Nr. 197. = = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Laut Beschluß des vorjährigen Parteitages findet der diesjährige in Gotha statt. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 11. Oktober nach Gotha- Siebleben in das Lokal ein. ,, Zu den vier Jahreszeiten" Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 11. Oktober, abends 7 Uhr, Borversammlung. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 12. Oktober und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des geschäftsführenden Ausschusses. Berichterstatter: W. Pfannku ch. 2. Bericht über stattgefundene Rontrolle. Berichterstatter: H. Meister. 8. Berichterstattung über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: M. Schippel. 4. Die Maifeier 1897. Berichterstatter: A. Gerisch. 6. Berichterstattung vom internationalen Arbeiter und Ge werkschaftstongreß in London. Berichterstatter: A. Bebel 6. Das Proportionalwahlrecht. Berichterstatter: Dr. Bütgenau. 7. Die Frauenagitation. Berichterstatterin: Frau Klara Bettin. 8. Drganisation. Berichterstatter: J. Auer. 9. Anträge zum Parteiprogramm und Organisation. 10. Sonstige Anträge. 11. Wahl der Parteileitung. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforder= lichen Vorbereitungen zu treffen, insbesondere die Wahl der Delegirten und Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen bis spätestens den 22. September in Händen des geschäftsführenden Ausschusses, Adresse: W. Pfannkuch, Hamburg Eimsbüttel, Eichenstr. 4, I 2 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz der Partei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. 54] Anträge von einzelnen Parteigenoffen bedürfen der Gegen Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Ach nein, nein, Walter, ich bereue sie nie; es wäre eine Schande, wenn ich das sagen wollte. Ich dachte an unser Kind, als Du eintratest. Ach! es war unser einziges Kind! Wie schön war der Knabe. Walter, wie sehr glich er Dir!" Nein, er hatte Deine Augen und Deinen Mund", erwiderte der Ritter mit zitternder Stimme und sich abwendend. worden." Sonntag, den 23. August 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: " zeichnung des Vertrauensmannes, sollen sie zur Veröffentlichung| Zeitschrift*) Die Zukunft", das Thema behandelte, eine Bround Berathung gelangen. Die Adresse des Lokalkomitees ist: schüre„ Die Sozialdemokratie und das allgemeine Wahlrecht mit besonderer Berücksichtigung des Frauen- Stimmrechts Proportional Wahlsystems" erscheinen und Wilhelm Bock, Gotha, Friemarerst r. 17. Die Parteigenossen, die zum Parteitag kommen, werden lassen. Vorher war schon eine besondere Broschüre von P. Bitalis erscheinen**), die die Frage im wesentlichen vom ersucht, von ihrer Delegation dem geschäftsführenden Ausschuß Standpunkte des Parteigenossen behandelt. In der letzten Beit in Hamburg und dem Lokalkomitee in Gotha rechtzeitig Mit- Standpunkte des Parteigenossen behandelt. In der letzten Zeit hat die Neue Zeit" und der Sozialistische Akademiker" theilung zu machen, damit dieses in bezug auf Quartier 2c. die in verschiedenen Artikeln die Frage besprochen, und zwar nothwendigen Vorbereitungen treffen kann. vom freundlichen wie vom feindlichen Standpunkt aus. Mandatsformulare, mit deren Bersendung Mitte September begonnen wird, sind durch das Bureau des geschäftsführenden Ausschusses, Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4 I, zu beziehen. " Die Genossen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vor zulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitage entweder persönlich zu vertreten, oder durch befreundete Genossen vertreten zu lassen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammentritt des Parteitages in der Parteipreffe zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufs zunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und um der damit verknüpften unvermeidlichen Wiederholungen willen. Hamburg, den 22. August 1896. Mit sozialdemokratischem Gruß Der geschäftsführende Ausschuß. Das Proportional- Wahlrecht. Dem Breslauer Parteitage lag folgender Antrag der Parteigenoffen des 5. Berliner Wahlkreises vor: Auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages den Punkt Proportionalwahlen zu stellen". Den Antrag begründete Drescher- Berlin kurz folgen der maßen: Das Proportional Wahlsystem ist eine der wichtigsten Forderungen der Partei, die selbst von den Gegnern als Mittel zur Bernichtung der Sozialdemokratie empfohlen wird. Es ist nöthig, über diesen Punkt Klarheit zu schaffen." " Liebknecht hatte in seiner großen Rede über das Programm der Partei auf dem Parteitage von 1890***) die Vortheile des Proportional- Wahlsystems erörtert. Prinzipiell ist bis zu einer Aenderung des Erfurter Programms die Frage für die Partei erledigt, da unter den nächsten Forderungen, die das in kraft stehende Programm aufstellt, im Gegensatz zu dem auf dem Gothaer EinigungsKongreß aufgestellten Programm, die Forderung aufgestellt ist: # Proportional Wahlsystem; und bis zu dessen Einführung gefeßliche Neu Eintheilung der Wahlkreise nach jeder Volkszählung Aber nicht blos in unserer Partei wird die Frage des Proportional Wahlsystems lebs aufs hafteste erörtert, außerordentlich groß ist vor allem die nicht- sozialistische Literatur über die Reform des Wahlmodus; in der Schweiz ist in einer Reihe von Kantonen das Proportional- Wahlsystem durchgeführt, und für die Wahl des Nationalrathes, der zweiten Kammer der gesetzgebenden Behörde der Eidgenossenschaft, wird die Einführung des Proportional Wahlsystems vom linken Flügel der Radikalen, den Sozialisten und einigen Ultramontanen gefordert, im Großherzogthum Baden wurde bei der geplanten Verfassungsrevision die Einführung der Proportionalvertretung ernstlich erwogen. Daß es sich bei dieser Forderung nicht um eine spezifisch sozialistische, ja auch nicht um eine unbedingt von demokratischen Motiven hergeleitete handeln muß, zeigt gerade die vorerst vorerst freilich sehr kurze Geschichte des Proportional Wahlrechts in Baden. Dort wurde es nämlich von den Nationalliberalen beantragt. Die badischen Nationalliberalen hatten bei den letzten Wahlen das Pech, daß sie weit weniger Size erhielten, als der für sie abgegebenen Stimmenzahl entsprochen hätte, und daß sie voraussahen, daß sie bei unverän 18 Ohne weitere Debatte wurde der Antrag angenommen. Wenn sich auch keiner unserer Parteitage, abgesehen von einer Stelle in Liebknecht's Programmrede auf dem*) Die Zukunft" enthielt außer dem Bebel'schen Artikel Parteitage zu Halle a. S., bisher mit der Forderung des noch drei weitere Artikel für eine Proportionalvertretung und Proportional Wahlsystems näher beschäftigt hat, so war zwar von dem nun verstorbenen Genossen E. Lübeck, dann von wohl in Parteiversammlungen, als in den Reden unserer portionalvertretung von dem leider uns auch durch den Tod diese Frage doch schon oft Gegenstand der Erörterung so. Dr. 2. Büchner und L. St., und einen Artikel gegen die Pro Abgeordneten im Parlamente, wie auch in unserer Literatur. Bu früh entriffenen Max Kayfer. Kurz vor dem Zusammentritt des Breslauer Parteitages hat Bebel, der schon im Jahre 1878 in unserer, später auf grund des Sozialistengefeßes unterdrückten wissenschaftlichen erfreuen, so lange es uns gestattet ist. Bevor wir noch eine Woche durchlebt haben, können wir vielleicht auf eine strengere Einschließung uns gefaßt machen." Wie, theurer Walter! es steht uns doch keine Gefahr bevor?" ,, Du sprichst, süßes Kind!"- sagte Monreal lächelnd, als ob die Gefahr etwas Neues für uns wäre; ich dächte, Du könntest jetzt wissen, daß es die Atmosphäre ist, in der wir athmen." ,, Ach, Walter, soll dieses immer so bleiben? Du bist reich und berühmt; fannst Du dieses abenteuerliche Leben jetzt nicht aufgeben?" schiedenen Wahlsysteme nach den Gesichtspunkten der Bernunft, **) Das höchste Gut des Voltes. Darstellung der verGerechtigkeit und Freiheit. ***) Protokoll 2c. S. 170 f. des Kastells, eröffnete sich damals die Straße auf einen großen, von allen Seiten, außer nach der See zu, mit Wald, in welchem Myrthen- und Orangenbäume blühten, um gebenen Rasenplay. Auf diesem Punkte war ein Zelt unter einem schattigen Baum aufgeschlagen und, nach der Seite des Meeres zu geöffnet, so daß die kühlen Lüfte Eingang fanden. Das Verweilen auf diesem Platz war Adelinens liebste Berstreuung, wenn man es eine Zerstreuung nennen konnte. Als sie in dem Zelt ruhten, vertrieben sich von dem Gefolge einige die Zeit am Ufer mit Fischen, andere fuhren in einem Kahn auf der See; einige bereiteten in einem anderen Zelt im Walde das Mittagessen, während Monreal die Stille der Luft mit Tönen der Laute erfüllte. Während sie so beschäftigt waren, kam einer von Mon real's Spähern athemlos und erhitzt im Zelte an. " Herr Ritter," sagte er, ein Zug von dreißig voll. kommen bewaffneten Lanzenknechten mit einem langen Ges folge von Schildknappen und Pagen hat eben Terracina verlassen. Ihre Banner tragen das doppelte Zeichen Roms und der Colonna." " Oho!" sagte Monreal freundlich, eine solche Gesellschaft kommt uns gerade erwünscht; schickt mir gleich meinen Schildknappen her." Der Schildknappe kam. Walter!" fuhr sie seufzend fort, erinnerst Du Dich heute ist sein Geburtstag! Er wäre heute zehn Jahre D, Adeline, was sind Reichthümer und Ruhm, als alt geworden. Wir lieben uns schon seit elf Jahren, und die Mittel zur Gewalt? Und was den Kampf betrifft, Du bist Deiner armen Adeline noch nicht überdrüssig ge- so war der Schild der Krieger meine Wiege bitte die Heiligen, daß er mein Sarg sein möge! Diese wilden und Eben so leicht könnten die Heiligen des Paradieses abwechselnden Gegensätze des Lebens, von der Laube zum überbrüssig werden!" erwiderte Monreal mit einer Bärt- Belt, von der Hütte zum Balast, heute ein fliehender Gelichkeit, die zu seinem kriegerischen Aeußern einen um so ächteter, morgen mit Königen gleichgestellt, dieses sind die auffallenderen Gegensatz bildete. wahren Elemente der Ritterlichkeit meiner normännischen Rönnte ich das glauben, so würde ich mich in der Vorfahren. Die Normandie lehrte mich den Krieg und That selig preisen", erwiderte Adeline. Aber noch eine die süße Provence die Liebe. Küsse mich, theure Adeline. kleine Zeit und die wenigen Reize, die ich besitze, müssen und jetzt laß Dein Kammermädchen Dich anziehen. Vergiß verblühen, und welche andere Ansprüche habe ich sonst nicht Deine Laute, süßes Kind. Wir wollen das Echo mit an Dich?" den Liedern der Provence wecken." Eile sogleich auf Deinem Noß dem Zuge nach, den Alle Ansprüche- das Gedächtniß Deines ersten Er- Das nachgiebige Gemüth Adelinen's ging bald auf die Du noch im Engpaß finden wirst( mein füßes Kind, röthens- Deines ersten Kusses Deiner liebenden Hin- Fröhlichkeit ihres Geliebten ein; und die Gesellschaft begab beunruhige Dich nicht)-suche den Anführer, und sage gebung- Deiner ausdauernden Geduld. Ach Adeline, sich von dem Kastell an den Ort, den Monreal für ihre ihm, der Ritter Walter von Monreal sende ihm seinen wir sind aus der Provence und nicht aus Italien und wann heutige Berstreuung gewählt hatte. Auf jede Ueber- Gruß und ersuche ihn als willkommenen Gast einige Zeit vermied ein provençalischer Ritter seinen Feind, oder wann raschung jedoch schon vorbereitet, wurde das Kastell sorg- bei ihm zu verweilen, und füge hinzu, daß, wenn ihm wurde er seiner Liebe ungetreu? Aber fomm, Theure, fältig bewacht, und außer den häuslichen Dienern folgte dieses genehm sei, es Walter von Monreal beglücken würde, heute wollen wir uns nicht der Traurigkeit hingeben. Ich dem Paare ein Detachement von zehn vollständig be- mit ihm oder mit irgend einem Ritter seines Buges zu tomme, um Dich zu einem Ausfluge in die Gegend einzu- waffneten Kriegern. Monreal selbst hatte den Brustharnisch Ehren unserer Damen eine Lanze zu brechen. Nun beeile laden. Ich habe durch die Diener unser Belt an der Küste angelegt, und seine Schildknappen folgten mit seinem Helm Dich aber!" aufschlagen laffen, wir wollen uns der Drangenblüthen und seiner Lanze. Jenseits des engen Defilees am Fuße ( Fortseßung folgt.) " " bertem Fortbestande des thatsächlich veralteten Landtags- 1 Schon die Tagesordnung verspricht, daß der Rongreß- Ein Boykott wegen einer Duellgeschichte Wahlrechts auf die Dauer aus der Stellung der Majoritäts- bedeutungsvoll werden wird. Die zeitige Veröffentlichung ist in Königsberg von dem dortigen Stadttomman partei herausgedrängt würden. Freilich dagegen, daß die der Tagesordnung ermöglicht eine gründliche Meinungsanten unter so bezeichnenden Umständen angedroht worden, Sozialdemokratie, die stärkste Partei im Reiche, im Reichs- äußerung der Genossen über die einzelnen Punkte der daß es sich verlohnt, ein wenig in der Angelegenheit auszuholen. Wie schon erwähnt, spielt ein sogenannter Ehrenhandel eine tage vorerst noch immer über weniger Sitze verfügt, als Tagesordnung. Je allgemeiner die Aussprache sein wird, Rolle in der Sache, ein Ehrenhandel, der zu weitgehenden das Zentrum und die Konservativen, ja selbst als die desto mehr werden die Beschlüsse der Delegirten in voller Konsequenzen und was ja für das honnette, militärfromme Nationalliberalen, dagegen hatte weder in noch außerhalb Uebereinstimmung mit der Auffassung der Gesammtpartei Bürgerpublikum besonders betrübend ist zu einer völligen Scheidung zwischen der bürgerlichen Gesellschaft einerseits und Badens jemals ein Nationalliberaler auch nur das geringste sein.einzuwenden gehabt. über den Wir haben bereits früher geführt hat. Der Konflikt" spielt in der bürgerlichen Bresse aus dem höheren Beamtenthum und dem Offizierkorps andererseits In dem Nuyen, den ein ehrliches Proportional- Wahl- Anlaß des Falles Brousart eine hervorragende Rolle. Die Vorfall berichtet, der sich in dem Garten der Börsen system für die Sozialdemokratie hätte, liegt, abgesehen von Boff. 8tg." framt alte Erinnerungen aus und ergießt unter halle zwischen dem Regierungsaffeffor und Reserve- Offizier U. den unserer Meinung nach weit weniger ins Gewicht Händeringen ihren Unmuth in folgendem Schmerzensruf: und zwei Direktoren der Gesellschaft des Börsengarten ab fallenden technischen Schwierigkeiten, die Hauptursache, daß Ist man denn wirklich so verblendet, nicht zu sehen, gespielt hat. Herr U. forderte den einen Direktor auf Piſtolen; unter der Herrschaft der Bourgeoisie eine Reform des welchen Eindruck die Entlassung des Generals v. Bronsart der die Forderung überbringende Kartellträger betrug sich bei allgemeinen Wahlrechts im Sinne unseres Programmes nicht auch in den außerpreußischen Bundesstaaten gemacht hat? Im dieser Gelegenheit so schroff, daß sich die Direktor der Börsen= zu erwarten ist. Süden ist man geradezu erregt und macht aus dieser Stimmung gesellschaft veranlaßt sah, ihm die Einladungskarte zum Das braucht uns aber keineswegs zu hindern, die fein Hehl. Und will man heute nicht daran denken, was die Börsengarten zu entziehen. Da der Kartellträger ebenfalls Frage einer Reform des Wahlrechtes auch einmal Mostauer Rede des Prinzen Ludwig bedeutete? In Württem Regierungs- Affeffor ist, glaubte der Königsberger Regierungsnach der Richtung des Proportional- Wahlsystems ganz berg hat die Regierung über ihre Stellung zur Militär- Strafprozeß- Präsident, feinen Beamten in Schuh nehmen zu müssen, und sandte, gründlich auf einem unserer Parteitage zu erörtern. reform sich so offen wie möglich ausgesprochen. Und was auch wie es auch der Oberpräsident Graf Wilhelm Bismard gethan, der eigenhändige Brief des Königs von Sachsen an den Raiser nach erfolglosem Briefwechsel mit der Direktion des Börsengartens Schon die Thatsache, daß niemand von uns ernstlich daran enthalten habe: das nationalliberale Leipziger Tageblatt" die ihm von dieser im Frühjahr zugegangene Einladung zurüd, glaubt, daß eine solche Erörterung irgend welche praktische nennt es bezeichnend für die Empfindungen, die der Sturz welchem Beispiele etwa dreißig andere Regierungsräthe und Folgen hat, beweist, daß uns höhere, prinzipielle Gesichts- des Kriegsministers v. Bronsart in Sachsen geweckt habe, Beamte folgten. Hiermit, glaubt man, sei die Sache abgethan. punkte als die übrigens ganz berechtigten, nach einer daß die amtliche Leipziger Zeitung" an hervorragender Stelle Sie hat indessen ein Nachspiel gehabt, über welches man der unserer Stärke im Lande entsprechenden parlamentarischen den Brief des Freiherrn von Stein vom Jahre 1806 abdruckt, Boff. 3tg." aus Königsberg berichtet: Vertretung, hierbei leiten. der eine verantwortliche Ministerialregierung für unmöglich ,, wenn nebenbei unverantwortliche Geheimkabinette Das liberale Blatt meint dann in einem Anfall von Muth, daß für ein Säbelregiment in Deutschland kein Raum sei, und zwar von wegen der Verfassung, auf der das Kaiserthum beruhe, wie der Reichstag. Der Gewinn einer solchen Besprechung wird vor allem erklärt, der sein, daß wieder einmal jedermann klar vor Augen geführt regieren." wird, daß die Sozialdemokratie die einzige Partei im Lande ist, die noch für politische Freiheit und Gerechtigkeit eintritt. Fassen wir nun kurz die Vortheile zusammen, die das Proportionalsystem in seiner idealen Durchbildung vor dem bestehenden Wahlrechte voraus hat. " Andere höhere Beamte und Offiziere mit ihren Familien verkehrten unverändert im Börsengarten weiter, bis vor wenigen Tagen der Stadtkommandant, Herr Generallieutenant Keyler bei dem Vorsitzenden der Direktion der Börsenhalle eine Unterrebung nachsuchte und ihm im Auftrage des Herrn kommandirenden Generals folgendes Verlangen überbrachte: Der Herr Komman= birende verlange, daß die Direktion der Börsenhalle den Herrn Regierungspräsidenten um Entschuldigung bitte, weil sie Die alte liberale Freude an Verträgen, die hübsch eigenmächtig dem Assessor v. V.( dem Kartellträger) die EinIm Gegensahe zum gegenwärtigen Wahlrechte würden sauber auf theurem Bergament niedergeschrieben worden find, ladung zum Börsengarten wieder abgefordert habe, anstatt es verräth sich aus diesem diesem Angstprodukt wieder. Als ihm zu überlassen, auf dem Disziplinarwege gegen diesen voralle Parteien fast ganz genau entsprechend ihrer Wähler ob ein Säbelregiment, wie es die„ Voss. 3tg." vorausahut, zugehen, ferner solle die Direktion dem Aſſeſſor v. B. die Einladung zahl in den Parlamenten vertreten, auch kleine über das Assessor ganze Land zerstreute Richtungen hätten die Möglichkeit, in sich schon jemals um solche Kleinigkeiten gekümmert hätte. wiedergeben, alsdann wolle der Herr Kommandirende seinen Einfluß geltend zu machen suchen, um Herrn v. V. zu veranlassen, So sehr uns Sozialdemokraten an einer friedlichen der Volksvertretung Sitz und Stimme zu erobern, während bei et heute alle diese Stimmen verloren gehen und höchstens bei Entwickelung der Dinge gelegen ist, so wenig machen wegen feines nicht ganz forretten Benehmens gegen den herauswir uns Illusionen darüber, daß das von ber langen nicht binnen zwei Tagen entsprochen, so würde er durch Stichwahlen zwischen zwei fast gleich starken Parteien einen liberalen Presse vertretene Bürgerthum befähigt wäre, Befehl den Offizieren verbieten, den Börsengarten zu besuchen, Scheineinfluß gewinnen können. Das politisch unmoralische System der Stichwahlen würde den Sarraßmännern zu imponiren. Wenn das der einzige auch den Militärkapellen ferner nicht gestatten, im Garten zu Stein des Anstoßes wäre, so hätte man es in der Reaktion" tongertiren." wegfallen, damit würden unnatürliche Bündnisse verschwinden schon wahrlich weiter gebracht, als so schon unter liberaler Die Direktion der Börsenhalle hat das Berlangen des Rom und in einem Wahlgange wäre das Parlament gewählt. Mithilfe geschehen. Hinter den großen politischen Grundsätzen würden Rücksichten auf die Personen der Kandidaten und Gründe der Kirchthurmpolitik fast vollständig zurücktreten. Die Vertretung der einzelnen Parteien hinge nicht mehr von Zufälligkeiten des Wahlglückes ab, sondern die als die besten und wür digsten von den einzelnen Parteien anerkannten Führer tämen in das Parlament. 