Morgenausgabe 49.Iahrgang Nr. 453 A22t Wöchentlich 78 Ps. monatlich 3,48 M. (davon 87 Pf, monatlich für Zustel- lung ins Haus) im voraus zahlbar. Postbezug 3*7 M. einschließlich 80 Pf. Poslzeitungs» und 74 Pf. Postbestellge. bühren. Auslandsabonnement 8,88 M. vro Monat; für Länder mit ermaßt» Um Drucksachenporto 4,86 M. Bei Ausfall der Lieferung wegen höherer Gewalt besteht(ein Anspruch der Abonnenten aus Ersaß, » Erscheinungsweise und Anzeigenpreis« stehe am Schluß des redaktionellen Teils Ir" P. Verliner Volksbla« Sonntag 25 Septembei- 1.932 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Vavtei DentschlaNM Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Rcrnspt.; Dönhoff(A 7) 292— 297. Telegramm-Adi.: Sozialdemokrat Berlin. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. PostscheckkoMo: Berlin 37 S3K.— Bankiomo: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Lindenstr. 3. Dt.B.u.MSi.-Ges., Depositen!., Jerusalemer Str. KS/KS Die Arbeiter sollen kuschen! Das Kabinett der Barone droht den Gewerkschaften. Die Verordnung der Regierung Papen vom 5. September 1932 stellt nach Ansicht der freien Gewerkschaften einen ver- fassungswidrigen Einbruch in das Tarifrecht dar. Die Gewerkschaften haben angekündigt, daß sie sich gegen diese rechtlich unhaltbare Verordnung mit allen gesetzlichen Mitteln zur Wehr setzen werden. In vielen Fällen, wo, gestützt auf diese Verordnung, Unternehmer versucht haben, einseitig die tarifliche Friedenspflicht zu brechen und den Tariflohn her- abzusetzen, haben sich die Arbeiter erfolgreich dagegen zur Wehr gesetzt. Die Vertreter des Unternehmertums haben laut nach einem EingreifenderRegierunggegendie Abwehr st reiks der Arbeiterschaft gerufen. Der Reichs- arbeitsminister S ch ä f f e r hat nunmehr dem Chefredakteur des Wolf-Büros Erklärungen abgegeben, die diesen Forderungen des Unternehmertums entsprechen. Der Aus- frager behauptete, es lägen Aeußerungen einzelner Gewerk- schaftssiihrer vor, die mehr oder minder unverhüllt eine Sabotage derVerordnung ankündigten, und fragte, welche Haltung die Reichsregierung gegenüber solchen Ver- suchen einnehme. Darauf erwiderte Schäffer: „Es trifft zu, daß in einzelnen Betrieben Arbeiter ihre Arbeits- platze verlassen haben, weil der Arbeitgeber ein ihm nach der Verordnung zustehendes Lohnminderungsrecht aus- geübt hat„ und daß in anderen Betrieben die Arbeiter durch Drohung mit Streik den Arbeitgeber nötigen, die Aus- Übung dieses Rechts zu unterlassen. Die grundsätzlichen Gegner der Reichsregierung und ihrer Verordnung vom 5. September— insbesondere die kommunistisch gesinnten Arbeiter— seien bestrebt, diese Tatsache zu vergröbern," „Im Interesse der Arbeitslosen und zu Ehren der Gewerk- schasten hoffe ich, daß neue Nachrichten das Uebertriebene der Mel- düngen dartun: denn ich weiß, daß in vielen Betrieben die Ver- ordnung tatsächlich durchgesührt wird. Grundsätzlich bin ich noch nicht geneigt, daran zu glauben, daß eine erheblich« Zahl von Arbeitern, die noch einen Arbeitsplatz haben, wegen einer geringen Lohnkürzung den Arbeitslosen, die mit ihren Frauen und Kindern lange genug gedarbt haben, das Recht auf Arbeit und den Eintritt in das ArbeitsverhälMis verwehren wollen, Vor zwei Tagen hat im Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes in Genf die Arbeitergruppe mit Unterstützung meines Vertreters die Verkürzung der Arbeitszeit gesordert, um für die Erwerbslosen Arbeitsplätze zu gewinnen. Wenn jetzt in Deutsch- land der Streik zunimmt und nicht bloß die Fortdauer der Arbeits- losigkeit, sondern stellenweise sogar der Verlust der bisherigen Arbeit zur Folge hat. dann muß ich allerdings gestehen, daß dos tat- sächliche Verhalten der Arbeiter in Deutschland mit den Forderungen in Genf in unlösbarem Widerspruch steht. Daraus könnten für die Vorkonferenz zur internationalen Abkürzung der Arbeitszeit ge- sährliche Folgerungen entstehen, Es scheint mir zunächst Aufgabe der Gewerkschasten zu sein, die Streitmeldungen aus ihren wahren Sachverhalt zu prüfen und dann sosort das zu oeranlassen, was die tarifoertragliche Friedenspflicht von ihnen ver- langt. Denn es ist ganz zweifellos, daß die Zahlung des vom Arbeitgeber auf Grund der Verordnung gekürzten Lohnbctrags als eine volle Gr- füllung der tariflichen Verpflichtungen anzusehen ist. Aus die unmittelbaren Folgen der Verletzung der Friedenspslicht hinzuweisen, erübrigt sich: jede Gewerkschaft und jeder Ardeiter weiß das,— wie es scheint, sehen aber manche noch nicht ein, daß— wenn die Friedenspflicht verneint oder hartnäckig verletzt wird— der Begriff des Tarifvertrages gr- fährdet und die Stellung der Gewerkschaften erschüttert wird. Für den Winter hat die Reichsregicrung die Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung ins Auge gefaßt, weil sie davon ausgeht, daß auf Grund des Wirtschaftsplans die Arbeitslosenzifser sinkt. Es kommt jetzt zum guten Teil auf die staltung der Ge- w e r k s ch a s t e n und der Arbeiter an, ob diese natürliche Voraus- setzung eintreten kann. Aus alle Fälle holt die Reichsregierung an ihrem Wirtscha'tsplan und an der Verordnung fest." Gegen diesen Versuch, die neueste Lohnkürzung den Arbeitern mit Gewalt aufzuzwingen, muß schärfster Widerspruch erhoben werden. Nach dem Gesetz, wie nach der Rechtsprechung kann ein Tarifvertrag während seiner Laufzeit nicht abgeändert. noch kann von ihm abgegangen werden, es fei denn, daß beide Parteien Merzn ihre Zustimmung geben. Wenn sth die ci e pori'l nicht>.:r cm den Veiircg hält, so ist auch die andere Partei nicht mehr an die Friedenspflicht gebunden. Ob eine Partei die Friedenspflicht verletzt, dar- über entscheidet nicht die Regierung, sondern das Arbeits- g e r i ch t. Alle juristischen Konstruktionen, die das Arbeits- Ministerium bisher angestellt hat, um die Zahlung eines ver- kürzten Lohnes als Erfüllung der Tarifpflicht hinzustellen, halten der Rechtsprechung nicht stand. Die Gewerkschaften werden deshalb gegen die unhaltbare Konstruktion des Reichs- arbeitsminifters ankämpfen. Der Versuch, die bisherigen Abwehrkämpfe als wilde kommunistische Kämpfe hinzustellen, ist durchsichtig genug. Die Arbeitskämpfe, die durch den Versuch des Lohn- drucks auf Grund der Papen-Verordnung ausgelöst worden find, stellen durchweg den Widerstand der organi- fierten Arbeiter dar. Durch diesen organisierten Widerstand sind alle wilden kommunistischen Bewegungen verhindert worden. Die Gewerkschaften lassen sich ihre Taktik selbstverständlich nicht von den Kommunisten vorschreiben. Von vornherein haben die Gewerkschaften erklärt, daß sie die Verantwortung für diese Verordnung a b- lehnen müßten, weil sie von ihren inneren Widersprüchen und ihrer Undurchführbarkeit überzeugt sind. Der Reichsarbeitsminister versucht, die Erwerbslosen gegen die kämpfenden Arbeiter auszu- spielen. Er wirft den kämpfenden Arbeitern Mangel an Solidarität mit den Erwerbslosen vor. Das von einem Minister des Kabinetts der Barone! Wenn der Reichsarbeitsminister die Solidarität zwischen Arbeitenden und Erwerbslosen praktisch durchgeführt zu sehen wünschte, so brauchte er nur auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm des ADGB. einzugehen! Die Arbeiterschaft hat die Verkllr- zung der Arbeitszeit im Interesse der Erwerbslosen verlangt: aber sie ist sich einig darüber, daß ihr insgesamt nur geholfen werden kann, wenn mit der Einstellung der Erwerbslosen auch die Kaufkraft der Arbeiterschaft gesteigert wird. Nach dem Wirtschaftsplan des Kabinetts Papen aber würde— seine Durchführbarkeit vorausgesetzt— die Lohnsumme dieselbe bleiben. Der Zweck dieses Wirtschaftsplanes ist es, mit Hilfe des verfälschten Gedankens der Vierzig- stundenwoche die Löhne der Neueinzustellenden wiederArbeitendenaufeinnichtmehrerträg- liches Minimum herunterzudrücken, Weil den Kapitalisten das Vertrauen in die Ankurbe- lungsmethoden des Kabinetts Papen fehlt, so daß sie nicht selber neue Betriebsmittel einsetzen, sollen diese Betriebsmittel aus gekürzten Löhnen durch die Arbeiterschaft beschafft werden! Dieser Plan des Kabinetts der Barone hat mit den Forderungen, wie sie die Gewerkschasten in Genf gestellt haben, nicht das mindeste zu tun. Er bedeutet nur eine Ver- fälschung dieser Gedanken! Mit der Verlautbarung des Reichsarbeitsministers ist der Konflikt, den das Kabinett der Barone durch seine Ver- Ordnungen heraufbeschworen hat, noch außerordentlich verschärft worden! Zinssenkung und Kontingente. Vor der Verkündung des Regierungsprogramms, Wie der Reichskanzler vor oi;r Wochen auf der westfälischer Bauerntagung das Wirtschaftsprogramm des Papen-Kabinetts ver- kündete, wird der Reichsernährungsminister Freiherr von Braun die Versammlung bayerischer Bauernvereine am Montag in München zum Anlaß nehmen, um die am Freitag gefaßten Beschlüsse über die Begrenzung der Einfuhr durch Kontingente und die Zinssenkung bekannt zu geben, Obwohl noch keine Einzelheiten über das neue Regierungspro- gramm in die Oeffentlichkeit gedrungen find, steht fest, daß die mahn- witzigen Forderungen der Agrarier auf eigenmächtige allgemeine Kontingentierung landwirtschaftlicher Veredelungsprodukte im Kabi- nett nicht durchgedrungen find. Der scharfe Protest aus allen Kreisen der industriellen Arbeitnehmer- und Unternehmer- organisationen hat offensichtlich seinen Zweck nicht verfehlt. In dem Duell zwischen dem Wirtschastsminister Warmbold und dem Agrar- minister von Braun scheint der Wortführer der agrarischen Interessen zweiter Sieger geblieben zu sein. Offenbar wird die Regierung bei den wichtigsten Kontingenten versuchen, sich mit den betroffenen Ländern auf dem Verhandlungswege zu einigen, In der Z i n s f r a g e kommt eine nochmalige allgemeine Zinssenkung für Rentenwerte nach den bisherigen Verlautbarungeu gleichfalls nicht mehr in Frage, Die Zinssenkung wird voraus- sichtlich daraus hinauslausen, daß die Zinsen von landwirtschaftlichen Hypotheken, die von Kreditinstituten gegeben sind, auf 4 Proz, gesenkt werden. Die Disferenz von 2 Proz, wird das Reich zunächst für drei Jahre vergüten, so daß die ganze Aktion aus eine neue gewaltige Subvention der landwirtschaftlichen Hypotheken jchuldner hinausläujt, die sür die vorgesehene Stundung von drei Iahren das Reich die runde Summe von 299 Mit- l i o n e n Mark kosten dürste. Maulhelden und Kämpfer. Braunes Parlamentstheater.— Arbeiterkampf gegen die Reaktion. Das politische Maulheldentum der Nationalsozialisten hat sich im Preußischen Landtag ausgetobt in Lärmszenen, Sitzungsunterbrechungen, Beschimpfungen— in allen jenen Mitteln, die Kampf vortäuschen sollen, wo keiner ist. Wer laut schreit, ist noch kein Kämpfer! Diesem parlamentarischen Lärmtheater fehlte alles, was zu wirklichem parlamentari- schem Kampf gehört, vor allem der aus fester Gesinnung stammende Ernst und das große Ziel der Hauptakteure! Denn, wenn auch im kommenden Wahlkampf die Natio- nalsozialisten sich wieder als Kampfbewegung vorstellen wollen, so können sie dennoch durch lautes Maulheldentum nicht verdecken, daß sie den Rückzug auf die Papen-Linie bereits angetreten haben. Ihre politischen Verhandlungen sind vertagt bis nach der Reichstagswahl, man wartet ab, ob man danach mit einem oder zwei Koalitionspartnern zu tun haben wird. Der Sinn des Wahlkampfes für Papen und feine Freunde ist es, Hugenberg zum Zünglein an der Wage zu machen, um das reaktionäre Programm des söge- nannten Präsidialkabinetts mit einem echten Bürgerblock parlamentarisch zu untermauern. Auf beiden Sieiten ist man sich im klaren, daß man nach den Wahlen einander brauchen wird. Herr von Papen hat Herrn Kerrl auf die Zeit nach den Wahlen vertröstet, Herr Kerrl hat sich vertrösten lassen, und kein Agitationsgeschrei der Nationalsozialisten kann darüber hinwegtäuschen, daß ihnen eine Rolle als Stimmsoldaten eines kommenden Bürgerblocks zugedacht ist! » Sie haben sich als Kämpfer für Volksrechte maskiert, aber die Maskerade hat nicht lange vorgehalten! Herr Göring ist von der Barrikade heruntergestiegen und sehr zahm ge- worden, um Hitler, den zweiten Pismarck, ist es ganz stille geworden, und die Nazipreußen haben vor Papen und Bracht einen tiefen Kotau vollzogen. Die Drohung mit der Land- tagsauflösung hat gezeigt, daß die Größe ihres Mutes im umgekehrten Verhältnis zur Größe ihres Mundwerks steht. Was sich im Preußischen Landtag und im Ueber- wachungsausschuß des Reichstags vollzogen hat, sind Theater- spiele an der Peripherie der Politik. Sie können nicht ver- decken, daß inzwischen die kapitalistische Offensive weitergegangen ist. Die Kürzung der Unterstützungen für die Opfer der Krise ist Tatsache. Die Not wächst ins Entsetzliche, Das Unternehmertum geht mit dem 15. November zu neuer Offensive gegen die Arbeiterschaft vor, gestützt auf die Not- Verordnung des Kabinetts der Barone! Kein Wohlfahrtsstaat! Das sagt in kürzester Form, wie das werktätige Volk heute unter dem Kabinett der Barone den Staat erlebt. Es fühlt den Druck der kapitalistischen Offensive, es muß sich dagegen wehren. Das ist das große Kampfproblem, das im Mittelpunkt der Politik steht! -i- Die kapitalistische Offensive ist auf erbitterten Widerstand gestoßen, auf echten, zähen Kampfwillen, auf die Entschlossen- heit von Kämpfern, nicht von Maulhelden. Die freien Ge- werkschaften haben erklärt, daß sie in der Tariflohnsenkung einen verfassungswidrigen Einbruch in das Tarifrecht er- blicken, und daß sie ihre Anwendung durch Kampfmaßnahmen in den Betrieben beantworten würden. In einer großen An- zahl von Betrieben haben sich die Arbeiter gegen weitere Lohnsenkungen zur Wehr gesetzt, diese Abwehr- kämpfe haben in vielen Fällen zum Erfolg geführt. Das sind wirkliche Kämpfe! Sie vollziehen sich ohne Lärm, ganz unromantisch, aber in ihnen tritt die echte Kämpfergesinnung und das wahre Heldentum zutage. Denn der Arbeiter, der den Abwehrkampf gegen die Offensive des Unternehmertums führt, schlägt seine und seiner Familie Existenz in die Schanze! Pei diesen Kämpfen geht es in jedem einzelnen Betrieb um die Sache der gesamten Ar- beiterschaft, um die Verteidigung ihres Rechts und ihrer Existenzgrundlage! Gelänge der neue Lohnraubfeldzug des Unternehmertums, so würde die Arbeiterschaft weiter ge- schwächt werden, mit dem Sinken ihrer Kaufkraft würde die Wirtschaftsschrumpfung weiter gehen. Je niedriger die Löhne. um so höher die Zahl der Erwerbslosen! Die organisierten Arbeiter waren immer bereit, durch Kürzung der Arbeitszeit Platz zu schaffen sür die Erwerbslosen, und dafür Lohnopfer zu tragen— bei dem Papen-Plan aber handelt es sich darum, den im A r- beitsbeschasfungsprogramm des ADGB. niedergelegten Gedanken zu verfälschen, die Erwerbs- losen zu niedrigsten Löhnen einzustellen und die Löhne der Stockholm, 24. September.(Eigenbericht.) Die sozialdemokratische Minderheitsregie- r u n g hat am Sonnabendnachmittag ihr Amt angetreten. In dem Regierungsprogramm des Kabinetts Per /Dansson, das am Sonnabend bekanntgegeben wurde, heißt es: Als Grundlage ihrer Arbeit wird der Regierung das von der Sozial- demokratischen Partei bei den Reichstagswahlen aufgestellte Pro- gramm dienen. Die Abdrosselungspolitik, die von einigen Staaten betrieben worden ist, hat die ökonomische Krise nur noch verschärft. Der sich daraus ergebende Rückgang des internationalen Warenaustausches hat ein katastrophales Sinken der Produktion und eine entsprechende Arbeitslosigkeit zur Folge gehabt. Die Regierung hofft die gegenwärtige Krise durch die Beseitigung der Zoll- mauern beseitigen zu können. Es werden Mahnahmen zur Regelung des Imports und Exports getroffen werden müssen, jedoch nur insofern als sie den Grundprinzipien des Freihandels nicht widersprechen. Hanffons sozialistisches Programm. Gegen Zollmauern und Rüstungen- für Arbeitsbeschaffung und wirtschaftliche Gtaatskontrolle. Als ihre wichtigste Aufgabe betrachtet es die Regierung, den Opfern der Krise zu Helsen, was in erster Liltie durch die vom Staat zu schaffenden neuen Arbeitsmöglichkeiten geschehen soll. Die Arbeitslosenver- sicherung bedarf weitgehender Reformen. Durch die Reorganisation des Kriegswesens wird die Regierung versuchen, alle damit zusammenhängenden Ausgaben weitgehend zu kürzen Ereignisse der letzten Zeit, die das ökonomisch« und moralische Ansehen des Landes schwer getroffen haben, haben das Problem einer gesellschastlichen Kontrolle der Handhabung der ökonomischen Werte der Ration in den Vordergrund gerückt. Die schwedische Außenpolitik verfolgt in erster Linie das Ziel, alle Bestrebungen zum Abbau der inter- nationalen militärischen und ökonomischen Rüstungen zu unter- stützen. Völkerbund und Mandschurei. Scharfe Roie, aber klägliche Beschlüsse. Genf, 24. September.(Eigenbericht.) Der Völkerbundsrat hat die Verössenllichung des Mandschurei-Berichts und seine Ueberreichung in Ranking und Tokio auf den 4. Oktober festgesetzt. Der Rat wird erst am 14. Rovember zur Prüfung des Berichts zusammentreten, da die von Zapan beantragte Frist von sechs Wochen zwischen Veröffentlichung und Aussprache einstimmig gewährt wurde. Präsident de V a l e r a stellt im Verlauf der Sonnabend-Sihung des Rates fest, daß Japan die Regelung des Falles präjudiziert habe durch An- erkennung der Mandschurei und den Abschluß eines Vertrages mit ihrer Regierung. Der Rat stehe also vor einer wesentlich erschwerten Ausgabe, deren Ernst niemand verkennen könne. Japan erpreßt— der Völkerbund kapituliert. Die nach dem fernen Osten entsandte Untersuchung?- kommission des Völkerbundes ist nach mehr als halb- jähriger Abwesenheit wieder nach Europa zurückgekehrt. Der von ihr verfaßte, etwa 40 Seiten lange Bericht ist dem Völkerbundssekretariat bereits übergeben worden. Ueber seinen Inhalt ist zunächst strengstes Stillschweigen bewahrt worden. Doch sickert jetzt über die Grund- tendenzen dieses Dokuments so viel durch, daß es im wesentlichen für Japan ungünstig ausgefallen ist. Das geht auch daraus deutlich hervor, daß die Japaner neuer- dings eine außerordentliche Nervosität an den Tag legen und die Behandlung des Berichtes während der Jahresversammlung des Völkerbundes zu hintertreiben bemüht find. Sie wollen nach der bewährten Taktik, die ihnen seit einem Jahr bisher immer geglückt ist, abermals Zeit gewinnen. Unter dem Dorwand, daß die japanische Regierung genügend Zeit haben müsse, um den Be> richt zu studieren und Gegenbemerkungen zu verfassen, hat Japan in Genf eine sechswöchige Frist beantragt und erreicht, vor deren Ablauf das Dokument nicht zur offiziellen Berawng durch den Völkerbundsrat und durch die Völkerbundsversammlung ge- langen kann. Inzwischen wird Japan sein förmliche» Pro- t e k t o r a t über den von ihm selbst ins Leben gerufenen, angeblich unabhängigen Staat Mandschutuo befestigen können. Aber gerade gegen die Schaffung dieser angeblich unabhängigen Mandschurei, die zu 35 Proz. von Chinesen bevölkert ist, soll die Dölkerbundskommission scharfen Protest eingelegt haben. Somit wird die Hinausschiebung der Völkerbundsberatungen über den Kommissionsbericht nichts anderes bedeuten als die Verleugnung der Arbeiten der Kommissionsmitglieder und eine weitere V o r s ch u b- l e i st u n g für die imperialistischen Pläne der japanischen Militärs und Annektionspolitiker. Diese abermalige Kapitulation des Völkerbundes vor dem japanischen Imperialismus wird nur dazu beitragen, das Ansehen der Genfer Institution in der Welt, das durch seine schwächliche und dilatorische Behandlung des chinesisch-japanischen Konflikts bereits schwer gelitten hat, noch mehr zu schädigen. Aber Japan scheint durch seine regelmäßig wiederholte Drohung, aus dem Völkerbund fosort auszuscheiden, falls sich Genf in„seine" An- gelegenheiten einmisch«, alles zu erreichen. Diese erpresserische Drohung hat man bereits zu jener Zeit vernommen, als der Völkerbund einen schüchternen Versuch unternahm, dem Massaker der chinesischen Zivilbevölkerung von Schanghai durch japanische Land-, See- und Luststreitkräste Einhalt zu gebieten. Wieder einmal hat die führende Völkerbundsbürokratie das Signal zur Kapitulation von den japanischen Militaristen gegeben! (5in tolles Lust-Husarenffück. Mukden, 24. September. Aus dem japanischen Flugplatz in Mukden wurden am hellen Tage sechs japanische kriegsslugzeuge von Chi- nesen gestohlen. Die Chinesen hallen sich als Maler aus- gegeben und waren von der Plahwache in die Flugzeugschuppen eingelassen worden. Plötzlich erhoben sich sechs Flugzeuge kurz hintereinander in d'e Lufl. Als japanische Flieger die ver- solgung aufnehmen wollten, mußten sie feststellen, daß die noch vorhandenen Maschinen unbrauchbar gemacht worden waren. Hochbetrieb hinter den Genfer Kulissen. Gens, 24. September.