Mr. 14. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Beitungs- Preisliste 1 für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion. Beuth- Straße 2. Die Schlacht um die Kornzölle Sonnabend, den 17. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Redeschlacht waren moralisch vernichtend für die agrarische Die Sozialdemokraten, deren prinzipieller Standpunkt Mehrheit. Nicht daß die Opposition ihr besonders gefährlich durch Schumacher scharf präzisirt und gewahrt wurde, gewesen wäre was ließ sich Neues gegen die Kornzölle mußten unter den gegebenen Verhältnissen natürlich mit sagen? das Vernichtende war der absolute geistige Ja stimmen Stimmenthaltung wäre Feigheit dauert nun schon in den vierten Tag und im Augenblick, Bankrott, der aus den Reden der Agrarier jedem Denkfähigen gewesen und cbendrein eine schwere Unklugheit. Die wo wir dies schreiben, wissen wir noch nicht, ob sie am entgegengähnte. Nicht ein Argument wußten sie vor Sozialdemokratie mußte bei dieser denkwürdigen Abheutigen Tage zu Ende gelangen wird. Das aber wissen zubringen, das nicht schon hundert Mal widerlegt ſtimmung klipp und klar Farbe bekennen und sich ohne wir schon: ob eine viertägige oder eine fünftägige Schlacht, worden wäre. Nicht einmal der haarsträubende Besinnen in Schlachtordnung stellen. sie wird keine Entscheidungsschlacht sein. Sie wird zu Unsinn wurde uns erspart, daß die Kornzölle ohne Ein- Das Ergebniß der Abstimmung: 106 für und 210 Ende gehen, weil die kämpfenden Parteien des Rede- fluß auf die Getreide- und Kornpreise seien. Es war die gegen den Antrag Richter konnte Niemand überraschen. kampfes müde sind, und wissen, daß die Entscheidung krasse, nackte Begehrlichkeit, die, das letzte Feigenblatt von Die parlamentarische Redeschlacht ist beendigt, der nicht jetzt und nicht in dem Reichstage fallen wird. fich werfend, rücksichtslos das Evangelium der Be- Agitationssturm muß beginnen! Die namentliche Abstimmung, welche heute oder reicherung einer Raste auf Kosten des Die Vertreter der Volksinteressen appelliren morgen über den Antrag Richter( zunächst auf Erarbeitenden Volkes predigte. vom deutschen Reichstag an das deutsche mäßigung der Kornzölle 2c.) stattfinden wird, kann An dem deutschen Volk ist es, mit den Brotver- Volk! bei der jetzigen Busammensetzung des Reichstags kein den theurern ins Gericht zu gehen und ihnen auf ewige Zeiten Volksinteressen günstiges Resultat ergeben, weil die Wahl das Handwerk zu legen. des 20. Februar 1890 zwar die politische aber nicht die wirthschaftliche Mehrheit des Fürsten Bismarck weggeschwemmt hat. Das Zentrum, welches das Kartell sprengen half, ist seiner großen Majorität nach agrarisch gesinnt und entschlossen, diesen Theil der Bismarck'schen Hinterlassenschaft bis aufs Aeußerste zu vertheidigen. " Nachdem Obiges geschrieben, ist die Entscheidung Politische Leberlicht. nicht der, aber über die Schlacht um die Kornzölle Berlin, den 16. Januar. erfolgt. Der Faden der Debatte, die in gleicher Weise Die Kornzoll- Debatte ist heute zu Ende gekommen. noch Tage, noch Wochen lang hätte fortgesponnen werden Wir besprechen die viertägige Redeschlacht in unserem Leitkönnen um des Kaisers Bart-, ist durch artikel. Die heutige Sigung glich insofern den früheren, einen Schlußantrag abgeschnitten worden. Sogar als die Herren Agrarier in sehr langen Reden nichts sagten und durch ihre Unfähigkeit, ernsthafte Gründe vorzudie meisten Agravier stimmten für den Schluß ste fchienen zu fühlen, daß weiteres Reden für sie nur weiteres bringen, das Geständniß ablegten, daß sie nichts zu sagen wußten. Die drei Oppositionsredner dagegen, welche zum Fiasko, weitere Blamage bedeuten würde. Wort kamen: die Sozialdemokraten Schulze und gesprochen hatten, schritt der ReichsDer Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, im Interesse der Entlastung der minder wohlhabenden Volksklassen und behufs Anbahnung einer gerechteren Besteuerung durch geeignete Vorlagen Es folgt hieraus mit zwingender Logik, daß die Ent scheidung über die Kornzölle außerhalb des Reichstags liegt. Wohl kann kein Zweifel darüber obwalten, daß die Mehrheit der deutschen Wähler den Kornzöllen Nachdem zu den beiden auf der Tagesordnung Stolle, und der Fortschrittler Richter, erhoben sich feindlich ist und den gemeinschädlichen Charakter derselben stehenden Anträgen( Antrag A u er und Antrag Richter) auf die Höhe der Situation und vollendeten die moralische begriffen hat, wohl ist es sicher, daß die allge- erst Schumacher im Namen der Sozialdemokraten, und intellektuelle Niederlage des Agrarier- und Junkerthums. meine Erbitterung über die Kornzölle ganz wesent- und dann Richter im Namen der Fortschrittspartei Unser neulicher Artikel über die Revision lich zu dem Siege des 20. Februar beigetragen hat- beide sehr wirksam des Parteiprogramms wird von der gegnerischen Bresse das ändert aber nichts an der Thatsache, daß die Mehr- tag zur namentlichen Abstimmung über den fortschrittlichen mit bekannter Albernheit und Gehässigkeit mißverstanden heit der am 20. Februar gewählten Volksvertreter für Antrag, welcher lautet: und verdreht. Zunächst wird unsere ausdrückliche Ver den Fortbestand der Kornzölle ist. sicherung, daß es sich nicht um eine sozusagen amtliche, sondern rein persönliche Aussprache handle, für eine Finte und für Spiegelfechterei erklärt. Das zeugt von Bosheit und von einem sehr defekten Denkvermögen. Es liegt in der Natur des Gegenstandes, daß alle ihn betreffenden Meinungsäußerungen nur persönliche sein können. Wir haben keinen Parteipapst, der vom Stuhl der Unfehlbarkeit aus ein Parteiprogramm vorschreiben kann. Wie unser Programm so wie es jetzt besteht, das Werk der Gesammtpartei war, so wird auch die Neuformulirung desselben denn nur eine solche kann in Frage kommen das Werk der Gesammtpartei sein. Jeder Genosse hat das Recht und des Zentralorgans kann, ebenso wie der Vorstand, nur ein persönliches Botum abgeben. Auch alle ferneren Artikel, die wir über das Parteiprogramm noch zu bringen hoffen, werden daher persönliche Meinungsäußerungen sein, was hiermit ein für allemal erklärt ist. Und diese„ häßliche Thatsache" kann nur durch Druck von Außen" aus dem Wege geschafft werdas heißt durch eine kräftige Volksbewegung. den Die Redeschlacht des Reichstags ist also nur die Ouverture des eigentlichen Kampfes um die Kornzölle. Das deutsche Volk muß sich gegen die agrarischschutzöllnerische Mehrheit des Reichstags wenden, und zwar mit solcher Kraft, daß entweder diese Mehrheit gebeugt, oder eine Neuwahl erzwungen wird, welche sie zerbricht. Der Ruf, unter dem das Kartell gesprengt ward, muß wieder ertönen: Nieder Nieder mit den mit den Lebensmittel- 3öllen! Nieder mit den Brotvertheurern! Die Debatten der langen nicht großen Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 14 1. Die Kornzölle zunächst auf die bis 1887 bestandenen Säße zu ermäßigen, sodann eine allgemeine Revision des Zolltarifs einzuleiten, welche unter gänzlicher Beseitigung der Zölle auf Korn, Vieh und Holz auch eine Entlastung des Verbrauchs der Landwirthschaft herbeiführt, 2. die Aufhebung der Zuckermaterialsteuer und der die Pflicht, bei dieser Arbeit mitzuwirken. Und die Redaktion Damit zusammenhängenden Ausfuhrprämien für Zucker zu veranlassen, 3. die Privilegien der bisherigen Brenner bei der Verbrauchsabgabe für Branntwein in Fortfall zu bringen." Er blieb diesmal ziemlich lange in Kristiansborg; es Hauptstadt, um sich auszubilden. Von hier ging die Reise war wegen dieser verdammiten Wald- Geschäfte". Für nach Kopenhagen, wo die besten Theater sind, und zuletzt Mama wurde es eine etwas schwierige Zeit; sie wollte um wollten sie dann nach Italien. Alle Künstler müßten sich keinen Preis, daß Onkel Solum mit dem Buchbinder zu einige Zeit in Italien aufhalten, erzählte Ebba; Mama sammen treffe. Ontel Solum liebt diese Art Leute nicht", hatte es gesagt. Schließlich wollten sie nach Hause kommen sagte sie. Es war fast komisch, auf wie vielerlei Schliche und debütiren. Da wollten sie alle drei lichtrothe Seidensie kam, um Lundström vom Hause fern zu halten. Die kleider mit langen Schleppen tragen und sie wollten alle zualte Kari half mit. Fanny wurde gleichfalls instruirt; es gleich und in demselben Stück auftreten. Allein es mußte Nein, denn ich sag' es gerad' heraus: ist man deshalb war eine förmliche kleine Komödie. Und Lundström ließ ein Stück mit drei Marine- Offizieren sein, so daß jede von nicht ebenso gut, wenn man nur sonst brav und lieb ist? fich täuschen, obgleich er schließlich Mißtrauen schöpfte. ihnen einen kriegen konnte. Ordentlich bezahlen thut sie und eine g'scheite Person ist sie" Was Teufel ist dieser Bruder Nils für eine Person?" sagte Sie redeten sich in die Sache so hinein, daß sie kaum Es in jeder Beziehung; ja und es redet auch niemand etwas er in seinem von Tag zu Tag minder sicheren Schwedisch- im Stande waren, die Konfirmation zu erwarten. über sie! Laß nur gehen, Margarethe, und denk daran, Norwegisch. tauchten allerlei Entweichungspläne auf; o, wenn sie doch wie gut Du's hast; das sind doch andere Zeiten jetzt als Auf dem Heuboden war von Gesindestuben- Geschichten aus dieser langweiligen Kleinstadt fortkommen könnten! damals, wo wir zum Hinte- Michel um Erdäpfel und Häring nun keine Rede mehr; man führte Stücke auf. Natürlich würde die Reise beschwerlich werden; gewiß würde betteln gingen!" Fanny und Ebba erinnerten sich an den größten Theil sie aber auch interessant. Sich nur vorzustellen, wie drei Sie geriethen in alte Geschichten und kamen für den der Reise nach China"; den Rest improvisirte man. Gina hübsche kleine Mädchen vor fremder Leute Thüren sangen; einen Abend in gute Laune. Allein am nächsten Tage war hatte besonders die Melodien behalten, sie sang auch hübsch; dann gelangten sie an ein Schloß; in demselben wohnte ein Mama wieder mißmuthig und gerade so unangenehm und jedoch die luftigen Weisen gab Fanny am besten wieder. General oder vielleicht ein Bring; er kam heraus und erbrummig wie vorher. Um die Rollen einigermaßen besetzen zu können, ließ man blickte sie: ei, wohin wollen denn diese Kinder?"-„ Wir " Nein, Onkel Solum langte zu seinem gewöhnlichen Herbst- die Puppen mitwirken. Die Hochzeit, um welche die Schau- wollen nach Italien und Künstlerinnen werden." beſuch an; er war auch nicht recht bei Humor. Und auch spielergesellschaft sie betrogen hatte, fügten sie auf eigene wirklich!"-Der hohe Herr fühlte lebhaftes Interesse. Und ihn begriff Fanny durchaus nicht. Er sprach von verschlim Faust hinzu; Fanny war der Pastor Bukstad und nahm Gott weiß, was noch daraus weiter entstand; der hohe Herr merten Zeiten und großen Verlusten;„ wenn es so weiter geht, die Trauung vor und man fuhr in einer schiffbrüchigen hatte zufällig akkurat drei Söhne und sie waren zufällig so purzelt jeder zweite Mann um", sagte er; überhaupt sagte alten Kaleſche ſtandesgemäß zu der Kirche und dann heim. alle drei Marine- Offiziere.. er vielerlei, was Fanny nicht verstand. Und dann wurde sie, Die drei kleinen Mädchen waren nicht länger in Es endete damit, daß sie vorläufig sich zufrieden gaben. wenn er hier war, beständig mit einer Menge von Aufträgen Zweifel über ihren Beruf; sie wollten Schauspielerinnen Gina meinte, sie müßten Deutsch lernen, ehe sie sich in die in die Stadt geschickt. Er hatte auch diesmal nicht viele Geschenke werden. Ließ sich etwas langweiligeres und dümmeres Welt hinauswagten. Mittlerweile konnten sie Unterricht gebracht. Es schien ihr schlecht von ihm, daß es ihm nicht einfiel, denken, als zu Hause herumzugehen und schließlich einen im Klavierspielen nehmen; das war auch etwas, worauf ihr ein Kleid zu geben; das einzige, was sie bekam, war Kaufmann oder einen Komtoristen zu heirathen? Es war man sich verstehen mußte. Geld für ein Paar neue Schuhe. Und passe auf, daß sie merkwürdig, daß irgend jemand sich mit so etwas dürftigem Die Komödie kam auf dem Heuboden nach und nach begnügte. Gleich nach ihrer Konfirmation wollten sie in die im Verfall. Sie führten so lang Hochzeiten auf, bis sie " solid werden, Margarethe!" sagte Onkel Solum. " mitunter Des Weiteren wird uns vorgeworfen, wir hätten uns der hochtrabenden Sprache des„ Reichs- Anzeigers" mit keiner Die Pariser Bataille", redigirt von Lissagaray, am Andenken Lassalle's versündigt, weil in jenem Artikel Silbe widerlegt sind, seit vielen Jahren schon existiren. Das dem auch in der deutschen Arbeiterwelt wohlbekannten Verdie Nothwendigkeit einer schärferen Formulirung im Sinne erscheint uns, die wir glücklicher Weise keine offiziellen fasser der Geschichte der Kommune"( von welchem vorder Mary Engels'schen Auffassung" betont ſei. Die Sozialpolitiker sind, noch viel trauriger. Geholfen soll trefflichen Wert eine sehr gute deutsche Nebersehung im jesuitische Absicht dieser Behauptung liegt sonnenklar zu nicht werden", das ist das Ende vom Liede. Die Arbeiter Bracke'schen Verlag erschienen ist), enthält Tage man will den alten Gegensatz zwischen„ Lassalleanern" sollen sich selbst helfen, sie können es aber nicht, denn, Artikel, die in einem sozialistischen und demokratischen Blatt und Eisenachern" wieder wachrufen. Dieser Gegensatz ist aber wie im Tone des Vorwurfes erklärt wird, sind die Weber- und das will die Bataille" sein wirklich nicht stehen längst verschwunden, und alle Versuche, ihn wieder ins hierzu zu indolent. Sie sind es aber nur, weil sie seit sollten. In der letzten Nummer stoßen wir auf einen Leben zu galvanisiren, sind„ verlorene Liebesmüh". Lassalle's Jahrzehnten Opfer industrieller Ausbeutung sind. eine verlorene Erguß, betitelt une bataille perdue" agitatorisches Berdienst wird von Denen, gegen welche Schlacht, der in dem gemeinsten Chauvinistenblatt nicht die Spitze der perfiden Insinuation sich richtet, so rückhaltlos Der Kampf der Schule gegen die Sozialdemokratie, gemeiner sein könnte. Die verlorene Schlacht" ist das anerkannt, daß sie den Plan haben, die sozialdemo- so schreibt man aus Thalheim in Sachsen könnte angebliche Fiasto der Koch'schen Entdeckung, mit der ein kratischen Schriften Lassalle's neu heraus- bald umgekehrt werden, denn hier kam vorige Woche wäh- dynastischer Schwindel versucht worden, jedoch mißlungen zugeben. rend des Unterrichts folgende heitere Episode vor: Der sei. Es wird eine Stelle aus einem angeblich deutschen = In theoretisch wissenschaftlicher Beziehung Lehrer gab in einer Klasse, wo 11-12jährige Jungen sizen, Blatt zitivt, welches gesagt haben soll, die Koch'sche ist allerdings das, was man die" Mary- Engels'sche Auf Säße aufzuschreiben, wo zuerst die Wörter vorkommen ch Entdeckung sei mehr als eine gewonnene Schlacht, sie sehe faffung" nennt, für uns maßgebend," und war es auch weiß" ze. Bei Durchsicht der Arbeiten fand der Lehrer bei Deutschland in Stand, ein paar Millionen Soldaten für Lassalle, der selber ihr huldigte und dies offen einem Schüler Folgendes: mehr aufzustellen, und jährlich 100 000 Feinde mehr zu bekannt hat. Sollten unsere Gegner es sich beikommen Ich weiß, daß Liebknecht sozialdemokratödten" eine Bemerkung, so blödsinnig, daß der Schreiber Lassen, Lassalle als Zeugen für ihre reaktionären Antischer Reichstags- Abgeordneter ist. des Artikels und der Redakteur des Blattes sofort die Unschauungen ins Feld zu führen, so werden sie finden, Ich weiß, daß Roth die Farbe der Frei- möglichkeit hätten einsehen müssen. Ferner wird be daß wir das Andenken Lassalle's vor jeder unreinen Beheit ist. hauptet, die Koch'sche Lymphe sei an Menschen probirt rührung zu schützen wissen. Ich weiß, daß in Thalheim die Gemeinde- worden, statt an Versuchsthieren. Das ist bis zu einem gerathswahl gut ausgefallen ist. wissen Grade wahr das ist aber auch in Frankreich ge Ich weiß, daß ich auch einmal Sozial- schehen und ist erst geschehen, nachdem man sich durch Offfziös wird geschrieben:„ Die Angelegenheit der Nachfolge des Herrn v. Simson im Präsidium des Reichsgerichts ist jezt erst in das entscheidende Stadium getreten, indem der Bundesrath in seiner gestrigen Sitzung beschlossen hat, den Staatssekretär des Reichs- Justizamis, Herrn von Dehlschläger, dem Kaiser zum Präsidenten des Reichsgerichts vorzuschlagen." Ueber den Geschmack ist nicht zu streiten. Die Köln. Volks- 8tg." findet, daß bei der Bochumer Wahl nicht das Zentrum sich blamirt hat, sondern die Sozialdemokratie. Wir hoffen, uns noch öfters so zu„ blamiren". D Der gestrige Reichs- Anzeiger" veröffentlicht folgende Mittheilung: demokrat werde. langjährige Experimente an Thieren, so weit es anging, Kommentar überflüssig. versichert hatte, daß für die Kranken keine gefährlichen Schwer verwundet wurde ein Marinesoldat wegen Wirkungen zu befürchten waren- und ist mit größter Vorde ein Marine Unterlassung des militärischen Grusses. Man schreibt dar- sicht geschehen. Wenn trotzdem in einzelnen Fällen schlimme über aus Neumünster unterm 12. Januar: Folgen eintraten, so war dies nicht die Schuld Koch's und überhaupt unvermeidlich. Es giebt kein Heilmittel auch das bewährteste nicht ausgeschlossen- das nicht Menschenopfer gefordert hätte. Wir hoffen, daß Lissagaray solch infamen und hezerischen Artikeln die Spalten seines Blattes nicht mehr öffnen wird. Die Handweber im schlesischen Eulengebirge haben sich im April und Mai v. J. an den Kaiser mit Immediat Eingaben gewandt, in welchen ihre bedrängte Lage geschildert und um Abhilfe gebeten war. Die durch den Minister für Handel und Gewerbe angeordneten Erhebungen haben Sargethan, daß zivar ein atuter, außerordentliche Der König von Belgien hat sich geweigert, eine Maßnahmen erheischender Nothstand nicht vorliegt, daß die Erwerbsverhältnisse der Handweber aber seit JahrDeputation der belgischen Arbeiter empfangen, welche die zehnten höchst dürftige sind und zur Deckung des färgGründe für ihre Forderung des allgemeinen Wahlrechts dem lichsten Lebensunterhaltes nur nothdürftig ausreichen. Die Könige auseinandersetzen wollten. Es geschieht den belgischen Ursachen dieser bedrängten Lage der Handweber liegen einerseits Arbeitern schon recht, daß der König ihren Empfang abin der übermächtigen Konkurrenz der mechanischen Weberei und gelehnt hat. Warum sind sie nicht Volksausbeuter, Banfiers, andererseits in dem überaus zähen Festhalten der Weberbevöl Bischöfe oder„ Kommissionsräthe"? Nun, den einen Vortheil ferung an ihrem überkommenen Berufe. Alle bereits unter- Der italienische Kriegsminister wird sogleich nach der wird die Sache haben, daß der letzte belgische Arbeiter einnommenen Versuche, die Handweber oder ihre Kinder zu anderen Eröffnung der Kammer eine Vorlage betreffend die Aussieht, daß der König wohl ein König der Bourgeois, aber Erwerbszweigen, zur Landwirthschaft, zum Bergbau, zum Hand- dehnung der Wehrpflicht bis zum 42. Jahre einbringen. nicht der Arbeiter ist. wert oder zur Großindustrie überzuführen, sind bisher an Dies stimmt mit Crispi's Programın, bei allen Kulturaufdem Widerwillen der Weber gescheitert. Sie ziehen es vor, Zwei Soldaten der Marine, welche am Sonnabend ihre einjährige Dienstzeit beendet hatten, kamen durch unseren Ort und mußten hier einen mehrstündigen Aufenthalt nehmen. In dieser Zeit verließen dieselben den Bahnhof und begaben sich in die Stadt. Hier begegneten sie einer Patrouille unter Füh rung eines Offiziers. Der eine der Marinesoldaten unterließ es, zu grüßen, worauf derselbe arretirt wurde. Der andere wollte seinen Kameraden nicht verlassen und wurde deshalb auch mitgenommen. Kurz vor der Wache gelang es dem Arretirten, Der Abg. Dumay kündigte in der französischen Kammer zu entfliehen, er wurde aber bald von dem nacheilenden eine Interpellation an über die Ausweisung belgischer Offizier eingeholt. Letzterer hatte den Degen gezogen und Ausständiger aus Revin, während belgische Arbeitgeber schlug den Flüchtling über den Kopf, quer über die noch, obgleich sie geradezu zum Bürgerkriege aufgereizt hätten, Schäbeldecke. Der Degen des Offiziers sprang hierbei in Stücke. unbehelligt geblieben wären. Der Flüchtling entfam trozdem noch bis auf einen Hof in der Wittorfer Straße, wo er sich zu verbergen suchte, wurde aber gefunden und abermals verhaftet. Die Wunde wurde nothSürftig verbunden und der Verletzte darauf zur Wache gebracht. Wie gewaltig die Wunde blutete, geht daraus hervor, daß troz der Handtücher das Blut hervorsprigte. Wird man endlich den Üebergriffen des Militärs wehren? bei ihrer eine freie Bewegung gestattenden Hausindustrie ein gaben des Staates zu sparen, beim Militarismus zu ver- Der Riß innerhalb der irländischen Partei scheint fümmerliches Dasein zu fristen, als sich der strafferen Arbeits- schwenden. ordnung in einem anderen Erwerbszweige zu unterwerfen. verkleistert zu sein. Die wochenlangen Unterhandlungen zwischen Parnell, O'Brien, Dillon u. s. w. haben endlich dazu geführt, daß Parnell vorerst zurücktritt. Ueber die näheren Bedingungen werden wir in den nächsten Tagen wohl genaueres erfahren, bis dahin müssen wir uns des Urtheils enthalten. Die von einigen Beitungen verbreitete Nachricht, daß die Die Ergebnisse der franzöfifchen Enquête über die Immediat- Eingabe der schlesischen Weber nicht zur Kenntniß Arbeitszeit werden jegt vervollständigt wiedergeben. Man des Kaisers gelangt sei, entbehrt, dem„ R.-A." zufolge, der Beschreibt darüber:" Bei der Umfrage wegen Regelung der gründung. Sowohl im Sommer als auch im Dezember v. J. Arbeitszeit antworteten 235 Arbeitgebersyndikate, 410 Arbeiter haben demzufolge gründliche Berathungen und Untersuchungen Syndikate, 64 Handelskammern, 95 Einigungsämter, 34 sofeitens der Provinzialbehörden stattgefunde 1. Es liegt auf der genannte gemischte Aemter. Während von den ArbeiterDer Judianerkrieg" wenn man eine Reihe inc Hand, daß derartige Nebelstände nicht sofort durch staatliche syndikaten sich 234 für den Achtstundentag, 36 für den Anordnungen zu beseitigen sind und daß die schwierige Auf Neunstundentag erklärten, sind sämmtliche andere Syndikate menschlicher Metzeleien und Abschlachtungen relativ Wehr gabe, eine zwar fleißige und gutartige, dur h lange Gewohnheit und Entbehrung aber in ihrer Energie und Selbsthilfe erschlaffte fast einstimmg gegen jede Regelung der Arbeitszeit, oder loser durch die bestbewaffneten Truppen der Welt einen hausindustrielle Bevölkerung allmalig zu anderen Erwerbs- fordern eine solche von 10 und mehr Stunden." zweigen überzuführen, nur in einem längeren Zeitraum gelöst werden kann. Daß die Handelskammern und die Unternehmerverbände für die Freiheit der Ausbeutung sind, ist für uns nichts Neues. Erst wenn die Enquête uns vorliegen wird, kann über sie geurtheilt werden. Die mitgetheilten Zahlen theilen nicht mehr mit, als wir schon wissen. Gegenüber den übertriebenen Schilderungen der Tagespresse muß aber nochmals betont werden, daß die Lage der Weber im Eulengebirge gegenwärtig nicht bedrohlicher ist als feit Jahrzehnten, und daß ein akuter Nothstand nicht vorliegt. Diese Notiz ist recht bemerkenswerth, nicht für die Große Aufregung herrscht in Süd- Frank Kenntniß der Verhältnisse des Eulengebirges, denn die reich wegen der beabsichtigten Gehöhung der Rohseidenübertriebenen Schilderungen der Tagespresse" werden zwar 3ölle. In der Umgebung Lyons leben Hunderttausende im Allgemeinen bestritten, aber mit feinem Worte wider Hausindustrielle von der Seidenweberei. Seit Jahren sind legt. Naiv, um einen recht vorsichtigen Ausdruck zit ge- fie von einer schweren Krisis bedrückt. Die Erhöhung der brauchen, ist der„ Einwand", daß es sich nicht um Rohseiden- Zölle würde bedeutende Arbeitslosigkeit zur Folge einen aluten, sondern um einen chronischen Nothstand haben. Das Auftreten der Arbeiter ist ein so entschiedenes, handle. Das heißt doch nichts anderes, als daß daß die französische Kammer kaum den Muth haben wird, die unerhörten Zustände im Eulengebirge, die troß dem Regierungsentwurf beizustimmen. Verheirathetsein" zu spielen anfingen und da gewannen bald wieder die Geschichten vom vorigen Jahre Macht über ihre Gedanken. ruhen, überall hatte sie ihn, lauernd und lauschend, hinter sich. Ach, wozu existirte denn solch' ein... nein, nein, so meinte jie es nicht; natürlich mußte ein Gott existiren; sie liebte ihn, sie liebte ihn; ja freilich liebte sie ihn; er gab ihr ja Kleider, Schuhe, Effen, Trinken, diese Zimmer.... ach, wenn nur wieder Schule wäre! Sie langweilte sich unermeßlich diesen Sommer; es war schrecklich traurig auf Fredheim bei Proprietär Storm. 