Morgen- Ausgabe Nr. 497 A243 49. Jahrg. Reboktton und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher,<37 3ml Dönhoff 292 bis 297 Telegrammabress«! Sozialbemolral Berlin BERLINER VOLKSBLATT FREITAG 21. Oktober 1932 In Groß- Berlin 1 U Pf. Auswärts....... 15 Pf. Bezugsbedingungen unb Anzeigenpreise siehe am Schluh beS redaktionellen Teils Jentvaioega« der Sozialdemokratische« Partei Deutschlands paven-ftelden werden gehenkt! CeWmnawung I 12�» I n«awi i m jv a m n � M n �4- 1 1 m Das Lied der Standarte 6:„Bald werden Schüsse knallen!" In öffentlichen Versammlungen der NSDAP. wird zum Preise von 10 Pf. eine Postkarte verkaust, aus der ein Lied der Standorte K der SA. abgedruckt ist. Ein Eremplar, das bei einem Verkauf in einer nationalsozialistischen Versamm- lung in Iaenickes fzestsälen, Neue Königstraße, erstanden wurde, liegt uns vor. Der Verfasser sowohl wie der Drucker bleiben bescheiden im Dunkel, sie teilen mit de» jugendlichen Verbreiter» zwar den Erlös, aber nicht das Risiko. Das Lied der Standarte 6 der SA., das den Inhalt der Karte bildet, beginnt mit einem Treugelöbnis an Hitler und sagt dann über Juden und Bonzen das übliche, um in der dritten Strophe so fortzufahren: Wohl siel schon mancher meiner Kameraden; Wohl floß viel edles deutsches Blut dahin: Doch haben blut'ge Rache wir geschworen Euch Papenhelden und Rotmördersront! Nie soll es euch geschenkt sein: Bald werdet ihr gehenkt sein! Das Dritte Reich, es steht schon vor der Tür. Nimm dich in acht! Du rotes Menschentier. Jawohl! wir wollen blut'ge Roche nehmen An eure feige Aufgeblasenheit. Schon ist die Stunde der Vergeltung nahe! wir wollen Hammer, nicht mehr Amboß sein! Bald werden Schüsse knallen: Und ihr, ihr werdet sollen. wir schonen nicht, hört unfer n Losungsschrei: „wir misten aus!" Bis rein die Heimat sei. Deutschland erwacht! Der Tag ist nun gekommen, Wo wir uns wehren, wie s den Deutschen ehrt. Drum auf zum Sturm und ladet die Gewehre: Die Fahne wird ja kämpfend nur geehrt.— So steh» wir Mann für Man» geschlossen, Und, hat es mich. Kam'rad getroffen,— Mein letztes Wort, als Kämpfer sog' ich's Dir: „heil!" Dreimal unser'm Führer,„Hitler!" Dir. Als Herr von P a p e n vor ein paar Monaten die aufgelöste SA. wieder gestattete und ihr das Recht verlieh, uniformiert zu demonstrieren, hat er kaum erwartet, daß er von seinen„ausbau- willigen Elementen" einmal so angedichtet wer- den würde! Für eine„autoritäre" Regierung keine beneidenswerte Lage! Man soll aber über dieser Situationskomik den Ernst der Sache nicht übersehen. Seit dem historisch gewordenen Rathenau-Lied—„knallt ab den Walter Rathenau, die gottverdammte Judensau"— sind die Poesie des Nationalismus und seine Taten einander wert geblieben! Vielleicht begreift Herr von Popen jetzt, daß zur Herstellung von Ord- nung und Sicherheit in Deutschland noch etwas anderes zu tun ist als kommunistische Druckmaschinen zu versiegeln! Aas Znduftriegelb Oeutschnationale gehen schnorrren Die Deutschnationalen rechnen darauf, im Zeichen Popens die Nationalsozialisten politisch zu beerben. Zunächst aber wollen sie das In- d u st r i e g e l d erben, das den Nazis bisher zu- geflossen ist. Sie haben daher den General- direktoren großer Firmen das folgende Schreiben ins Haus geschickt: Sehr geehrter Herr Generaldirektor! Nachdem eine aus eigensüchtigen Parteiinter- essen zusammengekommene Mehrheit des jetzt auf- gelösten Reichstages versucht hat, die von der Reichsregicrung hoffnungsvoll begonnene Aufbauarbeit für Staat und Wirt- schaft zunichte zu machen, ist es das Ziel des Budgetknse in Frankreich KejSienmjSsumbücitinjS in Sieht Eigener Bericht des„Vormär fs" Paris, 20. Oktober. In der letzten Zeit ist eine Zuspitzung der innerpolitijchen Lage eingetreten. Wöhrend die Außenpolitik des Kabinetts nicht nur von den Mehrheitsparteien, sondern auch von der Opposition gebilligt wird, protestiert die Linke mit Ausnahme eines Teils der Radikalen gegen die jhernbsetzung der Beamten- geh älter, die sie durch Herabsetzung der Militärkredite ersetzt sehen möchte; die Rechte protestiert gegen die neuen Steuern, die trotz wiederholten Regierungsversprechens einge- führt werden sollen. Vor allein ist gedacht an Erhöhung der Erbschaftssteuer, Neuregelung und Verschäriung der Kontrolle bei der Einkommen- steucr, Ausdehnung der Umsatzsteuer aus Auto- mobiltransporie und Erhöhung verschiedener in- direkter Steuern, in erster Linie der Benzinsteuer. All das genügt aber noch nicht, um das etwa a ch t M i l l i a r d e n Franken betragende De- sizit auszugleichen. Es soll daher noch eine auto- nome Pensionskasse geschaffen weiden, mit deren Hilfe die in den nächsten Jahren fälligen Pen- sionen aus Z0 bis 60 Jahre verteil! werden sollen. Ferner ist beabsichtigt, auf dem Umwege über einen Gesetzentwurf für den Ausbau der französische,, Wirtschaft eine neue Anleihe aufzulegen, deren erster Teil(vier Milliarden Franken) noch vor der Verabschiedung des Bud- gets genehmigt werden soll, da das Schatzamt wahrscheinlich über nicht mehr genügend flüssige Mittel bis zum Ende des Budget- jahres verfügt. Diese Pläne der Regierung verteidigte vor der Finanzkommission der Kammer der Finanz- Wahlkampfes, diesem skrupellosen Ränkespiel der Parteien ein Ende zu bereiten. Die Deutschnationale Volkspartei hat sich stets für eine autoritäre Staatssührung eingesetzt. Sie wird es daher auch für die Zukunft ab- lehnen, daß das kaum überwundene Partei- regimcnt in Reich und Preußen durch ein gleich- artiges System mit veränderten Vorzeichen ersetzt wird. Als einzige Fraktion des Reichs- tages haben wir infolgedessen die Mißtrauens- anträge gegen die Regierung Papen abgelehnt. Heute ist die Deutschnotionale Volkspartei die Zufluchtsstätte für Millionen natio- nal-bürgerlicher Wähler, die entweder dem Nationalismus enttäuscht den Rücken kehren oder durch den Zusammenbruch der Mittelpar- teien politisch heimatlos wurden. Es ist jetzt unsere vordringliche Aufgabe, die fincrnziellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung dieses bedeutungs- vollen Wahlkampfes zu schaffen. Wir richten da- her an Sie die ergebene Bitte, der Deutschnatio- nalen Volkspartei, unter dem besonderen Gesichts- punkt der allein von ihr bedingungslos ver- tretenen privatwirtschaftlichen Grund- sätze, durch Ueberweisung eines Wahl- beitrage? zum Erfolge zu verhelfen. Sollten Sie den Wunsch haben, den Rechtsunterzeichneten zu unserer Bitte persönlich zu sprechen, steht er Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Ver- fügung. Wir sehen Ihren gefl. Nachrichten mit Interesse entgegen und zeichnen mit der Versiche- rung unserer ausgezeichneten Hochachtung sehr ergebenst gez. Stadtrat Steinhoff MdR. Verbandsvorsitzender gez. Werdelmann Geschäftsführender Schatzmeister Mit dem Gelde der Großindustrie soll der Kampf gegen die Rechte des Volkes und die Freiheit finanziert werden! Gegen das Jnduftriegeld gilt es, den Opfermut des Volkes einzusetzen! nünisier mit dem Argument, daß, wenn das Bud- get nicht ausgeglichen werde, die schwebende Schuld Ende 1933 19 Milliarden Franken be- trage» würde. Ob die Regierung die Schlacht gewinnt, ist durchaus nicht sicher. Man erwartet vielniehr, daß sie bei der Budgelberotung in der Kammer g e- s ch l a g en wird. Ob dann eine schärfer links orientierte Regierung oder gleich eine Konzen- trationsregierung die Geschäfte übernehmen wird, hängt von den weiteren Ereignissen ab. Es dürste aber so gut wie sicher sein, daß H e r r! o t in jeder neuen Regierung das A u ß e n m i n i st e- r i» m behält, wie seinerzeit Briand unter den verschiedenen Rechts- und Linksregierungen. M i l i t ä r st r e i k sei gegebenenfalls das einzige Mittel, um einen Krieg zu verhindern, hat Quisling ihn des Hochverrats angeklagt. Da der Minister zugleich öffentlich gedroht hat, gegen „noch einige außerhalb des Militärs stehende Personen" das gleiche Verfahren zu eröffnen, betont„Arbeiterbladet", daß damit die Führer der Arbeiterpartei und der Gewerkschaften ge- meint sind, und daß ein neuer Anschlag Q u i s l i n g s gegen die norwegischen Arbeiter- organisationen in Borbereitung sei. Krieg nach innen Wehrmmister als Oberscharfmacher Eigener Bericht des„Vormär Is" Oslo, 20. Oktober. Der norwegische Kriegsminister Quisling, ein berüchtigter Arbeiterfeind, der erst kürzlich ein angebliches Attentat gegen seine Person zum Anlaß nahm, die Arbeiterpartei landesverrätc- rijcher Beziehungen zu den Sowjets zu bezichtigen und ein Verbot der Arbeiterorgani- s a t i o n e n zu erwirken suchte, ist wieder auf dem Kriegspfad. Anläßlich einer von dem See- offizier Olaf K u l l m a n n in mehreren Ar- beitccocrsammlungcn wiederholten Aeußerung, ein Der Reichskvmmissar Lin Zeugnis gegen die Gewaltpolitik Zu der Frage, ob ein Reichskommissar die Landesregierung im Reichsrat vertreten kann, ist nachstehender Brief des früheren preußischen Innenministers, jetzigen Prüsidente des preußischen Oberverwaltungsgerichts, Dr. D r e w s, an den Ministerialdirektor Dr. Brecht über die Lage wäh- renid des Krieges von Interesse. Dieser vom Ber- treter der preußischen Regierung Dr. Brecht im Leipziger Prozeß verlesene Brief lautet: „Sehr geehrter Herr Ministerialdirektor! Ich bin während des ganzen Krieges zuerst stellvcr- tretendes, dann ordentliches Mitglied des Bundes- rats gewesen. Ich kann bestimmt erklären, daß während des Belagerungszustandes alle Bevoll- mächtigten stets ausnahmslos von der Landes- regierung, niemals von dem Militärbefchlshaber, instruiert worden sind. Ein solcher Versuch ist auch niemals gemacht worden. Wir würden im Bundes- rat sonst sicher davon gehört haben. Ich habe auch keinen Zweifel, daß ein solcher Versuch im alten Bundesrat einstimmig zurückgewiesen worden wäre!" Die sozialen Errungenschaften und die KPD. Seit einem ihrer Redakteure das Malheur passiert ist, etwas von„sozialen Er- rungenschaften der Arbeiter- klaffe" zu schreiben, findet die„Rote Fahne" keine Ruhe mehr. Seitdem hat sie schon drei verschiedene Artikel veröffentlicht und drei verschiedene Theorien entwickelt, um das Vorhandensein sozialer Errungenschaften mit der kommunistischen Heilslehre in Ein- klang zu bringen. In dem ersten Artikel wurde auseinander- gesetzt, daß die sozialen Errungenschaften der Arbeiterklasse von der Bourgeoisie als„B e- ruhigungsmittel" verabreicht worden feien. Als sich über diese neue Klassenkampflehre ein schallendes Gelächter erhob, korrigierte man sich dahin, daß die Arbeiterklasse die sozialen Errungenschaften erkämpft habe, während alle Verluste, die seitdem eintraten, auf das Konto der Sozialdemokratie zu setzen seien. In einem dritten Artikel wurde schließlich die historische Entdeckung gemacht, daß die sozialen Errungenschaften der Arbeiterklasse vom—— Spartakusbund erkämpft sind! Das gleiche Wahlrecht zu allen Ver- tretungskörpern, das Tarifrecht, das Schlich- tungswesen. der Ausbau der Sozialoersiche- rung, der Achtstundentag usw., das alles ist vom Spartakusbund, dem Vorläufer der Kommunistischen Partei, erobert worden! So wird aus dem Veruhigungstee, den eine gutmütige Bourgeoisie dem Proletariat gekocht hat, plötzlich der glänzende Sieges- preis spariakislischer Strategie und Taktik. Es sollte uns wundern, wenn sich die