmittag gegen 6 Uhr aus seiner Prinzenstraße 5 belegenen Wohnung nach der Volks- Badeanstalt Wallstraße 43 begeben und kaum das Bad bestiegen, als ein Schlaganfall seinem Leben ein Ende bereitete. werden. -Gerichts- Beitung. aufgelöst. Hermann Weber, Brizerstr. 7, IV. Versammlungen. Berichtigend wird uns mitgetheilt, daß zur nächsten Kellnerinnenversammlung nicht nur diejenigen Kellnerinnen, die bereits ihren Beitritt zur Organisation erklärt haben, sondern überhaupt alle Kellnerinnen Zutritt finden, indeß nur solche, teine Gäst e. Die Cabakarbeiter und-Arbeiterinnen werden auf das am Sonntag, Arbeiter- Tagesbillets( bis 10 Uhr Vormittags giltig) vom Bahnhof Alexanderscheinen aller Betheiligten erwartet. Achtung Schuhmacher! Große öffentliche Versammlung am Montag, Lotal. Verein der Berliner Beitungsspediteure. Bum Besten der Unter stüßungstaffe für die Vereinsboten Dienstag, den 21. Jult, ein großartiges Boltsfest in dem festlich dekorirten Etablissement Neue Welt", BergschloßBrauerei, Hafenhaide. Eintrittspreis an der Tagestasse pro Person 50 Pf. Reservirter Plaz 75 Pf. Kinder 15 Pf. Jedoch sind zuvor Billets für Erwachsene 40 Pf., Kinder 15 Pf. bei allen die Beitungen überbringenden Boten und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Für bequeme Be Ueber einen Unglücksfall bei den Schwimmübungen, welche am Dienstag von Mannschaften des I. Dragoner- Regis des Landgerichts zu Potsdam gegen den Schuhmachermeister getragen. In der Berufungsinstanz verhandelte die Straftammer förderung des Publifums bis 1 Uhr Nachts ist in ausreichendster Weise Sorge ments bei dem Neuen Krug in der Spree ausgeführt wurden, Sadgluck und sechs Genossen. Dieselben waren angeklagt als den 9. Auguft im Seeschlößchen zu Friedrichshagen stattfindende Gen, wettel berichtet eine Lokalkorrespondenz. Ein Unteroffizier sank plötzlich Vorsteher eines Vereins, welcher bezweckt, politische Gegenstände bestehend aus Bolts- und Kinderbeluftigungen, Prämien- Berlofungen, Fadelmitten in der Spree von Pferde und verschwand vor den Augen zu erörtern, mit andern derartigen Vereinen in Verbindung ge- aug u. bergl., aufmerksam gemacht. Jeder gehenemer 2 hr ab geöffnet. feiner Kameraden in den Fluthen, ehe ihm Hilfe gebracht wer- treten zu sein( Wergehen gegen die§§ 8 und 16 des Vereinsgesetzes). richten. Damen und Kinder fret. Die Kaffeerüche iſt von 3 Uhr ab geöffnet. den konnte. Als der bei der Truppe befindliche Rettungskahn In der ersten Instanz waren die Angeklagten, welchen der Rechts- play 40 Bf., vom Schlesischen Bahnhof 30 Bf.( Näheres fiehe Juferat.) vor der Unglücksstätte antam, war der Verunglückte bereits Anwalt Freudenthal- Berlin als Vertheidiger zur Seite Achtung, Mäntelnäherinnen, Bügler und Stepper! Mittwoch, ben untergefunken und konnte trotz allen Suchens nicht aufgefunden stand, freigesprochen; gegen das Urtheil war von der Staats- 22. Jult, Abends präzise 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung in Soffmann's Fefisälen( oberer Saal), Drantenstr. 180. Tagesordnung: 1. Bortrag anwaltschaft Berufung eingelegt. In zweiter Instanz wurde die( Referent und Thema siehe Dienstag Inserat und Säulenanschlag). 2. Diskussion. In New- York hat am 1. Juli unter schrecklichen Umstän- Beweisaufnahme durch Bernehmung der Polizeikommissare Hübner 3. Das Zentral- Arbeitsnachwris- und Auskunftsbureau. Da seit längerer Zeit den das Leben eines Mannes geendet, der eine Reihe von Jahren und Rhein wiederholt. Diefelben bekundeten, daß in den Vereine öffentliche Bersammlung in dieser Branche stattgefunden, wird das Erhindurch auch in Berlin viel von sich reden gemacht hat. fammlungen gewerkschaftliche Fragen erörtert wurden und bei Merander Weiß tam, etwa 30 Jahre alt, vor 12 Jahren nach diesen betont worden sei, daß die Lösung der gewerkschaftlichen den 20. Jult, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Näheres Anschlagfäulen. Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen( gegründet 1885). Das Berlin und eröffnete in der Mohrenstraße 10 ein Bankgeschäft Fragen durch Uebereinkommen mit den Arbeitgebern zu erfolgen Kollegen, der wichtigen Tagesordnung halber erscheint zahlreich! mit beträchtlichen Mitteln. Er galt als ein sehr vermögender habe; es feien auch Zeitungsartikel zur Verlesung gekommen, welche diesjährige Sommerfest findet am Sonntag. Den 19. Juli, Nachmittags 3 Übr, Der Staats- im Garten des Vereinslokals, Martgrafenstr. 87, statt. Freunde und Bekannte Mann, verlor jedoch theils infolge unglücklicher Spekulationen, theils das Proletariat, die Religion behandelten. beim Spiel sein Vermögen und war vor 6 Jahren bereits gezwungen, anwalt beantragte, nachdem die Statuten des Vereins verlesen eingeladen. Billets für Gäfte zu 15 Pf. bet den Vorstandsmitgliedern und im waren, die Bestrafung der sämmtlichen Angeklagten mit je Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. E. H. andere Erwerbsmittel zu suchen. So gab er während der Hygiene 15 M., indem er den Gesammtvorstand auf Grund der Statuten, nr. 29, Samburg, Filiale Berlin 3. Bersammlung an Pallenbericht pro Wat Ausstellung ein Annoncenblatt, Ausstellungs- Zeitung", heraus. Abends 8 Uhr, Manteuffelstr. 90. Tagesordnung: 1. Nachdem ihm in Berlin die Schwierigkeiten, sich wieder herauf- und die Filiale in Potsdam auch auf Grund der Erörterungen und Junt. 2. Verichterstattung über die diesjährige General- Versammlung in zuarbeiten, zu groß geworden, fehrte er nach Wien zurück. Seine in den Versammlungen für einen politischen Verein erklärte. Frankfurt a. M, 3. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es zerrütteten Verhältnisse einerseits, die Enttäuschung, die ihm Rechtsanwalt Freudenthal plaidirte auf Freisprechung, in- flicht eines jeben Mitgliedes pünktlich zu erscheinen. Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Versammlung am Montag, andererseits bereitet wurde, als eine junge Dame vom Theater dem er ausführte, die Statuten enthalten nicht den geringsten den 20. Jult, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstaße 20. in Berlin seinen Heirathsantrag zurückwies, trieben ihn zu einem Anhalt dafür, daß der Verein oder die gesammte Vereinigung Tagesordnung: Das Waarenhaus des deutschen Beamtenvereins und die Selbstmordversuch. Man fand ihn in einem Wiener Hotel, in politische Zwecke verfolge, letzteres könne auch aus den Er- Firma Weltmann. Freie Vereinigung der Damenmäntel- Schneider und Arbeiterinnen dem er sich erhängt hatte, nahezu leblos und es vergingen Tage, örterungen in den Versammlungen nicht geschlossen werden. Der Schleidungs- Industrie Berlins. Versammlung am Sonntag, den bis seine Biederherstellung gelang. Dann entschloß er sich Nach längerer Berathung verkündete der Gerichtshof die Frei- 19. Juli, Abends 6 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenir. 77-79. feine Eltern waren inzwischen durch ihn ruinirt worden nach sprechung der Angeklagten, indem er sich den Ausführungen des Nach der Bersammlung gemüthliches Beifammensein. Amerika auszuwandern. In Newyork nahm er die Arbeit als Wertheidigers Rechtsanwalts Freudenthal anschloß. Anzeigenagent wieder auf. Es gelang ihm, mit dem Newyorker Durch die absolut schrankenlose Daner der Arbeitszeit " Herold", einem deutschen Blatte, in Verbindung zu treten. Seine der Dienstmädchen ist wieder einmal ein Unglück angerichtet Berhältnisse gestalteten sich nun sehr gut, und seinen Bitten worden, welches leicht von den ernstesten Folgen begleitet ſein nachgebend, folgte ihm nun die Berlinerin, die ihn zuerst konnte. Im Mai dieses Jahres wollte die Dienstmagd Bertha Bersammlung. Abgabe der Sammellisten und Ausgabe der Karten zur Landzurückgewiesen hatte, und heirathete ihn dort. Es wäre Alles Mertfe zu Spandau sich zu Bett begeben, war aber durch die gut gegangen, wenn nicht Eifersucht, Jähzorn und starkes Trinken angestrengte Arbeit so schlaftrunken, daß sie mit dem Licht, ohne zusammengewirkt hätten, um ihn förperlich und geistig zu zer- es zu bemerken, brennbaren Stoffen zu nahe kam und auch das rütten. Im vorigen Jahre verließ ihn nach wiederholten schweren hierdurch entstandene Feuer erst bemerkte, als eine Bretterwand Mißhandlungen seine Frau und leitete von hier aus die bereits von den Flammen ergriffen war. Sie löschte das Feuer Scheidungsklage ein, auf die er einzugehen sich weigerte, weil er zwar gleich, doch konnte ein geradezu entsetzliches Unglück ent- Montag, den 20. Jult, Abends 10 Uhr, im Reſtaurant Hohenzollern, Seydels nicht von ihr lassen könne. Indessen scheint er sich doch bald gestehen, wenn sie das Feuer nicht noch rechtzeitig bemerkt hätte, straße so, part.: Versammlung mit Damen. Gäſte( Kollegen) willkommen, tröstet zu haben. Während der letzten sechs Monate lebte er mit und das Haus, dessen übrige Bewohner längst schliefen, noch Montag, den 20. Juli, Mittags 1 Uhr: Bersammlung in den Armin- Hallen. Freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und-Verkäufer. Am einer aus Westfalen gebürtigen Frau Hodig. Auch hier kam es Glaser- Gesellschaft Berlins und Umgegend. Am Dienstag, den wieder zu vielfachen Zerwürfnissen, die am 1. Juli damit mehr in Brand gerathen wäre. Auf Befragen des Staatsanwalts stommandantenstr. 20. endeten, daß Weiß, nachdem er am Nachmittag vergeblich ver- bei der zweiten Straffammer des Landgerichts II, vor welcher sich 21. Jult, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: die Mertke wegen fahrlässiger Brandstiftung" zu verantworten mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Stassensucht hatte, sich mit der Hodig zu ertränken, am Abend erst auf hatte, erklärt sie, daß sie jeden Abend von der Arbeit bericht. 3. Revisorenwahl. 4. Bericht der Kommission zur Ausarbeitung des fie einige Schüsse abgab, die ihren Tod voraussichtlich herbeiführen werden, und dann sich selbst tödtete. In Wien überlebt so ermüdet sei! In Rücksicht hierauf beantragt der Staats- neuen Arbeitsnachweis- Reglements. 5. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden ihn eine alte Mutter, die zuletzt auf seine kleinen Unterstützungen Geldbuße. Der Gerichtshof faßt aber die Sache noch milder auf anwalt denn auch keine Gefängnißstraße, sondern nur" 20 m. aufgenommen. Gäste willkommen. Puntt 9 Uhr wird die Präsenzliste verVerein der Kutscher zu Berlin( vom Jahre 1876). Montag, Abends angewiesen war. und erkennt auf 10 M. Geldbuße. Obwohl die Herrschaft s hr, bet Lammers, Kommandantenstr. 72: Bersammlung und Auflage. Aufnahme der neugemeldeten Mitglieder. Protokoll. Kaffenbericht. Beschluß die 10 M. Strafe für die durch die überlange Arbeitszeit indirekt über das 2. Sommerfest und Ausgabe der Billets dazu. Außerdem enthält die Tagesordnung besonders wichtige Punkte, weshalb recht zahlreicher Besuch er verursachte Brandstiftung tragen wird??? wünscht ist. Die Lokal- Kommission für Schöneberg macht hiermit folgende Lokale bekannt, welche ihre Säle den Arbeitern nicht zur Verfügung stellen: 1. Restaurant Birkenwäldchen Jnh.: Sarre. 2. Schwarzer Adler 8. Lindenpark 4. Heckendorf's Salon 5. Restaurant zum Helm " " " Krufenburg. Weidt. Heckendorf. Bavel. Soziale Webersicht. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglückhofällen. Montag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr, in Lokale zum Freischüß, Fruchtstr. 36a; Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Vorfrag des Herrn Dr. Gebert über: Berufstrantheiten, spesiell über Ertrankungen der Haut, deren Entstehung Bele de gebrturſus... Berfchtebenes. Gonntag, den 26. Jult, bei Feuerstein, Alte Jatobstraße Nr. 75: denen Berufen. 2. Diskussion. 3. Zweck und 4. parite am 9. Auguſt. Umtausch der Bücher zur Bibliother. Gemüthliches Zufammensein. Verein Souvenir( ehemalige 3öglinge des franz. Hospice), Stralauers The English Club Affociation. Montag: Meeting 9 o'clock, Schillers garten, Bellealliancestraße. Kollegienschaft Gemüthlichheit( 1. Borsitzender: Anton Mendat). Am ftraße 67. Wiontag, den 20. Juli 1891, Abends 9 Uhr: Sihung. lesen. Bentral- Krankenkasse der deutschen Schmiede. Dienstag, den 21. Jult, Abends 8 Uhr, bet Hoffmann, Staiserstr. 4: Mitglieder- Versammlung. Hozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner ReichstagsWahlkreis. Sonntag, den 19. Juli: Große Landpartie nach Grünau. Abfahrt vom Bahnhof Alexanderplay 7 Uhr 5 Min. Treffpunkt für Nachzügler: Grünauer Voltsgarten, Köpenickerstr. 