MorgenausgaHe Nr. 441 Ä 215 49.Iahrgang Wöchenllich 75 PI. monatUd] 3,25 M. (baoon 87 PI, monatlich für Zufteb lung ins Haus) im voraus zahlbar Postbezug 3,S7 M. einschließlich soPß Poilzeitungs- und 72Ps,Postbestellge» buhren. Auslandsabonnement 5,85 M, vro Monat! für Länber mit ermäßig- tem Drucksachenvorto»,85 M Bei Ausfall der Lieferung wegen höherer Gewalt besteht lein Anspruch ber Abonnenten auf Ersaß. Erschetnungswetse und Anzeigenpreise siehe am Schluß des rebaltionellen Teils Vevtttter VoMvlatt Sonntag 18. September 1932 Groß-Äerlin 15 Pf- Auswärts 20 pf. Mff Mr Jm m mP k..Ä Jentsawrsa» der GszialdemokraMOen Vartei DeutsKlaWB Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Rernspr.; Dönhoff(A 7) 292— 297. Telegramm-Adr.: Sozialdemokrat Berlin, Vorwärts-Verlag G.m.b.H. Postfcheckkomo: BeÄin 37 533.— BanSoMo: Bankder Arbeiter. Angestellten und Beamten, Lindenstr. 3, Dt. B. u.Disr.-Ges., Deposttenk.. Jeruf alemer Str. KS/KS. wahiiag: 6. nouember! Amtlich wird mitgeteilt: Das Reichskabinett beschloß am Sonnabende dem Reichspräsidenten den G. November 103A als Termin der Neuwahlen zum Deutschen Reichstag vorzuschlagen. Der fünfte Wahltag. Für Freiheit und Arbeit? Innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist, auf den 6. November, hat das Kabinett Papen die Neuwahlen zum Neichskag angesetzt. Zum fünften Male werden Deutschlands Wähler im Jahre 1932 an die Urne gerufen, wenn man von kleineren Stimmkämpfen absieht, die in einzelnen Landesteilen stattfanden. Zweimal hat die Negierung Papen die Stimme des Volkes mißachtet, zweimal hintereinander das Ergebnis der Neichstagswahlen ignoriert. Wird dem neu zu wählenden Reichstag ein anderes Schicksal beschieden sein? Wie war es möglich, daß ein Necht des Volkes, das bei allen Kulturvölkern als höchstes und wichtigstes ge- achtet wird, so widerstandslos beiseite geschoben werden konnte in einer Zeit, wo das politische Interesse zu nie gekannter Lebhaftigkeit erwacht ist? Es war nur möglich, weil das Volk, weil d i e Wähler selb st es freiwillig schon halb aus der Hand gegeben hakten. Indem sie ihre Stimme für Parteien abgaben, die offen erklärten, daß sie die Staats- bürgerrechtemitFützentreten würden, wenn sie zur Macht gelangen, ging die demokratische Ver- fassung ihrer Niederlage entgegen. „Der Reichstag ist eine Schwatzbude, ein Haus der Korruption und des Volksbetruges, weg mit ihm!"— riefen die Helden vom Hakenkreuz, und heute können sie sich nicht laut genug entrüsten, weil andere Herren ihr Rezept zu befolgen versuchen „Der Parlamentarismus ist das Feigenblatt des Kapitalismus, eine unbrauchbare, stumpfe Waffe für die Kämpfe des Proletariats"— riefen die Anhänger des Sowjet st erns von der anderen Seite—, und heute schon merken sie, wie der eigene Kampfboden unter ihnen wegsinkt in dem Grade, in dem die Rechte des Parlaments beschnitten wurden. Der Reichstag sollte und soll die Notverordnungen beseitigen— aber wer hat die Rechte dieses Parlaments für wertlos und das ganze Institut für überflüssig er- klärt, als es noch funktionierte? Dieselben Parteigruppen, die heute seine Ohnmacht nicht lau! genug beklagen können! Wer also will, daß die Volksvertretung wieder die Vertretung des Volkes werde, deren Stimme gehört, deren Beschlüsse geachtet werden, der sorge für einen Reichstag, der seine eigenen Rechte wahrt, der wähle nicht Abgeordnete, die selbst der Meinung sind, daß die Parlamente in die Wolfsschlucht gehören. Denn nun hat es sich auch dem Einfältigsten offenbart, daß es sich dabei nicht um politische Rechte allein, sondern auch um seine Existenz, seinen Lohn, seine Rente, seine Unterstützung, sein ganzes wirtschaftliches Leben handelt. Wer wundert sich, daß d'e Gesellschaft der „H e r r e n". daß der Diktator, daß die„Autorität" nicht weiß, wo dem armen Mann der Schuh drückt? Wer wundert sich, daß das Wohl der Arbeitslosen und der Rentner, der Angestellten und der Ar- beiter, der Mühseligen und Beladenen nicht von Kasten und Klassen, die über ihm stehen, wahrgenommen werden kann, sondern nur von ihm selbst? Je schwächer der Reichstag, die Volksvertretung, die Demokratie— um so stärkerderLohndruck.die Gehaltsabzüge, die Renkenkürzungen, die Herab- sehung der Arbeitslosenunterstützung. Die„Herren" sorgen für sich selbst, für den Unternehmer, fü» den Kapitalisten, für die Besitzenden, und wer den Herren die Staatsführung überläßt, indem er sich antiparlamentarischen, antidemokratischen Gruppen anschließt, die heute unter dem Hakenkreuz wie unter dem Sowjetstern die gleiche Wirkung haben, so entgegen- gesetzt auch ihre Absichten sind, der schlägt sich selber nieder. Darum geht es bei der Wahl am 6. November! Wird zum dritten Male ein Reichstag mit antiparlamentarischen Mehrheiten gewählt, dann ist nicht nur unser Staatsbürgerrecht für lange Zeit verloren, sondern es sind auch alle Aussichten für Wiedergutmachung der wirtschaftlichen Verschlechterungen verschüttet. Nie hat der deutsche Wähler so um Volksrechte und Volkswohl, um Freiheit und Arbeit gestritten wie bei dieser Wahl— drum gilt keine Müdigkeit, keine Zermürbung, die der mächtige Gegner so gerne sähe, son- dern verdoppelter Eifer, verdoppelte Kraft! Zehn Wochen trennen uns noch, wir formieren die Reihen, wir prüfen die Waffen, wir stürmen vor für Freiheit und Arbeit! Untersuchung gegen Deutschland? HerrioS über deutsche Rüstungen. Paris, 17. September.(Eigenbericht.) Der Auswärtige Ausschuß der Kammer hat am Sonn- abendnachmittag einen Bericht lyerriots über die aus- wärtige Lage entgegengenommen, der sich vor allem auf das deutsche Militär-Memorandum und die französisch« Antwortnote be- zog. Die Ausführungen Herriots machten großen Eindruck auf die Kommissionsmitglieder, die den Standpunkt des Ministerpräsidenten ein st immig billigten. Herriot soll in der Sitzung u. a. gesagt haben:„Ich bin so- wohl der Mann des Bölkerbundspaktes wie des Verjailler Ver- träges. Niemals habe ich eine Unterhaltung angenommen und werde auch keine annehmen, die nicht in den in Kraft befindlichen Ver- trägen vorgesehen ist. Ich bin nicht der Mann für private Ver- Handlungen, daher werde ich auch die Konferenz ablehnen, die uns vorgeschlagen worden ist. Denn ich fühle mich in keiner Weise be- rechtigt, als Mandatar von Nationen aufzutreten, die man mit Un- recht die kleinen Nationen nennt. Diese haben nach meiner Ansicht an allen Verhandlungen teilzunehmen, die sie interessieren/' Die Anspielung Herriots auf eine Konferenz bezieht sich auf eine englische Anregung, nach der die vier Großmächte Deutsch- land, England, Frankreich und Italien über die deutsche Forderung auf militärische Gleichberechtigung oerhandeln sollten. Der nationalistische Abg. S o u l i e r fragte den Ministerpräsi- «Lmottsiwng»sftM der Eisernen Front Dienstag, 20. September, 1972 Uhr, im Sportpalast, erste manillundseonng Musikalische Darbietungen des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Fahneneinmarsch derSportler. Redner: OttO Wels und Paul LÖbe. KasseneröfFnung 17 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf., für Erwerbslose(Vorzeigung der Stempelkarte) 1 0 Pf. Die Banner- und Fahnenträger treffen sich bereits um 19 Uhr in der Vorhalle des Sportpalastes. denten im Verlauf der Beratungen, ob er nicht die Absicht habe, das von der französischen Regierung zusammengestellte Aktenstück über die deutschen Geheimrüstungen den Teilnehmern an den bevorstehenden internationalen Verhandlungen zu unterbreiten. Herriot soll darauf erwidert haben: „Ich habe mich dieses Aktenstückes bereits England gegenüber bedient. Ich bin nämlich der Meinung, daß man. anstatt mit Beschuldigungen und Anspielungen vorzugehen, in einer solchen Frage ein offenes Spiel spielen muh. und ich füge hinzu, daß die Enthüllungen aus die betreffenden Personen einen großen Eindruck gemacht haben, denen ich sie unterbreitet Habe." Herriot machte schließlich noch einige Mitteilungen über die Fabrikation von Kriegsmaterial in Deutschland und erklärte, daß er sich vorbehalte, im gegebenen Augenblick das fragliche Aktenstück den Signataren des Völkerbundspaktes zu unter- breiten, um eine internationale Untersuchung in Deutschland zu beantragen. Die Herriot zugeschriebenen Erklärungen stimmen in ihrer Ton- art nicht mit denen überein, die er am Sonnabend dem Botschafter von Hoesch gegenüber gemacht hat. Aber es geht aus ihnen hervor, daß Herriot Verhandlungen, an denen alle interessierten Mächte beteiligt sind, nicht ablehnt. Hoeschs Abschied von Herriot. Paris, 17. September.(Eigenbericht.) Der deutsche Botschafter von Hoesch stattete am Sonn- abendvormittag Ministerpräsient Herriot einen Besuch ab, um ihm von seiner Ernenimng zum Botschafter in London und der Er- nennung Koesters zu seinem Nachfolger in Paris offiziell Kenntnis zu geben. An diese Mitteilung schloß sich eine herzlich ge- halten« persönliche Aussprache, in der Herriot seinem Bedauern über das Scheiden des Botschafters Ausdruck gab und Erinnerungen an ihre Zusammenarbeit in Paris auffrischte. Dieser persönlichen Unterredung folgte ein eingehender Meinungsaustausch über den gegenwärtigen Stand der deutsch-französischen Beziehungen und besonders über die jranzösifche Antwortnote auf das deutsche Memorandum in der Frage der mili- tSrischen Gleichberechtigung. Bei dieser Aussprach« legte Herriot Wert darauf, die Stellen der französtschen Note zu unterstreichen, die die Tür zu weilerea Verhandlungen offen lassen. Diese Verhandlungen dürsten zunächst in offiziöser Form zwischen den interessierten Mächten während der Tagung des Völkerbundsrates in Genf wieder aufgenommen werden. Herriot-hat die Absicht, am 26. September nach Genf zu reisen. Der deutsche Botschafter hat am Sonnabendabend Paris ver- lassen, um einen dreiwöchigen Urlaub anzutreten. Nach Beendigung dieses Urlaubs kehrt von Hoesch kurze Zeit zu Abschiedsbesuchen nach Paris zurück. Der neue Botschafter Koester dürfte Anfang November sein Pariser Amt antreten. „Entlastung." Wieviel Arbeitslose gibt es in Deutschland? Die Zahl der Arbeitslosen bei den Arbeitsämtern nimmt in den letzten Monaten ab. Es wurden bei den Arbeits- ämtern gezählt: Ende Juni..,,» 6 476 000 Arbeitslose . Juli.. �. S3ll2000. „ August.... 6225000 In zwei Monaten hat sich also die Arbeitslosenzahl bei den Arbeitsämtern um rund eine Viertelmillion ver- m i n d e r t I Dieser Silberstreifen am Horizont wurde aber von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeits- losenversicherung erbarmungslos zerstört. In ihrem Bericht für die zweite Hälfte August hat die Reichsanstalt ausdrück- lich betont, daß„infolge der Einführung der H i l f s b e- d ü r f t i g k e i t als Unterstützungsvoraussetzung eine starke Senkung der Zahl der Unterstützungsempfänger eingetreten ist; da nun erfahrungsgemäß ein Ausscheiden aus der Unter- stützung in zahlreichen Fällen auch eine Richterneuerung des Arbeitsgesuches zur Folge hat, wird hierauf ein großer Teil des zahlenmäßigen Rückganges zurückzuführen sein". Ich glaube behaupten zu dürfen, daß diese Erklärung sich nicht auf„e i n e n g r o ß e n T e i l" des Rückganges der Arbeitslosenzahl, sondern so gut wie auf den ganzen Rückgang bezieht. Um sich davon zu überzeugen, genügt es, die Bewegung der Arbeitslosenzahl bei den Arbeitsämtern mit der Zahl der Beschäftigten nach der Monats st ati st ik der Krankenkassen zu vergleichen. Für Ende August ist die entsprechende Zahl noch nicht bekanntgegeben. Wir wollen aber den Zeitabschnitt von Ende Mai bis Ende Juli erforschen. Arbeitzlose bei den Bcsckiiiftlgte nach der 1932 Arbeitsämtern Statistik der Kranken- in IlXXl lassen in 1000 Ende Mai...... 5 582 12 744 . Juli...... 5 392 12 756 Differenz— 190+ 12 Die Arbeitslosenzahl weist einen Rückgang von 190 000 auf, während die Zahl der Beschäftigten nur um 12 000 gestiegen ist. Wo bleiben die übrigen 178000 Menschen? Aus den Arbeitsämtern sind sie verschwunden, in den Betrieben haben sie aber keine Arbeit gefunden. Sie liegen auf der Straße, doppelt Ausgestoßene— von der Wirtschast und vom Staate. Wenn dies aber so ist, so taucht die Frage auf, in welchem Maße die Arbeitslosenzahlen der Arbeitsämter nach allen Experimenten der letzten Zeit zuverlässig sind und einen Vergleich mit der früheren Zeit zulassen. Die Frage gewinnt eine besondere Bedeutung, da man bei der Beurtei- lung der Auswirkung des neuen Wirtschaftsprogramms der Regierung auf diese Zahlen immer wieder zurückgreifen wird. Ende Juli waren von den Arbeitsämtern gezählt: im Jahre 1930 2820000 Arbeitsloj« „ 1931 3 990 000 „ 1932...... 5 392 000 Es sollte sich daraus im Juli 1932 eine Mehrbelastung des Arbeitsmarktes um 1,4 Millionen im Vergleich mit dem Vor- jähr und um 2,6 Millionen im Vergleich mit dem Jahre 1930 ergeben. Das Bild wäre schon unerfreulich genug, die Statistik der Krankenkassen zeigt aber, daß die Wirklichkeit noch trostloser ist. Nach dieser Statistik sollte die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betragen: Ende Juli 1930...... 16 843 000 . 1931...... 15 020 000 . 1932...... 12756000 Freilich hat sich inzwischen die Gesamtzahl der Arbeitnehmer in Deutschland vermindert, und zwar etwa um 80 000 von Mitte 1930 bis Mitte 1931 und um weitere 130 000 im folgenden Jahre. Bei der unveränderten Arbeits- l o s e n z a h l müßte daher die Zahl der Beschäftigten nach der Statistik der Krankenkassen von 16,8 Millionen im Juli 1930 etwa auf 16,7 Millionen im Jahre 1931 und 16,6 Mil- lionen im Jahre 1932 zurückgehen. Sie ist aber im Sommer 1931 auf 16,0 Millionen und im Sommer 1932 auf 12,8 Mil- lionen gesunken. Dies läßt erkennen, daß die Arbeitslosen- zahl im Vergleich mit dem Jahre 1930 viel stärker gestiegen ist, als dies sich aus den Nachweisen der Arbeitsämter ab- lesen läßt. Mitte 1931 gab es in Deutschland nicht 4,0, son- dern etwa 4,6 Millionen Arbeitslose, Mitte 1932 lautete die entsprechende Zahl nicht auf 6,4 Millionen, sondern etwa auf 6,6 Millionen. Neben der offiziellen Arbeitslosigkeit, die in der Statistik der Arbeitsämter in Erscheinung tritt, hat sich in den letzten Iahren noch eine verhüllte Arbeitslosigkeit entwickelt, die eine Million übersteigt und sich aus Ausge- steuerten, Jugendlichen und solchen Arbeitslosen zusammen- setzt, die von den Arbeitsämtern nichts zu erwarten haben. Die Arbeitsämter von Arbeitsuchenden zu entlasten, ist leichter, als den Arbeitslosen Arbeit zu geben I Wl. Woytinskj. Volkskommissar Likwinow, der auf der Durchreise nach Genf in Berlin eingetroffen ist, hat dem Reichskanzler von Papen und dem Reichsaußenminister �reiherm von Neurach einen Besuch ab- gestattet. Reichsaußenminister Frecherr von Neurath veranstaltete ein Frühstück für den Volkskommissar. Goebbels, der Alle Schuld rächt sich auf Erden Eben hat Josef Goebbels noch im Sportpalast gegen Bonzen und Protzen gewettert, wie ein rasender Roland auf die rote und schwarze Pest geschlagen und die feinen Herren der Adelsclique als freche Erbschleicher denunziert— da naht ihm das Verhängnis im Gewände der Getreuen, die sich den Helden selbst genauer unter die Lupe nehmen. Josef Goebbels, du wütest gegen die Adelsclique und ihre noblen Manieren. Hast du nicht vor wenigen Wochen erst stolz geprahlt, weil deine jung angetraute Frau im Haufe derer von Dirkfen die Kronprinzessin beknickfen durfte? Josef Goebbels, du nanntest Brüning und Kaas Französ- linge und schwarze Galgenvögel und sitzest jetzt kuhhandelnd mit ihnen im Zimmer Goerings um den runden Tisch, um dieselben niedrigen parlamentarischen Geschäfte abzuhaspeln, die du sonst mit Stentorstimme verdammst. Josef Goebbels, du prahlst mit den Opfern der Armen, die Ihr Letztes für die heilige Sache hingegeben, hast dir aber in der gleichen Zeit eine feudale Wohnung am Reichskanzlerplatz ein- gerichtet und von Schultze-Naumburg für Zehntausende von Mark künstlerisch ausstatten lassen. Josef Goebbels, im Sportpalast rufft du:„Herunter in die Arena des Voltes! Sie sollen uns kennenlernen! Wo die Türen verschlossen sind, da wird das Volk sie aufbrechen." Und drinnen, im verschlossenen prächtigen Heim zeigst du den erwählten Stan- dartenfllhrern den mit Blattgold belegten prunkhaften Kronleuchter! Josef Goebbels, du rühmst dich, Freund des einfachen Mannes zu sein und wählst deine Gesellschaft aus denselben feu- dalen Kavalieren, die zu der Klasse Papen gehören, Graf Schimmel- mann ist dein Prioatsekretär, Graf Helldorf dein ständiger Be- gleiter.> Josef Goebbels, der du als armer Studiosus deine Kol- legiengelder von Zentrumsherren gepumpt hast, wer hat dir die Riesengelder für das reiche Leben verschafft, die unbekannten Sol- baten aus der SA-Armee, die deine Zeitungen und Broschüren verkauften, die einfachen Leute, die dein Eintrittsgeld bezahlten. So schallte es ihm gestern entgegen— nicht von uns, die wir den persönlichen Kampf gering achten— sondern aus den Reihen der eigenen Getreuen, die noch vor einigen Wochen an seiner Seite fochten. Als ausgekochten Bonzen, als Emporkömmling, der sich glücklich im Glänze der Gesellschaft sonnt, wenn er daheim ist, und den donnernden Revoluzzer mimt, wenn er aus dem hundertpferdigen Mercedes in den Sportpalast zieht— so enthüllen ihn die Seinen, den Helden des Dritten Reiches, der sich im zweiten recht mollig einzurichten weiß. So wird man an dem gestraft, womit man gesündigt hat! Eine Probe der Willkür. Zeitungsverbot wegen angeblicher Nazibeleidigung. Der Reichsinnenminister hat schleunigst das TZerbot der „M ecklenburger Volkszeitung' und oer Zeitung „Das freie Wort" aufgehoben. Das Verbot unserer beiden Parteizeitungen durch die Mecklenburger Naziregie- rung war das willkürlichste Zeitungsverbot, das bisher er- folgt ist! Unsere Blätter wurden verboten, weil sie festgestellt hatten daß der Nazipräsident G ö r i n g im Jahre 1923 sein Wort gebrochen hat— eine unumstößliche Tatsache— und weil sie den Brief der drei Stahlhelmer aus dem Hotel Exzelsior an Goebbels abgedruckt hatten. In allem amtlichen Ernst hat das Mecklenburg-Schwerin- fche Ministerium des Innern dem Verbot die folgende B e- gründung beigegeben: „Dieser Brief ist«ine Häufung schwerster Beleidigungen gegen Reichsbanner verurteilt! Weil SA. provozierte.- Das Llrteil im Kanther Land- friedensbruchprozeß, Breslau. 17. September.(Eigenbericht.) 3m Prozeß um die Vorgänge am kanlher Blutsonntag, der seit Mittwoch vor dem Sondergerichl am Breslauer Landgericht verhandelt wird, erfolgte am Sonnabend in den späten Abendstunden die Urteilsverkündung. Es wurden verurteilt: Der Angeklagte weih(SPD.) wegen schweren Landsriedensbruchs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung aus politischen Beweggründen und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu 1 3ahr Z Mo- naten Gefängnis, die Angeklagten K l i n n e r(KPD.) und Longe r(parteilos) wegen einfachen Landsriedensbruchs zu je 4 Monaten Gefängnis, der Augeklagte Pawel(SPD.) wegen einfachen Landsriedensbruchs in Tateinheit mit Aufreizung zu Gewaltt�jjgkeiten zu K Monaten Gefängnis, die in der Anklageschrift als Rädelsführerin bezeichnete bekannte Angeklagte Kühl(parteilos) wegen Beihilfe zu schwerem Landsriedensbruch in Tateinheit mit Aufforderung zu Gewalttätigkeiten unter Zubilligung mildernder Umstände zu 2 Monaten Gefängnis, der Ange- klagte Kurt Schubert(KPD.) wegen unbefugten Besitzes einer Schußwaffe und wegen Vergehens gegen§ Z des Gesetzes gegen waffenmißbrauch zu 4 Monaten Gefängnis, der Kanlher Razisturmführer Vater wegen des gleichen Deliktes unter versagung mildernder Umstände zu 5 Monaten Gefängnis und die angeklagten Rationalsozialisten Kann und R e i n h o l d Schubert ebenfalls wegen unbefugten Waffenbesitzes und Verstoß gegen 8 3 des genannteu Gesetzes zu 4 bzw. Z Monaten Ge- f ä n g u i s. Bei den Angeklagten B l a f ch k e und S ch i w i k, gegen die der Staatsanwalt je 2 3ahre Zuchthaus beantragt hatte, sowie bei den Angeklagten 3ungmann und Lauser(sämtlich parteilos) erkannte das Gericht auf Areispruch. « Die Vorgänge, die am 10. Juli in Kanth, Kreis Neumarkt, zu den bekannten blutigen Zusammenstößen geführt und einem Reichsbannermann das Leben gekostet hatten, wurden vom Vorsitzenden bei Begründung des Urteil- in starker Anlehnung an die Auffassungen der Staatsanwaltschaft und an die Aussagen der nationalsozialistisch eingestellten Zeugen dargestellt. Der Zug der Eisernen Front habe vor dem Arnoldschen Grundstück angehalten. Einzelne Reichsbannerleute feien dort gegen dort- stehende Nazi- tätlich vorgegangen. Von welcher Seite zuerst geschossen worden sei. habe das Gericht uicht einwandfrei ermitteln können. palastsozialist. und das Schicksal schreitet schnell. die gesamte nationalsozialistische Volksbewegung und geeignet, die größte Unruhe in das Volk hineinzutragen. Abgesehen von der persönlichen Beschimpfung des Führers Dr. Goebbels werden die Mitglieder der SA.- und SS.-Organisationen nicht nur verächtlich gemacht, sondern werden auch als„Idioten, Narren, Abenteurer, Desperados, Kommunisten und sonstig« Verbrecher" hingestellt. Durch diese maßlose Hetze werden die öffentliche Ruhe und Sicherheit und damit lebenswichtige Jnter- essen des Staates aufs schwerste gefährdet. Auch die Taffache, daß der Artikel in der Form der Wiedergabe eines angeblichen Briefes von drei Stahlhelmführern gehalten ist, ändert hieran nichts. Denn mit Freuden macht sich die Zeitung durch die Form ihrer Ueberschrift und ihren kennzeichnenden Kom- mentar in dem Schlußsatz des Artikels„Das ist der„nationale" Duft von Harzburg!" den Inhalt dieses Artikels zu eigen und be- wirkt gerade durch die Veröffentlichung die schwere Gefährdung der Ruh« und Ordnung. Somit rechtfertigt sich ein Verbot auf Grund der in dem Be- schlusse angezogenen Bestimmung. Was die Dauer des Verbots betrifft, so ist zu berücksichtigen, daß die Beschimpfung des Reichstagspräfidenten insbesondere die Beleidigungen des nationalsozialistischen Führers Dr. Goebbels und der SA.» und SS.