Nr. 209. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Poft Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. F Jnsertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quikkung. Sonntag, den 6. September 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der neue Entwurf Jm Monat August gingen bei dem Unterzeichneten folgende des Invaliditäts- und AltersParteibeiträge ein: = Versicherungs- Gefehes. " des Reformen mit Alters führen, die besonders in die Verhältnisse der versicherten Arbeiter eingreifen. wesentliches geändert, auch die Ausdehnung der VersicherungsAn dem Kreis der versicherungspflichtigen Arbeiter ist nichts pflicht auf die Hausindustrie, wie bisher, dem Bundesrath überlassen, der aber bekanntlich von dieser Befugniß nur einen ganz minimalen Gebrauch gemacht hat. Die Weiterversicherung solcher Personen, die früher versichert waren, auf eigene Kosten, und die Versicherung Kleiner Gewerbes treibenden, Hausindustrieller 2c. auf eigene Kosten ist wie bisher gestattet, doch fällt die frühere Verpflichtung, außer dem ganzen Wochenbeitrage auch noch eine 3 uschlagmarte im Werthe von 8 Pf. wöchentlich zu leben fort. Diese Zuschlagmarte war absolut widerfinnig, und ihr jetziger Fortfall ist als Verbesserung zu bezeichnen. Invalidenrente erhalten von jetzt ab nur noch diejenigen, welche infolge ihres förperlichen oder geistigen Zustandes bauernd nicht mehr im stande sind, durch eine ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit, die ihnen unter billiger Berücksichtigung ihrer Vorbildung und bisherigen Berufsthätigkeit zugemuthet werden kann, für jeden Werktag durchschnittlich täglich mindestens ein Drittel des für ihren Beschäftigungsort nach§ 8 des Krankenversicherungs- Gesetzes festgesetzten ortsüblichen Tagelohnes gewöhnlicher agearbeiter zu verdienen. Altona 1000,-. Altona, Rckzhl. 600,-. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Wahlkreis 500,-( darunter Ueberschuß vom Wahren Jakob" 26,75). 6. Wahlkreis, Rest- Ueberschuß von W. F. Der Reichs- Anzeiger" hat den Entwurf einer neuen 38,07, Wedding u. Oranienburger Vorstadt 750,-( darunter Lese- Fassung des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes verflub Reimer" 10,-, Polar- Licht 47,-, Geburtstag H. W., falscher öffentlicht, der wohl alle berechtigten Erwartungen enttäuscht Buditer 2,-, Konkordia- Dampferpartie, A. E.-G., 1,10, natsch hat, nicht nur die Erwartungen und Hoffnungen der d. Tauschel 10,-, Bierprozente A. E. G. sondern auch diejenigen der 39,20, Landmeistinteresfirten Arbeiter, partie Belighof 2,-). 6. Wahlkreis, Rosenthaler Vorstadt und allerbescheidensten Sozialreformer". Seit Jahren ist von Gesundbrunnen 300,-,( darunter Zeitungsüberschuß 165,50.) allen, die mit der deutschen Sozialgesetzgebung ent II. Rate 250,-, darunter Zeitungs- Ueberschuß 130,23. Am. Auft. weder praktisch zu thun haben oder sich ihr b. d. Dampferparthie d. A. G. V. N. 6,20, für 2 Manchettenknöpfe 8,20. theoretisch beschäftigen, auf die Nothwendigkeit durch 6. Wahlkr.( Schönhauser Vorstadt) 900 M.( darunt. Zeitungsspedition greifender und InvaliditätsSchönh. Vorstadt Monat Juni 140,98. Wegner Gerichtslaube 5,-. versicherungs- Gesezes hingewiesen worden. Unsere Genossen inner Berlin, diverse Beiträge: Ein Fabrikant 150,-. Dr. L. A. und außerhalb des Parlaments haben seit der Zeit der ersten 20,-. Gesammelt im Paradies 100,-. Rothe Buchbinder Berathungen des Gesetzes alljährlich hervorgehoben, welche Grünstraße 5,- Arbeiter von Schuster u. Bär 13,25. Ueber Forderungen die Arbeiterklasse( zu deren gunsten das Gefeß, wie man schuß von der Parteifpedition Johannisthal 50,-. Mitglieder sagt, doch geschaffen wurde) an ein Invaliditäts- und Altersb. U.-Dr. 7. Rate 4,80. Putzer vom Bau Lichterfelde, Hobrecht versicherungs- Gesetz stellt, um ihr ein solches Gesetz, wenn auch straße 6,-. Distutirklub Friedrich Engels Nord 1,05. Ges. nicht genehm und genügend, so doch wenigftens annehmbar auf einer Hochzeit Schönhauser Allee Nr. 70 durch F. B. 1,85. zu macher A. E.-G. M. 15,40. Landpartie 5 Tischler Admiralstraße 1.75. Von den radikalen Forderungen, die wir an ein wirkliches Boppard 12,-. Barmen 100,-. Chemniz, 16. sächsischer Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz stellen, an dessen zuDies schlägt einer Arbeiterforderung geradezu ins Gesicht. Wahlkreis, 500,-. Caffel, von den Genossen 200,-. Cottbus, standekommen im Parlament der kapitalistischen Gesellschaft Wir verlangen von Anfang an, daß jeder, der nicht S. 10,-. Crimmitschau 300,-. Constanz 100,-. Elmshorn natürlich nicht zu denken ist, wollen wir hier ganz absehen; mehr die Hälfte seines bisherigen Verdienstes erwerben kann, 50,- Faltenberg( Oberschles.) 2,-. Forst i. 2., durch A. KR. aber die Arbeiter und unsere Fraktion haben ihre Bemühungen die Invalidenrente erhalten soll; im bisherigen Gesetz hieß es, 200,- Falfenstein i. 2., Unter- Agentur", Kleine Samm von Anfang an auch darauf gerichtet, folche Bestimmungen in daß der als invalid zu betrachten ist, der nicht mehr zusammenlungen 1,50; rothe Rindtaufe 2,51, desgl. 1,25; Ho. 4 das Gesetz hineinzubringen, die die Arbeiterforderungen genommen 1/6 feines bisherigen Verdienstes und 1/6 des orts3,09; Summa 8,35. Glückstadt 25,- Hamburg, 3. Kreis, wenigstens theilweise erfüllen und doch auf dem Boden üblichen Tagefohnes gewöhnlicher Tagearbeiter verdienen tann, 2000,-. Hamburg, von ber rothen Garde durch Ch. und in den Gesetzen der bürgerlichen, tapitalistischen und nun geht der neue Entwurf noch unter dieses . 30,- Hamburg, F. 2. 