Nr. 201. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnentents: Prets pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: mt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Spanische Buffände. Madrid, 20. August 1896. Freitag, den 28. August 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. aber es wird 1111 daß man sie für untauglich erklärt hat. Diese Thatsache! drohenden Noth entgegenzutreten; da die Gemeinden nur über äußerst wurde erst jüngst vom Kriegsminister anerkannt; er erklärte wenigen gelingen, Am schlimmsten steht es nämlich, daß die Raziken( die von der Regierung autorifirten beschränkte Mittel verfügen. Andalusien, besonders in den Provinzen Sevilla Nur einem politisch Blinden, nur einem Stubenhocker, der Blutsauger in den Landgemeinden) ihre Schüßlinge vom Militär- in fein Empfinden für die Regungen der Volksseele hat, fann es dienste befreien, indem sie in den Listen feststellen, daß so und und Granada, wo es schon jetzt im Sommer, wo die entgehen, daß sich hier im inneren politischen Leben schwere so viele Militärpflichtige nicht das vorschriftsmäßige Maß er- Bedürfnißlosigkeit der armen Bevölkerung eine fast absolute ist, Stürme vorbereiten. Trotz der wohlgemeinten, aber eindruckslosen reichen. Der Kriegsminister hat darum verfügt, daß das geringe mehrfach zu Aufständen gekommen ist. In Granada zeigen sich Beschwichtigungsversuche von seiten der Regierung weiß doch Körpermaß kein Grund mehr sein soll, um sich vom Militär- schon die Spuren von organisirten Räuberbanden, welche von alle Welt, daß die jüngsten Vorgänge in Valencia, Zaragoza, dienste zu befreien. Tausende von jungen Leuten haben darum der Guardia Civil auf das eifrigfte verfolgt werden. Vor Barcelona, Burgos u. f. w. für Spanien typisch sind und in den letzten Wochen ihr Vaterland verlassen und sich nach einigen Tagen erst suchte eine bewaffnete Räuberbande ein in unmittelbarer Nähe von Granada gelegenes Landhaus ausfich trotz der energischsten Maßregeln der Regierung an Südamerika eingeschifft. wurde aber daran von der heranrückenden anderen Orten wiederholen werden. Es klingt in hohem Maße Der Kriegsminister hat nun freilich erklärt, daß die Ne- zuplündern, lächerlich, wenn die Regierung behauptet, daß die Mütter in gierung einen Gefeßentwurf in bezug auf allgemeine Wehrpflicht Guardia Civil gehindert. Man fürchtet allgemein, daß sich die Zaragoza, daß die Aufständischen in Valencia von Agenten der ausarbeite; aber das ist ein Versprechen, welchem niemand Beilen der berüchtigten Sequestratoren wiederholen werden. Angesichts dieser drohenden Gefahren hat die Regierung noch fubanischen Insurgenten verführt worden feien, wo es allgemein Glauben schenkt. Und sollte selbst die Regierung die Absicht bekannt ist, daß das Volk dem Einfluß der Insurgenten vollständig haben, dieses Versprechen zu halten, so wird sich in den Kammern den traurigen Muth, von der Kammer eine Erhöhung der unzugänglich ist. feine Majorität für einen derartigen Gesehentwurf finden, da Konsumsteuer zu fordern, d. h. man will den Hunger direkt bes Wahrheit ist es aber, daß das spanische Bolt des unseligen in beiden Kammern nicht ein einziger Mann vorhanden ist, steuern, denn die Besitzenden wissen sich durch allerlei feine Ringens auf Ruba satt ist und kein Vertrauen zu der gegen welcher ein Herz für das Volk hat und gleiches Recht für Prattifen oder direkte Bestechung der Steuerbeamten der Steuerzahlung zu entziehen, so daß die ganze Steuerlaft auf die arme wärtigen Regierung hat; und dazu ist das Volt nur zu sehr be- alle will. rechtigt; denn trotz der enormen Opfer an Menschen und Geld Glücklicherweise hat das Volt das begriffen oder fängt Bevölkerung fällt. Brot und Fleisch erreichen schon jetzt einen ist von spanischer Seite nicht der allergeringste pofitive Erfolg wenigftens an, das einzusehen; und darum erfreut sich das sehr hohen Preis; und auf dem Wein liegt eine höhere Steuer, auf Ruba erreicht worden( die Aufständischen sind nach wie vor gegenwärtige Parlament einer allgemeinen Verachtung. Außer als was derselbe werth ist. Das wird aber noch viel schlimmer, Herren der Insel) und die Regierung lehnt es hartnäckig ab, den Kreaturen Sagasta's und Canova's giebt es niemanden, wenn der Winter vorrückt und die Vorlage der Regierung be Dazu kommt noch, daß üher den Verbleib der ungeheuren für Kuba ausgefeßten Summen welcher die gegenwärtige Voltsvertretung ernst nimmt. Denn hufs Erhöhung der Steuer durchgeht. Rechenschaft abzulegen. Dagegen verlangt sie jetzt neue Opfer an sowohl die Silveliften wie die Karlisten, obwohl sie einige Sige die Regierung mit der Absicht umgeht, die Konsumsteuer im Menschen und Geld: 100 000 Mann follen noch im in den Kortes haben, find Gegner der parlamentarischen Ver- ganzen Lande zu verpachten, also eine neue Kategorie von rückLaufe dieses Jahres nach Ruba hinübergehen; und die tretung. Man weiß, daß die Kortes( Kongreß und Senat) die fichtslosen Blutsaugern zu schaffen. Mit Schrecken muß man an Kortes sollen der Regierung einen unbeschränkten Kredit unbeschränkte Domäne von Canovas und Sagasta und ihren die Zukunft denken; denn die Anzeichen laffen nur zu deutlich 119darauf schließen, daß wir den allerschwersten Stürmen entgegens für Ruba bewilligen. Aber dagegen lehnt sich der Wille beiderseitigen Anhängern sind. des Volkes auf; und das ist die Ursache der bisherigen der Das Bolt denkt darum an Selbsthilfe, aber es ist ohn gehen. Regierung in hohem Maße unangenehmen Borkommniffe, die mächtig, da ihm jegliche Organisation und jegliche Führerschaft fich noch in verstärktem Maße wiederholen werden. Noch hat fehlen. Das Vertrauen zu den Republikanern ist völlig gesich die Einschiffung der Truppen nicht vollzogen und die Re- schwunden und die Sozialisten haben sich noch keinen Einfluß gierung hat alle Ursache, derselben mit Angst und Bangen entgegenzusehen. Was bedeuten sonst die Vorsichtsmaßregeln, welche überall getroffen worden sind? Der Vorwand, daß man der Propaganda der tubanischen Aufständischen vorbeugen müsse, ist einfach nichtig, da von einer derartigen Propaganda auch nicht das allergeringste zu bemerken ist. Die Sache ist eine andere: das Volk will seine Söhne nicht mehr in den Tod, der ihrer auf Ruba ficher harrt, schicken, und feine weiteren Opfer mehr bringen, wenn die Regierung nicht ganz radikale Reformen einführt. Das Volk verlangt Einführung der allgemeinen Wehr pflicht, wenn es die Interessen des Vaterlandes erfordern, Aufhebung des Stellvertretungssystems und eine Aenderung in der Anwerbung von Freiwilligen. Madrid, 22. Auguft. Nach den harten Maßregeln, welche die Regierung überall erringen können. Obwohl die Republikaner der verschiedensten getroffen hat und angesichts der jüngsten Massenverhaftungen von Schattirungen bestrebt sind, ihre zerstreuten Maffen zu sammeln, angesehenen Republikanern in Barcelona muß man glauben, daß so wird es ihnen doch nicht gelingen, wenn sie nicht die allge- die Regierung ernste Ruheſtörungen, vielleicht gar eine Revolution meine Wehrpflicht in ihr Programm aufnehmen und durch ihre befürchtet. Wie die Zeitungen zu melden wissen, sollen die Das hält Provinzial Regierungen und die Militär Gouverneure mit Führer verbürgen, daß es ihnen damit auch ernst ist. weitgehendsten Justruktionen versehen und befugt aber schwer, denn auch die sogenannten Führer der Republikaner den Regung rücksichtslos vorzus sind meistens wohlhabende Leute und werden sich nicht ins eigene sein, gegen jede feindliche geben. Mit ganz besonderen Machtbefugnissen sind Fleisch schneiden wollen. Das Bolt ist lediglich auf sich selbst angewiesen und wird Kommandanten der Hafenplätze, in welchen sich die Einschiffung seinen Empfindungen in elementarer Weise Luft machen, ohne der Truppen demnächst vollziehen soll, ausgerüstet. Man bedamit etwas zu erreichen, wenn sich nicht zur rechten Stunde fürchtet aber, daß sich die Einschiffung nicht in aller Ruhe be Männer finden, welche sich zu Herren der Lage machen. Daß werkstelligen lassen wird. In Bilbao ist die Regierung befugt, es an vielen Orten Spaniens schon aus den angegebenen Gründen alle ihr verdächtig erscheinenden Personen ohne weiteres zu ver Das Bolt ist durch die Erfahrung zu dem Bewußtsein ge- zu Aufständen kommen wird, ist über allen Zweifeln erhaben, haften. Man bedenke, was diese Maßregel in einem Lande betommen, daß es allein berufen ist, die Interessen der spanischen zumal noch ein anderer wichtiger Grund dazu kommt, nämlich deutet, das durch seine allgemeine Rechtsunsicherheit traurige Berühmtheit erlangt hat! Weiter ift es den ZivilRegierung auf Ruba zu wahren, da sich die Söhne der Besitzenden der Hunger und die Besteuerung des Hungers. vom Militärdienste befreien können und es auch thun, um Die allgemeine Arbeitslosigkeit fäßt schon jetzt das aller- personen verboten, die Kafernen zu betreten, weil nachher um so lauter zu schreien, daß man alles anwenden müsse, schlimmste befürchten; nur die Angst vor den Kugeln der Guardia fürchtet, dieselben könnten die Soldaten zur Gehorsamsverweige um die Integrität des Vaterlandes zu schützen. Im Laufe des Civil hält die hungernden Menschen noch in Schranken. rung verleiten. Diese Maßregeln werden damit begründet, daß legten Rechnungsjahres haben sich nicht weniger als 12000 Mann Aber wie lange mag das noch danern? Denn die Noth und man vorgiebt, in Bilbao die Spuren einer energischen vom Militärdienst befreit; denn es sind 18 Millionen Pesetas die Verzweiflung kennen schließlich kein Gebot. Die Regierung Flibustier- Propaganda entdeckt zu haben. In anderen Hafenin die Staatskasse geflossen und die Loskaufsumme beträgt ist sich voll bewußt, daß wir hier in Spanien einem furchtbaren plähen werden wohl ähnliche Bestimmungen herrschen, nur daß für das Individuum 1500 pesetas. Viel größer aber ist noch Mothstande entgegengehen: Handel und Industrie liegen völlig sie nicht in die Deffentlichkeit gedrungen find. Die vollständig unbegründete Verhaftung von Republikanern die Zahl derjenigen, welche sich vom Militärdienste freis danieder und die Ernte ist über alle Maßen schlecht ausgefallen. geschwindelt haben, indem sie durch Geld bewirkt haben, Alle Gemeinden machen verzweifelte Anstrengungen, der in Barcelona bildet natürlich noch immer den Hauptgegenstand 58] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. vençalen und seinem Freunde sich entspinnen könne, zog ihn mit den Worten bei Seite: man äußeren Erscheinung der schönen Frau etwas Unbefangenes, welches oft, selbst vor Monreal, ihre Empfind Mich dünkt, theurer Annibaldi, es wäre besser, wenn lichkeit über ihre unglückliche Lage verbarg. Bisweilen, Du mit dem Anführer unseres Gefolges nach Fondi voraus wenn sie mit Monreal allein war, der sie mit romantischer Roman von Edward Lytton Bulwer. rittest, wo ich heute Abend wieder zu Euch treffen werde. Anhänglichkeit liebte, war sie nur empfänglich für den Neiz Adrian, welcher fühlte, daß bisher die Römer mehr Meine Schildknappen und etwa acht Lanzenknechte werden einer Gegenwart, welche sie für alles andere tröstete; aber durch den Zufall, als durch ihr Verdienst begünstigt worden für meine Sicherheit hier genügen, und ich wünsche, um während seiner häufigen Abwesenheit, oder wenn irgend seien, suchte vergebens dieses zweite Zusammentreffen zu die Wahrheit zu gestehen, einige Worte unter vier Augen ein Fremder sie besuchte, verschwand die Täuschung und verhindern. Aber Annibaldi war sehr aufgeregt, und sein mit unserm seltsamen Wirth zu wechseln, indem ich hoffe, die Wirklichkeit trat in ihre Rechte. Das arme Wesen! hoher Rang machte es unpolitisch für Adrian, ihn daß er auf friedlichem Wege veranlaßt werden kann, ohne Der Schande widerstrebte ihre Natur, wie ihre Erziehung, durch ein bestimmtes Verbot zu beleidigen; der Colonna daß wir der Hilfe unserer römischen Truppen bedürfen, und die Gewohnheit hatte sie noch nicht mit ihr ausgab daher widerstrebend seine Einwilligung. Annibaldi's die wir an anderen Punkten so nöthig haben, sich von hier geföhnt. Der junge Colonna wurde ebenso sehr durch ihre Pferde wurden vorgeführt. Monreal wählte das schlechteste. zu entfernen." Drittes Rapitel. Annibaldi war bald für den Kampf gerüstet und Adrian Annibaldi drückte die Hand seines Gefährten. Ich Schönheit, als durch ihr anmuthiges Benehmen überrascht. gab den Trompetern das Zeichen. Der Römer war von verstehe Dich," erwiderte er leichterröthend, und könnte in Wie ihr Gemahl, schien sie jünger zu sein, als sie war; fast gleicher Größe mit Monreal und schien, wenn auch der That den übermüthigen Triumph des Barbaren nicht die Zeit schien eine Blüthe zu verschonen, deren Bestimmung für ein frühes Grab einem erfahrenen Auge nicht entgehen einige Jahre jünger, doch an physischen Kräften ihm nichts ertragen. Ich nehme Deinen Vorschlag an." fonnte, und es lag noch etwas Mädchenhaftes in ihrer nachzugeben, so daß diese Gegner auf den ersten Blick mehr schlanken Gestalt, der Fülle ihres dunkelbraunen Haares, für einander geeignet schienen, als die früheren. Aber Monreal, der jetzt beffer beritten und durch Scham und Die Unterredung zwischen dem Römer und dem Pro- und dem, nicht allein bei jeder Gemüthsbewegung, sondern - Laute und Gesang. fast bei jedem Worte auf ihren Wangen sich zeigenden Stolz aufs äußerste angeregt war, fühlte dieses Mal fich vençalen.- Adelinen's Geschichte. einer Armee gewachsen; und er traf den jungen Ritter mit Nachdem Adrian den Annibaldi mit dem größeren Farbenwechsel. Der Gegensatz zwischen ihr und Monreal solcher Gewalt, daß, während auf seinem eigenen Helm die Theil seines Gefolges abreiten gesehen, und seine schwere war für beide günstiges war der Gegensatz liebenFeder sich kaum zu bewegen schien, der Italiener mehrere Rüstung abgelegt hatte, trat er allein in das Zelt des der Hingebung und beschützender Kraft; beide erschienen Schritte von seinem Pferde fortgeschleudert wurde; und St. Johanniterritters. Monreal hatte ebenfalls seine Rüstung, schöner, wenn man sie zusammen sah, und als Adrian erst einige Augenblicke, nachdem sein Visir durch seinen außer dem Brustharnisch, abgelegt, und trat jetzt vor, um sich an dem reich besetzten Tische niederließ, glaubte er nie Schildknappen geöffnet worden, kam er wieder zur Be- seinen Gast mit jener gewinnenden und leichten Anmuth ein Paar gesehen zu haben, welches mehr für die poetischen finnung. Dieses Ereigniß gab Monreal ganz seiner fröh- zu bewillkommnen, welche besser seiner Geburt, als seinem Legenden des Troubadours geeignet gewesen. Monreal sprach unterhaltend über tausend verschiedene lichen Laune zurück, und belebte auch wieder seine Begleiter, Treiben entsprachen. Er nahm Adrian's Entschuldigungen die durch den früheren Rampf sich sehr gedemüthigt gefühlt wegen der Abwesenheit Annibaldi's und der andern Gegenstände, ließ die Becher fleißig freisen und wählte für Ritter seines Gefolges mit einem Lächeln auf, welches seine Gäste die wohlschmeckendsten Theile der köstlichen hatten. Er selbst half Annibaldi mit großer Höflichkeit und zu beweisen schien, wie schnell er die Ursache errieth, und Spicola aus der benachbarten See, und des gebratenen vielen Schmeicheleien, die der stolze Römer stillschweigend führte ihn in das Innere des Zeltes, wo das Mittags- wilden Ebers aus den pontinischen Sümpfen. " Sagt mir," fragte Monreal, als ihr Hunger jetzt ge. und unwillig anhörte, wieder auf, und führte ihn nach mahl angerichtet war, und hier erblickte Adrian zum ersten deni Zelte, indem er laut befahl, daß das Bankett an- Male Adelinen. Lange Gewohnheit an das abwechselnde stillt war, sagt mir, edler Adrian, wie geht es Eurem gerichtet werden solle. Annibaldi jedoch hielt sich zurück, und abenteuerliche Leben ihres Geliebten, wozu noch ein Verwandten, dem Herrn Stephan? Ein wackerer alter und Adrian, der seine Gedanken errieth und vorhersah, gewiffer Stolz trat, mit dem sie das Bewußtsein ihres, Herr für seine Jahre!" daß über den Bechern leicht ein Streit zwischen dem Pro- 1 wenn der auch verletzten Ranges erfüllte, gaben ( Fortsetzung folgt.) ber allgemeinen Unterhaltung. Man darf es nicht offen aus. fprechen, aber alle Welt fühlt es, daß es fich um einen Att rücksichtslosester Willkür handelt; aber da für die Provinz haben. " Dampfkeffel- Revision und Fabrikinspektion Galata und gezeigt bei der Berathung des Umfturzgeseges, wo es den Kampf gegen das Duell preisgab, weil es vorzog, im Bündniß mit den Konservativen sein Attentat gegen die Barcelona bie verfaffungsmäßigen Rechte aufgehoben sind, so erklärt, wie schon gestern erwähnt, die„ Norddeutsche moderne Wissenschaft und Literatur zur Ausführung zu ist die Regierung für alle ihre Willkürlichkeiten jeglicher Allgemeine Beitung", vertragen fich fehr gut mit einander; bringen. Hiernach wird man es uns nicht verargen können, Verantwortlichkeit enthoben. Aber doch scheint sie au Beweis sei, daß sich in den Berichten der preußischen Aufsichts wenn wir die in der letzten Generalversammlung der fühlen, daß sie in Barcelona zu weit gegangen ist, da es sich beamten taum noch Material für die im Vorjahr so laut er Katholiken in Dortmund gefaßten Resolutionen gegen das um„ Bourgeois", also um Fleisch von ihrem Fleische handelt, hobene Klage über deren Bereinigung finde. deren fich die gesammte unabhängige Presse angelegentlich an- bobene Klage über deren Vereinigung finde. nimmt, während man für die Massenverhaftungen aus Anlaß Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" spekulirt