-Organisalionen sehr schwer sind." Hat das Mecklenburg-Schwerinsche Ministerium nicht ge- mußt, daß dieser Brief zuerst im„Angriff" des Herrn Goebbels abgedruckt war? Natürlich hat es das gewußt: denn der Ministerpräsident ist der Schwager von Goebbels. Man hat eben probiert, wie weit man in der Willkür gehen kann! Unsere Parteiblätter haben sich ausdrücklich eine Schadenersatzklage vorbehalten. proiest gegen Naziwillkür. Oie Stadt Schwerin seht sich zur Wehr. Schwerin, 17. September. Der Rat der Stadt Schwerin wendet sich an die Oeffentlichkeit mit einer Protesterklärung gegen das Vorgehen der Staats- regierung gegenüber der städtischen Polizei, die mit sofor- tiger Wirkung der Leitung der Ordnungspolizei unter- st e l l t worden ist. Der Rat der Stadt bemängelt hierin, daß die Verfügung dem Oberbürgermeister zugestellt sei, ohne daß dem Rat Gelegenheit gegeben sei, hierzu Stellung zu nehmen. Der Rat der Stadt Schwerin ist der Auffassung, daß die Verfügung mit den geltenden Gesetzen unvereinbar sei. Er legt Verwahrung ein und spricht die Erwartung aus, daß die Verfügung zurückgenommen werde. Was arbeitei Negierungsrat Hiiler? Sozialdemokratische Anfrage in Braunschweig. Braunschweig. 17. September. ver Landtagsabgeordnete Genosse Thielemann hat ein Schreiben an das braunfchweigifche Staatsministerium gerichtet, das folgenden Inhalt hat: Seit dem 25. Februar 1932 ist der Parteiführer Adolf Hitler aus München braunschweigischer Staats- be a m t e r. Als seine Einstellung in den braunschweigischen Staatsdienst und seine Ueberweisung an die braunschweigische Gesandt- schast in Berlin beschlossen wurde, betonte das Staatsministerium. daß der Regierungsrat besonders für die braunschweigische Wirtschaft tätig sein solle. Ich frage das Staatsministerium: Welche Aufträge hat der Reglerungsrat bisher der braunschweigischen Wirtschaft zuführen können, und welche Arbeiten hat er bisher überhaupt für den Staat Braunschweig geleistet?" Die innere Wahrscheinlichkeit des Vorfalls spreche jedoch für die Annahme, daß die Gewalttätigkeiten nicht von den in der Minder- zahl befindlichen Nationalsozialisten ausgegangen feien. Der Sturmführer der NSDAP. Vater habe in Notwehr gehandelt, als er von seiner Waffe, die er allerdings unrechtmäßig befaß, Gebrauch machte. Andererseits aber müsse den Mitgliedern der Eisemen Front zugebilligt werden, daß sie sich von den Nationalsozialisten gereizt fühlen konnten. Das Verhalten derjenigen Teilnehmer am Umzug, die sich an dem Angriff aus die Nazis beteiligt hatten, sei als Landfriedensbruch und öffentliche Zusammenrottung zu betrachten. Die Rädelsführerschaft habe dagegen bei keinem Angeklagten festgestellt werden können. Schlesiens Textilarbeiter beschließen. Zede weitere Lohnkürzung untragbar. Breslau, 17. September.(Eigenbericht.) Am Sonnabend tagten im Breslauer Gewerkschaft-haus sämt- liche am Tarifvertrag beteiligten Gewerkschaften und Berufs- gruppen der schlesischen Textilindustrie. Die Beratungen der Kon- ferenz hatten die gegenwärtige politische Lage im schlesischen Tarif- bezirk zum Gegenstand. Am Abschluß der Tagung wurde ein- stimmig eine Entschließung angenommen, in der jeder von den Unternehmern möglicherweise in Aussicht genommene Lohn- abbau als untragbar bezeichnet wird, da er das Daseins- Minimum unterschreiten würde. Die Gewerkschastsverbände feien fest entschlossen, alle Lohn- kürzungspläne mit den ihnen zu Gebote stehenden gewerkschaftlichen Mitteln abzuwehren. Nachdrücklichst aber verbittet sich die schlesische Textilarbeiterschaft jede Einmischung links- oder rechtsradikaler Elemente. Schließlich wird den Gewerkschaftsinstanzen in der Ent- schließung volles Vertrauen ausgesprochen und ihnen die Vollmacht erteilt, alle zweckentsprechenden Matznahmen zu treffen. Ehilenischer Zliegerausstand unterdrückt. Den chilenischen Regierungstruppen ist es gelungen, das rebellische Flieger- korps mit ihrem Flugmaterial gefangen zu nehmen. Der Diktator Blanche verspricht die baldige Aufhebung des Belagerungszustandes und Rückkehr zum parlamentarischen System. Die Neuwahlen zum Parlament sind zum 30. Oktober ausgeschrieben. Mit 295 gegen 9 Stimmen hat auch der französische Senat den Konverticrungsplan ohne Abänderungen angenommen, der somit sofort in Kraft treten konnte. Kommum'flifche Wahllügen. Wer hat schuld?- Die SPD. Die KPD. veröffentlicht ihren Wahlaufruf. Sie ist zwar nicht mehr, wie im letzten Wahlkampf, so unvorsichtig, die Sozialdemokratie zum„Hauptfeind" zu erklären, aber sie bleibt sich insoweit treu, als sie den Hauptteil ihres Angriffs und die gröblichsten Beschimpfungen gegen die Sozialdemo- kratie richtet. Offenbar setzt die KPD. ihre Hoffnung ausschließlich auf jene Massen, die, bar jeder politischen Bildung, sich ledig- lich von der Verzweiflung über ihre bittere Not leiten lassen, und verzichtet sie auf jene Arbeiter, denen die Fähigkeit zu denken noch nicht völlig verloren gegangen ist. Denn Be- hauptungen wie, die Sozialdemokraten kämpften„für die Ausbeuterklasse" und sie feien an aller Not und an allem Elend schuld, kann man nicht aufstellen, wenn man den Anspruch erhebt, von denkenden Menschen erkst genommen zu werden. Als die Sozialdemokraten noch Einfluß auf die Staats- gefchäfte hatten und Hermann Müller Reichskanzler war, da waren die Löhne besser, die Unterstützungen höher, und die Arbeitnehmer hatten eine ganz andere, stärkere Stellung in Staat, Gesellschaft und Betrieb als heute. An den furchtbaren Verschlechterungen, die seitdem ein- getreten sind, trägt nicht nur die Krise des Kapitalismus und der Vormarsch der Hakenkreuzler Schuld, sondern auch das sinnlose Treiben der KPD., die die Stellungen der Sozial- demokratie unterminierte, den Verteidigern der Arbeiterrechte in den Rücken fiel und dadurch die k a p i t a l i st i s ch e Offensive unterstützte. Natürlich macht der kommunistische Aufruf auch die Hindenburg-Wahl zum Gegenstand seiner Angriffe. Aber nachdem die KPD. ihren T h ä l m a n n aufgestellt hatte, blieb der Sozialdemokratie gar nichts anderes übrig, als die Hindenburg-KaNdidatur zu unterstützen, wenn sie nicht Hitler für sieben Jahre Reichspräsident und damit Alleinherrscher Deutschlands werden lassen wollte. Ohne die sinnlose Thälmann-Kandidatur hätte es keine Hindenburg-Wahl gegeben! Sehr unzufrieden ist die KPD. auch mit unserem Volksbegehren gegen den Sozialraub. Offenbar ist sie der Meinung.'daß man nur Volksbegehren gegen sozial- demokratische Minister gemeinsam mit Nazis und Stahlhelm machen darf, wie es die KPD. noch im vori- gen Jahr getan hat. Diese Leute, die jahrelang gemeinsam mit Hitler und Hugenberg für den Sturz Brauns und Severings arbeiteten, und die am Abend des 2g. Juli noch in ihren Versammlungen Beifall klatschten, als sie von den Ereignissen des Tages erfuhren, sie sind die letzten, die der Sozialdemokratie Vorwürfe machen dürfen, weil sie am 20. Juli nicht gewaltsamen Widerstand bis zum letzten geleistet hat. Wenn die Kommunisten wissen wollen, wer die Kampf- kraft der Arbeiterklasse schwächt, brauchen sie nur in den Spiegel zu sehen!_ Die Gchallplatie als Zeuge! Llntersuchungs-Ausschuß am 22. September. Die nächste Sitzung des Ausschusses zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung ist aus Donnerstag, den 22. September, vormittags 11 Uhr, angesetzt worden. In derselben werden wieder die Vorgänge in der Sitzung des Reichstags, in der die Auflösung er- folgte, behandelt werden. Dabei sollen die ersten Zeugenvernehmungen zur Feststellung des Tatbestandes, wann die Wortmeldung des Reichskanzlers und die Uebergwbe der Urkunde erfolgte, stattfinden. Außer den schon genannten Zeugen sind auch die vier in der Sitzung amtierenden Schriftführer sowie die Stenographen geladen, welche das amtliche Protokoll der Sitzung abgefaßt haben. Ferner soll der Versuch gemacht werden, an Handder von der Funkstunde aufgenommenen Schallplatten die Vorgänge zu rekapitulieren, soweit sie durch das gesprochene Wort und nicht durch unhörbare Gesten(Handaufheben oder Ueber- gäbe des Auflösungsschreibens) erfolgten. Es dürfte das erstemal sein, daß ein so objektiver und unbe- einslußbarer Zeuge, noch dazu bei einem staatsrechtlich so wichtigen Vorkommnis„verhört" wird. Die Frage, ob die Beteiligten selbst, Kanzler, Minister und Staatssekretär schoi� diesmal zur Vernehmung erscheinen, ist noch nicht entschieden. Jedenfalls ist geplant, auch Abgeordnete, Jour- nalisten und Tribünenbesucher, welche die Vorgänge beobachtet haben und sich selbst als Zeugen melden, zu verhören. An der staatsrechtlichen Wirksamkeit der Akte, die am Montag, dem 12. September, sich ereigneten, können die Feststellungen, auch wenn sie einwandfreie Resultate erbringen, nach der Entscheidung des Reichspräsidenten und der Ansehung des Termins für die Reu- wählen nichts mehr ändern. Die nationalsozialistifch-kommunistische Mehrheit, welche trotzdem die Untersuchung beschloß, will damit wohl nur den Streit zwischen dem Kanzler v. Papen und dem Reichstagspräsidenten Göring aufhellen. Wirtschastsverbrecher Lahusen. Hauptverhandlung endlich in Sicht. Bremen, 17. September.(Eigenbericht.) Die Zuskizpressestelle teilt mit:„Das hauptoerfahren gegen die Gebrüder G. Carl und Heinz Lahusen ist am 16. Sep- tember 1332 wegen Konkursvergehens 8 240 Ziffer 3. Z 244 Son- kursordnung wegen Bilanzverschleierung und wegen sortge- sehter Untreue(§ 312 Handelsgesetzbuch.§ 266 Absatz 1 und 2 Strasgesehbuch) eröffnet. Es ist nunmehr mit einer baldigen Terminansehung zu rechnen." Es wird ein forensisches Schauspiel von besonderer Bedeutung werden, wenn die Hitler-Anwälte die seinen Lente von der Bordwolle verteidigen werdent Von der Festwiese der Politik. Beim Tauziehen um die Macht ließ der favori- sierte Schlußmann Görina vorzeitig da» Seil los und seht sich blamabel auf den hinlern. An der Kletterstange gelang es dem Unternehmer- tum mit Hilfe einer Schiebung die hauptpreise zu erschnappen. Im Topfzerschlagen blieb die kommunistische Presse unbestrittener Meisler. Zm Metlspucken siegte Josef Goebbels, der einen neuen olympischen Rekord ausstellte. Mandschukuo, ein zweites Korea. Werdender Welibrand im Fernen Osten. Banditen oder Patrioten? Dies«„Banditen" sind die B e w o h n e r der Mandschurei. Die Mandschurei ist zu 95 Prozent von Chinesen bewohnt. Am 16. September,>-10 Uhr vormittags, überreichte General Nobuyoschi Muto, Japans Sondergesandter in der neuen mandschuri- scheu Hauptstadt Tschangtschun, das Protokoll, in dem das japanische Kaiserreich die Anerkennung des Staates Mandschukuo ausspricht. Damit ist der Krieg in Ostasien unvermeidlich geworden. In der Septembernummer der„Current History" vergleicht der be- kannte amerikanische Historiker Tyler Denell die Lage Ostasien« mit der Europas im Juli 1914. Sie unterscheide sich von dieser nur dadurch, daß zwischen den Schüssen in Serajewo und dem Kriegs- ausbruch ein Monat lag, während jetzt viele Monate, vielleicht auch noch Jahre vergehen können, bis es zum offsneu Ausbruch der Feindseligkeiten kommt. Japan marschiert. Als japanische Truppen Mitte September vergangenen Jahres Mulden besetzten, taten sie es angeblich, um geltenden Verträgen Respekt zu verschaffen. Die Regierung in Tokio beteuerte feierlich, sie wolle gar nichts anderes als chinesische Uebergriff« abivehren. Sei dieses Ziel erreicht, werde sie selbstverständlich die Mandschurei wieder räumen. Die japanischen Delegierten in Genf wünschten nichts sehnlicher, als daß das möglichst bald geschehen könne, waren allerdings„zu ihrem aufrichtigen Bedauern" gezwungen, darauf aufmerksam zu machen, daß man gut hie, sich in Geduld zu fassen. Die„Befriedung" des Landes zog sich nämlich in die Länge. Kaum war eine„Räuberbande" vernichtet, tauchten an anderer Stelle drei neue auf. Anstatt sich zurückziehen zu können, waren die friedliebenden Japaner genötigt, immer weiter vorzu- marschieren. Zum Glück fanden sie dabei die Unterstützung der be» sonnenen Elemente in der Mandschurei. In Mulden, Kirin, Tsitsihar, überall entstanden ganz spontan Komitees von wahren Patrioten, die nur darauf gewartet hatten, das verhaßte Joch der Nankinger Regierung abzuschütteln. Selbstlos stellte sich der Exkaiser von China zur Verfügung. Aus dem schlichten Henry Puyi, der sich bis dahin ausschließlich mit Tennis und English Woltz beschäftigt hatte, in welchen Künsten«r es nach dem Urteil von Kennern zu ansehnlichen Leistungen gebracht hatte, wurde der lebensläng- l i ch e Regent eines neuen Staates. Während sich Japan für die Heiligkeit der Verträge und den Frieden aufopfert«, entstand ganz ohne sein Zutun, ja zu seiner höchsten Ueberraschung, Mandschukuo... Noch bevor der Völkerbund recht zur Kenntnis genommen hatte, daß ihn der Krieg in Ostasien immerhin einigermaßen angeht, teilte die amerikanische Regierung am 7. Januar in einer Note China und Japan mit, daß sie kein« Situation, keinen Vertrag und kein Abkommen anerkennen werde, welche durch Mittel zustande kommen, deren Anwendung gegen den Pakt von Paris(den Kellogg- Patt) verstoße. Bekanntlich schloß sich der V ö l k e r b u n d im März nach langem Hin und Her diesem Schritt der amerikanischen Re- gierung an und beschloß gleichzeitig, eine Kommission, geführt von Lord L y t t o n, in die Mandschurei zu schicken. Sie sollte fest- stellen, ob China oder Japan im Recht« ist. Japan kümmerte sich um die Roten, Beschlüsse und Kommissionen nicht einen blauen Dunst. Sein« Soldaten marschierten immer weiter. Sie drangen nordwärts vor, bemächtigten sich der halbrussischen„O st chinesischen Eisenbahn" und eine Zeitlang schien es, als ob sie an der mandschurisch-russischen Grenze nicht haltmachen würden. Heute haben sie alle größeren Orte in ihrer Hand, allerdings ständig von „Banditen" bedroht. 95 Prozent der Bevölkerung lehnen die Spoltgeburt dieses neuen Staates mit leidenschaftlichem hasse ab. Auf ihrer Seile stehen die mehr als vierhundert Millionen im eigentlichen China. Von ihnen unterstützt kämpfen sie, ohne gerade eine von den Genfer Schneidermeistern anerkannte Uniform zu tragen, einen wüten- den Kleinkrieg. Sie haben Kirin umstellt, vor kurzem über- rumpelten sie beinahe Mulden, wo einige japanisch« Flugzeuge und ein« Radiostation drausgingen, sie überfallen japanische Posten, des- organisieren den Bahnverkehr, sprengen Brücken und lassen die Japaner keinen Augenblick zu Atem kommen. Die Chinesen haben vor Schanghai gezeigt, daß sie zu kämpfen verstehen, und in der Mandschurei müssen die Japaner zu ihrem großen Schmerz erfahren, daß die„friedliche Durchdringung" doch nicht ganz so einfach ist. Die gepreßten Soldaten des neuen Staates laufen in hellen Scharen zu den„Banditen" über. Imperialistische Methoden. Inzwischen richten sich aber die Japaner in der Mandschurei ganz häuslich ein. Jeder Mandschuminister hat eine Schar japanischer„Berater" um sich. Die Eisenbahnen sind von den Japanern übernommen worden. Seit Mitte Oktober leiten japanische Direktoren die beiden Regierungsbanken, die Grenzbank und d'- Bank der drei östlichen Provinzen. Die Japaner haben sich aller chinesischen Unternehmungen bemächtigt. die große Spinnerei in Mutden ist japanisch geworden, ebenso die großen Futschouwan-Kohlengruben, die bedeutendste Exportfirma Li Ta, und so weiter. Aus den gemischten, chinesisch-japanischen, Unternehmen sind die Chinesen hinausgeworfen worden. Der Vertrag, den Japan jetzt mit Mandschukuo schließt, macht dreißig Millionen Chinesen zu Untertanen des Mikado. Japan übernimmt den militärischen Schutz des neuen Staates nach außen: alle Bahnen werden der Verwaltung der japanischen Südmandschurischen Bahn unlerstellt: j a p a n i. s ch e Beamte überwachen die Eintzaltung der Verträge: japanische Bürger haben unbegrenzte Freiheit, sich niederzulassen. zu reisen und Handel zu treiben. Die Mandschurei soll noch dem Willen Japans zu einem zweiten Korea werden, heute noch„unter dem Schuh Japans", morgen eine japanische Kolonie. Daß China sich damit niemals abfinden wird, braucht nicht erst bewiesen zu werden. Nicht einmal der käuflichste der Generale könnte derartiges wagen. Die Zeiten, da China Gebiete auf 99 Jahre „verpachtete", sind für immer vorbei. Selbst jene Militärmacht- Haber, die ein« Zeitlang mit den Japanern paktierten, waren ge- z wungen, gegen Japan zu kämpfen, wenn sie nicht vernichtet werden wollten. Der berühmte General M a, vorübergehend Kriegsminister von Mandschukuo, führt jetzt wieder Krieg in der Nordmandschurei: im Ieholgebiet hat sich der General Tang, einer der Mitunterzeichner der„Unabhängigkeitserklärung", neuerdings wieder von Mandschukuo abgewendet. Nicht aus nationalen Gründen, sondern weil es un- möglich ist, chinesische Truppen, und seien es auch nur hungernde Söldner, gegen China zu führen. Der ehemalige Herr der Mandschurei, General Tschang H s ü e> l i a n g, organisiert von Peking aus den bewaffneten MU �•' Widerstand. Ununterbrochen strömen Freiwillige nach Norden, werden Waffen und Munition in die Mandschurei geschmuggelt. Der Widerstand der Chinesen schwächt sich nicht ab, er wird viel' mehr immer stärker. Damit muß sich aber der Schauplatz der Kämpfe erweitern. Der japanische Generalstab bereitet einen Vorstoß nach Jehol vor, schon überfliegen japanische Bombenflieger das Gebiet bis an die Grcße Mauer und auch an der Mauer werden die japanischen Truppen nicht stehen bleiben. Die Chinesen erwarten den Vormarsch der Japaner auf Peking und Tienlsin. Man spricht von der bevorstehenden Einsetzung Puyis als Kaiser in Peking. Und es ist in der Tat offenkundig, daß ohne Be- herrschung Nordchinas die japanische Macht in der Mandschurei jetzt nicht zu halten ist. Amerika im Spiel. China hat bisher alles getan, um dem offenen Krieg mit Japan auszuweichen. Es hat mit dem Boykott geantwortet, und diese wirtschaftliche Waffe trifft Japan sehr empfindlich. Japanische Waren sind in China so gut wie unverkäuflich, und was das bei der ungeheuren Krise, in der sich Japan windet, bedeutet, ist klar. Aber seine Haupthoffnung setzt China, und mit Recht, weder auf den Boykott noch auf den Erfolg des Guerillakrieges, sondern auf die Hilfe der Macht, die gleich ihm von dem imperialistischen Vorstoß Japans betroffen ist, auf Amerika. Der kommende japanisch- amerikanische Krieg ist als unmittelbar bevorstehend schon oft vorausgesagt worden: alle Daten, an denen er hätte aus- brechen sollen, sind verstrichen. Der Schluß, daß sich also auch dies- mal alles klären werde, ist verfehlt. Es geht heute nicht mehr um die zukünftige Machtverteilung am Stillen Ozean, das Gleichgewicht ist jetzt so empfindlich gestört, Japan hat alle Abmachungen so brutal zerrissen, daß Amerika unter keinen Umständen hinnehmen kann, was geschehen ist. Es gehl um mehr als um das Prestige. Es geht um den grögien potentiellen Markt der Erde. Im Frühling 1922 hatten sich die in Ostasien interessierten neun Mächte verpflichtet, die territoriale und administrative Einheit Chinas zu respektieren. Japan hatte das im Weltkrieg geraubte Schantung zurückzugeben. Das Lansing-Jschii-Abkommen von 1917, in dem Amerika anerkannt hatte, daß Japan in China besondere Interessen hat, vor allem in den Gebieten, die an japa- nische Besitzungen grenzen, war hinfällig geworden. I s ch i i, ehe- maliger Gesandter in Washington, hielt im Juni dieses Jahres eins Rede, welche sogar die japanfreundliche Hearst-Presse zu erregtem Protest veranlaßte. Wenn die Vereinigten Staaten, erklärte er, versuchen würden, den asiatischen Kontinent zu beherrschen und Japan an seiner friedlichen und natürlichen Expansion in diesem Teile der Erde zu hindern, würde eine schwierige Lage entstehen... Die Antwort gab auf der Tagung des Council of Foreign Affairs Staatssekretär S t i m s o n am 8. August. Er er- innerte mit allem nur denkbaren Nachdruck an den Kellogg-Pakt, an seine Note vom Januar und an den Beschluß des Völkerbundes, das heißt, er verkündete, daß Amerika die Schaffung einer„un- abhängigen" Mandschurei durch japanische Waffen nicht dulden werde. Die Lage wurde durch die große Rede des Außenministers U t s ch i d a vor dem japanischen Reichstag am 25. August sehr ver- schärft. Die Anerkennung des neuen Staates, sagte er, zu Stimson gewendet, sei das einzige Mittel, die Verhältnisse in der Mandschurei zu stabilisieren und den Frieden im Fernen Osten dauernd zu sichern. Der Neunmächtevertrag verbiete nicht alle separatistischen Bewegungen in China und hindere nicht Chinesen in irgendeinem Teile des Landes daran,„aus eigenem freiem Willen" einen selbständigen Staat zu gründen.(Das ist die Theorie für das ge- plante unabhängige Kaiserreich in Nordchina.) Und um ja nicht mißverstanden zu werden, schloß Utschida seine Rede damit, daß er „alle sentimentalen Vorschläge und abstrakten Theorien" zurückwies und sich auf„die solide Basis der der augenblicklichen Lage zugrunde liegenden Realitäten" stellte. Mit anderen Worten: er kün- digte an, daß sich Japan nicht einen Deut darum kümmern werde, ob Amerika, der Völkerbund oder irgendwer feststellen wird, daß es die Verträge gebrochen hat. So wird Krieg! Soviel bis jetzt über den Inhalt des Lytton-Berichts bekanntgeworden ist, wird er zwar in manchen Punkten Japans Be- schwerden gegen die frühere Verwaltung in der Mandschurei als begründet anerkennen. Im wesentlichen aber wird er pro- chinesisch sein, indem er bezeugt, daß die Mandschurei chinesisches Gebiet war, ist und bleibt. Was immer der Völkerbund tun wird, ob er nun, was das wahr- scheinlichste ist, Japan eine längere F r i st zur Antwort auf den Bericht gibt, um so wieder Zeit zu gewinnen, oder od er Japan verurteilt— worauf Japan den Völkerbund einfach ver- läßt— oder ob er direkte Verhandlungen zwischen den Beteiligten empfiehlt, die Entscheidung fällt nicht in Genf. Eine chinesisch- japanische Versöhnung ist unmöglich, solange es Mandschukuo gibt. Vor der Präsidentenwahl wird Amerika kaum etwas Entscheidendes unternehmen, es sei denn, die Kriegs- löge treibe Japan dazu, schon in allernächster Zeit Peking zu be- setzen. Ob so oder so: die entscheidende Auseinander- s e tz u n g im Stillen Ozean ist mit dem 16. September 1932 un- vermeidlich geworden. Otto lVlancbcri. Japan lehnt Genfer Aussprache über die An- erkennung der Mandschurei ab. Tokio, 17. September. In einer Pressebesprechung erklärte der japanische Vizeminister Arita, daß der Versuch der chinesischen Regierung, die japanische Anerkennung des mandschurischen Staates auf die Tagesordnung der völkerbundssihung sehen zu lassen, die tage im Fernen Osten weiter zuspitze. Die japanische Regierung werde jede Aus- spräche über die Anerkennung des mandschurischen Staates a b- lehnen und keinerlei Erklärung dazu abgeben. Die Beweggründe Japans für die Anerkennung seien in einer Erklärung dargelegt worden, die bei der Unterzeichnung des japanisch- mandschurischen Protokolls in Tschangtschun veröfsentlichl worden sei. Oer Ltmschwung in England. Wieder eine bezeichnende Nachwahl. London, 17. September. Bei den gestern in Twickenham vorgenommenen Nachwahl zum Unterhaus wurde der Nationalkonservative Murray Phllipson gewählt. Twickenham war auch bisher durch einen Konservativen im Unterhaus vertreten, doch sind die konservativen Stimmen verglichen mit den bei den allgemeinen Wahlen vom 27. Oktober 1931 abgegebenen Stimmen von 39 161 auf 21 688 gesunken, während die s o z i a l i st i s ch e n Stimmen von 13 763 auf 16 881 g e st i e g e n sind. Die überwältigend« konser- vative Mehrheit des Vorjahres von über 25 000 Stimmen hat sich also in eine Mehrheit von noch nicht 5000 Stimmen verwandelt. Oikiaiur- und Henkerhsnfchasi. Niesenprozeß in Albanien— Sieben Todesurteile. Wien, 17. September.