Abend-Ausgabe Nr. 554 B 269 49. Jahrg. Redaktion und Verlag, Berlin SW 68, Lindenstr. 3 SttnfpHrf)«! 3 7 3ml Dönhoff Z9Z dl« TS? Tel-zr-mmoK-ff«, Eozioldtmotral Doolm BERLIK ER VOLKSBLATT DONNERSTAG 24. November 1932 In Groß � Berlin 10 Pf. Auswärts...... 10 Pf. Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise siehe Morgenausgabe Jentvawegan der Goziatdemokratischen Oaviei Deutichtands Er schafft es nicht! Berlin in höchster Finanznot! Oeld nur noch für Gehälter und Unterstützungen— Einschneidende Sparverfügung Hitlers letzte Bemühungen Im �aijcrhof warten Hitler und seine Jünger auf die Zensur, mit der sie ihre siebeneinhalb Seiten lange Denkschrift zurück- bekommen werden. Aber wahrscheinlich hat die„Kreuz-Zeitung" recht, die schon heute morgen anzukündigen wußte, daß sie auf „ungenügend" lauten werde. In einem Artikel mit der Ueberschrift„Warum Hitler nicht Reichskanzler werden kann", führte sie u. a. aus: Wir hatten der nationalsozialistischen Be- wegung einen anderen Weg oder ein anderes Schicksal gewünscht. Darüber zu reden, ist aber heute nicht die Stunde. Jetzt gilt es nur, mit äußerster sachlicher Schärfe festzustellen, daß wir in der Perion des Herrn Hitler wegen seiner absolutistischen Parteiein seitigkeit nicht den Mann sehe» könne», der das national- Deutschland zu einheitlichem Wollen und zu einheitlicher Leistung zusammenfassen kann. Sein« Aonzlerschost könnte im Verlauf der politischen Entwicklung auf längere Sicht gesehen zur absoluten �lerrschast einer ein- zigen Partei führen, die dann schließlich mangels eines genügenden Gegengewichts zu einer unabsehbaren Bedrohung der gesamten stootlicheii Ordnung werden könnte. In den letzten Tagen waren bekanntlich lebhafte Versuche im Gange, die Harz- burgcr Front wiederherzustellen, wo- bei Hlerr Schacht und der ExHerzog von K o b u r g in besonders tatkräftiger Weise mitgewirkt haben sollen. In Nazi- kreisen hat man offenbar Angst, daß diese Versuche aus das Zentrum verstimmend wirken könnten, darum beeilt sich der„An- griff" zu versichern: Die Annahm« von verschiedenen Seiten, vor allem auch in Zentrumsblättern, daß der Vorschlag Hitlers sich n u r auf ldie„H a r z b u r g e r" Basis erstrecke, ist falsch. Es handelt sich vielmehr um den Versuch einer Zusammenfassung weitester Bolkskreise ohne parteipolitische Beengungen. Damit wird das Wesen des Hitlerschen Gegenvorschlags angedeutet: Harzburger Front plus Zentrum mit Hitler als Kanzler — wenn es geht, wenn es aber nicht geht Hitler als Kanzler mit Art. 48. Prinzipiell ist man bereit, nicht nur mit den„Baronen", den„feinen Leuten", zusammenzuarbeiten, sondern auch mit der„schwarzen Pest", wie während des Wahlkampfes das Zentrum hieß. 5hat man sich aber erst in der Macht befestigt, dann hofft man sich der lästigen Bundesgenossen entledigen und Deutschland den herrlichen Tagen des Dritten Reiches entgegenführen zu können. Nach der Ablehnung der Hitlerschen Gegenvorschläge, die allgemein erwartet wird, steht der Reichspräsident vor einer Aufgabe, die verhältnismäßig einfach wäre, wenn sie nicht durch seine Umgebung kom- pliziert würde. Eine wirklich unpar- t e i i s ch zwischen den Parteien stehende Regierung, die mit allen staatsrechtlichen Abenteuern Schluß machte, die ft a a t s- bürgerliche Freiheit wiederherstellte und sich in erster Linie der Bekämpfung des furchtbaren Massenelends widmete, könnte sich sehr rasch eine starke moralische Position verschaffen. Aber der deutschnationale Parteiklüngel mit seinen brutalen Großbesitzinteresscn sieht in dem Scheitern der Verhandlungen nur eine erwünschte Gelegenheit, seine Klassen- Herrschaft neu zu befestigen. Und Jmnim wird Deutschland den Weg aus der«taats- krise nicht finden, sondern immer tiefer in sie hineingehen. Verboten! Der Polizeipräsident hat die oppo- sitionell« Tageszeitung„Der Funke" soeben wegen angeblicher Verächtlichmachung Hmden» burgs bis zum 18. Dezember verboten. Tie Kaisenlage der Stadt Verlin hat sich zu Ende des Iiahrcs durch die immer weiter steigenden itLohlsahrtslasten und das gleichzeitig austretende Sinken der Steuereinnahmen k a t a st r o p h a l zu- gespitzt. Um einen offenen Zusammen- druch zu vermeiden, hat die Finanzver- waltung einen neuen, vom Cderbürger- meister unterzeichneten, einschneidenden Zparerlast herausgegeben. Nach der Verfügung sind sämtliche Ausgaben für Anschaffungen und Vergebung von Ar- beiten gesperrt. Nur wenige Ausgaben für die unbedingt notwendige Aufrecht- erhaltung der Vcrlvaltnng sind noch erlaubt. Im dümmsten aller heiligen Bücher der Nazis, in Adolf Hitlers„Mein Kamps", steht auf Seite 590. nach einer entrüsteten Betrachtung über die Besonnenheit der Sozialdemokratie während des Novembers 1918:„Mit einer Zehnmillionen- Partei kann man keine Revolution mehr machen. In einer solchen Bewegung hat man nicht länger Neues Angebot „Habe das Parteihemd ausgezogen und offeriere mich als streng überparteilichen Präsidialkanzler." ein Extrem der Aktivität vor sich, sondern die breite Masse der Mitte, also die Trägheit." Ein ungemein ausschlußreiches Bekenntnis des Größenwahns. „Wie alle Diktatoren liebt Hitler nur die, die er verachten kann." So schrieb, in einer kritischen Darstellung der Staatsstreiche von Catilina bis zu Mussolini und dessen Affen, Curzio Mala- parte über Hitler. ,chen Diktator, der es nicht wird", und fügte, den Scharlatan der Münchcnsr Feldherrnhalls durchschauend, hinzu:„Giolilti sprach von Hitler als dem Mann, der sin« große Zukunft Himer sich hat. In der Tat. wieviel ver- loren« Gelegenheiten! Wie oft hätte er sich de» Die Finanznot der Reichshauptstadt kann nur betrachtet werden als ein Ausschnitt aus dem Gesamtbild der verzweifelten Lage, in der sich alle deutschen Gemeinden befinden Berlin hat in dem Kamps, eine geordnete Finanzwirlschasl trotz der entsetzlich angewachsenen Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten, Ungeheures geleistet! Mehr als einmal schien der Zeitpunkt res Zusammenbruches gekommen. Daß bisher eine Kata- strophe nicht eintrat, ist nicht zuletzt ein Verdi.'nst der vorbeugenden Maßnahme» des Stadt- kämmerers. Die 80S-R u f e Berlins find oft von den verantwortlichen Stellen in Preußen und im Reich iiberhört worden. Die neue Notmaß- »ahme sollte den Herren endlich klarmachen, daß hier etwas geschehen mutz! Welche Folgen es haben müßte, wenn eines Tages die Unterstlltzungseinpfängei ihre wenigen Groschen und Markstücke nicht nehr ausgezahlt erhalten Staates bemächtigen können, wenn er es ver- standen hätte, die günstigen Umstände zu nützen! Trotz seiner Beredsamkeit, seiner Wahlerfolgc, seiner Ausitandsarmee und trotz der Legenden, die sich um seine Figur als Agitator. Massenführer, heftiger und skrupelloser Catilinarier gebildet habe», trotz der Leidenschaften, die er um sich erweckt und seines gefährlichen Zaubers auf die Einbildungskrast und den Abenteurergeist der deutschen Jugend, ist Hitler nur ein versagender Führer." Adolf, der Verblassende, der sich an der„Trüg- heit seiner Massen" unheilbar llbergessen hat. Hitler läßt erklären Verbeugung vor dem Zentrum Die R e i ch s p r e s s e st e l l e der NSDAP. teilt mit:„Die in einem Teil der Presse heute gebrachten ZNeldungen, wonach Adolf Hitler dem Herrn Reichspräsidenten die Bildung eines P r ä- s i d i a l k a b i n e t t s als Minderheits- k o b i n e l t auf der Basis der horzburger Front vorgeschlagen habe unter Ausschluß anderer politischer Gruppen, die sich für eine nationale Konzentration zur Verfügung stellen, sind falsch. Es handelt sich um reine Zwecklügen mit der Absicht, eine wirkliche nationale Konzentration zu hintertreiben." Zurück zu Papen?! Die Telegraphen-Union berichtet: In politischen Kreisen hält man es für wahr- scheinlich, daß der Reichspräsident den hitlerschen Gegenvorschlag als undurchführbar ablehnen wird und daß heule Hitler erneut von Hindenburg zu einer Besprechung gebeten iverden dürste, bei der ihm die Frage vorgelegt wird, o b und unter welchen Bedingungen er bereit sei, eine Präsidial- regienmg mit einem anderen, neutralen Kanzler