(Eigenberichk.) Am Sonnabend fanden in Genf zahlreiche Besprechungen über die Möglichkeit einer Rückkehr Deutschlands zu den Beratungen des Büros der Abrüstungskonferenz statt. Am Vormittag hatte der englische Außenminister Sir John Simon eine Besprechung mit dem französischen Kriegeminister Paul Boncour. Ueber den Ausgang dieser Besprechungen wird Stillschweigen bewahrt. Abends reiste der sranzösische Kriegsminister nach Paris, um dem französischen Kabinett über die Mitteilungen des englischen Außenministers Bericht zu erstatten. Am Nachmittag suchte Reichsaußenminister von Neurath den Präsidenten der Abrüstungskonferenz Henderson auf. Beide haben nach dem offiziellen Kommunique über diese Besprechung die Entwicklung der Situation auf der Abrüstungskonferenz in freund- schaftlicher Form durchgesprochen. Irgendwelche Beschlüsse lstitten nach Lage der Sache nicht gefaßt werden können. Die I n i t i a t i v e zu dieser Aussprache soll von Henderson ausgegangen sein. Rückgabe der japanischen Völkerbundsmandate an Deutschland. Washington, 24. September. Aus guter Quelle verlautet, daß in Genf ein Plan ausgearbeitet werde, die von Japan oerwalleten Südseemandate an Deutschland zurückzugeben, falls Japan aus dem Völker- bund austreten sollte. Hetriebsarbetter aus ein nicht mehr erträgliches Minimum herabzudrücken! In den Betrieben wird deshalb nicht nur das Recht und die Lebenshaltung der in Arbeit stehenden Prole- tarier verteidigt, sondern auch das Recht und die Zu» kunftsaussichten der Erwerbslosen! Die oberste Forderung des Widerstandes gegen die kapitalistische Offensive heißt deshalb: Solidarität des gesamten Proletariats! Die Kräfte der Reaktion stützen sich auf die Hoffnung, daß entsetzliche Not und jahrelange Erwerbs- losigkeit den Willen der Erwerbslosen zur Solidarität ge- brachen hätten, sie haben es mehr als einmal zynisch ausge» sprachen! Diese Hoffnung der Reaktion muß zuschanden werden. Der kapitalistischen Offensive muß der einmütige Abwehrwille des gesamten Proletariats entgegenstehen! » Das Unternehmertum schreit nach Anwendung von staatlichen Machtmitteln gegen streikende Arbeiter und gegen die Gewerkschaften. Das Organ der Scharfmacher, die„DAZ.", fordert, daß man im Arbeit- nehmerlager die Lohnsenkungen stumm und ergeben hin- nehmen soll,„sonst"— so droht sie—„könnte es sich als notwendig herausstellen, von schärferen gesetzlichen Maßregeln Gebrauch zu machen". Die reaktiv- näre Gewalt soll gegen die Abwehrkämpfe der Arbeiterschaft mobil gemacht werden! Der Reichsarbeitsmini st er will diesen Unter- nehmerforderungen entsprechen. Er hat eine Erklärung ver- öffentlicht, in der er den kämpfenden Arbeitern Verletzung der tariflichen Friedenspflicht vorwirft und dunkle D r o h u n- gen gegen die Gewerkschaften ausstößt. Das ist ein Alarmsignal, das der gesamten Ar- beiterschaft die Bedeutung des Kampfes klarmachen muß, den sie zu führen hat. Sie muß im politischen Kampfe ihre Rechte, ihre Organisationen, ihre Kampfmöglichkeiten verteidigen gegen den Ansturm der Reaktion! Die sozialdemokratischen Arbeiter werden in diesem Kampf der gesamten Arbeiter- schaft das Beispiel geben, wie ernsthaft die Rechte und die Wohlfahrt des Volkes verteidigt werden! Die Gewerkschaften werden sich gegen den ver- fassungswidrigen Einbruch in das Tarifrecht wie gegen die Lohndruckoffensive mit allen gesetzlichen Mitteln zur Wehr setzen. Die Sozialdemokratische Partei hat ein Volksbegehren beantragt, durch das der sozialpolitische Teil der Papen-Verordnung, die Grundlage der Lohndruckoffensive, außer Kraft gesetzt werden soll. Das ist der politische Gegenschlag gegen die Pläne der sozialen Reaktion, wie sie der Reichsarbeitsminister des Kabinetts der Barone enthüllt hat! Dafür gilt es jetzt, die Einheitsfront des gesamten Proletariats herzustellen! Die Maulhelden in der braunen Uniform, die durch ihr Treiben die Sache der Reaktion befördern, und die Schreier mit dem Sowjetstern, die eine einheitliche Kampffront der Arbeiterschaft verhindern, müssen beiseite geschoben werden! In der sozialdemokratischen Arbeiterschaft lebt nicht das Mauheldentum, wohl aber der wahre Kampfgeist! Der sozialdemokratische K a m p f g e i st, das ist die Hoffnung des arbeitenden Volkes, ist die Sorge der politischen und sozialen Reaktion. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Kampf- geist zu zeigen!_ Reichsbanner aufgelöst— Nun erst recht Reichsbanner! Der preußische Staatskommissar Dr. Bracht hat den unzweideutigen Beweis geliefert, daß er seine Funktionen völlig einseitig gegen das Reichsbanner ausübt. Er hat die Ortsgruppen Richtenberg und Oh lau des Reichsbanners aufgelöst mit einer Begründung, die einer Be- schimpfung der großen republikanischen Organisation gleich- kommt. Von einer Auflösung von SA.- Stürmen ist keine Rede. Nach wie vor existiert die Organisation der Bombenwerfer, der Brandstifter, der Mörder in O st» preußen! Nach wie vor hat der grauenhafte Mord von Potempa nicht zu einer Auflösung der beteiligten SA.-Organi- sationen geführt. Hier geschieht nichts— aber Reichsbannerortsgruppen werden aufgelöst! Diese Schaffung von zweierleiRecht, diese oftenkundige Einseitigkeit wird den berechtigten Zorn aller hervorrufen, die noch Sinn für Gerechtigkeit haben! Sie wird den Willen verstärken, Herrn Bracht und seine Leute hinwegzufegen! Wir werden mit um so größerer Aktivität dafür sorgen, daß bei den kommenden Wahlen den Bracht und Genossen bewiesen wird, daß nichts hinter ihnen steht! Nun erst recht Reichsbannerl Wenn ein in Preußen kommissarisch eingesetzter Innenminister ohne oerfassungs- mäßige Grundlage die Augen zudrückt gegenüber den Organi- sationen von Mördern und Bombenwerfern, und dafür Reichs- bannerortsgruppen verbietet, müssen die Republikaner erst recht auf der Wacht sein. Ihre Gesinnung und ihr Wille und ihre Zusammengehörigkeit läßt sich nämlich nicht auflösen! Llm den Termin der Gemeindewahlen. Einberufung des preußischen Staatsrats Der Preußische Staatsrat ist nunmehr für Donnerstag nächster Woche einberufen worden. Auf der Tagesordnung der Vollsitzung steht die Stellungnahme zu dem vom Landtag gefaßten Beschluß, am K. November gleichzeitig mit der Reichstagswahl die Neu- wähl der Gemeindevertretungen stattfinden zu lassen. Am Tage vorher treten der Verfassung?- und der Gemeindeausschuß des Staatsrats zu einer gemeinsamen Sitzung sowie auch die Fraktionen zwecks Stellungnahme zu der Vorlage zusammen. In parlamentarischen Kreisen wird damit gerechnet, daß«ine Mehrheit des Staatsrats gegen den Landtagsbeschluh Einspruch einlegt. verbal kommunistischer Veranstaltungen. Der Polizeipräsident von Altona-Wandsbek hat die Vervtrswltungen anläßlich des sogenannten Roten Massensporttag«? am 25. September in Altona verboten. Schiedsspruch im Ruhrbergbau Llnternehmer gegen Lohn-, Arbeiter gegen Arbeitszeit- Verlängerung. Essen, 24. September. Zn dem Lohnstreit Im Ruhrbergbau fällte der Schlichter. Professor Dr. Drahn, einen Schiedsspruch, wonach der L o h n t a r i s unverändert auf vier Monate verlängert wird. Das M e h r- arbeltszeitabkommen wird mit einigen redaktionellen Aenderungen in den Rahmentaris aufgenommen, wodurch für das Mehrarbeitszeitabkommen die Kündigungsfrist des Rahmen- tarifs gültig wird. Der Rahmentaris ist erstmalig am 1. Februar ISZZ zum 1. April 1333 kündbar. Nach dem Schiedsspruch sollen Löhne und Arbeitszeit unver. ändert bleiben, das Mehrarbeitszeitabkommen jedoch beseitigt, die achtstündige Schichtzeit an Stelle der gesetzlichen Sieben st undenschicht als tarifliche Arbeitszeit festgelegt werden. Dieser Teil des Schiedsspruchs, der den befristeten freiwilligen Verzicht auf die gesetzliche sieben- stündige Schichtzeit zu einem dauernden macht, die Siebenstunden- schicht in die Achtstundenschicht verwandelt und damit den Berg- arbeitern nicht nur den gesetzlichen Anspruch nimmt, sondern ihnen diesen auch als Kopipensalionsobjekt aus der Hand schlägt, wird damit begründet, daß jetzt nicht mehr dreimal gekündigt werden kann, sondern nur noch der Lohntarif und der Manteltarif, aber nicht mehr das Mehrarbeitszeitabkommen. Der Zechenverband stimmt der Beseitigung des Mehr- arbeitszeitabkommens zugunsten der Achtstundenschicht natürlich zu, den Lohnschiedsspruch lehnt er ab, weil er eine weitere Lohnverschlechterung für vier Monate verhütet. Die Gewerkschaften dagegen nahmen den Lohn» schiedsspruch an, lehnten jedoch den Arbeitszeit- schiedsspruch ab, da ihnen dieser Preis eines dauernden Verlustes für die vier Monate Lohnsrieden zu hoch ist. Die Erklärungsfrist läuft am Montag ab, Nachverhand- l u n g e n sind bereits zu Dienstagvormittag, 13 Uhr, im Reichs- arbeitsministerium angesetzt. Sozialdemokratische Schulanträge. Die sozialdemokratische Fraktion des Preußischen Landtags hat eine Reihe das Schulwesen betreffende Anträge eingebracht. Unter anderem wird eine Einwirkung auf die Gemeinden dahin gefordert, daß diese in ihren Haushalt die der Notlage weiter Volksschichten entsprechenden Mittel zur Gewährung von unentgelt« lichen Lernmitteln einstellen, und besonders finanzschwachen Gemeinden seien gegebenenfalls Staatszuschüsse zu gewähren. Die Ausnahmebehandlung dissidentischer Schulamtsbewerber hinsichtlich chrer entgültigen Anstellung soll beseitigt werden. Weiter wird das Staatsministerium er- sucht, ollen Schularten Preußens erneut zur Aufgabe zu machen, auf der Grundlage und in Ergänzung der Erziehung zum eigenen Volks- tum den Gedanken der Notwendigkeit der Verständigung und der Zusammenarbeit der Völker zu pflegen. Ferner sollen alle Vorbereitungen getroffen werden, um Ostern 1333 das 3. Volksschuljahr allgemein durchzuführen. Weiter soll das Staatsministerium die durch den Kultusminister Grimme geschaffene Junglehrer fürsorge auf alle Junglehrer und Junglehrerinnen ausdehnen, um damit eine Verbindung des gesamten Lehrernachwuchses mit der Schule zu erreichen. Schließlich wird eine Abänderung der Bestimmungen über die Zulassung zu den Hochschulen dahin gewünscht, daß der Zugang zu den Hochschulen nicht allein vom Durchlaufen einer höheren Schule abhängig gemacht wird, sondern auch die Erprobung im Berussleben und die Ausbildung in Fachschulen al, Vorbereitung für da» Studium voll gewertet werden. Reklame für Papen. Reue Pressepropaganda. Vom..Demokratischen Pressedienst" wird bestätigt, daß inner- dalb der Reichsregierung Matznahmen getroffen werden, die eine Verstärkung der gesamten Propaganda für das Kabinett von Papen bewirken sollen. Im besonderen wird erstrebt, dem gegenwärtigen Leiter der Presseabteilung der Reichs- regieizung oerstärkte Vollmachten für die amtliche Propaganda zu geben. Die Reichsregierung hofft, daß es ihr auf diese Weise ge- liugen wird, im Volk eine größere Vertrauensgrund- läge zu finden. Ueber die Einzelheiten wird noch beraten und gestritten, der „Heimatdienst" soll dieser Propaganda natürlich auch dienstbar gemacht werden. Sodann soll ein Rittmeister a. D. mit dem urdeutschen Namen Moyciczewicz hier ein Betätigungsfeld finden. Rittmeister Moyciczewicz war Erzieher der Söhne des Kronprinzen. Er gehörte nach dem Umsturz der Garde- Kaoallerie-Schützen-Division an und hat damals für diesen Truppen- teil bereits Propaganda getrieben, erscheint also für diese Ausgabe durchaus geeignet. Propaganda im Rundfunk, Propaganda in der Presse, Retlame durch Ministerreden in Versammlungen— wenn sonst auch von „Belebung der Wirtschaft" nicht viel zu merken ist—, hier gehts ganz lebendig zu. Goebbels gegen Hugenberg. Eine Kriegserklärung. Der Austausch negativer Liebenswürdigkeiten zwischen National- sogialisten und Deutschnationalen geht nun zum formellen Boykott der Hugenberg-Presse üder. Im„Angriff" erläßt Herr Goebbels, der Reichspropagandaleiter, eine Polizeiverordnung an seine Getreuen, dessen fj 1 lautet: Die sogenannten bürgerlich-nationalen Zeitungen werden von Nationalsozialisten in Zukunft weder gekaust noch abonniert, noch gelesen.(!!) Die weiteren Paragraphen verordnen: Jeder Verkauf dieser Zeitungen in nationalsozialistischen Versammlungen ist verboten, ebenso darf kein Pg. in diesen Zeitungen Anzeigen aufgeben, sie bekommen kein« Pressekarten mehr, ebensowenig Informationen oder Versammlungsankllndigungen. Jeder Nationalsozialist, der einen anderen eine HugeRberg-Zeitung lesen sieht, muß ihn aufmerksam machen, daß er sich damit gegen Hitler und die Zukunft des deutschen Volkes ver- geht! Dieser Parteibefehl muß in allen Versammlungen verlesen werden.„Jeder Nationalsozialist weist mit stolzer Verachtung die Presseerzeugnisse zurück, die seinen Führer und die Bewegung be- leidigen durch salsche Unterstellungen und Lügen"— so geht es noch eine ganze Weile fort. Man sieht, jetzt geht's aufs Ganze in der Harzburger Brüderschaft. Die„nationale Konzentration" ist fast vollendet. Die„Kreuz-Zeitung" revanchiert sich im voraus an Herrn Goebbels, der„auf die Pöbelinstinkte" spekuliert und so„seinen Charakter und den eigenen menschlichen Wert" verrät. So schlecht wurden ja kaum die Marxisten behandelt! Die Triebfeder zu seinen geistigen Inzuchtgeboten, die den Anhängern sogar das Lesen„nationaler" Zeitungen verbietet, hat Pg. Goebbels in einer Versammlung im Friedrichshain verraten, als er sagt«: „Wenn der Führer den Versuchungen unterlegen wäre, dann wäre heute schon Haß und Zwietracht in unseren Reihen." Sie sind schon da— Haß und Zwietracht, und man müht sich vergebens, sie zu unterdrücken. Vorbei all« nationale Harmonie, sie wird abgelöst von turbulentem Bruderkampf: O Harzburg, o Harzburg, du wunderschöner Ort, Jetzt schwimmen beiden Brüdern die dicksten Felle fort. Katzenjammer. Goering sieht Hunderttausende abschwenken. Weimar, 24. September.(Eigenbericht.) Reichstagspräsident G ö r i n g führte hier in einer Wahl- kundgcbung der Nationalsozialisten nach einem Bericht der „Allgemeinen Thüringischen Landeszeitung Deutschlands" u. a. folgendes aus: Die Nationalsozialisten hätten geglaubt, daß mit der letzten Wahl der siegreiche Ansturm gegen das System geglückt sei, heute sähen sie sich getäuscht in diesem Glauben. Die jetzigen Regierungs- männer hätten sich geschickt in die Stellungen hineingeschmuggelt Das politische Genie der Gegner hatte sich darauf beschränkt, große Parteien zu zerstören. Man hätte den Nationalsozialisten ein Pöstchen einräumen wollen. Doch wenn man heute die Verant- wortung übernehmen solle, seien Postministerium und Eisenbahn dafür nicht die richtige Plattform. Die Rolle, die Hugenberg heute spiele, beweise aufs deutlichste, wie berechtigt das Mißtrauen der Nationalsozialisten gegen diesen Führer gewesen sei. Es sei schon möglich, daß hundertlausende von den Nationalsozialisten ab- schwenkten: daß sie aber zu hugenberg gingen, sei völlig ansge- schlössen. Dom Untersuchungsausschuß des Reichstags. Wie der Vor- sitzende des Untersuchungsausschusses, Abg. Löbe, in der letzten Sitzung mitteilen konnte, weigerten sich die Mitglieder der Reichs- regierung prinziviell nicht, als Zeugen vor dem Untersuchungs- ausfchuß zu erscheinen. Sie hatten nur die vorherige Ber- nehmung unparteiischer Zeugen oerlangt. Nachdem diese stattgesunden hat, werden am Dienstag der Reichskanzler, der Reichsinnenminister und Staatssekretär Planck erscheinen, der Reichsaußenminister ist durch seine Ge ster Verhandlungen verhindert. Allerdings erscheinen die Reglerungsmitglieder nur als Zeugen. Der heldenhafte Aufwiegler. «Auf keinen Fall dürft ihr Beamten der Regierung Papen-Brachl gehorchen." „Sie, Herr, was haben Sie da gesagt?" „Ich meinte man bloß.. ..... meinte man bloß, daß die Beamten jeder Regierung zu gehorchen hätten." „Und ich danke Ihnen auch schönstens, lieber Herr Beamter, daß sie das getan haben." Nichtangriffspakt Paris-Moskau? Wachsende Lsolierung Deutschlands. Paris, 24. September.(Eigenbericht.) wie„Paris Midi" und„Paris S o i r" aus Genf melden, steht die Unterzeichnung des sranzösisch-russischen Nichtangriffspaktes bevor. Da die Meldung bisher amt- lich nicht dementiert worden ist, dürste an ihrer Richtigkeit nicht zu zweifeln sein. Die Verhandlungen über den Pakt haben im Juni vorigen Jahres unter der Leitung L r i a n d s in Pari» begonnen und am 24. August 1931 zur Paraphierung des Vertragsentwurfs ge- führt. Die endgültige Unterzeichnung war aber noch von dem vor- herigen Abschluß eines gleichen Paktes zwischen Polen und Ruhland und von der im Artikel 5 vorgesehenen Errichtung einer Schiedsgerichts- und Versöhnungskommission zur Regelung aller Konflikte zwischen beiden Staaten abhängig gemocht worden. Nachdem bereits im Dezember vorigen Jahres das Schiedsgerichts- verfahren geregelt worden ist und die polnische Regierung im Juli einen Nichtangrissspakt mit Rußland abgeschlossen hat, stehen der Unterzeichnung jetzt keine Hindernisse mehr im Wege. Als Vorbild für das Schiedsgerichtsverfahren hat das deutsch- russische Abkommen vom 25. Januar 1929 gedient. Die Schiedsgerichtskomm'ssion soll zum ersten Male 14 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens in Moskau zusammentreten. e- Gleichzeitig wird berichtet, daß auch zwischen der Sowjet- union und Rumänien eine Einigung über den Abschluß eines Nichtangriffsvertrages zustande gekommen ist. Damit dürste der bevorstehende....... zwischen Paris und Moskau Sowjetunion und Polen ist ein solches lich vor einigen Wochen unterzeichnet worden. Die außenpolitischen Erfolge der Regierung Papen sind geradezu überwältigend: sie ist noch keine vier Monate am Ruder, aber in diesem kurzen Zeitraum hat sich das diplomatische Antlitz Europas wesentlich verändert. Vor allem hat Sowjetrußland aus der Tatsache, daß ein Mann aus dem Rechbergfchen Jdeenkreis deutscher Reichskanzler wurde, der noch vor kurzem, militärische Allianzpläne gegen den Bolschewismus propagierte, die Konsequenzen gezogen. Nach außen hin werden zwar die deutsch-russischen Beziehun- gen weiter gepflegt, als wäre nichts geschehen, aber in Wirk- lichkeit hat Moskau seine Stellung gegenüber Frankreich und dessen östlichen Bundesgenossen grundlegend revi» diert. Wie herzlich die Beziehungen zwischen Deutschland und den W e st m ä ch t e n heutzutage sind, das lehren die Antworten Frankreichs und Englands auf die deutschen Wehr- forderungen. Deutschland hat sich glücklich zwischen alle Stühle gesetzt._ Keine Leute mit dem Hakenkreuz. Achtung, es gibt eine Prinzenhochzeit! Herr Kerrl ist am Dienstag wieder zu Herrn o. Papen ge- lausen. Während Goebbels die Welt vollzetert gegen die„feinen Leute", werden die Fäden zwischen den„feinen Leuten" und den Nazis wieder fester geknüpft. In Wahrheit sind diese Fäden nie- mal» abgerissen— sitzen doch die seinen Leute mitten in der NSDAP.! Hier ist eine Liste der ganz feinen Nazileute: August Wilhelm, Prinz von Preußen, Josua Erbprinz zu Waldeck-Pyrmont, Prinz Friedrich Christian zu Schaumburg- Lippe. Graf Solms- Laubach, Ritter von Epp, Freiherr von Reichenau, Dr. Freiherr von Gregory, Cuno Freiherr von Eitz- Rübenach, Eduard Herzog von Koburg, Freiherr von Wangen- heim, Wolfs Graf von Helldorff, Dietrich von Iagow, Graf Re- ventlow, General Lietzmann, General Liebert, Schwerindustrieller Thyssen. Wer auch sonst bestehen herzliche Beziehungen! In drei Wochen findet in Koburg die Hochzeit der Prinzessin Sybille mit einem schwedischen Prinzen statt. Die Feslleitung hat der Naziherzog Karl Eduard, zur weiteren Verschönerung der Prinzenhochzeit ist Adolf Hitler zu den feinen Leuten ein- geladen. Das gewöhnliche Nazivolk hat auch seine Rolle zugewiesen erhalten. Neben der Tribüne für die seinen Leute wird links eine Stahlhelmkapelle, rechts eine Kapell« der Ratio- nalsozialisten spielen, die SA.-Leute aber dürfen gemeinsam mit den Stahlhelmern für.die feinen Leute Spalier bilden! Die Herren aus der NSDAP, bei den Herrschaften, das ge- wohnliche Nazivolk beim Gesinde! Warum schreit der Goebbels so laut? Weil er nicht wie Adolf Hitler nach Koburg«ingeladen war- den ist? Oder hat er auch eine Einladung erhalten? Beschwerde der„Volksstimme" verworfen. Der 4. Strafsenat des Reichsgerichts hat durch Beschluß vom 16. September die Be- schwerde der sozialdemokratischen„Frankfurter Volksstimme" gegen das seinerzeit vom Oberpräsidenten ausgesprochene dreitägige Ver- bot als unbegründet verworfen. jQütymbw-fhvjdxH-! Alfe Waaen fabrikneu und völlia serienrnählr DKW-Front-Zweisitz.-Uoadster 600 ccrn. 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Am Freitagabend sollte nach dem Programm der„Deutschen Welle"' Genosse Wilhelm Eggert. Bundcsoorsigender des ADGB„ einen Rnndsunkoortrag über„Die Scwerkschastcn in der Krise" halten. Der Vortrag wnrde im letzten Augenblick vom Programm abgesetzt. Wir haben de» Genossen Eggert nach den Gründen gcsragt und dabei ersahre». daß die Rundsuntzensur des neuen S g st c m s wieder einmal den Privatlapitalismns und die Regierung Pagen„retten" mußte. Genosse Eggert stellt uns das Manuskript seines Portrages mit den Streichungen, die man von ihm verlangte und die er selbstverständlich abgelehnt hat, zur Verfügung. Wir wollen unseren Lesern nicht vorenthalten, was bei dem neuen Kurs die Rund- sunlhörer nicht erfahren dürfen. Aus diese Weise werden wir der Rundsuntzensur einen Erfolg bestimmt sichern können— den Lachcrfolg. Nachdem der Genosse E g g e r t die Senkung der Löhne und der tatsächlichen Arbeitsverdienste seit Anfang 1931 schildert und darauf hinweist, daß sich die Realkaufkraft der Arbeitnehmer um rund ein Drittel vermindert hat, nahm der Z e n s o r an den folgenden Sätzen Anstoß: „Dieser Ausfall an Kaufkraft könnte verringert werden, wenn die Staatsmacht sich den Mahnungen und Forderungen der Ge- werkschaften nicht verschlossen hätte. Indem sie aber durch ihre Schlichtungsbehörden die S e n- kung der Löhne und Gehälter erzwang, leitete sie den Deflationsprozeß ein, der nach gewerkschaftlicher An- schauung entscheidend zur Verkümmerung des Binnenmarktes und zum weiteren Anschwellen der Arbeitslosigkeit beitrug." Die Glanzleistung des Zensors dürfte in folgendem liegen. Genosse Eggert schildert das Arbeilsbeschaffungsprogramm der Gewerkschaften. Er spricht von den Aufgaben der Straßenerhaltung des Straßen- baues, der landwirtschaftlichen Meliorationen, Siedlungen, Reichs- bahnaufträgen usw. und sagt dann, „das feien die Arbeitsgebiete, die erschlossen werden müßte» durch den Staat, weil die privatkapitalistische Wirtschaft nicht fähig sei, das Arbeitslosenproblem zu lösen." Der Zensor streicht: „weil die privatkapitalistische Wirtschast nicht fähig sei." wodurch die ach so fähige privatkapitalistische Wirtschast vor einer schweren Gefahr gerettet ist. Wir nehmen an, daß der Zensor dem- nächst nicht mehr gestatten wird, anzugeben, wieviel Arbeitslose es in Deutschland gibt. Nach der Darlegung des gewerkschaftlichen Arbeitsbeschaffungs- Programms hat der Genosse Eggert dieses Programm dem Plan der Pap en- Regierung gegenübergestellt und kritisch unter- sucht und dazu bemerkt: Die soziale Ungerechtigkeit im Plane der Reichsregierung erzeugt im Arbeitnehmertum eine Verbitterung, die im Zusammen- hang mit dem Druck auf die Löhne und Gehälter zu noch stärkeren Spannungen und zu wirtschaftlichen Kämpfen führen kann." Diese Kritik samt der Darstellung des Planes st r e i ch t der Zensor. Zum Schluß muß der Umbau der Wirtschaft, wie er dem gewerkschaftlichen Programm entspricht, im Rundfunk streng diskret behandelt werden. Das gesamte. Programm der Gewerkschaften wird einfach gestrichen. Kommen doch darin folgende Sätze vor: „Deutschland muß ein demokratischer Staat bleiben und die demokratische Staatsgewalt muß entscheidenden Einfluß auf die Wirtschaft ausüben, um sie zum Wohle der Allgemeinheit zu lenken." „Die gewerkschaftlichen Richtlii ien zum Umbau der Wirtschaft wollen im Kampfe um die künftige Wirtschaftsgestoltung in Deutschland Waffe und Wegweiser sein. Den hier gezeigten Weg können mit der Zlrbciterschaft alle jene Beoölkerungsschichten gehen, denen das privatkapitalistische Wirtschaftssystem die Grund- läge ihrer wirtschaftlichen Existenz entzogen hat, die aber noch Kraft und Willen besitzen, am Aufbau der deutschen Zukunft mitzuarbeiten." Der Zensor schlug an Stelle dieser Programmschilderung die folgende „Enthüllung" vor: „Vielleicht könnte man den Vortrag durch einen a l l g e- meinen Satz abschließen, daß die Gewerkschaften, insbesondere der Allgemeine Deutsche Gewerkschastsbund, grundsätzlich sich für eine neue Wirtschaftsordnung einsetzen." Diese Feststellung schien dem Zensor wohl das Höchste, was man den Nerven der Rundfunkhörer zumuten dürfte. Man oergleiche damit, was an nationalsozialistischer Propaganda durch den Rundfunk verbreitet werden durfte, und man hat ein gutes Bild von dem neuen Kurs und seiner Einstellung zu den Ge- werkschaften. Abwehr von Naziprovokationen Gröbliche Verletzung der Betriebsratspflichten? Vor dem Postgebäude in der Pfalzburger Straße hatten Nazis im Juni ihre Flugblätter den in der Post Beschäftigten unter Drohungen und Be- schimpfungen aufgedrängt. Zwei Betriebsrats Mitglieder der Post hatten die Belegschaft durch ein Flugblatt zu einer Versa in nilung eingeladen, die zu den Uebergriffen der Nazis Stellung nehmen sollte. Die Kammer 38 des Arbeitsgerichts hat— wie wir im „Vorwärts" vom 23. August berichteten— den Antrag der Post- behörde auf Entlassung der beiden Betriebsrats- Mitglieder zurückgewiesen, weil sie sich keiner gröblichen Pflichtverletzung schuldig gemacht hätten. Die Kammer hat f e st- gestellt, daß Uebergriffe der nationalsoziali st i- schen Flugblattverteiler erfolgt sind, daß das Flugblatt der Betriebsratsmitglieder in einer Zeit politischer Erregung— es war vor der Reichstagswahl— abgefaßt sei und daß sich scharfe Ausdrücke in dem Flugblatt daraus erklären, daß auch in der nationalsozialistischen Presse Ausdrücke wie„Rote Mord- b a n d i t e n",„R o t m o r d" und dergleichen st ä n d i'g g e- braucht werden. Neuerdings ist die Kammer 28/29 des Arbeitsgerichts zu einer entgegengesetzten Beurteilung derselben Angelegenheit ge- kommen. Das betreffende Flugblatt war nämlich auch von dem Arbeiterratsvorsitzenden der„Automatischen Fernsprechanlagenbaugesellschaf t", dem Monteur H..' unterzeichnet, die zur fraglichen Zeit in dem Postgebäude Arbeiten ausführte. Von dieser Firma hat die Po st behörde verlangt, daß ch. von der Arbeitsstelle in der Pfalzburger Straße zurückge- zogen werde. Das hat die Firma getan und gleichzeitig die Zu- stimmung zur Entlassung des Monteurs H. beantragt, da fie keinen anderen Auftraggeber als die Reichspost habe und ihn nicht mehr beschäftigen könne, da anzunehmen sei, daß H. auch von jeder anderen Arbeitsstelle von der Postbehörde zurückgewiesen werde. Die Kammer 28/29 hat zwar den Antrag aus Entlassung abgelehnt, weil die Firma die Möglichkeit habe, H. an einer anderen Arbeitsstelle zu beschäftigen, aber sie hat dem E v e n t u a l- antrag der Firma auf Amtsenthebung des Arbeiterrats- Vorsitzenden h. stallgegeben, weil er durch die UMerzeichnung des Flugblattes feine Pflicht gröblich verletzt habe. Die Betriebsvertretung— sagt die Urteilsbegründung— habe eine überparteiliche hallung einzunehmen, h. habe aber durch Unter- Zeichnung des den Zwecken eirter politischen Partei dienenden Flug- blattes und durch die Ausdrücke„braune M o r d p e st" und „faschistisches Gesindel" pflichtwidrig gehandelt. h. könne sich nicht damit entschuldigen, daß die nationalsozialistischen Flugblattoerteiler Betriebsangehörige bedroht hätten, hiergegen hätte der Schutz der Polizei in Anspruch genommen werden können. Im Gegensatz zu dem verständigen Urteil der Kammer 38 mutet das Urteil der Kammer 28'29 etwas weltfremd an. Kann man es einem einfachen Arbeiter verdenken, wenn er in der Abwehr gegen Uebergriffe der Nazis dieselben Töne anschlägt. die wir täglich in der von angeblich gebildeten Leuten geleiteten Nazipresse hören? Es ist kaum möglich, diesen Provokateuren gegenüber eine überparteiliche Haltung einzunehmen. Lft das alles! 