(Eigenbericht.) In Tirana, der Hauptstadt Albaniens, standen albanische Intellektuelle, darunter hohe Staatsbeamte und Priester aller Reli- gionen, wegen Hochverrats vor einem Sondergericht. Sie sollen von Belgrad Geld erhalten haben zur Staatsumwälzung und Be- stitigung des von Mussolini ausgehaltenen Königs Zogu. Sieben Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, 11 zu lebenslänglichem und 13 zu fünfzehn Jahre Kerker. Der bisherige Vizekanzler des Staatsrats Tschekereschi erhielt drei Jahre Kerker. Dieser Riesenprozeß, in dem die höchsten Würdenträger und Vertreter aller albanischen Stämme und Konfessionen angeklagt waren, ist ein deutlicher Beweis, wie verhaßt die Diktatur in Albanien ist. Sie wird nur noch durch Galgen und durch die Gewehre Musso- linis am Leben gehalten. Schiller-Theater. Walter Erich Schäfer:„Der TS. Oktober.", Patriotenstück um die Völkerschlacht bei Leipzig von 1813. Württembergische Truppen, die dem Franzosenkaiser vereidet sind, meutern und gehen zu den Preußen über, damit sie für ein einiges Deutschland kämpfen können. Aber der Oberst des württembergischen Regiments gerät in den Konflikt zwischen Soldatenpflicht und Patriotengesühl. Cr löst den Konflikt, indem er sich erschießt. Und die Preußen besiegen zusammen mit ihren Verbündeten den Kaiser der Franzosen. Das Stück wurde außerordentlich begeistert auf- genommen..„>1. H. ORofe Bernd im Oeuischen Theater. In Anwesenheit des Dichters erfuhr Hauptmanns herrlichstes Drama vom Leid des Weibes durch Karl Heinz Martin eine Aufführung, die den oft verkündeten Tod des Naturalismus er- greifend widerlegte, nicht zuletzt durch Paula Wessely, eine aus Wien gekommene, still leuchtende Darstellerin des Menschlichen, in der Titelrolle. R. Kr. (Gewerkschaftliches stehe 2. Beilage.) Der„Vorwiirts� ertcheim wochenläglich zweiNlat, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abends Illustrierte Sonntagsbeilage„Boll und Zeit". Anzetgenpreise: Die«inspalt. Millimeterzeile so Pf. Rellamezeile 2.— 31t, „Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort so Pf. lzulüssig zwei fettgedruckte Worte) jedes weitere Wort 10 Pf. Rabatt laut Tarif. Worte über is Buchstaben zählen für zwei Worte. ArbeitsmarN Millimeterzeile SS Pf. Familienanzeigen Millimeter- Zeile IS Pf. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft Lindenstraße Z, wochentäglich von 8"/« bis 17 Uhr. Der Verlag behält sich das Recht der Ablehnung nicht ge- nehmer Anzeigen vor! Verantwortlich für Politik: Victor Schiff; Wirtschuft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: I. Steiner; Feuilleton: Herbert Lepere; Lokale» und Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Otto Hengst; sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckeret und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. Lb. Lindenstraße Hierzu 4 Beilagen. MODISCHE GLOCKE zweifarbige Ripsband- und Metallkugel- garnitur, auch in A a c Prossen Weiten M KAPP EN HUt handgearbeitet, ,ous gutem Filz, äusserst. c kleidsam jt/y': Die neuen Herbststoffe Damen- Kleidung Damen- Trikotagen Boucle-Streifen reine Woli«, die grosse 1£5 Mode............. Meter| momm Crepe Hammerschlag Wolle mit Kunstseide, der neue Kleiderstoff, �5 95 ca. 100 cm breit...Meter.Aihhh Bedruckt Cracle in modernen Mustern, auf neuen Grundfarben, 25 ca. 100 cm breit...Meter Cotele- Kammgarn reineWolle,fDrKosti)me a__ und Kleider, ca. 130 cm% breit............. Meter Für den Herrn Socken— reine Wolle, meliert, f A 95 gerippt od. einfarb. glatt mam Normalhose wollgemischt.vonügliche_ g.waschene Qualität, bis I V3 Ceibwoit» 110 cm........ I Haarfilzhut_ in den neuesten Herbst-#190 tonen, gerauht.......... Oberhemd aus Popeline,„N.J.Spe- mm r/«/". m. Kragen u.Eriati-■�VU manschetten, gute Qual. St ropaziorhalb schuhe sctiwarz odor braun Rindbox, mit starken Krepp- �__ gummisoblen, moderne, /"ätO halbrunde Form........ W Anzüge oder Mäntel »N. J.-Standard«, dl» be- währt» Ilnhalttpralslaq» r»lnwoll»n»Qualitöt., mod. Schnitt ladellose Passform, vorzugl. Vorarbeit., KZ ZOO erstklassige Zutaten F I a m i s o I oder Hcmmerschlag, Wolle mit Kunstseide, in römischen Streifen, ca. 100 cm breit...Meter Crewi- Boucle reine Wolle, für den jb ee modernen, einfarbigen Qj Mantel, ca. 140 cm breit Köper-Velvet in allen modernen Far- a � ben, gute Kleiderware,£OU ca. 70 cm breit...Meter Velours Transparent schwarz und Modefarben, ca. 90 cm breit... Meter Die neuen Samthandschuhe Handschuhe vorzugl. Lederimit., mod. m Farben, Schlupfform, mit| modern. Samtmanschette I Samthandschuhe Schlupfform, halblang, Innenhand Ledernachahm. schwarz, braun, marine Samthandschuhe Schlupfform, halblang, Innenhand echtes Schwedenleder, elegante Ausführung, schwarz, braun, marine 7 omm Madchen-Kleid vorzüglicher, kornblauer Boucle, weisse Kragen-__ garnitur, Puffärmel, Länge 5 1 cm(Steigerung 1,00) Mädchen-Mantel relnwolloner, hellmarino oder braun Velours, fesche Pelzkrawalte, innen Steppsattel, m mm__ Longo 40 cm...,...... Z mM/ 5 (Steigerung 1,25) I anmmm Kleid für Junge Damen, reinwoll. Crepe Moos, aparte Knopf- ii* und Craclegarnitur, Grösse 38 bis 42... Jm 2* umma Mantel für junge Damen, aus reinwoll. Crewl, mit Pelz- a krawatte, ganz ge- füttert, Grösse 38-42 mmm Kleid.. CrÜpe Cracle, �5C900 flotte Verarbeitung——— Mantel reinwollener Velours mit echtem Whitecoat(See- jm__ hund) besetzt, ganz Xi ECICO gefüttert, Gr. 42-48"T Jr mmm Unterzieh haschen mit elastischem Rand, echtMako�Juvena", be- währte Qualität, weiss X JQ 90 und lachsfarbig, Gr. 44 mmm Hemdchen m. Bandträgern, Juvena",■ echt Mako,; Mittelgrösse,£ 20 weiss und lachsfarben H mmm Schlüpfer mit auswechselb. Gummiband, Doppolchar-»» meuso, gute Qualität, 13 85 pastellfarbig, Gr. 42—48 H mmm Schlüpfer Kreppkunstseid.m.Wolle, elegant und wärmend, in �p95 zarten PasTeilfarb., Gr. 44 Jbimmm Für die Dame Hausw&sche Damen- Pullover reine Wolle, mit modern gestreiften Keulen- Mmmm ärmeln und eng an- g\7 5 liegendem Unterärmet.. Cracle- Schal Kunstseide, neueste ötrei» jm.— fen, schräg geschnitten und besonders lang.... mmm Hüfthalter lange Form, seitlicher Hakenschluss, 4 Halter,"�90 vorzügliche Qualität..:. Ammmm Damen- Strümpfe Kunstseide mit Flor plat-« tiert, elegant. Strapazier-| o5 strumpf, vorzügl. Qualität■ tw Tr oft eur- Schnürschuhe fesches Modell, dunkel- jm braun mit imit. Haifisch, �%90 bequemer Lewfabsatz... Einzelne Tischtücher halbleinen Hausmacher- V££ Jacquard, 130/160 cm I an Einzelne Teedecken K Da unendecke | Original Lustig-Fabrikat| kunstseid. Damast, Rücks.Dau-X4 Cft »ensatin. Nahtdicht., 150 X 200'"�0 ■ MonOpOl-Bettfül/ungen M. 240 S™ 6 75 per Pfd. Achtung! Rohstoffpreise steigen! t Sebastian-Str. 1 WilmersdorFer-Str.irrankfwr+ar Sl-riC Prinzen-Str.J Ec�e Bi�marck-Str.L. Allee 30*1 SV�Zahre in Erbbaurecht. Ansturm auf die Stadtrandsiedlung. Heber die Sladkrandsledlungen. die Berlin für Erwerbslose baut, machle gestern aus einer Vesichligungssahrt, die die sozialdemokralischen Stadiverordnelen unternahmen, Stadlrat Genosse E z e m i n s k i einige interessante Aus- führungen. Für die 1800 Stellen, die zuerst ausgeschrieben wurden, hatten sich 3800 Bewerber gemeldet. Die neuen Siedlungen, die insbeson- dere den Zweck haben sollen, die Erwerbslosen von der teuren Stadt- wohnungsmiete zu befreien, ihnen hygienisch bessere Wohnungen in Luft. Licht und Sonne zu bieten und ihnen Gelegenheit zu geben, auf den Parzellen zusätzliche Nahrungsmittel selbst zu bauen, be- gegneten erst einigem Mißtrauen. Nachdem die Erwerbslosen aber gesehen haben, was ihnen geboten wird, meldeten sich fiir 700 neu ausgeschriebene Stellen nicht weniger als vierzehntausend Bewerber. Die Anlagen mutzten natürlich unter Berücksichtigung aller Neben- umstände vorbereitet werden. So wurde besonders auf die Schul- Verhältnisse Rücksicht genommen, da es sich herausstellte, daß 1800 Siedler fast ebenso viele Kinder haben. Sechzig Prozent der Familien hoben mehr als drei Kinder. 64 Familien 6 und mehr. Besondere Schulen zu errichten, ging bei der Finanzlage Berlins nicht an, so daß die Siedlungen eben in die Nähe der Stadt oder der sie umschließenden Dörfer gelegt werden mußten. Das hat man in Marienfelde, Buckow, Rudow und Mar- zahn, die gestern besucht wurden, getan. Die Siedler sollen nicht nur die 800 Quadratmeter Land um ihr Haus herum bewirtschaften, son- dern es steht ihnen auch für einen geringen Preis P a ch t l a n d zur Verfügung. Die geldliche Belastung wird sich für den einzelnen etwa so verteilen: Im ersten Jahre, d. h. bis zur ersten Ernte im Herbst 1933, werden etwa 4 Mark inonatlich auszubringen sein, im zweiten Jahre etwa 11 Mark in Gestalt von Zinsen für die Bau- summe von 2500 Mark pro Stelle und dann später einschließlich Pacht- und Wassergeld etwa 15 Mark. Die Stellen sind auf 30Iahr«in Erbbaurecht vergeben, sie haben örtliche Wasser- Versorgung, wobei das Kubikmeter nur 3 bis 4 Pf. kosten wird, und elektrischen Anschluß. Die Siedler müssen durch eigene Mitarbeit beim Bau 500 Mark zusteuern. Haus des Bezirksamts Friedrichshain. Das neue Verwaltungsgebäude. Der Umbau des früheren Friedrich-Wilhelm-Hospitals in der Palifadenstratze zum Verwaltungsgebäude des Bezirksamts Fried- richshain ist soweit vollendet, daß vom 20. September ab ein« Reih« von Dienststellen ihren Einzug in die neuen Räum« halten können. Nach der Palisadenstraße werden sämtliche bisher in dem alten Dienstgebäude in der Markusstraße untergebrachten Dienststellen verlegt sowie das an der Schillingsbrück« im Stadtbad befindliche Gesundheitsamt, ferner das Steueramt, Jostystraße, die Hauptsteuerkasse, Hohenlohestraße, die Steuerkasien 5 A, Krautstraße, 5 C, Petersburger Straß«, und die Baupolizei für den Bezirk Friedrichshain in der Mühlenstraße. Während des Umzuges bleiben folgende Dienststellen ge» schlössen: am 20. und 21. September: Hauptbüro, Finanzver- waltung und Mieteinigungsamt, am 21. und 22. September: Be- zirkskasie, Bau- und Wohnungsdeputation(einschl. Wohnungsamt), am 22. und 23. September: Gesundheitsamt, Hauptsteuerkasse, Steuertassen 5A und 5C, Steueramt, am 24. und 26. September Baupolizei._ Schupo als Lebensretter. Erst setzt wird die mutige Rettungstat eines Berliner Schupobeamten bekannt, der während seiner Ferien in Tilsit ein Kind vom Tode des Ertrinkens rettete. Es handelt sich um den Oberwachtmeister Ulrich, der bei einem Spaziergang an der Memel einen Schüler bemerkte, der verzweifelt mit den Wellen kämpft«. Plötzlich ging das Kind unter. U. sprang kurz entschlossen ins Wasser und es gelang ihm, den Jungen zu retten. Dem Beamten ist jetzt vom Polizeipräsidenten für sein« mutige Rettungstat eine besondere Anerkenn un g ausgesprochen worden.— Bei der Festnahme eines entwichenen Strafgefangenen gerieten zwei Kriminalbeamte in einer belebten Straße in arge Bedrängnis. Ein« größere Menschenmenge wandte sich gegen die Beamten. In dieser heiklen Situation kamen die Polizeioberwachtmeister Hardwege (87. Revier) und Boehnt«(85. Revier) sowie Wachtmeister Klafft von der Inspektion Friedrichshain, die alle drei außer Dienst waren, zufällig des Wegs. Sie eilten den bedrängten Kriminalbeamten zur Hilfe und verhinderten die beabsichtigte Ge- fangenenbesreiung. Dafür haben die Schupobeamten jetzt das Lob und die Anerkennung des Polizeipräsidenten gesunden. Außerdem Brandopfcr im Laubenland. Acht Mcnsdien ohne Habe, ohne Obdach. Oben am Bahnhof Landsberger Allee wird das Straßenbild sehr traurig. Abfall, Gerümpel, todgeweihtes Zeug aller Art liegt hoch aufgetürmt auf ausgestorbenen Lagerplätzen, kleine verfallene Verkaufsbuden beherbergen alte Möbel uno sonstige von den Besitzenden ausrangierte Gegenstände. Dann flattert und gurrt es plötzlich munter in die traurig-öde Szenerie: Zahlreiche kleine Käfige beherbergen zärtliche Taubenpärchen, tierliebende Seh- leute erkundigen sich bei dem Inhaber der„Taubenbörse" nach Art und Preis der Tiere. Aber Sanftmut und Verbitterung wohnen oft Tür an Tür und gleich hinter dem Taubenidyll hört man auf- geregtes Stimmengewirr. Um den Tisch des kleinen Bier-Ausschanks nebenan sitzen Männer und Frauen,«ine erregte Debatte geht hin und her.„Das sind die armen Leute, denen vorige Woche ihre Wohnlauben nieder- gebrannt sind", flüstert der Taubenonkel, dann nimmt er einen bei der Hand und meint:„Vielleicht interessiert es Sie) sich das mal anzusehen." Ein kleiner Weg führt nach rückwärts, zu linker Hand «in Pferdestall, in dem eine Frau sitzt und trosttos vor sich hinstarrt: dahinter kommen Wagenschuppen uno wieder Gerümpel: auf!d«r anderen Seite hämmern zwei Männer neue Bretter an die Rückwand einer Wohnlaube, was dann aber kommt, das ist herz- zerreißend: Ein Riesen-Schutthaufen verkohlter Bretter und Bohlen, verbogene Blechstücke, die sich bei näherem Besehen als ehemalige Einrichtungsgegenstände entpuppen, Ofentüren und Dachgerippe, die dem Feuer Widerstand boten, der letzte Rest von drei Wohnlauben, deren Brand alles Hab und Gut der Bewohner vernichtete.„Die Frau, die da im Pferdestall hockt, ist auch eine der Leidtragenden", erzählt der Mann,„und wo sie da sitzt, das ist nun vorläufig ihre Wohnung. Bersichert war sie zwar, bloß daß sie in der letzten Zeit die Prämie nicht mehr zahlen konnte, na, und da is doch die Versicherung fein raus. Die ande- ren sitzen vorne, keiner hat ein Dach über dem Kopf, jeder nur das, was er am Leibe trägt. Sie mußten ja morgens um viere aus den Betten und alles stehen- und liegenlassen. Die«ine Frau wollte um jeden Preis ihr bißchen Wäsche retten, lief nochmals ins Haus: nun liegt sie im Krankenhaus Friedrichshain mit schweren Brandwunden, immer noch in Gefahr. Die Frau krank auf Leben und Tod, der Mann keine Bleibe, keinen Anzug, keine Stiefel. Aber auch den anderen geht es so. Der«ine schläft im Schuppen, der andere irgendwo bei Bekannten: man hilft sich gegenseitig aus, so gut es eben geht. Bloß, was soll werden? Woher und wovon soll man sich was anschaffen, wo soll man unterkriechen?"„Wir sind all« Stroßenhändle r", erzählt einer dieser Be- dauernswerten,„Verdienst ist heute so gut wie keiner, da rennt man von morgens früh bis abends spät und schreit und macht und tut, aber was nützt es, die Leute haben doch kein Geld mehr zum Kaufen. Wenn nicht mal mehr die lebensnotwendigen Artikel gehen, da ist's dann schon Essig. Hier wohnten wir noch wenigstens billig, 16,50 Mark mit Schuppen und Stall, ober wenn man dann vielleicht 25 Mark oder noch mehr für'ne Bude zahlen soll, das ist ausgeschlossen. Na, und wieder ausbauen? Ja, wie gern«, aber wer gibt das Geld? Und da verhöhnen einen noch die Menschen. Ich fahr nach dem Westen, da wollt mal einer'ne Metallbettstelle mit Einsatz abgeben: wie ich hinkomm, is das son altes Ding, was nich mal mehr die Brockensammlung haben möchte, und der Einsatz fehlt überhaupt. Nu Hab ich den weiten Weg auch noch umsonst gemacht und meine letzten Groschen für Fahrgeld ausgegeben. Gewiß, der eine hat schon'nen Rock und der andere ein warmes Mittagessen vom Bezirksamt gekriegt. Ztbcr wohin, wohin? Ohne Geld, ohne Habe, s o arm warn wa ja noch nie." Auf dem Tisch steht eine Zigarrenschachtel mit der Aufschrift: „Für die Brandopfer!" Aber hier draußen hat keiner auch nur einen Pfennig übrig, und da müßt« viel drin klimpern, wollte man diesen Aermsten Hilfe bring««. wurden belobigt: Oberwachtmeister Hans Möller, die Wachtmeister A l l i s a t, Richard Krüger, Grunwald, Konczok von der Kraftwagenstreife Inspektion Neukölln sowie Oberwachtmeister Holz von der Inspektion Alexander. Außerdem taten sich hervor: Ober- Wachtmeister K o ck e r o l s, die Wachtmeister Johannes N e u m a n n, Theuerkauf, Roepke, Lischeck vom Ueberfallkommando Schlesisches Tor und Oberwachtmeister Weber von der Bereit- Mit Ost.__ Die£ofl der Gtä'die. Immer mehr Wohlfahrtserwerbslose.— Die Zählmethode der Arbeitsämter. Wie der Deutsche Städtetag mitteilt, sind am 31. August in den Städten mit über 25 000 Einwohnern(mit zusammen rund 25 Millionen Einwohnern) 1 580 000 laufend unterstützte Wohl- sahrtserwerbslose gezählt worden, d. h. Arbeitslose, die weder aus Arbeitslosenversicherung noch Krisenfürsorge Anspruch haben und schließlich von den Gemeinden erhalten werden. Gegen- über dem Vormonat bedeutet dies eine Zunahme um 30 000 Wohlfahrtserwerbslose. Für die Gesamtheit der Gemeinden ist für Ende August mit rund 2 450 000 wohlfahrtserwerbslosen zu rechnen. Diese Zahl ist, wie der Städtetag feststellt, um rund 435 000 höher als die kürzlich im Halbmonatsbericht der Reichsanstalt für Arbeits- losenversicherung und Arbeitsvermittlung bekanntgegebene Zahl der von den Arbeitsämtern anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen (2 016 000).„Die Differenz", so erklärt der Städtetag dazu,„ist darauf zurückzuführen, daß auf Grund der neuen Verordnung über die Zählung der Wohlfahrtserwerbslosen von den Arbeitsämtern nicht mehr— wie bisher— sämtliche von den Gemeinden laufend unterstützte Erwerbslose gezählt werden, sondern nur solche, die be- stimmte Voraussetzungen erfüllen(z. B. nur solche unter 60 Jahren, nur stühere Arbeitnehmer). Diese willkürliche Einschränkung des Perfonenkreifes muh den Eindruck erwecken, als ob die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen einen Rückgang erfahren hätte. Für eine derartige Auffassung bietet jedoch das Gesamtergebnis keinen Anhalt. Die Wohlfahrts- erwerbslosenzahlen sind vielmehr in ständigem Wachstum be- griffen und bilden nach wie vor für die Gemeindefinanzen eine un- geheure Gefahrenquelle." Welleraussichten für Verlin: Teils heiter, teils wolkig und warm, auffrischende südwestliche Winde.— Für Deulschland: Im Süden und Osten meist heiter, in West- und Mitteldeutschland Be- wölkungszunahme, im Nordwesten später Regen, Temperaturen im allgemeinen wenig verändert, auffrischende Winde. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rok-Gold-. GilchStt» st»Il«: Berlin L. l«. EedaMonlti. 37—88. Ho! 2 Tr. Zu»gbann«r Groß. Berlin. Zusammenlunft der Nrrissührer und aller Iungbannersührer mit Stellvertreter Mittwoch, Zt. September, 2» Uhr, I» Gaubüro. Der Gaujugendtührcr entwickelt da» Winterpragramw. — Zungbanner Lichtenberg. Montag, IStü Uhr, Jugendheim Echarnweberstraße. Erscheinen zum Heimabend in Uniform.— Kreis Korde». Die Kameraden betelligen sich am Sonntag, dem 18. September, in Berlin.Riederschönhaufen, Lindenstr. 11, im Saalbau Schloß Schönhausen. Beginn 13 Uhr. Zu erreichen r 199 bis Linden. Ecke Kaiserin-Augusta. Steuer nur 39 Pf., für .., Steuer.— Prenzlauer Berg. Montag, 19. September, 20 Uhr, sämtliche Sportler in bekannter Turn. Halle.— Die Kameradschaftsversammiungen am Dienstag, dem 29. September, fallen wegen der Sporipalaftlundgebuna der SPD. au».— Friedrichshain iVortrupp). Mittwoch, 21. September, 19� Uhr, Jugendheim Ebertpstr. 12.— Eharlottcnbnrg fOrtsverein). Mit Rücksicht auf die oportpalastkundgebung findet die MitgliederverfammlunA im Edenpalast am Mittwoch, 21. September, statt. Reierent: Kamerad Polizeimajor Heinrich. Buchiontrolle.— Wohnsdorf- Schlosi Schönhaufcn, Spielmannszug mit Instrumenten! Fahnen mitbringen. Eintritt 39 Pf., Erwerbslose 29 Pf., inkl. Tanz und Steuer. Arbeiter-Samariler-Bund e. V.. Kolonne Verlin. Geschäftsstelle: RO.5_ überschreibt der s jT..Torwirts" vom 29. Au«. 1932 �„Torwarts" vom 29. Au(l.l932 • einen Artikel über unsere Groß-« Siedlung.— Und mit Recht! Alisa« Elskr. Licht, Wasser, fertige StraSen" ,,s* Nur 25 Min. Fahrz.- 20 Ptg. S.-Fshrpr. Ist Bereits Uber 1300 Parz.verk.u.basledelt ■ Qeerdn. Gemeinde-Etat- Nlsdr.Stauam Cla I Bauerlaubnis, ohne Bauzwg. usw. usw. Groß-Siedluns Neuenhasen-Süd (eine Station hinter Hoppegsrten) Jetzt die letzten Parzellen für nur 860.> in bar oder 9.50 monatl. an der Falken- und Jägerallee Autobus-Freifahrt Sonntags stindlg von 9— B Uhr ah S. u. U-Bhf. Frankfurter Allee umsonst und unverbindlich. Siadtbüro: Aleunderpl.- Btrsllnabsus Büro: 319/20 Tel.: El, Berollea 2851 Baüsnimlsildi an fertieer Straße, nahe Wald und Wasser, Vorortstation Südosten, für 675— in Raien verkaufe. Anfrag. unter P. 242 an den„Vorwärts". Wasserparzellen billigst abzugeben. Näherest Neue Rahnsdorter saaen- ag.. Dessauer Straße 2, Telephon: Kurfürst 4584 Besich- tieung. Wilhelmshagen Gutshof. Telephon: Poseidon 9525 Sonberangebof Parzellen qm 1,95, b. Larz 1,80, vertäust Krisciiensky, Bin- tltudow, Bendastr. 93. Snserate im � vorwärts sichern Lcfolgl ömm C• SPANDAUER STR• 10 Melmrcre Ein- und Zweizlmmemlinungen herrliche Lage am Wald, Kanal und Havel, mit Bad, Wasserleitung, Innenklosett elektr. Licht und Zubehör zum I.Oktober Termfelbar. Miete monatlich 39.