wohl darauf, Romödie ansehen. Das ist eine auf Un wahrheit begründete Flunterei! Duell nicht für ernst nehmen, sondern sie als einfache des Anarchistenattentats kein Wort der Entrüftung hat, da es baß am allerwenigsten ihre Leser sich der Mühe unterziehen Zu ihren Schwierigkeiten auf Kreta, in Mate. fich nur um- Arbeiter handelt, deren Leiden in den Gefängnissen und in dem sehr unübersichtlich zusammen gestellten preußischen donien, Armenien, im Libanongebiete u. j. w. von Montjuich und der Kriegsschiffe auf das Herz der Bourgeois Bericht von 1895 nachforschen, ob das, was die„ Norddeutsche kommt noch die Unsicherheit in Konstantinopel. Gestern natürlich feinen Eindruck macht. Wie verlautet, erfreuen sich die Allgemeine Zeitung" sagt, wahr ist. verhafteten Republikaner einer ausgezeichneten Behandlung, Nachdem im vorigen Jahr von der weit überwiegenden fanden dort so ernste Unruhen statt, daß man den Ausbruch während die gefangenen" Anarchisten" schreckliches zu erbulden Mehrzahl der preußischen Beamten so eingehend Beschwerde über einer Revolution in der Hauptstadt des Türkischen Reiches Daß die Regierung das Bewußtsein hat, in Barcelona zu Bereinigung erhoben wurde, war es allerdings nicht nöthig, daß die von Herrn v. Bötticher beliebte und immer wieder vertheidigte erwartete: Wir lassen die Meldungen aus Ronstantinopel folgen: weit gegangen zu fein, darf man aus dem Umstande schließen, die Beamten in diesem Jahre nochmals dieselben Worte wieder- Die Armenier machten 1/21 Uhr nachmittags einen An daß in offiziösen Kreisen furchtbare Verschwörnngsgeschichten erholten, vielmehr genügte es, daß sie ziffernmäßig das griff auf die Ottomanbant, wobei einige Wärter funden werden, um die jüngsten Verhaftungen zu motiviren. Mißverhältniß zum Ausdruck brachten, das durch die Kessel- und Beamte getödtet wurden. Hierdurch wurden Un und Plünderungen in Obwohl der Generalgouverneur von Barcelona versichert, daß er mit der Verhaftung der Republikaner nichts zu thun, sondern revision für die Gewerbe- Aufsicht entstand. Uebrigens haben ruhen lediglich nur das Militärgefängniß, weil in besserem Bustande einige Beamte doch noch ausführlich Klage erhoben; so hat der für Tophane veranlaßt. Polizei und Militär sind aufgeboten. als die anderen, zur Verfügung gestellt habe, verbreiten die Oppeln dringend gefordert, daß, da u. a. auch noch die Es herrscht große Panit. Alle Geschäfte find offiziösen Kreise, daß der Zivil- und Militärgouverneur Reffelrevisionen sich vermehrten, eine Vermehrung des geschlossen. Die Zahl der bei den Unruhen Getödteten gemeinschaftlich gehandelt haben, und daß ihre Handlungs- Personals stattfinde, damit nicht nur die Hauptaufgaben und Verlegten ist erheblich. Abends herrschte Ruhe. Ueber die Unruhen in Konstantinopel veröffentlicht das des Dienstes erledigt, sondern auch die Verhältnisse der Arbeiter weise von den zuständigen Ministerien gut geheißen im Handwerk und in der Hausindustrie sorgfältiger beobachtet Reuter'sche Bureau" folgende Meldung: Eine Anzahl armenischer worden sei; man fei nämlich einer weit verbreiteten werden können". Revolutionäre bemächtigte sich gestern Nachmittag 1/2 Úhr republikanischen Verschwörung, welche demnächst in Barcelona Auch der Beamte für Westpreußen spricht sich über die des Gebäudes der Ottomanbank und tödtete die Gens zum Ausbruch kommen sollte, auf die Spur gekommen. Die Verbindung der beiden Aufgaben aus. Es ist nun kennzeichnend barmen, welche baffelbe bewachten. Nachher feuerten die jüngsten Vorgänge in Valencia, Alicante und Zaragoza seien nur Vorspiele des auszuführenden Hauptschlages gewesen. Diese für die ganze Art, wie die Berichte der Beamten im Armenier aus den Fenstern und vom Dach auf die Polizei. noch in ihrem Befit. preußischen Handelsamtredigirt werden, daßlin dem Das Gebäude ist Erklärung ist eine fühne Erfindung, denn die Republikanera chregister bezüglich der westpreußischen Mittheilung steht: In später Abendstunde brachen gleichzeitig in anderen tönnen sich nach den kläglichen Niederlagen von dem letzten Dampfteffel- Revisionen-, durch diese wird vielfach ein Stadtvierteln Unruhen aus, welche den ganzen Abend Frühling noch nicht wieder so weit erholt haben, um eine Ver- Berkehr der Unternehmer mit den Aufsichtsbeamten veranlaßt." hindurch dauerten. In Bera, nahe bei dem Wachthause von schwörung zu wagen. Man ist daher allgemein der Meinung, Oberflächliche Beurtheiler der Aufsichtsberichte pflegen nur Galata Serai, explodirte eine Bombe. Mehrere Soldaß die Berhafteten gleich nach Einschiffung der Truppen wieder bas Gachregifter sich anzusehen und nach dessen Angaben ihr baten wurden getödtet und verwundet. Das englische Wachtſchiff in Freiheit gefeßt werden, und daß man über den Grund der Urtheil zu bilden; zu welchen Irrthümern sie dabei gelangen, Dryad" ging von Therapia nach Kenstantinopel ab; die franVerhaftung nichts erfahren wird, da die Regierung aus oben zeigt der vorliegende Fall. zöfifchen und italienischen Wachtschiffe werden dasselbe hente früh angegebenem Grunde feinerlei Verpflichtung dazu hat. In dem Bericht des westpreußischen Beamten heißt es nämlich thun. Im ganzen Lande ist man in hohem Maße entsetzt über wörtlich: Dem offiziösen Wiener Telegraphenbureau wird aus diefen Willkürakt des Gouverneurs von Barcelona. Im Kongreß " Die Beziehungen zu den Arbeitgebern find un- Konstantinopel gemeldet: wurde die Regierung über den Vorfall interpellirt; aber an verändert gut geblieben, was auch in einer regeren Gestaltung Im Verlaufe der gestrigen Unordnungen wurden der Portier stelle des Ministers des Innern, welcher abwesend war, ant- des Verkehrs seinen Ausdruck findet. Vorwiegend find es und zwei Beamte der Ottomanbant getödtet und der Kassirer wortete der Kultusminister. Was er aber fagte, ist nur dazu allerdings immer noch die Dampfteffel- schwer verwundet. Das Bankgebäude und die Beamten werden angethan, Spanien aus der Reihe zivilifirter Länder aus- Angelegenheiten, welche die Gewerbe Unternehmer zu von der Polizei und dem Militär geschützt. Nach Angaben der zustoßen; denn er meinte, in einem Lande, wo häufig Pronuncia- einem näheren Verkehr mit der Gewerbe Aufsicht ver- türkischen Polizei wurde auch aus armenischen Häusern geschoffen. mentos und Aufstände vorkämen, und wo eine so große Ver- anlaffen." Die Polizei erwiderte das Feuer, welches schiedenheit in den politischen Gesinnungen herrsche, dürfe das, was Der Unterschied zwischen beiden Notizen ist flar; was der bis in bie späten Nachtmittagsstunden die oberste Zivilbehörde Barcelona's mit den bekannten Re- Beamte in seinem Bericht offenbar mit Bebauern fonstatirt, wird bauerte, wagte jedoch nicht, ohne die Intervention publikanern gemacht habe, nicht befremden, b. b. die jeweilig im Sachregister als etwas Lobenswerthes hervorgehoben! der Konfuln in die Häuser einzubringen. Die Armenier, herrschende politische Partei fann ihre Gegner je nach Laune Welch geschichte Redaktion! deren man habhaft wurde, wurden nieders 3 W " " vergewaltigen, ohne danach zu fragen, ob diefelben sich gegen die Ferner: eine laute Klage erhebt der Beamte für Minden; gemacht. Die mohamedanische Bevölkerung Gefeße vergangen haben oder nicht. El Liberal" meint daher, im Register ist sie aber bei der Dampfteffel- rottete sich, mit knütteln bewaffnet, zufammen. man müsse jedesmal, wenn man glaube, daß die öffentliche Revision nicht notirt, obwohl aus dem Inhalt der Nach 3 Uhr nachmittags begannen die Unruhen in Tophane Ordnung gestört werden könne, die Hälfte des spanischen Volkes Notiz im Zusammenhang mit dem Bericht deutlich hervorgeht, und die Plünderung armenischer Geschäfte in Galata. verhaften und möge nur bei dem Präsidenten des Ministerrathes daß die Klage durch die Dampfkeffel- Revision veranlaßt ist. In unmittelbarer Nähe der österreichisch- ungarischen Dotanfangen. Der Beamte schreibt nämlich:" Die Inspektionsbeamten schaft in Stambul fand eine Ansammlung statt, die das Militär Wie weit hier in Spanien die Willkürherrschaft gebiehen ist, find jetzt mit dienstlichen Verrichtungen so start in Anzu zerstreuen suchte. Nach Angabe von Augenzeugen verhielten beweist die faft unglaublich klingende Nachricht, daß der Polizei- spruch genommen, daß ihnen für die unbedingt erforderlich Militär und Polizei unthätig. Im Lyceum von Galatachef von Barcelona feine Untergebenen, Polizisten und Nachtliche Durch arbeitung der Fachzeitschriften Serai wurde eine Bombe geworfen, durch deren Explosion wächter, beauftragt hat, alle Personen, welche republikanischen Ideen huldigen, namhaft zu machen. Wie es heißt, hat der auf den Gebieten der Gewerbe- und der Resfelaufsicht keine zwei Menschen getödtet und mehrere hundert Bolizeichef diesen Befehl in höherem Auftrag gegeben. Wenn Beit übrig bleibt." das so weiter geht, so kann man die Zeiten der Inquisition wiedergekommen wähnen; man muß um seine persönliche Sicherheit besorgt sein, zumal auch das schreckliche Anarchistengefeß jetzt angenommen worden ist. Und das nennt die„ Nordd. Allg. 3tg." teinen Miß stand! verwundet wurden. Die Todten und die Verwundeten wurden auf Lastwagen fortgeführt. Alle Geschäfte in Pera, Galata und Stambul wurden geschlossen. Von 6 Uhr abends an durchs Die Flüchtlinge wurden verfolgt. streiften mit Rnütteln bewaffnete Mohamedaner alle Straßen. Die Ursachen der Unruhen laffen fich augenblicklich nicht über ihre Revisionen verlieren bei den meisten dadurch an Werth, Die ziffernmäßigen Nachweise der Beamten daß nicht angegeben wird, wieviel Anlagen der Revision 3: Daß die Regierung in dieser so ernsten Zeit den Grund zu pflicht unterlagen, sondern nur mitgetheilt wird, wieviel vollkommen ergründen, auch die Ausdehnung derselben ist noch unfreiwilligem Humor bietet, darf man ihr gewiß nicht verargen. revidirt wurden. Einige Beamte haben jedoch in verständiger nicht festzustellen, da aus vielen armenischen Bierteln jede Nach Bor den Marktfrauen, besonders den Gemüsehändlerinnen, hat Weise auch mitgetheilt, wie groß ihre Aufgabe ift. Nach diesem richt fehlt. Bahlreiche Straßen find abgesperrt. Biele Offiziere die Regierung ftets große Angst gehabt und das mit Recht; Bericht sind revidirt worden: im Reg.- Bez. Frankfurt a. D. retteten Armenier. Gerüchtweise verlautet, daß Albanesen den denn die energischen und mundfertigen Marktfrauen veranlaßten 45 pt. der zu revidirenden Anlagen mit 79 pet. der Gesammt- Angriff auf die Ottomanbant ausgeführt haben, nach anderen vor etwa vier Jahren den Sturz des konservativen Minifteriums. Arbeiterzahl; im Regierungsbezirk Breslau 14,3 pet.(!) der Angaben sollen Kurden die Angreifer gewesen sein. Die Panit Darum beachtet die Regierung unausgesetzt die Bewegung der gewerblichen Anlagen mit 58 pet. der beschäftigten Arbeiter. unter den Europäern ist groß. genannten Frauen mit großer Aufmerksamkeit. Vor einigen Der Beamte bemerkt dazu:" Nachdem nunmehr das Dampf- Ein Urtheil über den Charakter und die Bedeutung Zagen wollten sich die Gemüsehändlerinnen auf Ginladung teffelüberwachungs- Geschäft in geregelte Bahnen geleitet ist, sind der Bewegung abzugeben, ist heute noch nicht möglich. Bes ihrer Freunde einen vergnügten Nachmittag in einem die Gewerbe Aufsichtsbeamten etwas mehr als bisher merkenswerth ist, daß die Revolutionäre die OttomanCafé machen machen und befanden sich daher in einer leb- in der Lage, sich dem Gewerbe- Aufsichtsdienste widmen zu haften Stimmung. und eilte spornstreichs nach dem Regierungsgebäude, um Polizei Anlagen mit Revisionen bebacht wurden, Das bemerkte ein Hüter des Gefeßes tönnen. Es ergiebt sich, daß im wesentlichen die großen bank in teiner Weise beraubt haben, daß also die Bewährend die wegung einen rein politischen Charakter hat. und Gendarmerie zu alarmiren, da die Frauen die Absicht kleineren zurückgetreten sind." Bekanntlich haben die kleineren hätten, auf das Rathhaus zu ziehen. Polizei und Gendarmerie Anlagen meist noch mehr eine Revision nöthig als die großen! um fein Heimathrecht zu wahren, ist der Maurer Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. rückten daher aus, um das Vaterland vor Gefahr zu bewahren; und trotz dieser urkundlichen Belege flunkert die" Norddeutsche polier August Peper aus Neu- Weißensee über den Ozean aber sie fanden die rebellischen Gemüsehändlerinnen nicht, da Allgemeine Zeitung", es sei tein is stand zu tage ge- zurückgekehrt, weil gegen ihn eine Auflage wegen Majestätsdiese schon im Café weitten. Die Sache ward bald aufgeklärt; Mißstand und die bewaffnete Macht tonnte unverrichteter Dinge wieder ab. beleidigung schwebt, die er zum Austrag bringen wollte. aieben. Wie es heißt, haben die Frauen einen ganz besonderen Schluck auf die Pfiffigkeit der Polizei getrunken, was diefer gewiß nicht sehr angenehm gewesen ist, da sie lieber die Weiber zu Paaren getrieben hätte. Madrid, 22. Auguft. " treten?! • Deutsches Reich. sich noch am allergünstigsten gestalten, find 51 pet. der Anlagen Er hatte sich hier in Bauspekulationen eingelaffen, war in Fm Regierungsbezirk Magdeburg, wo die Verhältnisse Beper ist vor anderthalb Jahren nach Texas ausgewandert. mit 78 pt. der beschäftigten Arbeiter revidirt; wie der Beamte petuniäre Berwickelungen gerathen und hatte sich diesen durch angiebt, sind fast alle Fabriken und diesen gleichftehenden die Flucht entzogen. Als er sich jenseits des großen Wassers Anlagen sowie die überwiegende Mehrzahl der mechanische befand, theilte ihm seine vorläufig zurückgelaffene Gattin mit, Kraft verwendenden Werkstätten revidirt worden." Schön! daß gegen ihn eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung Im nächsten Jahre muß doch aber die Revision erhoben worden sei, weil er im März 1895 den Schon lange wußte man, daß es auch auf den ſich auch einmal auf die 49 pCt. der im Vorjahre nichi Kaiſer beleidigt haben solle. Um diesen Fleck nicht auf sich ſizen Philippinen gährt, und daß die dortigen Gingeborenen meisten Fabriken unrevidirt bleiben. Alle Achtung vor solcher stand er vor der ersten Ferien Straftammer am Landgericht II zu lassen, fehrte er zurück und stellte sich dem Gericht. Gestern gewaltige Vorbereitungen treffen, um sich gegen das Gewerbe- Aufsicht. Mutterland zu erheben. Vor einigen Tagen brachten die und mit ihm sieben Be- und Entlastungszeugen. Die BeweisJm Zeitungen interessante Enthüllungen über die dortige revolutionäre Anlagen mit 81 p& t. der Arbeiter revidirt; in dem Regierungsführung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, hätte ftügt wird. Die Regierung legte diefen Mittheilungen teine mit 64 pet. Der Arbeiter; im Regierungsbezirk Arnsberg Zeugen. Der Gerichtshof mußte diesen Antrag respektiren und Die Regierung legte diesen Mittheilungen feine berirt Hildesheim und Lüneburg 21 pt. der Anlagen anwalt war aber damit nicht zufrieden und beantragte neue weitere Bedeutung bei. Aber nur zu bald sollte sie eines Aber nur zu bald follte sie eines 50 pet. Der Anlagen mit 90 pet. der beschäftigten Arbeiter; ber vertagte die Verhandlung. befferen belehrt werden; denn der Militär- Gouverneur der Philip: Bericht für Kassel fordert dringend Bermehrung der Beamten, pinen, General Blanco, sandte eine ausführliche Depesche an die spanische Regierung, aus welcher hervorgeht, daß sich auch in wenn dem Zwecke des Dienstes entsprochen werden soll; eine der genannten spanischen Rolonie sehr ernste Dinge vorbereiten. große Anzahl handwerksmäßiger Betriebe fonnte nicht besucht Aus der christlich- sozialen Partei ist zu beDiese Depesche wurde im Kongreß verlefen und erregte begreif- werden". Im Regierungsbezirk Düsseldorf hat die Zahl ber Revisionen, wie der Bericht Bericht rühmend hervorhebt, richten, daß Herr Oberwinder fein Amt als Parteisekretär licherweise allgemeine Sensation. Danach ist es dem General nicht unwesentlich zugenommen; trozdem sind nur niedergelegt hat. Herr Oberwinder bleibt in feiner Stellung nur gelungen, eine umfangreiche Verschwörung zu entdecken. Diese 49,46 pt. aller Anlagen mit 73,3 pt. aller beschäftigten bis zur ordnungsmäßigen Abwicklung der Geschäfte. Berschwörung hatte sich zum Ziel gesent, einen Aufstand auf den 43. Generalversammlung der Katholiken Philippinen hervorzurufen, um durch Gewalt die Unabhängigkeit der Arbeiter revidirt worden gegen 48 pt. der Anlagen und Deutschland 3. Aus Dortmund wird vom 26. August genannten Kolonie herbeizuführen. Wie General Blanco versichert, 70,19 pt. der Gesammtarbeiter im Vorjahre. Aus der Mehrzahl der Bezirke fehlt, wie gesagt, die Angabe berichtet: In der heutigen gefchloffenen Generalversammlung wurde die Verschwörung von den Vereinigten Staaten aus unterstützt über die vorhandenen Anlagen und Arbeiter; würde die Regie- gelangten verschiedene Resolutionen zur Annahme, in denen die und von den Freimaurern( Loge Gran Orienta) geleitet. An verschiedenen Orten der Philippinen sind der Regierung wichtige rung darauf bringen, daß die Beamten aller Bezirke diese Aufhebung des Jesuitengefehes, die Fortführung der Dokumente in die Hände gefallen; zahlreiche Berhaftungen haben Angaben machten, wie wir sie oben zusammenstellten, dann würde Sozialreform, inbesondere der weitere Ausbau ber deswegen stattgefunden. Besonders in der Stadt Batanges. Es fie ein noch beschämenderes Bild über die Un- Arbeiterschuß- Gefeßgebung und die Schaffung zulänglichkeit der gegenwärtigen Gewerbe- gesetzlicher Bestimmungen, welche eine Vertretung der fei ein besonderer Richter ernannt worden, um die Sache zu aufsicht erhalten, und jedermann würde sehen, daß die Standesinteressen der Arbeiter ermöglichen und eine untersuchen. Die Schuldigen würde eine exemplarische Strafe allmälige Beseitigung der treffen. Begreiflicherweise erregte diese Neuigkeit in beiden Bar. Aufhalsung der Dampfteffel- Revision auf die Beamten an dem möglichste Beschränkung und lamenten allgemeine Sensation; und verschiedene patriotische Wiißstand" schuld ist. Aber Herr v. Bötticher will eben seine Beschäftigung verheiratheter Frauen in Fabriten ge= Im weiteren grroße fozialreformerische That" nicht preisgeben, und deshalb fordert wird. Reden wurden vom Stapel gelassen, um die Regierung zu einem bleibt es beim alten! Wenn aber die" Nordd. Allgem. 