Nr. 195. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts S 13. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. läuten. In Agonie. Freitag, den 21. August 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: " " wesenden Mannen mit Herrn Bennigsen an der Spitze für es für dringend geboten, daß auf dem im Oktober Aufhebung des Termingeschäftes und nur einige Wenige stattfindenden nationalliberalen Parteitag eine Scheidelinie Die nationalliberale Partei liegt in den letzten Zügen, hatten sich zuvor tief traurig fortgeschlichen. Der Antrag gezogen werde zwischen allem was Fisch und allem was und ihre Blätter selbst sind es, die ihr das Sterbeglöcklein Kanit war vom Generalissimus der Partei öffentlich als Fleisch ist". Das Fleisch, das sind natürlich sie und die staatsgefährlich erklärt worden, ein Theil der Partei trat Hintermänner der Rheinisch- Westfälischen", zu den Fischen Mit welchen Ansprüchen war sie einst auf den Plan bei der Abstimmung für ebendenselben Antrag ein. Bei aber rechnen die Gebildeten das Handels- und Speku getreten! All die Herren von Bildung und Besitz sollten der Frage des argentinischen Handelsvertrages brach die lationskapital, das sich bisher zur Partei" gehalten. Es ist mehr oder weniger gleichgiltig, ob diese Siz und Stimme in ihr haben, als Verkörperung des Partei mitten auseinander und beim Zuckersteuer- Geset deutschen Bürgerthums wollte sie gelten, und die deutsche war es nicht anders. Und als dann das Berliner Partei Scheidung zwischen Fisch und Fleisch schon auf dem diesNation, das war sie. In Wirklichkeit hat sie vor und eh organ die alten, bewährten Führer" aufstachelte, in jährigen Berliner Parteitage eintritt, gleichgiltig auch, unter mit Wasser gekocht. Es waren nicht wirkliche Partei der Fraktion doch endlich doch endlich einmal zum Rechten zu wessen Flügeln die Hinausgeworfenen Unterschlupf finden grundsätze, die die Herren zusammenhielten, sondern Dinge, sehen, da mußten diese Führer froh sein, daß sie werden. Der Liberalismus, der mit politischen Pflästerchen die nicht einmal in den Rahmen einer politischen Partei von ihren eigenen Parteigenossen nicht den Stuhl vor die wirthschaftliche Widersprüche und soziale Klüfte überkleistern, durch Schützenfeststimmungen über den Klassenkampf fallen. Solange Bismarck herrschte, liefen sie hinter ihm Thür gesetzt bekamen. auch in Jetzt hat daffelbe Blatt den Stein vollends ins Rollen hinwegtäuschen wollte, liegt drein, und wenn er sie an die Wand drückte, daß sie Deutschland quietschten, so nahmen sie es ihm gar nicht einmal übel, gebracht. In der Einsicht, daß es so mit der Partei nicht in der Agonie. In Belgien, in Desterreich und in anderen bewilligten darauf los, was man von ihnen verlangte: weiter gehen könne, und in der Furcht, die hinter ihm Staaten ist er entiveder schon hinüber, oder auf dem besten Steuern und Sozialistengesete, Brotzölle und mehr Re- stehenden Gebildeten" würden vollends jeden Einfluß ver- Wege dazit. truten. So lange der Kulturkampf währte, blühte der lieren, fing es vor etlichen Tagen auf einmal an, Wir begrüßen den Zerfall der nationalliberalen Partei Es war feiner unter von dem Weizen der Nationalliberalen. Zusammenstehen aller Liberalen gegen weder mit Frohlocken noch mit Tönen der Wehmuth. Aber ihnen, der sich nicht als Schildhalter der Geistesfreiheit auf die wirthschaftliche und die geistige Reaktion zu er ist uns ein neuer Beweis für die Folgerichtigkeit der gespielt hätte. predigen. Der Erfolg dieser Predigt war ein ge- Entwickelungsgeseye, die der Sozialismus zur VorausAber Bismarck war gegangen und nimmer kehrt er theilter. Alle Unbetheiligten hielten sich den Bauch sehung hat. Bald sind erfüllt die Tage, an denen es heißt: Hier wieder. Und der Kulturkampf erschien als nicht mehr an- vor Lachen. War man denn in Fastnacht, daß Leute gebracht und das Zentrum klärte" sich zur Regierungs- von Geistesfreiheit zu reden wagten, die immer wieder für das geeinte Proletariat, das weiß, was es will, dort- das partei. Jezt hielt nur noch ein Reifen die Partei Wurst- das Sozialistengesetz gestimmt, noch vor kurzem nach einem Andere. Und dann werden wir weiter sehen... teffel zusammen: die bohrende Augst vor dem organisirten Ausnahmegesetz geschrien hatten? Waren die Schutzöllner, Proletariat, die lohende Wuth gegen die Sozialdemokratie. Brotvertheuerer, Alles Bewilliger über Nacht aus ihrer Der Nationalliberale ist der geborene Todfeind jeder Ar- eigenen Haut gefahren? Die Antwort kam von anderen Politische Uebersicht. beiterbewegung, aber nicht als politisches Thier", sondern nationalliberalen Blättern und sie fiel sehr kräftig und als Glied feiner Klasse. deutlich aus: " V " Berlin, 20, August. Die Zeit der rein politischen Parteien ist vorüber. Eine nationalliberale Partei, wie man sie sich bis heute Der Gerichtsherr. Die feudale Stellung des Herrschers Junerhalb der besitzenden Klassen ist der Widerstreit der vorgegaufelt, giebt es nicht mehr. Die Partei, das sind die als obersten Kriegsherrn, der zu gleicher Zeit der Träger Juteressen ein derartiger, daß jede politische Aktion von industriellen Schutzöllner und die die Großbauern bei der richterlichen Gewalt ist, ist nur denkbar in einem ihm beeinflußt werden muß. Sieht man vom Zentrum Dsnabrück, in den Provinzen Hannover und Sachsen und absolut regierten Staat; die Reform des militärischen ab, so hat es im deutschen Reichstage eigentlich nur noch in der Pfalz. Der Zug geht nach rechts. Diejenigen aber, Strafprozesses, welcher der Kriegsminister zum Opfer geeine politische Partei gegeben, die Nationalliberalen. Auch die in der Parteipreffe das große Wort von dem großliberalen fallen ist, erregt daher das höchste Juteresse besonders der fie zahlen jetzt der Entwickelung ihren Tribut. Nicht gern Gedanken" führen, sind durchweg Pflastertreter, die in den Kreise, welche es lieben, unfern Staat als einen Verfassungsund freudig, aber einmal muß doch gestorben sein. Das großen Städten spazieren gehen und die Provinzialen von staat, als einen Rechtsstaat anzusehen. So schreibt bie Bild, das die Partei in letzter Zeit bot, war einfach nicht oben herunter schulmeistern. Diese Herren rumiren die Bossische Zeitung": Erst im vorigen Jahrhundert wird mehr schön, dafür aber um so luftiger. Es ist noch nicht Partei. Man wird Sorge tragen, daß wie mit einem in der Wissenschaft die Forderung formulirt, lange her, da erhielt der Hospitant Hahn, der Bismarck Hauche alle die Größen fortgeschleudert werden, die in daß die Rechtspflege von der Herrschergewalt un sein Hahn, von der Partei den Scheidebrief, weil er sich gegen Berlin und einigen anderen Plägen ihre Weisheit in Tüten abhängig foll." Der gegenwärtig ab= sich das Termingeschäft in Getreide erklärt und gegen die Börse drehen und sich gebärden, als sprächen sie im Namen der spielende Konflikt wird hingestellt als ein Konflikt mit Spießen und Stangen gewüthet hatte. In der Nation. So urtheilt dem Sinne nach, zum theil auch der Wissenschaft" mit der militärischen Rechtspflege. Von Börsen Kommission erklärten sich die ersten Vertreter wörtlich, die Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Organ einem Konflikt der Wissenschaft kann hier gar nicht die der Nationalliberalen gegen den Gesezentwurf. Als es der Kohlen- und Eisenbarone. Die nationalliberalen Rede sein; die Wissenschaft ist bei uns keine andere als in aber zur Abstimmung kam, stimmten alle im Saale an- Agrarier der Pfalz sind noch offenherziger. Sie halten Rußland. Deshalb bleibt der Zar doch absoluter Herrscher, feinem Schlupfwinkel, den Tyrannen aus seinem Kastell Brief überreichte, wird Guch am besten den Gegenstand vertrieb, den friedlichen Verkehr des Kaufmanns sicherte und die Hütte des Landmanns beschützte." 52] # Rienzi. Der legte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Die Mönche hörten auf zu singen und eilten schnell herbei. Die religiöse Andacht Monreal's hatte immer gegen die Klöfter in der Nähe seines so oft wechselnden Aufenthalts sich wohlthätig und freundlich zu erweisen ihn bewogen. „ Mein Sohn," sagte der Aelteste der Brüder, dieses ift ein merkwürdiges und ein heiliges Ereigniß und wenn Du alles erfahren hast, wirst Du dem Boten Sicherheit vor dem unüberlegten Muth Deiner Freunde gewähren und seinem Friedenspfad nicht entgegen treten." " hr macht mich nur noch neugieriger," sagte Monreal ungeduldig, laßt den Jüngling selbst reden, ich bemerke auf seinem Mantel das Wappen Roms mit andern Zeichen vereinigt, die für mich ein Geheimniß sind, da ich doch in der heraldischen Kunst so bewandert bin, als es sich für einen Edelmann und Ritter geziemt." „ Edler Herr," sagte der Jüngling in feierlichem Ton, ,, erkennt in mir den Boten des Cola die Rienzi, des Boltstribunen von Rom; der mir Briefe an viele Barone und Fürsten auf dem Wege zwischen Rom und Neapel über geben hat. Die Wappen auf meinem Mantel sind die des Papstes, der Stadt und des Tribuns." " " meiner Sendung erklären." " Der Ritter zerschnitt die Seide mit seinem Dolche und las das Schreiben mit großer Unbefangenheit. ,, Ener Tribun," sagte er, als er es beendigt hatte, hat sich den lakonischen Stil der Macht sehr bald an geeignet. Er befiehlt mir, binnen zehn Tagen dieses Kastell zu übergeben und das päpftliche Gebiet zu räumen. Er ist höflich; ich muß Zeit haben, mir den Vorschlag zu über,, Pardieu!" sagte Monreal mit seltsamem Lächeln ,,, ich muß dankbar sein für die Rücksicht, deren ich mich bisher erfreute. Bis jetzt habe ich weder Befehle von dem Tribunen erhalten, noch seine Rache gefühlt und doch liegt mein bescheidenes Kastell in dem Erbtheile des heiligen Petrus." „ Entschuldigt, Herr Ritter," sagte der Jüngling, legen; bitte, feßt Euch, junger Mann. Entschuldigt, aber aber spreche ich mit dem berühmten Johanniter Ritter, der Vertheidiger des Kreuzes und doch Anführer von Bauditen ist?" Knabe, Du bist kühn; ich bin Walter von Monreal!" " Dann habe ich in Eurem Kastell ein Geschäft, Herr Ritter." " 1 Nimm Dich in Acht, daß Du es nicht vor mir erreichst oder Du würdest in Gefahr sein, es schnell wieder verlassen zu müssen. Freunde," fuhr er fort, als die Menge bei diesen Worten sich dichter um den Boten drängte, glaubt Ihr, daß ich, der mit Königen Krieg führt, an einem unbewaffneten Knaben mich vergreifen würde? Pfui! beruhigt Euch, macht Platz! Junger Mann! folgt mir; Ihr seid so sicher in meinem Kastell, als in den Armen Eurer Mutter." Nach diesen Worten ritt Monreal mit feierlicher Würde Ha! Du mußt sehr kühn sein, wenn Du die Kampagna nach dem Kastell zu. Seine Krieger folgten verivundert mit keinen andern Waffen als jenem silbernen Stabe durch- und in einiger Entfernung der weißgekleidete Friedensbote wanderst." mit der Menge, die ihn nicht verlassen wollte, und so " Ihr irrt Euch, Herr Nitter," erwiederte der Jüng- groß war ihr Enthusiasmus, daß sie ihn bis an die Thore ling, und Ihr beurtheilt die Gegenwart nach der Ver- des gefürchteten Raftells begleiteten und darauf bestanden, gangenheit. Wißt, daß kein einziger Räuber jetzt in der außerhalb zu warten, bis die Rückkehr des Jünglings sie Kampagna verweilt; die Waffen des Tribunen haben jeden überzeugt haben werde, daß ihm nichts Uebles widerWeg um die Stadt so sicher gemacht, als die breiteste fahren sei. Straße in der Stadt selbst es nur sein tann." Monreal, der, so sehr er auch den Gesetzen sonst ,, Du erzählst mir Wunderdinge." trotte, die Rechte des geringsten Bauern in seiner nächsten Durch den Wald und in das Feldlager, durch die Nachbarschaft nie kränkte, und selbst sich das Ansehen gab, einsamsten Wildnisse, durch die bevölkertsten Städte haben als beschüße er die Armen, lud die Menge ein, in den Hof meine Gefährten diesen silbernen Stab getragen, ohne be- zu treten, befahl seinen Dienern, Wein und Erfrischungen unruhigt oder angehalten worden zu sein. Wo wir er zu bringen, bewirthete die Mönche in seiner großen Halle, scheinen, bewillkommnen uns Tausende, und Freuden- und führte darauf den Boten in ein fleines Zimmer. thränen seguen die Boten dessen, der den Räuber aus Dieses," sagte der Jüngling, indem er Monreal einen ich sollte glauben, Euer Herr habe genug mit seinen römischen Baronen zu thun, so daß er wohl etwas nachfichtig gegen uns fremde Gäste sein könnte. Stephan Colonna Ist nach Rom zurückgekehrt und hat den Huldigungseid geleistet; die Savelli, die Orsini, die Frangipani sind dem guten Staate" beigetreten." Wein!" rief Monreal im höchsten Erstaunen. " " " Sie sind nicht allein zurückgekehrt, sondern sie haben auch alle ihre Söldlinge entlassen und alle ihre Bes festigungen geschleift. Das Eisenwerk aus dem Palaste der Orsini beschüßt jetzt das Kapitol, und die Steine aus den Befestigungswerken der Colonna und der Savelli haben zur Verstärkung der Thore des Lateran und vom St. Laurentius gedient." Ein außerordentlicher Mann!" sagte Monreal, der sich der Bewunderung nicht erwehren konnte, durch welche Mittel wurde dieses bewirkt?" Durch strengen Befehl und durch die Kraft, ihn zu unterstützen. Auf den ersten Ton der großen Glocke des Kapitols erscheinen 20 000 bewaffnete Römer. Was sind gegen eine solche Macht die Söldner eines Orsini oder eines Colonna! Herr Ritter, Eure Tapferkeit wird selbst in Rom bewundert, und ich, ein Römer, warne Euch!" Gut, ich danke Dir, Deine Nachrichten, Freund, sehen mich in Erstaunen! Also die Barone haben sich unter worfen?" " Ja, am ersten Tage leistete einer der Colonna, der Ritter Adrian, den Eid; eine Woche darauf verließ Stephan unter der Zusicherung sicheren Geleites mit dem Savelli Palestrina; die Orsini folgten selbst Martino di Porto hat sich stillschweigend unterworfen.( Forts. folgt.) fo lange er die Macht dazu hat. Wenn in England und kannt, welches es nun als sicher erscheinen läßt, daß eine Vor- feine alten Tage" zurücklegen konnte. ge er die Ma Frankreich der von der Vossischen Zeitung" formulirte lage, die den Beginn der Ausführung der uferlosen Pläne be- der Gesellen nur davon abhänge, daß sie Frühgoites. Gaz gilt, so dankt man es nicht dem Fortschritt der Wissen- deuten würde, in den maßgebenden Marinekreisen ernstlich vor dienst und Messe besuchen, so hätte wohl der Hades nicht Raum für alle die Gelehrten und Doktoren, die bei Lebzeiten schaft, sondern dem Umstande, daß die bürgerlichen Klassen bereitet wurde. fich die Macht errangen, die ihnen widerstrebende Macht Nachrichten" meldet, daß für Schiffs- Neu- und Ersatzbauten blos ftelle zu miethen.( Gelächter und Zurufe.) Redner legt dann dar, Ein übereifriger Offiziosus in den Berliner Politischen versäumt haben, sich bei geist bosen Predigern eine Sch a f zu beugen. Bei uns haben die bürgerlichen Klassen 15 bis 20 Millionen im nächsten Etat gefordert werden sollen. daß in Berlin im vergangenen Jahre 140 Bäckereibetriebe pleite sich diese Macht nicht zu erringen gewußt und sind Die„ Bossische Zeitung" rechnet demselben aber sofort nach, daß gegangen" feien, und zwar zum größten Theil infolge der Sonntags= auch nicht einmal Willens, sie zu erringen; dagegen strebt zu diesem Zweck im nächsten Etatsjahre mindestens 40 Millionen ruhe für die Bäcker; aber weder ein Hize noch ein Stöcker kann die Krone immer entschiedener danach, die Herrschergewalt zur Weiterführung der begonnenen Ersazbauten erforder- uns beibringen, daß wir Sonntags das Brot nicht aus so absolut wie möglich zu gestalten, und am allerwenigsten lich find. dem Ofen ziehen dürfen. Der Staat macht Sonntags Geschäfte, in Militärangelegenheiten sich hineinreden zu lassen. Das Man sieht aus diesem Beispiele, wie wenig den offiziösen die Eisenbahn verkauft Sonntags eine Million Fahrkarten, die ist eine Thatsache; sie mag noch so traurig sein, aber ein Ableugnungen zu trauen ist. Abtheile sind mit 28 Menschen besetzt( Heiterkeit bei den bloßes Bedauern, daß etwas so ist, wie es ist, oder ein die Abgeordneten können unter dem Einfluß ihrer Wähler entsprechende Handbewegung) selbst ber Pastor Ein Gutes hat die gegenwärtige Erörterung in der Presse: Berlinern) und( so fuhr der Redner fort und machte dabei eine bloßes Wünschen, daß es anders wäre, stoßen eine That zu einem entschieden ablehnenden Standpunkt den uferlosen macht am Sonntag Geschäfte, wenn er traut und tauft! sache nicht um. Jedenfalls aber ist es der schlimmste Weg Plänen gegenüber gezwungen werden und das Reichsmarineamt( Unruhe. Zurufe: Schluß, Schluß.) zur Aenderung einer Thatsache, daß man sich ihrer Er- fann sich noch einige Zeit ruhig überlegen, ob es nicht besser fenntniß verschließt und sich selbst Sand in die Augen thäte, dem Reichstage mit einer solchen Forderung nicht zu streut.tommen. Der Landtag foll erheblich früher als erwartet werden müßte und zwar voraussichtlich schon Ende Oktober einberufen werden. In den„ B. P. N." wird dies wie folgt begründet: -O Nach Bekanntgabe einer Reſolution, in der der Verkauf von Bäckerwaaren an Sonntagen bis 5 Uhr nachmittags gefordert wird, heißt es weiter im Bericht: Sie Pumpernickelbäder.) = Modersohn( Lippstadt) erklärt: Wir haben uns mit Der Nationalliberalismus in feinem diesem Gesetz sehr gut abgefunden.( Dhorufe.) Nicht ein einziger vollen Glanze hat sich einmal wieder am 14. d3. Mts. in Crefeld gezeigt. Dort fand eine nationalliberale Wähler- wünscht von uns eine Aenderung.( Laute Schlußrufe. Buruf: versammlung statt, in welcher nach einem Referate des GeneralVorsitzender: Ich bitte dringend um Ruhe! Wir müssen sekretärs Johannes mit Rücksicht auf den bevorstehenden Partei auch eine uns nicht angenehme Meinung vertragen.( Beifall.) tag in Berlin folgende Resolution gefaßt wurde: Gemeinhardt( Berlin) verurtheilte ebenfalls die gegen Die nationalliberale Partei, obwohl ihrer Entstehung wärtigen Sonntagsruhe- Bestimmungen für die Bäcker auf's nach keine wirthschaftspolitische, hält es in Zukunft im Parteischärffte. Die Kirchen Regierungen, die Synoden Interesse für nothwendig, auch wirthschaftspolitischen Fragen feien es gewesen, die dem Handwerker die Sonntagsruhe auf gegenüber eine größere Gefchloffenheit anzustreben und eine gedrängt haben.( Aha!) Er, Redner, habe das als Ge der ruhigen Entwickelung unseres Erwerbslebens zu gute meinde ältester selbst erfahren. Ein Christ aber kann auch kommende Politik der Interessenvermittelung zu während der Arbeit in seinem Kämmerlein beten und Zu dieser neuesten Erklärung der Fraktion Drehscheibe" wenn er mit der Arbeit fertig ist, geht er in die freie Natur, die auch seine Kirche ist. bemerkt die freifinnige„ Breslauer Morgen- Zeitung": Bienert( Dresden): Wir können nicht für die Resolution Interessenvermittelung" ist so echt nationalliberal, daß ein nationalliberalerer Beschluß kaum ausgedacht werden konnte. Stimmen, denn wir würden uns selbst schädigen. Uns ist erlaubt, zu schließen, wann wir wollen. Welch' schöne Kompromisse und Vorlagen können nicht auf grund In der weiteren Debatte wurden wiederholte Schlußrufe laut. der Interessenvermittelung" abgeschlossen werden! Und mit Hilfe solcher nationalliberaler Vermittler glaubte die„ National- 3tg." eine große liberale Partei" zu stande zu bringen. Vergebliches Hoffen! Wir danken entschieden für solche„ liberalen" Bundesgenoffen." betreiben." " " Wenn die finanziellen Voraussetzungen sich erfüllen, von denen bie Erhöhung der Beamtengehälter in Preußen abhängt, soll diesmal ein anderes Verfahren eingeschlagen werden, als bei den Gehaltserhöhungen der Jahre 1873/74 und 1890/91. Damals begnügte man sich, den Ge sammtbedarf für die Gehaltsverbesserungen in einer Summe im Etat auszubringen, die Grundfäße, von denen bei der Verwendung ausgegangen werden sollte, darzustellen und dem Landtage zur Zustimmung vorzulegen. Die Einzeleinarbeitung in die Elats wurde aber dem Staatshaushalts- Etat des nächsten Jahres vorbehalten. Jetzt soll zwar auch neben der Gesammtsumme des Mehrbedarfs bei den Gehaltsverbesserungen der ganze Plan der Gehaltszulagen dem Landtage zur besonderen Beschlußfaffung unabhängig von der Etatsberathung vorgelegt werden. Aber diese Vorlegung soll so zeitig er Heider( Rathenow) rief: Durch Ihre fortwährenden Schlußfolgen, daß nach erzielter Verständigung mit dem rufe bringen Sie eine ganz rabenschwarze Reaktion Landtage die sämmtlichen neuen Gehaltsposi zum Ausdruck. Ich habe nur ein Pfui für einen tionen im einzelnen bereits in den Entwurf des solchen Verbandstag.( Große Unruhe.) Der Vorsitzende er Staatshaushalts Planes für 1897/98 eingearbeitet theilt dem Zwischenrufer einen Ordnungsruf. werden können. Es wird also gegebenenfalls der nächste-3ur preußischen Berginspektion. Wie die Ob die von der Regierung zum Verbandstag belegirten Ge Etat das vollständig abgefchloffene Bild der Neu- Ordnung Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" mittheilt, hat der heimräthe sich bei solcher Führung der Debatte nicht manchmal sämmtlicher bisher nicht berücksichtigter Beamtengehälter bringen. Revier- Inspektor für Süd- Bochum, Herr Bergrath Iteinen handfesten Polizeiwachtmeister von der Art an Zu diesem Zweck soll der Landtag möglichst früh, wie hüser, in feinem letzten Jahresbericht angegeben, es sei in ihrer Stelle gewünscht haben, wie sie in sozialdemo oben schon angegeben, und jedenfalls vor dem Reichstage feinem Bezirk während des Jahres 1895 tein tratische Versammlungen meistens unnöthiger Weise einberufen werden, während die Vorlegung des Etats, wie tödtlicher Unglücksfall vorgekommen. In diesem entsandt werden? bisher, frühestens für die zweite Hälfte des Monats Januar in Bezirk ereignete sich aber im vorigen Jahre das Unglück auf der Aussicht genommen ist, unter Umständen auch noch etwas später Beche Prinz von Preußen, das 35 Bergleuten das-„ Nihilistische Schriften" sollen in einem Dorfe erfolgen könnte. Man nimmt an, daß alsdann die parlamen- eben kostete. Die Redaktion des genannten Berg- bei Eydikuhnen bei einer Haussuchung entdeckt worden sein. In tarischen Verhandlungen über die Gehaltsaufbesserungen vor der arbeiter- Organs forderte nun Herrn Bergrath Althüser auf, dem Dorfe Jodringkehmen wurde kürzlich bei einem jungen Weihnachtspause zum Abschluß gelangen können, sodaß bei An- ihr mitzutheilen, ob ihm das Unglück auf Beche Bring Manne eine Haussuchung abgehalten. Sie soll ein überraschenSpannung aller Kräfte die entsprechende Gestaltung der Einzel- von Preußen, seine Folgen und Ursachen nicht bekannt sei. Die des Resultat ergeben haben; es sollen ganze Stöße lithanifcher, etats noch zeitig genug erfolgen tann, um die Borlegung des erbetene Antwort ist aber bis heute noch nicht eingetroffen. Das polnischer und deutscher Druckwerke in den verschiedensten Etats zu dem bezeichneten Zeitpunkte oder spätestens einige Tage ist doch sonderbar", meint die„ Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter: Verstecken vorgefunden und mit Beschlag belegt worden fein, nach demselben zu ermöglichen. Beitung"," da solche Herren sonst sehr rasch mit einer Berich- weil sie zum theil nihilistischen Inhalts sein sollen. Die Druck Das Bürgerliche Gesetzbuch hat die Unter- tigung" bei der Hand find. Kann uns einer unserer Kameraden fachen sollen von Leipzig dorthin gesandt und zum Einschmuggeln schrift des Kaifers und die Gegenzeichnung des Reichskanzlers aus Süd- Bochum nicht mittheilen, ob Herr Althüfer noch lebt, nach Rußland beftimint gewesen sein. oder ob sein Schweigen durch seinen mittlerweile erfolgten Tob entnommenen Mittheilung zu trauen ist. Sicher ist, daß die Wir wissen nicht, in wie weit dieser dem Kleinen Journal" Absicht, in Deutschland nicht verbotene Schriften nach Rußland Ordnung, Religion und Sitte bei frommen zu bringen, fein Recht zu einer Beschlagnahme giebt. Innungsmeistern. Gine helle Freude verursacht es den staatserhaltenden Blättern jedesmal, wenn aus einer sozialdemo-- Das Gedicht Ein Glaubensbekenntniß" fratischen Versammlung heraus von Störungen zu berichten ist, die von dem berühmten Astronomen v. Mädler, das jetzt, wie wir sind, nichtsdestoweniger aber in der Ordnungspresse mit muthiger angeblicher Gotteslästerung ist, ist nach dem im Jahre 1874 notorisch meistens von ungeladenen Eindringlingen verursacht gestern gemeldet haben, Gegenstand der Strafverfolgung wegen Konsequenz stets der Sozialdemokratie in die Schuhe geschoben erfolgten Tode des Verfassers unter anderem auch in der werden. Bei solchem löblichen Brauch verlohnt es sich wohl Gartenlaube" veröffentlicht, also damals in mehr als 300 000 einmal jetzt, wo Gelegenheit da ist, das Versammlungstreiben Exemplaren verbreitet und jedenfalls von einer Million Lefer der Hätschelkinder aller Ordnungsblätter, ehrfamen gelesen worden, ohne daß ein preußischer Staatsanwalt sich vers Innungsmeister zu beobachten. In einem der Haupt- anlaßt gesehen hätte, mit einer Gotteslästerungsklage dagegen organe dieser vernagelt patriotischen Menschenkategorie, der vorzugeben.pis spotachisit nobttired may 2nd of ungünstig gefärbter Bericht über die in Breslau abgehaltene Schluß der Deutschen Warte" zu sein. Sie schreibt z. B. heute: In der Staatsbürger- 3eitung", befindet sich ein gewiß nicht Staatsbürger 3eitung", befindet sich ein gewiß nicht Die Unwissenheit scheint die besondere Spezialität fizung vom Verbandstag des Bäder Jnnungsverbandes Sozialdemokratie aber hat der starre Parteiterrorismus seine „ Es ist zu hoffen, daß diese Darlegung dazu beitragen wird, Germania. Die feiſten Ordnungsphilister waren hier ganz erschreckendsten Blüthen gezeitigt. Es ist zu hoffen, daß diese Darlegung dazu beitragen wird, unter sich; nur ein paar Vertreter der Regierung waren ihnen geht alle freie Geistesregung verloren, das Parteipapftthum In der Sozialdemokratie die mannigfachen Mißverständnisse und Mißdeutungen, welche fich an den im Kriegsministerium vollzogenen Personenwechsel ander gefährdeten Ordnung- sondern als wohlwollende ab- des Parteiunwesens zur höchsten Entwickelung, die es geben kann." - beileibe nicht als überwachende Beamte zur Aufrechterhaltung dominirt vollständig. Diese Partei vertörpert die Ausbildung geknüpft haben, zu zerstreuen." Einen solchen Sah zu einer Zeit niederzuschreiben, wo die Welche offizielle Aufgaben das Militärkabinet hat, weiß jederSpalten des Zentralorganes zur Darlegung eines Standpunktes, mann, daß sich diese in der Praxis anders gestalten, wird aber der der Auffassung der Partei nicht entspricht, in liberalster auch von niemandem bezweifelt. Weise geöffnet werden, ist ein Zeichen traffester Unwissenheit. erhalten. 