tom drier of short Nr. 191. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen 1 tn der Post Bettungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder berend Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Noch einmal das neue Gewerkschaftsprogramm. Sonntag, den 16. August 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die Vertrauensmänner der deutschen Gewerkschaftskartelle" Genoffe Quard stellt sich so, als wenn er den Lefern etwas die wirthschaftliche Arbeiterorganisationen, nach ganz Neues damit sagte, daß uns die vereinsgefeglichen Bedenken Lage der Vereinsgefeßgebung nur existiren können, wenn sie die bei unserem Widerspruche nicht die Hauptsache seien. Nun, die Beschäftigung mit Politik vermeiden mehr Fühlung und Ber- Leser müßten ein sehr kurzes Gedächtniß haben, wenn sie sich in bindung miteinander zu erhalten suchen und darauf hinarbeiten, diesem Punkte durch unseren Gegner täuschen ließen. Wir haben daß fünftig in bestimmten Zwischenräumen ein allgemeiner auf die vereinsgesetzlichen Bedenken aufmerksam gemacht, aber deutscher Gewerkschaftstongreß stattfindet, welcher. zu den die Hauptsache waren sie uns nicht. Daß aber diese Bedenken einzelnen Fragen der Sozialgefeggebung Stellung zu immerhin ihre Berechtigung haben, beweist niemand flarer wie nehmen hätte. Quard selbst, indem er in seiner Antwort Wort und Sinn seiner bezüglichen Vorschläge wegzudeuteln sucht. Der Verfasser des Artikels über die Quarc'schen Vorschläge sendet uns folgende Entgegnung: Genoffe Dr. Quarck wundert sich in seiner Antwort auf unseren Artikel in der Nr. 171 des Vorwärts", daß wir seine Vorschläge, welche er in Beziehung auf die Erweiterung und Vertiefung der gewerkschaftlichen Agitation gemacht hat, so Was aber hat die These 3 für einen Zweck, wenn nicht den, gründlich falsch wiedergegeben und besprochen haben. Genosse die Gewerkschaften zu veranlassen, unbekümmert um die etwaigen Für uns war die Hauptsache die Frage, ob es bei der Ents Quard hebt selbst hervor, daß diese falsche Behandlung seiner ftrafrechtlichen Folgen, Politik zu treiben? widelung, welche die sozialdemokratische Partei und mit ihr die Vorschläge nicht nur von uns erfolgt ſei, sondern Genoffe Quarc macht es ja in dieser These, in der er flaffenbewußte Arbeiterbewegung in Deutschland genommen hat, daß eine Reihe anderer anderer Partei. und Gewerkschafts. einleitend das ungenirte Gebahren der Unternehmer- Vereinigungen von Nugen sein kann, wenn neben unseren allgemeinen Parteiblätter demselben demselben Mißverständniß zum Opfer gefallen hervorhebt, dem legten Gewerkschaftskongreß geradezu zum Vor- tongreffen noch ein besonderer regelmäßig wiederkehrender feien. Einer etwas weniger felbstbewußt angelegten wurf, daß er die Behandlung der Sozialgesetzgebung einfach allgemeiner Gewerkschaftstongreß ins Leben gerufen wird, welcher Natur hätte der leßtere Umstand vielleicht die Frage nahe gelegt, aus Scheu vor dem polizeilichen Einschreiten" ablehnte. gar feine nügliche Wirksamkeit entfalten tann, es sei denn, daß ob sie sich nicht etwas undeutlich ausgedrückt habe und Wir glauben, diese Proben ergeben, wie wenig Anlaß er mit dem Parteitag in Konkurrenz tritt, was auf die Dauer daher das Mißverständniß" rühre; dem Genossen Quarck ist Dr. Quarck hat, sich über gründlich falsches Wiedergeben seiner mit Nothwendigkeit zu Mißhelligkeiten führen muß. aber ein solches Bedenken ferne geblieben. Er regalirt uns, den Vorschläge und Illoyalität unsererseits zu beschweren. Wir haben Genosse Quarc will die, politische Agitation", was nur heißen ,, ungenannten Genossen", mit einer Reihe persönlicher Sottisen, den Genossen Quarck durchaus verstanden, wo er hinaus will, und tann: bie sozialdemokratische Partei, von dem Ballast der bis obwohl wir in unseren ersten Ausführungen der strengsten Sach- wenn er jetzt die Konsequenzen feiner eigenen Vorschläge nicht gezogen ins einzelne gehenden Beschäftigung mit der Wirthschaftsgeseh lichkeit uns befleißigten. wissen will, so ist das seine Sache, wir aber haben feinen Anlaß, gebung" los machen und ihr die Schlußaktionen in den Parlauns ein für ein U vormachen zu lassen. menten zuweisen. Das kann doch nur heißen, die Partei soll Uebrigens haben wir in unserem ersten Artikel bereits aus fich um die praktischen Bedürfnisse der Arbeiterschaft nicht drücklich hervorgehoben, daß uns die vereinsgefeßlichen Bedenken fümmern, sie soll ihren Alltagstämpfen und Beschwerden das weniger Wichtige an der ganzen Sache find. Wir sind nicht theilnahmslos und ohne näheres Interesse gegenüberstehen und der Meinung, daß gefeßliche Zwirnsfäden, die speziell zur nur, wenn diese Beschwerden an das Parlament kommen, dann Schädigung der Arbeiterbewegung gesponnen sind und um welche sollen sich unsere Vertreter als Anwälte derselben aufspielen. Ge sich die Unternehmerverbindungen ben Teufel fümmern und auch nosse Quarck muthet also der politischen Partei nicht mehr nicht kümmern brauchen, die flaffenbewußte Arbeiterschaft und nicht weniger gut, als daß daß sie auf alle jene " " Worin haben wir nun die Ausführungen Duard's so gründ. lich falsch wiedergegeben, wie er behauptet? Bunächst beschwert sich derselbe darüber, daß wir in unserem Artitel von einem neuen Programm" für die Gewerkschaften sprechen, während er nur einen Mahnruf" an die Genossen im Lande gerichtet haben will. Abgesehen nun davon, daß Quarc im selben Athemzug, wo er diese Beschwerde über uns nieder schrieb, selbst wiederholt von seinen Vorschlägen spricht, was doch wohl einem Programm näher kommt als in ihren Handlungen und Beschlüssen hindern tönnten, prattische Wirksamkeit, durch welche sie den breiten Arbeiter. einem Mahnruf, wird in dem Artikel, welcher die Vor- wenn es sich um die Erreichung eines großen opfer schichten sich genähert und dieselben zunächst gewonnen hat, in schläge des Genoffen Quard enthält und welchen dieser felbft werthen Bieles handelt. Es giebt für bie Arbeiter werthvollere Butunft verzichte. Die Ueberwachung der Ausführung der be an den Borwärts" zur Kenntnißnahme und eventuellem Ab Dinge als eine x- beliebige Organisationsform und unter Um- ftebenden Sozialgefehe, der Sozialverwaltung, fann überhaupt brud fandte, als von Bestimmungen gerebet, welche gleich ständen würden wir keinen Augenblick schwanken, die letztere zu von niemandem sonst geleistet werden, als von der Gewerkschaftsfam als Programm für die nächste 3utunft gelten opfern, um höhere Zwecke zu erreichen oder doch zu erfireben. bewegung" behauptet Genosse Quarck und wäre damit einer jollen". Um aber gar teinen Zweifel aufkommen zu laffen, um dies an einem Beispiel zu zeigen, find wir der Meinung, der bisher erfolgreichsten Theile der sozialdemokratischen Be was Genoffe Quard glaubte geleistet zu haben, trug der von daß der Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker es feinerzeit wegung mit einem Federstrich aus der Welt geschafft, wenn die ihm eingefandte Artitel in fetten Lettern die Ueberschrift: hätte darauf ankommen laffen müssen, eventuell von Buttlamer Quard'sche Behauptung mehr wäre als eben ein- Feder " Ein Programm für die Thätigkeit der Geverboten zu werden, ehe er diesem, respektive dem Berliner strich. wertschaften." Polizeipräsidium, das Recht der obersten Kontrolle ein Wir also behaupten, die von Quard in Vorschlag gebrachte Wir dächten, das genügt zur Würdigung der Beschwerde in räumte. Es handelte sich in diesem Falle um das Selbst- Institution eines regelmäßig wiederkehrenden allgemeinen Gewerk diesem Punkte. bestimmungsrecht der Arbeiter in ihren eigenen Angelegenheiten schaftstongresses ist entweder ohne Nußen für die gewerkschaftund tlaffenbewußte Arbeiter fönnen in folchen Fällen feinen lichen und sozialpolitischen Interessen der Arbeiter siehe die Augenblick im Zweifel sein, welche Stellung fie einzunehmen Ergebnisse von Halberstadt und Berlin- dann ist es schade um haben. die großen Summen, welche solche Veranstaltungen foften. Ober aber der Kongreß befaßt sich, wie Quarct es will, mit praktischer Sozialpolitit, greift also in das Gebiet ein, welches bisher in bezug auf die Schlußentscheidungen den allgemeinen Parteitagen vorbehalten geblieben ist. Auf den Gewerkschaftstongreffen haben die Politiker nichts zu suchen, denn wollte man sie haben, dann brauchte man das neue Inftitut nicht. Es würden dann die Aber mit allen anderen Buntten steht es nicht besser. Genoffe Quard bestreitet, daß die Ausführung seiner Vorschläge die Gewerkschaftsorganisationen mit dem Vereinsgefeße in Konflikt bringen würde, er habe im Gegentheil angerathen, folche Konflikte zu vermeiden, und deshalb bei seinen Vorschlägen immer nur von der Gewerkschafts bewegung, niemals von Gewerkschafts vereinen oder Verbänden gesprochen. Nun, diesen Angaben gegenüber verweisen wir auf die Thatfache, daß Genosse Quarck in These 4 ausdrücklich verlangt, daß 48] Rienzi. Der legte der römischen Volkstribunen. Die Frage für uns ist nur, handelt es sich in den Quarck schen Vorschlägen um ein solches Ziel, welches gegebenenfalls eines Opfers wie das der Preisgabe der bestehenden Organifationen werth wäre? Diese Frage verneinen wir, und Genoffe Quard weiß nichts beizubringen, was uns von unserem Standpunkte abzubringen vermöchte. wissen Schauder vorbei, wenn er den steinernen Blick und die drohenden Züge des alten Ungeheuers vom Nil gewahrte. Es dauerte einige Zeit, ehe die Bewegung der Menge Rienzi zu sprechen gestattete. Als aber endlich der letzte Ruf mit dem allgemeinen Geschrei schloß:„ Lange lebe Rienzi! Der Befreier und der König Noms!" erhob er ungeduldig seine Hand, und die Neugierde des Voltes brachte ein plögliches Stillschweigen zu Wege. nöthig haltet, daß Eurem Mitbürger ein förmlicher Titel und eine anerkannte Gewalt übertragen werde, so sei es; aber laßt es solche sein, welche das Wesen unserer neuen Institutionen, die Weisheit des Volkes und die Mäßigung seiner Anführer aussprechen. Einst, meine Mitbürger, wählte das Volk, als Beschützer seiner Rechte und Freis heiten, gewisse dem Volk verantworliche, a u 3 dem Bolk erwählte, für das Volk berufene Beamte. Ihre Macht war groß, aber sie war eine übertragene; eine Würde, aber eine Bevollmächtigung. Diese Beamten hießen Tribunen. Dieses ist der Titel, den ich, in vollem Parlament des Voltes, mit einem solchen Parlament regierend, und durch ein solches Parlament mir übertragen, dankbar anRoman von Edward Lytton Bulwer. Worte vermögen die Begeisterung nicht zu schildern, mit der Rienzi empfangen wurde, als er jetzt die Plattform erstiegen hatte und der ganzen Versammlung sichtbar wurde. In Geschrei, Thränen, Seufzern, wildem Ge- Befreier Roms, meine Mitbürger!" sagte er. Ja, lächter selbst äußerte sich die lebendige Theilnahme dieser verändert diesen beglückenden Titel nicht. Ich bin zu ehr empfänglichen Rinder des Südens. In den Fenstern und geizig, um König sein zu wollen! Bewahrt Euren Gehor auf den Balkonen des Palastes sah man die Frauen und sam Eurem Papst, Eure Unterthanenpflicht Eurem Kaiser, Töchter der weniger angesehenen Patrizier und der wohl aber bleibt Euren eigenen Freiheiten getreu. Ihr habt ein habenden Bürger, und Adrian sah unter ihnen das lieb- Recht auf Eure alte Ronstitution, aber diese Konstitution nehmen will." liche Antlig seiner Frene, ein Antlig, das alle anderen bedurfte keines Königs. Dem Namen eines Brutus nach- Die Rede und die Gesinnungen Rienzi's wurden noch überstrahlt haben würde, wäre nicht eine Schönheit ihr strebend, bin ich über den Titel eines Tarquinius erhaben! eindringlicher durch den Ausdruck ernster und tiefer Theil zur Seite gewesen, die durch die Aufregung der Stunde Römer! erwacht! erwacht! laßt Euch durch eine edle Frei- nahme; und die Römer fühlten, troh ihrer Verderbniß, noch erhöht ward. Die großen, schwarzen, funkelnden Augen heitsliebe begeistern, als durch jene, welche, indem sie den eine augenblickliche Erhebung in der Mäßigung ihres Ander Nina di Roselli waren auf den Helden ihrer Wahl Tyrannen von heute entthront, sich unsinnig der Gefahr führers: Lange lebe Roms Volkstribun!" wurde gerufen, gerichtet; und der Stolz, noch mehr als die Freude, färbte einer neuen Tyrannei für morgen aussetzt! Rom bedarf noch aber weniger laut, als vorhin: Lange lebe der König!" ihre Wangen höher und ließ ihre edle und gebietende Ge- eines Befreiers, nie aber eines Usurpators! Verschont mich Und das römische Volt schien fast die Revolution für unstalt als die einer Königin erscheinen. Die Strahlen der daher mit diesem Flitterstaat." vollkommen zu halten, weil der hochtönendere Titel nicht untergehenden Sonne beleuchteten die Szene; die entblößten angenommen wurde. Einem entarteten und gesunkenen Häupter die lebendige und aufgeregte Volksmenge Bolte erscheint die Freiheit als etwas zu Einfaches, wenn die grauen und festen Mauern des Kapitols, und in der sie nicht durch den Glanz des Despotismus, den es entNähe Rienzi's erschien in seltsamer, blendender Beleuchtung" Herr," sagte Pandulfo di Guido, der einer von den thront hat, noch umstrahlt wird. Rache ist mehr sein Ziel, die steinerne Gestalt eines tolossalen Löwen von Basalt, Caporini war. Eure Antwort ist Eures Ruhmes würdig. als Erleichterung, und je erhabener die neue Macht er. von dem die Treppe, welche nach dem Kapitol führte, be- Aber Rom muß Euch einen gesetzlichen Titel gewähren, scheint, die es begründet, desto größer erscheint die Nache Es war ein altes egyptisches Denkmal, damit Ihr die Geseze aufrecht erhalten könnt, so nehmt den gegen die gestürzte. Alle jedoch, die in der Versammlung groß, düster, ernst; das Symbol eines uralten Glaubens, eines Diktators oder Konsuls an, wenn Ihr den eines gebildeter und unverderbter waren, wurden durch eine in dessen Züge der Bildhauer einen gewissen menschlichen Königs verschmäht." Mäßigung entzückt, von der sie vorher sahen, daß sie Rom Ausdruck gelegt hatte, und indem dieses die, wahr- Lange lebe der Konsul Rienzi!" riefen mehrere vor tausend Gefahren von seiten des Kaisers und des scheinlich beabsichtigte Wirkung machte, rief es einen Stimmen. Papstes sichern werde. Und sie fühlten sich noch mehr bemystischen übernatürlichen und unheimlichen Eindruck her- Rienzi winkte mit der Hand, um sich wieder vernehmen ruhigt, als Rienzi, sobald er wieder zu Worte kommen vor, und stellte jene feierliche und stille Ruhe dar, die das zu lassen. fonnte, hinzufügte: Und da wir gleiche Arbeiter in der eigenthümliche Geheimniß der egyptischen Bildhauerei ist. Bandulfo di Guido! und ihr, ehrenwerthe Räthe selben Sache waren, so sollten dieselben Ehren, welche mir Die Ehrfurcht, welche dieses düstere und kolossale Bild zu Roms! Dieser Titel ist zu erhaben für meine Verdienste, erzeigt werden, auch auf den Bikar des Papstes, Raimud, gebieten berechnet war, wurde bei der Menge noch erhöht, und zu wenig meinem Beruf entsprechend. Ich bin Einer Bischof von Orvieto, übertragen werden. Erinnert Euch, weil die Treppe des Löwen" der gewöhnliche Schauplatz vom Volk, dem Volke muß ich dienen, der Adel kann sich daß die Kirche und der Staat Beide die eigentlichen Bes für öffentliche Hinrichtungen sowohl, als auch für öffent- selbst beschützen. Diktator und Konsul find patrizische herrscher, weil die Wohlthäter des Volkes, find. Hoch liche Beremonien war. Selten vergaß der unerschrockenste Würden. Nein," fuhr er nach einer kurzen Pause fort, lebe der erste Vikar eines Papstes, der zugleich der Befreier Bürger ein Kreuz zu schlagen, oder ging ohne einen ge- wenn Ihr es, der Erhaltung der Ordnung wegen, für des Staates war!" ( Fortsegung folgt.) nannt wurde. Es trat eine Pause ein, das Volt war tief aufgeregt, aber fein Geschrei ertönte; man sah gespannt einer Erwiderung von den Räthen oder Boltsführern entgegen. allgemeinen Parteitage wie bisher mich weiterhin genügen, wo Gewerkschaftler mid Politiker stets friedlich zusamiiiengearbeitet. ihre Erfahrungen und Kenntnisse mit einander ausgetauscht und dann die der Bewegung dienlich erscheinenden Beschlüsse gesaht haben. Genosse Quarck spricht es übrigens auch deutlich aus, die Partei soll mit dem„Ballast" der Alltags-Jnleressen der Arbeiter verschont bleiben und nur mit den„Schluß- aktionen" in den Parlamenten betraut werden. Daß wir bei Befolgung dieser Taktik bald keinen Vertreter mehr in den Parlamenten haben wurden, die mir mit den Schluß-Aktione» betrauen könnten, ist eine Befürchtung, die wohl nicht blos wir allein theilen. Während aber die Politiker auf oem Gewerkschaftskongreß nichts zu suchen habe», würden jene Elemente dort mitentscheiden, welche, wie Quarck schreibt, eine i ocherfreuliche Stärkung der einzelnen Gewerkschaften darstellen, von der politischen Partei aber nichts wissen wollen, ihr zum mindesten bis auf weiteres fern bleiben. Und ein in dieser Art zusammengestellter Gewerkschastskongreß— wenn er aber nicht so geartet ist, ist er überflüssig und befriedigen dann unsere Parteitage in jeder Hinsicht das vorhandene Bedürfniß— soll der politischen Partei und ihren Vertretern im Parlament die sozialpolitischen Aufgaben stellen und die Vorarbeiten dafür be- � �Wir sind der Meinung, diese letztere Aufgabe zu erfüllen, wird in Zukunft wie bisher eine der Älufgaben der Berufs- organisationen fein, warum diese sie aber besser sollten erfüllen können, wenn alle paar Jahre ein allgemeiner Gewerkschafts- kongreß tagt, ist uns unerfindlich. Wie glaubt wohl Genosse Quarck, daß auf die Dauer dieser Organisalionsapparat arbeiten würde? Genosse Quarck befürchtet, daß wenn feine Vorschläge nicht befolgt werden und das Verhällniß zwischen Gewerkschaften und Partei so bleibt, wie es in den letzten 25 Jahren ivar, seitdem wir eine nennenswerthe politische und gewerkschaftliche Bewegung in Deutschland haben, daß dann die Gewerkschaften entweder konservativ werden, wie die Buchdrucker, oder gar in das An- archisteln gerathen wie die französischen Gewerkschaften. Wir theilen diese Bedenken nicht, halten auch den Genossen Quarck, der mit seiner Taktik bei den Kaufleuten so plötzlich zwischen zwei Stühle zu sitzen gekommen ist, nicht berufen, den Propheten zu spielen. Dafür, daß die Arbeiter nicht konservativ werden, können wir die Sorge ruhig den Unter- nehmern k la Stumm im Bunde mit der Polizei überlassen. Die hie und da aber bei einzelnen vorhandene Unzusriedenheit mit unserer Bewegung würde auch aus den Reihen der Gewerkschaften verschwinden, wenn Genosse Quarck und seine Freunde nicht fortgesetzt falsche Darstellungen über die Stimmung der politischen Partei den Gewerkschaften gegenüber verbreiteten. Es ist doch ein anderes: ein Gegner der Gewerkschaftsbewegung, oder Gegner eines Projektes zu sei», dessen Verwirklichung nach unserer festesten Ueberzeugung zu Konflikten zwischen Partei und Gewerk- schaften führe» muß. Obwohl nun in unserem Artikel nur gegen dieses Projekt polemisirt wird, behandelt unS Genosse Quarck schlaukweg als einen Gegner der Gewerkschaftsbewegung überhaupt, der den stillen aber unausgesprochenen Wunsch hat, die Gewerkschaftsbewegung möge ganz verschwinden und in der politischen aufgehen. Wenn man freilich in dieser Weise den Thatsachen Gewalt anthut, und Genosse Quarck und seine Freunde befolgen grund- sätzlich die Taktik, daß sie jede» Gegner ihrer Dutzendprojelte als Gegner der Gewerkschaftsbewegung überhaupt verdächtigen, dann braucht sich Quarck am allerwenigsten zu wundern, wenn ihm gläubig folgende Gewerkschaftler ihre Unzufriedenheit mit den „politischen Gewerkschastsaegnern" kund geben. Er hört da nur das Echo von seinen und seiner Freunde Ausführungen. Oder gehört es nicht auch zu dem Kapitel dieser demagogischen Kniffe, wenn Genosse Quarck da, wo er auf die „Persouenfrage" zu sprechen kommt, schreibt: „Wenn unsere politische» Führer dann mehr alS bisher die Besprechung und Vorbehandlung der Sozialgesetzgebung in der Gewerkschaftsbewegung übernehmen würden k." Genosse Quarck kennt die nie verstummenden Klagen, auch in de» Gewerkschaften, nach sogenannten berühmten Rednern. Er weiß freilich auch, daß gerade diese Genossen ausnahmslos über- lastet mit Arbeiten sind und daß sie unmöglich noch mehr Ver- Iammlungen abhalten können, als sie trotz alledem thun. Das alles ändert ihn aber nicht, dem populären Geschrei nach mehr Versammlungen der politischen Führer die Reverenz zu machen. Ganz von gleichem Kaliber ist der Schachzug des Genossen Quarck. am Schlüsse seiner Antwort die Beschlüsse des Hallenser Parteitages und des Londoner Kongresses gegen uns ms Feld zu führen. Es wird auch da wieder der ganz unwürdige und durch keine unserer Aeußerungen gerechtfertigte Versuch gemacht. unS als einen Gegner der gewerkschaftlichen Bewegung überhaupt hinzustellen. Wir unterschreiben die Hallenser wie die Londoner Beschlüsse nicht nur, sondern wir wirken theorethisch und praktisch im Geiste derselben, trotzdem aber sind wir gegen das Quarck'sche Kongreßprojekt. Dieses Projekt hat mit der Frage, ob Anhänger oder Gegner der Gewerkschaftsbewegung, nichts zu thun, und wenn Quarck den gegenthciligen Schein zu erwecken sucht, so thut er es aus taktischen Gründen, um die Schwäche seiner Position zu ver- decken. Loyal kann ein solches Verhalten freilich nicht genannt werden. Msnsen's Mordpolfshvk. Die heute über die Ergebnisse der Entdeckungsreise vor- liegenden Telegramme bringen folgende Einzelheiten: C h r i st i a n i a, 14. August. Wie„Aftenposten* meldet, hegt Nansen die größte Zuversicht in bezug auf daS Schicksal seines SchiffeS„Fram", dessen Führer Sverdrup sich ausgezeichnet bewährt hat. Vor seinem Winleraufenthalle auf Franz Josefs- Land war Nansen einmal in Lebensgefahr, indem ein Walros wüthend sein Kajak zerhieb. London, 14. August. Jackson, der Führer der Polar- Expedition, welche Nansen zurückbrachte, hat durch den Kapitän des„Windward" ein langes Telegramm an Harmswoorth gesandt. der die Expedition organisirt und die Kosten derselben getragen hat. Es heißt in dem Telegramm, Nansen sei infolge von Un- genanigkeiten aus Payer's Karte und weil seine beiden Chrono- meter stehen blieben, nicht im stände gewesen, festzustellen, wo er war. Er sei deshalb bestrebt gewesen, über das Packeis westwärts nach Spitzbergen vorzudringen. Jackson habe Nansen auf einem Eisfelde südöstlich von Ray Flora getroffen. Nansen habe den„Fram" mit Johansen verlassen und sei nordostwärts gereist; er habe die nördliche Breite von Sö Grad 14 Min. erreicht. Nansen wußte nichts von der An- Wesenheit Jacksons auf Franz Josefs-Land und fei außerordent- lich erstaunt gewesen, mit ihm zusammenzutreffen. Schließlich beschreibt Jackson die Ergebnisse seiner eigenen im hohen Grade erfolgreichen Forschungen auf Franz Josess-Land. Es sei ihm gelungen, beträchtliche Theile des Landes in genauen Karten festzulegen, auch habe er bisher unbekannte Gegenden des Landes entdeckt. London. IL. August. In einem Telegramm an das „Daily Chronicle" theilt Nansen mit, daß er am 4. August 1833 mit dem„Fram" die Jugorsche Straße passirt und auf der weiteren Fahrt eine Insel im Karischen Meere sowie viele andere langS der Küste bis zum Kap Tscheljuskin entdeckt habe. An mehreren Punkten wurden deutliche Spuren der Eisperiode gefunden, in welcher Nord-Sibirien mit Eis bedeckt gewesen sein muß. Vom Kap aus wurde das Schiff in nördlicher und nordwestlicher Richtung weiter getrieben, die Temperatur sank schnell und erreichte während des Winters ihren niedrigsten Stand mit 82 Grad Celsius unter dem Nullpunkte. Trotzdem blieb die ganze Besatzung des, polttische«rbrettchk. Berlin, IS. August. Die Ministerkrise ist nun zum Ausbruch gekommen. Herr Bronsart von Schellendorff ist nicht mehr Kriegs- minister und an seine Stelle ist der Generallieutenant von Goßler in Darmstadt, ein Neffe des gleich- uantigen früheren Unterrichtsministers und gegen- wärtigen Oberpräsidenten von Westpreußen ernannt worden. Bis vor kurzem war der neue Kriegsminister Direktor des allgemeinen Kriegsdepartements im Kriegsministerium und in Vertretung des Kriegsministers Mitglied des Landes- vertheidlgungs-Departements. Der neue Chef der Kriegs- Verwaltung ist daher mit den Verhältnissen seines neuen Amtes vertraut und kein parlamentarischer Neuling. Mag er auch im Parlamente einen anderen Ton anschlagen als sein Vorgänger, er wird das gleiche anstreben, das gleiche gegen uns im Schilde führen. Nach dieser Richtung kann uns der Wechsel im Kriegsministerium ganz gleich sein. Wie weit der Abschied des Herrn Bronsart v. Schellen- dorf auf politische Ursachen zurückzuführen ist, wird bald klar zu tage treten. Offiziell wird der Abschied des Kriegs- Ministers, der gleichzeitig zum Generaladjutanten des Kaisers ernannt wurde, mit dem Gesundheitszustand des Herrn Bronsart von Schellendorf erklärt. Bisher hat in den vielen Preßerörterungen über die Person des Kriegs- Ministers nichts von einer Krankheit desselben ver- lautet. Es mag aber sein, daß sein Kampf gegen die Sozialdemokratie ihn nervös gemacht hat. Herr Bronsart hat sich durch seine Bekämpfung unserer Partei nicht den Namen eines taktvollen Debatters erworben, man hatte immer daS Gefühl, daß er weit weniger die Volks- Vertretung, als den Träger der Krone bei seinen Reden im Auge hatte. Trotzdem fiel er, nachdem er nicht ganz 2 Jahre und 10 Monate Minister gewesen war. Wahrscheinlich waren Differenzen mit dem Chef des kaiserlichen Militär- kabinets und Meinungsverschiedenheiten über die Reform der Militär- Strafprozeß- Ordnung die Ursache seines Sturzes. Er ist der 19. Minister, der seit dem Regierungsantritte Kaiser Wilhelm II. seinen Abschied erhalten hat. Wir stehen am Anfange, nicht am Ende der Minister- krisis. Die Stellung deS Reichskanzlers wird durch den Wechsel im Kriegsministerium auch geschwächt worden sein. Der Fall Rosenow. Schneller wie jeder gedacht hatte, ist die Jnternirung des Chemnitzer Redakteurs, Genossen Rosenow, durch die Chemnitzer Amtshauptmann- schaft, von der vorgesetzten Behörde, an welche sich Rosenow Rekurs erhebend gewandt, b e st ä t i g t worden. Es ver- dient hervorgehoben zu werden, daß alte sächsische Partei- genossen, welche lange im Kampfe stehen und denen die Verhandlungen der Zweiten Kammer über daS Gesetz von 1886, auf grund dessen die Jnternirung er- folgte, der Meinung waren, es werde nicht möglich sein, die Maßregel gegen Rosenow aufrecht zu erhalten. Dieser Meinung gab die sächsische Parteipresse, so auch die „Sächsische Arbeiterzeitung", wiederholt Ausdruck. Und nun? Mit dürren Worten hat die Kreishauptmannschaft Zwickau den Rekurrenten abschläglich beschieden. Der Be- scheid wurde dem Genossen Rosenow am Freitag von der Chemnitzer Behörde zugestellt. Er lautet: Abschrift. Die kgl. Kreishauptmannsckiaft, kollegial zusammengesetzt, hat, wie der Ansishauptmannschaft unter Rückgabe der Beilage zu den» Berichte von: 3a Juli dieses Jahres— 4962 A— eröffnet wird, den Rekurs, welchen der Redakteur Ennl Rosenow in Chemnitz gegen die Verfügung Nr. 3Ä0S A. Blatt 3 der Beilagsakten nach Blatt 6 rechtzeitig eingewendet hat, für beachtlich nicht angesehen, da das gegen Rosenow erlassene Aufenthalts- verbot im Hinblick auf dessen nach§ 131 des Reichs-Straf- gesetzbuches mit drei Monaten Gefängniß rechtskräftig erfolgte Bestrafung sowie sein bisheriges öffent- liches Auftreten und die in den betroffenen Ort- schaften obwaltenden besonderen Verhältnisse nach ßZ 1, 2 Ziffer 1 des Gesetzes vom 13. April 1836 ebenso gerechtfertigt als rechtlich zulässig erscheint und hieran auch durch die in der Rekursbegründung angeführten Um- stände etwas nicht geändert wrrd. Die Ansishauptmannschaft wolle den Rekurrenten demgemäß mit Bescheidung versehen und das weiter Erforderliche besorgen. Zwickau, am 7. August 1896. Königliche Kreishauptmannschaft. (gez.) von Gehe. An die Amtshauptmannschaft zu Chemnitz. „Fram" bei durchaus guter Gesundheit. Südlich vom 79. Breitengrade hatte das Meer ein Tiefe von 90 Faden; nach Norden zu wuchs dieselbe jedoch plötzlich biS zu einer Mächtigkeit von 1600 bis 1900 Faden. Diese Beobachtung J:ößt die früheren auf der vorausgesetzten seichten Beschaffen- eit des Polarmeeres sich gründenden Theorie» um, nach welchen der Meeresgrund des Eismeeres von allen organischen Gebilden entblößt sei. Unter der Eisdecke des Polarmeeres wurde eine höhere Temperatur und ein größerer Salzgehalt des WasserS beobachtet, was ans den Einfluß des Golsstromes zurückzuführen ist. Während des Sommers erreichte die Temperatur eine Höhe von 31 bis 33 Grad Celsius. Nordwinde verhinderten den„Fram". weiter nördlich vorzudringen. Einige Tage nach Weihnachten 1894 be- fand sich das Schiff in einer Höhe von 83 Grad 24 Minuten, dem äußersten je von Menschen erreichten Punkt n. B. Als der„Fram" andauernd weiter nach Nordwesten getrieben wurde, erwartete Nansen, daß das Fahrzeug in kurzer Zesi die größtmögliche nördliche Breite erreichen werde. Daher verließ er am 14. März auf 83 Grad 39 Minuten n. B. und 102 Grad 27 Minuten ö. L. von Greenwich mit dem Lieutenant Johansen das Schiff in der Absicht, die See nördlich von der KurSrichtung deS„Fram" zu erforschen. Sie nahmen 28 Hunde. 