16 mandirenden rundweg zurückgewiesen. So der für unsere heutigen Zustände bezeichnende Borfall, Die spanische Kammer hat das Anarchistengesetz an- bei dem als eine Art Ruriofum die merkwürdige Steifnadigkeit genommen, das mit dem portugiesischen das weitgehendste hervorgehoben werden muß, welche diesmal bem militärischen der bisherigen Ausnahmegesetze gegen eine revolutionäre Verlangen gegenüber bewahrt wurde.gif Partei ist. Es setzt schon hohe Strafen auf die Erwähnung, Ans Görlik wird gemeldet: Der hiesige Bahnhof foll daß man Anarchist sei. Der Besitz von Sprengstoffen soll während des Aufenthaltes des Kaisers bei den Todesstrafe nach sich ziehen. Auch sonst ist Todesstrafe und Kaisermanövern vollständig abgesperrt werden. Nach der Statistik der letzten Reichstagswahlen wäre Verbannung auf zahlreiche Bergehen gesetzt. Die blinde Wuth Alle disponiblen Maschinen und Wagen der in das thatsächliche Ergebniß verglichen mit einer Wahl unter der spanischen Bourgeoisie hat dieses Angstgesetz mehr ermöglicht, Frage kommenden Eisenbahndirektionen sind für die Ma. einem Proportional- Wahlsystem, bei dem ganz Deutschland als die paar verbrecherischen Tollheiten einiger Anarchisten. növertage bei Görlig- Breslau in Bereitschaft einen Wahlkreis bilden würde und jede Partei mit einer Denn jeder kühl Denkende muß sich sagen, daß ebenso wenig zu halten. Den Hofzügen werden sogenannte Bor- und Nachläufer beigegeben. Der Gütervertebr soll Kandidatenliste in den Kampf getreten wäre, das folgende: wie die Androhung der Todesstrafe auch nur eine Mordthat dem Liegnizer Tagebl." zufolge auf den in Frage kommenden Bei den Reichstagswahlen im Juli 1893 betheiligten sich verhindert hat, das spanische Anarchistengesetz irgend eine Strecken vollständig eingestellt werden, da außer den bei der Hauptwahl von 10 628 292 eingetragenen Wählern That eines wahnsinnigen wirklichen oder vermeintlichen Hofzügen die Militärzüge und regulären Schnell- und Personen7 702 265, die 7 673 973 giltige Stimmen abgaben. Es entfiel Anarchisten verhindern wird. züge die Strecke befahren. also auf durchschnittlich 19 330 giltige Stimmen ein Abgeordneter. Die Herrschaft des spanischen Ministeriums und die Es erhielten in jener Wahl: Dem braunschweigischen Landtags- Aus. wirklich bei Pro- spanische Monarchie sind so unterwühlt, daß sie selbst durch schuß ist ein Gesetzentwurf wegen Berbots bes Spieles Stimmen Ab portional. Die blutrünstigsten Ausnahmegefehe nicht erhalten werden in fremben Lotterien zugegangen." Deutschkonservative Deutsche Reichspartei Nationalliberale Freisinuige Vereinigung Freifinnige Volkspartei Süddeutsche Volkspartei Zentrum Polen geordnete wahl 1 038 353 68 54 • 438 845 27 23 .996 980 52 52 1916258 481 13 13 ⚫ 666 439 • 160166 757 22 11 bin 34 1 468 501 99 76 229 531 19 12 20 263 861. 1 786 738 10 43 14 Deutsche Reformpartei( Antifem.) Sozialdemokraten 9 können. Schweiz. Hung Tichang Li- Hung Tschaug hat sich heute nach Amerika eingeschifft, nachdem er alle europäischen Staatsmänner und Industriekönige Zürich, 20. Auguft. Heute wurden durch das Bezirksgericht, mit Komplimenten genasführt, die servilsten Schmeicheleien und erste Sektion, die ersten Strafurtheile aus der fostspieligste Gastfreundschaft genossen hat. Die erwarteten Krawallaffaire ausgesprochen. Ein Württemberger, Gypfer großen Bestellungen hat er nicht gemacht. Der schlaue Chinese Wengler, der am Montag Abend in einer Wohnung an der hat wohl einen recht schlechten Eindruck von europäischer Mannes- Brauerstraße einen alten Mann mit dem Stock mißhandelt und würde nach China mitgenommen. sodann zertrümmert hat, wurde zu sechs Monaten awing Arbeitshaus und lebenslänglicher Verweisung aus der Schweiz verurtheilt. Eine Weibsperson, Bättig von Schaffhausen, die einige Straßenlaternen mit Steinen eingeschlagen hat, erhielt drei Monate Gefängniß. Frankreich. Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. 95 Der in der Schwarzkopff'schen Fabrit arbeitende Schirrmeister Diese Zusammenstellung zeigt die ganze Ungerechtigkeit Michael Polzin, wohnhaft in der Röslinerstr. 11, v. 1 Tr. des giltigen Wahlsystems gegenüber den Vortheilen des hat die Kühnheit, uns zu erklären, daß er seinen Bruber nicht wegen Majestätsbeleidigung denunzirt habe. -Paris, 22. Auguft.( Berliner Tageblatt.") Jm Liller Proportional- Wahlsystems. Herr Polzin hat seit langem in einem Streite, den er mit protestirten Bahllose Vorschläge für das beste Proportional- Wahl- feinem Bruder führte, davon gesprochen, ihn wegen Majestätsbelei. Generalrathe protest irten die Sozialisten Ghes system find gemacht worden; bei der rein theoretischen Be- digung zu denunziren. In einer Beleidigungsflage, zu welcher die quieres und Devernay gegen eine dem Barenpaare buldigende Ansprache des Generalrathes Morel. E3 deutung dieser Forderung wird es nicht nothwendig sein, Streitigkeiten geführt hatten, kam zwischen den beiden Brüdern entstand ein Tumult. Der Borsigende konnte nur mühsam eine allzu speziell in die Streitfragen der Proportional- Wahl ein vom Rechtsanwalt vorgeschlagener Vergleich zu stande, in entstand ein Tumult. Der Borsigende konnte nur mühsam eine theoretiter einzugehen. welchem Michael Polzin fich u. a. ehrenwörtlich verpflichtete, Schlägerei verhindern. die Drohung mit der Majestätsbeleidigungs- Denunziation nicht Holland. Die prinzipielle durch Beispiele erläuterte Beleuchtung wahr zu machen. Trotzdem wurde die Denunziation bei der der Frage wird vielfach Aufklärung über die Ungerechtig Staatsanwaltschaft eingereicht und zwar von der Schwieger- die erste Kammer der holländischen Generalstaaten zur BeZur Wahlrechtsfrage. Für den 2. September ift teiten des gegenwärtig relativ besten deutschen Wahlsystems, mutter des Michael Polzin, nicht von ihm selber. Keinen Augen- rathung der Wahlreformvorlage einberufen worden. Man nimmt des Reichstagswahlrechtes, den Genossen verschaffen. blick waren die passiv Betheiligten aber im Zweifel darüber, an, daß die freilich recht bescheidene Wahlrechtserweiterung nun Wir zweifeln nicht, daß die Debatte und die Resolution daß als Urheber und Anstifter der Denunziation Michael Polzin endlich Gesetz werden wird und deshalb bereiten sich schon jetzt über das Proportional- Wahlsystem auf dem nächsten Partei- zu betrachten sei, der seine Schwiegermutter vorgeschoben habe, alle Barteien, mit Ausnahme der um Nieuwenhuis auf die im tage neues und werthvolles Waterial für unsere Agitation bamit es nicht von ihm heißen solle, er habe den gerichtlichen nächsten Jahre stattfindenden Wahlen vor. Vergleich gebrochen. Von der würdigen Schwiegermutter des beibringen wird. Herrn Polzin ist übrigens auch die Frau des Angeklagten wegen Anarchisten Verhaftungen. In Amfters Majestätsbeleidigung denunzirt worden. bam wurde der befannte anarchistische Schriftsteller Alexander Gegen Genoffen Tielsch in Halberstadt war ein Verfahren Cohen verhaftet, der 1888 Gerichtshofe in Haag anhängig wegen Majestätsbeleidigung, die er durch er wegen Majestätsbeleidigung zu sechs Monaten Gefängniß vers breitung der Märzzeitung begangen haben sollte. urtheilt worden war. Er flüchtete damals nach Paris, wo Berlin, 22. Auguft. Nachdem das Breslauer Landgericht in einer gleichen Sache auf er in der Bourgeoispreffe die Sozialdemokratie befebbete. Die Einberufung zu unserem regelmäßigen Partei- Freisprechung erkannt hat, sah man wohl ein, daß der Prozeß Nach dem Vaillant Attentat flüchtete er nach London, fongreß veröffentlicht der geschäftsführende Ausschuß der gegen Genoffen Tielsch kein anderes Resultat haben würde, und wurde in Paris in Partei an der Spitze unseres Blattes. Eine reichhaltige ftellte das Verfahren ein. Tagesordnung wird zu erledigen sein. Ueber ein ereigniß- o miloid reiches Jahr wird der geschäftsführende Ausschuß Rückschau Politische Uebersicht. bad Deutsches Reich. odio si Gitt thisy Au zwanzig Jahren 3wangsarbeit verurtheilt, appellirte und ward freigesprochen, aber ausgewiesen. Seit vier Monaten war er wieder in Holland. Weiter wurde der Anarchist Reens wegen Beleidigung des Deutschen Kaisers und des Königs von Belgien verhaftet. Madrid, 21. Auguft. Eine amtliche Depesche aus Manilla meldet die Entdeckung einer über die Philippinen ver1eigten Verschwörung der Separatisten; 21 Werhaftungen feien vorgenommen worden. Hier wurden im spanisch- philippinischen Klub Haussuchungen vorgenommen und zahlreiche Papiere beschlagnahmt. Der Minister für die Kolonien verlas obige amtliche Depesche im Senat, worauf Monteroros im Namen der Liberalen Unterstützung anbot, um die Integrität des Vaterlandes zu schüßen. Ein gleiches Anerbieten machte die Opposition in der Deputirtenkammer. zu halten haben, von vielen Verfolgungen und mißglückten- Gine große Anzahl russischer Geheim. Versuchen, die Partei ernstlich zu schädigen, aber auch von polizisten ist in Breslau eingetroffen, um sich schon jetzt studs Spanien.d großen Fortschritten der Partei, von unveränderter Kampfes für die Tage des Barenbesuchs zu informiren. Auch aus Berlin Luft und Siegeszuversicht wird er den Vertretern der wird demnächst eine größe Anzahl Kriminalbeamter eintreffen. Da wird sich der Bar wohl ganz heimisch fühlen. tlaffenbewußten Arbeiterschaft Deutschlands berichten tönnen. Auch der Bericht über die parlamentarische Thätig. Der Genosse Kauffmann wurde vom Landteit der Partei wird die Parteigenossen befriedigen können, gerichtsgefängniß in Stade in Gemeinschaft mit 15-20 anderen denn das Ansehen und der Einfluß unserer Partei im Gefangenen nach Hameln transportirt. Der Wagen, in dem der Reichstage ist gewachsen. Gefangenentransport vor sich ging, wurde hier abgekoppelt und auf einen abseits belegenen Schienenftrang befördert, wo er etwa Mit besonderem Interesse wird man der Bericht- 4 Stunden unter Bewachung verblieb, bis die Reise nach Hanerstattung über den internationalen Kongreß entgegensehen nover fortgesetzt wurde. Die Frau des Genossen Kauffmann können. Mit der Behandlung des Proportionalwahlrechts nebst ihren Kindern, welche den Gatten und Vater erwarteten, auf einem unserer Parteitage wird dem Wunsche vieler Ge- wurden durch die getroffenen Maßnahmen verhindert, denselben noffen, speziell auch der Berliner, Rechnung getragen werden. fehen und sprechen zu können. Wir sind überzeugt, daß die Behandlung dieses Themas werth-- Eine Massenanlage. Herr Mohr Bahrenfeld volles agitatorisches Material zur Beurtheilung der reichhaltigen soll, wie das Altonaer Tageblatt" schreibt, nicht weniger als Musterkarte deutscher Wahlrechte schaffen wird. Bon 400 Zeitungen, die den bekannten Wormser Polizeibericht abgroßem Nuzen wird auch eine gründliche Behandlung der druckten, verklagt haben. leider noch recht im Argen liegenden Frauenagitation sein. Was der, liberale" Herr Mohr damit bezweckt, ist uns unklar.- Die Nachricht über eine tongoftaatliche Infolge des freilich vorerst noch nicht rechtskräftigen Seine Berichtigungen sind publizirt und wenn er in einem Falle Expedition gegen die Mahdisten wird von dem Brüffeler eine gerichtliche Feststellung der Wormser Vorgänge herbeiführt, offiziösen Blatte, dem„ Etoile Belge"( Stern Belgiens) für un Urtheils im Prozesse Auer und Genossen muß das Organi- so müßte ihm das wohl genügen. Für einen„ liberalen" Ab- richtig erklärt. Die„ Etoile Belge" versucht hier offiziös die bes sationsstatut der Partei umgearbeitet werden, so daß eine geordneten ist es aber vielleicht würdiger, vierhundert Zeitungen stimmten Nachrichten des Soir" abzuleugnen. Aber schon vor gründliche Aussprache über die Drganisation auf dem zu verklagen. Da müssen sich die alten wirklich Liberalen, die Monaten hat König Leopold von Belgien den Baron Dhanis in Parteitage möglich sein wird. schon lange ausgestorben sind, im Grabe herumdrehen.- einer wichtigen Mission nach dem Oberkongo entsandt, und schon " = minister, die Mitglieder der Kammer und des Senats find, In einer Versammlung ehemaliger liberaler wurde beschlossen, die Regierung zwar zu unters ft üzen, den Gesetzentwurf betreffend die Subvention ber Eisenbahnen aber energisch zu betämpfen. nou dha Afrika. " damals herrschte nur eine Auffassung, daß ihm der Befehl über eine Armee übertragen sei. die gegen die Mahdisten ausrücken sollte. Es scheint eben ei» Uebereiukommen zwischen England und der Kongoregierung über ein gemeinsames Vorgehen vor» Händen zu sei».— Slnstralien. — Vom Frauenstimmrecht in Neu-Seeland berichtet eine englische liberale Revue folgendes:„Die Frage des Fraueustimmrechls ist den Wählern von Neu>Seela»d niemals direkt zur Entscheidung vorgelegt worden. Eine Mehrzahl der Abgeordneten war dasür, und so erhielt die Insel Frauenstimm- recht. Mit dem Ergebniß des Versuches kann jeder zufrieden sein. Die Frauen eilen in Menge an die Wahlurne. Sie nehmen das größte Interesse an den politischen Kämpfen und tragen bedeutend dazu bei, daß sie in Ruhe und Frieden abgehen. Nicht zum wenigsten sind sie die Ursache, daß die Liberalen bei den jüngsten Wahlen einen glänzenden Sieg davongetragen haben. Die Be- fürchtung, daß die weiblichen Wähler sich von der Geistlichkeit leite» lassen würden, hat sich nicht erfüllt. Im Gegentheil treten sie mit voller Energie für die jetzige freie, weltliche und obligatorische Schule ein. Das ist allerdings wahr, daß die Frauen in vielen Fällen ihren Eifer für die Mäßigkeitssache bezeugten. Aber für ganz- liches Verbot des Genusses geistiger Getränke waren die wenigsten. Im ganzen zeigten sie bei der erste» Wahl, an wel- cber sie theilnahme», eher die Tendenz, mit ihren männlichen Mitwählern zu Harmoniren, als denselben Opposition zu machen. Einige Politiker schieben es dem Einfluß der neuseeländische» Frauen zu, daß die Legislatur auch die Ernennung von Frauen zu Inspektoren von Irrenhäusern gestattet hat, daß ein Gesetz zum Schutze der Säuglinge gegeben, daß die Adoption von Kindern gesetzlich besser geregelt worden ist. Alles das mag wahr sein. Eines ist sicher: daß die weibliche Wählerschaft NewSeelands der Trunksucht und deren Förderung den Ver- nichtungskrieg erklärt hat." Auf der Parteikonferenz für den Wahlkreis Jüterbog» Luckenivalde-Zauch-Belzig wurde Genosse Heinrich T a b e r t aus Luckenwalde zum Delegirten für den Gothaer Parteitag gewählt. Die Kreiskonserenz war durch 11 Delcgirte beschickt. Für den Reichstags- Wahlkreis Calbe- Aschcrsleben wird Sonntag, den 6. September, von nachmiitags 3 Uhr ab, in der Tonhalle in Schönebeck a. d. Elbe eine Delegirten» Versammlung abgehalten, die u. a. die Neuwahl der Kreis- Vertrauensperson, der Zeitungskommission und des Delegirten zum Gothaer Parteitag vorzunehmen hat, sowie eine Aenderung im Erscheinen der„Sonntagszeitung" besprechen soll. Die Orte wählen auf je övv Stimmen, die bei der letzten Reichstags-Wahl abgegeben wurden, einen Delegirten. Eine Parteikonferenz für den 2. n a s s a u i s ch e n Reichstags-Wahlkreis tritt am 20. September, nach- mittags 3 Uhr, im„Schwabacher Hos" in Wiesbaden zu- sammen. Auf der Tagesordnung befindet sich der Punkt: Die Gewerkschaftsbewegung im Wahlkreis. Orte, wo bei der 1893er Hauptwahl bis zu 200 sozialdemokratische Stimmen abgegeben wurden, wählen 1 Delegirten, bis zn 300 Stiinmen 2 und über 300 Stimmen 3 Delegirte. Anträge sind bis zum 10. September beim Kreis-Bertrauensmann Theodor Bender in Wies- baden, Steingasse 18, einzureichen. Betreffs der Ueberführung des„Braunschwciger Volköfreunds" in das Eigenthum der dortigen sozialdemo- kratische» Partei ist am Freitag in einer Versammlung der Partei- genoffen Braunschweigs ein zwischen dem Verleger A. Günther und der Preßkommission vereinbartes Provisorium beschlossen worden.wonachdiePreßkommissiondieEncscheidungüber Redaktions- und Expeditionsaugelegenheite» einschließlich der Anstellung und der Kündigung des Personals erhält, wogegen die braun- schiveigische Partei sich verpflichtet, finanziell für das Blatt auf- zukommen und für seine Verbreitung zu agitiren. In die Preß- kommission dürfen nur Parteigenolsen gewählt werden, die in keinerlei Weise in der Druckerei oder der Zeitung beschäftigt sind. Das Provisorium hat rückwirkende Kraft bis I. April d. I. Polizeiliches, Gerichtliches ,e. — Die sächsische Polizeipraktik hat in puncto des Ver- sammlungswesens abermals einen Fortschritt gemacht. Auf eine Beschwerde des Genoffen Hammer in R e i ch e n b a ch i. V. ging folgender Bescheid ein:„Ihre in Ihrer Eingabe vom 8. d. M. enthaltene Beschwerde gegen Herrn Aktuar Tunger, welche sich dagegen richtet, daß Ihnen in der am 2. d. M. in der„Bleibe" abgehaltenen Volksversammlung von dem genannten Beamten das Wort entzogen worden ist, wird hiermit als unbegründet abgewiesen. Die Wortentziebung ist erfolgt, weil Sie in jener Versammlung einen von Ihnen erwähnten, angeblich in einer hiesige» Fabrik vorgekommenen Fall einer ungesetzliche» Be- schäftigung von Arbeiterinnen dazu denutzt haben, die Behörde in schreiendem und ausreizendem Ton«(!l) der Unaufmerksamkeit zu bezichtigen und vor der Versammlung herabzuwürdigen, überdies hierbei durch Ihre eben gekenn- zeichnete Sprechweise die Ruhe und Ordnung in der Ver- samnilung gestört haben. Nach ßtz 8 und 9 des Vereinsgesetzes war daher der Beamte, da der Leiter der Versammlung gegen Sie nicht eingeschritten ist, nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet, Ihnen das Weiterreden zu untersage». Reichenbach, den 12. August 1808. Der Stadtrath. Dr. Krippendorf." Gvtvevkflhaftlirhes. Achtung, Lederarbeiter(Portefeuiller)! Der Streik bei folgenden Firmen dauert unverändert fort, und ist demzu- folge der Zuzug streng fernzuhatten: H. Adam jun., Prinzen- straße 33, R. K r a s e in a n n, Melchiorstr. 7, H e y m a n n u. C o., Dresdenerstr. 82/33, P ü s ch e l, Dresdenerstr. 38, P l ö tz u. C o., Sebastianstr. 1s, E i ch l e r. Eebastianstr. 8, Sommer, Reichen- bergerstraße 131, Bornemann, Schmidstr. Iv. Als gesperrt gelten Loth u. Weinland, Dresdenerstr. 83/89, und Schwatz. Melchiorstr. 2d. Kollegen! Die Situation ist für uns die gleiche unveränderte. Die Verhandlungen mit Herrn A d a m haben sich zerschlagen, da so gut wie gar kein Zugeständniß gemacht wurde, ebenso mit der Firma K rase mann, die getreu dem Fabrikantenbeschluß bis zu 10 pCt. bewilligen wollte. Die Verhand- lungen mit Herrn P ü s ch e l schweben noch. Da die Uneinigkeit im Lager der Fabrikanten größer ist als zuvor, können wir hoffen, innerhalb einer Woche den Sieg zu erringen, zumal sich sonst das Herbstgeschäft von Berlin»ach Offenbach a. M. wenden würde. Ein Beispiel von der Uneinigkeit der Fabrikanten: Trotzdem sich die Herren verpflichtet haben, keinen der in der schwarzen Liste namentlich aufgeführten 42 Arbeiter während der Daner des Streiks zu beschäftige», ist ein ganz Theil dieser Kollegen bei Mitgliedern des Fabrikantenvereins in Arbeil ge- treten. Kollegen! Wir ersuchen um schleunige Abrechnung der Sammelliste». Die Lohnkommission. Achtung, Zimmerer Berlins Bei den Zimmerarbeiten auf dem st ä d t i s ch e n V i e h h o f e, die von dem königlichen Hof- und Rathszimmermeister Krause ausgeführt werden, legten am Freitag 13 Zimmerer die Arbeit nieder, weil ein Kollege unrechtmäßig entlassen worden war. Die Behandlung, die de» dort beschäftigten Zimmerern von dem Polier Nagel zu theil wurde, spottet jeder Beschreibung. Nicht nur, daß die- selben mit nicht wiederzugebenden Schimpfworten belegt worden sind, wurde auch die Arbeitskraft aufs intensivste ausgenützt, so daß es, obwohl unsere diesjährige Forderung eingehalten wird, uninöglich war, dort überhaupt länger zu arbeiten. Die Lohn- kommission. Achtung, Metallarbeiter! Der Ausstand der Schlosser, Hobler, Dreher sc. der Maschinenbau- Abtheilung der Firma Carl Schöning in Berlin, Uferstraße 12/13, dauert unverändert fort. Den Bronce- Gürtlern der Firnia S ch iv i n z e r u. G räf wurde Idas Anerbieten gemacht, täglich eine Stunde nach Feierabend zu arbeiten. Als sie dafür den üblichen Aufschlag von 25 pCt. verlangten, wurde dies seitens der Firma verweigert. Die Gürtler gingen nun, als die Feier- abenstunde schlug, nach Hause. Als sie am anderen Morgen zur Arbeit kamen, wurde ihnen erklärt, daß sie sämmtlich entlassen seien. Auf die Vorstellung der Arbeiter beim Ehes der irma, Herrn Müller, erklärte dieser, es wäre ihm auf einen o r b Bier nicht angekommen, die Bezahlung der 23 pCt. sei aber gegen sein„Prinzip", infolgedessen könne er nicht darauf eingehen. Die Gürtler dagegen sind der Meinung, daß, wenn sie ihren Lohn erhalten, sie sich ihr Bier schon selbst kaufen werden und möchten nicht auf die Gnade des Herrn Müller an- gewiesen sei». Wir ersuchen aus den angeführten Gründen, die Werkstatt zn meiden und de» Zuzug fern zu halten. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter-Verbandes. Achtung, Korbmacher Berlins! Der Arbeits-Nach- weis ist seil deute von der Wienerstr. 11 nach der Komman- d a n t e n st r. 33 bei W e st p h a l verlegt. Verband der in der Korbmacherei beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. I. A.: C. Freese, Adalbertstr. 27. Au die Einsetzer(Tischler) Berlins! Streik- karten und L o h n t a r i f e werden in folgenden Lokalen Sonntags von 10— IT Uhr verabfolgt: F. Gleinert, Müllerstr. 7».; R. Babiel, Rosenthalerstr. 37; F. Felgen- treff(Zur alten Linde), am Kottbuser Thor; Fr. Wilke, Slndreasstr. 26; H.Werner, Bülowstr. 59; K l a d z i w a, Badstr. 23; Holzbächer, Thurmstr. 84; Schmidt, Dieven- hofener- und Tresckowftraßen- Ecke. Uhlich, Schöneberg, Sedanstraße 2. C. M e n l e, Charlottenburg. Bismarckstr. 