108 in Grünau. Zahlreiche Betheiligung wird erwartet. Gäste sind willkommen. Es ist dies der letzte Zug, der mit Arbeiterbillets benutzt werden tann. Fahrpreis für die Sin- und Rückfahrt 40 Pfennige. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 20. Jult, Abends 8% Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: Versammlung. Tagesordnung: Sämmtliche Lofale befinden sich in der Hauptstraße. Die be- Berlin. In der Fabrik für hygienische Bade- Einrichtungen nannten Saalinhaber sehen es wohl gerne, wenn die Arbeiter ihr von S. Marcus, Staligerstraße 10, haben gestern Geld bei ihnen verzehren, aber ihre Säle den Arbeitern zu Ber- sämmtliche Lohnarbeiter die Arbeit niedergelegt. Die Afford sammlungen herzugeben, das fällt ihnen nicht ein. Ja die arbeiter werden nach Fertigstellung ihrer Afforde ebenfalls die 1. Bortrag des Kollegen Jüthe. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und FrageHerren Wirthe sagen, unsere Lokale sind ja so wie so besucht. Arbeit einstellen. Grund: Lohndifferenzen. Zuzug ist fern- taften. Sabireiches Erscheinen erwünscht. Gäſte willkommen. Mögen sich die Arbeiter das merken und nur da verkehren, wo zuhalten. die Gastwirthe ihre Säle den Arbeitern zur Verfügung stellen. Die Säle geben her: 1. Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstraße 23-25. 2. Restaurant Jacob, Grunewaldstraße 110. Die Lokalkommiffion von Adlershof macht folgende Wirthe bekannt, die ihre Säle zu Versammlungen hergeben und den Vorwärts" auslegen: Filiale Berlin 2 Weft der deutschen Maler und Berufsgenossen. Montag, den 20. Juli, Abends 8% Uhr, im Vereins- Lotal, Bülowstr. 59: Monats- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Kollegen Minkley. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 19. Jult, Vormittags 10 Uhr: Bortrag des Herrn Bölsche über Arthur Schopenhauer. Montag, den 20. Juli, Mittags 2 Uhr, per Stadtbahn: Ferienausflug unserer Schule nach Treptow. Treffpunkt daselbst bei Jakobs, Ausschant der Bockbrauerei, Alter Stöpenicker Weg( an der Berbindungsbahn). Bericht der Liquidationskommission der Klempner Berlins und Umgegend. Die am 14. Mai er. gewählte Kommission hat das Vermögen des ehemaligen Vereins festgestellt und darüber nach Maßgabe des Beschlusses der auflösenden Bersammlung verfügt. Betreffs der Baarbestände sei hier auf das Inserat Kollege Delcurt ist in Nr. 155 des Vorwärts" verwiesen. beauftragt, den Beschluß der Versammlung auszuführen, resp. ist Wiedemann u. Manofsky, Stippekohl, Albrecht, Keller, dies bereits geschehen. An Material war vorhanden: 78 Bände Miserer und Kuhle. Folgende Wirthe weigern sich, ihre Säle der Bibliothek, erfl. 5 Gesetzbücher der Rechtsschutz- Kommission, herzugeben und den Vorwärts" auszulegen: Leopold, 1 Spind, 4 blaue Hefte, 20 Mai- Festzeitungen, 2 Briefkasten, Bahnhofs Restaurant, Ackermann, Pauligt und Schönfeld. 3 Mappen, 1 Blechschild, 1 Dublitator, 1 Packet weise Zettel, snferat) erect wohl ein allgemeines Intereffe und dürfte Manchen zu bea 9 Arbeiter und Arbeiterinnen! Der Lehrturfus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen hält von Zeit zu Zeit anderversammlungen ab, in welchen von tüchtigen Aerzten allgemein verständliche Vorträge gehalten werden. An die Vorträge schließt sich eine Dis fusion. Wir hoffen hiermit einem allgemeinen Wunsche zu entsprechen und bitten uns in diesem Streben durch großen Zuspruch zu unterstützen. Montag, den 20. d. M., findet im Freischüß, Fruchtstr. 36a, eine Versammlung statt, in welcher Herr Dr. Gebert über Hautkrankheiten spricht. Dies Thema( fiche 40. fonderen Fragen aufmuntern, sowie alle folgenden Vorträge. Nähere Ausbald- Alerist. er. Herr Rain, Dieffenbachstr. 52, Hof 2 Tr., Dietrich, Willi Lese- und Diskutirklubs. Sese nnd Diskutirklub„ mar Kayser". Sonntag Vormittag 10% Uhr, bei Ammer, Bergmannstr. 30: Bersammlung fällt heute aus. Lese- und Diskutirflub Mai wuchs", Charlotten burg. Sizung jeden Montag von 8% Uhr Abends an bei Wenzel, Englischeftraße 23. Damen und Herren fönnen als Gäste eingeführt werden. Lesetlub Wissenschaft". Jeden Montag bei Schnite, Kirchbachstr. 7. Gäste willkommen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends bon 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngenossenschaft" 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Bant str. 9-10 im Leffing- Gymnasium.- Turnverein, ste n", Lehrlingsabtheilung, Montag von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Gäste willkommen. " 1 gekommen ist. Bismarck jammernd über die Treulosigkeit der Falliffement. Die alte Londoner Getreide und ProBreßmamelucken, das ist jedenfalls der Gipfel der Selbstver- duktenfirma Edward Gripper and Sons hat ihre höhnung! Zahlungen eingestellt. Die Passiva werden auf 50 000 Pfund geschäßt. " New- York, 18. Juli. Die Verluste bei dem bereits gemeldeten furchtbaren Brande in Santiago werden auf zwei Millionen Dollars geschätzt. Die britische Legation wurde gänzlich zerstört mit allen Archiven und allem Privateigenthum des Minister- Residenten. Bremen, 18. Juli. Der Norddeutsche Lloyd dampfer, Dresden" stieß in der vergangenen Nacht mit dem englischen Schooner Annie Harries" zu sammen, welcher alsbald fant. Der Dampfer Dresden" setzte nur leicht beschädigt seine Reise nach Baltimore fort. Breslau, 18. Juli. Nach einer Meldung der„ Post" sind in Randen beim Brande eines Wohnhauses die von den ab= New- York, 17. Juli. In den Kettenwerken von verbrannt. wesenden Instleuten eingeschlossenen Kinder Stanish zu Cleveland( Ohio) schlug während eines mit Sturm Die Leichen wurden gräßlich entſtellt hervor- verbundenen Gewitters der Blitz ein. 70 Angestellte wurden gezogen. Auf Friedrichsgrube schlug der Blitz in einen für einige Zeit der Sprache beraubt, mehrere außerdem schwer Heuwagen ein. Eine Person ist todt, sechs sind schwer, eine leicht verwundet. verletzt. Literarisches. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diez. Berlag) ist soeben das 42. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Patriotismus in der Mauser. Herr Dr. Albert E. F. Schäffle als Soziolog. Drei Monate Fabrikarbeiter. Von May Schippel II. Leipzig, 17. Juli. Wie dem„ Berliner Tageblatt" mit Der Entwurf des Parteiprogramms. Notizen. Feuilleton: getheilt wird, hat der ärztliche Verein" zwei Mit Der Pariser Garten. Novelle von Minna Kautsky.( Fortglieder ausgeschlossen. Einer der Ausgeschlossenen, sehung.) ein Herr Sutoris, bezog aus der Orts- Krantentasse jährlich über 10 000. Er fingirte Besuche und Der Hilfeleistungen bei schweren Geburten. Nord" Sonntag NachStaatsanwalt hat gegen ihn die Untersuchung eingeleitet. Der andere Arzt verlangt selbst eine Untersuchung, weil die gegen ihn erhobene Beschuldigung nicht wahr sei. Rauchflub Weiße Wolfe". Montag Abends von 9-11 Uhr, Strelikerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher Michel" Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg Nr. 9. Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttke, Friedrichsbergerstraße 4. Verein Wanderlust", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauerftraße 14 bei Rach.. Verein der Oberlausiber", Montag, Abend 9 Uhr im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs- Verein", Thorn, 18. Juli. Der National Zeitung" wird von hier ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienſtr. 34. gemeldet: Bei der Einfahrt in die Station Biesellen entBerein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. gleiste heute früh der Insterburger Personenzug. Die Vergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Berth. Maschine und mehrere Wagen wurden zertrümmert. Der ZugPrinzenstraße 106.- Bergnügungsverein" Fidelio", Montag Abends 9 Uhr im Restaurant„ Zum Reichsgarten", Drantenstr. 108. Damen und Herren als führer und Lokomotivführer erlitten schwere Verlegungen. Ferner Vergnügungsflub 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Mephisto", Montag Abend entgleifte bei der Station Klein Gnie der von Insterburg Vergnügungsverein, Edelweiß 2" jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienſtr. 108. nach Thorn fahrende Güterzug, Menschen sind dabei nicht VergnügungsVerein Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Vereinshaus, zu Schaden gekommen. Wilhelmstr. 118, Damen und Herren willkommen. BergnügungsDerein Annita". Montag Abend von 8 bis 10 Uhr bet Roth, Naunynfir. 31. Privat Theatergesellschaft off nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Privattheater Gesellschaft ,, Augusta Victoria" Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Bollack- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte will tommen. Klub Geselligfeit", Sigung Sonntags 6 Uhr bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Vergnügungsverein mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, will fommen. Theater- und Pantomimen verein ,, Fideler Geist" bet Krebs, Dhmgasse 2. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein ,, Nord= deutsche Schleife", Naunynftr. 86 bet Bubeil. Gesangverein„ Esme= ralda", Koppenstr. 35 bei steller. Gesangverein ieder lust", Fichte Straße 29 bet Krosche. Trischmann. Gefangverein„ Senefelder", Jüdenstraße 55 bet Liedertafel der Maler Kaifer- Franz- Grenadier- Platz 7, bet Berg. Gefangverein, and in Sand", Reichenbergerstraße 27 bei Schröder. Moabiter Liebertafel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. Gefangverein Sarmonte", Meyerbeerstr. 9. Gesangverein Ton= blüthe", Görligerstr. 58, b. Tolksdorf. Männerchor and in Sand", Koppenstr. 35 b. Steller. Gesangverein yra 2", Charlottenburg, Rosinen Straße 3 bet Grischow. Gesangverein der Kupferschmiede", Weinstraße 11, bei Feind. Gefangverein, Blüthe", Höchstestraße 30. Sängerchor der Chirurgischen Branche", Alte Schönhauserstr. 42 b. Neimann. Norddeutsches Doppel- Quartett" Grüner Weg 20 bei Gold. Sonntag: Vergnügungsverein Nord", bet Müller, Pasewalterstr. 3. Montag: Theaterverein ,, offnung", bet Schneider, Adalbertstr. 8. Bergnügungsverein ,, maig lö ct che n", 9 Uhr, bei Wend, Köslinerstr. 17. Theaterverein ,, Camilla", bei Schröder, Manteuffelstr. 9.- Theaterverein Stern", 9 Uhr bei Granz, Tempelhofer Ufer 15. Theater- u. Pantomimen berein Fideler Geist", bei Krebs, Ohmgasse Nr. 2. Geselliger Klub Namenlos". Jeden Montag nach dem 15. und jeden Montag nach dem 1. bei Abraham, Straßburgerstr. 5. Genossen als Mitglieder, auch Damen, Geselliger Verein Edelweiß", Prenzlauer Allee 6 bet Küfter: Sigung am Montag, Abends' s Uhr. Aufnahme neuer Mit glieder. Herren und Damen dazu willkommen. 9 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. " werden aufgenommen. " " Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Triest, 18. Juli. Anläßlich der andauernden Gährung unter den beschäftigungslosen Arbeitern entfernte die Polizei alle nicht Zuständigen. Fulmilienvätern wurde dauernde Arbeit bei den Lagerhäusern und Hafenbauten zugesichert. Brüssel, 18. Juli. Seitens der Arbeiterpartei protestirt man Karlsruhe, 15. Juli. Bekanntlich besteht in den Kasernen in Maueranschlägen gegen das morgen beginnende Nationalfest, die Sitte, daß die Soldaten das ihnen verabreichte Kommisbrot welches ein Hohn auf die Leiden des Volkes und auf die Sklaverei soweit sie es nicht für ihren eigenen Unterhalt bedürfen, ver- von Tausenden von Belgiern sei. Die Kundgebung schließt mit kaufen. Bei dem jezigen Nothstand ist es leicht denkbar, der Revisionsforderung. daß ärmere Familien mehr denn je diese Gelegenheit benußen, Budapest, 18. Juli.