910 " 3ur Kriegsministertrisis muß nun der ReichsAnzeiger" das Wort ergreifen. Die offizielle Darstellung hält an der Fiktion des geschwächten Gesundheitszustandes des Kriegs: ministers fest und fährt dann fort: Böllig verkehrt aber ist es, den eigentlichen Grund des Rücktritts des Generals v. Bronfart in einem Gegensatz zwischen Kriegsminister und Chef des Militärkabinets erblicken zu wollen. Das Militärkabinet ist nicht, wie es in der Presse viel fach dargestellt wird, eine selbständige Behörde, und Anordnungen gehen von demselben überhaupt nicht aus." Hierauf wird festgestellt", daß der Chef des Militärkabinets nichts anderes zu thun hat, als die Befehle des Kaisers auszuführen. Der Reichs Anzeiger" wird feine Er wartungen nicht erfüllt ſehen, die in folgenden Säßen, mit denen die offizielle Darstellung schließt, zum Ausdruck tommen: - Die neue Marinevorlage fonnte in der öffentlichen Diskussion durch Dementis nicht beseitigt werden. Gerade infolge der Ableugnungen wird zahlreiches neues Material beLiterarisches. erklärt werden muß?" W ber geordnete Delegirte zugesellt, mit dem Auftrage, sich eingehend über die Herzenswünsche der Versammelten zu informiren. Nach der Staatsbürger 3tg." ging es in dieser Versamm lung wie folgt au: " M Der Referent Bäcker Manegold( Berlin) beklagte sehr, daß dem Bäcker durch die Sonntagsruhe gerade die 60 goldenen Tage" genommen seien, in denen der Bäcker noch etwas für " " " Schweiz. Zürich, 18. Auguft.( Eig. Bericht.) Der große Stadt. rath hat die von uns erwähnten Vorschläge, welche ihm der Leben wollen fie, fehr gut leben, wie ihre Geistesbrüder, die Magistrat zur Hebung der öffentlichen Sicherheit unterbreitete, Führer der Pariser Kommune, die sich vorher extra weite nach lebhafter Debatte einer 15gliedrigen Rommission überwiesen, Der neneste ,, Tödter".*) Abertausendmal ist schon der Taschen hatten anfertigen lassen". Und das Geschäft trage jedoch wurde der Vorschlag gleichzeitig zum Beschluß erhoben, Sozialismus vernichtet, die Sozialdemokratie erschlagen worden, etwas ein. Bebel fei jekt„ Rittergutsbesitzer", Singer Millionär, daß bis zur Vermehrung des Polizeikorps die Polizeiwache in in bandschweren Werken und in flatternden Broschüren; ste Arons sei noch reicher. Es berührt ganz eigenthümlich, daß die Außersiehl durch Feuerwehrleute verstärkt werde. An den Ber leben aber noch beide. Die früheren Rämpfer waren aber zu beiden sozialdemokratischen Expedienten"( in Berlin) mit einem bandlungen hierüber betheiligten sich auch unsere Ge Greulich, Würgler und Lang. gefcheidt und deshalb zeitigte ihr Wagen feinen Erfolg. Aus Male Hausbesiger geworden sind". Nein, die Lehren der nossen onzett, Greulich tam auf die unschöne Holle zu sprechen, Dieser Erwägung heraus mag der biedere Lorenzen aus Riel zu Sozialdemokratie sind, wie schon Eugen Richter eingesehen hat, welche die Polizei auf Seite der Unternehmer, so des Herrn dem Entschluffe gekommen sein, auch einmal mit der Feder zu Frrlehren. Es giebt nur eine Gleichheit, das ist die vor hantiren. Er setzte sich auf seine Hosen, abends nach Feierabend, Gott," und wir find allzumal Sünder". Wer das nicht denneberg, gegen die Arbeiter spielt, wodurch sie sich alle und ließ die Feder laufen. Und siehe da, nach einigen Wochen glaubt, ist kein Christ, sondern ein geistig verkommener Sympathien des arbeitenden Volkes verscherze, das dann auch im Nothfalle der Polizei nicht hilft. Die Glieder unseres hatten sie und er den Beweis erbracht, daß die sozialdemo- Mensch. Nun, und wenn die Sozialdemokratie wirklich ans kratischen Forderungen ein Unsinn sind, der sich nicht verwirklichen Ruder fäme, was würde ihre erste That sein? Sämmtliche Polizeikorps sollen sich fühlen als Diener eines freien Gemeinwesens, worin der Wermste soviel gilt als der Millionär. läßt, daß es also dem Arbeiter große Gefahren bringen kann, deutsche Fürsten und alle " wenn er diese Partei in irgend einer Art und Weise unterstüßt; schicken. Dann wäre ihre Beamten in die Berbannung zu ang tabelte es, daß die ganze Debatte sich nur um Vers " aus, ganz aus, mit Deutschland und denn obwohl sie uns die goldene Freiheit versprechen, so rauben mit noch mehr, denn es wäre niemand mehr da zum Lenken, mehrung der Polizei drehte und man sich über den niedrigen polizei. fie uns dennoch unsere persönliche, törperliche und geistige Frei- Leiten und Regieren. Herr Lorenzen scheint ein Sammelgenié lichen Standpunkt nicht erheben konnte. Er verurtheilte ferner heit". Diese Sozialdemokraten muß man nur kennen! Troßdem oder Abonnent der Nationalliberalen Korrespondenz" zu sein. Die herz- und lieblose Art, mit der bezüglich der Außersihler Unes eine ganze Menge ebeldenkender Arbeitgeber giebt, reizen sie Jede Schmähung und Verleumdung, die man in den legten ruhen von einem Janhagel gesprochen wurde. Die Gebildeten fortwährend zum Streit. Und wenn ein solcher verloren geht, Jahren gegen den Sozialismus und feine Träger losgelassen, ist sollten vielmehr daraus die tiefe Kluft erkennen, die zwischen so ist es ihnen am allerliebsten. Warum? Hm!„ Es sind ihm bekannt und schmunzelnd bucht er sie. Er scheint aber feine ihnen und anderen Boltstheilen noch besteht und sich bestreben, von Gewerkschaften erst nach einem mißlungenen Streit auf den Eindruck, als hätte es der Eſel im Trabe verloren. Vielleicht Volkshauses und endlich empfahl er den Besitzenden eine vors Fälle vorgekommen, daß einzelne solcher Vorstandsmitglieder Lesefrüchte nicht numerirt zu haben, das Sammelsurium macht niedriger stehende Volkstheile zu heben und zu bessern. Noth wendig sei zunächst eine Wohnungsreform, die Errichtung eines einen grünen Zweig gekommen sind." Noch ärger treiben sie auch gebühren Herrn Lorenzen nicht allein die Baterschaftsfreuden es im politischen Leben. Warum schwärmen fie für das all- der Broschüre. Ein Arbeiter, der hofft, einen für jeden Arbeiter urtheilsfreiere Haltung gegenüber den Arbeiterorgani. gemeine Wahlrecht und weshalb wollen sie, daß zwanzigjährige leicht verständlichen Ton zu treffen," ist ein etwas feltsamerationen, durch welche die Hebung der Arbeiterklasse erfolgen Burschen und Frauenzimmer schon wählen dürfen? Damit Bogel, besonders, wenn er noch dazu die„ kathedersozialistische" wird und die gewiß das kleinere Uebel find gegenüber der Sturmfluth, auch das Militär das allgemeine Wahlrecht verlangt, und der Hilfe" zilirt und so gewandt zwischen den Beilen lesen läßt. beren Rauschen man im Krawall von Außersihl sich ankündigen hören konnte. Staat auf eins, zwei umgestürzt werden kann. Diese Heuchler! Die Sozialdemokratie hat ein Schweineglück! Ihre Gegner werden Die könnten dann lachen! Denn an dem Tage, wo die Sozial- von Tag zu Tag dümmer. Und einer oder mehrere der dümmsten Vorige Woche wurde von katholischer Seite in Zürich demokratie zur Herrschaft gelangt, hört das allgemeine Wahlrecht Teufel haben in der vorliegenden Broschüre ihre Stimme ver- versucht, aus dem Krawall Kapital zu schlagen. Die erschienenen italienischen Sozialisten wußten sich aber der Versammlung zu überhaupt auf". Dann würde es auch der Arbeiter nicht besser nehmen lassen. bemächtigen und die Rechnung der Herren zu vereiteln. Es find haben wie heute. Was nüße ihm auch ein höherer Lohn, wenn er fein Privatvermögen erwerben dürfe? Heute hat jeder etwas„ Das Kirche für die Italiener in Zürich erbauen wollen. Das hohe Haus". Parlamentsbilder aus Desterreich. offenbar auch diefelben Macher, welche nun eine tatholische erspart, nichts hat nur der Lump, der auf der Landstraße liegt". Wien. Berlag der Neuen Revue". Der Verfasser hat sich nicht wenn man in Berlin den Fall Heinze zum Ausgangspunkt einer Ja, alles, was die Sozialdemokraten predigen, ist Unfinn. Der genannt. Ist ein wiziger, erfahrener Mann, jedenfalls Bar- neuen protestantischen Kirche nahm, warum soll nicht in Zürich Achtstundentag ist Unsinn, der Weltfeiertag auch, die Organi- laments Berichterstatter. Von den zweiundsechzig Herren, deren sation, die zur Terrorifirung der Nichtorganisirten, der die leibliches und geistiges Konterfei er giebt, dürften sich die bas gleiche geschehen mit dem Außersihler Krawall für eine persönliche Freiheit liebenden Mitarbeiter", fübre, dito, und wenigsten bei ihm bebanken, vielleicht Dr. Kronawetter, vielleicht katholische Kirche? bie freie Liebe" erst recht. Rabeneltern, wie Bebel und seine Bernerstorffer. Der Autor leugnet es nicht, daß er in vielen Frankreich. Frau es sein mögen" u. f. w. u. s. w. Die Agitatoren Fällen tarrikirt hat; das mindert zwar den Werth seiner Ur- Paris, 18. Auguft.( Eig. Ber.) Gin blutiges Nachhaben es nur auf den Geldbeutel der Arbeiter abgesehen. theile, macht aber das Büchelchen um so amüsanter. Würde spiel zu den Liller Borgängen fand in Billyetwas ähnliches in Deutschland geschrieben, schrie man wohl Montigny( Pas- de- Calais) statt. In diesem von KohlenDie Sozialdemokratie in Theorie und über Heiligthumsschändung, vielleicht auch nach dem Staats- gräbern bewohnten Ort war für Sonntag eine sozialdemokratische Praxis oder: Ein Blick hinter die Koulisses. Bon Theodor anwalt. Die Stizzen des Ungenannten erschienen zuerst zu Bersammlung einberufen worden, in welcher die Genossen Lorenzen, Arbeiter auf der taiserlichen Werft zu Kiel. Riel zweien und dreien in der Wiener Wochenschrift Neue Revue". De lory, Bürgermeiffer von Lille, und Ghesquière, und Leipzig. Verlag von Lipfius u. Fischer. 50 Pf. In Buchform liegen sie bereits in zweiter Auflage vor. Bürgermeister- Adjunkt von Lille, als Redner angekündigt waren. " Die psäsfisch. chauvinistische Bande des Oetes veranstaltete sofort »ach dem Liller Muster eine müste Agitation gegen die„Vaterlands- losen", um die Versammlung zu hintertreiben. Die lokale„Gesellschaft der ehemaligen Kämpfer von 1870"(ein französisches Gegenstück zu den deutschen Kriegervereine») forderte in gedruckten und ge- fchriebenen Plakaten die Bevölkerung zur gemaltthätigen Ver- Hinderung der„antipatriotischen" Versammlung auf. Die davon mar, daß die aus Lens angekommeneu Sozialisten, darunter Ghesquiöre, am Bahnhose von einer übermächtigen Menge brutal überfallen murden. Man berichtet über zahlreiche Verwundete. Evrard, Sekretär der Kohlengräber-Gewerkschast von Pas-de-Calais, wurde schwer mißhandelt, sein junger Sohn zu Boden gestürzt und mit den Füßen getreten. Darauf begab sich das rasende Gesindel zum Lokal, wo sich inzwischen ein kleines Häuslein Sozialisten, darunter Ghesquiere, ver- sammelt hatte, und begann das Haus mit Ziegelsleinen zu bom- bardiren. Beim Verlassen des Lokals wurde Ghesquiöre mit einem Stockdegen am Arme verwundet. Ter Spezialkommissär (politischer Geheimagent) wurde, als er seine Schärpe umgürtete, »m die Ueberfalleuen wirksam schützen zu könne», arg mißhandelt. Die Bande glaubte nämlich, Delory vor sich zu haben.... Dies die Thatsachen, wie sie auch von der Ordnungspresse mitgetheilt werden. Daß diese Presse kein Wort der Mißbilligung für die chauvinistischen Knüttelhelden findet, kann nicht weiter wunder nehmen. Knüttel und chauvinistische Hetzereien sind ja die einzigen Waffen, die in gewöhnlichen Zeiten den Ordnuugs- mannen im Kampfe gegen die Sozialdemokratie zu Gebote stehen. Und wenn ein bekannter, mit Verlaub zu sagen, „sozialistisch-radikaler" Journalist, Herr Meunier vom„Rappel", sich nicht entblödet, die Thaten der Knüppelhelden von Billy- Moutigny zu billigen und als Vorbeugungsmaßregel— die „Ausweisung jedes Deutschen, der zu Agitationszwecken nach Frankreich kommt", zu verlangen,— so beweist das nur, daß die französischen Radikale», mit wenigen rühmlichen Ausnahmen, puncto Chauvinismus den ungeschminkten Bourgeoisparteien nicht nachstehen. Empörend ist aber das Verhallen der Be- Hörde», die nicht nur keine Maßregel» getroffen hatte», um den planmäßig vorbereiteten Ueberfall zu verhüten, sondern auch gegenüber den Urhebern und Ausführern des Ueberfalls die Nachsicht so weit trieben, keinen einzigen derselben in Haft zu behälten. Dagegen wurde die Verhaftung eines S o z i a l i st e n, der in begreiflicher Empörung die Angreifer bekämpst hatte(er soll sie„einen Haufen schmutziger Franzosen" genannt haben), ausrecht erhalten. Und doch wird Herr B a r t h o u, der seit einigen Tagen wieder die Leitung des Ministeriums des Inner» übernommen hat, sich nach wie vor als Beschützer der Ordnung und des Gesetzes aufspielen. Im Dorfe Billy-Montigny sollte am Sonntag zum e r st e n M a l eine sozialdemokratische Versammlung abgehalten werden. Unsere Genossen werden wiederkommen und mit der Zeit die zerhetzte Bevölkerung vom Banne der französischen I s! r a u t e befreien. C a l v i g n a c, der sozialistische Bürgermeister von Carmaux, ist nun definitiv von, A in t e abberufe» worden. Als Grund wird wiederum, wie bei der Suspendirnng, dessen Ver- urtheilung zu 100 Frks. Buße angegeben. Felix Favre fand mitten während der Reise in der Bretagne Zeit, das Ab- berufungsdekret zu unterzeichnen. Die Vorgänge innerhalb der französischen Dele- g a t i o n auf dem Londoner Kongreß waren für die Bourgeoispresse natürlich das Signal zum Loslassen einer Menge Lügennachnchten. So hieß es u. a. Henri Turo t, Mitglied des Blanquistische» Revolutionären Zentralkomitees und Mitarbeiter des„Petite Republique", werde ein Wochenblatt„La Car- magnole" gründen zum Zwecke der Bekämpfung der sozialdemo- kralischeu Partei. In der heutigen„Petite Republique" tritt Turot selber dieser Lügennachrichl entgegen. Das Blatt soll zwar gegründet werde», es wird aber vor allem, wie dies schon deffen Name zeigt, der Verbreitung von alten und neuen sozialrevolutionären Liedern gewidmet sein. Daneben beabsichtigt Turot, dem bisherigen blanquistische» Standpunkte gemäß, das neue Blatt gerade zu einein gemeinsamen Organ aller sozialistischen Richtungen zu machen, sowohl der Anhänger der politischen Aktion wie der Anhänger des Generalstreiks. Die„Carmagnole" wird aber, insofern sie überhaupt einen politischen Charakter tragen wird, kein Werk- zeug der Zwietracht, sondern vielmehr eine neutrale Tribüne für alle in der französischen Bewegung sich geltend machenden Meinungen sein. Paris, 20. August. Es sind die strengsten Polizei- maßregeln angeordnet worden, um jede subversive(soll wohl heißen sozialistische) und chauvinistische Kundgebung beim Zarenbesuch zu verhindern. Ei» Rundschreiben des Ministers des Innern an die Präfekten ersucht dieselben, be- sonders dahin zu wirken, daß die geplante Reorganisation der verschiedenen Gruppen der Patriotenliga un terblnbe.— Paris, 19. August.(Verl. Tagebl.) Eugßne Guyard, der Gerant des Anarchistenblattes„Libertaire", welches am Jahres- tage der Hinrichtung Caserio's deffen Bild nebst Verherrlichung seiner That brachte, wurde verhaftet. Andere Verhaftungen von Anarchisten sollen bevorstehen. England. — Auf dem englischen Gewerkschaftskongreß. der an, 7. September in Edinburgh zusammentritt, kommt folgender Antrag zur Verhandlung: „Nach der Meinung dieses Kongresses ist es für die Er- Haltung der britischen Industrie von Wichtigkeit, daß Land, Bergwerke, Mineralien, Regalien und Eisenbahnen n ation a- l i s, r t und Trambahne», sowie alle Unternehmungen zur Versorgung mit Wasser und mit künstlichem Licht m u n i- zipalisirt werden." In bezug auf diesen Antrag meint ein Korrespondent der „Frankfurter Zeitung", derselbe solle den„kollektivistischen" Be- schluß, den der letzte Gewerkschaftskongreß(in Rorwich) auf Keir Hardie's Antrag gefaßt hat,„beseitigen und ersetzen". Das ist ein Jrrthum. Der neue Antrag richtet sich in keiner Weise gegen den vorjährigen Beschluß. Er geht von sozialfftischen Mitgliedern der Jndependent Labour Party und der Sozialdemo- krattschen Föderation aus. Der„Munizipalsozialismui" ist unter den englischen Sozialisten sehr populär. Und „Munizipalisation" ist genau ebenso sozialistisch oder „kollektivistisch", wie die„Nationalisation". Der Unterschied betrifft nicht das Wesen, sondern de» Umfang der Thätig- keil und Organisation. In England, wo die Gemeinde eine weit größere Machtsphäre und Selbständigkeit hat als in Deutsch- land. hat der Munizipalsozialismus daher auch nicht de» poli- zeilichen Charakter, de» er in Deutschland haben würde— ebenso wie die„Verstaatlichung" in England etwas ganz anderes ist als in Deutschland. Hiermit wollen wir unS indeß für den MunizipalsozialismuS nicht ins Zeug gelegt haben.— Italien. Rom, 20. August. Anfangs September gehen Abtheilungen technischer Truppen nach M a s s a u a h. Auf Wunsch der Re- gierung wird General Baldissera schon vorher nach Afrika zurück- lchren. Er wird die Statthalterschaft definitiv übernehmen und die Befestigung der Mareblinie sofort in Angriff nehmen.— Bulgarien. — Einen neuen Sieg Rußlands bedeutet die Er- nennnng des Obersten Paprikoff als Kriegsminister. Der Nach- folger deS Rußlands Forderungen gegenüber nicht vollkommen willfährigen Oberst Petroff ist in der Petersburger Militärakademie ausgebildet worden.— Türkei. Koustantinopel, 20. August. Die Pforte hat den Bot- schasteu der Mächte die Mittheilung zugehen lassen, daß 23 griechische Offiziere in Uniform mit drei Gebirgsgeschütze», 2000 Chassepotgewedren und 700 000 Patronen auf Kreta an zwei verschiedenen Punkten der Insel gelandet seien.— Afrika. — Der Kongostaat gegen den Mahdi. Die Brüsseler Zeitung„Soir"(Abend) erhält aus Afrika die Be- nachrichtigung, daß eine Expedition gegen die M a h d i st e n unter dem Befehl des Baron Dhanis organisirt worden ist. Der Kongostaat hat beträchtliche Streitkräfte vereint und hat nach dem oberen Kongo zahlreiche Truppen, Munition und Geschütze transportiren lassen. Die Transporte waren so umfangreich, daß sie während der Zeit von zwei Monaten den gesammten Handelsverkehr auf dem Flusse sperrten. Der un- abhängige Kongostaat hat die Absicht, die Offensive gegen die Mahdisten zu ergreifen. Der„Soir" sagt, die Sachlage ver- Ursache sehr große Besorgnisse mit Rücksicht auf die Sicherheit des Staates und die politischen Verwickelungen, welche die Haltung der Regierung des Kongostaates nach sich ziehe» könne. Die militärische» Operationen seitens des Barons Dhanis haben im gegenwärtigen Zeitpunkte sicher schon begonnen. Von der Agitation. Genosse Liebknecht befindet sich. nachdem er über Paris von London zurückgekehrt ist, in Offen- dach, wo er für die bevorstehende» Landtagswahlen eine Reihe von Versammlungen abzuhalten hat. Im Großherzogthum Hessen finde» in diesem Spätsommer vier Landtagswahlen statt, in denen unsere Partei um das Mandat kämpft. Ei» Kreis ist neu zu erobern(die Stadt Offenbach), während die Mandate für drei andere Kreise, das Mandat des Landkreises Offenbach und die zwei Mainzer Mandate, schon bisher in unserem Besitz waren. In Mainz ist bekanntlich infolge der Joest'schen Mandats- niederlegung auch das Reichstagsmandat erledigt, so daß die hessischen Genosse» jetzt stark in Anspruch genommen sind. Ju Hamburg ist für die B ü r g e r s ch a f t s w a h l im 6. Bezirk(Neustadt- Nord) auf Veranlassung der sozialdemo- kralisch gesinnten Bürger dieses Bezirks seitens der Partei der Genosse Friedrich Ehlers, Vertrauensmann des ersten Hamburger Wahlkreises, als Kandidat aufgestellt. Trotz des reaktionären Bürgerrechls-Gesetzes ist, wie das„Hamb. Echo" bemerkt, ein nennenswerther Erfolg nach Lage der Sache nicht ausgeschlossen. Charakteristisch für die Art des Kampfes, der auf dem Lande gegen die Arbeiterbewegung geführt wird, ist folgendes Vorkommniß. Die Parteigenossen in Vegesack im bremischen Staate beabsichtigten vor kurzem ein Gewerkschaftsfest abzuhalten und hatte» zu diesem Zwecke den L a n d m a n n R a t h j e n zu Beckedorf bewogen, sein Grundstück für die Ab- Haltung, des Festes zur Verfügung zu stellen. Infolge dieser Be- reitwilligkeit erhielt der Landmann eine Anzahl von anonymen Zuschriften, von denen die nachfolgende als besonders interessant und bezeichnend im Wortlaut mitgetheilt sei: „Bäkedorf. Johann Ratjen wie kannst Du Dich unter- stehen und die Sozialdemokraten auf Deine Weide nehmen. Vor allen Wirthen sind sie abgewiesen, keiner will sie haben und Du nimmst sie, die Leute die uns vernichten wollen. alle Ballern in ganzen Kreise sprechen nur mit Verachtung von Dir und Deiner schmutzige» Handlung. Nimmst Du die Bande auf dein Land so wirst Du von der ganzen Gemeinde aus- gestoßen werden wenn sie dich was vorgelogen haben dann geh zu Landrath dann kannst du noch wieder voukommen. thust des nicht so werden wir Dich auch 2 Stufen hoher in die Steuer bringen, und Vorsteher wozu wir Dich wählen ivollten wirst Du nicht werden. Nimmst Du die roten sozial- demokraten so werden wir Dich verklagen daß Du deine Weide einrickelst, damit wir von den 30 000 sozialdemokraten die kommen keinen schaden haben nehmst Du sie Der rothe Hahn ist Dir gewis. Mehrere Bäkedorfer." Landmann Rathjen ließ sich aber durch keinen der vielen Schmähbriefe irre mache». Aller- Vings konnte das Fest dennoch nicht aus seinem Grundstück abgehalten werden, sondern mußte ins Oldenburgische verlegt werden, weil der preußische Landrath in Blumenthal dasselbe verbot. Argentinischer Parteikongrest. Am 28. und 29. Juni fand in Buenos Ayres der erste Kongreß der argentinischen Sozialdemokratie statt. Erschienen waren 75 Abgeordnete als Vertreter von 31 Organisationen. Genosse I u st o verlas einen Bericht über den Ursprung und die Fortschritte der Partei in der argentinischen Republik, der allgemeinen Beifall fand. Dan» berieth man über die Taktik und Organisation der Partei und nahm folgende Anträge an: Vereine oder Mitglieder, die mit den anderen Parteien Bündnisse schließen, werden aus der Partei ausgeschlossen. Die von unserer Partei gewählten Kongreß- deputirten sollen ein imperatives Mandat haben und im Voraus eine darauf bezug habende Verpflichtung unterzeichnen, die im Besitze hes Nationalkomitees bleibt, um ihnen im Falle, daß sie ihr Mandat nicht richtig ausüben, vorgelegt zu werden. Bei der Wahlagitation muß jeder sich dorthin begeben.wohin er vom Komitee geschickt wird, wenn die Entfernung von seinem Heimathsorte auch noch so groß ist und noch so lange dauert. Die Universitäts- gruppe brachte solgenden Antrag ein, der gleichfalls angenommen wurde:„Wer sich duellirt, wird aus der Partei ausgeschlossen." Dann schritt man zur Revision des Parteiprogramms, das u. a. folgende Punkte enthält:„Gesetzliche Anerkennung der Arbeiter- vereine, Unterdrückung jeder künstlichen Förderung der Ein- Wanderung, Abschaffung aller Gesetze über Landstretcherei, Bettelei u. s. w., geheime Abstimmung bei Wahlen, Vertretung der Minoritäten. Vertretung im National-Kongresse im Verhält- niß zu der gegenwärtigen Bevölkerung des Landes. Verantwort- lichleit und Abberusbarkeit der Gewählten. Dazu wurden noch Angelegenheilen untergeordneter Art besprochen; man faßte den Beschluß, daß in jedem zweiten Jahre ein Kongreß statt- finden solle. Polizeiliches, Gerichtliches ec. — Genosse Rauch, Redakteur des„ V o l k s w i l l e n" in Hannover, hat am heutigen Tage die 6 Monate Gefängniß verbüßt, die ihm wegen Majestätsbeleidigung und wegen Be- leidigung der Berliner Oberstaatsanwaltschaft auferlegt worden waren. Wir beglückwünschen Genossen Rauch zur wieder- Sewonnenen Freiheit, möge er sich von den Strapazen des Ge- ängnißlebens recht bald völlig erholen! — Wegen Beleidigung des Hauptmanns von Schouler vom Regiment v. Manstein in Schleswig wurde in Kiel der ver- antwortliche Redakteur der„Schleswig- Holsteinschen Volks- zeitung", Genosse Alexander Lütjens, zuöOM. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängniß und zu den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Gewevkpchaftliäges. Achtung, Putzer Berlins! Auf dem Bau des Maurer- meisters Herrn Puschmann, Liebigstr. 30, hatte ein Fassaden- putzer die gesammte Putzarbeit des Baues für eine Pauschal- summe übernommen. Um für sich einen Profit herauszuschlagen, übergab er die Jnnenarbeit für den minderwerthigen Preis von 19 Pfennig pro Quadratmeter an neun Putzer, welche durch die lange Arbeitslosigkeit gezwungen waren, die Arbeit dafür anzu- nehmen. Bemerkt sei, daß der Arbeitgeber nicht abgeneigt war, den tarifmäßigen Preis zu zahle», es wurde ihm jedoch seitens deS erwähnten Putzer? davon abgeredet. Als am Montag die Putzer an den Arbeitgeber mit der Bitte Herautraten, ihnen doch 20 Pfennige für den Quadratmeter zu bewilligen. wurden sie schroff abgewiesen und man bedeutete ihnen, daß wer nicht dafür weiter arbeiten wolle, sich sofort vom Bau scheren solle. Er zahle lieber anderen Putzer» 21 Pf.; doch solche Aufwiegeler wolle er auf seinem Bau nicht dulden. Der Arbeitgeber fand an dem erwähnten Putzer einen eifrigen Fürsprecher; derselbe erbot sich sofort, für den minderwerthigen Preis andere Putzer heranzuschaffen. Hierauf legten 9 Innen- Putzer die illrbeit nieder. Am Dienstag morgen aber nahmen 5 der Streikenden die Arbeit zu de» alten Bedingungen wieder auf und ließen ihre ä streikenden Kollegen in Stich. Hätten die Putzer sämmtlich nur einen Tag fest gestanden, der Arbeitgeber hätte bewilligen müssen, da bis zum Freitag ein bestimmtes Quantum Putz fertig sein mußte. Die Abtrünnigen suchte der Arbeitgeber dadurch zu belohnen, daß er den Putzern nunmehr 20 Pf. versprach. Ans dem Gesagten geht wohl deutlich genug hervor. daß der Wankelmuth und die Engherzigkeit der Putzer selbst die Schuld am Sinken der Preise trägt. Nur zu leicht nützt der Unternehmer die Nothlage der Arbeiter auS. Leider haben die indifferenten Putzer jeden Halt verloren. So haben sich auf einem Bau in der Kaiser Friedrichstraße in Charlottenburg (Unternehmer Schrobsdors) Putzer gefunden, die den Quadrat- meter Putz für 13 Pf. anfertigen. Als Entschuldigung geben st- an. sie wären alt und könnten sich mit weniger Verdienst be- gnügen. Der Bauunternehmer aber steckt den Profit in die Tasche. Da auf diesem Bau noch mehrere Putzer anfangen sollen, ersuchen wir die Kollegen, vorstehendes zu beachten. Die Lohukommission der Putzer. Achtung, Lederarbeiter(Portefeuiller) Berlins. Be- willigt haben noch S. u. M. R o s e n t h a l. Zuzug ist streng fernzuhalten von den Firmen Adam jun., Krasemann, Plötz u. Ko., Eichler, Pllschel, Loth u. Weinland, Heymann u. Ko., Borne- mann, Sommer. Die L o h n k o m m i s s i o n. Mit einer schwarze» Liste paradirt auch die Ver- einigung Berliner Ledertvaaren-Fabrikanlen. Der Vorstand dieser Unternehmerkoalition versandte ein Schrift- stück, worin er die Mitglieder ersucht, von den Streikenden 42 nanihaft gemachte Arbeiter und 1 Arbeiterin nicht zu be- schäfiigen. Bildet sich der Vorstand etwa auch noch ein, daß durch dieses rigorose Vorgehen das verloren gegangene frühere gute Einvernehmen wieder hergestellt wird? Die Bnchdrnckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen wählten in ihrer letzten öffentlichen Versammlung eine Kommission, die mit Herrn M ö s e r wegen Beilegung des dort ausgebrochenen Streiks verhandeln sollte. Der Kommission war, falls die Ver- handlangen resultatlos verlaufen sollten, die Ermächtigung ertheilt, diese Firma eventuell zu sperren. Obgleich die Verhandlunge» nicht ganz zur Zufriedenheit der Arbeiter aus- gefallen sind, hat die Kommission von der Sperrung doch Ab- stand genommen, besonders va mittlerweil« alle Ausständigen bis auf drei untergebracht sind. Ueber den ersten internationale» Kongreß der Litho- graphen, Steiudrucker und verwandter BerusSgenossen, der in London abgehallen wurde und in Nr. 133 des„Vor- wärts" kurz erwähnt worden ist, bringt jetzt die„Graphische Presse" einen ausführlichen Bericht, dem wir folgendes entnehmen. Ter Kongreß erklärte sich im Prinzip einverstanden mit der U n t e r st ü tz« n g bei Streiks und auf der Reise. Der Streik muß von der ganzen in Frage kommenden Organisation oder mindestens von dem Vorstand derselben, oder von einer Konferenz oder einer Generalversammlnng anerkannt sein. Weiter wurde die Errichtung eines internationalen Sekretariats beschlossen. Dasselbe hat die nächsten zwei Jahre seinen Sitz in London. Ferner wurde folgende Resolution der deutschen Delegirten einstimmig angenommen:„I. Der erste internationale Kongreß der Lithographen, Steiudrucker und Berussgen offen macht es den Kollegen aller Länder zur Pflicht, für die Stärkung ihrer Organisation mit aller Macht einzutreten. 2. Für die Reduktion der Arbeitszeit und Einführung des Achtstundentages zu agitiren." Der nächste internationale Kongreß wird in der Schweiz abgehalten. ?l»> Tage»ach Schluß des Kongresses besuchten die deutschen Delegirten das Ostend von London, bekanntlich die Stätte der gräßlichsten Arniuth. Sie schildern den Eindnük, den sie dort empfingen, wie folgt:„Die Summe von Schmutz und Elend, welche wir hier antrafen, spottet jeder Beschreibung. In keinem Lande, in keiner Stadt Europa's berühren sich die Gegensätze so stark wie gerade in London, nebe» kolossalem Reichthm» auf der eine», trifft man hier die gräßlichste Armuth auf der anderen Seite. Das nennt man aber auch in England „göttliche Weltordnung!" Die siebente ordentliche Generalversamnilung der Zentral-K ranken- und Sterbekasse der Schuh» in acher und verwandten BerusSgenossen Deutschlands wurde am 18. August in Dresden durch den Vorsitzenden Zaschke-Hamburg eröffnet. Anwesend sind 24 Delegirte, sowie 2 Mitglieder des Vorstandes und 1 Mitglied des Ausschuffes. In das Bureau wurde» gewählt als Vorsitzende Z a s ch k e- Hamburg und R e u ß- Nürnberg. Dem Vorstands- bericht ist zu entnehmen, daß in den Jahren 1394/95 mehrere Zahlstellen eingegangen sind, wodurch die Kasse im allgemeinen jedoch keinen Schaden erlitten hat; in einigen Ortschaften wurden Zahlstelle» neu gegründet. Der finanzielle Stand der Kasse ist günstig. Die Zahl der Mitglieder betrug am 1. Jan. 1894 11 393, au, 31. Dezember 1895 11 005. Interessant ist die Statistik über die Sterbefälle für das Jahr 1895. Bei den 122 Sterbefällen war die Todesursache in 42 Fällen Lungeuleiden, in 25 Fällen Schwind» sucht. Diese Zahlen sind sprechende Beweif« für die verbefferungs- bedürftige Lage der Schuhmacher. Die Netto- Einnahmen der Kasse betrugen in den Jahren 1894/95 468 237,33 M., die AuS- gaben 403339,51 M., somit ist eine Mehreinnahnie von 64897,82 M. zu verzeichnen. Die Kasse hatte am Schlüsse des JahreS 1895 ein Ge- sammtvermögen von 2691 23,03 M. DieDurchschnittS-Ausgabeinden letzten 5 Jahren betrug jährlich 227 142,97 M. Da laut gesetzlicher Bestimmung der Reservefonds einer Krankenkasse die Höhe der Durchschnitts-Ausgabe der letzten fünf Rechnungsjahre erreicht haben muß, diese Höhe aber bereits um 19 483,89 M. überstiegen wird, so ist jede Gefahr behördlicher Eingriffe aus- geschloffen. Laut Abrechnung sind in den Jahren 1894/95 4561 Personen eingetreten und 4736 Personen ausgeschieden. Gestrichen sind 216 Mitglieder. Die Zahl der Krankheitsfälle betrug 8638, die Zahl der Krankheitstage 152 124. Dem Vorstand und Ausschuß wurde Decharge ertheilt. lieber die Qnarck'sche» Vorschläge führt das Organ der AngestDten des deutsche» Gastwirthsgewerbes, der„G a st- w i r t h s g e h i l f e". aus:„Wenn es in These 2 lautet,„daß es unabweisbare Pflicht der Gewerkschaftsbewegung sei, sich aus das eingehendste mit der Sozialgesetzgebung zu befassen", so ist dies, wie Quarck selbst zugiebt, an vielen Stellen bereits ge- schehen; ja wir gehe» noch weiter: Nicht nur an vielen Stelleu, sondern wohl so ziemlich überall. Welcher BernfSkongreß hätte es wohl unterlassen, seiner Tagesordnung einen oder mehrere Punkte einzuverleiben, deren Beschlüsse Forderungen an die Sozialgesetz- gebung stellen? Daß solches aber nicht zurHauptaufgabe der Gewerk- schaftsbewegung gestempelt werden kann und darf, liegt wohl klar aus der Hand. Der innere Ausbau der geschaffenen Organisationen selbst, um diese für die Folge leistungsfähig zu erhalte», und neben diesem im stände zu sein, dem Indifferenten zu zeigen, in» wieweit durch engeren Zusammenschluß der Berufsangehörigen die Interessen derer gewahrt werden, dürfte wohl werth sein. die Stelle weit, weit vor dem Punkt Sozialpolitiktreiben ein- zunehmen; im übrigen sei noch bemerkt, daß nach den Vorschlägen Quarck's hinzielende Vorschläge und Forderunge» seit Bestehen unseres FachorganS stets gemacht und aufgestellt wurde». Unser« Stellung zur Abhaltung„Sozialpolitischer Sonder- X " " nur tongreffe" geben wir dahin kund, daß wir strikte bezweifeln, es lösen und Neberwachung der Durchführung des Tarifs der schon die übrigen föniglichen Baugewerkschulen in Preußen. Auch er feien diese angethan, auch nur dem geringsten Theil der daselbst bestehenden Tarifkommission zu übertragen.. hält sie dieselben Berechtigungen, so daß also ihre Abiturienten vertretenen Berufe das Gewünschte zu bringen. Vergegenwärtige In Zwickau hat der Vertrauensmann der dortigen Mit bei Besetzung von technischen Subalternstellen im preußischen man sich, daß jeder einzelne Beruf daselbst Sonderinteressen in glieder des Buchdruckerverbandes, Paul Irmscher, der den Staatsdienst vorzugsweise berücksichtigt werden. bezug auf Sozialgesetzgebung zu vertreten haben würde, so Aufruf zum Abonnement auf das neue Fachblatt„ Buchdrucker- Sparkassen in Preußen. Nach der vom königlichen wirft sich ganz von selbst die Frage auf, wem in Wacht" mitunterzeichnet hatte, durch den Gauvorstand in statistischen Bureau in Berlin aufgestellten Hauptübersicht über dieser Beziehung der Vorzug eingeräumt und wer Chemnitz die briefliche Mittheilung empfangen, daß er auf Ver- den Geschäftsbetrieb und die Ergebnisse der preußischen Spars andererseits in's Hintertreffen kommen solle, um als anlassung des Berliner Zentralvorstandes aus dem Verbande tassen im Rechnungsjahr 1894 beziehentlich 1894/95 waren in dann seine Angelegenheiten über's Knie gebrochen" 3" ausgefchloffen sei. Die Mitglieder sollen nächsten Sonntag einen Preußen 1483 Sparkassen vorhanden, 12 mehr als im Jahre sehen. Und wozu trüge solches bei? Neuen Streit anderen Vertrauensmann wählen, werden aber wahrscheinlich 1893 beziehentlich 1893/94. Davon waren 620 städtische, 172 gäbe es, dessen Ende für manche Gewerkschaft recht verhängniß gegen den Ausschluß Protest erheben. Landgemeinde-, 370 Kreis- und Amts-, 6 Provinzial- und voll werden dürfte! Wenn bedeutet wird, daß die Kongresse der Das täppische Vorgehen des Herrn Döblin ist für die ihm ständische und 315 Vereins- und Privatsparkassen. Zu den 1483 sozialdemokratischen Partei nicht die nothwendige Zeit hatten fo unbequeme Buchdrucker- Wacht" die beste Reklame, die sich Spartassen gehörten 515 Filial- oder Nebenkaffen( gegen oder sich nahmen, um sich mit gewertschaftspolitischen Fragen denken läßt. 517 im Vorjahr) Vorjahr) und 1839( 1821) Sammel oder eingehend zu beschäftigen, so ist mit dieser Redensart nicht zum überhaupt waren 3837 mindesten erwiesen, daß an zuständiger Stelle, in den ParlaAus Mainz wird uns unterm 19. August geschrieben: In Annahmestellen. Sparstellen 3809 im Jahre 1893( 93/94), und zwar in menten, durch unsere Vertreter nicht allezeit die wirthschaftlichen einer Küferversammlung berichtete gestern die Lohn- gegen Interessen der Arbeiter nach bestem Können vertreten wurden. fommission, daß mit der Mehrzahl der Faßfabri3173 Orten( gegen 3098 im Vorjahre) vorhanden. Es kam eine tanten eine Einigung erzielt worden ist. Der für sämmt- Sparstelle auf 90,81 nadrat- Kilometer im Jahre 1893 sowie Blieb der Erfolg auch sehr oft hinter den Erwartungen fiche Faßarten aufgestellte Lohntarif wurde anerkannt und tritt auf 8155 Einwohner gegen 8129 im Jahre 1893, 8278 int zurüd, so ist andererseits durch eventuelle Schaffung sofort in traft. Die Lohnerhöhungen betragen je nach der Jahre 1892, 8871 im Jahre 1891 und 8462 im Jahre 1890. einer ,, neuen Gewerkschaftspolitit" unserer Idee nach nicht um einen Pfifferling( mehr erreicht. Dder glaubt Größe der Fässer 5 bis 40 pCt. Holz und Böden müssen an An Verkaufsstellen von Sparmarten waren 2676 verzeichnet. beim Arbeits- Sparkassenbücher waren 6 527 337 im Umlauf, gegen man, daß alsdann die bürgerlichen Parteien ihre arbeiterfeind die Arbeitsstelle geliefert werden, ebenso liche Maske ablegen und mit vollen Händen sozialpolitische Be- antritt das zur Herstellung eines Fasses nothwendige Werk: 6255 507 im Vorjahre. Die Zahl stieg von je 100 auf 104,35. Das Koalitionsrecht soll respektirt werden und Maß Auf jedes dieser Bücher kamen von den 4000 671 650,59. stimmungen zum Wohle der Arbeiter hinauswerfen würden? zeug. Reinesfalls, nur ein Naiver wird solches denken und glauben." regelungen sollen ausgeschlossen sein. Die Arbeitszeit beträgt Einlagen( 3 750 251 523,22 Mart im Vorjahre) im Durch612,91 Mark gegen 599,51 Mart im Vorjahre. Die Deutsche Metallarbeiter Beitung", das zehn Stunden, Ueberstunden und Sonntagsarbeit erfahren einen schnitt Organ des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes schreibt: Wir Buschlag von 50 pet. Der Lohntarif hat Giltigkeit bis zum Die gutgeschriebenen 8insen betrugen 104 014 167,91 Mart, 99 670 063,89 M.), die Einlagen erklären uns gegen dieses neue Programm für die Gewert. April 1897, kann jedoch von diesem Termine ab vierteljährlich( gegen ſchaften, nicht weil wir dasselbe inhaltlich nicht billigten, gekündigt werden. Die Abmachungen wurden von der Versamm 1007 558 571,98( 912 817 112,89). Die Rückzahlungen sondern weil es nach Lage der deutschen Gesetzgebung den lung einstimmig autgeheißen. Weiter beschloß man, die drei 861 996 785,42( 813 923 505,26) M.; der gesammte Zugang für Gewerkschaften unmöglich ist, Politik zu treiben. Genosse noch rückständigen Firmen Berle, Dorsch und Scherffius 1894( 94/95) beträgt daher 249 575 954,47 m., b. i. eine Bu Dr. Quard will zwar nicht, wie die Generalkommission, daß sich nochmals zu ersuchen, den Lohntarif mit ihrer Unter- nahme von 100 auf 106,65 gegen 105,59 im Jahre 1893( 93/94), Erfolgt dies bis zum 22. August 104,26 im Jahre 1892( 92/93), und 163,80 im Jahre 1891 ein Kongreß aus Delegirten der Verbände, sondern aus schrift anzuerkennen. Vertretern, die in öffentlichen Gewerkschaft3- Ver- nicht, dann soll die Sperre über diese Geschäfte ver-( 91/92). Auf jeden Kopf der fortgeschriebenen Bevölkerung sammlungen gewählt sind, mit den von ihm betonten hängt werden. Dieser Beschluß wurde dadurch erleichtert, weil Preußens von 31 292 002 Ortsanwesenden tamen überhaupt an Punkten beschäftige, allein für die Polizei ist das gleich diejenigen Fabrikanten, die den Lohntarif anerkannt haben, sich Spareinlagen 127,85 M. gegen 121,11 M., 115,93 M., 112,39 M. bedeutend. Wenigstens ist der Nürnberger Ortsverein des bereit erklärt haben, etwa außer Beschäftigung kommende Rüfer und 109,55 M. in den fünf Vorjahren. Deutschen Schneiderverbandes aufgelöst worden, weil öffent fofort in Arbeit zu nehmen. Der junge Rüferverein, welcher Aus Weißenfels wird dem„ Volksblatt für Halle" berichtet: liche Schneiderversammlungen sich mit Politit" sich dem Zentralverband deutscher Böttcher angeschlossen, hat Schwere Tage haben jetzt die Kirschner durchzumachen, und ( Betriebswerkstätten, Hausindustrie) beschäftigten. Die Polizei fomit einen sehr guten Erfolg zu verzeichnen. Lobend wurde in der es läßt sich unmöglich bestimmen, wann wieder einmal eine deduzirte: das feien Vereins versammlungen gewesen. Versammlung erwähnt, daß die Berliner Böttcher sich geweigert bessere Zeit in unserer Branche eintreten wird. Die Hauptursache Auf- haben, von hier aus gemachte Bestellungen auszuführen, bevor dieser Kalamität ist jedenfalls zu suchen und zu finden in der Sollen wir den Polizeibehörden wirklich die Töfungsmotive gewissermaßen auf dem Präsentirteller ent nicht die Lohnbewegung zu Ende ift. fchrautenlosen Arbeitszeit der Hausindustrie, gegenbringen? Wir sehen dazu feine Nothwendigkeit. Die Buchbinder Mannheims wählten eine Kommission, die in unserer Branche hier Play gegriffen hat. Sehr viele Und herrscht denn wirklich über die 4-6 Wochen vollständig Arbeit, aufgeworfenen die den Unternehmern folgende Forderungen zu unterbreiten bat: Kürschner hatten 180 feiern schon seit Pfingsten, dazu Fragen eine so große Meinungsverschiedenheit, daß man be- 1. 10ftündige Arbeitszeit, in Geschäften jedoch, wo dieselbe bereits 150 Arbeiter von sondere Kongreffe zu ihrem Ausgleich nöthig hätte? In bezug errungen ist, soll eine Arbeitszeit von 91/2 Stunden einschl. Vesper- tommen noch mehrere hunderte weibliche Arbeitskräfte, als Näherinnen oder in ben Zurichtereien be auf die Arbeiterschuh- Gesetzgebung ist heute noch pause, und für Buchbinder in Druckereien gleiche Arbeitszeit, die die Pariser Resolution maßgebend. Und was wurden. in bezug wie fie die übrigen Arbeiter haben, gefordert werden; 2. der schäftigt Daß solche Zustände unhaltbar sind, hierauf für Deutschland zunächst zu thun, thun, das zu Minimallohu soll für Arbeiter, die gerade ausgelernt haben und leuchtet jedem ein. Es ist ein einfaches Rechenexempel, daß beschließen ist ist unseres Erachtens die nächste Stelle beim Lehrmeister in Stellung bleiben, 15 M., für die übrigen für die Kürschner bei geregelter Arbeitszeit, bei Beschränkung der der sozialdemokratische Parteitag. Wer glaubt, Arbeiter 18 M. betragen; 3. Bezahlung der gesetzlich angeordneten, Sausindustrie Arbeit jahrein jahraus vorhanden wäre. Dazu daß die sozialdemokratische Partei resp. Die Reichstags in die Woche fallenden Feiertage und der Ueberstunden bis tommt noch das ungemein Gesundheitsschädliche bei den jetzigen fraftion in puncto Arbeiterschutz nicht genug thut, möge seinen 10 Uhr abends mit 333 pCt., der Nacht- und Sonntagsarbeit geradezu anarchischen Arbeitszuständen; die Verwaltung der Einfluß aufbieten, daß mehr geschieht. Es fizen ja sogar mit 50 pet. Zuschlag. mehrere Gewerkschaftsführer in der Fraktion. Wir beschränken Ju Karlsruhe erörterte am Montag eine Versammlung uns auf diese wenigen Bemerkungen und fügen nur den Wunsch der Brauerei Arbeiter die Frage, ob der seit 2 Monaten noch an, daß man den Gewerkschaften doch endlich Zeit lassen andauernde Bierboykott beigelegt werden solle. Wie die Frantf. möge, sich auf sich selbst zu besinnen. Denn vor lauter Er- 3tg." mittheilt, einigte man sich schließlich dahin, die Brauerei örterungen darüber: was zu thun sei, um die Gewerkschaften besitzer zu ersuchen, die verheiratheten Ausständigen sofort auf zu heben", geschieht häufig gar nichts, wird zunehmen, die übrigen je nach Bedarf. Verpflichtung zur Zahlung eines Minimallohnes. Zu das, was die Gewerkschaften wirklich vorwärts Elsässisches. Am 16. August sollte in Straßburg, wie uns dieser Frage hat der Gewerbegerichts- Ausschuß in bringt, die Agitation und Organisation, vernachlässigt. geschrieben wird, eine öffentliche Versammlung für Pflasterer Leipzig folgendes Gutachten an den Rath der Stadt ab Was haben alle Erörterungen der letzten Jahre, von Halle bis und Berufsgenossen stattfinden zwecks Gründung einer gewert gegeben:„ Es erscheint nicht angezeigt, daß bei Vergebung von Köln und noch später gefruchtet? Nichts! Die Gewerkschaftlichen Organisation. Die Polizei verbot sie jedoch, weil städtischen" Arbeiten den Unternehmern die Beschäftigung nur schaften sind dadurch nicht stärker geworden. Dagegen haben die von den Einberufern feiner im Pflastererhandwerk beschäftigt hiesiger Arbeiter zur Pflicht gemacht wird; dagegen hält es das legten zwei Jahre mit der besseren Geschäftskonjunktur auch sei." Das zu thun lag in der Macht der heiligen Hermandad. Gewerbegericht für erforderlich, bei Vergebung städtischer Arbeiten einen Aufschwung der Gewerkschaften gebracht; hat doch der Nicht aber konnte sie verhindern, daß eine Filiale des Steinfeger- die Unternehmer auf Entlohnung ihrer Arbeiter nach einem Deutsche Metallarbeiter Verband in diesem Jahre verbandes dennoch gegründet wurde. ihnen vorzuschreibenden Mindestlohn zu vers schon an 9 bis 10 000 neue Mitglieder gewonnen. Was gewiß tein Zeichen von„ Bersumpfung" ist. Wir schließen: Agitirt! Der zweite österreichische Gewerkschaftskongreß wird pflichten. Ueber die Höhe des Mindestlohnes foll, falls nicht Drganisirt!" von der Gewerkschaftskommission unseres Nachbarlandes in ein anerkannter Tarif besteht, ein Lohnausschuß entscheiden, der deutscher und czechischer Sprache auf den 25.- 29. Dezember nach aus acht Beisitzern, je zur Hälfte aus Arbeitern und Unters In der Lederfabrik von L. Löscher in Harburg ist Wien einberufen. Die Tagesordnung lautet: 1. Erledigung nehmern, bestehen und dem der jeweilige Vorfizende bes ein Streit ausgebrochen, weil die Arbeiter sich unterschriftlich der geschäftlichen Angelegenheiten( Bureauwahl 2c.), 2. Situa Gewerbegerichts vorstehen soll. Zu dem Lohnausschuß sollen verpflichten sollten, aus dem Fachverein der Lederarbeiter Deutsch- tions und Hechenschaftsbericht der Gewerkschaftskommission, Bertreter desjenigen Gewerbes, in dem der Streit ſpielt, und lands auszutreten. Zuzug ist streng fernzuhalten. 