19a. Die Fünfer-Kommission. I. A.: R. M i l l a r g. Sämmtliche Brauer Berlins, welche noch Listen von mir haben, ersuche ich, über dieselben mit Robert Neumann, Kl. Andreasstr. 15, abzurechnen. Joseph W i e d e m a n n. Ueber die O.uarck'schcn Borschläge sagt das„Schuh- macher-Fachblatt", das Organ des Zentralverbandes der deutschen Schuhmacher:„Es ist ein großer Jrrthum, wenn man meint, durch fortwährend neue Organisationsformeu und Thätigkeitsgebiete die Gewerkschaftsbewegung besser vorwärts zu bringen, das Gegentheil ist der Fall. Ehe noch in eine Organisationsform die Mitglieder hineingelebt und ge- migende Erfahrungen gesammelt, ob sich dieselbe im Kampfe bewährt, taucht in den letzten Jahren ein Vorschlag nach dem anderen auf. die Organisation zu ändern. Wir haben schon unseren gegnerischen Standpunkt gegen die Generalkommission und die Gewerkschafts- Kongresse geltend gemacht und nehmen dieselbe Haltung gegenüber dem s neuen Vorschlag ein. Der größte Nutzen einer Organisation besteht in ihrer' Einfachheit und Schlagfertigkeit. Je komplizirter die Organisation ist, umsomehr leidet ihre Schlagfertigkeit. Nun zwingen schon die Vereinsgesetze die Gewerkschaften, außer ihrem Vorstand noch einen Bertrauensmann zu wählen und außer der Generalversammlung, die völlig genüg«, die Aufgaben des Berufes zu erfüllen, noch einen Branchenkongreß zu halten. Außerdem haben sich die örtlichen Gewerkschastskartelle gebildet, die wir noch für nützlich halten, über diesen steht nun wieder die General- kommission mit eigenem Organ und eigenen Kongressen. Und diesen allen noch einen neuen jährlichen Kongreß hinzufügen, das ist des guten viel zu viel. Denn dann könnte jeder Beruf vier bis fünf Kongresse halten. 1. Den-Berufskongreß, 2. die General- Versammlung der Gewerkschaft, 3. die Generalversammlung der Berufskraukenkasse, 4. den Gewerkschaftskongreß der Generalkommission, und 3. den sozialpolitischen Arbeiter- kongreß. Ja, könnte man die Gewerkschaftsbewegung durch Organisationsformen, Vorschläge, Kongresse sc. vorwärts bringen, die deutsche Gewerkschaftsbewegung stände obenan. Bald müssen es die faulen und lässigen Mitglieder in den Gewerkschaften glauben, daß nicht ihre Lässigkeit und Faulheit die Schuld trägt, wenn ihre Gewerkschaft nicht vorwärts kommt, sondern daß noch immer nicht die richtige Form der Organisation entdeckt ist und daß noch eine Anzahl Kommissionen, Räthe sc. fehlen, die ihnen nicht allein ihre Gewerkschaften voll Mitglieder zaubern, sondern ihnen auch noch Lohnerhöhungen,'Arbeitszeitverkürzung und dergleichen auf dem Präfentirteller bringen. Nein, so geht es eben nicht; die Gewerkschaftsmitglieder möge» ebenso eifrig für die Gewerk- schaften agitiren und Opfer bringen wie die Parteimitglieder für die Partei, und in dieser Thätigkeit unterbreche man sie nicht immerdurch die Rufe: Halt, euch fehlt noch eine Kommission, oder, ihr müßt mehr für die Sozialpolitik eintreten sc. und man wird die Erfahrung machen, daß die Gewerkschaften vorwärts kommen. Es giebt auch für die Gewerkschaften keine Wünschelruthe, sondern nur schwere und harte Arbeit und Opferwilligkeit kann diese vorwärts bringen. Daß die deutsche Gewerkschaftsbewegung konservativ wird, ist ganz unbegründet, weil zwei Drittel aller Mitglieder politisch thätig sind und die neu Hinzukommenden immer wieder ausklären. Eher könnte manchem Gewerkschafter der Vorwurf treffen, daß er zn einseitig politisch thätig ist. Wie die Dinge in Deutschland liegen, bleibt der Kampf um bessere Lebensbedingungen Hauptausgabe der Gewerkschaften. So gut und aus innerer Ueberzeugung auch der Vorschlag des Genossen Dr. Quarck gemeint sein mag, können wir demselben nicht zn- stimmen." Ein in der deutschen, speziell der Berliner Gewerk- schafts-Bewegung feit Jahren praktisch thätiger Partei- genosse sandte uns zum gestrigen Leitartikel folgende ergänzende Ausführungen:„Die Aufgaben der deutschen Gewerkschafts- bewegung werden in Nr. 196 des„Vorwärts" einer Besprechung unterzogen, die meinen Ansichten vollständig entspricht. Er- gänzend will ich nur noch hervorheben, daß über die darin an- geführten praktischen Aufgaben hinaus die Arbeiter der ein- zelnen Berufe und Industrien schon längst, wenn es nothwendig wurde, sozialpolitische Fragen zu behandeln, die richtigen Wege hierzu gefunden haben,' ohne ihre Gewerkschaft zu gefährden. Die Tabakarbeiter z. B. haben jahrelang in öffentlichen Versammlungen planmäßig ihre Forderungen an die Gesetzgebung erhoben und wenn es einer einheitlichen Ver- ständigung unter den Berufsgenossen bedurfte, allgemeine Kon- gresse ihres Berufes einberufen. In der gleichen Weise verfahren seit Jahrzehnten auch die Schneider. Die Forderungen der Schneider und Näherinnen an die Gesetzgebung sind auf ihrem letzten Kongreß in Eisenach gründlich durch- beralhen worden; ähnlich wird auch in allen anderen Berufen und Industrien verfahren und es liegt wirklich kein Bedürfniß zu einer anderen Behandlung solcher Fragen vor. Wollte man sie aber vor das Forum eines allgemeinen Gewerkschaftskongresses bringen, so ist sogar zu befürchten, daß die sachliche Behandlung und Erledigung der Forderungen der Arbeiter einzelner Berufe darunter leide» würde. Denn weil jeder Gewerkschafter in seinem speziellen Berufe zunächst thätig ist, fehlt ihm die Fähigkeit zu einer gründlichen Beurtheilung der Zustände in anderen Industrien. Außerdem hat meist zedes Gewerbe sein eigenes Organ, das auch die Forderungen der Berufsgenossen auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung zu vertreten hat. Und weil die deutscheu gewerkschaftlich organisirten Arbeiter in ihrer übergroßen Mehrheit zugleich Sozialdemokraten sind, so ist der Parteitag für sie die oberste Instanz zur An- bringuug ihrer Wünsche und Forderungen, die sie im Parlament vertreten haben wollen. Auf dem Parteitag fühlt sich jeder Vertreter als Sozialdemokrat und unter einer fach- gemäßen Kritik werden die vielen Anträge gesondert. Das Mög- liche und Unmögliche wird von einander geschieden. Durch den Druck der gesamuiten Partei sind die wenigen Brocken der Sozial» gesetzgebung errungen und nur einer planmäßigen, geschlossene», Propaganda aller Parteigenossen wird es gelingen, weitere Äortheile zu erkämpfen. Nichts wäre verkehrter als eine Zersplitterung. Dazu aber müßte die spezielle Gewerkschaftspolitik, wie Dr. Quarck sie wünscht, führen. Es ist ja sehr lobenswerth. wenn forlgesetzt Anregungen zur Förderung der gewerkschaftlichen Bewegung gegeben werden. Aber Genosse Dr. Quarck, der mit seiner un- politischen kaufmännischen Bewegung so traurige Erfahrungen gemacht hat, sollte doch erst eine Weile Schüler der Gewerkschafts- bewegung werden, ehe er Rezepte verschreibt, über die die deutsche Arbeiterschaft schon lange hinaus ist." Das Mainzer Gewerkschaftskartell beschloß, eine Konferenz von Delegirten sämmtlicher Ge- werkschaftskartelle des Großherzogthums Hessen und der umliegenden b a d i s ch e n und preußischen Städte nach Mainz einzuberufen. Zweck: Stellung zu den Quarck'schen Vorschlägen. Inzwischen hat Dr. Quarck das unserer Ansicht nach hauptsächliche seiner Vorschläge, nämlich das, was die Or» g a n i s a t i o n seines Plans betrifft, selber preisgegeben. In einer Versammlung deS Frankfurter Gewerkschaftskartells führte er am Freitag, nach dem Bericht der„Vollsstimme", u. a. wörtlich aus: Er habe sich an das theilweise schon vorhandene, das Vertrauensmännersystem, die Kartelle und an einen event. Kongreß zur regelmäßigen Besprechung der Sozialgesetzgebung ge- halten, gebe aber ohne Umstände jedesdieserMittelpreis, wenn bessere vorgeschlagen würden, z. B. ein Zentral- Gewerkschaftsblatt, damit wir nicht mehr auf die „Soziale Praxis" allein angewiesen sind, die jetzt viele mit» halten, oder ein Zentral-Sekretariat oder irgend etwaS anderes. Dr. Quarck bestätigt also das, was wir schon angaben. Da er mit Genossen Keßler, dem Führer der Lokalorganisation der Maurer, schon vor feiner Rede im Frankfurter Gewerk- schafts-Kartell wegen Gründung eines allgemeinen Gewerkschafts- blatte» in Verbindung getreten ist, so wird bei Abfassung seiner Vorschläge wohl die Schaffung eines neuen Feldes für seinen Thatendrang mitbestimmeud gewesen sein. Aus dem„höflichen" Sachse» wird uns geschrieben: Während des Leipziger Schmiede st reiks wurden sieben Schmiede acht Tage laug in Haft behalten, weil sie sich des ge- meinschaftlicheu Haussriedeusbruches schuldig gemacht und den Schiniedemeister Diedes mißhandelt haben sollten. Die bürger- lichen Blätter, namentlich die königliche„Leipziger Zeitung", brachten darüber Berichte, woraus jeder Un- befangene entnehmen mußte, daß die Schmiedegesellen sich mindestens des Landfriedensbruches schuldig gemacht haben mußten. Außerdem belegte die königliche„Leipziger Zeitung" die Leute mit Ausdrücken wie: Banditen, erbärmliche Gesell- schaft, Strolche u. s. w. In der am 2l. August vor dem Schöffengericht gegen die sieben Schmiede geführte Ver- Handlung wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und ein- facher Körperverletzung wurde nun festgestellt, daß die Leute am 2. Juni, veranlaßt durch ein Inserat im„Leipziger Tageblatt", durch das Diedes zwei Gesellen suchte, höflich um Arbeit nachfragten und als diese ihnen verweigert wurde, auf ihre Frage, ob er die gestellten Forderungen erfüllen wolle, Diedes den einen Gesellen vorn am Rockkragen anpackte und zum Hofe hinaus drängte. Bei dieser Gelegenheit kam der Sohn des Diedes, Postsekretär Diedes, hinzu, entriß deni Gesellen den Hut und versetzte ihm einen Schlag aus die Nase, daß diese blutete. Dann entstand allerdings eine Schubserei, bei der auch Diedes etwas abbekam. Das Schöffen- geeicht sprach nach dem Ergebniß der Zeugenvernehmung sämmtliche Zl n g e k l a g t e n frei. Im Dezernat für die amtliche Presse Sachsens muß doch die reine Direktion slosigkeit herrschen, wenn sich Redakteure derselben so gemeine Beschimpfungen von Staatsangehörigen leisten können, wie ti in dem vorliegenden Falle geschehen ist. Siebente ordentliche Generalversammlung der Zew- tral-Kranken- und Sterbekasfe der Schuh- macher und verw. Berufsgenossen Deutschlands zu Dresden. Im weiteren Verlauf der Verhandlung über das Statut wurde der Antrag des Vorstandes betreffs Streichung des Z 18 Absatz 3 und 4, wonach Mitgliedern, die zugleich der Gemeinde- Versicherung oder einer auf grund des Krankenverstcherungs- Ge- setzes errichteten Krankenkasse angehören, an stelle freier ärztlicher Behandlung und Arznei ein um ein Viertel des ortsüblichen Tagelohnes ihres Beschästigungsortes höheres Krankengeld ge- währt wird, abgelehnt. Die Beiträge wurden in der bisherigen Höhe belassen, hingegen die Unterstützung erhöht. Der Beitrag beträgt in der 1. Klasse 20 Pf., in der 2. Klasse 35 Pf., 3. Klaffe 40 Pf., 4. Klasse 45 Pf. und 5. Klasse 50 Pf., während die Unterstützung nach den neuen Beschlüssen folgendermaßen normirt ist: 4.50 M., 7,60 M., 9.- M.. 10,50 M. und 12 M. Sämmtliche Former des Bremer„Vulkan" haben, wie aus Vegesack berichtet wird, gekündigt; sie verlangen 35 Pf. Minimalstundenlohn, Zehnstundentag und 50 pEt. Zuschlag sür Ueberstunden. Aus Duisburg berichtet die„Niederrheinische VolkS- tribüne": Wie es de» Arbeiterinnen ergeht, die der Organisation nicht angehören, zeigt folgender Fall. Eine hiesige große Textilfabrik bezahlte den Spulerinnen im Jahre 1886(Direktor Maili) 5,— M. pro 100 Pfund Garn; 1337(Direktor Staub) 4.50; 1890(Direktor Lönlinger) 4,— M. und heute (Direktor Ziegeler) werden nur noch 3,50 M. bezahlt. In 10 Jahren also ein Lohnabzug von 1,50 M. pro 100 Pfd. gleich IVa Pf. pro Pfund oder ein Drittel des ganzen Betrages! Bemerkenswerth ist dabei, daß bei jedem neuen Direktor auch«in Lohnabzug von 50 Pf. pro 100 Pfd. Garn stattfand. In die Gewerkschaften Stuttgarts ist, wie die„Schwäb. Tagwacht" schreibt, infolg« der Lohnbewegungen neues Leben gekommen. Fast alle haben a» Mitgliedern bedeutend gewonnen, die Mitgliederzahl einiger hat sich sogar verdoppelt. Während die deutschen Streiks von unserer Unternehmer- presse gewöhnlich in den Abgrund der Hölle verwünscht werden, steht sie Streiks im A u s l an d gar nicht so ungern, voraus» gesetzt natürlich, daß sich dabei für die nationale Industrie, oder de» nationalen Handel im Trüben fischen läßt. So wird die Bewegung unter den Hafenarbeitern Belgiens und Hollands von den deutschen Rheder» anscheinend recht wohlwollend betrachtet. Darauf läßt eine Mittheilung des„Hamburgischen Kor- resvondenten", eines Organs des Hamburger Großhandels, schließen, die wie folgt lautet:„Die Arbeiterbewegung im Ant- werpner Hafen ist den Antwerpner Handelshäuser» unh Rheder» sehr unbequem. Noch ärgerlicher ist es ihnen, daß die Oeffentlichkeit sich mit den Hafenarbeitern und der Arbeitstage im Antwerpener Hafen näher besaßt. In Antwerpen haben sich deshalb zahlreiche Kaufleute zu einem Syndikat zu- sammengethan, das die Aufgabe hat. jede Veröffentlichung von beunruhigenden Nachrichten über die Arbeit im Hasen zu ver- hindern, da diese Nachrichten für den nationalen Handel sehr schädlich seien. Mit solchen Mitteln wird jedoch die Bewegung nicht eingedämmt werden können." Aus Rußlaud. In der Kohlengrube M ort im er in Z a g o r z e bei Dombrowa im Gouvernement Piotzkow streckten seit Mitte Juli 1500 Bergleute. Die Ursache waren Betrügereien der Vorgesetzten und Lohnherabsetzung. Am 3. August wurde die Kohlengrube geschlossen und man drohte den Bergleuten, daß sie aus ihren dem Werke gehörigen Wohnungen ausgewiesen werden würden, wenn sie nicht bis zum 7. August die Arbeit wieder aufnähme».. Trotzdem ferner die Regierung der Grubengesellschaft bereitwillig 100 Kosaken zur versügung X tellte, ließen sich die Bergleute dennoch nicht irre machen und ihre Standhaftigkeit blieb nicht unbelohnt. Wie uns jetzt geschrieben wird, hat der Streit mit einem Siege der Arbeiter geendet. Soziales. Der Reichszuschuß zur Invaliditäts- nud Altersversicherung wird nach offiziöser Mittheilung für 1897/98 die awanzigste Million überschreiten. In sieben Jahren hätte sich der Betrag des Reichszuschusses zur Juvaliditäts- und Altersversicherung demnach mehr als verdreifacht. Die Position macht etwa 60 pt. der gesammten ordentlichen Ausgaben des Reichsamts des Innern aus und wird mit den Jahren von dieser Ge fammtsumme einen immer größeren Antheil beanspruchen. Ueber das Buchdruckgewerbe in der Stadt Posen vers Offentlichte der Verein für Sozialpolitik in seinen Untersuchungen über die Lage des Handwerks eine werthvolle Arbeit des Herrn Franz Kantorowicz. Danach betrug in Posen der durchschnittliche 2ohn des Segers in den Jahren im Afford 1857: 1865: pro 1000 Buchstaben*) 2 Sgr. 6 Pf. 2 Sgr. 6 Pf. 1875: 30 Pf. und 20 pet. Lokalzuschlag 1885: 30 f. und 10 pet. Lokalzuschlag 1890: im gewissen Gelbe 4-5 Thlr. wöchentl. 5-512 Thlr. 15-20 m. 18-20. 20,50-24 m. 32 Pf. Lokalzuschlag, der in den größeren Druckorten Deutsch lands gezahlt wird, giebt es in Posen seit einer Reihe von Jahren nicht mehr. Da Ende der siebziger Jahre bei einem Grundpreise von 30 Pf. der Lokalzuschlag 20 pCt. und später noch 10 pet. betrug, so ist durch den Fortfall desselben vor etwa 10 Jahren der Verdienst der berechnenden Seher bedeutend ( 3-6 m. pro Woche) zurückgegangen. 35 M. die Woche verdient wird. Versammlungen. Die Mitgliederversammlung des deutschen Metallarbeiter- Verbandes, die am 18. August stattfand, diskutirte nach einem Vortrag der Frau Rohrlack die Schaffung eines Die Lokalfonds". Der Antrag wurde schließlich abgelehnt. Einnahmen vom Wintervergnügen betrugen 215 M., die Aus gaben 159,60 m., so daß ein Ueberschuß von 55,40 m. verblieb; 47 Billets stehen noch aus. Als Beitragsammler bei Rühle wurde Kollege Lüning gewählt. 10 nehmer. Die Schiedsrichter werden auf die Dauer von sechs während der vier Monate entstandenen Schadens befizen Jahren durch die Urne gewählt und in gesonderter Wahl von wollte, dann mußte er sich dahin ausdrücklich mit K. ver jeder der beiden Parteien für die Berufsgruppen 1, 2, 6 und 8 ständigen." werden je 20, für die übrigen Gruppen je 16 Schiedsrichter gewählt. Präsident und Echreiber stellt das Bezirksgericht. Das Schiedsgericht wird aus je zwei Vertretern jeder Partei, dem Präsidenten und Schreiber gebildet. Die Kompetenz geht bis auf Eine Versammlung der Kammmacher vom 13. Auguft be200 Franks. Die Zahl der Berufsangehörigen beträgt 48 458, fchäftigte sich mit den Lohndifferenzen in der Streich'schen wovon 17 682 weiblichen Geschlechts. Unternehmer sind 11 670, Werkstelle. Seitens der dort arbeitenden Kollegen wurde eine wovon 3646 weibliche, und 36 788 Arbeiter, wovon 9136 weib- Ausbesserung des Lohnes von 15-20 pCt. verlangt, Herr Streich lichen Geschlechts. Stimmberechtigt sind 22 792, wovon 16 533 wollte jedoch nur eine solche von 7-8 pt. bewilligen. Obwohl Arbeiter. Herr St. nachwies, daß einige Arbeiter bei ihm 30-34 m. verAuf der Nischnij- Nowgoroder Ausstellung hat, wie bedienen, so mußte er andererseits doch zugeben, daß der Durch richtet wird, das Ministerium für Volksaufklärung eine kleine schnittsverdienst höchstens 19-20 M. beträgt. Da eine Einigung " Karte der Volksbildung" ausgestellt, welche richtiger„ Karte nicht erzielt wurde, legten die organisirten Kollegen die Arbeit nieder. Leider hat sich auch ein Streitbrecher gefunden. der Unbildung" genannt werden müßte. Es erweist sich, daß es solcher idealer" Gegenden in Rußland, wo auf 100 Einwohner mehr als 6 Schüler fommen, nur zwei giebt: Finnland und Livland; 5 bis 6 Schüler auf 100 Einwohner weifen nur die Gouvernements Kurland, Esthland und Taurien auf, 4 bis 5 Schüler noch die Gouvernements Jaroslaw und Saratow. Sodann ist es aber mit den Bildungsoasen" zu Ende! Der größte Theil des Gouvernements Petersburg, die Gouvernements Moskau, Twer, Smolenst, Kaluga, Tula, Orel, Wladimir, Rjäsan, Tambow haben nur noch 3 bis 4 Schüler Eine öffentliche Tapezirer Versammlung tagte am auf 100 Einwohner, und noch schwärzer und dunkler sieht es in 21. Auguft bei Zubeil in der Lindenstraße. Der Referent dem übrigen Rußland aus. Daß es im Uralgebiet nicht einmal Grünwald aus Hamburg warf in seinem Vortrage einen einen Schüler auf 100 Einwohner giebt, nimmt man schließlich Rückblick auf die Entwickelung der Verhältnisse im Tapezirernoch ergebungsvoll hin, daß es aber auch im europäischen Ruß Gewerbe während der letzten 20 Jahre. Er tam zu dem land, noch dazu hart an der West grenze, auch ein solches Resultat, daß nach der damaligen Voraussage Kaufmann's Gebiet giebt das Gouvernement Kowno dürfte doch Be- das Gewerbe fich zum fabrikmäßigen Großbetrieb entwickelt fremden erregen. habe, jedoch in anderer Form, wie solche Industrien es ver Eine Warnung vor Transvaal wird im Fachblatt„ Der mocht haben, denen die fortschreitende Maschinentechnik zu gute Affordarbeiter kommt heute im Durchschnitt auf ungefähr das Baugewerbe in Blüthe steht und die Städte Kanalifirung ein- gleich der Konfektion; aus diesem Grunde ist im Zapezirers Ein tüchtiger Töpfer" an die Thonwa arenarbeiter gerichtet. Da gerade kommt. Im Tapezirer- Gewerbe ist die Handarbeit vorherrschend, 25 M., es giebt allerdings auch einige Ausnahmefälle, wo bis richten, sollen hauptsächlich Thonwaarenfabriken und Ziegeleien Gewerbe die Hausindustrie, mit allen ihren scheußlichsten Ausaber nicht möglich, da die Verhältnisse sich fortwährend ändern. Aktiengesellschaft zu Friedrichsfeld in Baden, J. Cramer in ein Zwischenunternehmerthum herausgebildet, welches für größere Eine ganz genaue Angabe ist errichtet werden. Neben deutschen Firmen, wie der Thonwaaren- wüchsen die vorherrschendste Betriebsform. Auch hier hat sich Besonders ungünstig liegen die Dinge in den Klein- Bunzlau und Lüttjer- Borgmann in Berlin, find englische Kapita- Möbel- und sonst für das Tapezirerfach in betracht kommende betrieben. Während in allen Großbetrieben mindestens mit dem liften bemüht, die Töpfer- und Ziegelei- Industrie in ausgedehntem Großgeschäfte die Waarenanfertigung übernimmt, Redner Minimaltarife gelohnt wird, arbeiten in den Kleinbetrieben Seger Maßstabe einzurichten. Zum Zwecke der Einrichtung und zur Be- führt eine ganze Reihe von hygienischen Mißständen fogar für 14 M. die Woche. Sehr ungünstig sind die Lohnverhält schaffung des geschulten Arbeiterpersonals wendet man sich nun aus den Berliner sogenannten„ Buden" an, die überlaut nisse in den polnischen Druckereien, mit Ausnahme der zwei nach Deutschland. Es sind zwei ausschlaggebende Gründe, welche nach Abstellung schreien. Diesen elenden Zuständen gegen größeren Zeitungsdruckereien. Die Akkordarbeit kommt hauptsächlich in den Zeitungs- anzustellen; erstens gilt der deutsche Michel als ein gefügigerer daß in erster Reihe diejenigen Berufskollegen, denen der Zufall selbst die Engländer bewegen, die ihnen so