( Abgeordnetenhaus.) Der um ihren Hunger stillen zu können. So tamen auch am Abend Justizminister legt einen Gesezentwurf über die Judikatur der des 7. Juli zwei Knaben aus der Gottesau in eine hiesige föniglichen Kurie in Abgeordnetenwahl- Angelegen Kaserne, um Brot zu kaufen, wurden aber von dem wachheiten vor und hebt in einem zweistündigen Expose hervor, habenden Posten nicht eingelassen. Aber Hunger thut weh daß unter den Wahl- Annullirungs- Gründen nicht blos Beund Noth bricht Eisen. Sie ließen sich von ihrem stechungen durch Geld, Eß- und Trinkgelage, sondern auch AufVorhaben nicht abhalten, begaben sich vielmehr durch reizung gegen Klassen, Nationalitäten, bestehende Geseze und einen zweiten Eingang in die Kaserne, um nochmals den Institutionen vorgesehen sind. Wahlbezirken, in welchen die BeSoldaten ihr Begehren vorzutragen. Dabei bat ein Knabe stechung im großen Maße vorkommt, kann das Recht der Abum Verabreichung zweier Brote, was ihm mit dem Bemerken zu- legatensendung entzogen werden. Die Dauer des Gesetzes ist auf sichert wurde, er sollte ein Wenig warten. Damit verließ ihn acht Jahre bestimmt. Die Vorlage wurde einer eigenen Komder Soldat, hinter sich die Thüre zuschlagend. Bald darauf soll mission zugewiesen. dann eine Patrouille erschienen sein, welche die Knaben bis halb 11 Uhr einsperrte. Inzwischen hatte man auch die Polizet von dem Fang" in Kenntniß gefeßt, welche die beiden Jungen nach dem Arrestlokal transportiren ließ, von wo sie nach Feststellung ihrer Personalien entlassen wurden. Auf diese Weise war es denn glücklich 12 Uhr geworden, als die Knaben wieder daheim anlangten. Aber, wer beschreibt das Erstaunen, als die Eltern andern Tags zu ihrer Hungerleiderei auch noch einen Strafzettel von 4 M. wegen groben Unfugs" erhielten! Was Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Berlin. Eugen Richter läßt bezüglich der Eisenbahnen soll man zu solcher Polizeiweisheit sagen? Ist es nicht ein E. M., Paukstraße. Wir verstehen Ihre Frage nicht. Eisenbahnverwaltungen ist es, diese profitabel zu machen, Sache ( Offenb. Volksfreund"). W. R., Wasserthorstr. 23a. Von der ganzen Angelegendes Staates die Sorge für die Betriebssicherheit. Nunmehr, da Wien, 17. Juli. Die vom Unterrichtsministerium angeord- heit ist uns nichts bekannt. die Bahnen zum größten Theil trotz Eugen Richter und St. nete Revision der Schulen hat ergeben, daß viele Ge- A. Herbst. Wenden Sie sich direkt an den Bund der ges Manchester verstaatlicht sind, sieht er die beiden Aufgaben der meinden Galiziens gar teine Schulen besigen selligen Arbeitervereine. Verwaltung und des Staates in einer Hand vereinigt, und zur und auch nicht anderen Schulgemeinden zuge- E. Richter, London. Senden Sie eine von der Gewerk Beseitigung des Konflikts zwischen Profitmacherei und Sorge für theilt sind, daß somit in zahlreichen galizischen Gemeinden schaft ausgestellte Beglaubigung. die Sicherheit weiß er feinen anderen Ausweg, als eine bureau- das Reichs- Voltsschulgesetz gar nicht zur Ausführung gelangt ist. tratisch formale Scheidung des Eisenbahnwesens in ein Ber- Eine größere Blamage ist für einen„ Kulturstaat" nicht wohl waltungsamt und ein Sicherheitsamt. Es wäre vergebene Mühe, denkbar. Herrn Eugen Richter den Begriff eines lebendigen Organismus beizubringen; für die Funktionen der Gesellschaft kennt er nur den Maßstab eines Kalkulators. So lange der Staat seine Hauptaufgabe in der Pflege des Militarismus und Absolutismus fieht, und zur Stütze derfelben die Gunst der bevorrechtigten Klaffen sich sichern muß, so lange mag man noch so viele bureaukratische Scheidungen vornehmen, alle Aemter werden sich dem herrschenden System unterordnen müssen. Vermischtes. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. St. Manchester dem Staate ein Zugeständniß machen. Sache der famoser Gedanke, den Hunger mittelst Strafzettels zu vertreibenmündlich wollen wir Ihnen Auskunft ertheilen. Gouvernement Zula ist vorgestern fast vollständig nieder St. Petersburg, 17. Jult. Die Stadt Alerin im gebrannt. Mehr als 3000 Personen find obdachlos. Odessa, 18. Juli. Die Ernte des Winterweizens in den Gouvernements Cherson und Bessarabien übertrifft angeblich die gehegten Erwartungen. Das Korn soll vorzüglich und schwerprobig ausgefallen sein. Briefkaffen der Expedition. R. Angermann. Die von Ihnen gewünschten Zeitungen tönnen Sie außer 15 und 17 erhalten. 3. Hauke. Die Annonze kostet 5,60 m. Für den Partei- Maifonds gingen ferner folgende Beiträge bei uns ein: A. A., Pantstraße 2,-. Bereits quittirt 1441,62 Mark, in Summa 1448,62 M. Für die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg)[ Maifonds] gingen ferner ein: C. B. 7,10. Landpartie, Stonsdorfer Bitterquelle 3,-. 2. Stral Ertrag einer amerit. Auktion einer leeren Zigarrentiste durch sunderstraße 8,-. Karl Loose, Bürstenmacher 4,-. Bon zwölf Mitgliedern des Gewerkvereins der Porzellanarbeiter 10,-. Bom Rauchklub zu Wasser und zu Lande auf der Landpartie in Schildhorn 2,10 m. Für die gemaßregelten Bergarbeiter gingen ferner ein: Durch Buchwald 10,-. R. A. 1,50 M. Hamburg. Die Samburger Nachrichten" drucken einen Christiania, 18. Juli. Die deutsche Bart, Baltic" Artikel ihrer feelenverwandten Base, der„ Dresdener Nachrichten" ist fünf Meilen außerhalb Ona gesunten. Die Bart ist wahrunter der Ueberschrift Offiziöse Geschichtsfälschung" ab. Bis scheinlich in der Mitte zerbrochen. Fahrzeug und Ladung sind marck, der Vater des Reptilienfonds, der Züchter der Preß- anscheinend verloren. Preß- scheinlich 3. forruption, der Mann der gedruckten Strafformulare, der Inspi rator der Hochverrathsprozesse gegen Arnim und Geffken macht Liverpool, 18. Juli. Heute Morgen stürzten auf dem oder läßt in jenem Artikel seinem Unwillen und Groll gegen die Manchester Schiffstanalbau eine otomotive und elf Presse Luft machen, welche nicht Lust hat, mit ihm gegen die Waggons von einem Damm hinunter, wobei eine größere Reichsregierung zu frondiren, nachdem er, wenn auch weniger Anzahl von Arbeitern verunglückte. Bis jetzt sind würdig, in ähnliche Lage wie Arnim und dessen Schicksalsgenossen 11 Todte konstatirt. Viele Arbeiter sind verletzt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Sorten. Unserm Freund und Genossen, dem Gläser Hermann ein donnernRoh- Tabak ämmtlicher des Hoch zum heutigen Tage. Hermann Nachricht, daß unfer lieber Paul, im Größte Auswahl, billigste Preise. laß Dir nicht lumpen, haft nischt, wern Alter von 8 Jahren, nach 7 lägigem, G. Elkhuysen, 2tte Schönhauserstr. 5. wa Dir wat pumpen. Laß gießen heute schwerem Krantenlager fanft entschlafen in Schönholz. 1608b ist. Wer das Kind gekannt hat, wird Schuhe u. Stiefel Die Nothen aus der Gerichtsstraße unseren Schmerz zu würdigen wissen. mit Kontrollmarke empfiehlt[ 589b Erfurt, P. J. K. W. u. f. w. Die Beerdigung findet am Montag, den 20. Juli, Nachmittags 2 Uhr, von C. Nitschke, Kastanien- Allee 86. Beglückwünscht sei auf das allerbeste unserer Wohnung, Wrangelstr. 84, nach Wilhelm Scheidler zu seinem heutigen dem Emmaus- Kirchhof statt. Wiegenfeste, Humor u. 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Fortsetzung aus der Versammlung vom 16. Juli im Feen- Palast über„ Der recht zahlreiches Erscheinen ersucht Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Programm- Entwurf des Parteivorstandes". Tages Ordnung: 1. Einleitung zur Diskussion, Referent J. Auer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 343/7 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein General- Versammlung 108/8 Achtung! Der Vorstand. J. A.: Freidant. u. Um an Sonntagen und Wochentagen zu Garten dabei, haben, schöner Gips- Str. 3. Vereinszimmer Achtung! mit Biano iſt auf mehrere Tage zu ver geben Brizerstr. 22. Charlottenburg- feffaal 413b Freischütz, Fruchtstr. 36a. Barteigenossen! Die Listen zur Kommunalwahl liegen für Vergnügungen und Versammlungen des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. vom 15.- 30. Juli im Rathhause, Berlinerstr. 73, aus.( ohne Miethe ching the fra M Versäume Niemand nachzusehen, ob sein Name eingezeichnet steht. Sollte Jemand daran verhindert sein, so sind folgende Herren gern bereit, dieses für sie zu thun. Das Wahl- Komitee. Donnerstag, 23. Juli, Ab. 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Vortrag des Genossen Dr. Lütgenau über unseren Programm- Entwurf. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht B44/ 2 Der Vorstand. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Montag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale zum Freischük". Fruchtstraße Nr. 36a. Grosse Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Gebert über: Berufskrankheiten, speziell über Erkrankungen der Haut, deren Entstehung und Verhütung in den verschiedenen Berufen". 2. Diskussion. 3. Zweck und Ziele des Lehrkursus. 4. Verschiedenes. Sonntag, den 26. Juli, bei Feuerstein, te Jakobstr. 75; Versammlung. Abgabe der Sammellisten und Ausgabe der Karten zur Landpartie am 9. August. Umtausch der Bücher zur Bibliothek. Gemüthliches Zusammensein. Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Versammlung am Montag, den 20. Juli, Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: Das Waarenhaus des Deutschen Beamten- Vereins und die Mißstände der Firma Weltmann. Referent: Kollege Pfeiffer. H. Wernicke, Wilmersdorferstr. 42. A. Röttger, Wilmersdorferstr. 65. W. Schultz, Maurer, Krummestraße. Andreski, Schuhw.- Gesch., Englischestr. Vereinigung der Maler und verwandten Berufsgen. ( Filiale V, Nord.) Wegen polizeilicher Nicht- Genehmis gung der zum Mittwoch, den 15. Juni, angezeigten Versammlung findet die General versammlung Montag, den 20. Juni, Abends 82 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38, statt. Tagesordnung: G. Morgenroth, Knobelsdorfstr. 57. W. Strahl, Rnobelsdorfstr. 57. E. Putzke, Töpfer, Sophie- Charlottenstr. Freie Vereinigung Deutsches Volks- Bierhans, Berlin S., 14 Annenstr. 14, Parterre, Allen Freunden u. Genossen empfehle mein Parterre- Lokal. Kleiner Saal zu Versammlungen ist noch einige Tage frei. Passend für Arbeitsnachweis und Zahlstellen. Ueber 30 Arbeiterblätter liegen aus, event. steht Telephon z. Verfügung. L. Ehrenberg, 598b aller in der chirurgischen Brandje 14 Annenstrasse 14, Parterre. beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, in Seefeldt's Salon, Grenadierstraße 33: Achtung! Vereine u. Fabriken. Sämmtliche Sonnabende und Sonntage im August General- Versammlung. find noch zu haben. Tagesordnung: Der Vorstand. 1. Kassenbericht pro 2. Quartal. 2. Innere Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. Mitgliedes zu erscheinen. 2. Diskussion über die Adressen- Ver- 130/10 mittelung unferes Zentral- Arbeitsnachweiſes. 3. Filialangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches Er604b Die Bevollmächtigten. fcheinen ersuchen Mitglieder- Versammlung des Kranken- Unterstützungsbundes der Schneider Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Dienstag, den 21. Juli, Abends H. Richter, Optifer, 270/18 91/2 Uhr, Kommandantenstr. 20. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). 272/16 Montag, den 20. Juli, Abends 8/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Jüthe aus Erfurt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Gäste willommen. Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal. 2. Vortrag des Herrn Dr. Zadek über Lungenleiden. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 274/8 Die Lokalverwaltung. Berlin C., Wallstrasse 97, am Spittelmarkt. 2. Geschäft: Weinbergsweg 15b, am Rosenthaler Thor. [ 1896] AlumingoldVerein zur Wahr. d. Interessen Brillen und Pince- nez, garantirt nie der Berl. Knopfarbeiter. Ordentliche Fachverein der Weber. der Weber. Generalversammlung Montag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21, Große General- Versammlung Tagesordnung. schwarz werdend Nickelbrillen u. Pince- nez do. allerfeinste Qual. Rathenower Brillen M. 2,50 M. 1,50 M. 2, M. 1, Generalversammlung des mit besten Rathenower Kryſtallam Dienstag, den 21. Juli, Abends gläsern. 614b Seeschlösschen in Schmöckwitz. Franz Wieland. Schmödwig. 1 Fabriken zur Nachricht, daß sämmtliche Sonn abende im Monat August zu Landpartien noch frei sind. Karl Kurras, Gastwirth 3. Palme. rdbeer- Bowle, Flasche 75 Pf., Glas 15 Pf.; Himbeersaft, 2tr. 1,50 M.; Med. Ungarwein, Fl. 1,50 u. 2 M.) Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz. Franz Beyer,[ 954L Prinzessinnenstr. 15. Lager aller Arten Uhren. Reparaturen unter Garantie. 626b H.Jonas, Uhrmacher. 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Neue Mitglieder werden Butritt ist nur gestattet, wer nach§ 11, Absatz 1 seinen Verpflichtungen aufgenommen. nachgekommen und sein Quittungsbuch vorzeigen fann. Der Vorstand. Unser diesjähriges Sommerfest 647/10 findet am 25. Juli im Elysium zum Besten einer Weihnachts- Bescheerung der Kinder von Berufsgenossen statt. Billets sind bei den Vorstands- sowie Vergnügungskomitee- Mitgliedern zu haben. Für Unterhaltung ist durch Konzert, Gesangverein und komische Vorträge bestens gesorgt. Im Saal großer Ball. Um recht rege Betheiligung aller Freunde und Gönner ersucht Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis befindet sich Blumenstr. 