Mr. 193. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Post Beitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Innungsvorlage und Gewerkschaftsbewegung. Ein praktischer Vorschlag für die deutschen Gewertschaftskartelle. Mittwody, den 19. August 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Diskussion wird sich massenhaft Material über das Gebahren der unter den vielgeplagten Genossen gleich diejenigen vorhanden Innungsmeister, die Mißstände im Lehrlingswesen( Lehrlings- sein, welche auch diese Mühe und Zeitaufwendung noch auf sich privileg), in der Arbeitsvermittlung( Sprechamt), den Kranken- nehmen können. Da und dort wird die Sache vielleicht auch in fassen und dem Schiedsgericht die Innung ergeben. Der der Vorbereitung stecken bleiben. Das alles ist nicht Referent nimmt die Mittheilungen möglichst genau zur ausgeschlossen, aber wir werden alle dabei lernen und Notiz und giebt feine Adresse bekannt, indem er wenn für jetzt nur eine Anzahl von Kartellen und Rafcher als ich selbst denken konnte, bietet sich jetzt zu weiteren schriftlichen oder mündlichen Angaben auf Gewerkschaftskommissionen die Arbeit ganz durchführen die Gelegenheit, einen praktischen Versuch mit meinen Vor- fordert. Er macht sich selbst mit den verschiedenen Statuten das nächste Mal wird es schon beffer gehen, und die Lust am fd lägen zur Gewerkschaftsagitation zu machen. Die neue und Geschäftsberichten seiner Fachinnung, namentlich an der Hand Mitarbeiten wird mit den mindestens moralischen Erfolgen 3wangsinnungs- Vorlage ist im Reichs- Anzeiger" des städtischen Verwaltungsberichts, vertraut. wachsen, welche unsere Abgeordneten im Reichstag mit dem geamtlich veröffentlicht worden, damit alle Betheiligten Stellung Haben nun die öffentlichen Versammlungen mit dieser Tages- lieferten Material in reichlichem Maße erzielen werden. Außer zu ihr nehmen. Die Jnnungs- und anderen Meister sind ordnung in den Hauptbranchen der Stadt stattgefunden, in denen dem wird die gewerkschaftliche Agitation eine Beit lang auf einen bereits eifrig dabei, ihr mehr oder weniger bornirtes Sprüchlein größere Jnnungen mit bemerkbarer Thätigkeit vorhanden sind, so Punkt von großem Interesse konzentrirt, belebt und in Schwung zu dem Entwurf zu sagen. Beinahe ein Duhend von Handwerker tritt das Gewerkschaftskartell oder die Gewerkschaftskommission gebracht, bisher indifferente Elemente, die von der Sache beorganisationen hat schon dazu gesprochen, und dabei kommt die wieder zusammen. Die Mitglieder oder Delegirten tauschen in der rührt werden, strömen ihr zu und der politischen Hauptsache aus den großen Innungsverbänden erst noch nach. Verhandlung ihre Feststellungen und Erfahrungen aus und machen Agitation geschieht nicht der mindeste Abbruch; im Gegentheil, Handels- und Gewerbekammern, Industriellen Verbände und sich gegenseitig auf wichtige Punkte aufmerksam, die der eine fie zieht ebenfalls neue Nahrung aus den mancherlei ZwischenGewerbevereine werden ihr übriges thun, um die großen und oder andere etwa übersehen hat. Sind die Ansichten und That- fällen und Erfahrungen, die sich sicher bei dieser Agitation er fleinen Unternehmerinteressen für oder gegen die Vorlage zur sachen geklärt, so wird zur Niedersehung einer kleinen Berichts- geben. Vereinsgefeßliche Bedenken liegen ebenfalls nicht vor, und Geltung zu bringen. Und die Arbeiter? Die Vorlage will ihnen fommission geschritten, welche das Gesammtergebniß der wenn solche doch zu dem einen oder anderen Punkte noch gehegt eine Scheinvertretung geben und dann die Hausstlaverei der Agitation und Arbeit schriftlich festzulegen und den werden, tönnen sie jetzt, im Vorbereitungsstadium noch ganz gut Lehrlinge, die doch meistens Proletarierkinder sind, verewigen und drastischen Belegen zu versehen hat, welche aus den geltend gemacht und beachtet werden, wenn sie zutreffend find. verallgemeinern, die Jnnungsherbergen und Innungsarbeits- hauptsächlichsten Branchen ermittelt wurden. Bei allen Möchte also jeder Theil unserer Bewegung bei der Sache seine nachweise als Zwangsinstitute überall einführen, sie will die diesen schriftlichen und Sammelarbeiten wird der Redakteur des Rechnung finden und möchte dieses praktische Beispiel beweisen, Innungskrankenkaffen und die Innungsschiedsgerichte, lauter Ein- Partei- Organs der betreffenden Stadt den Genossen gern hilf daß es sich wirklich um die Befriedigung eines unabweisbaren richtungen, die ihre Spitze dirett gegen die moderne Arbeiter reiche Hand bieten. Auch der eventuelle Reichstags- Abgeordnete praktischen Bedürfnisses unserer proletarischen Agitation handelt. bewegung richten, noch mehr begünftigen, als dies schon bisher des Kreises, sofern er unserer Partei angehört, wird sicher bei den Mehr will die ganze Eache nicht sein, aber ich bin überzeugt, fie geschehen ist. Unsere Abgeordneten werden im Plenum und in Referaten und der Feststellung des Berichtes seine Unterstüßung wird uns reiche Früchte tragen! Frankfurt a. M., 15. August 1896. Quard. ber Rommiffion des Reichstages die dankbare Aufgabe haben, die nicht versagen. Der Bericht der kleinen Kartellkommission foll Arbeiter nicht blos, sondern sogar die freiheitlich gesinnten Meister fein umständliches, langes Schriftwerk werden, sondern nur gegen die Zumuthung zu vertheidigen, die Zwangsjacke anzu- die speziellen Erfahrungen, welche die Genossen am Ort Dr. Quard's Vorschläge haben bei oberflächlicher Betrachtung ziehen, die für sie von der Reaktion zurecht gemacht wird. Zwar mit den bisherigen Innungen gemacht haben, kurz be- sicherlich viel für sich, sie werden den Beifall der nicht breiten, hat der Bundesrath über den Entwurf noch nicht beschlossen, zeichnen und, wenn es geht, als Beilage die Junungsstatuten aber durch ihren literarischen Eifer viel Beachtung findenden aber es ist kaum zweifelhaft, daß seine Entscheidung für den für Krankenkassen, Schiedsgerichte, Herbergsordnungen u. f. w., Schicht sozialpolitischer Reformer finden, aus deren Reihen preußischen Entwurf ausfällt. Jedenfalls wird unsere Abwehr ferner Geschäftsberichte und ähnliches erhalten. Er wird dann in Quarck hervorgegangen ist und mit denen ihn heute noch so schleunig als möglich einzusehen haben. Und diese Abwehr einer Bersammlung des Kartells oder der Gewerkschaftskommission mehr verbindet als persönliche Beziehungen. Für den nicht als Vorarbeit für die parlamentarische Thätigkeit unserer verlesen und genehmigt als Zusammenfassung des wichtigsten, oberflächlichen Kenner unferer Gewertschaftsorganisationen Reichstags- Abgeordneten denke ich mir nun im Rahmen meiner das die Genossen am Ort mit den Innungen durchgemacht haben verlieren die Vorschläge Quarck erst recht an Bedeutung, wenn gewertschaftlichen Vorschläge folgendermaßen: und was sie von den neuen Zwangsinnungen namentlich mit man sieht, wie er sie jezt in die Praxis überzusehen sucht. Wir müssen Die Gewerkschaftskartelle oder Gewerkschaftskommissionen bezug auf die hervorstechendsten Einzelheiten des Entwurfes fonstatiren, daß die Vorschläge Quarc's recht unvollständig sind. aller Orten setzen die Handwerkervorlage auf eine ihrer nächsten halten. Und der auf diese Weise unter möglichst gründ. Wenn seinem Wunsche gemäß die Gewerkschaftsorganisationen und Tagesordnungen. Es wird ein Referat über den Entwurf und licher Berücksichtigung der lokalen Erfahrungen und Anschauungen Kartelle ihre Gutachten über die Handwerkervorlage eingesandt seine Begründung erstattet; noch besser, wenn gleichzeitig jedem fertiggestellte Kartellbericht geht dann durch Vermittlung des haben, dann werden die Genossen, die die Vorlage im Reichstage Mitglied oder Delegirten der Entwurf im Wortlaut, Reichstags- Abgeordneten unserer Partei an unsere Reichstags- und in der Kommission zu bekämpfen haben, nicht die Zeit und etwa ein Abdruck des Vorwärts", zugestellt werden kann. An Fraktion, der er mit den anderen, aus weiteren Orten einlaufenden, Gelegenheit haben, dieses weitschichtige Material zu prüfen, zu der Hand des Adreßbuches der betreffenden Stadt und des als außerordentlich brauchbares thatsächliches Material für die sortiren und zu verarbeiten. Wir werden dann wohl zu diesem städtischen Verwaltungsberichtes, der alle Angaben über die Behandlung des Gefeßentwurfes dient. Der Referent der Fraktion 3wecke ein größeres Bureau mit einem Generalsekretär an der am Ort bereits bestehenden Innungen und ihre Einrichtungen wird seine Aufgabe durch diese Berichte ungeheuer erleichtert sehen, Spitze einrichten müssen, von dem wir nur wünschen wollen, zu enthalten pflegt, beräth das Kartell oder die Kommission er wird mit einer Fülle von pofitivem Stoff auftreten können, daß er bei der Verarbeitung der Materialien mehr Eifer zeigt darüber, welche Branchen bis jetzt schon die Segnungen des und in den Kommissionsberathungen des Reichstages werden unsere als der Genoffe, der sich mit solchem Feuereifer an die Innungswesens erfahren haben und welche sie nach der neuen Fraktionsmitglieder zu den meisten Paragraphen mehr Waffen Sammlung der Fabriks Arbeitsordnungen gemacht hat, Vorlage noch erfahren werden. Sind namentlich diejenigen in der Hand haben, als die Abgeordneten aller übrigen Fraktionen deren Verarbeitung uns aber noch immer schuldig geblieben ist. Branchen festgestellt, in welchen die Innungen bis jetzt schon ihr und die Regierung zusammengenommen. Kein Mensch hat dagegen etwas einzuwenden, daß die in Ges Unwesen getrieben haben, das durch die neue Vorlage noch er- So sieht mein Plan, auf einen bestimmten, uns jetzt zunächst werkschaften organisirten Arbeiter in öffentlichen Versammlungen weitert und verstärkt werden soll, so werden öffentliche liegenden Fall angewendet, aus. Ich bilde mir nicht ein, zu der Gewerbenovelle Stellung nehmen. An diesen VorBranchenversammlungen für diese Berufe abgehalten, in daß die Sache gleich beim ersten Mal, wenn sie in dieser Weise schlägen ist doch nichts Neues, haben denn etwa denen möglichst Delegirte oder Mitglieder der Kartelle oder in Angriff genommen werden sollte, vollständig klappen wird. Arbeiter früher nicht auch in öffentlichen GewerkschaftsKommissionen über die bisherige Thätigkeit der bestehenden Vorläufig werden vielleicht nur die Kartelle der großen Städte das versammlungen zum Gewerbegerichts- und Arbeiterschutz Berufsinnung in der Branche und über die Neuerungen, welche Programm mit den Abänderungen, die ihnen nüßlich für ihre Gesetzentwurfe ja selbst zu den Reichstagswahlen Stellung ge durch die Vorlage eingeführt werden sollen, referiren. In der lokalen Zwecke erscheinen, ausführen, und nicht überall werden nommen? Nicht in dem, worauf Quarc sich heute zurückzieht, 50] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Söldner. Roman von Edward Lytton Bulwer. die weniger mächtigen Herren in Verbindung hätte treten können, Jahre seine unruhige Ritterlichkeit mehr gereift und gemäßigt seine Mitwirkung für die Vertreibung Rienzi's zu belohnen hatten, ihn zu einem der gefährlichsten Feinde taliens versprach. Unter allen Umständen aber hielt er es für machen mußten- Monreal hatte sich eines Kastells berathsam, die Ereignisse zu beobachten. Sollte Rienzi mächtigt und es befestigt, welches an jener herrlichen Küste " Ha, ha!" lachte Monreal, ist er so toll, dann wird mächtiger werden, so konnte Monreal unter den vortheil unterhalb Terracina lag, nicht weit von dem berühmten unsere Hilfe nicht erforderlich sein, um ihn an den Galgen haften Bedingungen, die er wünschte, mit den Baronen sich Engpaß, welchen einst Fabius gegen Hannibal vertheidigte zu bringen. Meine Freunde, laßt uns den Erfolg ab vereinigen; sollte Rienzi's Macht verringert werden, so und den die Natur für den Krieg sowohl, als für den warten! Jezt tönnen wir weder durch die Barone, noch würde sein nothwendiger Weise gedemüthigter Stolz ihn Frieden so begünstigt hatte, daß eine geringe Anzahl bedurch das Volk unsere Geldkasse füllen. Wir wollen uns zwingen, Monreal's Hilfe in Anspruch zu nehmen und auf waffneter Männer den Marsch einer Armee aufzuhalten vorläufig nach Terracina begeben. Den Heiligen sei es ge- seine Vorschläge einzugehen. Der Ehrgeiz des Provençalen vermochte. Der Besiz eines solchen Kastells an der neapolidankt!" und Monreal, der nicht ohne religiöse Andacht war, wenn auch umfassend und kühn, doch nicht fester tanischen Grenze gewährte Monreal eine Bedeutung, von war, indem er dieselbe für einen wesentlichen Bestandtheil und dauernder Art. Bis jetzt waren ihm Thätigkeit und der er hoffte, sie werde durch den König von Ungarn an= der Ritterlichkeit hielt, schlug einige Kreuze-„ die Frei- kühne Unternehmungen von mehr Werth, als die Be- erkannt werden, und da er jetzt in seinen größeren Plänen fompagnie ist nie lange ohne Quartiere". lohnungen, welche sie versprachen; und wenn es ihm an in Beziehung auf Rom überlistet worden war, wünschte " Hurrah! es lebe der Johanniterritter!" riefen die einem Bunkte mißlang, so wendete er sich in dem wahren sein thätiger und elastischer Geist sich Slück, daß er diese „ Und Hurrah für das schöne Frankreich und das Geifte der fahrenden Ritterschaft zu einem anderen. Lub- Hilfsquelle sich gesichert habe. wig, der König von Ungarn, welcher friegerisch, strenge, kühn: Deutschland!" fügte der Ritter hinzu; darauf spornte unversöhnlich, den Mord seines Bruders, des unglücklichen Sümpfe, sich ohne Umstände einiger Hütten bemächtigend, Die Gesellschaft hielt gegen Abend diesseits derpontinischen er sein bereits ermüdetes Pferd an und begann sein Lieb- Gemahls der schönen, aber lasterhaften Königin von Neapel, aus denen sie die armseligen Bewohner vertrieben, und mit lingslied: Johanna, der Maria Stuart Italiens, rächen wollte, hatte ebenso wenig Umständen die Schweine, Kühe und das Gebereits alle Anstalten getroffen, um den Garten Cam- flügel einer benachbarten Pächterei schlachteten. Kurz nach paniens dem ungarischen Joch zu unterwerfen. Schon war Sonnenaufgang durchritten sie jene ungesunden Sümpfe, die Als der Johanniterritter so mit seinen Truppen über sein unehelicher Bruder in Italien eingerückt, schon hatten bereits theilweise durch Bonifacius VIII. getrocknet waren, die einsame Kampagna zog, verfiel er bald in träumerisches einige Distrikte des Königreichs Neapel sich zu seinen und Monreal, erquickt durch den Schlaf, durch den bevorNachdenken. Monreal erinnerte sich mit bitterem Rache- Gunsten erklärt, schon hatte der nordische Monarch die stehenden Krieg mit Neapel und die Vortheile, die er gefühl seiner Zusammenkunft mit Rienzi, und stolz auf zerstreuten Kompagnien durch Versprechungen zu gewinnen sich von ihm versprach, mit seinem letzten Mißgeschick feine eigene Klugheit und sein Talent für Intriguen, fühlte gesucht und schon versammelten sich diese wilden Söldner wieder ausgesöhnt, und sich freuend, jemehr er sich einer er sich durch die Entdeckung gedemüthigt, daß er durch an den Grenzen jenes Edens von Italien, herbeigezogen Heimath näherte, in der ein Wesen lebte, welches allein einen Schlaueren überlistet worden sei. Auch waren seine wie die Geier zum Aase durch die Vorbereitungen sein Herz mit dem Ehrgeize theilte, hatte jenem Frohsinn ehrgeizigen Abfichten auf Rom für den Augenblick durch zum Kriege und durch die Hoffnung auf Raub und sich ganz wieder hingegeben, den er seiner gallischen Geburt dieselben Mittel vereitelt, auf die er alle seine Hoffnungen Plünderung. Nach dieser Seite waren jetzt die Gedanken und seinem veränderlichen, unruhigen Leben verdankte, und gesetzt hatte. Mit den Baronen war er hinlänglich bekannt bes fühnen Monreal gerichtet, und seine Krieger hatten jener für die Gesundheit so gefährliche Weg hallte wider geworden, um überzeugt zu sein, daß, so lange der An- freudig seine Absicht errathen, als sie ihn Terracina als ihr von dem lauten Gelächter und dem wilden Gesang, durch. gefehenfte von ihnen, Stephan Colonna, lebte, er jener Herr- Biel nennen hörten. den die räuberischen Söldlinge auf ihrem schnellen Marsch Dem Roß und dem Schwert Und der Minne zu dienen, Nur das ist von Werth 2c. 2c. schaft im Staate sich nicht werde bemächtigen können, welche, Monreal, welcher stets auf alle Hilfsquellen bedacht war, sich unterhielten. wenn er mit einem ehrgeizigen, oder weniger ängstlichen und und mit seinem Muth, eine Klugheit verband, die, wenn diel ( Fortfehung folgt.) " Deutsches Reich. erfahren wird als vor ihm Graf Lippe, Herr v. Roon, Herr seinen Abschied erhalten hat?" v. Kameke und Oberstlieutenant Blume, der fürzlich als General nur unter liegt der Kern seiner Borschläge, liegt etwas noch anstrebenswerthes, sondern in der Zweitheilung unserer Bewegung, in der Schaffung allgemeiner Gewerkschaftskongresse mit zum Theil über die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften vom 1. Mai Das Gefeß, betreffend die Abänderung des Gesetzes gleichen Aufgaben und ganz gleichen Rechten wie unsere Partei: 1889, sowie den Geschäftsbetrieb von Ronsumanstalten, ist mit Offiziös schreibt der Hamb. Korresp." über das neueste tage, mit ständigen Veranlassungen zu Konflikten und Friktionen! dem Datum vom 12. August 1896 eben publizirt worden. Stadium dieser Frage: Genosse Quarct irrt sich übrigens aufs allergründlichste, " Wahrscheinlich handelt es sich um die Einfügung eines Bes wenn er meint, daß fehr reichhaltiges Material zur Beurtheilung Strafprozeß- Ordnung bringt die Bossische Zeitung" Wenn dabei von einem Bestätigungsrecht des Kaisers die Rede -3ur Geschichte der Reform der Militärftätigungsrechtes des obersten