3tg." der Trunksucht die behufs Bekämpfung Errichtung fatholischer Trinkerheil strengen Einschreiten zu veranlassen. Der in Madrid bestehende Berein„ Circulo hispano Filipino" glaubt, durch offiziöse Notizen die offenbaren Mißstände inner- Anstalten, sowie die Gründung von Vereinen gefordert, wurde fofort einer strengsten Untersuchung unterzogen. Ber- balb der Gewerbe- Aufsicht wegleugnen zu können, so hat sie die die dem übermäßigen Altobolgen uß ernstlich entgegen. schiedene Mitglieder, bei welchen man kompromittirende Schrift- Rechnung ohne die Sozialdemokraten gemacht, die ihr mit dem wirken. Ferner wurden Geistliche, Eltern und Lehrer aufgefordert, fticle fand, find verhaftet worden. Der Verein wurde sofort ge- amtlichen Material gründlich auf die Finger flopfen. schlossen und das Rafino deffelben versiegelt. Man sucht den Präsidenten des Vereins, ebenso auch den Präsidenten der Frei maurerloge Gran Oriente, welcher sich gegenwärtig in Frankreich aufhalten soll. Die Loge erscheint sehr kompromittirt und wurde ebenfalls geschlossen. Man erwartet weitere Verhaftungen und betrachtet den Vorfall als sehr ernst, da die Verschwörung einen gewaltigen Umfang haben soll. " Politische Meberlicht. Berlin, 27. August. " wurde die Jugend durch völlige Entziehung der alkoholartigen Getränke vor Unheil zu bewahren. Im weiteren wurde beschlossen: Der unverschuldeten Arbeitslosigkeit der arbeitenden Kreise zunächst durch Errichtung von gemeindlichen Arbeitsvermittelungsstellen, unter geordneter Mitwirkung von Arbeitgebern Die Stellungnahme gegen das Duell war lange und Arbeitern, ferner durch Beschaffung von Arbeitsgelegenheit abzuhelfen." Bezüglich der Sonntagsruhe wurde befchloffen:„ Die Jahre ein Paradestück, womit das Zentrum sich brüstete Katholiken Deutschlands beanspruchen, wie für alle Beamten der gegenüber der feigen und schwächlichen Haltung der pro- Poft, Telegraphie und Eisenbahnen, so auch für ihre Söhne unter testantischen Orthodoxen in derselben Frage. Daß es aber der Fahne, daß sorgfältige Obforge walte für Sonntagsruhe, sonichts weiter als ein Paradestück war, hat das Zentrum wohl im Reichsheere als bei der Flotte." Ferner wird in der Resolution ausgesprochen: es werde erwartet, daß an allen Sonnund Festtagen allen Offizieren und Mannschaften, die es wollen und dienstlich nicht gehindert sind, ermöglicht werde, regelmäßig dem katholischen Gottesdienst beizuwohnen". England. Spanien. speziellen Vereinsinteressen, desgleichen unsere Zuverlässigkeit abend der Ankunft des Baren über den Charakter des Empfangs in Tagen der Gefahr durch Fernhalten solcher Elemente zu folgendes: wahren. Achtungsvoll Bar Nikolaus II. wird in Wien eigentlich durch die Garnison Baron C. v. Alten. empfangen werden, welche ihm, zu beiden Seiten längs des ganzen Betreffs der Agrarfrage wurde auf Befürwortung des -Im Wahltreife eft havelland wird die Mit- Weges in dichten Maffen aufgestellt, die militärischen Ehrenbe Abg, Prof. Dr. Size( Münster) der bereits mitgetheilte Antrag theilung verbreitet, daß Landrath v. Loebell erklärt habe, nicht zeigungen unter Waffen, bei flingendem Spiel, Trommelwirbel des Abg. Herold in folgender Faffung angenommen:„ Die für den Antrag Kanit stimmen zu wollen. Diese Nachricht steht und gesenkten Fahnen leisten wird... Aber die allgemeine Generalversammlung der Katholiken Deutschlands erklärt: im Widerspruch zu der offiziellen Bekanntmachung des Bundes Neugierde und Erwartung sind zu groß und das Trottoir wird 1. Ein leistungsfähiger und träftiger Grundbefizerſtand ist für der Landwirthe über die Ausstellung des Landraths v. Loebell, voraussichtlich zu schmal fein, zumal man ja dort, wo die unsere gefammte wirthschaftliche und soziale Entwickelung von in der es heißt:" Da Landrath v. Loebell Mitglied des Bundes Kavallerie aufgestellt sein wird auf dem ganzen Parkring der höchsten Bedeutung. 2. Es ist daher Aufgabe des Staates der Landwirthe ist und auf dem Programm des Bundes steht, und Kolowratring vom Trottoir aus fo gut wie gar nichts und der kommunalen Verbände, in anbetracht der äußerst be- so erfüllt er alle Bedingungen, die der Bund an seinen Kan- sehen wird. drückten Lage, in der sich die gesammte Landwirthschaft befindet, bibaten stellt." derselben ganz besonders ihre Fürsorge zuzuwenden. Bur London, 27. Auguft. Der aus Antwerpen ausgewiesene allgemeinen Berbreitung und Anwendung der erheblichen-Aus dem Kreise Diedenhofen( Lothr.), im Vertreter der englischen Sozialdemokratie, Ben Tillet, wurde Fortschritte im landwirthschaftlichen Betriebe zur besseren Auguft.( Frankfurter Beitung.") Die Firma Gebr. Stumm in gestern im Auswärtigen Amte empfangen. Derfelbe bereitet ein Berwerthung der landwirthschaftlichen Erzeugniffe und zur Neunkirchen, deren Chef bekanntlich der Reichstags- Abgeordnete Memorandum an Lord Salisbury vor. Pall Mall Gazette", Förderung des ländlichen Kreditwesens, sowie zur angemessenen Frhr. v. Stumm- Halberg ist, hat sich in unserem Kreise eine so" Daily Chronicle" und andere Blätter fordern die Regierung Bertretung der landwirthschaftlichen Intereffen, zur Hebung des fraffe Verlegung des Eigenthums zu schulden kommen laffen, auf, der belgischen Regierung Vorstellungen zu machen betreffs Standesbewußtseins und Aufrechterhaltung guter alter Sitten, daß der Vorgang verdient, weiteren Kreisen bekannt zu werden. Der willkürlichen Verhaftung und Ausweisung der Agitatoren, namentlich auch in bezug auf ein gesundes Erbrecht, ist die Um den Transport der Erze aus ihren hiesigen Gruben zu den welche die Antwerpener Dodarbeiter organisiren wollten. Bildung von zweckentsprechenden Genossenschaften und der Zu- Hochofenwerken in Neunkirchen und Uetingen besser zu bewerkstelligen, sammenschluß der Landwirthe in Vereine, besonders die christ- bat die genannte Firma vor einigen Monaten den Bau einer lichen Bauernvereine dringend zu empfehlen, umsomehr, als zur Anschlußbahn an die Reichseisenbahn von Entringen nach Bahn- Madrid, 26. Auguft. Da die Opposition die Ob Beit eine gefeßliche, organisch gegliederte Vertretung des land- hof Groß- Hettingen begonnen. Das zum Bau dieser Bahu noth- struktionspolitit aufgegeben hatte, nahm die wirthschaftlichen Berufsstandes nicht besteht." wendige Terrain versuchten Gebr. Stumm freihändig zu er- Rammer mit 186 gegen 34 Stimmen die Vorlagen be Der in dem Herold'schen Antrage enthaltene Sah: Wie werben; im großen und gangen waren diese Bemühungen erfolg- treffend die Tabatpacht und die Minen von fehr außerdem für das Gedeihen der Landwirthschaft und damit reich, mit einigen Eigenthümern jedoch, die aber keineswegs Almaden an. Der Senat wird sich umgehend mit diesen auch im Interesse der Gesammtbevölkerung angemessene Preise übertriebene Forderungen stellten, fonnte bis jetzt eine Ginigung Vorlagen beschäftigen. für die landwirthschaftlichen Erzeugnisse zu erstreben sind, so ist nicht erzielt werden. Bisher hat man nun wohl in der ganzen Afrika. doch zur Herbeiführung derfelben eine Monopolifirung des Han- Welt angenommen, daß Grundstücke, über deren Verkauf die- Die Engländer haben in Sansibar Waffendels oder staatlicher Festsetzung der Preise zu vermeiden" war Parteien sich nicht einigen können, freies und unbeschränktes gewalt angewandt, uni ihre Schutzrechte zu wahren. Ein an danach gestrichen. Im weiteren wurde die Verbindung der einzel- Eigenthum des bisherigen Besitzers bleiben, den man gegen seinen Said Kalid, der sich zum Sultan hatte ausrufen lassen, gestern nen Boltsbureaus empfohlen, die fa ch gen offenschaftliche Willen im Besitz und Genuß seines Eigenthum nicht stören darf. gerichtetes Últimatum lautet: wenn nicht die Flagge niedergeholt Organisation der gewerblichen Arbeiter den tatho. Die Firma Gebrüder Stumm scheint anderer Ansicht zu sein. und die bedingungslose Uebergabe bis morgen Vormittag 9 Uhr Lifchen Arbeitern zur dringenden Pflicht gemacht, ferner Ohne auch nur diejenigen Eigenthümer, mit denen man sich erfolgt sei, so würde der Palast bombardirt werden. Die eng die Gründung und Förderung von Vereinen für fatholische über den Kaufpreis nicht einigen konnte, um die Bau- Erlaubniß lischen Unterthanen wurden aufgefordert, sich bis morgen VorHandlungs- Lehrlinge und katholische Handlungs Gehilfinnen, zu fragen, hat man sich einfach der Terrains bemächtigt, deren mittag 8 Uhr an Bord der englischen Schiffe zu begeben. die Herstellung angemeffener und billiger Arbeiterfamilien Woh man zum Bahnbau bedarf; die aufstehende Ernte wurde ver Das Bombardement auf das Palais Said Kalid's begann nungen, sowie die Einrichtung von Arbeiter- und Arbeiterinnen- nichtet, ohne daß vorher ein Einverständniß über die Ent- heute um 9 Uhr vormittags und dauerte 50 Minuten, während Hospizen auf tonfeffioneller Grundlage empfohlen, um dem schädigung mit den Besitzern erzielt war. Den ver dieser Zeit wurde von den Kriegsschiffen Raccoon"," Thrush" fittlich und gesundheitlich schädlichen Schlafstellen unwesen ent- blüfften Eigenthümern wurde einfach geantwortet:„ Wir und Sparrow" eine starke Kanonade unterhalten. Die An gegen zu arbeiten." In ferneren Refolutionen wurde die müssen das Terrain haben und Ihr müßt mit dem hänger Said Kalid's hatten eine wohlbewaffnete Streitmacht zwangsgenoffenschaftliche Organisation des Handwerks, die Ein- von uns gebotenen Kaufpreise zufrieden fein; wenn nicht, hinter den Barrikaden, welche ein lebhaftes Feuer bis zum Ende führung des Befähigungsnachweises, die Erweiterung der In- feht, wie und wo Ihr mehr bekommt." Und das soll Achtung unterhielten, die Verluste sind noch unbekannt. Der Palast validitäts- Versicherung, eine Revision der Zivilprozeß- Ordnung vor dem Privateigenthum" sein? Gleichzeitig werden unsere des Sultans und das alte Zollgebäude liegen voll. behuss Beschleunigung des Prozeßverfahrens und der Gin wiedergewonnenen Brüder" dadurch auch der Germanisirung ständig in Trümmern. Ein dem Sultan gehöriger führung von Lehrbüchern für Minderjährige gefordert und um einen bedeutenden Schritt näher gebracht. Einheimische Dampfer schoß während des Bombardements auf die der bevorstehenden Revision des Handels- Gesetzbuches betreffs Großindustrielle oder Unternehmer würden niemals solche Rück- englischen Kriegsschiffe, wurde aber in den Grund gebohrt. der in Aussicht genommenen Regelung des Firmenrechts ſichtslosigkeit und Ungefeßlichkeiten begangen haben, wie fie Said Kalid und der Befehlshaber seiner Truppen, Sales, zugestimmt. Dann hielt Weihbischof Dr. Schmit( Köln) hier leider von Altdeutschen zu vermerken sind. Wir wollen flohen in das deutsche Konsulat. Die an Land befind einen Vortrag über die Bedeutung der Kirche für die idealen durchaus nicht behaupten, daß Frhr. v. Stumm persönlich den lichen englischen Matrofen sind zum theil damit beschäftigt, Güter der Menschheit. Die töftliche Rede begann: Die fatho- Befehl gegeben hat, diese Rechtsverlegungen zu begehen, hoffen das Feuer im Palaft zu löschen, andere Abtheilungen sammeln lische Kirche ist von jeher die Beschützerin der Freiheit und vielmehr, daß er mit bekannter Energie recht bald die durch die Leichen der im Kampfe gefallenen Anhänger Said Kalid's. Gegnerin jeben 3wanges gewesen!.... und endete: feine Beamten oder Unternehmer begangenen Fehler wieder gut Vereinzelt dauern die Kämpfe noch in den Umgebungen der Deshalb zurück zur Autorität, damit wir wieder einig machen wird. Stadt fort, wo Kapitän Raites mit 400 Mann, welche sich nicht werden auf sozialem, politischem und kirchlichem Gebiete." Giner " Sozialdemokratischer" Bürger Said Kalid angeschloffen hatten, und mit 40 Marinesoldaten die langen, vom Abg. Herold gehaltenen Rede über die Agrar- meister. Die" Bolts Beitung" schreibt: Gin braves De- hauptsächlichsten Straßen besetzt hält. Die Geschäfte stocken vollfrage folgte ein Speech des Pfarrers Schmit( Trier) über nunziatiönchen leistet sich die großkapitalistisch- zechenbaronliche ständig. die Geistlichkeit und die sosiale rage: Er müsse Rhein- Wefif.- 3tg." gegen den Bürgermeister von Fischeln, dem fie die Behauptung der Sozialdemokraten, daß die Geist- vorwirft, er mache Propaganda für die Sozialdemokratie". Und Rio de Janeiro, 26. Auguft.( Times.) Die Ordnung ist lichen die Arbeiter nur auf den Himmel verweisen und sie mit worin liegt diese Propaganda? Man höre und staune: Die Ge- in Sao Paulo wieder hergestellt. Die Unruhen in Rio de Ja Bettelfuppen abspeisen wollen, als eine empörende Ver- meinde Fischeln hatte vor einiger Zeit an Krefeld auf grund des neiro selbst dauern fort, Böbelhausen suchen die Italiener an Ieumdung bezeichnen. Die Geistlichen seien teineswegs Kommunalabgaben- Gesetzes das Ersuchen gestellt, 18 000 M. au zugreifen, letztere gehen indessen den Streitigkeiten aus dem die schwarzen Himmels Gendarmen, wie sie ihren Armen- und Schullaften beizutragen, da viele in Fischeln Wege. die Sozialdemokraten nennen. Wohl vertrösten die Geistlichen wohnhafte Weber in Krefelder Fabriken beschäftigt seien. Krefeld Aus Rom wird hierzu noch gemeldet: Die Nachrichten aus die Arbeiter auf ein besseres Leben im Jenseits, wohl seien hatte diese Forderung ebenso wie später die Städte M.- Gladbach Brafilien lauten sehr ernst. In Sao Paulo wurde das italienische die Geistlichen überzeugt, daß es Armuth immer auf und Rheydt, wo ähnliche Forderungen von Nachbargemeinden Theater gestürmt und hierbei die Tochter des italienischen Konsuls Erben geben werbe. Auch die Sozialdemokraten werden die gestellt wurden, abgelehnt. Nunmehr sammelte der Bürger- verwundet. Die italienische Regierung richtete eine kategorische Armuth niemals aus der Welt schaffen. Allein die Geist- meister Material, um zu beweisen, daß seine Ansprüche gerecht- Aufforderung an die brasilianische Regierung, Genugthuung zu lichen seien auch nach Kräften bemüht, für die wirtbfchaft fertigt seien. Unter anderm schildert er die Verhältnisse in gewähren. liche Befferstellung der Arbeiter zu wirken. Die Geistlichen Fischeln wie folgt: wiffen sehr wohl, daß mit Bettelsuppen und bloßen Troftesworten den Arbeitern nicht geholfen sei. Die Geistlichen verlangen Fortführung der sozialen Reform um jeden Preis. Ergänzt wurde diese Predigt durch eine Rede des Fabrikbesizers Wiese( Werden a. d. R.) über Ratholizismus und wirthschaftlicher Fortschritt.- Ueber die Sigung vom Donnerstag liegt folgende Depesche vor: Die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands beschloß die Gründung freier fatholischer Hochschulen in Deutschland und Desterreich. Ferner wurde ein konfessionelles Volksschulgeset, sowie die geset liche Regelung des Lehrlingswesens und die gesetzliche Anerfennung des Meistertitels gefordert. In der öffentlichen Ver sammlung sprach Abgeordneter Prinz Arenberg über das Missionswesen in den deutschen Kolonien. Redner be= tonte unter stürmischem Beifall der Versammlung, daß das Zentrum stets für die Kolonialforderungen stimmen werde zumal eine gesunde Kolonialpolitik die von Gott vorgeschriebene Heidenmission befördere. Abgeordneter Rechtsanwalt Dr. Görg Trier sprach über das Jubiläumsjahr. Abgeordneter Dr. Lieber forderte im Interesse des Weltfriedens die volle weltliche Freiheit des Papstes. Abgeordneter Gröber schloß alsdann die Versammlung mit dem Wunsche, daß es nur einen Hirt und eine Heerde auf Erden geben möge. Sozialdemokratie und Brieftauben das sind zwei Dinge, bie allem Anschein nach garnichts mit einander zu thun haben. Indessen der Blick unserer Staatserhaltenden sieht weiter und entdeckt da Zusammenhänge, wo ein gewöhnliches Auge nichts zu sehen vermag. Dafür zeugt ein Schreiben, das dem Hannoverschen, Boltswillen" durch seine Brieftaubenpost zuging. Es lautet: Hannover Linden, den 2. August 1896. Vertraulich zu behandeln! An die Herren Vorsitzenden der Vereine des Verbandes Deutscher Briebtauben- Liebhaber- Vereine. ( Persönlich!) Gin Amerika. Ein Weber von Kindesbeinen an ist leicht zu erkennen: der Teint ist wächfern und die Arme fleischlos und dünn, wie Rinderarme, die Hände zart und weiß, die ganze Gestalt athmet mehr Gewandtheit als Kraft, der Mann ist ein Schwächling, mit 50 Jahren verschliffen", ein Schwindfüchtiger. Kein Wunder, wenn im Jahre 1872 in Kempen unter den Webern der ersten Ronkurrenz nur 15 pet. tauglich waren; trumme Beine und Anlage zur Tuberkulose waren die häufigsten Ursachen. Das Die diesjährige Konferenz für den 3. weimarischen find die erwachsenen Weber! Und nicht einmal das Kind im Reichstags- Wahlkreis Jena- Neustadt wird Sonntag, den Mutterleibe wird gefchont, denn auf das härteste trifft dasselbe 30. August, im Gasthof zur Terrasse in Wenigenjena ab der Schlag der Lade." gehalten. Partei- Nachrichten. Königsberg in der Neumark tritt in Wriezen am Die Kreisversammlung für den Reichstags- Wahlkreis 13. September, vormittags 8 Uhr, im Saale des Genoffen Salomon, Frankfurterstr. 