4VV-Mark-Neueinflellungen. Wie aus Dortmund berichtet wird, haben in der Zeit vom 9. bis 22. September 41 Firmen der westfälischen Eisenindustrie, die zusammen 6235 Arbeiter beschästigen, beim Schlichter für Westfalen die Neueinstellung von zusammen 886 Arbeitern gemeldet. In fünf Betrieben werden zusammen 312 Arbeiter eingestellt, in den übrigen 36 Betrieben insgesamt 574, durchschnittlich also j e 16 Arbeiter. Daß es sich— einstweilen wenigstens— nur um K l e i n- u n d Mittelbetriebe handelt, die Neueinstellungen vornehmen, zeigt auch der folgende Bericht. Im Schlichterbezirk Niedersachsen sind insgesamt 488 Neu- einstellungen in 13 Betrieben gemeldet, wovon 214 Einstellungen auf die Firma Voigtlänger u. Co. in Braunschwe'g entfallen und weitere 297 auf drei Firmen, so daß auf die übrigen neun Betriebe insgesamt 67 Neueinstellungen entfallen, also wenig mehr als j e s i e b e n M a n n. Der Arbeitgeberverband der sächsischen Textilindustrie hat etwa 5499 Arbeiter neu eingestellt, der Hansa Lloyd und Goliath- Werke Borgwardt und Tecklenburg in Bremen wollen„in naher Zukunft" etwa 199 Arbeitskräste neu einstellen. Streiks gegen Lohnkürzungen. Erfolge der Lederarbeiter. Die Betriebsleitung der Lederfabrik von Pnecht u. Wördemann in Schleswig Halle durch Anschlag bekannt- gegeben, daß sie einen Lo h n a b b a u von 49 P r o z. für die 30. bis 40. Stunde durchführen werde, weil mehrere Neueinstellungen erfolg» seien. Die 137 Wann starke Belegschaft, die zu SO proz. organisiert ist, beschloß, den angekündizlen Lohnraub mit allen Witleln zu verhindern. Die Firma hat sich nunmehr bereit erklärt, aus den Lohnabzug zu verzichten. Der Streik der Lederarbeiter gegen den Lohn- kürzungsversuch der Lederfabrik h a l l e n sl e i n u. Co. in Krempe(Schleswig-Holstein) ist mit einem vollen Erfolg für die Arbeiter abgeschlossen worden. Die Firma hat der Betriebsvertretuna mitgeteilt, daß sie aus die beabsichl-gte Lohn- kürzung von ZO Proz. für die 30. bis 40. Arbeitsstunde verzichte. woraus die Belegschaft die bisher geübte passive Resistenz einstellte. Die Buchdruckerei Paß u. Garleb bezeichnet es in einer B e- r i ch t i g u n g als unwahr, daß sie am Freitag ihrer gesamten Belegschaft von etwa 299 Rlann, das Arbeitsverhältnis zum 39. September gekündigt habe. Es sollen nicht nur etwa 7 bis 8 Arbeitnehmer neu eingestellt werden, vielmehr soll die Belegschaft um 29 Proz. erhöht werden. Die Firma habe mit dem Betriebsrat unverbindliche Borbesprechungen über eine eventuelle Durchführung der Notverordnung gepflogen und der Betriebsrat habe daraufhin zugesagt, diese Vorschläge in einer Versammlung der Belegschaft zu unterbreiten und das Ergebnis der Geschäftsleitung vorzutragen. SPD.«Fraktion und Eiserne Front der Arbeiter und Angestellten � des Bezirksamts Pankow. Freitag. 3v. Sevtember, 19 Uhr, bei Älindt, Niederschönhausen, Friedensplatz. Bersammluna. Tagesordnung:„Kapi- talistischer Untergang oder sozialistischer Aufstieg." Vortrag des Ge- nossen Paul Bernstein. Betricbsangelegenheiten und Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Genossinnen und Genossen, zu erscheinen. Die freigeroerkschaftlich organisierten sowie sympathisierenden Kollegen sind ebenfalls eingeladen. 3. A.: W o v t k e. SPD.'Betriebsfraktion beim Arbeitsamt Nord. Montag, 16�, Uhr, bei Heumann. Nordufer 13, Ecke Fehmarnstrasie. Thema: ,.Die poli- tische Laae". Referent Robert Breuer. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Arbeltsaemeinschaft sozialdemokratischer Iustizangeböriger. Montag, 26. September, im Klubzimmer des Keglerheims der Kammersäle, Teltower Str. 1—4. Fraktionsversammlung. Thema:„Die Bedeutung der politischen Vorgänge für die Iustizbeamten,-angestellten und -arbeiter". Referent Karl Dressel. SPD.-Betriebsfraktion beim Arbeitsamt Berlin-Mitte. Dienstag, 27. September, 16% Uhr, im Hackeschen Hof, Rosenthaler Str. 40— 41, Versammlung. Thema:„Der Kampf um die politische Macht". Referent Karl Dressel. SPD.'Betriebsfraktion beim Virchow-Krankenhaus. Dienstag, 27. September, 16 Uhr, Lokal Bartsch, Föhrer Str. 7. Fraktionsver- sammlung mit Gästen. Thema:„Papen-Programm oder sozialistisches Aktionsprogramm". Referent Dr. Otto Friedländer. SPD.-Betricbsfraktisn beim Aschinger-Konzcrn. Donnerstag, 29. September, l9 Uhr, im Sitzungssaal des Nahrungsmittel- und Ge- tränkearbeiterverbandes. Neue Schönhauser Str. 4—3, Fraktionsbe- sprechnng. Referent Bruno Lösche. EPD.-Bctriebsfraktion beim Be»irksamt Berlin-Mitte. Donnerstag, 29. September. 16 Uhr, im Rosentbaler Hof, Rosenthaler Str. 11—12, Versammlung. Thema:„Kapitalistischer Untergang oder sozialistischer Aufstieg". Referent Karl Dressel. t�uaendarupve des Zentralverbandes der Anaestellten Morgen, Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Wedding: Wedding: Jugendheim Turiner Ecke Seestraße. Lichtbildervortrag: „Rückblick auf unser Gaujugcndtrcffen in Frankfurt a. d. Oder".— Nordost II: Jugendheim Schönlanker Str. 11. Kampfliederabend.— Weihensee: Jugend- heim Pistoriusstr. 24. Arbeitsgemeinschaft:„Jungen und Mädel in der Ge- meinschaft"(2. Abend).— Urban: Jugendheim Hobrecht- Ecke Sanderstraße. „Vorgesetzte muß es geben"(Satirischer Abend). Gewerkschafts-Zuqend Verlin icute, Sonntag, 25. September, finden folgende Veranstaltungen statt: Iugendgruppe des Sesamivcrbaades: Fahrt nach der Machnower Schleuse. Treffpunkt Bahnhof Charlattenburg, Eingang Stuttgarter Platz, S Uhr.— Volksbühnen. starten für die Iugendvorstellung am Sonntag, g. Oltober, sind in der Iugendzentrale erhaltlich. Der„Vorwärts" erschein! wochenläglich zweimal. Sonnrags und Montags einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abend", Illustrierte Sonntagsbeilage„Boll und Zeit". Anzetgenprelf e: Die einspal I, Millimeterzeile 30 Pf, Retlamezelle a.— M, „Meine Anzeigen" das fettgedruckte Wort av Pf.«zulässig zwei fettgedruckte Worte) jedes weitere Worl>v Pf. Rabatt laut Tarif. Worte Uber IS Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Milllmeierzeile 25 Pf. FamUienanzeigen Millimeter» zeile IS Pf. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft llindenstratze 3, wochentäglich von S>/. bis 17 Uhu Der Berlag behält sich das Rech! der Ablehnung nicht ge- nehmer Anzeiaen vor! Verantwortlich für Politik: Victor Schiff; Kirtfchutt: S. stlingelhöfert Gewerkschaftsbewegung: I. Steiner: Feuilleton: Herbert Lcp-'re: Lokale» und Sonstiges: Fritz starstädt; Anz-igen: Otto Hengst; sämtlich in Berlin. Berlag: Varwärls-Perlag G m b. H. Perlin Druck: Borwäris.Puchdruckerck und lZerlagsanstall Paul Singer u. Co.. Berlin SW. 68. Lindenstraß, 8 Hierzu 3 Beilagen. Befeuchtungskörper Abbildung 1 Nachttischlampe Messing v e rn i cke lt,.n\\\ Sch\{m Abbildung 2 Herren-, Wohnzimmerkrone Messing vernickelt, 5 flammig 15.75............ 3flommig Abbildung 3 Speisezimmerkrone Messing vernickelt, mit moder- 1 Q75 nem Seidenschirm, 3- und 2 flammig i Abbildung 4 Herren-,Wohnzimmerkrone Messing vernickelt,*7 95 Sfiammig 12.75......... 3flammig/— Abbildung 5 Leselampe mit Schirm, Messing, blank, Q5O vernickelt oder brüniert O— ?it.45Z« 49. Jahrgang Sonniag, 25. September 49Z2 Eins der Siedlungshäuser von Stahnsdorf. Die Stadirandsiedlung macht zur Zeit ihre Kinderkrankheiten durch. Und es gehörte ein sehr meiser Arzt dazu, auch nur die richtige Diagnose zu stellen. Kommen zum Beispiel die Siedler irgendwo hin, sagt man ihnen:„Aber was wollen Sie denn noch alles! Sie haben ein Haus, einen Garten und alles, was dazu gehört, bekommen, ihre l nterstützung läuft weiter und jetzt wollen Sie noch ein Paar Stiefel. Nein, was sollen denn die anderen sagen, die kein Haus haben?" Sofort antworten die Siedler:„Da hört doch alles auf! Jetzt tut man so, als ob wir alles geschenkt erhalten. Gar nichts bekommen mir geschenkt, man hat uns nur 2500 Mark geborgt, die wir auf Heller und Pfennig verzinsen müssen. Wer hat denn früher so etwas gesagt, als die Großen die Hauszinssteuergelder weggeschleppt haben? Dabei zahlen mir Kleinen höhere Zinsen als die Hauszinssteuerschuldner." Man sieht, zwei Sätze und sofort hat sich alles auseinandermanövriert. So hat eins das andere gegeben und dann begann man sich gegenseitig Briefe zu schreiben, statt sich die Meinung offen ins Gesicht zu sagen. Das ist immer bedenklich. Aber die Kinderkrankheiten werden übermunden sein. Draußen in Stahnsdorf, da sitzen jene vier Pionier- familien, die in diesen Tagen ihr erstes Siedler j ahr hinter sich haben. Die Leute atmen auf, daß sie von Berlin nichts mehr sehen und nichts mehr hören braudien. Der Mann, dessen ersten Spatenstich wir im vorigen Jahr beschrieben, sagte nur:„Ich wünschte, jedem Erwerbslosen ginge es wie mir!" Zweimal schwarz auf weiß. Dic Fahrt nach Stahnsdorf war eine Notwendigkeit. Eben hatten noch die Obleute der Siedler da gefeffen und ihr Leid geklagt, ein wirkliches, schweres Leid: wie sie Hunger haben und dabei die Hauser hoch bekommen sollen, wie sie zum Frühstück in einer Ecke sigen und trocken Brot mit Zwiebeln essen, wie sie umgefallen sind in der Sonnenglut und statt ins Siedlerheim hat man den Kam'rad dann ins Spital gekarrt und als man schließlich am kommenden Sonnabend einziehen wollte, da waren die Häuser nicht fertig. Lange Listen hatten die Siedler, auf denen Punkt für Punkt ge- schrieben steht, wie da das Fundament zu dünn war, dort die Türen nicht paßten und hier die Fensterrahmen zu schwach waren. lind in keinem Moment lag auch nur der leiseste Anlaß vor, diesen Männern nicht zu glauben. Dann kamen plötzlich Briefe. Briefe. wie sie Arbeiter schreiben, die ohne Umschweife klipp und klar sagen, was sie wollen. Da schreibt nun ein Siedler: „Als ich am 13. Juni in der Stadtrandsiedlung Gruppe Nord anfing, war meine erste Enttäuschung die, nicht das Menschen- malerial vorzufinden, was ich annahm... Teilweise sind die Siedler Laubenbesiger, die ihre Lauben für 230 bis 450 Mark verkaust haben. Andere fanden einen Dummen, der ihnen die Wohnung abnahm, wofür sie sich bis zu 130 Mark Abstand zahlen ließen. Die drängeln heut« am meisten, so schnell wie möglich einziehen zu können... Teilweise ist immer noch Geld für Alkohol vorhanden. Es kommt vor, daß welche betrunken zur Arbeit kommen oder auf der Arbeitsstelle den Tag mit Trinken verbringen... Meines Erachtens wäre es unklug, den Siedlern 500 Mark in die Hände zu geben, die würden in ihrer Hand schnell zerrinnen..." Das ist die andere Seite und es liegt wieder nicht der mindeste Anlaß vor, auch diesem Parteigenossen nicht zu glauben. Man versteht wohl jetzt besser, warum es ein Weiser sein sollte, um hier das Gute und das Böse abzuwägen. Und dann fuhr man nach Stahnsdorf. Denn es ging um mehr als um«in Experiment. Es ging um eine Idee. Und die durste nicht vor die Hunde gehen. Die Pioniere von Stahnsdorf. Die Stahnsdorfer sind kreuzfid«! und lassen schön grüßen. Sie sind ein Rohrleger, ein Maurer, ein Gärtner und ein Bäcker. Jeder mit Frau und Kinderschar. Vor einem Jahr standen noch die Bauern der Umgebung um jen« erst« Versuchs. siedlerstelle— es war die des Bäckers— und dachten:„Was wird der wohl anstellen!" Man kannte das verstehen, die Bauern quälen sich ab mit ihren 40 Morgen und hier kommen welche, die wollen es mit einem Morgen schassen. Und sie haben es geschafst! Es war rührend, wie die eine der Siedlersfrauen erzählte, wie sie noch spät im vorigen Herbst den Apfelbaum gepflanzt habeiz und jetzt haben sie die ersten vier Aepsel geerntet. War das eine Freude. Dabei hat es in der Landbewirtschaftung für die Hand- werter keine sonderlichen Schwierigkeiten gegeben, alle haben tapser mit dem Gärtner mitgehalten Die Sträucher trugen, ein paar Kirschen gab es auch schon und an Erdbeeren, die die armen Berliner Erwerbslosen nur noch vom Ansehen kennen, haben sich die Stahnsdorfer sogar satt gegessen. Mit dem Gemüse hat es auch einigermaßen geklappt. Man wird sich manches noch besser einteilen müssen: zum Beispiel war der Segen an grünen Bohnen bei einem zu reichlich, so daß die Stahnsdorfer Töpfe voller grüner Bohnen vertilgen mußten, und an kartosseln, sagt die Frau, haben sie sich 8 Zentner in den Keller stellen können. Selbstgeerntet von der winzigen Scholle. Der Sand war besser als sein Rus. Allerdings hat es zum Ansang 300 Zentner Dung umsonst gegeben, im nächsten Jahr wi'd es schon schwieriger, da müssen die Siedler für den Dung selb r sorgen. Und eigenartig. wie sich bei den Siedlern der erste La idhunger bemerkbar macht. Wenn wir uns recht errinnern, hatten sie in diesem Jahre erst einen halben Morgen unter den Spaten genommen, im nächsten Jahr soll es ein ganzer Morgen sein. Wenn nötig, will man sich in der Nähe noch etwas Land pachten. Kleine Schweine-Philofophie. Natürlich ist alles noch nicht ausgeglichen, es ist immer noch ein Suchen und Tasten, aber man ist auf dem rechten Weg. Zwei Grundtatsachen stehen voran: die Menschen sind endlich los von den Wuchermieten großstädtischer Mietkasernen. Hatte die Rohrleger- frau für ein« Mansarde doch 30 Mark im Monat zu zahlen. Gewiß, im nächsten Jahr beginnt der Zinsendienst, aber dieser Zins ist ein Bruchteil der großstädtischen Miete. Zweitens: das Land beginnt seine ersten Zubußen zu der Arbeitslosenunterstützung zu geben. Gemüse, Kartosseln, Eier und mal«in Hohn im Tops. Dennoch ist es für die Frauen schwer, mit ihrem 10-Mark-Schein eine Woche zu wirtschaften und vom Brot bis zur Seis«, von der Stopswolle bis zum Petroleum alles heran zu schaffen. Aber die Leute lachen doch wenigstens wieder einmal! Sie sitzen nicht mehr auf irgendeinem Hinterhof und sagen morgens wie abends:„Ach, ich mach's jetzt ein Ende!" Unterdessen grunzt im Stall das Schwein. Eine merk- würdige Sache ist das mit den Schweinen. Materiell ist diese förmliche Sucht nach dem Schweinebesitz kaum zu erklären— es frißt dem Siedler nur die Haare vom Kopf— man muß das allenfalls psychologisch zu deuten suchen: Mit diesem Schwein ist der Begriff alles Satkens verbunden, wenn es rosig in seiner Stallecke pennt, dann kommt die Unbekümmertheit und das Sorglose dazu. Me Menschen sehen Schweine gern. Die Siedler sagen, sie werden die Schweine schon durchhalten. Der eine kann von einer Kranken- hauskllche die Abfälle bekommen, schlimmstenfalls wird er nach Berlin fahren und Kartosfelfchalen sammeln. Bei einem anderen geht die Frau noch zum Bauern arbeiten und bringt von da die Kartoffeln mit. Nun ja, wir wünschen den Siedlern mit ihren Schweinen alles Gute. Sie würden sich die Schweine ja doch nicht ausreden lassen. Wie die Stahnsdorfer Pioniere noch suchen und tasten, sieht man auch an ihren Hühnern. Einer hatte im Sommer 23 Hühner. Das war sehr schön, wenn das Futter nicht gewesen wäre. So mußten denn 18 Hühner dran glauben und die übrigen süns sind genau die Hühnerzahl, die außer dem Hahn die Stadtrandsiedler bekommen. Es sind eben junge bewegliche Leute, die sich sofort umstellen, wenn der Weg abseits führt. Man kann also trotz alledem an die Siedlung glauben. Sogar fester als je. Noch ein Jahr weiter und auch die Berliner Randsiedler werden ihre Kinderkrankheiten überwunden haben. Berlin Hilst! Die„Berliner lllinkerhilf e", die im letzten Winter segensreiche Arbeit geleistet hat, beginnt jetzt mit ihrer Sammel- arbeit für den bevorstehenden Notwinter. Mit kleidersamm- i u n g e n wird begonnen, Haussammlungen und besondere Veranstaltungen zur Beschaffung von Geld, Naturalien usw. werden folgen. Es wird an alle appelliert, die noch opfern können, an die hilssbereitschasl aller Berliner, die die Not der Zeit noch nicht zum Feiern gezwungen hat. Spendet der Berliner Minterhilse spost- scheckkonto 100 der Preußischen Staatsbank(Seehandlung) zugunsten der Berliner Winterhilfe). Erleichtert den Helferinnen und Samm- lerinnen, die an eure Tür klopfen, ihre schwere Arbeit; weist sie nicht ab, sondern spendet, und wenn es auch nur kleine Gaben sind. Legt Kleider bereit? Im Rahmen der Sammlung der Berliner Winterhilfe wird die Kleiderkammer Schöneberg, Ebers st raße 92, mit den Kleidersammlungen beginnen. Die Kleider werden gereinigt, des- infiziert, ausgebessert und umgearbeitet. Aus Altem wird Neues geschaffen durch arbeitslose Schneider und Schneiderinnen. Die Kleider werden an die Hilssbedürftigen unentgeltlich ab- gegeben. Besonders erwünscht sind Herrenanzüge, Wäsche und Schuhe, aber auch Kleider jeder anderen Art. In Schöneberg- Friedenau wird gesammelt am Dienstag, dem 27., Mittwoch, dem 28. und Donnerstag, dem 29. September. Verkehrsunglück in Mariendorf Straßenbahn gegen Möbellastzug.— �5 Verletzte. Zn der Attilastraße in Mariendorf ereignete sich am Sonnabend- nachmittag ein Zusammenstoß zwischen einer Straßenbahn der Linie 96 und einem Möbeltransportzug. Die Straßenbahn wurde aus den Schienen geschleudert. Fünfzehn Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen. Der Möbellastzug und die Straßenbahn mit zwei Anhängern fuhren in Richtung Lankwitz. Der Straßenbahnführer wollte den Lastzug überholen, hatte aber den Abstand zwischen seinem Fahr- zeug und dem vor ihm fahrenden Lastzug unterschätzt. Es erfolgte ein heftiger Zusammenstoß. Die Straßenbahn sprang aus den Schienen und der Möbellastzug legte sich quer über den Fahr- dämm. Durch den Zusammenprall wurde der Vorderperron der Straßenbahn eingedrückt und fast sämtliche Fenster- scheiden zertrümmert. Die Fahrgäste wurden von ihren Sitzen ge- schleudert und fünfzehn von ihnen erlitten Verletzungen durch Glassplitter und Quetschungen. Die alarmierte Feuerwehr legte einem Teil der Verunglückten an Ort und Stelle Notver- bände an. * In der Prenzlauer Promenade wurde der 43 Jahre alte Arbeiter Gustav I a h n k e aus der Hertastr. 9 in Pankow mit seinem Fahrrade von einem Privatauto überfahren. Mit einem Schädelbruch wurde I. ins Pankower Krankenhaus gebracht, wo er bald nach der Einlieferung g e st o r b e n ist.