Morgen- Ausgabe Nr. 489 A239 49. Jahrg. Reöaktton und Verlag, Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher, A7 Amt Dönhoff 292 btS 297 Telegrammadresse: Sozialdemokrat Berlin BERLINER VOLKSBLATT SONNTAG 16. Oktober In Groß• Berlin 15 Pf. Auswärts....... 20 Pf. "»ejugsbtblngungm unb Clnjefgenprcife ?«b« am Schluß bei, teballioneHen Teil» Jentvalorgan der Sozialdemokratische« Partei Deutschlands Offener Brief an Hinöenburg Herr Relcdsprasident! Herr Reichskanzler von Papen hat in einer Zusammenkunft von Industriellen in München Abänderungen der Deutschen Reichsverfassung in Aussicht gestellt, die auf eine Zerschlagung der wichtigsten Volksrechte hinauslaufen. Er hat sich dabei ausdrücklich auf einen ihm vom„Reichspräsidenten er- teilten Auftrag" berufen und die Drohung hinzugesetzt, daß er„den Willen und die Macht" habe, diese Neuordnung zum Erfolge zu führen. Die Ankündigung ist für die Entwicklung der Deutschen Republik und der deutschen Wirtschaft von so unabsehbaren Folgen, daß sich die Frage rechtfertigt: Liegt wirklich ein Auftrag des Herrn Reichspräsidenten vor, eine solche Kürzung und Zertrümmerung der Volksrechte in Deutschland vorzunehmen? Ist eine Rede vor bayerischen Industriellen der Ort, einen so wichtigen und folgenschweren Auftrag des Herrn Reichspräsidenten, der die Rechte aller deutschen Staatsbürger be- trifft, der Oefentlichkeit zu unterbreiten? Die Form der Ankündigung wie ihr In- halt machen es gleichermaßen unwahrschein- lich, daß. Sie, Herr Reichspräsident, einen Auftrag in dieser Richtung gegeben haben können, der weite Kreise, der die Mehrheit des deutschen Volkes zu heftigstem Wider- stand herausfordern würde. Bei Ihrer Vereidigung auf die Verfassung am 11. Mai 1925 haben Sie, Herr Reichs- Präsident mir in Ihrer Ansprache geant- wartet:„Reichstag und Reichspräsident ge- hören zusammen, denn sie sind beide un- mittelbar aus den Wahlen des deut- f ch e n Volkes hervorgergangen. Aus dieser gemeinsamen Grundlage allein leiten sie ihre Machtvollkommenheiten her. Beide zusammen erst bilden die Ver- körpeyung der Volkssouveränität, die die Grundlage unseres gesamten heutigen Verfassungslebens bilden. Das ist der tiefe Sinn der Verfassung, auf die ich mich soeben durch mein Manneswort feier- lich verpflichtet habe." Herr von Papen verkündet jetzt eine Entrechtung des Reichstages. Daß die Regierung vom Willen der Volks- Vertretung abhängig sei, ist ein Grundsatz der Verfassung von Weimar, wie es ein Grundsatz aller demokratischen Staaten ist Der Reichskanzler aber will die Regierung „autoritär", das heißt von der Volksvertre- tung unabhängig machen. Also gerade das Gegenteil dessen tun, was Sie als tiefen Sinn der Verfassung selbst anerkannt haben. Ist dieser Auftrag wirklich von Ihnen erteilt? Reichskanzler von Papen verkündet jetzt Einsetzung einer Ersten Kammer. Erste Kammern in Deutschland waren bisher Herrenhäuser, die die Richtung der Volksvertretung durchkreuzten und aufhoben. Wenn ein Exponent des Herrenklubs die Einsetzung einer Ersten Kammer betreibt, so liegt darin eine Bedrohung des Selbstbe- stimmungsrechtes der überwiegenden Mehr- heit des deutschen Volkes. Ist ein Auftrag dazu erteilt? Herr von Papen verkündet, daß den Län- dern die Freiheit in der Gestaltung des Landes- und Gemeindewahlrechtes wieder- gegeben werden soll. Das bedeutet, den Ein- wohnern der Städte und Dörfer wie der Länder das gleiche Wahlrecht zu ent- ziehen und die Glieder des deutschen Volkes wieder nach Besitz, sogenannter Bildung und ähnlichen äußeren Merkmalen einzuteilen. In anderen Sätzen taucht sogar die Mög- lichkeit der Einsetzung von Zwerg- Monarchien in einzelnen Ländern wie- derauf. Millionen mündiger Deutscher fragen heute, hat der Reichskanzer von Papen wirk- lich einen Auftrag des Herrn Reichspräsi- denten zu diesen grundstürzenden Rück- schritten erhalten? Wenn ja, was wir nicht glauben können, ist ihm irotz seiner Drohungen von„Willen und Gewalt" der verfassungsmäßige Weg als der einzig mögliche aufgegeben worden? Form und Inhalt der Kanzlerrede läßt die Vermutung zu, daß er fein Ziel ohne und gegen die Volksvertretung, ohne und gegen die Vorschriften der Ver- fassung, ohne und gegen den Willen des deutschen Volkes auf andere Faktoren gestützt durchsetzen will. Herr Reichspräsident, die Ankündigung des Herrn von Papen hat schwerste Beunruhi- gung und Empörung bei all denjenigen deutschen Volksgenossen ausgelöst, die zwar nicht zu den bayerischen Industriellen ge- hören, aber deren Rechte auf diese Weise geändert und aufgehoben werden sollen. Es find die Millionen des arbeitenden Volkes in Stadt und Land, von denen Herr von Papen kein Mandat und kein Vertrauen für seine Regierungsfllhrung erhalten, sondern zweimal das Gegenteil bescheinigt erhielt. Der Weg, den der Herr Reichskanzler ohne und gegen das Volk zu beschreiten beabsich- tigt, muß zu unabsehbaren Katastrophen führen. Wird die deutsche Verfassung von den Regierenden oben nicht geachtet, dann sind die Staatsbürger unten zu ihrer Ein- Haltung nicht mehr verpflichtet. Dann stürzt mit dem Grundgesetz des Staates die ftaal- liche Ordnung überhaupt. Wir Vertreter von acht Millionen wähl- berechtigter deutscher Volksgenossen hatten die Absicht, unsere Warnung dem Herrn Reichskanzler selbst Auge in Auge zu unter- breiten. Die Auflösung des Reichstages hat diese Absicht verhindert. Bei den bayerischen Industriellen haben wir nicht Sitz und Stimme. Wir wenden uns deshalb an den gewähl- ten Präsidenten der Deutschen Republik, u m Klarheit zu schaffen, ob er den Auf- trag wirklich gegeben hat, den Reichstag in der geplanten Weife zu entrechten, die Volksrechte zu kürzen und damit eine Periode innerer Kämpfe einzuleiten, die mit den sonst in der Rede des Kanzlers ge- äußerten Zielen in krassestem Gegensatz stehen. Die„Grundrechte der Freiheit und Gleich- berechtigung", die der Herr Reichskanzler für das deutsche Volk in der Welt fordert, gilt auch für den einzelnen Volksgenossen selbst. Man kann sie nicht in dem einen Fall for- dern und in dem anderen zerschlagen wollen. Freiheit und Gleichberechtigung wird das deutsche Volk auch im Innern zu schützen und verteidigen wissen. ?aul Löbc. amps zwischen Schlot und Halm Das Ruhrkohlensyndikat fürchtet ein Trümmerfeld als Folge der Papen-Politik Eigener Bericht des„Vormäris" Bochum, 15. Februar. Das Ruhrkohlensyndikak hat am vergangenen Mittwoch das folgende dringende Telegramm an den Reichskanzler, an verschiedene Reichsminisker und die Reichsbank gerichtet: „Die deutsche Einsuhrhemmungspolitik wirkt in Italien, in den Osloslaaten, besonders aber in Holland zerrüttend auf den Ruhrkohlenabsalz. Die Rachrichten werden von Tag zu Tag schlimmer. Räch Beendigung der lausenden cieserungsverträge werden wir vor einem Trümmerfeld stehen. Der Ruhrbergbau wird wie die übrige aus Ausfuhr angewiesene Industrie noch unter den jetzigen Tiesstand herabgedrückt werden. Anstatt der von der Regierung gewollten Belebung der Wirtschast sehen wir ein weiteres Absinken der Industrie und eine B e r m e h. rung der Arbeitslosigkeit voraus. Die Hoffnung, daß die Kontingentierung durch Be- lebung der Landwirtschaft auch den Zndustrieabsah heben und dadurch den Schaden der sinkenden industriellen Ausfuhr ausgleichen werde, wird sich immer deutlicher als trügerisch erweisen. Die industrielle Kauskrast wird entsprechend dem Aus- suhrrückgang sinken zum Schaden auch der Land- Wirtschaft. Die Kosten der verfehlten Politik wird in erster Linie der Ruhrbergbau und die übrige Industrie zu tragen haben." Der„interne Briefwechsel" zwischen dem Reichsbankpräsidenten und der Reichsregierung wird nicht veröffentlicht werden. Wir sind jedoch i» der Lage, den Wortlaut des Telegramms wiederzugeben, den das Ruhrkohlensyndikat an die Reichsbank gerichtet hat. Dies Telegramm ist höchstwahrscheinlich der Absendung des Schreibens der Reichsbank an die Reichsregierung vorauf- gegangen. Das Ruhrkohlensyndikat hat mit diesem Tele- gramm«inen sehr ernsten Warnungsruf«rlajjen. In den letzten drei Jahren sind 200 OOORuHr- bergarbeiter entlassen worden und sind arbeitslos. Würde die Kontingentierungspolitik durchgeführt werden, so würden sich zu ihnen weitere Zehntausende gesellen! Die agrarische Presse setzt ihr Geheul nach dem Kopfe von Luther fort. Die „Deutsche Tageszeitung" spricht von Export- Psychose, sie nennt das Schreiben Luthers„die konsequente Fortsetzung der Politik eines Wirt- schastsunverstandes, den man bei Herrn Dr. Luther nicht erst seit heute und gestern bewundern darf", sie spricht von einem Kampf der„Reich s- bankherren" gegen die Wirtschaftspolitik des Reichskanzlers und fordert schließlich die Be- seitigung Luthers. Der Kainpf zwischen Schlot und Halm ist offen ausgebrochen, er wird auf das Kabinett Papen zurückwirken. Herr von Papen hat in München ausgerufen: das Volk will! Die Kreise, die hinter ihm stehen, sind nicht das Volk— aber nicht einmal diese Kreise sind einig in dem, was sie wollen, sie sind vielmehr in einen sehr ernsten Konflikt mitein- ander geraten. Der Grund, auf dem das Kabinett der Barone steht, wackelt bedenklich! Popens Hilfstruppen Die vasebeebten Monarchisten Die Bekanntgabe der Papenschen Pläne für eine neue Verfassung, die das Regiment der Barone in Deutschland stabilisieren soll, hat alle Reaktionäre in freudige Erregung versetzt, voran die Mon- archisten. Die Vereinigten Vaterländischen Ver- bände Deutschlands geben folgende Stellungnahme zur politischen Lage bekannt: „Wir sehen in der nationalen Reichsregierung das erste Kabinett seit dem Umsturz, das mit Entschlossenheit und sachlichem Können die Pro- bleme sozialen und wirtschaftlichen Wiederauf- baues zu lösen bemüht ist. Eine solche Regie- rung bedarf aber der Unterstützung aller natio- nalen Kräfte, um die große Verfassungs- und Reichsreform durchzuführen, deren Krö- nungdashohenzollern-Kaisertum sein muß, das stets auch ein soziales war. Nur dadurch bleibt die autoritäre Staatsführung gesichert, die allein vor dem wirtschaftlichen und bolschewistischen Untergang retten kann." Das ist das erste offene und offizielle Bekenntnis zu Popens Plänen, und es geht aus von den Monarchisten, von den staatsstreichlüsternen An- hängern der hohenzollern! Die Hitler-Finanzen Hitlers proziek gegen„Echo der Woche" mißlungen Eigener Bericht des„Vormäris" Hamburg, 15. Oktober. Das Hamburger„Echo der Woche" hatte am 24. Juli 1932 behauptet, daß die internationale Rüstungsindustrie die hitler-Partei finanziell unterstütze. Gegen diese Behauptung hatte Hitler die Gerichte angerufen und beim Land- geeicht in Hamburg am 27. Juli eine« i n st- weilige Verfügung erwirkt, wonach es dem„Echo der Woche" verboten wurde, die Be- hauptung zu verbreiten, Hitler werde von der internationalen Rüstungsindustrie unterstützt. Gegen diese einstweilige Verfügung hatte das „Echo der Woche" sofort Einspruch erhoben, wor- auf das Landgericht am 4. August Herrn Hitler auferlegte, glaubhaft zu machen, daß er von der internationalen Rüstungsindustrie keine Gelder bezogen habe. Acht Tage später jedoch wurde auf Antrag Hitlers von derselben Kammer des Land- gerichts dieser Beschluß umgestoßen und dafür dem„Echo der Woche" auferlegt, glaubhaft zu machen, daß Adolf Hitler die finanzielle Unterstützung der internationalen Rüstungsindustrie erhalten habe. Zluf Grund der vom„Echo der Woche" vorge- tragenen Beweismittel hat das Landgericht Hamburg das durch einstweilige Verfügung aus- gesprochene Verbot, die Behauptung zu ver- breiten, Hitler werde von der internationalen Rüstungsindustrie unterstützt, ausgehobeu. 50 Millionen gegen 500! Gewerkschaftsprotest beim Reichsarbeitsminister Am Sonnabend hatte das Reichsarbetts- Ministerium die Vertreter der Ge- werkschaften— vorher die der Arbeitgeber — zu einer Besprechung über„M i I d e r u n g der B o r s ch r i f t« n über Sozialoer- sicherung in den Notverordnungen� eingeladen. Schon aus dem Einladungsschreiben ging hervor, dah die Reichsregierung keines- wegs beabsichtigt, ernsthaft die ungeheuren chärten auszugleichen, die sie mit ihrer Notver- ordnung vom 14. Juni dieses Jahres auf dem Gebiet der Sozialversicherung geschaffen hat. Es sollen vielmehr nur sehr geringfügige Abschwächungen der damals vorgenomme- nen gewaltigen Kürzungen stattfinden. während z. B. die Gesamtausgabe für Ar- beitslosenunterslühung durch die Notverordnung vom 14. Juni durch weit über eine halbe Milliarde(500 Millionen) gekürzt wurde, sollen nun Erleichterungen geschaffen werden, die auch nach Angabe des Reichsarbeilsminifie- rinms höchstens etwas über 50 Millionen Mark ausmachen würden, und dies, obwohl die Arbeitslosenversicherung infolge der starken Einschränkung ihrer Leistungen neuerdings erhebliche Aeberfchüsie aufweist. Der Härtenausgleich in der Arbeitslosenunter- stützung besteht darin, daß die Arbeitslosenunter- stützungsempfänger, die den untersten sechs Lohnklassen angehören, gewisse Zuschläge zur Unterstützung erhalten sollen. Bei mindestens einem zuschlagsberechtigten Angehörigen soll der Hauptunterstützungsempfänger zwei Mark, bei mindestens drei Angehörigen drei Mark und bei mehr als vier Angehörigen vier Mark als Zuschlag zur Unterstützung erhalten. Außerdem sollen die schlimmsten Härten, die sich durch die Einführung des Ortsklasiensystems in der Arbeitslosenversicherung ergeben haben, ge- mildert werden. Eigener Bericht det„Vorwärts" Braunschweig. 15. Oktober. Der Fememörder Kaune, der den SS.- Mann Campe auf der Landstraße erschaffen hat, ist noch flüchtig. Der Autoverleiher Lohse aus Riddags- Haufen bei Braunschweig teilt mit, daß er von Kaune und Campe ersucht worden sei, nach Cremlingen zu fahren. In Cremlingen verlangte Kaune, daß Lohse weiter nach Sickte fahre. An einem dunklen Platz ließ Kaune halten. Er drängte Campe zum Sluto hinaus und jagte ihm ochne weiteres ein« Kugel in den Kopf. Als Camp« zusammengebrochen war, gab kaune noch sechs Schüsse auf den Jammernden ab. Der Autofahrer will voll Angst mit seinem Wagen geilohen sein. Er hat aber verabsäumt, die Polizei sofort zu benachrichtigen, so daß Kaune, der i n voller Uniform war, einen großen Bor- Die Partei im Kampfe Anschwellende Versammlungswelle Mit 26 Versammlungen über das Thenm„Um- bau der Wirtschaft, sozialistische Ordnung, Repu- blik und Demokratie" tritt der Bezirk Karls- ruhe in diesen Tagen in den Wahlkampf ein. Zwölf Versammlungen am Sonnabend und Sonntag eröffnen den Wahlkampf im Bezirk Köln. Eine imposante Frauenkundgebung, in welcher Genossin Flora Franken referierte, endete mit dem Beschluß, den Wahlkampf gegen das Trifolium Papen-Hitler-Thälmann mit aller Kraft .zu führen. Auch in Ostsachfen waren die Versann»- lungen oes Genossen Seoering durchweg über- füllt und verliefen in begeisterter Kampfstimmung. In fünf Versammlungen in Kiel sprachen die Genossen Dr. Alfred Köhler, Egger st adt und Luise Schröder und rechneten mit Ratio- naliften und Kommunisten kräftig ab. Bor großen Versammlungen in München sprachen Erhard Auer, Unterleitner und Genossin Maas- Weider unter dem Beifall der überfüllten Säle. Die Düsseldorfer SPD.-Pioniere hielten Generaläppell für die Wahl ab, in dem Genosse Wie die Gewerkschaften in der Besprechung aus- führten, ist aber zu befürchten, daß nicht einmal diese minimalen und nur einem Bruchteil der Ar- beitslojen zugedachten Zuschläge sich praktisch aus- wirken, weil durch die Anwendung der Hilfsbedürftigkeitsprüfung doch wahrscheinlich wieder eine allgemeine Nioellierung der Unterstützungssätze stattfindet. Irgendwelche Zusicherungen, daß diese Gefahr nicht ein- treten würde, konnte das Ministerium jedoch nicht geben.- In der K r a n k en v e r s i ch e r u n g soll das seit Dezember vorigen Jahres bestehende Verbot der Gewährung von Mehrleistungen für alle Kassen, die mehr als fünf Prozent Beitrag er- heben, gelockert werden, so daß neben der Kran- kenhauspslege für Familienangehörige die Er- höhung des Hausgeldes bei höheren Beiträgen wieder eingeführt werden könnte. Diese Aenderung wird aber ihre praktische Bedeutung dadurch verlieren, daß den Kassen grundsätzlich nicht erlaubt werden soll, zur Einführung solcher Mehrleistungen die Beiträge zu erhöhen. Infolgedessen wird die Neuregelung im wesentlichen aus dem Papier stehen bleiben. In der Unfatl Versicherung sollen von einem zukünftigen Zeitpunkt ab die Renten nicht mehr nach der Notoerordnung vom 14, Juni dieses Jahres gekündigt werden. Tatsächlich ergeben sich aber aus den Ausführungen des Ministeriums, dah man in Zukunft nur deshalb glaubt, auf die Kürzung verzichten zu können, weil man durch die Neufestsetzung der für die Rentenberechnung maßgebenden Durchschnitts- Verdienste ohnedies zu einer Senkung der Renten zu gelangen gedenkt. In der A n g e st e l l t e n v e r s i ch e r u n g be- stehen sehr vage Absichten, durch Beschluß der sprung bekommen konnte. Der Autover- leiher ist nicht in Haft genommen. Kaune und Campe waren der Stabswache der SS. in Braunschweig zugeteilt. Die Eiserne Front Braunschweigs verlangt jetzt die Schließung der SA.-Heime in der Stadt, da ohne diese Schließung die Ruhe und Ordnung nicht wieder- hergestellt werden könne. In den SA.-Heimen sind viele obdachlose, ortsfremde Leute untergebracht, die selbstverständlich leichter zu Gewalttaten neigen als die in Braun- schweig bekannten SA.