26a, zusammen. Diese Schilderung soll sozialdemokratisch" sein! Ebenso soll sich der denunzirte Bürgermeister der Begünstigung der Sozial demokratie durch folgenden Saß schuldig gemacht haben: „ Jedes Dorf, welches hauptsächlich von Webern bewohnt wird, muß nothwendig, wenn es noch nicht arm ist, ver armen, es sei denn, daß von anderer Stelle ein Theil der Rommunallasten für die zahlungsunfähige Arbeiterbevölkerung aufgebracht wird." Für den Wahlkreis Darmstadt- Großgerau wird Sonntag, den 13. September, von nachmittags 3 Uhr ab, beim Gastwirth Frant in Großgerau, Gartenstraße, eine Partei Kons ferenz abgehalten. Aus Mainz wird uns gefchrieben: Die Agitation für die bevorstehenden Wahlen zum Reichstag und zum hessischen Landtag ist lebhaft im Gange. Vor einigen Tagen war Genosse Liebknecht hier, um die Agitation zu meister von der einen oder anderen Seite" vorgegangen werde. ingelheim Das Kohlenbaronsblatt verlangt, daß gegen den Bürger besprechen. Im hiesigen Weißen Rößchen" und in Oberstart besuchte fanden In der That, wenn hier von amtlicher Stelle das Weber- Glend statt und ein Flugblatt in der Auflage von 40 000 Gremplaren Volks Versammlungen geschildert wird, so fönnte ja einmal von anderer amtlicher wurde im Wahlkreise verbreitet. Die Aufnahme bei der LandSeite das Bergmanns- Glend beschrieben werden! Dem muß bevölkerung war außerordentlich freundlich. Am 30. Auguft trifft vorgebeugt werden! Also weg mit dem Bürgermeister! Die Genoffe Wolkenbuhr zu einer längeren Agitationstour Denunziation des nationalliberalen Organs verdient niedriger ge- im hiesigen Wahlkreis ein und beginnt dieselbe mit hängt zu werden. einer großen Volksversammlung in den Stadthallen. Aber nicht nur die Verhältnisse im allgemeinen wirken 28. Oktober erst zu seiner Herbsttagung einberufen wurde, wird, ihre dazu. Wollte da der Arbeiterwahlverein zu Kastel( die Der Kolonialrath, der im vorigen Jahre am günstig für uns, sondern auch die Behörden thun das wie die B. N. N." melden, diesmal wahrscheinlich schon im Mainz gegenüber liegende Festung) eine Fahnenweihe abhalten. September einberufen werden, da der Reichstag fast einen vollen Da wegen des drohenden Militärverbots die Wirthe zu ängstlich Monat früher als 1895 zufammentritt. Die Etats für die Schuß sind, den Arbeitern ihre Säle zu überlassen, so wandten gebiete pflegen dem Kolonialrathe stets vor ihrer Ueber sich die Arbeiter Kastels an die Bürgermeisterei, welche mittelung an den Bundesrath zur Begutachtung vorbereitwilligst denselben einen städtischen Plaz zur Abhaltung des Ein Spezialfall giebt mir Veranlaffung, die Vereine au nichen Schußgebiete steht eine Erhöhung der das preußische Festungsgouvernement gemacht. Ju letter Stunde gelegt zu werden. Für die sämmtlichen west afrika Festes zur Verfügung stellte. Aber man hatte die Rechnung ohne warnen, Personen in ihre Mitte aufzunehmen und unter sich bisherigen Reichszuschüsse in Aussicht. Der veranlaßte dasselbe das großh. Kreisamt Mainz, die Abhaltung zu dulden, welche sich offen als Sozialdemokraten bekennen. Nach den Statuten des Verbandes ist ja jede Politik aus Erhöhung aufweisen, nachdem eine Verstärkung der arrangirten die Arbeiter ein neues Fest und verlegten den Etat für Südwest- Afrika wird eine sehr starte des Festes auf dem städtischen Plage zu verbieten. Rasch entschloffen geschlossen, auch ist mir bekannt, daß in feinem unserer Vereine Schußtruppe dahin gesandt worden ist, die einer Verdoppelung Schauplatz desselben in das benachbarte Rostheim. Vor den Politik betrieben wird, bezw. feiner derfelben aus politischen des bisherigen Bestandes nahe tommt. Hatte man den ersten Thoren Raffels wurde die Fahne enthüllt und in Masse Rücksichten gegründet ist; jedoch möchte ich vorbeugen, daß ein- Bedarf dafür in einem Nachtragsetat verlangt, so werden die wei- marschirten die Genoffen, welche von allen Seiten herbeizelne Vereine mit recht großen Unzuträglichkeiten feitens der teren laufenden Ausgaben nun in den Etat eingestellt. Togoland geeilt waren, nach Softheim, woselbst im Gasthaus zum Polizei ausgesetzt werden, wie es in einem Orte bereits gefteht vor einer Gebietsvergrößerung, die durch den Abschluß von schehen ift. Das schöne Ansehen unserer Sache wird dadurch Schußverträgen mit vielen Völkerschaften im Norden und Often brange stattfand. Deutschen Kaiser" die offizielle Feier unter großem AnGenoffe Müller aus Darmstadt hielt aufs schwerste geschädigt. Unsere Tauben haben im Falle eines Krieges wichtige neuen Interessengebietes wird nicht allzu lange mehr aus- Rostheim soll, wie die Sage geht, auch noch auf dem alten Blaze 1895 eingeleitet worden ist; ein internationaler Abschluß des die Feftrede. Der Staat Heffen war wieder einmal gerettet und militärische Aufgaben zu erfüllen. Allerhöchft Seine Majestät bleiben. Es ist daher, wie die unser erhabener Raifer hat durch die Uebernahme des Protel vor einigen Tagen ausführte, " Voffische Zeitung" erst stehen. Alles in allem, die Wahlagitation wird von jeder Seite auch bie Erhöhung gefördert, und wenn alle Genossen ihre Pflicht thun, so ist uns torates unsere Sache sehr im Ansehen gehoben, und die ver des Etats für Togo beabsichtigt, die mit der Sieg sowohl bei der Reichstage- wie der Landtagswahl schiedenen Vortheile, die uns von allen Regierungen Deutsch: Errichtung neuer Stationen, Bermehrung der Schuß gesichert. lands gegeben sind, gehen von der Voraussetzung aus, daß truppe und der nothwendigen Herstellung einer Landungswir im Kriege zum Schutze des Vaterlandes unter anderem Aus Offenbach a. M. wird uns gefchrieben: Seit vorigem brücke begründet wird. Auch für Kamerun wird auch unsere Tauben bereit und opferwillig abgeben. Mittwoch hielt Genosse Liebknecht zusammen mit Genoffen die Aufwendung größerer Mittel als noth- Ulrich im hiesigen Landtags- Wahlfreis 7 Bolksversammlungen Die Grundsäße der Sozialdemokratie entsprechen nicht wendig bezeichnet, da der dortige Handel einen Rückab: in Rumpenheim, Mühlheim, Heusenstamm, Klein- Auheim, diesen Voraussetzungen, was oft genug offen ausgesprochen gang zeige. Es müffe möglichst rasch eingeschritten werden, um Großsteinheim, Kleinsteinheim, Bürgel. Sämmtliche Verfammuns gewährten Bortheile in unferem eigenen Intereffe liegen, auf welche Meife dies geschehen soll, ist vorläufig noch Ge- folche Begeisterung, daß wir mit Bestimmtheit auf den Sieg bei ift. Es dürfte daher zur Erbaltung und Erweiterung der diesen Rückgang aufzuhalten und den Verkehr neu zu beleben." Großsteinheim, Kleinsteinheim, Bürgel. Sämmtliche Versammungen waren außerordentlich stark besucht und es herrscht eine daß wir solche Elemente aus unserer Mitte fernhalten, welche heimniß der amtlichen Kreise. die staatliche Obrigkeit nur gezwungen anerkennen. Als Präsident des Verbandes, dem die Fürsorge desselben am Herzen liegt, bitte ich die Herren Borsigenden, möglicherDefterreich. der bevorstehenden Wahl rechnen können. Liebknecht hat hier noch vier Versammlungen abzuhalten. 3wischen drei Gliedern aufgestellter Aus der Schweiz. Für die Erfahwahl an stelle des vers weise in scheinbarem Widerspruch mit den Statuten, die Truppen haben Bar und Zarin ihren Einzug in Wien ge- storbenen Kantonsraths Dr. Sonderegger stellen unsere St. politische Auseinandersetzungen nicht wollen, in besagter An- balten. Selbst die dem Barenbesuche einen begeisterten Be- Galler Genossen wiederum den Zeichner Oswald auf. Troßgelegenheit wachfam zu sein und unsere gemeinsamen und grüßungsartikel widmende Neue Freie Presse" schrieb am Bor- dem die zahlreiche Arbeiterschaft in der Stadt St. Gallen keine Bertretung im Rantonsrathe hat, wird auch diesmal Genosse, ausführt, der absonderliche Zustand, daß, obschon die Bohrer im ist also fast ausschließlich der Industrie zu gute gekommen, beren Oswald nicht gewählt werden, da ihm Gegenkandidaten gegens vollsten Sinn des Wortes Arbeiter( teine selbständigen Meister) Antheil von 31,6 auf 35 pCt. aufgewachsen ist. Weniger be übergestellt werden. find, und als solche die Arbeitsgeräthe vom Unternehmer benutzen, deutend hat der Handel zugenommen von( 9,1 auf 9,9 pt.). A13 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. fie doch Playmiethe bezahlen müssen. Für ein neueingeführtes das erfreulichste Ergebniß der Berufs- und Gewerbezählung vom In Lennep in der Rheinproving hat die Polizei dem Muster verlangten die Arbeiter 11 Pf. pro 100 Stück, der 14. Juni 1895 dürfte vielleicht die Thatsache erscheinen, daß die fozialdemokratischen Volksverein die Abhaltung des Stiftungs- Fabrikant wollte nur 10 Pf. bezahlen. Es ist zu betonen, daß Bahl der Rentner und Pensionäre in Baden, dank unserer deutfeste 3 untersagt; u. a. deshalb, weil sonst eine„ Gefährdung die Schlüsselbohrer bei täglich elfstündiger Arbeitszeit nach Abzug schen Sozialgesetzgebung in den legten 18 Jahren sich mehr als der öffentlichen Ordnung" zu befürchten fei. Arme öffentliche der Miethe" höchstens einen Wochenverdienst von durchschnittlich verdoppelt hat." Ordnung von Lennep, die nicht einmal ein sozialdemokratisches 14 M. haben. Die Firma wollte sich nur dazu verstehen, die Es gehört, schreibt man uns aus Baden, denn doch Stiftungsfest verträgt! Hälfte der Playmiethe fallen zu lassen und dafür, daß die Arbeiter ein gewisser Muth oder ein gehöriges Maß von Dem Wahlverein für Burgstädt und um in der Fabrit von morgens 6 bis abends 7 Uhr schuften, sich mit Unkenntniß der der Verhältnisse dazu, in einer amtlichen gegend war die Abhaltung eines Vergnügens in Burkersdorf von 1,50 m. wöchentlich begnügen. Statistik die Rentiers und Pensionäre, welche von der Amtshauptmannschaft mit der Begründung" untersagt In der Bürstenfabrik von J. Ehlers in Brauns den Zinsen ihres erbeuteten" Rapitals leben, mit den Alterss worden, der Verein könne dasselbe in Burgstädt abhalten. Gegen schweig haben die dort beschäftigten Arbeiter die Arbeit und Invalidenrentnern infeinen Topf zu werfen. Diese Arbeiterdiese Handlungsweise der Amtshauptmannschaft wurde Beschwerde niedergelegt, weil die Wiedereinstellung eines gemaßregelten Rentner", die„ dant unserer deutschen Sozialgefeßgebung" es bei der Kreishauptmannschaft in Zwickau geführt und diese Kameraden abgelehnt worden war. Einigungsversuche, so- nach 70 arbeitsreichen Jahren glücklich so weit gebracht haben, hat der Beschwerde Folge gegeben. Das Vergnügen ist gewohl der Arbeiter, als auch der einer Kommission des Deut. 33/8 Pf. als Rente" vom Staate zu erhalten, fönnen jeden Tag nehmigt. schen Holzarbeiter- Verbandes, verliefen resultatlos. verhungern, vorausgesetzt, daß sie neben ihrer Rente" nicht noch -Schwäbische Nachtlänge von der Maifeier. etwas verdienen, oder von der Mildthätigkeit anderer Menschen Ju Backnang( Württemberg) veranstalteten die Arbeiter ans Ans Schmölln berichtet der Altenburger Wähler": In ihr färgliches Dasein fristen können. Es ist mindestens eine starte läßlich der Maifeier mit Genehmigung der Orts Polizei- der Bürstenfabrik von Fr. Jahn legten 13 Arbeiter die Uebertreibung, wenn fein Sohn, unter folchen Umständen von behörde einen Umzug mit Musit durch die Arbeit nieder, weil am Sonnabend ohne vorherige Bekanntgabe einer verdoppelten Zunahme der Rentner und Pensionäre" zu Stadt, " welcher um 3 Uhr nachmittags beginnen sollte. 12 Mi Lohnreduktionen vorgenommen wurden. Diesmal find es nicht sprechen. nuten nach 3 Uhr fezte sich der Zug in Bewegung, doch war die rothen Hezer“ und„ Wühler", sondern die Harmonieapostel Prostitution und bürgerliche Gesellschaft. Aus Milzufälligerweise der Nachmittags- Gottesdienst noch nicht beendigt. vom Hirsch- Duncker'schen„ Gewerkverein". In genannter Fabrit hausen i. E. meldet die" Frankfurter Zeitung"! Seitdem die Einige Wochen später erhielten der Arrangeur der Feier wurde vor zirka einem Jahre die Attordarbeit eingeführt; feit Polizeibehörde auf Wunsch des alten Gemeinderaths die Aufund die se ch 3 Musikanten vom föniglichen Oberamt dem ist der Lohn jetzt das zweite Mal reduzirt worden. Nach hebung der öffentlichen Häuser verfügt und auch Strafbefehle in Höhe von je 10 Mark wegen Ruhe den beim Knopfarbeiterstreit gemachten Erfahrungen ist es störung". Nachdem die Betheiligten gerichtliche Entschei- immerhin noch fraglich, ob auch der„ Generalrath" mit dem bung angerufen hatten, wurden sie vom Schöffengericht wegen Vorgehen einverstanden ist, und ob nicht noch in letzter Minute, „ fahrlässiger Ruheſtörung" zu je 3 Mark Geldstrafe und den wenn der Sieg bald errungen wäre, das Kommando zur AufKosten verurtheilt, wogegen sie Berufung einlegten. Das Land- nahme der Arbeit gegeben wird. gericht Heilbronn als Berufungsinstanz hob nun das erste und In der Blumengart'schen Schuhfabrik in München find zweite Urtheil auf und sprach die Betheiligten unter Uebernahme wegen Kündigung eines für den Verband thätig gewesenen Geder Kosten auf die Staatstaffe völlig frei. hilfen Differenzen ausbebrochen. Das Personal beschloß, gleich falls zu fündigen, wenn die Entlassung eines Kameraden nicht zurückgenommen wird, und bittet nun die auswärtigen Fachgenossen um Vermeidung des Zuzugs. Gewerkschaftliches. Die Schuhmacher Deutschlands werden ersucht, bei Arbeitsangeboten von Erfurt fich erst mit dem dortigen Vertrauensmann der Schuhmacher, Louis Schmidt( per Adresse Deutsche Schuhfabrit in Erfurt), in Verbindung zu setzen. Veranlaffung zu diesem Gesuch gab die Schuhfabrik von Büchner's Nachfolger( Juhaber Gebr. Ducke). find seit Pfingsten 17 Erfurter Schuhmacher entlassen worden, während man auswärtige zu engagiren sucht. " Dort 1 Soziales. an = streng durchgeführt hat, läßt sich eine beängstigende Ver mehrung der Sittlichkeitsverbrechen fonstatiren. Nicht eine Woche vergeht, ohne daß der Polizeibericht von Verhaftungen jugendlicher Büftlinge, die sich öfters an Kindern vergreifen, zu erzählen wüßte, und kaum eine Gerichtssigung endet ohne einen oder mehrere schwere Prozesse hinter verschlossenen Thüren. Die Ansicht derjenigen, die der oben erwähnten Maßregel folche Folgen gleich vorausgesagt hatten, findet sich immer nachdrücklicher bestätigt. Durch polizeiliche Verordnungen läßt sich die Sittlichkeit nicht auf ein höheres Niveau bringen. Bei Bekämpfung der Prostitution müssen erzieherische und sozialpolitische Momente mitwirken, das Uebel läßt sich nicht vernur und schritthaltend mit der Verbesserung der wirthschaft mittelst Dekret von heute auf morgen unterdrücken; langsam lichen Lage großer Voltsklassen wird sich das Ziel erreichen lassen. Soziale Rechtspflege. Achtung, Lederarbeiter( Portefeuiller) Berlins! Zuzug Aus Brüffel wird gemeldet: In einer Versammlung der ist streng fernzuhalten von den Firmen H. Adam jun, beiter, die am Sonnabend unter dem Vorsitz des christlich fatholischen ausständigen Tischlerei Ar Prinzenstr. 33, R. Krasemann, Melchiorstr. 7, Hey= mann u. Co., Dresdenerstr. 82/83, J. Sommer, Reichen- demokratischen Abgeordneten Mousset tagte, wurde der Antrag, bergerstr. 131, Bornemann, Schmidtstr. 15, Loth die katholischen Arbeiter möchten sich von den u. Weinland, Dresdenerstr. 