alten Spartakusbündler, die in der KPD. noch vor- Händen sind, eine solche Geschichtsklitterung gefallen ließen! Man muß dem Spartakusbund, geschichtlich gesehen, die Ehre lassen, daß er sich für seinen Irrtum in heroischer Weise eingesetzt hat. Sein Irrtum bestand darin, daß er die Zeit zu einer Diktatur nach russischem Muster für gekommen hielt und daß er von ihr die Ver- wirklichung des ganzen Sozialismus er- wartete. Gerade aus dieser Einstellung aber ergibt sich, daß der Spartakusbund auf alle sozialen Errungenschaften, um die sich die Sozialdemokratie be- mühte, ganz einfach pfiff, daß er im Kampfe für sie nichts anderes sah als Ver- suche, die Arbeiterklasse von ihren eigentlichen Aufgaben abzulenken. Darum hat er ja auch den„Reformismus", der auf„soziale Errungenschaften" ausging, mit der Flinte in der Faust bekämpft! Als aber der Spiritus zum Teufel und das Phlegma geblieben war, das heißt, als es keinen Spartakusbund mehr, sondern nur noch eine KPD. gab—, hat dann diese KPD. nicht alles getan, um das, was die„Rote Fahne" jetzt die„sozialen Errungenschaften" nennt, verächtlich zu machen, zu verschimpfieren, bestenfalls als gänzlich wertlos hinzu- stellen? So wenig wie der Spartakusbund die Demokratie, den Achtstundentag, das Schlich- tungswesen, das Tarifrecht, den Aufbau der sozialen Fürsorge erkämpft hat, so wenig hat die KPD. getan, um diese sozialen Errungen- schaften zu verteidigen! Im Gegenteil, in- dem sie diese Dinge als nichtig hinstellte, hat sie den Verteidigungswillen der Arbeiter geschwächt. Indem sie mit Nazis und Deutschnationalen gegen die Sozialdemokratie gemeinsame Sache machte, Ersatziakaien im Brmm D!e I�ntertanenseele uncl c!!e I�olzurser k'ürstenkocii�eit m hat sie die A n g r i f f s k r a f t d e r s o z i a- lenReaktion gestärkt. Das find so einfache und klare Zusammen- hänge, daß keine Vernebelungskunst gegen sie aufkommt. Warum aber der Schreck der„Roten Fahne" über ihr unfreiwilliges Geständnis? Weil durch die Anerkennung„sozialer Errungenschaften" die ganze kommu- nistische Theorie über den Haufen geworfen wird. Gibt man zu, daß es„soziale Errungen- schaften" gibt oder gegeben hat, dann wirkt jeder Versuch, zu bestreiten, daß diese Er- rungenschaften von der Sozialdemo- k r a t i e erkämpft worden sind, einfach lächerlich. Und damit stürzt das ganze Ge- bäude der Anklage zusammen, das die KPD. gegen die Sozialdemokratie aufgerichtet hat. Natürlich läßt sich auch dann noch gegen die Politik der Sozialdemokratie mancherlei einwenden. Natürlich läßt sich auch dann noch behaupten, die Sozialdemokratie habe den und jenen Fehler begangen. Aber was sich nicht aufrechterhalten läßt, das ist die idiotische Lüge von dem„Verrat der SPD." und von der„Hauptstütze der Bourgeoisie", die die Sozialdemokratie angeblich sein soll. Gibt es soziale Errungenschaften, so ist un- möglich zu leugnen, daß die Sozialdemo- kratie— mit andern Mitteln als die KPD.— den Klassenkampf führt und daß sie, auf andern Wegen als die KPD., den So- z i a l i s m u s erstrebt. Das ist die simple Wahrheit, die jeder Ar- beiter sieht, der aber die Kommunistische Partei nicht ins Gesicht sehen kann, weil sie von der Lüge lebt und an der Wahrheit sterben muß. Wer die sozialen Errungenschaften ver- teidigen, verlorene wieder holen und neue er- obern will bis zum endgültigen Sieg des Sozialismus, der wählt am 6. November sozialdemokratisch! Gtaatögeld für Spielschulden Zwei Millionen in einer Nacht verspielt Die Harzburger Stinkbombenfabrikanten be- haupten, daß unter der Republik in Preußen öffentliche Gelder für unzulässige Zwecke ver- wendet worden wären. Im selben Atemzuge be- geistern sich die Gestankmacher für die Monarchie. Wir wollen ihnen auf die Beine helfen, indem wir zeigen, wie herrlich es im Kaiserreich war. Am ä. Januar 1N2Z veröffentlichte das Montag- blatt des„Berliner Lokal-Anzeigers" die folgende Zuschrift von Herrn Dr. K. von Burchard, dem Sohne eines früheren Präsidenten der Seehand- lung: „Im Hinblick auf die aufsehenerregenden Borgänge in der Preußischen Staats- b a n k dürfte Sie vielleicht ein Beispiel inter- essieren, wie vorsichtig und unbeeinflußbar durch persönliche Rücksichten die Seehandlung in den Vorkriegszeiten in der Gewährung von Krediten verfahren ist. Als in den över Iahren der Prinz von Wales, der spätere König Eduard VII. in Berlin weilte, gewann er in einer Nacht im Spiel vom Prin- zen Radziwill die Summe von 2 M i l l i o ne n Mark. Es galt innerhalb 24 Stunden den Betrag aufzubringen. Da der Fürst Radziwill mit seinen großen Besitzungen für die Schuld seines Sohnes Garantie leistete, konnte die Seehandlung unbe- deutlich auf Ersuchen die gewün- schte Summe als Darlehen geben. Vom Kaiser Wilhelm II., der für die An- gelegenheit lebhaftestes persönliches Interesse nahm, wurde die schnelle Erledigung dankbar anerkannt." Wir brauchen wieder ein Kaiserreich! Es wird die Erwerbslosen bestimmt aufheitern und mit ihrem Lose aussöhnen, wenn bei Hofe einer in einer Nacht 2 Millionen Mark im Spiel« ver- liert! Sie werden dann erkennen, daß es außer ihnen noch andere Notleidende gibt, die im Beruf Unglück haben! Es wird für sie einen Trost be- deuten, zu sehen, wie die von Gott gegebene Autorität sich interessiert, wenn Not am Manne ist, und wie die Staatsgelder zur Verfügung stehen, wenn es gilt, zu helfen! Wir empfehlen deshalb den Monarchisten dies aufschlußreiche Schreiben zu weitester Verbreitung! Eigener Bericht des„Vorwärts" V. Sch. koburg, 20. Oktober. Zwei Tage lang hat die deutsche Untertanenseele hier im Hochgefühl schwelgen dürfen. Koburg, das mitteldeutsche Potsdam, hat einen fürstlichen Hoch- zeitsrummel erlebt wie noch jemals keine deutsche Residenz seit vierzehn Jahren. Mit Fahnen, Gir- landen und Tannengrün geschmückte Straßen und Häuser, Spaliere von früh bis abends, Fackelzüge, Böllerschüsse, Gallavorstellung im Landestheater — was kann der deutsche Spießbürger, die alte Kaffeetante, die blonde höhere Tochter mit den langen Zöpfen vom Leben mehr verlangen als zwei solche„unvergeßlichen" Tage? Eine Stadt, in der jeder dritte Handwerksmeister stolz als Hos- lieferant firmiert und die anderen es noch werden möchten. Eine Stadt, in der außer einem„an- gestammten" Herzog, der oben auf der„Beste" residiert, noch ein Exzar von Bulgarien und ein russischer Kronprätendent, Großfürst Kyrill, sich angesiedelt haben, ist wie keine andere geeignet, monarchistische Begeisterung zu entfalten. Nun, die eigentliche Begeisterung fehlte trotzdem. Es war mehr eine rührselig-sympathische Angelegen- heit, Neugier, die die Menschen auf die Straße trieb. Aber das politisch Interessante an diesen Veranstaltungen bleibt die Tatsache, daß Koburg die erste größere Stadt in Deutschland ist mit einer absoluten Nazimehr- heit, einem Nazibürgermeister, Herr Schwede, und einem ehemals regierenden Herzog, der sich zu Hitler bekennt soder vielmehr bis vor kurzem bekannt hat). Heute ist jedoch auch in Koburg der Stahl- Helm allein hoffähig. Er wurde aus der ganzen Umgebung aufgeboten: Schwarzweihrot und Blau- weiß verdrängten das Hakenkreuzbanner fast voll- ständig vom Straßenbild. Hitler, der vor einigen Wochen noch als einer der Ehrengäste neben allen möglichen in- und ausländischen Fürstlichkeiten angekündigt war, wurde bereits vor einiger Zeit höflich, aber förmlich aus- geladen. Wie man hört, nicht zuletzt auf einen Wink der schwedischen Königsfamilie, die kluger- weise nicht mit dem deutschen Faschistenhäuptling in einem Atemzuge genannt werden wollte. Auch die englischen Prinzen hatten trotz ihrer verwandt- schaftlichen Beziehungen zu der eigentlich britischen Herzogsfamilie von Sachsen-Koburg und Gotha schon vorsorglich abgesagt, um nicht in den Ber- Die in Berlin zwischen Dänemark, Finnland und Deutschland geführten Besprechungen über eine Neuregelung der Buttereinfuhr nach Deutsch- land haben zu einer Verständigung geführt. Deutschland wird künftig Butter bis zu einer Menge von 53000 Tonnen im Kalender- jähr zur Einfuhr zulassen. Dieses Kontingent wird auf die in Betracht kommenden Länder nach ihrem prozentualen Anteil an der gesamten deut- schen Buttereinfuhr im Durchschnitt der Jahre 1023 vis 1931 verteill. Mit F i n n l a n d ist für Butter ein einheitlicher Zollsatz von 75 M. vereinbart worden, der den meistbegünstigten Ländern zusteht. Es ist in Aussicht genommen, diese Regelung vom 15. November d. I. an in Kraft treten zu lassen. * Die Vereinbarungen mit Dänemark und Finn- land sind ein handelspolitisch wichtiges Ereignis, denn sie klären in einer gewissen Beziehung die Situation. Der Reichslandbund hat zwar seinen Willen nach einer neuerlichen Einschränkung der Buttereinfuhr durchgesetzt, denn das jetzt ver- einbarte Gesamtkontingent von 55 000 Tonnen entspricht nur etwa 80 Prozent der für das Jahr 1932 nach den bisherigen Einfuhrziffern zu erwartenden Buttereinfuhr. Bis einschließlich September waren im laufenden Jahre rund 51 000 Tonnen eingeführt worden, so daß bis Ende de» Jahres eine Einfuhr von rund 68 000 Tonnen zu erwarten gewesen wäre. Vor der Butterzallerhöhung, d. h. im Jahre 1931, hatte die Buttereinfuhr 100000 Tonnen betragen und di« Zollerhöhung zu Beginn dieses Jahres war dann der Anlaß, aus dem die weitreichende Boykottbewegung gegen deutsche Exportwaren entstand. Wenn jetzt die Reichsregierung sich auf dacht zu kommen, sich an einem deutschen faschisti- schen Rummel beteiligt zu haben. Nur die aller- engsten Verwandten aus dem englischen Königs- Haus waren erschienen. Dieser schwedische Wunsch kam dem Pg. Herzog Eduard vielleicht sehr gelegen, der anscheinend seine politische und vor allem seine finanzielle Gunst nunmehr nur noch dem Stahlhelm zu.wenden wird. Die Nazis haben ihre Schul- digkeit für die Fürstlichkeiten ge- tan, jetzt braucht man sie nicht mehr. Auch für Hitler dürfte diese Ausladung insofern ihre guten Seiten gehabt haben, als seine Teil- nahm? an der Prinzenhochzeit so ganz und gar nicht zu der Fehde passen würde, die Goebbels und Genossen den„feinen Leuten" angesagt haben. So weit Adolf Hitler. Aber der Koburger Nazi- st a d t r a t konnte nicht umgangen und wollte auch nicht umgangen werden. Schließlich ist der Stahlhelmyerzog nach wie vor auch Pg. Daher bestand der Bürgermeister Schwede daraus, die Zivillrauung als Standesbeamter selbst vorzunehmen. Er wollte sie sogar in der Nolverordnungsjacke vollziehen. Aber die schwedische Prinzensamilie winkle ab. Beim Fackelzug am Mittwochabend hatte man vorsorglich zwei getrennte Züge for- miert, der erste bestand aus Stahlhelmern, der zweite aus den Braunhemden. So kam es wenigstens bei dieser Gelegenheit zu keiner Harz- burger Keilerei. Indessen grüßten sich die Stahl- helmer und die Nazis gar nicht mehr und schauten om liebsten weg, wenn sie sich begegneten. Die Stahlhelmer durften alle wichtigen Funk- tionen ausüben und die zahlreichen Autos mit Ordonnanten, die nach der Beste hinaufsagten, waren mit Stahlhelmern besetzt. Traurig und ver- lassen in dem berechtigten Gefühl, unbeachtet zu bleiben und das fünfte Rad am Wagen zu fein, standen die uniformierten Nazis in kleinen Gruppen umher. Sie haben schließlich zum größten Teil gestreikt, nur etwa 60 bis 60 Mann in brauner Uniform, unter persönlicher