Nr. 167. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Dienstag, den 21. Juli 1891. " 1 Expedition: Beuth- Straße 3. Bersehungsprodukte. Arbeitszeit, die gemeinschädliche Exploitation der Bahn- sie die Enthüllungen Ahl wardt's, über welche wir beamten, der Lokomotivführer, Heizer, Zugführer, Weichen- im Vorwärts" berichtet haben? Da war Rhodus, da Die Bersetzung des deutschen Bürgerthums läßt in steller, Bahnwärter u. s. w. finden keine Erwähnung. Und konnte sie springen. Doch über die Affäre Bleichröder, auferbaulicher Weise an seiner Presse sich verfolgen. hier gerade ist noch Alles zu thun. über die Hilfe, welche die Polizei nach Ahlwardt's Das typische Blatt des liberalen" Bourgeois, der da Die Tante Voß renommirt des Weiteren mit den Darstellung dem Kompagnon der Reichsregierung" bei der schwärmet für den Fortschritt des Kapitalismus und bis vor einiger Zeit so besonders günstigen Ergebnissen Boykottirung seiner Maitresse geleistet haben soll, keine Silbe! für die Freiheit der Ausbeutung, die„ Vossische der deutschen Eisenbahnunfall- Statistik. Nun, nach dem Mit desto größerem Eifer reproduzirt die„ Vossische BeiBeitung", ist ein für den nachfolgenden kleinen Versuch„ Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich" wurden tung" aus der Saale- Beitung" die Notiz über den Hofvortrefflich geeignetes corpus vile. Sie ist das corpus beim Betriebe der normalspurigen Bahnen( die schmal- rath Manché, den Ahlwardt gleichfalls an den Pranger vile, wie es im Buche steht; vorn privilegirte Zeitung spurigen Bahnen und der Werkstättenbetrieb sind nicht gestellt hat( vgl. Beilage des Vorwärts" vom 16. Juli). für Falscheid und Boykott, öffnet sie sich hinten für die miteinbezogen): Prostitution. " verlegt getödtet 1880/81 2208 454 1881/82 2129 470 1882/83 2383 556 1883/84 2113 564 1884/85 2138 507 1885/86 2362 503 1886/87 2554 520 1887/88 1888/89 1334 1447 463 562 " 1 Zwar steht hier kein öffentlich rechtliches Interesse in Frage, aber es handelt sich um einen Skandal, um einen früheren Hofbeamten, der ordens- und titellüsterne Großbürger über den Löffel barbiert und ausgeplündert hat. Solch eine Angelegenheit ist der Beachtung der„ Vossischen Beitung" würdig • Diefer Tage brachte die Voss. 3tg. einen langen Artikel über Eisenbahnunfälle, anknüpfend an die Ingols heimer Katastrophe. Ein wahres Muster bürgerlicher Feigheit und bürgerlicher Heuchelei! Die bayerischen Eisenbahnzustände, deren Reformbedürftigkeit über allen Zweifel Kommt zum Schluß eine Pariser Korrespondenz in erhaben ist, wurden grau in grau dargestellt. Die Geder Morgenausgabe vom 16. d. Mts., welche sich darüber fährlichkeit der Reservatrechte für den Verkehr und der skandalisirt, daß die kapitalistischen Gauner, welche Schlendrian im bayerischen Bahnbetrieb wurden in die Die Ziffern sind nichts weniger als erhebend; und der französischen Justiz in die Finger gerathen sind, so hellste Beleuchtung gerückt. Und nur dem schwachen Ge- die Jahre 1889/90, 1890/91 und 1891/92 würden den wirkungsvoll begnadigt werden. Das ist eine Erscheinung, dächtniß der Voss. 3tg, ist es zuzuschreiben, daß sie bei betrübenden Eindruck, welchen sie machen, gar sehr ver- die im Reiche des Kapitalismus etwas Natürliches ist, ihrer Jerimiade über die zunehmende Unsicherheit der stärken. deutschen Schienenwege mit keiner Sylbe der Unfälle erwähnt, welche die preußische Eisenbahngeschichte des letzten Jahrzehnts zu verzeichnen hat. Nicht der Steglitzer Tragödie, nicht des Ereignisses zu Wannsee traurigsten Angedenkens, nicht des Unglücks, das vor wenig Wochen dem Zirkus Carré in dem Präsidialbezirk des Herrn Thielen zustieß, der kurz oarauf Eisenbahnminister wurde. Tödtliches Schweigen gerrscht über diese Dinge. Aber freilich, die würdige Dame aus der Breitenstraße weiß, wie peinlich und schreckhaft es ist, ein Sfelett im Hause zu haben. Darum be gnügt man sich mit langathmigen Salbadereien, die nichts besagen, mit schönen Redensarten, die nichts kosten, mit guten Rathschlägen, die nicht befolgt zu werden brauchen. " 1 In der Morgenausgabe vom 16. Juli singt die Vossische Zeitung" ein Loblied auf die ausgezeichnete Londoner Polizei, während sie die Amsterdamer Polizisten ob ihrer Brutalitäten beim Besuch des deutschen Kaisers gehörig abfanzelt. Sie sagt nun: auch anderswo. Schmählich aber ist es, wenn es heißt: ,, Verbrechen gemeinster Art, wie Diebstahl, Raub, Einbruch u. s. w., denen man einen politischen oder sozialistischen Anstrich geben kann, führen zwar zu einer Verurtheilung, doch öffnen regelmäßig wiederkehrende Begnadigungen Verbrechern dieser Art in kurzen Abständen die Gefängnißthüren." Die Eigenthums- Verlegung großen Stils ist das „ Je schärfer die häßlichen Gewaltszenen zwischen Polizei Monopol der Bourgeoisie. Aber die Winckelmann, Je und Publikum in Amsterdam abstechen, desto klarer tritt der Unterschied eines kleinen Landes und der eines Weltreichs her- rufalem, Bontour find Nationalliberale oder Klerikale vor, in welchem die Sonne nicht untergeht. Eine gewisse oder sonstige Stützen der Ordnungsparteien. Und die Uebung in der Kunst zu arretiren und den dazu gehörigen armen Teufel, welche die Noth zum Verbrechen treibt, Grad von„ Schneidigkeit" kann jede Polizei erwerben, in einem schont die Justiz nirgends, auch in Frankreich nicht. Aber Weltreiche aber muß sie nach anderen Rücksichten verfahren, und einer freigesinnten Bevölkerung gegenüber darf sich der es ist gar zu verlockend, dem Sozialismus einen Hieb zu Schuhmann nicht in die Rolle des überlegenen, unnahbaren versehen, koste es, was es wolle, sei man dabei auch noch Beamten, sondern nur als wohlwollender Berather und so plump und beschränkt. Thatsache ist, daß die wegen Warner fühlen, wenn er zum Ziele kommen will. Trotzdem politischer Handlungen eingeferferten französischen aber würde selbst Ihrer britischen Majestät allergetreueſter Arbeiter nicht begnadigt worden sind, wohl aber die Policeman sich weniger Erfolge erfreuen, wenn ihm nicht Aber die Vossische Zeitung" tuschelt ja leis- verlegen dem Herrn Eisenbahnminister etwas ins Ohr von Rückständigkeit des Signalwesens und von der Nothwendigkeit technischer Aenderungen. Daß die Verkehrssicherheit zum der tief eingewurzelte Gesetzessinn der englischen Nation zur Senatoren und Genossen, die Millionendiebe von Beruf. Seite stände, eine Tugend, die sich auf dem Kontinent im Thatsache ist es, daß die Klassenjustiz auch in Frankreich größeren Theile von der leiblichen und geistigen Frische Verkehr zwischen Publikum und Polizei leider, wenn auch herrscht, hat doch auch die N.- 3tg." die Verurtheilung der Beamten und Arbeiter abhängt, daß es deshalb schon meistens nicht ohne Verschulden der letzteren, noch häufig ver- Lafargue's und Culine's gebrandmarkt. im Interesse des reisenden Publikums ein Gebot der missen läßt." Nothwendigkeit ist, die Leistungsfähigkeit der BahnJedennoch das thut nichts. Die„ Voss. Ztg." fährt Der„ Patriotismus" der Tante Voß brennt viel zu fort, das Organ der Respektabilität zu sein, und wir bediensteten sicherzustellen, davon verlautet bei ihr kein lichterloh, als daß wir annehmen könnten, fie rechne auch freuen uns darüber. Wie der Knecht, so der Herr, wie Sterbenswörtchen. Da wird allerlei gemurmelt von der Deutschland zu den kleinen Ländern": Die deutschen die Presse, so die Klasse, welcher die Presse dient. Ueberschußwirthschaft der Eisenbahnen, welche ja des Polizeizustände wird sie doch gewiß nicht in Gegensatz die Presse, so die Klasse, welcher die Presse dient. Finanzministers milchende Kuh, die ihn mit Butter ver- zu den britischen bringen! Sie würde es ja sonst gewiß sorgt. Aber die sozialpolitischen Schutzmaßregeln gegen die etwas deutlicher sagen und nicht um die Ecke herumUeberanstrengung, die Unterbezahlung, die unerhört lange schelten. Denn wenn dem nicht so wäre, warum ignorirt Feuilleton. Nadbrud verboten.] Kapitän Lobe. Von John Law. Autorisirte Uebersetzung aus dem Englischer von Regina Bernstein. Vorwort. 1 Es scheint mir nicht überflüssig, diesem Romane einige erläuternde Worte für das deutsche Publikum vorauszus schicken. nommen. Kirche im Allgemeinen, und wie alle Propaganda, selbst das auch eine merkwürdige Tendenz gemeinsam: das„ Jus Volk geschäftliche Anzeigewesen, in England der stärksten Reiz- gehen". Wie in Rußland Mädchen und Jünglinge die Unimittel bedarf und ihre Anwendung als durchaus legitim versitäten verließen, um mit den unwissenden Bauern, aller gilt, so ist die lärmende Form des Auftretens der Heils- geistigen Anregungsmittel und allen Komforts entblößt, zu armee zwar ein besonderes, aber feineswegs unerhörtes leben, so gehen in London Mädchen der verschiedensten GeReizmittel. Damit ist indeß das Wesen der Heilsarmee sellschaftsklassen zur Heilsarmee, um„ Höhlenretterinnen" zu nicht erschöpft. Was ihr in Bezug auf das Dogma abgeht, werden. Welche Entsagung in diesem Wort liegt, schildert sucht sie durch religiöse Vertiefung zu ersetzen. Man könnte der Roman. In die verrufensten Quartiere, in die sie in dieser Beziehung auf eine Stufe mit der pietistischen schmutzigsten Höhlen, wo selbst die Polizei sich nicht hinBewegung Ausgangs des 17. Jahrhunderts vergleichen, die wagt, gehen diese meist noch ganz jungen Mädchen, die zu ihrer Zeit ja auch einen Fortschritt repräsentirte. Hefe Londons" aus dem Elend empor zu heben. Auch wenn ihre religiösen Ermahnungen zurückgewiesen werden, suchen sie und das gerade unterscheidet die Heilsarmee von ähnlichen Gesellschaften- nach Kräften zu helfen. Das hat ihnen in weiten Voltskreisen eine große Popularität verschafft, sie genießen allgemeines Vertrauen, selbst bei denen, die grundsäßlich von keiner Religion etwas wissen wollen. Diese Thatsache hat John Law die Feder in die Hand gedrückt. Kapitän Lobe" ist keineswegs bestimmt, für die Heilsarmee Propaganda zu machen; er schildert ihr Wirken Die Heilsarmee will das Volk aus den„ Krallen Satans" befreien und zu„ Gott" zurückführen. Satan ist das Laster, Gott die Tugend. Laster und Tugend, an sich abstrakte Begriffe, werden wiederum in dem konkreten Sinn gebraucht, Wer den Dichter will verstehen, muß in Dichters den das Leben derjenigen Volksklassen ihnen beilegt, an Lande gehen." Man kann dieses wahre Wort dahin er welche die Heilsarmee sich vorzugsweise wendet: die Wermsten weitern: wer überhaupt geistige Bewegungen oder Strö- der Armen London. Rohheit, Trunksucht, Unwissenheit sind mungen verstehen will, muß sie aus den Verhältnissen des die Laster, die das Leben der Armen zur Hölle auf Erden Landes zu erklären suchen, wo sie ihren Ursprung ge- machen, gegen sie ist der„ Feldzug" der Heilsarmee in erster Linie gerichtet, religiöse Erbauung und werkthätige NächstenDies gilt auch von der Bewegung, die" Kapitän Lobe" liebe sollen sie aus der Welt rotten. Das ist nun freilich und Wollen und zwar von der sympathischsten Seite, aber zum Vorwurf hat. Dem Deutschen, welches immer seine eine Utopie, und wie frühere ähnliche Unternehmungen, wird trotzdem läßt er die Leser in keinem Zweifel über ihre Unreligiöse Ueberzeugung, wird die Heilsarmee mit ihrer auch die Heilsarmee an der Größe der ihr gestellten Auf- zulänglichkeit, in keiner Täuschung darüber, daß es nicht Nachäfferei militärischer Einrichtungen, ihren Feldzügen gegen gabe scheitern, es läßt sich aber nicht leugnen, daß sie die- genügt, den Zusammenhang zwischen Elend und Laster erden Teufel", ungemein albern und abgeschmackt vorkommen, selbe mit vollem Ernst unternommen hat und verhältnißmäßig tannt zu haben, sondern daß nur mit dem Zurückgehen auf in der Riesenmetropole des Reichthums und des Elends mehr geleistet hat, als ihre Vorgänger und religiösen die sozialen Ursachen des Elends diejenigen Vaster, die aus aber lernt man, wie so vieles sonst Unverständliche, auch Konkurrenten. Sie hat es verstanden, ihren Anhängern eine dem Elend stammen, ausgerottet werden können. diese Sette begreifen. Begeisterung einzuflößen die, so seltsam es flingt," Kapitän Lobe" ist kein religiöser, sondern ein sozialer Vielleicht ist das Wort Sefte nicht richtig gewählt, denn in unserer Zeit vielleicht nur in der Hingebung der russi Roman. Er ist das Ergebniß gewissenhafter Erforschung die Heilsarmee hat durchaus keine besonderen Dogmen. schen Nihilisten der siebziger Jahre eine Parallele findet. der Verhältnisse, unter denen die ärmste Bevölkerung Londons Sie ist ein religiöser Propagandaverein für die christliche Mit ihnen haben die eigentlichen Mitglieder der Heilsarmee lebt. Diese vorzuführen, und für durchgreifende Reformen Politische Itebersicht.[ en Druder des fraglichen Pamphlets auf Grund des Berlin, 20. Juli. Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, daß das Deutsche Reich ein despotischer Staat ist, in welchem das Volk als untergeordneter Faktor betrachtet wird, so würde dieser Beweis durch das Verhalten der Reichsregierung in der gegenwärtigen Nahrungsmitteltrise aufs Schlagendste geliefert. Es handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Lebensfrage- um Der die Lebensfrage des Volkes. Millionärzüchter Bismarck, dessen Herz- von politischem Machtstreben abgesehen ftets nur für Reichthum and die Reichen geschlagen hat, suchte die besitzenden und be gehrlichen" Klassen dadurch an sich zu fesseln, daß er ihnen Deutschland zur wirthschaftlichen Ausbeutung übergab und insbesondere die Einkünfte der Großgrundbesitzer durch Kornzölle auf Kosten des armen arbeitenden Volks verdoppelte und verdreifachte. Eine Reihenfolge günstiger Ernten hatte zur Folge, daß die durch die Kornzölle bewirkte Steigerung der Brotpreise, weil mit einem ungewöhnlich niedrigen Stand der natürlichen oder WeltmarktsKornpreise verbunden von dem deutschen Volk lange Beit wenig empfunden und bemerkt wurde. Nun ist aber der Reihe von fetten Jahre ein Jahr. der Getreidenoth gefolgt, das möglicher Weise das erste einer Reihe von mageren Jahren ist. Die Getreidevorräthe sind erschöpft, eine Mißernte steht vor der Thür, die Brotpreise haben eine Höhe erreicht, wie sie bei uns in diesem Jahrhundert nur einmal: in dem unheilvollen Theuerungsjahr 1817/1818 erreicht worden ist, eine Hungersnoth oroht un 3. Nichts natürlicher unter solchen Umständen, als daß das Volk die Kornzölle, deren Wirkung es jetzt so peinlich empfindet, beseitigt sehen will, und nicht länger Luft hat, sich das ohnehin schon so theure Brot von den Herren Großgrundbesitzern noch künstlich zur Unerschwing lichkeit vertheuern zu Lassen. Von allen Seiten ertönte vor etwa acht Wochen der Ruf nach Abschaffung der Kornzölle. Die Regierung aber erklärte durch den Mund des neuen Reichskanzlers:„ Es giebt keinen Nothstand die Kornzölle bleiben." In hunderten von Versammlungen, von Hunderttausenden wurde hiergegen protestirt und die sofortige Abschaffung oder wenigstens Suspension der Kornzölle gefordert. Niemand, mit Ausnahme der Brotvertheurer und ihrer Söldlinge, erklärte sich gegen diese Forderung, deren Berechtigung und Nothwendigkeit durch die aus allen Gegenden and Ländern einlaufenden Witterungs- und Ernteberichte mit jedem Tag eindringlicher bewiesen ward. Wenn jemals das Volk einmüthig war, dann in dieser brennendsten der brennenden Fragen. Allein die Regierung verharrt dabei: Es giebt keinen Nothstand. Und das Wort des Reichskanzlers, der keinen Nothstand sieht, wiegt schwerer als der Nothschrei der Hun derttausenden des Volkes. Rann es in Rußland anders sein? Rann es in Rußland schlimmer sein? Ja, ist es nicht besser in Rußland, wo die Regierung den Nothstand wenigstens anerkannt hat und Maßregeln zur Abwehr des Hungers trifft? Inhalts Anklage erhoben worden ist. Die berühmte Korrektor- Entscheidung des Reichsgerichts scheint also Schule zu machen. Das ist das, Drama." Und nun folgt das„ Nachspiel", welches dem sozialdemokratischen Agitator soeben bekannt gegeben worden ist- dritthalb Monate nach jener Bierhaus- Idylle. Jene Entscheidung liegt nun beiläufig im authentischen Der Marinesoldat, dessen Dienstzeit dem Ende zuneigt Wortlaut vor. Die Beilage( 3) des Reichs- Anzeigers" und der sich eine bürgerliche Existenz gründen will, wird den folgenden Tag telegraphisch aus seinem Urlaub zurückvom 17. Juli berichtet: Verantwortlichkeit des Rorrektors für den berufen und was weiter geschehen, darüber ruht der strafbaren Inhalt eines von ihm forrigirten Schleier des Amtsgeheimnisses. Nur so viel hat sich ihm Preßerzeugnisses. entzogen: eine Zierde der feinen Welt" vornehm Gesetz über die Presse vom 7. Mai 1874,§ 20. Gentleman" Mann vom feinsten„ Ehrgefühl" Strafgesetzbuch§ 49. In der Straffache gegen den Redakteur H. Wt. 3 H. General a. D. war bei jener Szene zugegen gewesen, und den Schriftsetzer H. Wr. ebenda, wegen Beleidigung, irgend Jemand verrieth ihm den Namen des sozialdemo hat das Reichsgericht, Dritter Straffenat, am 16.& e- kratischen Agitators- darob Gänsehaut über den ganzen bruar 1891 für Recht erkannt, daß die Revision der beiden Angeklagten Wt. und Wr. gegen das Urtheil des t. pr. Landgerichts zu S. vom 29. November 1890 zu verwerfen und den Beschwerdeführern die Kosten des von ihnen verfolgten Rechtsmittels aufzuerlegen. Gründe. Die auf die Verlegung materiellen Rechts gegründete Nevision der beiden Mitangeklagten ist verfehlt. I. Zur Revision des Redakteurs Wt. Derselbe ist als Redakteur für einen in dem von ihm redigirten Blatte er schienenen Artikel auf Grund des§ 20 Absatz 2 des Preßgefeßes vom 7. Mai 1874 zur Verantwortung gezogen und in Ansehung der durch die Abfassung und Verbreitung jenes Artitels begangenen Beleidigung bestraft. In folgenden Punkten findet der Mitangeklagte Wt. eine zu ſeinem Nachtheile begangene Gesetzesverletzung. II. Zur Revision des Mitangeklagten Wr. Gegen den Mitangeklagten Wr. ist festgestellt, daß derselbe, als er im Dienst des Angeklagten Wt. seines Amtes als Korrektor waltete, den Inhalt des Artikels bei dem Lesen der Korrektur tennen gelernt, das heißt also, den ehrenkränkenden Inhalt des Artikels erkannt, und dennoch seine Dienste als Korreftor geleistet hat. Diese Feststellungen lassen die Rüge des Mit angeklagten Wr., er habe den strafbaren Charakter der That, zu welcher er Beihilfe leistete, nicht erkannt, als hinfällig er fcheinen. Auch im Uebrigen erscheint§ 49 des Strafgesetzbuchs richtig angewendet und der Begriff der Beihilfe nicht verfannt. Denn fannte Wr. die Strafbarkeit des Inhalts des Artikels, so hat er auch in bewußter Weise zur Herstellung der Druckschrift strafbaren Inhalts mitgewirkt. Daß die fragliche Druckschrift, das heißt die fragliche Zeitungsnummer mit dem von ihm forrigirten Artikel zur Veröffentlichung gelangen follte, Tag zweifellos in der Absicht beider Angeklagten. Ob Mr. speziell bei der Veröffentlichung mit thätig war, ist rechtlich bedeutungslos. Hiernach mußte dem Rechtsmittel beider Beschwerdeführer der Erfolg versagt bleiben. Leib des tapferen Landsoldaten" dann plötzliches Aufblizen des Gedankens, daß das Vaterland in Gefahr sei und gerettet werden müsse.