88/89, Eichler, Sebastian- sozialistischen Arbeitern trennen und die Ar. ftraße 6. Bei den letzten drei Firmen mußten sich die Kollegen beit wieder aufnehmen, einstimmig abgelehnt. als entlassen betrachten; sie haben zum größten Theil andere Zum Jahres Kongreß der Gewerkschaften GroßArbeit gefunden. Diese drei Firmen bleiben nun auch auf weitere britanniens, der am 7. September in Edinburg zusammen- In einem Prozeß gegen die Berliner Packetfahrt: Zeit für uns gesperrt. Die Lohnkommission. tritt, sind nach Angabe der„ Londoner Allgemeinen Rorrespondenz" Aktiengesellschaft, den der Schaffner M. beim Gewerbes bis jetzt 843 Delegirte angemeldet. Die amerikanische Federation gericht führte, war die Frage zur Entscheidung gestellt, ob die of Labor und die Generalfommission in Hamburg werden auf Unterbeamten der Gesellschaft auf die im Jahre 1894 allgemein dem Kongreß ebenfalls vertreten sein. eingeführten Jahresgratifitationen einen Rechtsanspruch haben. m. verlangte 60 M. mit der Begründung, daß ihm diese Summe als Gratifitation im letzten Jahre seiner Beschäftigung bei der Beklagten zugestanden habe, daß man ihn aber einen Tag vor der Ver Einen Rechtss Aus dem Ruhrgebiet wird uns gefchrieben: Am vorigen auspruch darauf glaubte er deshalb zu besigen, weil die Grati theilung der Gratifitationen entlassen hätte. Sonnabend haben im hiesigen Gebiet mehrere Wahlen von fitationen, deren Höhe durch das Dienstalter bestimmt wird, den In Fürstenwalde wollen die Tabatarbeiter in eine eltesten der Bochumer Knappschaft stattgefunden. Unterbeamten 1894 an stelle einer erbetenen Gehaltszulage zuLohnbewegung eintreten. Am Dienstag Abend fand aus diesem Diese Wahl ist von Bedeutung, weil sich seit Jahresfrist unter gesichert worden sind. Prokurist Goldschmidt als Bertreter der Anlaß eine Versammlung statt, wo Börner aus Berlin den Arbeitervertretern der genannten Raffe eine oppofitionelle Beklagten vertrat dagegen den Standpunkt, daß Gratifikationen referirte. Die Arbeiter und Arbeiterinnen, ca. 140 an der Zahl und eine gemäßigte Richtung gebildet hatte. Die ftets nur als freiwillig gewährte Zuwendungen anzusehen seien. ( darunter etwa 80 organisirte), wozu noch die vielen Lehrlinge Opposition vertritt in der entschiedensten Weise bas Der Gerichtshof veranstaltete eine umfangreiche Beweiserhebung, fommen, verlangen eine Lohnerhöhung von 4,50 auf 5 M. für Recht der Arbeiter, während die Mäßigen" alles den 1000 Stück Zigarren und von 2,25 auf 2,50 W. für 1000 Wickel; Unternehmern zu Gefallen thun. Am letzten Wahltage waren welche zum Ergebniß die Feststellung hatte, daß 1894 die um Gehaltszulage petitionirenden Unterbeamten die Antwort erhielten, eine für Zigarren und Wickel befferer Sorten wird entsprechend mehr nun für 3 neugebildete Sprengel die Vertreter der Arbeiter zu Gehaltszulage werde nicht bewilligt werden, jedoch würden die verlangt. Die Versammlung beschloß, den Fabrikanten die Forde: wählen. Man durfte auf das Ergebniß der Wahl gespannt sein, unterbeamten Gratifitationen je nach der Länge der Dienstzeit rungen am Mittwoch zu unterbreiten, und für den Fall, daß diese da hier zum ersten Male fich zeigen mußte, ob die energische bekommen. Bon da ab wurden denn auch regelmäßig die abgelehnt werden, die Arbeit niederzulegen. Am Sonnabend Reform des Kassenwesens oder die Versimpelung von den Gratifitationen gezahlt: bei einjähriger Dienstzeit 10 M., bei sollen die auf Kündigung stehenden Arbeiter und Arbeiterinnen Mitgliedern gewollt wurde. Das Resultat ist, daß die zweijähriger 20. u. f. 1. tündigen. Kommt es zum Ausstand, so wird es sich hauptsächlich Opposition auf der ganzen Linie gefiegt sowohl der Vorsitzende wie auch die Beisiger beider Kategorien Nach längerer Berathung gaben um drei Fabriken handeln. Zwei derselben gehören den Berbat. Wohl ist z. B. in Effen ein Kandidat der Bechenpartei m. den Rath, die Klage wegen eventueller Softeneriparniß zurüc liner Firmen Biesing u. Krause und Leopold als erster Vertreter gewählt, aber nur dadurch, daß derselbe, den zu nehmen. Hieraus geht hervor, daß der Gerichtshof die Frage Nach flgr. die Opposition zuerst aufgestellt batte, später auch auf die nach dem Charafter der Gratifikationen dabin entschieden Die Fürstenwalder Tabatarbeiter ersuchen die auswärtigen Bechenliste fam. Die Opposition hat dem Mann zum Siege hat, daß den betreffenden Beamten tein Rechtsanspruch auf dieund insbesondere die Berliner Fachgenossen um strenge Ber- verholfen. In Braubauerschaft und in Kray find die selben zusteht. Der Kläger folgte dem Rathe und nahm die meidung des Zuzuges. Kandidaten der Opposition mit großer Majorität gewählt. Da der Klage zurück. Verband der Bergleute( ,, alter Verband") die Opposition In Sachen der Onarch'schen Vorschläge haben wir in inaugurirt hat, und die Kandidaten vornehmlich unter seiner Die Folge eines Naturereigniffes als Betriebsunfall. der Nr. 198 vom 25. August, 2. Beilage, 2. Seite, 1. Spalte Mitwirkung aufgestellt wurden, so bedeutet der Sieg vom Neun Arbeiter wurden bei ihrer Thätigkeit auf einem Stätte= irrthümlich die Redaktion der Leipziger Bolts 22. Auguft auch einen Erfolg der selbständig organisirten Berg: plage vom heftigsten Sturm überrascht, der ein Dach zerstörte zeitung" als die bezeichnet, die die im 5. Absatz zitirte leute. und die Theile deffelben auf sie herabwarf, so daß sie mehr oder In diesem Jahre müssen laut Statut die Ersay: Meinungsäußerung abgegeben habe. Das Zitat stand im wahlen zum Berg- Gewerbegericht Dortmund minder erheblich verlegt wurden. Die Berufsgenossenschaft vers Gewertschafter" und im Altenburger Wähler", stattfinden. Der Vorstand des Bergarbeiter Verbandes weigerte die Gewährung von Renten mit der Begründung, Die beide in der Druckerei der Leipziger Volkszeitung" hergestellt erläßt einen Aufruf Gefahr des gewöhnlichen feine Mitglieder, schleunigst daß die betroffenen Arbeiter einer werden. Der„ Wähler" hat dieselbe Ausstattung wie die Leipziger an die Aufstellung der Kandidaten zu gehen. Es sind 150 Ersatz- Lebens" zum Opfer gefallen feien. Im selben Sinne erkannte Volkszeitung", woraus sich die Verwechselung erklärt. männer, je zur Hälfte von Arbeitgebern und Nehmern zu das Schiedsgericht, während jedoch das Reichs. Versiche Mit welch' brutaler Rücksichtslosigkeit das Unter- wählen. Bei der Wahl 1898 hat der alte Verband" über ungsamt zu ungunsten der Berufsgenossen nehmerthum Arbeitern gegenüber vorgeht, beweist folgendes: die Hälfte seiner Kandidaten in das Berg- Gewerbegericht ichaft entschied. Es führte aus, die fraglichen Arbeiter hätte In Görlitz streifen seit drei Wochen die Töpfergesellen; entfandt. Wie sehr im Ruhrgebiet die sozialen Gegen ihr Beruf gezwungen, sich im Freien oder in einem leichtgebauten eine Einigung herbeizuführen, war bis jetzt nicht möglich, da sich fäße, die Häufung großer Vermögen einerseits, andererseits die Schuppen aufzuhalten und sich der Gefahr, von herabstürzenden die Meister ablehnend verhalten. Dagegen suchen die Meister Massenarmuth sich bemerkbar machen, lehrt uns die Steuer- Steinen getroffen zu werden, auszusehen. Zwischen dem Unfall und auswärtige Töpfer heranzuziehen und erließen zu diesem Zweck veranlagungs- Liste der Stadt Essen. Von den 91 069 Ge- dem Betriebe habe darum nicht nur ein örtlicher und zeitlicher, sondern in mehreren Blättern Inserate, worin fie dreißig bis fchäßten hatten 47 256 ein Ginfommmen unter 900 m. auch ein ur fächlicher Zusammenhang bestanden. Gleichgiltig sei vierzig verheirathete Gesellen bei gutem Lohn Also viel über die Hälfte der Effener Bürger hatte ein es hierbei, ob andere Leute, die sich zur selben Zeit auf der fuchen. Aber das genügt ihnen noch nicht. In der Bunzlauer Jammereinkommen. Dafür domizilirten in Effen 27 Mart. Straße aufhielten, der gleichen Gefahr, wie jene Arbeiter auf " Thonwaarenindustrie Beitung" werden die Bunzlauer Töpfer- millionäre, 13 3 weimartmillionäre; 24 Leute, die dem Stätteplage ausgefeßt waren. meister ersucht, an die streikenden Gesellen teine ein Vermögen bis zu 1 000 000 m. haben. Herr Krupp schäzte Für Landwirthe und ihre gegen landwirthschaftliche Bes Waaren zur Selbstverarbeitung zu verkaufen, sich selbst ein mit einem Einkommen von sieben Millionen triebsunfälle versicherten Angestellten ist eine Entscheidung von ferner wird ersucht, diejenigen Meister bekannt au 135-140 000 W. Ein anderer Eſſener( Gewerke Waldhausen?) großer Bedeutung, welche das Reichs- Versicherungsamt am machen, welche streifende Gefellen beschäftigen hat ein Einkommen von 1 700 000-1 705 000. Bei solchem Ein- 24. August unter dem Borsiz des Direktors Pfarrius gefällt hat. ober an diese Gesellen Waaren verabfolgen. fonimen kann Herr Krupp schon tausende ausgeben, wenn er fürstliche Der Landwirth Heffe wurde am 4. Januar 1894 auf der DorfWeiter versendet der Verband der selbständigen Töpfermeister Gäfte hat. Und ein billiger Ruhm" ist es für einen solchen straße in Holzhausen überfahren, als er von einem Gange in und Ofenfabrikanten von Niederschlesien und der Laufig" an Mann, als Wohlthäter" der Arbeiter auspofaunt zu werden, die nächste Stadt zurückkehrte, wo er Gewürz eingekauft hatte, sämmtliche Töpfermeister Deutschlands ein lithographirtes Birkular, giebt er einige lumpige 300 000 m. für eine„ Stiftung" her. das am anderen Tage beim Wurstmachen Verwendung finden worin die Stamen fämmtlicher Streifenden ver- Mit Wagenladungen schaffen die Arbeiter dem Herrn Krupp sollte. Er starb später an den Folgen des Unfalles und zeichnet sind. Es soll dadurch erreicht werden, daß die etwa feinen Reichthum herzu und mit einer Kinderschaufel wirft er feine Wittwe erhob nunmehr bei der hannoverschen aus Görlig auswandernden Gesellen nirgende Arbeit finden und so dem ihnen dann einige Almosen zu. landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft Anspruch auf eine Elend preisgegeben sind. Denn daraus, daß der Verband verheirathete Eine fenfationelle Nachricht, schreibt die Breslauer Bolts. Hinterbliebenenrente. Diese wurde ihr versagt, jedoch verurtheilte Leute nach Görlig zu ziehen sucht, ist ersichtlich, daß die wacht", tommt aus Oberschlesien. Nach dem schrecklichen Gruben- das Schiedsgericht auf die dann eingelegte Berufung die BerufsStreifenden ausgesperrt werden sollen; man will aber auch ihre unglück auf der„ Kleophasgrube", wobei 104 Bergleute den genossenschaft zur Gewährung der Rente. Das Gericht war der fernere Existenz vernichten, indem ihnen systematisch die Tob fanden, wurde bekanntlich der Waschinenwärter Kott Meinung, das Besorgen von Gewürz sei im vorliegenden Falle Möglichkeit genommen werden soll, wo anders Arbeit unter dem Verdacht verhaftet, das furchtbare Ereigniß den landwirthschaftlichen Betriebsthätigkeiten zuzurechnen. Das finden. Das ist die des Rache Unternehmer- durch vorsägliche Brandstiftung herbeigeführt zu haben. Reich 3- Versicherungsamt als Retursinstanz stimmte thums dafür, weil sich Arbeiter unterstanden haben, ir bezweifelten damals, daß es solche Bestien in Menschen- aber diesem Urtheil nicht bei, sondern stellte den ungünstigen diesen Herren gegenüber ihre Forderungen zu stellen. Der gestalt unter den Arbeitern giebt, die das Leben von hunderten Bescheid der Genossenschaft wieder her. Gründe: Allerdings Redaktion der Breslauer Volkswacht" find zwei solche Zirkulare ihrer Brüder absichtlich gefährden und vernichten. Auch knüpften gehöre das Ausziehen oder Mästen der Schweine in einer Bauern wie auch die betreffende Nummer der„ Thonwaaren- Zeitung", in wir daran die Hoffnung, daß die eingeleitete Untersuchung bald wirthschaft unbedenklich zum landwirthschaftlichen Betriebe und welcher sich das obenerwähnte Inserat befindet, zugestellt worden die Unschuld des betreffenden Arbeiters ergeben wird. Diese das Schlachten derselben bilde gleichsam den Abschluß der und unser Bruderorgan macht nun bekannt, daß es diese Soffnung hat sich jetzt erst nach Verlauf von mehr als auf die Gewinnung des Fleisches gerichteten landwirthschaftlichen famosen Utase ber Görliger Staatsanwalt fünf Monaten erfüllt. Der Kattowißer Zeitung" zu folge Produktion. Hier liege aber eine Handlung vor, die sich nicht fchaft aur gefälligen Ansicht senden wird, hat das eingeleitete Verfahren gegen den betreffenden Berg- mehr in diesen Grenzen bewege. Die Zubereitung des Fleisches auch dafür Sorge tragen will, daß gegen mann nichts Belastendes ergeben, so daß dessen Entlassung und gar das Holen von Zuthaten aus einem anderen Orte geben Vorstand des Verbandes der selbaus der Untersuchungshaft nichts mehr im Wege steht. Eine hörten zu den haus wirthschaftlichen Thätigkeiten, nicht mehr zu ständigen Töpfermeister und Ofenbauer" Entschädigung für unschuldig verhaftete kennt aber das Gesetz denen des landwirthschaftlichen Betriebes, und es sei darum der wegen Boykotts und Verrufserklärung Straf immer noch nicht. Wer schafft nun dem armen Arbeiter Ersay Anspruch auf Rente unbegründet. antrag gestellt wird. Die Staatsanwaltschaft in für die Einbuße welche er durch die Untersuchungshaft er Breslau hat bisher stets Boykott und Verrufserklärung ver- litten hat. folgt, sobald sich Arbeiter dieselben zu schulden tommen ließen. zu " Nachrichten. Ueber die Ergebnisse der Berufszählung im Groß. Depelthen und lehte herzogthum Baden schreibt das Regierungsblatt: In Konftantinopel, 27. Auguft.( W. T. B.) Auch die Stams In Barmen hat die Lohnbewegung der Former und der Bertheilung der Bevölkerung nach Berufsarten tritt eine sehr buler Borstädte Pfamatia und Jenifapu waren gestern der Silfsarbeiter der Firma Opferbed u. Biegler mit bedeutsame Erscheinung zu tage: die Abnahme der landwirth Schauplah von Ereignissen, die gleichfalls von Armeniern hervors dem Sieg der Arbeiter geendet. Sämmtliche Forderungen sind schaftlichen und eine sehr starke Zunahme der gewerblichen gerufen worden sein sollen, über welche jedoch Einzelheiten fehlen. bewilligt worden. Bevölkerung. Während im Jahre 1892 noch fast die Hälfte Die Nacht verlief, soweit Informationen vorliegen, verhältnißs In Ohligs bei Solingen haben fämmtliche Schlüssel( 49,1 pt.) der badischen Bevölkerung der Landwirthschaft an- mäßig rubig, nur an einzelnen Punkten sind Schüsse gefallen, entfiel bohrer der Firma Karl Wipperfürth u. Kom p. wegen gehörte, 1895 nur noch 42,5 pet. der Be- Polizei, Infanterie und Kavallerie patrouillirten in den Straßen. Verweigerung einer Lohnforderung die Arbeit niedergelegt. Bei völkerung auf dieselbe. Die nicht unbedeutende Zu- Die Mohamedaner saßen ruhig in den Caféhäusern, hielten sich ber genannten Firma herrscht, wie die Bergische Arbeiterstimme" nahme der Gesammtbevölkerung letzten Jahrzehnt aber bereit, um etwaigen Provokationen entgegenzutreten. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. im Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 201. Freitag, den 28. August 1896. So 13. Jahrg. Einer gerechten Eintheilung der Reichstags- Wahlbezirke, die Erschoffen hat sich am Mittwoch Abend gegen 7 Uhr vor mindestens ebenso nothwendig wäre, widersetzt sich die Regierung dem Leister'schen Restaurant in der Artilleriestraße ein etwa bekanntlich mit steifem Beharren. Eine solche Neutheilung 35jähriger Mann. Der Fremde, der vorher in der Gaftwirthwürde aber der Unzufriedenheit des Voltes einen weit energischeren schaft geweilt und dort sich als Bahnbeamter ausgegeben, im Ausdruck geben, als unter der 1871 er Eintheilung möglich. übrigen aber mit anderen Gästen fröhlich gezecht hatte, verließ zur genannten Zeit plötzlich das Lokal. Kaum hatte er das Die Fernsprechverbindung Bremen- Amsterdam foll in Trottoir der Straße erreicht, als er sich eine Kugel durch die etwa vier Wochen eröffnet werden. rechte Schläfe jagte und sofort todt zusammenbrach. Die Zeiche wurde nach der Morgue geschafft. Seitens des Ministers ist nach der Voss. 3tg." neuerdings beVerallgemeinerung der Sonntags Rückfahrkarten. stimmt worden, daß Sonntags- Rückfahrkarten prinzipiell fortan auch zwischen Städten mit regerem geselligen Verkehre sowie nach den großen Städten zuzulaffen sind. Gewillensfreiheit in Preußen. ftrat vorlegen. nächst die Vorarbeiten beendigen und den Entwurf dem Magi- nicht im stande war, fuhr der Wagen dem Pferdebahnwagen Das hauptsächlichste Resultat der Neue- direkt in die Flanke und beschädigte denselben erheblich. Von In der Straffache gegen unseren Parteigenoffen Brandt rung wird darin bestehen, daß die Innenbezirke, welche den Insassen des Pferdebahnwagens wurde eine Berliner im Laufe der Jahre an Wählern verloren haben und Blumenhändlerin durch Glasscherben so schwer am Kopfe ver in Halle a. S. wegen Fernhaltung feiner Kinder vom dadurch kleiner geworden sind, vergrößert, die Außen- legt, daß sie sich nach Anlage eines Nothverbandes nach dem Religionsunterricht, die bereits zweimal das Kammergericht be- bezirke dagegen verkleinert und somit möglichst gleiche Wahl. Krankenhause am Urban begeben mußte. Die übrigen Bassagiere schäftigte, hat dieses nunmehr endgiltig entschieden. Brandt, der bezirke herbeigeführt werden. Hierdurch erhalten die Außen- tamen glücklicherweise mit dem bloßen Schrecken davon. Diffident ist, hatte in Bethätigung feiner Ueberzeugung bezirke mehr Bertreter als sie jetzt haben. Thatsächlich nimmt Sohn und Tochter eine zeitlang an dem Religionsunterricht in in den Außenbezirken, wo ganz neue Straßenzüge und Stadt: Schleuse Nr. 9, theilt uns mit, daß er mit dem Athletens Der Kraft und Artiftenverein Tentonia, An der der Volksschule nicht theilnehmen lassen und war dafür im No- theile entstehen, die Bevölkerungszahl erheblich zu, während klub Teutonia, der am 25. d. M. von uns in dem Bericht über vember 1894 von der Polizeiverwaltung in Halle mit einem diefelbe in den Zentrumsgebieten, Strafmandat bedacht worden. Er beantragte richterliche Ent. Geschäftszwecke dienlich gemacht werden, abnimmt. wo Wohnhäuser für die Wefferstecherei erwähnt wurde, nicht identisch ist. scheidung, worauf ihn sowohl das Schöffengericht, wie auch später das ist zum Beispiel der vierzigste Wahlbezirk( Moabit) auf Die Straßen 10 a und 12( Abtheilung X 1), die zusammen Landgericht für schuldig erklärte, in 32 Fällen gegen die Ober: 23 826 Wähler angewachsen, der 2. Wahlbezirk( Bentrum) da die verlängerte Triftstraße bilden, werden wegen Neupflasterung Präsidial- Verordnung für die Provinz Sachsen vom 24. März 1881 verstoßen zu haben. B. wurde zu einer Geldstrafe von 16 m. gegen auf 2798 Wähler zurückgegangen. Der erstere( 40.) Bezirk vom 31. d. M. bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter verurtheilt. Da Ende 1897| gesperrt. wird etwa in drei Bezirke getheilt werden. Die angezogene Verordnung legt Eltern 2c. die Pflicht auf, dafür Sorge zu tragen, daß die zum Besuch der neten ausscheidet, so dürfte zu diesem Zeitpunkte voraussichtlich Uhrmacher Otto Hardt in seiner Wohnung Elfafferftr. 