Nr. 199. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags- Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Aus England. " Mittwoch, den 26. August 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: In der That haben die Engländer ein Bild unmittelbar vor Augen, zeitig einen Formfehler, der ihn und seine Gesinnungsfreunde wohin der Kultus der Verschwommenheit, wie ihn jetzt Keir aus der Verlegenheit rettete, entweder jenen einen Triumph be= ( Nachwirkungen des Internationalen Rongresses.- Keir Hardie Hardie predigt, schließlich führt: Das Schicksal der„ Socialist reiten oder in Bausch und Bogen gegen den Grundgedanken des Keir Hardie gegen die feftländische Sozialdemokratie.- Gewerkschaftsführer League", die mit der Toleranz gegenüber dem Anarchismus an- Sozialismus stimmen zu müssen. In Edinburg werden solche unzufrieden. Der bevorstehende Trades Unionsfongreß und die fing und damit aufhörte, bis auf einige kleine Stümpfe völlig Bedenken faum ins Gewicht fallen, und es ist sehr möglich, ja dem Ultra- Anarchismus, das heißt der Auflösung zu verfallen. wahrscheinlich, daß dort wirklich die Resolution von Norwich Resolution von Norwich. Unzweifelhaft würde der Independent Labour Party ähnliches umgestoßen werden wird. Viele antisozialistische Gewerkschaftler, London, 20. August 1896. nicht erspart bleiben, wenn sie ihre Weitherzigkeit so weit treiben die nach Annahme jener Resolution in Norwich erklärt hatten, Der etwas chaotische, um nicht zu sagen anarchische Zustand wollte, es für gleichgiltig zu erklären, ob jemand die Benutzung von nun an den Gewerkvereins- Kongreffen fern bleiben zu wollen, der sozialistischen Bewegung Englands spiegelt sich in drastischer der Gesetzgebung für die Emanzipation der Arbeiter und die find schon für Edinburg angekündigt so u. a. der, übrigens sehr Weise in den Debatten wieder, welche in den ihr zugehörigen Entwickelung der Gesellschaft zum Sozialismus anerkennt oder lüchtige und charaktervolle Führer der Gewerkschaft der Kesselmacher und zugängigen Organen über den Internationalen Sozialisten- grundfäßlich verwirft. Das aber ist es, was unter der Aegide und Eisenschiffbauer Robert Knight, während der Ausschluß der betongreß fortgesponnen werden. Eine der Wirkungen dieses Bu- Keir Hardie's jetzt im„ Labour Leader" geschieht. Und mit der sonderen Vertreter von Gewerkschaftsräthen, sowie aller Perstandes ist, daß das Gefühl der Verantwortlichkeit für die Durcheinanderwerfung der Begriffe geht auch hier, wie gewöhnlich, fonen, die nicht wirklich in dem von ihnen vertretenen Gewerbe Gesammtbewegung zurücktritt gegenüber dem Bedürfniß, per- Hand in Hand die kecste Durcheinanderwerfung der Thatsachen. arbeiten, gerade vielen radikalen Besuchern früherer Kongresse den sönlichen Stimmungen Luft zu machen und Sonderinteressen zur Daß die Vertreter der großen Trades Unions sich von dem Weg nach Edinburg versperrt. Geltung zu bringen. Der Vorwärts" hat in scharfer Weise das Kongreß nicht sehr erbaut zeigen würden, war vorauszusehen. Ich habe schon vor Jahresfrist dargelegt, daß ich der Resowegwerfende Urtheil kritisirt, das John Burns über den Kongreß Von allen anderen Gründen abgesehen, hätte die taktische Klug lution von Norwich keine hohe Bedeutung beilege und ihre abgegeben. Aber unzutreffend oder maßlos übertrieben wie deffen heit es den sozialistischen Mitgliedern der britischen Delegation seinerzeit erfolgte Durchdrückung für einen zweifelhaften Erfolg Tadel war, war er immerhin die Stimme eines Mannes, nahe legen müssen, den Gewerkschaftlern gegenüber von ihrer betrachtete. Nirgends wird abstrakten Erklärungen weniger der fein Theilnehmer des Rongresses war, also auch numerischen Uebermacht diskreten Gebrauch zu machen, ihnen, Werth beigelegt als hier, wo der Volkswille durch das Parlateine tollegialische Rücksichten zu nehmen hatte. Auch wo es nur anging, Entgegenkommen zu zeigen. Aber die Kon- ment ausführen kann, was er für nöthig und zweckmäßig errichtete Burns die Pfeile seiner Kritik vorwiegend furrenz der sozialistischen Organisationen untereinander ließ fannt hat. Und welchen Werth für die unmittelbare Praxis soll gegen seine hiesigen Widersacher. Was soll man aber dazu solchen Erwägungen wenig Raum, während andererseits die Ge- da wirklich eine Erklärung zu gunsten der Bergesellschaftung von sagen, wenn das Kongreßmitglied Keir Hardie es für gut be- werkschaften selbst wenig dazu thaten, ihre Bedeutung anders allem, was da freucht und fleucht haben? findet, in feinem Labour Leader" Nummer für Nummer ver- fund zu machen, als durch die Zahlen, die sie auf der Liste Eben weil sie alles verlangt, verpflichtet fie für bächtigende Notizen gegen Rongreßmitglieder aus den Reihen hinter ihre Namen schreiben ließen. Mindestens ein Theil der die Praxis zu gar nichts, denn bei dieser handelt es der festländischen Sozialdemokratie vom Stapel zu lassen, die Schuld, daß sie in den Kommissionen so ungenügend vertreten sich nicht nur um das Was, sondern auch, und in über die Ausübung der Toleranz anderer Meinung sind wie er? waren, trifft sie selbst. Sie brauchten nur zu wollen, und sehr hohem Grade, um das Wie, worüber in einer allgemeinen Man kann der thatsächlichen Unbekanntschaft Hardie's mit den die Konkurrenz der Sozialisten unter sich hätte zu ihren Gunsten Resolution natürlich nichts gesagt werden kann. So haben wir Dingen, über die er im Ton der höchsten Ueberlegenheit ab ausschlagen müssen. Indeß die eigene Schuld gefteht niemand denn auch gesehen, daß während in Norwich unzweifelhaft urtheilt, manches zu gute halten, aber schließlich ist diese Ungeri ein und so find denn seitens einiger Ge- eine Anzahl Delegirter rein aus Hay", um ihres unver bekanntschaft teine Entschuldigung für die Rolportage aller mög- wertschaftsführer recht böse Worte über den Kongreß bindlichen Charakters willen, für die sozialistische" Relichen Lügen und Albernheiten aus der anarchistischen Gartüche. publizirt worden, darunter auch Don Leuten, die man solution" stimmten, die Bergarbeiter, die gegen sie stimmten, Vor allem nicht für jemand, der nach eigenem Bekenntniß grade nicht gerade zu den Reaktionären rechnen kann. Selbst der auf dem internationalen Bergarbeitertag sehr entschieden für die bie Erziehung der Arbeiter zur politischen Aktion zu seiner be- Londoner Trades- Council, der doch erst fürzlich den Sozialbemo Verstaatlichung der Kohlenbergwerke eintraten, im fonkreten Fall, fonderen Aufgabe gemacht hat. Andere Mitglieder der fraten James Macdonald zu seinem Sekretär gewählt hat, hat wo es sich um eine bestimmte Industrie handelte, vergesellschafts Independent Labour Party fühlen das auch sehr gut. So ent- vor einigen Tagen einen sehr absprechenden Bericht seines Vor- wüthiger waren als die sozialdemokratischen Deutschen. Das hält die legte Nummer des Labour Leader" eine Einsendung aus fizenden Cooper über den Kongreß gutgeheißen. selbe Bild hat sich auf dem Internationalen Sozialisten und der Feder des Vorstandsmitgliedes Fred. Brocklehurst, worin in sehr All das hat keine übergroße Bedeutung, denn, wie gesagt, Gewerkschaftskongreß bei der Frage der Verstaatlichung der energischer Weise gegen die Falschspielerei mit dem Wort„ Toleranz", die Angriffe beruhen auf allerhand Uebertreibungen der Fehler Eisenbahnen gezeigt. Die Engländer, die liberalen" Gewerk wie sie Reir Hardie übt, Berwahrung eingelegt wird. Brocklehurst anderer und Bertuschung der eigenen Sünden, und solche Dinge vereinler eingeschloffen, dafür, ein hervorragendes Mitglied der erkärt, daß die Mehrheit der Delegirten der Independent Labour halten nicht lange vor. Aber für den Moment wird eine gewisse deutschen Sozialdemokratie, ohne Widerspruch aus den Reihen seiner Party in den späteren Sigungen des Kongresses tonſequent gegen Rückwirkung des von so verschiedenartigen Elementen so ein- Genossen zu finden, dagegen oder jedenfalls fühl abwinkend. die Anarchisten gestimmt hätten. Ebenso habe Tom Mann nach stimmig erhobenen Betergefchreis über den Kongreß faum aus Für die Praxis würde also, soweit es sich um gesetzgeberische träglich alles gethan, den Eindruck zu verwischen, den sein bleiben. In wenigen Tagen tritt in Edinburg der Jahres- Maßregeln handelt, die Umstoßung der Refolution von Norwich irriges Verhalten in der ersten Sigung hervorgerufen. Dieses kongreß der britischen Trades- Unions für 1896 zusammen. Da gar keine Veränderung der Sachlage bedeuten. Auch am Chairrige Votum, führt Brocklehurst weiter aus, habe die bisherige auf ihm nach den in Cardiff genehmigten neuen Statuten ab- rafter der Gewerkschaftsbewegung würde sie nichts Wesentliches Politik und Tattit der Independent Labour Party völlig auf den gestimmt werden wird, d. h. nicht nach Kopfzahl der Delegirten, ändern, gerade so wie die Annahme jener Resolution nichts an Kopf gestellt. Niemals habe die Partei die geringste Hinneigung sondern nach der Mitgliederzahl der von den Delegirten ver ihm geändert hat. Aber dem Ansehen der Sozialdemokratie zu den Anarchisten gezeigt. Im Gegentheil habe sie durch Wort tretenen Vereine, so haben großen Gewerkschaften Englands würde sie für den Moment gewissen Abbruch thun, " " und That des Bestimmtesten erklärt, daß ihre Organisation von vornherein den Kongreß in der Hand. vornherein den Kongreß in der Hand. Nun liegt für diese bedeutete sie unleugbar eine Schlappe. Es wäre fozialistisch sei und nur politische und gewerkschaftliche Waffen dem diesmaligen Kongreß, wie schon dem vorjährigen, zwecklos, sich dies zu verheimlichen. Im Gegentheil, je klarer für die Verwirklichung ihrer Bestrebungen anwende. Die Lieb- u. a. ein Antrag auf Zurücknahme der Resolution von Norwich die Thatsache und ihre Gründe erkannt werden, um so eher äugelei mit dem Anarchismus", schließt Brocklehurst, bedeutet, vor, welche die Vergesellschaftung sämmtlicher Produktions, wird auch die Scharte wieder ausgewegt werden. Zwischen unter welchem Namen und Vorwand sie immer betrieben wird, Austauschs- und Vertheilungsmittel verlangt. In Cardiff mochte den Klippen Sektiverthum und Konfusion hat die Sozialdemo die Zersetzung der Bewegung und den Tod der Independent Labour felbst der den Sozialdemokraten gar nicht grüne Vorsitzende den kratie den rechten Weg auszufinden, wenn sie de facto und Party als politischer Faktor für den Sozialismus in diesem Lande." Antrag nicht zur Abstimmung bringen und entdeckte daher recht- nicht nur theoretisch die Partei der Arbeiter fein will. 56] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Bei allen Heiligen!" riefen Adrian und Annibaldi zugleich, Deine letzten Worte sind unhöflich. Wenn aber," fuhr Adrian fort, er es durchaus will, so möge es sein. Ich will ihm nicht widerstreben." kräftigem Bau mit dem Adrian's aufnehmen konnte. Er welches, ein dürrer Calabrier, für den Kampf nicht so einwählte jedoch das stärkste, das zur Hand war, und ein geübt war, als das edle Roß des Römers. Die glänzend lauter Beifallsruf seiner wilden Gesellen bezeugte deren Be- schwarze Farbe des Pferdes, das Adrian ritt, wurde durch wunderung, als er ohne Hilfe vom Boden in den Sattel eine scharlachrothe, mit Gold gestickte Decke noch mehr sprang ein sehr schwieriges gymnastisches Kunststück für hervorgehoben; der Hals und die Schultern waren mit einen Mann, der ganz in seine schwere Rüstung gehüllt eisernen Schuppen bekleidet; auf dem Vorderhaupt sprang war, die damals aus den Werkstätten Mailands hervorging eine lange Spize, wie das Horn eines Einhorns hervor, und in Italien gewichtiger getragen wurde, als in irgend und über die Ohren wallte ein dicker Busch von scharlacheinem anderen Theil Europas. Während beide Gesellschaften rothen und weißen Federn herab. Da die Sendung einen weiten Kreis um den Rasenplatz bildeten und die Adrian's nach Neapel an einen sehr glänzenden Hof gerichtet Monreal, der auf seinem Einfall bestanden hatte, theils römischen Herolde mit emfiger Geschäftigkeit die Zuschauer war, so entsprach seine äußere Erscheinung seinem Zweck vielleicht infolge der leichtsinnigen Prahlsucht, die noch in Ordnung zu erhalten suchten, ritt Moureal umher und und dem Sinne für Pracht, durch den jene Zeit sich ausunter seinen Landsleuten vorherrscht, theils weil er zeigte mit der Eitelkeit, die ihm eigen war, wie vortrefflich zeichnete, und sogar der drei Boll breite Bügel seines Pferdes vor denen, die bald ihm als Feinde gegenüber stehen er sein Pferd zu regieren wisse. war mit Gold, ja selbst mit Edelsteinen geziert. Der founten, seine Gewandtheit und Kraft in den Waffen- Endlich ritt Adrian mit geschlossenem Visir unter dem Ritter trug eine Rüstung, welche die feinste Kunst des be= übungen zeigen wollte, wurde um so mehr dazu ver- Beifallsruf seiner Begleiter in den Kreis. Die beiden rühmten Meister Ludovico in Mailand bekundete. Seine anlaßt, als er den Namen des Führers der römischen Ritter standen sich jetzt in einiger Entfernung gegenüber; ganze Erscheinung war mit einem Wort ungewöhnlich prachtGesellschaft vernommen hatte. Denn sein eitler und hoch- sie machten die Grüße mit den Lanzen, die in Rampfspielen voll, und schien nur noch mehr die einfache, aber glänzend fahrender Geist hatte feineswegs gewisse heftige Ausdrücke gebräuchlich waren, und als sie so das Zeichen zum Zu- polirte und leicht bewegbare Rüstung Monreal's, der nur Adrian's in dem Balaste des Stephan Colonna und auf sammentreffen erwarteten, zitterten die Italiener für die mit der Schärpe seiner Dame geschmückt war, in Schatten dem unglücklichen Buge nach Corneto vergessen, wenn er Ehre ihres Anführers, indem die hohe Gestalt und die zu stellen. Dieser Gegensatz jedoch mißfiel dem Provençalen, auch sie damals nicht zu beachten schien. Während Adrian breite Brust Monreal's einen großen Gegensatz zu seinem deffen Eitelkeit sich besonders in seiner kriegerischen an dem Eingang des Passes abstieg, sich durch seine Schild- Gegner, der mehr unter mittlerer Größe, und wenn auch Ausrüstung zeigte, und der, hätte er vorhersehen können, knappen den übrigen Theil seiner Rüftung anlegen ließ muskulös, doch schwach gebaut war, bildeten. Zu solcher welcher Zeitvertreib seiner warte, den Colonna selbst überund selbst nach den Gurten, den Riemen und Schnallen Vollkommenheit war aber in jenen ritterlichen Beiten die boten haben würde. au der Zäumung und dem Reitzeug seines edlen Rosses Gewandtheit im Gebrauch der Waffen gelangt, daß körper- Die Trompeter beider Parteien ließen einen kurzen Stoß fah, küßte Monreal zärtlich seine Geliebte, die, wenn auch liche Kraft und Größe keineswegs die wesentlichen Erforder- erfchallen die Ritter blieben start wie eiserne Statuen zu fauft, um zornig zu werden, sehr unmuthig war( und nisse, oder selbst die gewöhnlichen Eigenschaften der be- ein zweiter Stoß, und jeder beugte sich etwas über seinen dennoch diesen Unmuth halb in ihrer Besorgniß für seine rühmtesten Ritter waren; und es hing in der That so Sattelknopf; ein dritter, und mit eingelegten Lanzen rannten Sicherheit vergaß), nahm ihre blaue Schärpe, die er über vieles von der Kraft und von der sicheren Leitung des sie gegen einander und trafen in der Mitte heftig zudie Schulter warf, und vollendete seine Vorbereitungen Pferdes ab, daß ein geringes Gewicht des Reiters oft mehr sammen. Monreal hatte in seinem Uebermuth sich einzum Kampf mit der Gleichgiltigkeit eines des Sieges ganz zu seinem Vortheil als zu seinem Nachtheil war, und selbst gebildet, er werde Adrian durch die erste Berührung seiner fichern Mannes. Er stand jedoch in einem Nachtheil, und in einer späterent Beit waren keineswegs die ausgezeichnetsten Lanze aus dem Sattel werfen; aber zu seinem großen Erzwar in einem sehr großen: seine Rüstung und seine Lanze Sieger in den Turnieren, der Franzose Bayard und der staunen blieb der junge Römer fest in den Steigbügeln waren aus dem Castell gebracht worden aber nicht sein Engländer Sydney, an förperlicher Kraft oder Größe ihren und sprengte unter dem Beifallruf seiner Begleiter an das Streitroß. Sein Pferd war zu schwach, um das große Gegnern überlegen. 