3 Schlitten, 2 Kajaks mit. Bald wurden die Ersverhältnisse überaus schwierig und die Reise machte daher nur geringe Fortschritte; auch trieb das Eis mit großer Geschwindigkeit nach Süden. Das Eis behinderte die Reise derart, daß Nansen am 7. April, als er 86 Grad 14 Min. n. B. erreicht hatte, zu der Ansicht gelangte, daß es unklug fei. die Reise in nördlicher Richtung fortzusetzen und er demzufolge begann, die Richtung nach Franz Josefs-Land einzuschlagen. Im Jnni wurde eS beinah unmöglich, infolge des tiefen Schnees und der Eisplattm die Reise fortzusetzen; auch begannen die Rationen knapp zu werden. Das Land. welckes auf der von Payer gefertigten Karte auf dem 83. Breitengrad angegeben ist, konnte nicht aufgefunden werden. Erst am 6. Angust erreichte» die Reisenden mit Eis bedeckte Inseln. Am 26. August gelangten sie unter 81 Grad 13 Min. n. B. an eine Stelle, welche sich sehr gut zur Ueberwinterung eignete und auf welcher sie infolge dessen ihr Winterquartier erbauten. Am 19. Mai 1886 brach Nansen mit seinem Begleiter wieder auf, und setzte die Reise in der Richtung nach Süden zum theil l Genosse Rosenow wird sich nun an daS Ministerium des Innern wenden— nach der Entscheidung der Kreis- hauptmannschaft Zwickau läßt sich der Erfolg dieses Schrittes mit ziemlicher Bestimmtheit vorher sagen. Hat aber erst einmal das Ministerium Ja und Amen gesagt, so ist hier der erste durch alle Instanzen durchgeführte Fall ge- schaffen, nach dessen Muster in Zukunft jeder sächsische Parteigenosse, der wegen eines auch nur gering- fügigen politischen Vergehens bestraft wird, internirt und in seiner Bewegungsfreiheit beschränkt werden kann. Denn man muß sich immer das„Vergehen" Rosenow's, auf welches er drei Monate Gefängniß erhielt, vergegenwärtigen, um die Jnternirung richtig beurtheilen zu können. Rosenow hat in einer Nummer des„Beobachter" das Verbot der Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches kritisirt— eine Schlußbemerkung von anderthalb Zeilen Größe trug ihm drei Monate Gefängniß ein. Und dafür nachträglich noch diese Aufenthaltsbeschränkung! Die„rechtskräftige Be- strafung", das„bisherige öffentliche Auftreten" und„die besonderen Verhältnisse der Ortschaften", welche nämlich darin bestehen, daß dort eine starke sozialdemokratische Bevölkerung ist und genügende Versammlungslokalitäten vorhanden sind, das sind die einzigen Gründe, welche die Behörde für die Maßregel anführt.— Das ist auch beachtenswerth an diesem talle: das Fehlen der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Sachfen. !er von der Maßregel so hart betroffene Redakteur kann vor keinem Gerichtshof sich vertheidigen, nicht nach Gründen fragen; man kennt die Akten nicht, mit denen, wie sich doch annehmen läßt, die Chemnitzer Amtshauptmannschaft den Rekurs Rosenow's begleitet hat, er ist nicht zugegen bei der Verhandlung— alles ist in das Ermessen der Behörden ge- stellt.— Der Entscheid des Ministeriums ist noch ab- zuwarten. Sollte er nicht anders ausfallen wie der der Kreishauptmannschaft, sollten thatsächlich in Sachsen sich unsere Parteigenossen in Zukunft der Gefahr aussetzen, nach Verbüßnng einer harten Gefängnißstrafe auch ohne Sozialistengesetz internirt zu werden, nun so wird es nolh- wendig sein, im Reichstage den Reichskanzler darüber zu befragen, wie die Reichsregierung sich in Zukunft zu solchen Fällen stellt. Die französische Bourgeoisie befolgt gegenüber der Sozialdemokratie genau dieselbe Taktik, wie unsere deutsche Bourgeoisie. Sie erhebt einerseits die Anklage der Vater- landslosigkeit, andererseits sucht sie Spaltungen hervorzu- bringen, wobei sie diejenigen Elemente begünstigt, die ihr am nächsten stehen oder die sie aus diesem oder jenem Grund für die wenigst gefährlichen hält. Die Allemanisten, die, von den dröhnenden RevolutionS- und Renommirphrasen abgesehen, wesentlich auf gleichem Boden wie unsere deutschen Schulze-Delitzschianer stehen, und die„Anarchisten" werden von der gesummten fran- zösischen Bourgeois- und Reaktionspresse gehätschelt, während der ganze Zorn sich auf Guesde, Jauräs, Deville, Lafargue, Millerand konzentrirt, welche allein die französische Arbeiter- bewegung vertreten. Und in ihrem Eifer, die Sozial- demokratie zu spalten, passirt es der französischen Bour- geoisie ebenso wie unserer deutschen, daß sie ihre Wünsche für Thatsachen nimmt und die Spaltung bereits als vollendet betrachtet. Solche Taktik rst eine Eigenthümlichkeit schwächlicher Naturen— unfähig, den Feind im Kampf zu überwinden, vernichten sie ihn wenigstens in der Einbildung, und schöpfen aus dem erträumten Triumph Trost für die häßliche Wirklichkeit. So ziemlich alle Triumphe, welche die degenerirte Bourgeoisie seit dreißig, vierzig Jahren in Europa davonträgt, fallen unter dre Kategorie dieser Phantasie-Siege, erfochten in der Lust oder aus dem Papier. Wir deutsche Sozialdemokraten sind so schon hundertmal vernichtet worden, und zwar stets auf immer. Und jetzt sind unsere französischen Genossen an der Reihe. Sie sind zwar auch schon sehr oft vernichtet worden, allein diesmal ist es ernsthaft. Der„Figaro" sagt's; das„Journal des Debats" sagt's, der„Temps" sagt's, und„Economiste Franyaise" giebt seinen Segen dazu. Allemane, der böse Mensch und schlechteste Musikant von der Welt, dessen Lungen- kraft die deutschen Delegirten in London staunend geöff- neten Mundes und sorgsam zugehaltener Ohren bewundert haben, ist plötzlich zur verkörperten Revolution, zu einem Miltoir'schen Satan geworden, der alles Zerstörungsgenie der Welt in seiner Person vereinigt; und V a i l l a n t ist sein Adjutant, der ihm die Guesde, Lafargue, Jauräs, Millerand und Deville zum alten Eisen der entmannten „Parlamentarier" werfen hilft. Es ist merkwürdig, wie diese Bourgeoisie ihrer selbst spottet und nicht weiß, wie. über daS EiS, zum theil in den Booten fort. Am 7. August verließen die Reisenden Franz Josess-Land aus dem„Wind- ward". Einige Daten über Nansen und seine Begleiter sind wohl am Platze. Frithjof Nansen ist am 10. Oktober 1861 auf Froen (norwegische Insel bei Chriftiania) geboren. Sein Vater war Advokat. Die Familie stammt auS dem Schleswigschen. Zu den direkten Vorfahren Frithjof Nansen's gehört der in Flens- bürg geborene Hans Nansen, der als Bürgermeister von Kopenhagen 1660 unter dem dänischen König Friedrich III. ein Hauptfaktor für den Sturz der Adels- oligarchie und die Herstellung des absoluten Königthums in Däne- mark gewesen ist. An der schleswig'schen Westküste findet man noch heute die Tausnamen Ranne, Momme, Bleicken u. f. w., ans welchen dann später die Familienamen Nansen, Momsen, Bleicken u. s. w. abgeleitet worden sind.— Fredrcik Nialmar Johansen ist im Jahre 1867 in Skien(Norwegen) gebore». Er machte daS Abiturientenexamen 1836 und bezog die Universität, brach jedoch plötzlich seine Studien ab und trat als Sekretär in Skien m Polizeidienste. Jedoch gab er diese Karriere auch auf aus Lust zum Soldatenstande. Er ließ sich auf der Kriegsschule ein- schreiben, wo er nach 2 Jahren zum Reserve-Osfizier ernannt wurde. Johansen ist eifriger Sportsman und machte die Ex- pedition als Seemann, als Skiläufer und Jäger mit. Ueber die kosten der Nansen'schen Expedition werden folgende interessante Einzelheiten gemeldet: Die Kosten der Expedition waren im Voraus aus 300 000 Kronen berechnet, von denen der Storthing(Landlag) 200 000 Kronen bewilligt hatte und der Rest von Privatleuten aufgebracht werden sollte. Das gesammte Kapital ist aufgebraucht worden und sicherem Bernehmen nach dürste sogar die bewilligte Summe um einige Tausend Kronen überschritten worden sein, deren Begleichung zedoch in Betracht der wissenschaftliche» Resultate, die Nansen erzielt hat, nicht in Frage kommen kann. Den„Weltrekord" auf dem Gebiet der Polarforschung bildete bisher die von Lieutenant Lockwood im Norden von Grönland erreichte Breite: 83 Grad 24 Min. Lockwood war Theil- nehmer der Greeley'schen Expedition von 1881 und trat seine Schlittenreise mit drei Schlitten, jeden mit drei Hunden be« spannt, an. Bei der Fahrt, auf der er den höchsten Breiten- grab erreichte, legte er durchschnittlich täglich über fünf geographische Meile» zurück, und er hätte sicher aus eine größere = den Kiel, 15. Auguft.( Frankfurter Beitung".) Das Schulschiff Molite" war, wie nachträglich verlautet, am 17. Juli bei den Hebriden auf Grund gerathen. " Vaillant, mit Allemane und den Anarchisten, die im Amte zu 1 Jahr Gefängniß und zum Verlufte der Bekleidung Der hier eingetroffene Gouverneur französische Sozialdemokratie abschlachtend, damit die fran- eines öffentlichen Amtes auf die Dauer von 2 Jahren ver v. Butttamer hat, so wird der Köln. 3tg." geschrieben, die zösische Bourgeoisie in Ruhe vor dem russischen Zaren den urtheilt wurde, lediglich zu 2 Monaten Festungshaft begnadigt Erklärung abgegeben, daß alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe Bauchtanz republikanischer Mannestugend aufführen und worden. Dagegen sei die Meldung, daß dem B. das Gehalt auf bösartigen Lügen und Entstellungen beruhten. Es soll die ungestört für ihre revolutionären Jugendfünden Buße thun vom Tage feiner Entlassung an nachgezahlt worden sei, Absicht vorliegen, die Mittheilungen über Herrn v. Buttkamer er auch wieder in Dienst gestellt werden solle, unrichtig. auf ihre Wahrheit hin zu prüfen. fann in Sad und Asche nein, zu dieser schimpflichen B. habe seinen Zivilversorgungs- Schein zurückerhalten und Rolle läßt Baillant sich nicht gebrauchen. Und ließe er natürlich die Berechtigung, sich auf grund deffelben bei einer fchen Blättern" ein Augenzeuge noch folgende Einzelheiten: - Von Friedrich Schröder erzählt in den„ Heffi fich dazu gebrauchen, was wir trotz seines auffälligen Ver- Behörde wieder zur Anstellung zu melden. Hierzu bemerkt der Hierzu bemerkt der Ein wilder Sturm tobte durch die engen Straßen der haltens in London nicht glauben können, so wäre diese Stettiner Voltsbote": Ob diefe Nachricht mehr Glauben ver- oftafrikanischen Hauptstadt, als ich dort am 16. März 1889 zum Rolle umsonst gespielt. Verschwörungen und Menschen dient als die erste, ist doch sehr zweifelhaft. Warum nimmt oftafrikanischen Hauptstadt, als ich dort am 16. März 1889 zum ersten Male meinen Fuß ans Land ſezte. Haufen von eintönnen verrathen werden- nicht geſchichtliche Bewegungen die so viel Aufsehen erregt hat, zu äußern? Man ist doch sonst und wilde Berwünschungen ausstoßend, vor den Sultansdenn die Behörde nicht selbst Veranlassung, sich in dieser Sache, geborenen Arabern und schwarzem Gesindel zogen fluchend und Klassen. gleich mit Berichtigungen bei der Hand. Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. palaft. Der Weiße, der sich mit Hintansehung seines Ein Bergarbeiter aus Nißma hatte auf dem Amtsgericht in Zeit - Begnadigt worden sind dieser Tage, wie hiesigen Lebens den wilden Haufen zu nähern wagte, fonnte aus. eine Vernehmung wegen Beleidigung des Kaisers zu bestehen. Blättern aus Hannover geschrieben wird, die dortigen Rechts- dem tosenden Lärm heraus die drohend hervorgeftoßenen Bei einer Gerichts- Worte: Bana kali, Bana kali"( etwa mit roher Herr" Er hatte vor einiger Zeit in einem Gespräch mit feinem anwälte van Biema und Benfey III. Schwager über die 25jährige Feier des deutsch französischen verhandlung glaubte sich der als Vertheidiger fungirende zu übersehen) vernehmen, und wenn er felbft von einem aus Krieges getadelt, daß Arbeiter ein Hoch ausbringen können auf Rechtsanwalt van Biema durch eine persönliche Bemerkung dem schwarzen Haufen als Deutscher erkannt wurde, so flogen Vorsitzenden, Amtsrichter Bismarck, der durch die redigirte" Emser Depesche den des Dr. jur. von Jhering, ihm die Worte:" German, Deische, Schwein!" an den Kopf. Krieg veranlaßt hatte. Rechtsanwalt Dann war es Zeit für ihn, sich zu entfernen, denn jener wilde Er hatte hierbei einige derbe beleidigt und sandte diesem durch Ausdrücke gebraucht, die von getreuen Nachbarn Benfey III eine Forderung zum Duell. Der Amts- Haufe verlangte vom Sultan nichts weniger, als daß dieser sofort und desgleichen" gehört wurden. Diese denunzirten flugs richter lehnte diese ab und erstattete Anzeige. Bei der Ver- den Befehl zur Niedermegelung aller Deutschen ertheilte. Was den Arbeiter, weil sie glaubten, jene Worte bezögen sich auf den handlung wurde van Biema zu vier, der Kartellträger war nun die Ursache dieses Aufruhrs, und was bedeutete jenes Raiser. Benfey III zu einem Monat Festungshaft verurtheilt. wüthende, aus Hunderten von Negerkehlen hervorgestoßene, Bana Friedrich Schröder hatte inmitten eines Haufens Kürzlich hatten sich zwei Herren aus Hamburg auf den Nachdem die Verurtheilten vier resp. eine Woche ihrer Strafe ab: kali?" fagenumwobenen Kyffhäuser begeben und betrachteten sich das gesessen hatten, wurde ihnen der Rest der Strafe im Gnadenwege betrunkener Deutscher wieder einmal eine seiner bekannten Roh heiten verübt; vom Fenster des Sansibarhotels aus hatte er ein Dentmal. Der eine dieser beiden Herren zog dabei einen Ver- erlassen. gleich zwischen dem ersten und dem gegenwärtigen Inhaber der etwa achtjähriges Kind mit einer großen Bierflasche dermaßen Kaiserkrone. Sofort trat ein Mensch auf den Sprecher zu und geschlagen, daß am linken Oberarm das Fleisch in Fezen heruntergerissen worden war, und das Kind ohnmächtig zusammenfragte diesen, was er soeben gesagt habe. Der erste Herr wiederholte darauf seine Worte, worauf die Feststellung seiner brach. Mit diesem ohnmächtigen, für todt aufgehobenen Kinde 3ur Auflösung der fünften Dresdener war man dann eben schreiend vor den Sultanspalast gezogen, Berfonalien veranlaßt wurde. Ein Majestätsbeleidigungs- Prozeß Straflammer, über die auch wir nach der Leipziger und der Sultan konnte die wüthende Menge nur dadurch bedürfte die Folge sein. Wegen Majestätsbeleidigung, ruheftörenden Lärms und Wider Volkszeitung" berichtet haben, schreibt der Dresdener Anfänftigen, daß er den ganzen Haufen in Begleitung eines seiner Offiziere zum deutschen Konsulat schickte und dort strengste Bes ftandes wurde ein Gelegenheitsarbeiter vom Landgericht Hamburg Das hiesige Landgericht hat noch nie so viel Straffachen zu strafung des Uebelthäters fordern und versprechen ließ. Unseres unter Ausschluß der Deffentlichkeit- man glaubte die öffentliche erledigen gehabt, als in diesem Jahre. Die 5. Straffammer ist Wiffens ift Schröder trotzdem mit einer Geldstrafe von 25 Rupien Ordnung gefährdet zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. nur während der Gerichtsferien aufgelöst und die Arbeit den weggekommen. Wegen Gotteslästerung und Majestätsbeleidigung hatte sich übrigen Straffammern mit zugetheilt worden. Letztere müssen vor der Ferienftraffammer in Beuthen der Hüttenarbeiter infolge deffen fast jeden Nachmittag noch Verhandlungen abSimon Janisch omsti aus Rosdzin zu verantworten. - Die Thronrebe, mit der die Tagung des Die unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführte Verhandlung halten, die zum theil bis spät abends dauern." Die S. Arb.- 8tg." bemerkt hierzu: Parlaments geschlossen wurde, besagt u. a.: Die Be endete mit Freisprechung des Angeklagten, weil erwiesen Das trifft allerdings eher das Richtige. Eine Verminderung ziehungen zu den übrigen Mächten sind andauernd wurde, daß der Mann damals betrunken gewesen war. der Straffachen ist bestimmt nicht vorhanden; die vom Anfreundliche. zeiger" behauptete Ueberbürdung der Straffammern ist durchaus Die Lage in einzelnen Theilen des türkischen Reiches zutreffend. Das wird auch von den Richtern selbst in sehr un- ist andauernd die Ursache großer Besorgniß. Gegenwärtig ist angenehmer Weise empfunden. So wollte der Vorsitzende einer die Insel Kreta der hauptsächlichste Mittelpunkt der Unruhen. Straffammer fürzlich die Mittagspause auf dreiviertel Stunde Ich habe strenge Neutralität sowohl der Regierung wie den aber in Berbindung beschränken, doch wandte der beisigende Landrichter Rosenhagen Aufständischen gegenüber beobachtet, sich mit den Worten dagegen: Das halte ich nicht aus; dar- mit andern Mächten habe ich mich bemüht, eine Versöhnung durch den Vorschlag eines Regierungssystems herbeizuführen, unter leidet die Rechtspflege," Waren also die Schlüffe, die aus der Auflösung der fünften welches sowohl für die christlichen wie für die mohamedanischen Straffammer gezogen wurden, unrichtig, so verhält es sich gleich Bewohner der Insel billig und annehmbar wäre. Die Thronrede bedauert den bedeutenden Aufstand und mit der zuerst in der Leipziger Voltszeitung" erschienenen Nachricht über die geringere Befehung des Gerichtsgefängnisses. Aus die Greuelthateu, die in Matabeleland und diefer einzelnen Erscheinung den allgemeinen Schluß zu ziehen, Maschonaland vorgekommen sind. Die Hede erwähnt ferner daß die Zahl der Straffälle und der ausgeworfenen Strafen, die friebliche Feststellung der Nordwestgrenze wie auch deren Höhe zurückgegangen seien, ist nicht angängig. Indiens, indem durch ein weiteres Uebereinkommen mit dem Die Biffer der Strafgefangenen ist, wie wir fürzlich erst nach Schah von Persien und dem Emir von Afghanistan die Grenze festgesetzt wurde. gewiesen haben, allgemein nicht zurückgegangen. Deutsches Reich. -Bum Fall Rauffmann theilt unser Harburger Partei- Organ mit, baß Kauffmann auf Verfügung des Justizministe riums nunmehr definitiv am 21. August wiederum nach Hameln zurüdtransportirt wird. Auch ist ihm die Selbst beschäftigung in Stade durch dieselbe Verfügung bereits entaogen worden! Wie diese steten Veränderungen im Gefängnißleben auf den in steter Einzelhaft gehaltenen Genoffen wirten müssen, brauchen wir nicht weiter auszumalen, die meisten unserer Rollegen werden das aus eigener Erfahrung kennen." zeiger": " " Das Harburger Boltsblatt" bemerkt ferner: Wir sind auch heute noch der Ansicht, daß der Fraktionsvorstand durch Vorstellungen beim Minifterium in bezug auf die Behandlung Rauffmann's im Hamelner Gefängniß zum Die sächsischen Militärvereine gehen gegenmindesten das unwürdige Abscheeren des Bartes und Kopf- wärtig gegen die unter sozialdemokratischer Leitung stehenden haares sowie den Transport mit Kette und Schloß oder Konsumvereine vor. Die Militärvereins Mitglieder fonftigen Feffeln verhindern könnte. Nützen diese Vorstellungen werden, wie der„ Voffischen Zeitung" geschrieben wird, soweit nichts nun, dann haben wir doch wenigstens alles gethan, fie zugleich Mitglieder von Konsumvereinen sind, vor die was in unseren Kräften steht, um das schwere Loos unseres Alternative gestellt, entweder aus dem Militärverein oder aus Genoffen zu mildern. dem Konsumverein auszufcheiden. Wer nicht freiwillig gehen So sehr wir die Ungerechtigkeit, die Genoffen Kauffmann will, wird einfach aus dem Militärverein ausgestoßen. Dieser widerfährt, bedauern und der Meinung sind, daß die schärffte Tage sind wiederum in Glsterberg im Vogtlande eine Rritit hier am Plage ist, so wenig können wir uns zu den größere Anzahl von Mitgliedern des dortigen feitens der Harburger Kollegen gewünschten Schritten verstehen, Militärvereins, die gleichzeitig dem Konsum ganz abgesehen davon, daß sie der Würde unferer vereine angehörten, aus dem Verein aus. Partei ftracks ftracks zuwiderlaufen. Wir müssen es den Abgeschlossen worden. Durch folgende gedruckte Buschrift geordneten der bürgerlichen Parteien überlaffen, irgend welche haben sie davon Kenntniß erhalten: Vortheile durch persönliche Intervention bei Ministern zu er zielen, in der sozialdemokratischen Fraktion find solche Machen schaften glücklicherweise unmöglich. Wir empfehlen Genossen Kauffmann bez, feinen Angehörigen, durch einen tüchtigen Rechtsanwalt gegen die ihm zu theil gewordene dem Geiste, Wortlaut und der bisherigen Handhabung der Gefängnißordnung direkt widersprechende Behandlung mit Entschiedenheit zu protestiren.- Das arme Bolt", das Stöckerorgan, zittert vor dem Naumann'schen Ronkurrenzprojekte, es bittet flehentlich die Parteigenoffen bes Hofpredigers aller Deutschen, es zu unterfügen. Die Reihen der Stöckerlinge lichten sich aber so sehr, daß fehr bald ein Bedürfniß für ein eigenes Preßorgan nicht vor handen sein wird. - Bur Begnadigung des Schuhmanns Bauda bringt die Neue Stettiner Beitung" eine Notiz. Danach wäre Bauda, der von der hiesigen Straftammer wegen Mißhandlung " England. Türkei. - Kreta. Das offiziöse Organ bes Wiener Auswärtigen Amtes, das Fremdenblatt" schließt einen Artikel über die tretensischen Wirren: „ Die Ereignisse drängen nach vorwärts; wenn noch etwas geschehen soll, um ihnen Einhalt zu thun, so muß es bald geschehen." Aus Konstantinopel wird telegraphirt: Im Distrikte von Kandia dauern die mohamedanischen Umtriebe fort, die Truppen verhalten sich unthätig, die Be hörden sind machtlos. Die Nachrichten über die angebliche Unabhängigkeits Erklärung Kreta's oder den Anschluß der Insel an Griechenland sind unzutreffend. Dieselben sind auf eine Versammlung vom 10. Auguft zurückzuführen, welche Auf Entscheidung der königlichen Amtshauptmannschaft unter dem Vorsitz von Bolondatis Kostaros abgehalten und in Plauen werden Sie mit dem heutigen Datum aus den Listen der beschlossen wurde, der Pforte eine achttägige Bedenkzeit zu des königlich sächsischen Militärvereins nach§ 15 Abfab 1 gegeben, um den Vertrag von Haleppa mit den von den Kretern ftrichen. Sollten Sie sich beschwert fühlen, so haben Sie das verlangten Modifitationen anzunehmen, widrigenfalls die Ver Schiedsgericht anzurufen." plus deinigung der Insel mit Griechenland proklamirt werden würde. Aus Athen wird gemeldet: Die Komitees der aufständiDer Rücktritt des Gouverneurs v. Wischen Kretenser entfalten sowohl hier wie in Streta fieberhafte mann dürfte nach der" Bolts Zeitung" definitiv sein. Zurück. zuführen wird der binnen kurzem bevorstehende Rücktritt auf die Thätigkeit, um die durch Ausbreitung des Aufstandes nöthig ge Differenzen der Wißmann'schen Anschauung über die Länder- fielen Chriften einen Zug Türken, welcher sich auf Raub befand, wordenen Waffen herbeizuschaffen. In der Provinz Randia überveräußerung und der Anschauung von Persönlichkeiten sein, die und brachten ihm schwere Verluste bei. Die zur Unterstüßung in verschiedenen Gruppen und Kolonialgesellschaften von großem Einfluß sind. Es handelt sich dabei vornehmlich um die Peters. herbeigeeilten Türken wurden ebenfalls zurückgeschlagen. gruppe, die Kilimandscharo- Straßenzuchtgesellschaft, die FranyiGesellschaft, die Tanga- Gesellschaft und besonders die DeutschOstafrikanische Gesellschaft; letztere ist schon seit langem eine Gegnerin des Herrn von Wißmann. Amerika. and organisationen unserer Partei in Michigan und New- Hampshire New- York, 5. Auguft.( Eig. Ver.) Auch die Staats. haben beschlossen, sich zum ersten Malan der PräsidentenWahlkampagne zu betheiligen; ebenso diejenigen von New- Jersey und Connecticut, wo aber schon früher die Betheiligung ftattgefunden hat. In leyterem Staate weist die Nominationslifte Partei- Nachrichten. Achtung! Bezugnehmend auf unsere lezte Bekanntmachung betreffend Leistung rechnen können, wenn seine Schlitten praktischer und die Forschung den Versuchen zu, einen anderen Weg, leichter gewesen wären. Bei der Schlittenexpedition, auf der eine nordöstliche Passage zu finden. Die bedeutendste, Jul. Payer Rap Fligely und Franz Josefs- Land, 82 Gr. 5 Min., aber wie die früheren und auch späteren erfolglofe für die diversen Kandidaturen vorwiegend anglo- amerikanische erreichte, hatte er einen nur mit drei Hunden bespannten Schlitten, Reise in dieser Richtung war die 1778 vom Weltumfegler Goot tamen auf, ein Beweis, daß die sozialistische Bewegung dort und doch hatte Payer guten Nutzen davon. Er legte in 27 Tagen unternommen. In England war inzwischen das Interesse für die nicht mehr die" fremdländische" ist, als welche sie von der 80 geographische Meilen, also im Durchschnitt täglich ca. 3 Meilen Polarforschung und für die Auffindung einer nordwestlichen Durch tapitalistischen Preffe gern hingestellt wird. Die franzöfifche zurück. R. Beary legte auf der in Gemeinschaft mit dem jüngst fahrt durch John Barrow wieder belebt worden. Die englische harnischte Resolution bezüglich der Berichte in den kapitalistischen Abtheilung( Branch) der hiesigen Parteisektion hat eine ges verstorbenen Aftrup ausgeführten berühmten Schlittenreise über Regierung erneuerte 1816 ihr Versprechen einer Belohnung von Blättern über die Vorgänge in Lille befchloffen und es darin als das grönländische Inlandeis im Sommer 1892 täglich ungefähr 20 000 Pfund für die Entdeckung der nordwestlichen Durchfahrt, eine Lüge gebrandmarkt, daß sich französische Sozialisten an den 41/2 geographische Meilen im Durchschnitt, auf der Rückreise von 5000 Pfd. wurden für die Erreichung des 110. Längegrades weft: Demonstrationen gegen die deutschen Genossen betheiligt haben der Independence- Bai an der Ostküste bis zum Winterquartier lich von Grönland besonders ausgefeßt. John Roß und Parry an der Westküste 6-612 Meilen zurück. Bei der Abreise hatten unternahmen 1818 in zwei Schiffen diese Aufgabe. Parry verdiente sollten, wie es in diesen Berichten heißt. Es wird mit aller fie drei Schlitten und vierzehn Hunde, bei der Rückkehr einen sich die letzterwähnte Belohnung, er brang bis zum 118. Grad Entschiedenheit betont, daß sich die französischen Genoffen vollSchlitten und 7 Hunde. Gelegentlich der zweiten Peary'schen vor. Die Durchfahrt aber blieb noch immer unentdeckt. Eine ständig identisch mit denen aller übrigen Länder betrachten und Expedition nach Nordgrönland führte der junge Astrup in Be- neue Periode der Polarfahrten begann dann mit der unglück- sie für" patriotische" Heßereien absolut nicht empfänglich seien. gleitung eines Estimos seine Forschungsreise zur Melvillebai lichen Expedition Franklin's im Jahre 1845. Jm Juli dieses aus. Er hatte einen nach Estimo Art gebauten und mit sieben Jahres wurden Franklin und sein Begleiter Crozier zum legten Hunden bespannten Schlitten und legte an manchem Tage über Male in der Melville- Bai gesehen. Als im Jahre 1847 noch teine dem Eise des Meeres, allerdings bei forcirter Fahrt, über hundert Nachricht über die Verschollenen eingelaufen war, begann jene lange Kilometer an einem Tage zurück. Hier ist indessen Reihe, der neueren Forschungsgeschichte angehörender Expeditionen zu bemerken, daß Astrup keinen Proviant batte, auch sonst war zur Auffindung der Berunglückten, an denen sich Lady Franklin in die Parteitonferens für die Provinz Branden die Ausrüstung leicht. Alle diese Reisen wurden also mit Hilfe hervorragender Weise betheiligte. Bis zum Jahre 1859 waren aber die Parteitonferenz für die Provinz Branden ber Hunde ausgeführt, von deren Züchtigkeit der Erfolg der diese mit nimmer rastender Energie betriebenen Versuche vergeblich; burg und Berlin theilen wir den Genoffen hierdurch mit Schlittenexpeditionen abhängt. Auf seiner berühmten Reise durch erst in dem genannten Jahre entdeckte Mc Clintock die Ueberreste daß dieselbe am Sonntag, den 20. September d. J. in Grönland von Often nach Westen 1888 hatte Nanfen, der der Franklin'schen Expedition und konnte feststellen, daß der Führer Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20/22, stattfindet. Beginn von drei Norwegern und zwei Lappländern begleitet war, teine derfelben am 11. Juni 1847 in Konig Wilhelm- Land, wohin er in vormittags 91/2 Uhr. Als provisorische Tagesordnung ist festHunde. Es wurden bei dieser Reise über das Inlandeis durch Schlitten gelangt war, eingeschlossen vom Eise, gestorben war. Dormittags 91/2 Uhr. Als provisorische Tagesordnung ist feftschnittlich täglich 1½ geographische Meilen zurückgelegt. Auch der Rest der Expedition war untergegangen. Inzwischen gesezt: 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Diskussion. Die Forschungsreisen nach dem hohen Norden nahmen hatte während einer dieser Nachforschungen der von Lady 3. Die Kandidatenfrage. 4. Die Preffe. 