76a. Ergänzungswahlen stattfinden, wobei ein Drittel der Stadtverord- Vergiftet hat sich gestern, Mittwoch, der 27 Jahre alte öffentlichen Volksschule verpflichteten Kinder die Schulstunden nach der neuen Eintheilung gewählt werden. regelmäftig besuchen, und bedroht Zuwiderhandlungen mit Strafe. Das demnächst angerufene Kammergericht hatte dann die Angelegenheit zu anderweitiger Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen, indem es Brandt wohl für strafbar erklärte, aber nicht für strafbar auf grund jener OberpräsidialVerordnung, deren Rechtsgiltigkeit verneint wurde. Als strafbar zu erachten wäre B. vielmehr aus§ 48 Zitel 12, Theil II des Allgemeinen Landrechts, eventuell auf grund einer dem entsprechenden Ausführungsverordnung. Die Straffammer erfannte darauf wie vorher, nachdem sie festgestellt hatte, daß solche Ausführungsverordnung nicht bestehe; jedoch legte das GeVon einer Droschke zweiter Güte wurde gestern Abend richt seinem Urtheil nicht die Rechtsauffassung unter, aus um fechs Uhr ein etwa achtjähriger Knabe vor den Hause Wallwelcher die Zurückweisung der Sache erfolgt war. Da das straße 88 überfahren. Das verlegte Kind wurde in der Droschfe zu seinen in der Mariannenstraße wohnenden Eltern gebracht. aber nach§ 398 der Strafprozeß Ordnung nicht statt: haft und darum ein Revisionsgrund ist, mußte der auch gegen Kinderwagen. Polizeioffiziös wird gemeldet: Die letzte Polizeibericht vom 26. Auguft. Vormittags wurde in dieses Urtheil eingelegten Revision des Angeklagten stattgegeben Bekanntmachung des Polizeipräsidenten, betreffend die Erlaubniß der Friedens- Allee ein von dem Arbeiter Roman Hafenwalker und nochmals auf Zurückweisung in die Vorinstanz erkannt zum Befahren der Bürgersteige mit Kinder- und Krankenwagen, geschobener Handwagen durch eine Droschte angefahren und zur werden. Die Revision wurde vom Straffenat aber auch noch ist vielfach falsch aufgefaßt worden. Es soll damit nur im Seite geschleudert. Hierbei wurde Hafenwalker durch einen deshalb für begründet erachtet, weil das Landgericht in dem Interesse des Publikums eine schnellere Erledigung derartiger Schlag der Deichsel seines Wagens am linken Bein erheblich zweiten Urtheil von einer zurückweisung der Be- Gesuche erreicht werden, indem jetzt stets dasjenige Revier, in verletzt. An der auf dem Neubau Bülowstraße 90/91 aufrufung gegen das Urtheil erster Instanz gesprochen dem der Nachsuchende wohnt, zur Ertheilung der Er- gestellten, durch einen Gasmotor getriebenen Fördermaschine hatte, obwohl dieses Urtheil unter Bezugnahme auf die für un laubniß zuständig ist, während dieselbe früher in einzelnen löfte sich infolge Herausfallens des Vorstecktheils die Riemengiltigertlärte Oberpräsidial- Verordnung gefällt worden war. Fällen von der zweiten Abtheilung des Polizeipräsidiums scheibe los und traf den 19 jährigen Hausdiener Walter Scheffler Schließlich sprach der Senat noch aus, daß es ein Rechtsirrthum des ausgesprochen werden mußte. Sonst ist aber alles beim alten am Kopfe, so daß er eine bedeutende Verlegung davontrug. Er Berufungsgerichts gewesen sei, wenn es annahm, es wäre an geblieben: zum Befahren des Bürgersteiges bedarf es nach wie wurde nach Anlegung eines Verbandes nach dem Elisabethfeiner früheren Feststellung von 32 für sich zu betrachtenden vor einer polizeilichen Erlaubniß, und die Voraussetzungen, unter Krankenhause gebracht. Auf dem Grundstücke Cotheniusstraße 12 Handlungen gebunden gewesen. Es hätte, wie vom Angeklagten denen dieselbe ertheilt wird, sind die gleichen. Es ist demnach stürzte das Dach und die Giebelwand eines etwa 4 Meter hohen gewünscht, ohne Rücksicht auf die bezügliche frühere Fest- gegen früher weder eine exzessive Belastung der Bürgersteige und 18 Meter langen massiven Pferdestalles zusammen, ohne ftellung nachprüfen müssen, ob nicht in den Vergehungen des durch Kinders 2c. Wagen zu befürchten, noch eine sonstige Be- jedoch weiteren Schaden anzurichten, da der Stall zur Angeklagten eine einheitliche Handlung zu sehen wäre. Iäftigung des auf dem Bürgersteige verkehrenden Publikums von Beit unbenutzt war. Im Hause Bendlerstraße 7 brach Das Landgericht berücksichtigte 11un bei seiner letzten der neuen Maßregel zu erwarten, der Transport von Lasten in nachmittags die 22 jährige unverehelichte Bertha Stol Verhandlung der Angelegenheit die Winke des Kammer- Kinderwagen auf den Bürgersteigen ist nach wie vor verboten. mit ben Scheiben eines Glasdaches, auf einheitlichen Entschlusses des Angeklagten urtheilte ihn abermals, diesmal zu 15 Mark eventuell drei v. Windheim erläßt folgende Bekanntmachung: Aus Anlaß der Betten klopfte, durch und stürzte aus dem dritten Tagen Haft. Es war der Meinung, angesichts seiner am 1. September d. J., vormittags 9 Uhr, auf dem Tempel- Stock auf den Hausflur hinab. Sie erlitt hierbei schwere, hofer Felde stattfindenden Parade wird die die Tempelhofer innere Verlegungen und mußte in das Elisabeth- Krankenhaus Widerspenstigkeit und seines aufrührerischen Berhaltens gegen die staatliche Ordnung" die Chauffee von 8 Uhr an bis zur Beendigung der Parade für Brenzlauer Allee beim ehemaligen Steuerhause der 52 Jahre alte überführt werden. Infolge eines Wortwechsels schlug in der Die Bellealliancestraße und die Die jetzt zum dritten jeden Verkehr gesperrt. obdachlose Arbeiter Johann Schulze dem Schleifer Robert Beyer Male eingelegte Revision wurde damit begründet, daß§ 48 II 12 Lichterfelderstraße dürfen von Lastwagen während der Zeit vom aus Neu- Weißensee mit einer Schuapsflasche auf den Kopf und Ausrücken der Truppen bis nach dem Einmarsch derselben in Schulausfeher zur Pflicht gemacht, unter Beistand der Obrig- und Omnibuslinien wird auf der Tempelhofer Chaussee und Allgemeinen Landrechts falsch angewendet sei. Darin werde dem die Stadt nicht befahren werden. Der Betrieb der Pferdebahn- fügte ihm eine erhebliche Berlegung zu. Beyer wurde auf der Unfallfeit alle schulpflichtigen Kinder erforderlichen Falles durch den aus Berlin nach dem Tempelhofer Felde führenden führten Equipage vor dem Hause Frobenstr. 22 fiel nachmittags der Zwangsmittel und Bestrafung der nachlässigen Eltern zum 46jährige Kutscher Emil Heuphal durch das plötzliche Anrücker Besuch der Lehrstunden anzuhalten. Eine Nachlässigkeit könnte Straßen( insbesondere auch in der Friedrichstraße) mit dem der Pferde herab und trug eine so erhebliche Berlegung am Hinteraber Brandt nicht vorgeworfen werden, denn er sei früher Beginn des Ausmarsches der Truppen( etwa von 7 Uhr ab) topfe davon, daß seine Ueberführung in das Elisabeth Krankenhaus erforderlich wurde. in einem gleichen Falle rechtsträftig freigesprochen worden, und bis zur Aufhebung der Absperrung eingestellt bezw. eingeschränkt topfe davon, daß seine Ueberführung in das Elisabeth- Krankenalle ihm vorgeworfenen Fälle der Unterrichtsverfäumung seiner oder abgelenkt. Auf das Paradefeld östlich der Tempelhofer haus erforderlich wurde. In der Schankwirthschaft im Hause Kinder fielen in die Zeit vor dem ersten ungünstigen Urtheil des Chauffee werden nur solche Equipagen( nicht Droschten und der Biegelstr. 24 erschoß sich gegen Abend ein etwa 30 Jahre alter Mann. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Schöffengerichts vom 25. Februar 1895.- Der Straffenat des artige Personenwagen) zugelassen, deren Inhaber mit polizeilichen Abends wurde der 26jährige Otto S. in seiner Wohnung in der Alle anderen Gefährte sowie die Kammergerichts wies die Revision am 27. August unter folgender Passirscheinen versehen sind. Begründung zurück: Der Berufungsrichter habe Brandt mit zu Fuß befindlichen Zuschauer können sich westlich der Tempel- Elsasserstraße im Bett liegend todt aufgefunden. Er hat sich verrecht zu den nachlässigen Eltern im Sinne des§ 48 II 12 hofer Chauffee aufstellen. Den Anordnungen der Schuhmann- muthlich vergiftet. Allgemeinen Landrechts gerechnet. Nach den that- schaft über Anfahrt und Abfahrt aller Wagen, sowie über das fächlichen Feststellungen sei Angeklagter von der Schulaufsichts- Berhalten auf dem Tempelhofer Felde muß im Interesse der behörde aufgefordert worden, die Kinder am Unterricht theil- Aufrechterhaltung der Ordnung unweigerlich Folge geleistet nehmen zu lassen, und sei dem doch nicht nachgekommen. Möge werden. Marketenderei und Restaurationsbetrieb wird auf dem er nun vorfäßlich oder fahrlässig gehandelt haben, jedenfalls sei Tempelhofer Felde nicht geduldet, desgleichen ist das Aufstellen () Felde nicht gestattet." er nachlässig gewesen mit bezug auf seine gefehlichen Pflichten von Stühlen, Tribünen, Handwagen zc. auf dem Tempelhofer und fei deshalb strafbar." gerichts, nahm eine einheitliche Handlung infolge eines Im Zeichen des Verkehrs. Der Polizeipräsident Herr dem sie auf Anordnung ihrer Dienst herrin Tokales. und ver= station II. verbunden. Beim Besteigen des Bocks der von ihm ges Aus den Nachbarorten. Weißensee. Die Genossen und Genoffinnen werden auf die morgen, Sonnabend, in Böttcher's Vereinshaus, CharlottenburgerStraße 150, stattfindende Gedächtnißfeier zu Ehren Ferdinand Lassalle's ganz besonders aufmerksam gemacht. Frauen Zutritt.( Siehe Annonce.) Der Vertrauensmann. Somit ist endgiltig entschieden worden, daß in dem Staate, Zu recht absonderlichen Mittelu greifen die Hausbesizer, in welchem nach dem alten Märchen jeder nach seiner Façon um ihre leer stehenden Wohnungen an den Mann zu bringen. literatur bislang noch anderweitig beziehen, sei die ParteiCharlottenburg. Den Parteigenoffen, welche ihre Parteifelig werben fonnte, für Diffidenten refp. deren Kinder eine So sucht ein Hauswirth der Marburgerstraße ein intelligentes fpedition in Erinnerung gebracht. Bestellungen auf den Religionsfreiheit nicht exiftirt. Auf freireligiöser Seite wird junges Mädchen, welches sich eignet, Wohnungsuchenden die Borwärts", das„ Boltsblatt"," Jakob"," Postillon", sowie auf man schon verstehen, diesen Zustand nach Kräften gegen Staat vermiethbaren Räume zu zeigen". Bielleicht werden sich jetzt fämmtliche Broschüren 2c. wolle man bei dem Spediteur G. Scharnund Kirche auszunuzen. einige Dutzend alter Wollüftlinge auf die Wohnungsuche machen. berg, Pestalozzistr. 27, Quergeb. part., sowie an folgenden Stellen Sämmtliche Berliner Omnibnsgesellschaften wollen fich, aufgeben: Bredlow, Augsburgerstr. 78; Beyer, Wallstr. 96, wie ein Berichterstatter mittheilt, zu einem Unternehmen ver Gimpel, Osnabrückerstr. 29; Leeder, Bismarckstr. 74; Wolter, einigen. Vielleicht bietet sich dann für die Polizei mehr Ge- Magazinstr. 15; Dörre, Krummeftr. 19. Beschwerden über uns Gehaussucht wurde gestern in unserer Expedition nach legenheit, der gemeingefährlichen Ausbeutung, welcher die An- regelmäßige Lieferung wolle man an G. Scharnberg richten. der Nr. 38 der Sonntagsbeilage Neue Welt". Beranlassung gestellten unterworfen sind, einige Zügel anzulegen. 33 Es ist ja hierzu hat der in letzter Beit viel genannte Aufsatz Eine furchtbare Blutthat wird der„ Ebersw. 3tg." aus Der traurigerweise vorab nicht daran zu denken, daß die Kutscher und dem Dorfe Groß- Biethen bei Angermünde gemeldet. Dort hat Nazarener" gegeben, welcher eine Gotteslästerung enthalten soll. Schaffner aus eigenem Antriebe Zuständen ein Ende zu bereiten die Arbeiterfrau Bönisch drei ihrer Kinder ermordet und sich Es wurden im ganzen 55 Exemplare beschlagnahmt. Wir haben suchen, die nicht allein für sie selber, sondern auch für das bann vergeblich selbst zu tödten gesucht. Man fand die Frau an anderer Stelle bereits ausgesprochen, daß der fragliche Auffah Publikum überaus gefahrbringend find. in Abwesenheit ihres Mannes in ihrer Wohnung auf dem Fußgar teine Gotteslästerung enthält. Die Behörden scheinen indeffen Eine fatale Ueberraschung wurde vorgestern einem Gerichts boden liegend vor. Sie war im Begriff gewesen, sich selbst, anderer Ansicht zu sein, was schon aus dem Umstande hervor geht, daß nach Mainz, Leipzig, Hamburg und Kiel jetzt diener im Moabiter Kriminalgericht zu theil, der einen foeben nachdem sie ihre drei Kinder getödtet, aufzuhängen, der Nagel geht, daß nach Mainz, Leipzig, Hamburg und Riel jetzt abgeurtheilten 13 jährigen Jungen nach dem Untersuchungs- war aber abgebrochen. Auf die Frage, was sie denn beginne, auch in Berlin die Konfistation ausgesprochen wurde. Obwohl der Beamte früher fagte fie ruhig: Sie kommen zu spät, da liegen sie schon!" In Mainz wurden bekanntlich auch die Redakteure unseres gefängniß zurückzuführen hatte. Bruderorgans„ Mainzer Volkszeitung". Genoffe Dr. David und Schuhmann gewesen ist, ließ er den Jungen höchst sorglos hinter Alle drei Kinder" lagen, von der Mutter in ein Bett gelegt Liebmann, sowie der Geschäftsführer Genosse Joost beschuldigt, fich herlaufen, als er aber an der Thür des Gefängnisfes war und mit einer Gardine zugedeckt, todt da. Das jüngste kind, Liebmann, sowie der Geschäftsführer Genosse Joost beschuldigt, und klingelte, war der Junge hinter seinem Rücken verschwunden. einen ein Jahr alten Knaben, der ihres Mannes Liebling an der Verbreitung theilgenommen und sich dadurch gegen§ 66 der Strafgesetzbuches( Gotteslästerung) vergangen zu haben. Es Obgleich sofort das ganze Haus alarmirt und die Umgebung des war, hatte die Frau ruhig in der Wiege liegen laffen. Die ist hierbei nothwendig, nochmals darauf hinzuweisen, daß die Gerichtsgebäudes abgesucht wurde, blieb der leichtfüßige Bursche andern Kinder, sechs, vier und zwei Jahre alt, hatte sie theils im " Neue Welt" redaktionell vollständig selbständig ist und nur als verschwunden. Gestern wurde bereits das Ermittelungsverfahren Schlaf, theils im Wohnzimmer und Flur aufgeknüpft. Die Sonntagsbeilage verschiedenen Parteizeitungen beigegeben wird. gegen den Gerichtsdiener wegen fahrlässiger Gefangenenbefreiung Frau ist gefänglich eingezogen, es ist aber anzunehmen, daß sie die That in geistiger Störung begangen hat. Der Ausgang der Sache selbst dürfte recht interessant werden, weil eingeleitet. bereits früher verschiedene freisprechende Urtheile in ähnlichen Fällen ergangen sind. 1 Ein Einbruch ist in der Mittwoch Nacht im Wirthshaus Eine neue Einrichtung ist seit einigen Tagen auf dem ,, Augustiner" in der Friedrichstr. 211 verübt worden. Der mit den Bahnsteig A in Charlottenburg getroffen worden, von dem aus Neueintheilung der Stadtverordneten- Wahlbezirke. Berhältnissen anscheinend vertraute Dieb war durch ein offenes die von der Stadtbahn kommenden Züge nach Westend, Grunes Nachdem die kolossale Vergrößerung Berlins und die dadurch Fenster der Damentoilette eingestiegen und mochte es wohl auf wald und über den Südring abgelassen worden. Der dort bes eine größere Summe Geldes abgesehen haben, die stets um die findliche mittlere von den drei vorhandenen Warteräumen hat entstandene Verschiebung der kommunalen Wahlbezirke in Mitte der Woche der Buchhalterin der Küche zur Bezahlung der an mehreren Stellen die Aufschrift erhalten:" Nur für Fahrgäste bezug auf ihre Einwohnerschaft im Jahre 1883 eine Lieferanten eingehändigt zu werden pflegt und vielfach bis zum II. Klasse." In der inneren und äußeren Ausstattung unters Auflösung der Stadtverordneten Versammlung herbeigeführt hatte, ist im Jahre 1891 eine gesetzliche Regelung dieser nächsten Vormittag im Schubfach der Kasse verwahrt wird. Der scheidet sich der Warteraum nicht von den beiden anderen. In Materie insofern herbeigeführt worden, daß nunmehr für eine war diesmal mit in die Wohnung des Wirths genommen, und Offiziere, die von dort die Fahrt nach Schöneberg machen, um Materie insofern herbeigeführt worden, daß nunmehr für eine Spitzbube sah aber seine Hoffnung getäuscht. Die Geldsumme den Vormittagsstunden sieht man auf dem Bahnsteig mehrfach Neueintheilung der Kommunal- Wahlbezirke nicht mehr die Auf dem Diebe fielen nur etwa 15 M. Wechselgeld in die Hände. nach den dortigen Militär- Uebungsplätzen zu gelangen. Warum lösung der ganzen Stadtverordneten Versammlung nothwendig ist, es ist vielmehr nach dem neuen Gefeße vom Er machte seinem Aerger auf einem Zettel Luft, den er mit den richtet man denn nicht einen besonderen Pavillon mit der AufWorten beschrieb:" Es ist eine Gemeinheit, daß nicht mehr da schrift„ Nur für Offiziere" ein? März 1891 dem Magistrate gestattet, mit Ge= nehmigung der Aufsichts- Behörde erforderlichenfalls selbst ist, schon den ganzen Monat suche ich vergeben." Die Schrift- Als eine Irreführung der Polizei stellt sich der„ Raubprobe wird dem Diebe hoffentlich zum Verräther werden. ftändig die Wahlkreise zu verändern. Diese Nothmordversuch" in Luckenwalde dar, dessen wir kürzlich erwähnten. wendigkeit scheint, nach Ansicht des Magistrats, nunmehr ein- Eine heftige Karambolage fand gestern Vormittag in der Es wird jest darüber berichtet: Die Behörde ist, wie nunmehr getreten zu sein, da insbesondere in der Innenstadt die Wähler- Hafenhaide zwischen einem Pferdebahnwagen der Linie Rirdorf- feststeht, durch den angeblich Ueberfallenen, den Arbeiter zahl aller Abtheilungen sich bedeutend verringert hat, wogegen Schönhauser Allee und einem hoch mit Säcken beladenen Last Schobert, düpirt worden. Dieser hatte eine eingehende, mit Die Außenbezirke bedeutend zugenommen haben. Die zur Erwagen statt. Der letztere tam von der ziemlich steilgehenden vielen Einzelheiten ausgeschmückte Anzeige erstattet, dahin ledigung dieser Angelegenheit eingesetzte Subkommission wird dem. Wißmannstraße herabgefahren, und da der Kutscher zu halten lautend, daß er in seiner Wohnung überfallen, gewürgt und • seiner Barschaft in Höhe von S0 M. beraubt worden fei. Den Thäter hatte er, wie kürzlich geschildert, beschrieben. Im Laufe der Untersuchung hat sich nun Schobert in Widersprüche ver- wickelt, bis er endlich mit dem offenen Geständniß herauskam, daß er den Ueberfall erdichtet habe. Er scheint in dem Glauben gewesen zu sein, daß mildthätige Seelen ihn in seinem„Unglück" unterstützen würden. Als Leiche ist der Kaufmann Karl Hanna aus der Posener- straße wiedergefunden worden, dessen Boot vor einigen Tagen leer auf dem Heiligen See treibend aufgefischt wurde. Hanna ist wahrscheinlich freiwillig ins Wasser gegangen. Seine Leiche wurde nach Tegel gebracht. Oenrcvbe-AusVtelhwg 1896. Tie Pächter des„Nordpols" hatten vorgestern die Hilfe deS Arbeitsausschusses gegen ihre eigene Verwaltung anrufe» müssen. Die Zustände in diesem Theile der Ausstellung spotten thalsächlich jeder Beschreibung, um so mehr, als die Ver- waltung für die Ausstellung Nordpol nicht mehr existirt. Herr Schreiner, der Direktor dieser Sonder-Nusstellung, bleibt für die Pächter unsichtbar und der Knopfsabrikant Röhl, der eigentliche Besitzer, weist sein Eigenthumsanrecht an den Nordpol ganz ent- schieden zurück und verweigert irgend welche Zahlung. Die Pächter hatten in ihren Etablissements Gasolin-Beleuchtung und bezahlten hierfür pro Flamme stets drei Tage voraus. Vor acht Tagen wurde ihnen jedoch das Licht plötzlich abgeschnitten, mit der Erklärung, daß die Firma, welche den Beleuchtungsstoff liefert, ihr Geld nicht erhalten habe. Der Betrag in der Höhe von 400 M. war zu anderen Zwecken verwendet worden! Jetzt haben die Pächter sich vereinigt, den Beleuchtungsstoff selbst gekauft und feit vorgestern ist der Nordpol wieder hell, nachdem durch Vermittelung des Herrn Stadtverordneten Rosenow das elektrische Licht in den Gängen dieser Sonderausstellung, das übrigens gleichfalls gestern wegen Mangel an Zahlung ab- geschnitten werden sollte, wieder belassen wurde. Landrath Stubeurauch, der Rixdorser Amtsvorsteher Boddin und Amtsvorsteher Hoffmann aus Treptow waren am Mittwoch , im Nordpol erschiene», um die Zustände daselbst zu prüfen und für Remedur zu sorgen. Die Pächter erhielten die Mittheilung, daß sie selbst für die Entwässerung der Anlage Sorge zu trage» hätten; nöthigenfalls würde das Entwässerungsverfahren zwangs« weise noch im Laufe dieser Woche ausgeführt und die Kosten auf dem Exekutivwege eingeholt werden. Die Kapellen des Nordpols, sowie die neu eingeführte Illumination dieser Anlage müssen ebenfalls von den Pächtern bezahlt werden.