zu tolerieren. Möglicherweise wird man Hitler sogar so weit entgegenkommen, daß man ihn auffordert, selbst Vorschläge für einen solchen neutralen Kanzler zu machen. Noch der bisherigen Haltung Hitlers glaubt man aber, daß dieser auf ein« solche Zlnftage eine könnten, düriie auch der hohen Bürokratie im Reich nicht unklar sein. Durch die neue diktatorische Sparanordnung hofft man, die augenblicklichen Kassenschwierig- leiten überwinden und auch glücklich über den Jahresultimo kommen zu können. Es wird möglich sein, den Arbeitern den Lohn, den Angestellte» und Beamten ihr Gehalt und den Wohlsahrtsempfängern die Unterstützung zu zahlen. Aber in den einzelnen Verwaltungszwcigcn werden allmählich Zustände eintreten, die untragbar sind. Mit am schwersten wird wiederum die S ch u l v e r w a l- t u» g betroffen iverden, aber auch der Straßenbau, die B r ü ck e n u n t e r- Haltung und andere lebenswichtige Aufgaben der Stadtverwaltung bekommen den Sparcrlaß schwer zu spüren. Die neue Sparanordnung darf nur eine vorübergehende Maßnahme darstellen. Reich und Staat müssen endlich eingreifen, um Schlimmstes zu verhüten. negative Antwort geben und daß dann der Reichspräsident Herrn von Papen erneut mit der Leitung der Präsidialregierung beauftragen wird, die nur in wenigen Punkten anders zu- sammengesetzt sein dürste als die alte Papen- Regierung. Jedenfalls erwartet man heute allgemein eine entscheidende Klärung der inner- politischen Lage Landsknechte ins Luchthaus Der„Puhrer" im Kaiserhof Eigener Bericht des„Vorwärts" Lüneburg, 24. November. Am 5. September Halle ein großer Trupp von Privalsoldaten des Reichskanzleranwärters Hitler, auf Lastwagen herbeigeführt, in dem benachbarten Orte Barendors einen E r n t e b a l l übersollen und zahlreiche Landleute mit IVassen alter Art aus das schwerste körperlich mißhandelt. viele der Verlehlen tragen noch heute an den Wunden, die ihnen die SS. und SA. zugefügt haben. Jetzt standen 14 dieser hitlerschen Raufbolde wegen schweren Landsriedensbruchs vor der Strastammer. Der Staatsanwalt beantragte auf Grund der Terrornotverordnung und wegen der Roheit der Tat gegen sechs Angeklagte je zehn Jahre Zuchthaus, gegen die sechs übrige» je ein Zahr Zuchthaus. Das Gericht sah die Sache aber viel milder an. Sein Arteil lautete gegen fünf Angeklagte auf je 1 Jahr Zuchthau s wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch aus politischen Gründen. R e u n Angeklagte wurden freigesprochen. Das Gericht hat Landfriedensbruch verneint. Schiedsspruch angenommen Oer Tarifstreit im Gastwirtsgewerbe Die U r a b st i m>» u n g über de» S ch i e d s- sprnch für das Berliner Ga st wirts- g e w e r b c. die gestern im Anschluß an die drei öffentlichen Versammlungen der Gastwirtsange- stellten von den gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern im Berliner Gastwirtsgcwerbe vor- genommen wurde, hat, wie wir vom Zentral- verband der Hotel-, Restaurant- und Cafö- angestellten erfahren, die Annahme des Schiedsspruches ergeben. Di« Entscheidung der Unternehmer, die dem Arbeftgeberverband im Gastwfttsgewerb« Berlins angehören, steht noch aus. Es ist damit zu Adolf, der Versager Oer Mann, der sich übergessen hat rechnen, daß auch sie dem Schiedsspruch zustimmen werden, sür den vom Schlichtungsausschuh eine Erklärungsfrist bis Sonnabendmittag 1 Uhr fest- gesetzt worden ist. Die KPD versucht, auch die Lohnbewegung im Berliner(Bastwirtsgewerbe wieder für sich aus- zuschlachten. Mit Hilfe ihrer REO, läßt sie heute im Aschinger-Konzern eine Sonder- abstimmung vornehmen, an der sich alle Be- schäftigten ohne Rücksicht darauf, ob sie organi- siert sind oder nicht, beteiligen sollen. Im Aschinger-Konzern ist der Vorsitzende der gesetzlichen Betriebsvertretung Mit- glied der RGO., was das Einmischen der KPD. in die Tarisbewegung der Berliner Gastwirts- angestellten natürlich erleichtert. KVA.. Schwindel Und seine Aufdeckung (Benosse Dr. Kurt Löwen st ein schreibt uns: Ich habe der„Roten Fahne" die folgende B e- richtigung geschickt und auf Grund des 8 11 des Pressegesetzes um Abdruck ersucht: „Es ist unwahr, wenn die„Rote Fahne" unier der Ueberschrist:„Eine Reihe SPD.-Ge- nassen der 57. Abteilung hat KPD. gewählt", aus einer Versammlung der 57. Abteilung vom 9. No- vember folgendes berichtet: „Dann macht der bekannte S P D.- A b- geordnete Löwen st ein Mitteilung von einer geradezu sensationellen Tatsache:„Ich halte es nicht für gut, daß eine Reihe Genossen der 57. Abteilung kommunistisch gewählt haben. Ich selbst bleibe Sozialdemokrat!" Wahr ist vielmehr, daß ich am 9. November nachweisbar nicht in der 57. Abteilung anwesend gewesen bin, da ich am gleichen Tage in einer Reoolutionsfeier in Mahlsdorf gesprochen habe. Wahr ist, daß ich weder in dieser Bersamm- lung noch in irgendeiner anderen weder dem Wortlaute noch dem Sinne nach etwas ähnliches gesagt habe. Wahr ist, daß ich das letztemal in der 57. Ab- teilung am 21. September dieses Jahres gesprochen habe." Es ist für mich ganz selbstverständlich, daß ein in der Partei organisierter Sozialdemokrat parteischädigend im Sinne unserer Partei- satzungen handeln würde, wenn er bei einer Wahl eine andere alz die Sozialdemokratische Partei wählen würde. Ich würde, wenn mir von einem Mitglieds unserer Partei ein solches Ver- halten bekannt würde, selbstverständlich den Aus- schluß aus der Partei beantragen. Berliner Räuber? 8clwerer Raubüberfall in Wriezen Auf Ersuchen des Prenzlauer Oberstaalsanwalts ist einer Berliner Kriminalkommissar nach der Stadt wriezen entsandt worden, um an der Aufklärung eines schweren Verbrechens mitzuarbeiten, das gestern nachmittag dort verübt worden ist. Unweit des Marktes hat der Kaufmann Iacoby ein Konfektionsgeschäft. Am Nachmittag erschienen mehrere junge Leute unter der Maske vermeintlicher Kunden. Plötzlich fielen die Burschen über den Geschäftsinhaber, der allein anwesend war, her und stachenihnnieder. Der Ucber- fallen« konnte noch um Hilfe rufen, dann schwanden ihm die Sinne. Die Täter, die ihre Entdeckung be- fürchteten, ließen nun von ihrem Opfer ab und flüchteten. Sie sprangen, wie Zeugen beob- achteten, in ein Auto mit dem Erkennungszeichen 11! 38113 und fuhren davon. Es wird vermutet, daß Berliner Verbrecher den Wagen in der Umgebung Berlins gestohlen haben. Was geraubt worden ist, steht bisher nicht fest, da der Ueberfallene, der in das Wriezener Kranken- haus übergeführt werden mußte, noch nicht ver- nehmungsfähig ist. �acbtlicber„Automarkt" Von einer Streife des Autodiebstahldezernats wurde in der vergangenen Nacht ein guter Fang gemacht. Die Beamten erkannten auf ihrem Patrouillengang in der L y ck a l l e e einen Bur- schen, der als Spezialist für Autodiebstähle gilt. Heinilich gingen die Beamten dem Manne nach. Gegenüber dem Bahnhos Heerstraße traf der Verdächtige mit einem anderen Manne zu- sammen, der offenbar Zwei Limousinen, einen Adlerwagen und einen Audi bewachte. Jetzt griffen die Beamten zu. Es stellte sich schnell her- aus, daß die beiden, ein 28 Jahre alter Willi N. und ein 31jähriger Bruno R. die Wagen zwei Tage vorher g e st o h l e n hatten. Am Bahnhos hatten sie sich mit Käufern verabredet. Das„Ge- ichäft" wurde ihnen aber durch die Polizei durch- kreuzt. Wieder Dachstuhlbrand Die Feuerwehr wurde gestern abend nach der Möllendorfstraße 197 Ecke Parkaue in Lichtenberg alarmiert, wo im Dach- stuhl des Vorderhauses Feuer ausgebrochen war. Bei der Entdeckung des Brandes hatten die Flammen bereits weit um sich gegriffen. Vier Löschzüge griffen mit fünf Schlauchleitungen in die Bekämpfung des Brandes ein Nach zwei- stllndiger Tätigkeit war der Brandherd lokalisiert. LlGA. will verhandeln Washington, 21. November. Kurz nachdem Roosevelt abgefahren war, hat Präsident Hoover seine Ansicht zur Schuldenfrage in einem längeren Expose dargelegt. Darin spricht er sich, wie bereits gemeldet, gegen die Strei- ch u n g und auch gegen den Aufschub der am 15. Dezember fälligen Kriegsschuldenrate aus, schlägt jedoch vor, die amerikanischen Delegierten aus der Ab- rüstungs- und weltwirtschaskskonferenz