Kriegsherrn für den Strafvollzug. von Gefeßentwürfen auf dem von ihm vorgeschlagenen Wege beschafft werden kann. Dazu fehlt es meistens den einzelnen Filialen eine Zusammenstellung, die auch unsere Leser interessiren wird. ist, so hängt das wohl mit der Annahme zusammen, daß der der Verbände an den nöthigen Kräften, und wo diese vorhanden Das freisinnige Blatt schreibt: find, fehlt es an der nöthigen Zeit. Die statistischen Leistungen„ Es Es ist der Mühe werth, eine Rückschau auf die Ver- Kaiser das bisherige Bestätigungsrecht nicht ganz aufzugeben geneigt sei. Nach der Reichsverfassung würde dieses vieler Gewerkschaften beweisen zur Genüge, daß man sich nicht heißungen zu halten, die für eine baldige Reform der Militärdem Kaiser Recht im Frieden für die Strafprozeß- Ordnung vom Ministertisch ergangen find. Eine preußischer Verwaltung stehenden Theile des Reichsheeres, den Illusionen Quard's hingeben darf. Mit der Beschaffung des Materials werden die Gewerk- eingehende Erörterung fand am 2. September 1862 im preußi- nicht aber über das bayerische, sächsische und württem schaften es auch nicht so leicht haben, als Quard meint; schen Abgeordnetenhause statt. Der Abgeordnete Reichens bergische Kontingent zustehen. Welche rechtliche Bedeutung Dr. Quarck überfieht ganz, daß die Beschaffung dieses Materials fperger erklärte damals, er habe das Gesetz über das Militär- die Fassung hat, daß der Strafvollzug, und nicht, den Gewerkschaften meist ganz unmöglich sein wird, selbst wenn strafverfahren Paragraph Paragraph durchgenommen wie bisher, das Urtheil der Bestätigung unterliegen soll, ist die Redakteure unserer Parteiblätter die Gewerkschaften hierbei und müſſe gestehen, daß es ihm scheine, als ob kaum schwer zu sagen. Handelt es sich, wie anzunehmen, um mehr unterstüßen wollten. Dr. Quarck dürfte wohl wissen, wie wenig bem heutigen Standpunkte der Strafrechtspflege billig erwarten Ginheit der Rechtsprechung in Strassachen für das Heer ein einziger Paragraph dem entspreche, was man von als das ohnehin ja bestehende Begnadigungsrecht, so bleibt die Der Justizminister Graf zur Lippe erhob sich und organisatorisch lückenhaft, und es kann durch Verschiedenheit in der Ausübung des Bestätigungsrechts auch thatsächlich leicht eine Das gegenwärtige Verfahren in Zivilstraffachen gilt Verschiedenheit der Strafrechtspflege für die verschiedenen Theile offenbar für einen Fortschritt gegen das frühere, und ich des Reichsheeres herbeigeführt werden." müßte mich jeder Entwickelung unserer Verhältnisse verschließen, wenn ich nicht anerkennen wollte, daß das seit langer Zeit fabinets zum Kriegsministerium und erklärt: Die Gefahr einer Dasselbe Blatt behandelt weiter die Stellung des Militärbestehende Verfahren der Militärftrafgerichte auch einer Ver- unverantwortlichen„ militärischen Nebenregierung wird man besserung fähig sei." nicht unterschäßen dürfen". es Prof. Stieda trotz Unterstüßung durch amtliche Stellen ge= lungen ist, sich ein auch nur annähernd genaues Bild von dem Umfange und den Leistungen der deutschen Junungsbewegung zu verschaffen und den Gewerkschaftsorganisationen jedes beliebigen Drtes foll dies möglich sein?! Was uns die Hauptfache an dem heutigen Artikel Quard's erfcheint, ist die Aufgabe seines ursprünglichen Vorschlages; damals wollte er eine direkte Zweitheilung unserer Bewegung ,, neben den Parteitagen unserer Partei allgemeine Gewerkschafts- Rongresse, die die Stellung unserer Fraktion bestimmen sollen, die der ganzen Partei Direktiven geben sollen. Nach der nun so ziemlich allgemeinen Verurtheilung seiner Vorschläge durch die Gewerkschaftspresse will er von den Gewerkschaften blos noch Materialien für die Fraktion sammeln lassen. Somit beweist er mit seinem heutigen Artikel nicht die Rich: tigkeit seiner Vorschläge, sondern, soweit ihm damit etwas gelingt, das gerade Gegentheil. Politische Uebersicht. Berlin, 18. August. Die neue Marinevorlage in Sicht. Nach Angabe eines parlamentarischen Berichterstatters wird für die nächste Reichstags- Tagung eine neue Marine vorlage vorbereitet, zu der Kontreadmiral v. Tirpitz bereits einen Entwurf ausgearbeitet habe. Die Höhe der Forderung werde auf 100 bis 150 Millionen Mart angegeben. tönne. erklärte: vor 0 " -D Der Justizminister schloß die Ausführungen, die er im Namen der Staatsregierung machte, mit der Erklärung: Der Bäckerinnungs- Tag hat die von uns schon Nach dem, was ich gesagt habe, glaube ich eine Revision in der letzten Nummer veröffentlichte Resolution gegen der Bestimmungen über das Strafverfahren bei den Militär- den Waximalarbeitstag im Bäckergewerbe gerichten in eine gewisse Aussicht stellen zu können." einstimmig angenommen. Der Abstimmung gingen viele Der Justizminifter meinte, wie aus dem Zusammenhange trause Reden voraus, in denen Berlepsch, Lohmann, Hiße und hervorgeht, unter dieser" gewissen Aussicht" nicht eine ungewisse andere Staatsstüßen arg beschimpft und Behauptungen aufgestellt Aussicht. wurden, wie die, daß der Bäckerstand in sanitärer Beziehung Es vergingen nahezu acht Jahre, da beschäftigte sich der zu den besten gehöre. Reichstag mit derselben Angelegenheit. Icht war der Kriegs Obermeister Gemeinhardt trat für folgenden Antrag minister v. Roon bereit, eine Auskunft zu ertheilen. Er erklärte der Innung Konkordia" in Berlin ein:" Der Verbands. am 80. März 1870, darüber könne gar kein Zweifel sein, daß tag wolle beschließen, die hohe Staatsregierung sich die Militärgefeßgebung der allgemeinen Landesgesetzgebung zu ersuchen, die Machtarbeit im Bädergewerbe anzuschließen habe. Wenn nun der Bundeskanzler aufgefordert burch gesegliche Bestimmung zu verbieten". werden solle, bald möglichst, spätestens gleichzeitig mit der Die Junung sei sich, als sie diesen Antrag stellte, bewußt gewesen, neuen Strafprozeß Ordnung eine Reform der Militärgerichts- welche Aufregung durch denselben hervorgerufen werde. Seit barkeit vorzubereiten, so könne er sich wohl darauf beschränken, zu zwei Jahren komme das Bäckergewerbe nicht aus den Beunruhi erklären, daß die angestrebte Uebereinstimmung in dem Gerichts- gungen heraus, und man müsse danach trachten, das Handwerk verfahren für das Militär nicht früher wird in Angriff ge- in geordnete Bahnen zu bringen. Nicht zum Nachtheil, nommen werden können, als bis man sich über ein sondern zum Vortheil für das Gewerbe würde es allgemeines Strafprozeß Verfahren für den fein, wenn man von der seit Jahrhunderten über. Man munkelt davon, daß auf Wilhelmshöhe auch diese Norddeutschen Bund geeinigt hat." Die Straf- lieferten Praxis, daß der Bäder in den Nachts Frage besprochen wurde, daß der Reichskanzler erklärt prozeß- Ordnung für das Deutsche Reich tam zu stande, und am stunden arbeite, abgeben würde.( Schlußrufe.) habe, eine Marinevorlage nur durchseßen zu können, 21. Dezember 1876 unterhält fich der Reichstag abermals mit mit der Zeit haben sich besonders in den großen wenn die Reform des aufgeschoben wird. Das Auftauchen der uferlosen im Namen des Bundesraths der Oberstlieutenant Blume. Er Uebelstände herausgebildet. Unter dem Rabatt und Pläne wird die politische Diskussion in der nächsten Zeit erklärte: Zwischenhandel Wesen leide das ganze Handwerk.( Schluß! beherrschen. Wichtig wird es vor allem sein, auf die StelDie Militärverwaltung hat die Aufgabe stets im Schluß!) weshalb solle denn der Bäcker allein lung des Zentrums zu achten, dessen Führer zum theil für Auge behalten, eine Militär- Strafprozeß- Ordnung für das zur Nachtzeit arbeiten?( Stürmische Schluß. die neue Vorlage gewonnen sein sollen. Deutsche Reich in Angriff zu nehmen, sobald die bürgerliche rufe, Unruhe.) Heute wäre der geeignetste Beitpunkt, dem Strafprozeß- Ordnung zum Abschluß gelangt sein würde. Maß Uebelstand entgegenzutreten und der Regierung zu zeigen, gebend hierfür ist einmal der Umstand, daß gegenwärtig im daß man auf eigenen Füßen stehen tönne. Deutschen Reiche noch drei verschiedene Militär- Strafprozeß( Stürmische Unterbrechungen.) Die Versamm Ordnungen in kraft stehen. Anderseits verschließt sich die ung lehnt jede Debatte über diese Frage Militärverwaltung der Erkenntniß nicht, daß die für den und damit auch den Antrag gegen die Stimme des Antrag größten Theil des deutschen Reichsheeres maßgebende Strafstellers ab. prozeß- Ordnung der Vervollkommnung in manchen Punkten be Die Herren Bäckermeister werden nicht im stande sein, eine dürftig und fähig ist. Endlich wird der Grundfah aufrecht erhalten werden müssen, daß die militärische Strafgefeßgebung den wesentlichen Prinzipien der allgemeinen Strafgefes gebung insoweit fich anzuschließen hat, als nicht Die besonderen militärischen Verhältnisse und namentlich die Rücksicht auf die militärische Disziplin Abweichungen nothwendig machen." habe, eine Marinevorlage nur durchse nicht weiter der Regierung über die Militärgerichtsbarkeit. Jetzt antwortet Städten infolge der Nachtarbeit schwere Für die Sozialdemokratie ist die Frage spruchreif. Für sie kann von einer Bewilligung zahlreicher Millionen für die Flotte keine Rede sein. Wir haben zahllose dringende Aufgaben im Innern des Reiches, deren Lösung aus Mangel an Geld aufgeschoben wird; wir werden bekämpft mit allen Mitteln, wir sind prinzipielle Gegner des Militarismus zu Wasser wie zu Lande. Für uns gilt nach wie vor die Parole: Keinen Mann und keinen Groschen! Der Kriegsminister v. Rameke bat gleichzeitig den Reichstag, auf einen Beschluß zu gunsten der Beschränkung der Zuständigkeit Der Militärgerichte zu verzichten: Versammlung von Bäckergehilfen anzuführen, in denen auch nur in annähernd ähnlicher Weise ein Antrag und ein Redner so unparlamentarisch behandelt wurde, wie der Obermeister Gemein hardt. Und diese Gesellschaft will den Glauben erwecken, reif genug zu sein, ihre sozialen Pflichten selbst zu beurtheilen. " Die schwer geprüften Gläubiger Griechenlands" haben das Herz ber Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" fo gerührt, In der heutigen Sizung gab die Neu- Organisation daß sie sich gemüßigt fühlt, einer anderen Offiziösen", der des Handwerks Anlaß zu sehr lebhafter Debatte. Münchener Allgemeinen Zeitung", die sich dahin geäußert, daß Geh. Dber Regierungsrath Dr. Sieffert erklärte auf eine Ander Reichsregierung kein anderes Einwirkungsmittel zu Gebote frage, die Zwangsorganisation sei für das gesammte Handwerk stehe, als Vorstellungen und Proteste", die Leviten zu lesen. vorgesehen, die Regierung habe nur geglaubt, die außerhalb des Was das für Mittel seien, sagt die„ Norddeutsche" nicht; ge Sie würden dadurch den verbündeten Regierungen es er- Handwerts stehenden freien Innungen nicht stören zu sollen. Die radezu Anwendung von Gewalt wagt sie nicht zu empfehlen, leichtern, dem Reichstage eine neue Militär- Strafprozeß- Ordnung me i sten Redner erklärten sich für die Zwangs. aber, meint fie, zwischen papiernen Protesten und der Anwendung womöglich schon in der nächsten Legislatur organisation, bezeichneten aber die Vorlage als noch von Gewalt bestehe ein sehr breiter Raum für wirksames periode vorzulegen." verbesserungsbedürftig. Die Beschlußfaffung wurde Handeln. Worin aber dieses letztere bestehen solle, darüber Das ist jetzt nahezu 20 Jahre her. Aehnliche Zusicherungen auf morgen vertagt. schweigt die Norddeutsche". Wir glauben, niemand verdient und Verheißungen sind in der Zwischenzeit wiederholt erfolgt. weniger Mitleid, als die Spekulanten, welche aus der Noth Am 5. März 1895 stellte der Kriegsminister Bronsart v. SchellenGriechenlands Kapital zu schlagen suchten; ihnen geschieht nur recht, dorff seinen Rücktritt in Aussicht, wenn er die Militär Straf wenn fie reingefallen sind. Daß das Reich, um ihnen zu ihrem prozeß- Ordnung nicht verabschieden könne, und endlich am verspekulirten Gelde zu verhelfen, sich ins Zeug legen oder sich 18. Mai 1896 erklärte Fürst Hohenlohe nahezu mit denselben auch nur in diplomatische Ungelegenheiten stürzen soll, dieses Worten, die schon im Jahre 1862 von dem Grafen zur Lippe Verlangen ist der Gipfel der Unverschämtheit, zumal seitens gebraucht wurden: solcher Kreise, die ein Zetergefchrei erheben, wenn der Staat sich zu gunsten der Arbeiter ins Mittel legt, um ihnen auch nur eine neunstündige Ruhepause zu verschaffen. Daß der Geldsack den Staat als feine Domäne ansieht, das sind wir gewöhnt; aber daß er diese seine Herrschaft so offen proklamirt, zeigt, daß er auch jeder Scham bar ist. Manfen's eigener Bericht. " Es ist seit langem allgemein anerkannt, daß unsere Militär- Strafgerichts- Ordnung der Verbesserung bedarf und daß die deutsche Armee ein einheitliches Strafgerichts- Verfahren nicht entbehren kann." Der Reichskanzler stellte dann den Entwurf für den Herbst in Aussicht. Ob er mit dieser Verheißung ein besseres Schicksal - Ueber den Untergang des Itis" bringt endlich der Reichs- Anzeiger" eine amtliche Darstellung. Derselben entnehmen wir das folgende: Die Maschine war in guter Ordnung und wurde mit hohem Druck gefahren, ein Zeichen, daß auch die Ressel sich in gutem Zustand befanden. Das Wetter war gegen Abend unsichtig, der Wind aufkommend stürmisch. Nach Aussage der Geretteten hatte das Kanonenboot auf der Reise von Shanghai nach Robe im Jahre 1895 schlechteres Wetter gehabt. Kurz nach 10 Uhr 30 Minuten ist das Ranonenboot auf den Grund gestoßen. Am 14. März 1895 verließen Johansen und ich den„ Fram" auf 83 Grad 59 Minuten nördlicher Breite und 102 Grad 27 Minuten östlicher Länge. Owerden die allgemeinen Anschauungen über das Polarmeer wesentlich verändern. Unter dem talten Eiswasser, die Oberfläche des Polarmeeres deckend, fand sich bald wärmeres und Ueber feine denkwürdige Reise sowie den Verlauf der ganzen falzigeres Golfstromwaffer bis zu 1/2 Grad Wärme. Wie er- Unser Ziel war, das Meer nordwärts zu durchforschen, die Expedition liegt jetzt der erste ausführlichere zusammenhängende wartet, war unsere nordwestliche Trift am stärksten im Winter höchstmögliche Breite zu erreichen und überFranz Josef- Land nach Bericht Nansen's selbst vor. Die Boff. 8tg." giebt daraus nach und Frühling, während uns im Sommer nördliche Winde auf Spißbergen zu gehen, wo wir sicher sein konnten, ein Fahrzeug Verden's Gang" folgendes wieder: hielten. anzutreffen. O Der„ Fram" verließ in der Nacht zum 4. August 1893 die Am 18. Juni 1894 waren wir auf 81 Grad 52 Minuten Wir hatten 28 Hunde, 3 Schlitten und 2 Segeltuchtajaks Jugor'sche Straße und mußte sich seinen Weg an der Rüfte nördlicher Breite, trieben aber wieder südwärts. Erst am( die Kajats der Estimos bestehen aus Felle), letztere für den Eibiriens durch viel Eis bahnen. Im Karischen Meer wurden 21. Oktober paffirten wir den 82. Grad nördlicher Breite. Am Fall, daß offenes Wasser angetroffen würde. Der Hunde eine Insel und längs der Küste zum Kap Tscheljustin viele Weihnachtsheiligabend waren 83 Grad erreicht, einige Tage proviant war für 30 Zage berechnet, uufer eigener Proviant für andere Inseln entdeckt. Am 15. September befanden wir uns vor später 83 Grad 24 Minuten, die nördlichste bis dahin erreichte 100 Tage. dem Dlenet, es war aber zu spät zum Landen, um die dort Breite. Wir machten anfangs Tagesmärsche und das Eis schien bereit gehaltenen Hunde an Bord zu nehmen; dies hätte eine Am 4. und 5. Januar 1895 war der Fram" den stärksten nicht sehr zu treiben. Wir waren schon am 22. März auf Verzögerung von einem Jahr herbeiführen können. An den neu- Schraubungen, die wir erlebten, ausgesetzt. Er war damals im 85 Grad 10 Minuten nördlicher Breite; aber das Eis wurde fibirischen Inseln vorbei draugen wir nun ins offene Meer Eife von mehr als 30 Fuß Dicke eingefroren, über das sich noch unebener und wir erhielten füdliche Trift. Am 29. März hatten bis 78 Grad 50 Minuten nördlicher Breite und 183 Grad 37 Mi- weitere schwere Eismaffen schoben, unwiderstehlich gegen die wir nur 85 Grad 30 Minuten erreicht. Es war klar, daß wir nuten östlicher Länge. Hier machten wir am 22, September 1893 Backbordfeite des Schiffes drängten und es zu begraben und zu ziemlich schnell südwärts getrieben wurden. Das Eis war in das Schiff au einem Eisfelde fest und ließen uns vom Eise ein zertrümmern drohten. Der nothwendige Proviant, Segeltuch Bewegung; in allen Richtungen schraubte es sich auf. Ununterschließen. In der Trift mit dem Gife ging es nun langfam in kajaks und die übrige Ausrüstung war aufs Gis gebracht worden, brochen mußten wir uns abmühen, einen Weg zu bahnen und nördlicher und nordwestlicher Richtung, wie der Plan der und alle Mann waren bereit, das Schiff zu verlassen, sobald dies die beladenen Schlitten über die hochgethürmten Eisrücken hinwegExpedition es voraussette. Wir hatten gewaltige Schraubungen erforderlich sein sollte. Wir waren dann darauf vorbereitet, die bringen. des Eises, aber der Fram" war jedem Schrauben gewachsen. Reise auf einem Eisfelde treibend fortzusehen. Der Fram" Am 4. April waren wir auf 86 Grad 3 Minuten nördlicher Die Temperatur fiel schnell und hielt sich den gauzen Winter übertraf jedoch alle Erwartungen. Breite; wir hofften auf befferes Eis, aber es wurde stets hindurch niedrig. Wochenlang war das Quecksilber gefroren; die Als das Schrauben des Eises den höchsten Grad erreichte schlechter, und am 7. April war es so holperig, daß ich es nicht niedrigste Temperatur war 52,6 Grad. Alle Mitglieder der Er- und das Eis sich hoch über die Schiffswände thürmte, wurde für gerathen fand, noch weiter nordwärts fortzusetzen. Unsere pedition waren während der ganzen Reise bei bester Gesundheit. das Fahrzeug von dem Eise, in