Ur. 308. Erscheint täglich außer Montag». Abonnemenls- Preis pränum.: Aierteijährlich 3,30 3Ht., inonalitch 1,10 Marl, wöchentlich 28 Psg. frei ins Haus. Einzelne Nummer ü Pfg., Sonntags-Nummer mit illustrirter Sonnlags-Beilage„Die Neue Welt" lOPfg. Post-Abonnement:S,g0Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Oesterreich- Ungarn L Marl, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Eingetragen In der Post- ZeitnngS- Preislist» für iSSö unier Nr. 7277. 13. Jahrg. Insertion»-Gebühr beträgt für dt« fünfgespaltene Pelttzeile oder deren Raum so Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis i Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- undFest- lagen bis 3 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher! Nmk I, Br. 1603. Telegramm- Adreste: „Soltaldemostrnl Berlin". Berliner Volksblalt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. WedaKtion: 8V. 19, Meuty-Siraße 2. Sonntag» den 30. Attgnst 1890. Expedition: 8V.19. Wenth-Straße 3; An vis Uefev des»»VoewÄeks". Aus der Erklärung der augenblicklich in Berlin be fiudlichen Redakteure des„Vorwärts"(in der Domierstags Nuwwer) ersehen die Leser, daß ich die Art und Weise, wie die Polemik mit Genossen Dr. Quarck im„Vorwärts" ge- führt wurde, mißbillige. Ter eine der politischen Redakteure, Dr. Adolf Braun, war gleich nach Erscheinen des ersten Artikels von mir er- sucht worden, das persönliche Moment aus der Polemik zu entfernen und, da ich anderer Ansicht als er, nicht mehr in> Namen der Redaktion gegen Quarck zu polemisiren. Meinem Verlangen wurde nicht entsprochen. Auf den Inhalt der Erklärung eines Theils meiner Kollegen gehe ich nicht weiter ein. Die Sache wird ihre ordnungsmäßige Erledigung finden. Mitte der nächsten Woche bin ich wieder in Berlin. Nur über die Schlußbemerknngen der Erklärung ein Wort, weil aus ihnen gefolgert werden könnte, ich habe Redaktionskollegen zu vergewaltigen gesucht. Das ist mir natürlich nicht eingefallen, und ich glaube, in keiner Re- daktion der Welt ist das demokratische Prinzip konsequenter durchgeführt, als in der des„Vorwärts". Ich habe über Haupt in meinem Leben noch keinen Menschen als unter- geordnetes Wesen behandelt. WaS ich in dem vorliegenden Fall forderte: Sachlichkeit der Polemik mit einem Genossen — das zu fordern war meine elementarste Pflicht. Und daß ich ein R e ch t habe, die Verantwortlich- keit für von mir mißbilligte Auslassungen a b z u- lehnen, das wird doch kein vernunftiger Mensch mir bestreiten. Für alles aber, was redaktionell im „Vorwärts" steht, bin ich, der von der Partei ernannte Chefredakteur des„Vorwärts", der Partei verantwortlich. Wo Meinungsverschiedenheiten obwalten, habe ich niemals daran gedacht, einem Kollegen Gewissenszwang anzuthun. Ich habe in derartigen Fällen die Frage als offene be- handelt, und es den einzelnen Redakteuren überlassen, ihren Standpunkt individuell zur Geltung zu bringen. Das ist gewiß demokratisch. Nicht demokratisch ist es, m i ch durch Majorisirung in der Redaktion des„Vorwärts" mundtodt machen zu wollen. Solches hinzunehmen wäre meiner ebenso unwürdig, wie der P a r t e i, die mich an diesen Posten gestellt hat. Offenbach a. M., den 28, August 1896. W. Liebknecht. 60] Nienzi. Der letzte der römischen Bolkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Als Monreal diese Töne vernahm, brach er die Unter- rednng ab und bedeckte seufzend das Gesicht mit seiner Hand. Ter Seufzer und das veränderte Wesen Monreal's entgingen Adrian nicht, und er brachte es natürlich mit dem holden Wesen in Beziehung, deren Gesang es offenbar veranlaßt hatte. „Jene liebenswürdige Dame", sagte er freundlich, „spielt die Laute mit einer wahren Feenhand, und die klagende Melodie scheint mir ans der Provence zu sein." „Es ist das Lied, das ich sie lehrte," sagte Monreal traurig,„und mit dem ich zuerst mich um ein Herz bewarb, das nie sich mir hätte hingeben sollen. Ach, junger Eolonna! so manche Nacht flog mein Boot im Mondschein die Sorgia hinab, welches das Schloß ihres stolzen Vaters bespült und meine Stimme erweckte das Echo mit der Serenade eines Troubadours. Süße Erinnerungen! bittere Früchte!" „Wie so bitter? Ihr liebt Euch ja noch!" „Aber ich habe das Gelübde der Ehelosigkeit abgelegt, und Adeline de Courval ist nicht verheirathet, da sie es doch sein sollte. Dieser Gedanke quält m i ch mehr, als vielleicht selbst sie, meine arme Adeline!" „Eure Geliebte ist also edler Geburt?" „Sie ist es," antwortete Monreal mit einem tiefen, unverkennbaren Gefühl, welches, außer in der Liebe, selten seine kühne Brust erfüllte.„Sie ist es, unsere Geschichte ist kurz— wir liebten uns schon als Kinder; ihre Familie war reicher, als die meine; wir wurden getrennt. Man gab mir zu verstehen, daß sie mich ausgegeben habe. Ich verzweifelte, und in der Verzweiflung nahm ich das St. Johanniterkreuz. Der Zufall brachte uns wieder zu- sammen. Ich überzeugte mich, daß ihre Liebe unverändert sei. DaS arme Kind!— sie war selbst damals edler Ritter, nur ein Kind! ich wild, abenteuerlich gesinnt und In die Redaktion des vorwärts", Berlin. Leider sehe ich mich von neuem genöthigt, in der Diskussion über meine Gcwerlschasiivorschläge auf zahlreiche, grundsätzlich wichtige Unrichtigkeiten zu antworte», die dem„Vorwärts" i» seinem Artikel vom 27. d. M.„In eigener Sache" untergelaufen sind, indem ich um Aufnahme folgender Zeilen in der Hoffnung bitte, daß mich die Redaktion nicht wieder nöthigl, ein anderes Blatt zur Veröffentlichung derselbe» zu benutzen. 1. An den geschästsführenden Ausschuß der Partei habe ich mich nicht gewandt, weil ich von vornherein annahm, der „Vorwärts" würde meine Einsendungen nicht abdrucken. Ich habe letzleres zu jener Zeit noch immer nicht für möglich ge- halten, allerdings sehr zu unrecht, wie sich jetzt gezeigt hat. Ich habe es nur für meine Genossenpflicht erachtet, die Parteileitung über die unerhörten Dinge zu unterrichten, die sich in Abwesenheit des Genossen Liebknecht in der Redaktion unseres Zentral organs abspielen. Damit begab ich mich aber keineswegs des Rechts, die Einsendungen, deren Aufnahme mir der„Vorwärts" ver- weigerte, und die nichts, als die allernoth- wendigste Abwehr früherer Angriffe des„Vor wärts" enthielten, zu veröffentlichen, ivann und wo ich wollte. Traurig genug, daß ich zur Veröffent- lichung an anderer Stelle gezwungen wurde. 2. Es ist mir gar nicht eingefallen, mich„hinter Autoritäten zn verslecken", in diesem Falle hinter dem Genossen Liebknecht. Ich habe den Kampf mit den Kritiker» des„Vorwärts", dächte ich, zu lange und zu sachlich in eigener Person geführt, als daß ich es nöthig hätte, mich hinter jemand zu„verstecken". Erst als der„Vorwärts" mir in einer Weise, die allen demokratischen Grundsätzen widerspricht, die Aufnahme meiner Einsendungen verweigerte und damit der ganze Ruf unseres Zentralorgans in Frage kam, hat Genosse Liebknecht, zufällig in der Rahe von Frankfurt weilend und von der Sache unter- richtet, aus eigenem Antriebe bekannt gegeben, daß er die Zurückweisung meiner Einsendungen durch den„Vorwärts" nicht billige. Ich gebe zu, daß diese Kund- gebung für die übrigen Redakteure des„Vorwärts" nicht sehr angenehm war. Aber sie hatten dieselbe doch durch eigene Schuld herbeigeführt und sollten jetzt nicht versuchen, mir neue Vor- würfe zn machen, zumal da sich der Verfasser des Angriffs auf mich i» Nr. 193 jetzt umgekehrt seinerseits hinter andere»„ver- steckt". Er behauptet nämlich, der Artikel sei„gemeinsame Arbeit der Redaktion" gewesen. Das gilt erstens nicht für den Genosse» Ledebour, der auch die letzte Kundgebung der Redaktion nicht mit unterzeichnet hat. Und das ist zweitens journalistisch eine Ungereimtheit. Einer muß doch den Artikel geschrieben haben, und der soll sich nennen. Ob ihm die anderen ihre Zustimmung ertheilt haben und noch erklären, ist eine zweite Frage. Ich erwarte also jetzt, daß um- gekehrt der Verfasser der persönlichen An- griffe aus mich nicht länger„Ver st ecke»"spielt. 3. Es ist unrichtig, daß ich von der Redaktion des „Vorwärts" verlangt hätte, s i e solle mir„Auskunft" über die eines Mädchens gewinnen. Sie konnte meiner Werbung oder ihrer eigenen Neigung nicht widerstehen! Wir flohen. ' n diesen Worten liegt der Faden für meine fernere ieschichte. Mein Schwert und meine Adeline waren alles, was ich besaß. Die Gesellschaft wies uns von sich, die Kirche bedrohte mein ewiges Heil, der Großmeister mein Lebe». Ich wurde ein Glücksritter. Das Glück und nieine rechte Hand begünstigten mich. ch habe diejenigen, die mich verfolgten, erzittern gemacht. Zein Name soll noch als ein Stern oder als ein Meteor über beunruhigten Nationen schweben, und ich erhalte vielleicht von dem Papst durch Gewalt, was er meinen Bitten versagte: die Dispensation. Vielleicht kann ich an demselben Tage Adelinen das Diadem und den Ring anbieten— genug davon. Ihr bemerktet Adelinen's Gesichtsfarbe— scheint sie nicht kränklich zu sein? Mich erfüllt jene wechselnde Röthe mit Besorgniß, und sie be- wegt sich mit Mühe, ihr Schritt war einst so schnell und leicht." Der Wechsel der Gegend und der milde Süden werden bald ihre Gesundheit wieder herstellen," sagte Adrian,„und bei Eurer Lebensweise kommt sie so wenig mit andern, be- sonders von ihrem Geschlecht, in Gesellschaft, daß ich glaube, sie wird selten an das erinnert, was in ihrer Lage empfindlich sei» muß. Und die Liebe des Weibes, Monreal, schützt es, wie wir beide erfahren haben, vor manchem Sturm." Ihr sprecht beruhigend," erwiderte der Ritter,„aber Ihr kennt nicht alle unsere Sorgen. Adelinens Vater starb, wie nian behaupten wollte, vor Gram, aber alte Männer 'terben an manchen andern Krankheiten! Die Mutter, eine Dame, die sich sürstlicher Abkunft rühmte, nahm die Sache noch strenger, als ihr Gemahl; sie schrie um Rache— was seltsam war, denn sie ist so andächtig wie ein Dominikaner, und die Rache ist nicht christlich in einem Weibe, wenn auch ritterlich für einen Mann! Wir hatten einen Knaben, unser einziges Kind, er war Adelinens einziger Trost während meiner Abwesenheit. Sie liebte ihn so, daß, hätte er nicht ihre Augen gehabt, und wenn er schlief, ihr so ähnlich gesehen, ich eifersüchtig hätte Verfasser der persönlichen Angriffe geben. Was ich nach dem klaren Wortlaut meiner„Oeffentlichen Aufforderung" verlangte. war vielmehr, daß sich die Genossen, die mich an meiner Ehre an- gegriffen haben, s e l b st nennen möchten, weil es doch wohl allgemeine Anstandspflicht ist, für persönliche Verdächtigungen auch persönlich die Verantwortung zu übernehmen, nicht aber. sich hinter einer Redaktion z»„verstecken". Außerdem verlangte ich nähere Auskunst über dasjenige, was mit den beiden persön» lichen Verdächtigungen gemeint sei und Beweise für die« selben. Mit bezug auf den Verfasser in Nr. 193 vertröstet mich der„Vorwärts" auf später. Er werde sich melden und beweisen. Gut. Mit bezug auf die Behauptungen in Nr. 191 macht er allgemeine Redensarten, welche die Sache nicht treffen und will mir dafür Vorlesungen darüber halten, „was sich schickt". Ich lehne diese Belehrung wegen Unzu- ständigkeit der belehrenden Stell« ab und frage»ochnmls: Was ist es, das mich„mit der Schicht sozialpolitischer Resoriuer noch mehr verbindet als persönliche Beziehungen"? Ich bitte um klare An t iv o r t und um Beweise für die offenbar zum Zweck der Verdächtigung aufgestellte Behauptung. 4. Es ist unrichtig, daß ich„bis vor kurzem" Redakteur und Leitartikclschreiber der„Frankfurter Zeitung" war. Ich bin, wie der„Vorwärts" mindestens aus meiner, dem Genossen Dr. Braun wohlbekannten, freilich schon bei ihrem Erscheinen von ihm sehr eigenthümlich behandelten Broschüre„Zur Natur- geschichte der„Franksurter Zeitung"" erfahren haben muß, seit Mitte 1391, also seit zirka f ü n s I a h r e n, n i ch t m e h r Redakteur, und seit Ende 1892, also seit zirka vier Jahren, nicht mehr Leitartikelschreiber der „Frankfurter Zeitung", habe vielmehr seitdem dieses Blatt und die bürgerliche Demokratie bei jeder Gelegenheit öffentlich auf das entschiedenste bekämpft. Das weiß der„Vorwärts", trotzdem schreibt er:„bis vor kurzem". Dagegen bin ich seitdem regelmäßiger Mitarbeiter des„Vorwärts", Ver- sasser von hunderte» von Leitartikeln desselben, die zum größten Theil die Sozialgesetzgebung betrafen, ferner mit den meisten Redakteuren des„Vorwärts" persönlich genau und gut bekannt. Daraus erklärt es sich auch, daß ich ohne besondere Formalitäten mit ihnen auf P o st k a r t e n korrespondire, was mir jetzt in dem einen Falle als Altentat auf die Etikette angerechnet wird. S. Es ist n, wichtig, daß meine Abwehr der vom„Vorwärts" ans dem„Handelsangestelllen" übernommenen Angriffe, die ja wohl noch gedruckt werden wird und auf deren Inhalt einzu- gehen sich der„Vorwärts" jetzt endlich genöthigt sieht, so ge- lautet hätte. wie der„Vorwärts" entstellend mittheilt. Ich berufe mich in derselbe» nämlich nicht auf„ein mir von einem Herrn Dörnberger in Fürth ausgestelltes Leu- mnndszeugniß", sondern ich theile im Wortlaut einen Protest gegen die vom„Vorwärts" theilweise übernommenen Verleumdungen des„Handelsangestellten" mit, den mir die organisirten Handlungsgehilfen von Nürnberg und Fürth (Kaufmännische Union) durch ihre» Vorsitzenden Dörnberger übermitteln ließen mit dem ausdrücklichen Wunsch, ich möchte die Zuschrift öffentlich verwerthen. Ich berufe mich auch nicht blas „ans eine Rede des Genossen Dreher", sondern ich trete der vom „Vorwärts" aus dem„Handelsangestellten" übernommenen Be- vielleicht nicht unerfahren in den Künsten, die das Herz! werden können. Er wuchs kräftig und rüstig in unserer! entfernten Kloster genommen." wilden Lebensart auf; der junge Schelm wäre ein tapferer Ritter geworden! Mein Unstern führte mich nach Mailand, wo ich mit dem Visconti zu thun hatte. An einem schönen Morgen im Juni wurde uns der Knabe entführt. „Entführt! wie? Durch wen?" „Die erste Frage ist leicht beantwortet; der Knabe war mit seiner Amme im Hofe, das nachlässige Mädchen verließ ihn nur ein oder zwei Minuten, um ihm, so sagte sie wenigstens, irgend ein kindisches Spielzeug zu holen; als sie zurückkehrte war er fort und hinterließ keine Spur, ausgenommen sein kleines Barett mit der Feder auf demselben. Die arme Adeline, wie oft hat sie diese Reliquie geküßt, bis sie naß war von Thränen!" „In der That, ein seltsamer Zufall; aber welchen Zweck konnte--" „Ich will Euch sagen," unterbrach ihn Monreal,„was ich mir denke: Als Adelinens Mutter erfuhr, daß wir einen Sohn hatten, schickte sie ihrer Tochter einen Brief, der ihr fast das Herz brach, indem sie die Liebe zn mir ihr zum Vorwurf machte, als wäre sie dadurch die Verworfenste ihres Geschlechts geworden. Sie bat sie, mit ihrem Kinde Mitleid zu haben und es nicht zu einem Räuberleben aus- wachsen zu lassen— so nannte sie die kühne Laufbahn Walters von Monreal! Sic erbot sich, das Kind selbst in ihren dumpfen Mauern zu erziehen, und es ohne Zweifel für eine geschorene Platte und eine Mönchskutte geeignet zu machen. Sie zürnte sehr, als seine Mutter sich von ihrem Schatz nicht trennen wollte! Sie allein konnte, wie es mir schien, theils aus Rache, theils aus einfältigem Mitleid für das Kind Adelinens, theils aber auch vielleicht ans frommem Fanatismus uuS den Knaben geraubt haben. Ich erfuhr von der Amme— welche, wäre sie nicht von demselben Geschlecht gewesen, wie Adeliue, mein Dolch bestraft haben würde— daß auf ihren Spaziergängen ein bejahrtes Weib, scheinbar niedrigen Ranges(das konnte Verkleidung sein) sie oft aufgehalten und das Kind liebkost und bewundert habe. Ich reiste schnell nach Frankreich— das alte Schloß des de Courval war an den nächsten Erben gefallen, und die Wittwe war fort, niemand wußte wohin; man glaubte aber, sie habe den Schleier in irgend einem (Fortsetzung folgt.) fchuldigung entgegen, ich hätte mich in der kauf die der Vertretung eines von der Redaktion als verfehlt be-| Streben der Farmer dreht. Freisilber, das heißt doppelte männischen Bewegung zur Beschäftigung mit trachteten Vorschlages diesen breiten Raum eingeräumt hätte. Preise für dieselben Produkte! Freifilber, das heißt zuder Sozialgese gebung bis vor kurzem anders hier davon zu reden, daß wir Quarck nicht zu Worte kommen gleich Ueberangebot von Geld seitens der Banken und darum gestellt, als jegt in meinen gewertschaft- ließen, scheint uns doch etwas kühn. allgemeines Sinken des Binsfußes und Konvertirung aller lichen Vorschlägen. Und nur als Beweis dafür, Schulden! Doppelte Einnahmen und nur halbe Ausdaß ein einfacher Arbeiter den Unterschied zwischen Auf die an der Spike des Blattes abgedruckten Erklärungen gaben für die Schuldzinsen, reichlich und sofort baares Geld Sozialpolitik und Parteipolitik in den Gewerkschaften Liebknecht's und Quarc's einzugehen verzichten wir. Unsere für jede Waare mit dieser ebenso kleinbürgerlich- utobegriffen habe und daß es also doch auch vom Vorwärts" hätte zugestanden werden können, zitirte ich die Stellung zur Sache ist durch diese Erklärungen in feiner pistischen wie packenden Parole hat die Farmerbewegung Rede des Genossen Treher vom Halberstädter Kongreß der Weise geändert. Nur eines sei bemerkt: Liebknecht sagt, in den Massen der Klein- und Mittelbefizer eine AnziehungsHandelshilfsarbeiter. wir wollten ihn mundtodt machen. Wir konstatiren, 6. Es ist endlich unrichtig, daß es sich zwischen der Redaktion daß wir eine Anzahl Briefe vom Genossen Liebknecht erhalten fraft gewonnen, mit der jede der alten Parteien rechnen 6. Es ist endlich unrichtig, daß es sich zwischen der Redaktion haben, die aber nicht zum Abdruck bestimmt waren. Es ist muß und die heute einer jeden verhängnißvoll werden kann. des Vorwärts" und zwischen dem Genossen Liebknecht als Chef- aber alles, was Liebknecht uns zum Abdruck gesandt hat, stets Denn jede der alten Parteien tann hier den Farmern redakteur um eine Meinungsverschiedenheit" handelte. " Es handelte sich darum, ob einem schwer persönlich Angegriffenen fofort zum Druck befördert worden. das Wort zur Abwehr im„ Vorwärts" zu geben war oder nicht Die Parteileitung ist zur Entscheidung angerufen, vor ihr das Wort zur Abwehr im Vorwärts" zu geben war oder nicht Ueber die Entscheidung dieser Frage darf doch wohl zwischen werden wir erklären, was wir zu den Antworten auf unsere sozialdemokratischen Redakteuren überhaupt keine Meinungs- erste Erklärung in eigener Sache zu sagen haben. verschiedenheit" bestehen, es ist vielmehr Voraussetzung einer gemeinsamen Thätigkeit, daß jene Frage in allen Fällen von allen Redakteuren dahin beantwortet wird: dem An= gegriffenen ist selbstverständlich auch die Ab= Die Redaktion des Vorwärts". nur entgegenkommen, indem sie einflußreiche Schichten ihrer sonstigen Gefolgschaft in ihren Interessen verletzt und schließlich ganz von sich abstößt. Die Führung der republikanischen Schutzöllner liegt bei der Industrie im Osten. Das Großkapital im Often ist naturgemäß für gesundes", das heißt vollMcKinley, der PräsidentschaftsFarmer und Präsidentenwahl. werthiges Geld. fandidat der Republikaner, sah sich daher wohl oder übel wehr zu gestatten. Wenn Redakteure des Vorwärts" Was in einer Gesellschaft mit breiter bäuerlicher Grund- genöthigt, zwischen den Bundesgenossen im Osten oder im dies bis heute noch bestreiten und dafür eine Masse anderer, lage eine allgemeine agrarische Krisis und eine daran sich Westen zu wählen, und er entschied sich, wenn auch mit nicht zur Sache gehöriger Dinge heranziehen, fo ist das anschließende Bauernbewegung zu bedeuten hat, davon traurig genug und mußte einmal zur öffent Die demokratische Nationaltonvention in Chicago lichen Besprechung tommen im Interesse der Partei. wissen wir auch in Deutschland ein Lied zu singen. Aber einigen weideutigkeiten, für die Goldwährung. was wir, im Widerspruch zu den überlieferten Anschauungen sprach sich dagegen mit Zweidrittel- Mehrheit für eine furt a. 3., 26. August 1996 faft aller Parteien, in unserem öffentlichen Leben ſich volls bimetalliſtiſche Währungspolitik aus: Gold und Gilber ziehen sehen, ist ein Kinderspiel gegen den politischen sollen beide im Verhältniß von 1: 16 frei geprägt werden Da wir unsere Leser so wenig als möglich mit dem Konflikt Kampf, den der langjährige Nothstand der amerikanischen können. Damit hat die demokratische Partei ihrem Kandiin der Redaktion des Vorwärts" behelligen wollen und meinen, Farmer jetzt bei der Präsidentenwahl entfeffelt hat. der Partei nur zu sprechen haben, so beschränken wir uns, abFrankfurt " Quard. Die daß die für die Entscheidung desselben kompetenten Stellen in Der alte Gegensatz zwischen freihändlerischen Demo- daten Bryan, der über eine die Massen hinreißende fanatische Beredtsamkeit verfügen soll, die Stimmen der in gesehen von einigen nothgedrungenen Bemerkungen auf den Ab- raten und schutzöllnerischen Republikanern trat schon bei der People's Party( Boltspartei) organisirten Farmer( der druck des Urtheils, das die Sächsische Arbeiter- Zeitung" in der den letzten Wahlen mehr und mehr zurück. Sache fällt. Unser Dresdener Partei- Organ hat sich gerade in schutzzoll- heischende Industrie war immer rascher nach dem Populisten) gesichert. Auf der anderen Seite rüsten sich der letzten Zeit nicht durch besondere Sympathie für unsere Re- Süden vorgedrungen, den seine Exportinteressen für Tabak jedoch nunmehr die unterlegenen Golddemokraten zur AufMeinung nach durch fachliche Motive allein zu erklären ist. handels gemacht hatten. Längs der weiten Nordgrenze Stimmenzersplitterung zu verhindern. Wahrscheinlich werden baktionsthätigkeit ausgezeichnet, so daß fein Urtheil unserer und Baumwolle von altersher zur Kerntruppe des Frei- ftellung eines eigenen Kandidaten. Ihr Hauptstreben ist, auf alle Fälle zunächst im ersten Gang Bryan's Wahl durch Das Blatt schreibt, wir laffen die polemischen Stellen gegen hatte sich eine Farmerschaft angesiedelt, welcher die Kon- sie dann die Hochschutzzoll- Politik McKinley's für ein gedie Bossische Zeitung" fort: " Eine„ Balafirevolution in der Redaktion des Vorwärts" furrenz ber kanadischen Landwirthschaft unerträglicher vor ringeres Uebel halten wie die Geldverschlechterung und nennt die Sapitalistenpresse den kleinen Konflikt, der zwischen fam wie die Bertheuerung der Lebenshaltung durch die Ju- Währungsumwälzung, mit der Bryan's Sieg gleichbedeutend unserm Genoffen Liebknecht und den übrigen Redakteuren des duſtriezölle, die das Farmerelement bisher meist gegen das ist. Am 2. September wird die Konvention dieses Theils Vorwärts" fcheinbar ausgebrochen ist. Wir sagen schein Schutzzollsystem eingenommen hatten. Im Osten wiederum, der demokratischen Partei über ihre Haltung schlüssig werden. dar, weil wir es jetzt noch für ausgeschloffen halten, daß von in den hochentwickelten Neuengland- Staaten, waren ganze Die Unsicherheit der Parteiverhältnisse hat natürlich einem eigentlichen Konflikt zwischen Liebknecht und feinen Zweige der Industrie derart erstarkt, daß sie von etwaigen alle Betheiligten zu verdoppelten Kraftleistungen angespornt. Redaktionskollegen gesprochen werden fönnte. Sicherlich wird Böllen auf ihre eigenen Erzeugnisse viel weniger Vortheil hatten was das in Amerika heißen will, tann man sich nach Liebknecht der Ansicht beipflichten, daß im Vorwärts" nicht er allein zu bestimmen habe und die Ansichten der übrigen Re- Rohstoffe und Halbfabrikate Nachtheil; hier brach sich eine früheren Erfahrungen ungefähr denken. Often und Westen, dakteure ebenfalls etwas gelten. Gläubiger- und Schuldnerdem Sinne, wie es in bürgerlichen Zeitungen aufgefaßt immer stärkere Freihandelsströmung mitten im Zentrum Bistrikte reden sich in eine Rampfesstimmung hinein, als ob wird, daß nämlich der Chef" der Herr und Befehlshaber des Protektionismus Bahn, sie entschlossen wären, im Nothfall lieber einen neuen - allein die Haltung des Blattes zu bestimmen habe, Alle diese Umwandlungen haben natürlich nicht nur Sezessionskrieg durchzufechten, wie sich einer feindlichen während die anderen Rebatteure nur Handlanger, Sold. überall die alten Parteizusammenhänge gelockert und ganz Majorität zu unterwerfen. schreiber sind, giebt es in den fozialdemokratischen gelöst, sie haben dem Schlagwort: Freihandel oder SchutzOrganen nicht; sollte es dennoch in einem Partei zoll! überhaupt die alte Eindrucksfähigkeit geraubt. Seitdem wie man es jetzt focht. Doch gleichviel, wie die jetzt erEs wird auch hier später nichts so heiß gegeffen werden, blatte der Fall sein, so wäre dies, wie unsere Kollegen im fich nicht mehr so klare und einheitliche Klaffengegensäge in öffnete Wahlkampagne im November endet, fie läßt sich für Borwärts" richtig bemerkten, ein für Sozialbemotraten bem alten Parteigegensatz zusammenfassen wie früher, ver- die europäischen Spekulanten und Fabrikanten und leider unwürdiger Zustand. Da, soweit wir Liebknecht kennen, er selbst dieser Ansicht ist, und diese Ansicht ja auch schon im mag dieser auch die politische Entwickelung des Landes immer schließlich auch für die europäischen Arbeiter recht wenig Borwärts" vertreten hat, so fann also von einem Konflitt teine weniger zu beherrschen. hoffnungsreich an. Sollte eine ,, Geldreform großen Stiles" Rede sein. Schuld an dem bedauerlichen Vorkommniß ist nur Die Zeit der Umbildung und Bersetzung der alten Aussicht auf Sieg haben, so stehen Massen von amerikanischen das höchst ungeschickte Verhalten unseres Offenbacher Partei- Organisationen ist immer die Zeit des Schnittes und der Werthpapieren, die Europa besigt, vor einer tiefen Entblattes und die noch etwas bürgerliche Auffassung des Dr. Ernte für alle aufstrebenden Parteien, die an Zahl ihrer werthung. Quard, der glauben machen will, daß die Haltung des Vor- Anhänger vielleicht weit hinter den rivalisirenden großen Seite, so drohen dem Waarenerport Europas neue Neigt sich die Wagschale auf McKinley's wärts" ihm gegenüber sich nur aus der Abwesenheit Liebknecht's Parteien zurückbleiben, die aber festgeschlossen dastehen so- Schwierigkeiten, unter denen auch die Arbeiter zu leiden erkläre, als wenn Liebknecht allein zu bestimmen habe. Bei wohl in den Schichten, aus denen sie sich refrutiren, wie in haben werden. anderer Gelegenheit hat Dr. Quard aber gerade einen entgegen den Bielen, die sie verfolgen. Für den Augenblick und gefeßten Standpunkt vertreten, indem er einem bürgerlichMan braucht auch diese Rückwirkungen nicht zu hoch bemokratischen Blatte vorwarf, daß in der Redaktion ein Mann wohl noch auf Jahre hinaus gilt das in den Vereinigten zu veranschlagen, um doch dem Gang der Wahlbewegung bestimme und das demokratische Verfahren nur scheinbar sei. Staaten für die wieder einmal bis zum Ueberfluthen an- jenseits des Ozeans mit mehr wie gewöhnlichem Interesse In seiner Schrift: Zur Naturgeschichte der Frankfurter geschwollene Farmerbewegung- den Bund der LandBeitung" schreibt Quarck:" mwirthe", würden wir in Deutschland sagen. " Geldes Gnaden war." " zu folgen. od s darjad 2) Politische Neberlicht.und delt montagriBerlin, 29. August. Die Redaktion war ganz„ demokratisch" organisirt, d. h. Was heute die, sonst in so vielen Fragen gespaltenen jeder Abtheilungs- Redakteur besorgte sein Fach selbständig, eine oder politisch ganz indifferenten Farmer südlich und westlich Einrichtung, die sehr schlau getroffen war. Da sich alle formell der Industriestaaten eint, was ihre Agitation bis zum wildesten gleich standen, so entschied die tägliche Redaktionskonferenz über alle Meinungsverschiedenheiten, und in dieser gab Herr Sonne: Fanatismus steigert, ist der gemeinsame ökonomische Druck, dem mann als Vorsitzender natürlich meist den Ausschlag. Die sie seit fast zwei Jahrzehnten unterliegen. Gleichviel ob sie zu Ferdinand Lassalle's Todestag. Am 31. Auguft, demokratische" Einrichtung der Redaktion war also vor allem Weizen oder Baumwolle bauen, fie vegetiren nur noch bei dem mit dem Sommer zugleich, ist vor zweiunddreißig Jahren Herrn Sonnemann auf den Leib geschnitten; sie war für seinen heutigen Preisstand; sie leben vom Schuldenmachen, wenu Ferdinand Laffalle dahingegangen, von der Sonnenhöhe überwiegenden Einfluß als Besitzer und Kapitalisten eingerichtet. fie überhaupt noch Kredit besitzen, und sehen ihren endlichen des Lebens, von der Sonnenseite des Glückes zum Reich Wir haben keinen Chefredakteur", pflegte Herr Sonnemann zu Ruin immer näher rücken. Ju Coin's Financial School", der stummen Schatten. Nicht um des Proletariats willen fagen; dabei wußte er ganz gut, daß er der Chefredakteur von der Bibel der amerikanischen Agrardemagogie, kehrt immer ist er geftorben, aber die einzigen, die an seiner Babre trauerten Gicherlich wollte' boch Quarck hiermit nachweisen, daß von das Bild des Farmers wieder, der ohne Rock, den Stab in in stummer Klage, es waren Ihnen zu Liebe hatte er beiter einem demokratischen" Verfahren in der demokratischen Frank der Hand, aus seiner umfriedeten Heimstätte hinausfurter Zeitung" teine Rede sein tönne; wie kann man dann wandert, an der ein Schild die Zwangsversteigerung an sich von den schimmernden Preisen gewandt, mit denen Eigenverlangen, daß in einem sozialdemokratischen Blatte nur einer fündet. Als Gegenbild dient das bis zum Plaßzen wohl nuß und Ehrgeiz ihm winkten, ihnen die Fackel der Wahrheit eine Autorität"! entscheide? genährte und feingeschniegelte Großkapital, das die Er- gebracht und ihnen den Weg gewiesen zur Erkenntniß, zur Freiheit. Der scheinbare, Konflikt" auf der Redaktion des Vorwärts" zeugnisse des Farmers auf den Eisenbahnen verfrachtet und Ferdinand Laffalle steht nicht wie Karl Mary als Pfab. ist nur ein Konflikt zwischen der abfolutistischen Auffassung des an den Börsen kauft und verkauft, das sich im Glanze finder und Pfadweiser am Anfange einer ganzen Entwickelungs Dr. Duard und der sozialdemokratischen Auffassung des Vor- feiner erbeuteten Millionen sonnt und in seiner Epoche, aber er brachte dem arbeitenden Volke die Waffen, mit wärts", der hoffen wir gesammten sozialdemokratischen monopolistischen Stellung dem Markte die Preise nach denen es seine Befreiung erkämpfen wird, lehrte ihm den GePreffe und auch des