-Leute, * J» Lutler am Barenberge wurde der SA.- Mann Benneckc von seinen Partei- genossen derart zugerichtet, daß er jetzt im Krankenhaus in Goslar am Harz an einer schweren Schädeloerletzung g e st o r b e n ist. Georg Richter die bevorstehenden Kämpfe beleuch- tede. Ein« Durchsicht der Parteipresse zeigt, daß am heutigen Sonntag in Hunderten von Bersamm- lungen in Stadt und Land der Abwehrkampf der Sozialdemokratie fortgeführt wird. Nirgends Müdigkeit, nirgends Flauheit, überall freudigster Kampfesmut. Belgien wählt Parlamentsauflösung nächste Woche Brüsfel, so. Oktober. Nach dem großen sozialistischen Genieindetvahl- sieg ist die Lage der Regierung dein Volke gegen« über schwierig geworden, aber auch im Kabinett zeigten die Liberalen sich wegen der bevorstehenden Parlamentswahlen unwilltg, die Koalition mit den Klerikalen fortzusetzen. Sie befürchten nicht nur, dah die Kontingentierungspolitik mit ihrer Folge der Verteuerung der Lebenshaltung gegen sie ausschlagen wird, auch die kommenden finanziellen Maßnahmen, die noch nicht bekannt- gegeben sind, müssen die große Volksmaffe er- bittern. Diese Betrachtungen haben die liberalen Minister veranlaßt eine Zusammenkunst ohne chre katholischen Kollegen abzuhalten. Nach einer Selbstverwaltung Mehrleistungen zuzulassen. Des weiteren ist daran gedacht, die Ruhe-Vorjchrijten der Notoerordnung vom 8. Dezember 1331 in- soweit zu mildern, als beim Zusammentreffen von Sozialversicherungsrente mit Kriegsbeschädigten- oder Kriegerwitwenrente allgemein e i n Betrag dieser Rente in Höhe von 25 Mark von der An- rechnung frei bleiben sollen. Alles in allem belrachlel, bcflehl der ganze Plan aus kleineu Einzelmaßnahmen. die die ungeheure Not der Arbeitslosen und Rentenempfänger nicht wirksam lindern können. Nicht der zehnte Teil der Leistungen, die abgebaut wurden, wird wiederhergestellt. Daß gleichzeitig mit diesen Maßnahmen auch eine Außerkraftsetzung der Bestimmung des Z 84 Absatz 4 des Betriebsräle- g e f e h e s, des sogenannten unbilligen Härte- Paragraphen, der u. a. die Möglichkeil des Ein. spruchs gegen unberechiigle Sündigungen gibt, erörierl wurde, ist besonders bemerkenswert. Angeblich soll diese Außerkraftsetzung den Be- trieben die Möglichkeit geben, eine bessere Aus- wechflung zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen durchzuführen. In Wirklichkeit dürfte zweifellos die Absicht mitsprechen, durch Zlusschaltung des Entlassungsschutzes sich von der arbeitsrechtlichen Bindung gegenüber langfristig Beschäftigten freizumachen und den Druck aus Ar- beiter und Angestellte zu verstärken. Die Einwände und Widersprüche der Gewerk- schaften gegen dieses soziale„Aufbau"-Programm fand k e i n er l e i Echo im Ministerium. Die Anhörung wurde augenscheinlich als bloße Formsache betrachtet. So wird vermutlich in den nächsten Tagen die Verordnung im Sinne der Regierung in Kraft gesetzt werden. Ob sie die erhoffte Befferung der W a h l a u s- sichten für das Papen-Kabinett brin- gen wird, möchten wir sehr stark bezweifeln! Besprechung von anderthalb Stunden faßten sie den Entschluß, schon Hei dem ersten Zusammentritt des Kabinetts am Montag dem Ministerpräsi« deuten Renkin vorzuschlagen, die Regierung aus- z u l ö s e n. Sie sind der Meinung, daß die finanziellen Pläne dem Lande nicht von einer schwachen Regierung vorgeschlagen werden dürfen, und deshalb werden sie dem Premier vorschlagen, das Parlament sogleich aufzulösen und die Neu- wähl auszuschreiben. Das wird nächste Woche geschehen. Stinkende Verleumdungen! „�lationals" Gemeinheit enthüllt sich Der deutschnationale Landtaasabgeordnete Steuer verbreitet einen Artikel gegen Finanzminister Klepper unter der Heber- schrift„D e r Ivar Kreuger der preußischen Staatsfinanzen". Diese Bezeichnung auf den Staatsminister Klepper angewandt stellt den klassischen Fall der verleumderischen Beleidigung wider besseres Wissen dar. Diese Verleumdung ist um so niederträchtiger, als sie unter dem Schutz der Abgeordnetenimmunität erfolgt. Ivar Kreuger war ein Betrüger, der einen Milliardenbetrug zu seiner persön» lichen Bereicherung begangen hat, der durch seine Manipulationen die Wirtschaft und den Kredit seines Landes auf das schwerste er- schüttert hat, er war ein Verbrecher von größtein Ausmaß. Der deutschnationale Hetzer Steuer wejß, daß Herr Klepper kein Betrüger ist. Er weiß, daß es sich bei seinen Anschuldigungen nicht um kriminelle Dinge handelt, sondern daß ihm die Richtung nicht paßt. Er weiß auch, daß bei der einzigen von den erwähn- ten Transaktionen, die mit einem Berlust geendet hat, ein Verlust von ganzen 1 7 5 0 0 0 M. zu verzeichnen ist— trotzdem„Ivar Kreuger der preußischen Staats- finanzen". Das ist nicht nur eine stinkende Verleum- dung gegen Klepper, sondern auch e i n unqualifizierbarer Angriff aus die preußischen Staatsfinanzenl Diese Bezeichnung tritt dem Titel„Chikago- Ausschuß Bernhard Weiß", den die Ratio- nalsozialisten erfunden haben, würdig zur Seite. Es ist bezeichnend für die politische und moralische Verwahrlosung der Deutsch- nationalen Partei, für das Maß von innerer Gemeinheit und Schmutzigkeit, das dort vor- Händen ist! Die preußischen Staatsfmanzen sind in Ordnung von der Regierung B r a u n- S e v e r i n g hinterlassen worden und die Preußenkasse ebenfalls! Es gibt da keine Skandale und keine Affä- ren, keine Ivar Kreugers und keine Mil- liardenverluste. Wir stellen das fest, da die kommissarische Verwaltung Preußens zu diesem maßlosen Angriff auf die preußischen Staatsfinanzen schweigt. Wir verstehen frellich den Haß der deutschnationalen Hetzer! Unter Präsident Klepper wurde 1928 die Liquidation der Raiffeisenbank durchgeführt, die u n- ter deutschnationaler Führung zu einem stinkenden Sumpf der Korruption und der geschäftlichen Verantwortungslosig- keit geworden war. Dieser deutschnationale Sumpf hat dem„roten Preußen" 4 0 M i l- l i o n e n Mark gekostet. Die Genossen der Schuldigen aber schleudern heute stinkende Verleumdungen gegen Klepper— und das sogenannte„nationale Deutschland" begün- stiegt dies Treiben! AufbauwVige Kräfte Herr v. Pape» ist ausgezogen, um die..auf- b a u w i l l i g e n Kräfte" der NSDAP, zu besreien. Er hat die Exekution in Preußen vor- genommen— wie sein Vertreter Gottheiner in Leipzig erklärte, um eine„gleichmäßige Behand- lung" der Nationalsozialisten zu erzwingen. Heute erklären nun die Stahlhelm-Bundessührer Seldte und Duesterberg die ihm darin freudig zugestimmt Habens das Folgende gegen- über den Nationalsozialisten: „Unter dem erschütternden Eindruck der neuen Hamburger Blutopfer wenden wir uns nochmals au den verantwortlichen Führer Hitler, der, wenn er wollte, dem Blut- o e r g i eh e n ein Ende machen könnte. Nicht die einzelnen Mitglieder der NSDAP, sind die wahrhaft Schuldigen, sondern d i e Führer, Redner und Schrlstleiter der NSDAP., die einen hemmungslosen und unverantwortlichen Haß gegen jeden predigen, der nicht ihrer politischen An- sicht ist. Sie trifft in erster Linie die volle V e r a n t w or t u n g für das täglich v« r- gössen« deutsche Blut und die schweren Leiden in den betrossenen deutschen Familien." Solange Hitlers SA. Arbeiter ermordete, haben die Stahlhelmführer die Sprache nicht gefunden. Nachdem der Blutterror der SA. sich gegen den Stahlhelm gewandt hat, reden sie. Was sie aber reden, das ist die f ch ä r f st« Verurteilung der Politik des Kabinetts der Ba- ron« gegenüber den Nationalsozia- listen, es zerstört alle Argumente, die der Reichsvertreter Gottheiner zur Verteidigung de, Gewaltstreichs vom 20. Juli vor dem Staats, gerichtshof vorgebracht hat! Das Ergebnis von Rom Schlecht verhülltes Fiasko Bora, 15. Oktober. Ein heute abend herausgegebenes, zwischen den deutschen und italienischen Vertre, tern vereinbartes Kommunique über die beut- fchen und die italienischen Devisen- und Kontingentierungs-Verhandlungen hat folgenden Wortlaut: „Die seit einigen Tagen zwischen Vertretern der deutschen und italienischen Regierung in Rom geführten Besprechungen über Fragen de» Warenverkehrs sind heute zum Abschluß ge« kommen. Zur Frage der Einfuhrton, tingentierung haben die deutschen Vec- treter die Aussassung ihrer Regierung eingehend dargelegt und die Ansichten der italienischen Re« gierung hierüber zur Kenntnis genom- wen. Sic werden ihrer Regierung über das Er- gebnis der Besprechungen berichten. Hinsicht- lich der Regelung der Zahlungen aus dem Warenverkehr dauern die Aerhandlungen noch fort. Es besteht Aussicht aus eine baldige be, ftiedigende Lösung." Briese, die ihn nicht erreichten Der frühere Reichswehrminister G r o e n e p übermittelte WTB. folgende Erklärung: „In einem Teil der Presse wird behauptet, der frühere Kronprinz habe am 14. Aprll d. I. wegen des SA.-Verbots einen Brief an mich geschrieben. Ich stelle fest, daß ein solcher Brief nie in meine Hände gelangt ist." Wir nehmen an, daß sich die„Rheinische Zeitung" in Köln zu dieser Erklärung noch äußern wird. Der Fememord von Braunschweig Der Mörder noch flüchtig WW s/c halfen t&ufhrcift, „Ist das der neue Harry-Piel-Film?"—„Nein, das ist Hitlers neuer Propagandaflug!" Der Außenhandel Ausfuhrüberschuß gesunken Der deutsche Außenhandel hat im September «ine etwas günstigere Entwicklung genom- men als in den Vormonaten. Das Gesamt- volumen sEinsuhr plus Ausfuhr), das in de» letzten Monaten unter 800 Millionen Mark lag, hat sich aus etwas iiber 800 Millionen Mark er- höht. Die Einfuhr ist um 29 Millionen auf 300 Millionen Mark, die Ausfuhr um 10 Millionen Mark aus 4U Millionen Mark gestiegen. Außenhandel im September(in Mill. Mark): Warengruppen: Einfuhr Ausfuhr 1. Lebende Tiere......... 3,7 1,0 2. Lebensmittel und Getränke. 100,7 ZI ,9 3, Rohstoffe und Halbfabrikate IS-M 80,0 4. gertige Waren........ 55,4 340,3 Zusammen 1—4 360J2 443,6 3. Gold und Silber...... 46,2 9,0 Wenn dies- Entwicklung an sich eine günstigere Beurteilung des deutschen Außenhandels zuließe, so ist sür die deutsche Devisenbilanz eine neue Gefahr eingetreten. Die Steigerungen der R o h st o j f p r e i s c aus den Weltmärkten sind zu einer preismäßigen Belastung der Handels- bilanz geworden, die dadurch noch oerschärft wird, daß die Preise für die deutschen ausgeführten Fertigwaren w e i te r sinken. Wenn die deutsche Ausfuhr sich um 714 Prozent mengen- mäßig erhöht hat, so ist sie dem Wert nach nur um 31- Prozent gestiegen. Di« Einfuhr aber hat sich sowohl mengen- wie wertmäßig um 814 Prozent erhöht. Bei den Rohstoffen be- trägt die Steigerung dem Werte irach sogar 11 Prozent, während sie der Menge irach nur 8 Prozent ausmacht. Die Folge dieser gegensätz- lichen Preisentwicklung ist gewesen, daß der Ausfuhrüberschuß in der deutschen Han- delsbilanz von 9? Millionen Mark im August auf 84 Millionen Mark im September zurückgegangen ist. In den ersten neun Monaten dieses Jahres belies sich die Einfuhr aus 3444 Millionen Mark. Gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres (0269 Millionen Mark) ist die Einfuhr dem Werte nach um 35 Prozent, infolge der stark gesunkenen Preise aber mengenmäßig nur um 12 Prozent zurückgegangen. Die Ausfuhr hat sich von 7233 Millionen Mark in den ersten 9 Mo- naten des Jahres 1931 auf 4291 Millionen Mark in der gleichen Zeit dieses Jahres ermäßigt. Das ist ein Rückgang um 41 Prozent, der einem Mengenrückgang um 30 Prozent ent- spricht. Der Ausfuhrüberschuß für diesen Zeit- räum ist von 1904 Millionen Mark auf 84 7 Millionen Mark zurückgegangen. Wenn der Reichsbankpräsident in seinem Vorstoß gegen die wahnwitzige Kion- tingentierungspolirik noch einer Stütze bedursr hätte, hier in diesen Zahlen liegt sie. Die Ent- wicklung dieser Zahlen macht ihm sein Vorgeheg zur Pflicht. � 3n Dänemark hat der Arbeitgeberverband die Tarife für etwa 150 000 Arbeiter zuni Februar und März gekündigt. Eigener Bericht des„Vorwärts" Genf, 15. Oktober. Aus Grund der Einigung in der IV. Kommission der Dölkerbundsvollversammlung trat der Völker- bundsrat heute abend zur Wahl des Sene- ralfekretärs zusammen. Man einigte sich grundsätzlich ans die Wahl des bisherigen f r a n- ;ö fischen llntergeneralsekretärs Aoenol. Die deutsche und die norwegische Delegation bestanden darauf, daß die endgültige Wahl erst in einer Ratssitzung am Montag vollzogen wird, sobald die Vötkerbundsvollversammlung die in der IV. Kommission heute abend beschlossene Sckre- tariatsrcsorm genehmigt haben wird. "k Es ist ein Witz der Weltgeschichte, daß die Wahl eines Franzosen zum höchsten und wichtigsten Beamten des. Genfer Sekretariats unter der nationalistischsten Regierung erfolgt, die Deutschland seit Kriegsende gehabt hat, und zwar mit deren Zustimmung! Die deutsche Delegation stellt aber dieses Er- gebnis sogar als einen Sieg des deutschen Stand- Punktes dar, weil vorher grundsätzlich beschlossen Hitlerei in Holland Eigener Bericht des„Vormärts Amsterdam, 15. Liktober. In den kommenden Beratungen des holländischen Parlaments soll ein dunkles Kapitel beleuchtet werden. Tas sozial- demokratische Zentralorgan„Het Volk" konnte bereits vor Wochen auf die Ber- bindungcn.zwischen deutsch-monarchisti- schon Verschwörern und großen Waffen- schiebungen nach Teutschland hinweisen. „Het Volk" leuchtet in diese Waffenschiebungen hinein. Dabei taucht das dicht an der hollän- dischen Grenze gelegene Landgut Hille- worden ist, daß in Zukunft kein Staat mehr als zwei Vertreter unter den hohen Funktionären des Genfer Sekretariats zählen darf. Das war übrigens auch bisher nicht der Fall. so daß nicht recht ersichtlich ist, worin der große deutsche Verhandlungserfolg bestehen soll. Zlrrßer- dem, ob drei Franzosen hohe Posten in Gent bekleiden oder zwei Franzosen und ein Pole oder Jugoslawe ist ziemlich gleichgültig. Wemr unter Stresemann, Hermann Müller oder Brüning ein Franzose zum Generalsekretär des Völkerbundes mit Zustimmung Deutichlands gewählt worden märe— welch ein Berrats- geschrei in allen„nmionat" denkenden Kreisen! Aber unter Pape» und Neurath wird daraus noch ein deutscher Sieg gemacht! h a a r d auf. Es gehört dem in Holland natu- ralisierten Grafen Wolff-Metternich. Er ist em Verwandter der Hohenzol» lern. Das sozialdemokratische Blatt behauptet nun, daß die Gegend von Hillehaard das Zentrum des- gesamten Waffenschmuggels ist und der Herr Graf Metternich wiederum einer der Hauptträger der hohenzollernschen Restaurationsbestrebungen. Auf dem Gute des Grafen waren wiederholt deutsch-monarchistische Zusammen- künfte. Von dem Grasen Wolfs» Metternich sollen wiederum die Fäden nach Doorn gehen, und zwar durch einen Rill- meisier v. Cramer, der in Holland SA.-Kow- pognien ausbilden läßt, zusammengestellt aus jugendlichen Deutschen. Für diese SA.- Truppen liegen in Holland Rkunilions- und kleiderdepols, so daß der geplante Umsturz auch von der holländischen Grenze aus starke llnierstühung finden würde. Alle diese Vorgänge und Enthüllungen sollen in der holländischen Kammer zur Sprache gebracht und die holländische Regierung ausgefordert wer- den, diesem Verschwörertreiben gegen einen be- freundeten Staat ein Ende zu machen. Massiglis Lehouplungeu über die Kriegsver- wendbarkeit der deutschen Schutzpolizei haben den deutschen Delegationsführer v. Rosenberg zu einer Erwiderung vor Pressevertretern aller Länder veranlaßt. Rosenberg verwies darauf, daß'Organisation und Bewaffnung der Schupo von den Ententebehörden festgesetzt worden sind» und zwar so, daß ihre Verwendung als Kriegsheer ausgeschlossen ist. Räch Widerlegung der einzelnen Behauptungen Massiglis erinnerte Rosenberg an die wirtliche Ausgabe der Abrüstungskonferenz, nämlich die ungeheuren Rüstungen abzubauen, aber nicht, sich den Kopf über die deutsche Polizei zu zerbrechen. SM du li/oUtedideu ein.! tiefen Uetde om! ZaMlose(&esudter — aber nur eine JKeinun� Oadiel Die Auswahl bei ist unerhört groß und höchster Bewunderung wert. Es gibt keine Figur, auch wenn sie noch so sehr von der„Normalgröße" abweicht, für die an denRiesenlägern des Hauses nicht bestens gesorgt ist. 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Sowohl aus der Reichshauptsladt wie aus den kleinen und kleinsten Orten der Mark Brandenburg und der Grenzmark kommen die Delegierten zusammen. um einen Bilanzstrich unter die Arbeit der zurückliegenden Zahre zu ziehen und Richtung und Wege der künstigen Arbeit festzulegen. In dem Augenblick, da die Kräfte des Rückschritts offen ihr Programm verkünden und die Grundsorderung der Weimarer Verfassung„Die Staatsgewalt geht vom Volke aus" nur noch aus dem Papier steht, erhält die Arbeitstagung des Berlin-Brandenburger Reichsbanners besonders hohe Bedeutung. Als die Vertrauensmänner des Reichsbanners 1930 ihre letzte Generalversammlung abhielten, feierte Deutschland die Befreiung des R h e i n l a n d e s als einen Erfolg der Politik von Walther Rathenau, Hermann Müller und Gustav Stresemann. Heute ist Deutschland außen- politisch isoliert und innerpolitisch dem Willen der Barone und Großkapitalisten ausgeliefert. 