- Die deutsche Marine in sozialdemokratischer Gesellschaft fürchterlicher Gedanke! Ein fühner Entschluß, und der General a. D. rennt so rasch seine a. D. Beine ihn tragen wollen, auf die Polizei. Und der Rest- ist klar. Wie schrieb aber Hofmann v. Fallersleben? " Der größte Schuft im ganzen Land, " Das ist und bleibt der Denunziant!" Wenn der Herr Herr General a. D. uns verklagt, so wissen wir, daß wir verurtheilt werden. Allein wir wissen auch, daß jeder anständige Mensch, der wirklich Ehre im Leib hat, uns recht geben wird, und daß wir eine " patriotische Pflicht" erfüllt haben, indem wir dieses Sittenbild der Vergessenheit entzogen und einen Lichtstrahl in den Abgrund bis mardäralicher Korruption fallen ließen. Von der Reichstagswahl in Raffel liegt jetzt das amtliche Ergebniß vor. Danach sind insgesammt 19 230 Stimmen abgegeben worden: Pfannkuch( Soz.) erhielt 7872, Endemann( natl.) 4528, Förster( Antisemit) 4134, v. Alvensleben( tons.) 1359, Martin( Reichsp.) 1324 Stimmen. 13 Stimmen waren zersplittert. Die Stichwahl zwischen Pfannkuch und Endemann ist auf den 25. Juli festgesetzt. Daß unsere hessischen Genossen alles daran setzen werden, den Wahlkreis den Kartellbrüdern zu entreißen, brauchen wir nicht erst zu sagen. um Hoffentlich sind ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt. Zum Oberpräsidenten von Westpreußen ist nach der Kölnischen Zeitugn" der ehemalige Kultusminister v. Goßler, zum Oberpräsidenten von Ostpreußen der Reichstags- Abgeordnete Graf udo v. Stolberg- Wernigerode ernannt worden. Man sieht, die Gründe" sind um kein Haar breit besser, als wir von" Anfang an geurtheilt haben. Mit diesen„ Gründen" kann jeder Korrektor verdonnert Jm werden, denn den Inhalt" jedes Artikels, den er lieft, lernt jeder Korrektor kennen,- er kann also" nach dieser ungeheuerlichen Entscheidung für den Inhalt auch strafrechtlich verantwortlich gemacht werden. Man sieht, wir hatten Recht, die Beschönigungsversuche einiger am Reichsgericht Angestellten auf ihren richtigen Werth zu tagiren und für Verlegenheitsflunkereien zu erklären. So viel für jetzt. Wir werden uns mit der Sache noch weiter zu beschäftigen haben. Jedenfalls hat die gegenwärtige Krise das Gute, daß Ein deutsches Sittenbild. Schauplatz: eine mittelsie dem Volk über das Wesen unserer politischen Zustände deutsche Stadt, stolz auf ihre national- servile Gesinnung, die Augen öffnet. Trotz Reichstag und Landtagen haben und, obgleich mitten im Land liegend, doch auch als Seewir ein despotisches Regiment. Durch den Schein stadt bekannt. Szene: ein Bierhaus, in welchem außer darf man sich nicht täuschen lassen. Die Thatsachen anständigem Publikum auch die sogenannte feine Welt" haben das Urtheil zu bestimmen. Und sie sprechen deutlich. Herrscht nicht Despotismus, wo die Stimme des Machthabers mehr wiegt als die des Volks? Man hat vom russischen Regiment gesagt: Es ist Despotismus gemildert durch Wieuchelmord." Bom deutschen Regiment sagen wir mit einer Kleinen Abänderung: Es ist Despotismus verdeckt durch parlamenta tisches Schnörkelwert. Der Verhaftung eines irrsinnigen Pamphletschreibers ward bereits gedacht. Jetzt erfahren wir, daß auch gegen M verkehrt. An einer Tafel dieses Bierhauses läßt sich an einem schönen Mai- Vormittag d. J. zum Frühschoppen eine heitere Gesellschaft nieder- darunter ein sozialdemokratischer Agitator", der früher lange in jener Stadt gewohnt hat, jezt aber nur auf einen kurzen Besuch da ist- und außerdem noch ein deutscher Marinesoldat in Uniform. Marinesoldat( Verwandter eines der Gesellschaftsglieder) und sozialdemokratischer Agitator haben einander nie gesehen, werden einander auch nicht vorgestellt, nehmen beide mit Antheil an dem allgemeinen Gespräch, und bis heute kennt der sozialdemokratische Agitator nicht den Namen des Marinesoldaten. Ich komme nicht zur Schwester," antwortete er ernst; ich komme, eine Patientin zu sehen." Er schritt geradewegs auf den Kamin zu, neben welchem Mädchen saßen und legte die Hand auf die Schulter Jüngeren. zur Besserung derselben beizutragen, ist die Hauptaufgabe des Romans. Als ein Zeichen, wie ernst John Law diese Aufgabe nahm, mag eine Stelle aus einem Briefe Law's beim Ausbruch des Dockerstreits an die" Daily News" zwei gelten, die„ Kapitän Lobe" günstig günstig besprochen hatte. der Morgen für Morgen," heißt es da, habe ich während der Wintermonate an den Dockthoren gestanden und gesehen, wie diese Leute gleich Thieren sich um Arbeit schlugen;" Patty," fuhr er fort, erinnerst Du Dich der Nacht, Tag für Tag habe ich sie in ihre Wohnungen begleitet, ihre in der ich Dich in Frau Booth's Haus führte? Erinnerst hungernden Weiber und Kinder gesehen und mir gesagt: Du Dich Alles dessen, was Du damals sagtest, all Deiner " Hier ist alle Hoffnung vergebens Versprechen?" 44 Patty, was bringt Dich hierher?" Das Mädchen schwieg. Ich bin hergekommen, um Dich zurückzuführen," sagte der kleine Kapitän. " Kapitän Lobe ist im Jahre 1887 geschrieben worden," Ich bin fortgelaufen," erwiderte das Mädchen wo die Arbeitslosigkeit in London ihren Höhepunkt erreicht trogig. hatte. Dies mag den stark pessimistischen Zug erklären, der den Roman durchweht. Seitdem und namentlich seit dem großen Dockerstreit des abgelaufenen Jahres, bei dem auch Law vom ersten Tage an thätig war, und der sich daran anschließenden Bewegung, hat selbst das East- End Londons von Neuem zu hoffen angefangen. London, den 12. Januar 1890. 1. Rapitel. Kapitän Lobe. Es war an einem Sonnabend Abend, gerade vor zwei Jahren, als ein kleiner Mann mit kurz geschnittenem Haar und schmächtiger, zierlicher Figur eiligen Schrittes durch Whitechapel Road in der Richtung zum Londoner Hospital" entlang ging. Seine Hände steckten in den Taschen eines Jaquets und auf seiner Schulter leuchtete ein S., das ihn als Mitglied der Heilsarmee kennzeichnete. Die Uhr schlug acht, als er die Thore des Krankenhauses erreichte. Er nickte dem Portier freundlich zu und lief die Stufen, die in die Vorhalle führten, hinauf. Ein halbes Dußend Männer und Frauen standen an einer offenen Thür. Er musterte sie einen Augenblick und stieg dann die Treppe weiter hinauf in ein Wartezimmer. Die Schwester ist in ihrer Stube," sagte ihm eine Pflegerin. Er wechselte seinen Platz und stand nun dem Mädchen gegenüber, den Rücken dem Kamin zugewandt. Von Weitem erschien das Mädchen fast noch ein Kind, doch beim Nähertreten sah man, daß die Zeit schon tiefe Linien in ihre Stirn gezeichnet hatte; der Ausdruck um den Mund zeigte, daß nicht mehr viele Jahre fehlten, bis sie zwanzig zählen würde. " M Ein kleiner scharfer Pfeil mit Widerhaken." Leipziger Tageblatt" vom heutigen Tage lesen wir: Leipzig, 20. Juli. Aus dem reichen Rüstzeug gegen die Sozialdemokratie, welches das Buch„ Die Lügen unserer Sozialdemokratie" von Dr. Hans Blum( Verlag der Hofbuchhandlung Hinstorff in Wismar) demnächst veröffentlichen wird, nehmen wir angesichts des rothen und rohen Boykotts der Herren gegen unsere Brauereien schon jetzt einen kleinen scharfen Pfeil mit Widerhaken heraus. Dieser Pfeil ist von Herrn Bebel ges drechselt in der Sigung des Reichstags vom 2. Mai 1877 ( Sten. Ber. S. 986 Sp. 1 und 2) und trägt die von Herrn Bebel damals gesprochenen Worte:" Der Abgeordnete Laster hat die Frage an mich gerichtet, wie ich zu dem Falle stehe, wo ein Mitglied meiner Partei öffentlich aufgefordert haben soll, bei Leuten nicht zu kaufen, die in antisozialistischem Sinne gestimmt hätten. Darauf erkläre ich rückhaltlos, daß ich ein folches Vorgehen meiner Parteigenossen entschieden mißbillige und meinerseits nichts dagegen habe, wenn solche Vorkommnisse gesetzlich bestraft werden." Da Herr Bebel bes fanntlich ein unabänderlich reges und gleichmäßiges Rechtsgefühl besitzt, so wird er seinen Pappenheimern wohl flar machen, daß sie völlig unfittlich und gesezwidrig handeln, und daß er einerseits nicht blos, nichts dagegen haben", sondern auch Alles aufbieten werde, damit sie gesetzlich bestraft werden", wenn diese seine Parteigenossen sich zusammenrotten und öffentlich auffordern, bei Leuten nicht zu kaufen", welche nicht einmal das schwere Verbrechen begangen haben, in antiSozialistischem Sinne zu stimmen", sondern das viel geringere, ihre vier Wände nicht zum Tummelplatz der rothen Brüder zu machen. Sicherlich fällt es Herrn Bebel nicht schwer, einen derartigen Strafantrag, da nöthig, mit Hilfe feines gleichgesinnten Freundes, des„ gebildeten" Herrn Liebknecht, aufzu er Als das Mädchen die Worte nicht wahr, Patty?" herausstieß, ging ein Richern durch das Wartezimmer. Die Aufmerksamkeit des Kapitäns war so vollständig von den in Anspruch genommen, daß beiden Mädchen es nicht bemerkt hatte, daß er der Gegenstand allgemeinen Interesses Nun sah er geworden war. plöglich fünfzig Augen auf sich gerichtet, fünfzig Ohren, die mit leb haftem Interesse zuhörten. Doch das war noch nicht Alles. Die Thür zu dem Zimmer der Schwestern war halb offen, und in derselben standen, gegen die Wand gelehnt, drei oder vier junge Aerzte. " Erinnerst Du Dich jener Nacht, Patty, wo Du in die Kaserne*) kamst?" fragte Kapitän Lobe, sich zu dem Mädchen niederbeugend, in eindringlichstem Ton. Du bist frank, Kind, vielleicht gar im Sterben. Komm mit mir zurück, Patty." " Ueber Patty's Wangen rollten langsam einige Thränen. " Ich kann Sally nicht verlassen," gab sie zurück, wenig stens nicht, ehe ich nicht wieder wohl bin." ,, Gute Nacht, Mädchen." Und er verließ das Krankens haus und setzte seinen Weg durch Whitechapel fort. Diese Straße ist die kosmopolitischste Gegend Londons, " Du bist Sally," fuhr der Kapitän fort, sich an das und Sonnabend Abends erreicht das Juteresse, das sie darandere Mädchen wendend. Ich kenne auch Dich. Du hast bietet, den Höhepunkt. Alle Nationalitäten sind alsdann Patty während ihrer bösen Krankheit im vorigen Jahr ge- dort vertreten; ein grinsender Hottentote bahnte sich mit pflegt. Du warst in Deinen Begräbnißklub gegangen und den Ellenbogen seinen Weg durch eine Menge großäugiger hattest dort gesagt, Du wollest mit der Einzahlung noch ein- Jüdinnen. Ein Kaufmann aus Algier schlendert Arm in mal von vorn anfangen, wenn sie Patty das Dir zukommende Arm mit einer Eingeborenen aus Kallutta. Ein kleiner Begräbniß bewilligen wollten." Italiener spielt mit einem kleinen Russen„ Kopf oder " Ich wollte, sie soll wie' ne Dame begraben werden," Schrift". Ein polnischer Jude genießt im Verein mit einem sagte das Mädchen entschuldigend. Dann, als sie des deutschen Ungläubigen eine Portion Sauerkraut. Und zwis Rapitäns Augen auf ihrem Gesicht ruhen fühlte, erröthete schen all den Fremden lungert der" Loafer"( Straßensie und fügte in trogigem Ton hinzu: bummler des East- End) herum, Herrscher alles dessen, was " Ich kann es nicht aushalten ohne Batty. Patty und er übersieht, der„ Hausherr" des Etablissements. Es ist ich sind, seit Mutter gestorben ist, immer zusammen ge- höchst amüsant, seinen Ausdruck kritischer Ueberlegenheit zu wesen, und Vater hat mich auf die Straße hinausgeworfen. Jch kann nicht ohne Patty sein. Es nüßt Euch nichts,*) Das ganze Lexikon der Heilsarmee ist dem Militärwesen Batty in die Boothsche Heimath zu bringen. Es ist da so entnommen. Die„ Kaserne" ist ein Haus, dessen untere Räume langweilig, und wenn Ihr sie rumkriegt mitzugehen, wird zu Gebetsversanimlungen zc. dienen, während die oberen in Logis sie doch wieder zu mir zurücklaufen. Nicht wahr, Patty?" für die Beamten eingerichtet sind, Der Uebersetzer. zubringen." " zusetzen und in der ersten Sizung des nächsten Reichstags ein-| Gesinnungs- Kumpanen der„ Leipziger Zeitung" über Danton der Stadt Erfurt ebenfalls roth sei, roth mit dem goldenen Rade -wie über andere Helden der französischen Revolution des Fortschritts. Die Sozialdemokratie werde sich aber nicht ab. Sehr schön! Und das„ Tageblatt" lügt einmal nicht. verbreiteten Schauergeschichten aktenmäßig als infame balten lassen, vorwärts zu marſchiren. Bebel hat die zitirte Aeußerung gethan, und der ge- Lügen und Verleumdungen enthüllt und ge- Agitation; außer von den in Thüringen wohnenden Genossen Hierauf erstattete Stegmann Bericht über die Thätigkeit der bildete" Liebknecht war und ist vollkommen damit ein- brandmarkt sind, das ist allerdings, unglaublich". ist die Agitation durch Genossen Peus- Berlin auf einer vierzehn verstanden, und beide billigen auch den Boycott gegen solche Wirthe, die den Sozialdemokraten als Sozialdemo Der erste italienische Maiprozeß ist jetzt in tägigen Tour wit Erfolg gepflegt werden. Der Bericht über den Stand der Thüringischen Tribüne", für deren Verwaltung dem kraten die Säle verweigern. Einen Mitbürger seiner poli Rom beendigt. Von den 51 Angeklagten sind 44 ver- Genossen Stegmann Decharge ertheilt wurde, ergab, daß das tischen Ueberzeugung wegen, weil er einer anderen Partei urtheilt und 7 freigesprochen worden.( S. soziale Uebersicht). Blatt an 84 Filialen zu versenden ist, was große Untoften angehört, in seinem Privaterwerb zu schädigen, Die Verhandlungen waren insofern sehr interessant, als sie an Porto verursacht und dementsprechend das finanzielle womöglich wirthschaftlich zu Grunde zu richten suchen, wie 1. die geradezu phänomenale Kopflosigkeit der Erträgniß schmälert; rege Agitation der Genossen in den einbas Sitte und Hauptkampfmittel der italienischen Behörden, und 2. die Abwesenheit jeglicher zelnen Orten ist nöthig. Man beschloß hierzu, Kontroll- und Ordnungsparteien in vielen Theilen revolutionären Organisation Organisation der italienischen Arbeiter Preßkommission zu beauftragen,„ Schritte zu thun, welche geeignet Deutschlands, namentlich im gemüthlichen Sachsen" authentisch feststellten. Wir hatten beides zwar längst ge- find, das Zeitungsunternehmen der Thüringer Tribüne" für die tit, bas halten wir allerdings für nieder- wußt, aber hier wurde das amtliche Siegel drauf- Thüringer Partei rentabler zu machen. Der Parteitag giebt den genannten Kommissionen die Vollmacht, alle dazu geeigneten trächtig und eines Sozialdemokraten un- gedrückt. Schritte zu thun. Diese haben dem nächsten Thüringer Parteitag würdig, der durch seine Parteigrundsätze verpflichtet Nächstens soll in Rom noch ein zweiter Maiprozeß ab- über ihre Thätigkeit Rechenschaft abzulegen." ist, die persönliche Freiheit zu achten. gespielt werden gegen die Anarchisten". Wir sind beDie zur Schaffung eines Garantiefonds für die Thüringer Aber ein Wirth, der, statt die ihm durch die gierig darauf. ihm durch die gierig darauf. Bis jetzt haben wir in Italien keine Tribüne" herausgegebenen sogen. Garantiescheine sind in einer Natur seines feines Geschäfts auferlegte geschäftliche Anarchisten entdecken können, außer in der Regierung. Bahl von 434 abgesetzt worden und brachten insgesammt 217 M. Neutralität zu beobachten, seine Räumlichkeiten aus ein. Für den Inhaftirtenfonds gingen 250 M. 62 Pf. ein, nach politischen Gründen unseren Genossen ver= Abzug diefer Summe von der Ausgabe für Inhaftirte bleibt das weigert, der muß als Feind betrachtet und bekämpft Die Volks Tribüne" scheint in einem Artikel über geringfügige Defizit von 9 M. 58 Pf. Genosse Böhme wünscht, um das Blatt ertragsfähiger zu machen, und Genosse Bock werden, und er muß obendrein ein feiger und gesinnungs- den Fall Vollmar von der Ansicht auszugehen, die schließt sich dem an, die Druckerei der bisherigen Inhaber Rosenlofer Patron und außerdem noch ein erbärmlicher Wirth Kompetenz" sozialdemokratischer Versammlungen, über das thal und Schulze auf die Partei übernommen zu sehen; Genosse sein, wenn er die, rothen Brüder", denen er seinen Verhalten von Parteigenoffen sich auszusprechen und ein Schulze ist für sich und Namens des Genossen Rosenthal damit Saal zu Versammlungen vorzuenthalten sich verpflichtet Urtheil abzugeben, sei von der Parteileitung oder der Re- einverstanden. Die oben erwähnte Resolution wurde nach längerer glaubt, als Gäste in seiner Wirthschaft zu haben daktion des Zentralorgans bestritten worden. Das ist Debatte gegen 1 Stimme angenommen und dann die( Wieder-) wünscht bloß aus schmutziger Gier nach den Arbeiter ein Irrthum. Die Notiz in Nummer 134 des Vor- Wahl der Preß- und Kontrollkommission vollzogen. Ueber die groschen. Nicht weil ein solcher Wirth politischer Gegner wärts"( vom 12. Juni)- welche übrigens in Abwesenheit Organisation und Agitation in Thüringen referirte Genosse Reißhaus. Die Sozialdemokratie Thüringens tönne mit Genugthuung ist, wird er geboykottet, sondern weil er die Gleichberechti- des Chefredakteurs erschien( der auf einer kurzen Agitations- auf das verflossene Jahr zurückblicken und konstatiren, daß selbst gung der Sozialdemokraten nicht anerkennt und sie ob ihrer reise im Norden war)- bestritt nicht das selbst ver- unsere Gegner beslissen sind, sich mit der sozialen Frage politischen Parteistellung ächten will und beschimpft. ständliche Recht der Kritik, sondern wandte sich blos zu beschäftigen, vor allem die Geistlichkeit. Sie versuche, die noch Hänschen Blum kann das allerdings nicht kapirendagegen, daß die betreffende Versammlung Vollmar das Recht, unaufgeklärten Arbeiter in ihre evangelischen Arbeitervereine zu sonst hätte er nicht das Makulaturkügelchen abgeschossen, einen Ehrenposten in der Partei zu bekleiden, ohne Weiteres bekommen. Dort würden dieselben durch die Erörterung der welches er in seiner Eitelkeit einen kleinen scharfen Pfeil abgesprochen hatte. Unseres Erachtens und wir sind sozialen Frage und das Schimpfen auf die Sozialdemokratie zum mit Widerhaken" getauft hat. sicher, daß kein Mitglied der Leitung anderer Meinung ist nachdenken gebracht und schließlich schlössen sie sich uns an. So arbeiteten die Pastoren indirekt daran, die uns noch fern stehenden Arbeiter für uns reif zu machen. Redner empfahl politische und gewerkschaftliche Organisation, hat jeder Parteigenosse nicht blos das Recht, sondern die Pflicht, darüber zu wachen, daß die Prinzipien der Partei rein erhalten bleiben, und daß weder theoretisch noch praktisch( und taktisch) prinzipienwidrige Seitensprünge gemacht werden. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Privateigenthum und Entvölkerung. Wie wir einem französischen Blatt entnehmen, hat der Maire für Orte dagegen, wo beide vor der Hand nicht möglich sind, ( Bürgermeister) des Dorfes Charette bei Grenoble( in die Schaffung geselliger Vereine. Kühn- Gera bespricht die wichtige Südfrankreich, Departement der Isère), welches seit 3 wölf Landagitation, bei einigem Geschick werde sie von Erfolg sein. Monaten keine einzige Geburt aufzuweisen hat, Beschlossen wurde, um die Agitation zu regeln, daß die einzelnen eine Prämie von 100 Frants jeder Frau ausgesetzt, Orte, welche Volksversammlungen abzuhalten beabsichtigen, in welche im Laufe der nächsten zwölf Monate ein lebenswelchen nicht am Drte wohnende Redner das Referat übernehmen fähiges und eheliches wie feusch! Kind zur Welt follen, dies der Agitationsfommission für Thüringen mitzutheilen bringt. In Frankreich haben bekanntlich die Bauern in haben, welche gegebenen Falls der Rede mächtige Genossen mit Der Uebernahme des Referats beauftragen wird. Spezielle, auf dem Malthusianismus ein Mittel gegen die allzu große Parzellirung des Grund und Bodens bestimmte Redner Bezug habende Wünsche werden thunlichst be rücksichtigt. Für die Kosten der Agitation haben die betreffenden entdeckt um das Eigenthum zu retten, verurtheilen. Erfurt. Am 13. Juli, Nachmittags 3 Uhr, trat hier der Orte nach Wlaßgabe ihrer Verhältnisse einen Beitrag zu entfie die künftige Generation zum Tod, Lassen Parteitag unserer thüringischen Genossen zu richten und diesen an die Agitationskommission einzusenden." höchstens zwei Kinder( das famose" Zweifinder- System"!) sammen. Vertreten waren 50 folgende Orte: Zum Siz der Agitationskommission wurde wieder Erfurt am Leben. Diese Sitte die auch in kleinbürgerlichen Arnstadt, Apolda, Eisenach, Frankenhausen, Gotha, Jena, gewählt. Kreisen herrscht ist bekanntlich die Ursache der Ent- Stadtilm, Jlversgehofen, Weimar, Legefeld, Nordhausen, Mühl- Zum Delegirten der Thüringer Sozialdemokratie für den völkerung Frankreichs, und so kann man im wörtlichsten hausen, Ichtershausen, Waltershausen, Oberweimar, Saalfeld Brüsseler internationalen Arbeiterkongreß wählte man Bock- Gotha Sinne des Wortes sagen: Frankreich stirbt am Greußen, Buttstedt, Suhl, Goldlauter, Heidersbach, Heiligenstadt, und gab demselben auf, in Brüssel dafür einzutreten, daß in ZuPrivateigenthum. Langenfalza, Ilmenau, Salza, Oberroßla, Kelbra, Sanger- funft die internationalen Arbeiterkongresse nur alle drei Jahre hausen, Mittelhausen, Ohrdruf, Riestedt, Wenigenjena- Kams- stattfinden. Der Punkt: Stellungnahme zum bevorstehenden Jahress dorf- Molsdorf, Königsee, Bennewitz, Neustadt b. Coburg, Erfurt, Niederspier, Witterda, Schmalkalden, Kahla, Groß- Gottern, tongreß der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wurde Zwößen b. Gera, Sömmerda, Gera( Reuß), Dachwig, Camburg, durch die Einberufung dieses Kongresses nach Erfurt als erledigt betrachtet, ebenso der Punkt„ Anträge aus der Mitte des ParteiSonneberg, Sondershausen, Kirchheim. tages" durch die vorausgegangenen Verhandlungen. = Unglaublich. In der Leipziger Zeitung" vom 17. Juli Lesen wir: „ Einem dithyrambischen Artikel der Frankfurter Zeitung" auf das französische Nationalfest und" das soeben enthüllte Danton Denkmal entnehmen wir folgenden Passus: „ Die Republik ist in das Stadium der„ ,, ecclesia triumphans" getreten, es ist daher in der Ordnung, daß sie sich an ihrem Feste der Zeiten erinnert, wo sie ecclesia militans" war, und die Männer feiert, die voran im Streite ihr Herzblut für sie hingaben. Mit Recht wird unter diesen Danton auf einen Ehrenplatz gestellt. Selbstlosen Strebens, ganz der Größe und Freiheit seines Volkes hingegeben, flar blickend, bestimmt aussprechend, kühn fordernd, was noth that, it and er auf der Höhe seiner Zeit. Sein Haß und Zorn galt nicht den Personen, sondern den in ihnen verkörperten Gefahren, die das neu gewordene Frankreich zu vernichten drohten. Er war nicht nur reiner, sondern auch staatsmännischer als Marat und Robespierre; mehr als sie hat er ein Denkmal, mehr als sie den Beifall der ungeheuren Voltsmenge, die soeben die Hülle von seinem Denkmal herabfallen sah, verdient."" Selbstlosen Strebens"," rein",„ auf der Höhe der Zeit stehend" es ist unglaublich!" st " Unglaublich!" Ja, daß ein auf seine Gelehrsamkeit stolzes Blatt, wie das amtliche Organ der sächsischen Regierung, so unwissend ist, die Forschungen eines Dr. Robinet u. A. nicht zu kennen, durch welche die von den " Bevor der Einberufer Genosse Stegmann den Parteitag eröffnenen konnte, gab es noch eine Auseinandersetzung mit der Der überwachende Kommissar verlangte nämlich unter Berufung auf den Regierungspräsidenten die Entfernung der rothen Banner. Vergeblich war der Hinweis auf das neueste Erkenntniß des Ober- Verwaltungsgerichts, nach welchem Sozialdemokraten ganz genau dasselbe Recht haben ihre Banner zu entfalten, wie andere Staatsbütger auch.- Der Kommissar drohte mit Auflösung und so entfernte man unter Protest die staatsgefährlichen Banner. Genoffe Stegmann erklärte nach dieser Haupt- und Staatsaktion den Kongreß für eröffnet. In das Bureau wurden gewählt Reichstags- Abgeordneter Bock- Gotha und Reißhaus- Erfurt als Vorsitzende, Leutert- Apolda, Schulze- Erfurt, Wehder- Sonneberg und Redakteur Hülle- Erfurt als Schriftführer. Genosse Reißhaus hieß die Genossen willkommen und unterzog die Handlungsweise der Behörde in Bezug auf die rothen Fahnen der gebührenden Kritik. Während die evangelischen Arbeiter- Vereine am vorigen Sonntag ihre Fahne im prunkenden Festzuge durch die Straßen tragen durften, verwehre man es uns, unser Banner im geschlossenen Raume zu entfalten. Das Vorgehen der Polizei sei um so auffallender, als das Banner hatte einmal auf der Armesünderbank Platz genommen, und dieser Eine hatte eine falsche Adresse angegeben. Nachdem Genosse Baudert Apolda zu thatkräftiger Unterstützung der ausgesperrten Apoldaer Bürstenmacher aufgefordert hatte, schloß Genoffe Reißhaus mit einem begeisternden Hoch auf die internationale Sozialdemokratie den von ca. 2000 Personen besuchten Parteitag, zu dem aus Großbreitenbach und Kolmar im Elsaß Begrüßungstelegramme eingetroffen waren. Ein Fest, das ausgezeichneten Verlauf hatte, hielt die Gea noffen noch bis gegen Mitternacht beisammen. Neuwied, 12. Juli. Bei der neulich hier stattgehabten Wahl von Beisitzern zum Gewerbegericht haben in der Klasse der Arbeiter die von den Gewerkschaften der Tischler, Schneider und Bigarrenarbeiter aufgestellten Kandidaten gefiegt. Als Gegner hatte man dieser Liste eine solche aus Arbeitern der Krupp'schen Hütte gegenübergestellt. * 0 Konstanz, 16. Juli. Zum ersten Mal hat sich unsere Partei hierselbst an den Stadtverordneten Wahlen betheiligt. Daß da tein Sieg zu erwarten war, liegt auf der Hand. Die Liste der Liberalen siegte vollkommen; Genoffe Arnold erhielt 346 Stimmen. Nun, die Zukunft wird auch hierin Wandel schaffen. Gegen die Kornzölle. Aplerbach, 15. Juli. Jm Nachbarorte Aplerbeckermarkt votirte eine trotz strömenden Regenwetters von 100-150 Personen besuchte Volksversammlung einstimmig gegen die Getreidezölle Die Genossen Lehmann- Dortmund und Friedrich Bunte von hier referirten. Auf den Fremden machte es einen sonderbaren Eindruck, die beobachten. Seine Hände sind tief in den Taschen seiner barchentuen Hosen vergraben; um den Hals hat er ein Stück buntes Zeug oder Wollenstoff geschlungen, auf dem Der Kapitän wurde, als er an den Buden und WirthsKopf fibt eine zerlumpte Müze. Von seiner eigenen Nation häusern vorbeiging, oft begrüßt. Die slackernden GasHamburg. Am 12. Juli fand in Stockelsdorf eine Volkswird er als Abschaum betrachtet, aber er fühlt sich als flammen zeigten ihn den Verkäufern, und dieselben hielten Engländer, und hält sich jeden Moment bereit, jeden Fremden mit ihrem Kauft! tauft! tauft!" inne, um ihm guten versammlung statt mit der Tagesordnung:„ Die Kornzölle und in sein eigenes geliebtes Heimathland" zurück zu prügeln, Abend zu wünschen. Eine alte Frau, die Schweinsfüße die Reichsregierung." Ebenso in Schwartau am Montag, den 13. Juli, in Lindners Hotel mit derselben Tagesordnung. In wenn die Regierung nur einsehen wollte, daß„ England nur verkaufte, hielt ihn am Jaquet fest und wollte ihn mit für'n beiden Versammlungen referirte Genosse Lorenz aus Hamburg Ihr Kopf und wurde die bekannte Resolution angenommen, sowie Genosse für die Engländer" da ist, und allen Fremben den Ab- Benny was Gutes" umsonst trattiren. Schied" ertheilte. war in einen Shawl eingewickelt, so daß ihr runzliges Moltenbuhr als Delegirter nach Brüssel gewählt. Vor der Hand ist der Geist des Loafers von den Gesicht kaum zum Vorschein kam; trotzdem erkannte Biychologen noch nicht ergründet. Nichtsdestoweniger hat er er sie, denn er hatte sie einige Nächte vorher halbtodt beeinen Geift, obgleich er sein Bestes thut, ihn durch Narkotika trunken auf der Straße aufgelesen und sie zu dem Ort geund sonstige Heizmittel zu zerstören. Wer irgend die Ab- führt, den sie ihr Heim" nannte, einen Keller, den sie mit ficht hat, ihn zu studiren, braucht aber nicht Whitechapel auf drei alten, ebenso verkommenen Weibern theilte. Zuletzt kam er an einer Pennybude an, vor der ein zusuchen, er findet ihn in allen Theilen Londons. Es ist der Geist des Schmarokers, der Kreatur, die sich paar Männer, Schwerter schwingend, die Vorübergehenden Wirthschaftszimmer sest verschlossen und in der Küche einen damit begnügt, auf Kosten Anderer zu leben. Derartige einluden, einen„ Skelettarm" zu sehen, ein Anblick," den Polizisten postirt zu sehen, der peinlich darauf wachen mußte, Kreaturen giebt es Viele unter uns. Wir steckten sie früher jede Mutter sich leisten sollte." Eine Menge Kinder um- daß nur ja kein Tropfen von den geistigen Getränken verabsolgt in die Armee, was aber heute, wo gewisse Examina nöthig standen den Eingang, Mädchen und Knaben, die ihre Hälse werde, denn das Versammlungslokal liegt im Kreise Hörde, wo find, nicht mehr geht; jetzt senden wir sie zu Laudagenten, ausreckten, um einen Blick auf den Skelettarm zu erhaschen, die Schantsperre von anno Toback Sozialdemokraten gegenüber Juter- streng zur Anwendung kommt. Bei Eröffnung der Versammlung geben ihnen den Unterhalt in einer Familie oder lassen sie während sie die glänzenden Schwerter mit athemlosen Juter- tam der Einberufer Bunte auf die Schanfsperre zu sprechen und bemerkte, daß, wenn einmal ein Wirth im Verwaltungsstreitverfahren auswandern. Fast jede Familie hat irgendwo einen Loafer effe beobachteten. Kapitän Lobe lief bei dem Thürsteher vorüber oder auf dem Wege der Beschwerde gegen eine solche behördliche Maßeinen Kousin oder Sohn, der zu nichts taugt." Jm West- End belagern sie die Klubs, im East- End die Wirths- und betrat den großen, niedrigen Raum, der für nahme ankämpfen würde, so musse die Verfügung aufgehoben Die Wände werden, denn der Minister des Innern habe ihm( Bunte) auf häuser. Sie werden von ihren Familien erhalten und haben die Penny- Vorstellungen benutzt wurde. mit Abbildungen von Riesen und Akrobaten eine Beschwerde halb und halb eine diesbezügliche Zusage fast immer irgend eine ihnen zugethane weibliche Verwandte, waren Die Eingabe sei nur aus dem Grunde abgelehnt die sie aussaugen, bis der Tod dem Ding ein Ende macht. und anderen Dingen, die den Geschmack der Menge ent- gegeben. Rapitän Lobe beobachtete mehr als einen Loafer, als zücken, ausstaffirt; Nußschaalen und Stücke zerbrochener respektive nicht weiter auf ihren materiellen Inhalt geprüft er den erwähnten Abend Whitechapel entlang eilte, und Pfeifen bedeckten den Boden, und auf ihnen herum drängten worden, weil er und nicht der betreffende Wirth Beschwerde gevon allen Menschen, auf die er stieß, erschienen sich Männer, Frauen und Kinder nach vorn, um einen halb- führt hätte. ihm diese am hoffnungslosesten. Er kannte sie gut, nackten Burschen zu sehen, dessen Arm von der Schulter bis denn nur zu oft tamen fie in feine Kaserne", um zum Handgelenk hinab ganz und gar abgemagert war, den Unheil anzustiften. Alsdann mußte er sie, wenn er feinen derselbe aber trotzdem zu Straftleistungen, wie Mefferwerfen Schußmann auftreiben konnte, mit Hilfe seines Lieutenants und Emporheben von Zentnergewichten gebrauchen konnte. selbst hinauswerfen. Sie waren noch schlimmer als die Roughs"*), viel schwerer zu behandeln. Nur ein Einziger Arbeiter, die ein, meist durch den Beruf und Lebensweise erzeugtes rohes Wesen zur Schau tragen. ( Fortsetzung folgt.) Zwickan. Der Agitation gegen die Kornzölle schließen sich nunmehr auch die evangelischen Arbeitervereine an. Wie das Zwickauer Tageblatt" mittheilt, hat der Kreisverband evange lischer Arbeitervereine von Zwickau und Umgegend" eine Betition au die Reichsregierung beschlossen, angesichts der den Arbeiter stand besonders schwer bedrückenden Vertheuerung der nothwendigsten Lebensmittel thunlichst Maßregeln zu treffen, welche geeignet sind, der bestehenden Theuerung abzuhelfen. Die frommen" Leute werden auch noch in anderen Dingen der Sozialdemokratie folgen. Theater. Dienstag, den 21. Juli. Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein der Große öffentl. Generalversammlung Zeffing- Cheater, Cavalleria rusti- für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Det Maurer Berl. u. Umgeg. cana. Vorher: von Bagdad. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Page Fritz. Bellealliance Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend Theater. Wasser. Berlin unter Adolph Ernst Theater. Gigerln von Wien. Mittwoch, den 22. Juli, Abends 8½ Uhr, nicht bei Norbert, sondern im Feen- Palast, ( St. Wolfgang- und Burgstraßen- Ecke): Große öffentliche Versammlung, Die Fortsetzung aus der Versammlung vom 16. Juli im ,, Feen- Palast über: Der Programm- Entwurf des Parteivorstandes". Lages Ordnung: Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coars, Glas, alte Stiefel etc. etc. 1. Einleitung zur Diskussion. Referent: J. Auer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Vorstand. Achtung! 343/7 am Mittwoch, den 22. Juli cr., Abends 8½ Uhr, int Joël's Salon", Andreasstraße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten von der am 19. Juli stattgehabten Konferenz 238/2 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Zu dieser Versammlung zu erscheinen ist Pflicht eines jeden Kollegen. Der Einberufer: Carl Luk, Amalienstr. 7. Zimmerleute. Oeffentl. Bezirks- Versammlung f. Moabit am Mittwoch, den 22. Juli cr., Abends 81/2 Uhr, im ,, Moabiter Kasino", Wilsnackerstrasse 63, Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des Beschlusses der Generalversammlung der Zimmerer vom 21. Juni. 2. Wahl eines Bezirks- Vertrauensmannes. Für die Mitglieder des Wahlvereins des 352/14 IV. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Unsere Mitglieder und Genoffen, sowie deren Frauen werden hierdurch aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 26. Juli, ein Familien- Ausflug stattfindet und zwar nach Adlershof, 2öllstein's Lustgarten. Inhaber: Wiedemann& Manofski. Wir ersuchen nun alle Genossen, sowie deren Frauen und Gönner des Vereins, sich an dieser Partie recht zahlreich zu betheiligen. Gesangvereine, welche gewillt sind, an der Partie theilzunehmen, sind hierdurch freundlichst eingeladen. Für Unterhaltung und Kinderbeluftigung ist bestens gesorgt. Bahnhof 635 11. 735, und kostet mit diesen Zügen die Fahrt hin und zurück 20 Pf. Für die Theilnehmer an der Partie werden rothe Schleifen mit Inschrift zum Preise von 20 Pf. ausgegeben zur Bestreitung der Unkosten. Die Lohnkommission. Zentral- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer, Stuckateure( Grundstein z. Einigkeit) Donnerstag, den 23. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37. Ordentliche Mitglieder- Versammlung. 229/6 Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Quartal und Bericht der Revisoren. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Wahl des Hilfskassirers. 4. Verschiedenes in Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Verwaltung. Die Abfahrt beginnt vom Schleſiſchen Bahnhof früh 621 und 72, vom Görlitzer Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. 339/16 Wir ersuchen nochmals um recht starke Betheiligung. Das Konzert wird von den Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. M General- Versammlung Montag, den 27. Juli, in der Neuen Welt, Hafenhaide: NOMMER- FEST, Ronzert, Auftreten sämmti. Spezialitäten. Um 9 Uhr: Großes Festspiel. Zum ersten Male( Novität) von R. Blant unter Mitwirkung des Arbeiter- Gesangvereins Olympia( M. d. A.-S.-B.), des Tambour- Vereins Vereins Stern( M. d. B. d. g. A.-V. B. u. U.). Donnerstag, 23. Juli, Ab. 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178. Deutsche Giche, des Mujit- Dilettanten- Vereins Anime und des MusikTages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Vortrag des Genoffen Dr. Lütgenau Während der Zwischenpausen im sogen. griechischen Götter- Saal Vorträge. über unseren Programm- Entwurf. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes Fm Bal champêtre grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 344/2 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Moabiter Gesellschaftshaus der Mäntelnäherinnen, Bügler und Stepper am Mittwoch, den 22. Juli, Abends präz. 8½ Uhr, Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. it Hoffmann's Festsälen( oberer Saal), Oranienstr. 180. Spezialitäten- Vorstellung. HF Großer Erfolg N des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel E der Sensations Pantomime Die Räuber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Play 50 Pf.- Raffeeküche ist geöffnet. Boltsbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Dienstag, den 28. Juli: E Zages Ordnung: 1. Die Lage der Arbeiterinnen und Arbeiter in der Mäntelbranche. Referentin: Frau Schumme. 2. Diskussion. 276/13 3. Das neue Bentral- Arbeitsnachweis- und Auskunfts- Bureau. Refer.: L. Pfeiffer. Die Agitationskommission. Gauverein Berliner Bildhauer Dienstag, den 20. Juli, Abends 8½½2 Uhr, Annenstr. 16. Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung der Zentral- Kranken- Kasse. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Referat über Zweckmäßigkeit der UmwandBenefiz für die Duettisten Glaser. lung unserer freien Hilfskaffe in eine Zuschußkasse". Referent Roll. Dupont. Helmuth Peters. 3. Geschäftliches. 4. Verschiedenes. Úm zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Saal u. Zimmer zu Bersammlungen 873/18 u. Zahlstellen sind an Sonntagen und Wochentagen zu haben, schöner Garten babei, Gips- Str. 3. Schmödwit. Vereinen zur Nachricht, daß Sonntag, d. 26. Juli und Sonntag, den 2., 23. u. 30. August zu Landpartien noch frei sind. Karl Kurras, Gastwirth 3. Palme. Achtung! Vereine u. Fabriken. Sämmtliche Sonnabende und Sonntage im August sind noch zu haben. 614b Der Verwalter. Arbeiter- Bildungs- Schule. Heute, Dienstag, den 21. Juli cr., Abends 8 Uhr, im großen Saale des Königshofes", Bülowstraße 37: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über:„ Gab es im Alterthum Rönige?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste zahlen 20 Pfg. Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreiches Erscheinen erwünscht 400/9 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Nächsten Mittwoch Abend fällt der Unterricht in Seeschlösschen in Schmöckwitz. Nationalökonomie in der Müllerstraße aus. Franz Wieland. ardbeer- Bowle, Flasche 75 Pf., Glas E 643b 15 Pf.; Himbeersaft, 2tr. 1,50 M.; Unserm Freund und Genossen Otto Med. Ungarwein, I. 1,50 u. 2 M. Gesch, welcher vermöge des großen Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz. Wohlstandes Deutschland verläßt und Franz Beyer,[ 954L nach Amerika übersiedelt, ein herzliches Prinzessinnenstr. 15. Lebewohl. C. H. G. L. O. S. 638b Friedrichshagen. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Größtes Lager Berlins Kinderwagen. Andreasne.23,§ p. Stempel BEUTI HECH R.HECHT BERLIN Gestern früh verschied unser Genosse, Schriftseher Gustav Gohlke, an der Proletarier- Krankheit zu Brenkenhofswalde i. M., wohin sich derselbe vor Kurzem zum Landaufenthalt begeben hatte. Ehre seinem Andenken! Die Genossen des 1. Berliner Wahlkreises. Allen Denjenigen, die meinem Manne durch ihr zahlreiches Erscheinen die B. Friedländer. Achtung! Lese- und Diskutir-Verein ,, Herwegh". Dienstag, d. 22. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Otto Linte, Forsterstr. 45. Ordentl. Generalversammlg. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. 356/8 Die Genossen werden hiermit gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. J. A.: Herrmann Tichelmann. Freie Vereinigung d. Zivil- Berufsmusiker Dienstag, d. 21. Juli, Nachm. präz. 1 uhr, bei Nöllig, Neue Friedrichstr. 44. Ordentliche Berlins und Umgegend. aus Kautschuk und Metall letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere Mitglieder- Versammlung. liefert schnell und billig die Fabrik von Robert Hecht BERLIN S. n dem Gesangverein Frühlingsluft", sage hiemit meinen tiefgefühltesten Dank. Frau Roche. 635b Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ausgabe der neuen( grünen) Mitgliedskarten. 5. Berschiedenes. Gäste willkommen! Ein Arbeiter- Gesangverein sucht einen 55. Oranien- Str. 55. nach Geige übenden Lehrer, Zuſchriften Wiederverkäufern hohen Rabatt! lan F. Krüger, Fennstr. 5, zu richten. 367/3 Der Vorstand. 197/3 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. An alle Genossen und Freunde richten wir nun die Bitte, bei diesem wirklichen Arbeiterfest uns durch ihr Erscheinen zu unterstützen. Billets à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und den bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Das Komitee. Teppiche, Gardinen, Portièren, Steppdecken und Tischdecken, ferner Reſte au SophaBezügen verkaufen wir nach beendeter Inventur zu bedeutend herabgesehten Preisen. J. Adler Söhne, Spandauerstraße 30, gegenüber dem Rathhaus. 245M Den Parteigenossen empfehlen wir zur Anschaffung unsere Neue Gesammt- Ausgabe: Ferd. Lassalle's Reden und Schriften in 40-50 Heften à 3 Bogen zum Preise von 20 Pfg. pro Heft.> Herausgegeben im Auftrage des Vorkandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Eduard Bernstein, London. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt in Berlin SW. A. Goldschmidt, Roh- Tabak sämmtlicher Rohtabak Spandauerbrüde 6, am hiesigen Platze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt sider brennende Tabake. 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Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Rechts- Bureau des tönigl. preuß. Amtsrichters a. D., Junger Buchbinder zum Zuschneiden Alte Jakobstr. 102, II. Gewissenh. Rath, auf der Pappscheere und für leichte Hilfe in all. Angelegenh. Unbemittelten Galanterie- Arbeiten( 5 Thlr. Lohn) verl. unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 527b. Hahn, Dresdenerstr. 82/83. 639b Geschäftsmann sucht 500 M. v. Tüchtiger tautionsfähiger FaßbierSelbstdarleiher auf 1 Jahr. Adr. unter fahrer für bestehenden Wagen v. einer M. M. Postamt, Steinmetstr. 637b Lagerbier- Brauerei, Aktien- Ges., gesucht. Adr. abzugeben u. N. O. a. d. Exp. d. Bl. Mamfells auf Dolmans sucht Vollmann, Gneisenaustr. 23 II. [ 623b Freie Aussicht Wohng, v. 2-8 Stub. mit u.ohne Bad, Balkon Erker fof. z. verm. Friedenstr.55, Eckhaus. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Sierzu eine Beilage. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 167. Dienstag, den 21. Juli 1891. 8. Jahrg. Arbeiter Berlins! Parteigenossen! Deutschen Reiche Durchschnittlich 2,40 W., also mehr als das ursacht wird, ist nur möglich, wenn die materielle Griſtenz der 79 Pfennigen, während von den übrigen Krankenkassen im durch die in studirenden Kreisen herrschende soziale Noth verFür die im November dieses Jahres stattfindenden Stadt- aber jeder einzelne Krankheitsfall bei dem Berliner Gewerksverein sind nach dieser Richtung hin die vorhandenen Stipendien, die Dreifache für den gleichen Zweck verausgabt wird. Dafür dauert Studenten genügend gesichert wird. Böllig unzureichend aber verordneten- Ergänzungswahlen bitten wir folgendes genau zu durchschnittlich 39 Tage, während er im Reiche nur 16 Tage zum größten Theil an solche Bedingungen geknüpft sind, daß sie beachten: Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist in die Gebeachten: Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist in die Gewährt und er kostet dem Berliner Gewerksverein 53 M., während wirklich Bedürftigen nur selten zu Gute kommen. meinde- Wählerliste als stimmberechtigt jeder selbstständige Preuße einzutragen, welcher das 24. Lebensjahr erreicht er im Reiche nur 85 M. Ausgaben verursacht. Diese Zahlen hat, wenn er seit einem Jahre Einwohner der Stadt ist, des Zwangsarzt- Systems auf das Schlagendste. Denn sie lassen heute das Bestreben der Agrarier, und die Regierungen zeigen reden eine verständliche Sprache, sie beweisen die Verwerflichkeit Arbeitern die Eisenbahnfahrten zu erschweren, ist sich im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, keine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen und die erkennen, daß sich der Gewerks- Krankenverein durch sein scheinbar sich diesen Herren auch hierin nur zu oft geneigt. Auch anderen ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben gezahlt hat, auch an Klassen er an Ärzthonorar spart, mehr als doppelt und dreifach infolge nicht zugeknüpft. So zollt die„ Germania" der Generaldirektion ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben gezahlt hat, auch an Klassen- so billiges System selbst am schwersten schädigt, indem er, was reaktionären Begehren gegenüber sind die heutigen Regierungen steuer einen Jahresbetrag von 6 M. entrichtet. oder doch zur übermäßig langer Dauer jedes einzelnen Krankheitsfalles wieder der großherzoglich badischen Staatsbahnen rückhaltlose An2. Klassensteuerstufe eingeschätzt worden ist. Als selbständig wird verausgaben muß. Und dazu kommt noch der ungeheuere Nach erkennung" dafür, daß sie Extrazüge zu fast um die Hälfte ver= Jeder betrachtet, welcher einen eigenen Hausstand hat, d. h. theil, den die ganze Berliner Industrie und der einzelne er- ringerten Fahrpreisen für den Besuch der Ausstellung des heiwelcher über einen Wohnraum oder mehrere Wohnräume selbst- tranfte Arbeiter erleiden! Es trifft eben überall der Satz zu, ligen Rocks in Trier bewilligt hat. Als neulich dagegen Berständig verfügt. Als unterstützt wird auch Derjenige angesehen, daß der Preis im Verhältniß zur Gegenleistung steht. welcher für sich oder seine Familienangehörigen Krankenpflege liner Sozialdemokraten einen Extrazug für einen Ausflug miethen aus öffentlichen Mitteln durch Aufnahme in ein Krankenhaus ihnen zur Last gelegt werden, daß bei dem Berliner Gewerks- felben den vollen Preis bezahlen. Sie verzichteten dann natürlich Trifft die Berliner Rassenärzte ein Verschulden? Muß es wollten, erhielten sie keine Ermäßigung, sondern sollten für den= empfangen hat und die dadurch entstandenen Kosten nicht Krankenverein jeder Krankheitsfall 23 Tage zu lange dauert und auf den Extrazug und die ganze gesinnungslose Berliner Presse zurückzahlt. Die Wählerliste ist vom 15. bis 30. dieses Monats 18 M. zu viel foſtet? Gewiß nicht! Unsere Rassenärzte thun, verhöhnte jene Angehörigen des arbeitenden Volkes ob ihres Be im Wahlbureau, Poststraße 16, 2 Treppen, nur während der angegebenen Zeit ist Einspruch gegen Schuldigkeit im höchsten Maße, sie leisten geradezu das Menschen- Recht in Deutschland. einzusehen; darüber sind Kassenmitglieder und Kassenvorstand einig, ihre gehrens. So giebt es in allen möglichen Beziehungen zweierlei deren Richtigkeit gestattet. Unten veröffentlichen wir die Adressen, mögliche. Die Schuld trifft einzig und allein das System und die sich bereit erklärt haben, für diejenigen die Wählerlisten ein fortgelassen sind. Was die Agitation selbst betrifft, so wird das unterzeichnete Komitee seine Entschließungen rechtzeitig bekannt geben. Alle Anfragen sind an den Vorsitzenden zu richten. Ecke. Das Zentral- Wahlkomitee. fallen. " " zwar ist es besonders der Zwang, der in der Unfreiheit der Der sozialdemokratische Wahlverein des 6. Berliner zusehen, die daran verhindert sind, es selbst zu thun. Hierbei ist Arztwahl liegt, der für alle Uebelstände, besonders auch für die Reichstags- Wahlkreises hatte am Sonntag, den 19. d. Mits., noch ganz besonders darauf aufmerksam zu machen, daß alle gänzlich ungenügende Honorirung der ärztlichen Hilfsleistungen einen Familienausflug nach Schloß Schönholz veranstaltet, an Wähler, welche sich auf Reisen u. s. w. befinden, ohne ihr Wohin letzter Linie verantwortlich gemacht werden muß. Um nämlich dem sich die Genossen des Wahlkreises in regſter Weise bes nungsrecht in Berlin aufgegeben zu haben, gut thun, sich zu über den ärztlichen Dienst möglichst vollkommen zu gestalten, sind- theiligten. Für Freunde einer gemüthlichen Fußpartie war schon zeugen, ob sie in der Wählerliste verzeichnet stehen, weil sie mög- abgesehen von der Nothwendigkeit genügender Bezahlung-früh morgens Treffpunkt bei Knebel in der Badstraße und hatten licherweise polizeilich von Berlin abgemeldet und aus der Liste zwei Umstände unerläßlich, die beim Zwangsarztsystem weg- sich die Genossen hier bereits zahlreich eingefunden. Eine eigene Musikkapelle tonzertirte hier und spielte auch den fröhlichen die Vorzüglichkeit seiner Leistungen die Weiterempfehlung von den schönen Sonntagmorgen dahin ihre Straße zogen. Kurz por Es sind dies 1. das Interesse des freigewählten Arztes, durch Wanderern vorauf, sobald sie draußen" waren, als sie durch Seiten seiner Patienten zu erringen. 2. Die Kritik, die der Schönholz, dem Ziele der Wanderung, wurden die Berliner GeJ. A.: Otto Klein, Vorsitzender, Kottbuser Damm 14. Kranke selbst unwillkürlich an den Leistungen seines Arztes aus- nossen von den Pankower Genossen in Empfang genommen, Folgende Genossen sind bereit, die Wählerlisten einzusehen: selbe dem Krankheitsfall sich nicht gewachsen zeigt. übt und die ihn befähigt, den Arzt sofort zu tauschen, sobald der- welche mit dem Gesangverein" Echo" zur Stelle waren. Dieser fang zur Begrüßung die Arbeiter- Marseillaise" und in vollen Otto Klein, Zigarrengeschäft, Rottbuser Damm 14. In welcher Weise müssen die Mitglieder der Berliner Akkorden durchbrausten, begeisternd und erhebend, die Klänge der Seidenstücker, Destillation, Kanonier- und Jägerstraßen- Krankenkassen vorgehen, um das sie so sehr schädigende Zwangs- Marseillaise den weiten ſtillen Forst. Gemeinsam wurde dann Lüdtke, Restaurateur, 3offenerstr. 10. Restaurateur, Gneisenaustr. 35. Gneisenauſtr. 35. Grube, Restaurateur, diejenigen, die für freie Aerztewahl find, die nächste Generalver- Bolts- und Arbeiterlied gespielt und gefungen, wie„ Ein Sohn Scheuer, arztsystem los zu werden? Es ist weiter nichts nöthig, als daß Ginzug gehalten in„ Schloß Schönholz" und hier noch manches Mariendorferstr. 10.2 aege, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. sammlung ihrer Kasse besuchen und daselbst den diesbezüglichen Fluge schwanden, die sonst bei harter Arbeit oft träge entdes Volkes"," Bundeslied" u. s. w., so daß die Stunden im - Böhlandt, Restaurateur, Bülowstr. 52. Restauration Beschluß durchdrücken. Restauration Beschluß durchdrücken. Sobald dies geschehen ist, setzt sich der zur alten Post, Bülowstr. 33.- 23. Bock, Restaurateur, Borstand der betreffenden Kasse mit dem unter den hiesigen schwinden. Das Gros der Ausflügler erschien erst in den NachFriedrichsbergerstraße. A. Böhl, Restaurateur, Rüders- Aerzten bestehenden Vereine für Einführung freier Arztwah! viantirt mit Allem, wie mittagsstunden. Mit Kind und Regel, wohl verpro dorferstr. 8. D. Heindorf, Restaurateur, Weberstr. 2. es sich zu einer Londpartie ( Bureau; Karlstr. 32, vorn 1 Tr. links) in Verbindung, worauf G. Tempel, Restaurateur, Breslauerstr. 27. F. Höhne, Restaurateur, Eldenaerstr. 2. E. Böhl, Restaurateur, Frank öffnet ist, ertheilt bereitwilligst kostenlos Auskunft über alle die Fuß sowohl wie mit den fahrplanmäßigen Eisenbahnzügen in F. Höhne, alles Uebrige erfolgt. Das Bureau, das täglich von 8-4 Uhr ge- gebührt, trafen die Genossen mit und ohne Familien zu furter Allee 74. D. 3abel, Restaurateur, Frankfurter Krankenkassen und die freie Arztwahl betreffenden Dinge. hellen Schaaren ein, sodaß selbst in dem Riesenlokale die anwesen Allee 90.- Bohne, Zigarrengeschäft, Frankfurter Allee 135. den Tausende von Personen zur Geltung famen. In harmlos Carl Scholz, Glaser, Wrangelstr. 32.- Dstar Witte, Stalizerſtr. 61.- Gum pe I, Zigarrengeschäft, Barnimſtr. 42. beitskraft, den der„ Vorwärts" vom 14. D. Wt. brachte, ließe Boltsfest", wie es von jeher der Fall gewesen ist, wenn Arbeiter Dem eklatanten alle von Ausbeutung geistiger Ar- ungezwungen fröhlicher Weise entwickelte sich nunmehr dieses Steuer, Restaurateur, Weinstr. 22. Friz Zubeil, sich noch eine ganze Reihe ähnlicher Beispiele anfügen, namentlich unter sich vergnügten und wurde dasselbe auch durch die AnRestaurateur, Naunynſtr. 86.- Ullrich, Wrangelſtr. 84, lich aus dem Gebiete des Privatunterrichts, welcher infolge der wesenheit von" Sports, frisch, fromm, froh- freien Turner v. part.- Scheyer, Restaurateur, Reichenbergerſtr., Ecke der großen Zunahme des akademischen Proletariats und des steigen- geſellſchaften" u. a. in keiner Weise beeinträchtigt. Nachdem das Lausitzerstr. Aug. Schweizer, Bigarrenhandlung, Dres- den Andrangs zu den höheren Bildungsanstalten ganz enorme allgemeine Raffeekochen vorüber, wurden die„ Volksbeluftigungen denerstr. 52/53( City- Passage). Wilh. Börner, Zigarren- Ausdehnung, aber auch, wie jede Lohnarbeit den Charakter der in Anspruch genommen, dann ging es in die Haide", wo gehandlung, Ritterstr. 108. Wilhelm Grün del, Restau- Ausbeutung angenommen hat. Armuth und Bedürftigkeit zwingt lagert, gesungen, gespielt wurde, Konzert und Tanz thaten ferner rateur, Dresdenerstr. 116. H. Gimede, Restaurateur, viele Studirende sich nach einem Nebenerwerb umzusehen, der ge- das Gewitter, welches in den Nachmittagsstunden über Schönholz das Ihrige, den Frohsinn zu erwecken und zu erhalten. Selbst Köpenickerstr. 130. Wuttke, Elsasserstr. 36. Abraham, wöhnlich im Ertheilen von Nachhilfe an Schüler besteht. Jeder Straßburgerstr. 5.- Brückner, Lothringerstr. 67. Johann ber in der Lage war, sich um eine Hauslehrerſtelle zu bewerben, aufzog und sich in den Abendstunden in Gestalt von Wasserbächen Gnadt, Restaurateur, Brunnenstr. 38. Peterson, weiß aus Erfahrung, daß das Angebot die Nachfrage nach Lehr- über dasselbe ergoß, vermochte nicht, dauernd die gute Laune der Restaurateur, Veteranenstr. 22.- Leininger, Boyenstr. 40.- träften um das vier- bis fünffache übersteigt, daß auf ein ein- Fröhlichen zu trüben. So etwas gehört ja eigentlich mit zu einer Sermerschmidt, Perlebergerstr. 28.- Edert, Strom- ziges Gesuch oft 60-70 Offerten einlaufen. Die natürliche Folge den Kauf genommen, wie die drangvoll fürchterliche Enge in den richtigen Berliner Landparthie und so wurde dies ebenso mit in firaße 59.- Holzbächer, Rathenowerstr. 89. Schöpfer, davon ist, daß von Seiten der Nachhilfesuchenden in Bezug auf Eisenbahnzügen, welche die Genossen nach Hause führten, die sich Thurmstr. 63. Roggendorf, Restaurateur, Poſenerstr. 