1 Sie suchten wieder die dunkelsten Winkel des dunklen Bodens auf. Da drängten sie sich zusammen und gaben sich ihren Phantasien hin. Es war so gräßlich viel, was sie nicht verstanden. Und all das war so entfez lich ekelhaft. Wie in aller Welt war es z. B. nur möglich, Kinder zu bekommen? Denkt Euch, so große Kinder, In der fünften Klasse gab es noch mehr zu thun, die viel größer waren als unsere Puppen; wie ging das eigentlich zu? Sie suchten es sich vorzustellen; allein es war und blieb unfaßbar. Und warum bekommen nur verheirathete Leute Kinder? Wir wußten ja, daß Gott die Kinder schuf; wozu brauchte man also da erst zu heirathen? Allerdings hatte die Bofe bei Andreassen ein Kind bekommen, ohne daß sie verhei rathet war; jedoch da wurde Andreassen als der Vater des Kindes bezeichnet; was hieß es denn eigentlich, der Vater eines Kindes sein; und wie konnte Andreassen der Bater des Kindes der Zofe sein, wenn er doch zu gleicher Beit mit seiner Frau verheirathet war? Schrecklich, wie unklar das war. Eines war sonder barer als das andere und in nichts fand sich ein Bu fammenhang. Sie mochten reden und sinnen, soviel sie wollten; die Sache blieb immer gleich unverständlich und der Gegenstand immer gleich unterschöpflich. " " Krieg" nennen kann- scheint zu Ende zu sein. Die Gräuel waren doch zu stark selbst für die Nerven ameci fanischer Geschäftspolitiker- von allen Seiten ertönten zornige Protefte gegen diese Infamien, und so hat man denn Frieden geschlossen". Die armen Teufel von halbverhungerten Rothhäuten wollten blos nicht ganz ver hungern fie verlangten genügende Nahrung, nachdem ihre Jagdgründe ihnen von gierigen Landspekulanten ge stohlen worden waren. Hätte man die Indianer nicht beraubt und betrogen, und hätte man, nachdem dies geschehen war, auf ihre Klagen gehört, so wäre fein Tropfen Blut vergossen worden und ein Schmutzfleck weniger besudelte das amerikanische Sternenbanner das stolze Banner der Freien", das ein Jahrhundert lang über Negersklaven geweht hat, und für die Eingeborenen des Landes zum Leichentuch geworden ist. paßt für Kinder nicht" wurde von da an in der Klasse zum Sprichwort. Der Name Satan, welcher zur ganzen Geschichte Anlaß gegeben, wurde von den Feinen als Fluch akzeptirt; doch sprachen sie bloß den ersten Buchstaben aus, den Rest fügten sie in ihren Gedanken zu. Schneider Evensen war einer der wachsamsten in der Gemeinde; als er im Lesebuch seiner Tochter den Satan entdeckte, unterrichtete er den Pastor Pulstad davon. Leider als in der vierten, und die Unterrichtsstunden waren lang mußte der Pastor erklären, daß das Lesebuch, welches man wie die Ewigkeit! Ach, wer durchgehen könnte! Gelbst in bei Frau Kahrs gebrauchte, auch in der Bürgerschule in Verwendung stand; man konnte also aus diesem Anlaß Frau Kahrs' Stunden waren sie schlaff und zerstreut. Sie unterhielten sich damit, einander Zettel zuzusenden, welche durch gegen Frau Kahrs nichts vornehmen. mystische Buchstaben oder Zeichen irgendwie auf das hin- Jedoch in der Stadt redete man bald viel von Frau deuteten, was sie gerade beschäftigte: F. M. hat nie einen Rahrs und ihrem Lesebuch. Denten Sie sich, Frau Kahrs R. bekommen." Fräulein Malthe hat nie einen Ruß be- hatte in ihrem Institut ein Buch eingeführt, in welchem nian tommen; F. S. wünscht sich schrecklich z. h." Fräu- fluchte! És schickte sich nicht für einen anständigen Menschen, lein Strandbu wünscht sich schrecklich zu heirathen." In zu sagen, was drin stand; jedoch es war ein schrecklich ordi den Schulpausen gebrauchten sie eine ähnliche Sprache und närer Fluch und mehrere kleine Mädchen hatten sich den amüsirten sich damit, möglichst derbe Dinge auf solche Art felben schon angewöhnt. Dürften ernste Leute unter solchen zu sagen, daß man sie nicht verstand. Umständen ihre Töchter noch in diese Schule senden? Sie hatten Anfälle von wilder Lustigkeit, hüpften, Ein aus früherer Zeit stammendes Gerücht, daß Fran tanzten, liefen, schrieen. Eine beliebte Nebung wurde plötz Kahrs in den obersten Klassen eine Belehrung nach dem lich das Schwören und Fluchen." Was Henker ist das?" Tode lehrte, wurde mun wieder aufgefrischt. Einige Per „ wo zum Kuckuck willst Du hin?" Von Jungfer Thorsen sonen waren auch in Zweifel, in wie weit Frau Kahrs die hatte Fanny ein kleines Fluchwort gelernt, Bozz Element", Bibel als das Wort Gottes ausah. Sicher war es jeden Ihre Gedanken prägten sich in ihren Spielen ab. Von das sie in der Schule einführte; Ebba ſagte bei Gott", falls, daß sie allzu großes Gewicht auf die drei GlaubensVerlobung und Hochzeit gingen sie zur Wochenstube über. wie sie es von ihrem Vater und ihren Brüdern gehört. Sie stopften sich aus und waren schwanger. Dann kamen In dem Lesebuch, das in der Schule verwendet wurde, Frau Kahrs bemerkte, daß man murmelte und murrte die Hebeamme und der Arzt und nach langwierigen Wehen stand ein Volksmärchen, in welchem der Satan erwähnt war eine Puppe geboren. Sonderbare, unschöne Dinge er- war. Der heilige Schneider Evensen hatte dies entdeckt Jedoch, sie wußte, was es war und kümmerte sich nicht fanden sie im Halbdunkel des Heubodens und ihre Phan- und es wenig erbaulich gefunden. Er hatte das Märchen darum. Ihre Schule hatte solche Ungewitter schön öfters tasien plagten sie wie ein Zauber. mit Bleistift- Strichen umflammert und auf den Rand ge- durchgemacht. artifel legte.*) ( Fortseßung folgt.) Alles übrige auf der Welt wurde immer unerträg schrieben:„ paßt für Kinder nicht." Dies bemerkte Fanuy licher und langweiliger. Nicht einmal die Ferien waren eines Tages und unter Lärm und Lachen that sie die Sache mehr unterhaltend, außer sie verbrachten sie mit ein- der ganzen Klasse kund. Die kleine, freundliche Josefine ander. Besonders mit Fanny war es übel bestellt. In starb fast vor Verlegenheit: nicht, Fanny, thu's nicht, der Einsamkeit fürchtete sie sich schrecklich *) Einer der Hauptirrthümer des Grundtvigianismus bestand vor dem Fanny; pfui, das ist häßlich von Div, Fanny;" aber ihre darin, daß dessen Anhänger nicht die Bibel, sondern das apofto " Baßt für lifche Symbolikum als das eigentliche, das lebendige" Gottes Sie fühlte seine spähenden Augen auf ihrem Rücken Kinder nicht, paßt für Kinder nicht! hahaha, hihihi!" Dies wort betrachteten. lieben Gott. Bitten verhallten in dem allgemeinen Halloh. Anm. d. V. = Der englisch- amerikanische Fischereistreit kann als] Eine weitere Petition, Ausdehnung der Kranken- und Unfall- Nicht daß Herr Mosse selbst ganz abgeneigt wäre, den Streik thatsächlich erledigt betrachtet werden. Durch ihren Ent- versicherung auf die Infaffen der Gefangenen 2c. Anstalten beim Guten zu beenden. Nein, außer dem einen Feinde, dem schluß, die Sache vor den amerikanischen Gerichten treffend, wird der Regierung als Material zur Gefeßgebung Kapitalismus, ist uns noch ein neuer entstanden und zwar zum Austrag zu bringen, hat die englische Regierung überwiesen, obgleich der Abgeordnete Grumbt behauptet, es weigerten sich nach Aussage des Vertreters des Herrn Moſſe die würden dadurch Rechtswohlthaten für Diebe u. s. w. geschaffen. Maschinenmeister( Buchdruckergesellen), mit diesem alten Hilfsden krakehllustigen amerikanischen Staatssekretär Blaine so Abg. Knörcke wendet sich gegen eine solche eigenthümliche Auf- personal weiter zu arbeiten, ja fie verstanden sich sogar dazu, mit vollständig entwaffnet, daß derselbe sich augenblicklich in fassung mit scharfen Worten und die Kommission befchließt in Aufbietung ihres ganzen Meistermuthes, sich auf die Suche nach größter Verlegenheit befindet. Er flammert sich, um den obigem Sinne. Ersatzpersonal zu begeben. Einer der Herren Maschinenmeister Preßradau fortsetzen zu können, an den Strohhalm, daß der Die Petition, welche eine Versicherung der Besaßung von schleppte sogar seine im jugendlichen Alter stehende Tochter, die, englische Vorschlag formell inkorrekt und die amerikanischen Fischer Fahrzeugen mit einem Rauminhalt von 45 Rubikmetern nebenbei bemerkt, seit zwei Jahren sich in fester Stellung befindet, Gerichtshofe für derartige internationale Streitfälle nicht gegen See- Unfall befürwortet, wird nach dem Antrage des mit herbei, um ja nur die Lücken der streikenden Hilfsarbeiter zuständig" seien. Indeß wie dem auch sei: die englische Referenten, Abg. Schwarz, mittelst schriftlichen Berichtes ausfüllen zu können. Leider muß hier noch gesagt werden, daß drei dieser Herren sich organisirte Arbeiter nennen. Wie diese Regierung hat ihre friedliche Gesinnung in einer so unzwei- zur Erwägung dem Reichstanzler überwiesen. Eine Anzahl von Petitionen können nicht verhandelt werden, Herren nun in ihrer Organisation diesen Standpunkt, den sie bei dieser deutigen und für das amerikanische Selbstgefühl so schmeichel- da die Plenarsizung beginnt. Gelegenheit jetzt einnehmen, vertheidigen wollen, ist uns unerklärlich), haften Weise bekundet, daß auch Herr Blaine, der in solchen da wir seitens der Maschinenmeister sowohl wie der Schriftsetzer Dingen große Erfahrung hat, keine Radaustimmung mehr zu, Die sozialdemokratische Fraktion hat beim Reichstag einen jederzeit unterstützt wurden und auch von ihrer Seite der Streik erwecken vermag. Herr Blaine ist beiläufig der Antrag eingebracht, derselbe wolle die nothwendigen Schritte thun, als ganz berechtigt anerkannt worden ist. Arbeiter, Arbeiterinnen! Es sind noch 9 Verheirathete und forrupteste der jetzt lebenden amerikanischen Geschäfts- damit der bayerische Justizminister den ersten Staatsanwalt des politiker der er ist es, durch seine scham- Nürnberger Landgerichts anweise, während der Dauer der Session 4 Unverheirathete zu unterstüßen. Unsere Kraft reicht nicht dazu losen Praktiken sich fast sprichwörtlich, und das Wort jedes Verfahren gegen den Abg. Grillenberger einzustellen. Be aus, da wir hier am Plaze anderen Gewerben gegenüber nur " Politifer"( politician) zu einem Schimpfwort gemacht hat. fanntlich war der Abg. Grillenberger während der vorjährigen schwach an Zahl find. Wir bitten um Gure Unterstützung einBertagung des Reichstags wegen Preßvergehens strafrechtlich ver gedenk des Wahlspruches:„ Einer für Alle und Alle für Einen". Der Mann hat aber sehr viel Talent, ist ein geriebener folgt worden. Der Verfolgte hatte jedes materielle Eingehen auf user Sieg ist auch Guer Sieg. Auch wir werden, wie wir es Bursche, mit allen Hunden gehetzt, und mit den ver- die Sache abgelehnt, da der Reichstag nur vertagt war. Die bisher immer gethan, für die gesammte Arbeiterschaft eintreten schiedenen Kapitalisten- Rings so innig verbunden, daß seine Straftammer des Nürnberger Landgerichts trat der Beschwerde und werden unsere Schuld an Euch, die Ihr uns unterstützt, aud Partei, die ihn ob seiner Anrüchigkeit gern losgewesen wäre, Grillenbergers bei. Das Ober- Landesgericht aber entschied, daß voll und ganz abtragen. nicht von den Rockschößen zu schütteln vermochte. Er bestand eine längere Vertagung dem Abschluß einer Seffion gleich zu Eines wollen wir hier noch in Erinnerung bringen: In - vor der letzten Präsidentenwahl, als die Zukunftsbeute erachten sei. Alsbald wurden die Anklagen von neuem erhoben, dem Verlage des Herrn Mosse erscheint auch die Berliner vertheilt ward, für seine Person auf dem Ministerium des und da Grillenberger sich neuerdings weigerte, darauf einzugehen, Morgenzeitung", ein seiner Meinung nach den Arbeitern mundwurde ihm ein Offizialvertheidiger bestellt, der demnächst seine Aeußeren hätten die Republikaner nicht ihre Zustimmung Sache zu führen haben wird. Es scheint, als ob man es auf eine gerechtes Blatt. Nun zeigt ihm aber, daß die Arbeiter noch nicht Den Geschmack perloren haben und sehr gut entscheiden können, gegeben, so wäre Harrison unfehlbar durchgefallen. Vorführung ankommen lassen will. Infolge dessen hat die sozial was für sie genießbar ist und was nicht. Alle Anfragen sind zu demokratische Fraktion beschlossen, die Streitfrage vor dem Forum richten an den Obmann der Kommission, Robert Mahle, Tietdes Reichstags prinzipiell zum Austrag zu bringen. straße 41 IV bei. Stall; Geldsendungen an Ferdinand Fabrowsky, Schöneberg, Hauptstr. 87. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck dieses Aufrufs gel eten. " Genug die englische Regierung hat durch ihren geschickten Schachzug das Spiel des Herrn Blaine verdorben, der auch zu dem Genre der Raketenfisten" gehört und von seinen Landsleuten hoffentlich" bei nächster Gelegenheit kalt gestellt wird wie andere Raketenkisten. Man braucht sie ja nicht " alt" werden zu lassen. In Argentinien brachen wieder Unruhen schwerster Art aus. Die Börse, welche in Argentinien sehr stark engagirt ist, wird dadurch lebhaft beeinflußt. Es sind erst wenige Wochen verflossen, daß das große Haus Baring Brothers in London durch Spekulationen in Argentinien einer Krise entgegengeführt wurde, was bald zum Ausbruch einer all gemeinen Krise geführt hätte. Schwer war es damals, die selbe zu verhindern. Ob wir nicht wegen der Unsicherheit der argentinischen Zustände wieder am Vorabend einer neuen Krisis stehen, werden die nächsten Tage lehren. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Snittung über eingegangene Gelder bei der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 5.- 11. Januar. Vom allgemeinen deutschen Sattler- Verein M. 100,- Liedertafel ,, Körner 1884" d. W. Sievers, Hamburg 20,-. Erlös der Christ-Gazeta Nobotnicza. Soeben erschien Nummer 3 dieses baumfeier Neuwehendorf bei Nürnberg 7, Von den Kupferpolnischen Arbeiterblattes. Sie enthält zwei Leitartikel: Ueber schmieden Hamelns 10, Weihnachtsfeier d. f. d. Klubs" ZuPatriotismus“ und„ Arbeiterschutz- Gesetzgebung", ferner ein Ge- funft", Köpenick 11,-. Uebersch. d. öffentlichen Verf. für Männer bicht von Herwegh" An die Arbeiter". In der Rubrit: Wie und Frauen, d. Ringe, Berlin 18,10. 2. Krosche, Niederhöslichgeht es den Arbeitern?" sind folgende Notizen: Aus Posen, Deuben 7,35. Red. des„ Volksfreund", Offenburg- Baden 11,37. Preußengänger aus Russisch- Polen und Galizien zc. Außer einer Generalfonds der Maurer Harburgs, durch Thiede 150,-. Korrespondenz aus Galizien enthält die Nummer eine politische M. Dasbach, Hanau 6,40. Beim Wähler", Leipzig, abgegeben Uebersicht und eine Rubrik über die Arbeiterbewegung. Das für Hamburg 301,81, Eschwege 44,45, Erfurt 31,51, Osterburg Interesse für das Blatt steigt in erfreulicher Weise. Aus allen 20,57, auf. 397,84. H. Friebel gesammt. Sylvesternacht Peine 3,90. Theilen Deutschlands meldeten sich schon Abonnenten. Für die Lokalverein der Maurer Altonas 500,-. Brotträger= Verein Ortsverein der Weißgerber, Genossen, welche sich für die Verbreitung des Blattes interessiren, Barmbeth- Uhlenh.- Hohenf. 25,-. Durch die gegnerische Presse läuft eine Notiz, des sei bemerkt, daß Probenummern vom Verleger Wladislaus Karlsruhe, Mühlburg 25,-. H. Baudach, Striegau 15,-. Inhalts, daß die" Berliner Volts- Tribüne", das lokale Surowsky, Berlin SW., Beuthstr. 2 IV. L., zu beziehen sind. An Schneider- Verb., Fil. Uelzen 1,- Stand. Tabatarbeiter- Verb., Organ der Berliner Genossen" unter der Konkurrenz" denselben sind auch alle Gelder und Briefe für die„ Gazeta Stockholm 144,44. Rein Jenseits giebts, kein Wiedersehn, Neumünster 15,30. Sylvesterfeier der Gen. Pankow- Berlin 5,50. Gedes Vorwärts" zu leiden habe, und daß die Berliner Robotnicza" zu richten. sammelt in Ofer a. H. d. Th. Banse 12,30. Leseklub„ Karl Genossen von dieser Konkurrenz" nicht erbaut seien. Die Mare", Berlin 30,-. Generalfonds der Steinmegen, Riesa 20,-. Notiz verräth wieder einmal, daß die Bosheit unserer Gegner Die Tischler Wilhelmsburgs 24,-, Schloßbrauerei Kiel 15,30. nur durch ihre Unwissenheit in allen unsere Partei beVerein der Kaiarbeiter Hamburgs 500,- Gbel, Rathenow 13,30. treffenden Dingen übertroffen wird. Das„ lokale Organ" der Berliner ist der Vorwärts", der den Berliner Partei- Angelegenheiten heute mindestens dieselbe Aufmerksamfeit und Berücksichtigung widmet, wie das Berliner Volksblatt", ehe es Zentralorgan der Gesammtpartei wurde. Von einer Konkurrenz" mit der Berliner Volks Tribüne" Die Genossen werden aufgefordert, wenn möglich in öffentin Bezug auf lokale Dinge kann also schon aus lichen Versammlungen die Delegirten zu wählen. Zahlreiche Betheiligung ist Angesichts der Wichtigkeit des Die Berliner Bolts Tribüne" ist aber auch gar fein Berliner Zotal- Parteitages für unsere Provinz, besonders die ländlichen Bezirke, dringend erwünscht. diesem Grunde die Rede nicht sein. " " V ** ** Altona. Ein Parteitag der Genossen der Provinz SchleswigHolstein, Lauenburg und der Hansestadt Hamburg, ist auf Sonntag, den 1., und Montag, den 2. Februar nach Neumünster einberufen. Die Tagesordnung ist: 1. Organisation.( Referent: Friedr. Bentrup- Flensburg.) 2. Agitation.( Referent: Reichstagsabg. H. Moltenbuhr.) 3. Die Presse.( Referent: Reichstagsabg. Karl Frohme.) 4. Anträge und Verschiedenes. V. H. Schröder, Kellner 4, Wilhelmshalle", St. Pauli 1, Verb. der Schlosser und Maschinenbauer Deutschlands 100,-. Sparklub Unter Uns" d. Altenstädter, Werstr. 29: 6,-. 2. G., Dresden 100,-. Unterstüß.- Verb. d. Kupferschmiede, G. D. W. 10,-. Von Webern gesammelt, Rixdorf 2,10. Von Genossen in Kreuznach 5,-. Aus Freiberg i. S.: Bigarrenarb. 29,10, Hutmacher 5,30, ein Hutmachermsir. 0,50, Ges.- Ver. d. Tabafbr. 1,25, zusammen 86,15. Voltsbote", Beiß 8,45. Gewerkschaften in Her ford 38, F. Bubach, Oldenburg 3,-. H. R., Ostritz 5,83. Th. Päh, Eilenburg 31,45. G. Hermann, Regensburg 10,-. 64. Bez. blatt und will es nicht sein. 10, Wenn die Berliner VolksLeichenträger, ver= Die Eröffnung des Parteitages wird am Sonntag, den Hamburg d. F. Depper Huer Tribüne" nicht denjenigen Abonnentenstand hat, welchen 1. Februar, Nachmittags 4 Uhr stattfinden. einigte Sterbefasse„ Eintragt" und Union", Altona 17,-. Die Kellner der„ Hammonia- Bierhalle", St. G. 20,-. viele Genossen, darunter auch wir, ihr wünschen, so ist das jedenfalls nicht die Schuld des Vorwärts." Die Aus dem Kreise Leobschütz( Oberschlesien) wird uns ge- Fachverein der Metallarb., Raiserslautern 10,-. Rolland 1,55, Berliner Volks- Tribüne" hatte von vornherein eine andere schrieben: Bekanntlich haben auf dem Lande fast überall vor R. 1, N., Metallarbeiter 2,15, Auktion 4,25, GeburtstagsAufgabe, als das„ Berliner Volksblatt" und der Vor: Weihnachten Versammlungen wegen des Alters- und Invaliden- feier 4,75, Schriftgießerei T. u. S. 3,-, Verlobung 4-, Tischler, geseges, die von Gemeindevorstehern, Pastoren oder sonstigen Hollmannstr. 1,20, Vergnügen 2,-, abzüglich Porto eingesandt wärts", und wir können bei dieser Gelegenheit mittheilen, ordnungsliebenden Herren einberufen waren, stattgefunden. Der Wilschte, Berlin 23,70. Heitmann, Winsen a. 2. 5,-. Simon daß der Chefredakteur unseres Blattes, den man in ver- Zweck dieser Versammlungen war, erstens den Arbeitern die Kopfsieker, Salzuflen 8, Gesammelt von Gen. in Schöttmar schiedenen Beitungen als Gegner der„ Berliner Volks- nöthigen Unterweisungen in der Beschaffung von Bescheinigungen, 9,90. A. B., Gießen 23,17. Unterstützungsfonds der Lithographen Tribüne" hinzustellen sucht, seiner Zeit, d. h. vor dem Karten u. f. 1. zu ertheilen; zweitens aber, ihnen die großen Berlins 50,- Unterstützungsverein der Bürsten- und Pinselw. Halle'schen Kongreß, bemüht war, die Berliner Volts- Tribüne" Genüsse vor Augen zu führen, welche sie von der Alters- und macher, Filiale Glückstadt 6,-. Schneiderverband, Filiale Schneiderverband, Filiale Elmshorn 18,25. zu einem Zentral- Partei- Organe neben dem„ Vorwärts" Invalidenversicherung zu erwarten haben. Letzteren Zweck scheinen Stade 10,-. zu machen ein Plan, der an vein praktischen Verhältnissen nun manche Herren theilweise oder auch ganz verfehlt zu haben. Burückgezahlte Strafgelder, Gießen 6,-. Unterstützungsverein der ein Plan, der an vein praktischen Verhältnissen So erging es auch einem Dorfschulzen( Ortsvorsteher) in Ober- Kupferschmiede, Filiale Elbing 11,80. Von sozialdemokratischen scheiterte, gewiß aber für das Gegentheil von feindseligen schlesien, welcher in seiner Gemeinde dem Dorfe Piltsch, Kr. Leobschütz, Arbeitern, Dresden 100,-. Gewerkschaftskommission, Stuttgart Absichten gegen die Berliner Volts- Tribüne" spricht.eine Versammlung einberief. Als die Arbeiter, Knechte und 180,-. Gesammelt von Zigarrenarbeitern in Gmünd 8,41. UeberMägde, welche bis dahin wohl sehr wenig von dem Gesetz und schuß der Christbaum- Verloosung des Arbeiter- Wahlvereins feinem Zustandekommen erfahren haben mochten, mun hörten, daß Spener 18,-.. B. M., Leipzig 800,-. Agitationskommission es damit Grnst würde, drückten sie ihren Unwillen recht laut aus der Schneider für Produktivgenossenschaft, Büsing u. Sch. 6,-. und es kam unter ihnen zu heftigen Diskussionen darüber, daß Verein der Kellner und Berufsgen., Hamburg 50,- Sylvestersie von ihrem geringen Verdienste auch noch dazu beisteuern vergnügen d. 1. Wahlkr., Hamburg 41,93. Drechsler, Ohrdruf 2,-. Von den Unklooken 2,75. sollten. Der Ortsvorsteher erklärte ihnen nun, daß sie das Alles Liedertafel Einigkeit", Barmber 30, den bösen Sozialdemokraten zu verdanken hätten! Die hätten das Bildhauerverein, Görlik 10,-. Aus Bant- Oldenburg 90,25. Sigung vom 16. Januar, Vorm. 10 Uhr. Gesetz gewollt und geschaffen. Deshalb müßten nun, sie die Arbeiter, Sentralverband der Haus- und Geschäftsdiener, Berlin 10,60. Aus der langen Reihe von Petitionen, welche heute der bezahlen. Selbstverständlich glaubten es die Leute und schimpften Allgemeiner deutscher Tapesirerverein, Filiale Altona 20,-. FachKommission zur Berathung vorliegen, ist hervorzuheben die des nun auf die Sozialdemokratie. Ob der Schulze aus Unwissenheit verein der Maurer, Nienstedten und Umgegend 50,-. Unter Allgemeinen Frauenvereins"( Sitz Leipzig) und des Frauen- den Leuten das vorredete, oder ob er sich zu schwach fühlte, sie stüßungskommission des Bremer Arbeitervereins 400,-. Freie Ververeins„ Reform"( Siz Weimar), welche um 3ulassung des dem Gesetz gegenüber freundlicher zu stimmen, bleibt dahingestellt. einigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsweiblichen Geschlechts zum Studium der Me- Jedenfalls sieht man aber, wie es auf dem Lande gemacht wird. genossen, Berlin, 2. Rate 50,- Aus Kl- Huningen, Schweiz dizin petitioniren. 72, Fachverein der Metallarbeiter, Hanau 11,-. Otto Referent Abg. Göser fragt den Regierungskommissar, ob Karlsruhe. In dem Prozesse, der von dem Karlsruher Irmer, München 5,55. Verband der Gold- und Silberarbeiter, Die Regierung sich mit dieser Frage befaßt habe. Gerichte gegen Genossen Geck geführt wurde, wurde der Seger Filiale Hamburg 40,-. Fachschüler Fachschüler des Fachvereins der Der Kommissar Herr Geh. Reg.- Raih Dr. Hopf ver- Sigel, der im Schwurgericht aussagte, die inkriminirten Artikel, Barbiere, Friseure und Berrückenmacher- Gehilfen, Hamburg 14,-. neint diese Frage und erklärt, daß nach und erklärt, daß nach der Gewerbe- wegen welcher die Verurtheilung erfolgte, habe ihm Rechtsanwalt Vergnügungsflub der Barbiere und Friseure, Hamburg 6,25. Ordnung kein Hinderniß dem im Wege stehe, indeß verhinderten Guttenstein in der Druckerei zum Satz übergeben, verhaftet. Ludwig, Maurer, Altona 2,-. Drechsler, Lübeck 10,-. H. die Schulgesetze der Einzelstaaten thatsächlich für die Frauen Guttenstein verweigerte die Zeugenaussage. Kleiner, Berlin 17,10. Tischler- Fachverein in Gaarden 30,-. diefes Studium. Man könne nicht in diese Verhältnisse der 44. Bezirk, Hamburg 21,65.