38 bei Hente. Die Ausgabe der Arbeit erfolgt von früh 7 Uhr bis Abends 9 Uhr. Mitglieder- Versammlung des Unterstützungs- Vereins Deutscher Hutmacher ( Filiale Berlin) Dienstag, 21. Juli, Abends 8 Uhr, in der Böhmischen Brauerei, Landsberger Allee No. 11/12. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 172/18 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geschlechts. ( Eingetr. Hilfskaffe Nr. 85.) General- Versammlung am Mittwoch, den 29. Juli cr., Abends 8½ Uhr, in ,, Feuerstein's Salon Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: 260/5 1. Raffenbericht. 2. Verschiedenes.- Mitgliedsbuch legitimirt. Achtung. Töpfer. Der Vorstand. Achtung. Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend am Montag, den 20. Juli, Abends 6 Uhr, BE im Lokale des Herrn Breuer, Große Frankfurterstraße 74. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes. 2. Vortrag über: Zweck und Nußen der Organisation". Referent: Kollege F. Baulid aus Halle. 8. Gewerkschaftliches. 612b 191/8 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Juli, Abends 8 Uhr, Grenadierstraße 33 bei Seefeldt: Vortrag des Herrn 2. Hennig über„ Die Bartholomäusnacht. ", Excelsior, übertrifft alles bisher derart Gebotene. Preis mit Etuis und Riemen 12 M. 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Juli, 81/2 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21, Versammlung. Schönhauser Thor( früher Brunnenu. Elsasserstr.- Ecke u. Weinbergsweg 2, am Rosenthaler Thor. 912 L] J. Leiser. Bringe den Genossen hierdurch mein Jeht, zum Schluß der Saison: Gr. Massen- Ausverkauf. Alles für die Hälfte des Werthes! We 15 000 elegante Jacket- und Rock- Anzüge für Gesellschaft, Promenade, Reise und Bad, nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 M. 2 10000 Sommer- Baletots, eleganter Sit, jetzt von 8-20 M. 8000 Sofen, einzelne Röcke, Jackets und 6000 Knabenu. Burschen- Anzüge, alles für die Sarg- Magazin u. Beerdigungs- Sälfte des Werthes. Die Statistikbücher sind ausgefüat Comtoir bei vorkommendem Bedarf in mitzubringen. Erinnerung. J. Schuhmacher, 193/8 Swinemünderstr. 140, am ArkonaPlay. Stl. Gängew. unentgeltlich ausgef. Musik- Instrumente. Lager in Zithern, Violinen, Harmonikas, sowie alle Blasinstrumente für Musikvereine. Größte Auswahl in Musikwerken und Spieldosen, 957L I alle mit Marseillaise. 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. [ 909L] 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 166. Zur Indenfrage. Die russischen Judenaustreibungen, die Zehntausende und abermals zehntausende von der heimischen Scholle losreißen, bieten der liberalen Presse Deutschlands den Anlaß zu heftigen Deflamationen über die Gräuelthaten des Barismus. Die Brutalität, mit welcher dieser vorgeht, ist so infam, daß es genügt, die Thatsachen zu verzeichnen. Aber der Wortschwall, in welchem die deutsche Philisterpresse die neueste Maßregel„ Väterchens" beinahe ertränkt, braust vorüber, und unsere Sache ist es, auf eine Erscheinung hinzuweisen, die sozialpolitisch von Bedeutung ist, eine Erscheinung, welche im Interesse des gesellschaftlichen Fortschritts nur willkommen geheißen werden kann. : Sonntag, den 19. Juli 1891. = 8. Jahrg. Deshalb der griesgrämige, scheltende Widerspruch der Chicagoer Am 10. Juli fand hinsichtlich der zwei Resolutionen Sizung Geldjuden gegen das Anerbieten des Barons Hirsch. Moloch statt. Der gefaßte Beschluß besagt, nach§ 37 der Städte- Ordnung ihm nicht mehr auf Gnade und Ungnade ausliefern, die anstatt fassen, jedoch die Ausführung untersagt, folglich sei das Kolle hat sich übersättigt, und Moloch zittert vor den Juden, die sich wäre dem Stadtverordneten- Kollegium erlaubt, Beschlüsse zu Lohndrücker Lohnkämpfer, anstatt Hemmschuhe treibende Kräfte gium nicht berechtigt, dem Reichskanzler dieſe Reſolution zu der Arbeiterbewegung, anstatt duldende Kulis sozialistische Ar- unterbreiten. Auch über die Resolution betreffs der Gewerbebeiter werden. gerichte wurde zur Tagesordnung übergegangen, nachdem der genossen donnert der New- Yorker Agent Hirsch's, ein A. S. Sa Sinne des neuen Gesezes bereits seit Monat Mai in AusVoll tiefen Mitgefühls für die Schmerzen seiner Klassen- Magistrat die Erklärung abgegeben hatte, daß ein Statut im lomon:„ Ich und meine Leute wollen die einwanderden jüdischen arbeitung sich befinde und den Behörden zur Begutachtung demPaupers"( Armen) nicht blos amerikanisiren. Ihnen wird auch nächst vorgelegt würde. zu verstehen gegeben, daß dieses Land so groß es auch ist, doch keinen Raum hat für Leute, welche hierher kommen, um für Sozialismus zu agitiren." und " Der berüchtigte jüdische Eisenbahn- Gründer und Börsensürst, Diese Weisheit Salomonis ist nicht mißzuverstehen. An gutem Baron Hirsch, der es liebt, den Wohlthäter des Volkes Israel Willen, geduldige Lohnfklaven zu liefern und zu drillen, fehlt es zu spielen und von christlich- jüdischen und jüdisch= christlichen gewiß nicht. Das jüdische Herz", dies beliebte Paradestück des Rapitalistenblättern es ist das bonnet blanc blanc bonnet Philosemitismus, topft zornig bei den Klängen der Arbeitersich durch den Tamtam unverfrorenfter Reklame feiern zu marseillaise, laffen, der thränenselig- sentimentale Humanist, dieser rücksichtslose Exploiteur hat bekanntlich der von Bruderliebe zärtlich säufelt, verwandelt sich in den etliche Millionen ausgesetzt, um die verfolgten russischen sozialistenhasserischen Bourgeois, welcher statt des Zuckerbrotes Juden nach der nordamerikanischen Union zu ver- die Peitsche führt. pflanzen. Weshalb Baron von Hirsch Diese Gelder zur Statt des Zuckerbrotes? Welche spaßhaften Mittelchen will Verfügung stellt, wird dieser gewandte Geschäftsmann, der auf Hirsch für seine Schüßlinge" gebrauchen! Zweihundert bis drei feine Stoften zu kommen weiß, wohl am besten wissen. Auf hundert Häuschen in Jersey, jedes für zwei Familien eingerichtet, jeden Fall aber sind sie nur ein Bruchtheil der Riesengewinne, breißig Minuten mit der Bahn von New- York entfernt: mehrere die er bei der großen Wollschur in den Balkanländern und hundert Thaler sollen sie fosten, und wer nicht pünktlich zahlt, anderswo gemacht hat. Nun aber lief fürzlich aus Chicago hat 5 Perzent draufzulegen. Garnicht unrentabel vielleicht für folgende Nachricht ein: die Macher, jedoch im Uebrigen eine Kinderei. Meint man nicht, irgend ein schwayschweisiger, christlich germanischer WohnungsApostel habe den Montefiore en caricature inspirirt? Die Herren mögen sich ihre sauere Arbeit ersparen. Geschehenes ist nicht ungeschehen zu machen, und der Schlußeffekt ist der, daß auch die sindigen Rechner des Effektenmarktes einmal falsch kalkulirt haben. Mit einem Wort: Kapitalist Hirsch hat einen Kapitalbock Korrespondenzen und Parteinachrichten. = Stadtverordneten- Kollegiums besteht aus Freisinnigen!" An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen: die Majorität des Wir gratuliren dem Freisinn" zu dem ihm im Herbst bevorstehenden Durchfall. Machterstedt vor dem hiesigen Landgericht, um sich wegen angeb Halberstadt, 8. Juli. Heute befand sich Genosse Kunzes licher Aufreizung verschiedener Bevölkerungsklassen zu Gewalt thätigkeiten gegen einander zu verantworten. Dem Vergehen lag folgender Thatbestand zu Grunde. Einige Parteigenossen in Nachterstedt wünschten das„ Kegel'sche Liederbuch" zu besitzen und veranlaßten K.( welcher die S.- 3tg." dort austrägt und Bes stellungen auf die durch deren Verlag zu beziehenden Bücher und Schriften annimmt), ihnen das genannte Buch zu besorgen. Diesem Auftrage kam R. auch nach und soll durch diese Bes sorgung gegen den§ 131 verstoßen haben, da in dem Kegelfchen Liederbuche einige Lieder den öffentlichen Frieden gefähr den". Das Urtheil lautete auf 100 M. Geldstrafe eventuell 10 Tage Haft. Man hat doch hoffentlich Revision angemeldet? W Diffeldorf, 18. Juli. Die Gesangvereine Lyra- Röln, Ges sangsabtheilung Elberfeld, Einigkeit- Barmen, Gesangsabtheilung Solingen, Borwärts Wermelskirchen, Sängerbund Ronsdorf, Bruderfette- Kalk, Teutonia- Duisburg, Gesangsabtheilung Crefeld, Gesangsabtheilung Remscheid und Arbeiter- Gesangverein LiederLust- Düsseldorf haben sich am vergangenen Sonntag in einer hier abgehaltenen Delegirtenkonferenz zu einem Arbeiter- Sängerbund Rheinland" vereinigt. Sitz des Vorstandes ist Köln- Kalt, der Revisoren Barmen. Es wäre somit eine feste Basis für alle Arbeiter- Gesangvereine geschaffen und wäre zu wünschen, daß sich diefelben auch alle der Organisation anschließen. Wenn die Ansichten der hervorragendsten Jsraeliten der Stadt für die Gesammtheit maßgebend sind, so finden die Pläne des Baron Hirsch, mit Hilfe der von ihm aus gesetzten Millionen die verfolgten russischen Juden nach Amerifa zu verpflanzen, hier nur wenig Anklang. Jm Gegentheil: die Israeliten hier, zumal Diejenigen, welche als Vorsitzende von Wohlthätigkeitsvereinen mit der jüdischen Armuth bekannt sind, protestiren ganz energisch geschossen. gegen eine methodische, durch Geldmittel unterstützte russisch- jüdische Einwanderung. Die ,, Jewish Relief Society"( Jüdische Hilfsgesellschaft) hat es abgelehnt, irgend einen Theil der von Baron Hirsch angebotenen Millionen zu Unterstützungszwecken anzunehmen. Proteste dieser Gesellschaft find an Schwestervereine im Osten und nach Europa ergangen: daß Chicago nicht der Platz zur Aufnahme dieser Einwanderer ist; mehr als genug arme ruifische Juden gebe es jetzt schon in Chicago, mehr als die jüdische Wohlthätigkeit bemeistern könne." Die Erklärung hierfür ergiebt sich aus dem Verlaufe der wirthschaftlichen Entwickelung in den letzten Jahrzehnten. Der Tischler B. aus Naumburg gab seinen Sohn dem jüdische Proletariat in Rußland, das in Handel und Wandel, Tischlermeister Böck zu Stößen in die Lehre. Am 3. März 1889 in einer Anzahl von Gewerben, der Schneiderei, Tischlerei, Schuh- wurde ein Kontrakt zwischen Beiden abgeschlossen, und eine Konmacherei, Tabalfabrikation und dergleichen beschäftigt ist, bildete ventionalstrafe von 90 M. für event. vorzeitige unberechtigte Chemnitz. Dem Vertrauensmanne der Maler und in seinem furchtbaren Glend, seiner Unwissenheit, seinem schreien Lösung desselben festgesetzt. Im August 1890 nahm aber der adirer, Otto Schubert, welcher gegen den Beschluß des den Mangel an Bedürfnissen einen ausgezeichneten Gegenstand Bater feinen Sohn aus der Lehre mit der Begründung: Sein hiesigen Polizeiamtes, betr. die Auflösung des Unterstützungsfonds der kapitalistischen Ausbeutung. Das despotische Rußland jagte Sohn sei beim Lehrherrn derart mit häuslichen Diensten für Maler und Lackirer, Rekurs eingelegt hatte, ist unterm fie den Unternehmern des Auslandes ins Garn; Schaar auf und Arbeiten, insbesondere mit Straßenfegen, Aus- 24. Juni d. J. ein Schreiben der königl. Kreishauptmannschaft Schaar ging in ganzen Schiffsladungen nach England, nach Nord- räumen der Mitgrube, Drehen der Wäsche Zwickau zugegangen, das die Beschwerde unter folgender Beamerita. Es ist bekannt, welche schauderhaften Verhältnisse z. B. mangel und Arbeiten landwirthschaftlicher Art gründung abweist: Stößen. Ueber das Stillleben der Innungen unterrichtet folgendes Vorkommniß recht anschaulich, das im Beißer Volksboten" geschildert ist: " Neu- Bielan( Kreis Reichenbach). Auf der„ Benjaminshöh" fand eine Frauenversammlung statt, zu welcher sich 400 Personen eingefunden hatten. Zum Schluß fam eine Resolution zur Annahme, inhalts deren sich die Frauen an der Wahlbewegung betheiligen und die Männer in ihren politischen Bestrebungen unterftützen wollen. Bravo! ** in der Londoner Kleidermacherei sich vorfinden. Polnische, beschäftigt worden, daß für seine Ausbildung im Handwerk zu" Der durch den angefochtenen Beschluß aufgelöste Unterrussische Juden, Groß und Klein, Männer und Weiber placken wenig Zeit und Gelegenheit übrig geblieben sei. stützungsfonds für Maler und Lackirer hat sich nach Ausweis der in entseglicher Arbeitspein sich ab. Das Schwißsystem, diese Bei der großen Anzahl von 7 beim Lehrherrn beschäf- Aftenvorgänge Bl. 42 b fg. durch Sammlungen von Geldbeiträgen liebliche Methode der Mehrwertherzeugung, die auch in Deutsch- tigten ehrlingen sei eine tüchtige Ausbildung erhalten, welche in öffentlichen Versammlungen