5. Die Lokalfrage. nachdem schon durch Jahrhunderte planlose Expeditionen ab- Franklin ausgeschickte Kallitt auf der Melville- Insel ein Wir ersuchen nunmehr die Parteigenossen aller bes gegangen waren. bestimmte und für eine abermals Jahr Dokument gefunden, in welchem der zwei Jahre vorher hunderte umfassende Periode feste Gestalt im Jahre 1517 an, entfendete Mic Clure über die Entdeckung der Nordwest- Baffage theiligten Wahlkreise, hierzu Stellung zu nehmen. Pflicht als der erste Versuch zur Entdeckung einer nordwestlichen berichtet hatte. Seine Angaben erwiesen sich als richtig. der Genossen eines jeden Kreises ist es, auf der Konferenz Durchfahrt, d. h. eines nordwestlichen Seeweges zwischen Gleichzeitig aber wurde festgestellt, daß die nordwestliche vertreten zu sein. Jeder Wahlkreis ist berechtigt, bis zu drei Amerika und China durch Sebastian Cabot gemacht Durchfahrt unbrauchbar fei. Als Me Clure im Jahre Delegirte zu entfenden. Die Leiter der Kreiskonferenzen resp. war die Entdeckung der Hudson- Straße. Bis zum Jahre 1631, dienste dennoch an, indem man ihm die Hälfte der einstöffentlichen Versammlungen, wo die Wahlen der Delegirten voralso fast hundert Jahre hindurch, wurden von hier aus eine ausgesetzten Belohnung, 10 000 Pfd. Sterl., gab. Von jezt an genommen werden, find verpflichtet, den Gewählten ein diesen ganze Anzahl Expeditionen unternommen, um eine nordwestliche erftrebten alle wissenschaftlichen Expeditionen nach dem Norden als Legitimation dienendes Mandat auszustellen. Eventuelle Durchfahrt zu entdecken. Als For und James in diesem Jahre die Erforschung der Polargegenden und als Endziel die Erreichung Anträge sind möglichst vorher an Unterzeichnete einzusenden. vergeblich eine Ausfahrt aus der Hudson Bai gesucht hatten, des Nordpols. Auch Deutschland trat in diesen wissenschaftlichen unterblieben weitere Versuche, obwohl die englische Regierung Wettbewerb ein. Die Namen Koldewey( 1868) und Hegemann 20 000 Pfund Sterling als Preis für die Auffindung der Nord-( 1869), Brehm, Finsch und Graf Waldburg Beil( 1869), Boos eveft- Baffage ausgefeßt hatte. Naturgemäß wendete sich nun( 1888) feien besonders hervorgehoben. wurde. Die wissenschaftliche Ausbeute dieser Expedition 1854 nach England zurückkehrte, erkannte man feine Ver= BY Auf Punkt 5 der Tagesordnung Die Lokalfrage" machen 21 wir die Genossen speziell Berlins und der nächstgelegenen WahlFreise ganz besonders aufmerksam und ersuchen, dieselbe einer recht eingehenden Besprechung in den Versammlungen zu unter- Der Obermeister der Junung gab auch eine dementsprechende Der zweite Landeskongrek der Schneider nud ziehen, welche zwecks Stellungnahme zur Konferenz stattfinden. mit ihm unterhandelnden Kollegen noch persönlich auf diese Forde- komitee zum 6. und 7. September d. J. nach Budapest ein Erklärung ab, und jeder einzelne verpflichtete sich gegenüber den Schneiderinnen Ungarns ist von dem Landes- Organisations Wenn wir den Punkt mit auf die Tagesordnung setzten, so rung. Trotzdem haben die Herren Schuhmann, Ranonierstraße, berufen. glaubten wir lediglich dem allseitigen Drängen der Genossen, denen und Dearneberg, Mohrenstraße nicht nur Lohnabzüge, sondern der bisherige Zustand bez. der Lokale als unerquicklich und unhalt- auch Maßregelungen vorgenommen. Diese Woche hat sich nun Arbeiterinnen der Desterreichischen GlashüttenIn Auffig beträgt die Zahl der streitenden Arbeiter und auch Herr Priest ap, Unter den Linden, hinzugesellt. Eine bar erscheint, entsprechen zu sollen, resp. ihnen die Möglichkeit zu geben, Berpflichtung, Arbeitern das gegebene Wort zu halten, scheint für Gesellschaft über 360. diese Herren also nicht zu bestehen! Der leitgenannte wird sich Angriff auf die Organisation in Schweden. Der Vor allerdings der eingegangenen Verpflichtung noch erinnert haben, stand des schwedischen Tabat Fabrikantenvereins hatte an alle denn er selbst hat nicht die betreffenden Kollegen entlassen, feine Mitglieder ein Schreiben gerichtet, worin diesen vorund inzwischen seinen Zuschneider mit jener Mission zu betrauen. fündigen, sofern diese sich weigern, eine Erklärung zu untersondern hat es vielmehr für nöthig, gehalten, zu verreisen geschrieben wurde, allen ihren Arbeitern zum 15. d. M. zu Kollegen! Es ist nunmehr nothwendig, Stellung zu diesen Maß- schreiben, nicht Mitglieder des standinavischen Zabatarbeiterregelungen und Lohnabzügen zu nehmen. Erscheint deshalb zahl Verbandes zu sein. Zwei Fabrikanten in Malmö seien dieser reich in der Montag Abend stattfindenden öffentlichen Verfügung bereits nachgekommen, und man erwartet, daß sechs Versammlung( siehe Juferat), damit die Unternehmer er- Fabriken in Stockholm und drei in Götheborg folgen werden. fahren, daß wir auch bei schlechtem Geschäftsgange auf dem Plate Buzug von Tabatarbeitern ist deshalb aufs strengste fernsind. Die Agitationstommission. zuhalten. eine Neuregelung der Lokalfrage vorzunehmen. Mithin ist eine gründliche Aussprache über diesen Punkt seitens aller Genossen unbedingt nothwendig, damit die Konferenz für jedermann bindende, aber auch möglichst allseitig befriedigende Beschlüsse zu faffen in der Lage ist. Mit sozialdemokratischem Gruß Agitations Rommission für die Provinz Brandenburg. J. A.: Carl Dimmid, Berlin So ,, Elisabeth- Ufer 55. Die Parteipresse der Provinz Brandenburg wird um Abdruck gebeten. Soziales. Ein nenes Gewerkschaftsblatt für das Buchdruckgewerbe erscheint seit 15. Auguft in Leipzig. G3 führt Die Kreiskonferenz für Potsdam- Spandan- Ofthavel: der Gewerkschaftsbewegung", wird wöchentlich einmal zum Preise den Titel Buchdrucker- Wacht, Organ zur Förderung Land wird Sonntag, den 6. September, in Belten in Grunow's von vierteljährlich 1 M. vom Verleger A. Kunath( Mittel- größeren Gewinn. Billige Fahrpreise erhöhen den Verkehr und bringen Hotel, Wilhelmftr. 19, abgehalten. Die Tagesordnung lautet: Diesen Erfahrungssatz, den die Ver1. Bericht des Kreisvertrauensmannes, 2. Kassenbericht, 3. Bericht„ Correspondent", Arthur Gasch, redigirt. Gegründet ist Leipzig von neuem bestätigt. Früher bestand in Leipzig eine straße 7) herausgegeben und von dem früheren Redakteur des waltungen der Staatsbahnen so gerne ignoriren, hat sich in der örtlichen Vertrauensleute, 4. Agitation, Organisation und die bas Blatt, wie in der ersten Nummer mitgetheilt wird, durch Pferdebahngesellschaft mit 8 Linien in Längen von 31/ 2-81/ 2 Kilonächste Reichstagswahl. 5. Die Kandidatenfrage. 6. Wahl von eine Anzahl von Buchdruckergehilfen verschiedener Städte, und meter, auf denen ein Fahrgeld von 10-30 Pf. erhoben wurde. Delegirten zum Provinzial- Parteitag und zum Parteitag als feine Biele werden angegeben: den Zeitpunkt, wo die neue Am 20. Mai ds. Js. eröffnete eine andere Gesellschaft 7 Linien Gotha. 7. Neuwahl des Kreisvertrauensmannes. Jeder Ort ist Tarifgemeinschaft mit den Prinzipalen ihr Ende erreicht, Straßenbahn mit elektrischem Betrieb, deren Längen zwischen berechtigt, bis zu 3 Vertreter zu senden. Anträge zur Konferens möglichst zu beschleunigen; Erweiterung des Selbstbestimmungs- 5 und 9 Kilometer schwanken. find bei dem Unterzeichneten rechtzeitig einzureichen. Der Kreis rechts der Mitglieder des Berbandes der deutschen Buchdrucker, den Einheits Fahrpreis von zehn Pfennige vertrauensmann: Aug. Schröer in Spandau, Bismarck- rechts ftraße 6. damit Autokratie der Vereinsbeamten eine Schranke finde, zu und die einmalige Umsteigeberechtigung diesem Zwecke gründliche Umgestaltung der Organisation; die ein, so daß ein Fahrgast für 10 Pf. bis zu 13 Kilometer fabren fem ie Zum Todtschlag der Sozialdemokraten fordert wieder Leiter derselben sollen gehalten sein, ihre Handlungen unter Be fann. Der Erfolg war, daß nach kaum 5 Wochen diese Ge einmal ein tatholisches Blatt auf. Es ist die, Dürener rücksichtigung der Klaffengegensätze einzurichten; Amtsniederlegung sellschaft über eine Million Menschen beförderte. Die andere Boltszeitung". Sie schreibt: Bölferbefreiung! Ja, Völker- des jetzigen Vorstandes. Weiter wird gesagt:" Die Gewerkschaft Gesellschaft, die auch zum elektrischen Betrieb übergeht und auf befreiung! Bauer, weißt Du, was das ist? Revolution, ist nur ein Palliativmittel gegen die soziale Frage. Die Arbeiter einer Linie bereits den elektrischen Betrieb eingeführt hat, war Morden, Sengen und Brennen, Sturz des Königsthums und der müssen die Klinke der Gesetzgebung ergreifen und mittels dieses durch die Konkurrenz der anderen Gesellschaft gezwungen, am Autorität, zügellofe Anarchie, das rohe Walten eines finn- Instruments der Gesellschaft Erleichterung ihres Looses abringen. 1. Juli d. J. gleichfalls den Einheitspreis von 10 Pf. einlofen Pöbels, Schändung Deiner Heiligthümer und Altäreja, Sie müssen auf die Umgestaltung der Gesellschaft dringen. zuführen. Der Erfolg ist eine Erhöhung des Verkehrs, Bauer, das ist halt ganz was anderes, als was Du Dieferhalb soll die Buchdrucker- Wacht" den Kollegen neben der der Einnahmen und des Gewinnes Die Gesellschaft auf Deiner friedlichen Scholle träumst. Vorsicht also vor denen, gewerkschaftlichen Thätigkeit das Streben nach dem höheren Biel vereinnahmte nämlich im Juli vorigen Jahres 199 971 m., und die Dir das Glück auf einem Stück Papier ins Haus bringen politischer Befreiung nahelegen." wollen. Trau, schau, wem? Und hast Du geschaut, wer Dir im Juli dieses Jahres 211 470 M., gleich einem Mehr von Dein Vertrauen abgaunern will, dann, Bauer, geh' in die 11 499 Mart. Scheune und hor den Dresch flegel.". " Das Zentrum zetert mit Vorliebe über die angeblich fort schreitende Verrohung des Volkes. Wenn es ihm ernst ist, der Verrohung vorzubeugen, mag es damit zunächst bei den Redaktionen seiner Presse anfangen. Nächst den antisemitischen Blättern zeichnen sich notorisch die des Zentrums durch besondere Brutalität des Tons vor den Zeitungen der Ordnungsparteien" aus. Es ist daher schon aus diesem Grunde gana natürlich, daß gerade in den Gegenden, wo das Zentrum herrscht, Gewaltthäthigkeiten gegen Leib und Leben am häufigsten vorkommen. Bei der Stadtverordneten- Ersatzwahl in Bremer haven erhielt der Kandidat unserer Partei, Genosse Rabt, 218 Stimment. Der Kandidat der vereinigten Gegner, Herr Ammermann, siegte mit 261 Stimmen. " An die Kreis- und Orts- Schul- Inspektionen Anhalts Es ist zu " auf!", das Organ des Zentralvereins deutscher Former Ueber die Onarch'schen Vorschläge urtheilt GIüd sowie aller in Eisen- und Metallgießereien beschäftigten Arbeiter" wie folgt:" In anbetracht unserer politischen Organisation halten hat die Regierung folgende Verfügung erlaffen: wir die Behandlung dieser( von Quarck angeregten sozialpolitischen) unserer Kenntniß gekommen, daß bei Schulfesten auf dem Fragen in den Gewerkschaften um so weniger für nothwendig, ande an einzelnen Schulen das ganze Vergnügen in Abweil jedem Gewerksgenossen, der ein Interesse baran hat, in diefen ingung einiger Lieder und im übrigen im Tanzen besteht. Wir Beit und Gelegenheit genügend geboten ist, sich mit der Sozial- tönnen dies nicht billigen und müssen erwarten, daß die Schulen gefeßgebung in der ausgiebigsten Art und Weise beschäftigen zu überall, wie es ja bei den städtischen Schulen und auch bei einem können. Wird dementsprechend gehandelt, dann wird auch die Gewerk- großen Theile der Landschulen schon der Fall ist, es sich an schaftsbewegung ihren Nußen davon haben. Wir glauben nicht, gelegen fein lassen werden, für solche Feste passende daß durch gegenwärtige Afzeptirung dieses Programmes ein Jugendspiele einzuüben, bei denen kindlicher Frohsinn am wesentliches in der Gewerkschaftsbewegung gebessert würde. Wenn besten sich entfalten kann." der Genoffe Dr. Quarck und die Befürworter dieses Programmns Ueber die Arbeitsverhältnisse in der Kunstblumender Meinung sind, daß die Gewerkschaftsbewegung den reite unter der heutigen Gesellschaftsordnung nach Mög- Böhmen brachte ein fächsisches Fachblatt einen Bericht, but then Zweck hat, die wirthschaftliche Lage des Arbeiters be- Industrie in Sebnih in Sachsen und in Schluckenau in lichkeit zu verbessern", so stimmen wir diesem zu. Im der Wiedergabe werth erscheint, obwohl er aus lokalpatriotischen Von der Agitation. Zwei Parteigenossen aus Ludwig weiteren sind wir aber auch jetzt noch der Meinung, daß Gründen die Sebnißer Verhältnisse wahrscheinlich günstiger barhafen unternahmen fürzlich eine Agitationstour durch den zur Erfüllung dieser Aufgabe nach wie vor Lohnkämpfe zu stellt, als sie sind. dunkelsten Theil der Rheinpfalz, nämlich in die Gegend von führen wir in erster Linie genöthigt sein werden, und mit diesen Unter den Arbeitern herrscht das weibliche Geschlecht Landstuhl, Homburg, Kusel. Es handelte sich um die Vertheilung Kämpfen sind doch gewissermaßen die Kaffeneinrichtungen sehr eine Saalmeisterin angestellt, welche bei höherem Lohn die Aufvor. In den fabritmäßigen Betrieben ist gewöhnlich von sozialdemokratischen Kalendern. Die Tour war reich an eng verknüpft, so daß wir das Eine ohne das Andere faum für heiteren Episoden. Eobald die Vertheilung im Orte ruchbar ge- möglich halten. Gerade gegenwärtig bei der besseren Geschäfts- ficht über die Arbeiter führt und die neueintretenden Anfänger worden war, beeilte sich die liebe Jugend, den„ Kalendermännern" lage, wo die Arbeiter fast überall und in jeder Branche bestrebt unterrichtet. In jenen Betrieben, welche Blumen erzeugen, sind die Arbeit zu erleichtern und die Bertheilung zu besorgen. Von find, aus der profperirenden Konjunktur auch für sich einige Vor- männliche erwachsene Arbeiter faft ausnahmslos nur bei dem allen Seiten komen die Kinder herbeigeftrömt und verlangten theile herauszuschlagen, sollte man sie nicht noch mit anderen Ausstanzen in Verwendung und zwar so, daß auf acht bis zehn aach fo e Büchelche", das sie dann freudestrahlend ihren Eltern Experimenten bedenken, die gegenwärtig zu akzeptiren sehr fraglicher Arbeiterinnen je ein männlicher Erwachsener kommt. Nur in jenen brachten. Auch ein Pfarrer, der mit einer Anzahl gläubiger Natur sind. Die Gewerkschaften haben, ohne sich mit der Sozial- Betrieben, wo ausschließlich Laubblätter erzeugt werden, welche eine Weiber auf dem Wege zur Kirche begriffen war, entging den gesetzgebung vorwiegend zu befassen, eine viel näher liegende Sozi nicht. Jedes bekam seinen Kalender. Thätigkeit zu entfalten; diefer obzuliegen und nachzukommen Durch Beschluß des Magistrats wurde in Würzburg bedürfen sie der ruhigen, aus den Verhältnissen herauswachsenden unferen Genossen zur Weihe des Parteibanners die Ludwig 3 Entwickelung. Das ewige Experimentiren und Herumdoktern an Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die Würzburger Gemeinde- ebenso die Suche nach abzuhaltenden Kongressen u. f. w. Solche Kinder für die einfacheren Verrichtungen beschäftigt. Die halle auf die Zeit vom 29. und 30. August unter den üblichen den Gewerkschaften sollte man doch endlich einmal aufgeben, In den Hausbetrieben sind in großer Anzahl verwaltung wird mit ihrem Gerechtigkeitsfinne beffer fahren, als Veranstaltungen kommen den Gewerkschaften meistens sehr theuer die Magistrate der vielen anderen Orte Deutschlands, die sich und die Ergebnisse derselben wiegen sehr oft die gemachten Aus- Böhmen wird jedoch vielfach 11 bis 12 Stunden und noch länger Arbeitszeit ist in Sachsen durchgängig die gesetzliche. In nicht entblöden, der Arbeiterschaft und ihrer Partei zu ver- gaben nicht auf." Genosse uard ersucht uns mitzutheilen, daß in der gearbeitet. Auf der Höhe der Saison wird überall start mit weigern, was den übrigen Bevölkerungsklaffen auftandslos gemainzer Gewerkschafts- Versammlung, die seinen lleberstunden gearbeitet. Die Arbeitslöbne stellen sich in Sachsen währt wird. Vorschlägen zustimmte, der Hauptrebner der Anarch ist en fich für männliche Personen auf 10 bis 16 M., bei geschickter Arbeit gegen die Borschläge erklärte, weil dieselben nur bezwecken auch bis 18 M., für weibliche Personen auf 8 bis 14 M., follten, die rebellisch gewordenen Schafe in den Gewerkschaften zuweilen auch 16 M. pro Woche. In Böhmen stehen die zur Parteifrippe zurückzuführen. Unser Mainzer Korrespondent Löhne für das weibliche Geschlecht bei Kost und Wohnung hatte das unerwähnt gelassen, wohl in der richtigen Erkenntniß, durchschnittlich auf 2 fl., ohne Roft und Wohnung auf 4 fl., daß es in jedem Betracht ganz gleich giltig ist, wie die für das männliche Geschlecht ohne Koft und Wohnung auf 6 fl. pro Woche. Die Zahlung erfolgt in den größeren Betrieben anarchistischen Quatschköpfe über eine Sache denken. acht bis vierzehntägig, in fleineren Betrieben sowie in der Hausarbeit wird zumeist nach dem Stück bezahlt. In Böhmen exiftirt auch vielfach noch Tagelohn. Der Streit der Brillen- und Pincenez- Arbeiter in Rathenow hat rund 2000 Mart gekostet. größere Fingerfertigkeit nicht erfordern, überwiegen die erwachsenen männlichen Arbeiter und gehören weibliche Arbeiter zu den AusPersonen dürften ungefähr 20 pet. männlichen, 80 pet. weibnahmen. Von fämmtlichen in dieser Industrie beschäftigten Personen dürften ungefähr 20 pt. männlichen, 80 pCt. weiblichen Geschlechts sein. Ein großes Parteifeft halten die Genoffen aus dem 1., 2. und 5. schwäbischen Reichstags Wahlkreise am 30. August auf dem Seilerwasen bei Cannstatt ab.. Todtenliste der Partei. In Grötzingen in Baden ist türzlich der wohlbewährte Parteigen offe Steinhauermeister Heinrich Dreyer im Alter von 50 Jahren gestorben. Der Offenburger Boltsfreund" theilt aus dem Leben dieses wackeren Rämpfers eine kleine Episode mit, die gewiß auch unsere Leser intereffiren wird. Bei einer Begegnung mit dem Pfarrer wurde Ju Stettin stehen über 100 3 immerer im partiellen Wie in allen Industrien macht sich auch in der Kunftblumens Dreyer von diesem gefragt: Wie kommt es denn, Herr Nachbar, Streit. Zuzug ist streng fernzuhalten. Fabrikation der Zug der Zeit geltend, die bisher herrschende daß Ihre Kräfte so zusehends abnehmen? Dreyer gab zur Antwort, das komme von der harten und langen Arbeitszeit der Steinhauer maschinenmeister der Buchdruckerei J. B. Hirschfeld fich auch bereits ein gewisser Uebergang geltend, indem bereits In Leipzig ist die Tarifftreitigkeit der 21 Sezer und Handarbeit durch mechanischen Betrieb zu ersetzen. Es macht einerseits und den fummervollen schlaflosen Nächten zur Erhaltung durch das Gewerbegericht beigelegt worden. Die 21 Mann mehrfach fabrikmäßige Unternehmungen mit Maschinenbetrieb der Familie andererseits, überhaupt vom steten Kampf ums Dasein. hatten am 28. Juli d. J. die Arbeit wegen Nichteinführung des existiren, wo ganz gut eingerichtete, mit Hand und Fuß betriebene Ja, meinte der Pfarrer, glaube denn Dreyer, daß man mit einer nur 8stündigen Arbeitszeit eine Familie ernähren könne? O ja, neuen Buchdruckertarifs ohne Kündigung niedergelegt. Sie Hilfsmaschinen das Prinzip der Arbeitstheilung mehr und mehr war die kurze Antwort Dreyer's, ich kenne sogar Leute, die in forderten rückständige Löhne in Höhe von 5-22 M., zusammen zur Geltung bringen. Diese fabrikmäßige Herstellung kann aber war die kurze Antwort Dreyer's, ich kenne sogar Leute, die in 200 M. Hirschfeld machte dagegen eine Schadensersatzforderung vorläufig nur als Hilfsindustrie betrachtet werden, die eigentliche ber ganzen Woche nur eine bis zwei Stunden arbeiten und doch von 400 M. geltend. Bor dem Gewerbegericht tam es zum Ver- führende Industrie wird noch für lange Zeit Hand- und Hausvon feinen Nahrungssorgen gequält sind. Der Hieb hatte geseffen und weg war der neugierige Frager. Dreyer war Ver- gleich. Hirschfeld verpflichtete sich zur Zahlung von 30 pet. Der arbeit bleiben. treter der 3. Stlaffe im Bürgerausschuß und erster Vorsitzender weiteren Ansprüche, insbesondere erklärte Hirschfeld ausdrücklich die Nordbahn ihren unteren Beamten und Arbeitern, geforderten Löhne und beide Parteien verzichteten auf ihre Ein überaus trauriges Loo8 bietet in Desterreich des Wahlvereins. Die Parteigenossen werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. das Arbeitsverhältniß für beendet. namentlich aber den slomatischen Kohlenarbeitern. Die Maurer Leipzigs haben eine Lohnftatiftit auf Der Wiener Arbeiter- Zeitung" wurde darüber geschrieben: Wie Polizeiliches, Gerichtliches 2c. genommen. Dieselbe ergab, daß von 2120 Maurern 9 unter die slowakischen Kohlenarbeiter im Wiener Nordbahnhof ausGenoffe Ströbel in Kiel, Redakteur der Schleswig- 45 Pf., 1882 Maurer 45 Pf., 205 Maurer 46 Pf. und 43 gebeutet werden, das übersteigt alle Grenzen. Sie sind die Holsteinischen Volkszeitung", hat am 12. Auguft die viermonatige Maurer 47 Pf. Stundenlohn erhalten. Die während des vor- wahren Sklaven, die Kulis der Nordbahn. Die Leute gehen um Gefängnißftrafe angetreten, die ihm wegen Majestätsbeleidigung jährigen Maurerftreits von dem Einigungsamte des Gewerbe 6 Uhr früh in die Arbeit und wissen nie, wann sie ihr Mittag= auferlegt ift. gerichts mit den Unternehmern getroffene Bereinbarung wird mahl haben werden. Gewöhnlich kommen fie um halb 2 Uhr in Wenn zwei baffelbe thun, so ist es nicht dasselbe. Nach demnach in Beziehung auf den Lohn ziemlich innegehalten. ihre Kasematten. Da wird gekocht, was sie aus ihrer Heimath mit biefem Rezept des preußischen Justizministers v. Schönstedt ver- Die Buchbindereiarbeiter Stuttgarts hielten am Donners- gebracht, und nach kaum einer Stunde geht es wieder an die Arbeit, fährt man auch in Mühlhausen i. Th. Am Himmelfahrtstag Abend eine außerordentlich zahlreich besuchte Versammlung die bis 9 und 10 Uhr abends, auch noch länger dauert. Sonntags tage b. J. wollten unfere dortigen Parteigenoffen am Spittel. ab, wo sie folgende Forderungen aufstelten: 1. Neunstündige dauert die Arbeit„ nur“ bis 7 Uhr abends. Und wie schauen die brunnen ein Sternschießen, verbunden mit Kinderbeluftigungen, Arbeitszeit. 2. Einschränkung der Ueberzeitarbeit, Montags und Schlafstätten aus in den Rasematten? Dumpfige, schmutzige abhalten. Das Feft wurde aber untersagt, weil öffentliche Ber- Sonnabends soll nicht über die Zeit gearbeitet werden. 3. Minimal- Löcher, die Strobsäcke und Kopfpolster so schwarz, wie die fammlungen im Eigenthum der Behörden" nicht abgehalten lohn für einen männlichen Arbeiter 17 M. pro Woche; die Oftrauer Kohle! Wenn ich mit diesen weißen Sklaven, die meine werden dürften. Auch als einige Familien ein Sternschießen Affordpreise sind um 10 pet. zu erhöhen. Für Ueberzeitarbeit Landsleute sind, über ihre menschenunwürdige Lage spreche, so veranstalten wollten, ließ man es nicht zu. Dagegen durfte, wie die Thüringer Tribüne" meldet, am 26. Juli der Profurift ift 25 pCt., für Sonntagsarbeit 50 pet. Zuschlag zu gewähren; fagen fie:„ Ja, wir sind schlechter daran wie die Hunde, schlechter einer dortigen Zigarrenfabrik den Arbeitern derselben ein Fest gesetzliche oder vom Geschäft angeordnete Feiertage find wie wie Sklaven, niemand nimmt sich unser an, die Welt scheint von am Spittelbrunnen geben, und der Herr hat sogar eine Rede Arbeitstage zu bezahlen. Die Antwort der Prinzipale wird bis gehalten, ohne daß die Polizei ein Verbot erlassen hätte. " Gewerkschaftliches. zum 20. 5. M. erwartet. Die Tischler in Lichtenstadt bei Karlsbad in Böhmen haben die Arbeit niedergelegt. Sie fordern: Arbeitszeit von 6 Uhr früh bis 6 Uhr abends, Sonnabend von 6 Uhr früh bis 5 Uhr abends, 1/2 Stunde Frühstück und 1/2 Stunde Vesperpause, Freigebung des 1. Mai, Abschaffung der Affordarbeit. Drei Meister haben diese Forderungen bewilligt. unserem Elend nichts zu wissen." Dabei steigen den Gequälten die Thränen in die Augen. Es muß sehr schlecht stehen mit dem geduldigen, abgehärteten Slowaken, wenn er so weich wird. Und diese standalösen Zustände sind möglich in Wien, in der Reichshauptstadt, dem Site des Ober- Gewerbe- Inspektors, des Obersten Sanitätsrathes und der für das öffentliche Wohl so sehr be forgten Polizei! Und die Nordbahn ist die einträglich ste Bahn Desterreichs! Achtung, Schuhmacher Berlins! Raum ist die sog. stille Saison angebrochen, so mehren sich die Anzeichen, daß die Unternehmer die in sechswöchigem schweren Kampfe von uns errungenen Bugeständnisse rückgängig zu machen suchen. So hat der kaiserl. Der Streik der Tapezirer Merans in Tirol dauert fort. 18 000 Dockarbeiter sollen im Hafen zu Antwerpen Hoflieferant Auschrat Lohnabzüge gemacht. Wir haben den Zuzug ist fernzuhalten. Unterstügung ist dringend nothwendig gegenwärtig ohne Beschäftigung sein. Nach einem Telegramm Rampf seinerzeit nur unter der Bedingung aufgehoben, daß die und an Simon Gruber in Meran, Café Paris, der Voff. 3tg." zogen am Freitag 2000 Hafenarbeiter durch Herren sich auf Ehrenwort verpflichteten, niemand zu maßregeln. 1. Stock, zu senden. die Straßen, um Arbeit zu fordern. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Uv. 191. Sonntag, den 16. August 1896. 13. Jahrg. Vokales. Tie juristische Sprechstuude findet für diese Woche am Freitag und Sonnabend 7�/2— 8>/e Uhr abends statt. Achtung! Sozialdemokratischer Verein„Vorwärts" Berlin. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Dienstag, den 18. August, eine Versammlung in M ö r s ch e l's Salon, Schönhauser Allee 28, stattfindet, in welcher Genosse Th. Metzner über:„Die Schule, wie sie ist und wie sie sein soll" referiren wird. In dieser Versammlung sind noch Billcts ü. bi) Pf. zu der am 23. August, vormittags 9 Uhr, in der„Urania", Taubenftraße 43—49, stattfindenden Vorstellung „Durch den St. Gotthardt" zu habe». Ferner wird auf die am Sonnabend, den 29. August, staltfindende Lassalle-Feier auf- merksam gemacht und dabei besonders darauf hingewiesen, daß im Stadltheil Moabit nicht die Kronen-Branerei, wie ans den Billeis zu lesen ist, sondern Ahrens Brauerei, Thurm- st r a ß e 26. uns zur Feier überlassen worden ist.(Siehe auch Inserat in dieser Nummer.) An die Parteigenossen deS 4. Berliner ReichstagS- WahlkreiseS sSüd�Ost). Parteigenossen! Uns allen, die wir uns als Sozialdemokralen bekennen, erwächst die Pflicht, der politischen Organisation beizutreten, die sich die Verbreitung unserer Ideen zum Ziele gesteckt hat und ihren Angehörigen Belehrung und Förderung ihrer Interessen bietet. Es ist nicht damit abgelhan, daß der Proletarier von fünf zu fünf Jahren mit dem Stimmzettel in der Hand gegen die heutigen Zustände protestirt. Einem jede» Ausgebeuteten erwächst vielmehr die Pflicht, sein Theil zu thun, damit die erhabenen Worte unseres lkarl Marx:„Proletarier aller Länder, vereinigt Euch", weiter in Erfüllung gehe». Jeder Parteigenosse in unfern Wahlbezirken hat daher die Pflicht, dem Wahlverein im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis„Südost" beizutrete». Zur Aufnahme neuer Mitglieder und Entgegennahme von Beiträgen sind folgende Zahlstellen errichtet: W i l h. E r b e. Cuvrystr. 2S; Karl T r i t t e l w i tz, Falckensteinstr. 7; L u d w. Tolksdorf, Görlitzerstr. S3; Schilling, Pücklerstr. 65; Beyer, Wrangelstr. 136; Wilh. Roll, Waldemarstr. 61; Seidler, Ratiborstr. 16; Otto Rasche, Reichenberger- straße 160; Brödenfeld, Manteuffclstr. 69; Golz, Grünauerstr. 3; Streit, Naunynstr. 86; Th. Metzner, Oranienstr. 184. Für die bis jetzt eingetretenen Mitglieder sind die Mit- glicdsbücher entweder bei Wilh. Gesche, Wrangelstr. 63, abzu- holen oder in der nächsten Versammlung entgegenzunehmen. Gelegentlich des heute stattfindenden Volksfestes der Parteigenossen von Pankow und Nieder» Schönhausen wird auf die L o k a l l i st e hingewiesen. Außer dem Festlokal, Settekorn's Waldschlößchen, steht uns noch dasLokalvonSchlack,Lindenstr.2S,offen.Der„Vorwärls" liegt aus bei Wordelmann, Kaiserin Anguftaftraße und Lindenstraßen- Ecke: B l e i ß, Kaiserin Augustastr. 7; Rasch. Kaiser Wilhelmstr. 3; Sievert, Kaiser Wilhelmstraße 4, und Wwe. H e m p e l, Buchholzerstraße, vis- i- vis vom Kirchhof. Alle übrigen Lokale stehen uns nicht zur Verfügung. Der Vertrauensmann. De» Mitgliedern deS WahlvereinS im dritten Berliner ReichStagS-iWahltreise zur Nachricht, daß am heutigen Sonn» tag ein Familienaueflug»ach Hirschgarten(Lokal des Herrn Baumert, Aussichtsthurm) stattfindet. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof. Der Vorstand. Schnelle Justiz. Bekanntlich wurde vor ungefähr sechs Wochen vom Breslauer Landgericht die im Monat März kon» fiszirte März-Zeitung endlich freigegeben, weil ihr Inhalt absolut nichts Strafbares enthielt. Daraufhin verlangte der Ver- leger die Herausgabe. Das Berliner Polizeipräsidium ant- wortete, daß es die Eingabe an die Breslauer Staatsanwalt- schaft weitergegeben habe. Unterm 30. Juli theilt die Staats- anwaltschast mit, daß sie die Revision gegen das freisprechende Urtheil zurückgezogen habe, aber— obwohl diese Revision die Freigabe ohnehin nicht aufhob— die k o n f i s z i r t e n März-Zeitungen sind noch immer nicht zurück- gegeben! Diese geradezu unglaubliche Verzögerung der Frei- gäbe der zu unrecht konfiszirten Zeitungen ist in ihrer Wirkung Von dev Vevlinev Ausstellung. Tie Fischerei- Ausstellung. Von all den im Treptower Park zerstreuten Ausstellungs- gebäuden erscheint der nordische Holzbau, in dem die Fischerei- Ausstellung untergebracht ist, auch dem Aeußeren nach am meisten seinem Inhalte zu entsprechen. Die Zahl der Ausstellungsobjekte selbst ist eine sehr große, sie sind wohl geordnet und geben ein anschauliches Bild des deutschen Fischereiwescns. Die Ausstellung setzt sich aus mehreren Abtheilnngen zusammen: der geschichtlichen, der Gruppen der Binnen- und Seefischerei, der wissenschaftlichen Abtheilung. Schreitet man vom Ostpalast durch den großen Saal unter dem riesigen Kopfskelet des Äallfischcs hindurch bis knapp an die Waudelbahn, so öffnet sich zur Linke» ein ziemlich breiter Gang, dessen Fenster»ach dem Bassin schauen.um den sich die Ausstellung im Viereck herumzieht. Hier hat die geschichtliche Abtheilung ihren Platz gefunden. Sie geht bis in du vorwendische Zeit zurück, in der von einer Verwendung des Eisens noch keine Rede war. Thontöpfe dienten als Fischkochgeschirre und Feuersteinsplitter als Spitzangeln, starke Baumstämme höhlte man durch Feuer zu Nachen aus. Die Wenden erwiesen sich schon als echtes Fischer- voll. In den Seen Brandenburgs errichteten sie auf Pfahlbauten künstliche Fischerstätten, die sie Kietze nannten, die Fischwasser waren in bestimmte Gebiete eingetheilt, in jedem sah ein Vogt, Pristaw, Pritzstabel, auf Ordnung. Zu dieser Zeit waren die Flüsse und Seeen der Mark ungeheuer Fisch. reich; für einen Denar konnte nian einen ganzen Wagen frischer Fischlacke bekommen. Einzelne wendische Fischnamen haben sich erhallen bis auf den heutigen Tag, Uekley zum Beispiel. Mit dem Kommen der deutschen Eroberer wurde die Fischerei»lehr und mehr eingeschränkt, wurde entweder Regal oder die großen Grundbesitzer rissen die Fischereigerechtigkeit an sich. Aus all diesen Zeilen bis auf unser Jahrhundert herab bringt die geschichtliche Abtheilung Ausstellungsobjekte: plastische Darstellungen von Kietzen, Einbäume, Fischkästen, Angelhaken und allerlei Fanggeräthe, Fischmaste, Schaubleche, Willkomni» krüge, Zinnhumpen der Fjschergemeiuden und Innungen, ver- schiedene Zinngeräthe, die auf den Fischfang bezug nehmen, Bilder und eine Sammlung der älteren Literatur über das Fischwesen. Von der geschichtlichen Abtheilung gelangt man zur Gruppe der Binnenfischerei. Vier Gänge nimmt diese ein. Den Hauptanziehungspunkt bilden die sechzig großen Aquarien, in welchen alle bekannteren Arten von Zuchtfischen, einheimische und akklimatisch«, lebend zu sehen sind. Sowohl Fischzucht» natürlich gleichbedeutend mit einer finanziellen Schädi- gung des freigesprochenen Verlegers, gegen welche er wehrlos ist! Die Regierung wußte schon, warum sie sich bei Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches so sehr wehrte gegen die sozial- demokratischerseits beantragte Haftbarmachung der Be- a inten! Wären die Beamten haftbar, so wäre eine Klage auf Schadenersatz in diesem Falle selbstverständlich oder richtiger, solche Verzögerung wäre dann von vornherein undenkbar. So aber— muß der Bürger eben ruhig warten, bis die„über- bürdeten Beamten" an die Erledigung des betreffenden Akten- siückes kommen: Respekt vor der Obrigkeit! Hoffeut- lich wird im Reichstag diese ganze März-Zeitungs-Konfiskalion, die für die Unsicherheit unserer Prcßverhältnisse ganz besonders charakteristisch ist, ihre gelegentliche Beleuchtung mit einer Deut- lichkeit finden, daß sie allseits verstanden wird.| Sozialdemokratische Feste werden bekanntlich nicht so leicht entbunden, als patriotische der verschiedentlichsten Art. Wiederholt hatten wir Gelegenheit, auf die amtlichen Scherereien hinzuweisen, welchen unsere Genossen bei Abhaltung ihrer Partei- feste ausgesetzt sind. Zu der Lassalle-Feier, die in diesem Jahre in Pankow-Niederschönhausen stattfinden soll, machen sich die Vorboten bereits bemerkbar. Auf sein Gesuch, die Lassalle-Feier für obengenannte Orte im Settekorn'schen Lokal am 16. August abhalten zu dürfen, erhielt der Unternehmer folgenden Bescheid: „Den: Maler Herrn Schnnemann wird unter Vorbehalt des Widerrufs und unbeschadet der Rechte dritter die polizeiliche Genehmigung ertheilt, im Seltenkorn'schen Lokal am 16. August bis 12 Uhr nachts eine Lassalle-Feier abzuhalten und zwar: 1. Bei der Aufführung der lebenden Bilder„Kunst und Wissen- schaft" sind diejenigen Gegenstände fortzulassen, d i e d e n G e- danken des Durchbrechens der Sklavenketten versinnbildlichen sollen.(!!! Red.) 2. Darf das Lied Saat und Ernte nicht zum Vortrag ge- bracht werden. Ferner darf sich die Feier nur innerhalb des Settekorn'schen Lokales erstrecken, auch müssen Demonstrationen, welche geeignet sind. in einer den öffentlichen Frieden gesährdenden Weise ver- schiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich anzureizen, unbedingt unterbleiben. Nieder-Schönhausen, IS. April 1396. Der Amts- Vorsteher. Moldenhauer. Mit dieser ganz unbegreiflichen Einschränkung der Feier aber nicht genug, erhielt der Lokalbesitzer, Herr Settckorn, eben- falls am 16. August ein Schreiben des Herrn Amtsvorstehers, worin ihm mitgetheilt wurde, daß für sein Lokal in den Sommer- monaten die Polizeistunde um 11 Uhr und in den Winter- monaten um lONhr eintritt. Herr Settekorn hatte seit Oktober 1893 die Erlaubuiß, sein Lokal, gleichviel ob Sommer oder Winter, bis Nachts l Uhr offen zu halten. Das behördliche Wirken gegen die Lassalle- Feier hat somit begonnen, andere polizeilche Maßnahmen iverden hier und dort nachfolgen. Was braucht auch der Arbeiter eine Lassalle- Feier, sintemalen zur jetzigen JahreSzeit St. Sedan doch so nahe liegt! Wir glauben trotz allem aber, daß trotzdem das Fest»userer Genossen in Pankow- Niederschönhausen einen guten Verlauf nehmen wird, und gemaßregelte Gastwirthe kann man bekanntlich d«durch unterstützen, daß der Verkehr bei ihnen bis 10 oder 11 Uhr abends ebenso erfolgreich ist, wie der Verkehr bis Nachts I Uhr. Mit solchen Chikanen den Arbeiterfesten gegen- über erreicht man nichts! Lehrerbelei�ignnge».„Durch Urtheil des kgl. Schöffen- gerichts I hier ist gegen einen hiesigen Einwohner wegen Be- leidigung eines Gemeindeschnllehrers und wegen Hausfriedens» bruchs auf eine Strafe von 30 M. Geldbuße event. 6 Tage Ge- fängniß erkannt worden." So wird magistratsoffiziös gemeldet. Mitlheilungen ähnlicher Art gelangen mehrfach, anscheinend aus amtliche Anregung, in die Presse, offenbar, um die Einwohner- schaft vor Ausschreitungen der bestraften Art zu warnen. Gewiß müssen die hartgeplaaten Gemeindeschullehrer vor Ungehörig- leiten geschützt werden. Aber ebenso nothwendig ist es, daß die stadtische Schulverwaltung sich endlich einmal recht energisch um die Ursachen kümmert, die den Lehrerbeleidigungen meistens zu gründe liegen. In 99 von 100 Fällen ist die P r ü g e l p ä d a g o g i k der Grund der Erregung, in welcher die Eltern der Gemeindeschüler dem Lehrer un- angenehm kommen. Man sollte nach allem pädagogischen Gethue als Fisch- und Krebshändler haben ausgestellt. Die prächtige, nach Deutschland vor nicht gar langer Zeit eingeführte Regenbogenforelle ist in sehr schönen Exemplaren ver- treten, Aale in Armstärke sind zu sehen, der walzen- hörnige Wels mit den zwei Fleischfäden am Munde, mehrpfündige Goldfische, Forellen schier jeder Größe, Forcllenbarsche, verschiedene Kreuzungsprodukte von Forellen, Bachsaiblingen und Saiblingen, und natürlich Karpfen, gewöhn- liche Fluß« oder Schuppen karpfen, Spiegel- und Lederkarpfen. Die Karpfeuzucht gehört heute, wenn sie im großen Maßstabe, mit dem entsprechenden Kapital und auf rationelle Weise betrieben ivird, zu den rentabelsten Unternehmungen. Inden südböhmischen Riesenteichen des Fürsten Schwarzenberg erreicht ein vier- sömmeriger Karpfen bereits ein Gewicht von scchsnndeinhalbes Psund. Natürlich werden diese Fische alle gefuttert; mit getrockneten Biertrebern, Fettgrieben und Rübenschnitzeln, mit Reißsuttermehl und Futterreis, mit Mehl, das aus Fleisch hergestellt und mit Mehl, das aus Fischen gewonnen wird. Die städtische Abdeckerei in Hamburg ver- arbeitet die Kadaver gefallener Thiere und die Seefische, welche auf dem Markte unverkäuflich bleiben, zu Fleischmehl und Fisch- mehl und stellt von dem erster«» jährlich zivischen 8000 und 4000 Zentner her. Von Krebsen ist eine ganze Sammlung vor- Händen; Riesenthiere von beinahe Hummergröße, blaue, so- genannte„Butterkrebse", die noch nicht lange ihren alten Panzer abgeworfen haben. Manche glauben, der Krebs wachse rasch. Die Ausstellung beweist das Gegentheil, sie zeigt an einer Zu- sammenstellung, daß ein vierjähriger Flußkrebs kaum die Größe einer Nordsee-Krabbe erreicht. Sehr interessant ist das Fischbruthaus, das die ersten Stadien r künstlichen Forellen- und Lachszucht zur Dastellung und An- schauung bringt. Man kann hier die Entwickelung der Thiere vom frisch befruchteten Ei bis zur„Freßbrut" ganz genau ver- folgen. Gleich hinter dem Bruthaus befinden sich die Zimmer- aquarien mit den Zierfischen. Amerika und Afrika, China, Japan und Ostindien haben Hierher ihre Vertreter gesandt. Am zier- lichsten sind wohl die chinesischen Schleierschwänze, der groteskeste aber ist der sogenannte Teleskopfisch, dessen Auge am Ende einer vorstehenden Röhre sitzt. Gehen wir zu dem großen Saal zurück, so sehen wir gleich neben der Wandelbahn, auf einer Eisunterlage die wichtigsten Seefische zur Schau gestellt. Vom Lachs allein sind vier Arten zu sehen. Der Saal selbst ist bis zum Querschiffe mit den Fahrzeugen, Gerüchen und Hilfsmitteln der Seefischerei gefüllt. Das meiste ist natürlich Modell, so die Darstellung eines Fisch- zuges auf hoher See; an anderer Stelle wieder wird gezeigt. wie man unter dem Eise fischt. Auch die Küstenfischerei, der Stör- und Krabbenfang, der Fang von Hummern, Austern. schließlich aber doch zu der Einsicht gelangt sein, daß das Prügeln der Kinder auf jeden Fall nicht allein vom Uebel ist, sondern, wie das Beispiel der höheren Schulen zeigt, auch völlig vermieden werden kann. Aber es gilt ja schon unter dem gegen- wärtigen Tiefstande der deutschen Kultur als liberal, wenn von pädagogischer Seite empfohlen wird, in der Gemeindeschule nur offenbare Flegeleien, auf leinen Fall aber Unauf- merksamkeit oder ungenügendes Lernen an dem Kinde mit dem Rohrstock zu züchtigen. Und auf diesem Standpunkte sollten doch eigentlich auch die„liberalen" Männer aus der Stadtvertretung stehen, denen die Aufsicht über unsere Schnlangelegenheiten mit obliegt. Gegenwärtig werden tagtäglich wohl in jeder Gemeindeschule Kinder mit dem Stock gezüchtigt, wenn sie beim Lernen unaufmerksam oder lässig gewesen sind. So beschämend diese That« fache ist, so richtig ist sie, wie die Nachfrage bei den Eltern eines jeden Gemeindeschulkindes ergeben wird. Gewiß befinden sich unter den Lehrern und Lehrerinnen manche, die des Rohr- stocks beim Unterricht überhaupt nicht bedürfen und die auch diesen Zeilen aus vollem Herzen zustimmen. Sorgt man von oben herab dafür, daß die Lehrkräfte in den Gemeindeschulen die Anwendung des Prügels zum mindesten dann unterlassen, wenn das Kind nur unaufmerksam oder begriffsstutzig ist, so werden unserer Ueberzeugung nach auch die Bestrafungen solcher Eltern, die sich jetzt auf eigene Hand in der Schule ihr vermeintliches Recht suchen, bis auf ein kaum nennenswerthes Minimum ver- schwinden. Die GesammtverficherungSsnmme für Immobilien in Berlin betrug am 1. Oktober 189S: S SOS 201 600 M., die derMobilien am I.Januar 1896: 30717SS923 M, zusammen 6 576 957 523 M. Die gezahlten Brand- entschädig nngen betrugen für Immobilien 1 187 040 M., für Mobilien I 801 850 M., zusammen 2 983 390 M. Es eut- spricht dies einem Prozentsatze von 0,034, d. h. 34 Pfennige pro 1000 M. der Jmmobilien-Versicherungssumme und von 0.VV9, d. h. 59 Pfennige pro 1000 M. der Mobilien-Versichervmgs- summe. Die ans den hiesigen Begräbnißplätzc» befindlichen Leichenhalle» sind im Jahre 1895 zur Einstellung von 12 642 Leichen gegen 11 895 im Jahre 1894 benutzt worden. Die Zahl der Verstorbenen und Todtgeborenen betrug im Jahre 1395 35 279 gegen 32 571 im Jahre 1394. Es sind somit 35,83 pCt. der im Jahre 1895 Berstorhenen vor der Beerdigung in Leichen- Häusern untergebracht geivesen gegen 36,52 pEt. im Jahre 1894. Im Märkischen Probinzial-Mnsenm haben sich die Museumsgegenstände bis zum 31. März 1896 auf 76 214 ver- mehrt. In dem Verwaltungsbereich des Museums pro 1395/96 wird mitgetheilt, daß die endliche Verwirklichung der seitens deS Museums auf einen Neubau zur Aufnahme aller S a ni ni l u n g s a b t h e i l u n g e n seit mehr als acht Jahren gerichteten Anträge und Vorschläge nunmehr in sicherer Aussicht st ehe, nachdem der an stelle des ausscheidenden Stadlbanraths, Geh. Baurath Blankenstein, gewählte neue Stadt- baurath Ho ff mann die Aufstellung eines Bau-Entivurss unter tieferem Eingehen auf die besonderen räumlichen Bedürfnisse der Anstalt in die Hand genommen hat. DaS königliche Polizeipräsidium hat im Einvernehmen mit der königlichen Ministerial-Baukommission nunmehr die landespolizeiliche Genehmigung zur Erbauung einer Brücke über den L a n d w e h r k a n a l ini Zuge der Schöneberger- straße ertheilt. Dem Magistrat ist unter anderen die Be- dingung gestellt worden, daß während des Brückenbaues der Schiffsverkehr nicht mehr als unvermeidlich gestört werden dürfe. Zahlreiche Strafbefehle sind in letzter Zeit wegen Uober- füllung der Wagen von Pferdebahnen und der elektrischen Straßenbahnen gegen die Führer der Wagen ergangen. Obwohl es sich hierbei um den Ausstellungsverkehr handelt, so sieht die Polizei jetzt doch scharf darauf, daß die Wagen nur mit der polizeilich zugelassenen höchsten Zahl besetzt werden. Vielleicht kriegt nun auch die Eisenbahnverivaltung Angst, sodaß den lebens- gefährlichen Zuständen ein Ende gemacht wird, die zur Zeit im Stadt- und Vorortverkehr unter den Augen der Sicherheitspolizei gang und gäbe find. Unsere nenltche Schildernng der Zustände in der Kantine der Firma Israel ist nicht ohne Erfolg gewesen. Dieser Tage sind die bislang vermißten Tische und Stühle angeschafft worden. Enten und Seevögeln wird zur Anschauung gebracht. Auf Helgoland besteht eine ganze Industrie, die sogenannte„Möven- industrie. die die Bälge von Möven, Eeeschwalben. Trauerenten zu Muffs. Barett? und BoaS verarbeitet. Im ersten Stock, dort, von wo die Fischairgen der alt« nordischen Göttin Rau starren, hat die wissenschafttiche Ab- theilung Aufstellung gefunden. Leider sind es nicht viele, deren Fuß sich dahinaus verirrt, vom Walfischkopf haben wir schon gesprochen. Ihm zur Linken ist eine Sammlung nautischer In- strumente und Seekarten ausgestellt. Nur die letzteren kann man einsehen. Die Instrumente sind sehr sauber weggeschlossen. Was ihre Ausstellung eigentlich für einen Zweck hat. ist demnach schwer zu begreifen. Wir gehen wieder auf die andere Seite, werfen einen Blick auf den Glaskasten, in dem eine Austernbank völlig naturgetreu ausgebaut erscheint, bewundernden ausgestopften Riesen- Stör und den großen Schwertfisch und wenden uns dann zu den mittels Spiritus konservirten Seefischen. Keine der in den deutschen Meeren vorkommenden Arten ist unvertreten. Brr! Was für einen Anblick gewähren die beiden alten mit Seepocken über und über brdeckten Hummer! Wie winzig erscheint eine junge Auster! Mit dreißig Jahren aber hat ihre Schaale die Stärke eines Daumens erreicht und die Höhlung ist fast verschwunden. Die kleine „Secmaus" steht aus wie ein ovaler Flicken, an dessen Seiten gelbe, grüne und blaue Seidenfransen glänzen. Einen Aal giebt es, der hat den Rücken entlang 5—7 wellenförmige Biegungen, zeigt also genau die Gestalt, die man auf alten Bildern der Seefchlange zuschrieb. Der Störrogen erscheint in dem Spiritusglase wie ein großer Haufen zusammengebackener blauer Mohn. Der handtellergroße Saugemund der Lamprete kommt einem ordentlich gefährlich vor. Und hier dieser Stint, von dem man in Berlin so viel hört, den man aber nie zu Ge- ficht bekommt, dort die Aalmutter, die wie ein Aal aussieht, aber grüne Gräten besitzt und lebendige Junge gebärt. Dann der Sprott, die Sardelle, der Seewolf, Knurrhahn, die Seeteufel, die Seeigel. Seesterne und Seemuscheln, die Präparate vom Hering, vom Dorsch, der plattdeutsch Pomuchel heißt, von der Bastardmakrele, die auch der Stöcker genannt wird— nein, daS muß man sehen; beschreiben läßt sich das nicht und mit wenigen Worten andeuten auch nicht. Die Fischerei- Ausstellung geht weit über den Rahmen Berlins, Brandenburgs, ja selbst Deutschlands hinaus. Aber sie ist wohl gelungen und sehenswerth, sehenswerth besonders auch für den Binnenländer, der noch nie das Meer gesehen: Ihm wird wohl beim Eingang der scharfe Fischgeruch etwas in die Nase fahren, aber dieser Geruch wittert nur um das„Paradebett", auf dem die tobten Seefische ruhen, und ist auch sonst bald gewohnt. Der Eintritt zur Fischerei-Ausstellung ist frei, sie kann jeder besuchen, d»«in AusstellungSbillet gelöst hat. Der Angnst-Jahrmarkt findet vom 19� bis 2� b. M. in der Gnetsenau-. Jork- und den angrenzenden Straßen statt. Das Ausbauen der Buden erfolgt am Dienstag, den IS. d. M. DaS Berliner Aquarium hat in den letzten Tage» einige der werthvollsten Sellenheilen und Neuheiten erworben, die hauptsächlich zur Ergänzung der Echlangensammlnng dienen. Aus dem Süden der Vereinigten Staaten kamen drei Stück der nur ganz selten zu uns gebrachten Diamant- Klapperschlange, welche die in Färbung und Zeichnung schönste Art dieser giftigen Gattung darstellt und der gewöhnlichen nordamerikanischen Verwandte» gegenüber sich leicht an der auf dem oliven- oder gold- braunen Rücken sich prächtig abhebenden dreifachen Kette gold- gelb gerandeter Rauten erkennen läßt. Dem Aquarium ist dieses Dreiblatt, dessen Stücke verschiedene Länge und Stärke auf- weisen und dessen größtes durch Wildheit und durch oft wiederholtes Rasseln mit der Schwanzklapper sich auszeichnet, um so willkommener, als die früheren Exemplare der gesähr- lichen Giftschlange dnrch die gleichfalls giftige australische Diemenia gebissen wurden und an den Folgen des Bisses ein- gegangen sind. Deshalb hat man die neuen Gäste nicht wieder mit dieser vereint, sondern sie im Nachbarkäfig der afrikanischen Horuviper und Puffotter und einer südamerikanischen Lochotter beigesellt. In der neuen Urania in der Taubenstraße wird in der nächsten Woche das wissenschastliche Ausstattungsstück„Durch den Gotthard" das Repertoir der Urania beherrschen. Wir erhalten folgende Zuschrift: Zur Richtigstellung des in Nr. 190 vom IS. August er. im„Vorwärts" erschienenen Artikels:„Das Banner der Firma Moosdorf u. Hochhäusler" bezeugen wir Endesunterzeichnete mit Zustimmung der gesammten Arbeiterschaft der Firma wie folgt: Es ist unrichtig, daß in dem uns seitens einiger älterer Angestellten der Firma Moosdorf u. Hochhäusler zugegangenen, als„vertraulich" bezeichneten Rundschreiben erwähnt wird, daß das bei der Eröffnung der Treptower Fabrik seitens des Bureau- und Werkstattpersonals zu stiftende Fabrikbanner Herrn Moosdorf„verehrt" werde» soll. Es ist vielmehr in dem betr. Zirkular ausdrücklich gesagt worden, daß das Banner nicht Herrn Moosdorf privatim verehrt werden soll, sondern(wörtlich):„es muß als bleibendes Erinnerungszeichen dem Geschäft als solchem resp. dem Fabrik- personal erhallen bleiben." Wir bitten auf grund des Preß- gesetzes um Aufnahme dieser Berichtigung. Berlin, den IS. August 1896. I. Schlutius. F. Zieglarski. E. Gehrke. F. Wedemeir. G. Schneider. Der Werth dieser preßgesetzlichen„Berichtigung" tritt recht zu tage, wenn wir erwähnen, daß das Schriftstück von einem Mitgliede des Komtoirs aufgesetzt ist und un? überreicht wurde, in dem die fünf Unterzeichner desselben unter Führung eines Komtoirbeamten auf unserer Redaktion erschienen. Es wäre ein Wunder, wenn bei einem solchen Verfahren„die gesammte Arbeiter- schafl" der Firma sich nicht mit der Einsendung der Zuschrift an uns einverstanden erklärt hätte. Letztere berichtigt übrigens einen so nebensächlichen Punkt, daß an dem Werth unserer gestrigen Rüge auch gar nichts geändert wird. Um die Radfahrunfälle zn verringert«, verweist der Berliner Uelozlpedklub von 1S69/SI, auf ein einfaches Mittel, da? Rad ainzuhalten bei jedem Tempo ohne Benutzung einer Semmvorrrchtung, die so wie so, namentlich wenn sie durch hausseestaub verklebt ist, sehr leicht versagt. Man braucht nur das rechte Knie stark durchzudrücke» und das Bein steif zu halten. Allerdings darf hierbei nichts hinter dem Sattel hängen, damit man, ohne Schaden zu nehmen, bequem nach hinten abgleiten kann. In Gärten«nd auf Schutthaufe«, an Wegen, Hecken und Gräben prangt zur Zeit eine dunkelgrüne Pflanze, deren Behang mit schwarzen glänzenden Beeren auf Kinder häufig ver- lockend wirkt. Es ist die nahe Verwandte unseres so hoch- wichtigen Nahrungsmittels, der Kartoffel. Die Aehnlichkeit der Beere mit den Blaubeeren verleitet oft die Kinder, die Früchte de? Nachtschattens zu genießen. Diese Beeren enthalten aber ein sehr starkes Gift, und schon 10— IS Beeren können auf den zarten Organismus eines Kindes tödtlich wirke». Man vertilge daher die Giftpflanze soviel als möglich, vor allem aber warne man die Kinder eindringlichst vor dem Genuß der ver- lockenden, aber verderbenbringenden Früchte. Auf eine bisher unaufgeklärte Weise ertrunken ist der auf der Insel Whk zur Kur weilende Lehrer Tiegs aus Berlin. Der Ertrunkene, der noch am Abend zuvor in Gesellschaft von Freunden gesehen worden ist, hatte nachts 1 Uhr sein« Wohnung verlassen, um mit dem kurz nach S Uhr nach Dagebüll fahrenden Dampfer abzureisen. Man nimmt nun an. daß der Verunglückte einen Spaziergang auf einer der LandungSbrücken gemacht hat und infolge der Dunkelheit über das Geländer ins Wasser gefallen ist und so seinen Tod gesunden hat. Die Leiche wurde am andern Morgen beim Herrenbade gefunden und geborgen. Die Uhr war auf 2»/, stehen geblieben, und dürste um diese Zeit das Unglück geschehen sein. Die Leiche wurde rm Boldixumer Armenhause untergebracht und der Mutter des Verunglückten in schonender Weise von dem Unfall Kenntniß gegeben. Wege» schwerer Sittlichkeitsverbrechen ist der Stuckateur Strunck, der in der Prinzen- Allee 90 die HauSreinigung hatte, am Freitag Abend festgenommen worden. Strunck, ein Mann von vs Jahren, der in kinderloser Ehe lebt, ist wegen Sittlichkeits- verbrechen bereits mit 2 Jahren Gefängniß und v Jahren Zucht- haus vorbestraft. Der Unverbesserliche hat sich jetzt wieder in zahlreichen Fällen an kleinen Mädchen im Alier von S bis 12 Jahren vergangen. Er ist flüchtig, hat sich aber immer in Berlin und in der Näh« der Stadt herumgetrieben. Am Freitag Abend wurde er im Humboldthain betroffen und sest- genommen. A«S der Untersuchungshaft entlassen ist die fechsund- zwanzigjährige Gefchäftsinhaderin Anna Müller, welche kürzlich unter der schweren Beschuldigung der vorsätzlichen Brandstiftung in das Moabtter Untersuchungsgesängniß eingeliefert worden war. Es gelang dem Vertheidiger der Angeschuldigten, ein vollständig ausreichendes Entlastungsmaterial herbeizuschaffen. Erhängt hat sich am Freitag Abend der öS Jahr« alte Buchdrucker Paul N. auS der Gerichtsstr. 20. N.. der früher als Maschinenmeister in einer Buchdruckerei thätig war, hatte schon längere Zeit keine Arbeit mehr. Die Beerdigung der Frau Frischgesell und de? BussetierS Tabbert. der letzten Opfer der Schiffskatastrophe auf der Ober- spree, hat am Feitag stattgefunden. Ei« Bauunfall hat sich auf dem Neubau deS Herrn Albreeht in der Brücken-Allee 4 am gestrigen Sonnabend, mittags 12 Uhr ereignet. Beim Abrüsten stürzte der Kolonnenführer K. aus der Rammlerstraße rücklings von einem durchbrechenden Brett herunter m>d verletzte sich derart schwer am Kopfe und an den Füßen, daß er mittels Droschke nach der Unfallstation in der Flcnsburgerstraße gebracht werden mußte. Das traurige Geschick des Putzers wird von seinen Kollegen, bei denen er überaus beliebt war, allgeniein bedauert. Bor Hunger entkräftet stürzte Freitag Vormittag ein etwa 40 jähriger ärmlich gekleideter Mann an der Ecke der Friedrich- und Kochstraße bewußtlos zusammen. Von einem Schutzmann wurde der Ohnmächtige zunächst in einen Hausflur geschafft und auS vorgefundenen Papieren alS ein zur Zeit obdachloser Arbeiter Johann Kabisch rekognoSzirt. Augen- zeugen deS traurigen Vorganges veranstalteten eine Geld- sammlung, die soviel ergab, um den Unglücklichen von der größten Roth z« befreien. 1 Polizekberich« vom 14. August. Morgens wurde in der Spree hinter dem Grundstücke Köpuickerstr. Sa die bereits stark verweste Leiche eines ungefähr 2S Jahre alten Mannes an- geschwemmt und nach dem Scbauhause gebracht.— Aus Furcht vor Strafe wegen eines ihm zur Last gelegten Sittlichkeitsverbrecheus versuchte der 62 Jahre alte Stuckateur Wilhelm Sch. in seiner Wohnung in der Liuienstraße sich durch Oeffnen der Pulsader an der linken Hand zu tödten. Er brachte sich jedoch nur leichtere Verletzungen bei und wurde nach Anlegung eines Noihverbandes in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. — Auf dem Hofe des Hauses Schliemannftraße Nr. 10 fiel der 32jährige Packetfahrt- Schaffner Friedrich Döhring in Krämpfen zu Boden und verletzte sich so erheblich am Kopfe, daß er nach der Unfallstation II gebracht werden mußte, wo ihm ein Verband angelegt wurde.— Durch einen aus dem Giebel des Hauses Arlilleriestr. 24 herabfallenden Mauerstein, der an- scheinend durch eindringende Feuchtigkeit gelockert worden ist, wurde gegen Abend der gerade vorübergehende 10jährige Soh» des Schneiders Bomke am Kopf erheblich verletzt.— Abends wurde der 83 Jahre alte Maschinenmeister Paul N. auf dem Boden eines Hauses in der Gerichtsstraße erhängt ausgefunden.— Heute Nacht sprang die 22jährige, unter siltenpolizeilicher Aufsicht stehende unverehelichte Martha Qu. aus dem Fenster ihrer im ersten Stock eines Hauses in der Gartenstraße gelegenen Woh- nung auf den Hof hinab, verletzte sich jedoch nur ganz leicht am Kopfe. Sie halte einen Mann mit in ihre Wohnung genommen »nd ist ihrer Angabe nach von diesem geschlagen worden, weil sie ihm einen größeren Geldbetrag entwendet haben sollte. Ans den Nachbarorten. Beim Baggern ist in der Nähe von Spandau am Einfluß der Spree in der Havel die Leiche eines Mannes gefunden worden, die die eines Kaufmanns Moldeichauer zu sein scheint, der in Striegau eine Zuchthausstrafe verbüßt hat. Man nimmt an, daß Selbstmord vorliegt. AuS Rixdorf. Schon wieder hat sich auf dem hiesigen Bahnhof ein bedauerlicher Unglücksfall zugetragen. Der Berg- straße 30 wohnhafte Streckenrevisor Lcersch wurde von einem rangirenden Zug von hinten erfaßt und zu Boden gerissen, wo- bei ihm die linke Hand abgefahren ivurde. Außerdem hat der Bedauernswerthe noch Verletzungen im Gesicht und am Knie davongetragen. Eine Frau Wuthe aus der Schönweiderstraße, welche in der Nähe des Bahndammes eine Laube besitzt, hörte die Hilferuf« des Verunglückten, eilte herbei und kam gerade zu- recht, um den hilflos auf dem Geleis liegenden Mann noch recht- zeitig in Sicherheit zu bringen, sonst wäre er von einem zweilen heranbrausenden Zug überfahren worden. Auf Veranlassung der resoluten Frau wurde L. sodann nach dem Kreiskrankenhaus in Britz gebracht. Geschwindigkeii ist keine Hexerei.„Die Reise AndrSe's" über ren Nordpol" in drei Bildern: 1.„Die Dampferreise im ewigen Eise", 2.„Auf Spitzbergen und das Aufrüsten" und 3.