— In der R i g a e r Straße raste ein Motorradfahrer, der auf dem Sozius einen Be- gleiter mit sich führte, gegen einen Laternenmast. Das Rad wurde völlig zertrümmert. Der Führer des Motorrades und fein Begleiter erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Beide wurden bewußtlos ins Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. llek portugiesische Millionenschwindel. Internationaler Fälscher in Berlin verhaftet. Eine der größten Fälschungen der Nachkriegszeit, nämlich die von einem Schwindlerkonsortium aus Grund gefälschter Dokumente in London bestellte Neuauflage portugiesischer Banknoten im Gesamtwert von mehr als 6 Millionen Mark, ist jetzt durch die Verhaftung eines hauptbeteiligten in Berlin aufgeklärt worden. Es handelt sich um einen aus Deutschland stammenden, angeblich jetzt brasilianischen Staatsangehörigen Gustavs Adolfo h e n n i e s, der am Freitag in einem Hotel in der Berliner Innenstadt, wo er unter dem Namen eines Kaufmanns Döring abgestiegn war, von Beamten der Berliner Falschgeld- zentrale auf Grund des Im Jahre 1925 gegen ihn von den portu- giesifchen Behörden erlassenen Haftbefehls festgenommen werden konnte. Die portugiesische Banknotenfälschung hatte im Jahre 1923 in der ganzen Welt großes Aufsehen erregt, und die portugiesische Regierung zu weitgehenden Maßnahmen auf finanztechnischem i Gebiet gezwungen, um eine Erschütterung der Währung durch diese Fälschung zu vermeiden. Ermöglicht wurde der Betrug durch die Mitwirkung eines portugiesischen Diplomaten, der dem Schwindler Stempel und offizielle Urkunden verschaffte, so daß sie eines Tages mit raffiniert gefälschten Dokumenten, Pässen, Akkreditiven und sonstigen amtlichen Unterlagen bei der Londoner Privatdruckerei Waterloo and Sons, die für zahlreiche kleinere Staaten die Banknoten herstellt, im angeblichen amtlichen Auftrage erschienen, um eine Neuauflage portugiesischer ö00-Escudos-Noten zu bestellen. Die der Londoner Firma gegebenen Unterlagen er- schienen so echt, daß die Notendruckerei nicht zögerte, den Austrag auszuführen und die Millionenbeträge neuer portugiesischer Noten den Beauftragten des Fälschexkonsorliums auszuhändigen. Die Betrüger gründeten zur Ausgabe der Noten eine besonders Bant in Lissabon, die„Banca Metropole centrale", und brachten so die Banknoten in den Verkehr. Erst nach einiger Zeit stellte man in Portugal den Riesenbetrug fest, und es gelang elf Beteiligte an diesem Streich zu ermitteln, von denen etwa acht in Portugal abge- urteilt wurden. H e n n i e s und sein Hauptkomplice, der Holländer M a r a n g, konnten rechtzeitig nach Holland flüchten, wo Marang später verhastet und abgeurteilt wurde, während Hennies abermals entkam und in Portugal in Abwesenheit zu acht Jahren Kerker und zehn Jahren Deportation verurteilt wurde. Wie Döring alias Hennies es verstanden hat, sich vor den Polizeibehörden Europas sieben Jahre lang zu verstecken, bedarf noch der Ausklärung. Nach Berlin war er vor etwa 14 Tagen gekommen, und bei seiner Fest- nähme bestritt er zunächst ganz entschieden, irgend etwas mit dem Brasilianer Hennies, dem langgesuchten Dokumentenfälscher, zu tun zu haben. Als man ihm aber die von der portugiesischen Regierung seinerzeit veröffentlichte Photographie des Hennies vorlegte und bei der Durchsuchung seines Gepäcks Briefe von Personen fand, von denen man wußte, daß sie zu dem Freundeskreis des Dokumenten- fälschers gehörten, legte er ein Geständnis ab und gab zu, der gesuchte Hennies zu sein. jr T mit � � v ,, f: nj cn- iL mr /M. > fr hnhcn Wer hat geschossen? Sturm 35 soll den Zeugen gegenübergestellt werden. Im Sommunlstenprozeh vor dem Sondergerlchk nmrde am Sonnabendnachmittag nicht verhandelt. Die kurze vormittag»- sihung brachte weiter nichts von Bedeutung, von Interesse waren nur noch die Beweisantrüge der Verteidigung. Sie wollte Zeugen geladen haben, die gesehen haben, wie Nationalsozialisten aus dem Fenster ihres Verkehrs- lokal» sprangen. Ferner beantragte die Verteidigung, sämtliche Mitglieder de» Sturm» 3 3, den Zeugen Engelhard, Vater, Mutter und Sohn gegenüberzustellen, damit diese die von ihnen er- kannten Schützen bezeichnen. Die Nebenkläger wehrten stch gegen diesen Antrag. E» handele stch in diesem Prozeß nur darum, festzu- stellen, ob die angeklagten Kommunisten geschossenhaben oder nicht. Nationalsozialisten sind nicht angeklagt. E» stehe nicht zur Debatte, ob sie geschossen haben. Die Verteidigung erwidert» darauf, daß e» bereit» feststehe, daß die SA.-Leute geschossen haben. Da» Gericht wird entscheiden müssen, ob auch die Kommunisten an diesem Abend von Feuerwaffen Gebrauch gemacht haben. Einige Angeklagte werden von den Zeugen als Schützen wiedererkannt. Sollten die Zeugen Engelhard in den Mitgliedern de» Sturms 33 die von ihnen nach Kleidung und körerlichen Merkmalen be- zeichneten als Schützen wiedererkennen, so werden auf diese Weise die Angeklagten entlastet. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Wagner stellte dem Gericht die Ladung de» Sturms 33 onheim. Das Gericht wird feinen Beschluß am Montag zu Beginn der Sitzung verkünden. „Atlantik" gegen„Niedlich". Krawall als Abschluß einer Begräbnisfeier. Am Zriedrichshain in der Nähe der Elbinger Straße kam e» Freilagnachl zu einem Zeuerkamps zwischen Beamten de» Ueberfall- kommando» und„Allanlik-'Üeulen, die nach einer Begräbnisfeier einen Ueberfall auf die Mitglieder de» Wochenendvereins„Jliedlich" eingeleitet hatten. Drei Mitglieder de» verein» Niedlich" wurden mit mehr oder weniger erheblichen Verletzungen in» Srankenhan» gebracht. Sie waren von den„Ällantlk"-£euten beschossen worden. als sie Ihr vereinslokal In der Elbinger Straße 24 ausgesucht hatten. Wir erhalten über die nächtliche« Vorgänge folgende Einzelheiten. In den Räumen«ine» Lokale» in der Ekbinger Straß« tagt« s«it lang« Zeit schon der Wochenendveretn„Niedlich". Nach Aussagen von Zeugen näherten stch dem Lokal plötzlich«in« Anzahl von Mit» gliedern de» Unterweltklubs„Atlantik", die von dem Begräbnis der „S a ch f« n- M a r t h a" zurückgekehrt waren. Bei dieser Frau handelt es sich um das Opfer des Eifersuchtsdramas, das sich in den Morgenstunden des Dienstag in der Lietzmannstraße abgespielt hatte und bei dem die„Sachsen-Marcha", die 34 Jahr« alt« Frau Martha Daßlow, von ihrem Freund erstochen wurde. Als die„Atlantik"-Leute das Lokal In der Elbinger Straße 24 passierten und die dort stehenden Mitglieder des anderen Vereins erblickten, kam es zu Reibereien und später zu einem Handgemenge. Polizei griff«in und wollt« die Streitenden trennen. Di« Männer von„Atlantik" flüchteten setzt in den nahegelegenen Friedrichs» Hain und gaben dabei auf ihre Gegner zahlreiche Schüsse ab, von denen drei getroffen wurden. Die Polizeibeamten alar» mierten zur Verstärkung ein Ueberfallkommando und setztey den flüchtenden„Atlantik"-Leuten nach. Dabei wurden die Polizisten im Friedrichshain beschossen, so daß auch sie von ihrer Waffe Gebrauch machen mußten. Es wurde dabei jedoch niemand verletzt. Die Gründe, die den Ueberfall auf die„Niedlich"*2eut« verursachten, sind noch nicht geklärt. Nazistrolche am Krankenhaus Neukölln. Wüste Szenen führte ein Nazitrupp Sonnabend früh vor dem Neuköllner Krankenhaus auf. Die fjitler-Gardisten oerteilten auf der Rampe, die zum Gebiet des Krankenhauses gehört, Einladungen zu einer Versammlung. Einige Krankenpflegerinnen, die sich weigerten, die Zettel anzunehmen, wurden gröblich be» schimpft, und als ein Krankenpfleger die Burschen zurechtwies, sielen sie über den Mann her. Einige Angestellte, die au» einem Fenster des Krankenhauses den Dorfall mit angesehen hatten, eilten dem Bedrängten zur Hilfe. Die Banditen zogen darauf P i st o l e n hervor und drohten jeden niederzuschießen, der sich ihnen nähere. Dann ergriffen sie wohlweislich die Flucht und entkamen. Bei dem Ueberfallenen wurde außer einer schweren Ohroerletzung von einem Arzt des Krankenhauses«ine Gehirnerschütterung festgestellt. Es wäre zu wünschen, daß die Polizei die Umgebung des Krankenhauses besser beobachten läßt, da die SA.-Burschen dort schon häufiger in ähnlicher Weise getobt haben. Gastod eines 75 jährigen. In seiner Wohnung in der Leibnizstraß« 8 7 in Char- lottenburg wurde gestern nachmittag der 75 Jahre alte Schneider Johannes Domin durch Gas vergiftet tot aufgefunden. Wie die polizeiliche Untersuchung ergeben hat, liegt ein Unglücks- fall vor. Der alte Mann, der dort eine Kochstube bewohnt, hatte Sie Millen keine Raubmörder sein Oer Kuischermord uor nerichi.- Hohe zuchihaussiraien. Am 9. Februar dieses Zahre» fand man auf der Ehaussee Zühlsdorf— Oranienburg den Bierkutscher Müller tot aus seinem Wagen. Er hatte einen Herzschuß. Seine Mühe lag etwa 2 Kilo- meter enlsernt; an dieser Stelle muß ihn die tödliche Kugel getroffen haben. Die Tageseinnahme, etwa 230 Mark, war unberührt. Am selben Abend hatte der Tischler S ch w a h n unter verdächtigen Um- ständen die ihm bekannten Arbeiter Barke und Vehrend in Begleitung eines dritten Mannes in der Nähe von Zühlsdorf ge- sehen. Die drei wurden verhastet, sie waren geständig. Gestern hatten sie sich vor dem Landgericht III wegen Totschlage, und wegen versuchten Raube» mit Todesersolg zu oerantworten. Die drei Angeklagten waren längere Zeit arbeitslos; am S. Februar begaben sie sich auf ihren Rädern nach Zühlsdorf, wo Barke bei seiner Schwester etwa» zu besorgen hatte. Lehrend steckte zwei Selbstladepistolen zu sich-„W ir wollten Hasen schießen", erklärten die Angeklagten. Aus dem Hasenschießen wurde aber nichts; wahrscheinlich war man von vornherein einig, den Bierkutscher Müller von Schultheih-Patzenhofer zu überfallen und zu berauben. Barke kannte dessen Gepflogenheiten. In Zühls- dorf gab Behrend dem Barke«ine der beiden Pistolen. Er will dabei gesagt haben:„Geschossen wird ober nicht; der Mann ist genau so ein Arbeiter wie du." Es kam jedoch anders. Beim Herannahen des Wagens wurden die Pistolen schußbereit gemacht. Barke rief: �Händ« hoch!", hielt dem Bierkutscher, der auf seinem Sitz ein- genickt war, mit der rechten Hand die Pistole vor die Brust, in der linken hatte er«in« Taschenlampe. Müller erwachte, hob die recht« Hand hoch und griff mit der Linken unter die Deck«. Im selben Augenblick drückte Barke seine Pistole ab.„Ich weiß selbst nicht, weshalb ich das getan habe", meinte er später. Er mag wohl geglaubt haben, der Bierkutscher wolle zur Wasse greifen. Als Barke und Köhler den daoontrabcnden Pferden nacheilen wollten, rief sie Behrend zurück: „Zu Mördern sind wir schon geworden", sagte er.„aber zu Raubmördern wollen wir nicht gesiempell werden." Vielleicht war das das Glück der AngeNagten. Hätten sie die 230 Mark an sich genommen, die Anklage lautete vielleicht auf Mord. und drei Todesurteile wären unausbleiblich gewesen. In der Verhandlung belastete der Angeklagte Barte schwer den Angeklagten Köhler. Dieser gab schließlich zu, seinem Kom- plicen die Waffe eingehändigt zu haben. Barke hatte also den Revolver nicht von Behrendt erhalten. Dr. Dyrenfurth als Sach- oerständiger sprach von der großen Primittvität und dem leichten Schwachsinn dieses Angeklagten. Der Staatsanwalt beantragte gegen Bark« 10 Jahre Zuchthaus, gegen Köhler 9 Jahre Zuchthaus und gegen Behrendt 10 Jahre 1 Monat Zuchthaus. Nach längerer Beratung verkündete das Gericht folgendes Urteil: Der 24jährige Arbeiter Martin Barke wurde wegen Totschlags und gemeinschaftlichen schweren Raubes zu 12 Jahren Zuchthaus, der 30jährig« Melker Adolf Behrendt zu 10 Jahren Zuchthaus und der LSjährige Arbeiter Friedrich Köhler zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. Sämtlichen drei Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrecht« auf die Dauer von 10 Jahren ab- gesprochen. Gemäß 8 17 unsere» Organlsationsflatut» vom 25. April 1929 berufen wir hiermit einen WMeiltWil Pezirklsparteitlig für Sonnabend, den 8. Oktober, um 18 Uhr und evtl. Sonntag» den 9. Oktober» vormittags ab V Uhr. nach dem Plenarsaal de» ehemaligen Herrenhause». Leipziger Straße 3. ein. Tagesordnung: 1. Die politische Situation und der Kamps der Arbeiterklasse. Referent: Siegsried Aushäuser, M. d. R. 2. Aussprache. 3. Ausstellung der Kandidaten für den Reichstag. 4. Anträge. Die Vorschläge für die Kandidaten und Anträge müssen bi» spätesten» Dienstag, 4. Ottober, beim Vezirtssetretariat. Linden- straße 3. eingegangen sein. Der Bezirksvorstand. die Angewohnheit, den Gaskocher, auf dem er sein Bügeleisen mochte, mit einer kleinen Flamme stets brennen zu lassen. >urch«inen Luftzug muh die Flamme erlöscht sein und gröbere Gasmengen müssen im Lm.' Gegen 17 Uhr bemerkten Hausbewohner Gasgeruch und alarmierten Laufe der Zeit unbemerkt ausgeströmt sein. die Feuerwehr. Die Hilfe kam aber schon zu spät. Gegen rasende Lastautos. Gin Rundschreiben an die Landesregierungen. Strengere und häufigere Kontrolle und bessere Beachtung der Kraftfahrzeugverordnung ist die Forderung, die der R e i ch s v e r» kehrsminister in einem Rundschreiben an die Landes- regierungen ausstellt. Den Anlaß hierzu boten sich Häusend« Beschwerden, vor allem aus Kreisen der Wegeunterhaltungs- Pflichtigen, des Grund- und Hausbesitzes, daß überladene und schlecht bereifte Lastzüge mit übermäßiger Geschwindigkeit durch die Straßen fahren und erhebliche Schäden an Straßen, Häusern und Baudenk- mälern verursachen. Auch die eigentlichen Verkehrsvorschristen, z. B. über da» Ueberholen und die Gestattung des Ueberholens, werden von den Führern der Lastkraftwagen nicht genügend eingehalten. Nunmehr werden künftig neben der Nachprüfung der Ladung und Bereifung in größerem Umfang« auch Geschwindigkeits- Junnhanner-werhehiindnehumi Dienstag, den 27. September, 20 Uhr, Im Gemeinschaftshaus Falkenberg(am Bahnhof Grünau) Bs treten geschlossen an: Die Kameradschaften Bohnsdorf— Grünau— Falkenberg und SchmtSckwita. Mitgliedsbücher sind mitzubringen. fon trollen von Lastzügen stattfinden. Sollten die bevorstehen- den Maßnahmen nicht die erwünscht« Besserung bringen, wird er» wogen, im Interesse der Schonung und Erhaltung der Straßen, Häuser, Batüienkmäler usw. und mit Rücksicht auf den übrigen Ber- kehr«in« Verschärfung der Vorschriften eintreten zu lassen. Oer Tod im Nachilokal. Tragisches Geschehen harmlos aufgeNärt. Der geheimnisvolle Unbekannte, der nach dem rätselhasten Tode der 53 Jahre alten Klavierlehrerin Agnes Wohl in einem Nacht- lokal in der Oramenstraße verschwunden war. ist jetzt von der Polizei ermittelt worden. Es handeü sich, um einen Mann, mit dem Frau W. seit geraumer Zeit bekannt war. Am fraglichen Abend hatte Frau W. zusammen mit einer Bekannten den Mann getroffen. Bald nachdem sich die ander« Frau entfernt hatte, wurde Frau W. schlecht. Der Mann führte sie darauf in jenes Lokal, in dem Frau W. später starb. Eine chemische Untersuchung der Reste der dort genossenen Setter ergab, daß diese keinerlei Gift« enthielten. Der Mann erklärt sein Verschwinden nach dem Tod« der Frau W. damit, daß ihm der ganze Vorgang pein- lich gewesen sei. Das Antlih der Weltwirtschast. Die Arbeiterbildungsschule, der Deutsche Frei» denkerverband und die Berliner Gewerkschafts« schule veranstalten in der Zeit vom Montag, 3. Oktober, bis«in- schließlich Freitag, 7. Oktober, im Saal des Lehreroereinshauses, Alexanderstr. 41, eine Vorttagswoche. Der Leiter der österreichischen Arbeiterbildungsschule, Luitpold Stern aus Wien, spricht an fünf hintereinanderfolgenden Abenden über„Das Antlitz der Welt- Wirtschaft". Di« Vorträge sind jeder in sich abgeschlossen, alle fünf aber geben im Zusammenhang das Bild der Weltwirtschaft. Di« Vorträge werden übrigens u. a. belebt durch Lichtbilder und Schall- platten. Di« Einzeltart« für«inen Vortragsabend kostet 25 Pf., die Sammelkarte, gültig für alle fünf Abende, kostet 1 M. Die Karten sind zu haben: Büro der Arbeiterbildungsschule, Lindenstr. 3, 2. Hof II, Zimmer 9; Buchhandlung Dietz, Lindenstr. 2; Büro des Deutschen Freidenkerverbandes, Gneifenaustr. 41; Büro der Berliner Gewerkschaftsschule, Gewertschastshaus, Engelufer 24/25, und bei den Partei-, Gewerkschaft»- und Freidenkerfunktionären. Regierungsral Dr. Bloch, der Leiter des Polizeiamts Charlotten- burg-Tiergarten, bittet mit Bezug auf feine Vernehmung im Be- leidigungsprozeß Dr. Wejß gegen„Angriff" um die Feststellung, daß er lediglich die vorläufige Erlaubnis zur Schanterteilung des Lokal»„Wunderland" erteilt habe, mit dem Baudispens habe er nichts zu tun gehabt. uns Die Sportabkeilung des Reichsbanners Prenzlauer Berg mitzuteilen, daß das heute angesetzte Fest auch bei R wetter stattfindet, da der Garten überdacht ist. bittet egen- A&e feucfai- Jcdüv ndJkttatig geiAmut/ Ade Sender» die für lohnenden Empfang überhaupt in Frage kommen, bringt der TEIEFUMKEN 343 mit seinen 4 starken Röhren. Aber das wichtigste ist heute die Trennschärfe: der Telefunken 343 hat einen»Selbst-Trenner«. 3 Ultra- Kreise trennen selbsttätig alle Sendewellen- ohne Ruckkopplungsknopf und ohne Korrektionshebel. Jede Station ist»eingestellt- schon getrennt«. Für Wedwelstr. einschl. Röhren RM 248.-, Gleichsfr. RM 253.-. mit eingebaut, dynamisch. Lautsprecher entsprechend mehr, ELEFUNKEN Abschied vom Zelt. 1932 war Rekordjahr der Zeltstädte/ Zusammenhalt auch im Winter In diesen Ta�en brechen die letzten überlebenden Nomaden von 1332 chre Zelte ab. Somit ist auch die Zeltsaison dieses Jahres zu Ende. Dabei ist es nicht die Langeweile des srühen Dunkelwerdens, die von Rahnsdors bis Gatow alles wieder in die Stadt treibt, sondern die Herbstkühle.„Langeweile hoben wir nicht — sagen die letzten Unentwegten—, schlimmstenfalls stellen wir unser Radio an, es ist nur zu kalt. Im Zelt geht es nachts noch an, aber die feuchten Abende, das schlägt durch alle Poren und wenn wir uns hier draußen wie die Eskimos anziehen sollen, dann können wir auch in der Stadt bleiben." Von einigen Kolonien hängt nur noch ein Anschlag am Vaum. Da wurde„einst im Mai" bekanntgemacht, daß die Zettnomaden chre Zeltscheine bei Revisionen immer gleich zur Hand haben sollen und die verehrten Besucher möchten gefl. einen polizeilichen Ausweis mitbringen, da sie in der letzten Zeit die Razzien in den Zeltstädten häusen. Man soll auch die Briefe nicht richten an„Herrn August Wolle, zur Zeit Müggelsee", sondern dabeischreiben, in welcher Zeltstadt dieser Herr Wolke seine kurzen Tage oerbringt. Sonst findet chn der Postbote beim besten Willen nicht. Und schließlich steht noch angeschlagen, daß der Vorstand eine Liste bereithält, in die sich jeder eintragen möchte, der sein Hab' und Gut mit einem Lastwagen nach Berlin zurücktransportiert haben will. Es ist heute nicht mehr festzustellen, wie viele diesem Rufe gefolgt sind, denn von der ganzen Zeltstadt sind nur noch«in paar Reihen sandiger Quadrat« übrig geblieben, auf denen einst die Häuser aus Leinwand gestanden haben. Einer hat überdies ganz Schluß gemacht mst der Zelterei:„Boot und Zelt zu ver- kaufen", hat er ein Plakat in den herbstlichen Wald gehängt, wobei allerdings zu befürchten ist, daß die beiden Pklgsucher, die allein zu dieser Jahreszeit noch durch den Forst streifen, kaum zu Seefahrern umsatteln wollen. Doch wie es den Anschein hat, werden wohl für feden ab- gedankten Nomaden mehr als genug an seine Stelle treten. 1331, da war es noch angegangen mit den Zelten, eine einzige Reih« stand die Ufer entlang. 1932 dagegen bracht« den Rekord: in KV Zeltstädten rings um Berlin wohnten schließlich 30 000 Menschen. Und da dieses Zeltleben auf den Zuschauer so ungemein anziehend und werbend wirkt— die Schattenseiten, die der Kundige kennt, bleiben ihm vorerst verborgen— steht zu erwarten, daß der nächst« Sommer, zumal bei anhaltender Krise, die Bedrängnis an den Seeufern noch steigern wird. Damit rückt die Arbeit der freiwilligen Helfer weiter »omiing.Ll'll.-osli'iolisvelii'Slleiisieme! vonnsrstag, etsn 23. September, 13 � Uhr In den Musikersälen, Kalser-Wilhelm-Str.31 FunKtionärHonferenz aller SPD.-Bei riebe- und GewerhschattstunKtionäre Tagesordnung:.,Der Machtkampf fUr sozialistische Weltgestaltung". Ref.: Arthur Crisplen Ohne Funktionärausweis der Partei und Parteimitgliedsbuch kein Zutritt. Das Betriebssekretariat. in den Vordergrund, die es bereits in diesem Jahre übernommen hatten, ihre Gemeinwesen so gut es ging zu organisieren. Manchem ist die Arbeit über den Kopf gewachsen und er hat sich geschworen, im nächsten Jahre einen anderen den„Bürgermeister" spielen zu lassen. Dennoch werden sie es wieder tun, zumal sie doch bei allen Amtsstellen schon so etwas wie alt« Bekannte sind. Da verhandelt es sich besser. Uebrigens werden die zu Vereinen zusammengeschlossenen Zelt- kolonisten auch im Winter zusammenkommen, um eine ganz« Reihe von Veranstaltungen abzuhalten, in deren Mittelpunkt meist die große Weihnachtsboscherung steht. So lassen sich die Zelt- städter selbst vom Winter nicht kleinkriegen. Feter in der Siedlung Köpenick. Nach einer Bauzeit von vier Monaten wurde gestern in Köpenick die erste Berliner Erwerbslosensiedlung eingeweiht. Die Siedlung gibt 120 erwerbslosen Familien«in eigenes Heim; sie gibt ihnen aber weit mehr: sie gibt ihnen neues Selbstbewußtsein und Selbswertrauen, sie zeigt ihnen, daß«s doch noch Zweck hat, zu leben, daß es noch einen Sinn hat, zu schaffen. Die Häuser haben sich die Siedler selbst errichtet. Das Geld dazu, 2S00 Mark pro Familie, hat der Staat vorgeschossen, es wird in 30 Jahren abgezahll. Jede Familie hat ein Hau, von zwei bis vier Swben lU nach Größe der Familie), Küche, Keller, Boden, Toilette und 1000 Quadratmeter Land. Die Herstellung der Häuser zu diesem Preis war«in Experiment: ein Experiment, da» geglückt ist, dank guten Willen» aller Beteiligten, vor allen Dingen dank der Arbeitsfreude der Erwerbslosen. In der gestrigen Feier, die mit einem Umzug und einem von den Köpenicker Kinderfreunden einstudierten Kinderchor eingeleitet wurde, sprachen Vertreter der Siedler, der Behörden und der Baugesellschaft ihre Freud« über da» Gelingen de» Werkes aus. Wir wollen hoffen, daß alle guten Wünsch« in Erfüllung gehen, und daß die Siedler in ihrem Heim so glücklich bleiben, wie sie es jetzt sind. Zwanzigjährige Schwachsinnige verschwunden. Seit dem 18. August wird die 2Zjährige Dorothea Schulz au» dem Evangelischen Diatonissenhaus in Teltow vermißt. Das junge Mädchen, das wegen geistiger Minderwertigkeit dort untergebracht war, befand sich am Morgen jenes Tages im Garten des Heimes bei der Arbeit. Von dort ging sie, gegen 8 Uhr morgens, in die Küche der Anstalt und ist seitdem spurlos verschwunden. Dorothea Schulz war schon vor zwei Iahren einmal aus einer Stettiner Nervenklinik entlaufen und, nachdem st« 14 Tag« umhergeirrt war, bei ihren Eltern in der Sebastian- ftraße 86 in Berlin aufgetaucht. Man nimmt an, daß die Krank« aus diesmal irgendwo planlos umherirrt oder von irgend- einer Institution aufgenommen wurde, ohne dort den Namen an- zugeben. Die Vermißte ist 1,68 Meter groß, trägt blonden Bubi- topf und eine Brille. Ihr Gang ist leicht vornübergebeugt. Meldungen über den Verbleib der Verschwundenen nimmt die Vermißtenzentrole des Polizeipräsidiums entgegen. Gronau in Ostasien. Er will am Sonntag in Hongkong landen. In einem Funkspruch, den Wolsgang von Gronau aus Schanghai an seine Heimatsoermittlungsstelle gelangen ließ, teilte er mit, daß er beabsichtige, mit seinem Dornier-wal am Sonntag in Hongkong zu landen. V. Gronau und seine Besatzung ist sich voll- kommen darüber klar, daß ihr Weltflug jetzt mit besonderer Auf- merksamkeil weitergeführt werden muß, da die Strecke mitten durch das Taifungebiet führt und außerdem gerade jetzt die gefürchtete Taifunzeit herrscht. Wieder vier Blihopfer. Am Freitag nachmittag ging ein schweres Gewitter über der S ü d e i f e l und der Umgebung von W i t t l i ch nieder. Mehrere Personen, die auf einem Kartoffelacker in der Nähe von Hupperath gearbeitet hatten, suchten unter einer Buche Schutz. Ein Blitz schlug in den Baum ein und lölcle vier Personen: ein Kind erlilk schwere Berlehungen und wurde gelähmt.— Durch den wolken- bruchartigen Regen wurden in kürzester Zeit Aecker, Wiesen und Wege überflutet. Zahlreiche Telephonleitungen wurden zerstört, so daß der Telephonverkehr bis in die Abendstunden unterbrochen war. Wetteraussichten für Berlin: Wechselnd bewölkt und kühler, zeitweise Regen. Auffrischende südwestliche bis westliche Winde.