dem es eingefroren war, los Breite war hier 86 Grad 14 Minuten. Wir machten noch eine Das elettrische Licht wurde durch die an Bord des Schiffes be- geriffen und langsam in die Höhe gehoben. Nicht ein bischen Schneeschuhtour nordwärts, entdeckten aber, daß ein Vorwärts. findliche Windmühle in Betrieb gefeßt und entsprach den Er war beschädigt. Nach dieser Erfahrung betrachte ich den Fram" fommen unmöglich war. Ueberall bis zum Horizont lag Eis wartungen. Die Beit verlief angenehm unter den besten Ver- so gut wie unbefiegbar vom Eise. Seitdem hatten wir teine aufgethürmt, wie eine zu Eis erstarrte Brandung. Die Tem hältnissen. Jeder that freudig feine Pflicht. Bessere Männer Schraubung mehr. Die Trift ging schnell nordwärts weiter. Da peratur hielt sich die ganze Zeit hindurch niedrig, während drei für eine Expedition fönnten schwerlich gefunden werden. ich nun voraussah, daß der Fram" bald nördlich von Franz Wochen ungefähr 40 Grad. Für unsere gute, aber zu leichte Südlich vom 79. Grad fanden wir 90 Faden Tiefe, nördlich Josefs- Land seine höchste Breite erreicht haben müsse, entschloß ich Wollkleidung war dies oft eine bittere Rälte. Unsere Pelze hatte das Meer überall zwischen 1600 und 1900 Faden Tiefe, mich, das Schiff zu verlassen, um das Meer nördlich von hatten wir, um Gewicht zu sparen, zurückgelaffen. was die Theorie von einem seichten Polarmeer umwirft. Der dessen Route zu durchforschen. Johansen war bereit, mir zu Jm März betrug das Minimum 45 Grad, das Maximum Meeresboden zeigte einen merkwürdigen Mangel an organischem folgen, und ich hätte einen geeigneteren Kameraden nicht 24 Grad, Minimum im April 88 Grad, Maximum 20 Grad Leben. Während der Fahrt konnten Beobachtungen von Bedeutung finden können. Die Leitung der Expedition auf dem" Fram" Kälte. Von Land wurde keine Spur gesehen. Am 8. April gemacht werden. Hansen und Johansen führten eine Reihe von übergab ich an Rapitän Sverdrup. Ich habe solches Vertrauen folgten wir den Rours auf Franz Josef Land. Am 12. April meteorologischen, magnetischen und astronomischen Beobachtungen zu feiner Züchtigkeit als Leiter und seiner Fähigkeit, Schwierig standen die Chronometer still und wir waren unsicher hinsichtlich aus. Blessing unternahm Nordlichtbeobachtungen. Außerdem feiten zu überwinden, daß ich nicht daran zweifle, er werde alle unserer Längengrade. Südwärts nahmen die Eisspalten zu und wurden botanische und zoologische Beobachtungen und Samm Mann unversehrt heimführen, selbst wenn das Schlimmste ge- erschwerten unser Vorwärtskommen, während der Proviant abe lungen, Tiefseelothungen, Untersuchungen der Temperatur des schehen und der Fram" verloren gehen sollte, was ich für uns nahm; von den Hunden mußte einer nach dem andern ges Wassers und des Salzgehaltes des Seewaffers, der Bildung und wahrscheinlich halte. Am 3. März erreichten wir 84 Grad schlachtet werden, um als Futter für die Ueberlebenden zu dienen. Bewegung des Eises u. s. w. ausgeführt. Die Forschungen 4 Minuten nördlicher Breite. Die Hunderationen wurden auf das mindeste beschränkt, und die " = Aus Vorstehendem geht hervor, da« der Kommandant gegen 10 Uhr wahrscheinlich infolge des unsichtigen Wetters erheblich langsamer gegangen ist. Ob der ursprüngliche Kurs beibehalten ist, läßt sich nicht sesistellen, da keiner der Geretteten etwas über die Navigation anzugeben weiß. Wenn die gemeldeten Angaben der Geretteten richtig sind, so muß der Strom eine ganz ungewöhnliche Richtung gehabt haben und von sehr auf- fallender Stärke gewesen sein. Aus allein geht hervor, daß die gemeldeten Angaben der Geretteten und Leuchtthurmwürter aus unbedingte Sicherheit keinen Anspruch machen können und daß ein cndgiltiges Urtheil erst nach Eingang der schriftlichen Vernehmungen ge> bildet werden kann. Was die in den Zeitungen aufgetauchten Gerüchte über den Nicht ganz seetüchtigen Znstand des Kanonenbootes anlangt, so ist zu bemerken, daß sich Schiff und Maschine nach den An- gaben des vorigen Kommandanten bei der Kommando- Übergabe im Frühjahr dieses JahreS in guter Verfassung be- fanden und das Kanonenboot durchaus seetüchtig und sicher war. .Auch die Schiff-chiographie des Kanonenboots enthält die Ansichten früherer Kommandanten, wonach man sich an Bord in schlechtem Wetter durchaus sicher gefühlt habe. .— Die nächste Sitzung des Ausschusses des Zentralverbandes deutscher Industrieller findet am 30. September zu Verlin statt. Auf die Tagesordnung sind laut den„Berliner Politischen Nachrichten" gesetzt: Bericht über die geschäftliche Thätigkejt seit der vom 3. JUni dieses Jahres abgehalienen Sitzung des Ausschusses,. Entwurf eines Handels- Gesetzbuchs, Entwurf eines Gesetzes betr. die Abänderung der Geiverbe-Ordnung, Organisation des Handwerks und Entwurf emcs Gesetzes betr. die Ergänzung und Abänderung des Gesetzes über die Handelskammern vom 24. Februar 1870.— — I in Heere soll keine Politik getrieben w e r d e n. also auch kein konfessioneller Haß gestattet werden. Wie stimmt dies mit folgender Mitlheilung: »Das bayerische Kriegsministerium hat Instruktionen für die Koinpagnie-, Batterie- und Eskadronchess über die Belehrung erlassen, die den zur Reserve übertretenden Unteroffiziere» und Mannschaften bei ihrer Entlassung zu ertheilen ist. Es wird darin den Hauptleuten und Rittmeistern empfohlen, die zu beurlaubenden Mannschaften auch darüber aufzuklären, daß sie bei Beschaffung ihrer Zivilkleidmig(Anzüge, Stiefel) die deutschen und christlichen Gcschäitslente berücksichtigen sollen, wodurch sie auch in den meisten Fällen die Garanlie für solide preiswürdige Waare erhielten. Ganz besonders aber sei vor den j üb i s ch e n Kleider- und Stiefelbazaren und ähnlichen Schleuder» gefchüsten zu warnen." Mainz, 17. August.(Eig. Ver.) Von der bei der Verstaatlichung der hessischen Ludwigsbahn zur Verfügung stehende» Summe von 810 000 M., welche die Zweite Kammer bewilligt hat, erhalten die seitherigen Direktoren als Abfindungssumme für den Verlust der Tantismen folgende Summen: Regiernngs- rath Reischert und Kommerzienrath Maschmann je 170 000 Mark, die Herren Hildebrand und Groß je 167 000 M. und Bauralh Hey! 136 000 Mark. Letzterer Herr tritt in den Staatsdienst über, deshalb ist seine Abfindung geringer bemessen worden. Ursprünglich waren die Abfindungs- summen noch höher bemessen. Welche Abfindungssumme an die schlecht bezahlten Arbeiter und Beamten der Ludwigsbahn ver-� theitt wird, ist noch nicht festgestellt!!— — Zum Fall Puttkamer schreibt man aus kolonialen Kreisen: „Als der Gouverneur v. Puttkamer ziemlich spät von den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen hörte, hat er eine Ent- gegnung bei der vorgesetzten Behörde eingereicht, die die Grund- lostgkeit und Schwäche der veröffentlichten Anklage in solcher Weise darthat, daß danach der frühere Plan wegen der Abreise des Gouverneurs noch in diesem Monate auf seinen Posten in West- afrika festgehalten wurde. Das Auswärtige Amt wird nun Klage gegen das„Berliner Tageblatt" einreiche». Herr v. Puttkamer selbst wird gegen die Beschuldigungen nichts unternehmen. Uebrigens verlautet, daß die in Kamerun ansässigen Hamburger Firmen eine Adreffe an den Gouverneur entwerfe» wollen, »vorin sie nicht nur den Anklagen entgegentreten, sondern namentlich darthun wollen, daß Handel, Verkehr und Plantagenwirthschaft mit der Geschäftsführung des Gou- verneurs sehr zufrieden find. Die Anklage» gegen Herrn v. Puttkamer kamen zum Vorschein, nachdem Freiherr v. Stetten erklärt hatte, daß er diesen Machinationen fernstehe. Da diese Dinge schon einmal von einem süddeutschen Abgeordneten im Reichstage berührt wurden, so liegt die Annahme nahe, daß auf diesem Wege auch jetzt die Einzelheiten in die Oeffentlichkeit gelangt sind." Wir ßlauben, daß die Freunde des Herrn v. Puttkamer besser thäten, die für die nächsten Tage avisirte Rückkehr des Herrn von Stetten abzuwarten, bevor sie den Tag vor dem Abend loben.— — Von Herrn L and tags-Abgeordneten Mohr- Bahre nf e l d geht u»S folgende Berichtigung zu: „Es ist nicht wahr, daß ich es unternoninien habe, den Werkmeister eines Fabrikanten durch Versprechungen zu bestimmen, Einrichtungen und Fabrikationsgeheimnisse zum Zwecke des Wett- unde selbst waren bald in trauriger Weise abgemattet. Im uni wurden die Eisspalten schlimmer, dazu der Schlittenweg elend. Hunde, Schneeschuhe und die Schlittenkufen gruben sich tief in den Schnee, beständig nahm die Zahl der Hunde ab, ei» Vorivärtskommen war fast unmöglich. Aber wir hatten keine Wahl und quälten uns vorwärts, während Menschen- und Hunde- rationen auf ein Minimum herabgesetzt wurden. Wir hofften ständig Land in Sicht zu bekommen, aber ver- gebens. Am 61. Mai waten wir auf 82 Grad 21 Minuten nördlicher Breite, am 4. Juni auf 82 Grad 18 Minuten, am IS. Juni waren wir Nordwest auf 82 Grad 26 Minuten ge> trieben; aber auf dem Längengrad von Kap Fligely sahen wir auch ferner kein Land, was immer räthselhaster wurde, und der Weg wurde schlimmer. An, 22. Juni schössen wir endlich eine Robbe, und wir be- schloffen, zu warten, bis der Schnee geschmolzen ivar, wir wollten von Robbenfleisch lebe». Wir schössen auch drei Bären. Die zwei Hunde, die wir noch hatten, wurden gut gefüttert. Am 23. Juli zogen wir weiter und bekamen am 24. Juli endlich unbekanntes Land in Sicht. Wir waren auf ungefähr 82 Grad nördlicher Breite. Das Eis war überall in kleine Felder aufgebrochen. Die Spalten dazwischen waren mit Eis- llumpe» und Eisschlamm gefüllt, so daß ein Vorwärtskommen darin mit Kajaks nicht möglich war. Wir mußten uns mit größter Anstrengung von einem Eisllumpen zum anderen valanziren. Land erreichten wir erst am 6. August auf 81 Grad 38 Minuten nördlicher Breite und ungefähr 63 Grad öst- licher Länge und fanden hier drei Inseln, die ich Hvittenland nannte. Wir hielten westwärts im offenen Wasser längs dieser Inseln und entdecken am 12. August ein ausgedehntes Land von Südost bis Nordost. Wir verstanden dies nicht und glaubten auf der Länge des AustriasundS zu sein, fanden aber keine Ueber- einstimmung mit Payer's Karte, nahmen deshalb a», daß unsere Länge vollständig falsch sei und daß wir an die unbekannte Westküste von Franz Josef-Land gekommen seien. Wir gingen nun durch einen Sund auf 81 Grad 30 Minuten, bogen süd- westlich längs der Westküste des Landes und hofften halb den Kurs auf Spitzbergen halten zu können. Im Westen fanden wir kein Land. bewerbs mir mitzutheilen, daß ich, um Fabrikationsgeheimnisse von Angestellten zu erspähen, dorthin gereist sei. Es ist ferner nicht wahr, daß ich mich in die Fabrik zur Mittagszeit eingeschlichen habe; ich bin überhaupt nicht in der Fabrik gewesen. An dem ganzen Polizeibericht ist überhaupt von dem wesentlichen nichts wahr, außer, daß ich in Worms gewesen bin und bei dem, nicht als Werkmeister, sondern mit mehreren Ge- sellen selbständig arbeitenden Schloffermeister P. Hahn in Horch- heim bei Worms eine von ihm erfundene Maschine bestellen wollte, wie sie in einer Fabrik bei Worms arbeitet, und hieraus völlig»»berechtigter Weise ein Anlaß genommen ist, mich an- zuhalten.(Ich bin übrigens nicht allein, sondern in Gemeinschaft mit Posthalter Kaufmann aus Worms bei dem Schlossermeister Hahn gewesen; wenn ich ihn zu einer unerlaubten Handlung hätte veranlassen wollen, würde ich doch keinen Zeugen mit- genommen haben.)" Oesterreich. — Die katholische Kirche hat den polnischen Schlachtschitzen wieder einen Liebesdienst erwiesen, sie hat über den Bauernagitator Peter Stojalowski den großen Bann ver- hängt.— Italien. Nom, 16. August.(Eig. Ber.) Die Frage der Kammer- auflösung wird in der italienischen Presse lebhaft erörtert. Alle Parteien, welche bei den letzten, unter Crispi vollzogenen Kammerwahle» durch die Wahlumlriebe der Crispi'schen Präiekten geschädigt worden sind, verlangen schon deshalb die Auflösung der Kammer und freie Neuwahlen. Aber auch von den Partei- Interessen abgesehen, muß die Beseitigung der jetzige» Kammer als eine Forderung des politischen Anstands erscheinen, weil das Verhältniß dieser Kammer zu Crispi den Charakter einer völligem Camorra, einer gegen- seitigen Versicherung unlauterer Privatinteressen angenommen hatte. Man sollte nicht vergessen haben, daß Crispi in den Versammlungen seiner parlamentarischen Majorität zu sagen pflegte:„Ich bin um Euretwillen an der Regierung, jeden billigen Wunsch werde ich Euch befriedigen", oder auch:„Ich bin bereit, Euch bis in die Hölle zu folgen." Diese Kammer hat in der That Herrn Crispi die wesentlichsten Dienste geleistet, indem sie es immer verhindert hat, daß die schweren Anklagen, welche gegen Crispi wegen seiner Bestechung durch die Römische Bank und wegen seiner Verschachernng italienischer Orden gerichtet worden waren, im Hause zur Verhandlung kamen. Daß die nämliche Kammer später auch Herrn di Rudini eine Majorität gegeben hat, kann anständigerweise keinen Grnnd dafür bilden, sie fort- bestehen zu lassen, sondern liefert nur einen neuen Beweis für ihre Gesinnungslosigkeit; eine wirklich zuverlässige Stütze würde die Regierung nur in einer anderen Kammer finden können. Auch der Umstand, daß zur Zeit kein formaler Konflikt zwischen der Kammer und der Regierung vorliegt, wird mit Unrecht als ein Grund gegen die Kammerauflösung geltend ge- macht. Es genügt für die Auflösung die Thatsache, daß die Kammer unfähig ist, politische Fragen aus einem anderen Gesichtspunkte als dem der persönlichen Interessen ihrer Mit- glieder zu betrachten. Wie sehr die ehemalige Crispi'sche Majorität eine Kanunerauflösung fürchtet, geht daraus hervor, daß sie durch ihr Organ, die„Tribuna". Herrn di Rudini ganz öffentlich anbietet, ihn, wofern er nur auf die Auflösung ver- zichtet, gegen diejenigen seiner bisherigen Anhänger schützen zu wollen, welche mit der Fortdauer der jetzigen Kammer nicht ein- verstanden seien. Der Besitz der Mandate, mit welchem i« Italien so viele Privatvortheile verbunden sind, ist für diese Leute wichtiger, als jedes politische Programm. Für eine Kammerauflösung sind gerade die Sommerferien des Parlaments die geeignetste Zeit: denn Neuwahlen, die erst nach dem Wieder- zusanimentritt der Kammer ausgeschrieben würden, würden die Sitzungen aus mehrere Monate unterbrechen und die ganze Sitzungsperiode unfruchtbar machen.— Rustland. — Der Petersburger sozialdemokratische Verein hat den i» der Nr. 169 des„Vorwärts" abgedruckten Aufruf des Finanzministers an die Arbeiter seinerseits mit einem Aufruf beantwortet, dessen Wortlaut wir hier mit einigen Ab- kürzungen folgen lasten:' „An die Petersburger Arbeiter! Genossen! Der Weber- streik hat die kaiserliche Regierung so erschreckt, daß sie zu allen möglichen Mitteln Zuflucht nimmt, unr ihm ein Ende zu machen. Zuerst hat sie uns auf jede Art einzuschüchtern versucht; sie bedrohte uns mit dem Gericht und Gefängsiiß, versprach uns in die Heimath auszuweisen und that- sächlich verhaftete sie auch und wies mehr als 1000 Mann aus, aber dies alles hals nicht. Jetzt nimmt sie Zuflucht zu Flug- blättern, tritt mit uns in eine Unterhaltung ei», was bisher nicht der Fall war. Die kaiserliche Regierung ladet uns ein, in Gottes Wahrheit zu leben und versichert uns. daß ihr die Interessen der Fabrikanten und Arbeiter gleich theuer sein. Ist dem auch so? O ja, gewiß! Schaut euch um, Genossen, die Kapitalisten veranstalten Verabredungen, um die Waarenpreise zu erhöhen, und Kongresse, um mit einander ihre Schelmenstreiche zu besprechen, den Arbeitern ist es aber unmöglich, gemeinsam über ihre Interessen zu be- rathen: das ist ungesetzlich. Den Kapitalisten hat man ver« sproche», auf die eine oder andere Weise den während des Streiks erlittenen Schaden zu ersetzen, den Arbeitern hat man Am 13. August wurden wir eine Woche hindurch vom Eise eingesperrt, und am 26. August erreichten wir ein Land aus 31 Grad 12 Minuten nördlicher Breite und b6 Grad östlicher Länge, das für eine Ueberwinteruug geeignet schien. Wir hielten es nun für das beste, hier zu bleiben und uns für de» Winter vorzubereiten, da es für die lange Reise nach Spitzbergen zu spät war. Wir schössen Bären zur Nahrung, Walrosse für Brennmaterial, baute» eine Hütte ans Steinen, Erde und Moos und deckten als Dach Walroßfelle darüber. Den Speck benutzten wir zum Koche», zur Beleuchtung und zum Heizen. Bären- fleisch und Speck war unsere einzige Nahrung, Bärenfell unser Bett. Der Winter verlief gut und unsere Gesundheit war aus- gezeichnet. Endlich kam der Frühling mit Sonnenschein und offenem Wasser im Westen und Südwesten. Wir hofften auf eine schnelle Reise nach Spitzbergen auf dem Treibeise. Wir nähten uns Kleidung, Schlafsäcke u. f. w. Proviant war rohes Bärenfleisch und Speck. Unterwegs hofften wir hinreichende Jagdbeute zu finden. Am 19. Mai waren wir reisefertig und am 23. Mai trafen wir auf 81 Grad ü Min. nördlicher Breite offenes Wasser, wurden aber durch Sturm bis zum 3. Juni aufgehalten. Auf 81 Grad nördlicher Breite sahen wir im Westen ein großes Land, und das offene Wasser erstreckte sich im Westen der Nord- feite dieses Landes. Wir zogen deshalb vor, südwärts über das Eis durch einen breiten unbekannten Sund zu gehen und kamen am I. Juni zur Südseile des Landes, wo wir offenes Fahrwasser fanden, das sich westwärts er- streckt. Wir ruderten in dieser Richtung, um von der westlichsten Spitze gegen Spitzbergen zu fahren, trafen aber am 13. Juni die Jackson'sche Expedition— ein unerwartetes, freu- diges Zusammentreffen, und iu Jackson's Haus fanden wir eine gastfreie Ausnahme. Wir entdeckten nun, daß wir zum Kap Flora gekommen waren, und daß wir gerade im Westen vor dem Austriasund durch einen Sund gefahren waren, der größer als jener war. Payer's karte hatte sich als unrichtig und mißleitend erwiesen. Wir verließen Franz Josef»«Land am 7. August mit dem „Windward". Bis Vardö hatten wir eine gute und kurze Reise, dank der Tüchtigkeit, mit der Kapitän Brown ffein Schiff durch daS Eis führt«. Soldaten, Gendarmen. Kosaken beigegeben, wahrscheinlich damit die Kapitalisten sie nicht bedrücken. Die Kapitalisten hat man zu einer Berathung bei dem Minister zusammenberufen, die Arbeiter aber ins Loch gesteckt. Und das alles warum?