3. Organisation und Agitation, 4. Streits und Boykotts, war ebenfalls Arbeiter und Unternehmer in gleicher Zahl, Ju Hamburg haben sämmtliche bei der Firma J. Hinz 5. Fortschritte der Sozialgesetzgebung in Defterreich, 6. Haus- hinzugezogen werden können. peter u. Sohn auf Steinwärder beschäftigte Zimmerleute industrie und Siggesellenwesen, 7. die Arbeitsvermittelung als Ladenschluß in England. Mit dem 1. Januar 1897 tritt wegen Nichtauszahlens des ortsüblichen Zuschlages für Wasser- kommunale Einrichtung unter ausschließlicher Leitung der Gein Großbritannien und Frland das vor furzem angenommene arbeit die Arbeit eingestellt. werkschaften, 8. Zentralisation des Rechtsschutes, 9. Anträge Zum Steinfegerftreit in Halle a. S. schreibt das dortige und Anfragen. Organisationen in der Stärke bis zu 500 Mit Besetz über den Schluß der Läden, die sogenannte Earty Volksblatt": Bei diesem Streit zeigt sich wieder, wie wenig der gliedern wählen 1 Delegirten, bis zu 2000 Mitgliedern 2 und Closing Act" in traft. Auf grund dieses Gesetzes sind die Ortsbehörden befugt, eine bestimmte Stunde für den Schluß Magistrat gewillt ist, volle Neutralität zu bewahren. Eine ganze auf je weitere 2000 Mitglieder 1 Delegirten mehr. der Läden anzuordnen. Bezieht sich die Verordnung auf Anzahl von Straßen liegt seit Wochen aufgerissen da, der Vers Aus Brüssel wird dem Buchdruckerfachblatt„ Correspondent" mehrere Tage der Woche, so so darf der Schluß nicht tehr ist gehemmt, die Sand- und Steinhaufen fallen auseinander, berichtet, daß der dortige Tischlerstreit ungeschwächt fort vor 7 Uhr, betrifft sie nur einen bestimmten Tag, nicht für manche der in Umpflasterung begriffenen Straßen ist der dauert; betheiligt find 5000 Mann. In den Cafés zirkuliren früher als für 2 Uhr angesetzt werden. Von den Bestimmungen tontrattmäßige Termin, bis zu dem die Arbeit beendet ſein mit obrigkeitlicher Erlaubniß Sammellisten. Das Maison du des Gesetzes sind ausgenommen Schankläden, die für den Verzehr sollte, schon verstrichen aber der Magistrat läßt fünf gerade Peuple bewilligte für jeden Tag des Ausstandes 1000 Fr. und an Ort und Stelle verkaufen, Erfrischungshäuser und Läden, die sein, statt daß er die Meister anhält, die von ihnen übernommenen ließ außerdem 10 000 Kilogramm Brot vertheilen. Der Brüffeler zubereitete Speisen feilhalten, endlich Bigarrenläden und ZeitungsVerpflichtungen kontraktgemäß zu erfüllen. Würde der Magiftrat Buchdruckerverein bewilligte bereits 500 Fr. und läßt in den verkaufsstellen. Die drei letteren Gattungen müssen sich, wenn dieselbe wohlwollende Stellung einnehmen, wenn die Sache Druckereien Sammellisten zirkuliren. Im übrigen wird in ganz fie in Verbindung mit anderen Geschäftszweigen betrieben werden, umgekehrt läge? Also, wenn er z. B. die Arbeiter Belgien für die Ausstehenden gesammelt. Die Forderungen der den für diese geltenden Bestimmungen unterwerfen. auf grund getroffener Abmachungen zwingen tönnte, Streifenden sind nur bescheidene: 50 Cent. Stundenlohn bei eine übernommene Arbeit bis. ชิน einer bestimmten zehnstündiger Arbeitszeit. Dabei muß jeder Gehilfe die GeräthZeit fertig zustellen? Würde er da nicht sofort im schaften im Werthe von etwa 300 Fr. selbst liefern. öffentlichen Interesse" von seinem Rechte Gebrauch machen, daß Der Verein der Schneidermeister in London beschloß er die Arbeit auf Kosten des Kontraktbrüchigen von einem den Ausstand betreffs derjenigen Konfettionsgeschäfte, anderen ausführen ließe? Leider hat sich die Arbeiterschaft wo Hungerlöhne gezahlt werden. schon daran gewöhnen müssen, daß die Verwaltungsbehörden bei Lohnstreitigkeiten sich auf Seite der Unternehmer werfen, aber es ist zweckmäßig, bei jedem neuen Fall an diese Thatsache zu erinnern. Die Amtshauptmannschaft für Dresden- Neustadt hat nicht den Punkt„ Gewerkschaftliches", sondern den Punkt„ Verschiedenes" beanstandet. Nach dem sächsischen Vereinsgefeß ift letterer Punkt nicht zulässig; die Amtshauptmannschaft war also im Recht. Soziales. Orts- Krankenkasse II wird am besten Bescheid wissen, welche Kategorie die meisten Krankheiten aufzuweisen hat. Mangels hafte Ernährung bei 14 bis 16stündiger Arbeits. eit muß auch einen eisernen Organismus ruinirent. Der Artikel schließt mit einem Aufruf an die Weißenfelser Kürschner, sich zu organisiren. . Soziale Rechtspflege. OR " Die Firma Heimann u. Bendheim( Herrentonfektion) gehörte zu denen, welche sich zunächst dem Vergleich, burch welchen der große Streit im Februar beendet wurde, angeschlossen hatten, die aber bald den Lohnzuschlag von 1212 pet. zu zahlen unterließen. Gegen sie klagte vor der Kammer I des GewerbeDie Bewegung zu gnuften des Sitens des Laden- gerichts der Schneider P. auf Zahlung der Prozente für die personals während der Verkehrspausen hat auch in München Zeit vom 8. März bis zum 15. Juli dieses Jahres, indem er außerordentlich rege Theilnahme und Zustimmung gefunden. In behauptete, es sei ihm im März gesagt worden, von jetzt ab diesen Tagen ist ein dahin gehendes Gesuch mit etwa tausend werde nur der Nettopreis ausgezahlt werden, die Prozente Unterschriften an die Geschäftsfirmen verfandt worden. Wie die möge er anfchreiben. Der Vertreter der Beklagten bestritt Münchener Poft" hört, sollen die Namen derjenigen Geschäfts- letzteres und fein Beuge fagte aus, er habe seinerzeit dem Kläger leute, die das Gesuch zusagend beantworten, durch die Breffe ver- nur mitgetheilt, daß der Zuschlag ferner nicht mehr gewährt würde. Die Kammer I. unter dem Vorsitz des Assessors Techow öffentlicht werden. = Der Streit in der Töpfer'schen Schuhfabrik in Dresden dauert fort und wird so lange aufrecht erhalten, bis die Forde rungen der Arbeiter erfüllt sind. Am Montag versuchte aberDrei Weberei Lehrwerkstätten werden seitens des wies am 19. August den zirka 130 M. betragenden Anspruch mals eine Deputation mit dem Fabrikanten zu unterhandeln, preußischen Staates am 1. Oftober in Schlesien eröffnet, zurück. Der Gerichtshof nahm an, daß der Aussage des Beugen besonders deshalb, wurde aber wieder nicht vorgelassen. Von den Streifenden haben und zwar in Katscher, Lewin und Mittelwalde. Der Glauben zu schenken fei, und zwar brei Viertel Arbeit gefunden und auch das lezte Viertel wird Unterricht ist unentgeltlich; der Ein- und Austritt fann vor weil eine Abrede wie die vom Kläger behauptete unlogisch er bald untergebracht sein. Zuzug ist fernzuhalten. Das Streitläufig jederzeit erfolgen; es sollen aber Schüler und Schülerinnen, scheine. Ließ aber die Beklagte ihre Arbeiter ausdrücklich darauf die die Anstalt mindestens 6 Monate hintereinander fleißig und binweisen, daß die Prozente nicht mehr gezahlt würden, und Aus Leipzig wird uns gemeldet: Nachdem an Dienstag mit gutem Erfolge besucht haben, besondere Auszeichnungen er- arbeiteten die betreffenden trotzdem weiter, dann sei ihr Anspruch auf den Bauten der Sächsisch- Thüringischen Industrie- und halten. Ueber Errichtung von noch drei anderen Weberei- Lehr auf den Lohnzuschlag erloschen. Gewerbe- Ausstellung 120 8immerer der Frankfurter Unter- werkstätten schweben Verhandlungen, die in den nächsten Monaten nehmer Holzmann u. Komp. wegen Nichtbewilligung eines zum Abschluß tommen dürften. tomitee. Mindestlohnes von 50 Pf. pro Stunde anstelle des jetzigen Lohnes In der Zeit vom 7. bis 9. September d. J. findet auf Ber. Depeschen und letzte Nachrichten. Chriftiania, 20. Auguft.( W. T. B.) Der Führer des eine Konferena statt, in der über Lehrpläne, Lehrmethoden Fram" Kapitän Sverdrup hat aus Stjervö an die Regierung und Lehrmittel der preußischen Webeschulen berathen folgendes Telegramm gesandt:" Ich habe die Freude dem Staatswerden soll. An den Verhandlungen, mit deren Leitung der minister und der übrigen Regierung mitzutheilen, daß der„ Fram" Minifter den Geheimen Regierungsrath Simon beauftragt nach glücklicher Trift über das Polarmeer hier angekommen ist. hat, nehmen die Direktoren aller preußischen Webeschulen, ferner Die höchste vom Fram" erreichte Nordbreite ist 85 Grad 16 Webeschullehrer und die Mitglieder des Kuratoriums der 57 Minuten. An Bord ist alles wohl. Der Leipziger Tischlerstreik, der Ende Mai für die Ar- Höheren Webeschule in Berlin theil. Im Anschluß an die Be- Loudon, 20. August.( W. T. B.) Wie Daily Chronicle" beiter fiegreich beendet wurde, hat an Unterstützung für 654 rathungen sollen mehrere Fabriken der Textilindustrie in Berlin aus Konstantinopel unter dem 18. d. M. meldet, beschloß der Streifende 6177,08 Wt. und an Reise- Unterstüßung für 434 Ge- und Umgegend, sowie die Gewerbe- Ausstellung besichtigt werden. Sultan, den früheren armenischen Patriarchen Jemirlian nach hiljen 1049,20 m., zusammen 7226,28 M. erfordert. Eingenommen Der Berliner Magistrat hat zur Abhaltung der Konferenz einen Tripolis zu verbannen, was seinen sicheren Tod bedeute. wurden vom Unterstützungsfonds der Tischler Leipzigs 4643,19 M., Sigungsfaal im Rathhause zur Verfügung gestellt. Unterstützung von Auswärts 2122 M., vom Gewerkschaftskartell Eine neue Baugewerkschule wird zum Herbste d. J. in 1298,02 M., sonstige Unterstügung 212,81 M., zusammen 8276,02 M. Gaffel eröffnet werden. Die Anstalt wird eine Staatsanstalt Eine Tischlerversammlung beschloß, die Lohnkommission aufzu- l und nach denselben Grundsägen eingerichtet und verwaltet, wie von 45 Pf., sowie einige Zimmerer des Unternehmers Lieders anlassung des Ministers für Handel und Gewerbe in Berlin aus gleichen Ursachen die Arbeit niedergelegt hatten, beschloß am Mittwoch eine von 400 Bimmerern besuchte Versammlung, gestern Donnerstag auf allen Werkplägen der Ausstellung die Erhöhung des Lohnes von 45 auf 50 Pf. pro Stunde zu verlangen. Im Falle der Nichtbewilligung wollen alle Zimmerer der Ausstellung die Arbeit niederlegen. Madrid, 19. Auguft.( W. T. B.) Während der Manöver der Artillerie in Carabanchel, in der Nähe von Madrid, stürzte eine Brücke ein. Eine Kanone fiel in die Tiefe; ein Soldat wurde getödtet, vier Soldaten verwundet. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Hr. 195. Neues Material zum Fall = Schröder. Die Weser Zeitung" bringt Mittheilungen, welche das gewaltthätige Wesen des in Deutsch- Ostafrika zu 15 Jahren Zucht haus verurtheilten Fr. Schröder fennzeichnen, sich indeß nicht auf diejenigen Handlungen beziehen, welche die Verurtheilung veranlaßt haben. Die Mittheilungen der„ Weser- 3tg." schildern hauptsächlich die Erlebnisse eines Herrn B., der als Buchhalter für die deutsch oftafrikanische Plantagengesellschaft nach Lewa geschickt worden war; es wird darüber u. a. erzählt: = " " Freitag, den 21. August 1896. 13. Jahrg. gefordert zu haben. Sie sagte, Herr B. hat Lewa kontraktwidrig Eingeborenen von Sumatra fliehen mußte, tonnte Jahre lang in verlassen. Zum Schluß berichtet Herr B. in seinem Schreiben, solcher Weise auf Lewa hausen. " Lokales. wie Fr. Schröder es machte, um die gegen ihn erhobenen Be Schröder ist zu 15 Jahren Buchthaus verurtheilt. Gegen schuldigungen zu entkräften und niederzuschlagen. Er ließ bei ihn neues Material vorzubringen, tann nicht die Aufgabe der den Beamten der Plantage ein Birkular herumgehen, Presse sein. Wenn wir diese Darstellung veröffentlichen, so welches ungefähr so lautete:" Ich fordere hier leitet uns lediglich der Wunsch, auf die Frage Antwort mit jeden jeden Beamten auf, mir schriftlich zu erhalten, warum Dr. Kayser und die anderen Kolonialbeamten, zu ertlären, daß er mich teiner ehren denen doch ein Theil von Schröder's Unthaten nicht vollkommen rührigen Handlung für fähig bält, andern unbekannt geblieben sein können, das Wüthen dieser Bestie in falls von dieser Stunde ab teinen Menschengestalt nicht früher verhindert haben. Dienst mehr zu thun hat."... Berichtet schon Herr B. über Sollte auf diese Frage die Ausrede kommen, daß man erst Grausamkeiten und darüber, daß, während die Beamten schwer aus den Zeitungen von den Zuständen in Lewa gehört hat, so Er traf in Lewa ein. Als er nun an seine Aufgabe gehen arbeiten müssen, Schröder sich mit Negermädchen amüsirt, so tomme auch dies einer unbarmherzigen Verurtheilung unserer und die Bücher in Ordnung bringen wollte, stieß er auf eine findet man dieselbe Schilderung in dem Buche von Friedrich Kolonialverwaltung gleich, die über Vorgänge bedeuiungsvollster fürchterliche Unordnung. Seine höflichen Anfragen an den da- Kallenberg Auf dem Kriegspfad gegen die Massai", München Art, die das Ansehen Deutschlands in Afrika vollkommen untermaligen Chef auf Lewa, Fr. Schröder, um Aufklärung über 1892, C. H. Beck'sche Buchhandlung. Auf Seite 64 theilt er mit, graben, sich nicht direkt informiren lassen konnte. verschiedene Posten in den Büchern wurden in grober Weise wie Schröder die Karawane, welche Tags vorher Lewa passirt zurückgewiesen, und als Herr B. erklärte, es stimme hatte, in ihrem Lager mehrere Stunden weit von Lewa in BeVerschiedenes in den Büchern nicht, wurde ihm von gleitung eines Manyema- und eines Bollamädchens besuchte, wie er Schröder bedeutet: Sie haben das so zu buchen, wie ich die die Karawane begleitenden Missionare zu uzen begann und seine es Ihnen gesagt habe, verstanden!"" Wo sind denn die Belege? Gegenwart den Herren der Karawane anfing unangenehm zu von 7/ 2-81/ 2 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet heute und morgen Und dann, dies stimmt ja gar nicht mit dem Cours der Rupie 2c.?" werden. Hier kann man auch lesen, wie ein alter Greis, der als sagte Herr B." Das ist ganz gleichgiltig! Sie haben hier das zu Führer eines Lasten tragenden Trupps Eingeborner von Tschagwe An die Parteigenossen des 4. Berliner Reichstagsthun, was ich Ihnen sage, buchen Sie die Sachen so, wie ich es des Weges tam, nebst 13 seiner Leute mit je 20 Hieben der Nil- Wahlkreises( Süd- Ost). Parteigenossen! Uns allen, die wir angegeben habe!" Das war die Antwort Schröder's. Herr B. pferdpeitsche bedacht wurden, weil sie angeblich gegebene Ver- uns als Sozialdemokraten bekennen, erwächst die Pflicht, der hatte aber keine Lust, gegen seine Ueberzeugung falsche Buchungen sprechungen nicht gehalten hätten. Dies geschah auf Anordnung politischen Organisation beizutreten, die sich die Verbreitung zu machen. Er schrieb mehrere Seiten aus den Büchern ab, ließ des Chefs Müller, aber unter Zustimmung von Fr. Schröder. unserer Ideen zum Ziele gesteckt hat und ihren Angehörigen die genaue Abschrift derselben von noch einem Deutschen, der Letterer aber ließ seinen Koch prügeln, weil er den Mittagstaffee Belehrung und Förderung ihrer Interessen bietet. Es ist nicht auf Lewa angestellt war, beglaubigen und schickte diese Abschrift nicht zubereitet hatte, und am anderen Tage ließ er den Astari, damit abgethan, daß der Proletarier von fünf zu fünf Jahren nach Berlin an die Direktion und forderte diese zugleich auf, welcher tags zuvor jenen gepeitscht hatte, prügeln, weil er auf mit dem Stimmzettel in der Hand gegen die heutigen Zustände sich event. die Bücher von Lewa fommen zu lassen, sie tönne schlüpfrigem Boden mit seiner Last gefallen war. Rallen- protestirt. Einem jeden Ausgebeuteten erwächst vielmehr die sich dann selbst überzeugen. Was that hierauf die Direktion berg schreibt, daß sie alle aus Empörung über diese schmach- Pflicht, sein Theil zu thun, damit die erhabenen Worte unseres resp. Herr Dr. Schröder, der Bruder des Herrn vollen Szenen die ganze Nacht nicht gefchlafen hätten. Er sagt Karl Mary:" Proletarier aller Länder, vereinigt Euch", weiter Friedrich Schröder? Er benachrichtigte telegraphisch dasselbe, wie Herr B., daß die Eingeborenen im weiten Umkreis in Erfüllung gehen. Jeder Parteigenosse in unsern Wahlbezirken seinen Bruder in Lewa: B. verleumdet Dich bei der Direktion." Lewa mieden, wegen der rohen und brutalen Behandlung, die hat daher die Pflicht, dem Wahlverein im 4. Berliner ReichstagsSofort darauf erschien Fr. Schröder hochroth vor 3orn bei ihnen dort zu theil würde. Möge dort bald ein milderes Re- Wahlkreis„ Südost" beizutreten. Herrn B., den geladenen Revolver in der Hand. giment Play greifen", schreibt Kallenberg zum Schluß. Auf der und erklärte: Wenn Sie mir nicht innerhalb vierundzwanzig Rückkehr von der Expedition gegen die Massai fam Kallenberg Statistisches von der Invaliditäts- und Altersversiche Stunden eine schriftliche Erklärung geben, daß alles, was Sie mit seinen Leuten wieder an Lewa vorbei und wollte dort rungs- Anstalt Berlin. Nicht unintereffant sind die Mitüber mich nach Berlin gerichtet haben, gerichtet haben, erfunden und seinen erschöpften Leuten Ruhe gönnen. Allein Schröder, der theilungen der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt erlogen ist, schieße ich Sie nieder, wie einen tollen Hund!" wohl die ungünstigen Berichte Kallenberg's an Wißmann über Berlin über die rechtsprechende Thätigteit bes Dabei fielen die unfläthigsten, rohesten Ausdrücke in endloser die Verhältnisse auf Lewa erfahren hatte, ließ durch seine Askaris hiesigen für die Anstalt errichteten Schieds= Masse. Herr B. fonnte und wollte die Wahrheit nicht sämmtliche Leute der Karawanen mit Gewalt gerichts pro 1895. Danach find gegen Bescheide der Ans widerrufen; er besprach seine schwierige Lage mit den anderen aus dem Stationsbereich vertreiben, so daß die ftalt insgesammt 497 Berufungen neu anhängig geworden. HierAngestellten, und alle riethen ihm, bei dem rohen und gewalt- ermüdeten Leute ohne Wasser und Lebens- von richteten sich 144 gegen Feststellung einer Alters- oder Inthätigen Charakter von Schröder Lewa bei Nacht zu verlassen mittel die Nacht im Freien zubringen mußten. validenrente, 320 gegen Ablehnung einer Stente, 32 gegen Abund sich unter den Schutz des Bezirkshauptmanns Lieutenant Ueber die Mißhandlungen, welche unter Fr. Schröder in lehnung der Erstattung von Beiträgen in Heiraths- und Todesv. Heydebreck in Pangani zu stellen. Er that dies, verließ mit Lewa vorgekommen sind, hat Herr B. eigenhändig seinerzeit an fällen und zivei gegen Entziehung einer bereits 811= zwei Boys in der Nacht Lewa und traf nach sehr anstrengendem die Direktion der Deutsch- ostafrikanischen Plantagengesellschaft gesprochen gewefenen Invalidenrente. Erledigt wurden die Marsche glücklich in Pangani ein. Auf seine Beschwerde beim berichtet. Und was war der Erfolg? Herr Dr. Schröder er- Berufungen durch rechtskräftigen Bescheid des Vorsitzenden( ohne Bezirkshauptmann hin, daß Schröder ihn in schwerster Weise be- flärte alle Angaben des Herrn B., der dabei Zeugen und Um- mündliche Verhandlung) in 24 Fällen, durch Vergleich oder droht habe, marschirte Herr Lieutenant v. Heydebreck einige Tage stände genau angab, als Verleumdungen, ebenso wie er in der Zurücknahme in 10, durch Bestätigung des angefochtenen Be später mit einigen Askaris nach Lewa herauf und stellte Schröder Sigung der Plantagengesellschaft die von Friedr. Kallenberg in scheides in 300, durch völlige oder theilweise Abänderung des zur Rede. Und Friedrich Schröder, was entgegnete er? sei seinem Buche über Lewa und die Thätigkeit Schröder's gemachten Bescheides in 106 und auf andere Weise in 40 Fällen. Beweis ihm gar nicht eingefallen, den Herrn B. zu bedrohen, er habe ihn Mittheilungen als Lügen bezeichnete. Derselbe Herr Dr. Schröder wurde in 176 Sachen erhoben. Das Schiedsgericht hatte insnur zum Duell gefordert und das habe der Herr B. abgelehnt. hat bekanntlich den Muth gehabt, noch drei Tage vor Bekannt gesammt 43 Sigungstage im Jahre 1895. Gegen schiedsSelbst wenn dieses wahr wäre, kennzeichnete es doch ganz unglaub- werden des Urtheils über seinen Bruder zu erklären, daß alle gerichtliche Urtheile wurde Revision beim Reichs- Versicherungsliche Zustände, daß der von der Direktion zur Ordnung und Führung Gerüchte über Fr. Schröder von seinen Feinden erfunden und amt eingelegt in 11 Alters- und 61 Invaliden- Rentenfachen. der Bücher hinausgeschickte Buchhalter wegen seines Berichtes über erlogen wären. Wahrlich eine Verwegenheit um nicht etwas 58 Revisionen waren von Rentenbewerbern, die übrigen vom Andie vorgefundene folossale Unordnung von dem zeitweiligen Leiter anderes zu sagen, ohne Grenzen! Drei Tage später tam die staltsvorstande oder dem gefeßlich zur Mitwirkung berufenen Staats. der Plantage zum Duell gefordert wurde, anstatt denselben, Depesche 15 Jahre Zuchthaus". tommissar erhoben. Von den zusammen 72 Revisionen wurden 8 wenn seine Behauptungen unwahr gewesen wären, gerichtlich Es ist geradezu unverständlich, wie Herr Dr. Schröder in der Plan- für begründet erachtet, 48 verworfen, 2 anderweit erledigt, zu belangen und sofort zu entlassen. Herr B. blieb zunächst in tagengesellschaft zu einer solchen beherrschenden Stellung gelangen während der Rest unerledigt blieb. Nach dem JahresBagamoyo. Er telegraphirte sodann an die Direktion nach konnte, daß er im stande war, seinen Bruder gegenüber den zahl- a bschluß der Invaliditäts- und Alters- Ver= Berlin notabene ein sehr theures Vergnügen Bon losen Beschuldigungen unbescholtener Leute in seiner Stellung zu sicherungsanstalt Berlin betrugen die Einnahmen im Schröder mit dem Tode bedroht, was thun?" Die latonische erhalten. Herr B. hat sich z. B. seinerzeit( 1892) in Sansibar Jahre 1895: 11 927 666,50 M. einschließlich 5 476 449,75 M. an Antwort lautete:" Kontratt erfüllen". Herr B. schrieb dann auf Wunsch von Sr. Exzellenz von Jordan und Vizegouverneur erworbenen Werthpapieren und sonstigen Kapitalanlagen aus ausführliche Briefe an die Direktion, bat, daß dieselbe sich die Sonnenschein an den damals dort weilenden Geheim- dem Jahre 1895. Die Reineinnahme betrug 6 451 216,75 M. Bücher von Lewa fommen lassen möchte, um seine Angaben rath Kayser vom Kolonialamt gewandt und An Zinsen erworbener Kapitalien wurden 691 428,98, aus prüfen und bestätigen zu können, allein das ist der Direktion demselben unter Angabe der Zeugen über S.'s Schandthaten auf dem Erlöse von verkauften Beitragsmarken 4968 227,42 M. refp. Herrn Schröder nie eingefallen. Die Direktion Lewa berichtet es ist nichts erfolgt! vereinnahmt. Die Ausgaben beliefen sich auf 7 076 021, 18. glaubt eben Fr. Schröder mehr, der behauptete, Herrn B. nur Und dieser Mann, welcher wegen absichtlicher Tödtung eines einschließlich 5 502 743,75 M. für den Erwerb von AnlageDer„ Fram" ist Fram" ist zurück! Mit der aalglatten Eishaut aus Greenheart, mit der das ganze Ort und Stelle nur kurze Zeit und in der unzulänglichsten Schiff überzogen ist, haben die Wände 70 bis 80 Zentimeter Weise zu arbeiten vergönnt war. Dicke. Außerdem ist aber das ganze Fahrzeug innen derartig Franz- Josephs- Land, in Inseln zersplittert, mag etwa die Eine Ueberraschung, ebenso groß wie die, welche der Welt mit Stützen und Balken versteift, daß fein Baumeister Größe von Böhmen haben. Ist dem Aufnehmenden keine andere durch die plögliche Nachricht von Nansen's Rückkehr vor acht meinte, es gleiche im Innern einem Spinngewebe. Reifelinie gestattet, als das einmalige Durchziehen des Landes Tagen bereitet wurde, kommt von einer der kleinen, dem nörd- Die Dampfmaschine entwickelt 169 Pferdekraft und giebt von Süd nach Nord, so wird er nur eine verhältnißmäßig genaue lichen Norwegen vorgelagerten Inseln: dem Schiffe eine Geschwindigkeit von etwa 6 Knoten. Ebenso Routenkarte liefern können. Begehrt er mehr, so giebt es " Hammerfest, 20. Auguft. Nansen's Schiff ist das Schiff natürlich zum Segeln eingerichtet, da der Fram" nur ein Auskunftsmittel: die Besteigung etlicher Berge ents " Fram" ist in Stjervö angekommen. An Bord für eine solche Zeit nicht mit Kohlen versehen werden kann. Im lang oder nächst der Marschlinie. Von diesen Bergen aus wird ist alles wohl." Innern war er sehr wohnlich eingerichtet. Im„ Salon", der er eine mehr oder minder ausgedehnte Fläche erblicken, etliches Die Jufel Stiervo liegt an der norwegischen Nordküste bei großer Kälte als gemeinsamer Schlafraum dienen sollte, wird er als unzweifelhafte Beobachtung in die Karte eintragen, im Amt Tromsö, etwa 70 Gr. nördl. Br. und 21 Gr. östl. 