5. das Honorar und die Leistungen an die Bewerber Bedingungen nicht dem Zuge angeschlossen hatten, der um 8 Uhr Abends unter gestellt werden, die aller Billigkeit spotten, aber trotzdem gern Borantritt der Musik den Rückmarsch antrat. Die Stimmung afzeptirt werden. Daher ist eine Entschädigung von 60-70 Pf. für die Stunde gar nichts Seltenes; wohlgemerkt findet dieselbe war bis zu Ende„ immer famos!" Lokales. " im Hause des Schülers statt, so daß Hin und Rückweg oft Zwischen Potsdam und Werder, diesen beiden freunddieselbe Zeit in Anspruch nimmt. Sur Illustration lichen Havelstädten, die ja als„ Sehenswürdigkeiten" bekannt Die Klagen der Berliner Arbeiterschaft über das bei dieser traurigen Verhältnisse mögen hier einige Anzeigen, sind und deshalb die Zielpunkte ungezählter Ausflügler bilden, dem hiesigen Gewerks- Krankenverein eingeführte Zwangsarzt welche in diesem Semester am schwarzen Brett zu lesen liegt das Dorf Petzow und bei demselben als dritte„ Sehens System „ Ein Student gesucht, welcher gegen würdigkeit" die Ziegeleien Grelle und Löckwit, Eigenthum eines dasselbe besteht bekanntlich darin, daß die Mitglieder waren, angeführt werden:" in Erkrankungsfällen sich nicht den Arzt frei wählen dürfen, Abendessen einem Quintaner täglich eine Stunde ertheilt."" Ein Sprossen eines der ältesten Adelsgeschlechter der Mark. Gewiß sondern bestimmten Rassenärzten zwangsweise zugewiesen werden Philologe in höheren Semestern zur Ueberwachung der Arbeiten hat schon mancher erzählen hören von diesen Ziegeleien, über die erhalten einen sehr ernsten Hintergrund durch eine Reihe zweier Gymnasiaften in den Nachmittagsstunden von 2-7 ge bortigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse als von etwas schier Unstatistischer Daten, die in der letzten Nummer des Berliner ärzt sucht. Honorar 20 M. monatlich und Abendessen." Gegen freie glaublichem bei der Nähe Berlins und das Gerede ist ihm erlichen Korrespondenzblattes, des amtlichen Organs unserer Aerzte- Wohnung ein Hauslehrer gesucht für einen Quartaner." Täglich schienen wie ein Traumgebilde, wie eine unheimliche Sage über fammer, veröffentlicht werden. Danach bezahlte der Berliner zwei Stunden." Geschehnisse aus uralten Zeiten! Fast wäre man ja versucht zu Gewerts- Krantenverein jährlich an Arzthonorar für jedes seiner Bezeichnender Weise finden derartige Gesuche stets die rascheste solcher Annahme, leider aber ist diese eitel Trug und von der Mitglieder die allerdings außerordentlich geringe Summe von Erledigung. Abhilfe gegen diese Art von Ausbeutung, welche unglaublichen Wahrheit kann sich jeder überzeugen, sei es als Ein Vergessener. gemäß den Staatsstreichgesehen der Sippe in die Krippe zu man ja immer Sieger. Hätte sich damals die Gelegenheit schütten hatte. zu einem beschwichtigenden Aderlaß, zu einer Repetition der Unter diesem Titel lesen wir in der Züricher Post": Baschal Grousset beschloß im Januar 1870, seinen Rettung von Familie und Eigenthum geboten, wer weiß, Am 14. Juli ist abermals in Paris ein Denkmal ein- forsischen Landsmann vor die Pistole zu nehmen. Inzwischen ob es dann zum Krieg mit Deutschland gekommen wäre. geweiht worden. Klein und bescheiden, gilt es auch nur war Rochefort, der in der" Marseillaise" den Peter auch Dann war ja im Innern lohnende Beschäftigung, man einem Kleinen, dessen Erdenwallen feine leuchtenden Spuren gefaßt, bereits von diesem provozirt worden und wollte sich brauchte nicht, um aus einer unheimlichen Situation loszuzurückließ. Seinen Namen hat die Welt erst an seinem mit ihm schlagen. Grousset, den er um Mitwirkung bat, kommen, mit einem auswärtigen Gegner anzubinden. Todestage erfahren; da slog er von Lippe zu Lippe, Klang erklärte, daß er selber im Begriff sei, mit dem Herrn sich ,, C'est une fatalité", murmelte der Empereur, als ihm in der nächsten Stunde fast wie ein Sturmsignal und ward auseinander zu sehen. Rochefort mußte warten; zivei junge des Betters Banditenstück hinterbracht wurde. Es war eine dann von den Meisten rasch vergessen. Kollegen, Ulric de Fonvielle und Viktor Noir, begaben sich Das dritte französische Kaiserreich war ins Schluß mit der Forderung nach Auteuil, wo der Prinz damals Fatalität, denn das liberale Kaiserreich hatte nun sein erstes Examen abzulegen. In seinen Erinnerungen erzählt Alphonse tapitel eingetreten. Der Effekt des Polizeistocks und der wohnte. trockenen Guillotine hatte seine Stärke eingebüßt; man Dieser empfing sie auf der Treppe mit dem Revolver, müthiges und harmloses Pariser Kind gewesen, das unmögDaudet, nachdem er bezeugt, daß Victor Noir ein gutmußte ein neues Mittel entdecken und in Louis Napoleon nahm den Brief entgegen und feuerte auf Viktoir Noir, der lich den Prinzen überfallen haben konnte- er habe damals stieg eine geniale Idee auf, er strich den Efel liberal an einige Stufen hinunter wankte und vor dem Portal todt Emil Ollivier in seinem Bureau besucht. Dieser hörte und das Thier wurde bewundert; aber es feuchte und blieb zusammenbrach. mit nachdenklichem, fast feierlichem Gesichte die Mitstörrisch, so liebenswürdig ihm auch Emil Ollivier zusprach. Der Diese infame That trug dem Prinzen den Titel" Mord- theilung an und versetzte dann mit vollem Nachdruck: urtheilslose Troß glaubte an das freisinnige Regiment, das plöß- peter" ein. Er hatte die Frechheit, noch selben Tages an Nun, ist Prinz Peter ein Mörder, so werden wir ihn lich als frischgemalte Koulisse vorgeschoben wurde und das einen Beamten des kaiserlichen Vetters zu schreiben:„ Es aufs Bagno schicken!" Geschäft" glaubte ebenfalls dran; wer schärfer blickte, lachte waren zwei junge Leute bei mir, um mich zu provoziren; Ein Bonaparte auf das Bagno! Ollivier war wohl dieser Künste. ich glaube, ich habe den Einen über den Haufen geschossen." noch nicht recht im Metier drin! ein dressirter Minister Die Sensation war ungeheuer, es roch in Paris auf redet nicht so thöricht. einmal nach Barrikadenluft. Der Mordpeter und seine GeDer Moment, da der kaiserliche Liberalismus zeigen konnte, was an ihm war, stellte sich unverhofft ein. " Am nächsten Morgen wurde der Mordpeter wirklich sellen setzten die Lüge in Zirkulation, Viktor Noir habe sich nach einem mit allem Komfort der Neuzeit ausgestatteten auf Korsika ein Wochenblatt ,, La Revanche" gegründet, an ihm vergriffen, ihn geohrfeigt. Niemand glaubte an welches an den Krönungsmänteln des Onkels und des diese gerechte Nothwehr"; alle Momente, die sich feststellen Gefängniß abgeführt und einen Monat darauf vom Ge Neffen sehr unehrerbietig zupfte. Die Insel war sonst die ließen, sprachen gegen die Annahme einer solchen, auch nicht richtshof in Bourger gänzlich freigesprochen. ausschließliche Domäne des Bonapartismus gewesen; man eines dafür. Die Kugel, welche Viktor Noir getödtet, fuhr der staunte billig über die Keckheit. Wohl hunderttausend Personen gaben dem mit Immor Fiktion eines liberalen Kaiserthums in Herz. Emil Ollivier Da erschien daselbst ein etwas dunkler Ehrenmann, tellenkränzen bedeckten Sarge Noir's das Geleit. Ein Funke rutschte höher, der liberale Minister entwickelte sich zum Della Rocca, und schuf den„ Avenir de la Corse", eine fonnte zünden; Rochefort und Delescluze beschworen die perfekten Diener seines Herrn. Das war der unter Tromgegen die„ Revanche" gerichtete Rothschleuder. Und bedient grollende Masse, ruhig zu bleiben. Es war ein Wunder, daß petenschall verkündete„ neue Kurs". wurde dieselbe indirekt von dem Prinzen Peter Bonaparte, die Beschwörung verfing, es war auch ein Glück. Die Es gab noch keine Sühne für prinzliche Missethaten. einem rohen anrüchigen Kerl, dem die Tuilerien gesperrt Regierung hatte eine imposante Streitmacht konzentrirt; Dem armen Journalisten ist erst nach zwanzig Jahren ein Seine Familie, sonst nach keiner Richtung hin Marschall Canrobert, der Gurgelabschneider von 1851, Zeichen der Erinnerung gewidmet worden; das Empire besondere Delikatesse entfaltend, hielt sich von ihm fern; führte das Kommando und war bereit, sein Prestige aufzu- liegt seit zwanzig Jahren im eigenen Roth. Es giebt doch er lebte von dem Futter, welche das„ dankbare Vaterland" frischen, im Kampf mit einer unbewaffneten Menge bleibt eine Nemesis. waren. " Tourist", sei es als Biegeleiarbeiter". Von einem solchen geht| so in die Glieder gefahren, daß sie noch Stunden lang nach Be-| Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht.- Jun Thiers uns eine fleine Stizze über diesen„ dunklen Punkt" inmitten des seitigung der Gefahr am ganzen Leibe zitterten. lachenden Havelgaues zu, die selbst in ihrer engen Begrenztheit Vorschuß gewährt wird, was bei der erklärlichen Mittellosigkeit garten, am Spreewege, wurde zu derselben Zeit ein unbekannter, etwa 50 Jahre alter Mann erhängt vorgefunden.- Am 17. und 19. d. M. fanden sechs kleine Brände statt. Theater. schon sehr charakteristisch ist. Daß die Ziegelei- Arbeit keine Der hohen Futterpreise wegen. Die vereinigten Berliner leichte ist, wird jeder einräumen müssen. Die Hauptarbeitszeit Spediteure haben an die hiesigen Handelsfirmen ein Zirkular fällt in das Sommerhalbjahr. Auf den vorgenannten Ziegeleien erlassen, in welchem den Handelsfirmen angezeigt wird, daß die ist nun eine zwölfftündige tägliche Arbeitszeit obligatorisch, Spediteure nicht mehr in der Lage sind, fernerhin den Geschäftsdie mit 1,10 m. täglich, also noch nicht 10 Pf. pro Stunde, und Hausdienern die so lange gezahlten Rolligelder"- die ein vergütet wird! Gewiß ein schöner Lohn, wohl werth, sich im besonderes Benefizium der Spediteure an die Geschäfts- und Schweiße feines Angesichts für einen erlauchten Sproffen eines Hausdiener bildeten und die diesen bei ihrem tnappen Gehalte ,, Doppelfelbstmord" auf der Freien Volfsbühne.] der ältesten Adelsgeschlechter zu quälen, un so mehr, und der schweren Arbeit wohl zu statten kamen zu bezahlen," Ein Lustspiel! Etwas Heiteres! Wann wird endlich einmal als den Arbeitern auch freies Nachtquartier- auf dem Ringofen wenn sich die Geschäftsfirmen nicht dazu verstehen sollten, in eine ein Lustspiel aufgeführt werden?" So dachten und sprachen viele gewährt wird. Allerdings sind ja Räume zum Nächtigen vor- Erhöhung der bisherigen Speditionsgebühren einzuwilligen, und Mitglieder der Freien Volksbühne, als ein ernſtes Drama nach handen und werden auch Strohsäcke und Decken geliefert, jedoch zwar Alles dies der hohen Futterpreise wegen". Da die Ge- dem andern über die Bretter ging. Infolge dessen machte es sich sollen alle drei, unserem Gewährsmanne zufolge, von Ungeziefer schäftsfirmen auf eine Erhöhung der Speditionsgebühren nicht der literarische Ausschuß des Vereins zum Grundsatz, wenigstens starren und aus diesem Grunde unbenutzbar sein! Diese verlocken- eingegangen sind, so müssen die Haus- und Geschäftsdiener fortab einmal im ganzen Vereinsjahr diesem Wunsche des Publikums den Arbeitsverhältnisse erhalten noch dadurch einen ganz beson- froß der hohen" Brotpreise" wegen der hohen Futterpreise auf Rechnung zu tragen und nunmehr als zehnte Vorstellung ein Luftderen Reiz, daß bei Beginn der Arbeit den Arbeitern fein baarer die Rolligelder verzichten. Thierschutz und Arbeiterschutz! spiel zu bringen. Freilich gerieth er dabei in nicht geringe Berder dort in Beschäftigung tretenden Arbeiter bedingt, daß sie von sich reden machten, waren, wie jetzt aus den statistischen ein außerordentlicher Mangel an Lustspielen herrscht, welche den Die Bockenfälle, welche in der Woche vom 5. bis 11. Juli legenheit, weil in der Weltliteratur, zumal in der deutschen, sämmtliche Lebensbedürfnisse auf Kredit von den Ziegelmeistern entnehmen müssen. Aus diesem Grunde kommt es dann häufig Meldungen hervorgeht, im ganzen 7 an der Zahl; 5 betrafen Anforderungen einer Freien Volksbühne entsprechen. In die engere Wahl gelangten neben Gogols satyrischem Revisor" Anzenvor, namentlich, wenn durch Regentage die Arbeit unfreiwillige männliche und 2 weibliche Personen. grubers österreichische. Bauernpofsen, und da Herr Regisseur HachUnterbrechung erfuhr, daß Arbeiter am Bahltage", d. h. am Aus- Briefmarder und zwar in Gestalt zweier Jungen im Alter mann den Doppel Selbstmord" bereits einmal( für die Freie Töhnungstage, wie sie ihren verdienten Lohn erhalten, über von 12-14 Jahren versuchten am Sonnabend Nachmittag mittelst Bühne") erfolgreich inszenirt hatte, so wurde dieses Stück bestimmt. diesen hinaus noch Schulden haben. Die meisten der dortigen Saken die in einem in der Königgrägerstraße belegenen Brief- Allerdings verhehlte sich der Ausschuß nicht die Schwierigkeiten, Arbeiter sind nicht im Stande, für Kleidung und Wäsche auch fasten befindlichen Briese herauszuangeln, um sich in den Besitz denen ein Theaterstück österreichischen Volkslebens und öfternur das Geringste auszugeben. Das Aeußere dieser Ziegeleider Marken zu setzen. Hierbei wurde der eine Junge erwischt, reichischer Mundart auf dem Wege in norddeutsche Gemüther bearbeiter kann sich daher jeder leicht ausmalen, diesen skandalösen während der andere Fersengeld gab. gegnet. Der Erfolg der Vorstellung war ganz diesen Erwägungen Zuständen entsprechend ist auch die Behandlung dieser freien" entsprechend. Der Beifall, welcher gezollt wurde, bekundete das Arbeiter. Als charakteristisches Moment möge hier nur angeführt Ergriffen. In dem Hause Bellermannstr. 81 betreibt der große Interesse, mit welchem unsere Berliner Arbeiter das harmlos sein, daß von meisterlicher Seite man sich offen rühmt,„ eine Restaurateur Sch. ein Schankgeschäft, an dessen Lokalitäten sich heitere Treiben österreichischer Gebirgsbauern betrachteten, enthielt lockere Hand zu haben!" Vielleicht können wir später noch seine Wohnung anschließt. Am Sonntag Morgen gegen 2 Uhr aber auch etwas wie Befremdung. Der Schluß des Stückes freimehr über dieses Kapitel erzählen. wurde die Frau des Restaurateurs durch ein unter ihrem Bette lich erweckte durch seine für Norden wie für Süden verständliche hervordringendes Geräusch geweckt; schnell sprang sie von ihrer und sympathische Idee die zustimmende Herzlichkeit, welche bisher Ein alter Menschenfreund scheint der Dresdenerstraße 4 Lagerstätte empor und berührte mit ihren Füßen einen am wohl jeder Aufführung der Freien Vonsbühne zu Theil ward. wohnhafte Blumenhändler G. zu sein. Dieser Tage tam nämlich Boden liegenden Gegenstand. Die Hilferufe der erschreckten Frau Der Inhalt der Bauernpoffe ist von schlichter Komik: in den Abendstunden zu diesem ein Proletarier und sprach un erweckten den in demselben Zimmer schlafenden Gatten, der Sentner, jetzt der reiche Bauer, und Hauderer, nach wie vor ein Arbeit an. D. mußte wohl davon gehört haben, daß in Berlin Licht anzündete, während die Frau die Gesellen einer in dem- armer Schlucker, waren als junge Burschen eng befreundet. So kein Nothstand existire, daß Arbeitsgelegenheit und Verdienst in selben Hause belegenen Bäckerei herbeiholte. Alsdann wurde weit ging die Freundschaft, daß der gutmüthige Sanderer seine Hülle und Fülle vorhanden sei sofern man nur wolle- und das Schlafzimmer abgesucht und unter einem Bette ein Mann Liebste dem Sentner zum Eheweibe gab. Suchte ihn nun auch hielt demzufolge das Anfragen nach Arbeit nur für einen Vor- hervorgezogen, in welchem der Restaurateur einen seiner besten für solches Opfer ein gewisses„ Heilands- Bewußtsein“ zu entwand zu Betteln und vielleicht noch Furchtbarerem. Deshalb Kunden, einen 21 jährigen Mann Namens Wolf erkannte. Der schädigen, so überwog doch bald das Bewußtsein, daß er ein hatte G. nichts Eiligeres zu thun, als den Arbeitsuchenden einem sich heftig sträubende junge Mensch wurde gefesselt und nach dem dummer, übervortheilter Kerl sei. Und so ging begreiflicherweise der immer bereiten Kriminalbeamten zu übergeben, der ihn denn 9. Polizeirevier gebracht, wo man bei der Visitation des W. in die alte Freundschaft zu Ende, während Streit, Erbitterung, ja auch bereitwilligst mitnahm"! Jedenfalls ein sehr empfehlens- der Tasche desselben ein dolchartiges Taschenmesser, sowie einen völlige Entfremdung beiderseits einrissen. Das ist kurz die Vorwerther Blumenhändler. seit Wochen von Herrn Sch. vermißten Korridorschlüssel fand. geschichte. Nun verliebt sich des reichen Sentners Sohn Poldl in Den verantwortungsvollen Poften eines dritten Ober-. hatte sich eingestandenermaßen schon am Abend vorher in Agerl, des armen Hauderers hübsche Tochter, und auch diese ist meisters der hiesigen Malerinnung sowie eines Vorsitzenden der die Wohnung des Restaurateurs eingeschlichen; ob er die Absicht jenem hold. Darob gerathen die Väter im Wirthshaus anfangs Ortskrankenkasse der Maler bekleidet der Malermeister Becker hatte, das Ehepaar im Schlafe zu tödten oder nur zu berauben, in Streit, sprechen sich alsdann aber über die Vergangenheit gründlich aus und versöhnen sich, nachdem ein Mißverständniß auf hierselbst. Ein Mann in so hervorragenden Stellungen verdient wird die Untersuchung ergeben. natürlich Berücksichtigung seitens der städtischen Verwaltung und geklärt ist. Nun werden die Kinder natürlich als Brautleute ins Der Wassersport hat wieder zwei Opfer gefordert. Kirchenbuch eingetragen. Doch unter dem Einflusse verletzender so wurden ihm denn im Asyl für Obdachlose nothwendig ge- Der Schüler Paul Lehmann, Schillerstr. 21 in Charlottenburg bei Nachbarn und, nicht zu vergessen, des Alkohols entwickelt sich die wordene Malerarbeiten übertragen. Diese Anszeichnung forderte feinen Eltern wohnhaft, hatte sich mit seinen Freunde, dem Zwietracht zwischen den Bätern des Brautpaars von Neuem und begreiflicherweise den Lokalpatriotismus des Herrn Innungs- Schüler Zimmermann aus Bernau, welcher sich besuchsweise bei führt dazu, daß die Namen der Aufgebotenen wieder aus dem obermeisters heraus und glaubte derselbe diesen nicht besser be- ihm aufhielt, vorgestern Nachmittag um 3 Uhr einen Kahn ge- Kirchenbuche gestrichen werden. Da verschwinden Poldl und thätigen zu können, als daß er als Gegenleistung fich 20 Mann miethet, auf welchem Beide eine Fahrt nach der Unterspree Agerl in offenbarer Verzweiflung und mit Hinterlassung eines aus Rummelsburg kommen und von diesen die Heimstätte der Ob- machten. An der sogenannten neuen Schleuse am Tegeler Wege Briefes, in dem sie erklären, sie könnten es nimmer aushalten dachlosen anstreichen ließ.- Fürwahr ein Schauspiel für Götter! befindet sich ein Trommelwehr, über welches das Wasser kaskaden- und wären gegangen, sich ewig zu vereinigen". Die Bauern, Die Vorliebe der Berliner für Blumen ist bekannt; bei artig hinwegrutscht. Das Boot gerieth in die dortige starte inssesondere Ageris Vater, meinen, aufgeregt von einem Zeitungsjedem Feste, jeder Feierlichkeit spielen die Blumen hier eine Strömung; die auf dem Wasser wenig kundigen jungen Leute blatt, welches das Ueberhandnehmen der Doppelfelbstmorde verloren die Gewalt über ihr Fahrzeug; dieses wurde über den auf öffentlichen Plätzen immer noch so herzlich wenig für Blumen Tod in den Wellen. Hauptrolle, und mit Recht. Hiernach ist es nur auffallend, daß Wasserfall hinweggerissen, kenterte und beide Insassen fanden den gar gruselig schildert, die jungen Leuten feien entwichen, um einen Doppelfelbstmord zu begehen. Als nun aber das ganze geschehen ist; Rasen und Buschwerk wenn gut gehalten Dorf im Gebirge sucht, findet man das Pärchen bei Sonnenfreuen das Auge ja auch, aber doch nicht in dem Maße, wie Ein unbekannter Mann, welcher unter dem Titel Metzger aufgang in einsamer Sennhütte in einer Verfassung, wie sie nicht Blumen. In dieser Richtung ist in anderen Städten viel mehr meister Karl Hoffmann aus Darmstadt øder Hannover, auch als der Tod bereitet, sondern Lebens- und Liebeslust, und es stellt gethan, als in Berlin. Einen Platz, wie ihn z. B. Lübeck vor der Schneidermeister W. Degen aus Koblenz und als der Schlosser- sich heraus, daß daß die Worte" sich ewig zu vereinigen" auf dem Holsterthor in seinem„ Linden- Platz" aufzuweisen hat, giebt's meister Rudolf Schulz aus Köln auftritt, 30 Jahre alt ist, eine nichts anderes hindeuten sollten, als auf die uralte und ewig in Berlin nicht, und doch mangelt's hier wahrlich nicht an große, schlanke Figur, schwarzes Haar und Schnurrbart hat und neue Selbsthilfe der Liebe in Fällen, wo alberne grausame Raum. Eine wie herrliche Blumenanlage könnte z. B. der Leip- ein hübsches Aeußere besitzt, befindet sich von Berlin aus, wo er Menschensatzung die Natur vergewaltigen will. ziger Platz bieten! Aber dann natürlich fort mit dem eisernen nach Ausweis seines Militärpasses beim Gardefüsilier- Regiment Die prächtigen Charaktere dieses Stoffes gelangten zu einem Gitter, so etwas muß Gemeingut sein und wird dann auch als als Unteroffizier gedient hat, auf Reisen. Seine Spezialität ist genügenden Ausdruck; besonders machte Herr Diretor Samit als folches vor der Zerstörungswuth einzelner roher Menschen reiches, in Gasthöfen einzukehren, wo er bald mit anderen Fremden Dauderer Eindruck. Das Zusammenspiel und Arrangement belich ebenso geſchüßt sein, als wenn es mit eisernem Gitterwerk Freundschaft schließt und dieselben zu bewegen weiß, mit ihm der kundete abermals die Trefflichkeit der Regie. Leider freilich gingen eingefriedigt ist. Blumen und Eiſen passen einmal nicht zu- sammen in demselben Zimmer zu wohnen. Er richtet sich dann viele komische Wirkungen verloren, und die Mundart wurde zustets so ein, daß er aus„ Geschäftsrücksichten" nicht länger bleiben weilen in einer Weise gehandhabt, daß man