110 andere Ende des Kreises. Monreal selbst war hart ges Gewicht seiner Rüstung zu tragen, auch fand sich unter den Auch wurde der Vortheil Monreal's in dieser Betroffen, aber er verlor weder den Siz noch die Steigbügel. Roffen seiner Leute kein einziges, das es an Stärke und ziehung bei weitem durch sein schwächeres Pferd überwogen, ( Fortsetzung folgt.) Politische Uebersicht. Berlin, 25. August. hat Bismarck freilich nur zu sehr gerechnet, gleichviel, ob Errichtung dieses Erinnerungszeichens ** wenige Jahrzehnte nachher, fast gerade vor hundert Jahren, I weise auch diejenige sich befand: e3 folle dem zum Duell fämpften Frankreich und Rußland in erbitterter Weise herausgeforderten Direktor dafür, daß er von der erfolgten gegen einander. Die Erinnerung an diese Kämpfe wird erausforderung der Staatsanwaltschaft AnDie Verantwortlichkeit im Staatsleben giebt der merkwürdigerweise gerade jetzt dem Gedächtnisse der Welt seige erstattet hat, die Mißbilligung der Direktion ausgesprochen werden. Vossischen Zeitung" Anlaß zu einem, Leitartikel, der noch eingeprägt. Jn gewaltigen Dimensionen wird eben ein Man sieht, wie weit die Ueberhebung des Militarismus nun mals den Konflikt zwischen dem Militärkabinet und dem Denkmal an der Teufelsbrücke in der berühmten bei uns geht. abgegangenen Kriegsminister beleuchten will. Er beruft Gotthardstraße errichtet zur Erinnerung an Suwarow's- Pastor Goehre, der drei Monate in Fabriken sich auf Bismarck, der von Imponderabilien" in der Truppenübergang über den Gotthard, der unter arbeitete, um das Arbeiterleben kennen zu lernen, der nachher Politik gesprochen, deren Einfluß unberechenbar, aber oft den blutigsten Kämpfen gegen die Franzosen erfolgte Getretär des Evangel. Soz. Kongresses" war und später ein mächtiger sei, als die greifbarsten Dinge. Mit diesen und eine der berühmtesten Thaten der fürchterlichen Pfarramt annahm, hat dieses Amt aus freier Entschließung Imponderabilien", Dingen, die sich nicht abwägen lassen, Kriegsgeschichte ist. Das seltsame Zusammentreffen der niedergelegt. an einen der P. Goehre hat bekanntlich anläßlich des von Stumm nachher er sie gelten oder nicht gelten ließ; zu ihnen gehörte die blutigsten Zusammenstöße französischer und russischer Armeen veröffentlichten Telegrammes des Kaisers an Hinzpeter über die Volksstimmung, die Oeffentlichkeit, der dolus eventualis, der mit der Russentollheit der Franzosen ist ein merkwürdiges Sozialpolitik treibenden Paſtoren erklärt, daß auch er der Meinung sei, daß ein Pastor, wenn er Politik treiben wolle, „ grobe Unfug" und vielerlei anderes, was für Bismarck Zeichen dafür, daß Freundschaften zwischen Staaten nichts vorher aus dem Amte zu scheiden habe. Danach scheint P. Goehre und seine Leute nach Belieben geltend gemacht oder als Dauerndes, sondern blos Folgeerscheinungen politischer Kon- fich mit dieser Absicht zu tragen. Will er bei dem aussichtslosen überhaupt nicht geltend erklärt wurde. Die Vossische" stellationen sind, die ebenso schnell sich ändern wie ihre Versuche der Gründung einer nationalen und monarchiſchen erklärt als den schlimmsten Fehler, der in der sich an den Ursachen. Sozialisten(!) Partei mitwirken, will er in die Redaktion der Abgang Bronsart's knüpfenden Preßfehde gemacht sei, daß Naumann'schen Tageszeitung eintreten? Die Person des Kaisers in den Streit gezogen sei und hebt Deutsches Reich. Eine anderweitige Regelung der landes. der Industrie. hervor, daß selbst absolute Herrscher, wie Friedrich Die Innungsvorlage wird einen großen polizeilichen Ueberwachung Wilhelm II. ein Haar darin gefunden hätten. Sie vergißt Vortheil, freilich nicht für die Handwerker, sondern für die bezirke, namentlich des rheinisch- westfälischen, tritt, nach der freilich, Beispiele Beispiele dafür anzuführen, daß absolute Bureaukratie zur Folge haben. Zahlreiche Beamte für Ueber-" Frtf. 3tg.", mit dem 1. Oktober d. J. in Wirksamkeit. G3 Herrscher, wo sie ihren Willen durchseßen wollten, jemals wachung des komplizirten Aufbaues der Innungen 2c. werden werden nämlich besondere Bezirkskommissare angestellt, die nicht burch so weise Erwägungen fich davon hätten nothwendig werden, und den hochoffiziösen Berl. Pol. Nachr." dem Landrath, sondern dem Regierungspräsidenten unterstellt abhalten lassen, ihren Willen durchzusetzen. Sich nun garie weit es sich empfehle, im Ministerium für Handel und misfare angestellt in Dortmund, Bochum, Hagen, Eſſen, Duiszufolge wird in den zuständigen Kreisen in Erwägung gezogen, sind. Für Rheinland und Westfalen werden derartige Komauf Bismarck zu berufen, der sich stets nur als gehorsamer Gewerbe eine besondere Gewerbe- Abtheilung zu errichten, der burg und Düsseldorf. Der Minister geht dabei anscheinend von Diener seines Herrn, der selbst regiere und dessen Willen speziell dann auch die Ueberwachung des Innungswesens dem Wunsche aus, über alle Vorkommnisse in den industriellen er nur ausführe ausgegeben, das heißt doch geradezu auvertraut werden würde. Das Avancement der Beamten wird Bezirken möglichst rasch unterrichtet au sein. Wir zweifeln an einen Erfolg dieses neuesten Verfuches von falsches Spiel treiben. Von verantwortlichen Dienern aber durch die Innungsvorlage gefördert werden, das Handwerk im Gegensatz von unverantwortlichen zu reden, ist mehr wird mit und ohne dieselbe der Konkurrenz der Großindustrie Sozialistenausrottung. - In der Gotteslästerungs" Angelegen. als leichtfertig, wo die Verantwortlichkeit nur auf dem erliegen. Papiere steht und niemand, als der Kaiser selbst, ein 3um Handelsgesetzbuch- Entwurf hat die heit war am 24. d. M. das Personal der Redaktion und Ge Recht habe, den betreffenden Diener zur Verantwortung zu Freie Vereinigung der Kaufleute in Leipzig ein ausführliches schäftsleitung der Mainzer Bolts- Zeitung" vor das dortige Amtsziehen. Von Bismarck weiß man, daß er wegen auf sich be- Gutachten an die dortige Handelskammer abgegeben. Sie ver- gericht geladen. Sowohl die Redakteure, die Genossen Dr. David zogener Angriffe dritter tausende von Strafanträgen stellte; er langt für die Handelsangestellten feste Begrenzung der Arbeitszeit, und Val. Liebmann, als auch der Geschäftsführer Genosse fürzere Arbeitszeit für Frauen und Lehrlinge, Bestimmungen über Jost werden beschuldigt, sich durch die Verbreitung des felbft aber entzog sich gegen ihn erhobenenStrafanträgen dadurch, die dem Handelsangestellten nicht zukommenden Arbeiten, Fest in Nummer 33 der„ Neuen Welt“ enthaltenen Aussage von daß er sich auf seine Stellung als Militär berief. Würde legung bestimmter Lohnfristen, Sicherung des Lohnes, bei freier Ludwig Leffen," Der Nazarener", gegen§ 166 des Strafs er mit Hilfe des Militärkabinets einen Verfassungsbruch Station ausreichende Beköstigung, gesunde Wohn- und Arbeitsgesetzbuches( Gotteslästerung) vergangen zu haben. oder Staatsstreich haben vollziehen wollen, so hätte nur räume, Pausen zur Erfrischung, Erholung und Ausbildung, Ber. Mainzer Parteiblatt bemerkt zu diesem Borgange: Wie man die ein Militärgericht die Entscheidung über die Strafbarkeit bot der Konkurrenzklausel, Strafbestimmungen für die Zuwider Redaktion der„ Mainzer Volkszeitung" als Verbreiter einer unter feiner Handlung gehabt, während die Oberentscheidung in handlungen, Kontrolle der Geschäftsräume, Berhütung der Lehr- selbständiger Redaktion stehenden Beilage verantwortlich machen der Hand des obersten Kriegsherrn, dessen Befehle er aus- lingszüchterei, obligatorischen Unterricht für die Lehrlinge will, ist uns unerfindlich. Wir können uns nicht denken, daß geführt, gelegen hätte. während der Tageszeit, Ausbildung des Lehrlings durch den die Behörde die Anschuldigungen gegen die Redaktion aufrecht erLehrherrn felbft in allen Zweigen des kaufmännischen Wissens, hält. Jedenfalls steht sie als ein vollständiges Novum in der Lösung des Lehrverhältnisses ohne Hinderniß, wenn fein schrift- Preßgerichtsbarkeit da.( Unseres Wissens ist vor nicht langer licher Vertrag vorliegt. Das Gutachten wird auch dem Reichs. Beit in Magdeburg eine ähnliche Anklage erfolgt, mit der Justizamt überfandt. Der Art. 17 der Reichsverfassung erklärt zwar den Reichskanzler für verantwortlich, aber ebenso wenig wie die preußische Verfassung, welche wenigftens die Bestimmung über ein zu erlassendes Ministerverantwortlichkeits- Gesetz enthält, enthält er eine Handhabe über die Art und Weise, in der er zur Verantwortung gezogen werden kann. = Unfer ibil freilich die dortige Staatsanwaltschaft kein Glück hatte. Ned. d. Vorw.") Was die Anschuldigung gegen den für den Verlag - Vom Katholikentage. Die Wahl des Vorstandes zeichnenden Genossen betrifft, so wird auch diese schwerlich auf dem Katholikentage in Dortmund liefert ein recht pitantes aufrecht erhalten werden können. Denn erstens hat die„ Nene Beispiel von der inneren Einigkeit des Zentrums. Man berichtet Welt" ihren eigenen verantwortlichen Verleger. Genoffe Jost Doch gegenwärtig, nachdem wir 28 Jahre Bismarck'sches dem Berliner Tageblatt" darüber: spielt also hinsichtlich der Beilage lediglich die Rolle des Buch Regiment geduldet, die Frage: ob Ministerregiment oder Die Generalversammlung der deutschen Katholiken wählte händlers. Seit wann ist ein Buchhändler strafbar wegen der VerKabinetsregierung? noch ernsthaft behandeln zu wollen, zum Vorsitzenden den Abgeordneten Gröber, zum ersten Stell- breitung einer nicht in feinem Verlage erschienenen Schrift, solange heißt weiter nichts, als daß man sich scheut, den Kern der vertreter den Freiherrn Dael von Roeth( Agrarier, Vorsitzender dieselbe nicht verboten ist? Die betreffende Nummer der Neuen des hessischen Bauernvereins), und zum zweiten Stellvertreter Welt" war aber nicht verboten, als sie unserer Zeitung beigelegt Frage zu berühren, die heute wie vor fünfzig Jahren sich Dr. Würmeling, den zweiten Bürgermeister von Münster. Pikant wurde. Und zweitens enthält der Artikel gar keine Gottesimmer noch darum dreht, ob wir absolutes Regiment oder ist dabei, daß diese Namen erst in legter Stunde in Aussicht ge- lästerung. Bis jetzt ist außer in Maing nur in Leipzig( nachher verfassungsmäßig geordnete und gesetzlich beschränkte Renommen worden sind; das vorbereitende Komitee der General auch in Hamburg und Kiel) eine Konfiskation erfolgt( f. polis gierung haben sollen. versammlung hatte ganz andere Namen im Sinne gehabt. Man tischer Theil) und zwar auf Veranlassung des Kieler LandHohenlohe hat vorläufig gefiegt. Wir brachten gestern batte sich an mehrere hervorragende Vertreter des fatholischen gerichts. Das Kieler Amtsgericht hatte die Berfolgung abgelehnt. bereits die Erklärung des Reichsanzeiger", wonach es der Wille schlesischen Adels gewandt, die Antwort ist aber durchweg ein Wohl aus guten Gründen. Wir sind auf den Fortgang des neus des Kaisers sei, daß im Herbst dieses Jahres bereits dem Bundes- rundes Nein gewefen. rath ein Gefeßentwurf, betreffend die Reform der Militär- Die Vorgänge der letzten Jahre find somit bei den schle- artigen Prozesses sehr gespannt." Defterreich. Strafprozeß- Ordnung im Sinne der vom Reichskangler am fifchen Zentrumsführern noch nicht vergessen und vergeben worden. 18. Mai d. J. im Reichstage abgegebenen Erklärung vorgelegt Wien, 24. Auguft.( Hamb. Nachr.") Gestern waren zu Gröber leitete die Verhandlungen mit einem längeren Vor- Prag 71 jungczechische Abgeordnete versammelt, werden soll. Aus dieser Erklärung geht durchaus nicht hervor, an einen Aufruf die Nation, die Herausgabe trag über den Geist und die Zwecke der Katholikenversammlungen welche ob diese Reform nicht auf Kosten der bayerischen und württem- ein und betonte nachhaltig den patriotischen Sinn der Katholiken von Broschüren in verschiedenen Sprachen mit Schilderung bergischen vorgeschritteneren Militär- Strafprozeß Gefeßgebung Deutschlands. Nachdem Weihbischof Simar- Paderborn den Segen der Bedrängniß im czechischen Sprachgebiet, sowie die erfolgen soll, d. h. ob wir einen Theil der Reform mit einem beträchtlichen Theil reaktionärer Gesetzesänderungen bezahlen gespendet, sprach als erster Redner Kapuzinerpater Cyprian aus Gründung eines Nationalfonds beschlossen, womit müssen.München über chriftliche Charitas. namentlich Immobilien in Deutschböhmen angetauft Die Frants. 8tg." meldet aus Dortmund: Schorlemer werden sollen. Lebhafte Unzufriedenheit rief die Bemerkung des Vor dem Besuch des Zaren fängt es der fran- Overhagen sprach im bekannten Sinn über die Handwerkerfrage. Jungczechen Kaizl hervor, daß an der Erregung in Böhmen auch zösischen Regierung an zu grauen. Es giebt gewisse Dr. Schaedler, dem das Thema„ Die Gefahren der Jugend" die seitens der Sozialisten veranstalteten Ausflüge ins deutsche Ideen, mit denen man gerne spielt, deren Gefährlichkeit gestellt war, behandelte in drastischer Weise die heutigen Ver- Gebiet schuld tragen und es zweifelhaft sei, ob durch solche aber zu tage tritt, sobald es an die Ausführung geht. Die hältnisse der akademischen Jugend und forderte zum Kampf Taktik der Friede des Landes aufrecht erhalten werde. Der russische Allianz ist eine solche Idee für Millionen gegen den Alkohol und den Blutkoder auf. Dr. Bachem schloß Aufruf der Jungczechen klagt über die Verfolgung der Franzosen. Der Besuch des Baren sollte gewissermaßen sich in seiner Rede über die Parität dem Vorredner an. Auch Czechen in deutschen Gebieten, Mangel an Schuß feitens das Tüpfelchen aufs i des Allianz- Vertrages setzen. Und dieser betonte die nationale Treue und Boyalität der Ratholiken der Regierung und fyftematische Bestrebungen der Deutschen gegen den Kaiser. Redner forderte zum Schluß zu einem behufs Berreißung des Landes. Das Czech envolt müsse einſt nun kommen plötzlich die Bedenken. Allianz gegen wen? größeren Zufluß der Katholiken zum akademischen Studium auf. weilen für die staatsrechtliche Landeseinheit tämpfen gegen die Allianz für men? Allianz wozu? Natürlich um Elsaß- Auch das Duell wird die Generalversammlung beschäftigen. Regierung und das zentralistische System, welche unfähig seien Lothringen wiederzubekommen. Aber das heißt Krieg mit Es liegen hierzu folgende Anträge vor: zur Lösung der böhmischen Frage. Deutschland, Krieg mit Desterreich.( Italien ist aus dem 1. Aus Anlaß der ärgernißerregenden, das sittliche und Man sieht hieraus, daß alle Versuche, den nationalen politischen Berechnungstreis ausgeschieden.) Und da Rechtsgefühl des Volkes in hohem Maße verwirrenden Vor- Frieden in Desterreich herzustellen, vergeblich waren. Rußland, wenn einmal die Kriegsfurie entfesselt ist, gänge der jüngsten Zeit erachtet die Generalversammlung der Schweiz. in Asien und der Türkei( mit sammt Egypten) Geschäfte Katholiken Deutschlands es für ihre Pflicht, wiederum darauf hinzuweisen, daß eine völlige Beseitigung des Zürich, 25. Auguft. Das Ersuchen des ehemaligen bekannten machen will Krieg mit England. Duells in allen Ständen und in allen Polizeihauptmannes Fischer um Zulassung der gerichtlichen VerUnter den 38 Millionen, die Frankreich jetzt an Ein- chichten der Gesellschaft anzustreben ist; folgung des Redakteurs der Arbeiterstimme", Genoffen Robert wohnern zählt, giebt es teine tausend, die einen solchen jede Bulassung von Ausnahmefällen, in denen das Duell erlaubt Seidel, der im Kantonsrath eine scharfe Rebe gegen Fischer Krieg wollen und diese tausend find mit einer oder zwei oder nicht zu vermeiden sein soll, ist eine prinsiplose gehalten hat, wurde von dem Rantonsrath einstimmig ab Ausnahmen Insassen von Irrenhäusern. Halbbeit, die vor dem Forum des göttlichen wie des meusch gelehnt. Belgien. Gin Revanchekrieg gegen Deutschland ohne lichen Rechtes nicht bestehen kann. Die Gesellschaft hat nicht russische Bundesgenossenschaft das haben wir schon das Recht, sich eine christliche zu nennen, wenn sie nicht den wiederholt ausgeführt wäre für Frankreich weit weniger Muth hat, auch in Sachen des Duells den Vorschriften des aussichtslos, als ein Krieg mit Rußland ein Krieg mit Rußland als Christenthums sich ausnahmslos zu fügen. Die Generalversammlung verlangt demgemäß die Beseitigung Bundesgenossen. Denn ein Krieg mit Rußland als aller Hindernisse und Erschwerungen, welche unbedingte Gegner Bundesgenossen muß England als Gegner Rußlands des Duells im öffentlichen Leben hier und da noch finden. auf den Plan bringen. Und daß England an der Seite Sie ermuntert namentlich alle katholischen Studenten- d Deutschlands und Desterreichs kämpfend, ein Feind ist, mit torporationen jedweder Art, in ihrem Kampfe gegen das DuellNom, 28. August.