2. von stand ein Harmonium, so daß es selbst in der Nähe des anderes, entlegeneres als Rombination hinzufügen. Dieses Ent Greenwich. Nordpols nicht an musikalischen Genüssen. gefehlt hat. legene bildet noch immer einen Theil des faktisch Beobachteten, Diese furze Nachricht wird ergänzt durch die folgende weitere Während der ununterbrochenen langen Polarnacht strahlte und es gänzlich wegzulassen, heißt eine wenn auch unklare oder Die Karte eines Meldung: an Bord elektrisches Licht, das hier zum ersten Male ungenaue Wahrnehmung beseitigen. Landes niemals ift Christiania, 20. August. Aftenposten" meldet aus auf einer Nordpol Expedition Anwendung gefunden hat. arktischen der Hand richtig aus und stets Stjervö: Nansen's Schiff, die Fram", besuchte Dies schöne Licht sollte dem ungünstigen Einfluß be bes ersten Beobachters hervorgegangen, und am 14. b. M. Andrée, der noch nicht aufgestiegen gegnen, den sonst die Polarnacht auf den Menschen äußert, es Sache der Nachfolgenden, Berbesserungen zu machen, war. Die„ Fram" ist heute Vormittag 10 Uhr indem sie Blutarmuth bewirkt. Der Dynamo war gleichzeitig die dann wieder von späteren Reisenden forrigirt wurden, bis von Stjervö nach Tromsö abgegangen." für Handbetrieb eingerichtet, um der Expedition Gelegenheit zu törperlicher Bewegung zu geben, die ein vorzügliches Mittel gegen Storbut ist. " " Christiania, 20. Auguft. Morgenbladet" veröffentlicht aus Hammerfest folgendes Telegramm des Führers des" Fram", Kapitäns Sverdrup an Nansen:" Fram" wohlbehalten angekommen, alles wohl an Bord, abgeht sogleich Tromsö. Will kommen heim." Nansen antwortete sogleich: Willkommen für Tich und alle, Hurrah für" Fram". Nansen reiste um 12 Uhr von hier ab, um dem Fram" entgegenzufahren. Somit sind die Besorgnisse, die bezüglich des von Nansen im Eise verlassenen Schiffes hier und da auftauchten, über. raschend schnell und glücklich zerstreut worden. = war endlich das richtige Bild des Landes zum Vorschein kam. Die Unzulänglichkeit meiner Aufnahme infolge der unvermeidlichen Rombinationen erkennend, habe ich dieselbe in meinem Reisewerte über die österreichisch- ungarische Nordpol- Expedition ausdrücklich als oberflächlich bezeichnet. # Nach Nansen's Voraussetzung sollte das Schiff noch in diesem Jahre zurückkehren. Als Nansen und Johansen den Fram" am 14. März 1895 auf 83 Grad 59 Minuten nördlicher Breite Durchaus nicht oberflächlich, sondern verläßlich sind dagegen und 102 Grad 27 Minuten östlicher Länge verließen, um ihren die Original Aufnahmsblätter( Franz Josefs- Land und Nordosts Weg nach Norden zu nehmen, trieb diese westwärts. Die Leitung, Grönland, zusammen 25 großeBlätter), welche ich vor einigen Monaten der Expedition hatte Nansen in die Hände des Kapitäns der Geographischen Gesellschaft in London persönlich übergeben habe, Sverdrup gelegt, zu dessen Tüchtigkeit er unbedingtes Vertrauen und zwar mit der Bitte, dieselben mit den Arbeiten des Herrn hatte. Außer Sverdrup waren noch zehn Personen an Bord Jackson zu vergleichen. Diefelben enthalten alle Breiten- und Vom Fram" entwirft die„ N. A. 3." folgende Schilderung: des" Fram", darunter der Steuermann Jacobsen, der Arzt Längenbestimmungen 2c. und das Landschaftsbild jedes Beob Für eine Expedition, deren Plan es war, entgegen allen bis- Henrit Blessing, der erste Maschinist Amundsen, der zweite achtungsstandes, alle Winkelmessungen, Schäzungen von Ents herigen Bolarunternehmungen, mit ihrem Schiff ins Packeis Maschinist Pettersen, der Marine- Lieutenant Scott Hansen fernungen und Höhen. Auf diesen Blättern ist jede unsichere zu gehen und sich inmitten desselben von der vermutheten und der Harpunier Hendriksen. Alle diese tapferen Männer Beobachtung als solche deutlich bemerkt. Nach diesen Blättern hat Meeresströmung durch das Polargebiet schieben zu lassen, war sind jetzt nur eine Woche später als ihr Führer Nansen, in die der Zeichner Pisticz des Militär geographischen Instituts einst die Schiffsfrage geradezu eine Lebensfrage. Rein Schiff üblicher Heimath nach dreijähriger Abwesenheit zurückgekehrt, gerade die Karte entworfen und jederzeit tann sie nach derselben Bauart ist im stande, dem furchtbaren Drucke, den das zur rechten Zeit, um die Triumphe mitfeiern zu können, die hergestellt werden. Irrthümer waren natürlich unvermeidlich, schraubende Eis ausübt, zu widerstehen. Nansen hat diese Frage die norwegische Nation ihrem großen Sohne zu bereiten sich namentlich dort, wo als unklar bezeichnete Beobachtungen zu in trefflicher Weise gelöst, indem er dem Schiffsrumpf eine runde anschickt. Kombinationen führen mußten, und wären auch dann nicht zu Form gab und eckige Flächen vermied, um dem anpressenden Interessant ist eine von der Wiener N. Fr. Pr." eingeholte vermeiden gewesen, hätte ich die Zeit gehabt, die Karte selbst zu Eise keinen Halt zu bieten. Der Fram" hat so die Fahrt in Aeußerung des österreichischen Nordpolfahrers v. Payer über die verfaffen. mitten schwersten Eises, der seinerzeit die Jeanette" zum Nansen'sche Expedition. Aus Nansen's Bericht ist erinnerlich, Erst die kritische Prüfung des gesammten alten und neuen Opfer fiel, als sie durch die Beringsstraße ging, um Nordenskiöld daß er den von Bayer angefertigten Karten Ungenauigkeit vor Aufnahmsmaterials wird das Richtige erkennen lassen. Julius v. Vayer. aufzusuchen, glänzend glänzend überstanden. Schön sieht Nansen's warf. Payer, der sich gegenwärtig in Tirol aufhält, sandte dem Schiff freilich nicht aus. Es hat eine ungemein gedrungene Wiener Blatt zunächst folgendes Telegramm:" Nansen's Reise Kaum in der Heimath wieder angelangt, scheint Nansen sich Form. Bei einer Länge von 39 Metern auf Dect hat ist ein Erfolg, der alles bisherige in den Schatten stellt." Ferner schon mit weiteren Plänen zu tragen, welche seine Lebensaufgabe, es eine größte Breite von 11 Metern. Eine große Länge erhielt die Neue Freie Presse" auf Anfrage von Bayer folgende die Entdeckung des Nordpols, fördern sollen. hat sich aber von jeher im Eise verhängnißvoll erwiesen. Born Erwiderung: und hinten hat es einen spigen Steven. Der Boden ist verhält nißmäßig flach, und der Kiel, aus zwei Balken bestehend, die auf jeder Seite 27 Bentimeter messen, tritt wenig hervor und ist ab gerundet. Das Gerippe besteht aus italienischem Eichenholz, das ursprünglich zum Bau von Kriegsschiffen bestimmt war und 30 Jahre hindurch auf der Kriegswerft zu Horten gelagert hat. " Bozen, 17. August. Ohne weitere Kenntniß der Reisen von Jackson und Nansen greife ich aus den telegraphischen Mittheilungen nur das neue heraus, daß Jackson in der Lage war, Unrichtigkeiten in der von mir bewerk stelligten Aufnahme des Franz Josephs- Landes zu beseitigen. Ich freue mich, ein Wert dadurch verbessert au sehen, an dem mir einst an " Aus Christiania wird gemeldet:" Die Zeitung Aftenposten" erhielt ein Telegramm aus Stjervö( Nord- Norwegen), nach welchem Nansen erklärte, den Nordpol nicht wieder mit einem Schiff aufsuchen zu wollen. Vielleicht werde er aber eine Schlitten expedition von Franz Joseph 3-2and nach dem Nordpol unternehmen, welche Reise leicht sein werde." = 13 -Aus den Nachbarorten. Oeffentliche Volksversammlung des Kreises Niederbarnim. Die Parteigenossen dieses Kreises werden auf die heute Abend 81/2 Uhr in Spizig's Lokal, Friedrichsberg, Frankfurter Allee, stattfindende Versammlung hierdurch noch besonders aufmertfam gemacht. Der wichtigen Tagesordnung balber ist zahlreiches Erscheinen der Genossen und Genoffinnen bringend uöthig. papieren. Für Renten wurden 425 148,35., an Rosten umgeht, die Maßregel auf alle Pferdebahnlinien auszudehnen, Die Meldung der Volts- Zeitung" von dem am Dienstag des Heilverfahrens 84 996,07 m. verausgabt, in Heiraths- und kann aus dem Vorschlag entnommen werden, den er dem in der Jungfernbaide erfolgten Duell soll der Meldung eines Todesfällen 15 164,94 M. an Beiträgen zurückerstattet, dem Magistrat unterbreitet hat, den§ 36 der Polizeiverordnung vom anderen Blattes zufolge unrichtig sein. Es habe zufällig einmal Refervefonds 152 933,61. zugeführt. Die Anlage der Ueber- 27. Mai 1865 über den Betrieb von Pferdebahnen in Zukunft tein Duell stattgefunden. schüsse aus dem verflossenen Jahre erfolgte hauptsächlich in wie folgt zu fassen:" Von weiblichen Personen dürfen die Deck Berliner erststelligen mündelsicheren Hypotheken, daneben in pläge nur dann benutzt werden, wenn zu dieſen eine mit Tritt- töniglicher Haupt- und Residenzstadt ist der Spandauer Magistrat. Nicht ganz so patriotisch wie der Magistrat hiesiger Deutschen Reichs- und Preußischen Staatsanleihen, sowie in stufe, Setstufe und Geländer versehene Treppe führt." landwirthschaftlichen und Berliner Pfandbriefen. Das gesammte Bezüglich des St. Sedan hat er beschlossen, ihn nur alle fünf Vermögen der Anstalt betrug am Schluffe des Jahres 1895 Zwischen den Direktionen der Großen Berliner Jahre offiziell zu feiern. Das wird taum etwas anderes bes 23 241 490,92 m. in Werthpapieren, Hypotheken und Grundbesitz Omnibus Gesellschaft und der Neuen Berliner Omnibus- deuten, als daß der Heilige verschämt zur sanften Ruhe bestattet und 208 306,15 M. in baar, zufammen 23 449 797,07 m. Das Gesellschaft vormals Thien schweben gegenwärtig Verhandlungen werden soll. Vermögen verzinst sich im Durchschnitt mit 3,48 pct. wegen Vereinigung beider Gesellschaften zu einem gemeinsamen Unternehmen, welches unter dem Namen Neue Berliner Omnibus 36jährige Tischler Julius F. in seiner Wohnung in der ReichenPolizeibericht vom 19. Auguft. Morgens wurde der Der Magistrat hat dem Unternehmer Petolowsky die nach Gesellschaft weiter bestehen wird. Die skandalöse Ausbeutung bergerstraße erhängt aufgefunden. Auf dem Bellealliance- Blaze gesuchte Genehmigung zur Errichtung von Wartehallen der Omnibusangestellten wird wohl auch nach der Vereinigung fand vormittags ein Zusammenstoß zwischen einem Rollwagen auf den öffentlichen Straßen und Plätzen für das die Pferde- ganz in der bisherigen Gemeingefährlichkeit weiter betrieben und einem Omnibus der Linie Halle'sches Thor- Chausseestraße bahnen benutzende Publikum versagt. Als Grund der Ab- werden. Tehnung wird angeführt, daß die Pferdebahn- Gesellschaften an sich statt, wobei dieser stark beschädigt wurde und ein Pferd schon vertragsmäßig verpflichtet seien, solche Hallen zu bauen, schreibt: Im Hause Große Frankfurterstraße 183 war Mittwoch nicht verlegt. Auch ein Helfer in der Noth. Die Bossische Zeitung" des Rollwagens das rechte Bein brach. Personen wurden an Die Schuld falls es städtischerfeits verlangt wird.- Warum wird denn der dem Unfalle soll den Bau derartiger Hallen, die doch sowohl für das Publikum als bald nach 10 Uhr abends ein Brand ausgebrochen. Ein Schuß- Omnibustutscher treffen, weil er nicht die rechte Fahrbahn einfür die Angestellten zweckmäßig sind, städtischerseits nicht ver- furs entschloffen nach Zertrümmerung der Thür in die ver Heimstr. 7 wohnhaften Arbeiters Nickel vor dem Haufe Arndtmann bemerkte Qualm aus einer Wohnung strömen und drang gehalten hat. Nachmittags wurde die siebenjährige Tochter des langt? qualmten Räume ein. Nach längerem Suchen bemerkte er in straße 37 durch einen Schlächterwagen überfahren und am EllenDie Heiligkeit des Eigenthums und die Heiligkeit der der Nähe der Kochmaschine, von wo aus sich der Brand ver- bogen und Knie erheblich verlegt. Beim Befestigen eines Laues Familie. In Nr. 155 unseres Blattes berichteten wir, daß eine breitet hatte, einen vier Monate alten Knaben, der von seiner zur Anbringung eines Hängegerüftes stürzte der 42 jährige DachFrau mit einem Säugling ins Gefängniß abgeführt worden war, Mutter ohne Aufsicht gelassen war. Der Schuhmann brachte das decker Paul Probst vom Dache des vierstöckigen Hauses Dragoner um eine ihr wegen Forstfrevels zuerkannte Strafe zu verbüßen. Schon bewußtloß gewordene Kind in Sicherheit und benach- traße 46 in den Hof hinab und starb auf der Stelle infolge eines Die Strafthat der armen Frau, welche sich kümmerlich durch richtigte die Feuerwehr. Inzwischen begab sich eine Frau Schädelbruches. Die Leiche wurde nach dem Schauhause ge Herstellung und Verkauf von Todtenkränzen nährt, bestand mit dem Kinde zu einem in der Nähe wohnenden Arzt. Ihr wurde bracht. Abends fiel am Engel- Ufer der 65 Jahre alte, Große darin, daß sie aus der Forst des reichen Barons v. Veltheim in der Bescheid, daß der Arzt nicht zu Hause sei, aber Hausbewohner Frankfurterstr. 111 wohnhafte Maler Leopold Schulze vom Schönfließ etwas Laub, das sie beim Kranzbinden verwenden bestritten dies, und man sandte nochmals zu dem Arzt. Er wurde Schlage getroffen hin und wurde nach der Unfallstation III ge wollte, unbefugterweise entnommen hat. Nach vieler Mühe auch angetroffen, entschuldigte sich aber, wegen nothwendiger bracht, wo er bald darauf verschieb. gelang es ihr, mit Rücksicht auf das kind, welches sie an der schriftlicher Arbeiten nicht fominen zu fönnen. Darauf sandte Brust nährte, einen Strafaufschub zu erwirten. Endlich der hinzugefommene Polizeilieutenant einen Schuhmann zu dem wurde aber doch die Mutter mitsammt dem Arzt, der nun auch erschien und Beistand leiftete. Kinde, Die Frauen welches noch nicht entwöhnt war, im Hause waren so erregt über das Verhalten des Arztes, daß hinter die Gefängnißmauern in der Barnim sie ihn persönlich beschimpften und nur durch die Anivefenheit straße gebracht. Man fürchtete, die Frau könne der Feuerwehr und Polizei von thätlichen Angriffen zurückvielleicht bald wieder aufs neue Mutterfreuden ent gehalten wurden. gegensehen, was ein abermaliger Grund zum Straf Eine 91jährige Greifin ist Donnerstag Morgen durch aufschub gewesen wäre. Damit nun der am heiligen Eigen Ueberfahren schwer zu Schaden gekommen. Die Schneidergwittwe thum des reichen Forstbefizers begangene Frevel nicht gar 8 Johanna Eeiß geb. Pflug, die bei Frau Wegener in der Petrizu lange ungefühnt bliebe, mußten Mutter und kind ins Gefängniß traße 28 wohnt, pflegte, obwohl man es ihr wiederholt unterberichtet, einem Offizier in Spandau jüngst einen schlimmen wandern. Ginestheils durch begreifliche Aufregung der Mutter, Allzugroße Schneidigkeit" hat, wie die Berl. Beitung" deren unschuldiges Kind in graue Gefängnißkleidung um die Müllkästen zu durchstöbern. Auf einem solchen Gange Streich gespielt. Ein Feuerwerkslieutenant begegnete auf der sagt hatte, die Höfe der benachbarten Grundstücke aufzusuchen, gesteckt und ihrer mütterlichen Pflege zum großen Theil entzogen begriffen, machte fie fich gestern Morgen gegen 71/2 Uhr auf Straße einem Rahnschiffer, der Matrosenkleidung trug. Er hielt wurde, anderntheils infolge der unzulänglichen Gefängnißfost blieb der Frau nach drei Tagen dem Hofe Petriftr. 5 zu schaffen, als ein beladener den Mann nun für einen Matrosen der kaiserlichen Marine, und Geschäftswagen 0011 W. Nätebusch Freundin in Pflege zu 11. Ko. durch den da er von ihm nicht gegrüßt wurde, so trat er ihm entgegen fie fab sich genöthigt, den Säugling inahrung aus und geben. Das Kind, welches sich bis dahin einer blühenden Gesund- Thorweg hereingefahren kam, die Greifin, die schlecht hört, faßte und stellte ihn mit der strengen Miene eines militärischen Vorheit erfreute, erkrankte bald darauf infolge des plöglichen Ueber- und zu Boden riß und ihr über den rechten Fuß hinwegging. gefeßten zur Rede. Die Antwort, die er erhielt, hat nur er ganges von der Muttermilch zur künstlichen Ernährung und starb Ein Schutzmann des ersten Reviers brachte die Verunglückte, die allein gehört; sie veranlaßte aber, daß der Lieutenant unter nach 14 Tagen am Brechdurchfall. Die arme Frau hat jetzt aus einen Knöchelbruch erlitten hatte, zunächst nach der Unfall- Entschuldigungen seinerseits sich entfernte. Anlaß des Todesfalles die ungaftlichen Räume in der Barnim station V in der Brüderstraße und nach Anlegung eines Nothstraße auf einige Tage verlassen dürfen. Sie ist fest überzeugt, verbandes von dort in die Charitee. daß ihr Kind noch heute am Leben und bei guter Gesundheit Ein unheimlicher Fund. Am Lehrter Güterbahnhofe wurde sein würde, wenn es ihr vergönnt worden wäre, bis nach der gestern Nachmittag im Spandauer Schifffahrts- Kanal der bereits Entwöhnung Strafaufschub zu erlangen. Eine start verweste Kopf und Arm eines etwa 30 Jahre alten Mannes solch billige Rücksicht auf das Familienglück der armen aufgefunden und in das Schauhaus übergeführt. Die Leiche, zu " Frevlerin" duldet aber das Interesse des heiligen Eigenthums der die aufgefundenen Körpertheile gehören, ist vermuthlich nicht. Und da kommt man immer noch mit der albernen Be- durch die Schraube eines Dampfers auseinandergerissen worden. schuldigung, daß die Sozialdemokratie die Familie zerstören will. Einen merkwürdigen Fund hat man im 14. und im Zur Beurtheilung der Frage des Achtuhr- Schluffes 51. Polizeirevier gemacht. In beiden Revieren fand man auf der offenen Ladengeschäfte dürfte nachstehende, in der" Skreuz der Straße ein Achselstück von der Uniform eines Polizei Beitung" veröffentlichte Aeußerung eines Berliner Geschäfts- lieutenants. Wie sie dort hingekommen sind, ist noch nicht auf mannes von Werth sein:" Ich bin Besitzer eines fleinen Papier geklärt. und Schreibwaaren- Geschäftes. Morgens vor Beginn des UnterVerhafteter Derferteur. Auf Veranlassung eines Ver richts in den Schulen( im Sommerhalbjahr um 61/2 Uhr) wandten, dem er angeblich eine Uhr gestohlen haben soll, wurde öffne ich meinen Laden und bin bis 10 Uhr abends vorgestern Abend in einer Schankwirthschaft in der Kulmstraße ein in demselben thätig. Mein Geschäft bin ich gezwungen, defertirter Gefreiter der 10. Kompagnie des Infanterie- Regiments allein zu versehen, bin also täglich über 16 Stunden be: Nr. 24 festgenommen und nach der Kasernenwache des 3. Eisenbahnschäftigt, um für den nöthigen Lebensunterhalt für mich Regiments gebracht. und meine Familie zu sorgen. Meine Wohnung befindet sich leider getrennt von meinem Geschäft in der nächsten Querstraße. Die Firma Cohn Gebrüder, Chauffeestr. 36/37, sendet patriotismus. Das Gebäude des Theaters Alt- Berlin Für mich gilt sie nur als Echlafftelle, denn ich habe ja in der uns zu dem türzlich über sie gebrachten Artikel eine Beit Mittwoch Mittag im Wege der Zwangsversteigerung für 8800 m. ganzen Woche keine Stunde, welche ich dort verbringen kann, richtigung", die im großen ganzen den Thatbestand, wie er von feine Stunde, welche ich meiner Familie, bestehend aus Frau und uns bezüglich der Praktiken des Abzahlungsgeschäfts gebracht feine Stunde, welche ich meiner Familie, bestehend aus Frau und worden, bestätigt, einige Nebendinge aber in anderer Beleuchtung vier Kindern, widmen kann, bis auf die hochgeschätzte Sonntags- darstellt. Es handelt sich dieser Buschrift zufolge um völlige Auf ruhe, welche uns doch etwas Familienleben gestattet. Die Anregung des Achtuhr- Ladenschluffes wurde von mir mit Freuden lösung einer früheren Filiale der Firma Cohn Gebrüder und es begrüßt, ich hätte doch des Abends wenigstens noch eine Stunde werden, wie uns die Firma durch einen Herrn Breißler schreiben mich mit meinen Kindern ungestört zu unterhalten, ferner eine läßt, hierbei möglichst alle Außenstände dieser Filiale eingezogen. Stunde, welche zur Erholung und Erhaltung der Gesundheit, um Es werden darum an alle Schuldner derselben Karten mit der frische Luft zu genießen, dienen könnte. Eine Schädigung durch Aufforderung zum Besuch gesendet, um mit denselben die Art ben Achtuhr- Schluß fann ich mir in meiner Branche nicht der Bahlung zu vereinbaren, und ist auch an einen Tischler denken, sobald das Hausiren, hauptsächlich das Handeln in den Emil( nicht Theodor) Dannowski hier, Schwedterstr. 52, II, eine Sneipen nach 8 Uhr abends nicht mehr stattfinden darf. Gin Karte, wie Beilage, gesandt worden." gefeßlicher Achtuhr- Schluß würde mich zu großem Dante ver. pflichten, denn ohne diesen schließt der Konkurrenz wegen ja boch niemand eher sein Geschäft; ja, ich glaube: Bürde das Schließen der Häuser nicht um 10 Uhr abends stattfinden, welches dem Handel ein Ende setzt, fleinen Geschäftsleute würden die Die ,, Hirtenwiefe" bei Treptow, welche feit über 130 Jahren im Besitze einiger Schöneberger Millionen- Bauern ist, wurde urplötzlich, zu Anfang vorigen Jahres, vom Schöneberger Ortsvorstand als Gemeinde- Eigenthum reklamirt und hierauf die gerichte liche Eintragung des Besizrechts in das Grundbuch veranlaßt. Mit dieser Entziehung ihres Eigenthums waren jedoch die Besitzer nicht einverstanden, sondern erhoben gegen den Gemeindevorstand Klage beim Landgericht II. Die zweite Ziviltammer desselben entschied meindevorstand auch nicht das geringste Recht habe, die Hirten nach außerordentlich umfassender Beweiserhebung, daß der Ge wiese als Eigenthum der Gemeinde zu betrachten, und daher die Eintragung in das Grundbuch wieder gelöscht werden müsse. Die sämmtlichen Kosten des Prozesses wurden der Gemeinde auferlegt und zwar nach einem der Hirtenwiese zugeschriebenen Werthe von 150 000 m. Gewerbe- Ausstellung 1896. Das Ende einer Spekulation auf den Mords. zum Abbruch verkauft worden. Im ganzen find aus den Verdes Theaters 800 000 M. Alle Boltstreife, benen an der Entsteigerungen 16 000 m. gelöst worden. Gekostet hat der Aufbau wicklung unserer Zustände zum guten gelegen ist, werden ein Ge fühl lebhafter Befriedigung darüber begen, daß diese Spekulation auf den platten Mordspatriotismus fo elend in die Brüche gegangen ist. Es zeigt sich auch in diesem Fall, daß hinter dem chauvinistischen Spektakel des vorigen Jahres taum eine Brot frume reeller Kraft steckte. Durch Verhaftung eines Fensterpuhers hofft man den fortgesetzten Diebstählen an Ausstellungsgegenständen in der Haupthalle auf die Spur gekommen zu sein. Wie wir bereits früher mit Herr Preißler schreibt weiter: Kürzlich nachmittags, ats theilten, ist in der Haupthalle mancherlei gestohlen worden und der Herr Gohn nicht im Geschäft und ich, der ergebenſt unter Berdacht, diese täglichen Diebstähle zu verüben, war auf die Wächter zeichnete, allein im Romptoir war, erschien ein Herr, aber und Reinmachefrauen gefallen, bei denen auch Haussuchungen abge. nicht in Wichs"- gab mir unter Nennung seines Namens halten wurden. Mittwoch Nachmittag gegen 5 Uhr beobachtete ein ( Dannowski) eine von der Firma abgesandte, von mir ge- Aufseher des Hauptgebäudes einen Fensterpuger, wie derselbe mit fchriebene Karte und fragte, was wir von ihm wünschten. Ich einem Packet unterm Arm die Industriehalle verlassen wollte. um diese Zeit ihre Beflärte nun den Herrn über den Zweck der Karte auf und fragte Der Beamte hielt ihn an, ließ das Packet öffnen und fand in schäfte auch noch nicht schließen! Nach meiner Ansicht ist die Durchführung des Gesetzes nicht nur als eine Wohlthat, sondern vor allen Dingen, ob die auf der Karte befindliche Adresse richtig demselben ein werthvolles Bild, welches bereits am Morgen in als eine Nothwendigkeit zur Erhaltung der Gesundheit des Volts garnicht führt, er also der Adressat der Karte garnicht war. Meyer Hirsch mit Namen, gab in der ersten Bestürzung zu, schon sei und da stellte sich denn heraus, daß er den Vornamen Emil der Gruppe VI als gestohlen gemeldet war. Der Fensterpußer, au betrachten." Die Aeußerung ist um so beachtenswerther, weil sie von Ich bemerkte ihm, wie in Ihrem Artikel ganz richtig an- öfter derartige Diebstähle ausgeführt zu haben, zog jedoch später einem Händler herrührt, der fein Hilfspersonal beschäftigt. geführt, daß ich die Wohnung aus dem Adreßbuche ersehen auf der Polizeiwache dieses Geständniß zurück mit der Ein hätte, er aber ja gar nicht nöthig gehabt habe, die Karte anzuschränkung, daß er bis jetzt nur ein einziges Buch entwendet Bur Entlastung des Straßenverkehrs in den Hauptstraßen nehmen, weil er einen anderen Namen führe, doch erwiderte habe. hat das Polizeipräsidium bei dem Magiftrat eine Polizei- Ver- Herr Dannowski, daß er die Karte angenommen habe und hierordnung in Borschlag gebracht, daß bas Beladen von Abfuhr bergekommen sei, weil er geglaubt habe, es handele sich für ihn trennung desselben von der Gewerbe- Ausstellung beschäftigte diefer Die Frage einer Schließung des Nordpols resp. Ab. wagen mit Haus und Wirthschaftsabgängen sowie das Fahren als Arbeitsuchender um eine Stellung. Ich erklärte ihm uoch, derartiger Abfuhrwagen in der Längsrichtung der fraglichen daß er sich leider vergebens bemüht habe, die Firma bedürfe Tage den Arbeitsausschuß, wurde jedoch als unthunlich abgelehnt. Straßen während der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr jetzt keine Arbeitskräfte. Während des furzen, faum 5 Minuten Dagegen ist die schleunigste Beseitigung der abgedeckten„ Schönnachmittags untersagt sein soll. währenden Gespräches habe ich weder geflingelt, noch ist der beitskonkurrenz" und der beiden elektrischen Theater angeordnet, Von einem nahe bevorstehenden großen Sypotheken- Hausbiener im Komptoir gewesen, auch war von einem Schuld- mit deren Abriß bereits am gestrigen Tage begonnen worden ist. Sypotheken- betrag von 400 M. hierbei gar teine Rede, ber wirkliche Abressat Im übrigen geht der Nordpol sehr schnell seinem gewaltsamen und Häuserkrach in Berlin W. wird viel gemunfelt. Ende entgegen. Gegenwärtig find dort verschiedene Schausteller schreibt: Die zu Johanni versuchten Miethssteigerungen haben bereits so weit, daß ihnen elektrisches Licht und Gasbeleuchtung mit einem vollständigen Mißerfolge geendet; die Miether haben Zeugen gesucht. Die Personen, welche der Affäre bei- abgeschnitten und sie sich nothdürftig mit Kerzen behelfen müssen! fämmtlich die Kündigung angenommen und ziehen zu Michaeli. gewohnt haben, welche sich in der Nacht zum 14. Auguft auf dem Die Eigenthümer der Häuser schüßen vor, zu ihren Steigerungen Gartenplay abfpielte, werden ersucht, ihre Adresse bei Kleinjung, von den interessirten Hypothekenbanken gedrängt zu sein und Neue Hochstr. 