zu bevollmächtigen, Verhandlungen mit den Schuldnerregierungen zu führen. Diese Verhandlungen sollen sowohl die künftige Zahlungsfähigkeit der Schuldnerstaaten zum Gegenstand haben wie auch dazu dienen, Mitte! u n d W e g e zu finden, durch die die Zahlung e r- leichtert werden kann. Verwiesen wiro in diesem Zusammenhang auf«ine V e r m i n d e- rung der Rüstungsausgaben als eins der möglichen Mittel oder, als ein anderes, die Anbahnung eines lebhafteren Warenver- k e h r s sowie sonstige Methoden, die jedoch die Lasten des amerikanischen Steuerzahlers nicht erhöhen dürfen. Falls ein Transfer unüber- windliche Schwierigkeiten machen sollte, sieht das Expose H o o v e r s als Notmaßnahme die Depo- nierung der Ratenbeträg« in den Schuldnerländern Aber erst muß bezahlt werden! zugunsten Amerikas vor. Hoover weist das Ar- gument der Alliierten zurück, daß das Lau- sanner Abkommen etwas mit Amerika zu tun habe. Amerika erhalte doch keine Rcpara- tionen und könne daher nicht die ausgefallenen Reparationszahlungen durch eine Streichung der Kriegsschuldenleistungen balancieren. Als fest- stehende Auffassung wird betont, daß sich die Alliierten anders als bei den Reparationen bei den Kriegsschulden freiwillig zur Rückzah- lung oerpflichteten und anerkannten, daß nur eine tatsächliche Zahlungsunfähigkeit Grund zur Re- vision bieten könne. Präsident Hoover deutete dann die Möglichkeit eines Entgegenkommens der Vereinigten Staaten an, indem er ausführte, diese könnten auch noch auf andere Weise als durch Barzahlungen zu- friedengestellt werden, beispielsweise durch eine Vergrößerung des Absatzes von Erzeugnissen amerikanischer Landwirtschaft und Arbeit. Eine weitere Möglichkeit der Kompensierung könnte sich nach einer entsprechenden Prüfung aus einer Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen er- geben, die zu einer Hebung der Preise und des Handels beitrügen und für beide Teile nutz- bringend zu gestalten wären. Hoover betonte ferner, daß die amerikan'sche Regierung mit jedem Schuldner einzeln und getrennt ver- handeln wolle. Aucb Roosevelt lehnt ab washinglon. 21. November. Roosevelt hatte heute noch eine längere Aus- spräche über die Schuldenfrage mit Finanz- minister Mills, der ihn im Auftrage Hoooers aufgesucht hatte. Nach Beendigung dieser Unterredung verließ Roosevelt die Stadt. Wie oerlautet, hat er Mills erklärt, daß er angesichts der überwältigenden Ablehnung in den Reihen der demokratischen Parlamentarier als Privatmann jetzt nicht in die Regierung: gefchäfte eingreifen könne und es daher Hoover überlassen müsse, mit dem Kongreß über den nächsten Schritt zu verhandeln. bleues Gesuch Englands London, 21. November. Die amerikanische Absage hat hier einigermaßen be stürzend gewirkt. England wird sich mit der Absage nicht abfinden, sondern den Noten- Wechsel mit Amerika fortsetzen. Die Fahrt nach Koburg Mt gestohlenen Autos zur Fürstenhochzeit Düsseldorf, 21. November. Die moralische Zersetzung der SA. macht rapide Fortschritte. Erst vor wenigen Tagen konnte der aktive SA.- Mann Kühl aus Düsseldorf- Gerresheim als gefährlicher Mansarden- d i e b festgenommen werden, wobei die Polizei ihm über 159 Einbrüche nachweisen konnte. Jetzt standen mehrere SA.-Leute, die zur Be- satzung des SA.-Heims gehören, in dem die Düsiel- dorfer Stabswachs untergebracht ist, wegen Bandendieb st ahls vor Gericht. In zehn Fällen hatten sie systematisch Autos gestohlen, damit Spritzfahrten gemacht, die Autos ausgeraubt und sie schließlich irgendwo stehen gelassen. Das Gericht verurteilte sie zu wenigen Wochen Gefängnis, weil ihnen der Bandsndiebstahl nicht nachweisbar sei. Sie hatten nämlich in der Ver- Handlung abgestritten, mit dem Plan, Autos zu stehlen, jeweilig ausgegangen zu sein. Sie be- haupteten vielmehr, die Autos rein zufällig ge- stöhlen zu haben. Die Frage des Staatsanwalts, ob sie von vorgesetzten Dienststellen Auftrag gehabt hatten. Autos zu„requirieren", verneinten sie. Fünf andere SA.-Leute, ebenfalls Angehörige der Besatzung jenes SA.-Heims hatten sich wegen Betrugs und Diebstahls vor dem Schöffengericht zu verantworten. Sie hatten beschlossen, unter allen Umständen an den Hochzeilsfeierlichkeiten in koburg teilzunehmen. Einmal, um die Gunst, die ein ehemaliger Fürst Hitler-Leuten erwies, mit eige- nen Augen zu sehen. Dann aber, uni während Taufenömarkschein-Fabrik Lauern als Hersteller Der 33jührige Landwirt Josef K i n z e l aus der Nähe von Braunau in Böhmen unterhielt mit drei anderen Landwirten und sieben weiteren Helfern eine Falsch münzerwerk st att. Man hatte von dem inzwischen verstorbenen Maler Dreßler Glasplatten gravieren lassen, mit deren Hilfe man falsche Reichsbauk. notcn zu fünfzig und tausend Mark erzeugte. Der Schwindel flog dadurch auf, daß nach dem Plötz- lichen Tode des Zeichners der Landwirt Kinzel einen Maler Arlt in Nachod mit 39 990 Kronen bestechen wollte, der die Sache der Polizei an- zeigte. Neben Kinzel wurden drei andere Bauern verhaftet. Sieben weitere Mit- schuldige sind wahrscheinlich über die Grenze entkommen. Ttahlhelmer vor Gericht 1 dabr 6 Monaten wegen Widerstandes Bor dem Sondergerichl hatte sich zur Ab- wechslung ein Stahlhelmmann zu verantworten. Am 5. November besand er sich m einer johlenden Menschenmenge, die sich in S ch ö n e b e r g Ecke Koburger und Hauptstraße angesammelt hatte, um die Straßenbahn am Fahren zu verhindern. Das Ueberfallkommando wurde mit Steinwürfen be- grüßt, der Führer des Kommandos verletzt. Als die Menge schon so ziemlich auseinandergetrieben war und das Ueberfallkommando im Begriff stand abzufahren, sonderte sich von einer Gruppe«in junger Mensch ab und schleuderte zwei Steine gegen den Wagen de» Ueberfall- der Feierlichkeiten eventuell Photos für Nazi- Zeitungen zu machen und so Geld zu verdienen. Der Gymnasiast Graetz aus Düffeldorf-Benrath, der jetzt die Maschinenbauhochschule besuchen will, erschwindelte in einer Garage ein Auto, indem er einen Kauf vorspiegelte und versprach, er werde zu seinem Vater, der Betriebs- leiter eines Werks in Dllsseldorf-Vcnrath ist, fahren, um das Geld zu holen. Statt dessen fuhr er zu der SA-Kaserne, lud seine Kumpels ein und fuhr, vorbei an seinem elterlichen Haus, vor dem der Verkäufer des Wagens, der inzwischen Angst um sei,, Geld bekommen halte, vergeblich wartete, in Richtung Koburg davon. Der junge Mann war aber ein so schlechter Fahrer, daß man vor lauter Pannen nicht bis Koburg kam. Auf zwei„Plattfüßen"— die Ersatzreifen hatten sie unter Vorzeigung ihrer SA.-Ausweise an Tankstellen für Benzin als Pfand hinterlassen— fuhren sie in Schweinfurth ein. wo Hitler an jenem Tage im Anschluß an die Feierlichkeiten'n Koburg im„Schützenhaus" sprach. Hatten sie ihren„Führer" nicht im Glanz des Koburger Hofes gesehen, wollten sie ihn wenigstens davon erzählen hören. Den Wagen gaben sie in Repa- ratur. Unterkunft fanden sie im Schweinfurther SA.-Hcim. Der Besitzer der Reparaturwerkstatt rückte aber ohne Bezahlung den Wagen nicht wieder heraus. Ihm genügte nicht die Uniform, auch nicht der SA.