Genossen Liebknecht. Unsere Gegner werden bald zu verstehen bekommen, daß es willkür zu diktiren scheint. Was an blindem Un- brauch derselben und zeigte ihm den Feind. Er war ein Mensch, fich weber um eine„ Balastrevolution", noch um einen Streit in verstand und Haß gegenüber der Börse in unseren wie wir alle, die eine Mutter geboren, behaftet mit Schwächen der fozialdemokratischen Partei handelt; vielmehr handelt es agrarischen und antisemitischen Bauern lebt und bohrt, " fich bei der ganzen Sache nur um die Burückweifung des un- bas treibt in der Union wo alle die geschilderten Wider- und Fehlern; aber seine ganze Persönlichkeit stellte er in den fozialdemokratischen Vorgehens eines einzelnen sprüche viel krasser und empörender hervortreten die Dienst des geknechteten, arbeitenden Volkes: die reichen Schäße Genoffen, des Dr. Duard. Von einem großen Parteifireit". Farmer zu dem verbissensten Wüthen gegen die Kartelle feines Wiffens und feine Arbeitskraft, unvergleichliche Energie den die bürgerliche Breffe erwartet, wird nichts zu merken sein, und Trusts, gegen die" Kompagnien" und Spekulanten. und Bähigkeit, Herz und Sirn, die Kraft und Pracht seiner beun da die gesammte Partei sicherlich der Ansicht der Vorwärts" Vor allem eine Gegnerschaft verbündet sie heute im Westen wie Sprache und den Schwung seiner Rebe. Und darum ehrt ihn Redakteure beipflichten wird, so dürfte die Angelegenheit bald erledigt sein. Die bürgerlichen Parteien tönen dann sehen, daß im Süden: gegen die Gläubiger, die ihnen das Blut aus das arbeitende Bolt, nicht wie einen Heros, ausblickend in in der sozialdemokratischen Partei die Demokratie tein leeres den Adern saugen, weil sie in den kontraktlich festgelegten zagender Ehrfurcht, als Vorkämpfer schäßt es ihn, ber selbstlos Wort ist und daß dies nicht nur gift in bezug auf die Erledigung Bins- und Kapitalforderungen dem Einkommen und Vermögen und treu sich zum Wolke gehalten und die freiwillig übernommene der Parteigeschäfte, sondern auch für die Redaktionen der sozial der Landbebauer immer größere Bruchtheile entziehen, je tiefer licht gethau bis zum letzten Athemzuge. Und das klaffen. demokratischen Zeitungen. Simi der Weizen und die Baumwolle und damit die Ländereien fich entwerthen. Wenn der arme Produzent für die Frucht bewußte Proletariat liebt ihn, der als getreuer Edart an der Wenn im" Hamburger Echo" uns der Vorwurf gemacht seiner Arbeit immer weniger und weniger immer weniger und weniger Geld Wiege der Bewegung gestanden, wie man einen Jugendfreund wird, daß wir unsere Sache in die Deffentlichkeit getragen haben, bekommt, ist es nicht die schamloseste Plünderung, liebt, so lieben sie ihn: die alten Knasterbärte, erprobt in manund uns nicht an die tompetente Stelle in der Partei gewandt daß der reiche Verschwender im Osten und jenseits chem Sturm und Strauß, die ihm noch ins Auge gesehen, und haben, so haben wir dieses, wie wir rückhaltlos zugestehen, ganz des Meeres fort und fort. dieselbe Bins und die aufstrebende Jugend. ungewöhnliche Berfahren einschlagen müssen, einerseits nach dem Kapitalsumme verlangt? Auch diese Anschauung gelangt Wenn das deutsche Proletariat feines Ferdinand Lassalle's wir uns an den geschäftsführenden Ausschuß der Partei bei Coin zu drastischem bildlichem Ausdruck: 1873 bringt gedenkt, erinnert es sich auch aller Borkämpfer und Streiter des gewandt hatten, andererseits weil der Chefredakteur des Borwärts" es zugelaffen hat, daß die Deffentlichkeit sich mit biesen der von Gesundheit und Lebensluft strahlende Farmer, ein 2 Dingen befchäftigt. Wenn das Hamburger Echo" so viel an Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, ein paar Säcke Sozialismus, die nicht mehr sind: Jener, die im harten Dienst unferem Verfahren auszusehen gehabt hat, so hätte es sich doch Weizen, um seine Verbindlichkeiten zu decken; 1895 schleppt der Freiheit sich aufgerieben, die brutale Gewalt ins Glend blos bei dem in Hamburg amtirenden geschäftsführenden Aus- er, in Hemdsärmeln, mit geflickten Hosen und zeriffenen gejagt, wo fie untergingen, die hinter Kerkermauern starben, schuß über das zu informiren gehabt, was wir der Deffentlichkeit Stiefeln, seine letzten Vorräthe herbei, um seine Beiniger und aller jener, die ihre Pflicht gethan und zur Fahne vorzulegen uns nicht veranlaßt saben. Dies war um so leichter, zu befriedigen, zu denen er die bisherigen wechselnden Re- sich gehalten, bis der Todeswolf sie biß. Aber es als ein Mitglied der Redaktion unferes Hamburger Bruder gierungen, demokratischer oder republikanischer Färbung, sieht keine Klage am 81. Auguft durch die Reihen organs gleichzeitig dem geschäftsführenden Ausschusse unserer genau so rechnet wie die Goldwanzen", die seine privaten der Hassengewußten Arbeiter. Nicht mit Trauer und Partei angehört. Gläubiger find. Wehmuth gedenkt der Sozialdemokrat seiner Todten. Sein Preisdruck und Schulddruck aber werden schwinden, Herz ist voll Dankbarkeit und Siegessicherheit. Und er sagt sich: Wenn einige Blätter durch unklare Ausdrucksweise den die große internationale Verschwörung der Goldbefiger gegen wie alle jene es gethan, so willst auch Du nicht ruhen und Schein erwecken, daß wir Quarc nicht zu Worte kommen ließen, die Lebensmittelverkäufer wird durchbrochen werden, wenn so ist dagegen zu bemerken, daß wir allerdings feine in Form der Geldmangel beseitigt wird, der mit der Einstellung rasten, bis das hohe Ziel erreicht ist. Herz und Hand, deinen und Inhalt gleich unangemessene öffentliche Aufforderung" nicht der freien Silberprägung künstlich hervorgerufen wurde. Körper und deinen Geist, jede Fafer deines Seins willst auch du publizirten, ihm aber sonst den weitesten Spielraum ließen; so veröffentlichten wir von ihm in Nr. 186 277 Beilen, Die Geldreform, die seit den Tagen der Papierwirthschaft in den Dienst deiner ringenden Brüder stellen, in den Dienst der in Str. 198 147 Beilen, in Nr. 198 265 Beilen. Wir möchten stets eine so große Rolle in Amerika spielte, ist so die feste völkerbefreienden Sozialdemokratie, wie Ferdinand Laffall' gern eine Beitung in- und außerhalb der Partei angeführt sehen, Achse geworden, um die fich alles politische Denken und Vorwärts! " dad ni madola. This biol.cr Zur Vchaudluug politischer Gefaugeue«. Der„Volks- wille" in Hannover schreibt:„Als Genosse Rauch, der als verantwortlicher Redakteur unseres Partei- Organs während des Septemberkurses wegen Majestätsbeleidigung zu Gefängiiib- strafe vernrtheilt wurde, am 30. April d. I. voni hiesige» Gerichtsgesängniß aus nach Hildesheim trau s- p ortirt wurde, um einem beim dortigen Landgericht wider ihn anberaumten Termin anwohnen zu können, wurde er mittels einer Kette an einen des Diebstahls verdächtige i» polnischen Knecht gefesselt. Auf dem Gefängniühof nahm ihn der sogenannte»grüne August" ans und sorgte sur seine ungefährdete Ankunft auf dem Bahnhofe; erst nachdem R. in dem für den Transport bestimmten Eisenbahnwagen angelangt war, wurde ihm die Kette für eine kurze Dauer abgenommen. Wenige Augenblicke später, nachdem der Zug die Station Barnten passirt hatte, ward R. wieder. wie anfangs. gefesselt und in diesem Zu- st a n d e vom Bahnhof H i l d e s h e i in zu Fuß durch mehrere Straßen der Stadt nach dem in un- mittelbarer Nähe des Domes gelegenen Gesängniß g e f n h r t. Erst hier wurde die Kette abgenommen, deren „Eindrücke" noch mehrere Stunden sichtbar wurden. Der Rück- lransport nach Hannover am 8. Mai erfolgte gleich- falls in gefesseltem Zustande; unserem Genossen wurden diesmal die Arme kreuzweise über ein- andergelegt und dann mit einer Kette um- s ch l o s s e n. Der Transport nach dem Bahnhof Hildes- heim erfolgte unter starkem Zulauf der Schul- j u g e n d, die sich den„Verbrecher" in nächster Nähe ansehen wollte. Bemerkt sei noch, daß R. am zweiten Tage seiner Anwesenheit in Hildesheim mit dem Zupfen übel- riechender und in ekelerregendem Zustande befindlicher Roßhaare(ein großer Theil der Haare war nämlich in folge des darin enthaltenen Pserdekothes zu Knäueln zusameiigeklebt) beschäftigt wurde; an den übrigen Tagen wurde er mit anderen Arbeiten(Verlesen von Kaffee und D ü l e n k l e b e n) beschäftigt. Wir haben von der bezeichneten Ars des Transportes ab- sichtlich geschwiegen, so lange Rauch internirt war, um seine Familie nicht unnöthig in Aufregung zu versetzen. Jetzt halten wir es jedoch für unsere Pflicht, die oben bezeichnete Handlmigs- weise der Oeffentlichkeit zu unterbreiten." Rührt sich da nicht die bürgerliche Presse, um diese«n- erhörten Zustände zu rügen, oder ist auch selbst solchen Vor- kominiiissen gegenüber kein Muth vorhanden?— Tie„Germania" fühlt sich schwer dadurch verletzt, daß wir die Dnellresolutionen der Katholiken-Veneralversammlung für eine nicht ernst zu nehmende Komödie halten, und zwar nach- dem wir bei Beralhung des Umsturzgesetzes gesehen, wie leicht das Zentrum bereit war, die Anträge gegen das Duell zu Falle zu bringen, als es sich für dasselbe darum handelte, die Freund- schast der Konservativen in seinen Attentatsversuchcn gegen moderne Wissenschaft und Literatur zu gewinnen. Da die„Ger- mania" auf diese Bemerkung nichts erwidern, geschweige sie widerlegen kann, bleibt ihr nur übrig, nitf den„Vorwärts" zu schimpfen. Ties wird sie noch öfters zu thnn Getegenheit haben, zumal sie in ihrem Bestreben. Regierungspartei zu werden, immer mehr in die Fußtapfen der Nationalliberalen tritt.— *• Deutsches Reich. — Die Ursachen der Unsicherheit i in Innern bespricht ein Leitartikel der„Grenzboten". Wodurch entsteht diese Unsicherheit? fragt das Blatt und giebt folgende treffende Ant- wort:„Sie entsteht durch das Bestreben, nach Grundsätze» zu regieren, die sich in dem heutigen politischen Leben nicht durch- führen lassen." — Die bedingte Begnadigung wird der„Köthener Zeitung" zufolge auch in Anhalt zur Einführung kommen.— — U e b er das Programm der neuen. national- sozialen" Partei, das den Hauptgegenstand der Verhand- lung auf der im November dieses Jahres stattfindenden Ver- sammliing aller nicht konservativen Ehristlich- Sozialen bilde» wird, macht Profeffor Zimmer- Herborn in der„Hilfe" einige nähere Angaben. Das Programm soll ei» iiationales. ein soziales und ein national.foziales sein. Daher wird es folgend« For- derungen enthalten: Stärkung der Wehrmacht. Heer und Flotte, Sorge für die Kolonien— Fortführung der sozialen Reform, Organisation der Berufe, Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Kavital und Arbeit— Freiheitlicher Ausbau der Verfassung, für Kaiser und Reich, allgcnieines Wahl- und Ver- sammlungsrecht. Verfammlungs- und Redefreiheit.. Dies sind die allgemein grimdlegeudeii Gesichtspunkte des Programms, mit deren Feststelliing die in Aussicht genommene Versammlung sich vorläufig begnügen wird, während die Ausbildung bestiiiimter einzelner Programmpnnkte der weiteren Entwickelung überlassen bleiben soll. Man sieht hieraus, wie recht wir hatten, die Gründung dieser Partei nur freudig begrüßen zu können; sie wird uns keinen Arbeiter wegnehme» und die Zersplitterung unserer Gegner vermehren.— Stuttgart, 29. August. Der ReichstagS-Abgeord- n e t e W e n g e r t(Z e n t r.) ist in Dirgenheim, Oberamt NereS- heim, heute früh gestorben. Von IS 773 abgegebenen Stimmen fielen bei der Hauptwahl auf z w e i Kandidaten der Zentrumspartei 14 074 Stimmen, so daß auch bei der Nachwahl der Sitz in den Händen der Zentrumspartci bleiben wird. Der einzige Gegenkandidat bei der Hauptwahl, der in betracht kam, gehörte unserer Partei an; er erhielt 1472 Stimmen. Frankreich. Paris, 28. August. Der kürzlich unterzeichnete H a n d e l S- verlrag zwischen Frankreich und Japan hebt die französische Konsular- Jurisdiktion und die Frankreich gemachten Konzesfionen in den von Japan geöffneten Häsen für die Dauer von mtiideftens drei Jahren aus und regelt die Veziehunge» beider Länder auf der Grundlage der meistbegünstigten Nation. Der Vertrag ist auf 12 Jahre abge- schloffen und gewährt verschiedenen fraiizösischin Produlten«inen Spezialtarif. Paris, 29. Augnst. Unser Parteiblatt, La Petite Räpublique" p r o t e st i r t gegen das Vorgehen der Sicherheits- polizet gegen die in Paris ansässigen verdächtigen Russen und Polen, indem die Polizisten sogar während der Abwesenheit der Verdächtigen in ihre Wohnungen eindringen und deren Korrespondenzen durchstöbern. Dies verletze die sran- zösischen Gesetze in grober Weis,.-- PariS, 29. Augnst.„Nutoritö"bedauert,daß dieFranzofen Ruß. land sieben Milliarden geliehen haben und nicht wiften, ob eine Allianz oder nur«in« platonische Berständigung zwischen Frank- reich und Rußland zu stände gekommen sei.— Italien. � Zum Konflikt mit Brasilien liegen heute u. a. die folgenden Nachrichten vor: Wie die»Aaenzia Stesani" meldet, entspricht die Nachricht des„Neiv.Uork Herald", daß Italien an Brasilien«in Ultimatum richtete, den Thaisachen bis jetzt nicht. Wie die New-Aork„World" aus Colon meldet, hat die italienische Gesandtschaft in Rio de Janeiro de» Schutz der Polizet nachgesucht. Die Straßen seien mit Volkshaufen, welche beständig„Viva Menelik" rufen, angesüllt. Wie die„Agcnzia Stesani' meldet, hat die italtenlsche Re- gierung jede Auswauderung nach Brasilien verboten; nur den Auswanderern, welche sich an Bord des DauipserS„Amerika" eingeschifft hatten, wurde gestern die Abreise gestattet, nachdem die Regierung sie auf die Gefahr ihres Unternehmens ans- merksam gemacht, ihnen Repatriirung und Unterstützungen an- geboten und den Schiffseigenthümer in formeller Weise verpflichtet hatte, die Auswanderer eventuell kostenfrei in die Heimath zurückzubringen, falls dieselben in Brasilien zurück- gewiesen werden sollten.— Holland. Amsterdam, 26. August.(Eig. Ber.) Gestern Abend sollte hier im großen Saal Planeiiis ein Meeting statlfinden, worauf die Kongreßdelegirten der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, W. H. Vliegeu, H. Polak und Dr. P. I. Troelstra über den Londoner Kongreß berichten sollten. Jedes Plätzchen im Saal war eingenommen. Unter dein Publikum befand sich Herr D o in e l a N i e u w e n h u i s mit seinem Anhang. Da es ihnen in London nicht« gelungen war, ein gedeihliches Arbeiten des Kongresses zu ver- hindern, wollten sie in Amsterdam jedenfalls verhüten, daß unsere Delegirten den Arbeitern die Bedeiitnng des Kongresses aus- einandersetzten und seine Arbeiten besprachen. Schon zu Anfang der Versammlung wurde die Absicht der Anarchisten, jede ruhige und ernste Debatte unmöglich zii machen, klar, und als Bliegen eine kurzeRede gehalten hatte, wiederholten sich dieUngezogenheileii, mit denen sich Cornelissen und Nieuweiihnis in London blamirt hatten. Herr Nieuweiihnis sprang auf den Stuhl und forderte das Wort, obgleich noch andere vor ihm i» der Redner- liste standen. Da brach der Sturm los. Das Schreien und Toben ging bald in Handgreiflichkeiten über, nnd das Ende war. daß der Polizeikomnnssar mit einer Anzahl Polizisten erschien, und die Versainmlnng auflöste. Das war Rache und Triumph der Anarchisten.— Spanien. Madrid, 28. August. Der Senat nahm endailtig die Gesetzentwürfe betreffend die Tabakpacht und die Minen von A l m a d e n an. Wie verlautet, wäre der Urheber de? Attentats in Barcelona entdeckt, und zwar befinde er sich unter den Verhaftete».— Türkei. Koustautinopcl, 29. August. Bei den Plünderungen armenischer Geschäfte durch den mohamedanischen Pöbel sind durch Verivechselungen und dadurch, daß viele Geschüft« armenische Wärter und Angestellte haben, einzelne fremden Unter- thanen gehörige Geschäfte und Bureaiis zerstört und geplündert worden. Von österreichischen Geschäften wurde nur in der Möbelhandlung von Radimilowic für 100 Pfund an Waare» zerstört; ferner wurde durch Flintenschüsse auf' den armenische» Wärter in der Glasgroßhandlimg von Czerny unbedeutender Schaden angerichtet. In der Kolonialhandlung von Givozdtn ist ein kleiner Kassabetrag geraubt worden. Die österreichischen Kaufleute bestürmen in ihrer Angst das Konsulat nm Gewährung von Schutz. Die österreichischen Geschäfte sind daranf der Polizei bezeichnet worden und werden theilweife von Militär- posten bewacht.— — Ueber den Tumnlt in K o» st a n t i u o p e l liegen zahlreiche Depeschen vor. Wir geben die wichtigsten wieder: In der Nacht vom 26. zi»» 27. d. Mts. wurde die Ver- folgiing der Ari»e»ier durch die Türke» sortgesetzt. Das Militär verhielt sich an einzelnen Orten passiv, an andere» hat es die Aiisammluiig des mohamedaiiischeu Pöbels zerstreut. I» Galata schössen mittags die in die Häuser geflüchteten Arnienier ans die Truppen, welche mit Salve» erwiderte» lind sich mit Hilfe der »lohamedanischen Bevölkerung der Armenier bcinächtiglen und sie niedermachte». Hierbei wurden einzelne Geschäfle, auch die von fremden Unlerthane». zerstört. Alle Geschäfte wurden geschlossen. Die Zahl der armenische» Opfer wird> aus mehrere Hundert, ja auf Tausend angegeben. Die Verluste der mohamedanischen Truppen sind gering. Bis jetzt ist es niimüglich, die Zahl der gestern Getödteten anzugeben; die meisten Schätzungen belaufe» sich auf mehrere Hundert. Die Straßen zwischen Dolma-Bagdsche und Tophane gleichen eine», Schlachtfeld. Ungefähr S0 Leichen wurden dort gezählt. Heute Nachmittag kamen neuerdings Ruhestörunge» vor, das Feuern dauerte fort. Bei Abgang dieser Meldung werde» in verschiedenen Theile» der Stadt Häuser der Armenier geplündert. Das Militär hält die Stadtviertel Galata und Pera beseht. Kavallerie patrouillirt in den Straßen. Die Läden sind geschlossen. Nach einer Meldung der„Times" aus Konstantinopel vom 27. d. M. waren nur IS Armenier in dem Gebäude der Ottoman- bank, die sich ergaben, 3 waren getödtet, 6 verwundet, einige durch die eigenen Bomben. Die übrigen Armenier waren ver- schwunden. Man schätzt die Zahl der in den Straßen getödteten Arnienier auf über 1000. Als gestern Nachmittag 2l/s Uhr das Marinebataillon von Selamlik kommend, Pera passirte, wurde aus einem' der Polizei- diuktion gegenüberliegende» Hause eine Bombe auf das Musik- korps geworfen, ohne jedoch Schaden anzurichten. Der Thäter wurde verhaftet. Die»cneste» Meldungen ans Konstantinopel bezeichnen die dortige Situation sehr düster. Es herrsche vollständige Anarchie. Die Behörden hätten jede Autorität verloren. Afrika. Sansibar, 29. Aug.(Köln. Ztg.) Die von der englischen Regierung verlangte Auslieferung Said Kalid's und seines An- Hangs wurde vom deutschen Konsul Anton verweigert. Wie die„TimeS" vom gestrigen Tage a»S Sansibar melden, befanden sich zur Zeit des Bombardements 3000 Person«» im Palast, von denen ö00 getödtet oder verwundet wurden. Kalid hält sich noch im deutschen Konsulate auf.— Eine Parteikonferenz für den pommersche» Reichstags- Wahlkreis R and ow-Grelfen Hagen tritt am 20. Sep- tember mittag? punkl 12 Uhr in B r e d o w bei Stettin in der Bredower Brauerei zusamme».' Ter v. sozialdemokratische Parteitag für Reust jst L. tagte am Sonntag in Gera. Vertreten waren 20 Orte. Der Vertrauensmann der Partei in Gera. Genosse Vetterlein. gab den Kassenbericht über die Zeit vom 1. Juni I89S bis lS. August 1396. Die Einnahme stellt sich auf 3860.26 M. und einschließlich des vorjährige» Kassenbestandes von 1467,9S M. insgesannnt auf 5326,21 M. Die Ausgabe beträgt 3792 73 M. darunter für Agitation 1028,31 M., für Unterstutziinaen 411,20 M. Dem Partei-Ausschuß in Hamburg wurden 780 M. überwiesen. Der Kassenbestand beträgt 1v3ö.43 M. Außerdem gingen bei dem Vertrauensmann ein für die Essener Verurtheilten 143,24 M. und für Streikuiiterstützungsziveck« 432,92 M, so daß die Gcsanunteinnabme 4486.42 M. beträgt. Beiträge wurden von 22 Orten geleistet. Der Bericht konstatirt den günstigen sinanziellen Stand der Partei in Reuß j. L. Dem Bericht des illgitalionskonillee's ist zu entnehmen: Es wurden zirka 20 Ver- sammlunge» in allen Theilen des Wahlkreises abgehalten, von der Agitationsbroschür,„Nieder mit den Sozialdemokraten!" wurde» 2000 Exemplare gratis vertheilt und von der Reichstag?: Rede des Genossen Wurm über die deutsche Fabrikinspektio» 12000 Exemplare. Die Landtaas-Wahl im©erbst 1892 ging unter den ungünstigsten äußeren Umständen(wie Sedanrummel. Lokalverweigerungen) vor sich. Trotzdem behauptet« die Partei das eine Landtags- Mandat und gewann an Stinunenzahl. Der SeptemberkurS äußert» sich tu An- klage» gegen Verleger und Drucke» de» Wahlflug. Blattes nnd gegen andere Genossen, in schärferer Hand» habung des Sannnelverbots durch Strasmandate sowie in der Äiiwendllng des Groben Unfiigsparagraphen gegen Boykott- notizen in der„Reubischen Tribüne". Trotzdem ist die Partei nach wie vor rüstig auf dem Posten, wie der Kassenbericht aus- weist. Beschlossen wurde, Landagitations-Komitees in den lä»d- lichen Bezirke» einzusetzen, deren Wahl aber den betheiligtcn Genossen zu überlasse». Der Antrag, eine Agitation für Eiiiführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts zum Landtag und Gemeinderalh zu beginnen, ist dem neugewählteii Agitationskomitee überwiesen.— Genosie E. Vetterte in aus Gera wurde zum Kreis- Vertrauensman» gewählt und hat als solcher auch in Gera zu fungiren. Bei der Wahl des Agitationskomitees wird wieder»ine Genossin mitgewählt. Es folgte der Geschäftsbericht über den Stand der„Reußischen Tribüne". Der Einnahme von 30 999,87 M. stehen 30 039,37 M. Ausgabe gegenüber, so daß ein Ueberschuß von 910,20 M. bleibt. An Strafen wurden über die Redaktion verhängt 22 M. an Geld wegen Verübung groben Unfugs und 2 Monate 2 Wochen Gesängniß wegen Beleidigung gegen Redakteur Seisarth und 10 Monate Gesängniß wegen Beleidigung gegen Redakteur Leven. In einigen Fällen erfolgte Freisprechung und einige Verfahre» schweben»och gegen die Genossen Leven und Rüdiger. Als Delegirte zum Gothaer Parteitag wurden gewählt die Ge- nossen Leven-Gera, A d l e r- Lobenstei» und Frau Wöllner- wötzen. Am Parteitag nahm auch der Reichtags-ibgeorduete des reifes, Genosse Wurm, theil. Die Verhandlnnge» vollzogen sich in größter Ein»iüthigkeit. Zur Stadtderordnetcnwahl in Mannheim schreibt unser dortiges Partei- Organ, die„Vollsstimme": Wen» die„Nene Badische Laiidcsjeitung" nicht falsch berichtet ist, ist der Stadt- rath dem Wiinsche der sozialdemokratische» Partei nm An- beraumung der Wahl aus einen Sonntag nach- gekommen, noch ehe derselbe geäußert wurde. Das Blatt meldet nämlich lakonisch:„Die Stadtverordnetenwahlen werden am 20. Septeuiber ihren Anfang nehmen". Dieser 20. September aber ist ein Sonntag. Die einsichtige Maßnahme verdient alle Anerkennung. Vorläufig fehlt ims aber noch der Glaube daran, und sollte sich die Nachricht wirklich bewahrheiten, so ist immer»och zu befürchte», daß den national- liberalen Wahlrechtsverkümmerer» in dem Bezirksrath ein rettender Engel ersteht, der, wie bei de» Gewerbegerichtswahle», die nach dem Statutenentwurs vom Stadtrath ebenfalls für einen Sonntag angesetzt waren, die Sonntagswahl verbietet. Noch einen weiteren Schritt zur Besserung soll der Stadt- rath, den anscheinend schon die Furcht, daß er in seiner jetzigen Zusammeiisetzung nicht weiter bestehen wird, von seinem bisherige» einseitig- nationalliberalen Standpunkt abgebracht und veniünftigen Erwäg», igen zugänglich gemackit zu haben scheint, beschlossen haben. Da der Termin des JiikrafttretenS des revidirten Gemeindewahl-Gesetzes noch nicht bekaiilit gemacht ist, hat sich der Stadtrath an das Ministenui» des Inner» mit dein Ersuchen gewendet, bei den bevorstehenden Wahlen die Ersatzwahlen zugleich mit den Hauptwahlen vornthmen zu dürfen. Hoffentlich trägt das Ministerium diesem billigen Wunsche, welcher den Gemeinden viel Zeit, viel Geld und viel— Auf- regung erspart, durch schleunigste Publizirung des Gesetzes Nechiiung. Di« sonstigen stadträthlichen Vorbereitungen zu der Wahl sind beendet. Die Wählerlisten sind fertig gestellt»»d ihre öffentliche Auslegung zur Einstchtliahme kann jeden Tag ans- geschrieben werden. Wie wir erfahre», ist die Zunahme der Wühler beträchtlich. Sie beträgt 1261 Wähler. Im Jahre 1893 >var die Gesammtzahl der Wähler 11 460, jetzt 13 021. Davon kommen auf die einzelnen Klaffen: 1893 1896 mithin mehr I. Klaffe 922 1082 130 II. Klaffe 1910 2170 260 III. Klasse 8292 9766 1171 Aus dieser Uebeisicht geht hervor, daß nahezu der ganze Zuwachs der Wähler sich anS der arbeitende» Bevölkerung rekrutirt. Denn der Zuwachs in den beide» ersten Klaffen er- folgte weniger durch Zuzug, als dadurch, daß sich durch den Ziiivachs i» der dritte» Klasse die Steuergrenze» i» den einzelnen Klaffen nach abwärts verschob«». Bekanntlich muffen der ersten Klaffe ein, der zweiten zwei lind der dritten neun Zwölftel der Wähler angehöre». Jusolge dessen hat sich die Miiiiinalgrenze für die Wahlberechtigung in der zweite» Wählerklaffe gegen 1893 von einer Gemiiiidelimlage von 48,92 M. auf etwa 32 M. herabgemindert. Mancher Sozialdemokrat, der das letzte Mal»och in der dritten Wählerklasse«iiigeschrieben war. ist in die zweite emporgesliegen, was den Freisin»- Demokraten zu gute kommt und die Ver- dräiigung der nationalliberalen Ralhhausmajorität besiegeln hilft. In der dritten Wählerklasse bietet der Zuwachs von fast 1200 Stimmen die Garantie für de» Sieg der Sozialdemokratie. ,v«n» jeder Parteigenosse seine Pflicht>h»t und die nöthigen Borbereitungsschritte nicht unterläßt. Die Sozialdemokratie der Provinz Ost- und West- Preußen hält ihren diesjährige» Parteitag Milte September in E l b>» g ab. Näheres wird noch bekannt gegeben. Alle den Parteitag betreffenden Aufragen sind zu richten an den Genossen Krüger in Königsberg i. Pr., Kaplanstr. 20. Polizeiliches, Gerichtliches ee. Der wegen„Verächtlichmachnng" der Tode?« strafe gegen den verantivorlkichen Redakienr der E lber» selber„Freien Presse", Genosse» G r n» p e. anhängige Prozeß sollte aiifänglich am 27. August vor der dortigen Straf» rainmer zun» Austrag komm«. Die„Elberselder Zeitung" hatte stch schon darauf gefreut, daß„der Spaß Herrn Grimpe bis zu 2 Jahren Gesängniß einbringen kann." Borläufig muß sich das human» nationalliberale Blatt aber»och etwas gedulde», denn der Termin ist bereits zweimal vertagt worden, nämlich vom 27. August auf den 80. September und dann wieder auf den 9. Oktober. Die Bertheidigung unseres Genoffen Grimpe hat Rechtsanwalt L a n d s übernommen. — Genosse Lorenz in Königsberg i. Pr., der Redak- tenr der dortige»„Volkstribüne", ist am Montag aus dem Ge- fängniß wieder in die Reihe» des kämpfenden Proletariats znruck- gekehrt. Seine Gesundheit war schon vor Antritt der vier- inonatigen Strafe, die ihm wegen Beleidigung des Kaisers und eines Armeurathes auferlegt wurde, nicht die best«, jetzt ist sie, wie die.Volkstribüne" mittheilt, nahezu rmnirt, und es wird geraumer Zeit bedürfe«, eh« stch Genosse Lorenz wieder einiger» maße» erholt._ GewevkfchaftltchVS. Achtung, Lederarbeiter(Portefcuiller) Berlins. Alle Kollegen werden ersucht, in folgenden Geschäften nicht zu arbeiten: H. Adam zun. Prinzenstr. 33, R. K r a s e m a« n, Melchior- straße 7. Hey man» u. Ko. Dresdenerstr. 82/63. I. Sommer, Reichenbergerstr. 181, Bornemann. Tchmidstr. 12, Loth». Weinland. Dresdenerstr. 88/89, Eichler, Sebastianstr. 6. Die Lohntommisstou. Au die Maurer BerliuS! Wie nothwendig fester Zu- sammenhalt der Kollegen ist. haben in diesem Jahr« die Loh»- bewegungen gezeigt. Ohne ihn hätten wir die Errungenschaften nicht zu verzeichiieu. Nu». Kollegen, solltet Ihr aber auch in Zukunft das Band, das uns jetzt umschließt, zu kräftigen und zu stärken suchen und das Colidaritätsgesühl immer mehr in den Vordergrund stellen, damit unsere Erriiuaenschaften nicht z» Wasser werden. Um diesen Ziveck zu fördern, haben wir im Osten und Süd- osten Verkehrslokale des Zentralverbandes der deutschen Maurer errichtet; im Osten in der Königs- bergerstraße 7 bei Baumgartea. im Süd-Osten Staunyn- fhuBe 86 bei Streit. Die Zilsammeutiinfte beginnen regel- mäßig jeden Sonntag Vormittag 10 Uhr. Kameraden! Wir hoffen, daß Ihr Euch recht rege daran betheiligt. Also alle Mann ans den Posten, jeder habe offenes Aug' und Ohr für das Gedeihen unserer Bewegung! Franz Leo»Hardt, Memelerstr. 7. Achtung, Kollegen und Genosse»! Vom Schuh- mache v st reit dieses Frühjahrs stehe» noch eine Anzahl Sammelliste» aus, sowohl von ikollegen wie verschiedenen Ge- werkschaftsdelegirte». Wir ersuchen, die Liste» in kürzester Frist abniliefern, damit wir nicht zu der unangenehmen Maßregel ge- drängt werde», die Säumigen öffentlich bekannt zu geben. A g i t a t i o n s- Kommission der S ch n h in a ch e r Berlins. Aus Flensburg. In einer äußerst stark besuchte» öffeut l i ch e n Versammlung berichtete am 27. August der Werst-- arbeiter Leese«, Mitglied des Komitees der streikende» und ausgesperrten Werftarbeiter, über die Unterhandlungen, die am Mittag desselbigen Tages mit den» Vorstände der Flensburger Werft gepflogen worden waren. Die Unterhandlungen waren durch das Anfsichtsrathsmitglied Herrn A n d r e s e n angeregt. Dieser hatte durch eine» Boten zu verstehen gegeben, es sei er- wünscht, wenn das Komilee der Arbeiter noch einmal eine Ein- gäbe an den Vorstand mache, zu dem Zwecke, daß verhandelt werde. Das ist geschehe», und das Komitee der Arbeiter entsandte dann seine Mitglieder L e e s e n und Kohls z» den Verhandlungen mit dem Vorstand. Da dieser aber die Hauptforderung der Arbeiter, den Stundenlohn auf 30 Pf. zu erhöhen, absolut nicht bewilligen wollte, sonder» sich nur bereit erklärte, betreffs der Bezahlung der Ucbcrstunden eine Kpnzesston zu machen, auch die ungleiche Bezahlung einer und derselben Arbeit nicht abstellen wollte, die z. B. dahin führt, daß, wie angegeben wird, der eine Arbeiter jährlich 1000 bis 1100 M. verdient, während der andere Arbeiter bei derselben Beschäftigung es auf 2500—2600 M. bringt, so kam es zu keiner Einigung. Die Versammlung beschloß deshalb, und zwar ein- stiinnüg, die Fortsetzung des Streiks. Wie gut der Zusammenhalt der Werftarbeiter ist, wird folgende Mittheiluug der liberalen„Kieler Zeitung" darthun: „Da dem evangelischen Arbeiterbunde etwa 200 Werftarbeiter angehören, so glaubte man allgemein, daß eine nicht unbeträcht- liche Anzahl von Arbeitern ain Donnerstag Morgen wieder sich in den Werkstätten der Schiffsbaugesellschaft einfinden würden. Die Slraße» und Zugänge zu der Schiffswerft boten Donnerstag früh ein sehr belebtes Bild, die Straßenausgänge waren sowohl von Polizeibeamten wie von kontrollirenden Streikenden besetzt. Die Schornsteine des großen Etablissements rauchten, die Maschinen waren in TI)ätigkeit gesetzt, allein beim Beginn der Arbeitszeit st e l l t e sich kein einziger Arbeiter ein. Nach der Frühstückspause, um 8V2 Uhr, gingen vereinzelte Arbeiter in die Fabrik, aber nur in sehr geringer Zahl, sodaß nur ein sehr kleiner B r u ch t h e i l der zum Arbeiterbunde sich haltenden Arbeiter die Arbeit wieder aufgenommen haben." Die Arbeiter Deutschlands, insbesondere die bo» Berlin, werden nun dringend ersucht, die kämpfenden Werft- arbeiter Flensburgs thatkräftig zu unterstützen. Die klassenbewußten Arbeiter Berlins sind durch die diesjährigen Lohnbewegungen finanziell zwar selber äußerst stark in Anspruch genomnien worden, aber sie werden für ihre Brüder im hohen Norden wohl noch ein Scherflein übrig haben. Die Gelder sind zu senden an O. Wustrack in Flensburg, Norderstr. 