„Der Minister ist besorgt um die Verbesserung unserer Lage und um die Erleichterung unserer Arbeit, insofern dies möglich und für uns selbst von Vortheil ist". Wir verstehen ja unsere eigenen Interessen nicht, alles haben die übelgesinnten Leute und Auf- wiegler gethan! Wir selbst können es ja nicht verstehen, wie schwer es ist, IS Stunde» am Tage zu arbeiten und nie Ruhe zu haben; wie schwer es ist, immer hungernd zu lebe». Das übersteigt unser Begriffsvermögen, darüber haben uns die — Aufwiegler belehrt! Der Minister und die Fabrikinspektoren sind unsere Schirmer und Beschützer unserer„gesetzlichen" Interessen? Es ist listig gesagt: unserer„gesetzlichen" Interessen. Als ob wir die Gesetze nicht kenneu! Als ob wir nicht wissen, daß unsere auf die dringendsten Bedürfnisse bezügliche Forderungen betreffend die Verkürzung des Arbeitstages, die Erhöhung des Arbeitslohnes für ungesetzliche gelten.... Nein, Brüder, wir wollen den Minister nicht iveiter anhören! Wollen wir über feinen Aufruf lachen und unsere schwere und ruhmvolle Sache weiterführen, wollen wir, wie bisher, selbst unaufhörlich und fest für unfere Interessen kämpfen und unsere„jungen und unerfahrenen Arbeitskollegen anhalten, dasselbe zu thun. Unser ganzes arbeitsvolles Leben hat uns gezeigt, daß wir außer uns selbst keine Freunde haben, daß wir nur durch zähen Kamps etwas bei dem Kapitalismus und der Regierung erreichen können. Uns werden keine Drohungen einschüchtern, keine Opfer ab- schrecken. Wir werden kämpfe», bis wir unser großes Ziel er- reicht haben— die Befreiung der arbeitenden Klasse. 27. Juni(9. Juli) 1896. Der Verein für den Kampf um di« Befreiung der arbeitenden Klasse." Türkei. — Auf Kreta haben im Bezirke Pyrgolitza bei Kandia blutige Kämpfe stattgefunden. Zehn Dörfer und einige Klöster wurden geplündert. In Temenos kämpfen Mohamedaner, von türkischen Truppen unterstützt, schon seit einigen Tagen gegen die Christen.—_ Tie konfiszirte„März-Zeituug" ist wieder freigegeben und durch die Buchhandlung Vorwärts zu beziehen. Der In- halt ist durch die lange Konfiskation szeir keineswegs veraltet. Wir verstehen aber nunmehr, warum die vielbeschäftigte Breslau er Staatsanwaltschaft den rein historischen Inhalt für majestätsbeleidigend, vielleicht im ersten Augenblick in ihrer Arbeitsüberbürdung sogar für Hochverrätherisch angesehen haben wollte. Die„März-Zeitung" bringt lauter historische Akten- stücke; aber in ihrer zeitlichen Reihenfolge, i» der bloßen Gegenüberstellung der königlichen Bitte», Proklamationen, Versprechungen und Betheuerungen, wie sie Friedrich Wilhelm IV. unter dem Eindruck des 13. März öffentlich allenthalben zum Ausdruck brachte, zu seinen geheimen Herzensergießungen in ver- traute» Privatbriese» und zu feinen späteren Handlungen. nachdem Wrangel mit den Truppen Berlin unter Belagernngs« zustand geworfen— diese bloß» Aneinanderreihung zerstört brutal die patrrotifche Schülerlegende, die man dem Volke einimpsen möchte. Und ein getreues Spiegelbild der Feigheit des Bürgerthums gebe» die amtlichen Bekanntmachungen des Berliner Ma- gistrats:c.: zuerst überfließend von revolutionärer Begeisterung und Arbeiterfreundlichkeil, bis sie schließlich in byzantinischem Knechlssinne sogar die Wrangel'schen Proklamationen an Bruta- lität übertrumpfen. Besonders interessant sind ferner die Stim- mungsbilder aus der 43er Tagespresse, die Notizen über den Prinzen von Preußen, die sozialen Streiflichter aus den Berliner Volksversammlungen, sowie das Feuilleton: Erinnerung an Fr. Engels; die Parteigenossen werden die Hoffnung derjenigen Gegner zu schänden machen, die jede Gewaltthat und jedes Ün- recht gegen die Sozialdemokratie mit dem Grundsatz beschönigen: Man muß die Sozialdemokraten wenigstens finanziell schädigen, wenn man sie nicht am Leibe bestrasen kann! Das Protokoll dcS 3. bayerischen Parteitages ist er- schienen und zum Preise von 20 Pf. durch die Buchhandlung des „Vorwärts" zu beziehe». Aus St. Ludwig wird uns geschrieben: In einer von über 600 Personen besuchten Versammlung in Allschwyl, (einem Dorfe im schweizerischen Kanto» Baselland) die von Parteigenosse» ans St. Ludwig, Burgfelden, Hegenhaim und Hüningen besucht war, gab Genosse Bueb seinen Wählern Be- richt über die Thätigkeit des Reichstags. Seine Ausführungen, die in einer Kritik der Zucker- und Margarinesteuer- Vorlage ausliefen, fanden den ungetheilten Beifall der Versammlung: nicht minder seine Ausführungen über di« Behandlung der Elsaß- Lothringer durch die deutsche Regierung und über die Hand- habung der französischen Gesetze im Reichslande. Scharf kritisirte Bueb, daß man bis jetzt noch nicht dazu gekommen, die sran- zöflschen Gefetze abzuschaffen und die deutschen Gesetze ein- zuführen. Der sranzöfische Chauvinismus spuke nur noch in einzelnen Köpfen und die Mehrzahl des denkenden arbeitenden Volkes sei schon sozialdemokratisch. Polizeiliches. Gerichtliches ,c. — Genosse Hülle, Redakteur der„Thüringer Tribüne" in Erfurt, war der Beleidigung des dortigen Ersten Staatsanwalts Lorenz angeklagt. Das Landgericht er- kannte jedoch auf Freisprechung. — In den neuen Lokalitäten der„M ainzer Volks- Zeitung" erschien am Montag Mittag di« Polizei und konfiszirte die noch vorhandenen wenigen Exemplare der Nr. 33 der„Neuen Welt", welche als Beilage des Blattes am Sonn- abend ausgegeben worden ist. In der Nummer soll«ine„Gottes- lästerung" enthalten sein. — Genosse Schaur in Offenburg, gegen den wegen angeblicher Majestätsbeleidigung ein Verfahren schwebt, ist gegen Stellung von 2000 M. Kantion aus der Untersuchungshaft ent- lassen worden. GetuevkfitzNfittäies. In« Holz- und Kohlcngeschäft von Gebr. Gerber in Berlin 80., Wienerstraße, legten am Sonnabcnd vier Kutscher die Arbeit nieder. Der Inspektor Lau hatte durch Zeilungs- annonce drei Kutscher verlangt. Auf Befragen, warum die bis- her von ihm beschäftigten drei Kutscher, die sich nach keiner Richtung hin etwas haben zu schulden kommen lassen, entlassen werden sollten, gab er die Antwort, er sei mit ihrer Führung sehr zufrieden, könne sie nur empfehlen, und entlasse sie lediglich aus„Häuslichkeitsgründen". Die drei Kutscher legten daraus in Gemeinschaft mit dem vierten, der dort noch beschäftigt war, sofort die Arbeit nieder, wozu sie berechtigt waren, da keinerlei Kündigungssrist bestand. Die Kutscher sind sämmtlich verheirathet und bei der genannten Firma 4'/», 4, 2 und 1 Jahr beschäftigt gewesen. Ihre Zengnisse, die uns vorgelegen haben, find sämmtlich gut. Ihre Entlassung schreiben fie der Frau des Inspektors Lau zu. der sie zwar auch in keiner Beziehung zu nahe getreten sind, die aber wahrscheinlich einmal andere Gesichter um sich sehen will. Ob die Inhaber der Firma es billigen, daß Arbeiter, die ihre Pflicht immer erfüllen, ohne weiteres auf die Strafe gesetzt werden, darüber ist noch nichts bekannt, denn die Kutscher haben mit ihnen noch nicht Rücksprache nehmen können, weil der«ine verreist und der andere nicht anzutreffen war. Aeußerunacn der Gewcrkschaftöprcfse über die Q u a r ck- sche» Vorschläge. Der„ F a ch g e n o s s»". das Organ der X 81 Lauterberg, 8. August 1896. P. T. Für den uns gütigst ertheilten Auftrag bestens dankend, bedauern wir sehr, denselben Der Streik der Dresdener Metallschläger und AusTegerinnen dauert wieder in der sächsischen Oberlausitz und dem angrenzenden Nordböhmen unverändert fort. In einer Versammlung der Streikenden, zu der auch ein Vertreter der Lausitz beziehentlich des nordböhmischen Gebietes anwesend war, wurde berichtet, daß die Unterhandlungen mit den Meistern resultatlos verlaufen sind. Die Zimmerer der Baufabrik von Wenk u. Ro. in Leipzig haben, soweit sie auf dem Areal der nächsjährigen sächsisch- thüringischen Gewerbe Ausstellung thätig waren, die Arbeit niedergelegt. Sie fordern Erhöhung des Stundenlohnes von 45 auf 50 Pf. " " Boziales. wenn er " Verbände der Glas, Porzellan- und Thonwaaren- Arbeiter be- 1 Verbandssekretärs foll eine umfassende Enquete über Spricht die auf Antrag Molkenbuhr's vom Londoner inter die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in allen Gerbereien des Soziale Rechtspflege. nationalen Arbeiterkongreß gefaßte Resolution über die nächsten Landes veranstaltet werden. gewerkschaftlichen und politischen Aufgaben. Er sagt dabei: unterstützung soll zum nächsten Kongreß ein allgemein giltiges die Rammer III des Gewerbegerichts gefällt hat. Der Steinmet Für die Reise- und Streift- Steinmetzen dürfte ein Urtheil besonders intereffiren, welches Die Annahme dieser( Londoner) Resolution ist ein Sieg Reglement aufgestellt und hierbei das des deutschen Verbandes K., welcher eine Filiale des Steinmetzmeisters Neumann iune der deutschen Gewerkschaftsbewegnng in weitgehendster Bedeutung! zum Muster genommen werden. Es soll dann ein näheres Ver- hatte, erhielt eines Tages aus dem Hauptgeschäft eine Zeichnung Wir haben schon stets auf diesem Boden gestanden und stets nach hältniß mit dem deutschen Lederarbeiter- Verband erstrebt werden. mit dem Auftrage zugesandt, danach ein Grabdenkmal anzufertigen. diefer Richtung gefämpft, mag es auch manchmal nicht so scharf Da es vielfach vorgekommen ist, daß reisende Gefellen sich beim Auf der Zeichnung war der Name Alvine mit zwei I geschrieben zum Ausdruck gekommen sein, wie es in diefer Resolution Verband meldeten, aber nichts von sich hören lassen, wenn sie in und so wurde er denn auch von K. in den Stein gehauen. Neuformulirt ist. Und sahen wir nicht erst jetzt wieder, als fast alle Arbeit sind, wurde beschlossen, daß reisende Gesellen wohl bei- mann verwerthete diesen jedoch nicht so, sondern ließ ihn abGewerkschaftsorgane die Dr. Quarc'schen Vorschläge ablehnten, treten tönnen, aber Unterstügung erst nach Verlauf von drei schleifen und neu bearbeiten. Obwohl der Name Alvine über daß unsere Bewegung sich nicht in zweifelhafter Reformisterei Monaten erhalten. Ob im nächsten Jahre ein Kongreß abge- haupt nicht auf den Stein sollte und der Zeichner ihn verlieren will? Wir brauchen unsere Tattit nicht zu ändern, halten wird, soll erst durch Stimmenabgabe in den einzelnen nicht nur falsch, sondern sondern statt statt eines anderen unsere Taktik ist zur Richtschnur geworden für die Arbeiter aller Lokalverbänden entschieden werden. Namen( Albertine) in die Zeichnung Länder!" hineingebracht In Brüssel beträgt die Zahl der st reitenden Tischler hatte, machte Neumann den K. für die zwei I verantWie unrichtig die bereits vor acht Tagen von ordnungs- jeßt ca. 7000. Mit den Arbeitern der von der Tischlerei ab- wortlich; er meinte, derfelbe hätte wissen müssen, daß Alwine nur freundlichen" Beitungen in die Welt posaunte Nachricht war, hängigen Gewerb3zweige sollen alles in allem gegen 12 000 Ber- mit einem I geschrieben wird. Er machte K. entsprechende Abdaß der Streit der Holzarbeiter in Lauterberg fonen von dem Ausstand betroffen sein. Der Generalrath der züge bei der Abrechnung. Schließlich kam es zwischen beiden a. Harz beendet sei, ergiebt sich aus folgendem Geschäfts- Arbeiterpartei zahlt wöchentlich 1000 Franken Unterstützung. zu Lohnstreitigkeiten, welche in eine Klage vor dem Gewerbe briefe, der dem„ Volksblatt für Harburg" auf den Redaktionsgericht ausliefen. Neben anderen Ansprüchen an Neumann ers tisch flog: hob K. auch den, die ihm wegen des unglückseligen Grabsteins gemachten Abzüge herauszuzahlen. Der Gerichtshof unter dem jeht nicht ausführen zu können, da unsere sämmtlichen Arbeiter, Kinderausbeutung. Im frommen Siegerlande blüht die gewissenloseste Vorsitz des Assessors Schneider verurtheilte auch den Beklagten Die Arbeit, Basalt zu zerschlagen, dazu. Der Vorsitzende führte zur Begründung aus, der wie auch die der übrigen biesigen Möbelfabriken, schon seit ist gewiß schon für fräftige Männer keine leichte Arbeit, in und läger als Arbeiter hätte die Verpflichtung Monaten streiken. Wir haben Ihre Ordre für spätere Liefe- an den Steinbrüchen im Siegerlande aber scheut man sich nicht, gehabt, den Namen so auszuführen, wie er ihn rungen notirt; sollten Sie jedoch anderweit taufen, so bitten wir sie schwachen Kindern zuzumuthen. So befindet sich in der Nähe vorgezeichnet bekam. höflichst, uns davon zu benachrichtigen. Hochachtend Haltenhoff von Neunkirchen ein Basaltsteinbruch, in dem die Kinderund Zeidler, Möbelfabrit, Lauterberg a. Harz." arbeit in der schönsten Blüthe steht. Kerlchen, kaum drei Käse Es gilt also nach wie vor den Zuzug fremder Holzarbeiter hoch, hocker hier in der brennenden Sonne und schlagen immer Versammlungen. und Möbeltischler nach Lauterberg fernzuhalten, damit die auf die vor ihnen liegenden Steinhaufen. Wir treten, so Streitenden ihre gerechten Forderungen durchsetzen fönnen. Eine stark besuchte Mitglieder- Versammlung des Ver schreibt die„ Berg- und Hüttenarbeiter- 3tg.", der wir diese Mit- daudes der deutschen Maurer( Filiale II) tagte am 16. d. M. Im Gewerkschaftskartell in Halle a. S. find gegentheilung entnehmen, zu einem der Liliputaner heran und fragen in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Auf der Tageswärtig 18 Gewerkschaften durch 32 Delegirte vertreten. Im nach seinem Alter. Sieben Jahre bin ich alt, so erfahren wir ordnung stand: 1. Vortrag des Genoffen Millarg über das legten halben Jahre wurden 5 Streits angemeldet; davon hatte von dem Bürschchen. Weiter erzählt er uns, daß seine Schicht" Hochstaplerthum im Baugewerbe. 2. Diskussion. 3. Gewert der Konfektionsarbeiterstreit theilweisen, der Tischlerstreit vollen morgens 6 Uhr beginne, d. h. feine Schule schaftliches. Da der Referent noch nicht erschienen war, wurde Erfolg der Zimmererstreit bei Löst ging verloren; die Streiks zu besuchen hat! Er arbeitet dann bis 7 oder auch 8 Uhr abends zunächst der dritte Punkt erledigt. Der Bevollmächtigte verlas der Korbmacher bei Elitsch u. Ro. und der Steinhauer sind noch Kind seine 11-12 Stunden pro Tag in brennender Sonnengluth. der Organisation dargelegt werden. mit furzen Unterbrechungen. Also arbeitete das siebenjährige ein Schreiben des Hauptvorstandes, in welchem die Fortschritte nicht beendet. Die ohnehin geringen Erfolge beim Konfektions: Gollte man es für möglich halten? Welche Benachtheiligung für 30 000 Mitglieder gegen 15 000 bei Beginn des Jahres. Die Lohn Der Verband zählt arbeiterstreit sind aber bereits wieder verloren gegangen. Ur- die Entwickelung des Kleinen Körpers, wenn er unausgesetzt, bewegung war in diesem Jahre eine ganz umfangreiche. fache: folossales Angebot von Arbeitskräften und Nichtzugehörig tagelang in zusammengetauerter Saltung sich befindet. Dem etwa 50 Orten habe man Forderungen an die Unternehmer geteit der Arbeiterinnen zur Organisation. Kleinen müssen die Füße und Knie entschieden wund werden, bei stellt, und in über 20 Orten sei es zum Streit gekommen, der And Döbelu in Sachsen wird uns telegraphirt, daß in der diesem langen Liegen auf dem harten Gestein. Eine ganze Menge anm theil ganz unerwartete Erfolge zeitigte. Für annähernd öpelmühle wegen Maßregelung ein Streit ausgebrochen schulpflichtiger Kinder von 7 bis 14 Jahren haben wir ge- 20 000 Berufskollegen sei eine Verkürzung der Arbeitszeit und fei. Bei Arbeitsangeboten von dort ist das zu beachten. funden, die eifrig beschäftigt waren, ihr nothwendiges für 30-40 000 ist eine Lohnerhöhung durch ein gemeinsames Quantum Steine zu zerkleinern. Dann was der ganzen Sache Vorgehen errungen worden. Zum ersten Male hätte der Vernoch die Krone auffeßt: Die Kinder arbeiten im band seit seiner Gründung( 1891) Gelegenheit gehabt, sich an Akkord! Für den Kubikmeter Steine erhalten sie eine bestimmte einer größeren Aktion zu bethätigen, er habe die Feuerprobe in Summe, die so hoch" bemessen ist, daß bei der genannten langen glänzender Weise bestanden. Rund 40 000 Mart sind für Arbeitszeit ein" Lohn von 50 bis 60 Pf. herauskommt. Wohl Streifzwecke verausgabt; ja wir könnten mit Stolz sagen, bei kommen für die älteren Kinder dann und wann höhere Löhne feiner Lohnbewegung hätte es an Rampfmitteln gefehlt. bis zu einer Mart pro Tag vor, aber dann hat der kleine sich Es ließe sich schon heute mit Bestimmtheit sagen, daß das nächste derart angestrengt, daß er sich an allen Gliedern erlahmt nach Jahr gewaltige Rämpfe bringen werde. Aus dieser Erkenntniß Hause schleppt. Wirklich, eine goldene Jugendzeit". Auf ergebe sich die Pflicht, schon jetzt auf die Kämpfe des nächsten weiteres Befragen erzählte ein Junge, daß er jeden Nachmittag, Jahres sich vorzubereiten. sobald er seine Schulstunden absolvirt, in den Steinbruch eilt, um Die Verfammlung beschloß sodann, für 2 Frauen, deren schnell noch einige Pfennige zu verdienen. In den Ferien richten Männer durch ihr energisches Vorgehen auf den Bauten überall fich die Kinder sozusagen häuslich ein auf ihrer Arbeitsstelle. gemaßregelt wurden und infolge deffen abreiften, eine Teller. Die Former der Eisengießerei und Maschinenfabrik von bleiben so den ganzen Tag über bei der Arbeit. Da alles nach schienen war, Das Mittagessen( Brot 2c.) nehmen sie sich von daheim mit und fammlung zu veranstalten. Da unterdessen der Referent er. J. V. Späth in Dugendte ich bei Nürnberg bean- Leistung bezahlt wird, so kann man sich denken, daß die kleinen ersten Punkt der Tagesordnung übergegangen. Der Vortragende wurde die Debatte abgebrochen und zum spruchten eine 15prozentige Lohnerhöhung. Die Firma bewilligte Arbeiter, unvernünftig wie Kinder sind, zum Essen und Verschilderte in interessanter Weise, wie nach dem Inkrafttreten des diese einem Theil der Arbeiter und schloß die übrigen davon aus. Diese haben infolge dessen die Arbeit eingestellt. Nach der schnaufen sich die denkbar geringste Beit gönnen. Bestimmte Aktiengesetzes 1871 und der darauf folgenden Gründerperiode Frankf. 