15,55. Hamburg, 1. Kreis, Gesellschaft ganz gut möglich sind. Schon 1889 beantragte Maaß hinunter! Die ortsüblichen Tagelöhne" gehen in länd B000,- Hamburg, von d. Zabatarbeitern und Zurichtern der unsere Fraktion, den fogenannten Reichszuschuß zu den Renten lichen Bezirken Deutschlands bis auf 85 Pfennige für Männer Zabalarbeiter Genossenschaft 50,-. Hamburg, von 6 Sanges- von 50 auf 90 M. zu erhöhen und auf dem Wege der direkten und 50 Pfennige für Frauen herunter; sie betragen selbst in brüdern 18,-. H. F. 50,-. H. R. 50,-. H. M. 50,-. Harburg, v. Ginkommensteuer von allen denen aufzubringen, die ein Ein Berlin nur 2,70 M. für Männer und 1,50 Mt. für Frauen, im b. Genoffen des 17. hannoverschen Wahlkreises 300,-. Haftedt bei kommen von mehr. als 3000 m. besitzen, ferner die Beiträge der überwiegend größten Theil des Deutschen Reiches aber liegt der Bremen, von Genossen 10,-. Hamburg, 2. Kreis, von den Ar- Arbeiter, die einen Jahresverdienst unter 550 M. haben, auf„ ortsübliche Tagelohn" unterhalb 2 Mt. für Männer. Und beitern der Bigarrenfabrik Lascar u. Frant 25,-. Ilmenau, das Reich zu übernehmen. Und noch in der letzten Winter- so lange der Arbeiter noch ein Drittel dieser Säße zu ver Ueberschuß vom Zigarrenkonsum der Weißgerber 10,- session des Reichstages verlangte ein Antrag Auer die Herab- dienen im stande ist, bekommt er keine Invalidenrente! Das Rellinghusen 30, Langenbielau, v. d. Arbeitern im Gulen fegung der Altersgrenze auf das 60. Lebensjahr und Gewährung also ist der neueste Kurs in der deutschen Sozialreform! gebirge 100,-. Laufach, Dr. M. 10,-. Lichtenstein- Gallnberg von Invalidenrenten auch schon dann, wenn der Arbeiter Aehnlich scharf wendet sich die folgende Bestimmung gegen 10,-. Leipzig, Blaumacher 2,-. Mülheim a. d. R., ges. von in seinem Beruf nicht mehr die Hälfte des bisherigen Arbeits- ausgesprochene Forderungen der Arbeiter. Es ist bekannt, wie Genoffen auf d. Eppinghofer Rirmeß 8,70. Mylau, auf Wunsch verdienstes erwerben kann. Es ist alles vergeblich gewesen! sehr fich die Arbeiter davor scheuen, zwangsweise und zum Aerger des" Vogtl. Anzeiger", die alte Garde 50,- Die überwiegend meisten Bestimmungen des neuen Gesetzentwurfs in Kranken- und Heilanstalten gebracht zu werden. Bezüglich München, Waldläufer 5,-. Neuhaldensleben- Wolmirstedt, suchen den Arbeiterwünschen nicht nähe rzukommen, sondern sie des Unfallversicherungs- Gesetzes haben die Berliner Arbeiter. Wahlkreis 32,-. Niederbarnimer Wahlkreis 300,-. Neu entfernen sich zum theil noch nach der entgegengesetzten Richtung. vertreter direkt petitionirt, daß die Aufnahme in Krankenhäuser damm 4,-. Nordische Wasserkante 10 000,-. Ottensen, Wenn man den Gesammteindruck des neuen Gesetzes nach beendetem Heilverfahren nur mit Zustimmung des Verd. Paulfen 10,-. Dberstein, rothe Rindtaufe 2,-, ges. b. d. zusammenfassen will, so muß man sagen: Bahnfeier 4,-, Summa 6,-. Pforzheim 17,-. Posen, v. Die Arbeiterforderungen bleiben so gut wie unberüc. leßten" zulässig fein soll. Die Versicherungsanstalten hatten bisher schon das Recht, fidelen H. 3,-. Rostock, v. d. Genossen 100,-. Remscheid, bei Erkrankung eines fichtigt, die Verpflichtungen der Arbeiter werden schärfer der Krankenversicherung nicht unterliegenden Versicherten da M. N. 1,-. Schweinfurt, v. rothen Gängern 20,-. Wolfen- gefaßt; büttel, v. rothen Zimmerern 8,80. Wahren b. Leipzig, lustige Heilverfahren zu übernehmen. Jetzt sollen auch die Empfänge von Invalidenrente in eine Heilanstalt gebracht werden Kindtaufe 5,- Winsen a. d. Luhe, rothe Geburtstagsfeier 4,45. tönnen, wenn Grund zu der Annahme vorliegt, daß sie bei Durchführung des Heilverfahrens die Erwerbsfähigkeit wieder er= Württemberg 300,-. Wandsbeck, v. Genossen 500,-. Maßnahmen der Versicherungsanstalt entzogen, so fann er der langen werden.„ Hat sich ein Empfänger von Invalidenrente solchen Rente für verlustig erklärt werden, sofern anzunehmen ist, daß die Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit durch sein Ver halten vereitelt worden ist."- Ferner darf eine Unterstüßung an die Angehörigen des bisherigen Rentenempfängers bei Unter( Solche Unterstützung wird z. B. gegenwärtig von der Ver= " In der Quittung in Nr. 187 des Vorwärts" vom 12. August d. J. muß es, wie dies bereits in Nr. 188 des Vorwärts" berichtigt wurde, unter Werther nicht heißen 300,-, sondern 3000,-. 66] Hamburg Eimsbüttel, ben 1. September 1896. Für den geschäftsführenden Ausschuß: A. Gerisch. Eichenstraße 4, I. Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Indem sie sprachen, ertönte dumpf die große Glocke des apitols. Colonna erschrat. den Unternehmern wird das Gesetz möglichst mundgerecht gemacht, Strafbestimmungen gegen sie abgeschwächt; die Bureaukratie und nicht die Selbstverwaltung wird gestärkt; es wird auch hier in Landwirthschaftswohl gemacht, und zwar auf Rosten der städtischen Industrie- Arbeiter. Jm nachfolgenden wollen wir vor allem zusammenstellen, was von den etwa 160 Paragraphen der neuen Fassung des Gesetzes besonders für die dem Gefeß unterworfenen Arbeiter bringung desselben in ein Krankenhaus nicht gezahlt werden. von Interesse ist und die neuen Bestimmungen aufden das Gesetz zum Tode verurtheilt, will ich um Euretwillen begnadigen!" Raimund zog den Tribunen wieder bei Seite, während Colonna seine Wuth zu unterdrücken sich bemühte. „ Mein Freund," sagte der Bischof, der Adel wird dieses als eine Beleidigung gegen seinen ganzen Stand aufnehmen; die Fürbitte des heftigsten Feindes des Orsini muß Dich schon davon überzeugen. Martino's Blut wird ihre Aussöhnung unter einander besiegeln und sie werden wie ein Mann gegen Dich aufstehen!" " " Großer Tribun," sagte er, bedente Dich, ehe es zu spät ist. Ich wüßte nicht, daß ich je als ein Bittender vor Dir erschienen wäre, und ich bitte Dich jetzt, das Leben meines eigenen Feindes zu verschonen. Stephan Colonna Es sei; mit Gott und dem Volte will ich es selbst in bittet den Cola di Rienzi um das Leben eines Orsini." Rom wagen, gerecht zu sei. Die große Glocke verstummt, " Ich verstehe, was Ihr meint, alter Herr," sagte es ist schon zu spät!" Indem er dieses fagte, öffnete Rienzi Rienzi, aber es verletzt mich nicht. Ihr seid ein Feind das Fenster, und an der Treppe des Löwen sah man einen des Orsini und doch legt Ihr Fürsprache für ihn ein, das Galgen errichtet, an dem die noch zuckende Leiche des flingt großartig, aber hört- Jhr seid mehr ein Freund Martino di Porto in seinen patrizischen Kleidern hing. Eures Standes, als ein Feind der Orsini. Ihr könnt es Seht," sagte der Tribun, so sterben alle Räuber. nicht ertragen, daß jemand, der vornehm genug war, um Für Verräther bestimmt dasselbe Gesetz das Beil und mit Euch Fehden zu führen, wie ein Dieb umkommen soll. das Blutgerüft." Ich gewähre solcher edeln Großmuth alles Lob, aber ich Raimund trat zurück und wurde todtenbleich, nicht so bin kein Patrizier, und meine Gefühle stimmen mit den der alte Patrizier. Thränen verwundeten Stolzes drangen Eurigen in dieser Beziehung nicht überein. Noch ein Wort. aus seinen Augen, er näherte sich, auf seinen Stab geftüßt, Wäre dieses die einzige betrügerische und gewaltthätige dem Rienzi, berührte ihn an der Schulter und sagte: Handlung, die jener Uebermüthige sich erlaubt hat, so würden Tribun, auch ohne Verrätherei hat mancher Richter Eure Bitten berücksichtigt werden, aber war nicht sein schon sein Schlachtopfer beneidet." Leben ein Leben der Schande? War er nicht seit seiner Rienzi wendete sich mit gleichem Stolz zu dem Baron. Jugend der Schrecken Roms? Wie viele geschändete Jung- Wir entschuldigen eitle Worte, die sich das Alter erfrauen, wie viele geplünderte Kaufleute erhoben sich als laubt, habt Ihr uns noch etwas zu sagen? wir möchten Zeugen gegen den Gefangenen? Und muß ich es hören, allein sein." daß für einen solchen Mann ein alter Patrizier und der Vifar eines Papstes um Gnade bitten? Pfui! pfui! Aber ich will gerecht mit Euch sein. Den nächsten armen Mann, Gebt mir Euren Arm, Raimund," sagte Stephan, Tribun, lebt wohl. Vergeßt, daß der Colonna Euch um etwas bat. es wird Euch, denke ich, leicht sein, denn trotzdem, daß Ihr so klug seid, vergeßt Ihr, was dem Ges dächtniß eines jeden andern sich aufdringt." Nun was denn?" " Das Vorrecht der Geburt, Tribun, weiter nichts." Der Herr Colonna hat meinen früheren Beruf übernommen und ist ein Wigbold geworden," erwiderte Rienzi mit leichtem und gleichgiltigem Tone. Indem er Raimund und Stephan mit den Blicken verfolgte, bis die Thüre hinter ihnen geschlossen war, murmelte er:„ Unverschämter! Hätte ich nicht Nachsicht mit Dir aus Rücksicht für Adrian, so sollte Dein grauer Bart Dich nicht schützen. Vorrecht der Geburt! Welcher Colonnna würde sich, wenn er es dürfte, nicht rühmen, der Enkel eines Kaisers zu sein! Alter Mann, Du bist gefährlich, ich muß Dich beobachten!" Mit diesen Worten begab er sich wieder an das Fenster, und das grausige Schauspiel des Todes begegnete nochmals seinen Blicken. Das zahlreich unten versammelte Volk freute sich über die Hinrichtung eines Mannes, dessen ganzes Leben in Raub und Plünde rung bestanden hatte, der aber über dem Gesetz zu stehen schien, und diese Freude äußerte sich in jenem wilden Lärm, der den Triumph des Pöbels über einen vernichteten Feind bezeichnet. Wo Rienzi stand, hörte er ihr Geschrei: Lange lebe der Tribun, der gerechte Richter, Roms Befreier!" Jetzt beschäftigten ihn jedoch andere Gedanken und ließen ihn den Ausbruch der Begeisterung des Volkes nicht beachten. Mein armer Bruder," sagte er, mit Thränen in den Augen," durch die Verbrechen dieses Mannes und durch ein Verbrechen, jenem fast ähnlich, für welches er jetzt ge= litten hat, wurde Dein früher Tod herbeigeführt, und diejenigen, die kein Mitleiden für das unschuldige Lamm sicherungSanstalt Berlin für die Angehörigen der in der Heil- onstalt Gütergotz untergebrachten Versicherten gezahlt,— was die Anstalt aber bei Inkrafttreten der neuen Bestimmung einstellen müßte.) So werden heute Arbeiterwünsche erfüllt. Ferner heben wir von wesentlichen Bestimmungen herauS: Der Begriff eines Beitraasjahres k 47 Beitragswochen fällt ganz fort. Die Wartezeit beträgt für die Invalidenrente 220 Beitragswochen(bisher fünf„Bcitragsjahre"), für die Altersrente 1200 Beitragswochen(bisher 30„Beitragsjahre"). Die Wartezeit für Invalidenrente ist somit um IS, diejenige für Altersrente um 210 Beitragswochen ermäßigt. Bisher gab es zum Zweck der Bemessung der Beiträge vier Lohnklaffen, von jetzt ab fünf, und zwar ist die fünfte für Arbeiter mit mehr als HSV Mark. Jahresverdienst hinzu- gekommen. Die Klaffen sehen nun folgendermaßen aus: Klasse I JahreSverdienst bis 3S0 M. Wochenbeitrag 14 Pf. „ II.. 350-550... 20.. III IV V 650—850 850-1150 mehr als 1150 24 30 36 Die Versicherung in einer höheren Lohn klaffe, als derjenigen, in die der Arbeiter seinem Verdienst nach wirklich gehören würde, ist zulässig, wenn Arbeitgeber und Versicherter darüber einverstanden find. Dabei darf zugleich vereinbart werden, daß der auf den Arbeitgeber entfallende Theil des Beitrages nicht nach der höheren, sondern nach der für den Ver- sicherten maßgebenden Lohnklasse bemessen wird.— Selbst- verständlich muß der Unternehmer gegen etwaige ungebührliche Ansprüche des Arbeiters genügend geschützt werden. Daher der Name Arbeiterschntz! Die Quittungskarten der Versicherten mußten bisher von den Versicherungsanstalten gesammelt und aufbewahrt werden. Jetzt ist vorgesehen, daß der Inhalt der Karten in Konten übertragen wird, die Karte» selbst aber vernichtet werden können. Als eine Verbesserung ist anzuerkennen, daß die vierwöchent liche Frist zur Einlegung der Berufung bei den Schieds-. gerichlen und der SHeoisio» beim Reichs-Versicherungsamt auch dann alS gewahrt gilt, wenn die betreffenden Schriftstücke bei anderen Behörden eingegangen sind. Diese Koulauz wird wegen des„geringen Bildungsgrades vieler Versicherten" für nothwendig gehalten. Sehr angenehm wird namentlich den Unternehmern die Ein- führung von Marken für größere Zeiträume sei», sodaß sie seltener zu„kleben" brauchen. Auch kann den Unternehmern gestattet werden, die Marken zu anderen Terminen, als bei den Lohnzahlungen zu kleben. Ferner kann angeordnet werden, daß die Beiträge über- Haupt nicht von den Unternehmern geklebt, sondern von zu er- richtenden öffentlichen Hebestellen oder für die Ver- sicherten der OrtS-, Jnnungs-, Bau-:r. Krankenkassen durch deren Organe in Baar eingezogen werde». Die Quittnngs- karten ruhen dann bei diesen Organen und von diese» werden die nöthigen Marken eingeklebt oder die Quittung handschriftlich bewirkt. Das alles wird den Unternehmern sehr viel Arbeit er- sparen und dazu beitragen, sie mit der Arbeiterversicherung aus- zusöhne». Und das ist ja die Hauptsache. Wie sür die Unternehmer gesorgt wird, zeigt sich auch tu folgendem. Die Verfasser deS Gesetzentwurfs glauben, daß die Unternehmer dadurch zu stark belästigt werden, wenn sie darauf achten müssen, daß der Versicherte mit einer Qnitlungskarte versehen ist. Es ist deshalb für die Arbeiter eine Straf- b e st i m m u n g geschassen worden, wonach die Arbeiter durch die Polizei mit Geldstrafe angehalten werden können, sich Qnittungskarten selbst zu verschaffen und zum.Einkleben der Marken vorzulegen. Nach dem bisherigen Gesetz sind die Arbeitgeben„b e- r e ch t i g t", bei den Lohnzahlungen den Arbeitern die Hälfte der Beiträge abzuziehen. Die Sache ist jetzt schneidiger gefaßt, in- dem es nun heißt:„Die Versicherten sind v e r p f l i ch l e t, bei den Lohnzahlungen die Hälfte der Beiträge sich ciubehalten zu