-Ausweis. Vergeblich versuchten sie. ihm den Wagen zu stehlen. Er hatte Augen wie ein Luchs. Darum st a h l e n sie einen Wagen, der vor einem kommandos, ohne zu treffen. Der junge Mensch wurde verhastet, er stellte sich als ein 22 Jahre alter Stahlhelmmann Fritz Busse vor. Der Staatsanwalt beantragte wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zwei Jahre Gefängnis, das Sondergericht verurteilte ihn zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. Die Polizeibeamten, hieß es in der Urteilsbegründung, haben bei ihrem schweren Dienst einen besonderen Anspruch auf Schutz durch die Gerichte: deshalb habe die Strafe schwer ausfallen müsisn. Betrug an Aermften! Rentenempfänger als Opfer In den letzten Wochen treibt in Berlin ein Lump sein Unwesen, der arme alte Frauen um die letzten Pfennige bestiehlt. Der Bursche gibt sich als Inspektor der Landesversicherungsanstalt aus und sucht alte Leute auf, denen er bei seinem Besuch eine Erhöhung der Rentenbezüge verspricht. Durch sein sicheres Auftreten hat er bisher nirgends Verdacht erregt. Er arbeitet jedesmal mit demselben Trick. Er bittet die alten Leute, ihm ein Glas Wasier.zu besorgen Während man seinem Verlangen ahnungslos nachkommt, benutzt der Strolch die Gelegenheit, um Geld und Wert- fachen zu stehlen. Sein letzter Streich ist ihm in der Liesenstraße gelungen, wo er gestern einer SZjährlgen Witwe ihte ganzen Ersparnisse von 250 Mark raubte. Da der gewissenlose Bursche seine Betrügereien fortsetzen wird, sei nochdrück- lichst vor ihm gewarnt. De! seinem Austauchen ist schnellste Benachrichtigung der Polizei er- forderlich. W e i n h a u s hielt. Sie kamen mit zahlreichen Pannen bis in die Nähe von Aschaffenburg am Main. Dort ging es nicht weiter, weil sie wiederum die Ersatzreifen an Tankstellen als Pfand für Benzin hinterlassen hatten. Sie drückten den Wagen in eine Waldschneise und vergruben alle Papiere, die sie darin gefunden hatten. Nur die Ausweispapiere des Besitzers nahm der Sturmführer Leuchter, der inzwischen als Anführer zahlreicher Autodiebesbanden flüchlig ist, an sich. Leuchter befahl, einen Kahn zu „requirieren", mü dem bis zur nächsten größeren Stadt die Reise mainabwärts gehen sollte. Da das Wasser keine Balken hat. stiegen sie bald wieder an Land und schlugen sich vagabundierend bis Frankfurt a. M. durch, wo sie im SA.-Heim Unterschlupf fanden. Bei einem nazifreundlichen Kinobesttzer verschafften sie sich Freikarten für eine Kinovorstellung. Abends stahlen sie wieder ein Auto. Sie hatten Glück. Denn es gehörte einem Jagdpächter der im Begriffe war. für mehrere Tage in lein Jagdhaue zu fahren, und der sich außerordentlich gut mit■ Lebensmitteln, Wein und Spirituosen, ver- proviantiert hatte. Pannen, die sie auf dem Weg nach Düsseldorf hatten, ließen st« nun gegen Ab- gäbe von Wein und Rum reparieren. Der flüchtige Sturmführer schlug vor, man solle doch gleich eine ganze Deutschlandsahrt auf diese Weise machen. Aber die Jungens hatten doch Sehnsucht nach Muttern. Die Staatsanwältin, die die Anklage vertrat. wollte es wieder bei Strafen von vier und sechs Wochen bewendet fein lassen. Da die Fahrt ein Dummerjungenstreich gewesen sei. Das Gericht betonte aber, die Strafen von vier bis sechs Monaten, die es oerhängte, seien auch schon milde. Es hob jedoch die Haftbefehle auf und stellte Bewährungsfrist in Aussicht. NaziHetze Leihst an IG-iegergrahern Am Totensonntag veranstaltete das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold auch aus dem Steglitzer Berg- sriedhof an den dortigen Kriegergräbern eine T r a u e r f e i e r, die von Hunderten von Men- schen als eins wirkliche und ehrliche Gedenkfeier miterlebt wurde. Die Weihe der Feier und des Ortes wurde nur durch einen Nationalsozialisten und seine„Heil-Hitler"-Ruse gestört. Der Na- tionalsozialist wurde von der Polizei festgenommen und der politischen Abteilung la des Polizeiprä- sidiums eingeliesert. Am Montag behauptete der„Angriff" frech, daß bei dieser Feier das Grab eines SA.-Mannes und die davorstehende Ehrenwache von SA.-Männern durch Reichsbannerleute bespuckt worden wäre und daß auch der SA.-Führer angespien worden sei. Der Ortsoerein Steglitz des Reichsbanners stellt dazu fest, daß das Reichsbanner auf dem Hinweg in 59 Meter Entfernung von dem SA.- Grab vorbeikam, der Rückweg sogar in 159 Meter Entfernung verlies. Weder dem Friedshofs- inspsktor noch dem stellvertretenden Leiter des 192. Polizeireviers ist von der Spuckgeschichte des „Angriff", die, wenn sie tatsächlich so eriolgt wäre, wie der„Angriff" sie schildert, auf dem dicht- besuchten Friedhof zweifellos zu einer außerordent- lichen Szene geführt hätte, das geringste bekannt. Bekannt ist dort nur die rüpelhafte Tat des fest- genommenen Nationalsozialisten. Di« Steglitzer Bürger, die in großer Zahl der Gedenkfeier de» Reichsbanners beiwohnten und die bei weiten» nicht durchweg linkseingoftellte Republikaner waren, empörten sich über die nationalsozialistisch« Totenfchändung außerordentlich. Der Bauhüttenprozeß Hetze wegen der Auslandsaufträge Nichter wehren sich Protest gSeZen Nazihetzc Der Vorstand des Preußischen Richter- verein? sendet uns mit dem Ersuchen um Ver- ösfentlichung die folgende Entschließung: „Vereits vor einigen Wochen sind mehrere nationalsozialisti s ch e Tagez-jeitungen van dem Oberpräsidenten der Rheinprooinz wegen der Besprechung eines Urteils des Berliner Sondergerichts und wegen darüber hinaus- gehender allgemein gegen die Gerichte erhobener schwerer Angriffe(ein- seitige Entscheidungen gegen Nationalsozialisten, Rechtsbeugung usw,) auf ö Tage oerboten worden. Die Begründung dieses Verbotes bezeichnet— unseres Erachtens zutreffend— die Besprechung als eine grobe Beschimpfung und böswillige Ver- ächtlichmachung des Gerichts und darüber hinaus der gesamten Justizgewalt. Das Verbot führt weiter aus, daß die Angriffe ohne jeden Versuch einer sachlichen Begründung erhoben seien, und ohne daß sich die Zeitungen um ein Verständnis der gesetzlichen Notwendigkeiten bemüht hätten, aus denen heraus die Gerichte Verurteilungen hätten ergehen lassen müssen. Nicht anders zu bewerten ist eine im„Angriff" vom 9. November erschienene Besprechung eines Urteils, durch das vom Berliner Sondergericht wegen Steinwürfe auf einen Straßenbahnwagen anläßlich des Berliner Verkehrsstreiks'auf 2 Jahre Zuchthaus erkannt worden ist. Dieses Urteil ist im„Angriff" als unerhörtes Schreckensurteil be- zeichnet, das mit Rechtsprechung nicht mehr das geringste zu tun habe. Das Urteil zeige die Justiz lediglich im Dienste des Lohnraubes. Das Gericht habe sich gegen das ausgebeutete Volk auf die Seite einer kleinen Ausbeuterschicht gestellt. Eine so einseitige Klassenjustiz züchte den Klassenkampf auf der anderen Seite groß, ihr müsse der schwerste Kampf angesagt werden. Der Preußische Richterverein weist diese, schwerste Beleidigungen seiner Mitglieder enthaltenden Angriffe mit Entschiedenheit zurück. Die preußischen Richter dienen dem Recht und tun ihre Pflicht, ohne nach rechts oder links zu schauen. Durch Drohungen lasten sie sich nicht beeinflusten." In Klaggestan ?ro!essoren beschweren sich Lraunschweig, 24. November. Rektor und Senat der Technischen Hochschule haben sich den Eingriff des Naziministers Klagges in das Selb st verwaltungsrecht der Hochschule nicht bieten lasten. Nachdem bereits der Rektor, Professor Dr. Gaßner, die Ein- Mischung Klagges' zugunsten der Nazsttudenten abgelehnt hatte, ist jetzt ein« Beschwerde beim Gesamtministerium eingereicht. Die Deutschnationalen rücken von Klagges ab. Der Hochschulprofeflor Roloff, gleichzeitig Führer der deutschnationalen Land- tagsfraktion, erteiste Klagges eine Rechtsbelehrung und kündigte das Eingreifen des Landtags an. Es bestätigt sich, daß der durch Klagges vom Zaun gebrochene Hochschulkonflikt die mühsam ver- kleisterten Risse in der Harzburger Regierungs- koalition erneut aufgerissen hat. Hauptmann � in Frankreich. Hauptmanns „Weber" sind in Antoines berühmtem„Folien Theater" eher als in Deutschland mit sensatio- nellem Erfolge gespielt worden. Auch„Hannele", „Fuhrmann Henschel" und„Einsame Menschen" sind vor dem Kriege in Paris gespielt worden. Aber seitdem ist er dort von der Bühne ver- schwanden. Seine Dramen sind nicht einmal mehr in der französischen Uebersetzung zu haben. Es besteht jetzt die Absicht, Gerhart Hauptmann auch in Paris gebührend zu feiern und einen Be- grüßungsabend zu seinen Ehren im Saale des „Palais Royal" zu organisieren. Der Germanist Henri Lichlenberger hat hierzu die Initiative er- griffen. Gelingt zudem die Durchführung zweier schwebender Projekte: der Uraussührungen von „Pippa" und„Ratten" in französischer Sprache, so hätte das Hauptmann-Jubiläum für Frankreich kostbare Bereicherungen vermittelt. Kinkel und Schurz. In der Vereinigung Carl Schurz sprach Prosessor Dr. H H H o u b e n in der Deutschen Gesellschaft über das Thema:„D i e beiden Freunde: Gottfried Kinkel und Carl Schurz" Bor einem größeren Zu- hörerkreis entwars er mit großer Anschaulichkeit ein Bild der damaligen politischen Lage und schil- derte in sesselnder Weise die Freundschaft des Studenten Carl Schurz zu dem Bonner Professor, der nach seiner Gefangennahme und Jnhaftsetzung im Spandauer Gesängnis durch den jungen Carl Schurz befreit wurde Rinlslen im verwallnngsrat des Germanischen Museums. Der österreichische Bundesminister Dr. Rintelen, Landeshauptmann von Steiermark, der in den Verwaltungsrat des Germanischen Museums Nürnberg gewählt wurde hat die Wahl angenommen. Amtlich- Museumsführunge». Im Rahmen der amt- lich-n Musemnssiihrungen werden sprechen: 2S. November, l l Uhr. Dr. Fritz über„Teutsches Mrtlel- alter" im Deutscken Museum: Senntag. 