- Kfm. durch Bérard 10,-. Verb. Einzelstaaten eingreifen. deutscher Gold- und Silberarbeiter 150,-. Vom Sparklub 1889, Bäckerbr. Jungfernstieg 33,22. K. R., Bäckerbr. Jungfernstieg 4,60. Verb. deutsch. Stürschner 130,-. Drechsler, Hamburg 30,-. Fachverein der Töpfer Hamburgs 30,-. Von der Börse 15 000,-. Blasarbeiter G. Storr, Gidelstedt 10,- Fachverein der Brauer Hamburgs 35,-. A. Gerisch, Berlin 20,-. " Parlamentarisches. Petitionstommission. Referent Abg. Göfer beantragt deshalb, die Petition als ungeeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären. Abgg. Münch und Gliszczinski wollen dagegen schrift lichen Bericht an das Plenum erstattet haben und damit zur Tagesordnung übergehen. Abg. Graf Matuschka ist der Meinung, man könne die Einzelstaaten nicht durch das Reich in dieser Frage beeinfluſſen. Die Gewerbe- Ordnung sei genügend für diese Fälle. * ** München, 16. Januar. Der Redakteur der sozialistischen Münchener Post", Strauß, ist wegen Beleidigung des Kaisers Wilhelm von dem Schwurgericht zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Es handelte sich in der Anklage um eine Perfiflage der amerikanischen Reporterkunststücke. Eine Absicht, den Kaiser zu beleidigen, konnten wir in dem Artikel nicht sinden. Soziale Itebersicht. A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Fürstenplay 2, 1. Etage. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Abg. Geyer betont, daß gerade die Bestimmungen der Gewerbe Ordnung ein Eingreifen der Reichsregierung erfordern, da sie nicht mit den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen der Einzelstaaten in Ginklang stehen. Da die Gewerbe- Ordnung feine Behinderung im Gewerbebetriebe nach dieser Seite hin kennt, Arbeiter und Arbeiterinnen! Wie Ihr wißt, streifen wird uns noch geschrieben: Die Unauffälligkeit", mit welcher Zu unserer Berichtigung( Nr. 18 vom 16. Januar) muß man die Hindernisse aus dem Wege räumen. Die Frage, schon seit sechs Wochen die Hilfsarbeiter der Buchdruckerei von das famose Statistische Bureau" des Herrn Reismann welche die Petition anregt, kann man nicht so leicht über Bord Rudolf Mosse( Berliner Tageblatt"), um die ihnen schon aufzutreten" beliebt, kann man auch aus dem Mitgliederverzeichniß werfen, fie nimmt in der öffentlichen Diskussion ein größeres seit vier Monaten zugesagte Lohnerhöhung zu erhalten. Interesse in Anspruch. Redner würde dafür sein, die Petition des Vereins für Sozialpolitik, das dem Protokoll der letzten Leider ist bis jetzt ein Resultat noch nicht erzielt worden, da Generalversammlung beigegeben ist, deutlich ersehen. Dort steht Der Reichsregierung zur Erwägung zu übergeben. Herr Mosse sich weigert, Sontrattbrüchige wieder in( S. 286) furzweg: Auch die Abgg. Dr. Gutfleisch, Dr. Pieschel, Münch Arbeit zu nehmen. Und weshalb find wir kontraktbrüchig geertiären, sich in diesem Sinne. Abg. Dr. Gutfleisch stellt den worden? Weil die Hilfsarbeiter von der Firma Mosse verReismann, Dr., Vorst. d. Statist. Bureaus in Düsseldorf. Antrag, mittelst schriftlichen Berichtes im Plenum zu empfehlen, langten, doch die vor vier Monaten versprochene Lohnerhöhung Jeder Uneingeweihte wird durch diese Fassung irregeführt. die Petition zur Erwägung dem Reichskanzler zu übergeben. endlich erfolgen zu lassen. Die Herren Grubenbarone und Hüttenlords haben, wie es Der Antrag wird gegen acht Stimmenfreisinnige und sozial- Bei einem in den letzten Tagen von der unterzeichneten Kom- scheint, die Absicht, dies Bureau- Veilchen so still wie möglich demokratische, die Nationalliberalen stimmen getrennt ab mission nochmals gemachten Versuch, den Streit in Güte zum blühen zu lassen. gelehnt, dagegen der Gliszczinsky's( Bentr.) dem Plenum Abschluß zu bringen, mußten wir leider, um eine Erfahrung schriftlichen Bericht zu erstatten und damit reicher, enttäuscht die heiligen Hallen des Herrn Mosse verzur Tagesordnung überzugehen, angenommen. laffen. Durch ein Versehen fehlte unter unserem gefirigen Brief aus Frankreich die Unterschrift Jules Guesde's. Theater. Sonnabend, den 15. Januar. Opernhaus. Tell. Schauspielhaus. Die Quizow's. Leffing Theater. Die Ehre. Berliner Theater. Das Fräulein märchen. von Scudery. Deutsches Theater. Das Winter Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner Theater. schnuppe. pinel. Circus Renz. Karlstraße. Sonnabend, den 17. Januar 1891, Abends 7 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung zum Benefiz für die Geschwister Frl. Clotilde und Helga Hager unter Mit wirkung der hervorragenden Künſtlerinnen und Künstler. Die Stern- Aus dem reichhaltigen Programm wird besonders hervorgehoben: The Residenz- Theater. Der selige Zou- gold bird( engl. Vollblut). Hierauf Sophus( Trakehner), Schulpferd, ger. v. d. Benefiziantin Fräulein Clotilde Hager. Auftreten der jugendlichen Schulreiterin Frl. Helga Hager( Benefiziantin) mit dem Schulpferd Adgar. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Die Nach barinnen. Ostend Theater. Verfehmt. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas- Theater. Der Soldaten freund. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reidyshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Große SpezialitätenConcordia. Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Sensationell: Erstes Auftreten des renommirten Original- Natur- Mimikers Mr. Walton Stanton( Hahnen- Mensch). 6 irländische Jagdpferde, hierauf die 6 großartigen engl. Vollblut- Springpferde, sämmtl. 12 Pferde in Freiheit dressirt und vorgef. v. Hrn. Fr. Renz. Japan", oder: Die neckischen Frauen des Mikado. Großes equestrisches Ausstattungs Divertisse 99 ment. Morgen, Sonntag, 2 Vorstellungen, 4 Uhr Nachm. 1 Kind frei. Aschen brödel. Abends 71/2 Uhr: Japan. E. Renz, Direktor. Englischer Garten. Circus Schumann. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomifer. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Ercentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Wochentags 10 Pfg., Entrée Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Große Gala- Vorstellung Meinen Freunden und Kollegen H. Schmidt, F. Gundlach und W. Babe zu ihrem Geburtstage ein dreifach donnerndes Hoch! daß die ganze Git 5 J schinerstraße wackelt. Eener von Nevenan. ein donnerndes Hoch! Magdeburger) zu seinem Geburtstage Komm heut mit Deiner Matte, Arbeiter- Bildungs- Schule. In der Versammlung bei Lips hat sich eine so groß Unserem Freund C. Schultz( dem Anzahl von Personen( über 1000) durch Einschreiben 87 J bereit erklärt, Mitglieder der ,, Arbeiter- Bildungs- Schule" Nicht so spät zum Statflub Blatte". zu werden, daß es unthunlich ist, dieselben schriftlich zu benachrichtigen. " Todes- Anzeige. Die Beerdigung des so plötzlich verstorbenen Kollegen Adolph Russ findet am Sonntag, Nachmittag 21/2 Uhr, vom Trauerhause, Strelizerstr. 51, aus statt. Uni zahlreiche Betheiligung der Mitglieder ersucht 262 Der Vorstand der Freien Vereinig. der Seifensieder und Berufsgen. J. A.: Wilh. Hoffmann. Danksagung. Herzlichen Dank allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche meinem inniggeliebten Mann die letzte Ehre erwiesen haben, und ganz besonders dem Trauerverein und Fachverein der Puzzer, dessen Mitglied der Ver86 J to an Marie Köppen, ppent geb. Teichgräber. Vereinigung der Drahtarbeiter. mit vorzüglich gewähltem Programm. Sonnabend, den 17. d. M., Abends Auf vielseitiges Verlangen: Schul Quadrille, = geritten vom Direktor mit seinen Kindern Adele, May und Ernst. Zum Schluß der Vorstellung: 81/2 Uhr, Grenadierstr. 33: Versammlung. Arbeiter- Organisation und Rapitalistenverbände. Referent J. Reckner. Der Vorkand. Oeffentliche 139 Circus unter Wasser. Eine ländl. Hochzeit, Senfationelle Wasserpantomime. Mitgl.- Versammlung Sonntag, den 18. Januar 1891: der Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeit. Zwei große Vorstellungen. Nachmit tags 3/2 Uhr und Abends 7 Uhr. für Reinickendorf und Umgeg. Die Betreffenden, sowie alle anderen Männer und Frauen, welche Mitglied werden und dieses Bildungswerk unterstützen wollen, werden daher hiermit ersucht, Die Mitgliedskarte an einer der nachstehenden Zahlstellen gegen Entrichtung des ersten Monatsbeitrags von mindestens 25 Pfg. recht bald in Empfang zu nehmen. Die konstituirende Versammlung( mur für Mitglieder) findet binnen Kurzem statt. C. Bahlsellen: Kuhlmey, Rosenstr. 30. Vogtherr, Landsbergerstr. 64. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Hasenclever, Chausseestr. 49/50. Kleinau, Gartenstr. 74. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Nürnberg, Schönhauser Allee 28, Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. NO. Gumpel, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 16, Voss, Birkenstr. 59. S. Haugk, Boechstr. 12. Börner, Ritterstr. 108. In beiden Vorstellungen: Circus unter am Sonntag, den 18. Jan., Nachm. für Wasser. Evorabräu vom Fak 2388 22 Uhr, in Reinickendorf, Amnendestraße 1 bei üdicke. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers. 2. Vortrag über das Altersund Invaliditätsgesetz. Referent W. Werner. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. à Glas 10 Pf., 1/2 Liter 20 Pf. Bruno Feige, Vertr., Markusstr. 31, a. d. Frankfurterstraße 255 Bratweilige Bierhallen Bestes Berl. Weissbier Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. F. Sodtke. .703 PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. aus der Brauerei 2426 Hilfebein A.-G. wird ohne jeden Wasserzusatz bei folgenden Berliner Schankwirthen ( die große Weiße zu 20 Pf., die kleine Weiße 10 Pf.) verabreicht: Der Vorstand. Fachv. d. Feilenhauer. Versammlung im Lotale des Herrn Meissner, Garten Straße 162, Vormittags 11 Uhr. Der Vorstand. 150 Centralverein Emil Böhl, Frankfurter Allee 74. deutscher Böttcher. Sonntag, den 18. Jan., Vorm. 11 1hr Versammlung Heinrich Hoffmann, Kaiserstr. 4. Ernst Magnan, Krautsstr. 13. Adolf Scholy, Kastanien- Allee 35 Allen Westfalen und Freunden der rohten Erde empfehle Gepök. Kleinfleisch à Pid. 35-40 Pf. Pökel- Schweinerippchen\ und Eisbein 45 Pf. Spezialitäten- und andere Fleisch- und Wurstivaaren zu den billigsten Preisen. 2107 Vorstellung. Zum Fest empfehle Backbutter Entree 50 Pfennig à Pfund von 70 Pf. an. Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Castan's Panoptieum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. 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Statutenberathung. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Vortrag des Herrn Stadtv. Fri 3ubeil: Bericht über Kommunales. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 387 Der Vorstand. Bildhauer!! Am Sonntag, den 18. Januar, Abends 7 Uhr, findet eine öffentliche Versammlung aller Bildhauer und deren Angehörigen in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79, statt. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk über Frauenbefreiung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Der Einberufer. 117 Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandten Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. General- Versammlung am Dienstag, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk über Heren prozeſſe. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Urabstimmung über die MendeNeue Mitglieder ung des§ 5, Absatz 1, des Statuts. 5. Verschiedenes. werden in der Versammlung aufgenommen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um zahlreiches und pünktliches Erscheinen Vereins d. Sattler u. Fachgen. zur Nachricht, daß die Tagesordnung zu der heute Abend in der Alten Jakobstraße 83 bei Reyer stattfindenden Versammlung folgendermaßen lautet: 160 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über:„ Das Alters- und Invaliden Versicherungsgesetz." 2. Fragelasten. 3. Verschiedenes. 261 Da schon lange der Wunsch nach diesem Thema laut geworden ist, ersucht um zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. Senefelder Sängerfahrt. Sonntag, den 18. d. Wt., früh 8 Uhr. Treffpunkt: Weddingpark. Aufruf! Alle in Berlin weilenden Waldecker werden hiermit aufgefordert, sich am Der Vorstand. NB. Am Sonntag, den 8. Februar, findet auf dem Bock, Tempelhofer Berg, unser Wintervergnügen statt und sind Billets à 30 Pf. bei allen Ver trauensmännern sowie im Arbeitsnachweis, Prinzessinnenstraße 31, zu haben. General- Versammlung der Freien Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenoñen Sonntag, den 18. Januar, Vormittags 10%/ 2 Uhr, bei 3emter, Münzstraße 11. Tagesordnung: 1. Uebertritt der Bandagisten und Handschuh macher. 2. Raffenbericht. 8. Jahresbericht. 4. Wahl des Borstandes 5. Verschiedenes. 130 Jedes Mitglied wird ersucht, der Wichtigkeit halber präzise zu erscheinen. General- Versammlung Sonntag, den 18. d. M., Nachmittags des Vereins der Gummi- Arbeiter Berlins und Umgegend im Lokal Louisenstr. 12 zu versammeln behufs Gründung eines Vereins. Thiele. Arolsen. 94 J Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plate bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt Jidher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 am Sonntag, den 18. Januar, Vormittags 101/2 Uhr, in Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vierteljahres- Bericht. 2. Antrag des Vorstandes zu§ 7 des Statuts 3. Neuwahl für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 4. Vortrag: Der Drang nach Selbständigkeit." Referent: Stadtverordneter D. Klein 5. Diskussion. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 80 J Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und verwandten Berufsgenossen. Vereins- Versammlung am Montag, den 19. Januar 1891, Abend 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48a. Ich nehme die am 26. Septbr. 1890 Berufe, Zentral- oder Lokalorganisation? Referent: Regierungs- Baumeister Tagesordnung: 1. Welches ist die zweckmäßigste Organisation in unserem Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, gegen die Frau Sophie Möller ausge- G. Keßler. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheit, Verschiedenes und 78 J sprochene Beleidigung hiermit zurück. Fragefaßten. In Anbetracht dieser wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht Einziehung von Forderungen. Kinderwagen. Das gr. Bager Berlins Pollak, jest Georgenkirchfir. 24, 11, Andreasstr.23, H.p, Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. Berlin, den 26. November 1890. eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Gäste sind willkommen. 185 Marie Joachim. 5 J Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. L 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 14. Parlamentsberichte. 1 das com Deutscher Reichstag. 45. Sigung vom 16. Januar, 1 Uhr. Sonnabend, den 17. Jannar 1891. 8. Jahrg. Vertreter des Bauernstandes und der niederen Landwirthschaft widerstrebt, welche die Volksausbeutung hindern sollen; sie hat werden hier nicht eher zu Worte kommen, als bis sich meine der Börsensteuer widersprochen wie den Getreidezöllen; sie ist Partei darüber hermacht und ein Dußend Bauern als Abgeord- auch die einzige Partei, welche in der Währungsfrage geschlossen nete hierher zitirt.( Heiterkeit.) Man sagt, es sei unsere Absicht, stimmt.( Aha! links. Große Heiterkeit.) Herr Barth bezeichnet den Bauernstand zu verschulden, um ihn zu uns herüberzuziehen. den Grund und Boden als Kapital. Das ist allerdings nach dem Am Tische des Bundesrathes: von Bötticher, von Ständen wir wirklich auf so wahnsinnigem Standpunkte, was römischen Recht der Fall. Aber für die Erhaltung des Staates Heyden, von Malzahn, von Marschall. würde uns ein verschuldeter Bauernstand helfen? Von einer ist nicht der Grundbesitz wichtig, der verkauft wird, um möglichst Die erste Berathung der Anträge Auer und Richter Partei, die darauf ausgeht, die Massen zu verarmen, zu ver- hohen Gewinn daraus zu ziehen. Es scheint mir, als wenn wird fortgesetzt. schulden und zu proletarisiren, würde sich das Volk sicher ab- dem Herrn vorschwebte eine Expropriation der Grundbefizer durch Abg. Schuler( 3entr., Pfarrer in Istein in Baden): Man wenden; das wäre für uns nur der reine Selbstmord. Im Herabdrückung der Rente der Landwirthschaft. Man will die darf sich nicht wundern, daß bei der gegenwärtigen Debatte so Gegentheil, wir wollen dafür sorgen, daß die Ungerechtigkeit be- jezigen Grundbesitzer wegbringen. Ein christlicher Staat dürfte sich viele badische Landestinder das Wort ergreifen. Es wird ja auch seitigt wird; für die Proletarisation sorgt die rechte Seite des darauf nicht einlassen, und die Landwirthschaft wird sich das sonst immerfort auf badische Verhältnisse und badische Enquêten Hauses. Wir wollen das Proletariat aus der Welt nicht gefallen lassen. Diejenigen, die mit Grundstücken handeln, aufmerksam gemacht. Die Sozialdemokraten, obwohl sie sonst den schaffen durch Beseitigung der erbärmlichen Zustände. will ich nicht schüßen. Die Hauptfrage ist, ist der seit JahrTeufel als die einzige anständige Person in der Bibel be: Selbst Rittergutsbesitzer aus Ostpreußen haben mir ver hunderten auf seiner Scholle sißende Bauernstand noch im Stande, zeichnen, haben doch in dieser Debatte auf die von der Bibel sichert, daß eine Verbesserung in der Lage der land- sich zu halten? In der letzten Zeit war das nicht der Fall. geforderte Nächstenliebe verwiesen und derart die Aufhebung der wirthschaftlichen Arbeiter und der kleineren Landwirthe Der Staat hat aber ein Interesse daran, den Bauernstand zu Getreidezölle begründen wollen. Dieser Appell an die Bibel in keiner Weise eingetreten fei, das Leben vielmehr viel schlechter erhalten. Wenn die Freifinnigen Gegner der Sozialisten sein steht aber in feinem Zusammenhang mit der sonstigen Haltung sei als vor den landwirthschaftlichen Zöllen. Und dazu ist nicht wollen, dann müßten sie ihre Agitation etwas anders einrichten. der Sozialdemokratie, die ja keine Almosen will, sondern ein der Gledlohn, sondern der Naturallohn vorherrschend. Die Jch erinnere an das Bild von dem dicken Manne und dem Recht auf Arbeit geltend macht.( Ironischer Zwischenruf aus Wohnungen der landwirthschaftlichen Arbeiter im Osten sind zehn dünnen Manne; ersterer in dem gesegneten Oesterreich, letzterer den Reihen der Sozialdemokraten: Recht auf Faulheit!") Mal schlechter als die Schweineställe so manches Grafen im bei uns. Das muß auf den gewöhnlichen Mann, der den ZuWenn Sie es selber sagen, muß es ja wahr sein.( Heiterfeit.) Westen. Die Leute müssen ihre Fenster mit Bretter vernageln sammenhang der Dinge nicht fennt, vergiftend wirken. Ich er In der Bibel steht aber auch folgender Spruch:" Du sollst dem gegen die Kälte und den Luftzug; der Gutsbesizer läßt ihnen innere ferner an das Lied:" Frei muß das Brot sein und frei Ochsen, der da drischet, nicht das Maul verbinden." Das heißt keine Scheiben einsetzen. Auch die Behandlung ist erbärmlich. das Licht!"( Verlag der Aktiengesellschaft Fortschritt".) Redner auf unsere Verhältnisse angewandt:„ Du sollst den Arbeiter ge- In dem Reichstags- Wahlkreise des Herrn v. Kardorff hatte ein verliest dasselbe.( Heiterfeit rechts. Sehr wahr! Sehr richtig! nügend löhnen". Das ist aber nur möglich, wenn dem Land- Knecht sich allerdings eines Diebstahls schuldig gemacht( aha! links.) Der gewöhnliche Mann weiß gar nicht, daß die minimale wirth selbst infolge der Schutzölle ein Verdienst ermöglicht wird. rechts), er stahl aber nicht für seine Person, sondern für die Besteuerung von Petroleum u. s. w. für ihn selbst ein Schuh ist. In den Kranz von Blüthen, den die Sozialdemokraten für ihre Pferde seines Herrn, denn er nahm, weil er nicht genügend( Große Heiterkeit links). In der Pfalz ist ein Wahlaufruf der Ansichten auftifchen, will ich hier ein recht hübsches Gremplar Futter bekam, um die Pferde gut erhalten zu können, selbst Freisinnigen und Demokraten erschienen, welcher sich für die einer Blume hineinstellen. In einer großstädtischen Fabrik soll das Futter vom Boden herunter. Sein Herr stellte ihm Alters- und Invalidenversicherung erklärt, trotzdem die Herren einmal der Lohn nur 10-12 M. wöchentlich betragen haben. Die Alternative, ob er ihn den Gericht übergeben oder Richter und Schrader sich doch sehr energisch dagegen erklärt Infolge eines damit zusammenhängenden Prozesses wurde gericht 24 Peitschenhiebe geben solle. Der Knecht glaubte nicht haben. Man sollte auch bedenken, daß diese Versicherung die lich festgestellt, daß solche Löhne in der That als Hunger- an die Rohheit seines Herrn und wählte in seiner Angst die Landwirthschaft belastet, und ihr deshalb die Einnahme aus den Löhne bezeichnet werden müssen. E3 wurde dann von Peitschenhiebe. Der Herr nahm seine Reitpeitsche und zog ihm Getreidezöllen nicht schmälern. Die Anträge sind allerdings eine anderer Seite zugegeben, daß solche Löhne die Arbeiterinnen 24 über, so daß der Knecht acht Tage davon frank war.( Große Folge der Wahltaktik; aber ob Sie jetzt mit Stolz und Freude absolut zwingen, ein gewisses Nebengewerbe zu treiben, Unruhe rechts; Rufe: Namen nennen!) Das geschah im Wahl- auf die Verhandlungen zurückblicken, weiß ich doch nicht. Einen wenn sie nicht verhungern wollen.( Der Präsident freis des Herrn von Kardorff.( Zwischenrufe links.) Gewiß war Effekt hat Herr Richter erzielt: Es ist eine Beunruhigung eingemahnt den Redner wiederholt, nicht von den Hungerlöhnen, son-| es ein Konservativer.( Heiterkeit. Rufe: Namen nennen! Korn-| treten, man fürchtet eine Ermäßigung der Getreidepreise. Die Gutdern von den Getreidezöllen zu sprechen, die der Gegenstand der zölle!) Die Stimmen des Herrn v. Kardorff bei der Wahl sind fituirten werden davon nicht berührt, aber diejenigen, welche sich Verhandlung sind.) Aber der Abg. Schuler kann sich von den auch um 3000 heruntergegangen.( Rufe rechts: Kornzölle!) Ja, in einer Nothlage befanden, werden ruinirt; es werden sehr Hungerlöhnen nicht trennen und bemerkt auf eine erneuerte Mah- gerade infolge der Kornzölle!( Lachen rechts.) Die veranlassen die viele Existenzen vernichtet werden. nung: Ich wollte von den Hungerlöhnen sprechen. Präsident: kleinen Leute, oppositionell zu stimmen. Herr Zorn v. Bulach rechts.) Die Sozialdemokraten haben sich offen bekannt zur ( Lebhafte Zustimmung Und ich will, daß Sie nicht davon sprechen und rufe Sie, weil schildert die Verhältnisse in Elsaß- Lothringen mit sehr greller Expropriation des Grundbesitzes. Herr Richter hat sich auch für Sie sich meiner Aufforderung nicht fügen, zur Ordnung. Redner Farbe und meint, die dortigen Bauern wünschten eher eine Zoll- die vollständige Abschaffung der Getreidezölle erflärt; es besteht fährt fort: Die Getreidezölle haben den einen Hauptwerth, daß erhöhung. Gewiß, der Appetit kommt eben mit dem Essen. Es in dieser Beziehung fein Unterschied zwischen ihm und den Sozialsie das Ausland hindern, seine minderwerthige Waare auf den ist drastisch, daß die Herren aus Elsaß- Lothringen immer demokraten. Alle Auslassungen Richter's tragen einen agitatorideutschen Markt zu bringen. Eine Vertheuerung des Brotes haben dann da sind, wenn es gilt, ihre eigenen Interessen wahrzu- schen Anstrich; ich bin erst heute im Reichsfreund" so angegriffen, die Getreidezölle nicht herbeigeführt, das beweist die Statistik; nehmen, während sie sich sonst nicht um die Interessen des daß man mir nur mit Vorsicht gegenübertreten wird.( Heiterfeit.) jedenfalls waren die Getreidepreise früher vor den Zöllen ebenso Reichs fümmern. hoch und höher als jetzt. Außerdem darf man nicht vergessen, daß Ob das gerade hübsch ist einem Kollegen gegenüber, weiß ich Bizepräsident Graf Ballestrem: Der Redner beschuldigt die nicht.( Heiterkeit.) Aber die Angriffe gegen mich sind ja nichts die vielfachen Verbesserungen der Verkehrswege die Einfuhr erleich Abgeordneten aus Elsaß- Lothringen, daß sie nur ihre Privat- gegen die Angriffe auf den Reichskanzler. Diese Angriffe sind tert haben, so daß die Schutzölle die deutsche Landwirthschaft schützen interessen wahrnehmen und sonst nicht die Interessen des Reichs. charakteristisch für den Träger der Kornzoll Liga, die ja erfreu müssen gegen die übermäßige Konkurrenz. Die Petitionen sprechen Das widerspricht der Ordnung des Hauses, ich rufe ihn deshalb licher Weise im Zoologischen Garten ihren Anfang nahm.( Heiteralle für die Beibehaltung der Getreidezölle, ja es sind mir sogar zur Ordnung.