Ur. 202. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quarial. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. med. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Sonnabend, den 29. August 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: angenommen, und weiter werde es sich desselben annehmen. Die 43. General- Versammlung An dem Rückgang des Handwerks sei die Gewerbefreiheit schuld. Hilfe bringen können nur obligatorische der Katholiken Deutschlands, Genossenschaften; und weil die neue Handwerker die in der vergangenen Woche in Dortmund abgehalten Vorlage dieses Ziel anstrebe, sei sie mit Freude wurde, war wieder mit all den Mitteln und Künsten in zu begrüßen. Wenn die Handwerker es wollten, tönnten Szene gesetzt, über die unsere schwarzen Regisseure verfügen. fie vom Zentrum auch den Befähigungsnachweis bekommen. Darüber braucht man sich nicht weiter zu wundern; wer Ebenso freundlich wie dem Handwerk stehe man der Landeinmal eine fatholische Prozession oder Wallfahrt gefehen, weiß, wirthschaft gegenüber. Ihre Klage über einen Nothstand sei daß deren Unternehmer das Arrangiren aus dem Grunde ver- begründet. Deshalb sei das Zentrum für alle sogenannten Es ist die Pflicht eines jeden Parteigenossen, für die fiehen. In Dortmund, der Industriestadt, waren es vor allen kleinen Mittel"; auch für das Anerbenrecht. Die Landwirthe Weiterverbreitung des Zentralorgans der Partei nach die Arbeiter, die man zur Parade heranzog. Noch ehe die Ge- sollten nur Genossenschaften gründen und sich in Vereinen, Kräften thätig zu sein. Alseitig anerkannt ist die Be- neral- Versammlung anhub, wurde das Verbandsfest der katho- besonders in christlichen Bauernvereinen zusammenschließen, deutung unseres Blattes in dem großen Befreiungslischen Vereine Dortmunds gefeiert. Natürlich wurde dabei ein dann würden sie auch beim Staate und den kommunalen tampf des Proletariats, und auf das beste bewährt hat Festzug veranstaltet. Gleichzeitig mit dem Katholiken- Tage Verbänden Unterstützung finden. Natürlich müßten die fich feine knappe, schnelle und genaue Berichterstattung, hielten auch eine ganze Reihe katholischer Vereine ihre Fest Bauern auch das Zentrum unterstüßen, denn je ausschlags namentlich während der umfassenden Kämpfe, welche die und Generalversammlungen ab. Der Volksverein für das gebender dieses sei, desto besser sei es für die LandwirthArbeiterschaft in den letzten Monaten mit dem Unternehmer- katholische Deutschland" hielt Heerschau über seine Ge- fchaft. In der Resolution, die sich mit der Agrarfrage be thum auszufechten hatte. treuen, die katholischen Lehrer Deutschlands hatten ihre faßt, war ursprünglich auch ein Bassus enthalten, der sich Ueber dem politischen und wirthschaftlichen Festversammlung, die katholischen Polen nicht minder, der gegen den Antrag Kanit fehrte. Diese Stelle wurde ges Theil werden aber die lokalen Vorkommnisse Berlins Augustinusverein, in dem sich die katholischen Journalisten strichen. Es scheint also im sentrum doch mehr Angst vor teineswegs vernachlässigt. Die Besprechungen unserer tom- eine Berufs- Vereinigung geschaffen, tagte, und für den den Agrariern zu herrschen, als man öffentlich eingesteht. munalen Angelegenheiten bringen den Leser in die Lage, Bonifacius- Verein, der sich vor allem mit der Propaganda Am eifrigsten aber versuchte man in Dortmund den die Erscheinungen auf diesem wichtigen Gebiet des öffent in der Diaspora beschäftigt, wurde fräftig die Werbe- Arbeitern um den Bart zu gehen. Schon in der ersten gelichen Lebens genau zu verfolgen. Der lokale Theil trommel gerührt: Alle Erscheinungsformen der„ streitenden schlossenen Versammlung hatte sich der Präsident Gröber des Vorwärts" verzeichnet alle Begebenheiten des Tages Kirche" waren auf dem Katholiken- Tage in Dortmund ver- mit Stolz als Sohn eines Arbeiters vorgestellt. Dann und giebt ein getreues Bild des Vereins- und Vertreten. traten drei katholische Fabrikanten hintereinander auf und sammlungslebens, welches in Berlin besonders starte Die Anhänger des Zentrums rekrutiren sich aus den bliesen die Harmonieflöte. Wie die Arbeitgeber sollten sich Wellen schlägt. verschiedensten Klassen. Auf den Katholiken Tagen wird auch die Arbeiter in Berufsvereine zusammenschließen. Die Ebenso widmen wir dem Feuilleton die größte Auf- daher seit jeher Versöhnungspolitik nach Jnnen getrieben. Frau gehöre ins Haus, nicht in die Fabrik. Die Unmerksamkeit. Jede Gruppe erhält ihr Zugeständniß, erklärt sich damit zulänglichkeit des Lohnes führe zu Unglück, Laster und Von dem zur Zeit im Vorwärts" erscheinenden Roman zufrieden, und so erscheint die Einigkeit als eine musterhafte. Elend. Wer habe der Industrie das Recht gegeben, von Bulwer, der in der Weltliteratur einen hervorragenden Auch diesmal kam es so. Schon bei der Wahl des Präsidiums. den Menschen elend zu machen? Die Arbeitslöhne müßten hen. Blag einnimmt, liefern wir neu hinzutretenden Abonnenten Der erste Vorsitzende, Reichstags- Abgeordeter Gröber, gilt zu dem erzielten Gewinn in richtigem Verhältnisse den bis jezt in unserem Blatte erschienenen Theil gratis als demokratisch angehaucht, der erste Vizepräsident war Auf die Fabrikanten folgten Bischöfe, Kloster- und Weltnach. Nachdem Rienzi" beendigt sein wird, bringen ein abliger Agrarier, der zweite repräsentirte das katholische geistliche. Und auch sie erklärten, auf Seite der Arbeiter wir aus der Feder von E. Bosquet einen Roman Bürgerthum. Auf dem Dortmunder Tage wurden all die zu stehen, ihnen beispringen zu wollen mit der chriftlichen Arbeiterinnenloos", der in meisterhafter Schilderung spezifisch katholischen Anträge, die schon von vielen General- Charitas und dem Mitleiden. Aber die Arbeiter müßten ein packendes und in seiner Art typisches Bild von der Lage versammlungen her bekannt sind, abermals angenommen sich auch wieder zur Mutter Kirche halten, sie und„ die der französischen Arbeiterin giebt. Haupt Autorität, Autorität der Papst soll wieder weltlicher Herrscher, die Jesuiten sei der Herzschlag der menschlichen Gesellschaft". sollen nach Deutschland zurückberufen werden, kein Katholik ist dürfe die feindliche und farblose Presse auf irgend eine Was das Zentrum anbetreffe, so werde es auf die Weise unterstüßen. Sehr hell erklang diesmal die patrio- Fortführung der Sozialreform unter keiner Bedingung tische Saite. Nimmt man noch die stürmisch beklatschte verzichten. 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Aeußerung hinzu, daß das Zentrum auch fernerhin für die Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonne- Kolonialforderungen stimmen werde, so weiß man ungefähr, ments zum Preise von " Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, so wie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1,10 M. für den Monat September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1896 unter Nummer 7277.) 59] Redaktion und Expedition des Vorwärts". Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Er ist noch so rüftig, als der Jüngste von uns," er widerte Adrian. " wie in der nächsten Reichstags- Seffion der Zentrumshase laufen wird. Wichtiger als seine politische Forderungen sind die Antworten, die der Katholikentag auf wirthschaftliche Fragen gegeben hat. Auch hier zeigt sich das Bestreben, es Allen recht zu machen. Des Handwerks habe sich das Zentrum stets „ Also habe ich recht gehört," sagte Monreal in ernstem und nachdenkendem Tone. Rienzi's Macht muß in der That groß sein." " Dafür ist meine Sendung ein Beweis. Wißt Ihr, Ritter Monreal, daß Ludwig, König von Ungarn " Ha, was ist mit ihm?" Die letzten Ereignisse müssen ihn doch etwas an Die Entscheidung der Fehde zwischen ihm und der gegriffen haben," sagte Monreal mit schelmischem Lächeln. Königin Johanna von Neapel wegen des Todes ihres GeAber Ihr werdet anerkennen müssen, daß ich richtig pro- mahls, seines Bruders, dem Tribunen übertragen hat? phezeite; ich war der erste, der Eurem Verwandten das Dieses ist, glaube ich, seit dem Tode Konstantin's das erste Emporkommen des Cola di Rienzi vorhersagte; er scheint Mal, daß einem Römer so großes Zutrauen gewährt und ein ausgezeichneter Mann zu sein, und um so ausgezeichneter, ein so wichtiger Auftrag ertheilt wurde." da es ihm gelungen ist, die Colonna und die Drfini mit Bei allen Heiligen des Kalenders!" rief Monreal, ineinander zu versöhnen." dem er sich bekreuzte, diese Nachricht seht mich in Erstaunen. " Der Tribun", antwortete Adrian ausweichend, ist Der stolze Ludwig von Ungarn giebt das Recht des Schwertes allerdings ein Mann von außerordentlichen Talenten. Und auf und unterwirft sich einem anderen Ausspruche, als dem jetzt, da ich ihn befehlen sehe, wundere ich mich nur, wie des Schlachtfeldes!" er je gehorchen konnte, die Majestät scheint ihm angeboren zu sein." " Männer, die zur Macht gelangen, eignen sich leicht deren strenge Würde an", entgegnete Monreal, und wenn man mir die Wahrheit berichtet hat( laßt uns auf Eurer Dame Gesundheit trinken), so wird der Tribun, wenn auch selbst nicht von edler Geburt, doch bald in edle Verwandt schaft treten." " " Und dieses," fuhr Adrian in bedeutsamem Tone fort, „ dieses war es, was mich veranlaßte, Eure freundliche Einladung anzunehmen. Ich weiß, edler Monreal, daß Ihr mit Ludwig in Verbindung steht. Er hat dem Tribunen den besten Beweis seiner Freundschaft und seines Butrauens gegeben; würdet Ihr klug handeln, wenn Ihr--" " Mit dem Verbündeten des Ungarn einen Rampf wagt?" Er ist bereits mit der Tochter eines Roselli aus einem unterbrach ihn Monreal. Dieses wollt Ihr fagen; der alten römischen Hause vermählt," erwiderte Adrian. selbe Gedanke drängte sich mir auf. Edler Herr, entschuldigt " Ihr weicht mir aus," bemerkte Monreal lächelnd.die Italiener erfinden oft, was sie wünschen. Könnt Gut, Ihr habt einen Becher auf die Gesundheit Eurer Ihr mir Euer Ehrenwort als Ritter des Reichs geben, daß Dame getrunken, jetzt laßt uns anstoßen auf die der diese Nachrichten die reine Wahrheit sind?" schönen Frene, der Schwester des Tribunen wenn sie" Bei meiner Ehre und auf das Kreuz!" antwortete nämlich nicht beide dieselbe Person sind. Ihr lächelt und Adrian, und ich fann Euch ferner sagen, daß mir der schüttelt mit dem Kopfe?" Auftrag wurde, in Neapel wegen dieser Angelegenheit Unter handlungen einzuleiten. " Ich will Euch nicht verhehlen, Herr Ritter! antwortete Adrian, daß, wenn meine gegenwärtige Sendung erfüllt ist, ich hoffe, die Verbindung zwischen dem Tribunen und einem Colonna wird nach beiderseitigem Wunsche er folgen." um " Zwei gekrönte Häupter vor dem Richterstuhle eines Plebejers, und das Eine derselben eines Mordes angeklagt," murmelte Monreal, die Nachricht mußte mich wohl über raschen!" die Als Lockvogel für die Arbeiter hatte man auch dem Bergmann Bruft ein Referat anvertraut. Der Vorsitzende des christlichen Bergarbeiter- Verbandes sprach über„ Die Organisation der Berufsvereine". Die Arbeiter müßten Berufsvereine zur Wahrung ihrer wirthschaftlichen Intereffen gründen, nicht aber zur Verfolgung politischer und anderer Zwecke. Diese Vereine müßten Korporationsrechte erhalten, es dürften aber feine Zwangsorganisationen Nachdenkend schwieg er einige Zeit, bis, da er aufsah, er bemerkte, daß Adelinen's zärtlicher Blick mit jener innigen Theilnahme, mit der sie die äußere Wirkung von feinen Plänen und Projekten stets beobachtete, welche sie zu sanftmüthig war, wissen, und zu unschuldig, theilen zu wollen, auf ihn gerichtet war. " Geliebte!" sagte der Provençale zärtlich, was meinst Du? Müssen wir unser Bergkastell und diese wilden Wald szenen gegen die traurigen Mauern einer Stadt vertauschen? Ich fürchte es fast! Meine Geliebte," fuhr er, sich zu Adrian wendend, fort, hat eigenthümliche Neigungen; fie haßt das lebendige Treiben der Städte, und kein Palast ist ihr lieber, als das einsame Kastell des Geächteten. Und doch würde sie gewiß alle italienischen Schönheiten übers glänzen,- Deine Geliebte, edler Adrian, natürlich aus genommen." Es ist dies eine Ausnahme, die nur ein Liebender und nur ein verlobter Liebender zu machen wagen würde," er widerte Adrian. " Nein!" sagte Adeline mit füßer und klarer Stimme, nein, ich weiß wohl, wie ich die Schmeichelei meines Ge liebten und die Höflichkeit des Herrn di Castello aufzus nehmen habe. Aber Ihr geht an einen Hof, Herr Ritter, der, wenn der Ruf die Wahrheit sagt, in seiner Königin eines wahren Wunders von Schönheit sich rühmt." " " Ich sah vor einigen Jahren die Königin von Neapel," antwortete Adrian, und ließ mir damals, als ich dieses himmlische Antlig erblickte, nicht träumen, daß ich es erleben würde, sie des schändlichsten Mordes, der je selbst eine italienische Krone befleckte, angeklagt zu hören." Und als wolle sie ihre Schuld bestätigen," sagte Mons real, wird sie bald mit dem Manne sich vermählen, der die That vollbrachte. Ich habe bestimmte Beweise dafür." Indem die Ritter sich noch lange unterhielten, nahte der Abend. Adeline hatte schon früher sich von der Tafel zurückgezogen, und sie saben sie jetzt mit ihren Dienerinnen auf einem Hügel am Strande fißen, während der Ton ihrer Laute ihre Ohren erreichte. ( Forts. folgt.) ein, denn dann kämen die bernsstnäßigen Schreier und Agitatoren an die Spitze. Auch Aiäßigkeits-Bruder- schaften seien zu empfehlen. Eine Beschränkung der Arbeits- zeit namentlich in der Montanindustrie sei geboten. Als der Redner geendet, bedankte sich auf Antrag des Vorsitzen- den die Versammlung für die„so glänzende" Rede. Das hatte Herr Brust auch verdient. An einer Stelle hatte er von der so großen Zahl von Arbeitern gesprochen, die sich den sozialdemokratischen Gemerlschaftsvereinen ange- schlössen, nach ziveimaligcni Athemhole» war diese Menge auf ein Häuflein zusammengeschmolzen, das sich um Bebet und Liebknecht geschaart. Glänzender kann sich Gedankenlosigkeit und Verworrenheit doch wohl nicht erweisen. Die angenommene Resolution sprach sich außer für die bereits erwähnten Vorschläge noch für die Errich- tung von gemeinschaftlichen Arbeitsvermitteluugsstellen aus, weiter für Gründung und Förderung von Vereinen für katholische Handlungsgehilfen und-Lehrlinge, für Herstellung angemessener und billiger Arbeiterfamilien-Wohnungen, für Arbeiter- und Arbeiterinnueu-Hospize, die auf konfessioneller Grundlage ruhen. Die obligatorische Einführung von Lohn- büchern für Minderjährige mit der Maßgabe, daß die Aus- löhnung dieser nur auf Quittung der Eltern hin erfolgt, wird auf das dringendste empfohlen. Auf die anderen Be- schlüsse näher einzugehen, erübrigt sich. Wenn die Katholiken katholische Hochschulen errichten wollen, so ist das einzig und allein Sache ihres Geldbeutels. In Dortmund wurde gar scharf gegen das Duell losgedonnert. Wer aber, wie das Zentrum, auch in dieser Sache einmal umgefallen, darf nicht verlangen, daß man seinem Charakter Wetter- beständigkeit zutraut. Die eigentliche politische Organisation der Zentrums- lcute, der Volksverein für das katholische Deutschland, hat, wie bereits erwähnt, in Dortmund ebenfalls seine Bilanz gezogen. Der Verein zählte Ende 1895 rund 13t) 090 Mit- glieder, besitzt in manchen Städten Bezirksvorsteher, die mit Vertrauensmännern arbeiten, hat sich der Agitation für die Wahlen zum Gewerbegericht gewidmet und im letzten Jahre iVa Millionen Exemplare von Druckschriften und Flugblättern verbreitet. Bis jetzt sind von ihm 24 Volks- bureaus eingerichtet worden und eine soziale Auskunftsstette in M.-Gladbach. Der Dortmunder Katholiken- Tag wird von den entrumsblättern als voller Erfolg gefeiert werden. Die crständigercn unter den Zentrunisleuten werden sich aber nicht verhehlen können, daß es mit der Einigkeit und Ge- schlossenheit des Zentrums denn doch seinen Haken hat. Wozu denn sonst das ganze Tamtamgetöse? Wenn ich alles ablege, was mir eigen ist, dann kann ich leicht mit jedem zweiten einig sein. Das Zentrum mag seinen einzelnen Gruppen noch mehr bewilligen als heute: einmal kommt doch die Zeit, in der es die Fordernden nicht mehr befriedigen kann, dann fällt das ganze Parteigebilde auseinander. Der denkende Arbeiter steht den Versprechungen von Zentrumsgnaden kühl bis ans Herz hinan gegenüber. Das Annehmbare, das ihm die schivarzen Herreu versprechen können, vermag er sich zu erringen aus eigener Kraft. So hat er für die gesammte Anvetterungsgesellschaft nur ein Wort: «Laß' krauchen!" politische Aebevficht. Berlin, 28. August. Das Urtheil im Prozeß Munter-Hofrichter liegt jetzt vor. Bei dem Interesse, welches dieses Erkenntniß ge- weckt hat und bei seiner Bedeutung für das Wiederaufnahme- verfahren zu guusten Schröder's und Genossen geben wir nach der„Rheinischen Zeitung" seinen wesentlichsten Theil im Wortlaut wieder. Das Erkenntniß sagt nach Wieder- gäbe des beleidigenden Artikels und Bezeichnung der be- leidigenden Stellen: „Hinsichtlich der Einzelheiten des Vorfalles weichen die Aus- sagen der Zeugen derart von einander ab, daß es dem G e- richt unmöglich war, sich ein klares Bild von dem Hergang an der Kasse, soweit Münter und Schröder in Frage kommen, zu machen. Es blieb vielmehr nach der Beweisaufnahme die Annahme ver- schiedener Möglichkeiten übrig. Zunächst konnte die Möglichkeit nicht als ausgeschlossen gelten, daß, abgesehen von dem frühere» Auflegen der Hand auf die Schuller, Münter den Schröder überhaupt gar nicht berührt hat. Ebensowenigerscheintes aber ausgeschlossen, daß Münter bei dem schnellen Hinzutreten zur Gegend desKassirer- tisches hin den Schröder n>it Brust oder Unter- leib angelaufen und so dessen Fall verursacht hat— ob absichtlich oder unabsichtlich, bliebe bei dieser Annahme ein weiterer Ziveisel. Endlich ist durch die Beweisausnahme auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß Schröder von der Hand Münter's einen Schlag oder Stoß erhalten hat und dadurch zu Fall gekommen ist. Die größere Anzahl der Zeugen bekundet, daß sie nicht gesehen, daß Münter dem Schröder einen Stoß oder Schlag versetzt habe, daß sie solches aber hätten sehen müssen, wenn es geschehen wäre. Zu diesen gehört auch der P o l iz ei k o m m i s s a r B r o ck m e i e r, der auch die M ö g l i ch k e i t z n g i e b t, daß Münter, dessen linke Seite eine kurze Zeit seinem Blick durch eine Säule des Saales verdeckt gewesen, in diesem Augenblick mit der linken Hand einen kurzen Stoß hätte führen können, ohne daß er, Brockmeier, es habe sehen müssen. Fünf Zeugen sagen aus, daß Schröder kurz vor seinem Falle v o n M ü» t e r einen Stoß erhalten habe, drei derselben fügen noch hinzu, daß der Stoß in die Nackengegend gegangen sei. Einige Zeugen bekunden auch, daß Schröder den Eindruck der An- getrunkenheit gemacht, insbesondere einen unsicheren Gang gehabt habe. Ausfallend ist, daß von denjenigen Zeugen, die von einem Stoß nichts gesehen haben, keine befriedigende Erklärung für das von ihnen beobachtete Hinfallen des Schröder gegeben werden kann. Ob die angebliche Trunkenheit hier mitgewirkt, ob ein Straucheln über das Podium die Ursache gewesen, ob Schröder einmal oder ziveimal gefallen, alles dieses ist nicht mit Bestimmtheit festzustellen gewesen. Selbst der sonst allseitig gemachte» Bekundung, daß Schröder auf die vorgestreckten Hände gefallen, widerspricht der Zeuge Keunhvff, der gesehen haben will, daß Schröder auf den Rücken gefallen sei. Das Gericht hat aber trotzdem keine Veranlassung gefunden, einzelne Zeugen der Verletzung der Eides- Pflicht zu verdächtigen. Die Widersprüche sind erklärlich mit Rücksicht aus die Schnelligkeit, mit der sich der Borfall inmitten einer un- ruhig gewordenen Menge abgespielt, und mit Rücksicht auf Voreingenommenheit einzelner Beobachter für oder gegen Schröder. Daß diese Widersprüche heute, nach stark IE Monaten hervor« treten, ist doppelt erklärlich, einerseits schon weil viel- fach niaugelude Gedächtnißstärke der Zeugen das ursprünglich dem Geist eingeprägte Bild verwischt haben wird und besonders, weil in dieser in der Presse und vor den Gerichten vielfach ver- handelten Angelegenheit das ursprüngliche Bild durch Er- zählungen und Besprechungen beeinflußt sein und so gehörtes und ivicdererzähltes sich unwillkürlich und unbemerkt mit dem Thatbestnnd des wirklich Beobachteten gemischt haben wird." Das Urtheil führt sodann noch aus, daß die Wahrnehmung eines berechtigten Interesses dem Angeklagten nicht habe zu- gesprochen werden können, da die Sache ihn selbst nicht angehe und allgemein sittliche Beweggründe einen Redakteur nicht als Vertzreter fremder In ter- essen l e g i t i m i r t e n. Dies ist bekanntlich leider in einer Reichsgerichts-Entscheidnug ausgesprochen. Die Unschuld von Schröder und Genossen ergiebt sich auch aus dem Kölner Urtheil mit einem so hohen Grade von Wahrscheinlichkeit, daß man eigentlich erwarten dürfte, der Justizminister werde nach Kenntuiß- nähme des Urtheils sofort die zuständige Staatsanwaltschaft veranlassen, das Wiederaufnahmeverfahren zu betreiben und die Freilassuug der unschuldig Verurtheilten herbeizuführen. Diese Erwartung der„Rheinischen Zeitung" können ivir nicht theileu, um so mehr nicht, als trotz der mannig- fachen Preßstimmen und Aufrufe auch seitens bürgerlicher Kreise, bisher keine Schritte unternommen wurden, die im Zuchthaus schmachteuden von der Qual, unschuldig ver- urtheilt zu sein, zu befreien. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der ehemalige Buchhändler Raimund D r ö s e stand gestern vor der Breslaner Ferien-Slrafkammer. Der jetzt S5 Jahre alte Mann war bereits in seiner Jugend zum Landstreicher und Bettler herabgesunken, dann aber durch die werkthätige Hilfe des Kreiskassen- Rendanten in einer oberschlesischen Stadt aus dem Sumpfe gezogen und als Bnreaugehilfe angestellt worden. Neun Jahre lang hatte er sich dann gut geführt, war ein rechtschaffener Mensch und fleißiger Arbeiter geworden und jedermann hatte geglaubt, daß er nun endgillig gebessert sei. Aber plötzlich hatte der alte Dämon wieder Gewalt über ihn bekommen, und seit dem Jahre ISSI führt er wieder das unstäte elende Lebe» eines nichtsnutzigen Vagabunden. Im März d. I., als sein Weg ihn gerade zufällig»ach Breslau geführt hatte, veranlaßte er in einer Kneipe trunkenen Muthes eine wüste Szene, ver- letzte einen friedlichen Mann mit dem Messer, stieß eine wilde Majestätsbeleidigung aus und griff den zur Abwehr gegen ihn herbeigerufenen Schutzmann thntlich an, als derselbe ihn ver- haften wollte. In der ersten Verhandlung konnte nur der An- griff auf den Schutzmann festgestellt werden, welchen das Gericht mit einer Gesängnißstrafe von einem Monat ahndete. Bezüglich der übrigen Delikte mußte, da die wichtigsten Zeugen fehlten, Vertagung eintreten. Heute erst wurde der Schuldbeweis ergänzt und über den Angeklagten eine Zusatzstrafe von 19 Monaten Gesängniß verhängt. War der Mann nicht geistig gestört?— Deutsches Reich. — Die Aufgaben der nächsten Session des Reichstages werden in den„Berliner Politische» Nach- richten" erörtert. Zunächst werde ein recht umfang- reiches Ueberbleibsel, und zwar die Novelle zum Gerichtsver- fasfungs-Gesetz und zur Strafprozeß-Ordnung, in der Fragen wie die E n t s ch ä d i g rt n g tut f ch u l d i g Berti r t h e i l t e r, Wiedereinführung der Berufung in Strafsachen u. a. m. ihre Erledigung finden sollen, ans- zuarbeiten haben. Die Novelle ist einer besonderen Kommission zur Berathung überwiesen gewesen. Ein ausführlicher Bericht der letzteren liegt auch vor. Immerhin werde man mit recht langwierigen Einzelberalhnngen der zweiten und dritten Lesung im Plenum des Reichstages zu rechnen haben. Daß die M i l i t ä r- S t r a f p r o z e ß- O r d n u n g im Herbst an den Bundesrath gelangen wird, steht nunmehr fest. Wenn- gleich auch die begründetste Aussicht vorhanden ist, daß der Bundesralh die Vorlage an den Reichstag weitergeben ivird, so dürfte noch nicht feststehen, daß sie sich unter den ersten Eni- würfen befinden wird, die dem Reichstage zugehen werden. Die Berathung im Bundesrathe werde doch einige Zeit erfordern. Dagegen bestehe die Hoffnung, daß der R e i ch s h a u s h a l t s- etat für 1697/93 auch diesmal, obschon der Tagungsabschnitt wesentlich früher beginnt als die sonstigen Tagungen, bald nach der Wiederausnahme der Sitzungen eingebracht werden kann. Auch mit dem zur Vorlage ain iveitesten vorbereiteten der an das Bürgerliche Gesetzbuch sich an- schließenden Entwürfe, dem neuen Handelsgesetzbuch, hoffe man, nachdem zum' Beginn des Oktober die letzten Gut- achten der Interessentenkreise eingegangen sein werden, so früh- zeitig fertig zu werden, daß es dem Reichstage bald iverde zugestellt werden können. Kommt zu diesen Entwürfen noch der betreffs des Aus Wanderungsgesetzes hinzu, von dem auch den„B. P. 91." bestätigt wird, daß er den Reichstag dem- nächst beschäftigen soll, so wäre damit schon, und noch mehr, wenn man bedenkt, daß dieHandwerksorganisations- Vorlage in anderer Gestalt als in dem vorigen Tagungs- abschnitte an den Reichstag gelangen soll, eine Fülle von Auf- gaben zur Lösung gestellt, wie sie nur in recht bedeutungsvollen Tagungen vorzukommen pflegt.— — Von der Generalversammlung der Katholiken Deutschlands ist noch zu berichten: Bezüglich der Handwerkerfrage erklärte sich die Generalversammlung noch für die gesetzliche Regelung des Lehrlingswesens und die gesetzliche Anerkennung des Meister- titels. Hierauf wurde Fürst v. Löivenstein(München) wiederum zum Kommissar der Generalversammlung gewählt und be- schloffen, diesem die Bestimmung des Ortes der nächstjährigen Generalversammlung anheünzngeben. Alsdann begann im großen Saale des„Fredenbaum" die letzte öffentliche Generalversammlung. Den ersten Vortrag hielt Abgeordneter Prinz von Arenberg(Berlin) über „das Missions ivese n in den deutschen Ko- lonien". Der Redner bemerkte unter anderm: Seit Beginn der deutschen Kolonialpolitik Hab« das deutsche Missionswesen in Afrika«inen ganz bedeutenden Auf- schwung genommen. Es müsse aber mit allen Kräften dahin gewirkt werden, daß die katholische Mission nicht zurückbleibe. Eine K o l o n i a lp o Ii t i k ohne Mission sei absolut n«deutbar. Wir verlangen überhaupt eine Kolonialpolilik nach unseren Grundsätzen.(Bravo.) Eine andere Kolonialpolitik können wir nicht. Insofern ist die deutsche Kolonialpolitik eine echt christliche und eine echt patriotische.(Bravo.) Wir g e> hören nicht zu den sogenannten Kolonial- schwär ni er n, trotzdem lassen wir uns durch Rückschläge nicht abschrecken. Wir sind stets bereit, eine gesunde und christliche Kolonial- Politik zu n n t,e r st ü tz e n.(Stürmischer Beifall.) Wir können es aber nicht billigen, wenn die Kolonialpotitik extravaganten Marineforderungen als Vorspann dienen soll. Wir wissen sehr wohl, daß der überseeische Handel und die Deutschen im Auslande eines wirksamen Schutzes bedürfen. Das Zentrum wird auch niemals die Bezahlung derKosten- rechnung für Fortführung der Kolonialpolitik verweigern, wir können aber nicht extra- vaganten Marineforderungen zustimmen, die die Bevölkerung überdasMaß derNothwendig- keit übermäßig belasten würden.(Stürmischer Beifall.) — Aus der Vorgeschichte der Umsturz- vorläge. Wie die„Germania" verräth, haben die p reußi- s ch e n Bischöfe es vor zwei Jahre» für angemessen ge- halten, unterm 22. August 1894 an den damaligen Reichskanzler, Grafen Caprivi. eine„Eingabe über die religions- feindliche Literatur" zu richten. In dem originellen Schriftstück heißt es u. a.: „Die positivistisch- materialistische Zeit- st r ö m u n g hat s e u ch e n a r t i g alle F o r s ch u n g s- gebiete ergriffen. Vor allem haben wir deren n n h e i l v o l l e n Einfluß auf die Sitten- und Erziehungswissenschaft zu beklagen. Der Pofl- tivismus erklärt das Sittliche als eine rein mensch- liche Erfindung und Einrichtung, als das veränder- liche Erzcugniß der Geschichte, und lehrt die u n a b- hängige, das ist religionslose und rein welt- liche Moral. Die positivistischen Anschauungen und Be- strebungen finden eine eifrige Verbreitung durch die aus Amerika eingeführten„Gesellschaften für ethische Kultur", die unter dem ade n scheinige n Deckmantel religiöser Duld- a m k e i t ihren Haß gegen das Christenthum zu verbergen suchen. Die Wortführer dieser Bewegung, an er st er Stelle Universitätsprofessoren, verlangen die Einführung der religionslosen Sittenlehre in die deutsche Volksschule. Manche Lehrervereine und ein sehr bedeutender Theil der Lehrerpresse stellen recht aufdringlich dasselbe Ansinnen. Im Anschlüsse an bekannte Hochschullehrer wird in zahlreichen populär-wissenschastlichen und vollsihümlichen Schriften jene ein- heitliche rohfinnliche(!) Welt- und Geschichts- betrachtung gelehrt und vertheidigt, die den Menschen zu einem Rädchen oder Hämmerchen in der blind arbeitenden Welt- Maschine, zur Puppe des Nothivendigkeitsgesetzes herabwürdigt. Tugend und Laster aber werden leere Begriffe, die Sitten- und Erziehungslehre kommt in Wegfall, wenn das ganze Menschen- und Menschheitslebeu lediglich als ein Bestaudtheil des unab- änderlichen Naturlaufes gedeutet wird." An diese Angriffe auf w i s s e n s ch a s t l i ch e R i ch t u n g e'n schließen s i ch in dem bischöflichen Schreiben Beschwerden über das Umfichgreisen schlüpfriger Bühnen- st ü ck e und Romane, sowie über Bücher und Bilder, die„unmittelbar der Unzucht dienen", worauf. nach einem Hinweis auf die Unzulänglichkeit der hier- gegen gerichteten Strafbestimniungen, abermals zu eineni Angriff gegen die freie Wissenschaft ausgeholt wird: „Wir wissen sehr wohl die Hindernisse zu würdigen, welche die Bekämpfung der von uns kurz dargelegten Uebelftände sehr erheblich erschweren. Die Wurzel nämlich des von uns beklagten Verderbens bleibt unangetastet und in fröhlicher Trieb- kraft erhalten, so lange die religionslose und religio n ssei n dliche Wissenschaft in gelehrten Schulen u n d S ch r i f t e n die Grundlagen der Sittlichkeit und des Rechtes und somit aller staatlichen und gesellschaft- lichen Ordnuiig nach wie vor ungescheut und ungestraft untergräbt. Alle gesetzgeberischen wie polizeilichen Versuche, der gottlosen und unsittlichen Kulturströmiiiig zu steuern, entbehren der Folgerichtigkeit und des durchschlagenden Erfolges, wenn staallicherseits berufene, besoldete und beschützte Lehrer der Wissenschaft sich des Vorrechtes zu erfreuen scheinen, die heiligsten Ueber- zeug u n gen und die ehrwürdigsten Ueberliese- r n n gen des deutschen Volkes ungestraft an- g r e i f e n zu dürfen. Wie die Sozialdemokraten, mit den Errungenschaften des modernen Denkens bewaffnet, ihre U ni st u r z p l ä n e verkünden und verfechten, so sind auch die Urheber und Verbreiter religions- und sitten- verderblicher Literatur- und Knnsterzeug nisse berechtigt, zu gunsten ihres schändlichen Thuns die Welt-undLebensanschauung der Gelehrten» welt anzurufen. Wer von der vorgeschrittenen Wissenschaft belehrt oder beredet wird, sich n u r als Thier zu fühlen, darf auch als Thier leben. Die Mafien werden es nimmer begreifen, daß die Leugnung der religiösen und sittlichen Wahrheiten ein Vorrecht der gebildeten Klaffen bleiben müffe. Wir bitten den allmächtigen und all- gütigen Gott, daß er Ew. Exzellenz die richtigen Mittel und Wege finden lasse, dem geliebten deutschen Volke die kostbarsten Güter retten zu helfen." Uns erscheint jedes Wort der Kritik überflüssig.— — Lateinisch und deutsch. Das Bureau des Katholiken- tages hat eine lateinische Adresse an den Papst gerichtet, die theil- weise vorzüglich stilifirt ist. Aber die deutsche Uebersetzung der „Tremonia" ist nicht lreu, sie bringt nämlich den Klassengegensatz hinaus. Im lateinischen Original lautet ein Satz:.Axstur... «Ig conciliandis mutuo caritatis atque iustitiae foedere tum iis qui, in magnis praesertim opifieüs, manu laborem tolerant tum iis qui talibus opifieüs praesunt." Die„Trem." übersetzt: „Es wird unsere Aufgabe sein, das Verhältniß der Arbeit- geber und Arbeitnehmer nach den Grundsätzen der Liebe und Gerechtigkeit recht versöhnlich zu gestalten." Richtig übersetzt beißt der Satz jedoch:„Es wird sich darum handeln, durch ein wechselseitiges Bündniß der christlichen Liebe und der Gerechtig- keit diejenigen, die zumal in den großen Mühen der Gegenwart die Arbeit mit der Hand auf sich nehmen müffen, und jene, welche solche Kapitalien besitzen, zu versöhnen." Warum mußte denn die Bezeichnung des Klassengegensatzes in der Uebersetzung abgeschwächt werden? Sonst spricht man von„ehrlichem Deutsch" und spottet dagegen über Aerztelatein, Jägerlatein und dergleichen. Diesmal war aber umgekehrt das Latein ehrlicher.— Köln, 27. August. Ein Ermittelungsverfahren ist gegen die„Rheinische Zeitung" eingeleitet worden. Gestern wurden der Verleger und der Korrektor vernommen, um Auskunft zu geben über den Verfasser der in Nr. 162 enthaltenen „Sonntagsplauderei", worin eine Beschimpfung der evangelischen Kirche enthalten sein soll. Die Veruehmnng hatte keinen Erfolg. Es soll nunmehr das Setzerpersonal vernommen werden; für morgen ist der Metteur vorgeladen worden. Ob übermorgeii auch das Austragepersonal Vorladungen er- hält, scheint noch nicht bestimmt zu sein. Wozu die Bestimmüngen im Preßgesetz über den verantwort- lichen Redakteur im deutschen Reichs- Preßgesetze stehen, scheint man in der Kölner Staatsanwaltschaft vergessen zu habe».— Oesterreich. — Das russische Wien. Die Vorbereitungen der Wiener Polizei, der dabei offenbar geübte russische Detektivs assistiren, anläßlich der heutigen Ankunft des russischen Kaiser- paares sind geradezu phantastischer Art. Die„Wiener Arbeiter- Zeitung" theilt folgende interessante Einzelheiten mit, die speziell in Breslau, wohin der Zar demnächst kommen wird, interessiren werden. Den Hausherren wurde es zur Pflicht gemacht, das Eintreffen von Gästen und Fremden unverzüglich zu melden. Die Hanslhore müssen während des Einzuges genau be- wacht, die Dachböden geschlossen sein. Unter schärfster Kontrolle stehen alle Fremden ans Rußland, Polen und auch aus dem übrigen Ausland. Die Papiere dieser Fremden wurden neuerlich geprüft. Ein ganzes Korps russischer Detektivs ist hier angekommen, nicht weniger als 169 Mann, zu- meist sehr kräftige und intelligente Personen. Manche Vorstchts- maßregeln wirken einfach lächerlich. So wird das Kunsthistorische Hosmuseum am Vormittag für jedermann geschlossen sein, auch für die Kunstakademiker und sonstigen Maler, die drinnen studien» halber oder ums liebe Brot alte Meister kopiren. Die Fenster- vorhänge müssen geschloffen sein. Die im Direktionsgebäude der Nordbahn gegenüber dem Nordbahnhof beschäftigten Beamten. Diurnisten und Diener dürfen heute erst um 12 Uhr mittags ihr«» Dienst antreten. Auch da müssen die Fenster des Direktionsgebäudes verhängt werden. Kurz, Wien wird morgen komplet russisch sein. Groß wird der Abstand gegen unsere sonstige Verfassung freilich trot dem nicht sein. Man dürfte in Wien, wie es scheint, viel größere Freude bei der Abreise des russischen 3aren empfinden, als bei seiner Ankunft. 115859 Holland. 198 = Es ist nunmehr festgestellt worden, daß die geftrigen Er 1. Wenn die Gewerkschafts Delegirten von allen bedeuten eignisse von den Armeniern zu dem Zwecke in Szene gefeßt deren Rommiffionen ausgeschlossen wurden was übrigens nicht worden sind, um eine fremde Intervention hervorzurufen. Schon ganz richtig ist, so waren sie selber daran schuld. Die Delevor einigen Tagen waren Gerüchte verbreitet, daß das armenische girten der Sozialdemokratischen Föderation und die Delegirten Romitee im Vereine mit dem jungtürkischen Komitee etwas plane; der Unabhängigen Arbeiterpartei waren pünktlich in den Sektionsdoch schenkte man diesen Gerüchten teinen Glauben. Gestern versammlungen und stimmten geschloffen für die Männer ihrer erhielten alle Botschafter von dem armenischen Komitee Schreiben, Wahl. Die Gewerkschafts- Delegirten dagegen waren lange nicht in welchen die Unhaltbarkeit der Verhältnisse auseinandergesetzt so pünktlich in ihrem Erscheinen und bei den Abstimmungen zer splitterten sie sich meistens. Amsterdam, 27. August.( Eig. Ber.) Da3 Koalitions- und gewaltsame Ereignisse als bevorstehend angezeigt werden. recht der Arbeiter in den Niederlanden. Seitdem Bei der gestrigen Zusammenkunft der Botschafter wurde 2. Es bestand zwischen der Sozialdemokratischen Föderation die Gesetzgebung den niederländischen Arbeitern das Recht der vereinbart, der Pforte eine tollektive Verbalnote zu überreichen, und der Unabhängigen Arbeiterpartei keinerlei Allianz oder BerRoalition gewährt hat, und die liberale und klerikale in welcher in ernster Weise auf den gefährlichen Charakter der abredung gegenüber den Gewerkschafts- Delegirten. Bourgeoisie begreift, Um diese beiden Thatsachen festzustellen, hier einige Zahlen. begreift, daß es ihr nicht gelingen wird, jüngsten Ereignisse in Konstantinopel und auf ihre Folgen auf der Leitung der Arbeiterbewegung habhaft zu werden, mertsam gemacht und die Pforte gleichzeitig aufgefordert Da Fischer's Zahlen nicht ganz richtig sind, gebe ich die ich hat es nicht an Befuchen feiten des den au und an Versuchen von seiten des Kapitalismus wird, den Lokalbehörden Weisungen zu ertheilen und ihnen offiziellen Ziffern der britischen Delegation. Hiernach hatten gefehlt, das gefeßlich geregelte Recht der Arbeiter durch seine Mittel an die Hand zu geben, um Ausschreitungen und die Ver- die Gewerkschaften 185, das Parlamentarische Komitee 13 Dele öfonomische Ueberlegenheit zu neutralisiren. In der Geschichte folgung Unschuldiger zu verhüten. Ferner wurde beschlossen, girte, zusammen 198; die Sozialdemokratische Föderation 120, diefer Materie ist hervorragend der Kampf der vereinigten Groß- noch mündliche Borstellungen im Yildiz- Kiost zu machen. Die Unabhängige Arbeiterpartei 115. Bei der ersten Abstimmung grundbefizer und Pächter gegen die vielversprechende Organi- Beide Beschlüsse wurden Nachmittags ausgeführt. Abends er zur Wahl des Sektions Präsidenten wurden Mann und sation der Landarbeiter in der Gemeinde Bildt( Provinz Fries- schien der Minister des Aeußern Tewfit Pascha bei dem öfter- Mawdsley gewählt. Die Mehrheit, wenn nicht die Gesammt. land). Nach heftigem Widerstande von seiten der Arbeiter reichisch ungarischen Botschafter Freiherrn v. Calice und gab heit der Delegirten der Sozialdemokratischen Föderation ftimmte gelang es den Gegnern, den gemäßigt auftretenden, die Versicherung ab, daß alles zur Beruhigung der Lage ge- für den ältesten der alten britischen Trades- Unionisten: Mawdsley, aber allerdings sozialdemokratischen Arbeiterverein zu verschehen werde. und sie that es, weil sie, meiner Ueberzeugung nach, den Tradesnichten und die Bewegung völlig zu zerstören. Das Bei den Unruhen am Mittwoch wurde von den Beamten Unionisten beweisen wollte, daß sie ihre Bedeutung in dem Bei der ersten Wahl einer Kommission war im Jahre 1891. E3 waren liberale Grundbefizer, der Ottomanbant niemand getödtet. Durch eine von Armeniern Kongreß anerkannte. welche diesen Sieg errungen hatten, und niemand stand auf, um aus einem Hause der Polizeidirektion von Pera geworfene Bombe schlugen die Delegirten der Sozialdemokratischen Föderation und feine Stimme gegen die Verlegung der Verfassung durch die wurden 6 Gendarmen getödtet, einige verwundet. Auch an der Unabhängigen Arbeiterpartei je zwei Kandidaten vor, die der Kapitaliſten zu erheben. Jetzt sind fünf Jahre verflossen, aber anderen Orten wurden Bomben geworfen. Die Armenier schossen Trades- Unions drei: den Sekretär S. Woods und zwei an auf den Sieg der friesischen Grundbefizer ftud teine aus dem Gebäude der Ottomanbant und aus benachbarten Ge- bere Mitglieder des Parlamentarischen Komitees. Für diese neuen Siege gefolgt. den Industriezentren ebenso aus drei Kandidaten wurden 102-15 und 15 Stimmen abgegeben. haben bäuden auf die Polizei und das Militär, sich die Arbeiter in politisch neutralen", aber jeden- anderen Häusern in Galata. Es muß fonstatirt wer- Da jeder Delegirte zwei Stimmen hatte, so erhellt aus diesen falls tapitalistenfeindlichen Fachvereinen organisirt. Der den, daß die aufgeregte mohamedanische Bevölkerung Zahlen, daß die Gewerkschaftler von 396( 2 X 198) Stimmen, Einfluß der liberalen Bolitiker auf diese Organisationen ist Andersgläubige und Fremde, Fremde, die sich der die sie hätten abgeben können, nur 132 abgegeben haben. gleich Null. Im Süden des Bandes versucht die katholische Unruhe an den gefährdeten Stellen befanden, in keiner Weise bazu kommt noch, daß eine nicht unbeträchtliche Anzahl der für Geistlichkeit, aufgerüttelt durch die Encyclica ,, Rerum Novarum", bebelligte, sondern daß sich ihre Erbitterung nur gegen die Woods abgegebenen Stimmen von Delegirten der Sozialdemo mit allen Mitteln die Führung der Arbeiterbewegung an sich Armenier richtete, die die Uuruhen heraufbeschworen haben. fratischen Föderation herrühren. reißen. Der erste Schritt auf diesem Wege ist der Den Armeniern, die in die Ottomanbant eingedrungen Bei der folgenden Rommissionswahl gaben die TradesVernichtungskampf der unabhängigen Fachvereine. Der waren, wurde, da sie drohten, das Bankgebäude in die Luft zu Unionisten blos 90 Stimmen ab. Für drei Kommissionen hatten Ausstand der Glasarbeiter in der Fabrik des sprengen, nach langen Verhandlungen um 2 Uhr nachts freier sie gar teine Kandidaten. Bei der Wahl der Organisations. Herrn