Führung von Bürgermeister Schwede, d e s i l i e r t e n und salutierten vor dem Fürstenpodium, zu dem man übrigens den Pg. Bürgermeister nicht eingeladen hatte. Aber am Donnerstagmorgen brauchte der Pg. Herzog einige Ersatzlakaien als Tür- a b f ch l i e h e r. Dazu wurden uniformierte Haken- --------- -» T- eine Gesamteinfuhr von 55 000 Tonnen festgelegt hat, so ist mindestens der Autarkiewahnsinn nicht bis zu seiner vollen Blüte gediehen. Durch di« Vereinbarungen mit Dänemark und Finnland und durch die Festlegung eines einheitlichen Zollsatzes für die meistbegünstigten Länder von 75 M. erfolgt war eine neue Zollerhöhung gegenüber dem bisher zu er- rechnenden Durchschnittszoll, aber auch diese bleibt hinter den Forderungen des Reichslandbundes zurück. Daß die vierfache Stufung der Zollsätze wegfällt, wobei allerdinge der höhere Zoll für Länder ohne Handelsverträge bestehen zu bleiben scheint, ist eine technische Erleichterung. Wenn Holland und die übrigen Butter- einfuhrländer der mit Dänemark und Finnland getroffenen Vereinbarung beitreten, wäre der Butterkrieg zu Ende. Um so dringender ist zu fordern, daß jetzt nicht Käse-, Gemüse-, Obst- und Tomatenkriege entfesselt werden. Es sollte endgültig Schluß gemacht werden mit dem Kontingentswahnfinn: die Tomatenkommission hat Niederlagen und die deutsche Wirtschaft Nackenschläge genug erlitten! Znterefsenknfleg Lteuerxeschenlce an säumige Steuerzahler Die Verordnung über die Steuergutscheine ent- hielt die vernünftige und eigentlich selbstverständ- liche Bestimmung, daß in Fällen, in denen Steuer- Pflichtige mit Steuern im Rückstand« sind, ohne daß sie gestundet wurden, die Finanzämter die Steuergutscheine zurückbehalten und gegen die geschuldeten Steuern aufrechnen können. Gegen diese Bestimmung erhob sich aber der Sturm der kapitalistischen Jnteressentenhaufen. Da ihr Wunsch den regierenden Baronen Befehl ist, auch wenn er nur der mangelnden Steuer- moral entspringt, beeilte sich das Reichsfinanz- Ministerium, die Bestimmung faktisch wieder rückgängig zu machen. Die Finanzämter wurden jetzt nämlich angewiesen, die Steuergutscheine nur in den Fällen zurückzubehalten, wenn die ge- schuldeten Steuern erst nach dem 1. Oktober d. I. fällig geworden sind und wenn die Rückstände im kreuzler kommandiert, die neben dem Chauffeur sitzen und den hohen und höchsten Herrschaften die Türen ausreißen durften. Ein Symbol für die ganze nationalsozidlistische Bewe- gung Adolf Hitlers! Die Pgs. als Ersatzlgkaien für die Fürsten— das sagt alles! Hitlsr an papen Der okkene Brief eines Konkurrenten Dem homerischen Redegefecht zwischen den Deutsch- nationalen Schmidt und Steuer und dem National- sozialisten Goebbels in der Neuen Welt folgt ein Redegefecht zwischen P a p e n und Hitler. Papen hat in München geredet, und Hitler antwortet auf vier Seiten des„Völkischen Beobachters", die als Flugblatt oerbreitet werden. Der Inhalt ist nicht erheblicher, als der Inhalt der Reden in der Neuen Welt. Hitler ist bitter- böse auf Papen, er markiert kräftig Opposition. Natürlich geht es ihm zunächst darum, daß er nicht Reichskanzler geworden ist. Er erzählt dazu, daß Papen den Nationalsozialisten das Reichs- innenmini st erium und das Reichs- außenmini st erium habe eventuell zuge- stehen wollen— aber nicht die übrigen Mini- sterien und die Reichskanzlerschast. Nach einem langen Vortrag, wie e r die Abrüstungsfrage be- handelt hätte, erklärt er: „Ich halte, Herr Reichskanzler, aus meinem geistigen, sozialen und politischen Gewissen heraus Ihre Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für falsch, ja für in höchstem Maße verderblich für Deutsch- land. Ich sehe als Folge eines Andauerns Ihrer Reg'srung über eine längere Zeit nicht nur ein erneutes Ausreißen unserer alten Klassengegensätze, sondern die drohende Gefahr einer dann nicht mehr zu ver- hindernden B o l s ch e w i s i e r u n g. Ich setze mich doher gegen Sie und Ihre Politik in meiner Bewegung so zur Wehr, als ob wir„das geistige, soziale und politische Gewissen der Nation" wären." Es ist ein Geraufe um die Macht mit ge- fchwollenen Worten! Es geht nicht um grund- sätzlich verschiedene Dinge, es geht vielmehr darum, wer der Nutznießer und Führer der Ver- gewaltigung der Volksrechte sein soll. Hat nicht Papen in vielen Punkten das nationalsozialistische Programm durchgeführt? Verhältnis zu den auf Steuergutscheinen an- rechenbaren Beträgen, erheblich sind, keinesfalls dürfen aber Steuergutscheine, die auf Grund einer Mehrbeschäftigung von Arbeitnehmern aus- gegeben werden, gegen Steuerrückstände auf- gerechnet werden. Mit anderen Worten: die Jnteressentenhaufen haben durchgesetzt, daß die Steuergeschenke nicht nur den Besitzenden gegeben werden, die Steuern zahlen, sondern auch denen, die sich um die Steuerzahlung drücken. Diese Art von Staats- fllhrung ist allerdings grundsätzlich neu! Versammlungswelle steigt Die Sozialdemokratie in der Wahlarbeit Mit 29 Versammlungen in kleineren Städten, in drei Tagen abgehalten, eröffnete der Bezirk H e s s e n- K a s s e l den Wahlkampf im Land- gebiet. In 20 Versammlungen der Eisernen Front im Bezirk Zwickau, zum Teil Frauenversamm- lungen, wurde der rührige Wahlkampf unserer erzgebirgigen Genossen kräftig weitergeführt. Eine prächtig verlaufene Iungwähleroersamm- lung in München, in der die Genossen Ulrich- Augsburg und Waldemar o. Knoeringen sprachen, rief die Jugend zum Kampf für Freiheit und Sozialismus. In einer Kundgebung in L« i p z t g spricht Landgerichtsrat Dr. M u n g i o l i- Italien über den Faschismus in Italien und Deutschland. Vor den sozialdemokratischen Vertrauensleuten in Kiel hielt Genossin Sender einer äußerst informierenden Vortrag über Sozialismus als Gegenwartsaufgabe: in einer überfüllten Frauen- Versammlung in Dresden wurde der Vortrag der Genossin Bohm-Schuch mit großem Bei- fall aufgenommen. Große Wählerkundgebungen, die begeistert ver- liefen, fanden ferner statt in Wandsbek, wo Genosse R i e st e r referierte: in Plauen mit U h l i g- Chemnitz als Redner; in Gransee, wo Genosse Fritz E b e r t referierte: in B r a n- denburg und Potsdam, wo Genosse L ö b e sprach. Sieben Werbeabende der Arbeiterjugend im Glauchauer Bezirk erbrachten eine große Zahl neuer junger Kämpfer für die Eiserne Front. Genosse Tornow eröffnete in Magdeburg die Ausstellung„Sozialistischer Ausbau" mit einer tiefschürfenden Rede: Genosse Nölting sprach in Breslau noch in einer Erwerbslosen- Versammlung, in welcher er und Genosse Pietsch Gelegenheit fanden, kräftig mit den anwesenden und diskutierenden Kommunisten abzurechnen. ScUoffi fHuHiiiOQ $üc, Missouri, Goliath, Alemannia. Zilbcrstreiseii-Renncn. 1. Paul Fcminis(R. Schmidt); 2. Faland: 3. Pcrsepolis. Toto: 50: 10. Platz: 20, 20, 12: 10. Ferner liefen: Ghandi(4.), Nordenham, Schloß- srau, Ma-caani, Waruni. Treue-Preis. 1. Agathon kGrabsch): 2. Atbenais; 3. Fra Tiavolo, Toto: 31: 10. Platz: 25. 49: 10. Ferner liefen: Wappenschild(4.), Perratcr, Lateran. Aus-Wiedersehen-Rcnnen. 1 Fcliciter(Ludwig); 2. Pnthia: 3. Island. Toto: 122: 10. Platz: 35. 24, 42: 10. Ferner liefen: Lachteufel(4.), Vergißmeinnicht, Maufi, Horas, Wintcrmärchcn, Pistole, Made in Ger- mann, Kruzitürken. Toppetwetten: Marcellina— Janus 49; 10, Melodei— Janus 55: 10. ausführen sehen. Die Polizei sollte sich diesen gefährlichen Unruheherd einmal recht genau ansehen. Die Naziattentäter Zu den Verhaftungen der beiden nationalsozia- listischen Reichsbahnbeamten Nord und N e t h, die Dutzende von Eisenbahnattentoten organisiert hatten, wird von amtlicher Stelle mitgeteilt, daß es sich bei beiden Beamten um den Vorwurf der Urkundenfälschung und der U n° treue, begründet durch eine Unterschlagung in Höhe von 10 000 Mark, handle. Bei dieser Ge- legenheit geht man jetzt auch dem dringenden Ber- dacht nach, der bereits im Jahre 1930 gegen den Reichsbahninspektor Nord und den Obersekertär Neth geäußert wurde. Es handelte sich damals darum, daß auf der Strecke zwischen Braun- schweig und Magdeburg nächtlicherweise vorbeifahrende Eisenbahnzüge beschossen wurden, glücklicherweise, ohne daß Menschenleben dabei ge- fährdet wurden. Die beiden genannten Beamten wurden damals verdächtigt, daß sie, um in Besitz der für nächtliche Eisenbahnstreifen vorgesehenen Sonderzuwendungen zu kommen, selbst diese Attentate fingiert hätten, Neuer politischer Mord? Rutscher vor Berlins Toren heimtückisch erschossen Einsendungen für diese Rubrik nur an das Iugendsekretariai Berlin GJ3 63, Lindenstrahe 2, vorn 1 Treppe recht». Abteilungsleiter!(bebt den Berichtsbogen und das Novcmber.Programin ab, sorgt dafiir, daß die Abrechnung der„Arbeiter.Zugend" und der Kampffonds- marken sowie der Plaketien vom Aniikriegs-Iugendiag vorgenommen wird. Proletarisches Orchester der SAZ., Gruppe X: Heute, I9>) Uhr, General- probe, Schulaula Glcimstr, 4» lnicht Jugendheim Lindenstr, 4). Baaderauskunst heute von 17 vi» 1« Uhr im Heim EW., Lindenstr, 4, v. l. Voranzeige! Vorsitzendenionserenz Montag, 24, Oktober. heule. Freitag, 20 Uhr. Arkonaplatz: Elisabethkirchstr. 19:„SPD. als Rachtfaktor im politischen Leben".— Gewerkschastihau»! Köpenicker Str. 92: Heiterer Abend.— Rosca- th-ler Vorstadt: Tiecksir. 16:„Geheimnisse der kapitalistischen Warenerzeugung". — Zentrum: Baiscnsir. 13; Liederabend.— Hansa: Bochumer Str. 8b: Zeit- dichtung.— Moabit(! Waldenserstr. 26:„Unsere Stellung zu Sowjetrußland". — Moabit II: Bremer Str. 70 sSchule):„EAI. und Arbeitersport.— Sport- palast. Jüngere: Eenthincr Str. 17:..Einführung in den Eozialtsm»»". IV.— Gesundbrunnen II: Koloniestr. 22:„Unser Aktionsprogramm".— Wedding RF.r Willdcnowstr. ö: Sprcchchorprobe.— Araimplatz: Sonnenburger Str. 26: Lese- abend.— Aruewalder Platz l: Echönlanker Str. 11, B. 6:„Der Mehrwert".— Balkan: Mandelstr. 2:„Wie sehen Arbeiter fremde Länder?"— Faltplatz II: Sonnenburger Str. 26:„Russische Revolution", II.— Helmholtzplatz: Kastanien- aller 61: Fahrtencrlcbnisse,— Hohenschönhausen: Freienwolder Str. 6: Brett- spiclabend.— Rordost l: Danziger Str. 62:„Erste Hilfe bei Unglücksfällen".— Wcißensee: Easeler Str. 2: Frage- und Antwortabend.— Budrcasplatz I: Brommostr. 1:„Wirtschaftsprogramm der Reichsregierung".— Baltenplatz: Tilsiter Str. 6— 6:«„Warum sind wir arbeitslos?"— Franlfurter Viertel: Franlfurter Allee Z67:„Schlagworte der Politik".— Fricdrichshai»: Diestel- mcnerstr. 5— 6: Liederabend.— Petersburger Viertel: Eberiostr. 12: Eewerk. fchafisabend.— Stralauer Viertel: Goßlcrstr. 61: Uebe».— Warschauer Viertel: Litauer Str. 18:„Tagespolitik".— Warschauer Viertel RF.: Litauer Str. 18: Heimabend,—»öpeniitcr Viertel: Genrralprode 19!,;. Uhr im Eewerkschaftshaus (Falkentracht).— Luiseastadt: Wafsertorstr. 4: Kampsliedcrabend.— Reichen- berger Viertel: Manteuffelstr. 7: Ausspracheabend.— Friedenau: Ofsenbacher Straße öa: Humoristischer Abend.— Schöneberg l: Sauptstr. 15: Schallplotten- abend.— Schöneberg II: Hauptstr. 15:„Was wir sind und was wir wollen".— Ebarlottenbura: Rosinenstr. 4: Filmrundlchau.— Spandau, Jüngere: Lindenufer I: Heimabend.— Siemcnsstadt: Reue Schule, Zungfernhcidcweg:„Faschis- mus— Bolschewismus oder sozialistischer Bolksstaat?"— Laakwitz: Annastr. ä: Lusiiae» Allerlei.— Lichterfelde: Albrechtstr. IIa: Humoristischer Abend.