— Für Deutschland: Im Süd- und Nordosten wolkig und noch warm. Im übrigen Reiche vielfach Regenfälle und kühler: an der Küste starke Wind« aus Südwest bis West. Aus der Partei. Listenverbindung mit der KPD. bei Gemeindewahlen. Der Landesarbeitsausschuß der sächsischen Sozialdemokratie hat sich für die Listenoerbindung mit der KPD. bei den Gemeindewahlen aus- gesprochen. Die Listenverbindung darf selbstverständlich keinerlei sonstige Bindung für die Partei bringen, die etwa die Selbständig- keit der Partei irgendwie beeinträchtigen könnten. Di« Listenver- bindung hat vielmehr nur den Zweck, zu verhindern, daß bei den Wahlen proletarische Stimmen verlorengehen. Da in zahlreichen Gemeinden die Entscheidung, ob eine bürgerliche oder eine prol«- tarische Mehrheit ins Kollegium ednzieht, von weniaen Stimmen abhängen wird, ist der Beschluß des sozialdemokratischen Land«»- arbeitsausschusses recht bedeutsam. Die Sozialdemokratie hat damit einen praktischen Schritt für die Zusammenfassung der proletarischen Kräste getan. Jetzt kommt es darauf an, welches Echo dieser Be» schluß bei den Kommunisten finden wird. Schönes Heim für alle. On den ausgedehnten Parterreräumen veranstaltet das sechsstöckige Spezialhaus, die Otag, einen Einheitspreisverkauf zu uns«- wöhnlich niedrigen Preisstaffeln. Ungezählte Familien freuen sich Uber diese willkommene Gelegenheit, ihr« Wohnung geschmackvoll Herrichten zu können Niemand braucht zurückzustehen.. aber Eile tut notl„Schönes Keim für alle" wird nur noch eine Woche lang zur Wirklichkeit! Ihr Ziel:«in schöne«, beguemes Heim. Ihr nächster Weg: zum Einheitspreisoerkauf der Otag, Lei»- ziger Str. 90, Ecke Markgrafenstraße.• -ode'00'* „eu?-"v"?»»» �U!'l sch\e0� ..M-- w-"" unser® Sie Ond Vceinor 5!�8-n%.�r5runi AAS ist a\ o e da®ehe1kr Opt�srnU *£i8. 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Was hätten Herr von Schleicher imb Herr von Papen, die beide in ihrem Rundfunkreden oorden Iuliwahlen von den„überlebten Wirtschaftsformen" sprachen, geantwortet, wenn man sie gefragt hätte, welche Wirtschaftsformen darunter gemeint sind? Wahrscheinlich hätten sie nichts geantwortet, und das hätte «inen peinlichen Eindruck Hinterlossen. In seiner Red«, die er im Reichstag halten wollt« und nur im Rundfunk halten konnte, hat Herr von Papen schon nicht mehr von den„überlebten Wirtschaftsformen" gesprochen. Und wiederum konnte kein Zuhörer di« unangenehm« Frage stellen: und was ist mit den überlebten Wirtschaftsformen? Es konnten keine Zwischen- rufe gemacht werden, und für den Redner konnte kein« peinliche Lage entstehen. Und wenn wir jetzt an di« Herren von Schleicher und von Papen die Frage stellen würden, welche Wirtschaftsformen sie gemeint haben, so würden sie diese gedruckte Frage viel leichter übersehen, als sie eine laut gestellte Frage überhören könnten. Auf Grund des Wirtschaftsprogramms der Papon-Regierung läßt sich einwandfrei feststellen, daß diese Regierung keine wirlschaftlichen Reformpläne hat noch hoben kann. Sie ist so stark an die alten Wirtschaftsformen und nicht zuletzt an die schon ohne jeden Zweifel längst überlebte des feudalen Großgrundbesitzes gebunden, daß sie ihre Ausgabe nur in den Wisderbelebungsverfuchen für das Sterbende und nicht in der Geburtshilfe für das Werdende sehen kann. Di« erwähnte Redewendung war nichts anderes als eine Verbeugung vor dem Nationalsozialismus. Der ganz« Sinm der gegenwärtigen Reaktion besteht doch darin, daß im Ringen zwischen dem Tod und dem Leben der Tod vor- übergehend den Sieg davongetragen hat. Wir erleben einen unheimlichen Totentanz der„aufbauwilligen Kräfte" und müssen die Kräfte des Lebens sammeln, damit dieser Tanz, der das Volk zugrunde zu richten droht, so schnell wie möglich sein Ende findet. Dies« Reaktion ist keine rein kapitalistische Reaktion. Sie ver- sucht zwar, wie das Herr von Papen erklärte, den kapitalistischen Unternehmern ihre„große Chance" zu bieten, sie droht ober zugleich dem deutschen Kapitalismus, werm unter ihm nicht bloß der eine oder ander« große Konzern, sondern die Gesamtheit der kapitalistischen Unternehmungen verstanden wird, seinen Lebens- nerv zu zerschneiden. Di« erste Begeisterung der kapitalistischen Unternehmer ist schon ziemlich abgekühlt. Es wird ihnen vor allem bang« vor den handelspolitischen Absichten 0er Regierung, die eine Todesgefahr für die deutsche Ausfuhr und damit— direkt oder indirekt— für den größeren Tell der deutschen Industrie darstellen. Diese Reaktion tötet sogar ihre Wiederbelebungsver- suche. Sie bedroht auch in der kapitalisttschen Wirtschaft das, was noch am lebensfähigsten ist. Und das deutsche Volk, die deutsche Arbeiterschaft sollen den Toten Opfer bringen? Im Ringen zwischen Tod und Leben muß aber das Leben siegen. Es ist undenkbar, daß ein Volk, das nicht aus lauter Selbstmördern besteht, eine solche Reaktion auf die Dauer ertragen kann. Es ist deshalb kein« Utopie, wenn man schon jetzt, im Zeichen der Reaktion, ein Programm des Umbaus und des Neuaufbaus aufstellt. Und man muß ein solches Programm haben, um den Weg aus der Tiefe klarer zu sehen und die Kräft« des Lebens zu sammeln. Wir allein sind imstande, den Weg zu zeigen. Die anderen reden von den„überlebten Wirtschaftsformen" und wollen auch als „Sozialisten", ja als„wahre" oder„deutsche" oder„wahre deutsche" Sozialisten gelten. Was verdammen sie aber? Das„raffende" Kapital, die hohen Zinsen, die an di« Banken, als Vermittler des Kredits, fließen. Das ist aber eine zwar wichtige, und kotz- dem eine untergeordnete Funktion der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Die Zinsen sind nicht mehr als eine, zuweilen zwar verhältnismäßig sehr beträchtliche Absplitterung von der G e- s a m t m a s s e des durch die Ausbeutung erzeugten Prosits. Nun ergibt sich der Profit aus dem Wesen der kapitalistischen Produktion.„Ohne Profit raucht kein Schornstein". Das stimmt für die kapitalistische Wirtschaft. Das bedeutet aber nicht, daß wir die Anbeter des Profits sein sollen, sondern daß die Beseitigung der Ausbeutung und die gerechte Verteilung nur in der Wirischaftsord- nung möglich sind, in der die Schornsteine rauchen, auch wenn sie nicht dem kapitalistischen Profit st reden dienen. Wir erstreben deshalb die Ueberwindung der kapitalistischen Pro- duktionsweise, und das heißt: die Beseitigung des kapitalistischen Eigentums an den Produktionsmitteln. Wir wollen dort ansangen, wo die kapitalistische Wirt- schastsmacht am stärksten zusammengeballt ist— bei den sogenannten Schlüsselindustrien. Wir wollen damit gleichzeitig die M a ch t g r u n d l a g e n der politischen Reaktion zerschlagen, um den sozialistischen Umbau der Wirtschaft einzuleiten. Wir vergessen auch die Banken nicht. Wir wissen aber, daß die Sozialisierung des Bankwesens nur im Zu- sammenhang mit dem Umbau der Produktionsformen möglich ist. Sonst ändern wir bloß den äußeren Aufbau der technischen Mittel der kapitalistischen Wirtschaft und lassen die wirtschaftliche Macht des Kapitalismus ungebrochen. Die Kommunisten haben durch ihre Zersetzungsarbeit innerhalb der Arbeiterbewegung, durch ihre Bekämpfung der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften faktisch die Geschäfte der Reaktion besorgt. Man darf ihnen aber nicht, soweit sie überzeugte Kommunisten sind, die Ehrlichkeit ihres sozialistischen Wollens abstteiten. Indessen wäre es vergeblich, bei den Kommunisten nach einer einigermaßen klaren Vorstellung vom Weg der Verwirklichung zu suchen. In dieser Hinsicht ist es für das kommunistische Denken verhängnisvoll, daß die Kommunisten an das Vorbild Sowjet-Ruhlands unbedingt gebunden sind. Sie dürfen nicht die russischen Erfahrungen prüfen, dürfen nicht die Frage stellen, in welchem Maße und in welcher Form diese Erfahrungen für Deutschland nutzbar ge- macht werden können. Sie sind verpflichtet, alles, was in Rußland gemacht wird, kritiklos als Vorbild und Wegweiser hinzu- nehmen. Deshalb bleibt den Kommunisten vom sozialistischen Ziel nur ein inhaltleeres Schlagwort übrig: Sowjet-Deutfchland. Es wäre falsch, den entgegengesetzten Fehler zu machen und alles, was in Ruhland gemacht wurde und gemacht wird, von vornherein als un- brauchbar abzulehnen. Freilich ist das, was in Rußland aufgebaut wird, kein Vorbild für den Aufbau des Sozialismus, in vielen Beziehungen eher das Gegenteil davon. Auch fordert das System der Unterdrüllckung jeder Freiheit und über die rücksichtslose bar- barische Vernichtung der menschlichen Leben zur Empörung heraus. Was aber aufmerksam verfolgt und geprüft werden soll, ist der russische Versuch der Industrialisierung des Landes mit p l a n w i r t- schaftlichen Mechoden. Die gleiche Aufgabe wird nicht vor uns stehen, da Deutschland nicht industrialisiert zu werden braucht. Es bleibt aber eine Menge von Einzelfragen der planwirtschaftlichen Organisation übrig, deren Prüfung an Hand der russischen Crfahrun- gen sehr aufschlußreich ist, auch wenn wir zu dem Schluß kommen müssen, daß die Lösung dieser Fragen in Ruhland meistens sehr unbefriedigend ist. Wir müssen alle Erfahrungen berücksichtigen, überall lernen, wo man lernen kann, weil wir uns nichk nur zum Kampf, sondern auch zum Aufbau rüsten müssen. Die Voraussetzungen für den Umbau der Wirtschast sind in Deutschland, wirtschaftlich gesehen, vorhanden. Es ist die Frage der politischen Macht, wann die Stunde der Verwirklichung kommt. In- dem wir den Weg aus der Tiefe zeigen, wollen wir die Mobil- machung der Kräfte erreichen, die wirklich aufbauwillig find. In dem Maße, in dem diese Mobilmachung gelingt, werden sich die Machtkämpfe zugunsten der Kräfte des Lebens verschieben, und dann wird der Wiederbelebungsversuch der überlebten Wirtschaftsformen mit Hilfe der„aufbauwilligen Kräfte", an die sich Herr von Papen wendet, sein klägliches Ende finden. Dann wird das Leben denTodbesiegen. Q. E). Die Krise der Kohle. Schrumpfung derFörderung/Belegschastsabbau, Lohndruck, Leistungssteigerung Die Weltkrise hat im Kohlenbergbau, der, wichtigsten Schlüssel- indbstrie der gewerblichen Produktion, beispiellose Ver- heerungen angerichtet. Der Reichskohlenverband gibt in seinem Geschäftsbericht für das am 31. März abgeschlossene Geschäftsjahr 1931/32 zu diesem Kapitel eindrucksvolles Material über die Eni- wicklung des Weltkohlenbergbaus heraus. In wenig Worten läßt sich die Entwicklung im internationalen Bergbau dahin zusammen- fassen, daß, von einigen Ausnahmen abgesehen, in sämllichen Kohlenbergbau treibenden Ländern die Förderung rapide gesunken, die Belegschaften rücksichtslos abgebaut und bei wachsendem Lohndruck besonders in Deutschland und USA. durch die sprunghafte Mechanisierung der letzten Jahre beispiellose Leistungssteigerungen der Arbeiter erzielt worden. Am empfindlichsten wurde von dem Niedergang der Weltkohlen- Wirtschaft Amerika bettoffen. In den USA. ist die Förderung gegen 1929, dem letzten Konjunkturjahr, bei der Steinkohle um 28,1 Proz., bei der Braunkohle um 32,3 Proz. und bei der Koks- Produktion um 43,7 Proz. gesunken. In Europa bettug die Steinkohlenförderung im vergangenen Jahr nur noch 8S,7 Proz., die Braunkohlensörderung 77,7 und die Koksherstellung 7S,2 Proz. des Jahres 1929. Diesem Niedergang der Produktion konnten sich in Europa nur Polen, Ruhland und Holland entziehen. In Polen liegt der Fall so, daß durch einen rücksichtslosen Schleuderexport (Dumping) der nachlassende Verbrauch im Inlande wettgemocht werden tonnte. So war es dem polnischen Bergbau möglich, seine im Jahre 1930 von 46 auf 37,5 Millionen Tonnen gesunkene Pro- duktion im vergangenen Jahr auf 38,2 Millionen Tonnen wieder zu erhöhen. Den verzweifelten Anstrengungen im Export gelang es, die Ausfuhr von 12,7 auf 14,1 Millionen Tonnen zu steigern. Aller- dings ist das Ergebnis dieser Exportsteigerung, die in der Haupt- fache auf Kosten des englischen Bergbaus in Skandinavien sich durchsetzte, für die Finanzen des polnischen Bergbaues alles ander- als erfreulich. Man beziffert in polnischen Zndustriekreisen den effektiven Verlust infolge der Schleuderexporte aus 6l> Millionen Zloty. Am stärksten litten unter der Kohlenkrise in Europa die beiden wichtigsten Produktionsländer Großbritannien und > M � w■ WH im Erdgeschoß.M-W Jacqu.-Garnituren Kunstseide, moderne Must.( viele Farben, 3 teilig, Fenster(Qtxt Kunstler- Garnitur 3»eilig, twel Schals und ein Behang, neue Muster, Gornitur�otxt 95 Hai b s t o r e s aus Gittersteff m. Klöppel- einsotz u. Fransen. Meter|et*t Gardinen- u. Sponnstoffe, Tullgewebe, bis 130 cm breit, Meter jetzt Fantasie-Voile f. Dekorationen, mod. Muster, 112 cm breit Meter jatzt Schlafdecken grau, mit Kante,. 120 x 170 cm. solide Qualität Stüde jetzt Kaffee-, Teewärmer bunte Satinbezüge mit Schnur- vy Verzierung Stück jetzt K orbsessel gamitwr moderne Muster, 2 teilig, Sitz und lehne Garnitur jetzt a I b s t o r es »gepaßt, mod. Gitterstoff, Klop- ileinsatzen u. Frans., Stüd�jjetzt Marquisette 220 cm br., ecru. für Bettdecken u. 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Di« Einfuhr englischer Kohle nach Deutschland war im ersten Quartal dieses Jahres fast auf die Hälfte des Standes von 1929 gesunken. Insgesamt war die Jahresförderung in England von 1939 zu 1931 von 247,8 auf 223,7 Millionen Tonnen gesunken und in Deutschland von 142,7 auf 118.8 Millionen Tonnen. Für die Srisenopfer der ilrbeiterschafl sprechen die Massen- entlassungen eine erschütternde Sprache. Ende März dieses Jahres waren im Ruhrgebiet nur noch 191678 Mann beschäftigt gegen 236 048 bzw. fast 31S 000 Mann im Jahres- durchschnitt der Jahre 1930 und 1931. Aehnlich liegen die Ver- Hältnisse in den übrigen Bergbaudistrikten Deutschlands. Parallel mit dieser Entwicklung ging eine gewaltige Steigerung der Leistungen je Mann und Schicht. In Deutschland wurden 1926 erst 38,1 Proz. der geförderten Steinkohlen auf maschinellem Wege gewonnen. Im letzten Jahr aber wurden auf diese Art 84 Proz. gefördert. Dementsprechend steigerten sich d i e Leistungen pro Kopf und Schicht: 1913 1931 1. Ouartot 1932 (alles in Kilogramm) 1 SS8 2103 21 010 18 763 2 032 2151 31 722 23 700 Ruhrgebiet....... 1 161 Oberschlesien...... 1 636 Braunkohle(Tagebau) Milleldeulschland... 6820 Ostelbien........ 7 725 Die Leistungssteigerungen der Arbeiterschaft betrugen danach gegen 1913 im Ruhrgebiet 176 Proz., im ostelbischen Braunkohlen- revier 306 Proz., und in Mitteldeutschland ist sogar das s e n- fationell« Ergebnis von 463 Proz. Leistungs- st« i g e r u n g zu oerzeichnen. Für diese verschärfte Ausbeutung der Arbeitskraft wurden die Belegschaften durch brutalen Lohn- abbau bestraft. An der Ruhr sank der Schichllohn der Untertage- arbeiter von 9,32 M. auf 7,94 M. im ersten Quartal dieses Jahres. in Oberschlesien von 7,33 M. auf 6,22 M., in Mitteldeutschland von 7,24 M auf 6,43 M. und im ostoberschlesischen Braunkohlen- revier von 7,07 M auf 5,85 M. je Schicht. Was hier bei dieser wichtigsten Schlüsselindustrie durch einen unerhörten Lohndruck bei gleichzeitig ungenügendem Preisabbau gesündigt worden ist, haben die verarbeitenden Industrien, und auch hier wieder in erster Linie die Massen der Arbeitnehmer, in einer ständig wachsenden Per- schärfung der Krise zu spüren bekommen. Vereinspolitik ist Trumpf! Hausbesitzer verlangen plötzlich auch generelle ZinSsenkung. Nach welchen Grundsätzen die deutschen Jnteressentenverbände wirtschaftspolitische Forderungen aufstellen, wie sie von einem Tag zum anderen die Gefahr des wirtschaftlichen Zusammenbruchs konstruieren, falls die Forderungen nicht erfüllt würden, dafür liefern die deutschen Hausbesitzer gerade ein ebenso bezeichnendes wie empörendes Beispiel. Am Mittwochabend hatte der Präsident des Zentraloerbandes Deutscher Haus, und Grundbesitzervereine, Stadtrat H u m a r, die generelle, zwangsweise Zinsherabsetzung für Hypotheken a b g e- lehnt, wegen der damit verbundenen Gefahren für den Kapital- und Kreditmarkt. Natürlich sei eine„organische Zinsherabsetzung", eine allmähliche Herabsetzung, zu erstreben. So sei die offizielle Meinung der deutschen Hausbesitzerorganisation: alles andere seien Privatansichten. Eine solche Privatansicht nun hat der Preußische Landes- verband unter der Führung des deutschnationalen Abgeordneten Mentz oertreten, und der forderte justament den von der Reichs- organfsation abgelehnten Zwangseingrifs einer generellen Zins- senkung. Der Krach unter den Hausbesitzern war also da. Die Angst, der Berein könnte in die Brüche gehen, warf Herrn Humar um. Und also lief er anderthalb Tage später, am Freitag, mit seinem Kollegen Mentz zur Reichsregierung, und jetzt sieht die offizielle Stellungnahme ganz anders aus: Plötzlich hat die„soft ein Jahrzehnt bestehende Höhe der Zins- belastung die Wirtschaft zugrunde gerichtet"(was man erst in den letzten anderthalb Tagen entdeckte!— D. R.). Daher könne nur eine.Allgemeine und lückenlose sofortige Zins- fentung dem Haus- und Grundbesitz Hilfe bringen". Entwaffnend ist die Naivität(oder ist es Unverschämtheit?), mit der erklärt wird. daß diese Ansicht von der Zinssrag« durch„die in den letzten Tagen eingetretene Entwicklung" bestimmt sei. In den letzten Tagen'ist nämlich durchgesickert, daß die Regierung der Landwirtschaft eine Zinssenkung für die Anstaltshypotheken bescheren will. vi>>1e»dung«n für dtlfe RudrU sind Verls» SW BS. ülndensttafsf 3. parieinachrichten für Groß-Berlin stets an da» Bezirtsletretartai 1~ bot. i Trevven-echt», z» richte» Versammluna aller bei der SPD. organisierte»„ ZI fL". Arbeiter des!7lug. Platzes Johannisthal am Montag, 2tz. September, lll Uhr. bei Wiltlchutz, Petersburger Str. ö. Um das Erscheinen aller Kollegen wird dringend ersucht. Tagesordnung wird dort bekanntgegeben. Der Fraktionsoorltand. Wohnung», und Mieterausschutz der SPD. Bevirlsoerbatid Derlin. Montag, 26. September, llllb Uhr, im Eenvrkschaflshaus, Engelufcr 24/25, Versammlung aller Mieter, und Wohnungsfunktionüre. Kämmerer Genosse Zisch spricht Uber Arbeitsbeschaffung. Parteimitgliedsbuch legitimiert. Beginn aller Veranstaltungen 1914 Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! Sonniag, 2S. September. 3. Krei«. Di« Parteigenossen beteiligen sich heute. Sonntag, 12", Uhr, an der Entk)üllungsfe!er des Gedenksteins für den Genossen Friedrich Gbert. Trcifvunkt II1* Uhr Swakoymunder Ecke Afrikanische Straße. 4, Kreis. Werbesportfest des Reichsbanners und des Kartells für Arbeiter. fport und Kulturpflcae auf dem Exerzierplatz an der Cadincr Straße. Beginn 13 Uhr. Zahlreiche Beteiligung der Genossen und Genossinnen erwünscht. 37. Abt. Unserem langjährigen Genossen Karl Ewert und Frau, Heidenfeld- straße 19, zur Silberhochzeit die herzlichsten Glückwünsche. 54. Abt. Unserem Genossen Max Kley und Frau, Am Bolkshaus 1, zur goldenen Hochzeit die herzlichsten Glückwünsche. 127. Abt. Sämtliche Parteigenossen, Radfahrer und die Genossen der SAI. treffen sich um 12 Uhr bei Schiebe, Berliner Str. 97. Moniag, 26. September. L Kreis. Bildungsobleute bei Lohann, Brüderstr. 16. Ausgab« von Material und Karten für die Vorträge von Luitpold Stern. 7. Kreis Eharlottenburg. Bezlrksverordnetcnfraktion mit sämtlichen Bürger. deputierten Montag, 26. September, pünktlich 19� Uhr, Rathaus Char- lottenburg, Sitzungszimmer 1. Kreis. Kreisvorstandssitzung mit Abteilungsleitern an bekannter Stelle. Kreis. Die Fraktionssitzung fällt aus. Kreis Neukölln. Kombinierte Sitzung der Bezirksverordnetenfraktion mit dem engereu Kreisvorstand und Abteilungsleitern. Rathaus, Zimmer 137. Kreis. Rathaus Köpenick, Zimmer 52, Fraktionssitzung mit Krcisvorstand. Erscheinen dringend erforderlich. Kreis. 20 Uhr Kreisvorstandssitzung bei Gallas. Abt. Außerordentliche Funktionärsitzung bei Drose, Am Nordhafen 5. Abt. Außerordentlicye Funktionärsikung bei Schade, Kvsliner Str. 9. Abt. Funktionärsitzunq bei Schrcpel, Grünthaler Str. 13. Abt. Unserem Genossen Ernst Prange und Ehefrau zum Fest der goldenen Hochzeit am 26. September die herzlichsten Glückwünsche. Abt. Wichtige Funktionärsitzunq bei Grunwald, Kameruner Str. 19. Wichtige Funk.ionärsitzung im Lokal 1. Funktionärsitzung bei Köhler. . Funktionärsitzung bei Goldschmidt. Abt. Funktionärsitzung bei Jordan, Koppenstr. 23. Abt. Funktionärsitzung Eadiner Straße. Abt. Funktionärsitzung bei Bauer, Tilsiter Str. 27. Abt. 13V, Uhr bei Thielcrt, Liegnitzer Str. 10. Abt. Funktionärsitzung bei Lier, Naunynftr. 9. �' 19 Uhr Vorstandssitzung, 20 Uhr Funktionärsitzung. Funktionärsitzung bei Wolter, Kaiserin-Augusta. Allee 52. Versammlung der jüngeren Parteigenossen bei Reinau, Sedanstr. 17. Tbema: Arbeitsdienstpflicht. Referent Genosse Lehnert. Abt. Mitgliederversammlung im Birkenwäldchen, Manteuffelstr. 11/12. Referent Genosse Wilhelm Dittmann. Thema: Vor neuen Kämpfen. Abt. Funktionärkonferenz im Mali, Cbausseestr. 305 Abt. Abteilungsvorstandssitzung um 18 Uhr bei Schumann, Treptower Straße 90. Abt. Jüngere Parteigenossen. Zusammenkunft bei Schröder, Steinmetz. straße 52. Thema: Freiwilliger Arbeitsdienst. Referent Genosse Wöllner. Abt. Um 19 Uhr kurze Besprechung der Funktionäre im Waldkater. Die Vezirksführer werden gebeten, eine Aufstellung ihrer arbeitslosen Genossen mitzubringen. Beginn pünktlich! 139. Abt. Funktionärsitzung an bekannter Stelle. 142. Abt. Funktionärsitzung an bekannter Stelle um 19 Uhr. Dienstag, 27. September. 1. Kreis. Sitzung des erweiterten Kreisvorstandes an bekannter Stelle. 20 Uhr veranstaltet die 180. weltliche Schule in der Schulaula August- straße 67/68, zum Besten des Werkunterrichts einen Konzertabend. Karten zu 20 Pf., Erwerbslose 10 Pf., sind noch beim Schulleiter und an der Abendkasse zu haben. 2. Kreis. Filmvorführung um 18 und 20 Ubr im Filmsaal. Kleistlnzeum, Lewetzowstraße. Vorgeführt werden die Filme ,.Erde" und„Menscfcn am Sonntag". Karten zu beiden Vorstellungen sind noch am Saaleingang zu haben. Die Abteilungen müssen die Karten bis zur Borstellung ab- gerechnet haben. 5. Kreis. Arbeitecwohlfahrt. Erwerbslosenzusammenkunft im Seim, Tilsiter Straße 4/5, um 15 Uhr. Thema: Reise durch England. Referent Genosse Tietgens. Unterhaltunasteil Genosse Klee. 17. Kreis. Kreisporstandssitzung. 4. Abt. Funktionärsitzung bei Brandis. Stralauer Str. 10. Stellungnahme zum Bczirkspartenag und Dclegiertenwahl. 6. Abt. 19 Ubr Sitzung des Abteilungsvorstandes um 20 Uhr Funktionär- sitzung bci Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11. 16. Abt. Mitgliederversammlung bei Krüger, Hussitenstr. 84. Thema: Die politische Lage und die kommenden Wahlen. Referent Genossin� Dr. Eis- beth Weichmann. 28. Abt. Funktionärsitzung bei Rechenberg. 29. Abt. Funktionärsitzung an bekannter Stelle. 33. Abt. Mitgliederversammlung in der Schule Hohenloheftraße. Thema: Für Sozialismus, auf in den Kampf. Referent Mathilde Wurm. Die Be- zirksführer laden ein. 18 Uhr Funktionärsitzung bei Wertalla. Hohenlohe- straße 3. 34. Abt. Quartalsabrechnung für alle Dezirksführer bei Reifch, Eadiner Str. 10. 33. Abt. 18 Uhr Vorstandssitzung und 20 Uhr Funktionärsitzung bei Lemler, Echreinerstr. 88. 