( Eig. Ber.) Die montenegrinische dem Frankreich nicht leicht- wenn überhaupt fertig unwesen unentwegt auszuhalten und allen Anmaßungen oder Seirath des italienischen Kronprinzen übt ihre politischen werden kann, das sieht denn doch jeder Franzose ein, der Bevorzugungen duelfreundlicher Korporationen auf den Univer- Heirath des italienischen Kronprinzen übt ihre politischen Wirkungen schon aus, ehe sie noch vollzogen ist. Italien beginnt, fttäten fest entgegen zu treten. nicht im Frrenhaus ist, oder ins Frrenhaus gehört. Antheil gehabt hatte. Das gelesenfte Blatt der italienischen sich an dem westeuropäischen Wettbewerb um die Gunst des Baren zu betheiligen, an dem es bisher so gut wie gar feinen Hauptstadt, die" Tribuna", läd den 3aren, in dessen europäischem Reiseplan Rom teine Stelle gefunden hat, förmlich ein, feine Reise doch ja auf Rom auszudehnen. Ein anderes hauptstädtisches Blatt spricht die Hoffnung aus, daß die montenegrinische Braut als Mitgift die durch den Baren vermittelte Freilassung der italienischen Gefangenen in abeffynien Italien zubringen 3. Reichsbeere 8. Berbot aller 3weitämpfe im Reich sheere werde. Wenn diese Strömung in Italien erst einmal in Zug und bei der glotte nach dem Beispiele ommt, so wird sie nicht leicht eine Schranke finden; denn es England3.) mi adfehlt jede traditionelle italienische Politit, welche mäßigend ein wirken könnte. Die nächste Folge wird eine Neubelebung der Zur Geschichte der ewigen Freundschaften. Der Sie glaubt, die Ausschließung der Duellanten italienischen Gebietsansprüche gegenüber Defterreich sein. Man ver. Bar läßt seine Koffer zu der Reise packen, deren inter- von allen öffentlichen und Gemeinde Aemtern italienischen Gebietsansprüche gegenüber Desterreich sein. Man ver. fichert übrigens jetzt, daß der italienische Kronprinz zu feinem außer effantestes Moment die Zusammenkunft des Selbstherrschers sei empfehlenswerth." gewöhnlichen Heirathsplan auch dadurch gedrängt worden sei, daß Rückgang des Börsenpatriotismus? Das der römische Klerikalismus ihn an der Anknüpfung einer ehe aller Reußen mit dem früheren Schiffsrheder und jezigen lichen Verbindung mit einem der römisch- katholischen Höfe durch Präsidenten der Republit sein wird. Die chauvinistische Berl. Tagebl." schreibt: Am Sedantage wird die hiesige Börse fortan nicht mehr feine Intriguen gehindert habe. Gine fleinliche und turzsichtige Presse Frankreichs ist jetzt schon unfähig, ihrer überschäumen. ben Freude über dieses Ereigniß vernünftigen Ausdruck zu geschlossen. Bekanntlich wird, nachdem nunmehr 25 Jahre feit Bolitit, welche den souft der katholischen Kirche eigenen Ruf geben. Daß diese„ Freundschaft" zwischen Frankreich und dem Kriege 1870/71 verflossen sind, auch anderweitig die Feier politischer Klugheit keineswegs bestätigen würde! Der zu geRußland blos eine Episode in der Weltgeschichte sein wird, einzelner Gedenktage an den Krieg nicht mehr ganz in den bisher wärtigenbe formale Uebertritt der montenegrinischen Fürstenüblich gewesenen Formen erfolgen." lehrt uns ein Rückblick auf frühere Zeiten. Im- Zur Börsengarten Affäre in Rönigs vorigen Jahrhundert, zur Zeit des fiebenjährigen berg berichtet die Rönigsb. Hart. 3tg." noch, daß unter Krieges, war das Frankreich und Rußland in engstem durch den Anforderungen, welche der tommanbirenbe General Blut best gelten Bündnisse gegen Preußen vereint und an die Direktion der Börsenhalle gestellt hat, bemerkenswerther. Menelit's von Abessynien überbracht hat. Diese sollen die Frei Und so kommt es denn, daß die Ankunft des russischen Baren von Frankreich nicht mit besonders freudigen Gefühlen erwartet wird. Niemand die handvoll Frrenhäusler ausgenommen will in Frankreich den Krieg, und die Allianz mit Rußland, welche in dem Zaren ihre Verkörperung findet, ist der Krieg ist der Krieg mit Deutschland, mit Defterreich, mit England. Ist unabsehbares Verderben. Und darum gäbe die französische Regierung Millionen von Franks, wenn der liebe russische Bundesgenosse wegbliebe. il mistro sodi Pflicht an, nachbrücklichst zu fordern im Namen der katholischen 2. Die 43. Generalversammlung erkennt es als eine heilige Familienväter: 1. Anerkennung und Unterwerfung unter Gottes Gebote für alle, ohne Rücksicht auf die Person; 2. unnachsichtige, gerechte Bestrafung der Frevler und Uebertreter der Straf geseze gegenüber den Rohheiten aller Rauf bolde; Brüffel, 25. Auguft. Der„ Peuple" bedauert, daß der Engländer Ben Tillet in Antwerpen verhaftet worden ist, und erklärt, Belgien zeige fich einerseits gastfreundlich gegen auß ländische Verschwörer prinzlichen Geblütes, laffe aber anderer feits einen englischen Redner verhaften, der die belgischen Arbeiter aufforderte, sich gegen den Katholizismus(??) au organisiren. Italien. tochter zum römischen Katholizismus wird jedenfalls nicht hins reichen, um die Thatsache zu beseitigen, daßJtalien fünftig in die Machts sphäre Rußlands fallen wird. Ein russischer Abenteurer, Leontieff, ift es, welcher ber italienischen Regierung die Friedensbedingungen lassung der Gefangenen von einer weiteren Einschränkung des Gebietes der italienischen Kolonie und von der Entsendung eines italienischen Generals zum Abschlüsse des Friedens abhängig «lachen. Die Wegnahme eines holländischen Schiffes mit einer großen Waffenladung für Abessynien wird, so gerechtserrigt sie auch war, den Friedensverhandlungen vielleicht neue Hindernisse bereiten. Man schreibt übrigens dem ftömg Hunibert eine starke Abneigung gegen die Unterzeichnung des Friedens mit Abessynien -'u, ja einige Zeitungen sprechen davon, daß der König, um sich nicht zu diesem Schritte entschließen zu müssen, abzudanken ge denke, und daß deshalb die Heirath des Kronprinzen beschleunigt werden solle. Bis jetzt sind die Abdaukungsgerüchte unbestätigt geblieben; sollten sie sich aber bestätigen, so würden alle wahr- scheinlichen Folgen der montenegrinischen Heirath sehr bald aktuell werden.— Rom, LS. August. Von zuverlässiger Seite wird mitgetheilt, baß der Negus Menelik den» Msgre. Macario beim Empfange die Freilassung aller jener gefangenen Italiener zugesagt hat, deren Geburtsort im ehemaligen Kirchenstaat liegt. Der Negus Menelik ist ein von Kennern der politischen Verhältnisse Italiens wohl beralhener Mann. Seine Gesällig leiten gegen den Papst sind höchst unangenehme Nadelstiche für die Regierung König Humbert's. Der abessyuische Feldzug scheint übrigens von starker Wirkung auf die inneren Verhält- uisse Italiens zu bleiben; meldet doch eine weitere Depesche aus Rom: Obgleich in Hoskreisen das von der„Tribuna" und dem Mailänder„Secoio" gemeldete Gerücht von der eventuellen Ab- dankung des Königs Humbert zu gunsten des Prinzen v. Neapel zivecks Vermeidung der Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit Menelik als Erfindung bezeichnet wird, hält sich die Nach- richt dennoch aufrecht und wird überall als Thatsache lebhast erörtert.— Türkei. Kanca, 24. August.(Times.) Die Türken ermordeten eine Frau und verwundeten deren Sohn dicht vor den Thoren der Stadt. Die Christen belagern in Kästelt 120 Mann türkischer Truppen. Die Konsuln richteten an die Insurgenten ein Schreiben, in welchem sie von denselben die Aushebung der Belagerung ver- langen.— Amerika. — Wahnwitzige Mittel zur Unterdrückung deS kubanischen Aufstandes werden versucht. Nach einem Privattelegramm aus Kuba wird General Weyler«in Dekret erlassen, � welches die Kaffee-Ernte zur Zeit verbietet, weil mehrere Plantagenbesitzer ein Abkommen mit den Rebellen getroffen habe», nach welchem sie letzteren Abgaben zahlen wollen, wenn sie die Ermächtigung zur Ernte erhalten. Eine weitere Depesche aus Madrid meldet: Durch die Verordnung des Generals Weyler, welche die Ernte des Kaffee's untersagt, wird auch die Ernte des Zucker- rohrs verboten; die Verordnung erstreckt sich auf die ganze Insel Kuba. Einem Berichterstatter gegenüber hat General Weyler ge- äußert, die Maßregel sei zwar eine ernste, sie sei aber die einzige, welche den Aufständischen das nöthige Geld zum Ankaufe von Waffen und Munition entziehen könne. Die Stärkung der Ausstandspartei kann blos die Folge dieser Maßregel sein.— — Zwischen Brasilien und Italien schwebt seit zwei Jahren ein Streit wegen der Ermordung, Ausplünderung und zwangsweisen Pressung von italienischen Ansiedlern in der Provinz Sao Paulo zum Militär während des Bürgerkrieges. Die„Voss. Ztg." giebt hierüber folgende historische Darstellung: Alle Gewallthaten waren von der Regierungspartei aus- gegangen, die sogar Druckereien italienischer Blätter zerstören ließ. Nach Herstellung des Friedens zwischen den Südprovinzen und der Zentralregierung in Rio de Janeiro kam es zu diplo- malischen Verhandlungen mit Italien wegen der Entschädigungs- anspräche, und es scheint ei» Uebereinkomiuen getroffen worden zu fein, wenn auch bisher hierüber keine bestimmte Meldung vor- lag. Aber der Beschluß des brasilianischen Kongresses, das Ueber- einkommen abzulehnen, läßt ans ein solches schließen. Leider war es das Signal zu weiteren Ausschreitungen. Folgende De- pesche ist heute eingetroffen: Rio d e I a ii e i r o, 24. August. Im Laufe der gestrigen Ruhestörungen in Sao Paulo wurde» 40 Personen verwundet, von denen drei gestorben sind. Hier dauern die Unruhen fort. Am Abend wurden feindselige Rufe gegen Italien ausgestoßen. Die Hauptstraßen werden durch Patrouillen bewacht. Eine weitere Depesche auS Rio de Janeiro vom gestrigen Tage meldet: Die Kammer der Abgeordneten hat einstimmig das Ab kommen mit Italien verworfen. Die Erregung gegen die Italiener in Sao Paulo dauert fort, am Sonnabend und Sonntag fanden Zusammenstöße zwi schen Brasilianern und Italienern statt. Die Blätter beschul digen den italienischen Konsul, die Kundgebungen veranlaßt zu haben. Iuv VlolmlTvttgV gingen uns aus Anlaß der Einsendung in Nr. 191 des „Vorwärts" in der letzten Woche«ine Reihe von Zuschriften zu, die wir nun folgen lassen: � Ein älterer Parteigenosse schreibt uns: In dem„Die Lokalfrage" uberschriebenen Artikel in Nr. 191 findet sich folgender Passus: Unhaltbar erscheint uns aus die Tauer der Znstand, daß die Berliner Arbeiterschaft aus eme ganze Anzahl Ausflugsorte der Umgegend verzichten soll, weil dort der Arbeiterschaft weder ein Lokal»och ein Saal zur Verfügung steht. Als solche Orte werden i» der Lokalliste für Berlin und Umgegend ver- zeichnet: Alt-Glienicke, Gosen, Neu-Zittau, Wernsdorf, Groß- Lichterfelde, Mariendorf, Südende, Marienfelde, Teltow, Tcinpelhof, Trebbin. Zehlendorf, Königs-Wusterhausen jc. In einer ganzen Reihe anderer Orte stehen nur Restaurants oder kleinere Lokale ohne Sommergarten zur Verfügung, während die größeren Vergnügungslokale für die Arbeiterschaft ge- sperrt sind. Uns älteren Parteigenossen erscheint dieser Zustand durch- aus nicht so unhaltbar, denn wir haben uns den- ielben mit vollem Bewußtsein geschaffen. Wir gehen zu Fuß oo» Johannisthal»ach Adlershos, fangen unterwegs Laubfrösche und gehen über Adlershof und Glienicke, ohne daselbst ein Glas Bier zu trinken, ruhen unterwegs auf der Trift oder im Walde, verzehren dort unsere Stullen und. trinken aus der Flasche, währenddem die Kinder Blumen pflücken und spielen. Dann geht's über Rudow nach Britz und ohne einzukehre» nach Berlin, wobei wir uns amüsiren und unsere Gesundheit stählen. An bcm Sonntage, an welchem in Pichelsdorf das Sängerfest statt- fand, sahen wir über sechszig Jahre alt« Genossen, mit der ganzen Familie,(die Großen trugen die Kinder zeitweise auf dem Rücken) quer durch den Grimewald wandern, ohne daß dieselben daran dachten, in«in sogenanntes besseres Lokal ein- zukehren, wo ihnen schon von außen Plakate zu Gesicht kommen, auf denen nicht gerade geschriebenstehl„bleibt draußen, der Hund beißt", wohl aber:„mitgebrachte Speisen und Getränke auszupacken und zu verspeisen ist hier verboten". In solchen Lokalen giebt es große Speisekarten mit ganz hübschen Verzierungen, auch bekommt man dort ein sogenanntes Wiener Schnitzel für den billigen Preis von I.2S M., bestehend aus einem recht breit geklopften Schweins- kotelette, doppelt garnirt und in Fett gebraten; aber wir älteren Parteigenossen erhole» uns besser an einem recht guten Sechser- käse und obligater Butterstulle für 0,10 M.. wie man dasselbe in jeder sogenannten„Parteispelnnke" erhält. Wenn nun in dem Artikel gesagt ist, die alte Fischerhütte sei als Ort in der Lokalliste gar nicht zu finden, so leuchtet wohl jedem Genossen ein, daß dieselbe der Lokalkommission in Zehle» dors untersteht und gesperrt ist. Niemand kann, im Besitz der jetzigen Lokalliste, im Zweifel sein, wohin er zu gehen hat, und will er in den Grunewald, so stehen ihm die schönsten schattigen Lokale zur Verfügung, eins in Belitzhof am Wannsee und das andere in Schmargendorf, von wo auS man die schönsten Wanderungen antreten kann. Jedenfalls ist es aber Spielerei, wenn ein Genosse in Lokale geht, die uns nicht einmal zu Vergnügungen gegeben werden, wie ein anderes in Beelitzhof. Die Lokalliste sagt uns ganz haarscharf, wer es mit uns ehrlich meint und wer nicht, und es wäre sehr bedauerlich, etwas daran zu ändern; die Devise muß fort und fort heißen: Wir verkehre» nur bei Wirthen, bei denen es uns möglich ist, unsere ernsten Angelegenheiten in öffenllicher Versammlung zu be- sprechen, alle anderen wollen wir in ihren Gärten allein lassen. Jede andere Regelung führt zur Spielerei. In Grünau, einem von Arbeitern jetzt verhältnißmäßig wenig besuchten Orte, liegen alle Lokale an ein und derselben staubigen Chaussee und ist die Lust in denselben gleich gut; wenn aber jemand direkt am Wasser sitzen will, so bleibt ihm immer noch die schönste Wiese hinler dem Orte, auf welcher man sich besser erholen kann, als in den„besseren" Lokalen, ohne den starken Geruch von Eau de rnille flem-s und ohne die stark ge- schminkten Kokotten der Sportsmen zu sehen. Zum Restauriren genügen die freien Lokale in Grünau vollständig. Es heißt nun weiter in besagtem Artikel: Wie bei andere» Boykotts so ist auch in der„Lokalfrage" erheblich von den gefaßten Beschlüssen abgewichen. Ansänglich wurde der Boykott verhängt, um die Wirthe durch Entziehung der Arbeiterkundschaft zur Hergabe ihrer Säle zu Versammlungen zu zwingen. Das ist zweifellos eine Frage, a» der alle Arbeiterkreise mit tiefgehendem Interesse bctheiligt sind. Hierzu ist zu bemerken, daß bisher in keiner Weise von den gefaßten Beschlüssen abgewichen ist und daß genau von Anfang bis heute kein einziger Boykott der Kellner oder anderer an- gezogener Berufe wegen verhängt worden ist. Die Gastwirlhs- gehilfen stellten bisher— oder richtiger nach Ablauf des Boykotts, die Forderung a» die Parteigenossen, sie insoweit moralisch zu unterstützen, als bei Vergnügen und Versammlungen der Arbeiter der MehrbedarfvonArbeitskräften von dem unentgeltlichen Arbeitsnach- weis der Organisation entnommen werden sollte. Dieses Ansinnen ist wohl berechtigt, da der Arbeitsnachweis ein für beide Theile kostenloser ist und es sich die Organisation zur Aufgabe gemacht hat, dem laut Bericht der Reichskoinmission für Arbeitcrstatistik noch außergewöhnlich stark um sich greifenden Stellenwucher Ein- halt zu thun. Wohl in den seltensten Fällen haben sich die Wirthe geweigert, diesen mehr als berechtigten Fordernnge» nachzukommen, geschah es dennoch, so war der Grund einzig und allein der, den Tarif der Organisation zu umgehen. II. Der Vorstand des Tanzlehrer-Vereins Soli- darität sendet uns folgende„Berichtigung": Die Annahmen, genannter Verein boykottire Lokale und ziehe nebenbei Geschäftspraktiken groß, sind irrige. Die Or- ganisation obigen Vereins ist keine gewerkschaftliche, sonder» eine private, indem die Mitgliederzahl eine viel zu geringe ist, als das sie gewerkschaftlich in betracht kommen könnte. Auch ist in dem Revers, welcher nach Beendigung des Bierboykotts den Lokalinhabern, welche ihre Säle der Arbeiterschaft unentgeltlich zu Versammlungen und Festlichkeiten hergegeben, unter den au- geführten Gewerkschaften der Tanzlehrerverein„Solidarität" nicht vermerkt. Also der beste Beweis, daß fraglicher Verein keine Gewerkschaftsorganisation ist, demnach auch keinerlei Lokale boykottirt noch boykottiren kann. Was die Geschäftspraktik anbetrifft, so habe ich nur zu be- merken, daß in dem Statut unseres Verein? unter tz l gesagt wird:„Jedes neu hinzutretende Mitglied muß gewerkschaftlich und politisch organisirt fein und sich voll und ganz der niodernen Arbeiterbewegung anschließen." Daraus folgt, daß wir uns der Berliner Arbeiterschaft mit Fug und Recht empsehlen können, ohne Geschäftsprakliken zu üben. Bruno Hellwig. III. Genosse R. W a l t h e r schreibt uns: Ich pflege den„Vorwärts" in» Bett zu lesen, da der Inhalt meinem Fühle» und Denken entsprechend, mir sonst keinen Grund zur Ausregung bietet. Ein Passus der langathmigen Aus- führungen über die Lokalfrage in Nr. 191 ließ mich jedoch aus dem Bett springen und zur Feder greifen— und ich denke nicht umsonst— als Abonnent und Parteigenosse dürfte mir wohl auch das Recht zustehen, den hervorgekehrten„Eigendünkel" der „auserwählten" Einsender ins rechte Licht zu stellen. Diese„Besten" in unserer Gesellschaft lassen sich also ver- nehmen:„Ein dauernder Boykott wird in erster Linie von der Elitetrupp« der organisirten Parteigenossen gehalten." Es ist endlich einmal an der Zeit, ein offenes scharfes Wort mit diesen„Besten", welche oftmals meinen, die Gesinnungs- tüchtigkeit„mit Löffeln gefressen" zu haben, zu spreche», da nach- gerade durch diese Klassifizirung das demokratische Prinzip auf dem Wege ist, zum Teufel zu gehen. Wie schmerzlich und nachhaltig dieser Eigendünkel ehrgeiziger Personen diejenigen berührt, welche vom ideale» Gedanken des Sozialismus getragen werde», wurde in der vorigen Woche im Kolberger Salon bewiese», wo«in erblindeter Genosse einen Ausspruch des jetzt fern weilenden Genossen Matlutat zitirte, der anläßlich der lllufhebung des Bierboykotts die unterzeichneten Genossen als„beste" Genossen hinstellen zu müssen gemeint. Es dürste mancher hierunter gewesen sein, der als Hüter des Prinzips sich nicht gcriren kann.