beziehentlich auch land blüht, wo freilich nur die Ausbeuter in der Regel Juden des einzelnen Lehrlings unmöglich gewesen. Ueberdies in für Nichtmitglieder zugänglichen Vereinsversammlungen ver find, die Ausgebeuteten durchgängig Christen, faugt seinen Opfern sei sein Sohn weit über die gewöhnliche Arbeitszeit anstaltet werden und nach der Bekanntmachung des Polizeiamts den letzten Blutstropfen mitleidslos aus. Die amtliche Er- hinaus beschäftigt, wahrscheinlich, um die Versäumnisse vom 17. Dezember 1890, öffentliche Geldsammlungen betreffend, bebung über die„ ausgeschwitzten", jüdischen Lohnstaven stellte in der Tischlerei wenigstens in etwas auszugleichen. Endlich der polizeilichen Genehmigung unterliegen. Bustände fest, deren Greuel nur mit jenen vergleichbar sind, welche habe der Lehrherr jenen ohne jenen Anlaß in beleidigender Da eine solche Genehmigung weder eingeholt noch ertheilt m den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts im englischen Weise behandelt. worden ist, so ist auch das Polizeiamt für berechtigt anzusehen, Tertilgewerbe herrschten. Der Meister flagte auf Zahlung der 90 M. Strafe und be- den genannten, der gesetzlichen Grundlage entbehrenden Fonds Die Kapitalisten, welche diese Schneider, Bügler, Plätterinnen hauptet, daß er dem Vater durchaus keinen Grund zur Auf- aufzulösen und dessen Fortführung zu verbieten, während man die lindern, sind durch die Bank Juden. Diese einfache Thatsache lösung des Lehrverhältnisses geboten habe, da er seinen gesetz- zugleich ausgesprochene Versagung der nachträglichen polizeilichen ben eist, daß der Kapitalismus stärker ist, als Rassen- und lichen Verpflichtungen als Lehrherr vollständig nachgekommen sei. Genehmigung aus den in dem Beschlusse Bl. 49b fg. angeführten Glaubenseinheit: zwischen Geldjuden und jüdischen Proletariern Daß der Sohn des Beklagten wie jeder anderer Lehrling a b Gründen nur billigen kann. giebt es keine Gemeinschaft. Ja, der Jude wurde schmählicher und zu häusliche Arbeiten habe mit verrichten Was die Beschlagnahme der Quittungsmarken und der nach noch mißhandelt, als man jemals einen englischen Arbeiter zu müssen, gebe er zu, feineswegs sei dies aber in einer das 21. 43 gesammelten Gelder anlangt, so findet man feine aus lehandeln sich hätte erlauben tönnen. Der fremte, der Sprache allgemein übliche Maß überschreitenden Weise geschehen. Für reichende Veranlassung, dieser Maßregel entgegenzutreten, da die ukundige, rohe, bedürfnißlose Kuli aus Rußland, ohne Goli die Anweisung und den Unterricht der sechs Quittungsmarken zum Zwecke der verbotenen Sammlungen dienen, taritätsgefühl, ohne Klassenbewußtsein, unwissend und religiös ehrlinge, die er außer seinem eigenen Sohne die erwähnten Gelder aber aus einer verbotswidrigen Sammlung vernagelt, war eine leichte Beute für die semitischen Anwender. noch habe, werde durch ihn selbst und seine herrühren und die Ueberweisung derselben an die Orts- Armenkasse Wie bei den Schneidern, so bei den Möbeltischlern und anderen 2 Gehilfen hinlänglich gesorgt. Ein Beschäftigung in das Ermessen des Polizeiamts gestellt war. des Sohnes des Beklagten über die gewöhnliche Zeit hinaus habe Die Bl. 54 act. angesezten Kosten fallen dem Rekurrenten Die gleichen Vorgänge in den Vereinigten Staaten von er sich ebenso wenig zu Schulden kommen lassen, wie irgend zur Last." welche beleidigende Behandlung desselben. Der wahre Grund Nordamerita. Mit Begeisterung wurden die billigen, willigen bes Bertragsbruchs seitens des Beklagten bestehe vielmehr darin, Definition polizeilicher Befugnisse mit der reichsgesetzlich„ garanMan muß zur sächsischen Bureaukratie gehören, um diese machten, aufgenommen und die Scheußlichkeiten der New- Yorker daß dieser in der Neberzeugung, daß sein Sohn beim Kläger tirten" Koalitionsfreiheit der Arbeiter im Einklang zu halten. thätigkeits- Kapriolen der jüdischen Bourgeoisie. Es ist urkundlich arbeiten zu lassen und den Kläger dadurch zu übervortheilen. sächsischen Bureaucratie. nachgewiesen, daß solche famosen Hilfsgesellschaften sich schamlos Arbeitszeit war von früh 52 bis abends 8 Uhr. Der Vater Die Chemnizer Polizei scheint der Ruhm ihrer Leipziger in den Dienst der jüdischen Ausbeuter ſtellten, daß sie wohlfeiles wurde zur Zahlung der Strafe( 90 M.) verurtheilt, weil, so Kollegin nicht schlafen zu lassen. Sie fandte dem Vorstand des Menschenmaterial lieferten, daß sie die Arbeiterbewegung durch führte das Landgericht zu Naumburg aus, zur Lösung des Zentralvereins für in graphischen Gewerben Arbeitern Lehrvertrages, wie der Beschluß des Innungsvorstandes zu beschäftigte Personen, welcher eine Versammlung angelahmzulegen fuchten. Juden in der industriellen Neserve- Armee. Mächtig schwoll bie Biffer der Stößen festgestellt hat, nicht genügend Gründe vorhanden gewesen meldet hatte, in welcher Walther May aus Leipzig sprechen sollte, Gewerfen. von Stabs", " von wären." nur für Zum Glück hat alles einmal ein Ende, auch die Allmacht der ein Schreiben folgenden Inhalts: " Der Volksbote" meint hierzu: Die vom Zentralverein aller in Buch- und Steindruckereien Das ging fo lange es ging. Bis allgemach den jüdischen Arbeitern die Schuppen von den Augen fielen. Bis fonfessionelle ob ein Meister mit 2 Gehilfen, welche doch auch ihr Geld ver- meldete öffentliche Versammlung wird, da mit Rücksicht auf die „ Wir überlassen es jedem Handwerker selbst, zu beurtheilen, u. f. w. beschäftigten Personen für Donnerstag, den 16. Juli, geBorurtheile, Raffendifferenzen, lurz, das ganze Brimborium eines Denn wollen und sollen, im Stande ist, 7 Lehrlinge ordnungs- Persönlichkeit und bisherige agitatorische Thätigkeit des gemelrückständigen Zeitalters unter der Weißgluth der sozialen Kämpfe mäßig auszubilden. Wenn man nun bedenkt, daß die Innungen deten Referenten Walther May, eines relegirten Studenten, zu verdampfte, bis das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit aller Unterdrückten zum Durchbruche kam, bis der fruchtbare Gedante nehmen, so zeigt dieser Fall nach unserer Ansicht wieder einmal, tretungen oder unfittliche Handlungen zu begehen, dazu auffor bis eigene Organe, hebräisch gedruckt, angepaßt dem nur mälig der Lehrlingsfrage." big sewertschaftlichen Vereinigung Lebensfräftig Wurzel schlug, wie nothwendig die Forderung unsererseits ist: gesetzliche Regelung dern, oder doch dazu geneigt zu machen, auf Grund§ 5 des Gesich erweiternden Vorstellungsweise der Neugewonnenen, die Agi-| Wirkliche Schuhgesetze für die jugendlichen Arbeiter muthe von Märtyrern, diese Proletarier aufrüttelten, bis der sezgebung für Lehrlinge. Im Uebrigen irrt nach unserer Meinung überhaupt würden unserer Ansicht nach besser sein, als eine GeSozialismus fiegreich Köpfe und Herzen eroberte. Dieselbe Chemnitzer Polizeidirektion hat eine Klage gegen das Naumburger Landgericht schon aus dem Grunde, weil ein den verantwortlichen Redakteur des Annonzentheiles der„ Presse" Herrn Albert, wegen einer Annonze angestrengt, in" welcher Solche, die fich wegen des Vorgehens genannter Polizeibehörde beschwert fühlten, aufgefordert wurden, entsprechende Wittheilungen an Herrn Albin Langer,( Brühl und Zinienstraße, geDer ökonomische Prozeß verrichtete diese That der Scheidung Sehrherr bei dem heutigen überhafteten Geschäftsbetriebe unmöglich in zwei Heerlager, er zeigte die gähnende Kluft zwischen reichen 6-7 Lehrlinge gewissenhaft über die Technik des Berufs unter Und armen Juden, enthüllte den Klaſſengegensatz mit prächtiger richten kann, und die 2 Gesellen, die jener hatte, haben dazu Deutlichkeit, er zerstörte die Redensart, von der jüdischen noch weniger Zeit, find überhaupt gar nicht dazu da, einen Humanität, die nicht besteht vor dem Gebote der modernen Lehrling anzulernen. Das ist Sache des Lehrherrn. Wirthschaftsweise: Bereichert Euch!, er erhellte wie ein Blitz die Die ganze Jnnungsgesetzgebung ist in Bezug auf das Lehrjüdische Bourgeois den Kaftan, das Käppchen und die Loden werter auf Rosten der armen jugendlichen Arbeiter. panze Situation: hie Stapitalist, bie Lohnarbeiter. Wie der verhältniß nur eine Begünstigung der Profitfucht der Kleinhandablegt als unzeitgemäßen Plunder, so warfen die jüdischen| Proletarier ihre Vorurtheile, alteten Ueberlieferungen über Bord. schnittene Unternehmer den beschnittenen Lohnstlaven aus? Reichsregierung" statt. Referent war Genosse A. Leopold- Zeit. * ihre Illufionen, ver- Weißenfels, 16. Juli. Am 20. Juni fand hier eine VolfsNügt nicht der be- versammlung mit der Tagesordnung Die Kornzölle und die angenommen, welche das Stadtverordneten- Kollegium ersucht, beim setzes vom 22. November 1850 hiermit verboten. Unterzeichnet ist das Schreiben: Siebbrat. Das genügt auch uns. langen zu lassen. Nach den oben mitgetheilten Leistungen der Chemnitzer heiligen Hermandad ist diese Klage weiter nicht verwunderlich. Wie schön muß sich's in Sachsen leben lassen, wenn man zur Staatsgewalt gehört! Lokales. und leiblicher Kraft, welche der abgerackerte Jude im Dienste des noch aus der Mitte der Versammelten eingebrachten Erweiterung| jüdischen Arbeitsherrn erleidet? Als die Morgenröthe des Klassenbewußtseins für die jüdischen Reichsfangler die Beseitigung der Getreidezölle im Interesse des Arbeiter aufstieg, ging die erbleichende Sonne des Stammes- arbeitenden Volkes zu beantragen. Ferner wurde beschlossen, Mai dieses Jahres ein Zentralausschuß unter dem Vorsitz des bewußtseins zur Wüste. Wenn die Geldjuden dem großen Baal haldigst in die Berathung eines Ortsstatuts über die Gewerbe- Laodtagsabgeordneten von Schenckendorff zusammengetreten ist, das Profits opfern, stürzt das Heiligthum des Nationalgotts gerichte einzutreten, damit das Recht blos von solchen Personen sollen jest in gleicher Weise, wie bisher in Görlig, in altSathveh in Trümmer. Und in die Reihen des fämpfenden inter- gesprochen wird, welche durch geheime Wahl als Vertreter ge- beren Städten Deutschlands eingeführt und„ volksthümlich" genationalen Proletariats tritt der geknechtete Jude. Imacht werden. Das Unternehmen erfreut sich der fortgesetzten wählt sind. " Sympathie der Unterrichtsverwaltung, welche, um die Pflege dieser J auf die Befferung der sozialen Zustände hin zu arbeiten. Ein-| suchungs- Rommissär ernannte. Auch spielten in den lehten Spiele methodisch betreiben zu können, sogar besondere Unter- müthig war man der Ansicht, daß der zu gründende Monaten noch viele andere, anscheinend unwesentliche richtsturse für Lehrer im Turn- und Bewegungsspiel ein- Verein mit der direkten Bekämpfung der Dinge, welche erkennen lassen, daß die republikanischen gerichtet hat. Den bereits früher auf Anordnung des Kultus- Sozialdemokratie sich nicht abgeben solle( das Politiker den Ordensführern seit deren Bündniß mit den ministers von Goßler in Görlitz abgehaltenen Unterrichtstursen ist sehr vernünftig! Die Herren tönnen ihre schäßenswerthen Farmern nicht grün find, obwohl Powderly sich gelegentlich folgen in diesem Jahre zwei neue, ebenfalls in Görlig, von Kenntnisse jedenfalls anderweit besser verwerthen. D. Red.), der Cincinnatier Konvention ziemlich verständlich dahin ausdenen der eine schon Ende Juni stattgefunden hat. Ueber die weil es zwecklos wäre, mit den Sozialdemokraten zu streiten, da gesprochen, daß dieses Bündniß nur für diejenigen Staaten gelte, Einrichtung gleicher Kurse für Lehrer in mehreren anderen feiner den anderen zu seiner Ansicht befehren könne, und weil längst wo die Farmer sowieso obenauf sind, während für die übrigen großen Städten, auch in Berlin, wird seit längerer Zeit unter- nicht alle Personen, welche sozialdemokratisch wählten, thatsächlich Staatenfreie Hand" behalten werden. Dies will sagen, daß handelt. Anhänger dieser Partei seien. Dagegen müsse man suchen, wieder man dort, wie bisher, je nach Lage der Dinge und Höhe des Diese für die Erwachsenen nicht minder als für die Jugend ein besseres Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Ar- Angebots für eine der alten Parteien in's Zeug gehen werde. bestimmten Bewegungsspiele sind an sich sehr löblich und nüß- beitnehmer herbeizuführen und vor allen Dingen die Lage der Die Führer der Knights in Ohio haben sich bei den letzten lich, denn fie tönnen nicht nur der Erholung und der Pflege in Bedrängniß befindlichen Arbeiter zu bessern.