40. Die Tabakarbeiter Schwedens stellten an die Fabrikanten die Forderung, einen einheitlichen Lohn von mindestens 8 Kronen pro Mille einzuführen. Die Fabrikanten verlangten hierauf von den Arbeitern den Austritt aus der Gewerkschaft, was dies« natürlich verweigerten. Nun kündigten die Fabrikanten den Tabakarbeitcrn, a» Zahl 1200—1300. Die Kündigungsfrist ist am 15. August abgelaufen, Die schwedischen Tabakarbciter ersuchen nun die deutschen Tabakarbeiter um strenge Vermeidung des Zuzugs. Die Buchbinder Hannovers sind schon wieder mit einer polizeilichen Maßregel beglückt worden. Die dortige Verwaltungsstelle der Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder und verivandter Geschäftszweige(Eingeschriebene Hilfskasse) beabsichtigte am 30. August eine Tanzsestlichkeit abzuhalten. Das ist vom Polizeipräsidenten Grafen von Schwerin mit der Begründung verboten worden, nach§ 13 des Gesetzes über die Eingeschriebenen Hilfskasscn dürsten zu anderen als den im§ 12 bezeichneten Unterstützungen und der Deckung der Verwaltungskosten weder Beiträge von den Mitgliedern erhoben werden, noch Verwendungen aus dem Vermögen der Kasse erfolge». Der Polizeipräsident machte noch darauf aufmerksam, daß Zuwiderhandlung gegen die gesetzlichen Bestimmungen unter Umständen die Schließung der Kasse nach sich ziehen kann. Das sollte vermuthlich heißen, daß, wenn die Tanzlustbarkeit dennoch stattfinde, die so segensreich wirkende Kasse aufgelöst werden würde!— Es ist wohl als selbstverständ- lich anzunehmen, daß die Kosten des Tanzvergnügens nicht aus Mitteln der Kasse, sondern aus dem Privatsäckel der Mitglieder bestritten werde» sollten. Hiernach wäre also die neueste Maß- »ahme der Polizei Hannovers nicht weniger unverständlich, als die gestern von uns gemeldete Auslösung einer Versammlung der Buchbinder. Da Beschwerde erhoben wird, wird man vielleicht einmal hören. wie der Oberpräsident von Hannover, Herr v. B e» n i g s e n. der bekanntlich der Führer der national- liberalen Partei ist, über das Vorgehen des Polizeipräsidenten von Hannover nrtheilt. AuS Karlsruhe. Der neue Buchdruckertarif ist jetzt in fämmtkichen hiesigen Buchdruckereien bewilligt. Die Hofbuchdruckerei von Müller entzog mit der Bewilligung des Tarifs dein Personal eine llieihe von Vergünstigungen, die bis- her in diesem Geschäft üblich waren. Für die Organisation bedeutet dies einen Vortheil, da gerade wegen dieser Bergünsti- gungen der größte Theil des Personals nicht für die Organisation zu gewinnen waren. Der B r a u e r a u s st a n d und Boykott wurden nach nennwöchiger Dauer bedingungslos ausgehoben. Am Buchbinderstreik in Stuttgart sind, wie in der letzten Versammlung mitgetheilt wurde, 328 Arbeiter und 165 Ar- beilerinnen, zusammen 433 Personen beiheiligt. Von de» Männern sind 124 verheiralhet; die Zahl der Kinder, die sie zu ernähren haben, beträgt 252. Der Prinzipalverein hat beschlossen, an den früher von ihm gestellten Bedingungen festzuhalten. Hiernach soll die neunstündige Arbeitszeit bewilligt werden, und zwar nicht vom 1. Oktober ab, sondern schon mit dem 5. September, aber— am 1. November soll sie den Arbeitern wieder genommen werden, wenn bis dahin nicht auch in Berlin, Leipzig und Hannover die gleiche Arbeitszeit eingeführt ist; den Wochenloh» von 17 M. sollen die Arbeiter erhalten, die die Arbeitgeber als„brauchbare" bezeichnen. Der Zuschlag für Ueberzeitarbeit soll jetzt nur den Arbeitern, nicht aber den Arbeiterinne» gewährt iverden. Die Feiertage sollen erst bezahlt werden, wenn daffelbe an den anderen maßgebenden Orten ge- schieht. Diese Bedingungen weichen sehr weit von den Forderungen der Arbeiter ab. Die Streikenden beschlossen, an ihnen festzuhalten, ermächtigten jedoch die Lohnkommission, um bald eine friedliche Beilegung der Differenzen herbeizuführen, mit den Prinzipalen mündlich zu verhandeln, sofern diese einen dahingehenden Wunsch äußer». Die Stimmung der Buchbinder ist sehr zuversichtlich. Da die Buchbinder selbst mit Munition gut versorgt sind, da Serner von anderen Verbänden, wie von den Buchdruckern, große Zeträge zur Unterstützung in Aussicht gestellt sind und selbst vom Auslande Unterstützung einläuft, so brauchen, wie die„Schwöb. Tagwacht" bemerkt, die Kämpfenden in absehbarer Zeit keine Roth zu leiden. In Kladno in Böhmen haben die Arbeiter de- Hammer wertes die Arbeit eingestellt, weil ein Kamerad ohne jeden Anlaß mit 1,50 fl. Strafe belegt worden war. Da in dem Werke drakonische Strafen überhaupt an der Tagesordnung sind, war es das Personal müde, unter solchen Umständen noch länger zu arbeiten. Ter Schiffchensticker- Berein in St. Gallen hat an die Unternehmer der Schiffchenstickerei ein Rundschreiben gerichtet mit dem Ersuchen um Einführung des Zehnstundentages, speziell für die Arbeiter und Arbeiterinnen, die auf den sächsischen Schnellläufermaschine» arbeiten, welche die intensiveste An- spannung aller Kräfte erfordern. Bereits werden in einzelnen Etabliffements nur 10 Stunden, in anderen 10'/», IG/z und II Stunden gearbeitet. Nach der vorjährigen Fabrikstatistik arbeiteten in 30 Schiffchenstickereien 1056 Arbeiter 65, in 4 217 Arbeiter 62»/s Stunden pro Woche. Aus Carlisle in England wird gemeldet, daß der aus führende Rath der Unternehmervereinigung, der die Unternehmer am C l y d e, von B e l f a st und B a r r o w angehören, den Be- schluß faßte, die Mitglieder der Trades-Unions sämmllich vom 12. September auszusperren. Dagegen haben die Maschinenbauer von Belfast beschlossen, selbst wenn sie ausgesperrt werden sollten, ihre streikenden Kameraden in G o v a n zu unterstütze». Soziales. Die Unternehmer der Berliner Herren- und Knaben- Konfektion haben sich, wie bürgerliche Blätter berichten, über de» Schiedsspruch des Einigungsamtes noch nicht geäußert. Eine Umfrage bei den Konfektionären hat ergeben, daß diese die An- gelegenheit als„erledigt" erachten und diesmal dem Gewerbe- gericht bis auf wenige Ausnahmen gar nicht antworten werden. Berufsgenossenschaftliches. In der Berliner Gewerbe Ausstellung fand am Sonnabend unter Vorsitz des Bergraths K r a b l e r die von 75 Delegirten aus allen Theilen Deutsch lands besuchte G e n o s s e n s ch a s t s- V e r f a m m l u n g der Knappschafts-Bernfsge nossenschaft statt. Nach Erledignng allgemeiner geschäftlicherAngelegenheiten wurdezur Ver- theilung der bereits 9Millio»enMark betragenden Jahresumlage auf die einzelne» Betriebe ein neuer voin 1. Januar 1836 ab giltiger Gefahrentarif festgestellt. Die Erhöhung der Bausumme des Krankenhauses„Bergmannsheil" ver Sektion IV(Halle a. S.) ans 1 Million Mark und die Betheiligung an Kranlenhausbauten seitens der Sektion VII(Zwickau i. S.) zum Betrage von 150 000 M. wurden genehmigt. Besteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen. Mit Rücksicht auf die Bestimmungen des am 1. Januar 1337 in krast tretenden Reichsgesetzes vom 6. August d. I. betreffend Ab- änderuug der Gewerbe-Ordnung, hat der Finanzminister durch Runderlaß vom 15. August auf folgende bei der Besteuerung des Gewerbebetriebes in» U in herziehen zu beachtende Gesichtspunkte aufmerksam gemacht: 1. Wer in Deutschland ein stehendes Gewerbe betreibt und außer- halb des Gemeindebezirks seiner gewerbliche» Niederlassung persönlich oder durch in seinem Dienst stehende Reisende Bestellungen auf Waaren suchen oder an andere» Orten als in offenen Verkaufsstellen Waaren aufkaufen will, welche nur behufs der Beförderung nach dem Bestimmungsorte mitgcftthrt werde», bedarf nach den Vor- schriften der Gewerbe- Ordnung eines Wander-Ge werbe- s ch e i n e s, wenn er a) nicht für die Zwecke seines Geiverbe- betriebes Waaren auskauft oder Bestellungen sucht, d) bei andere n Personen als Kausleicken oder solchen, welche die Waaren produziren, Waaren a u f k a u s t. c) bei anderen Personen als Kausleuten und solchen, in deren Geschäftsbetriebe Waaren der angebotenen Art Verwendung finde», oder bei Kausleuten außerhalb ihrer Geschäfts- räume Waarenbestellungen ohne vorgängige ausdrückliche Aufforderung suchen will. Diese Bestimmung findet jedoch auf Druckschriften, andere Schriften und Bildwerke und, soweit der Bundesrath noch für andere Waaren oder Gegenden oder Truppen von Gewerbe- treibenden Ausnahmen zulaßt, keine Anwendung. 2. Für die Steuer vom Gewerbebetriebe im Umherziehe» sind die unter u, b, c vorstehend angeführten Beschränkungen nicht maßgebend. Solange dasGesetzvom3.JuliI876nicht etwaabgeändert wird, muß es in betreff der Besteuerung dabei bewenden. daß das Aufsuchen von Waarenbestellungen und das Auskaufe» von Waaren, wenn die sonstigen Voraussetzungen zutreffen, auch in den vorstehend nnter a bis c bezeichneten Fällen nicht der Steuer vom Gewerbebetriebe im Umherziehen unterliegt, sondern dem stehenden Gewerbe zugerechnet wird(K 2 Nr. 1 und§ 4 des Gesetzes vom 3. Juli 1376). Der achtstündige Arbeitstag hat sich im britischen Postdepartement bewährt. In dem soeben erschienenen Bericht des Generalpostmeisters heißt es:„Der sogenannte acht- stündige Arbeitstag oder genauer die Abkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden die Woche wurde am 1. März 1835 Versuchs- weise in den beiden Telegraphenfabriken in Mount Pleasant und Holloway eingeführt. Die Einführung hat, wie ich mich freue berichte» zu könne», befriedigende Resultate ergeben. Außer in den Fällen, wo die Schnelligkeit der Arbeit von der Schnelligkeit der Maschinen abhängt oder sonstige hinderliche Umstände vorhanden waren. haben die Arbeiter ebensoviel Arbeit in ackt Stunden geliefert w i e f r ü h e r i n neun... Die Leiter der Fabriken berichten, daß die Arbeiter entschieden viel Vortheil von der kürzeren Arbeitszeit gehabt habe». Das sei an ihrem Aussehen und ihrem Benehmen zu be- merken." Bekanntlich besteht der achtstündige Arbeitstag auch in vielen anderen Zweigen der englischen Staatsbetriebe, so nament- lich in den großen Werkstätten für Heer und Marine. Auch hier find die Erfahrungen säst durchweg zufriedenstellend gewesen. Auguste Zadow, die erste Fabrikinspektorin in S ü d- itl u st r a l i e n, ist kürzlich in G o o d w o o d gestorben. Sie war eine der besten Vorkämpferinnen des Proletariats. Ge- boren in Deutschland in Runkel an der Lahn, kam sie als Kind nach Wiesbaden, wo sie theils in öffentlichen, theils in Irivatschulen Unterricht erhielt. Nachdem sie dann noch eine höhere Töchterschule besucht hatte, zog sie hinaus in die Welt. Sie bereiste Deutschland, Frankreich, Rußland, das südwestliche Sibirien und ging 1363 nach England. Dort verheirathete sie ich mit dem Schneider H. Zadow und ging mit ihm 1877 nach Süd-Australien. Hier verkehrte sie mit Arbeiterfrauen; sie erkannte bald, daß die Arbeiterinnen nur dann ihre Interesse vertreten können, wen» sie organiflrt sind. Sie gründete eine Gewerk- 'chaft der Arbeiterfrauen und wirkte iinermüdlich für diese Organisation. Ihre Thätigkeit war von solchem Erfolg gekrönt, daß diese Gewerkschaft bald die stärkste Organisation des Landes wurde. Nach Annahme des Fabrikgesetzes wurde Auguste Zadow zur Fabrikinspektorin ernannt. Mit großer Energie trat sie für die Rechte der Arbeiterinnen ein, bis der Tod ihrem erfolgreichen Wirken ein Ziel setzte. Nicht nur die Proletarier betrauern den Verlust ihrer Vorkämpferin, sondern auch die Beamten haben in ~rau Zadow einen der besten und fähigsten Kollegen verloren. ler Ministerpräsident und zahlreiche Mitglieder des Mini- steriums folgten dem Sarge der Verstorbenen. Der„Weekly Gerald" von Adelaide schreibt;„Frau Zadow's Tod ist ein nationaler Verlust, aber ihr vornehmes, menschenfreundliches Werk wird fortbestehen. Die Annen und Elenden, denen sie -derzeit mit Rath und That zur Seit- stand, für deren Interesse ie unentwegt wirkte, werden der hochbegabten edlen Frau»in dauerndes Andenken bewahren." Goviifzks-Beifung* Die Geschäftsführung des frühere» Kriminal-Schutz« manns Windest, welcher nach seinem Ausscheiden aus den» Dienste ein Privat-Detektiv-Jnstitut gegründet hat, wurde gestern vor der 140. Abtheilung des Schöffengerichts in eingehender Weise erörtert. Er war des wiederholten Betrugs beschuldigt. Fräulein K., eine reichlich groß- jährige Dame, hatte sich in einen Herrn verliebt, den sie in einem Wein- Restaurant gesehen hatte. Um den- selben ausfindig zu mache» und über dessen Verhältnisse etwas zu erfahren, wandte sie sich an den Angeklagten und versprach ihm im Falle des Gelingens 100 M. Der Angeklagte nahm den Auftrag an. Er erhielt einen Vorschuß, um damit die Kosten zu bestreiten, welche ihm durch den Besuch der Weinstube», in denen er den Gesuchten vermuthen konnte, er- wachsen mußten. Nach einiger Zeit erblickte Windest auch einen Herrn auf der Straße, dessen Aeußeres auf die ihm gewordene Beschreibung paßte. Dieser Herr, ein hiesiger Redakteur, wurde nun von dem Angeklagten beobachtet. Es stellte sich allerdings später heraus, daß der Angeklagte einen Unrechten ermittelt hatte, denn als er es eines Tages so einzurichten wußte, daß seine Auftraggeberin den ahnungslosen Redakteur zu Gesicht bekam, rief sie sofort aus:„Das ist er ja gar nicht!" Der Aerger über diese Enttäuschung mag wohl dazu beigetragen haben, daß Frl. K. den Angeklagten wegen Betrugs anzeigte, indem sie die falsche Vorspiegelung darin erblickte, daß der Angeklagte ihr verschiedene Beträge durch unwahre Angaben abgelockt hatte. Einmal hatte er zur Ermittelung des Gesuchten nach Frankfurt a. O. reisen, ein anderes Mal ein Dienstmädchen bestechen müssen. Der Auge- klagte gab zu, zu diesen unwahren Behauptungen gegriffen zu haben, aber er habe es thun müsse», um seine Auslraggeberin von der richtigen Fährte abzulenken, da sie durch eigen- mächtiges Eingreifen mehrfach seine Pläne zerstört habe.— Wie der Angeklagte„in eigener Sache" verfuhr, lehrte folgender Fall: Er kam zum Heirathsvernnttler H., dem er sich, wie dieser behauptete, als Kriminalkommissar a. D. vorstellte, der gern eine Frau mit etwas Geld haben wolle. H- machte ihn mit einer Dame bekannt; welche der An- geklagte wahrheitsgemäß davon unterrichtete, daß er zivar zur Zeit verheiralhet sei, aber mit seiner Ehefrau in Scheidung liege. Aus der Scheidung ist nichts geworden und der Angeklagte hat die oberflächliche Bekanntschaft mit der in Aussicht genommenen zweite» Fran, wie diese selbst im Termin bestäligte. nach keiner Richtung hin ausgenutzt. Der Heirathsvermitiler wollte aber durch die falsche Vorspiegelung des Angeklagte», daß er Kriminalkommissarius a. D. sei, daß er von einem Grafen in Potsdam für einen erledigten Austrag 500 M. zu fordern habe u. s. w. zur wiederholten Hergabe von Darlehen bewogen worden sein. Trotz der Unschuldbetheuerungen des Angeklagten hielt der Gerichtshof vier Fälle des Betruges für erwiesen, erkannte aber mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit der erbeuteten Be- trüge nur auf eine Gesannntstrafe von einem Monat G e« fä n g n i ß, während der Staatsanwalt fünf Monate be- antragt hatte. Eine eigenthümliche Uhren- Fuudaeschichte beschäftigte heute die erste Ferienstraskanlmer am Landgericht II.-Ilm 7. Juli fand ein kleines Mädchen in Tempelhof»ine Uhr, die sie pflichtschuldigst dem Gendarmen Mielandt übergab. Bald darauf erschien eine junge Frauensperson bei dem Gendarmen und reklamirte die Uhr als ihr Eigenthum. Der Gendarm, ein junger„Probist", ließ sich durch das sichere Austreten des Fräulein? verblüffen und gab die Uhr heraus, ohne sich Legitimation und Er- kennungszeichen geben zu lassen. Bald daraus kam die wirkliche Ver- liereri» und nun stellte sich heraus, daß eine Schwindlerin die Uhr abgeholt hatte. Gendarm Mielandt theilte das den älteren Gendarmen mit und diese schloffen aus der Beschreibung, daß sich die unverehelicht« Ida T. die Uhr abgeholt habe. Mangels jedes weiteren Anhalts ließ sich aber in der Sache nichts thun. Da ereignete sich das Merkwürdige, daß Genbarm Mielandt eines Tages einen unfrankirten Brief erhielt, welcher die Uhr und ein Zettel enthielt, mit den Worten:„Herr Wachtmeister! Ich war in großer Roth, nehme» Sie nnr's nicht übel, ich schicke die Uhr zurück!" Eine Unterschrift fehlte. Nun wurde die in Verdacht genommene G. znni Amts- bureau sistirt und mußte den Text des Zettels nachschreibe». Sie machte dabei den Eindruck, daß sie ihre Handschrist verstelle. Der Zettel war nur mit kleinen Buchstaben geschrieben, sie schrieb mit große». Es wurde gegen die G. Anklage wegen Betruges erhoben und die Schriftprobe wurde mit dem Original de? Zettels dem Schreibsachverständigen, Ersten Gerichtsschreiber D r o g o l i n, zur Begutachtung übergeben. Dieser ließ die Schrift- zöge in vergrößertem Maßstab« pholographiren und fand nun in der Vergrößerung charakteristische Uebereinstimmungen der Schrift, und namentlich auch solche, wie dieselben häusig bei Prostiluirlen oder durch sittliche Ausschweifungen in einen krankhasten Zustand geralhene» Personen beobachtet werde». Nun wollte der eine Gendarm wissen, daß sich die Angeklagte einem unsittlichen Lebenswandel zugeneigt habe, doch vermochte er keinen Beweis dafür zu erbringen. Das Schöffengericht sprach die Angeklagte rei, weil die Beweise für eine Verurtheilung nicht aus- reichten. Die Staatsanwaltschaft legte aber Berusung ein. Vor der Strasknmmer führte Rechtsanwalt Wreschner zum Schutze seiner Klienten noch einen Alibibeweis, der zwar nicht durchschlagend war, doch viel Wahrscheinlichkeit für sich hatte. Im übrigen ergab die erneute Beweisführung das Bild der Vorinstauz. Der Schreibsachverständige blieb dabei und suchte dies durch eingehende Erörterungen zu deweisen, daß die Schriftprobe der Angeklagten init dem anonyme» Zettel nbereinstinime, indessen war aber die Strafkammer der Ansicht, daß das Verdachtsmaterial zur Verurtheilung nicht ausreiche. Die Berufung der Staatsanwaltschasl wurde daher verworfen und die Angeklagte wieder freigesprochen. Im Frankfurter Schaffner- Prozeß wurde vom Reichs- ,ericht aus die vom Skaatsanwalt eingelegte Revision das Irtheil in den Einzelfällen gegen die Schaffner Müller, Schleuning und Burkhardt aufgehoben. Heim- l i ch und Wolf wurden, auch soweit Bestechung an- genommen war, freigesprochen. Die hiesige Strasknmmer hatte am 16. Mai von 15 Angeklagten nur 5, darunter Müller zu 14, Burkhardt zu 6 und Heimlich zu 10 Monaten Gesängniß verurtheilt. Wolf und Schleuning waren freigesprochen worden. Depesthen und lekzko Machvichten. Kattowitz, 29. August.(W. T. B.) Wie die„Knttowitzer Zeitung" aus Zabrze meldet, ist auf der Königin Luisengrnbe heute Vormittag ein Brand ausgebrochen, bei welchem«in Zimmermann und zwei Maurer den Erstickungstod fanden. Fiume, 29. August.(B. H.) Infolge eines Wolkenbruchs ist der E i s e n b a h n t u n n« l zwischen den Stationen Loeve und Fuzine eingestürzt. London, 29. August.(W. T. B.) Dem„Reuterschen Bureau" wird aus Konstantinopel vom gestrige» Tage gemeldet: Von den 25 Aufständischen, welche die Bank angriffen, wurden fünf in der Bank gelövtet, fünf verwundet; dieselben entstammten alle aus dem Auslande. Die Aufständischen ließen 17 Kilo Dynamit, 87 Bomben und zahlreiche Patrone», welche in einer Geldsäcken gleichenden Emballage eingeführt worden waren, zurück. Die Ueberlebenden haben sich gestern nach Marseille eingeschifft; dieselben wurden, nachdem sie entwaffnet waren, in Gegenwart des brilischeu, französischen und russische» Dragomans an Bord gebracht. Rio de Janeiro, 29. August.(W. T. B.) Hier herrscht große Erregung gegen die Italiener; die Regierung hat strenge Maßregeln ergriffen, um Ruhestörungen zu verhindere_ Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Jnseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und«erlag von Max Babing in Berlin. Hierzu S Beilagen. t Beilage zum„Vomiirts" Verliuer VolMatt. Ur. S03. Sonntag, de» 30. Angnlt 1896. dev Devufsziihlung vom 14. Juli 1895 im Deutschen Reich. I. Die Bevölkerung nach Berussabthellungen. Berufsabtheilungen A,. Landivirthschaft. Gärtnerei und Thierzucht. Forstwirthschast und Fischerei L. Bergbau und Hüttenwesen, Industrie und Bauwesen V. Handel und Verkehr D. Häusliche Dienste(einschl. persönliche Bedienung. auch Lohnarbeit wechselnder Art) E. Militär-, Hof-, bürgerlicher und kirchlicher Dienst, auch sogenannte frei« Bernfsarten Zusammen A bis E Dazu P. Ohne Beruf und Berufsangabe Ueberhaupt A bis F(Gesammtbevölkerung) ') Selbständige k. ohne Beruf. 2. Di« Bevölkerung der i 2) Erwerbsthätige, auch Selbständige ec. ohne Beruf. Zerufsabtheilungen A bis C nach der B e r u s s st e l l u n g. Berufsabtheilungen und Berufsstellunge u. A. Laudwirthschaft, Gärtnerei und Thierzucht, Forstwirthschast und Fischerei. Selbständige, einschließlich der selbständigen Hausindustriellen Betriebs- und Geschäfts- leiter. höhere Forstbean.te....................... Wirlhschaftsbeamte. Inspektoren:c., Gutsaufseher, Rechnungsführer, Revierförster.... Landwirthschaftliche Knechte, Mägde, landwirthschaftliche Tagelöhner und sonstige Arbeiter, einschließlich der hausindustriellen Gehilfen'), auch in der Wirthschast thätige Familien- angehörige............................ B. Bergbau und Hüttenwesen, Industrie und Bauwesen. Selbständige, Geschäftsleiter....... f Äll.bi0ec HauSindustri-lle....................... Rechn nngsperso jtr'e6gbeomte' Anfsichtspersonal, kanfmännisch gebildetes Bureau- und andere Hilfspersonen, Maschinisten, Heizer, Kutscher ze., auch im Betriebe Famstienangehörig«...................... C Handel und Verkehr��:C' � Betriebe thätige Familienangehörige bei Hausindustriellen. Selbständige. Geschäftsleiter....................... Saufinnnmfch gebildetes Bureau- und Rechnungspersonal........!.... Hanolinigsgehilfen, ttommis, Verkäufer, Kellner, andere Hilfspersonen, Packer, Hausdiener, Kutscher rc., auch im Betriebe thätige Familienangehörige........... _') In der Handelsgärtnerei vorkommend bei der Kranzbinderei. Erwerbsthätige, nebst ihren Angehörigen und Dienstboten. An die Parteigenosse» dev ersten �Wahlkreises k Dienstag, den 1. September, abends 8'/- Uhr, stndet eine Versammlung in den Arminhallen statt, in welcher Genoste T i m m über:„P. K a m p f f ni e i e r' s G e s ch i ch t e d e r modernen Gesellschaftsklassen in Deutsch« land" sprechen wird. Auch werden in dieser Versammlung die Delegirten zur Brandenburger Konferenz gewählt werden.(Siehe heutiges Inserat.) Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ersucht um zahlreichen Besuch Der Vertrauensmann. De» Parteigenossen des vierten Berliner Reichstags« Wahlkreises„Südost" zur Nachricht, daß heutigen Sonntag, den 30. August im Konzerthause Sanssouci die diesjährige Lassalle-Feier stattfindet. Wir ersuchen die Parteigenossen um lebhafte Betheiligung an diesem schönen und erhebende» ?este. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen zu aben; auch machen wir auf die heutige Annonce aufmerksam. Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenossen bringen wir folgende Parleispeditionen bei der Lieferung des„Vorwärts, „Wahrer Jakob",„Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur in Erinnerung: Moabit: Karl Anders, Puttlitzstraße 9 (vom 1. September ab Salzwedelerstraße 7). W e d d i n g und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenbnrg, Wiesen- straße 14. Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grün« thalerstr. 64. Rosenthaler Vorstadt: Gustav Rosen- thal, Granseerstraße 6. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien-Allee 95/96. Genossen! Die Streikbewegungen des lausenden Jahres be- weisen, daß die Arbeiterbewegung durch die gegnerische Presse, gleichviel ob die letztere einer polirischen Richtung angehört, oder ob dieselbe sich mit dem nichtssagenden Namen parteilos be- zeichnet, systematisch unterdrückt wird. Dieser Grund reicht hin, um uns endlich von der heuchlerisch kapitalistischen Presse zeder Art frei zu machen. Jeder einzelne muß deshalb bei der Agitation für unsere Parteiprefse energisch thätig sein. Tie Parteispedition für Moabit befindet sich ab 1. Sep- tember S a l z w e d l e r st r. 7 parterre im Laden. Bestellungen auf den„Vorwärts".„Wahren Jakob", sowie auf sämmtliche Parleiliteratur werden bort entgegen genommen. 5k. Anders. Arbcitcr-Bildttugsschulc. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß in nächster Woche der Geschichtsunterricht in der Arbeiter-Bildungsschule für beide Schulen zusammen am D i e n st a g in der Südost-Schule stattfindet. Wie die Polizei die gnte» Sitten hütet, dasür möge folgendes Beispiel als Jllustralion dienen: Kürzlich veranstalteten die Genossen in Pankow- Nst eder-Schön Hausen eine Lassalleseier. Da sich die Theilnehmer des eingetretenen Regen- wetters wegen nicht im Freien aufhalten kounten, so war es nicht zu verhindern, daß auch ein Theil der Kinder, die ja bei Arbeiterfesten immer zahlreich anwesend sind, im Tanzsaal Unterkunft suchten. Ein solches Beginnen ver- stößt aber nach Ansicht der Polizei gegen die gute Sitte. Der Wirth des„Waldschlößchen" in Pankow wurde mit einem Strafbefehl in Höhe von 5 M. bedacht,„weil er Kinder in seinem Lokal geduldet hatte", wie es in der betreffenden Ver- sügung heißt. Nun ein Gegenstück zu diesem Verstoß gegen die gute Sitte. Etwa acht Tage vor dem soeben erzählten Vorfall wurde die Aufmerksamkeit der Bewohner von Nieder- Schönhausen durch ein sogen. Erntefest in Anspruch genommen, welches ein dortiger Grundbesitzer, der Rentier Scharfenberg, in Szene gehen ließ. Am Lokal von L i e d e m i t sammelten sich die Festtheilnehmer. darunter auch ein Kriegerverein und eine Anzahl„Ehrenjungfranen". Geführt von einem kostttmirten Reiter begab sich der Festzug unter den Klängen eines Militärmarsches nach der'Waldowstraße. An einer morastigen P f ü tz e an- gekommen, mußten sich die im Zuge befindlichen Knaben, darunter schon manche halbwüchsige Jungen, aus K o in ni a n d o ihres Führers e n t- kleiden und, mit einer Badehose angethan, in die besagte Pfütze springen, aus der sie zum Gaudium der„Ehrenjungfrauen" und der sonstigen Festtheilnehmer, über und über mir schwarzem Schlamm bedeckt, wieder emportauchten. Die so verwandelten Jungens bekamen nun einen Papphelm als Kopfbedeckung und mußten sich als Kameruner Krieger nach dem Festplatz begeben, wo Von Ikev Vevlinvv Klusptellung. Tie Möbelindustrie. Berlin gilt seit Jahrzehnten als ein bedeutender Platz der Möbelindustrie, und ihre besonders für den Massenbedarf her- gerichteten Fabrikate fehlen heute selten in einem größeren Möbelmagazin der Provinz. Diese überlegene Konkurrenz der Berliner Möbeltischlerei ist jedoch nicht nur der Großfabrikation zuzuschreiben, sondern mehr noch den ganz eigenartigen Verhält- Nissen in Berlin. Die Anfertigung von Spezialarlikeln, die größere Leistungsfähigkeit der in solchen Betrieben thätigen Arbeiter, die verhältnißmäßig günstige Ausnutzung maschineller Hilfsmittel auch in kleineren Betrieben hat den Handwerksmeistern in der Provinz die Konkurrenz bis zur Vernichtung geboten. Damit soll nicht gesagt sein, daß wir die Lage der kleinen Tischler- meifter in Berlin als«ine äußerst gesicherte betrachten; im Gegentheil bietet nach der Richtung hin die Ausstellung recht mleressante Studien. �* i b« Es hat uns überrascht, daß ein großer Theil der Aussteller überhaupt nicht zu den Fabrikanten zählt, fondern daß die Be- sitzer großer Möbelmagazine unter den Ausstellern dominiren. Allerdings bezeichnen sich alle ohne Ausnahme als Fabrikanten, und nur der Fachmann weiß, daß ihre Werkstatt, in der 3-4 Tischler beschäftigt sind, als Parade für den Käufer dienen muß; den Hauptbedarf decken zahlreiche Tischlermeister, die oft kontraktlich verpflichtet sind, nur diesem bestimmten Abnehmer ihre Arbeit zu liefern. Man sieht, es bildet sich auch in diesem Beruf langsam eine Art Zwischenmeistersystem aus, und die unabhängige Stellung des Kleinmeisters ver- schwindet immer mehr. Da. wo wir selbständigen Arbeite» begegnen, zeigt sich wiederum, daß von dem so viel erhofften Hinübergleiten in das Kunstgewerbe bei den kleineren Firmen wenig zu spüren ist, daß aber dagegen die großen Betriebe fast ausnahmslos die erste Stellung einnehmen. Nur durch Ver- Mittelung der großen Magazine mag manche Arbeit, die wir als hervorragende bezeichnen müssen, auch dem Kleingewerbe ihre Entstehung verdanken. Kunstgewerblich zeigt die Ausstellung entschieden einen regen Fortschritt in der Tischlerei. Wir lassen dabei natürlich die- jenigen Ausstellungsobjekte außer betracht, die ihr Dasein nur den geschäftlichen Rücksichten verdanken. In der Architektur ist die früher fast ausschließlich herrschende Renaissance etwas zurückgedrängt und wir bemerken eine zahlreiche Anwendung der englischen Stilart; daneben treten Golhik und Rokoko hervor. Vielfach macht sich auch die Tendenz bemerkbar, verschiedene Hölzer in ihren Farbentönen wirken zu lassen; da. wo eine ge- schickte Zusammenstellung gelang, hat man gute Erfolge erzielt An den bunten Lackirereien konnten wir keinen Geschmack finden. nicht übel nahm sich aber der einen Schein