wohl merken konnte: fich zu hoher Blüthe entwickelt, trotz der wiederholten Proteste dann auch den Zimmermitbewohnern Geld und Werthsachen. In Desterreich gestanden, Der Kleinhandel mit Blumen auf den Straßen Berlins hat taun und zuerst abreist. Jedesmal nach seiner Abreise sehlen die Wiegen der Darsteller haben näher an Pommern als an der größeren Blumen- Kunst- Handlungen, denen ja dadurch Frankfurt hat er kürzlich außer anderen Gegenständen Militärmancher Sechser allerdings aus der Nase geht. Wenn nun hier papiere auf den Namen des Kannoniers H. W. der 5. Batterie bei uns in Berlin auch gerade keine„ feschen Blumenmädel" den bes 32. Feld- Artillerie- Regiments mitgenommen und wird vernicht zu ändern und schließlich bleiben die Blumen selbst doch noch nicht zu ermitteln gewesen. Verkauf der Blumen auf der Straße betreiben, so ist das einmal muthlich dieselben als Ausweis benutzen. Der richtige Name ist betrachtet, die an Verständnißlosigkeit streifte. Als z. B. der immer die Hauptsache also dies wollen wir nicht rügen, wohl alte schwerhörige Bartl sich den Dörflern, die das verlorene Paar aber das unvernünftige Binden der kleinen Bouquetts mit Draht. Von der Lokalkommission aus Köpenick erhalten wir suchen, in der Meinung, es handle sich um eine Wallfahrt, Nur um die einzelnen Blumen stramm und gut aufrechtstehend folgende Zusendung: Der Besitzer des Lokals" Müggelschloß", angeschlossen hat, verstand das Publikum diese Komik nicht, weil zu erhalten werden die schönen Rosen 3. B. von dem Draht Riebolsky, hielt es auf mehrfache Anfragen, ob er sein Lokal zu ihm der Begriff Buß- und Biitgang" eben fehlte. Ueberhaupt mitten durchbohrt. Wozu das? Da wäre es doch weit schöner Versammlungen hergeben wolle, stets für nothwendig, mit allerlei befundete die Freie Boltsbühne, daß dem schwerblütigen, feierHeine Papiermanchetten anzuwenden; wer die nicht mag, fann Ausflüchten zu kommen, sich Bedenkzeit auszubitten und was lichen Norddeutschen der Sinn für österreichische Harmlosigkeit ste ja abmachen, die Blumen selbst bleiben doch dann wenigstens dergleichen Chikanen für die Arbeiter mehr sind. Als kürzlich und Leichtblütigkeit ziemlich mangelt, und daß zumal die tiefunversehrt. beschlossen wurde, eine Volksversammlung in dem genannten ernsten Genossen und Sozialrevolutionäre" der Freien VoltsLofal abzuhalten und man eine diesbezügliche Anfrage an ihn bühne sich lieber von sozialkritischer Tragik packen und be Das vorgestern Nachmittag über Berlin und Umgegend stellte, konnte er- wahrscheinlich um Zeit zu gewinnen sich geistern, als von harmlosen Scherzen erheitern lassen. hereingebrochene schwere Gewitter, welches ein orfanartiger nur dazu entschließen, nach drei Tagen ein schriftliches Botum Immerhin möchte ich den Eindruck der wirklich humorSturm begleitete, hat zahlreiche Unfälle auf dem Wasser zur abgeben zu wollen. Er wolle an Genossen Ungering nach drei vollen Bauernposse als einen guten Erfolg bezeichnen, Folge gehabt. Auf der Spree sowohl, wie auf dem Wannsee Tagen ein Schreiben richten, in welchem er seinen definitiven besonders wenn ich ihre schöne Idee ins Auge fasse: und anderen Gewässern tenterten während des Sturmes mehrere Enischluß zu erkennen geben wollte. Der Tage viele aber gingen den Triumph der Natur über sentimental- romantische VerBöte; auf dem Müggelfee fenterte ein Segelboot, welches feine ins Land, bevor eine Zeile von Herrn Ziebolsfy zu erhalten war. Schrobenheit und kleinbäuerliche Engherzigkeit. Wenn man diesen Segel nicht rechtzeitig genug gekürzt; jedoch sind, soweit bekannt, am letzten Sonntag war nun eine Deputation der Freien Gesichtspunkt nicht übersieht, wird man das Anzengruber'sche alle diese Unfälle ohne Verlust oder Gefährdung von Menschen- Boltsbühne" in genanntem Lokal, um die Räumlichkeiten für das Stück als eins der edelsten deutschen Lustspiele Leben abgelaufen. im August stattfindende Stiftungsfest zu miethen. Die be bezeichnen müssen. Dringend möchte ich daher zum regen Besammen, wohl aber Blumen mit Licht und Freiheit! erInteressant war, wie eigentlich stets, die Haltung des Publis fums. Sie zeigte ganz deutlich die Kluft, welche österreichisches Wesen und Fühlen vom norddeutschen trennt. Die sozialen Umstände jener Gebirgsbauern wurden zuweilen mit einer Befremdung " " Bruno Wille. Gerichts- Beitung. Ein großes Eisenbahnunglück verhütet. In dem Frei- treffenden Genoffen erkundigten sich erst, ob das Lokal überhaupt suche des luftigen Doppelfelbstmordes" einladen und auch zum tag Abend mit einer Viertelstunde Verspätung in Berlin ein- den Arbeitern zur Verfügung stehe. Hierauf bequemte sich Herr Vortrage, den Herr Bölsche demnächst über das Stück halten treffenden Schnellzuge Dresden- Berlin( über Boffen) hätte es Biebolsky, den Vertrauensmann von Köpenic, Genossen Ungering, wird. leicht zu einem großen Unglück fommen können. An das Ende mit zur Berathung zuzuziehen. Im Verlauf der Verhandlungen des langen und vollständig besetzten Zuges war ein von Karls wurde denn endlich schriftlich folgende Erklärung abgegeben: bad kommender Wagen angehängt worden, in welchem viele Frauen und Kinder faßen. Plöhlich fielen in der einen Abtheilung, wo sich hauptsächlich Damen aufhielten, Funken auf die Kleider derfelben und zum größten Entsetzen sab man, daß die Decke des Wagens in Brand gerathen war und daß bereits helle Flammen emporschlugen. Ein allgemeiner Schrecken war die Folge. Die Herren zogen die Rettungskette, über welcher war die Folge. Die Herren zogen die Rettungskette, über welcher im Wege stehen. die Weisung Nothsignal" stand, mit aller Gewalt, so daß sie schließlich zerriß; der in schnellster Fahrt begriffene Bug Ich erkläre hiermit Herrn Ungering zu Köpenick, daß ich mein Lokal" Müggelschloß", bei FriedrichshagenRöpenick gelegen, zu Versammlungen hergebe. Sollte ich mein Lokal verweigern, so trage ich den Schaden, der ent standen ist, bis zur Höhe von 50 M. Müggelschloß, den 19. Juli 1891. gez. Paul 3iebolsky. Somit würde also dem Besuch des Lokals vorläufig nichts Eine tolle Fahrt hat dem Kutscher Carl Wach ner eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverlegung in zwei Fällen zu gezogen, welche gestern vor der 3. Straffammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt wurde. Am Abend des 20. Dezember v. J. fuhr Wachner mit einem leeren Rohlenwagen durch die Alte Jakobstraße. An der Stelle, wo die Roß- und Dresdenerstraße die Unser Redakteur Curt Banke hat gestern eine zwei Alte Jakobftraße durchqueren, fuhr vor dem Wagen des Anhielt indessen nicht. In dem Augenblicke der größten Angst monatliche Gefängnißstrafe in Plößensee angetreten, die er sich starken Verkehrs trieb der Angeklagte seine Pferde zu schnellem geklagten ein Möbelwagen. Trotz des an jener Stelle herrschenden fing es zum Glück an zu regnen, und als nach längerer Fahrt die nächste Haltestation erreicht war, glimmte der verbrannte wegen Beleidigung von Mitgliedern der bewaffneten Macht zu- Trab an, um den Möbelwagen zu überholen. Dies gelang ihm Theil der Decke nur noch. Es stellte sich jetzt heraus, daß ein gezogen hat. auch, aber in demselben Augeablick stieß sein Wagen mit mit Del durchtränkter Wischlappen, wie ihn die Arbeiter benutzen, einer Droschke zusammen, die seitwärts aus der DresdenerEines der fich an das Häuschen für den Schaffner, welches besonders bei Es war ein gefährlicher Anblick. Polizeibericht. Am 18. d. M. Mittags fiel der Handels- straße tani. österreichischen Wagen außen über der Decke angebracht, fest- mann Gersdorf auf dem Grundstück Gartenplay Nr. 5-6 beim Pferde des Angeklagten gerieth mit den Vorderfüßen auf gehängt hatte und durch die Funken der Maschine und den Luft- Besteigen seines Wagens von demselben herab und erlitt eine so den Bock der Droschte, das zweite mit dem Kopfe durch zug während der Fahrt in Brand gerathen war, der sich dann bedeutende Verletzung an der Stirn, daß er nach dem Lazarus- die Thür in den Wagen. In diesem saßen der Ingenieur R. auch der dünnen Decke mittheilte. Wäre es trockenes Wetter ge- Krankenhause gebracht werden mußte. Beim Einfahren in die und seine Ehefrau, beide sind sonderbarer Weise unversehrt ge wesen, so hätte ein vollständiger Wagenbrand entstehen müssen. städtische Abladestelle an der Ecke des Nord- Ufers und der blieben und mit einem tüchtigen Schreck davongekommen. Das Nothsignal" war nur für österreichische Züge bestimmt und Torfstraße fiel Nachmittags der Kutscher August Menz von dem Schlimmer erging es dem Droschfenkutscher. Bei dem Anprall nit der Maschine dieses Zuges nicht in Verbindung gesetzt. von ihm geführten Arbeitswagen herab, gerieth unter die Räder flog die Deichfel des Kohlenwagens in die Höhe, traf ihn gegen Dberhalb der Decke draußen befand sich zwar außerdem noch die desselben und erlitt anscheinend schwere innere Verlegungen. Er den Kopf und brachte ihm eine nicht unerhebliche Wunde bei. gewöhnliche Nothleine; aber an diese dachte in der Aufregung wurde nach der Charitee gebracht. Am 19. d. M. Morgens Nachdem der Angeklagte all dies Unheil angerichtet, setzte er einer der vielen Fahrgäste, weil man ja auf das" Nothfignal" schlug der Schmied Musga in dem Gartenlykal Elysium", seinem Unverstand die Krone auf, indem er sich durch die Flucht m Wagen verwiesen war. Es empfiehlt sich doch, bei solchen Landsberger Allee 41, mit der Hand auf ein leeres Schnapsglas seiner Feststellung zu entziehen suchte. Er bog in die Annenremden Wagen noch besonders den Vermerk" Nothleine draußen" und erlitt eine schwere Verlegung der Pulsader. Am 20. b. M. Straße ein und fuhr im Galopp davon. Ein Herr, der in einer anzubringen auf Karten, die ja beliebig angebracht und wieder Morgens sprang ein Mann am Reichstags Ufer, gegenüber der von der entgedenfeßten Seite tommenden Droschte saß, befürchtete veggenommen werden können. Mehreren Frauen war der Schreck Markthalle, in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem einen Zusammenstoß, er zog es es vor, hinauszuspringen, Er gerieth dabei zu Falle und im nächsten Augenblicke| girte vertreten. 19 000 M. des Vereinsvermögens sind verzinsbar fame Aktion zur Herabsehung der Frachtsätze nach ging der Kohlenwagen über seinen Körper. Der Ueber- angelegt. Aussig einzuleiten. fahrene ist längere Zeit bettlägerig gewesen. Weiter rafte Der Angeklagte mit seinem Wagen, wurde aber schließlich doch Bremen. Die Bekleberinnen der Ristenfabrik Rom, 17. Juli. In dem Prozesse gegen die Anstifter der durch einen Schuhmann, der die Verfolgung in einer Droschke 2. Jung streiten wegen Lohndifferenzen und schlechter Be- Unruhen vom 1. Mai wurden 7 Angeklagte freigesprochen und erster Klasse aufnahm, eingeholt und zur Wache gebracht. Im handlung. 44 zu Gefängniß von 3 Jahren bis zu einem Monat verurtheilt. Verhandlungstermine verbesserte der Angeklagte feine Lage nicht Ueber den Streik der französischen Eisenbhanarbeiter durch die Art und Weise, wie er seine Bertheidigung führte, so liegen folgende weitere Meldungen vor: London. Die südamerikanische English Bant of meinte er beispielsweise, der zuletzt Ueberfahrene habe das Un- Paris, 19. Juli.( H. T.-B.) Gestern Abend fanden zahl- River Plate hat ihren Geschäftsbetrieb suspendirt. glück selbst verschuldet, denn derselbe hätte im Wagen fügen reiche Versammlugen der Gisenbahn- Bediensteten Sunday Times" sagen, es wäre etwas zuviel erwartet, anzubleiben können. Der Gerichtshof belegte ihn nach dem Antrage statt. Der Streit scheint im Abnehmen begriffen zu sein. Aber nehmen, daß nach dem Fall jener Bank nicht noch andere süddes Staatsanwalts mit drei Monaten Gefängniß. die Führer halten Stand. Sie wollen heute Platate anschlagen amerikanische Häuser fallen würden. Es sei jezt mehr als möglassen, worin sie die Verantwortlichkeit für die Unterbrechung lich, daß Uruguay seine Zahlungen einstelle. des Dienstes der Regierung und den Gesellschaften auferlegen. Die Regierung ist entschlossen, energisch das Gesetz über Streits Arbeitskommission berichtet die„ Allgemeine Korrespons London. Ueber die Thätigkeit der königlichen und die Internationale zur Anwendung zu bringen. " 1 Ein unredlicher Kartoffelhändler erhielt gestern durch Urtheil der 91. Abtheilung des Schöffengerichts eine empfindliche Lehre. Der des Betrugs beschuldigte Angeklagte Hermann Karl Voß pflegt die Straßen mit einem Gemüsewagen zu durchParis, 20. Juli.( H. T.-B.) In dem Ausstand der denz", daß am 9. d. M. von der Gruppe, welche sich mit Erziehen und seine Waare auf den Höfen auszurufen. An einem Bahnbediensteten ist feine Veränderung eingetreten. Die hebungen über die Eisen- und Kohlenindustrie beschäftigt, der Apriltage bestellte eine Frau bei ihm einen Scheffel Kartoffeln. Polizeimaßregeln wurden verschärft. Als der Angeklagte erklärte, nur Säcke mit zwei Scheffeln Inhalt Paris, 19. Juli.( W. T.-B.) Nach Ansicht der Eisenbahn- gehört wurde. Wie er erklärte, hat die Einführung von Bohrauf dem Wagen zu haben, war die Käuferin auch Willens, diese Verwaltungen hat die A u 3 st and 36 e wegung ihren öhe maschinen die persönliche Arbeit der Bergleute zu einem wefentbereits überschritten; es dürfte der größte Their Händler weiter gefahren war, entdeckte die Käuferin beim Nach der Streifenden bereits morgen die Arbeit wieder aufnehmen. Einst schnittlich so viel wie sonst etwa zehn Mann. Die Zeit wäre zu der Gerichtshof hielt diese Strafe aber nicht für hoch genug. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte wahrscheinlich in recht vielen unentdeckt gebliebenen Fällen einen derartigen Betrug ausgeführt, daß ein ganz nichtswürdiger Vertrauensbruch vorliege und daß die Geschädigten wohl durchweg zu den Unbemittelten gehörten, wurde auf eine Gefängnißstraße von fünf Monaten erkannt. messen der Kartoffeln, daß sie übervortheilt worden war, sie hatte weilen entfalten die Leiter der Bewegung jedoch noch eine er ersetzenden Maschinen Einspruch erheben könnte. Seiner Meinung weit vorgeschritten, als daß man heute gegen die die Arbeitskraft nur anderthalb Scheffel bekommen. Sie beschloß, beim nächsten höhte Agitation. Auf der Westbahn und auch auf der Ostbahn nach sollte jedoch ein Abkommen getroffen werden, das die InterMale besser aufzupassen. Nach einiger Zeit faufte sie beim An- wurden von den Brücken Steine auf die ihren Dienst thuenden effen der Arbeiter nicht minder wie die der Arbeitgeber und Patentgeklagten wieder zwei Scheffel Kartoffeln. Als der Händler die Arbetter geschleudert. Im Uebrigen haben zahlreiche Bedienstete inhaber der Maschinen zu beschützen hätte. Zur Beilegung von Waare brachte, fragte die Käuferin ausdrücklich, ob es auch zwei bei der Ostbahn einen Protest gegen den Ausstand unterzeichnet, Differenzen seien wohl Versöhnungsämter am besten geeignet, Scheffel feien, worauf sie die im Brustton der Ueberzeugung welcher die Industrie und den Handel schädige, sowie die doch wäre es zu diesem Zweck erforderlich, daß sich beide Seiten abgegebene Antwort erhielt: langen, messe ich Ihnen die Waare vor." Die Käuferin bestand beeinträchtige. Gewiß, wenn Sie es ver nationale Wehrfähigkeit durch Erschwerung der Mobilisation zuvor organisirten. Um Grubenunfällen vorzubeugen, sollten die allerdings darauf, holte sich noch Zeugen herbei und ließ die Kartoffeln nachmeffen. Es waren wiederum nur anderthalb den Vorschlag des Generals Sesmaison angenommen, erforder- trat die Gruppe der Kommission zusammen, welche sich mit ErNach einer Meldung der" France" hat der Kriegsminister Bergwerte gut ventilirt und wohl in Stand erhalten und unfähige Personen von der Arbeit ausgeschlossen werden. Am 10. d. M. Scheffel. Jetzt lag der Betrug auf der Hand, der Händler wurde lichen Falls eine Mobilisation der Eisenbahn- hebungen das unrichtige Maß auf einen Irrthum zurückzuführen, die Militärgesetze gestellt würden und den Dienst versehen Webervereins Birdwhistle, welcher bezeugte, daß die Baumzur Anzeige gebracht. Im Termine versuchte der Angeklagte, bediensteten anzuordnen, wodurch letztere unter die bebungen über die Textilindustrie besaßt. Zur Bernehmung gelangte der Sekretär des nordöstlichen LancashireBeweisaufnahme ließ aber keinen Zweifel an seiner Schuld. Der müßten. Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstrafe von drei Monaten, Deutlicher als durch diese Handlangerrolle, die der General wollen- Industrie in langsamer Zunahme begriffen sei. Leider Sesmaison den Eisenbahnprozen gegenüber spielt, kann der ließen die ſanitären Vorkehrungen in den Fabriken viel zu Klassencharakter des modernen Staats nicht charakterisirt werden. Arbeitsfäle eindränge und Lungenleiden unter den jüngeren Webern wünschen übrig. Es käme häufig vor, daß der Dampf in die Wolff: Unterm 20. Juni, Vormittags, meldet ferner das Bureau hervorriefe, welche der Krankheit meistens zum Opfer fielen. Die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wären gegen Der Streit der Eisenbahnbediensteten wird als wärtig besser als je zuvor. Die Löhne variirten zwischen 12 beendet angesehen. Die Wiederaufnahme der Arbeit ist heute und 38 Sh. per Woche. Der Durchschnittslohn wäre 30 Sh. früh nahezu vollständig in allen Werkstätten und Magazinen ohne Später wurde der Sekretär des Webervereins der nördlichen jeden Zwischenfall erfolgt. Grafschaften, Wilkinson, vernommen, welcher sich in ähnlicher Natürlich bedarf die Nachricht der Bestätigung. Weise äußerte. Der Baumwoll- Fabrikant Albert Simpson aus Preston, welcher gleichzeitig Vertreter des Lancashire, Derbyshire, Yorkshire und Cheshire ArbeitgeberVerbandes ist, versicherte, daß die gegenwärtigen Gefeße die Interessen der Kapitalisten nicht in genügender Weise wahr nähmen.