„Die Fahrt über den Nordpol" so kündigt der„Kunstmaler" Herr K.Gocksch in Schöneberg das neueste Erzengniß seines„Ateliers für Pa- norama-Gemälde" an. Man muß gestehen, es wird den Schau- buden- Besitzern in der That leicht gemacht, den Ereignissen der Weltgeschichte nicht nur zn folgen, sondern sogar voranzueilen. Auch in der Panorama- Malerei, einem Geschäft, das seine» Mann ganz gut nährt, muß es die Masse bringen. Die einzelnen Bilder müssen verhältnißmäßig billig abgegeben werden, weil der Schaubuden-Besitzer, der auf guten Besuch rechnen will, zu fort- gesetzten Neuanschaffungen gezwungen ist. So kostet die ganze Nordpolreise nur S0 M. Den Untergang der„Iltis" erhält man schon für 20 M.,„Der fünffache Mord in Berlin" kostet gleich der„Berliner Gewerbe- Ausstellung" IS M. und das„Wiener Dynamit-Attentat", dessen Thäter soeben erst entdeckt ist, ist gar schon für 10 M. zu haben. Dabei sind die Panorama- Maler keineswegs immer talentlose Farbenklatscher, sondern in ihren Kreisen befinden sich auch wirkliche Künstler. Einer der de- kanntesten Maler von Panoramen für Schaubuden ist der Kunst- schuldirektor K. Schkeising in Meiningen, der Erfinder der „weichbleibenden" Leinwand- Malerei, der den Hoflieseranten- Titel und Orden besitzt. WitterntigSiiberflcht von» 15. Augnst 1896. Wetter- Prognose für Sonntag, den 16. Augnst 1896. Veränderlich mit frischen nordivestlichen Winden und wenig veränderter Temperatur; keine oder unerhebliche Niederschläge. Das Berliner Wetterbureau. Gemerfre�KUtsftrllims 1896. DaS Riesen-Fernrohr scheint nunmehr seiner Vollendung wirklich entgegenzugehen. Bekanntlich erlitt es Ende voriger Woche, als es in Bewegung gesetzt werden sollte, durch ein technisches Versehen eine kleine Beschädigung, so daß eS vor acht Tagen zur Beobachtung der Sonnenfinsteruiß noch nicht benutzt werden konnte. Doch wird es seit einigen Tagen wenigstens in der einen Richtung, auf- und abwärts, bewegt; diese Bewegung soll mehrmals täglich dem Publikum vorgeführt werden. Da auch die Linsen schon eingesetzt find, so fehlt nur noch die zweite Bewegung, die nm die sogenannte Stundenachse, damit das gewaltige Rohr den ganzen Himmelsraum bestreichen kann. Hoffentlich wird die Verwaltung durch billige Preise dafür sorgen, daß nicht nur die mit Glücksgütern Gesegneten, sondern auch die breite Volksmasse durch das interessante Instrument einen Blick nach den Wundern des Himmels zu richten Gelegenheit hat. Die Kellner in der Fischkosthalle, über deren empörende Lohn- und Arbeitsverhältmsse auch wir dieser Tage infolge eines vom Unternehmerthum inspirirten Berichtes einige Mittheilungen brachten, senden uns eine Zuschrift, in der sie sich zunächst gegen die Unterstellung verwahre», als seien sie wegen begangener U n> redlichkeiten entlassen worden. Sämmtliche 39 Kellner der Restauration hätten vielmehr die Arbeit niedergelegt. nachdem ihnen vom Geschäftssührer Preis mitgetheilt worden sei, daß sie auf Anregung des Treptower Amlsvorstehers von Kriminalbeamten überwacht werden sollten. Die Ausständigen begaben sich darauf zu ihren bisherige» Prinzipalen. den Herren A d l o n u. D r e s s e l. Der Kellner Ballert legte den Sachverhalt klar, wobei zur Sprache kam, daß den An- gestellten sowohl das Gehalt von lS M. monatlich als auch das Frühstück durch den Geschäftsführer entzogen worden sei. eine Maßregel, von der die Herren Adlon u. Dressel erklärten. daß sie überhaupt nichts davon wüßten. Den Ausständigen wurde dann mitgetheilt, daß sie mit dem alten Gehalt wieder eingestellt werden sollten. Aus dieses Angebot erklärten die Kellner jedoch nicht eingehen zu können, nachdem ihnen neuerdings auch noch der Postkarte»- Verkauf, aus dem sie einen täglichen Verdienst von 1 M. so Pf. bis 2 M. erübrigten, entzogen worden sei. In an- betracht, daß sie auf Trinkgelder fast gar nicht rechnen könnten, müßten sie entweder ein Monatsgehalt vonS0M. oder auch 3pCt. Tantieme verlangen. Auf diese Forderung wollte Herr Dressel nicht eingehen. Die Kellner verzichteten daraus auf eine weitere Verhand- lung und verlangten nur das ihnen zustehende Strafgeld von 265 M. aus den Händen des Geschäftsführers Preis zurück, welches ihnen denn auch nach anfänglicher Weigerung ausbezahlt wurde. Von den Geschäftspraktiken des Herrn Preis ist noch zu berichten, daß dieser Herr außer der Lohnzwackerei an de» Kellnern noch manche andere Operation im Interesse seiner Prinzipale vorgenommen hat. Der Geschäftsführer hat den Köchen sowie den Oberkellnern 50 M. vom Monatsgehalt abgezogen und außerdem den Oberkellner des Fischrestaurants gänzlich entlassen, wodurch der Firma monatlich 1S00 M.„Ersparnisse" in den Schooß fielen. Außerdem habe der Herr des weiteren seine Tüchtigkeit noch durch das Abschaffen des Weißbrotes bewiese», wodurch ebenfalls täglich 40— S0M. erspart worden seien. Es ist bezeichnend, daß bei einer derartigen Ausbeutung der Arbeitskräfte ein Bericht in die Presse gelangen konnte, der die Kellner zu allein übrigen noch mit der injame» Verdächtigung der Unredlichkeit entehren sollte i Eine Mark wird bekanntlich in der Zeit von S bis 10 Uhr morgens für den Eintritt zur Gewerbe-AussleUung gefordert. Geineinhin glaubt man, daß der doppelte Eintrittspreis in diesen Tagesstunde» deshalb erhoben wird, weil der Besucher in dem Hause die ausgestellten Arbeiter ungestörter als sonn besichtigen kann. Davon kann nun aber in Wirklichkeil kaum die Rede sein. Noch nach 9 Uhr ist ein großer Tdeil der Ausstellungsgegeustände durch Vorhänge den Blicke» entzogen,»nd das Bestaunen der Wand- dekoralione», sowie das Studium der Reiniguugsarbeiten ist mit einer Mark doch entschieden etwas lheuer bezahlt. Die Ans- stellungsleitung sollte derartigen Geschäftskniffen nicht weiter nachgehen. Entweder öffne man die Ausstellung erst Uhr zehn oder man unterlasse das Erheben eines erhöhten Eintrittsgeldes, wenn man die Ausstellung schon zu früherer Stunde zugänglich inachen will. Zur Frage der Erhaltnng einzelner AnSstellnugS- gebäude liegt jetzt ein vom Magistrat eingefordertes Such- verständigen-Gutachten vor, welches sich»ur sehr bedingt für dl« Erhaltung einiger weniger Baulichkeiten, so eines Theils des Haupt-Jndustliegebäildes und des Gebäudes der Stadt Berlin ausspricht. Die Baulichkeiten würden sich, vorausgesetzt, daß be- trächtliche Aenderungen im Ausputz und vor allem alljährlich« Reparaturen ziemlich bedeulenden Umfanges vorgenommen würden, auf etwa 20 Jahre erhalten lassen. Des Kostenpunktes wegen seien außerdem noch die Aluminiumkuppeln durch solche von Zink zu ersetzen. Nach diesem Guiachten dürfte kaum etwas vo» der gegenwärtigen Treptower Herrlichkeit der Nachwelt er- halten bleibe», was allerdings»ach unserer unmaßgeblichen Meinung auch kein allzugroßer Schade wäre. Am Sonntag Nachmittag wird Herr Clausen lm Hörsaal der Gewerbe-Ausslellung von 2 Uhr ab stündlich kurze Vor- führungeii der interessante, i Experimente auf dem Gebiete der Röiitgeii.Photographien und Durchleuchtung veranstalten. U. a. wird die Ausnahme des Schädels des jungen Mannes gezeigt werden, welcher mit einer Kugel im Kopfe als geisteskrank 5 Jahre im Jrrenhause internirt wurde. Kunpt und Vorstellungen im Schillertheater. Es sei an dieser Stelle noch einmal auf die heule Nachmittag um 3 Uhr von der Arbeiter- Bildniigsschule im Schillerlheater veranstaltete Vor- stellung von Wolzogen's Lustspiel„Die Kinder der Exzellenz" hingewiesen. Billets zum Preise von«V Pf. sind bis>/« E t u n d e vor dem Beginn der Vorstellung bei Homuth, W a l l n e r t h e a t e r st r. 20, zu haben. Das große Morde» im Theater deS Westens. AuS Schauspielerkretsen wird uns geschrieben: Da draußen im Theater des Westens hat das große Morden begonnen. Damit die Kunstmäcene, die diesen Tempel Thaliens haben erbauen lassen, nicht zuviel durch ein vielleicht vorausgeahntes Defizit verliere» sollen, hat sich Herr Direktor Witte-Wild zu einem kleinen, für die armen Opfer aber verhängniß- vollen Massenmord entschlösse». Während vom Theater- bureau aus Reklamenotizen sonder Zahl an die Presse gehe», geschieht hinter den Koulissen geradezu unerhörtes: Die Hälfte der engagirten Mitglieder, darunter Familienväter, wird höflichst eingeladen, ihre Kontrakte aus gütlichem Wege zu lösen, wobei großmüihig eine halbe Monat S- g a g e Entschädigung versprochen wird! Diese gütliche Lösung erleichtert sich die Direktion ziemlich bequem durch folgende An- drohung:„Sie werden ja doch nicht beschäftigt, wir müssen von unserem Kündigungsrechte Gebrauch machen, der Etat ist zu groß!" Also nicht wegen Mangels an Kennt- nissen, nicht wegen Ungehorsams, Faulheit, Krank- heit«c. wird ein Theil der Mitglieder auf die Straße gesetzt, sondern weil eventuell die Gründer zu- setzen müssen. Darum die bekannte Klausel in den Kontrakten. daß innerhalb sechs Wochen nach Beginn der Spielzeit das Eiigagemeiitsverhältniß ohne weiteres aufgehoben werden kann. Was sagt die Regierung zu solchen Zuständen, die dem Herrn Hoftheater-Jutendanten Äürklin anscheinend gläubig zugehört hat, als er seinerzeit emphatisch erklärte, es sei gar nicht so schlimm mit den Kü»dis»ngeii, denn die Gekündigten erhielten ja doch wieder neue Engagements! Mit Verlaub, die Gekündigten kommen einfach an den Bellelstab! Ein Theil der vo» der gemeldeten Maßregel im Theater des Westens betroffenen Künstler hat hier bereits Wohnung ge- mielhct— aus ein— oder gar mehrere Jahre, denn die Kontrakte binden das Mitglied auf Jahre. Run bekomme» sie— man Frage»ur die Theateragenten— in Berlin absolut kein Engagemenl; höchstens vielleicht durch Zufall eins in der Provinz, welches von sehr zweifelhaftem Werthe ist. Durch die Arbeit von Jahrzehnten hat fich der Schauspieler A. endlich eine Stellung errungen; er ist vom Direktor Blumenreich, nachdem dieser ihn hat spielen sehen, aus fünf Jahre mit einer Durchschnittsgage von 4000 M. im Jahr engagirt worden. Jetzt erhält er, wenn das Glück gut ist, vielleicht in einem Ort« der Provinz ein Engagement mit der dortige» Höchstgage vo» 130 M., sodaß er in den sieben Spielmviiaten 1260 M. einnimmt. Was macht er mit seiner theuren Wohnung in Berlin, was wird ans seiner Karriere? Das sind Fragen, die den Besitzern des Thealers des Westens natürlich Hekuba sind. Wie wir hören, soll eine Versammlung aller Gekündigten anberaumt werde», um gegen den Mißbrauch des Kündig», igs-Paragraphen Protest einzulegen. In der Juternationalc» Kunstausstellnug Berlin 1896 hat die spanische A b t h e t l u n g noch eine Bereicherung er- fahren. Josö Moreno Carbonero, der bisher nur durch sein vom Staate angekauftes Bild:„Ein Älbenieuer aus Gil Blas" vertreten war, hat»och zwei in, hellsten Lichte gemalte Bilder zur Ausstellung gesandt. Die Motive der beiden färben- frischen Darstellungen sind der Insel Malaga entnommen. Die interuationale Ausstellung für Hygiene, Volks- ernährung, Armecverpflegung. Sport und Fremdenverkehr in Baden-Bade» wurde gester» Vormittag eröffnet. Die Ausstellung ist beschickt vo» Baden, Elsaß-Lothringen, Bayern, Württemberg, Sachsen, Preußen, Spanien, Oesterreich und Böhmen. Beobachtung der Sounenfinsterniß. AuS Tjumen (West-Sibirien) wird über Petersburg gemeldet: Die während der Sonnenfinsterniß«rsolgte photographische Aufnahme ist be- merkenswerlh gut gelungen. Es sind einige Sterne auf der Platte sichtbar. " Nöntgen- Strahlen als Heilmittel? Ueber eine abermals| Rinder der Grzellenz zur Aufführung. Abend3 8 Uhr Kollegen vorfanden und ins Krankenhaus führen ließen. Der neue Wirkung der Röntgen Strahlen wird berichtet: Es ist geht der Schönthan'sche Schwant Der Raub der Sabinerinnen Thäter ist in der Dunkelheit entkommen, und man hat bis jetzt schon mehrfach gemeldet worden, daß die Röntgen- Strahlen zur in zen. Bon Bon Montag bis Sonnabend einschließlich noch keine Spur von ihm entdecken können. Abschwächung der Virulenz pathogener Batterien benußt wurden. wird Was ihr wollt gegeben. Jm 3entral- Theater In Lorchhaufen im Rheingau brach gestern eine große Nachdem bisher solche Versuche nur im Laboratorium und an wird die Posse Eine tolle Nacht in dieser Woche ihre 275. Auf- Feuersbrunst aus. Bis 6 Uhr standen 18 Häuser in Flammen. Thieren mit günstigem Erfolge ausgeführt worden waren, geht führung erleben. Jm Theater Unter den Linden man jetzt daran, die gewonnenen Resultate am Menschen zu ver- wird Donnerstag, den 20. 6. M., die neue Operette Die Der Hamburger Bugfirdampfer Paul u. Blohm" ist werthen. So hat der französische Arzt Dr. Despeignes aus Lyon, Lachtaube, Text von Landesberg und Stein, Mufit Sonnabend früh bei Harburg beim Verholen des norwegischen geftüßt auf die jetzt herrschende Ansicht, daß die Krebs von Eugen v. Taund zum ersten Male aufgeführt; die Dampfers Thor" gesunken, wobei der Maschinist ertrant. geschwulst auf parasitärer Grundlage beruhe, bei einem Patienten Hauptrollen sind mit den Damen Fischer, Elise Schmidt, Aus Dresden wird uns über ein furchtbares Familiens mit einem weit vorgeschrittenen Magenkrebs die Beleuchtung der Wünsch und den Herren Klein, Hanno, Bruch, Tachauer und drama berichtet: In der Johannstraße wohnte hier das Petererkrankten Partie mit Röntgen- Strahlen angewendet. Der Broda besetzt. Im Bellealliance Theater wird Sonn50jährige Kranke war durch starke Schmerzen, gegen welche tag Nachmittag 3 Uhr Onkel Bräßig mit Emil Richard in der Titel- mann'sche Ehepaar; der Gatte war Prokurist bei der Firma EſchenNarkotita gegeben werden mußten, und vor allem durch die ver- rolle aufgeführt; abends 8 Uhr findet eine Wiederaufführung des als die Feuerwehr erschien, fand sie die Wohnung verschlossen, sodaß bach u. Hausner. Gestern früh brach in der Wohnung ein Brand aus; hinderte Nahrungsaufnahme sehr heruntergekommen, so daß in Volksstücks Der Silberkönig statt. Im National Theater die Thüren eingeschlagen werden mußten. Nun bot sich ein furzer Zeit aus reiner Erschöpfung das Ableben zu ge- findet heute eine Doppelvorstellung zu einfachen Preisen statt; um furchtbarer Anblick; Petermann lag erschoffen auf dem Fußwärtigen war. Die Geschwulst hatte die vordere Magen-/ 23 Uhr gelangt Der Glöckner von Notre- Dame mit May Samst in boden und seine Gattin wurde als halbverkohlte Leiche unter wand in eine starre, gut durchfühlbare Masse verwandelt. der Titelrolle und Emma Samst als Esmeralda zur Aufführung, den Möbeln hervorgezogen, deren Brand übrigens in bälde ge Zu dieser Zeit es war am 1. Juli tam der Patient am Abend geht zum 81. Male die Posse Die Reise durch die löscht war. Die nähere Untersuchung ergab, daß Petermann zuin die Behandlung von Dr. Despeignes. Es wurden täg Gewerbe- Ausstellung in Szene. Das Schauspiel Die offizielle erst seine Frau erstochen, dann die Möbel mit Betroleum gelich zwei Sigungen von je balbstündiger Dauer veranstaltet, in Frau wird im Alexanderplay Theater die ganze Woche tränkt und angezündet und schließlich sich selber durch einen denen die Geschwulst den Strahlen ausgefeßt wurde. Nach acht hindurch gegeben. Die Flora Oper zu Charlottenburg Revolverschuß den Tod gegeben hatte. Berwürfnisse des erst Tagen wurde eine erhebliche Befferung festgestellt. Die Schmerzen bringt heute, am vorlegten Sonntag ihrer Spielzeit, Neßler's fechs Monate verheiratheten Ehepaares sollen die Ursache des Revolverschuß den Tod gegeben hatte. Berwürfnisse des erst hatten bedeutend nachgelassen, das Körpergewicht war stehen ge- Der Trompeter von Säckingen zur Aufführung. Anfang 7 Uhr Dramas sein. blieben, und was das wesentlichste ist: die Geschwulst war auf- abends. Am Montag geht zum letzten Male Fra Diavolo" in fallend kleiner geworden. Die Behandlung foll weiter fort Szene. Im Apollo Theater wird die Burleske Ein gesetzt werden. Es wäre zu wünschen, daß diese Erfolge auch Abenteuer im Harem heute zum 125. Male aufgeführt. noch von anderen Seiten bestätigt würden. Sollten sich die Röntgen Strahlen bei derartig mörderischen Krankheiten als heilträftig erweisen, so wäre ihre Anwendung in der That eine unbegrenzte. Gäste. " Theater Wochenchronik. Neues tönigl. Opern = Versammlungen. Ueber einen erschütternden Unglücksfall auf der Bühne wird aus London berichtet: Das Stück„ Die Sünden der Nacht", das im Novelty- Theater in London gegeben wird, endet damit, daß ein Kreole einen spanischen Bösewicht nach hartem Kampfe ersticht. Diese aufregende Szene wurde Montag vorschriftsmäßig Zur Lohnbewegung der Drechsler fanden am 10. und ausgeführt, besonders wie der zu Tode getroffene Spanier fich Prof. Edmund Leffer in Bern ist, wie die Poft" meldet, 12. 5. Mts. vom Deutschen Holzarbeiter Verband Branchen wurde mit packendem Realismus dargestellt. Der Vorhang fiel, ans Herz greift und mit einem Aufschrei zusammenbricht, als Nachfolger des Prof. Georg Lewin als Abtheilungsdirektor versammlungen statt. In der ersten Versammlung, in der die und weil er sich trotz allem Beifalltlatschen nicht wieder hob, an die königliche Charitee in Berlin berufen worden, nachdem Stein und Elfenbein- Arbeiter über die Lohnbewegung Be- und weil er fich troß allem Beifallklatschen nicht wieder hob, Prof. Neiffer in Breslau, der an erster Stelle ausersehen war, rathungen pflogen, war man der Meinung, daß es in der Stein- baß sich auf den Brettern ein wirkliches Trauerspiel ereignet Sie ahnten nicht, gingen die Zuschauer schließlich von dannen. nach längeren Verhandlungen abgelehnt hatte. Gleich seinem branche keine Schwierigkeiten bei der Durchführung der For hatte, daß der Kreole nur zu gut das Herz des BöseBorgänger tritt Leffer als außerordentlicher Professor in die derungen geben würde. Im Laufe der weiteren Debatte nahm hatte, daß der Kreole nur zu gut das Herz des Bösewichts getroffen hatte, und daß der Aufschrei, mit man Veranlassung, das indifferente Verhalten der Arbeiter in dem dieser zusammenbrach, der Schmerzensschrei eines zu Tode medizinische Fakultät ein. der Werkstatt von Habild u. Ko. einer scharfen Kritik zu unter: verwundeten Menschen war. Noch ehe das Publikum das Theater Theater( Kroll). Gonntag, 16.: Don Juan. Don Juan: ziehen. Wie bemerkt, sollen in jener Werkstatt recht traurige ganz geräumt hatte, war ein junges Menschenleben ausgelöscht, Herr Francesco d'Andrade, tgl. bayerischer Kammerfänger, als Lohnverhältnisse herrschen. Von einem Vorgehen in der Elsenbein bas foeben noch in seiner ganzen Kraft und Blüthe vor ihm gelegte Gaſtrolle. Montag, 17.: Tannhäuser. Elisabeth: Frl. branche mußte Abstand genommen werden, da der Indifferentismus standen hatte. Das Unglück erfolgte, weil die Feder im HandKutscherra, vom kal. Theater in Brüssel. Tannhäuser: Herr fcheint es, als ob die Verhältnisse hier so rosige sind, daß es sollte, den Dienst versagte. Dienstag Morgen wurde der Leichund der Berufsbünfel hier noch sehr stark vertreten sind, auch Kutscherra, vom fgl. Theater in Brüssel, Tannhäuser: Herr Ernst Kraus, vom Hof- und Nationaltheater in Mannheim, als scheint es, als ob die Verhältnisse hier so rosige sind, daß es griff des Dolches, auf deren Druck die Klinge zurückspringen Dienstag, 18.: Carmen. Carmen: Frl. Kutscherra, als diese Kollegen nicht nöthig haben, ihre Lage zu verbessern. nam Croziers, noch bekleidet mit der Tracht seiner In der zweiten Versammlung der Perlmutts und Knopflegte Gaftrolle. Mittwoch, 19.: Phantasien im Bremer Rathsarbeiter Branche, die sich eines guten Besuches erfreute, wurde letzten Rolle und das Gesicht noch mit Schminke bedeckt, teller. Cavalleria Rusticana. Turiddu: Herr Werner Alberti, ebenfalls von einem Vorgehen zum Herbst Abstand genommen, Moritz Franks, sein unglücklicher Berufsgenosse, vor dem Polizeinach dem Leichenschauhause gebracht, während Wilfred vom Théâtre Royal in Lissabon, als Gaft. Die Rofe von Schiras. Donnerstag, 20.: Lohengrin. Lohengrin: Herr Ernst unter den Berufskollegen zu entfalten. Bur Durchführung dieser wurde, war der Schauspieler Milford, der sich zur Zeit, als das um bis zu einer späteren Zeit noch eine genügende Agitation richter erschien. Der einzige Zeuge, der von diesem vernommen Kraus, als Gaft. Freitag, 21.: Das Heimchen am Herb. Kraus, als Gaft. Freitag, 21.: Das Heimchen am Herd. Aufgabe wurden für die Perlmuttbranche Reibedanz. Müller und unglückt sich ereignete, gleichfalls auf der Bühne befand. Er sah, Sonnabend, 22.: Bajazzi. Canio: Herr Werner Alberti, als Gaft. Die Rose von Schiras. Sonntag, 28.: Hänsel und Ehrenberg und für die Knopfbranche Krause gewählt. wie Crozier mit dem Dolch in der Brust zurückfiel, und sobald der Gretel. Gretel: Fräulein Sorgas, als Gast. Die Rose Vorhang sich sentte, eilte er zu dem verwundeten Kollegen und von Schiras. Montag, 24.: Das Heimchen am Herd. zog den Dolch aus der Wunde. Befindest Du Dich wohl?" Jm Deutschen Theater wird in dieser Woche der fragte er ihn. Bollkommen", erwiderte Crozier, obwohl ihm das Spielplan hauptsächlich von Gerhart Hauptmann's Schauspiel Blut aus der Wunde sprigte, forge nicht um mich!" An einen Rache- Aft ist nicht zu denken, da zwischen Crozier und Franks ein fügte der Polizeirichter auch die Freilaffung Frants' gegen eine Bürg ungetrübtes freundschaftliches Verhältniß bestand. Deshalb verschaft von 100 Estri. Eine Bestrafung braucht Frants nicht zu ge wärtigen, da das Gesetz Straflosigkeit dem zubilligt, der burch ein Mißgeschick oder zu seiner eigenen Vertheidigung oder irgends wie sonst ohne Abficht einen anderen tödtet. Der Dolch war allerdings persönliches Eigenthum Frants, der den ihm aus dem Theaterjundus zur Verfügung gestellten Dolch, weil er ihn für ungeeignet hielt, zurückgewiesen hatte. Die Untersuchung wird wahrscheinlich ergeben, daß Frants doch recht fahrlässig handelte, als er einen scharfgeschliffenen Dolch auftatt der harmlosen Bühnenmesser auf dem Theater benutzte. Vermischtes. alt und unverheirathet. Ein netter Pädagoge. Die Straftammer in Krotoschin Die Weber beherrscht, das außer am Mittwoch jeden Abend verurtheilte, wie der„ Bolts- Zeitung" berichtet wird, ben Leiter aufgeführt wird, am Mittwoch wird May Halbe's Jugend gegeben. Der höheren Knabenschule in Jarotfchin, R. Dähne, zu 5 Jahren -Das Lessing Theater hat folgenden Spielplan festgefeßt: Gefängniß, weil derselbe in zahlreichen Fällen an seinen Schülern Am Sonntag, Dienstag und Donnerstag finden Wiederholungen von Das neue Genie statt. Am Montag wird Romtesse unzüchtige Handlungen vorgenommen hat. Dähne ift 50 Jahre Guckerl, am Mittwoch Das Glück im Winkel, am Freitag Fräulein Doktor gegeben. Am Sonnabend gelangt das Aus Effen wird vom 13. Auguft berichtet: In der verfünfattige Luftspiel Gin Freund der Frauen von Alex. gangenen Nacht wurden die Schuyleute Wienands und Köhne Dumas Sohn in deutscher Bearbeitung von Dora Duncker zur durch Revolverschüsse erheblich verlegt. Auf ihrem Patrouillen ersten Aufführung und wird am Sonntag der nächsten Woche gange begegneten die beiden dem aus der Polizeihaft entwichenen zum ersten Mal wiederholt.- Jm Neuen Theater tritt Arbeiter Dürrtopp. Als die Schußleute denselben wieder fest von heute an in Zata- Toto wieder Herr Pagay als Inspektor nehmen wollten, zog D. einen Revolver und feuerte auf die Blanchard auf; das Stück bleibt noch bis zum letzten Auguft Polizeibeamten. 28. erhielt einen Schuß in den Unterleib und auf bem Spielplan. Im Schiller Theater einen in die Schulter. R. einen Schuß in den Oberschenkel. Die tommt Sonntag 8 Uhr nachmittags das Luftspiel Die Schuhleute stürzten sofort zu Boden, wo sie zu Hilfe eilende l Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 16. Auguft. Nenes Opern Theater.( Kroll.) Don Juan. Montag: Tannhäuser. Deutsches Theater. Die Weber. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing- Theater. Das neue Genie. Montag: Romtesse Guckerl. Schiller- Theater. Nachmittags8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Was ihr wollt. Nenes Theater. Tata- Toto. Montag: Diefelbe Vorstellung. National- Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Montag: Diefelbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Borher: Erlauben Sie Madame! Montag: Diefelbe Borstellung. Belle- Alliance- Theater. Nach Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 8 Uhr: Die Kinder der Excellenz. Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Montag, abends 8 Uhr: Was ihr wollt. National- Theater. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater she. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof Große Frankfurterstraße 132. täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Direktion: Max Samst. Heute: Grosse Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. Der Glödner von Notre- Dame. Hierauf zum 81. Male: Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Große Posse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. National- Theatergarten. Heute: Grosser Ringkampf. Eintritt 50 f. Passage- Panopticum. 42 wilde Kaufmann's Variété. Budapester Boffen- u. Operetten- Theater Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Der rechte Doktor. Posse von Grüne. FAIRGRIGHSMAL Aktien- Brauerei Friedrichshain Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 10 Pfg. Programm unentgeltl. Gefälschte Jungen. Apollo- Theater Bum 47. Male: Die Welt geht unter. Lustspiel von Donat Herrnfeld. Sonntag- Entree 50 Pf. Anfang 1/28 Uhr. Mittwoch, den 19. August 1896: Donat Herrnfeld's unvergleichlicher Heirathsvermittler Weiber Lupas& Wörthaim aus Dahomey. Alt- Berlin. Großes Konzert. Spezialitäten Bei günstiger Witterung nachmittags 1. Rauges. Theaterstücke. mittags 3 Uhr: Duel Bag Alexanderplatz- Theater. Montag: Der Silberkönig. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Montag: Diefelbe Borstellung. Alexanderplat- Theater. offizielle Frau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Aleranderstr. 40. Direktion: Max Samst. Sensationellste Novität der Saison. Bum 30. Male: Die Die offizielle Frau. Gefälschte Jungen. Die Welt geht unter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Sonntag, den 16. Auguft 1896: Bum 269. Male: Schauspiel in 4 Atten nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Die felbe Borstellung. Castan's 1/4, 1/26 und 1/28 Uhr: Dre grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Sänger Gesellschaft ,, Flora", 20 Personen, in Bierländer Kostümen. Eintritt: 25 Pig. Sonnabend: Große Blumenillumination. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Panopticum. Theater- Vorstellung. Neu!! Neu!! Neu!! 4 hochsensationelle Eine tolle Nacht. Neuheiten Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. shofer. Musik von Suring die ein Jeder Neu! Neu! Bandifenffreiche. Operette in 1 Att von Suppe. Sportmädel. Burleske mit Gefang und Tanz von Geride. R. Wagner, Liederfänger. Elli Vernon, Kostüm Soubrette. Geschw. Vanoni, Duettisten. Paulsen, JuftrumentalLydia, und Eine Partie Klabrias. Avis! Einem geschätzten Publikum zur geft. Nachricht, daß wir unser Gastspiel in Kaufmann's Variété am 25. d. M. beenden und Sonne abend, den 29. Auguft unfere Borstellungen für die Winterfaifon 1896/1897 in dem gänzlich neu renovirten Quarg's Vaudeville Theater, Alexander Play, wieder eröffnen. Hochachtungsvoll Die Direktion. Gebr. Herrnfeld. " Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Jeden Abend 1/29 Uhr: Roloffaler Erfolg! 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Holze, finden dauernde Beschäftigung auf Oranienstrasse 3. Mücke's Werke, Lindow i. d. Mark Bahnstation Granfee( Stett. Bahnhof). Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading, in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 191. Die Lokalfrage. Sonntag, den 16. August 1896. 