ins Grün gehaltene matte Lackanstrich aus. Die Arbeiten im einzelnen zu besprechen, würde zu weit führen, wir beschränken uns deshalb aus diejenigen, die besondere Beachtung verdienen. Zu den viel angestaunten Gegenständen dieser Abtheilung gehören entschieden dievon der Firma Groschkns ausgestellten. Die Firma gefällt sich darin, die Aufmerksamkeit durch«inen überreichen Aufwand zu feffeln. Das in Palisanderholz im Renaissancestil ausgeführte Speisezimmer macht den Eindruck eines zu übermäßigen Luxus; es erscheint uns zu prunkend und überladen. Dagegen nuissen wir den Arbeiten uneingeschränktes Lob spende», sie bilden sehr hervorragende Leistungen sowohl der Holzschneidekunst wie der Tischlerei. Erwähnen wollen wir nur, daß allein das Büffet mit 15 660 M. im Preise steht. Die nebenan stehende Schlafzimmer- Einrichtung ist die einzige Arbeit in Olivenholz in der Aus- stellung. Mit seinem fchönen gelblichen Grundton, der von fast regelmäßigen dunkle» Adern durchzogen wird, sowie in Ver- bindung mit einer sehr vortheilhaften Einlage in Thujaholz er- zielt dieses Holz eine recht reizvolle Farbenstimmung. Den Leser wird es interessiren, wenn wir ihn darauf aufmerksam machen, daß diese Hölzer meist nur in Stämme» von höchstens 26 Zentimetern Durchmesservorkomnien.mithinzuden kostspieligsten gehören. Derim Stil Ludwig XV. gehaltene Salon mit seinen reich vergoldeten Möbeln, steht im luxuriösen Aufwand dem Speisezimmer nicht nach. Das Rauchzimmer zeigt im Gegensatz zu den vorher er- wähnten eine einfache aber geschmackvolle Arbeit in Früh- Renaissance. In demselben Saal finden wir sogleich noch einige andere erwähnenswerthe Arbeiten. Von der Firma G e r s o n ist ein im Barockstil recht harmonisch abgestimmter Salon aus- gestellt. Wie bekannt, haben wir es hier mit einem großen Waarenhaus zu thun. P r ä ch t e l führt uns ein Herrenzimmer in Spätrenaissance in solider Ausführung vor. Die Salonmöbel. Täfelungen und die Ballustrade sind in Altmahagoni polirt, eine Bearbeitung, die jetzt viel beliebt wird und eine recht gute Wir- kung hervorruft. Das Reichstintenfaß, das sich unter einem Glasbehälter uns repräsentirt, ist eine mühevolle feine Holz- schnitzerei von Max Schulz. Spinn u. Menke sind mit zwei Zimmereinrichtungen vertreten, von denen besonders die im gothischen Stil, alteichen gebeizt, in der Zeichnung Geschick und Kunflverständniß verräth. Eine gute Arbeit zeigt uns Paul Lehmann in einer weiß lackirten Schlafzimmer- einrichlung im englischen Stil. In der gleichen Stilart sehr elegant ausgeführt ist von Reinhardt ein grün lackirtes Boudoir ausgestellt. Nebenbei sei auch ein Schlafzimmer von der Firma Ball erwähnt, daß in der Form jeden Geschmack vermissen läßt und als eine gänzliche ver fehlte Arbeit im Rokkokostil gellen darf. Bei der Genossenschaft des deutschen Tischler-Junungs-Verbandes wollen wir auf ein Zimmer im altgothischen Stil aufmerksam machen. Die Wand« und Deckentäfelungeu und das einfallende Dämmerlicht versetzen den Besucher in den Wirkungskreis eines mittelalterlichen Schloß- oder Burgherrn. Die Architektur nähert sich sehr der Kirchen- goihik, ist aber sonst flott durchgeführt. Wenden wir uns der gegenüberliegenden Seite von der Kuppelhalle zu, so haben wir zunächst die Arbeit einer der größeren Tischlereien, der Firma P f a f s, die wohl ein halbes Dutzend Zimmereinrichtungen zur Schau stellt. Zu erwähnen ist nur ein Salon im lliokkokostil und ein Herrenzimmer in massiv Eichenholz. Dagegen zeigen die Salonmöbel, Paneele und Decken im Kaiserschiff eine größere Leistungsfähigkeit der Firma. Die Tischlerei von Pohl bietet uns in ihrem Damenzimmer aus Korallenholz eine Arbeit, die in Zeichnung und Ausführung zu dem besten gehört, was die Ausstellung aufweisen kann. Die fein ziselirten und vergoldeten Bronzebeschläge geben den Möbeln in dem zierlichen Empirestiel und der schönen Farbe des Holzes ein in jeder Beziehung reizvolles Ansehen. Auch die beiden anderen Zimmer sind nicht minder mit großer Sorgfalt ge« arbeitet und gut gelungen. F l a t o w u. Riemer haben in ihrem Damensalon eine fein harmonisch wirkende Arbeit ausgestellt. Warum man in der Ecke eine Schnitzerei von S ü ß k i n d, darstellend die Bayern in Paris, in die Möbelausstellung brachte, ist uns nicht klar; in der Gruppe für Spielwaaren hätte man gewiß weniger Anstoß daran genommen. Besserwäre es allerdings, der Verferttger hätte die Zigarrenbrettchen zu Feuerholz bearbeitet; nach der Richtung nmcht ich sein Talent eher bemerkbar. Ein Erker von H. W. Krause und von Albrecht u. Noll ein Schloßzimmer in tyroler Renaissance mögen gleichfalls als bessere Leistung Erwähnung finden. Von H. S ch i m m i n g bilden die beiden Zimmer, das eine in Spätrenaissance, das andere im gothischen Stil, alleichen gehalten, eine in der Form geschickt durchgeführte Arbeit. In einer etwas abgesonderten Abtheilung hat die Bau- tischleret ein Unterkonimen gefunden. Wir wollen hier die Firma Lange wegen ihrer recht sauberen Arbeiten hervorheben. Die hübsche Zusammenstellung fem ausgewählter fremder Hölzer, di« uns die Firma N a d g e vorführt, dürfte selbst bei dem Laien Interesse errege». Den Abschluß in diesem Theil bilden die Böttcher und Korbmacher. Letztere sind mit einer recht mannig« faltigen Kollektion bequemer Eitzmöbel vertreten. X rie fich gegenseitig, nachdem die Badehosen abgelegt worden waren, 1200 Proben von Nahrungs- und Genußmitteln amtlich untersucht| Schlesien bringen sollte. Schon bald nach der Abfahrt des Zuges fin vollständig paradiesischem Kostüm unter und 27 davon beanstandet, worunter 2 von Milch, 8 von Butter, wurde sie von einem Herzschlage getroffen; als der Zug um dem auf offener Straße befindlichen Brunnen 4 von Kaffeefurrogaten, je 2 von Pfeffergurten und denaturirtem 10 Uhr 54 Min. in die Halle des Schlesischen Bahnhofes einlief, reinigten und sich wenigstens äußerlich in zivilifirte Europäer Branntwein, je 3 von Selterswasser und Medizinal- Ungarwein, war sie bereits eine Leiche. zurückverwandelten. Die Vorliebe für geistige Getränke, die ja je 1 von Zitronenöl, Mehl und Thee. Zur Frage der Butter( UT) = An der Obers der Wahre Jakob" und der„ Neue Welt- Kalender", sowie sämmtAchtung, Schöneberg! Der„ Vorwärts", das„ Boltsblatt", liche Parteiliteratur wird pünktlich von der seit dem 1. Juni in Schöneberg eingerichteten Parteifpedition besorgt. Wer sein Blatt noch nicht von dieser Stelle bezieht, wolle sich bis zum 1. September in einer der in folgenden Lokalen ausliegenden in Listen einzeichnen: Spediteur Bäumler, Belzigerstr. 59, Stfl. parterre; Restaurateur Obst, Grunewaldstr. 110; Schilling, Golgstr. 43; Klein, Merseburgerstr. 7; Pinzer, Nollendorff straße 16; beinrich Hoffmann, Sedanstr. 10. Auch nimmt der Parteispediteur sämmtliche Inferate für den Vorwärts" und das Teltower Volksblatt" entgegen. auf die Lassallefeier aufmertfam gemacht, welche heute in Die Parteigenoffen von Rigdorf werden hiermit nochmals den Victoriasälen stattfindet. Im Interesse der Sache wird um rege Betheiligung gebeten. Polizeibericht vom 28. Auguft. Nachmittags wurde der durch die europäischen Kulturträger den afrikanischen Lands- verfälschung ist hervorzuheben, daß zur Zeit namentlich aus 52 jährige Dienstmann Reinhard Jordan an der Ecke der Straße leuten beigebracht ist, schien ihnen von ihrem furzen Negerdafein Desterreich eine als Schmelzmargarine bezeichnete Waare in den Alt- Moabit und der Lüneburgerstraße durch einen Rollwagen verblieben zu sein, denn am Abend konnte man so manchen von ihnen Handel kommt, welches nichts anderes, als gelblich gefärbtes überfahren und am Arme sowie innerlich so schwer verletzt, daß nach Hause wanken sehen, der den gespendeten Getränken Oleomargarin ist, ohne mit Rahm oder Milch verarbeitet 3 er nach der Charitee gebracht werden mußte. allzu reichlich zugesprochen hatte. Obgleich viele der unbethei- sein, was bei der Margarine erforderlich ist. Diese Waare ist baum- Brücke sprang abends der 67 Jahre alte Schantwirth ligten Zuschauer an diefem festlichen Treiben Anstoß genommen nicht direkt als Eßfett verwendbar, sondern kann nur als Backfett Gustav Th. in der Absicht sich zu ertränken, in die Spree, wurde haben, ist nicht bekannt geworden, daß den Veranstaltern dieses und als Verfälschungsmittel für Butter tauglich sein. jedoch durch einen Vorübergebenden mit einem Rettungskahn Standals ein Straibefehl zugegangen ist. Sollte die zuständige Der antisemitische Abgeordnete Jekrant wird sich auf noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenfährdet sieht, daß sie sich gelegentlich in demselben Blaume auf der Berliner Sophiengemeinde um die demnächst zu befeßende Wilsnackerstraße versuchte der 55 jährige Müller Georg R. fich Behörde die die Sittlichkeit von Arbeiterkindern dadurch ge- Aufforderung von Mitgliedern der firchlichen Gemeindevertretung hause am Friedrichshain gebracht. In seiner Wohnung in der halten, wo ihre Angehörigen das Tangb ein schwingen, von diesem britte Pfarrstelle dieser Gemeinde bewerben. Die bekannte an der Thürklinke zu erhängen. Er wurde indeffen noch recht. groben Unfug teine Kenntniß haben? Rampfesweise für Ordnung, Religion und Sitte, die gerade zeitig aus seiner Lage befreit und nach kurzer Zeit ins Leben Berliner Sicherheitszustände. Ein Berichterstatter meldet: diesem Christen eigen, ist unter Brüdern auch schon eine erste zurückgerufen. Der Mob trieb am Freitag Abend fein Unwefen in der Köpe Stelle werth. nickers, Staliger- und Oppelnerstraße. In der erstgenannten Straße war ein Kind anscheinend von Magenkrämpfen befallen Gast, ein mehrjähriger, fräftiger und in manchen Stücken recht Der neue Gorilla des Berliner Aquarium. Der neue Gris Aus den Nachbarorten. worden. Wie es überall in solchen Fällen üblich ist, rottete sich an einen kleinen Negerbuben erinnernder Bursche, scheint, wie die Die Parteigenossen in Pankow werden ersucht, sich heute alsbald eine beträchtliche Zahl Neugieriger zusammen. Schließ flaren Augen, die rege Eßluft und Verdauung und das sonstige Nachmittag beim Wirth Settekorn in Nieber- Schön. lich nahm eine Frau das arme Wesen auf die Arme, um es Gebahren betunden, völlig gesund und nur durch die lange See- bau sen recht zahlreich einzufinden, um diesen, der unserer zunächst zur Polizeiwache zu bringen. Hinter der Hilfsbereiten reise von seiner westafrikanischen Heimath bis Hamburg noch Partei sein Lokal nicht vorenthält, nach Möglichkeit durch zutrotteten mehr als Hundert Ritter von der Ballonmüße nebst etwas angegriffen zu sein. Doch ist von einem theilnahm spruch zu unterstützen. weiblichem Anhang, augenscheinlich den traurigen Vorfall be losen Sinbrüten bei ihm keine Rede, vielmehr beachtet und Den Parteigenoffen der Ortschaften Stralan- Nummels nügend, um allerlei Unfug auszuüben. In der Gegend des beobachtet er seine Umgebung, und die sich daselbst burg, Friedrichsberg und Friedrichsfelde zur Nachricht, daß Schlesischen Thors wollte ein Herr, wie es schien ein Arzt abspielenden Vorgänge fehr aufmerksam und jeder ihm neuen heute, Sonntag, den 30. August, in der Brauerei Stralau dem röchelnden Kinde seine Hilfe leisten. Als Dank für feine Bemühungen erhielt er alsbald einige hinterrücke" Erscheinung folgen die großen, dunkelbraunen, ausdrucksvollen die diesjährige Lassalle Feier stattfindet. Wir ersuchen die Ing bänglich in sie recht abzeich gegebene Schläge auf den Hut und war genöthigt, einen vorbei- Augen. Wenn er anfänglich nach der Hand, die ihn oder den Parteigen offen, sich an diesem schönen Feste recht zahlreich fahrenden Pferdebahnwagen zu benutzen, um weiteren Insulten zu wollte, schlug, so hat er jenes wohlwollende Entgegenkommen des lungen zu haben. von ihm stets zärtlich umschlungenen Schimpanse streicheln zu betheiligen. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handentgehen. Erst vor dem Revierbureau zerstreute sich das feige Ge Pflegers alsbald verstanden. Seine tägliche Kost setzt sich zufindel. Das erkrankte Kind soll dem Vernehmen nach zur sammen aus Obst, Bananen, aus leicht angequelltem Reis, Kates nächstgelegenen Unfallstation gebracht worden fein. Diese und Weißbrot. Obgleich der nächste Verwandte des mit ihm Schilderung erscheint für Berlin geradezu unglaublich. Warum angekommenen Schimpanse und diesem in Farbe und Art die Möglichkeit nicht vorhanden war, das Gesindel rechtzeitig der Behaarung entsprechend, ist er doch in seinem ruhigen durch die Polizei auseinander zu treiben, mag dahingestellt Gruft und überhaupt in seinem ganzen Sein und Wesen der bleiben. Aber die Thatsache, daß Arbeiter, die sich zur Berathung Gegensatz zu dem beweglichen, lustigen, nedischen Genoffen, dem ihrer Angelegenheiten versammeln oder etwa vor einer gesperrten der Schalt schon aus den hellbraunen Augen sieht ein EinFabrit Posten stehen, mit Sicherheit darauf rechnen können, daß bruck, der durch das helle, gelbfleischfarbige Gesicht gegenüber dem selbst jedes ihrer Worte auf das genaueste von der Polizei zu schieferschwarzen des Gorilla nur noch erhöht wird. Gerade Buch genommen wird, steht fest! weil durch diese neueste Erwerbung des Berliner Aquarium den Daß die Milch der frommen Denkungsart sich von Besuchern Gelegenheit geboten wird, zwei nahe verwandte wegeneiner Gendarmengeschichte sogar im Lokal- Anzeiger" Menschenaffen nach ihren übereinstimmenden und unterscheidenden in gährend Drachengift verwandeln kann, hätte wohl niemand Charakteren betrachten zu können, gewinnt dieselbe doppelten für möglich gehalten. Und doch ist das Unbeschreibliche hier Werth und doppeltes Jntereffe. gethan worden. In der Sonnabendnummer berichtet das Blatt: Sehr unangenehme Erfahrungen haben mehrere Inhaber beEinige hundert Störche machten heute Vormittag auf tannter Berliner Firmen machen müssen, als sie mit ihren ihrer Reise in die Winterquartiere über Berlin einen längeren Die Parteigeuoffen in Neinickendorf machen wir darauf Damen in dem Spandauer Thurm von Alt- Berlin sich zu einer Aufenthalt. In der zehnten Stunde schwebte die Reisegesellschaft, aufmerksam, daß die zu heute veranstaltete assallefeier tleinen Festlichkeit versammelt hatten. Von Theilnehmern an bedächtig freifend, wohl eine halbe Stunde lang über der unteren im Restaurant Seebad" nicht stattfinden kann. Der bisderselben wird uns der Vorfall wie folgt gefchildert: Nachts um Friedrichstadt und brachte, die allgemeine Aufmerksamkeit erherige Bächter ist nach bekanntem Muster auf Veranlassung des 12 Uhr trat ein Gendarm in das überfüllte Lokal und gebot weckend, zeitweilig den ganzen Fußgängerverkehr zum Still berige Bächter ist nach bekanntem Muster auf Veranlassung des Besitzers plötzlich seines Pachtrechts verlustig gegangen. Die Feierabend, worauf ihm von dem Vertreter und Bruder des stehen. jenigen Parteigenossen, welche bereits im Besitz von Billets find, Konzeffionsinhabers mitgetheilt wurde, daß es sich um eine ge- Auf der Unfallstation ist gestern, Sonnabend, Vormittag wollen dieselben aufbewahren, da in kürzester Zeit das Fest schlossene Gesellschaft handle, die aber auch schon im Begriff der 74 Jahre alte frühere Landwirth Auguft Hagedorn aus der troydem abgehalten werden wird. Das oben stehe, heimzugehen. Da hinter der Thür Kleidungs- Raumerstr. 24 gestorben, der sich durch Besorgung von bezeichnete Lotal ist selbstverständlich bis auf weiteres zu stücke lagen, so suchte man die Thür zu schließen, Botengängen ernährte. Der Greis ging durch die Komman- meiden. od 11Das Romitee. was der Gendarm jedenfalls falsch auffaßte. Er öffnete die dantenstraße und setzte sich, als ihm plötzlich unwohl wurde, in Thür wieder und zwar mit solcher Gewalt, daß zwei Damen dem Hause Nr. 13 auf die Treppe. Von einem Schwindel literatur bislang noch anderweitig beziehen, fei die Partei. Charlottenburg. Den Parteigenoffen, welche ihre Parteis zurückgeschleudert wurden und eine von ihnen zu Boden stürzte. befallen, stürzte stürzte er nach wenigen Minuten von der Als der Kaufmann K. der letzteren beim Aufstehen behilflich sein fünften Stufe herab und schlug mit dem Kopfe gegen die Mauer. Spedition in Erinnerung gebracht. Bestellungen auf den wollte, packte ihn der Gendarm von hinten am Halse, so daß der Ein Schuhmann des 28. Reviers brachte den Schwerkranken Vorwärts", das„ Boltsblatt"," Jakob"," Postillon", sowie auf Halskragen zerriß. Herr K. griff nun nach dem Beamten und mit einer Droschke auf die Unfallstation V in der Brüderstraße. sämmtliche Broschüren zc. wolle man bei dem Spediteur G. Scharnriß dabei von der Uniform desselben ein Stück herunter. Unter- Hier starb er den Aerzten unter den Händen, als sie ihm berg, Pestalozzisir. 27, Duergebäude part., sowie an folgenden deffen war ein zweiter Gendarm hinzugekommen, der sofort blant die Stirnwunde verbinden wollten. Zum Tode hatte jedoch nicht Stellen aufgeben: Bredlow, Augsburgerstr. 78; Beyer, Wall Straße 96, Gimpel, Osnabrückerstr. 29; Leeder, Bismarckstr. 74; zog und die Gäste aus dem Lokal entfernen wollte. Als ihn ein diese Verletzung, sondern ein Gehirnschlag geführt. Wolter, Magazinstr. 15; Dörre, Krummestr. 19. Beschwerden Herr 3. ersuchte, die Waffe einzustecken, that dies der Beamte Einen tödtlichen Ausgang hat ein Unfall genommen, der über unregelmäßige Lieferung wolle man an G. Scharnberg zwar, erklärte jenen aber für verhaftet. K. und 3. wurden nun Freitag Abend dem 52 Jahre alten Dienstmann Reinhold richten. nach der Wache transportirt, wo ihr Nationale aufgenommen Bordann zustieß. Der Mann wurde gegen 5 Uhr an der Ecke wurde. Sie wurden darauf in eine Belle gesperrt. Der Ober- der Lüneburgerstraße und der Straße Alt Moabit von einem zum Ausbruch gekommen, infolge dessen behördlich die allgemeine In Deutsch- Wilmersdorf ift eine heftige Mafernepidemie wachtmeister, der bald eintraf, fezte beide Herren sofort in Frei- beladenen Rollwagen überfahren, der ihm den linken Arm zer- Anzeigepflicht angeordnet ist. Die Sonntagsausflügler mit Kindern heit. Die Angelegenheit wird von den Betheiligten an zuständiger schmetterte. An einer Verblutung, die die schwere Berlegung zur werden gut thun, beim Besuch des beliebten Vororts einige Bor Stelle verfolgt werden." Folge hatte, starb der Verunglückte in der Charitee bereits um sicht walten zu lassen. Die Urania eröffnet am nächsten Donnerstag, den 3. Sep. 91/2 Uhr abends. tember, ihr Institut in der Invalidenstraße wieder mit einem Hinrichtung. Freitag früh 6 Uhr sind in Prenzlau Experimentalvortrage des Herrn Dr. P. Spies über unsichtbare Beim Pferdebeschlagen verunglückte am Freitag Abend die wegen gemeinschaftlichen Mordes an der Ehefrau des Strahlen, in welchem viele neue Errungenschaften der Forschung der 21jährige Stallmann Friedrich Hemp auf dem Depôt der Springstein zum Tode Verurtheilten, der Kaufmann Springstein über die wunderbare Entdeckung Röntgens und verwandte Er- Omnibusgesellschaft Thien in der Schinkestraße 11 zu Rigdorf. und dessen Schwester Auguste Bock, geb. Springstein, beide zuletzt scheinungen vorgeführt werden. Von diesem Tage an werden in Ein Stück abspringendes Eisen. durchschlug ihm die Ader des in Prenzlau wohnhaft, durch den Scharfrichter Reindel ents bem neu hergerichteten Saale der Moabiter Anstalt täglich all- Armes. Spodsbauptet worden. Wie unseren Lesern aus den Prozeßberichten, gemeinverständliche Vorträge, durch Experimente oder große Licht- Ein entsetzlicher Aublick bot sich gestern Morgen den die wir seinerzeit veröffentlichten, noch erinnerlich sein dürfte, bilder illustrirt, gehalten werden. Ein reichhaltiges Programm Besuchern der Gewerbe Ausstellung an dem Schnittpunkte der standen Springstein und die Bock unter dem dringenden Verdacht, neuer Vortragsgegenstände ist vorbereitet worden, an welchem Treptower Chauffee und der Köpenicker Landstraße. An einem noch eine Reihe anderer Gistmorde begangen zu haben. sich hervorragende Größen unserer Gelehrtenwelt betheiligen wer- Baum, etwa 5 Meter von der Fahrstraße entfernt, hing eine den. In dem neuen Institut in der Taubenstraße wird in dieser männliche Leiche, die von Paffanten gegen 10 Uhr morgens entWoche noch die Gotthardreise mit ihren farbenreichen Wandel deckt wurde. Der Selbstmörder, ein etwa 55 jähriger Mann, ist dioramen wiederholt, um aller Voraussicht nach in nächster Woche in ziemlicher Höhe auf den Baum gestiegen und hat sich dann durch den Ausflug nach dem Monde" abgelöst zu werden. an einem starken Afte aufgehängt, so daß der Körper weithin Mit heiligem Eifer wird zur Zeit auf der Treptower sichtbar war. Bei der Leiche wurden eine Anzahl Papiere geChauffee, unweit der Gewerbe- Ausstellung, für die Verbreitung funden auf den Namen des Arbeiters Wilhelm Schneider lautend, des Christenthums unter den Ungläubigen, deren es trotz der und ein an Frau Schneider adressirter Brief, welcher einige zahlreichen Kirchenbauten in Berlin eine große Menge giebt, Abschiebsworte an die Gattin enthält. Die Leiche wurde nach Propaganda gemacht. Befindet sich da in der sogenannten der Leichenhalle in Treptow überführt. Industriehalle des Ausstellungs Hotels auch ein Laden, in dem Ein schwerer Diebstahl ist in der Nacht zu Freitag in mancherlei fromme Schriften und Bilder feil gehalten werden. dem Geschäftslokal von Jacob Wolff, Jüdenstr. 54, ausgeführt Hinter dem Laden ist ein glasgedeckter Hofraum, in welchem worden. Die gestohlenen Waaren bestehen in 15 Rollen Schuh allabendlich von 6 Uhr an Andachtsstunden abgehalten werden. leder, zusammen im Gewicht von etwa 13 3entnern, ferner in Freiwilliae Besucher dieser frommen Uebungen scheinen sich nicht 20 Ballen Kalbleder in Leinwand, fignirt F. F. 105-124, im einzufinden, darum gehen vor Beginn der Andacht einige chriftliche Gewicht von etwa 32 Zentnern. Die gestohlenen Sachen müssen Jünglinge auf die Promenade, vertheilen an alle Vorübergehenden durch Wagen, vielleicht zur Bahn, fortgeschafft worden sein. Es Traftätchen und laden aufdringlich zur Theilnahme an den wird gebeten, den etwaigen Verkäufer sofort anzuhalten und das Betstunden ein. Bis vor kurzem war das Treiben dieser nächste Polizeibureau zu benachrichtigen. Für die Herbeischaffung Glaubenseiferer derart, daß selbst die Anreißer des verflossenen des gestohlenen Gutes ist eine Belohnung von 100 M. ausgefeßt Mühlendammes von ihnen lernen konnten. Da sich die Juhaber worden. Das dürfte in der That ein schwerer Diebstahl ge- Die Frage der Erhaltung des Bahnhofes Ausstellung der Nachbarläden hierdurch belästigt fühlten, scheinen die frommen wesen sein! Leute seit einigen Tagen ihr Treiben etwas eingeschränkt zu hat dieser Tage das Betriebsamt der Stadt- und Mingbahn be haben. Wer aber unmittelbar an ihrem Laden vorübergeht, schätzung einer nur dem Anscheine nach unbedeutenden Ver- fammten Baulichkeiten des Bahnhofes find infolge deffen zum Bedauerliche Folgen hat wieder einmal die Gering fchäftigt, führte jedoch zu einem negativen Refultat. Die geentrinnt ihrem überredenden Eifer nicht. Der Erfolg dieser Belegung gehabt. Der 40 Jahre alte Arbeiter Michael Brenner Berlauf gestellt. Trotzdem ist die Möglichkeit vorhanden, daß mühungen ist denn auch der, daß in den Raum, der etwa 100 Personen faßt, etwa 20 bis 30 Personen, meist Frauen und aus der Buttmannstr. 6 war am 20. d. M. in der Glaceleder der Bahnhof allerdings in beschränktem Maßstabe erhalten bleibt. 100 Perfonen faßt, etwa 20 bis 30 Personen, meist Frauen und fabrik von Schwarzmann in der Prinzenallee 78 mit dem linken Kinder, hineingelotft werden. Ob dem Sündenbabel hierdurch Arm in einen verrosteten Nagel gerathen und hatte sich eine Der gegenwärtige Bahnhof Ausstellung würde jedoch für diesen Fall, vielleicht unter dem Namen" Treptow- Sackführerdamm" erfolgreich beizukommen ist? Kleine Rißwund zugezogen, die er für ganz unerheblich hielt. Nach Fall, vielleicht unter dem Namen" Treptow- Sackführerdamm" Durch eine eigenartige Vergiftung ist ble elfjährige zwei Tagen wurde der Bedauernswerthe gewahr, daß die Bunde, als Nebenbahnhof zur alten Südring- Station Treptow gelten die Tochter Emma der Arbeiter Liezmann'schen Eheleute aus der statt zu heilen, sich immer mehr verschlimmerte. Nun suchte er und als Abgangsstation für Sonderzüge bei starkem Berkehr an Dalldorferstraße Nr. 2 schwer erkrankt. Das Rind hatte gestern die königliche Klinik auf, aber es war leider schon zu spät, da Sonn- und Feiertagen sowohl als auch zu bestimmten Stunden Nachmittag auf dem freien Felde, das die letzten Häuser sich eine Blutvergiftung eingestellt hatte. Obwohl man alles auf nördlichen Geleise erhalten bleiben und der Zugang zu diesen an Wochentagen in Benüßung tommen. Es würden die beiden im Norden der Stadt begrenzen, gespielt und tam wandte, um die schlimmsten Folgen abzuwenden, so foftete der direkt von der Straße aus bewirkt werden. Abends zeitig unwohl nach Hause. Es brachte eine Klette Unfall Brenner doch schließlich das Leben; er starb in der Nacht mit, die es von einem Strauche gepflückt hatte, und erzählte, daß vom Donnerstag zum Freitag. Die Staatsanwaltschaft hat die Die Kinder Brutanstalt- ein gewerbliches es Klettensamen gegeffen habe. Gin Arzt, den die Eltern vor Leiche beschlagnahmt, bis die Schuldfrage Klargestellt ist. den Unternehmen! Eine neue That des Herrn Amtsvorstehers fichtigerweise gleich herbeiriefen, erkannte Vergiftungserscheinungen Sträflichen Leichtfun legte gestern ein die Friedrichsbrücke viel Kopfschütteln. Vorgestern Morgen erhielt die Verwaltung der Hoffmann zu Treptowo erregt in der Berliner Gewerbe- Ausstellung und ließ die Kleine sofort nach der Charitee bringen. die Mutter hier um 8 Uhr mit ihr antam, hatte sich ihr Be- passirender älterer Radfahrer an den Tag. Derselbe hatte wages Couveuse von der Amtsbehörde in Treptow die Mittheilung. finden schon bedeutend verschlimmert, die Kranke hatte bereits recht über die Lentstange eine Säge gelegt, deren Blatt nach daß die Kinder- Brutanstalt ein gewerbliches, der Steuerpflicht ftartes Fieber bekommen. Die Anftaltsärzte, die diefelben Ber vorne gelehrt war! Bei einem Zusammenstoß mit Fußgängern, giftungserscheinungen feststellten, die vorher beobachtet worden vor dem schließlich der beste Fahrer nicht sicher ist, hätte der unterworfenes Unternehmen sei und demgemäß an die erwähnte waren, pumpten dem Kinde sofort den Magen aus und ver- Angefahrene eine schwere Körperverlegung erleiden müssen. Das Behörde eine Gewerbesteuer abgeführt werden müsse. Wie sich anlaßten sonst das Erforderliche. Da es heute Morgen noch Publikum gab laut seiner Entrüstung Ausbruck, tonnte aber nun herausstellt, sind ähnliche Bestimmungen und Einschätzungen zur Gewerbesteuer auch zahlreichen anderen Ausstellern in den am Leben war, so gewannen sie die Hoffnung, es durchzu natürlich den Leichtfertigen nicht feststellen. letzten Tagen zugegangen. Man ist jedoch nicht gewillt, dieser bringen, wenn die kleine Patientin auch noch schwer darIm Eisenbahnzuge ist Freitag Abend eine Wittwe D., neuen Ginschäßung Folge zu leisten, vielmehr wollen die davon niederliegt. eine ältere Dame von answärts, plöglich geftorben, Fran D. Betroffenen in corpore gegen die Verfügung des Herrn Auits hatte mit einem Angehörigen um 10 Uhr 87 Minuten auf dem vorstehers vorgehen und event. auf dem Klagewege die uns Bahnhof Friedrichstraße den Schnellzug bestiegen, der sie nachberechtigte Forderung zurückweisen. " Als Amtliche Nahrungsmittel- Untersuchungen. Im Monat Juli wurden, wie die Berl. Korr." mittheilt, in Berlin M Gewerbe- Ausfellung 1896. In der viel erörterten Angelegenheit des photographi fchen Monopole ist nunmehr eine Anzeige gegen ben Bors sienden des Verbandes Herrn Schaarwächter wegen Sachbeschädigung" erstattet, sowie Zivillage auf Schadenersay an geftrengt worden. Eine hiesige Dekorationsfirma( Müller und Schäfer) hatte von Herrn Hagenbeck die Erlaubniß erhalten, die von ihr ausgeführten Dekorationen im Eismeer- Panorama photographisch abzunehmen. Die Firma ließ drei Aufnahmen machen; als sich der damit beauftragte Photograph mit feinen Apparaten entfernen wollte, wurde er von einem Mitgliede des Verbandes aur Feststellung der Personalien nach dem Verbandsbureau fistirt. Hier wußte man den Photographen zu veranlassen, die Platten vorzuzeigen, die dann das Verbandsmitglied gegen das Licht hielt und so die Aufnahme vernichtete. Der Photograph erkundigte sich sofort auf dem Bureau, wie hoch eine Aufnahme von dem Verbande berechnet werde und nach dieser maßgebenden Tage ist die Klage auf Schadensersatz gegen Herrn Schaarwächter, als den Verbandsvorsitzenden, angestrengt worden. 1 : 9 schillons 1913 1 chriser Vermischtes. zu demischerFreilag des Spieljahres Shakespeares Julius Cäsar unserer Urteutschen mit slavisch stlavischer Gesinnung, deal tag Nachmittaftliche Vorträge. Im Hörsaal finden am Sonne in Szene. Das mit neuen Dekorationen und Kostümen ausge- auswärtigen Juden der Eintritt ins Reich verboten ist. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich vorgestern Nacht im Volts- Theater in Wien, als Gaft). Freitag, 4.: Hippodrom im Vergnügungspart. Ein Besucher desselben der Die Karolinger. Sonnabend, 5.: Doktor Klaus. Sonntag, 6.: eine Tour in der Manege geritten hatte, stürzte, als er gegen Wallenstein's Lager. Die Piccolomini. Montag, 7.; Wallenstein's Prof. Rudolf Virchow, der Präsident des deutschen Reichs. 