— Marlcudorf: Alte Schule, Dorfstr. 7:„Tagespolitik".— Britz: Parchimer Allee: Arbeitsgemeinschaft.— Neukölln l: Sander- Ecke Hobrechtstraße:„Wirtschafts- gcschichte".— Neukölln III: Steinmetzstr. 94:„Taaesvolitik".— Reukolla lV: Kanner Straße: Politische Satire.— Neukölln VI: Treptower Str. 95:„Arbeiterdichtung und Literatur".— Neukölln VII: KMS.: Arbeitsgcmeinschasi.— Neukölln VIII: Schule Rütlistpaße:„Sind Theorie und Praxis der Arbeiter- Parteien marxistisch?"— Neukölln IX: Schule Mariendorfer Weg:„Amerika, das Land des Wohlstandes und der Arbeit?"— Neukölln X: Eanghofer Straße, R. 2: Zack-London-Abend.— Neukölln XI: Flughafenftr. 68:„Jugendschutz und Jugendrecht".— Baumschulenwcg: Ernststr. 16:„Tagespolitik".— Johannis- thal: Rathaus: lv-Rinul-n-Referalc.— Treptow: Elsenstr. 6:„Rüstung!"— Schöncwcide II: Berliner Str. ZI: Arbeitsgemeinschaft, 1 T.— Adlershof: Bis- marckstr. l:„Wie erkennen wir die Welt?"— Bohnsdorf und Zaltenbera: Ge- meimchaflshaus: Leseabcnd.— Köpenick I und II: Kundgebung im Sladltheatcr. — Lübars: Schulbaracke: Arbeitsgemeinschaft.— Reinickendors-Oft: Lindaucr Straße:„Jugendpflege".— Reinickendorf West: Seidclstr. l:„Die Parteien" (NSDAP.), 2. T.— Freie Scholle: Egidpstr. 9, pari.:„Unsere Stellung zur Kirche",— Wittenau: Hauptstr. 13:„EAZ. und ZKJ."— Riederschönhauscn: Beteiligung an der Parteiveranstaltung. Treffpunkt 19 Uhr Bismarckplatz. Werbcbezirk Weddiug: Sprechchorprobe 2V Uhr Willdenowstr. 5. Werbebezirk Westen: 26 Uhr Rosinenstr. 4: Fortsetzung der„Rußland". Arbeitsgemeinschaft mit d»m Genossen Abramowitsch. Werbebezirk Lichtenberg: Mitgliederversammlung. * Werbebezirk Wcdding: Werbefeier Sonntag, 23. Oktober, 11 Uhr, in der „Alhambra", Müller. Eck- Seestraße. Aus dem Programm: Film„Kamerad- schaft", Tambourkapelle, Sprechchor, Schallplatten. Unkostenbeitrag öS Pfennig. Erwerbslose 19 Pfennig. Werbebezirk Reinickendors: Zünacrcniursus Sonntag, 23. Oktober, 19 Uhr, in der Jugendherberge Lehnitz.„Geschichte des Sozialismus", Referent: Heinrich Jecubowicz. Werbebezirk»reuzberg: Heiterer Abend Sonntag, ZZ. Oktober, 29 Uhr, im Heim Urbanstr. 187, Referentin: Elfriede Wollmann, Itakfe« Hag 31% billiger Theater, Lichtspiele usw. ) ( Staats Theater Freitag, den 21. Oktober staatsoper unter den Linden 19 Uhr Die Heistersinger von Nürnberg staatliches Schauspielhaus 20 Uhr Was ihr wollt »rf- 1 8 Uhr is. Flora 3434. HandiBn erl. Bronetl-Fainiliß, Lord Ain, 7Alfredos, Marianne& Roberts Mae Eigin, 6 Köhlers usw. Sonnabend und Sonntag auch nachm. 4 Uhr zu kleinen Preisen VOLKSBÜHNE Theater am Bdlewpiatz D I. Norden 2944. TKcHch* I hr Die Ratten»�r Regie: Heinz Hilpert Kithe Dorsch, Eugen Klöpfer, Otto Weroicke Wi\A IlftOl. Su. SV, Uhr | 3 AMREU• RIVELS BARN. ¥. 6tCZY WALLBURG osw. PLAZA Klhi Sdiln, Nif. 5«.«".Stji.2.5,l"U, EJ Wiiti«! 403t Dollarprinzessin Deutsches Theater Weidend. 3201. 8 Uhr Prinz FmW von üDinig Sdiampiil no K. i. tliist Regie: MaxRelnhardt Kammerspieie 8 Uhr Scboltes Bühne Heilerer Ludwig. Thonta- Abend Die Brautschau Erster Klasse Rose-Theater Crili Fmklirlii Strili 13? TU. Wildml E 1 3422 8.1» Uhr Der Hauptmann von Köpenick Theatemwestens Sleinpl. 5121 täglich 4'/. u 81,4 Stg. 2>/i. 5 u. 8'/» Körster- ch r i st e l IWÖrner, Stüwe,| Lichtenstein 1 Vint 0.30-1.50 I 2»mt 0.50.2.50 R metropoi-Theaier I Täglich 8'/. Uhr" Srihi Massary In Eine Fratg, die weis, was sie wlllI Sonntag nachm.'/-Z u. 5 Walzertraum r- Theater im� lAUmiralspaiastj 1 Täglich 8Vi Uhr I Gitta A l p a r In Katharina r— Theater am— Schiffbauerdamm D 2 Weidend. 9906 Täglich 8«4 Uhr die„Truppe 1931" spielt „Da liegt der Hund begraben Komödie m.Muslk. S&QeH/eyorutG UlirliElsiiar/Domoral-EaBbaandarUueHaldJ n Adele(andraek/ Hörbloar/ OGIstortt f Graeti/ Geili Nlkolaltwa/Llngan/Nlamar 1 Dlagelmann/ Area/ Nlnl Thelladt 1 Mm. Ltfl.; Tis Mukiien hl«!«: Redoll Bimieer GROSSES SCHACSPIELHACS sv, uhr CASIIIO- THEATER Lothringer Strafe 37, �91 III«IM««in iiuii Ii«««! iiiiiiiiiiii iiinii im tu llllllllllll III! IUI II III II« Nur noch bis 3. November auch Sonniags nachm. 4 Uhr: Köntdin der Ulli Am 4, November inm I. Mole: Die Lleöe bliilil in Werder Gutschein für die Leser 1— I Personen Faut 0.75 M.. Sesael 1.25 M.. Park. 0.50 M Stadl. Oper Charlottenbura Fraunhofer 0231 Turnus I Freitag, 21. Oktober 20 Uhr Hadame Butterfly Beiger, Müller, Fidesser. Müsch, Kandl, Pechner, Baumann Dirigent: Ladwig Zimmer I Bett v. RM. 5.- an 2 Betten v.RM.IO.-er Hotel- Frühstück kompl. RM. 1.50 Berlin3 Anh- 1 Bahnh. Hotel EXCELSIOR. Eigent. Cur» Eisdiner Caf�ond Halle: Täglich spielt der König der Tanzgeiger Max Günther inh.d.gold. Medaille berühmtes Orchester —. 10 Herren— Im Hause: Augustiner- Keller München. Berlin (1200 Fora. SlUfl.) BeiSelbstbedienung > Lt. 0.48 Vi Lt. 0.95 QrbBer Nüchenbetrieb Klaina Preise. Schiller roimanstr. 70/71 Steinpi.(C 1) 6715 Täglich SV* Uhr Robert und Bertram tlfrsd Breun. Friti Hindi, SenlaSSnelend Stg. nachm. 3Vi üeidhanlt I. Gniisenau Preis 0 40 bis 2,00 M.Tnrn lessing-Theaier Tägl 8V« Uhr Grete Mosheim Oskar Homolka in Pygmalion ALLIANCE FRANCAISE 101, Boulevard Haupnil, PARIN Die Schule zum praktischen Erlernen der franzds. Sprache Das Wintersemester mit dem vollständigen Kursus der französischen Sprachstudien wird am 3. November eröffnet. Das Programm umfaßt jede Woche: Sechzehn(16) Stunden minimalst, mit praktischen Hebungen der Sprache; einbegriffen Uebersetzungen. Siebzehn Vorträge. Ein Spaziergang, verbunden mit Kunstbesichtigungen. Eintragungsgebühr: 195 fr. Eres, pro Monat 500 fr. Eres, für vier Monate(3. November bis 28. Februar). Spezialkarten werden an alle die gegeben, die nur an den Vorträgen teilnehmen wollen, 80 fr. Eres, pro Monat. Die Abendkurse finden statt fünfmal pro Woche: Montags. Dienstags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 20 bis 22 Uhr. Der Mittwoch-Kursus beschäftigt sich mit dem kaufmännischen Französisch. Einsdireibegcbühr: 100 fr. Eres, pro Monat 325 fr. Eres, die vier Monate. Anfragen erbeten an den Leiter ROBERT DUP0UEY, 101, Boulevard Raspall, PARIS(6) Aditung! 4. Bezirk. Aditung! Sonnlag, Den 23. Oktober 1932. vormittags 10 Ahr, im Lokal von Cojat, Veymeftrohe S aufterordenU die BeztrKslellungS'SUzunA Die OrtsvcrwaUnng* Homöopathie Nieren-, Blasen-, leber-, Gallen-, Magen-, Darm-, Innere n. Nervenl.I Hfijnw. HUnzMtr. O Bdianfll. nur 2 M. LUSCI 192, 4-7. Shd. h. 6 namen-iwaniei Theater LH.-, Stresemannstr. Heute Vi8: | Premiere Zu wahr. mMüi» von Bernh. Shaw Moissi, v. Thell- mann, Bertens, Evans,Otto,Sima, Wiemann. B. B, B. 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Delkredere-Rücklage für Fracfatstundungcn 4 Beamten-Untcrstülzungsfonds............ 5. Gläubiger................................ (außerdem Bürgschaftsgläubiger RM. 5 331 818,11) 6. Akzepte.................................. 7. Uebergangsposten und noch einzulösende Schecks.................................... 8. Gewinn- und Verlust-Rechnung........... 20 000 000.— 3 000 000.— 3 000 000.— 500 000.— 436 343 042,22 60 000 000.— 9 849 662.35 829 129.— 533 521 833,57 Gewinn- und Verlustrechnung. Debet. 1. Handlungsunkostcn-Konto.................. 2 367 884,02 2. Reingewinn......................... 3 197 013.02 Kredit. I.Vortrag 1930/31................................ 186 016,— 2. Frachtstundungs-Konto..................... 662 594,34 3. Zinsen-Konto............................... 2 008 906,42 4. Provisions-Konto.............................. 339 496,26 3 197 013.02 Die Generalversammlung vom 19. Oktober 1932 genehmigte vorstehende Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung und beschloß, für das Geschäftsjahr 1931/32 eine Dividende von?•/• auszuschütten. Die fälligen Gewinnanteile gelangen auf Gewinnanteilscheine Nr. 10 aufler an der Kasse unserer Hauptniederlassung in Berlin und an den Kassen unserer sämtlichen Zweigniederlassungen noch bei folgenden Banken zur Einlösung: Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin, S. Bleichröder. Berlin. Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft, Berlin, Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin, Dresdner Bank, Berlin, Mendelssohn& Co., Berlin, Reichs-Kredit-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Berlin Bayerische Hypotheken- und Wechselbank. München, Bayerische Vereinsbank. München. Berlin, den 19. Oktober 1932. Deutsche Verkehrs-Kredit-Bank Aktiengesellschaft Der Vorstand. KLEINE ANZEIGEN imiiiiMiiiiiimiiiimiiiiiiiimiiiimiiiimmiiiimiiiiiiiiMi Überschrif1swort20 Pf., Textwort 10 Pf. Wiederholungsrabati: 5 mal 5%, 8 mal 12 mal 10%, oder 1000 Worte Abschluß 10%, 2000 Worte 15%. 4000 Worte 20%. Annahme durch den Verlag, Lindenstraße 3(V29 bis 5 Uhr), sämtliche Vorwärts-Filialen u.-Ausgabestellen sowie alle Annoncen-Expeditionen | ueritöiiie|[ Sloolcum Süiüat, Rofonfe. ftraSc 9. Kleidungsstucks. UldSCilB USW. Scibtau. Lowicki Dcttouff zu UN glaublich billigen Preisen wenig ge. fragene sowie neue Herrengarberobe. Herren, u. Damen. Weitester lohnt. Keine Lombardware. Prinzenstraße 185, eine Treppe. moDei Polsteemobei. Srodlager zu Klein preisen. Klubtische Radio Rabloanlagen alle Marlen, gegen lfeinste Monats» raten. Vorsührung kostenlos. Osffunk Ezilasi, Reander, straße 18, Etage», geschäft. Telephon Jannowih 0155.' Radio. 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'A-i'v- A?'',......t-i; l-Ipovy-» Den Parteigenossen, Freunden und Bekannten, die das Andenken Conrad Schmidts durch ihre Beteiligung an der Trauerfeierlichkeit ehrten, sagen wir unsern warmen Dank. Berlin N, Weißenburger Str. 25 Käthe Kollwitz Karl Kollwitz Ballonräder Riesenauswahl, allcrbilligst, Opel. chromdallon, Dia. mantballon.tSiirlcke. ballon, Wanderer. Expreß. Multiplex. Monapol. Mittler. ballon, Brennabor. ballon. Teilzahlung 10,— monatlich. Spezialdallon 82,—, 45,—. Schlawe, Äcinmeisterstraße vier. ballon, ballon, ballon, ballon, V«v>l»»govg Für(IIa vielen Seweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge meines lieben Mannes, unseres treusorgenden Vaters Hermann Peters spreche ich allen Freunden, Parteigenossen, seinen Kollegen und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold meinen aufrichtigen Dank aus. Margarete Peters u. Kinder 11 Preisabschläge! Artikel; MalzksHee„MIMALKA". Xec••••»»•• Vlerfrnchtmarmelade. Leipziger Allerlei..kg Mehl..... Milch in Dosen. I Dose Mlschobsi.»»»». 