3tg." ist die Erhöhung gerade den Leitern der Lohn- Pausen giebt's nicht. Immer feste darauf los hauen ist die Parole. der moderne Bauschwindel immer mehr um sich griff. Dieses Lohn- So ist es denn auch vorgekommen, daß ein solches Kind einen Eldorado habe dann den Baubanken, die sich damals gegründet, bewegung verweigert worden. Monatsverdienst von 25 M. nach Hause brachte. Wieviel begünstigt durch den enormen Zuzug vom Lande nach der Stadt, Aus Mainz wird uns geschrieben: Wie die Unternehmer Schweißtropfen haben für diese 25 M. die jugendliche Stirn der die große Wohnungsnoth hervorrief, die beste Gelegenheit ihr Wort halten, zeigt folgender Vorgang: Im Frühjahr d. I. genäßt? Wieviel hat diese Arbeit dem törperlichen Gedeihen geboten, ihre verderbliche Wirksamkeit in voller Blüthe zu ent fanden in verschiedenen Schuhfabriten Lohnbewegungen des Kindes geschadet? Wie aufmerksam wird dieses dem Schul- falten. Diese Schwindelperiode, die das Strohmänner statt, die faft durchgängig mit einem Erfolg für die Arbeiter besuch obliegen? Wie ersprießlich wird der Unterricht für den System züchtete und zahlreichen Handwerkern den Ruin endigten. Jedes Mal wurden die Friedensbedingungen vor dem ermatteten Geist sein? Wer giebt uns hierauf Antwort? brachte, brachte, hat auch für die Arbeiter schwere Nachtheile Oberbürgermeister Dr. Gaßner schriftlich festgelegt& entsteht immer wieder die Frage: Gilt für das Sieger zur Folge gehabt. So wurden vor der Kammer IIl des Berliner und derselbe machte stets zur ersten Bedingung, daß land die Gewerbe Ordnung nicht? Und dann weiter: Gewerbegerichts im Jahre 1898 1257 Rlagen mit 66 102 M. tein an der Lohnbewegung hervorragend betheiligter entwird der zuständige Berginspektor, dem die Ausfall, 1894 1880 Klagen mit 110 588 m. Ausfall, 1895 lassen werden dürfe. Troßdem find in den Schuhfabriken Aufsicht der Steinbrüche obliegt, Abhilfe 2141 Klagen anhängig gemacht. Von den 500 bis 700 Bau von Rosenbusch u. Ko., Eichbaum u. Ko. und Albert schaffen? geschäften in Berlin waren 434 Betriebe zahlungsunfähig. Die Reifenberg derartige Entlassungen vorgenommen worden. Zu einer öffentlichen Schuhmacherversammlung wurde nun die der Schlachthof- Verwaltungen wurde auf der fürzlich in sich auf 1006. Auch die Krankenkassen, Alters- und Invaliditäts. Ueber schlechte Bezahlung der Fleischbeschauer seitens Klagen, die gegen diese Geschäfte angestrengt wurden, beliefen Frage erörtert, ob man den Wortbruch durch Arbeitseinstellung mag de burg abgehaltenen Bersammlung des Bundes Versicherung und Bau- Berufsgenossenschaften hatten schwer unter beantworten solle. Die Versammlung sah in Rücksicht auf die deutscher Trichinen- und Fleisch beschauer lebhaft der Zahlungsunfähigkeit zu leiben. Die Alters- und Juvaliditäts gegenwärtige flaue Konjunktur vorderhand davon ab, beschloß Klage geführt. So hat 3. B., wie angegeben wurde, die Stadt Versicherungsanstalt hat einen Ausfall von 65 118 M. gehabt, jedoch, jeder weiteren Maßregelung mit aller Entschiedenheit of eine Stelle ausgeschrieben, die nur mit 960 M. Gehalt dotirt die Berufsgenossenschaft weist 1895 54 174 M. Verluste auf, bie entgegen zu treten. ist, und dafür wird von dem Fleischbeschauer verlangt, daß er Nordöstliche Bau- Berufsgenossenschaft verzeichnete 1894 durch In Karlsruhe haben, wie man uns schreibt, die Buch- jährlich 5000 Schweine untersuche. Danach bekäme er für die 637 Betriebe einen Ausfall von 80 262 M. Ferner habe die druckereibesizer, bis auf drei, den neuen Tarif bewilligt. Untersuchung eines Schweines also noch nicht einmal 20 Bf., Maurer Ortskrankenkasse in Berlin in den Jahren In der Buchdruckerei von Mack lot, die sich dessen weigerte, während dieselbe mindestens 25 Minuten beansprucht. Die Stadt 1888 bis 1894 einen Ausfall von 55 025 M. aufzuweisen, die fündigten am Sonnabend sämmtliche 17 Setzer. Der Ausstand Koblenz foll den Fleisch beschauern gar nur 900 m. Gehalt Töpfer Krankenkasse von 1893 bis 1894 400 m., die Malers der Sattler bei der Firma Zelgmann ist durch Bewilligung geben, erhebt aber für die Untersuchung eines Schweines 75 Pf. Krankenkasse von 1898 bis 1894 5000 m. Sodann der Forderungen beendet. Gebühr. Besonders scharf wurde der Magistrat Magde- ging Redner näher auf die Anträge, die seinerzeit die AntiDie Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine sollen nach der burg 3 wegen seiner Behandlung der Fleischbeschauer getadelt. femiten und Nationalliberalen im Reichstag gestellt hätten, ein. Letzten Zusammenstellung rund 70 000 Mitglieder haben. Wie Weiter führte man an, daß in ländlichen Kreisen 94 Fleischer Alle diese Anträge ließen immer wieder durchblicken, daß man fich diese Zahl auf die einzelnen Berufe vertheilt, dafür giebt eine als Fleischbeschauer fungiren, was für die Sicherheit des bestrebt war, den Geldmann mit seinen Forderungen zu sichern. am 1 April 1895 aufgestellte Statistit einigen Anhalt. Danach Publikums feine genügende Gewähr biete. Die Versammlung er- Redner erklärt hierauf ausführlich den Antrag, den der Ausschuß befanden sich in der Gefolgschaft des Herrn Dr. Max Hirsch: mächtigte schließlich den Bundesvorstand, sich mit dem Ministerium der Berliner Gewerkschaftskommission in dieser Angelegen Bauhandwerker 2073, Berg und Grubenarbeiter 447, Bildhauer in Verbindung zu setzen, um eine einheitliche Regelung der heit dem Bundesrath vorzulegen gebenkt, und führte zum 228, Bigarren und Tabatarbeiter 1231, Fabrit und Hand Trichinenschau für die Schlachthöfe und für das platte Land in Schluß aus, daß es nun Sache jeder einzelnen Gewerkschaft sei, arbeiter 11 625, Angehörige der graphischen Berufe 1676, Rauf ganz Preußen herbeizuführen. die Mängel und Schäden, die das Gefeß noch enthält, zu be Teute 3675, Klempner und Metallarbeiter 2577, Konditoren 260, Zum Rückgang der Handweberei. Aus St. Thöni 3 sprechen und das geeignete Material unseren Reichstags- AbMaschinenbau- und Metallarbeiter 28 951, Echiffszinumerer 163, bei Krefeld wurde der„ Niederrheinischen Vollstribüne" berichtet, geordneten mit auf den Weg zu geben. Großer Beifall folgte Schneider 3060, Schuhmacher und Lederarbeiter 4000, Stuhl- daß 4-500 Handwebestühle ruhen. Viele Familien wanderten bem sehr lehrreichen und interessanten Vortrag. Von einer Disarbeiter( Textilarbeiter) 2878, Tischler 4877, Töpfer 942, Reep- aus, um sich in industriereichen Gegenden lohnendere Arbeit zu bekannt gegeben, daß fussion wurde Abstand genommen und unter Gewerkschaftlichemt schläger( Seiler) 36, Vergolder 18, zusammen 68 717 Mitglieder. suchen. Die Bevölkerung nimmt eher ab als zu. An Kommunalnächsten Sonntag zwei WanderStreit der Steinunßarbeiter Wiens. Im Laufe voriger steuern werden jetzt schon 246 pet. gezahlt, weil die meisten Ein- versammlungen stattfinden, eine für Moabit und Norden, und eine für den Südosten. Panzer kam noch einWoche fanden Verhandlungen der Fabrikanten mit den Er wohner nicht im stande sind, Steuern zu zahlen. mal auf den Bericht der Rommission zurüc bie porteuren statt, um diese zu bewegen, die Lieferpreise etwas zu Die Arbeiter Mülheims am Rhein haben, dem in anderen in der Angelegenheit Silberschmidt die Untersuchung erhöhen, damit den Arbeitern die geringe Lohnforderung be- Städten gegebenen Beispiel folgend, eine Kommission ein- geführt hatte. Redner zeigte, daß an dem ganzen Klatsch kein willigt werden kann. Bis jetzt haben diese Unterhandlungen zu gefeßt, die die Aufgabe hat, die in den Fabriken und auf wahres Wort gewesen. Mit dem Resultat der Berhandlung sei teinem positiven Resultat geführt. In einer Versammlung sonstigen Arbeitsplägen vorkommenden Berstöße gegen er nicht zufrieden, da es die Kommiffion nicht einmal für nöthig sämmtlicher Streikenden wurde einstimmig beschlossen, die Gewerbe Ordnung zur Kenntniß der Behörden hielt, ein schriftliches Protokoll vorzulegen. Im übrigen liefen unbedingt im Streit auszuharren und auf die Durchführung der zu bringen. mehrere verleumderische Gerüchte gegen Silberschmidt herum, geplanten Lohnregulirung zu bestehen. Die Arbeitsbörse in Genf geht ihrer organisatorischen die nur dazu angethan wären, Silberschmidt zu beseitigen. Das neue Bundeskomitee des schweizerischen Ge- Vollendung entgegen und soll nächstens eröffnet werden. Der E3 möge deshalb jeder diesem Gebahren energisch entgegentreten. werkschaftsbundes hat sich wie folgt fonftituirt: Große Rath( Landtag) hat für das erste Jahr 10 000 Frants be Mit einem Hoch auf den Zentralverband schloß hierauf der Präsident Borberger, Bizepräsident Schneler, Kassirer willigt, wovon 3000 Frants für die Einrichtung bestimmt sind. Borsigende die Versammlung. Bachmann, Sefretär Märten 3, Protokollführer Tauscher. Das Minimum der jährlichen Subvention soll in Zukunft Korrespondenzen sind an den Sekretär D. Märtens, Glocken- 7000 Frants betragen. Die Börse befindet sich im Zentrum der gaffe 16, Bürich I, Geldsendungen und diesbezügliche Kor- Stadt und unter der Berwaltung der Kommission für die gewerb. Depelchen und letzte Nachrichten. respondenzen an den Kassirer R. Ba ch mann, Widdergasse 3, lichen Schiedsgerichte. Der anzustellende ständige Sekretär foll Stockholm, 18. August.( W. T. B.) Die Zeitung Bart 3000 Frants Jahresgehalt bekommen; als solcher ist bereits ge: Land" meldet aus Hammerfest: Der Dampfer Lofoten" ist heute Zürich I, zu adressiren. Der Schmiede- und Wagnerfachverein in St. Gallen wählt Genosse Schäfer. Die Genfer Arbeitsbörse ist die erste aus Spißbergen eingetroffen mit der Nachricht, daß Andrée hat seinen Lofalwechsel doch durchgeführt und die Meister ihre in der Schweiz. bis zum 9. d. Mts. noch nicht aufgestiegen war. Er Drohung, indem sie 16 Mitglieder aussperrten. Das Bundes= Der schweizerische Gewerkschaftsbund erhielt, wie der wollte höchstens bis zum 14. d. M. warten; falls der Wind bis tomitee hat deshalb über St. Gallen für Schmiede und Wagner Basler„ Vorwärts" meldet, von der Jury der Landesbahin noch nicht günstig geworden wäre, wollte er bas die Sperre verhängt. zweiten Rongreß ab. Aus dem Bericht ging hervor, daß sozialen Leistungen und Werke die bronzene Medaille zu Der dänische Lohgerber- Verband hielt in Vejle seinen ausstellung in Genf für seine wirthschaftlichen und Aufsteigen für dies Jahr aufgeben. der Verband im ersten Jahre seines Bestehens feine sonderliche gesprochen. Entwickelung gehabt hat; in den meisten Provinzstädten finden fich eben nur so wenige Gerbergesellen, daß die Agitation sehr Thalhof" in Horgen am Zürichsee auf Wunsch der ArDen Behnstundentag hat die Seidenfabrik zum schwierig ist, um so mehr, als die geringen Mittel des Verbandes beiterinnen eingeführt. Es wird jetzt von 6-11 Uhr vormittags große Agitationsreifen nicht gestatten. So wurde denn auch eine und von 1-6 Uhr nachmittags gearbeitet. Beitragserhöhung beschlossen und eine Resolution dahingehend und von 1-6 Uhr nachmittags gearbeitet. " von erhielten aus Antwerpen, Gent und Lüttich die Zusicherung, daß Brüffel, 18. Auguft.( B. H.) Die ausständigen Tischler tein Arbeiter aus diesen Städten zum Ersatz nach Brüssel kommen zugesagt worden. wird. Dem Ausstandskomitee sind bedeutende Geldunterstüßungen minister der Republik Spanien, Estebarnez, ist festgenommen Barcelona, 17. Auguft.( W. Z. B.) Der ehemalige Kriegsworden. gefaßt, daß die Mittel in erster Reihe für die Ziele des Verbandes Ueberseeische Auswanderung aus der Schweiz. Im Barcelona, 18. Auguft.( W. Z. B.) Die ehemaligen rezu verwenden seien und daß Reise- Unterstügungen erst in zweiter ersten Halbjahr 1896 wanderten aus der Ehweiz nach über- publikanisch- föderalistischen Deputirten Lostau und Balles fowie Reihe in in betracht tommen tönnten. Auf Antrag des seeischen Ländern 1615 Personen aus gegen 2066 im Vorjahre. I noch andere Personen wurden Vormittags verhaftet. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 193. Lokales. am Die juristische Sprechstunde findet für diese Woche Freitag und Sonnabend 71/ 2-81/ 2 Uhr abends statt. Achtung, Parteigenoffen des 1. Berliner Reichstags: Wahlkreises! Am Sonntag, den 23. August, findet ein FamilienAusflug nach dem herrlich am Walde gelegenen Lokal Pferdebucht bei Köpenick statt. Mitglieder des Gesangvereins Karthaus" haben ihr Erscheinen zugesagt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Achtung, Frauen und Mädchen Berlins! Am Donnerstag, den 20. August, abends 8 Uhr, wird Kolbergerstr. 23 im Rolberger Salon eine Volksversammlung abgehalten werden, in der„ Unsere Biele" von A. Bebel zur Vorlesung gelangen. Bahlreiches Er scheinen erwartet die Einberuferin. Mittwoch, den 19. August 1896. 13. Jahrg. nicht erfindlich. Jetzt kontrolliren sich die Gepäckträger selbst, über 15 Meter von der Erde aus gerechnet. Daraus erklärt sich und die kameradschaftliche Ehre schützt vor Hinterziehungen. auch, daß 2. mit zerbrochenen Gliedern aufgefunden wurde. Der Jedenfalls sollte die Eisenbahnverwaltung für eine so auffallende Bruder L.'s schlußfolgert hieraus, daß 2. aus Freude über den Maßnahme die Gründe veröffentlichen. Das reifende Publikum gelungenen Flugversuch wohl eine Unvorsichtigkeit begangen hat ein ganz besonderes Interesse an der Zuverlässigkeit und haben muß, die seinen Absturz herbeiführte. Von einer AusTüchtigkeit der Gepäckträger der verkehrsreichsten Bahnhöfe. einandernahme des Apparats, wie gemeldet, kann schon deshalb Durch indirekte Lohnschmälerung und bureaukratische Bevor- nicht gesprochen werden, da derselbe vollständig zerbrochen ist. mundung wird die Qualität der Arbeiter niemals verbessert, Uebrigens hat 2. eine ganze Anzahl Apparate zu Flugversuchen sondern nur verschlechtert. Was hat sich die Bureaukratie bei nach dem Ausland geliefert, und es ist gegenwärtig ein solcher ihren Maßnahmen auch viel darum zu kümmern, ob die Lage noch zu liefern. der Arbeiter gebessert werde? Der Verkehr in der Potsdamer- und in der LeipzigerIm Sanatorium Gütergot, sind 1895 im ganzen 243 Per- ftraße. Das Polizeipräsidium hat neuerdings die Verkehrsfonen behandelt worden. Die erzielten Erfolge werden als recht verhältnisse in der Potsdamerstraße auf der Strecke vom Potserfreuliche bezeichnet. Von den Entlassenen waren geheilt 97, damer Platz bis zur Lüßowstraße einer eingehenden Prüfung gebessert 75, ungeheilt 26. Die seit Errichtung des Sanatoriums unterzogen, unter gleichzeitiger Beobachtung der Verkehrszur Behandlung und Entlassung gekommenen Fälle wiesen zu verhältnisse der Leipzigerstraße. Diese Prüfung hat ergeben, daß 43 pCt. Heilung und zu 39 pCt. Besserung auf, während nur die genannte Strecke der Potsdamerstraße von Fuhrwerken aller Der Bahnhof Gesundbrunnen, so wird uns geschrieben, 18 pet. als ungeheilt zu betrachten waren. Von den zur Be- Art, insbesondere aber von Pferdebahn- und Ominibuswagen erwird noch durch mehr Merkwürdigkeiten ausgezeichnet, als den handlung gekommenen Krankheiten überwiegen diejenigen des heblich stärker belastet ist als die Leipzigerstraße, während anderervor kurzem bezüglich des Fahrplans vom Vorwärts" er- Nervensystems. Die Mehrzahl der Patienten befand sich im Alter feits die Dammbreite der letzteren zwischen Friedrichstraße und wähnten. Ein allerdings nur temporärer Mißstand verdient zu. Die Familien derselben erhielten im Bedürfnißfalle Unterstützungen als die der Potsdamerstraße( zwischen Potsdamer Platz und von 40-49 Jahren. Weitaus die meisten waren verheirathet. Leipziger Play( 13,25-13,43 Meter) nicht unerheblich größer ist nächst als drastisch erwähnt zu werden. Bis vor kurzem war in der überaus färglichen Höhe von 3-7 M. pro Woche. Die Brücke 11,97-11,83 Meter, jenseits der letzteren nur 11,15 meter). das Zifferblatt der an der Straßenfront befindlichen Ühr eine ganze Weile mit Papier verklebt. Beim Betreten des Gebäudes durchschnittliche Verpflegungsdauer belief sich auf 85 Tage pro Das Polizeipräsidium folgert daraus, daß eine Verbreiterung war man ferner feit der Eröffnung des neuen Bahnhofes gewohnt, Fall. Die gesammten Betriebskosten stellten sich auf 74 767,81 M. des Fahrdammes der fraglichen Strecke der Potsdamerstraße im verkehrspolizeilichen Interesse für geboten und für unaufschiebbar gegenüber dem Billetschalter noch eine zweite, in einem hohen, hölzernen oder pro Tag und Kopf des Patienten auf 3,90 m. Gehäuse befindliche Uhr zu sehen. Auch diese wurde, weil reparatur 12 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesezes befugt, Bekanntlich sind die Juvaliditäts- Versicherungsanstalten nach zu erachten sei. bedürftig, den neugierigen Augen des Publikums entrückt, indem Ein sonderbarer Fund, den man gestern Nachmittag am man den Holzkasten einfach umdrehte, so daß sich jetzt ein jeder das für erkrankte Versicherte, deren Erkrankung zur Invalidität zu Holsteiner Ufer machte, ist noch nicht aufgeklärt. Dort fand Ding auch einmal von hinten befehen konnte. Nun darf aber niemand führen droht, das Heilverfahren zu übernehmen, wenn Aussicht Holsteiner Ufer machte, ist noch nicht aufgeklärt. Dort fand etwa glauben, daß dies vielleicht von heute auf gestern geschehen hat die Anstalt Berlin im August 1894 bekanntlich ein eigenes der zwischen den Kleidungsstücken lag, stand geschrieben, daß die auf Herstellung der Erwerbsfähigkeit vorhanden ist. Demgemäß zusammengelegter Frauenkleider. Auf einem Zettel ohne Unterschrift, man vor dem Grundstück Nr. 7 am Spree- Ufer einen Haufen wäre, sondern etwa drei Wochen hindurch streikten beide Uhren Sanatorium in Gütergoß bei Drewig nahe Potsdam eingerichtet. Eigenthümerin dieser den Tod im Wasser gesucht habe. Die Troh mehrfacher Erfundigungen konnte ich nicht in Erfahrung bringen, warum sie zunächst finden dort nur männliche Personen Aufnahme, welche Polizei des 76. Reviers, der die Nachforschungen obliegen, hat nicht endlich schneller reparirt wurden, und ich bin durch un- nicht mit ansteckender Krankheit, Geisteskrankheit oder Schwind- die Leiche noch nicht gefunden. Man zweifelt daher auch noch, ermüdliches Grübeln zu der wahrscheinlich richtigen Ansicht ge- sucht behaftet sind. ob wirklich jemand ins Wasser gegangen, oder ob nur Unfug fommen, daß von rechtswegen erst der Zusammentritt des Die Ausbeutung der Verkäuferinnen wird besonders gemacht worden ist. preußischen Abgeordnetenhaufes abgewartet werden muß, welches arg in dem Italienischen Schuhwaaren- Bazare, Behren- und Die Memelerstraße von der Rüdersdorferstraße einschließalsdann die Gelder für die Reparaturen der Uhren bewilligen und Friedrichstraßen- Ecke und Leipzigerstr. 