— Es ist dies ein Punkt, der nicht gern breit getreten wird, für den aber der Beweis zu führen ist. Es ist bei der Fehlbarkeit der Menschen eine verflucht kitzliche Sache, sich als„Besten" in einer Gesellschaft hin- zustellen;— man kann wohl von„fähigen" und„geistig jähigeren" Personen sprechen,— aber Ivo diese Naturanlagen, die auch künstliche Ausbildung erfahren könne», vorhanden sind, da soll sich der Träger derselben an dem freudigen Bewußtsein genügen lassen, diese Fähigkeiten zum Wohle der Menschheit in den Dienst derselben stellen zu können; wie diese Fähig- Gesammtheit Fnteresse zu ver- unseres Orgamsationsplancs für «ine selbstverständliche Verpflich- keilen in seinem und der werthen auf grund des§ 1 ihn, wie für jeden anderen tung ist.— Nach seinen Kräften ____________________ hat jeder Parteigenosse, wenn er als parteizugehörig betrachtet werden will, die Partei zu unter- stützen und ist demgemäß auch jeder in Reih und Glied stehende Parteigenosse ein„ebenso guter", braver Genosse, wie derjenige, welcher zufällig ein durch die Organisation gebotene? Amt be- kleidet. Wie lautet doch in kurzen Worten das Programm? „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"? schließt das nicht jeden Eigendünkel aus? Verfasser des Artikels über die Lokalfrage schreibt Der hierzu: Der springen" Genosse Walther hätte nicht gleich„aus dem Bett sollen und schlaftrunken„zur Feder greifen", um darauf los zu schreiben. Hätte er richtig ausgeschlafen und dann de» Artikel noch einmal durchgelesen, so hätte er zweifellos etwas anderes heransgefunde» als so, wo ihm zunächst alle?„lang- athmig" vorgekommen ist und er dann in Extafe gerathend, auS dem Zusammenhang herau» eben drauf lo» schreibt. Mit der Bezeichnung Elitetruppen(auserlesene Truppen) find alle Genossen, welche die Partei wirklich nach Krästen unter- stützen und an allen Kämpfen der Partei aktiv theilnehmen, gemeint. Weder die„fähigen" noch die„geistig fähigeren" sollten dadurch hervorgehoben werden, sondern alle Genossen ohne Unterschied, die ihre Pflicht erfüllen im Gegensatz zu den vielen Mitläufern. die wohl ein großes Anhängsel bilde», die aber bei aus- brechenden Kämpfen entweder bald das Hasenpanier ergreifen oder garnicht erst mitmachen. Solche Drückeberger giebt es bekanntlich bei allen wirthschastlichen und politischen Kämpfen. Nun wird ausgeführt:„Ein dauernder Boykott wird in erster Linie von der Elitetruppe der organisirtm Parteigenossen gehalten." Damit soll gesagt sein, daß bei Verhängung von Boykotts eine große Masse mitmacht, aber bei längerer Dauer desselben viele abspringen und nur noch die Kerntruppe der Partei übrig bleibt. Wie man sich über diese allgemein bekannte Thatsache so sehr aufregen kann, ist unbegreiflich. Weil aber der Genosse Walther, wie er hervorhebt, an der Aufregung geschrieben hat und nicht mit ruhiger Ueberlegung, so wird er wohl kaum darauf rechnen, daß seine sonstigen Ausfälle ernst genommen werden. Der Vorstand des Tanzlehrer- Vereins„Solidarität" be- stätigt, daß er nur eine private Vereinigung ist, die sich der Berliner Arbeiterschaft bei Veranstaltung ihrer Feste empfiehlt. Der Verein ist also ein geschäftliches Unternehmen; ich wollte nur betont haben, daß solche und ähnliche Vereine, welche private Zwecke verfolgen, auf sich selbst angewiesen sind, daß ihre Angelegenheiten deshalb bei der Verhängung von Boykotts nicht in betracht kommen können. Wenn gegenwärtig auch in diesem Sinne verfahre» wird, so bietet das»och keine Gewähr dafür, daß die betreffenden Gruppen sich mit ihren Forderungen an die Parteigenossen wenden. Es war deshalb nolhwendig, diesen Punkt bei der Lokalfrage hervorzuheben. Um so besser, wenn ich in dieser Frage selbst mit den betheiligten Genossen einer Meinung bin. Der ältere Parteigenosse bestätigt etwas, was ich garnicht bestritten habe. Selbstverständlich bringen alle aktiv an den Kämpfen der Partei betheiligten Genossen auch den Boykott, entsprechend den früher gefaßten Beschlüssen zur Durchführung. Aber diese Truppe ist zu klein, um auf die Dauer den nöthigen Druck auf die hartnäckigen Wirthe zu üben. Es handelt sich hierbei aber keineswegs in erster Linie um eine Frage des Prinzips, sondern um eine rein praktische Angelegen- heit, deren erfolgreiche Durchführung viel richtiger ist, als baS hartnäckige Verharren an einmal gefaßte Beschlüsse. Zur internationale» parlameutarischeu Konferenz der Sozialdemokratie versendet Genosse E. Vaillant in Parts folgendes Schreiben an die sozialdemokratischen Parlaments« fraktionell der verschiedenen Länder:,. „Bei der interparlamentarischen Konferenz vom 2ö. Juli n» London wurde beschlossen, daß jede Nation aus ihren gewählten Abgeordneten der Sozialdemokratie ihres Landes einen Delegirten bestimmt, der mit den übrigen aus dieselbe Weise bestimmten eine Kommission zu bilden hat, die einen Plan ausarbeiten soll, wie sich die Abgeordnete» und die Fraktionen aller Länder über eine einheitliche und organisirt« internationale Aktion regelmäßig zu verständigen haben. Es wurde beschlossen, daß die nationalen Gruppen oder in ihrer Ermangelung die gewählten Sozialisten, Gemeinde» räthe jc. sowie die Mitglieder des Parlaments ihre Wahl dem Unterzeichneten bekanntgebe», der in kürzester Zeit eine Versammlung der Kommission für die Beziehungen zwischen den sozialistische» Abgeordnete» aller Länder veranlassen wird. Bisher liegen nur die Anzeigen vor, die auf dem Kongreß in London gemacht worden sind— eventuelle � Jrrthümer wolle» gütigst berichtigt werden— und zwar: für England F. B r o ck l e h u r st, für Deutschland August Bebel, für Belgien E. V a n d e r v e l d e, für Dänemark P. K n U d s e.n. für Italien Enrico Ferri, für die Schweiz K. Bürkli, für Frankreich E. Vaillant(erste Sektion) und I. I a u r ä S (zweite Sektion). Diese Bestimmungen werden sich natürlich noch erganzen; jedenfalls sind sie schon genügend, um das Werk des inter- nationalen Einverständnisses und Zusammenwirkens zu be- ginnen, das zu betreiben die bezeichneten Delegirten ver- pflichtet wurden, und dessen Ausführung sie vorbereiten und sichern sollen..„ Des weiteren proponire ich die nächste Zusammenkunft der Delegirten, die die Organisationskommission bilde», für Sonntag, den 13. September 1396. in Brüssel. Ich würde Ihnen sehr verbunden sein, wenn Sie sofort Ihre Zustimmung geben würden. Im Falle, daß die Majorität, wenigstens fünf von den gegen- ivärtigen acht Delegirten, ihre Zustimmung verweigern würde. müßt« hie Zusammenkunft auf Ort und Zeit verschoben werden, die die Delegirten vorschlagen. Jedenfalls wird es aber begreif- lich erscheinen. daß eine solche V-rzögeruna Nachtheile hätte, nmsomehr als die Londoner Konseren, diese Zusammenkunft so- bald als möglich wünschte. Gleichzeitig ersuche ich. Ihre Verbindungen und Adressen, die Sie besitzen, zu benützen, damit die Vertreter jener Länder, die noch keinen Delegirten gewählt habe», sofort einen solchen bestimmen, und diesen Vertretern den Inhalt dieses Schreibens mitzutheilen. ES ist die Folge der Beschlüsse der interparlmnen- tarischen Konferenz von London. Mit den herzlichste» Grüßen und der Versicherung der inter- nationalen sozialistischen Solidarität G. Vaillant, IS, Villa du Bel-Air. Paris." Polizeiliche«, Gerichtliches ee. — Auch in den Redaltionsräumlichkeiten deS„Offen- bacher Abendblatts" ist nach Nr. 33 der„Neuen Welt" gehaussucht worden. Nur einige Exemplare fiele» der Polizei in die Hände. — Mehrere Personen in Ratzeburg hatten sich durch eine in Nummer 33 des„Lübecker VolkSboten" enthaltene Korrespondenz, worin aber keinerlei Namen genannt waren, beleidigt gefühlt und Sirafantrag gestellt. Die Verhandlung gegen de» verantwortlichen Redakteur Genossen Fein fand m nichtöffentlicher Sitzung am Sonnabend statt und endete mit der Verurtheiluna des Angeklagten zu einem Jahre und sechs Monaten Gesang n iß. Unser Genosse wurde sofort in Haft genommen. Seinem Antrage, ihn gegen Kaution zu enrlassen. hatte der Staatsauwalt zuerst widersprochen, dann aber beantragt, die Kautionssumme aus 10 000 M. zu beinessen. Das Gericht be- schloß jedoch, den Angeklagten gegen Hinterlegung einer Kaution von 3000 M. so lange aus freien Fuß zu setzen, bis Genosse Friedrich seine am 20. September abgelaufene Strafe ver- büßt habe. — Die ,. NiederrheinischeVolkstrtbüne" hatte in einer Notiz über die Beerdigung des Parteigenossen Krewinkel da? Verhalten des Polizeibeamten K o l l p a ck gerügt, der, wie dem Redakteur Wessel von verschiedenen Personen versichert worden war, sich über den Todten und das Begräbniß in eiiler für die Theilnehmer höchst beleidigenden Weise geäußert hat. Daraus wurde Wessel wegen Beleidigung Kollpack's unter Anklage Sestellt. In der Gerichtsverhandlung bestritten die Polizeibeamten iichberg und Kollpack jowie ein anderer Zeuge, daß die in Red« stehenden Aeußerungen gefalle» wären, während zwei Brüder des Verstorbenen und andere Zeugen das Gegentheil erklärten. Das Ergebniß des Zeugenverhors war, daß Eid gegen Eid stand. Der Gerichtshof erkannte aber nicht auf Freisprechung. sondern verurtheilt« Wessel zu S Monate» Gefängniß und zur Urtheilspublikation. Begründet wurde das Urtheil damit, daß die Polizeibeamten sich bei der Beerdigung höchst taktvoll und \ verhört haben. " anständig benommen hätten, die Entlastungszeugen müßten sich, demagogischen Weise geschrieben ist, daß der Ausschluß der Von den Klempnern Wien 3 streiken noch gegen Herausgeber der Buchdrucker- Wacht" ein Nacheatt des Vor- 150 Mann, die bei den Firmen Cloeter u. Denk beschäftigt Wegen Beleidigung des Polizeisergeanten Hengel- standes sei. Er beruft sich hierbei darauf, daß auf waren. haupt in Mehlis war der Redakteur des„ Gothaischen der halleschen Generalversammlung des Verbandes der Der Weberstreik in Profniß hat nach mehrwöchiger Boltsblattes", Genosse Joo3, vom Schöffengericht zu Antrag, Gasch solle bei Fortsetzung seiner schädigenden Dauer mit einem Vergleich geendet. 2 Monaten Gefängniß verurtheilt worden; das Landgericht er- Agitation ausgeschlossen werden, nur deshalb zurückgezogen einigten sich auf einen einheitlichen Lohntarif. mäßigte die Strafe auf 100 m. und im Wiederaufnahme- Ver- worden sei, weil gesagt worden wäre, das Statut gewähre hierzu fahren wurde die Strafe noch auf 50 M. herabgesetzt. bereits die Handhabe. Die Generalversammlung hätte jedoch " Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Aussperrungen, müffen fiets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. An die Arbeiter und Arbeiterinnen des deutschen Buchbinderei Gewerbes. die Arbeiter und Fabrikanten Soziales. 1 Gerichts- Beitung. in - Gegen das Boltsblatt für Halle" sind im feinen Zweifel gelassen, daß sie die strikte Anwendung des Verlaufe von 6 Wochen nicht weniger als sieben Klagen anhängig Statuts erwarte, falls Gasch seine unheilvolle Thätigkeit fort- In Sachen des neuen Buchdrucker Tarifs hat der der Buchhändler gemacht worden. Außer einer Majestätsbeleidigung und einer sege. Der Vorstand habe also keinen Racheatt ausgeübt, Vorstand des Vereins Gotteslästerung soll das Boltsblatt" sich der Beleidigung eines sondern sei dem dem ihm von der höchsten Instanz über- Leipzig folgendes Rundschreiben erlassen: Auf grund voranGendarmerie- Wachtmeisters, eines Polizeidieners, eines Ober- tragenen Auftrage nachgekommen. Selbstverständlich hätte gegangener Tarifverhandlungen ist laut Beschluß der Hauptvogts, eines Gutsbesitzers und einer anderen Person schuldig er aber auch ohne diesen Auftrag dasselbe gethan; in versammlung des deutschen Buchdruckervereins ein neuer allgemacht haben. der Buchdruckerorganisation würde selbst den Freunden des gemeiner deutscher Buchdrucker- Tarif in traft getreten. Der Vorstand Vorwärts" teine Extrawurst gebraten". Der Vorsitzende des deutschen Buchdruckervereins fowie insbesondere die Innung Döblin macht durch diese Rederei seine Sache nicht besser. Das Leipziger Buchdruckereibesitzer haben den Vorstand des Vereins der Recht, ein Blatt herauszugeben, ist im Deutschen Reiche absolut. Buchhändler zu Leipzig davon benachrichtigt und beide haben Was das Gesetz nicht verbietet, das kann kein Privatverein recht- übereinstimmend und verbindlich erklärt, daß dieser Tarif die mäßigerweise zum Anlaß nehmen, seine Mitglieder der zum their nächsten fünf Jahre Geltung behalten und innerhalb dieser Zeit durch Dußende von Jahren wohterworbenen Rechte auf Unter- feine weitere Erhöhung der Druckpreise stattfinden solle. Bei stützung in Nothfällen zu berauben. Außerdem hat die ihrer hierauf bezüglichen, von unterzeichnetem Vorstande als zuSeit 22. August stehen in Stuttgart die Buchbinderei Arvon Döblin geleitete Buchdruckerorganisation die selbstverständ- reichend erachteten Erklärung Sprachen sie die Zuversicht aus, auf liche Ehrenpflicht übernommen, den Buchdruckergehilfen selber die thatkräftige Unterstützung des Buchhandels gegenüber der beiter und Arbeiterinnen im Streif. Die bescheidenen Forde bie Vortheile der Unterſtügung zu gewähren und sie deren nur Gehilfenschaft rechnen zu dürfen, falls sich doch noch Schwierigrungen: 17 M. Minimallohn für Arbeiter, 9 stündige wirkliche Arbeitszeit, 10 pet. Lohnerhöhung, Bezahlung der gesetzlich und in den Formen verlustig zu machen, die das Statut vorschreibt. feiten ergeben sollten, während wir die bestimmte Erwartung gefchäftlich angeordneten Feiertage für Arbeiter und Arbeiterinnen, aber abgesehen davon, ist für den Vorstand lediglich maßgebend, ausgesprochen haben, daß bei etwa tünftig wiederkehrender Berwurden von den Unternehmern zurückgewiesen. Die Solidarität was die Generalversammlung beschließt, nicht das, was anlaffung von den Buchdruckern eine rechtzeitige Berständigung mit redet. Ein Beschluß, dem Verlagshandel bewirkt werde. Haben wir auch nicht zu der unter den Ausständigen ist bewunderungswürdig. Selbst Greise, der eine oder andere Delegirte wenn Mitglieder auszuschließen, fie ein die 25 bis 30 Jahre ihre Arbeitskraft den Unternehmern geopfert Blatt herausgeben, ist aber nicht gefaßt worden. eigenes Ueberzeugung kommen können, daß die Erhöhung des Tarifs durch Eben- eine Bertheuerung der allgemeinen Lebensbedürfnisse begründet sei, haben, betheiligen sich am Streit. Es ist das erste Mal, daß fowenig hat die Mehrheit der Mitglieder bes betreffenden so glaubten wir nach der Gewährleiſtung einer fünfjährigen auch die Arbeiterinnen mit in die Bewegung traten. Gaues den Antrag gestellt, die Herausgeber der Buchdrucker- Giltigkeitsdauer und in Rücksicht auf fünftig zu bethätigenden Ausständig find bis heute 340 Arbeiter und 160 Ar beiterinnen. Bewilligt find die Forderungen von 5 großen Wacht" auszuschließen. Das ist aber statutarisch unbedingt er- Einfluß auf die Tarifgestaltung, daß seitens des Buchhandels den Geschäften mit 140 Arbeitern und 170 Arbeiterinnen, desgleichen betreffenden Gauvorstände ist also eine flagrante Verlegung des gewerblichen erhältnisse ermöglicht, nicht länger widerstrebt forderlich. Die Handlungsweise des Zentralvorstandes und der Forderungen, deren Erfüllung eine friedliche Entwickelung der von 10 Geschäften mit zirka 30 Arbeitern. An die Arbeiterschaft Statuts, und dazu konnten Herr Döblin und Genossen nur infolge werden sollte. Sonach empfehlen wir unseren Mitgliedern und aller Zweige des Buchbindereigewerbes ergeht nun das dringende des persönlichen passes kommen, ben sie gegen die Herausgeber allen denen, die sich unseren Schritten in der Tarifangelegenheit Ersuchen: Zuzug fernzuhalten! Arbeiter und Arbeiterinnen! Unterstützt Eure streitenden Brüder und Schwestern, damit sie in der Buchdrucker- Wacht" hegen. Wäre der Verein wirklich be- angeschlossen hatten, den neuen allgemeinen Buchdruckertarif dem Kampf mit dem Kapitalismus zum Siege gelangen! droht durch das, was in der Buchdrucker- Wacht" gegen die thatsächlich anzuerkennen." Die Herren Buchhändler würden ihr kapitalistisches InterAlle Zuschriften find zu richten an den Vorsitzenden des Tarifgemeinschaft und gegen den Vereinsvorstand geschrieben Streitfomitees, Emil Jöhler in Stuttgart, Gewerkschaftshaus wird, dann dürfte auch der„ Correspondent" keine solche Stimme effe ja auch herzlich schlecht wahren, wenn sie sich gegen die zum Hirsch, Hirschstr. 