— und 46— Mk. Veltener Bautfenossenscbaft. Auskunft bei Mnnke, Vellen, Undensledlnng 10. Leipziger Str.. I. Stock: AUSSTELLUNG „Der gedeckte Tisch" verbunden mit einer Interessanten Schau von Möbeln, Gardinen und Teppichen Eröffnung: Montag, 19. September. 2 Uhr WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzpiotz Q&idm&K, Teffpicße, cit$ekQ4WciÄniic&$unstig.& Haargarn-Boudö-Teppiche Größe ca. 7 K Größe ca. 4[ Q 7 Q Größe ca... 155x225 IWa# 9 190x285 1 7a 225x325 7 Ml M Boucle-Jacquard-Teppiche Größe ca. 7 ES Größe ca. OQ � Größe ca. 155x235 17a# 7 200x300 A7H 240x340*97 M Wollperser Teppiche 39.75 59 h persisch gemustert, starkes Gewebe Größe ca. 200x300 Größe ca. 300x400 79m Stragula Teppiche c-r«-, 5.90 Größe ca. 150x200 Größe ca. 200x250 9.75 Stragula-Läufer(Partie) 95 pi. 67 1.05 Größe ca. 200x300 11.90 60 cm br. Meter Linoleum-Läufer(Partie» 1.45'0 1.95 90 cm br. Meter Druckmuster 1.45 67 cm br. Meter 110 cm br. Meter 2.85 Kunstseidene Tischdecken 5.85 Serie II.75 Serie III �..85 Serie I 58 pf. Falten-Store Gitterstoff, mit Einsatz, Meter Falten-Store mit Klöppeleinsatz u. Fransen, ca. 210 cm breit...Meter 90 Pf* Falten-Store mit Klöppeleinsatz, Blende und 7 EK Fransen, ca. 240 cm hoch, Mtr. Halbstore abgepaßt mit Filetfuß Halbstore mit Filetfuß und Fransen Halbstore Gitterton, A os mit Handdurchzug u. Fransen mPiöw 1.75 3.90 Spannstoff gewebt, moderne Muster, ca. 124 cm breit.... Meter Fensterdekorat. ecru Gittertüll, mit Handdurchzug....... 3 teilig Dekorations-Stoff hellfarbige Streifen, sSS ca. 120 cm breit, Meter 78 Pf. 1.35 9.50 Pf. Möbel-Bezugstoff Phantasiegewebe, modern ge- T 9C mustert, ca. 130 cm breit, Mtr. a»M? Couch-Bezugstoff Gobelingewebe, modern ge- 7«AM» mustert, ca. 130 cm breit, Mtr. Bettdecke gewebtTCII, moderne Muster, 2 bettig 4.25 Bettdecke mit Handdurchzug, 2 bettig Gittertüll, 75 Diwandecken mod. gemustert 4.25 6.75 9.75 Steppdecke Q ea Trikot, reine Füllung Cpa9V Steppdecke Oberseitekunsts. Damast, Rück- � � fiE seite Satin, reine Füll., 150x200 I Ia09 Steppdecke Oberseite kunstsd. Damast, Rückseite Satin, leichte Schafwoll-Füll., 150x200 I a M Daunendecke A*} ea kunstseid. Damast, 150x200 Haargarn-Vorleger 1.45 1.85 2.85 Wollperser- a öa Vorleger, Gr. 60x120 Wollperser- Brücke, mit Fransen l��aOd Tournay-Brücke 47 persisch gemust., Gr. 90x160 I m aiZ J LÖuferStoff Haargarn, 4 g,- mod. gestreift, ca. 65 br., Meter I aO J Boucle-Teppich Jacquardmuster, Gr. 155x235 1 7a/ 9 Theater, Lichtspiele usw. ftoats Theater Sonntag, den 18. September Staatsoper unter den Linden 20 Uhr Slzillanisdie Vesper Staatliches Schauspielhaus 20 Uhr Was ihr wollt SCAliA Tägl. 6 u. SVa Uhr. Barbarossa 9256. JACK SHEA WILSON, KEPPEL, BETTY TOGARE. LAI-FOUN GENIA N I KOLA J EWA TRIO DARESCO usw. »v.uhr CÄSinO-THEflTER"» Lothringer Strafe 37. »iiiiiiiHMiiuiiniiiiiimiiiiiiiiiiiiiiwmiinmiiiiinuiinHHiimmii Sonntag nachm. 4 Uhr Nor noch wenige Aufführnngcn Jinnemarie Volksoperette.— Musik von Gilben Dazu buntes September-Progr. Gutschein für die Leser 1— t Personen Faut 0.75 M., Sessel 1.35 M., Park. 0.50 M. Berlind MM 8 Uhr 15. Flora 3454- RaoOien eri. Das berühmte DAYELMA- BALLETT 3 Swifts, Rudi Grasl und weitere Künstler-Truppen von internationalem Rnf. Heute 2 Vorstellunsren 4 u. 8.15 Ubr. 4 Udr kleine Preise Rose-Theater Infi Frankfurter Ural, 132 Tel. Waidiul E 7 3(22 3, 6, 9 Uhr Aerzte im Kampf LBssing-Ttieaier Tägl. 8'/« Uhr Grete Mosheim Oskar Homolka in Pygmalion Blumen llllillllllllillllllllilllllllllllll Paul Golletz Mariannenstr. 3 F8, Oberbaum 1303 HEUTE 21/2 Uhr nachm. MODENRENNEN auf d« Rennbahn Grunewald 7 Flachrennen ca. 30000 Mar« Breite ST.LEGER Prel» der Mode PreiZ der Kunstseide Ehr«wretS. Stettiner Sänger Reichshallen-Theater (Dönhoffplatz) ilerkiir A. 6. 1247. Dir. Meisel Tägl. 8.15 Uhr, Sonntags 3�0 Uhr(ermäßigte Pr.) EröfTUungriaproicrsanin mit der Burleske Freibad Krumme Lanke Neue Kräfte. Preise 0,50 bis 2.25 M. Vorverkauf 11—2, 5—9 Uhr. VOLKSBUHNE Theater am BOIewpiatz D I, Norden 2944. Aiiadendlicd 8)4 Uhr Der Revisor von Gogol- Regle: Heinz Hilpert CnrlBols/ Karüiow/ Haadt/ Verhoeven Montag, den 19. September nadun, 5 Uhr NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN Vertreter in BERLIN: Unter den Linden 1(Hotel Adlon), Fernspr. Sommel-Nummer A 2 Flora 6601 Kurfürstendamm 17. Fernsprecher J 1 Bismarck 2284/ Invalidenstr. 93, Fernspr. D 2 Weidendamm 2241 und 7966/ Unter den Linden 22(Weltreisebüro Union G. m. b. H.) Vertreter in POTSDAM: E. Rößler, Brandenburger Straße 32. Stadl. Oper Charlottenburg Fraunhofer 0231 Turnus IV Sonntag. 18. Sept. Tosca Beginn 20 Uhr Nemeth, Reinmar, Fidesser, Kandl, Heyer Dirigent: Ladwig DeutsdiesMEt Weidend. 5201. 8 Uhr Rose Bernd von Cerhnrt Hauptmann Regie: Kart Heinz Martin Kammerspieie SVi Uhr Schicksal nachWunsch Kunldii J. Dirisli Wlnslu Regit: Rudolf Reer Melzer, Ullrich, Riemann, Abel, Brausewetter r- Theater Im-, lAümiralspaiastfi 1 Täglich Uhr I Sitta A l p a r I l I Katharina I Theatem.Westens Ibis 25. Septemb. täglich SV. Uhr Stgs. 4 u. 8lU U. Richard Tauber IDreimäderl- I hans| metropoi-Theaier I Täglich 89. Uhr Sritzi Mafsary Eine Frao, die weiß, was sie will! Sonder-Angebot Dieser Drahtzann komplett mit neuen Eisenständern 40X5 mm u. la verzinktem Geflecht 50X2 mm, pro lfd. Meter 1,10 M. Werbeverkauf. DratltzaaillObrik, Berlin SW 61. vrvanskr 6. F. 6. vaerwald 3477. Danksagung Für die b ertliche Teilnahme an- läßlich der Einäscherung unsere- lieben Vater» Huzo Oesterreich sagen wir allen Verwandten. Freunden und Bekannten sowie den Rednern unseren innigsten Dank! Otto Cievz ond Frau, geb. Orsierreicii. Danksagung Allen Bekannten und Verwandten. den Genossinnen und Genossen der 5. AbL der SPD., dem Reichsbanner 5. Kameradschaft, den Kollegen der Krankentasse„Eintracht", des Mieter- bundes, der Kleingärtner und der Gewerkschaft, welche an. der Ein- äscherung meines lieben Mannes Hug« Suhr teilgenommen haben, tage ich hier- durch vieten D-nI Lul,e Sllhl. ZurUck San.-Rat Rothschild Facharzt(Qr Nieren und Blase DettMlaHeMleM Dienstag, Den 20. September, abends 7 Ahr. im Slhnngssaal II des verbaahshaaies, Eingang I», EisSsser Str. 86-88 Brandien-TersammlanR der Elnriditer und Revisoren Tagesordnung: I. Bericht vorn 20. Oerbanbslag In Dortmund. 2. Branchenangeiegcnhciten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Mlklmoch, den 21. September. nachm. I Ahr. im verbanbshan». Linirnstr.«z-ss. EilSsser Sir. 8«.«8. Eingang Ii Erwerbslosen- Versammlung der Rohrleger und Heller Tagesordnung 1. Bericht nndBraachenangelege»- h eilen. 2. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein gutritt. Es ist Pflicht aller Kollegen, an dieser Versammlung teilzunehmen. Ittittmoch, den 21. September. abends 7 Ahr, im Gemertschafts- hans, Eagelnser 24-25(Großer Saal) Versammlung der Verlttengmadter. WerK- zeughärter u. Sdiarlsdiietter Tagesordnung: 1. Bericht vom Berbnnbsiag in Dortmund. 2. Diskusflon. 3. Branchcnangelegenheiten. Ohne Mitgiiedsduch kein guiritt. Es ist Pflicht aller Kollegen, an dieser Versammlung teilzunehmen. BtlRmoch. den 21. September, abend» 7 Ahr, im Sitzungssoul II de» Berdandshouse», Eingang Ii, Elsässer Str. 80.88 Versammlung aller SOunieile aus den Oroft-. .Uttel-, FuhrwerKs-, Brauerei- und Innnnosbeineben sowie samiL der Sdimtedebrandie andesduos- senen Harostenearbeiier Tagesordnung: 1. Bericht vom 20. Berbanbstag in Dortmund. 2. Disiussion. 3. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Es ist Pflicht alle: Kollegen, an dieser Versammlung teilzunehmen. Dic Ortseerwaltang. keuchet auch bis 18 Monatsraten HaMaix BeninWS.Leipziqer Str. 122-125 7lr.44i* 49. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 4S. September 4932 Die zweite Bankensanierung. Industrielle Kadaververwertung und Besitzerhaltung für Industrieherzöge. Die Regierung Papen hat mit ihrer Verordnung zur Belebung der Wirtschast auch den Rus ergehen lassen:„Unternehmer an die Front". Sie hat es den Unternehmern möglichst leicht ge- macht und in guter Kenntnis der Unternehmerpsychologie sie mit Steuergeschenken, Lohnsubventionen und dem Recht zum Lohn- abbau an die Front gekitzelt. Die Geschenk« zur Wirt- schaftsbelebung haben den Lebensmut der Unternehmer wirklich an- geregt; aber die Skepsis über den möglichen Ersolg ist nicht nur bei der Arbeiterschaft zu Hause. Die Reichsbank und die Großbanken waren sich offenbar bewußt, daß an dem Belebungsprogramm der Regierung Papen noch vieles fehlt, weil in der lvirlschaft noch vieles, allzu vieles faul ist. Die Reichsbank hat noch Hunderte von Millionen Finanz- Wechsel aus der Zeit der vorjährigen Bankenkrise in ihrem Porte- feuille. Die Sanierung der Industrie hat zwar begonnen, aber auf den wichtigsten Gebieten, wo es am faulsten ist, in der Montan- industrie, der Zementindustrie, in der Schisfahrt, bei den Werften, in der K u n st s e I d e n in d u st r i«, ist von einer finanziellen Reinigung noch nichts zu spüren. Dort drohen in der Zukunft für die Banken und die Aktionäre— und die Banken sind ja selbst meistens die Großaktionäre— noch die schwersten Verluste. Reichsbank und Trotzbanken haben sich zusammengesetzt und darüber nachgedacht, mit welchen Mitteln sie dieser Riesenpleit« aus den Fehlinvestitionen der Vergangenheit Herr werden und wie sie— profitierend von der grundsätzlich pri- oatwirtschaftlichen Einstellung des jetzigen Kurses— das Kind unter möglichster Fernhaltung staatswirtschaftlicher Eingriffe schaukeln können. Zwei Projekte. Reichsbank und Großbanken hoffen, sich in etwa acht Tagen über zwei Projekte endgültig im klaren zu sein, deren Grund- züg« ungesähr folgendermaßen aussehen dürsten: Erstens wird eine Amortisationskasse gegründet. In die deutsche Sprache übersetzt, kann man dies« Kasse eine A b- Wicklungsstelle für faule Schulden nennen. Die Amor- tisationskasse ist eine Vereinigung von Banken und als solche selbst ein« Bankunternehmung, der die privaten Banken, und zwar nicht nur die Großbanken, Forderungen übertragen sollen. Forderungen, die zwar nicht als ganz schlecht gelten, die aber doch jetzt nicht ein- zutreiben sind. Die Amortisationskasse soll die Verwaltung und die Eintreibung dieser Forderungen besorgen. Die Banken erwerben aus den eingebrachten Forderungen Guthaben bei der Amortisation?- kasie. Wenn bei der Eintreibung der Forderungen Ausfälle ein- treten, sollen sich die Guthaben entsprechend verringern. Die Banken bilden außerdem einen Amortisationsfonds, um eintretende Aus- fälle zu tilgen. Die Amortisationskasie soll auf lange Sicht ar- beiten. Man macht die Konstruktion, daß die schuldenden Firmen von einer Wirtschaftsbelebung profitieren werden und daß sie später zahlen können. Die übernommenen Schulden sollen von den Schuld- nern in2<1bis2SJahren(!) getilgt werden. Wenn es mög- lich ist, sollen die Schulden auch langfristig gemacht, das heißt in Jndustrieschuldverfchreibungen oder in junge Aktien zugunsten der Gläubiger umgewandelt werden. Zweitens soll eine Industriefinanzierungsbank ge- gründet werden, die wir im folgenden IFI. nennen. Die Banken haben nämlich nicht nur nicht eintreibbare Forderungen, sondern sie haben auch große Aktienpakete, sei es von früher her, sei es aus der Umwandlung von Schulden in Bankbeteiligungen bei neuerdings durchgeführten Industriesanierungen. Diese Aktien- pakete können nicht zu Geld gemacht werden, weil das kaufende Publikum fehlt. Die neu zu gründende IFI. soll diese Aktienpakete übernehmen, und zwar auf 5 bis 7 Jahre, mit einem Rückgaberecht an die Banken, wenn sie sich als schlecht erweisen, das heißt, wenn das Aktienkapital der betreffenden Unternehmungen evtl. wieder zusammengelegt werden müßte. Uebernommen werden sollen die Aktien zu 100 Prozent, die Gegenforderungen der Banken werden mit 4 Prozent verzinst. Dividenden fließen zunächst an die IFI. Die IFI. ist eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von wahrscheinlich 30 Millionen Mark. Neben den Banken sollen sich an ihr auch die Golddiskontbant, die Akzeptbank und die Bank für Industrieobligotionen beteiligen. Das Aktienkapital ist zunächst mit 25 Proz. einzuzahlen. Mit der Errichtung dieser beiden Institute verfolgt man zunächst den Zweck, die beteiligten Laaken flottzumachen. Es ist also eine regelrechte zweite Bankensanierung, die hier erfolgt, nur nicht auf die wenigen Großbanken beschränkt. Beide Institute sollen Wechsel(Akzepte) ausstellen, sie den Bonken übergeben: die unter Kontrolle des Reiches stehende Akzeptbank soll ihre Unter- schrrst darunter setzen, und die Reichzbank soll die Akzepte diskontieren oder beleihen. Auf diese Weise kommen die Banken zu Geld. Di« Banken rverden das Geld vielleicht zur Einlösung von Finanzwechseln bei der Akzept- und Garantiebant oder bei der Reichsbonk verwenden. Für den Fall einer Wirtschasts- belebung sollen die Banken auch ünstand« sein, neue Kredite zu gewähren. Soweit die Projekte. Eine Aenderung der Aktien- rechtsvorschriften durch eine vom Bankenkommiffor zu oer- anlassende Verordnung, die den beiden neuen Instituten ein Recht zu andersartiger Bewertung zuweist,«rfolgt nebenbei. Und die Wirkungen? Nichts ist in der deutschen Wirtschast notwendiger als die Be- reinigung vorhandener Verluste. Alle Welt weiß— die bürgerlich« Presse läßt natürlich kein Wort darüber verlaute»—, daß der größte Teil der deutschen Industrie, besonders der monopolistisch»rgani- sierten, heute noch ebenso pleite ist wie vor einem Jahr und daß man an die wichtigsten Krisenherde überhaupt nach nicht herangegangen ist. Jedermann wird also den jetzt begonnenen Versuch der Bereinigung begrüßen. Aber man mutz in die günstigen Wirkungen sehr st arte Zweifel haben. Heute bereits zutage liegende V e r l u st e sollen nicht endgültig und vollständig bereinigt, fondern ausgeschoben und aus späteren Wirtjchastserträgnissen getilgt werden. Das tut nur ein schlechter Kaufmann, der auch eine künftige Pleite ruhig wieder riskiert. Wäre der Rückhalt des Staates nicht da— die Akzeptbank garantiert ja voll—. so wären die Projekte unmöglich. Aus fünf bis sieben Jahre sollen die Aktienpakete übernomnien werden! In zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren sollen die unein- treibbaren Schulden erst getilgt werden! Kein Mensch weiß, wie der Kapitalmurit sich entwickelt. 3n fünf bis sieben Iahren herrscht wahrscheinlich wieder eine neue Krise, in zwanzig bs, fünfundzwanzig Jahren wird man. den Forlbestand der kapitalistischen Wirtschaft vorausgefetzt, drei bis vier neue Krisen hinter sich haben. Die Projekte haben also denselben Zug kühner und gefährlicher Spekulation, dem wir beim Papen-Programm begegnet sind. Freelich, die Projekte versolgen auch Absichten, die man nicht plakatieren dars. Würde man ein« Politck machen, wie sie einem ehrenhasten Kausmann geziemt, so mühten ab heute in drei Monaten gut die Hülste der gesamten deutschen Industrie und wahrscheinlich der Rest der Großbanken verstaatticht werden. Das glaubt man jetzt verhindern zu können, der Kurs der Papen- Regierung ist eine einzigartige Gelegenheit dazu Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder— darum wird jetzt zugegrisjen. Als die D a n a t b a n k pleite war und das Reich helfen mußte, da herrschte in der Schwerindustrie der panische Schrecken, denn sie sah die Verstaatlichung unmittelbar vor sich. Damals sollte aus der Danatbank jene berühmte Kadaververwertungsbank ge- macht werden, mit der die Verstaatlichung der Schwerindustrie ner- hindert werden sollte. Demselben Zweck dient heute die neue IFI., und die Amortisationskasie soll die Hilssstellung dazu geben. Der Besitzerhaltung für die Junker soll jetzt die Be» sitzerhaltung für die Jndu st rieher zöge solgen. Es ist Lug und Trug, wenn die beteiligten Interessenten jetzt erklaren, der Staat leiste bei dieser neuen Bankensanierung keine Hilse. Die Bürgschast des Reiches wird tür alles, was hier in Bewegung gesetzt wird, mit KX) Prozent in Anspruch genommen werden, wenn die Spekulation nicht gelangt: denn bei der Akzept- dank, die ihre Unterschrist hergibt, hostet das Reich. Da» Reich soll bei voller Bürgschaft aber von allen Rechten ausgeschlossen werden. Hirnen hämmert lPS y/0iken dr g nach oben• önen Wege.. Beweis , Ond den nicht get«" fenSter. ..... ringen neb � herriicb»Win. war ele Mo«" die neue. ng 1„.ngnrachend,«'° Waren unser® und vrohi noch n � damit Preise dafür so m � � nieder wr-«��eldun�utrackon. schöne unog.r.>Weg"' Sie den m e-n. boteai Oranienstr. 40' Chausseestr. 113 Am Oranienplatz eeim Stettiner Bannho« Könlgstr. 33 Wilmersdorferstr. 108 Am BM. 4i«>and«'BlsU Am Bshnhol CJtarlattenburg Enilaffungspläne der Reichsbahn. Kragen an Herrn von Hindenburg/ Von h. Jahn, M. d. rwr. Ein Hanptzles, das hier verfolgt wird, ist die Verhinderung der fönst unausweichlich werdenden Verstaatlichung der größeren Teiles der Industrie und der Banken. Für die Arbeiterschaft besteht die Notwendigkeit der höchsten Aufmerksamkeit. Wenn auf 20 bis 25 Jahre Hinaus die Wiedergutmachung kapitalistischer Fehlinvestitionen oerteilt wird. dann werden die zukünftigen Erträge der Industrie in schwer st er Weise vorbelastet. Das hat zur Folge, daß die Rentabilität der Industrie stets unter Druck steht und daß sich von dort aus der Druck auch auf alle sozial- und lohn- politischen Möglichkeiten fortpflanzt. Für diese zweite Bankensanierung gilt dasselbe wie für das Papen-Programm: die Arbeiterschaft muß und wird ihr, wenn ihre Grundlagen nicht völlig geändert werden, den schärfsten Widerstand entgegensetzen. Arbeitsabschaffung! Weil die einzelnen Hausbesitzer höhere Geschenke bekommen Wir scheinen jetzt unter der„grundsätzlich neuen ftaatspolitischen Führung" grundsätzlich soweit zu sein, daß einzelne Interessen- tengruppen das Maul nur genügend weit aufzureißen brauchen — und schon sind ihre Sonderwünsche erfüllt. Die Arbeiter aber haben zu parieren, sich Lohnabzüge gefallen zu lassen und neue Steuern(Bllrgersteuer!) zu zahlen, damit man den Kapitalisten mit Steuergeschenken eine„legte Chance" ermöglichen kann. Wie war es doch mit den Hausbesitzern? Di« Regie- rung Brüning-Dietrich hatte ihnen Reichskredite von 100 Mil- lionen Mark zur Verfügung gestellt, mit denen sie ihre Häuser reparieren lassen sollten. Als besonderes Geschenk wurde ein Zinszuschuß von 5 Mill. Mark ausgesetzt, so daß die Haus- besitzer sür diese Kredite für fast ein Jahr praktisch keine Zinsen .zu zahlen hatten. Aus der Hausbesitzertagung in Hamburg er- klärten nun die Hausbesitzer, sie würden diesen Ivv-Mill.-Kredit nicht in Anspruch nehmen, und sabotierten damit die bezweckte Arbeitsbeschaffung. Die Adelsregierung beeilt« sich daraufhin, in ihr Ar- beitsbeschafsungsprogramm einen Betrag von 50 Mill. Mark als verlorenen Zuschuß für Hausreparaturen auszunehmen. Sie rechtfertigte dieses Geschenk damit, es würden viel« Arbeiter bei Hausreparaturen beschäftigt, und um möglichst viel Arbeiten anzu- regen, sollten 2 0 Proz. der jeweiligen Reparatursumme vom Reich bezahlt werden, so daß Arbeiten von insgesamt 260 Mill. Mark ausgelöst würden. Und die Hausbesitzer? Sie erklärten sehr schnell— nur die Linnpe sind bescheiden!—, bei nur 20 Proz. Kostenerstattung wür- den sie auch jetzt nichts zur Ankurbelung der Wirtschaft tun. Und schon ist die Regierung wieder umgefallen: der Zuschuß des Reichs soll auf 5 0 Proz. der Kostensumm«(im Einzelsall höchstens 600 Mark) erhöht werden, wenn große Wohnungen aufgeteilt oder gewerbliche Räume in Wohnräume u m g e- wan delt werden. Das wächst sich immer mehr zu einem Skandal aus: der 50-Mill.-Fonds wird immer mehr eine Subvention für die Haus« besitzer und immer weniger ein Mittel zur Schaffung vermehrter Arbeitsgelegenheiten. Denn durch die Erhöhung der Zahlungen für den Einzelfall o e r m i n d e r t sich die Gesamtsumme der mög- lichen Arbeiten automatisch. Wenn der ganze Fonds sür die an- gegebenen Fälle in Anspruch genommen würde, könnten nur noch Arbeiten von insgesamt 100 Will. Mark vorgenommen werden. Die arbeitslosen Bauarbeiter ober müssen wieder eine Hoffnung auf Beschästigung sahren lassen! Die Verteilung der Gteuergutscheine. Die Spekulation mit dem Reichshaushalt. Das Institut für Konjunkturforschung gibt in seinem letzten Wochenbericht eine Schätzung, wie sich die 1500 Millionen Steuer- gutscheine, die der Wirtschaftsankurbelung nach dem Papen-Plan dienen sollen, und die 700 Millionen Steuergutscheine, die als Ein- stellungsprämien gezahlt werden, auf die verschiedenen Gewerbe- zweige etwa verteilen werden. Das Institut nimmt folgende Größenordnung an: G U t sch e l N e lür gez. Steuern als Prämien aussehen lasse, wofür die Wirtschaft die Steuergutscheine verwenden werde. Soweit die Scheine nicht lediglich zur Berbesse- rung der buchmäßigen Liquidität(Kassenhaltung und Schuldenrück- zahlung) verwendet würden, wäre die Wirkung wohl ähnlich wie Als kurz nach der Reichstagswahl der Reichskanzler von Popen aus Neudeck zurückkehrte, wurde ihm vom Reichspräsidenten mit auf den Weg gegeben, daß jetzt nach der Klärung der politischen Lage Hauptaufgabe der Regierung Arbeitsbe schassung und damil Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei. Bei Ankllndi- gung der Notverordnung vom 5. September 1932 wurde gleichsalls aus Neudeck vom Herrn Reichspräsidenten erklärt, daß aus Grund der durch die kommende Notverordnung zu tressenden Maßnahmen „die Lebenshaltung des arbeitenden Volkes gesichert und der soziale Gedanke gewahrt bleiben müsse". Das waren schöne Worte, doch wie sehen die harten Tatsachen aus. Nur ein Beispiel: Bei der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft sollen bis Ende Sep- tember 52 000 Mann entlassen werden. Man könnte zur Not be- greifen, daß die Entlassung von Tausenden von Menschen erforder- lich sei, wenn keine Arbeit vorhanden ist. Bei der Deutschen Reichsbahn-Gesellschast ist jedoch Arbeit in Hülle und Fülle vor- handen. Soll der Oberbau der Reichsbahn betriebsfähig und betriebssicher sein, dann müssen jedes Jahr mindestens 1600 Betriebskilometer Gleis umgebaut bzw. erneuert werden. Dieses Jahresprogramm wird zur Zeit nur zum geringen Teil durchgejührt. Es sind noch 1800 Betriebskilometer Gleisumbau rückständig. Damit wächst von Tag zu Tag die Betriebs- Unsicherheit der Reichsbahn. Tausende von Menschen können weiter beschäftigt werden, um diesen Teil der Reichsbahn betriebsfähig zu erhalten. Ferner sind rund 2500 Lokomotiven repa» raturbe dürftig. Desgleichen rund 62 000 Wagen aller Art. Auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräste aus anderen Betriebs- zweigen der RBG. angesetzt werden. Statt dessen werden seit Jahr und Tag Feierschichten geleistet. Trotzdem sollen, weil Arbeit vorhanden ist, 52 000 Menschen auf das Strahenpflaster fliegen. Man wird einwenden, daß die Reichsbahn-Gesellschast kein Geld habe, die rückständigen und, notwendigen Arbeiten auszuführen und deshalb zum Ausgleich des Haushalts die Entlassung der 52 000 Mann erforderlich sei. Da das größte Unternehmen des Deutschen Reiches der einzige Betrieb ist, der eruptive Bewegungen im deut- schen Arbeitsoolke ausfangen kann, müßte nicht nur aus wirtschafts- politischen und sozialen Gründen, sondern auch aus staatspolitischem Interesse die Entlassung dieser 52 000 INonn unterbunden werden. Ist die Entlassung aus finanzpolitischen Gründen notwendig, woran wir stark zweiseln, dann müßte das Reich mit finanzieller Zubuße einschreiten. Vielleicht fürchtet man in den höheren und höchsten Verwaltungsstellen der Reichsbahn eine andere Auswirkung, wenn man dabei an Kapitel 5 der Notverordnung vom 5. September 1932 denkt. Soweit uns bekannt ist, bezieht heute noch der Herr Generaldirektor Dorpmüller ein jährliches Einkommen von........... 97 000 RM. der stellvertr. Generaldirektor ein solches von. 62 500„ 7 Direktoren.............. je 45 000, 8 Abteilungsleiter............. 