lassen." In der Begründung heißt es hierzu, es sei vielfach„vor- zugsweise bei ländlichen Arbeitern das unberechtigte Bestreben hervorgetreten, die vollen Beiträge auf den Arbeitgeber abzuwälzen". Die neue Fassung werde geeignet sein, „in Zukunft einer unberechtigten Mehrbelastung der Arbeitgeber tn erheblichem Umfange vorzubeugen." Werden so die Pflichten der Arbeiter verschärst, so werden umgekehrt die Strasbestimmungen gegen die Unternehmer ab- gemildert. Bekanntlich war der Reichstag einig darüber, daß die Quittungskarte nicht, zur Kennzeichnung und Vcrfehmung des Arbeiters mißbraucht werden solle und es heißt deswegen im bisherigen Gesetz: „Wer in QuittungSkarten Eintragungen oder Vermerke macht, welche nach§ 108 unzulässig sind, wird mit Geldstrafe bis zu zweitausend Mark ober mit Gefängniß biS zu 6 Mo- naten bestraft. hatten, nehmen jetzt die Theilnahme für den Wolf in Anspruch! Ach, wenn Du noch lebtest, wie würden jene stolzen Häupter sich jetzt vor Dir beugen, wenn auch Deinem Tode keiner von ihnen damals eine Thräne weihete." Der Tribun machte das Fenster zu und begab sich nach den Zimmern Nina's. Als sie seine Schritte außerhalb hörte, hatte sie sich bereits von ihrem Sitz erhoben und warf sich, als er eintrat, mit funkelnden Augen und tief athmend an seine Brust und flüsterte: „Ach wie lange sind wir getrennt gewesen!" Rienzi erwiderte die Schmeicheleien seines Weibes mit gleicher Zärtlichkeit, und indem er sich über ihr schönes Antlitz beugte, genügte dieser Anblick, um von seiner Stirn den düstern Ausdruck zu vertreiben, der seit kurzem aus ihr vorherrschte. „Du bist heute Morgen nicht ausgewesen, Nina?" „Nein, die Hitze war zu stark. Aber trotzdem, Cola, fehlte es mir nicht an Gesellschaft, die Hälfte der Damen Roms hat den Palast erfüllt." „Ah, das freut mich, aber jener Knabe?" fragte Rienzi, indem er auf Angelo wies, der sich ängstlich im Kreise der Dienerinnen zu verbergen suchte,„ich habe ihn noch nicht gesehen." „O, Cola, sprich freundlich mit ihm, ich bitte. Seine Geschichte will ich Dir hernach erzählen. Komm, Angelo, Du siehst Deinen neuen Herrn, den Tribunen Roms." Angelo näherte sich mit ungewöhnlicher Schüchternheit, denn ein Ausdruck der Majestät war Rienzi jederzeit eigen und natürlich seit seiner Macht noch ernster und strenger geworden, so daß alle, die sich ihm näherten, selbst die Gesandten von Fürsten, mit einer gewissen unwillkür- lichen Ehrfurcht erfüllt wurden. Der Tribun lächelte, als er den Eindruck bemerkte, den er aus den Knaben hervor- gebracht hatte, und da er Kinder sehr liebte, und umgäng- lich und freundlich mit allen, außer mit den Großen und Mächtigen war, so beeilte er sich, ihm Muth einzuflößen. Er nahm den Knaben zärtlich in die Arme, küßte und be. willkommnete ihn. „Möchten wir doch einen so schönen Sohn einst den unserigen nennen!" flüsterte er Nina zu, welche erröthete und sich abwendete. „Dein Name, mein kleiner Freund?" „Angelo Villani." (Fortsetzung folgt.) Jetzt heißt es dagegen: tz 151. Wer in Quittungskarten Eintragungen oder Ver- merke macht, welche nach Z 108 unzulässig sind, oder wer in Quittungskarten den Vordruck oder die zur Ausfüllung des Vordrucks eingetragenen Warle oder Zahlen verändert, kann von der unteren Verwaltungsbehörde mit Ordnungsstrafe bis zu zehn Mark belegt werden. Nur wenn die Eintragungen zc. in der Absicht gemacht worden sind, den Inhaber der Quittungskarte anderen Arbeit- gebern gegenüber zu kennzeichnen, tritt die obige Geld oder Gefängnißstrafe ein. Eine solche Absicht wird sich aber, zum Trost für die Herren Unternehmer sei es gesagt, nur sehr selten, wohl fast nie nachweisen lassen. Mit diesem Paragraphen wäre der ganze Schutz des Arbeiters gegen den berüchtigten Mißbrauch der Quittungskarte illusorisch gemacht. Der Paragraph ist einfach unannehmbar. Dies einige der wesentlichsten Aenderungen des Gesetzes, soweit sie direkt in die Verhältnisse des versicherten Arbeiters eingreifen. Die Beleuchtung verschiedener anderer Neuerungen des Gesetzentwurfs und einige allgemeine Ausführungen behalten wir uns vor. Wir können jedoch schon jetzt aussprechen, daß dieser Gesetzentwurf im Reichstag von unserer Seite die schärfste Opposition finde» wird. Die Herren Minister v.Bötticher und Bre- feld haben durch diesen Gesetzentwurf ihre Befähigung zu zeit- gemäßer sozialer Gesetzgebung nicht nachgewiesen. polikische Berliit, 5. September. Zur Tagesordnung unseres Parteitages in Gotha werden Vorschläge auf Abänderungen in der Parteipresse diskutirt. Die Anregung dazu hat besonders ein Artikel gegeben, welchen Genosse iParvus in der„Sächsischen Arbeiter- Zeitung" verössentlicht hat und worin der Schreiber seine von uns bereits erwähnten Vorschläge auf Besprechung des Achtstundentages:c. wiederholt. So weit wir nun in der Sache unterrichtet sind, dürfte der geschäftsführende Ausschuß der Partei nicht in der Lage sein, den laut gewordenen Wünschen aus eigenem Entschlüsse nachzukommen. Tie bereits sehr reichlich besetzte Tagesordnung unseres nächsten Parteitages enthält entweder nur Punkte, welche auf jedem Parteitag geschäftsordnungsmäßig erledigt werden müssen, oder es sind Punkte, welche auf Grund eines früheren Beschlusses auf die Tagesordnung gesetzt werden mußten. Gerade gegen diese Punkte, Proportional- Wahlrecht und Frauenfrage, richtet sich nun der Widerspruch. Wir lassen die Frage dahingestellt, was wichtiger ist, ein gutes Referat über die Frauenfrage oder Resolutionen über das Koalitionsrecht und den Achtstundentag, Fragen, über die es in der Partei schwerlich differirende Meinungen geben dürfte, aber das wollen wir ooch be- tonen, daß unserer obersten Parteibehörde kein Recht zu- steht, frühere Parteitagsbeschlüsse zu ignoriren, weil mittler- weile der eine oder andere Genosse diesen oder jenen Punkt zu besprechen für wichtiger erachtet. Es sind deshalb Rede- Wendungen wie:„Man ignorirt den industriellen Aufschwung, man ignorirt die Streiks tc." sehr wenig augebracht. Die Ge- nossen, welche eine Aenderung der Tagesordnung wünschen, haben die Möglichkeit, dies zu erreichen, indem sie entsprechende Anträge an den Parteitag stellen. Dieser wird ja dann zu entscheiden haben. Aber Vorwürfe gegen die berufenen Partei-Organe zu richten, weil diese nicht alle Wünsche im vorhinein erfüllen können, sondern sich an die ihnen ge- wordenen Aufträge halten, das scheint uns nicht angebracht zu fein.