38. Abt. Funktionärsitzung bei Bartufch. 43. Abt. Bezirksführersitzung bei Wolf, Gräfestr. 26. 46. Abt. Funktionärsitzung an bekannter Stelle. Aufstellung der Kandidaten. 53. Abt. Mitgliederversammlung im Türkischen Zelt. Eharlottenburg, Ber- liner Str. 53. Referent Genosse Ernst Frankel. Thema: Papen-Programm oder sozialistisches Aktionsprogramm? 70. Abt. Mitgliederversammlung bei Kulka, Uhland- Ecke Lauenburger Straße. Referent Genosse Robert Breuer. Thema: Kapitalistischer Zusammenbruch oder sozialistischer Aufbau? 71. Abt. Mitgliederversammlung bei Rosenau, Laubacher Ecke Varziner Straße. 9. 13. 14. 16. 18. 17. 18. 19. 20. 23. 24. 24a. 31. 32. 34. 36. 45. 47. 48. 52. 79. 85. 86. 93. 94. 106. Abt . Abt Abt, Abt. Abt. Abt. 18. 6. 7. 8. 9. 14. 15. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32� 34. 33. 36. 38. 39. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 51. 53. 54. 5«. 58. Beginn 90 Uhr. Referert D? Mole«, M d. R. Thema? Das Kabinett d>'? Barone und der Wohlfahrtsstaat......< � Abt.!&■} Uhr Vorstandssitzung an bekannter Stelle, anschließend 20 Uhr Funktianarstzung. Abt. Maricndorfer Pioniere. 20 Uhr Mali, Singabend. Liederbücher ua� Instrumente mitbringen. ZNillwoch, 78. September. Krei». Vesichiiaung de, Waisenhauses in Rummel-Hutg. Treffpunkt pünktlich IS'. Uhr vor dem Eingang. Fahrverbindunit Straßenbahn 1J bis vor das Waisenhaus. Kreis. Kreisvertretcrverfamminna im Reiiourant„?um Pferdemarkt". Besondere Einladungen ergehen nicht. Mitgliedsbuch legitimiert. Ziht. Rgfilalenb hei Memeni, Sophiensit. 6. Referent Ecnosse Iohgnnsen. Bbt. Diskusftonsobend hei Lohann, Leiter Rechtsanwalt Dt. ffteitel.?e- »trkstllhret rechnen mit dem Kaffteter ab Bbt. iTuasiederversawitilung bei Brandis, Stralaner Str. ll>. Thema: Die politische Lage. Referent Genosse Lehner:. Anschließend Stellungnahme»um Bezirksoarleitag und Detegiertcnwnhl. Abt. Ätigltederoerfammtung im Rosenihaler Hof. Rofenthaler Str. 11/12. Tdema: Politisch« Lage. Reierent Genosse Gillmeisier. Abt. Mitgliedctnetsnmnlnng im Nordische» Hof, Innalidensir. 126. Thema: Wirtschafisnositische Lage Referent Genosse Briniger. Abt. Milgliedetnersammlung im Ranonaihcf, Biilowilt. 37. Thema: Wie aflinicten wir die Milglieder? Referent Genosse Ahlseid. Bezirksfllhrer loden ein. Lot. An der Miigliederveriommlung der Freidenker in den Arminius- Eiilen nehmen unser? Genossen leil. MiigUedsbuch des Freidenker-Verbandes ist mitzubringen. Die Zahiahende fallen aus. Abt. Miigiiederoer�ammlung im Cwinemiinder Gesellschaftshaus. Thema: Karitalistifchet Zusammenbruch oder so/tialistischer Aufbau? Referent Genosse Feigeni-eu. Abt. Zähiadeud» bei Müsch, Btunneustr. Hss Referent Genosse Vau. richtcr Bei Kukowski, Feldstr. 3. Referent Ludwig Diedetich. Thema: Politische Lage. Abt. Mitgiiedcrvetsgmmlung in der Aula der ZS. Schule. Miillerstr. 158/159. Rrfereni Genosse Reese. Abi. Mitgliederversammlung in der Löwendrauerei. Hochstr. 2. Thema: Papen-Programm oder sozialistiscki«« Aktionsprogramm. Referent Genosse Schliesstiidi. Abt. Miigliederveriammlung in der Schule Goienburger Sir. 8. Thema: Papen-Programm oder farialistisches Aktionsprogramm? Referent Genosse Aufhäuser. Abi. Mitgliederversammlung b«! Dabbert, Schulsir. 8«. Thema: Innen» Politik. Referent Genosse Dr. Greil. Abt. Mitgliederversammlung im Schradethaus, Malplaaueistt. 11 16. Thema: Paven-Prcgrainm oder sozialistisches Aktionsprogramm? Referent Genosse Keilmann. Abt. Mitgliederversammlung in der Hochschulbrauerei, See- Ecke Am» rumcr Siraiic. Referent Genosse Gtzessnsli. Abt. Miigliederverfammlung im Al'crsheim, Danziger Sit. 62. Thema: Auf zum Kampf. Referent Genosse Hildebtandt. Abt. Mitgliederversammlung im kleinen Saal des Saalbaucs Friedrichs» Hain. Thema: Soziaiismus oder Staatskapitalismus. Referent wird in der Versammlung bekanntgegeben. Abt. Mitgiieberuetsammiung im Sause bes AGB., Iostpstr. 4. Thema: Religion und Sozialismus. Referent Genosse Pfarrer Franke. Abt. Miigliedervetfammlung Sckiönhaufer Allee 129. Thema: Politische Lage. Referent Genosse Dresse. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. l!i Uhr ebendart Funktionärsthnng. Stellungnahme zu den Reichsiagskandidaien. Abt. Zahlabcnde in allen Gruppen. Gruppe II bei Bogdauowig, Ebers- walder Str. 35. Referent Genosse Otto Vach. Thema: Kampf der Sozialdemokratie im Wlrgerlicheu Sinai. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. Abi. Mitgliederversammlung in den Eassno-Festleilen, Poppelallee 15. Thema: Kapitalistischer Zusammenbruch oder sozialistischer Aufbau. Referentin Gertrud Hanna. Abt. Mitaliederversammlung in der Aula Schönfließer Str. 7. Thema: Tagespolitik. Referent Genosse Helene Schmih. Abt. Miigliedetverlammlung in Gwest Gefellschafishau», Grosse Frankfurter Str. 30. Thema: Warum Wahlrechtsreform? Refereniin Genolssn Maihilde Wurm. Abt. Mitgliederversammlung in der Schule Litauer Sir. 18. Thema: Die Sozialisserunq der Wirilchafi. Referent Genosse Briinig. Abi. Mitgliederversammlung im Frankfurter Hof, Grosse Frankfurter Strasse 313, Referent Genosse Paul Mielii» Abt. Mitgliedcrverlammlnng in der Aula Petersburger Str. 4. Thema: Die kapitalistische Offenstpe. Referent Genosse Orlopp. Die Bezirksfiihrcr laden ein. Abt. Miigliedernerfammlung im Lokal Passenbofer, Landsberger Allee 25/27. Thema: Stellungnahme zum Bezirksparieiiaq. Referenl Genosse Hadicke. Abt. Mitgliederversammlung bci Ewcst. Grosse Frankfurter Str. 3st. Toaesordnung: Anträge»um Bezirksparieiiaq und Wahl der Delegierten. Abt. Wiiglicdcrperfommlung im Baugewerkshan». Grossbecrenstr. 28 29. Referent Genosse Staue. Thema: Deutschlands Aufrlistungswlinlche. 18 Uhr Fnnktionärssssung ebenda. Abt. Miigliedernerfammlung im Friefenschldsschen, Frielenstr. 14. Thema: Rechi-fragen der Gegenwart. Referent Dr. Ernst Frankel 19 llhr Funktionärssssung. Abt. Miigliederverlammlung in Klein» Festsälen, Blllchersir. 61. Thema: Polltlsche Lage. Referent Genosse Karl Schneider. Abi Miigliedernerfammlung in Rades Festlolen, Fichieftr. 29. Thema: Programm der Papen-Regierung oder sozialistisches Atiionsvrogramm? Referent Genolssn Judith Grllnfeld. Abt. Ausserordentliche Mitgltederverfannnlung in der Aula Mariannen. straße. Abt. Mitglieberverlammlung in der Aula Reichenberger Strasse Ecke Forster Straße. Thema: Die kommende Wahl. Referent Genolssn Wachen. beim. Abt. Miigliedernerfammlung in der Aula«ürlisser Sir. 51. Thema: Poven-Programm oder sozialistisches Aktionsprogramm? Referent Genosse Frih Schmidt, Abt. Mitgliederversammlung im Gewerkschafishons, Engeluler 24/25, Saal 1. Thema: Kapitalistischer Zusammenbruch oder sozialistischer Aufbau. Referent Genosse Liike. Abt. Miigliedernerfammlung im Dresdener Garten, Dresdener Etr. 45. Thema: Wir und der Sazialomu». Restreni Frau, Künstler Abt. Mitgliederversammlung im Wohllahrissaal König. Eiisabethstr. 6. Thema: Die politische Lage. Referent Genosse Dr. Lohmann. Abt. Mitgliederversammlung im Lokal zum Nußbaum, Plöhenfeer Eir. 12. Thema: Der Kampf um die Verfassung. Referent Genosse Günther Joachim. Abt. Mitaliederversammlung im Jugendheim Rossnenstr. 4. Thema: Der Wahlkampf. Referent Genosse Dr. Ftanz Neumann. Abt. Miigliederversammlung im Edenvalaft. Kailer-Friedrich-Str. 24. Referent Genosse Dr. Franz Rcumann. Thema: Bolitifchc Lage. Die Be. zirksführer laden ein. Mitgliedsbuch Icaiiimieri. Abt. Mitgliederverlammiung im Rankehaus. Rankeltr. 4. Referent ffie- nosse Iahlonfki. Anschließend Stellungnahme zum Bezirksparteiiag und Wahl der Delegierten zur Kreisnerireierverfammlung. yCaöen fie schon in dieset Saison un Act Haus ßesucftt? Haben Sie sich schon von der Wucht dieser Riesenmengen modernster Kieldung überraschen lassen? Wenn nicht, dann tun die es sofort I Sie haben Aehnliches noch nicht gesehen.— Was für einen Geschmack, welche Figur Sie auch haben, Sie finden bestimmt bei uns das fllr Sie Passende! 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NachAllgler v.lö Ulir, Badnbof Rriedrichsdagen.— Donnerstag, 2g. September, spricht um 29 Udr im„Bund", Albrechlstr. 11. Elb. 2 Tr.. Gen. Bi-tor Schiff über: Die Entwicklung des Weimarer Staates. Aussprache. Arbeilsgemeinschaft der kindersreunde Groß-Berlin. Prenzlauer Berg, Abt. Freiheit und Hermann Müller: Wir de- teiligen un» beute am Falkenfvortfcst Friedrichshaln. Treffpunkt , 12l,i Uhr Bh'. Schönhauser Allee. Kinder frei, Eltern 19 Pf. ! Dienstag. 27. September, Baden für beide Abteilungen fällt au». A Freitag, 39. September, 1S'„ Uhr, Aula Sonnenburger otr. 29. *■■■..„i. ivri.Fnnh.nh Lichtbildervortrag:„Pom Roten Wien Eintritt frei. Die Fallen sind bereit» um .. ins faichiNische Italien". Eintritt frei. Di- Fallen sind bereits um 13 Uhr da. Achtung! Aenderung der Gruppenzusammenkllnfte: Abt. Freiheit: .>>.rrcltag, 39. Sepiember, 1» Uhr, AUia«onnenourger wir.„a. Falken- und Elternabend. Lichtbildervortrag:„Pom Roten Wien in. IntAimu, arnii.n" iSIniFiee fr,t 9>t# Balten Und bereits um it d F-l Di S falle»,—..——„———.. reuAbera: Achtung! Unser Elternabend findet am Donnerstag, 29. S-p ft«. statt. Beginn stfallenlager. Der Rote Falken Montag und Mittwoch: Iung�ilken Montag und Freitag: Rest- fallen Dienstag und Freitag. Abt. Hermann Müller: Gefamtgruppe Montag; Jungfalken Donnerstag: Rote Falken Freitag. Krcuzderg: Achtung! Unter Elternabend f tember, in der Aula der weltlichen Schul», Dieffenb.. pünktlich 29 Uhr. Lichtbildervortrag über da» Zelt- und Ne Singekrei» und die Nestfalken wirken mit. 12. Kreis Steglift: Heute Treffpunkt Anm Filmmatinee l9i4 Uhr Handelplatz. Unkosten 39 Pf. Freitag. 29 Uhr..streishelfersttzi-ng.— Abt. Frlefenstroft-! Schule Fri-fenstrofte Mittwoch. 17 Uhr. Roufestunde.— Abt.«lbrechtftrafte! Iuqendhcim Aldrechtstrafte. Dienstag Zoufettunde.— Abt. Lichterfclde: Ober» rcolichule. RlNgstr.3. 17 Uhr. Mittwoch Rote Falken: Die Reichsverfossung. Freitag Lungfalken: Unsere Fertenarbeil.— Abt. Lankwitz: Schule Schulstrafte, 17 Uhr. N�ie Falken: Dienstag S-fellfch-ftsfpiele; Sungfalken: Donnerstag Soielnachmiltog. Neue Kinder immer willkommen. Abt. Raricnfelde: Freitag, 39. September, luftig» Unterhaltung.— Abt. Mariendors: Freitag, 39. Sepiember,_1S Uhr, Bolkstiinje der Raten Falken im Heim Dorfstraft-. Dienstag, 27. September, Jung- und Restfalken: Wir lesen. Kref» Köpenick: Kreishclkeroeriammlung am Dienstag, 27. September, 29 Uhr, im Parteizimmer Köpenick. Schloßitr. 27. Thema:„Die Funktionen unserer Falken.— Gruppe Köpenick! Wir gehen wieder feben Dienstag mit den Freien Schwimmern AUM Baden nach der Schillinqbrstcke. Treffen um 13 Uhr am Bahnhof Köpenick. Ruriick gegen 21 Uhr. 39 Pf. mitbringen.— Abt. Grünau und Bohnsdorf: Harzfahrt vom 2. bis 7. Oktober. Unkosten lk> M. Fahrt nach dem Kinderland Uederfee oom 3. bis 7. Oktober, Unkosten 3 M. Anmeldung bei den Helfern bis Mittwoch, 23. Sevtember. Licktonberq: Montau. 29. Sevtember. pünktlich Whi Uhr. Helferlitzung in der BGliothek. Weichfekstrafte. Bringt die Programme für Oktober mit. Kreis Neukölln! Jung, und Rote Falken, die sich am Eportkeft im Friedrich». Hain beteiligen, treffen sich heute. Sonntag, um 13 Uhr am Rathaus Neukölln in Falkenileidung. Wimpel mitbringen.— Fakkenrat: Wir tagen morgen, Montag, um 1UH Udr.— NF..Heller: Besprechung Montag um 13 Uhr.— Adtellungskois-erer: Wichtige Sitzung morgen. Montag, um 1344 Uhr. Alle drei Beranstoltnngen linden Im Kreisheim Gonahoferstraft» statt. Helfer. kreis: Am Dansterstog findet»ine wichtige Helfersitzung um 29 Uhr im Krei». heim statt. Sterbetafel der Groh« Berliner Partei«Organisation 22. Abt. Am Mittwoch. 21. September, verstarb unser Genosse Wilhelm E ü l o s f. Müllerstr. 159. Ehre seinem Andenken. Di- Beerdigung f'Ndet am 26. September. 19 Uhr, von der Kapelle des neuen Nozarethfriedhofe» in Reinickendorf-West. Ko-elstrafte. au» statt. Um reg« Beteiligung wird gebeten. 33. Abt. Genofstn Agnes G e p P e r t. Landsberger Alle« 27», ist Plötz- lich verfiorben. Beisetzung am Montag. 19'/, Udr, Georgen-ffriedhof in der Land»beroer Alle«. Rege Beteiligung erbittet der Borstand. i i V Sozialistische Arbeiterjugend Groß-B erlin Etniendungen iür diele Rubrik nur an das Zugendi-kretariai Berlin EW 93 Lindenstrafte 2. vorn I Trepp» recht» Sonderporttellung der Boltsbühne Sonntag. 3. Oktober, 1b Uhr. Gespielt wird„Der Revisor", Lustspiel IN 3 Akten von Rik. Gogol. Karte 39 Pf. einschl. Theaterzettel. Karten sind im Sekretariat erhältlich. Geuoffen, welche ein Instrument lpielen oder erlernen wollen, können sich dem Orchester der EAI. anschlieften. Bratsche. Eello oder Kontrabaft stehen zur Berliiguna. Meldungen bei Harro Dommnick. Z!. 33, Ahlbecker Str. 17. Abteilungsleitee! Reicht da» Oitobcrprogramm ein, rechnet die Karten vom Jugendtag ab. Achtung. WB.-Leiter! Holt umgehend die Flugblätter für die Beruf». schulen ab. heute. Sonnlag. Kottbnffer Tor: Besuch de» Meereskunde-Museum». Treffpunkt 3 Uhr „Süfte Ecke".— Nordosten I: Heimabend Danziger Str. 92, 13 Uhr.— Adlershos: Bismarckstr. 1: Bunter Abend.— Friedrichshagen: Landwerbung.— Köp-nick II: Spaziergang. Treffpunkt 11*i Uhr Bh!. Köpenick.— Schillerparki Treffpunkt 10 Uhr See. Eck» Miillerstrafte zur Werbung.— Karlshorst: Treff. punkt 19 Uhr Rhi. Karlshprst zur Werbung.— Reinickendorf-Ost: Heim Sin. bauet Strafte: Schallplattenabeiid.— Schönhauser Borstadt: Heimabend 13 Uhr Schönfliefter Str. 7. Wcrbebe-irk Tempelbos: Soielgemeinschaft„Drei Pfeile" übt mit der Mustk. gruppe 13 Uhr Heim Göftstrafte. Morgen. Montag. 20 Uhr. Arkonaplatz: ElikabetbkirchNr. 13: Funktionärsttzung.— Hanta: Bochumer Strafte 3K: Politische Reitungstchau.— Moabit l: Waldenierstr. 21: Lieder. abend.— Moabit Iii Bremer Str. 79:„Fahrtenerlebnilse".— Sportpalast! Ecnthiner Str. 17:„Wie oerleidigt sich der Proletarier vor Gericht?"- Arn». wolder Platz N: Schönlanier Str. 2, B. 3:„Die neu» Regierung".— Fall- platz I: Sonnenburger Str. 20, R. 2:„Unsere Internationale".— Z-Ikplatz ll: Sonnenburger Str. 294„Tageepolitik".— Kumannplatz: Gleimstr. 33:„Ein. riäituugen der Arbeiterklosse".— Nordosten II: Donziger Str. 62:„Eine medi- zinifche Betrachtung".— Schönhauser Vorstadt: Sonnenburger Str. 29:„Brak. tische Krupp: norbeit".— Friebrich--bain: Diestelmcnerstr. 9:„Kl-ch- und Sozia- lismus".— Stralaucr Piertol: Goftlerstr. 61: Belprechuna der Wcihnachtsfahrt. — Sottbuss-r Tor: llrbanstr. 197: Bunter Abend.— Luiienftad!: Bassertor. strafte 1: Fortsetzung der Referate und Aussnrache.— Gbarlottenbnra.Siid! Spreestr. 30:„Die Freidenkerbewegung"— Bai-michulenweg: Ernstftr. 19: Brctt'vieladcnd.— Fricdrichsselde:«unterstr. 44: Seimobend.— Rablsdorf: Funktionärsitzung.— Reinickendorf-Ost: Llndauer Straft» fBarackel: Funktionär. stftung.— Tegel RF.:„Schollenkrug", Hermsdorfer Strafte: Bunter Abend.— BuchholA! Turnen mit dem Iungbanner.— Reukölln N: 13 Uhr Funktionär- sttzuna bei der G-n. Schmidt. Emier Str. 39. Werbe de-irk Osten Pf-nieraruppe: 11 Uhr Rufammcnkunft im Heim Am Ostbohnhok>7-a.ne-i Tdema:..Unsere Aufgaben in der Pioniergruppe". Referent Ernst Schulze. W-rbebe-ir« Neukölln!„Der Onerfchnitl" trifft stch pünktlich 1344 Uhr Ganaftoferstrafte. «erbebezirk Prenzlauer«erg! Alle Erwerdslosen treffen stch 19 Uhr im Heim «chönlanker Str. 11, Baracke I. Schallplatten, und Brettspielnormittag. Deotidier Hetallarbeüer-ierliaDii VerwalinngMtelle Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, daft unter Kollege, der Putzer Franz Kaiweit geb 11. Januar 1673, am 2L b. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag. dem 29 Sepiember. Ib>/, Uhr. von der Leichenhalle de» Kirchhofs in Marzahn aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Orttversealtnn». ttomöozsstkie tzleeea-, ölrzeo-. Uder-, Gallen-, Magen-, Dann-. Innere n. Nerven).| Kopaa MUnzntr. O Bebanöl. nur 2 U. LvSVäl 10-2, 4-7. 3dö. b. 9 rueüci« chsrlottendurZ, kerliller Ztr. 54 teütoWMsWrtta!! Adilung. Betriebsräte! Haup.'druppe 4 Cnlergruppen 13-19,21-241 kNtttwoeh, den 28. Sepiember 19.32. abend» 7 Ahr. Im Sitzungssaal II de» Aerbnadshause». Linienfir. S3-8S, Slngnng 4t, ElsSsser Str. 88-88 Vertsinmlppg aller»eirleds- u.ArvetterrSie odwer vPU.rLrpppen Tagesordnung: 1. Auflockerung des Zarifrechl». Referent: Kollege B ührig. 2. Gruppenangelegenheiten. Es ist Pflicht aller Kollegen, an diesei Versammlung teilzunehmen. Mitgliedsbuch und Belriedsräte-Ausweis legitimte« kr«erbft!vze uns llranllel Freitag, den 30. September 1932 nab Sonnabend, den 1. Oktober 1932, bleiben wegen Ouarialsichluft die ermerbslofen- und Mranken-Ab leilnngen geschloffen. Anmeldungen und Auszahlungen werden Montag, den 3. Ol. oder, wieder vorgo nommen. Brdeiislofe und Kranle werden gebeten. soweit sie dezugsberechligt find, ihre Mit- oliedsdücher bis zum 29. September im Büro abzugeben. Die Orteerrvaltnng. Sot dar- Angebot Dieser Drahtzaan komplett mit neuen Eisenständern 40X5 mm u. la verzinktem Geflecht 50X2 mm. pro lfd. Meter 1,10 M, Werbeverkauf. DratltZüDnfalirllf, Berlin 5W 61. Urbanstr. 0. r.«. Baerwald 3477. EWUÄBettans?» Kinderb-, PoUtor, Chaiael� an ledan. TeU% Katalog freL Eisen möbelTab rik Suhl(Thttia Schwerhörig- — aber dodi gut hören MSditen Sie da» wieder 7 Wollen Sie Ihrem Beruf ungehemmt nachgehen, an allen Freuden von Wort, Ton und Musik wieder teilnehmen? Sloherlloh! „Original- Akustik" mit seinem neuen Tonfilter-Mikro- fon und dem Qoldknopfhörer, kleiner als ein Pfennig, bringt Ihnen das große Geschenk wieder hören zu können. 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Sie zieht sich eine breite Haarwelle übers Gesicht: „Sieh mich nicht an, Martin, ich seh' so häßlich aus, wenn ich geweint Hab'.— Ja— Das ist doch nicht möglich, daß sie alles hier im Stich läßt. Unmöglich, angewiesen zu sein auf die Gastfreundschaft von Menschen, die man gar nicht kennt. Auf Martin angewiesen sein! Auf sein Geld. Wo er selbst nicht genug hat. Der ahnt ja gar nicht, wie unpraktisch er ist, der wird auch nicht anders... Und wenn man nachts wach liegt, ist man tagsüber müde, und wenn man müde ist— nein, sie macht ihre Arbeit nicht schlecht. „Tritt ein Mann in Erscheinung, taugt die Frau nichts mehr im Beruf", hat Herr Höhne, der abgebaute Buchhalter, immer ge- sagt. Der soll sich geirrt haben, alle, die ähn- liches sagen, sollen sich irren. Gilgi ist doppelt und dreifach so gewissenhaft wie zuvor. Nur — was vorher Freude war, ist jetzt mühsame Anstrengung, wenn man will, Krampf, aber das geht schließlich nur sie an. Die Briefe, die Herr Reuter vorgelegt bekommt, sind sauber und tadellos getippt, nichts daran auszusetzen. Daß sie die Stunden auf der Berlitz School aufgegeben hat, daß sie seit Wochen nicht mehr auf ihrem Zimmer war — nicht daran denken, gar nicht daran denken. Man braucht das Restchen Nach- mittag, um mit Martin zusammen zu sein. Man geht spazieren mit ihm, liest Bücher mit ihm, sucht verbissen alles das schön zu finden, was er schön findet. Gibt sich ganz unmenschliche Mühe, schön zu finden, was früher gleichgültig war, will sich zwingen mit zusammengebissenen Zähnen. Und der Erfolg? Ist danach. „Ach Martin, jetzt hast du schon wieder dein ganzes Geld ausgegeben!" „Na, und wenn schon!" Da zuckt er mit den Achseln, und man merkt, er will nicht darüber sprechen, will's einfach nicht wahr haben, daß er jetzt wieder Schulden machen wird— womit will er bezahlen, das wächst ihm doch übern Kopf. Man sorgt sich doch, man gehört doch zu ihm. Diese Unordnung, dieses Durcheinander, das mutz ihm ja unge- mütlich werden eines Tages, und wenn's ihm ungemütlich wird... Und der Martin wundert sich selbst, daß ihm noch nicht ungemütlicher zumute ist. In seinem ganzen Leben hat er nicht so oft das widerliche Wort Geld gehört wie von diesem kleinen Mädchen. Ist ein braves und hübsches kleines Ding. Und wenn er sie nicht so gern hätte, keine Stunde länger bliebe er hier. Hält ihn wohl fast für einen Hochstapler, die Kleine. Er wird seine Schulden schon be- zahlen— früher oder später. Braucht ja nicht viel— später wenn er wieder mal allein ist. Aber mit einer hübschen Frau zusammen- leben und sparen! Pfui Teufel— eine Zusammenstellung, vor der ihm übel wird. Ist er nicht gewohnt, sowas. Und viel, viel ver- liebter wär' er in die Kleine, wenn er ihr schöne Kleider schenken könnte und Brillanten und weiche Pelze... ist nun mal so: je strah- lender und eindrucksvoller man jemandem gegenübertreten kann, um so lieber hat man ihn. Und Gilgi ahnt nichts von seinen Ge- danken, wünscht: wenn man doch vernünftig mit ihm reden könnte— über Geld, über Sparen, über praktische Dinge. Wie eine glatte blanke Bahn möchte man die Zukunft vor sich sehen— ein Stückchen gemeinsame Zukunft— und man sieht nichts als ein dunkles, verworrenes Knäul. (Fortsetzung folgt.) Jeppe Jlakiaer: „ f(a, nun heul' nicht!" Phot. Faramounf gib mir die Puderdose vom Tisch— und den Spiegel." Na, wenn er ihr nicht ins Gesicht sehen soll, sieht er sich eben ihre Beine an. So schön und vollkommen ist die sanfte, weiche Linie der Waden, so klar gemeißelt das Knie, daß man Freude daran haben kann, ohne begehrlich zu werden. So ein- gehend freut sich der Martin an den hübschen lebendigen Kunstwerken, so dumm und kin- disch spricht er von seiner Freude, daß Gilgi eifersüchtig wird auf ihre eigenen Beine. Sind doch keine selbständigen Lebewesen, sind doch ein Teil von ihr, der tut gerade, als wär's anders.„Ich wünscht, du hättest mich lieb, Martin— verstehst du— mich!" Ver- steht er natürlich nicht, und sie kann's nicht erklären. Und Gilgi schwimmt im Strom der über- flüssigen Gefühle. Ueberflüssig? War's ein- mal, schien's einmal. Ist sie nicht glücklich? Doch. Oft. Aber die glücklichen Stunden sind teuer. Prompt wird die Rechnung präsen- tiert. Bezahlen! Womit? Mit Angst und kleinen Schmerzen. Nein, der Preis ist mir nicht zu hoch, find' nur die Münze merk- würdig. Angst— Schmerz! Wem zahl' ich? Wer gewinnt durch diese komische Münze? Gilgi fühlt das Unpersönliche in Martins Liebe. Gewiß— er hat sie lieb, nimmt sie sogar ernst— auf seine Art. Aber es fehlt was, es fehlt die Gemeinsamkeit inneren und äußeren Lebens. Gilgi grübelt, denkt nach— eine schwere und ungewohnte Arbeit. Nachts liegt sie stundenlang wach, dicht neben ihr Martin. Ihr nackter Arm liegt quer über seiner Brust. Trotzdem ist Martin weit fort. Man weiß so wenig von ihm. So kläglich sind alle Versuche gescheitert, ihn ihrem Leben angleichen zu wollen. Plan müßte es umgekehrt versuchen— sich ihm anpassen. Auf die Gemeinsamkeit kommt es an. So lose, so zufällig ist unsere Bindung. Morgen kann's ihm einfallen, daß er genug hat von Köln. Was sagte er gestern:„Wir sollten hier fortfahren— nach Bergamo oder nach Schottland, ich Hab' Freunde da, denen wär's Freude, mich bei sich zu haben, und wenn ich dich mitbringe, freu'n sich die dop- pelt." Ja, und später? Daran denkt er nicht. Jens Pott stand in Hemdsärmeln mit nackten Beinen bis zum Knie in einem Haufen geronnenen „Lehm" mitten in der Stube und knetete, daß der Schweiß in seinen verfilzten Kinnbart nieder- rann. Die aufgehende Sonne begann den Kalk in dem grauen Alkovenbett neben der Knetstelle matt zu vergolden, wo die Frau die Morgen- Müdigkeit wegzugähnen suchte. „Man muß wohl aufstehen und an die Arbeit gehen. Hast du bald etwas Lehm, daß man an- fangen kann?" „Ob ich etwas Lehm habe!" Jens Pott tanzte in dem Lehmhaufen Mazurka utid zog die langen, mageren Beine mit hörbarem Schwapp aus der Masse.