verhaßten Deutschen über, erklärt der Vortragende, sei es endlich an der Zeit, druckereien vor, wo mehr auf Schnelligkeit als auf Genauigkeit und lentsamerer Arbeiter als der flaffenbewußtere Engländer einen erträglicheren Arbeitsplatz und etwa lohnendere Arbeit zugesehen wird. Hier hat sich die vervollkommnete und zweitens hat die Erfahrung in den süd- afrikanischen Frei- gewiesen hat, ihren Hochmuthsdünkel fallen zu lassen haben. Im Technit zum Schaden der Arbeiter geltend gemacht. Ziehungslisten der preußischen lassenlotterie wurden bie für einen sehr minimalen Lohn schaffen, in den Handleistungen angehörigen übt der Vortragende scharfe Kritik an dem, unter den Die staaten gelehrt, daß der Deutsche einwilligt, die farbigen Arbeiter, Sinblick auf das indifferente Verhalten der Maffen der Berufsfrüher in jeder Zeitung gesetzt und als Ziffernsatz mit einem zu unterweisen, was der Brite stets zu thun sich weigerte, da er Tapezirern herrschenden leidigen Organisationsformenstreit. Mit Aufschlag von 75 pet. bezahlt; jezt werden sie in ganzen Platten nicht eine bedürfnißlose. Schaar von Eingeborenen anlernen überzeugendem Eifer bemüht er sich, die Nothwendigkeit der von Berlin fertig bezogen. wollte, die für einen Tagelohn von 4-5 m. arbeiten, während zentralen Organisation hervorzuheben, und ist redlich bestrebt, In gewiffer Beziehung stehen sich die polnischen Buch der Europäer 20-23 W. erhält. Ist die erforderliche Menge den Versammelten klar zu machen, daß Abänderung der äußerst brucker Posens besser als die deutschen. Da jene die deutsche farbiger Arbeiter vorhanden, so wird auf dem Arbeitsmarkt ein traurigen Verhältnisse im Tapezirergewerbe nur geschehen kann Sprache in der Schule lernen, sind sie auch in der Lage, Lohndruck eintreten, der dem Europäer die menschenwürdige durch organisatorisches Zuſammenfassen aller Kräfte zu einer im späteren Leben hiervon Nußen zu ziehen. Praktisch bethätigen Fristung des Daseins unmöglich macht. Also der deutsche Ar- gewaltigen Macht, mit welcher gegen die eingeriffenen Verhältnisse fie dies dadurch, daß sie in deutschen Druckereien Stellungen an- beiter soll lediglich dazu mach Süd- Afrika berufen werden, den konsequent vorzugehen sei. Hieran schloß sich eine sehr erregte nehmen und diese auch mehr oder minder ausfüllen. Während Großkapitalisten billige Arbeitskräfte heranzubilden und der Debatte, in der eine stramme zentrale Organisation, eine loſe in fämmtlichen polnischen Druckereien tein Deutscher be- europäischen Arbeiterschaft Brot und Verdienst zu nehmen. Bentralorganisation und eine lokale Organisation mit gleicher schäftigt ist, besteht in den größeren deutschen Druckereien ein Bon den angeführten Firmen sind schon Thonwaaren- Arbeiter Heftigkeit vertreten wurden besonders Opposition riefen bie Drittel des Personals aus Polen. auf dreijährige Kontraktzeit unter Gewährung freier Hin- und Ausführungen Stinigti's hervor, der erklärte, daß die BerDer Lohn der Maschinenmädchen beginnt bei 8 M. Rückfahrt nach Süd- Afrika gesandt worden, doch fanden fechter der Lokalorganisationen im allgemeinen auf anarchistischem und beträgt im Durchschnitt 4,50 bis 5 M. wöchentlich. Be- dieselben bald heraus, daß ihnen in der neuen Heimath nichts Standpunkte ständen, meist aus Opposition gegen den Beschluß währen sie sich als tüchtige Arbeiterinnen, so bekommen sie weiter blüht, als sich im Frohndienste des Kapitals abzuplagen. der Mehrheit der deutschen Arbeiterschaft, sich in zentralen Ber in den großen Druckereien bis 10 Mart. Die als Die Zusicherung der freien Rückfahrt bietet den von den Eta bänden zu vereinigen. Seitens Pönite's wurde die Konstituirung Gegerinnen beschäftigten Frauen erhalten wöchentlich blissements entfendeten Arbeitern schließlich noch die Möglichkeit einer siebengliedrigen Kommission beantragt, der es obliegen soll, ungefähr 12 M., die Lehrlinge ein Rostgeld, das im Laufe in absehbarer Zeit beimzukehren, wenn auch nicht als reichere, die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Gewerbe zu studiren und der Lehrjahre von 3 auf 6 M. steigt. so doch als weifere Leute; jedoch schlimmer steht es mit denjenigen einer Versammlung, die 14 Tage später stattzufinden hat, Be Während früher in Posen 10 bis 11 Stunden ge- Arbeitern, die sich von einem L. Balzer aus Weilburg bei Lahn richt darüber zu erstatten. Andererseits wurde dieser Zeitraum arbeitet wurde, haben sich jetzt die Verhältniffe derartig geändert, amverben lassen, der einen Großhandel in Menschenwaare treibt für viel zu kurz erachtet; schließlich wurde auf Antrag Hoh. baß, abgesehen von einigen fleineren Druckereien, wo 10/2 bis und an feinen in Johannesburg als Bauunternehmer leben mann's zu der Wahl der vorgeschlagenen Rommission eine 11 Stunden gearbeitet wird, der Behnstundentag als den Schwager in regelmäßigen Zwischenräumen europa- neue Bersammlung beschlossen, die sich ausschließlich mit diesem durchgeführt gelten kann. Sehr im Schwange ist in Posen die Lehrlings verfrachtet. müde Arbeiter der Thonwaaren- Industrie in Abtheilungen Bunkt zu befaffen habe. Im Schlußwort, während welchem die Der Schwager Becker baut die Fabriken und allmälig entstandene Erregung sich einigermaßen legte, trat der Büchterei; die im Tarife vorgesehene Lehrlingsstala wird Biegeleien und liefert deren Inhabern zugleich das nöthige Referent znerft entschieden dem Bedauern Marquiet's ent nicht innegehalten, namentlich verstoßen die Besizer der kleineren Betriebspersonal, wohl assortirt. Balzer läßt die Leute, denen er gegen, daß die Lapezirer feinerzeit es abgelehnt hatten, Druckereien bagegen. In den Großbetrieben kommen auf einen von den Zuständen im Goldlande" die rosigsten Schilderun gen den Wildberger'schen Unterstügungsverband Rettung Lehrling 3,37 Gehilfen, in den kleinen Druckereien auf 1 Lehr- entwirft, einen Dienstvertrag unterschreiben, wodurch sich diese aus den Formenstreitigkeiten anzuerkennen, beklagte darauf Diskussion erwähnte Thatsache, daß ling aber nur 1,05 Gehilfen. Die Ausbeutung der Lehrlinge ist zu einem fünfjährigen Dienst gegen einen Wochenlohn von 130 m. tiefer Toraliter um so ärger, als die Lehrzeit überaus lang ist, burchschnitt- verdingen, aber zugleich einwilligen, daß der Arbeitgeber ein feitens der Lokalisten ein Kollege ausgefandt sei, nicht um lich bauert sie vier bis fünf Jahre! Lehrgeld wird Drittel dieses Lohnvertrages zur Sicherung gegen Kontratibruch in organisationslosen Orten Organisationen zu gründen, sondern zwar nicht bezahlt, will aber der Lehrling eher freigesprochen bis nach Ablauf der fünf Jahre zurückbehält und mit 5 pet. ver- in Orten, wo Filialen der zentralen Organisation mit Mühe werden, so muß er dem Lehrprinzipal 100 bis 200 Mart zinft. Der Zinsfuß ist erstens ein lächerlich niedriger, da der errichtet worden seien, gegen diese und für lokale Organisationen zahlen. In einer Druckerei hat der freigesprochene Lehrling übliche 8-10 pCt. beträgt; zweitens wird dem Arbeiter keinerlei zu agitiren; zum Schluß protestirte er mit aller Entschiedenheit ungefähr 45 M. zu einer Kneiperei der Gehilfen zu zahlen. In Gewähr gegeben, daß in einem Lande, wo die Spekulationswuth gegen die Art und Weise der Agitation, die, wie er betrübender den übrigen Druckereien ist dieser früher allgemeine Brauch ab- den Höhepunkt erreicht, an einem Tage große Vermögen verloren Weise wahrnehmen müsse, kein Vertreten der Intereffen der gekommen. Wenn der Lehrling ausgelernt hat, wird er in der werden, der Arbeitgeber plötzlich verarmt und er um den Preis Arbeiter, sondern ein Bertreten deren Interessen bedeute. Die Regel entlassen und vermehrt nun die Schaar der Arbeitslosen. feiner Mühen beraubt ist. Sehr verlockend muß allerdings dem nun folgenden persönlichen Bemerkungen und Richtigstellungen Der technische Unterricht, den die Lehrlinge bei den Lehr- deutschen Arbeiter, der fich mit dent fümmerlichften waren wegen der sich stetig steigernden Unruhen nicht mehr vers lingszüchtern genießen, ist mangelhaft. Entgelt für feine Wirksamkeit begnügen muß, der an ständlich, kaum war die Schlußerklärung der Versammlung ver In der Handwertervorlage der Regierung wird der scheinend hohe Lohnsatz dünken; aber man darf nicht nehmbar. Buchdruckereibetrieb den Innungen ausgeliefert. Von Interesse vergessen, daß ihm Preise für alle Lebensbedürfnisse in ent in dieser Beziehung ist, daß in Bosen eine BuchdruckerInnung nie bestanden hat. Die Buchdrucker haben, fagt Herr Kantorowicz, ihr Gewerbe nie zum Handwerk rechnen wollen, und heute trifft diese Bezeichnung weniger als je auf baffelbe zu. Selbst wo sich noch reine Kundenproduktion erhalten hat und feine Zeitung erscheint, ist die Art der Geschäftsführung durchaus kaufmännisch und bei der übrigen Produktion verbieten die fabrikmäßige Gliederung der Arbeitsverwendung, die Größe des Kapitals, das sowohl zur Gründung als zum Betriebe nothwendig ist, das Buchdruckgewerbe noch zum Handwerk zu rechnen. Eine empfindliche Strafe traf einen Fabrikanten in Altena, der seinen Arbeitern den Lohn in Wechseln ausgezahlt hat, ftatt in baarem Gelde, wie es die Gewerbe- Ordnung vorschreibt. Er wurde vom Gericht zu 300 M. Strafe ver urtheilt. Ein Arbeiter, dem es nicht paßte, bei der Umwechselung Schaden zu leiden und sich Abzüge gefallen zu laffen, hatte Anzeige erstattet. = als sprechender Höhe gegenüberstehen. Für gute Koſt und Logis muß Depelchen und letzte Nachrichten. der Arbeiter wöchentlich 30-40 m. zahlen, die Flasche deutsches Bier fostet 3,50 m., das 4/10 Liter- Glas des in Transvaal ges Leipzig, 22. Auguft.( Privatdepesche des Vorwärts".) brauten Bieres 50 Pf., das Glas Genever 75 Pf. Für das Auf Antrag des Landgerichts Kiel beschlagnahmte die Polizei Paar Stiefel befohlen berechnet der Schuhmacher 6-8 M. in der Leipziger Volksbuchhandlung sechzig Exemplare von ähnliche Preise muß man für alle Bedürfniffe zahlen. Am Ende des Jahres wird der Arbeiter finden, daß er kaum mehr Nr. 33 der„ Neuen Welt", die nach Annahme des Land Ersparnisse zurückgelegt hat, als früher in der Heimath, im gerichts in dem Artikel ,, Der Nazarener" eine Gotteslästerung ent. Falle er sich nicht große Einschränkungen auferlegt hat, die in halten soll. Das Amtsgericht Kiel hatte die Beschlagnahme ab= einem heißen Klima noch weniger durchführbar sind, als in einem gelehnt, auf die Beschwerde des Staatsanwalts hatte aber das gemäßigten. Soziale Rechtspflege. Kieler Landgericht die Beschlagnahme verfügt. " London, 21. August.( W. T. B.) Ueber die in Tanger entdeckte Verschwörung gegen den Sultan von Marokko wird dem Reuter'schen Bureau" von dort gemeldet, daß die Regierung eine Verschwörung gegen den Sultan entdeckt habe, welche den Zweck haben sollte, den Bruder des Sultans, Muley Mohammed, auf den Thron zu erheben. Mehrere einflußreiche Personen sollen in die Verschwörung verwickelt sein. Unberechtigte Lohnverweigerung. Der Pianoforte fabrikant Ulbrich, welcher dem Pianobezieher K. bei der Lösung des Arbeitsverhältnisses 23,60 m. verdienten Lohnes vorenthalten hatte, machte gegen die entsprechende Forderung K.'s vor dem Gewerbliche Schiedsgerichte in der Schweiz. Aus Gewerbegericht einen, Schadensersatz- Anspruch geltend. Er Stockholm, 22. Auguft.( W. T. B.) Die Zeitung„ AftonZürich wird uns geschrieben: Der sonst so fortschrittliche begründete feinen Antrag, den Kläger abzuweisen, damit, daß bladet" erhielt folgendes Telegramm, welches von Andrée am Konton Zürich hinkt in Beziehung auf die gewerblichen dieser während seiner viermonatlichen Beschäftigung in der 11. August von Virgos- Hafen abgesandt worden ist: Bisher hat Schiedsgerichte anderen Kantonen nach, so den Kantonen Genf, Fabrik nach und nach einen höheren Schaden angerichtet habe, die Ballonfahrt nicht angetreten werden können. Die zuerst Neuenburg, Bern und Basel; denn erst im vorigen Jahre wurde als zum Ausgleich des flägerischen Anspruchs erforderlich sei. herrschenden nördlichen Winde gingen vor mehreren Lagen ein Gesez hierüber geschaffen und jetzt ist es nur die Stadt Der Schaden bestand in der Entwerthung von Arbeitsmaterial in Stille und schwache Stoßwinde über. Wir sehen der Mög Zürch, wo mit der Errichtung eines gewerblichen Schiedsgerichts durch ungenügende fehlerhafte Verwendung desselben. Nach der lichkeit entgegen, zur Rückkehr genöthigt zu werden. Wir warten ernst gemacht wird. Der Kleine Stadtrath hat dem Großen Aussage des als Zeugen vernommenen Werkführers war es natürlich möglichst lange, aber wegen der Assekuranz soll das Stadtrath hierüber eine Borlage gemacht, wonach die Arbeiter diesem und dem Beklagten seit den ersten Wochen des Arbeits- Schiff spätestens am 20. August abgeben; auch ist die Jahreszeit und Arbeiterinnen in neun Berufsgruppen eingetheilt werden, verhältnisses bekannt, daß der Kläger nicht so arbeitete, zu weit vorgeschritten. Uebrigens ist alles wohl, die Stimmung nämlich 1. Arproduktion, Lebens- und Genußmittel; 2. Bekleidung, wie sie wünschten, und daß der betreffende Material- jedoch mehr und mehr gedrückt. = Bus und Reinigung; 3. Textilindustrie und chemische Industrie; schaden infolge dessen entstand. Die Kammer IV, welche Konstantinopel, 22. Auguft.( Meldung des Wiener K. K. 4. Metallbearbeitung; 5. Holzbearbeitung; 6. Erd- und Hochbau; die Sache zu entscheiden hatte, veurtheilte den Beklagten Telegraphen Korrespondenz- Bureaus.) Hiesige diplomatische 7. Graphische Gewerbe; 8. Kaufmännische Gewerbe und 9. Trans- zur Auszahlung der 23,60 m. unter folgender Begründung: Die Kreise betrachten den Einfluß der Intervention der Konport und Fuhrwesen und weitere Berufsarten. Wählbar und Kompensation des Schadens gegen die Lohnrestforderung fonnte fuln in der tretischen Angelegenheit als erschöpft; auch wahlberechtigt find alle stimmberechtigten Arbeiter und Unter- nicht für gerechtfertigt erachtet werden, weil der Betlagte den die Pforte scheint überzeugt, daß sie ohne die Autorität der Kläger vier Monate lang beschäftigte, obwohl er von Anfang an Großmächte mit den Kretensern nicht fertig werden könne und *) Bis zu den 70er Jahren wurde im deutschen Buchdruck dessen schwache Seite kannte. Wollte er vor größerem Schaden der Wiederausbruch eines allgemeinen Aufstandes zu befürchten gewerbe der Attorblohn nach 1000 n berechnet, seitdem nach 1000 bewahrt bleiben, dann hätte er Gelegenheit gehabt, R. längst zu fei; sie wünscht daher die direkte Vermittlung der Mächte Buchstaben, wie sie im Alphabet aufeinander folgen. Lettere entlassen; so muß er aber die Folgen tragen. Trifft die Behaup- zwischen der Pforte und den Kretern, welch' lettere gleichBerechnungsart ist zuverlässiger als die erste, weil bei dieser der tung zu, daß Kläger einmal gesagt habe, er werde den Schaden falls diese Vermittelung nachgesucht haben. Die Pforte wäre auch Prinzipal den Gehilfen dadurch betrügen fonnte, daß er die ersehen, dann bleibt immer noch fraglich, ob sich dies auf einen zu entsprechenden Zugeständnissen bereit, da die Beendigung des n besonders breit gießen ließ. Der Seger berechnet näm- einzelnen Fall oder auf die ganze Dauer des Arbeitsverhältnisses tretischen Aufstandes die Vorbedingung zur Regelung dringender lich die Zahl der von ihm gesetzten Buchstaben so, daß er eine bezog. Damit fällt der fragliche Einwand. Wenn Beklagter Finanzfragen ist. Fast alle Mächte sind bereits zur Vermittelung Beile voll Buchstaben fezt und die Anzahl dieser Buchstaben den Kläger nicht entlassen und dennoch am Schlusse des Arbeits geneigt und eine diesbezügliche Aktion ist bevorstehend, womit mit der Gesammtzahl der von ihm gesetzten Beilen multiplizirt. verhältnisses ein Anspruchsrecht auf Ersatz des gesammten, die Lös ng der fretischen Frage zu erhoffen ist. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 197. Lokales. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7-8 Uhr abends statt. Zur Lokalliste. In Französisch Buchholz steht der Arbeiterschaft das Lokal von G. Adler, Hauptstr. 29, zur Verfügung. Die 2otaltommission. = " Sonntag, den 23. August 1896. beobachten. " 13. Jahra. in hohem Maße vertheuert wird. Doch auch in anderer Be- nach dem Monde", der die Besucher durch effektvolle Dioramen ziehung haben die Arbeiterinnen unter dem gemeingefährlichen in die wunderbare Gebirgswelt unferes nächsten Nachbarn im erhalten solcher Händler schwer zu leiden. Gewöhnlich werden Universum führen wird. Der große szenische Vortrag„ Durch den die Nähmaschinen unter Garantie" für eine gewisse Zeitdauer Gotthardt" wird demnach nur noch kurze Zeit das Repertoir verkauft. Kommen nun innerhalb der" garantirten" Zeit des neuen Hauses beherrschen. Auch in dem alten Hause in der Schäden an der Nähmaschine vor, was besonders häufig bei Jnvalidenstraße wird eifrig gearbeitet, um in den ersten Tagen den Schiffchen der Fall ist, und wendet sich die Arbeiterin des September den dort speziell für Experimentalvorträge neu betreffs Vornahme der Reparatur an den zuständigen Händler, eingerichteten Hörsaal mit einem Vortrage des Herrn Dr. Spies so wird sie entweder grob abgewiesen oder doch so lange hin- über neue Röntgen- Strahlen- Versuche eröffnen zu können. Den Parteigenossen des vierten Berliner Reichstags: gehalten, daß sie, da sie die Nähmaschine nothwendig braucht, In den Verhandlungen über die Umwandlung der Wahlkreises ,, Südost" zur Nachricht, daß am Sonntag, den gezwungen ist, die Reparatur auf eigene Kosten vornehmen zu Pferdebahnen in elektrische Bahnen soll, wie ein hiesiges Blatt 30. August im Konzerthause Sanssouci die diesjährige lassen. Hierbei stellt es sich nur zu oft heraus, daß zu den meldet, die Pferdebahngesellschaft sich dazu verstanden haben, für Lassalle Feier stattfindet. Wir ersuchen die Parteigenossen neuen" Maschinen alte Maschinentheile Verwendung gefunden den Verkehr innerhalb der Stadt nur Affumulatoren anzuwenden. um lebhafte Betheiligung an diesem schönen und erhebenden haben, deren Dauerhaftigkeit von vornherein sehr in Frage stand. Somit würden die kupfernen Waschleinen nicht weiter das Feste. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen zu Die Arbeiterinnen sehen sich somit auf alle mögliche Art benach- Straßenbild verunzieren. haben; auch machen wir auf die heutige Annonce aufmerksam. theiligt und es erscheint wohl am Plake, darauf hinzuweisen, Die Verleihung von 20 großen und 69 kleinen goldenen An die Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags: beim Abschlusse derartiger Kaufgeschäfte die größte Vorsicht zu Medaillen an Künstler, welche auf der Internationalen KunstWahlkreises( Süd- Ost). Parteigenossen! Uns allen, die wir ausstellung vertreten sind, wird im Reichs- Anzeiger" publizirt. uns als Sozialdemokraten bekennen, erwächst die Pflicht, der Der Bräutigam" der Bertha Rother. Mit einem Diese Formalität fällt bekanntlich dadurch auf, daß die„ Verpolitischen Organisation beizutreten, die sich die Verbreitung Rowdy bedenklicher Sorte hatten wir es offenbar in einem fein- leihung" nicht von einer Kommission, sondern von dem deutschen unserer Ideen zum Ziele gesteckt hat und ihren Angehörigen gekleideten Individuum zu thun, das gestern Mittag vor Kaiser ausgeht. Die Namen der Künstler zu nennen, welche mit Belehrung und Förderung ihrer Interessen bietet. Es ist nicht Trunkenheit taumelnd auf unserer Redaktion erschien. Der Kerl Medaillen bedacht sind, halten wir nicht für nothwendig. damit abgethan, daß der Proletarier von fünf zu fünf Jahren zog ein Exemplar unseres Blattes aus der Tasche, in welchem Vom Wirken der Berliner Sittenpolizei. Recht wunders mit dem Stimmzettel in der Hand gegen die heutigen Zustände von der Zeitungsmeldung Notiz genommen war, daß Bertha bar ist es zwei Damen vor kurzem eines Sonntags ergangen, proteſtirt. Einem jeden Ausgebeuteten erwächst vielmehr die Rother sich mit einem österreichischen Grafen verheirathen als sie, von der Ausstellung kommend, in der zwölften Stunde Pflicht, sein Theil zu thun, damit die erhabenen Worte unseres wolle. Er sei der- Bräutigam der Bertha Rother, und durch die Köpnickerstraße gingen, um sich ihrem Heim zuzuwenden. Karl Mary: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch", weiter es sei beschimpfend, daß der Borwärts" fie Bertha Die Damen, die sich ihr Lebelang durch ehrliche Arbeit ernährt in Erfüllung gehen. Jeder Parteigenosse in unsern Wahlbezirken und nicht Fräulein genannt habe, und er ver und auch auf dem Heimwege sich benommen hatten, hat daher die Pflicht, dem Wahlverein im 4. Berliner Reichstags: lange einen Widerruf. Während dieser lallend ge wie jede anständige Person, Person, wurden in der Nähe sprochenen Worte fuchtelte der Betrunkene init einem Regen der Michaelfirch- Straße plöglich Wahlkreis„ Südost" beizutreten. von zwei KriminalZur Aufnahme neuer Mitglieder und Entgegennahme von schirm und mit einer Reitgerte herum. Ein derartiger Auftritt beamten angehalten. Sie sollten mit auf die Woche kommen. Beiträgen sind folgende Bahlstellen errichtet: Wilh. Erbe, ging uns denn doch über die Hutschnur; bevor der Bursche noch als eine der beiden Damen erschreckt fragte, weshalb sie denn Cuvryfir. 