2/21 Uhr von dem von ihm benüßten Pferde heruntersprang, so Tod. Das Deutsche Theater bringt für diese Woche fomitees für den nächstjährigen internationalen medizinischen zu Boden, daß er einen Bruch des rechten Unter- folgenden Spielplan: Sonntag Abend Lumpacivagabundus in Kongres in Mostau, hat aus Petersburg folgende Mittheilung schenfels erlitt. Er mußte mittels Droschte nach dem Kranken- derselben Befeßung wie bei seiner ersten Aufführrng; Montag gefandt hause am Urban überführt werden. Don Carlos mit Herrn Rainz in der Titelrolle: Dienstag Die Die russischen Konfuln find autorifirt, die Päffe aller Die Gemeindeschulen aus Grünau und Umgebung be- Weber; Mittwoch Der Talisman; Donnerstag Der Aerzte zu vifiren, welche sich fuchten vorgestern mit insgesammt 200 Schülern und Schülerinnen von Palmyra, beide gleichfalls mit Herrn Kainz im Jahre internationalen Rongreß von Moskau unter Führung von 12 Lehrern die Gewerbe- Ausstellung. Freitag Die Weber. Am Sonnabend geht als erste neue begeben wollen." Rußland ist bekanntlich insoweit das Ideal als die intereſſanten Vorführungen der Photographie ftattete Stück erscheint an diesem Abend überhaupt zum ersten Katholische Prügelhelden. Um seinen Firmungskindern und Durchleuchtung mit Röntgen- Strahlen statt. Die betreffenden mal am Deutschen Theater; dieselbe Vorstellung wird am nächst einen Vorgeschmack des Fegefeuers zu geben, hat vor einigen Experimente werden in einer für jeden sichtbaren Weise an Per folgenden Sonntag Abend wiederholt; als Nachmittags- Bor- Monaten ein Kaplan in der Umgegend von Graz einigen Mädchen werden in einer für jeden sichtbaren Weise an Permal m sonen aus dem Publikum ausgeführt und vom Vortragenden sonen aus dem Publikum ausgeführt und vom Vortragenden Herrn Clausen erläutert. Die Experimental- Borführungen ellung werden sowohl heute als nächſtfolgenden Sonntag Die die Finger mit einem Licht angebrannt. Der Mensch, welcher Weber gegeben. Im Lessing Theater wird das für seine Gemeinheit mit einer Gefängnißstrafe belegt wurde, beginnen zu jeder vollen Stunde und dauern ca. 30 Minuten. Das große Intereffe, das der erste Vortrag des Gerichts- Volksschauspiel Das eigene Blut von F. von Zobeltik Sonn- bat jetzt in Bayern Nachahmer gefunden. Bom Schöffengericht tag, Dienstag und Freitag wiederholt. Das chemiters Dr. Paul Jeferich über gerichtliche Photographie" Gin Freund der Frauen von A. Dumas Sohn ist für Büchenbach zu sechs Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Luftspiel in Herzogenaurach ist der Kaplan Hedmann in gefunden hat, hat die Vortragskommission der Gewerbe- Aus- Montag, Donnerstag und nächsten Sonntag, Das Glück im Er soll eine Anzahl 15jähriger Sonntagsschüler nach beendetein ftellung veranlaßt, den Vortragenden zu einem zweiten Vortrage Winkel für Mittwoch, Fräulein Dottor für Sonnabend angefeßt. Gottesdienst in die Safristei gesperrt und sie dort mit einem be one& in beenetem über dasselbe Thema aufzufordern. Legterer wird am nächsten Als Nachmittags- Vorstellungen werden heute Comtesse Guckerl, brei bis vier Zentimeter dicken Glockenstrang Dienstag, 1. September, abends 6 Uhr, im Hörsaale des Chemie- am nächsten Sonntag Das Glück im Winkel gegeben. Der gefchlagen haben. Der Sohn des Privatklägers soll infolge gebäudes unentgeltlich stattfinden. Dr. Jeferich wird die An- erste Wochen- Spielplan des Berliner Theaters wird von eingewei Tage arbeitsunfähig gewefen i feta. wendung der Photographie im Dienste der Kriminaljuftig an Wildenbruch's König Heinrich beherrscht. Das Drama wird zur Ein als Benge anwesender Schicksalsgenosse sei vier Tage neuen Projektionsbildern und anderen besonders interessanten Eröffnungs- Borstellung, Dienstag, gegeben und Mittwoch, Sonn arbeitsunfähig gewesen; ein dritter habe gar nicht gewußt, Fällen erörtern und somit gewissermaßen den zweiten Theil zu abend und Sonntag Abend wiederholt. Wilhelm Tell wird warum er geprügelt wurde. Der Kaplan habe erklärt, er habe seinem ersten Vortrage liefern. signe de mamaDonnerstag und Maria Stuart Freitag neu einstudirt in Szene für eine Anzahl Disziplinarvergehen, welche sich die Der Eintrittspreis für die Kolonial Ausstellung ist gehen. Als erste Nachmittags Vorstellung wird Sonntag, Bestraften in den letzten zwei Jahren zu schulden kommen ließen, - und das bereits seit dem 1. August von 30 auf 50 Pf. 6. September, ebenfalls Wilhelm Tell" zur Darstellung gelangen. eine Generalabrechnung gehalten. Der Glockenftrang fei erhöht. Nur an Sonntagen bleibt der alte Eintrittspreis von Der Spielplan des Schiller- Theaters ist für diese Woche wie ein von seinem Chef( geistlicher Rath Zampelli) häufig an 30 Pi. bestehen. Das Publikum wird auch für Neben- Entree folgt feſtgefeßt: Sonntag Nachmittag: Minna von Barnhelmi, gewendetes Büchtigungsmittel. Th noch nicht genug Geld los. wachilia ad abends: Was ihr wollt, Freitag findet die erste Aufführung von Qwundalusit Moser's Lustspiel Der Bureaukrat statt, die erste Wiederbolung des Stückes ist Sonnabend. An den übrigen Wochen= $ Kun und Wissenschaft. ße des literarischen nicht: Der internationale Rongreß sum Dag Theater Unter ben sinden behält Die Bach: 390sian bi and = 1:11. Witterungsübersicht vom 29. August 1896. Tobood Indoleri Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeresip. 8 101 Wetter 8 Eisenbahn- Unglück. Aus Brügge wird vom Sonnabend berichtet: Gestern Abend entgleiste der um 8 Uhr 4 Minuten 1 tagen wird Wohlthäter der Menschheit wiederholt. von hier abgehende Eisenbahnzug Brügge- Blankenberghe auf der Schuße und künstlerischen Eigenthums sprach sich taube auch in dieser Woche auf dem Spielplan. Brangose, uns geben, ein auberer wurde erheblich Berlegt und für eine Schußfrist der literarischen und künstlerischen Werke auf Friedrich Wilhelmstädtischen Theater wird heute mehrere erlitten Kontusionen. die Dauer von 80 Jahren nach dem Tode des Autors und gegen Sonntag, das historische Schauspiel Kaiser Friedrich Barbarossa o jede Formalität der Einschreibung auch für anonyme und nach- von Grabbe zum ersten Male wiederholt. Das Zentral gelassene Werke aus. hilo and be beater ſeht die Vorstellung der Tollen Nacht auch in dieser Briefkaften der Redaktion. Der Kongreß erledigte am Sonnabend die Berathung des Woche noch fort. Ju der Flora Oper zu Charlottenburg Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. nie von Maillard- Paris eingebrachten Entwurfes eines Mustergefeßes geht Sonntag Verdi's vieraftige Oper Aida in Siene. Im Pankow, Allgemeiner Arbeiterverein. über Urheberrechte. Der Entwurf wird in verbesserter Fassung National Theater geht heute um 7 Uhr Mutterlegen, tigung war schon in der Freitagsnummer erfolgt. Die Berich dem nächsten Kongres wieder vorgelegt werden. Hierauf wurde oder: Die neue Fanchon in Szene; hierauf Durchgegangene tigung war schon in der Freitagsnummer erfolgt. Tade? der Rongreß gefchloffen. Weiber mit Fräulein Henny Schmidt und Direktor Mar Samst Der internationale Rongreß zum Schuße des literarischen in den Hauptrollen. Es ist die lehte Sonntags Aufführung und künstlerischen Eigenthums wurde heute Nachmittag mit einer unter Direktion May Samst; am Montag findet die Lette feierlichen Sigung geschlossen. Präsident Bouillet und zahlreiche Vorstellung statt, und zwar geht Muttersegen in Szene. Die Delegirte, darunter Martin Hildebrandt- Berlin, sprachen allen offizielle Frau wird im Alexanderplat Theater Behörden ihren herzlichsten Dank aus. Der Bundespräsident in dieser Woche zum 50. Male aufgeführt, Auch Stationen. Lachenal erwiderte mit dem Wunsche eines herzlichen Lebewohls. heute geht das Schauspiel in Ezene. Das heutige ProTheater Wochenchronif. Im Neuen föniglichen gramm im Apollo Theater bringt das letzte SonntagsAuftreten aller bllo Theater bringt das Leyte SonntagsOpern Theater( roll): Sonntag, 30.: Das Heimchen am Kunstkräfte, welche der Monat August Herd. Montag, 81.: Der Barbier von Sevilla. Rosine: gebracht hat. Die Burleste Ein Abenteuer im Harem Signorina Prevosti, als Gast. Die Rose von Schiras. kann nur noch zwei Aufführungen erleben. Dienstag, 1. September: Die Rose von Schiras. Mittwoch, 2.: Lohengrin. Lohengrin: Herr Ernst Kraus, und National- Theater in Mannheim, als Gaft. Donnerstag, 3.: Carmen. Carmen: Signorina Prevosti als Gast. Freitag, 4.: Mignon. Die Rose Georg Berweg. Sonnabend, 5.: Der Evangelimann. von Schiras. Sonntag, 6.: Der Trompeter von Säkkingen. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus: Sonntag, 30.: Wilhelm Tell. Arnold von Melchthal: Herr Rudolf Christians, vom Deutschen Voltstheater in Wien, als Gast. Dienstag, 1. September: Opernhaus: Raisermarsch von N. Wagner. Hierauf: 1812. Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. Eingeschlossen. Die Prüfung. Kleine Mißverständnisse. Anfang 72 Uhr. Mittwoch, 2.: 1812. Donnerstag, 3.: Die Journa liften.( Conrad Bolz: Herr Rudolf Christians, vom Deutschen Für denZuhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung * pisdidas pugits GOUTE 390 dai Theater. vom der Dot- Gingelaufene Druckschriften. Siugelaufene Drukfhelften. MSM Windstärke IGGONNN!( Stala 1-12) heiter 14 Temperatur BARRABO nach Celsius ( 5° C.= 4° R.) Swinemünde Hamburg 768 768 SSM halb bedeckt 13 Berlin Wiesbaden München Wien. 769 GO woltenlos 13 769 7692 beiter 11 2 Dunst 8 764 NW bedeckt 12 757 G bedeckt 13 765 NW 0 Regen 12 764 5 bedeckt 16 754 SW wolkig 16 770 wolkenlos Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Berlag) tft foeben das 48. Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die revolutionären Studenten in Frankreich während Die Dynamit Haparanda der Restauration und der Juli- Wonarchie. Von L. Héritier. Arbeiter. Zur Geschichtschreibung des Sozialismus. Von Otto Lang. Petersburg Die Entwicklung der Latifundien in Argentinien. Von G. Avé- Gallemant. Cort Notizen: Die Zahl der italienischen Auss etterarische Rundschau. wanderer. Wetterleuchten. Feuilleton: Das Ende vom Liebe. Eine Aberdeen. Geschichte von Konrad Telimann.( Fortsetzung.) Paris. Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und » iene Revue" öffentliches Leben„ Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 35( 7. Jahrgang) Dom 26. August 1896 folgende Aufsäge: Wetter- Prognose für Sonntag, den 30. August 1896. S. Schilder: Quotenstudien; S. Rosenfeld: Reform des Frrenwesens; Zunächst heiter mit zunehmender Erwärmung und mäßigen J. Pap: Zur Beſthetit der modernen Maleret; P. Margueritte: Gin schöner bis frischen südwestlichen Winden; nachher Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. K. Went von Römö: Erinnerungen eines österreichischen Kriegsmannes Morgen; Miniaturbilder aus der Zeit. Schiller- Theater. Urania. ( Wallner- Theater.) Taubenstr. 48/49. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Minna von Barnhelut. im weile Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Taubenstr. 48/49. Friedrich- Wilhelmstäd. Theater Central- Theater. Chausseestr. 25/26. Direktion: Max Samst. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Naturkundliche Ausstellung Sonntag, den 30. August 1896: Sonntag, den 30. August 1896: Eintritt 50 Pf. täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Kaiser Friedrich Barbarossa. Wissenschaftl. Theater ar Montag, abends 8 Uhr: Wohlthäter no der Menschheit. On mis National- Theater. Große Frankfurternvaße 132. Letzte Sonntags- Aufführung unter Direktion: Max Samst. Sonntag, den 80. August. Nenes Opern- Theater.( Kroll.) Das Heimchen am Herd. Montag: Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Ein Sommernachts8 traum. 1 7 Uhr: Montag: Wilhelm Tell. Deutsches Theater. Lumpacivaga bundus. Nachmittags 8 Uhr: Die Weber. Montag: Don Carlos. s Große Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Mufferlegen oder: Die neue Fanchon. Hierauf: 891 effing- Theater. Das eigene Brut. Durchgegangene Weiber. Nachmittags 3 Uhr: Comtesse Guckerl. Montag: Ein Freund der Frauen. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Kaiser Friedrich Barbarossa. Montag: Dieselbe Borstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. des Vorher: Erlauben Sie Madame! Montag: Diefelbe Vorstellung. Neues Theater. Tata- Toto. Montag: Dieselbe Borstellung. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Was ihr wollt. Nachmittags 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Montag. Wohlthäter der Menschheit. Belle- Alliance- Theater. Berliner Raubvögel. Montag: Diefelbe Vorstellung. Zentral- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Mutterfegen oder Die neue Fanchon. Hierauf: Durchgegangene Weiber..0 tad Montag: Muttersegen oder Die neue 20Fanchon.bg Alexanderplah- Theater. Die offi zielle Frau. Montag: Dieselbe Borstellung Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. KonzertPosse mit Gesang in drei Akten von Eduard Jacobsohn u. H. Wilken. Morgen: Abschieds Vorstellung. Mattersegen oder: Die neue Fanchon. National Theatergarten. Abschieds- Kinder- Freudenfest. Großes Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Theaterstücke. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr. 40. Direktion: Mar Samst Senfationellste Novität der Saison. Bum 44. Male: abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57-62 Sternwarte Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Eintritt 50 pr. Passage- Panopticum. 42 wilde Weiber Alaus Dahomey. At- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 3, 5 und 7 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. Große Blumenillumination. W. Noack's Sommer- Theater. Die offizielle Frau. Sonnabend; Schauspiel in 4 Aften nach Savage's Roman von J. Lehmann. Morgen und folgende Tage: Die selbe Borstellung. nid Castan's diaims E julk 15790 mi strildo12 Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Historisches Schauspiel in 4 Aften von Christ. Grabbe. Anfang 8 Uhr. Montag: Kaiser Friedrich Barborofa. Spezial- Ausstellung KAIRO Kasseneröffnung 10 Uhr vorm. Von 7 Uhr nachm. ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet zugänglich. Montag, den 31. August: Kombinirter IMark- Tag. Vorstellungen in der Riesen- Arena. Vormittags 111/2 Uhr. Nachmittags 4, 6 und 8 Uhr. Früh- Konzert. Entree zur Arena: ermässigte Can Preise. Kaufmann's Variété Königs- Kolonnaden( Stadtbahnhof Alexander- Piatz). Sonntag, 30. August: Auftreten von: Jean Osrani mit ihrer urfom. Pantomime: Retour du bal". Mons. O. Hillerti, Panopticum. Theater- Vorstellung. tionell, Doubletten/ drive Neu!! Neu!! Neu!! 4 hochsensationelle Neuheiten park. Spezialitäten- Borstellung. adremedie die ein Jeder Spezialitäten- Borsehen en!) leu! Banditenffreiche. Operette in 1 Art von Suppé. Sportmädel. Burleste mit Gesang und Tanz von Geride. R. Wagner, Liederfänger. Elli Vernon, Rostüm- Soubrette. Geschw. Vanoni, Duettiften. Paulsen, InftrumentalApollo Theater. Spezialitäten Borsehen muss!, Songleure und Equilibriften. stellung. tuo sihitua Lydia, ili quidem gol day hurt in shared: bilisentase ledus Senfationell. mit seinem Scurimobile auf rollendem Globus. The Original Hill& Hull, Grotesque- Excentriques. Syran u. Syri, Zauber- Parodisten. Mr. P. Carro, Ventriloquist. Geschw. Blanche, Humorist. Ge adfangs- Duettisten. Herr Heinrich Kalnberg, Das Rongo- Giger! u. f. w. Anfang präzise 61/2 Uhr. Die Direktion. Bum 288. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Norddeutsche Sänger Heute, Sonntag: 3um 121. Male: Die Ulf- Parodie Alle fünf Barrisons Dazu: pam Eingezogen oder: Reservistenfreuden. Hochdrastisches Ensemble. Außerdemt Hoffmann als: ,, Dichter Nebel" und Horst als: ,, Balleteuse". Anfang Uhr. Entree 50 Pf. Am 30. September: Letzte Vorstellung in den Reichshallen. dms Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Jeden Abend 1/29 Uhr: Kolossaler Erfolg! Der Krach in der GewerbeAusstellung, fowie 15 Spezialitäten- Nummern I. Ranges. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Platz 50 Pf. Altes Schützenhaus [ 26746* DEWTO Linienstr. 5 empfiehlt seine Säle mit schönem Naturgarten. Sonnabende noch frei. ApolloTheater. Letter Sonntag mit: Ein Abenteuer im Harem und sämmtlicher Kunstkräfte des Auguftprogramms Rasseneröffnung 512 Uhr. Konzert 6 Uhr. Anfang 8 Uhr. Morgen, Montag, den 31. August: Lektes Auftreten des berühmten Komiker- Trios Bender- Steidl- Rösser. Dienstag, den 1. September 1896: Eröffnung der Winter- Saison. Zum ersten Male in Deutschland: Paola del Monte. Aktien- Brauerei Friedrichshain Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 10#fg. Viktoria- Brauerei Garten resp. Saal. Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Platz). Heute, sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Aufang präzise 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soirée: Tanzkränzchen. Zum Schluß: Neu: Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. Montag: Anfang 8 Uhr. Vorverkauf- Billets giltig. Zum Schluß: Unsere Feuerwehr", Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Programm unentgeltl.suntag, den 30. August cr.: Allen Freunden und Bekannten zur Spezialitäten- Vorstellung, Großer Ball. Nachricht, daß ich in der Kl. Andreas Konzert, straße 11 ein Weiß- u. Bairischbier- Montag, den 31. August cr.: Lokal eröffnet habe. Um zahlreichen Zuspruch bittet Hochachtungsvoll H. Günther. Für 11 Mark Stoff zu einem Herren Anzug. Für 15 Mark ff. Kammgarn oder Cheviot. Tuch- Depot Berlin C., Hoher Steinweg No. 4. Abschieds- Vorstellung des ges. Personals und Benefiz f. Emil Schich. Theodor Boltz, Defonom. Vereinslokal, gutes, altes Geschäft, nebst tleinem Saal und Garten, alles renovirt, ist sofort wegen lebernahme meines Erbgrundstücks billig zu verk. Veteranenstr. 18. 163b Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann Harken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Regelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Sonntags Entree 20 Pf., Rinder 10 Pf. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 57; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Glede biedt Riesentheater. 21 * Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Am Königer Schweizer Garten Königsthor. Täglich: Vorstellung. Theater und Spezialitäten. Am Friedrichshain. Im Harem. Der Berliner in Kairo. Entree 80 Pf. Volksbeluftigungen und Ball. Spezialgeschäft für Kinderwagen, deutsche u. engl. Bettstellen, fertige Betten für Kinder u. Erwachsene, Stand von 12 M. an. Kinderwagen- Bazar Baby. Alexanderstr. 44, am Alexanderpl., Invalidenst.160, Reinickendorferst. 2D; Charlottenburg, Berlinerstr. 58. Audy Theilzahlung, 4 M. monatlich. * fetter, à Pfund 55 Pf., bei 5 Pfund à Pfund 48 Pj. à à Speck, mager,& 65 5 58 " Schinkenspek, à fb. 58 f., bei 5 Pfd. à Pfo. 55 Pf." Schinken, à Pid. von 55 Pf. an. Bei ganzen Würsten: Thüringer Rothwurst, à Pfd. 40 Pf. Halle'sche Bwiebelwurst, à Pfd. 40 Pf. 1. Leberwurst, à Pfd. 75 Pf. Westfälische Mettwurst, à Pfd. 55 Pf. Weltfälische Schinkenwurst, à Pfd. 1 M. Braunschweiger Mettwurst, à Pfo. 80 Pf. Cervelat- und Salamiwurst, à Pfd. von 85 Bf. an. E. Klähn, Köpeniderstr. 163, 3. Manteuffel- u. Büdlerſtraße. Zelephon IV, 5151. Schuhwaaren- Ausverkauf. Wegen Auflösung des Geschäfts 206 Oranienstr. 206 verkaufe zu ganz bedeutend herabgesetzten Breifen. [ 57452* C. Hübner, Schuhmachermeister. Hauptgeschäft: Rosenthalerstraße 13. Auktions- Bekanntmachung. Frol. Schlafft. Mariannenftr. 8 v. II. r. Möbl. Schlafft. für Herrn Franz 1186 straße 3, Hof 4 Tr. L. Montag, den 31. Auguft, von 10 Uhr ab, sollen auf dem alten Königlichen Backhof in Berlin( Kleine Museumstraße am Luftgarten) die Schlafft. vermiethet Frau Gerhard, 1116 von verschiedenen Firmen noch lagernden großen Bestände an feinsten Brizerstr. 6, H. III. Bordeaux, Rhein- und Moselweinen( in Flaschen), desgleichen Madeira, Frdl. saub. Schlafft.( Miethe, Kost, Sherry und Portweine( diese auch in Fäßchen à 20 und 30 Liter) und 1000 Flaschen feinste Cognac's französischer Marken und diverse Fässer Cognac Wäsche Woche 6 M.) Königsberger à 53-54 Liter und große Posten Rum, Benedictiner, Eier- Cognac 2c., ferner straße 7, Stfl. 1 Tr. I. ca. 1000 Flaschen Prima Champagner, wobei die Marken Roederer, Deusz u. Geldermann, Jul. Dumez. Pomery 2c., sowie ein Bosten gute Savanna und beffere Qualitäts- Cigarren in beliebigen Barthien, ferner 10 Regulator- Uhren mit Schlagwerk einzeln öffentlich meistbietend versteigert werden. 114M Kammer, gerichtlicher Tayator u. Auktionator, Weißenburgerstr. 1. Oeffentlicher Dank. Sehr geehrter Herr Münfel! Da ich nächst Gottes Hilfe ihrer sorgsamen Loh- TanninBadekur und vorzüglichen Verpflegung bei Ihnen meine Gesundheit nunmehr zu verdanken habe, drängt es mich, Ihnen meinen Dank auszusprechen. Wenn ich an die vergangene Zeit zurückdenke, was habe ich alles durchmachen müssen. Ueber 6 Jahre bin ich bei der kaiserlichen Reichspoft beschäftigt gewesen, als eine furchtbare Nervenlähmung mich niederlegte; ich fonnte weder gehen noch stehen, oder gar eine Beschäftigung versehen, ich war sogar leider nicht einmal im stande, eine Feder in die Hand zu nehmen, um schreiben zu können, geschweige denn, daß ich meinem Dienste obliegen konnte. Biele Aerzte hatte ich tonsultirt, in Krankenhäusern leider Wochen und Monate zugebracht, aber alles vergebens, ich wurde von Tag zu Tag immer schlechter. Doch wo die Noth meiner Krankheit am größten, war Gottes Hilfe am nächsten; denn als ich nach Ihrem Loh- Tannin- Bade, Pantstr. 32, tam, war ich bereits gänzlich gelähmt; ich mußte sogar einen Wärter zur Seite haben, der mir Essen und Trinken zu reichen hatte; volle 4 Wochen habe ich jeden Tag in Loh- Tannin gebadet und konnte ich die Anstalt nach dieser Zeit schon insoweit gebessert verlassen, daß ich wieder gehen konnte; ich fühle von Tag zu Tag, wie meine Kräfte zunehmen. Da ich bis jetzt die Woche 2-3 Bäder genommen habe, fühle ich mich ganz wohl und munter. Ihr ergebener Gustav Neumann, fr. Postbeamter, Grambow- Stettin. F Das Original- Dankschreiben liegt in der Wallstraße 70/71 für jedermann zur Einsicht aus. Ausschneiden! Münsel's Loh- Tanninbäder ( nebst Packung und Massage) Ausbacherstraße 19, Wallstraße 70 und Pantstraße 32, Berlin, heilen sicher und radikal jeden Rheumatismus, Gicht, Ischias, Podagra, veraltete Geschlechtsleiden, Folgen von Quecksilberkuren, Haut-, Blutu. Frauenkrankheiten, sowie Magen-, Nerven, Nieren- und Blasenleiden. Täglich geöffnet für Damen und Herren bis abends 10 Uhr, Sonntags nur vormittags. Aerztliche Sprechzeit. Pension für ausw. und schwerkrante Patienten. Prospekte, Dankschreiben Geheilter gratis u. franko. Auch werden die Ingredienzien zu meinen Bädern mit Gebrauchsanweisung per Dußend für 18 Mart per Post versandt. Wo alles vergebens, helfen meine Bäder sicher, DE bitte daher, einen Versuch zu machen. Inhaber dieser Annonce erhält das Bad gratis. Für Unbemittelte das einzelne Bad 1 Mark. Ersatz für Badekur. Eigene Desinfektions- Anstalt und eigene Dampfwäscherei. Loh- Tanninbäder für Krankenkassen. 1896er Maschinen, Frol. Schlafft., m. Kaffee 10 M., f. H. bedeutend billiger; gebrauchte nehme an; Wienerftr. 68, Ecke Stalizerstr., v. 4 Tr., event. Theilzahlung. Chauffeeftr. 77, I. Pahl. fof. heirathsPosamentiergeschäft haber billig zu verkaufen, Gräfestr. 32. 110b Schlafft. f. Schuhm. u. Play Mödern1096 ftraße 188 bei Roch. Beffere Schlafstelle für H. Waffer 108b fere after Schlafft. für 2 anständige Mädchen 1076 Ritterstr. 110, Seitenfl. 4 Tr. Frol. Schlafft. 8. vm.( Preis 6 M.) bei We. Guichardt, Manteuffelstr. 65a, 105b vorn 2 Tr. Möbl. Schlafit. zu vm. bei Wittwe Ray, Mantenffelftr. 79, v. 3 Zr. I. Frol. Schlafft. f. 1 Herrn zu verm Ziegler, Oranienstr. 28, vorn 4 Tr. Möbl. Schlafft. f. H. bei Lehmann, Alexandrinenftr. 114/15, 4 Zr., Eing. Simeonftraße. 103b Eine frdl. Schlafft. für 2 Herrn bei Krause, Gräfeftr. 6, 2. Quergeb. 3 Tr. Eine Schlafft. 3. vm. bei H. Kluge Rottbuser Ufer 57, 1. Quergeb. 4 Tr. Möbl. Schlafft. Reichenbergerstr. 68a bei Wwe. Schröder. Saub. Schlafft. f. H., sep. Eing., b. Sommer, Staligerstr. 54a, v. 3 Tr. Schlafft. f. H. Wrangelstr. 137, v. I. r. Schlafstelle bei Wwe. Grabowski, Naunynftr. 90, Hof 4 Tr. 2 Schlafft. Brandenburgstr. 8, 3 Tr. b. Friebe. Schlafft. Meyer, Reichenbergerstr. 115. Schlafft. Friedrichsfelderstr. 7, Wive. Weiß. Möbl. Schlafft., 8 M., Mariannens straße 14, 1 Tr. I. Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! Metallarbeiter aller Branchen! Der Ausstand dauert in sämmtlichen schon bekannten Werkstätten UN= verändert fort. Zuzug ist nach wie vor fernzuhalten! Die Sperre über die Maschinenbau Abtheilung der Firma Karl Schöning, Uferstr. 12/18, 249/16 ist aufgehoben. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter Verbandes. Arbeiterinnen auf Jacketts 1,45-1,60 R., ohne Aus fertigung sucht Heimann, Weinbergs 57302* weg 11b, 1 r. Rüschennäherinnen in und außer dem Hause verl. Fraenkel u. Roer, Kommandantenstr. 13. 39b KinderhütchenArbeiterinnen in und außer dem Hause verlangen Fraenkel& Roer, Rom 38b* Schlafstelle für 2 Genossen Brizer mandantenstr. 13. straße 43, Seitenfi. part. bei Fiſcher. Freundl. Schlafft. für 2 H. zu verm. Mittenwalderstr. 40, bei Frau Meyer, Brinzessinnenſtr. 7, 3 Stuben, Küche, Zubehör 1. Dtt. 96 zu vermiethen. 57418* Wohnungen, billig Strelizerstr. 52. W., Wormserftr. 4, a. Kleiststraße, 2 Zimm., Korr., Küche, Garten f. rub. Familie. Frdl. Hofw., St., Kch., Kor., 290 M., Linienftr. 119, Stfl. III. I., nahe Friedrichstraße. 1226 Bessere Schlafstelle für Herren bei Schulz, Mustauerstr. 47, v. 4 Tr. Frdl. möbl. Schlafstelle findet Genosse Alexandrinenftr. 58, Hof 2 Tr. rechts. Eine frdl. Schlafft. f. 2 Herren, Schöneberg, Belzigerstr. 62, Quergeb. 1 ár. Bill. Schlafft. m. Balf. f. 1 Herrn Mans teuffelstr. 69, v. 3 Tr., Hannig. Bill. Schlafft. für zwei Herren Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr., Wwe. Linke. v. 4 128b Mbl. Schlafft. a. H. z. v. b. Wwe. Gillmann, Naunynftr. 91, v. 2. Tr.[ 1296 Prinzenstr. 105, v. 4 Tr., bei Ende, 130b möbl. Schlafstelle. Schlafstelle für 1 oder 2 Herren 131b Meyer, Camphausenstr. 18. Freundl. Schlafft. zu verm. Wilte, Wrangelftr. 91, 1. Aug. 2 Tr. 182b Schlafft., Reinsch, Brizerstr. 41, v. 3 Tr. Frol. Schlafft. f. H. b. Koslowsky, Admiralstr. 40, vorn 4 Tr. Schlafft. 3. vm., sep. Eing., Pr. 6 M., Lahmann, Waldemarstr. 28, Qugb. IV. Mbl. Schlafft. Manteuffelstr. 50, v. I. r. Räder- Arbeiterin verl. Maaß, Cuvryftr. 1, v. IV.[ 585 Kindermädchen u. Mädchen f. alles finden fof. Stell.( ohne Anzahlung) im Romptoir Stalizerstr. 13, 1 Tr. r. Tüchtigen Klempner verlangt W. Höppner, Nettelbeckstr. 1. Ein Korbmacherlehrling wird verl. Reinickendorf, Residenzstr. 30 b. Randolf. Mamsells, auch Schneider auf bessere Damen- Jacketts, 2,50-4 m. 133b Arbeitslohn, verlangt Blach, Grüner Weg 12. Bautischler finden bei gutem Verdienst dauernde Arbeit auf Mücke's Werke, Lindow i. d. Mart, Bahnstation. Fahrpreis 2,20 m. hin und zurück. Simsmacher, Mbl. Zimm. Gr. Frankfurterstr. 15, sirka 50 Manu, werden bei Beltener v. 3 Tr. G. Goerz. 1176 Lohntarif fofort verlangt und finden Anft. mbl. 3im. f. 2. fof. bill. zu Werke, Lindow i. d. Mark, Bahn dauernde Beschäftigung auf Mücke's verm. b. Fr. Thiele, Langeftr. 10, S. pt. station. Fahrpreis hin u. zurück 2,20. Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Stallschreiberstr. 23 v. 3 Tr. r. Junger Mann findet frdl. Schlafftelle bei Bauschke, Elisabeth- Ufer 24, Hof 2 Tr. Schlafft. f. H. Stalizerstr. 7, v. 1 Tr. l. Frdl. Schlafft. für Gen., sep. Eing.,| Hof links 4 Tr. Lorenz, Straßburgerstr. 12. Zwei Schlafstellen Schüßenstraße 3, 116b Frdl. Schlafft. vermiethet Richter, 114b Eine leere Kammer m. Wasserl. sof. 3. Krautstr. 51a. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, vermiethen. Dranienftr. 151 v. 4 Tr. 1. 1. Gesch.: Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Andreaspl. Berlin, 2. Gefch. Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. Rabe, Adalbertfir. 94, v. 2 Tr. 1186 38. Geschäft: Benfelstraße 67. Mustergrößtes Lager Berlins. Versilberer auf Leisten verlangt Rigdorf, Berlinerstraße 89, Hof part. Geübte Schirmnäherinnen f. Mittel genres finden dauernde Beschäftig. bei Fels, Werner u. Co., Leipzigerstr. 101/102. Plätterinnen auf geschweifte und grade Umlegekragen in und außer dem Hause sucht M. Treppe, Lothringer 1466 ftraße 16, Quergeb. 4. Möbl. Schlafft. f. 2 Herren b. Ww. Theilnehmer 3. möbl. Zimmer sucht Hammer, Mariannenstr. 26a, 3 Tr. Frdl. Schlafft. f. 1 H., sauber, Dan- Züchtige Gesellen auf Küchenmöbel Frol. Schlafft. an 2 H. fof. od. 1. Sept. zigerstraße 67, H. 4 Tr. b. Schernewsti find. dauernde Beschäft. b. Hartmann, Weißensee, Heinersdorfer Weg 3. Möbl. Zimmer f. 1 auch 2 H. z. verm. Adalbertstr. 5, v. 8 Tr. lints. 1276 Bautifler gesucht Steinmetzstr. 24. Kinderwagen, Bücher gratis. Theilzahlung ge- bei Frau Neiß, Mafferthorfstr. 23, H. I. stattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Schlafstelle Wwe. Thiem, Wrangelstr. 14. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobeh, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Babing, in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 203. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 30. August 1896. 13. Jahrg. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonne- und ihm sogar gedroht hat, er solle gar keine Rente mehr er triebsunfall vorliege, weil die Drainröhren zum Nutzen des ment auf den „ Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Ehemann der Klägerin, wie diese behauptet, bei der Untersuchung| gezogen. Das Schiedsgericht, bei dem dann Berufung eingelegt vom 26. Dezember 1894 starke Schmerzen durch Drehen und Berren wurde, verurtheilte jedoch die Genossenschaft, Jablecki die Rente an dem verletzten Arm bereitet hat, ob er ihn hart angelaffen zu geben. Es führte aus, daß hier ein landwirthschaftlicher Be halten, während es sich bei der Untersuchung doch nur um die landwirthschaftlichen Betriebes verwandt werden sollten; durch Feststellung handelte, ob die Erwerbsunfähigkeit Frenkel's auf das Zurechtrücken des Wagens hätte sich Kläger noch nicht aus 50 pCt. oder mehr zu schäzen sei, kann dahingestellt bleiben. dem landwirthschaftlichen Betrieb hinausbegeben. Der Ge Denn mag die Behandlung, die Frenkel bei der bezeichneten nossenschaftsvorstand beruhigte sich trotz des flaren SachGelegenheit von Dr. Blasius erfuhr, angemessen gewesen verhalts nicht bei diesem Urtheil, sondern legte noch sein oder nicht so viel hat die Beweisaufnahme beim Reichs Versicherungsamt den Rekurs ein. Es ist die Pflicht eines jeden Parteigenossen, für die diese Behandlung seelisch auf das tiefste erregt Verwaltung um eine Auskunft. Es wurde ihm der Bescheid, als unzweifelhaft ergeben, daß Frentel durch Das Rekursgericht ersuchte darauf zunächst die EisenbahnWeiterverbreitung des Zentralorgans der Partei nach worden ist und sein Verhalten von da an bis zu Jablecki hätte in unverständiger Weise und ohne Befugniß dazu Kräften thätig zu sein. Allseitig anerkannt ist die Be- seinem Tode auffällige Veränderungen gezeigt den Bahnwagen fortbewegt. Nunmehr erging das Urtheil dahin, deutung unseres Blattes in dem großen Befreiungs- hat." Aus diesen Sätzen geht hervor, daß das Gericht es aus- daß das schiedsgerichtliche Urtheil aufrecht zu erhalten tampf des Proletariats, und auf das beste bewährt hat brücklich abgelehnt hat, eine Feststellung darüber zu treffen, wie fei. Wenngleich sich F. ungeschickt benommen und ohne Erlaub sich seine knappe, schnelle und genaue Berichterstattung, Dr. Blasius den Frenkel behandelt hat, daß es also auch nicht niß der Bahnbehörde den Wagen fortzubewegen gesucht habe, namentlich während der umfassenden Kämpfe, welche die festgestellt hat, daß die Behandlung eine rohe gewesen sei. Wie sei die für ihn so unglücklich verlaufene Handlung doch dem Arbeiterschaft in den letzten Monaten mit dem Unternehmer- aber ferner der Passus..... .. mag die Behandlung landwirthschaftlichen Betriebe zuzurechnen. thum auszufechten hatte. angemessen gewesen sein oder nicht" ergiebt, hat das Ueber dem politischen und wirthschaftlichen nanten Sinne einer Gericht das Wort Behandlung nicht in dem präg Theil werden aber die lokalen Vorkomminisse Berlins es andernfalls widersinnig gewesen wäre, zwischen einer einer schlechten Behandlung gebraucht, da feineswegs vernachlässigt. Die Besprechungen unserer tom- angemessenen und einer nicht angemessenen Behandlung zu untermunalen Angelegenheiten bringen den Leser in die Lage, scheiden." die Erscheinungen auf diesem wichtigen Gebiet des öffent- Zu wünschen wäre, daß Dr. Blasins, der auch auf dem lichen Lebens genau zu verfolgeu. Der lokale Theil Beschwerdewege, wie ersichtlich, wahrlich keine Lorbeeren gepflückt des Vorwärts" verzeichnet alle Begebenheiten des Tages bat, recht bald aus seiner Stellung als Vertrauensarzt aus und" giebt ein getreues Bild des Vereins- und Ber- schiede, und daß ferner die Berufsgenossenschaften peinlich und giebt ein getreues Bild des Vereins- und Verfür Einrichtungen sorgten, die den im Dienste des Kapitals zu sammlungslebens, welches in Berlin besonders starke Krüppeln gewordenen Arbeitern die Erfämpfung einer Unfallrente Wellen schlägt. weniger beschwerlich als bisher machen. Ebenso widmen wir dem Feuilleton die größte Aufmerksamkeit. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei, ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von Gerichts- Beitung. " 18 Die Untersuchungsfache wider den Bantier Gustav Mosler hier, Bellevuestraße 9, die auf fahrlässige Tödtung lautete, ist dieser Tage auf Beschluß der III. Straftammer des Landgerichts II durch Einstellung des Verfahrens erledigt worden. Herr Mosler ist Pächter der Jagd im Bernauer Stadtforft. Am 8. Februar d. I. hielt derselbe eine Jagd auf Hochwild ab, zu welcher mehrere Stadtverordnete von Bernau und mehrere Förster, Conrad auf Forsthaus Waldkater", Olsdorf aus Schmißdorf und Specht vom Leibnitzsee geladen waren. Um 11 Uhr vorDer Arbeitsnachweis der Maler, Lackirer und An- mittags hatten die Jäger ihre Bläge auf dem Anstande eingenommen. Von dem zur Zeit im Vorwärts" erscheinenden Roman als Minimallohn der Maler 50 Pf. pro Stunde angegeben ist. dasselbe soeben geladen hatte, beim Zuschlagen los. Die Ladung streicher verwendet bei der Stellenvermittlung Karten, auf denen Durch einen unglücklichen Zufall ging Mosler's Gewehr, als er von Bulwer, der in der Weltliteratur einen hervorragenden Der Malermeister Hartung, welcher sich vom Vorsteher des traf den 50 Schritt entfernt stehenden Förster Conrad und drang Blatz einnimmt, liefern wir neu hinzutretenden Abonnenten Bureaus einen Gehilfen hatte zusenden lassen, wollte diesen Lohn demselben in die Brust, so daß schon nach einer Minute der Tod den bis jetzt in unserem Blatte erschienenen Theil gratis nicht zahlen und schickte deshalb den jungen Mann wieder fort. des Verletzten eintrat. Courad war 32 Jahre alt und erst ein nach. Nachdem„ Rienzi" beendigt sein wird, bringen Der betreffende Maler wurde darauf beim Gewerbegericht mit dem Jahr verheirathet. Der unglückliche Schütze wollte sich aus wir aus der Feder von E. Bosquet einen Roman Antrage flagbar, ihm eine Entschädigung für einen Tag zu Berzweiflung selbst erschießen, wurde aber durch seine JagdArbeiterinnenloos", der in meisterhafter Schilderung zusprechen.. Kläger machte, geltend, daß er am fraglichen Tage freunde daran verhindert, stellte sich aber sofort dem Bernauer ein packendes und in seiner Art typisches Bild von der Lage hätte erscheinen müssen. Herr Hartung bestritt allen, die vom bei Gelegenheit eines Lokaltermins gleich nach dem traurigen anderwärts hätte in Arbeit treten, wenn er nicht beim Beklagten Amtsgericht zur Verfügung. Eine Gerichtskommission hat sich der französischen Arbeiterin giebt. Arbeitsnachweis einem Meister zugeschickt werden, das Recht, auf Vorfalle der Ansicht zugeneigt, daß lediglich ein unglücklicher Bujeden Fall die Einstellung fordern zu dürfen, und wünschte fall, aber keine strafbare Verfehlung vorliege. Das Unterin der Sache ein prinzipielles Urtheil. Auch drohte er damit, fuchungsverfahren bat dasselbe Resultat ergeben. Zwar hat die daß die Jnnung für die Beseitigung des Gesellennachweises Staatsanwaltschaft Erhebung und Anklage beantragt, die Beschlußsorgen werde. Zu den Akten überreichte er eine Karte, in welcher tammer hat jedoch die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. er, gleich den anderen Unternehmern des Berufs, zur Benutzung Da indessen die Beschwerdefrist noch nicht abgelaufen ist, so steht des Nachweisebureaus der Gehilfen eingeladen wurde. Darin ist noch nicht fest, ob sich die Staatsanwaltschaft bei der Einstellung nicht auf die Höhe des Minimallohnes verwiesen. Die des Verfahrens beruhigen, oder ob dieselbe Beschwerde beim Kammer III des Gewerbegerichts( Vorsitzender Lohmeyer) lehnte Rammergericht erheben wird. den Antrag des Klägers unter folgender Begründung ab:" Die Frage, ob der Arbeitgeber, der sich schriftlich an den Arbeitsnach die Welt im Kopfe des Wollwaaren- Fabrikanten Eduard Theodor Ganz anders als wie sonst in Menschenköpfen malt sich weis wendet, nun auch zur Einstellung jedes Gehilfen verpflichtet Voigt, in Firma Boigt u. Baumgärtel, welcher wegen Bergehens ihm zugeschickt wird, sei zu verneinen. Der Arbeitsnachweis fei nur eine Vermittelungsstelle, um den gegen die Gewerbe- Ordnung mit einer Geldstrafe von 15 M. be legt worden ift. Dem Herrn Fabrikanten war zur Abschluß von Arbeitsverträgen zu erleichtern; eine Stelle, von Last in gelegt worden, feinem Fabrikbetriebe Ars der die Arbeiter und Arbeitgeber wüßten, daß sie einerseits Arbeiterinnen an beitsgelegenheit, andererseits die Gelegenheit zur Versorgung mit den Vorabenden von Feiertagen über die erlaubten 10 Stunden gefeßlich Stunden hinaus beschäftigt Arbeitern biete. Anders wäre das Urtheil ausgefallen, wenn die Die bekannte Angelegenheit des Dr. Blafins ist noch vom Bureau an alle Arbeitgeber versandten Einladungskarten haben. Die Anklage erblickte die Ueberarbeit in dem Umstande, immer nicht zur Ruhe gekommen. Es handelt sich wie erinner lich, darum, daß der Wittwe eines Unfallverletzten, der nach einer schon einen Vermert, den Minimallohn betreffend, enthalten daß während der Frühstücks- und Vesperpause in der Boigt'schen Untersuchung durch den Vertrauensarzt Dr. Blasius in psychischer hätten, und wenn dennoch Beklagter wegen der Höhe des Fabrik der Betrieb nicht eingestellt, das Effen von den ArUntersuchung durch den Vertrauensarzt Dr. Blasius in psychischer ohne den Kläger nicht eingestellt haben würde. Unzweifel- dem Beklagten auch zugegeben wurde. Troßdem will sich Herr beiterinnen vielmehr während der Arbeit eingenommen, was von Erregung Selbstmord beging, die Unfallrente zugebilligt wurde. G3 wurde angenommen, daß der Unfallverlegte baft wäre dann Hartung verurtheilt worden." Voigt mit diesem Urtheil nicht zufrieden geben, weil er der ( Frenkel mit Namen) von der ärztlichen Untersuchung beeinflußt, Die landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften stehen Meinung ist, daß, wenn auch das Gesez Arbeitsden Selbstmord ausgeführt habe. Daß die Beeinflussung eine den industriellen Trägern der Unfallversicherung" nicht nach in pausen vorschreibe, es doch jedem Arbeiter ganz fubjektive war, wurde für gleichgiltig erachtet. Das Urtheil dem Bestreben, sich möglichst von Verpflichtungen überlassen bleiben müsse, sein Essen während des Reichs- Versicherungsamts wurde in der medizinischen Presse gegenüber armen verunglückten Arbeitern frei des Betriebes einzunehmen oder nicht! vielfach angegriffen. Der betroffene Dr. Blasius hat die Sache auf zu halten. Der Hilfsarbeiter Jablecki war eines Tages beauf dem Beschwerdeweg anhängig gemacht. Jetzt nimmt Dr. Bödiker, tragt worden, Drainröhren von der Eisenbahn zu holen. Der Stöcker- Prozeß. Der auf den 4. t. M. angesetzte Termin der Präsident des Reichs- Versicherungsamts, zu der Sache das Wort. Eisenbahnwagen mit den Röhren befand sich an einer Stelle, gegen den Redakteur der„ Neuen Saarbrücker 3tg." Schwuchow In der Deutsch. med. Wochenschr." erklärt Dr. Bödiker, daß das an der es unmöglich war, das Verladungsgeschäft zu vollziehen. ist auf Antrag des Rechtsbeistandes des Klägers, Hofpredigers Reichs- Versicherungsamt gar nicht festzustellen brauchte, wie Jablecki ergriff deshalb einen Hebel, um den Wagen damit weiter a. D. Stöcker, bis zum 4. Nopember vertagt worden. Ferner Dr. Blasius den Unfallverlegten bei der Untersuchung behandelte. zu bewegen. Hierbei rutschte er aus, fiel hinterrücks auf eine foll Hofprediger Stöcker eine zweite Klage gegen den Redakteur Dr. Bödiker schreibt: Eisenschiene und verletzte sich den Kopf. Der Vorstand der eingereicht haben, weil diefer in seinem Blatte behauptete, " In dem Urtheil heißt es zu Beginn der Begründung der posenschen landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft verweigerte Stöcker pflege, nachdem er die Klage Anträge gestellt habe, zu, getroffenen Entscheidung, der einzigen Stelle des Urtheils, an der J. die später von ihm beantragte Unfallrente mit der Bekneifen". von der Behandlung" des Frenkel durch Dr. Blafius die Rede gründung, er habe sich die fragliche Verlegung nicht im landist, wörtlich wie folgt:„ Ob der Dr. Blasius dem verstorbenen wirthschaftlichen Betriebe, sondern im Betriebe der Bahn zu 1,10 M. für den Monat September entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungsliste für 1896 unter Nummer 7277.) Redaktion und Expedition des„ Vorwärts". nun " Soziale Rechtspflege. Sonntagsplandevei. ift, Der = Aut Schlachten in den Straßen Konstantinopels, und noch ist das Ende die Naiven in ihrer gerechten Entrüstung erbosen. Sie wenden nicht abzusehen. Was thut's? Tsching- Tschang nickt und lacht, wie es sich flehentlich an ihre Gözen: Züchtigt doch die Missethäter, Grell auflachen könnte man über den grotesken Herenfabbath im Boffentouplet heißt. Wozu wäre man realpolitisch und in tretet den Fanatisirten und einer verwahrlosten Soldateska entdrunten am Bosporus, wäre er nicht so blutig und düster und der Schule des Staatsmannes ohne Gleichen aufgewachsen. Man gegen. Aber alles Flehen und Vorwärtstreiben ist umsonst. Wie voll vom grausamen Menschenelend. Welche feltsamen nimmt also die staatsmännische Miene an und lächelt über soll der Götze vorwärtsschreiten, wenn er auf thönernen Widersprüche, welche merkwürdige Fronie! Da fißen sie legen: Was ist uns Hetuba? Nicht laut und vordringlich Füßen steht? Die mitleidigen Seelchen indeffen schwärmen beieinander, die gewichtigen Diplomaten, die sich genug betont man sonst sein Christenthum. Nun aber heißt andächtig weiter. Selbst aus einem so frostigen Paradestäck, wie immer noch den Anschein geben müssen, als sinnen und brüten es, nur feine fentimentalen Gefühlsduseleien. Keine die russisch- österreichische Raiserbegegnung war, faugen fie neue sie über schweren Geheimnissen. Sie seufzen unter der Last der Sympathien mit Rebellen, wenn sie auch Christen sind. Noch Hoffnung. Vielleicht war doch in Wien eine energische AusVerantwortung, die ihnen auferlegt ward. Weh, daß gerade sie ist es in völliges Dunkel gehüllt, wie das fürchterliche Blutbad sprache gepflogen worden und das entfehliche Morden in der gefandt waren, die rebellische Welt dort unten wieder ein- entstehen konnte. Aber nach tiefer liegenden Ursachen wird nicht Türkei wird ein Ende nehmen. Die Geberdenspäher von Beruf zurenken. Die Weisen aus dem Abendlande! geforscht. Das armenische Karnickel hat nun einmal angefangen. und die höfischen Berichterstatter wußten so mancherlei Man braucht dies Karnickel; denn man kann dann in staats- besonders herzliche Züge aus dem Beisammensein der Monarchen männischer Bequemlichkeit vergnügt über den geringfügigen zu erzählen. Welche wonnevollen Schauer für ein frommes Putsch hinwegsehen, den eine verrottete Raffe gegen die an- Gemüth, das in unverbefferlichem Optimismus an seiner letzten geftammte Obrigkeit verübt hat. Hoffnung, an seinem:„ vielleicht doch hängt! Die armen geplagten abendländischen Staatsphilosophen. Haben sie nicht mit tiefem Ernst Tag um Tag staatsmännischen Raths gepflogen? Haben dieselben Weisen aus dem Abendlande nicht mit feierlichen Mienen dekretirt: JIm Namen der glorreichen europäischen Kultur herrsche fortab Ruhe im Das Wort von der verrotteten Rasse gehört ebenfalls zu den So lange wurden Hymnen auf den bewaffneten Frieden Morgenlande? Haben sie nicht Noten um Noten gewechselt, füße, alten Praktiken früherer Staatsmänner, die seinerzeit ja den Spruch gesungen, in den mannigfachsten Variationen der liebliche Noten, freundlichen Zuspruchs voll und wiederum von den wilden Ländern à la Schweiz geprägt haben. Man Grundsatz gepriesen: Wenn du Ruhe haben willst, rüste bange, schwer mahnende Berbalnoten"? Und doch ist all dieser verallgemeinert einfach. Das ist wiederum fo bequem. Es ist zum Krieg. In Wort und Bild war der bewehrte Frieden Aufwand umsonst verthan. Die Dinge nehmen ihren Verlauf möglich, daß neben religiösem Fanatismus wirthschaftliche Gründe als Schußgeist unserer Kultur gefeiert worden; ja selbst und Erschütterung folgt auf Erschütterung im Türkenreiche. bei dem Gemegel gegen die Armenier mitspielten. Ein orientalisches die Kunst, so predigte man, fann nur unter feinem Schirm ge Es ist ein bitter komisches Schauspiel, unsere abendländischen Volkswort kennzeichnet den Armenier als einen Schmaroßer, als einen deihen. Kein Bildhauer- Atelier fast gab es mehr, in dem nicht Weifen zu beobachten. Wie sie mit dem ganzen Stolz west- Mann mit liftigen faufmännischen Instinkten, der jeden Zigeuner eine allegorische Gestalt des bewaffneten Segenspenders ge europäischer Gesittung sich rüsten und thun, als könnten sie überzigeunert. Zugegeben, daß das Volkswohl recht hat und schaffen worden wäre. Gegen Gefahren, die noch weit in der Kulturwunder verrichten. Ein paar wüste, wilde Ereignisse aber daß die Sucht, seinen Nächsten zu übervortheilen, den kauf Ferne liegen, wurde das einzige Anheilmittel ausgerufen. Und wie und die gepriesene soziale Herrlichkeit der europäischen Welt liegt männischen Armenier in den Städten des Orients viel zärtlich wurde es von allen europäischen Völkern gepflegt! ohnmächtigzu Boden, ein Kinderspott. Was hilft es, daß man wiederum fach verhaßt gemacht hat, wie. tann man darum Soll man es da nicht begreiflich finden, daß gutmüthige Menschen das anarchistische Schreckgespenst heraufbeschivört und das alte Mär- gleich generalisiren? Sind die tausende der baumstarten fast verzweifelt find, weil der Schutzgeist der Bölfer Europa's chen von anarchistischen Wühlereien, die unter den Armeniern Em- armenische Kulis in Konstantinopel, die in schwerster Arbeit im Augenblicke so gänzlich versagt? Bulkanische Flammen pörung geschaffen hätten, aufwärmt? Der armselige, abgebrauchte feuchen, um ein paar Piafter für die armselige tägliche Moth- brechen unheilverkündend nicht in entfernten Bonen, viel Wiz verfängt heute kaum mehr bei den verschüchterten Angst- durft zu erringen, sind die tansende von armenischen Klein- mehr in unserer Nähe hervor und der Genius des philistern. Dies Gaufelspiel ist zu oft angewandt worden. Man bauern beutegierige Schmaroker? Und wenn die vornehmsten bewaffneten Friedens läßt die lahmen Flügel sinken. Die muß schon verwickeltere Finten ergrübeln, um den Herrlichkeitswahn Stüßen unserer Gesellschaft, wenn die Zierden der bürgerlichen Welt, Diplomaten rücken näher zusammen und rathen und grübeln un der Herren Europa's aufrecht zu erhalten. Und ergöhlich genug wenn die Gold- Heroen Amerika's und Europa's, die vielange- abläffig; inzwischen praffeln die Flammen lustig weiter und ist es zu sehen, wie man sich dreht und windet, um die gefähr- staunten Wundergrößen unserer Tage nach ihrem findigen Profit ein Spettafelstück, das ein grimmiger Hohn anf alle Menschlichliche Wahrheit nicht eingestehen zu müssen. Es ist aus mit Genie gemeffen würden, wären sie denn da vor Schlägen feit, wird fortgespielt. Man ist gebunden an Händen und der abendländischen Weisheit. Es ist eine lächerliche An- sicher? Füßen und heuchelt fieberhafte Geschäftigkeit. Wenn jetzt ein maßung, den Friedensrichter in der Welt spielen au Auf der einen Seite die Staatsmänner, die die innere Ohn- fatirischer Künstler erstünde, der könnte eine beißendeJllustration wollen, wenn man selber in ewiger Unluft lebt und macht gerne mit überlegenem Phlegma verdecken möchten zur Gemeinsamkeit der der Intereffen Völker Europas schaffen: trampfhaft ängstlich die Pulsschläge des Nachbars belauscht, ob auf der anderen die ungeduldigen erregten Gemüther, die Wie die abendländischen Weisen die Brandstätten im Orient um er nächstens noch Ruhe halten werde, ob nicht. mit heißblütigen Bitten und Beschwerden sich an die stehen, und wie keiner von ihnen zu löschen sich erbreistet, weil Was für Mühen, um die Jülusion der kraftgeschwellten Vertreter der Mächte wenden, den Greueln mit Ernst er einen tückischen Nackenschlag von seinem Nachbar befürchtet. europäischen Gesellschaft aufrechtzuerhalten. Ein mörderisches Einhalt zu gebieten. Das ist besonders kostbar, wie sich Hoch lebe der Genius des bewaffneten Friedens! Alpha. Als Werthpapier aufzubewahren? 21100 Unkostenverkleinerung durch Miethsersparniss and Einschränkung der Insertionsspesen sind die Factoren, mit denen ich arbeite. Die Leistungsfähigkeit eines Kaufmanns gipfelt ausgestattet mit allen Annehmlichkeiten der Neuzeit, wird meinem Umfaße angemessen in Bimmern Zimmern 22 Schaufenstern-39 elektrischen Bogenlichten, ca. 120 elektrischen Glühlampen, feit Alters her hauptsächlich in dem Bestreben, den Umsatz so groß wie möglich, die Untoften so Berlin bis 60 000 Mark Miethe bezahlt. tlein wie möglich zu gestalten. Beides ist mir in meinem eigenen Haufe auf das GläuDer kleinere Theil meines Hauses bringt mir mehr Miethe, als ich hypothekarische zendste gelungen. Binfen zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem freundlichen Leser als Aufklärung dafür Für Geschäftsräume wie mein Etablissement, bestehend aus 3 Etagen genügen, daß ich bei dem grossen Umfange meines Geschäfts noch bedeutend eines Grundstücks von 50 Ruthen Flächeninhalt mit 29 Räumen, bestehend aus Sälen und billiger als bisher verkaufen kann. glumaca pris Mein Etablissement, welches zu den größten Sehenswürdigkeiten am Plaze gehört, steht Jedermann offen und sind meine Angestellten angewiesen, in zuvorkommendster Weise jeden Besucher mit dem Lager vertraut zu machen. Jeder ist willkommen, auch der Nichtkäufer. Nach der Aussage einer berufenen, mir gegnerisch gesonnenen Gesellschaft ber Tabaksbranche verkaufe ich schon 100 resp. 1000 Cig. billiger, als man hier Arbeitslohn bezahlt. Troßdem laffe ich nicht in Zuchthäusern arbeiten, taufe auch nicht von Fabrikanten, welche in Zuchthäusern fabriciren laffen, da bekanntlich in Zuchthäusern sehr unzuverlässig gearbeitet wird. Meine Force besteht in den Einkäufen allergrößter Posten. Billigste Cigarrenquelle Deutschlands für Raucher, Restaurateure u. Händler! Bitte zu beachten! Um dem Beſteller und Käufer jeden Zweifel über ein etwaiges Rifico zu nehmen, versende und verkaufe ich von heute ab nur zur Ansicht, nach Rücksendung der Waare anstandslos nebst allen gehabten Auslagen zurückerstattet wird, und können alsdann 4 Probe- Cigarren von jeder Marke unentgeltlich geraucht werden. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland: Lesern, welche sich auf diese Zeitung beziehen, gewähre ich bei 500 Stck. 3%, 1000 Stek. 5%, 2000 Stek. 8%. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2,25 MK. find von Francatur und Rabattgewährung ausgeschlossen. Unter 100 Stück werden nicht versandt. und zwar erlegt der Käufer den bezahlten resp. durch Nachnahme erhobenen Betrag nur als Unterpfand, welcher im nicht zusagenden Falle Permanentes Lager von ca. 3 Millionen Cigarren, Cigarren à la Manilla rein aus Tabat fabricirt, würzig und Marke Royal- Bock, ca. 11 cm Ig., ca. 5%, em Umfg. An dieser Cigarre Marke Campos, ca. 10 cm Ig., 5 cm Umfg. Eine Partie voll im Geschmack 100 Stc. ca. 9 cm Ig. Mk. 1,25, 100 Std. 10% cm Ig. Mk.1,50. Der Porto- Ersparniß wegen empfiehlt es sich, von diesen Marken Originalpackete von 200 Std. zu beziehen. Marke Pikfein, hochelegante Façon, ca. 10 cm Umfg., angenehm würziger Geschmack und 100 Std. Ig., ca. 5 cm Aroma, per Mk. 2,25. Marke 4, ca. 11 em Ig., ca. 6 cm Umfg., sehr schöne Rauch cigarre, tadellofer Brand, mild im Geschmack, in Papier unsortirt verpackt, pr. 100 Stet. Mk. 2,50. Marke Exquisita, ca. 10%, cm Ig., ca. 5 cm Umfg., toftete früher bei mir 3,50, jetzt nur per 100 Std. Mk. 2,75. • B . weidet sich das Auge ihrer schönen Form wegen und der Gaumen an dem milden Wohlgeschmack; aus Brasilianischen und Oft indischen Tabaken hergestellt, wird sie den Geschmack selbst des übersättigtsten Rauchers befriedigen. Des geringen Nicotingehalts wegen in sanitairer Beziehung sehr zu empfehlen. pr. 100 Std.. Mk. 4,50. Marke Havana- Mexico, ca. 9%, cm Ig., ca. 5 cm Umfg. Bockfaçon. Während wir aus Mexicanischen Tabaken sonst träftige Cigarren zu rauchen gewöhnt sind, ist diese von einer Milde und von einem so kostbaren Aroma, daß es dem raffinirtesten Raucher sowohl wie dem befähigtsten Fabrikanten ein Räthsel bleiben wird, wie es möglich ist, dieselbe für nachstehenden Preis zu verkaufen. Ihr Stich( der Raucher wird mich schon verstehen) gleicht der feinsten cubanischen Havana- Cigarre. pr. 100 Std. Mk. 4,50. Marke Havana- Mexiko ,, St. Andres I. Auslese", ca. 9 cm. Mk. 5,-. lang, ca. 5 cm. Umfang, per 100 Stück Man bemerke, ob leicht oder kräftig. . Bremenfer Cigarren, Havana- Decke, Bahia- Felix- Einlage, welche demjenigen den außerordentlichen Wohlgeschmack bieten wird, der sich an einer kräftigen Cigarre delectiren will. pr. 100 Stk. Mk. 5,50. Marke Bahia Feix, Bodfaçon, ca. 10%, em Ig., ca. 5 cm Umfg., 94er Ernte. Im Geschmack ist sie die beste Vermittlerin zwischen zarten cubanischen und Havana Gewächsen, und sie entbehrt durch die wohlgelungene Tabatcomposition jene Schärfe, die auf flotte Raucher belästigend wirft." Niemand wird diese Cigarre bei Seite legen, ohne nach kurzer Entbehrung durch ihre Vorzüge und Reize immer wieder von Neuem befiegt zu werden. pr. 100 Std. Mk. 5,00. Gine Rifte, 250 Stück enthaltend, franco über ganz Deutschland für. Mk. 12,50. Marke Import, Handarbeit( Metzsche Preffe), ca. 11 cm Ig., ca. 5 cm Umfg., schlägt diese Cigarre vermöge ihres foftbaren Aromas, saftigen und doch milden Geschmackes eine Import cigarre, die den vierfachen Preis hat. Eine Kiste, 250 Stück enthaltend, franco über ganz Deutschland.. Mk. 15,50. Marke Sarasate( Havana). Ein Gemisch von so hervorragenden Eigenschaften, das der raffinirteste Raucher nicht unter 10 Pfg. tariren wird; ca. 9 cm lg., ca. 5 cm Umfg. pr. 100@tet. Mk. 6,50. Marke Servantes, fräftige, vollwürzige Havana- Cigarre, circa 11 cm lang, 5 cm Umfg., deren Werth den sehr geringen Preis bei Weitem übertrifft. Diese Cigarre ist namentlich demjenigen zu Sie ist von berauschendem empfehlen, der sich dem Wohlgeschmack einer fräftigen, vollAroma und kann trotz ihrer Größe mit Cigarren zum doppelten Mk. 7,50. Preise verglichen werden, pr. 100 Std. Neue Marke Piccolo, 8 cm Ig., ca.4 cmlmfg.- Sanft wie der Ton der Flöte, ein Nippsächelchen, an dem Auge und Gaumen fich ergöht. Wer sich im Concert oder Theater 20 Minuten dem Genusse einer edlen Mischung rein überseeischer Tabate hingeben will, empfehle ich diese Cigarre auf's Beste. In 4 echten Cedernholzbehältern à 25 Std. Per 100 Std. t. 3,00, jede Sigarrentasche erfeßend- Originalfifte 200 Std. enth. Mk. 4,50. Marke 5, ca. 10% cm Ig., ca. 5 cm Umfg., Bock- Façon, eine Saloncigarre von großartigem Aroma, per 100 Stat.. Mk. 3,00. Marke Manilla, ca. 10%, cm Ig., an der Brandfläche circa Marke Regenerativ- Cigarre, ca. 10%, em Ig., ca. 5 cm Umfg. Gine 5 cm Umfg., pr. 100 Stck. Mk. 3,50. Cigarre, die man dann raucht, wenn keine andere schmeckt. Viele Raucher haben Abneigung gegen Manilla- Tabat, weil Ihres entzückenden Aromas und Geschmacks wegen, unterstützt der Geschmack desselben seiner Schwere und Schärfe wegen haliren, d. h. den Rauch zu schlucken. Früher verkaufte ich durch die außerordentliche Milde, reizt diese Cigarre zum In Augen und Gaumen belästigt. Nichts von alldem hat diese Cigarre; abweichend von der echten Manilla ist sie von der dieselbe um 20 pet. theurer, obgleich die jetzige im Geschmack Mk. 5,25. außerordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten Zuver- die ehemalige weitaus überragt. pr. 100 Std. lässigkeit im Brande und von töftlichem Aroma.- Insbesondere Marke Caesar Regalia, ca. 18 cm Ig., ca. 5 cm Umfg. Eine ift diefe Cigarre auch Statspielern zu empfehlen, da sie erstlich Brafil- Gigarre, worin fich milde Würze und feinstes Aroma paart. sehr sparsam und von außerordentlich zuverlässigem Brande ist. Diesen Tabak habe ich nicht weiter zu empfehlen nöthig.( Ge- Marke Caderon, Havana, Handarb.( Metzsche Preffe). Decke Ha Marke Universal, ca. 11 em Ig., ca. 5 cm Umfg., Salon- u. Prome- wicht pr. 1000 Std. ca. 20 Pfd.) Trotz der kolossalen Größe vana- Blätter- Auslese, feinste La Cruz des Almas- u. Havana- Ginl., ( in Papier verpackt) pr. 100 Etd... Mk. 5,00. wird diese Cig. sowohl in Bezug auf ihre ideale Form, wie Brand naden- Cigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und Ge- Marke Raphaëli 3, Bodfaçon, ca. 10%, cm Ig., ca. 5% cm Unifg. und Geschmack bei jedem Kenner den Gipfel des Wohlgeschmacks schmack. Steigert den Genuß, je mehr man davon raucht. Aus feinstem Vorstenlanden u. Bahia- Felix zusammengefeßt, habe hervorrufen, außerordentlich milder Geschmack; sie parfumirt in hocheleganter Berpackung 4 mal gebündelt, per 100 Stat. ich die Gig. mit meinem Namen bezeichnet, weil ich in dieser jeden Salon und ist besonders nach jedem Diner zu empfehlen. Mk. 3,75. Mischung das Allerbeste zu liefern glaube. Bei voller Würze Bei letzterer Marte, welche aus einer aufgelösten Gig. Fabrik Marke 9, ca. 11 cm. Ig., ca. 5 cm. Umfg., Regalia- Facon, ist sie mild und saftig, ohne die Respirations- Organe im Ent herrührt, geht bei der Calculation 33% pet. verloren. per 100 Std. Mk. 4- fernteften zu belästigen. pr. 100 Std... Mk. 5,25. ca. 10 cm lg., ca. 5 cm Umfg., pr. 100@td...Mk. 9,-. · l . Jacques Raphaëli, Berlin, jetzt spandauer Brücke No. 2. Sämmtliche Abtheilungen meines Etabliffements find Wochentags bis 10 Uhr Abends and Sonntags während der polizeilicherfeits erlaubten Stunden geöffnet. Mein Inferat, Schuhwaaren, Garderobe, Hüte für Herren und Knaben betreffend, fiehe Seite 4, 2. Beiblatt. Trauringe 48822* Künstl. Zähne, reell Dutaten, gestempelt 980. 2 Dutat. 22,50 M. 1/2 Dutat. 17,50 m. Kronengold gestempelt 900. 7 Gramm 20,50. 514 Gramm 15,50 m. Alle anderen Goldsachen ebenso reell. part., nahe der Oranienburgerstraße. Gegr. 1840. Hugo Lemcke, Auguftstr. 91, Wer- Stoff- hat! fertige Anzug, 20 M., feinste Bu thaten, saubere Arbeit, zwei Anproben, Hofe 3,50. Münzftr. 4, Engel. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerzloses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123. Enorme öbel-, Spiegelu. Polsterwaaren- Fabrik vont 5664L A. Schulz, Reichenbergerstraße 5. Liefere Wohnungs- Einrichtungen unter Garantie in Nußbaum und Mahagoni von 240, 300, 400, 500, bis 6000 mt. in anerkannt gediegener Ausführung. Silligte Preisberechnung. Preislisten frank. Berlin C. 4, [ 280418 Borrache zurückgesetter: Möbel- Verkauf Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig. Teppich- Haus Emil Lefèvre, Oranien Berlin S., 158. Bojen! Anzüge! Baletots! M. Wolff's Nähmaschinen, Neue Grünstr. 27. Prachtkatalog nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälfte Roftenpreis Münzstraße 4, Engel. Herrenanzugreste. Reste zu Knabenanzügen!! Gelegenheitstäufe, umsonst zuge schnitten, Herrenhofen- Refte spott billig Münzftr. 4, Engel. Unfallsachen, Bugger, Stegligerſtr.65. Klagen, Eingaben. Fahrräder prima Fabritat, niedrigste Raffepreise, Theilzahlungen bei 50 M. Anzahlung und wöchentlich 5 M. geftattet. Meine Hamburgerstr. 24/25. 48 Mk. find die anerkannt besten und dadurch in ganz Deutschland sehr stark eingeführt. Meine hocharmige Familien- Nähmaschine, sehr elegant, mit allen Nenerungen der Jektzeit versehen( für Damenschneiderei und Hausbedarf), mit Verschlußtasten und zum Fußbetrieb eingerichtet, intl. sämmtlicher Apparate und Verpackung fof nur 48 M. Alle Arten Schneider- und Schuhmacher- Maschinen, dementsprechend billigste Preise. 30 tägige Probezeit und mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! 5jährige ſchriftliche Garantie. Jede Maschine, Größtes Teppichhaus Berlins die nicht gefällt, nehme auf meine Kosten zurück. Profpite mit Anerkennungen tostenlos und frei. Große Auswahl, mittler auch einfacher Ausführung Möbel Berliner Möbel- Halle Norden Inh. Richy. Thiele, Ackerstr. 120, nahe Gartenplay. Theilzahlung. Monatl. v. 10 M. an liefert elegante Anzüge nach Maak Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 r. * bes Möbelspeichers Rosenthaler Strasse 13. Wegen beabsichtigter Bergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager zu noch nie dagewefenen Preisen. 