14, alle Geldfendungen an den Kassirer lich ausgesprochen wurde, weil es sich um ein zweites wollten, die der neue Tarif mit sich bringt. Saben sie doch das zum Hirsch, Hirschstr. 14, alle Geldsendungen an den Kassirer registriren. Döblin erklärt benn auch, daß der Ausschluß ledig- geringfügige Erhöhung der Produktionskosten widerhaarig zeigen Eugen Haueisen in Stuttgart, Heufteigstr. 30, III. Blatt handelt. Er bestreitet dann, daß auf der Breslauer wichtige Zugeständniß erhalten, daß fie fich fünftig in die Lohns Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Generalversammlung die Mehrheit die Minderheit terrorifirt bewegung der Buchdruckergehilfen mit einmengen dürfen. fit Zu dem Streit wird uns aus Stuttgart noch geschrieben: habe. Dabei verschweigt er, daß die Mehrheit den Antrag der Der badische Militärvereins Verband erläßt einen Der Ausstand ist, wie früher gemeldet, am Freitag und Sonn- Minderheit, über den neuen Tarif die Gesammtheit der Verbandsaben, je nach den verschiedenen Zahltagen, ein allgemeiner ge- mitglieder durch Urabstimmung entscheiden zu lassen, abgelehnt hat. Aufruf zur Gründung von Arbeitsnachweiz- Anstalten für entlassene Reservisten. Diese Arbeitsnachweise worden; Einige bedeutende Der Döblin'sche Hinweis darauf, daß unsere Partei die Anarchisten sollen verhüten, daß die Reservisten nach ihrer Entlaffung der Firmen haben sofort bewilligt, unter ihnen die Groß- Werner und Konsorten ja auch ausgeschlossen habe, weil sie sich Sozialdemokratie in die Hände fallen, und so für die Be betriebe Deutsche Verlagsanstalt, Union, Greiner u. Pfeiffer, den Parteitagsbeschlüffen nicht fügten, mag nur angeführt sein. strebungen der Hurrahbrüder verloren gehen. Wird nichts Stähle u. Friebel. Der Prinzipalverein versprach die Forde Der Hinweis zeigt durch seine bloße Wiedergabe, wie vollständig nüßen. Gegen die Sozialdemokratie giebt es kein ander Kräut rungen größtentheils anzuerkennen, wenn bis 1. Oktober in urtheilslos Döblin den Dingen gegenübersteht, die nicht inner- lein, als die Bewilligung ihrer Forderungen. Mit der Zeit Leipzig, Berlin, Hannover 2c. ebenfalls die gleichen halb seines Fachhorizonts liegen. Und daß er nicht einmal inner werden das auch die Militärvereins- Führer einsehen müffen. Arbeitsbedingungen eingeführt sind, auf welches Ansinnen die halb seines Berufes den Grad von Fähigkeit bemerken läßt, Gehilfen natürlich nicht eingehen können. Es befinden sich zur den man von dem Führer eines in gewerkschaftlicher Beziehung Zeit 340 männliche und 160 weibliche Arbeitskräfte im Aus- so vortrefflichen Elementes verlangen kann, wie es die Buchstand. In 5 größeren Geschäften mit über 300 Personen find brucker sind, das zeigt neben zahlreichen anderen Vorgängen der Der Streit in der Frister'schen Fabrik beschäftigte die Forderungen bewilligt, ferner haben 10 fleinere Geschäfte mit letzten Jahre besonders deutlich der gegenwärtige Wirrwarr, der wieder einmal, nunmehr das dritte Mal, das hiesige Schöffenzufammen 30 Arbeitern bewilligt. Da der Streit sich wohl schnell infolge des ungeschickten Auftretens Döblins und seiner Anhänger gericht; dieses Mal hatte sich der Klempner Tew 3 wegen Verzu gunsten der Arbeiter entscheiden wird, so ist Zuzug streng unter den sonst so musterhaft einigen Buchdruckern Platz ge gehens' gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung vor der 139. Abfernzuhalten. griffen hat. Ein wirklich fähiger Gewerkschaftsführer, der die Achtung, Puter Berlins! Das Solidaritätsgefühl ist Tragweite seiner Handlungen zu ermessen vermag, hätte auch theilung des Amtsgerichts I zu verantworten. Wegen der Maijetzt endlich auch bei den Kollegen des Buzunternehmers Scharf, niemals die Bahn beschritten, auf der sich jetzt Herr Döblin mit feier waren bekanntlich die Arbeiter der Frister'schen Fabrit ausgesperrt worden; zunächst war's ein Provisorium von drei Borndorferstraße( Bau Schulz) zum Durchbruch gekommen. Neun den Ausschlüssen von denen Leuten befindet, paar Tagen, da aber die Arbeiter auf Bezahlung für den 1. Mai be die die Sache Fassadenpuyer des Scharf haben am Montag die Arbeit nieder er dadurch zu einer Bedeutung verhilft, standen, wurde der Zustand dauernd und die Fabrik holte gelegt. Sie sind der festen Ueberzeugung, daß sie auch ohne den an sich gar nicht hat. Herr Döblin hat also feinerlei Succurs aus Wien. Am 3. Juni d. I. nun, mittags gegen Buzmeister Scharf Arbeit bekommen werden. Wir begrüßen ihr Berechtigung, über das noch nicht fertige Studenten1 Uhr, trat der Klempner Julius Reimann, welcher den Vorgehen mit Freuden und empfehlen den in Schöneberg, Haupt- thum" zu spötteln, das, wie dieser Mann mit der schwieligen nicht zu Ausgesperrten gehörte, die Frister straße, arbeitenben Kollegen des Pugmeisters Scharf, das Bei Faust" sagt, anscheinend mehr, als gut sei, am Borwärts" zur fche Fabrit, um fich zu einem Brieftasten zu begeben; spiel der Kollegen in der Borndorferstraße nachzuahmen. Be- Geltung komme". Dieser Döblin'sche Kniff ist schon insofern in diesem Augenblic trat jemand an ihn heran, fragte merkenswerth ist, daß die Kollegen noch längere Zeit Aussicht auf verfehlt, als die Akademiker am Vorwärts" von der Richtung ihn, wie er dazu käme, bei Frister zu arbeiten; er solle doch Reimann erwiderte Arbeit bei Scharf hatten, sie aber trotzdem entschlossen sind, sich Döblin immer sehr gern zitirt worden sind, wenn sie über die aufhören, da ja gestreift würde u. f. w. nicht fänger von einem Zwischenunternehmer ausbeuten zu lassen. Buchdruckerorganisation ein lobendes Urtheil fällten. dem ihm Unbekannten darauf, er solle ihn nicht mit Redensarten Gleichzeitig geben wir bekannt, daß auf dem Rasernenbau am Unter den Magdeburger Mitgliedern des Buchdrucker belästigen, er( Reimann) gäbe keine Auskunft. Diese kurze b Kreuzberg( Baumeister Müller) der Versuch gemacht worden ist, Verbandes ist eine Bewegung im Gange, die sich gegen den weisung erschien dem Fragesteller nicht besonders höflich, deshalb den Lohn der dort arbeitenden Buzzer auf 6 M. pro Tag herab- Ausschluß der Herausgeber der Buchdrucker- Wacht" richtet. meinte er:„ Lausejunge, wenn Du nicht ruhig bist, dann kriegst zusetzen. Der vereinbarte Preis beträgt 20 Pf. pro QuadratIn Magdeburg haben auf dem Bau Hafen"( Mittel- Du paar' runter." Er fügte noch hinzu, wenn jener nicht aufmeter. Bei der noch auszuführenden Fugenarbeit sollen sich die Arbeiter verpflichten, Schrubber und Salzsäure dem Unternehmer Speicher) sirka 50 Maurer und Hilfsarbeiter die Arbeit nieder- hörte, zu arbeiten, dann solle er fich in acht nehmen. Der eine der Geschäftsinhaber, Engel, hatte den Vorfall vom Fenster aus gratis zu liefern, und diese Arbeit wird auf dem Bau des gelegt. Aus Breslau wird uns geschrieben: Zu den Kaifertagen beobachtet, er eilte auf die Straße und übergab den Angeklagten er sei der Staates ausgeführt! Die Lohnkommission der Putzer Berlins wollen die Droschtenkutscher streiten. Die Breslauer Polizei dem Schuhmann. Der Angeklagte behauptete, und Umgegend. will wegen des zu erwartenden Fremdenverkehrs die Zahl der Thäter" nicht gewesen und könne es nicht gewesen sein, denn Achtung, Metallarbeiter Berlins. Kollegen! Der Aus- Tarameter Droschken und der Droschten zweiter Klaffe er um die in Frage stehende Zeit habe er sich gerade mit zwei stand der Former und Gießerei- Arbeiter, der uns aufgezwungen heblich vermehren. Dies hat den Born sämmtlicher Roffe Kollegen im Bubeil'schen Restaurant befunden; als er dann aller wurde, dauert nun schon 16 Wochen. Der Muth der Aus- lenker heraufbeschworen einer und sie haben in vor dings nach Hause ging, sei er ohne Grund festgenommen worden. ständigen ist ungebeugt. Da aber eine ganze Reihe anderer furzem abgehaltenen großen Versammlung beschlossen, das Der Zeuge Reimann wollte zunächst den Angeklagten, der ihm Kollegen in Mitleidenschaft gezogen wurden, glaubten wir im Polizei Präsidium zu ersuchen, von diefer geplanten bis zu dem fraglichen Vorfall ganz unbekannt war, bestimmt Juteresse aller zu handeln, wenn wir uns zwecks Beilegung der Vermehrung Abstand zu nehmen, anderenfalls sie sich die wiedererkennen; er sei derjenige, der damals festgenommen Differenzen an die Unternehmer wandten. In ihrem Unternehmer- Kaiserparade in Sandau zu Fuß ansehen wollten. Nach der wurde; und derjenige, der festgenommen wurde, sei der Frager stolz haben dieselben aber jede Unterhandlung abgelehnt. Wir Stimmung der Droschkenkutscher zu schließen, ist es sehr gewesen, welcher ihn( den Zeugen) zur Arbeitsniederlegung durch haben nun unsere Taktik geändert und haben die Sperre auf wahrscheinlich, daß sie ihre Drohung wahrmachen werden, bie oben angeführte Drohung zc. bewegen wollte. Das wollte gehoben, die über diejenigen Werkstätten verhängt war, wenn das Präsidium auf seinem Beschlusse verharren sollte er auch beschwören. Der Angeklagte berief sich aber auf welche ihre Arbeiter nicht am 1. Mai aussperrten. Ju Leipzig brach der gestern gemeldete Streit der zwei Entlaftungszeugen, welche nicht nur bekunden sollten, daß er Damit ift aber der Streit noch lange nicht beendet, Maurer auf dem Dehlschläge I'schen Bau deshalb aus, der„ Thäter" nicht sein könne, sondern daß thatsächlich ein wie eine Anzahl Kollegen glauben. Wir ersuchen daher dringend, weil der Bolier einem Maurer die Sammelliste für den Maurer anderer, und zwar ein Arbeiter der Firma Schäffer u. Walcker, doß alle Kollegen ihr möglichstes thun, um den Zuzug nach den Unterstützungsfonds mit dem Bemerken weggenommen hat: Wer die ihm in den Mund gelegte inkriminirte Aeußerung gethan habe. woch gesperrten Werkstätten fernzuhalten. Wie das Unternehmer: baß macht, wird' nausgeschmissen. Bisher war auf den Bau Von diesen beiden Entlastungszeugen wurde unr der eine, Methner, vernommen. Er hat gesehen, wie ein Arbeiter von thum handelt, wird aus folgendem erhellen. Dem Fabrikanten Schäffer u. Walcker, dessen Namen ihm entfallen ist, an den Falbe, Mauteuffelstr. 72, theilten wir anstandshalber ebenfalls stets gesammelt worden, ohne daß der Unternehmer es verboten hätte. mit, daß der Wiedereinstellung von Formern und GießereiDer Zimmererstreit auf dem Terrain der Sächsisch- Beugen Reimann herantrat und mit ihm sprach. Dieser Arbeiter Arbeitern nichts im Wege ſtehe. Als die Leute sich nun bei ihm Thüringischen Gewerbe- Ausstellung ist erfolglos beendet. Die hat ihm dann den Inhalt des Gesprächs mitgetheilt und feine einfanden, wurde ihnen bedeutet, daß sie erst vom Unter- betreffenden Zimmerer hatten übrigens ohne Zustimmung der Verwunderung darüber ausgedrückt, daß er auf seine höfliche suchungs- Rabinet in der Gartenstraße 160 Gartenstraße 160 einen Schein Anfrage an den Zeugen Reimann von diesem so kurz und haben müßten, ehe fie eingestellt werden könnten. Hierauf Der Vorsitzende des Vereins Leipziger Buchdrucker- unhöflich abgefertigt wurde; dann habe auch er sich zu heftigen Aeußerung hinreißen laffen. Auf eine gingen die Arbeiter selbstverständlich nicht ein, worauf einigen daß sich Wantelmüthigen mitgetheilt wurde, daß sie auch ohne Schein ein- gehilfen hat den von mehreren hundert Mitgliedern unter einer Aur gestellt würden. Darauf fingen denn auch drei Arbeiter an. Als stützten Antrag, zur Diskussion über die bekannte Ausschluß- Frage des Vorsitzenden erklärt Methner noch, nun am Dienstag Morgen die übrigen Arbeiter erschienen, sagte Affäre eine Versammlung einzuberufen, als statutenwidrig" ab- die Arbeiter der Firma Schäffer u. Walcker mit den Frister'schen man ihnen, daß sie ohne Schein nicht eingestellt werden könnten. gelehnt. Statutenwidrig ist aber nicht dieser Antrag, sondern Arbeitern für solidarisch erklärt hätten, und wiederholte seine Es war also nur darauf abgesehen, die unliebsamen Elemente die Handlungsweise des Vorstands, denn das Recht, einen durch Versicherung, daß der Angeklagte, den er seit 5 Jahren kenne, die genügende Zahl von Mitgliedern unterstüßten Antrag auf mit Reimann damals nicht gesprochen habe. Zwischen dem Aulos zu werden. Kollegen! Ihr könnt daraus ersehen, daß den Einberufung einer Versammlung abzulehnen, steht dem Vorstand geklagten und jenem betreffenden Arbeiter beſtehe eine große Aehnlichkeit; auch habe letterer einen ähnlichen Anzug und Hut ge Unternehmern alle Mittel recht sind, wenn es gilt, die überhaupt nicht zu. bekämpfen. Angesichts der augenblicklichen In Frankfurt a. M. sandte die Agitationskommission der tragen, wie der Angeklagte. Nach diesen Bekundungen erklärte Lage bitten wir nun, daß jeder Kollege nach wie vor Schneider und Schneiderinnen den dortigen Kon Reimann, daß er sich dann durch die Nebulichkeit habe täuschen seiner Verpflichtung, wöchentlich 50 Pfennig zu zahlen, fettionären einen Lohntarif mit dem Ersuchen zu, die in laffen. Der Gerichtshof verzichtete auf weitere Beweisaufnahme. nachkommt. Kollegen, die Rühnemänner wollen unsere Dr demselben angegebenen Lohnsäge Bei einer Der Staatsanwalt beantragte die Freisprechung und der ganisation vernichten, darum haben alle auf dem Poften zu sein! Beigen wir ihnen, daß die Berliner Metallarbeiter persönlichen Umfrage bekam die Kommission fast von allen Ron- Gerichtshof erkannte nach dem Antrage. zum Klassenbewußtsein erwacht sind. Kollegen! Wir rufen Euch fektionären ablehnende Antworten. Ein Konfektionär soll sogar Arbeiter zu Organisation gehandelt. ein " " " zu: Nur nicht den Muth sinken lassen; wenn alle Mann auf geäußert haben, es wäre das beste, wenn die Hälfte Develmen und letzte dem Posten sind, muß der Sieg uns doch werden! Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter- Verbandes. dann hätte die andere Hälfte Arbeit! Man sieht, ohne gefeßliche Maßnahmen ist diese Sorte von Unternehmern nicht zur Vernunft zu bringen. vor Nachrichten. London, 25. August.( W. Z. B.) Wie dem„ Neuter'schen Bureau" aus Sansibar gemeldet wird, ist Sultan Hamed bin Thwain heute gestorben. Madrid, 25. August.( W. T. B.) In Alicante und Barcelona wurden mehrere Personen, welche anarchistische Aufrufe vertheilten, verhaftet. Achtung, Lederarbeiter( Portefeuiller)! Bewilligt haben noch die Firmen Plötz u. Ro., Sebastianstr. 14; Puschel, In Würzburg erklärte sich eine Buchbrucer- Bere Dresdenerstr. 38. Buzug ist fernzuhalten von den Firmen sammlung mit allen gegen drei Stimmen gegen die durch den H. Adam jr., Prinzenstr. 38; R. Krasemann, Melchior- Bentralvorstand vorgenommene bekannte Ausschließerei von Die Insurgenten auf Ruba zündeten neuerbings 30 Raffee. straße 7; Sommer, Reichenbergerstr. 181; Bornemann, Buchdruckergehilfen und erklärte, der einzige Weg, einen gesunden Schmidtstr. 15; Eichler, Sebastianstr. 6; Heymann Frieden in der Organisation zu schaffen, sei die Amtsniederlegung Plantagen an. u. Ko., Dresdenerstr. 82/83; Loth u. Weinland, Döblin's. Athen, 25. Auguft.( Agence Havas".) Die Christen im Dresdenerstr. 88189. Wir ersuchen die Kellegen, um die Ab- Der Streit der Steinnusarbeiter Wiens ist beendet. Diftrift Heraklion steckten mehrere mohamedanische Dörfer in rechnung für diesen Monat zu beschleunigen, baldigst über die In gemeinsamer Sizung mit den Arbeitern erklärten sich die Brand, nachdem ein Kampf mit den eingeborenen Türken stattLiften abzurechnen. Die Lohnfommission. Meister bereit, den verlangten Tarif zu bezahlen, den Arbeits- gefunden hatte. 1000 bewaffnete Mohamedaner verließen Heraklion Der Buchdruckergewerkschafts- Vorsitzende Döblin bes nachweis der Gewerkschaft anzuerkennen und feinen der am in der Absicht, die Proving Malevisi zu verwüfien, um dadurch streitet im„ Correspondent" in einem Leitartikel, betitelt Noch- Streit betheiligt gewefenen Arbeiter zu entlassen. Der Ausstand Vergeltung auszuüben. Der Gouverneur von Heraklion vermag nicht, die Ruhe aufrecht zu erhalten. imals die Parteipreffe", der natürlich wieder in der bekannten hat sirta drei Wochen gedauert. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 199. " Mittwoch, den 26. August 1896. P 13. Jahrg. Im Namen des Königs! In der Privatklagesache 1. des vorgegangen wurde. Ob die Staatsanwaltschaft neuerdings| haupt keinen Erholungsurlaub erhalten, außer ihren Dienst auch Alwin Scheidhauer, 2. des Ernst Löwe, 3. des Mar Göhler, gegen Herrn Dr. Edel eingeschritten ist, wissen wir nicht. noch die Vertretung für die beurlaubten Briefträger übernehmen. 4. des Hermann Schade, sämmtlich zu Berlin, Lindenstr. 26, PrivatWenn die Staatsbürger- Beitung" einmal ehrlich sein will, Diese vielgeplagten Beamten geben sich der fühnen Hoffnung kläger, vertreten durch den Rechtsanwalt Wiener hier, gegen den wird sie anerkennen müssen, daß die Angelegenheit Edel somit hin, daß die Postbehörde doch noch ein Einsehen haben werde verantwortlichen Redakteur des Vorwärts, August Jacobey zu für den Vorwärts" so reinlich daliegt, wie wohl kaum je und ihnen wenigstens im Herbste einige Erholungstage vergönnen Berlin, Beuthstr. 2, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das ein Fall aus ihrer eigenen respektablen Bergangenheit. Was wird, die sie um so nöthiger gebrauchen, da die längere Dienst tönigliche Schöffengericht zu Berlin, Abtheilung 148, in seiner den Ausfall am Schlusse betrifft, so sollte das Antisemitenblatt zeit während dieses Sommers erhöhte Anstrengungen erforderte, Sigung vom 20. Juli 1896, an welcher theil genommen haben: aus der Lektüre des Vorwärts" endlich gemerkt haben, daß er die auf Geist und Körper der Leute nicht ohne Einfluß blieben. 1. Amtsgerichtsrath Haack als Vorsitzender, 2. Freytag, 3. Beh- ganz entgegen der Gepflogenheit der tapferen Urdeutschen" vor Zu der Aufsehen erregenden Verhaftung des Fahrradrendt als Schöffen, Assistent Hartwig als Gerichtsschreiber, für niemandem Halt macht, gleichgiltig, ob das" Judenthum" Fabrikanten Hugo Neumann aus der Prinzenstraße wird uns Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen öffentlicher Be- oder sonst wer ihm in den Weg tritt. noch mitgetheilt: Die Fabrit von N. war nicht nur eine der leidigung zu 30 Mart Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle zu Lokales. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7-8 Uhr abends statt. Achtung! Volksfest Weißensee vom 12. Juli. Sigung des Vergnügungskomitees Donnerstag, den 27. August, abends Punkt 8 Uhr, bei Witzel, Ackerstraße. Die Anwesenheit sämmt licher Genoffen ist nothwendig. Gleichzeitig wird Herr Scavola freundlichst ersucht, in der Sizung zu erscheinen. " die Eine intereffante Ergänzung erhält in folgendem unsere ältesten dieser Art in Berlin, sondern in ganz Deutschland, und Tagen Gefängniß tostenpflichtig verurtheilt. Den Beleidigten, neuliche Meldung über die auf Geheiß des Herrn Thielen an- florirte gut, da N. der erste Fabrikant war, der Fahrräder auf Alwin Scheidhauer, Ernst Löwe, May Göhler und Hermann gestellten Versuche mit Spiritus- Glühlampen. Und wird ge- Theilzahlung gab, wodurch er sich einen großen Kundenkreis Schade in Berlin wird die Befugniß zugesprochen, die Verschrieben: Wer diese Nachricht liest, die sich so rein eisenbahn- erwarb. Während er früher einen soliden Lebenswandel führte, urtheilung binnen 4 Wochen nach eingetretener Rechtskraft durch fachlich ausnimmt, kann nicht so leicht auf den Gedanken kommen, erregte er in den letzten Monaten durch seine Verschwendungseinmaliges Inserat des entscheidenden Theils dieses Urtheils im daß sich dahinter eines der fleinen Mittel verbirgt, mit denen sucht Aufsehen. Allgemein hielt man N., der nebenbei bemerkt Vorwärts" bekannt zu machen. Sämmtliche Exemplare der ber Landwirthschaft geholfen werden soll. Und dennoch ist es wegen Körperverletzung schon viele Anklagen gehabt hat, nicht 1. Beilage Nr. 90 13. Jahrgang des Vorwärts" vom so! 17. April 1896, soweit sie sich im Besitze des Druckers, Ver- Spiritus daraus Daß die Landwirthe eifrig Kartoffel brennen, um mehr für zurechnungsfähig und in Sportskreisen war die zu bereiten, ist bekannt. Aber wohin Redensart Neumann ist komplett verrückt" zu einem geflügelten legers oder Herausgebers befinden oder öffentlich ausliegen, sind zum Teufel mit dem Spiritus, besonder3 feit die Steuer Wort in jedermann's Munde geworden. Von den vielen Tolleinzuziehen. dem armen Manne den Schnaps so bedeutend vertheuert hatte, heiten, der Verhaftete angegeben, seien folgende er= daß der Verbrauch erheblich fant. Da tauchte die patentirte wähnt. Am 6. Auguft begann in Halle der dreizehnte Spiritus- Glühlampe auf. Der Spiritus als Rivale des Petroleum! Bundestag der Radfahrer; auf dem Bahnhof standen Hier winkte neuer Absah den Brennereien und mit dem Absatz zur Empfangnahme der fremden Gäste die Hallensischen winkte Hilfe den bedrohten Landwirthen! Der Gedanke lag so Radfahrervereine. Obgleich kein Zug von Berlin in Halle fällig nahe, daß man nicht erft Miquel zu heißen braucht, um darauf war, rollte plötzlich doch ein Extrazug in den Bahnhof, bestehend zu verfallen. Eigentlich war auch gar nicht Herr Miquel darauf aus vier Wagen. Dem ersten Wagen entstieg Neumann nebst verfallen, sondern zunächst Herr Schweinburg. An ihn, als einigen Freunden, dem zweiten seine Freunde, dem dritten zwei ein einflußreiches Mitglied der alles mundgerecht machenden bürger- Diener und in dem vierten befanden sich seine Equipage und lichen Preffe hatte sich nicht der Erfinder gewandt- wer weiß wo das Pferd acht Tage später erfolgte die Konkursanmeldung. der arme Teufel steckt- sondern der kapitalkräftige Besizer des Neumann ist wegen Betruges, Bedrohung, Körperverletzung, Patents war mit der Frage inhaltsschwer herangetreten: Was Beiseiteschaffung von Vermögensobjekten in Haft genommen thun?" Und der Herausgeber der„ Berliner Politischen Nach- worden. Auch soll er sich einer Erpressung dadurch schuldig richten" wukte Antwort. Sie zu finden, war ihm nicht schwer gemacht haben, daß er, als der Schneidermeister Simon Graeß Ein großes Unrecht begehen die Antisemiten an ihren geworden. Wußte er doch am besten, welch warmfühlend Herz aus der Gertraudtenstraße mit einem Gerichtsvollzieher bei N. jüdiſchen Mitpatrioten, wenn sie dieſe der Lauheit in vater- sich Herr Miquel ein Licht aufftecken, und als er fab, daß es gut biefem einen Revolver auf die Bruſt ſeßte, um ihn zu einem im Rastanienwäldchen für die Landwirthschaft schlug. So ließ erschien, um ihm wegen 800 M. feine Equipage zu versiegeln, ländischen Dingen, der Staatsfeindlichkeit oder gar der Inter- war, sprachen Se. Exzellenz mit dem Raiser davon. Mehrfach Vergleich zu bestimmen. Die Paffiven erreichen eine Höhe von nationalität zeihen. Diefe in antisemitischen Blättern so häufig sind dann Notizen durch die Preſſe gegangen, wonach der Besitzer über 100 000 M. Am meisten geschädigt find der Bautawi yh, erhobenen Vorwürfe laufen auf elende Verleumdung hinaus, wie des Patents, der schnell zum Direktor einer auf das Patent ge- die Fahrradhändler Meiriz u. Albrecht, der Wagenfabrikant N., der ausschließlich aus Israeliten bestehende Militär- vorführte. Ginmal hat der Kaiser den Herrn sogar eigens nach Fahrradfirma. klärlich bewiesen werden kann an einem Rundschreiben, welches gründeten Aktiengesellschaft avancirt war, dem Monarchen die Lampe der Neumann die Kutsche für 2000 m. lieferte und eine Londoner und Sanitätsverein" Deutsches Vaterland" Ostpreußen kommen lassen, daß er einem der dortigen adligen Ein Armenarzt. Wir erhalten folgende Zuschrift:„ Ich an seine Mitglieder, nebst Angehörigen und Gästen, richtet. Das Grundbefizer, auf dessen Schloß der Kaiser zu Gast war, die habe das Unglück arm zu sein und wurde vor etwa zwei Rundschreiben handelt vom Sedanfeste, von dem man neue Erfindung vorführe. Monaten von einem Mädchen entbunden. Meine Entbindung glaubte, daß es sonst zur Ruhe bestattet werden würde. Bei so vieler Befürwortung seitens des Finanz ging in der Charitee vor sich. Nun ist mir mein Kind troß Ja, Kuchen. Nun erst recht! denkt das Festkomitee des ministers und der Interessenten wird es begreiflich, daß aufmerkſamſter Pflege daß aufmerkſamster Pflege- ich habe es täglich mit Bolle'scher jüdischen Militärvereins und versendet an die sehr geehrten der Eisenbahnminister im Zeitalter der Elektrizität die Milch genährt gestorben und der Armenarzt Kameraden" folgende Mittheilung: Wiederum ist ein Jahr verronnen, seitdem unser Verein Spiritus- Glühlampe so eifervoll erprobt. Es soll sehr viele Dr. Peifert, Neue Schönhauserstraße Nr. 17 verlangte Wiederum ist ein Jahr verronnen, seitdem unser Verein Erfinder und Inhaber von Patenten auf dem Gebiete von mir, nachdem ich ihn meine Bitte um Ausfertigung eines der glänzend st en Feste gefeiert, wovon weit und breit des Eisenbahnwesens geben, die vergeblich auf Gewährung des Todtenscheins vorgetragen, daß ich die Leiche mit Genugthuung erzählt worden und über dessen Arrangements alle Betheiligten ihre Zufriedenheit fund gaben. Von gleicher Versuche harren. Ja! Wenn in ihrer Erfindung ein meines Kindes zu ihm nach seiner Wohnung Kleines Mittel" für die Landwirthschaft steckt, dann würde die bringen sollte. Was blieb mir anderes übrig, als Patriotismus begeistert war jeder stolz darauf, Sache den Herren bald einleuchtend sein. Erinnert man sich dem Herrn Doktor die Leiche hinzutragen! Helene S." Feften in unserer Mitte beizuwohnen, die nicht nur ganz Deutsch bei dieser interessanten Geschichte noch des Umstandes, daß die Wir dürfen wohl erwarten, daß man an zuständiger Stelle land, sondern auch alle Deutschen der ganzen Erde zu gleicher Helios- Glühlicht- Gesellschaft dem Bund der Landwirthe für die diesem fast unglaublich klingenden Vorfall näher treten wird. Beit feierten. Handelte es sich doch darum, die 25jährigen Ge von ihr verkauften Spirituslampen Prozente zahlt, so muß Die Leffing Brücke wird wegen Reparaturarbeiten vom denktage an die glorreichen Siege von 1870-71 würde und schließlich auch der schreiendste Agrarier zu der Einsicht kommen, 27. 5. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter glanzvoll zu begehen. Nicht wie andere es sich vor: daß es den Nothleidenden an Hilfe und Theilnahme wahrlich genommen, diese vorjährigen Feste erst nach 25 Jahren zu nicht fehlt. gesperrt. wiederholen, wollen wir handeln, sondern wir müssen uns Um ein Paar Stiefel. Die Firma M. Neuhaus, Wilhelmjedes Jahr der Ruhmesthaten der tapferen deutschen Eine Täuschung der Militärbehörde zum Zwecke desstraße Armee, unserer treuen Kameraden erfreuen und diese rechtswidrigen Dienens als Einjähriger ist einer Lokalforrespondenz straße 143, schreibt uns: Vor einigen Tagen erschien in Ihrer Freude in ein Fest austlingen lassen. Und so findet zufolge jetzt zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft gelangt. Der Beitung eine Notiz unter der Spigmarke„ Um ein Paar Stiefel". auch in diesem Jahre in unseren Vereinsfälen, Sophien Sohn eines reichen Fabrikanten war in der Schule zurück. Wenn dieselbe auch im allgemeinen den Thatsachen entspricht, so könnten für uns daraus ungünstige Schlüsse gezogen werden, ftraße 15, am Gedantage, den 2. September, abends 9 Uhr, geblieben und konnte den Befähigungsnachweis zum Einjährig weshalb wir uns erlauben, zur Berichtigung beziehungserlangen. Die Zeit seiner zeichen sind im Original anzulegen." ein Festtommers mit Damen 2c. ftatt. Orden und Ehrenrückte näher, und einem Freunde, der hier bei einem Rechta weise Ergänzung hinzuzufügen: 1. Der betreffende Pulfos meter hat nicht versagt, sondern war nur infolge der Selbst der verbissenste Antisemit muß nach diesem Beweis. anwalte als Schreiber beschäftigt war, theilte er feinen Kummer, Verstopfung durch die fraglichen Stiefel und Pantinen stüd zugeben, daß ber ifraelitische Militärverein im Sedan- daß er drei Jahre dienen müsse, gelegentlich mit. Der gute Freund schwerer gegangen; 2. die Rohrleitung, in der dieselben sich Patriotismus entschieden den Weltrekord erreicht hat. wußte bald Rath. Er war stets ein begabter Schüler gewesen und meinsame Vaterland vor dem drohenden Umsturz zu schützen. Schatten stellen. = Bigarrenfabrik im ersten Stocke Leipzigerstraße 63a hatte bei AnEin Brand in dem Zwischengebält unter dem Ofen einer funft der am Dienstag früh gleich nach 3 Uhr alarmirten Feuerwehr die Decke zu dem unterliegenden Bigarrenladen schon in einem Umfange von 1/2 Quadratmeter durchbrochen. Die Freilegung der entzündeten Holzkonstruktion nahm längere Beit in Anspruch, mit der Löschung hatte es nichts besonderes auf sich. Mögen die Judenfeinde am Abend des 2. September hingehen wußte wohl, daß er, wenn er die nöthigen Mittel dazu hätte, mit befunden haben, ist nicht von uns, sondern vertragsmäßig zu diesem Feste und aus eigener Anschauung erkennen lernen, Leichtigkeit in Jahresfrist sich das einjährige Zeugniß holen von der Ausstellung bezw. einer von dieser beauftragten Firma welch bitteres Unrecht fie bislang an ihren jüdischen Mitbürgern würde. Jetzt wurde folgende Schiebung gemacht: Der Bureau- hergestellt werden; 3. wenn Schadensersatz- Ansprüche geltend zu begangen haben in einer Zeit, wo mehr und mehr die Guten schreiber meldete sich auf den Namen seines Freundes auf einem machen sind, so könnte dies nur von uns und nicht gegen uns schwinden und männiglich sich zusammenthun sollten, um das ge die Schule und wurde mit dem gewünschten Zeugniß entlassen. schwinden und männiglich sich zusammenthun sollten, um das ge- Berliner Gymnasium an, besuchte ein Jahr lang nochmals geschehen. Der anscheinend des Zweiradfahrens unkundige 34jährige Ist die Reue der Neidlinge vom Schlage der Staatsbürger- Mit diesem aber meldete sich nun der reiche Fabritantensohn Klempner Karl Mahlhorn überfuhr Montag Nachmittag in der Beitung" bei der Gelegenheit als echt befunden worden, so wird beim Militär und diente auch, ohne daß jemand eine Müllenhoffstraße die zweijährige Tochter des Domänen- Rentder Verein Deutsches Vaterland" sogar feurige Kohlen auf ihr unregelmäßigkeit bemertt hätte, bei einem hiesigen meisters Voigt und verletzte sie erheblich am Kopfe. Eine Gasexplosion fand am Montag Abend in der Haupt schütten, indem er an diesem erhaben- patriotischen Weihe- Garde- Infanterie- Regiment nicht nur sein Dienstjahr ab, sondern fest jedermann einen- wie es in der Einladung so überaus machte auch die Reserveübungen mit. Einzelne Bekannte, denen Schankwirthschaft von King u. Ko., Nordhafen 2a statt, bei finnvoll heißt, amüsanten Abend" verspricht! die geringe wissenschaftliche Befähigung des Reservisten bekannt welcher der 25jährige Schiffer Otto Schlode im Gesicht und an war, erfuhren, wodurch die Berechtigung zum Einjährig- Frei- den Händen schwere Brandwunden erhielt. Die ,, Staatsbürger- Beitung" schreibt: Jn Charlotten willigendienst erlangt wurde und brachten den Fall zur Anzeige, burg soll auf den Höhen von Westend, dort, wo gegenwärtig der nachdem sie vergeblich Erpressungsversuche bei dem Vater des Pferdemarkt abgehalten wird, ein Muster Krankenhaus„ Einjährigen" versucht hatten. Der Reserve- Unteroffizier hat erbaut werden. Der Magistrat hat nun vor kurzem beschlossen, drei das Weite gesucht, während gegen den Bureauschreiber Mitglieder aus seiner Mitte mit Reisekosten auszurüften und zu das Strafverfahren wegen intellektueller Urkundenfälschung ein beauftragen, eine Reihe von Krankenhäusern des In- und geleitet ist. Auslandes zu besichtigen, die dort getroffenen Einrichtungen Sehr interessant ist an dieser Geschichte die Meldung, daß zu studiren und das befte des Guten für die Char- dem reichen Esel seine Dummheit gar nicht angemerkt wurde! lottenburger Anstalt in Vorschlag zu bringen. In diese Ein Tariffuriosum wird vom Vorortverkehr der Anhalter Kommission hat der Magistrat seltsamerweise auch den Bei der Arbeit schwer verunglückt ist am Dienstag, Sanitätsrath Dr. E del gewählt, obgleich der„ Borwärts" bisher Bahn gemeldet. Für einen Hund werden auf der Strecke Nachmittag gegen 2 Uhr die Reinemachefrau Gebhardt geb. unwidersprochen behauptet hat, daß in seiner Anstalt Zustände ankwitz- Berlin 10 Pf. erhoben, will man aber einen Bierfüßler Bormann aus der Bremerstr. 46. Die Frau glitt im Hause herrschen, die die bes Allegianerklosters Mariaberg in den in umgekehrter Richtung von Berlin nach Lankwitz befördern Lynarstr. 