26, III, abzugeben. Insbesondere wird die Dame, bieten jetzt schon denjenigen Mietheru, die noch nicht anderweit welche auf der Bank saß, um ihre Adresse gebeten. gemiethet haben, die bisherige Wohnung zu einem billigeren der Karte schuldet nur 34 M." dacht gereinigt ist durch einen merkwürdigen Bufall ein Arbeiter, Ein verhängnißvolles Paar Stiefel. Von schwerem Ver welcher seinerzeit bei dem Aufbau der Gewerbe- Ausstellung be schäftigt war. Anfang April d. J. wurde auf dem Bauplay der Preise an. Bu Michaelt werden jedenfalls ganze Säufer von Hochmeisterstraße zugetragen. Die unverehelichte Wäscherin ftohlen und der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich auf einen Eine eigenartige Entführungsgeschichte hat sich in der Ausstellung einem Rohrleger ein Paar fast neue Schaftstiefel ge ihren Miethern geräumt werden. Hoffentlich lassen sich die Herren Marie Radtke, die in einer Waschanstalt in Stralau beschäftigt Kollegen des Bestohlenen, doch konnte trotz eingeleiteter Unter Hauswirthe diesen Reinfall für künftig zur Warnung dienen; ihre plöbliche Steigerungsluft erregte zu Johanni allgemeines einem Almosenempfänger W. in Dalldorf in Pflege war. Die Verlauf von vier Monaten haben sich die gestohlenen Stiefel ihre plögliche Steigerungsluft erregte zu Johanni allgemeines ist, befizt ein vierjähriges Kind, einen Knaben, der bisher bei fuchung ihm die That nicht direkt bewiesen werden. Jetzt, nach Aussehen. Mutter nahm aber vor etwa drei Monaten das Kind von W. wieder gefunden und zwar- in der Rohrleitung zum Neus Für den Bau des nenen Juftizpalaftes an der Neuen fort, weil dasselbe ihrer Ansicht nach verwahrlost wurde, und haus'schen Pulsometer. Dieser Pulsometer, der den großen Friedrichstraße ist jeßt das Grundstück freigelegt, und bereits brachte dasselbe zu einem tinderlosen Ehepaare in der Hoch Licht Springbrunnen treibt, mußte vorgestern außer Betrieb wird mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Es handelt sich meisterstraße, wo es als eigenes Kind behandelt wurde. Seit diefer gesetzt werden, weil der Apparat ben Dienst versagte. Bei einer dabei zunächst uur um das erste Drittel des Gesammtbaues, das Beit trieb sich W. häufig in der Hochmeisterstraße umber, und genauen Untersuchung des Pulsometers fand man in der Ver auf dem Grundstück Neue Friedrichstr. 14 erstehen soll. Nach wenn er des fleinen R. habhaft wurde, so taufte er demselben bindung der Rohrleitung zu demselben ein paar Schaftstiefel, Fertigstellung dieses ersten Theiles wird dann das danebenliegende Bonbons und andere Näschereien, was sich die neue Pflegemutter welche allerdings durch den gewaltigen Wasserdruck vollständig alte Gebäude Nr. 18 fallen und an seiner Stelle der zweite wiederholt entschieden verbat. Am Mittwoch voriger Woche zerrissen waren. Es waren dies die im April gestohlenen" ( Mittel-) Theil des neuen Justizpalastes, und endlich nach bessen spielte der Knabe mit dem gleichalterigen Töchterchen eines Nach Stiefel, welche vermuthlich von dem Eigenthümer in die seinerzeit Vollendung an Stelle des Gebäudes Nr. 12, das jetzt wie Nr. 13 bars auf dem offenen Korridor. Plößlich war der Knabe ver noch nicht fertiggestellte Rohrleitung versteckt worden waren. ebenfalls nur Gerichtsstuben enthält, der britte Theil aur Aus- schwunden und aus der kleinen Gespielin war nur heraus- Jedenfalls hat er später vergessen, wo er die Stiefel gelassen führung kommen. zubringen, daß eine fremde Frau den Knaben mitgenommen und so find dieselben in der am folgenden Tage fertig gewordenen Nachdem schon seit Monaten die Deckpläne der nach habe. Die Entführung ist sofort der Polizei angezeigt worden, Rohrleitung liegen geblieben. Uebrigens dürfte dieses Paar Treptow fahrenden Pferdebahnwagen den Frauen freigegeben aber bis heute ist die Mutter die sich aus ihrer Arbeitsstelle Stiefel noch zu einem Prozeß Veranlassung geben, da dasselbe find, ohne daß deswegen irgend welche Anstände fich ergeben nicht entfernen fann, um selbständig Recherchen anzustellen bei dem regulären Betrieb der Fontäne ein Hinderniß gewesen haben, darf wohl schon für die nächste Beit eine Erweiterung und ebenso der Vormund ohne jedwede Kenntniß über den Wer ist und infolgedessen zu erheblichen Geldausgaben Veranlassung der Erlaubniß erwartet werden. Daß der Polizeipräsident damit bleib des Kindes. gegeben hat. " Kunft und Wissenschaft. " " " Eugen Brückner, Memelerstr. 58 part. Vermischkes. Die zurückgezogen und Bingeben des fie dem Dr. Rahnt übertragen. Linie zusammengestoßen. Der Stoß war äußerst heftig. Zwanzig Die Eine ganze Familie ist gestern Nachmittag auf der füllt und dasselbe Mittel gegen die verschiedensten Leiden, bald Berichtigung. Zum Versammlungsbericht der Sanätswache in der Ausstellung behandelt worden. Gegen als Gurgelwasser, bald als Meditament verabfolgt. Diese An- Lederarbeiter( Portefeuiller), abgedruckt in Ne. 194, 3 Uhr wurde ein Ausstellungsbesucher im Hauptgebäude so gaben beruhten auf dem Geständnisse des Apothekers Bittelmann. geht uns folgende Berichtigung zu: 1. ft nicht gesagt worden schwer von epileptischen Krämpfen befallen, daß er nach der Gegen diese Bekanntmachung erließen sowohl Apotheker Zittel- Herrn Adam betr..... Ein dortselbst 19 Jahre beschäftigt geSanitätswache gebracht werden mußte. Dorthin begaben sich mann wie Dr. Kahnt Erwiderungen, der letztere in der„ Boff. 3tg." wesener Arbeiter erhielt nur 18 M. Wochenlohn. Das Ersuchen auch die Frau und die Schwägerin des Erkrankten, um diesem vom 28. Juni d. J. Diese Erividerung wurde Gegenstand der um 2 M. Bulage wurde mit seiner Entlassung beantwortet, hilfreich zur Seite zu stehen. Während der Arzt noch Antlage wegen Beleidigung des Medizinalaffessors. Dr. Springs fondern es muß heißen: mit dem Patienten beschäftigt war, brach plötzlich dessen feld, dem technischen Beirath für Medizinalangelegenheiten Ein dortselbst mit kurzer Unterbrechung 8 Jahre be Frau, von Herzträmpfen befallen, zusammen; man brachte die neue beim Polizeipräsidium, welcher die erwähnte Warnung schäftigt gewesener, zur Zeit Streikender, Zuschneider er= Patientin in ein anderes Zimmer und Arzt und Heilge hilfe gelang seitens der Behörde hatte veröffentlichen laffen In hielt nur 19 Mark Wochenlohn. Seine Seine Forderung um es denn auch gemeinschaftlich, die Krämpfe des Ehepaares zu heben. feiner Erwiderung erklärt Dr. Kahnt, daß er aller 2 Mart Zulage wurde abschlägig beschieden, an seiner Noch hatten aber die beiden Vertreter der Medizin ihr menschen- dings in verschiedenen Krankheitsfällen die Kräutertur Stelle aber ein anderer mit 21 M. eingestellt. 2. Sei nicht freundliches Wert nicht beendet, als auch die dritte Person, die des Dr. Glünicke angewendet und bedeutende Erfolge damit er- die Werkstube von Loth u. Weinland hinzugekommen, sondern Schwägerin, von Schreikrämpfen befallen, zu Boden fiel. Gezielt habe. Es sei aber unwahr, daß er das„ Heilgeschäft" in die Kollegen ständen schon von Anfang an im Streit. 3. Ist nicht dauerte längere Zeit, bis sich die drei Personen so weit erhalten, ber Weise betreibe, wie es in der Warnung beschrieben sei. Der mitgetheilt worden, daß bei S. M. Rosenthal wieder Abzüge daß sie die Sanitätswache verlassen konnten. Ferner fam auf Schlußfaß, welcher die Beleidigung des Assessors Dr. Springfeld vorgenommen wären, sondern die Arbeiter hätten dort die Arbeit Der Sanitätswache noch ein schwerer Unglücksfall zur Behand enthalten soll, lautet folgendermaßen:„ Es ist unerhört, daß ein niedergelegt. Iung. Ein in einem Restaurant der Alpenwiese angestellter Koch sogenannter technischer Beirath, gedeckt durch die Unangreifbarkeit der war in der mit Eisen belegten Küche ausgeglitten und fiel so Behörde, durch Behauptung unwahrer Thatsachen einen Staatsunglücklich nieder, daß er mit dem rechten Arm auf der heiß- bürger in seiner Ehre und seinem Erwerbe schädigen darf." glühenden Dfenplatte zu liegen tam und schwere Brandwunden Der Angeschuldigte erklärte, daß er lange mit sich gekämpft des rechten Unterarmes erlitt. Nach Anlegung eines Noth- habe, bevor er die Kur des Dr. Glünicke bei einigen seiner verbandes mußte sich der Verletzte nach einem Krankenhaus be- Patienten angewendet habe, aber seine Ueberzeugung und sein In Eisenberg wurde gestern früh, dem hiesigen Nachrichten Mord. Aus Weißenfels wird vom Donnerstag berichtet: geben. Pflichtgefühl hätten ihn dazu gezwungen. Er wolle den Beweis blatt" zufolge, der Rentier Eduard Reitsch von seiner Tochter, antreten, daß der Inhalt der vom Polizeipräsidium erlassenen der Wittwe Emilie Wilke mit einem Beil erschlagen. Warnung der Wahrheit nicht entspreche. Der erste Beuge, Mörderin ist anscheinend geistes gestört. Bereits früher war sie Affeffor Springfeld, bekundete, daß er Anfang Juni d. J. Schon einmal in einer Frrenanstalt untergebracht. Die Nene Freie Volksbühne wird ihre Nachmittags- Bors die Bittelmann'sche Apotheke revidirt habe. Der ganze erste bahn.Direttion in Rattowiß zu stande gebracht, in Gemeinschaft mit den Apothekern Dr. Schacht und Dr. Callies, Eine Musterleistung vom grünen Tisch hat die Eisens stellungen am 30. August im Deutschen Theater mit Hauptmann's Stod des Gebäudes, bestehend aus zehn Räumen, diene der Be- indem sie kürzlich folgende amtliche Nachricht durch das offiziöfe Weber" eröffnen. reitung der Kräuterfäfte, die thatsächlich so vorgenommen werde, Telegraphenbureau verbreiten ließ: Auf der Strecke Nz- A Als erste deutsche Novität im Theater des Westens wie es in der Warnung geschildert und im Revisions- ruht wegen Dammrutschungen der Gesammt= soll unmittelbar nach Holger Drachmann's Märchen Dichtung Protokoll auch vom Apotheker Zittelmann durch Untervertebr." Wer also nach Oberschlesien reisen wollte, wußte „ Tausend und eine Nacht", ein Lusispiel aus der Feder Wolf- schrift anerkannt worden sei. Der Zeuge Zittelmann gang Rirchbach's zur Aufführung gelangen. Frau Nuscha Buge gab dies zu, wies aber auf manche Unrichtigkeiten in dem verkehr ruhe. nun ganz genau, daß auf der Strecke Nz- A" der Gesammt= wird zum ersten Mal auf dem neuen Schauplah ihres Wirkens Protokoll hin, welches er nur in der Befangenheit und Erregung Myslowig, Gleiwiz oder Beuthen reisen wollten, eifrig die KursFreilich studirten alle, die nach Rattowih, als Darstellerin der weiblichen Hauptfigur erscheinen. unterschrieben habe. Dr. Glünicke habe den ersten Stock in seinem bücher und die Eisenbahn- Karten, um die gefährdete Strecke Ueber die Beobachtung der Sonnenfinfterniß liegen Hause gemtethet und dieser trage allein die Verantwortung für" Nz- A" zu suchen; aber nirgends' war diese Strecke zu finden. heute aus Petersburg folgende Nachrichten vor: Die nach Nord- die von seinen Leuten hergestellten Kräuterfäfte. Es sei nicht In Wirklichkeit war damit Niedobschütz- Annaberg gemeint. Finland zur Beobachtung der Sonnenfinsterniß entsandte russische eine Arbeiterin", welche die Kräuter willkürlich" zuAus Kufstein wird berichtet: Die Leiche des vom Predigerastronomische Expedition hat aus Zornea telegraphisch die Nach- sammenmische, sondern eine gebildete Dame, die Schwester richt gefandt, daß sie bei sehr schönem Wetter mit drei verbes Dr. Glünice, welche gewissenhaft nach den schriftlich stuhl abgestürzten Münchener Buchhalters Funt ift nach dreischiedenen Apparaten zehn Aufnahmen der Korona hat festgelegten Vorschriften des Dr. Glünicke die einzelnen tägiger harter Arbeit geborgen und hierher gebracht worden. machen fönnen. Die Aufnahmen sind gut gelungen. Kräuter, von denen etwa 50 verschiedene Arten auf Lager feien, Eisenbahnunglück. Aus Jumet( Belgien) wird vom Diese Beobachtungen und Aufnahmen haben in Isa an abwäge und mische. Nur weil Dr. Glünicke das medizinische Donnerstag berichtet: Jufolge eines Versehens im Betriebe find der schwedisch- russischen Grenze stattgefunden.-Ferner hat Staatsexamen machen wollte, habe derselbe sich von der Praxis zwei Personenzüge zwischen Jumet und Luttre auf eingleifiger das hydrographische Departement in Petersburg eine Depesche vom General Baron Maidel, dem Führer der zur Beobachtung Beugen Bittelmann wurden durch Personen sind schwer verletzt. der Sonnenfinsterniß nach der Jufel Sachalin entsandten die übrige Beweisaufnahme bestätigt, Dr. Glünicke Hammerfest und Drontheim werden jetzt so oft in der Expedition, erhalten. Die Depesche ist vom Kap Crillon auf behauptete noch, daß die einzige Anfechtung, die er von außer Preffe genannt, daß wir wohl an einen Scherz des Aquarelliften Sachalin batirt und meldet, daß die Beobachtung ziemlich gut halb erlitten, in einem Angriff des Gesundheitsrathes zu Hildebrand erinnern dürfen. Um die nördliche Lage Hammerfest's geglückt ist. Der Himmel war bewölkt; indeffen ist es der Karlsruhe bestanden habe. Der Zeuge Affeffor Springfeld zu kennzeichnen, erzählte er luftigen Kumpanen am Biertische: Ich Expedition gelungen, zwei photographische Aufnahmen der Korona vermochte auch keine andere Behörde zu nennen, welche war mitten im Winter nach Drontheim gereift, um einen im Gis zu machen; außerdem sind Abweichungen der Magnetnadel fest. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß in der Warnung" Morgen im Hotel erwachte, sah ich drunten am Strande eine vor dem Heilverfahren des Dr. Glünicke gewarnt habe. starrenden Fjord bei Abendbeleuchtung zu malen. Als ich am gestellt worden. manche unrichtige Thatsache enthalten sei. Affeffor Spring Anzahl Frauen und Männer in der bleichen Morgensonne auf Entdeckungsreise ins isländische Meer. Aus Kopen felb habe sich aber jedenfalls im guten Glauben befunden und niedergehen. Draußen herrschte eine Bärenkälte- 22 Grad hagen meldet ein Telegramm vom Donnerstag: Der dänische und der Angeklagte in seiner berechtigten Abwehr die Grenzen unter Null. Diese blassen Spaziergänger aber sogen anscheinend Kreuzer Ingolf", welcher seit zwei Jahren eine Expedition zur des Erlaubten überschritten. Er beantrage gegen ihn eine Geld- die Luft mit föstlichem Behagen ein. Ueberrascht frage ich den Erforschung der Fahrwasser bei Jsland unternommen hat, ist strafe von 100 Mart. Der Vertheidiger, Justiz- Oberkellner: Was sind das da draußen für wunderliche Spazier heute nach glücklicher Durchführung der Expedition hierher rath Kleinholz, trat mit Erfolg für den Angeklagten gänger? Sie geberden sich ja, als webe am Strande ein lauer zurückgekehrt. Die Leitung war dem Kommandeur Wandel an ein, denn der Gerichtshof erkannte nach furzer Berathung auf Bephyr!" Und der Oberfeliner erklärte mir: Das sind Lungens vertraut. Die Expedition entdeckte im südlichen Theile der Freisprechung. Der Vorsitzende, Amtsrichter Kobligt, be- frante aus Hammerfest, die gebrauchen Drontheim als klimatischen Davis- Straße einen unterseeischen Höhenzug. Die wissenschaft- tonte, daß manche thatsächlichen Unrichtigkeiten Kurort." lichen Resultate sind, besonders was Hydrographie und Zoologie in der Warnung des Polizeipräsidiums ent= Aus Japan. Ueber das furchtbare Naturereigniß vom anbetrifft, ausgezeichnet. Mehrere neue Zhierformen wurden halten feien, außerdem tomme aber dem Angeklagten der 15. Juni f. J. bringen nunmehr japanische Zeitungen folgende gefunden. § 193 des Str.-G.-B. vollauf zu gute. Angaben: Am 15. Juni, abends 8 Uhr, hörte man im NordDie Frage, ob ein Vortrag bereits einen Verein zu often der Hauptinsel Hondo und im Südosten der Insel Hokaido ein Rollen, als ob ein Zug herankomme oder eine Kanone abeinem politischen stempeln kann, stand in dem Strafverfahren ein Rollen, als ob ein Zug herankomme oder eine Kanone abSolidarität. Vier Arbeiterinnen, die unverehelichte Marie zur Entscheidung, das gegen den Genossen Friedrich als Vor- geschossen werde. Eine ungeheure Fluthwelle überftieg in einer Schmidt, Elisabeth Sehling, Anna Riehl und Auguste steher der Filiale Stade des Verbandes der Fabrik-, Land- und Höhe von 3 bis 27 Metern die ganze Küste von der Insel Kinkwasan bei Ischinomaki bis zu bem Kleinen Hafen Biegler, hatten sich gestern vor der neunten Ferien- Straf- Hilfsarbeiter eingeleitet worden war. In der genannten fammer des Landgerichts I. wegen Bergehens gegen die Gewerbe- Filiale hatte die Genossin Kähler einen Vortrag gehalten, Hatschinohe auf Hondo und auf Hokaido vom Kap JerisoOrdnung und Beleidigung zu verantworten. Die Angeklagten, den die Polizei politisch fand. Die Behörde glaubte mati bis zum Hafen Kuschiro, wodurch auf der ersteren welche in der Pianofabrik von Jacob in der Manteuffelstraße Verein zu behandeln und nun Anlaß zu haben, die Filiale Oft- Aomori als politischen Insel die Provinzen Miagi, Jwate Iwate und beschäftigt waren, legten im April nebst einer Anzahl Kolle Berein zu behandeln und den Vorsteher für die Mit- und auf der letzteren die Provinzen Hidata und Tokatschi ginnen die Arbeit nieder, weil ihnen die geforderte Lohn Bereinsgefeges verantwortlich zu machen. Schöffengericht und noch am Abend zuvor blühende Städte und Dörfer lagen, gliedschaft dreier Frauen gemäß den§§ 8 und 16 des zum theil für viele Jahre gänzlich verwüstet wurden; denn wo erhöhung nicht bewilligt wurde. Zu denjenigen, welche die Arbeit fortsetten, gehörte auch eine Frau Hübner, Straffammer sprachen Friedrich jedoch frei, lettere aus der Er- breitete sich am nächsten Morgen eine öde Sandwüste aus, die welche sich dem Ausstande unter dem Vorwande nicht an wägung heraus, Die Grörterung ein politischer Vortrag einen Verein, der über 30 000 Menschen und 6000 Häuser unter sich begraben schloß, daß sie mehrere Kinder zu versorgen hätte. Wie sie im statutengemäß die politischer und religiöser hatte. Am allerschwersten ist die Provinz Jwate betroffen, wo Fragen ausgeschlossen gestrigen Termine bekundete, will sie von den Angeklagten mehr Fragen habe, in der Stadt Kamaischi allein von 6000 Einwohnern 5000, geDie Staatsanwaltschaft tödtet wurden; dagegen hat Hokaido viel weniger gelitten, denn mals arg belästigt worden sein, wenn sie sich auf dem Stachhause politischen Verein werden lasse. hiergegen wege von der Fabrit befand. Die Angeklagten hatten sie Streit egte Revision ein. Der an dem Kap Jerisomati von Horoidzumi bis Saruru brecherin genannt, vor ihr ausgefpien und gedroht, sie schlagen am Rammergericht führte in der mündlichen Verhandlung sind nur acht Häuser und ein Schiff zerstört und acht Menschen zu wollen. Der Gerichtshof ahndete dies Verhalten der An- vom 20. Auguft aus, Frau Kähler sei eine notorisch politische und einige Thiere getödtet worden. Die Eisenbahnen haben getlagten je nach dem Grade ihrer Thätigkeit; Fräul. Ziegler Agitatorin und der Vorderrichter hätte damit rechnen müssen, nur sehr wenig Schaden gehabt, desto mehr der Telegraph, ( 70 Kilometer), wurde zu zwölf Tagen, Fräul. Sehling zu fünf Tagen und daß der Angeklagte voraussehen konnte, dieselbe würde einen der zwischen Morioka und Tschisukawa Fräul. Schmidt und Fräul. Riehl wurden zu je einer Woche politischen Vortrag halten. Ferner fomme in betracht, daß die von Ramaischi bis Mijako( 55 Kilometer) und von Kufi bis Gefängniß verurtheilt. Fortsetzung der politischen Rede geduldet worden sei; schon infolge Hatfchinohe( auch 55 Kilometer) gänzlich zerstört wurde. Die Hochdieses Umstandes hätte der Verein als politischer angesehen werden fluth, die in der Mitte, bei Kamaischi, die höchste Höhe( 27 Meter) Ein Diebstahlsprozeß von großem Umfange nahm heute müssen. Wäre nun aber von da ab die Aufnahme weiblicher erreichte und an den beiden Enden bei Tschinomaki und Kuschiro die ganze Sigung der zweiten Ferienftraftammer des Land- Mitglieder verboten gewesen, so auch die Beibehaltung der schon noch 3 Meter hoch war, batte eine gesammte Länge von etwa gerichts I in Anspruch. Verbrecher Gallerie, sechs männliche Personen wurden geswarf aber die Revision der Staatsanwaltschaft. Sei der ganz Japan erschütterten. So wurden in den vom Schauplatz feffelt und unter einem besonderen Aufgebot von Auf Vortrag auch unzweifelhaft politisch gewesen, so wäre das Land der ärgften Zerstörung westlich gelegenen Provinzen bei den sichtsbeamten vorgeführt. Daß diese Vorsicht war, dafür sprach der Umstand, daß der Hauptangeklagte, der Charakter des Vereins verändert habe, und diese thatsächliche Werkwürdig ist, daß auf Hokaido in der Proving Hidaka geboten gericht doch nicht zur Ueberzeugung gekommen, daß dies den Städten Sakata, Aiita und Aomori von 8 Uhr abends bis zum nächsten Morgen nicht weniger als 30 Erdbeben gespürt. Schloffergeselle Karl Dohrmann, im vorigen Termine einen Feststellung sei ohne erkennbaren Rechtsirrthum erfolgt. unbenutzten Augenblick benußte, um zum Fenster hinaus. das erste Erdbeben am 15. Juni schon um 8 Uhr, zuspringen. Er blieb mit verstauchten Gliedern auf dem Bürgeretwas nördlicher in der Provinz Tokatschi erst um 11 Uhr fteig der Straße Alt- Moabit liegen, ist aber jetzt soweit genesen, abends gemerkt wurde. In der Zeit vom 15. Juni, 534 Uhr daß er sich ohne Hilfe, wenn auch etwas mühsam, fort nachmittags, bis zum 17. Juni, 814 Uhr nachmittags, wurden in bewegen kann. Seine Mitangeklagten sind: Kellner Wilhelm Aomori im ganzen, 59 Erdbeben, in Fukuschina 21, Kofu 21, Eidemüller, Arbeiter Heinrich Gieserich, Tischler Georg Cohn, Beuthstraße, um zunächst eine Stommission zu wählen zur zwei und in Niegata, Nemuro, Tschoki, Fukuoka und Gifu je ein Die Zimmerer tagten am Dienstag, den 18. d. M., bei Yamagata 12, Utsunomiya 3, in Sakai, Hakodate und Hitone je Würger, Schloffer Franz A u st, Bäcker Hermann Branden Revision des Agitations- und Unterstüßungsfonds. Gewählt wurden Erdbeben festgestellt. Der japanische Profeffor der Phyfil, burg und die Wittwe Johanna Fei ft. Von den männlichen Angeklagten ist die Kollegen 3iesche, Meisner, Mechau und Pesler. Rotschibe, hat über die Entstehung der Hochfluth, abweichend von