25; Karl Trittelwig, Faldensteinstr. 7; 2 u dw. im ftande war, mit seinen Strolchgepflogenheiten irgend welche fiftirt werden sollten, antwortete ihr einer der Beamten mit Tollsdorf, Görlitzerstr. 58; Schilling, Püdlerstr. 55; Unannehmlichkeiten anzurichten, hatten ein paar dieser Arbeit überzeugender Sicherheit:" Seien Sie man stille, Sie kennen wir Beyer, Wrangelstr. 136; 21h. RoII, Waldemarstr. 61; allerdings ungewohnte Hände den„ Bräutigan" so sanft, wie es den schon, Sie sind von dem Restaurateur erst gestern bemerkt Seidler, Raliborstr. 16; Otto Rasche, Reichenberger Umständen nach angemessen war, an die Schulter gefaßt und kopfüber schon, Sie sind von dem Restaurateur erst gestern bemerkt worden." Die Damen mußten mit auf die Revierwache und straße 160; Brödenfeld, Manteuffelstr. 69; Golz, flog der Lümmel zur Thür hinaus. Laut brüllend trollte er sich wurden dann nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen. Grünauerstr. 3; Streit, Naunynſtr. 86; Zh. Mehner, von dannen. Er hatte sich augenscheinlich in der Adresse ver- Sie richteten über diesen Mißgriff eine Beschwerde an den PolizeiOranienstr. 184. sehen und mochte geglaubt haben, in einem sozialdemokratischen präsidenten, in welcher sie u. a. die Namensnennung des Für die bis jetzt eingetretenen Mitglieder sind die Mit- Blatt ebenso hilflose Leutchen zu finden, wie sie von bekannten Restaurateurs verlangten, damit sie diesen wegen der infamen gliedsbücher entweder bei Wilh. Gefche, Wrangelstr. 63, abzu: Revolverhelden in liberalen Blättern angetroffen worden sind. Verdächtigung gerichtlich belangen könnten. Nach Verlauf von holen oder in der nächsten Versammlung entgegenzunehmen. acht Tagen erhielten die Damen eine Zitation auf das Revierbureau, und dort wurde ihnen ein Schreiben des Polizei präsidenten verlesen, ungefähr des Inhalts, daß sie nicht auf Denunziation eines Restaurateurs, sondern auf eigene Wahrnehmung der Beamten hin sistirt worden seien; sie hätten Herren zugenickt, die auf dem Berdeck eines Pferdebahnwagens gesessen hätten. Wenig befriedigt durch diese befremdliche Antwort beschwerten sich die Damen abermals beim Polizei präsidenten. Sie bestritten ganz energisch, auch nur durch Nicken" dem Beamten Anlaß zum Einschreiten gegeben zu haben. Diese Beschwerde hatte zur Folge, daß ein Polizei- Wachtmeister in der Wohnung der Damen erschien und ihnen dort mittheilte, daß der Restaurateur, der sie denunzirt hätte, sich nicht ermitteln lasse. Und dabei blieb es. Es empfiehlt sich also für junge Damen, niemals nach der Pferdebahn hin zu nicken. " Große Unzufriedenheit herrscht bei den Angestellten der Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenossen bringen Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft. Den Beamten, welche wir folgende Parteispeditionen bei der Lieferung des Vorwärts", durch die Gewerbe- Ausstellung außerordentlich schweren Dienst Wahrer Jakob"," Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur haben und der Gesellschaft reiche Einnahmen bringen, wird in Erinnerung: Moabit: Karl Anders, Puttligstraße 9. jeglicher Urlaub verweigert oder nur gewährt, wenn sie auf eine Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Anzahl freier Tage verzichten. Die Kontrolleure erhalten gar Stolzenburg, Wiesenstr. 14. Gesundbrunnen: Wilhelm feinen Urlaub und es ist einem derartigen Beamten, welcher auf Gaßmann, Grünthalerstr. 64. Rosenthaler Vorstadt: ärztliches Anrathen Erholung suchen sollte, solcher verweigert Gustav Rosenthal, Granseerstr. 6. Schönhauser Vor- worden. stadt: Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96. Eine neue Dampfer- Haltestelle auf der Oberspree ist seit Die Parteigenoffen des 1. Berliner Reichstags- einigen Tagen in Betrieb genommen. Es ist dies an der kleinen Wahlkreises veranstalten am Sonntag, den 23. August, zur Insel, welche vis à vis vont Treptow belegen, auf welcher ein Lassallefeier einen Familienausflug nach dem herrlich im neues Restaurant erbaut worden ist. Die neue Station Abtei", Walde gelegenen, vom Bahnhof Röpenick 20 Minuten entfernten ist zwischen Treptow und Eierhäuschen belegen. Lokal Pferdebucht. Die Parteigenoffen vom Gesangverein Die Verlegung des Vorortverkehrs der Anhalter und „ Karthaus" haben ihr Erscheinen zugesagt. Abfahrt früh 9 Uhr der Dresdener Bahn vom Anhalter nach dem Ringbahnhofe am Sonderbare Heilige müssen es gewesen sein, welche am vom Schlesischen Bahnhof. Bahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Potsdamer Bahnhofe nimmt schon in der nächsten Zeit ihren Freitag Morgen dem Schuhwaarenladen von Moses in der Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahl- Anfang. Schon vom 1. Oktober d. J. an geht von hier aus Gollnowstraße 31 a einen Besuch abstatteten. Ein früh gegen vereins für den ersten Kreis diene zur Nachricht, daß am und hierher der Vorortverkehr nach Bossen. Die neuen Fahr- 3/2 Uhr an dem Geschäft vorbeigehender Bäckerlehrling vernahm Dienstag, den 25. August, abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn pläne find bereits an die Beamten vertheilt worden. Der Ver- aus dem Laden herausdringendes Geräusch und weckte sofort den Cohn, Beuthstr. 20, 1 Tr., eine Versammlung stattfindet, in fehr wird über Tempelhof geleitet, auf dem sogenannten Raiser- ihm bekannten Geschäftsbefizer. Letterer eilte in Begleitung des welcher Genoffe Paul Jahn über Rechte und Pflichten der geleife. das vor zwei Jahren gebaut wurde, damit der Kaiser Hauseigenthümers in das Geschäftslokal, welches die Diebe jedoch Staatsbürger sprechen wird. Pflicht der Genossen ist es, recht von Wildpart tommend mit Umgehung des Anhalter Bahnhofes bereits verlassen hatten, und zwar durch den Ausgang nach der zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. nach dem Tempelhofer Felde gelangen fann. Straße, wie die hochgezogene Jalousie bewies. Die Verbrecher hatten die Ladenkasse erbrochen, baares Geld jedoch in derselben Die Mail- Coaches haben den Betrieb wieder ein nicht vorgefunden, wohl aber ein Sparkassenbuch über 500 M. gestellt! Damit hat sich denn erfüllt, was die meisten Die Verbrecher hatten das in Papier gewickelte Buch ausgepackt, vorausgefagt haben. Das Institut, dem das Berliner Publikum sich von der Höhe der Eintragung überzeugt. aber das Buch von vornherein nur ein geringes Interesse entgegenbrachte, hat nicht mitgenommen. Auch die Waaren in dem Geschäft waren fich feines Wiederauflebens nur kurze Zeit erfreuen" tönnen. von den seltsamen Einbrechern nicht berührt worden. Schlechte Einnahmen und die kalte feuchte Witterung, die in den ersten Tagen des Wiederbetriebs der Mail- Coaches herrschten, In dem Geschäft von Moosdorf u. Hochhäusler kann man zwangen die Gesellschaft, das Institut definitiv eingehen zu sich immer noch nicht darüber beruhigen, daß wir die Art, wie Die Wagen sollen sämmtlich verkauft werden. das Fabrikbanner geftiftet werden soll, im Interesse der Arbeiterschaft nach Gebühr gegeißelt haben. Jezt läßt man uns auf grund des Preßgefehes die folgende Berichtigung" zu den in Ueber die Geschäftspraktiken hiesiger NähmaschinenHändler wird von zahlreichen Arbeiterinnen Klage geführt. Die Nähmaschine ist heute für ungezählte Arbeiterinnen ein nothwendiges Arbeitsinftrument zum oft färglichen Broterwerbe geworden. Um nun die Anschaffung einer Nähmaschine zu er leichtern, wird solche an Bedürftige oft auf Theilzahlung abgegeben. Häufig genug ist nun aber eine Arbeiterin nicht in der Lage, die vereinbarten Ratenzahlungen inne zu halten. Nachdem laffen. nun die frühere Praxis, in solchen Fällen die Nähmaschine ein- Hoffentlich auf immer. fach wieder abholen zu lassen unter Verlust der bereits geleisteten In Cohn's Festfälen, Beuthstr. 22, werden am Sonntag r. 190 und 191 gebrachten Mittheilungen zugehen: Die fünf Bahlungen für die Arbeiterin, durch Gesetz beseitigt ist, ge Abend um 61/2, 7/2, 8 und 92 Uhr Vorführungen und Er- Unterzeichneten der Berichtigung in Nr. 191 erschienen nicht brauchen Händler jetzt die„ Borsicht", sofort Klage gegen die fäumige flärung der lebenden Photographien durch Herrn Bahlerin anzuftrengen. Die arme Arbeiterin muß infolge dessen neben dem Preise für die Nähmaschine auch noch die erwachsenden Kosten bezahlen, was naturgemäß nur unter den größten Entbehrungen möglich ist und wodurch die Nähmaschine Sonntagsplandevei. Hermann Stüve aus Hamburg stattfinden. Das wissenschaftliche Theater der neuen Urania in der Taubenstraße plant eine neue große Weltreise, einen Ausflug " unter Führung eines Romptoirbeamten auf Ihrer Redaktion, sondern der unterzeichnete Komptoirbeamte erschien deswegen auf der Redaktion, weil die Berichtigung nicht abgenommen und auch dann erst noch die Unterschrift des Unterzeichneten verlangt vielbefliffenen Beichendeuter aber, die strömen zu Hauf herbei Leute selbst, die den Sozialismus als utopisch bekämpfen, müssen und sie flüstern geheimnißvoll unter einander und fie raunen sich manchmal die allgemeine Berriffenheit und das Mißbehagen im War das in dieser Woche ein ängstliches Zuscheln! Wie gegenseitig allerhand Vermuthungen ins Ohr, wie es nur ge- eigenen Lager eingestehen. So nahm jüngst der Schriffteller wurde hin und her gerathen und wie eifrig steckten die politi: kommen, wie es denn möglich sei, daß der schneidige Mann in der Max Nordau in Paris zur vielbesprochenen und wichtigen schen Schriftgelehrten und Beichendeuter ihre Köpfe zusammen! Blüthe seiner Reckenhaftigkeit vor der Zeit von seinem Ministerstuhl Frage vom relativen Rückgang der Bevölkerung Frankreichs das Sie, die berufen find, jahraus, jahrein in die Höhe zu starren herniedergepurzelt sei. So wird das Simpelste in mysteriöses Wort. Auch er kam auf das Mißbehagen im französischen und nach Wetterverkündigungen auszuspähen, trippeln unruhig Dunkel gehüllt; was für den Sehenden einfach und bloß zu Bürger- und Bauernstamm zu sprechen, auf einen gewissen auf und nieder und zerbrechen sich ihre forgenerfüllten Röpfe tage liegt, das wird mit legendären Vermuthungen verbrämt; Marasmus, der durch„ Ideallosigkeit" zu erklären sei. Früher darüber, was nun in den höchsten Regionen beliebt sei, und den Philister, der troß allem vielfältigen Walten des hätte die französische Bourgeoisie eine treibende Idee gehabt, die was nicht. Lucanus noch immer von Ehrfurcht geblendet zu goldenen Idee der Revanche für 1871. Diese Idee sei aber start ins Rammerdienergeschäftigkeit, die an den Thüren der Großen Ministerherrlichkeiten, wie zu leitenden Gewalten emporstarrt, Wanken gekommen, trotz überhigten Chauvinis Gebelfers; lauscht und das Spärliche, was sie erlauscht hat, wie ein überlaufen Schauer um Schauer. Er phantafirt in seiner und May Nordau mußte sich im Anschluß hieran zu dem banges, fchweres Mysterium weiter verkündet. Der große Bron: Herzensbedrängniß vielleicht von furchtbaren Schicksalsmächten, Geständniß bequemen: Auch die Bourgeoisie Deutschlands leide fart ist todt. Geschieden ist er für immer. Ein Blitzstrahl hat die da oben in den hohen Regionen, den hohen Regionen, wohin des ge- an demselben allgemeinen Mißbehagen, und nur die Sozialihn gefällt, den allezeit fröhlichen Ritter Georg, der zum Kampf meinen Sterblichen Blick nicht bringt, miteinander ringen; demokratie Deutschlands blühe und erstarke, weil sie allein im gegen den modernen Drachen, den Umsturz, auszog, wie man in und es dürfte einen nicht verwundern, wenn in dem marklofen, heutigen Deutschland ein echtes, vorwärtstreibendes Ideal tenne. glücklicher Unbefangenheit zum munteren Jagen auszieht. Es unfelbständigen, gängelbandlüsternen Geschlecht der Sturz Dies ewig regsame Mißbehagen schafft die reizbare Em muß für den braven Bürger, dem sonst das Herz nicht allzu tapfer Bronsart's gewichtig- tragische Gestaltung gewanne. Der und pfindsamkeit allen vergänglichen Tagesereignissen gegenüber. in der Männerbrust schlägt, ein aufmunterndes Labfal gewesen sein, jener träumt ohnedies mit stechendem Gram in der Seele schon Die unmuthige, frankhaft erregte Phantasie leiht Vorkommnissen, wenn der Gesellschaftsretter am Ministertisch, wie in schneidigem davon: Sein Held, sein schneidiger Gesellschaftsretter, sei ge- die im Wesen den großen Fluß der Ereignisse kaum flüchtig be= Jugendübermuth das bischen Sozialistengefahr mit dem fräftigen fallen, wie der strahlende Jung- Siegfried der Sage; und man rühren, überspannte Bedeutung. Der große Bronsart fiel; und man Strahl aus einer Feuerfpriße zu löschen versprach. Das ist die sucht mit Beben nach dem grimmen Hagen, der ihn zu Fall gebracht. erzählt von einer ungeheuren, tiefreichenden Erregung innerhalb Art der zärtlichen Bürgersseele, der troftbedürftigen. Sie berauscht Die politischen Zeichendeuter und Wichtigthuer, die an jedem der Nation. Schade, daß nicht weiter erzählt wird, die Erde sich gern an sporenklingender Rede und dankt jedem, der sie in Personenwechsel so vielbekümmert herumschnüffeln, als hinge für hätte zu beben angefangen, der Himmel hätte sich verfinstert und freundliche Illusionen wiegt, wenn sie nur für furze Augenblicke weite Jahrzehnte der Welt Wohl und Wehe daran, hätten die Sterne wären erloschen. Schon schnüffelt man wieder an aus ihrem Unbehagen und ihrer Verschüchterung gehoben wird. so leichtes Spiel nicht, stände ihnen das allgemeine Un- dem neuen Minister herum, an Herrn v. Goßler, den Nachfolger So haben die Pariser Chauvins seinerzeit sich nach ihrer Volks- behagen innnerhalb der verschiedenen Parteigruppen im Bronfart's. Angstbekümmert horcht man, was er nach den Anart an dem fofetten Schönbart und Säbelraßler Boulanger Bürgerthum nicht günstig bei. Hier wehtlagt der reine" gaben der Zeichendeuter wohl bringen werde. Wird er mit gleich bis zur Selbstvergessenheit berauscht; und so sog man hier Nationalliberalismus über die Abtrünnigen in seiner Partei und selbstherrlicher Laune im Reichstag auftreten, wie der zulande Erquicung aus jener spezifischen Schneidigkeit, Altweiberthränen strömen über seine Wangen. Dort steht die dahingeschiedene Kriegsminister? Wird er den Kampf für die der Berlinische Jargon das selbstgefällige Wort: fonservative Partei vor zahlreichen Splitterbildungen und sie gegen die Schmierfinfen Literatur" und den Umsturz in Uns fann feiner", gefunden hat. Der erste Grundfah nennt teinen tecken Trompeter mehr à la Hammerstein ihr eigen, ähnlich schneidiger Weise fortseßen, wie weiland Herr folch' echter Schneidigkeit ist, sich nicht verblüffen lassen. Und der zum Sammeln bläst. Ueberall schlägt man die v. Bronsart? Man möchte den neuen Mann" nach allen Seiten rückte ein Gegner mit eherner Gewalt heran, man muß denn- Hände über den Kopf zusammen und fragt verwirrt betaften und befühlen, sehnsüchtig harrt man, ob sein Auge noch blasirt den Schnurrbart in die Höhe wirbeln, den Feind mit oder auch bestürzt, was soll das werden? Wer aber blißen, seine Stimme werde donnern können. Als ob dieser eine wegwerfendem Lächeln mustern und ausrufen können:" Die paar zerrissen ist und frank im Gemüthe, der ist in der Regel Mann Regen vertheilen könnte und Sonnenschein. So sehr hat Männchen? Das soll uns imponiren?" start, wetterempfindlich, und er wird mit Spannung auf allerlei man sich jeglicher Selbständigkeit begeben, daß jede neue Erzellenz Und nun ist der Held gegangen, der einer geängfteten Bürger- Beichen und Symptome lauern, die ihm ankündigen follen, woher als Quelle von Segen oder Unsegen angebetet wird, und wüßte schaft mit soldatischer Lebhaftigkeit Muth zuzusprechen verstand, für ihn der Wind wehe. Darum gewinnen die Geheimthuer und man noch so genau, wie heutzutage Ministerherrlichkeiten entder siegesgewiß im Kreise der Seinen sich umfah und that, als Beichendeuter über ihn um so viel mehr Einfluß, als über den stehen und ausgeblasen werden. Bringe Herr v. Goßler, was brauche er nur auf die Hosen zu klopfen und der ganze Sput Gesunden, Vorwärtsstrebenden, der im Vertrauen auf sein er wolle. Ruhig wird ihn die Sozialdemokratie kommen sehen. der ruppigen Umfiurzgesellen werde in ein Nichts zerfiieben. Die Jdeal rauherem oder gelinderem Wetter ruhig entgegenblicken kann. Alpha. wurde. Ebenso ist es unrichtig, daß die Leute färglich entlohnt" bei: Weichert, Handjery- und Rönnebergerstraßen- Ecke; Jordan, offenbar trat eine Drehung des Windes ein. Und da halte ich werden. Der Verdienst der bei der Firma beschäftigten 51 Klempner Lauterstraße, im Keller. Alle Anfragen sind zu richten es nun für höchst wahrscheinlich, daß das Schiff entweder betrug z. B. in der Woche vom 1. bis 7. Auguft cr. 1772 M., für Stegliz an E. Sudrow, Düntherstraße 4 Tr. Auch zwischen Nowaja Semlja und Franz Josephland oder aber also im Durchschnitt pro Mann 34,75 M., und der Verdienst von machen wir nochmals auf die öffentliche Volksversammlung auf zwischen Franz Josephland und Spitzbergen durchgebrochen ist und 31 Arbeitern in der gleichen Zeit 683 M., also im Durchschnitt merksam, welche heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr im Friedenauer auf diese Weise den Kurs nach Norwegen gewann. pro Manu 22 M. und will ich der Beurtheilung der Leser über- Rasino, Rheinstr. 10, stattfindet. Der Genosse Theodor Mehner- Diese veränderte Kursrichtung, fuhr der Gelehrte fort, wäre faffen, ob dies ein färglicher" Verdienst ist. Eugen Bod, Berlin spricht über Sozialismus und Anarchismus. Nach der aber einzig und allein einem Zufalle zuzuschreiben, denn als Gormannstr. 12, III C. Die Richtigkeit der obigen Angaben Versammlung folgt gemüthliches Beisammensein. Es wird zu Nansen den Fram" verließ, fonnte er selbst nicht wissen, wo bescheinigen hiermit: F. Wedemeier; G. Schneider; dieser Versammlung ein Entree von 10 Pf. erhoben. Die Kom- derselbe einen offenen Weg finden werde. Freilich dürfte Nansen J. Schlutius; F. 3ieglarsti; G. Gehrte. mission. J. A.: E. Sudrow. nunmehr aus eigener Erfahrung die Eisverhältnisse der arktischen In Rücksicht auf die in betracht kommenden Arbeiter haben In Rigdorf findet am Donnerstag, den 27. August, abends Regionen annähernd kennen und sich zu orientiren wissen, ob wir in Nr. 191 von einer ausführlichen Darstellung des an 8 Uhr, in den„ Viktoriasälen" eine Volksversammlung Eisfreiheit oder unbezwingliche Eisbarrikaden zu erwarten sind; gezogenen Vorganges abgesehen. Die heutige Zuſchrift zwingt statt, in welcher unsere Parteigenossin Ottilie Baader über allein man muß doch auch mit plötzlichen Schwankungen uns jedoch, auf die Angelegenheit eingehender zurückzukommen. Die Frage:" Das Erziehungswesen nach den Beschlüssen des rechnen, die ja niemals ausgeschlossen sind. Meiner Ansicht Nachdem uns ein, offenbar von einem Romptoirbeamten ver- Londoner Kongresses" sprechen wird. Die Bedeutung der Tages: nach muß das Schiff schon sehr bald, nachdem Nansen faßtes Schreiben, das u. a.„ Berichtigungen" enthielt über Dinge, ordnung macht es den Parteigenoffinnen und Genossen zur dasselbe verlassen hatte, den glücklichen Wind, der es gegen Nor die garnicht von uns behauptet worden waren, von fünf Ar- Pflicht, zahlreich zu erscheinen. Die Einberuferin. wegen trieb, erhascht haben, doch werden freilich die Kursbeitern vorgelegt worden war, setzten wir diesen die Gründe abweichung und ihre Ursache nur von den Offizieren des„ Fram" auseinander, die uns veranlaßt hatten, den Vorgang zu geißeln; Der Lokalinhaber Herr Haferland in Ober- Schönweide, genau erklärt werden können, und ich meinerseits kann nur und die Folge der darauf gepflogenen Auseinandersehung war, der unseren Parteigenossen sein Lokal zu Versammlungen zur Ver- Muthmaßungen aussprechen: Aber so weit, als ich eben die daß die Arbeiter in Würdigung der von uns dargelegten Motive fügung stellt, ist durch das Vorgehen der Behörde geschädigt Elemente übersehen kann, muß ich sagen: mir scheint, die Leute mit dem Versprechen fortgingen, die Angelegenheit ihrer geworden. Den Berliner Besuchern der dortigen Gegend sowie müssen schon östlich vom Franz werkschaftlichen Organisation, deren Mitglieder sie seien, zu der Arbeiterschaft von Rummelsburg und Schönweide erwächst hältnisse gekommen sein. Man spricht so viel davon unterbreiten, und es der Firma zu überlassen, sich allein mit die Pflicht, Herrn Haferland nach Kräften zu unterstützen. Das äußerte der Gewährsmann uns auseinander zu setzen. Nach etwa einer halben Stunde er- Lokal von Tabbert steht der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung. des N. W. T." weiter daß Nansen's Chronometer ab schienen zwei der Arbeiter wieder und zwar in Begleitung eines Ein Aussatkranker in Charlottenburg? Wie die gelaufen seien, und wundert sich über seinen Leichtsinn, daß er es Komptoirbeamten, der nunmehr ausschließlich das Wort führte. Charlottenburger Neue Zeit" meldet, ist in unserer Nachbarstadt dazu kommen ließ. Nun, man sollte doch aber abwarten, was Binnen kurzem mußte einer der Arbeiter seine drei Kollegen ein Fall von Leprakrankheit konstatirt worden. Die Behandlung Nansen selbst hierüber sagt. heranholen; und insgesammt erklärten sie sich nun damit ein- liegt in den Händen des Herrn Dr. E. Joseph, Kleiststr. 