— Das richterliche Ermessen. Unser hannoversches Bruderorgan schreibt: Von der Anklage, durch theilweise Wiedergabe eines Gerichts- erkenntnisses einer Majestätsbeleidigung sich schuldig gemacht zu haben, wurde Genosse T h i e l h o r n von der Strafkammer I des Landgerichts Hannover kostenlos freigesprochen. Begründet wurde die Freisprechung damit, daß Thielhorn nicht die Absicht gehabt habe, zu beleidige», der inkriminirte Passus nur„reserirend" gebracht sei. Der Staatsanwalt hatte drei Mo- nate Gefängniß beantragt. Dieser Mittheiluug gegenüber erinnern wir an die Thatsache, daß unser Genosse Dierl(Roland) wegen eines ganz gleichartig gelegenen Falles zu sechs Monaten ver- SonnkÄgsprÄUdevei. Alt-Ostpreußen, Land des steifnackigen BürgerthumS, viel- gerühmte Stätte, auf der in besseren Zeiten die tapfersten Fort- schrittsmannen emporwuchsen, wie muß die Erregung ob der Vorgänge im„Börsengarten" in Dir nachhallen! Das war jetzt ein Spektakel innerhalb der Mauern von Königsberg, jener gute» Stadt, in der jeder redegewandte Freisinnsmann und Bierbank- fiolitiker in gerader Linie von Emanuel Kant, dem Philo- ophen, abzustammen wähnt. Ein Entrüstungstaumel hatte die brave Bürgerschaft gepackt. Man war rebellisch geworden, man horchte auf die donnernden Anklagen, die von der Rednertribüne herab mit wichtigem Palhos niederhagelten; und manch einen der Hörer mochte es wie eine Rückerinnerung an die Tage durchzuckt haben, in denen alles, was freiheitlich empfand in Deutschland, nach dem fernen, alten Ostpreußen blickte. Aber wie die Begeisterung, so ist auch die Entrüstung keine Waare, die sich einpökeln läßt, und ein flüchtiges Rückerinnern an alte, verblichene Kraft wird keine Wiedergeburt, kein Wiedererstarken bedeuten. Das gekränkte Bürgerthum von Königsberg wird sicherlich keine Simfon- That vollbringen und das säulengestützle Dach nicht niederbreche», auf dem die höhnenden Feinde sitzen. Einer nachgeborenen Tapferkeit gleicht das Losschlagen der Königsberger Kämpen von heute. Wie mußten sich die Herrschaften vom Börsengarten„exklusiv" vor- gekomnien sein, als mitten unter ihnen, ganz als wären sie ihresgleichen, Assessoren, Staatsbeamte, wirkliche aktive Lieutenants und die Blülhe der stolzen akademischen Jugend verkehrten? Bei aller Werthschätzung des Geldes: Der Handelsmann mit dem ge- füllten Goldbeutel war doch ganz wundersam geehrt, wenn die höchste Kaste im Staate sich herablassend zu ihm bemühte. Dadurch erst war sie ja richtig exklusiv geworden, die Gesellschaft vom Börseugarten, streng gesondert vom gemeinen Mann, der die Herrlichkeiten der vornehmen Vereinigung in stiller Ehrfurcht von ferne betrachten durfte. Was wurde mit dem Worte„vornehm", einem Lieblingsausdruck unterthäniger, nach oben schielender Bürgerschaft geprunkt! Die vornehmste, die allervornehmste Ge- sellschaft von Königsberg war im Börsengarten vereinigt, so ging es andächtig von Mund zu Munde. Jahrelang pries man sich glücklich und jedem, der es hören wollte, rief man zu: Ja in Königsberg ist der Bürgersmann noch was werth. Wie man es treibt, so geht es. In Königsberg wird der Bürger noch nach seiner Würde geschätzt und auf öffentlicher Promenade darf er neben dem ausgezeichneten Mann in Uniform einhergehen. Und nun der plötzliche rauhe Umschlag wegen einer verweigerten Duellforderung. Welche grausame Ent- »äuschung! Man war bisher wie nachtwandlerisch herum- urtheilt wurde, obwohl auch in seinem Falle die Notiz nur rein reserirend gehalten war und jeder Anhalt dafür fehlte, daß die Absicht vorgelegen habe, die Beleidigung zu wiederholen. Ter ganze Unterschied ist nur der, daß hier in Berlin die Richter zu einem anderen„Ermessen" kamen. Es ist also, wie die beiden Fälle zeigen, nicht immer der Thatbestand, sondern es kommt auch auf das richterliche Empfinden an, was nicht etwa über die Höhe des Straf- maßes, sondern über die Strafbarkeit selbst entscheidet.— Ter Zar ist nun auf deutschem Boden. In Breslau wurde er von Soldaten, Soldaten und nochmals Soldaten empfangen, den übrigen Raum in der Einzugsstraße füllten vornehmlich Kriegervereine, uniformirte und nichtuniformirte Polizisten, sowie die aufgebotenen Schulkinder aus. An obligatem Jubel, herzlichem Empfange und was sonst zu einem Fürstenbesuche gehört, fehlte es nicht. Es war dasselbe Schauspiel wie in der vorigen Woche in Wien und wie es dem Zaren in den kommenden Wochen in Kopen- Hägen, Balmoral und Paris geboten werden wird. Diese völlige Gleichheit in den konventionellen Empfängen ist der beste Beweis für die völlige politische Bedeutungs- losigkeit des Zarenbesuchs in Breslau.— „Der Bauer in der guten alten Zeit" bildet das Thema einer Reihe von Feuilletonartikeln in der„Kreuz- Zeitung". Der Verfasser, ein Oootor jung Paul Wagencr, erzählt uns, wie wunderbar gut es die Bauern in der guten alten Zeit gehabt haben.„In Kleidung die Burschen wahre Stutzer, die Mädchen blühende Kränze", Essen in Hülle und Fülle, das schönste Schlaraffenleben— und das alles ver- dankte der„Bruder Bauer" natürlich dem Bruder Junker. Und wenn die Bauern heute den Junkern die gute alte Zeit zurückführen hülfen— das ist die Moral der Ge- schichte—, dann würde es dem„Bruder Bauer" wieder eben so gut gehen, wie in der„guten alten Zeit". Gefälscht hat unser vootor juris auch nicht. Er bringt wirkliche Auszüge aus Sebastian Brant's „Narrenschiff" und anderen Schriften des 14. und 15. Jahr- Hunderts. Der vootor juris vergißt blas, daß diese Herr- lichkeit blos da bestand— und auch nur vereinzelt— wo ein freier Bauernstand war, und daß der freie Bauern- stand von den Vorfahren der„Kreuz-Zeitungs"-Leute ver- n i ch t e t worden ist. Vielleicht erzählt unS der vootor juris ein andermal, wie im 16. Jahrhundert zur Zeit des großen Bauernkrieges und nach deniselben die Bauern zu Zehntausenden gepfählt, geköpft, geschunden, und in welche entsetzliche Knechtschaft die Ueberlebenden ge- bracht wurden, und zwar von dem„Bruder Junker", der heute so zärtlich thut, weil er von dem„Bruder Bauer" in Ermangelung der abgeschafften Feudalen, p o l i t i s ch e Hand- und Spanndienste verlangt.