feiner über 22 Jahre alt, mit Ausnahme der Wittwe Feist find sämmtliche An- Bum zweiten Punkt der Tagesordnung berichtete der Bertrauensmann der allgemeinen Annahme einer Hebung des südlichen Theiles getlagte, zumeist wegen Diebstahls, vorbestraft. Jetzt werden über den Stand der Bausperre, es gelten danach noch 26 Baupläge als der Tuskaroratiefe, die Ansicht ausgesprochen, daß sich größere den Angeschuldigten eine Menge schwerer Diebstähle, die zum gesperrt. Auf diesen Bauten sind im ganzen beschäftigt 327 Bimmerer, Theile vom festen Lande losgelöst hätten und an dem steilen theil bandenmäßig begangen sind, zur Last gelegt, die Wittwe Feist selben wollen zu Hause nicht als Streitbrecher gelten und erschweren aufgewühlt worden und das Land ins Wanken gekommen ist. von denen die meisten von Stettin augereift kommen. Die Abhang in die Tiefe hinabgestürzt seien, wodurch das Wasser soll sich der Anstiftung zu verschiedenen schweren Diebstählen, so- nun den Berlinern den Kampf. Am Schluß seiner Auswie der gewerbsmäßigen Hehlerei schuldig gemacht haben. Gerichts- Beifung. nicht noch Versammlungen. zu einem Oberstaatsanwalt Witterungsübersicht vom 20. August 1896. Nach langer Berhandlung wurden die Angeklagten zu ob die Zimmerer Berlins gewillt sind, führung legt Fischer der Versammlung die Frage vor, folgenden Strafen verurtheilt: Dohrmann 8 Jahre Bucht Berlins gewillt sind, die Platzsperre baus, Eidemüller 5 Jahre Buchthaus, Gieserich baß die Sperre auf alle Fälle beſtehen bleiben muß. ma wie bisher weiterzuführen. Die Versammlung beschließt, 5 Jahre Buchthaus, Würger 8 Jahre Buchthaus, Au ft 3 Jahre Zuchthaus, Brandenburg 9 Monate Ge- Alsdann verlas Fischer die von der Unterstützungskommission Stationen. fängniß Zufah, Wittwe Feist 2 Jahre Zuchthaus. Mit Aus- verausgabten Gelder, danach wurden gezahlt an gemaßregelte nahme von Brandenburg wurden sämmtlichen Angeklagten die tollegen 1078 M., an Arbeitslose 1576., und für die BauEhrenrechte für entsprechende Beit abgesprochen und über die fontrolleure, die aus den Arbeitslosen genommen wurden 418,15 Mart, in Summa 3072,55 M. Der Vertrauensmann macht Swinemünde selben die Polizeiaufsicht verhängt. hierauf bekannt, daß die Versammlung der Plazdeputirten beHamburg Um die Heilmethode des früheren Rechtsanwalts schloffen hat, den wöchentlichen Beitrag von 50 auf 20 Pf. zu Berlin Dr. Martin Glünicke handelte es sich in einer Antlage wegen ermäßigen, auch wurde beschlossen, Legitimationskarten aus Wiesbaden Beleidigung durch die Presse, welche gestern vor der 188. Abzugeben an diejenigen Kollegen, die beim Streit im Jahre 1896 in theilung des Schöffengerichts gegen den Dr. med, Karl Rahnt finanzieller und moralischer Beziehung ihre Schuldigkeit gethan haben, Wien. verhandelt wurde. In der Vossischen Zeitung" vom 23. Juni und ersucht Fischer die Versammlung, diese Beschlüsse zu be- Haparanda. d. J. veröffentlichte das Polizeipräsidium eine Bekanntmachung, ftätigen. Bei diesem Punkt der Tagesordnung entſpinnt fich Betersburg worin vor der Anwendung der Dr. Glünicke'schen Heilmittel ge- eine heftige Debatte zwischen Lokal und Zentralorganisation, so Cort warnt wurde. Es wurde darin behauptet, daß das Heilgeschäft daß im Laufe derselben die meisten Theilnehmer die Versamm- Aberdeen. des früheren Rechtsanwalts Glünicke, vor welchem auch schon lung verlassen. Kollege Gutsche stellt hierauf den Antrag, Baris. von mehreren auswärtigen Behörden gewarnt worden sei, die Versammlung zu schließen und diesen Punkt auf die Tagesvon dem praktischen Arzt Dr. Kahnt und dem Apothefer ordnung der nächsten Versammlung zu stellen, dieser Antrag wird Bittelmann fortgesetzt werde. Eine Arbeiterfrau stelle eine will mit 12 Stimmen Majorität abgelehnt; hierauf verläßt die türliche Mischung von verschiedenen Kräutern her, die dann von Minorität auch den Saal und so werden die Anträge der PlayArbeitern abgekocht würden. Der Saft werde auf Flaschen ge deputirten angenommen. München Barometerreduzirt auf stand in mm, d. Meeressp. 5000 Bindrichtung Windstärke - IBARI212 Wetter Temperatur nach Celfius ( 50.4° R.)] 760 GSD B halb bedeckt 17 759 bedeckt 13 759 bedeckt 15 758 Still bedeckt 15 760 28 wolkig 15 761 Still 762 MO 755 0 762 WSW 759 SM 760 NO bedeckt wolfenlos Regen Regen woltig halb bedeckt 13 14 15 12 13 14 Wetter- Prognose für Freitag, den 21. Auguſt 1896. Etwas fühler, zeitweise heiter, vielfach wolfig mit mäßigen nordwestlichen Winden, etivas Regen und Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). Bezirks- Versammlungen. Osten: Sonntag, den 23. August, vormittags 9½ Uhr, im Lokale des Herrn Thiel, Fruchtstr. 36a( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Mar Grempe über: Utopien. 2. Verbands: Angelegenheiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. Hierzu sind die Kollegen folgender Werkstellen eingeladen: Höhne Krämer, Königsbergerstr. 3. Böhm, Weberstr. 52. Rohde, Weberstr. 52. Anika, Weberstr. 8. Voley& Horn, Gr. Frankfurterstr. 16. Groschkus, Gr. Frankfurterstr. 44. Baumgarten& Sohn, Gr. Frankfurterſtr. 29. Die Kollegen werden im Interesse der Sache ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Moabit: Fischer, Gr. Frankfurterstr. 123. Abel, Markusstr. 44. Montag, den 24. August, abends 8½ Uhr, Beuffelstr. 9. Tages- Ordnung: Dem Dreher Carl Nueblume, ge- f nannt Nepper- Blume, zu seinem Geburtstage ein dreifaches Hoch, daß der ganze Saal 22 der A. E. G. wackelt. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 30. August, nachm, 21/2 Uhr: Ich nehme das Wort gegen Fra Eröffnungs- Vorstellung im Deutschen Theater: Urbante zurück. J. Neubauer. Hierdurch nehme ich die gegen Frau Die Weber 150/9 Baul, Gerichtstr. 34, ausgesprochene von Gerhart Hauptmann.- Regie: Emil Leffing. Rollenbesetzung Beleidigung zurück und erkläre erstere für eine ehrenhafte Frau. H. Glene, Gerichtstr. 32. 3224b des Deutschen Theaters. Einschreibegeld: 50 Pf. Erster Monatsbeitrag: 50 Pf. Im Theater werden feine Mitglieder aufgenommen, sondern nur an ben hier bezeichneten Bahlstellen: N. Gr. Preis- Billard- Ausschieben findet am 21. Auguft und folgende Ad. Löhr, Ackerstr. 40, II. Tage von 7 bis 11 Uhr statt im S. Möller, Chausseestr. 64. Restaurant Jagowftr. 21. 1. Preis: NO. SO. Th. Stampehl, Mariannen fir. 26. Willy Schmidt, Restaur., Wrangelstr. 141 Hugo Köhn, Restaur., Naunynftr. 88. Th. Möller, Wrangelstr. 44. 0. Aug. Infinger, Krautsir. 36. 1 hochelegantes Zweirad. 2. Preis: Wilh. Schrolle, Friseur, Landwehrstr. 3. B. Back, Oppelnerſtr. 45. Salon- Tischlampe. 3. Preis: 200 3i Otto Jmme, Waßmannsir. 29, v. II. garren. 4. Preis: 1 Stammseidel. Gellings, Friedenstr. 65. 5. Preis: 2 Pfd. Schlackwurst. 32356 H. Guiard, Georgenkirchstr. 61, H. III. Ein Zimmer( bis 40 Personen fassend) NW. W. Spohr, Frankfurter Allee 105, H. I I. Emil Grosch, Frantjurter Allee 73a. & Quarder, Phot., Wallnertheaterstr. 17. ist für feftliche Zwecke zu vergeben. A. Schieffel, Goikowskysir. 4. A. Wendisch, Restaur., Fruchtstr. 54. Wo giebt's den ersten Früh Hellmuth Gebauer, Birtenfir. 24. H. A. Poppe, Stralauer Platz 10/11. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. schoppen? Bei W. Baetsch( Ch. Giebecke, Reſtaur., Schumannstr. 18. Paul Drucker, Beusselstr. 88. lottenburg), Schloßstraße 61. Für eine Eingeladen sind zu dieser Versammlung die Kollegen folgender Werk- gute Weiße und alten Nordhäuser stellen: Krüger, Hergesell, Herzer, Tiemich, Schulz und Rode. 1. Bortrag des Genossen Hoffmann über: Glaube und Vernunft. Dienstag, den 25. Auguft, abends 8 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: General- Versammlung. Heute Abend bei Schöning, Köpnickerstr. 68: Sitzung der Ortsverwaltung. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 23. August, vorm. 101/2 Uhr, in Maier's Fesälen, Müllerstraße 7. Tagesordnung: 1. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 292/6 Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes. pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. W. Kuhn. Schraubendreher u. Berufsgenossen. Sonntag, den 23. August, vormittags 10 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über Gesinde und Gesindel". 2. Diskussion. 3. Die Mißstände in den Fabriken der Firma 3. A. Stelzner". 4. Verschiedenes. " 115/3 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann wird bestens gesorgt. Billard steht zur Verfügung. 57172* Schmöckwik. Gasthaus zur Palme. Sämmtliche Sonnabende und Sonntage sind frei, bitte um werthen Besuch. Carl Kurras. 32286 Bücher aller Art suche zu kaufen. B. Simonssohn's Buchh. Berlin N., Invalidenſtr. 138. Bücher, Antiquariat, Kochstraße 56, ganze Bibliotheken, tauft Fernsprecher IV, 895. Mühlen- Straße 8 sind zwei Stuben und Küche sowie eine Stube und Küche billig zu vermiethen. Der Berwalter. Werkstatt, 3 bis 6 Fenster, zu jedem Geschäft passend, auf Wunsch auch mit kleiner Wohnung, billig zu vermiethen. 32196 Ostbahnhof 11. Stube und Küche, hell, trocken und geräumig, billig zu vermiethen. 32206 Ostbahnhof 11. Kleines möblirtes Zimmer in der Nähe des Halleschen Thores zum 15. September von einem Herrn zu angabe unter A. W. 17 lagernd Postmiethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter A. W. 17 lagernd Postamt 19, Beuthstraße. Arbeitsmarkt. Achtung! Maurer. Achtung! htung! Sonntag, 23. August, vorm. 10 Uhr, in den Lokalen von Henke, Naunynstr. 27 und Schröder, Müllerstr. 178: 3wei Mitglieder- Versammlungen des 3218b Achtung! Verband der in Holzbearbeitungsfabriken beSchäftigten Arbeiter ( Filiale 1). Die über die Firma Hentschel, Frankfurterstraße, verhängte Sperre Bentral- Verbandes deutscher Maurer. aufgehoben. ( Filiale Berlin II.) Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Wie sichern wir uns die Errungenschaften unserer diesjährigen Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 187/7 NB. Die Kollegen von Osten und Südosten, gleichzeitig von Norden und Moabit werden hierzu ganz besonders eingeladen. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Die Bersammlungen werden pünktlich Die Lokalverwaltung. eröffnet. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 23. August, vormittags 10 Uhr, Der Vorstand. Holzarbeiter! iehle, Schwedterstr. 5, sind noch nicht er Die Lohndifferenzen bei ledigt. 3ung fernhalten! Birka 50 Simsmacher werden bei Veltener Lohntarif fof. verlangt u. finden dauernde Beschäftigung auf Mücke's Werke, Bindoiv i. d. Mark Bahnstation Granfee( Stelt. Bahnhof). im Lokale des Herrn Spihig, Frankfurter Allee, Tücht. Fraiser verl. Brizerstr. 8. Ecke der Kronprinzenstraße: Große öffentliche Versammlung der Maurer von Friedrichsberg u. Umgegend. Tages Ordnung: 1. Der Zweck und Nußen der Gewerkschaftsbewegung. Ref.: Fritz Kater. 2. Diskussion. 3. Die am 12. und 13. Juli in Magdeburg stattgefundene Konferenz der Maurer Deutschlands und welche Stellung nehmen wir dazu ein? 4. Verschiedenes. Der Einberufer. Alle Maurer werden ersucht zu erscheinen. 180/10 Maurer. Wilmersdorf u. Umgeg. Oeffentliche Versammlung * Farbigmacher verlangen 3211b Hugo Naucke u. Co., Fichteftr. 3. Korbmacher auf Wochenlohn verl. Winkler, Ackerstr. 66. Schildermaler erh. lohnende Affordarbeit. Matthies, Wilhelmstr. 130. 3233b SW. G. Werling, Bosjenerstr. 32. W. Zippfe, Markusstr. 14, Eing. Gr. Weg. Wilmersdorf. Otto Zack, Mecklenburgischestr. 18. Steglitz. A. Dureck, Schildhornstr. 91, H. I. Charlottenburg. . Landgraf, Lindenstr. 102, H. pt. S. H. Bobsien, Kommandantenstr. 62. Regelmann, Admiralftr. 37, II. Fr. Lina Göze, Schillerstr. 117. Arbeiter Konsum- Genossenschaft„ BeFriedrichshagen. freiung", Rottbuserstr. 11, Hof part. W. Spohr, Friedrichstr. 92. Sonnabend, den 22. August, abends 8½ Uhr: - Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorsitzenden. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. 4. Geselliges Beisammensein. Verband der Sattler. Sonnabend, den 22. Auguft, Müllerstr. 7: Versammlung. Schäftebranche! Verein deutscher Schuhmacher. Versammlung bei Babiel, Rosenthalerstr. 57. Bittegenau auft. No. 35 z. ach am Sonnabend, den 22. August, abends 9 Uhr, Z.D.: Vortrag. Den geehrten Vorständen der Vereine zur gefl. Kenntnik, daß der Saal in Kaufmann's Variété, Königskolonnaden 3, zu Matineen und sonstigen Vergnügungen, unter Mitwirkung der Mitglieder meiner Spezialitäten- Bühne, von heute ab zur Verfügung steht. Gute Küche u. bestens gepflegte Biere. Jede Uhr Achtung! repariren u. reinigen fostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 M.50 PT. außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regula toren und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35, Chaussee- Strasse 35. A. Tuchen Optiker Lothringer Strasse 28. Rathenower Brillen und Pincenez ff. Stahl I Mk., Nickel 2 Mk., Aluminiumgold, von Gold nicht zu unterscheiden 2,50 Mk., Operngläser 6,50 Mk., bestes Opern- u. Reiseglas Marke, Eureka" 12 Mark mit Leder- Etui und Riemen Lieferant für alle Krankenkassen Möbel- Gelegenheitskauf paffendste Gelegenheit für Brautleute. 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Fernsprecher Amt III, 1211. auf bessere Entoutcas und SonnenZagesordnung: 1. Vortrag der Frau Emma Ihrer über: Die Frau und schirme finden für Celle festes En der Sozialismus. 2. Diskussion. 3. Delegirtenwahl zur bevorstehenden Kreis- gagement bei sehr gutem Einkommen. Leo Wolff, Juh. D. Bergmann, Niedertonferenz. 4. Lokalfrage. 5. Verschiedenes.l wallstraße 35/36. Um zahlreiches Erscheinen bitten Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Die Vertrauenslente. 32266 158. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, r. 185, Brunnenstraße Nr. 185. ausw. Repar. u. Best. Alte Stiefel, reel u. billig. Ruage, Oranienstraße 182. May Bading in Berlin. 32292 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 195. " " " 98116 Geduda Freitag, den 21. August 1896. E Freitag, 13. Jahrg. = Neues vom Staatsanwalt Lorenz. ebenfalls das Hauptgewicht auf einen fonfessionellen Religions: burg, die Frage an, ob es nicht praktischer sei, wenn sich die Dekabildung der Kinder in den Berliner Volksschulen, in denen man Agitationskommission der Textilarbeiter für die Provinz Branden Wegen Beleidigung des Erfurter Ersten Staatsanwalts hatte unterricht legt, der der Naturgeschichte in so vielen Fällen wider- teure und Färber dem deutschen Textilarbeiter- Verbande anschlössen. fich, wie wir gestern schon kurz berichteten, am Montag Genosse spricht, andererseits aber den Kindern eine sogenannte Geschichte Dieser Anregung folgte eine rege Debatte. Prinzipiell waren die Hülle und der Versicherungsinspektor August Wolf vor der von„ ruhmreichen" Schlachten einpauft, die dem Kinde aber feines Versammelten für diesen Vorschlag, doch in anbetracht des großen hiesigen Ferien- Straftammer zu verantworten. Die Thüringer wegs mit der thatsächlichen Entwickelungsgeschichte bekannt macht. Indifferentismus unter den Berufsangehörigen hielten sie es für Tribüne bringt folgenden Bericht über den in mehrfacher Be Troßdem bereits in dem Lehrplan verhältnißmäßig viel Zeit für diese erfolgreicher, eine eifrige Agitation für den Fachverein zu entziehung interessanten Fall: Der Antlage liegt eine in Nr. 143 Dinge festgesetzt ist, benutzt man doch noch sogar die Elementarfächer, falten, um vielleicht in noch nicht Jahresfrist den Anschluß vollder Thüringer Tribüne" enthaltene Lokalnotiz zu grunde, welche wie Lese- und Schreibunterricht, um die Kinder nach dieser Richtung ziehen zu können. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß nach die Spizmarke: Von der Erfurter Staatsanwaltschaft" trägt. hin zu beeinflussen. Ein bedeutender Nachtheil für die Ausbil jedem 15. des Monats am darauf folgenden Sonntag eine VerEs wird darin mitgetheilt, daß ein hiesiger Bürger( der mit- dung sei die Ueberfüllung der Klassen, durch die, abgesehen fammlung stattfindet und zwar einmal in Köpenick, einmal in angeklagte Wolf) gelegentlich der Einsichtnahme in die Grundbuch vom fanitären Standpunkt, es dem Lehrer bei dem besten Willen Berlin. Am 24. Oktober findet in Köpenick ein Vergnügen statt. atten feines Hausgrundstückes zu seinem großen Erstaunen ein Blatt unmöglich gemacht wird, auf den einzelnen Schüler, der Deutscher Holzarbeiter Verband. Eine Branchen Ver beigeheftet fand mit der Aufschrift:" In der Straffache wider Veranlagung und dem Naturell des betreffenden entsprechend, sammlung der Parkettbodenleger fand am Montag Wolf wegen Unterschlagung". Da sich dieser Haus- einzuwirken. Nachdem der Redner noch die Nothwendigkeit der Abend statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung wurde der besitzer nicht bewußt war, femals einer derartigen Strafthat unentgeltlichen Lieferung der Lehrmittel in eingehender Weise Bahlungsmodus bei der Firma Kampmeyer bemängelt; diebeschuldigt worden zu sein, so wandte er sich um Klarlegung begründet hatte, forderte er die Anwesenden auf, dahin zu selbe versucht bei der Berechnung der gelegten Parkettböden den des Sachverhaltes an die Erfurter Staatsanwaltschaft. Staats wirken, daß in bälde die Forderung der Sozialdemokratie, Luftraum, welcher sich zwischen Fußbodenkante und Zimmerwand anwalt orenz antwortete kurz, die ominöse Aufschrift sei Weltlichkeit der Schule und der damit verbundenen Lehrmethode befindet, nicht zu bezahlen. Diese vollständig neue Auffassung infolge eines Schreibfehler3 entstanden. Es müsse statt und Einrichtungen zur Durchführung kommt, um die wurde als irrig bezeichnet, umſomehr, als in den Thüren, FensterUnterschlagung Beleidigung" heißen. Der betreffende Jugend zu objektiv denkfähigen Menschen heranbilden zu nischen u. s. w. ein derartiger Luftraum nicht in betracht kommt. Zeitungsartikel schloß mit der Bemerkung, daß das staats- fönnen. Eine Diskussion über den mit lebhaftem Beifall auf- Es wurde der Nath ertheilt, da es sich hier um eine prinzipielle anwaltliche Antwortschreiben weder eine Entschuldigung über genommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Nachdem der Vor- Frage handele, eine Entscheidung des Gewerbegerichts herbeider. diesen für den Betroffenen so verhängnißvollen Frrthum enthalte, figende für den Anschluß an den Verein und reger Agitation zuführen. Den Kollegen Kurth, welcher in nächster Zeit sein noch darin angedeutet sei, daß die Beseitigung des Schreibfehlers für denselben plädirt und auf die am 29. August stattfindende 50 jähriges Gesellenjubiläum feiert, soll zu Ehren ein Vergnügen verfügt worden wäre. Durch diesen Artikel fühlte sich der Erste Lassallefeier hingewiefen hatte, erfolgte Schluß der Versammlung arrangirt werden. Weiter wurde beschlossen, der Frau des verStaatsanwalt beleidigt! Wolf wird der Anstiftung zur mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie. storbenen Kollegen Ps chichholz 30 m. als Unterstützung zu Beleidigung bezichtigt. Letzterer bestritt nun vor Gericht ganz entschieden, die Absicht einer Beleidigung gehabt zu haben. Die proletarischen Frauen referirte am Dienstag die Genoffin wieder aufgebracht werden, Ueber den Londoner Kongreß und seine Ergebnisse für überweisen; die Summe foll durch freiwillige Sammlungen Durch jenes seit etwa 3 Jahren den Akten beigefügte Blatt habe Ottilie Baader in einer in Ahrend's Brauerei abgehaltenen Der Jntereffenverein der Kistenmacher tagte in einer er sich in seiner Ehre schwer gekränkt gefühlt. Aber auch Volksversammlung. Die Rednerin schilderte in anschaulicher Generalversammlung am 17. d. M. in Cohn's materieller Schaden sei ihm dadurch entstanden. Er Weise den Eindruck, welchen sie von London und den Festsälen, in welcher Genoffe Voigt einen lehrreichen Vortrag habe sich mehrfach um gutdotirte Aemter im Versicherungswesen englischen Verhältnissen erhalten hat und beleuchtete den über die Thätigkeit des Gewerbegerichts hielt. Hierauf erfolgte beworben und in den betreffenden Offerten darauf hingewiesen, Unterschied zwischen dem englischen und dem deutschen die Abrechnung vom zweiten Quartal, welche ergab eine Eindaß er den Gesellschaften genügende Sicherheit vor der Gefahr Arbeiter, wobei sie der Ansicht Ausdruck gab, daß die nahme von 121,50 M., Ausgabe 130,20 M., Defizit 9,05 M., alter etwaigen Geldverlustes bieten tönne. Ms Beweis dieser Engländer, obgleich sie viel mehr Freiheiten befizen, als die Bestand 254,17 M., Generalbestand 245,12 m., ausstehende Angaben sei auf die Grundbuchatten hingewiesen Deutschen, doch noch nicht zu dem Grade des Klassenbewußtseins Gelder 5665 M., der Markenbestand betrug 279 Stück. Alsdann worden. Wenn 111111 die Bersicherungs- Direktoren ohne erwacht seien, welches die deutsche Arbeiterbewegung auszeichnet. wurden den Hut machern 40 M. aus der Vereinskaffe zuAngabe eines ab sahen, so befrem dete mich dies. A13 ich aber Ende Mai Auf dem Kongreß seien verhältnißmäßig viele Frauen, aber gewiesen. Bum Berschiedenen berichtete Kollege Merten über wenig Sozialistinnen gewesen. Die englischen Delegirtinnen die angeblich verspätete Anmeldung der letzten Versammlung. dieses Jahres zufälligerweise einmal in die Grundbuchakten gehörten der Fabier- Gesellschaft an, einer Richtung, welche Hierzu wurde beschlossen, gerichtliches Verfahren gegen die in meines Hauses Einsicht nahm, fand ich das Räthsel gelöst. Wenn man mit unserer Gesellschaft für ethische Kultur ver- Frage kommende Gesellschaft einzuleiten. 3 ein solches Blatt den Leuten zu Gesicht gekommen ist, dann gleichen könne. Diese Damen hätten sich denn auch den Anmußten sie allerdings auf meine Dienste verzichten. In der näherungsversuchen der deutschen Delegirtinnen, welche sich gern Annahme, die Staatsanwaltschaft trage die Schuld an diesem in einen Meinungsaustausch mit ihnen eingelaffen hätten, zu Fehler, wandte ich mich beschwerdeführend an lettere. Die Ant entziehen gewußt. Bezüglich der Arbeiten des Kongresses ist wort, welche übrigens längere 3eit auf sich Rednerin der Meinung, daß derselbe trotz der störenden warten ließ, bestand in der Mittheilung, es liege ein Ver- Anarchistendebatten der ersten Tage doch viel Gutes geleistet sehen irgend eines Schreibers vom Amtsgericht vor. Damit war und uns auch einen Schritt weiter gebracht habe hinsichtlich der ich nicht zufriedengestellt, ich wandte mich an die Ober: Gleichstellung der Frauen mit den Männern, die bei uns leider Staatsanwaltschaft in Naumburg. Bon letterer forderte ich noch viel zu wünschen übrig laffe. Die Rednerin schloß mit dem strenge Bestrafung des Thäters als Sühne für die mir zu Wunsche, man möge durch eifrige Agitation auch unter den Unrecht angethane S ch ma ch. Es wurde mir bedeutet, Frauen für Aufklärung sorgen, damit die sozialdemokratische Strafantrag zu stellen. Damit wurde ich aber später a b Bewegung nach Kräften gefördert werde. Als einziger Disgewiesen, da teine Strafthat, sondern nur ein Schreib- fuffionsredner äußerte sich Späth im Sinne der Referentin, fehler vorliege. In meinem Mißmuth über den Ausgang der worauf die Versammlung mit einem Hoch auf die SozialdemoSache habe ich dieselbe eines Tages dem Redakteur Hülle mit- tratie endete. getheilt; einen Auftrag, dies in der von ihm redigirten Thür. Tribüne zu veröffentlichen, gab ich nicht. Angeklagter Hülle: Deutscher Metallarbeiter- Verband( Bezirk Süd- D). Ich wollte feineswegs die Staatsanwaltschaft angreifen, In der Mitgliederversammlung vom 5. Auguft hielt Kollege Die Sozialgesetzgebung und ihr sondern mit jener Notiz einfach meiner Verwunderung dar aber einen Vortrag über über Ausdruck geben, daß die Staatsanwaltschaft in ihrem Be- Einfluß auf die Arbeiter". Hierauf wurde beschlossen, für scheide keinen Ton des Bedauerns für den unter Um- Berlin einen" okalfonds zu gründen. Im dritten Punkt, = In einer Versammlung der Sattler und ver= wandter Berufsgenossen, die am 15. August tagte, referirte Dr. Pinn über das Thema: Das Zunstwesen und der neue Gesetzentwurf zur Organisation des Handwerks. Redner unterzog das ganze Innungswesen einer herben Kritik und betonte, daß die Vorlage äußerst reaktionär sei und auch für die Arbeiter schwere Nachtheile zur Folge haben kann. Redner erntete für seine Ausführungen lebhaften Beifall. Nach kurzer Diskussion gelangten am Schluß der Versammlung einige interne Angelegenheiten zur Erledigung. " Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Südoft- Schule, Waldemarstr. 