8um um zuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, fo= wie einzelne Stüde gebiegen und billigst einzutaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige stch Die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche diefelben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Ber taufe ganze Einrichtungen, fowie einzelne Stüde ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelhändler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spottpreisen: Kletderspind 15 Mart, NußbaumKleiderspind 30, Muschel Kleiderspind 35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatraße und Keiltiffen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaur mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschs garnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagoni Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. Kein Ab zahlungsgeschäft. Eigene Tapezierwerkstätten, Dier große Möbelspeicher. Gekaufte Möbel tönnen toftenfret auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann burch eigene Gefspanne sauber transportirt und aufgeftelt, auch nach außerhalb. Rixdorf, 27, Berlinerstr. 27 1 links. Verkäuflich! Nußbaum- MuschelKleiderspind, Vertikow, Schlafsopha, Muschelspiegel, Bettstelle, Ausziehtisch. 57422* Schlagregulator spottbill. Achtung! I. Wahlkreis. Achtung! Arbeiter- Bildungsverein Dienstag, den 1. September, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Grosse Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: --208/11 Vortrag des Genossen J. Timm über:. Rampffmeyer's Geschichte der modernen Gesellschaftsklassen in Deutschland". Diskussion. Anträge zur Brandenburger Konferenz. Wahl der Delegirten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, 31. August, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, by Kommandantenstr. 20: Volksversammlung. Vortrag des Genossen Theodor Mehner über: Ferdinand Lassalle und seine Bedeutung für die Arbeiterbewegung. 213/14 Die Vertrauensperson. Achtung! IV. Wahlkreis. Schöneberg. Am Montag, den 31. August, abends 8 Uhr: Versammlu bei Obft, Grunewaldstr. 110. Vortrag des Genossen Faber: Die Bedeutung Lassalle's für die Arbeiter. 154b Der Vorstand. Täglich:< Warmes Frühstück 5 O zur O Auswahl. می Zur alten Linde обо Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell, u. dunkl. Lagerbier Weissbier. B. Nieft's Festsäle, 17, Weberstrasse 17. Zur bevorstehenden Saison 1896/97 Dienstag, den 1. September, abends 8 Uhr, bei Keller, auch zu Bersammlungen täglich. Koppenstraße 29: Partei- Versammlung. Tages- Ordnung: 287/4 Stellungnahme zur Brandenburger Konferenz. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann: Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 31. August, abends 8½½ Uhr, im Lokale des Herrn Marten, Friedrichstraße 236: Gedächtnißfeier unserer verstorbenen Vorkämpfer unter gefälliger Mitwirkung des Männer- Gesangvereinsreuzberger Harmonie". Feftrede hält der Reichstags- Abgeordnete Fritz Zubeil. sind noch mehrere Sonnabende frei, Genossen empfehle mein Keller's Festfäle, Koppenffrahje 29. Sonntag, den 30. August 1896: Lassalle- Feier veranstaltet von den Parteigenossen des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises( Osten). Vokal- u. Instrumental- Konzert. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker ausgeführt. Auftreten der Gesellschaft Strcelewicz. Turnerische Aufführungen am Reck. [* Deklamatorische Vorträge des Herrn Büchner. Weiß- u. Bayerischbier- Lokal. Gesangsvorträge mehrerer Gesangvereine Daselbst ist auch ein Vereinszimmer m. Piano zu verg. Wilh. Heidrich Dunckerstr. 2 a. Empfehle meinen Frühstücks-, 49642* Mittags- und Abendtisch, Anfang 4 Uhr. ( Ihn und Liedesfreiheit). 1 Grosser Tanz. B. Liebehenschel, Mariannenstr. 48. n haben. 0. Schmidt's Restaurant, Hochstr.32a. Saal f. Vereine und kleinere Geſellſch. Mittags tisch, höchst fräftig u. reichlich, à 50 Pf. Elsasserstr. 38, I. Empfehle Genossen u Freunden meine in Pankow, Brehmestr. 16, befindliche Restauration! Gute Speisen u. Geträufe. Heinr. Hoffmann, bish. Hutm Zu dieser öffentlichen Bersammlung haben nicht nur die Männer, 2 Vereinszimmer mit Biano sondern auch die Frauen Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 238/ 15* Deutscher Holzarbeiter- Verband. Vertrauensmänner Versammlung der Drechsler im„ Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27. am Montag, den 31. August, abends 8 1hr, . Tages Ordnung: 1. Unsere Forderungen und wann gedenken wir dieselben zu stellen? 2. Die Pflichten der Vertrauensmänner zur Lohnbewegung. 3. Verschiedenes. Vertrauensmänner- Karten und Mitgliedsbuch legitimirt. Karten werden in der Versammlung ausgestellt. fein. Jede Werkstat muß unbedingt durch einen Vertrauensmann vertreten Die Ortsverwaltung. Parquetbodenleger. Vertrauensmänner- Versammlung E am Montag, den 31. August 1896, abends 8 Uhr, bei Schöning, Köpnickerstr. 68. Tagesordnung: Unsere gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse. Bezirksversammlungen: Für Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt am Montag, den 31. August, abends 7 Uhr, in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Grempe über: Sumanität und Todesstrafe." 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle Tischler, die in Pantom arbeiten 20 und 40 Pers. fassend, sind noch an einigen Tagen in der Woche zu verg. 57002* Fritz Linke, Jüdenstr. 36. Arminhallen, Kommandanten- Strasse 20. Süle Fetlichkeiten und Versammlungen. 8 Vereinszimmer. 57102* Billets 25 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen Achtung! Un Achtung! Konzerthaus„ Sanssouci". KottbuserSonntag, den 30. August 1896: Strasse 4a. Lassalle- Feier arrangirt von Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises ( Büdom). Großes Vokal- und Inftrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine. Feftrede. Humoristische Vorträge. Nach dem Konzert: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Einlasskarten à 20 Pf. find in allen mit Plakaten versehenen Lokalen 287/2 4 Sale Berfamutungen zu haben. und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. Englischer Garten", Alexanderstr. 27c. Amt 7, 1576. Arbeitsnachweis der Maler, Lackfirer, Anstreicher. Amt 7, 1576, Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstr. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten Fest fäle zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, Kommerse, Versammlungen 2c. 5594L* Wwe. E. Schmiedel. Fey's Gesellschaftshaus Brunnenstraße 184. Jeben Sonntag: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Empfehle meinen bis zu 500 Personen faffenden Saal den Vereinen zu Verfammlungen u. Vergnügungen. 56248* und in Berlin wohnen, besonders eingeladen. Die Kollegen werden ersucht, Gesellschaftshaus zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Friedrichsberg- Rummelsburg. 76/6 Swinemünderstr.35 Montag, den 31. Auguft, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Heinike, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße Nr. 11. Zages Ordnung: gelegenheiten. 4. Werkstatt- Angelegenheiten. Jeden Sonntag grosser BALL Die Kaffeeküdje ist den Damen von 3 Uhr an geöffnet. Der Vertrauensmann. Brauerei Stralan. Sonntag, den 30. August 1896: Lassalle- Feier arrangirt von den Genossen der Ortschaften: Rummelsburg, Stralan, Friedrichsberg u. Friedrichsfelde unter gütiger Mitwirkung der örtlichen Gesangvereine. Grokes Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Zivil- Berufsmukker unter Leitung des Dirigenten Schonert. Auftreten der Volkshumoristen Fischer und Michel. Theater- Vorstellung. Brillant- Feuerwerk, ausgeführt vom Kunstfeuerwerker Herrn Bock. Große Fackel- Polonaise, jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Raffeetüche ist von 2 Uhr ab geöffnet. * diesel Jm Saale: Grosser Tanz, Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Raffeneröffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billets 25 Pf. Programm gratis. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. u. täglich Spezialitäten- Vorstellung. 224/7 Säle für Vereine zu Festlichkeiten, Das Comité. Bersammlungen mehrere Sonnabende L. Keller's Festsäte, Roppenstr. 29. noch fret. Sonnabend, den 12. September 1896: 1. Bortrag des Genoffen Kotzke. 2. Distuffion. 3. Verbands AnZu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Werkstellen eingeladen: Holstein, Frankfurter Chauffee 121. Stappelberg, Frankfurter Allee 195. Heinzel, Frankfurter Allee 197, Weise, Frankfurter Allee 198. Plaat& Eichholz, Frankfurter Chaussee 121. Arndt, Stummelsburgerstr. 71. Feen- Palast, str. Achtung! Kürschner. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschner- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 31. August 1896, abends 8½ Uhr, im ,, Alten Schützenhause", Linienstr. 56. Tages Ordnung: 95/6 1. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission. 2. Abrechnung der Vertrauenspersonen für das erste Halbjahr 1896. 3. Aufstellung eines Tarifs der Müßenbranche für die Sommer- und Wintersaison 1897. 4. Verschiedenes. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen der gesammten Kolleginnen und Kollegen dringend erforderlich. Die Vertrauenspersonen. Leder- u. Galanterie- Arbeiter u. Arbeiterinnen ( Portefeuiller). Dienstag, den 1. September 1896, abends 8, Uhr, bei Henke, Naunynstr. 27: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: " 1. Bortrag des Herrn Adolf Hoffmann über Das moderne Raubritterthum". 2. Bericht über den Stand des Streits. 3. Berschiedenes. 103/15 Die Lohnkommission. Hübner. BurgDirektion: Winkler& Fröbel. Größtes Vergnügungs- Lokal Berlins, steht auch während der Sommermonate größeren Bereinen u. Gesellschaften zit Versammlungen und Festlichkeiten unter sehr tulanten Bedingungen zur Verfügung. Sprechſt: vorin. Den babes von 11-1 Uhr im Bureau des Feen- Palast und Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert des Dirigenten- Verbandes für Berlin u. Umgeg., ausgeführt von bem Dirigentenchor, bem Berliner Damenchor, bem Malmène'schen gem. Chor, ben Gefangvereinen: Grüne Elohe, Kreuzberger Harmonie, Froh Hoffnung, Morgengrauen und Zukunft, den Mitgliedern: Herren Zimmermann, Rietsch, von 8 Uhr im Alcazar( City- Passage). Tietz, Malmène, unter gütiger Mitwirkung des Cello Virtuosen Hinaus! Ringkampf. nach Hinaus! Adlershof Vorstellung. zum lieben Vater Wöllstein! Treptow. Restaurant z. Karpfenteich. Jeden Sonntag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Gr. Ball. Raffeeküche von 8 Uhr an geöffnet. Entree frei! 5688L* Hermann Otto. Herrn C. Struss. Anfang 8 Uhr. Programm intl. Liedertexte 80 Pf. Borverkauf bei sämmtlichen Mitgliedern des Verbandes, sowie beim Restaurateur Herrn Klages, Gr. Frankfurterstr. 20, Ecke der Koppenstraße. Nach dem Konzert: Tanzkränzchen. Um zahlreichen Besuch bittet Das Comité. C. Lubach, Lausitzer- Plat 1, II. Rud. Tietz, Jnvalidenstr. 129, I. Etablissement ,, Süd- Ost" Waldemarstrasse 75. 56942 Jeden Sonntag: Großer Ball. Anfang 5 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei. Ferner empfehle meinen Saal, 500 Personen faffend, zu allen Vereinsfestlichkeiten und Versammlungen unentgeltlich. Hermann Brüsler. Cohn's Festsäle 5585 Beuthfr. 20( im Industriegebäude). Empfehle Festsäle( 100-1000 Personen faffend) meine zu Versammlungen und Vergnügungen zu den koulantesten Bedingungen. Vereinszimmer von 20-100 Personen. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading, in Berlin. Als Werthpapier aufzubewahren! Einschrünkttitg der Jnsertionsspeseu find die Factoren, mit denen ich arbeite. Die Leistnugsfähigleit eines Kanftnanns gipfelt seit Alters her hauptsächlich in dem Bestreben, den Umsatz so groß wie möglich, die Unkosten so klein wie möglich zu gestalten.-- Beides ist mir in meinem eigenen Hause auf daS Glänzendste gelungen. I Für Geschäftsräume, wie mein vtabliffement, bestehend aus 3 Etagen eines Grund- ; stücks von 50 □ Ruthen Flächeninhalt mit 38 Räumen, bestehend aus Zäleu und Zimmern — 22 Schaufenstern— 30 elektrischen Bogenlichte», ca. 250 elektrischen Glühlampen, ausgestattet mit allen Annehmlichkeiten der Neuzeit, wird meinem Umsätze angemessen in Berlin— I pfA 00 000 ÜSRdVf— Riiethe bezahlt. Die kleinere Hälfte meines Hauses bringt| mir mehr Miethe, als ich hhpothckarische Zinsen zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem freundl. Leser als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei dem großen Umfange meines Geschäfts noch bedeutend billiger als bisher verkaufen kann. Mein Etablissement, welches zu den größten Sehenswürdigkeiten am Platze gehört, steht Jedermann offen, und sind meine Angestellten angewiesen, in zuvorkommendster{ Weise jeden Besucher mit dem Lager vertraut zu machen. Jeder ist willkommen, auch der Nichtkäufer. Schuhwaaren nie dagewesenen billigen Preisen ! unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für auswärtige Käufer > aenüat die emNianaene Rechnuna Die mit einem* bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck— scbr v'" J»♦ tejcht zu sein— nicht erfüllen würden. Diese Artikel sind als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Span und nicht aus Leder besteht.—| Diese Ansicht ist eine irrige.— Die Spaneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt.— Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch | in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder.— Auf die Haltbarkeit übt die Einlage keinen Einfluß aus. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Porto trägt der Besteller. Von IS Mk. an versende franco auf meine Kosten, wenn Käufer sich auf diese Zeitung bezieht.— Nichtconvenirendes bitte j mir im Originalzustand zurückzusenden und empfängt der Besteller alsdann sofort sein Geld zurück; jedoch tritt j letzterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nutzen dankbar behält.— Das Maß»bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spann hoch oder niedrig. besten Fabrikaten gehörend, übernehme keine Garantie. Vei-Zgnl! von Schahwaaren, Für Gummischuhe, obgleich zu den Herren-Futzbekleidung? Visite Losslsäer-llaldsodulle mit zwei Seiten-Gummizügen, kräf- tige durchgenähte Sohlen, mit Keil, Lederkappen, Leder- brandsohle, Lederfutter, sowohl als Haus-, Turn- und Straßen- schuhe geeignet............ 1k. 3,40. BeBaiZ'Halbschtthe, von Roßleder mit Gummizug. Zierlicher Knopf- besatz und Cordelkappen, derbe Strapazirschuhe mit solider genagelter Sohle, hohem oder niedrigem Absatz. Hk. 4,50. Dieselbe Ausführung zum Schnüren oder mit Gummizug, nur leichter und gefälliger, mit genähter Sohle und markirtem gelben Rand, unter Garantie für beste Haltbarkeit llk. 5,—. Besafs-Halbschuhe von feinem prima Roßleder zum Schnüren oder mit Gummizug mit durchlochten Zierkappen und Knopf- besatz. Sauber auf Rand genäht, tadelloser Sitz, llk. 0.50. Prima Saiin-Kalbleder-Halbscbuhe in vorstehender Ausführung llk. 7,50. Herren- Segeltuch• Schnürs chuhe* mit durchgenähter Ledersohle, Lederabsatz u. Lederkappe.......... llk. 4- Dieselben mit durchgenähter Gummisohle..... llk 3,75. Echt Ziegenleder-Strandschnttrschnhe in spitzer u. eckiger Fa?on mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe u. Lederbrandsohle u. Lederfutter............. llk. 6,25. "Rossleder'Rgstiefel mit reinen Lederzuthaten. streng solide genagelte Sohlen, niedrige oder hohe Ab- satze.............. llk. 5,. I Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Besatz, Cordelkappen und Knopfverzierung.... Ik. 6,25. Oleselben mit glattem Oberleder, leichterer Ausführung mit genähter Sohle und markirtem gelben Rand, beste Haltbarkeit............ llk. 5,50. Dieselben mit Besatz, Cordelkappe, Knopfverzierung in leichter Ausführung mit genähter Sohle und markirtem gelben Rand, sowohl als Strapazirstiefel wie als Sonntagsstiefel zu empfehlen...... llk. 5,75. Sehaitstieiel Sohle. di von kernigem andarbeit.. R Rind leder mit derber. enommir-Stiefel genagelter llk. 5.50. mit Gummizug, von geschmeidigem, prima satinirtem Roß- leder, auf Rand genäht. Wer mit Maßstiefeln viel Un- gelegcnheiten hatte, wird erstaunt sein über die außerordent- lich bequeme und gleichzeitig elegante Paßform dieses Stiefels............... llk. 6,75. Prima satinirt Rossleder-Besatsstiefel mit Querkappe in spitzer u. eckiger Faxon auf Rand genäht, elegant gearbeitet llk. 7,90. Schnllrstieiel aus gleichem Leder, mit französischen Agraffen, Besatz und eleganter, aufgesetzter Querkappe, in beliebter, eckiger Cavalierform........... llk. 9,—. Prima Kalbleder-Zngstiefel aus dem Kern ge- schnitten» nicht zu vergleichen mit vielfach offerirten Kalbleder-Zugstiefeln, die aus abfälligen Theilen der Haut herrühren. Sauberste Handarbeit» sammetweich» das angenehmste» leichteste Tragen für empfind- liche Füße........ Mk. 9,25. Prima Kalbleder-Besats.Zngstieiel mit zartem Kalb-Glacä-Ein- satz, aufgesetzter, durchlochter Querkappe, tadellose Hand- arbeit, in verschiedenen Formen...... llk. 9,50. LedeniantoSeln mit Absatzfleck, durchgenähter Ledersohle llk. 2,40. Cerd-Panteffeln mit Filzsohle......... llk. 0250. PlUschpantoSeln mit durchgenähter Ledersohle und Abi atz- fleck................. llk. 1,10. Dameii-Fußvekleidungl Bessleder-Hansschuhe, ausgeschnitten, Lederfutter,Lederkappe,Leder- brandsohle, mit durchgenähter Sohle und Lederabfatz und Schleife............... llk. 3,20, Lasting Promenaden-Schuhe* mit Gummizug und Schleifen auf dem Blatte, durchgenähter Ledersohle....... llk. 1,80. Gemsleder-Schuhe,* ausgeschnitten, leichte Handarbeit, Lederfutter "orm, mit seidenen Ripsvand- und Lederkappe, vornehme schleifen verziert, sowohl als schuh bestens geeignet.. Braune Ziegenleder-Promenadenschuhe,* ausgeschnitten Ausführung.......... Dieselben* mit Lederabsatz ausschuh wie als Promenaden- ........ llk. 2,75, in obiger llk. 3,25. llk. 4. Kalblack-Salonschnhe,* baiVollkommenste anEleganz, kein Wachsoder Ledertuch, in denkbar bester Ausführung.. llk. 3,25. Dieselben* Schuhe in schwerer Ausführung, mit reinem Leder- absah................ llk. 3,85. Nochmals verweiseich auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Kalbleder-Lackschuhen u. solchen, die, vonWachs- undLeder« tuch angefertigt, vielfach als Lackschuhe verkauft werden. Damen-Segeltuch-Schnilrschuhe* mit durchgenähter Ledersohle, Lederbefatz und Lederkappe........ llk. 3,25 Dieselben* mit durchgenähter Gummisohle bis 24 cm. llk. 3,45. Prima Bossleder-Halbschuhe zum Schnüren, Kalblackblatt, durch- genähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Leder- futter................ llk- 5,25» Dieselben zum Knöpfen........... llk 5,50. Bossleder-Halbschuhe, zum Schnüren, mit durchgenähter Sohle, Lederkappe und Lederfutter......... llk. 4,10. Echt Ziegenleder-Strandschnürschuhe in spitzer u. runder Faqon, mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter............. llk. 4,50. Dieselben zum Knöpfen........... llk. 4,75 Satin-Kalbleder-Halbschnhe, zum Schnüren oder zum Knöpfen, auf Rand genäht, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Aus- führungen............... llk. 6,—. Dieselben mit Kalblackblatt......... llk. 6,50. Zugstiefel von 60 er Lasting,* 13 cm hoch im Gummizug, mit Lack- seitenleder, Lederkappe und durchgenähter Sohle llk. 3,35. Dieselben* mit eleganter Zier-Lackfpitze..... llk. 3,60. Bossleder-Bnopfstiefel mit durchgenähter Sohle.. llk. 5,75. Zugstiefel von feinem Wildroßleder, angenehmstes Tragen, wunder- voller Sitz, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Vordernaht und Lackzierkappe............ llk. 6,90. Satin-Kalbleder-Zugstiefel in vorstehender Ausführung, geschmeidiges, zartes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleder llk. 7,25. Extra prima satinirte Kalbleder-Zugstiefel. Das Wohlthuendste für empfindliche Füße, außergewöhnlich hoch, auf Rand genäht, in verschiedensten Faqons.. llk. 8,75. i Ealb-vlace-Zugstiefel mit echtem Seehundblatt oder Vachettelackblatt und aufgesetzter, höchst eleganter Zierkappe.— Dieser Stiefel besitzt nicht nur hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, sondern auch in Bezug auf vornehme Eleganz die höchsteVollkommenheit llk. 9,50. Glacd-Zugstiefel(für ältere Damen), vornehme Form, für breite Zehenlage, niedrig im Zuge, sammetweich... llk. 9,50. la. Bosslederknopfstiefel auf Rand gelb genäht.. llk. 7,25. ; Satin-Knopfstiefel auf Rand gelb genäht, m. durchlochter Zier- kappe................ llk. 9,—. Knopfstiefel von prima satinirtem Kalbleder, ringsherum mit Besatz von gleichem Leder, innen mit Satin-Futterbesatz, in sonstiger Ausführung, wie man sie von einem hocheleganten Stiefel er- wartet................ llk, 10,25» Cord-Pantoffel mit Filzsohle......... 40 Pf. 1 PlttschpantoSel mit durchgenähter Ledersohle u. Absatzfleck 90 Pf.| Bossleder-Turnschuhe mit 2 Seiten- Gummizügen, durchgenähter Ledersohle, reine Leder-Zuthaten. bis zur inneren Länge von 18 cm llk. 2,25, 22 cm llk. 2,75, 26 cm llk. 3,—. Bossleder-Zug- u. Schnürschuhe, gediegene Handarbeit, genagelt, j Strapazirschuhe, bis zur inneren Länge von 18 cm llk. 2,50, bis 22 cm llk. 3,25. Bossleder-Zugschuhe, einbällig gearbeitet, für erwachsene Knaben. Von 22—25 cm innerer Länge....... llk. 4,— Bossleder-Knopf- u. Schnürstiefel, Handarbeit, genagelt, derber I Strapazirstiefel, bis zur inneren Länge von 18 cm llk. 3,25, bis 22 cm llk. 4,25. Knaben-Schnürstiefel von Roßleder, mit Besatz, einbällig gearbeitet, bis zur inneren Länge von 22 em bis 25 em.. llk. 5,50. Bussische Kalbleder-Schnttr-n. Knopf stiefel, aulgenähte Knopflöcher, Spitzkappe, genähte Sohlen, bis 18 cm innerer Länge llk. 5,50, bis 22 cm llk. 6,—. Bussisch-Kalbleder-Schnürstiefel mit echt französischen Agraffen, Besatz, sonst in Ausführung wie der vorstehende, von 22—25 cm llk. 7,25. Ziegenleder-Strandschnürschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter bis 13 cm. innere Länge llk. 3,25, bis 22 cm.......,. llk. 4.» Kinder- und Babyschuhe sind in derart riesiger Auswahl am Lager, daß jedem Wunsch Rechnung getragen werden kann. Aus schwarzem oder farbigem Leder mit oder ohne Perlstickerei, mit Spangen, Schleifen, Ohren _______:c.:c. Je nach Ausführung, Art und Größe in allen Preislagen. Kalblcder- Herren-Zugstiefcl auf Rand genäht, Oberleder gewalkt, j ohne Seitennaht.»»Bestes Fabrikat der Neuzeit". Mk. 13,50. Eleganteste und Praktischste der Neuzeit. Aus I wasserdichtem und luftdurchlässigem, taffctartigem, präparirtem Stoff; das angenehmste Tragen und ______. Keine Krampfadern, kein Fuffschweiff, keine Wunden Stellen, Hühneraugen oder eingewachsene Nägel.(Im Sommer kühl, im Winter warm.) Näheres im Decemberheft 1394 der von v. Esnjaroh, Professor Leyden, Professor Gnsserow und anderen Autoritäten auf dem Gebiete der Medicin I herausgegebenen„ZteUscIirlft für Krankenpflege".— Für Herren: Zugstiefel: 91k. 10, SO» Schnürstiefel 91k. 11,—, Halbschuhe 91k. 8,7S.— Für Damen: Halbschuhe: 91k. 8,35, Zugstiefel- 91k. 9,50, Knopfstiefel: 91k. 11,-. I Bossleder-Zugsliefel, solid und dauerhaft, mit Herzblatt, 13 cm hoch im Zuge, genagelt, Lederkappe und Lederbrandsohle, überhaupt mit reinen Lederzuthaten angefertigt llk. 3,90. ! Dieselben 15 cm hoch im Zuge, genähter Sohle mit markirtem Rand.............. llk. 4,75. Bossleder-Zugstiefel, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Vordernaht und Lackspitzkappe, aus Rand genäht, in denkbar zuverlässigster Ausführung....... llk. 5.75, Für Mädchen und Knaben! Pirna 3r Raphaell's Goodyear Weltstiefel, Hygienische Fussbekleidung! D. R. M. S. Dr. Thomalla's Gesundheitsschuhe. II Empfehlenswertheste in sanitairer Beziehung, i ■■ mnrm.'i Näheres im �ccemberhßft 1894 der von Herren- nnd Knaben-Garderobe in gediegenster Ansführnng, reellstem 9Iaterial,j zum Tbeil ancb solche, die durch den Umzug unmerklich gelitten, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. für Herren n. Knaben in dnrclt- 4% aus Torziigliclien Qualitäten zu noch mm II l| K nie dagewesenen billigen Preisen; ebenso offerire ich Gardinen». Manufacturwaaren bedeutend unterm Preis. . Berlin, jetzt gp�uner Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find Wochentags bis 10 Uhr Abends«. Sonntags wahrend der nolizeilicherseit>» erlaubten Stunde» geöffnet. MT Mein Inserat» Cigarren betreffend, siehe Seite 2,*. Beiblatt.~mi («m«* 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 203. Versammlungen. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission hielt am Freitag eine Versammlung ab, um über die Quarck'schen Vorschläge zu diskutiren. Vor Eintritt in die Tagesordnung ersuchte der anwesende Vertreter der Flensburger Werftarbeiter um Unterstübung ihres Streits; dann wurde an stelle des ausgeschiedenen Jungnickel Buchbinder Jost in den Ausschuß gewählt. Bezüglich der in voriger Versammlung erörterten Anschuldigung der Musikinstrumenten Arbeiter, Millarg habe Gelder, die für den Streif dieser Gewerkschaft eingegangen waren, zurückbehalten, und sie dadurch angeblich übers Ohr gehauen, ist der Ausschuß zu der Ueberzeugung gekommen, daß die fragliche Anschuldigung auf einem Mißverständniß beruht und die Sache erledigt ist. an an Sonntag, den 30. August 1896. Gegen den Vorschlag der Abhaltung besonderer fozialpolitischer Gewerkschaftskongresse" müssen wir ferner deshalb sein, weil ihre Abhaltung die nothwendige Einheitlichkeit des Klassentampfes gefährdet. Den Vorschlag der Gründung eines neuen Zentral- Gewerkschaftsblattes müssen die Delegirten zur Berliner Gewerkschaftstommiffion verwerfen, weil der letzte Gewerkschaftskongreß sich dagegen erklärte. 13. Jahrg. aller Branchen und Industrien durch Behandlung ihrer ist der eine unnöthig, wenn beide die gleichen Beschlüsse fassen; speziellen sozialpolitischen Forderungen in Versammlungen, wenn sie aber über ein und dieselbe Frage verschiedene Presse und auf Kongressen den planmäßigen Kampf der sozial- Beschlüsse fassen und diese der Fraktion zur Ausführung unter demokratischen Partei für eine wirksame Arbeiterschutz- Gesetz- breiten, was soll die Fraktion dann in solchen Fällen thun? gebung fräftig unterstützt haben. Ein sehr wichtiger Punkt bei der Beurtheilung aller Vorschläge für ein Vorgehen der Gewerkschaften ist die Thatsache, daß mehrund mehr Frauen industriell beschäftigt und daher zur gewerk schaftlichen Organisation herangezogen werden müssen, das ist im Auge zu behalten. Ein Verein aber, der Frauen aufnimmt, darf nun mal feine Politik treiben. Deshalb geht es nicht, wie Quarc will, die Organisation feines sozialpolitischen Kongresses auf die Gewerkschaftskartelle aufzubauen. Es hieße die Gewerkschaftsbewegung um ein großes Stück zurückbringen, wenn man die Quard'schen Vorschläge befolgt. Der Vorsitzende Es waren noch 11 Redner eingezeichnet. schlug deshalb vor, die Diskussion bis zur nächsten Versammlung zu vertagen. Auf Antrag Börner's wurde jedoch die Debatte über die Quarc'schen Vorschläge geschlossen und nach einem Schlußwort des Genossen Timm die von ihm eingebrachte Reso lution mit allen gegen die 2 Stimmen der Vertreter der Puter und Zimmerleute angenommen. Die Präfenzliste ergab, daß 82 Berufe vertreten waren. Aus diesen Gründen lehnen wir die Dr. Quard'schen Vorschläge ab. Das, was an ihnen gut ist, hat der Gewerkschaftsbewegung schon längst zur Richtschnur gedient, und das, was an ihnen neu ist, würde die nothwendige Einheitlichkeit des Befreiungskampfes der deutschen Arbeiterklasse nicht fördern, sondern stören. " Wenn und 10 Ueber die Vorschläge des Dr. Quarc referirte im Auftrage des Ausschusses Timm etwa folgendermaßen: Wenn die Quard'schen Vorschläge, die durchaus nicht neu sind, jetzt so viel diskutirt werden, so liegt das nicht an der großen Wichtigkeit derselben, sondern vielmehr Dem Referat folgte eine animirte Diskussion. dem Umstande, daß Dr. Quarck als Journalist es verstanden hat, Hinge bespricht die Wirksamkeit Quard's in der Organieine weitgehende Erörterung derselben in der Presse hervorzu- fation der Raufleute und ersucht um Ablehnung der Vorschläge Eine gutbesuchte Holzarbeiter Versammlung für den rufen. Als sich 1892 der Gewerkschaftskongreß mit der Frage desselben. der Neu- Organisation zu befassen hatte, traten die Berliner Dupont: Für mich ist es wichtig, daß der Londoner Dit- Bezirk fand am Sonntag, den 23. Auguft cr., statt. Genoffe Grempe referirte unter großem Beifall über„ Utopien". Dann Schneider dafür ein, daß die Generalfommission und auch Rongreß beschlossen hat, der Schwerpunkt ist auf die Erringung wurden folgende Wahlen vorgenommen: Als Bezirksführer Der Gewerkschaftskongreß außerhalb der gewerkschaftlichen der politischen Macht zu legen. Das gilt in erster Linie für Kollege Volland, als Beitragsammler für Zahlstelle LandsVereine stehen müßten, d. h. durch öffentliche Versammlungen zu Deutschland. Weil wir das thun, dürfen wir nicht dulden, berger Allee Kollege Franke, in die Kontrollkommiffion die wählen seien. Die Erfahrungen, die wir während des daß jemand einen Keil in die Bewegung treibt. Kollegen Werner, Göbel, Henschke, Heise, Bock, Sozialistengesetzes gemacht hatten, veranlaßten uns zu dieser die Gewerkschaftsbewegung noch manches zu wünschen Wagner, Söhring, Rückholz, Kirchner, Schirbel, Stellungnahme. Man wählte aber die Generalkommission aus läßt, so liegt das nicht daran, daß es an großen Krauschinsky. Unter Werkstattangelegenheiten wurden die den Vereinen heraus und ich muß sagen, daß die Befürchtungen, Fragen fehlt, sondern vielmehr an sondern vielmehr an der ungenügenden welche wir damals hatten, sich nicht als stichhaltig erwiesen Befähigung unserer Genossen. Unsere Fraktion hat sich Bustände der Tischlerei von Abel, Markusstraße 34, besprochen; Unsere Fraktion hat sich dabei sei erwähnt, daß ein dort beschäftigter Tischler beständig haben.. gewiß Mühe gegeben, bei den Arbeiterschuß Gefeßen so das, was in der Werkstelle und unter den Kollegen vorgeht, dem Nachdem nun der Apparat sich eingelebt, eine Neuregelung viel wie möglich herauszuschlagen. Dazu brauchen wir ohne Grund vorzunehmen, halte er für verkehrt. Den vereins also feine neue Bentralisation. Die Journalisten mögen in der Meister hinterbringt; da derselbe Verbandsmitglied ist, soll er vom Verband ausgeschlossen werden. gefeßlichen Bestimmungen Rechnung tragend, scheiden die zentral- politischen Bewegung am Platze sein, in der gewerkschaftlichen organisirten Gewerkschaften alle politischen Fragen aus. Zur sollen fie uns in Ruhe lassen. Da tönnen wir nur praktische Eine Mitgliederversammlung des UnterstützungsBehandlung sozialpolitischer und anderer politischer Fragen Leute gebrauchen. Quarc sagt im Vorwärts", er wolle vereins aller in der Hutbrauche beschäftigten Arbeiter haben die gewerkschaftlich organisirten deutschen Arbeiter schon die Politik nur in öffentlichen Versammlungen, dagegen und Arbeiterinnen, die am 25. August bei Böhow abseit Jahren sich ihre Instanzen geschaffen. Auch hierin ohne schreibt er in der Sozialen Praxis", daß seine Vorschläge gehalten wurde, beschäftigte sich zunächst mit nachstehendem Grund eine Aenderung vorzunehmen, liegt keine Veranlassung vor. einstweilen die Vereine nicht beschäftigen sollen. Er meint Antrage der Hauptverwaltung: Bur Deckung der aufEine Aenderung in der bisherigen Taktik will Dr. Quarck, indem also doch wohl, daß dies später der Fall sein werde. Wir wollen genommenen Darlehen hat jedes männliche Mitglied( vom er einen regelmäßigen allgemeinen Gewerkschaftstongreß zur Be- die Gewerkschaften im Hinblick auf unsere Vereinsgesetzgebung 29. August an) einen wöchentlichen Extrabeitrag von schäftigung mit Sozialpolitik empfiehlt. So weit sind wir aber von Politik fern halten und ihnen die Aufgabe lassen, für 25 Pfennig und jedes weibliche Mitglied einen solchen von noch nicht, daß die Gestaltung eines Gesetzes von unseren Vor- beffere Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu kämpfen. 