( Beifall rechts.) Zuschristen zugegangen, welche die Erhöhung fordern. Wenn sich feit.) In dem Punkte hat Herr Richter recht; die Macht der Abg. Schulte( fortfahrend): Es ist nicht meine Absicht, zu Verhältnisse ist stärker als der Wille des Menschen. Wenn die Landgüter höchstens mit 2 v. H. rentiren, wenn zum Theil behaupten, daß die Herren ihre Privatinteressen vertreten. Herr ich fürchten müßte, daß die wüste demagogische Agitation, nicht einmal die Selbstkosten erarbeitet werden, dann kann man Zorn v. Bulach behauptet, die kleine Gemeinde Gravelotte nehme welche Alles umstürzen will, irgend welchen Erfolg haben würde, doch nicht von glänzender Lage der Landwirthschaft sprechen. infolge der Kornzölle 8000 M. mehr ein. Die 8000 M. müssen dann würde ich für die Zukunft des Vaterlandes besorgt Die Mehrheit des Hauses hat die Wichtigkeit des Bauernstandes doch von irgend Jemand bezahlt werden. erkannt, der gestärkt werden muß, weil in den Industriegegenden sie nun? Die Zufriedenheit ist in Elsaß- Lothringen durchaus rechts.) Wer bezahlt sein; aber die Agitation wird nichts erreichen.( Zustimmung genug Zündstoff angehäuft ist. Es mag Manchem nicht gefallen, nicht so sehr allgemein vorhanden; wie sollte ich sonst die systematisch durchgeführt; für Gerste und Mais sind auf Wunsch Die landwirthschaftlichen Zölle sind durchaus nicht daß wir diese Grundlage des Staatswesens stärken wollen; aber Wahl meines Barteigenossen Hickel in Mülhausen deuten? der bayerischen Regierung niedrigere Tarife eingeführt, sehr gegen das sind keine Phrasen, sondern das ist eine patriotische That. Der Hinweis auf das Christenthum ist sehr ungünstig gewählt. den Willen der bayerischen Landwirthe.( Hört! rechts.) Wenn ( Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) Aus dem Getreide entsteht das Brot, und Brot ist in Bezug auf man etwas schaffen will für die Landwirthschaft, dann gebe man Abg. Schulte( Soz., Königsberg): Wenn auch an eine An- das Christenthum eine geheiligte Speise, welche die Apostel und ihr die Wollzölle und ermögliche ihr die Schaffung von Koalitionen, nahme des von meiner Fraktion gestellten Antrages nicht zu denken ist, Jünger Jesu in alle Gemeinden trugen. Ich bedauere von wie sie die Industrie hat. Die einzige Koalition, welche versucht so bin ich doch der festen Ueberzeugung, daß die Macht der Verhältnisse meinem atheistischen Standpunkte, daß Sie dem Volke diese wurde für die Spiritusindustrie, ist nicht zu Stande gekommen. Sie über kurz oder lang zwingen wird, mit einem System zu christliche heilige Speise vorenthalten.( Lachen rechts.) Was ist Von der Industrie werden die Schutzölle viel mehr ausgenutzt, brechen, welches auf solche Weise die große Masse des Volks be- Ihr Christenthum, wenn Sie es nur im Munde führen? Man als von der Landwirthschaft. lastet. Daß diese Erkenntniß auch auf dem Lande sich mehr und sagt, das Reich brauche doch die Einnahmequelle der Zölle. Der durch die Zölle ihre Bedürfnisse etwas vertheuert werden, Wenn den Arbeitern auch mehr Bahn bricht, beweist der Zuwachs sozialdemokratischer Abg. Windthorst will nur bewilligen, was wir durchaus brauchen. so sollte man doch bedenken, daß durch die Kranken-, UnStimmen in ländlichen Wahlkreisen, obwohl von uns dort fast Es ist aber immer mehr und mehr bewilligt worden. Unsere fall- und Invalidenversicherung den Arbeitern im Beharrungsgar nicht agitirt worden ist. Hätten wir beispielsweise in Ost- Ausgaben müssen unter allen Umständen reduzirt werden. zustande 200 Millionen Mark zufallen. Der sozialistische Staat, preußen eine größere Agitation entfaltet, so würde es gewissen Was sollen wir bei den fortgesetzten Anleihen in Zu- in welchem doch die landwirthschaftlichen Arbeiter ebenso gelohnt Herren sehr schwer geworden sein, in den Reichstag zu kommen. funft machen? Wir sollen für den Krieg gerüstet sein. werden müßten wie die industriellen Arbeiter, könnte nur bestehen Meine Partei wäre die erste, wenn es gälte, einer bestimmten Glauben Sie mit Ihren Armeen allein den Sieg erkämpfen zu bei einer beschränkten Anzahl von Menschen und bei einem abKlasse zu helfen, weil sonst das Ganze litte. Der Getreidezoll tönnen? Zum Kriegführen gehört Geld und nochmals Geld foluten Prohibitivsystem.( Beifall rechts.) Das mobile Kapital Tommt aber nicht dem kleinen Grundbesitz zu Gute und abermals Geld. Ein wirthschaftlich ruinirtes Bolt kann weiß sehr wohl, wo etwas zu verdienen ist; an die Landwirth" Die Abgg. v. Frege, Klemm( Sachsen), Holt, v. Münch, und dies sind 80 pet.-, sondern wesentlich dem Groß- weder die Militärlast noch den Krieg aushalten. Geht das so schaft geht es nicht heran.( Sehr richtig! rechts.) Deshalb muß grundbesitz, der dieser Hilfe nicht bedarf. Der Getreide- weiter, so müssen wir bei einer Kriegserklärung sofort abrüsten dieselbe geschützt werden. Unser Schutzzollsystem ist ein großes zoll vertheuert das Brot, denn wir sind auf die Ein- und Frieden schließen, weil das Geld fehlt. Never furz oder Räderwert, in welchem nicht ein Rädchen entbehrt werden kann. fuhr von Getreide angewiesen. In Königsberg wurde an der lang muß doch eine Aenderung eintreten. Eine geeignete Ein- Deshalb bitte ich Sie die Anträge abzulehnen.( Lebhafter Beifall Börse inländisches Getreide über 40 M. höher notirt, als Transit, nahmequelle wäre das direkte Steuersystem. Es ist leichter, eine rechts.) d. h. russisches Getreide. In Danzig stieg diese Differenz sogar Steuer in barem Geld mit einem Mal zu zahlen, als Tag für Abg. v. Pfetten( 3., Bayern) hebt hervor, daß der bis über 50 m., und so viel macht der Zoll aus. Dazu fomnt Tag und Woche für Woche indirekt. Aber das Volk soll eben nicht entwickelte Verkehr jetzt einen Schuh der Landwirthschaft die Preissteigerung der übrigen Lebensmittel. Der arme Mann wissen, wieviel an Steuern es zahlen muß. Gine direkte Steuer und der Industrie gegen ißt trop der hohen Zölle faum weniger Brot, wenn auch zu läßt sich auch gerechter vertheilen, wirkt nicht so als Kopfsteuer fordere, namentlich auch wegen der sozialpolitischen Gesetzdie auswärtige Konkurrenz er gegeben werden muß, daß er sich mehr der Kartoffel zugewendet wie die Getreidezölle, bei denen die größte Familie den größten gebung, welche den Deutschen erhebliche Lasten aufbürde. hat. Die Lebenshaltung der kleinen Leute hat sich also entschieden Steuersatz zahlt. Herrn Bebel wirft man vor, daß er den armen Redner sucht dann im Einzelnen nachzuweisen sowohl bei den verschlechtert. Dies gilt insbesondere von meinem Wahlkreise Leuten das Weihnachtsfest vergälle. Das ist allgemein ge- Getreide als bei den Fleischpreisen, daß der Konsument nicht den Königsberg. Königsberg war der Haupt- Handelsplatz für Ost- schehen, die Weihnachtsgeschente sind fortgesetzt erbärm- Zoll trägt, daß die Preisschwankungen auf andere Ursachen zupreußen, nicht blos für das ostpreußische Getreide, sondern that licher geworden. Immer größere Kreise der Bevölkerung rückzuführen sind. Redner bleibt aber in den Einzelheiten auf der sächlich für den größten Theil des russischen Getreides. Durch werden von der Ueberzeugung durchdrungen, daß es so nicht Tribüne unverständlich. die Getreidezölle ist Königsberg an den Abgrund des Ruins ge- weiter geht. Wähler, die bei der letzten Wahl noch streng konser- Die Diskussion wird geschlossen. bracht worden. Die dortige Arbeitslosigkeit hat zu den bedenk- vativ gewählt haben, haben mich gebeten, hier dafür einzutreten, lichsten Folgen Veranlassung gegeben. Im vorigen Jahre schaarten daß endlich einmal eine Verbilligung der Nahrungsmittel erfolge. Hickel und Böckel erklären zur Geschäftsordnung, daß ihnen sich Tausende von Arbeitern vor dem Rathhause zusammen und Wenn Sie auf dem bisherigen Wege fortfahren, haben Sie( rechts) durch den Schluß der Diskussion das Wort abgeschnitten ist. Der verlangten von dem Bürgermeister Arbeit. Das ist die Folge zu fürchten, daß Sie bei der nächsten Wahl noch weiter viele Letztere fügt hinzu, daß seine politischen Freunde mit aller einer solchen unglückseligen Wirthschaftspolitik. Daß der Westen Stimmen verlieren. Die Landwirthschaft ist auf anderem Wege Energie für die Erhaltung der Zölle, namentlich der Schutzölle, mit den Zöllen zufrieden ist, begreife ich, denn dort ist der Boden zu heben. Bei der heutigen Privatwirthschaft kommen die Natur eintreten werden. ergiebiger. Auch die Vermehrung der Auswanderungsziffer aus fräfte nicht zur vollen Entfaltung, können die technischen Fortden östlichen Provinzen beweist, daß die Zölle ungünstig gewirkt schritte nicht ausgebeutet werden. Die ganze Entwicklung drängt Das Schlußwort für den Antrag Auer erhält haben. Im Jahre 1889 betrug die Auswanderung aus dem wie bei der Industrie auch bei der Landwirthschaft darauf hin, für die Beseitigung resp. Ermäßigung der Lebensmittelzölle vorAbg. Schumacher: Die von der linken Seite des Hauses ganzen Deutschland 90350 Personen. Aus West- und Ostpreußen, die kleinere Produktion durch die größere zu verdrängen. Wir gebrachten Argumente sind nicht widerlegt worden. Posen und Pommern sind allein nicht weniger als der dritte müssen deshalb einem anderen Wirthschaftssystem die Bahnen ebnen, bin überzeugt, daß Theil dieser Zahl ausgewandert. Man wandert aus, trotzdem das kommen wird und muß. Die Sozialisierung der Gesellschaft der eben der Graf Mirbach sprach, den Bruch dieses Zolldie Macht der Verhältnisse", man weiß, daß Amerika kein Land ist, wo jezt noch Reich- wird sich immer mehr vollziehen, und durch die Vertheurung systems herbeiführen wird. Unser Antrag kommt, weil er ein thümer zu erwerben sind. Dazu kommt die Einführung der der Nahrungsmittel werden Sie sie am allerwenigsten aufhalten. Geſetzentwurf iſt, jetzt nicht zur Abstimmung. Die zweite Lesung Grenzsperre, welche der Landwirthschaft gar nicht einmal( Beifall bei den Sozialdemokraten.) genügt, dagegen dem armen Mann das Fleisch vertheuert Abg. Graf Mirbach( dk.): Die Geschäftsstockung in Königs- deshalb stimmen wir ohne Aufgabe unserer Prinzipien jezt für wird erst später stattfinden, da noch andere Anträge vorliegen, hat. Wenn die Regierung nicht an die Bertheuerung der Lebens- berg entsprang der schlechten Ernte von 1888 und der da die freisinnigen Anträge. mittel geglaubt hätte, so hätte sie nicht im vorigen Jahre die durch verminderten Kaufkraft der Landwirthe der Provinzen und Erhöhung der Beamtengehälter beantragt. Sie sieht wohl selbst von den hohen Preisen wissen die dortigen Landwirthe nichts. preußen einmüthig zusammenstehen gegen die Ermäßigung der Abg. Richter: Nach dem Grafen Mirbach soll ganz Ostein, daß auch für den Soldaten höhere Preise für Brot, Fleisch Als ein freisinniger Abgeordneter davon reden wollte, wurde er Getreidezölle.( Sehr richtig! rechts.) Sehr unrichtig! Denn im und höhere Futterpreise für die Pjerde gezahlt werden müssen, sehr unsanft vor die Thüre gefeßt. Daß bei der Behandlung der Landesökonomie- Kollegium war die einzige Stimme gegen eine Man sagt, die Bölle schafften dem Arbeiter mehr Arbeit: ich Leute einige Rohheiten vorkommen, die ich bedauere, ist möglich. Demonstration für die Getreidezölle, die des Generalsekretärs des bestreite das. Wollen Sie dem Arbeiter wirklich mehr Arbeit Aber der Vorredner hätte doch auch mittheilen sollen, welche landwirthschaftlichen Vereins für Littauen und Masuren.( Hört! verschaffen, so nehmen Sie die von uns gestellten Anträge an. großartigen Wohlthätigkeits- Anstalten, Hospitäler u. f. w. der links.) Gin Mißtrauensvotum gegen diesen Mann wurde mit Der Graf Kanit hat behauptet, daß der Lohn der Bergarbeiter Großgrundbesiß fast über seine Mittel hinaus geschaffen hat. großer Mehrheit abgelehnt.( Hört! lints.) um 20-30 pet. gestiegen wäre. Selbst wenn diese Steigerung( Zustimmung rechts.) Nicht der Mangel an Grund und Boden, reichen Busammenhangslosigkeit, welche den Grafen Mirbach wirklich eingetreten wäre, so stände dem doch die Erhöhung der nicht die Unmöglichkeit des Erwerbs eigenen Eigenthums treibt auszeichnet( große Heiterkeit), hat Lebensmittelpreise um mindestens 20 pct. gegenüber. Außerdem die Leute aus dem Lande; es finden Zwangsverkäufe genug statt. schmerzen er auch seine Wahlwäre sie lediglich eine Folge der Streiks der Bergarbeiter. Aus Aber die Leute, welche sich selbstständig machen wollen, haben Kategorien von Leuten: Kleinen Leuten, von denen er heute gevorgebracht. Er verdankt seine Wahl zwei freien Stücken hätte man den Bergarbeitern den Lohn nicht erhöht. feine Winterarbeit. Infolge der Hölle haben die Arbeiter, die kleinen Beamten ihre Güter mit ihren großen Forsten vorhanden sind. Ich komme nun die nicht erkennen, daß Graf Mirbach ein Vertreter ist, der die Die finden sie nur da, wo die großen sprochen hat, die den Zusammenhang der Dinge nicht erkennen", Bedürfnisse einschränken müssen, auch die Bauern.[ Wirkliche zu Herrn Barth Die freisinnige Partei hat allen Maßregeln Interessen der kleinen Leute schädigt, der durch seine AbIch von In der geist stimmungen es dahin gebracht hat, daß nach der schlechten Ernte I wir in einer Abstimmung mit den Polen und Elsässern uns zu- I wünscht hätte. Da Herr Richter darin nicht einwilligt und er Kleine Leute genöthigt gewesen sind, noch Santgetreide zu kaufen sammentrafen, gerade darin ein Kennzeichen erblickt, daß es nicht einen aussichtslosen Antrag stellen wolle, wolle er dies im zu dem durch die Kornzölle vertheuerten Preise. Die zweite nicht auf Staatserhaltung abgesehen sei, sondern daß man der Namen eines Theils seiner Freunde erklären. Kategorie sind die, die sich vor dem Herrn Landrath fürchten und Reichsfeindschaft dringend verdächtig sei.( Große Unruhe.) Wir Abg. Singer( zur Geschäftsordnung) beantragt den Antrag allen Denen, die ihm zugethan sind. In dem Augenblick, wo der haben nichts gemein mit dem französischen Liberalismus, der Auer der Budgetkommission zur Vorberathung zu überweisen. Oberpräsident von Schlieckmann und ähnliche Beamten versetzt heute noch nicht zur Einführung einer Einkommensteuer in den Dieser Antrag wird abgelehnt; die Berathung des Antrages würden aus Ostpreußen, verschwände nicht nur der Herr von Gemeinden kommen kann, sondern durch hohe Oftrois die Laften Auer wird in zweiter Lesung im Plenum stattfinden. Schlieckmann aus seinem Wahlkreise Tilsit, sondern es würden den Minderwohlhabenden auferlegt, nichts gemein mit dem fran- In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Richter große Wandlungen in der Provinz Ostpreußen überhaupt zösischen Liberalismus, der das Stellvertretungssystem im Heere mit 210 gegen 106 Stimmen abgelehnt. Mit der aus eintreten. Was bei der letzten Wahl in Sensburg- Ortelsburg zu Gunsten der Besitzenden aufrecht erhalten hat, bis es nicht Sozialdemokraten, Voltsparteilern und Freiſinnigen zusammendem Grafen Mirbach passirt ist, daran bin ich ganz un mehr ging. Nichts gemein mit der französischen Bourgeoisie, gesetzten Minderheit stimmen auch noch die Nationalliberalen schuldig; ich habe nachträglich davon gehört. Das ist nicht die nur ein Zerrbild des Liberalismus ist, nur Einfluß Hastedt und Hoffmann, die Welfen v. d. Decken und v. Minniüber eine kleine Neckerei hinausgegangen, denn zur Zeit ist Graf auf die Staatsleitung gewinnen will im Interesse einer gerode, endlich die Wilden Rösicke, Langerfeldt und Johannsen. Mirbach zum Schütteln noch nicht reif.( Große Heiterkeit.) Es Klasse. Herr Zorn von Bulach spricht von der Aus- Die eingegangenen Petitionen werden durch diesen Beschluß als hat aber hingereicht, ihn in jene Wahlnervosität zu versetzen, der wanderung, warum erklärt er nicht lieber das Problem, erledigt erklärt. Schluß: 6 Uhr. Nächste Sigung: Sonnabend 1 Uhr. Lokales: " weiter nichts!" er Ausdruck gab, und die mir erklärlich ist, da er schon einmal warum in Frankreich fortgesezt die Bevölkerung stärker abeinem kurzen Handstreich meines Freundes Dirichlet zum Opfer nimmt als in anderen Ländern? Wie kann man uns Frankreich( Kleinere Vorlagen und Wahlprüfungen. gefallen ist. Kein Engel ist so rein, muß man sagen, in Bezug als Muster hinstellen, das in einem Jahrhundert sieben Mal auf Agitation, wenn man die Rede des Grafen Mirbach ange- feine Verfassung geändert hat? Herr v. Kardorff sprach von hört hat. Die gegenwärtige Gesetzgebung, die wir bekämpfen meinen Lebensgewohnheiten. Dazu gehört es nicht, wie mir und die zu unserem Antrag geführt hat, ist durch die Agitation fälschlich nachgesagt wird, gegen die Regierung unter allen Umder Agrarier, die ausging von dem Kongreß der Landwirthe, ständen zu opponiren, zu negiren, zu nörgeln. Gerade um von der Gesellschaft der Steuer- und Wirthschaftsreformer, gefehrt! Herr v. Schalscha sagt uns: rechter Hand, linfer Hand, Wohlthätigkeit und Spiel. Durch die bürgerlichen Zei zu deren Führern und geistigem Mittelpunkt der Graf Mirbach Alles vertauscht. Nein, links von seiner Hand ist nichts vertungen gingen in diesen Tagen die Anregung, das Kartenspiel in selbst gehört, herbeigeführt. Da ist eine Agitation er- tauscht, wir sind die Alten, wir haben Herrn v. Caprivi in der den Dienst der Wohlthätigkeit zu stellen und einmal eine ganze regt worden, der alle Agitation von unserer und sozialdemo- Militärvorlage betämpft, weil sie nicht fachlich gerechtfertigt war Woche hindurch, etwa Ende Januar, für arme Kinder Stat zu kratischer Seite nicht das Wasser reicht.( Gelächter rechts.) und unterstützen ihn bei dem Versuche der Handelsverträge, weil spielen. Als Motto war dem betreffenden Artikel der bekannte Von agrarischer Seite ist im Jahre 1877-78 in Ver- wir diese Politik für gerechtfertigt halten. Wir treiben fachliche Ausspruch beigegeben: Pro patria est, dum ludere videmur, hegung gegen das bewegliche Kapital, gegen Handel und Gewerbe, Politik( Au weih! rechts) niemals persönliche. Ich schüße den welcher in freier Uebersehung lautet: Wir wirken für das Ge gegen ganze fonfeffionelle Richtungen Alles versucht worden, um jezigen Reichstanzler gegen ungerechtfertigte Angriffe, weil es da meinwohl, während wir nur zu spielen scheinen. Es wurde auch Die Gesetzgebung der ersten Periode des Fürsten Bismarck abzu auch die Pflicht der Parteien ist, die sonst der Regierung fern stehen. Darauf hingewiesen, daß diese Idee nicht neu sei, da schon vor ändern und in die Gesetzgebung zu verfehren, die wir heute Herr von Kardorff hat es gewissermaßen als persönlichen Sport fünf Jahren an 3 vorher zu diesem Zwecke bestimmten Tagen bekämpfen müssen. Nun fühlen sich die Herren beunruhigt, wenn von mir hingestellt, den Fürsten Bismarck anzugreifen. Allerdings, 40 000 M. zu einem wohlthätigen Zweck verspielt worden seien. wir versuchen, unsererseits diese nachtheilige Gesetzgebung allen ich habe den Fürsten Bismarck hier angegriffen zu einer Zeit, Wir meinen, daß die dee auch deswegen nicht neu und verKlaffen der Bevölkerung zu kennzeichnen. Niemand kann schärfer als er, um in der Sprache des Herrn von Kardorff zu reden, wunderlich ist, weil ja Wohlthätigkeit und Spiel, wie sie von der unterscheiden als ich zwischen demagogischer und erlaubter noch der Löwe des Tages war, und zwar in dem Maße immer Bourgeoisie geübt werden, ohnedies viel Verwandtes haben, weil Agitation.( Na! na! rechts.) Demagogisch ist solche, die Unzu schärfer, als seine Wirthschaftspolitik immer mehr entgegengeseht die Wohlthätigkeit für viele geradezu ein Art Spiel ist. Die friedenheit erregt, aber nicht die Mittel zeigt, wie man die Zu- war derjenigen, die er in den ersten 14 Jahren seiner Regierung Bahl derer, welche aus Mitleid und Nächstenliebe wolhthätig sind, friedenheit herstellen kann. Um dies zu zeigen, haben wir den verfolgt hat. As 1862 Fürst Bismarck im preußischen Abgeord- ist sicherlich außerordentlich gering. Die einen sind es aus eigenAntrag eingebracht, der Alles klarlegt in welcher Weise wir netenhaufe jene Handelspolitik einleitete, zu der jegt sein Nach- nütziger Absicht, nämlich um zu glänzen, um für eine kirchliche den gegenwärtigen Uebelständen abhelfen können. Graf Mir- folger zurückkehrt, hat die Fortschrittspartei im heftigsten Militär- oder politische Partei Propaganda zu machen, oder auch bach stellt es so dar, als ob wir die Vertreter des beweg- konflikt, im Konnikt um die Verfassung sich nicht abhalten lassen, um die unzufriedenen Glemente" zu beruhigen. Die lichen Kapitals wären. Ach, die großen Vertreter des be- ihn darin zu unterstüßen; und als er 1873 den Antrag vor den anderen betreiben betreiben die Wohlthätigkeit", wie gesagt, als weglichen Rapitals sigen zumeist in ganz anderen Reihen; Reichstag brachte, fofort die Eisenzölle im Interesse der Sport. Der oben angeführte Aussprnch müßte eigentlich umgees giebt Besitzer große Güter, die nebenbei auch ein bischen be- Landwirthschaft aufzuheben, habe ich Ihnen, wenn Sie darauf dreht werden und heißen: Wir spielen nur, während wir für das wegliches Rapital haben( Heiterkeit links), die sich nicht scheuen, Werth legen, bewiesen, daß ich kein Gegner der Land- Gemeinwohl zu wirken scheinen. Es gewährt eine gewisse BeSpekulationen zu machen, die ich mir niemals erlaubt habe. wirthschaft bin und bin im Bunde mit jenen Herren auf friedigung, wenn man sich sagen kann, daß man Mitglied des Man hält manche Spekulationen in Spiritus und Zucker für er- der äußersten Rechten, die mir heute als agrarische Partei gegen Vollstüchen- Vereins, des Vereins zur Besserung der entlassenen laubt, die man in Effekten für unanständig hätt. Sie sprechen überstehen, für die Regierungsvorlage eingetreten, obwohl damals Strafgefangenen, des Vereins der Sammler von Zigarren vom Bankgesetz. Haben wir 32 Mann der letzten Session das ein Mandat für mich wegen dieser Haltung in Frage stand. abschnitten, des Komitees für die Ferienkolonien, für WeihnachtsBankgeses gemacht? Nein, die Mehrheit des Hauses im Sinne Aber freilich, ich konnte meine Ansicht nicht deshalb ändern, weil befcheerungen und zahlreicher anderer Wohlthätigkeitsvereine und der Regierung zur Schonung des Kapitals.( Lachen rechts.) nach einigen Jahren Fürst Bismarck selber seine Ansicht in das Komitees ist. Das verbreitet eine ganz eigenartige, behagliche Wir wollen nicht um 1/2 pt. mehr oder weniger Dividende Gegentheil verkehrte. Nachdem er im November 1875 erklärt Stimmung, die doch nun einmal zum ungetrübten Genuß der feilschen, weil wir nicht wollten, daß der Reichsbank als reiner hatte, er wolle mit unserer Hilfe alle Schutzölle beseitigen und Freuden dieses Lebens unumgänglich nöthig ist. Wenn solch ein Staatsanstalt Handel und Kapital unterthan gemacht wird. Des- nur Finanzzölle bestehen lassen, verkehrte er dann seine Politit vielfacher Menschenfreund des morgens sein Leiborgan entfaltet halb haben wir für das Bankgesetz gestimmt. Wir haben in das gerade Gegentheil und strebte danach, Schizzölle auf und darin liest, wie viel Hungrige in den Volksküchen gespeist, gegen Die Börsensteuer gestimmt( Lachen rechts), weil alle Artifel zu legen. Von dem Augenblick an haben Sie auf der wie viel Obdachlose in den Asylen genächtigt haben, dann schmeckt wir gegen alle Steuern auf den Verkehr und den rechten Seite sich gedreht.( Sehr richtig! links.) Alles, was Sie ihm sein Frühstück noch einmal so gut, und er trägt das Haupt Umsatz sind. Sie nehmen dabei immer jene Steuern heute mit so vieler Ueberzeugung vertreten, ist nicht ursprüngliche noch einmal so hoch in dem Gedanken, wie wir es doch so herr aus, die auf Produkten gelegt gelegt sind; die wollten Ansicht, sondern haben Sie sich angeeignet, nachdem Fürst Bismarcklich weit gebracht. Der verwegenſte Segler oder der berühmteste auch Sie freilassen und nur Effektenumfäße mit Steuern vorangegangen.