11."avem- ber. 10 Uhr. Direktor Temmler üb?r Gregor trrhardt und Dancher" im Deu'schen Museum: Dr. AntbeS über „Acgnpniche Bilder" im AegYPtischcn Museum: Dr. Eberbard über„Tie chinesiiche» Sammlunq-n im Museum für Völlerkunde Im Ttellapelast gastier: Vera Zchwarz von der Berliner ekraatSoper von Freilag bis Donnerslag, den 1. Dezember. Fm Film teil wird„Strichdurchdie Rechnung" gegeben. Am Montag hat in Stettin der Bau- Hüttenprozeß begonnen, der etwa sechs Tage in Anspruch nehmen dürste Unter Führung der Nazipresse war vor Monaten eine große Hege gegen die Bauhütte für Pommern G. m. b. H. und ihren Leiter, d«n Stetiiner sozial- demokratischen Stadtrat L ü ck, eingeleitet worden. Mit widerwärtigen Anwürfen stürzte man sich auf einen rein geschäftlichen Vorgang, bei dem es sich darum handelt� daß die Bauhütte mit Hilfe von Auslandsaufträgen Gewinne für die Finanzierung deutscher Bauarbeiten erzielen wollte. Bei der Transferierung des Anlauf- kapitals für diese Auslandsaufträge in Frankreich sollen nach Ansicht der Zollbehörden Verstöße gegen die komplizierten Bestimmungen der De- visenordnung unterlaufen sein. ic Die beiden ersten Verhandlungstage gingen mit der Vernehmung des Stadtrats Lück hin. Lück erklärte, daß die Absicht zur Gewinnung von Auslandsaufträgen lediglich dem Wunsche ent- sprang, dem völlig daniederliegenden deutschen und vor allem dem völlig zusammengebrochenen Stettiner Baumarkt neue Mittel zuzuführen. Er selbst habe bei der Transserierung nicht mit- gewirkl und von irgendwelchen Verstößen gegen die Devisenbestimmungen keine Kenntnis gehabt. Zum Abschluß gab Lück eine Schilderung der Be- Ziehungen der Bauhütte zu ihrem Finanzberater Dr. Schönherr, dem zweiten Angeklagten, der als Prokurist der Markusbank in Potsdam das zur Ankurbelung der Frankreichaufträge bereit- gehaltene Geld verwaltete. Lück erklärte, Schön- Herr habe, sofern unerlaubte Transaktionen durch- geführt seien, dies ohne sein— Lücks— Wissen und Wollen vorgenommen Die Verteidigung Schönherrs, der anschließend vernommen wurde, läuft darauf hin, die Verantwortlichkeit für die Transferierungen Lück zuzuschieben. Schönherr kann jedoch nicht bestreiten, daß er die Abwicklung der Geldgeschäfte völligsclbstän- d i g erledigt hat. Die Zustimmung Lücks hat er sich meist nachträglich beschafft. Er erklärt, daß er sich nie wissentlich eines Verstoßes gegen die Devisenordnung schuldig gemacht habe. Nach Schönherrs Vernehmung wurde der dritte Angeklagte, der Berliner Kaufmann B e y e, ge- hört. Er hat die ersten Fäden zwischen der Bau- Hütte und der sranzösischen Auftraggeberin an- geknüpft und gab eine interessante Schilderung der damaligen Situation aus dem französischen Baumarkt. Die französische Regierung hatte Mittel von 12 Milliarden für Bau- zwecke zur Verfügung gestellt. Die französische Bauindustrie vermochte jedoch kaum ein Viertel dieser Summe umzusetzen, da sie technisch auf dem Stand von 1899 stehen geblieben war. Für ein technisch und kaufmännisch so vorzüglich organi- siertes Unternehmen wie die Bauhütte für Pom- mern hätten sich hier ungeahnte Möglichkeiten er- öffnet. Die Aufträge lagen auf der Straße, es brauchte nur zugegrissen zu werden, um mit dem Gewinn die deutsche Arbeitslosigkeit zu be- kämpfen. Die deutschen Regierungsstellen hätten sich aber diesen Möglichkeiten durch die Per- Weigerung der Devisenhergabe an die Bauhütte schroff verschlossen. Heute, im Zeichen der deutsch-französischen Wirtjchaftsoerhandlungen, würde das kaum noch eine Stelle wagen. Bestätigung ihres Könnens rangen", durch diese Einrichtung der Funkstunde zu Wort kommen sollen, ist vorläufig nur eine wohlklingende Phrase. Hans Fallada, dessen.Kleiner Mann, was nun?" als erstes Hörspiel aufgeführt wurde, hat das Herausgestelltwerden ja wohl nicht mehr nötig. Die Sendung war von sehr mittel- mäßiger Qualität: die Bearbeitung des Romans zum Hörspiel hatte ihn aller Feinheiten beraubt. — 1z. Kiinnekes„Glückliche Reise" Kurfürsten damm-Theater Operette— hier ist sie nichts anderes als«in langweiliger Umweg zu Künnekes kurzweiliger Schlagermusik. Fescher Marsch und seuriger Fox, süßer Tango und sinnlicher Waltz, vom Paso Doble und Rumba zu schweigen, alles in ausgezeichneter Aufmachung — danach werden den ganzen Winter tanzen, die noch tanzen können. Die Platten werden's ver- künden, der Rundfunk wird es uns mitteilen, keiner wird dieser Musik entgehen: sie hat Schmiß und Sentiments, straffen Rhythmus und sühge- schwungene, einprägsame Melod'e, sie wird sich durchsetzen und die Tanzsaison beherrschen. Das Libretto der„Glücklichen Reise" dauert nicht weniger als vier Stunden. Daß die Götter- dämmerung fünf braucht, immerhin also doch noch länger dauert, ist nur ein schwacher Trost. Jede Schnecke käme rascher voran als diese langweilig exponierte, langatmig sortgesponnene, in Episoden zerflatternde, tempolose Handlung, die sich um Mitternacht erst zu dem längst sälligen kappy enck bequemt, nicht ohne über ein sentimentales zweites Finale gestolpert zu sein. Ein theatra- lischer Hemmschuh für die beschwingte Musik. Eine furchtbar schwere Geburt der leichtgeschürzten Muse: für Pertuch und Schwabach weiter kein Ruhmestitel. Ernst V e r e b e s und Lizzi W a l d m ü l l e r, Komiker und Soubrette, machen ihre Sache sehr anständig: das spärliche Leben in der Bude ist nur auf ihr Konto zu setzen. Walter I a n k u h n singt ganz nett. Seine Partnerin Hilde W ö r- n e r frellich ist ein bemerkenswertes Bühnen- Antitalent: unerträglich hausbacken, ohne allen Charme und ausrichtig sentimental. In kleinen charakteristischen Rollen haben Kurt Lilien und Max Landa großen Eriolg. Zum Ueber- fluß gibts Girls, die ein sehr merkwürdiges Ge- misch darstellen: Köchinnen mit Hetärenlächeln: gibts die Kardoschsänger und manches andere. Viel Erfolg vor allem für Künneke, Verebes und die Waldmüller.— Id. Die Deutsche Gesellschaft für Rheuma-Bekämp- fung veranstaltet am 6 und 7. Dezember ihre 7. Rheuma-Tagung in Berlin. Anschließend findet ein praktischer Kursus über rheumatische Er- krankungen für Aerzte statt. Anmeldungen zur Tagung sind an Dr. Hirsch, Berlin W. ZS, Derff- lingerstr. 7, zu richten. Die Herbstausstellung der Akademie der Künste am Pariser Platz, in der Werke der Malerei und Plastik neben der Gedächtnisausstellung für den Landschafts- maler Professor Ulrich Hübncr und der Kollektw-Aus- stellung von Ernst Barlach gezeigt werden, wird ani Sonntag, dem 27. November, nachmittags 5 Uhr, ge- schlössen. Geringere Schailplatten Produktion Neuerscheinungen und ältere Platten Sieht man von Schlagern ab, die hier in Kürze zusammenhängend und für sich behandelt werden sollen, dann muß man immer wieder feststellen: die Schallplattenproduktion schrumpft in immer bedenklicherem Maß, in immer rascherem Tempo. So unglaublich viel hier noch zu leisten wäre, so wenig dieses wunderbare Instrument im Grunde ausgenützt ist, so viele Gebiete der Musik noch reproduktiv zu erschließen, so viel platten- eigene Experimente noch zu machen wären— nichts dergleichen geschieht. Im Gegenteil: das bereits erreichte Niveau wird dauernd unter- schritten. Der Staat kümmert sich um diesen„kul- turellen" Zweig überhaupt nicht, und die In- dustrie ist sich natürlich nur zu Haussezeiten ihrer pädagogischen und Kulturfunktion bewußt. Geht das Geschäft schlecht, dann beschränkt sie sich auf typische, konventionelle Ware: in dieser Situation sind wir jetzt, jeder Monatskatalog