( Lohn- und Tagen der Farmer- Allianz gegenüber eine schlimme Blöße geder Geselligkeit dienen, sondern auch den schädlichen Folgen einer Wohnungsfrage 2c.) Für die in der ganzen Provinz zu grün- geben. Es ist dies einer der Staaten, in denen die Knights sich einseitig geistigen Thätigkeit entgegenwirken. Aber die Bezeich- denden Lofolvereine empfahl Herr Pastor Dr. Hilmer- Han- mit der Farmer- Alliance fest alliirt haben, also unter allen Umnung Bolts spiele" ist ganz und gar unzutreffend, und die nover, dieselben auf der historischen Grundlage der Geständen bei den Wahlen mit denselben zusammengehen müßten. Besetzung Behauptung, welche wir in dem vom Zentralausschuß verbreiteten meinde zu errichten. Redner schilderte das Vorgehen in der Es heißt nun in einem Berichte über die Aufruf finden, daß die Wolks wohlfahrt" dadurch gefördert Aegidien Kirchengemeinde in Hannover, in der mittelst der Stellen in der Bundesdruckerei durch die Knights: werde, ist entweder sehr naiv oder sehr dreist. Wie kann man sog. Hausvaterverbände angebahnt werde, die einzelnen Gemeinde- Wir kontrolliren in Ohio 35 000 Rohlengräber, und wenn von Bolts spielen" reden, wo doch weite Kreise des Volkes Mitglieder einander menschlich näher zu führen, Nothstände zu Schazamts- Sekretär Joster nicht dafür sorgt, daß wir von diesen Spielen völlig ausgeschlossen bleiben müssen? heben, die mitunter sehr traurigen Wohnungsverhält zu unserm Rechte kommen und unsere entlassenen Leute wieder Oder wenn man schon das Volt" auf dem Aushänge- nisse zu bessern und durch Vorträge belehrend zu wirken. Die eingesetzt werden, dann werden diese 35 000 Bergleute gegen schild nicht missen wollte, warum gestand man nicht guten Erfolge, die man in diefer Gemeinde schon jeßt errungen Mckinley( den republikanischen Gouverneurskandidaten) stimmen wenigstens offen ein, daß zwar die weitesten Kreise des deutschen habe, seien hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß man versucht und dem republikanischen Ticket in Ohio eine Niederlage bereiten Volkes der Ausbildung der körperlichen Kraft eine erhöhte Be- habe, jedem Einzelnen der ärmeren Bevölkerung in herzlicher helfen!" Also wenn die Handvoll Knights wieder ihre Stellen achtung zuwenden", daß aber bei dem größten Theil des Volkes" Weise entgegenzukommen und sich seiner anzunehmen. Der zu in der Bundesdruckerei erhalten, dann wird auf die neuen Bundes dieser Wunsch vorläufig leider immer noch Wunsch bleiben muß? gründende Berein fönne nicht rein tonfessionell sein, genossen im Staate Ohio gepfiffen! Wie tief den Leuten doch Warum wird zugegeben, daß die geistigen Anstrengungen in trotzdem müsse er aber dafür wirken, daß die Religion im Bewußt die Pressionspolitik" in den Knochen steckt! Schule und Leben, das enge Zusammenwohnen in den sein aller Kreise wieder lebendiger werde, daß die Ueberzeugung In den östlichen Staaten, wo die Knights bezüglich ihrer Städten, der lange Aufenthalt und die sitzende Stellung in viel wieder Raum gewinne, die Zufriedenheit allein begründe wahres Stellungnahme freie Hand" behalten wollen, entfalten sie eine fach ungefunden Arbeitsstätten und mancherlei durch Glück, und daß der Sinn für deutsches Familienleben wieder ge- fieberhafte Thätigkeit, um mit Massen paradiren zu können. Die Kulturverhältnisse bedingte gesundheitswidrige Gewohnheiten weckt werde. Diese einzelnen Lokalvereine müßten durch eine Als Beispiel für ihr Verfahren bei diesem Bestreben- wobei das Wohlsein und die körperliche Entwickelung straffe Bentralleitung in Verbindung zu einander gesetzt werden; auf schon bestehende Organisationen keinerlei Rücksicht genommen in erheblichem Grade beeinträchtigen", aber ver- baneben sei ein geeignetes Blatt und die Thätigteit eines wird diene, daß sie in Brooklyn die„ Sweaters"( Kontraktoren) schwiegen, daß diejenigen, welche am meisten unter dem engen Zu- Wanderredners von großem Werth. Herr Ober- Regie- im Schneidergewerbe als eigene Assembly organisirt haben, mit sammenwohnen und den ungesunden Arbeitsstätten zu leiden haben, rungsrath Thomé stellte hierauf den Antrag:" Die Versammlung der unverblümten Absicht, durch diese auch die Arbeiter jenes des entschiedenen Gegengewichtes", dessen es zur Erhaltung der beschließt, einen auf Grundlage der Gemeinden gebildeten Verein Gewerbes in den Orden zu treiben! Gesundheit wie der Wolfskraft bedarf", am meisten entbehren zu gründen zum Zweck der Hebung der Sittlichkeit, Wir hatten hier vor einigen Tagen das Vergnügen, einen müssen? Wir hegen Zweifel an der Aufrichtigkeit von Bestre- Religion und Vaterlandsliebe, zur Förderung des der Hauptführer der Farmer- Alliance zu hören, nämlich den von bungen, deren Vertreter eine so offenkundige Thatsache Wohles der Nothleidenden, namentlich der arbeitenden Klassen, den Farmern des Staates Ransas gewählten Senator Pfeffer. nicht einmal erwähnen, d. h. da fie als„ Volksfreunde und und zur Hinderung der auf Störung des sozialen Friedens Der Mann hielt eine der merkwürdigen Reden, wie man sie von Förderer der Volkswohlfahrt" unbedingt kennen müssen, ab und auf Umsturz staatlicher und religiöser Einrichtungen den Agitatoren bund Agitatoren der Farmer Allgemeinen gewohnt sichtlich verstecken. Wo sollte wohl der Arbeiter die Beit fich richtenden Bestrebungen." Der Antrag wurde an ist Reden, in denen Vernünftiges und Richtiges bunt zum Spielen" hernehmen? Wenn er sie wirklich hat, also etwa genommen. Nach mehreren Vorschlägen einigte man sich durcheinander mit unverständigem Beug und den gröbsten am Sonntag Nachmittag, dann fehlt es ihm naturgemäß wieder dahin, für den Verein, dem sofort zahlreiche Herren Irrthümern abwechseln. In einer Beziehung ragte Pfeffer aber über an Neigung zum Bewegungsspiel. Wer die Woche vom Morgen aus Stadt und Provinz Hannover beitraten, folgenden die meisten seiner Kollegen hervor, indem er die Grundursache bis zum Abend körperlich und meistens schwer gearbeitet hat, Namen zu wählen: Zentralverein für die Provinz der Bauerntalamität, die Konkurrenz der Großproduktion, sehr der will sich am Sonntag ausruhen. Je länger und anstrengender Hannover zur Förderung des sozialen Friedens und des gut erkannt hat, so daß man glaubte, er werde jeden Augenblick die körperliche Arbeit, je seltener und kürzer die Ruhezeit ist, Wohles der arbeitenden Bevölkerung". Schließlich wählte man mit der Erkenntniß herausrücken, daß eine wirkliche Lösung der in der kooperativen landwirthschaftlichen desto größer ist die Abneigung gegen jede ermüdende Be- ein Direktorium, welches sich durch Buwahl aus allen Gegenden Bauernfrage nur wegung. Das sollte den„ Boltsfreunden" doch bekannt sein. Aber der Provinz verstärken und dann die Einzelfragen der Organi Produktion liege. Aber keine Spur, nichts als die bekannten wie wenig Verständniß für die Lebensweise des arbeitenden Volfes fation berathen soll. Diesem Ausschuß gehören an die Herren: Palliativmittel! fich nicht nur bei der befizenden Klasse überhaupt, sondern selbst Dr. Eysell, Dr. Irmer,( Ist das unser Berliner? Wie kommt bei denjenigen ihrer Vertreter findet, die an der Spike von der nach Hannover?) Pastor Dr. Hilmer, Ober- Regierungsrath ,, volksthümlichen" Unternehmungen stehen, das beweist ein kürz- Thomé, Kaufmann Engelke, Graf Deynhausen- Dögingen, Major lich durch die bürgerliche Presse gegangener Bericht über die v. Wolfframsdorf, Professor Henime, Bürgervorsteher W. Jakob, Generalversammlung des Berliner Vereins für Volksbäder", der Kaufmann Grote. Jeder dieser Herren ist bereit, weitere Beiaugenscheinlich vom Vorstand selbst ausging, und in welchem mit trittserklärungen entgegenzunehmen. einem gewissen Unmuth geklagt wurde:" Giner vollen und gleichmäßigen Ausnutzung( der Bade- Anstalten) steht die Gewohnheit der arbeitenden Bevölkerung entgegen, ganz vorwiegend Sonnabend Nachmiltag oder Sonntag Vormittag zu baden. An diesen Tagen ist der Andrang regelmäßig sehr gewaltig." " " im Der Senator hielt es auch für nöhig, zu erklären, daß die Former keine Anarchisten seien und keine anarchistischen Mittel anwenden würden; sie kämpften mit dem Stimmzettel. Eine Spanne weiter betonte er aber, daß, wenn den Farmern die von denselben verlangte Gerechtigkeit verweigert werde, es eine große Revolution" geben würde! Bostale Meberlicht. Berliner Lohnverhältnisse in den Jahren 1879-1889. Seit der Beit, in welcher die Staatsbehörden infolge der politischen Bewegung der Arbeiter fich mit der sozialen Lage berselben beschäftigen, haben auch städtische Behörden, Korporationen und größere Fabrikanten es für angebracht gehalten, über die soziale Lage der Arbeiter statistisches Material zu schaffen. Wenn auch dieses Material vielfach unvollkommen ist, so sind wenigstens die nachfolgenden Angaben, die wir dem 13. Heft der„ Statistischen Korrespondenz", XVII. Jahrgang( 1891) entnehmen, des Abdrucks werth. Diese Angaben umfassen ein ganzes Jahrzehnt. Es wird von vornherein betont, daß die Aufstellung derartiger Statistiken zu den schwierigsten Aufgaben gehört, die es für den gewissenhaften Statistiker giebt. Es kommt dabei in Betracht, daß selbst bei Na, die Herren werden den Staat schon retten! Das Einzige, worauf wir bei dem neuesten Zauber Werth legen, ist der in Aussicht gestellte Wanderredner. Wie diefer Unglücksmensch das Kunststück fertig bringen soll für eine Ver einigung Propaganda zu machen, die auf der historischen GrundWas eine aus der wirthschaftlichen Lage hervorgehende Noth- Tage der Gemeinde, mit obligaten Hausvater- Verbänden beruhend wendigkeit ist, erscheint den Herren als„ Gewohnheit". Daß der die Religion heben soll, ohne konfessionell zu sein, das ist ein Arbeiter nur ein paar Stunden in der Woche sein eigen nennt, Problem, schwieriger als die ökonomische Lösung der sozialen sich also nicht zu jeder beliebigen Zeit der Pflege seines Körpers Frage; aber freilich die letzte Ausflucht für Leute, die sich in widmen kann, namentlich nicht, wenn er des Abends müde ihrer auf füßes Nichtsthun begründeten Existenz bedroht sehen. von der Arbeit kommt, das will diesen das will diesen Vollsmännern" ir rufen ihnen aus voller Ueberzeugung zu: Nur Muth! nicht in den Sinn. Und so könnte es denn doch der Fall sein, Nur Muth! Die Sache wird schon schief gehen! daß auch die Förderer der Jugend- und Voltsspiele" nicht zu begreifen vermögen, daß diese Spiele für diejenigen, welche eine ,, Eine peinliche Szeue" nennt es die Freifinnige SeiLeichte und kurzdauernde körperliche Arbeit haben, eine Erholung, für tung", daß am Montag Nachmittag auf dem Promenadenweg den Handarbeiter aber, der seinem kapitalbesitzenden Arbeitgeber der Straße Unter den Linden ein anscheinend start erschöpfter, nur als Ausbeutungsobjekt dient, eine Strapaze find. Die schlecht gekleideter und leidend aussehender Mann zum Schrecken Omnibus- Rutscher und Schaffner pflegen ihren freien Tag" be- ber zahlreichen Spaziergänger ächzend von der Bank glitt und tanntlich zu verschlafen. Wenn sie täglich statt 18 Stunden acht gleich einem Sterbenden auf der Erde liegen blieb". Empörender Stunden beschäftigt wären, würden sie ihn zu einem Spaziergang fann die Bourgeoisanschauung, daß sich das Elend, welches durch oder zu einem Besuch von Theater oder Konzert benußen. Auch die Besitzenden verursacht worden ist, möglichst von den Stätten gleichen Zahlen doch der Lohn ein sehr verschiedener sein kann die Kunst, sich richtig zu erholen, will gelernt und geübt sein. Wer der Freude und des Vergnügens fernzuhalten hat, um die und zwar deshalb, weil die aus den Mittheilungen der Gewerbenicht Gelegenheit hat, sie zu üben, der verlernt sie sehr bald und kennt oberen Behntausend" nicht in ihrem behaglichen Genuß zu deputation des Magistrats von Berlin, der Innungen, der dann nur noch den instinktiven Trieb des leiblichen Genusses oder stören, schwerlich zum Ausdruck kommen. Daß auch die Frei- Krankenkassen, sowie der Fachvereine zusammengestellten Zahlen des Schlafes. Aesthetisch" veranlagte Menschen schaudert es ob sinnige Beitung" gleich allen anderen bürgerlichen Blättern diefer feinen genauen Anhalt für die Dauer der Arbeitszeit, den Aufdieser thierischen" Art der Erholung, und sie danken mit Phari- Anschauung huldigt, war uns längst bekannt. Die Notiz über wand an körperlicher Kraft und Geschicklichkeit, die Beschäftigung fäermiene dem Gott des geschäftigen Müssigganges, den sie die" peinliche