„Sogar etwas für königliches Porzellan! Willst du nachsehen?" Jens steckte seiner in- dustriellen Ehefrau einen klebrigen Lehmkloß in die Hand.„Ahja!" sagte Sidsel Mari, während ihre Finger prüfend durch den Lehm liefen,„das sieht ja nicht so übel aus! Du bist meiner Seel' fleißig genug.. Wenn du dich nur von dem garstigen Branntwein freihalten könntest."- Gestern abend war Jens mit einem Stieg Eier und ein paar Hahnenküken nach Skive gewesen. Das heißt, er war nicht ganz nach Skive ge- kommen. Denn als er gut den halben Weg hinter sich hatte, traf er den Schelm von Schmied. Der lud ihn zu einem Schnaps ein, und daraus wurden zwei und drei. Und wie es nun kam, die Frau des Schmieds behielt alle Eier, und die dreckigen Kinder des Schmieds hatten den Span- korb aufgemacht, so daß die Küken in Freiheit gekommen waren. Die Schmiedesrau hatte ihm helfen wollen, die Küken mit einem ihrer Strumpf- bänder zu schnüren, aber sie war nicht sehr eistig und Jens Pott nicht übertrieben nüchtern, und jedesmal, wenn sie einen langbeinigen Hahn gegen die Wand geklemmt hatten, stolperte Jens entweder über die Schnur, oder der Hahn flog mit lärmendem Flügelklappern zum Dach hinauf. Die Schmiedefrau erklärte, daß dies hier nichts nützen könne, und daß die brettmageren Hahnen- küken nicht zuviel wären für das, was er ver- zehrt habe. Jens Pott war zur Zeit allzu schwach in der Logik, um Protest zu erheben, so daß die Küken geopfert wurden. Er war mit leeren Händen heimgekommen und hatte obendrein noch Unglück angerichtet. Sidsel Mari hatte nämlich gerade ein halbes Stieg Töpfe hergestellt die tiefen, wunderlich bauchigen Kaffeekannen, in denen sie Meister war. Die standen nun auf Stöcken mit dem Boden nach oben rund um den Ofen, um zu trocknen, ehe sie in den Ofen kamen. Es war Abend geworden, ehe Jens nach Hause kam. Sidsel Mari hatte sich ins Bett gelegt, und Jens mußte sehen, wie er fertig wurde. Gerade in dem Augenblick, als er die Hofen über die Socken ziehen wollte, bekam er das Uebergewicht, stürzte gegen den Ofen und die aufgestellten Töpfe, die wie ein Kartenhaus auf den Steinfuhboden rasselten. Sidsel Mari erwachte von dem Poltern und stieg wie eine Gewitterwolke aus dem Bett. Eine Hand wurde erhoben und siel ein paarmal mit einem Klatschen hinunter. Ein paar Schatten taumelten ohne größeren Spektakel zum Bett zurück. Damit war die Sache erledigt! Jens hatte bei seinem ersten Erwachen jede Spur des Unglücks der Nacht beseitigt, und Sidsel Mari berührte den Gegenstand nur flüchtig, als sie merkte, daß Jens in vorzüglicher Arbeits- stimmung war. Denn gearbeitet mußte werden, mit aller Kraft. Das Hauptereignis des Jahres, der Sjöruper Jahrmarkt, rückte näher. Der Markt fiel in den Schluß des Septembers. Ein klarer, tiefblauer Himmel mit heidegewürztem Wind leuchtete vom frühen Morgen an. Bereits um vier Uhr waren die beiden Alten aüs dem Bett, um alles zum Abmarsch zu ordnen. Der Wagen mit funkelnden Schüsseln und schwarzen Lehmkrügen tief in dem schützenden Stroh hielt vor der Tür. Sidsel Mari kam ständig mit neuen Gefäßen, und Jens Pott setzte das eine Gefäß in das andere innerhalb des Wagenkastens in türm- hohe Stapel. Kurz darauf kam er mit Nachbars Lotte an- gekeucht, einer alten, abgedankten Stute, die ein- mal Herrschaftspferd gewesen war, aber jetzt bei einem Fischhändler das Gnadenbrot aß. Sie folgte halsstarrig und widerwillig und bewegte die zottigen Hufe, als ob sie keine Gelenke in Knien und Fesseln hätte. Endlich bekamen sie die Kricke in die Sielen, stiegen auf das Sitzbrett und fuhren ab. Die Uhr war noch nicht viel über acht, als Jens Pott mit kräftigem Peitschenknall über den Marktplatz hinter dem Krug schaukelte. Nun gab es Beschäftigung für Sidsel Mari, die alle Ge- säße auspacken und zur Schau stellen mußte, während Jens Lotte in den Stall zog. Der Tag schritt vorwärts. Die Sonne küßte Sidsels schwarze jütischen Töpfe sowohl wie die roten, bauchigen Schüsseln und die Kaffeekannen mit dem hübschen Ausguß. Der Handel ging glänzend. Jens Potts fettiger Geldbeutel war den ganzen Tag in Bewegung, wenn ein Zettel ge- wechselt, oder ein blankes Kronenstück zu den übrigen gesenkt werden sollte. Jens Pott schien es, das Leben wäre herrlich! Und wenn das Lebensgefühl ihn überwältigte, griff er in die Hintertasche nach seiner kleinen Sanglerche, nahm einen klaren und tiefen Zug und reichte die Flasche augenblicklich weiter zu Sidsel Mari. Sie standen mitten zwischen zwei der größten Wunder der Welt, der Seeschlange und dem sechsbeinigen Kalb. Aber Sidsel Mari beneidete deren Besitzer nicht um diese Schätze. Lange vor Abend hatten sie alles verkauft, das letzte zu erhöhten Preisen.„Nun wollen wir uns aber amüsieren!" rief Jens Pott. Die beiden leichtsinnigen Alten gingen zum Karussell hinüber, dessen drehkranke Töne in jede Ecke des Gehirns von Menschen und Tieren hineindrangen. Als sie kurz darauf in Ruhe und Gemütlichkeit bei einer Tasse Kaffee und einem Kuchen in einem der Zelte saßen, kam Sidsels praktischer Sinn durch folgendes Ansinnen an den Mann zum Ausbruch:„Nun scheint es mir, Jens, daß du mich auf das Geld aufpassen lassen solltest. Man weiß nicht, was für ein Mißgeschick man haben kann. Es sind viele schlechte Menschen hier auf dem Markt. Gib mir den Geldbeutel!" Jens richtete seine rotgeränderten Augen auf die Frau und sagte scharf:„Hast du vielleicht eine Hosentasche dafür? Kann mir das Geld nicht an- oertraut werden, bis wir nach Hause kommen?" „Nein, Jens, nun sollst du auf mich hören. Du sollst wohl einen Schilling für deinen eigenen Mund bekommen. Aber ich rate dir zu deinem Besten." Im Angesicht der Umsitzenden mußte Jens end- lich den schweren Geldbeutel seiner Frau über den Tisch reichen, welche ihn in ihren Busen steckte, nachdem sie ihm erst zwei Kronen zuge- schoben hatte. Jens wurde auf einmal so traurig. Bis zu diesem Augenblick war er in der Stimmung ge- wesen, eine Runde für den ganzen Markt aus- zugeben. Es war hart für Jens. Er ging hinaus, um die großen Erlebnisse zu suchen. In einem anderen Zelt traf er den„Mährenschlachter", eine bekannte Figur auf den Märkten, über den die unglaublichsten Geschichten erzählt wurden. Als sie einige Kaffeepünsche zusammen getrunken hatten, begann der Schlachter von seinen Pferden zu prahlen: schnellere gäbe es nicht! Jens Pott fühlte selbst den Drang in sich„ starke Worte zu gebrauchen. Er sei überzeugt, daß Lotte imstande wäre, den Pferden des Schlachters die Stange zu halten. Der Schlachter hatte nichts gegen einen Weit- lauf. Jens Pott auch nicht! Er wettete mit dem Schlachter um zwei Dutzend Milchsatten, daß dieser ihn nicht einholen könne, wenn Lotte 200 Meter Vorsprung bekäme. Jens sagte Sidsel klüglich nichts von der Wette. Als die Zeit da war, fand er Lotte im besten Wohlergehen im Begriff, den Häcksel zu fressen, den die anderen Pferde übriggelassen hatten. Sidsel kam auf den Wagen.„Kannst du nun gut auf die Zügel passen, Jens?" Jens antwortete mit einem tüchtigen Schlag über Lottes Hüftbein. Lotte hatte in der letzten Stunde viel guten Hafer verschlungen und sehnte sich außerdem nach Hause, so daß sie gut davon trollte. Aber Jens ging es noch nicht schnell genug und Lotte bekam einen neuen salzigen Schlag. „Ach, wie peitschst du auf das arme Tier los", rief Sidsel.„Laßt uns doch in der Dunkelheit nicht so vorwärtsfliegen!" Aber Jens Pott lauschte mit allen Sinnen, und die Peitsche fiel wieder mit breiter Hand über Lottes Rücken. Keiner konnte eine Hand vor den Augen sehen. Nun hörte Jens einen scharfen Trab hinterherkommen. Die Peitsche fiel schneller und schneller. Lotte sprang wild davon, ohne eine Verantwortung für Weg und Graben zu fühlen. Sidsel Mari griff in die Zügel, der Wagen wurde umgeworfen, eins, zwei, drei, rollte das ganze Fuhrwerk den niedrigen Abhang hinunter. Das Pferd stand glücklicherweise still. Sidsel wollte aufschreien, Ängewtffe Zukunft- also jeden entbehrlichen Pfennig sparen, damit Du später einen Not- groschen hast? aber so sparen, daß Deine Familie sofort versorgt ist: also-Lebensveeftch enmg f »rhielt öfter jäh Jen«' breite Jond üben den Mund gelegt. Im gleichen Augenblick raste ein Fuhrwerk wie die wilde Jagd vorbei. „Laß den Narr nur fahren!" sagte Jens leise. Erst nach einer längeren Fahrt, als die Pferde des Schlachters mehr tot als lebendig waren, stellte dieser die Verfolgung mißvergnügt ein. Es war ihm ein Rätsel, wie Jens Potts Mähre mit einem so geringen Vorsprung siegen konnte. „Gott sei Dank, daß wir unsere Töpfe alle verkauft haben!" waren Sidsels erste Worte, als sie sich darüber klar geworden war, daß keiner zu Schaden gekommen war.„Aber ist das auch eine Art zu fahren? Wenn nun einer von uns den Hals gebrochen hättel' „Du hättest mir den Geldbeutel lassen können, Alte!" antwortete Jens Pott mit trotziger Haltung. Da schien es Sidsel Mari, daß gefährlichere Kräfte in dem Mann wären, als sie geahnt hatte, und ohne weitere Vorwürfe half sie ihm den Wagen schweigend wieder auf. flliders-tzung-u, dem Dänischen»on W. L. Andresen.) A. N. Mosloff: Wie wir 3timnemgräher faiictot 3)as cr/lc TCHllilchlUiifeum Der Riesenumfang der Walfische verbietet es, daß man sie so wie Schmetterlinge sammeln kann. Auch sonst stehen ihrer Aufbewahrung in Museen allerhand Schwierigkeiten entgegen. Nur die Skelette konnten bisher bewahrt werden. Das Londoner Naturgeschichtliche Museum hat aber in den letzten zwölf Jahren seinen Ehr- geiz dareingesetzt, ein« stattliche Sammlung dieser riesigen Säugetiere zusammenzubringen und da- mit das erste Walfischmuseum zu schaffen. Der Leiter der Walfischabteilung, P. Stammwitz, ist zwar seit Jahren in den Gewäsiern des Nord- polar- und Südpolarkreises auf der Walfischjagd gewesen, aber der Transport der Tiere im Natur- zustand ließ sich nicht recht bewerkstelligen; daher hat er sein Augenmerk auf die Walfische gerichtet, die an den englischen Küsten auftauchen. Da man in diesen Gebieten wochenlang auf der Pirsch nach Walfischen sein kann ohne einen zu finden, so hat er sich mit Aufrufen an alle Küstenbewohncr und Kllstenwachen gewendet und gebeten, man möchte ihm sofort telegraphisch berichten, wenn irgendwo ein Walfisch gestrandet sei. Bei dieser Art des Walfischsammelns wurden überraschende Feststellungen gemacht. Man be- kam auch heraus, daß alle Walfischkühe innerhalb von zwei Jahren ihre Reife erreichen und dann gewöhnlich ein Kalb zur Welt bringen und daß ein junger Walfisch bis zu einem Meter in der Woche wächst. Andere bisher unbekannte Tat- fachen sind die, daß die Walfische auf ihren Wanderungen in geschlossenen Formationen schwimmen, die alten männlichen Tiere zu beiden Seiten des Haupttrupps, die jungen Kühe auf einer Seite, auf der anderen die jungen männ- lichen Tiere und die trächtigen Mütter in der Mitte. Da Walfische im Naturzustand nicht auf- bewahrt werden können, so hat Stammwitz eine besondere Anlage geschaffen, um von den größten Exemplaren, die er erbeutete, einen genauen Gipsabdruck zu nehmen. Diese Walfisch- gipsabgüsse werden nun in dem Museum aufbewahrt. Der bekannte russische Asienforscher P. K. KoS- loss hat der Petersburger Akademie der Wissen- schaften die Resultate seiner letzten Forschungs- arbeiten— Freilegung der Hunnen-Gräber bei Urga— mitgeteilt, deren außerordentliche Be- deutung einstimmig anerkannt worden ist. Im fernsten Osten, zwischen Urga und Kiachta. liegt die vom dichten Urwald be- wachsen« Bergkette Noin-Ula. Diese landschaftlich überaus reizvolle Gegend ist ein ideales Jagd- gelände; Bären, Wildschweine, Hirsche und an- deres Getier ist hier in großer Zahl und in prachwollen Exemplaren anzutresfen, und aus ganz Sibirien kommen daher die Jünger des edlen Weidwerkes alljährlich zum Noin-Ula ge- pilgert. Doch auch die Geschichtsforscher schenkten dieser Gegend seit jeher ihre besondere Aufmerk- samkeit. Nicht ohne Grund, denn dieser Bezirk ist die engere Heimat jener mongolischen Stämme, die unter dem Namen„Hunnen" im vierten Jahrhundert Europa überfallen und grausam heimgesucht hatten. Hier waren die Hunnen bereits vor Christi Geburt ansässig, von hier zogen sie aus und hierher kehrten sie nach jedem ihrer wilden Feldzüge wieder heim. Die Bergkette des N o i n- U l a, mit ihren an- grenzenden Tälern, war sozusagen die Basis der Europa überflutenden Mongolenscharen im Laufe von anderthalb Jahrtausenden. Und auch T s ch i n- g i s- C h a n hatte hier im 13. Jahrhundert, als seine Scharen die gesamte zivilisierte Welt be- drohten, sein eigentliches„Zuhause", denn in Pausen zwischen seinen siegreichen Feldzügen nach China, Indien und Zenttalasien, und den Plünde- rungskriegen, die feine Kampsgenossen nach Ost- und Mitteleuropa führten, erschien Tschingis-Chan regelmäßig alle paar Jahre in den Wäldern des Noin-Ula und erholte sich hier bei froher Jagd und freiwilliger Muße von seinen anstrengenden Unternehmungen und wüsten Kriegsorgien. Zeugen dieser einst hier angesessenen Mongolen- stämme sind heute lediglich die sogenannten Hunnengräber, d. h. Gräber der hier im Laufe der Jahrhunderte bestatteten mongolischen Fürsten. Etwa hundert Kilometer nördlich von Urga gibt es über ISO dieser Gräber, die— in Gruppen von 5 bis 10— räumlich recht nahe beieinander liegen. Zur näheren Erforschung eben dieser Hunnengräber brach ich unlängst von Urga auf. Dank der Mithilfe der Moskauer Regie- rung war diese Erpedition besser ausgerüstet als olle meine bisherigen. An ihr nahmen 60 Personen teil; die Karawane bestand aus SO Kamelen und 20 Pferden. Das Grabgelände von Noin-Ula erreichten wir ohne besonderen Schwierigkeiten und machten uns sofort an die Arbeiten. Bereits bei den ersten Ausgrabungen stießen wir in etwa IS Meter Tiefe auf solide Holzbauten, deren jeder sich als«ine Art unterirdisches Mausoleum herausstellte. In der Mitte dieser unterirdischen hölzernen Grabstätten befand sich eine zweite, ebenfalls hölzerne, frei- stehende Grabkammer, die man von allen Seiten umschreiten konnte, und erst in dieser ruhte der eigentliche Sarg. Alle Gräber waren nach Norden gerichtet. Das Eindringen in diese unterirdischen Ruhestätten war nicht ungefährlich, denn Teile der Grabgewölbe stürzten leicht zusammen und drohten uns unter sich zu begraben. Die hölzernen Grabkammern waren indessen außerordentlich gut erhalten. Sie waren— die inneren wie die äußeren— aus Ebenholz erbaut, das die Eigenschaft hat, unter der Erde nicht zu faulen und daher das Innere der Gräber im Laufe von Sielen Jahrhunderten vor der Ver- nichtung vortrefflich bewahrt hatte. Die Särge waren mit S e i d e n st o f f e n und dünnen Goldplatten bekleidet. Sie ruhte» auf kost- baren Teppichen. Auch die inneren Wände der Grabkammern waren mit Seiden- und Wollstoife.n überzogen, die mit kunstvollen, allerhand Szenen aus dem Leben der Begrabenen darstellenden Stickereien verziert waren.. Als ich mit einer brennenden Fackel in der Hand das Grabgewölbe betrat, bot sich mir ein märchenhaftes Bild: ringsherum waren alle vier Wände des unterirdischen Raumes mit kostbaren, gobelinartigen Seidenstoffen bekleidet, deren Zeich- nungen in hochkllnstlerischer Ausführung Menschen, Tiere und Vögel darstellten. Der mit Gold reich verzierte Sarg stand, von graziös geschwungenen Sockeln getragen, auf einem vorzüglich erhaltenen Teppich von unaussprechlicher Schönheit. Allerlei goldenes Gerät, wie Waffen, Heiligenbilder Schmucksachen usw., das an den Wänden h:ng, blinkte beim Scheine der Fackeln zauberisch belebt. Die Stoffe, Teppiche, Waffen, Schmuckgegen- stände usw., die wir in den Gräbern fanden, sind inzwischen nach Leningrad gebracht, von der Geographischen Gesellschaft geordnet und bereits im Russischen Museum dem Publikum zur Besicht!- gung ausgestellt worden. Die größte Bewunderung erregen die verschiedenen Gewebe, on denen man übrigens einen starken griechischen Einfluß wahr- nehmen kann; diejenigen Szenen beispielsweise. die Reiter oder kämpfende Krieger oder Tier- szenen darstellen, verraten unzweifelhaft helle- nistischen Stil, während andere wieder rein chinesisches Muster aufweisen. Hieran und an zahl- reichen, dem Fundort entnommenen Metollgegen- ständen versuchten wir das Alter der Gräber fest- zustellen und glauben sie in die Epoche der Chan- Dynastie, d. h. ins zweite Jahrhundert nach Christi Geburt, verlegen zu können. Da? einzige schlecht Erhaltene sind die S k e- lette der Hunnensürsten. Dagegen ist die Erhol- tung des Haarwuchses erstaunlich gut. In einem Grabe fanden wir, sorgfältig in Seidenstoffe ge- wickelt, 17 wundervolle Zöpfe vor, die aller Wahr- scheinlichkeit nach die nächsten Anverwandten dem Verstorbenen als Zeichen der Trauer mit ins Grab gelegt hatten. In einem anderen Sarge fanden wir Tee und Brotreste, in einem di-'tten ein aus Pferdehaaren geflochtenes Netz usw. Aus den Grabdeckeln der männlichen Toten standen Urnen, auf denjenigen der weiblichen kleine lackierte Schälchen: Opfergefähe zur Versöhnung der Götter. Betrachtet man die Resultate dieser Aus- grabungen, so muß man über den Reichtum und die Ergiebigkeit der Funde um so erstaunter'ein, als alle diese Gräber— wie aus den chinesischen Geschichtsbüchern hervorgeht— bereits vor Jahrhunderten von den Mongolen selbst geplündert worden sind. Sie nahmen indessen„nur" das Kostbarste und haben die Gräber im übrigen un- versehrt gelassen. Dieser„Pietät" der mmigo- tischen Plünderer verdankt nun die Kulturwelt die geschilderten, für die wissenschaftliche Forschung so eminent ausschlußreichen Funde, ermöglichen sie doch, mit Sicherheit festzustellen, daß bereits vor 2000 bis 2S00 Jahren die damaligen Völkerschaften der Mongolei nicht nur in intimen Wechselbeziehungen zum Reich der Mitte, sondern auch im regen Verkehr zu den mittel- und kleinasiatischen Völkern und durch diese zu den Griechen gestanden haben. Wer wohnl auf Venus und Wlars? Die immer wieder erörterte Frage nach der Be- wohnbarkeit der anderen Planeten unseres Sonnensystems ist in ein neues Stadium getreten durch die Entdeckung eines amerikanischen Astrono- men, der feststellte, daß sich aus dem Spekttum der Venus das Vorhandensein von Kohlensäure auf diesem Planeten ergibt Da Kohlensäure für das Leben auf unserer Erde von größter Be- deutung ist, so gibt die Feststellung dieses Stoffes auf der Venus immerhin die Möglichkeit, daß dort Leben vorhanden sei. Der hervorragende englische Astronom Dr. A. C. Crommelin. der sich zu dieser Frage äußert, meint allerdings, daß es sehr schwierig sei, genaue Angaben über die Obersläche der Venu» zu machen, denn sie ist immer von Wolken umgeben. Jedenfalls ist die Venus der einzige Planet neben dem Mars, auf dem Lebe» wesen vorhanden sein könnten. Die„M a r»- m e n s ch e n" haben ja die Phantasie sehr viel mehr beschäftigt als die Venusmenschen. Der Mars hat eine Atmosphäre, er hat Wolken, Schnee und auch Wasserdampf, wenn freilich nicht viel im Vergleich zu der Erde. Seine Temperatur müßte am Aequator auch für einen Menschen der Erde ganz erträglich sein. Aber auch hier über- sehen wir durchaus nicht alle Bedingungen, die nach unserer Anschauung zum Leben notwendig sind, und wenn es wirklich Wesen auf dem Mars oder auf der Venus geben sollte, so müßte sich der Lebensprozeß wohl in ganz anderen Formen voll- ziehen, als wir sie uns vorstellen können. Die Frage, oft Leben auf dem Mond möglich sei, ist seinerzeit von dem amerikanischen Astronomen Prof. Pickering bejaht worden. Crommelin glaubt aber nicht an eine solche Möglichkeit. Der Mond hat keine Atmosphäre, oder jedenfalls eine so dünne, daß sie für uns praktisch nicht existiert W ochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 23. September. 6; Gymnastik. 6.20: Aus Hamburg: frühkonzert. 8: Für den Landwirt. 9.25: Gedächtnisfeier für Johannes Schulze(gest. am 25. September 1931). 10; Aus Stettin: 1. Evangelischer Kirchentag für Pommern. Gottesdienst. 11: Kundgebung. 11.25: Wettervorhersage. 11.30: Aus Leipzig: Bach- Kantate. 12.10: Aus Breslau: Mittagskonzert. 14: Elternstunde. 14.30: Kinderchor. 15: Für die Kinder. 15.30: Theater-Anekdoten. 16: Unterhaltungskonzert. Einlagen: 1. Vom Tennisplatz Rot-Weiß. 2. Sportliche Ueber- tragung aus dem Reich. 18.15: Raoul Auernheimer liest eigene Prosa. 18.45: ..Kleine Liebe aus der großen Stadt." Hörspiel. 19.45: Sportnachrichten. 20: Aus Köln: ,,Fatme." Komische Oper nach F. v. Flotow von Benno Bardi. 21.40: Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Montag, 26. September. 6: Gymnastik. 6.20: Aus Breslau; Frühkonzert. 11.30: Aus Hannover: Schloßkonzert 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Der Alltag in der Ehe. 15.40: Wie lassen sich bei der Ernährung Ersparnisse erzielen? 16.05; Stilwandcl in der Musik. 16.30; Lieder. 16.50: Alte Musik. 17.30: Jugendstunde. 17.50; Theaterabend im indischen Dorf. 18.15: Seelische Energie. 18.40: Unterhaltungsmusik. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Fortsetzung der Unterhaltungsmusik. 19.40; Entscheidung der deutschen Segelmeisterschaft. 19.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 20: Chorwerke mit Orchester. 21,10:„Maria Magdalene" von Friedrich Hebbel. 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.45: Aus München: Nachtmusik. Dienstag, 27. September. 6; Gymnastik. 6.20: Aus Hamburg: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Künstlerschicksal— Zeitschicksal. 15.40; Aus der Geschichte der Feme. 16.05: Kindheitserinnerungen eines Blindgeborenen. 16.30; Rudi Stephan als Liederkomponist. 17; Die junge Generation. 17.20: Bücherstunde. 17.50; Willy Rath liest eigene Prosa. 18.10: Zur Hundertjahrfeier des Gustav-Adolf-Vereins. 18.30: Unterhaltungsmusik. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Fortsetzung der Unterhaltungsmusik. 19.30: Aus Danzig: Feier anläßlich der 12. Deutschkundlichen Woche des Deutschen Heimatbundes Danzig in Gemeinschaft mit der„Kogge". 20: Aus Breslau: Götter und Helden. Aus der Frühzeit nordischer Dichtung. 21.10: Orchesterkonzert. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, 28. September. ti Gymnastik. 6.20: rrühkonzert. 9t Von der deutschen Welle: Schul- funk. 11.30; Aus Leipzig: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert, 15.20; Frauengestalten der Weltliteratur. 15.40: Kleine Nachmittagsmusik. 