( Sehr richtig! links.) Aber es ist eine alte Er- Bicyclist tann nicht stolzer sein, wenn er berichtet, daß sein Klub belegen. Heute weiß Jeder, daß diese Börsensteuer nichts weniger fahrung, je neuer man in seinen Ansichten ist, um so fanatischer, bei der letzten Regatta oder bei dem letzten Wettfahren den Sieg als die reinen Rapitalisten und Makler an der Börse trifft, und man glaubt sich heftige Ausdrücke dann gestatten zu davongetragen hat. Es ist auch persönlich von einem eigenthüm sondern daß diese es verstehen, von ihren Kunden und kleinen tönnen gegen Die, die derselben Ansicht treu geblieben sind, zu lichen Reiz dieses Wachsthum. Es verursacht ein Gefühl ähn Leuten sogar mehr zu erheben, als sie an Steuern auslegen. Der man sich früher selbst bekannt hat. Daß ich in der zweiten lich demjenigen, welches der Bourgeois empfindet, wenn ( Sehr richtig! lints.) Sie werfen uns vor, daß wir gegen das Hälfte der Bismarck'schen Periode immer heftiger gegen den Kanz er den darbenden" Vögeln Brottrumen auss Fensterbrett Wuchergesetz gestimmt haben, als ob wir den Wucher beschützten. ler aufgetreten bin, ist nichts anders, als daß ich die Politik des streut, alte Decken für die frierenden Ziehhunde an den Thier Aus unseren Reifen ist Schulze Delitzsch erstanden, der mit alten Bismarck gegen seine neue Politit vertheidigt habe. Das schutzverein schickt oder einen rohen Kutscher, der sein Pferd mißGründung seiner Vorschuß- und Kreditvereine gegen den Wucher ist ja das Unglück dieses Staatsmannes, den ich wahrhaftig nicht handelt, der Polizei denunzirt. Das hindert zum Glück aber mehr gethan hat, als zwöl Wuchergeseye erreichen.( Sehr richtig!) für einen Stümper erklärt habe; er ist darum immer weiter und nicht, daß derselbe Mann mit dem weichen Herzen unter de links.) Wir haben gegen das Wuchergesetz gestimmt, weil wir es weiter in die Frre gegangen( Widerspruch rechts, Beifall links), wohlgefütterten Baletot an einem vor Hunger und Kälte g als kein taugliches Mittel gegen den Wucher erachteten, sondern weil er nicht genügenden Widerstand selbständiger Ansichten ge- fammengebrochenen Bettler vorbeigeht mit den Worten:„ Der als geeignet, ten Wucher nur noch rajfinirter und verderblicher funden. Hätten sich mehr Männer gefunden, die fest gestanden Kerl ist besoffen, zu machen. Heute sieht man. daß das Wuchergesetz nicht hätten bei der eigenen Ueberzeugung und Charakterfestigkeit Der Proletarier macht dem Bourgeois nicht nur durch seiner feinen Zweck erfüllt und die Befürchtungen bestätigt hat, in ihrer, Ansicht bewiesen hätten, es wäre nicht bis Hände Arbeit das Leben behaglich, nein, selbst wenn er die wir damals denselben entgegenstellten. Graf Mirbach sprach zu jenen Grzessen vorgedrungen, die wir heute in diesem An- Almosen empfängt, trägt er dazu bei, diese Behaglichkeit zu er von den alten Geschlechtern, die seit Jahrhunderten auf väter trage bekämpfen. Herr v. Kardorff hat von dem Fürsten Bismarck Höhen. Es ist eben alles nur Mittel zu diesem einen einzigen lichem Erbe figen.( Rufe rechts: Bauern!) Ja, er sprach vom gewissermaßen wie von einem Todten gesprochen, von 3wed. Unsere moderne Gesellschaft aber benutzt solche gelegent Bauern. Von den Bauern sitzen recht wenige auf altem, ererbtem dem Andenken, das man ehren muß, de mortuis nil nisi bene. liche Wohlthätigkeitsanfälle, wie die geplante Statwoche, um Besitz.( Oho! rechts.) Die alten Bauern sind unter der un- Fürst Bismarck will aber nicht todt sein, er fühlt sich sehr darauf hinzuweisen, daß alles Mögliche für die Armen geschieht. günstigen Nachwirtung des dreißigjährigen Krieges verschwunden. lebendig und will sich bethätigen, und was er gethan hat, giebt sie wirft dann gleichzeitig den Proletariern vor, daß sie eben Was der Bauernstand heute besitzt, verdankt er dem Liberalismus ihm kein Recht, den Grafen Arnim oder Geffeken irgend welche leider nie genug bekämen. Die Hauptschuld daran giebt sie der ( Lachen rechts), denselben Grundsägen der Stein- Hardenberg'schen Vorwürfe zu machen. Da Herr von Kardorff aus eigener Kraft sozialdemokratischen Presse, welche dazu beitrage, die Ünzufrieden Gesetzgebung, die Sie hier bekämpfen. Die Junker, die Friedrich nichts verbringen konnte, hat er ein Flugblatt verlesen, dessen heit zu erhöhen, indem sie das Proletariat gegen alle„ Werke der Wilhelm III. nach Spandau schicken mußte, sprachen in derselben Inhalt allerdings sehr viel geistreicher, wißiger und auch logischer Nächstenliebe" mit Mißtrauen erfülle. Die Strafpredigten, welche Tonart, die heute dem Grafen Mirbach' eigenthümlich ist. Alle war, als Alles, was Herr von Kardorff sagte.( Große Heiterfeit uns deshalb verschiedentlich gehalten worden sind, haben indeß so Achtung vor den alten Geschlechtern, die auf ererbtem Grund und links.) Aber einen Say hat Herr von Kardorff ausgelassen, wenig gewirkt, daß wir uns auch für die Statwoche, die übrigens Boden siken nnd in der Erinnerung an ihre Vorfahren noch heute welcher lautet: Verläßt sich der Bauer auf den Groß mit der lezthin von der evangelischen Alliance abgehaltenen Ge voranleuchten den anderen Besitzern in der Beförderung des Fort Grundbesis, so ist er verlassen genug!"( Buruf Kardorff's: betwoche oder auch mit der Selbstverleugnungswoche der Heils schritte auf wirthschaftlichem Gebiete und in der Landwirthschaft, Habe ich verlesen!) Der Satz ist so richtig, daß er zweimal armee eine verzweifelte Aehnlichkeit hat, nicht begeistern fönnen. aber feine Achtung von jenen heruntergekommenen und verlumpten vorgetragen werden fann.( Seiterkeit.) Fürst Bismarck Wir halten es für unsere Pflicht, immer und immer wieder die Geschlechtern, die nur durch Privilegienwirthschaft sich im Besitz hat geglaubt, mich verächtlich behandeln zu können, behandeln zu können, in Seuchelei und Verlogenheit unserer scheinheiligen, sich human erhalten wollen, was ihnen in ihrer Verschwendungssucht und dem er den Saal verließ bei meinen Reden. Er ist geberdenden Gesellschaft aufzudecken. Wirkliches Verständniß für Wirthschaft sonst unmöglich ist, die in drastischem Gegensatz zu sehr bald wiedergekommen, weil die öffentliche Meinung ihn dazu das allgemeine Glend und darum echtes Mitleid und den aufihren Vätern sich künstlich auf ihrem Besiz erhalten.( Große zwang; denn man hätte sonst angenommen, daß er mir sachlich Unruhe rechts.) Das wollen wir nicht dulden im Interesse des nichts erwidern könne. Er ist gegangen, ich bin geblieben( beiter richtigen Wunsch zu helfen, findet das Proletariat nur bei der ( Heiter- Sozialdemokratie. Bauernstandes. Denn dieser befestigte Großgrundbesitz, der legte feit); um abzutragen die schlechte Gesetzgebung der letzten vierzehn Rest feudaler Fideikommißeinrichtungen ist Schuld daran, daß Jahre der Regierung des Fürsten Bismarc, um die Politik Die Errichtung einer Arbeiter- Hochschule in Berlin hat Der Bauernstand in den östlichen Provinzen nicht in derselben wieder zur Geltung zu bringen, welche in den ersten vierzehn unsere Gegner so verdugt gemacht, daß sie die Sprache nicht Weise auskommen fann wie in Gegenden, wo die französische Jahren seines Regiments geherrscht hat und durch welche er sich finden können und daß die gegnerischen Blätter über die bedeut Herrschaft mit dem Feudalwesen init eisernem Besen auf unsterbliche Verdienste um das Reich erworben hat.( Lebhafter fame Versammlung vom Montage meist kein Wort bringen. Daß geräumt hat. Darumi wandern Die Leute zwar nicht Beifall links.) Unser Antrag ist aussichtslos, um so aussichtsloser, ist ein noch besseres und für uns erfreulicheres Zeichen, als wenn gerade aus Preußisch Holland und Mohrungen, aber aus als verschiedene Fragen in demselben enthalten sind, deren Ver- fie schimpften. Nur das Berl. Tagebl.", das man ungefähr die Den Provinzen Pommern und Posen, wo der fidei neinung die Zahl der Gegner vermehrt. Der Antrag wird abgelehnt; tonische Beilage zum üt" nennen fann, macht den Gründern tommissarische Besis am umfangreichsten ist, in Schaaren die Abgeordneten, die dafür stimmen werden, repräsentiren 2 784 788 den Standpunkt flar und hält ihnen vor, daß ihnen der Geist nach anderen Welttheilen aus, weil sie infolge der Gesetzgebung Stimmen, oder dret Achtel aller Stimmen. Warum haben Sie echter Wissenschaft fremd sei. Der an sich thörichte und im Munde eigenen Besitz nicht erlangen können. Hätte doch die konservative denn vier Tage lang geredet über den aussichtslosen Antrag? der Tageblatt- Gelehrten obendrein komische Vorwurf wird folgender Partei bei der Abstimmung über das Alters- und Invaliditäts- Das ist eine Huldigung, die einem Minoritätsantrage noch maßen begründet: gesetz den Lasten desselben Rechnung getragen, anstatt solchen An- niemals zu Theil geworden ist.( Zustimmung links.) Sie Von Lehr- und Lernfreiheit ist an dieser neuen Bolts fichten zu folgen, die damals der Abg. v. Flügge vertrat, daß es fürchten, daß Ihnen die Wasser über den Kopf gehen würden. bildungsstätte teine Rede. Stlavisch soll der Arbeiter auf den besser set, der Regierung zu folgen, als seiner eigenen Ueberzeu Deshalb möchten Sie eine neue Presse schaffen, weil die öffent fozialdemokratischen Katechismus gedrillt werden. Andere Ans gung. Die Lasten dieses Gesetzes treffen nicht bloß die Groß- liche Meinung verdreht ist. Warum über das Thermometer fichten werden sorgfältig von ihm ferngehalten werden, blind grundbesizer, zum Theil die besiglosen Arbeiter selbst, und diese schimpfen, wenn es die richtige Temperatur anzeigt! Die lings foll er fein Credo auswendig lernen, wie in irgend einer Zwangsversicherung fällt ebenso schwer auf Gewerbe und Handel, Herren haben ja die" Post" mit großen Mitteln begründet. Jesuitenschule. Eine Pflanzstätte des Fanatismus für beschränkte die von keinem Schuzzoll Vortheil haben. Ein Grundsatz der Was hat es Ihnen geholfen? Ein Rutuksei ist hineingelegt Geister ist also das neue Unternehmen zu werden bestimmt, ohne preußischen Gesetzgebung ist es, bei großen Anforderungen an worden.( Heiterfeit.) Es muß doch aber ein freifonservativer den frischen Luftzug eigener, vielseitiger Prüfung, ohne Spur einer Stelle Befreiungen an anderer herbeizuführen, damit die Kutuk gewesen sein, und zwar ein hochangesehener; im Volte also von dem, was wahre Wissenschaft ist. Als Partei- Unternehmen großen Lasten zu ersch: vingen sind. Graf Mirbach ist Frei- glaubt man, daß der Kututsruf Manchem fein Lebensschicfal im Interesse der sozialdemokratischen Partei fann freilich dieser händler und für wirthschaftliche Freiheit, soweit er auch aus dem verkündigt. Achten Sie auf den Kututsruf!( Heiterkeit.) Herr Arbeiter- Bildungsverein kaum einen anderen Charakter annehmen. Auslande Arbeiter beziehen will, wenn er diese billiger von Kardorff hat die namentliche Abstimmung beantragt; wir Aber damit fehlt ihm auch jede gesunde Grundlage eines wissens bekommen kann.( Widerspruch rechts.) Den Grundsay erkenne werden daraus zwar nichts Neues erfahren, aber wir schaftlichen Instituts. Echte Bildung, echte Wissenschaft wird ich an, aber wer die Arbeiter so billig haben will, hat die christ- werden trotzdem unsere Dankbarkeit bezeugen dadurch, daß nur gewonnen in unbefangenster Prüfung der verschiedensten liche Verpflichtung, den billigen Arbeitern die billige Ernährung wir die namentliche Abstimmung beantragen beim österreichischen Meinungen. Und wenn das, was die Herren Liebknecht, Bogt nicht fünstlich zu vertheuern.( Sehr wahr! links.) Ihre nationale Handelsvertrage.( Heiterkeit.) Wir werden dann vergleichende herr ut. Gen. hier bieten wollen, eine Probe von den Alademien Wirthschaftspolitik besteht darin, daß Sie einen Hammel so Studien anstellen. Eine Protektionswirthschaft kann sich halten, und der Geistesfreiheit der Zukunft sein soll, so haben sie nut theuer wie möglich an das Ausland verkaufen wollen, umgekehrt wenn die Regierung mit ihrer Macht dahintersteht; sie fällt platt aufs neue bestätigt, was eigentlich feiner Bestätigung mehr be aber auf dem nationalen Markt uns verwehren wollen, das zu Boden, wenn die Regierung ihre Hand abzieht. Die„ Kreuz- durfte." Rorn so billig zu kaufen, wie wir es beziehen können. Soviel Zeitung" hat es verrathen: Die Zeitlage ist heute eine furcht Was mag der Herr, der diese Säße geschrieben hat, sich über die Rede des Grafen Mirbach, die nur eine stereotype bare, über alle Begriffe ernste. Sie dentet mit Recht an, daß wohl dabei gedacht haben? Soll man bei allem Prüfen Wiederholung seiner früheren war.( Gelächter rechts.) In den den Getreidezöllen die Industriezölle folgen würden. Unser Bergleichen von verschiedenen Meinungen nicht schließlich zu den agrarischen Landsturm, der seit vier Tagen gegen unseren Antrag Antrag wird eine Niederlage erleiden, aber diese Niederlage Ergebnis kommen, daß eine geht, ist der elfäffifchen Brigade von unseren Gegnern besondere trägt den fünftigen Erfolg im Schooße. Der Antrag wird immerfort " die richtige ist, beim Suchen bleiben und alle und sondern Standpuntte Anerkennung zu Theil geworden. Herr v. Kardorff hob be in die Gesetzgebung übergehen, so gewiß als justitia fun- für gleichberechtigt halten? Oder soll die sozialdemokratische Denn die Protektionswirthschaft Partei ihre Parteiprinzipien, die durch den wissenschaftlichen sonders hervor, daß in Frankreich alle wahren Liberalen, alle damentum regnorum ist. Demokraten derselben Ansicht huldigen bezüglich der Schußzzollpolitik wie hier die rechte Seite. Heute spricht Herr von Kardorff Namens der staatserhaltenden Parteien gegen 13. Wie lange ist es her, da wurde von jener Seite, wenn ist ein Unrecht gegen die arme Bevölkerung, welches tein Staat Sozialismus gestügt sind, nicht mit allem Nachdruck fordern, auf die Dauer dulden tann.( Lebhajter Beifall links.) Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen bemerkt wohl sie weiß, daß diese Grundsätze richtig sind, daß sie das zukünftige Leben der Gesellschaft beherrschen werden? Judes, Abg. Dechelhäuser, daß er eine Theilung des Antrages ge- lein Schelm giebt mehr, als er hat, und man fann es dem Mit arbeiter des Berliner Tagebl." nicht übel nehmen, wenn die Idee einer von Arbeitern für Arbeiter gegründeten Hochschule ihn so verwirrt, daß er sein Bischen Verstand nicht mehr ordent lich gebrauchen fann. jungen Mädchens trat, fand sie dasselbe fast leblos auf ihrem nicht erfolgt ist, ist auch der Vermögensvortheil noch kein Bett liegend; die Unglückliche, welche sich die Pulsader der berechtigter und das Verlangen danach ein rechtswidriges. rechten Hand mit einem Federmesser durchschnitten hatte, wurde Wenn von der Vertheidigung behauptet wird, daß die verhängte nach Anlegung eines Nothverbandes in ein in der Nähe belegenes oder angedrohte Sperre nur für die Mitglieder des Vereins Krankenhaus gebracht. gelte, so habe die Erfahrung doch gelehrt, daß sich die Sache in Bur geistigen Bekämpfung der Sozialdemokratie geht der Praxis ganz anders gestaltet und sich viele andere Arbeiter uns wieder einmal ein sauberes Pröbchen zu, das wir nicht an- Das voreilige Oeffnen der Rupeethüren auf den Stadt- mehr oder weniger unfreillig der Sperre unterworfen bezw. an= stehen wollen, in die Deffentlichkeit zu bringen. Uns wird mit bahnzügen, bevor der Zug hält, und das damit verbundene vor schließen müssen. Eine solche Sperre ist unter den heutigen Vergetheilt, daß in der Chemischen Fabrik auf Aktien, vormals zeitige Aussteigen hat am vorgestrigen Nachmittage auf dem Bahn- hältnissen ein großes Uebel, es liegt darin eine schwere Drohung, Schering, sich sämmtliche Arbeiter schriftlich verpflichten mußten, hof Friedrichsstraße wieder einen Unfall zur Folge gehabt. Ein wenn den Gesellen gesagt wird: Diese Werkstatt ist gesperrt!" keine Arbeiter, D. h. keine sozialdemokratischen Bersammlungen altlicher Herr, Namens H., welcher aus dem Zuge stieg, während Die Handlung, welche im Sinne des§ 253 erzwungen werden zu besuchen, sofern sie nicht aus der Arbeit entlassen werden sich derselbe noch in Bewegung befand, fiel derartig auf den Bahn- sollte, ist die Einwilligung in die verlangte Lohnerhöhung. Dawollten. Man sieht, wie das Unternehmerthum immer mehr steig, daß er sich eine sehr schmerzhafte Verletzung der linken mit sind alle Thatbestandsmerkmale der Erpressung erfüllt. Es danach trachtet, den Arbeiter zu einem willenlosen Arbeits- Hüfte zuzog, welche ihn verhinderte, sich wieder zu erheben. liegt allerdings nur ein Versuch vor, denn der Arbeitgeber werkzeug herabzudrücken, danach ist der Arbeiter schlimmer dran, Durch Bahnbeamte wurde der Verunglückte in eine Droschke ge- hat sich nicht einschüchtern lassen, das Bergehen ist aber ein als früher der Sklave. Auch er hat jest teine freie Meinung schafft, in welcher er sich nach einem Krankenhause über sehr schweres, denn solchen Maßnahmen stehen die Arbeitmehr und dazu noch steht hinter ihm die Hungerpeitsche der führen ließ. geber vollständig wehrlos gegenüber. Darum erschien Arbeitslosigkeit, das deprimirende Gefühl einer ungesicherten Existenz. Was man eigentlich zu derartigen Maßnahmen des es angemessen, weit über das vom Herrn Staatsanwalt beantragte Unternehmerthums fagen soll, wissen wir nicht recht, uns fehlen Strafmaß hinauszugehen und deshalb ist auf sechs Monate hierfür die Worte. Gefängniß erkannt worden." Wir kommen auf dieses merkwürdige Urtheil noch zurück. Sollte das aber wirklich die geistige Bekämpfung der Sozialdemokratie sein, sollte der Geist der Herren Unternehmer sich zu anderen Mitteln nicht aufschwingen fönnen, so können wir nur den Geist bedauern, der sie beseelt. Druckfehler- Berichtigung. In unserer gestrigen Nummer befindet sich in dem Artikel unter„ Lofales": Bum Kampf mit geistigen Waffen" in der drittlegten Zeile ein durch einen Druck fehler bewirktes Versehen. Es heißt dort: ,, weil Herr A. sich nicht zu einer Majestätsbeleidigung hinreißen laffen wollte ze." Es sollte heißen: Majestätsbeleidigung der Beamten"( Veleidigung der Majestät der Beamten)." Versammlungen. Die am Mittwoch, den 14. Jannar v. J., stattgefundene " Die ganze Spalte, in welcher sich der Artikel befindet, ist Wie sehr der Zynismus der Bourgeoisie sich aus durch ein Versehen nicht mehr zur Revision gelangt, worauf dieser gebildet hat, zeigt uns folgendes Vorkommniß: Auf einem und andere kleine Fehler zurückzuführen sind. Holzplaze am Planuser erschien ein arbeitsloser Mann, welcher dort nachfragen wollte, ob er nicht Arbeit finden konnte. Als Polizeibericht. Am 15. d. Mis. wurde im Thiergarten, Verhandlung vor dem Ober- Verwaltungsgericht in der Plazinspektor jedoch sich ihm zuwandte und in der Tasche in der Nähe der Regentenstraße, ein Mann erschossen vorgefunden. Der Klagesache der Gesellschaft für Verbreitung von des Arbeiters eine Uhr gewahrte, antwortete er ihm:" Sie Vormittags gerieth in der Sittenfeld'schen Buchdruckerei, Wolfsbildung" betreffend die Verfügung des Polizeipräsidiums haben ja noch eine Uhr, vorläufig ist es mit Ihnen denach Mauerstraße 44, die als Punktirerin beschäftigte unverehelichte zu Berlin vom 19. Mai 1890, endete nach Verlesung der Beweisnoch nicht so schlimm bestellt, warten Sie daher noch einige Zeit, Preibisch mit der Hand zwischen die Farbewalzen der Druckpresse inzwischen können Sie ja die Uhr versetzen, wenn Sie kein Geld und erlitt eine so bedeutende Quetschung, daß sie nach der Klinit stücke, den hierauf folgendenden Vorträgen des Rechtsanwalts mehr haben sollten." Sprachs und ließ den ob solcher zynischen gebracht werden mußte. Nachmittags wurde vor dem Hause Wolfgang Heine, als Vertreters des Klägers, sowie des RegierungsAntwort erstarrten Arbeiter stehen. Neugierig sind wir Brunnenstraße 1 ein Mann von einem beladenen Steinwagen Affeffors, als Vertreters des Verklagten und einer 11½stündigen nur, wie der betreffende Herr einen Arbeiter behandeln würde, überfahren und erlitt einen Bruch des rechten Vorderarms. Berathung des Gerichtshofes mit der Abweisung der Klage der vor ihm erschiene, nachdem er von der Noth aller Mittel Im Laufe des Tages fanden sieben kleine Brände statt. entblößt, herabgekommen und halbverhungert ist. Schwerlich vom 24. Juni 1890. Die Gesellschaft ist demnach als politiwird der edelmüthige Herr sich herablassen, mit einem solchen scher Verein erklärt. Frauen dürfen somit als Mitglieder armen Teufel sich in ein näheres Gespräch einzulassen, er wird nicht aufgenommen werden, und sind von den Vereinsihm einen mißtrauischen Blick zuwerfen, etwas von Vagabunden, versammlungen ausgeschlossen. arbeitsscheuem Gesindel und dergleichen in den Bart brummen dem Hunde drohen. Theater. und dann den Mann schnell vom Hofe hetzen, schließlich auch mit eine würdige, schöne Gedenkjeier zu Grillparzer's hundertjährigem Bs. Lessing- Theater. Donnerstag, 15. Januar. Das war Was sich eigentlich diese Leute denken, ist uns ein Räthsel Geburtstage. Das ergreifende Drama:" Der Traum ein Leben" mit sieben Siegeln. Zwar ist das Betragen höchst charakteristisch fand, wie immer, auch diesmal stimmungsvolle Aufnahme. Die für unsere Bourgeoisie, doch ist es zu bedauern, daß vielfach Leute, Darsteller gaben ihr Bestes. Der Rustan des Herrn Kainz, der welche ihrer Stellung nach zum Arbeiterstande gehören, derartig Banga des Herrn Kober, die Gülnare( Frl. Groß), der König von den Bourgeois angesteckt sind, daß sie dem Unternehmerthum( Herr Molenar) waren ausgezeichnete Leistungen. Der Epilog, hilfreiche Hand bieten zur Unterdrückung des Arbeiterstandes. Den Ludwig Fulda gedichtet, knüpfte in finniger Weise an das Diese Leutchen sehen nicht ein, daß sie damit gegen sich selbst Stück an. Rustan, der im ersten Augenblicke noch zu träumen arbeiten, dem Unternehmerthum eine Waffe in die Hand geben, glaubt, sieht in der heiteren Schöne einer sonnigen Landschaft welche sich jeden Augenblick gegen sie selbst richten kann. Grillparzer's Büste, an deren Postament ein junges Mädchen mit dem goldenen Lorbeer lagert. In feinempfundenen Versen wird die Bedeutung des großen Poeten, die stille Tragit seines Lebens aufgezeigt. Deine Träume wurden Leben Ünd Dein Leben Ewigkeit." Bebel's Bäcker- Enquête trägt Früchte. Dem Bäcker meister R. in Weißensee ist der fernere Betrieb seines Handwerks in dem bisherigen Raum untersagt worden, weil der Raum zu feucht ist. Das Haus, in welchem Herr K. sein Wohn- und Betriebsräume hat, ist neu; R. betrieb bis vor Kurzem eine Bäckerei in Schwanebeck, weil er, der einzige Sozialdemokrat im Orte, von den Bauern nicht bloß geboykottet wurde Das hätte sich, da K. zweimal wöchentlich mit einem Fuhrwerk nach Berlin fuhr und hauptsächlich dorthin Brot lieferte, verschmerzen lassen sondern auch Beschimpfungen und Mißhandlungen ausgesetzt war. Wenn nun die Schließung der K.'schen Bäckerei sich auf ein allBerliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 14. Januar eine Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten Generalversammlung ab. Zunächst ehrte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Genossen Sommerfeldt, genannt Waldemar, durch Grheben von den Sitzen. Darauf erstattete Herr Pohl den Kaffenbericht für Oftober- Dezember 1890. Die Einnahmen betrugen inklusive des Bestandes vom dritten Quartal 247,70 m., die Ausgaben 90,05 Mart, bleibt ein Bestand von 157,65 Mark. Nachdem durch die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt worden, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Die nun vorgenommene Neuwahl des Vorstandes ergab folgende Bu sammenstellung desselben: A. Grundmann, 1. Vorsitzender; Karl Scholz, 2. Vorsitzender; Tempel, 1. Schriftführer; Brödel, 2. Schriftführer; Pohl, 1. Kassirer und hielte, 2. Kassirer. Nach vorgenommener Wahl wurde in den Punkt Verschiedenes" eingetreten. Durch Beschluß der Versammlung wurDas Publikum lohnte mit reichem Beifall die schöne Gabe. Den dem Parteivorstand 100 Mark und der Kommission Gerichts- Beifung. zur Sammlung und Verbreitung gelesener Arbeiterblätter 50 Mart überwiesen. Herr David regte hierauf die Frage an, ob ein Reichstags Abgeordneter das Recht habe, die Beschlüsse des Parteifongresses zu ignoriren. So habe der Abg. Frohme das vom Parteitag eingesetzte Schiedsgericht, gemeines Motiv stüßt und an ein persönliches Motiv der Be- Von einschneidender Wirkung auf die Gestaltung der zukünftigen auf ihre Berechtigkeit nach der einen oder anderen Seite hin Sechs Monate Gefängniß für Audrohung der Sperre! welches die zwischen ihm und Keßler schwebenden Streitigkeiten hörde darf man doch loyaler Weise nicht denken so steht zu erwarten, daß künftig überall nur entsprechend beschaffene Lohn- und Ausstandsbewegung dürfte eine Entscheidung der prüfen und endgiltig erledigen sollte, durch Nichterscheinen vor Bäckereiräume benutzt werden dürfen, was gewiß auch im Inter-. Straffammer am Landgericht II vom Freitag sein, voraus ihm nicht anerkannt. Redner hält dies Verhalten für ein unesse der Bäckergesellen liegt. Wir werden von weiterem ähnlichen gefeßt, daß dieselbe vom Reichsgericht bestätigt wird. Auf der richtiges. Herr Liefländer beschwert sich darüber, daß ihm der Vorgehen der Behörde natürlich Mittheilung machen. Anklagebant stand der Tischler Ernst Hampel aus Friedrichs- Vorwärts" den vollen Abdruck seiner Berichtigung verweigert habe. berg, Vorsteher der dortigen Zahlstelle des Deutschen Tischler- Die Herren Kröppler und Liebsch wendeten sich in ihren Sägespäne als Strenmaterial gelangen bei dem gegen- Verbandes". Der Anklage lag folgender objektive Thatbestand Ausführungen gegen Liefländer. Dieser habe die Pflicht, sich wärtigen nassen Wetter viel in Läden und auf glatten, verkehrs- zu Grunde: Kurz vor dem 1. Mai v. J. ersuchten die Arbeiter beim Parteivorstand, und wenn da nicht von Erfolg, beim reichen Treppen zur Anwendung. Sie geben nicht so schnell das des Tischlermeisters Klufas in Friedrichsberg ihren Meister um nächsten Kongreß zu beschweren. Nachdem die Versammlung durch grauschmutzige Bild wie Sand oder Asche und saugen, dick auf die Erlaubniß, um 1. Mai feiern zu dürfen, sie erboten sich, da- Grheben von den Sigen das Andenken des verstorbenen Genossen gestreut, einen großen Theil der von der Straße hereingetragenen für am Bußtage zu arbeiten. Der Meister erklärte, der Bußtag Rittinghausen geehrt und zum Meiden der gesperrten TempelFeuchtigkeit auf. Auf glattem Fußboden mildern sie auch die sei ein Feiertag, den er feiern wolle. Wer bei ihm am 1. Mai hofer Lokale, sowie zum Abonniren auf die Berliner Volts- Trigerade bei nassem Wetter gefährliche Glätte. feiere, dürfe die ganze Woche nicht arbeiten und erst am Montag büne" aufgefordert worden war, wurde die Versammlung geder nächsten Woche wieder anfangen. Die betreffenden Arbeiter schlossen. Ein großes Schadenfeuer hat in Friedrichsberg gewüthet. zeigten dies dem Vorstande der örtlichen Zahlstelle ihres VerDort befindet sich in der Gürtelstr. 