23, von verstanden, daß entgegen der Vereinbarung, die ohne Anwesenheit welchem der Spezialist für Hautkrankheiten, Dr. May Joseph in dez Komptoirbeamten getroffen worden war, dennoch eine Berlin, hinzugezogen worden ist. Letzterer hat die Diagnose beBerichtigung" in den Vorwärts" komme. Eine solche, die sich stätigt und steht dem behandelnden Arzte mit seinen reichen Erbekanntlich nur an einen höchst nebensächlichen Punkt hielt, ist fahrungen zur Seite. Bemerkenswerth ist, daß der Krante vor dann ja auch in der Nr. 191 gebracht worden. Was den Ver Jahren längere Zeit in einem Lande gelebt hat, in dem die Lepra dienst der Arbeiter betrifft, so waren diese selber in der erfien zu Hause ist. Es darf also angenommen werden, daß der Mann Unterredung mit uns der Ansicht, daß es in ihren Verhältnissen den Keim der Krankheit mitgebracht hat. immerhin verständiger sei, wenn die 5 M. für eine Sonntagsfreude anstatt für ein Fabrikbanner geopfert würden, das zum mindesten für denjenigen jeglichen Werthes entbehre, der aus irgend welchen Ursachen die Fabrik von Moosdorf u. Hochhäusler später einmal verlassen müsse. Zu einer verhängnißvollen Strafthat hat der bisherige Rendant der Orts- Krantentasse der Korbmacher, Friedrich Jungnidel, fich verleiten laffen. Er hat etwa 600 M. Raffengelder unterschlagen und ist dann flüchtig geworden. Als glaubwürdiger Grund für die Unterschlagung werden un glückliche wirthschaftliche Verhältnisse bezeichnet, in die Jungnickel ohne eigenes Verschulden gerathen sein soll. Der Flüchtige hat seine Frau mit mehreren Kindern in Berlin fitzen laffen. Die Funktion der Kasse ist selbstverständlich durch die Strafthat in teiner Weise unterbrochen worden. Die Oberwafferstraße von der Kreuzstraße bis zur Gertraudtenbrücke und die Kleine Kurstraße werden wegen Umpflasterung vom 24. bis 31. d. Mts. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. In eine gefährliche Lage kam am Sonnabend Vormittag ein Gefelle des Dachdeckermeisters Muschick aus der Yorkstr. 73. Der 34 Jahre alte Arbeiter wurde auf dem Dache des Hauses Kochstr. 22 von einem Hexenschuß befallen und zwar so schwer, daß man ihn an einer Leine hinunterlassen mußte. Ein Transportwagen holte ihn dann nach der Unfallstation I in der Wilhelmstraße ab. Von einem Dampfbahnwagen überfahren und lebensgefährlich verlegt wurde gestern mittags um 1 Uhr auf dem Winterfeldplay in Schöneberg ein unbekannter älterer Mann. Derselbe war anscheinend turzsichtig, so daß er, trotzdem er eine Brille trug und der Führer des Wagens rechtzeitig das Warnungssignal gab, gerade auf die Maschine zuging. Ein größeres Fener entstand in der Nacht zum Sonnabend auf dem Grundstücke Schliemannstr. 48. Mehrere Spritzen mußten in Thätigkeit gefeßt werden, bevor es gelang, des Brandes, mußten in Thätigkeit gesetzt werden, bevor es gelang, des Brandes, der den Dachstuhl zerstörte, Herr zu werden. Eine Menge Haus rath der Miether ist verbrannt, und diese haben, da sie größten theils nicht versichert sind, einen beträchtlichen Verlust zu betlagen. Von der Omnibustreppe stürzte gestern Nachmittag unter der Stadtbahnüberführung am Bahnhof" Börse" der 21jährige Stuckateur Gustav Kerber. Der junge Mann zog sich einen Bruch des Schlüsselbeins und eine Verstauchung des linken Fußes zu. Man brachte ihn nach einem Krankenhause. Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß der Wagen beim Ueberschreiten der Pferdebahnschienen stark schleuderte. 9104 " Josephland in die günstigen VerSollte er denn wirklich dieses fast wichtigste Instrument nicht genügend beachtet haben? Und wenn es geschah, wer weiß, was für ein ernstes Ereigniß ihn an jenem Lage außer Rand und Band brachte, welch' schreckliche Sorgen er gehabt haben mag an jenem Tage, wo er die Uhr, diesen treuesten Wegweiser, auf zuziehen unterließ.... Bemerken muß ich, daß der„ Fram" wahrscheinlich zur ſelben Zeit, da Nansen auf dem Franz Josephland weilte, um dieses Land herum fuhr, ohne daß Nansen Kenntniß davon haben konnte... Was ferner die Grreichbarkeit des Nordpols betrifft, so kann darüber nur ein Mann ein kompetentes Urtheil abgeben und das ist Nansen. Nur er kennt heute jene Stüßpuntte infularer oder tontinentaler Natur, welche einen sicheren Schluß zulaffen. Steglitz. Im Anschluß an unsern Artikel, die Kaninchen pp. Ausstellung zu Steglitz betreffend, geht uns folgende Buschrift su: Die genannte Ausstellung war weder international noch Geflügel- Ausstellung." Ferner betrug die sogenannte Bechschuld nicht 60 M., sondern ca. 35 M. und war mit dem Wirth or Der 18. Kongreß der internationalen„ Association her" vereinbart, diese Summe von der Schuld von 100 m., littéraire et artistique" wurde am Sonnabend in Bern vom die uns der Wirth zu zahlen verpflichtet ist, abzuziehen. Durch Bundesrath Müller eröffnet. Es sprachen Vertreter verschiedener gerichtliche Verfügung des tgl. Amtsgerichts II find die einbe- Nationen, für Deutschland Martin Hildebrandt und Gustav haltenen Objekte fofort freigegeben und da die Wirthin diefelben Dierds, beide aus Berlin, für Desterreich- Ungarn Julius Levita nicht gutwillig herausgab, am anderen Tage auf unsere Beran aus Wien. Die Verhandlungen werden voraussichtlich eine Woche laffung durch den Gerichtsvollzieher zwangsweise entfernt dauern. worden. Dies der Sachverhalt.- Die AusstellungsLeitung. Gewerbe- Ausstellung 1896. Fr. Sorgas vom Hoftheater in Altenburg als Gaft. Die Rose Eine Gewerbe- Ausstellung im Militärstaate hat immer mit wunderbaren Dingen zu rechnen. Wegen der Kaisermanöver sollen, wie berichtet wird, in der Zeit vom 1. bis 15. September teine Sonderrückfahrkarten nach Berlin zu ermäßigten Preisen ausgegeben werden. Warum? Ja, warum! Infolge der jetzt früher eintretenden Dunkelheit findet die tägliche Beleuchtung des großen Lichtspringbrunnens vor dem Hauptgebäude von heute ab um 8, 9 und 91/2 Uhr abends statt. Auch ist eine Auch ist eine Veränderung im Betriebe der Stufenbahn eingetreten. Diefelbe wird täglich von jetzt ab von 12 Uhr Mittags bis 10 Uhr abends im Betriebe vorgeführt. Theater Wochenchronik. Neues tönigl. Opern Theater( Kroll). Sonntag, 23.: Hänsel und Gretel. Gretel: von Schiras. Montag, 24.: Das Heimchen am Herd. Dienstag, 25.: Phantasien im Bremer Rathsteller. Cavalleria rusticana. Santuzza: Frl. Schuchardt vom Stadttheater in Magdeburg, als Gast. Die Rose von Schiras. Mittwoch, 26.: Carmen. Gretel: Frl. Sorgas Donnerstag, 27.: Hänsel und Gretel. als Gast. Die Rose von Schiras. Freitag, 28.: Das Heimchen am Herd. Sonnabend, 29.: Lohengrin. Lohengrin: Herr Ernst Kraus vom Hof- und National- Theater in Mannheim als Gast. Sonntag, 3.: Das Heimchen am Herd. Montag, 31.: Der Barbier von Sevilla. Rosine: Signorina Prevosti als Gaft. Die Rose von Schiras.-Schauspielhaus: Freitag, 28.: Egmont. Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 29.: Romeo und Julia. Sonntag, 30. Ein Sommernachtstraum. Jm Deutschen Ueber den Werth der Berliner Gewerbe Ausstellung Theater finden in dieser Woche Wiederholungen von den urtheilt Dr. J. Kollmann in der Franks. Zeitung", indem er sie Webern" außer am Sonntag Abend, Montag, Dienstag, mit den Ausstellungen in Budapest, Nürnberg und Genf vers Donnerstag und Sonnabend statt. Mittwoch tommt„ Der Meister gleicht, folgendermaßen: Am meisten Reklame hat unzweifelhaft von Palmyra" zur Aufführung; die Titelrolle spielt Herr Kainz. Berlin gemacht, man scheint auch in Berlin wegen des Erfolgs Freitag wird Halbe's Liebesdrama Jugend gegeben. Für nächst der Gewerbe- Ausstellung von 1879 in dem Irrthum be folgenden Sonntag Abend ist Lumpacivagabundus angesetzt. fangen zu sein, daß jede neue derartige Unternehmung in Bugleich beginnen mit diesem Tage wieder die regelmäßigen Berlin ihr Publikum aus allen Theilen des Reiches und des Sonntagnachmittags. Vorstellungen zu ermäßigten Preisen, als Auslandes finden müsse. Das ist aber keineswegs der Fall, das deren erfte Die Weber in Szene gehen. Das effing. großartige Arrangement, welches die Weltstadt ihrer diesjährigen Theater hat für diese Woche folgenden Spielplan fest Gewerbe- Ausstellung gegeben hat, wiegt nicht etwa die innere gefeßt: Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag finden Gediegenheit der Ausstellung von 1879 auf, auf welcher u. a. die Wiederholungen erste elektrisch betriebene Eisenbahn der Welt gezeigt wurde; der statt. Am Dienstag wird das Glück im Winkel, am Don= äußere Rahmen des Unternehmens täuscht nicht über die nerstag Fräulein Doktor gegeben, am Donnerstag kommt Empfindung hinweg, daß man einen großen Jahrmarkt die vieraftige Schauspielnovität Das eigene Blut von Fedor vor sich hat, dem industrielle und gewerbliche Erfolge doch nur von Zobeltik zur ersten Aufführung, die am nächsten Sonntag in wenigen Branchen zufallen werden. Man tann im nationalen Interesse nur froh sein, daß das Berliner Unternehmen sich nicht zu einer Weltausstellung ausgestaltet hat, wie es zuerst geplant wurde, man würde in diesem Falle nicht blos der viel zu geringen Mittel wegen Fiasto gemacht haben. V Abend zum ersten Male wiederholt wird. Am nächsten Sonntag beginnen die Nachmittags- Borstellungen zu volksthümlichen Preisen mit einer Wiederholung des Lustspieles Comtesse Guckerl.- Im Berliner Theater wird als erste Novität Hans Oldens Die offizielle Frau in der ersten Hälfte des Monats September Jm Krankenhause ist ein Mann gestorben, der Donnerstag in dieser Woche, der Abend in selbstmörderischer Absicht an der Lichtensteinbrücke in Die Schlagfertigkeit unserer schwarzen Landsleute in der in Szene gehen. Tata Toto wird in dieser Woche, der den Landwehrkanal sprang, von dem Studirenden der Technischen Kolonialabtheilung und ihr Tattgefühl, mit welchem sie Belegten feines Daseins in Berlin, noch die 200. Aufführung am Nenen Theater begehen. Dieses Jubiläum findet am Hochschule Bruno Dent jedoch aus dem Wasser herausgezogen leidigungen durch Weiße beantworten, ist recht überraschend. in einem lichten Augenblicke einem Wärter den Namen Ferdinand abtheilung an einen verheiratheten Kamerun Neger heran, hielt abends geht Krieg im Frieden in Szene, Montag und Dienstag und in die Charitee gebracht wurde. Der Schwerkranke hatte Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr trat ein Besucher der Kolonial- nächsten Donnerstag statt. Im Schiller Theater wirb heute Sonntag Nachmittag Romeo und Julia gegeben, Reinhold genannt. Es ist nun festgestellt, daß es sich in der ihm einen Thaler entgegen mit den Worten:„ Das Geld schenke find die letzten Wiederholungen von Was Ihr wollt. Mittwoch That um einen Bürstenmacher dieses Namens handelt. Näheres ich Dir, wenn Du mir erlaubst, daß ich Deiner Frau einen Ruß tommt zum ersten Male Wohlthäter der Menschheit, Schauspiel über seine Verhältnisse ist aber noch nicht bekannt. gebe." Der Angesprochene ging stillschweigend in seine Hütte, Heute dann bis einschließlich Sonnabend wiederholt werden. Verschwunden ist seit dem 1. d. M. der Barbier Georg fehrte jedoch schon nach wenigen Sekunden zurück, bot dem in 3 Aften von Felix Philippi, zur Aufführung. Das Stück foll Bahl, ein junger Mann von 19 Jahren, der bei der Pförtners Weißen 4 M. an, die Worte desselben gebrauchend: Und dies ist im Zentral Theater die vorletzte Sonntag= Vorfrau Koch in der Lintstraße 32 wohnte und in der Hauptstraße Geld schenke ich Dir, wenn Du erlaubst, daß ich Deine Frau stellung der Ausstattungspoffe Eine tolle Nacht. Im Belle tüffen darf." Unter schallendem Gelächter der umstehenden zu Alliance Theater findet heute die lehte Sonntagszu Schöneberg beschäftigt war. schauer verließ der in so origineller Weise bediente die Kolonial- Aufführung des Voltsstückes Der Silberkönig statt. Nächster Polizeibericht vom 21. Auguft. Morgens wurde im Ausstellung. Morgens wurde im Ausstellung. Die Entgegnung des Schwarzen ist in der That Tage steht eine Wiederaufführung der Ely'schen GesangsLandwehrkanal an der Belle- Alliance- Brücke die bereits start ver- unverdient milde ausgefallen. posse Berliner Raubvögel auf dem Spielplan. Im wefte Leiche eines etwa 40 jährigen Mannes angeschwemmt. Einen verhängnißvollen Mikgriff machte in der Gewerbe- Alexanderplay Theater tritt Herr Pander nur noch Vor dem Hause Kommandantenstr. 51 brach mittags das Rad eines Wagens der Packetfahrt- Gesellschaft. Hierdurch wurde der Ausstellung ein Dieb, der in einer Kneipe in der Abtheilung Sonntag und Montag auf.- Im National Theater " Kairo" einem Köpenicker Beamten ein Packet entwendete. geht morgen eine große Doppelvorstellung zu einfachen Preisen Kutscher Gottfried Helbing vom Bock geschleudert und erlitt außer Daffelbe enthielt zwei vor einigen Tagen verendete Buten, die in Szene; der Glöckner von Notre Dame und Die Reise durch einer Verlegung an der Stirn eine Gehirnerschütterung, sodaß er nach der Unfallstation III gebracht werden mußte.- Nach- 8ur thierärztlichen Untersuchung nach Berlin geschafft werden die Gewerbe- Ausstellung. Die Flora Dper zu Charlottens mittags wurde an der Ecke der Georgen- und Prinz Louis sollten. Das Packet hatte auf einem Stuhle gelegen und war burg hat ihre Spielzeit um acht Lage, bis Sonntag, 30. August, von dem Diebe auf raffinirte Weise beseitigt worden. Die Sache verlängert. Morgen gehen Meyerbeer's Hugenotten in Szene. Ferdinandstraße die 44 Jahre alte verehelichte Arbeiter Pauline ist um so fataler, als nicht ausgeschlossen ist, daß die Thiere Montag gelangt Boieldieu's Oper Die weiße Dame zum Benefiz Wegener geb. Müller beim Verlassen eines Pferdebahnwagens vergiftet waren. für Fräulein Valerie Andor zur Aufführung. Im Apollo= durch ein vorüberkommendes Geschäftsfuhrwert überfahren und vergiftet waren. Theater findet heute die vorletzte Sonntagsvorstellung mit an dem rechten Knie erheblich verletzt. In der Lützowftraße dem Auguftprogramm statt. Kaufmann's Variété ers ging nachmittugs das Pferd eines Schlächterwagens durch und öffnet am Sonnabend, den 29. August, seine Wintersaison. lief gegen das Geländer der Hansabrücke. Durch den Anprall wurde der auf dem Wagen sigende Schlächtermeister Gustavo Nansen ist Freitag Nachmittag an Bord der Lustyacht Fornacow aus Lichtenberg herabgeschleudert und im Gesicht be Otario" in Tromsö angekommen. Die Stadt prangte in reichem deutend verlegt. Auf der Unfallstation IV wurde ihm ein Verband Flaggenschmuck. Ergreifend war das Wiedersehen, als die Beangelegt. Die 48jährige unverehelichte Auguste V. stürzte sich abends mannung des„ Fram" an Bord der„ Otario" kam und von Ein kaum glaublicher Fall aus unserem Irrenwesen aus dem Küchenfenster der im ersten Stock des von ihrer Mutter Naufen empfangen wurde. ist jetzt am hiesigen Landgericht I zur Erledigung gelangt. Die in der Oberbergerstraße bewohnten Hauses auf den Hof hinab Wie Sverdrup dem Verdens Gang" in Christiania Hebamme H. war wegen Verbrechens wider feimendes Leben in und zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Sie wurde in das meldet. betrug die größte Meerestiefe, die sie auf ihrer Fahrt mit Untersuchungshaft genommen worden und anfangs dieses Jahres Krantenhaus am Friedrichshain gebracht. Abends wurde auf dem" Fram" antrafen, 4000 Meter, die niedrigste Temperatur hatte sie sich gemeinschaftlich mit ihren Mitschuldigen vor dem dem Flur des Hauses Luisenstr. 21 die völlig unbekleidete Leiche 52 Grad. Eil- Telegramme über das Eintreffen der Nordpolfahrer Schwurgericht des Landgerichts I zu verantworten. eines neugeborenen Kindes aufgefunden und nach dem Schau- erwecken in ganz Norwegen Jubel und Begeisterung. Björnson theidiger der Angeklagten H., Rechtsanwalt Blaschkauer, erhob den hause gebracht. Nachts wurde die bei dem Restaurateur Br. Depeschirte ein schönes Gedicht an die„ Fram"-Fahrer. Nansen Einwand, daß seine Klientin wohl nicht geistig gefund fei. — am Blücherplatz dienende unverehelichte Franziska S. auf einem folgt auf der„ Otario" dem" Fram" die Rüfte entlang; letzterer Mann der Angeklagten habe im Zustande geistiger Unnachtung Abort im dritten Stock todt aufgefunden und nach dem Schau- wird wahrscheinlich von einem Kriegsschiff abgeholt werden. auf die Frau einen Revolverschuß abgefeuert und sie schwer hause gebracht. Sie hat sich vermuthlich aus Liebesgram ver- Naufen beurtheilt Andrée's Plan sehr sympathisch, er findet am Kopfe verletzt. Der Verwundete sei feit jener Beit geistesgiftet. dr ihn interessant, aber gefährlich. Eine Brieftaube Andrée's, gestört und habe oft Handlungen begangen, die ein vernünftiger von Danes Gate am 24, Juli abgesandt, wurde in Bergviksnes Mensch nicht begehe. Die Verheidiger hatte hierfür einen um ( Lofoten) am 21. d. M. eingefangen, fangreichen Beweis angetreten und die Ladung des Chefarztes Aus den Nachbarorten. Ein hervorragender Wiener Gelehrter äußerte sich gegen einen der Charitee, Professor Dr. Köppen, beantragt. Der GerichtsDen Parteigenossen von Friedenau und Steglitz zur Mitarbeiter des N. W. T." über den Umstand, daß der Fram" phyfiter Medizinalrath Dr. Long war troß des Zeugenbeweises, Nachricht, daß die Listen betreffend die Parteifpedition nur noch fast gleichzeitig mit Nansen zurückkehrte. Nansenso führte durch den in der That einige Absonderlichkeiten festgestellt bis heute Mittag zum Einzeichnen an folgenden Stellen ausliegen: Jn der Gelehrte aus- war, als er sein Schiff verließ, der wurden, der Ansicht, daß die Angeklagte vollständig geistig geSteglitz bei: W. Nähring, Ahornstr. 32; Schellhaase, Ahornstr. 15a; Meinung, daß der Fram" nach Westen weitergetrieben werden fund und zurechnungsfähig sei. Prof. Köppen dagegen meinte, Gärtner, Schloßstr. 8; Ost, Düppelstr. 29; Tiefe, Albrecht würde. Es müffen aber ganz außerordentlich günstige Verhältnisse daß ihm die Sache doch nicht so zweifelsohne sei, er hafte eine ftraße 125; 125; Günter, Marktsteinstr. 9. In Friedenau eingetreten sein, die dem Schiffe eine andere Richtung gaben: Geistestrankheit für sehr wohl möglich und müsse deshalb be som 9610 Kunst und Wissenschaft. " sib Gerichts- Beitung. Der Ver oiitmgc«, daß die H. zur Nntersuchimg ihres Geisteszustaudes der Charilee überwiesen werde. Das Ge* cht gab diesem Antrage statt. Die Mitschuldigen der Angeklagten H. wurden, da die Geschworenen das Verbrechen für zweifellos erwiesen hielten, zu empfindlichen Strafen verurlheilt. Die H. wurde in der Charitee in der That für geisteskrank erklärt und Rechtsanwalt Blasch- lauer beantragte nunmehr die Einstellung des Verfahrens. Diese erfolgte auch, ohne daß nochmals ein Hauptverhandlungs- Termin anberaumt wurde. Der Staatsanwalt setzte die H., da er deren That festgestellt erachtete, aber nicht auf freien Fuß, sondern überwies sie der Polizeibehörde, damit diese die H. eventuell als gemeingefährlich einer Irrenanstalt über- liefern solle. Die Polizei war natürlich an das Gutachten der Charitee nicht gebunden, sondern führte die H. dem Polizeiarzt vor. Dieser erklärte, daß er von einer Geisteskrankheit nichts zu entdecken vermöge, und nach diesem Gutachten war die Polizei nicht in der Lage, die H. zurückzuhalten, ja es fehlte an jeder gesetzlichen Handhabe, sie auch nur nochmals längere Zeit zu beobachten, sie mußte vielmehr auf freien Fuß gesetzt werden. So konnte die H. nicht bestraft werden, weil sie geisteskrank war, und internirt konnte sie auch nicht werden, weil sie— gesund war! DaS Muster einer Zimmervermietheriu.»Wat so'n junger Mensch, der da hinten aus Kassubien kommt, wohl für'» Bejriff davon hat, wie sich hier in Berlin eene Frau zu quälen hat, die bei so'n bisken Schamberjarni die Miethe nn die Steiern ufzubringen hat und wenn er zwanjig Mark für die Stube un fünf Mark für Kaffee mit Stieselputzen un zwee Brödchen giebt, ob er denn wohl jloobt, det ick arm et Wurm dabei Seide spinnen kann?— Dies sprach sie mit einer solchen Schnelligkeit und einem solchen Aufivand von Feuchtigkeit, daß sich i» ihre» Mundwinkeln förmlich kleine Blasen bildeten. Der Vorsitzende des Schöffengerichts verwies die Augeklagte zunächst zur Ruhe und stellte sodann die Personalien derselben fest: Friederike Schmidt, 41 Jahre alt, nnbestraft.— V o r s.: Sie find der Verletzung des Briefgeheimnisses angeklagt und w erden sich wohl nicht aufs Leugnen legen?— A n g e k l.: Ick bin immer von der Ansicht jewesen, det et jeden unschuldigen Menschen bewiesen wer'n muß. wenn er wat jemacht haben soll.