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Die Mieten müssen herunter— Aber mit Papen geht das nicht Lohnsenkung, Arbeitszeitverkürzung und Ar- bcitslosigkeit haben die Mieten zu einer vielfach unerträglichen Last gemacht. Daß der Anteil der starren Mietausgabcn am Einkommen wächst. wenn das Einkommen selbst sinkt, muß im allge- nieinen hingenommen werden. Aber alles muß seine Grenze haben. Und die Grenze des Erträglichen wird weit überschritten. wenn die Wohnungsmicten auf 30, 40, ja bis 70 und 80 Proz. des kärglichen Einkammens, das den Arbeitern geblieben ist, anschwellen. Besonders bei Neubauwohnungen sind solche Prozent- säße nichts Seltenes. Kein Wunder, daß sich die Mictrückstände und Mictausfälle häufen und bru- tale Ennissionen auf der Tagesordnung sind— kurz, Not, Jammer und Verzweiflung sich auf- türmen. Die Dinge können und dürsen nicht so weiter- treiben. Die S o z i a l d m o k r o t i e. die auf allen Ge- bieten des wirtschaftlichen und sozialen Lebens der einzige ernsthafte Vorkämpfer für die Jnter- essen des arbeitenden Volkes ist, hat schon seit langem auf Abhilfe gedrängt. Der letzte Zeuge dafür sind die sozialdemokratischen Anträge, die im vorigen kurzlebigen Reichstag eingebracht wurden. Das Wichtigste, was zu geschehen hat und auch ohne weiteres durchführbar wäre, ist folgendes: Bei den Altwohnungen muß durch Aus- bau der individuellen Wohlfahrtshilfe und ent- sprechende Mittel vom Reich erreicht werden, daß niemand mehr wegen seiner Notlage exmittier! wird, daß für jeden derartigen Fall mit öffentlichen Mitteln eingesprungen wird. Wo die von allen Seiten angeknabberten kommunalen Mittel dafür nicht reichen, muß ausreichende Reichshilfe bereit stehen. Bei den Neubauwohnungen genügt die individuelle chilse nicht: hier liegt weitgehend ein Notstand vor, vor allenü überall dort, wo die Mieten dieser Wohnungen gegenüber den ent- sprechenden Altwohnungen überhöht sind. Da der Lohnabbau selbst für die Vollbeschäftigten weit über die Mietensenkung hinausgegangen ist und die Kurzarbeiter und Arbeitslosen vor dem blanken Nichts stehen, können diese Mieten von den Arbeitnehmern fast allgemein nicht mehr getragen werden. Hier müssen weitgehende Er- leichterungen einsetzen; auch dafür gibt es geeignete Wege. In erster Linie hat die öffentliche Hand auf die Einnahmen, die sie aus solchen Wohnun- gen bezieht, zu verzichten. Das bedeutet, daß in allen erwähnten Fällen die G r u n d v c r- mögens st euer erlassen wird, wie es für die seit April 4931 neu gebauten Wohnungen ohnehin schon vorgeschrieben ist. Ferner muß die Berzürsung der Hauszinssteuerhypothe- ken in solchen Fällen vorläufig erlassen und ihre Tilgung ausgesetzt werden. Endlich müssen auch die übrigen Glau- b i g e r ein Opfer bringen. Die Tilgung der von ihnen gegebenen Hypotheken muß, soweit es sich um Tilgungshypotheken handelt, vor- läufig ausgesetzt werden. Dazu ist frei- lich gesetzlicher Zwang erforderlich, um den man eben heute nicht mehr herumkommt. Das Resultat aller dieser Maßnahmen— Er- laß der Grundvermögenssteuer, der Verzinsung und Tilgung der Hauszinssteuerhypotheken und Aussetzung der Tilgung der übrigen Hypotheken — wäre, daß in allen von uns erwähnten Fällen die Mieten um 15— 20 proz. gesenkt werden könnten. lind wenn dann noch in einzelnen Gebäuden oder Gebäudekomplexen der Notstand nicht behoben ist— beispielsweise wenn ein großer Teil der Mieter arbeitslos ist uno auch die gesenkten Mic- ten nicht zahlen kann—, dann bleibt immer noch der Weg des Vergleichs zwischen dem Haus- besitzcr und seinen Gläubigern, für den der so- �hmdkiirs erholt Wieder Stützungskäufe der Bank von England Es scheint so. als sollte sich der plötzliche Kurs- stürz den englischen Pfundes nicht fortsetzen. Am Mittwochnachmittag und am Donnerstag hat nämlich die Bank von England wieder ein- gegriffen und genügend Devisen und Gold gegen die angebotenen Pfunde abgegeben. Die Folge davon war, daß das englische Pfund an der Berliner Börse eine kleine Besserung erfuhr; es wurde am Donnerstag mit durchschnittlich 14,26 Mark bezahlt gegen 14,25 Mark am Vor- tage und 14,50 Mark am Dienstag. Ob der Pfundkurs von jetzt ob auf dem er- mäßigten Niveau gehalten wird, ist ganz un- gewiß. Die Forderungen der Industrie, den Pfundkurs in der Hoffnung auf verstärkte Aus- suhr(Valutadumping) weiter zu senken, erhalten größeren Nachdruck durch die wachsenden Schwierigkeiten der englischen Wirtschaft. Im Dezember sind Kriegsschuldenzahlungen Englands an Amerika fällig. Bis dahin wird sich erweisen, ob die Mittel des V a l u t a a u s- gleichsfonds an Devise» und Gold aus- reichend find oder nicht. �ollerbolningen in England Das englische Schatzamt hat auf Empfehlung der Zolltarifkominission mit Wirkung vom 21. Oktober i>. I. die Zölle auf leichte Eisendahnwaggons und Gummischuhe erhöht. Der bisherige Wertzoll für die in Frage kom- Menden leichten Waggontypen wird von 10 auf 33',-! Proz. erhöht und damit begründet, daß die einheimische Industrie in der Lage sei, den eng- tischen Badarf zu decken.— Auch Gummischuhe waren schon bisher mit einem Wertzoll von 20 Proz. belostet und erhalten jetzt noch einen be- soicheren Stückzoll. Diese Zollcrhöhung trisst auch Deutschland als Lieferanten recht«mpfinolich, denn im vergangenen Jahr wurden noch über 785 000 Paar Gummischuhe nach Eng- land exportiert. Sebubexport um 72 Proz. gesunken Der Außenhandel der deutschen Schuhindustrie hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich mit der entsprechenden Zeit des Vorjahres ein« beispiellose Schrump- zialdemokratische Antrag über die Schuldeini- gungsämtcr die Richtlinien vorgezeichnet hat. Die Regierung Popen hat freilich andere Sar- gen, als das unbedingt Notwendig« für notleidende Mieter zu tun. Sie hat vollauf zu tun, um allen Gruppen der Besitzenden Liebesgaben auf Liebesgaben zu streuen. Auch die Nazis und die Kommunisten scheren sich den Teufel um die Mietersorgcn. Auch hier bietet nur ein W a h l- sieg der Sozialdemokratie die Gewähr dafür, daß die Lebensinteressen der arbeitenden Bevölkerung, zu deren dringendsten die Sorge um die Wohnung gehört, gewahrt werden. f u n g erfahren. Der Menge nach sank die E i n- fuhr von Lederschuhwcrk von 0,54 auf 0,19 Mil- lionen Paar, also um 64,5 Proz. Die A u s s u h r ging von 3,17 auf rund I Million Paar, also um 68 Proz. zurück.— Der wertmäßige Schwund ist noch erheblicher. Der Exportwert verringerte sich sogar um 72 Proz. von 25,2 auf 7,1 Millionen Mark, während der Wert der eingeführten Waren von 5,52 auf 1,89 Millionen Mark sank. Der Exportüberschuß erreicht vom Januar bis September 1932 nur 5,2 gegen nahezu 20 Millionen in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Die Parteien... ... und das Versagen der tlnternebmer Dr. Brandi, ein„Führer" in der Schwer- industric, hat als Vorsitzender auf einer bergbau- technische» Versammlung in Essen folgendes gesagt: „In dem hinter uns liegenden 13jährigen Zersetzungsprozeß habe die Partei- Politik das vorhandene Kapital vernichtet, Neu- bildung verhindert, das Unternehmertum unfrei gemacht, die Fllhrerschicht verdächtigt und verächt- lich gemacht, die Arbeitsmoral geschädigt und den Gcmeinschaftsgedanken zwischen Führer und Arbeiter zu zerreißen versucht." Die Parteipolitik? Wurde in der Nordwolle, bei Karstadt, Schultheiß-Patzenhofer, Hapag-Lloyd, bei 300 Millionen versehlten Koksöseirbauten und den Schwedenerzverträgen der Schwerindustrie usw. usw. Parteipolitik gemocht? Die Konjunktur Widerspruebsvolle Entwicklung In der Montanindustrie ist die konjunkturelle Entwicklung im September uneinheitlich gewesen. Die Erzeugung von Roheisen ist um 5 Proz. gestiegen und auch die Kohlenförderung hat sich gebessert. Nach den Feststellungen der Zeitschrift„Stahl und Eisen" ist aber die Stahlproduktion im September mit 15 081 gegen 15 408 Tonnen im August um 2,1 Proz. gesunken. Im Gegen- satz hierzu steht wieder die Entwicklung der Walz- Werksleistungen, die jetzt zugleich bekannt werden. Die Produktion der deutschen Walzwerke ist von 9970 Tonnen arbeitstäglich im August auf 11 182 Tonnen arbeitstäglich im September gestiegen. Hier ist die Steigerung der Produktions- leistung mit 12,2 Proz. recht erheblich. Wie der Zentralverband der Deutschen Metall- walzwerk- und Hüttenindustrie meldet, hat sich auch bei den Industrien der Nichteisenmetalle eine gleichmäßige Belebung im dritten Quartal durch- gesetzt, bei der es sich nicht nur um saisonmäßige Einflüsse handelt. Die Erzeugung liegt zur Zeit 20 Proz. über dem Stande vom Januar dieses Jahres. Antworten �.ber keine Aufklärung In dem Streit um die Vorgänge bei der Terra Film A.-G. liegen jetzt Acußerungen vor, die leider die ganze Sache nur noch dunkler und anrüchiger erscheinen lassen. Die Vertreter der I. G. F a r b c n i n d u st r i c, die damals in Vorstand und Aufsichtsrat saßen, erklären, daß auf Grund des vorliegenden Zahlen- Materials im September 1930 kein Anlaß zur Zahlungseinstellung gewesen sei. Die Ent- lastung wurde ihnen verweigert für eine Zeit, da sie nur„aus Gefälligkeit" noch tätig waren. Zu dem Verkauf des Kapitals an die Skotoni- Gruppe wird gesagt, daß er auf Grund einer von der Treuhänder-A.-G. aufgestellten BUanz er- folgt und daß darüber eine volle Einigung erzielt worden sei. In einem später angestrengten Prozeß Skotoni gegen I. G. Farben aus Anlaß der Zahlungsaufstellung sei die Klage in erster Instanz abgewiesen worden. Zu den schwer- wiegenden Aeußerungen des Direktors Fafolt (früher selbst Vertreter der I. G. Farben) wird nichts gesagt. Zu der Antwort der I. G. Farben-Bertreter bemerkt die jetzige Terra-Verwaltung (Skotoni-Gruppe), daß die Entlastung für eine Zeit verweigert sei, da die Skotonis die Geschäfts- führung noch nicht übernommen hatten; daß dem Aussichtsrat der Verlust von mehr als dem Aktienkapital und die Zahlungsunfähigkeit b e» k a n n t gewesen sei zu einer Zeit, als sie die Terra als„Goldgrube" ausgaben, daß die I. G. Farben bis zum 30. Juni 1930 etwa 3 Millionen Mark Zuschüsse geleistet und weitere 6 Millionen Mark Verlust bei Liqui- dierung erwartet hätten. Hier fehlt ein Ein- gehen auf die Treuhänder-Bilanz und die darüber erfolgte Einigung.— Die schmutzige Wäsche ist also bei den gegenseitigen Reinigungsversuchen bisher nur schmutziger geworden. Der Generaldirektor und sein Anwalt Noch undurchsichtiger ist die Angelegenheit „N o r d s e c", Deutsche Hochseefischerei A.-G., und Generaldirektor W r i e d t geworden. Dieser hat erklärt, daß die Frage des Aktienverkauss durch ein rechtskrästiges Cteueroerfahren erledigt sei. Alle übrigen Behauptungen über Geschäfte auf Kosten der„Nordsee" seien nichts als Aus- st r e u u n g e n seines früheren Rechtsanwalts Dr. Lifschütz, Bremen, der ihm(Wriedt) 100000 Mark schulde. Gegen Dr. Lifschütz werde Straf- antrag gestellt werden. Fest steht aber, daß auf Grund einer Revi» s i o n Ansprüche der„Nordsee" gegen ihren früheren Generaldirektor von 4,8 Millionen M. festgestellt wurden; in einem Vergleich wurde aber Wriedt nur zur Zahlung von 120 000 M. oerpflichtet. Dieser Vergleich wird ietzt nnge- sochten; Strafanzeige gegen Wriedt ist von Aktionären auch erstattet worden. >n den Dachhallen spielen die Kapellen Efim Schachmeister Gerhard Hoffmann Unsere Lebensmittel-Abteilungen stehen unter ständiger Kontrolle des öffentlich angestellten und ver- und des Stadt-Tierarztes i. R. Herrn Dr. KOLONIALWAREN WEINE, SPIRITUOSEN Weizenmehl Spez. O....Pfd. 0.20 Kartoffelmehl........... Pfd. 0.18 Weiße Bohnen....... 2 Pfd. 0.25 Viktoria-Erbsen Pfd. ojs 0.22 0.18 Burma-Reis............ 2 Pfd. 0.25 Hartweizengrieß...... Pfd. 0.24 Hartqrieß-Makkaroni, pfd.0.35 Eier-Schnittnudeln..... Ptd. 0.38 Kokosraspel............ kfd- 0.35 Mischobst............... Pfd. 0.36 Ringäpfel............... Pfd. 0.80 Kaffee an Pfd. 2.00 TeeanPfd.3.80 Edenkobener 10 Ltr. sjo, Ltr. 0.6Ü Niersteiner...10 ltr.».so, ltr. 0.90 Zeller schw. Katz 10 Ltr. 8.50, ltr. 0.90 Rüdesheimer.10 ltr. 9.50, ltr. 1.00 Malaga........ 10 Ltr. 10.50, ltr. 1.1 0 Tarrag. Wermut 10 ltr. 9.50, ltr. 1.00 Amarantis spon. Süßwein Ltr. 1.20 26 er Haut äauternes rn. Fl. 1.85 26er Bordeaux Fronsacm.Fl.1.60 Korn-Ähre.......... ltr. m. Fl. 2.90 Jam..RumVerid!n, 38%Ltr. m.FI. 4.20 Weinbr.