38 die Kohlenanzünder- Fabrik bandes an, dieser trat in Berathung und in dessen Auftrage verwandten Berufsgenossen( Luruspapier- Präger) hielt am Der Fachverein der Lithographie- Steinschleifer und von Rüsser aus Friedenau, in welcher sich am vorgestrigen Morgen schrieb der Angeklagte an die Meister Klukas und Ahrendt die in einem Kessel zubereitete Kohlenanzündungs- Masse entzündete. Letzterem lagen die Verhältnisse ebenso unterm 29. April unterm 29. April Dienstag, den 13. d. Wits., die erste diesjährige Generalversamm Das Feuer verbreitete sich mit rapider Geschwindigkeit durch das je einen Brief folgenden Inhalts: Wenn Sie bis zum 2. Mai lung ab. Der Vorsitzende F. Rose gab einen kurzen Rückblick ganze Fabrikgebäude, so daß dieses schon nach furzer Zeit in die verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligen, so wird über Ihre auf die Thätigkeit des Vorstandes im verflossenen Jahre und vollen Flammen stand. Die Friedrichsberg Lichtenberger Feuer- Werkstatt die Sperre verhängt! Ernst Hampel, i. U. des Vortheilte den Mitgliedern mit, daß die Zahl der Mitglieder von 65 wehr, sowie die Löschmannschaften der umliegenden Ortschaften standes des deutschen Tischlerverbandes." Klutas hat nicht be auf 130 gestiegen sei. Er bezeichnete das als guten Fortschritt, konnten sich nur auf den Schutz der Nachbargrundstücke beschränken willigt und seine Werkstatt ist thatsächlich gesperrt worden. Wo denn die Luruspapier- Präger hatten sich dem Fachverein angeund mußten das brennende Gebäude völlig den Flammen über- er inserirte, da fand sich gleich darunter die Bemerkung: schlossen. Das Andenken des vor kurzem verstorbenen Kollegen Lassen. Nach nahezu sechsstündiger harter Arbeit war die Gefahr Werkstatt ist gesperrt." Jufolge des bei ihm eingetretenen Arbeiterstattete der Kassirer, Kollege Rohmann, den Kaffenbericht, welcher " Diefe Bischoff wurde durch Erheben von den Sihen geehrt. Dann ereiner Weiterverbreitung des Brandes beseitigt, so daß mit mangels hat Klukas im Jahre ca. 15 000 Mark weniger Umsatz stattete der Kassirer, Kollege Rohmann, den Kassenbericht, welcher der Ablöschung des eigentlichen Feuerheerdes begonnen werden gehabt. Außerdem haben ihn seine Gesellen wegen des ihnen es und dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Hierauf folgte die in bester Ordnung befunden wurde. Die Revisoren bestätigten für die Woche des 1. Mai entgangenen Arbeitslohnes beim Tonnte. bei Vor einem jungen Schlafstellendiebe sei gewarnt, der in Gewerbegericht verklagt und hat das letztere den Weister zur Wahl des Vorstandes. Gewählt wurden: Schleifer W. Bechert, der Gegend des Grünen Weges sein Wesen treibt. Er erscheint Bahlung des Lohnes verurtheilt. Dieser Zivilstreit schwebt aber erster Borsigender; Präger Brausendorf, zweiter Vorsitzender; mit einem jungen Mädchen, daß er als seine Schwester bezeichnet noch beim ordentlichen Gericht. Das Verfahren des Hampel war Bräger Mani, erster Schriftführer; Schleifer H. Zechert, zweiter und für welches er Wohnung zu miethen vorgiebt. Dann sucht aber einem Gendarmen befannt geworden, der am 1. Mai die Schriftführer; Schleifer Rohmann, Kassirer; Präger Weisbrich, er durch irgend einen Vorwand die Vermietherin zu entfernen etwa bedrohten Werkstätten zu schüßen" hatte, und auf dessen Beisitzender; Schleifer P. Schäfer, Beisitzender; Präger und benutzt die Gelegenheit zu stehlen. So stahl er in dem einen Anzeige hatte die Staatsanwaltschaft gegen Sampel die Th. Schäfer, Revisor; Präger Wiefinger, Revisor; Schleifer Galle, der uns mitgetheilt wird, bei einer Wittive einen voll- Antlage wegen groben Unfugs erhoben. ſtändigen Anzug und noch ein Paar Hosen, die einem anderen gericht Das Schöffen- Schorß, Revisor. am Amtsgericht II Unter Verschiedenem wurde beschlossen, daß der Arbeitserklärte sich für unzu- nachweis und die Bibliothek bei Kollege Rose, Landsbergerstr. 16, Schlafburschen gehörten. Der Dieb ist etwa 18 Jahre alt, von ständig, weil nicht grober infug, fondern Berrufserklärung sich befindet. Kollege Rose machte auf das Stiftungsfest auf fleiner Figur und trägt eine runde braune Plüschmüze. im Sinne des§ 153 der Gewerbe- Ordnung vorliege. Der Staatsanwalt sprach vor der Straftammer ebenfalls die Meinung aus, merksam und bittet um rege Betheiligung. Billets find bei Gin feltener Fall von Blutvergiftung durch Nikotin daß nicht grober Unfug, sondern Bedrohung vorliegt Kollegen Rose zu haben. Vor Der in der antragte se chs Wochen Gefängniß. Der Gerichtsholden Genosse Regerau einen Vortrag über die Pflichten des Staates : wird uns aus dem Norden der Stadt gemeldet. Mezzerstraße, wohnende selbständige machte tlagte feit einiger Beit über Zahnschmerzen, welche ständig zu Angeklagten von vornherein darauf aufmerksam, daß er seine der Kulturentwickelung und dem Bolte gegenüber". Referent nahmen. G. ließ sich nun mehrere Zähne ziehen, aber auch dies Bertheidigung nicht nur auf die Gesichtspunkte des groben führte etwa Folgendes aus: Der Staat hat die Verpflichtung, half nichts, der ganze Unterliefer wurde schließlich in Mitleiden- Unfugs, sowie der Nöthigung erstrecken, sondern auch auf den ein angemessenes Arbeiterschutz Gefetz zu schaffen. Gesetze zum schaft gezogen, das Gesicht und der Hals schwoll an und so Gesichtspunkt der Erpressung ausdehnen möge. Der Bertheidiger, Schuße der Thiere existiren wohl, handelt es sich aber darum, wandte sich denn der gequälte Mann an einen Mediziner. Dieser Rechtsanwalt Athur Stadthagen, hielt aus logischen und juristischen dem Arbeiter Besserstellung seiner Lage zu gewähren, so ist man fonstatirte nun, daß in diesem Falle eine Blutvergiftung durch Gründen keinen dieser Gesichtspunkte für zutreffend und plaidirte taub. Länder, welche für uns nuklos sind, z. B. Ost- Afrika, Nikotin vorliege, dadurch entstanden, daß der Tabatarbeiter bei für gänzliche Freisprechung. Der Gerichtshof fällte folgendes fucht man zu kolonisiven, mit Schwert und Spiritus die Einder Herstellung von Zigarren bei dem Umwickeln des Deckblatts Urtheil:" Zunächst hat der Gerichtshof die alleinige Verant geborenen zu zwingen, eine andere Herrschaft anzuerkennen, wäh die Finger an der Zunge angefeuchtet habe, um alsdann das wortlichkeit des Angeklagten für die von ihm geschriebenen Briefe rend man im eigenen Lande die Arbeiter darben läßt. Im Deckblatt an der Spize zu befestigen, und so ist nach und nach angenommen. Die Frage des groben Unfugs ist ohne Weiteres weiteren Verlauf seines Vortrags tadelte Redner die hiesige das Nikotingift in eine jedenfalls wunde Stelle der Zunge ein- verneint worden. Auch eine Nöthigung liegt nicht vor, denn der Stadtverwaltung, die für so viele unnöthigen Dinge Unsummen gedrungen. Nachdem das Uebel erkannt worden war, gelang es§ 240 des Strafgesetzbuches erfordert die Bedrohung mit einem zur Verfügung habe, für so manches Nöthige aber nichts ausgebe. bald, dasselbe zu beseitigen. Bergehen oder Verbrechen und eine solche Bedrohung ist nicht erfolgt; Reicher Beifall lohnte dem Redner. In der Diskussion brachte ebensowenig ist der§ 153 der Gewerbe- Ordnung anwendbar. Kollege Redner Vorgänge zur Sprache, die sich in den SpanVerrathene Liebe hat ein 18 jähriges Mädchen zu einem Bei diesem Paragraphen handelt es sich nur um die Verabredungen Dauer Staatswerkstätten ereignet haben sollen und die allgemeine Selbstmordversuch getrieben. Die in der Nostizstraße bei Ver der Arbeiter untereinander und um diejenigen unrechtmäßigen Mißbilligung fanden. Im Schlußwort kam der Referent noch wandten wohnende Schneiderin Auguste R. war seit etwa drei Mittel, welche die Arbeiter denjenigen Arbeitsgenoffen gegenüber auf die„ konkludente" Majestätsbeleidigung durch Sitzenbleiben viertel Jahren mit einem jungen Kaufmann verlobt. Vor vier anwenden, welche sich den gemeinsamen Bestrebungen zur Er- beim Hoch zu sprechen. Er erklärte das Urtheil als dem RechtsWochen hatte der Bräutigam der K. eine geschäftliche Reise an- reichung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht anschließen, bewußtsein des Volkes widersprechend. Aufnehmen ließen sich treten müssen und seitdem war das Mädchen ohne Nachricht von feinenfalls aber, um diejenigen Mittel und Wege, welche anderen mehrere Kollegen. feinem Geliebten geblieben. Die junge Schneiderin war am vor- Personen, z. B. den Arbeitgebern gegenüber angewendet werden. gestrigen Tage Besorgung halber ausgegangen und befand sich wohl aber ist§ 233 des Straf- Gesezbuchs anwendbar, welcher = Eine öffentliche Versammlung für Frauen felbeer Baliage, als sie plößlich vor einem Schaufenster in der von der Erpressung handelt und denjenigen bestraft, welcher Männer tagie am Sonntag, den 11. D. Mts., Abends& Uhr. felben ihren Verlobten in eifrigem Gespräch mit einer Dame fich oder einem Dritten durch Gewalt oder Androhung einen Robert Sündermann sprach unter Beifall über:„ Der Kampf b. Die S. verfolgte die Beiden, welche schließlich in einem rechtswidrigen Vermögensvortheil zu verschaffen sucht. Hier ist ums Dasein im Arbeiterleben". Nachdem derselbe Hause der Oranienburgerstraße verschwanden, und hier erfuhr die ein rechtswidriger Vermögensvortheil erstrebt worden. K. von Bewohnern desselben, daß der angebliche Bräutigam Lohnerhöhung ist Gine seinen Vortrag beendet hatte, trat die Versammlung in die Disbereits verheirathet und Bater mehrerer Kinder fei. Als die ein ein Vermögensvortheil, der erst dann kussion über das Gehörte ein. Hierbei gaben die Herren wird, wenn der Arbeitgeber seine Eicke, Wach, Treuherz und Menzer ihrer Meinung Wirthin der K. gestern Abend gegen 7 Uhr in das Zimmer des Einwilligung dazu gegeben hat. So lange diese Einwilligung Ausdruck. Unter Verschiedenem wurde u. a. ein Antrag angenommen, den Ueberschuß der Tellersammlung der General- Fachverein der Schlosser und Waschinenbau- Arbeiter Berlins und| Brüderstr. 26. Vergnügungs- Verein„ Qustige 13", Abends 9% Uhr, bet Kommission der Gewerkschaften in Hamburg zu überweisen. So- umgegend. Generalversammlung am Montag, den 19. Januar, Abends Liebzeit, Wrangelfir. 30. Gäste willtom." Roller'scher Stenographen dann schloß der Vorsitzende, Genosse Ringe, die Versammlung vom Weihnachtsvergnügen und Bericht des Kassirers vom 4. Quartal. Barutherstraße 1, Unterricht und Uebung. 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jatobftraße 75. Tagesordnung: 1. Abrechnung Verein" Süd- West Berlin". Abends 8% Uhr, im Restaurant Körner, mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozial- Jahresbericht des Borstandes. 3. Ersaywahl des Vorstandes und der demokratie. Ein geselliges Beisammensein fesselte dann die An- Arbeitsnachweis- Kommission. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Anträge. wesenden noch bis spät in die Nacht. 6. Verschiedenes und Fragefaften. Pflicht sämmtlicher Mitglieder ist es, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Tellersammlung betrug 14,75 M. Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Versammlung am Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, in den Zentralfestsälen, Oranienstraße 180. Tagesordnung: 1. Bericht und Urtheil in unserer klagefache, betreffend die Verfügung des Polizei- Präverschiedenes. sidiums vom 19. Mai 1890. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Der Ueberschuß der Berichtigung. Am Mittwoch, den 11. Dezember, fand eine öffentliche Versammlung der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen statt, über welche wir berichteten. Hierbei ist die Resolution nicht ganz so wiedergegeben, wie sie angenommen wurde. Sie lautet: " In Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 18. d. M., Abends 6 Uhr, VerDepeschen. Charleroi, 16. Januar. Die Bergarbeiter im Kohlenbecken von Charleroi haben beschlossen, einen Tag in der Woche zu der Gesellschaften zu zwingen, mehr Arbeiter anzustellen. feiern, um den Kohlenvorrath zu verringern und die Direktionen Andrang des Publikums wurde heute vor dem Appellhofe gegen Paris, 16. Januar.( Telegr. des Herold.") Unter großem den früheren Journalisten Labruyère verhandelt. Der Angeklagte Urtheilsspruch erfolgt binnen acht Tagen. gestand zu, daß er Padlewski verborgen gehalten habe. Der ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Pineridge, 15. Januar. Mehrere Häuptlinge trafen Anbetracht des allgemeinen Interesses dieser Versammlung wird zu recht zahl- geſtern hier ein und hielten mit dem General Miles Be reichem Besuch eingeladen. rathungen ab, in denen ein vollständiges Einvernehmen erzielt Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Abends 8 Uhr. Fachverein der Weber und Berufsgenossen. Montag, den 19. Januar, wurde. Danach wäre der Friede wiederhergestellt; die RothGroße Generalversammlung im Saale des Herrn Heise, Referenten voll und ganz einverstanden, erblickt im Anschluß an etchtenbergerſtr. 21. Tagesordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten häute hätten ihre Unterwerfung angeboten. General Miles hätte die Allgemeinheit, speziell an die Buchdrucker, das einzige Kommission vom Arbettsnachweis und Neuwahl derselben. 5. Verschiedenes ihre Versprechungen einzulösen und in das Lager einen Vorrath J. Auer. 2. Diskussion. 3. Jahresbericht des Kassirers. 4. Bericht der den Häuptlingen eine Frist von mehreren Tagen bewilligt, um und sicherste Mittel zur Erringung der verkürzten Arbeitszeit und und Fragetasten. Mitglieder werden aufgenommen vor Beginn der Ververpflichtet sich, mit aller Energie die Stärkung ihrer Organi- sammlung. Die Mitglieder werden dringend ersucht, die Beiträge zu ent von Lebensmitteln gesandt. tionen fördern zu wollen." richten, widrigenfalls sie gestrichen werden. Zahlstellen befinden sich bei folgenden Herren: Hente, Blumenstr. 38. Treue, Friedrichsberg, Kronprinzen Herr Albert Hempel, Steinmez, schreibt uns:„ Was die Bestraße 7. Forgbert, Rummelsburg, Schillerstr. 26. Bez, Bernauerstr. 86. richtigung des Herrn Kizing betrifft, so glaube ich wohl, daß es beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Versamm Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen feiner besonderen Einladung zur Versammlung bedurfte, denn sie lung am Montag, den 19. Januar, Abends 8½ Uhr, Grüner Weg 29 bei hat dreimal im Vorwärts" als große Annonze gestanden. Jeder der Familie. 2. Discussion. 3. Wahl einer Rechtschußkommission und eines Säger. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Ströbel über: Die Entwickelung Steinmetz war eingeladen, zu erscheinen. Und zu den Steinmetzen Silfstaffivers. 4. Anträge. 5. Verschiedenes und Fragefaften. Um zahlreiches rechne ich Herrn Kizing auch. Ich glaube wohl, Herr Kizing Erscheinen wird ersucht. wird es noch wissen, wie gesagt worden ist, die nächste öffentliche( Berwaltungsstelle 3) Mitgliederversammlung, Sonnabend, den 17. d. m. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufsttassen Versammlung soll sich darüber aussprechen, und das ist die am Abends 8 Uhr, Brunnenstr. 35 a. Gäste willkommen. 4. Januar gewesen. Ich glaube, Herrn Kizing ist die Angelegen- faunanbantenſtr. 20,( Armingallen.) Vortrag des Herrn Dr. nächsten Dienstag stattfindenden Wiedereröffnung der Kammer Brüssel, 16. Jan.( Telegr. des„ Herold".) Bei der am heit sehr unangenehm, sonst hätte er sie schon in Dresden geregelt, mille über: War Jesus ein Buddhift? Sierauf gesellige Unterhaltung und sind ernste Kundgebungen zu erwarten." Peuple" veröffentlicht damit sich nicht die Berliner Kollegen damit zu befassen brauchten. Tanz. Gäste, Damen und Herren willkommen. Albert Hempel." Verein der Waschinißten und Heiter. Sonntag, den 18. d. M., Nach einen eindringlichen Aufruf, das Volk solle sich in Menge vor mittag 5 Uhr, Neue Jakobstr. 24-25. Generalversammlung. Kassenbericht. dem Parlament versammeln. Die Progressisten ihrerseits planen Bericht der Revisoren. Borstandswahl. Statutenbuch legitimirt. Aufnahme neuer Mitglieder. eine großartige Demonstration. Man fündigt für Montag Abend Achtung Schuhmacher! Verein deutscher Schuhmacher. Gr. Tanz- 10 Uhr große Versammlungen in Brüssel an, die das allgemeine fränzchen in Feuerstein's Lotal, Alte Jatobstr. 75, am Sonntag, d. 18. d. Dt. Stimmrecht zum Gegenstand haben. Anfang 6 Uhr, Tanz frei. Karten( für Herrn 30 Pf. Damen frei) sind zu haben bei den Mitgliedern des Vorstandes und dem Festkomitee. Freie Vereinigung Der Zeitungsspediteure und Verkäufer. Montag, 19. 8. M., Mittags 1 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Generalversammlung. Tagesordnung: Vorstandswahl. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Porzellan-, Glas, Galanterie- und verwandten Maler Berlins, am Montag, den 19. D. M. Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Bericht erstattung vom Delegirtentag zu Brünn. 2. Verschiedenes. Verein Berliner Nagelschmiede. Sonntag, den 18. d. M., Vor mittags 10 Uhr, Lichtenbergerstr 21, bei Seise. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht und Jahresabschluß. 2. Berlesung. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Gäste willtommen. Abends 8% Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Versammlung. Tagesordnung: werden. 1. Rechnungsabschluß vom 4. Quartal. 2. Wahl eines Delegirten zur Generalversammlung. 3. Vortrag. 4. Berschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend nothwendig. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am nächsten Sonntag, Vormittags 10% Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über die Frage: Ift die Welt, wie wir sie uns schaffen oder uns vorstellen? Gäste willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 Hamburg) sowie Zentral- Kranten- und Sterbekasse Bultan, Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 17. d. Mts., Abends 9 Uhr, Münzstr. 11 bei gemter: Ver sammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht pro Dezember. 2. Jahresbericht. 3. Berschiedenes. Charlottenburg. Große öffentliche Versammlung der Freien DissidentenGemeinde am Montag, den 19. 5. M., Abends 8 Uhr, im großen Saale„ Bismarckhöhe", Wilmersdorferstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Hat das Christenthum zum Heile gereicht? Referent Dr. Bruno Wille. 2. Disfussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Entree 10 Pfg. Zu zahlreichem Besuch ladet ein. Der Vorstand. Filiale 4 der Allgemeinen Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, E. H. 29 und 89, Hamburg. Sonntag, den 18. Januar cr., Bormittags 11 Uhr, Whitgliederversammlung, Andreasstraße 26, bei Bolzmann. Tagesordnung: 1. Rajjenbericht. 2. Bericht über das verflossene Jahr. 3. Berschiedenes. Die Zahlstellen bleiben Sonnabend, den 17. Januar, geschlossen, dafür wird Sonntag in der Versammlung tafsirt. Achtung Möbelpoliver! Montag, den 19. d. M., Abends 8 Uhr, findet die erste diesjährige Verbandsversammlung( Generalversammlung) bei Bolzmann, Andreasstraße 26, statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Borstandes. 2. Jahreskaffenbericht. 3. Ausgabe der Billets zum Mastenball. 4. Wahl des Bergnügungskomitees. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Filiale Friedenau. Freie Vereinigung deutscher Maler, Lackirer und Anstreicher. Sonntag, den 18. Januar, Nachmittags 3 Uhr, findet in Frenfels Gesellschaftshaus, Rheinstraße 8, unsere Mitgliederversammlung statt. Bortrag des Kollegen J. Hohlwegler. Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammensein, verbunden mit unentgeltlichem Tanzkränzchen, statt. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufsklaffen( Berwaltungsstelle 4), Sonnabend, den 17. Januar, Abends 9 Uhr, Flottwellstraße 5, bei Bartelt. Tagesordnung: Monats- und Jahresbericht. Wahl des Drtsausschusses. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Bahlstelle Rirdorf. Sonntag, den 18. Januar, Vormittags 10 Uhr, Mitgliederversammlung in Hoff= manns Salon, Bergstraße 133. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kaffenbericht vom 4. Quartal. 3. Wahl eines Bevollmächtigten. 4. Verschiedenes. Vereinigung der Drahtarbeiter. Sonnabend, den 17. Januar, Abends 8% Uhr, Versammlung, Grenadierstraße 33. Verband deutscher Korbmacher( F. B.) Montag, den 19. d. M., Reichenbergerstr. 24.- Heine, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Zechlin, Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend, in Lofale des Herrn Schröder, Hornstr. 11. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freundschaft", Friedenstr. 48 bei Tollfühn. Gesangverein" Sanges Echo," Staligerstraße 142 bei Greifer. Gesangverein& yrania", Landsberger Straße 31 bei Musehold. Grüne Eiche", Rirdorf, Knesebeck- und Hermannstr.- Ecke bei Beiler. " Petersburg, 16. Januar.( Telegr. des Herold".) In den Kreisen der politischen Staatspolizei herrscht Beunruhigung darüber, daß die Nihilisten anläßlich des zehnjährigen Gedenktages vom 13.( 1.) März 1881 nicht im kommenden März eine neue Schandthat versuchen. Wie versichert wird, ist an verschiedenen Zentren des Auslandes die Beobachtung der Terroristen verstärkt aller Verdächtigen zwecks sofortiger Verhaftung beim Ueberund den Sicherheitsbeamten in den Grenzorten das Signalement schreiten der Grenze übermittelt worden. Seitens der französi schen Geheimpotizei soll der russischen wirksamste Hilfe geleistet Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. J. Sch. 100. Ihre Einsendung ist wohl mehr von lokalem Interesse. Wir empfehlen Ihnen, sie dem Parteiblatte Ihrer Stadt zur Veröffentlichung zu übergeben. Preek. Wenn Sie nachweisen können, daß Ihnen von einem freigesprochen werden. Verbot, das Haus zu betreten, nichts bekannt war, müssen Sie Offenbacher Sängertranz", Deutscher Hof, Luckauerstr. Nr. 15, UebungsGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Gesangverein der stunde um 9 Uhr. Gäste willkommen. Musitverein, Borwärts", Abends 8%-10% Uhr, Annenſtr. 