— Hinten in der Türkei geht es nach wie vor drunter und drüber. Die verschiedenen Nationalitäten, die Jahrhunderte lang friedlich neben einander gelebt halten und unter türkischer Herrschaft eine so vollständige Autonomie besaßen, wie keine Nationalität im zivilisirlen Europa, sind seit Anfang dieses Jahrhunderts in Gährung gerathen. Die nationalen und religiösen Gegensätze, von denen früher nichts zu verspüren war, spitzen sich mehr und mehr zu. und die Griechen und Armenier, die im Laufe der Jahrhunderte in den Besitz fast allen Reichthums und fast aller Aemter ge» kommen waren, sind auf einmal„unterdrückt",— wilde Rassen- kämpfe brechen ans und das Blut fließt häufig in Strömen. Und das alles, seit die europäische Diplomatie sich in die türkischen Angelegenheiten eingemischt hat und in der Türkei ein Beuteobjekl und den Spielball politischer Jntriguen erblickt. Der Sultan hat wiederholt Reformen bewilligt, allein das Dipomatenspiel dauert fort und jede Reform ist nur die Saat netter Unzufriedenheit. Die Mächte, welche Stücke von der Türkei losreißen wollen, erregen in den begehrten Landstrecken Aufstände. Wehre» die Türken sich ihrer Haut, so verursachen sie„Metzeleien". In Armenien, auf Kreta, in Makedonien hatte niemand etwas von Rebellionen gehört, ehe die europäische und christliche Diplomatie sich einmischte. Jetzt hören die giebellionen nicht auf. Und wie wäre es anders möglich? Der türkischen Regierung sind die Hände gebunden— will sie von ihrer Macht Gebrauch machen, so zieht die Diplomatie den Strick an; und geht der Krawall dann lustig weiter, so„zeigt die Türkei ihre Unfähigkeit, geordnete Zustände herzustellen". Das ist die schablonenmäßige Zwickmühle. Betrachte man nur die gegangen. Eines Tages wird jemand au? der höheren Kaste verletzt und plötzlich schließt sich die ganze Kaste wie auf ein Kommandowort eng zusammen und die vornehme Bürgerschaft ist ans ihren Träumereien jäh geweckt. Verlorenes Würde- bewußtsein jedoch macht bitter, selbst wenn dieses Würde- bewußisein in der Einbildung blos bestanden hätte. Daher das Königsberger Gallenfieber. Heute ist es im hitzig-akuten Stadium. Wer weiß, wie lange es noch dauern wird. Unsere Steifnackigen sind im Grunde so leicht zu versöhne». An eins der Privilegien der „höchsten Kaste" wurde gerührt und, was sich mit Nothwendig- keit vollziehen mußte, hat sich vollzogen. Die Kaste hat den Versuch, wider ihre Privilegien sich aufzulehnen, damit gestraft, daß sie von den Leuten sich abwandte, denen sie bisher sich „gnädig" bewiesen hatte. Hätten das die Galligen von Königs- berg als Nothwendigkeit eingesehen, sie hätten ihr Würde- bewußtsein nicht von vornherein preisgegeben und wären um die Vertreter der privilegirten Kaste nicht so emsig scharwenzelt. In- dessen stehen sie wiederum vor einer hartgefügte» Sländevereiniguug, als ob sie an den neulichen Prügeln nicht genug hätten, und jammern und ringen die Hände: Sorgt für Reformen, befreit Euch von Euren Vorurtheilen! Sie können lange winseln und schreien. Wenn aber wieder die„maßlose Entrüstung" von heute ver- stummt sein wirtz, und die Schmerzen wegen des verlorenen Würdebewußtseins sich gelegt haben werde», dann hat es die höhere Kaste wieder leicht, die Galligen zu besänftige». Ein gnadenreiches Lächeln und der Groll, der doch zumeist in ver- schmähter Liebe seinen Grund findet, ist erloschen. Die Er» sahrung wird die Herrschaften nicht gewitzt machen und beim nächsten Konflikt werden sie wieder greinen und fragen: Wer löst unS das Räthsel? Wie war das nur möglich nach soviel Nachgiebigkeit von unserer Seite? Und das ist das Tragische an der ganzen Angelegenheit. Eine weich. liche, bröcklig gewordene Gesellschaft verwundert sich, daß sie einer härteren unterthan wird und meint zum Schluß: das müsse nnt räthselhaften Dingen zugehen. Bei den kleineren wie bei den größeren Symptomen deS öffentlichen Lebens ist es ja ähnlich. Welche bange» Räthsel giebt den Entkräfteten die sogenannte Kamarilla jeden neuen Tag zu lösen? Unheimliche Gespenster sieht man hin und her huschen. Angstschlotternd beguckt man jedes junge Tagesereigniß und seufzt: Ach, ach. was hat das nur wiederum zu sagen? Wer löst die schweren Geheimnisse, wer die Räthsel der hohen Welt. Ein zweiter Diplomat, Fürst Lobanow» ist einem Herzleiden erlegen! Ein einzelner und nicht einmal ein genialischer Mann ist gestorben und eine ganze tief-unter» thänige, an Kamarillen- Herrschaft gewöhnte Welt fragt be- klommen, als nahte der jüngste Tag für Europa; Was soll jüngsten Vorgänge in Ronstantinopel. Einige Armenter ver-[ Bobtönen bereit, wenn sie eine solche Absicht gegen uns ge- verantwortliche Sorglofigkeit bewahrt hat. Jetzt hat fie bie anstalteten dort einen Putsch; der Putsch mißglückte, und die wahren; fie prüfen, wie Figura zeigt, nicht einmal das Vor- Bescheerung und bald wird es für die Regierung heißen: erbitterten Muhamedaner schlugen einige Armenier todt. Das handensein einer Erfolgsaussicht, wenn es gegen die klassen- Kette sich, wer tann!" Canovas betrachtet die Lage als äußerit war sehr bedauerlich, aber auch sehr natürlich. Obgleich die bewußte Arbeiterschaft geht. Ohne uns irgendwie aufzuregen verzweifelt. Es scheint, als ob es mit der Kolonialherrschaft Pforte, was teine europäische und christliche Regierung gethan wir wüßten auch nicht, warum wir dies thun sollten Spaniens zu Ende geht; und was dann das Geschick der hätte, die gefangenen Putschmacher schonte und auf ein fran- wollen wir das Publikum und insbesondere die tommunalen Monarchie sein wird, braucht wohl nicht erst besonders erwähnt zösisches Schiff ins Ausland schickte, hallt alle Welt heute wider Vertretungen der betroffenen Orte auf die nach unserer Ansicht zu werden. von gräßlichen Megeleien der Türken. Die Opfer schwellen auf wichtigsten und bedenklichsten nicht im Interesse der Madrid, 5. September. Der Minister für die Kolonien dem Papier zu Tausenden an wie die geschlachteten Sozialdemokratie, in dem der stadtbürgerlichen Ordnung und Gastellano erklärte in der Kammer, in Manila seien hochgestellte Armenier sogar zu Hunderttausend und die russisch Eintracht bedenklichsten Seiten der neuen Einrichtung aufenglische Diplomatie, welche welche in erster Linie für bie merksam machen. Die neuen politischen Rommiffare Persönlichkeiten verhaftet worden. " Greuel" verantwortlich ist, lacht sich ins Fäustchen über die unter stehen unmittelbar der Regierung, nicht Türkei, dummen Philister, die auf den Leim der türkischen Greuel den städtischen Polizeichefs, den Oberbürgermeistern oder Bürger- Konstantinopel, 5. September. Der gestrige Zag verlief gegangen sind, und die Russen greu el das gemordete meistern. Sie sind nur Werkzeuge in der Hand der Regierungs- ruhig. Die Mehrzahl der Geschäfte in Stambul, Pera und Polen!