P. Regout zu Maastricht ist eine Frucht dieses Abzug auf der Privatyacht des Generaldirektors Vincent gestattet. Rommission erhielt einer der Trades- Unionisten, Murray von Strebens der Jesuiten. Der Streit ist die Folge einer Aussperrung. Die Bant hat keinerlei Schaden erlitten und ihren Geschäftsbetrieb den Bergleuten, die meisten Stimmen darunter auch Stimmen Der Fabrikant forderte mehr Arbeit, ohne daß er die ohnehin wieder eröffnet. Jhing on delirodila millor Bund von Delegirten der Sozialdemokratischen Föderation. geringen Löhne entsprechend erhöhte. Die Arbeiter stellten die Heute früh drang mohamedanischer Pöbel, mit Stöcken bench Man muß ferner bebenken, daß die Trades- Unionisten Arbeit ein. Als es schließlich zum Unterhandeln fam, wurde das waffnet, in das Heizhaus in Stambul ein und die höchsten Ehrenposten im Komitee zur Vorbereitung des Biel des Fabrikanten, der die Sache der katholischen Geistlichkeit tödtete dortfelbit, sowie am Bahnhofsplaße 21 armenische Hand- Kongresses und in Verbindung mit dem Rongreß bekleideten. vertritt, flar. Er sagte, alle Arbeiter wieder in seinen Dienst werfer und Laftträger. Ein Maschinist wurde von der Maschine Instip( vom Parlamentarischen Komitee) war Kassirer; nehmen zu wollen, ausgenommen die sieben Worst and 3 heruntergerissen und getödtet; auch mehrere armenische Last- horne( vom Parlamentarischen Komitee). Organisations- Komitee's; E mitglieder des Fachvereins. Das war ein neuer Angriff auf träger, welche von einem englischen Schiffe für die Bahn- des Gowey( Vorftzender das Koalitionsrecht der Arbeiter, dieses Mal zum Zwecke, die gefellschaft bestimmte Kohlen abluden, wurden nieder: des Parlamentarischen Komitee's) hatte in der erften neutralen Fachvereine durch Vereine unter Zeitung von fatholischen gemacht; bei ihrer Verfolgung" brang der Pöbel, froß Sigung des Rongresses den Vorsitz; Mawdsley Proteftes Priestern( fog. geistliche Advisöre) zu ersehen. Diesmal sind es nicht bes des Rapitäns, auch bas Schiff( vom Parlamentarischen Komitee) war troß seiner heftigen nur die Arbeiter, die sich vereint haben, um das heilige Recht ein. Unter den Bahnbeamten entstand eine Panit; die Angriffe auf den Kongreß, und obgleich seine Organisation nicht zu vertheidigen. Die liberale und radikale Bourgeoisie, die sich meisten ergriffen die Flucht, jedoch wird der Bahnverkehr auf- vertreten war Vorsitzender der britischen Sektion und führte 1891 fo merkwürdig stille verhielt, tritt jetzt auch in die Arena recht erhalten. Von dem Vorgefallenen erstattete die Bahn- außerdem den Vorsiß in dem großen öffentlichen Donners als Vertheidigerin des Koalitionsrechtes der Arbeiter. Sie ver- direktion Anzeige bei der österreichisch- ungarischen Botschaft. tags- Meeting in Queens Hall; J. H. Wilson( vom anstaltet Sammlungen, um die streifenden Arbeiter zu unterDer Minister des Aeußern hat dem Doyen der Botschafter Parlamentarischen Komitee) war eingeladen, bei dem Empfang stützen, wobei allerdings ihre alte Sucht, die Arbeiter zu be- mitgetheilt, der Sultan habe angeordnet, die Polizei und die der ausländischen Delegirten am Sonntag Abend den Vorsitz zu vormunden, wieder zum Vorschein kommt. Aus dieser seit 1891 Truppen sollten auch gegen Mohamedaner, wenn diese führen, aber er fam nicht; sein Platz wurde von einem anderen so merkwürdig veränderten Haltung läßt sich die Schluß- Ausschreitungen und Gewaltthaten begehen, die Waffen ge- Gewerkschaftsmitglied eingenommen. folgerung ziehen, daß die soziale Erkenntniß Fortschritte brauchen. Jufolge dessen schreiten die Truppen und die Polizei Sonderbarerweise fährt Genoffe Fischer mit seinen Bes gemacht hat. Die unabhängige Organisation der Ar- energischer ein als bisher. Die Lage scheint ruhiger zu werden; hauptungen in demselben Boote wie der Labor Leader". In beiter ist eine Institution geworden, die man nur in der vergangenen Nacht und heute ereigneten sich nur verein- seiner Nummer vom 15. August brachte Keir Hardie's Blatt noch von katholischer Seite anzupreisen wagt. Aus Neid zelte Vorfälle. In der Nacht brach neben dem russischen Bot folgende Notis: 16 palindrome bole gegen die Katholiken leiht die liberale Bourgeoisie den Arbeitern schaftshotel Feuer aus. Das russische Stationsschiff landete 30 ihre Hilfe. Zu bemerken ist dabei, daß die Annahme des van bewaffnete Matrofen. Das Straßenbild ist unverändert; die Houten'schen Wahlgesetzes, die zweifelsohne in der Ersten Kammer Geschäfte sind zum größten Theil geschlossen.oral suis erfolgen wird, das liberale Herz auch ein wenig empfänglicher Afrika.be odom 193 macht für die Wünsche der Arbeiter. Unter diesen Umständen 9 internationalen Dockarbeiter- Verbandes in Sekretär Bom Anfang des Kongresses verfolgten die Mitglieder der Sozialdemokratischen Föderation eine, den Trades- Unionisten feindliche Haltung( made a dead set on tradesunionists). Bus nächst schlossen fie dieselben von der Vertretung in den Koms missionen aus. U. f. w." Die Justice" erwiderte: dy gegen die Aus- Das europäische Stadtviertel ist in Sicherheit, in dem indischen Kandidaten für diese achausschließen wollte." 140 " 390 iſt es nicht zu erwarten, daß der ampf der Mastrichter Arbeiter zu den Vorgängen auf Sansibar wird für das Recht der Koalition, ein Kampf, der jetzt über 5 Monate amtlich aus London gemeldet: Der Vetter des verstorbenen Sultans, Said bin Hamond, heit ist, daß die Sozialdemokratische Föderation nur sech 3 Bers Das widerstreitet vollständig den Thatsachen. Die Wahre bauert, mit einer Niederlage enden wird. And a 2 fei von den Engländern zum Sultan ausgerufen worden. England. treter für 18 Posten erwählte und nur acht aufstellte, Aus Sansibar wird den„ Times" unter dem 27. Auguft ge- während die Unabhängige Arbeiterpartei, von der ein Mitglied London, 28. August. Eine energische Protestation des meldet: Der Verlust des Feindes beträgt einige 100 Mann. Diese Anklagen gegen uns erhebt, nicht weniger als neunzehn weisung Ben Tillets ist an den belgischen Justizminister, Stadtviertel finden jedoch Plünderungen statt. Zweihundert übrigen Frattionen ausschließen wollte." Poften alle an Lord Salisbury, an Sir Balfour, an Lord Harcourt und an Mann indischer Truppen werden morgen von Mombasa erden englischen Gesandten in Brüssel gerichtet worden. Das wartet. Es ist hier ant Plaze, die deutschen Kameraden daran zu Manifest fordert von der belgischen Regierung Genugthuung, da Nach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus" gilt die erinnern, daß fast jedes Mitglied der Sozialgemotratilyen geberation Mitglied einer Ben Tillet kein belgisches Gesetz überschritten habe. Krisis in Sansibar als beendet. Der neue Sultan dürfte dieselbe Bewertschaft ist, und zwar aktives Mitglied. Spanien. Richtung wie fein Vorgänger innehalten. Die englische Re Mährend die Hirsch- Duncker der englischen Gewerkschaftsbewegung Madrid, 27. Auguft. Der Senat hat den Gefeß gierung beabsichtige feinen Systemwechsel in Sansibar. Die mit der bekannten Vogel Strauß Weisheit betheuern, daß die entwurf gegen die Anarchisten angenommen. gegenwärtige Regierungsform sei überdies viel billiger als eine Trades- Unions nicht sozialistisch feien, erobern diese Männer Solonialregierung, und dieselbe gefalle der eingeborenen Be- und Frauen in aller Stille die Trades Unions und ge Rußland. völkerung, die sich unter der Flagge eines mohamedaniſchen winnen sie langsam aber sicher für den Sozialismus. Und Sultans wohlfüble. Eine Aenderung könnte unnöthige Schwierig in dieser Politit, verbunden mit der wachsenden Erkenntniß feiten mit den Mächten herbeiführen. der Nothwendigkeit, daß die Trades- Unions sich von den bürgerddiol lichen Parteien: Radikalen wie Tories lostrennen und eine unabhängige sozialdemokratische Partei bilden müssen, liegt die srd Butunft des Sozialismus in England. Edward Aveling. Genosse Fischer ist gegenwärtig nicht in Berlin. Genosse Aveling muß sich daher betreffs der Antwort noch gedulden. - Gine interessante Reminizenz theilt die - Gine interessante Reminizena theilt die Wiener Arbeiter- Zeitung" unterm 27. b. M. anläßlich des Barenbefuches mit. Sie schreibt: odry " " : Wenn der Zar heute durch ein Spalier von Soldaten und Polizisten fahren wird, so wird dies ein russisches Bild sein. In eigener Sache. Die zuschauende Menge tann blos über die Roffe der Kavallerie, über die Szakos der Fußtruppen hinweg der glänzenden Es liegt uns fern, auf die zahlreichen Stimmen der bürgerKavalkade, die unsichtbar bleiben wird, zujubeln. Da lefen lichen Presse über den Konflikt in unserer Redaktion, die mehr wir eben zur rechten Zeit in den russischen Blättern eine histo- falsches als richtiges enthalten, auch nur mit einem Worte einzurische Episode, die köstlich und aktuell zugleich ist; man entgehen. Da aber auch ein Parteiblatt das Fehlen des Kollegen Zur Frage des bestrittenen polnischen Mandats sendet nimmt ihr, daß selbst in Rußland einmal der Plan bestand, Ledebour unter unserer Erklärung bemängelt, so sei mit folgender uns der Borstand des Auswärtigen Berbandes der polnischen bei vielen Anlässen, wo dem seitherigen Brauch gemäß Notiz des Berliner Tageblatts" eine Ausnahme gemacht: Sozialisten folgende Antwort, die auch der Redaktion der Petite Bajonnette in einem unheimlichen Kordon blißen, der Bolts- Bur Palastrevolution im Vorwärts" wird uns von wohl Republique" zugeschickt worden ist: apguide menge den Vortritt zu lassen. Das ist schon ziemlich informirter Seite mitgetheilt, daß es in Parteifreifen auffällt, Sie haben einen Brief des Genoffen P. Lawroff, betreffend lange her. Der Aufstand der Defabriften( Dezembermänner), die daß drei der Redakteure, und gerade die einflußreichsten des den Herrn Michalkowski, des vom Internationalen Kongreß aus am Ausgange des napoleonischen Zeitalters, vom Geiste des ganzen Redaktionsstabes, die Reichstags- Abgeordneten Arthur geschlossenen polnischen Delegirten veröffentlicht. Brotz der Westens" ergriffen, in ihrer russischen Heimath eine Konstitution Stadthagen und Ignaz Auer, sowie der ehemalige Achtung, die wir für das Alter und die Verdienste des Geeingeführt wissen wollten, war niedergerungen. Die Theilnehmer, Redakteur der Bolts Beitung" Georg Bedebour, die nossen B. Lawroff haben, müssen wir ihm bemerken, daß meift Offiziere, waren theils gehenkt, theils nach Sibirien geschickt gegen Liebknecht gerichtete Erklärung nicht unterschrieben er sich in eine Angelegenheit mischt, die er nicht kennt. In seiner worden. Papiere und Aften der Berschwörungsmänner fielen in die Hände der Behörden, darunter auch ein fertiggestellter Ent- Wie wenig gut sich die Redaktion des Berliner Tageblatts". Lawroff an uns nicht gewendet, obgleich wir doch die am ganzen Untersuchung über den Herrn Michalkowsti hat sich Gonoffe wurf, wie das russische Volt aus seiner unfäglichen Unwiffenheit, informiren ließ, geht daraus hervor, daß die Reichstags Ab- meisten dabei Interesfirten sind. Daher beweist auch sein Brief Barbarei und Noth, dem gesammten forrupten Beamtenheer zum geordneten Auer und Stadthagen, die unsere Arbeiten in dankens- gar nichts; die ihm durch Sörensagen bekannten„ Borwürfe" Troß, heraus und einem menschenwürdigen Dasein zugeführt werther Weise unterſtüßen, nicht die Stellung von Redakteuren gegen Michalkowski, welche er in allem Ernste diskutiet, werden könnte ich leichter als bas. Die Dakabriften butt nicht einen torfere er haben mit uns gar nichts zu thun. Wir sind auch im Sinne gehabt, das ganze weite Reich in Bezirke einzus nicht beiwohnen. Unser Kollege Ledebour hat seinen Urlaub vor ferner gezwungen, alles das aufrecht zu erhalten, was theilen, für jeden Bezirk einen besonders tüchtigen, menfchen Beginn der Debatte über die Quard'schen Vorschläge angetreten. wir dem Herrn Michalkowski in der polnischen Delefreundlichen und aufgeklärten Mann als Vertrauensmann aus. Da fein Urlaub noch fortdauert, war er nicht in der Lage, auf gation und vor dem Kongreß vorgehalten haben findig zu madem der Bauer und haben." " 750 fra didunia B Afbound brud feine Beziehungen zu dem Verräther Handelsmann Bronisławski und sein Betragen in Warschau, das eines Genossen nicht würdig war. Herr Michallowsti hatte die möglichst beste Gelegenheit, sich von diesen Beschuldigungen zu rechtfertigen, und zwar vor den Vertretern des ganzen sozialistischen Polens; aber er hat davon keinen Gebrauch gemacht." zu der Landstreicher, über die Entscheidungen der Redaktion einen Einfluß auszuüben. 6 der über die haupt jeder, der sich von dem offiziellen Regiment bedrängt Unterzeichnet war somit unsere Erklärung von allen Rebate fühlte, um Rath und werkthätige Hilfe fommen dürfte. Man teuren, die während der Debatte über die Vorschläge Quard's fieht, eine ausgezeichnete Idee; eine Idee, selbst dadurch aus die Redaktion bildeten. gezeichnet, daß Kaiser Nikolaus I., als sie ihm im Wege des Die Redaktion des Vorwärts". amtlichen Berichtes vermittelt wurde, ganz besonderen Gefallen an ihr fand und sie, wenngleich ihr Ursprung revolutionären Charakter hatte, ins wirkliche Leben einzuführen beschloß. Jawohl, Partei- Nachrichten. einzuführen beschloß. Tüchtige, menschenfreundliche. aufgeklärte, Die Ausführungen des Genossen Richard Fischer über uneigennützige Männer thaten Rußland noth. Rußland sollte sie haben. Das Volk in dem ungeheuren Reich follte fortan nicht die Vorgänge innerhalb der englischen Delegation auf dem legten veranlassen ohne Schutz verkümmern, sondern sich in allen Nöthen an internationalen Arbeiterkongreß bewährte, tüchtige Männer wenden dürfen. So bestimmte des Edward Aveling in London, und folgende Erklärung zu senden. Baren Signatur auf die ihm vorgelegten Akten, und der Minister zuzusenden: 96 Eine Parteifonferenz für den Wahlkreis Dortmund. in Dortmund im Lokal von G. Schnier, Unionftr. 8, zu Hörde tritt Sonntag den 20. September nachmittags 1/24 Uhr 31fammen. Anträge sind bis 15. September an den KreisGenoffen Bertrauensmann E. Rehse in Dortmund, Westenhellweg 120, 911 Schwer erkrankt im Zuchthause zu Werden ist, wie die Woronzow erhielt den Auftrag, den Intentionen des Herrschers In dem fonft ausgezeichneten Bericht des Genossen Fischer zufolge einer solchen Institution von Vertrauensmännern des über den Londoner Kongres( Vorwärts" vom 15. August) finden" Rh.- Weftf. Arb.- 3tg." mittheilt, der im Essener Meineibs= Boltes greifbare Gestalt zu geben. Woronzon folgte dem Befehl, sich etliche Frrthümer betreffs des Verhaltens und des Abstimmens prozeß mitverurtheilte Parteigenoffe Gräff. Es dauerte nicht lange, und er war in der Lage, das fertige der englischen Delegirten innerhalb ihrer eigenen Settion. Ueber gute Fortschritte des Sozialismus in den Elaborat der Genehmigung zu unterbreiten. Somit war das Fischer hat nach dem Vorwärts" gefagt:„ Die Gewerkschaften feien Gegenden am Adriatischen Meere berichtet ein bürgerliches Blatt, Institut der Vertrauensmänner eingeführt. Es besteht heute in der furafichtigsten und unverantwortlichsten Weise majorifirt, die Wiener Neue Freie Presse": In jüngster Zeit haben in noch. Es ist die russische Gendarmerie.die Gewerkschaftsführer von allen wichtigen Kommiffionen aus Triest und Muggia verschiedene Zusammenkünfte stattTürkei. a plan worden. Die fozialdemokratische Föderation mit 118 gefunden, bei denen ber in Wien wohnende sozialiſtiſche Arbeitet # isd Delegirten habe sich mit der unabhängigen Arbeiterpartei( 112 führer Buchdrucker Gerin die Aktion für das Mandat der 3um Putsch in Ronstantinopel liegen eine Delegirte) verbündet, und nun bei den Wahlen einfach die 117 Triester fünften Kurie einleitete. Es find auch bereits LokalUnmenge von Depeschen vor. Wir theilen bloß die wichtigsten Gewerkschafts- Vertreter überftimmt." tomitees aufgestellt und es ist gelungen, die nationalen mit. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Hierzu ist zu bemerken: Gegenfäße bis jest auszugleichen, so daß die 1905 din guida ante ali bail shot dog indstars and it ba Arbeiterschaft der verschiedenen Nationalitäten voraussichtlich für den sozialdemokratischen Kandidaten geeint stimmen wird. Nächstens sollen Versammlungen im Görz'schen und im südlichen Istrien abgehalten werden. Die sozialistische Partei ist die einzige, welche bis jetzt die Agitation für die Reichraths- Wahlen in Triest betreibt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Genosse Fein vom übecker Boltsboten", der wegen Preßvergehen zu 11/2 Jahren Gefängniß verurtheilt und gleich in Haft genommen wurde, ist gegen Hinterlegung von 5000 M. Raution vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden. des letzten Streits ausgearbeiteten Spezialtarif nicht mehr einhält. Es sind Abzüge von 50 Pf. bis 2 M. an einzelnen Stücken vorgenommen worden. Badischen Presse" die Gehilfen durch Arbeitsniederlegung Aus Karlsruhe wird berichtet, daß in der Druckerei der Aus Karlsruhe wird berichtet, daß in der Druckerei der Die Anerkennung des neuen Tarifs durchgesetzt haben. " Der Streik der Gerber in Mailand ist beendigt. Der größte Theil der Forderungen wurde bewilligt. Soziales. Gerichts- Beitung. ge= Was die militärische Disziplin erschüttern kann. Eine zugezogen, welche gestern vor der dritten Ferienſtrafkammer des unüberlegte Aeußerung hat dem 19 jährigen Hausdiener Emil Neugebauer eine Anflage gegen§ 112 des Strafgesetzbuches Landgerichts I gegen ihn verhandelt wurde. Nach dem nannten Paragraphen wird derjenige mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft, der eine Person des Soldatenstandes auffordert oder anreizt, dem Befehle des Oberen nicht Gehorsam zu leiften. Dem an und für sich Die Thüringer Tribüne" vom 28. Mai d. J. brachte harmlosen Vorgange liegt folgender Sachverhalt zu grunde: einen Artikel, der sich mit der Magdeburger Staatsanwaltschaft beschäftigte. Es wurden die Fälle angeführt, wo jene Behörde Bu gunsten des Achtuhr Ladenschlusses wurden am die Lieferung für das Eisenbahn- Regiment hat. Am Vormittage Der Angeklagte steht in den Diensten eines Bierverlegers, welcher die Gesuche auf Haftentlassung der Genossen Harbaum und Peus Mittwoch in Hamburg drei große Volksversammlungen in des 9. Juni d. J. war der Angeklagte im Begriff, mit seinem abgelehnt und den gleichzeitigen Strafantritt der Rehle'schen Ehe- Tütge's Etablissement, im Barmbecker Kafino und in Ghler's Wagen auf den Kasernenhof des genannten Regiments zu fahren. leute angeordnet hätte. In dem Artikel war gesagt, die Magdeburger Vereinslokal abgehalten, wo die Parteigenossen Moltenbuhr. Er mußte vor dem Thorwege eine furze Zeit halten, weil gerade Staatsanwaltschaft stehe auf gleicher Stufe mit der Erfurter. Bersammlungen wurde beschlossen, folgende Resolution dem fehrte. Der Offizier rief den Soldaten das Kommando„ Rich. H. Förster und E. Fischer das Referat hatten. In allen der Lieutenant Malbrandt mit einer Abtheilung Soldaten zurückDie Staatsanwälte Maisier Magdeburg und LorenzErfurt ftellten Strafantrag wegen Beleidigung und der verant- Reichstanzler zu überweisen: Die Erhebungen der Reichskommission für Arbeiterstatistik liche Aeußerung gethan haben soll: Das brauchen wir uns nicht tung halten!" zu, worauf der Angeklagte die etwas unverständwortliche Redakteur Wiertelarz ist jetzt vom Erfurter Land- über die Arbeitszeit im Handelsgewerbe haben die Noth. gericht zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. -Das Städtchen Eilenburg in der Proving Sachsen wendigkeit eines schleunigen gefeglichen Eingefallen zu laffen!" Der Lieutenant befahl zunächst dem Hausdiener ,,, das M zu halten" und ließ dann seine Persönlichhat nun auch seinen neuesten Kurs" bescheert bekommen. Der schreitens zum Schuße der Angestellten ergeben. feit feststellen. Im Termine behauptete der Angeklagte, daß er zu Der Vorschlag der Reichskommission, alle Ladengeschäfte seinem Pferde gesprochen habe, eine Angabe, die der Staatsanwalt 4 Vergnügungen ab, die immer in bester Ordnung verlaufen abends 8 Uhr zu schließen, ist das Mindest ma ß dessen, was für eine„ alberne Ausrede" hielt. Der Staatsanwalt hielt das find, wie fich das für fich das für Festlichkeiten sozialdemokratischer zur Abstellung der schlimmsten Mißstände nöthig ist. Berhalten des Angeklagten für geeignet, die militärische Arbeiter von selbst versteht. Am vorigen Sonntag wollte Der gefeßliche Achtuhrschluß ist jedoch für alle kauf- Disziplin zu erschüttern, es sei eine energische männischen Betriebe ohne Unterschied einzuführen, da Strafe geboten, um ihn und seine Gesinnungsübliche Sommerfest feiern, das aus Konzert, Verloosungsspielen und Ball bestehen sollte. Diesmal die Arbeitszeit der Angestellten in Engros- und Fabritgeschäften hat aber die Polizei die aubniß dazu verweigert, weil wegen vielfach der Arbeitszeit der Ladengehilfen gleich kommt oder genossen() vor einer Wiederholung derartiger Reden abzuder politischen Tendenz des Vereins das Fest als Bersammlung sie noch übertrifft. Das tonsumirende Publikum ist im schrecken. Er beantrage gegen denselben eine Gefängnißftrafe von sechs Monaten. Der Gerichtshof hielt nicht für erFortschritts und der im Sinne von§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes zu betrachten Intereffe Humanität ver= wäre, an welches Frauen und Kinder nicht theilnehmen dürften. der Handelsangestellten anzupassen, und wird sich ebenso schnell vorlag, da der betreffende Truppentheil das Kommando seines den Einkauf seiner Bedürfnisse der Arbeitszeit wiesen, daß ein Vergehen gegen§ 112 des Strafgesetzbuches wie bei der Sonntagsruhe auch an den früheren Schluß der Georgesetzten bereits ausgeführt hatte, als der Angeklagte die beanstandete Aeußerung that. Dagegen liege grober Unfug schäfte in der Woche gewöhnen. vor, der mit einer Haftstrafe von zwei Wochen geahndet worden sei. dortige Allgemeine Arbeiterverein hielt feit 1890 jährlich 3 bis er nun das Gewerkschaftliches. " pflichtet, des Die heutige öffentliche Volksversammlung weist die BeAchtung, Lederarbeiter( Portefeniller)! Alle Kollegen hauptung der Gegner des Arbeiterschutes, das Publikum sei werden ersucht, in folgenden Geschäften bis auf weiteres nicht gegen den Achtuhr- Schluß, entschieden zurück, erklärt zu arbeiten: H. Adam, Prinzenstr. 