-Spezial„ltr. m. Fl. 4.20 KONSERV., MARMEL. DELIKAT. RÄUCKERW. Jg. Bredi- u. Schnittbohnen Vi D$. 0.42 Gem. Gemüse'/i Dj.UO.oj«, 0.70 Brechspargel stark..... Vi Ds. 1.35 Sfangenspargel mittel.Vi Ds 1 40 Jg. Erbsen'/, Ds. 0«, o.se, o.so 0.50 Stachelbeeren.,.......>1, Ds. 0.68 Rote Beete............. 1/, Ds. 0.56 Thür. Pflaumenmus....topf 1.00 Rübensaft gar.rein,ca.2.Pfd Ds. 0.58 Kirsch-, Aprikosen-, Erdbeer-, Himbeer-Konflt.ca.2 Pfd.Eim. 0.98 Vierfr.-Marmel.ca 2Pfd.-Eim. 0.75 Portug. Olsardinen... 5 Ds. 0.85 Fettheringe i. Tom....... Ds. 0.25 Fischmarinaden...... itr.-Ds, 0.55 Gewürzgurken.......v, Pfd. 0.10 Fein-Anchovis....... 14 Pfd. 0,10 Delik.-Würstchen..... 5 Paar 0.65 Fr. Sardellenbutter..% Pfd. 0.45 Ital. u. Heringssalat....Pfd. 0,58 Mayonnaise, Remoul...Pfd. 0.58 Fettbückiinge............ Pfd. 0.24 Flundern.................. Bd. 0.25 lübbenauer DÜllgurken Sic*. 0.05 SfangenspcrgelO.TO fS?°rl">h'.......... 0.15 FRISCHE FISCHE Schellfisch m. K....... an Pfd. 0.24 Kabeljau u. Seelachs o. K.an Pfd. 0,26 Rotbars o. K............ Pfd. 0.28 Grüne Heringe...an 3 Pfd. 0.40 Seemuscheln.......... 3 Pfd. 0.40 Lebende Schleie..... an Pfd. 0.55 Lebende Karpfen...an Pfd. 0.62 Lebende Hechte....... Pfd. 0.85 GEFLÜGEL UND WILD Suppenhühner....... an Pfd. 0,62 Wolgahühner........ an Pfd. 0.68 Jg. Gänse............ an Pfd. 0.75 Hirschblatt............ an Pfd. 0.52 Wildschweinblatt...an Pfd. 0.80 Hasen, gestr.......... an Pfd. 0.88 Wildlcan.,gestr.u.ausgew, an Pfd. 0.78 Fasanen............ an Stck. 2.15 FRISCH- FLEISCH Kaßler................ an Pfd. 0.72 Schweineschulter....... pfd. 0.76 Schwsineschinken m.Beinan Pfd. 0.78 Gehacktes.............. Pfd. 0.48 Schweinenieren......... Pfd. 0.60 Ochsanschmorbraten, gesp. o. Kn. 0.78 Hammel-Keule.......... Pfd. 0.72 Hammel-Ragout........ Ptd- 0.58 BUTTER UND FETTE Koch- u. Backbutter....Pfd. 1.04 Molkereibutter......... Pfd. 1.10 Tafelbutter II........... Pfd. 1.24 Tafelbutter I............. Pfd. 1.34 Markenbutter........... Pfd. 1.40 Margarine............. 3 Pfd. 0.80 Cocosfett............ 3 ptd. 0.88 Rohschmalz.............. Pfd. 0.44 Bratenschmalz.......... Pfd. 0.45 Griebenschmalz........ Pfd. 0.50 Flomenschmalz....... Pfd. 0.52 Schweineschmalz...... Pfd. 0.58 OBST UND GEMUSE Tiroler-Äpfel.......... 2 Pfd. 0.25 Tafel-Birnen............. Pfd. 0.20 Kochäpfel.............. 2 Pfd. 0.25 Bananen................. Pfd. 0.24 Goldwein.............. 2 Pfd. 0.35 Kranzfeigen............. Pfd. 0.22 Rot-,Weiß-, Wirsingkohl 3 Pfd. 0.10 Kohlrüben, Möhren.... 3 Pfd 0.10 Sellerie................. 3 Pfd. 0.20 Spinat.................. 3 Pfd. 0.20 Bohnen................. 2 Pfd. 0.25 Grünlinge................ Pfd. 0.09 Winterkartoffel 0 QR (Zufuhr Ztr. 0.50).. on Ztr. DIVERSE KÄSE Camembert, volif. V# 0.70, 2 Eck. 0.25 Harzer-Käse ca. 1 Pfd.-Pak. 0.28 Weißkäse, frisch....... Pfd. 0.34 Allg. Stangenkäse 20% P'd. 0.42 Tilsiter Ohne Rinde 20%... Pfd. 0.45 Limburger o. Rd...20% Pfd. 0.48 Camembert, vollfett 2 Schch. 0.35 Edamer, 20%............ Pfd. 0.48 Emmenthaler o. Rd.»/, Schch. 0.56 Steinbuscheru. Edamer vollf. Pfd. 0.68 Brie, vollfett............ Pfd. 0.74 Holländer u. Tiisiter vollf. Pfd. 0.68 WURSTWAREN Damptwurst............ Pfd. 0.75 Fleischwurst............. Pfd. 0.88 Landleberwurst........ Pfd. 0.88 Harte Knoblauchwurst Pfd. 0.95 Mettwurst, Braunsdiw. ArtFfd. 1.08 Feine Leberwurst....... Pfd. 1.08 Cervelatwurst........... Pfd. 1.08 Schlackwurst!. Fettdarm.Pfd. 1.28 Hamburger gek. Mettw. Pfd. 1.28 Schinkenspeck.......... Pfd. 1.18 Nußschinken............ Pfd. 1.30 Gek. Schinken.......■/, Pfd. 0.64 Mettwurst R QR grobe............. Pfund U-Bahnhof Hormannplotz der Kantadt-Bahnhef Bestellungen über 5 Mark unter F 6 Bäerwald 0012 werden prompt erledigt» Für Sonnabend müssen Sie bis Freitag in unserem Besitz sein ZWEITE BEILAGE FREITAG, 21. OKT. 1932 ein— und vergiß nicht den Zahnarzt!" Schon an der Tür— läuft Gilgi noch einmal zurück, küßt Martin hastig auf Nacken und Hals und Augen—„nein, halt' mich nicht fest, Liebling— leb' wohl— bis heut' mittag...!" 461 (ÜLML V&H UMS Wie ich dich liebe, weil du so bist— wie ich dich liebe, weil du so bist... so hat er noch nie gesprochen, so noch nie. Da muß man wohl etwas Unrechtes getan haben, damit ein Mann so spricht.„Martin, du— ich hatte sehr viel neue Zärtlichkeiten für dich— und du, Martin, du hast doch auch viele Frauen gehabt. Aber mag einer auch tausend Frauen gehabt haben— wie wenig müßte man sein, wenn man nicht trotzdem wenigstens ein Wort aus einem Mann herausküssen könnte, das noch keine andere gehört hat— und auf dieses eine Wort kommt es dann an— auf — dieses— eine— Wort— du"— drückt fester den Kopf in seinen Schoß, schließt die Augen— Virginiatabak— Hyazinthenduft — ein Lied, ein Lied— Musik— Duft singt sich ins Blut— die wache Müdigkeit, das Leben hinter geschlossenen Lidern— in der heißen Hand glitzernde Steine, glühende Steine— aber sie leben nicht von allein, ich mache sie lebendig...„Martin, ich habe meine Mutter nicht nach meinem Vater ge- fragt— ich habe es einfach vergessen, denk' dir. Aber es ist mir egal— es kommt nicht viel dabei raus, wenn man seine Familie kennen lernen will... ja, Martin, ja— ich weiß, ich wollte nicht hingehn damals— nun bin ich gegangen— der Hans mußte doch Geld haben..." Gilgi springt auf— taumelt — steht fest—„Ich muß fort, Martin.. Er packt sie am Arm— ist kreideweiß, seine Stimme heiser—„Das hast du für einen andern getan! Um Geld gebeten! Wie sehr mußt du den lieben." „Gott, Martin, Martin..." Ein Karussell im Kopf— ich hätte nicht trinken sollen— jetzt bin ich betrunken— man muß erklären, kann nicht erklären— wirre Worte, die alles nur schlimmer machen, noch mißverständ- licher..... Ich muß gehn..." „Ich will, daß du hier bleibst, Gilgi— hörst du, ich will." „Du hast nichts zu wollen, Martin"— Hertha— die kleinen Kinder...— „Ja", sagt Martin und läßt ihren Arm los — mit schwankenden, kleinen Schritten geht Gilgi zur Tür... Martin sieht ihr nach, hat den Kopf auf die Hände gestützt—„Recht hast du, Gilgichen, ich Hab' nichts zu wollen — geh' nur, kleines Mädchen, geh' nur." „Nein, nein, nein, Martin— ich gehe nicht." Gilgi stürzt zu ihm hin, ist wie von Sinnen.„Du wirst verstehen— das ist so lächerlich alles— du— ich bleibe bei dir, ich bleibe hier— ich liebe dich— es geht mich nichts an. wenn der Hans ins Gefängnis kommt, ich hasse ihn, Martin, weil du durch ihn traurig geworden bist— du glaubst mir jetzt, daß ich dich liebe, nicht wahr? Du mußt es mir glauben.." Du— die rote, heiße Wolke— die Sonne— immer näher— Hyazinthen, Hyazinthen in schwarze Vasen— deine Hände auf meiner Brust— deine Lippen— deine Augen im Licht, der liebe Schmerz in deinen Augen... du— die Ringe— sind auf die Erde gefallen— laß sie liegen— meine Hände— die brauche ich jetzt für dich... Dünnes graues Morgenlicht schleicht ins Zimmer. Gilgi wacht auf— hebt den Kopf. Der schmerzt, als wenn lausend Messer einem ins Hirn stechen. Ein Blick auf Martin— er schläft, Gilgi schiebt schnell und entschlossen die Beine unter der Decke hervor. Fühlt sich müde und zerschlagen. Sie geht ins Eß- zimmer— neben dem Diwan liegen die Ringe. Gilgi liest sie auf, hält sie Minuten- luNg stumm auf der flachen Hand, betrachtet sie abwesend. Sucht vergeblich zu dem erleb- nisgesüllten Gestern eine Beziehung zu finden. Fühlt sich leer und ausgepumpt. Sieht das gebrauchte Kognakglas auf dem Tisch und verzieht leicht den Mund in müdem Ekel. Kommt sich uralt und halb gestorben vor. ist sich zuwider und weiß nicht warum — und ist tausendmal zu müde und gleich- gültig, um nacb einem Warum zu suchen. Sie gähnt. Möchte umfallen und liegen bleiben— für immer— gibt sich plötzlich einen Ruck und geht ins Badezimmer. Läßt minutenlang die kalte Dusche auf sich nieder- prasseln. Kleidet sich dann scbnell und inner- bald voll zehn Minuten an. Geht zu Martin. setzt sich zu ihm aufs Bett und fährt ihm leicht mit der Hand übers Gesicht, schiebt ihm sehr sanft die Lider über die Auaen hoch— „Wach' auf, Martin! Hör' zu, Liebling, es ist gut, wenn du bald aufstehst— um neun bist du beim Zahnarzt angemeldet, und nach- ber wolltest du zur Bibliothek." Müde leiert sie die Worte runter— ein dumpfer, beklemmender Druck auf der Brust nimmt ihr fast die Kraft zum Atmen. „Bist du traurig, Gilgichen, geht es dir nicht gut?" fragt Martin— noch halb im Schlaf und tastet nach ihrer Hand. „Ach, ich Hab' so eine dumme Angst und ein schlechtes Gewissen, Martin— das wird aber gleich besser werden. Ich geh' jetzt zur Friesenstraße und bring' das Geld und die Ringe hin— ich Hab' doch eher keine Ruhe, Verstehst du. Liebling, das hat jetzt nichts zu tun mit Mitleid und Gefühl und sowas— ich muß nur einfach mein Versprechen halten — sonst werde ich krank. Ich verlange und wünsche so stark, daß man mir ein gegebenes Wort hält— ich möchte das Recht auf diesen Wunsch nicht durch mich selbst verlieren,.." Martin setzt sich aufrecht im Bett—„Natürlich, Kleine— tu' nur, was du für richtig hältst. Wie dumm sind wir doch gestern ge- wesen! Hab' ich dir ganz unnütz Kummer gemacht, nicht wahr? Ich werde mich schnell anziehen, und wenn du willst, komme ich mit dir..." „Laß nur, Martin, ich möcht' lieber sofort gehen— da kann jetzt jede Minute wichtig sein. Und warte nicht erst auf mich, ich werd' gleich von der Friesenstraße aus zum Arbeits- amt gehn. Und sei pünktlich heute mittag zum Essen da— ich koch' was besonders Schönes. Wiedersehn, Liebling— schlaf nicht wieder Cr pa(M fie am Arm.., Friesenstraße. Vor dem Haus, in dem der Hans und die Hertha wohnen, stehen Leute, sind anscheinend durch irgend etwas aufgeregt — sprechen, gestikulieren— Gilgi beachtet sie nicht, öffnet die Haustür— ein Klumpen Weiber im Treppenflur— raschelndes Schwatzen... Gilgi bleibt stehen, zieht aus dem Handtäschchen ein blaues Briefkuvert mit den sieben Hundertmarkscheinen, nimmt die Ringe— sind doch noch alle da? Ach, wie froh werden sie sein, die da oben! Immer zwei Stufen auf einmal genommen— wie das Herz klopft, den Atem schnürt's einem ab. Warum bin ich denn traurig? So eine wehe Traurigkeit in allen Knochen... ich hätte gestern abend hier- hergehn sollen, dann brauchte ich mich nicht so bedrückt fühlen— ach, Unsinn, das ist ja übertriebene Gewissen- haftigkeit— ist ja jetzt auch noch nicht zu spät. Die Tür vom Man- sardenzimmer ist halb geöffnet. Ein fremder Mann kommt aus dem Zimmer.— Gilgi prallt fast mit ihm zusammen. Der Mann hat eine Mütze in der Hand— der Mann sieht Gilgi an— der Mann macht den Mund auf— schwarze Zahnlücken. aus denen Worte kriechen...