- und die englischen Rolonial tfchzüge präsidenten und des Ministers des Innern, den man, davon sind Galata sind geöffnet. Zwei anscheinend mit Biegeln beladene ganz aus dem Auge verloren haben. wir überzeugt, durch seine Weisungen an die neuen Beamten Mahone( Galeeren) wurden gestern durch die Polizei angehalten, In Kreta soll die Lage gebeffert" fein. Die Insel ist im Ruhrrevier noch näher kennen lernen wird. Die Bürger- wobei Schüsse gewechselt wurden. Die Bürger- wobei Schüffe gewechselt wurden. Zwei Mahonenführer sind nun so gut wie unabhängig, und die Rebellen haben sich zufrieden meister, die immerhin nach der einen Seite hin die ge- getödtet, einer verhaftet, in ihren Fahrzeugen fand man erklärt. Aber auf wie lange? Es sind fast so viele Griechen wählten Vertreter der Städte sind und einem gewissen Einflusse Waffen vor. in Kreta wie Mohamedaner. Und die europäische Diplomatie der Stadtvertretungen unterliegen, vermögen fünftig der poli- Die Massenverhaftungen unter den Armeniern dauern fort, wird schon dafür sorgen, daß beibe sich gelegentlich wieder in tischen Polizei feine Direktiven mehr zu geben. Halten die Stadt den Unverdächtigen wird die Auswanderung ohne Paßformalidie Haare gerathen.vertretungen die Preisgabe der städtischen Aufsicht für unbedent- täten gestattet. Vier Schiffe sind mit Auswanderern nach Athen Chronik der Majestätsbeleidigungen. Wegen Majeftäts- lich, so ist dies ihre Sache. Wie verträgt sich ferner die ohne und nach anderen Orten abgegangen. beleidigung ist Genosse Kaufmann Alwin Adé in Leipzig Befragen der Gemeinden getroffene Einrichtung mit dem Inhalte unter Anklage gestellt worden. Er soll in einer am 13. August d. J. der Städte- Ordnung? abgehaltenen öffentlichen Versammlung des sozialdemokratischen Calbe a. S.( Halberstädter Sonntagszeitung.") Wenn Vereins Alt- Leipzig, als er nach dem Vortrage des Genossen zwei basselbe thun, ist es dasselbe. Wer ohne behördliche ErEindermann aus Dresden in die Debatte eingriff, den deutschen laubniß sammelt, ist bekanntlich strafbar ohne Unterschied der Raiser beleidigt und Aeußerungen über die Verabschiedung höherer Sache und der Person. Im benachbarten Dorfe Glöthe haben Beamten und über die Ausgaben für die Hofbaltung gemacht der Paftor und die beiden Lehrer Strafmandate von je 3 M. haben. Als Zeuge soll in dem bevorstehenden Prozesse der die wegen unbefugten Sammelns von Geldern zur Sedanfeier Versammlung überwachende Kriminalschußmann Hempel erhalten. Der dort stationirte Gendarm hat die Anzeige erfungiren. stattet. Nun ist in Glöthe dadurch das Sedanfest in die Brüche gegangen und wird nicht gefeiert. Ein Theil der gesammelten Gelder ist beschlagnahmt. Wenn die ver einten Patrioten über diefen Borfall jammern, so können wir ihnen nur den Rath geben, sich mit den Sozialdemokraten zu verbinden, die solche gesetzlichen Beschränkungen aus der Welt schaffen wollen. Im übrigen aber freut es uns, fonstatiren zu können, baß die Gleichheit vor dem Gesetz hier einmal zur That ge worden ist. Wegen Majestätsbeleidigung verurtheilte die Straftammer des Naumburger Landgerichts den Handarbeiter Gottlieb Goßrau aus Weißenfels zu 3 Monaten Gefängniß. Deutsches Reich. - Da die Edelsten und Besten ber Nation fich für den Chef des Militärkabinets, den General v. Hahnke, so warm interessiren, wird es nicht uninteressant sein, etwas über feinen Stammbaum hier mitzutheilen: ber Man sagt, der nunmehrige von Hahnte sei ein traffer Repräsentant der Adelsfippe und habe den Mehlstaub, womit sein Ahne in Thorn die wundersamsten Gebilde von Menschen zu Pferde und zu Fuß in Pfefferkuchen zu konstruiren vermochte, ganz von seinen Füßen geschüttelt. - Das Tageblatt P. Naumann'3 soll bestimmt ab - Das Tageblatt P. Raumann's soll bestimmt ab 1. Oktober erscheinen, am 15. b. M. soll eine Probenummer des Blattes, bas„ Die Beit" getauft werden soll, ausgegeben werden. Chefredakteur des Blattes wird H. Oberivinder. Bis jett merkt die Sozialdemokratie nur die ihr feindliche Absicht und ein bloßer Plan erschreckt und wahrhaft noch nicht. Dagegen sind die Nationalliberalen sofort zu den höchsten hijansools dr Niederlande. Spanien. 10 Kretensisch e 3. Nach einer Meldung aus Ranea haben die tretischen Deputirten gestern im Einvernehmen mit der Epitropie den dortigen Konsuln die Erklärung überreicht, daß sie die von der Pforte gewährten Sugeständnisse annehmen. Die mohamedanische Bevölkerung, welche eine Versammlung veranstaltet hatte, hat beim Generalgouverneur Protest erhoben. Die Ordnung wurde nicht gestört. Amerika. New- York, 4. September.( Daily Telegraph.) Die politische Wirkung des demokratischen Nationalkonvents in Indianopolis dürfte in der Entfernung aller Besorgniß vor Bryan's Erfolgen und in der Vernichtung seiner Aussichten in den Mittel- und Weststaaten bestehen. bach an die englischen Sozialisten gerichtet haben soll, Von einem Manifeft, das Liebknecht aus Offen gebach fafeln deutsche Bourgeoisblätter. Das Manifeft" ist ein Leitartikel, den Liebknecht im Anschluß an einen früheren Leitartikel über den Kongreß für das englische Sozialistenorgan, Justice", geschrieben und, da er gerade in Offenbach war, von dort batirt hat. In der Partei- Nachrichten. Wunderbar ist es, daß das so wichtig thuende Junkerthum Haag, 5. September. Die erste Rammer hat das neue für so wichtige Aemter, wie das Militärkabinet doch eins Wahlgefeß mit 84 gegen 12 Stimmen angenommen. ist, immer Anleihen bei der Rotüre machen muß; urechte Großvater des jeßigen Chefs bes 12. Grenadier- Regiments in Frankfurt a./D. war Mitglied der Rotüre, und zwar als Madrid, 81. August.