— Gegen Herrn Schreiner ist bereits Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden. Die Pächter des Vergnügungsparks haben in einer gestern Abend mit dem Arbeitsausschuß abgehaltenen Sitzung be- schloffen, bereits am kommenden Sonnabend das zweite Volksfest bei 30 Pf. Extra- Entree zu veranstalten. Gleiche Feste werden von nun an jeden Sonnabend bis Schluß der Ausstellung statt- finden. Von der Vermehrung des Fremdenverkehrs infolge der Gewerbe-Ausstellung zeigt ein Vergleich zwischen dem Fremden- besuch vorhergehender Jahre und dem jetzigen. In den letzten Wochen sind durchschnittlich hier wöchentlich 20 000 Fremde, also monatlich 80 000 polizeilich angemeldet worden, dagegen zeigen, nach dem„Konfektionär", das Jahr 1892 einen monatliche» Durchschnittsbesuch von 24 000, das Jahr 1893 vvn 26 000, 1894 von 85 000 und 1895 von 88 000 in den Gasthöfen polizeilich an- gemeldeten Freniden.— Und bei alledem schon eine Reihe be- merkenSwerther Krachs! Die Treptower Gastwirthe sind mit ihrem Verlangen. daß die durch die Berliner Gewerbe-Ausstellung nothwendig ge- wordene Sperrung der Treptower Chaussee als angeblich nicht zu recht bestehend schleunigst wieder aufgehoben würde, auch im Beschwerdewege bei der Regierung in Potsdam nicht durch- gedrungen. Sie gedenken jetzt eine Entschädigungsklage gegen den Amtsvorsteher Hoffmann in Treptow anzustrengen, womit sie vermuthlich auch nichts erreichen werden. Einem neuen Schwindel ist man in den letzten Tagen auf die Spur gekommen. Die Automaten in der Ausstellung und in Privatlokalen sind mit 2 Oere-Stücken, einem dänischen kupfernen Geldstück, angefüllt, das genau denselben Umfang und dieselbe Schwere wie unsere 10 Pf.-Stücke, aber nur den Werth von 2 Pf. hat. Man fahndet eifrigst auf die Einwerfer dieser Münzen in die Automaten, ohne daß man ihrer bis jetzt habhaft geworden wäre. Diese Münzen sind, wie der„Kons." miltheilt, in so großer Anzahl gefunden worden, daß man vermuthet, es handle sich dabei um einen geschäftsmäßigen Betrug, den findige Köpfe auSgesonnen haben. MunTt und LMssensllszaft. Schiller-Theater. Mancherlei Brosamen, die von größerer Herren Tische fielen, sind schon vom Direktor Löwenfeld auf- gelesen worden; selten fanden sich Rosinen darin. Auch Felix Philipps Schauspiel„Wohlthäter der Mensch- h e i t das am Lessing-Theater das Licht der Welt erblickte, kann nicht als Fundobjekt von auserlesenem Werthe bstrachtet werden. Ein garstig Lied. pfui ein politisch Lied! heißt es bei Göthe. und das am Mittwoch in der Wallnertheaterstraße wiedererwcckte Drama rechtfertigt den uns etwas befremdlich anmuthenden Ausspruch des Dichters. In Erinnerung an die Vorgänge, die fich in den letzten Tagen des Kaisers Friedrich abgespielt haben, soll das Schauspiel entstanden sein; mit diesem Ereigniß an sich ist im Stück weiter nichts vergleichbar, als daß hier wie dort«in Potentat mit Tode abgeht. Serenissimus im Schau- spiel geruht zu sterben, weil sein Hofmedikus ihn gründlich ver- pfuscht hat; ver Schwiegersohn des Doktors, der gleichfalls Arzt rst und nur wegen seines Liberalismus bislang keine Karriere machen konnte, wird kurz vor dem Ableben Serenissimi von seinem erhabenen Freunde, dem Erbprinzen, zu einer Untersuchung des Fürsten befohlen und stellt eine Diagnose, deren Richtigkeit nachher durch die Leichenscktion haarscharf erwiesen wird. Dieser Triumph der ärztliche» Wissen- schast beschwört nun im Hause des jungen Mediziners einen ehe- lichen Konflikt herauf, weil die Gattin ihren Papa, den alten Charlatan, mehr anbetet als ihren Mann, und auf die Autorität des altbertthmten Pfuschers schwört. Im großen Kladderadatsch begeht der Alte einen Selbstmordversuch, weil er in der Roth schließlich feinen empörten Kindern hat beichten müsse», daß er aus Eitelkeit die Durchlaucht zu Tode kurirt habe. Diese Masse von Schuld erfüllt den Dichter jedoch mit Mitleid; er läßt den Greis vom hochherzigen Schwiegersohn kuriren und fügt es, daß dem Regiciden als Belohnung für seine treuen Dienste in Gnaden der Titel Exzellenz zu theil wird. Im schmerzerfüllten Staate aber beginnt unter Asfistenz des jungen Doktors daS liberale Regiment deS neuen Fürsten, das die Sonne des Glückes und der Freiheit von Gottes Gnaden über das geliebt« Land scheinen läßt vom Aufgang bis zum Niedergang. Diese Haupt- und Staatsaktion rief im Schiller- Theater ungemeffenen Beifall hervor; von«insichtigen Zuschauern dürft« fie hier aber kaum anders bewerthet werden, als s. Z. im Lessing-Theater. Es kommt jetzt hinzu, daß die nicht weit über die Mittelmäßigkeit hinausreichende Darstellung die Schwächen des Stückes schärfer hervortreten läßt als früher. Unter den Mitwirkenden verdienen die Herren Pauly, Patry und Bach, sowie Fräulein Pauly mit einigem Lob erwähnt zu werden. vom Wirken der preußischen Zensur. Die Polizei- behörde in Essen hat das von dem dortigen Stadttheater vor- bereitete Schauspiel„Helene" des Mainzer Schriftstellers Jakob Lippmann verboten. DaS Schauspiel, daZ die LiebeSgeschichte Lasfalle's mit Helene v. Racovitza zum Vorwurf hat, hieß ursprünglich„Lasfalle's Ende", dann wurde der Titel„Helene" gewählt. Geeilsi.kV Teilung. Eine Anklage wegen bedeutender Leinendiebstähle in der Wäschefabrik von Gebr. Borchardt, die sich gegen den Kaufmann Max Glogauer, dessen Frau und deren Schwester, ein Fräulein Tichy richtete, sollte gestern vor der zweiten Ferienstrafkammer am Landgericht I zur Aburtheilung gebracht werden. Da die Angelegenheit nicht genügend aufgeklärt werden konnte, wurden die Akten behufs weiterer Ermittelungen der Staatsanwaltschaft zurückgegeben. Glogauer blieb in Haft, die beiden Frauen wurden aus freien Fuß gesetzt. Ter Rixdorfer Polizeikampf gegen sozialdemokratische Tcllersammlnngen. Wegen Veranstaltung einer Tellersammlung ohne polizeiliche Erlaubniß hatte sich Genosse Emil Retzerau vor dem Rixdorfer Schöffengericht zu verantworten. Am 1. Mai fand in den„Viktoriasälen" in Rixdorf eine von dem Angeklagten einberufene Volksversannulung statt, bei welcher zur Deckung der Unkosten eine Tellersammluug abgehalten wurde, die jedoch von einem Gendarmen inhibin wurde. Als Genosse Retzerau dies vernahm, forderte er diejenigen Anwesenden, welche noch keinen Beitrag geleistet hatten, auf, einen bestimmten Betrag als Eintrittsgeld zu zahlen. Auch dies suchten die Gendarmen zu verhindern. Im Termin erklärte Genosse Retzerau, daß er der Ansicht gewesen, zur Deckung der Unkosten könne eine Sammlung stattfinden, ohne daß dazu eine Erlaubniß erforderlich sei, den» so viele Versammlungen er auch bereits abgehalten habe, nie sei für eine Tellersammlungen eine besondere polizeiliche Erlaubniß nothwendig gewesen. Der Gerichtshof unter Vorsitz des Amtsrichters Schreiber erachtete den Angeklagten für schuldig und erkannte aus das unverhältnißmäßig hohe Strafmaß von 30 M. eventuell 6 Tagen Haft,„w eil.de r Angeklagte durch sein Ber- halten absichtlich den bestehenden Berord» nungen Trotz geboten habe"! Wegen Zweikampfs mit tödtlichem Ausgange ist von der Staatsanwaltschaft in Braunschweig gegen den am 24. Januar 1875 zu Basel geborenen Studiosus Richard Braunschweig ein Steckbrief erlassen worden. Er hatte bei einer Schlägermensur seinem Gegner, dem Studirenden Mumme, am Hinterkopf einen Hieb versetzt, der nach längerer Zeit, man sagt infolge Infektion der Wunde, den Tod des Mumme zur Folge hatte.— Auch ein Beweis, wie das Mensurwesen zur Förderung des persönlichen Muthes beiträgt. Der Mensch, der das Unheil angerichtet hat, reißt feige aus! Und abermals prügelnde Polizeibeamte. Eine Anklage wegen groben Unfugs und Widerstandes gegen die Staats- gewalt, die am 24. d. Mts. vor dem Schöffengericht in Köln verhandelt wurde, nahm durch die Beweisaufnahme eine un- erwartete Wendung. Der Angeklagte sollte erst groben Unfug verübt, dann sich einem Schutzmann widersetzt und ihn thätlich angegriffen haben. Es ergab sich jedoch folgender Thatbesland: Der Älngeklagte saß in einer Wirthschast und warf scherzweise mit einem Kerzenstückchen. Ein hinzukommender Schutzmann er- griff den Man» und zog ihn aus dem Lokal. Der Angeklagte riß sich los und begab sich wieder in die Wirthsstube. Als er jedoch später auf die Straße trat, schlug ihn der Schutzmann, fesselte ihn und führte ihn ab; auch auf dem Polizeiburean wurde der Festgenommene mehrmals mißhandelt. Der Schöffengerichts- Präsident rügte das Vorgehen der Schutzleilte (ein Kollege des Schutzmanns hatte den jungen Mann ohne weiteres gegen den Unterleib getreten) in schärfster Weise. Der Angeklagte wurde kostenlos frei- gesprochen und die Akten zum Zwecke der Verfolgung der Schutzleute der Staatsanwaltschaft übergeben. Versammlungen. Eine Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Deutscher Braner(Zweigverein Provinz Branden- bürg) tagte am 16. August bei Babrel, Rosenthalerstraße. Genosse Friedrich Hoffmannn sprach in einem sehr belehrenden und interessanten Vortrag über„Die wirthschaftliche Lage des Proletariats und dessen Organisationsbestrebungen". An der Diskussion über den mit Beifall aufgenommenen Vortrag betheiligten sich Richter und Norroschat, hierbei näher auf die vergangenen und augenblicklichen Organisationsverhältnisse in unserem Berufe, speziell hier in Berlin, eingehend. Richter sprach sein Befremden darüber aus, daß die Brauerei-Hilss- arbeiter, trotzdem überall für ei» einheitlicheres Vorgehen und festeren Zusammenschluß mindestens der in einem Berufe arbeitenden Personen agitirt und für nothwendig befunden wird, hier in Berlin sich aus irgend welchen Gründen ab- gesondert haben, waS jedenfalls nicht im Interesse beider Orga- nisationen liegen kann.— Zum zweiten Punkt der Tages- ordnung„Kassenbericht", lag der Bericht den Mitgliedern zur Ansicht vor und ist aus demselben zu entnehmen, daß die Ein- nahmen zur Verbandskasse vom Oktober 1894 bis ultimo Mai 1896, einschließlich einer Restsnmme von 9,38 M. von der vorigen Abrechnung 3116,93 M., die Ausgaben in dieser Zeit 2737,13 M. betragen, mithin ein Bestand von 379,80 M. verbleibt, ausschließlich eines Darlehns im Betrage von 120 M., welches zur Bezahlung der Urania-Vorstellung aus der Verbands- lasse entnommen wurde.— Unter„Verschiedenes" verlas der Borsitzende ein Schreiben des Vorstandes der Arbeiter-Bildungs- schule, in welchem zum Besuch der Theatervorstellungen im Schillertheater eingeladen wird. Billets für nur gute Plätze, ä 60 Pf., sind in den von Zeit zu Zeil im„Vorwärts" näher bezeichneten Zahlstellen der Arbeiter-Bildungsschule zu haben. Von den kürzlich ausgeschlossene» Mitgliedern wurden zwei, welche statuten- gemäß Berufung zu der betreffenden Versammlung gegen ihren Ausschluß eingelegt hatten, wieder aufgenommen resp. der Aus- schluß rückgängig gemacht. Die vierte Buchbinder-Versammlung tagte am Mittwoch bei Z u b e i l. Sie war ebenfalls sehr stark besucht und erklärten sich die Anwesenden mit dem Vorgehen der Lohnkommisston voll- kommen einverstanden. Charlotteuburg. Der Kassenbestand der hiesigen Partei» spedition, der in der letzten öffentlichen Versammlung gegeben wurde, wird uns, da sich in den Versammlungsbericht einige Zahlensehler eingeschlichen haben, nochmals zugestellt. Derselbe lautet: Kassenbestand vom Mai........ 253,19 M. Einnahme vom Juni......... 1265,80„ Einnahme für Bücher April-Juni..... 203, 60„ Summa... 1722,79 M. Ausgabe für Juni.... 1143,36 M. Ausgabe für Bücher April-Juni 156,70„ Summa.. 1300,06„ Eraiebt einen Kassenbestand für Juli.... 422,73 M. Bestand der Werthzeichen für Juli..... 393,68„ Durch unrichtiges Zusammenstellen hat sich in der gestrigen Ausgabe unseres Blattes ein bedauerlicher Fehler ein- geschlichen. Und zwar gehören die nachstehenden Sätze, die fälschlicherweise dem Bericht der Zivil- Berussmusiker angefügt waren, zu dem in derselben Beilage veröffentlichten Bericht über die Versammlung des Arbeitervereins zu Pankow: Unter Verschiedenem wird ein Strafmandat verlesen, welches der Wirth Settekorn in Nieder-Schönhausen, bei welchem am 16. d. M. die L a s s a l l e- F e i e r abgehalten wurde, erhalten hat, weil derselbe schulpflichtige Kinder an dem betreffenden Tage im Lokal geduldet hat. Nachdem verschiedene Vergleiche mit Vergnügen der OrdmmgSparteken angestellt wurden, ist die Versammlung der Meinung, daß man dagegen ganz ent- schieden protestiren muß. Anschließend hieran wird angeregt, am nächsten Sonntag Nachmittag im Settekorn' schen Lokals mit Familie sich einzufinden, um denselben zu unterstützen, welches allseitige Zustimmung fand. Kr«itag, Uhr abends: Allgemeiner ArendS'scher Stenographen»««»» Abth. Vorwärts Adalbertstr. ZI. Arb«>t«r-Kilt>»»g»sch„I». FreUag Abend a Uhr bis loX Uhr: Süd» oft- Schule, Waldemarstr. H: Nattonalölonomie.(®ie Marx- Engelsh'chen Lehren. Werth, Mehrwerl h, Kapital.) Herr Dr. Alsred Bern- stein.— Nord-Tchul-, Miillsrltr. 178 a: Rede-Uebung.(Di- wichtigsten Gesetz- für die Kunst d-S öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Heinrich Schul». Die Schulräums find ,ur Be- Nutzung der Bibltothel und deS reichhaltigen ZettschriftenmaterialS schon von S Uhr an geöffnet. Arbeiter-Siingerlinnd Berlin» und Umgegend. Borsttzender Ad. Neu» mann, Posewallerstr. s. Alle Aenderungen im BeretnStalender stnd zu richten an Friedrich Kortum, Manleuffelstr. 4g, v. 2 Tr. Arbeiter- Nn»cherb»»d Kerlin» und zlmgegend. A-n»erungiN im BereinSlalender sind zu richten an Karl Eliller, Klein« Frantsurter- straße Nr. 7, i Dr. K»nd der gesellig»» Arbeiterverein» Kerlin» und zimgegend. Alle Znschrislen, den Bund betreffend stnd zu richten an: Hermann Jahn, Schönhauser Allee m c. VernriMzles. Die dumme Broschüre, die der Werftarbeiter Theodor Lorentzen in Kiel gegen unsere Partei veröffentlichte, hat nicht einnml den Beifall der Hirsch-Dunckerianer ge- fnnden, was gewiß viel sagen mll. In einer Versammlung des Kieler Ortsoereins der deutsche» Maschinenbau- und Metall- arbeiter, wo die Broschüre besprochen wurde, erklärte man aller- seits, daß die Verantwortung für das, was Lorentzen gegen unsere Partei sagt, ihm selbst überlassen werde» müsse, daß aber der Theil, der die Arbeiterschaft im allgemeinen behandelt, nur auf's schärfste verurtheilt werden könne, denn er enthalte die unglaublichsten Hebert reibnngen und Entstellungen.