— Vors.: Wenn Sie geständig sind, ist es überflüssig.— A n g e k l.: Ick werde den Beweis an- trete», det mein Schamberjarniste S. een Mensch is, der mir. als seine Wirthin, mehrfach mit Lüjen unter die Oogen jejangen is; wat der sagt, da wird det Jericht woll nich allzuville drnf jcben.— Vors.: Sie scheine» ja das Muster einer Zimmervermietheriu zu sei».— Angekl.: Oh, Herr Jerichtshof, ick vermiethe seit 12 Jahren, un ick habe immer blos auständije un noble junge Herren bei mir zu wohnen gehatt, zumeist Studenten, un jesorgt habe ick für sie wie'ne Mutler, un jedhan, wat ick konnte. Eenen habe ick sogar halb ausjezogen, als er mal so lange bei Schippanowsky studirt hatte, det ihm seine Selbstbeherrschast abhanden gekommen war. Ick habe sie aus alle Jejenden jehatt, aus Schlesien, aus die Rhein- Provinz und ans Pommern, un alle sind mit ihre Fileuse zu- frieden jewesen, blos dieser Ostpreuße! Aus diese Jejend nehme ick keenen wieder.(An de» Mundwinkeln zeigen sich wieder die bedenklichen Bläschen.)— Vors.: Nun reden Sie blos nicht so viel. Wie lange hat der Student bei Ihnen gewohnt?— An- geklagte: Zwee Monate, von'n ersten April bis ersten Juni.— Bors.: Wer von ihnen hat gekündigt?— An- geklagte: Alle beede. Der Mensch hatte ja jar zu sonder- bare Anjewohnheiten, wer drinkt denn in'n Monat Mai alle Abend een Jlas Grog? U» det machte er sich selber, un von den Zucker un det Mächen, da is ja die janze Jeschichte von berjekommen. Wat braucht denn so'n junger Mensch eene Braut? Kann er sich nich hinsetzen un lernen, det ihm der Kopp roocht?— Un noch dazu eene aus'ner Korsettfabrik?— Vors.: Das sind alles Sachen, die Sie nichts angehen, am allerwenigsten dürfen Sie aber seine Briefe öffne». Sie sollen den Mann ja i» furchtbarer Weise chikanirt habe», nachdem er ge- kündigt und Sie wegen Verletzung des Briefgeheimnisses angezeigt hatte.— Angekl.: Er war furchtbar miß- trauisch und da kam det von. Somit seine olle jläserne Zucker- dose. Er zählte die Stücken,»he er wegjina. Als wenn ick mir an sowat verjreifeu würde. Er machte aber doch sone Anspielungen, die mir ärjern mußten. Eenes Dags, wie ick usräume, sehe ick, det er eene lebendije Flieje in die Dose injespmmt hat. Halt! denke ick. Er will sehen, ob ick die Dos« offen jemacht habe, wenn er nach Hause kommt. Ick nehme also vier Stücken Zucker raus, sauge noch sieben Fliejen dazu un dhue die in die Dose. Det habe ick jedhan, det jestehe ick offen in. Als ick det abends in seine Stube komme, sitzt er uff'n Kanapee un kiekt steif in die Dose rin, die vor ihm uf'n Disch steht. Ick frage ihn denn, ob er sich eene Fliejenhecke zulejen will, un det wäre ja recht reinlich un ob der Grog davon nich eenen Beijeschmack kriegte? Er sagte keenen Ton, wodrnf ick bei't Rausjehen blos noch Meente: Sie Kassube, denken Sie denn wirklich, det Sie eene olle Berlinerin mit'ne Flieje sangen können? — Vors.: Wie war es denn nun mit der Geschichte mit den Knöpfen?— Angekl.: Ja, denken Sie mal an. Kommt er eenes schönen Vormittags eene halbe Stunde nachdem er forijejangen is, wieder nach Hause un hält sich vorne den Rock zusammen un beschuldigt mir, det ick ihm heimlich drei wichtije Knöppe los- jetrennt un janz lose wieder anjenäht hätte, so det se abspringen mußten, als er sich in die Stadtbahn hin- setzen dat. Un er wäre in die jräßlichste Verlejeuheit jekommen. Ick habe blos jelacht, aber denken Sie blos, sowat eenen zu- zukamen!— Vors.: Na, na. Wir wollen kurz noch die ErMngeschichte erwähnen. Da sollen Sie ihm heim- lich eine Erbse in seinen Hausschlüssel gesteckt haben. so daß er natürlich i» der Nacht, als er nach Hause kam, nicht schließen konnte. Er hat lange stehen müssen, bis der Wächter kam und ihm öffnete.— Angekl.: Ach Jotte doch, der arme Mensch! Un det joß jerade wie mit Mollen! Aber wissen Sie. Herr Präsident, die Ostpreußen sind zu jroße Liebhaber von Erbsen, er wird wohl een Paar in die Tasche jehatt haben.— Vors.: Nun, diese Fälle dienen blos zur Illustration. Ist es richtig, daß Ihr Miether Ihnen am 10. Mai einen an Fräulein Flora M. adressirten Brief übergab mit dem Auftrage, ihn nach Besorgung einer Freimarke in den Briefkasten zu stecken?— Angekl.: Del kann möglich sind. Denn is et aber ooch be- sorgt.— Vors.: Ja, Sie haben den Brief aber zuvor geöffnet und gelesen.— Angekl.: Wat ick woll davon habe, wenn ick so'n verliebten Quatsch lese.— Vors.: Am folgenden Tage ist das junge Mädchen zu Ihnen gekommen, um sich nach Herrn S. zu erkundigen. Sie haben es sofort mit den höhnischen Worten angeredet:„Ach! Sie sind ja wohl das Ideal?" Und dadurch haben Sie sich verrathen. denn lhatsächlich hat derBriefschreiber das Mädchen mit diesenWorten angeredet.— A n g e kl.: Zufall! Nischt wie Zufall! Warum soll ick nich ooch„Ideal" sagen derfen?— Vors.: Ja, dagegen läßt sich nichts einwenden.— Die An- geklagte wird durch die Aussage des.Ideals" so belastet, daß ihre Verurtheilung erfolgen muß. Sie soll S0 M. Geldstrafe zahlen. Ein Dichter als Schlangenmensch. Im„B. T." lesen wir: Otto Julius Bierbaum macht die schwierigsten Sachen ohne alle Apparate. In einem Gedicht: Hurrah, die Liebe!— welches in den N. L. Bl. soeben erschienen ist, arbeitet er in fol- gender Weise: Ich lach' in die Nächte, ich lach' in den Tag, Ich küsse die Brust mir, wo Deine Brust lag. Ucber ei» entsetzliches Unglück, das sich gelegentlich einer militärischen Schießübung ereignete, meldet die „Angsburger Abendzeitung" vom Lager Lechfeld folgendes: Aus bisher unaufgeklärter Ursache ging bei den Schießübungen des 1. Fußartillerie-Regiments am Freitag ein Geschütz schweren Kalibers, nachdem es bereits vollkommen geladen, aber noch nicht gerichtet war, loS. Das Geschoß drang in die Brustwehr der Batterie ein, explodirte und verletzte die gesammte Bedienung des Geschützes sehr schwer. Aerztliche Hilfe war sofort ausreichend zur stelle. Ei» Mann starb noch auf dem Transport nach dem Lazareth, vier Mann liegen daselbst schwer verwundet darnieder. Strenge Untersuchung über den Vorfall ist im Gange; es konnte jetzt schon von den Vorgesetzten festgestellt werden, daß die Be dienung keine Schuld trifft. Eisenbahnunglück in Heidelberg. Der Güterzug Nr. 601 der Strecke Mannheim- Basel ist heute früh in Heidelberg auf einen Güterzug der Main- Neckarbahn aufgefahren. Bei dem Zusammenstoß wurde, wie die„Badische Landeszeitung" meldet, ein Wagenwärter des Main- Neckarzuges getödtet, ein Bremser schwer verletzt. Von dem badischen Personal wird nur der Zug- meister als verwundet gemeldet. Der Materialschaden ist beträcht- lich. Eine amtliche Mittheilung besagt folgendes: In der Nacht vom 21. zum 22. d. M. ist der Güterzug 601, welcher, ohne von der Station angenommen zu sein, in Wieblingen abgelassen wurde, auf den vor dem Einfahrtssignal des Bahnhofes Heidel- berg wartenden Main- Neckarbahn- Güterzug 34ö aufgefahren. Der Schlußwagen des letzteren Zuges wurde zertrümmert und beide Hauptgeleise gesperrt. Der Hilfswagenwärter Koch wurde getödtet und der Bremser Junger verletzt. Um 2 Uhr morgens waren die Geleise geräumt und der Verkehr konnte im ganzen Umfange wieder aufgenommen werden. Zwanzig Kinder ertrunken! Ans Bollnäs i» Nordschweden wird vom Sonnabend berichtet: Die Schüler der hiesigen Taub- stummen- Anstalt machten heute einen Ausflug zu Schiff. Das Schiff scheiterte, mehrere Kinder sowie die Frau des Rektors ertranken. Drei Leichen sind bereits aufgesunden.— DieZahlderbei dem Schiffs unfall ertrunkene» in der beträgt einer späteren Depesche zufolge 1 8 bis 20. Von den verunglückten Kindern wurden bisher 12 als Leichen gefunden; 6 wurden gerettet. Das Scheitern des i>> wurde durch einen Zusammenstoß mit einem Holzfloß hervor- gerufen. Erdsenkung. Eine Depesche aus Paris besagt: Aus Möns wird eine plötzliche Bodensenkung von mehreren hundert Metern gemeldet, die in der Nähe von Chapelle infolge der gänzlich ausgehöhlten Kohlengruben entstanden ist. Das Rath- Haus von Chapelle droht einzustürzen, der Boden hat sich sünf Meter gesenkt. Von feiten der Kohlengruben-Gesellschast sind Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Ein Prinz mit sittsamem Benehmen. Der beste Schüler des Lyceums der Insel Martinique soll dieses Jahr der Sohn des gefangenen Königs Behanzin gewesen sein, der vor zwei Jahren seinem Vater mit der Mutter und den Stiefschwestern in die Verbannung folge» durfte. Damals war der achtjährige „Kronprinz" ein kleiner Wilder, den noch keine Kultur beleckt hatte und der fauchte, wenn nur ein Weißer ihn ansah. Jetzt hat er über ein Dutzend Preise davongetragen für Lesen. Schreiben, Rechnen, Aussatz, Rezitation, französische Ge- schichte, Geographie, ja sogar für Stillsitzen und sittsames Be« nehmen(!). Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag. Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7— ö Uhr abends statt. X, O. F. Dr. Bruno Borchardt, Die Röntgenstrahlen. Berlin, Verlag von Hans Vaake, Preis 26 Pf. Ed. Beyer, Wrangelstraße. Vertheilt sich auf Thor» und Graudenz. H. K., Beusselfiraße. Berlin bildet einen Verwaltungsbezirk für sich. O. B., Stcinmetzstraße. Fragen, die ein allgemeines Interesse nicht haben, bleiben unbeantwortet. Sch. X. Wien. Beide haben recht. 1888-1380 war das Betreten der Bahnsteige ohne Perronbillet gestattet. Seit einiger Zeit muß aber ein Perronbillet von 10 Pf. gelöst werden. Wilhelm Schubert. Sie wollen in der Angelegenheit Mitte September(nach den Gerichlsferien) persönlich in der juristischen Sprechstunde anfragen.— Hcnuig. Ja. Eines Arbeitsbuches bedürfen die aus der Schule entlafsenen minderjährigen Arbeiter. Zuständig für die Ausstellung des Arbeitsbuches ist die Polizei- behörde des letzten Aufenthaltsortes. Das nähere finde» Sie im„Arbeiterrecht" S. 19—22. Die Beschäftigung eines nicht mehr schulpflichtige» Minderjährigen ohne Arbeitsbuch ist mit Geldstrafe bis zu 20 M. dem Arbeitgeber gegenüber strafbar, hingegen ist der Minderjährige, der ohne Arbeits- buch eine Beschäftigung übernimmt, nicht strafbar.— Haus- Pascha. Hauswirthe und sonstige Pfandbesitzer— mit Ausnahme der gewerbsmäßigen Pfandleiher— dürfen die in Pfand be- haltenen Sachen nicht verkaufen, müssen dieselben vielmehr ausbewahren. Wollen Sie die Sachen los sein, so müssen Sie Ihre Forderung einklagen und dann die in Pfand genommenen Sachen versteigern lassen.— R. Nein. — R. N. 100. 1. Ob mit Tinte, ob nnt Bleistift oder ob mit irgend einem anderen Material unterschrieben ist, ändert die Giltigkeit der Unterschrift nicht. Die diesbezügliche Darlegung steht in dem betreffenden Buch Seite SS. 2. Ein zugelaufener Hund gehl nicht in das Eigenthum des Finders über. Der ursprüngliche Besitzer kann aber Herausgabe nur gegen Er« stattung der Futterkosten n»d gegen Zahlung des Finderlohnes begehren.— Zl. S. Ein derartiger Antrag oder auch der, das Vermögen auf das Staatsschuldbuch zu übertragen, kann bei dem Vormundschaftsgericht gestellt werden.— A. B., Britz. Nein. WittmmgSiibersicht vom 22. August 1800. Wetter-Prognose für Sonntag, de» 23. August 1896, Etwas kühler, veränderlich mir mäßigen bis frische» nord« westlichen Winden und leichten Regensällen. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren reell, zu soliden Preise», empfiehlt u. Sfoelow, Tischlermstr. X � b 0 t* f, 5734L* Richardsfp. HS, sam Denkmal. Ktlichrlprrlle ev. Formen, 15 Preß N* tasten, 2 Rahmen, 1 kleiner Ose», alles»och neu, verkauft billig 32611) ffi. Zipf, Fürstenwalderstr. 19. Perpendickel s. alle UhrKlopstockstraße stehen lassen, gegen Belohn, b. Jacoby, Brücken-Allee 29, abzugeben. 3276b U1:;!»«! gebrauchte, kauft Burow, Die beste Zigarre kaufen Sie nur bei Binneböse, Lausitzer Platz 1. 3277b Töpfer! 3207b Steine zu haben Mariannenstr. 53. in der Granate, und Elbingerstr. 3 im Schanklokal._ Erstklassige Fahrräder zu wirklichen Fabrikpreisen, Dame», v Königsbergerstr 23._ 18b* Nntzbaum Mödet, ganze Einrichtungen, eigenes Fabrikat, billig. Ledverätls, Wilhelmstr. 122, part. Schwarz. Tuchanzug btll. Blumen- thalstr. 19, H. 4 Tr. 3258b Lcitspindclbank, Mir. 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August 1896: Bum 276. Male: Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 3, 5 und 7 Uhr: Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends 20 Wissenschaftl. Theater& Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Eine tolle Nadjt. Berliner Aquarium Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Kaufmann's Variété. Budapester Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstrasse.- Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 150 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodilen, Hai- u. Tintenfischen, Quallen etc. Schiller- Theater. Krieg im Frieben. Possen- u. Operetten- Theater Passage- Panopticum. Nachmittags 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Was ihr wollt. Belle- Alliance- Theater. Der Silbertönig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentral- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Hierauf: Die Reise durch die Gewerbe Ausstellung. Montag: Diefelbe Vorstellung. Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Heute, Sonntag, den 23. August: Großer Possen- Abend. Ein falscher Bräutigam. Burleste von A. Kampf. Ferner: Die Donat- Herrnfeld'schen Bug und Kassenstücke: Alexanderplay- Theater. Seinrich Lupas& Wörtheim Heine. Vorher: Die offizielle Frau. Montag: Diefelbe Vorstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Nur noch 9 Vorstellungen unter Direktion: Max Samst. Heute: Großes Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Der Glödner von Notre- Dame. Hierauf: Zum 92. Male: und Die Welt geht unter. Anfang 28 Uhr. Entree 50 Pf. Montag: Der Verwandlungskünstler und zum 52. Male: Die Welt geht unter. Dienstag, den 25. August: Letzte Vorstellung in Kaufmann's Variété. Sonnabend, den 29. 42 wilde Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Sänger- Gesellschaft ,, Flora", Personen, in Vierländer Kostümen. Eintritt: 25 Pfg. Sonnabend: Große Blumenillumination. Neichshallen. M Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Danksagung. Für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freunden und Verwandten, insbesondere dem Deutschen Holzarbeiter- Verband und den Kollegen von Bechstein meinen herzlichsten Dank. Wittwe Vick nebst Kindern. Die Beleidigung gegen die Familie M. Blaser, Cuvryftr. 26, nehme ich hiermit zurück. Friedrich Keppke. Ich erkläre hierdurch, daß ich die Wittwe Rosa Mack, wohnhaft Colbergerstr. 9, ohne Grund be Norddeutsche Sänger leidigt habe. Ich nehme die über sie Heute, Sonntag: 3um 114. Male: Die Ulk- Parodie Alle fünf Barrisons von mir verbreitete Beschuldigung als unwahr zurück und erkläre sie für eine ehrenhafte Frau. Frau Ida Richter, Colberger- Straße 10. Anfang Uhr. Entree 50 pi. Achtung! Pf. Avis! Donnerstag, den 1. Oktober: Erste Soiree in Karl Säger's KonkordiaFestsälen, Andreasstraße. Die Sonn abende bleiben wie früher für Vereine und Gastspiele refervirt. ApolloWeiber Theater aus Dahomey. Castan's und Konzert- Garten. Ein Abenteuer im Harem. Alkers Waterpantomime. Panopticum. Gine Scene im Zoologischen Neu!! Neu!! Neu!! 4 hochsensationelle Eröffnung der Winter- Neuheiten Saison in Quarg's Vaudeville. Kaufmann's Kaufmann's Variété. Die Reise durch die Sonnabend, 29. Auguſt, abends 8 Uhr: Groke Gewerbe Ausstellung. Fest- Borstellung Große Posse mit Gefang in 3 Atten von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. zur Morgen und folgende Tage: Die Eröffnung d. Winter- Saison. felbe Vorstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Theaterstücke. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr. 40. Direktion: Mar Samst. Grosse Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Um 9 Uhr: Gastspiel des Herrn Karl Pander: Heinrich Heine. Driginal- Luftspiel in 3 Aufzügen von A. Mels. 20 Spezialitäten. LIEDRICHS Aktien- Brauerei Friedrichshain Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 10 Pfg. Programm unentgeltl. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Hirsch... Herr Pander als Gast. Jeden Abend 1/29 Uhr: Kolossaler Borher: 71/2 Uhr: Erfolg! Die offizielle Frau. Der Krach in der Gewerbe. Schauspiel in 4 Atten nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Die felbe Borstellung. Herr Pander tritt nur noch heute und morgen auf, da derselbe bereits am Dienstag, den 25. b. M. seine Thätigkeit Ausstellung, fowie 15 Spezialitäten- Nummern I. Ranges. Anfang 4 Uhr. die ein Jader sehen muss! Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Play). Heute, sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 f. Vorverkauf 40 Pf.( fiehe Blakate). Zum Schluß: Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. Mittwoch, 26. August: Dampferfahrt nach Teupiz. Abfahrt: An der Stralauerbrücke Nr. 5, früh 7 Uhr, mit Musik. Garten. Ferner: 30 Kunstkräfte I. Ranges. Raffeneröffnung 512 Uhr. Konzert 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Achtung! Metallarbeiter! Der Ausstand der Schlosser, Hobler, Dreher 2c. der Maschinenbau- Abtheilung der Firma Karl Schöning, Userftraße 12/13, dauert unverändert fort; desgleichen die Sperre über die BronzeGürtlerei der Firma Schwinzer u. 249/13 Gräf, Sebastianstr. 18. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter Verbandes. Orts- Krankenkasse der Korbmacher. Bis auf weiteres befindet sich das Kassen- Lokal beim Vorsitzenden V. Keller, Camphausenstr. 5. Rechnungen und Erhebung von Krankengeld find dort zu begleichen. 98/1 Der Vorstand. Stimmbegabte Damen und Herren finden in einem älteren Arbeiter Gesangverein freundliche Aufnahme. Uebungsstunde Mittwoch, abends von 9-11 Uhr, Berlin O., FriedrichKarlstraße 34. 248/9 Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahns ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Theater- Vorstellung. Gel, aufgerplay 2, Elsafferstr. 12, Nen! Nen! Banditenffreiche. Operette in 1 Att von Suppe. Sportmädel. Burleste mit Gesang und Tanz von Gerice. R. Wagner, Liederfänger. Elli Vernon, Geschw. Vanoni, Kostüm- Soubrette. Duettisten. Paulsen, InstrumentalHumorist. Bruno Brauns und Miss Lydia, Jongleure und Equilibristen. Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Konzert, Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Hermann und Dorothea. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Fahrpreis hin und zurück 2 Mart. Kinderwagen Entree 30 Pf. Referv. Platz 50 Pf. 57278* M. L. Kahnt. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerzin Hamburg wieder aufnehmen muß. Künstl. Zähne, loses Zahnziehen. Zeitzahlung, Goldstein, Oranienſtr. 123. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Ende der Vorstellung 101/2 Uhr. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs Billet zugänglich. Kassen- Eröffnung: 10 Uhr vorm. Um 5 und 8 Uhr nachmittags in der Arena: Hochinteressante Massen- Schaustellungen von 400 Beduinen, Arabern, Feliachen ete. mit Pferden, Dromedaren, Eseln etc., die berühmten Reiter- Fantasias der Beduinen. Konzert von 5 Kapellen Entree 50 Pfg. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. Elitetag, Montag, Entree 1 Mk. Illuminations- Abend, jeden Preitag. Entree ab 5 Uhr nachmittags 1 Mk. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schanstück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! 