27 000, 29 Präsidenten.............. 23 000, 25 Vizepräsideuten............ 20 000„ 62 Direktoren............... 20 000, 106 Abteilungsleiter in den Direktionen..„ 17 000, 43 sonstige leitende Beamte........ 15 000* die zusätzlicher Kredite. Bei voller Ausnutzung der Steuerscheine erleide der R e i ch s h a u s h a l t in den Rechnungsjahren 1934/35 bis 1938/39 einen jährlichen Steuerausfall von annähernd einer halben Milliarde Mark. Das Institut unterstreicht den s p e k u> lativen Charakter dieser Maßnahme mit folgenden Worten: „Setzt man voraus, daß tatsächlich bald ein nachhaltiger Konjunk- turaufschwung eintritt, so erscheint diese Vorbelastung unbedenklich: denn in diesem Falle darf angenommen werden, daß die Steuern ergiebig genug sind, um den Ausgleich des Haushalts trotzdem sicherzustellen." Und wenn der nachhaltige Aufschwung nicht kommt? Wenn die Papen-Verordnung die Ausnutzung einer besseren Weltkonjunk- tur mehr hemmt als fördert? Die ZUichsbank am 15. September. Oislonffenkung durch Rotverordnung? Der Reichsbankausweis vom 15. September zeigt von neuem die Möglichkeit der Diskontsenkung. Die Wechselbestände sind wieder um 104, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 3,2 Millionen ge- sunken, die Lombarddarlehen haben entsprechend der Regel zur Monatsmitte um 14 Millionen zugenommen. Die Kreditinanspruch- nähme der Rcichsbank ist die niedrigste seit mehr als einem Jahre. Fremde Gelder auf Girokonto vermehrten sich weiter um 24,8 Millionen Mark. In der Devisenbilanz gab es nur Verschiebungen. Die Goldbestände nahmen um 12,8 aus Jahreseinkommen. Diese Einkommen können vielleicht durch Ver- waltungsbeschluß der Reichsbahn-Gesellschast etwas ermäßigt sein. sie dürsten aber auch heute noch ungesähr in dieser Höhe bestehen. Man versetze sich in die Lage eines Eisenbahnarbeiters, der angesichts dieser Gehälter seit Jahr und Tag mit 2 0 bis 26 M. Wochenlohn nach Hause geht, das linternehmen durch Lohneinbuhe und Kurzarbeit gehalten hat und nun zum Dank dasür entlassen wird. Kein Wunder, wenn diese Menschen einem userlosen Radikalismus versallen. Aber auch abgesehen von einer direkten Subventionierung der DRBG. stießen derselben jetzt außer den bereits zuge- sagten 23 Mill. M. noch weitere 200 Mill. M. aus der Rücker st attung der Verkehrs st euer zu. Wenn dazu die unproduktiven Ausgaben für Leistungszulage— Bahn- schütz und Werksportvereine in Höhe von rund 2 0 Mill. M. geschlagen werden, dann ist die finanzielle Frage des Arbeitsprogramms der RBG. sofort geklärt. Scheinbar fehlt hier der gute Wille. Bedenkt man noch, daß 62 Proz. der Belegschaft bei der Reichsbahn 54 bis 57 Stunden wöchentlich arbeiten müssen, eine Arbeitszeitverkürzung sür dieses Personal auf 48 Stunden von der Hauptverwaltung der RBG. aber trotz eindringlichster Forde- rung der Gewerkschaften immer strikte abgelehnt wird, dann bleibt einem Menschen mit fünf gefunden Sinnen der Verstand stehen bei dieser sinnlosen Enllassungsaktion. Dem objektiven Beobachter dieser Verhältnisse zwingt sich des- halb die Frage auf: „War und ist das die Absicht des Herrn Reichspräsidenten, die Arbeitslosigkeit dadurch zu bekämpfen, daß in einem Betriebe, wo Arbeit vorhanden ist. 52 000 Menschen zur Arbeitslosigkeit ver- urteilt werden sollen?" Unter diesen 62000 Eisenbahnarbeitern sind solche, die bis zu 35 Jahren bei der Reichsbahn beschäftigt waren. Diese Leute haben aus„eigenen" Mitteln unter schwersten Opsern die bei der Reichsbahn vorhandenen sozialen Einrichtungen, wie Betriebskrankenkasse und Arbeiter-Pensionskasse L, mit aufge- baut. Die Früchte dieser eigenen Opfer gehen ihnen verloren, weil sie mit der Entlassung die Rechte an den sozialen Einrichtungen verlieren. Es ist deshalb die zweite Frage an den Herrn Reichs- Präsidenten von Hindenburg gestattet: „War so die Erhallung des sozialen Gedankens gedacht?" Wir sind der Auffassung, daß durch die geplanten Entlassungen bei der Reichsbahn-Gesellschast der soziale Gedanke einen solch un- geheuren Stoß erleidet, daß die daraus sich ergebenden Wirkungen verheerend sein müssen. Der Augenblick wird kommen, wo man die Arbeitsfreudigkeit des Reichs bahnperfonals wieder einmal gebraucht. Dann werden wieder salbungsvolle Worte fallen. Der Eisenbahner wird sie nicht beachten. Er will jetzt Taten sehen. Er will sein Recht. Er will leben. Das alles beschneidet ihm die Regierung Papen. Herr von Papen wird Sturm erntem 781,2 Millionen zu, die Devisenbestände um 12,6 auf 144,6 Millionen Mark ab. Zum 19. September wird die Diskontsenkung von 5 auf 4 Proz. erwartet. Man spricht von einer Notverordnung, aus Grund deren die Diskontsenkung dann erfolgt. Dieser Weg wird offenbar gegangen, weil die formelle Aenderung des Bankgesetzes auch nach der Zustimmung der Bank für internationale Zahlungen die Kreditverbilligung zu lange hinausschieben würde. Die christlichen Gewerkschasten Am Montag beginnt in Düsseldorf der 13. Kongreß der christ» lichen Gewerkschaften Deutschlands. Das kurz vor dem Kongreß erschienene Jahrbuch des Gesamwerbandes der christlichen Gewert- schaften für das Jahr 1931 zeigt, daß die christlichen Gewerkschaften unter den Folgen der anhaltenden Krise genau so zu leiden haben wie die freien Gewerkschaften. In seinem Jahrbuch verzeichnet der Gesamtverband der Christ- lichen, daß die ihm angeschlossenen Gewerkschaften ausschließlich der Verkehrs- und Staatsbediensteten im vorigen Jahre von 778 863 Mitgliedern auf 698 472 Mitglieder zurückgegangen sind. Es gingen demnach den christlichen Gewerkschaften im Jahre 1931 insgesamt 80 391 Mitglieder oder 10,3 Proz. ihres Mitgliederbestandes vom Jahresschluß 1930 ver- loren.(Der ADGB. ist im vorigen Jahr von 4 716 569 Mitgliedern auf 4134 902 Mitglieder zurückgegangen; die freien Gewerkschaften JWkfmxk/i- jedfo vMstMig getAmut i / Alle Sender, die für lohnenden Empfang überhaupt in Frage kommen, bringt der TELEFUNKEN 343 mit seinen 4 starken Röhren. Aber das wichtigste ist heute die Trennschärfe: der Telefunken 343 hat einen sSelbst-Trenner« 3 Ultra- Kreise trennen selbsttätig alle Sendewellen- ohne Rückkopplungsknopf und ohne Korrektionshebel. Jede Station ist»eingestellt- schon getrennt«. FürWechselstr. einschl. Röhren RM248.-, Gleichstr. RM258.-, mit eingebaut, dynamisch. Lautsprecher entsprechend mehr, �TELEFUNKEN Dil DEUTSCHE WELTMARKE haben also im vorigen Jahr 581 667 Mitglieder oder 12,3 Proz. ihres Mitgliederbestandes vom Jahresende 1936 verloren.) Wenn man bedenkt, daß es auch unter den christlichen Arbeiter- gewerkfchaften solche gibt, die im vorigen Jahr 86 bis 96 Proz. arbeitslose Mitglieder hatten, muß man auch der christ- lichen Gewerkschaftsbewegung attestieren, daß sie sich im Krisen- stürm des Jahres 1931 gut gehalten hat. Auch die finanzielle Eni- Wicklung der christlichen Gewerkschaften im Jahre 1931 stimmt mit der der freien Gewerkschaften ziemlich uberein. Einer Gesamt- einnähme der christlichen Gewerkschaften(mit Ausnahme der Per- kehrs- und Staatsbedienfteten) in Höhe von 19,52 Millionen Mark steht eine Gesamtausgabe von 21,57 Millionen Mark gegenüber. (Die dem ADGB. angeschlossenen Gewerkschaften hatten 1936 eine Gesamteinnahme von 184,3 Millionen Mark und eine Gesamt- ausgab« von 215,6 Millionen Mark.) Man kann es nur unterstreichen, wenn in dem Jahrbuch der christlichen Gewerkschaften den Leuten, die sich über den Mitglieder- rückgang der Gewerkschaften sowie über deren vermeintliche Schwäche freuen, über die Gewerkschaftsbewegung gesagt wird:„Ihre Stärke liegt nicht zuletzt auch darin, daß vornehmlich der strebsamste, ge- schulteste und fachlich tüchtigste Teil der Arbeiterschaft bei den Ge- werkschaften zu finden ist." Der Kongreß der christlichen Gewerkschaften wird sich zweiiellos auch mit den gegenwärtigen Regierungsmethoden sowie mit der Krise und den in den eigenen Reihen erhobenen Forderungen nach einem Umbau der Wirtschaft befassen. Das Verlangen des christ- lichen Bergarbeiterführers I m b u s ch, die Bergwerke zu verstaottichen. kann von dem Kongreß ebensowenig unberücksichtigt bleiben wie der Hinweis gleich auf der ersten Seite des Jahrbuchs,„daß die gegen- wärtige Krise zugleich auch eine Krise des gegenwärtigen Wirtschaftssystems ist." Und wenn schließlich auch das Jahrbuch vor einigen Wochen, also vor den Verhandlungen zwischen Zentrum und Nationalsozia- listen zum Zwecke der Schaffung einer Parlaments- oder Regie- rungsmehrheit, abgeschlossen worden ist, so wird man wohl kaum auf dem Kongreß eine andere Meinung der christlichen Gewerk- schaftsvertreter über die Politik und die Bestrebungen der Barons- regierung hören als die, die in dem Jahrbuch in folgendem Satz zum Ausdruck kommt: „Die christlichen Gewerkschaften werden ihrem Wesen und ihrer Aufgabe, die ste im Interesse der Arbeiterschaft und des Volksgonzen zu erfüllen haben, nicht gerecht werden, wenn sie nicht mit aller Schärfe gegen alle Um stürz- und Diktaturbestre- Hungen und gegen alle sozialfeindlichen und reaktionären Be- strebungen Front machen würden." Da nach Pressemeldungen der Reichsarbeitsminister an diesem Kongreß teilnehmen wird, kann man gespannt darauf sein, was der Reichsarbeitsminister der Brüning-Regierung dem Reichsarbeits- minister der Papen-Regierung zu sagen haben wird. Buchdruckerteilstreik in Magdeburg. Magdeburg, 17. September. Bei der Magdeburger Tageszeitung ist das technische Personal wegen Minderung der Leistungszulage bei einem Teil des Personals heute in den Streik getreten. Die Sonnabendnummer konnte nicht erscheinen. Erfolgreiche Abwehr der Schuhmacher. Gegen jeden Lohnabzug durch Tlotverordnung. Bei der Schuhfabrik Reh u. Prädel, wo etwa 156 Arbeite- rinnen und Arbeiter beschäftigt werden, ist der Belegschaft durch Aushang angekündigt worden, daß entsprechend der Notverordnung ein Lohnabzug von 25 Proz. vorgenommen werden würde. Daraufhin faßte die Belegschaft den Beschluß, die Arbeit sofort niederzulegen. Die Firma hat sich dadurch veran- laßt gesehen, ihren Aushang und die darin angekündigte Lohn- kürzung wieder zurückzuziehen. Das kommunistische Abendblatt„Die Welt am Abend" be- hauptet, daß bei der Firma R e i s ch. Landsberger Straße, die über- tariflichen Verdienste um 56 Proz. gekürzt worden seien. Wie uns der Zentraloerband der Schuhmacher mitteilt, ist daran kein wahres Wort. * Der Beirat des Zentralverbandes der Schuh- macher, der dieser Tage versammelt war, nahm in einer Ent- schließung Stellung gegen die Notverordnung der Reichsregierung. In dieser Entschließung heißt es: „Der Beirat fordert die Arbeitnehmer in Schuhindustrie und -Handwerk auf, jedem Lohnabbau den entschiedensten Widerstand entgegenzusetzen. Dieser Abwehrwille richtet sich nicht gegen die Einstellung von Arbeitslosen, sondern gegen den reaktionären Angriff auf das Tarifrecht und die Verschlechterungen der Lebensbedingungen. Die Geschlossenheit und der einmütige Abwehrwille muß die auf Lohnabbau und Tarifverletzung ein- gestellte Notverordnung zum Scheitern bringen." * Auch die Berliner Z a h l st e l l e des Zentralverbandes der Schuhmacher hat eine Entschließung gegen die Notver- o r d n u n g angenommen. In dieser Entschließung wird u. o. der ADGB. aufgefordert, ein Kampfbündnis zwischen der KPD. und der SPD. herzustellen. Die Berliner Schuhmacher müßten aus eigener Erfahrung wissen, daß man mit der KPD. ein Kampfbündnis nicht abschließen kann, es sei denn, man unterwirst sich blind und widerspruchslos den Anordnungen Moskaus und seiner Berliner Vertreter. Im übrigen müßte man auch in der Zahlstelle Berlin des Schuhmacher- Verbandes wissen, daß nicht„der kampslose Rückzug am 26. Juli" die Konterrevolution in Deutschland gestärkt hat, sondern die von Moskau aus gewollte und hartnäckig betriebene Spaltung der deutschen Arbeiterklasse. Und dazu hat die Berliner Zahlstelle der Schuhmacher nur zu lange ihre Hand geboten. 2% Millionen Wohlfahriserwerbslofe. Nicht Rückgang sondern Zunahme. Am 31. August wurden in den Städten mit mehr als 25 666 Einwohnern(zusammen rund 25 Millionen) 1 586 666 laufend unterstützte Wohlfahrtserwerbslose gezählt. Aus der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge aus- gesteuert, müssen die Wohlfahrtserwerb-losen ausschließlich von den Gemeinden erhalten werden. Für die Gesamtheit der Gemeinden ist für Ende August mit rund 2 450 000 Wohlsahrkserwerbslosen zu rechnen. Diese Zahl ist um rund 435 666 höher als die von der Reichsanstolt für Ar- beitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung bekanntgegebene Zahl der von den Arbeitsämtern anerkannten Wohlsahrtserwerbs- losen(2 616 666). Auf Grund der neuen Verordnung über die Zählung der Wohlfahrtserwerbslosen werden von den Arbeitsämtern nicht mehr — wie bisher— sämtliche von den Gemeinden laufend unter- stützte Erwerbslose gewählt, sondern nur solche, die bestimmte Vor- aussetzungen erfüllen(z. B. nur solche unter 66 Jahren, nur frühere Arbeitnehmer). Diese willkürliche Einschränkung des Per- sonenkreises muß den Eindruck erwecken, als ob die Zahl der Wohl- fohrtserwerbslosen einen Rückgang erfahren hätte. Das Gesamt- ergebnis zeigt dagegen eine Zunahme um 36 666 Wohlsahrts- erwerbslose gegen den Monat Juli. Der Angeslelltenvorstand� der Reichsknoppschast beschloß mit sieben gegen drei Stimmen des AfA-Bundes einen weiteren Abbau oller Leistungen von 5 Mk. bis zu 35 Mk. Die Vertreter des AsA-Bundes kiindigten an, daß sie die Einführung einer Produktionsumlage beantragen wollen. Achtung, Betriebsräte! Die durch die Notverordnung vom 4. September 1932 erfolgten Eingriffe in das Tarifrecht, die Aufhebung der Unabdingbarkeit der Tariflöhne u. a. m. macht die Abhaltung von zwei Sonder-Ivformatioasabendeu für Betriebsräte, die sich mit den Aeuderungen des Arbeitsrechts durch die Notverordnung be- schäftigen, notwendig. Leiter der Abende ist der Genosse Dr. Bruno Droecker. Die Abende sind Dienstag. 27. September, 19 Uhr, im Saal 3. und Dienstag, 4. Oktober, 19 Uhr, im vaal ö des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24— 25. Wir bitten die Betriebsräte und Funktionäre der Gewerkschaften sowie die arbeitsrechtlich interessierten Mitglieder, sich diese Tage schon vorzumerken. Bor- herige Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. C. Lorenz A.'G. Mittwoch. 21. September. 161� Uhr, im Lokal Pommerening, Tempelhof, Berliner Str. 199(Am Kanal), SPD.-Frak- tionsversammlung. Thema: Die gegenwärtige Lage. Referent: Ge- nosse Stieglitz. SPD.-Werbeausschusi der Post- und Telegraphevbeamten und-An- wärtcr. Werbeversammlung am Donnerstag, dem 22. September, 291� Uhr, bei Heiles, Prenzlauer Allee 239, Ecke Metzer Straße. Unser Kampf für den Sozialismus. Referent: Genosse Hans Marx. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste willkommen. SPD.-Fraktion der erwerbslosen graphischen Hilfsarbeiter. Ber- fammlung Montag. 19. September, 121? Uhr, im Vegetarischen Nestau- rant, Skalitzer Str. fi. Thema: Die Notverordnung und ihre Aus- Wirkung auf die Arbeiterschaft. Referent: Genosse Dr. Kurt Löwenstein. Um zahlreichen Besuch bittet der Fraktionsvorstand. BVG.-Bahnhof 24, Lichtenberg. Montag, 19. September, 19� Uhr, Lokal Hensel, Hubertus- Ecke Wagnerstraße, Fraktionsversammlung. Thema: Die politische Situation. Referent: Genosse Paul Bernstein. SPD.-Fraktion beim Schlacht- unb Viehhof. Donnerstag. 22. Sev- tember, 19 Uhr, bei Bauer, Tilsiter Straße 27, wichtige Fraktionsver- sammlung aller SPD.-Genossen. Referent: Genosse.Karl Dressel. Achtung. AEG. Treptow! Donnerstag, 22. September, 15 Uhr, kommen alle SPD.-Genossen im Lokal George, Rennbahn, zu einer wichtigen Fraktionsverfammlung zusammen. Referent:.Karl Dressel. 3d»Freie Gewerkichafts-FugenS Verlin H Heute finden folgende Veranstaltungen statt: Nordostkreis:.Kreissport- treffen auf dem' Bolle-Sportplafc. Nordend. Beginn um 14 Ubr.— Iugendgrnppe des Gefamtverbanoes: Fahrt nach dem Freikörperkultur- gelände Großbesten(Hinterer Peefcfee). Treffpunkt 6U Uhr Bahnhof Stralau- Rummelsbura, Eingang Sonntagstroße.— Kreis Obersvree: Ab 18 Uhr im Jugendheim Oberfchöneweide, Laufener Str. 2, Bunter Abend(mit.Kapelle).— Margen. Montag, Zusammenkunft aller Grupvenleitungen im Sitzungssaal des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes, Berlin N.. Elfässer Str. 86— 88. Tages- ordnung: 1. Unsere nächste Arbeit. 2. Mitteilungen. Zutritt nur gegen Vor- zeigung der Funktionärkarte und des Verbandsbuches. Einlaß 19� Uhr. Beginn 20 Uhr._ Zuoendaruppe des Zentralverbandes ver Angestellten Morgen. Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Weddiug: Jugendheim. Turiner Ecke Seestraße. Tayespolitische Rundschau.— Nordost II: Jugendheim Schön lanker Str. 11..Kampfliederabend.— Weißcnsee: Jugendheim Pistoriusstr. 24. Diskussionsabend: Jugend und Staat.— Urban: Jugendheim Hobrecht- Ecke Sanderstraße. Vortrag: Interessantes aus dem Lanbe der unbegrenzten Möglichkeiten. Referent: Weigelt. GittertOM \ weiß v ecn», holtto. QwoUtot < für Halbstores Ointr.|9tXt Schwedenstoffe indonthren, mod. aparte Streifen, 125 cm br.. Meter|etzf Gardinenvoile J indonthren, aparte Muster. J HO cm breit Meter|etxt 65. Fußkissen aus moderneo Teppichstoften, aparte Form Stück|etxt 65 p'g Badematten jr Cummischwamm, In vielen Farbtn,doppelseit.. Sfüdt letxt �0� Pfg. Macco-Batist Schweizer Seidengianzware, forbenschone Must., Mtr. jetxt 65 «9- Gardinenstoffe Fontosie-Gewebe, mod. Muster. co. 150 cm breit Meter|etzt 65 *9. Landhausgardinen mit Volarnt- Verzierung Mtr 25 Pfg.. 3 Mtr. zus.|ofxt 65 «9- Halbster es aus Gitterstoff m. Klöppel» eiruotz u. Fransen, Meter(elxf Gardinen- u. Spannstoffe, Tüllgeweb«, bis 130 cm breit, Meter(Gtst Fantasie-Voile f. Dekorationen, mod. Muster, � � 112 cm breit Meter ietxf M*0 Pfg- Jacquard-Rips in mod. Mustern, viele Forben, M co. 120 cm- br., Meter|ttxf*0 Bett vorieger Boucle, reines Haarcjorn, in vielen Farben Stuck|etxt 9" Schlafdecken grau, mit Kante. 120*170 cm, solide Qualität Stück|etxt �0 Pfg Ma rq u isette Fantoslegewcbe, mod. Muster, M ca. 150 cm br. Meter(atzt 0 �0 Pfg. Korbsessel garnitur moderne Muster, 2 teilig. Sitz und lehne Garnitur Jetxt 0 vaß Pfg. Aufsehenerregende Extra-Angebote TEPPICHE Volant-Garnitur m. Volontverzierung. 3 teilig, 2 Schals w. 1 Behang, Garnitur letzt Falten störe mod. Gitterstoffe, 250*220. mit Klöppeleins. u.Franse. Stück Jetxt Halbstore Meterware, mit Blendenverzierung, Klöppelfranse, Meter Jetxt Filet-Tischdecken reich gestopft mit Kunstseiden- franse. 130 cm rund. Stück Jetzt Möbelstoffe schwere Bezugsquolität. In vielen Farben u. Mustern, Meter Jetzt Kunsts.Tischdecke co 130*155cm,m Franse. aparte Muster und Farben, Stück Jetzt Schlaf- Relsedeeken schwere Qualität, moderne Karo. Bondeinfass.. Stüde Jetzt Divandecken moderne Muster, In vielen Forben mit Franse Stück Jetzt Velour-Läufer Jacqu.-Garnituren Kunstseide, moderne Must.. viele Forben, 3 teilig, Fenster Jetzt Apart. Garnituren m. Klöppeleinsotz u.Franse. mod. Ausführung, 3tlg., Garnitur Jetzt Einxel-Stores angestaubt, schwere Handarbeit. Wert bis M. 23- Stüde Jetzt SERIE I Boucle-Teppich 23i«335.reir>.Hoorgarr. 5�4 Velour-Teppich® ifl 200*300, ca.. Per,.MuH. B\ PSij«eh-Tepplch« 200*300, Perctf- Muster B3a' SERIE II SERIE Toumay-T eppich 200*300. erprobt. Qual. Velour-Teppich 250x350, Smyr. Pers.-M. Boucle-Teppich 300x600, rein. Haargarn Velour-Teppich 300x400. Gebr.- Qual. Tournoy-Teppich 200x300, durchgewebt T ournay-T eppich • 230*340, erprobt. Ouol. Für ein paar Pfennige besorge ich die gröbste Wascharbeü— die Lockerung des Schmutzes 1—aber nicht durch Reiben und Bürsten� nein, so schonend wie nur möglich, nämlich allein durch Einweichenl Einweichen der Wäsche rnil Henko ist die einfachste, billig« sie und fortschrittlichste Art der Wäschepflege. Henko verkürzt den Waschtag um die Hälflei Henkels Wasch-und Bleich-Soda zum Einwekhen der Wäsche, zum Weichmachen des Wassers! Nehmen Sie zum Aufwaschen, Spülen und Reinigen Henkels i vornehmem■ ■ Futter nor JA O Warm. moll. Morgenroik| gestreift und karriert AZ 5V i nur v JBr ntra stark« Dara«n nur 8.50 Reinseidene fesche Wickel-Blusen reich mit Rüschen � garn. auch für utn l C„ härte Daan.. nur Aus unserer altberühmten WUsdie- Ablcllung: schönt Kopfkissen mit Hohls. u. Hand- Stickerei 80/100 nur 1 dito 80/80.. nur 1.75 Diraiti- Bettgarnituren Deckbett und 2 Kopf- �$0 kiss., gute Qual, nur£ Spezial-Bcttlakcn m. verstärkt. Mitte.1 50/200, nur 5.25 21: Mittwoch, den 21. September unser berühmter Kindertag! Eingang von Neuheiten in madciMintermäntein und-Kleidern Mädchen- Ulster| korrekt verarbeit£ A Größe 60. nuf f tf+l.