1930 waren noch ungefähr neun Zehntel der Reichs- bannerleute in Lohn und Arbeit. Heute weisen die Berichte der Orlsvereine des Reichsbanners nach, daß bis zu SO. ja selbst bis zu 90 Proz. der Mitglieder den Leidensweg zur Stempelstelle gehen müssen. Das Reichsbanner darf für sich in Anspruch nehmen, in den schweren Kämpfen, die die repu- blikanische Bewegung zu bestehen hatte, bis zum letzten Kameraden seinen Mann gestanden zu haben. Als die Mordbanden der SA. geschaffen wurden, stellten sich ihnen über Nacht die Reihen der S ch u f o entgegen. Und als dann die Box- heimer Dokumente die Blutpläne der deut- fchen Faschisten enthüllten entwickelte das Ber- liner Reichsbanner eine Aktivität, die unter der Parole„Staat, greif zu" die gesamte repu- blikanische Oeffentlichkeit alarmierte und auf- rüttelte. Die Opier des Kampfes Schwere Opfer hat die Organisation für die Sache der Freiheit bringen müssen. In der Neu- jahrsnacht 1930/31 wurde Willi Schneider feige von Nationalsozialisten ermordet. Die Reichsbannerleute Heinz H ü b n e r und Gerhard S e i tz t fanden in Ausübung ihres Reichsbanner- dienftes den Tod. In Hunderten von Fällen haben die Reichsbannerleute nationalsozialistische Angriffe aus die Einrichtung republikanischer Or- ganisationen unter Einsatz ihres Lebens ab- gewehrt. Wir denken hier besonders an den feigen Ueberfall der Nazihorden auf das„Bor- w ä r t s"- H a u s, bei dem gleichfalls zwei Kameraden Verwundungen erlitten haben. Die Sondergerichlsbarkeit hat die lange Reihe der schweren Opfer sorlgesehl. Noch in aller Erinnerung ist das furchtbare Urteil der Kammer Tolk, das den jungen Reichsbanner- niann Max Rothe für S Jahre dem Zucht- Haus überliefert hat. Noch heute beteuert Max Rothe seine Unschuld, und noch heute sind alle seine Kameraden von seiner Schuldlosigkeit über- zeugt. Erst vor zwei Tagen traf ein neues Fehl- urteil des Sondergerichts in dem Börnicke- Prozeß Reichsbannerleute und Anhänger der Eisernen Front schwer und schickte wieder zwei Freiheitskämpfer hinter Zuchthausmauern. Die Verbundenheit mit den toten und verwundeten Kameraden, mit den in den Zuchthäusern und Gefängnissen für die Idee der Freiheit Leidenden fordert von den aufrechten Republikanern den Einsatz aller Kräfte, um die soziale und freie Re- publik zu erringen, die in den Herzen aller Frei- heitskämpfer lebt. Wie gearbeitet wurde Ein Einblick in den Bericht, den der G a u v o r st a n d der Generalversammlung übermittelt, zeigt, wie gerade in Berlin das Reichsbanner außerordentlich umsichtig und gut gearbeitet hat. Eine gänzlich neuartige Methode der Werbung und dazu einen schönen finanziellen Erfolg brachte die R ü st w o ch e, die Anfang des Jahres durch- geführt wurde und der die Bildung der Eifer- nen Front als Zusammenschluß aller repu- blikanische» Organisationen der Arbeiterbewegung brachte. Der äußere Stand der Organisation, die Zahl der Ortsgruppen und die Mitgliederzahl ist im großen und ganzen unverändert geblieben. Da- gegen ist der innere Aufbau des großen Gaues in der Berichtszeit schlagkräftiger und organischer gestaltet worden. Die Weiterbildung der ehren- amtlich tätige» Funktionäre und besonders der technischen Führer wurde stark gefördert. Beson- ders der Jugend gegenüber war man sich der besonderen Verantwortung stark bewußt. Im Jungbanner wurden die jungen Republika- ner geistig und sportlich besonders geschult. Seit einiger Zeit wird dem Freiwilligen Ar- beitsdienst vom Reichsbanner erhöhte Beach- tung zugewendet, so daß schon jetzt acht zum Teil geschlossene, zum Teil offene Arbeitslager des Gaues bestehen. Bis zum Frühjahr sollen Ar- beitsobjekte für 3000 Arbeitsdienstfreiwillige be- schafft werden. So steht der Gau Berlin-Brandenburg in allen Teilen der großen Organisation mitten in der Lösung wichtiger Aufgaben. Den bisher einge- schlagenen Weg weiter fortzusetzen, liegt nicht nur im Interesse des Reichsbanners, sondern auch der gesamten republikanischen Bewegung. Die hier geleistete Arbeit hat weit darüber hinaus hohe staatspolitische Bedeutung. Eine Tat- fache, die leider früher bei den Behörden nicht immer in ihrem ganzen Ausmaß erkannt worden ist und der man sich heute unter den neuen Ver- Hältnissen wissentlich verschließt. Wind als Mitschuldiger Versebwuudeue Notariatsakten In einer Moabiter Gerichtsverhandlung spielte vor einiger Zeit der Wind als Anstifter zum Ver- brechen eine ebenso merkwürdige wie entscheidende Rolle. Es war in einem Betrugsprozeß. Die Ange- stellte eines Notariatsbüros wurde als Zeugin ver- nommen: sie legte dem Gericht Notariats- akten vor, die auf Veranlassung des Angeklagten im Büro des Notars in betrügerischer Absicht an- gelegt worden waren, ohne daß der Notar davon das geringste gemerkt hatte. Während der Pause erhielten die Anwälte der Angeklagten diese Notariatsakten zur Einsicht. Nach der Pause wurde u. a. erörtert, daß einer der Angeklagten, ein Italiener, an der Ausstellung der Notariasakten unter fremden Namen teilgenommen und das Schriftstück auch mit diesem Namen unterzeichnet hat. Er bestritt das. Die Zeugin meinte: Die Unterschrift ist aus einm Schriftstück in den Notariatsakten zu ersehen. Als man sich dieses Schriftstück genauer ansehen wollte, war es nicht zu finden.„Ich habe es aber noch vor der Pause gesehen," erklärte der Vorsitzende. Große Auf- regung im Gerichtssaal. Die Richter, Verteidiger, Angeklagten, alle suchen das Schriftstück. Es ist nirgends aufzufinden. Doch bald kam des Rätsels Lösung. Ein Justizwachtmeister hatte das Schrift- stück im Klosett der Arrestzelle des Angeklagten Spiekermann gefunden, und der Angeklagte be- hauptete, der Wind habe es ihm vom Verteidiger- tisch in die Hände geweht. Gegen den Angeklagten Spiekermann und seinen Verteidiger wurde ein Verfahren wegen Urkunden- boseitigung eingeleitet. In bezug auf seinen in Verdacht geratenen Anwalt mußte es eingestellt werden. Spiekermann hatte sich jetzt vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte zu ver- antworten und bekam vier Monate Gefängnis. In der Urteilsbegründung stellte der Vorsitzende tat- sächlich fest, daß während der Pause durch den beim Oeffnen des Fensters entstandenen Lustzug eine Anzahl loser Blätter aus den Notariatsakten zu dem Angeklagten hinübergeflogen seien und daß Spiekermann das seinen Komplicen belastende Schriststück an sich genommen und beseitigt habe. Der Verteidiger war somit vollkonimen gerecht- fertigt. Der Mitschuldige war tatsächlich der Wind. Zollamts scheint es also Leute zu geben, die recht viel überflüssige Zeit haben, um ihr« Schnüsfel- kunst zu erproben. Der Bursche, der diese Helden- taten zur Reinigung Deutschlands für das Dritte Reich vollbracht hat. ist natürlich zu feige. dafür einzustehen, während er sich im Kreise seiner Ps. als Held bewundern lassen kann. Das Hauptzollamt müßte wenigstens nach diesem Vorfall dafür sorgen, daß auch der Rein- machefrau eine verschließbare Garderobe zur Ver- fügung steht. Seine Telephonzentrale ist ein sehr mangelhafter Ersatz. Ein Reiniger HaupteoIIamt durchsucht Garderobe In Alt-Moabit im Hauptzollamt wurde am 3. Oktober eine Reinmachesrau neu eingestellt. Als Garderobe wurde ihr die T e- lsphonzentrale angewiesen, so daß sie ihre Sachen nicht verschließen konnte, was dort sehr notwendig gewesen wäre. Denn als die Frau nach mehrstündiger Arbeit die Telephonzentrale wieder betrat, um den Papierkorb zu entleeren, fand sie darin ihre in Fetzen zerrissene Mitglieds- karte der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinder- freunde vor, die sich in ihrer verschlösse- nen Aktentasche befunden hatte. Bei näherem Zusehen stellte sie weiter fest, daß ihre Aktentasche an einem anderen Platz hing und auch das Abzeichen der Eisernen Front ver- schwunden war, das sie an der Innenseite ihres Mantelrevers befestigt hatte. Außerdem war ihr„V o r w ä r t s"- N o t i z k a l e n d e r mit einem Hakenkreuz verschmiert worden Ihre Vorstellungen beim Personalchef hatten zur Folge, daß dieser sich bei dem Tele- p h o n i st e n nach dem Uebeltäter erkundigte, der Reinmachefrau aber, als der Telephonist natllr- lich nichts wußte(!), den Rat gab, die Sache auf sich beruhen zu lassen. In oder bei der Telephonzentrale des Haupt- Wieder Felsenecl-Prozeß Rechtsanwalt bitten nicht zugelassen Am Montag beginnt der Zelseneck-Prozeß in zweiler Auslage. Vier Monate lang hat sich das Gericht mit den blutigen Vorfällen am 18. Januar d. I. zwischen Rationalsozialisten und Kommunisten aus dem Gelände der Laubenkolonie Felseneck beschästigt. Roch bevor sämtliche Zeugen vernommen werden konnten, flog die Verhandlung aus. Der Vorsitzende und einer der Beisitzer er- klärten, daß zu befürchten sei, die Angeklagten könnten sie für befangen halten. Aus diesem Grunde schieden sie aus dem Prozeß aus. An- laß zu diesem Entschluß der beiden Richter gab ein gleichfalls unerhörter Zwischenfall mit dem Verteidiger der Kommunisten, dem R.-A. Litten. Das Gericht hatte ihm die weiter« Teilnahme als Verteidiger in dem Prozeß verwehrt mit der Be- gründung, daß er die Verhandlung sabotiere. R.-A. Dr. Litten hatte, wohl verleitet durch die zu große Nachsicht des Vorsitzenden, sich eine Reihe von äußerst heftigen Auftritten geleistet und die Stim- mung im Gerichtssaal immer mehr zugespitzt. Es kam wiederholt zu turbulenten Szenen, an denen sich auch die Angeklagten beteiligten. Die neue Verhandlung sollte unter Vor- sitz des Landgerichtsdirektors Bömert bereits vor einigen Tagen beginnen. Der Prozeß wurde je- doch verschoben, weil dem Gericht bekannt ge- worden war. daß R.-Al Dr. Litten Teilnehmer des Prozesses beeinflußt habe. Nach eingehender Prüfung der Sachlage und nach Vernehmung von Dr. Litten und einigen weiteren Personen ist das Gericht, wie die Justizpressestelle amtlich mitteilt, zu dem Ergebnis gelangt, es bestehe der begrün- dete Verdacht, daß R.-A. Dr. Litten einen An- geklagten der Gegenseite in unzulässiger Weis« beeinflußt und versucht habe, durch einen Zeitungsartikel auf Zeugen einseitig Einfluß zu nehmen: dadurch habe R.-A. Litten sich der Stel» lung als Verteidiger begeben und sei in die Reihe wichtiger Zeugen eingetreten. � � R.-A. Dr. Litten wird gegen diesen Beschluß des Gerichts beim Kammergericht Beschwerde ein- legen. Vorläufig scheidet er aber aus der Reche der Verteidiger aus. „Osram"-Freilisch im Rahmen der Winterhilfe. Die Osram-Gesellschaft beabsichtigt auch in dem kommenoen Winterhalbjahr den sogenannten„Os- ram-Freitisch" für Erwerbslose einzurichten, unld zwar ab Montag, den 31. Oktober 1932. Es wer- den wieder täglich 1000 Freiportionen verabfolgt: davon 400 durch die Fabrik A, Sickingenstraße, 400 in der Fabrik D, Rotherstraße, und 200 in der Fabrik 8, Charlottenburg, Helmholtzstraße. Berücksichtigt werden hauptschlich ehemalige Os- ram-Arbeitnehmer. Gewerkschaftliches, siehe 2. Beilage. Hierzu 3 Beilagen ücpctc; Lolales und Sonstiges: Zriz Karstadt! Anzeigen: Otto Hengst; sämtlich in Berlin./ Verlag: Borwärts-Verlag E. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts- Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. KS, Lindenstr. 3. GBORUNOKT 1813 relnoWoll»/ modernes Streifenmuster, aparte AusfOhr., m. Knopfgarn., Sdileife u. Keulenärmel P o I I o v e r fSrOaawn.rsiMWoile, quergestreift........... Pullover Damen-Handschuhe QSS Wildleder-Imit., z.T. mit Steppnaht, mais und farbig,»»•••••••••••• Unterzlehoschen Qss Marke„IntGrlock" Baumwolle, weiche Qualität, Größe 42-46 kunstl. Waschseide, Ror- futter u. kräft. 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Rand BSRUN C 2• SPANDAUER SIRASSI- KONI GSTRASSI e GEGRÜNDET 1811 ERSTE BEILAGE SONNTAG, 16. OKT. 1932 IfSuf* Ständig ist aller mögliche Unfug gestiftet worden. Propheten und Sdiarlatane sind auf getaudü, nodi heute nadi mehr als einem halben Jahrzehnt steht da und dorten an verlassenen Kauzäunen das ll örld/en„Hingabe" aus weiland Kaiser Häussers Zeil, aber irgendwie blieb früher so etwas dodi nur ein Witz. Denn Zeilen und Menschen waren halbwegs gesund. Aber seitdem der Monopolkapitalismus die Existenzgrundlagen von Millionen Bürgern und Bauern zerschlagen hat, seitdem diese Zwisdienschichten einen rücksiditslosen Kampf führen um jeden zu verdienenden Taler, wobei sie glaubten, daß Hitler ihnen diesen Kampf würde abnehmen, seitdem sind die Sterngucker dran. Es wäre nicht einmal Bosheit, wollte man das Gleichmaß zweier Kurven verzeichnen: der Aufstieg des Hitlerismus und das Anwachsen der Sterndeuter. Heute werden in der Heichshauptstadt etwa zwei Dutzend „astrologischer" Blätter feilgehalten. Dabei herrschen in den Redaktionen dieser Blätter eigentümliche Manieren: jeden Morgen wird der rechte Zeigefinger benetzt und aus dem Fenster gehalten. Je nachdem aus welcher Richtung der Wind weht, wird dann mit der rechten oder linken Hand geschrieben. Erkaltende Liebe Bis zum 13. August war Adolf I. der Liebling aller„Astrologen". Aber seitdem es allerorie» — zuletzt in Gerdauen— so deutlich wetterleuchtete, hat diese Liebe plötzlich auffallend nach- gelassen. Die Sterne schienen mit einem Male Hitler zu verlassen. So steht in einem dieser Blätter bereits zu lesen: „Ihr Gefühl, dah sich gewissermaßen der Wind einmal in den Haken des Hakenkreuzes verfängt und das Ganze rückwärts dreht, ist berechtigt. Denn tatsächlich ist das Hakenkreuz der NSDAP. falsch, denn wenn Sie sich dieses Hakenkreuz aus Papier ausschneiden, daß die einzelnen Haken zu Schaufeln werden, so dreht sich das Hakenkreuz links herum, also zurück. Schon heute macht sich daher nach dem Riesenaufschwung der Partei eine starke Enttäuschung bemerkbar..." Der kluge Mann baut vor. Seitdem sich die Barone in der Wilhelmstraße häuslich eingerichtet haben und die Raben immer vernehmlicher über allen„Braunen Häuschen" zu krächzen beginnen, glänzen halt zur Abwechslung Herrn v. Schlei- chers Sterne: „Wird Hitler mit Schleicher zusammenarbei- ten können? Wird der eine den anderen unter- jochen? Wer von den beiden wird die Ueber- macht haben?... In der Verbindung zwischen diesen beiden wird sich herausstellen, daß Schleicher der stärkere von beiden ist. Hitler wird in dieser Verbindung der Leidtragende sein und die ganze Fülle von Trennungen und Entzweiungen, die auf Hitler warten, wird nach seiner endgültigen Verbindung mit Schleicher über Hitler hereinbrechen. Hitler wird den Schatten Schleichers nie los werden, Hitler wird unterliegen, weil Schleicher gar nicht unterliegen kann.. Man muß hierbei nie außer acht lassen, daß so etwas politische Analphabeten schreiben, aber man merkt deutlich den nassen Finger. Oer 6. November Nun vermögen„Astrologen" zu hören, wie das Gras wächst. Für den vorgestrigen Freitag hatten sie wohl sehr warmes Wetter und einen heiteren Tag prophezeit, doch das Gegenteil trat natürlich ein: wir hatten den ersten bitterkalten Herbsttag dieses Jahres und gegen Abend goß es in Strö- men, aber was macht das, wenn wir jetzt schon erfahren können, was am 6. November morgens, mittags und abends los sein wird. Hören wir: „Die bösen Aspekte, die der Mond bildet, weisen daraus hin, daß das Volk nach der Wahl ent- täuscht sein wird. Bis gegen 4 Uhr nachmittags wandert der Mond im Wassermann und Sertil Uranus und Opposition Mars. Die Kommunisten und Nationalsozialisten werden sich stark am Wahloang beteiligen. Mars wird zu verbreche- rischen Handlungen reizen. Ostpreußen und die Hansastädtc stehen unter diesen Einflüssen, wäh- rend der Mond für Bayern wenig vorteilhaft wirkt. Der Beginn der Wahl steht um 8 Uhr früh unter dem Zeichen Skorpion, erst wenn das Zeichen«chütze aufsteigt, werden die Wähler lebendig. Nach der Wahl, von 8 bis 9 Uhr abends, wenn der Krebs aussteigt, erfahren wir die ersten Wahlergebnisse. Da Pluto, Uranus und Saturn den aufsteigenden Grad verletzen, hören wir von enttäuschenden Ergebnissen. Zwischen 1(1 und 11 Uhr abends ist der Löwe aufsteigend, dieser ist ungünstig für Hitler. Es werden schlechte Wahlbezirke bekannt und erst nach 11 Uhr abends unter Sextil Uranus, Trigon Merkur kommen die Schlußergebnisse, welche für Hitler wieder günstiger sind." Nun muß man sich das alles aber so vorstellen, daß sich jeder„Astrologe" ein Horoskop aufmalt, wie es ihm gerade in de» Kram paßt. Jeder weissagt dann eben etwas anderes und zum Schluß erklärt einer den anderen für verrückt. Oder man trifft sich wie neulich vor den Schranken des Arbeitsgerichts. Bei diesem Kampf um den Mammon stellte sich dann heraus, daß Kläger wie Beklagte Juden waren. Sie hatten sich nur ein wenig als Teutobolde getarnt und bis auf weiteres in Hitlers Troß eingereiht. 0 Harzburg, o Harzburg... Ehe nun die Harzburger begannen, sich gegen- seitig hinter die Haare zu klatschen, ließen sich diese„astrologischen" Wurstblätter entschieden leichter schreiben. Hauptsache war: immer feste gegen die Marxisten! Das ist modern. Heute jedoch haben die Sterndeuter bereits schwere Bauchschmerzen, wie leicht könnten sie ins Fett- näpfchen treten. Bleibt der Kund- bei Adolf oder geht er zu Hugenbcrg? Was also tun. Ein Blatt ist in dieser Frage noch nicht ganz mit sich zu Rande gekommen und so macht es denn in Einheitsfront: �„Dic Sterne reden eine sehr eindringliche spräche: sie zeigen auf der einen Seite den Kamps— auf der anderen Seite aber auch den endlichen Sieg und die zwingende Notwendigkeit, in Gemeinschaftsarbeit Schulter an Schulter den Wiederaufbau Deutschlands anzubahnen und durch- Ueberrafchte Räuber CielddrieklraFer sollte Opfer werden Zwei von langer Hand vorbereileie Uebcrjälle konnten im letzten Augenblick verhindert werden. 