33; R. Rrasemann, fich vielmehr mit den für die Verkürzung der Arbeitszeit kämpfenden Melchiorstraße 7; Heymann u. Co., Dresdenerstraße 82/83; Handelsangestellten solidarisch und verspricht, dieselben moralisch J. Sommer, Reichenbergerstr. 181; Bornemann, Schmid- und materiell zu unterstützen." straße 15, 2oth u. Weinland, Dresdenerstr. 88/89; Eichler, Sebastianstr. 6. Die Lohnkommission. Die Bauarbeiter von Nixdorf und Britz werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Verband der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands, Bahlstelle Rixdorf- Briz. jeden Sonntag nach dem 15. des Monats von vormittags 11 Uhr ab im Lokal von Oskar Lindemann, Hermann- und Steinmetzstraßen Ede, Versammlungen abhält. Angesichts des festen Busammen. schlusses des Unternehmerthums ist es noch mehr als sonst nöthig, daß fich jeder Arbeiter seiner Fachorganisation anschließt. Von den weit über 200 Mann zählenden Bauarbeitern in Rigdorf und Briz gehören aber erst 37 dem Verbande an. Möge deshalb jeder organifirte Arbeiter kräftig mit dahin wirken, daß die indifferenten Bauarbeiter von Rixdorf und Briß die erwähnten Versammlungen besuchen. Die größeren Konfektionsfirmen 3Zwickaus i. S. einigten fich auf fofortige Einführung des Ladenschusses um 8 Uhr abends. So melden die Leipziger Neuesten Nachrichten". · Eine Revolvergeschichte, welche anfangs als versuchter Todtschlag gekennzeichnet wurde, beschäftigte gestern die 139. Abtheilung des Schöffengerichts. Auf der Anklagebant befanden sich der Schlosser Friedrich Taube und der Arbeiter August Berna hrndt, der erstere der schweren Körperverletzung beschuldigt. Am 13. April d. J. spielte sich auf der Treppe, die zur Wohnung des Angeklagten Bernahrndt im Hause Am Nordhafen 6 führt, ein böser Auftritt ab. B. hatte die Ehefrau Taube, welche Ueber die große Arbeitslosigkeit, die gegenwärtig unter ihren Mann verlassen hatte, als Wirthschafterin bei sich auf ben Textilarbeitern Gera's herrscht, berichteten wir genommen. An dem genannten Abende zwischen 7 und 8 Uhr schon. Die„ Reußische Tribüne" theilt jetzt näheres darüber mit. erschien Taube in dem von B. bewohnten Hause und tobte dort Nach einer von der Redaktion derselben aufgenommenen Statistit so lange, bis B. erschien. Nach kurzem Wortwechsel kam es der Webereien Gera's, in der nur über 9 kleinere Fabriken An- Gegner einige Stufen hinuntergedrängt worden war, zog er einen zwischen beiden Männern zum Kampf. Als Taube von seinem gaben fehlen, standen von 7235 insgesammt vorhandenen Web- Revolver hervor und feuerte einen Schuß gegen Bernahrndt ab. fühlen 8853 still. An den im Gange befindlichen Webstühlen Das Geschoß traf diesen in die linke Wange. Er ergriff jetzt den Taube arbeiten zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. und warf ihn die Treppe hinunter, wodurch diefer sich mehrere Unternehmer- Boykott. verein giebt den Wortlaut einer Eingabe an die dortigen Tuch- Anspruch nehmen. Im Verhandlungstermine nahm jeder für Der Aachener Schneidermeister- Rippenbrüche zuzog. Beide Werlegten mußten ärztliche Hilfe in fabriken bekannt, wonach der genannte Verein sich verpflichtet sich den Umstand der Nothwehr in Anspruch. Taube erklärte, Zur Aussperrung der Flensburger Werftarbeiter wurde hat, fernerhin nicht mehr bei solchen Fabrikanten zu kaufen, die daß er ein in seiner Ehre getränkter Ghemann sei, der Mitder Schleswig- Holsteinischen Volksztg." unterm 26. August be in Aachen direkt oder indirekt Detailverkauf ihrer Fabrikate be- angeklagte Bernahrndt behauptete dagegen, daß er die Ehefrau richtet, daß die Schiffsbau- Gesellschaft gestern den Betrieb wieder treiben. Der Schneidermeisterverein glaubt sich durch diesen Taube nur aus Mitleid aufgenommen habe. Es wurde durch eröffnen wollte. Nach einer Mittheilung der Schiffsbau- Gesell- Detailverkauf, der zum theil auch von Angestellten der Tuch die Beweisaufnahme festgestellt, daß Taube seine Ehefrau schaft soll jeder Arbeiter nach Möglichkeit seine seitherige Beschäfti- fabriken, sowie vom Lager der betreffenden Fabriken aus ge- wiederholt mit einem Revolver bedroht hatte. Der Staatsanwalt gung wiedererhalten und zwar zum selben Lohn, der seither gezahlt schieht, schwer geschädigt und hat durch die Eingabe erreicht, daß hielt beide Angeschuldigten im Sinne der Anklage für schuldig worden ist. Der Schiffsbau- Direktor Bredsdorf hat die Zusicherung eine Anzahl Fabriken den Detailverkauf an Nichtangestellte auf- und beantragte gegen Zaube fünf Monate, gegen Bernabendt gegeben, daß diejenigen Arbeiter, welche am Freitag wieder die gegeben haben. Auch die Inhaber von Tuchwaarenläden wollen unter Bubilligung mildernder Umstände 14 Tage Gefängniß. Arbeit aufnehmen, dauernd befchäftigt und gegen Ausschreitungen sich der Eingabe anschließen. Der Bertheidiger des letzteren, Rechtsanwalt Bunge, plädirte für ber Sozialdemokraten geschüßt werben wärden. Ein solcher Was sagen denn die Herren vom Reichsgericht zu diesem dessen Freisprechung, da Nathwehr vorliege. Der Gerichtshof Schuh wird den Arbeitern nicht allein seitens der Schiffsbau- Boykott? erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts. Gesellschaft, sondern auch seitens der Polizewerwaltung zu theil Ueber die Arbeitsverhältnisse im Schuhmacher- Gewerbe werden." Das blöde Gerede von Ausschreitungen der Frankfurts a. M. hat die volkswirthschaftliche Sektion des Der Fall, daß prügelnde Polizisten als Angeklagte Sozialdemokraten" kann an einer Verwaltung nicht wundernehmen, bortigen Freien deutschen Hochstift eine Enquete vor Gericht standen, ereignete sich in Stettin. Wegen Miß die ihr ganzes Personal auf die Straße fette, weil ein Theil veranstaltet. Dieser Tage faßte nun eine Bersammlung niffes durch Mißhandlung hatten fich vor der Ferienftraffammer handlung im Amte bezw. Erpressung eines Geständ deffelben den Stundenlohn auf ganze 30 Pf. erhöht haben wollte der Schuhmacher Frankfurts einstimmig eine des Landgerichts Stettin die Polizeisergeanten eine Forderung so bescheidener Art, daß sie selbst von der Resolution, worin sie ihr lebhaftes Bedauern darüber bürgerlichen Presse als berechtigt anerkannt werden mußte. ausdrückte, daß die volkswirthschaftliche Sektion diese Richard Meier und Wilhelm Lorenz aus Alt- Damm arretirte Meier den Arbeiter Rettner in Alt- Damm, weil er genationalliberalen Bartei und Oberpräsident der Provinz Han- Weiter heißt es in der Resolution:" Die Versammlung hofft, bettelt haben sollte. Schon auf dem Wege nach dem Rath= Im Amtsbereiche des Herrn v. Bennigfen, Führers der Enquete bis heute noch nicht veröffentlicht hat. zu verantworten. Der Thatbestand ist folgender: Am 21. Mai d. J. nover, wird das Vereinsgesetz in nachgerade unverständlicher daß das den Schuhmachern gegebene Versprechen zur Einlösung hause erhielt der Arrestant von Meier zahlreiche Stöße und Weise ausgelegt. In der Hauptstadt der In der Hauptstadt der Proving, in gelangt." Hannover, hatten die Buchbinder zu Sonnabend eine Man sollte meinen, daß sich die Resultate einer lokalen dadurch zu entrinnen, daß er in ein Bureau floh. Meier folgte Man sollte meinen, daß sich die Resultate einer lokalen Schläge; im Rathhause angelangt, fuchte Rettner feinem Beiniger öffentliche Versammlung der in den Buchbindereien beschäftigten Enquete allerdings etwas früher veröffentlichen lassen, als erst ihm und warf ihn zur Thür hinaus, so daß Rettner der Länge Personen einberufen, um über den Streit ihrer Stuttgarter Fach- nach zirka vier Jahren. nach auf den Flur fürzte. Dann nahm der Polizeibeamte noch genoffen zu berathen. Als das Bureau gewählt war, wurde seinen Säbel und trieb seinen Gefangenen unter fortwährendem deffen Vorsitzender vom überwachenden Polizeibeamten aufSchlagen über den Hof bis in die Arrestantenzelle. Kaum hatte gefordert, die Arbeiterinnen aus dem Saale zi Rettner sich hier einige Minuten erholt, als Lorenz erschien und von weisen. Dieser weigerte sich mit dem Hinweis darauf, daß die Ver Ein gekündigter Arbeiter darf sich ohne Erlaubniß deß ihm verlangte, er sollte gestehen, wer die letzten Feuer in Altdamm fammlung eine öffentliche sei, und das veranlaßte den Polizei- Arbeitgebers oder seines Vertreters während der Geschäftsstunden angelegt habe. Rettner fonnte teine Auskunft geben und wurde beamten, die Versammlung für aufgelöst zu erklären, da sie ein nicht nach einer anderen Stellung umsehen. So hat die Kammer V dafür von Lorenz fortwährend mit Säbelhieben traktivt. Rettner politischer Verein" sei. des Gewerbegerichts entschieden. Der Technifer Sch., brachte die Sache zur Anzeige, und es wurde, wie die„ DitfeeNun brat' uns einer den Storch! Eine Fachversammlung, welchen sein Chef Labaschin gekündigt hatte, bat dessen Vertreter Beitung" mittheilt, Meier zu sechs Monaten Ge die sich mit einer reinen Fachangelegenheit beschäftigt, soll ein um die Erlaubniß, sich nach einer in der Zeitung ausgeschriebenen fängniß, Lorenz aber zu einem Jahre Zuchthaus politischer Verein sein! Ist das auch noch preußisches Vereins Stellung bemühen zu dürfen, wurde aber abschlägig beschieden verurtheilt. Von einer Verhängung von Ehrenstrafen wurde gefeß und wo bleibt§ 152 der Reichs Gewerbe Ordnung? Da er indeß großen Werth darauf legte, alsbald über sein Abstand genommen, weil den Beamten im übrigen von ihren Er stabilirt doch gerade in Beziehung auf die Erstrebung ferneres Fortkommen beruhigt zu sein, verließ er trotzdem das Vorgesetzten ein gutes Zeugniß ausgestellt wurde. Lorenz wurde befferer Arbeitsbedingungen die Freiheit der Koalition! Bureau zu dem erwähnten Zwecke. Der Chef bestrafte dies mit sofort nach Verkündigung des Urtheils verhaftet. Wir sind begierig zu wissen, nach welchen Rechtsgrundsäßen jetzt seiner sofortigen Entlassung, worauf Sch. beim Gewerbegericht in Hannover die Gewerkschaftsbewegung behandelt wird. Wer hat Luft, sich beim Militär zu beschweren? In auf Gewährung einer Lohnentschädigung wegen unberechtigter der Bolts Zeitung" lesen wir: Bizefeldwebel H. der zweiten = Aus= Soziale Rechtspflege. fortzugehen, dennoch thut. " Ueber den Zigarrenmacherstreik in Geldern berichtet die Dr. Leo führte zur Begründung aus: Mit schwerem Herzen Kompagnie des in Erlangen garnisonirenden 19. Infanterieweisungen! Bwei Bigarrenarbeiter, Holländer, sollen fich habe der Gerichtshof die Frage, ob Kläger plötzlich entlassen Mannschaft übermäßig anstrengte, erhielt drei Tage ges lästig" gemacht haben, sie wurden ansgewiesen. Da wir wußten, lassen der Arbeit vor und somit ein Grund zur Entlassung. was für ihn die schwerste Strafe ist. Der Soldat, welcher sich werden durfte, bejaht. Objektiv liege ein unbefugtes Verlinden Arrest, außerdem wurde ihm die Kapitulation entzogen, daß die beiden in Arbeit standen, erkundigten wir uns Der Gerichtshof könne jedoch nicht umhin, auszusprechen, daß es nach dem Grund des„ Läftigmachens". Wer beschreibt unser Er- eine Härte sei, jemandem die Erlaubniß zu verweigern, sich eine wegen dieser Behandlung beschwerte und in bezug auf die Entstaunen, als wir hörten, daß einer der beiden etwas auf die Liste Stellung zu suchen, und ihn dann Knall und Fall zu entlassen, fernungen, auf welche die Mannschaft Laufschritt machen mußte, für die Streifenden gezeichnet, und der andere einem Wirthe Ausunrichtige Angaben machte, erhielt drei Tage strengen kunft über die Art des Bezugs und über den Preis der„ Bolts- wenn er dies trotz des Berbotes, während der Geschäftsstunden Arrest! In der Hauptsache waren die Angaben richtig, sonst tribüne" ertheilt hat. Und wegen derartiger Sachen werden gänz wäre gegen den Feldwebel wohl nicht eingeschritten worden. lich unbescholtene Bürger, welche verheirathet sind, aus Akkordberechnung bei berechtigter Unterbrechung des gewiesen. D, du herrliche preußische Freiheit! Weiter Akkords. Der Mechaniker M., welcher von der Firma schreibt das genannte Arbeiterblatt: Bei Meenwesen 2. Löwe u. Komp. unter Ausschluß der Kündigungsfrist engagirt u. Komp., Nachf. W. Look, find sämmtliche Arbeiter worden war und bei derselben in Attord" beschäftigt wurde, Depelchen und lehte Nachrichten. gefündigt worden, weil sie nicht aus dem Verband austreten verließ die Arbeit bortselbst vor Fertigstellung eines Affords. Hamburg, 28 Auguft.( W. T. B.) An dem Schaden bei wollten. Der Firma beabsichtigt wahrscheinlich, die Fabrik mit Lehr- Die Vollendung deffelben übertrug darauf die Firma einem anderen dem heutigen Brande auf Steinwärder, welcher die Höhe von lingen weiterzuführen, deren sie 10 beschäftigt. Bei Loof arbeitete auch Arbeiter und stellte dann M. nach Abzug dessen, was dieser Ar annähernd 3 Millionen Mark erreicht, partizipiren gegen an Lohn erhalten hatte, den der dritte Bevollmächtigte des Verbandes. Derselbe hatte einen beiter Rest der ver Kontrakt am 1. August 1896 mit Loot gemacht. Trotz dieses abredeten Affordsumme zur Verfügung. M. glaubte aber hier- 40 Versicherungs- Gesellschaften des In- und Auslandes. Der Kontrattes mußte er fofort die Fabrit verlassen, weil er der durch benachtheiligt zu sein und machte deshalb beim Gewerbe- Schaden an Gebäuden wird voraussichtlich 200 000 Mart nicht Aufwiegler" fei. Natürlich hat der Arbeiter Loot verklagt. Die gericht einen Anspruch auf Bezahlung von 40 Arbeitsstunden übersteigen. Die bisherigen polizeilichen Vernehmungen haben Polizei duldet auch nicht mehr, daß die Streifenden Boten an mit insgesammt 20 m. geltend. Die Kammer V unter dem eine Fahrlässigkeit nicht ergeben, es scheint vielmehr eine Selbstder Bahn stehen, um Zuzug abzuhalten; ein Beamter erklärte, Vorsiz des Magistrats- Assessors Dr. Leo wies jedoch die Klage entzündung vorzuliegen. Rom, 28. Auguft.( W. T. B.) Wie die„ Agenzia Stefani" daß er Befehl habe, unweigerlich jeden zu verhaften, der sich an mit folgender Begründung ab: Der Kläger möge im Nachtheil meldet, entspricht die Nachricht des New- York Herald", daß der Bahn sehen lasse. Ueberhaupt würde auch Gendarmerie nach sein, indessen habe er den Schaden zu tragen, der aus Italien au Brasilien ein Ultimatum richtete, den Thatsachen bis der Fertigstellung des Affords durch einen zweiten Arbeiter an In Hamburg versucht das Unternehmerthum die Stein. für ihn erwuchs, denn er felbft hätte ja den Schaden verschuldet. ieht nicht. Konftantinopel, 28. Auguft.( W. T. B.) In der Nacht arbeiter zu maßregeln, die im Frühjahr gestreift haben. Das Wenn auch die Kündigung ausgeschloffen gewesen sei und Kläger veranlaßte die Steinarbeiter zu dem Beschlusse, bevor nicht die demnach zur Arbeitsaufgabe berechtigt war, tönne doch nicht ge- vom 26. zum 27. d. M. wurde die Verfolgung der Armenier abgereiften verheiratheten Kameraden wieder in Hamburg Arbeit fagt werden, daß bei der Unterbrechung des Affords durch M. durch die Türken fortgesetzt. Das Militär verhielt sich an einbekommen, bei Einstellung fremder Kräfte sofort die Arbeit ein Verschulden desselben vorliege. Dieses sei eben darin zu elnen Orten passiv, an anderen hat es die Ansammlungen des finden, daß er ohne zwingenden Grund fortblieb und den Attord mohamedanischen Pöbels zerstreut. In Galata schoffen Mittags niederzulegen. unvollendet zurückließ. Der Arbeiter, welcher die Arbeit weiter die in die Häufer geflüchteten Armenier auf die Truppen, welche toftet. Unter den Einnahmen befinden sich 6646 M., die aus dem zahlt erhalten und Kläger hätte sich somit den entsprechenden Sierbei wurden einzelne Geschäfte, auch die von fremden UnterDer Maurerftreit in Oldenburg hat rund 8500 M. ge- machte, habe seine darauf verwandte Mühe nur angemessen be- mit Salven erwiderten und sich mit Hilfe der mohamedanischen Bevölkerung der Armenier bemächtigten und sie niedermachten. Bentral- Streiffonds gewährt wurden. Abzug von der Akkordsumme gefallen lassen müssen, gleichgiltig, thanen, zerstört. Alle Geschäfte wurden geschlossen. Die Zahl In Leipzig haben 8 Tischler der Firma Schärling ob er au turs gekommen sei oder nicht. der armenischen Opfer wird auf mehrere Hundert, ja auf Tausend u. Schwarz die Arbeit eingestellt, weil die Firma den während angegeben. Die Berlufte der mohamedanischen Truppen find gering. Geldern kommen. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 202. Sonnabend, den 29. August 1896. 13. Jahrg. Lokales. oder Vollständigkeit der Urliste etwaige Einsprache erhoben ist man jetzt bei dem Bau der Niederlaufiger Eisenbahn wieder werden. Arbeiter sind bekanntlich, wenn auch nicht dem Buch auf ein sehr ausgedehntes Urnenfeld gestoßen. Dieser an der Den Parteigenoffen des 2. Berliner Reichstags- Wahl- laben des Gesetzes nach, so doch thatsächlich von der Mitwirkung 3aafower Saide gelegene germanische Begräbnißplatz ist schon kreises hiermit zur Kenntnißnahme, daß am Montag, den in Schöffengerichten ausgeschlossen. Auch diese niedersten Ge- seit mehreren Jahren bekannt. Er wurde im Jahre 1878 von 31. August, eine Gedächtnißfeier zu Ehren unserer richte werden daher von der großen Masse der Bevölkerung als dem Gymnasialdirektor Tschiersch und Sanitätsrath Dr. Robert verstorbenen Vorkämpfer im Lokale des Herrn Marten, Klassengerichte bewerthet. Behla- Luckau entdeckt und lieferte bereits eine große Anzahl von Friedrichstr. 236, abgehalten wird, und zwar unter gefälliger Er deutet darauf hin, Mitwirkung des Gesangvereins Kreuzberger Harmonie". Bismardblatt, den„ Neuesten Nachrichten", finden wir eine Mit- daß in feiner Nähe früher ein Wohnort gelegen hat, der später Ja, Baner, das ist ganz was anders! In dem hiesigen einzelnen prähistorischen Thongefäßen. Die Feftrede hält der Reichstags- Abgeordnete u beil. Die theilung über eine nachts 122 Uhr in dem Betriebe der hiesigen gehörige Urnenfeld, welches bei Gelegenheit der Exkursion der Reichstags- Abgeordnete ganz verschwunden ist. Denn das weiter abliegende zu Zaakow Versammlung ist eine öffentliche. Wir laden deshalb auch die Bäckereibesitzerin, Wittwe R., erfolgte Revision, worüber folgendes Berliner anthropologischen Gesellschaft nach Luckau im Jahre 1877 Frauen noch besonders ein. Mit der Bitte an die Genossen, rege Lamento losgelassen wird: für zahlreichen Besuch dieser Versammlung zu agitiren, bemerken wir noch, daß sonst keine weiteren Festlichkeiten im 2. Berliner vorgenommen? Frau R. steht früh um 4 Uhr auf, muß den nach den Formen der Gefäße stimmen jedoch die beiden Urnen" Wozu in aller Welt werden diese Revisionen in der Nacht näher untersucht wurde, befindet sich dicht am Dorfe in den dortigen Sandgruben. Nach der Einrichtung der Gräber und Reichstags Wahlkreise zu diesem Zwecke veranstaltet werden. ganzen Tag über dem Geschäft und der Wirthschaft Die Sigungen der Preßkommission finden an jedem und geht abends 101/2 Uhr abgeradert zu Bett, nach 18/ 2ftünfelder chronologisch genau überein. ersten Donnerstag im Monat statt; Beschwerden u. s. w., welche diger Arbeitszeit. Ist es nicht unerhört, einer bejahrten, um ihre Polizeibericht vom 27. Auguft. Nachmittags wurde den lokalen oder Annoncentheil des„ Vorwärts" betreffen, sind Existenz ringenden Frau das Leben so zu erschweren? Jungen, an der Ecke der Dresdener- und Alten Jakobstraße der zehnan eines der nachstehend verzeichneten Mitglieder zu richten: fräftigen Männern verbietet man, länger als 12 Stunden zu jährige Sohn des Magistratssekretärs Walter von einer Droschke Für den 1. Wahlkreis: arbeiten, gegen ein solch' armes Wesen aber, weil sie überfahren und am Kopfe verlegt. Vor dem Hause StalizerUnternehmerin ist, giebt es teine Rücksichten. Was nüßen Straße 33 lief der 37 jährige Arbeiter August Bogen in der Beruhigungspulver der Herren Geheimräthe. Trunkenheit gegen vorüberkommenden Wagen Polizei und Gericht gehen nicht danach, wie es der Herr Ge- elektrischen Straßenbahn, gerieth unter die Räder und erlitt eine Er wurde nach dem Krankenhause heimrath gemeint hat, sondern nach dem Buchstaben der Ver- Verlegung am linken Senie. ordnung und Ausführungsbestimmung. Durch Uebereifer der Am Urban gebracht. In der Nacht wurde in der LindenBeamten werden die Bestimmungen häufig noch recht sehr verstraße ein ungefähr 50 Jahre alter Mann durch eine überschärft. Diese Revisionen haben, wie uns mitgetheilt wird, in mäßig schnell aus der Friedrichstraße tommende Droschte übergroßem Maßstabe stattgefunden, doch nur in einigen Revieren fahren und am Kopfe so erheblich verletzt, daß er bewußtlos Er wurde in die Charitee übergeführt. Der von des Nachts. Die Haltung der Gesellen war ausnahmslos eine liegen blieb. den Meistern wohlwollende. Auch sie sehen ein, daß es unmöglich dem Publikum festgehaltene Rutscher Anton Hinzmann wurde zur ist, die Verordnung zu halten." Wache gebracht. Herm. Soyka, Lübbenerstr. 