14, part. Zitherilub Waldrose", Abends 9 Uhr bei möglicherweise gebraucht worden sein. Sie müssen uns nur näher Jierlohn. Eine derartige Aeußerung dürfte von Herrn 2. Kleemann, Lauſtgerstr. 41. Berliner Turngenossenschaft. 8. Männer Abtheilung. 9-11 Uhr.- Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung schehen sein soll. Wir werden Ihnen dann über die Angelegen Abends angeben, bei welcher Gelegenheit und zu welcher Zeit das ge furnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gym heit nafium, Elisabethstraße 57-58. eine ausführliche Mittheilung machen. Die fozial in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelfir. 141. Genoffen find freundlichst in gleichem Sinne ausgedrückt. Uebrigens hat Herr T. sich in Stattlub„ Ram sch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung demokratische Fraktion hat bekanntlich bei der letzten Wahl sich Zentralfranten- und Sterbefasse" Bullan"( E. S. 29 und 89 zu Hamburg), eingeladen. Statklub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Privat Filiale Berlin 3. Montag, den 19. Januar, Abends 8% Uhr, Versammlung, Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im St. Gallen Lokal Veteranenauf dem Parteitag- sehr deutlich aus Manteuffelstraße 90. Wichtige Tagesordnung. straße 9 bei Wettin. Verein Lustige Brüder", Abends 9 Uhr, gesprochen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, sowie Freie Bereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend. Große Mitglieder- Bersammlung Sonntag, den 18. Januar, Mittags 12 Uhr, in der Schloßbrauerei. Tagesordnung: 1. Quartalsabrechnung. 2. Vereinsangelegenheiten. 3 Verschiedenes. 4. Fragekasten. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung der Schmiede zu Rixdorf Sonntag, den 18. Januar, Nachmittags 2 Uhr, in Barta's fleinem Saal, Bergstraße 120. 121 Es ist Pflicht eines jeden in der Schmiedebranche Beschäftigten, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer.[ 92 J Verband der Vergolder, Goldleisten- Arbeiter und Berufsgenossen. Filiale Berlin. General- Versammlung am Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Wahl des Verbandsvorsitzenden. 4. Wahl des Filialvorstandes, sowie der Verbandsund Filialrevisoren. 5. Verschiedenes. 326 Mitgliedsbud legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltungen 1-7. Kombinirte Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 18. Jannar, Vormittags 10 Uhr, in Sahm's Klubhaus, Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Zentralisirung der Zahlstellen und Lohnfonds. Referent: Kollege Strohmeier. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zum Ausschuß. " Heute Abend 82 Uhr findet in den Bürgerfälen", Dresdenerstraße 96, ein grosser Wiener Maskenball für die ausgesteuerten Mitglieder der Berliner Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen und Mädchen( E. H. 97) statt. Den edlen Zweck berücksichtigend, erwartet ein vollbesetztes Haus 152 für Das Komitee. Große öffentliche Versammlung Männer n. Franen des Leseklubs ,, Karl Marx" am Sonntag, den 18. Januar, Abends 6 Uhr, im Saale der BockBrauerei, Tempelhofer Berg. 209 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Distusston. 3. Verschiedenes. Nachdem geselliges Beisammensein mit Tanz. Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Zwangsversteigerung. Am 19. d. Mts., Vorm. 10 Uhr, werde ich Langestr. 91 die vollstän dige Einrichtung einer Maschinenfabrik, als Schraubstöde, 1 franzö sische Bank, 5 Ambosse, 2 Knader, 3 Leitspindelbänke. 1 Hobelmaschine, 3 Bohrmaschinen, 2 Blafebalge, 1 Loch platte, 1 Gasmotor, 1 Polierscheibe, 1 ganzes Treibwert, 1 Probirpumpe, 1 Balancier, diverses Handwerkzeug, 5 Enden Rohr, 1 Dezimalwaage, ferner 1 Parthie Möbel, als: 1 mahag Kleiderspind, mah. Waschtoilette, 1 bgl. Sommobe, 1 Copha, 1 nuột. Copha tisch, 1 Vertikow, 1 Rauchtisch, 1 Krone, 3 Bilder, 2 Regulatoren, 1 Bettschirm, 1 Gazespind, sowie ein Pianino mit Sejjel, öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. 50 P Hesse, Gerichtsvollzieher in Berlin, Königstraße 7. Labatspfeifen, Am Sonntag, den 18. d. Mts., Vormittags 1014 Uhr, spricht in der Rosenthalerstraße 38 Herr Dr. Bruno Wille über" Buddhismus und Christenthum" und in der Habel'schen Brauerei, Bergmannstraße 5-7, Herr Stadtverordneter E. Vogtherr über Was trennt uns vom Kirchenthum?" Gäste, Damen und Herren, sind sehr willkommen. Die Säle sind lange, halblange und kurze, mit und geheizt. 89 J ohne sozialistische Devisen, desgl. auch Am 15. ds. Mts. beginnen wir mit dem Ausstoß unseres berühmten Bock- Bieres und halten dasselbe den Herren Restaurateuren und Bierverlegern in Gebinden bestens empfohlen. An Private geben wir unsere Biere weder in Flaschen noch in Gebinden ab. Münchener Brauhaus, Act.- Ges., 4. Bericht der Bibliothek- Kommission und Wahl des Bibliothekars. 5. Ber Jede Uhr& schiedenes. Heute wurde ausgegeben: Die Neue Zeit. 136 Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. I Heft 16. Von Inhalt: Die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten. F. A. Sorge. Zur Frage des ehernen Lohngesetzes. IV. Ed. Bernstein. Die neueste literarische Richtung in Deutschland. Von Paul Ernst. Notizen. Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen Gesellschaftsleben von F. v. Ost a.( Fortsetzung.) Pro Quartal( 13 Hefte) 2,50 M., pro Heft 20 Pf. Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. zu repariren c ( außer Bruch) Berlin, N., Johannisstraße 18/19. unter Garantie foftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, aunty. 38, n. d. Dranienplay. Alle Uhren werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferkr. 2 g, ACHVERETT 25 20 P.C. 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Lager aller Arten Uhren, Uhrketten. Soeben erschien Der wahre Jacob Nr. 117. zu beziehen durch die Expedition Beuthstraße 3. Schlafst. fr. sep. sof. od. sp. Solms- Dr. Hoesch, homöopath. Arzt straße 24, H. pt. b. Lehmann. 93 J Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 14. Tokales. Noch leben wir zwar im tiefsten Winter, jedoch halten es gewisse Leute scheinbar für angezeigt, schon jetzt die Streifgespenster des kommenden Frühjahrs aus der Zukunft nächtlichem Dunkel hervorzuzaubern und den friedlichen Bürgern" eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Diesmal sind es die Schlächtergesellen, welche einem hiesigen Blatte zufolge zuerst den heiligen Frieden und die idyllische Ruhe, die über Berlin und die Berliner ausgebreitet ruht, freventlich stören werden, denn dasselbe läßt sich berichten: Ein Schlächterstreik droht Berlin für das bevorstehende Frühjahr. Der bereits über 1000 Mitglieder zählende Fachverein der Berliner Schlächtergesellen" hat denselben beschlossen, für den Fall die Meister nicht bis dahin die Forderungen der Gesellen bewilligen. Alsdann dürften die Fleischpreise eine nie geahnte Höhe erreichen." Am meisten überrascht von dieser Nachricht wird ohne Zweifel der Fachverein der Schlächtergesellen selber sein, denn erstens sind von demselben bislang noch keine von der Meisterschaft zu bewilligenden Forderungen aufgestellt, noch ist ein Streit Beschluß irgend welcher Art gefaßt werden. Die Schlächtergesellen sind nicht so thöricht, unbedacht einen Streit zu wagen. Bei dem signalisirten Schlächterstreik scheint der Wunsch lediglich der Bater des Gedankens zu sein. Wie wenig die gegenwärtigen Verhältniffe zu einem Streit geeignet erscheinen, giebt der Artikelschreiber selber zu, indem er weiter sagt: " Nach dem, in der Schlächtergesellen Herberge, Neute Grünstr. 28, niedergelegten Material statistischer Art halten sich in Berlin zur Zeit über 3000 stellen und arbeitslose Schlächtergesellen auf, abgesehen davon, daß viele Andere gewöhnliche Tagelöhnerdienste verrichten. Und dabei ist gegenwärtig nach einer Richtung hin noch die beste Zeit für das Arbeitsverhältniß der Schlächtergesellen: es geht nämlich die Wurstfabrikation im Winter besser, als im Sommer." Sonnabend, den 17. Januar 1891. Gesellen zufrieden sei, meinte der Meister:" Gut, doch der Kerl frißt mir zu viel!" Und wenn nun der in Rede stehende Artikelschreiber weiter sagt: 8. Jahrg. heutzutage vorhanden ist. Der Vergleich zwischen der Rührigkeit auf sozialdemokratischer Seite und der auf christlicher Seite ist tief beschämend." Diese von christlicher Seite zur Schau getragene BescheidenDiese allerdings enorme Arbeitszeit halten nicht allein heit ist zwar tief rührend, aber eine falsche und bezweckt nur, die die beschäftigten Gesellen für aufreibend, sondern die ge Agitation auf christlicher Seite noch zu verstärken, obgleich bereits sammte Gesellenschaft meint auch, daß es durch Abkürzung mit Hochdruck in Wort und Schrift der Sozialdemokratie entberselben zugleich möglich gemacht würde, einen großen gegengearbeitet wird, besonders in Berlin. Wer kennt alle Namen Theil der arbeitslosen Gesellen zu beschäftigen. Nach dieser der christlichen Vereinigungen, wer zählt alle Veranstaltungen von Richtung hin bewegen sich denn auch die Forderungen der christlicher Seite? Es sei erinnert, um nur ein einziges herausGesellen den Meistern gegenüber, deren Nichterfüllung, wie zugreifen, an die Evangelische Alliance, an den Evangelischen gefagt, den Streit nach sich ziehen foll", Bund, an den Evangelischen Verein mit seinen Gebetswochen und sonstigen Versammlungen, an die Berliner Stadtmission mit ihrem ausgedehnten Apparate, an die genugsam bekannten Christlichen Vereine junger Männer, denen nach Prediger Philipps die Man weiß wirklich nicht, worüber man mehr staunen soll, große Aufgabe zufällt, die männliche Jugend, die, kaum fonfirmirt, ob über die Dreistigkeit, mit welcher solche Nachrichten von mit mit Leichtlebigkeit, Völlerei und Sinnenlust umstrickt wird, diesen den gegebenen Verhältnissen gänzlich unvertrauten Personen kol- Mächten zu entreißen und sie für Christum und sein Reich zu geportirt, oder über die Gedankenlosigkeit, mit welcher solche er- winnen; diesen schließen sich die Jungfrauenvereine an, deren es fundenen Nachrichten in die Zeitungen aufgenommen werden. allein in Berlin 34( 114 in ganz Deutschland) giebt, die den Im vorliegenden Falle kann man aber versucht sein, an Bös- weiblichen Dienstboten an den Sonntag Abenden Stätten der Erwilligkeit zu glauben, denn in einer späteren Nummer holung und Erbauung darzubieten sich bemühen; erinnert sei bringt dasselbe Blatt von demselben Verfasser folgende Notiz: ferner an die zahlreichen christlichen, religiösen und Erbauunge so verwechselt derselbe eben allgemein für nothwendig bezeichnete Reformen mit gestellten Forderungen", deren Nichterfüllung den Streit nach sich ziehen soll. Seitens des Fachvereins der Berliner Schlächtergesellen versammlungen, welche noch nebenher veranstaltet werden, der wurde vor Kurzem über einen in der Brunnenstraße sonstigen Bereinigungen gar nicht zu gedenten. Nicht zu überwohnenden Schlächtermeister eine„ Sperre" verhängt, weil sehen ist ferner, daß man auf christlicher Seite auch emsig bederselbe einen Gesellen schlecht behandelt und ohne Grund müht ist, die heranwachsende Jugend für firchliche Zwecke zu geentlassen haben sollte. An das die Straße passirende winnen. Erinnert sei nach die Richtung hin an die SonntagsPublikum wurden gedruckte Zettel vertheilt, auf denen vor schulen und Kindergottesdienste. Bemerkenswerth ist in dieser dem Ankauf der Fleischwaaren von dem Vervehmten ge- Beziehung der Bericht des Prediger Wachsmann, auf den schon warnt wurde. Diese Radikalmaßregel führte denn auch früher einmal Bezug genommen worden ist, der da besagt: thatsächlich dazu, daß der Meister in Kurzem den Gewerbebetrieb einstellen mußte. Zwar wurde er von dem Verein der Schlächtermeister mehrmals durch höhere Geldbeträge unterstützt, um ihn vor dem Untergange zu retten. Dies Mittel blieb jedoch erfolglos. Erst als sich der Betroffene dazu bequemt hatte, dem Schlächtergesellen Abbitte zu Teisten und als er versprach, das Geschehene wieder gut zu machen, war es ihm möglich, das Gewerbe wieder aufnehmen und ungestört betreiben zu können. Es soll in der Absicht liegen, eine gleiche Sperre in Kurzem noch über andere Schlächtermeister zu verhängen." Wie man unter solchen Verhältnissen die Nachricht in die Welt sehen kann, daß Berlin im kommenden Frühjahr von einem Schlächterstreik bedroht werde, ist schwer erfindlich und ist eine Derartige sensationelle Aufbauschung der thatsächlichen Verhältnisse mindestens als frivol zu bezeichnen. Der Artikelschreiber hat irgendwo die Glocken läuten hören, weiß aber nicht wo und wie? Wie gerechtfertigt allerdings ein Streit wäre, das legt der weitere Wenngleich diese turzweilige Notiz genugsam für sich selber Berlauf des Artikels in genügender Weise dar, indem es heißt: spricht, und die Möglichkeit, ernst genommen zu werden, bei ihr Richtig ist es allerdings, daß sich die Löhne derselben ein Beispiel dafür, welche Ungeheuerlichkeiten über die Arbeiter von vornherein ausgeschlossen ist, so ist dieselbe doch wiederum seit dem Jahre 1882 verschlechtert haben, denn während in die Welt gesetzt werden, um die öffentliche Meinung zu beeindamals ein Schlächterg selle neben freier Kost einen Wochen fluffen, die Köpfe zu verwirren, die klare Einsicht in die that John bis 40 M. erhielt, giebt es heutzutage Schlächter fächlichen Verhältnisse zu trüben und der Arbeiterbewegung direkt gesellen in Berlin, die neben freier Kost mit einem Wochen oder indirekt entgegenzuarbeiten. Doch alle Bemühungen nach lohn von nur 6 M. zufrieden sein müssen, und nur in ganz dieser Richtung hin werden sich auch fernerhin als vergeblich er seltenen Fällen erreicht dieser Lohn die Maximalhöhe von weisen und auch die Schlächtergesellen werden unbeirrt um alles 27 M. neben freier Roft. Was aber nicht allein die arbeits widersinnige Geschreibsel in dem schließlich unausbleiblichem lofen, sondern auch die arbeitenden Schlächtergesellen haupt Stampfe mit der Meisterschaft doch die öffentliche Meinung auf fächlich bitter empfinden und beklagen, das ist die That ihre Seite haben. Hieran wird nicht einmal der Hinweis auf die fache, daß die thätigen Schlächtergesellen infolge der großen nie geahnte Höhe der Fleischpreise" etwas ändern, wie auch heute Sparsamkeit der Meister bei diesen von 5 Uhr früh bis nur noch bornirte oder böswillige Menschen glauben, daß der brochen arbeiten müssen, ja, einige von ihnen müssen sogar verschuldet habe. 12 Uhr Nachts, also 19 Stunden täglich, fast ununter- leyte Maurerstreit die„ nie geahnte Höhe der Wohnungsmiethen" schon um 3/2 Uhr früh aufstehen; auch flagen die Gesellen über schlechte Kost." ,, Abgesehen von vorübergehenden ungünstigen Zeiten mit zu hohen Preisen für Schlachtvieh wird im Durch schnitt jedem geschäftskundigen, fleißigen, reellen und sparsamen Schlächter, er sei Engros- oder Ladenschlächter, ein ausreichender Berdienst gewährt." 21 " Im Jahre 1882 gab es in Berlin 15 Sonntagsschulen mit 13 000 Kindern: nach den vor kurzem angestellten Er mittelungen giebt es jetzt in Berlin 81 Sonntagsschulen mit 30 453 Kindern und zwar 11 499 Knaben und 18 954 Mädchen; an ihnen sind 475 männliche und 947 weibliche Helfer thätig; nur 9 Sonntagsschulen haben bisher das Gruppensystem noch nicht eingeführt. In der Zionsgemeinde ist die größte Zahl der Sonntags schulkinder, nämlich 2521, davon sind 946 Knaben und 1575 Mädchen, 75 männliche und 100 weibliche Helfer. Im Evangelischen Vereinshause besuchten die Sonntagsschule etwa 200 naben und 300 Mädchen. Es giebt jetzt in Berlin feine Kirchengemeinde, die nicht wenigstens eine Sonntagsschule aufzuweisen hätte. Doch giebt es immer noch 100 000 Kinder unserer Volksschulen, die keine Sonntagsschulen besuchen; deshalb gilt es, das Netz immer noch weiter auszuspannen und neue Lokale für Abhaltung der Kinder- Gottesdienste zu gewinnen, hoffentlich lassen sich die städtischen und Schulbehörden immer williger finden zur Hergabe der Hörsäle in den Schulen." Den gleichen Zwecken dienen auch die Kleinkinder- Bewahranſtalten. Ju diesen Zufluchtsstätten", so sagt Bastor Knaat, werden die Kinder beaufsichtigt, vor bösem Einflusse bewahrt, unterwiesen in Gottes Wort und zu nützlicher Thätigkeit angehalten. Treue Lehrer voll Liebe und Geduld führen die Kinder dem himmlischen Lehrmeister zu, daß sie seine Liebe erfahren und mit Kräften der zukünftigen Welt ihre Herzen erfüllen lassen. Ihnen schließen sich die Mädchenhorte und Knabenhorte an, welche dazu dienen, die schulpflichtigen Kinder in ihrer schulfreien Zeit vor GeVon seinen Gegnern soll man lernen. Daß die Kirche fahren der Seele zu bewahren, ihre Schularbeiten zu beaufsichtigen Obige Schilderung charakterisirt zu gleicher Zeit in treffen- und ihre Organe Gegner der Sozialdemokratie sind, bedarf keines und sie zur Ordentlichkeit anzuhalten." Es würde zu weit der Weise den Ausspruch des Direktors des städtischen Zentral- besonderen Nachweises. Interessant ist nun eine Notiz, welche führen, sollte hier noch auf weitere Einzelheiten eingegangen Viehhoses in Berlin in einer Schilderung, welche derselbe dem der„ Ev- Kirchl. Anz." veröffentlicht und die ein Eingehen auf werden. Um nun aber auch einen ungefähren Begriff zu ermögWiener Magistrate auf dessen Ansuchen über das Fleischergewerbe dieselbe veranlaßt. Das firchliche Fachblatt" schreibt nämlich lichen über die Schriftenagitation, die von christlicher Seite bein Berlin gemacht hat. Direktor Hausburg meint nämlich: An einem einzigen Sonntage vor Weihnachten fanden trieben wird, möge hier nur noch der Jahresbericht Platz finden, in Berlin allein 20 sozialdemokratische Versammlungen den der Prediger Hülle gelegentlich des Jahresfestes des Vereins statt. Darunter befanden sich elf öffentliche und unter zur Verbreitung christlicher Zeitschriften für das verflossene Jahr diesen wieder sechs für Frauen und Männer, in welchen erstattet hat. Derselbe besagte: sozialdemokratische Vorträge über Religion gehalten wurden und an die sich ein geselliges Beisammensein beider Geschlechter anschloß. Für Montag Abend waren 22 Arbeiterversammlungen angesagt, darunter auch zwei öffentliche für Männer und Frauen. Man sieht hieraus, mit welcher Sorgfalt von den Sozialdemokraten die Gemeinschaft gepflegt wird und wie sie den Sonntag dazu benutzen, um an die einzelnen heranzukommen. E3 legt dies die Frage nahe, was denn von kirchlicher Seite in den einzelnen Gemeinden für die Gemeinschaftspflege geschieht, für welche doch ein so reges Bedürfniß Wie die geschäftskundigen"," fleißigen", reellen" und„ sparfamen" Herren Schlächtermeister sich ihren ausreichenden VerDienst" zu verfchaffen wiffen, das zeigt der angezogene Artikel sehr deutlich; durch maßlose Arbeitszeit, niedrige Löhne und schlechte Kost der Gesellen. Bezüglich der letzteren sei hier nur ein drastischer Fall furz erwähnt, den der Stellenvermittler des Fachvereins in dessen legter Generalversammlung mittheilte. Als Der Stellenvermittler nämlich einen Schlächtermeister fragte, wie er mit dem durch den Stellennachweis des Fachvereins bezogenen Rothenburger Tage. Sie zerwühlte in Verzweiflung ihr Haar. Roman aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. rathen!" Von Wilhelm Blos. ( 38. Fortsetzung.) Beim Busentuch der heiligen Cäcilie, nein!" rief Lienhart Tachend, also traget auf, alter Freund, auf daß mein Schätzlein sich erlaben möge." Der Wirth stieg langsam zum Keller hinab und Lienhart sprach zu Eva: Du kommst gerade recht, mein Treuliebchen, wir fliehen in die Schweiz." Freilich komm ich recht," sagte Eva freudig, denn wenn mein Lienhart mich zu sich entbeut, mein hoher Herr, so wart' ich keinen Augenblick mehr." Sie schlang lächelnd die Arme um seinen Hals. Er aber wurde ernst, trat einen Schritt zurück und sprach: „ Scherzest Du? Ich habe Dich nicht zu mir entboten, so sehr es mich auch freut, daß Du zu mir gekommen bist. Ich wollte Dir erst morgen Botschaft senden." Aber es kam doch ein Bote zu mir," sprach Eva,„ in Deinem Auftrag, Einer, der bei Königshofen gewesen. Er hat mich geleitet bis vor das Dorf." ,, Auf ein Jahr träftigen Wachsthums dürfe der Zeitschriftenverein zurückblicken, in aller Stille, ohne Aufsehen habe das Wert seinen Fortgang genommen. Der Zeitschriftenverein zählt 907 Mitglieder, 94 Helferkreise und 5000 Agenten, die an allen Orten des Vaterlandes Hand in Hand mit ihm arbeiten. Der Verein treibt eine gesicherte Mission in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, in den Diaspora gemeinden, in den Fabriken, unter den Sachsengängern und unter den Seeleuten. 