3n einem Falle wurden vier Burschen und das andere Mal zwei von der Kriminalpolizei festgenommen. llnwest des Spandauer Hauptpost- amtes lagen gestern srüh gegen 114 Uhr drei Burschen auf der Lauer, um einen Geld- briefträger, den sie wochenlang beobachtet hatte»,.zu übersallen. Eigentlich hatten sich für den Ueberfall vier Mann verabredet, dieser vierte blieb ober aus. Er war nämlich am Abend zuvor wegen eines Diebstahls festgenommen wor- den und dabei war der geplante Ueberfall zur Kenntnis der Kriminalpolizei gelangt. Die Tüter wurden überrascheno festgenommen. Bei einem wurde eine geladene Pistole und bei einem ande- ren ein 49 Zentimeter langes Stahlrohr mit einer zuführen... Stahlhelm und Hakenkreuz gehören auf Grund streng sachlicher astrologischer Ueber- legung zusammen: und sie werden sich auch alle gemeinsam in der großen nationalen Front sin- den, denn um die Jahreswende herum wird gleich- zeitig das Kampfesende liegen, das gleichzeitig die Wiederherstellung des nationalen Blocks be- deutet..." Bei wie vielen Arbeiter- und Soldotenräten möge» diese Leute, die heute so etwas schreiben, November 1918 antichambriert haben. Feine Ber- bündete hat der Münchner Adolf. Kongreß in Stettin Nun werden diese Sterndeuter aber nachgerade keß. Neulich haben sie doch einen A st r o l o g e n- kongreß in Stettin abgehalten mit dem Thema: Astrologie und Politik. Was taten die Leute da? Staatliche Anerkennung verlangten sie! Denn Mussolini lasse sich angeblich auch ständig astrologisch beraten. Nun, vielleicht wird daraus etwas im Dritten Reich. Sonst beschimpften sich natürlich die Sterndeuter gegenseitig. Das ist in diesen Kreisen so üblich, aus Futterneid. Bor einigen Wochen wollten die„Sternkieker" auch den Wedding erobern. Sie bauten ihren Bauchladen mit den Horoskopen auf und ver- langten 5 Groschen für eine Weissagung. Da haben die Frauen einen Krach geschlagen:„Na, da steht een doch der Bastand schtille! Fünf Jro- schen will der haben und wir ham»ich' mal een Sechser for de Schrippen! Da müßte man doch jleich mit'n nassen Lappen mangschlagen, det alles bloß so roocht!" Der Auflauf wurde immer größer, und so schnell wie der„Astrologe" hatte wohl»och niemand seinen Laden eingepackt. Denn die armen Frauen hätten den Mann tatsächlich durchgewalkt. Aber am Wittenberavlatz blüht wieder der Sternenschwindel. Lederschlaufe gefunden. Die Täter gaben unumwunden zu, daß sie den Geldbriesträgcr nieder- schlagen wollten und bei dem geringsten Wider- stand auch geschossen hätten. Die jugendlichen Banditen wurden eingeliefert. Zwei andere Wegelagerer, die es auf die Kassenbotin einer Konfektions- f i r m a in der B u r g st r a ß e abgesehen hatten wurden gleichfalls noch rechtzeitig unschädlich gemacht, Die Burschen wollten das Mädchen, oas einen größeren Geldbetrag von der Bank abge- hoben hatte, niederschlagen und mit der Beute auf Fahrrädern die Flucht ergreisen. Die Täter waren aber beobachtet worden und ihr Benehmen war Angestellten verdächtig vorgekommen. Insgeheim wurde die Polizei alarmiert, die gerade im rechten Augenblick einschritt. Beide sind ge- ständig, einen Ueberfall geplant zu haben. Luchthausanträge Im Oevisenscbieberprozeß Dr. Böhmer 3m Devisenschiebungsprozeß gegen den srühercn Gerichtsossessor Dr. Henning Böhmer und seine TNilangeklagten, in dem es sich um eine verbotene Esfektentransaklion in höhe von 3 Millionen Mark zugunsten von Ausländern handelte, wurde gestern vor dem Schnellschöfsengerichl die Beweisausnahme geschlossen. Der Staatsanwalt beantragte gegen Dr. Bäh- m e r wegen fortgesetzten Devisenverbrechens und wegen schwerer Urkundenfälschung, die durch die Ausstellung angeblicher Vollmachten des Fürsten Leiningen begangen wurden, ein Jahr sechs Nl o n a t e Zuchthaus und lö 999 Mark Geldstrafe und gegen den Bankkreinifsier Julius Pick, der die Effekten von den aus- ländischen Agenten an Dr. Böhmer geliefert hatte, ein Jahr Zuchthaus und 29 999 M a r k Geldstrafe. Gegen den 69jährigen Prokuristen Max W ollst einer vom Bankhaus Kuczynfki beantragte der Staatsanwalt 29 999 M a r k G e l d- st r a f e oder im Unvermögensfalle drei Monate Gefängnis wegen fahrlässigen Devisenvergehens, da sich der Verdacht der wissentlichen Beihilfe zum Devisenverbrechen durch die Beweisaufnahme nicht bestätigt habe. Auch gegen die übrigen An- geklagten, die für Dr. Böhmer den Esfektenver- kauf an anderen Bankinstituten vorgenommen oder vermittelt halte», wurden Gesnnonis- und Geldstrafen beantragt. Infolge der vorgerückten Stunde wurde be- schlössen, daß die Mehrzahl der Verteidiger erst am Montag plädieren werden, so daß das II r- teil erst für Montag nachmittag zu er- warten ist., ßer''nf sa�3 oline' die in QU alitä*' Verbilligtes Fleisch Bezugsscheine für die Erwerbslosen Es sind auch in diesem Zahr wieder Mittel?ur Verfügung gestellt worden, durch die der hilfsbedürftigen Bevölkerung für die nächsten Wochen der Bezug von frischem Rind- oder Schweinefleisch zu einem verbilligten preise ermöglicht werden soll. Als Verbilligungskarte werden rosa Reichs- bezugsscheine ausgegeben. Diese Scheine werden noch iin Laufe des Oktober für die Alu- und Kru-Empfänger von den Arbeitsämtern, für die übrigen Hilfsbedürftigen von den Dienststellen der öffentlichen Fürsorge ausgegeben. Für die 'Bezugsberechtigung gelten im wesentlichen die- selben Richtlinien wie im Vorjahre. Für die beim Vau ihrer Häuser tätigen Randsi�dler sind besondere Bestimmungen getrossen. Der für die Monate Oktober/Ztovember gültige Schein hat drei Abschnitte. Die Abschnitte können von jedem Fleischverkäufer in Zahlung genommen werden. Beim Einkauf von einem Pfund frischen Rind- oder Schweinefleisches ist von dem Ver- käuser ein Abschnitt abzutrennen und mit 20 Pf. auf den Verkaufspreis anzurechnen. Rektoratsübergabe prokessor Kohlrausch, der neue Rektor Traditionsgemäß fand gestern mittag in der neuen Aula der Berliner Universität die feier- liche Rektoratsübergabe statt. Nach einem Bericht des scheidenden Rettors Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Heinrich L ü d e r s über das Amtsjahr 1931/32 übernahm der neugewählte Rektor Professor Dr. Eduard K o h l r a u s ch das Rektorat und eröffnete das neue Rektorotsjohr einem alten Brauche folgend, mit einer Rede über ein Thema aus seinem Fachgebiet, dem Strafrecht. Der scheidende Rektor stattete zunächst allen denen seinen Dank ab, die ihn bei der schwierigen Verwaltungsarbeit im vergangenen Rektoratsiahr mtkräftig unterstützt haben. Er bedaure, daß e» sich nicht habe oermeiden lassen, die chirurgische Klinik zu schließen, konnte aber mitteilen, daß eine Reche von Instituten im verflossenen Jahr in neue Mume übergesiedelt sind. Eine Reihe von wichtigen Lehrstühlen sei im letzten Jahr neu besetzt worden. Die Studentenzahl an den deutschen Universitäten scheine den Höhepunkt erreicht zu haben. Im Sommer dieses Jahres fei bereits gegenüber dem Vorjahr ein R ü ck g a n g zu verzeichnen gewesen. Die Feier wurde von Musikvorträgen umrahmt. Ein strenger Winter? Zu der jetzt häufig gestellten Frage nach dem Verlauf des kommenden Winters tellt die„Wirt- ichaftlicke Zentralstelle der Oesfentlichen Wetterdienststellen" mit: In diesen Tagen gehen durch die Presie wieder einmal Meldungen, daß„nach Ansicht der Meten- rologen" mit einem besonders strengen Winter zu rechnen sei. Es muß davor gewarnt werden, solche Vorherjagen ernst zu nehmen und sich etwa >n wirtschaftlichen Dispositionen danach zu ricksten. Die Bemerkung„nach Ansicht der Meteorologen" oder ähnliche Beifügungen sind irreführend. da der Amtliche Wetterdienst ebenso wie andere meteorologische Behörden mit solchen Vorhersagen Nicht? zu tun haben. Es handelt sich dabei um dilettantische Auslassungen von Außenstehenden. Da es nach dem heutigen Stande der Forschung Sicht möglich i st, mit einiger Sicherheit langfristige Vorhersagen aufzu« st e l l e n, sehen alle meteorologischen Dienststellen von solchen Veröffentlichungen ab, obgleich selbstverständlich unentwegt an dem Problem der Langfristvorhersagen gearbeitet wird. Diese Fest- stellung ist erneut notwendig, da infolge der er- wähnten irreführenden Angaben bei Fehlvorher- jagen stets die Meteorologen zu Unrecht ange- griffen werden. Die drückende Berliner Miele Vom �eulzau in die Stadtrandsiedlung U eberall flackern in Berlin Mieter streike auf. Wenn man diesen Aktionen auch nur mit gebotener Reseroc gegenüberstehen kann, dann sind diese Streiks doch immerhin ein Symptom für die Not der großstädtischen Mieter. Bei stän- dig sinkenden Löhnen bedeutet die pünktliche Zah- hing der überhöhten Mieten eine außerordentliche Zumutung, der meist nur unter größten Ent- behrungen nachgekommen werden kann. So haben bei einer Baugenossenschaft in der Nähe Berlins. die bisher 44 Wohnungen erbaut hat, zum 1. Ok- tober 19 Mieter ihre Wohnungen ge» kündigt. Davon handelt es sich in 13 F ä l- l e n um Erwerbslose, die in die neu er- richteten Stadtrandsiedlungen ziehen. Die Aus- ziehenden zahlten bei ihrer Genossenschaft für eine Zweiziimnerwohnung 36 M. Miete: in der Stadtrandsiedlung aber werden sie 21 M. sparen, denn dort betragen die monatlichen Lasten nur zirka 13 M. So rechnet die Zeitschrist„Bauen, Siedeln, Wohnen"(Nerlagsgesellsckzast des ADGB.) noch mit einer Zunahme dieser Abwan- derung von der komfortablen Neubauwohnung in die bescheidene Randsiedlung. Es liegen neuerdings auch verläßliche Erhebun- gen darüber vor, wie hoch der Anteil der Mieten am Gesamteinkommen der Mieter ist. Nach einer Umfrage bei den Mietern der Deutschen Schiffs- zimmerer-Genossenschaft in Hamburg, die 1494 Wohnugen besitzt, beträgt die Miete bei iden Boll- beschäftigten in Altbauten bis zu 2 7 Proz. ihres Einkommens, bei den Kurz- arbeiternschonbiszu34Proz., bei den Erwerbslosen gar 65 Proz. und bei den Sozialrentnern sogar 117 Proz., bei diesen armen Mietern ist also die Miete höher als ihre Rente. In den Neubauten oiefer Ge- nossenschaft liegen die Verhältnisse ähnlich: hier müssen eine Reihe von Erwerbslosen 75 Proz. ihrer Unterstützung auswenden, nur um die Woh- nung zu halten. Das heißt auf gut Deutsch ge- sagt: sie müssen hungern. Oder sie müssen woh! oder übel den Rückweg in die als überwunden erhoffte Mietkafernc antreten. Dann gibt es noch ein weiteres Beispiel für die Zuspitzung der Verhältnisse am deutschen Woh- nungsmarkt. Die gemeinnützigen Baugenossen- schalten führen lauseno eine Statistik über die Mietrückstände und Mietausfälle, die sie zu tragen haben. So hotten 137 berichtende Betriebe bei rund 48 009 Wohnungen bis jetzt nind 1099 Woh- nungen leerstehen und lost 1999 weitere Wohnun- gen sind gekündigt. Am 31. Juli betrug der Mietrück st and dieser Genossenschaf- ten rund 880 999 M. und die M i e t a u s- fälle betrugen in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli 1932 nicht weniger als 314 900 M. Es wird berichtet, daß sich diese Ausfälle, die zu einem erheblichen Teil uneinbringlich sind, in letzter Zeit sprunghast erhöht haben, wozu nock insolg« der Ungewißheit der wirtschaftlichen Ent- wicklung die Vernüetungsschwierigkeiten kommen. Berlins Finanznvt Nieder steigende Wohlfahrtslasten Die finanzielle Lage der Stadt Berlin hat sich im cause des Monats September infolge der erneut erhöhten wohlfahrtslosten, des zum Ovar- talstermin besonders großen Sapitaldienstes und Herbftblüten in Potsdam Der ParkvonSanssouciist eine Farben- sinfonie in Orange und Altgold. Vom.zarten Gelbrosa über sattleuchtendes Orangerot bis zum tiefen Braungelb sind olle Farbenregister ver- treten: es ist ein buntes Leuchten zwischen dem Gezweig der dichtbelaubten Bäume, denen ein de- sonders milder, fonnendurchwärrnter Spätherbst fast noch nichts von ihrem Blätterkleid geraubt hat. In den großen Gewächshaus enn pulst das Leben. Da ein Riesenhain taufender farbenpräch- ttger, üppig blühenoer Chrysanthemen in weiß, schwefelgelb, zartroja, leuchtendrot und mehrfarbig, dort ein rotes Blütenmeer von Alpenveilchen mit den tiefgrünen Klecksen ihres üppigen Blattwerkes. Aber alle Liebe und Phantasie des Beschauers gehört doch immer wieder den tropischen Gewächsen. Voll Bewun- derung steht man vor den mystischen Blütenfor- men der O r ch i d e e n:. das filigranhafte Blüten- merk der zartlilafarbenen Brasto Eattleya Mo- ronae, die leuchtend- gelbe Blüte der schlanken Oncidium varicosum Rogersii, die. gelbbraune Odontoglossum grande und wie sie olle heißen Was zeigen sie für erlesene, phantastisch« Formen, wie eigenartig schön ist ihre Färbung. Das pflanzliche Raubtier des Urwalves, die fleifch sresfende, kannenförmig gewachsene Nepenthes, in deren tiefem Blütenkelch dos verirrte Insekt auf Nimmerwiedersehen verschwindet, flößt beinahe Schrecken ein, der sich noch steigert, als der Führer eine der Blütenkannen zeigt, in der ein minziger Todeskandidat seinem letzten Stündlein entgegen- zittert. Schön sind auch die verschiedenen bunt- sorbigen Blattpflanzen, unter ihnen besonders die Croton und die Cordylinen. Sic sind in leuchten- dem Braunrot gestreift, gesprenkelt, eigenartig auch in der Blattform. Lieblich die schneeige, DER EISERNEN FRONT SoMdoty, 16. OUtokec 193Z vormittags 9,30 Uhr, im Etablissement„Clou", Mauerstraße 82. Thema: „Was haben wir jetzt zu tun?" Referent: Anton Reißnor, MdR.— Einlaß nur gegen die an die Organisationen herausgegebenen Eintrittskarten. der Verminderung des Sfeueyelnganges weiter verschlechtert. Die ungedeckte Mehrausgabe des lausenden Haushalts, die am 31. August 15,9 Millionen Mark betrug, ist bis zum 39. Septembex nahezu auf das Doppelte gestiegen, nämlich um I3>s Mil- lionen Mark auf 31,1 Apioneii Mark. Unter Berücksichtigung der Fehlbeträge der Vorjaiire und der nicht durch Anleihen gedeckten Ausgabe« des außerordentlichen Haushalts der Vorjahre fehlten daher nach dem Stande vom 39. Septem- der rund 117,6 Millionen Mark Deckungsmittel, dos sind l6,2 Millionen Mark mehr als am Ende des Vormonats. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen ist weiterhin gestiegen. Sic betrug Ende August 316133. Ende September 326863 Personen. Die vom Reich vorgeschriebene Aenderung der Zähl- Methoden ändert nichts daran, daß die Stadt auch solche Erwerbslose, die nach den neuerdings vom Reich vorgeschriebenen Grundsätzen für die Ver- tcilung der Rcichshilfe nicht als„Wohlfahrts- erwerbslose" gelten, weiterhin zu unterstützen ge- zwungen ist. Die Belastung der Stadt durch Wohlsahrtserwerbslose in der bisherigen Begriffs- bestimmung hat sich daher in dem einen Monat nicht nur ermäßigt, sondern um mehr als 3 Proz. erhöht. Gleichzeitig sind ober die E t e u e r e i n- nahmen im Monat September, einem der steuerfchmächsten Monate des Jahres überhaupt. mit 24,7 Millionen Mark so niedrig gewesen wie in keinem Monat seit dem Juni 1930. Eine Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung ist für die nächste Woche nicht vorgesehen. starkduftende Eucharis amazonica. der grellrote. Clerodendron und die glühendrote Columnea fpendens. Lachssarbene und tiefrote Begonien, seltene Farne, Usambaraveilchen und üppig- wuchernde Palmen vervollständigen das schöne Blütenbild. Die Gewächshäuser sind vom 15. bis 39. Oktober täglich von 19 bis 16 Uhr geöffnet. lEintrltt 59 Pst, Kinder 25 Pf.) Diphtheriegefahr Kinder gestorben— Schulschließung Zu den Diphtherieerkrankungen in der 2. Volksschule in Köpenick teilt uns das .Hauptgesundheitsamt mit: Es sind seit dem 19. September d. I. in sechs Klassen der 2. Volksschule insgesamt 15 Erkrankun- gen an Diphtherie vorgekommen, davon 14 bis zum 27. September. Die hauptsächlich befallene Klasie wurde daraufhin bis zu den Oktoberserien geschlossen. Während der Schulferien sind zwei der erkrankten Kinder an Diphtherie ver- starben und eine neue Erkrankung ist zur Mel- dung gekommen. Außerdem ist in einer anderen Schule aus dem gleichen Wohnbezirk ein Knabe an Diphtherie verstorben. Als diese Nach- richten bei Wiedereröffnung der Schule am 13. Oktober vorlagen, hat man aus Vorsichts- gründen die 2. Volksschule auf acht Tage ge- schlössen, um mit besonderer Sorgfalt alle Mög- lichkeiten der Seuchenabwehr zur Durchführung bringen zu können. Opfer der Straße In der B i s m a r ck st r a h e in Charlottenburg wurde gestern nachmittag ein S6jähriger arbeits- und wohnungsloser Otto Schulze von einem Auto überfahren und schwer verletzt. Sch. war auf dem Fahrdamm plötzlich zusammengebrochen und der Führer eines herankommenden Autos vermochte nicht mehr rechtzeitig zu bremsen. Der Verunglillckte wurde ins Westend-Krankenhaus ge- bracht, wo er einige Stunden nach seiner Aus- nähme st a r b.