16.05: Aus der Schule Reimann: Hörbericht vom Tonfilm-Seminar. 16.30: Werke für Streichorchester. 17.20: Dr. Ucberall erzählt. 17.40: Rettet das Dmrtal 18.05; 20 Jahre Flugpost. 18.15: Eine Viertelstunde Technik. 18.30: Heitere Lieder. 18.55; Die Punkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Hans Henny Jahnn liest eigene Dichtungen. 19.30; Aus der Städtischen Oper, Charlottenburg;„Ein Maskenball". Oper von Verdi. Danach Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Donnerstag, 29. September. 6: Gymnastik. 6.20: Aus Leipzig: Frühkonzert. 11.30: Aus Breslau: Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Bewertung von Kunstwerken. 15.40; Musikverständnis. 16.05: Nützliche Raubtiere— schädliches Nutzwild. 16.30: Klaviermusik. 16.45: Deutsches Volksliederspiel für vier Singstimmen und Klavier. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Die Wirksamkeit des Buchtitels. 18.10: Ein Beitrag zur Psychologie des Telephoniercns. 18.35: Chorgesänge. 18.55: Die Funkstunde teilte mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Bunte Stunde. 20: Aus Magdeburg: Geistliche Abendmusik. 21.10: Ist Gruseln erlernbar? 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Freitag, 30. September. 6; Gymnastik. 6,20; Frühkonzert. 11.30; Solistenkonzert. 12.30: Wettermeldungen für'den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Fürsorgediensl im Krankenhaus. 15.40: Fantasien für Klavier. 16.05; Bühnen- und Film- Operette im Zeichen der Technik. 16.30: Unbekanntes von Johann Strauß. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Reisen zur Luft. 18.10: Das neue Buch. 18.25: Aktuelle Steuerfragen. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10:„Crcß ertrinkt." Ein Schulspiel von Zeitler. 19.55: Mitteilungen des Arbeltsamtes. 20: Heitere Stunde auf Schallplatten. 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.10; Streichtrios. 22.30: Worüber man in Amerika spricht. Aus Washington. Danach Abendunterhaltung. Sonnabend, 1. Oktober. 6: Gymnastik. 6.20: Aus Königsberg; Frühkonzert. 11: Aus Krefeld: Jahrestagung der Vereinigten Landsmannschaften Eupen-Malmedy— Monschau. 12; Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Jugendstunde. 15.40; Zum Welttierschutztag am 2. Oktober. 16.05: Orchesterkonzert. Als Einlage: Aus Ober- seböneweide: Gasschutzübung der technischen Nothilfe. 18: Deutsches Sprachgut. 18.30: Für den Siedler und Kleingärtner. 18.40; Klara Schüne- mann-Kruyskamp liest eigene Dichtungen. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10; Robert Schumann. Konzert. 19.35: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.40:„Aus meinen Flegeljahren" von Ludwig Fulda. 20: Berliner Oktoberfest. Bunter Abend. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach aus Stettin: Tanzmusik. 23: Als Einlage: Ausschnitt aus dem Trachtenfest des Elsässer und Lothringer Clubs. Königswusterhausen Sonntag, 25. September. 6: Aus Berlin: Gymnastik. 6.20: Aus Hamburg: Hafenkonzert. 8: Ueber- tragung aus Berlin. 10: Ans Stettin: 1. Evangelischer Kirchentag für Pommern. Gottesdienst. 11.30; Aus Leipzig: Bach-Kantate. 12.10: Aus Breslau: Mittagskonzert. 14; Elternstunde. 14.30; Aus Berlin: Kinderchor. 15: Jonef Haydn komponiert eine Sinfonie für Kinder. 15.30: Dichterstunde. 16: Aus Berlin: Unterhaltungskonzert. 18.15: Das Kammerduett des Barockzeitalters. 18.45: Sprechduette. 19.15; Die Hirsche schreien. Uebertragung aus dem Zoo, Berlin. 19.45: Aus Berlin; Sportnachrichten. 20: Deutschlandsender: Orchesterkonzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Montag, 26. September. 16; Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Geist als Sprache. 18: Musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Stunde des Landwirts. 19.25: Viertelstunde Funktechnik. 19,40; Zeitdienst. 20: Deutschlandsender: Aus Hamburg: Bunte Stunde. 21.15: Aus Hamburg: Schöpferische Umwelt. Robert Schumann. 22.20: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 27. September. 16.30; Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30; Gott und Gottlosigkeit im Gesicht der Zeit. 18: Musikalische Hörübungen. 18.30: Volkswirtschafts- funk. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Das Werden des amerikanischen Volkes. 19.30; Reform des Theaters. 20: Deutschlandsender: Aus Köln:..Wallenstein" von Friedrich von Schiller. 1. Abend. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.30: Aus Hamburg: Spätkonzert. Mittwoch, 28. September. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg: Nachraittagskonzert. 17.30: Die natürlichen Machtmittel unseres Vaterlandes. 18: Filmmusik von der Schaubude bis zum Tonfilm 18.30: Der Weltkrieg August—September 1914. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Robert-Koch-Feier. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 29. September. 16: Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Geist als Sprache. 18: Musikalischer Zeitspiegel. 18.30; Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Stunde des Landwirts. 19.20; Wegweiser durch die Zeit. 19.35: Vorschau auf das Oktoberprogramm. 20: Deutschlandsender: Aus Danzig: Kundgebung für den deutschen Heimatgedanken anläßlich der zwölften Deutschkundlichen Woche des Deutschen Heimatbundes Danzig in Gemeinschaft mit der„Kogge". 21.10: Aus Breslau: Konzert. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten, 22.30: Aus"Köln: Nachtmusik und Tanz. Freitag, 30. September. 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Deutsche Geschichte für jeden Deutschen. 18: Warum Kurzschrift für jedermann? 18.30: Weltpolitische Stunde. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Wissenschaftlicher Vortrag für Aerrtc. 19.20: Stunde der Arbeit 19.40: Zeitdienst. 20: Deutschlandsender: Aus Köln:„Wallenstein" von Friedrich von Schiller. II Abend. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 1. Oktober. 16: Zum 85. Qeburtsta« Hindenburgs. 16.30; Aus Hamburg; Nachmittags- konzert. 17.30; Viertelstunde iür die Gesundheit. 17.50; Denkwürdige Reden. 18.05: Musikalische Wochenschau. 18.30; Deutsch(ür Deutsche. 18.55: Wetterbericht(ür die Landwirtschaft. 18: rranröslscher Sprachunterricht 19.45; Stille Stunde. 20; Deutschlandsender: Aus Trankfurt a. M.: Großes Operettenkon-.rt. 22.20: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. ftmfliKri HuutoUung ÄM GAßDINENSTOFFE Edel-Tüll.mod. klare Aar MustexcalCÖcmbr. Mtry/D DEKORATIONSSTÖFFE besondguteQuolität. m-ior (lorthren,caJ20cm.5rtMtr/|ö5 HALBSTORES Heterwe inEnsotialflC ca250an.hoch, Mtt BETTDECKEN öitfer-Tull,m.Hand' aroeit, 3weiDettigi 4.» 6ARD1NENST0FFE indanthren bedrucld Voile u.Kun5tseide.Mtn| ALLRAÜM-6ARDINE 2 Flügel, IQuerbehang1 volle Sdioibreite, Fenster IP Skis größte \SpaKrihaml fkppkhl 3. 4. 5. 7. 8. 14. IS. 18. 18. II. 20. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 32. 33. 34. 35. 37. 38. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 4«. 47. 48 51. 53. 55. 69. 793 82. 88. 89. 81. 92. 95. 96. 97. 98. 99. »9». 102. 102. 103. 106. 108a. 114. 117. 118. 119. 132. 139. Krauenveranfialtungen. Monkag. 26. September. Abt. Achtung! Der Frauenabend findet erst am 2. Oktober statt. Alle» Nähere unter Sonntag, 2. Oktober. Abt. Frauenabend bei Brandis, Stralauer Str. 10. Heiterer Abend. Referentin Marg. Fichtner. Abt. Frauenabend im Rofenthaler Hof, Rofenthaler Str. 11—12. Thema: „Programm der Papen-Regierung oder sozialistifche» Aktionsorogramm.* Referent Genosse Schlesinger. Abt. Frauinabend bei Arndt, Schröderstr. 2. Thema:..Wie disiutiere ich mit meinem politischen Gegner. Referent Genofse Paul Bernstein. Abt. Fraucnabend bei Riiaert, Steinmetzstr. 36a. Thema:„Wie diskutiere ich mit dem politischen Gegner?" Referent Kommendzinski. Abt. Frauenabend in der Schule Putdusser Straße. Thema:..Programm der Herren— Programm der Ardeiter". Referentin Genossin Lisa Albrecht. Abt. Frauenabend bei Lenz, Demminer Str. 10. Thema:„Die Sozial. demokrati« im Kamps gegen die Reaktion". Referent Genosse A. Rachow. Abt. Frauenabcnd bei Leuchter, Ackerstr. 110. Thema:„Die Aufgaben der Konsumgenossenschast". Referent Genosse Groppler. Abt. Frauenabend bei Sachse, Lindower Str. 28. Thema:„Streisziige durch den Orient". Referentin Genossin Srna Biising. Abt. Frauenabend in der Schule Gotendurger Str. 8 iKonserenzzimmer). Thema:„Hngiene der Frau". Refcrentin Genossin Borb. Abt. Frauenabend bei Wende, Koloniestr. 147. R-serentin Genossin Henseleit. Abt. Frauenabend bei Schmidt Kniprodestr. 109. Thema:„Nun erst recht". Referent Genosse Deutfchkorn. Abt. Fraucnabend bei Reche, Meßer Str. 26. Thema:„Jugend in Not". Referent Genosse Bruno Lösche. Abt. Frauenabend im Soortrestaurant, Cantianstrasie. Thema:„Der frei' willige Arbeitsdienst". Referent Genosse Iakubowicz. Abt. Fraucnabend bei P. Golder, Oderbcrgcr Str. 39. Thema:„Da, Programm der Papen-Regierung oder sozialistische« Aktionsprogramm". Referent Genosse Walter Raue. Abt. Fraucnabend bei Klug. Danziger Str. 71. Thema:„Was ist Marxismus?" Referent Genosse Ludwig Diederich. Frauenabend bei Pcbfi, Lnchener Ecke Stargarder Straß». Thema: --Die Ursachen der jetzigen politischen Verhältnisse". Referent Genosse L. Marx. Abt. Frauenabend in Gwest» Gesellschastshau«, Große Frankfurter Str. 30. sdenia:„Dir und die Wchrfragc". Refcrentin Genossin Schreiber-Krieger. Abt. Frauenabend bei Wertalla, Hohenlohcstr. 3. Thema:„Unsere Forde» rungen zur Linderung der Not". Referent Genosse Hein, Löwi. Abt. Frauenabend bei Ncumann. Gubener Str. 45. Thema:„Will Hitler Sozialismus?" Referentin Genosse Käthe Kern. Abt. Frauenabend bei Mitt, Voigtstr. 38, S-Ie Rigaer Straß«. Thema: „Programm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm?" Referent Genosse M. Hirs-H. Abt. Fraucnabend in der Patzenhofer-Brauerei, Landsberger Allee 25—26, oberer Saal. Thema: Programm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referent Ken. Arthur Reichardt. Abt. Fraucnabend bei Swest, Große Frankfurter Str. 30. Thema: Die kommenden Wahlen. Referent Gen. Alfred stöhn. Abt. Frauenabend bei Förster, Drcibundstr. 11. Thema: Was ist Sozia. lismus? Referent Gen. Friedrich Elchlcpp. Abt. Fraucnabend bei Schult. Mariendorfer Str. 5. Thema: Tages- polltische Fragen. Referent Dr. Han, Cohn. Abt. Frauenabend bei Höhlke, Bergmonnstr. 60 Thema: Die gegenwärtige Lage in stndien. Referent Gen. Furtwängler. Abt. Frauenabend bei Krepp, Planufer 75/76. Thema: Die Sozial, demokratie für Aorllstung. Rcscrenti» Gen. Hermine Schcibner. Abt. Frauenabend bei Ewald, Skalitzer Str. 126. Referent Gen. Kivvel. Abt. Frauenabend bei Wciczier. Reichenberger Str. 104. Heiterer Abend mit Henry Reis. Abt. Frauenabcnd bei Chwilkawski, Wrangelstr. 67. Thema: Ist da» Frauenwahlrecht wichtig? Referent Genofstn Lutfe«ähler. Abt. Frauenabend in der Schule Waldcmarstr. 77. Thema: Unser Komps für die Freiheit. Referentin Gen. Eisfelder. Abt. Fraucnabend bei Buschmann. Ritterstr. 33. Thema: Grziedungs- tragen. Referentin Gen. Cläre Meier-Lugau. Abt. Frauenabend bei Schellbach. Königin-Elisabeth-Etr. 6. Thema: Wir lassen un» ntcht unterfriegen. Referentin Fridel Hall. Abt. Frauenabend bei Lux, Ufenou- Ecke Huttenstraß«. Refersntin Gen. Clfe stiescmer. Abt. Frauenabend bei Reiner, Charlottenbura, Kirch. Ecke Glllnstraße. Thema: Soziale Serichtshilfe, Rcferentin Gen, Bodenheimer, 72. Abt. Frauenabend bei Kulka, Lauenburger Str. 21. Thema: Warum lall die derufstätige Frau Gymnastik treiben? Referent Ge». Bruno Bartsch. Anschließend: Die Gestchls- und Körperpfleg« der berufstätigen Frau. Referentin Gen. Elfe Bredig.Feuerfänaer. . Abt. Frauenabend im Ledigenheim Lindenhof. Thema: Politische Satire. Rcferentin Genofstn Wollmann. Abt. Frauenabend bei Schellhos». Ahornstr. 15». Thema: Die politische Laae. Referent Gen. A. Börner. Abt Frauenabend bei Rohrmann. Kilberistr 19. Thema: Was Hoden die Frauen nun zu erwarten? Referent Gen. Arthur Schweitzer. Abt. Frauenabend bei Stein. Sanderstr. 10. Thema: stugend in Not. Rekerentin Genossin Käthe Fröhbradt. Abt. Frauenabend bi Grimme. Boddinstr. 10/11. Thema: Freiwilliger Arbeitsdienst. Referent Gen. Franz Böhme. Abt. Fraucnabend bei Schmidt. Kaifer-Friedrich. Ecke Elbeftraß«. Thema! Freiwilliger Arbcitsbicnft. Referent Gen. Blaschke. Abt. Fraucnabend bei Horn. Hcrmannstr. 199. Thema: Aufbau in Rußland. Referent Genosse Fienau. Abt. Frauenabend in der Leseballe Ragot, Ecke stlsestraße. Tbema: Pro- gramm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referent C. Körlchncr. Abt. Frauenabend bei Kutzki, Leineftr. 1. Thema: Arbeitsdienstp flicht. Referent Gen, Stieglitz. Abt. Frauenabcnd bei Teich, Knescbcckftr. 135 Ecke Benbastraße. Thema: Droht ein neuer Krieg? Referent Gen. Dr. Otto Mönchen. Abt. Frauenabend im Keller öonnemannstraße. Thema: Wert und Bedeutung der volitilch geschulten Frau fiir die Aufgaben der Arbeiterklasse. Referentin Genossin Gerlrud Hanna. Abt. Fraucnabend in der weltlichen Schule.„Ein Abend bei Pater Kille", mit Lichtbildern und Schallplattenmussi. Abt. Frauenabend bei Haß. Baumschulenstr. 2. Thema: Programm der Papen-Regieruna oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referent Gen. Dr. Eberlein. Abt, AfA-Hof, in Reil-Tivoli, Reue Krugallee 32. Thema:Prog ramm der Papen-Regierung oder sozialistisches Altionsprogromm, Referent Ge». H, Bauer. Abt. Frauenabend bei Trovter. Oberfchäneweide, Frische, Ecke Luisenstroße. Thema: Programm der Papen-Regierung oder sozialistische» Aktionsprogramm, Referentin Gen, Mathilde Wurm, Abt. Frauenabend im Waldkatcr Stubenrauch. Eck« Kaiser-Wilhelm-Straße. Thema: Arbeit der SPD, in der Stadtverwaltung, Referent Gen, Grunow. . Abt, Frauenabend bei Marx«früher Klose), Mahlsdorfer Str. 1. Thema: Sozialistisch» oder realtionäcr Schulpolitik, Referent Ben. Wendickc. Mit- glicdsbsiäicr mitbringen. Abt. Frauenabend bei Schwarzer. Gabriel-Mar-Straße 17. Thema: Pro- gramm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referent ». Scheel«. Abt. Frauenabend bei Siebcrt- Kant» Ecke Schillerstraße. Thcma: Der Wert der politisch geschulten Frau für die Arbeiterklasse. Referentin Elvira Krüger. Abt. Frauenabend bei Erich Tempel. Gubrunstr. 7. Thema: Kameradschaftsehe. Refcntin Lola Mener. Abt. Frauenabcnd bei Schade, Normanen- Eck« Rufcheftraß«. Dlskusssons. abend. Ab,. Frauenabend bei Klug. Dorfstraße. Thema: Programm der Papen- Regierung oder sozialistische» Aktionsprogramm. Referentin Genofstn Frida Rosenthol.__ Abt. Frauenabend im Fugentheim Schöneberger Str. 3. Thema: Was ist Sozialismus? Refcrentin Gen. Nora Henke. 140. Abt. Frauenabend im Lokal Möbius. Ernst. Ecke Drostestraße. Thema: W» steht die KPD. im Kampf gegen die Reaktion. Referent A. Wufchick. 140a. Abt. Frauenabend bei Schulz«. Witten nau, Nordbabnhof. Thema: Pro- gramm der Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referen- tin Genossin Else Michaelis. Dienstag. 27. September. 3. Kreis. Funktianärinnensstzung bei Protzinski, Grünthaler Str. 6. Bericht vom Dochcnendkurfus Bernau und von der Kreisleiterinnen-Sitzung. Alls Abi.-Leiterinnen müssen vertreten fein. 23. Abt. Die Genossinnen besichtigen die städtischen Milchwirtschaftsbetriebe in Weißensee. Treffpunkt 9«4 Uhr Kaltestelle See- Ecke Müllcrstraß«. 24. Abt. Fraucnabend im Altersheim Danziger Str. 62. Heiterer Abend. Bortragcnde: Genossin Walkolte. Lieder zur Laut», Rezitationen, An> spräche, Tanz. Kaffee gratis. Kur Deckuna der Unkosten Eintritt 30 Pk. Genassinnen aus anderen Abteilungen sind herzlich«ingeladen. 56. Abend. Fraucnabend bei Liersche. Kantstr. 62. Thema: Artikel 48 der Reichsverfassung. Referent Gen. Paul Bernstein. 75. Abt. Frauenobcnb im Lindenhof. Wilhelmplatz. Thema: Erziehung gegen den Krieg. Referent Gen. San» Bauer.__ 84 Abt. Frauenabend bei Lehmann, Kaiser-Wilhelm-Gtr. 27/29. Thema: Wirtschostsfragen. Referent Gen. Dr. Adler.. 87. Abt Fraucnabend bei Schuster. Kirchstr. 68. Thema: Der Wert der politisch geschulten Frau für die Arbeiterklassen. Reserent Gen. Alfred 93. Äbt. Frauenabend im Iugendbeim Kannerstraße. Thema: Di« Gesund- beitspflcae Im Arbeiterhaushalt. Reierent Gen. Dr. Drucker.. 94. Abt. Fraucnabend bei«»hfeld. Selchower Str. 20. Thema: Arbeitsdienst- »flicht. Referent Gen. Böhrnr..„—.... 101. Abt. Frauenabi nd bei Döhling. Elsenstraße Thema: Wohlfahrtspflege und Notverordnung. Referent Gen. Kißner.___ 108. Abt. Frauenabend im Stadlth-atcr. Friedrichstr. 6. Thema: Ernste, und Heiteres. Vortragende Martha slohn.... 108a. Abt. Besichtigung der neuen Schuf« in Rummelsburg. Treffpunkt W/i Uhr Bahnhof Köpenick..,... 122a. Abt. Fraucnabend im Lokal Biesdorf-Süd. Fnh. S. Kindscher. Köpenick« Straße 165/187. Heiterer Abend. Vortragender Hein, Wagner. 125. Abt. Fraucnabend im Berliner Hof, Weißensee, Antonplatz. Thema: Pro. gramm dcr Papen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referen. >27. Ab! �F-a�enabenh bei Krämer. Suerrnondtstr.»4. Thema: Di« politische Lage. Rcferentin Genossin Kurgaß. 137. Abt. Der Frauenabend findet erst am 30. September statt. ZNikkwoch. 28. September. 52. Abt. Frauennbcnd bei Wolter. Kaiserin.Augusta-Allee 52. Frauen gegen Krieg. Referentin Susanne Räder-Graßmann....— 90. Abt. frauenabend bei Schabeiko, Dona-Ecke Wenbselstra�e. Thema: williger Arbeitsdienst. Referent Gen. Walter Maschke. � � 115. Abt. frauenabend bei Radtke. Mittel- Ecke Scharnweberftraft«. Thema: Vrograw.w dcr �lapen-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Reicrent Gen. Abtcr.„«__. 120. Abt. frauenabend bei Tempel. Prinzenallee 45. Thema: Programm der Paven-Regierung oder sozialistisches Aktionsprogramm. Referentin Herta 143. Abt frauenabend im Lokal Iarius, Weidmannslust. fstrst-Bismarck-Gtrake. Politisch-satirischer Abend. Vortragende Genossin fichwer. Donnerstag. 29. September. 08. Abt. frauenabcnd bei Sandmann, Westfälische Str. 42. Tbema: Preis- Politik. Referentin Hildeq. Bilke.. �_. 73. Abt. frauenabend bei Wmster. Breite Str. 25 Eck« friedrichsballer Strafte. Tbema: Warum bat sich die l�rau um Politik zu kümmern. Referentnx Meta Zinau.._.„„ III. Abt. frauenausflua. verbunden mit Kaffeekochen im Bootsbaus des Reichs- banners in Lopemck, Wendcnschloßstr. 122. Treffpunnkt 1 Uhr an der städtischen fäbre in Grünau... �,«2 131. Abt. frauenabend in der Gemeinschaftsschule, Rieberschvnbaufen. Bismarck- strafte. Tbema: Wir und Sowjetruftland- Referent Gen. Dr. MSnchen. 141. Abt. frauenabend bei Soffmann. Edelweißftr. 5. Heiter« Abend, vor. tragende fridel Hall. � 10. Kreis. Kreisfrauenabend im Lokal Radig, Potsdamer Str. L. Referentin Genossin Todenbagen: Der Sozialismus im Kampf.......1� 11. Kreis. Besprechuna der Abmlungsleitermnen nicht am 80. Septemver. sondern am 3. Oktober bei Will. Martin-Lutber.Str. 09. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". G» i ch»« t s«» I l e: Berlin S. 14 Sebastfonstr. 37—33 Hot 9 Tr Mitte: Der Ortsverein beteilig! sich jeden Dienstag von 2014 Ms 22 Uhr an den Badeabenden der Freien Schwimmer, Badeanstalt Gartcnstraße. Jungba: Montag, 26. September. 20 Uhr, Heimabend Jugenh. denn Ticckstr. 18.— Tiergarten fIungba): Dienstag, 27. Scptemder. 20zh Uhr, Jugendheim Genthincr Str. 167. Hai M, K'mmer 2. Referent«am. Klotz. Thema:„RB. im außerparlamentarilchen Kampf".— Wedding /Ortsverein): Dienstag. 27. Septemder, 19:. Uhr, außerordentlich» Mitgliederversammlung im Saalban der Hochschulbraucrei. Amrumer Str. 81 Stellungnahm« zur Kreiskonfcren, und Gaugeneralversammlung. Buchkontroll«.— Prenzlauer Berg«Jungba): Dienstag, 27. September. Zusammenkunft an dekannter Stelle. ffriedriihahaia«Bortrupp): Mittwoch, 28. September, 1981 Uhr, Jugendheim Ebertnstr. 12.— Schöneberg Friedenau- Montag, 26. September, 20 Uhr, Presse. kommifsson bei Schmidt. Ebersstr. 18. Alle Kameradschaften reichen die Termin« ihrer Bersammlungcn dort ein Dienstag, 27. September, 20 u. Uhr, Kamerad- fchaft Nollendori: Kamerodfchaktsversommlung bei Kaulitz, Knffhäuferstr. 8. Ecke Franlenstraße. Referent Kam. Fränkel. Thcma:„Was müssen wir jetzt tun?" Pflichtveronstaliuna.- Steglitz«Kameradschaft): Montag 26..Septem. der. 20 Uhr, Kameradschaftsvcrsammluna bei Schulz, Steglitz, Birkhuschstraße. — Bohnsdors-Grünau-Schmöckwitz«Jungba): Dienstag, 27. September, 20 Uhr, Veranstaltung im Gemcinlchaftshaus Falkenderg. Antreten in Uniform. In der Amicitia-Lsge de» Odd-Fellow-Orden», Alt« Jakobstr. 128, spricht Montag, 26. September, um 21 Uhr, Rechtsanwalt Dr. Arthur Brandt über „Kinder vor Gericht". Gäste willkommen. Deutscher Arbeitcr-Abstinentcn-Bund, Bezirksgruppe Friedrichshoin. Montag, 20 Uhr, Gubener Str. 48. im Cafe Eomeniu», Vortrag:„Alkohol und Geschlechtskrankheiten". Referent Dr. Friedländer. Sszialistilcher Efperonto-Bund. Die Ortsgruppe Berlin beginnt zum Herbst folgende Anfängerkurse zur Erlernung der Welthilfssprache Esperanto. Zentrum: Metallarbeiterhaus. Elsässer Str. 88 fSitzungszimmer 1), ab 30. September jeden Freitag 1914 Uhr: 1. Kursus für Fortgeschrittene! 2. Anfängerkurfus.— Reinickendorf: Jugendheim Lindauer Straße«Baracke), ab 29. September leben Donnerstag 20 Uhr: l. Kursus für Fortgeschritten«! 2. Anfängerkursus.— Reu- kölln: Rütlifchule, RUtlistraße, ab 28. September jeden Mittwoch: 1. Kursus für Fortgeschrittene! 2. Anfängerkursus.— Norden: Schule Danziger Str. 22, ab 30. September jede» Freitag 17—19 Uhr: Neuer Kursus für Kinder. Unkosten- deitrag für den Kursus 4 M. einschl. Lehrbuch, Jugendliche 8 M. einschl. Lehr- buch. Arbeitslose 2 M. einschl. Lehrbuch. Für den KInderiursu» wird teilt Kursusgeld erhoben, sie zahlen pro Monat 15 Pf. 3 Mlnuken kochen, nicht nur überbrühen... In ledern Kathreiner-Körnchen steckt innen ein dicker kaffeebrauner Kern aus glitzerndem Röstmalsizuckcr— der RSstmalzkern, wie man sagt. Dieser Röstmalzzucker löst sich im Wasser auf, wenn der „Kathreiner" richtig— volle 3 Minuten lang!— durchgekocht wird. Das gibt dann das Volle, das Vollmundige, das sich so gut mit den anderen feinbittcrn Aromastoffen des Kathreiner verbindet. Da» gibt dann den guten Geschmack. «fiS? 22 »>5>2� «5*2. � eVoOÖ® fc. >Je(\T,ne( 2. � 0 Neues Programm BERLIN im �Volksfunk // Von der nächsten Nummer an bringt der„Volksfunk" neben dem Europeprogramm besondere Programm-Beilagen der GroH-Sender. Das aua- führliche, sehr übersichtlich angeordnete und in Kupfertiefdruck illustrierte PROGRAMM BERLIN wird nunmehr den Wünschen der Leser voll entsprechen. In Verbindung mit der Geräteversicherung, dem reichen Inhalt, der guten Aua- stattung bietat der„Volksfunk" jetzt mehr als jade anders Funkzaitachriit in gleicher Preislage. Bestellt den„Volksfunk!" Werbt für den„Volksfunkl" für die grofje Funk-illustrierte des schaffenden Volkes, für das Kampforgan um den Fortschritt im Rundfunk. Preis 96 Pf. monatlich frei Haus. 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