— Und von gleichem Kaliber ist selbstverständlich auch das, was Lorentzen gegen unsere Partei schmirakelt hat oder sich hat schmirakeln lassen. Mit dem Kronzeugen sind unsere ver- ehrten Gegner also wieder einmal gründlich hereingefallen. Neber todesmuthige Rettung deutscher Schiffbrüchiger durch französische Seeleute gehl dem„Gaulois" von einein Augenzeugen ein Bericht zu, worin es heißt: Von Bord der „Bourgogne" wurde am 31. Juli vormittags ein Dreimaster be- merkt, der um Hilfe rief und als deutsches Schiff erkannt wurde. Sofort wurden zwei Boote klar gemacht und der erste und dritte Lieutenant mit den erforderlichen Mannschaften beordert, die Hilfesuchenden zu retten. Unter fieberhafter Auf- regung sehen alle Passagiere die Boote zu Wasser gehen und trotz der hochgehenden Wogen an das deutsche Schiff heran- kommen. Sie vermögen aber nicht festzumachen, und obgleich eins der Boote zurückkehrt, um Oel zu holen, tvomit die Wogen geglättet werden sollten, gelingt eine genügende Annäherung nicht. Dann steht man aber einen deutschen Matrosen ins Wasser springen, dieser und weitere sieben Mann, welche ihm folgen. werden ausgenommen. Aber es sind noch niehr Leute an Bord des Schiffes. Plötzlich löst sich von diesem eine der Nußschale», die man you-jok nennt; in demselben sitzt ein Mann, die Beine gespreizt, fast wie eine Broiicestatne; man sieht ihn dreimal mittes einer Schaufel den einige Meter langen Weg vom Schiffe zu den Booten zurücklegen; jedesmal bringt er einen Mann. Er selber springt an Bord eines der Boote, giebt Zeichen, daß niemand mehr an Bord. Als Augenzenge abends dieses Mannes er» wähnt, sagt Kommandant Lebeuf: Oh. ich habe ihn gesehen, sie haben da einen forschen Kerl, er nennt sich Otto Ficht. Als der letzte Matrose an Bord war, brach lauter Beifall aus, eine sofort zu gunsten der französischen Matrosen veranstaltete Sammlung zu einem Andenken ergab 900 Franks. Ans Wien wird vom Donnerstag berichtet: Der gestrig» Orkan hat in Wien und Umgebung großen Schaden an- gerichtet. Die meisten anläßlich der Ankunft des Zarenpaares bereits angebrachten Straßendekorationen stnd zerstört worden. Dächer wurden abgedeckt und Schornsteine umgeworfen. Mehrere Personen wurden durch herabfallende Steine getödtet, andere schwer verletzt. Auch aus ver Provinz werden mehrere Unglücks- sälle gemeldet. Die mährend des Sturmes auf der Fahrt be- findlichen Donau-Dampsschiffe konnten längere Zeit nicht lauden, wodurch die Passagiere wiederholt in Lebeusgesahr schwebten. Spretfjfaal. Die Retzallion stellt die Bevutzunp des Sprechsaai«, low«» der Raum dalllr abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten'allgenieinen JnleresseS zur Bersügung: sie verwahrt sich aber gl-ichzeUig dagegen, mit dem Inhalt desselben identistzirt zu werden. In der letzten öffentlichen Schneider- und Näherinnen- Ver» snmmlung hat nach Berichten verschiedener Blätter Schneider Muscheck behauptet, daß Timm auf das Verlangen des Redakteurs Braun vom„Vorwärts" die Beendigung des Slreiks in der Konfektionsindustrie mit Mitteln herbeigeführt hat, die ver- werflich seien. Hierzu habe ich zu erklären, daß ich nur auf ausdrückliche Einladung an verschiedenen Sitzungen der AgitationS- und Fünfer- kommissionen der Schneider theilgenommen habe und in denselben niemals einen Druck auf die Beschlußfassung dieser Kommissionen auszuüben suchte. Die von mir vertretene» Ansichten waren in Uebereinstiminung mit den von den Kommisstonen fast regelmäßig einstimmig gefaßte» Beschlüssen. Ich bin auch heule noch der Meinung, daß der Abschluß des Slreiks zum richtigen Zeitpunkte stattfand und daß unter den gegebenen Verhällniffen nicht mehr erzielt werden konnte, als thalsächlich erreich! wurde. Daß ich mich mit einigen nie zu belehrenden Konfustonären, die vor Verdächtigunge» niemals zurückgescheut sind, im Wider- spruch befinde, gereicht mir nicht zur Unehre. _ Adolf Braun. Briefkasten der RedaKkion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag. Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7—8 Uhr abends statt. Walther. Wir nehmen von Ihrer Benachrichtigung, daß Sie sich an der Debatte über die Lokalfrage nicht weiter be- theiligen wollen, Notiz. WitterniigSiiberficht Pom S7. August Wetter-Proguofe für Freitag, den S8. August Ziemlich kühl, theils heiter, lheils wolkig, mit etwas Liegen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für deuJuhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 28. Auguft. Neues Opern- Theater. ( Kroll.) Das Heimchen am Herd. Schauspielhaus. Egmont. Deutsches Chenier. Jugend. Leffing- Theater. Ein Freund der Frauen. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Neues Theater. Tata- Toto. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Wohlthäter der Menschheit. Belle- Alliance- Theater. Raubvögel. Berliner Bentral- Theater. Eine tolle Nacht. National- Theater. Durchgegangene Weiber. Alexanderplat- Theater. Die offizielle Frau. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Wohlthäter der Menschheit. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater hr. Invalidenstr. 57-62 Sternwarte Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. 42 Wilde Weiber aus Dahomey. Spezial- Ausstellung' KAIRO Kasseneröffnung 10 Uhr vorm. Von 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Heute, Freitag, 28. August: Grosses Sonnabend, abends 8 Uhr: Wohl- orientalisches thäter der Menschheit. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Freitag, den 28. August 1896: Bum 280. Male: Eine tolle Nacht. Große Poffe mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von M. Mannstädt und J. Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Nur noch 4 Borstellungen unter Direktion: Max Samst. Durchgegangene Weiber. Fest mit märchenhaft.Illumination. 5 u. 8 Uhr in der Arena: Massen- Schaustellungen der Beduinen; Reiter- Fantasias Konzert von 5 Kapellen. Entrée om. 1 Mark. nachm. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. Alt- Berlin. Achtung! Achtung! Apollo- Schweizer- Garten am Königsthor. Theater. Nur noch einige Tage: Ein Abenteuer im Harem, ferner 30 Kunstkräfte I. Ranges. Raffeneröffnung 612 Ubr. Konzert 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Dienstag, den 1. September 1896: Eröffnung der Winter- Saison. Solländig neues Programm. Zum ersten Mole in Deutschland: Paola del Monte. Spanisch Excentrique. : Reichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Täglich Sonnabend, den 29. August 1896: 218/2 Lassalle- Feier Varteigenossen des 5. Berl. Wahlkreises. für die Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert. Gesang. Festrede. Theater Aufführungen. Tanz. Die Kaffeeküdje ist von 4 Uhr an geöffnet. Das Komitee, Sonnabend, den 29. August 1896: Lassalle- Feier arrangirt vom Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin in folgenden Lokalen: 1. Julius Wernau's Festsäle,| 3. Norddeutsche Brauerei, Schwedterstr. 23/24. 2. Weimann's Volksgarten, Gesundbrunnen, Badstr. 56. Chauffeeftr. 58. 4. Ahrens' Brauerei), Moabit, Thurmtr. 26. Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gefangvereine. Zum Schluß: Lebende Bilder. Norddeutsche Sänger Im Gaale: Tanz. Serren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Heute, Freitag: 8 um 119. Male: Die Ult- Parodie Alle fünf Barrisons Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Platz 50 Pf. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Jeden Abend 1/29 Uhr: Koloffaler Erfolg! Der Krach in der GewerbeAusstellung, fowie 15 Spezialitäten- Nummern I. Ranges. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Platz 50 Pf. W. Noack's Sommer- Theater. 1971 Brunnenstr. 16. Morgen: Grosse Blumen- Illumination Eintritt: 25 Pf., von 5 Uhr ab: 50 Pf. Große Bosse mit Gesang in 5 Atten Don Eduard Jacobson. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Diefelbe Borstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Theaterstücke. Alexanderplatz- Theater. Alexanderftr. 40. Direktion: Mar Samst. Senfationellste Novität der Saison. Bum 42. Male: Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Atten nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. Castan's Kaufmann's Variété Königs- Kolonnaden( am Stadtbahnhof Alexander- Platz). Sonnabend, 29. August, abends 7 Uhr: Zur Eröffnung der Winter- Saison: Große Fest- Vorstellung mit humoristischem Prolog. Panopticum. Jan Osrani mit ibrer utom Neu!! Neu!! Neu!! F 4 BE hochsensationelle Neuheiten die ein Jeder Täglich: Konzert und Die Kaffeeküche ist den Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Einlaßtarten à 20 Pf. find in allen mit Plataten versehenen Lokalen und Handlungen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Bu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 274/18 Der Vorstand. *) Auf den Billets ist für den Stadttheil Moabit die Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49 angegeben; da der Dekonom aber nach Fertigstellung derselben seine gegebene Zusage wieder zurückzog, konnte eine Aenderung nicht mehr erfolgen und wird hiermit darauf aufmerksam gemacht. Charlottenburg. u. Verband deutsch. Bauarbeiter verw. Berufsgenoss. Zahlst. Charlottenburg. Lassalle- Feier Sonntag. 30. August, nachm. 4 Uhr, in Bismardshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins Borwärts". Romische Vorträge. Kinderfackeling. 82/18 " Großer Ball. Entree 25 Pf. Das Komitee. Reinickendorf. Seebad- Restaurant, Kaiser Friedrich- Garten Sonntag, den 30. August: Große Lassalle- Feier bestehend aus Theater- Vorstellung. Großem Vokal u. Juftrumental- Konzert Neu! Men! Bandifenffreiche. Operette in 1 Aft von Suppe. Sportmädel. Burleste mit Gefang und Tanz von Gerice. R. Wagner, Liederfänger. Elli Vernon, Kostüm Soubrette. Geschw. Vanoni, Duettisten. Paulsen, Instrumentalunter Mitwirkung der Gesangvereine Weiße Rose und Oranienburger Vorstadt( M. d. Arb.-S.-B.) unter Leitung ihres Dirigenten Herrn A. Miesch, und des Schwimmvereins Nord. Anfang 3 Uhr. Billet 20 Pf. Kinder frei. 224/9 Im Saale: Großer Ball. Die Kaffeeküche ist den Damen von 2 Uhr an geöffnet. Das Komitee. Sumorist. Bruno Brauns und Miss Missi Victoria- Säle Lydia, Jongleure und Equilibristen. Feldschlößchen Sermannstr. 48/49. RIXDORF. Hermannstr. 48/49. 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Sonntag, den 30. August 1896: Sontert, Cheater. Grosse Lassalle- Feier Pantomime: Spezialitäten- Borstellung. Hermann und Dorothea. ,, Retour du bal". Monsr. O. Hillerti, Senfat. Kunstschüße m. f. Dublettenschuß auf roll. Kugel. Grandjeau& May, Ein Spaziergang auf dem Drahtseil. Hill& Hull, unerreichte Grotesques Excentriques. Mr. P. Carro, Bentriloquist. Geschw. Blanche, Humorist. Gesangs sehen muss! Heinrich Kalenberg, Das Rongo- Giger! Viktoria- Brauerei Garten resp. Saal. Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Play). eute, sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präzife 8 Uhr. Entree 50 Bf. Borverkauf 40 Pt.( siehe Blatate). Zum Schluß: Neus Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. Duettisten. u. f. w. u. f. w. Die Direktion. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. * * Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Sonntag, 30. August, früh 7 Uhr: Lehte diesjährige Dampferfahrt nach Leupiz. Fahrpreis hin und zurück 2 Mart. Abfahrt: An der Stralauerbrücke Nr. 5, L. Kahnt. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Am Königsthor. Schweizer Garten Täglich: Dorffellung. Theater und Spezialitäten. Am Friedrichshain. Im Harem. Der Berliner in Kairo. Entree 30 Pf. Volksbeluftigungen und Ball. 水 bestehend in Konzert u. humoristischen Vorträgen unter Mitwirkung des Gesangvereins Melodia, Rirdorf( M. d. A.-S.), und der Volkshumoristen Gebr. Oestreicher. Aufführung lebender Bilder, Um 8 Uhr: dargestellt vom Verein Rhetorik. Kinder- Fackelzug, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Die affeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. 206/10 Entree 20 Pf. Der Vertrauensmann. Rixdorf. Achtung! Rixdorf. Die Mitglieder des Sozialdemokratischen Vereins Vorwärts" machen wir auf das in den Viktoria- Sälen am Sonntag, den 30. Auguft stattfindende Tanzkränzchen aufmerksam. Um recht zahlreichen Besuch bittet 274/14 Der Vorstand. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. Freund's Inselgarten Empfehle allen Vereinen, Gesellschaften 2c. mein idyllisch gelegenes Lokal zu Sommerausflügen. DampferFrühstücks- Haltestelle. Bei Kremsern Pichelswerder. wird Brückenzurückgang vergütet. 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Deffentliche Montag, 31. Auguſt, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, KorbmacherKommandantenstr. 20: Volksversammlung. Bortrag des Genossen Theodor Mehner über: Ferdinand Lassalle und seine Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Die Vertrauensperson. 213/14 Sozialdemokratischer Wahlverein Versammlung am Montag, den 31. August, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Carl ( fr. Fuchs), Lichtenberg- Friedrichsberg, Dorfstr. 2. Tagesordnung: 1. Die Zustände in der Grünbranche und wodurch bessern wir dieselben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen in der Grünbranche v. Berlin, Friedrichsbesonders eingeladen. für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. fetbe, Friedrichsberg u. f. w. sind hierzu Montag, den 31. August, abends 8½½ Uhr, im Lokale des Herrn Marten, Friedrichstraße 236: Gedächtnißfeier unserer verstorbenen Vorkämpfer unter gefälliger Mitwirkung des Männer- Gesangvereins ,, reuzberger Harmonie". Fettrede hält der Reichstags- Abgeordnete Fritz Zubeil. Zu dieser öffentlichen Versammlung haben nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 238/ 15* Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins und Umgegend. 34/12 Sonntag, den 30. August, vorm. 10%, Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. schiedenes und Fragekasten. Der Einberufer. Verband der Sattler n. Tapezirer. Sonnabend, den 29. d. Mts., abends 812 Uhr, bei Pasch, Alte Jakobstraße 83: Kombinirte Mitglieder- Versammlung 268/7 98/2 Der Einberufer: Paul Brückner. Berlin, Elisabeth- Ufer 55. Unserm fettleibigen Vereinsbudiker Robert Bierbaum zu feinem 29. Wiegenfefte ein donnerndes Hoch! Die durstigen Brüder des Rauchklubs„ Einfach"." 56b Von der Reise zurückgekehrt. Dr. Piorkowski, Arzt Reichenbergerstr. 11/12. Nadeln! Dy. 60 Pf. 100 Std. 4,50. Vers. g. Nachn. od. vorh. inkl. Porto. H. Guttmann, Abzeichen- u. Stempelfabrit, Brunnenstr. 9. LassalleWichtig für Händler! Zur Lasalle- Feier offerire: Lassalle-, Marx-, EngelsBilder, Größe je 24/20 cm. Alle drei zusammen 20 Pfennige. Strausbergerstr. 52. der Filialen I., II., Ill., IV. na Rixdorf. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über„ Lungenfrankheiten". 2. Berichterstattung in Sachen Pörsch. 3. Wahl eines Mitgliedes des Zentralvorstandes. 4. Wahl eines Ausschußmitgliedes. 5. Verschiedenes. 786 NB. Nur Mitglieder haben gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches Sonntag, den 30. August, 9 Uhr morgens u. 2 Uhr nachmittags: Zutritt. Der Vorstand. Fachverein der Holz- und Bretterträger Dampfer- Ertrafahrt Buchhandlung Vorwärts 2. Beuth Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Goeben ist bei uns erschienen: Geschichte ber Modernen Gesellschafts- Klassen in Deutschland. Bon p. Kampffmeyer. 234/19 Preis elegant gebunden 2 Mk. Porto 20 Pfg. Es ist ein Stüd kulturgeschichte, was der durch eine Rethe früherer Arbeiten bekannte Verfasser in seinem neuesten Buch bietet. Gestüßt auf reiches Material, gründlich und dabet boch allgemein verständlich, schildert der Verfasser Ent: stehung, Blüthe und Auflösung der mittelalterlichen Produktionswetse in Landwirthschaft und Handwerk, die Entstehung und die durch Verwaltung und Gesetzgebung unterstützte Entwicklung des modernen Kapitalismus in Stadt und Land, die dadurch hervorgerufene Revolutionirung des ganzen öffentlichen und privaten Lebens und schließt mit einer glänzenden Darlegung des Widerspruchs, in den heute schon die hochentwickelten Produktionsverhältnisse und das Erwachen der unteren Voltsflaffen die bürgerliche Gesellschaft verfezt haben, aus dem es nur einen Weg zur Befreiung giebt: die Sozialisirung der Gesellschaft, deren Grundlinien er in furzen träftigen Zügen martirt. Wir empfehlen das Buch, das in populärer Kürze zum ersten Male etne gedrängte Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft und des Proletariats in Deutschland bringt, zur weitesten Verbreitung. 158 Aufruf an die Bernstein- Drechsler Deutschlands! Alle Drechsler, welche in den Jahren 1860 bis heute nach Strandschloß Müggelsee. sich mehr oder weniger mit Verarbeitung rohen Bernsteins Sonntag, 30. August, vorm. 10% Uhr, bei Ewald, Abfahrt: Stralauerbrücke Nr. 3. Rück- beschäftigt haben, werden hierdurch in ihrem eigenen fahrt: 1/27 Uhr abends. Fahrpreis hin Interesse dringend gebeten, uns ihre Adressen schleunigst Berlins und Umgegend. Schönleinftr. 6: zurück Mitglieder- Derlammlung. undur 50 pr. 1. Wahl des gesammten Borßlandes. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. 292/7 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung Der Bauarbeiter von Schöneberg u. Wilmersdorf Sonntag, den 30. August, vorm. 11 Uhr, in Klingenberg's Volksgarten in Wilmersdorf, Berlinerstraße 40. Zages Ordnung: Zweck und Ziele der Gewerkschaften.( Referent wird in der Ver fammlung bekanntgegeben.) 29/11 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Köpenick. Oeffentliche Versammlung des Sozialdemokratischen Arbeitervereins 7/8 am Dienstag, den 1. September, abends punkt 8 Uhr, im Vereinslokal bei A. Schulz, Schönerlinderstraße. Tagesordnung: 1. Vorlesung eines Vortrages von Dr. L. Büchner über: Materialismus. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Lokalfrage und Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Genossen. Weißensee. Der Vorstand. Genoffinnen. Sonnabend, 29. Auguft 1896, abends 8 Uhr, in Böttcher's Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150: Bur Gedächtnißfeier Ferdinand Lassalle's: L. Kahnt. giebt's den ersten Früh W. Paetsch( Charlottenburg), Schloßstraße 61. Für eine gute Weiße und alten Nordhäuser wird bestens gesorgt. Billard steht zur Verfügung. schoppen? 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Referent Genoffe Paul Jahn. 776 Der wichtigen Tagesordnung wegen, wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Entree 10 Pf. Frauen haben Zutritt. Entree 10 Pf. Der Vertrauensmann: R. F. Mittelstädt, Berlin N., Brunnenstr. 152. RFMittelstädt's д ist aus passenden Kräutern abdestillirt befördert vorzüglich die Ver daung und reg besonders den Appetit an. Original owner ist In Fl. Mk. 0,60. 1,10.& 1,80 Im Ansschank und in Flaschen überall zu haben. 4303L* Fruchtwein- Arbeitsanzüge sennene. 112. bowlen gar. rein, ausgezeichnet in Geschmack. Maltrank Erdbeerbowle Pfirsichbowle Ananasbowle à Flasche 3/4 Ltr. 60 Pf. intl. Eugen Neumann& Co. Detail- Verkaufeläben: Belle- Alliancepl. 6a, N.Friedrichstr. 81, Oranienftr. 8, Genthinerfir. 29. Potsdam: Bäckerstr. 7. Wiffen Sie schon daß Sie Nophastoffe S auch Reste Simsmacher, irka 50 Mann, werden bei Beltener Lohntarif sofort verlangt und finden dauernde Beschäftigung auf Mücke's Werke, Lindow i. d. Mart, Bahnstation. 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