14 II., Joh. Timm, Alte Jakobstr. 18/19. Für den 2. Wahlkreis: Paul Jakob, Gneisenaustr. 82 II. bei Springer, H. Knüpfer, Schöneberg, Goltstr. 17, Quergebäude III. Für den 3. Wahlkreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7, IV. vorne. August Pohl, Staligerstr. 118, III. Für den 4. Wahlkreis: ( Für den Osten): W. Schulz, Weidenweg 5, 1II. ( Für den Südosten): Paul Böhm, Görlizerstr. 58/54. Für den 5. Wahlkreis: Leopold Liepmann, Straßburgerstr. 12, part. Adolf Roth, Dragonerstr. 49. Für den 6. Wahlkreis: Otto Näther, Anklamerstr. 44. Otto Schmidt, Schwedterstr. 22, Seitenflügel IV. Die Parteigenoffen in Reinickendorf machen wir darauf aufmerksam, daß die veranstaltete asfalte feier am Sonntag, den 30. August im Restaurant Seebad" nicht stattfinden kann. Der bisherige Bächter ist nach bekanntem Muster auf Beranlaffung des Besizers plötzlich seines Pachtrechts ver Iuftig gegangen. Diejenigen Parteigenoffen, welche bereits im Besitz von Billets sind, wollen dieselben aufbewahren, da in kürzester Zeit das Fest trosdem abgehalten werden wird. Das obenbezeichnete Lokal ist selbstverständlich bis auf weiteres zu meiden, Das Komitee. 23 Mal durch da alle Das Bismarckblatt fügt dieser in Form einer Zuschrift wiedergegebenen Klage noch folgende Bemerkung hinzu: Es erübrigt noch die Frage, ob dieses nächtliche Einbringen mit dem Artikel 6 der preußischen Verfassung und dem Gesetz vom 12. Februar 1850 über den Schuß der persönlichen Freiheit vereinbar ist." Diese Veröffentlichung ist hochcharakteristisch. Sie zeigt, wie fremd dem Unternehmerthum bisher alles war, was sich als Polizeifcheererei oder auch nur als behördliche Kontrolle deuten ließ. Eine gewissenhafte Revision der Bäckereibetriebe ist durch das provokatorische Verhalten der Meister geradezu heraus gefordert worden, und feinerlei Anzeichen deutet darauf hin, daß in dem angeführten Falle die Polizei ausnahmsweise brüst auf getreten wäre. Und doch ein Halloh diesertivegent, faft als ob die Revision ein Stück Hochverrath in sich schlösse. Die Presse aber, die im Interesse des Unternehmerthums in einem solchen Wehgeschrei schauspielert, ist dieselbe, die den drückendsten Maßregeln, den härtesten Gefängnißstrafen zujauchzt, wenn sie über Arbeiter und deren Vertreter verhängt werden! " einen Aus den Nachbarorten. der Die Laffallefeier in Pankow Nieder- Schönhausen. Gewinnnummern werden am Sonntag im Anzeigentheil des Vorwärts" veröffentlicht. Die Gewinne find beim Genossen Karl Hoffmann, Pankow, Mühlenstr. 26, abzuholen. Müggelbergen fonnte man tausende von Langbeinen beobachten, Die Störche haben sich verabschiedet. Hinter den die sich zu dem gemeinsamen Fluge nach dem Süden gesammelt hatten. Aus Rixdorf. Im Dienste verunglückt ist vorgestern Nachmittag der hier stationirte Fußgendarm Güttler. Als derselbe am Kottbuser Damm eine Bäckerei revidiren wollte, stürzte er infolge Ausgleitens die zur Backstube hinabführende Treppe hinunter und erlitt mehrere Rippenbrüche. Unverrichteter Sache mußte Ein Jahr auf Probe" heirathen wollte ein junger Mann, der fürzlich mit seiner Auserwählten und den üblichen Die Feuermeldungen werden in Berlin mehr und mehr Trauzeugen auf dem Standesamt in Rigdorf erschien. Als der burch öffentliche automatische Melder übermittelt. Das Berliner Aquarium ist seit gestern wieder in dem Standesbeamte die bedeutungsvolle Frage an ihn gerichtet hatte, Im Jahre 1895/96 gingen( abgesehen von 35 nicht das Stadt- Besitz zweier menschenähnlichen Affen, eines Gorilla und ob er gewillt fei, mit Fräulein N. N. die Ehe einzugehen, antgebiet betreffenden Meldungen) im ganzen 1858 Feuermeldungen eines Chimpansen. Bekanntlich gehört der Gorilla zu den wortete er zwar mit einem kräftigen Ja!", fügte aber gleich zur ein; davon betrafen 92 Großfeuer, 167 Mittelfeuer, 1294 Klein- feltensten und daher kostbarsten Bewohnern von zoologischen großen Ueberraschung der Anwesenden hinzu: ,, Aber nur auf fener( außerdem fanden noch 5731 Kleinfeuer ohne Alarmirung Anstalten. Gegenwärtig besitzt nur der zoologische Garten in ein Jahr!" Vergebens versuchte der Standesbeamte den anber Feuerwehr statt), 283 blinden Lärm, 22 böswilligen Alarm. London ein Exemplar diefes höchststehenden aller menschenähn- gehenden Ehemann von der Unzulässigkeit einer solchen ProbeDie Meldung erfolgte 544 Mal durch Polizeistation, 59 Mal lichen Affen. Die beiden Thiere famen vor wenigen Tagen mit Heirath zu überzeugen. Dieser beharrte vielmehr bei seiner burch Feuerwehr= Station mit Weitermeldung, 339 Mal durch einem Wörmann'schen Dampfer aus Gabun, der an der Forderung„ Einjährigen Ghedienstes" und selbst die Bitten und Feuerwehr Station ohne Weitermeldung, 865 Mal( 461/2 pt.) Westküste des äquatorialen Afrika gelegenen französischen Thränen seiner Braut vermochten ihn nicht in seinem Entdurch öffentliche automatische Melder, 28 Mal private automatische Melder, durch Besißung, in Hamburg an und wurden durch Vermittelung des schlusse wankend zu machen. Fünf Jahre früher, Telephon. Thierhändlers Hagenbeck vom Berliner Aquarium erworben. Daher das Brautpaar mit den Trauzeugen wieder nach Hause 1890, erfolgten von 1240 Meldungen erst 442( 351/2 pet.) durch öffentliche auto- lange in der Gefangenschaft aus. insgesammt nach den bisherigen Erfahrungen hält der Gorilla leider nicht gehen. matische Melder. Die Zahl dieser Melder ist inzwischen von 85 auf 116 vermehrt worden, und es soll weiter in der Ver- Abg. Träger hat, wie die Freifinnige Zeitung" berichtet dichtung des Melderneges fortgeschritten werden, bis von jeder den Titel Justizrath erhalten. Doch nicht für seine Gedichte? Stelle des Stadtgebietes ein öffentlicher Melder in 3 Minuten mäßigen Laufens erreicht werden Staatsanwalt Lorenz aus Erfurt soll in einem Berliner tann. Von den im Krankenhause gestorben sein. Er hatte, wie ein hiesiges Blatt Jahre 1895/96 vorhandenen öffentlichen Meldern wurden am schreibt, behufs Heilung eines langjährigen Leidens die Anstalt häufigsten benutzt: 31 Mal der am Rottbuserplay, 31 Mal der aufgesucht, um sich einer Operation zu unterziehen. Diese war in der Potsdamerstr. 87, 30 Mal der in der Koppenstr. 72. auch glücklich gelungen, als unerwartet der Tod eintrat. Stimmt Unter 10 Mal wurde keiner benutzt. Bu bedauern ist allerdings, diese Nachricht, so hat die Sozialdemokratie Ursache, einen ihrer daß die öffentlichen Melder die böswilligen Alarmirungen er intimsten Feinde zu betrauern. Wenige haben in ihrem Wirkungsleichtern. Von böswilligen Alarmirungen famen 20 auf öffent freife fo sehr wie Staatsanwalt Lorenz es verstanden, wider willen liche Melder. Dieser Unfug, der vielleicht weniger auf Nichts für die Sozialdemokratie Propaganda zu machen. würdigkeit als auf tindische Gedankenlosigkeit zurückzuführen ist, trägt leider mit dazu bei, den Mannschaften ihren ohnehin nicht leichten Dienst noch mehr zu erschweren. Auf der Pulverfabrik in Spandan hat sich dem„ Anz. f. b. H." zufolge vorgestern gegen Mittag ein gräßlicher Unglücks fall ereignet. Während ein Klempner dort an seiner Lötmaschine beschäftigt war, plagte plötzlich deren Kessel und der Verschlußdeckel flog dem Arbeiter mit voller Wucht ins Gesicht. Dadurch wurde das rechte Auge dermaßen beschädigt, daß es die Sehkraft wohl für immer verlieren wird. Außerdem wurden dem Verunglückten beide Backen vollständig aufgerissen, so daß die Zähne bloß lagen. Auch das Nasenbein wurde gebrochen. Der Arzt des Feuerwerks- Laboratoriums wurde sofort herbeigeholt, der die Risse nähte und einen Verband anlegte. Der Bedauernswerthe, der Frau und Kinder zu ernähren hat, wurde dann mittels Krantenwagens ins Krankenhaus gebracht, wo er wohl längere Beit daniederliegen wird. stod Der Militär- und Sanitätsverein„ Deutsches Baterland" schreibt uns: In der Beilage zu Nr. 199 Ihrer Zeitung vom Auf der Neuen Pulverfabrik ereignete sich vorgestern Nachs Nach einem Beschlusse der städtischen Deputation für 26. d. M. haben Sie unter der Spigmarke„ Ein großes Unrecht mittag abermals ein schwerer Unglücksfall. Ein Schlofferlehrling Kunstzwecke foll bekanntlich das von dem Bildhauer Brunow begehen die Antisemiten" einen Artikel veröffentlicht, welcher sich war an einer Maschine beschäftigt und gerieth dabei mit der gefertigte Broncebildwerk, eine„ Wäscherin" nebst dem sie tragen- mit unserem Verein befaßt. Es heißt darin, daß derselbe aus- linken Hand zwischen deren Kammräder, wobei ihm zwei Finger den Laufe bez. Springbrunnen auf dem dreieckigen Perron auf schließlich aus Jsraeliten bestehe. Diese Behauptung ist unwahr; zerquetscht wurden. gestellt werden, der sich am linken Spree Ufer unterhalb der vielmehr zählen Angehörige der evangelischen, katholischen und Um 10 000 Mark geschädigt hat eine Schwindlerin das Waisenbrücke zwischen der Wallstraße, der Straße Neu- Cölln am jüdischen Religion zu unseren Mitgliedern. Wie wir nachträge Bankgeschäft von S. Kann in Potsdam. In das Geschäft kam Wasser und dem städtischen Bark befindet. Mit der Herstellung lich erfahren, sind allerdings nicht alle Mitglieder des Vereins am 21. d. M. eine Frau, die sich Frau Reuter aus Werder der Fundamente 2c. für den Brunnen ist nunmehr die 7. Stadt mit dem amüsanten" Sedanabend Jsraeliten. nannte und bot für 17 000 Mart fünfprozentige amortifirbare Bau- Inspektion betraut worden. Von der Staatsanwaltschaft ist die Beerdigung der alte rumänische Rente zum Rauf an. Von einem Angestellten Bezüglich der Erhebung der Bauplas- Stener in Berlin Näherin Bertha Müller aus der Reinickendorferftr. 52 untersagt des Hauses erhielt sie auch 10 000 Mart Anzahlung mit dem Be ift nunmehr beim Magiftrat die Entscheidung des Ober- Ber- worden. Das 20 Jahre alte Mädchen wohnte bei seinem Pfleges merken, daß sie den Rest später abholen könne. Erst zu spät er waltungsgerichts eingegangen, wonach diejenigen Baupläge, vater, dem Handelsmann Raeder, und starb plötzlich am ver- fuhr der Angestellte, daß die gekauften Papiere werthlos sind. deren Baufluchtlinien noch vor dem Jahre 1875 festgesetzt waren, schaft hat zur Ermittelung der Todesursache, die ein Arzt nicht geholt; sie ist auch in Werder nicht gefunden worden. gangenen Mittwoch um 5 Uhr nachmittags. Die Staatsanwalt. Die Verkäuferin hat natürlich die fehlenden 7000 Mart nicht abvon der Steuer zu befreien sind. Ueber die Rückzahlung der bereits gezahlten Steuern hat des Magistrats- Rollegium seinen Be- feststellen konnte, die Leiche beschlagnahmt. schluß noch ausgesetzt. Der ältefte Bürger von Berlin, Schuhmachermeister Rarl Der Stadtverordnete Heilborn hat aus Gesundheitsrück. Brenzler aus der Saarbrückerstraße 12 hat gestern in voller fichten sein Mandat niedergelegt. Derfelbe ist Mitglied der Ver- Rüftigkeit seinen 102. Geburtstag gefeiert. Bielfache Ehrungen fammlung seit 1886. Von dem Gemeindewahl- Bezirk der I. Ab- wurden dem Greise zu theil. theilung bis Ende 1899 gewählt, muß für ihn demnächst eine Die Rathhausstraße, die Sieberstraße und die Parochial. Ersazwahl vorgenommen werden. straße von der Jüden- bis zur Klosterstraße werden behufs Werlegung einer Wasserleitung vom 1. September ab bis auf weiteres Zur Ausführung des Beschluffes der Stadtverord: für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Der Treidelweg auf neten- Versammlung wegen Herstellung des bereits in Angriff bem linken Ufer des Berlin- Spandauer Schifffahrtstanals zwischen genommenen Fußgänger- Tunnels zur Verbindung der der Sandkrugbrücke und dem Nordhafen wird behufs ErSchwarzkopffstraße mit der Feldstraße, unter dem weiterung des Kanals vom 31. d. M. ab bis auf weiteres geBahntörper des Stettiner Bahnhofes, hat sich die städtische sperrt. Bau- Deputation mit dem vom Geh. Baurath Dr. Hobrecht er läuterten Projekte der tgl. Eisenbahn Direktion für die Anlegung auf Antrag seines Vertheidigers bald der königlichen Charitee Der verhaftete Fahrrad- Fabrikant Neumann dürfte eines Bahnhofes im Humboldthain einverstanden erklärt. Die Eine Typhusepidemie ist, wie wir in den N. N." lesen, bei dem 35. Infanterie- Regiment( Prinz Heinrich) in Brandens burg a. H., das sich meist aus Berlinern refrutirt, ausgebrochen. 18 Mann, hauptsächlich vom 3. Bataillon, liegen bereits im Lazareth. Die Bade- Anstalt wurde geschlossen. Gewerbe- Ausstellung 1896. Ein gemeinsames Entree von einer Mark für den Besuch der Hauptausstellung, Alt- Berlin, Kairo und der Kolonialausstellung wird fortan jeden Mittwoch erhoben. Nur in der nächsten Woche fällt der Marktag auf den Montag, und zwar weil am Mittwoch St. Sedan ist! lich, soweit wir uns erinnern, nur für den Donnerstag ein erUeber die Frage der Zweckmäßigkeit dieser Maßregel ist man im Publikum sehr getheilter Meinung. Während anfäng Kosten des Baues, einschließlich einer gedeckten Halle, die fich behufs Beobachtung seines Geifteszustandes überwiesen werden. höhtes Entree erhoben wurde, ist später noch der Dienstag Nach auf 75 000 m. beziffern, sollen in den nächstjährigen Etat ein- Hilflos wurde vorgestern Nachmittag an der Jerufalemer mittag und neuerdings ja der Mittwoch als Marktag hinzu gestellt werden. Eine Entscheidung der städtischen Behörden Kirche der 19jährige obdachlose Schloffer Paul Röhl aufgefunden. gekommen. Auf den ersten Augenblick erscheint die Mittwochsüber die eventuelle Herstellung eines Bweigtunnels von den Der junge Mann, den ein Schuhmann in ein Krankenhaus brachte, neuerung äußerst liberal. Zieht man aber in betracht, daß es Vorort- Bahnsteigen des Stettiner Bahnhofes nach dem in Aus- stammt aus Minden. Arbeits- und mittellos wanderte er durch ganz unmöglich ist, an einem einzigen Tage auch nur die führung begriffenen Tunnel ist noch nicht getroffen worden. die Straßen Berlins, bis er endlich an der Jerusalemerstraße Hauptausstellung zu durcheilen, geschweige denn noch drei um fangreiche Nebenausstellungen init zu besichtigen, so dürfte der Der deutsche Schriftsteller- Verband wird am Sonntag, schwerkrank zusammenbrach und liegen blieb. ben 6. September cr. mittags, im Stadtverordneten- Sigungssaal, Verschwunden ist der 16jährige Emil Kolhorst, Sohn eines Vortheil, den das Publikum aus dem angeblichen Entgegen. feine erste Sigung abhalten. Nach Schluß dieser Sigung werden Handelsmannes aus der Koloniestraße 111. In einem Briefe kommen der Ausstellungsleiter ziehen soll, als recht problematisch ben Gästen seitens der Stadt Erfrischungen dargereicht werden. hat er seinem Vater mitgetheilt, daß ihm das Fuhrwert, mit dem erscheinen. er unterwegs war, gestohlen worden sei, und daß er deshalb Die Urlifte derjenigen Personen, welche nach Bestimmungen nicht wieder nach Hause fomme. Dieser Grund, wegzubleiben, des Gerichtsverfassungs- Gesetzes zu dem Amte eines Schöffen bezw. erscheint jedoch wenig stichhaltig. Geschworenen für das Jahr 1897 berufen werden können, ist vom städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, II, Poststr. 16, II, aufgestellt und Unter dem Milchviehbestande des Molkereibesizers Mahs liegt daselbst eine Woche lang, und vom bier, Perlebergerstraße 28, ist die Maul- und Klauenfeuche aus 30. August bis einschließlich 5. September täglich von gebrochen. vormittags 9 bis nachmittags 2 Uhr zu jedermanns Einsicht In dem auffallend urnenreiche Luckauer Kreise, in aus. Während dieser Ausliegefrift tann gegen die Richtigkeit welchem schon so viele werthvolle Funde gemacht worden sind, Herrlichkeiten in Treptow bauen zu helfen. Alle diese Bor zwar Von Maßnahmen, die der großen Masse der Berliner Bes völkerung den Besuch der Ausstellung erleichtern könnten, hält fich die Ausstellungsleitung nach wie vor mit peinlicher Gewiffenhaftigkeit fern. Recht entschieden ist selbst in einigen bürgerlichen Blättern dem geschäftsführenden Ausschuß unter die Nase gerieben worden, daß es nicht allein eine Pflicht der Schicklichkeit, fondern auch geschäftlich vortheilhaft sei, auch denjenigen die Ausitellung zugänglich zu machen, die gut genug waren, die haltungen haben aber nichts gefruchtet; tousequent bethätigen, Stück voran geht ein szenischer Prolog, verfaßt von Fritz Schäfer, die um Kühnemann ihre Arbeiterfeindlichkeit auch in dieser welcher von den Damen B. Arco, Anna Hocke und Carl Weiß Sache. gesprochen wird. Der Vorverkauf der Billets findet bereits am In einem hiesigen Blättchen wurde vor einigen Tagen ein 2., 3. und 4. September statt. immenses Schmerzgeheul über das angeblich bevorstehende Defizit Ibsen's neues Drama, das den Titel„ Leichengeruch" führen der Ausstellung ausgestoßen, das eine geradezu schauerliche Höhe soll, wird im Deutschen Theater gegeben werden. Vertreter der erreichen würde. Die augenscheinlich finanziell start an den Hauptrolle wird Josef Rainz sein. Unternehmungen interessirten so Razenjammer freien Lauf ließen, wortlich machen, i die Mittel 10074 Antrag fand einstimmige Annahme. Unter Veransangelegen heiten tamen noch verschiedene Werkstuben- Angelegenheiten zur Sprache. Sodann wurde noch von Rud. Hahn der Antrag gestellt, die Generalversammlung am Sonnabend stattfinden zu lassen, Zum Schluß machte welcher auch angenommen wurde. eindtke noch bekannt, daß die Hochburg der Freien Vereinigung der Fabrikanten gefallen ist und die an Plötu. Co. gestellten Forderungen bewilligt seien. wurde E3 bie streifenden 190 1131 Kollegen zu Der Herr allgemeine Nationalötonomie. Wesen der gesellschaftlichen Arbeit. Die verbuttionsform. Theorien zur Erklärung des Kapitalismus, die tlaffische Rationalötonomie. Marr Fortführung und Kritik: Werth, Mehrwerth, Birtulation des Kapitals, Profit, Handelsgewinn, Grundrente. Die Tendenzen der freien Konkurrenz und der Emanzipationskampf der ArbeiterDie ökonomische Theorie von Marr in threm Berhältniß zur flaffe. Herr Dr. Konrad Schmidt. Die materialistischen Geschichtsauffaffung) Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen ZeitArbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Borsigender Ab. Neus schriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. mann, Bafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten itebri forum, unter 199 and Umgegend. Friedrich Manteuffelitr. 49, v. 2 im Bereinstalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter fraße Nr. 7, 1 Tr. Menderungen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. alle Buschriften, den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. Auguft, 8% Uhr vorm. Rosens thalerstr. 38 a: Versammlung, Freireligiöse Vorlesung". Um 10% Uhr vorm. Porzellanarbeiter. Sonntag, den 30. Auguft, vormittags 10 Uhr. Bericht des Delegirten von der ebendaselbst: Bortrag des Hun. Waldec Manasse:„ unfehlbartett". thörichter Unflugheit ihrem stageſſiten geute, die hier miten Internationaler literarischer Kongres in Bern. Eine Versammlung der Baudeputirten der Puker begingen zu unserem Gaudium die Albernheit, die Sozialdemo- Davanne, Delegirter der französischen photographischen Ge tratie für den angeblich zu erwartenden Ausstellungsdalles ver- fellſchaft, berichtete am Freitag über das Eigenthum am tagte Mittwoch den 26. b. M. Grenadierstr. 