7, wo sie beschäftigt war, aus, stürzte die Treppe Es sollen deshalb in nächsten Tagen lassen, so muß man dafür das Doppelte, 20 Pf., zahlen. hinab und erlitt einen Schädelbruch und eine Verstauchung der Protestversammlungen gegen diesen Beschluß des Charlotten- Postbureaukratie. Uns wird von einem Leser geschrieben: Wirbelsäule. Man brachte die Schwerverletzte zunächst auf die burger Magistrats abgehalten werden. Vielleicht rückt der In Nr. 196 d. V." bringen Sie eine Notiz über die bureau Unfallstation VI in der Lindowerstraße und von hier, nachdem " Vorwärts" jezt mit seinen seinerzeit angekündigten Ent- fratische Einrichtung der Post, betreffs der Frantirung einer sie einen Nothverband erhalten hatte, nach der Charitee. hüllungen über die Edel- Hirsch'sche Anstalt angesichts der Postkarte, welcher die Bezeichnung Reichspoftfarte" fehlt. Es Polizeibericht vom 25. Auguft. Morgens lief der dem neuen Thatsachen hervor und widerlegte damit die mehrfach existirt noch eine ähnliche postalische Einrichtung, welche den Trunte ergebene 41 jährige Schneider Karl Schulz in seiner Wohlaut gewordene Annahme, daß auch in diesem Falle die Sozial- wenigsten bekannt sein dürfte. Vor einigen Tagen sandte ich an nung in der Chorinerstraße, in der Absicht, sich zu tödten, mit demokratie vor dem Judenthum Halt gemacht hat." einem hier bei einem Garderegiment dienenden Soldaten einen dem Kopf gegen eine Ofenecke und verletzte sich dabei erheblich Wenn man nicht wüßte, daß die„ Staatsbürger- Beitung" mit der vorschriftsmäßigen Ueberschrift versehenen 1111= an der Stirn, so daß er nach dem Krankenhause am Friedrichszuweilen in einer Weise redigirt wird, die billig Zweifel frantirten Brief, in dem guten Glauben, daß die hain gebracht werden mußte. Dort wurde festgestellt, daß er an der Dentfähigkeit ihrer Redakteure aufkommen läßt, Post Soldatenbriefe gratis befördert. Ich erfahre aber Verfolgungswahnsinn leidet. Vor dem Hause Pallisadenstr. 48 so läge der Schluß nahe, daß es dem Antisemiten- nachträglich, daß ein innerhalb des Weichbildes von Berlin auf: fuhr vormittags der 27 jährige Kutscher May Zioz mit seinem blatt nur um eine platte Anrempelei zu thun ist. So sei dem gegebener, an einen hier stehenden Soldaten adressirter Brief Geschäftsfuhrwerk gegen einen dort haltenden Milchwagen, so daß Blatt denn ins Gedächtniß gerufen, daß der Vorwärts" im von der Post als ein gewöhnlicher, unfrantirter Brief angesehen das Pferd desselben zur Seite geschleudert wurde und beide Scheer November 1893 so detaillirt, wie nur zu wünschen, diverse Zu: wird und folgedeffen der Soldat 20 Pf. Strafporto zahlen muß. bäume zerbrachen. Bei dem Zusammenstoß gerieth die auf dem stände in der Edel'schen Anstalt durch Wiedergabe einzelner Er- Da derartige Fälle häufig vorkommen sollen, und die Annahme Milchwagen sigende 64 Jahre alte Ww. Auguste Raschte geb. Berkholz eignisse geschildert hat, daß er bereit war, gegenüber der vom dergleichen Briefe oft in Ermangelang der 20 Pf. verweigert mit der linken Hand zwischen beide Wagen und erlitt eine schwere Staatsanwalt im öffentlichen Interesse gegen werden muß, so ist es im Interesse des Absenders wie Empfängers, Quetschung, so daß ihre Ueberführung in das Krankenhaus am ihn erhobenen Anklage für die Richtigkeit seiner Meldungen solche Briefe zu frankiren, um dadurch den armen Soldaten vor Friedrichshain erforderlich wurde. Die Schuld trifft den Kutscher, an Gerichtsstelle mit einem umfangreichen Zeugenapparat Strafportos zu schützen. weil er während der Fahrt geschlafen hat. Mittags lief in der einzutreten, und daß er zu seinem Bedauern verhindert wurde, Die an den Berliner Postämtern angestellten Unter: Mauerstraße der neunjährige Sohn des Dienstmanns Goldberg diefer Pflicht zu genügen, indem der Staatsanwalt beamten führen lebhafte Klage darüber, daß sie in betreff des gegen einen Geschäftswagen, gerieth unter die Räder und erlitt die erhobene Anklage zurückzog. Das Ermittelungsverfahren Urlaubs im Gegensatz zu früheren Jahren diesmal recht knapp bedeutende Quetschungen am Knie und am Fußgelent. Nach gegen Herrn Dr. Edel, von dem die„ Staatsbürger- Beitung" gehalten werden. Angeblich geschieht dies infolge des in diesem mittags wurde auf einer Promenadenbank in der Gneisenauüberdies noch redet, ist übrigens, wenn wir recht unter Jahre besonders regen Packet: und Briefverkehrs. 3war wird straße ein Mann in völlig bewußtlosem Zustande aufgefunden richtet sind, schon eingeleitet worden, bevor gegen auf einigen Postämtern den eigentlichen Briefträgern eine turz und nach dem Krankenhaus am Urban gebracht, wo eine akute un 3 Antlage erhoben wurde. Dieser Umstand läßt bemessene Erholungszeit gewährt; jedoch muß die versäumte Alkoholvergiftung als Ursache der Bewußtlosigkeit festgestellt den Schluß zu, daß der Staatsanwalt Herrn Dr. Edel Beit nach der Rückkunft durch Dienstleistung in sonst freien wurde. Nachmittags fiel der Händler Karl Miecke auf dem makellos befunden hat, denn andernfalls wäre es doch schwer Stunden ersetzt werden. Noch schlimmer sind die Post- Fahrdamm der Mauerstraße hin und wurde von einer Droschke, verständlich gewesen, daß gegen uns im öffentlichen Interesse hilfsboten daran. Diese Leute müssen, obgleich sie über deren Führer das Pferd nicht mehr rechtzeitig zum Stehen ant Tezt wurde. Aus den Nachbarorten. Kunst und Wissenschaft. = Gerichts- Beitung. 1 " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. mann, Basewalterfir, 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Arbeiter Randherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterftraße Nr. 7, 1 Tr. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Hermann Alle Buschriften, den Bund betreffend find zu richten an: Theater- und Vergnügungs- Verein Helgoland". Sigung heute Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr Arends'scher Stenographen- Verein„ Nord- West", Nathenowerstr. 90. im Restaurant Kommandantenir. 10-11: Bufammenkunft. Merkur", Blumenstr. 30. Heute abends 8% Uhr. Bringen konnte, mit dem rechten Vorder- und Hinterrad über die Am Sonntag Nachmittag stürzte ein 12 jähriges Mädchen beim| Forderung als erledigt angesehen. Der General v. Jena rechte Schulter und den ganzen Rücken gefahren. Miecte wurde Versuch, einen Automaten zu ersteigen, so unglücklich zu Boden, in Straßburg habe Herrn v. Müffling aufgefordert, ihm mündAm Dienstag liche Aufklärung zu geben und ihm einige wichtige Aftenstücke vor in den Flur des Hauses Mauerstraße 2 gebracht, wo sich heraus- daß es einen Bruch des rechten Armes erlitt. stellte, daß er keinerlei Verlegungen davongetragen hatte. Abend gegen 7 Uhr wurde beim Ueberschreiten der Alpenwiese zulegen. Herr v. M. hatte aber gerade bei einem Sturze mit dem Abends versuchte die unverehelichte Emilie Kl. in der Wohnung eine Frau von einem Schlaganfall getroffen. Sie wurde mittelst Pferde den Arm gebrochen und konnte nicht reisen. Er( v. Sprenger) ihrer Herrschaft in der Alten Schönhauserstraße sich mittels Krantenwagens nach dem Krankenhause Am Urban gebracht.fei daher als Bevollmächtigter des v. M. nach Straßburg ge Alaun zu vergiften. Sie wurde in einem Krantenwagen In der Woche vom 16. bis 22. Auguft gelangten auf der fahren und habe dem General v. Jena die gewünschten Aufschlüsse nach der Charitee gebracht. Furcht vor Strafe wegen eines ihr Sanitätswache 116, auf der Unfallstation 71 Strantheits- und gegeben. Am 24. August 1895 habe ihm nun der Oberförster 31 Laft gelegten Eigenthumvergehens scheint das Mädchen zu Unglücksfälle zur Behandlung. Schwere Unglücksfälle waren in v. H. wieder geschrieben, daß sein Bruder zwar die Forderung noch immer für erledigt halte, daß er aber doch zur Verfügung dem Schritte getrieben zu haben. Vor dem Hause Alexander- der Berichtswoche nicht zu verzeichnen. stehe, falls sich Herr v. Sprenger durch die Aussprache vom Straße 2 gerieth der 53 jährige Dienstmann Gottfried Simon unter ein 14. Februar 1894 und deren Folgen beleidigt fühle. Darin die Räder eines Geschäftswagens und zog sich so bedeutende habe er wieder eine versteckte Herausforderung finden und nun Verlegungen des Knies und beider Unterschenkel zu, daß er wenn er seine Satis. nach Anlegung eines Verbandes auf der Unfallstation X nach Im Schiller Theater findet Mittwoch Abend die erste selbst fordern müssen, Er dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Aufführung von Felix Philippi's Schauspiel Wohlthäter der fattionsfähigkeit nicht verlieren wollte. Gr In der Schankwirthschaft von Stullmann, Kleine Ham- Menschheit" statt. In den Hauptrollen sind die Damen Meyer, stellte Forderung auf gezogene Pistolen ohne Visir und Stecher mit 15 Schritt Distanz und Fortsetzung des burgerstraße 2, wurde abends der 25 Jahre alte Kellner Max Pauly, Wilke, und die Herren Bach, Felix, Froböse, Laurence, Rampfes bis zur Kampfunfähigkeit; denn"- so fügte Zimmermann von einem unbekannten Gaste durch Messerstiche Patry, Pauly beschäftigt. am Kopfe verlegt. Er erhielt auf der Sanitätswache einen Ver Aus Bern wird berichtet: Der Rongreß der internatio. Herr v. Sprenger hinzu- ich mußte strenge Bes Wenn der seltene Fall dingungen stellen. Der Thäter band und begab sich dann nach seiner Wohnung. daß ein Schwiegervater seinen hat die Flucht ergriffen und ist bisher noch nicht ermittelt nalen Bereinigung für den Schutz des literarischen und geistigen eintritt, worden. Heute Nacht entstand an der Ecke der Friedrich- und Werke mit anderen Runstwerken bezüglich des Schutzes Dea Schwiegerfohn vor die Waffe fordert, dann nicht zu einer fran Doretheenstraße aus einer noch nicht festgestellten Beranlassung Urheberrechts aus, sowie für eine Erleichterung der zur Erlan- öfifchen Spielerei ausarten!" Die Ausführung eine Schlägerei, wobei der Pförtner Emanual Müller von dem Artisten Max Rose durch Stockschläge am Kopfe schwer ver- aung des Schußes in den verschiedenen Staaten festgesezten bes Duells habe sich aber verzögert, weil die Sekundanten Förmlichkeiten und Bedingungen. im Manöver waren, und weil die ehrengerichtliche Unterfuchung gegen v. H. noch nicht abgeschloffen war. Diese Unter suchung sei im März d. J. abgeschloffen worden, da dieselbe aber zwar ungünstig für Herrn v. H. verlaufen, doch mit dem Resultat In Luckenwalde ist am Freitag ein Raubmordversuch ge- Eine Duell Hanswurstelei aus einer feinen Familie geendet habe, daß demselben die Satisfattionsfähig. macht worden, wobei der Thäter, ein Mann von 35 Jahren, hat gestern vor Gericht ein Nachspiel gehabt. Vor der ersten feit nicht aberkannt worden sei, so habe das Duell staitvon untersetter Gestalt, 45 M. erbeutete. Die dortige Behörde Ferienstrafkammer des Landgerichts II hatten sich der Ritterguts- gefunden. Herr von Hühnerbein, der nunmehr im Duell von Schwiegervater zum Krüppel hatte nun, dem Anz. f. d. H." zufolge, nach Spandau ge- befizer v. Sprenger und dessen Schwiegersohn, der seinem gemacht wurde, meldet, daß der muthmaßliche Mörder, den sie ziemlich genau Rittmeister a. D. Hühner bein, wegen gegenseitiger er aus- hält diefer Darstellung entgegen, daß von Sprenger ihn habe beschrieb, sich nach der hiesigen Gegend gewendet habe; er fei forderung zum Zweifampf mit tödtlichen zum Irrsinnigen stempeln und moralisch todt 1. a. durch Bißwunden im Gesicht fenntlich, die ihm sein Opfer Waffen zu verantworten. Die Prügelei fand, wie noch er machen wollen. Der Gerichtshof hielt Herrn v. Sprenger der Polizei sämmtliche Herbergen abgesucht und die Wirthe ver- Jungfernhaide statt. Außer den„ Sekundanten" war Graf von der feindigen, hielt ihm aber zu gute, daß er nach im Rampfe beigebracht habe. Am Sonnabend wurden daher von innerlich sein dürfte, am 27. März d. J. morgens 7 Uhr in der für den und Ehrbegriffen zba zu der For Der ständigt. Raum hatte sich die Polizei aus der Herberge zur Affeburg als„ Unparteiischer" zur Stelle. Beim vierten derung gewissermaßen gezwungen war! Heimath entfernt, da kam ein Fremder an, auf den das Sig- Kugelwechsel erhielt Mittmeister v. Hühnerbein einen Schuß in Leser möge beurtheilen, ob diese beiden zärtlichen Verwandten nalement des verfolgten Mordgesellen nahezu stimmte. Als er den rechten Unterschenkel, der ihn tampfunfähig machte. Er aus der Truppe der Edelsten und Vesten es eigentlich noch werth wahrnahm, daß man ihn genauer beobachtete, entfernte er sich kann sich heute nur mittels zweier Stöcke fort sind, daß man sich über ihr Treiben entrüstet. Fort mit schleunigst; man wollte dann gesehen haben, daß er in das Haus bewegen. Nach Feststellung dieses Thatbestandes beantragte Schaden! Schönwalderstr. 89 ging. Die Polizei wurde nun von diesen der Staatsanwalt gegen beide Angeklagte die gleiche Strafe, je Wahrnehmungen in Kenntniß gefeßt und mehrere Beamten um 1 Jahr Festung, während die Vertheidiger für ein niedrigeres Versammlungen. stellten das bezeichnete Haus und durchsuchten es in allen Ecken. Strafmaß plädirten. Der Gerichtshof erkannte auf eine FestungsDer Verdächtige wurde aber nicht gefunden. haft von je sechs Monaten. Aus Nixdorf. Wegen Kuppelei verhaftet wurde hier eine| Ueber einzelne in der Verhandlung erörterte interessante und die Versammlung der chirurgischen Brauche am gewiffe Elise Hentschel, welche junge Mädchen der Schande in charakteristische Details erhalten wir noch folgenden Bericht: 18 d. M. nahm den Kassenbericht entgegen, der für richtig bedie Arme führte. Wie sich ergeben hat, heißt die Verhaftete Der Vorsitzende stellte es den Angeklagten anheim, inwieweit funden wurde. Nachdem hielt Herr Dr. Weyl einen beifällig in Wirklichkeit Marie Günther und ist zahlreich vorbestraft. Da sich dieselben über die Ursachen des Zweikampfes äußern wollen. aufgenommenen Vortrag. Bekannt gegeben wurde noch, daß die die G. wegen ihrer Vorftrafen aus Berlin und Umgegend aus- Herr v. Sprenger erklärt, daß, da er der Herausfordernde ge- Differenzen bei der Firma R. Frommholz zu gunsten der Arbeiter beseitigt seien. gewiesen worden, hatte sie einfach ihren Namen geändert. In wesen sei, er um die Erlaubniß bitten müsse, auf diese Ursachen der Hafenhaide wurde am Sonntag Nachmittag ein Mann fest sehr eingehend einzugehen, da er sonst befürchten müsse, daß der genommen, welcher kleine Mädchen durch Süßigkeiten an sich schwere Schritt, den er seinem Schwiegersohne gegenüber zu thun gelockt hatte und im Begriff war, die Kinder zu verschleppen. gezwungen gewesen sei, wohl taum verstanden werden Der Verhaftete mußte jedoch wieder entlassen werden, da ihm würde. Seine beiden anderen Schwiegersöhne hätten im irgend welche Strafthat nicht nachgewiesen werden konnte. Februar 1894 eine Aussprache zwischen ihm und Herrn v. Hühnerbein für erforderlich gehalten, weil letterer die Ehre seiner( v. Sprenger's) Gemahlin schwer gekränkt hatte. Diese Aussprache fand am 14. Februar 1894 er beziehungsweise seine Gattin statt, und dabei sei wieder schwer beleidigt worden. Er habe Herrn v. H. jedoch nicht gefordert, theils aus verwandtschaftlichen Rücksichten, theils Raubanfall. In der Nacht zum Montag wurde der Wert- weil er seinen Schwiegersohn nicht für geistig gesund führer Noat von fünf Individuen überfallen, als er auf dem gehalten habe. Seiner Meinung nach litt derfelbe infolge übermäßigen Morphiumgenusses an Wahnvorstellungen. Am Wege von Halensee nach Charlottenburg die Bahnbrücke an der 20. Februar 1894 habe ihm aber v. H. eine schriftliche Erklärung Der Postdampfer der Hamburg- Amerikanischen Packets Belosiped- Rennbahn paffirte. Die Thäter raubten ihrem Opfer des Inhalts gegeben, daß er nicht beabsichtigt habe, Frau von fahrt Uktiengesellschaft Markomannia", welcher vor etwa sechs ein Bortemonnaie mit 14 M. Inhalt und die Taschenuhr. Sie Sprenger zu beleidigen, daß er dies auch bedauere, daß er aber Monaten in West- Indien unweit Sevonilla strandete, ist jeßt, ein Portemonnaie mit 14 M. Inhalt und die Taschenuhr. Sie sollen ermittelt und jetzt verhaftet sein. Frau J. Gürtler, Hobrechtstraße 81, Rigdorf, theilt una trotzdem zu jeder Genugthuung bereit sei, welche unter ohne ernstlichen Schaden genommen zu haben, wieder flott ge unferes Standes üblich ist". berichtigend mit, daß die von uns wiedergegebene Melbung eines Er habe in dem Schlußsatz des Briefes eine Heraus. worden. Die Schlammrutschungen des Lammbaches bei Kienholz hiesigen Blattes über das Krause- Attentat insoweit unrichtig sei, forderung erblicken müssen, die er aber aus den vorher er als die Kleider des Koschmann nie bei ihr gewesen wären. Biel wähnten Gründen ignorirt habe. Für ihn sei es unmöglich dauerten, wie aus Brienz berichtet wird, gestern den ganzen Tag mehr habe die Tante des R., welche auch in Rixdorf wohne, die gewesen, sich mit seinem Schwiegersohne zu schlagen, fort. Die Fenerwehren der Nachbarorte arbeiten eifrigst, um Sachen zugestellt erhalten. nachdem derselbe bereits von drei hervorragenden Psychiatern alles bewegliche Gut, Heu und Feldfrüchte m Sicherheit zu wie Dr. Rehm in Blankenburg, Professor Dr. Mendel und bringen. Der Verkehr ist noch nicht wieder eröffnet. Kienholz ist Gewerbe- Ausstellung 1896. Professor Dr. Eulenburg für geistig gestört erklärt von den Bewohnern ganz ausgeräumt. Bisher ist kein Unfall Ausstellung und Kaisermanöver. Die Eisenbahn- Direktion worden sei. Da er aber habe befürchten müssen, daß die still von Personen vorgekommen. 