- Einsendungen für diese Rubrik find Bettln SW 68, Lindenstraße 3, Groß-Berlin stets an da, Bezirkssetretariat 2. Hof, 2 Treppen recht», ,u richten Wohnungs- und Mieterausschuh der SPD. Groh-Verlin. Am Montag, dem 26. September, 12� Uk>r, Versammlung aller im Wohmings. und Siedlungswesen tätigen Parteigenossin sowie der Ableilungs- mieternertreter im Gewerkschaftsbaus, Engelufer A/2S. Der Berliner Stadtkämmerer Genosse Asch spricht über:„Abeitsbeschaffung und Wohnungswirt» schuft". Arbeiter- Samariter-Äund e. TS., Berlin. Zugendabteilung. Die Jugendgruppe des Arbsiter.Samariter.Bundes veranstaltet am 21. Sep. tsmber in ihren eigenen Räumen, Joftystr. 4, eine Werbeveranstaltung. An diesem Abend wird der Oeffentlichieit zum ersten Male eine, von der Berliner Kolonne zusammengestellte Lichtbildserie gezeigt. Wir bitten, Kinder im Alter vdn 14 bis A Iahren an diesem Abend zu uns zu schicken. Um unsere Ziele zu verwirklichen, brauchen wir noch eine ganze Anzahl Mitglieder, die prak. tisch an diesem Werke mithelfen wollen. Hierzu gehört in allererster Linie die Jugend. -i- 3. Kreis. Die Kindcrfrcunde unseres Kreises veranstalten gemeinsam mit den Kindergruppen der ffTGB.. Osten ihren Spiel- und Sporttag am Sonn» tag, dem 2ö. September. Plaketten find(nur im Vorverkauf) zum Preise von 16 Pf. bei allen Helfern und Kindern zu haben. Eintritt an der Kasse 26 Pf. Aus dem Programm: Volkstänze. Kreisspiele, Kasperle, Stafetten, Handball. und Völkerballspiele usw. Um ISsz Uhr weiht Bürgermeister Genosse Mielitz ein Sturmvogelflugzeug und hält die Ansprache bei der Schlußfeier. Anfang 13 Uhr. 67. Abt. Unser Genosse Max Eckerlein wird heute, Sonntag, 76 Jahre alt. Wir wünschen ihm in ernster Zeit einen frohen Lebensabend. 124. Abt. Aus Anlaß des heute, Sonntag, stattfindenden Sportfestes: Flaggen heraus. Um 16 Uhr: Abmarsch des Festzuges des ATSpV.„Ein. tracht" vom Lokal Schliefe. Alle Genossen und Angehörig« werden aufge» fordert, fich am Festzug zu beteiligen. Beginn aller Veranstaltungen 19� Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! Morgen. Monkag, 19. September: 3. Kreis. Versammlung aller SPD.-Kleingärwer bei König, Otavistr. 37. Wichtige Taaesordaung. Parteibuch legitimiert. 7. Kreis Charlottcnburg. Bezirksverordnetenfraktion mit den Bürgerdepu» tierten im Rathaus, Sitzungszimmer 1. 12. Kreis. Sitzung des Kreisbildungsausschusses um ISH/i Uhr beim Genossen Kronenberg, Steglitz, Marlelstr. 66. 14. Kreis Neukölln. Sitzung der Bezirksverordnetenfraktion mit Bürgerdepu» tierten im Rathaus, Zimmer 137. 17. Kreis. Um 18 Uhr ffraktionssstzung der Bezirksverordneten und Bürger» deputierten im Zimmer 36 des Rathauses, Möllendorfltr. 6. IS. Kreis Pankow. Fraktionssitzung mit den Bürgerdeputierten um 18z� Uhr im Rathaus, Zimmer 117. 29. Abt. fiunktionärsttzung an bekannter Stelle. 46. Abt. Funltionärvcrsammlung bei Keufncr. 63. Abt. 20 Uhr Vorstandssitzung mit gahlabendleitern bei Lux. 86. Abt. Arbeitskreis jüngerer Parteigenossen um 26 Uhr bei Gürlich, Begas» straße 1. Thema: Das kommunistische Manifest.<4. Abend.) Referent: Genosse I. P. Mayer. 128. Abt. Die Genosse» und Genossinnen beteiligen sich an dem Spaziergang in der Berliner Straße. 138. und 143. Abt. Genosseul Die Iüngerengrutzpe beginnt ihr« Winterarbeit am Montag, dem lg. September, mit einem Mehrgespräch über das Thema:„Was ist eigentlich Faschismus?" Anschließend soll das Winter. Programm festgesetzt werden. Beginn pünktlich 26 Uhr im Jugendheim, Hermsdorf, Roonstraßc. Dienskag, 20. September: 6. Kreis. Arbeitcrwohlfahrt. Erwerbslosen, ufammenkunft im Heim Tifiter Straße 4/ö. Wirtsäiaftspolitisch« Informationen. Referent: Genosse Raue. Untcrhaltungsteil Puggi Muck. 17. Kreis. Die für Dienstag angesetzte Kreismitgliederversammlung fällt wegen der Sportpalastkundgebung aus. Teilnahme an dieser Beranstal» tung Pflicht. 84. Abt. Alle Genossen treffen sich um lg Uhr am Bahnhof Lankwitz zur Teilnahme an der Kundgebung im Sportpalast. 68. Abt. Treffpunkt zur Kundgebung im Sportpalast: 18>/- Uhr, Witten. bergplatz. Mittwoch, 21. September: 1. Kreis. Bildungsausschuß. Wichtige Sitzung um 20 Uhr bei Lohan, Vrllderstr. 16. Vertreter aller Organisationen müssen erscheinen. 8. Kreis. Tunktionärversammlung bei Rabe, Fichtestraße. Thema: Di« po» litische Lage. Referent: Genosse Hans Vogel. 15. Kreis. Krcisvorstandssitzung mit den Abteilungsleitern an bekannter Stelle. 19. Kreis. KreismitgliederversamMung im Konzerthau» Linder, Pankow, Marktplatz. Thema: Politische Lage. Referent: Genosse Wissels. 3. Abt. Arbeitskreis jüngerer Parteigenossen. Zusammenkunft bei Ende, Luiscnufer 26/21. Thema: Unsere Anträge im Reichstag und das Wirt- schaflsprogramm der Regierung. Referent: H. Lehnert. 9. Abt. Arbeitskreis jüngerer Parteigenossen und Freidenker. Zusammen» kunft bei Faber, Stephanstr. 11. Thema: Arbeitsdienstpflichd. Referent: Genosse Stieglitz. 12. Abt. Mitgliederversammlung um 26 Uhr in den Arminiussälen, Bremer Straße. 21. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft bei Kroll, Utrechter Straße 21. Thema: Politische Lage. Referent: Genosse Iakubowicz. 26. Abi. Versammlung der Wohlfahrispfleg-r und Mitglieder der Arbeiter» Wohlfahrt im Braustübl, Echwedtcr Str. 2Z4«. Thema: Die Aufgaben der Wohlfahrtskommisston hr der Krise. Referent: Genolssn Frida Rofenthal. 27. Abt. Iüngerengruppe. Volksspeisehalle Gleimstraße Sä. Thema: Tages. Politik. Referent: Genosse K. Bauer. 44. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft bei Ewald, Ekalitzer Str. 126. Thema: Die nächsten Aufgaden der Partei und die jüngeren Partei- genossen. 46. Abt. Iüngerengruppe bei Tielert, Liegnitzer Str. 16. Referent: Genosse Schlessnaer. 49. Abt. Mitgliederversammlung im Jugendheim Lindenstr. 4. Thema: Po. litische Lage. Referent: Dr. W. Groß. 62. Alt. Gruppe Sicmensstadt. Ilitgliederversammlung bei Marsandt, „Heidekrug". Referent: Genosse Tornow, MdR.— Iüngerengruppe: Werbeabond in Siemensstadt im Lokal Marsandt, Ronnendammallee 89. Treffpunkt: Kaiserin-Augusta.Allee 52 zum gemeinsamen Abmarsch, pünkt. lich 1g>/, Uhr. Nachzügler kommen direkt zu Marsandt. 67. Abt. Mitgliederversammlung im Schiller-ssiestaurant, Bismarckstr. 116. Thema: Das Proletariat im Enifcheidungskampf gegen die Diktatur in Staat und Wirtschaft. Referent: Genosse Löwenstein. 63. Abt. Mitgliederversammlung bei Soffmann, Finkcnkruger Weg. Thema: Politische Lage. Referent: Genosse S. Marx. 72. und 73. Abt. Die politische Lage. Referent: Genosse Ernst Frankel. Die Bezirksführer müssen einladen. 74. Abt. Mitgliederversammlung im Waldbaus, Spandauer Straße. Thema: Der Kampf um ein neues Deutschland. Referent: Genosse Croner. 82. Abt. Mitgliederoersammlung bei Schellhase, Steglitz, Ahornstraß- 15*. Thema: Unsere Anträge im Reichstag. Referent: Genosse Falkenberg, 96. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft bei Düben, Fulda. Ecke Weser» straße. Thema: Das Kommunistische Manifest und die Gegenwart szweiter Abend). Leiter: Genosse Dr. Heinz Pächter. 92. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft im Jägorheim, Wildenbruchstr. 81. Thema: Freiwilliger Arbeitsdienst. Referent: Genosse Dr. Walter Pähl. 93. Abt. Bezirke 168 und 16g Zahlabende im Bärwinkcl. Thema: Politische Lage. Referent: Gcnosse Harnisch. 99. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft im Keller, Hannemannstraße 46. Diskussion über die politische Lage. 161. Abt. 8. Bezirk. Zahlabend bei Manz, Kiefholzstraße. Referent: Genosse Gillmeister. 137. Abt. Mitgliederversammlung bei Leese, Berliner Str. 78. Thema: Po. litische Lage. Referent: Gcnosse O. Friedländer. Donnerstag. 22. September: 7. Kreis. Erwerbslosen, ufammenkunft im Seim, Rostnenftr. 4, um 151h Uhr. Thema: Unsere Anträge im Reichstag. Referent: Genosse Dienstock. 12. Kreis. Erwerbslosen, ufammenkunft um 151h Uhr in Steglitz, Friesen. straße(Schule). Thema: Faschismus in Italien— Nationalsozialismus in Deutschland. Referentin: Genossin Räder-Großmann. 18. Kreis. Erwerbsloscnzusannncnkunfl im Svortheim auf dem Rennbahn, gelände. Thema: Die politische Geschichte des Weltkrieges. Referent: Genosse Majoneck. 22. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft bei Hahn, Brüsseler Straße 43. Thema: Kartelle und Konzerne in der deutschen Wirtschaft. Referent: Gcnosse Majoneck. 91. Abt. Iüngerengruppe. Zusammenkunft bei Lübeck«, Karlsgartenstraße 11. Thema: Politisch-satirischer Abend(Glaßbrenner). Bortragender: Theo Maret. Frauenveranstaltungen. Morgen. Montag. 19. September: 11. Kreis. 26 Uhr Frauenleiterinnen bei Will, Martin-Luther-Straße. 13. Abt. Frauenabend bei Röstsl, Putlitzstr. 16. Thema: Streifzüge durch den Orient. Referentin: Erna Büsina. 23. Abt. Frauenabend bei Hcinze, Barsus. Ecke Glasgower Straße.„Wir lassen uns nicht unterkriegen!" Lustige» von ffriedel Hall. 24*. Besichtigung der weltlichen Schule Weißensee. Park». Ecke Amaliensiraße. Treffpunkt lg Uhr an der Flelschabgabestelle de, Konsums. Greisswalder Straße. 31. Abt. Frauenaiend bei Goldschmidt, Stolpische Straße 36. Thema:„Unsere Stellung zu Sowjetrußland." Reserent Gen. Dr. München. 36. Abt. Frauenabend bei Boer, Ttlstter Straße 2!7. Feierstunde anläßlich des 86. Geburtstages der Genossin Fahrenwald. Referentin Genossin Wurm. 78. Abt. Frauenabend im Restaurant Hochgeschürz, Mühlenstr. g. Thema: Po» litische Lage. Referent: Gen. A. Reichardt. 164. Abt. Frauenabend bei Pamp, Niedeischöneweide, Hasselwerderstr. 12. Thema: „Die Frau in Recht, Staat und Gesellschaft." Referent: Genosse Tichauer. 2. Punkt: Neuwahlen. 124. Abt. Frauenabend im Nordstern, Hönower Straße 4g. Thema: Ernstes und Heiteres. Refsrentin: Martha John. Dienstag. 20. September: 167. Abt. Frauenabend bei Zobian, Alt-Glisnicke. Thema: Programm der Papen. Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Refsrentin: Lola Meyet 16S. Abt. Die Genossinnen treffen sich pünktlich um l/ssi Uhr am Bahnhof Friedrichshagen»um Besuch der Sportpalasckundgebung. Erwerbslose Ee» nofsinnen bekommen das Fahrgeld und Eintrittsgeld ersetzt. Stempelkarte ist mitzubringen.. 128. Abt. Frauenabend im Mühleneck, Mühlen- Ecke Brennerstraße. Thema: Faschismus in Italien— Nationalsozialismus in Deutschland. Referentin: Genossin Räder-Großmann. 12«. Abt. Frouenabend bei Meyer. Türkisches Zelt. Pankow. Breite Str. 14. Thema:„Streifzüge durch den Orient." Referentin: Erna Büsina.. 136. Abt. Besichtigung der Schulfarm Scharfenberg. Treffpunkt 2 Uhr Reichs» bannerbootshaus. Milkwoch. 21. September: 13. Preis. Funktionärinnensitzung in Mariendorf. Thausseestraße 305, bei Mali. it Uder den Wochenendkursus in Bernau. 19. Kreie. Um 18 Uhr treffen sich alle Funitionärinnen im Türkischen Zelt. Bericht über den Wochenendkursus in Bernau. 1. Abt. Frauenabend bei Klement. Sophienstraße 6. Thema: Programm der Papen-Regierung oder sozialistisches Altionsprogramm. Referent: Genosse Iohannsen. 9. Abt. Frauenabend Perleberger, Ecke Luitzowstraße. Thema: Sazialistisches Aklionsprogram. Referentin: Gen. Kurgaß. 64. Abt. ssrauenabcnd im Jugendheim. Lichtbildervortrag:„Der Kampf der Frau für den Sozialismus." 68. Abt. Frauenabend im Raniehau», Rankestr. 4. Thema: Politik im Gin» kaufskorb. Refcrentin: Nora Henke. 77. Abt. Frauenabend bei Jürgens. Barbarossastraße 5*. Thema: Kamerad» schastsehe. Refcrentin: Lola Meyer. 79. Abt. Frauenabend bei Reimann, Ecdanstraß« 7. Thema: Jugend tn Rot. Referentin: Räder-Großmann. 89. Abt. Frauenabend bei Wolfs, Rubens», Ecke Eanovastr. Kinnoristisch.sati» rifcher Abend. Rezitationen Gen. Hofemann. Zu dieser Veranstaltung können Gäste eingeführt werden. 81. Abt. Fraucnadcnd bei Klage, Handjerysftaße 60/61. Thema: Frauenschulung in Bernau. Rcferentin: Gen. Schütze. 166. Abt. Frauenabend bei Kerterbaum, Sedanstroße 3. Thema: Kommt die Arbeitsdienstpflicht? Referent: Gen. Gustav Weber. III. Abt. Frauenabend bei Heimann. Waltersdorfer Straße 100. Thema: Kampf gegen die Reaktion. Referent: Genosse W. Raue. 121. Abt. Frauenabend bei Krüger, Dönhoff., Ecke Iunker-Iörg-Straße. Thema: Programm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referent: Gen. G. Hanna. 124*. Abt. Frauenabend bei Draber, Mahlsdorf, Bülowstr. 46. Thema: Der Kampf gegen die Reaktion. Referent: Genosse Bernstein. 136. Abt. Frauenabend in Karow, Frundsbecgstr. 9, Ecke Spinolastraße. Thema: Politik im Einkaufskorb. Referentin Gen. Nora Senke. Donnerstag, 22. September: 83. Abt. Frauenbaden bei Rothe, Kinbenburgdamm. Ecke Roonstraßc. Thema: Zweck und Ziel der Frauenabcnd«. Diskussionsleiterin: Gen. Kern. Heitere Rezitationen: Gen. Wollmann. 119. Abt. Frauenabcnd im Lokal I. Werner, Köpenicker Straße 126. Gaslehr» Vortrag über diäte Küche. 116. Abt. Frauenabend bei Morr, Reue Bahnhofstr. 28. Thema: Programm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. 141. Abt. Frauenabcnd bei Hoffmann, Edelwcißstr. 5. Thema: Kameradschafts. ehe. Referentin: Lola Meyer. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 2. Kreis Tiergarten. Mittwoch, den 21. September, pünktlich 17 Uhr, im Keglcreck, Perleberger Ecks Luitzowstraße, wichtige Sitzung aller Funktionäre und Helfer der Arbeiterwohlfahrt. Donnerstag, den 22. September, um 18 Uhr, Wilsnacker Str. 35, findet der nächste Kursusabend über Soziale Gsrichtshilfe statt. 5. Kreis Friedrichshain. Die für Montag, 19. September, vorgesehene Sitzung der Arbeiterwohlfahrt fällt besonderer Umstände halber aus und wird verschoben. 11. Krei» Schönebera. Sitzung der Arbeiterwohlfahrt ausnahmsweise bei Will. Schöneberg. Martin-Luther-Str. 69, am Donnerstag, dem 22. September, um 26 Uhr. Genosse Bothur spricht über den freiwilligen Arbeitsdienst. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer u. Lehrerinnen, Lezirksgruppe Verlin. Fachgruppe höhere Schulen. Geschlossene Mitgliederversammluna Dienstag. 26. September, 19)� Uhr, im Köllnischen Gymnasium(gm U-Bahnhof Inselhrücke), Saal 17. Tagesordnung: 1. Genosse Kur: Löwenstein: Die Kulturpolitik in der politischen Wende der Gegenwart. Aussprache. 2. Endgültige Beschlußfassung über Organisation». fragen der Fachgruppe: u. a. Ersetzung der bisherigen Einladungen durch Einrichtung eines bestimmten Sitzungstages im Monat und eines ständigen Sitzungsortes sowie bloße Anzeige im„Vorwärts". 3. Berschiedenes. Zutritt nur gegen Vorzeigung des mindssten» vi» September d. I. geklebten Mitgliedsbuches der Partei. Sozialistische Sludenlenschast. Heute Tieften zur Konsumbesichtigung 9 Uhr im Bund. Albrechtstraße 11, Gth. 2 Tr., oder 16 Uhr Lichtenberg, Rittergutstraße.— Dienstag, den 26. Sep» tsmber: Geschlossene Teilnahme an der Sportpolastiundgebung. Treffpunkt 18 Uhr im Bund oder 19 Uhr U-Bahnbogen BUlowstraße.— Donnerstag, 22. September, 20 Uhr, im Bund. Ausspracheabend: Wirtschastzankurbelung durch das Rsgierungsvrogramm? Referent: Gen. Dr. Falk.— Sonntag, 25. September: Fahrt nach Schöneich«. Treffen 9 Uhr Bahnhof Friedrich straße gegenüber Aschingcr. Arbeitsgemeinschaft der kindersreunde Groß-Berlin. Morgen, Montag, 1? Uhr, Vorstandssitznng in der»eschästestelle. Donnerstag, 22. September, 19� Uhr, Helfervcrsammlv-g in der Aula des Oberlyzeums Berlin-Reukölln, Berliner Str. 16. Mitte. Kreishelfersitzung morgen. Montag, im Jugendheim Elisa- J bethkirchstr. 19. Erscheinen oller Helfer ist dringend notwendig. , JinV'/ Friedrichskai». Spiel- und Sporttag am Sonntag, dem 25. Sep» Binder, auf dem Sportplatz Friedrlchshain. Für Pendelstafette, Bölterball und Handball können sich noch Mannschaften bei Ernst Sacmerow, Berlin NO., Landsberger Str. 90, melden. Außerdem Kasperle— Volkstänze— Kreisspiele..... Kreuzberg. Morgen, Montag, Kreiskursus im Jugendheim Manteuflelstraße um 26 Uhr. Pünktlicher Beginn. Erscheinen aller Helfer Pslicht. Mittwoch Singekreis um 18 Uhr im Heim Urbanstr. 187. Alle anderen Nelgungsgebiete beginnen Mittwoch. 5. Oktober, an den bekannten Stillen. Alle Gruppen müssen mit ihren Falken vorher darüber sprechen und den Besuch der Rei» gungsgrupven organisieren. Abt. Mariendorf. Dienstag, 26. September, 17 Uhr, Spielen der Jung. und Nestfalken im Heim Dorfstraße. Freitag, 23. September, 18 Uhr, Heim Dorfstraße. Brettspiele für Rote Falken. Abt. Mariensclde. Freitag, 23. September, 17 Uhr, Lesen. 12. Kreis Steglitz. Sonntag. 25. September, 111h Uhr, Filmmatinee in der Alhambra, Schöneberg, Hauvtstr. 56. Großtonfilm: Lufafima. Karten für Kinder 36 Pf. bei den Helfern bestellen.— Abt. Albrechtstraße. Dienstag, 17 Uhr, Jugendheim, Albrechtstr. 47, Werbenachmittag.— Abt, Friesenstraße. Mittwoch, 17 Uhr, Schule Fricsenstraße, Vortrag: Warum Kinberfreunde?— Abt. Lichterfelde. Mittwoch Brombecrenpflücken. Treftpunkt 15 Uhr Dahlemer Straße Ecke Unter den Eichen. Freitag, 17 Uhr, Oberrealschule, Jung, und Nestfalkenspielnachmittag.— Abt. Lankwitz. Schule Schulstraße. Dienstag, 17 Uhr, wir basteln. Donnerstag Lesen aus„Äraftbonbon". Neue Kinder immer willkommen. Abt. Mahlsdorf. Wir beteiligen uns heut« an dem Svortfest der Turner. fchaften. Treffen um 13 Uhr bei Schliefe, am Bahnhof. Erscheinen in Fallentracht. Kreis Neukölln. Gruppenführer. Die Gruppen Ausbau, Avanti, Bauvolk, Kurt Eisner haben die Berichtsbogen für August noch abzuliefern. Bis morgen, Montag, erbitten die Gruppenmeldung für den Sternwartebesuch am 25. Sep» tember. Vorstandssttzung morgen, Montag, 20 Uhr, im Kreisheim.— Gruppe Lichtkömpfer. Die Zeltagerausstellung der Gruppe ist zur Besichtigung nur noch bis morgen, Montag, 22 Uhr, geöffnet. Jungfalken. Am Dienstag sind wir ob 171h Uhr im Kreishsim Ganghoferstraße. Nestfalken. Wir erwarten alle Nestfalken um 17 Uhr im Heim Bergstr. 29 am Dienstag, 26. September.— Gruppe Bauvolk. Alle Falken sind am Dienstag im Heim Steinmetzftt. 115 (ab 17 Uhr). Wir sprechen über die Entstehung der Kinderfreundebewegung. Vriefkasten der Redaktion. K. L. Bei kinderloser Ehe-erbt der überlebende Gatte die zum Haushalt gehörenden Gegenstände und die Hochzeitsgeschenke als gesetzlichen Boraus. Eine Teilung der Haushaltsgegenstände findet also nicht statt. Ob die Sachen in die Ehe'mitgebracht oder später angeschafft wurden, ist unerheblich. Wenn Kinder vorhanden sind, so erben diese% und der überlebende Elternteil erbt 1h des Nachlasses des Verstorbenen. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Zerlin Einsendungen für diese Rubrik nur an das Iugendsekretariat Berlin SW 68. Lindenstraße 2. vorn 1 T-evve rechts. heute, Sonniag, 18. September: Tegel: 18 Uhr im Heim Schöneberger Str. 3 Schallplattenabend. Jeder bringt 5—16 Pf. mit-— Humboldthoin: Absporteln in. den Rehbeigen. Trcft. puntt 13 Uhr Rote Allee.-»ottbusser Tor: 17 Uhr im Heim Urbanstr. 167 V-lkstanzabend. Um 91, Uhr in F-Ikenkluft am Kottbußer Tor.-®chon» hauser Vorstadt: 19 Uhr Heimabeno Schönfließer Str. 7.— Köpenicker Vlertel. Pflichtveranstaltung urn 10 Uhr bei Siedentopf......, Werbe bezirk Pankow: Beteiligung am Wohltatrgkertskonzert des Reichs» banners im Schloß Schönhausen. Morgen, Montag. 19. September: IS Uhr Borsitzendeukonferenz im Saal 5 des Preußischen Landtages. Achtung! Am Dienstag, dem 20. September, fallen alle Gruppenveran» staltungen aus. Wir beteiligen uns geschlossen an der Kundgebung der Parier im Sportpalast.. � Y Hansa: Bochumer Str. 8b. Sowjetrußland, 2. Abend.— Moabit I: Wal» denserstr. 20. Gute und schlechte Filme.— Moabit II: Bremer Str. 69. Bunter Abend.— Sportpalast: Genthiner Str. 17. Bürgerlicher Sport und Arberter. sport.— Arnsmalder Plag II: Echönlanker Straße. BUcherabend.— Falk» platz I: Sonnenburger Str. 20. Tagespolitik.— Falkplatz II: Kastanrenallee. Lichtbilderabend.— Humannplatz: Gleimstr. 33— 35. Werbeabend.— Nordosten II: Danziger Str. 62. Schallplatteuabend.— Schönhauser Vorstadt: Sonnenburger Straße. Abend mit den Kinderfreunden.— Stralauer Viertel: Goßlerstraße. Sckachabend.— Friedrichshain: Dieftelmeperstr. 5. Arberter. dichtung.— Kottbusser Tor: Urbanstr. 167. LeKabend: Der Weg zurück.— Lursenstadt: Wassertorstr. 4. Kampflieder.— Eharlottenburg-Süd: Spreestr. 30. Das Mädel in der TAI.— Baumschulenweg: Ernststr. 16. Erste Hilfe bei Un- glücksfällen.— Friedrichsfelde: Gunterstp. 44. Literaturabend.— Tegel U: Schollenkrug. Geschichte der Arbeiterjugend-Bewegung. Werbebezirk Reinickeudorf: Pioniergruppe im Jugendheim Renuckendorf. Ost, Lindauer Straße. Werbebezirk Neukölln:„Der Querschnitt" probt pünktlich 19!4 Uhr Gang. hoferstraße. Die Lingner-Gedenkmünzen. Ueberall wird in der letzten Zeit, sei es in der Illustrierten oder Tagespresse, sei es in Geschäften, von Lingner-Gedenkmünzen gesprochen.