Szene" erregt aber gerade in dieser Zeit ein von weiblichen und jugendlichen Arbeitern gewähren. Ebenso Arbeit" nennen, daß sie nicht sind wie jene Zöllner, sondern besonderes Interesse, weil die Freisinnige Zeitung", welche sich kommt in Betracht, daß die Aufnahme der Statistit nicht gleichbie Kunst, ihre freie Zeit" mit Anstand todtzuschlagen, in ein seit längerem wieder einmal mit ihrer einmal mit ihrer Boltsfreundlich- mäßig in etwa 2 oder 3 bestimmten Monaten jedes Jahres fein ersonnenes System gebracht haben. Aber die Menschen feit" brüstet und für die Nothleidenden einzutreten erfolgte, sondern im Jahre 1881 im Juli, 1882 im Mai werden nur zum" Thier", wenn sie dazu gemacht werden. behauptet, jetzt täglich von Meldungen über steigende Brot- und 1883 im Juli, 1884 im Februar, 1885 im Mai, 1886 bis 1889 Es ist mehr als eine bloße Wortlauberei, wenn wir uns so Kartoffelpreise, Kartoffelrevolten, wachsenden Rothstand u. f. w. im September geschah. Das muß naturgemäß die Verwerthung gegen den Ausdruck Bolts spiele" verwahren; denn da ja die angefüllt ist. Man sieht danach, was von der diesen Berichten des Materials bei denjenigen Gewerben störend beeinflussen, in Leiter dieses Unternehmens das„ Bolt" nicht blos in findlicher zu Grunde liegenden Absicht zu halten ist. Herrn/ Richter kommt welchen Saisonarbeit vorherrschend ist. Unschuld spielen" lassen wollen, sondern auch eine Ausbildung es bei dem Kampf gegen die Getreidezölle gar nicht auf die Ueber die Gesammtzahl liegt nur eine Angabe vom Jahre der körperlichen Kräfte, Beförderung der Gesundheit und Erhaltung Linderung der Noth der arbeitenden Klasse an. Der Nothstand 1882 vor. Danach waren 162 789 Arbeiter in der Industrie und der Volkskraft, Stärkung der Voltsmoral und Hebung der Bolts- ist ihm nur ein bequemes Agitationsmittel, von dessen Anwen- im Handwerk beschäftigt. Hiervon entfallen allein auf das Bauwohlfahrt versprechen, so ergäbe sich daraus, daß, wenn anders dung er sich Erfolg bei seinem Bauernfang verspricht; er bietet gewerbe 34 186 Arbeiter, also fast 1/5 der Gesammtziffer. die Herren nicht furzsichtige Tröpfe oder weitschauende Schwindler ihm die erwünschte Gelegenheit, die Regierung zu befämpfen und Die Maurer und 3immerleute verdienten im find, für das Volt" wieder einmal geradezu großartig gesagt den Regierungsparteien, vielleicht sogar auch, wie er sich einbildet, Jahre 1879 nach den Angaben des Bundes der Bau-, Maurerist. Diese Behauptung wird ja denn auch von den bürgerlichen der Sozialdemokratie Abbruch zu thun. Außerdem steht er auch, und Zimmermeister im wöchentlichen Durchschnitt 19 bis 20 m. Parteien bei ähnlichen Bestrebungen, welche wie diese angeblich wie das jedem Fachmann und auch dem Politiker von Fach Im Stundenlohn bezogen fie im Sommer 25 bis 65 Pf. Die dem„ Volk", thatsächlich aber nur den kleinbürgerlichen Streifen geht, ein wenig unter dem Einfluß des Reizes einer rein große Mehrzahl bezog im Sommer 1879 30 bis 35 Pf. StundenEs lohn. nügen, die eine leidlich sichere Existenz haben, immer wieder aufgestellt theoretischen Behandlung seines Gegenstandes. Diejenigen mit weniger Lohn zählen zu den unaugenscheinlich und gegen die Forderungen der Sozialdemokratie ins Treffen geführt. macht ihm Behagen, Tag für Zag gelernten Arbeitern, die höher Bezahlten zu den Vorarbeitern wie der sich Deshalb fann gegen den Humbug, welcher von gewissen" Bolts- nachzuweisen, immer Nothstand flarer und Bolirern. freunden" mit dem Wort Volt" getrieben wird, nicht nachdrück- und deutlicher und überzeugender entwickelt, aber für die Leiden Wesentlich anders stellten sich die Angaben im Jahre 1889. lich genug protestirt werden, damit Irreführungen vermieden des darbenden Volkes hat er fein Verständniß. Es gleicht jenem Hier waren allein bei dem genannten Bund 5656 Gesellen bewerden. Wo, wie in dem Kampfe der Bourgeoisie gegen die französischen Maler, welcher durch seine gefühlvollen" Gemälde schäftigt, davon hatten 2504 Gefellen je 55 Pf. Lohn pro Stunde Sozialdemokratie, nur nur mit mit Verleumdungen oder leeren berühmt und bei allen sentimentalen Seelen beliebt war, aber und 2048 Gesellen je 60 Pf. Lohn pro Stunde, bleibt ein Rest Versprechungen, also mit Worten ohne thatsächlichen Untergrund einer hungernden Wittwe, die den für weichherzig gehaltenen von 1104 Gesellen, welche je 45 Pf. bis 1 M. Lohn pro Stunde gestritten wird, da tommt gerade auf das Wort sehr viel an. Mann in seinem Atelier aufsuchte und auf den Knieen um Hilfe hatten. Bei zehnstündiger Arbeitszeit ergab sich im Durchschnitt Das ist auch bei den Bolks spielen" der Fall, die doch in anfchrie, liegen zu bleiben befahl, bis er den wirkungsvollen für Alle gerechnet, etn Wochenverdienst von 80 bis 36 M. letter Linie auch immer wieder nur eine der geistigen Waffen" Vorwurf auf dem Karton stizzirt hatte. Als er die Zeichnung Nach den Angaben der Ortstasse der Zimmerer schwankt der in dem Kampfe gegen die Sozialdemokratie sind, den die vollendet hatte, warf er die Arme als freche, widerwärtige Verdienst derselben im Jahre 1889 zwischen 30 und 36 M. pro Bourgeoisie mit vollem Rechte als einen, wenn auch erfolglosen Bettlerin zur Thür hinaus. Auch Herr Richter freut sich, wenn Woche. Die Hauptsteigerung des Lohnes fällt in das Jahr 1886, Versuch zur Lösung der sozialen Frage" bezeichnen darf, da er irgendwo einen recht prächtigen Nothstand entdeckt, und be- in welchem der Durchschnittslohn von 222 auf 27 M. stieg. fie diese ja nur in der listigen Einschläferung oder gewalt- eilt sich, ihn in den Spalten seines Blattes festzuhalten. Er Werthvoll ist die Anerkennung, die sonst nur zu gern unterdrückt famen Unterdrückung des zum Klassenbewußtsein erwachten Prole- entwirft ein ergreifendes Wild davon und erwirbt sich den Ehren- wird, daß für die Arbeiter ein beträchtlicher Lohntitel eines gefühlvollen Volksfreundes. Wenn sich aber solch ein ausfall durch den Bauschwindel zu ton= unglückliches Opfer des Mothstandes nicht in den Winkel flüchtet, st a tiren war. Ohne Zweifel hat die Macht der Organisation um dort unbemerkt zu verenden, dann findet er das„ peinlich." ihren erheblichen Antheil an der besseren Bezahlung der Arbeiter gehabt. tariats erblickt. " Arbeiterbewegung. In der Metallindustrie ersteckt sich die Statistik auf 25 276 Arbeiter und Angestellte und im Besonderem auf 11 776 Maschinenbauer Der Durchschnittslohn der Berliner Schlosser stieg nach den Angaben der Innung von 15 M. im Jahre 1881 auf 18 M. in 1889. Die Steigerung fällt in das Jahr 1883. Die neueste Kampfmethode gegen die Sozialdemokratie hat der Zentralverein zur Förderung des Wohles der arbeitenden Klassen erfunden; wir möchten diese Methode den„ Kampf von hinten herum" nennen, aber die braven Herren würden sich vermuthlich hiergegen, wie gegen jede kämpferische Ab= sicht verwahren. Sie sind zwar am 15. Juni in Hannover zu bem ausgesprochenen Zwecke zusammen gekommen, einen Zentralverein zur Bekämpfung der Sozialdemokratie New- York, 26. Juni. Das Manöver der Führer des Für das Jahr 1879 ist nur ermittelt, daß der niedrigste Lohn und zur Förderung des Wohles der arbeitenden Klassen zu Ordens der„ Knights of Labor" bezüglich des Zusammengehens 12 M., der höchste 27 M. betrug. Bezüglich dieses Jahres gründen. Diese Absicht ist nun theilweise erreicht, wie wir aus mit der Farmer Allianz hat die Politiker besonders der repu- decken sich die Angaben der Gesellen- und Krankenkassen mit einem Bericht des Anzeigenblattes für Maschinen- und Metall- blikanischen Partei sehr verschnupft; das merkt man sowohl in denen der Innung. 1884 betrug der Gesammtdurchschnitt nach Industrie entnehmen: dem Vorgehen gegen die Ordensmitglieder in einzelnen Gegenden Angabe der Innung 21 M., nach Angabe der Gesellen nur Die am 15. Juni in Hannover stattgehabte Versammlung( pennsylvanische Coke- Region, Rochester) wie auch am Verhalten 18-19 M. behufs Gründung des genannten Vereins war, wie das erwähnte in den höheren" Kreisen. So hat der Präsident es abgelehnt, Die jetzt folgenden Zahlen über den Höchst verdienst Blatt berichtet, von zahlreichen Herren aus fast allen Theilen der die Wiederanstellung der in der Staatsbruckerei gemaßregelten, eines" Formers erinnern nur zu lebhaft an den berühmten Provinz besucht. Die Verhandlungen wurden von Dr. med. Knights zu veranlassen. Er hat dagegen sozusagen demonstrativ" einen Todten", der auf den russisch- türkischen Schlachtfeldern Eyfell geleitet. Es waren alle Parteien vertreten und die Federation of Labor" bevorzugt, indem er einen vom Präsidenten nach den amtlichen russischen Depeschen im 1878 er Kriege bei sämmtliche Redner betonten die dringende Nothwendigkeit, daß derselben vorgeschlagenen Herrn Schultheiß übrigens eine jeder Schlacht nur geblieben war. Es hat nämlich ein Former alle Freunde der Ordnung sich zusammenschließen müßten. um gänzlich unbekannte Größe zur Einwanderunas= 1nter- verdient; Jm Jahre 1879 " " 45 m. in einer" Woche. 1888 90 1889 105 "" " " " " " " Die Berechtigung unserer vorstehenden" Randbemerkung wird erwiesen, wenn wir die nach den eigenen Angaben desselben Fabrikanten in derselben Fabrit erzielten Lohnausweise betrachten. Es verdienten demnach pro Woche im 8eitlohn: 13 Meister und Vorarbeiter 26 Lagerarbeiter. 19 Galvaniseure 20 Lehrlinge 18 jugendliche Arbeiter 89 Schloffer 69 Gußputer. 19 Schleifer 1 ° . B 24,- bis 50,- M., im Durchschnitt 40,- M. 11,- 27,70 " " " " G 9,- 22,50 " " " • " 7,20 19,60 " " 11 " 9 20, 19, 11,15 7,70 " " " gefunden Bedingungen( als maßgebende Tariffäße sowohl wie schiedenen anderen Redner entgegengehalten, erstens, daß der Das zeitgemäße Verlangen nach Errichtung von größeren gesund- Verband, wenn auch der Kongreß seine Gründung bestimmt habe, heitlichen Betriebswerkstätten) hergestellten Waaren als eine pro- bis jest thatsächlich so gut wie noch nicht vorhanden sei, und letarische Kampfesweise, die zwar feine Umgestaltung der Ver- zweitens immer noch genug zu leisten übrig bliebe, was nicht hältnisse, noch dauernde Ausgleichung der Gegenfäße zwischen in den Rahmen der Wirksamkeit einer Bentralisation passe. Arbeitern und Arbeitgebern herbeiführen kann, jedoch als die Außerdem könnten sich die Arbeiter einiger deutschen Länder, so praktischste Maßnahme zur Erreichung der nothwendigsten Lohn- von Sachsen, Elsaß- Lothringen, feiner Zentralisation anschließen, besserung und der anderen zeitgemäßen Bedingungen zu em- weil dies die in Betracht kommenden Vereinsgefeße verboten. pfehlen ist." Dann spreche für die Erhaltung des Agitationskomitee's die dem Nach einer kurzen Pause ergriff Kollege Timm das Wort, selben von vornherein übertragene Mission: Die Regelung der um das Verhalten des Zuschneiders Sürma beim Kaiserbazar zu öffentlichen Angelegenheiten der Textilarbeiter und-Arbeiterinnen schildern. Redner führt u. A. an, daß Sürma bei den Tagschneidern Deutschlands. Die Neuwahl müsse überhaupt schon auf Grund den Wochenlohn aufgehoben und Stundenlohn eingeführt habe, eines Kongreßbeschlusses vor sich gehen. Zu dieser Sache sprachen neben dem petuniären Nachtheil auch noch Ver- die Genossen Hübsch, Wengels, G. Lehmann, Peterslängerung der Arbeitszeit mit sich bringt, da ein jeder dorf, Pohl, Janz u. A. Bedauert wurde von mehreren 20,67 bis 38,80 m., im Durchschnitt 27, M. um recht viel zu verdienen, zahllose Ueberstunden mache. Da Rednern, daß die Zentralisation bis jetzt noch nicht die ers 14,70 24,70 " " 5,50 9,60 Im Studlohn: " 24,42 " 15,- 24,-n " " " " 22,60 97 " " " " 23 16,50 105,50 auf 24 " " was habe denn die Firma gut reden von dem hohen" Verdienst der wünschten Fortschritte gemacht habe. Aus der nach Schluß der Leute! Das Streben nach Verkürzung der Arbeitszeit werde auf Debatte vorgenommenen Neuwahl des Agitationskomitees( die Die Hauptmaffe ( 244 Former) diese Weise völlig unterdrückt und so ein moralischer Schaden Mitglieder des bisherigen legten ihr Amt nieder) gingen hervor die 27,-" von ungeheurer Tragweite angerichtet. Rechnet man hierzu noch, Herren Wagner und Rohleder und Frl. Müller. Folgende Welchen Zweck kann nun wohl das Anführen des Verdienstes daß den Leuten zur Herstellung eines bestimmten Stückes die Resolution gelangte, nachdem sie der Antragsteller, Herr I anz, jenes einen Formers haben? Ob man etwa glaubt, es würde Stundenzahl vorgeschrieben und die Remedur dadurch entstehender begründet hatte, zur Annahme: Jemandem einfallen, den Verdienst dieses einen Mannes an die Fehler ihnen aufgebürdet würde, so könne man sich ein Bild von Die Versammlung beschließt: 1. die Arbeiter- Kontrollmarke große Glocke zu hängen, ohne gleichzeitig den Verdienst der der schiefen Lage machen, in welche die Kollegen durch Surma der deutschen Textilarbeiter in den Händen der in Chemnitz bejenigen Arbeiter gleicher Branche zu erwähnen, die in derselben gekommen seien.