vermag einen davon zu überzeugen Wobei so großzügige Unternehmen wie die Ausgabe sämtlicher von Schnabel gespielter Beethoven-So- naten durch Elektrola etwa dankbar anerkannt werden sollen, andererseits aber in ihrer Ver- «inzelung richtig gesehen werden müssen. Mit wenigen guten Neuerscheinungen ist das Wesen der Platte freilich auch in ihrer heutigen Beschaffenheit nicht erschöpft: die etwas älteren Kataloge enthalten noch eine zum Teil nicht ge- nutzte Fülle prachtvollen Materials: aus sie soll hier daher zur Ergänzung und Anregung zurück- gegriffen werden. Orchester. Unter den neuesten Orchesterplatten steht Strawinskys chinesischer Marsch aus der Suite „Das Lied der Nachtigall", gespielt vom Londoner Sinfonieorchester unter Albert Coates, an allererster Stelle(E.). Matter sind zwei Furt- wängler-Aufnahmen bei Gr.: eine schöne, zart getönte Wiedergabe der Hebridenouoer- t ü r e von Mendelssohn, die nur stellenweise durch zu starkes, auf der Platte breiiges Forte leidet: sowie die Reproduktion zweier ungarischer Tänze von Brahms. die diesen Fehler in sehr verstärktem, in verhängnisvollem Maß aufweist, die einfach eine ohne Rücksicht auf die Eigentüm- lichkeiten des Mikrophons aufgenommene Konzert- Photographie ist.— Schreker dirigiert sehr ordent- lich zwei Stücke aus Griegs Peer-Gynt- Suite(Gr.). Als ältere Orchesteraufnahme sei Schuberts „Unvollendete", von Franz Schalk dirigiert, klar und einleuchtend wiedergegeben, sehr empfohlen(drei doppelseitige O.-Platten). Solisien. Edwin Fischer spielt auf zwei doppel- seitigen E.-Platten, die den Freunden seines Spiels viel Freude machen werden, Bachs C h r o- matische Phantasie und Fuge: eine klare Aufnahine spiegelt seine sehr persönliche Auf- sassung: den italienischen Schwung der Phantasie. das träumende Erwachen und langsame An- schwellen der großen Fuge aus romantischer Ver- sunkenheit.— B r a i l o w s k y bleibt mit S ch u- berts Militärmarsch, mit dem-As-Dur- Valse-Impromptu von Liszt(Gr.) hinter seinen sonstigen Plattenerscheinungen recht zurück. Feuer mann spielt für P. mit prachtvollem kantablem Ton die Bruchsche Cellobearbeitung des Kol n i d r e i: das wunderbare Wunderlied M e n u h i n endlich meistert Rimskys„Lied der Braut" und Paganinis Campanella(E.) Gesang. Sogar hier sind die guten Neuerscheinungen spärlich gesät. In„Recitativ und Arie der Zer- binetta" aus der A r i a d n e, von der I v o g ü n auf E. gesungen, ist eine Spitzenleistung des Ziergesanges, die selbst Richard Strauß begeisterte, für immer festgehalten. Adele Kerns kalter kultivierter Koloratursopran kommt in der „schönen blauen Donau", in Rubinsteins Pals caprice(Gr.) gut zur Geltung Josef Schmidt, Rundfunktenor und Plattenliebling, singt aus Cid und Manon von Masjenet(P.): Heinrich Schlusnus endlich mit schöner Stimme, wenn auch nicht gerade letztem Lied- Verständnis Schumanns„H i d a l g o" und die „Grenadiere". Von älteren Eesangsplatten sei der B r a n- g ä n e n r u f aus dem zweiten Tristanakt sehr hervorgehoben(Gr.): wundervoll klingt die stille ebenmäßige Stimme Emmy Leisners über dem raunenden Weben des Orchesters. Eine V e r d i- P u c c i n i- Platte Mario Nemeths, ferner, besonders kultiviert, die Nilarie(Gr.): eine Verdi-Puccini-Platte Lotte Lehmanns, endlich (O.) Desdemonas W e i d e n l i e d und Butterflys „Eines Tages sehen wi r".— Zwei Szenen aus dem Rosenkavalier mit Meta Seinemeyer(P.) sowie das von Josef Schwarz vorgetragene„C r e d o" aus Othello (P.) erfüllen die an sie gestellten Erwartungen in keiner Weise. Als Liedersänger unübertrefflich wie immer bleibt Leo Slezak in Schuberts„Wohin" und„Jüngling an der Quell e". Arnold Walter. O.— Odeon, P.— Parlophon, Gr.— Gramms- phon(Stimme seines Herrn), E.— Elektrola. Arbeitsschule für Hörspiele? Schöne Worte! Die Berliner Funk stunde teilt mit: „Die Funtstunde hat innerhalb des Programms der literarischen Sendespiele eine Arbeits- schule für Hörspiele ins Leben gerufen. Sie will dadurch Schauspielern und Schriftstellern, die bisher vergeblich um eine Bestätigung ihres Könnens ringen, ein Arbeitsfeld schaffen. Zugleich sollen hierdurch Wege zum Hörspiel gezeigt und erwerbslose» Kräften eine Wirkungsmöglichkeit gegeben werden. Permehrte Proben sollen die für den Rundfunk geeigneten Kräfte als Hörspieler ausbilden." Das sieht sehr schön aus. Die Wirklichkeit aber, die dahinter steht, hat ein anderes Gesicht. G e- meinschasten arbeitsloser Schau- s p i e l e r. die vor dem Mikrophon auftraten, wurden bereits vor rund anderthalb Jahren ge- bildet: die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger hatte sie ins Leben gerufen. Hier war durch steten Wechsel der Teil- nehmer einer verhältnismäßig großen Anzahl von Künstlern die Möglichkeit gegeben, sich wieder einmal in ihrem Beruf zu erproben und dabei ein paar Mark zu verdienen. Mit welchem Eifer diese Kräfte an ihr Werk gingen, bewiesen die Aufführungen dieser Arbeitsgemeinschaft. Doch nach der„Neuordnung" wurden von der Funk- stunde nur noch zwei Proben zugebilligt: dazu zwangen die maßgeblichen Stellen der Berliner Funkstunde ihr unmögliche Stücke aus. Es dauerte nicht lange, so wurde der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger von der Funkstunde mitgeteilt, daß diese Ausführungen erwerbsloser Schauspieler überhaupt nicht mehr stattfinden könnten: Verhandlungen der Bühnengenossenschaft mit dem Intendanten Duske waren erfolglos. Die Funkstunde setzte die erwerbslosen Künstler auf die Straße. Jetzt hat sich unter Arnolt Bronners Leitung diese„Arbeits-Schule" etabliert. Die Aus- wähl der Schauspieler wird von chm willkürlich vorgenommen, wahrscheinlich mit besonderer Be- rücksichtigung seiner nationalsozialistischen Partei- freunde. Eine sinnvolle Hilfe für erwerbslose Künstler kann diese Einrichtung nicht werden. Daß Schriftsteller, die bisher„vergeblich um eine maiernatte Berlin G.m.b.H. VORMALS MALEREIGENOSSENSCHAFT GEGRÜNDET 19U NQ18,LANDSBERGERALLEE38-39 FERNSPR.; E 4 ALEXANDER 5628—30 ALLE MALERARBEITEN MOEBEL- UND AUTOLACKIERUNG |R. 202 „Hawag" Heiziinfl, Liittung, Be- und Entwässerung �NOlS, Landsberger Str. 92, Tel.: Alex. 9 130/1� Fenster- und; Gebäude Reinlgungs Gesellschan m.b.H. Berlin S036.SchlesischeStr.42 Fernruf: F8. Oberbaum 3553-54 Billigste und zuverlässigste Ausführung aller Reinigungsarbeiten/ Bohner- und Oelmaschinen/ Staubsauger/ Vertreterbesuch jederzeit unverbindlich ARBEITER! Deckt euren Bedarf in Eisenwaren, Werkzeugen, Haus- u.KUchengeräten bei ERNST WIESE, Berlin O 34. Frankfurter Allee 16 Närhisdier FielsdiUonsom Hermann Pohle Palisadenstr. 29 Strausberger Str. 34 B. WOLLENBERG am Alexanderplatz im Berolina-Hochhaus BIER- UND SPEISERESTAURANT F. 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Koppe. .08 2. Pohlenz. 704 3. Wittstock, 725£.; 4. Schräder 710 H.; 5. Tewes, 700 H. Insgesamt 3607 Holz. Am Nachmittag standen sich dann„Rührige Mannschaft" und„Frei weg" gegenüber. Hier war pz den Brandenburgern sogar möglich, ihre Leistung vom Vormittag noch zu überbieten und „Rührige Mannschaft" mit einem Mehr von 85 Holz zu schlagen. Die beiden besten Einzel- kegler dieses Kampfes waren Pohlenz und Witt- stock(„Frei weg") mit je 744 Holz. Ergebnis der fünf Vereinsbesten: „Rührige Mannschaft": 1. Wieland, 721 H.; 2. Hilde- brandt, 713 S.; 3. Wörpel, 711 H.; 4. Krause, 710 H.; Irrgang, 695 H. Insgesamt SoöO Holz.„Frei weg": 1. Pohlenz, 744 H.: 2. Wittstock. 744 H.; 3. Schröder, 3635 Holz. Kürzlich hatte„Frei weg"-Brandenburg seine ersten Rückkämpfe, und zwar mit„Vorwärts"- Berlin und„Frei Holz"-Spondau. Wider Er- warten konnte„Frei weg" in dem Kampf gegen „Vorwärts" sich auf den einwandsreien Bahnen nicht zurechtfinden und blieb mit seinen fünf Vereinsbesten mit 51 Holz unter dem Durchschnitt. Aber auch„Vorwärts" konnte bei Wertung seiner fünf Besten nur 3480 Holz erreichen, blieb aber dennoch mit einem Mehr von 31 Holz über„Frei weg" Sieger, wobei Ladwig(„Vorworts") mit 718 Holz bester Einzelkegler blieb. Ergebnisse: „Frei weg": 1. Schröder, 70S H.; 2. Wittstock, 708 S-; 3. Koppe, 692 ö-;-1. Pohlenz. 