81, betrieben. Dort ist dem Eisenbahn- Minister zur alsbaldigen Verwendung anweisen wird, den jungen Mädchen seit zwei Monaten die Tischzeit entzogen pflasterung und die Oranienburgerstraße vom Hackeschen Markt lich des Kreuzdammes bis zur Warschauerstraße wird wegen Um nota bene, wenn überhaupt zu derartigen Zwecken genügend worden, ohne daß ein ersichtlicher Grund zu dieser gesundheitlich bis zum Monbijouplatz wegen Asphaltirung für Fuhrwerke und Mittel zur Verfügung stehen. außerordentlich bedenklichen Maßregel vorläge. Während der Reiter gesperrt. Die Kesselstraße von der Pankebrücke bis zur Ein weiterer und größerer Uebelstand ist das Fehlen der ganzen Geschäftszeit, die ununterbrochen von morgens 8 Uhr bis Scharnhorststraße wird wegen vorläufiger Umpflasterung bis auf Schilder auf dem Bahnsteig, welche zur Orientirung der Fahr abends 8/2 Uhr dauert, dürfen die Mädchen sich nicht aus dem weiteres für Fahrwerke und Reiter gesperrt. gäste dringend nothwendig sind, da bekanntlich die Stations- Laden entfernen; auch ist ihnen strenge verboten, sich während namen nur ausnahmsweise im Winter, wenn die Wagenfenster dieser Zeit zu setzen. Und diese Menschenquälerei müssen sich Arbeiterrifiko. In der Nacht zum Montag starb im infolge des Frostes vollständig undurchsichtig sind, ausgerufen die Verkäuferinnen bei einem Monatsgehalt von 20 m. bis Krankenhause am Friedrichshain der 40jährige Arbeiter May werden. Auf dem ziemlich langen Bahnsteig aber befindet sich 30 M. gefallen lassen, zu welchem noch etwa 10 bis höchstens Hennig an den Folgen einer Darmzerreißung, die er sich am nur ein einziges Schild und zwar ein quer über dem Bahnsteig 15 M. Prozente" kommen! 11. d. M. abends beim Aufreißen des Pflasters zwischen den stehendes Transparentschild, welches von zwei Seiten zu sehen-sein sollte. Leider ist dies nur der Fall, wenn man dicht davor Zur Sonntagsruhe. Der Polizeipräsident macht die Pferdebahngeleisen vor dem Hause Königgrägerstr. 9 zugezogen steht; während von den im Zuge befindlichen Personen die wenigsten folgende Verordnung bekannt:" Auf grund des§ 105 e der batte, indem die von ihm gehandhabte Brechstange abglitt und in der glücklichen Lage sind, einen Blick darauf werfen zu können. was folgt: Der§ 2 meiner Verordnung vom 16. Mai 1896 beReichs- Gewerbe- Ordnung verordne ich für den Stadtkreis Berlin, ihm gegen den Unterleib schlug. Einen tödtlichen Ausgang hat ein Unfall genommen, der Kommt man nämlich von der Schönhauser Allee her gefahren, treffend eine Ergänzung über die Sonntagsruhe im Handels- vor acht Tagen dem Justizrath Ewald Hecker vom Schinkelplatz 5 so steht hinter dem Stationsbureau und der Wartehalle ganz dicht vor dem einzigen Schilde ein von der Brauerei Dswald gewerbe vom 20. Juni 1892 erhält folgende Fassung:„ Jeder zugestoßen ist. Herr Hecker, der in Groß- Lichterfelde ein LandBerliner erbautes Buffet, welches dasselbe vollständig verdeckt, so- andere Berkauf über die Straße unterliegt den beschränkenden haus besitzt und zur Ausführung seiner Praxis täglich nach Berlin daß die Paffagiere der letzten 6 Wagen nicht das geringste erVorschriften, die die Sonntagsruhe im Handels- fuhr, erlitt einen Sturz aus der Droschte und wurde erheblich blicken tönnen. Diejenigen des einzigen Wagens, welcher dicht gewerbe erlassen worden sind, mit Ausnahme der Liefe verlegt nach Lichterfelde in seine Wohnung gebracht. Hier erdavor hält, können dasselbe zur Noth sehen, während die des rung zubereiteter Speisen aus den Küchen lag der Verunglückte, der längere Zeit nervenleidend war, seinen ersten Wagens hinter der Maschine schon wieder schlechter daran Häuser, die unter den Gewerbebetrieb der Köche fällt und der Gast- und Schankwirthschaften in fremde Verlegungen. find, indem auf dieser Seite wieder das Gerüst mit den Tafeln, daher unter den im§ 11 der Verordnung über die Sonntags- wohnhaften Tischlers Kemp eine mit Spiritus und Schellack geBrandunglück. Als die Ehefran des in der Koppenftr. 97 welche die Fahrtrichtung der Züge angeben, errichtet ruhe im Gewerbebetriebe mit Ausnahme des Handels- füllte, offene Blechkanne zur Erwärmung auf den Kochherd stellen ift. Da die Tafeln stets beide gezogen sind, so ver gewerbes vom 21. März 1895 angegebenen Bedingungen zu wollte, stieß sie diefelbe infolge einer plötzlichen Ohnmacht um, decken diese wieder das Schild fast vollständig. Hegelmäßig fann man namentlich des Abends aus mehr gelassen ist." sodaß der herausströmende Spiritus sich entzündete und die in denn einem Fenster die ängstliche Frage hören: Wo sind wir Aus den Praktiken der Abzahlungsgeschäfte. Durch der Nähe befindlichen Wirthschaftsgegenstände in Brand seßte. denn hier?" Daß bei der bekannten und manchmal recht schlecht eine freundliche Einladung wurde am Sonnabend Abend bei der Die Frau erlitt dabei Brandwunden an den Händen und wurde angebrachten Wiboldigkeit der Berliner den Fragenden häufig Heimkehr von der Arbeit der Tischlergeselle Franz D. überrascht, durch Mannschaften der Feuerwehr, welche das Feuer in kurzer alles andere, denn richtige Antwort zu theil wird, will ich nur der in der Schwedterstraße wohnt. Er empfing eine Postkarte Beit löschten, mit einem Verbande versehen. nebenher bemerken. Plumpe! Nordpol! und ähnliche humoristische mit der Aufschrift:„ Wir bitten höflichst um Ihren freundlichen Die Verhaftung einer Kupplerin wurde gestern Abend Bezeichnungen, die wohl außer speziell den„ Plumpenbewohnern" Besuch am Sonntag Vormittag. Achtungsvoll Gohn Gebrüder, durch die Kriminalpolizei vor einer nach vielen Hunderten wenig anderen bekannt sein dürften, hört man vom Publikum nicht Chaussee und Schwarzkopfstraßen Ecke." Der Eingeladene zählenden Zuschauermenge bewirkt. Die Parochialgasse 1/2 felten. Auch kommt es oft vor, daß vom letzteren falsche Stations- denkt in seinem Sinn, die wollen dir vielleicht ein wohnende Frau R., welche sich mit dem Zimmervermiethen an namen genannt werden, und die Fragenden sind alsdann noch Stück Arbeit antragen, oder vielleicht gar eine gute Prostituirte beschäftigte, stand bereits seit längerer Zeit unter schlimmer daran. Im Gegensatz zum Gesundbrunnen möchte ich Stellung", er wirft fich in Wichs und trifft rechtzeitig bei dem Verdacht, der Prostitution Vorschub zu leisten, weshalb am behaupten, daß z. B. auf Bahnhof Groß- Görschenstraße" der Cohn Gebr. ein. Hier nennt er seinen Namen, zeigt die vergangenen Sonnabend ihre Vernehmung vor der Kriminal Wannseebahn jeder im Zuge befindliche Fahrgast, ohne sich erst empfangene Karte und sagt: Was wünschen Sie von mir?"- polizei erfolgte. Gestern nun fuhr eine Droschte zweiter Klasse aus dem Fenster zu lehnen, mindestens ein Schild zu sehen in D, entschuldigen Sie nur einen Augenblick, bin gerade sehr vor dem betreffenden Hause vor, welcher mehrere Beamten entder Lage ist, da sich deren nicht weniger als sechs zweiseitige beschäftigt, bitte, nehmen Sie nur einen Augenblick Play!" stiegen, die die Verhaftung der Frau R. vornahmen. Zahlreiche und ein einfaches, alle von ganz bedeutender Größe, auf dem D. setzt sich, während der Herr im Komtoir flingelt. Auf das Zuschauer hatten die schmale Parochialgasse vollständig gesperrt, Bahnhof befinden, sicher nicht zum Schaden des Publikums. Glockenzeichen tritt der Hausdiener herein, geht oftentativ zwei- und unter Pfeifen und Gejohle erfolgte die Abführung der VerHoffentlich wird für Bahnhof Gesundbrunnen auch noch eins mal an D. vorüber, diesen dabei mit frechen Blicken musternd, hafteten nach dem Polizeipräsidium. oder einige abfallen, ehe derfelbe wieder abgerissen wird; find worauf er nachdrücklich mit dem Kopfe nickt, als wollte doch auf dem alten Bahnhof, nachdem er ca. 20 Jahre bestanden, er fagen: Rein Zweifel, der ist es!" Nun erhebt sich Aus Liebesgram hat sich der Messerschmied Wilhelm Weber im vorlegten Winter, also anderthalb Jahre vor dem Abbruch, der Herr von seinem Pult, tritt vor den D., reibt sich in der Thurmstr. 39 mit einem Revolver erschossen. auch noch zwei neue Laternen mit Inschrift errichtet worden! mit vergnügtem Schmunzeln die Hände und sagt:„ So, mein Verschwunden ist seit 14 Tagen der 22 Jahre alte Handlungs" " " über " $ zog Eisenbahnverwaltung und Gepäckträger. Für die Gepäck- lieber D., da haben wir Sie ja endlich!" Was? wen gehilfe Felix Silberberg aus der Kommandantenstr. 7. haben Sie?"" Na, Sie haben wir! Sie werden doch wissen, träger auf den Berliner Bahnhöfen ist eine wichtige neue An- daß Sie bei uns noch einen kleinen Posten von 400 Mark zu Aus dem Polizeibericht vom 16. August. Gestern Vorordnung getroffen worden. Die Zahl der Gepäckträger ist auf begleichen haben?"" Ich Ihnen 400 Mart schuldig? ba Ich Ihnen 400 Mart schuldig? da mittag fiel der Händler Simon Neugedachter aus Posen in der den Berliner Stadtbahnhöfen im Fernverkehr sehr verschieden. hätten Sie früher aufstehen müssen!"-" Ja, wir haben Sie Wienerstraße bei Abspringen von einem in voller Fahrt befindEs sind angestellt auf den Bahnhöfen Charlottenburg 5 früher nicht gefunden, Sie hatten sich dünne gemacht, wir fanden lichen Wagen der elektrischen Straßenbahn hin und zog sich außer Zoologischer Garten 8, Friedrichstraße 80, Alexanderplay 13 Sie erst jetzt im Adreßbuche!"--" Wenn Sie nicht verrückt sind, einer Verstauchung des linken Oberarmes anscheinend schwere innere und Schlesischer Bahnhof 18 Gepäckträger. Sie müssen Kaution dann irren Sie sich gewaltig! Ich habe noch in meinem Leben Berlegungen zu. Er wurde nach dem Krankenhause am Urban ( 75 M.) zahlen, auch ihren Dienstanzug selbst halten und bekommen nichts in einem Abzahlungsgeschäft gekauft und werde es auch gebracht. Vor dem Hause Wilhelmstr. 105 fiel nachmittags der keinen Pfennig Gehalt, haben also auch keine andere Ein- nicht thun. Und was das Dünnemachen anbetrifft, so laffen Sie 28jährige Steinmetz Heinrich Rindsfehser in Krämpfen hin und erlitt nahme, als was sie voll den Reisenden für ihre fich gesagt sein, ich arbeite seit zehn Jahren bei demselben dabei eine Verrenkung des rechten Beins, so daß er in die Leistungen nach einem bestimmten Tarif bekommen. Außer Meister und wohne seit neun Jahren in ein und demselben Hause in Charitee übergeführt werden mußte. Nachmittags stürzte sich dem haben sie an die Eisenbahn Direktion eine nicht der Schwedterstraße!" Jetzt wurde der Herr Cohn doch unsicher: der im 5. Stock eines Hauses der Reinickendorferstraße wohnunerhebliche Miethe für den Raum zur Gepäckaufbewahrung zu„ Aber Sie heißen doch Theodor D.?"-" Gott bewahre, ich hafte 19jährige Schneider Richard W. in den Hof hinab und zahlen. Die Gepäckträger haben ferner, außer dem unmittelbaren heiße Franz D.!"- Haben Sie vielleicht" einen Bruder?"- 30g sich einen Bruch des linken Unterschenkels, sowie anscheinend Dienst, noch viele ihnen von den Vorgesetzten übertragene Ar- Ginen Bruder wohl, aber der heißt auch nicht Theodor!" auch schwere innere Verlegungen zu. Er wurde nach der Charitee beiten ohne Vergütung" auszuführen; darunter Reinigung der" So, hm, da muß ein Irrthum vorliegen. Wir fanden Sie im gebracht. Auf dem Grundstück Alt- Moabit 91/92 schoß der Vorhallen und des Bahnsteiges, Reinigung und Heizung veräldreßbuch, hm, na, dann bedauere ich, Adien!" und damit sab 30jährige Arbeiter Richard D. infolge fahrlässiger Handhabung schiedener Bahnhofsräumlichkeiten( Gepäck, Rassenräume u. s. w.), sich D. auch schon zur Thür hinaus komplimentirt, ohne daß ihm eines geladenen Teschinggewehres dem 29 Jahre alten Kutscher Reinigung und Versorgung der Lampen und„ Besorgung der eine ausreichende Entschuldigung geworden wäre. Der Tischler Karl N. eine Rugel in den Unterleib und fügte ihm eine äußerst ihnen von ihren Vorgesetzten übertragenen Gänge für dienstliche D. sollte den braven Herrn Cohn vors Gericht zitiren. schwere Verlegung zu, welche voraussichtlich den Tod des BeZwecke"! Die Gepäckträger jedes Bahnhofs bilden eine troffenen zur Folge haben wird. Der Arbeiter D. brachte den Art Genossenschaft. Der Gesammtverdienst wird gleich- Audrohung des Boykotts gegen vorschriftswidrige Schwerverletzten in einer Droschke nach dem Krankenhause in mäßig vertheilt. Allabendlich nach beendeter Dienstzeit legt Militärschneidermeifter. Die neu ausgegebene Offiziers- Moabit und machte darauf auf der Wache des 83. Polizeireviers jeder Gepäckträger den Tagesverdienst zur Vertheilung nieder; Bekleidungsvorschrift enthält folgende für Geschäftskreise be- Anzeige von dem Vorgange. Mit Rücksicht auf die Schwere der den ganzen Verdienst, also auch das, was von den Reisenden achtenswerthe Eingangsbestimmung:" Geschäftsinhaber, welche Verlegung wurde er in Haft genommen. Heute Nacht fiel auf über den Tarif hinaus als Trinkgeld gezahlt wird. Der Verdienst den Offizieren troß ergangener Warnung unvorschriftmäßige der Schlesischen Brücke der 19jährige Rutscher Albert Rührmund ist natürlich je nach der Jahreszeit verschieden. Im Winter muß Sachen liefern, sind dem Kriegsministerium namhaft zu machen, im Schlafe von dem von ihm geführten Arbeitswagen, gerieth ost„ die Miethe noch draufgelegt werden". Diese in Selbst- damit deren weitere Heranziehung den Offizieren verboten wird." unter die Räder und erlitt eine Quetschung der rechten verwaltung und mit Selbstverantwortlichkeit vorgenommene Schulter. Theilung des Verdienstes soll nun nach der" Vossischen Zeitung" Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung" die elektrische BeIm National- Theater wurde Montag bei der Vorstellung am 1. September abgeschafft werden. Jeder Gepäckträger soll leuchtung von 9 Uhr 45 Minuten bis zum Schluß der Vorden Tagesverdienst fortan allabendlich an die Kasse abliefern stellung um 10 Uhr 15 Minuten unterbrochen und mußte durch und monatlich zweimal den auf ihn entfallenden Betrag Gas ersetzt werden. Eine Beunruhigung des Publikums fand Turnerschaft von Rigdorf- Briß mit, daß sie an dem am ausgezahlt erhalten! Das genannte Blatt bemerkt: Welcher Grund fann für die Anordnung geltend gemacht werden? nicht statt. Werden dadurch nicht die Gepäckträger, von Mißtrauen erfüllt, Die Untersuchung über den Unglücksfall des bellagens vielleicht verleitet werden, die Trinfgelder für sich zurück werthen Flugtechnikers Otto Silienthal bat ergeben, daß zubehalten? Abgesehen, daß dadurch die Direktion erfährt, was sich 2. bei seinem Todesflug noch höher, als seine ursprüngliche Diese Arbeiter verdienen, ist ein Vortheil von der Einrichtung Abflugstelle war, in der Luft schwebend befunden hat, und zwar Aus den Nachbarorten. Allen Freunden und Gönnern theilt hierdurch die Freie 23. August in Rixdorf stattfindenden Gau- Turnfest nicht bes theiligt ist, aber an demselben Tage einen Ausflug nach der Pferdebucht bei Köpenick unternimmt. Abfahrt vom Rixdorfer Bahnhof, nachmittags 1,19. Alle, die sich anschließen wollen, find herzlich willkommen. Witterungsübersicht vom 18. August 1896. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 760 NNW Windstärke පසසස-~ ෆා( Siala 1—12) Wetter Temperatur 3 wolkig 16 763 • NW 3 wolkenlos 14 761 WNW 4 Regen 13 766 NW halb bedeckt 11 München 766 3 woltenlos 13 Wien 763 28 3 bedeckt 11 Haparanda. 764 NO 2 heiter 13 762 Still . wollig 12 764 NW 3 halb bedeckt 15 758 Q 2 heiter 16 765 530 1 wolkig 14 Petersburg · Cort Aberdeen. Paris. ( 50.