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Zur Begründung seiner Stellungs nächsten Versammlung. nahme habe er vielmehr ganz andere Gründe angeführt. Die Steinarbeiter Berlins und Umgegend nahmen in Zimmerer. In Cohn's großem Saale tagte am Sonntag, einer Versammlung, welche am Sonntag, den 16. d. M. im den 16. August, eine Versammlung des Vereins der Leferäume find von 10-12 Uhr vormittags resp. von 8 Uhr abends an geArbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag tein Unterricht. Die Englischen Garten" tagte, den Bericht des Kollegen Thomas vom 3immerer. Genosse Porsch sprach über das Thema: Die öffnet. Der Geschichtsunterricht fällt in dieser Woche in beiden Schulen aus. Internationalen Gewerkschaftskongreß in Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. NeuLondon entgegen. Derselbe schilderte in anderthalbstündigem Revisoren, daß die Abrechnung vom letzten Quartal vollständig an Friedrich Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Abschaffung des Privateigenthums. Hierauf berichten die Sub- mann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten Vortrage den Verlauf des Kongresses und den event. Nußen, in Ordnung ist. Ferner fordert der Rassirer Dummer die Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen welcher unserer Organisation in Zukunft zu gute kommen fann. Von besonderer Wichtigkeit ist hier, daß unser Kollege Thomas Mitglieder auf, ihre Beiträge pünktlicher zu bezahlen, da sonst im Vereinstalender find zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterdurch die Umschreiberei dem Kassirer viel Arbeit entsteht. Somit den Delegirten anderer Länder unseres Berufes Fühlung dann giebt der Obmann des Bergnügungskomitees bekannt, daß Alle Zuſchriften, den Bund betreffend find zu richten an: Hermann genommen hat zur gegenseitigen Verständigung bei etwaigen das Stiftungsfest am 29. August in der Brauerei Friedrichs. Jahn, chafer fee 177 Streits u. s. w. hier oder auch im Auslande, wodurch vielleicht hain stattfindet, Plakate und Billets hierzu sind bei dem so mancher Kolloge davor bewahrt werden kann, zum Streitbrecher zu werden. Sodann wurden zu den Gewerbe- Bahlstellen- Kassirer, sowie bei den Komiteemitgliedern zu haben. gerichtswahlen 50 M. und für die Gewerkschaftskommission Berichtigung. Genosse Kräter ersucht uns festzustellen, 100 M. zu Streifunterstützungen bewilligt. Nachdem noch ver- daß er nicht, wie es nach unserem gestrigen Bericht scheinen schiedene Mißstände auf einigen Plätzen gerügt worden waren, tönnte, deswegen gegen die Freigabe der Konzertlokale gesprochen wurde die Versammlung geschlossen. Da inzwischen die Zeit zu habe, weil er der Ansicht ist, daß bei den Arbeitern ein Kunst Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuth Straße 2. Soeben ist bei uns erschienen: Verhandlungen und Beschlüffe 座 bes Internationalen Sozialistischen Arbeiter- und Gewerkschafts- Kongreffes 290118 ชิน London oop vom 27. Juli bis 1. August 1896. Preis 20 pfg. Porto 3 pfg. Der Londoner Kongreß hat an Theilnehmerzahl wie Bedeutung die früheren Internationalen Rongresse übertroffen. Die Versuche der Gegner, durch lügnerische Berichte diese Bedeutung zu verkleinern, find der beste Beweis dafür. Die Debatten und Beschlüsse über die Agrarfrage, die politische Attion der Arbeiterklasse, über gewertschaftliche Organisation und Thätigkeit, über Stellung zur Kriegsfrage 2c. sind für die Arbeiterklasse von solcher Bedeutung, daß die wetteste Verbreitung dieser Schrift aus agitatorischen Gründen nur empfohlen werden kann. Solidarität". Jutereffenorgan für die graphischen Arbeiter. arbeiter. Von der Buchbinderbewegung. Inhalt der Wochennummer: Zur Zentralisationsfrage der HilfsBerliner Graphische ZusammenKleine Mittheilungen; u. a.: tunft. Gerichtliches. Versammlungen. Genoffe" Ignaz Silberberg. Verschiedenes. " 103/14 Preis der Nr. 10 Pf. Bu beziehen bei Meyer u. Eichler, Chauffeeftr. 52. Soeben erschien Nr. 2 der Vorwärts. Buchdrucker- Wacht".NIC Von der Reise zurück Dr. Zadek, S. Dresdenerstr. 109. Telephon- Amt IV, No. 3638. Ich halte meine Sprechstunden jetzt außerhalb meiner Privatwohnung Mittwoch und Sonn tag 10-11, an den übrigen Tagen 4-5 N. Sellerstr. 35 ab. Unbemittelten steht meine Politlinit Reinickendorferstr. 2f, Wochentags 2-3/ 2 unentgeltlich offent. FrauenDr. G. Zepler, arzt, W., Kurfürstendamm 245 an der Kurfürstenstr. Telephon. Täglich: Warmes Frühstück 2 O zur Auswahl. 2 می Zur alten Linde S Echt Admiralstr. 40a am Platz Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Straße Nr. 7, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Montag, den 24. August, abends 8% Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 173: Vortrag des Herrn begriff". Flect: Religion und Wissenschaft", refp. Diskussion über:„ Der FreiheitsVergnügungsklub„ Oftend". Heute Nachmittag 5 Uhr Sigung bet Röll, Straußbergerstr. 3. Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 24. Auguft, abends 9 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beutstraße 20: Bortrag des Herrn Dr. Christeller über Transport; nachher praktische Uebungen. Oeffentliche Schneider- u. Näherinnenversammlung für alle Branchen ( Maaß-, Militär- und Kostumschneider, Herren- und Knaben- Konfektionsschneider u. Näherinnen, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Blousen- u. JouponNäherinnen u. s. w.) am Dienstag, den 25. August, abends 8½ 1hr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die Thätigkeit der Agitationstommiffion. 2. Abrechnung derselben. 3. Diskussion. 4. Neuwahl der Agitations und Fünferkommission, sowie der Vertrauensmänner. 5. Ausstellung von sieben Kandidaten zum Gewerbegericht und Wahl von Delegirten zur Gewerkschaftstommiffion. Das Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ist Pflicht. find im Die Billets à 60 Pf. zum Besuch der Urania am Sonntag, den 20. September, Zentral- Arbeitsnachweis- Bureau, Alte Jakobstr. 83 b. Zander zu haben. Agitationskommission der Schneider u. Schneiderinnen Berlins. J. A. J. Timm, Vertrauensmann. 165/9 Unterstübungs- Verein aller in der Hutbranche besch. Arbeitern. Arbeiterinnen ( Filiale Berlin). Dienstag, den 25. Auguft, abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei J. Böhow, am Prenzlauer Thor, Achtung! 19 Achtung! Mitglieder Versammlung. Allen Vereinen und Gesellschaften zur Nachricht, daß zum Sonntag, den Bu beziehen burch alle Zeitungs- Speditionen und die Buchhandlung 27. September, der große Saal noch zu vergeben ist. Gleichzeitig empfehle den Vereinen meine schönen Vereinszimmer. 00000 Soeben erschien: ble Jodoid dis I. Oeffentliche Vertheidigung gegen die wider mein Pflanzenheilverfahren gerichteten Angriffe. Die Berliner Reform" erfte im Geifte einer neuen Zeit gehaltene Berliner Tageszeitung. III. Die friedliche Lösung der sozialen Frage durch Begründung von Reform- Genossenschaften. M. Glünicke, Rechtsanwalt a. D., medizinischer Privatgelehrter, Berlin C., Gontardstr. 1. Diese Schrift- 77 Druckseiten ist durch alle Buchhandlungen fowie in M. Glünide's Verlagsanstalt, Berlin C., Gontardstr. 1, 2 Treppen für 30 Pf. zu beziehen. 3256b Sozialistische Bilder und Haussegen in großer Auswahl, mit und ohne Rahmen, empfiehlt billigst 56488 es Th. Mayhofer Nachf., Sozialistische Buchhandlung. Berlin N., Weinbergsweg 15b( am Rosenthaler Thor). Cohn's Festsäle, Beuthstr. 22.0 Nur am Sonntag, den 23. August d. J., Vorführung der lebenden Photographien in Lebensgrösse nebst erläuterndem Vortrag von Hermann Stüve- Hamburg. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Anfang der Vorstellungen um 612, 72, 812 und 912 Uhr. Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früher Ethische Gesellschaft). Sonntag, 23. August, abends 8 Uhr, Alexanderstr. 27c: Dersammlung. I Vortrag über: Humanität und Todesstrafe". Referent Herr Grempe. Diskussion. italia Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 58/17 Charlottenburg.( Brauerei Gambrinus.) Wallstrasse 94. Bismarckstrasse 22a, Sonntag, den 23. August 1896: Das Schloß am Meer. lis and Schauspiel in 4 Atten v. D. Walther. sdg Vorher: Coulin Emil. Lustspiel in 1 Att v. Schneider. Louis Keller's Festsäle, Koppenstrasse 29. Zahn- Klinik event. Theitzahlung. Fran Olga Jacobson, Preise Invalidenstr. 145. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Täglich( Sonntags vorm. von 7-9 Uhr) Verkauf von: Gekochtem Rindfleisch à 30 it. 35 Pf. per Pfund. Gef. Schweinefleisch 4. à 40 Pf. per Pfund.[ 5010L* Enorme Vorräthe zurückgesetzter Teppiche!! = Tages Ordnung: : 0031. Antrag der Verwaltung( Extrabeitrag betreffend). 2. Wie gedenken die Mitglieder in Zukunft die innere Verbindung der Filiale einzurichten? 3. Verschiedenes. D Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht terum zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Stuckatenre! 88/20 Montag, den 24. August cr., abends 72 Uhr, E in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20-21, Gr. öffentliche Versammlung. 1900 Tages Ordnung: M 1. Vortrag. 2. Bericht und Rechnungslegung der Agitations- Kommission. 3. Wahl der Vertrauenslente. 4. Gewerkschaftliches. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber werden die Kollegen erfucht, ablreich zu erscheinen.( Siehe Flugblatt.) 289/12 Die Vertrauensleute. Achtung, Maler! Am Dienstag, 25. August, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c: Kombinirte Mitglieder Versammlung Mitglieder- Versammlung 128/6 Tämmtlicher Filialen Berlins. Tages Ordnung: 1. Fachschule. 2. Reiseunterstützung. 8. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Portieren!!: Achtung! Goldschmiede. Achtung! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig. Teppich- Hans Emil Lefèvre, Oranienftr Prachtkatalog Berlin S., 158. mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Ab= bildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franko! Größtes Teppichhaus Berlins Die nächste Verbandsversammlung findet nicht am 24. August, sondern am Montag, den 31. August im Lokale Annenstraße 16 statt. Der Vorstand. J. A.: R, Brückner, Naunynftr. 65a. 72/9 Lederarbeiter( Portefeuiller). Montag, den 24, August cr., abends 9 Uhr, bei Roll, Adalbert- Straße 21. 119 Gr. Vereins- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Welche Pflichten erwachsen uns aus unserer heurigen Lohnbewegung. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Alte Jakobstr. 83, 10/20 Dienas, den 25. August 1896, abends 8½ Uhr bei Pasch, Mitglieder- Derlammlung. Stolpe. 82086 Gruppe IV.( per Solz- und Möbelindustrie) der Berliner Gewerbe- Ausellung. Diskussion. 3. Fensterdekoration. 4. Vereinsangelegenheiten un Anfang 6 Uhr. Entree 30 Bf. Refervirter Platz 50 Bf. oge 75 Pi: Restaur. ,, Zum grünen Hain". Bei ungünstiger Witterung findet die Vorstellung im Saale statt. Borstellung: Tanzkränzchen. Nach der 12/24 Hochachtungsvoll P. Hamann. Sonntag, den 28. August: Erntefeft, wozu ergebenst einladet Bergemann. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Markiel über die Verschiedenes. 13/26 N. B, Bei der wichtigen Tagesordnung wird Punkt 9 Uhr angefangen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). Empfehle meinen Frühstücks", 49642* Mittags- und Abendtisch, Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Gesellschaftshaus Bezirks- Versammlungen. Swinemünderstr.35 Moabit: Montag, den 24. August, abends 8½ Uhr, Beuffelstr. 9. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über: Glaube und Vernunft. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Eingeladen find zu dieser Versammlung die Kollegen folgender Werk stellen: Krüger, Hergesell, Herzer, Tiemich, Schulz und Rode. dire aid Jeden Sonntag grosser BALL u. täglich Spezialitäten- Vorstellung. Såle für Vereine zu Feſtlichkeiten, Bersammlungen mehrere Sonnabende noch frei. birid Hübner. West und Südwest: Feen- Palast, g. Montag, den 24. August, abends 8 Uhr, bei 3ubeil, Lindenstr. 106. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten u. Berschiedenez. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht der Mitglieder. Dienstag, den 25. August, abends 8 Uhr, in Keller's Fettsälen, Koppenstr. 29: General- Versammlung. Tages Ordnung: Rassenbericht vom 2. Quartal. Bericht des Vorstandes, der WerkstattKontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Ersatzwahlen zum VorAnträge. 20 ſtande. Ant Mitgliedsbuch legitimirt. Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Metallarbeiter! Am Dienstag, den 25. August, abends 8 Uhr, in Cohn's Festfälen( großer Saal), Beuthstr. 20: Oeffentl. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Aufgaben der Gewerkschaften und das neue Programm des Herrn Dr. Quard. 2. Endgiltige Aufstellung der Kandidaten zu den Ge werbegerichts- Wahlen für die gesammten Metallarbeiter. 3. Unsere Maßnahmen zu den gegenwärtigen und den künftigen Lohnbewegungen. Angesichts der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen unbedingt nothwendig. Die von den einzelnen Branchen bereits nominirten Randidaten sind verpflichtet, zu erscheinen. 115/5 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstraße 44. Puter Berlins und Umgegend. Am Montag, den 24. August, nachmittags 5 Uhr, in Keller's Saal, Koppenstraße 29: BurgAchtung! Achtung! KottbuserKonzerthaus„ Sanssouci", Strasse 4a. Sonntag, den 30. August 1896: Lassalle- Feier arrangirt von 115 Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises ( Südoff). Großes Vokal- und Juftrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine. Feftrede. Humoristische Vorträge. Nach dem Konzert: Tauz. 1996 Jur Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. an Einlasskarten à 20 Pf. find in allen mit Plakaten versehenen Lokalen 190 sound Hajad 287/2 Die Kaffeeküdje ist den Damen von 3 Uhr an geöffnet. Der Vertrauensmann. Direktion: Winkler& Fröbel. Größtes Vergnügungs- Lokal Berlins, steht auch während der Sommermonate größeren Vereinen u. Gesellschaften zu Versammlungen und Festlichkeiten unter sehr tulanten Bedingungen zur Ver zu haben. fügung. Sprechst.: vorm. von 11-1 Uhr im Bureau des Feen- Palast und abends von 8 Uhr im Alcazar( City- Passage). Wo speisen Sie? Pommersche Küche Oranienstr. 181. Mittag mit Bier 50 Pf. Gr. AusSonnabend, den 29. August 1896: Lassalle- Feier arrangirt vom wahl. Abendeffen Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin von 30 Pf. an. Sonnab. u. Sonntag: Musit. Unterhalt. in folgenden Lokalen: Chauffeefte. 58. Empfehle den Freunden ut. Bekannten 1. Julius Wernau's Festsäle, 13. Norddeutsche Brauerei, mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal, 2. W. Finke, W., Elsholzstr. 5, W. 0. Schmidt's Restaurant, Hochstr.32a. Saal f. Bereine und kleinere Geſellſch. 4 Säleu Versammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. Schwedterstr. 23/24. Weimann's Volksgarten, Gesundbrunnen, Badftr. 56. 4. Ahrens' Brauerei), Moabit, Thurmtr. 26. Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine. Zum Schluß: Lebende Bilder. ,, Englischer Garten", 3m Gaale: Tanz. Herren, welche baran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Alexanderstr. 27c. Amt 7, 1576. Arbeitsnachweis der Maler, Lackirer, Anstreicher. Amt 7, 1576. Brauerei Borussia, Nieder- Schönweide a. d. Oberspree, hinter der Ausstellung Treptow, Görlizer und Stadtbahn. Dampferstation Waisenbrücke Magistratsanlage. Dampfer gezeichnet mit blauem Ring O. D. G. Schönster Garten am Wasser. Jeden Sonntag und Mittwoch Die Kaffeeküche ist den Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Einlaßkarten à 20 Pf. find in allen mit Plakaten versehenen Lokalen und Handlungen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Bu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 274/18 Der Vorstand. Auf den Billets ist für den Stadttheil Moabit die Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49 angegeben; da der Defonom aber nach Fertigstellung derselben seine gegebene Zusage wieder zurückzog, konnte eine Aenderung nicht mehr erfolgen und wird hiermit darauf aufmerksam gemacht. Brauerei Stralan. Sonntag, den 30. August 1896: Große öffentliche Bersammlung Grosser Ball. Lassalle Feier Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission resp. von welchem Tage gedenken die Façadenputzer den Tarif vollständig zur Durchführung zu bringen? 2. Diskussion. banien Die Lohnkommission der Putzer Berlins und Umgegend. 181/2 Kegelbahn. Ausspannung. Sonntag und Mittwoch Konzert. Gustav Busack, Oekonom. Brauerei Germania, Frankfurter Allee Nr. 5253. Rautenberg's Fest- Säle Sonnabend, den 29. August 1896: I. Stiftungsfest 255/6 Oranien- Straße 180. Empfehle meine Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. 27976 des Verbandes Deutscher Zimmerlente Schmiedel's Festsäle, Zahlstelle Friedrichsberg. Anfang 8 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Alte Jakobftr. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten FestEntree 30 Pf. Das Comité.efale zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, Rommerse, Versammlungen 2c. Amado 52989* Wwe. E. Schmiedel. Brauerei Friedrichshain Königsthor Fey's Gesellschaftshaus Sonnabend, den 29. August: 3. Stiftungs- Fest bes A 275/5 Vereins der Zimmerer Berlins u. Umg. unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins„ Kreuzberger Harmonie", sowie des Bolts Humoristen Paul Schulz. gehalten Festrede, vom Genoffen Ad. Hoffmann. Laundible Großer Ball. 291 Die Mufit wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiler ausgeführt. Während der Kaffeepause: Aufführung musikalischer Poffen. Anfang 8 Uhr. Billets à 30 Pf. sind bei den Komiteemitgliedern H. Kotlow, Rykes Straße 17; W. Reppichläger, Helmftr. 7( Schöneberg); E. Meißner, Cuvrystr. 13; H. Barbeleben, Rügenerstr. 17; G. Hoff, Ramlerstr. 25, und in sämmtlichen Zahlstellen des Vereins zu haben. Das Komitee. Reinickendorf. Ce Brunnenstraße 184. Jeden Sonntag: Großer Ball. Anfang 4 hr. Empfehle meinen bis zu 500 Personen faffenden Enal ben Vereinen zu BerSaal arrangirt von den Genossen der Ortschaften: Rummelsburg, Stralan, Friedrichsberg u. Friedrichsfelde unter gütiger Mitwirkung der örtlichen Gesangvereine. Grokes Konzert # 8 ausgeführt von Mitgliedern der Zivil- Berufsmusiker unter Beitung bes Dirigenten Schonert. Auftreten der Voltshumoristen Fischer und Michel. Theater- Dorffellung. I Brillant- Feuerwerk, ausgeführt vom Kunstfeuerwerker Herrn Sock. Große Fackel- Polonaise, jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Raffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Jm Saale: Grosser Tanz, Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Raffeneröffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billets 25 Pf. Programm gratis. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Comité. 224/ 7* Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. Auguft, in Wernau's Festfälen, Schwedterstr. 23: Grosses Sommerfest. Vokal- und Juftrumental- Konzert. 82166 Im Saale: Tanz. Raffeetüche von 2 Uhr geöffnet. Anfang 4 Uhr. Billets à 25 Pf. find zu haben bei den Komiteemitgliedern Auerbach, NW., Waldfir. 50; Christens, Mühlenftr. 59a; Bohne, Brunnenſtr. 141 fammlungen ut. Vergnügungen. 56242* Buckow, Münchebergerstr. 10; Jänicke, Langeftr. 104; außerdem in allen bekannten Billetstellen und in allen Versammlungen. B. Nieft's Festsäle, 17, Weberstrasse 17. Zur bevorstehenden Saison 1896/97 sind noch mehrere Sonnabende frei, auch zu Versammlungen täglich. 1* Das Comité. Louis Keller's Riesen- Festsäle, Koppenstr. 29. tisch, höchst kräftig u. reichlich, à 50 Pf. Elfafferstr. 38, 10 Mittags Arminhallen, Kommandanten- Strasse 20. Säleetlichkeiten und Versammlungen. 8 Vereinszimmer. 57102* Mein Lotal bef. sich Hermannplatz 8. Seebad- Restaurant, Kaiser Friedrich- Garten 2 Bereinszimmer mit Piano Sonntag, den 30. August: Große Lassalle- Feier bestehend aus do& Großem Vokal u. Inftrumental- Konzert unter Mitwirkung der Gesangvereine Weiße Rose und Oranienburger Vorstadt( M. d. Arb.-S.B.) unter Leitung ihres Dirigenten Herrn A. Miefd, und des Schwimmvereins Nord. Anfang 3 Uhr. SITOR Billet 20 Pf. Kinder frei. Im Saale: Großer Ball. orbitol 99 Die Kaffeeküche ist den Damen von 2 Uhr an geöffnet. 224/9 Das Komitee. 20 und 40 Pers. fassend, sind noch an einigen Tagen in der Woche zu verg. 37002 Frik Linke, Jüdenstr. 36. Treptow. Herrlichstes Etablissement der Residenz. Sonntag, den 23. August 1896: Großes Sommer- Fest Serbandes der Bäder Deutschlands Große des und des Bäder- Gesangvereins ,, Morgengrauen". Extra- Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Mufitpièce. Berliner Blau. Original Boffe mit Programm: Gesang in 1 Akt von E. Linderer. Musik von Conradi. Personen: Zwieback, Bäckermeister und Schiedsrichter: Gustav Krause. Lola, seine Tochter: Elise Behrend. Friz Neumann, Seifen- und Pars fümeriehändler: Erwin Rüfterwie.- Neumann, Referendar: Alfred Kumm. Riefchen, Dienstmädchen bei Zwiebad: Martha Rüsterwie. Drt der Handlung: Berlin, im Hause Zwieback's. Restaurant z. Karpfenteich. Original- Gesangs, Tanz- und Gigerl- Parodisten. Jeden Sonntag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. 801 Jm Saale: Gr. Ball. Kaffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. Entree frei! Hermann Otto. 5688L Ferner: Auftreten der Kostüm- Soubrette Mithie Martins. Auftreten der beliebten Gesangs- und Grotesque- Duettisten Gebr. Flock. Mar Hildebrand, Instrumentals und Vokal- Humorist als Stabstrompeter! Neu! Neu! Erwin Rüfterwie, Berliner Voltshumorist. Martha u. Erwin Rüfterwie, Beginn des Balles nachmittags 3 Uhr, des Theaters 4 Uhr. Die Konzert u. Ballmusit wird von einer 12 Mann ftarten Rapelle der Zivil- Berufsnufiter ausgeführt.- Kaffeeküdje: Bei günstiger Witterung im Garten, anderenfalls im Tunnel. Entree 30 Pf. Tany 50 Pf. extra. Kollegen und Genossen! Wir haben Sorge getragen, daß das Fest einen großartigen Berlauf nimmt, und laden Freunde und Bekannte ergebenst ein. Der Vorstand. 40/4 Billets find vorher zu haben: Beim Raffirer des Verbandes, H. Teupel, Am Ostbahnhof 3, Bäckerei; im Verkehrslokal bei Moll, Klosterftr. 101; bei Krüger, Gipsstr. 28; F. Kirst, Auguftstr. 50; Leuschner, Gipsstr. 24; Meyer, Gipsstr. 8; am Tage des Festes Roppenftr. 28, Restaurant. 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