33 bei Buske und antwortlich zu machen; die sozialdemokratischen Massen feien Negativ. Die Frage wird der Arbeitskommission überwiesen. beschäftigte sich hauptsächlich mit der Arbeitsniederlegung der auf Anordnung der Führer" in ostentativer Feindseligkeit" der Der Verleger Layus- Paris berichtet über die obligatorische Kollegen bei dem Puzunternehmer Scharf. Die Deputirten Ausstellung fern geblieben! Hinterlegung aller im Druck erscheinenden Publifationen. waren fast sämmtlich der Meinung, daß man den Kollegen, Es versteht sich am Rande, daß wir die eigentliche Aus- Die Anträge werden im Prinzip gutgeheißen und der welche nun gewillt sind, mit uns gemeinsam zu arbeiten, ftellungsleitung für derartigen Unsinn in teiner Weise verant- Redaktionskommission überwiesen. Maillard- Paris bespricht auch den Weg zur Befferung nicht abschneiden dürfe. beschlossen, zur Erlangung weiterer Beitrittserklärungen zur Berner Konvention und beantragt, Auskunftsbureaus der nächsten Baudeputirten Versammlung einzuladen, fie Sittenpolizei und Kolonialausstellung. In der Volks und Aktionskomitees in den Ländern, welche nicht beigetreten follen dort die Gründe, welche sie zur Arbeitsniederlegung bei Zeitung" lesen wir: Wer auf deutschem Boden lebt, untersteht sind, einzurichten. Der Antrag wird genehmigt und darauf die Scharf veranlassen, tarlegen, es sei ihnen alsdann die Arbeits. den deutſchen Geſetzen. Wo aber findet sich bei uns ein Gesez, Sigung geschloffen. Die redigirte Resolution des Kongresses be- tarte zu gewähren. Eine recht lebhafte Debatte veranlaßte bie welches die Unterſtellung von Männern unter fittenpolizeiliche treffend den Preßschuß lautet: Der Kongreß legt die Frage des Machination des Baumeisters Müller beim Rafernenbau, Aufsicht zuläßt? Uns wird betreffs der Neger in der Kolonial- Schutzes der politischen Artikel zum Studium durch das Arbeits- Tempelhoferfeld, der sich von der Puzern für den niedrigen ausstellung berichtet: Ein Streit schwebt augenblicklich zwischen komitee der Assoziation zurück. Der Kongreß spricht außerdem Sohn von 35 85 Pfennigen pro Quadratmeter Fugenarbeit den Negern und den Polizeibehörden von Treptow. Der Sach- den Wunsch aus, daß der Schutz der Meldungen der Presse un- noch Schrubber und Salzsäure liefern läßt. verhalt, um den es sich handelt, ist kurz folgender: Die Polizei- abhängig von deren Form auf die Tagesordnung des nächsten Baumeister sei auch ein guter Rechner. Er hat deshalb behörden Treptows haben die männlichen Eingeborenen unter Kongresses gesetzt werde. dan binne den Pußern den Lohn auf 60 Pf. pro Stunde herabgesetzt. Leider fittenpolizeiliche Kontrolle gestellt und haben selbst haben sich Spandauer Pußer bereit gefunden, dafür die Verheiratheten mit den intimften, oft wiederholten Revisionen merkwürdige Wirkung unsichtbarer Sonnenstrahlen wurde kürzlich sollen den Bau so lange meiden, bis der Baumeister Müller Ein Seitenstück zu den Röntgenstrahlen. Eine neue zu arbeiten, die Baudeputirten beschlossen: die Berliner Kollegen nicht verschont. Eine Zeitlang hatten sich die Eingeborenen, von Dr. Parker entdeckt, die ein interessantes Seitenstück zu der den tarifmäßigen Preis und 7 M. Lohn pro Tag zahlt. In wenn auch mit verhaltenem Grimme, diese Revisionen gefallen jenigen der Röntgenstrahlen bildet. Wenn man nämlich eine Glas den Versammlungsbericht der Puzer vom Montag, den 24. August, laffen, als man sie aber zwang, sich in Gegenwart einer ganzen oder Metallplatte in eine photographische Kamera einsetzt und das sind dem Berichterstatter einige fehr arge Irrthümer unterlaufen. Anzahl von Europäern zu entblößen, war es mit dem Gehorsam vorbei. Die Leute erklärten, sie seien gesund und hätten über- Objektiv so gegen die Sonne richtet, daß das Bild der letzteren Es heißt da, Dietrich meint, daß man zunächst erst für einen haupt nicht nöthig, sich untersuchen zu lassen, wenn es ihnentlar und scharf auf der in keiner Weise präparirten Platte erscheint, Tagelohn für 8 M. als für den Achtstundentag eintreten folle. die so belichtet gewesene Platte im Dunkelzimmer aus der Dietrich hat gerade das Gegentheil gesagt. Er führte wörtnicht paßte. Dem Arbeitsausschuß, welcher das Kamera nimmt und auf eine lichtempfindliche Platte also auf lich aus, am 1. Mai dieses Jahres haben über 1800 Puter in Ansuchen der Treptower Polizei, auf die Neger dahin einzuwirken, daß sie die unter ein Blatt photographischen Papiers- legt, so zeigt sich nach diesem Saal sich für den Achtstundentag erklärt, es sei unsere Pflicht, dieses Gelöbniß zur Durchführung zu bringen und unsere suchung an sich vornehmen ließen, abgelehnt mehreren Stunden, wenn man diese in der Weise entwickelt, wie diesem Saal sich für den Achtstundentag erklärt, es sei unsere hat, ist mit Schließung der Ausstellung gewird, auf der lichtempfindlichen Platte ein Bild der Sonnen- man den Arbeitslosen Arbeit und Brot sichere. Ob uns damit die Entwickelung von Photographien gewöhnlich vorgenommen neue Lohnbewegung mit dem Achtstundentag einzuleiten, damit droht worden. Aber auch durch diese Drohung, die forona. übrigens bald zurückgezogen wurde, hat sich der Arbeitsausschuß ihre Atmosphäre, die gewöhnlich von dem starken Sonnen- der Puzer bedeutend vermehren wird. Der 8 Mark- Tagelohn Unter Korona der Sonne versteht man bekanntlich dauernd geholfen wird, sei nicht anzunehmen, da sich die Zahl Sonnenbauernd nicht bestimmen lassen, Gewalt gegen die Gin- licht überstrahlt wird und deshalb nur bei totalen Sonnensei zwar nicht von der Hand zu weisen, doch ob er durchführbar Bolizei- Organen anheim gestellt, felboenden und hat es ben geborenen finsternissen oder mittels beſtimmter Arten von Fernrohren wahr sei, ist eine andere Frage. Ferner erweckt der Bericht in den Gewalt anzuwenden, wenn sie glauben, hierzu das Recht zu haben. Die An- genommen werden kann. Diese Sonnentorona also erscheint auf gelegenheit ist nun an den Minister gegangen. Unter allen Um- der photographischen Platte abgebildet, während von der Sonnen- Beilen 7-9 den Auschein, als wenn die Lohnbewegung erst begonnen ständen nehmen die Eingeborenen doch ein recht unangenehmes fläche selbst kein Bild entsteht. Höchst merkwürdig ist jedoch der hätte. Es handelte sich um 5 Bauten, welche minderwerthig Bild mit sich, selbst wenn der Minister sich zu ihren Gunsten Umstand, daß, um das Entstehen des Bildes zu ermöglichen, es angenommen wurden, aber durch das Eingreifen der Kommission entscheidet, und welche Schilderung fie später in ihrer Heimath durchaus nöthig ist, daß die in die photographische Kamera ein- für den tarifmäßigen Preis zurückerobert wurden. von diesen Erlebnissen geben werden, dürfte wohl kaum zweifel- gesetzte Platte weder in der Kamera, noch beim Herausnehmen, Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Süd= Kunst des öffentlichen Nedens, Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr haft sein. So wird wohl gerade das, was man in kolonialen noch auch beim Auflegen auf die lichtempfindliche Platte einen oft fchute, Waldemarfir. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gefeße für die Heinrich Schulz Nordschule, Müllerfir. 179a: National- Detonomie. Kreifen durch ihre Heranziehung zur Ausstellung zu erreichen gedachte, guten Leiter der Elektrizität berührt. Sp schtebenen Produktionsformen. Das Charakteristische der fapitalistischen Pro nämlich in ihnen nach ihrer Rückkehr in ihre Heimath Lobredner Reformen auf dem Gebiete der Meteorologie wird die europäscher Sitten zu finden, in das Gegentheil verwandelt Deutsche Eeewarte, wie die National- Beitung" schreibt, werden. Man denke sich nur in die Lage von Leuten, die in gelegentlich der internationalen meteorologischen Konferenz im ihrer Heimath eine Rolle spielen, wie der Häuptling Bruce und kommenden September in Paris vorschlagen und hat den Inhalt Familie aus dem Togolande, der stolze Tonkinkin aus Neu- derselben bereits durch ein an alle meteorologischen Institute verPommern, die verheiratheten Massais 2c. und nun gar die auf fandtes Birkular bekannt gegeben. Ein sehr wesentlicher Punkt, ihre eigenen Kosten hierher gereiften vermögenden Hereros und an welchem eine Verbesserung einzusetzen hätte, sind die WetterWitbois, die sich nunmehr hier unter fittenpolizeiliche Kontrolle telegramme. Das vollkommenste System aur schnellen Beförderung gestellt sehen. Der Herero Josephat ist selbst Lehrer und der Wettertelegramme existirt gegenwärtig in den Vereinigten hält häufig ſeinen Lenten Predigten. Unter ihnen befindet sich Staaten von Nord- Amerika, das sogenannte Circuit- Syſtem. an Dieses verlangt, daß ein Draht zu der Zeit, in welcher diese je ein Neffe des Häuptlings Maherero und des Hendrik Witboi der tapferen Bundesgenossen des Major Leutwein. Die Depeschen zur Beförderung gelangen, einzig und allein für diese Sittenreinheit dieser Leute ist bekannt, und wie sehr sie daher refervirt werde. Das Telegramm wird dann durch diesen Draht unter der Polizeimaßregel leiden, bedarf wohl keiner weiteren an allen Stationen eines Kreises zu gleicher Zeit empfangen. Erläuterung. Angesichts dieser Thatsachen drängt sich die Frage Da diese Wettertelegramme die Grundlage für die Wetterauf, wozu soll diese Maßregel dienen, da irgend ein Grund zu prognosen bilden, so ist ihre schleunige Beförderung oft von größter Bedeutung und kann erheblichen Schaden abwenden. einer Beunruhigung in sanitärer Hinsicht nicht vorliegt? Doch abgesehen von alledem: Wir wiederholen unsere Außerdem sollen alle minder wichtigen Details aus diesen DeFrage: Wo steht es im Gesetz geschrieben, daß in Deutschland peschen fortgelassen werden, um diese zu vereinfachen. Eine an Männern von polizeiwegen Ueberwachungen vorgenommen zweite sehr wichtige Forderung bezieht sich darauf, daß in allen werden, wie sie nur an Dirnen vorgenommen werden dürfen, Ländern die meteorologischen Beobachtungen zu gleichen Tageswelche unter fittenpolizeilicher Aussicht stehen? Vielleicht beant stunden ausgeführt werden sollen. Bisher war zwischen den wortet die Kreuz- Beitung" unsere Frage, die ja auch sonst die Beobachtungszeiten der verschiedenen Länder ein Unterschied von ein bis zwei Stunden. Für England müßte zum Beispiel Treptower Polizei so andächtig bewundert.or agitadijon die Beobachtungszeit von 8 Uhr auf 7 Uhr morgens verlegt Verhaftet wurde Donnerstag Mittag der Kontrolleur Leh- werden. Dem entsprechend müßten auch die Telegraphenbureaus mann, der in der Gewerbe- Ausstellung angestellt ist. Seit längerer früher geöffnet werden, um die Depeschen aufzunehmen. Man Als der Zar nach Berlin kam. Anläßlich des fü Zeit war es aufgefallen, daß Ausstellungsbefucher statt der Karten sieht, daß die erfte und zweite Forderung nicht geringes Ent: Breslau angekündigten Besuches erinnert ein Berichterstatter an gestempelte Kupons von Karten bei sich führten. In allen Fällen gegenkommen seitens der Postverwaltungen verlangt, und in die Maßregeln, welche die Berliner Bürgerschaft über sich ergehen erklärten diese Besucher, daß ihnen die Kupons bei der Kon gewissen Ländern dürfte die Hoffnung auf ein solches Entgegen lassen mußte, als vor acht Jahren Alexander III. von Rußland trolle im Portal I gegeben worden seien. Es fand infolge kommen leider nicht sehr groß sein. Ferner sollen von sämmtlichen nach Berlin kant. Bei Ankunft des hohen Gaftes" wurden deffen eine scharfe Beobachtung der Kontrolleure an dem meteorologischen Instituten monatliche Berichte und außerdem noch nicht nur der Lehrter Bahnhof und der Platz vor demselben, genannten Portal statt, und dabei wurde bemerkt, daß fünfmal jährlich Resumés über Beobachtungen herausgegeben Lehmann abgenommene Kupons stempelte und sie eintretenden werden. In den Jahrbüchern sollen dann besonders die unge- sondern auch die Hälfte des Königsplatzes und die Straße Unter den Linden gänzlich gesperrt. Am folgenden Tage besuchte Besuchern zuschob, während er die ihm vorgewiesenen ganzen wöhnlichen Witterungserscheinungen, die Anomalien berücksichtigt Alexander III. die Kaserne feines Regimentes in der AlexanderEintrittskarten in seine Tasche verschwinden ließ. Bei einer werden. Dann wird ein meteorologischer Unterricht in den fofort vorgenommenen törperlichen Durchsuchung des ungetreuen Schulen und Universitäten verlangt ein Wunsch, der eben- ftraße. Es war vormittags um 11 Uhr, als die Kaifer Wilhelm, Münz- und Alexanderstraße durch die Polizei gänzlich von Beamten wurden für 46 M. Ausstellungsbillets vorgefunden, falls in manchen Ländern noch lange auf Erfüllung wird warten Bublikum gesäubert wurden. Die Hausthüren der genannten der troßdem seine Schuld leugnete und die Eintrittskarten gekauft müssen. Endlich sollen die Beobachtungen des Sonnenscheins in Straßenzüge mußten geschlossen werden, den im Parterre wohnenden haben will. Er wurde sofort der Gendarmerie übergeben. den verschiedenen Gebieten der Erde einem Vergleich unterzogen wohner mußten die Ausgänge fest verschließen. Der Aufenthalt Die Wiederherstellung des ausgebrannten Edison- werden, und es soll dahin gewirkt werden, daß diese Be- wurde es verwehrt, die Fenster zu öffnen und selbst Keller- Bes pavillons ist so gefördert worden, daß die Wiedereröffnung des obachtungen auf grund gleicher Instruktionen vorgenommen auf den Dächern wurde dem Bublifum ebenfalls nicht gestattet und für verden. Den Schluß bilden einige Vorschläge in bezug auf die Aufrechterhaltung der Ordnung auf denselben" sorgte eine Anzahl Rinematographen Sonntag, 30. d. M., stattfinden wird. überseeische Meteorologie. dimands told sim uniformirter Schuyleute. Ein derartiger Anschauungsunterricht über die Vorzüge der absoluten russischen Gepflogenheiten muß Versammlungen, die auch den gefügigsten Bürger darüber aufklären, daß es feine ver die lub Schuldigkeit ist, sich schleunigst der Sozial. Eine Drechslermeister- Versammlung, welche am Montag dammte Pflicht und Schuldigkeit ift, sich schleunigst der Sozial. demokratie anzuschließen. im Englischen Garten tagte, nahm Stellung zu den Forderungen Kunst und Wissenschaft. Hodder Drechslergesellen, die diefelben in fürzester Zeit zu stellen beabsichtigen. Nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden und Die Arbeiter- Bildungsschule läßt an den nächsten drei den Erläuterungen der Forderungen der Gesellen( 52stündige Sonntags= Nachmittags Vorstellungen im Arbeitszeit und 21 M. Minimallohn) durch das GesellenSchiller Theater die drei größten deutschen Klassiker, tommissionsmitglied Jost betheiligten sich eine Reihe DrechslerLeffing, Goethe und Schiller, zu Wort kommen. Den Anfang meister an der Diskussion. Alle Redner ohne Ausnahme gaben bildet am morgigen Sonntag Lessing mit seiner Minna die Berechtigung der Forderungen zu, einige drückten ihre Genug von Barnhelm, durch die er die Grundlage für das neuere thuung aus, daß die Gesellen durch ihr Vorgehen die Meister deutsche Luftspiel schuf. Die Gediegenheit, der auf keinerlei awvingen, von ihrer fog. Schundkonkurrenz etwas abzulassen, da äußerliche Scheine berechnete eller auf dieses die gegenseitigen Unterbietungen in erschreckendem Maße zufeinerlei zwingen, von ihrer fog. Schundkonkurrenz etwas abzulassen, da Humor Dramas ist bekanntlich bis heute noch nicht wieder erreicht. nehmen. Nachdem noch Kunze und Glocke seitens der Ar: Jahr und Tag genießen kann, ohne total intelleftuell aus dem Hoffentlich ist die morgige Borstellung zahlreich besucht. Das beiter gesprochen, wobei von legterem noch betont wurde, daß Leim zu gehen, muß ein Gehirn aus Gußstahl besitzen." Das better gesprochen, no& e Ar- Jahr tell am vorigen Sonntag aufgeführte Shakespeare'sche Trauerspiel es im Jnteresse der fleinen Meister liege, da sie doch nur Die Qualifitation zu diesem Urtheil wird Herr Landauer, „ Romeo und Julia" wird mit Rücksicht auf den starken Andrang Zwischenpersonen zwischen Gesellen und Fabrikanten der Tischler der Redakteur des Berliner Sozialist", seinem Gesinnungss nach Billets, der nicht bei weitem befriedigt werden konnte, an meister seien, daß sie das Vorgehen der Gesellen unterstützten, genossen Hans Most nicht wohl absprechen können, denn er einem der nächsten Sonntage wiederholt werden. wurden zwei dahingehende Resolutionen angenommen. druckt ja sonst die Most'schen Weisheitssprüche mit VorIm Leffing- Theater gelangt heute das Schauspiel in Der Fachverein der in der Lederwaarenbranche be- liebe nach. vier Aufzügen: Das eigene Blut" von Fedor v. 3obeltig zur schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 24. August Ueber den Druckumfang des Bürgerlichen Gesetzbuchs ersten Aufführung. Die Hauptrollen liegen in den Händen der eine start besuchte Vereinsversammlung ab. Die, Tagesordnung theilt das Archiv für Poft und Tel." folgendes mit: Das Herren Ferdinand Suste, Franz Schönfeld, Franz Guthery, lautete: Welche Pflichten erwachsen uns aus unserer heutigen Bürgerliche Gesetzbuch, welches im Jahre 1900 in fraft tritt, Emanuel Stockhausen, Carl Waldow, der Damen Marie Elfinger Lohnbewegung? Sollege Schul gab einen Rückblick unserer wird zur Zeit im Reichs- Gefeßblatt" veröffentlicht. Die be und Friderike Umlauft. ganzen Bereinsthätigkeit und betonte, daß der Fachverein treffende Nummer hat einen Umfang von 57 Bogen 4° und nicht allein im stande gewesen wäre, den bisherigen wird in einer Auflage von 110 800 Eremplaren gedruckt. Zum Im National- Theater findet am Sonntag die letzte Lohnkampf durchzuführen, wenn nicht der Verband der Buchbinder Druck dieser Nummer find 6315 600 Bogen Papier erforderlich, Sonntagsvorstellung wie überhaupt die vorletzte Borstellung statt, und verwandter Berufsgenossen" mit seinem Gelde hinter uns deffen Gewicht 82 100 Kilogramm beträgt. Jeder Bogen hat da Direktor Samft mit dem 31. Auguft die Direktion vom stand. Um nun das wenige, was wir errungen haben, auch in eine Sänge von 53 Zentimetern. Legt man diese Bogen att National Theater niederlegt. In Szene gehen Mutterſegen der schlechten Zeit festzuhalten, ist unumgänglich nöthig, einander, so erhält man eine Papierbahn von 3347 kilometern oder Die neue Fanchon" und" Durchgegangene Weiber". daß wir uns einer größeren Organisation anschließen und oder 446 Meilen. Mit diesem Papierstreifen könnte man Oftend Theater. Der deutsche Michel" betitelt sich die dies tönnen wir dadurch erzielen, daß wir eine Filiale Moskau und Madrid verbinden. Seht man das Papier auf Verbandes der der Buchbinder gründen, um unsere einander, so erhält man eine Papiersäule von 631 Metern Höhe, Novität( Boltsstück mit Gesang in vier Utten von Rud. Kneisel, des Mufit von Paul inte), mit welcher Karl Weiß sein Oftend Agitation ebenfalls so weiter betreiben zu können, wie also mehr als das Behnfache der Berliner Siegesfäule, welche Theater am Freitag, den 4. September, eröffnet. Die Haupt- bisher in unseren Fachverein. Die Kollegen eindtke, 61,50 Meter hoch ist, und fast das Bierfache des Uliner Münster, dafür welcher eine Höhe von 161 Metern erreicht. Der Druckt dieser rollen liegen in Händen der Damen Anna Müller, Rosa Lib, Höhe, Hennig und Jahn traten ebenfalls Die elektrische Rundbahn in der Gewerbe- Ausstellung ist bereits verkauft und wird noch im Laufe dieses Jahres nach Wörishofen befördert werden, woselbst die Geleise für die Bahn bereits fertig gestellt sind. tin o 0 and d 19 Annenstr. 16: Deffentliche Versammlung. Gewerkschaftskommission. Bericht vom internationalen Kongreß. Bericht der Gewerbegerichts- Beisiger und Aufstellung eines Kandidaten. des Berliner Handwerker- Bereins, Sophienstr. 15. Sonntag nach dem 15. eines jeden Monats, vormittags 11 uhr, bet star Lindemann, Hermann- und Steinmezstraßen- Ede. sy pll the Sonnabend: 8% Uhr abends, Arend'scher Stenographen- Berein, Klasse Verband der Bauhandwerker. Zahlstelle Riedorf- Brit. Jeden 1107 210 190198 09 499 596 bi Vermischtes. Fachgemäße Beurtheilung. Der Inhalt des Berliner Sozialist" findet in Hans Moft's Augen keine Gnade. Der Anarchismus werde in dem Berliner Blatte nicht schlecht verhamatscht". Dann heißt es in der Freiheit" weiter: " Ich frage einen Menschen, wie solch ein Quatschmit Respekt zu melden agitatorisch wirken soll? Wie tommen denn Leute. dazu, derartigen Kohl Arbeitern vorzusetzen? Selbst ein ganz verschraubter und durch Stuben= hockerei zum Hypochonder verhagelter Schulmeister mußte ja darob im literarischen Zirkus Veitstänze aufführen." Ueber den Eigenen" meint Hans: Wer solchen Stoff " Clara Ullrich, Bertha Arco, der kleinen Emilie Lübke, sowie der ein und so wurde von Ulfert der Antrag gestellt, für Nummer des Reichs- Gefeßblattes" erfolgt in der Reichsdruckerei Herren Joseph Dill, Martin Rettner, Rob. Wach, Siegm. nächste Vereinsversammlung eine Generalversammlung einzube- auf drei Rotationsmaschinen, welche zur Bewältigung dieser Aschinger, Carl Heckmann, Heinrich Frey und Carl Weiß. Dem rufen und dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Dieser Arbeit etwa 20 Arbeitstage laufen müssen. Müßte die Nummer 1190 ADING D Hierdurch wurde der noch auf einfachen Schnellpressen gedruckt werden, so würden weise aufgehört. In diesem Herbst oder Winter, wo eine Aerzte- t Oftelbisches Jdyll. Eine Schießaffäre wird aus drei Schnellpressen, bei einer Leistung von 10 000 Druck für jeden versammlung in Berlin stattfindet, wird Herr Dr. Schuchard, Tannsee in Westpreußen gemeldet. Der dort anfäffige BeArbeitstag auf jeder Maschine, 210 Tage ununterbrochen zu ar- wie wir vernehmen, den Magen des Herrn Tiede dort vorzeigen figer Döring hatte einen in Marienburg wohnenden Gefinde beiten haben, um die Arbeit zu vollbringen. und letzteren selber mit nach Berlin nehmen, damit alle Aerzte vermiether beauftragt, ihm vier Arbeiter zu beschaffen. Nachdent Neber einen dem Prof. Eduard Zeller in Ragaz zu sich von dem gänzlichen Wohlbefinden desselben überzeugen lettere bald gefunden, wurden sie noch am selben Abend nach können. Na, na.