— Wie viele erinnern sich dabei der Zeit, in welcher Exzellenz Lingner, der Erfinder des weltbekannten O d o l, noch lebte und der Internationalen Hygiene- Ausstellung 1911! Da gab es nur wenige, die nicht wußten, wer Karl August Lingner war, jener Mann, der diese grandiose Aus- stellung ins Leben rief, weil er der Menschheit den Weg zum höchsten Gut, zur Gesundheit, zeigen wollte. In jeder Drogerie, Apotheke, in jedem Friseurgeschäft sieht man jetzt die Lingnerwaren: Odol, Odol- Zahnposta, Pixavon, Laxin-Abführ-Konfekt, Ray-Seife mit dem Hühnerei, Forman-Schnupfenwatte usw. mit der Lingner-Münze. Diese Münzen haben Kaufkraft. Jeder, der Lingner-Münzen spart, kann dafür Lingner-Waren eintauschen, und zwar in jedem Fachgeschäft, das Lingner-Erzeugnisse führt bzw. es erfolgt Münz- bareinlöfung ab Fabrik. Du sollst nicht lügen! Unreinheiten der Haut unter Schminke und Puder zu uerstecken, heißt aber lügen. Benutzen Sie regelmäßig Marylan-Ereme, und Sie werden es nicht nötig haben, einen Teint mit künstlichen Mitteln vorzutäuschen, den Sie in Wirklichkeit nicht besitzen: denn Marylan-Ereme wird Ihnen die Möglichkeit aeben, Ihrer Mitwelt ein saltcnloses, ftisches Gesicht— frei von Mitessern, Pusteln und anderen Unschönheiten— zu zeigen. Schreiben Sie noch heute eine Postkarte an den Marylan-Vertrieb, Berlin 132, Fried- richstraße 24*. Sie erhalten umaehend völlig kostenlos und portofrei eine Probe der köstlichen Crem« nebst einem klugen Büchlein über Schönheitspflege. Von Mund zn Mund erzählt man sich von dem aufsehenerregenden Ein» heitspreisoerkauf der Otag! Wenn es einem so leicht gemacht wird, hoch- wertige Qualitätswaren zu beispiellos niedrigen Einheitspreisen zu kaufen, braucht keine Hausfrau Berlins auf die komplette Ausschmückung ihrer Woh. nuna zu verzichten. In den weiten Parterrcräumen des sechsstöckigen Spezial- Hauses hat geschultes Verkaufspersonal alle Hände voll zu tun, um deu Wünschen aller gerecht zu werden. Teppiche, Gardinen, Dekorationsstoffe und alles, was zum wohnlichen, geschmackvollen Heim gehört, wandert zu leicht er. schwinglichen Einheitspreisen in tausende Haushaltungen der Stadt. Und wenn Sie bisher glaubten, sich das Fehlende mcht leisten zu können, wird Sie das Heer zufriedener Käufer eine» Besseren belehren: daß man sich alle» leisten lana durch den grandiosen Gillheitspreisvcrkaus der Otag, Leipziger Straße 96, Ecke Markgrafenstrnße. Es gibt Franca, die keinen Puder verwenden, weil sie«ine Vortäuschung von Schönheit, die nicht vorhanden ist, ablehnen. Die wissende Dame lächelt über die Naivität und Unkenntnis der Mitschwestern und bleibt weiter ihrem „Mystikum Compact" treu, weil sie weiß, daß dieser Edelpuder bei einer vor. ivou.pl.ll5ctt Lsiosiows Macke ca. et| ca. 700?/.» 255 mW. iQQ£0.3501 «OWA 520 Wo Sil 9& BETTUMRANDUNGEN WOilplüsch, bekanntes Macken- fabcikat.in modernen iarren Farben lläuferca.KHSO ILäufeccaS'tWiO 2 Vortagen f%f\ 2 Vortagen f\f\ co.60'130 f/m cq.75«155 /U. mir Franse mit Franse 4» /• TOURNAV ecpcobte Marke mm mm Verkauf Spondauer, jerjyi r. Ä/fÄ filelne Anzeigen wzrkunQSveii und btUtg- �0 P».. Twctwort 10 Pf. Wltderholungsrobatt: Smal 5«k. 8 mal 7 H*, 12 mal 10«: 1 000 Wort® Abjchtuö 10*. 200O Wort® 15*. 4000 Wort® „ lOCOO Wort® 25». Annahme durch den Verlag, Undcnstr.3(w9— 5 Uhr), sämtl. Vorwärts-Filiolea u- Ausgabestellen, sowie alle Annoncen-Expeditionoa Tivpichdan» Emil Scfi'nie, Berlin, feit 49?ab- ren nur Oranien» strafte 158. ,?ak- lunaserleickteruna ol>ne Aufschlag. Sve- eiallatalao kosten. frei._* Kochherde, Kacheliifen eigener Herstellung. Heber, nehme Tiipferarbei, ten. Ofenbau, Prin, zensirafte 59._ Linoleum Sjillat. Kolonie' strafte 8._ Billiger Brennhol,-Berkaus ab Kahn an der Schilllngbrllcke. Raummeter Mark 8,—, Einfahrt Kij yemckerstrafte ZZ. Gebrauchs- Teppiche girka 2x3 jetzt nur 12.—, zirka 2ttx3-h jetzt nur 17,—, zirka 3x4 jetzt nur 24,—. Fragen Sie stets nach gebrauchten und fehlerhaften Teppichen. Körner, Berlin W., Pots- damerftrafte 26b. Jetzt aber kaufenl Schlafzimmer, po, liert, 189 breit, rundgebaut, kam. plett mit Polster» ruhlen nur 32Z,—. Schlafzimmer, Eiche, nur 233,—. Küchen in allen Farben 63,—. Ankleide» schränke, 189 breit, 85,—. Schräger, Kastanicnallee 45, Hofgebäude. Unser Räumungsverkaus bietet Ihnen seltene Kaufgelegenheit. La. sterte Küchen 95,— Mark. Schränke, Schreibregale Mark 129,—, Touches Mark 69,—. Äom. plette Zimmer zu Schleuderpreisen. Möbelhaus Moritz Hirschowitz, Andreas- strafte 32, eine Treppe.* Im Marstall» gebäude Breite strafte 36, gemerb- licher Möbelver- kauf täglich 2 bis 7, Speisezimmer, Schlafzimmer, Her, renzimmer, Küchen, Schreibtische, Glas» Vitrinen. Stand» Uhren, Bücher. schränke. Anrichten, Fristertoilette, Stühle, Tische, Ein. zelmäbel. Grofte Auswahl polierter Schlafzimmer fpott» billig. Portier mel, den. «ismungszilleiis, uiascßB usw. Hofen für Zimmerer und Maurer. Wilhelm Pahr, Brunnen- strafte 7«._ Pelzwaren ?u Ausnahmeprei. en aus dem Epe. zialgeschäft vom Kürschnermeister. Gräfte Auswahl. Fuchs die Mode, Pelzmäntel Seal Elektrik, Paschaniki Nerzmurmel, Foh. len, russischer Bi. sam 135,—, Skunks. sacken, Skunks 59,—, Jacken sacken 59,—, Jacken 39,—, Bubikragen, Krawatten 19,— M. an. Reparaturen preiswert. Zah. lunascrleichterung. R. Michaelis, Ber. lin NO. 18, Droste Frankfurter Str. 99, 1. Etage._ Knaben und Burschen Kleiderfabrik ver. kauft an Private zu Fabrikpreisen. Roftstrafte 29—39, nur eine Treppe. Fahrgeld wird ver. gütet. Handler Ein Schlafzimmer besonderer Art ist das wunderbare Gloriazimmer in Schleiflack oder Hochglanzpolitur, 379,—. Bülowstr. 66 lFabrikgobäude). Möbelpohl, Innungsmeister, Ackerstr. 139. Gräfte Auswahl, zurückge» setzte Preise.' Trilzablung! Teilzablunal Teilzablnugl kulant, billig, reell. Möbel. Misch, Gräfte Franifurterstr. 45/46 Pianos 199,—, 159.—, 299,—. Schwechtenpiano 259,—, gebrauchte. Herer, Prinzen. strafte 99. Spottbillige Markenpianos, De- legenheiten. Leh- mann, Klavier- bauer, Alexander- strafte 37. Hsdin Gelegentlich unserer Uebersicdlung in unsere ver. gröfterten Geschäfts. räume bieten wir hochwertige Radio- anlagen zu sehr billigen Preisen ge. gen günstigste gah. lungsbedingungen an. Besuchen Sie uns oder verlangen Sie kostenlose Bor. führung. Ostfunk Szilast, nur Ne. anderstrafte 16, l. Telephon: Janno. Witz 9435. Fabrikneue Fahrräder 28,—. 33,—. 35,—. 49,—. 45,—, verchromte Fahrräder von 59,— an. Ballonräder, fabrikneu, 33,— an, mit Freilauf und Rücktritt-Bremse. jetzt 49,-, 45,-, 55,—, Brennabor» Räder 79,—, Marke Stern 68,—, 75,—, Arcona jetzt 95,—, Machnow, Wein» meisterstrafte 14. Filialen: Friedenau, Rheinstr. 48. Ehar» lottenburg. Wind. scheidstrafte. Ecke Kantstrafte, und Kantstrafte 54. Gebrauchte Fahrräder 15/—. 29,—, 25,—, 39,—, 35,—. Machnow. Weinmeisterstr. 14.• Fabrikneue Ballonfahrräder jetzt 32,—, 35,-, 49,—, Ballonfahrräder zu 55,— mit Dpnamo» lichtmaschine. Wer- ner, Adalbertstr. 9, Kottbuffer Tor. im Anzeigenteil des »Vorwärts" flruRdstucxs- uerHauia Waldeckparzelle. Zehn Minuten vom Bahnhof Zeuthen. Quadratmeter 9,75 Mark verkauft GerberMeuschulzen- darf, Waldowstr. 38 Hsimurm Für Laubeubau Kantholz, Fuft- boden, Fenster, Türen. Günstige Abzahlungs. bedingungen.Balen. tin, Ofenerstr. 19, Ehausseestrafte 91, Schönhauserallee 42, Oranienstrafte 139, Andreasstrafte 54. Türenbecker«, Bülowstrafte 56. Neue Tür nebst Futter, Bekleidung und Beschlag, 15,89 Mark. Fertig be- schlagen« Fenster 5,29 Mark. tonen. LauDe und Balkon Edclobstbäume. Beerenobst, Hecken- pflanzen, Rosen, Ziersträucher, Koni- seren usw. Preis- liste kostenfrei! M. Saufe, Baumschulen, Zehlendorf- Mitte, Lichterfelderstrafte. Fernspr.: gehlen- darf 1999.__> Drahtzäuue, Drahtgeflechle, aller. billigst. Max Tenen- bäum. Breslauer Strafte 33. E 4 Alex- ander 5661.__ Sicdlcrpumpen, Spritzpumven, Zu- behör spottbillig. Tiefpumpen auch mit Aufstellung, Iauchepumpen. Wolff, Pumpenfa- brik, Gartenstr. 78. Wedding 8949. Iiermartt Kanarienstng-, Waldvogelfutter, Sittigfutter, Pfund 9,35. Kanariensaat Zllchterrübsaat, 5 Pfund 1,—, Drahtkäfige 1,39. Futterkarz, Drin- zen strafte 197(Hoch. bahnstatiou). 'ffffkenM � 175 GrepeSchotten-_ r*-' 245 i2ü£ÜiFrise CrepeMorcw Kurzwaren! Rasierklingen, Dum. mibänder, Senkel, Messer, Seifen und andere Artikel ver- schaffen Händlern groften Verdienst. Haberfeld, Roch- Ecke Mllnzstrafte. Händler! Merkt Euch! Für das Herbstge- schäft: Schlüpfer, Röcke, Futterhosen jeder Art, Strumpf- waren staunend billig, da günstige Angebotevorhanden. Haberfeld, Roch- strafte 1. Monbijouplatz 19. I Speisezimmer Täglicher Berkauf �275,— bis 959,—, ebrauchter und fa- Schreibschränke 55,— rikneuer Möbel inj bis 275,—. Kamer, msDei Wichtig! für jedermann. Täg. lich werden verlauft auterhaltene Klei- derfpinde, Vertikos 14,—, Bettstellen 18,—, Flurschränke, Baschtoiletten 19,—, rofter Auswahl. . chlafzimmer, 189 breit, Schweden- birke, Hochglanz- poliert, fabrikneu, 465,—, Speiseziin- mer, wenig ge. braucht, 189 breit, komplett 199,—, Schlafzimmer, ge. braucht, 129,—, Her- renzimmer 299,—. Zurückgesetzte Schlaf. zimmer, Speisezim- mer spottbillig. Ankleideschrank 45,—, Schreibtische, Bücherschränke 49,—, Ankleideschränke, Küchen, Touches, Drehbettcouches, Klubsessel, Piano, Vitrinen, Stand. Iren, Teppiche. öbel. und Lom bardspeicher Lan dau, Monbijou platz 19.' ling, Kastanienallee 56 lEcke Fehrbelli. nerstrafte)." Ehaiselongues 14,—, Kommoden 8,—, Bücherspinde, Schreibtische 18,—, Büfette 38,—, Tru. meaus 22,—, Stand- uhren 88,—, Klubsessel, Riesenauswahl, spottbillig. 2999 Teppiche, Speisezimmer, gut erhalten, komplett Küchen Gewaltiger Preisabba»! Kauft in der Epe. zialfabrik gröftten Stils. Gebrüder Möller, Köpenicker- strafte 189. Eingang Zeuahofstrafte lSchlesisches Tor). Gröftte» Küchen- lager Berlins, Ständig 599 Küchen vorrätig. Renaissance Florentiner Speise- Zimmer, Büfett, drei Meter, über- komplett, Herren- zimmer, ebenso Bi- bliothek, drei Me- ter, Wangenschreib- tisch, Prachtstück, besonders schwere Ausführung, zu je- dem annehmbaren ab Werkstatt. Lind grün, komplett 55,— an. Skalitzerstr. 45 /GörlitzerBahnhof). Ankleideschränke 189 breit, 93,—. Schlafzimmer, 189 breit, 255,—. Speisezimmer, Eiche mit Nuftbaum, komplett 285,—. Riesenaus- wähl. Scharsstein, Prinzenstrafte 64. . Preis. Möbel- und Lombardspeicher , Landau, Monbijou , platz 19. Monbijouvlatz 19. 175,—, Herrenzim- mer. fast neu, kom- plett 199,—, Schlaf. zimmer, fabrikneu, komplett 238,—. Wohnsalon, wenig benutzt, 145,—. 199 entzückende Küchen, gebrauchte 34,—. Stargardts Möbel- Speisezimmer. und Lombard- �299 breit, modern, sveicher, Prenzlauer, alle» rund, 399,—. Strafte sechs. Ecke, Monbijouplatz 19. Linienstrafte, am--——- Prenzlauer Tor.! Eonch, Fahrverbindung bis Bettcouch. Klub. Prenzlauer Tor: hsikl,.. spottbillig. StroftenbahnIInien: 1, 69. 62. 71. 72, 73, 74, 174. Auto. bus: 8, 12, 14. 39. Untergrundbahn Schönhauser Tor.* Kinderwagen. Korbmöbel. Riesenauswahl I Klappwagen 8.85, grofte Korbsessel 2,65, Gartenmöbel spottbillia! Star gardts Möbel- und Lombardspeicher, Prenzlauerstrafte sechs, Im Rarstall gebäud«, Küchen, spottbillig, Monbi- jouplatz 19. Patentmatratze» .Primifstma" Me, talldettcn. Auflege- Matratzen. Walter, Stargarderstrafte achtzehn. Kein Laden Gewerkschaftler kaufen Möbel billig in der Möbelfabrik Elsässerstr. 86—88, vorn 1 Treppe, im Sewcrkschoftshaus der Metallarbeiter, Teilzahlung ge- stattet._* Zurückgenommene Schlafzimmer, Speisezimmer, Her» renzimmer in Eiche und polierte Hölzer niz besonders ig. Moritz Hir- schowitz, Südosten, Skalitzerstrafte 25, Hochbahn Kott- bustcr Tor.' Radio, chmaschinen, Nctzanschluftanlage, komplett mit Röh- reu, Lautsprecher, anschluftsertig, 46,—, Lautsprecher 4,75, 7,59, vierpolig 13,—. 18,—, 22,—, Spstem 4,75, 6,59. Elektro. dosen 3,59, 5,59, Anoden, 109 Volt, 3,25, 4,49, 4,95. Netz- anoden 13,—. Bast. lermaterial, Sprech. Maschinen, Koffer. apparate 9,—, 12,—. 15,—, Echrankappa. rate 28,-, 32,-, 35,-. 45,-. 19 990 Werke 3,-, 4,-, 6,— sowie alles Zu- behör billig. Mach- now, Weinmeister. strafte 14. Filialen: Friedenau, Rhein strafte 48; Ehar lottenburg. Wind. scheid- Ecke Kant strafte, und Kant stratze 54. Radio ohne Anzahlung, ohne Aufschlag bis 12 Monate. Füh- rende Marken bis 39 Proz. Rabatt. Beweis: Nctzan- schluft mit 4 Röhren 59.—. Vorführung unverbindlich, wei- tester Weg lohnt. Herold, Neukölln, Kaiser-Friedrrch- Strafte 229.__ ras» m od und breit Meter M. Crepe Marocam »rne'Va'rba'n'türW0�"1 breit, GeselJsdiattskleide�Meter0�" jjöper-Velvct Crepe Clocque F I a m G«w.bViV,7e�„hn''7� 245 Frise-Strfi.-fo» •«SSFS: Cot .reine Wo„a, boppeltbr. m'f.m" �ghalain- K' e*' der! re fn o W o ite. d*opp� � b r�M t r. /u KostOmstnffo 95 •norm billiger Pre�' rm breit, Meter M. I S n I Q85 Morengo'DiannnZ �id.rco.iooÄ�O• EÄ|piÄrQ95 S�peAmazone, ,A O. '�ta klsi, 440 l£[gur-DiQqonr,i 4® und Modealben rl;�_ A' MMO'Ä HauiBBSuctiel Damenrad billig zu verkaufen. Auch Sonntags. Schlosserei Iaxa, Ritterstrafte 89._ Oualitätsräder und alle Zubehör- teile, spottbillig. Grob, Oranien- strafte 129. knamaiinaliga"! Zabnaebisse. Platinadkälle. Oueckülber. Zinn- Metalle, Silber- schmelze. Goldschmel- zerei. Thristionat. Kövenickerstrafte 39 Kaltestelle Adalbert- strafte 1 1 1 U-BAHNHOF HERMANNPI-ATZ• D E R K A R S T A D T- B A H N H O F Motorradtcile und Sportartikel, lröftte Auswahl, ulligste Preise. Machnow, Wein- meisterstrafte 14. Fi- lialen: Friedenau, Rheinstr. 48; Ehar- lottenburg. Wind- scheidstrafte. Ecke Kantstrafte, und Kantstratze 54. Zabnaebisse, Edelmetallbruch. Quecksilber, Zinn. Blei. Silberschmelze Thristionat, Kvpe. nickerstrafte 29> sManteufsclsirafte.) Gold-. Silber», Platin bruch, Zabnaebisse kauft Rudolf Zwin' Kommandanten- strafte 39. Lichtmaschine» Motorradketten Reifen, elektris Scheinwerfer, Dre. griffe spottbillig. Grob, Oranien. strafte 129. Radio, Netz- und Batterie. gerate, alle Marken fabrikneu, auch we- nig gebrauchte von 39,— an. Auch Teilzahlung. Hinck- fuft, Neukölln, Ber- linerstrafte 192. spon\ Winterstände einzeln und Ver- eine. Köpenick, Wendenschloftstrafte 194—195.• Technische Privatfchule Dr. Werner, Regie- rungs-Baumeister, Berlin, Neander- strafte 3. Maschi- nenbau, Elektro- technik, Heizung, Hochbau, Tiefbau.» I Dnierriclii| Technische Privatschule Barth, Berlin, Chaussee- strafte 1(Oranien- burger Tor). Ma- schinenbau, Elektro- technik. Tages-, Abendschule. Lehr- pläne. Berlitz-School, pzigerstr. KursUrstendamm26a. 119- Seit 59 Jahren die bedeutendste Sprach- schule der Welt. Lehrt Englisch und die übrigen Welt- sprachen. Privat. Unterricht ab 2,99 Tanzunterricht Leisten, Köpenicker. strafte 137. Neue Kurse beginnen. Einzelunterricht je- derzeit. Technische Privatschule Diplomingenieur Steksmacher, Fried- Stunde.' Zirkel: irichstrafte 118. Ma- monatlich 4,99 Mk. schinenbau, Elektro- Unverbindliche technik, Galvano. kostenlose Probe- technik, Werbetech. stunde. Hnik, Kinovorführer. Rackowa kaufmännische Privatschule und Staatlich an- erkannte Höhere Handelsschule, W. u. Dr. A. Rackow, Wilhelmstraße 49 (nahe Leipziger. strafte), Tauentzlen- strafte 1, Alexan- derplatz 59.— Ok- tober beginnen Lehrgänge f. Buch- haltungs-, Korre Ipondenz- bzw. Se- kretariatsarbeiten oder allgemeine Bürotätigkeit.— Tageskurse, Abend- kurse.— Monat- lich beginnen Ein- zelfächer: Buchsllh rung, Bilanzarber. ten, Wechselverkehr, Stenographie, Ma- fchinenschreiben, Schönschreiben. SbiturLbersekuiUia, Tagesschule, Abend- kurse. Direktor Dan- ziaers Borbcrei. tungsanstalt. Nürn. bergerstrafte 35/36. Abiturtnm, Einjährige». Dtrek- tor Dr. Fackelmann» Anstalt, Hohen- zollerndamm 198. chen.—' Deutsche. ausländische Sprach- lebrer.— Prospekte kostenlos. Ankleideschränke, 189, mit Jnnenspie- gel, 95,—. Linden- berg, Prinzenstr. 53 Gleis er. Aleranderplatz. Möbclkalalog Nr. 33 gratis. Küche» Küche» Küchen Küchen- Masserer Eigene Spczial- la-twerkstättcn Warfchauerstr. 37.38� Breite.! lgegenüber J&och strafte 36. gebrauchte! bahn und Möbel spottbillig. Ibahn). KlPSlk- instrumenta Piano», Gelegenheitskäufe. 175,- 275,—. ge- brauchte, neue, gro- fte Auswahl. Teil- Zahlung. Thür. Münzstrafte 39' 8,— Monatsmiete. Pi- Stadt-janofabrik Link, I Brunnenstrafte 35, totimasi:!»neii~{ Nähmaschinen. roftc Auswahl. Mark 85.— an. in Rundschiffchen und Centralbobbin 95,—. Machnow. Wein. meisterstr. 14. Fi- liale: Friedenau. Rheinstrafte 48. Fanrratisp Fahrraddecke» 0,80, Schläuche 0,45, Ketten 0,70, Sättel. 2,—. Einzelne Pe- dalen 9.35. Vorder- räder 2,59. Schutz- bleche 9,89, Rahmen 14,—. Anoden 2,59. Groftakiu 3,59.- Schönleinstrafte 2, Filiale: Kottbusser- dämm 69.'l 4$-81% Gewinne erhalten unsere Mitglieder für die Zuchtperiode 1931/32. In der Zuchtperiode 1930/31 haben wir sogar 59— 123% Gewinn auszahlen können. Wenn Sie dies interessieren sollte, so verlangen Sie bitteunverbindlich und kostenlosfür Sie unsere ausführliche Information Ober eine Beteiligung an unsere Gemeinnützigen Edelpelztier-Zuchtvereinigung e.V. Auch die Abschriften der Qewinnberechnungen senden wir Ihnen. Wir züchten Edelpelztiere in Pension für unsere Mitglieder, d.h. daß unsere Mitglieder zwar unbeschränkte Eigentümer der durch sie erstandenen Silberfüchse, Nerze, Marderhunde usw. bleiben, wir jedoch die Tiere für unsere Mitglieder züchten und vor allem verkaufen. Wollen Sie einen Betrag von ca. 500 Mark oder dasMehrfache gewinnbringend anlegen, ohne daß Sie irgendwelche Mühe und Arbeit damit haben, so lassen Sie sich unverbindlich und kostenlos die reichbebilderte Broschüre.Gewinnbringende Edelpelztier- zucht"von der Gemeinnützigen Edelpelztiervereinigunge.V.. Berlin- Britz, kommen. uer- semeuenes Kur-, Erhoiungs- auienmait Dauerwelle», halbjährige Garantie, Vorzeigcrin 5,— Tharlottenburg, Guerickestraft« 31 (Änienähe)._ Erholungsuchende» empfiehlt sich Gast- statte Beerenbusch. Ludwig Hofmann, verkenorück(Spree), erste Station hinter Fürstenwalde (Spree), Frankfurt (Oder). Von Für- stcnwalde 1 Stunde Fuftweg. Herrliche Waldung, Bade. ltrand, Rudern, Angeln. Gute Ver- pflegung. 3,59 Mark täglich. sprcchcr 13. Maftauzng, Maftmantel, erst- klassig, 199,—. Mo- natsrate 19,—. Be- rolina 2335.__ Kegelbahnen, Vereinszimmer, Säle frei. Fürsten- Hof, Köpenicker- strafte 137. Uitockaraian Genosse»! Eure Wäsche nur In die Dampfwäscherei Kubasch, Köpenick, Grllnauerstrafte 45 (Teleph,: 1 4 9587), sie liefert chlorfreic weiße, im Freienge. trocknete Wäsche. 5 bis 19»/» Rabatt. Abholung täglich. (M. SPD.) toidiiarkalir 1300 Mark als Hppothek sucht Parteigenosse. St. 199„Vorwärts"- Spedition Tempel. Hof, Werderstr. 81. ummpa Fuhnuesen Möbeltransporte billig und gewissen- Haft. Genosse Eon- rad Plitz, Neukölln. Hermannstr. 18. Autonmzüg«, Eiltransporte und Bereinsfahrten. Kurfürst 1498.' Fern- Vkl'- mieiungen Wohnungen Sonnige 2-, 214- und 3'h.gimmer.Woh nungen In unserer Britzer Gartensicd- lung sofort und später zu ver- mieten. Auskunft und Besichtigung täglich von 2 bis 8 Uhr durch Ge- meinhardt, Run- giusstrafte 39. Bau- genossenfchaft ,, Ideal", Gemein- nlltziges Wohnung». unternehmen e. G. m. b. H. Ohne Einlchreibegelb vermittelt Wl. nungsheld, Rest« Königstraft» acht- unddreiftig, direkt Aleranderplatz. Mohlsdorf Stube und Küche zum 1. 19. zu ver- mieten. Albrecht. Dürer-Str. 14. Neukölln L-Zimmer-Woh- nung. Ietztmiete 37,—. Verolina Nr. 4346. Tharlottenburg 2.Zimmei.Woh. nung 47,—. Kur- fürst 2871._ Neukölln l-gimmer-Woh- nung, Zubehör, 39,—. Bavaria 6295 Sehr7. Ä P. 'a�sJmM Ks/ w � Zutaten und Knöpfe....o». 0/50 1 Ullstein-. schnitt Nr. 5435 0/90 Da» selbst- geschneiderte/ J Z Kleid......./ ,40 FÜR. DEN HERBST KLEIDERSTOFFE Crepe Perle Flamingo�weK m ak reine Wolle, in grossem Fub- Afi Kleider, gr. Fsrbcnaaswilil, Meter Sortiment.................. Meter W,9V_ J Z die grosse CMMo-l-etD'-aif An VrOClUeieMode.WoUe Ä Zj W OpOrTSTreiTen M AA m. Kunstseide. in mod.Fsrb, Meter 0|"FW in feschen Ferbstellnngen, Meter I ,S7V te" BO'& e rSe�sedr nxsrt,Muster, A ca. 140 cm breit, sehr fesch ge- E AA reine Wolle................ Meter A,a«lw mustert, dankbare QnalitAt, Meter«#,MrW SEIDE u. SAMT• KUNSTSEIDENSTOFFE Crepe Granite oSE Kunstseide, das aparte Hammer- iS 1«#�# schlaggewebe.............. Meter«9y7%r Kleidersamt Craquelö- Druck* qa gnte K°!er«ne'"erbst. A AA Slreil6n............**«**tW färben.:................... Meter sC,9V CrSpe Crepe qfricain a /,«?o!e�?"!Ä e aa reine Seide, mod. Farben.. Meter qPy"IPq# Complete.................. Meter BAUMWOLLSTOFFE Baumwollflanell A j.e Boucle 4 AB grosses Btreifensortiment, Meter Streifenmuster............. Meter I Velvetin S A EE Morgenrockstaff8 Hanskleider.............- Meier U VS..... 1,25 Pyjamaflanell Crepe marocain neue Streifen- and Blumen- A"VSt reine Kunstseide, elegante Herbst- O � E Muster..................... Meter W,# V nenbeilen.................. Meter AjA«# Oestr.WoHschal ietat« Neuheit,»ehr fesch 2/45 Elegante Westenform m. Eückenschluss, aus Hammerschlag und Imitiertem Astrachan, sehr fesch, i 2/90 Reverskragen mit Manschetten aas Hammerschlag, mit Metall kn6pt garniert 1/95 Moderner Schalkragen aus Hammerschlag. mit Seltenrevers and Knopfgamierung 3/90 3 Mtr. Gummilitze n i9 waschbar.................... Uyl£ 1 Rolle Nahtband ni9 Kunstseide................... Uflfc IPaar Strumpfhall„„ für Damen................... Uylfc 1 Bubihaube............ 0,12 1P.Manschetfenknöpfen 19 mit Druckknopf.............. üflfc 2 Paar Schnürsenk. n l9 Mako........................ üfl£ Pelzbesätze in vielen Breiten Seal-, Biberette- und Skunkskanin/ ca. 10 cm breit, Meter 2,80 TR I K OTAG E N Unterziehschlüpfer für Damen, echt ägyptisch Mako, fein gewirkt, weiss und H rarte Farben, Stück 1,26, w/' � Damen-Hemdchen echt ägyptisch Mako, fein gewirkt, weiss und rarte H harben....... Stück 1,26, V//7*/ Damen-Hemdhosen Windelform, echt ägypt Mako, fein gewirkt, weiss und 1 OC zarte Farben, Stück 1,86, 1/w*/ Damen-Hemdhosen mit Beinen, Bandträgern oder Vollachsel, fein gewirkt, 1 /IC weiss u.zarteFarb., Sil ,85, Dornen- Schlüpfer echt ägyptisch Mako, O 0£ viele Farben, Stück 1,35, Dornen- Schlüpfer feinmaschige Hemberg- n O � Kunstseide........ Stück Damen- Schlüpfer Kunstseide, leicht an- 1 gerauht........... Stück 1/'** Dornen- Schlüpfer Kunstseide, mit neuart. Schrittverstärkung, uns. Spez.« 1 Qual.„Hertie-Silber4*, St•/' Dornen- Schlüpfer Kunstseide, mit neuart. Schritt- Verstärkung, uns. Spez.- O QuaL„Hertie-Gold**, 8t Dornen- Prinzessröcke Kunstseide, Charmeuse, mit moderner Motivgarnlerung. J WOLLWAR E N Damen-Pullover reine Wolle, moderne Puff- a n A ärmel.............. Stück O/VU Damen-Westen reine Wolle, mit Kragen r u. Gürtel, in viel Farb�StO/VU Damen-Pullover a. reinwollenem Eüschen- 1 stoff, mehrfarbig... Stück O/Vü Damen-Jacken kurze Form,geranht, reine-w nA Wolle, m. angew. Schal, St/ ,7\J Bettjacken reine Wolle, weiss und« n- Urbig.............. Stück Z/VO Blusenschoner reine Wolle........ Stück 1 /65 Gummiplattenschurzen mit Durchziehband, � o r Wiener Form, Stück Ü/Vi) Servierschürzen mit Blickerei und Biesenbesatis, gute,- Qualität....... Stück i,V0 Servierkleider aus gutem Zanella,£ � mit Ismg. Aermeln, 8t 0,71/ IPaar Armblätter..... 