14: Nationalökonomie.( Die Marr Engels'schen Lehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Herr Dr. Alfred Berns wichtigsten Gesetze für die Kunst des öffentlichen Rebens. Lehre vom Aufbau stein. Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: Rede Uebung.( Di= eines Bortrageser Seite nugung der Bibliothet und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Auftlärung, abends 9 Uhr, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pasewalferstraße 3. Alle Aenderungen im BereinsSebastianstr. 72 bet Ferger. Adalbertstr. 21 bet Roll. talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. ebungsfiunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, allee 28, bei stelle.- Nord, Veteranenftr. 18 bei Schulz.- Buchbindermännerchor, Holzmarttiir. 3 bei Deter. ftraße 26 bet Eachs. Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstraße 44 bei 1 Kaiser'scher Männerchor, Schönhauser Maiglöckchen I, LidowerRöllig. Typographia, Cohn's Restaurant( großer Saal), Beuthstraße 20.- Rheingold, Weinstr. 11 bei Feind. Melodia, Rirdorf, Iris, Naunynstr. 86 bet Friz Zubeit. Bergfir. 162 bet Thomas. Brandenburger MännerGefangverein in Brandenburg a. 5., Mengerts Voltsgarten, Bergstraße. Frete stedertafel, Straußbergerstraße 3 bei Birt Nordwacht, Chauffeeftr. 72 bei Meißner. Freie Gänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei M. Schulze. Sängertreis( Weißensee), König- Chaussee, bei Pfeiffenmüller. guftige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation Nr. 16 Bieber'scher Männerchor, Ackerstr. 123 bet Bev= einte Ganges brüber, Moabit, Berlebergerfir, as bet Sermerſegntot. 18- Wacht auf I, Wörtherstr. 19 bei Schmidt.- Treu und Einigteit, Rigdorf, Prinz Handjeryfir. 58 bei Reden. Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantstraße, bei Mertens. Metallarbeiter( Oft), Blumenftr. 46. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Serause. Rosenthaler Borstadt, Usedomfir. 88. Froh Hoffnung Brüderschaft, Alte ( Berlin W.), Pallasstraße Nr. 16 bet Faller. Jakobstraße Nr. 87-88 bei Lamprecht.- Rosalia, Blumenstraße 46 bei Tomatscheck. Syrene, Rosenthalerstr. 57 bei Julius Bernau. Gina Fortschritt' tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 66 bet Hagewald. Liedes Echo, Reichenberg erftr. 118 bei Köpnickerstr. 38 bei Peufert. Köppen. Lorbeerzweig, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 6 bei Karl Schulz. Matenzweig, Liedertafel der Stellmacher, Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Weiße Rose III, Nixdorf, Karlsgarten und WißmannstraßenEcke bei Bode. Georgina, Görligerstr. 62 bei Bogel. 2iberté, Wrangelstr. 84 bei Redenz. alle zuschriften sind zu senden an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Freitag: Mufitverein Hoffnung- Oft, Große Frankfurterstraße 138 bet vereinigung„ iegniger Schweiz", Reichenbergerstr. 83 bet Fiect. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Gold. Lotterieklub Fortuna, Görligerstr. 50 bet Siewert. Gesellige Verein der Tanzmeister tagt jeden Freitag Abend Annenstr. 16. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Apfelblüthe, Pantstr. ab bei Schmidt. Südost, Wienerstraße 63 Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein verein hilaria, abends 8% Uhr, Sigung Blumenstr. 46 bet Tomascheck. Karthaus'scher Gesangverein. Uebungsstunde: abends 9 Uhr Bitherflub„ Alpengruß"( Direktion Privat= Theaterverein Crescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Purbuserstr. 35.- Ver= ständen sehr verhängnißvollen Frrthum übrig hat und Verbandsangelegenheiten, wurde zur Neuwahl eines zweiten Be- Blaser. Marten.- Geselligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Sem Beschwerdeführer auch gar nicht mittheilt, daß eine Be: Es wurde noch auf die Bahlstelle bei Pollack, Faldenseitigung des Uebelstandes geschaffen werden soll.- Staatsanwalt Schubert findet es bezeichnend, daß Wolf zu Hülle steinstraße, aufmerksam gemacht. gegangen, von dem er doch wissen mußte, daß jener mit der Erfurter Staatsanwaltschaft seit Jahren in Konflikt lag. Es kann dies nur geschehen sein in der Absicht, dem Hülle will kommenes Material zu einem die Staatsanwaltschaft an greifenden Artikel zu geben. Zwischen Hülle und dem Ersten Etaatsanwalt besteht bekanntlich eine gewisse Feindschaft, des halb schrieb ersterer jenen Artikel, dessen Inhalt den Vorwurf der Pflichtwidrigkeit enthält. Der Fehler mit dem beigefügten Blatt ist nun aber früher passirt, als Herr Lorenz in Erfurt amtirte. Der Fehler sei überhaupt nicht von der Staatsanwaltschaft, sondern von dem Amtsgericht gemacht. Dies hat der Angeklagte Hülle ganz gut gewußt, troßdem 15. d. M. eine Versammlung auberaumt, in der Genosse Die selbständigen Kürschner( Pelz branch e) hatten am aber jenem den Vorwurf gemacht. Mit Rücksicht auf die Th. Meyner über die Nothwendigkeit der Organisation in vielen Vorftrafen des Hülle dürfte eine Gefängnißstrafe von der Hausindustrie" referirte. In der lang ausgedehnten Dis 4 Monaten am Plaze sein. Für Wolf sei eine Gefängnißstrafe fussion, in die zugleich Punkt 3 der Tagesordnung Welche von 1 Monat beantragt. Genosse Hülle weist das ihm zum Lehre ziehen wir a 13 der Bewegung der Borwurf gemachte niedrige Motiv der persönlichen Rachsucht Mützenmacher" hineingezogen wurde, vertheidigte Funter, Vereinskalender find zu richten an Otto Schulz, Stottbuſerbanım 72. Freitag: aufs entschiedenste zurück. Nachdem das Gericht in den Be- selbständiger Müzenuacher, die Ansichten des Referenten, betreffs bei gelste. leidigungs- Prozeß kontra Lorenz sein Urtheil gefällt hatte, wäre des einheitlichen Vorgehens mit den Arbeitern, auf den siegreichen für ihn, den von Lorenz beleidigten Redakteur, die Angelegenheit Kampf der Müßenbranche hinweisend. Berger bemerkt, daß wedding, Abends 8% Uhr, bet Schafer, Sieue Hochstraße 49. Gesangs endgiltig erledigt. Daß zur Zeit, als jenes ominöfe Batt in eine Organisation der Kürschner wohl bestehe, jedoch seien deren die Grundbuchakten gerathen, Herr Lorenz hierorts noch nicht soziale Bestrebungen an dem Indifferentismus der Meister ge- bei Wiedemann, Blumenfir. 38, amtirte, war mir beim Schreiben jenes Artikels nicht bekannt. scheitert; Im übrigen wäre dies auch für die Sache selbst gleich- industriellen im Kürschnergewerbe zu schaffen, gleichgiltig, ob gnügungsverein husnelda, abends 8% Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. er schlägt vor, eine Organisation aller Haus-. Wolfewiy), bet C. Gomoll, Waldemarstr. 38," abends 9 Uhr. giltig. Ich hielt den vorliegenden Fall für derartig Pelz- oder Müßenmacher. Menzel und Feldmann Musitverein Hoffnung( ft), abends von 9-11 Uhr. Nebungsstunde wichtig, daß ich ihn in der Presse zur Sprache brachte. freten energisch für eine Organisation auf dem Boden der Große Frankfurtersiraße 183 bei Gold. Tambourverein Frei- weg, Der Inhalt des Artikels bewegt sich nur auf thatsächlichem Ge- modernen Arbeiterbewegung ein, bezweifeln aber, daß die Ma- abends 9 uhr, Manteuffelstr. 86, Parterre- Restaurant. Uebungsstunde bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11.- Bitherflub Waldrose, Verein Grüne biete. Ich beantrage daher meine Freisprechung. Der Gerichts- jorität der Hausindustriellen für diese zu haben sein wird, indem anne, abends 9 Uhr, bei Kaiser, Martusstraße 8.- Vergnügungsverein hof erkannte denn auch auf to stensose Freisprechung Egoismus und Dünkel in deren Reihen in unglaublicher Weise 3m Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. Gefang beider Angeklagten. In der Urtheilsbegründung heißt graffiren. Gehilfe Keyze verbreitet sich in langen Darlegungen ftraße 28. verein der Bauanschläger Berlins, abends 9 Uhr bei Spät, Weins es, der Inhalt des inkriminirten Artikels laffe auf die Absicht, über das bisherige Verhalten der Selbständigen, das zu gewissen den Ersten Staatsanwalt Lorenz oder die Staatsanwaltschaft Beiten ans proßenhafte grenzte. Allerdings sei endlich ein Theil Jeden Dienstag und Freitag, abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung überhaupt in der öffentlichen Meinung herabzusetzen, nicht derselben zur Einsicht gekommen, daß sie nicht um ein Jota beffer abtheilung Ackerstr. 67. Staligerstraße 55-56. 4. Männerabtheilung Stephanstraße 3.5. Männer1. Lehrlingsabtheilung Friedenstr. 37. schließen. Es konnte weder der§ 187, noch 185, 186 Anwendung gestellt und behandelt werden, als diejenigen, die schon längst 3. Lehrlingsabtheilung Boechstraße 27. Damenabtheilung Mariannenfinden, da weder eine verleumderische noch eine andere Beleidi Zwischenmeister verdammt Ufer 1a. find. Turnverein Gesundbrunnen. Die erfte MännerAbtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn= gung vorliegt. Weitere Redner bezweifeln, daß ein einheitliches Busammen- balle des Leffing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10.- Kraft- und Artistens gehen der Kürschner als auch Müzenmacher in anbetracht der klub Berolina. Jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Kraft- Turnverein Hoffnung, abends von 9-11 Uhr Verschiedenartigkeit der Forderungen als auch der Konjunkturen Waldemarstr. 42. bet Mowat, Manteuffelstraße 9. Jugend- Athletentlub Junge Kraft" fegenbringend wirken werde und plädiren für Einzel- übt jeden Montag und Freitag, abends von 8-10 Uhr," bei Fickert, StallDer sozialdemokratische Wahlverein für den 4. Berliner organisation. Nach einem Schlußwort des Referenten, in dem schreiberstr. 19. Wahlkreis( Südosten) widmete feine letzte Versammlung, er auf die Agitation und Organisation des Verbandes der HolzStenographenverein Stolze, Lindenstr. 106 bei Zub eil. Uebungsstunde 8-11 abends. die am 18. August stattfand und sehr zahlreich besucht war, dem arbeiter und Metallarbeiter verweist und bedeutet, daß in diesen Diubenten& riebrich Engels'. Das Referat hielt Genoſſe, J. I i'mm, die interessen felbst er verschiedensten Branchen vertreten Gingelaufene Druckschriften. der in kurzen Zügen das Leben und Wirken des großen Vor- werden, nimmt die Versammlung eine Resolution an, nach der kämpfers des sozialistischen Proletariats veranschaulichte. Redner sie sich verpflichtet, eine straffe Organisation der Hausindustriellen Ethische Kultur die Nummer as des 4. Jahrgangs vom 15. Auguft Bes schloß unter dem Beifall der Versammelten mit der Aufforde- der Belzbranche zu schaffen, um zu gegebener Zeit in eine Lohnrung, für die Verbreitung der Theorien Engels' und Mary' bewegung eintreten zu können. Ob durch Anschluß an die Verzu sorgen und dazu beizutragen, daß das kraftvolle Schlußwort einigung der Kürschner oder der Mützenmacher, darüber soll des Kommunistischen Manifestes: Arbeiter aller Länder, später Beschluß gefaßt werden. vereinigt Euch!" baldigst verwirklicht werde. Nach kurzer Die Appreteure, Dekateure und Färber waren am Diskussion wurden noch einige Vereinsangelegenheiten erledigt Der Vorsitzende machte auf die Zahlstellen aufmerksam, welche Sonntag Vormittag bei Wilke in der Andreasstraße versammelt. bereits im Vorwärts" veröffentlicht worden sind, und drückte Das Referat hatte Frl. Baader übernommen, die in interden Wunsch aus, daß dieselben fleißig benutzt werden möchten. effanter Weise über gewerkschaftliche Organisationen in London sprach. Nach einer kurzen Diskussion wurde über den niedrigen Versammlungen. " zur Lohnarbeit beim In einer Mitglieder Versammlung des sozialdemo: Verdienst und die lange Arbeitszeit Klage geführt. 12 bis 15 M. kratischen Vereins, Vorwärts" Berlin, die am 18. August betrage der Wochenlohn bei regelmäßig 11-18 stündiger Arbeitsbei Mörschel, Schönhauser Allee, tagte, referirte Genosse zeit, meist ohne Innehalten der üblichen Pausen. Am schlimmsten Th. Meiner über: Die Schule, wie sie ist und wie fie fein fäbe es in den sogenannten Wollbuden aus. Hier könne aber foll." Der Redner beleuchtete die mangelhaften Schulverhält nur durch mündliche Agitation etwas erreicht werden. nisse auf dem Lande und verwies auf die einseitige Ans- gesichts dieser Mißstände im Beruf regte Kotte, Mitglied der " An= Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. " ( Ferd. Dümmler's Berlagsbuchhandlung) hat folgenden Inhalt: Ber mehrung der Vorschulen. Von J. Tews. Moderne Auswüchse der Gründungsthätigkeit in Deutschland. Von Gustav Mater. Zur Frage der Freibibliotheken und Lesehallen. Von Arthur Pfungst. Die dies jährige Lohnbewegung im Buchdruckergewerbe. Bon Bruno Pörsch. Streiflichter: Weltfrieden und Arbeiterbewegung. Die Aechtung der Sozialdemokratie. Vermischtes. Von der Wiener Wochenschrift Die Beit" ist soeben das 98. Heft erschienen. Aus dem Inhalt deffelben heben wir hervor: Zur Schlichtung des österreichisch- ungarischen Quotenstreites. Von Alfred Freiherrn v. Offermann. Zur Sprachenfrage im Königreiche Böhmen. Vom Reichsraths- Abgeordneten Dr. Friedrich Pacat. Anastasius Grün als Politifer.( üngedruckte Briefe des Grafen Anton Auersperg.) Organisationsbestrebungen der Industrielten. Bon Ego. Echottische Landschafter. Von Alfred Gold. Die Bayreuther Festspiele 1896. Von Ernst v. Wolzogen. Damen- Betrachtungen. Bon Malepartus. Suobs. Von Hermann Bahr. Die Woche. Bücher. Nevue der Revuen. Ofe of Otehurst. Von Vernon Lee. Abonnements auf diese Wochenschrift vierteljährlich 3 fl.= 5 M. nehmen alle Buchhandlungen und die Administration Wien, IXj8, Ginthergaffe 1, entgegen. Probenummern gratis und franto. Für den Inhalt der Inserate überSozialdemokratischer Wahlverein Sonntag, 23. August, früh 7 Uhr: Urania. nimmt die Redaktion dem Publifum für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Dampferfahrt nach Lenpih. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 21. Aug it ft. Nenes Opern- Theater.( Kroll.) Das Heimchen am Herd. Deutsches Theater. Die Weber. Leffing- Theater. Fräulein Doktor. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Neues Theater. Tata- Toto. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Was ihr wollt. Belle- Alliance- Theater. Der Silbertönig. Bentral- Theater. Eine tolle Nacht. National- Theater. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Alexanderplah- Theater. Heinrich Heine. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Was ihr Sonntag, den 23. August, früh 9 Uhr, Naturkundliche Ausstellung Eintritt 50 Pf. nach dem Lokal Pferdebucht bei Köpenick( 20 Min. vom Bahnhof): täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Wissenschaftl. Theater Uhr. Familien- Ausflug. Laffalle- Feier. Gesangvereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Wir bitten um regen Besuch. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. abends Abfahrt: An der Stralauerbrücke Nr. 5. Fahrpreis hin und zurück 2 M. L. Kahnt. 57189* Kaufmann's Variété. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Sonnabend, 29. Auguft, abends 8 Uhr: Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. Näheres die Tagesanschläge. Vorstellungen im Schiller- Theater. Passage- Panopticum. ( Wallner- Theater.) ( Wallner- Theaterstrasse.) Zur Aufführung gelangen: 23. August, nachm. 3 Uhr: zel Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. 30. August, nachm. 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Lustspiel in 5 Aufzügen von G. E. Lessing. 6. September, nachm. 3 Uhr: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von W. Goethe. 13. September, nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Fr. Schiller. Preis des Platzes 60 Pf. Garderobe frei. Eine Verloosung der Plätze findet nicht statt, da die Plätze im Sonnabend, abends 8 Uhr: Was ihr I. Parquet und I. Rang- Balkon gleichwerthig sind. wollt. wollt. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Nur noch 11 Vorstellungen unter Direktion: Max Samst. Sensationeller Lacherfolg! Bum 89. Male: Die Reise durch die Kassen- Eröffnung 2 Uhr. Beginn der Vorstellung 3 Uhr. Einlasskarten zu diesen Vorstellungen sind bis Sonntag früh in folgenden Zahlstellen und Geschäften zu haben: S.: Hans Baake, Buchhandlung, City- Passage; Gottfried Schulz, Admiralstr. 40 a; W. Börner, Ritterstr. 15; SO.: Südost- Schule, Waldemarstrasse 14; Streit, Naunynstrasse 86; Scholz, Wrangelstrasse 32; Tolksdorf, Görlitzerstr. 57; Schöning, Köpnickerstr. 68; 0.: Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20; Hoffmann, Blumenstr. 14; Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Koppen42 wilde Weiber aus Groke Fest- Vorstellung Gröffnung d. Winter Saison. 20 Spezialitäten. ApolloTheater und Konzert- Garten. Dahomey. Ein Abenteuer im Harem. Alkers Wafferpantomime. Gine Scene im Zoologischen Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! hochsensationelle Garten. Ferner: 30 Kunstkräfte I. Ranges. Kaffeneröffnung 612 Uhr.. Konzert 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Neuheiten Viktoria- Brauerei die ein Jeder Lützowstrasse 111/112 Heute, N. Gleinert, Müllerstr. 7a; Nord- Schule, Müllerstr 179 a: Gnadt, Putbuserstrasse 90; NO.: Reul, Barnimstr. 42; C. Babiel, Rosenthalerstr. 57; sehen muss! fowie täglich( außer Sonnabends): Gewerbe- Ausstellung. W.: Werner, Bülowstr. 59'; SW.: Grube, Mariendorferstr. 5; Windhorst, Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Heute: Grosser Ringkampf. Großes Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Theaterstücke. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Donnerstag, den 20. Auguft 1896: Bum 275. Male: Eine tolle Nacht. Große Poffe mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr. 40. Nur noch 11 Vorstellungen unter Direktion: Mar Sam ft. strasse 32; NW.: Löffler, Stephanstr. 29( Eingang Salzwedelerstrasse); Junkerstr. 1; Ochs, Lindenstr. 59. Bei Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20, sind Billets bis zum Sonntag Nachm. 23/4 Uhr zu haben. Wir bitten, sich zeitig mit Billets zu versehen. Der grosse Theatergarten ist den Besuchern der obigen Vorstellungen von 2 Uhr nachmittags an geöffnet. Der Vorstand der Arbeiter Bildungsschule. 6/20 I. A.: Heinrich Schulz, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7. Elysium, Landsberger Allee 4041. Sonnabend, den 22. August 1896: Gr. Sommernachts- Fest bes Vereins der Brauerei- und BierverlagsHilfsarbeiter Berlins u. Umgegend bestehend in Garten- Konzert ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Gesangs- Aufführungen M vom Flöter'schen Gesangverein( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes), sowie des beliebten Charakter- Komikers Herrn Nieke. Anfang des Konzerts 71/2 Uhr, des Balles 9 Uhr. Grosse Doppelvorstellung zu einfachen Billets für Herren 50 Pf., Damen 25 P., Kinder 10 Pf., wofür am Eingang Preisen. Um 9 Uhr Gastspiel des Herrn Karl Pander: Heinrich Heine. Original- Luftspiel in 3 Aufzügen von 21. Me 1 3. Hirsch... Herr Pander als Gast. Vorher: 71/2 Uhr: Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Aften nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Borstellung. an vier Herr Pander tritt nur Abenden auf, da derselbe bereits am Dienstag, den 25. d. M. seine Thätigkeit in Hamburg wieder aufnehmen muß. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Ende der Vorstellung 101/2 Uhr. Kaufmann's Variété. Budapester Bossen- u. Operetten- Theater Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Heute, Freitag, 20. August 1896: Vielseitigen Wünschen entsprechend Donat Herrnfeld's unvergleichlicher Heirathsvermittler Lupas& Wörtheim und Eine Partie Klabrias. Morgen, Sonnabend: Dieselbe Borstellung. Anfang 8 Uhr. Entree 40 Pf. Avis! Einem gefchätzten Publikum zur gefl. Nachricht, daß wir unser Gastspiel in Raufmann's Variété am 25. b. M. beenden und Sonnabend, den 29. August unsere Vorstellungen für die Wintersaison 1896/1897 in dem gänzlich neu renovirten Quarg's Vaudeville Theater, Alexander Play, wieder eröffnen. Hochachtungsvoll Die Direktion. Gebr. Herrnfeld. 68/17 ein Präsent verabiolgt wird. Während der Kaffeepause: Grosse Verloosung. Das Comité. Hierzu ladet freundlichst ein Billets sind in allen Zahlstellen zu haben: Hildebrand, Bernauerstr. 83; Wolfram, Prinzen- Allee 21; Gärtner, Moltenftr. 12; Wieske, Landsberger Allee, Ecke Langenbeckstraße; Grube, Mariendorferstr. 5; Schöne, Heinersdorfer. straße 6; Schüler, Rönigsbergerstr. 35; Wiedemann, Blumenftr. 38; Dörre, Krummestr. 19 in Charlottenburg; Barthel, Hermannplay 7 in Rixdorf. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Spezial- Ausstellung' KAIRO von 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Heute, Freitag, 21. August: Grosses orientalisches Fest mit märchenhaft. Illumination der Strassen und Gebäude. Fest- Schaustellungen der Beduinen 5 und 8 Uhr nachm. Entrée abr 1 Mark. nachm. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. Alt- Berlin. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1M.( für 3 Personen giltig).( Siehe Plakate.) Neues Programm. Zum Schluss: Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Konzert, Theater. Spezialitäten Vorstellung. Hermann und Dorothea. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Morgen: Grosse Blumen- Illumination Eintritt 25 Pf., von 5 Uhr ab: 50 Pf. Garten- Konzert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. H. Jmbs. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's„ Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schanstück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Am Am Kalter Schweizer Garten Friedricks Täglich: Vorstellung. Theater und Spezialitäten. hain. Im Harem. Der Berliner in Kairo. Entree 30 Pf. Volksbeluftigungen und Ball. Freund's Inselgarten W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Reichshallen. Theater- Vorstellung. % Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Norddeutsche Sänger Heute, Freitag: 3um 112. Male: Die Ulf- Parodie Alle fünf Barrisons Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Plaz 50 Pf. Sonntags 7 Uhr. Entree durchweg 50 Pf. Avis! Vom 1. Oktober bleiben die Sonnabende den geehrten Vereinen und zu Gastspielen reservirt. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Jeden Abend 1/29 Uhr: Roloffaler Erfolg! Der Krach in der GewerbeAusstellung, sowie 15 Spezialitäten- Nummern. I. Ranges. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Plaz 50 Pf. Empfehle allen Vereinen, Gesellschaften 2c. mein idyllisch gelegenes Stehbierhalle,[ 57142* Lokal zu Sommerausflügen. Dampfer- flott gehend, ist Alters wegen z. Oktober Frühstücks- Haltestelle. Bei Kremsern billig zu verkaufen. Näheres ZimmerPichelswerder. wird Brückenzurückgang vergütet. straße 56. Neu! Neu! Banditenffreiche. Operette in 1 Att von Suppe. Sportmädel. Burleske mit Gesang und Tanz von Gerice. R. Wagner, Liedersänger. Elli Vernon, Kostüm- Soubrette. Geschw. Vanoni, Duettisten. Paulsen, JuftrumentalDumorist. Bruno Brauns und Miss Lydia, Jongleure und Equilibristen. Elysium, Allee No. 40. 5554L*] Jeden Sonntag: Garten- Konzert u. Ball. Für Vereine noch Sonnabende frei. Stolpe bei Wannsee Restaurant Lindenhof Besitzerin Wwe. Mattausch empfiehlt Vereinen u. Gesellschaften feine inmitten herrlicher Waldung, unweit des Wannsees und Stolpefees gelegenen Lofalitäten.[ 52889* Restaurant Karlsgarten, bei der Hafenhaide, Karlsgartenstraße. Sonntag, den 23. d. M.: Großes Ernte- Fest verbunden mit Belustigungen aller Art. Abends großer Ernte- Feftzug, ausgestattet durch 3 Wagen, 7 Esel 3234b und 4 Ponnys. Hierzu ladet ergebenst ein Achtungsvoll R. Seher. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.