— In der Stubenrauch- straße in Johannisthal verunglückt« der .Hauptwachtmeister Sonntag aus der Jnnftraße in Neukölln auf der Fahrt zu seiner Dienststelle. Der Schupobeamte geriet mit seinem Fahrrod unter ein Prioatauto. Schwerverletzt wurde er ins Buckower Krankenhaus übergeführt. Unlall des brasilianischen Gesandten In der Tiergarten st raße stießen gestern nachmittag drei Autodroschken zusammen. Zwei Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Bei dem Unfall wurde der Insasse der einen Droschke, der brasilianisch« Gesandte Guerra-Duval aus der Tiergartenstrahe 4e, mit dem Kopf durch die Scheibe geschleudert. Der Gesandte erlitt schwere Schnittverletzungen am Kops. Er fand im Elisabeth-Krankenhaus Ausnahme. Erhöhte Bürgersteuerl Verfügung des Oberbürgermeisters Nachdem die Skadtverordnetenver- s a m m l u n g die Erhebung der Bürgersteuer mit 509 Prozent des tandessahes für da, Zahr 1333 abgelehnt hat. hat nunmehr der O b e-r- bürgermeister als Verwaltungsorgan der Stadtgemeinde Berlin die Erhöhung der Bürger- steuer aus 500 Prozent verfügt. Der Ober- Präsident wird diesem Beschluß schon in den nächsten Tagen Rechtskraft geben. Der Amokläufer stellt stch Hagen, 15. Oktober. ver Toter der furchtbaren Bluttat in Letmathe Karl Sommer hat sich im Lause der Nacht zum Sonnabend der Polizei in Hägen selbst gestelll. Da» Planetarium am Zoo zeigt vom 18. Ok- tober ab den Film„Ben Hur", der Millionen begeisterte, in Tonfassung. Dieser Film ist heute noch der größte, der jemals hergestellt wurde. Drei Jahre dauerte es, bis die Aufnahmen beendet wurden. 159 099 Menschen arbeiteten an dem Film. Casinotheater. Des großen Erfolges wegen ver- bleibt die Posse„Königin der Lust" noch einige Zeit auf dem Spielplan, so daß die nächste Pre- miere erst Anfang November stattfinden wird. 5e!t 4836 ssadr aerrv ustav ttfed F e daunlgar gsnssene fMsrn damig« Ware ertige Betten Fertige Inlette Steppdecken Oberbatt J.SO 10.35 12.00 18.75 Obarbett 3.85 6.40 10,75 15.20 S.90 Unt8rb«tt4.20 0.45 9.85 14,50 üntarbatt 2.85 5.25 7.95 134)0 icunjtj«iaenerD»nuit,Rijek»«ittO« Kisssn 1.80 8.20 8.75 6.00 Kisaan 14)5 1.76 AZ5 4.15 zi.r«w..«. bu tu a«» besten Qmütitu und ud«r« prtuiieu Daunen decken 6igene'Bettfedernfabrik und tyäfibem\ buatlg-Sabrikat| ___ tidenar Dtmist, RüetiÄiM Ueberlaken Oberbettbszug Orellhandtuch S�ijovmo. N4htd'<:hwnf; 33.90 gut-Unon, m. handger. feinfädiger Linon, um Halbleinen. «.130*250.. ....___.. prima Daunenaatln, Naht* Hohls-u-Lochsc.,� � Knöpfen. ak d4Q dichtung, la wei8c Daunen- a. 130X-M0..».SS AS�iae... föllunt. ca. 150 X MO... a®-50 I per Pfcf. otzv.. Monopol■Betifanungvn M. 2*° 3™ 6™ ®. 9.&5. Sit empf cliteit, die üluft-chmingsdsscheiui. aungen und die letzte Quittungslatte uuffujemaliten.— P. Ich. In Zhtem Falle können Li« die Privattlagc an- strengen. Bor Erhebung der Aloge müssen Sie«inen Zilbneterinin beim Schiedsmann des Scjirfs, in dem der Beschuldigte mahnt, beantragen,— P, V. 104. Uns nicht bekannt. Cm ZZublikumsweitbewerb aus d«r Dela. Für die Besucher der Dela am Funkturm ist ein neuarticier Publikumzwettdewerb ausgeschrieben worden, der in Verbindung mit den Freiballon- ausstiegen im Terrassengarten der Ausstellung vor sich gehen soll. Den jeweiligen Besuchern wird die Ausgabe gestelll, sosort nach dem«tart eines Freiballons zu bestimmen, wo voraussichtlich die Landung erfolgt. Für die zehn richtigen bzw. besten Lösungen stehen als Preise Rundflügc über Berlin zur Verfügung. Der nächste Freiballon- aufstieg auf der Dela erfolgt am heutigen Sonntag. Eine Großbäckerei Die A s ch i n g e r A.- G.. die in Berlin auch als Großproduzent von Brot und Backwaren eine Rolle spielt, hat ein neues Tafelbrot eingc- führt, das sich eine Woche frisch erhalten soll. Aus diesem Anlaß wurde die neue Großbäckerei Aschingers in der Saarbrücker «traße von einem großen Kreise Interessierter besichtigt. Im Jahre 1896 ist die Bäckerei in der Wallner- Theater- Straße 19 gewesen und zog dann, dem ständigen Bedürfnis nach Bergröße- runa Rechnung"tragend, nach der Sophien- straße 16. wo sie bis zum Jahre 1926 blieb. Seit- dem befindet sich die Großbäckerei im Zentral- betrieb der Afchinger A.-G. in der Saarbrücker Straße. Eine ähnliche Entwicklung hat auch der Konditoreibetrieb durchgemacht. Man konnte den gesamten Backprozeß verfolgen, wie er vom Mehl- boden über die mechanische Teigbereitung bis �um Mammut-Backofen verläuft, wie dann auf dem Wege durch den 36 Meter langen Ofenrourn aus den" geformten Teigklumpen die Brote werden. Wie diese Brote vom pfen automatisch in den Versandraum hinabwandern. wo sie beim Verpacken zum erstenmal von Menschenhand berührt werden. Auf diese Weise können in 24 Stunden bis 40 000 Brote fertiggestellt werden� Ebenso verläuft die Herstellung der Brötchen, Schrippen und Knüppel in den dafür gebauten Spezialöfen. Alles sauber und mustergültig, aber nur wenig Menschen dienen diesem Riesenbetrieb. Die Maschine hat die anderen vertrieben. Äigarettenparadies Räch der Zigarettenstoidt Dresden ging eine Exkursion von"26 Berliner B o l t» s chu l» l« h r e r n, die einer Einladung der Firma ch a u s Bergmann A.m Zentrum Berlins auf, die, wenn sie nicht den guten alten Stil der Geschäftshäuser des Zentrums trafen, babd wieder in dos Nichts versanken. Das Gute bleibt! Do? VerantwortungsbewitAtsein den Käufern gegenüber, der ehrliche Wille, sein 5)ous auf selsensester Grundlag« der Reellität zu führen. macht die Firma Teppich-Bursch wegen ihrer jähr- zehntelangen Arbeit, Qualitätswaren und nur Qualitätswaren zu führe», zum größten Spezial- Haus der Teppich-, Gardinen-, Möbelstossbranche. Die Firma Teppich-Bursch konnte von Erstüg zu Erfolg schreiten, konnte in immerwährender dauernder zäher Arbeit ihr Hans ständig ver- arößern, bis sie aus Grund ihres hervorragenden Dienstes am Kunden zum größten SpezialHaus wurde. Es ist gewiß ein stolzes Wort, wenn ein« Firma von sich sagen darf, daß sie auf Grund ihrer Leistungen zum größten Spezialhous ihrer Branche in Deutschland wurde. Berlin und seine Bürger konstatieren mit Stolz einen solchen vor- bildlichen Weg eines ihrer Geschäfte. Das unseren Lesern bestens bekannte TIlöbelhaus Biotiß hirfchowitz. Skalitzer Straße 25, veranstal- tet«in Preisausschreiben. 90 Preise im Werte von 2934 Mark gelangen zur Verteilung; jeher kann sich beteiligen! Verlangen Sie Bedingungen! r>ocrcSi-i- 1 932 zur Hochzeit sogt ein jeder: .die möbel, lieber schätz, die kaufen wir bei„seder* cm rosenthaler platz! da kaufen wir»auf raten" die roten sind bequem. wir heiraten„auf raten" noch dem kreditsystem." .teste Kl**"* .d bekommen y/enn' herein yfO S»' nig*te 33 Wllmersdorferstr. 108 von WERTHEIM Leipziger Str. Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz Leipziger Str., M-ttel-Lichthof Aluminium- A usstellung Außergewöhnlich billige Preise VormittagskSeid{ Elegantes Kleid reinwollener Mooskrepp mit moderner Schleifen- u. Knopfgarnierung 16.50 Flamenga-Wolle mit Kunstseide, heller Kragen, Durch- brucharbeit, bis Größe 50 26 m Eleg. Tanzkleid 31 M aus Flamisol, in Pastellfarben Jugend!. 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E 7 Weichsei 4031 T&gl. 5 u. 815 Sonntags 2, 5 u. 815 u. Heute Premiere: 2)ic ßolCaqicuviessin Operette in 3 Akten Musik von LEO FALL Wleder-Auftreten HEIDI EISLER- FRANZ HEIGL Rotier- Inszenierung •v.uh, CflSlflO- THEATER Lothringer Strafe 37, iiiiiiiiiniiiiiiiiiiiirtiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiii liiiiiimimmiiiiiiinnin Auch Sonntags naefam. 4 Uhr: Humor!" Stimmung! Man lacht Tränen über Direktor Hans Berg als Tante Julchen. Gutschein tür die Leser 1—4 Personen Faut 0.75 M., Sessel 1 25 M.. Park. 0.50 M Rose- Theater Orale rragttunii Slnle 13? Iii. Weidiu t I 3422 11,30 Uhi Tanz-Matinee 2.30 Uhr Banouenehre 6,30. 8.45 Uhi Der Hauptmann von Köpenick 5 c h ///er irolmaubtr. 70/71 1 SteinpL(C 1) 6715 Täglich 80» Uhr Robert und Bertram Posse mit Gesang und Tanz Alfrad Braun, Fritz Hirsch. Senta Söneland ufify /tfrrs WM 0 Uhr 13. Flora 3434. Rauoien erl. Bronett-Farailiß, Lord Ain, 7 Alfredos, Marianne& Roberts Mae Eigin, 6 Köhlers usw. Sonnabend und Sonntag auch 4 Uhr zu kleinen Preisen VOLKSBUHNE Theater am Bülowplatx 0 I, Norden 2944. Täglloli H Ihr Die Ratten Regie; Heinz Hilpert Käthe Dorsch, Eugen Klopfer. Otto W r nicke Siädi.Oper Charlottenburg Fraunhofer 0231 Sonntag, 16. Okt. 19 Uhr Turnus IV Siegfried Hartmann, Bindernagel, Rode, Gombert. G uttmann, Müller, Pfahl, Hedlund Dirigent: Ladwig €)••••••••• [— Theater am— Schiffbauerdamm D 2 Weidend. 9955 Täglich SVa Uhr .Kolonng Immergrün" Serl. Kom.v. HansBrennert mit Harald Paulsen Deutsches Theater Weidend. 5201. Letzte Tage! 8 Uhr Rose Bernd von Gerh.Hauptmann mit Paula Wessely Kammerspiele 8 Uhr Schultes Bühne Heiterer Ludwig- Thoma-Abend Die Brautschau Erster Klasse I Theater d. Westens| KantstraBe 9. Stelnpl. 5121 Preise: 1. Vorste'Iung: 30 k 1.50 t.d. teuersten Platz| 2. und 3. Vorstellung: 50» 2.50 .d.leiierstenP atz Heute letzter Sonntag 2V4, 5 und SV»! wochentags 41/-. u. 81/. PAG AN I MI i 0r g'na' Rot' er- nszen erun" WALLN tR- 1 HE A.TEK Täglidi S.1S„Mitschuldigen" „Satyros" von üoethe— Musik. Mozar Preise 0.50 bis 3.- M.— Sonnt 5 u. 8,is Uhi Vorveikauf täglich ab 10 Uhr HEUTE 1 UHR 30 RENNEN GRUNEWALD WINTERPREIS VERLOSUNGSRENNEN MODEVORFÜHRUNGEN Stettiner Sänger Reichshallen-Theater (Dönhoffplatz) � Dir. iMeysel. Dir. Meysel. Täpl 8.15 Uhr, Sonntags \\\ 3�0 Uhr(ermäßigte Pr./ Das neue Programm mit der Posse ,yUncl abends wird getanzt" Hdauisiii Berlins i- Theater im-s EAdmiralspaiaslI I Täglich 8U Uhr 1 Gitta A l P a r Katharina XÄ verschenken Zäune\€ für nachstehende Parzell n Xr: 1270, 1271, 1272. 1273, 1274, 1275. 1276. I-77 a. 1278 a.l289a.\ OL Trotzdem 860.- bszw. 929.- in bar noch: oil.9.50 bezw.lO.-monatl. Gross-Sled 1 u n g: Neueßhagen-Süd (eine Station hinter Hoppegarten) EleUtr. Licht. Wasser, fertige Strassen \ur 25 Min. Fahrzeit, 20 Pfg. 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Die mangelnde Kaufkraft kann nicht durch Lohndrückern behoben werden, so wenig der Export durch Abschließung vom Auslands- markt gehoben werden kann. Wir erwarten, daß die Ermächtigung zu Lohnkürzungen aufgehoben, der Eingriff in Tarifverträge rückgängig gemacht und so der Tariffrieden wiederhergestellt wird, der für die„Friedenspslicht" der Gewerkschaften die Voraussetzung bildet. Praktisch ist der auch theoretisch preisgegebene Lohnteil der Ver- ordnung so gut wie erledigt und so- weit es noch notwendig werden sollte, werden die Arbeiter der einzelnen Betriebe nachhelfen, falls deren Inhaber versuchen, sie damit zu„be- glücken". Begreiflich ist, daß die Regierung sich von ihrer Verordnung einen weit größeren und rascheren Erfolg versprochen hat als er sich jetzt gezeigt hat. Die Schlichter registrieren sorgsam jede ihnen ge- meldete Neueinstellung, ohne in jedem einzelnen Falle sofort nachprüfen zu können, ob es sich um tatsächliche Neueinstellung handelt, oder nur um eine saisonmäßige oder gar fingierte Einstellung von Arbeitskrästen. Eine ganze Reihe von Saisonbetrieben hat die günstige Gelegenheit benützt, um mit einer mög- lichst großen Zahl von Neueinstellungcn, die zum größten Teil später erfolgen sollen, zu renom- mieren, um sich eine kostenlose und wirksame Re- klame zu sichern. Die Reicksbslm mußte mindestens versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Sie hat zunächst 52 000 Bahn- Unterhaltungsarbeiter entlassen. Plötzlich, wie auf Kommando, marschierte eine Reichs- bahndirektion nach der anderen mit Meldungen über Neuein ftellungen auf, allerdings mit der Einschränkung, daß es sich nur um eine Beschäftigung für die Dauer van etwa zwei Monaten handle. Das bedeutet, daß rund 2 4 000 von den entlassenen Arbeitern noch eine Galgenfrist von zwei Monaten bekommen, bevor sie endgültig entlassen werden. Und nur durch die Solidarität der noch beschäftigten Bahnunterhaltungsarbeiter, die i n jeder Woche eine Feierschicht auf sich genommen haben und damit eine freiwillige Lohn- kürzung, ist es gelungen, 6000 Arbeitern während der Wintermonate die Beschäftigungsgelegenheit zu sichern. Die„n e u e i n g e st e l l t e n" Arbeiter für zwei Monate Beschäftigung sind nur noch als Zeitarbeiter eingestellt worden, mit der Verpflichtung, sich in spätestens drei Monaten widerstandslos abhalftern zu lassen. Auf die t a- riflichen Arbeitsbedingungen haben sie keinen Anspruch. Von den 170 Millionen Mark, die der Reichs- bahnverwaltung aus der ihr erlassenen Verkehrs- steuer zufließen, werden nur 5,9 Millionen Mark für Gleiserneuerungsarbeiten aufgewandt. So sieht die„N e u e i n st e l l u n g" und Arbeits- erhaltung bei dem größten deutschen Unternehmen, bei der Reichsbahngesellschaft aus. Welcher H u m b u g mit Neueinstellungsmel- düngen getrieben wird, zeigen folgende Beispiele. Aus 6er 8cliu!iio6ll8trie wird uns vom Zentralverband der Schuhmacher mitgeteilt: Täglich werden von der bürgerlichen Presse Mitteilungen veröffentlicht, wonach in dieser oder jener Fabrik auf Grund der Papen-Notverord- nung Neuein st ellungen von Arbeits- k r ä f t e n erfolgt sind. Unter anderem sollen auch insbesondere in der Schuhindustrie eine große Anzahl Arbeiter seit Derkündung der Notverordnung eingestellt worden sein. Wir sind nun einigen dieser Meldungen nachgegangen und haben folgendes festgestellt: Von der Firma.steh in Erfurt wurde ge- meldet, daß sie 100 Arbeitskräfte«inge- stellt habe. Nach unseren Feststellungen hat sie aber nur 28 Neu ein st ellungen vorge- nommen, darunter 13 Jugendliche. Die Finna hat aber ihre Stanzmesserabteilung still- gelegt, wodurch 25 Arbeiter entlassen wurden. Die Arbeitszeit beirägt 45 Stunden. Die Finna st o f m a n n u. S t e n g e r in Erfurt soll ebenfalls 100 Arbeiter einge- stellt haben: in Wirklichkeit wurden aber nur 17 Neuein st ellungen vorgenommen, darunter 14 Jugendliche: die Arbeitszeit bc- trägt nach wie vor 32 Stunden. Die Firma C e r f u. B i e I s ch o w s k i in Erfurt soll beabsichtigen, 150 Neuein st el- l u n g e n vorzunehmen: davon ist niemandem etwas bekannt. Diese Firma, die zur Zeit 220 Beschäftigte aufweist, arbeitet schon lange Zeit stark verkürzt, gegenwärtig beträgt die Arbeits- zeit 30 Stunden. Die Firma Paul stofmann in Stadt- i l m soll— so wurde berichtet— 80 N e u« i n- st e l l u n g e>, vorgenommen haben: in Wirklich- keit wurden in letzter Zeit nur fünf Per- s o n e n eingestellt. stier konnte einmal festgestellt werden, daß in diesen vier Schuhfabriken, die angeblich 480 Neueinstellungen auf Grund der Notverordnung vorgenommen hätten, nur 50 Neueinstellungen erfolgt sind und daß in einem dieser Betriebe 25 Arbeiter ent- lassen wurden, so daß eine Vermehrung der Arbeilerzahl um nur 25 erfolgle. Dabei muß aber noch festgestellt werden, daß ein Teil dieser Einstellungen Ersatz für früher entlassene oder krank gewordene Arbeiter darstellt. So sieht die Wirklichkeit aus! Wir wissen nicht, wer diese Falschmeldungen geflissentlich in die Welt setzt und wer hieran ein Interesse hat. Wenn unsere Informationen richtig sind, zeichnet als Verantwortlicher für diese Meldun- gen aus Thüringen das„Thüringer Korrespondenz- büro", eine Unterabteilung des WTB. Wir wollen kein Wort der Kritik gegenüber solchen Falschmeldungen verlieren, sondern lediglich die Tatsachen feststellen und der Oeffentlichkeit das Urteil überlassen. Die Schuhindustrie ist nicht die einzige, in der weit mehr Humbug mit derartigen Einstellungs- Meldungen getrieben wird als Neueinstellungen erfolgen. Aus 6er 8ülhvsremn6ustrie wird uns folgendes mitgeteilt: Die Arbeitgeber der Schokoladen- und Zucker» warenindustrie hatten bisher stets die Auffassung vertreten, daß ihre Betriebe Saisonbetriebe seien, da eine saisonmäßige Belebung gegen Ostern und Weihnachten mit Mehrarbeit und Ein- ftellungen von Arbeitskräften einsetzte. Nach der Statistik der Ortsgruppe Berlin des Verbandes der Nahrungsmittel- und Getränkearberter schwankt die Kurve der Beschäftigtenzifser der Berliner Betriebe folgendermaßen: Es wurden beschäftigt: in Betrieben Arbeitnehmer Die Jahre 1931 und 1932 sind gekennzeichnet durch umfangreiche Kurzarbeit. Die sogen. Saisonzeiten sind abgekürzt, be- ginnen und enden in den einzelnen Betrieben ver- schieden. Auch kamen seit 1931 in fast allen Be- trieben schon in der Saisonarbeit Kurzarbeit von 40 Stunden vor. Die Ein- stellungszisser von Aushilfskräften sinkt ständig. 1932 hört die Kurzarbeit von 24 bis 40 Stunden die Woche überhaupt nicht mehr auf. Im Juni 1932 wurden in 86 Betrieben nur 4870 Beschäftigte, darunter viel Kurzarbeiter, gezählt. Heute, nach Erlaß der Notverordnung, kämpfen die Unternehmer der Schokoladen- und Zucker- Warenbetriebe mit allen Mitteln dagegen an, mit Rücksicht auf die Verordnung als Saison» betriebe betrachtet zu werden. In den Tages- zeitungen erscheinen Berichte über Neueinstellun- gen von Arbeitskräften, die ausdrücklich besagen, daß diese Einstellungen„auf Grund der Notver- __•••-■ j.-4 Wei I wir jederzeit für die Güte der bei uns gekauften Waren einstehen, weil das Publikum weiß,daß es bei uns zu den billigsten Preisen nur hochwertige aualitdtswaren erhält, deshalb sind wir das größte Speziolhaus Deutschlands terTeppicMardinenJlkMöbelsloffe etc. geworden! - Ahr. im Seenerischott»- hon»,(Zngclafec 24-35(Großer Saal) firmeinsame BrandieB'Versanunlanil der Medten.ker, Optiker,(Jbemedter, eieber und Eldtcrinnen and„Strom- * CTzengende Industrie" Tagesordnung: L Um was gehl es der Reatlionk Referent: Kollege Haas« oom Haupivorstand, Z. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch lein ffulriit. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kol iegiunen. an dieser Pecsammiung Uilzn nehmen Vertranensminner• Vorbesprcdinng an I Uhr Im gleldten Saal. Aditmuil AAimull Engere Verwaltung! Die Sitzung der Engeren Perwaiiung findet am Montag, dem 17. Ottoter Igbll, bereits nrn 4 Ahr nachm. ftolt. vte Orleverwattnng. plSnaerversletLerung Die tn den Monaten Zanuor, Febniar. März Igst oersetzlen Pfänder lommen. ioweti ste nicht erneuert worden find, zur Peifteigerung: «ei Abteilung II.