40 Familien haben alles verloren. schweigende Hinnahme dieser Forderung ihn 200 Personen sind in Brienz und der Umgebung untergebracht. Berlin giebt bekannt, daß in der Zeit vom 1. bis 15. September fatisfattionsunfähig machen könnte, so habe er die Die Orte Schwanden und Hofstetten find sehr gefährdet. Die die Einstellung des Verkaufs der Sonder- Rückfahrtkarten, ein Angelegenheit den militärischen Behörden des Herrn v. H. ganze Unglücksstätte macht einen erschütternden Eindruck. Man schließlich derjenigen für Arbeiter, nicht allgemein", sondern unterbreitet, und diese hätten seinen Standpunkt durchaus ge- bofft aber der Ratastrophe bald Einhalt zu thun, da der Regen " nur" auf denjenigen Strecken der preußischen Staatsbahnen eintritt, für welche dies aus Anlaß der Wanövertransporte be- billigt. Später habe ihm Major v. Hartmann in Schwerin aufgehört hat. sonders geboten erscheint. E3 find dies die Strecken der mitgetheilt, daß in Schwerin das Gerücht zirkulire, Herr v. H. Aus Graz wird gemeldet: Ueber die Gegend von Polstrau Direktionsbezirke Breslau, Kattowitz und Posen, sowie die öftlich verfolge feine Schwiegermutter mit unjittlichen Anträgen. ging ein furchtbares Unwetter mit Hagelschlägen nieder. Die Gleichzeitig sei er um Aufklärung ersucht worden. Er gesammte Obst- und Feldfrucht- Ernte ist vernichtet. Biele Pervon Berlin- Röderau gelegenen Strecken des Direktionsbezirkes Halle a. S. Auf den westlichen Strecken des letzteren Bezirks er habe die Sache nach besten Kräften aufzuklären versucht, und da fonen, die vom Unwetter im Freien überrascht wurden, erlitten folgt die Einstellung des Verkaufs nur am 11. September. Auf mit ſei dieselbe anscheinend erledigt gewesen. Darüber feien sieben Berlegungen. Monate vergangen, da habe ihm am 5. September 1894 der Ober- Abermals ein flüchtiges Finanzgenie. Der Beamte der allen übrigen preußischen Staats- und Privatbahnen dagegen, förster v. Hühnerbein in Niederbronn i. Els., der Bruder des Lagerhaus- Verwaltung der Ungarischen Escompte- und Wechslerden sonstigen deutschen und außerdeutschen Bahnen findet die mitangeklagten, eine Forderung des letzteren auf Pistolen mit bank Samuel Deutsch ist, wie aus Fiume berichtet wird, nach Ausgabe der Sonder Rückfahrtkarten wie bisher ohne Gin 25 Schritt Distanz und zweimaligem Kugelwechsel übermittelt, weil bedeutenden Unterschlagungen geflüchtet. schränkung statt. Das Mitgetheilte reicht auch schon völlig er( Sprenger) dessen( v..' s) Ehre und Ruf untergrabe. Mit Nücksicht hin, um das Verkehrswesen im Militärstaate deutlich genug zu auf den Geisteszustand des Herrn v. H. und auf die Erhaltung seiner illustriren. Satisfaktionsfähigkeit habe er die Forderung mit dem Vorbes Wie der geschäftsführende Ausschuß der Gewerbe- halt angenommen, daß der Ehrenrath den ZweiAusstellung die Interessen der werkthätigen Bevölkerung tampf billige. Der zuständige Ehrenrath in Hagenau habe Berlins pflegt, lehrt eine Mittheilung, die wir im Berliner die vorläufige Nichtannahme der Forderung so lange gebilligt, Die Konzerte in der Hus: big vor äufige midgangsverfahren gegen v. H. zu Ende geführt Stationen. Börsen Courier" finden: stellung follten, wie ursprünglich geplant war, in Ermange sei. Der Antrag auf Entmündigung sei von seiner Tochter, der lung von Militärtapellen von Anfang September an Gattin des v. H., bereits früher gestellt, aber aus verschiedenen durch Zivilka pellen ausgeführt werden. Dem Ausschuß ist äußeren Ursachen aufgehalten worden. Das EntmündigungsSwinemünde es jedoch gelungen, Militärkapellen für längere Zeit au ver verfahren sei in erster und zweiter Instanz durch Aberledigt bezüglichen Antrages worden. Hamburg, pflichten, so daß bis Ende September an jedem Tage hervor lehnung feine Veranlassung habe Sekundant, Berlin sein num ragende Musikkorps in der Ausstellung fonzertiren werden." Auf feine dem v. H. mitgetheilt, daß Wiesbaden Man wird die Freude ermessen können, welche die Ausstellungs- Hauptmann v. Miffling, leitung erfüllt haben muß, nachdem es ihr gelungen ist, den feine Bedenken gegen die Annahme der Forderung nun- München Militärkapellen doch den Verdienst zuzuwenden, den schon, mehr gefallen seien. Darauf fei die Antwort eingegangen, daß Wien wenn auch nur auf wenige Wochen, Berliner Zivilmusiker weg die Forderung gar nicht mehr bestehe, da dieselbe seinerzeit ohne Haparanda Grund abgelehnt worden sei. Nun habe er selbst fordern wollen, Petersburg zuschnappen drohten! Cort Eine Anzahl Unglücksfälle ist in den letzten Tagen in Hauptmann v. Müffling habe ihm aber vorläufig davon abder Ausstellung zu verzeichnen gewesen. Am Sonnabend wurde gerathen, weil derselbe selbst gegen die Satisfattions. in der Maschinenhalle infolge hohen Dampfdruces ein Sicher fähigkeit des Herrn v. H. Einspruch erhoben und ehrenheitsventil aus einem Refsel herausgerissen. Durch den heftigen gerichtliche Untersuchung gegen denselben beantragt hatte. UnterLuftdruck wurden zwei Arbeiter, die auf dem Refsel standen, dessen habe das Ehrengericht in Hagenau mit Wetter- Prognose für Mittwoch, den 26. August 1896. Ein wenig fühler, zeitweise heiter, vielfach woltig mit von diesem heruntergeriffen; sie erlitten leichtere Bergetheilt, daß alle Hindernisse fortgefallen von Nach Anlegung Verbänden auf legungen. der und die Forderung nunmehr ausführbar sei. leichten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Sanitätswache konnten sie sich allein nach Hause begeben. Herr v. H. habe aber auf seinem Standpunkt beharrt und die l Zwei Fahrkarten- Automaten sind in der Nacht zum Dienstag auf dem Bahnhof Friedenau gestohlen und auf einer Wiese, wo man sie am Morgen auffand, ihres Juhalts an Geld beraubt worden. Die Diebe mußten erst ein Gitterwert, welches nachts den Zugang zum Bahnhof versperrt, durchbrechen, um Zutritt zu den Automatenständen zu erlangen. Achtung! " dupi Genossen empfehle mein Kupferschmiede Berlins Weiß- u. Bayerischbier- Lokal. Dafelbst ist auch ein Vereinszimmer m. Allen Mitglieder hiermit zur Nach Piano zu verg. Wilh. Heidrich richt, daß der Kollege Paul Frommherz am Montag, den 24. b. M. nach langen Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 28. d. M. nach Dunckerstr. 2a. tisch, höchst kräftig 50 Mittags. 8, Herm. Ramlow's I. Des 1 4 Bale und Festlichkeiten zu Versammlungen unentgeltlich zu vergeben. ,, Englischer Garten", Alexanderftr. 27c. Amt 7, 1576. Arbeitsnachweis der Maler, Lackirer, Anstreicher. Amt 7, 1576. Abend 9 Uhr im Vorstädtischen Kasino, Aderstr. 144. Probe. Vermischtes. Witterungsübersicht vom 25. August 1896. . Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. WSW 755 755 756 Q 760 SM • 764 SW 7628 752 755 NO M • 760 NNW 752 2 Windstärke ( Stala 1-12) BB434341321 etter Temperatur nach Celfus ( 50 T. 4° R.) 5558 Regen 15 bedeckt 15 Regen 15 bedeckt 18 wolkig 16 Regen 16 bedeckt 11 bedeckt 14 heiter 14 halb bedeckt 13 Berliner Wetterbureau. Mittenwalderstr. 40, Altes Schützenhaus empfiehlt feine Säle mit schönem Natur 1. Oft. 96 zu verm. Linienstr. 5[ 26746 3 Stuben u. Küche, 1 Stube u. Küche 57412* garten. Sonnabende noch frei. W., Wormserstr. 4, a. Kleiststraße, Küche, Zubehör, Pferdeställe zu 6 und Familie. Wohnungen von 4, 3, 2 u. 1 Stube, 2 Zimm., Korr., Küche, Garten f. rub. 3 Pferden, Remisen und Zagerfeller billig zu vermiethen, nahe der Bahn, Frol. möbl. Schlafst., Manteuffel2907b straße 50, v. 1 Tr. r. B. Nieft's Festsäle, Frankfurter Allee 16. 17, Weberstrasse 17. mittags 5 Uhr vom Krankenhause Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. 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Senfationellste Novität der Saison. Bum 40. Male: 3 Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Atten nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Sonnabend, 29. August, abends 8 Uhr Groke Ausstellung, fowie 15 Spezialitäten- Nummern 1. Ranges. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Plazz 50 f. Reichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Norddeutsche Sänger dooHeute, Mittwoch: 3um 117. Male: Die Ult- Parodie Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Alt- Berlin. Morgen: Grosses Eintritt 50 Pf. Anfang 51/2 Uhr. Sängerfest. Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Konzert, Theater. Spezialitäten Vorstellung. Alle fünf Barrisons Hermann und Dorotheq. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Play 50 Pf. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Den geehrten Vorständen der Vereine zur geft. Kenntnik, daß der Saal in Kaufmann's Variété, Königskolonnaden 3, zu Matineen und sonstigen Vergnügungen, unter Mitwirkung der Mitglieder meiner Spezialitäten- Bühne, von heute ab zur Verfügung steht. Gute Küche u. bestens gepflegte Biere. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Fest- Vorstellung Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. zur Eröffnung d. Winter- Saison. 20 Spezialitäten. Spezial- Ausstellung KAIRO Kassen- Eröffnung: 10 Uhr vorm., ab 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. 5 und 8 Uhr nachmittags in der Arena: Massen- Schaustellungen d. Beduinen, Reiter- Fantasias etc. ( Gedeckte Tribüne 50 Pf., offene Tribüne 20 Pf., Kinder auf allen of auf allen Plätzen die Hälfte. Konzert von 5 Kapellen Entree 50 Pfg. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. Elitetag: Montag. Entree 1 Mk. Illuminationstag: Freitag. Entree ab 5 Uhr nachm. 1 Mk. Kinder an allen Tagen halb.Entree. Garten- Konzert von der 24 Mann Harken Hanskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküdje 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. H. Jmbs. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. * Humoristen Paul Schulz. Festrede, vom Genoffen Ad. Hoffmann, Großer Ball. gehalten Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Während der Kaffeepause: Aufführung musikalischer Poffen. Anfang 8 Uhr. Billets à 30 Pf. sind bei den Komiteemitgliedern H. Kotlow, Rykes ftraße 17; W. Reppschläger, Helmstr. 7( Schöneberg); C. Meißner, Cuvrystr. 13; H. Barbeleben, Rügenerstr. 17; G. Soff, Ramlerftr. 25, und in sämmtlichen Zahlstellen des Vereins zu haben. Viktoria- Brauerei Garten resp. a al. Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plah). Heute, sowie täglich( außer Sonnabends): Das Komitee. Achtung! Metallarbeiter aller Branchen! Der Ausstand der Former u. GießereiArbeiter dauert in folgenden Werf stätten unverändert fort: Falbe, Manteuffelstr. 72. Stettinerter, Brandenburgstr. 19. Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate). Zum Schluß: Neu: Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. W. Noack's G. Heinze, Wasserthorstr. 8. Thielecke, Wasserthorstr. 62. Heinze, Brandenburgstr. 75, Nürnberg, Prinzenstr. 25. Kraak, Gitschinerstr. 81. Kramme, Gitschinerstraße. Pi Stabenow, Gräfestr. 9. Chrift, Wrangelstr. 111. Kube, Elisabeth- Ufer 30. Mitter, Oranienſtr. 9. Krone u. Co., Stallschreiberfir. 18. Krüger, Sebastianstr. 74. Krüger, Alte Jakobftr. 35. Lehmann, Adalbertstr. 72. Sauer, Staligerstr. 32, Räbiger, Staligerstr. 125. Speck, Dresdenerstr. 36. Haberlandt, Stallschreiberstr. 9. Eitner, Sebastianstr. 61. Für Metallarbeiter aller Branchen gesperrt sind: Schäffer u. Oehlmann, Chauffeeftr. Sommer- Theater. Sifter( Engel u. Segewald), LindenBrunnenstr. 16. Täglich: Konzert und straße 23. Der wegen Lohnreduktion aus= gebrochene Streit in der Maschinenfabrit von Carl Schöning, Uferstraße 12/18, dauert unverändert fort. Desgleichen die Sperre über die Bronce Theater- Vorstellung. Gürtlerei der Firma Schwinker n. Neu! Neu! Banditenffreiche. Operette in 1 Akt von Suppe. Sportmädel. Burleske mit Gesang und Tanz von Gericke. R. Wagner, Liedersänger. Elli Vernon, Kostüm- Soubrette. Geschw. Vanoni, Duettisten. Paulsen, JuftrumentalGräff, Sebastianstr. 18. Die Metallarbeiter aller Branchen werden dringend ersucht, obige Werkstätten zu beachten und den Zuzug nach denselben fernzuhalten. 249/14 Der Vorstand des Berliner MetallarbetterVerbandes. Arbeiterinnen Bolossy Kiralfy's„ Orient" Dumouift. Bruno Brauns und Miss auf Jacketts 1,45-1,60 m., obne AusOlympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Riel Am Königsthor. Schweizer Garten Täglich: Dorffellung. Theater und Spezialitäten. Im Harem. Am Friedrichshain. Der Berliner in Kairo. Entree 30 Pf. Volksbeluftigungen und Ball. Lydia, Jongleure und Equilibristen. Arbeitsmarkt. Ziegeleiarbeiter, fertigung sucht Heimann, Weinbergs weg 11b, 1 r. 57302* Bautischler finden bei gutem Verdienst dauernde Arbeit auf Mücke's Werke, Lindow i. d. Mark, Bahnstation. Fahrpreis 2,20 M. hin und zurück. Simsmacher, ca. 15 tüchtige Männer, finden sofort zirka 50 Mann, werden bei Beltener lohnende Beschäftigung bei Ad. Kartmann, Lohntarif sofort verlangt und finden dauernde Beschäftigung auf Mücke's Dampfsiegelei in Siegelsdorf bei Werke, Sindow i. d. Mark, Bahnstation. Fahrpreis hin u. zurück 2,20 m. Fürth in Bayern. Tischlerlehrling verl. Spangen115/15 berg, Neanderstr. 8. Baroque- Vergolderinnen verl. 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September im Schühenhaus, Linienstr. 5: dieses Jahres, abends 81/2 Uhr, findet bei Grosse, Annenstr. 16, eine Grosse öffentl. Versammlung. Ausserordentliche Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent: Stadtverordneter H. Borgmann. 2. Die VerDie BerGeneral- Versammlung schmelzung der bestehenden Organisationen zu einer einheitlichen. 3. Diskussion der Vertreter der Arbeitgeber und Arund Verschiedenes. beitnehmer statt. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber sind insbesondere alle organisirten Arbeiter und Arbeiterinnen obiger Branche hierzu eingeladen( siehe Flugblatt). Der Einberufer. Gaft- und Schankwirthe Rixdorfs. Donnerstag, den 27. August, nachm. 5 Uhr, im Restaurant Ewald, Schönleinstr. 6: Deffentliche Versammlung. 51b Tages- Ordnung: 1. Besprechung über die Uebelstände betreffs der Polizeistunde in Rixdorf im Gastwirths- und Schankgewerbe. 2. Diskussion. Das pünktliche und zahlreiche Erscheinen der Rigdorfer Gast- und Schankwirthe ist dringend erforderlich; zugleich ersuchen wir die Berliner Kollegen, recht zahlreich zu erscheinen. Die Kommission. Achtung! Rixdorf. Achtung! Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die ärztliche Behandlung der Kassenmitglieder pro 1897. 2. Besprechung über die Zentralisation der Orts- Krankenkassen Berlins. 526 Der Vorstand. 1977 Verloren wurde ein Portemonnaie m. 16,69 M. Inhalt( der Wochenlohn eines Arbeiters) am Sonnabend, d. 22. August. Dasselbe ist gegen eine entsprechende Belohnung bei Sellmann, Adlershof, Sedanstr. 29, Hof 1 Tr., oder in der Wienerstraße( Rohlenhandlung v. Gebr. Gerber) abzugeben. Donnerstag, den 27. August, abends 8 Uhr, in den Viktoria- LassalleSälen, Hermannstraße 48-50: Grosse Volks- Versammlung. Tages Ordnung: " Vortrag der Genoffin Ottilie Baader über Das Erziehungswesen nach den Beschlüssen des Londoner Kongresses. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Die Vertrauensperson. Mütter, welche ihr Kind lieben, geben uur Mauxions Ricinusöl- Pralinés. käuflich in allen Apotheken. 2/14 Bestes Abführmittel, Zum Verzweifeln ist es, beinahe unverwüstlich sind die Wanzen; wo solche einmal eingenistet, ist eine gründliche Ausrottung nur noch mit einem thatsächlich sicheren Mittel möglich. Soviel wir wissen, ist das Concentrirte WANZEN- FLUID das einzige derartige Mittel, da es nicht nur die Wanzen auf der Stelle tödtet, sondern auch die Mester derselben zerstört. Dasselbe ist jedoch, ebenso wie das gegen die Schwaben als wirklich radikal bekannt POUDRE MARTIAL unter Garantie nur direkt beim Fabrikanten selbst, Herrn Otto Reichel, Eisenbahnstraße 4, in Flaschen zu 50 Pf., 1,-, 2,- und 3,- M. nebst Sprizstellung hierselbst nach jeder Wohnung frei geliefert. Nadeln! D. 60 Pf. 100 Stct. 4,50. Vers. g. Nachu. od. vorh. inkl. Porto. H. Guttmann, Abzeichen- u. Stempelfabrik, Brunnenstr. 9. P Buchhandlung Vorwärts 2. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.