5 Pfennig per Woche zu entrichten." Diesem Antrage wurde zu=" schlägen abhängt. Wir haben vor allem durch ein geschlossenes Pörsch: Quard vertrat wohl die Ansicht, daß die Ge- gestimmt. Auch werden die Mitglieder auf die Pflicht hingeVorgehen erft dahin zu trachten, daß wir wirksame Arbeiter- werkschaften feine Parteipolitik zu treiben haben, dagegen war wiesen, für die noch ausgesperrten Kollegen und für den Dis schußgefeße bekommen und daß durch den geschlossenen politischen er nie gegen eine Beschäftigung derselben mit Sozialpolitit. positionsfonds die Sammlungen fortzusetzen. Ferner beschließt Kampf die Arbeiterklasse ein freies Roalitionsrecht, Bewegungs- Ich bin der Meinung, daß die sozialpolitische Kleinarbeit die Versammlung zur Hebung und Wiederbefestigung der Dr= und Versammlungsfreiheit erhält. Uebrigens hat es auch nicht Aufgabe der Partei sein kann, sondern von den einzelnen ganisation in Berlin, ein neues Agitationsverfahren einzu bisher ben Abgeordneten unferer Partei im Reichs Gewerkschaften besorgt werden muß. Ebenso wie die englischen, führen dieses in einer engern Sigung eingehend des berathen. leider verloren Infolge tage nie ausreichendem Material gegange zur Begründung werden auch die deutschen Gewerkschaften sich mit gewissen zu die Berliner Wollhutfabriihrer Stellung gegenüber den Sozialgesetzen gefehlt, um Fragen der Sozialpolitik zu befassen haben. Ich stehe im nen Hutmachersireits bringen alle so weniger, zur möglichen( auch ungesetzlichen) Mittel als ja die meisten Reichstags- Abgeordneten allgemeinen auf dem von Quard vertretenen Standpunkt, meine fanten ihnen so verhaßten Organisation der auch in der gewerkschaftlichen Bewegung hervorragend thätig aber, daß die Gewerkschaften einstweilen noch zu schwach Anwendung, der find. Die Aufgabe, welche Dr. Duard den Gewerkschaften zu- sind, um diese Aufgabe zu erfüllen. Solange die deutschen Ge- Arbeiter gänzlich den Garaus zu machen; sie zeigen durch rigoroses bei Vorgehen den ihnen weist, wird schon längst erfüllt. So haben beispielsweise die wertschaften nicht die Wege der englischen beschreiten, werden sie ihr beschäftigten Tabatarbeiter zum Tabakmonopol und zur Tabakfabritatsteuer- nicht weiter kommen als jetzt. Arbeitern gegenüber, daß Humanität nur eine Phrase bei ihnen Vorlage mehr Material geliefert, als es ein sozialpolitischer Hoffmann meint, mit den Quard'schen Vorschlägen sei ist, aber Gewinnsucht und unbeschränkte Willtür ihre Ziele Kongreß hätte thun tönnen. Ebenso die Schneider zum schon zu viel Zeit verloren. Die Redakteure des Vorwärts" sind; sie zwingen jeden Arbeiter und jede Arbeiterin, durch Nähfadenzoll und jetzt zu einem Sozialschutzgesetz für hätten wohl nur aus follegialen Rücksichten dem Journalisten Namensunterschrift zu erklären, dem Verein ferner nicht mehr die Hausindustrie, die Lederarbeiter zu dem beabsichtigten Quard eine so große Beachtung geschenkt. Der Redner tritt anzugehören, auch das Sprechen mit Vereinsmitgliedern wird Einfuhrverbot von Quebrachoholz u. f. w. Die Detail weiter für Zentralorganisationen und Industrieverbände ein und mit Entlassung bestraft. Ferner haben die Herren Fabrikanten verarbeitung des Materials in den ein zelnen Gewerkschaften ist empfiehlt Ablehnung der Quarck'schen Vorschläge. die Arbeitslöhne in ihren Fabriken bedeutend reduzirt. Aber viel werthvoller, als die Verarbeitung im großen, bei der noch dem ganzen erbärmlichen Verhalten wird dadurch die Krone nie viel herausgekommen ist. So warten wir beispielsweise schon aufgesetzt, daß die Personen, die für die Organisation besonders seit 1892 vergebens auf die Verarbeitung des Materials bezüglich thätig waren, überhaupt keine Arbeit in den Fabriken erhalten sollen. der Fabrikordnungen, wofür sich damals die gesammte BarteiDa nun die Deutsche Hutfabrik( die von Arbeitern begründet) die und Gewerkschaftspresse ins Zeug legte. Wenn die Bearbeitung Schumann: Ein Theil der Kritiker haben Quarck nicht einzigste in Berlin ist, die nur organisirte Arbeiter beschäftigt endlich vollendet ist, wird sie veraltet sein und für die richtig verstanden, und die ihn verstanden haben, hielten sich und die der Ort ist, wo Kollegen und Kolleginnen im Fall von MaßPraxis teinen Werth mehr haben. So wird es auch an Nebensachen. Daher sind die Vorschläge allgemein falsch be- regelungen untergebracht werden können, beschließt die Versammgehen, wenn in der Gewerkschaftsbewegung das geschieht, urtheilt worden. Die persönlichen Anschuldigungen gegen Quard lung im Interesse des Unterstützungsvereins der Hutarbeiter was Dr. Quard will. Jede Gewerkschaft hat andere Berhältnisse. möge man lieber unterlassen, auch sollten die Kaufleute nicht und Arbeiterinnen, sowie aus Pflichtgefühl für die noch ausEs würde daher, wenn alle miteinander auf einem Kongreß ver- ihrem persönlichen Groll gegen denselben Luft machen. Ich gesperrten Kollegen, einen Aufruf an die Arbeiterschaft Deutscheinigt find, eine planmäßige Behandlung taum herauskommen. war auf dem Kongreß der Handelsangestellten und lands ergehen zu lassen, mit der Bitte, unsere gerechte Sache Bei der Verwirklichung der Quard'schen Vorschläge würde es muß sagen: den moralischen Erfolg hatte Quard. Es giebt in der Weise zu unterstützen, daß jeder Arbeiter fich aber auch zu einem Zwiespalt zwischen gewerkschaftlicher noch viele Fragen auf dem Gebiet der Sozialgesetzgebung und verpflichtet, bei Bedarf nur Hüte, die in und politischer Thätigkeit kommen. Viele Sozialpolitiker, der weiteren Ausgestaltung derselben, mit denen sich die der Deutschen Hutfabrit hergestellt und mit Weil man nicht versteht, einer Erkennungsmarke versehen sind, zu in ihrem bisherigen Wirkungskreise ihren Thaten Gewerkschaften befassen müssen. brang nicht bethätigen fönnen, würden auf den sozialpolitischen diese Fragen interessant zu behandeln, darum sind die gewertschaft- taufen! Die Anwesenden erklärten dann noch, einheitlich und Rongressen sich breitmachen. Uns solche Mitläufer zu verschaffen, lichen Versammlungen schlecht besucht; Quarck will nichts anderes, mit allen Mitteln in die bevorstehende Agitation einzutreten. die schließlich doch Gegner der sozialdemokratischen Bewegung als Interesse für diese Dinge erwecken. Der politischen Auch beschließt die Versammlung, wie jedes Jahr so auch in geschieht fein Abbruch, wenn die find, dazu haben wir keine Veranlassung. Quarc's Vorschläge Bewegung Gewerk diesem Jahre Mitte Oktober das Vergnügen im Saale des becken sich auch nicht wie er behauptet, mit den Beschliffen schaften mit Sozialpolitik sich befaffen. Das fürchten nur Böhmischen Brauhauses abzuhalten, wozu ein aus 5 Mitgliedern des Londoner Rongresses. In der Resolution wird das Bu- diejenigen, welche auf dem Standpunkt stehen: in bestehendes Festkomitee gewählt wurde. sammenwirken der gewerkschaftlichen und politischen Bethätigung erster Linie Politit, die Gewerkschaft ist Nebenfache. Eine Mitgliederversammlung der Maler Berlins fand betont und auch ferner, daß es eine aus dem Wesen des politische Partei kann sich wie Pörsch ganz richtig sagte Das Weiterproletarischen Klassenkampfes sich ergebende Pflicht der Arbeiter- nicht mit das muß viel- am 25. August im Englischen Garten" statt. allen Kleinigkeiten befassen, bestehen der Fachschule wurde mit Majorität beschlossen. Die Wenn diese organisationen ist, ihre Mitglieder als Sozialdemokraten mehr Aufgabe der Gewerkschaften fein. Wahl der Schulfommissions- Mitglieder wurde den Zahlstellen schwach sind, bas fo liegt daran, heranzubilden. Was Quard will, stört dies. Die gewerk- noch daß die Das überlassen, welche so schnell als möglich dieselben zu ernennen schaftliche Agitation unter den Frauen einem so fragwürdigen politische Bewegung die besten Kräfte absorbirt. haben. Zu Revisoren der Kommission wurden die Kollegen Projekt zu Liebe aufzugeben, ist nicht rathfam. Es ist ja geistige Niveau der Parteitage bezüglich gewerkschaftlicher Fragen unger, Stangenberg und Scherfing gewählt. Der auerfennenswerth, wenn neue Vorschläge gemacht werden, aber ist übrigens auch kein höheres, als das der Gewerkschafts- zweite Punkt: Reise- Unterstüßung verursachte eine lebhafte DisQuarc's gründliches Fiasko in der kaufmännischen Bewegung tongresse. Quarck hat mit seinen Vorschlägen nur anregen giebt keine Gewähr, daß sein Plan den Gewerkschaften etwas wollen; die große Wichtigkeit, welche denselben jetzt beigemeffen reifenden Kollegen, welche 3 Monate der Vereinigung angehören, tuſſion und endete mit der Annahme des Antrages: Den Müzliches bringen wird. Wir haben demnach keine Veranlassung, wird, kommt nur durch das Aufbauschen in der Preſſe. Ich 50 Pf. und freies Nachtquartier zu gewähren, denjenigen, welche unfere bisherige Taktik zu ändern. Quarck hat nun neuerdings bin mit den Quard'schen Vorschlägen einverstanden, nur nicht von seinen Vorschlägen selber so viel aufgegeben, daß nichts mit dem besonderen sozialpolitischen Kongreß. Es wäre besser, noch nicht drei Monate Mitglied find, nur Nachtquartier zu geben." weiter übrig bleibt, als die Gründung eines Zentral- Gewerkschafts- nur öffentliche Gewerkschaftstongresse an stelle der jetzigen aus blattes. und eines Zentral Sekretariats. Wenn er aber den Vereinen hervorgehenden einzuberufen. Ich ersuche um Ab- In einer Versammlung von Gaft- und Schankwirthen weiter nichts wollte, dann brauchte er nicht seine Leitsäge in die lehnung der Resolution. Berlins, die am Donnerstag im Ewald'schen Lokal in der Welt zu schicken. Zaftvoll war es gerade nicht, daß sich Quarck Adolf Braun: Die bevorstehende Aenderung des Schönleinstraße tagte, berichtete die Kommission, welche von einer wegen eines Blattes, das allen Gewerkschaften dienen soll, Vereinsgesetzes wird sicher so ausfallen, daß es unsere Bewegungs- früheren Bersammlung eingesetzt war, über ihre bisherige Thätig. gerade an den Genossen Reßler wandte, der doch in der Ge- Freiheit eher hemmt als fördert. Daher halte ich es für in- teit. Die Aufgabe der Kommission bestand darin, Material zu werkschaftsbewegung einen Sonderstandpunkt einnimmt. opportun, gerade in dieser Zeit mit solchen Vorschlägen, wie sie sammeln betreffs der Klagen, welche von vielen Rixdorfer Gast die M Grothmann ist für Ablehnung der Resolution Timm und hält eine weitere eingehende Diskussion der Quard'schen Borschläge für erforderlich. Den Dr. Quarck bei Seite zu trampeln, dazu seien wir alle nicht fähig. " fo Die Der Redner legt der Versammlung folgende Resolution vor: Quarc macht, hervorzutreten. Schumann fagt, aufge- und Schankwirthen über die ungleichmäßige Festsetzung der Die Delegirten der Berliner Gewerkschafts Rommission bauscht sei die Sache. Daran ist der Vorwärts" un Polizeistunde für die einzelnen Wirthe laut geworden sind. Da erklären zu den Vorschlägen des Genossen Dr. Quarck, daß ein schuldig. Erst nachdem eine ganze Reihe anderer Blätter auch die Viktoria- Säle, welche Eigenthum des Münchener BrauTheil dessen, was er als neue Aufgaben der deutschen Gewerk- das ihnen wohl ebenso wie dem Vorwärts" zugestellte hauses sind, unter den beregten Mißständen zu leiden hatten, so schaftsbewegung empfiehlt, von derselben längst ausgeführt Programm" abgedruckt hatten, wurde im Vorwärts", aber noch war auch Direktor Arendt in die Kommission gewählt worden. wurde und wird. nicht von der Redaktion selbst, zu der Angelegenheit Stellung ge- Derselbe besaß, wie Klein mittheilte, genügendes Material, auf Neu ist an den Vorschlägen lediglich die regelmäßige Ein- nommen. An der Aufbauschung scheint nur Quard schuld zu sein. grund dessen man gegen Rigdorfer Polizei- Organe mit Er den Akademikern berufung öffentlicher, allgemeiner Gewerkschafts- Kongreffe( neben Wenn hier wegwerfend von gesprochen folg hätte Beschwerde führen können. Er stellte aber dies Material ift das in den Kongressen der Gewerkschaften) zur Beschlußfassung über wurde, Allgemeinheit nicht nicht der Kommission zur Verfügung, sondern operirte damit man Die Bedenken, die fozialpolitische Fragen und die Schaffung eines neuen Bentral- gerecht. gegen Akademiker hat, auf eigene Faust. Hierüber entstand eine heftige Auseinanders Gewerkschafts- Organs. mögen allenfalls zutreffen auf Leute, die von anderen Parteien fetzung mit anderen Kommissionsmitgliedern, deren Folge war, zu uns herübergekommen sind und nur so mitlaufen. Sie treffen daß Direktor Arendt aus der Kommission austrat. Bis jetzt Der erste, weil die Behandlung sozialpolitischer Fragen aber sicherlich nicht zu auf diejenigen, welche nie einer habe die Kommission ihre Aufgabe leider nicht erfüllen können, als Der durch die Parteitage der deutschen Sozialdemokratie den Be- anderen Partei unseren angehörten und stets da die Schantwirthe, welche anfangs so sehr über die Hands E dürfnissen und Interessen der deutschen Arbeiterklasse vollständig ihre Pflichten Genoffen erfüllt haben. ist habung der Polizeistunde klagten, fich später zurückzogen und der nur richtig, daß entsprochen hat. Die Vertretung der deutschen Gewerkschafts- auch nicht richtig, der über Gewerkschafts- Kommission fein Material zur Begründung ihrer Beschwerden bewegung in der sozialdemokratischen Fraktion des deutschen fragen sprechen darf, der selber am Schraubstock steht, oder lieferten. Wie man annimmt, möchte sich keiner derselben mit Reichstages und auf den Parteitagen bietet uns die Gewähr, mit der Maurertelle arbeitet. Auch ein Akademiker, der der Polizei überwerfen, in der Hoffnung, durch ruhiges Verdaß die Jutereffen, welche Dr. Quarck durch eine neue Sonder diese Fragen studirt hat, kann ein zutreffendes Urtheil halten für sich eine Verlängerung der Polizeistunde zu erzielen. organisation besonders gewahrt wiffen will, diefer besonderen abgeben. Alle Fragen, die ein sozialpolitischer Kongreß Das Verhalten des Direktors Arendt wurde von verschiedenen Wahrung nicht bedürfen. Ueberflüssig ist diese Sonder behandelt, können auch auf dem Parteitag entschieden Seiten scharf getadelt. Man war der Ansicht, daß demselben, regelung ferner schon be swegen, weil Arbeiter werden. Wenn nun zwei Kongresse nebeneinander bestehen, so obwohl er sich immer als Arbeiterfreund aufspiele, die Bus Beide Vorschläge sind zu verwerfen. als " Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Die öffnet. Der Geschichtsunterricht findet für beide Schulen am Dienstag in der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. deferäume find von 10-12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an ge= Südostschule statt. ehörigkeit zur Kommission unbequem war. Wahrscheinlich der Redner seinem gepreßten Herzen über die Haltung des Lokal) Spandan. In der am 22. August im Saale der Brauerer habe er auch von seinen Aktionären einen Wink bekommen, nicht Anzeigers", den er bisher so gläubig verehrt, Luft gemacht hatte, Pichelsdorf abgehaltenen öffentlichen Parteiversammlung mit sozialdemokratischen Wirthen gemeinsame Sache zu machent. versicherte er der Versammlung, daß er auch in Zukunft mit sprach Genosse Meyner- Berlin über„ Das gleiche Recht für Nach weiteren heftigen Angriffen gegen Direktor Arendt, beschloß Gottes Hilfe für die Interessen feiner Kollegen eintreten werde. alle". Als Delegirten zur Brandenburger Provinzialdie nur sehr schwach besuchte Versammlung, daß die Kommission Die Diskussion entsprach, da sich die organisirten Gastwirths- fonferenz wählte die Versammlung die Genossen Pipper, weiter arbeiten solle und der nächsten Versammlung das Ergebnig gehilfen in anbetracht der Verhältnisse nur in geringer Anzahl antau und Ducks ch. In bezug auf die Bokalfrage wurde, ihrer Arbeiten vorzulegen habe; auch soll eine Ergänzungs- an der Versammlung betheiligt hatten, ganz und gar dem da die Versammlung darüber verschiedener Meinung war, deu wahl der Kommission vorgenommen werden. sonderbaren Referat. Es wurde vorgeschlagen ein einziger Delegirten aufgegeben, auf der Konferenz nach bestem Gewissen Die Kellner sowohl als auch die Gastwirthe waren von " Deutscher Verein" ohne Politit, Ausmerzung der Ueberläufer" zu stimmen. einem Herrn Böllert vom Freitag zum Sonnabend zu einer und anderes mehr. Nur Großer, Borrmann, Wegner und der Nachtversammlung nach der Tonhalle zusammenberufen. Von Gastwirth Herzberg plädirten für den Anschluß an den„ Verein der Fünfer- Kommission" wurde die Erklärung abgegeben, daß Berliner Gastwirthsgehilfen", der allein bisher gezeigt hat, daß fte mit dieser Versammlung nichts gemein habe, sondern dies ein er gewillt ist, die Interessen der Angestellten im Gastwirths Privatunternehmen sei. Das Referat hatte der Herr Böllert gewerbe in der richtigen Weise zu vertreten und deshalb übernommen, der die auch im Vorwärts" besprochenen Miß von den Kollegen in finanzieller und moralischer Beziehung stände in der Fischkosthalle der Gewerbe Ausstellung kritisirte, unterstützt werden müsse. Zur Annahme gelangte folgende insbesondere aber feine Privatverhältnisse schilderte und auf die Resolution: Die Versammelten verurtheilen aufs schärfste das Bachterhöhung des Dekonoms des Birkus Renz hinwies, durch Verhalten der Generalpächter der Berliner Gewerbe- Ausstellung, welche nach seiner Meinung der Dekonom gezivungen war, die der Herren Adlon und Dressel, ebenfalls die arbeiterfeindliche bisher gewährten Prozente an die Kellner fallen zu lassen. Von Haltung des Berliner Lokal- Anzeigers". Die Versammelten erVorschlägen, die der Referent, der sich wiederholt als„ guter blicken in dem Anschluß an die Berufsorganisation den besten Christ" und" alter Soldat" bezeichnete, war nur soviel zu ent- Weg zur Verwirklichung des vor 4 Jahren gemachten Vernehmen, daß nach seiner Meinung ein Gesetz geschaffen werden sprechens des Herrn Minister v. Berlepsch dahingehend, für die müßte, welches den Gastwirthsgehilfen einen bestimmten Stunden- Angestellten im Gastwirthsgewerbe ein Spezialgefeß dem Reichs. John gewährleistet, der von den Gastwirthen durch Preiserhöhung der tag vorzulegen. Vor allen Dingen erwarten die Versammelten Speisen und Getränke wieder aufgebracht werden kann. Nachden von demselben eine Verkürzung der Arbeitszeit." Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 17/10 Sonntag, den 6. September, vormittags präz. 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 270( oberer Saal): 910 Ausschuss- Sitzung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bericht des Delegirten vom Delegirtentag der Liedergemeinschaft 2c. 3. Bericht vom Sängerfest. 4. Verschiedenes. Die Sigung wird pünktlich eröffnet. Vereins- Bundesmitglieds- Karte Legitimirt. Der Vorstand. NB. Die Abrechnung vom Sängerfest seitens der Vereine hat umgehend bei Rob. Meyer, Mariannenstr. 2, sowie gelegentlich der Ausschuß- Sigung zu erfolgen. Die Bundes- Vereinsabzeichen vom Sängerfest find abzugeben. D. O. Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früher Ethische Gesellschaft). Sonntag, 30. August, abends 8 Uhr, Alexanderstr. 27c: Dersammlung. " Achtung! Achtung! Lackirer. Dienstag, den 1. September, findet im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, die Vereins- Versammlung der Filiale 4 statt. mann, Bafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinstalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterftraße Nr. 7, 1 Tr. Rön, Straußbergerir. 8. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ale Buschriften, den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Vergnügungsklub„ Oftend". Heute Nachmittag 5 Uhr Sigung bef Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Montag, den 31. August, abends 8% Uhr, bet Hensel, Brunnenstr. 173: Diskussion über: Montag, den 7. September: Außerordentliche " Der Freiheitsbegriff". Generalversammlung, Gäste willkommen. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 31. August: Bahl fielle 1 bei Feind, Weinstr. 11 Bahlstelle a bet Grünbel, Brunnenitr. 188; Bahlstelle 8 bei Gohn, Beuthstr. 20; Bahlstelle 4 bet Rautenberg, Draniens straße 180. Oeffentliche Versammlung der in der Herren- u. Kuaben- Konfektionsbranche beschäftigten Schneider und Näherinnen Tagesordnung: 1. Bortrag des Koll. bei m. Mart. 2. Die Lage in unserem Gewerbe. 3. Filialangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind beson 2. ders die Kollegen derjenigen Werkstätten eingeladen, in welchen schon wieder das im Frühjahr Errungene verloren gegangen ist. 128/8 am Montag, den 31. August, abends 8% Uhr, Gründel, Brunnenstr. 188( nahe d. Rosenthaler Thore). Tages Ordnung: 1. Der Schiedsspruch des Einigungsamts und wie stellen wir uns hierzu? Diskussion und Beschlußfassung darüber. Das Erscheinen der Betheiligten ist Pflicht. 165/10 Die Fünferkommission. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Der Vorstand der Filiale 4 Achtung! Graveure, Ziseleure n. verw. Berufsgen. Lackirer. B Achtung! Bei der Lassalle Feier in Schönhansen haben folgende Nummern gewonnen: Dienstag, den 1. September, abends 82 Uhr, in den Oranienhallen", Oranienftr. 51, 976 2. 368 142 66 253 145 17 320 8 400 186 146 319 435 120 311 Vortrag: Zwei Erinnerungstage und ihre Bedeutung für die Arbeiter." 472 330 484 294 350 186 Referent: Herr Theodor Metzner. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 58/8 22 172 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. 12 821 222 308. 870 219 874 422 Obige Gewinne sind abzuholen bei Karl Hoffmann, Pankow, Mühlenstr. 26, Zigarren- Handlung. Verband aller in der MetallMittwoch, den 2. September 1896, abends 81, uhr, Industrie beschäftigten Arbeiter im Märkischen Hof, Admiralstr. 18e: Bezirks- Versammlung für Südosten( Görlizer Viertel). Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen A. Hoffmann über: ,, Modernes Raubritterthum". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Die Ortsverwaltung. Berlins. Umgegend. Todes- Anzeige! Am Freitag, den 28. August 1896, starb unser Mitglied, der Drücker Georg Gerecke, an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 31. August, Nachmittag 5 Uhr vom Trauerhause, Ratiborstr. 2, nach Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Dr. Baron über„ Nervensystem". Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder mit Damen ersucht Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher! Versammlungen 20917 am Montag, den 31. August, abends 8 Uhr, Bahlstelle 1, bei Feindt, Weinstr. 11, Vortrag. Bahlstelle 2, bei Gründel, Vortrag des Genossen Borgmann über die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und England. Bahlstelle 3, bei Cohn, Beuthstr. 20, Vortrag von Hrn. Dr. Bern stein über Werth und Mehrwerth. Bahlstelle 4, bei Rautenberg, Oranienstr. 180, Vortrag. Um zahlreiche Betheiligung bitten 901 303 16 Die Bevollmächtigten. Verband deutsch. Gold- n. Silberarbeiter u. verw. Berufsgenossen.( Bahlstelle Berlin.) Montag, den 31. August, abends 82 Uhr, im Lokale: Annenstr. 16, Achtung! Charlottenburg! Achtung! Emmaus Friedhof in Nigdorf, statt.itglieder- Derlammlung. Montag, den 31. August, abends 8 Uhr, int Lokale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße Nr. 39: Bur Tallalle- Feier Große öffentliche Volksversammlung. Zages Ordnung: M Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk über: Das Buch 249b der Freiheit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 72 10 Allen Verwandten, Freunden und Zeitungen und Beiträge in der Versammlung beim Kassirer. Gäste Kollegen die traurige Mittheilung, daß stets willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Dufel, der Metalldrücker 1476 Georg Gerecke Der Vorstand. Achtung! Lederarbeiter! Vortrag des Genossen P. Jahn über Ferdinand Lassalle und seine nach langem, schwerem Leiden am Dienstag, Bedeutung für die Arbeiterbewegung. 206/11 Zahlreichen Besuch, besonders von Frauen erwarten Die Vertrauensleute. Klempner. den 1. September 1896, abends 8 Uhr, 28. d. M., vormittags 113/4 Uhr, fanft bei Herrn Mecklenburger( Marienbad), Badstr. 35/36, entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 31. d. M., nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Ratiborstr. 2, aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Die trauernde Wittwe Mittwoch, den 2. September cr., abends 8 Uhr: nebst Kind, Eltern und Geschwistern. Große öffentliche Versammlung im Lokal von Cohn, Beuthstr. 21, 1 Tr.( gr. Saal). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Joël über: Moderne Entwickelung Der Aftronomie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden die Kollegen von Moosdorf u. Hochhäusler befonders eingeladen. Kollegen, erscheint alle Mann. 115/ 7* F. Zimmermann, Vertrauensmann, Pücklerstr. 55. Kistenmacher! De Montag, den 31. August, abends 8 Uhr, = in Cohn's Festsälen, Beuth Straße 22, Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Glocke über: Können die internen Intereffen einer Branche in einer Bentralorganisation ebenso gut gewahrt werden, wie in einer Lokalorganisation? 2. Bericht des Délegirten ber Gewerkschaftskommission. Der Vertrauensmann. [ 95/13] Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Dienstag, den f. September cr., abends 8 Uhr, Alexanderstrasse 27c( Englischer Garten), Am 29. d. M. verstarb unsere 18jährige Tochter, Schwester und Braut Pauline Preppernan. Beerdigung Dienstag, den 1. Sepibr., nachmittags 5 1hr, von der Leichen halle des Gnaden Kirchhofs in der Barfußstraße aus. Die trauernden # Oeffentl. Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter, als: Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Berichterstattung über die 1. internationale Lederarbeiter- Konferenz in Berlin und Wahl eines Sekretariats. 3. Be richt der Agitationstommission und Neuwahl derselben. 4. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 108/3 Achtung! Adlershof und Umgegend! Montag, den 31. August, abends 8 Uhr: Todes- Anzeige. Große öffentliche Bolts- Versammlung Hierdurch mache ich allen Genossen, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau Augufte geb. Gaedemann am 25. August nach langen Leiden verstorben ist. Um stilles Beileid bittet der trauernde Gatte 1256 für Männer und Frauen in Cöpenick, Kaiserhof", Grünstraße. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über:„ Die Bedeutung Ferd. Lassalle's für die Arbeiterklasse". 2. Wie verhalten wir uns gegenüber der Handlungsweise des Saalinhabers R. Wöllstein? Troßdem Julius Koch, Holzmarktstr. 38. Herr Wöllstein seinen Saal für obige Versammlung zugesagt hatte, hält er es Die Beerdigung findet am Sonntag, mit feiner Ehre vereinbar, in letzter Stunde das Lokal zu verweigern, und ben 30. d. M. nachmittags 3 Uhr von sind wir genöthigt, obige Versammlung in Cöpenick abzuhalten. der Leichenhalle des Parochial- Kirch- 206/2 hofes Borhagenerfir. aus statt. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung und die prächtigen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner mir unvergeßlichen lieben Frau Helene geb. Decker sage Der Vertrauensmann. Stralau- Rummelsburg u. Umgegend. Oeffentliche Versammlung ich allen Freunden, Verwandten und am Mittwoch, den 2. September 1896, abends 8 Uhr, Bekannten von nah und fern, auch den Bereinen, Frauenverein Vergißmeinnicht und den Mitgliedern vom bei Strohmeyer, Markgrafendamm. = Tages Ordnung: Grosse Versammlung. Stattlub„ Luſtige Neune" unsern herz- 2. Diskussion. 8. Rummelsburger Schulzustände. 1 Schwiegereltern. 1366 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn: Internationalität und Humanität. 224/1 Bahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, erwartet Der Einberufer. Admiral Strasse 18 c. Die Beleidigung gegen Frau Freuden Märkischer Hof, en Contas Sandbollen Tages Ordnung: 1. Wird in allen Geschäften nach Tarif bezahlt? lichsten Dant. Emil Mercier nebst 2. Berichterstattung über das Unterstützungswesen der franken ausgesteuerten Kollegen. 3. Wahl eines Ortsstatistikers und eines Ersatzmannes als Gewerbegerichts- Beisitzer. 0207| 19 Sämmtliche Platzvertreter werden ersucht, dieses ordentlich bekannt zu machen und jeder Kollege wird ersucht, zu erscheinen. Der Vertrauensmannberg nehme zurück und erkläre dieselbe Spiegelsaal großer Fetball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Gr. Orchestermusit. für eine ehrliche Frau. 1236 Die beiden Säle sind Sonnabends und Sonntags an Vereine zu Bällen, HochFrau Königsberger, Meßerfir. 18. zeiten und Bersammlungen zu vergeben. Gr. Vereinszimmer.