«lififfer Str. 74. vom Montag, dem 7. November 1632, ad d Uhr. in der Reihenioig«! tahrräder ulw,, Kleider, elzwert. Wäsche. Bei Abteilung I. Iägerstraße 84. vom Montag, dem 14. Ziovemder 1932, ad 8 Uhr, in der Reihenfolge i Juwelen, Sold- und Eilbersachen. Kristall. Fahrräder, Segeniiände der Optit, Kleider, Pelzwerk, Wöiche, FUr verfallene Pfänder, welche erst nach dem Auklionodeginn erneuert oder eingelöst werden, muß bestimmungsgemäß Aultionsgedllhr berechnet werden. Slnatlldi«» Leihaini- svr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme heim Hinscheiden unseres lieben vünte? hierbnrch allen unseren sagen Dank Erich Schicke and Fraa. — Große Trauring-f abrik«n Behannlmadiung. Die Versteigerung der in den Monaten Nov.. Dez. 162t und Jon. 1622 oerietzien und nicht eln-elöften Pfänder innerHaid der Psand- Nummern 42 522 bis 47222 ui d 786U2 bis 81347 findet Donnerstag, ben 27. Ol tober 1932, ootm.9 Uhr, lilr wasche, «leiberpsSnb-rusiu.unbZteitaij.ben 28. Ottober 1932, norm. 9 Uhr, für ffiolo- u. wertlachen im Raihause Berlin. Neukölln gegen lo orrige Barzahlung stall. Der etwa verbleibende Be-Iaussuberlchuß kann vom 7, Nov.>622 ab gegen Rinigabe des Diandichelnes IN Emplang genommen werden. Die binnen Iahresirist nicht abgehobenen B» nage werden dem Wahisahnsamt üdtrwiesen. Betlln-Aeutölln, den 6. Oktober 1622. Städtisches lelhamt In Berlin-Neukölln. veikaufl direkt an Private fugenlose Tranrinde garantiert massiv, vollkar&tig I Ring 333 gestemp. nur 4.4» bis 7.4« Mk. 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Oktober, 13' i Uhr, in den Kammersälen, CW., Telrower Straße.— Alle Heimabende fallen aus. Abteilungsleiter! Reicht das November-Programm ein. Rechnet, soweit noch nicht geschehen, die Plaketten vom Antikriegsjugcndtag ab. Heute, Sonntag: Norden: 18 Uhr Putbusser Str. 23.— FaUplatz I: Fahrt findet nicht statt.— Nordost>: Heimabend, 18 Uhr, Danziger Str. 62, B. 3.— Kottbusser Tor: Urbanstr. 167, 17 Uhr, Volkstanzabend.— Britz: Bunter Abend.~ Lichtenberg. Rord: Gunterstr. 44 Leseabend.— Tegel: Schöneberger Str. 3, 19�- Uhr, Lese- und Ping-Pong-Abend.— Köpenicker Viertel: Fahrt. 7 Uhr, Rorer Treff. 53 Pf.— Humboldthain: Besuch der Dela, 11 Uhr, Rote Allee. — 19'/, Uhr Heimabend, Koloniestraße.— Schönhauser Vorstadt: 19 Uhr Heimabend, Schönfließcr Str. 7. Werbebezirk Osten: 18 Uhr Heimabend, Litauer Str. 18. _-i_ JU 1 l»»1 i C. I J *' Werbebezirk Lichtenberg: Filmveranstaltung im„Kosmos", Lück. i i i straße 73.„Kameradschaft", Junger Chor. Beginn IL Uhr. Eintritt W M 33 Pf.— Karten sind an der Kasse zu haben. Werbebezirk Reinickendorf: Iüngercn-Kursus, Jugendherberge Lehnitz. Re- ferat des Gen. Artur Reichardt über„Die Geschichte der Arbeiterjugend- bewegung". Beginn 13 Uhr. Morgen, Montag, 20 Uhr: Hansa: Bochumer Str. 8h,„Gleichberechtigung der Frau".— Moabit I: Waldenserstraße 23,„Volkslied— Schlager— Songs".— Moabit II: Bremer Straße 70, Spielabend.— Sportpalast: Genthiner Str. 17, Ping.Pong. und Brettspielabend.— Schitzerpark: Turiner Ecke Seestvaße,„Erziehungsfragen". -Arnswalder Platz ll: Schönlanker Str. 11, B. 6, Heimabend.— Falkplätz I: Sonnenburger Str. 23, 13-Minuten-Referate.— Falkplatz II: Sonnenburger Straße 23, Offene Singstunde.— Humannplatz: Gleimstr. 35, Glaßbrenncr- Abend.— Nordosten H: Danziger Str. 52, lO-Minuten-Referate.— Schönhauser Vorstadt: Sonnenburger Str. 23, Oesterreichische Dichtung.— Friedrichs- Hain: Diestelmeyerstr. 5/6, Antikriegsabend.— Reichenberger Viertel: Grün- auer Garten, Grünauer Str. 14, Ausspacheabend mit den Eltern und Partei- genossen. Treffpunkt der Mitglieder Uhr.— Köpenicker Viertele Probe 19 Uhr, lSewerksck)aftshaus.— Luisenstadt: Wassertorstr. 4,„Querschnitt durch die Arbeiterliteratur". 1.— Baumschulcnweq: Ernststr. 16,„Wehrhaftigkeit der Jugend".— Johannistal: Rathaus, Heimabend.— Friedrichsfelde: Gunter- straße 44, Heimabend. � Karlshorst- Treskowallee 44, Schulungskursus.— Freie Scholle: Egidnstr. 9 part., Lichtbilder.— Pankow tRF.): Kissingenstr. 48, Mitgliederversammlung.— Eickkamp: 17 Uhr, SSO?., Rosinenstraße. Werbebezirk Osten: 23—22 Uhr Turnen, Turnhalle Friedenstraße. �-1 II II I I M II I 1 II I 1� ri Werbebezirk Tempelhof: Werbeveranstaltung, 19'/- Uhr, bei Stechert, I W Bahnhof Mariendorf. Spielgemeinschaft„Drei Pfeile". Musik, An- || spräche. � Ii Werbebezirk Prenzlauer Berg: Dienstag, 13 Uhr, Zusammenkunft der Pio- niergruppe, Schönlanker Str. 11, B. 6. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Gkschäftsstell«: Berlin C- 14. Sebastionstr 87—88, Hot 2 Tr Prenzlauer Ber»(Ortsverein). Dienstag, 18. Oktober, Kamerad- schaftsversammlungen in den bekannte» Lokalen. Tagesordnung: Bericht von der Krriskonferenz und der Generalversammlung.— Friedrichshain. Dienstag, 18. Oktober, Kameradschaft Stralau, 20 Uhr Kameradschaktsver» sammlung bei Wertalla, Hohenlohestr. 8.— Portrupp. Mittwoch, 19. Oktober, 19�4 Uhr, Kugendheim Ebertqstr. 12.— Wilmersdorf> Ortsverein). Turnabende wieder regelmäßig jeden Montag von 20 bis 22 Uhr untere Turnhalle der Volksschule in der Sieselerstraße. Zungba und Säiufo haben zu erscheinen. Dienstag, 18. Oktober, 19 Uhr, Viktoriagarte», Saalschutz. Mittwoch, 19. Ok» tober, 20 Uhr, im kleinen Saal des Vlktoriagartens, Wilhelmsaue 114—115, Mitgliederversammlung. Referent: Kamerad Lemmer. Mitgliedsbücher mit» bringen.— Schöneberg-Friedeuau. Kameradschaft Friedenau. Die am ver» gangenen Sonnabend ausgefallene Kameradschaftsversammlung findet am Mon» tag, dem 17. Oktober, 20� Uhr. im Verkehrslokal statt. Kameradschaft Rollen» dorf. Dienstag, 18. Oktober, 20>,.4 Uhr, Kameradschaftsversammlung bei Kaulitz, Kpffhäuserstr. 8, Ecke Frankenstraße. Referent: Kamerad Dr. Otto Friedländer. Thema: Die kommenden Reichstaaswahlen. Pflichtveranstaltung.— Reukölln. Britz. 1. Kameradschaft, 3. Zug. Montag, 17. Oktober, 20 Uhr, Mitgliederver» sammlung im Lokal Wolf, Kaiser-Friedrich.Str. 178. Referent. Kamerad Böhme. — Treptow(Kameradschaft). Iungba. Montag, 17. Oktober, 20 Uhr, Heim Elsenstr. 3, Aussprache Uber unsere Werbung.— Bohnsdorf-Srunau(Iungba). Dienstag, 18. Oktober, 20 Uhr, Zusammenkunft im Jugendheim Wachtelstr. 1. — Weißensee(Iungba). Jeden Mittwoch, 20—22 Uhr, Heimabend im Jugend- heim Pistoriusstr. 24.— Wintersportabteilung. Montag, 17. Oktober, 20 Uhr, in Landrds Weißbierstuben, Neue Friedrichstr. 38a, Jahreshauptversammlung. — Tiergarte». II. Kameradschaft. Montag, 17. Oktober, 20 Uhr, Mitglieder- Versammlung bei Röstel, Putlitzstr. 10. Referent: Kamerad Stieglitz. Buch- kontrolle.— Tempelhos(Ortsverein). Dienstag, 18. Oktober, 20 Uhr, Orts. Vereinsversammlung bei Ma»Li. Bericht von der Kaugeneralversammlung. Sprachelub„The English Speakers". Dienstag, 18. Oktober, 21 Uhr, im Nordwest-Castno, N»W. 8?, Alt-Moabit 55(nahe Gotzkowskybrllcke). Englisch« Vorträge und Diskussion. Gäste willkommen. Deutsche Liga für Menschenrechte, Ortsgruppe Mitte. Dienstag, 18. Ol- toder, Himburgs Bierhaus, Charlottenstr. 81(Ecke Zimmerstraße), spricht um 26 Uhr Dr. Hanns Erich Kaminski über das Thema: ,, Aktion gegen die Papen- Notverordnung". Im Caf« des Westens, Kurfürstendamm 24(Blaues Zimmer), spricht um 20(4 Uhr der bekannte Historiker, Professor Arthur Rosenberg, über das Thema:„Die politischen und sozialen Kräfte im heutigen Deutschland". Gäste können zu beiden Vorträgen eingeführt werden. Republikanisch« Rednerpereinigung. Montag, 20 Uhr, Vortragsabend mit Diskussion im„Alten Askanier", Anhalter Etr. 11. Es spricht Karlwalter Hilger über:„Führerpersönlichkeiten". Gäste willkommen. Polizei-Sportvereiu Berlin«. V., Abteilung Einheitskurzschrist. Regel. mäßige Uebungsabende an allen Wochentagen außer Sonnabends von 19'„ bis 21% Uhr im Polizeischulgebäude, Hannoversche Str. 28—80, 2. Stock, Z. 10. Anfänger», Fortbildungs» und Redeschriftkurse. Auch für Zivile. Auskunft er- teilt E. Zwickert, Neukölln, Pannierstr. 18. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 11 Uhr, Pappelallee 15, Bortrag de» Herrn Prof. Dr. A. Rosenberg: Marx und Feuerbach. Gäste willkommen. Landsmannschaft der Schleswig-Holsteiner zu Berlin. Geschäftsstelle: S. 14, Prinzenstr. 61. Sonntag, 16. Oktober, im Dresdener Garten(großer Saal und Schleswig-Holsteiner Diel«), Dresdener Str. 45, Herbstvergnügen und 6. Stif- tungsfest der Iugendgruppe. Tanz, Tombola, Borträge, humoristische Unter- Haltung. Anfang 17 Uhr. Eintritt inkl. Tanz und Steuer nur 50 Pf. Lands- leute, Plattdeutsche, Gäste— Damen und Herren— sind sehr willkommen, „Vorwärts"-Leser kauft In den Geschäften, die im„Vorwärts" inserieren. Dort werdet Ihr gern gesehenl DRITTE BEILAGE SONNTAG, 16. OKT. 1932 Was ist„Kulturbolschewismus"? Dsr rigorose Abbau in den Gemeindeetats Als Herr von Papen in seiner ersten Re- gierungserklärung dem deutschen Aolke sein Pro- gramm des„Klassenkampfes von oden" entwickelte, da kündigte er zugleich jeglichem„Kultur- bolschewismus" den Kampf an. Was mit diesem bösartigen Schlagwort gemeint war, wissen wir: alle Errungenschaften einer dreizehn- jährigen Entwicklung, die gegen das Treiben re- aktionärer Dunkelmänner im öffentlichen Leben, im Schul- und Bildungswesen, in der Wohlfahrts- und Jugendpflege durchgesetzt waren; alle Maß- nahmen, die bezweckten, die noch vorhandenen Privilegien zu beseitigen und das ganze Volk aller Kulturgüter teilhaftig werden zu lassen — all das bedroht angeblich die deutsche Kultur. Jetzt sind die reaktionären Dunkelmänner hervor- getreten und suchen die deutschen Philister mit dem Popanz„Kulturbolschewismus" zu schrecken und für den Kampf gegen alles Fort- schrittliche zu gewinnen. Aber es gibt in Deutschland tatsächlich Erschei» nungen, die nicht anders als Tatbestände eines Kulturzusammenbruches zu werten sind. Wie will man von Kultur, von hoher Entwicklung gesellschaftlichen Lebens sprechen, wenn Millionen von Volksgenckssen jähre- lang faulenzen müssen, wenn sie ihre Lebens- Haltung Stufe um Stufe einschränken und schließ- lich auf alle Kulturgüter verzichten müssen. nur um das nackte Leben fristen zu können? Wo ist da Kultur, wenn den Stellen, die für die Be- seitigung der Wohnungsnot, der Elendsquartiere zu sorgen haben, keine Mittel zur Verfügung stehen? Ist es nicht schlimmster Kulturniedergang, wenn die Schülerzahl der einzelnen Klassen er- höht, die Lehrerzahl mit aller Gewalt vermindert wird, wenn Schulspeisungen und Schülerwande- rungen eingestellt werden, so daß der Gesund- h e i t s z u st a n d der Schulkinder sich rapide ver- schlechtert, wenn Stadttheater geschloffen oder auf seichten Amüsierbetrieb umgestellt, Orchester auf- gelöst werden? Das alles ist in der Tat ein Niederbruch der Kultur oder, wenn nian dies Schlagwort dafür gebrauchen will, K u l t u r b o l sch e w i s- miu.s.. T)as alles ist nichts weiter als eine Seite des kapitalistischen Wirt- schaftssystems, eine Folge der kapi- talistischen Krise, in Deutschland wie in allen anderen kapital! st i- schen Ländern. Aller Klassenkampf, der Kamps zwischen Ka- pilal und Arbeil geht um das Maß der Beteiligung an den Kulturgütern. Nie darf man vergessen, daß der Kapitalismus seinem Wesen nach kulturfeindlich ist, da er nur aus Renlabilität, aus Vermehrung des Kapitals gerichtet ist und gerichtet sein kann, da alle Kulluransprüche der arbeilenden Massen für ihn kosten, eine Belastung der Wirtschaft>>> k-verordnetenfrattian mit Vilrgerdepntierten im Rathaus, Zimmer 137. Die Mitglieder der Grund. ittlckzdeputation treffen sich bereiis um IS Uiir. 17. flceis. 20 Uhr Sißung der A«i:.-Ort»gruppe Lichtenberg bei Tempel, Gudrunsirasie. In Zukunft ieden z. Montag im Monat Sißnng, IS. Krei». IS'/, Uhr Iraktionssitzuna mit den Zsirgerdcputierten und Abteilune-leitern im Rathau» Pankow, großer Sißungssaal. IS. Abt. Zusammenkunft isingerer Parteimitglieder bei Lenz. Demminer Straße S. Referent Dr. I. Schlesinger. 37. Abt. Alle Bedürftigen, die in sozialen!?ragcn beeaien sein wollen, wenden (ich an den fflenoffen Krause. Zochhannstroßc 12. Beratung und Schrift» laße sind kostenlos. 8. Kreis. Zucammenkunfr sämtlicher Ädleilungsmitglreder der Zeitung». kommifsion im Parteiheim, Echloßstr. 27. 14. Abt. Zusammenkunft iüngerer Parteimilgtieder bei Lauriisen. Puibuiser Straße II. Referent I. P. Maner.„Vorwärts" ist mitzubringen. 10. Abt. Außerordentliche Mitgiiederverfammlung in der Säiulaul» der Bolen Scliule. Gotcnburger Straße.„Unser Kampf für dir Rechte der Ardeiter. klage." Referent Mar Brinißer. Reuwahl de» Ablrilungsleiter». 02. Abt. Dienstag Besprechung des Abteilungsvorsiandes mit Bezirksführer und Kassierer bei Bolff, Kaiser-Zriedrich.-Straße 178. 108. Abt. 18 Uhr Ausgabr der Handzettel für die Verse M,„ ersammlung am 21. Oktober zur allgemeinen Perbreituna im Parteiheim, Schloßstraße 27, Wir bitten olle Verteiler, die Zettel abzuholen. Keine Kolonnenvcrteilnng. Mittwoch. 19. Oktober. Abt. Zusammenkunft iüngerer Parteimitglieder bei Kukendäch, Perleberger Straße. Referent Kart Döbler. Abt. Di« Mitgliederversammlung findet nicht am Mittwoch, sondern erst am isreitag in der Beusielstraß? 82 statt. Ab». Mirgliederversammlnng in den„Arminius-Hallcn". Bremer Straße. ..Der Angriff auf die Gewerkschaften." Referent Mar llrich. Abt. 20 Uhr Zusammenkunft iüngerer Parteimitglieder bei Kroll. Utrechier Straß« 2l.„Inhalt und Bedeutung des sozialistischen Aktionsprogramms." Referent Marcel Komendzinfki. Abt. Mitgliederversammlung in den„Schönhauser Fesisäten". Schonhauier Allee 120...Innen- und Außenpolitik der icßigen Regierung." Referent Dr. Otto Suhr. Abt. Zusammenkunft jüngerer Prtcimitglieder bei Ewald. Skalißer vtr. 120. „Kampf um die Verfassung— Demokratie oder ZaschidMiis?". Abt. Die Zulammenkunft iüngerer Parteimitglieder fällt aus Abi Schwerhörige. Miigliederversammluna im Jugendheim, LlNdONltr. 4. „Die SPD. im Kampf gegen die Reaktion." Referent A. Hofmann, Abt. 20 Uhr Mitgliedervcrlammlung im„Reuen Ratskeller".„Wehrfrage und Partei." Referent Dr. Kurt Löwenstein, M, d. R Abt. Bezirk Kaielhorst. 20 Uhr Bezirksversgmmlung im Lokal Sock«„Zum alten Erer"). Sartenielber Straße. Bericht vom Bczirksvarteitag. Referent Gustav Gruse. Parteiangelegenheiten. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im„Waldhaus". Spandauer Straße. Referent-Willi Schneider Abt. 18' 1 Uhr Aorftandssißung bei Gürlich: anichll-ßend 20 Uhr Funktionär. sißung auch der Blockableute und Unterkaffisrer. Abt. 20 Uhr bei öchelloase. S-eqltß. Avornttraße 15». Mitgliederv-riamm. lung.„Der 8. November— der Tag der Abrechnung." Referent Erich Kuttner, M. d. L Abt. 20 Uhr Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Düben. Fulda Ecke Weserlttaßr.„Das Kommuniftische Manifest b. Abend. Sch!uß- detrachtung. Leitung Dr. Marimilion Lange. 101. Adt. 8. Bezirfs.Zobladcnd bei Man,. Kiethotzftraße 21. Bericht vom Bezirkspartoitag.. �.... >02. Abt. AIA-Koi. 20 Ufir Zulammenkunft iüngerer Parteimitglieber im ..Tivoli". Reue Krugaklee. Rei'rent ifelir Zligg. 108. und 188.1 Abt. 15 Uhr Zufammenkunf! erwerbsloser Porteiinitglicder auf dem Turnpla« Eiche.„Wie diskutiere ich mit meinem politischen Gegner?" Referent Paul Bcrnitciu. >81. Abt. 20 Uhr im Iuoendbeim Lindensttaße 47 Zusammenkunft iüngerer -Parteimitglieder.„Der drobenbe Verfassungsbruch." Referent Paul Bern- 188. Stn1- Mitgliederversammlung im„Schüßenhaus", Residenzsir. 1.„Rot- Verordnung Paren und die Stellung der Gewerkschaften." Referent Bern. bard Goring. Die Bezirksführer laden zu dieser Versammlung ein. �»ci, Mitglieder müssen erscheinen. Alle Donnerstag. 20. Oktober. 3. Ätci». Kufattimen fünfte erwerbsloser Parteimilglieder an folgenden Stellen: tö Ubr im Heim Willdenowstraße 5...Wie disfutiere ick mit �meinem Gegner über DemOkratie und Diktatur?" Referent Dr. Salomon Sckwarz. !>> Uhr im Jugendheim Putbusser Straße 25.„Innenpolitische Informa- tionen." Referent Gottlied Reese. 5. Kreis. 20 Übe Feierstunde für die erwerbslosen Parteimitglieder. Ein- lrittskarten werden am Dienstag ausgegeben. Arauenveranstaltungen. L. 5. 11. 15. 20. 1. 23. 31. 54. 56. 58. 78. 78. 8l. SS. 99. 100. Kreil. Montag. 17. Oktober, 20 Uhr, bei Lausch, Brebowitraße 84.„Unsere Stellung zur Wabl." Kreis. Montag.!7. Oktober, Zortseßung des Schulungskurses im Keim Tifsiter Straß- 1/5, Rcferentin Hertha Gotthrlf. Kreis, Moptag,!7, Oktober. 20 Uhr, bei Will. Martin.Lüibrr.Stvaße 00, wichttg- Besprechung der AbteilUngsleiterinnen und Agitattonsfunkno. »ärivnen. Kreis. Mittwoch, l!>, Oktober. 20 Uhr. Kabarettabeud,„Ein Etreifzug durch die Gege!>wart, voller Ernst und Ironie", ausgestaltet von der„Roten Rotte". Eintritt 80-Pf. Um rege Beteiligung wird gebeten. Kreis. Montag. 17. Oktober. 20 Uhr, im Jugendheim Tegel. Schäneberger Siraße 8, Funttionärinnenzufammenkunft.„Unser fozialistischcs Äktians» Programm." Reierenrin Krida Gladofch. Abt. Mittwoch, 10, Oktober, bei Klcment, Sopdicnftraße 8,„Erziehung cicgen den Krieg." Referent wird am Dienslaq bekanntgegeben, Abt. Montag, 17. Oktober, bei Seinße, Barfus- Ecke Dlasgower Straße. „Sozialifttfches Aktiousvrogronim." Referent Gottlieb Reese. Abt. Montag. 