-gestoßenen bedauerlichen Unglücksfall erfährt die Nat.- 3tg." nun die Leute nach dem Hose des BeTannsee geschickt. das folgende: Der greise Gelehrte hatte am Morgen des 25. Auguft figers tamen, flopften sie, um sich bemerkbar zu machen, an eins Ueber eine Fenersbrunft auf Steinwerder bei Hamburg der Fenster der parterre gelegenen Gesindestube. Döring, welcher zahlreiche Glückwünsche zu seinem 60jährigen Doktorjubiläum liegen folgende Meldungen vor: Hamburg, 28. August. Auf im ersten Stock wohnt, hörte das Klopfen, und in der Meinung, empfangen, barunter auch solche von seifen der Berliner Akademie Steimwerder wüthet ein furchtbares Feuer. Die Spritfabrik von er hätte es mit Einbrechern zu thun, ergriff er seinen Doppelder Wissenschaften, der er als auswärtiges Mitglied an Nagel steht in vollen Flammen. Von den fortwährenden Erläufer und schoß unter die vier Arbeiter. von gehört, und der Berliner philosophischen Fakultät, deren Senior plosionen flirren in der Stadt die Fenster. Näheres fehlt. Arbeiter Julius Kuhn so schwer verlegt, daß er sofort dem er iſt, Aber der Tag sollte nicht den Wünschen entsprechend ver- amburg, 28. Auguſt. Der Brand auf dem Plage der Strankenhauſe überwiesen werden mußte. Dem Nermiſten war die Iaufen. Bei einem Spaziergange in der Schlucht nach Pfäffers, wo Export- Lagerhaus- Gesellschaft ist auf den Schuppen 21, welcher ganze Schrotladung in das rechte Bein gedrungen. Die Untergegen alles Recht ein Fels gesprengt wurde, traf ihn ein ab- awei Wasserfronten hat, beschränkt geblieben. Ju dem suchung ist eingeleitet. springendes schweres Stück und zerschmetterte ihm den rechten Schuppen lagerten Waaren im Werthe von einigen Millionen Unterschenkel. Bum Glück ftand ein Oberstabsarzt aus Straß Mart, bestehend aus Schmalz, Steinnüssen, Biassava, Salpeter, burg dicht neben ihm, der die erste Hilfe leiftete. Der Sohn des Baumwollensaat Mehl und Futterstoffen. Dieser Schuppen ift Verunglückten, Strankenhauses iſt, Krankenhauses ist, wurde sofort berufen und fand ihn verhältnißmäßig wohl. Man hofft, einen Gipsverband anlegen und ihn dadurch transportfähig machen zu fönnen. Bei der außer ordentlichen Nüftigkeit, deren sich der 82 jährige Gelehrte er freut, darf man seine baldige Wiederherstellung mit Sicherheit Briefkaffen der Redaktion. Beringfidten, her in Snittgart Der chirurgilde, Leiter eines mit allen Baaren total vernichtet worden. Die übrigen Gebäude Briefkaffen der erwarten. find dank der fürzlich errichteten, starten Schußmauer verschont geblieben. Der Betrieb der Lagerhäuser und Fabriken ist in feiner Weise gestört. Die heftigen Detonationen werden auf das Explodiren der start gepreßten Salpeterballen zurückgeführt. Der Brand dauert fort, bleibt aber voraussichtlich auf seinen Herd beschränkt. 1 Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, und Sonnabend von 7-8 Uhr abends statt. as und Witterungsübersicht vom 28. August 1896. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Wetter Fr. W., Holzarbeiterverband. Etwas weniger Knaufrig feit bei Verwendung von Papier zu Berichten dürfte nicht Ein Mensch ohne Magen. Aus Stettin wird dem Hann. Unternehmer Brutalität. Die Besizer der, a' schen H. K., Schöneberg. Sie werden es wohl billigen, wenn Kour." geschrieben: Ein Mensch ohne Magen ist der Steuer- Gifengießerei in Heiligenhaus bei Belbert in der Rhein- wir von der Veröffentlichung Ihrer interessanten Zuſchrift voraufseher Tiede in Stettin. Sein Magen ist ihm vor 11/2 Jahren proving ließen einen Arbeiter, der ihnen gekündigt hatte und läufig Abstand nehmen. vidumet vom Direktor des hiesigen Krankenhauses Dr. Schuchard aus worüber sie in Merger gerathen waren, aufs Rontor fommen, ver seinem Leibe herausgeschnitten worden. Der Magen war durch schlossen von innen die Thür, fielen über den Arbeiter her begewitter behaftet. wird in, Weise. Der der Derfelbe wird im und mißhandelten ihn in scheußlicher Weise. Der Arbeiter, der Krankenhause bei Pommerensdorf in Spiritus aufbewahrt, feit längerer Zeit an einem schweren Bruchleiden litt, wurde mit 8 et in Photographien dieses verkrebsten Magens sind im Besize des Schlägen und Fußtritten gegen den Unterleib derartig mißhandelt, Operateurs, verschiedener Aerzte und auch des früheren Trägers daß er zuſammenbrach und faft leblos nach seiner Wohnung gestationen. diefes Magens, des Steuerausfehers Tiede. An stelle des bracht wurde. Der Arzt konstatirte schwere Verlegungen am be Magens ist die Haut des in den Magen führenden Unterleib. Die Bevölkerung ist über den Vorfall tief erregt und Darmes beutelartig erweitert worden. Herr Tiede mußte nach es ist auch zu einigen Exzessen gekommen. So berichten die überstandener Operation und Genesung mit Essen anfangs vor Velberter" und die Werdener Stg.". fichtig sein; er durfte zur Zeit nur wenig, konnte aber dafür Was man boch heutzutage dem Arbeiter alles zu bieten wagt! Swinemünde öfters effeu; jest nach 11/2 Jahren fühlt er sich gerade so gesund Hamburg. wie jeder andere Mensch, der im Besitze eines Magens ist, er Ueber ein Duell mit gefährlichen Waffen" wird einem Berlin braucht sich gar nicht besonders an strenge Diät zu halten. Mit ermländischen Blatte folgendes aus dem friedlichen Dorfe Wiesbaden der ausgeführten Operation ist jedenfalls der Beweis geliefert, Rosberg mitgetheilt: Mein jüngerer Bulle wagte es, gegen München daß der Mensch auch ohne Magen bestehen kann, denn Herr eine Ruh recht freundlich zu sein und ihr die Nase zu lecken. Wien. Tiede ist aktiver Beamter bei der hiesigen Steuerbehörde und muß täglich täglich achtabfcheinlich gab er ihr nach Rindviehart einen Kuß. Darob Haparanda bis zehnstündigen Dienst verrichten. war die Ehre seines älteren Betters verlegt, er fordert ibu, die Petersburg Uebrigens einzige Forderung wird angenommen und zwar auf Hörner. Dreimal Cort Fall sein, der die ausgeführte Operation der jetzt geglücktift.& find zwar sehen sie aufeinander los; doch der jüngere wird an die Wand Aberdeen. dergleichen Operationen gelungen, aber nach brei bis gedrückt. Als Sekundanten meine beiden Paris. foll seinerzeit in medizinischen Zeitschriften mitgetheilt worden Ehre im Leibe. Die Ehre des älteren Bullen ist mit Glanz Wetter- Prognose für Sonnabend; den 29. August 1896. sein, im großen Publitum ist er indessen völlig unbekannt, gerettet. Die Duellgeschichte ist hübsch, aber nicht neu. Heine Etwas wärmer, vielfach heiter bei schwachen südwestlichen namentlich der Umstand, daß der Operirte nach 12 Jahren sich hat sie bekanntlich in dem Gedicht 3wei Ochsen disputirten Winden; teine oder unerhebliche Niederschläge. völlig wohl fühlt, denn seine Magenbeschwerden haben begreiflicher sich" bedeutend glanzvoller ausgebaut. " " 19401890 vier Tagen sind die Patienten doch gestorben. Der Fall Tiede ältesten Ochsen. Sie sehen anden da ist gebildet und hat Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 29. August. Neues Convern- Theater.( Roll) Lohengrin. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Deutsches Theater. Die Weber. Leffing- Theater. Das eigene Blut. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Raiser Friedrich Barbarossa. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Neues Theater. Tata- Toto. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Wohlthäter der Menschheit. Sonntag, nachmittags 8 Uhr: Minna von Barnhelur. Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. National- Theater. Große Frankfurterpraße Luz. 132. Nur noch 3 Vorstellungen unter JE Direktion: Max Samst. Durchgegangene Weiber. Posse mit Gefang in 3 Akten( 5 Bildern) von Eduard Jacobsohn u. H. Wilken. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Große Doppel Vorstellung. Mutterlegen und bierauf: Schiller- Theater. Wohlthäter der Durchgegangene Weiber. Menschheit. Belle- Alliance- Theater. Berliner Raubvögel.. Bentral- Theater. Eine tolle Nacht. National- Theater. Durchgegangene Weiber. Alexanderplatz- Theater. Die offi zielle Frau. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. KonzertNational- Theatergarten. Großes Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Theaterstücke. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Sonnabend, den 29. August 1896: Bum 281. Male: park. Spezialitäten- Borstellung. Eine tolle Nacht. Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr. 40. Direktion: Mar Sam ft. Senfationellste Novität der Saison. Bum 43. Male: do Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstäd. Theater Chausseestr. 25/26. Direktion: Max Samst. Die offizielle Frau. Sonnabend, den 29. August ex.: Schauspiel in 4 Atten nach Savage's 24 Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Viktoria- Brauerei Garten resp. Saal. Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Pla). Morgen, Sonntag, sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner thi Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 f. Borverkauf 40 Pf.( siehe Blatate). Zum Schluß: Neu: Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. Eröffnungs- Vorstellung. Kaiser Friedrich Barbarossa. Historisches Schauspiel in 4 Aften von Christ. Grabbe. Anfang 8 Uhr. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. * Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. 42 Wilde Weiber 1 aust • 333 Windstärke ONAIAA1 coco( Stala 1-12) heiter Temperatur SARANTEE nach Celsius ( 5° C. 4° R.)] 763 SW 13 763 *** 764 MSM Still heiter 12 wolfenlos 11 764 Still wolkig 10 764 A Nebel 6. 763 Still Regen 11 750 SSW 4 bedeckt 12 765 CSM heiter 14 770 M 8 762 12 woltig bedeckt 13 09 766 NW 0 halb bedeckt Spezial- Ausstellung KAIRO Kasseneröffnung 10 Uhr vorm. Von 7 Uhr nachm. ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet zugänglich. Montag, den 31. August: Kombinirter IMark- Tag. Vorstellungen in der Riesen- Arena: Vormittags 111/2 Uhr. Nachmittags 4, 6 und 8 Uhr. Früh- Konzert. Entree zur Arena: ermässigte Preise. Berliner Wetterbureau. Reichshallen. = 11 Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. oup Täglich buried satthud Norddeutsche Sänger Heute, Sonnabend: 8um 120. Male: Die Ult- Parodie Alle fünf Barrisons Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Play 50 Pf. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! 4 hochsensationelle Dahomey. Alt- Berlin. Neuheiten ne -gudobga M.W 3 dna W. Noack's dedigit Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: ions Inio Konzert und Theater- Vorstellung. Neu! Meu! Heute: Grosse Blumen- Illumination Eintritt: 25 Pf., von 5 Uhr ab: Banditenfreiche. Operette in 1 Akt von Suppé. Sportmädel. Burleste mit Gefang und Tanz von Serider Eli Vernor Kostüm- Soubrette. Geschw. Vanoni, Paulsen, Inftrumental R. Wagner, Liedersänger. Elli Vernon, Duettisten. Humorist. Bruno Brauns und Miss Lydia, Jongleure und Equilibriften. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia dion nondiag Sundalijas Riesentheater.ainnsdol Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Am Königsther. Schweizer Garten Täglich: Dorffellung. Täglich: Theater und Spezialitäten. Im Harem. Am Friedrichshain. Der Berliner in Kairo. Entree 80 Pf. Volksbeluftigungen und Ball. spedadoly * 50 Pf. Kaufmann's Variété Königs- Kolonnaden( am Stadtbahnhof Alexander- Platz). Sonnabend, 29. August, abends 71%, Uhr: Zur Eröffnung der Winter- Saison: Große Fest- Vorstellung mit humoristischem Prolog. Auftreten von: Jan Osrani mit ihrer urkom. Pantomime: Retour du bal". Monsr. O. Hillerti, Genfat. Sunfifchüße m. f. Dublettenschuß auf roll. Rugel. Grandjean& May, Gin Spaziergang auf dem Drahtfeil. Hill& Hull, unerreichte GrotesqueExcentriques. Mr. P. Carro, Ventriloquist. Geschw. Blanche, Humorist. Gefangs Duettisten. Heinrich Kalenberg, Das Kongo- Giger! u. f. w. u. f. w. bosit Inne Die Direktion. die ein Jeder sehen muss! ApolloTheater. Nur noch einige Tage: Ein Abenteuer im Harem, en ferner 30 Kunstkräfte I. Ranges. Kaffeneröffnung 612 Uhr. Konzert 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Dienstag, den 1. September 1896: Eröffnung der Winter- Saison. Bollständig nenes Programm. Bum ersten Male in Deutschland: Paola del Monte. Spanisch Excentrique. drib Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Jeden Abend 1/29 Uhr: Kolossaler Erfolg! Der Krach in der GewerbeAusstellung, fowie 15 Spezialitäten- Nummern 1. Ranges.ern Anfang 4 Uhr. Entree 30 B. Reserv. Play 50 f. ada zetno gol bushel@ de bilbotar e lindalt vabili L. Keller's Festsäle, Koppenkrake 29. Sonntag, den 30. August 1896: Lassalle- Feier veranstaltet von den Parteigenossen des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises( Osten). Todes Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Paul am 27. August, früh 9 Uhr, Achtung! IV. Wahlkreis. verstorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. September, abends 81, Uhr, bei Keller, am Sonntag, den 30., nachm. 4 Uhr, auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde statt. 88b Karl Reifing u. Frau. Weißensee! Allen Genossen und Genossinnen die traurige Nachricht, daß unsere gute Mutter am Donnerstag Nachmittag 4 Uhr verschieden ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. Aug., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des NeuWeißenseer Kirchhofes aus statt. 96b 94b Geschwister Kirchner. Koppenstraße 29: Partei- Versammlung. Tages- Ordnung: 237/4 Stellungnahme zur Brandenburger Konferenz. Diskussion. Der Vertrauensmanna Um zahlreiches Erscheinen ersucht Deutscher Holzarbeiter- Verband. Vertrauensmänner- Versammlung der Drechsler Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme sowie im Kranzspenden bei der BeerVokal-u.Instrumental-Konzert.ng meines inigſtgeliebten Mannes, Die Musik wird von der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker ausgeführt. E Auftreten der Gesellschaft Strelewicz. Turnerische Aufführungen am Rec. Deklamatorische Vorträge des Herrn Büchner. Gesangsvorträge mehrerer Gesangvereine Anfang 4 Uhr. zu haben. ( lhn und Liedesfreiheit). GC 200115 Billets 25 Pt. am Montag, den 31. August, abends 8 1hr, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27c. Tages. Ordnung: 1. Unsere Forderungen und wann gedenken wir dieselben zu stellen? des Schriftsetzers Frik Dalchow, 2. Die Pflichten der Vertrauensmänner zur Lohnbewegung. 3. Verschiedenes. fage ich allen Freunden u. Bekannten, Bertrauensmänner- Karten und Mitgliedsbuch legitimirt. Karten werden besonders dem Chef der Firma Büren in der Versammlung ausgestellt. stein und seinen lieben Kollegen meinen herzlichsten Dank. Die tiefbetrübte fein. Wittwe Louise Dalchow, geb. Tatsch. Sangeslustige Damen und Herren wünscht Gemischter lebungsftube jeben Montag 9 Uhr am bei Babiel, Rosenthalerstr. 57. 56 Empfehlenswerthe Schriften meines lungen zu beziehen: Grosser Tanz. Berlags durch mich und alle BuchhandBillets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen Der Arbeitsvertrag. Belle- Alliance- Theater. Volts- Vorstellungen unter Regie von Jul. Türk. II. Um den Wünschen, die auf einen regelmäßigen Besuch der Volts Borstellungen abzielen, entgegenzukommen, wird ein Abonnement vorläufig für drei Abtheilungen à 400 Bläge aufgelegt. Es haben Vorstellung: die I. Abtheilung( rothe Karten) am 6. Septbr., 4. Oftbr., 1. Novbr. ( grüne Karten) am 18. Septbr., 11. Oftbr., 8. Novbr. ( graue Karten) am 20. Septbr., 18. Ottbr., 15. Novbr. Gegeben wird im September: Fanft von Goethe; im Oktober: Die Komödie der Liebe, Schauspiel von Henrik Ibsen; im November: Lupaci vagabundus, Posse von Nestroy. III. 296/9 Die Karten find übertragbar, d. h. der Juhaber einer Karte fann, wenn er keine Zeit hat, die für ihn bestimmte Vorstellung zu besuchen, seine Karte einem andern überlassen. Die Karte kostet für drei verschiedene Vorstellungen 1,60 M. Abonnementskarten find in den bekannten Geschäften zu haben. Die erste Vorstellung der neuen Saison findet am Sonntag, den 6. September statt. Gegeben wird: Faust. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Regelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. H. Jmbs. Köpenick.„ Pferdebucht: Sonntag, 30. August: Großes Erntefeft. Kinder- Erntefestzug unter Leitung des Herrn Lüdecke, große Heberraschungen, Volksbeluftigungen aller Art u. a. Bonbonregen. Abends im natürlichen Laubwald: Lebende Bilder bei bengalischer Beleuchtung 2c. 2c. Anfang früh 9 Uhr. Festzug 5 Uhr. Die Kaffeetüche ist von 2 bis 5 Uhr geöffnet.- 2 Kegelbahnen.- Schießstand. Würfelbude. Es ladet ergebenft ein W. Magdeburg. Jetzt gepflasterter Weg von Köpenick und Gaulsdorf.[ 57656 Hanckel's Ablage, Käppel's Restaurant. ArJede Werkstatt muß unbedingt durch einen Vertrauensmann vertreten Die Ortsverwaltung. Parquetbodenleger. Montag, den 31. Auguſt 1896, abends 8 Uhr, Vertrauensmänner- Versammlung bei Schöning, Köpnickerstr. 68. Zagesordnung: Unsere gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse. Bezirksversammlung Eine Darstellung des Rechts der ur für Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt am Montag, den 31. August, abends 7, Uhr, für jeden Arbeiter. Bisher 4500 Grp. in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28. beiter im Arbeitsvertrag. Auf grund von Gerichtsentscheidungen. Unentbehrlich abgesetzt. Von der Presse sehr empfohlen. Preis 20 f. Borto 3 Pf. Bei größerem Bezug bedeutenden Das Recht und die Rechtshilfe Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Grempe über: Humanität und Todesstrafe." 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle Tischler, die in Pankow und in Berlin wohnen, besonders eingeladen. Die Kollegen werden ersucht, zahl des Handlungsgehilfen. Eine fritische Darlegung der Rechts- reich und pünktlich zu erscheinen. verhältnisse der Handlungsgehilfen, als Denkschrift zum HandelsgesetzbuchEntwurf. Preis 25 Pf. Porto 3 Pf. Passend für Arbeiterfeste! 76/6 Zur Beachtung für die Beitragsammler! Die Wohnung des zweiten Bevollmächtigten, Kollegen Kunze, befindet sich jetzt Forsterstraße 36, Seitenflügel 2. Aufg. 3 Tr., und werden daselbst jeden Donnerstag von 7-10 Uhr abends Marken und Bücher ausgegeben. Achtung! Klempner. 89/8 Bei größerem Bezug Rabatt. Friede auf Erden oder Die Ausweisung am Weihnachts- Abend. Soziales Bild in 2 Aufzügen.( Bei A. Hoffmann, Berlin, in 2. Auflage erschienen). Eine Erinnerung an die Jeden Mittwoch nach dem Erften hält der Fachverein der fozialistengefegliche Zeit. Preis 40 Pf. Klempner in Cohn's Fettsälen, Beuthstr. 21/22, feine Versammlung Porto 8 Pf. 7 Expl.( fämmtl. Roll.), ab. Nächste Versammlung: Mittwoch, den 2. September. Hypnotischer 2,50 M. Porto 10 Pf. Vortrag mit Experimenten. Rosseau. 