„Wollen Sie zu denen da. Die find tot. Vor einer halben Stunde hat man sie fortgebracht. Tot. Alle vier. Gas. Einen Brief hat der noch geschrieben— vorher-- der hat's satt gehabt. Ich hab's auch bald satt. Guten Morgen." Der Mann setzt die Mütze auf. Langsam verhallt sein schwerer Schritt auf der Treppe... (Fortsetzung folgt.) Phot. Paramount 3)er tRaum i|l nirgends leer! Reife sunt Wehls/ Von Qeorg Qrau Als Otto von Guericke am 8. Mai i65i den Regensburgern seine luftleeren Halbkugeln vorführte, die von 16 Pferden nicht auseinander- gerissen werden konnten, glaubte das Volk, daß hier der Teufel seine Hand im Spiele hätte. Aber es war nur eine Saugpumpe. Daß dieses einfache Phänomen des Luftdrucks ein der- artiges Erstaunen auslöste, erscheint eigentlich merkwürdig, denn die Grundlagen des atmo- sphärischen Drucks waren längst vor Guericke be- kannt. Schon A r i st o t e l e s wußte um sie, und 1643 hatte T o r r i c e l l i in Florenz die un- regelmäßig schwankende Wirkung des Luftdrucks auf eine Quecksilbersäule entdeckt. Das Verdienst Guerickes bestand darin, daß er die technischen Folgerungen aus den vorliegenden Theorien schuf. Heute im Zeitalter der Atomtheorie kann jeder Schuljunge das Barometer ablesen. Er weiß auch, daß die Luft auf jeden Ouadratzentimeter mit dem Gewicht von einem Kilogramm lastet und daß Piccard in der luftarmen Stratosphäre von künstlichem Sauerstoff leben mußte. Ucbrigens hat uns Piccard aus jenen Regionen nichts Neues mitgebracht. Seine Feststellungen waren uns durch Registrierballons längst bekannt. Und was bedeuten seine 17 Kilometer Höhe gegen die fast S60 Kilometer starke Lufthülle, die unsere Erde umgibt? Könnte man Berlin vom Erdboden abheben, so wäre dies ein Weg von Tempslhof bis nach Tegel. Aber wir wollen ein- mal diese Strecke entlangspazieren und dann noch ein Stück weitergehen, um die Veränderungen der Atmosphäre zu beobachten. In Tempelhof enthält die Lust noch 21 Proz. Sauerstoff, ihre Moleküle trommeln mit einem Barometerdruck von 766 mm aus unsere Lungen, und die Temperatur ist milde(etwa 18 Grad). Am Halleschen Tor sinkt das Thermometer bereits aus Null Grad, und am Oranienburger Tor herrscht die unertragbare Kälte von 56 Grad. Die höchsten Wolken, die Cirrus-Wolken lasten wir hinter uns, und die Stratosphäre be- ginnt. Wir sind jetzt in Tegel, an dem Punkt, den Piccard erreichte. Aber unser Phantasieballon soll uns jetzt weitertragen. In einer Höhe von 5 6 Kilometer erleben wir etwas Sonder- bares. Wie Dr. T h i e m e vor einiger Zeit in der„Umschau" ausführte, beginnt jetzt die Tem- peratur wieder zu steigen, um in einer Höhe von 56 Kilometer ungewöhnlich warm zu werden, nämlich plus 35 Grad. Diese hohe Temperatur ist die Folge von chemischen Umsetzungen infolge der Sonneneinstrahlung. Aber dieses warme Bad dauert nicht lange, und bald beginnt wieder die Eiseskälte. Aber uns interessiere» ja die Luftdruckoerhält- nisse. Rapide sinkt die Quecksilbersäule. Am Oranienburger Tor ist sie nur noch 265 mm hoch und in der warmen Ozonschicht in 56 Kilometer Höhe nicht mehr als einen halben Millimeter. Auch der Souerstoffanteil ist hier auf die Hälfte gesunken. Reisen wir jetzt weiter bis zum ersten H u n d e r t k i l o m e t e r st e i n. so ist es mit dem Sauerstoff fast ganz zu Ende, und der leichtere Wasserlwsf wird vorherrschend. Der Barometerdruck beträgt nur noch 6,667 Millimeter. Wir sind an der Schwelle der Heavisideschicht, im Reich, wo die Polarlichter erglühen. Die äußerst dünnen Wasserstosfgase werden hier durch ein» fallende elektrische Strahlen sowie durch das Kraftfeld der Erde zum Leuchten gebracht. In einer Höhe von 15 6 Kilometer ist der Anteil des Wasserstoffs über 99 Proz. Wir sind jetzt nicht mehr im luftarmen, sondern bereits im luftleeren Bezirk. Jedenfalls nach unseren physikalischen Begriffen. Jener Luftdruck von 6,6661 mm in 156 Kilometer Höhe entspricht ungefähr dem„Hochvakuum" in unseren Röntgenröhren. Die Lust dort oben ist also noch dünner als in unseren Glühbirnen. Was wir aber unter luftleer verstehen, ist noch lange nicht luftleer. Wir werden zum Schluß einen kleinen Abstecher in die unermeßlichen Räume zwischen den Sternen machen und dabei sehen, daß der sogenannte leere Raum überhaupt ein Märchen ttaUer Itleckauer: Jlrabifche Xegende In einer Wüste, so erzählt die arabische Uebcr- lieferung, begegnet einst ein Weiser einer alten Frau, die in der einen Hand einen Krug Wasser und in der anderen Hand ein Gesäß mit glühen- den Kohlen trug.„Wohin gehst du?" fragte sie der Weise,„und was willst du mit dem Wasser beginnen?" Da erwiderte die Frau:„Mit dem Wasser will ich die Hölle auslöschen, damit keine böse Tat aus Furcht vor Strafe unterbleibe, sondern um ihrer selbst willen." „Und was willst du mit dem Feuer?" „Mit dem Feuer will ich das Paradies an- zünden, auf daß aus Erden ferner kein Gutes geschehe in der Hoffnung des Lohnes, sondern weil Allah es gewollt!" 3>er Wunderdoktor! Ein Doktor wohlgelahrt und gut Braucht einen spitzen Doktorhut, Den muß er hau Auch eine Brillen ins Gesicht, So liest er sein eigen Gesudel nicht, Die muß er hau. Auch eine Spritzen darf nit fehlen, Womit sollt er die Menschen quälen? Die muß er han. Und auch ein Messer und ein Haken, Ein Wasserglas und ein weiß' Laken, Die muß er han. Und ist er also ausgericht'. In Stadt und Land ein jeder spricht: So'n Doktor woll'n wir han. lNochdichtung aus dem Altdeut- scheu von Walter M c ck a u e r.) nicht ist, daß es eine absolute Luftleere gibt. Zunächst sei aber eine Abschweifung gestattet. Wir können technisch kein vollständiges Vakuum herstellen. Zur Tause eines Flugzeugs wurde kürzlich in Amerika(die Sektflasche zu diesem Zweck ist bekanntlich verboten) ein Gefäß benutzt, in dem die Luft bestmöglichst ausgepumpt war. Es handelte sich uin eine Glaskugel von 12,5 Zentimeter Durchmesser, und der innere Druck betrug nur wenig mehr als ein Hundert- Millionstel des Atmosphärendrucks. Das Vakuum war also vollkommener als in unseren Radio- oder Röntgenröhren. Trotzdem enthielt dieses kleine Gesäß noch gegen 376 Billionen Gas- Molekeln! Eine phantastische Summe, die wieder einmal zeigt, wie winzig die kleinsten Teile der Materie sind. Das absolute Vakuum ist also eine Utopie, vorläufig jedenfalls. Wir wollen jetzt unsere Reise fortsetzen. Die Gashülle der Erde liegt hinter uns. Die Schwer- kraft unseres Planeten hat ihre Macht verloren und nur wenige Gasmolekeln tummeln sich noch im Raum. Aber das Spiel hört nicht auf: der Raum ist nirgends leer! Diese Entdeckung von S l i p h e r, die noch jün- geren Datums ist, beruht auf einer Erscheinung im Spektrum. Er beobachtete, daß sich die eine Kalzium-Linie im Gegensatz zu den anderen stabil verhält. Sie verschiebt sich nicht mit den Be- wegungen der Gestirne. Er schloß daraus, was von anderen Forschern bestätigt wurde, daß zwischen den Sternen Gasmassen von geringer Dichtigkeit existieren müssen. Freilich sind diese Kalziumdämpfe von so geringer Dichtigkeit, daß unsere Vorstellung nichts mit ihnen ansangen kann. Aus 166 666 Kubikkilometer Raum kommt vielleicht ein Milligramm Stoff, oder nach einer Hypothese von Eddington: ein Atom könnte sich sieben Jahre lang fortbewegen, bevor es mit einem anderen zusammenstößt. Es würde dabei eine Strecke zurücklegen, die größer ist als vom Jupiter zur Sonne. Die Materie zwischen den Sternen ist also so dünn gesäht, daß keine Mücke inehr davon satt werden könnte. Und trotz- dem! Diese einsam umherwirbelnden Atome zeigen, daß es ein Nichts im physikalischen Sinne nicht gibt. Der luflleere Raum wäre demnach eine falsche Hypothese. Der Astronom Ruffel vom Mount-Wilson- Observatorium kommt bei seinen Berechnungen über diese interstellare Materie zu dem märchen- haften Schluß, daß alle zwischen den Sternen ge- lagerten Gosmassen zusammengenommen mehr Materie ergeben als die, die in den Sternen ver- dichtet ist. So gewaltig breitet sich der Raum aus, und solche winzigen Staubkörnchen sind die Ge- stirne. Alles ist nur ein Spiel der Atome. Sie tummeln sich einsam im„Nichts", sie ballen und verdichten sich zu Körpern, sie lösen sich wieder und gehen auf ihre ewige Reise. Einmal sind die Luft, dann Flüssigkeit und dann Körper Sie wechseln dauernd ihren Zustand und bleiben doch immer dasselbe: der llrbaustei» alles Seins. Einsendungen für diese Nudel! sind B e 1 1 i n SB 68. Lindenstr-b« S. Groh-Berlin stets an das Bezirkssetretartat i. Hof, 2 Stcpflcn rechts, zu richte» Llnsere Nächstenpartei- undBetriebsveranstaltungen „Die Sozialdemokratie im 5lampf gegen kapitalistische Verelendung, f ii r sozialistischen Aufbau." �8. Abt. Lichtenrade. Freitag, 21. Oktober, 1914 Uhr, Kundgebung bei Böhm. Lichtcnrade-West, Kolonie Krusauer Straße.„Unser Kamps gegen die Reaktion." Referent Dr. Gerhard Kreyssig. 17. SlreiS Lichtenberg. Freitag, 21. Oktober, 191- Uhr, Kundgebung in der Schulaula Lichtenberg, Parkaue an der Möllendorfftraße.„Unser Kampf für die Rechte der Arbeiterklasse." Referent Robert Breuer. 1Y8. und 108a Abt. Köpenick. Freitag, 21. Oktober, 20 Uhr, Kundgebung im„Stadttheater" Köpenick.„Autarkie des Elends oder Sozialistische Planwirt» schaft." Referent Siegfried Aufhäuser, M. d. R. 131. Abt. Niederschönhausen. Freitag, 21. Oktober, 20 Uhr, Wahlkundgebung im Lokal Schloß Niederschönhausen, Lindenstraße.„Hermann Müller — Brüning— Popen— Hitler." Referent David Stetter. Sicmens-Plania-Werke. Freitag, 21. Oktober, 1614 Uhr, Versammlung bei Schüne- mann, Lichtenberg, Möllendorfftraße 31/55.„Auswirkung der Papen-Rotverordnung." Referent Hans Marx. OUserne Front und SPD.-Fraktion im Bezirksamt Wilmersdorf. Freitag, 21. Oktober, 19Z4 Uhr, im Lokal Lehmann, Wilmers- darf, Berliner Straße 105, Versammlung.„Unser Kampf gegen die Reaktion." Referent Hans Bauer. 122a Abt. BieSdorf-Süd. Sonnabend, 22. Oktober, 20 Uhr, bei Döhring, Biesdorf-Süd, Köpenicker Straße 195/197, Kundgebung.„Unser Kampf gegen die Reaktion." Referent Paul Schaffer. Afü-Arbcitcr beim Bezirksamt Prenzlauer Berg. Sonnabend, 22. Oktober, 19 Uhr, öffentliche Wähleroersamm- lung in> Altersheim Daizziger Straße 62.„Unser, Kampf für die Rechte der Arbeiterklasse." Referent Karl Hetzschold. WerbeauSschust der SPD. im Bezirk Friedrichshain. Sonntag, 23. Oktober, vormittags 11 Uhr, im Concordia- Palast, Andreasstraße 61, politisches Matine. Eine Kund- gebung zur Reichstagswahl am 6. November. Politische Ansprache Bürgermeister Mielitz. Rezitationen: Martha John. Gesang: Ebert-Manz-Quartett. Kollektiv des R. V. Vorwärts. Eintritt 10 Pf. 17. Kreis Lichtenberg. Sonntag, 23. Oktober, vormittags 11 Uhr, Sondervorstellung in den Kosmos-Lichtspielen, Lichtenberg, Lückstr. 70. Vor- fiihrung des Filmes„Niemandsland". Ansprache der Genossin Lisa Albrccht. Eintritt 10 Pf., Erwerbslose 20 Pf. 7. krciS<4 Uhr, Besichtigung des Fernheizwerkes, Thiemann- stratze. Führung: Stadtrat Lücke. 65. Abt. Sonnabend, 22. Oktober, 19 Uhr, Sitzung des Vorstandes mit den Bezirksfiihrern und Kassierern bei.geil, Prinz-Handjern-Str. 38. 993. Abt. stur Flugblattverbreitung treffen wir uns Sonnabend, 17V Uhr, in der Halle am Hufeisen. 166. Abt. Sonnabend, 1? Uhr, Flugblattverbreitung von Blockwitz, Parkstr. 8. Alle Mitglieder beteiligen uch hieran. 168. Abi. Flugblattverbreitung oonntag, 8 Uhr, von folgenden Lokalen aus: .Källnische Vorstadt: Bewart, Rudower Str. 3; Kietz- und Alt-Vorstadt: Parteiheim, Schlotzstr. 27. 166. Abt. Wir treffen uns zur Flugblattverbreitung Eonnabend, pünktlich 18 Uhr, im Lokal Fahrendholz, Wilhelm- Ecke Kirchstratze. 123s. Abt. Sonnabend, 22. Oktober, 26 Uhr, Mitgliederversammlung bei Grund- mann, Köpenicker Str. 25. Referent wird in der Versammlung bekannt- gegeben. 