17. Oktober, 20 Uhr, bei Goidichmidt. Stolpische Straße 86. „Neugestaltung Groß.Keriins." Referenlin Ella Kay. Abt. Mittwoch, Iii Oktober, fällt der Zrauenabcnd aus. Wir beteiligen uns ov der ötienilichei, Berfammlung im„Türkischen Zelt", Abt, Mittwoch, 10. Otioder. beteilige» wir UNS an der öffentliche» Ber- sammluttg im„Tlirkisäicn Zelt". Abt. Mittwoch, I!'. Ollober. 28 Uhr, im„Ranke-Kaus", Rankestraße 4. „Dill Hitler Sozialismus?" Referentln Käthe Kern, Adt. Unser Zrouenabend findet von jeßt ab regelmäßig jeden vierten Montag statt. Abt, Montag. 17. Oktober. 20 Uhr. bei Hochgeschsirz. Mühlenstraßc 0.„Wie diskutiere ich iml meinem Gegner?" Die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft wird am Franenabend beianiitgcgeben. Abt. Mittwoch, 18. Oktober, 26 Uhr, bei Reimann, Eedansttaße 17. Referent Genosse Alex. Abt. Mittwoäi, 10. Oktober, 20 Uhr. bei Klabe, Handjerysttaße 60/61. „Droht ein»euer Krieg?" Referent Genosse Silber, Abt. Zu unserer Besichtigung am Donnerstag, 26. Oktober, treffen sich die vorgemerktc» Genossinnen am Brißcr Rathaus, Chausseeftraße, um 18'/- Uhr. Abt. Buckow. Donnerstag, 26. Oktober, 20 Uhr. bei Dietrich, Dorfftraße 1. „Kampfbereit für Lifte 2!" Referent Hon» Marc. Abt. Dienstag, 18, Oktober, bei Ruppert, Neutöllner Straße 250.„Ernstes und Heiteres," Referent Hans Fuhrmann. 10«, Abt Die R-siGt-quvg-er neuen-Giile in Rummeliburg Rnb»» o« ■ Dienätaa. O»el5-r, 17 Uhr. statt. Zst.'r-ret>-'>-:>>»'im 1" Ubr c-. Bnbnboi Köpenick Mntmoäv ,0. Oktooer beie'I'gen wir uns an bf »e-b-'eransialtung de» Bezirks Kcvenick-ö.ard im Lokal..Rabenhor». Treffpunkt«m 18'- Uhr am Bahnbof»hpcntck. INN IN. Abt. Mittwoch Ii». Oktober. 20 Unr. he, Heimann, Dailersdorfer wir. im. „Kampfbereit für Lifte 2!" Rcserentin Gertrud Kanna. M. d. L. tI7. jlti. Dienstag. I* Oktober bei Brunn. Tllrrichmidtstraße 40,„Kam»' dereit für Liste 2!" Refercntin Dora Bergas.„ 120. Abi. Mittwoch. 10. Oktober.'20 Uhr. bei Tempe! Prinzenallee In.„Ab. rüftung nicht Aufrüstung!" Referent ikriedri» Elchlepp.� 121. Abt. Mittwoch. 10. Oktober,•» Uhr, de, Kroger, Donkoff. Ecke Iunle ötraße.„Auswirkung der Paven.Nowerardi'Ung out die-Mi gekündheit." Rekerentin Dr. Zrida v 122a 124. 1243 128, 120. 135. 136. 138. A-N. 3-11 Ufc.UU, LO. UNU-'UC-,-1«1,»,„»n �■ nfl, U Dpciuctf 1 S:«. Abt. Monlag, 17. Oktober, bei Anders, Baiiithofstraßc„Kamptbereit lür Liste 2!" Rcicrentin Gertrud Hanno. M- d. L.->0�°Ä.°ie?�20 Uhr, in der Baracke Lindau.« Straß« im�bekanmer ZtÄ'e. Kampfbereit für Afte- 2!" Referenttn Martha Lehmann, Bezirksausschuß für Arbeiterwohlsahri. M Achtung! Kreisleite». Kreislciterianen! Ab Montag, Ii Oktober, r stehen in der Geschäftsstelle der Awo. Berlin, Lindenstr, 8, 2. Sof � ■;■! Treppen, Lose für die diesjährige Lotterie zur Permgung. Um so- forrige Bestellung bzw. Abholung mit Werbematerial wird gebeten, � 4«reis, Prenzlauer»erg. Dienstag, 18. Oktober, findet im Altersheim, Danziger Straße 82, um 10', Uhr eine wichtige Helsersttzuirg sto'.:. 6 kreis. Kreuzberg. Dienstag, 18. Oktober, 20 Uhr. ber Kruger, Grimm ftraßi' 1, Sißung des erweiterten Kreisausschusses mit dem engeren Kreis- vorstand der Partei.. 14 Abt. Dienstag, 18. Ollober, ber ssttcß, swmemünder Straße 17, um 20 Uhr Sißung der Helfer der Arbeiterwohlfahrt__ 15. Abt.. Wedding. Montag, 17, Oktober, 20 Uhr, bei Lenz, Demminer Straß? 10. Sißung der Helfer der Arbeiterwohlfahrt. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groh-Verlin. M Morgen, Montag, 17 Uhr, Dorstand-stßung in der«cschäftsstelle. ss Baftelkurfns im Heim Horckftr. 11. Beginn 19l4 Uhe. " Mitte. Montag 17. Oktober. Helferstßung im Sugendheim EH!-» ...... Die Karten für die Ausstellung müssen bis Mon- oerden. �, rgartc». Abt. August Bebel, Dienstag wichtige Berfammlung aller Jung, und Roten?-lkcn im Heim Waldenferftraße. Mittwoch ebenfalls alle Restfalken.- Dienstag ist für Kinokartenb-ftellung der lerste Tag. Prenzlauer«erg. Abt. Freiheit und Hermann Müller. Heute. IS« Uhr. Bahnhof Schönhauser Allee, Treffen zur Beteiligung zum Kretsfalk-nnachmttta, im Altersheim. Montag, 20 Uhr, Jugendheim Glcimfir. 83—35 Abend der Roten Falken mit der 5-23. Thema: Reichstagsstßung:„Die Zwickelverord. nung".— Am Dienstag iür die Abt, Freiheit: Turnen, für die Abt..ver- mann Müller: Baden.— Donnerstag, 17U7 Uhr, Sonnenburger Straße, F-lien- ratsstßung mit den Obleuten der Wohnbezirke,. Sreuzberg. Heute spielt der Kasper in der Schule Relchenberaer Str. 69..0. Beginn 17 Uhr. Bringt alle eure Freunde mit. Alle Falken, die den kleinen Häwelmann spielen, kommen ebenfalls,. Kreis Renkölla. Der Abmarsch zum Falientag in der Großsiedlung Briß ist heute, Sonntag, I8V; Uhr, vom Hohenzollernplatz. Alle erscheinen in Falken- ileidung, Instrumente und Sportgeräte mitbringen. Bei Regenwetter sind wir im Seim Kanner Straße, Iungsalkenhelfer, Morgen, Montag, 18 Uhr, im«reisheim wichtige Arbeitsbesprechung. Sternwarte. Nichtverkaufte Karten müssen svätestens am Mittwoch um 18 Uhr im Kreisheim abgegeben werden. Rcnkölln. Falientag de» Kreises Reukölln in der Siedlung Briß. Treffen aller Gruppen l»la Uhr am Buschkrug. Aus dem Programm: Lustiges Allerlei, sprechchor usw. 13% Uhr Kaffeepause. Ende gegen ISU Uhr. Köpenick. Helferstßung Montag, 17. Oktober, Heim Dahlwißer Straße, kleines Zimmer, Hoheafchönhausc». 17—10 Uhr Spielen im Keim Dingelstädler Straße. Do«. »erstag iälli der Heimabend wegen Perlegung des Heimes aus. 12. Kreis Sieglitz. Adt. Albrcchtstraßc. Jugendheim Albrechtstr. 47, Dienz. tag, 17 Uhr, Falkenvollversammlung.— Abt, Friefenstraßc, Schule Friesen. siraße. Mittwoch. 17 Uhr. Singenachmittag.— Abt. Lichterfelde, Oberreal. schule, Ringstr. 3. Rote Falken. Mittwoch. 17 Uhr, Fallenvollversammlung, Iungfalken, Freitag, 17 Uhr, Volkstänze,— Abt. Lankwitz. Schule Schulstraße, 17 Uhr. Dienstag Rotfalkenvollverfammlung, Freitag Iungfalkenoollversamm- lung. Neue Kinder immer willkommen. Eierbetafel der Groß«Berliner Partei-Organisation 31. Abt, Genosse Wilhelm Hentschel, erst kürzlich von der 37. Abt. zu. gezogen, ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Einäscherung Montag. 17. Oktober, 17'/- Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße, 37. Abt. Unser lieber Genosse Wilhelm Hentschel, früher wohnhaft Ebeling. straße 7, ist am 13. Oktober verstorben, Ueber 85 Jahre hat er der Partei argehört. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, dem 17, Oktober, 17'/- Uhr, im Krematorium, Derichtstr, 37/88, statt. Uin recht rege Beteiligung wird gebeten. 81. Abt. Der Genosse Leopold Horatfchek, Bornstr. 12, ist am 16. Oktober infolge Gehirnschlag gestorben, Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, dem 17. Oktober, 16i� Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt. Rege Beteiligung wirb erwartet, Kostenloser'Unter'ricIrt beim Kauf einer IINDCAR- Nähmaschine Erleichterte Bezugsbedingungen! NIEDERLAGEN: Berlin SO 16, Engelufer 31 Berlin SW 68, Alte Jakobsfr. 148 ZumVerlcauf kommen die allerbesten bekanntesten Qualitätswaren, Der ' Verkauf f gehl weiter Montag 9 Uhr LEIPZIGER- ECKE MARKGRAFEN-STRASSE i2| UM. VOH UMS Pit steht auf.„Ich selbst habe nichts— das weißt du ja— aber ich— will— zu meinem Vater gehen— vor vier Iahren habe ich ihn zuletzt gesehen..." „Donnerwetter, Pit— das— würdest— du— tun?" „Na, wenn du Geld brauchst— brauchst du's eben— und wenn du's richtig findest, Leuten zu Helsen, dann wird's wohl schon richtig so sein." Pit greift nach seinem Hut —„wart' hier aus mich— in spätestens einer Stunde bin ich wieder zurück." Schon hört man seine Absätze eilig die steile Holz- treppe hinunterklappern. Gilgi denkt nichts und tut nichts, fallt auf Pits Bett und schläft ein. „Wach' auf, Gilgi— verdammt nochmal — wach' doch auf!" „Pit— du?" Gilgi reibt sich die Augen. „Ich habe furchtbaren Hunger— wie spät ist es?" „Fünf Uhr glaub' ich." Gott, Martin, was wird Martin denken— ich muß nach Hause — ja. was wollt ihr denn nur...„Hast du das Geld, Pit???" „Ich war zu Haus— mein Vater war nicht da— hält einen Vortrag in Frankfurt. Da bin ich zu einem Freund... „Hast du das Geld?" ..Nein— bis morgen mittag vielleicht..." „Das ist zu spät— Herrgott, jetzt ist keine Zeit mehr zu verlieren. Was kennen wir denn noch für kapitalkräftige Leute. Pit?" Gilgi überlegt. Zu den Krons gehen? Un- möglich. Sie würden mir ja das Geld viel- leicht geben— aber wann? Uebermorgen oder nächste Woche. Die gehören ja zu den Leuten, die jedes Dreimarkstück erst„flüssig machen" müssen. Den Pelzmantel versetzen? Bekäme man doch sicher nicht genug. Und auch sonst täte man's nicht. Ist doch von Martin, der Mantel— und Martin darf mit der ganzen Geschichte nicht das geringste zu tun haben.„Halt— ich weiß... tschö Pit..." Gilgi saust die Treppen hinunter. Kaiser-Wilhelm-Ring. Greif.— Gilgi klin- gelt. Das standesbewußte Mädchen öffnet. „Frau Greif da?" „Gnädige Frau sind jetzt nicht zu sprechen." Das werden wir ja mal sehn— Gilgi schiebt sich an dem verblüfften Mädchen vor- bei zur Tür hinein— setzt sich auf den kleinen Korbsessel in der Diele— sieht auf ihre Arm- banduhr--„Eine halbe Stunde warte ich hier— bis dahin hat Frau Greif zu sprechen zu sein." Das Mädchen verschwindet— kommt eine Minute später wieder:„Gnädige Frau lassen um ihren Namen bitten— und was sie wünschen?" „Das sage ich Ihnen nicht. Sagen Sie Frau Greif nur, ich wartete— sie möchte sich beeilen." Das Mädchen kommt plötzlich näher— sieht Gilgi neugierig und unsicher vertraulich an—„Sind Sie-- sind Sie vielleicht die Braut vom Herrn Longin?" „Ob ich was bin?" �„Ach, ich dachte, Sie sind-- aber wenn Sie's nicht sind— ich will nichts gesagt haben dann..." „Vielleicht bin ich's", meint Gilgi und macht ein geheimnisvolles Gesicht. Kann ja sein, daß man als Braut vom Herrn Longin die Dame Greif eher zu sprechen bekommt. Die Miene des Mädchens drückt satte Befrie- digung und Eingeweihtsein aus. Es öffnet halb den Mund— will anscheinend etwas sagen— klappt dann aber mit sichtbarer Selbstüberwindung den Mund wieder zu und entfernt sich. Gilgi sitzt und wartet. Wartet auf eine wildfremde Dame, von der sie fünfhundert Mark haben will. Außerdem ist diese fremde Dame ihre Mutter. Das ist merkwürdig. Viel merkwürdiger aber ist ihre tiefe, nicht zu er- schütternde Gleichgültigkeit für diesen Be griff. Ist doch nicht normal— von Rechts wegen müßte sie doch aufgeregt sein... nichts zu machen— man ist nicht" aufgeregt. Ob das denn wirtlich so was Wichtiges ist: Mutter! Ja, und wenn man überhaupt etwas für diese unbekannte Mutter empfindet— dann eine unerklärliche, aber nicht wegzu- leugnende Abneigung. Gleich werd' ich sie sehn— das Herz bieibt ruhig. Hans und Hertha— sie muß mir Geld geben— das Herz schlägt schneller. Martin— was wird Martin denken, wo ich bin— da? Herz setzt sekundenlang aus, und Gilgi wünscht, ohn- mächtig zu werden. Fiebernde Ungeduld packt sie plötzlich. Fünf Minuten hat sie gewartet und glaubt, daß Stunden vergangen sind. Das Geld— Martin— kleine Kinder— Gefängnis— und Martin wird warten. Und Gilgi kommt's vor, als wenn sie ein nie wieder gutzumachendes Verbrechen an Martin beginge. Die kleinen Kinder— was gehn sie mich an! Der Hans kommt ins Ge- fängnis— soll er doch. Martin wartet— ich werd' erklären müssen— er wird nicht verstehn— warum sitze ich hier? Heute sollt' ich beim Arzt sein. Das Kind— vielleicht wird es so unordentliche schwarze Haare haben wie Martin und so dunkle Augen mit silbernen Lichtern— ich möcbte gern so ein Kind— Martin, mein Liebling— Geld, fünfhundert Mark— ach, da ist es wieder, das ganze Durcheinander. Ich kann nicht mehr- Martin wartet--- Ach, ich habe nichts gemerkt, daß ich aufge- standen bin. Was tue ich-- ich gehe— zur Tür— Martin-- nein dach— ich muß Geld haben. Ist doch nicht wichtig— doch, ist wichtig. Eben war doch noch alles klar— da wollte ich was— jetzt doch auch... Preisausschreiben 400 RM. Bargeld und wertvolle Preise Der große Erfolg, den der jetzt im„Vorwärts" und in zahlreichen anderen sozialdemokratischen Zeitungen erscheinende Roman von Irmgard Keun „Gilgi, eine von uns" unter den weiblichen Angestellten gefunden hat, veranlaßt den„Vorwärts", ein besonderes Preisausschreiben für seine Leserinnen zu veranstalten. Alle weiblichen Angestellten, die den„Vorwärts" lesen, haben das Recht der Teilnahme an dem Wettbewerb, insbesondere alle Stenotypistinnen, Büroangestellten, Verkäuferinnen. Auch neu eintretende Abonnentinnen können sich an dem Preisausschreiben beteiligen. Der bisher erschienene Teil des Romans wird ihnen auf Ersuchen kostenlos nachgeliefert. Verlangt werden für den Wettbewerb kleine literarische Beiträge, Niederschriften und knappe Skizzen, deren Thema frei gewählt werden kann. Ein Lebensabriß, ein Eürotag, eine besonders typische oder bedeutsame Szene aus Leben und Beruf, und auch Erlebnisse außerhalb des Arbeitsbereichs sollen kurz geschildert werden. Glaubt jemand ein besonders abenteuerliches oder die Not der Zeit kennzeichnendes Lebensschicksal hinter sich zu haben— das gilt besonders für die zahlreichen Opfer der Wirtschaftskrise—, so ist auch dessen Beschreibung willkommen Xiste der ausgeseiften{Preise: 1. 1 Barpreis 350 RM. 2. 1 Modernes Original N o r a- R a d i o- Empfangsgerät, Wert 265 RM 3. 1 M e r c e d e s■ Kleinschreibmaschine, Wert 240 RM. 4. 1 L i n d c a r- Damenfahrrad, Wert 66 RM. 5. 1 Sparbuch der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten A.-G mit einer Einlage von 50 RM. Ferner zehn Preise im Werte von 5 bis 35 RM. Bedingungen für die Beteiligung: 1. Die Manuskripte sollen nur einseitig beschrieben, mindestens drei und höchstens fünf Schreibmaschinenseiten lang sein. 2. Allen Einsendungen ist die Abonnementsquittung des„Vorwärts" und ferner ein für die Rücksendung bestimmter Freiumschlag beizufügen. 3. Die Einsendungen müssen bis zum 1. Dezember 1932 beim Verlag „Vorwärts", SW 68, Lindenstr. 3, eingegangen und mit dem deutlichen Kennwort„Gilgi" versehen sein. 4 Der„Vorwärts" behält sich das Recht vor, die mit den ersten drei Preisen ausgezeichneten Arbeiten, ohne besonderes Honorar, zu veröffentlichen, ebenso"ändere Arbeiten zu dem üblichen Honorar. Das alleinige Nachdrucksrecht an der mit dem ersten Preis ausgezeichneten Arbeit geht auf die Paramount Film A.-G. über, deren Tonfilm„Eine von uns" nach dem Roman von Irmgard Keun in den nächsten Wochen herauskommt. 5. Angestellten des Verlages und der Redaktion des„Vorwärts" ist eine Beteiligung am Wettbewerb nicht gestattet.— Der„Vorwärts" übernimmt keine Gewähr für etwa verloren gegangene Einsendungen. Bas{Preisgericht: Irmgard Keun, die Verfasserin des Romans„Gilgi, Eine von uns". Theodor Glocke, Verleger. E. G. Techow, Pressechef der Paramount Film A.-G. Te ein Vertreter aus Redaktion und Verlag des„V o r w ä r t S". Die Entscheidungen der Preisrichter sind endgültig und erfolgen unter Ausschluß des Rechtsweges. Das Preisgericht kann auch Arbeiten auszeichnen, die nicht allen Bedingungen des Wettbewerbs entsprechen. Der„Vorwärts" behält sich Erweiterungen der ausgesetzten Preise vor. Gilgi beißt sich ins Handgelenk— immer weher muß es tun, immer weher— fooo— und nun weiß man wieder, wss man will. Wo ist die Frau? Was macht sie solange? Stundenlang wart' ich— ein Blick auf die Armbanduhr: ganze sechs— sieben Minuten warte ich. Warum kommt sie nicht? Ich habe eine Wut suf diese Frau. Fällt mir gar nicht ein, mich da wieder wie ein Idiot in das lächerliche Korbstühlchen zu setzen. Gilgi geht ins nächstliegende Zimmer. Eine böse und unsympathische Wohnung. So fette beabsich- tigte Eleganz— so geschwollen. Lächerlich — dieser protzige Schreibtisch mit der obli- Säten Lederntappe und so'nem albernen rokodil aus Metall. Martin ist mal von einem richtigen Krokodil gebissen worden— in Columbien. Ob ich die Narbe wohl tausendmal oder zehntausendmal geküßt habe? Das ist sehr wichtig zu wissen. Sicher habe ich sie nicht oft genug geküßt. Martin, mein Liebling, wenn wir doch soviel Geld hätten wie ungeküßte Küsse! Geld! Ich muß Geld haben. Wenn ich jetzt irgendwo Geld sehe oder etwas, das Wert hat. dann klaue ich es und gehe damit fort— dann brauche ich nicht mehr zu warten und kann zu Martin. Eingehend mustert Gilgi Bilder und Einrichtungsgegenstände auf ihren Wert hin. Ist alles nicht das Richtige— Klubsessel kann man ja schließlich nicht gut forttragen. Mal ins nächste Zimmer gehn. Gilgi wandert von Zimmer zu Zimmer, finster entschlossen, zu nehmen, was zu nehmen lohnt. Das stinkt alles nach Geld— aber den Wert von Vasen und Bildern und kleinen Skulpturen kann man ja nicht beurteilen— mit solchem Zeugs kann man schwer reinfallen. Und den Flügel kann man leider nicht fortschaffen und das Büfett auch nicht. Wieder eine verschlossene Tür— Gilgi hört Stimmen, bleibt stehen und horcht— ohne ein Spur von schlechtem Gewissen.(Fortsetzung folgt.) yorick: QeklaiUe Arlillerie (Betreuet Mitmeitsch, im Hauptberuf Unterfoit, im Nebenberuf Kinobesucher, vernimm es mit Staunen: Die Panther-Film-A.-G. klagt gegen die Tobis« Klnngfilm-A.-G. Und weshalb? Tja. schwierige Geschichte. Also die Panther- Film-A.-G. Hai den Kriegsfilm„Douaumont" gedreht. Darin kommt viel Artilleriefetter vor. das die Panther-Film-A.-G. unter schweren Kosten ner- anstaltet und ausgenommen hat. Hieraus hat die Tobis-Kiangsilm-A.-G. ihrerseits auch einen Kriegssilm gedreht und auch Artillerieseuer benötigt. Und da ist die Tobis-Klangfilm°A..G. hin- gegangen und hat, so behauptet wenigstens die Panther-Film-?l.