= 4° R.) Wer da Geld da Geld hat... Aus Hannover wird einem hiefigen Blatte gemeldet: Bantier Silberschmidt, welcher wegen Sittlichkeitsverbrechens zu neun Monaten Ges fängniß verurtheilt worden war, hat Revision eingelegt und ist heute gegen 100 000 m. Raution aus der Haft entlassen worden. Das Mädchen tam im Jahre 1893 zu dem Lehrer Boye in in der rechtmäßigen( 3) Ausübung ihres Amtes. Deshalb Selmsdorf bei Schönberg in Pflege und war damals 13 Jahre sei nach dem objektiven Thatbestand zu urtheilen. Der Staatsanwalt alt. Es verblieb im Hause des B. bis zu seiner Ronfirmation zieht die Anklage gegen D. zurück. Es genüge, festzustellen, daß im Jahre 1895. Während dieser Zeit soll B. sich nach Angabe seitens der Schußleute, dem Thatbestand entsprechend, eine Amtsdes Mädchens gegen dieses unsittlich vergangen haben. handlung vorliege, welcher sich F. widersetzte, deshalb habe Bes Der Dienstherr des Mädchens, dem dasselbe Mittheilung hiervon strafung aus§ 113 zu erfolgen. In der Urtheilsbegründung machte, veranlaßte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, wird betont, daß nach der Beweisaufnahme beide Angeklagten lettere aber lehnte ein Einschreiten ab, weil, wie sie anführte, nach der Aufforderung des W. unberechtigterweise in der Wirthdas Mädchen unglaubwürdig sei. Dagegen wurde Boye verschaft verblieben, weshalb beide wegen Uebertretung des§ 365 anlaßt, gegen das Mädchen wegen Verleumdung zu klagen, und zu bestrafen seien. F. habe außerdem Widerstand gezeigt und sei letzteres wurde denn auch wegen Beleidigung des Boye zu acht deshalb aus§ 113 zu verurtheilen. D. erhält 1 M. Geldstrafe, Tagen Gefängniß verurtheilt, obwohl es seine Beschuldigungen F. 1 M. aus§ 365 und 50 m. aus§ 113. Welchen Schutz hat der Bürger nach solchen Gerichtsurtheilen gegen Bone mit aller Bestimmtheit aufrecht erhielt und dieser auch zugab, das 14 Jahre alte Mädchen bei sich im noch vor der Polizei? U. A. w. g. Bett gehabt zu haben! Die gegen das Urtheil seitens des Hamburger Waisenhauskollegiums zu gunsten des Mädchens ein gelegte Berufung war erfolglo3, obwohl Boye nichtigen bestritt, daß das Mädchen bei ihm geschlafen habe. Doch leugnete er die Vornahme von Unittlichkeiten, während das Mädchen bei seiner früheren Bekundung blieb, die aber feinen Glauben fand, weil das Mädchen Neigung zum hat die Gefängnißstrafe verbüßt, dagegen ist von anderer Seite Lügen und eine unteusche Phantasie" besitzen soll. Das Mädchen die Staatsanwaltschaft wiederholt angegangen worden, gegen Boye strafrechtlich einzuschreiten, weil man den- Drei Versammlungen des Verbandes deutscher selben allgemein für schuldig hielt, weshalb auch ver- Schneider und Schneiderinnen tagten am 11. August, schiedene Eltern ihre Kinder aus der Schule um den Bericht der Delegirten über den Verbandstag in Eisenach nahmen, in der derselbe nach wie vor unterrichtete. entgegen zu nehmen. In den„ Arminhallen" berichtete Haase Ueber den Verkehr nach und von der Gewerbe Ans- Auf eine an die Staatsanwaltschaft in Neustrelit gerichtete in übersichtlicher Weise und ermahnte zum Schluß die Anwesenden, stellung in der Zeit vom 8.- 14. d. Mts. einschließlich ist fol- Anzeige wurde eine Antwort, in welcher es, nachdem der Her- eifrig für den Verband zu wirken. In der äußerst lebhaften gendes zu berichten: Es benutzten die Eisenbahn nach Treptow gang der Sache wie oben furz rekapitulirt ist, hieß:" Boye hat Diskussion meinte Stubbe, die Ansichten der Berliner Mit194 000, zurück 231 000 Personen, die Pferdebahn, Omnibus 2c. niemals in Abrede gestellt, daß er nicht nur mit der Wendt glieder seien nicht entschieden genug vertreten worden. Man nach Treptow 114 512, zurüd 114 7839 Personen, die Dampfschiffe in einer Stube geschlafen, sondern sie auch noch einige Male in hätte auf dem Verbandstag mehr hervorheben müssen, wie nach Treptow 12 466, zurück 7616 Personen. In Hotels, Gaft- fein Bett genommen habe. Da er aber die Wendt als Kind im schwer es in Berlin fei, die Kollegen und Kolleginnen, höfen und Herbergen fanden im ganzen 21 653 Fremde Unter- Hause gehalten und ein Vater mit seiner jugendlichen Tochter welche fast ausschließlich in der Hausindustrie beschäf in den ländlichen Verhältnissen sehr häufig dieselbe Schlafftelle tigt sind, für die Organisation zu gewinnen und zu er Der durch den Brand des Edison- Pavillons entstandene und dasselbe Bett theilt, so kann dem Boye daraus ein halten. Das ist der Grund, weshalb man sich mit so niedrigen Vorwurf nicht gemacht werden." Also wenn ein Beiträgen begnügen müsse. Dagegen hätte man die ReiseSchaden wird auf ca. 6000 m. berechnet. Die Reparaturarbeiten Pfleger in Mecklenburg seinen 14jährigen weiblichen Hamburger Unterstüßung fürzen können, denn die meisten Kollegen kehren, sollen derartig beschleunigt werden, daß die Vorstellungen in Pflegling zu sich ins Bett nimmt, so ist ihm daraus kein Vor- nachdem sie die Reise- Unterstützung erhalten haben, dem Verband etwa 14 Tagen wieder beginnen können. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 19. August 1896. Etwas wärmer, vielfach heiter, zeitweise wolfig mit mäßigen südwestlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausfellung 1896. tommen. = Neber bedenkliche Wirkungen eines Abraham'schen Getränks wird uns folgende Mittheilung gemacht. Seit etwa 14 Tagen wird in der Boltsernährung" ein eigenthümliches Getränk verkauft, das man als„ Limonade" bezeichnet. Es scheint Wasser zu sein mit irgend einem unbekannten Zusatz. Von der Wirtung diefes für 10 Pf. das Glas verkauften Gebräus berichten uns zwei Familienväter, daß ihre Kinder kurz nach dem Genuß desselben Leibschmerzen bekommen haben, denen starker Durchfall folgte. Die Kleinen mußten von der Schule ferngehalten und mehrere Tage ärztlich behandelt werden. V Die Ersatzziehung der Ausstellungs Lotterie Serie A soll am Montag, den 24. d. M., stattfinden. Kunst und Wissenschaft. Im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater soll unter der neuen Direktion Samst Grabbes historisches Schauspiel" Kaiser Friedrich Barbaroffa" aufgeführt werden. Das Stück ist bisher aus technischen Gründen noch auf keiner Berliner Bühne dargestellt worden. In dem Verfuchsfelde auf dem Brocken sind im vorigen Jahre 700 Exemplare hauptsächlich nordamerikanischer Koniferen angepflanzt; ein neues großes Alpenpflanzen- Beet ist angelegt worden, ebenso ein solches für Karpathenpflanzen. Die Kulturen im Rasen und auf den Steinhügeln wurden erweitert, die Versuche mit Kartoffeln und anderen Nußpflanzen in größerem Umfange fortgesetzt. An den älteren Versuchen mit Nadelhölzern und alpinen Gewächsen treten jetzt die erwarteten Resultate bereits deutlich hervor, und das Gedeihen der zur Weiterkultur bestimmten Arten ist als vortrefflich zu bezeichnen. ebenfalls dort stationirt. Aus Vardö wird gemeldet, daß Nanfen am Montag Vormittag von dort abgereift ift. Nach kurzem Aufenthalt in Hammerfest, Tromsoe, Trontjem begiebt Nansen sich nach Christiania, wurf zu machen! Versammlungen. den Rücken. Wolff und ander schlossen sich den Aus führungen des Vorredners an. Witte erklärt, daß alle Anträge auf Der Polizeistaat, wie er leibt und lebt. Aus Köln Erhöhung der Beiträge gefallen feien; nur eine Extrasteuer für wird der Rhein. 3tg." über eine Gerichtsverhandlung, die am die weiblichen Mitglieder sei eingeführt worden, die 30 Pf. im 18. b. M. stattfand, das folgende berichtet: Selbst bei un ganzen Jahr ausmache. Die Erhöhung könne doch nicht in be gefeglicher Ausübung ihres Amtes darf den Vollstreckungs- tracht kommen. Im übrigen solle man sich mehr an hohe Beibeamten Widerstand nicht entgegengesetzt werden. Zu diesem träge gewöhnen, dann tönne auch mehr aus eigener Kraft geResultat kam das Richterkollegium in einer heute verhandelten leistet werden. Bohn wünscht, daß mehr für die Agitation geStraffache. Der Dachdecker Chr. Dreimüller, 25 Jahre leistet wird, die Beiträge seien ausreichend. Wilt ist mit der alt, noch nicht vorbestraft, und der Schlosser F. Fox, gleich Haltung der Delegirten einverstanden. Frl. Jentsch hält es für falls 25 Jahre alt, wegen Widerstandsleistung mit drei Wochen werthvoller, wenn in der Bewegung aufgeklärte Kollegen und Gefängniß bestraft, beide von hier, stehen unter der An- Kolleginnen vorhanden sind, als schließlich einige Mart mehr in flage, sich der Uebertretung der§§ 113 und 365: Beamten, die der Kasse. Haase stellt in seinem Schlußwort noch einige Punkte fich in der Vollstreckung Gesezen oder richtig und vertritt die Ansicht, daß die Organisation rechtmäßiger Ausübung ihres Amtes befinden, immer mehr zu einer Kampforganisation ausgestaltet Widerstand geleistet zu haben, bezw. in einer Schantstube über werden müsse. Hierauf verlas Witte die Abrechnung Dieselbe ergab bei einem Bestand die gebotene Polizeistunde verweilt zu haben, trok vom zweiten Quartal. der Aufforderung der Polizeibeamten zum Verlassen derselben. von 15,59 M. eine Einnahme von 1690,94 m., der eine AusDer Hergang ist kurz folgender: In der Nacht vom 19. auf den gabe von 1650,82 M. gegenüberstand, so daß ein Bestand von 20. Februar befanden sich die beiden Angeklagten mit etwa 40,12 M. für das 8. Quartal verbleibt. Der Hauptkasse wurden 40 anderen in der Wirthschaft zum„ Bergischen Hof" am Thurn- 1200 M. überwiesen. Die Lokaltasse stellte sich folgendermaßen: markt. Troßdem der Besitzer des Lotals, Herr Bergmann, aus- Einnahme 2186,85 m. inkl. eines Bestandes in Höhe von drückliche polizeiliche Erlaubniß hatte, an vier Karnevalstagen, 764,87 M., Ausgabe 1210,83 m., mithin bleibt ein Bestand für's einschließlich des Abends des 19. zum 20. Februar, des Ascher- 3. Quartal von 976,02 m. An die ausständigen Hutmacher mittwoch, sein Lokal über die angegebene Polizeistunde bis 2 1hr Berlins wurden 200 W., an die ausständigen Weber in Langenmorgens offen halten zu können, erschien um 1 Uhr der Polizeiwacht bilau 50 M. gegeben. meister Willms und gebot sämmtlichen Anwesenden Feierabend. Der Für die Mitglieder des Nordens berichtete Rollege Timm. Wirth Bergmann zeigte dem Willms die polizeiliche Erlaubniß, Nachdem verlas der Kassirer die Abrechnung und wurden Einwonach er bis 2 Uhr offen halten durfte. Nichts destoweniger erklärte wendungen gegen dieselbe nicht erhoben. Bekanntgegeben Willms, daß ihn der Schein nichts angehe, er habe zu sagen wurde noch, daß am Sonntag, den 20. September, die neue hier und gebiete Feierabend"; dann entfernte er sich mit der Urania in der Taubenstraße vom Verband für eine SonderDrohung, sofort zur Räumung des Lokals Schuhleute zu holen, vorstellung festgemacht sei, und forderte man die Anwesenden zu Ueber die Ergebnisse der Expeditionen zur Beobachtung während Herr Bergmann seine Gäste von dem Jnhalt feines einer regen Theilnahme auf. Billets à 60 Pf. find Alte Jakobder Sonnenfinsterniß am 9. August liegen folgende weitere Mel- Erlaubnißscheins in Kenntniß seyte, den Klavierspieler zum straße 83 in Empfang zu nehmen. dungen vor.: Von der astronomischen Expedition am Amur ist in Weiterspielen und das Publikum zum Dableiben aufforderte. Die dritte Versammlung fand auf dem Wedding statt, Petersburg aus Chabarowst folgendes Telegramm eingetroffen: Ungefähr 20 Minuten später erschien Willms wieder mit acht und hatte Fräulein Baader die Berichterstattung übernommen. Der Himmel war beim Beginn der Verfinsterung bewölkt, bis zehn Schuyleuten, bot nochmals Feierabend und forderte Die Anwesenden waren mit den Beschlüssen des Berbandstages während derselben zeigte sich die Sonne im Fernrohr von der die Gäſte zum Verlassen beordering namentlich bericht, dessen Richtigkeit von der Revisorin Fräulein Sach 3 Die beiden einverstanden. Kassirer Trippel verlas hierauf den KaffenKorona umleuchtet. Sterne erster Größe waren deutlich sichtbar. Angeklagten, die sich Aufforderung Die Dunkelheit war feine vollständige.- Aus Hammerfest wird richtete, ersuchten, bleiben zu dürfen, bis zum Leeren bestätigt wurden. Nach einer Aufforderung, unter den Kolgemeldet: Die Yacht„ Otario" ist von Nowoja Semlja ein- ihrer Biergläser, was auch zugesagt wurde. Sei es, daß leginnen tüchtig dafür zu agitiren, daß sie bem Verbande treu getroffen, wo fünf englische Astronomen die Sonnenfinsterniß in die Beamten der Auffassung waren, die Angeklagten versuchten bleiben und neue Mitglieder werben, schloß der Vorsitzende die voller Pracht der Korona beobachtet und ausgezeichnete Photo- durch langes Zögern die Schußleute zu ärgern, oder ihre Redens- Versammlung. graphien aufgenommen haben. Auch die Aufnahme des Sonnen- arten als beleidigend auffaßten- der Wachtmeister Willis komspektrums gelang vorzüglich. Der russische Astronom Backlund war mandirte: Faß!" und die sämmtlichen Schußleute stürzten sich arbeiter vom 12. b. Wt. findet sich die irrthümliche Angabe, daß Berichtigung. In dem Versammlungsbericht der Metallauf die beiden und setzten sie unter Widerstand vor die Thür. Dabei schlug Fox um sich und verletzte den Schuhmann Hagen sich die Arbeiter der Firma Silbermann, Blumenftr. 74, un am Mafenbein, daß es blutete. For wurde auf dem genügend an den öffentlichen Sammlungen betheiligen. Dieses ist insofern unwahr, weil die betreffenden Kollegen die Zeit, in Thurumartt längs bingeworfen, orei Schuber jetzt schon gesammelt wird, ihr bestes geleistet haben. Es ist Lente Inieten auf fesselten ihn, ihm und während der Schuhmann Hagen mit dem blant in der Versammlung nur gesagt worden, daß die Kollegen vom gezogenen Säbel ihn bearbeitete, so daß er Deutschen Metallarbeiter- Verband nur 25 Pf. die Woche sammeln am Schienbein verlegt wurde. und dieses den 50 Pf.- Marken- Vertrieb des Berliner Verbandes bedeutend erschwerte. Ferner forderte der Kollege Heyne die Berliner Schuhleute und Berliner Publikum. Einen wich, wurde jedoch vom Schuhmann Renner eingeholt und beide Kollegen des Berliner Verbandes auf, sich nur nach ihren Be 6. Juni an der Potsdamer- und Bülowstraßen- Ecke die Arbeiter Widerstand zu leisten, daß sie nur auf die Aufforderung des o fifchule, Waldemarstraße 14: Geschichte.( Neuere Geschichte von der auffehenerregenden Auftritt veranlaßten am Nachmittage des Angeklagte hierauf dem Polizeigefängniß übergeben. Die Angeklagten ertlären, daß es nicht ihre Absicht war, fchlüssen zu richten. Adolf Karzenberg und Adolf Knobloch. Sie standen Wirthes weiter in dem Lokale verweilten und nach der Auf- Reformation bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Ent geftern vor der 131. Abtheilung des Schöffengerichts, der erſtere forderung des Willms nur ihr Bier austrinken wollten, daß sie mittelung des Gozialismus und der politiſchen Barteten Deutschlands.) Herr wegen Beamtenbeleidigung und Widerstands gegen die Staats: aber daran, trotz der Erlaubniß, von den Schuhleuten gestört es neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz. Die gewalt, der letztere wegen versuchter Gefangenenbefreiung. Der wurden, so daß Dreimüller sogar bei seiner Sistirung noch Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothet und des reichhaltigen Zeitgenannte Kreuzungspunkt gehört zu den verkehrsreichsten Stellen das Bierglas in der Hand hatte. Der Zeuge Willms erklärt, schriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Berlins. Am 6. Juni drohte dort durch ein gleichzeitiges Ein- daß, da die übrigen Gäste mit Ausnahme einiger, darunter die treffen von Fuhrwerken eine Störung zu entstehen. Karzenberg, beiden, sich entfernten, sie annehmen mußten, daß diese mann angewiesen, zu halten. Karzenberg antwortete mit Schimpf vier Beugen fest, daß der größte Theil der Anwesenden, der sich mit einem Hundefuhrwerk näherte, wurde von einem Schuß- Widerstand zu leisten beabsichtigten. Demgegenüber stellten worten. Er weigerte sich sodann, seinen Namen anzugeben und der Aufforderung des Bergmann eingedenkt, auch bei dem sollte nun zur Wache sistirt werden. Der Schuhmann wandte zweiten Erscheinen noch anwesend war, daß die Schußleute, ohne Gewalt an, aber trotzdem ihm ein Kollege zur Hilfe eilte, gelang sich an die anderen Gäste zu stören, den Tisch, an dem sich die es nicht, den Angeklagten, der sich zur Erde warf und mit Händen Angeklagten befanden, umzingelten, und sich auch später an die gut- sanger Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf und Füßen um sich schlug, von der Stelle zu bringen. G3 hatte übrigen Gäste nicht störten. Aufreizende Redensarten seien von fich bald ein Auflauf von gegen 400 Personen um die Gruppe den Angeklagten nicht gebraucht worden. Nach den richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mittwoch. Nebungsfiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit 1, gebildet und zeigte sich hierbei, daß das Publikum gegen die weiteren 8eugenaussagen wurden die An Andreasstr. 26, bei Wilfe. Norddeutsche Schleife, Melchiorftr. 15 Schuyleute Partei nahm. Von allen Seiten wurde ihnen zu geklagten mißhandelt und, troßdem der Wirth bet Stehmann. Unverzagt 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowack.- Freya I, Sorbeertranz 1, gerufen, daß sie den Mann loslassen sollten. Sodann drängte Bergmann fie legitimiren wollte, gefchloffen( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. sich der Angeklagte Knobloch durch die durch die Menge, verDeutsche Eiche 1, Große Frankfurterstr. 133 bet Gold. Echo 1, Pantow, Mühlenstraße, Störr'sches Gesellschaftshaus. langte ungeftüm die Freigabe des Karzenberg, und als die abgeführt. Herr Bergmann sagt noch aus, daß seitens der einsir. 28 bet Späth. Schuhleute ihn zurückwiesen, packte er den Gefangenen und Gäste niemand der Aufforderung zum Verlassen des Lokals Allegro, Wrangel straße 141 bei W. Schmidt. Fretheit 1, Bülowstr 65 bet Richter. suchte ihn von den Beamten loszureißen. Währenddem hatte folgen konnte, da die Schuhleute( acht bis zehn) den Eingang Steinnelfe, Base walterstr. 