0,08 IGros Reissnägel...0,08 2Dtzii.Sicherheitsnad.0,08 3SterneLeinenzwirn0,08 50 g Stahisfecknad. 0,08 2 Nadelmappen winO, 08 1Sfopfgarnsortlment0,08 3Paar Schuhsenkel 0,08 1 Kantni-o.Biirstenreinig.0,08 2St.Schuhpompons0,08 7Mtr.Gardinenschnur0,08 2K8rt.Bubikopf nadeln 0,08 Wladekm mmsaiuuF awnfii Damen- Handschuhe imitiert Leder, elegante Schlupfform, mit grosser Man- O schette.................. Z// D Damen- Handschuhe imitiert Leder, moderne Schlupf- form. Manschette mit O i C Zierstich garniert........ Damen-Handschuhe imitiert Leder, moderne Schlüpfer, mit Zackenrand, Finger i Z. C mit Kippnaht............ 1,00 Damen- Handschuhe imitiert Leder, mit grosser Manschette, elegante i.as-|Q"7 C etattung................. 4' � 1 Paar Armblätter. doppelt...................... Pf 10 7 Knäuel Stopfgaro. mit Seidenglanz sortiert..... UflO 2 Rollen Obergarn n.« 200 m, 4 fach................. ü, iCI 1WasserwellenschleierO,18 1 Paar Sockenhalt.„ für Herren................... üy 10 IPaar Strumpfhalt. nifl für Damen................... üy 10 Gürtel u. Knüpfe werden von der Mode bevorzugt. Große Auswahl in letzten Neuheiten STRUMPFWAREN Damen-Strümpfe künstL Waschseide, Florrand jl Florsohle, neueste O Farben............. Paar Damen-Strümpfe Jjertie Trumpf"»künstliche Waschseide, bewährte 1 Qualität............ Paar Damen-Strümpfe ,lHertieRekord",iein.kün8tLWasoh- eeide, Florrand, verstärkte Florsohle, Zebcnverstärkang, l A R neueste Herbstfarb., Paar 1 Damen-Strümpfe „Hertie 6old",hochf. künstl.Wasch- seide, elast. Maschenwerk, 1 Q reichk Farbsortim... Paartettun9 für Posi-Vcrsondt Berlin SWi9 OPTIKER RUHMKE Unsere Pemsprech- Zentralet Aß Merkur 3193-3199 Größtes Spezirilo est h off für fhnfenqlüsef 3)ie Sache mit ffielrow . Don Friedrich Xichtneker ..... Das Unglaublichste, vollste, was je einem Menschen passieren konnte— da stand vor mir Petroro, angeklagt wegen Betruges, Vor- spiegelung falscher Tatsachen, Verführung unter Zusage der Ehe in mehr als ein Dutzend Fällen — kurzum—«in Heiratsschwindler!" erzählte das junge Fräulein Rechtsanwalt Jeanne Coste wenige Tag« nach ihrem ersten Prozesse im Freundeskreis. Also langsam, die Vorgeschichte war die-. Die hübsche, ehrgeizige Rechtsanwalts- anwärterin war im Büro eines weniger be- kannten als berüchtigten Anwalts tätig. Eines Abends lernt sie einen jungen russischen Emi- granten kennen, der jenen faszinierenden Eindruck auf sie ausübt, dem kein junges Mädchen wider» stehen kann, auch wenn es wie Jeanne Coste noch so sehr von einer nüchternen, sachlichen Lebens- auffasiung geleitet wird. Die Bekanntschaft währt einige Wochen, bi» eines Tages Petrow— wie vom Erdboden verschlungen ist, und Jeannes junges Liebesglück hinter Gesetzesbllchern, Schei- dungsklagen und Zahlungsaufträgen schmählich zerbricht. Aber Jeanne ist ein echtes Mädchen unserer Zeit, das mit seinen Gefühlen nicht die Umwelt belästigt und«inen Schmerz männlich zu tragen weiß. Sie nimmt von nun an ihren Beruf noch ernster und gewissenhafter wie bisher und entwickelt in ihm eine erstaunliche Geschick- lichkeit, die ihren Chef, Dr. Rigault, bestimmt, sie, nachdem er krankheitshalber verhindert ist, einen größeren(ihren ersten) Fall vertreten zu lassen. Bei der ersten Begegnung mit dem von ihr zu vertretenden Mandanten stellt es sich her- aus... Siehe oben!„Er war natürlich nicht minder überrascht als ich, die ich ihn nun zu ver- leidigen hatte" berichtete sie ihren Freunden weiter.„Es schien mir vorerst nach all dem Vor- hergeangenen unmöglich, für die Unschuld dieses Mannes zu plädieren, auch wenn es bloß aus dem Gefühle der Berufspflicht hätte geschehen müssen. Das Gefühl, selbst in meiner weiblichen Ehre von ihm getroffen und betrogen zu sein, war so stark, daß ich am liebsten aufheulend da- vongelaufen wäre oder mich an die Stelle des Staatsanwalts gesetzt hätte. Es kam die Ver- Handlung. Sie dauerte ein— zwei Stunden, ohne daß ich meinen Mandanten auch nur mit einem einzigen Worte entlastet hätte. Das Be- weismaterial gegen ihn verdichtete sich immer mehr und mehr. Der Staatsanwalt hatte voll- ständig Oberwasser. Ich ober ging nicht aus msiner Reserve. Es wurde mir klar, mein Schweigen war Haß und Rache, ein Vernichtungs- zug gegen den von mir so heißgeliebten Mann. Eigentlich liebte ich ihn ja jetzt nicht mehr. Aber da— plötzlich— packte mich wieder mein Ehr- geiz. Sollte mein Debüt als Anwalt so kläglich verlaufen?! Bekomme ich den Mann frei, so habe doch meinen ersten großen Sieg als Anwalt er- rungen! Soll ich mir diesen Sieg nehmen lassen, mich dem Hohn und der Schadenfreude der männ- lichen Kollegen preisgeben, bloß deshalb, weil ich meiner weiblichen Rache Genugtuung schaffen will?I Was bedeutet mir noch dieser Mann?!— Mein Beruf aber bedeutet mir doch gerade jetzt alles— alles— 1— Und da begann ich mich fest ins Zeug zu legen. Ich sah auf allen Gesichtern die Ueberraschung über die Leidenschaftlichkeit, mit der ich nun den Angeklagten verteidigte. Kein Argument gab es, das ich nicht sofort schlagend widerlegt hätte. Ein Rausch überkam mich, aus dem ich erst wieder erwachte, als die geschädigten Witwen und Mädchen vor Rührung laut zu heulen begannen und mir am Ende meines Plä- doyers wie einem Operettentenor begeistert Bei- fall spendeten. Damit war mein Sieg als— An- walt entschieden. Petrow wurde freigesprochen — und ich bin jetzt sozusagen die populärste und gesuchteste Anwältin in Paris!" Jeanne Eostes Freunde waren entzückt. Ein unvergleichliches Mädchen, eine Frau von For- mat! Da meldete sich zaghaft eine Stimme:„Und was ist mit Petrow?"--„Petrow", wiederholte sie gedehnt—.„Den heirate ich nächste Woche", erklärte sie mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit, die wie ein kalter Gewitter- schauer auf die Anwesenden niederging. Die Wirkung blieb von ihr nicht unbemerkt und sie wartete erst gar nicht irgendwelche Zweifel und Bedenken über ihre geplante Eheschließung ab: „Ihr dürst nämlich nicht glauben, daß ich meinen Beruf so ausübe wie die Männer. Ich bin ein Anwalt, der die Unschuld seines Mondanten nicht nur deshalb verteidigt, weil das schon einmal zu seinem Geschäft gehört, nein, ich glaube auch an seine Unschuld."—„Aber du sagtest doch selbst, du hättest es nur aus Ehrgeiz, an.."— Sie schnitt diesen Einwand damit ab, daß sie er- klärte:„Ich habe mich durch mich selbst von der Unschuld meines Petrow überzeugen lassen, ich habe mir selbst bewiesen, daß e r das Opfer war und nicht..." Gegen diese dialektische Schärfe des jungen weiblichen Rechtsanwalts war kein Kraut der Logik gewachsen. Wie SEtvifcheneismeUen erforfcht werden Die verschiedenen Eiszeiten, die uns von Norden her in vorgeschichtlichen Zeiten heim- suchten, waren durch eisfreie, sogenannte Zwischeneiszeiten oder Jnterglazialperioden ge- trennt. Vorbedingung zu ihrer Erforschung sind Aufschlüsse über die oberen Erdschichten, wie sie z. B. durch Bergbau über Tage, Eisenbahndurch- stiche in hügeligem Gelände, Abbau von Ton- gruben und dergleichen freigelegt werden. Dann machen sich die verschiedenen Schichten durch Färbung, Zusammensetzung und Dicke schon dem bloßen Auge kenntlich. Sind sandige oder tonige Ablagerungen mit torsigen Schichten durchsetzt, so findet der Forscher ein günstiges Feld. Auch wenn Ueberreste von Pflanzen und Tieren bis zur Unkenntlichkeit zerstört sind, bleibt noch ein wichtiger Anhalt. Den liefert der Pollen oder Blütenstaub, den die männlichen Organe der Ge- Hölze jener Zeiten, wie heute, in überaus großer Zahl produziert haben. Diese winzigen Körnchen sind nicht nur nahezu unzerstörbar, sie besitzen überdies eine charakteristische Form, die bei jeder Baumart verschieden ist. Indem man den Torf- schichten Proben entnimmt, sie auf Blütenstaub- körnchen mikroskopisch untersucht, die Dicke der Schichten, die Häufigkeit der Pollenkörnchen usw. berücksichtigt, werden die vorherrschenden Gehölz- arten bestimmt, und auf diese Weise ist der For- scher imstande, aus den aufeinanderfolgenden Schichten ein Bild der aufeinanderfolgenden Be- waldungsart des Geländes zu erschließen, wie sie sich zwischen zwei Eiszeiten gestaltet hat. Ein kürzlich durch F. B e r t s ch erforschter Aus- schluß der Schichten einer Ziegeleigrube bei Weißenburg in Bayern zeigte in einer über eiszeitlichen Sauden und Geröllen aufgebauten, sechs Meter dicken Tonschicht fünf darin einge- sprengte Torfschichten, deren Untersuchung fol- gendes ergab. Von unten nach oben herrschte an- fangs der Haselstrauch vor. Die nächste Probe ergab die Tanne als herrschenden Waldbaum, dann Linden und Erlen. Sie wurden von Kiefern abgelöst, denen sich Fichten und Birken gesellten. Dann machte eine neue Eiszeit der Vegetation ein Ende. Nun stellt jede Baumart ihre besonderen Ansprüche an das Klima. Die Erle deutet auf nassen Boden. Die Tanne ver- langt Wärme, scheut Trockenheit und ist besonders gegen Spätfröste empfindlich. Linden vertragen Trockenheit. Die Bedürfnislosigkeit der Kiefer ist bekannt, und die Birke verträgt von allen Baum- arten die größte Kälte. Erst wenn sie, wie hier in der obersten Torfschicht, fehlt, ist sie dem heran- nahenden arktisch-glacialen Klima erlegen. In jenem Teile Bayerns stieg, wie die Baumfolge in den Schichten ergibt, die Wärme zunächst an, um dann aus einem gemäßigt feuchten Seeklima in ein kaltes, trockenes Kontinentalklima überzugehen und zuletzt eiszeitlich zu enden. Es ist dies, wie F. Bertsch bemerkt der charakteristische Verlauf einer Zwischeneiszeit. Was die Erforschung dieser bayerischen Ton- grübe belegt, ist der vorletzten Jnterglazialperiode zuzurechnen. Man hat solche Perioden ihrer Dauer nach zu berechnen versucht, was durch die Dicke der Schichten und deren Vergleichung mit Ablagerungen jüngeren Datums von einigermaßen bekanntem Alter ermöglicht wird. Auf ein paar Jahrtausende mehr oder weniger kommt es dabei nicht an, und die Forscher sind sich auch über die Probleme der Jnterglazialforschung noch keines- wegs einig. Hier aber sollte, unter Weglassung alles Entbehrlichen, nur eine wichtige Methode dieser Eiszeitforscher gestreift werden. Lke. S)ie„QrojimuHeru der australischen Ureinwohner In den abgelegenen, selten von einem Weißen betretenen Nullabor-Ebenen des westlichen Australien steht ein dunkelfarbiges Leinwandzelt, das Heim einer weißen Frau, die feit 3l> Iahren alle ihre Kräfte im Dienst der Eingeborenen ver- schwendet. Sie hat ihr ganzes Vermögen für sie hingegeben, hat die 150 Dialekte der verschiedenen Stämme gelernt, um mit ihnen verkehren zu können, und heißt weit und breit unter den Ein- geborenen„die Großmutter". Ein Missionar, der diese merkwürdige Menschenfreundin, Frau Daisy Bates, kürzlich besuchte, berichtet darüber in einem Sydneyer Blatt:„Ihr Zelt liegt etwa IX Kilometer entfernt von der Eisenbahnstation von Ooldea. Niemanden gestattet sie den Zutritt zu ihrer„Burg", und als ich mich ihrer Behausung näherte, kam sie heraus, ein große schlanke Frau mit grauem Haar. Sie trug eine Bluse, die in einen langen Rock gesteckt ist, so wie es die Frauen vor 30 Iahren taten. Um den Hals trug sie einen breiten weißen altmodischen Kragen und an den Händen weiße Handschuhe— weiße Handschuhe in der Wildnis! Ich blieb acht Stun- den mit ihr zusammen und hatte mit ihr die interessanteste Unterhaltung, die ich je mit einer Frau gehabt. Seit 30 Jahren lebt sie unter den Eingeborenen, und ihr Streben ist daraus ge- richtet, die Kultur möglichst von ihnen fern- zuhalten. Sie erzählte mir, daß sie alles, was sie besaß, den Wilden geopfert habe. Sie sprichr mit ihnen nicht von Religion und nicht von dem Leben der Weißen, sondern sucht ihnen diese Dinge möglichst fernzuhalten. Sie glaubt, daß die Eingeborenen sehr viel glücklicher leben, wenn . man sie mit den' sog. Segnungen der Zivilisation nicht behelligt. Sie kennt alle ihre Sitten und Bräuche und besitzt eine sehr wertvolle Sammlung ihrer Waffen und Geräte. Sie schreibt ein Buch über die australischen Ureinwohner, will aber, daß es erst nach ihrem Tode veröffentlicht wird. Sie wünscht, unter ihren Schützlingen zu sterben. „Sehen Sie den Baum dort?" sagte sie zu mir. „Darunter werde ich einmal begraben werden." Zeuerfefte Bäume. In dem Kampf gegen die Waldbrände, die alljährlich so großen Schaden an- richten, hat der französische Forstsachverständige M. Mangin einen neuen interessanten Dorschlag gemacht. Er regt an, jedes größere Waldgebiei, vor allem die so leicht Feuer fangenden Fichten- wälder, mit einem Schutzgürtel von solchen Bäumen zu umgeben, die sehr schwer Feuer fangen. Gewisse japanische Holzsorten, die fast unverbrennbar sind, dürften sich zu teuer stellen und auch in unserem Klima kaum fortkommen. Mangin schlägt deshalb eine Akazienart, die A.c;acie decurrens, vor, die auch recht feuerfest ist. Nach seiner Ansicht würden die Waldbrände stark eingeschränkt werden, wenn die Wälder von einem solchen Akaziengürtel umgeben werden würden. Ein Faß mit Glück Läuft nächstens aus. Ein Gläschen Weisheit Nährt das Haus. Walter dleakaue«. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 18. September. 6: Gymnastik. 6.20: Aus Bremen: Hafenkonzert. 8: Für den Landwirt. 8-55; Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05; Wettervorhersage. 11; Für die Kinder. 11.30; Aus Leipzig: Bach-Kantatö. 12.10: Mittagskonzert. 12.50: Olly Boeheim erzählt Heiteres. 14: Elternstunde. 14.30: Volkskunststunde der Ekkehard-Spiele e. V. 15.30; Sportliche Ueber- tragung. 16; Aus Leipzig: Kundgebung am Völkerschlachtdenkmal anläßlich der Gustav-Adolf-Verein-Hundertjahrfeier. 16.45: Unterhaltungsmusik. 17.45; ..Der zerbrochene Krug." Lustspiel von Heinrich von Kleist. 19.10; Aus dem Johannisstift, Spandau: Abendmusik. 19.50: Sportnachrichten. 20; Orchesterkonzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, 19. September. 6: Gymnastik. 6.20: Aus Breslau: Frühkonzert. 11.30; Aus Hannover: Schloßkonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Frauen und Völkerschicksalc. 15.40: Tradition und Leben. 16.05; Von Hammerfest nach Haparanda. 16.30: Cellomusik. 17.10: Heitere Lieder. 17.30: Die junge Generation. 17.50: Von der bildenden Kunst. 18: Alte Zeitungsenten. 18.20: Zehn Minuten Sport. 18.30; Triebstoffe des Lebens. 18.55: Die Funkstunde teilt mit. 19; Stimme zum Tag. 19.10; Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.15; Unterhaltungsmusik- 20: Aus Breslau; Schlesiens Berge und Wälder. Landschaft. Menschen, Dichtung. Ein Hörwerk. 21.10: Englische Orchestermusik. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag, 20. September. 6; Gymnastik. 6.20: Aus Hamburg: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Mußestunden. 15.40: Lieder- 16.05; Gehören Dissonanzen zur modernen Musik? 16.30: Nachmittagskonzert. 17.20: Doktor Ueberau erzählt. 17.40; Bücherstunde. 18.10: Sabine von Engel liest eigene Arbeiten. 18.30; Konrad Ansorge: Konzert. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10; Wirtschaftsrundschau. 19.30: Aus Königsberg: Erntefest in Ma- suren, 20.30: Volkstänze. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, 21. September. 6; Gymnastik. 6.20: Frühkonzert. 9: Von der Deutschen Welle: Schulfunk. 11.30; Aus Leipzig; Mittagskonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Einrichtung einer Hausapotheke. 15.40: Wie wohnt man zweckmäßig und sparsam? 16.05; Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30; Klaviermusik. 17: Jugendstunde. 17.20; Eckart von Naso liest eigene Prosa. 17.45: WaUer Scott zum 100. Todestag. 17.55: Die Milchversorgung der Großstadt, 18.20; Unterhaltungsmusik. 18.55: Die Funkstunde feilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Fortsetzung der Untei- haltungsmusik. 20: Aus dem Stadttheater, Magdeburg:„Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach. Vorspiel, 1. und II. Akt. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.25; Orchesterkonzert. Donnerstag, 22. September. 6; Gymnastik. 6.20: Aus Leipzig: Frühkonzert. 9; Aus Frankfurt a. M.: Schulfunk. 11.30; Aus Breslau: Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20; Was man in USA. alles erfindet. 15.40: Zoologische Märchen. 16.05; Illusion und Wirklichkeit. 16.30: Kammerorchesterkonzert. 17.30: Sind Wohlfahrtsunterstützungcn Darlehen oder Geschenke? 17.55; Musikalische Jugendstunde. 18.15; Prosa von Alfred Manns. 18.35; Stimme zum Tag. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stunde für die Winterhilfe. 20: Mandolinenorchesterkonzert. 20.30: Grenz- berichte. 20.50; Tages- und Sportnachrichten. 21: Orchesterkonzert. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Gegen 22.30: Aus Wien: Tanzweiseu. Freitag, 23. September. 6: Gymnastik. 6.20: Frühkonzert. 11.30: Aus Hamburg; Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 16.20: Herbstarbeiten im Blumengarten. 15.40: Das Schneiderhandwerk. 16.05: Wehrsport Dienst am Vaterland. 16.30: Sonaten für Violine und Klavier. 17.05; Opernarien. 17.20: Die junge Generation. 17.40: Das neue Buch. 17.50; Der Hörer und sein Apparat. 18.05: Deutsches Sprachgut. 18.25: Deutsche Kohleninventur. 18.50: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Unterhaltungsmusik. 20: Aus der Volksbühne:„Das Haus des Schauspielers." Hörbericht. 20.30; Im Wald und auf der Heide. Ein bunter Abend. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Populäres Orchesterkonzert. Sonnabend, 24. September. 6; Gymnastik. 6.20; Aus Königsberg: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.40: Als Zuschauer in Moabit. 16.05: Blasorchesterkonzert. 17.15: Programm der Aktuellen Abteilung. 18.10: Ludwig Hardt spricht. 18.35; Max-Reger-Konzert. 18.55; Die Funk-Stunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Altes und Neues aus Wien. Konzert 19.50: Zehn Minuten Sport 20; Orchesterkonzert. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, 18. September. 6; Aus Berlin: Gymnastik. 6.20: Aus Bremen; Hafenkonzert. 8; Ueber- tragung aus Berlin 11: Dichterstunden. 11.30: Aus Leipzig: Bach-Kantate. 12.10; Aus Berlin: Mittagskonzert. Gegen 12.50: Olly Boeheim erzählt Heiteres, 14: Eltemstunde. 14.30: Aus Berlin: Volkskunststunde der Ekkehard- Spiele a. V. 15.30: Aus Berlin: Programm der Aktuellen Abteilung. 16: Aus Leipzig; Kundgebung am Völkerschlachtdenkmal anläßlich der Gustav-Adolf- Vereins-Hundertjahrfeier. 16.45: Aus Berlin: Unterhaltungsmusik. 17.45: Wie Mohamed Raman als Rekrut die Schlacht bei Taif gewann. 18.10: Stunde des Landes. 18.30: Das Kammerduett des Barockzeitalters. 19: Aus der Gedankenwelt großer Philosophen: Plato. 19.25: Literatur der Gegenwart. 19.50; Sportnachrichten. Anschließend; Ucbertragung aus Berlin. Montag, 19. September. 16; Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Berlin: Nachraittagskonzert. 17.10: Der Mensch und die Kräfte der Heimat. 18: Musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Stunde des Landwirts. 19.25; Viertelstunde Funktechnik. 19.40t Zeitdienst. Deutschlandsender: 20: Aus Frankfurt a. M.: Bayern-Abend. 22.201 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.40; Aus Leipzig: Untcrhaltungf- konzert. Dienstag, 20. September. 16.30; Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Constautin Brunner. Zum 70. Geburtstag. IS; Musikalische Hörübungen. 18.30; Volkswirtschaftsfunk. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Das Werden des amerikanischen Volkes. Deutschlandsender: 19.30: Ucbertragung aus Berlin. 20.30: Aus Breslau; Volkslieder der Sudetendeutschen. 21.30: Aus Breslau: Heimat an der Grenze. Ein Querschnitt durch sudetendeutsche Dichtung. 22.20: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.40; Aus Hamburg: Spätkonzert. Mittwoch, 21. September. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg Nachraittagskonzert. 17.30: Der Mensch und die Kräfte der Heimat. 18; Musik im Rundfunk. 18.30: Standesamt und Eugenik. 18.55: Wetterbemicht für die Landwirtschaft. 19: Englisch für Fortgeschrittene. 19.30: Stunde des Beamten. Deutschlandsendcr: 20: Aus München: Abendkonzert. 21.10: Aus Breslau: Zwischen Iser und Jeschken. Sudetendeutscher Heimatabend. 22.10; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Donnerstag, 22. September. 16: Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Berlin: Nachraittagskonzert. 17.30: Ein Besuch im geheimen Staatsarchiv Berlin-Dahlem. 18; Entwicklungslinien der zeitgenössischen Klaviermusik. 18.30; Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Auftakt zur diesjährigen Winterhilfe. Deutschlandsender: 20; Aus München:„Othello" oder„Der Mohr von Venedig". Trauerspiel von Shakespeare. 21.30: Ucbertragung aus Berlin. Freitag, 23. September. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Gott und Gottlosigkeit im Gesicht der Zeit. 18: Zurück zum Ornament? 18.30; Die Gewerkschaften in der Krise. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Wissenschaftlicher Vortrag für Tierärzte. 19.20: Stunde der Arbeit. 19.40: Zeitdienst. 20; Lehrspiel. König Mcnander sucht die Wahrheit. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Sonnabend, 24. September. 16; Uniform und Ucberlieferung. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert 17.30: Viertelstunde für die Gesundheit 17.50; Neue Gartengedanken lür jedermann. 18.05: Musikalische Wochenschau. 18.30; Deutsch für Deutsche. 15.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Englisch für Anfänger. 19.25: Deutschlands schöpferischer Anteil an der Gestaltung der Stile: Plastik. 19.45: Kirche als Bindung und Verbindung. Deutscblaodsender: 20: Aus der Funk- Ausstellung, Bremen: Großes funk- Potpourri. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. ■Amti&lung Besichtigung erbeten! öARDINENSTOFFE Edei-Tüll.mod klare Aar —• iy7I) Muster calOÖcmbr Mi rj DEKORATIONSSTOFFE besondauteOuolität. in» Jor —.,f|Q2 danihrai.calJÖanbrtMir.'j HALBSTORES Heieruare m-Bnsou�JC ca250cm.iioch, Mtrj33 BETTDECKEN öifter-TülfmHand-il»r 34« orvst.«eiDettk)� ÖARDINENSTOFFE indanthren bedruckt A/p Voile u. Kunstseide, Mlr,y>»0 ALLRAUM-öAßDINE 2 Flügel, 1 Querbehang