-E., das Artillerieseuer aus dem „Douaumont"-Film meuchlings geklaut. Na ja, an sich durchaus verständlich. Artillerie- seuer ist Artilleriefeuer, wer nicht gerade getroffen wird, merkt keinen Unterschied, und geteilte Kosten sind halbe Kosten, und gar keine Kosten sind höchstens Gerichtskoften, und einigen wird man sich schon, und ein Panther hackt dem anHeren kein Auge aus. Aber lieber Mitbürger: die Wei- tt Hingen, ich bitte Sic, die Weiterungen...? Sehn Sie, wozu dreht man denn Filme mit Artilleriefeuer? Doch wohl, von einigen Ausnahmen abgesehen, um Sie mit einwandfrei künst- lerischen Mitteln auf die kommende Wirklichkeit vorzubereiten, nicht wahr? Man will Sie doch darauf hinweisen, daß in der Weltgeschichte nun mal mit Kriegen zu rechnen ist, nicht wahr? Und. wie wird mir denn da: gesetzt den Fall. es gibt den Krieg— und die Artillerie der einen Seite schießt nach bestem ballistischem Wissen und Gewissen—- und mit einem Male geht einer von der anderen Seite hin und klaut einem einjach das schöne eigene Artillerieseuer...? Sagen Sie nichts dawider: vor Gott und der Technik ist kein Ding unmöglich. Bitte schön: wo bleiben da die läuternden Wirkungen des Stahlbades? Und vor allem: wenn die Geschichte bloß drüben in Frank- reich nicht publik wird! Man wird ja Angst kriegen, daß die Boches, geführt von ihren Ton- filmgenerälen, dem bedrohten Frankreich die ganze schöne Aufrüstung klauen...? Kinder, Kinder, das geht doch nicht! Her, StockeHzefa!-- im Toirwnd kifidtrltidi» die Bedienung, di® Vor- FROOS�/ *öae unseres loutsprecher- Netz• Empföngers. I Y einschl. Rohren trennschorfe Empfon ipfongsonloae boutem, voll- Oreistufiae, kür Wecnselstrom mit eint---- fönendem Lautsprcdier und Sperrkreis zu» Ausschaltung von Störsendern. 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Da diese Krankheit, so banal sie ist, außerordentlich lästig und überdies durchaus nicht immer ungefährlich ist, so ist eine neue, verblüffend einfache und wirksame Behandlungsart, wie Dr. E. B ü f e sie angibt, der sogenannte„Kalkstoß", sehr zu begrüßen. Dieser Kalkstoß besteht darin, daß man bei den allerersten Anzeichen des Quälgeistes Schnupfen sofort eine recht große Anzahl Kalk- tabletten in irgendeiner der üblichen im Handel befindlichen Formen zu sich nimmt, und zwar empfiehlt Dr. Bllfe, morgens, mittags und abends je fünf Tabletten zu nehmen. In den seltensten Fällen soll es nötig sein, die Behandlung noch einen zweiten Tag fortzusetzen, da meist schon im Verlaus des ersten Tages ein überraschender Er- folg eintreten soll, der dadurch zu erklären ist, daß der Kalk die Gefäßwände abdichtet, ent- zündungswidrig wirkt und so die Absonderung des Schleimes aufhebt.(Ein anderes sehr wirksames Mittel zur Bekämpfung des Schnupfens sind übrigens die bekannten Guttajod-Pillen nach dem Rezept des Professors Bier.) Das mutmaßlich älteste haus Deutschlands be- findet sich in Winkel am Rhein, in der Nähe von Rüdesheim: es wird von einem Arbeiter bewohnt. Erbaut wurde es im Jahre 847, und zwar von dem Abt Rabonus Maurus, der hier feine letzten Lebensjahre verlebte. Sctmtmgräber mieten ein Wlillionäre in der Zisiriifle Der Tanz um das Goldene Kalb„Privatbesitz" ist auch im Zeitalter des Flugzeugs und des Radios wild und abenteuerlich. In unserer nüch- ternen Gegenwart spielt sich, jetzt 1932, eine un- erhörte Tragödie der Schatzgräber ab, ebenso phantastisch und entsetzlich wie die der Goldsucher des vorigen Jahrhunderts. Dies ist in kurzen Worten die Geschichte der Schatzgräber unserer Tage, der Schatzgröber mit Flugzeug, Fallschirm, Radio und Maschinengewehr: Zwei Amerikaner, Geologen und Ingenieure, die bereits vergeblich die ganze Welt abgesucht hatten, vermuteten nach eingehenden Studien unbekannte Schätze in den Eiswüsten Kanadas. Wie aber sollten sie dies ungeheure Gebiet mit seinen riesigen Wäldern, mit seinen meerähnlichen Seen und seinen sturmdurchtobten,«isstarrenden Wüsten geologisch und mit Erfolg nach Boden- schätzen durchforschen? Sie taten es, Kinder des 29. Jahrhunderts, mit Hilfe des Flugzeugs! In schnellem Flug führte sie die Luftmaschine von einem Ort zum anderen, über alle Hemmnisse dichter Wälder, wilder Gebirge, öder Wüsten und endloser Seen hinweg. Wo die aufmerksame Beobachtung dem Fachmann eine Möglichkeit an- deutete, ging das Flugzeug zu genauerer Unter- suchung nieder. Oder der Forscher sprang, wenn ein geeigneter Landeplatz sehlte, im Fallschirm ab und wanderte nach erfolgter Kleinarbeit zum nächstbesten Landeplatz. Auf diese Weise haben die beiden Geologen in wenigen Sommermonaten den Norden Ka- nadas erforscht und eine Arbeitsleistung vollbracht, die sonst unter fürchterlichsten Anstrengungen ein Menschenleben dauern würde. Und sie sind vom Glück begünstigt gewesen! Sie haben zwischen dem Nördlichen Eismeer und dem Großen Bären- see, also schon im Bereich des Polargebietes, ge- waltige Lager von Pechblende entdeckt. Diese Pechblende, auch Uronpecherz genannt, ist die Erde, die das wichtige chemische Element Radium enthält, das 1898 entdeckt wurde und von dem die gesamte Welt 39 Jahre später, 1928, erst 39 Gramm im Jahr gewinnen konnte. Der gesavite Weltbestand an Radium ist nur ein Kilo- gramm, die Nachfrage noch diesem Element aber sehr groß. Es sendet die sogenannten radio- aktiven Strahlen aus, die unter Atomumwand- lungen stärkste chemische Reaktionen auslösen und für die Atomzertrllmmerung eine große Rolle spielen. Desgleichen ist das Radium in der Me- dizin für die Krebsbehandlung z. B. unentbehrlich geworden, ferner dient es bei einer Reihe anderer Krankheiten als indirekter Helfer durch Radium- emanation(ein bei Zerfall des Radiums ent- stehendes Edelgas). Neuerdings hat man auch seine schwerzstillende Wirkung erkannt. Wegen dieser vielfachen Berwendungsmöglichtcit ist der Weltmarktpreis für Radium phantastisch, es wird für�ein Gramm a n 259999 Mark gezahlt! Nun hat man festgestellt, daß die in Kanada entdeckte Pechblende sechsmal soviel Radium ent- hält wie die bisher bekannte reichste Radiumerde. Damit liegen in der Eiswüste Kanadas ungeahnte Millionenwerte, die nur gehoben zu werden brauchen. Selbst wenn wegen der bevorstehenden größeren Wellproduktion der Preis für ein Gramm Radium niedriger wird, sind die beiden Geologen, die von der kanadischen Regierung für ganze Gebiete das Ausbcutungsrecht erhalten haben, vielfache Millionäre. Sie rechnen für sich selbst mit einer Ausbeute von 49 Millionen Mark. Zugleich hat aber gerade eine Jagd nach diesen &lugsseug Schätzen eingesetzt. Ein Heer von Abenteurern, Vagabunden, Schatzgräbern, Verzweifelten, dar» unter viele von Not gedrückte Arbeitslose, wälzt sich von den bewohnten Gebieten aus gen Norden. Unzählige wollen die 2999 Kilometer weite Strecke im Kanu, im Wagen oder gar zu Fuß bezwingen. Bei dieser Wanderung durch die Wälder, Gebirge und Eiswüsten werden Tausende zugrunde gehen, denn sie sind zu wenig ausgerüstet, um den Stra- pazen Trog bieten zu können. Andere Schatzgräber und Glücksjäger, die Geld auf eine große Karte setzen können, mieten sich Flugzeuge, um auf diese Weise schneller in das Reichtum verheißende Land zu kommen. Aber dieser Flug in das Land, wo das Gold gewisser- maßen nur aufgesammelt zu werden braucht, kostet über 19999 Mark! Geschästs- tüchtige Unternehmer schröpfen lieber die irrsinnig gewordenen Radiumjäger, als daß sie selber in die Wüste ziehen. Denn wenn nian auch schon da ist, so ist man als Laie doch noch nicht Mil- lionär. Die Pechblende soll gefunden und vor allem soll das Radium fachmännisch heraus- gearbeitet werden, dann soll man es auch noch sicher an den Mann bringen. Das ist bei der Hetzjagd nach Besitz in der Eiswüste durchaus nicht leicht, bald wird man von Mord und Tot- schlag der neuen Goldgräber hören. Schon heute haben wissende Schatzgräber, so die glücklichen Entdecker, ihr Gebiet mit Maschinen- gewehren gesichert, und Radio oerbindet sie mit der nächsten Militärstation. So der sachliche Bericht der Schatzgräber unse- rer Tage. Er zeigt, daß die Werkzeuge und die Formen des Goldsuchens andere geworden sind, aber die Greuel und die Tollheit bleiben, solange die Jagd um das Glück privater Millionen geht. �oclienproFrsmm des Berliner Rundfunks Berlin Sonntag, 16. Oktober. 6.18: Gymnastik. 6.35: Aus Bremen: Huiuhionzen. 8: Für den Landwirt. 8.55: Morgenfeier. 10.05: Wettervorhersage. II: Für die Kinder. 11.30: Aus dem Wintergarten:„Durch Berlin fließt immer noch die Spree." Als Einlage; Ausschnitt aus dem Wettkampf um den besten Schlager der Saison. 12.45: Junge Dichtung. 13.05: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 14.30: Elternstunde. 15: Schallplattenkonzert. 15.30: Von der Rennbahn Grunewald:..Winterpreis.** 16: Orchesterkonzert. 18: Hans Franck liest eigene Kurzgeschichten. 18.30: Konzert. 19.15: Sportnachrichten. 19.30: Aus der Siaatsoper Unter den Linden:„Der Rosenkavalier." Oper von Richard Strauß. 20.40; Aus Ulm: Deutscher Opejnabend. 22.20; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Als Einlage: Aus dem Sportpalast; Kriterium der Straßenfahrer. Montag, 17. Oktober. 6.15: Gymnastik. 6.35: Aus Breslau; Frühkonz«?rr, 11.30: Aus Hannover: Schloßkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Arbeitslosigkeit des Mannes— eine Aufgabe für die I�au. 15.40: Pompeji. 16:„Redakteur Kleist." 16.30: Bläsertrio. 16.45: Gitarrensoli. 17.05; Joseph Haydn. Konzen. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Orchesterkonzert. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Fortsetzung des Orchesterkonzertes. 19.30; Kurt Heynicke liest neue Arbeiten. 20: Erstes Philharmonisches Konzert. 20.55: Wir erinnern an... Danach: Tanzmusik. Dienstag, 18. Oktober. 6.15; Gymnastik. 6.35: Aus Hamburg: Frühkonzert. 11.30; Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Soll die Frau zur Zeitung gehen? 15.40: Stadt und Land. 16.05: Streifzüge durch die Insel Formosa. 16.30: Franz Liszt. Konzert. 16.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 17: Mann und Frau— ihr seelischer Grundunterschied- 17.30: Doktor Ueberall erzählt. 17.50; Bücherstunde. 18.20; Auskehr des Liberalismus? 18.40: Orchesterkonzert. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Fortsetzung des Orchesterkonzertes. 20: Funkkalender: Oktober. 21.10; Streichquartette. 22,15; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Apschl.: 10 Minuten Sport. Mittwoch, 19. Oktober. 6.15: Gymnastik. 6.35: Frühkonzert. 11.30: Aus Leipzig: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Damenmode und Wirtschaft. 15.40: Amerikanische Kunstsammlungen. 16.05: Aus Tempelhot:„Luftbabys.** Ein Hörbericht über das Erlebnis des ersten Fluges. 16.30: Mandolinenorchester- Werbekonzert. 17.40: Jugendstunde.. 18: Erika Mitterer liest eigene Dichtungen. 18.30: Die Erfindung der Fotografie. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10; Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.15: Zum Gedächtnis Walter Schrenks. 19.35: Wirtschafts- rundschau. 20: Konzert auf elektrischen Instrumenten. 21: Wir stellen vor... 21.10: Paul Bender singt Balladen. Anschl.: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.40: Aus Budapest: Zigeunermusik. Donnerstag, 20. Oktober. 6.15: Gymnastik. 6.35; Aus Leipzig: Frühkonzert. 11.30: Aus Breslau: Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Fehlt Nachwuchs in der Frauenbewegung? 15.40: Deutschtum am Eismeer. 16.05; Vom Zunftzwang zur Qewerbe- freiheit. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Für die Kinder. 17.50; Selbstbewußtsein. 18.10: Umerhaltungs- und Tanzmusik. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19.10; Schallplattenkonzert. 20: Aus Breslau:..Kepler." Diama von Rehberg. 21: Kammerorchester-Konzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Freilaj:, 21. Oktober. 6.15; Gymnastik. 6.35: Frühkonzert. 10.10; Wochen- niurkt-Allerlei. 11.30: Aus Hamburg: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Sozialhygienische Fürsorge für Mutter und Kind. 15.40: Spaziergang um Belvedere. 16.05; Der historische Münchhausen. 16.30: Bratschen- niusik. 16.45- Lieder. 17: Jugendstunde. 17.40: Das neue Blich. 17.50: Deutsches Jiu-Jitsu und Japan. 18.10: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.15: Richard-Strauß-Kon- zert. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10; Vom Kintopp bis zum Tonfilm. Ein heiterer Abend. 21: Zeitfunk. 21.20: Baucruschwänke. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschl.; Hörbericht von den Boxkämpfen im Sportpalast. Danach: Unterhaltungsmusik. Sonnabend, 22. Oktober. 6.15: Gymnastik. 6.35: Aus Dauzig: Frühkonzert. 11.30; Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Die junge Generation. 15.40: Addis-Abeba, eine afrikanische Kaiserstadt. 16.05: Blasorchester-Konzert. 18: Deutsches Sprachgut. 18.25: Lula Mysz-Gmeiner singt. 18.50: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 1910: „Lmin Pascha.* Zur Wiederkehr des Tages seiner Er- moidung am 23. Oktober 1892. 19.35: Deutschlofft liest Heiteres. 19.50: Zehn Minuten Sport. 20: Orchester- kenzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten Danach: Tanzmusik. Königswusterhausen Sonnlag, 16. Oktober. 6.15: Aus Berlin: Gymnastik. 6.35: Aus Bremen; Hafenkonzert. 8: Uebertragung aus Berlin. II: Am Grabe \on Walter Fl ex. 11.30: Uebertragung aus Berlin. 13.05: Aus Königsberg: Unterhaltungskonzert. 14; Dichterstundo. 14.30; Elternstunde. 15: Zehn Minuten Lyrik. 15.15; Aus Regensburg: Gedenkstunde. Deutsche Frauen in der Walhalla. 16: Aus Berlin; Orchesterkonzert. 18: Not und Hilfe im Thüringer Wald. 18.15; Sebastian Bach. „Klavierbüchlein für Anna Magdalena.*' 19; Das Reich, als Offenbarung Gottes. 19.30: Uebertragung aus Berlin. 20.40: Aus Ulm: Deutscher Opernabend. 22.20: Uebertragung aus Berlin. Montag, 17. Oktober. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30; Die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache. 18: Musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18.30: Archäologische Entdeckungen der Neuzeit. 18.55: Stunde des Landwirts. 19.20: Aus Königsberg: Hörbericht aus der Technischen Hochschule Danzig. 20.55: Viertelstunde Funktechnik. Deutschlandsender: 20; Uebertragung aus Berlin. 22.20; Aus Leipzig: Unterhaltungsmusik. Dienstag, 18. Oktober. 16.30; Aus Leipzig: Nachmittagskoozert, 17.30: Tier und Umwelt. 18: Heutige Musikpädagogik. 18.30: Volkswirtschaftsfunk. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Wege zur alkoholfreien Jugenderziehung. 19.30; Zeitdienst. Deutschlandsender: 20: Aus Leipzig: „Der Intendant in der Klemme." Intermezzo in zwei Akten von Domenico Cimarosa. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschl.: Aus Flensburg: Nordmark- Konzert. Mittwoch. 19. Oktober. 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg; Nachmittagskonzert. 17.30: Nordisches Christentum als Wegweiser. 18: Musiker-Studien. 18.30; Dr. h. c. von Berlepsch zum 75. Geburtstage. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Englischer Sprachunterricht. 19.35: Stunde des Beamten. Deutschlandsender: 20; Uebertragung aus Berlin. 20.50. Aus München;..Drei Kaiser- jäger." Volksstück von Angermayer. 22.20; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschl.: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 20. Oktober. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Soziale Probleme des Grenz- und Auslandsdeutschtums. 18: Leichte moderne Violinmusik. 18.30: Die Bedeutung des Indizienbeweises. 18.55: Stunde des Landwirts. 19.25: Wegweiser durch die Zeit. 19.40: Zeitdienst. Deutschlandsender: 20.05; Aus Bern: Internationales Konzert. Uraufführung:„Huttens letzte Tage." Nach der Dichtung von Conrad Ferdinand Meyer. 21.50; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Aus Köln: Nachtmusik und Tanz. Freitag. 21. Oktober. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nach- mittagskonzert. 17.30; Die deutsche Dichtung vor dem Weltkriege. 18; Neuwertung der Familie. 18.30: Volks- wirtschaftsfunk. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 19.20: Stunde der Arbeit. 19.40: Zeitdienst. 21.15: Heimatsucher. Deutschlandsender: 20.05: Aus Stuttgart: Sinfoniekonzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschl.; Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 22. Oktober. 16; Kitsch und seine Bedeutung für Kunst und Leben. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittagskonzert 17.30: Viertelstunde für die Gesundheit. 17.50: Uralte Stätten westlicher Kultur in der Ueberlieferung der Odyssee. 18.03; Musikalische Wochenschau. 18.30: Deutsch für Deutsche. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Französischer Sprachunterricht 19.40; Kirche und Gesellschaft. Deutschlandsender: 20: Aus der Stadthalle Wuppertal- Barmen: Veranstaltung zum Besten der Winterhilfe des Westdeutschen Rundfunks. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschl.:, Uebertragung aus Berlin. *<5 >0»--.1 «LÖ*'** t»** jmSsrSiIK*'. v: i v--. �1 ▲ T r-v■■■',"■ ' M w Jtr� m W A1199. Pn91. �ICathqHlW.L—dtLTdUMHhwrPMhon—iiLf�OtofdfSkootiopf BwßnwndSofistaw. RM 2h- der V. Symphonie(Tsdtoilcewslcy). B Satz. L und n. Teil. Berliner PhnhormoniVer. RM 3,- \