13. Jahrg. Kreisen der Parteigenossen eine berechtigte Opposition hervor- Ausflügler viel mehr vertheilt und die Lokale gemieden werden, gerufen. Mit recht ist hervorgehoben, daß dadurch den Arbeitern welche für die Arbeiterschaft erobert werden sollen. Aus den Kreisen der Berliner Parteigenossen geht uns die die Möglichkeit benommen wird, sich einen bestimmten Kunst- Ein dauernder Boykott wird in erster Linie von der Elitefolgende Anregung zu: genuß zu verschaffen, der bei manchem erfreulicherweise geradezu truppe der organisirten Parteigenossen gehalten. Die Bestim Die Agitationstommission für die Provinz Brandenburg zum Bedürfniß geworden ist. Und wir, die wir uns rühmen, mungen, welche sie sich dazu stellt, müssen so gewählt werden, fordert in ihrem Aufruf betreffend die Parteikonferenz für Berlin auf dem Standpunkt zu stehen, daß das beste, was in der Kunst daß die von unseren Gegnern so gefürchtete Waffe des Boykotts und die Provinz Brandenburg speziell die Genossen Berlins und geboten wird, auch den Arbeitern zugänglich gemacht werden wirkungsvoll bleibt und nicht zu einem Spielzeug herabfintt. der nächstgelegenen Wahlkreise ganz besonders auf, die Lokal- muß, hindern ihn zugleich daran, dies Bedürfniß zu be- Von diesem Gesichtspunkte aus find die Vorschläge bezüglich frage" in den zwecks Stellungnahme zur Konferenz stattfindenden friedigen. Eine andere Regelung, die solchen mehr als be- der Lokalfrage gemacht. Es wird den Parteigenossen dadurch eine be Versammlungen einer eingehenden Besprechung zu unterziehen. rechtigten Wünschen Rechnung trägt, ist auch hier zur dringenden stimmte Richtschnur gegeben, nach der sie handeln können; andererseits Durch die besondere Behandlung dieser Frage auf der Konferenz Nothwendigkeit geworden. sind die gemachten Vorschläge auf die Betheiligung großer Massen glaubt die Kommission lediglich dem allseitigen Drängen der Geder Arbeiterschaft berechnet, weil sie deren berechtigten Bedürf noffen, denen der bisherige Zustand bezüglich der Lokale als unnissen entgegenkommen. Etwas Neues ist in den gemachten erquicklich und unhaltbar erscheint, entsprechen zu sollen, Vorschlägen nicht enthalten. Wir gingen dabei nur von respektive ihnen die Möglichkeit zu geben, eine Neudem Gesichtspunkt aus, die Motive der auf dem Berliner Parteiregelung der Lokalfrage vorzunehmen. Wir sind mit diesen tag gefaßten Resolution, die ja leider bei der Verhängung des Genossen der Ansicht, daß die Lokalfrage, namentlich in der UmBoykotts wenig beachtet wird, den Parteigenossen wieder in Gr gegend von Berlin, in ihrer gegenwärtigen Behandlung unhaltinnerung zu bringen. Da das Bedürfniß einer zweckdienlicheren bar ist. Wir werden deshalb an dieser Stelle den Genossen Behandlung der Frage des Boykotts in weiten Kreisen der unsere Ansicht unterbreiten, wie eine Neuregelung vorzunehmen Parteigenossen vorhanden ist, so wird es eine sehr verdienstvolle ist; dadurch ist Gelegenheit geboten, in den stattfindenden VerArbeit sein, wenn in der Lokalfrage" der Anfang dazu gemacht sammlungen zu diesen Vorschlägen Stellung zu nehmen. H Nach den Beschlüssen des Berliner Parteitages fann der Boykott mit Aussicht auf Erfolg nur in den Fällen in Vorschlag gebracht werden, wo es sich um Fragen handelt, an denen weite Arbeiterkreise mit tiefgehendem Intereffe betheiligt sind, insbesondere auch um Zurückweisung von Bestrebungen, welche eine politische Schädigung der Arbeiterklasse bezwecken. Wie bei anderen Boykotts so ist auch in der„ Lokalfrage" er heblich von den gefaßten Beschlüssen abgewichen. Versammlungen. Anfänglich wurde der Boykott verhängt, um die Wirthe durch Entziehung der Arbeiterkundschaft zur Hergabe ihrer Säle zu Versammlungen zu zwingen. Das ist zweifellos eine Frage, wird. Unhaltbar erscheint uns auf die Dauer der Zustand, daß an der alle Arbeiterkreise mit tiefgehendem Interesse betheiligt die Berliner Arbeiterschaft auf eine ganze Anzahl Ausflugsorte find; allmälig hat man aber bei Verhängung des Boykotts der Umgegend verzichten soll, weil dort der Arbeiterschaft weder nebenher eine Reihe anderer Fragen eingeflochten, an denen zuein Lokal noch Saal zur Verfügung steht. Als solche Orte nächst nur einzelne Berufsgruppen betheiligt sind. Die Kellner, Die Delegirten zur Gewerkschaftskommission, welche werden in der Lokalliste für Berlin und Umgegend verzeichnet: Bivil- Berufsmusiker und Tanzmaitres haben bestimmte Forde sich am Freitag in der Annenstr. 16 versammelt hatten, nahmen Alt- Glienicke, Gosen, Neu- Zittau, Wernsdorf, Groß- Lichterfelde, rungen aufgestellt, die bei der Hergabe von Lokalen den Wirthen den Rechenschaftsbericht des Kassirers, Genossen Millarg, Mariendorf, Südende, Marienfelde, Teltow, Tempelhof, Trebbin, zur Bedingung gemacht werden, für deren Durchführung also vom ersten Halbjahr 1896 entgegen. Vor Eintritt in die TagesZehlendorf, Königs- Wusterhausen 2c. In einer ganzen Reihe die gesammte Arbeiterschaft in Anspruch genommen wird. Die ordnung wurde die Zulassung bürgerlicher Berichterstatter eranderer Orte stehen nur Restaurants oder kleinere Lokale ohne Forderungen der in Frage kommenden Berufsgruppen haben örtert und ein Antrag, sie wegen der vielen tendenziösen EntSommergarten zur Verfügung, während die größeren Vergnügungs- ficher ebenso ihre Berechtigung, als die der Arbeiter anderer stellungen von den Versammlungen der Gewerkschaftskommisfion lokale für die Arbeiterschaft gesperrt sind. Gewertschaften, nur frägt es sich, ob bei Verweigerung derselben auszuschließen, abgelehnt. Aus dem Bericht Millarg's ist folgendes Aber die Lokalliste läßt uns über manche Orte der Berliner stetig der Boykott zu verhängen ist. hervorzuheben. Die Gesammteinnahme einschließlich des Bes Umgegend überhaupt im Zweifel. Da kommen wir eines Wir meinen, daß hier die in Frage kommenden Berufs- ftandes vom 12. Januar 1896 mit 1166,08 m. betrug Sonntags an der Alten Fischerhütte" bei Schlachtensee vorbei. genossenschaften ebenso wie andere Organisationen zunächst die bis zum 20. Juli 127 998,89 M. Davon waren Hineingehen? In der Lokalliste finden wir nichts darüber ver- Wahrnehmung ihrer Interessen aus eigener Kraft anzuftreben 20. Juli noch 494,31 m. vorhanden. Der Markenverkauf merkt, der Ort ist gar nicht benannt. Gewiß war man der haben, daß sie auf demselben Wege des wirthschaftlichen Kampfes brachte 677,25 M. ein, die in der Gesammteinnahme enthalten Ansicht, daß bei der geringen Arbeiter bevölkerung größere gleich anderen Gewerkschaften ihren Forderungen Nachachtung sind. Außerdem vermittelte das Bureau der Kommission einen Lokale nicht benöthigt werden und giebt sie daher still- verschaffen. Wo solche Aktionen unternommen werden, haben Liftenumfat von 82 307,07 M. Nach Millarg's Schägung find schweigend frei. Also hinein, ein Verstoß liegt nicht sie in der gleichen Weise die Solidarität der Gesammt- Arbeiter im fraglichen Halbjahr in der Berliner Gewerkschaftsbewegung darin, fonft müßte es in der Lokalliste vermerkt schaft zu beanspruchen. Aber nicht jeder Konflikt mit einem über 600 000 Mart umgesetzt worden. Von den stattgehabten sein. Ebenso in Wannsee. Wohin sollen wir gehen, wohin einzelnen Wirth darf dazu benutzt werden, die gesammte Arbeiter- Lohnbewegungen wurden 27 als gut, 16 als theilweis gut, 10 nicht? Die Lokalliste schweigt sich darüber aus und derjenige, schaft mobil zu machen. Das führt zur Korruption in den be- als zu ungunsten verlaufen bezeichnet. Drei Lohnbewegungen welcher der Aufforderung, sich strikte nach der Lokalliste zu treffenden Gewerkschaften selbst; sie verlassen sich schließlich nur haben ihren Abschluß noch nicht erreicht. Es müsse richten, nachkommen will, weiß beim besten Willen nicht, wie er auf andere und lähmen dadurch ihre eigene Kraft. Nebenbei ausgesprochen werden, meinte Millarg, daß öfter die handeln soll. Sind an solchen Orten keine Arbeiter und ist werden noch Geschäftspraktiken großgezogen, die sicher nicht Situation nicht richtig verstanden worden sei und deshalb somit kein Bedürfniß nach Bersammlungslokalen vorhanden, so im Interesse der Arbeiterschaft liegen. Hierzu rechnen der Erfolg ausbleiben mußte. Bei einer großen Zahl von Gesollte man alle Lokale freigeben, damit jeder Zweifel vermieden wir beispielsweise den Tanzmaitre Verein Solidarität", werkschaften ließen die Abrechnungen viel zu wünschen übrig; wird. Jede andere Regelung führt zur Spielerei. der in erster Linie ein geschäftliches Unternehmen dar- häufig werde der Fehler gemacht, daß bei Lohnbewegungen nicht " " am Es muß hierbei immer wieder hervorgehoben werden, daß stellt. Daß bei den Zivil Berufsmusikern Mitglieder von Anfang an Revisoren damit betraut werden, sich ständig über der Boykott zur erfolgreichen Anwendung vor allem auf große aus gleichen Gründen dem Verein vielfach beitreten, ist den Stand der Dinge zu unterrichten. Besonders sei dies bei Maffen, auf möglichst breite Schichten berechnet sein muß, diese schon des öfteren in den eigenen Reihen gegeißelt worden und den Gewerkschaften von nöthen, wo zwei verschieden organisirte müffen feine Nothwendigkeit und Erfprießlichkeit einsehen. Bei den muß deshalb als bekannt vorausgefeßt werden. Die Angelegen Richtungen einen gemeinsamen Kampf führen; so manchem erbärmlichen Berliner Wohnungsverhältnissen ist es Lebensbedürfniß heiten dieser Gruppen müssen deshalb bei der Verhängung des nachträglichen„ Stant" tönnte dadurch vorgebeugt werden. die Arbeiterschaft, am Sonntag mit Frau und Kindern Ausflüge in Boykotts ausscheiden. Redner ersucht darum, daß doch möglichst mit den Resten aufs die Umgegend zu machen, um sich dort zu erholen. Es kann dem Getrennt davon werden bei der Verhängung des Boykotts geräumt werden möge. Er nahm dann Anlaß, zu rügen, daß erholungsbedürftigen Arbeiter dann nicht zugemuthet werden, sich über einzelne Lokale noch andere Vorkommnisse herangezogen. fich Leute fänden, die sich von bürgerlichen Reportern ausin fleinen Kneipen herumzudrücken. Dem Bedürfniß der großen In Velten sollte erst fürzlich versucht werden, den Boytott zu horchen ließen. So habe die" Post" am 6. Auguft BahlenMasse der arbeitenden Bevölkerung entspricht es also, wenn man verhängen, weil die Wirthe die Bergnügungssteuer auf ihre material aus dem Bericht der Kommission gebracht, nachdem ihr möglichst Gelegenheit giebt, ben Drang nach Erholung be: Gäfte abzuwälzen versuchten. Solche und ähnliche Gründe haben derfelbe erft kurz vorher an die Delegirten verschickt ge friedigen zu können. Das geschieht aber feineswegs, wenn unserer Ansicht nach bei der Verhängung des Boykotts einfach wefen sei. Der Zeitungsbericht enthalte sogar Denunziationen. viele Orte der Umgegend vollständig boykottirt, und in anderen auszufcheiden. Unsere Ansichten nach dieser Richtung zusammen- Den Leuten, welche sich über die Lattik der Gewerk Orten die bestgelegenften Vergnügungslokale abgesperrt werden. gefaßt, unterbreiten wir den Genossen folgende Vorschläge: schaften und ähnliches Bescheid haben wollten, müßten einfach In Grünau, einem von Arbeitern vielbesuchten Ausflugsort, find Der Boykott fann den Lokalbefizern gegenüber nur in An- die Wege gewiesen werden. Den Musikinstrumentenarbeitern beispielsweise einige an der staubigen Chauffee gelegene Lokale frei, wendung gebracht werden, um sie zur Hergabe ihrer Lokale zu fei ein Darlehn von 10000 m. vermittelt worden und er, Willarg, während die herrlich am See liegenden Lokale mit großen Bersammlungen zu veranlassen, soweit sie ihre Botale zu dem habe ihnen aus eigener Initiative die gerade verfügbaren Gelder Gärten gesperrt sind; ähnlich an vielen anderen Orten. Das Zweck auch anderen Gruppen und Parteien zur Verfügung der Kommission vorschußweise gegeben. Jetzt sei nun in find offenbar Mißstände, die dazu führen, daß die gesammte stellen. Jeder Boykott aus anderen Gründen ist unzulässig. der bürgerlichen Preffe zu lesen, er hätte den MusikinstrumentenArbeiterschaft nicht mehr die verhängten Boykotts so unterstützt, In allen Ausflugsorten der Berliner Umgegend ist dem Bearbeitern Gelder vorenthalten, die für sie eingelaufen seien. daß sie erfolgreich durchgeführt werden können. Deshalb machen dürfniß der großen Maffe der Berliner Arbeiter insoweit In Wirklichkeit handele es sich im die Erstattung bes wir die Erfahrung, wir können es hier offen aussprechen, daß Rechnung zu tragen, daß wenigstens ein oder zwei der be- Vorschusses. Millarg rügte unter anderm auch die Art, wie gesperrte, große Bergnügungslokale der Umgegend an Sonntagen deutenden Sommerlokale für den Verkehr freigehalten werden; die genannten Arbeiter in den Ausstand hineingegangen sind. Ihr von Arbeitern start besetzt sind; sie tehren sich nicht an den in den Orten, wo feine oder nur eine geringe Arbeiterschaft an- Delegirter Wust row vertheidigte sie dagegen und beantragte, die Boykott, weil man es nicht verstanden hat, ihrem berechtigten fäffig, soweit also kein Bedürfniß nach größeren Lokalen vor- erwähnte Geldangelegenheit dem Ausschuß zur Prüfung zu unter Bedürfniß entgegenzukommen. handen ist, werden sämmtliche Lokale für den Verkehr frei- breiten.( Der Antrag wurde später afzeptirt.) Buchbinder Jost Dies auf die Verhältnisse in Berlin angewandt, wollen wir gehalten. Dadurch wird der Boykott in anderen Orten, wo er als Revisor erklärte betreffs der Abrechnung, daß alles in gleich noch einiges hervorheben. Jahrelang hat der Boykott für die Arbeiterschaft von weit größerer Bedeutung ist, viel Ordnung sei und daß sich die in einer früheren Sizung von über gewiffe Konzertlokale, vor allem der„ Philharmonie", in den wirkungsvoller geführt werden können, weil sich der Strom der Gärtner aufgestellten Behauptungen als unwahr er Die Menschenrechte. Einen Beitrag zur modernen Verfassungsgeschichte nennt ber Heidelberger Professor Georg Jellinet eine Arbeit seiner Feder über die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.*) Die Schrift ist zwar schmächtig aber inhaltreich und sehr interessant, fie bietet manches Anregende und Belehrende. Franzosen war; Lafayette selbst erklärt dafür die den Ver- Artikel 4. Die Freiheit besteht in der Vollmacht alles bas faffungen der souveränen Einzelstaaten vorausgeschickten bills of zu thun, was feinem anderen schadet; auch die Ausübung der rights, deren Säße wahrscheinlich auch den Verfassern der natürlichen Rechte jedes Menschen hat keine anderen Grenzen Cahiers( siehe unten) bekannt waren. als diejenigen, welche den übrigen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuß der nämlichen Rechte sicher stellen. Diese Grenzen können nur durch das Gesetz festgestellt werden. Artikel 5. Das Gesetz darf nur die gesellschaftsschädlichen Handlungen verbieten. Alles, was nicht durch das Gesetz ver boten ist, darf nicht verhindert werden und niemand kann zu etwas gezwungen werden, was das Gesetz nicht gebietet. Artikel 6. Das Gesetz ist der Ausdruck des Gesammtwillens. Der in Philadelphia lagende Kongreß der zum Abfall von England entschlossenen amerikanischen Kolonien forderte am 15. Mai 1776 diese einzelnen Mitgliederstaaten auf, sich Verfassungen zu geben. Von den 18 ursprünglich die Union bildenden Staaten Den Inhalt der Schrift bildet der unseres Erachtens in der kamen 11 dieser Aufforderung vor Ausbruch der französischen Haupsache gelungene Nachweis, daß die am 26. August 1789 ver- Revolution nach. Es waren dies; Virginien, Pennsylvanien, fündigten Rechte des Menschen und Bürgers nicht im Contract social Maryland, Nord- Carolina, Vermont, Massachusetts, NewRousseau's ihre Unterlage haben, sondern vielmehr den bills of rights Hampshire, welche besondere bills of rigths in ihre Ver- Alle Bürger haben das Recht, persönlich oder durch ihr Verder Einzelstaaten der Nordamerikanischen Union nachgebildet find. faffungen aufnahmen, während solche in denen von New- Jersey, treter zusammenzutreten zur Feststellung des Gesetzes. Es muß Durchschlagend ist namentlich der 5. Abschnitt der Jellinek'schen Süd- Carolina, New- York und Georgia fehlen. Zwei, Arbeit, in welchem der Text der französischen Deklaration" ab- Connecticut und Rhode Island verliehen ihren Kolonialcharten für alle gleich fein, mag es schüßen oder strafen. gedruckt und die entsprechenden Säße aus den amerikanischen von 1662 und 1663 die Eigenschaft von Verfassungen, natürlich zuzulassen zu allen Würden, Stellen und öffentlichen Aemtern Bürger, vor Gesetze gleich, sind gleichermaßen bills of rights gleich daneben gesetzt sind, so daß man auf mohl mit Tilgung aller der Elemente, welche an die abgethane nach Maßgabe ihrer Fähigkeit und ohne jeden anderen Untereinen Blick den engen Busammenhang beider unmittelbar er- Souveränetät Englands erinnerten, da gewiß jene Charten solche schieb. als den ihrer Tugenden und Talente. faffen tann. " Die zuweilen angenommene Beeinflussung der franzöfifchen Erklärung der Menschenrechte durch die Amendements( Busatz anträge) zur Verfassung der Nordamerikanischen Union ist des wegen hinfällig, weil diese lettere erst nach der Deklaration zu stande tameu. Wohl kaum aber ist abzuweisen, daß ein Abschnitt der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 vielen Franzosen recht wohl bekannt war. " Derselbe lautet: Andeutungen enthalten haben. Bekannt wurden diese Verfassungen sehr bald, schon 1778 erschien eine„ dem Herrn Doktor Franklin" gewidmete Ueber segung derselben in der Schweiz; eine zweite von Franklin veranlaßte 1788. Wir denken, manchem Leser ist es nicht unerwünscht, einmal den Wortlaut der französischen Menschenrechte vor Augen gestellt zu bekommen. Deshalb sezen wir eine möglichst finngetreue Ueberfehung hierher. In mehreren der Cahiers( Hefte, b. i. Aufzeichnungen der Anliegen und Beschwerden, welche den Wolfsvertretern bei Gin berufung des Etats généraux von ihren Auftraggebern mit gegeben wurden), namentlich in dem der Bailliage von Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für in sich über- Nemours und in dem des dritten Standes der Stadt Paris zeugend nämlich, daß alle Menschen gleich geboren sind, daß sie wird eine bestimmt feftgelegte Aufzeichnung der Rechte vervon ihrem Schöpfer mit gewiffen unveräußerlichen Rechten aus- langt. Am 11. Juli 1789 ftellte Lafayette den ausdrücklichen gestattet sind, daß zu diesen Leben, Freiheit und das Streben Antrag, eine solche Erklärung der Rechte in Zusammenhang nach Glückseligkeit gehören, daß, um diese Rechte zu sichern, mit der Verfassung zu verkünden. Regierungen unter den Menschen eingesetzt sind, die ihre ge rechten Befugnisse von der Einwilligung der Regierten ableiten; daß, so oft eine Regierungsform gegen diefe Biele zerstörend wirkt, es das Recht des Volkes ist, sie zu ändern oder abzu schaffen, eine neue Regierung einzusetzen und sie auf solche Grundfäße zu bauen und deren Gewalten derart zu ordnen, wie es ihm zu seinem Glück und seiner Zweckmäßigkeit am sichersten erscheint." Die Anflänge an die Erklärung der Menschenrechte sind unverkennbar, wenn auch dieser Satz nicht das Vorbild der Heft 8 des 1. Bandes der von den beiden Heidelberger Artikel 8. Das Prinzip jeder Souveränetät ruht im Wesen Hochschullehrern Jellinek und Meyer herausgegebenen Staats in der Nation. Reine Körperschaft, teine einzelne Berson tann und völkerrechtlichen Abhandlungen, die bei Dunder und Hum- Autorität ausüben, es sei denn, daß sie ausdrücklich dazu be blot in Leipzig erscheinen. Preis 1,40 m. rufen ist. Artikel 1. Die Menschen werden geboren und bleiben frei und rechtsgleich. Die sozialen Unterschiede können nur begründet werden auf Nüglichkeit für die Allgemeinheit. Artikel 2. Der Zweck jedes politischen Gemeinwesens ist die Erhaltung der natürlichen und nicht vorgeschriebenen Menschenrechte. Diese Rechte find die Freiheit, das Eigenthum, die Sicherheit und der Widerstand gegen Unterdrückung. dem Alle Artikel 7. Kein Mensch kann angeklagt, ergriffen oder ver haftet werden, außer in den durch Gesez vorgeschriebenen Fällen Diejenigen, welche willkürliche Befehle anregen, erlassen oder zur Ausführung bringen lassen, müssen bestraft werden; aber jeder Bürger, welcher kraft des Gesezes vorgeladen oder ergriffen wird, muß unverzüglich Folge leisten, durch Widerstand macht er sich straffällig. Artikel 8. Das Gesetz darf nur unbedingt nothwendige Strafen festsetzen und niemand kann bestraft werden, außer auf grund eines bestehenden und vorher für das betreffende Bergehen angekündigten und gefeßmäßig angewendeten Gesetzes. Artikel 9. Jedermann gilt nach vorläufiger Annahme für unschuldig, bis er für straffällig erklärt( gesetzmäßig vers urtheilt) worden ist; wenn durch Urtheil für unerläßlich erkannt worden ist, ihn zu verhaften, ist jede Härte, welche nicht nothwendig ist, um sich seiner Person zu versichern, durch das Gesetz streng verboten. Artikel 10. Niemand darf bezüglich seiner Ansichten und Meinungen, selbst der religiösen, beunruhigt werden, vorausgefeßt, daß deren Bethätigung die durch das Gesez geschaffene öffentliche Ordnung nicht stört. Artikel 11. Der freie Austausch von Meinungen und Ge danken ist eins der kostbarsten Rechte des Menschen; also taun jeder Bürger frei reden, schreiben, brucken, vorbehaltlich der Ver antwortung für den in den durch Gesez bestimmten Fällen des Mißbrauchs dieser Freiheit. Artikel 12. Die Gewährleistung der Menschen und Bürger rechte fordert eine öffentliche Gewalt. Diese Gewalt wird aber mit 立 Reich. 1 1 Lieder wiefen hätten. Es wurde demgemäß Millarg Decharge der Kommission Mittheilung zu machen und sei es deshalb noch Schriftführer. Nach Erledigung verschiedener Vereins- Angelegen ertheilt und beschlossen, ihm dauernd halbjährlich 25 Mart nicht möglich gewesen, wie beabsichtigt, eine Nachtragsliste voll- heiten schloß der Vorsitzende Drabnick die Versammlung. AufMankogeld zu gewähren. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, ständig fertig zu stellen. Das Verhältniß sei allerdings durch genommen wurden 4 Kollegen. hinfort immer 1000 Exemplare der Rechenschaftsberichte drucken die 25 Bauten, auf denen 412 Maurer 9 Stunden, 128 Maurer Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Die zu lassen und gegen einen mäßigen Preis zu verkaufen. Wenn 10 Stunden arbeiten, kein anderes geworden. Zur Zeit beträgt Referäume sind von 10-12 Uhr vormittags resp. von 8 Uhr abends an ge= der Satz zu dem jehigen Bericht noch steht, soll ein Nachdruck die Zahl der Neunstunden- Maurer zirka 8000, die Zahl öffnet. Der Geschichtsunterricht fällt in dieser Woche in beiden Schulen aus. erfolgen. Regge berichtete dann über den siegreich beendeten derjenigen, die 10 Stunden arbeiten, zirfa 1400, Lese- und Diskutirklubs. Montag: Karl Marr, bei Grube, Streit der Müßenmacher, bei dem Hausindustrielle und Ge- heißt, der Neunstundentag kann ben arbeiten, betrachtet Neukund als gesichert betrachtet teinitr. 7. Mariendorferir. 5.- Morgenröthe, abends Uhr 9 bei Trittelwitz, FallenSellen gemeinsam vorgingen. Letzteres rechtfertigte Redner werden, wenn es die Maurer auch in Zukunft verstehen, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender auschke referirte hierauf über den Hutmacherausstand. Er durch festen Zuſammenſchluß zu halten. Daß die Maurer gewillt find au richten an Friedrich Kosti, a neufferit. 4 Her Sontag, ihre Stellung, die sie sich durch die Bewegung geschaffen Ad. Neumann, Bajewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalenber zu Kortum, 49, v. 2 r. tani zu dem Schluß, daß sich die Fabrikanten sehr irrten, wenn sind, ihre Errungenschaften aufrecht zu erhalten, beweise der Montag, abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. fie der Meinung wären, die Organisation der Hutmacher ver- Kleinkrieg, der ununterbrochen fortdauert und in den Bausperren Butun ft I, Stegliz, Ahornftr. 15a, Schelhafe's Gambrinus. zweig, Waidmannslust, Berlinerstraße bei Berbe. Liebesfreiheit H, nichtet zu haben. Durch die vorgenommenen Lohnreduktionen und den Arbeitsniederlegungen seinen Ausdruck findet, wenn Strausberg, Rosenstr. 1 bei Brammbach. Tonblüthe, Beughofftr. 8, hätten sie selbst dafür gesorgt, daß über kurz oder lang das man ihnen zumuthet, Ueberstunden zu machen, mit Streitbrechern zu- Restaurant Behlendorf.- Sangestuft II, Bajewalterstraße 3 bei 2d. NeuKling= Feuer der Empörung wieder aufleuchten werde. Ueber den sammen zu arbeiten, eine Verlängerung der Arbeitszeit einführen will mann Harmonie 2, Weinstraße 11, Restaurant Feind. müller'fches Doppelquartett, Neu- Weißensee, Königs- Chauffee 46 Streit der Buchdruckerei- Hilfsarbeiterinnen und Arbeiter gab oder schlechte Behandlung playgreift. Ein Beweis, daß sich die Maurer Solidarität, Schüßenftr. 29, Michels' Restaurant. bei Brennert. Fräulein Bien den Bericht. Im Anschluß daran entstand eine kleine Achtung verschafft haben, sei auch darin zu erblicken, daß Freya 2( gem. Chor), Urbanftr. 61 bet Wulle.- Wacht auf II, Erkner, Debatte über das Verhalten der Maschinenmeister in verschiedenen ihre Kommission, die man anfangs der Bewegung mit Schimpf Restaurant Seebad am Dämerißfee.- Gbelweiß 4, Rummelsburg, Kantund Göthestraßen- Ecke bei Mertens.- Dorfglödlein, Deutsch- Wilmers Offizinen. Massini verwies darauf, daß sich die Organisation von den Bauten gejagt habe, heute selbst von den Polieren dorf, Brandenburgischestr. 106 bei A. Gräß.- Apollo, Charlottenburg, der Buchdrucker eingehend damit beschäftige. Nachdem schließlich und Unternehmern berufen werde, um eventuell vorhandene Strummeftr. 33 bei Müller. Philomele, Rosenthalerstr. 57 bet Babtel. uoch Jost über den Streit der Lederarbeiter( Portefeuiller) einige Streitigkeiten zu schlichten. Ein weiterer Beweis sei der, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegenb ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Mittheilungen gemacht hatte, nahm Redakteur Dr. A. Braun das daß nach einem Bericht der Vorsitzende der Bau- Berufsrichten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee Nr. 177c- Sonntag: Wort. Ueber die Dr. Quarck'schen Vorschläge in betreff der genossenschaft bei den Unternehmern angeregt habe, zu erwägen, Gefelliger Berem Ingwelde, Danzigerftr. 11 bei Schloßnteß, nachm. 4-7 Uhr. Gewerkschaftsbewegung werde in den Spalten des Vorwärts" ob es nicht angebracht sei, um die Streitigkeiten in Zukunft Montag: Berein für Dolfgrbümlice sun" bet michel. Be Brüder, Barnimftr. 13 Büschel. ein Streit geführt, hinsichtlich dessen aus den Kreisen der zu vermeiden, gemeinsam einen Tarif zu schaffen. Wie der felliger Verein Voran, Pappel-Allee 19 bei Bischoff.- Geselliger Beretn Berliner Gewerkschaften bedauerlicherweise an das Zentralorgan Redner weiter auführt, sei mit Bestimmtheit tommenden Herbst Liberté, Admiralstr. 18 c, Märkischer Sof feine einzige Buschrift gelangt sei. Redner ersucht darum, eine äußerst rege Bauthätigkeit zu erwarten und deshalb noth- Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag: Berliner daß sich die Bertreter der Gewerkschaften an der Diskussion wendig, die volle Kraft zu konzentriren, um im gegebenen Dilettanten- Bühne Rheingold II. Jeden Sonntag 6 Uhr im Saale des Hrn. Fernando Küter, Linienftr. 96: Sigung. Fidelitas.. Bergnügungs betheiligen. Diese Anregung glaubten die Genossen Börner, Moment in jeder Beziehung schlagfertig zu sein, damit die verein robfinn, abends, Brückenjir, 7( Spreeterraſſe). Jahn und Wustrow zum Anlaß nehmen zu können, der Redaktion Forderungen der Berliner Maurer auf jeder einzelnen Baustelle theatergesellschaft Dornröschen, nachmittags 5 Uhr Invaliden des„ Vorwärts" über ihr sonstiges Verhalten der Gewerkschafts- zur Geltung fommen. Lebhafter Beifall folgte dem Bericht. Ein straße het före Montag: Privat Theatergesellschaft Satur abends 49 Uhr bei Specht, Martgrafenftr. 83. Privat Theaterbewegung gegenüber Vorwürfe zu machen. Timm stellte eine Antrag, den freiwilligen Beitrag von 50 auf 25 Pf. pro Woche gesellschaft Immer luftig jeden Sonntag abends 5 Uhr, bei Ruhl Angabe Börner's richtig und Braun erklärte, daß er lediglich zu reduziren, wurde nach furzer Debatte mit übergroßer Majorität Andree, Chorinerfir. 53: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft die Betheiligung der Gewerkschaftsvertreter angeregt habe, weil abgelehnt. Die auf dem Bau Lindenstr. 16 vorgekommene Maß- Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Vaibach- Ufer 3 bei Schmod. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden er sie für nothwendig halte. Auch wies er die Annahme regelung von zwei Kollegen soll die Kommission untersuchen und Sonntag 5 Uhr bei Ulbrich, Stammlerstr. 26. Gäste willkommen. Theater Jabu's, daß im Vorwärts" ein geneigteres Ohr fände, wer geeignete Maßnahmen treffen. Eine längere Diskussion zeitigten die und Vergnügungsverein weiße Rose jeden Montag 9 Uhr Sigung bet gut fcharwenzeln könne, mit der Bemerkung zurück, daß er weiteren Punkte der Tagesordnung: Abstempelung der Streiffarten Bommer, Reichenbergerstr. 19.- Privat- Theaterverein Freiheits- offnung jeden Sonntag 5 Uhr nachmittags Sigung Lychenerftr. 1 bet für den Scharwenaler nur tiefste Verachtung, aber keine Spur und Reise- Unterstützung. Nachdem der Kommission von mehreren Mechhut. Rauchflub Pfeifentopf, Sigung 9 Uhr bei Wolff, Friedrichseiner Neigung übrig habe. Was das Verhältniß des Vorwärts" Rednern der Vorwurf gemacht worden war, daß sie, entgegen bergerstr. 24. Gäste willkommen. Arbeiter- Stenographie- Berein Eintracht, zur Gewerkschaftsbewegung betreffe, so räume kein einziges den früher gefaßten Beschlüssen, nachträglich Arbeits- und Streit- unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8 Uhr bet Nothes, ButtmannKlub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachArbeiterblatt der Welt dieser soviel Raum ein, wie der Vorwärts", farten abgestempelt und Reise- Unterstützung an Personen gezahlt mittags an Sizung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelbahn, der während der letzten Streifperiode an Berichterstatter- Honorar habe, wozu fie nicht berechtigt war, wurde beschlossen, denjenigen, Dresdenerstr. 68. Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr, 5000 m. mehr ausgegeben habe, wie in dem gleichen Quartal die bis zur Zeit ihre Papiere nicht in Ordnung haben, keine Karten Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnstr. 9. – des Vorjahres. Schumann und Bauschke verurtheilen es, mehr abzustempeln. Der in der vorigen Versammlung gefaßte Be- tattlub Bruber Heinrich. Gizung Montag abends 9 Uhr bei Wernau, dem Vorwärts" gerade bei dieser, hier durch Braun gegebenen schluß soll bestehen bleiben, wonach die Lohnkommission den zugereisten uhr, bei Boschel, Barnimfir. 18.- Turnverein Fichte. Jed. Sonntag v. s Uhr Gelegenheit eins auswischen" zu wollen. Die Versammelten Kollegen keine Arbeitskarten ausstellen, sondern sie zur Wieder- an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenfeeer Weg bei Asche.- Bergnügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue folgten schließlich Anträgen Massini's und Näther's und be- abreise veranlassen und ihnen das nöthige Reisegeld zu gewähren Roßitr. 3: Gigung und Tanz. Gäste sehr willkommen. Jugend- Athleten schlossen, daß in vierzehn Tagen eine Versammlung der hat. Die Lohnfommission hatte sich gegen diese Fassung des flub Junge kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bet Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, Delegirten zur Gewerkschaftskommission mit dem einzigen Beschluffes ausgesprochen, da derselbe in keiner Weise eine Fickert, Stallschreiberstr. 19. Märkischer Hof. Stattlub Vorwärts, Gartenstr. 61 bet Rathjack. Zwecke einzuberufen sei, die Quarct'schen Vorschläge zu erörtern. Wirkung, wie sie erwartet wurde, gezeitigt habe. Die Streif- Freie Turnerschaft Nixdorf- Brig. Montag und Donnerstag 2. Männer Kraft: und Die vierzehntägige Frist wurde angenommen, damit die Gewert- abrechnung soll in der Versammlung, die in der nächsten Woche Abtheilung 8%-10% Uhr im Restaurant Landhaus", Briß. fchaften Gelegenheit haben, inzwischen zu den Vorschlägen stattfindet, unterbreitet werden, in der auch die Beschlüsse über Artiſtentlub" Jugendkraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, Stellung zu nehmen. Schluß der Sigung nach 12 Uhr. das weitere Bestehen der Kommission zu fassen sind. " " ftraße 17. Privat Rosenthalerstr. 57.- Lustige Stat- Brüder, jeden Montag von 9-12 bei Schauder, Stargarderstr. 18. Gäste willkommen. Theater und Ber gnügungsverein Weiße Rose, abends 8 Uhr, Waldemarstr. 13. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Auskunft wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Versiche ( Filiale II) hatte am 6. b. M. eine Versammlung anberaumt. rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Huffitenstr. 36, 0.3 0. Der Verein der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen Bor Eintritt in die Verhandlungen ehrte die Versammlung in. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3. Tr. K. Gutheit, Wiesenftr. 29a, von der üblichen Weise das Andenken des verstorbenen Mitgliedes 8-9 Uhr abends. F. Pief& el, Bartenſtr. 55, p. 3 E. S. Gima not Ackerstr. 101, 1 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., 6 bis Pfefferkorn. Bei der Verlesung des Protokolls wurde bekannt ge- uhr abends. R. Tamm, Husfitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. geben, daß 15 neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind. A. Voigt, Wiesenstr. 41-42. E. Warnt, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr Hierauf sprach Herr Dr. Joel in einem recht intereffanten natur- abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, wissenschaftlichen Vortrag über die Astronomie und ihre Ent- Streligerstr. 58, B. Reimann, Bellermannftr. 83. F. Ir app, Schulstraße 56, von 7-8 Uhr abends. Im Nord- Often: Nur für Invaliditäts- und Altersvorficherung: W. Mohs, Schönhauser Allee 62. Gr. Frankfurterfir. 34, v. 4 TX. Im Oken: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Nur für Invaltbitäts- und Altersversicherung: B. Keller, Camphaufenftr. 5. Im Sud- Westen: Nur für Unfallversicherung:. Sänet, Solmsftraße 44. Im Nord- Weßßen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, nacerfir. 19. St, Stephan, Leffingstr. 84. Jim Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 88ffler, ofters fraße 91. Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei benen hier seine Sprechzeit angegeben, ift diefelbe Wochentags von 7-9 Uhr; ferner wird Austunft ertheilt in den regelmäßigen Monatsversammlungen des Berliner Arbeiter vertreter Vereins jeben Dienstag nach dem ersten im Monat bei Röllte, Neue Friedrichstr. 44, abends 8 Uhr. NB. Unentschuldigt fehlten die Delegirten der Brauer, Dachdecker, Dekatense, Glasarbeiter, Müllereiarbeiter, Schuh macher, Schirmmacher( dieser schon das 7. Mal hintereinander), Schäftearbeiter, Stereotypeure, Stockarbeiter, Töpfer, Textilarbeiter, Uhrmacher und Stafer. Eine gut befuchte öffentliche Versammlung der Maurer tagte am Freitag in der Berliner Bockbrauerei, um zunächst den Bericht der Untersuchungskommission in Sachen Silberschmidt, der gelegentlich geäußert haben sollte:„ Wenn die Lohnkommission, wickelnng bis zur Jeztzeit. deren Domann er fei, auf ein Jahr gewählt würde, habe er die Der Zentralverein der Bureau- Angestellten hielt am Berliner Maurer für den Zentralverband in der Tasche" und die 7. d. M. seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in der Kollegen als Hinz und Kunz bezeichnet habe, entgegen zu Genoffe F. Hofmann unter beifälliger Aufnahme über Lohnnehmen. Uebereinstimmend berichteten die einzelnen Kommissionsarbeit und Rapital referirte. In der hierauf folgenden Ermitglieder, daß mehrere von den vernommenen Zeugen theilweise gänzungswahl für den Ausschuß wurden die Mitglieder Heher, F. Stügelmater, Grimmftr. 89. ihre Behauptungen nicht aufrecht erhielten, theilweise sich in Widersprüche verivickelten, so daß die Kommission nicht die Schreck, Rieger und Frommhold gewählt. Ueberzeugung gewinnen konnte, daß Silberschmidt in der an- Der Fachverein der Musikinstrumentenmacher hielt am gegebenen Form die Aeußerungen gemacht habe. Panser triti- 8. Auguft bei Hente, Naunynstraße 27, eine Vereinsversammlung firte die Art der gepflogenen Verhandlung, sowie daß die Kom ab. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Genossen mission nicht dem Resultat entsprechend, ein Urtheil gefällt habe, Bubeil über: Was lehrt uns der letzte Streit?" Der Vortrag das Silberschmidt von den Anschuldigungen vollständig freispricht. mußte leider wegen des schwachen Besuches von der TagesDer Redner meinte, daß die ganze Sache von einzelnen Personen ordnung abgesetzt werden. Bubeil ersuchte in anbetracht der in Szene gefeht sei, um Silberschmidt unmöglich zu machen und Wichtigkeit des Themas, dem sich wahrscheinlich eine längere denfelben zu beseitigen. Nachdem noch mehrere Wiedner in dieser Diskussion anschließen wird, recht rege für die nächste VersammAngelegenheit gesprochen, wurde befchloffen, über diese Sache lung zu agitiren, da er gewillt sei, den Vortrag in 14 Tagen zu zur Tagesordnung überzugehen. Hierauf berichtet Silber- halten. Paul stellt den Antrag, den Vortrag in öffentlicher Verfchmidt, an ftelle Rater's, der durch Krankheit versammlung zu halten. versammlung zu halten. Die Mitglieder Grundmann, Muchel, Bergnügungsklub Oftend". Sonntag, den 16. Auguft, nachm. 6 Uhr, hindert ist, über den gegenwärtigen Stand der Bewegung. Kleinlein, Röhn, Mattutat, Böttcher, Seibt und Scholz sprechen Bie aus den Ausführungen hervorging, hat sich das Bild feit theils für, theils gegen den Antrag, worauf beschlossen wurde, der letzten Versammlung wesentlich nicht verändert. Von den den Vortrag im Verein zu halten, und ersucht der Vorsitzende, 20 hinzugekommenen Neubauten wird auf 18 ausschließlich neun die Versammlung recht zahlreich zu besuchen. Die Abrechnung Stunden und nur auf zwei bis jetzt zehn Stunden gearbeitet. von den beiden Vergnügungen konnte wegen der vielen rück Bei der letzten vorgenommenen Baukontrolle hat sich heraus- ständigen Billets nicht stattfinden, es werden die Restanten in gestellt, daß zirka 40 Bauten nicht kontrollirt wurden der nächsten Versammlung bekannt gegeben. Da der erste Schriftin der Liste nicht aufgeführt sind. Bisher haben es führer sein mt niedergelegt hat, wurde Böttcher, der bisherige nur die Kollegen von 25 Bauten für nothwendig befunden, zweite Schriftführer zum ersten gewählt und Ziering zum zweiten und eingesetzt zu Nuh und Frommen aller, nicht zum Sondernußen derjenigen, denen sie anvertraut ift. Artikel 18. 8um Unterhalt der öffentlichen Gewalt und für die Ausgaben der Verwaltung ist eine gemeinsame Abgabe noth. wendig, fie muß auf alle Bürger gleichmäßig vertheilt werden nach Maßgabe ihrer Kräfte. Artikel 14. Alle Bürger haben das Recht, selbst oder durch ihre Bertreter die Nothwendigkeit der allgemeinen Abgabe festzustellen, ihr frei zuzuftimmen, ihre Anwendung zu kontrolliren, ihre Art, ihre Beranlagung, ihre Einziehung und ihre Dauer zu bestimmen. Artikel 15. Die Gesellschaft hat das Recht, von jebem öffentlichen Beamten über seine Amtswaltung Rechenschaft zu fordern. Artikel 16. Jebe Gesellschaft, in welcher die Gewährleistung der Rechte nicht sicher gestellt und die Trennung der Gewalten bestimmt ist, hat keine Berfassung. Artikel 17. Da das Eigenthum ein unverlegliches und heiliges Recht ist, darf niemand deffelben beraubt werden, außer wenn die gefeglich festgestellte öffentliche Nothdurft es offenficht lich erbeischt, und unter der Bedingung einer gerechten und vor hergehenden Entschädigung." 8 ubr: Bahlstelle 1 bet eindt, Weinftr. 11. Babiftelle a bet Grünbel, Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 17. Auguft, absubs Brunnenstr. 188. Bahlfelle 4 bet Rautenberg, Oranienftr. 180. bei Roels, Strausbergerstr. 8: Sigung Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Montag, den 17. August, abends 8% Uhr, bet Hensel, Brunnenstr. 178. 1. Der Werth ſozial wissenschaftlicher Kurse( Salle, April 1896; Zürich, Auguft 1896) für die volksthümliche Wissenschaft. Referent Herr Grempe. 2. Distuffton über: " Der Freiheitsbegriff". Gäste willkommen. Der Arbeiter- Bildungsverein Schöneberg bält am Montag feine regelmäßige Versammlung ab. Genoffe Obst spricht über Das Programm der Sozialdemokratie". Zahlreiche Beiheiligung erwünscht. Bühnenverband Preciosa". Sonntag, den 16. Auguft, bet Joël, Andreasir. 21: Stiftungsfest. Programme zu 30 Pf. su baben bei Ronig, Raiserstr. 48 und abends an der Garderobe. Ge bleibt ferner immer zu bedenken, daß auch die Religionen Naturreligionen wie die sogenannten geoffenbarten, auf materiellem Untergrund, auf den Sinneswahrnehmungen ber Menschen bezüglich ihrer Naturumgebung, ihrer felbft und ihrer Gesellschaftsverbände, namentlich der wirthschaftlichen Berhätt nisse beruhen. welches als ein wirklichen und wahrhaftigen Staatsbürgerrecht urtheilenswerthe rückwärts! Und manche gepriesene Reform ist hinderlicher zu entfernen war, der noch heute den in Wahrheit eine Revolution nach rückwärts, leider oft genug europäischen Verfassungsstaaten im Fleisch steckt. Die englischen auch noch mit Gewaltthaten verbunden gewesen. Kolonisten fanden auf ihrem jungfräulichen Neulandsboden reinen Tisch vor, die Franzosen dagegen mußten erft tabula rasa machen. Das ist denn doch ein ganz wesentlicher Unterschied! Die Amerikaner brauchten nur der Ozean lag ja bazwischen! das lange, iminer dünner werdende, Band zu zerreißen, das sie mit der Regierung des Mutterlandes verband. Frankreich dagegen behielt den inneren Feind", die an dem Be- Auch der historische Materialismus läßt, wie das nicht stand der Krone und der Adelsprivilegien wirklich oder doch anders sein kann, dem geistigen Element der Ideen und Vor ihrem Glauben nach Interessirten bei fich in Gestalt bes nicht stellungen seinen Spielraum und Einfluß, wie das bie bekannten ausgewanderten Adels einerseits und der Bauern in den Briefe von Fr. Engels über diesen Punkt flärlich zeigen.") Er stockigen Provinzen" andererseits, alles Dinge, von denen ftellt aber mit recht feft, daß diese Elemente ideologischer Amerika nichts wußte, als es sich frei machte: es hatte nicht Rategorie ihrerseits felbst wieder aus der Materie und beren den Feind in dem Grade und in der Stärke im eigenen Land Auffaffung durch den Menschen abgeleitet sind. wie Frankreich. Daß die Jdeen Einfluß haben, beweisen ja die Thatsachen, Nicht ganz glücklich scheint uns auch bei Jellinek die ver- daß einerseits Irrthümer, 8. B. religiöse, die Menschen vers fuchte Beweisführung, daß die politischen Freiheiten sich lediglich anlaßten, materiell zweckwidrig zu leben und zu handeln, daß aus der religiösen Gewissens- und Glaubensfreiheit entwickelt ferner gewisse für frühere Zeit richtige und zweckmäßige Jbeen hätten, daß die Menschenrechte, wie Jellinek daraus folgert, eine die Menschen auch noch bestimmend beeinfluffen, wenn die Verhältnisse Gabe der Reformation, nicht der Revolution" feien. So viel an- ganz anders find und die Bethätigung jener einft richtigen Bor fprechendes auch vorgebracht wird, um die wichtige Rolle feft- ftellungen zweckwidrig, ja gemeingefährlich und kulturfeindlich zustellen, welche die religiösen Bewegungen Englands für die geworden ist. politifche Entwickelung spielten, pflichten wir doch dem Ausspruch F. Tröltsch's bei, welcher lautet: Jellinek sieht in dem Uebernehmen der bills of rights durch die französischen Revolutionäre eine verhängnißvolle Maßregel; die Bills hätten drüben zum Segen des Landes, in Frankreich zu Wirren geführt. Er formulirt diese Ansicht so:„ Die Amerikaner haben nämlich 1776 auf den bei ihnen bereits längst bestehenden Wirkliche tiefgehende Reformen find immer Revolutionen Grundlagen weiter gebaut, die Franzosen hingegen alle Fundamente ibres Staatswesens umgewühlt." Hm, das flingt sehr annehmbar, indessen steht's doch schief barum! Die Neusiedler in der neuen Welt hatten feinen solchen Augiasftall auszumiften, wie die Franzosen bei ihrer Revolution. Für sie galt in Wahrheit das Wort Goethe's: Amerika, du haft es beffer Als unser Kontinent, der alte, Haft keine verfall'ne Schlösser Ünd teine Basalte. AUDich stört nicht im Junern und finden nur unter schwierigen Rämpfen statt, die gewöhnlich gar nicht bloß religiöse Rämpfe find. Das Schiff der religiösen Reform bedarf einer allgemeinen Erregung des Meeres, um flott zu werden. Das hat zum mindesten die( deutsche) Reformations. geschichte( bes 16. Jahrhunderts) bewiesen. " Nichtsdestoweniger halte ich Jellineks Arbeit für sehr lehr reich und bedeutsam für das von demselben Gelehrten schon ein mal in einem besonderen Buche behandelte Syftem bes fubjektiven öffentlichen Rechtes."( Freiburg 1892.) Bir pflichten ihm auch vollkommen bei in dem Saze, mit welchem er seine Darstellung schließt: Die richtigen Grenzen zwischen dem Jch und der Gesammtheit zu erkennen, ist das höchste Problem, bas denkende Betrachtung der menschlichen Gemeinschaft zu lösen hat." So hatten die ultramontanen Blätter gar nicht so unrecht, Daß aber möglichst viele, im legten idealen Ziele alle au wenn fie neulich Reformation und Revolution in enge Be solcher denkenden Betrachtung und ihr entsprechendem Handeln ziehungen brachten, was den Nachtretern Luther's sehr ärgerlich befähigt werden, dafür scheint uns umfassende politische und war. Freilich haben diese Leutlein auch sehr wenig ge- wirthschaftliche Freiheit nothwendig. Damit leugnen wir feines meinsames mit jenem Luther, der zu Worms erklärte: Hier wegs, baß geläuterte Vorstellungen und Ideen auch wiederum meinſame fa ftehe ich, ich fann nicht anders." Sie tönnen oft genug anders auf die Materie zurückwirken. Und diese Bäuterung muß ges Ja, wer vermöchte die Grenze zwischen Reform und Revolution schehen vermittelft bes Experiments, vermittelst der Erforschung anzugeben! Das etwaige Anwenden von Gewalt und Blut- der Materie mit unbefangenen Blicken eines klaren, ausgemischten vergießen ist doch wahrlich schon lange genug als blos äußerliches Auges. M. W. Symptom erkannt! Oder soll etwa blos das Tempo das UnterschiedsLondon, den 27. Dftober 1890, ein weiter aus bemfelben Reine jahrhundertelange Reihe von Monarchen, die zum moment abgeben? Oder die Tiefe( der Radikalismus) oder die Theil blante Despoten waren, tein ebenso lang sein unheilvolles räumliche Ausdehnung als Maßstab bienen? Ob Reformation Jahr, ein dritter von 1894. Sie liegen mir in einem Separat Besen treibender Rattenkönig von Edelsten und Besten der oder Revolution, gleich viel, beides bedeutet Umgestaltung und abdruck aus der Bremer Bürgerzeitung" Nr. 254 und 255 vom Nation" hatte bort ein System erworbener Rechte" aufgebaut, Umwälzung, eine gute, segensreiche führt vorwärts, eine ver. Jahre 1895 vor. ading zu lebendiger Zeit Unnüges Erinnern und vergeblicher Streit. Sozialdem. Wahlverein für den 4. Berliner Berband der in der Korb- Deutscher Holzarbeiter- Verband. Reichstags- Wahlkreis Südost. Dienstag, den 18. August, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Brüder, Waldemarstr. 75: Versammlung. Tages Ordnung: macherei beschäftigten Arbeiter Berlins und Ungegend. Branche Parkettbodenleger. montag, den 17. August 1896, Montag, den 17. August cr., abends 8% Uhr, im Lokale von abends 81/2 Uhr, Oranienstraße 51. Versammlung. Tages- Ordnung: Schöning, Köpenickerstr. 68, Versammlung. Tages- Drdnung: 1. Der Bahlungsmodus bei einzelnen Firmen. 2. Ver 1. Vortrag des Genossen Millarg schiedenes. 1. Vortrag des Genossen J. Timm über: Friedrich Engel's Leben über die technische Revolution. 2. Dis und Wirken. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 242 19 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verbandsversammlung 0 302/19 Die Kommissionsmitglieder und Vertrauensleute werden ersucht, kussion. 3. Schluß Abrechnung des 1/2 Stunde vor der Versammlung zu erscheinen. Zentral- Verbandes. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 98/20 Zentral- Kranken- und SterbeVerwaltung Berlin B. Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß das Mitglied Carl Fitzke 185/8 der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzpläßen beschäft. Kaffe der Tischler u. Arbeiter Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin II. Nord.) Dienstag, den 18. August, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Jenrichy, Bergstr. 12. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen der Filiale II. zu der Refolution von Filiale I. betreffs des Berichts vom Regierungs- und Gewerberath von Frankfurt a. D.? 2. Abrechnung von der Dampferparthie. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 85/7 Didis justu Der Vorstand. Drechsler! Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen: Für Moabit] 10 am Sonntag, den 16. August, vormittags 10 Uhr, im Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Tages Ordnung: storben ist. Die Beerdigung findet am am Donnerstag, den 13. d. M., verSonntag, den 16. b. M., nachm. 8 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi 2. Diskussion. 1. Vortrag des Genossen Jahn über:„ Arbeiterschuh Gefehe". Kirchhofes in Brig aus statt. 3. Verbandsangelegenheiten( Antrag auf Schaffung eines Lokalfonds). 147 Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß das Mitglied Heinrich Kreuschner plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. d. M., neuen Thomas- Kirchhofes( Hermannstraße) aus statt. Montag, den 17. d. M., abends 8 Uhr, in Joël's Lokal, nachin. 6 Uhr, von der Leichenhalle des Andreasstraße 21: Große öffentliche Versammlung Die Ortsverwaltung. Todes Anzeige. Allen Parteigenossen Für Gesundbrunnen u. Rosenthaler Vorstadt am Dienstag, den 18. August, abends 29 Uhr, in Seidel's Volksgarten, Badstr. 60. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Rohrlack. 2. Antrag auf Schaffung eines Lokalfonds. 3. Berbandsangelegenheiten. Für Osten aller Drechsler u. in solchen Betrieben beschäftigten hierdurch zur Nachricht, daß am am Dienstag, den 18. August, abends 8½ Uhr, Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: Unsere Forderungen und wie führen wir dieselben durch? Kollegen, seid alle Wlann pünktlich auf dem Plaße, da die Versammlung für unsere Lohnbewegung von wichtiger Bedeutung ist. 802/18 Der Vertrauensmann. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 17. Auguft 1896, abends präzise 82 Uhr: Versammlungen. 308/14 Zahlstelle I im Lokale des Herrn Feind, Weinstraße 11. 2.- D.: Bericht über die Zustände in den Schuhfabriken. Bahlstelle II im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188. Vortrag des Herrn W. Manasse. Bahlstelle IV im Lofale von Rautenberg, Oranienstr. 180. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Montag, den 17. August, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Außerordentl. General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Fräulein Baader über: Steht der englische Arbeiter höher als der deutsche?" 2. Diskussion. 3. Wahl des ersten Vorsigenden. 4. Bereinssachen. 19/15 Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. NB. Sämmtliche Vorstandsmitglieder sowie der Kollege Routhner und die Rechtsschuß- Kommission haben sich punkt 8 Uhr im Lokale einzufinden. Zentralverband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle I. Berlin: Putzer! 15. d. Mts., morgens 2 Uhr, meine liebe gute Frau Minna Klink geb. Heiling nach langem, schweren Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. ds., nachm. 4 Uhr, von der Zwölf Apostel- Kirche in Schöne berg aus statt. Um stilles Beileib bitten 8163b Die Hinterbliebenen. May Klint nebst Tochter. 81416 bei Keller, Koppenstr. 29( Tunnel). Tages Ordnung: 1. Unsere gegenwärtige Lage. 2. Antrag auf Schaffung eines Lokalfonds. 3. Verbandsangelegenheiten. im Für Bentrum und Süden am Mittwoch, den 19. Auguft, abends 8½ 11hr, Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstr., 16. Lages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Rohrlack. 2. Antrag auf Schaffung eines Lokalfonds. 3. Verbandsangelegenheiten( Ergänzungswahlen zur Bezirks leitung und zur Bibliothekkommission). Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher 299/15 Theilnahme an der Beerdigung meines lieben Sohnes sage allen Freunden, Berwandten und Bekannten meinen wärmsten Dank. Ww. Pirsing. Für Sommerfeste empfehlen: 5561L* Stocklaternen u. Fackeln Kopfbedeckungen aus Papier lluminations- Laternen Kinderschärpen Verloosungs- Gegenstände Scherzartikel Feuerwerk Preislisten gratis und franto. Bersand nach außerhalb. Pohl& Weber Nachf., Luxuspapierfabrik und Versandgeschäft, Berlin S., Neue Jakobfraße 6. 3weig- Geschäft: C., Alexanderstraße 51/52, am Alexander- Play. Den Kollegen und den Mitgliedern des Gesangvereins Gemüthlichkeit Gemütlichkeit Möbel- Verkauf zur Nachricht, daß der Kollege Glawinski [ 249/10 gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 17. August, nachmittags leute und Hotels, Gneisenaustraße 15 par5 Uhr, vom Sterbehause, Franseckistr. 6, aus nach dem Ratholischen Kirchhof in Weißensee statt. Um rege Betheiligung bittet Der Bevollmächtigte. Freie Vereinigung d. Zivil- Berufsmusiker. Dienstag, den 18. 5. M., vormittags 10%, Uhr: Paffendste Gelegenheit zum Umzug für Braut terre, follen airta 200 fomplette WohnungsEinrichtungen, verliehen geweſene und neue Möbel, zu jebem annehmbaren Preise verkauft werden. Durch sehr große Gelegenheitseinfäufe zu billigen Preisen ist es mir möglich, schon ganze Einrichtungen für 150 bis 300 Wart zu Itefern, ferner hochherrschaftliche Einrichtungen Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig sind die an Herrschaften furze Bett verliehen gewesenen Möbel, die zum Theil wie neu find, Kleiderspind 15, Küchenspind, komoden 12, Bettstelle mit Matraße NußbaumKleiderspinden und Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Die Ortsverwaltung. Stodarbeiter. Achtung! Montag, 17. August, abends präz. 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Keller, Koppenstraße 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: Die Sozialgesetzgebung und die Handwerkerfrage." 2. Distussion. 8. Werkstatt angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstatt von Reglaff, Rüdersdorferstraße, find besonders eingeladen. 175/6 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitations- Kommiffion. Achtung! Zimmerer! Achtung! Dienstag, den 18. Auguſt cr., abends 8 Uhr, Fin Cohn's Festsälen, Beuth- Strasse 20-22 Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Wahl der Revisoren zur Revision des Agitationsund Unterstützungsfonds. 2. Bericht über die noch bestehenden Plaßsperren. 8. Sind die in der Plazdeputirten- Sigung vom 16. Juli gefaßten Beschlüsse 288/19 bis auf weiteres für uns maßgebend? 4. Berschiedenes. Die Lohnkommission. Achtung! Schuhmacher!! von 400 bis 5000 Mart. Theilzahlung gestattet. Montag, den 17. August, abends 82 Uhr, in Cohn's Festsälen, Mitglieder- Versammlung eberinben, umb kuafcheſpinbén ao Mart, bei Keller, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Raffirers. 2. Anträge. 3. Berschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet. 279| 15 Der Vorstand. Achtung! Graveure, Ciseleure u. verw. Berufsgen. Dienstag, den 18. Angust, abends 81/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung = in den Oranienhallen, Oranienstraße 51. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dupont: Die Berliner Gewerbe Ausstellung 1896. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 209/6 Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früher Ethische Gesellschaft). Sonntag, den 16. August, früh 9 Uhr 30 Min.: Ausflug nach Tegel. Restaurant Rübsam. Treffpunkt: Nordbahnhof. 58/16 Abends 8 Uhr, Alexanderstr. 27 c: Versammlung. Bor trag:„ Sozialismus und Darwinismus". Ref.: Herr Paul Jahn. Distuffion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Brauche beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 18. August, abends 81/2 Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstr. 188, General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vortrag des Herrn Dr. Weyl. 8. Distusfion. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. 48/10 Der Vorstand. Muscheltletderspinden 45 franzöfifche Muschelbettstellen mit Matraßen 45 Mart, Säulen- Kleiderspinden, Nußbaumrumeaur mit Stufe 60 Mart, Plüschgarnituren 60 Mart, neue hochelegante Garnituren 105 Mr. Büffets, Coulissentische, Paneelfophas mit Satteltaschen und Plüscheinfaffung in allen Farben, Damen- und Herrenschreibtische, Diplomatentische, Anfleideschränke, Friftr toiletten, Garderobenschränke in allen Größen, Chaiselongue, Bücherspinden, Salongarnituren. Vollständige Salon, Schlafzimmer und Spetse zimmer- Einrichtungen, alles zu noch nie da geweſenen Preisen. Getaufte Möbel werden unentgeltlich 3 Monate auf meinen Aufbewahrungsspeichern aufbewahrt, werden durch eigene Gefpanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb. Bruthstr. 20-22( großer Saal): Große öffentliche Versammlung ages Ordnung: 170/17 1. Vortrag. 2. Die Maßnahmen der Firmen Priestap, Dearneborg, Aufchrath 2c. 3. Anträge zum Schuhmacher- Kongreß und Wahl der Delegirten. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Täschner und Kofferarbeiter ( Filiale des Verbandes der Sattler). Versammlung Dienstag, 18. August, abends 8 Uhr, bei Pasch, Alte Jakobitr. 88: Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Jahn über: Die Lebenshaltung des Prole tariats". 2. Verschiedenes. 268/4 KinderwagenBazar ,, Baby" Achtung! I. Alexanderplay, Ecke Landsb.- Str. II. Jnvalidenst. 160 III. ReinickendorferDer Vorstand. Achtung! Textilarbeiter! '( Filiale I, Berlin.) ftr. 2D. IV. Char. Dienstag, den 18. Auguft, abends 8 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: lottenburg, Berumerstr. 58. Katal. grat. Größtes Spezial- Geschäft für Kinderwagen, Kinderbettstellen. Auch Theilzahlung 4,- M. monatl.* Hoffmannianos neukreuzs, Eisenbau, mit größt. Tonfülle, in schwarz od. Nußb., lief. 3. Fabrikpr. unt, 10jähr.Gas rantie, gegen Theila, mtt. Mr. 20 ohne Preiserh., nach auswärts frt., Probe( Referenzen u. 