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion sprachen stehenden Kommission zu lassen; 2. die Kommission aufzufordern, Fabrik mit 16 M. vorlieb nehmen müssen? Nun, jeder Kundige die Kollegen Wiesemann, Täterom und Andere; man hob be- eben der Marke auch den Stempel einzuführen, welcher bei denweiß, daß im Stücklohn bei größeren Arbeitern der ausbedungene fonders hervor, daß gegen die Werkstätten des Kaiserbazars jenigen Waaren anzuwenden ist, die durch die Marke unverhältBreis erst nach Beendigung derselben voll ausgezahlt wird, an nichts einzuwenden sei; dieselben wären groß und entsprächen( namentnißmäßig vertheuert würden". den übrigen Bahltagen aber à Conto 3ahlungen stattfinden. lich die neueren) den Anforderungen, die heute gestellt werden könnten. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, Man wird daher kaum fehlgreifen, jene einmal verdienten Insbesondere habe der Kaiserbazar keine Haus- Industrie. Alle daß die Anwendung der Kontrollmarke verallgemeinert werde 105 M. für eine solche, nach vielleicht Monate langen Redner aber waren einig in der Verurtheilung des Verhaltens insoweit, als alle Textilwaaren, die zu den von den Arbeitern à Conto- Bahlungen geleistete Restzahlung zu halten. Sürma's. Ein Kollege theilte noch mit, daß ihn Sürma geforderten Bedingungen von diesen hergestellt werden, mit Marken Von den in der Holz- und Schnisstoff branche entlassen habe mit der Angabe, feine Arbeit sei bis auf 3 Röcke zu verfehen sind, und diese nicht, wie in Chemniß, blos bei Progezahlten Löhnen liegen nur wenige Angaben vor. Nach Aus- gut gewesen; diese 3 Röcke habe aber Sürma gar nicht in die bukten der dortigen Arbeitergenossenschaft Anwendung finden. kunft der Innung, welche 22,418 Arbeiter betraf, sind bei den Hand bekommen! Bau- Arbeitern dieser Branche die Löhne von Die Besprechung der Mißstände beim Waarenhaus wurde Im Verein der Lackirer, Filiale IV der Vereinigung 18 Mart im Jahre 1879 zur nächsten Versammlung zurückgestellt, da das Material noch der deutschen Maler 2c. tagte am 18. Juli eine gut besuchte 1889 erweitert werden soll. Einstimmige Annahme fand hierauf fol- Versammlung. Kollege Schweizer sprach unter großem Beifall und bei den Möbel=" rbeitern von gende Resolution: über das Thema„ Nationalreichthum und Nationalarmuth". 15 Mart im Jahre 1879 Die heutige Versammlung erklärt das Verfahren des Zu- Auf Antrag des Kollegen Jacob wurde von der Diskussion Ab auf 24 1889 geftiegen. schneiders Sürma im Kaiserbazar den Arbeitern gegenüber für stand genommen. Die Abrechnung über die Monate April, Mai Ebenso spärlich sind Sie gahlen über die in der Kleider- ein unwürdiges und fordert die Direktion öffentlich auf, hierin und Juni ergab folgendes: alter Raffenbestand 28,52 M., Ginverfertigung und den Reinigungs- Gewerben Remedur zu schaffen. Die Agitationskommission wird aufgefordert, nahme aus den Wochenbeiträgen und von der Aufnahme neuer beschäftigten Arbeiter. Nach Angabe der Ortskasse war im das Weitere zu veranlassen." Mitglieder 124,90 m.; dem stehen gegenüber folgende AusgabeJahre 1881 der Durchschnittslohn für Schneider 15 M. Nach an die Hauptkasse Wegen der vorgerückten Beit wurde der letzte Punkt der posten: Iotale Ausgaben 42,44 m., 76,50., bleibt ein Filial Kassenbestand einigem Steigen im Jahre 1886 sank der Lohn in 1889 auf das Tagesordnung, Die Geheimnisse der Schneiderwerkstätten von gefandt 76,50 m., bleibt selbe Niveau zurück. Die Schneider- Innung giebt sogar den Allt- Moabit und" Blößensee", vertagt, und beschlossen, denselben 34,48 M. Von den Revisoren war beim Kassirer, Kollegen Lohn für 1889 auf nur 12 M. an, gegen 18 M. im Vorjahre. in der nächsten Versammlung als ersten Puntt zu behandeln. Warnete, Alles in bester Ordnung gefunden worden; man erNoch trauriger sieht es bei den Schuhmachern aus. Die Der Vorsitzende machte noch die Bureaustunden( 8-9 Uhr, Mark theilte ihm deshalb Decharge. Zum Punkt Verschiedenes wurde Drtstaffe giebt den Durchschnittslohn grafenstraße 88) der Kommission bekannt und schloß die Versamm- betreffs des Arbeitsnachweises vom Kollegen Schweizer angefragt, für 1888 auf 18 M. lung mit einem Hoch auf die Schneiderbewegung. ob wir nicht willens wären, den Nachweis zu Gründel zu verlegen, wo demselben Telephonanschluß zu Statten fäme, so daß Der Fachverein der Firmenschilder- Branche hielt am es denn ein Seichtes sein würde, auch am Tage Arbeit zu erhalten. 12. Juli in der„ Parlamentshalle" eine öffentliche Versammlung Kollege Rautenhaus war im Prinzip nicht dagegen, machte jedoch ab. In derselben referirte Genosse Hoffmann über den 1. Mai, die Versammlung darauf aufmerksam, daß am 27. Juli bei dessen Feier und die heutige kapitalistische Gesellschaftsordnung; Gratweil, Kommandantenstraße, eine öffentliche Versammlung ferner über die Zustände in England und Deutschland, sowie mit Meistern betreffs des Arbeitsnachweises stattfinden solle, in über die Maschine und ihre Wirkung im Gewerbe und Land- welcher wir uns über die Verlegung des Arbeitsnachweises vielwirthschaft 2c. Der Referent betonte besonders, daß gerade das leicht mit den Meistern verständigen könnten. Einige Redner Kapital unserer Partei immer mehr Anhänger verschafft. Bur bezweifeln das. Ein Fall, der noch der Aufklärung bedarf, Diskussion meldete sich Genosse Goldberg; berselbe empfahl haupt- ist vom Arbeitsnachweis zu berichten. Es soll vorgekommen fächlich das Festhalten am Achtstunden- Arbeitstag, wie es auf sein, daß am Tage der Briefkasten aufgebrochen und die Karten, bem Pariser Kongres beschlossen worden sei. Ein Antrag, einen welche Arbeitsangebote enthielten, von Kollegen entwendet wurden. neuen Delegirten in die Streit Kontrollkommisson zu wählen, Sollten Kollegen in die Lage kommen, etwas Näheres darüber wurde wieder zurückgezogen. In das Agitationskomitee belegirte zu hören, so sind sie ersucht, sofort dem Vorstand davon Mitman die Kollegen Tschantar, Feist und Stte. theilung zu machen. Diejenigen Kollegen, welche im Norden wohnen, wurden nochmals aufmerksam gemacht, daß bei Gnadt, Brunnenstr. 38, eine Bahlstelle errichtet ist. Beiträge und Aufnahme- Erklärungen neuer Mitglieder werden jeden Sonntag von 10-12 Uhr engegengenommen. An Stelle des Kollegen Arndt, welcher nach Prenzlau verzogen ist, wurde Kollege Jungermann ins Vergnügungskomitee gewählt. Verschiedene andere Angelegenheiten, die noch erörtert, haben kein öffentliches Interesse 1889 11 an. " Die Schuhmacherinnung beziffert den Durchschnittslohn für 1879 auf 14 M. 1888 " 15 " Gerade die von den lettgenannten zwei Gewerben angegebenen Zahlen bestätigen das in Bezug auf die Organisation Gesagte. Hier schmälerte die Indifferenz der Frauen, welche in beiden Zweigen mehr in Frage kommen, die Wirksamkeit der Organisation. Mögen die Arbeiter und Arbeiterinnen daher aus dieser Statistik die Lehre ziehen, sich sammt und sonders der Dr ganisation anzuschließen, und zweitens dafür zu sorgen, daß diese Statistiken, die im wahren Sinne des Wortes Bände Sprechen", vervollständigt und richtig gestellt werden. Versammlungen. " = Folgende Resolution fand Annahme: = Die heutige in der Parlamentshalle tagende öffentliche Verfammlung der Firmenschilder- Arbeiter Berlins und Umgegend mit Frauen schließt sich im Ganzen den Ausführungen des Referenten an, bewahrt sich aber in Bezug auf die Taktik der Partei persönliches Urtheil. Die Anwesenden verpflichten sich aber in allen Lagen petuniär und geistig bestehende Arbeiter- Organisationen nach Kräften zu unterstügen." Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der Vorfizende Nagel die Bersammlung. D von Eine zahlreich, besuchte öffentliche Schneider und Schneiderinnen- Versammlung tagte am 13. Juli. Herr Ostar Bölfel referirte unter lebhaftem Beifall über den Werth des Rontrollmarken- Systems. Der Redner erläutert Geschichte, Werth und Wirkung der Kontrollmarte nach den Erfahrungen, die von Seiten der Hutmacher mit ihr gemacht worden sind, und empfahl der Versammlung die Einführung der Marken, um die großen Mißstände im Schneidergewerbe zu beseitigen. Speziell weist Eine öffentliche Versammlung der Textilarbeiter und Briefkaffen der Redaktion. Referent darauf hin, daß auch die Wirker und Wirterinnen in Arbeiterinnen als: Weber, Wirker, Sticker, Bofamentirer und Chemnitz, sowie die Schuhmacher in Erfurt das Martensystem verwandten Berufsgenossen, fand am 18. Juli statt. Als erster Alter Abonnent, Genuftr. Sie müssen das eingedrungene eingeführt haben, und bedauert nur, daß an Stelle der Marken Bunkt stand ein Vortrag des Herrn Jüthe auf der Tages Regenwasser auf ihre Rosten fortschaffen. bei den Schuhmachern ein Stempel getreten sei, der bedeutend Ordnung. An der Diskussion über den Vortrag betheiligte sich J. Sch., Koloniestr. Für die Steuereinschätzung kommt leichter nachzuahmen ist. Nach der kurzen Bemerkung eines Kol- Herr Wach, welcher dem Referenten in einigen Punkten, und es auf den wirklich gehabten Arbeitsverdienst an. Im Falle Tegen, welcher dafür eintritt, den in der Hausindustrie her zwar in Bezug auf die Frauenarbeit, entgegentrat. Der zweite einer Reflamation fönnen Sie also nachweisen, wieviel Wochen gestellten Erzeugnissen keinenfalls die Marte zu bewilligen, wird Bunkt der Tagesordnung, Wahl des Agitationstomitee's der Sie gearbeitet haben. von einer Diskussion Abstand genommen, da der Gegenstand Textilarbeiter für Deutschland, rief eine lebhafte Debatte hervor. E. D., Johannstr. Eine Herrschaft braucht, wenn sie das noch in weiteren Versammlungen behandelt werden soll. Fol- Herr Liebersch meinte, es sei nicht nöthig, jetzt noch ein Dienstmädchen in einem Krankenhause untergebracht und die gende Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme: Agitationskomitee für Deutschland bestehen zu lassen, da ja der Kosten bezahlt hat, nicht noch für die Krankheitszeit Lohn zu " Die am 13. Juli tagende Versammlung der Schneider und Verbandsvorstand und der Vertrauensmann die Arbeiten des zahlen. Schneiderinnen Berlins betrachtet die Kontrollmarke für die unter bisherigen Komitee's übernehmen könnten. Dem wurde von verVerlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Benthstraße 2. In unserem Verlage erschien soeben: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869, in der Fassung des Reichsgesetzes vom 1. Juli 1888 und unter Berücksichtigung der durch die Geseze vom 8. Dezember 1884, 28. April 1886, 6. Juli 1887 und die Novelle von 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. 16% Bogen Taschenformat. Preis elegant hartonnirt 1 Mark. Welche Bedeutung bie, Gewerbe- Ordnung" für alle Zweige des Erwerbslebens besitzt, ist bekannt. Aus ihr ergiebt sich die Nothwendigkeit der Anschaffung für Jeden, der, sei er selbständiger Gewerbetreibender oder Arbeiter, in die Lage kommt, sich über die gesetzlichen Vorschriften desselben informiren zu müssen. Eine erhöhte Bedeutung hat dieselbe erlangt durch die Novelle von 1891, das sogenannte ,, Arbeiterschutz- Geseh", dessen Kenntniß unentbehrlich ist. Wir brauchen dabei nur auf die Bestimmungen über die Sonntagsruhe" und den„ Kontraktbruch" hinzuweisen, die in Zukunft von einschneidender Wirkung sein werden. Unsere Ausgabe der„ Gewerbe- Ordnung" ist dem Bedürfniß der Arbeiter angepaßt; sie zeichnet sich sowohl durch sorgfältige Bearbeitung, gemeinverständliche Erläuterungen und ein erschöpfendes Sachregister, als auch durch geschmackvolle Ausstattung und billigen Preis vor anderen Ausgaben derselben vortheilhaft aus. Vereinen und Wiederverkäufern gewähren wir beim Parthiebezug entsprechenden Rabatt. H. W. 76. Ja. Den Parteigenossen empfehlen wir zur Anschaffung unsere Neue Gesammt- Ausgabe: Ferd. Lassalle's Reden und Schriften in 40-50 Heften à 3 Bogen zum Preise von 20 Pfg. pro Heft. 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