678 H.: 5. Borchert, 662 H.„Vorwärts": 1. Ladwig, 713 H.; 2. Fromm. 698 H.; 8. Zemisch, 691 H.; 4. Schinske, 688 H.; 5. Rothen- burger, 68< H. Der Ztachmittagskampf brachte„Frei Holz"- Spandau und„Frei weg"- Brandenburg zu- sammen, aber auch hier vermochten sich die Brandenburger nicht durchzusetzen, obwohl sie in Wittstock init 728 Holz den besten Einzelkegler des überaus harten Kampfes stellten. Mit einem Mehr von 35 Holz blieb„Frei Holz" Sieger und erreichte bei Wertung feiner fünf Besten 3565 Holz. dem die Brandenburger nur 3536 Holz entgegen- setzen konnten. Ergebnisse: „Frei weg": 1. Wittstock, 728 H.: 2. Pohlenz, 721 H.; 3. Schröder, 709 ö.; 4. Koppe, 697 L».: ö. Borchert, 677 H. „Frei Solz": 1. Thiele, 724 S.: 2. Schick. 722£».; 3. Mosni. 717 H.; 4. Morgenroth, 705 H.; 5. Stiller, 697 H. Was zu beric Zum zweitenmal in diesem Jahr und damit auch zum letztenmal traten dieser Tage die beiden spielstarken Mannschaften der Bezirke Nordring und Nordost der FTGB. zu einem Freundschasts- spiel mit dem„leuchtenden Ball" zusammen Konnte man beim ersten Spiel von rund 566 Zu- schauern sprechen, die dem Spiel mit großem Interesse solgten, so waren es diesmal knapp 100. Die Ursache dürste aber nicht an dem mangelnden Interesse liegen, sondern an der vorgeschrittenen Jahreszeit. Aber auch die Mannschaften spielten dabei eine große Rolle. Ein weiterer Uebelstand war, daß aus der einen Platzseite die Scheinwerfer streikten, ja daß diese Seile vollkommen im Dunkeln lag. Im allgemeinen kann festgestellt werden. daß der Gedanke, auch in den Abendstunden Be- weguugsspieie mit leuchtenden Bällen auszutragen, nicht, schlecht ist. Wenn im nächsten Jahr wieder deoartige Spiele gezeigt werden, dann dürften auch die jetzt noch bestehenden Mängel beseitigt sein. Zum Spiel selbst ist wenig zu sagen. Beide Mannschaften spielten äußerst eifrig und flott. Das Re- sultat von 6:5 für Nordost entspricht dem Spiel- verlauf Die Frauen, Bolkssport Neukölln gegen Voltssport Wedding, die vorher spielten, trennten sich beim Stand von 4:0 für Volkssport Neukölln. Ringkämpfe im Zirkus Busch. Im Zirkus Busch wurde gestern der stark beschickte Berufsringer- Wettstreit im Mittel- und Schwergewicht mit vier flotten Kämpfen fortgesetzt. Als recht wertvoll hat sich die Einreihung neuer junger, in Berlin noch unbekannter Ringer erwiesen, die viel zur Be- lebung der Kämpfe beitragen Die Ringer, die jetzt?!e ihren Kämpfen lange anhastenden Mängel beMtigt haben, sind jetzt auf dem Wege, zu de» alten Freunden neue zu gewinnen. Der Eni- scheidungskamps zwischen dem jungen Brcslauer Mosig und dem routinierten Letten Krummin brachte schönen Ringkampfsport. Mosig konnte seinen Gegner i» der 53. Minute durch Doppel- armfallgriff überraschend auf die Schultern zwin- gen. Der Bulgare Jwanosf siegte über Kochhanski in der 17. Minute, und Neumann-Beriin ent- ledigte sich Fahrenholz' schon nach 3 Minuten Ringzeit. Naber mußte vor Weinura in der 18. Minute die Waisen strecken. Eishockey im Sportpalast. Oesterreichs Meister, der Pötzleinsdorfer S. C., und der Berliner Schlittschuh-Club lieferten sich am Mittwochabend im sehr schwach besuchten Berliner Sportpalast einen Eishockeykamps, der nur sehr wenig hefrie- digen konnte. Es war wohl das schwächste Spiel, das man im Laufe dieser Saison in Berlin gesehen hat. Der Schlittschuh-Club gewann zwar mit 3: l (1Ü0, 1:1, 1:0), zeigte aber dennoch eine sehr schwache Gesamtleistung. Tegel ringt gegen Alt-wedding. Am Freitag, 25. November, 20 Uhr, stehen sich in der Turn- Halle Utrechter Straße 31/32, die ersten Ringer- staffeln der bundestreuen Arbeiter-Athletenoereine Alt-Wedding und Tegel im fälligen Serientampf um die Kreismeisterschaft gegenüber. Arbefterboxer im Südwesten. Der burideslreue „Berliner Box-Club", früher„Britania", ver- anstaltet am Freitag, 25. November, 20 Uhr, in seiner Trainingshalle, Köpenicker Straße 2, einen Werbe abend im Boxen für Schüler, Jugendliche und Männer. Der Eintritt zu der Werbeveran- stallung ist ftei. Der Vorverkauf für das Kunstturnen der Ar- beiterfportlsr am 10. Dezember im Saalbau Fried- richshain hat begonnen. Es turnt die Kreis- Mannschaft von Thüringen, die Bezirksmannschast von Chemnitz und die Kreismannschast Berlin Eintrittskarten a 0,60 M. bei: Geschäftsstelle, Elsasser Str. 86/88, FTGB., Lichtenberger Str. 3, Bundesfiliale, Königsberger Str. 6, Saalbau Fried- richshain, Am Friedrichshain 17. und bei allen Funktionären. Die Berliner Städtemannschaft im Ringen unter- nimmt vom 1. bis 7. Dezember eine Tournee durch die Rheinpfalz und wird gegen die besten Mann- schaften der dortigen Kreise des Arbeiter-Athleten- bundes kämpfen. Am 2. Dezember gehen die Ber- liner erstmalig in Appeln an den Start und am 3. Dezember gegen den jetzigen Bundesmeister Friesenheim. Am 4. Dezember ist eine Starlver- pflichtung in Frankenthal zu erfüllen, am 5. De- zember in Edigheim und am 6. Dezember in Oggersheim. In der Berliner Staffel starten: Schlickeisen, Hössner. Hartman», P. Wittkamm, Höhne, Lorbeer und Wöhrt. Ersatzleute sind Rösicke und Nagel. Der Aulo-Ball des republikanischen Deutschen Reichs-Auto-Clubs unter der Devise„Der Herren- fahrer für den Berufsfahrer" findet am 10. De- zember im Hotel Adlon statt. Der Reinertrag wird wie im Vorjahr als Weihnachtsbescherung und Winterhilfe für erwerbslose Berufschauffeure, deren Familien und Kinder verwandt. Karten- verkauf und Tischreservierung durch die Reichs- geschäftsstelle, Charlottenburg, Hardenbergstr. 18, Telephon: C 1 Steinplatz 8066. am Mittwoch, 30. November, 20 Uhr, in ber Turnhalle Pnnzenstrahe geboten. Die Ober- stufenturner des 1. Kreises im Arbeiter-Turn- und Sportbund treten an diesem Tage zum Aus- scheidungsturnen für das am 10. Dezember statt- sindende Städtetresfen mit Chemnitz unld Thürin- gen an. Da die fünf besten Turner zu ermitteln sind, wird es«inen harten Kampf um die Bs- teiligung geben. Wintersport in Klingenthal Die Wintersportler des Arbeiter-Turn- und Sportbundes und des Touristenvereins„Die Naturfreunde" veranstalten vom 24. bis 26. De- zember ein internationales Treffen in Klingenthal im Erzgebirge. Die Veranstaltung beginnt am 24. Dezember abends mit einer Sonnenwsndfsier auf dem Markt in Klingenchal. Am 25. vormittags finden die Wettkämpfe im Eis- kunstiaufen und von den Skiwettbewerben das Langlaufen für Sportler, Jugend. Altersklasse, Sportlerinnen, Kinder und der Mannschaftslaus statt. Der Nachmittag wird von der Vorrunde und der Zwischenrunde des internationalen Eishockey- turniers ausgefüllt. Am 26. Dezember vormittags fallen die Entscheidungen im Eishockeyturnier und im Abfahrts- und Hindernislaufen. Am Nachmittag marschiert alles gemeinsam zur Großen Schanze zum Hauptspringen. Die Berliner Ar- beiterwintersportler fahren gemeinsam. Aus- ichreibung für Anmeldung und Kosten in den nächsten Tagen. Serie der Geräteturner Im Berlaus der weiteren Serienwettkämpie der Arbeiterturner finden heute in der Holteistraßc in Lichtenberg zwei Kämpfe statt. In der oberen szalle stehen sich die Mannschaften der B-Klassen von Lichtenberg unld Mitte sowie die Frauen der L-Klasse Lichtenberg und Norden I gegenüber. Morgen, Freitag, kämpfen in der Männer- OKlasse BfK.-Proles und FTGB-Mitt« in der Koppenstraße 76. Bei diesem Kampf einen Sieger voraussagen ist schwer, da beide Mannschaften zum erstenmal an den Sericnkämpfen teilnehmen. Beginn der Kämpfe 20 Uhr.— Etwas ganz Großes wird den Anhängern des Kunstturnens 26 Uhr. Gruppe Nordosten: Jugendheim Ehrtndnrger Strohe 7. thrnppenabeno iollt aus. dafür Nebnngoadend für die Dezember- Veranstaltung. Sonntag, 27. November. Wanderung. 8 Uhr, Gesnii-drunnen.— Gruppe Südosten: Jugendheim Große Frankfurter Str. 16.„Salisten."— Funttionärsitzung 28. November(Linde). Freie Sportvereinigung Tegel l8!is. Freitag, 25. NonciU; der. nach dem Turnen, rrmeiterte Vornandsnßung bei Tornoa'. Sonnabend, 26. November, 19� Uhr, Versamm- lnng bei Tornow, Tegel, Echlieperstr. 64. VsK. Brille». Oslgruppe Manner: Freitag wieder Turnen Koppenstraße. Sonntag Handballspiel in Wildau. Moit- :ag. 2-. November. 