546 Lesezirkel seien an öffentlichen Orten eingerichtet zum Behuf des Auslegens christlicher Blätter und zum Zirkuder Fenster, zogen sich aber scheu zurück, wenn die Reisigen nach " Dich elendes Geschöpf," schrie sie, ich hab' ihn ver- ihnen blickten. Herr Kunz ließ einen Wagen bespannen, der im Hofe Dann sank sie bewußtlos zusammen. des Gasthauses stand; zwei Pferde aus dem Stall des erDraußen ein Schrei, ein schwerer Fall; einer der rohen stochenen Wirths wurden dazu genommen. Auf den Wagen Reisigen hatte den alten Wirth niedergestochen, der eben warf man die Leichname Lienharts, des Schäferhans mit dem Weinkrug in der Hand aus dem Keller kam. und beiden Reisigen; sie wurden mit einem Dann drang der Hause in die Gaststube, der Schäferhans Tuch nothdürftig zugedeckt. Dann wurde die bewußtlose Eva aufgerüttelt. Sie blickte starr vor sich hin; thränenlos „ Ergieb Dich," rief der Schäferhans dem Bauern- sah sie den Leichnam ihres Geliebten, an dessen Halse sie hauptmann zu. noch eben zärtlich gehangen. Der Spion, der Eva nach Landsiedel begleitet hatte, fuhr den Wagen; Eva schien ihn nicht zu kennen. voran. " Von euch Ungeziefer begehr' ich weder Gnad noch Fried", schrie Lienhart. Er sah sich verloren gegen die Ueberzahl, aber er wollte sich nicht gefangen geben; er wollte im Männerkampf und nicht durch des Henkers ehrlose Hand sterben. dann ging es im Trab davon. Kunz Kreglinger ließ Eva auf den Wagen sizzen, „ Ei, mein Täubchen", sprach der Junker,„ nun, denk' ich, wirst Du mir Gehör schenken." Gesicht, sie antwortete Nichts. Eva sah ihn an mit unbeweglichem, wie versteinerten Schweigen einen Beweis, daß sie ihn immer noch verachtete, Oh", meinte er grimmig, denn er sah in ihrem " Du sollst schon reden. Wart's nur ab!" Der Bauernhauptmann-stürzte vorwärts und schlug mit einem mächtigen Streich seines zweihändigen Schwertes den Schäferhans nieder. Gerne hätte er den Junker noch erreicht, aber er konnte nicht an ihn kommen, die Reisigen drängten sich zu dicht an ihn. Wie der riesige Keuler, vom Schwarm der Mente angehalten, die vorwißigen Kläffer ab schüttelt, so kämpfte Lienhart unter den Reisigen; dem reisigen Zuge schon von Weitem aus oder schienen so Die Straße war ganz menschenleer; die Bauern wichen bald lagen neben dem Schäferhans noch ihrer zwei tudt auf mit ihrer Feldarbeit beschäftigt, daß sie gar nicht aufLienhart hatte mit wachsender Bestürzung zugehört. dem blutüberströmten Boden. Es war ein wildes und wüſtes schauten. Jetzt fuhr er wild empor: Ringen; die Reisigen schrieen durcheinander wie toll und Gegen Abend langte der traurige Zug in Detwang an. " Das ist Berrath, kann nur Verrath sein. Ich habe Lienhart, schweiß- und blutbegossen, strebte der Thüre zu, Dort hielt nun Herr Kunz Kreglinger ein Strafgericht nach Niemand zu Dir geschickt. D, sie haben Dir meinen die er auch schier erreicht hätte. Eben holte er zu einem seiner Art. Aufenthalt abgelockt, die Glenden, ach, da sind sie schon!" hans waren dabei. Die Reisigen mußten ihm alle Weiber im Dorfe zuEva war so bestürzt, daß sie kein Wort finden konnte. da, ein jäher Aufschrei und Lienhart brach zusammen. fammentreiben, denn er hatte den Befehl, sie dafür zu strafen, In demselben Augenblick vernahm man Hufschlag Der Streich fiel nicht mehr; ein Reisiger war durch ein daß sie die Wiese des Deutsch- Comthurs abgenäht und draußen; ein Trupp von Reisigen ritt heran und um Fenster eingestiegen und hatte Lienhart von hinten durchbohrt. sein Hen verbrannt hatten. Der Rath wollte solchen Ueberzingelte die Herberge. Kunz Kreglinger und der Schäfer- Ja, von hinten mußten sie den Tapfern fällen. Sein mäch- muth nicht sehen und Herr Erasmus von Muslos meinte, es tiger Körper fiel dröhnend zur Erde; ein Zucken und könne sehr bedenkliche Folgen haben, wenn dergleichen unMit Bligesschnelle dämmerte es mm in dem Gehirn des Lienhart's Leben war entflohen, der meuchlerische Stoß hatte gestraft bliebe. Junker Kunz, der unbarmherzige, war gerade armen Mädchens auf, daß sie das Opfer schnöder Arglist ge- das Herz getroffen. der rechte Mann für solch eine Sache; die Weiber mußten, ob worden. Der Bote war ein Spion des Raths gewesen, hatte von Selbst die harten und rohen Reisigen empfanden ein sie noch so heulten und jammerten, im Ning der Reisigen auf Eva erfahren, wo sich Lienhardt aufhielt, und hatte er dem Grausen in der blutüberströmten Gaststube, sie wollten hier der Turnierwiese bei Detwang zusammentreten. anderen Spion, der unterwegs zu ihm getreten, mit nicht verweilen. Im Dorfe blieb es ganz ruhig; nur einige suchte Junker Kunz zehn von ihnen als die Schuldigfien aus. erschreckte Gesichter von Frauen und Kinder sahen durch die ( Fortsegung folgt.) getheilt. Dort " er um milde Strafe und der Gerichtshof beließ es denn auch bei einer Geldstrafe von 10 Mark. firen der Mappen in den Gemeinden. Die Fabrik-| lassen, die Miethssteigerungen aber hat der neue Besitzer auf mission umfaßt jetzt 728 Orte mit 2190 Fabriken. Die eigene Faust vorgenommen. Für die Miether dürfte es Abonnentenzahl des Arbeiterfreund" mit seinen Neben übrigens gleichgiltig sein, von wem sie in dieser Weise in die ausgaben ist seit dem 1. Oftober d. J. um ein Drittel ge- Höhe geschraubt worden, die Hauptsache für sie ist, daß sie zirka Durch die Anfertigung und den Vertrieb von außer stiegen und beträgt 125 000. An der Lutherspende sind zur 50 pet. mehr Miethe zahlen müssen. ordentlich billiger Seife, deren Unbrauchbarkeit erst zu er Zeit 154 Gemeinden, in denen Pfarrvakanz eingetreten, fennen ist, wenn sie Verwendung finden soll, ist schon mancher betheiligt: darunter 37 Orte in der Diaspora im AusEin schneidiger Vizewirth und Magistratsbeamter. Betrug ausgeführt und manche Hausfrau geschädigt worden. Im lande. Zur Versorgung dieser Gemeinden sind 4618 Neue Man schreibt uns: Die Flüchtigkeit bei Ausfüllung von Mieths- August v. J. wurden zwei Handwerkerfrauen in Moabit Opfer Ein von Haus zu Haus gehender Sonntagsblätter wöchentlich erforderlich. Die Gefängniß- fontraften hat einen Vizewirth im Nordosten der Stadt in eine eines solchen Betruges. mission erstreckte sich auf 151 Gefängnisse. Darunter be- recht bedenkliche Lage gebracht. Dem Vizewirth war vor etwa Händler bot ihnen Seise zu dem ausnahmsweise billigen Preise finden sich 111 Gerichtsgefängnisse und 40 3nchthäuser und einem Jahre die Verwaltung eines Hauses übertragen. Unter von 20 Pfennigen an. Er gab an, daß er große Mengen Fett Königliche Strafanstalten, welche 4216 Gremplare des den älteren Miethern, die in diesem Hause wohnten, befand sich vom Viehhofe beziehe und die Seife selbst koche, daher könne er Neuen Sonntagsblattes wöchentlich erhalten. Auch die auch ein Barbier, der dort einen Laden inne hatte. In den älteren Waare so billig verkaufen. Die Frauen ließen sich bereden und Krankenhaus- Mission konnte auf weitere Anstalten aus Kontrakten war nun die Bestimmung enthalten, daß der Kontrakt nahmen je vier Pfund. Als sie die Seife in Gebrauch nehmen gedehnt werden. Dieselbe umfaßt heute 389 Kranken- aufgehoben sei und der Miether die Wohnung sofort zu räumen wollten, zeigte sich, daß ihr auch alle guten und nothwendigen häuser, Johanniter- und Garnison- Lazarethe, Verpflegungs- habe, wenn die Miethe nicht innerhalb der ersten acht Tage des Eigenschaften einer Seife fehlten, sie war nur zum Scheuern der stationen und ähnliche Anstalten. 4875 Neue Sonntags- Monats gezahlt werde. In den neueren Kontrakten war diese Fußböden zu gebrauchen. Der Verkäufer wurde in der Person des blätter, 1088 illustrirte Berliner Arbeiterfreunde erhielten Frist auf drei Tage festgesetzt. In den Kontrakten beider Art Handelsmanns Adolf Duhack ausfindig gemacht und derselbe wegen diese Anstalten wöchentlich zugesandt. Die Kaiser war die Zahl der Tage( 3 bezw. 8) durch Ziffern angegeben. Der Betruges unter Anklage gestellt. Das Schöffengericht sprach gabe hat in 205 Garnisonorten und Häfen Eingang ge- Kontrakt über den billig vermietheten Barbierladen läuft noch ihn frei, da nicht angenommen wurde, daß die von dem Ange funden. 598 Mappen und 17 200 Sonntagsblätter für mehrere Jahre und es ist erklärlich, daß der Vizewirth flagten gemachten falschen Angaben die Frauen zum Ankaufe der Ermissionsgelegenheit das deutsche Heer" sind wöchentlich hierzu erforderlich. auf wartete. Am Sonntag, Seife bewogen hatten. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung Die Schnittermission ist an 171 Orte versandt und eine den 4. Januar d. J. war der Barbier auf furze Zeit ein und wurde gestern in zweiter Instanz verhandelt. Der An Fischermission längs der deutschen Ostseeküste eingerichtet fortgegangen. Diese Gelegenheit benutzte der Vizewirth, um geklagte gab an, daß er die Seise vom Seifensieder Schulz für worden. Die Seemannsmission umfaßt 19 ausländische die Ermission ohne Weiteres ins Werk zu setzen. Und als der 8 Pf. pro Pfund beziehe. Der Letztere bestätigte dies. Der Häfen. Alle diese Erfahrungen, so schloß der Bericht Barbier zurückkehrte, fand er seinen Laden verschlossen, war auch gerichtliche Sachverständige, Seifensieder Runze, erklärte, daß es erstatter, müßten die Freunde des Vereins ermuthigen. nicht im Stande, sich wieder in den Besitz der gemietheten Räume ihm unmöglich sei, eine Seife für den Verkaufspreis von 8 Pf. Der Ländliche Arbeiterfreund," vierteljährlich 40 Pf. und zu setzen. Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß der herzustellen; welcher Art dies Produkt sei, entziehe sich feiner der Neue Arbeiterfreund", vierteljährlich 20 Pf., welche Vizewirth in der irrthümlichen Ansicht befangen gewesen ist, daß Beurtheilung. Der Fabrikant Schulz gab an, daß er hierzu am 1. Oktober neu ins Leben traten, haben bereits Wurzel dem Barbier nur eine dreitägige Frist zur Miethszahlung zu Cocusöl und Fett verwende. Da durch die Beweisaufnahme gefaßt in allen Provinzen Preußens und in allen deutschen steht. Der Barbier hat nun sofort Schritte gethan, um von dem noch festgestellt wurde, daß der Angeklagte seine Waare als Staaten. Sie berechtigen zu den besten Hoffnungen." Vizewirth, einem Magistratsbeamten, Schadensersatz zu erlangen eine gute" Hausseife angepriesen hatte, so sah der Gerichtshof Aus allem Vorgeführten ist zur Genüge ersichtlich, daß man und außerdem dürfte der Vizewirth wegen seines eigenmächtigen schon in dieser falschen Vorspiegelung die Thatbestands- Merkmale auf christlicher Seite durchaus nicht Ursache hat, sich der ent- Vorgehens sich noch wegen Nöthigung vor dem Strafrichter zu Betruges. Das erste Urtheil wurde ausgehoben und der Ange falteten Agitation gegenüber derjenigen von sozialdemokratischer verantworten haben. Ob ihn vor einer Verurtheilung sein Jrr flagte verurtheilt, die Strafe aber mit Rücksicht auf seine bis Seite zu schämen; ebenso ist aber auch ersichtlich, daß es großer thum bewahren wird, daß er offenbar die vielleicht nicht sehr herige Unbescholtenheit und die Geringfügigkeit des Objettes auf Mühe und Ausdauer bedarf, um den Gegnern den Rang abzu- Seutlich geschriebene 8" mit einer" 3" verwechselt hat, scheint fünf Mark beinessen. laufen und daß auf sozialdemokratischer Seite die Agitation eher mindestens zweifelhaft. noch verstärkt werden muß, als daß sie nachlassen könnte. Man lerne von den Gegnern! Gerichts- Beitung. Wie einige Blätter berichten, hat die Anklage gegen eine Anzahl galizifayer Auswanderungs- Agenten in dem bekannten Wadowicer Prozesse mit der Verurtheilung zu mehr oder mi der schweren Freiheitsstrafen geendet. Suchet, so werdet Ihr finden! Unsere modernen Gesellschaftsretter führen so gern die Worte der Bibel im Munde, und Wer die Auswanderungs- Verhältnisse einigermaßen fennt, wenn es ihnen gerade in den Kram paßt, sezen sie dieselben auch der wunderte sich seiner Zeit nicht etwa darüber, daß dieses er mit großer Bereitwilligkeit in Thaten um. Aber da, wo man Ob ein Schuhmann berechtigt ist, einen Menschen auf der bärmliche Treiben überhaupt möglich gewesen, sondern darüber, nichts verloren hat, soll man nichts suchen, sonst kann es leicht Straße, welcher ohne irgend etwas ungesetzliches zu begehen, auf daß dasselbe so lange Zeit in der dreistesten Weise fortgeführt geschehen, daß man etwas findet", was einem Anderen gehört und abgeht, von einem bestimmten Theil der Straße fortzuweisen, werden konnte und erst so spät an's Tageslicht kam. Und daran und was dieser Andere garnicht verloren haben will. Doch diese ist eine Frage, welche gestern die 95. Abtheilung des hiesigen tragen wohl die preußischen, insbesondere aber die Bremer und alte hausbackene und etwas überlebte Moral hält nicht mehr Schöffengerichts beschäftigte. Nach§ 117 des Straßenpolizei- Hamburger Polizeibehörden die größere Schuld, denn es ist Stand, wenn es sich darum handelt, die modernen Streifgelüfte Reglements sind die Polizeibeamten befugt, im Interesse der unmöglich, daß die unglaublich klingenden Berichte der dort an der begehrlichen Arbeiter in Schranken zu halten, wenn es gilt, Sicherheit und Bequemlichkeit des Publikums auf der Straße gekommenen Auswanderer nicht ein einziges Mal zur Kenntniß der gelangt sein sollen. Wohl in den meisten darbenden Kouponabschneidern und sonstigen Aktionären den auf gewisse Maßnahmen zu treffen und das Publikum hat diesen An- Behörden dem Großvaterstuhl hinter dem Ofen so sauer verdienten An- ordnungen Folge zu leisten. Nun war im vorigen Sommer in Fällen tamen die armen Auswanderer ohne jegliche Baar spruch auf ein sorgenfreies und freudenreiches Dasein zu der Hinge'schen Perlmutterwaaren- Fabrik in der Ritterstraße ein mittel, nothdürftig bekleidet und halb verhungert in den garantiren. Streit ausgebrochen, in dessen Verlauf auf Antrag des Fabrik Hasenstädten an, wo sie dann das Mitleid der Schiffs Vor eineinhalb Jahren fanden die niederen" Angestellten besitzers die Polizei einen Schuhmannsposten in der Nähe der gesellschaften, oder die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen der hiesigen Omnibusgesellschaft bekanntlich heraus, daß es den Fabrik aufstellte, um etwaige Belästigungen“ der Ar- mußten, wenn ihnen flar wurde, daß sie in der schmählichsten geehrten Pferden dieser Gesellschaft in mancher Hinsicht viel beitenden durch die Streifenden zu verhindern. Eines Tages Weise betrogen worden waren. besser ginge, als den menschlichen Dienern derselben, und unver- ging der zu den letzteren gehörende Arbeiter Lieze Aehnlich wie es den armen galizischen und auch ungarischen antwortlicher Weise tauchte in einzelnen Köpfen der Stallleute kurz vor der Feierstunde in der Nähe der Fabrik auf und nieder; Auswanderern erging, ergeht es jetzt noch den russischen Auss und Kutscher der verruchte Gedanke auf, durch einen eventuellen er that nichts Unrechtes, wurde aber doch von dem Schuhmann wanderern. Die strengen Maßregeln, die man in Rußland zu Streit die Direktion und den Aufsichtsrath darauf auf- angewiesen, sich zu entfernen, und als er dies nicht that, sondern Verhütung der Auswanderung in Anwendung bringt, zwingen merksam zu machen, daß bei einem derartigen Betriebe es als sein Recht in Anspruch nahm, auf der Straße zu prome- diejenigen russischen Unterthanen, die sich in ihrem Vaterlande auch für die Menschen einigermaßen gesorgt werden müßte. Die niren, zur Wache fiftirt. Rechtsanwalt Heine vertrat den nicht mehr zu ernähren im Stande sind, sich den gewissenlosesten Idee war infam, das wird Jeder zugeben, wenn er erfährt, daß Standpunkt, daß das Publikum nur verpflichtet sei, den gesetzlich Agenten anzuvertrauen, die ihnen den größten Theil ihrer Baar die Gesellschaft ihren Tagarbeitern zum täglichen Leben die berechtigten Anforderungen Folge zu leisten, wovon in schaft für das Ueberführen über die Grenze abnehmen und die Summe von 2,40 M. bewilligt, wofür sie, wenn sie freie Zeit diesem Falle aber gar keine Rede sein könne. Die Schuhleute felben dann ihrem Schicksal überlassen. Oft genug treffen die haben, auch auf Gummi fahren dürfen. feien gewiß nicht berechtigt, nach Belieben Leute, welche auf der Armen dann in Berlin ohne einen Pfennig an und man fo Kurzum unter der im Allgemeinen gutgedrillten und gut Straße hin und her gehen, von der Straße fortzuweisen, denn im Wartesaal des Lehrter Bahnhofs manchen dieser Proleto erzogenen Schaar der Tagesarbeiter der Omnibusgesellschaft fand sonst würde dies zu den wunderbarsten Konsequenzen führen. Der hilflos schluchzen sehen. Dann tann man sich einen leinen sich schließlich ein räudiges Schaf, welches der noch etwas ver- Gerichtshof war jedoch mit dem Staatsanwalt der Meinung, daß griff machen von dem Elend, dem die Leute in ihrer Heimath schwommenen Idee des Streiks eine greifbare Gestalt geben die Schuhleute im Interesse der Sicherheit und Bequemlichkeit ausgesetzt sind, und der großen Fürsorge, welche die russische Re wollte. Der Verworfene, den der Hafer, welchen die Pferde des Publikums" hierzu wohl berechtigt seien und er ver- gierung, die ungeheure Summen für das so schwunghaft be fraßen, stach, segte sich hin und faßte zwei Schriftstücke ab, die urtheilte deshalb den Angeklagten zu 3 Mark Geldbuße eventuell triebene Lockspizelsystem ausgiebt, ihren Unterthanen ange ihn später glücklicher Weise beinahe an den Galgen gebracht ein Tag Haft. deihen läßt! hätten. Das eine dieser Schriftstücke enthielt einen Aufruf zur Niederlegung der Arbeit, das andere eine Ermahnung zur Ansammlung eines Streitfonds. Literarisches. Ein Impfgegner stand gestern in der Person des Naturarztes Franz Stahn vor der 97. Abtheilung des Schöffengerichts. Derselbe beantragte richterliche Entscheidung gegen ein ihm vom Der Missethäter wagte zwar nicht, diese Schriftstücke zur Ver- Polizeipräsidium auferlegtes Strafmandat in Höhe von 50 Mark. lesung zu bringen, aber er besaß doch die Wermessenheit, dieselben Der Angeklagte besitzt ein siebenjähriges Kind, welches er bisher Die Juvaliditäts- und Altersversicherung der Arbeiter mit auf seine Arbeitsstelle zu bringen. Dort ruhten sie auf vor der Impfung zu bewahren gewußt hat, indem er stets Krank nach dem Reichsgesez vom 22. Juni 1889 furz und übersichtlich dem tiefsten Grunde seiner Rocktasche, und der ominöſe, heit vorschob. Im August v. J. sandte die Behörde dann einen dargestellt. Zum Handgebrauch für alle bei Ausführung des revolutionär duftende Rock hing unter den gutgesinnten, unschuldsvollen Röcken der übrigen Arbeiter. Was hätte nicht Gräßliches Gerichtsphyſikus zu ihm, der das Kind untersuchen mußte und Gesetzes Betheiligten. Preis 20 Pf. Verlag des„ Vorwärt geschehen können, wenn die Schandthat nicht noch rechtzeitig ent- bierbei allerdings eine ganz leichte Halsentzündung bei demselben Berliner Boltsblatt". entdeckte. Um allen Vorwürfen vorzubeugen, ordnete der Arzt deckt worden wäre! Preis und Dank sei dem Oberinspektor einen Aufschub von 6 Wochen an, dann untersuchte er das Kind Wohl selten dürfte bei dem Inkrafttreten eines Gesetzes eine glück wäre über die Gesellschaft hereingebrochen, wenn Herr wurde dem Angeklagten bei Strafe angedroht, die Impfung vor- validenversicherungs- Gesetz der Fall ist. Arbeitgeber wie Be Herrn Lenzner, dem die rettende That gelang. Unnennbares Un- iebe und und erflätte es mun gesund. Nunmehr ſolche Verworrenheit bei den an der Ausführung des Geſeßes Lenzner die gefahrvollen Papiere nicht gefunden" und sie der Betheiligten zu fonstatiren ſein, als dies beim Alters- und J allezeit wachsamen Polizei übergeben hätte. Nun hatte Europa nehmen zu lassen. Wie schon in einem früheren Falle, der mit seiner validenversicherungs- Gesetz der Fall ist. Arbeitgeber wie Ber Ruh, die Omnibuspferde sentten weise ihre Köpfe, tauten bedächtig Bestrafung endete, blieb der Angeklagte seinem Grundsaze treu, ſicherungspflichtige vermögen nicht die Klauseln des Gefeßes ihr Heu und freuten sich, daß der Kerl, der dafür, daß er ihnen ter zingeflagte auf, ang mga erigen rechtswidriget, sollen bei der Ausführung des Gesezes schon die tollſten Bod ließ es darauf ankommen. Im Termine führte durchdringen und selbst von den unteren Verwaltungsbehörden täglich Futter ausschüttete und sie puzte, 60 Pf. täglich mehr, wie Titel ihm gebührte, verlangte, sofort aufs Pflaster geschmissen wurde. Es sei im Reichstage nur mit einer geringen Stimmenmehrheit sprünge gemacht sein. zur Annahme gelangt, aber nicht das Parlament oder irgend eine Diesem Uebelstande sucht der Verfasser der unter obigen Und wie es sich dort lag, das sollte ein tüchtiges Omnibuspferd Behörde fönne ein berartiges Gejeß erlaſſen, ſondern dies me erschienenen Broschüre abzuhelfen, indem er in einer bei dem So weit war nun alles in Ordnung und nach dem für lediglich Aufgabe der Wissenschaft sein. Die Impfung sei weiter liegenden Stoff überhaupt möglichst knappen Form die Bestim folche Fälle üblichen Verlauf der Dinge geschehen, wenn sich von nichts wie eine Vergiftung, nach dem Geseze werde jede Bei- mungen des Gesetzes darlegt. Das Schristchen ist zum Hand der Arbeiter nicht darüber beschwert gefühlt hätte, daß Jemand bringung von Gift mit schwerer Strafe bedroht und so machten gebrauch für alle bei der Ausführung des Gesetzes Betheiligte in fremden Rocktaschen, wo er sicher nichts verloren hat, sich auch alle diejenigen strafbar, welche die Impjung zwangs beſtimmt, und es sucht dieser Aufgabe nachzukommen, indem es er sicher nichts verloren Etwas zu suchen hat und auch etwas findet". Natürlich giebt es Staatsanwälte in Berlin, wie jeder Moabiter weiß, der Kläger würde, dann ſei ſeine Verurtheilung aber auch eine gefezwidrige. Etwas zu suchen hat und auch etwas findet". Natürlich giebt weise durchführten. Er wisse wohl, daß er verurtheilt werden nächst die Frage erörtert: wer ist versicherungspflichtig? sodann einen Neberblick über die Versicherungsanstalten, deren wurde aber von sämmtlichen Instanzen der Staatsanwaltschaft nicht ein, sondern verurtheilte den Angeklagten nach dem Antrage Welche auf die Invaliden- und Alterszente haben wollen? 2 Der Gerichtshof ließ sich auf eine Widerlegung dieser Ausführungen Welche Voraussetzungen haben diejenigen zu erfüllen, welche nicht wissen?! abgewiesen. Der erste Staatsanwalt beim Landgericht fand sogar, daß in der behaupteten Wegnahme von Schriftstücken eine strafbare Handlung überhaupt nicht liege, da dieselben von dem Be ſchuldigten nicht in der Absicht, sie sich zuzueignen, fortgenommen worden sind." Teid Grill des Amtsanwalts zu einer Geldstrafe von 50 M. Diese Frage beantwortet das Büchlein in einer möglichst Aus recht nichtigen Gründen hat der Schlächtermeister verständlichen Form, indem es nacheinander in verschiedene Heinrich Lehmann die Urkundenfälschung begangen, die ihn Kapiteln die Wartezeit, die Versicherungsbeiträge und deren gestern vor die zweite Straftammer des Landgerichts I führte. richtung behandelt. In einem besonderen Abſay find die Marle Im Juni v. J. traf der Angeklagte eines Morgens auf dem und Quittungskarten behandelt, wie die Entwerthung der Mark Die Sache ist ja jetzt vergilbt und vergessen, sie ist fast ein Bentralviehhose mit Fleisch ein, welches von Thieren stammte, vorgenommen werden muß und wie der Umtausch der Quittung und ein halbes Jahr her, aber manchen unserer Leser dürfte doch die er angeblich Tags suvor in seinem Wohnsise, einem in der farten zu geschehen hat. Hier sind auch die Strafbeſtimmung die Zeugenaussage des Herrn Lenzner interessiren, die derselbe mart belegenen Dorfe geschlachtet hatte. Gr unterbreitete dem vermerkt, die denjenigen treffen, der die Quittungsfarten in der Verhandlung vom 27. September 1889 abgab. Er äußerte hiesigen Untersuchungsamte eine von dem Ortsschulzen beglaubigte anderen als den bestimmten Vermerken benut. sich dort folgendermaßen: " Am 1. Juni erfuhr ich vom Mitzeugen Dzingel, daß Kläger dieser das Fleisch untersucht und für gut befunden hatte. Es Hier seht der Verfasser auseinander, wann und in welcher seine Mitarbeiter zum Streit aufwiegle. In der Tasche eines fand hier dann die übliche Nachuntersuchung statt, die dasselbe Höhe die bewilligte Rente je nach der Lohnklasse gezahlt wird stücke, welche einen Aufruf zur Niederlegung der Arbeit und zur Formfehler und wurde deshalb dem Aussteller zur nachträglichen erlöschen oder ruhen kann; es sind ferner die Boran im Stall hängenden Rockes des Klägers fand ich zwei Schrift Ergebniß hatte. Die auswärtige Bescheinigung hatte aber einen und wann der Anspruch auf Rente vollständig oder zeitweife Ansammlung eines Streitfonds enthielten. Diese Schriftstücke habe Ergänzung zugeschickt. Hierbei wurde entdeckt, daß das Schrift- segungen erörtert, unter denen eine Rückerstattung der Beiträge Will ein Versicherter Anspruch auf Rente et Diese Aussage ist klassisch, wenig von dem Ortsschulzen beglaubigt war. Lehmann hatte in heben, dann ist es nothwendig, daß dies auch unter Innehaltung lapidar, großartig, pyramidal. Aber übersehen wir dieselbe aus beiden Fällen gefälscht, wie er vor Gericht angab, weil er nicht der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Formen geschieht. dem amtlichen Jargon in unsere geliebte Muttersprache, so heißt die Zeit verlieren wollte, welche durch Erfüllung der Unter- weiteren Kapiteln behandelt die Schrift diesen Justanzenweg das, der Herr Inspektor hat die Taschen seiner Untergebenen suchungsvorschriften in Anspruch genommen wurde. Als er zum des Weiteren das Berufungsverfahren, das derjenige 3 ich der Polizei übergeben." Punktum, streu Sand rum. die Vorsehung der Omnibusgesellschaft noch lange so schneidige Beamte er schon unterdrücken. halten. Mit Bezug auf unseren kürzlichen Artikel über die flagten zu einem Monat Gefängniß. Besonde und ver auf heimlich visitirt, sie durchschnüffelt und schließlich einen Malesi- Schulzen gekommen sei, habe er denselben nicht angetroffen und folgen hat, der mit seinem Anspruch auf Rente von der unterest fanten der Polizei denunzirt. Das ist brav und ehrenvoll und dessen Ehefrau ihm gesagt, er solle den Namen und die Be- Verwaltungsbehörde abgewiesen, mit diesem Bescheide aber nicht Auch die Fragen, wann der Anspruch Der Gerichtshof verurtheilte den Ange- Rente ruhen kann, in welcher Form die Rente ausgezahlt wird, beantwortet die Broschüre. Zusammenhängend giebt der Berfaffer einen Ueberblick über die die Aufsicht führenden Verwaltungs enormen Miethssteigerungen, die der Rentier Herr May Häusler gung führte gestern den Studenten der technischen Hochschule, Schlußkapitel die Strajbestimmungen des Gesetzes zu erläutern Bruder Studio. Eine Anklage wegen Sachbeschädi behörden und die diesen zustehenden Rechte und Pflichten, um im genommen haben soll, werden wir von dem genannten Herrn um An einem Herbstabend des vorigen Jahres kam der Angeklagte jedem, der den Bestimmungen des Gesetzes unterliegt, nur bringend in seinen Häusern Gubenerstr. 61 und Frankfurter Allee 111 vor Johann Grün, vor die 87. Abtheilung des Schöffengerichts. Ein ausführliches Sachregister bildet den Schluß der Schrift, die die Mittheilung ersucht, daß diese Miethssteigerungen feineswegs in bierseliger Stimmung aus der Kneipe. Er mußte seinem empfohlen werden kann. auf ihn zurückzuführen sind. Herr H. hatte die Häuser bereits kühnen Thatendrange in irgend einer Weise Luft machen und als Mitte Dezember verkauft: er mußte, da die Auflasjung noch nicht ihm ein Feuermelder zu Gesicht kam, gefiel er sich darin, die erfolgt war, zwar die Kündigungen an die Miether ergehen Glasscheibe mit seinem Stocke zu zertrümmern. Vor Gericht bat Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. e