127. Abt. Zur Flugblattverbreitung am Sonnabend finden sich die Genossen 171,2 Uhr bei Schiebe, Berliner Str. 67, ein. Ferner findet anschlietzend im gleichen Lokal eine Zusammenkunft der Genossinnen und Genossen des neuen Wohnblocks Grotze Luge-Göcke und Ouitzowstratze unter Beteiligung sämt- licher Bezirksfllhrer statt. Wichtige organisatorische Besprechung. Frauenveranftaltungen. 16.»reis. Heute Diskussionsabend bei Schnorre, Berliner Str. 35, Ecke Win- friedstratze. Referent Mar Brinitzer. 34. Abt. Heute zwischen 16 und 12 Uhr holen die Genossinnen zur Agitation Einladungen von Papstein, Warschauer Str. 8, Elfi.:! Tr., ab. 76. Abt. Sonntaamittag Besichtigung der Gemeinschaftsküche Wedding, Ufer- stratze 15. Treffpunkt pünktlich 16i.7 Uhr Schöneberg, Haltestelle der Linie 23. Nachzügler Iii, Uhr Userstr. 157 Parteimitglieder anderer Abteilungen willkommen. 136. Abt. Heute, 26 Uhr, Diskutierabend im Jugendheim Schöneberger Str. 3. Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde Groß-Berlin. Achtung, Bastelkursc! Für die ZUeise Lichtenberg, Prenzlauer Berg, Weißensee, Mitte und Friedrichshain findet am Dienstag. 25. Oktober, und Dienstag. 1. November, ab 19', 2 Uhr, ein Bastei- kursus für Solzarbeiten statt.— Für die Preise Wedding, Pankow und Reinickendorf findet am Mittwoch, 26. Oktober, und Mittwoch, 2. November, ab lÖVfc Uhr, ein Bastelkursus für Holzarbeiter statt. Der Tagungsort der beiden Kurse wird noch an dieser Stelle de- kanntgegeben. Wcrrzeug für die Holzarbeiten müssen die Bastelhelfer selbst mitbringen. Tiergarten: Treffpunkt zum Filmbesuch 13v4 Uhr und für Nachzügler W-. Uhr Kleiner Tiergarten. Nachzügler 25 Pf., die anderen 10 Pf. oonntag: Wcsthafenbesichtigung. Treffpunkt 9', Uhr Kleiner Tiergarten. � Friedrichshain, Abt. Landsberger Platz: Treffen der Noten und IungfaUen heute. 16 Uhr, Falkenecke.„. r... Kreuzberg: Alle Falken, die den kleinen Häwelmann spielen, treffen stch Eonnabend, 14 Uhr, zur Probe im Heim Porckstr. 11. Bon da aus gehen wtr geschlossen zur Volksfürsorge. Kein Falke darf fehlen.— Das Falkeaparlament tagt am 26. Oktober, 16 Uhr. Thema:„Unsere Winterarbeit". Der Raum wird noch bekanntgegeben. Der Kursus für„Erste Hilfe" findet am 2. November, ad 17 Uhr, in der Schule Diefsenbachstr. 60— 61, statt. Jede Rote-Falkcn-Gruppe entsendet 5 Note Falken. Ein Kursus umfaßt 6 Abende. Im Winterhalblahr laufen 2 Kurse.., Kreis Neukölln, Falkenrat: Nächste Sitzung am Montag, 24. Oktober, um 17»/. Uhr, im Kreishenn. lHeute in der Gruppe ansagen.)— Abt. Llchtkampfer: Heute, Freitag, um 17'., Uhr, müssen alle IF. im Heim Bergstr. 29 sein.— Abt. Paul iievi(Quelle), IF. und NF.: Heute, Freitag, um 17 Uhr, wichtige Probe, Schule Mariendoner Weg(Pflichtveranstaltung).— Abt. Sturmfalke: Heute, Freitag, um 19 Uhr, KÄS-, Helferbesprcchung.— Sternwarte: Der Abmarsch zur Sternwarte ist am Sonntag um 13 Uhr ab Hertzbergplatz. Eharlottenburg: Am 24. Oktober findet im Heim Rosinenstr. 4 unser Eltern» abend statt. Referent Genosse Röder Thema:„Kinderfreunde und Familien» erziehung".— Voranzeige! Die Abteilung Siemensstadt veranstaltet am 31. Ok- tober einen Elternabend mit dem gleichen Thema. Referent: Hans Weinberger. Zehlendorf: Am Sonntag, 23. Oktober, findet eine Kreisschnitzelfahrt statt. Treffpunkt für die Gruppen„Otto Braun" und„Adolf Grimme" um 9 Uhr am U-Bahnhof Krumme Lanke und für Gruppe„Wannsee" um 9 Uhr am Rat- Haus Wannsee.. Johannisthal: Freitag um 18 Uhr Jugendheim Rathaus. Alle Eltern zum Filmabend mitbringen. Sonntag, 8 Uhr, Falkenecke. Wir fahren mit Eltern zum Botanischen Garten. Unkosten 25 bis 30 Pfennig. Sterbetafel der Groß-Berliner Partei«Organisation 18. Abt. Am 15. Oktober verstarb unser alter, stets pflichtbewntzter Partei- genösse Richard Schwarze, Lolberqer Str. 17. Ehre seinem Andenken! Einäscherung am 22. Oktober. 13'.. Uhr, Kreinatarhim Gerichtstratze. 168. Abt. Unser Genosse Alfred R i n n e d e r g, Weststr. 78, ist nach langer Krankheit verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Freitag, 21. Oktober. 15>.j Uhr, in Baumschulenweg statt. Rrge Beteiligung erwartet die AbteUungsleitung. Vortrage, Vereine und Versammlungen Zither-Elub 1897 Renidlln. iDirigent: Adolf Wollenschläger.) Jeden Frei- tag Uebungsstunde im Restaurant Meitzner, Kaiser-Friedrich» Ecke Anzengruber- stratze. Beginn 26>./ Uhr. Zitherspider und Gäste herzlich willkommen. Bund Berlin snr Einheitskvrzschrist. Hebung in allen Geschwindigkeiten jeden Dienstag und Freitag van 19 bis 22 Uhr im Staatlichen Französischen Ermnasium, Reichstagsuser 8, am Rcichstagsgrbäude. Esperanta-Gesrllschnsi Eharlottenburg. Montag, 24. Oktober, 26 Uhr, Bege- tarisches Restaurant, Eharlattenburg/ Berliner Sir. 157 I, Ecke Reue Sralman- stratze, Vortrag über„Jugoslawien". Pommernbund Südost vorm. Fiddichow. Marwitz«. Sitzung Sannabend, 22. Oklaber, 20 Uhr, in Ewalds Bereinshaus, Skalitzer Str. 128, Röhe Kott- busser Tor. Freireligiöse Gemeinde. Sanntag, 11 Uhr, Papvelallee 15, Bortrag des Herrn Dr. M. Deri:„Glauben und Wissen". Gäste willkommen. Gewerkschafts-Zugend Berlin lHeute, Freitag, 21. Oktober, um 19',. Uhr. tagen die Gruppen: Freiheit: Jugendheim Wassertorstr. 9.„Der organisatorische Aufbau der Gewerk- schaften."— Eharlottenburg: Jugendheim Spreestr. 30. Kurzreferate: „Mein Beruf".— Rordring: Jugendheim Schule Sonnenburger Str. 20. „... und wieder treten sie hervor."— Flughafen: Jugendheim Schule Marien- dorfer Weg 69—70.„Der Aufbau und das Werden der FGI."— Hcrtzbergplatz: Jugendheim Treptower Str. 96. Wir diskutieren über die Broschüren„Wißt ihr das" und„Das neue Preußen".- Hermannplatz: Jugendheim Sandcrstr. 11, Ecke Hobrechtstraße.„Die geschichtliche Entwicklung des Lehrlingswefens."— Frankfurter Allee: Jugendheim Litauer Str. 18. Politisch-satirischer Abend.— Zeppclinplatz: Jugendheim Turiner Ecke Seestraße.„Wir wollen..— Reinickendorf-Ost: Jugendheim Lindauer Straße(Baracken).„Bub und Mädel." — Adlcrshof: Jugendheim Adlershof, Bismarckstr. 1.„Scruelle Fragen."— Wedding: Jugendheim Willdcnowstr. 5, 2 Tr., Zimmer 11. Ein heiterer Abend mit Alfred Gutheit.— Prenzlauer Berg: Gruppenheim Gleimstr. 35. Diskussion über Tagesereignisse. ©Zuqendqruppe des'ZentralverbanSes der Angestellten Heute, Freitag, finden folgende Veranstaltungen statt: Britz: Gemein- schaftshaus in der Hannemannstrane der Bau- und Spargenossenschnst „Ideal". Heute wollen wir singen und fröhlich sein.— Südwest: Iuaendheitn Borckstr. 11(2. Hof, Quergebäude Aufgang ll, Zimmer 4). Politisch-satirischer Abend. Portragender: Theo Maret.— Potsdam-Rowawes: Berufsschule Roma- wo», Wichgrafstraße. Uebunasabend unserer Scheinfirma.— Die Berliner Druckerei- und Verlaqsacsellschaft m. b. H. tagt heute von 20 bis 22 Uhr im Berbandshaus.— Die Photogruppe tagt von 18'/» bis 21% Uhr im Jugendheim Frankfurter Allee 307. Deutsche Niles-Berkc. Montag, 24. Oktober. 16'. Uhr, SPD.-Frak- M tionssitzung bei Huckwitz, Weißensce, Berliner Allee 192. Parteimitglieds-& buch ist mitzubringen. Lobensm{tt«lzus«ndungen bei Bestellung von 5,00 an Fleisch und leicht verderbiiehe Waren vom Versand ausgeschlossen. Unsere Lebensmittel-Abteilungen unterstehen ständiger Kontrolle und Aufsicht eines Nahrungsmiftelchemlkers und eines Tierarztes. Mangcnabgabe vorbehalten. Preise nur Freitag und Sonnabend. Verkauf soweit Vorrat. Fische und Räucherwaren leb. Karpfen klä. v. 0,62 Seelachs gr., o.k., P(d. 0,26 Schellfischm.K.,l.p.,Ptd.(. 0,24 Rotbars i. gt.,.. K., PW. v, 0,28 Kabliau-Filet frisch, Pfd. 0,42 Grüne Heringe Schweden... 3 Pld. von 0,40 Seelachs geräuchert, Pfd. 0,42 Makrelen geräuchert, Pfd. 0,26 Bücklingegrotee, Pfd,™ 0,24 Sprotten in Gel Dose 0,25 Fettheringe in Tomaten. 2 Dosen 0,55 Oelsardinen 3 Dosen 0,88 Delikatessgurken Spezial........... Dose 0,68 Senfgurken Spezial, De. 0,68 Ntobliau Im ganzen, gross, f) Oft ft Ofi ohne Kopf.... Pfd. Uy&Uy Uy£9 Gemüse- und Obstkonserven>,,Dase Stangenspargel millei 1,40 Stangensparg.50/60er 1,25 Brechspargel dann.. 0,95 Brechs pa rg. kuneAhschn. 0,90 Kaisererbsen........ 1,20 junge Erbsen(ein.. 0,88 junge Erbsen miRelfeinO,68 Junge Erbsen........ 0,58 Gemüse-Erbsen..... 0,50 Gem. Gemüse mittelf. 0,88 Leipziger Allerlei..0,70 Jg.Brech-u.Schnittbehn- 0,42 Stachelbeeren..... 0,63 Erdbeeren........... 0,85 Span.Aprikos.V-FruohtO,75 Kirschen rot, m. Stein 0,83 Mirabellen.......... 0,90 Hawai-Ananas3Scheib.1,25 Haushalt-Mischung aus gacrockneten f) An Erbsen.......... UjwO Billige Weine U.Spirituosen PrAl!L0J'J'e '/, FI. 16 Fl. SUrEdenkobtner.. 0,68 6,50 30crEilenkerRliberbg.t60 15,00 31»f Dlirkh, Feuerbero 0,15 7,00 Z0-r»kem.Hkiiliölib. 1.65 17,50 Inzel Samot 110 10,50 Wiltin0.Bfaun(els2,75 25,00 Älter Malaga denk» ,25 2,00 28er Deid.Maushöhle 4,50 40,00 28er liesererXiederb. 1,25 1200 Carle d'Of Fruoht-a nc mit 30er ErdenerHerrenb. 1.45 14,00 Schaumwein'siFl. I,tü Steuer 26er GreVeS suedrleur weisser süsser Bordeauiwei», 9, Fl. 1,85 10 Fl. 17 50 Deutscher Weinbrand fehr gute Qualität Liter 4,205�20,00 31er Oberhaardt. Malkamiperer guter Bowlen- u. bl. Tiscnw. Liter 0»75 ILtr. 3f50 Obst u. Gemüse Anton-Aepfel 2 Pfd. 0,35 Goldparmänen Pfd. 0,22 Kochbirnen...2 Pfd. 0,25 Kranrfeigen....Pfd. 0,22 Ananas...... Pfd. von 0,58 Erdnüsse gerost, Ftd. 0,25 Bananen........ Ftd. 0,24 Tomaten....... 2 Pfd. 0,35 Rotkohl....... z Pfd. O.IO Weisskohl.... z Pfd. 0,10 Wirsingkohl.. 3 Pfd. 0,10 Möhren gewasch-SPfd. 0,10 Kohlrüben..,.3 Pfd. 0,10 Mark. Rübchen 4 Pfd. 0,18 Sellerie....... 3 Pfd. 0,20 Zwiebeln...... 2 Pfd. 0,15 Blattspinat.... 3Pfd. 0,10 Kartoffeln 10 Pfd. von 0,24 Zitronen Dtz.l 0,38 Weintrauben G.IZ Pfd. von Wurstwcren Dampfwurst....Pfd. 0,75 Fleischwurst.... Pfd. 0,75 Hausm.-Leberw.Pfd. 0,84 Speckwurst..... Pfd. 0,85 Jagdwurst....... Pfd. 0,88 Wien. Würstchen Pfd.0, 95 MettW. Brsgnsch». In, Pfd. 0,95 ff. Leberwurst..- Pfd. 0,98 Teewurst......... Pfd. 1,10 Cerveloto.tilami, Pld. r. 1,18 h1uPsch!nken....Pfd. 1,30 Schinkenspeck Pfd. 1,18 Speck fett....... Pfd. 0.82 Fette und Käse Allerfsinste deutsche Markenbutter... Pfd. 1,40 Allerfeimte deutsche Molkereibutter. Pfd. 1 ,34 Bratenschmalz P/d. 0,46 Kokosfett...... 3 Pfd. 0,88 Bayr. Schweiz. Pfd.v. 0,92 Holl., Edamerio"lo, Pld. 0,68 Tilsiter voUtett... Pfd. 0,68 Steinbusch, volii., Pfd. 0,68 Allg. Stangen KP/o, Pld. 0,42 Harzer........... Pfd. 0,28 Romadour 20o/B.StflckO,20 MoUeteiMeri.iQ- Margarine Q)SQ Kolonialwaren Konfitüren Tafelreis...... 2 Pfd. 0,25 Patna-Reis..... Pfd. 0,18 EierbandnudelnPfd. 0,36 BruchmakkaroniPfd. 0,35 Viktoria-Erbsen Pfd. 0,1 3 Weisse Bohnen 2 Pfd. 0,25 Sultaninen..... Pfd 0,32 Pflaumen.... Pfd. von 0,25 Samark. Aprikos.P'd. 0,44 Gebäekmischg.1'sPfd. 0,38 Russisches Brot': Pfd. 0,65 Schmelz- und Milch- borke......... Vi Pfd. 0,45 Gef.Honigkiss.iiPid. 0,38 ff.Pralinenmischung ohne Krem, Kart.(280 g) 1,10 Edelsortiment Mokka- Sahne, Hilch-Huse, Bitter. 3 Tafeln ä IM e....... 0,70 Bockobsl pfd 0,36,0,48 Kaffee'�' Blühende Blumen im Winter Hyazinthen in separaten Farben,! Krokusse in separat-Fatben, 88t. 0,15 Tulpen in separaten Prachtfarben ist.0,22 3St.0.65 ist. 0,15 3 St. 0,40 eintMft9 Cantin 51 0,04 1651. 0,35 _V°r.oriaeTnrompet.n"... 0.05 0.25 Anemonen einfache....... 8 St. 0,1 5 Narzissen ist. 4 St. Ins Hispanica in separaten_ gelbe gefüllte, von„Sion" 0,10 0,35| Prachtfarben................. 7St.O, Schneeglöckchen einfach. 7 St 0,20 Hyaz.-Gläser 1 Bt. 0,18 3 St. 0,50