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Nach Angabe eines Augenzeugen trug sich nun angeblich bei Abfahrt des Dampfers in Libau folgendes zu: Den Auswanderern wurde an Bord des„ Hermann" bedeutet, fie müßten sich, ehe der Maschinisten, die in der Binnenschifffahrt thätig sind, Retourbillets vierter Klaffe. Die föniglichen Eisenbahn- Dampfer die Anker lichte, für wenige Augenblicke in dem Ladebedürfen nach einer neuerdings gefällten, wichtigen Entscheidung Direktionen beabsichtigen, wie der„ Hann. Volkswille" berichtet, raum deffelben versteckt halten, bis die Hafenbeamten den Schiffes in Yebbes der Kammer VII des Gewerbegerichts zum Verlaffen des demnächst Retourbillets vierter Klaffe einzuführen. Die Doppel- Dampfer inspizirt hätten, da man ihrer Auswanderung sonst Schiffes in jedem Falle der Erlaubniß des vorgefeßten farten sollen für diejenigen Stationsverbindungen zur Ausgabe Hindernisse in den Weg legen würde. Man brachte die Leute nun Kapitäns und können sofort entlassen werden, wenn sie ohne die gelangen, welche vorzugsweise an Markttagen oder bei sonstigen hinunter und pferchte fünfzehn von ihnen in einen halb unter Erlaubniß von Bord gehen. Das Bericht bezog sich in regelmäßig wiederkehrenden Anlässen einen besonders starken Wasser stehenden Raum ein, worauf die Luke von außen ge= dem Urtheil auf§ 23 des Binnenschifffahrts Gesezes Hin- und Rückverkehr in der vierten Wagenklasse aufzuweisen schlossen wurde. Schon nach wenigen Minuten vermochten die vom Juni 1895, wonach der Schiffsmann" das Schiff haben. Eine Preisermäßigung findet indeffen nicht statt. Die Eingesperrten kaum mehr zu athmen; trotz ihrer Hilferufe wurde nicht ohne Erlaubniß des Schiffers" verlassen darf; es nahin Karten sind bereits hergestellt und bestehen aus grauer Pappe ihnen nicht geöffnet. Nachdem der Dampfer in See gestochen an, daß der Maschinist eines in der Binnenschifffahrt ver- mit weißen Streifen, sie gelten zur Hin und Rückfahrt nur am war, wurden die Eingepferchten bewußtlos auf Deck getragen. wandten Dampfers als Schiffsmann im Sinne des§ 23 zu be- Lösungstage und erhalten als Preisaufdruck das Doppelte des Sechs der Leute starben wenige Stunden später; die Leichen trachten sei. Durch das fragliche Erkenntniß wurde ein Maschinist tarifmäßigen Fahrpreises vierter Klasse. Eine Preisermäßigung wurden über Bord geworfen und den Auswanderern angeblich mit seiner Lohnentschädigungsklage gegen die Berliner Krahn- der Retourbillets vierter Klasse, welche dem Eisenbahnfiskus be mit Zurücksendung nach Rußland gedroht, falls sie von dem gesellschaft abgewiesen, obschon er, allerdings ohne Erlaubniß des tanntlich den meisten Gewinn einbringt, ist in der Aera Thielen Borfalle Anzeige machen würden. Jetzt wollen zwei von den abwesenden Kapitäns, den verankerten Dampfer erst abends nun auch nicht gut zu erwarten. Auswanderern, deren Söhne damals erstickt sind, gegen den 8 Uhr, nach vollbrachtem anstrengenden Dienst, Die Klaffiker als Handwerksbehelfe. Aus Wien wird Besitzer des Hermann" und die Offiziere desselben flagbar verlassen hatte. In der Widerrechtlichkeit diefer Handlung er der Frff. 3tg." v. 12. ds. geschrieben: Ginem hiesigen Schrift werden und haben sich zu diesem Zwecke an den Ver. Staatenblickte der Gerichtshof den Grund zur sofortigen Entlassung. steller wurden wegen einer kleinen Schuld die Habseligkeiten ge- Ronsul in Flensburg gewandt, damit dieser die nöthigen Er er die nöthige Während des Heilverfahrens wurde der Arbeiter Huth, pfändet, darunter auch seine Bibliothek, bestehend aus Klassikern. hebungen anstelle. der unstreitig einen Betriebsunfall erlitten hatte, magen und Der Schriftsteller erhob Ginwendungen und verlangte die AusFettflecke aus Büchern zu entfernen. Auch dem ordents darmkrank und mußte deshalb mehrere Wochen lang im Kranken- scheidung der Bücher, da er sie zu weiterem Studium brauche. lichsten und saubersten Menschen fann es einmal passiren, daß hause behandelt werden. Als ihm dann eine zu geringe Rente Das Wiener Handelsgericht schloß sich dieser Einwendung an, er in ein Buch einen Fettflect macht, und hierdurch ist das ganze, augebilligt wurde, ohne daß der Vorstand der Berufsgenossen mit der Motivirung, daß die Klassiker als Handwerksbehelfe an- vielleicht sehr werthvolle Buch in der ärgerlichsten Weise schimpfixt. schaft im Bescheide die Zeit der Krankenhausbehandlung als zusehen und in diesem Falle von der Pfändung auszuscheiden Und doch kann man diese Flecken fo leicht beseitigen! Man solche der völligen Erwerbsunfähigkeit berücksichtigte, be: feien. schritt Huth braucht nur gebrannte Magnesia mit Benzin zu mischen, den Klageweg. Er verlangte erstens eine Von der fauren Gurkenzeit plaudert das Straßburger bis eine frümelige Masse entsteht. Selbstverständlich darf höhere Dauerrente und dann vor allem für die Zeit, welche er Tageblatt": Um diese Zeit wird immer in Südfrankreich eine man diese Prozedur, der Feuergefährlichkeit des Benzins im Krankenhause zubrachte, die Rente für völlige Erwerbs- Frau mit 98 Enteln 123 Jahre alt; da sie das jetzt bereits halber, nicht bei Licht vornehmen. Mit der durch diese Mischung unfähigkeit. vierzig Jahre fortsetzt, so ist sie eigentlich 163 Jahre alt. Daß entstandenen Masse wird nun der Fleck vorsichtig eingerieben Kläger behauptete, daß sein Magen- und Darmleiden aus- um diese Zeit immer ein Haifisch in der Nähe einer Bade- und die Magnesiakügelchen werden abgeklopft. Frisch entstandene schließlich durch die Behandlung der Unfallfolgen seitens eines Anstalt zwei Kinder verschluckt, darf niemanden betrüben; die Fettflecke verschwinden nach einmaliger Behandlung sofort, bei Dr. Rempe verursacht worden sei. Im Laufe des Verfahrens Saifische wollen sich doch auch einmal gedruckt sehen. Mit Be- alteren ist es nöthig, dieselbe zwei oder dreimal zu wieder wurde dies denn auch thatsächlich festgestellt. Nempe hatte, da stimmtheit tönnen wir bereits voraussagen, daß in einigen Tagen holen, aber auch hier bleibt der Erfolg schließlich nicht aus. Kläger infolge des Unfalles an einer hartnäckigen Verstopfung in China durch eine Ueberschwemmung des gelben Fluffes 68 000 litt, eine Klyftirsprize benutzt, jedoch in so ungeschickter Menschen umkommen werden. Sollte es der blaue Fluß sein, so Weise, daß sich eine Darmfistel entwickelte. Das Schiedsgericht kommen nur 57 000 um. Was liegt an ein paar tausend Chinesen! lehnte es dennoch ab, Huth für die fragliche Zeit die Nente Die Stadt in Bentral- Amerika, deren Untergang durch einen wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( awei Buchstaben oder eine Bahl) für völlige Erwerbsunfähigkeit zuzusprechen und setzte im übrigen Zyklon um diese Zeit mit Sicherheit gekabelt wird, feiert in anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. die Rente auf 25 Prozent fest. Es stützte sich darauf, daß die diesem Jahre das Fest ihrer fünfundzwanzigsten Zerstörung zu Darmfistel mit dem Unfalle an sich nicht in unmittelbarem Zeitungszwecken. Um diese Zeit wird auch gern in Südrußland Die juristische Sprechstunde fundet für diese Woche( am Busammenhang stand. Der Returs beim Reichs- Vereine Gette entdeckt, welche abwechselnd ihre alten Greise oder Freitag und Sonnabend 72-81/ 2 Uhr abends statt.k sicherungsamt hatte den Erfolg, daß die völlige ihren Ueberfluß an Kindern aufißt. Im Winter verschwindet J. Reß. Das Vorhandensein des Müllkastens berechtigt Erwerbsunfähigkeit infolge der Darmfiftel für eine entschädigungs- diese anscheinend unausrottbare Sette von selbst. Die Seeschlänge, nicht zum Kontrattbruch. Sollte indessen die Beschaffenheit des pflichtige Folge des Betriebsunfalles erklärt wurde. Das Gericht welche früher sehr lustige Sommertage verlebte, haben sich die Inhalts sowie die Benutzung desselben unter ihrem Fenster gesprach aus, auch für die Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit Blätter leider durch gegenseitige Neckereien abgewöhnt. Dagegen fundheitswidrig sein, so dürften Sie mit Erfolg hiergegen sei die gefeßliche Entschädigung zu gewähren, für welche durch freuen wir uns, ihre Kollegin, die hundertjährige Schildkröte, protestiren und es eventuell auf Räumung der Wohnung anden Betriebsunfall und dessen Folgen wesentlich die Bedingungen melche meistens erblindet, aber sonst fröhlicher Gemüthsart ist, kommen lassen. geschaffen würden, ohne daß jene Krankheit auf den Unfall als noch regelmäßig im Sommer sterben zu sehen. Ein mo03alleinige Ursache zurückzuführen sei. bewachsener Karpfen, der einen Ring mit der Jahres 2. 3. 14. 1. Beträgt die Miethe über 150 M. fährlich, so westfälischen Grube, zahl 1723 um die schlanken Hüften trägt, pflegt meist ist der mündliche Vertrag auf ein Jahr vom Abschluß ab ges namens Fabri, betheiligte sich am 20. Juli 1895 an dem Aus schon im Juni in einem fürstlichen Teich gefischt, aber rechnet giltig, hört dann ohne weiteres auf. Ist die Miethsrate fluge eines Grubenbeamten- Vereins, der hauptsächlich unter- vorsichtigerweise stets für die nächste Saison wieder eingesetzt geringer und zahlen Sie monatlich, so können Sie allmonatlich nommen wurde, um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, Spreng- hause au urmatt, betommt noch regelmäßig an stelle seines fünftigen Monats kann, falls nichts anderes vereinbart ist, Küns zu werden. Der elfäffische Storch, zumeist auf dem Schul- indigen. 2. Spätestens bis zum 15. jeden Monats zum ersten versuchen auf der Versuchsstrecke der Knappschaftskaffe beizu wohnen. Fabri hatte ein ganz besonderes Interesse daran, weil gebrochenen Beines einen Stelzfuß, auf dem er fröhlich durchs. S. 75. 1. Durch unseren Bericht erledigt. 2. Nein. 3. Ja, Leben hüpft und hoffentlich keine Kinder mit fünftigen Stelzfüßen wird in ganz Deutschland verfolgt. er beabsichtigte, auf seiner Zeche einen neuen Sprengston bringt. Wir würden diese Reihe noch fortsegen, fürchten aber wird in ganz Deutschland verfolgt. B. Ch. Sie dürfen das welcher Sprengstoff der geeignetste sei. Unvorsichtiger Weise tam daß irgend ein Lefer irgend etwas für eine Zeitungsente halten in Pfand gegebene nicht verkaufen, sondern müssen Ihre das Pfand auf grund tönnte." Ein reichsländischer Freund schreibt nun der" K. 2." er explodirenden Grubengafen zu nahe und wurde derart ver- tönnte." Gin reichsländischer Freund schreibt nun der K. V." Forderung einklagen und brannt, daß ihm nur noch 40 Grad feiner vollen Erwerbsfähig noch einiges weitere über dies Thema: Die Plauderei ist nicht des Urtheils durch einen Gerichtsvollzieher verkaufen lassen. brannt, daß ihm nur noch 40 Grad seiner vollen Erwerbsfähig übel; nur enthält sie eine bedauerliche Lücke, die nothwendig aus- werden 6-12 m. für Beistand bei der Geburt und 1 M. für - 3. S. Sie thun beffer Sie zahlen. Denn als angemessen feit verblieben. Sein Anspruch auf eine Unfallrente wurde sowohl von der Knappschafts- Berufsgenossenschaft, wie auch vom Schiedsgefüllt werden muß. Das Blatt hat seltsamerweise vergessen, jeden Besuch erachtet. A. S. J. A., 103. gericht abgewiesen. Beide Instanzen meinten, es liege hier kein Unfall daß um diese Zeit das„ Straßb. Tagebl." fortgefeßt die obige Wenn Ihre Frau vor der Heirath einschließlich der anrechnungsDas Reichs- Versicherungsamt Plauderei als Originalartikel wiederbringt; am 27. Juli 1894 Zur Begründung wurde ausgeführt, das Gericht habe an- ben 98 Enkeln in Südfrankreich ist also eigentlich" jezt schon legungen scheinen aber nur 229 Klebewochen vorzuliegen. hat jedoch nunmehr Fabri die Rente zugesprochen. stand sie wortwörtlich im gleichen Blatt zu lesen. Die Frau mit fähigen Krankheitswochen 235 Klebewochen aufzuweisen hat, so hätte eine Berufung Aussicht auf Erfolg. Nach Ihren Dargenommen, daß sich der Kläger bei den Sprengversuchen auch mindestens 165 Jahre alt, und nicht 163. N. 7. Nein. Nur Sie und Ihr Kind find erbberechtigt. im Interesse des eigenen Betriebes als dessen Leiter habe be Hans W. 33, E. A. 28. Nein. Mm. 1. Ja. 2. Nein. lehren wollen und daß so die Gefahr, der er erlag, dem von ihm geleiteten Betriebe zuzurechnen set. Der technische Leiter einer beim Betriebe vor. Sonntagsplandevei. 030 Mit einer ungeheuerlich klingenden Beschuldigung traten dieser Tage zwei New- Yorker Anwälte gegen den Kapitän des Dampfers Hermann" an die Deffentlichkeit. Der Dampfer gehört Herrn A. H. Schuldt in Flensburg und befördert mitunter Einwanderer von Libau nach New- York. Auch am 30. Januar dieses Jahres trat er mit 30 Auswanderern eine solche Reise an. Briefkasten der Redaktion. dann Ja. 3005. Briefkasten der Expedition. 101 in 2. Geben Sie uns bitte Ihre Adresse an, wir werden Ihnen dann die Lotterielisten zusenden. " " nahme an Nansen und seiner Expedition. Das verspüren auch Schwestern Barrison", die von geriebenen Geschäftskundigen auch die Generalpächter der öffentlichen Meinung. Sie haben eine dem kunstfreundlichen Publifum" Berlins vorgeführt worden scharfe Witterung für das Aktuelle; und wenn sie sonst waren. Sie geberdeten sich wie die Ungereiften, wie die HalbIn den Tagen, da die Krämertugenden am meisten im Ans fleißig die niederen Instinkte der Menschenseele au um- wüchsigen und tanzten und trugen Bötchenlieder vor, wie die sehen stehen, wird eine That gewagt, frei von Müglichkeits- fchmeicheln lieben, diesmal muß man der Reputirlichkeit Ueberreifen. Das machte ihre besondere" Pikanterie" aus und zweden, lediglich um des reinen Wissens willen. Ohne den wegen etwas besonderes thun. Es wird dem armen Nansen jetzt das war eine neue reizvolle Nuance" für die greisgewordenen berauschenden Lärm, wie er etwa bravouröse Soldatentapferkeit wohl noch schlimmer ergehen, als damals, da er von seiner Sinne einer abgeſtumpften Lebewelt. Gegenwärtig weilen die aufstachelt, wird ein kühnes Heldenflück im lauteren Dienste der merkwürdigen, grönländischen Expedition zurückgekehrt war. Nicht gefeierten, weltberühmten" Künstlerinnen in der ungarischen Wissenschaft vollführt. Pessimistische Beurtheiler der Menschen- ohne bitteren Humor meinte Nansen, alle grönländischen Schrecken, Hauptstadt, die zur Zeit mit ihrem Millenniums- Jahrmarkt ähnnatur müssen schweigen. Sie stehen vor etwas Großem. Sie, alle Wettertücken und der grimmige Frost wären ihm nicht so liche Erfahrungen macht, wie Berlin mit seiner Treptower die in Seiten einer zerbröckelnden Gesellschaft mit Vor- schlimm vorgekommen, als die Plage, die er darauf zu bestehen Messe. Nun hat die österreichisch- ungarische Aristokratie, die in liebe das Lied von der ewigen Kanaillenhaftigkeit des gehabt hätte, die Plage der Zeitungsinterviewer, die fich auf ihn ihren alten Geschlechtern hoch zu Jahren gekommen ist, nach dem Menschen anstimmen, müssen Ereignisse erleben, die so stürzten. Der Stoßseufzer Nansen's wird leicht verständlich. Freilich, Grundsay Adel verpflichtet", stets für die ausübenden Künste durchaus nicht in ihr vorgefaßtes System paffen. Pfaffen und die armen, vielgeschmähten Zeitungsschreiber sind dafür erst in ein mitfühlendes Herz besessen. Man scheute unter Umständen Laien, Gelehrte und Unwissende aus der bürgerlichen Welt haben zweiter Reihe verantwortlich. Sie fallen gewiß nicht nicht davor zurück, sich der Kunst zu Liebe gemein" zu machen immer noch, wenn sie dem Sozialismus gegenüber ihren letzten mit Wollust über den gefeierten Mann des Tages her, wie die und gar angesehene Adelssproffen setzen eine besondere Ehre Trumpf ausspielten, mit dem überlegenen Weisheitslächeln, das hungrigen Wölfe um eine Beute sich streiten. Mancher von darein, zum neuen Wein zu fahren und sich dort einer leichtsie so wohl kleidet, ausgerufen: Ihr närrischen Schwarmgeister, ihnen wird sich der entwürdigenden Rolle sehr wohl bewußt sein, geschürzten Volkssängerin oder einem beliebten Fiakerkutscher, der bie ihr eine regelhafte Menschenkreatur voraussehet. Habt Ihr die er spielt, wenn er vordringlich und mit Liſten und Kniffen die sinnige Spezialität des Kunstpfeifens" übt, anzubrüdern. Es denn noch nicht begriffen, Ihr Thoren, daß brünstige Erwerbgier seinem Opfer fich naht; aber was bleibt ihm anders übrig, dem giebt überall Gesindel genug, bei dem derlei noble Passionen Einallein auf Erden das Regiment führe, daß sie füglich die Kultur- Kuli feines theueren Brotgebers? Dieser hat nun einmal den druck machen und zur Popularität behelfen. In der Ausübung fortschritte" durchgefeht habe, so wie das allein seligmachende Ehrgeiz, die jeweilig neueste Sensation zärtlich zu pflegen, gleich gleich edlen Tagewerks hatte der junge Lieutenant Graf Privatkapital die großen Unternehmungen aus dem Boden giltig, ob eine berühmte Bestie in Menschengestalt oder ein Pallavicini in Pest die jüngste der Barrisons kennen und lieben stampft? erfolggekrönter heldenhafter Forscher" deren Mittelpunkt abgiebt. gelernt. Seine Liebe blieb unerwidert, der Jüngling erschoß sich. Und nun geschieht ein Wunder bei hellichtem Tage. Der So viel unsaubere Erscheinungen sich an Nansen's reinliches Das wäre die Krankheitsgeschichte eines nervenzerrütteten manchesterliche Wiz wird zu schanden. Es giebt Männer, opfer Wert tetten mögen, geheuchelte Berzückung, lärmender Enthusias- Schwächlings, mit dem man, wie mit einem Kranken immer noch bereit und todesmuthig, die einer Idee zu Liebe sich in Wider- mus bei innerer Gleichgiltigkeit, klettenhaft zudringliches Gebahren Mitleid haben tönnte. Aber zu einem satirischen Gesellschaftswärtigkeiten und Gefahren tausenderlei Art stürzen, die modernen von Gecken beiderlei Geschlechts, der Werth der aufwärtsweisen bilde besonderer Art erweiterte sich das Vorkommniß in der Heroen, an jedem neuen Tag einen eifernen Rampf beginnen. den Kulturthat bleibt unverkümmert bestehen. Es ist in unferen, Folge. In den letzten Tagen dieser Woche wurde der junge Wenn die Welt wirklich so geartet wäre, daß allein die an Größe wahrlich fargen Tagen ein Beugniß mehr dafür ge- Ballavicini beerdigt. Es war eine Sensation für ganz Best" und Erwerbsgier ihr treibendes Element wäre, müßte nicht ein tausend- wonnen, wie armselig im Grunde der Wizz jener Leute ist, die sich die hohe" Gesellschaft. Wie sollte da die Heldin des unseligen stimmiges Spottgelächter sich erheben über die wahnwißig in widerlichster Selbstgefälligkeit als Realpolitiker anftaunen Liebesbramas nicht fehlen? Auch aus dem Unglück des Nebenbornirten Helden, die nichts für sich ergattern tönnen, lassen, weil sie, selber dürren Sinnes, nur das Niedrige im menschen läßt sich Reklame schlagen. Das jüngste Frl. Barrison als höchstens ein bischen Ruhm? Statt dessen geht es, wie Menschenthum zu festigen suchen. Gewiß, Persönlichkeiten, wie ließ also ihre Feinfühligkeit zu Hause, legte ein schwarzes Trauerein stolzes freudiges Zucken durch die Menschheit, wenn sie, wie die Nansen's, werden nicht alltäglich vorkommen, auch wenn die kleid an und nahm an der Beerdigung ihres verschmähten Liebjett, von Frithjof Nansen und seinen tapferen Genoffen erfährt. Menschheit vom 3wang des heutigen Mammonismus erlöst sein habers theil. Da geschah nun das merkwürdige. Die Sippe In allen Zungen jubelt man den glücklich heimgekehrten Nord- wird; aber schon heutzutage widerlegen sie durch die bloße des hochadligen Selbstmörders ließ jeden Groll fahren polfahrern zu und in dem Hirn des übelriechendsten Börsen- Möglichkeit ihres Daseins die höhnischen, realpolitischen Gegner und floß über in Sentimentalität. Vater und Bruder jobbers dämmert eine Ahnung auf: Hier ist etwas Bedeutsames des utopischen Sozialismus, die ihre eigene Krämerhaftigkeit als des jungen Pallavicini schluchzten schluchzten gerührt und fielen vollbracht. der Mit stumpfen Sinnen nur erkennt er es, ihn nothwendigen, inneren und unveränderlichen Ausfluß der auf dem Friedhof schönen Ethel Barrison um regt es weiter nicht sonderlich auf; aber er fühlt troy- Menschennatur ausgeben möchten. den Hals und umarmten sie in gemeinsamem Schmerz. dem heraus, daß ein Ereigniß sich vollzogen habe, was In den sonderlichsten Sprüngen und Gegensäglichkeiten be- So stand in den Blättern zu lesen. Welcher hochgräfliche Edelüber das das Alltagsgezänke reicht, an das er gewöhnt wegen sich mitunter die Vorkommnisse des Tages. Da wird auf muth, welche würdevolle Familienszene! Und keine Komödianterei, Ja die Aufregungen um der Barenreise willen, die dem einen Blatt verzeichnet, zu welchem höchsten Flug jung- tein Sensationsspiel war dabei. An sich ist das Bild aus der Bocksprünge, das wüste Lärmen tollgewordener Chauvins in fräftiger Menschengeist sich emporraffen kann, dem Gesellschaft belanglos. Es ist nur symptomatisch für Geist und Paris, das zur Zeit alle Mahnungen der vernünftigen Franzosen anderen erfährt man von einer Thatsache, die den Leben mancher alten Geschlechter; und wie aus der täglichen überbraust, das groteste Schauspiel, das unsere herrschenden Marasmus, die greisenhafte Entartung die greifenhafte Entartung einer bestimmten Berührung mit solchen Elementen die Katastrophe von MeyerMächte im wirrfäligen Jammer angesichts von Kreta bieten sozialen Schicht ungewöhnlich grell beleuchtet. Man wird sich ling mit dem unseligen Ende des österreichischen Kronprinzen das alles tritt für eine Weile zurück von der menschlichen Theil noch des Reklamewunders unserer Tage erinnern, der fünf Rudolf erwachsen tonnte, wird erklärlich. ift. Mie Werthpapier aufzubewahren! 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Während wir aus Mexicanischen Zabaken sonst fräftige Cigarren zu rauchen gewöhnt sind, ist diese von einer Milde und von einem so kostbaren Aroma, daß es dem raffinirtesten Raucher sowohl wie dem befähigtften Fabrikanten ein Räthsel bleiben wird, wie es möglich ist, dieselbe für nachstehenden Preis zu verkaufen. Ihr Stich( der Raucher wird mich schon verstehen) gleicht ber feinsten cubanischen Havana- Cigarre. pr. 100 Std. Mk. 4,50. Marke Havana- Mexiko ,, St. Andres I. Auslese", ca. 9 cm. lang, ca. 5 cm. Umfang, per 100 Stück Mk. 5, Man bemerke, ob leicht oder fräftig. . Bremenser Cigarren, Havana- Decke, Bahia- Felix- Einlage, welche demjenigen den außerordentlichen Wohlgeschmack bieten wird, der sich an einer kräftigen Cigarre delectiren will. pr. 100 Std. Mk. 5,50. Marke Bahia Feix, Bockfaçon, ca. 10%, em Ig., ca. 5 cm Umfg., 94er Ernte. Im Geschmack ist sie die beste Bermittlerin zwischen zarten cubanischen und Havana- Gewächsen, und sie entbehrt Durch die wohlgelungene Tabatcompofition jene Schärfe, bie auf flotte Raucher belästigend wirkt. Niemand wird diese Cigarre bei Seite legen, ohne nach kurzer Entbehrung durch ihre Vorzüge und Reize immer wieder von Neuem befiegt zu werden. pr. 100 Std. Mk. 5,00. Eine Rifte, 250 Stück enthaltend, franco über ganz Deutschland für. Mk. 12,50. Marke Import, Handarbeit( Meßsche Preffe), ca. 11 cm Ig., ca. 5%, em Umfg., schlägt diese Cigarre vermöge ihres foftbaren Aromas, saftigen und doch milden Geschmades eine Import cigarre, die den vierfachen Preis hat. Eine Rifte, 250 Stüc enthaltend, franco über ganz Deutschland. Mk. 15,50. • • Marke Sarasate( Havana). Ein Gemisch von so hervorragenden Eigenschaften, das der raffinirteste Raucher nicht unter 10 Bfg. Ek. 3,00. Marke Regenerativ- Cigarre, ca. 10 cm Ig., ca. 5 cm Umfg. Eine taxiren wird; ca. 9%, cm Ig., ca. 5 cm Umfg. pr. 100 Std. Mk. 6,50. Cigarre, die man dann raucht, wenn keine andere schmeckt. Marke Servantes, fräftige, vollwürzige Havana- Cigarre, circa k. 3,50. Ihres entzückenden Aromas und Geschmacks wegen, unterstüt 11 cm lang, 5 em Umfg., deren Werth den sehr geringen Preis bei Biele Raucher haben Abneigung gegen Manilla- Tabat, weil durch die außerordentliche Wilde, reizt diese Gigarre zum In Weitem übertrifft. Diese Cigarre ift namentlich demjenigen zu haliren, d. h. den Rauch zu schlucken. Früher verkaufte ich der Geschmack desselben seiner Schwere und Schärfe wegen dieselbe um 20 pet. theurer, obgleich die jetzige im Geschmack empfehlen, der sich dem Wohlgeschmack einer kräftigen, vollwürzigen Cigarre hingeben will. Sie ist von berauschendem Augen und Gaumen belästigt. Nichts von alldem hat diese die ehemalige weitaus überragt. pr. 100 Std.. Mk. 5,25. Arome und kann trog ihrer Größe mit Cigarren zum doppelten Cigarre; abweichend von der echten Manilla ist sie von der k. 7,50. außerordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten Zuver- Marke Caesar Regalia, ca. 13 cm lg., ca. 5 cm Umfg. Eine Preise verglichen werden, pr. 100 Єtd. lässigkeit im Brande und von köstlichem Aroma.- Insbesondere Brasil- Cigarre, worin sich milde Würze und feinstes Aroma paart. ift diese Cigarre auch Statspielern zu empfehlen, da ste erstlich Diesen Tabak habe ich nicht weiter zu empfehlen nöthig.( Ge- Marke Gaderon, Havana, Handarb.( Metzsche Preffe). Decke Ha wicht pr. 1000 Std. ca. 20 Pfd.) Trotz der koloffalen Größe vana- Blätter- Auslese, feinfte La Cruz des Almas- u. Havana- Einl., sehr sparsam und von außerordentlich zuverlässigem Brande ist. ( in Papier verpackt) pr. 100 Std... Mk. 5,00. wird diese Cig. sowohl in Bezug auf ihre ideale Form, wie Brand Marke Universal, ca. 11 cm Ig., ca. 5 cm Umfg., Salon: u. Prome- Marke Raphaëli 3, Bodfaçon, ca. 10% em Ig., ca. 5 cm Umfg. und Geschmack bei jedem Kenner den Gipfel des Wohlgeschmacks naden- Cigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und Ge- Aus feinstem Vorftenlanden u. Bahia- Felix zusammengesetzt, habe hervorrufen, außerordentlich milder Geschmack; fie parfumirt schmack. Steigert den Genuß, je mehr man davon raucht. ich die Gig. mit meinem Namen bezeichnet, weil ich in dieser jeden Salon und ist besonders nach jedem Diner zu empfehlen. per 100 Std. Mk. 3,75. Mischung das Allerbeste zu liefern glaube. Bei voller Würze Bei letterer Marte, welche aus einer aufgelösten Gig- Fabrik Calculation 33% pet. verloren. Marke Extra Specialität, ca. 11 cm Ig., ca. 5 cm Umfg., Torpedo- ist sie mild und saftig, ohne die Respirations- Organe im Ent- herrührt, geht bei der k. 5,25. ca. 10 cm lg., ca. 5 cm Umfg., pr. 100 Std.. Mk. 9,-. Façon, aus den ebelften St. Felig- und Ostindischen Zabaken ferntesten zu belästigen. pr. 100 Std.. 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Weimann's Volksgarten, 4. Ahrens' Brauerei), Moabit, Gesundbrunnen, Badstr. 56. Thurmẞtr. 26. Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gefangvereine. Zum Schluß: Lebende Bilder. Jm Saale: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist den Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Einlaßkarten à 20 Pf. sind in allen mit Plakaten versehenen Lokalen und Handlungen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 274/18 * Der Vorstand. Arbeiter- BildungsKursus Schule. H2 Jeteno in Kursus für Fortgeschrittene in Rede- Uebung. Montag, 17. August, abends 8%, Uhr, bei Hoffmann, Alexanderstr. 27c. Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 Mai bis Oktober. 123 A Deutsche Fischerei-Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Alt- Berlin Riesenfernrohr Dasein bei Pflanze und Thier. Sport- Ausstellung Sport- Ausstellung Alpen- Panorama Nordpol Vergnügungspark. 1. Vortrag des Herrn Mücke ( Tischler) über: Der Kampf ums 2. Diskussion. Mitgliedskarte berechtigt zum Eintritt. Schüler willkommen. Gleichzeitig werden hierdurch die Vorstandsmitglieder zu einer Vorstands- Sitzung * * Louisenstädtisches Klubhaus. Annenstrasse 16. 56922 nach Beendigung der Rede- Uebung Sente Sonntag, den 16. August, nachmittags 5 Uhr: 0 um 10 Uhr eingeladen. I. A.: Heinrich Schulz. Täglich: K Warmes Frühstück 2 ON zur Auswahl. Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. 49648* Empfehle meinen Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch, Eröffnung der Ball- Saison. Zu zahlreichem Besuch ladet ein H. Grosse. Renz' Ball- Salon, Naunynstr. 27. Empfehle meinen Saal, 700 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. Einige Sonnabende sind noch an Vereine zu vergeben. 5632L* Julius Henke. Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen fassend), gr. 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August 1896: Gr. Sommer- Fest des Turnvereins„ Fichte“ Mitglied des Deutschen Arbeiter- Turnerbundes bestehend in Konzert, Spezialitäten- Dornfellung, Turnerischen Aufführungen und Ball. Jede Dame erhält beim Eintritt ein Bouquet gratis und jedes Kind 2 Bons, wofür demfelben eine Stocklaterne und nach Wahl die Benutzung des Rarouffels, Rutschbahn oder Schaufel zufteht. Um 102 Uhr: Großer Kinder- Fackelrug. Jm Bal champêtre und Fahnensaal: Grosser Ball. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Billets à 30 Pf. find in allen mit Plakaten versehenen Geschäften und bei den Mitgliedern des Vereins zu haben. Da weder Mühe noch Kosten gescheut sind, das Fest recht großartig zu gestalten, so bittet um außergewöhnlich regen Besuch Das Comité. u. täglich Spezialitäten- Vorstellung. Spiegelsaal großer Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Entree frei. Tanz Säle für Vereine zu Festlichkeiten, frei. Die beiden Säle sind noch einige Sonnabende an Vereine zu Bällen, Versammlungen mehrere Sonnabende Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versammlungen zu vergeben. Gr. Vereinszimmer. noch frei. Hübner. BurgFeen- Palast, str. 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Größtes Vergnügungs- Lokal Berlins, steht auch während der Sommermonate größeren Vereinen u. Gesellschaften zu Versammlungen und Festlichkeiten unter sehr kulanten Bedingungen zur Ver: fügung. Sprechst.: vorm. von 11-1 Uhr von 8 Uhr im Alcazar( City- Passage). im Bureau des Feen- Palast und abends von 8 Uhr im Alcazar( City- Paffage). 4 Bäle au Bersammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. Englischer Garten", Alexanderftr. 27c. Amit 7, 1576. Arbeitsnachweis der Maler, Lackirer, Anstreicher. Amt 7, 1576. Wilh. Groth's Restaurant, Prenzlauer Allee 224, ( Ecke Tresckowstrasse). 5572L* Schattiger Vorgarten, Billard, Kaffeeküche. Vereinszimmer zu vergeben. Etablissement..Süd- Ost" 56948 ane Waldemarstrasse 75. 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