(!?!) Als eines von vielen Beispielen verlas er einen zu Gewaltthätigkeiten auffordernden Artikel aus einer Arbeiters zeitung. Die Antikombinationsgefehe wären durchaus unzulängNach ihm Arbeit zurückzuhalten, sollte strenge verboten werden. wurde Joshua Rawlinson aus Burnley, der Sekretär des Bauma wollspinner- Verbandes, vernommen, welcher bezeugte, daß er seit 1874 den Gang der Baumwollenindustrie verfolge. Zwischen dem von ihm vertretenen Verbande und den Fabrikanten bestehe gutes Einvernehmen. Eine aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzte Kommission lege etwa entspringende Differenzen bei und habe seit ihrem Bestehen viel zur Anbahnung freundschaftlicher Beziehungen beigetragen. Ein kleiner Unglücksfall auf dem Anhalter Bahnhofe hat dem Urheber, dem Hilss- Maschinenmeister Georg Noack, durch geftriges Urtheil der 4. Ferien- Straffammer des Landgerichts I Aus Gent wird der Köln. 3tg." telegraphisch mitgetheilt, eine einwöchige Gefängnißstrafe eingetragen. Am 17. Stovember daß sämmtliche Spinner der dortigen Baumwoll vorigen Jahres, Morgens gegen 6 Ühr, ließ der Angeklagte einen fabrik de Hemptinne in den Ausst and eingetreten mit Vieh beladenen Wagen, der an einem Güterzuge auf einem find. Die Genter Arbeiterpartei beschloß, die ausständigen Nebengeleise stand, lostrennen und durch eine Rangirmaschine Spinner zu unterstützen. abstoßen, um ihn auf ein anderes Geleise zu bringen und einem andern Zuge einzureihen. Die Berechnung der dazu nöthigen Mailand, 17. Juli. Sämmtliche Arbeiter der Gewalt muß den Angeklagten wohl im Stich gelassen haben, der Schwefelminen bei Formignano und Busca Cesena lich. Das Patrouilliren von Arbeitern, um andere Leute von der Wagen ging über das Ziel hinaus und gerieth auf eine Drehscheibe, welche so stand, daß der Wagen nicht darüber hinweg konnte. Nach der Vorschrift dürfen derartige Wagen nur durch KuppelMaschinen oder Wagenschieber abgestoßen werden. Trotzdem das verladene Bieh gar keine und der Wagen nur geringe Beschädigungen erlitten, erkannte der Gerichtshof doch mit Rücksicht darauf, daß unter Umständen die Folgen weit schwerer hätten sein können, auf obige Strafe. Wahre Greuelthaten einer unnatürlichen Mutter kamen in einer Berhandlung zur Sprache, welche gestern vor der Berufungs- Straftammer des Landgerichts I gegen die Schuhmachers streiten. Soziale Uebersicht. Zur Beachtung! Die Notiz in der Sonntagsnummer be züglich eines in der Fabrik hygienischer Badeapparate von S. Marcus, Berlin, angeblich ausgebrochenen allgemeinen Streits ist dahin zu berichtigen, daß allerdings zwei Klempner infolge von Lohnstreitigkeiten am Sonnabend die Arbeit niedergelegt Iaba fregie- Gesellschaft im Monat Juni 1891 be Konstantinopel, 18. Juli. Die Einnahmen der türkischen haben, die übrigen aber auf Grund einer erzielten Verständigung trugen 17 700 000 Biaster gegen 16 300 000 Piafter in der gleichen die Arbeit fortsetzen. Periode des Vorjahres. Erfurt. Hochachtungsvoll Redaktion des Vorwärts". : New- York, 20. Juli. 28 russische Juden, welche am Sonnabend hier eintrafen, wurden auf Anordnung der Regierung zurückgehalten, bis festgestellt ist, auf welche Weise sie das Passagegeld erhalten haben oder ob ihnen durch hervorragende jüdische Philantropen gerathen wurde, sich in Amerika ein Heim zu suchen. Man befürchtet, daß man sie nach Hause zurückschicken wird, da die Vereinigten Staaten sich weigern, ihre Häfen vertriebenen russischen Juden zu öffnen. V Ehefrau Charlotte Weinhold stattfand. Dieselbe war vom Schöffengericht zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt und sofort verhaftet worden. Die Angeklagte, die im vorigen Jahre geErnst Schiegni, heirathet hat, brachte ein achtjähriges Töchterchen mit in die Ehe. Leiter der Fabrik S. Marcus. Dasselbe war ihr ein Dorn im Auge und das Schöffengericht Im Anschluß an diese Berichtigung müssen wir darauf auf war durch die Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung ge- merksam machen, daß fünftig Meldungen über entstandene Streits langt, daß sie es darauf abgesehen hatte, das Kind planmäßig oder Aussperrungen nur dann Aufnahme finden können, wenn zu Grunde zu richten. Die Zeuginnen befundeten im gestrigen sie durch den Stempel der betreffenden Gewerkschaftsvorstände, Termine die haarsträubendsten Dinge über die Behandlung, Lohnkommission 2c. beglaubigt sind. Es ist dies der Kontrolle welche die Angeklagte ihrem Kinde angedeihen ließ. Bei der ge- halber unbedingt nöthigt. ringsten Veranlassung, und auch ohne eine solche, wurde es mit Die australischen Korbmacher warnen vor Zuzug dem ersten Gegenstande, den die Mutter erfaßte, geschlagen, bald wars ein Feuerhaken, bald eine Schaufel, bald ein schwerer Die Kündigungen in der Gewehr nach Australien, unter Berufung auf eine in der Januar Pantoffel, der als Büchtigungsmittel diente. Die Nachbarn legten fabrik nehmen ihren Fortgang. Wie die Thür. Tribüne" be- Nummer der Deutschen Korbmacher Zeitung" veröffentlichte fich wiederholt ins Mittel und als eine derselben die Angeklagte richtet, soll nur ein Arbeiterstand von höchstens 60 Mann Annonze, durch welche Korbmacher für Melbourne bei hohem warnte, fie möge das Kind nicht gegen den Kopf schlagen, wurde bleiben. Von der Kündigung ist diesmal eine ganze Anzahl Sohn gesucht werden. Weder in Melbourne, Adelaide, noch einer ihr die rohe Antwort: Ach was, ich haue ihr gegen älterer Arbeiter betroffen worden, darunter Leute, die länger als anderen Provinz Australiens ist Mangel an Arbeitskräften im den Kopf, daß sie dämlich wird, sie ist noch viel zu 20 Jahre in der Fabrik beschäftigt waren. Seit gestern ist nach Korbmachergewerbe vorhanden. Seit dem Jahre 1888, wo eine flug." Einmal stieß sie das Kind mit Fußtritten zu derselben Quelle für die noch verbleibenden Arbeiter die Arbeits: Ausstellung in Melbourne stattfand, infolge deren sich das Ges Boden und riß es an Den Haaren wieder in die zeit von Morgens 7 bis Mittags 1 Uhr festgesetzt. Dagegen soll schäft ein wenig hob, sind fortwährend Mitglieder des austra Viele Höhe, wobei sie erklärte, daß sie es todt schlagen würde, die Gewehrfabrik zu Steyr( Desterreich) sich noch in vollem lischen Korbmacher- Verbandes außer Arbeit gewesen. wenn sie sich nicht vor der Strafe fürchte. In der grimmigsten Betriebe befinden, und zwar ausschließlich für die deutsche Kollegen arbeiten auf dem Lande, in den Bergwerken u. s. w., Kälte mußte das Mädchen, nur mit einem schmugstarrenden Armee. Auffallend sei es auch, daß eine Menge jüngerer Ar- weil es für sie nicht möglich war, in der Korbmacherei Arbeit Röckchen und einem dünnen Kleid angethan umherlaufen, mit beiter, solche, die erst seit 1886 in der hiesigen Fabrik sind, von zu erhalten. Es ist die Absicht der Arbeitgeber, den Lohn noch leidige Nachbarn, welche der Mutter Beug zu einem Paar Hös- der Kündigung nicht betroffen wurden; es habe fast den Anschein, mehr herabzudrücken, was natürlich nur dann möglich, wenn ein chen anboten, wurden mit der Bemerkung abgewiesen: Jch thue als ob man sich der älteren, nahezu pensionsberechtigten Leute großes Angebot von Arbeitskräften vorhanden ist. Der Durch nichts für die Kröte, sie kann ja morgen schon sterben. Ihr Vater deshalb entledige, um der Pensionirung aus dem Wege zu gehen. schnittsverdienst eines Rorbmachers beträgt in Australien nicht hat sich erschossen, da soll das A.. auch frepiren." Eine andere Wie unserm Bruderorgan weiter mitgetheilt wird, beabsichtigen mehr als 35-40 m. die Woche, während die Kosten des LebensBeugin fah, daß die Angeklagte ihrem Kinde einen Teller mit die Gekündigten, eine Petition an den Kaiser zu richten, dahin- unterhaltes ziemlich theuer sind. So kostet z. B. Logis für einen Kartoffeln, von denen es aß, aus der Hand riß und den Teller gehend, daß die Kündigungen entweder zurückgenommen werden einzelnen Mann 18-20 M. wöchentlich. Die Warnung ist unterzeichnet im Auftrage des Korba auf den Kopf des Kindes zertrümmerte. Das Kind ist nach er- oder in der Form einer Beurlaubung erfolgen, damit den Arstatteter Anzeige der unnatürlichen Mutter fortgenommen worden, beitern ihr Anrecht an die Pensions, Kranken- macher- Verbandes in Melbourne: von S. Lowe, Sekretär; im Auftrage der Kollegen in Adelaide: von August Sickert, Karl es wäre sonst doch wohl der unmenschlichen Behandlung erlegen. und Sterbekasse gewahrt bleibe. Wiese, William Goodmann, Anton Weniger, Ernst Schrader, Die Angeklagte legte Berufung ein, weil ihr die Strafe zu hoch schien. g. Savage. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Leop. Meyer, drang mit seiner Ansicht, daß nicht eine Reihe selbständiger Handlungen, sondern nur eine einzige fortgesette Handlung vorliege, beim Gerichtshofe durch, denn mit Rücksicht auf diesen Umstand wurde die Strafe auf se chs Monate Gefängniß herabgesetzt. Frankfurt a. M., 18. Juli. Der Export des Generalkonsulat Bezirkes Frankfurt a. M. nach Amerika betrug im zweiten Quartal 9480 000 m. gegen 11 720 000 m. im Vorjahre. Die höhere Ziffer des Vorjahres findet ihre Erklärung durch den verstärkten Export vor Infrafttreten der Mc. Kinley- Bill, meint das Herold'sche Telegraphenbureau. Um die ThatDer ehemalige Bureauvorsteher Otto Döpke stand So genau wird das wohl nicht stimmen. gestern wegen eines recht schnöden Betruges vor der zweiten fache, daß die Mac Kinley- Bill dem deutschen Export Schaden Ferien- Straffammer des Landgerichts I. Im Gefängniß zu Rummelsburg, wo der Angetlagte im Mai d. I. eine Strafe bereitet, tommt man auch in Frankfurt a. M. nicht herum. verbüßte, hatte er den Kaufmann G. Kennen gelernt und dessen Und diese Bill ist nur die Antwort auf die Bismarck'sche Wohnung erfahren. Döpke wurde früher entlassen, wie G., der eine Schutzöllnerei. Wenn der große Varzinese die Suppe, die er längere Strafe zu verbüßen hatte. Raum auf freien Füßen dem deutschen Volfe einbrockte, wenigstens selber auslöffeln begab der Angeklagte sich zu der Ehefrau seines früheren müßte. Aber seine Finanzen hat er immer sorglich vor Schaden Mitgefangenen und schwindelte derselben vor, er solle sich von behütet. ihr für ihren Mann zwei Mark erbitten. Ferner erbot er sich, für G. ein Gesuch um Strafaufschub und außerdem ein Gnaden- Köln, 17. Juli. Im niederrheinischen Baum gesuch an den Kaiser abfaffen und absenden zu wollen, jedes wollspinnereigebiete soll in den nächsten Tagen infolge Schriftstück foste aber 1 M. 50 Pf. Stempel. Das Gnadengefuch gesunkener Tagespreise und starken Angebots eine allgemeine müsse außerdem als„ Eingeschrieben" abgesandt werden, welches Betriebseinschränkung erfolgen. 30 f. Untoften verursache. Die Frau ging auf Alles ein, Köln, 17. Juli. Die Baumwollweberei von opferte 5 M. 30 Pf., trotzdem sie sich selbst in höchst bedrängter Lage befand. Natürlich ließ der Angeklagte sich nicht wieder Fr. Wolffin München- Gladbach befindet sich, wie die fehen und rührte auch feinen Finger für den Gefangenen. Das„ Kölnische Beitung" meldet, mit sehr beträchtlichen VerbindlichGericht ahndete die That mit neun Monaten Ge- feiten in 3ahlungsstockung. Bei derselben sind Rheinische und Berliner Bankhäuser betheiligt. fängniß. Arbeiterbewegung. Ein internationaler Kongreß für Sonntagsruhe soll im nächsten Frühjahr in Stuttgart stattfinden. Der dortige Handelsverein soll sich an die bürgerlichen Kollegien mit der Bitte wenden, ortsstatutarische Bestimmungen zu treffen, um die Sonntagsruhe durch gesetzliche Bestimmungen zu regeln und durchzuführen. Dies wird auch der einzige Weg sein, welcher dez Deutschen Bergarbeiterverbandes beschloß Bochum, 20. Juli. Die Generalversammlung die Durchführung der Sonntagsruhe einigermaßen garantirt. ( Nordd. Volksstinime.) gestern, auch a britarbeiter in den Verband aufzunehmen. Der Verband zählt gegenwärtig 57 000 Mitglieder. Die ver Wien, 18. Juli. Die Die mährischen Rohzu der schiedenen Reviere des Deutschen Reiches waren durch 67 Dele- fabriten berufen eine Bersammlung ein, um eine gemeinVersammlungen. Verein der Parquetbodenleger Berlins. In der letzten ordnung dem franken Kollegen Lehmann 25 M. bewilligt. Hierauf Mitgliederversammlung wurden unterm ersten Punkt der Tageshielt Herr Peus einen Vortrag über das Thema: Wie wird die Sozialdemokratie ſiegen?" Die Beantwortung dieser Frage habe unter Berücksichtigung hauptsächlich der wirthschaftlichen Thatsachen und der wissenschaftlichen Klarheit zu erfolgen, während liche Entwicklung werde der Sozialdemokratie den Sieg bringen, die Taktik erst in letzter Linie zu erörtern wäre. Die wirthschaftund dabei habe es absolut nichts zu bedeuten, ob die Maifeier so oder so gefeiert werde. Daß eine Revolution im Heugabelsinne ausbrechen würde, sei nicht wahrscheinlich. Der mit großem Interesse aufgenommene Vortrag gab Anlaß zu einer recht lebhaften Diskussion. Zum Schluß wurde noch auf das Stiftungsfest des Vereins hingewiesen, welches am 15. August in Kellers Hoffäger, Hafenbaide, stattfindet. Nächste Versammlung am 27. Juli bei Weigt, Markgrafenftr. 87. Zu dem Bericht über die letzte öffentliche Drechsler. Versammlung ist noch nachzutragen, daß inbetreff des Drechslers Hildebrand, welcher der Kollegenschaft gegenüber noch Verpflich fungen in Höhe von 60 M. zu erfüllen hat, folgende vom Kollegen Rautenberg gestellte Resolution angenommen wurde: Da Kollege Hildebrandt die Vergehen in Geldangelegenheiten zugestanden hat und sich verpflichtet die volle Summe in turzer Zeit in monatlichen Raten von 6 M. zu tilgen, so erklärt die heutige Versammlung in Berücksichtigung seiner schlechten materiellen Lage die Sache vorläufig als beigelegt, verlangt aber von Kollege Hildebrandt Verzichtleistung auf jede Thätigkeit innerhalb unseres Gewerbes. Die Versammlung ertheilt Kollegen Der Hildebrandt für seine leichtsinnige Handlungsweise eine Rüge[ Mitgliederversammlung zunächst das Andenken zweier verstorbenen beendet, daß der Vergleich vor der Hand als abgeschlossen zu und beauftragt die öffentliche Kontrolle resp. die Revisoren der Kollegen, der Vereinsmitglieder Wiehle und Menze, durch betrachten ist. Die Kasse mußte vor zwei Jahren, trotzdem noch nächsten öffentlichen Versammlung einen genauen Bericht über einmüthiges Erheben von den Pläßen und nahm nach Verlesung ein verhältnißmäßig hoher Kassenbestand vorhanden war, liquisie Höhe der Gesammtschuld zu geben, desgleichen das Material und Vollziehung des Protokolls der vorgängigen Mitglieder- diren, weil von den ursprünglich vorhandenen 5600 Mitgliedern ser Gesammtschuld im Verein mit dem heutigen Bureau festzu- versammlung den Bericht des Vorstandes über dessen Thätigkeit gerade die jüngeren ausgeschieden waren, und nach den Urtheilen stellen. Die nächste Versammlung fällt das Urtheil." im zweiten Vierteljahre entgegen. Die Thätigkeit des Vereins- der rechnerischen Sachverständigen das Kapital nicht ausreichte, bureaus, Schüßenstr. 58, umfaßte die Aufnahme von 238 Proto- um die Ansprüche der noch gebliebenen 2000 älteren Mitglieder Fachverein der in den Glacee- und follen in Fahrgelder- Angelegenheiten, in Straf- und Gerichts- und der bereits vorhandenen Pensionäre zu befriedigen. Mit Kartonpapier Fabriken Berlins und um fachen( 125 mehr als im ersten Vierteljahre), sowie die An- dem größten Theile der letteren gelang es, eine Einigung dahin gegend beschäftigten Arbeiter und Arbei- fertigung von 623 Briefschaften( 45 mehr). Im Fundbureau des zu erzielen, daß dieselben sich nach Zahlung einer größeren oder terinnen hielt am 13. d. M. ſeine letzte Generalversammlung Vereins, Schützenstr. 58, wurden im zweiten Vierteljahre 397 Fund geringeren Baarsumme mit ihren Ansprüchen als abgefunden er186 Fundgegenstände klärten, während fünf der Pensionäre sich zu keiner Einigung Borsitzende bekannt, daß, da der Kellner des Lokals der Freien( 30 mehr) wurden seitens der Verlierer reklamirt und dafür bereit finden ließen, sondern den Rechtsweg gegen den KassenBereinigung der Gastwirths- Gehilfen nicht angehöre, der Vorstand 541 M. 35 Pf.( 10 M. 50 Pf. mehr) Finderlohn gezahlt, welches vorstand beschritten. Den übrigen Mitgliedern wurden vor etwa inen Kellner aus jener Vereinigung engagirt habe, und selbiger den Findern ausgehändigt wurde. Der Dienſtnachweis, welcher Jahresfrist 50 pct. der eingezahlten Beiträge zurückerstattet. Jetzt u berücksichtigen sei. Sodann gab der Kassirer, Kollege in Vereinsbureau unterhalten wird, wies 113( 44 mehr) hat nun die Liquidationskommission von den noch vorhandenen Benkert, den Kassenbericht und wurde ihm auf Antrag offene Stellen auf, von denen 81( 36 mehr) durch Vereins- 75 000 m. weitere 50 000 M. zu dem Zweck bestimmt, daß dieses Revisors, Kollegen Fischer, Decharge ertheilt, ebenso dem mitglieder besetzt werden konnten. Im zweiten Vierteljahre sind selben zur Zurückerstattung weiterer 20 pet. der gezahlten BeiBergnügungskomitee. Zum 2. Punkt der Tagesordnung: Wie dem Vereine 51 Mitglieder( 2 mehr) neu beigetreten, so daß der- träge an die ehemaligen Mitglieder verwendet werden, während stellt sich der Fachverein zur neugegründeten Freien Vereinigung selbe am 1. Juni b. 3. 1382 eingeschriebene Mitglieder zählte. die noch übrigen 25 000 m. nach der Berechnung der Sachaller in der Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite- Das Vermögen des Vereins hat sich um 455 M. 89 Pf. vermehrt verständigen ausreichen, um die Ansprüche der fünf klagenden cinnen?" sprachen die Kollegen Beier, Jahn, Krause, Fischer und und betrug Ultimo Juni d. J. 6336 m. 21 Pf. Der folgende Pensionäre zu befriedigen, selbst wenn alle fünf Prozesse einen Bickert dahingehend, daß sich unser Fachverein auflösen und die Punkt der Tagesordnung:„ Beschlußfassung über die für die Kaffe ungünstigen Ausgang nehmen, was aber nach Lage Mitglieder recht rege für die neue Vereinigung agitiren möchten. 2nträge der früheren Mitglieder Pringal und der Sache und entsprechenden früheren Vorgängen kaum anzuEine in diesem Sinne vom Kollegen Hübenthal eingebrachte Re- Blum auf Aufhebung des vom Vorstande ge- nehmen ist. Den für die Kasse günstigen Ausgang der Prozesse folution wurde einstimmig angenommen und der Fachverein für faßten Beschlusses, betreffend den Ausschluß angenommen, würde dies eine abermalige letzte Vertheilung von In die Liquidationskommission wurden die der Antragsteller aus der Mitgliedschaft des 10 pet. der gezahlten Beiträge an die ehemaligen Kaffenmitglieder Kollegen Beier, Jahn, Hübenthal, Benkert und Fräulein Heine Vereins" führte zu stürmischen Auftritten, die indessen mit ermöglichen, so daß diese nur ein Baarverlust von 20 pet. der jewählt. Unter Verschiedenem wies Herr Thomas von der der Sanktionirung des Vorstandsantrags endeten. Im An- gezahlten Beiträge treffen würde. aufgelöst erklärt. " 1 Erfurt wählt konservativ! " Freien Vereinigung der Gastwirthsgehilfen darauf hin, daß in schlusse hieran legte der Vorstand das von ihm ausgearbeitete Wir wollen sagen: selbst die 5 Mitglieder trifft immerhin dieser Versammlung das erste Mal das Solidaritätsgefühl der Rechtsschutz- Reglement vor, welches die Genehmigung noch der Verlust von einem Fünftel der gezahlten Beiträge, Gewerkschaften mit den Kellnern zu Tage trete, und daß der Versammlung erhielt. Dieselbe stimmte auch dem Antrage und ein solcher Verlust ist gerade hoch genug. der Indifferentismus, welcher leider im Kellnergewerbe Kulnig zu, das Reglement separat drucken zu lassen.