3 bei A. Neumann. Süd- Ost, Falckensteineiner der Schuhleute blant gezogen und drohte, sich mit der Auch jetzt behauptet Willms, daß eine Erlaubniß für Bergstraße 7 bei Trittelwig. Ei e deslust, Fürstenwalde an der Spree, SchloßKlinge Luft zu verfchaffen, da eilte im Sturmschritt elne Anzahl telleret. Nord West( früher Klempner) Moabit, Emdener- und Siemens firaßen- Ecke 14. Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Schuyleute herbei, welche ein Zuschauer von der nächsten Wache mann nicht bestand, über 12 Uhr auszuschänken und Beluftigungen Wernau. Freiheitsgruß, geholt hatte. Im Nu war die Menschenmenge zerstoben und die zu veranstalten. Demgegenüber verliest der Präsident den sich Appolonta, Rosenthalerstr. 67 bet bei den Akten befindlichen, von dem Revierkommissar unter- Chorinerstr. 54 bei kleiner. Schneeglöckchen 1, Rirdorf, Hermann Berhaftung der beiden Angeklagten konnte bewirkt werden. Diese führten im Verhandlungstermine an, daß ihnen zeichneten Erlaubnißschein, bis 2 Uhr Luftbarkeiten veranstalten und Karlsgartenstraßen- Ede bet Silpert. Matengruß 3, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Lerche. Unverbrossen, Sindowerstr. 26 bet bezw. ausschänken zu können. Willms erklärt, daß eine Er Sachs. Felsenburg, Bangeftr. 65 bei Dwezarec. Vorwärts 7, auf der Wache von den Schuhleuten höchft laubniß des Polizeifommiffars nicht genüge, daß eine solche Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bei Greinert Hoff nung 3, übel mitgespielt worden sei So'ne Augen des Polizeipräsidenten nothwendig fei. Interessant find Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Freiheits. habe ic jebatt", meinte der Angetlagte tlänge 1, Stallschreiberstr. 29, 8um eichenen Stabe" bei Schöning. hiergegen die auf der Rückseite des bewußten Scheins Arbeitergefangverein von Bris in Brig, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Gee ger Rarzenberg, indem er eine Faust auf jedes für Wirthe maßgeblichen Polizeibestimmungen, wonach es ſcher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel. Matengruß 2, Dämmerlicht, Borndorfers Der Gerichtshof trotzdem eine empfindliche Strafe am ein Wirth nur dann berechtigt, wenn die Lustbarkeitsabgaben munitation 16 bet Glafer. ungefähr heißt:§ 1. Zur Ausdehnung der Polizeistunde ist Charlottenburg, Walftr. 96 bet Beyer. firaße 17 bei Hoffmann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger Kom Heimathtlänge, Rcpenid, Rosenstr. 101 Blaze, Karzenberg wurde zu sechs Monaten und zwei Wochen, entrichtet und durch Unterschrift die Erlaubniß des bei Troppens. Palme, Velten t. d. M. bei Bemlin. Weiße Rose, Knobloch zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt. Revierkommissars erfolgt ist.( Beiden Bedingungen Reinickendorf, Residenzstr. 101 bet Malchin. Lied erlust, Adalbertstr. 21 bei Roll. Gangesblüthen, Stralauer Play 10-11 bet Boppe. Das Hamburger Waisenkind und der keusche Lehrer. war nachgekommen.) Nach§ 2 sind die Wirthe verpflichtet, den Stetchheit, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. Frohsinn II, Aus Schönberg i. M. wird unserem Rostocker Partei- Organ Polizei- Organen den Erlaubnißschein zu zeigen. Der Staats- Friedrichsberg, Wartenbergstr. 67 bet Lange. 8telbewußt, BeughofStraße 8 bet Behlendorf. Einig, Blumenstr. 32 bet Neich. Neue das folgende geschrieben: Nicht geringes Aufsehen hat hier ein anwalt erklärt, daß alles das zur Einschränkung Bett, Eminemünderſtr. 45 bet stenter. Bruderherz, BernauerBorfall erregt, bei dem ein von der Hamburger Waisenhaus der Antlage nichts beitrage. Jedenfalls handelten die fraße 40-41 bet St. Bort. Kreuzberger armonie, Admiral Berwaltung hier in Pflege gegebenes Mädchen betheiligt ist. Schußleute auf grund eines von Willms ertheilten Befehls( ftraße 18c bet Möhring.- Frob. Stunde, Rottbuser Ufer 67 bet Kingel. wo er voraussichtlich am Sonntag eintrifft. Gerichts- Beitung. seiner Augen hielt troph " deckten. Dreimüller entArbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süds Dr. C. Pinn. Nordschule, Müllerstraße 179 a: Deutsch.( Literatur Lese- und Diskutirklubo. Mittwody. Johann Jacoby, bei Friz saferland, Bellermannstr. 87.- Gleichheit, abends sy Uhr bei Stramm, Liette, Echwedterstraße 33. Gesundbrunnen, abends 8% Uhr, bei und Lefetlub Morgenroth, abds. s uhr, im Restaur. Diete, Lothringerstr. 67. Ritterstraße 128.- Seine, Rirdorf, abends 8½ Uhr, Prinz- Handjeryfir. 60, parterre.- Einigteit, abends 8% Uhr bei Beige, Triftstr. 1. Theaters Sozialdemokratischer Agitationsflub Often, abends 8% Uhr, bei Jauer, Fruchtfir. 52. Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Artonaplay a bet Wesener." Friedrich Engels Norden" alle Mittwoch 9 Uhr bei Neumann, Pajewalterſtr. 3. Alle Wenderungen im Bereinstalender find zu Arton III, Rigdorf, Herrmann- u. Herrfurthitraßen- Ede bet weiß. Ginigeit( Sutmacher), Rosenthalerstr. 12 bei Brüning. 1 Bund der gefelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8u Schriften find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177c. Withwody: Geselliger Berein Brüderlichkeit, Georgenfirchstr 65 bei Späth. Theaterverein Verein Rhetorit, Ritterstr. 123 bei Stramm. 1 Proletariat, Köpnickerstr. 6s bei Schöning.- Rauchklub Rothe Fahne, Falckensteinstr. 5 bei Gonell. Geselliger Verein Freundschaft, Prinz Albrechstr. 3 bei Schulz Geselliger Verein Deutsche Eiche, Fürbringer: ftraße 7 bet Grothe. Mundharmonita- Verein Vorwärts, Kreuzbergstr. 12 bet Rothe. Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, märkis cher Hof. Verein Geselliger Bund, jeden 2. Mittwoch im Monat, bei Sommer, Grünstr. 21.-Verein Gefellige Brüder, Pallisadenstr. 20 bei Schäffer. Mufitverein Pautenschwengel, Oranienstr. 180 bei Rautenberg. Stattlub Vorwärts, Schwedterstraße 28 bei Muchow. 1 Buchdrucker u. Schriftgießer, Mirborf u. Briß, Bergstr. 162 bet| Musifdilettanten- Berein senatsch, abends 9 Uhr bei Steffens, KolbergerThomas. Bruderbund, Usedomstr. 22 bei Fickinger. Treue, straße 2, Vereinsabend. Pfropfenverein Nord- D ft. Jeden Mittwoch Mariannen- Ufer 2a, Restaurant Lurhof. Spandau, in Spandau, Neu bei A. Vogel, Elbingerstr. 9. meisterir. 5 bei Stadtte. Alliance, Kommandantenstr. 15, Knoblauch's Rauchtlu b Grüne Quafte, abends 9 Uhr bei Schwarz, köpeBierhallen. nickerstr. 121 a. Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Reichen: bergerstr 24 bet Tauschte. Rauchflub Frisch gewagt, abends 9 Uhr bei F. Rockendorf, Poſenerstr. 5.- Rauchflub Roochloch, Admiralstr. 33 im Restaurant abends 9 Uhr. Rauchtlub Ohne 8 wang, Weinstr. 28 bei Späth. Rauchtlub Die Dampfenden, Langestr. 24 bei Jeratsch. Rauchtlub Humoristische Pfeifenbrüber, abends 9 Uhr bettwa wedel, Klosterstr. 83. Rauchklub Sch motes Werte, jeden Mittwoch Krautstr. 39. Rauchklub Abguß I von 9 Uhr ab bei Nawrott, Markusstraße 23. Rauchklub Einfach, jeden Mittwoch Manteuffelstr. 5 bet Bierbaum. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuserdamm 72. Mittwoch Artona, Staligerstr. 41 bet Richter. Gemüthitchkeit I, Admiral- 1 straße 18 bet Bergemann. Gemüthlichtett II, Falt ensteinstr. 7 bei Trittelwig. Sumatra Süd- Ost, Liegnigerstr. 18 bei Manegold. Waldesgrün, Forsterstr. 22 bei Kunze. Virginia, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Frei Weg, Schöneberg, Marstr. 7 bet Müller.- Fidele Raucher, Rirdorf, Maybach- Ufer 3 bet Schmot. Edelweiß, Rixdorf, Kottbufer Damm 103 bei Peters. Granate, Forsterstr. 40 bei Tujuntte. - Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Luisenstr. 20 bei Lohse.- Morgenroth, Landsberger Allee 44 bet Roland. Deutscher Michelt, Pantow, jeden Mittwoch und Sonnabend Kaiser Friedrichstr. 12 bet Krüger. Arbeiter Stenographenverein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunden abends 8 Uhr in den Restaurants Owczaret, Langestr. 65 und Seidler, Ratiborstraße 16. Roller'scher Stenographenverein Pionir, bildung. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Arbeiter Gesang Verein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde abends 9 Uhr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Karijtr. 34. Gesan erein Lerche, Uebungsst. abends 9-11 Uhr bei Mar Mörschel, Schönhauser allee 28.- Gefang verein Normannia, abends 8 Uhr bei Wiele, Spandauer Brücke. Privat Theatergesellschaft Heimath lust, 9 Uhr Sigung im Vereinslotal bei Lange Stromstr. 28. Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mi Damen, abends 9 Uhr, Beughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, abends 9 ühr bei Wiersdorf Alte Jatobftraße 96/97: Sigung mit Damen. Theaterverein Variéte, im Restaurant Wohllebe, Drantenstraße 121. Turnverein Fichte, 1 German- American Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m Wallstrasse 57. Ladies und Gentlemén welcome. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr im Restaurant Kommandantenfir. 10-11: Bersammlung. Vermischkes. religiöse Themata von seinem Standpunkt als Freigeist" behandeln. Zum Beispiel Das Alte Testament in Beziehung auf Bildung und Sittlichkeit"," Unsterblichkeit, Theosophie und Spiritismus“. Eisenbahnunglück. InHagenow( Mecklenburg) wurde Montag Abend ein Omnibus, welcher über das Geleife fuhr, von dem 8 Uhr Uhr 42 Min. einfahrenden Eisenbahnzuge zertrümmert. Eine Person wurde getödtet, drei wurden verwundet, davon zwei schwer. Der Kommerzienrath Eduard Kefter in Giesing bei München hat durch falsche Bilanzirungen, die er als Leiter der Aktienfabrik für Lederfabrikation München- Giesing seit Jahren begangen, die Leute, welche ihm Vertrauen schenkten, um anderthalb Millionen Mark geschädigt. Die Aktien der Gesellschaft sind an der Börse von 85 auf 40 zurückgegangen. Auch viele Arbeiter der Fabrik sollen um ihre Ersparnisse geprellt worden sein. Durch die furchtbare Hize sollen dem Herald" zufolge vorige Woche allein in New- Yort 2000 Personen umgekommen sein. *** Die juristische Sprechstunde findet für diese Woche am Freitag und Sonnabend 71/ 2-81/ 2 Uhr abends statt. W. R. Das Adreßbuch dürfte Ihnen wohl Auskunft geben. S. G., M. i. T. Wir Bir können weder in dem Umfange noch mit der Regelmäßigkeit, wie Sie wünschen, über Ihre Angelegenheit berichten. Wöchentlich einmal thut's auch. 1. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend von 8 bis Suffitensir. 9, Restaurant Rausch, abends 8 Uhr, unterricht und Fort Briefkasten der Redaktion. 10 Uhr, Turnhalle Friedenstraße 37. 3. Männer Abtheilung turnt Mitt woch und Sonnabend Abend von 8-10 Uhr, Turnhalle Böckh str. 27 2. Lehrlingsabtheilung turnt Mittwoch u. Sonnabend 8-10, Staligerstr. 56-57 bet Guben erstraße 6 Stobel. Vergnügungsverein Vorwärt 8, Vereinigung der Turnfr eunde. Mittwochs und Sonn abends, Turnen Don 82-102 Uhr abends in ber Turnhalle Temminerstraße 56-57. Arbeiter Turnverein( Adlershof, jeden Mittwoch und Sonnabend von 8 bis 10 Uhr bei Wöllstein. Berliner Radfahrerverein Solidarität". Sigung fed. Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat, abends 9 Uhr, Restaurant Bergener, Annenstr. 16. Geselliger Verein Unter uns, Sigung 8 Uhr bet Fischer, Beuffelfir. 66.- Mufitdilettanten- Berein Preciosa abends 8½ Uhr bei Geisler, Fenn- und Tegelerfiraßen- Ecke, uebungsstunde, Aufnahmen. Der Naturprediger im Polizeistaat. Ein hiesiges Blatt Mufit- Dilettanten- Berein Nordische se länge, bei tenter, Swinemünder- berichtet: Der bekannte Naturprediger Lieutenant a. D. Johannes ftraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimmverein Nord Guttzeit ist aus dem Württembergischen nach Schmargendorf bei abends 7½ Uhr Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102, Uebungsstunde. 500. 1. Als zuverlässige Adresse geben wir bekannt: felliger Verein Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbert, Berlin abgesiedelt und unternimmt im Herbst eine Vortragsreise ftraße 21, Sigung. Stattlub Die Lustige 8 wolf, im Restaurant Ruhl durch Deutschland. Der neue Diogenes hat vielfach wegen seiner Deutscher sozialdemokratischer Leseklub, Cafe du Lion de Belfort. Andree, Chorinerftr. 53. Stattlub 50, 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wiener absonderlichen Kleidung, die nur aus den allerumentbehrlichsten Rue St. Honore 314. 2. Sprechstunden Freitag und Sonnabend ftraße 50. 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Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung asijue dr Theater. Mittwoch, den 19. August. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Mittwoch, den 19. August 1896: Bum 278. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern 2. m Nenes Opern- Theater.( Kroll.) von 23. Mannstädt und J. Freund. Phantasien im Bremer Rathsfeller. Cavalleria rusticana. Die Rose von Schiras. Deutsches Theater. Jugend. Leffing- Theater. Winkel. Das Glück im Schiller- Theater. Was ihr wollt. Henes Theater. Tata- Toto. National- Theater. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Belle- Alliance- Theater. Der Silbertönig. Theater Unter den Linden. König Chilperich. dia qui Alexanderplatz- Theater. #offizielle Frau. Die Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. illispingi Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Was ihr Donnerstag, abends 8 Uhr: Was ihr wollt. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Sensationeller Lacherfolg! Bum 87. Male: Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr. 40. Direktion: Mar Samst. Genfationellste Novität der Saison. Bum 38. Male: Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Aften nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Heute, Mittwoch, den 19.: Grosses Militär- Konzert, ausgeführt von der Kapelle des 2. Garde- Regiments z. F. unter Leitung des kgl. 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Droschkenkutscher Berlins u. Umgeg. Große öffentliche Versammlung D Tages Ordnung: 52/13 am Donnerstag, den 20. August, abends 9 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. 1. Die Vorschläge des Dr. Quard zu Frankfurt a. M. zur Förderung der Gewerkschaftsbewegung und find wir mit ihnen einverstanden? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen, beweist durch Euren zahlreichen Besuch, daß es Euch Ernst ift mit der Förderung der Gewerkschaftsbewegung und erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung. Die Bertrauensmänner. J. A.: H. Schultz. Achtung! Schlosser. Achtung! Donnerstag, den 20. August, abends präzise 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung der Schloffer und Berufsgenossen in Cohn's Festsälen( gr. Saal), Beuthstr. 20-21. Zages Drdnung: = 1. Der Neunstundentag. 2. Aufstellung von 3 Kandidaten als Beisitzer 115/2 zum Gewerbegericht. 3. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung anwesend zu sein. Paul Quant, Höchstestr. 4. Verein zur Wahrung der Jnteressen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Freitag, den 21. August 1896, nachmittags 5 Uhr: Mitglieder- Versammlung Die diesjährige illuftrirte März- Zeitung konnte der Ronfistation wegen an die zahlreichen Nachbesteller nicht mehr geliefert werden. Wir bitten um Wiederholung der Bestellungen und geben uns der Hoffnung hin, daß diese trotz oder vielmehr gerade infolge des behördlichen Einschreitens recht zahlreich erfolgen. Bezüglich des interessanten und agitatorisch werthvollen Inhalts verweisen wir auf die Besprechung des Vorwärts" und der übrigen Parteiblätter. Buchhandlung Vorwärts. IF Die Parteipreffe ersuchen wir um gefl. Notiznahme. Wohnungen von 4, 3, 2 u. 1 Stube, Küche, Zubehör, Pferdeställe zu 6 und 3 Pferden, Remisen und Zagerfeller billig zu vermiethen, nahe der Bahn, " Zeuge gesucht! Tischlergeselle Müller, früher Ratiborstraße wohnhaft, der 1895 bei E. 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Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann der Schlosser Hermann Treptow am 17. d. m. verstorben ist. Die Bes erdigung findet am Donnerstag, nachm. 5 Uhr, vom Krankenhaus am Urban aus statt. 3201b Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Hiermit allen Freunden u. Befannten die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau u. unsere gute Mutter Hedwig Klinger geb. Wendt am 17. August plöglich am Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am 21. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Elisabeth- Ge meinde, Prinzen- Allee, aus statt. 31946] Eduard Klinger u. Kinder. Danksagung. Für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freunden, Genoffen und Betannten, insbesondere dem Deutschen Holzarbeiter- Verband und dem Rauch tlaub Rothe Fahne, meinen herzlichsten Dant. 31976 Wittwe Sänger nebst Kindern. Danksagung. Für die stille Theilnahme bei der Beerdigung meiner Nichte, der Wittwe Anna Mirus geb. Tornow sagen wir unseren besten Dank, besonders dem Gesangverein" Sorgenfrei". Frau Schmiel, Tante und Schwester. Pfandleih- Versteigerung. Freitag, den 21. M., vorm. von 10 Uhr ab werde ich hierselbst Rosenthalerstraße 11/12 die im Pfandleihs Geschäft des Herrn M. Grünberg vorm. H. Mattissohn verfallenen Pfänder, bestehend in Gold- und Silberfachen, Uhren, Kleidungsu. Wäschestücken, Bigarren, Pfandscheinen z2c. öffentlich meistbietend versteigern. Spranger, Gerichtsvollzieher, Prenzlauerstr. 41. Theilzahlung. Monatt. v. 10 M. antiga fungen, bei 50 W. Anzahlung liefert elegante Anzüge nach Maa Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Möbel, 115/2 nur gute, bestellte Arbeit, billig verFahrräder prima Fabrikat, niedrigfte Kaffepreise, Theilzahlungen M. und wöchentlich 5 M. gestattet. Kleine Hamburgerstr. 24/25. 4 Bale und Festlichkeiten Säle su Bersammlungen unentgeltlich zu vergeben. täuflich Admiralftr. 7, of I, Tifchlerei. ,, Englischer Garten", Zähne v. 2 M. ev. 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