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In Malerbetrieben beschäftigt: 3252 6070 1353 1375 hatte in einer späteren Sigung den Beschluß gefaßt, den Auftrag der Versammlung nicht zur Ausführung zu bringen und motivirte das Verhalten in einer vorliegenden Resolution damit, daß der Unterstützungsbeschluß nur mit geringer Majorität gefaßt wurde Aber selbst im Juni 1892 war die Arbeislosigkeit noch groß, und an der Abstimmung Personen theilnahmen, die zu dem Maler. Maurer 3638 2123 62,6 • erkrautt gestorben 1,88 9 46,3 40,0 1,14 1,17 Krankheitstage pro Mitglied 14,93 12,44 hat Dr. Karl Thieß in den vom Verein für Sozialpolitik herausgegebenen Schriften über die Untersuchungen der Lage denn da lauten die entsprechenden Zählen: des Handwerks eine auf gründlichen Informationen beruhende, Fonds nichts beigesteuert hatten. Des weiteren wurde auf einen früheren Versammlungsbeschluß verwiesen, nach welchem die Gelder im allgemeinen durchaus zutreffende Darstellung gegeben. Es Auch die Gesundheitsverhältnisse der Maler find im Vergleich aus diesem Fonds nur für Berlin Verwendung finden dürfen und geht daraus hervor, daß auch im Malergewerbe die Entwicke mit dem Durchschnitt der gewerblichen Arbeiter sehr schlecht. da auch in Berlin eine Bewegung in Aussicht steht, es unklug lung zum Großbetrieb stetig fortschreitet. Dieselbe wird zwar Nach dem Ausweis der Ortskrankenkasse sind 1893 von je 100 erscheine, Gelder nach außerhalb zu senden. Sämmtliche Redner nicht, wie in anderen Gewerben durch Anwendung maschineller Mitgliedern verurtheilten das Verhalten der Lohnkommission und verlangten, Arbeit und Waarenproduktion für den Weltmarkt begünstigt, daß der Beschluß der Versammlung zur Ausführung gelangt, denn das Absatzgebiet ist ein vorwiegend lokal begrenztes, auch wird nur bestellte Arbeit ausgeführt. Der Vortheil, welchen der zumal die Flensburger Kollegen sich im harten Kampf befinden Großbetrieb vor dem kleinen und mittleren Betriebe voraus hat, und eine große Anzahl Familienväter in betracht kommen, beruht auf seiner Rapitalfraft, welche ihn in den Stand setzt, Durchschnitt aller männlichen die bisher in jeder Weise ihre Pflicht gethan. Die Abstimmung ergab die Ablehnung der Resolution, worauf nur solche Aufträge auszuführen, die einen lohnenden Gewinn ab= gewerblichen Arbeiter. 9,68 die Lohn Kommission ihr werfen, und bei denen mit Sicherheit Zahlung zu erwarten ist. Dagegen Amt niederlegte. Zur vor find die kleinen Betriebe hauptsächlich auf die Uebernahme solcher gewiß zutreffende Ansicht ausspricht, daß auch das Streben der Dergelow Dr. Thieß schließt seine interessante Arbeit, indem er die läufigen Weiterführung der Geschäfte wurden Kaiser, und Brand gewählt, die die Abrech Arbeiten angewiesen, die weniger lohnend sind und bei denen in Junung nach Erweiterung ihrer Rechte und Privilegien dem nung vorzunehmen haben und gleichzeitig verpflichtet wurden, vielen Fällen ein Theil des ausbedungenen Preises nicht gezahlt Kleinhandwerk nicht emporhelfen werde, daß dasselbe vielmehr in bälde eine Versammlung einzuberufen, in der die Dr. Quarc' wird, wie das bei einem großen Theil der Spekulationsbauten dem Großbetriebe anbeimfalle und zwar durch die gleichen Vor- schen Vorschläge diskutirt werden sollen, das Vertrauensmänner. der Fall ist. Ein weiterer Vortheil des Großbetriebes besteht theile, die schon in früherer Zeit, vor Verwendung der Maschinen, system und die Sammlungen zum Fonds zu erörtern sind. Die darin, daß er einen Stamm von tüchtigen Arbeitskräften dauernd zuerst sein Uebergewicht in der Waarenproduktion bedingten: Beiträge zu den Gewerbegerichtswahlen sollen dem Fonds entbeschäftigen kann, die im allgemeinen etwas niedriger gelöhnt Rapitalbesitz und Arbeitszerlegung. werden, als in den Kleinbetrieben, welche den Arbeitern feine Gewähr für dauernde Stellung bieten können. Auch die weitgehende Arbeitstheilung, welche sich in den letzten Jahren im Malergewerbe herausgebildet hat, fommt in erster Linie den großen Betrieben zu gute, die sich für jedes Fach die leistungsfähigsten Spezialarbeiter halten können, wodurch sie in den Stand gesetzt sind, bei gleichen Preisen bessere Arbeit zu liefern, als die Kleinbetriebe. Allerdings kommen gegenwärtig die kleinen und mittleren Betriebe in Berlin noch am zahlreichsien vor, jedoch macht sich ein unverkennbarer Zug der Entwickelung zum Großbetrieb bemerkbar, was aus folgenden Zahlen hervorgeht: Es waren in Berlin beschäftigt: 1-5 6-10 11-20 21-50 über 50 Arbeiter 3 Betrieben 1882 in 709 1890 in 660 490 35 428 84 654 25 34 8 508 2 Im letteren Jahre hatten diese Betriebe 991 275 185 Arbeiter. daß Versammlungen. " nommen werden. Zum Schluß wies Jahn auf die gemeinen Verleumdungen und Beschimpfungen hin, welche das Regierungsblatt die Leipziger Zeitung" sich über die Leipziger Schmiede erlaubte. in schäftigte sich eine gut besuchte Versammlung der Droschten die sehr stark besucht war, fand am Donnerstag Abend statt. Mit den von Dr. Quarck gemachten Vorschlägen be- Eine öffentliche Baudeputirten- Sihung der Maurer, tutscher, die am 25. August im„ Englischen Garten" tagte, Fritsch als Berichterstatter der Lohnkommission theilte zunächst Das einleitende Referat hatte Genosse Schütte übernommen, nochmals mit, daß auf Beschluß der öffentlichen Versammlung der in ausführlicher Weise die Aufgaben der Gewerkschaften be- vom 21. Auguft die Lohnfommission auf zwei Mitglieder, leuchtete und auf die bisherige Thätigkeit derselben hinwies, die Fritsch und Richter, welche bis auf weiteres das ständige nach seiner Meinung nicht ohne Erfolg war, sondern bereits Re- Bureau bilden, reduzirt worden sei. Ueber den Stand der Lohnfultate gezeitigt hat. Wenn es auch anzuerkennen sei, daß von bewegung auf verschiedenen Bauten ist zu berichten, daß auf einzelnen Genossen hin und wieder neue Wege vorgeschlagen einem Bau in der Ansbacherstraße 28 Mann die Arbeit werden und eine Aenderung der Taktik befürwortet wird, die niedergelegt haben; desgleichen in Rixdorf, wo 25 Mann eine größere Ausdehnung und Stärkung der Gewerkschaften be- die Arbeit einstellten, aber, nachdem ihre Forderungen bewirken soll. so seien die Vorschläge des Genossen Dr. Quarck, willigt, wieder weiter arbeiten. Auf dem Lagerhof haben. soweit sie nicht bereits praktisch Berwendung gefunden haben, 18 Mann niedergelegt, die aber, nachdem die Forderungen feineswegs dazu angethan, irgend welche Vortheile für bewilligt, durch andere Streifende von der Kommission die Gewerkschaftsbewegung zu schaffen, wenigftens nicht ersetzt wurden. In Halensee baben 38 Mann die Arbeit folche, Bablen geben infofern fein Diese Zahlen geben insofern fein richtiges Bild vom Vor- fich bringen würden, aufgewogen werden können. die Nachtheile, die sie unzweifelhaft mit deshalb niedergelegt und bis heute nicht wieder aufgenommen, dringen des Großbetriebes, weil die Aufnahme von 1882 im Redner bespricht sodann die Organisationsverhältnisse der sind aber durch Steinträger eine Anzahl Streifbrecher eingestellt Der weil 4 Mann als" Agitatoren" entlassen wurden; an deren Stelle Juni, also zur Zeit des flottesten Geschäftsganges stattfand, Drosch tentu tfcher und empfiehlt nach eingehender Prüfung bezw. vermittelt worden. Im allgemeinen zeigt sich für den während die Berufszählung des Jahres 1890 im Dezember vor der einschlägigen Verhältnisse die Annahme folgender Resolution: Herbst wieder eine gesteigerte Bauthätigkeit, weshalb auch bereits genommen wurde, zu einer Zeit, wo viele Betriebe einen großen Die Vorschläge des Genossen Dr. Qutarck sind, soweit sie sich vom Dienstag ab gegen 200 Mann wieder neu eingestellt wurden. Theil ihrer Arbeiter wegen Mangels an Arbeit zeitweilig ent auf die Besprechung öffentlicher Angelegenheiten, z. B. gesetz Redner ersucht im Anschluß hieran um eine Richtigstellung im laffen. Daraus erklärt es sich, daß 1882 3 Betriebe mit über geberischer Akte und so weiter durch öffentliche Gewerkschafts- Vorwärts" bezüglich einiger irriger Angaben des Buch 50 Arbeitern, 1890 aber nur 2 solche aufgeführt sind. Dagegen verfammlungen beziehen, fehr akzeptabel. zeigt obige Gegenüberstellung, daß die Zahl der Alleinbetriebe schläge sind nicht neu; Allein diese Vordruckers Massini, die derselbe nach einem Bericht des von 56 auf 54 pet. herabgegangen ist und die Kleinbetriebe den seit langer Zeit praktisch ausgeführt. sie bestehen bereits und wer Correspondent" in einer Versammlung in Charlottenburg 1-3 einbeitliche 2000 Marhaben seien. Nach ungefährer Schäßung Was dagegen gemacht haben, während die Betriebe mit 6-50 Arbeitern vun 5 auf Regelung" dieser Besprechungen und Sammlung von haben sich aber nur reichlich 8-9000 ermitteln laffen. Von 10 pet. angewachsen sind. Hätten die Erhebungen von 1890 Material 2c. betrifft, so ist die heutige Versammlung Berliner diesen arbeiten 6500 bei neunstündiger und etwa 1300 gleichfalls im Sommer stattgefunden, so würde eine bei weitem Droschkentutscher der Meinung, daß die Ausführung viel eher bei zebnstündiger Arbeitszeit, während muthmaßlich gegen erheblichere Vermehrung der Großbetriebe festgestellt worden sein. Berfahrenbeit als Einheitlichkeit in die gewerkschaftliche 1000 Mann arbeitslos sind. In der hierauf folgenden Diskussion Im Sommer 1895, wo die Arbeit des Herrn Dr. Thieß ge: Bewegung bringen und zu großen Mißerfolgen führen würde. wurden die Zustände auf einzelnen Bauten in und um Berlin schrieben wurde, gab es für Stuben und Dekorationsmalerei Sie muß dics aus der Absicht der Nr. 4 des Vorschlages von vielen Deputirten oft in recht drastischer Weise geschildert. etwa 20 Geschäfte mit mehr als 50 Arbeitern. Das größte Gefolgerit, nach welchem neben den Parteifongreffen auch Wie Baganz erwähnt, haben auf dem Bau in Halensee die schäft hat durchschnittlich 250-300, im Höchftfalle 600, im noch regelmäßige allgemeine Bewertschaftstongreffe Steinträger eine Anzahl Streifbrecher vermittelt; auch wird, Winter etwa 150 Arbeiter. Dann folgen 4-5 Geschäfte mit abgehalten durchschnittlich 100-200 Arbeitern und dann etwa 15 Geschäfte, politischen Fragen beschäftigen Letztere sollen sich ebenso mit ohne daß die Bautommission streng kontrollirt, in geradezu wie die deren durchschnittliche Arbeiterzahl auf 50-60 geschätzt wird. und Parteifongreffe fchlendriger Manier gearbeitet, so daß oft die Arbeit sollen diese von den Eine feste Grenze zwischen Groß-, Klein- und Mittelbetrieben Die Versammlung ist der Ansicht, daß den Beschlüssen des brücke wird für 50 Pf. Stundenlohn von früh 5 ersteren Direktiven erhalten. wieder abgerissen werden mußte. Auf der Oberbaum= gewert,& Fatobstraße fogar fchaftliche Bewegung ihre bisherige Form beibehält. Und zur bis 10 Uhr abends gearbeitet. Leider läßt sich nichts das Erreichung des erhabenen Ziels:" Befreiung der Menschheit aus gegen thun, da die Arbeiter unorganifirt und bereits bis fratischen Partei bedienen, welche durch die gewerkschaftliche Be Fällen gegen das Prinzip vergangen. den Fesseln des Kapitalismus" fann sie sich nur der sozialdemo- 22 Jahre dort thätig sind; auch haben sich die Buzzer in vielen wegung, als unentbehrliches Hilfsmittel, unterstützt wird. Beide Redners, daß auch folchen, welche bisher nichts geleistet, Streif Die Einwendung eines müßten einander ergänzen und schließlich in einander aufgehen. farten verabfolgt Das Hauptgewicht aller agitatorischen Thätigkeit muß demnach daß nach Beschluß der Bockversammlung vom 17. August werden, beantwortete Fritsch dahin, in die politische Partei gelegt werden, da nach dem Stande der allen, welche den Forderungen für den Neunstundentag heutigen Gesetzgebung nur sie allein in der Luge ist, und 55 Pfennige Stundenlohn nachkommen, Karten vie den Parlamenten die der Forderungen flaffe zu erzwingen." Nach einer längeren Diskuffion, Auch möchte man eben dafür sorgen, die älteren Kollegen, weil Arbeiter Marken mit veränderter Farbe ausgehändigt werden. in der sich sämmtliche Redner im Sinne und für die Annahme der Resolution aussprachen, wären, unterzubringen. Auf den Elettrizitätswerten des Referats diese schwer Arbeit erhalten und sonst länger zu unterstützen wurde dieselbe e instimmig angenommen. Nachdem zum arbeiten ca. 90 Mann nur 9 Stunden, einige wohl 10 Stunden. Anschluß an die gewerkschaftliche und politische Organisation Silberschmidt schildert in längeren Ausführungen die aufgefordert worden war, entspann sich eine längere Debatte über Taktik, welche eine Anzahl Unternehmer befolgen, um die mißdie Art der Agitation und der Sammlungen zum Streitfonds. liebigen Elemente los zu werden, indem sie dann gewöhnlich einen Won mehreren Rednern wurde das indifferente Verhalten der Streit provoziren in der sicheren Annahme, daß alle sofort Rollegen und die noch vorherrschenden Zwistigkeiten, welche bei darauf eingehen. Diesen Wunsch muß man in der Folge zu jeder Gelegenheit Platz greifen bemängelt. Gerade zur Zeit fei vereiteln fuchen, um einestheils die Agitatoren" auf dem Bau Einigkeit und Opferwilligkeit am Plate, da man in den Reihen zu lassen, anderntheils der Kaffe die Ausgaben zu sparen. der Unternehmer mit der Abficht umgehe, Lohnreduzirungen vor Gewöhnlich sucht man durch fleine Chikanen das zu erreichen, zunehmen, die schließlich zu einer Lohnbewegung, wozu die aber es müssen von seiten der Arbeiter alle Fehler im Interesse Gewerkschaft jederzeit finanziell gerüstet sein muß, führen kann. der Gesammtheit vermieden werden. Man möge in Zukunft, in felten vorkommt, daß ein Meister, der jahrelang nur 1-2 Gehilfen beschäftigt, einen größeren Auftrag bekommt und dann vorübergehend vielleicht 40-50 Arbeiter hält. bn Lehrlinge sind in den meisten Betrieben vorhanden, im größten Geschäft allein 25. Die Lehrzeit beträgt in der Regel vier Jahre. Die Lehrlinge erhalten im ersten Jahre 4 Mart, in den folgenden Jahren 5, 6, 7 M. Koftgeld pro Woche. Da die Berliner Malerinnung das Privileg der alleinigen Lehrlings haltung für ihre Mitglieder besitzt, so gehören ihr alle be deutenderen Geschäfte an. Dr. Thieß hebt die Verdienste rühmend hervor, welche sich die Innung um eine gute Lehrlings ausbildung erwirbt, indem sie von denselben den Besuch der Jnnungs- Fachschule und nach Abschluß der Lehrzeit eine Gefellenprüfung verlangt. Er meint, daß die derart ausgebildeten und geprüften Gehilfen eine Gewähr für ihr ferneres Fort tommen hätten. Dem ist jedoch nicht so. Es giebt wohl einzelne intelligente junge Leute, die mit einigem Erfolg die Innungsschule besuchen und die verhältnißmäßig leichte Prüfungsarbeit ohne Anstrengung bewältigen. Die Mehrzahl dagegen tränirt sich gewissermaßen einige Zeit vor der Prüfung auf die zu lösende Aufgabe. Die Schule allein thut's eben nicht und da dem größten Theil der Maler meister mehr an der Ausbeutung als an der Ausbildung der Lehrlinge liegt, so ist es fein Wunder, daß die meisten Lehrlinge wie Schreiber dieses auf grund langjähriger Erfahrung bekunden kann nach beendeter Lehrzeit nur mittelmäßige, In einer öffentlichen Versammlung der Gürtler, welche wenn sich auch das Gefühl gegen eine verübte ungerechtigkeit häufig sogar recht schwache Arbeitskräfte sind; und das troy am Mittwoch bei Hente tagte, referirte Genoffe Timm fiber empört, der fühlen Ueberlegung den Vorzug gewähren, bestandener Gesellenprüfung. Die Innungsschule, welche für die den Londoner Kongreß und die Gewerkschaftsbewegung. Der weil man unter den gegebenen Umständen damit mehr erreicht. große Masse der Durchschnittsarbeiter( gewöhnliche Maler- Redner stellte die Beschlüsse, welche der Internationale Kongreß( Beifall.) Fritsch erwähnt noch, wie die Lohnkommission, gesellen", wie der Fachausbruck lautet) so gut wie gar feinen bezüglich der gewerkschaftlichen Bewegung gefaßt hat, den veranlaßt durch ein Schreiben von Friedrich, AnsbacherWerth hat, wird nur von den Proletariersöhnen frequentirt. Die Quard'schen Vorschlägen gegenüber und vertrat die Ansicht, daß straße, sich dorthin begab, aber bei ihrem Eintreffen sand, wie die Söhne besser fituirter Eltern, selbst solche von Innungsmeistern, letztere sich nicht, wie Quarck angiebt, mit den ersteren decken. Polizei gegen die Streifenden vorging und dieselben aus dem Be besuchen entweder die Handwerkerschule oder die Unterrichts. Im Hinblick auf unsere Vereinsgesetzgebung und deren Hand- reich des Bauplatzes vertrieb und mehrere Verhaftungen voranstalt des Kunstgewerbe- Museums, falls sie tüchtige Dekorations- habung könne man den Gewerkschaften eine Beschäftigung nahm. An ihn( Fritsch) sei jemand herangetreten und habe ihm mit Sozialpolitik nicht rathen, umsoweniger, als dieselben auf den Weg verboten; auf die Entgegnung, wie er dazu komme, Butreffend führt Dr. Thieß weiter aus, daß die Austreicher ihrem bisherigen Thätigkeitsgebiet der Verbesserung der habe derselbe einen Gummischlauch hervorgezogen und sich als ( ungelernte Arbeiter) etwa 1/3 aller im Malergewerbe beschäf- wirthschaftlichen Lage der Arbeiter- noch genug zu thun Bolizeibeamter gerirt und zugleich mit Verhaftung gedroht, wenn tigten Arbeitskräfte ausmachen. Nach Angabe der Innung hätten. Eine Diskussion über das Referat fand nicht statt. die verfluchten Lümmels und Laufejungen betrug der durchschnittliche Wochenlohn im August 1895 für Hierauf wurde die Lage der gegenwärtigen Ausstände nicht bald vom Bau weggehen." Redner ersucht alle Maler 25,50 M., für Anstreicher 21 M. Die Orts Kranken- der Metallarbeiter besprochen. Heinrich und Näther er Deputirten, über alle Mißstände auf den Bauten der Kommission Rasse gab für diefelbe Zeit den Lohn für Maler auf 24 M., örterten die kürzlich in einer Formerversammlung beschlossene Mittheilung zu machen. Silberschmidt widerlegte zum für Anstreicher auf 21 M. an. Die Arbeitszeit beträgt im Aenderung der Taktik im Formerstreik. Sie erinnerten die Schluß ein gegen ihn umlaufendes Gerücht, wonach er angeblich Sommer 11 Stunden( von 7 bis 6 Uhr) bei zwei Stunden Kollegen an ihre Pflicht, sowohl diesen, als auch die sonst noch mit 13 000 M. durchgebrannt" und schon in einer entlegenen Pausen. von seiten der Metallarbeiter geführten Kämpfe in jeder Weise Stadt gesehen worden sein soll. In wie weit diese LügenDie Berufsgenossenschaft nimmt für Malergesellen ein durch zu unterstützen, vor allen Dingen aber die Zahlung von 50 Bf. nachricht zutrifft, möge jeder aus seiner Anwesenheit entnehmen; schnittliches Jahreseinkommen von 1000 M. an, einzelne sollen wöchentlich zum öffentlichen Fonds nicht zu vergessen, damit den auch habe er nie große Geldsummen zur Verfügung gehabt. nach Dr. Thieß auch auf 1200 m. tommen. Ein Arbeiter, der etwa 280 ausständigen Kollegen der Sieg gesichert werde. Zum Der Fachverein der Holz- und Bretterträger beschloß 1894 einen Wochenlohn von 27 M. erhielt und das ganze Jahr Schluß gab der Vorsitzende bekannt, daß jeden Mitt in seiner letzten Versammlung des schwachen Besuchs wegen die Arbeit hatte, erzielte eine Jahreseinnahme von 1268., ein woch erften des Monats im Metzner'schen Vorstandswahl bis zur nächsten Versammlung zu vertagen. anderer bei 24 M. und voller Beschäftigung 1120 M ,, ein dritter, Lokal Vertrauensmänner- Konferenz stattfindet, bei Die Quarc'schen Vorschläge sollen in einer öffentlichen Ver der im Jahre 1894 bei 27 M. Wochenlohn 32 Wochen arbeitete, der möglichst alle Werkstätten vertreten sein müſſen. Wo fammlung zur Liskussion gestellt werden. Das Unterstützungs. erreichte ein Jahreseinkommen von 768 m. Demgegenüber wird bisher noch kein Vertrauensmann in einer Werkstatt gewählt ist, gesuch eines verunglückten Kollegen wurde abgelehnt. Das Haushaltungsbudget eines Arbeiters mit Frau und zwei möchten die Kollegen das nachholen. maler werden wollen. beschränkte und im Jahre 1250,60 M. ausgab. nach dem eine Kindern angeführt, der seine Ausgaben auf das nothwendigste In Ju einer öffentlichen Versammlung der Schmiede, die versammlung des Verbandes der Bauarbeiter und am 26. August im Englischen Garten tagte, referirte Genosse Berufsgenossen statt. Der Kassirer verlas die Abrechnung Wenn hiernach die Löhne noch als verhältnißmäßig gute Jahn unter lebhaftem Beifall über:" Der moderne Rechtsstaat vom zweiten Quartal. Die Einnahmen beliefen sich auf 27,75 M., erscheinen tönnen, so ist dabei zu berücksichtigen, daß die Arbeits- und das Koalitionsrecht." Hierauf entspann sich eine längere bie Ausgaben auf 3,52 M., an die Hauptkasse wurden abgeführt Tofigkeit im Malergewerbe namentlich während des Winters eine Debatte über einen in einer früheren Versammlung gefaßten 17,95 Wi. Beschlossen wurde noch, am 30. August in Wilmer 3. ganz besonders große ist. Die Berufs- und Gewerbestatistik er- Beschluß, nach welchem den streikenden Schmieden in Flensburg' dorf eine öffentliche Versammlung abzuhalten. Billigste Gelegenheit einer vorzüglichen Beköstigung in der Gewerbe- Ausstellung Brauerei- Ausschank der Brauerei Pichelsdorf im Vergnügungspark( vom Eingange rechts geradezu). Diners, bestehend aus: Suppe, Fisch oder Fleisch, zu Eis Braten mit Compot u, Salat, Butter und Käse von 1-4 Uhr. 80 Pfennig. Reichhaltige Speisenkarte zu sehr billigen Preisen. Vorzügliches helles und dunkles Pichelsdorfer Bier Fà Glas( 10 Liter) 15 Pf. Musik der eigenen Matrosen- Kapelle. Abends glänzende Beleuchtung. Raum für 6000 Personen. Entree frei. Herren- Hüte enorm billig. Möbel, Spiegel, Nur neueste Façons in allen Farben, vollständig fehlerfrei, giebt einzeln ab die Fabrik zu folgenden Preisen: Steif 1,90-2,30-2,50-3,00 M. Weich 1,00-4,00. Haarhüte 4,80-6,00 m. 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Hitschke, gegründet 1872 Staligerstr. 13, Ecke Admiralstraße am Kottbuser Thor. 50152* Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.