- Gine noch so sehr vorherrsche, Erfurt. Wie die Thüringer Tribüne" mittheilt, hat der ant leichtesten besiegt werden längere Debatte entspann sich ferner über die Frage der zu vertönne, wenn besonders die Vorstände der Gewerkschaften anstaltenden üblichen Landpartie in diesem Jahre, da die Ortsschulze von Witterda Erfurter Jäger, welche die dortige Jagd and Vereine, sowie die Vergnügungskomitees darauf sehen Meinungen hierüber vielfach auseinander gingen. Beschlossen pachten wollten, abschlägig befchieden, weil die Erfurter würden, daß fie in ihren Vereinsversammlungen und wurde schließlich eine Kremserpartie nach Alte Fischerhütte" und Fäger die Sittlichkeit gefährden." Vergnügungen nur von Kellnern, welche obengenannter Bereini- wurde für dieselbe der 24. Juli festgesezt. Die Billetpreise sind gung angehören, bedient würden. Nach Erledigung einiger interner dieselben wie im vorigen Jahre und zwar pro Person für Ver- Bremen, 20. Juli. Nach einer telegraphischen Meldung der Angelegenheiten und des Fragekastens schloß der Vorsitzende die einsmitglieder 1,50 M., für Nichtmitglieder 2 M. Kinder unter Rettungsstation Norderney wurde am 19. Juli von Versammlung. 14 Jahren sind frei. Bei eigenen Fuhrwerken sind pro Person der auf dem Norderneyer Riff gestrandeten Holländischen Tjalk Der Jnteressenverein der Buchdruckerei Hilfsarbeiter 50 Pf. zu zahlen. Die Klagen der Droschkentutscher über vor- de Zwerwer" die aus fünf Personen bestehende Besatzung, Berlins und Umgegend hielt am 12. D. M. eine öffentliche handene Mißstände im Droschtenfuhrgewerbe fanden durch Herrn darunter eine Frau und zwei Kinder, durch das Rettungsboot Vereinsversammlung ab. Nachdem die geschäftlichen Mitthei- Ru Inig einen beredten Ausdruck, daß die eingeleitete Agitation" Barmen" der Weststation gerettet.( Reichs- Anzeiger".) lungen erledigt, unter welchen Kollege Krüger die Quittung für zur Besserung der Verhältnisse trotz der bisherigen Erfolglosigkeit Schmiedefeld bei Suhl. Die Forstbeamten, welche vor die zur Unterstützung der Wiener streitenden Kollegen abgeschickten den Behörden gegenüber nicht aufgegeben werden dürfe. Der Gelder vorlegte und Die Versammlung beschlossen hatte, Vorsitzende, Herr Schütte, wurde mit der Abfassung einer kurzem im Dehrenstöcker Revier einen Wilderer, Vater von statt des Sommerfestes am 26. d. M. eine Familien- diesbezüglichen Denkschrift beauftragt und ihm zu diesem Behuse 7 Kindern, niederschossen, sind vom Fürsten von SchwarzMit burg- Sondershausen mit Ordensauszeichnungen und partie am 19. b. M. nach Schmöckwitz Die Familie des erunter vom 1. August ab ein sechswöchentlicher Urlaub bewilligt. zu Beförderungen bedacht worden. nehmen, erstattete Kollege Krüger sein Referat über das der Erledigung einiger interner Vereinsangelegenheiten erreichte schossenen Wilderers befindet sich in bitterer Noth. Thema„ Unser Arbeitsnachweis und seine Freunde", zunächst die Versammlung schließlich nach 2 Uhr Nachts ihr Ende. Daß eines Stücks Wild wegen heute noch ein Mensch in in kurzen Worten der Gründung der Vereinigung und Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche. Am aller Form Rechtens erschossen werden kann, ist auch eine der Ziele derselben gedenkend, von denen der selbständige, fosten- Dienstag, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, in Seefeldt's Salon, Grenadierſtr. 33: lose Arbeitsnachweis eines der höchsten wäre. Dieses Ziel er- Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag über Sibirien( Referent: charakteristische Illustration zum Zeitalter der Humanität." Herr Julius Türt). 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. 4. Wahl des Ordensauszeichnungen für solchen Frevel sind nur die Kon ceichte die Vereinigung am 1. Juni im Vorjahre; eine Beschwerde kassirers. 5. Verschiedenes. sequenz jenes Vorrechts. sei seit dieser Zeit gegen den Nachweis noch nicht erhoben worden. Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper.. w. Am Mittwoch, Leipzig, 18. Juli. Das Anflageverfahren gegen Sodann kam Redner auf. die Vereinigung der weiblichen Hilfs- den 22. Juli, Abends 8½ Uhr, Andreasstraße 26 bei Herrn Bolzmann: Große Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning, arbeiter und deren Nachweis zu sprechen, welchen durch Machi- Lehrers a. D., über: Die Bartholomäusnacht oder Die Bluthochzeit von Baris. Paasch wegen Beleidigung von Beamten des Auswärtigen Amtes sationen der Prinzipale der Boden entzogen werden sollte, 2. Diskussion. 3. Besprechung über den Sommernachtsball ev. Wahl eines( S. auch Pol. Uebersicht) ist neuerdings auch auf den Verleger indem dieselben einen Nachweis, vorläufig für weibliche Hilfs- Bergnügungskomitees. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Aufnahme neuer Theodor Fritzsch, sowie die Drucker der antisemitischen Broschüre Eine jüdisch- deutsche Gesandtschaft" ausgedehnt worden.( Frkf. 3.) arbeiter, unter Leitung einer Frau Schade einrichteten. Die Mitglieder. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Große öffentliche Versammlung der Fensterpuber Berlins und Herren hätten wohl geglaubt, bei dem schwächeren Geschlecht zu- mgegend Dienstag, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, bet Reyer, Alte JakobBrüssel, 16. Juli. In der flandrischen Stadt Eejc loo erst vorgehen zu können, um dann die Organisation der männ- umfung Betannt gemachy). 2. Distuffton. 3. Berichtedenes. Bur hat sich nach einem Bericht der" Magdeb. 3tg." gestern ein Straße 83, Eingang Flur rechts. Tagesordnung: 1. wird in lichen Hilfsarbeiter fukzessive zu untergraben. Ferner hätten Deckung der Untoften findet eine Tellersammlung statt und werden sämmtliche schweres Unglück ereignet. Auläßlich der Kanalder Prinzipalverein und die Buchdrucker- Innung durch Unterzeich- Kollegen gebeten, zahlreich zu erscheinen. Gäste willkommen. aung des von ihnen zwecks Bekanntmachung des Arbeitsnachweises nvaliden- und unterstügungstaffe.) Dienstag, den 21. Sult, Abends 9 Uhr, wo sie eine Reinigungsarbeit zu verrichten hatten, kamen aber Deutscher Senefelder- Bund. Mitgliedschaft Berlin.( Allgemeine arbeiten stiegen vier Arbeiter in einen Kanal hinab, an alle Buchdruckerei- Besitzer versandten Zirkular, den ehemaligen, Bersammlung im Restaurant Röllig, Neue Friedrichstr. 44. unter Leitung eines Herrn Neumann bestandenen Nachweis pro- Unterstühungsbund der Hansdiener Berlins. Ordentliche General- nicht mehr zum Vorschein. Als das lange Ausbleiben der Artektirt, in welchem ein Arbeiter aus Hannover, welcher 10 M. Bersammlung am Dienstag, den 21. Juli, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Atte beiter auffiel, wurden Seitens der Polizeibehörde Nachforschungen Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Mittheilungen und Aufnahme neuer mit angeordnet. Eine Abtheilung von Arbeitern drang in den Kanal erlegte, trotzdem 26 Arbeitslose vorgemerkt waren, am folgenden glieder. 2. Vierteljahresbericht und Abrechnung vom Feen- Palast. 3. Ersatz- ein und stieß nach kurzem Suchen auf die Leichen der vier GeMontag eine gute Stelle erhalten hätte. Des Weiteren stehe dem wahr zur Rechtsschutz- Kommission und Anträge. 4. Bekanntgeben der Namen nossen, welche den Erstickungstod gefunden hatten. Das Antlig neueingerichteten Nachweis ein Magistrats- Assessor Herr der Billetrestanten und Beschlußfassung darüber, Fragetasten. Kollegen tönnen sich vor der Versammlung zur Aufnahme melden. Mitgliedstarte ist vorzu- der Verunglückten wies eine entsegliche Verzerrung auf, welche Dr. Freund vor, bezüglich dessen Redner sich wundert, wie dieser zeigen. Herr trotz seines Amtes sich noch einem solchen Unternehmen widmen Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Her wegh", Abends 83 Uhr, im beweist, daß die Unglücklichen einen langen Todestampf fämpften. fönne. Zum Schluß führte der Referent noch aus, wie die beiden 2otale von Otto Binte, Forsterfir 45. Gäste willkommen. Proletarter", Das Gericht ordnete eine Untersuchung über die Ursache der ( Pankow), bei Borchardt, Schulzenstraße 28.-Hasenelever", Abends Katastrophe an. bestehenden Nachweise den Prinzipalen längst ein Dorn im Auge 8 Uhr, im Restaurant Scholz, Kaftanien Allee 35. Gäste willkommen. Agitationsverein Bassalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. Petersburg, 18. Juli. Die Landschaftsversammlung des seien und durch Gründung des neuen Unternehmens der BuchdruckereiArbeiter wieder in seine alte Unthätigkeit zurückversezt werden sollen. Spinoza, Abends sy Uhr, bei Brandstahl, Oppelnerstr. 29. Gäste haben Rasanischen Gouvernements beschloß, um Darlehen Zutritt. Lese- und Diskutir- klub für Männer und Frauen, Johannes von 5 Millionen Rubel zur Versorgung der Bauern, um Stun Redner bat die Kollegen, treu und fest zur Fahne zu stehen, edde", Abends 9 Uhr, im Lotale von C. Lange, Manteuffelstraße 60. dung der von den Bauern beizutreibenden Steuern, um Verbot weder zu wanten noch zu weichen, sondern gegen derartige Ueber Männer und Frauen als Gäste willfommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends des Brennens von Branntwein aus Getreide, um Schließung der griffe energisch Front zu machen. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangverein der Böttcher Branntweinschenken auf 1 Jahr, sowie um die Erlaubniß nachsteinetch e", Lichtenbergerstr. 21 bei Heife. Gesangverein FreundGesangverein arzusuchen, einen allgemeinen Aufruf zu Sammlungen für die fchaft", bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Arbeiter- Gefangverein Olympia", nothleidende Bevölkerung des Kasanischen Gouvernements erlassen monta", Flottwellstr. 5 bei Bartels. Adalbertstr. 8 bei Schneider. Männerchor ,, Süd- Ost" 1, Röpnickerstr. 191 zu dürfen. Das Ministerium des Innern entsandte, wie die bei Foge. Gesangverein Waldkapelle", Friedrichshagen, bet Blant. Gesangverein Blätter melden, Beamte in die Gegenden der Mißernte, um über Gesangverein ,, Wiederhall", Wrangelstr. 141 b. Schmidt. ,, Schildhorn", Usedomstraße Nr. 33 bet Miete. Gefangverein dieselbe ausführlich zu berichten. Fidelitas", Ackerstraße 13 bei Kummer. Gesangverein, Allegro", Wiariannenstr. 31-32, Industriehallen. Gefangverein ,, Myrthenblätter", London, 18. Juli. Der Londoner Eilzug der schottischen Gesangverein Bruderherz", StraußBelforterstraße 15 bei Schneider. Jhn'scher Gesangverein Sumor", Straußberger Hochlandbahn entgleiste, der„ A. E." zufolge, gestern unweit bergerstr. 8 bet Birt. straße 3 b. Birt.. Gefangverein unverzagt 2", Moabit, Wilsnackerstr. 63 der Station Ballinluig. Vier Wagen wurden zerschmettert. Wie bei Ilges. Gesangverein, Hoffnung 2", Wilmersdorf, bei Gräß. durch ein Wunder entgingen die Fahrgäste dem Tode. Alle Gesangverein ,, 28 albtapelle 2", Berliner Bockbraueret. Gesangverein Gesang= konnten die Reise nach Inverneß fortseßen, mit Ausnahme einer Arbeiter: Maibund", Nowawes, bet Gärtner, Wallstraße. verein ,, Vorwärts 3", Friedrichsfelde, bei Momber. Gesangverein jungen Dame, welche einen doppelten Rippenbruch davontrug. Fretes Lied 2", Friedrichsberg, Frantfurter Chauffee u. Dorfstraßen- Ecke b. Reusch. Gesangverein Rothe Nelfe", Schöneberg, Grunewaldstr. 110. Gesangverein Sänger- Freiheit", Naunynstr. 43 b. Fröhlich. Gefangverein ,, Gängertette", verein Sänger hain", Admiralstr. 88. Musik- und Gesangverein Firmitas", Adalbertstraße 8 bei Schneider. Gesangverein, Kreuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 bei Winter. Gesangverein, y boly", Urbanftr. 88, bet Bollandt. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Musttverein Edelweiß" 9. Uhr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäste willkommen. Gesangverein„ Ana freon", Abends von 9-11 Uhr, bei Reßner, Annen" Gesangverein Ludwig'scher Männer chor, Abends 9 Uhr, straße 16.Quartett- Verein, Wedding' An der darauf folgenden Diskussion betheiligten sich mehrere Redner. Sodann wurde nach einer Pause von 10 Minuten zu einer Besprechung füber die Zeitung„ Union" geschritten, wobei sich eine lebhafte Debatte zwischen einigen Kollegen und dem Vertreter Herrn Lehmann entspann, welche dahin führte, daß mehrere Kollegen abonnirten. Nach Aufnahme von 10 neuen Mitgliedern wurde unter Punkt„ Verschiedenes" eine Sache gegen zwei ehemalige Vereinsmitglieder zum Austrage gebracht, welche zu ihrer Vertheidigung geladen und erschienen waren. Da sich Die betr. Sache nicht aufklären ließ, wurde Kollege R. Mahle als Vertrauensmann beauftragt, dieselbe zu untersuchen. Mit einem dreimaligen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung schloß die Versammlung. In der öffentlichen Versammlung der Manrer Char Tottenburgs am 14. Juli sprach Rollege Frizz Wilfe über den Zweck der am 19. Juli in Berlin abzuhaltenden Maurerkonferenz. Redner erörterte zunächst, wie die Beschlüsse des Dresdener Kongresses inne gehalten worden seien, und wie das auf dem Parteitag zu Halle eingesetzte Schiedsgericht die obwaltende Streitigkeit nicht entschieden habe, wies weiter auf die bekannten Beschlüsse des Gothaer Kongresses und seine( des Redners) Ausweisung hin und kam dann auf die Widerstandsfähigkeit der bisherigen Organisationsform zu sprechen, welche den lange Jahre schwebenden Maurerprozeß siegreich überdauert habe. Indem Redner noch auf die Verschiedenheit der Vereinsgesetze und Gerichtsentscheidungen in dieser Frage, sowie die Nachtheile einer Zentralisation durch den Zentralverband hinwies, überließ er es der Versammlung, sich für oder gegen die Beschickung der Konferenz zu entscheiden. Nachdem die nächsten fünf Redner sich für die Beschickung der Konferenz ausgesprochen hatten, wurde folgende Resolution angenommen: Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden, verpflichtet sich, die Konferenz zu beschicken und kann aus sozialpolitischen Gründen dem Bentralverband nicht beitreten. Alle Anwesenden verpflichten sich, träftig zum Generalfonds der Maurer zu steuern, und fleißig für die Verbreitung des" Bauhandwerkers" seiner leicht verständlichen Schreibweise wegen einzutreten." Hierauf wurden die Kollegen Wilde, Wudick und Beyer zu Konferenz- Delegirten gewählt. Unter Punkt 2 besprach Kollege Wilfe eingehend die gegenwärtige Lage des Baumarktes, worauf folgende Resolution Annahme fand: In Erwägung, daß bei den Kornzöllen und der Vertheuerung aller durch indirekten Steuern belasteten nothwendigen Lebensmittel es nicht mehr möglich ist, unter 60 Pf. Stundenlohn au existiren, beschließt die heutige Versammlung, auf allen Bauten durch sachlich abgefaßte Lohnforderungslisten die Herren Baugeschäfts Inhaber um Auszahlung eines Stundenlohnes von 60 Pf. zu ersuchen. Nach Erledigung des dritten Punktes, ,, Verschiedenes", schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie. " Gräfestr. 34 b. Fiebig. " GesangSprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzu geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifiziert zu werden. Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Entgegen den Aeußerungen des Herrn Timm in Nr. 164 des im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. bet Stumfe, Ackerstraße 123. Männer Gesangverein" Olympia"" Vorwärts", in Bezug auf mein Verhalten zu unserer Gewerk. straße 63a. " bei Berth, Prinzenstraße 106. Berliner Turngenossenschaft, 9. Männer- Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 1hr Blumen: schaft bin ich mir bewußt, meine Schuldigkeit gethan zu haben. Theater und Vergnügungsverein Vulcania", in Das Urtheil überlasse ich ruhig der Deffentlichkeit. Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäfte, Damen und Herren, will- In der Volksversammlung, welche am 3. Juli stattfand, habe fommen. Theatertlub Helmerding", Abends 9 Uhr, in Hanf's ich Herrn Timm nicht bemerkt. Privat Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ede der Großbeerenstraße. Robert Wiesemann, Rurstr. 24. Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße Nr. 162. Gäste willkommen. Vergnügungs- und Theaterverein ,, Romeo", Nachdem die Angelegenheit beiderseits genügend erörtert, Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäfte will tommen.- Bergnügungsschließen wir die Diskussion. Red. d. Vorwärts". Verein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bei S. Sperling, Görlizerstr. 37. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vergnügungs- Verein, Fidele Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäste willtommen. - Geselliger Verein Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. Verein ehmaliger 37 er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarktstraße 72. Dilettantenverein Nord, Uebungsstunde Dienstag Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchtlub ,, Rosens. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) blätter", bends 8% Uhr, bei Leopoldt, York- und MannsteinstraßenRauchflub humoristische Pfeifen= Gelsenkirchen, 20. Juli. Der Redakteur der Bergarbeiter Ece. brüde bends 8 Uhr, Kleine martusstraße 10. Gäste, burch witglieder Beitung", Hünninghaus, wurde der„ Gelsenkirchener Zeitung" zueingeführt, willkommen. Rauchtlub ,, Borsig", Borsigftr. 27 bei Jentsch. Rauchtlub Dämmerwolfe" Dienstag Abend 9% Uhr Urbanstraße folge auf Requisition der Bochumer Staatsanwaltschaft heute Gäste sind willkommen. Geselliger Verein Iim bim" Abend verhaftet. Nr. 33. Herren als Gäste Geselliger VergnügungsGäste willkomnien. bends 9 Uhr bei George, Großgörschenstraße 16. Vergnügungsverein ,, GIüd auf" Abends 8% Uhr im Restauwillkommen. " rant Blant, Schönleinstraße 1. Gäste willkommen. verein, a inicitia", Abends 9 Uhr, im Lokal von Marowski, Barnimstr. 47. Vergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 Uhr, Perlebergerstraße 13, im Bittoria- Salon. Gäste willkommen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dienstag: Geselliger Verein ,, I imbim", bet George, Gr. Görfchenstr. 16. Theaterverein Eichentranz", Waldemarstraße 17. Tambourverein Deutsche Ei che", Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde.- Vergnügungsverein " Fidelio", Reichsgarten, Oraniensir. 108. " Vermischtes. " laubniß. Depeschen. " 1 Briefkaffen der Redaktion. Lübbenerstr. 24. Jawohl, das Mädchen braucht die Er A. R. Das Blatt ist uns bekannt. Besten Dank. Sao Paulo. Auf solche Inserate können wir uns nicht einlassen. Nr. 100 N. 3. Unterschlagung ist kein sogenanntes An tragsvergehen. Vielmehr wird dasselbe vom Staatsanwalt ver folgt, sobald dieser davon irgendivie Kenntniß erhält. Ob Sie zur Strafanzeige verpflichtet sind, können wir Mangels Kenntniß der Sachlage nicht beurtheilen. Vielleicht genügt es, wenn Sie Der Verein Berliner Droschkenkutscher, welcher sich unter der Leitung seines ersten Vorsitzenden, Herrn Schütte, Die Liquidations- Kommission für die Pensions- den Betreffenden im Zivilwege auf Zahlung der unterschlagenen die Invaliden der Arbeit" der Summe verklagen. Sie müssen aber dann das Wort Unter immer fräftiger entwickelt und sowohl für die Droschfenfutscher tasse für wie auch für das Publikum sich immer mehr als unentbehrlich Deutschen Gemertvereine( Hirsch Duncker) hat schlagung vermeiden, sonst giebt vielleicht der Richter die Sache erweist, ehrte in seiner am 13. Juli stattgehabten vierteljährlichen jetzt, wie die Volks Zeitung" mittheilt, ihre Arbeiten soweit von Amtswegen an den Staatsanwalt. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Perlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.