19>,«, Uhr, Pcreinstechnilersitzung bei Wundtke. Falckensteinstr. 42. Sportleglee Aihtenbeeg. Parteigenossen, die sich einem oportiegeltlnd anschließen wollen, werden um Meldung gebeten an Gunther, Watanstr, 10, aber jeden Donnerstag, 19� Uhr. im Restaurant Eraupener, Möllendorsstr. 1. AiB. Hella». Vorstandssitzung Freitag, 25. November, nach dem Badeabend, bei Sachse, Llndower Str. 26. Touristenveeeiu„Die Ratursreunde". Freitag. 25. November. Photv-Arbeitsgemeinschafi Franke: Johannis- straße 13.— Photo.Arbeitsgemeinschaft Neukölln: Berg- straße 29.— Vhoto-Arbeitsgemeinschast Osten: Frankfurter Allee 307.— Faltbootabteilüng: Iohannisstr. 1.1: Fahrte». bildet.— Elldost: Mantensfelstr. 7: Winterwandern.— Eharlottenbnrg: Spreestr. 30.— Treptow: Elsenstr. 3, am Bahnhof: Abteilungsbilder.— Brih: Festsaal Ideal-Eied» lung, Kannemannstraße: Arbeitsgemeinschaft.— Mautag, 23. November. Malgemeinschaf!: Manteuffelstr. 7.— Bhoto-Stammabteilnng: Iohannisstr. 15.— Gesundbrunnen, Spielgemeinschaft: Gotenburger Straße. Rote Schule.— gührersektion: Iobannisstr. 15: Brrtrog über Wetterkunde.— Sonntag. 27. November. Führersektion: Fahrt nach Spandau, Meißnershaf. Treff 9 Uhr Bahnhof Spandau-West. ASSö-Briß. Filmkarten zum 4. Dezember müssen vorher entnommen werde», starten für Angehörige noch vorrätig bei Willi Lefche, Mofes-Löwenthol-Str. 53; Hans Frommholz, Friß-Reuter- Allee 60: ASstö-Gefchäftsstelle, Lowife- Reuter-Ring 21. Freie Sportvereinigung Pankow. Donnerstag.-24. Ra- vember, 20 Uhr, Funktionärfißung, Sportklause, Flora- straße 73. Fußball mit Schießerei Daß es bei den Spielen der bürgerlichen Fuß- ballmannschaften zu Steinwllrfen auf den Gegner gekommen ist, weiß man von dem Spiel um die mitteleuropäische Meisterschaft in Turin, wo die Italiener die Tschechen mit solchen Wurfgeschossen beglückten. Daß es aber sogar zu einer richtiggehenden Schießerei kommen kann, blieb dem Spiel um die argentinische Meisterschaft der Berufsspieler in Buenos 2l i r e s vorbehalten. Schon lange vor Beginn des Spiels kam es zwischen den Zuschauern zu Reibereien, die schließ- lich, da die Argentinier mit dem Revolver sehr schnell bei der Hano sind, zu einem regelrechten Feuergefecht ausarteten. Drei Schwerverletzte mußten von der Polizei vom Platz getragen werden. Nachdem die Ruhe wieder hergestelli war, konnte das Spiel beginnen. Während des Spiels machten die Zuschauer sich durch gehässige Redensarten Luft. Nach Schluß setzten oie Tuinult« mit voller Kraft wieder ein, so daß die Polizei adermals eingreifen mußte. Ein Berg von zerbrochenen Flaschen und Gläsern blieb auf dem Kampfplatz. Der neue argentinische Meister „River Plata", der in Buenos Aires die„Mannschaft der Millionäre" genannt wird, will im Dezember eine Reise nach Europa unternehmen.— Und wir haben keine Wassenscheine! Rundfunk am Abend Donnerstag, 24, Oktober Berlin: 16.15 Spinoza(D. Baumflardti. 16.39 Unterhaltungsmusik. 17.30 Waruni eigentlich Angst vor dem Krankenhaus? 17.50 Buntes aus dem Ziseinierleben(Carola Borries). 18.10 Emma Waldenburg: Eigene Arbeiten. 18.30 Schal! plattenstunde. 18.55 Die Funkstunde teilt mit. 19.00 Stimme zum Tag. 19.10 Aus einem Gelehrtenheim(Hör- be rieht). 19.35 Manfred Sturmann: Eigene Dichtungen. 20.00 Ausschnitt aus„Der Studentenprinz" aus dem Großen Schauspielhaus. 20.55 und 22.15 Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. Tanzmusik. Königs Wusterhausen: 16.00 Pädagogischer Funk. 17.30 Myriaden Seelchen (eine tierpsychologische Betrachtung, Professor B. Sdiraid). 18.00 Musikalischer Zeil- spiegel. 18.30 Volks wirtsdiaftsfunk. 18.55 Wetterbericht. 19.00 Smnde des Landwirts. 19.25 Für und wider. Wegweiser durch die Zeit(Dr. R. Pechel). 19.40 Zeitdienst. 20.00 Aus Köln: Operettenmusik. 21.45 Ans Budapest: Zigeunermusik. 22.15 Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. 22.30 Aus Budapest: Zigeunermnsik. 22.45 Deutscher See- Wetterbericht. Aus Hamburg: Deutscher Tanz 1900 bis 1932. Sonst: Berliner Programm. Vollständiges Europaprogramm im„Volksfunk", monatl. 96 Pf., durch alle„Vorwärts"- Boten oder die Postanstalten. Schwarzes Brett Subctpfttin Sollcsii«. Frsitaa, 24. November, 20 1, Uhr, bei Thunast, Eatirlfcher Abend.— Generalversammlnng oonntaa, 8. Januar, 14 Uhr, bei Kraus« in Gatow. Anträge bis 25. Dezember dem Parstand einreichen. Tennis. Rat Groß-Berli», Abt. Neukölln. Mittwoch. 23. Nooember, 20 Uhr, Hallentraining, Schule Rütli. straße 41—42. Sonntag, 27. November, 15'- Uhr, Treptower Sternwarte, Eingang. Filmveranstaltung. ASB. 32 Barsigwalde sucht zum 27. November Gegner für I. und ll. Mannschaft. Sitzung Freitag. Tegel 2661. Rcichsbanner-Wasserfpart.Abteilunq. Zug Köpeniik: Dan, nerotag, 24. November, 21 Uhr, Kastcnruoern, Stadtbahn. bogen Bahnhof Tiergarten, Bach. Ecke Gnrhavener Straße. Beginn eines Ansänger-Ruderkurfus. Aufnahme dort. Sonntag, 27. November, Wanderung. Treff 16 Uhr End. station Straßenbahn 63 Bahnbaf Waidmannslust. Tennis.Rot Graß- Berlin. Sonntag, 27. November. Treff lö'U Uhr, Eingang Sternwarte Trcviow. FilnivarfUhrung: „Turi Asiat, der Lappe". Ermäßigter Eintrittspreis. Frauenfvnkiiouäre 4. Bezirk, Nordgruppc! Mittwoch, 36. November, im Sbershof, Schöneberg, Ebersstr. 6«. Versammlung der Frauenkunttianäre. Tagesordnung: Bartrag Frau Dr. Bergmann:„Der.Körper der Frau". Unser nächster Vorturnerkursus. Wahl einer Gruppenleiterin. Freie galtbovtfahrer Berlin. Donnerstag, 24. November, Weiler für Verlin:, Veränderlich, mit sserinizen Regensällen, kühl, frische, etwas abnehmend« west- iiche bis nordwestliche Winde.— Für Deutschland: ileoernll kühles, veränderliches Wetter mit ver- breiteten, aber geringen Niederschlägen, im Mittelgebirge etwas stärkere Schneefälle, srische, etwas abnehmende westliche bis nordwestliche Winde. Verantwortlich für Politik: Nudols Brenbemübl: Wirtschast: G. K l i n g e l b ö s e r: Gcwerkschostsbe- wcgung: I. Steiner; Feuilleton: Herbert L e- Pore; Lokales und Sonstiges: Fritz Karstadt: Anzeigen: Otto Hengst: jänillich in Berlin' Ver- lag: BorwärtS-Berlag&. m. b©., Berlin. Druck: Borwarts-Buchdrnckerei u. BcrlagSonstall Paul Singer u. Co., Berlin SW. 68, Lindenftr. 3 i Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise werden in jeder Morgcn-Ausgabe des„Vorwärts" veröffentlicht. Hierzu l Beilage. 26 Jahr« Wiltclsbach-Palast. Der WIttelsbach.Palast. Wilmersdorf, Berliner Str. 166, eines der beliebtesten west- liche» ErstauffUbrungens. Kinos, feiert am 24. Nooember das Jubiläum seines 26iährigsn Bestehens. Das Theater ist seiner Zeil das erste Berliner Kino gewesen, das speziell als freistehender.Kinobau errichtet wurde. Es ist heute ein mit modernsten Anlogen ausgestattetes Kino, da die Direl- tion stets alle Neuerungen und technischen Verbesserungen installieren ließ. Am Donnerstag, 24. November, finden um W%, 17 und 21H Uhr Iubiläumsvorstellungen statt. in denen«in Filmquerschnitt„26 Jahre Film" gezeigt wird. et Staats Theater Donnerstag, den 24. November Staatsoper Unter den Linden 20 Ulli Die Hugenotten staatliches Schauspielhaus 20 Utv Die Räuber VOLKIBUHNE Theater am aiälowpiaix i> 1, Norden 2944 Täglich 614 Uhr ,"C#5 ftJ! BJ V von Marcel Pagro IT M TU En I Deutsch von Bruno Frank— Regie: Heinz Hilpert Dorsch, Tiedtke, Valettl. Siedel, Ver- hoeven, Stein, Almas !»iädi.Oper Chartotienbura Fraunhofer 0231 Donnerstag, 24.Nov 20 Uhr Turnus Ii DcrStfiinled von Genl Rdde. Müller, Stcier, Burgwinkel, FhedrichjGomberl, Oonsrar.Gutimann, Baumann. Dirigent: Breisach Konilidientiaus Schllibaucrdamni 25 6 1 Wcldtad.«304-05 Bssrts islffloswa 1 Morgen 7i/, Uhr Erstaufführung Kasimir und Karoline 5 c h lll e r Bisnsrckstr.(Knie) Steinpl.(CD 0715 6-4 Uhr Robert und Bertram Alfred Braun, Paul Holdemann, Senta äöneland Sonntag nachm. Uhr üodell und Ecrträoi Preis 0 41) bis 2,69 Kose- ineaier troB« Frankfurlir StriBt 13? Iii. Wiidnn E 7 3422 8.15 Uhr Der Zigeunerbaron B. B. B. Bendows Bunte Bühne Kottbasser StraSe 6 Oberbann SoOO früher„Elite• Singer" .Hier Können Famliien Kaifee Kocnen* TgU�U Sonnt. oiän.SVt Preise von 50 Pf. an