( Eig. Ber.) Was nach den letzten wohlbeleibter Pfefferkuchen- Fabrikant in Thorn, der Herr Vater Nachrichten aus den Philippinen vorauszusehen war, ist eins erst Gefelle in diesem Geschäft, dann in den Freiheitskriegen getreten: auch in dieser spanischen Kolonie ist der Aufstand aus. französischen Fremdenlegion, Soldat und endlich Lieutenant, der in dem späteren friedlichen gebrochen. Nachdem es der Regierung gelungen war, mehr als die bekanntlich zum großen, wenn nicht größeren Theil aus Beruf als Erzieher im Kadettenhause zu Berlin als Major die 400 Personen, welche der Verschwörung verdächtig, erschienen, zu Deutschen besteht, die das lieb Waterland" aus dem einen oder Grundlage zu dem v. Hahnte'schen Adelsdiplom legte, und verhaften, zogen sich die übrigen Berschworenen in das Innere anderen Grunde von sich gestoßen hat, herrscht eine barbarische zwar dadurch, weil er ein abliges Fräulein„ v. Müller", unter die der Inseln zurück, um dort den Aufstand, dessen Ausbruch man Disziplin. Grausame Strafen find an der Tagesordnung und die Haube zu bringen vermochte. für etwas später geplant hatte, zu organisiren. Tausend Mann geringste widersetzlichkeit bringt unfehlbar auf den Sandhaufen. Bewaffnete stellten sich den Spaniern entgegen, wurden aber, Grausige Geschichten gehen dann und wann durch die deutsche wie die offizielle Depesche des Generals Blanco besagt, in die Bresse, allein sie wirken nicht abschreckend, weil das lieb WaterFlucht geschlagen, nachdem sie vier Todte und fünf Verwundete land für so Manchen noch weit abschreckender ist. Uns liegt auf dem Schlachtfelde gelaffen hatten. Die Zahl der Aufständischen ein herzzerreißender Brief aus Oran in Algerien, datirt foll etwa 4000 Mann betragen, fie sollen aber sehr schlecht bewaffnet vom 21. Auguft d. J., vor. Der Schreiber, der nicht im fein. General Blanco bat sofort um die Entfendung von 1000 Mann, vollen Besiß seiner geistigen Fähigkeiten zu sein scheint und welche er genügend hält, zusammen mit den ihm zur Verfügung seiner eigenen Schilderung nach in einem Anfall von Geistes= stehenden Truppen( 13 000 Mann, unter ihnen aber mehr als umnachtung von Frau und Kindern in Wernigerode weg11 000 Eingeborene) des Aufstandes Herr zu werden; die lief und sich in die Fremdenlegion aufnehmen ließ, ist wegen Regierung sieht die Lage aber bedenklicher an und sendet wiederholter Fluchtversuche mehrere Male auf längere Zeit mit Dortmund, 3. September 1896.( Rhein.- Westf. Arb.- 3tg.") schon in diesen Tagen 2000 Mann, um ihnen bald weitere anderen zufammen in die fogen." Belle"( Cellule), ein dunkles, Der rheinisch westfälische Industriebezirk erhält Truppen folgen zu lassen. Ebenso entfendet sie sofort das 1,20 Meter breites Loch eingesperrt gewesen und ist körperlich am 1. Ottober sechs tönigliche Bezirks- Polizei Kriegsschiff Isla de Cuba". Die transatlantische Gesellschaft vollständig zu grunde gerichtet. Man will ihn aber nicht ent tommissare, von denen die Mehrzahl auf das hat ihre Dampfschiffe für den Truppentransport zur Verfügung lassen, obgleich ein Herzklappenfehler bei ihm ärztlich festgestellt Ruhr Kohlenrevier entfällt. Die Thatsache ist bekannt. gestellt. Die Truppen geben am 3. und 7. von hier ab. Weiter ist. Er hat sich nun in seiner Verzweiflung an einen ReichstagsDagegen ist nach dem Charakter der neuen Einrichtung und nach verlautet, daß mehrere Bantiers in der Verschwörung verwickelt Abgeordneten mit der flehentlichen Bitte gewandt, doch die Aufihrem Verhältniß zu den städtischen polizeilichen Rechten und sein sollen. Man hat dieselben verhaftet. Sie werden sofort merksamkeit der deutschen Reichsbehörden auf seinen Fall zu lenten, Interessen unseres Wissens bis jetzt weder in den betroffenen vor ein Kriegsgericht gestellt; erweist sich ihre Schuld, so werden was hiermit geschehen sein soll. städtischen Körperschaften noch in der Presse gefragt worden. fie unverzüglich erschossen werden. Der Unglückliche heißt August Dittrich; hat seinerzeit Siesige Blätter beklagten sogar das Scheiden" des„ all. Soweit die bisher bekannt gewordenen Thatsachen. Bor bei Genosse August eine in Halberstadt, dem früheren gemein beliebten" Herrn Polizeikommissars Meyer, obwohl einigen Tagen hielt man noch die Mittheilungen der Regierung Reichstags- Abgeordneten, als Gärtnerbursche gedient und beruft Serselbe nicht bloß am Orte, sondern auch in seiner Thätigkeit für übertrieben und für ein Manöver, um die Liberalen sich auch auf den Sanitätsrath Dr. Bröse zu Quedlinburg, verbleibt, die, wie uns scheint, nur betreffs des Gebietsumfanges in ihrer bisherigen Obstruktion mürbe zu machen. Vor etlichen der ihn ärztlich behandelt habe. und der Aufsichtsinstanz eine Aenderung erfährt. Die sechs Tagen schwand aber dieser Argwohn, besonders infolge der Die verlassene Frau Dittrich's bestätigt dessen Angaben. Ihre Stellen sind bereits in den preußischen Staatshaushalt eingestellt. alarmirenden Artikel des fonservativen Abgeordneten Retana, Adresse ist: Frau Auguste Dittrich, Breitestraße 62, Wernigerode. Ohne Zweifel ist die Einrichtung mit Rücksicht auf die welche dieser in den Spalten des Heraldo" veröffentlichte. Vielleicht ist diese Notiz die Veranlassung zu praktischen Arbeiterbewegung getroffen. Kein Wunder daher, wenn Diese Artikel brachten ein solches erdrückendes Material über Schritten. Und der deutschen Regierung würde es auch nichts nationalliberale Blätter fich sofort für sie die geheimen Vorgänge auf den Philippinen, daß an ihrer Wahr schaden, wenn sie bei dieser Gelegenheit sich des famosen civis begeistern. heit nicht mehr zu zweifeln war. In diesen Artikeln behauptete Germanus erinnerte. Retana, daß mindestens der vierte Theil der gesammten Bevölkerung der der Verschwörung angehöre, ja daß fie in vielen wichtigen Ortschaften die gefammte Bevölke rung ergriffen habe. Seit Anfang dieses Jahres erscheine in Hongkong eine Beitung unter dem Namen„ Kalaayan"( Freiheit), Offenbach Dieburg ist auf Sonntag, den 13. September, Eine Parteifonferenz für den hessischen Wahlkreis daraus werden? Was haben die Allmächtigen wieder über uns welche in allen ihren Summern direkt zum Aufstande auffordere vormittags 10 Uhr, nach Groß- Steinheim einberufen. beschlossen? Herr v. Hahnke wird zum Chef eines Grenadier- Re- und auf den Philippinen die größte Verbreitung habe. Diese giments ernannt und sofort werden ungezählte Räthsel Beitung vertrete auf religiösem Gebiete einen durchaus radikalen Polizeiliches, Gerichtliches 2c. fragen aufgeworfen; man möchte den Bänglichen, die in Standpunkt und greife die katholische Kirche und ihre OrdensWegen des Abdrucks der Dichtung„ Der Nazarener" in ewigem Beben um die nächste Stunde dahin vegetiren, gefellschaften auf das heftigste an.( Dies ist nur zu sehr der Neuen Welt" ist auch gegen den Geschäftsführer der zurufen: Geht doch zu den alten Wahrsagerinnen und verständlich; denn die katholischen Ordensgesellschaften, besonders Hamburger Buchdruckerei und Verlagsanstalt von Auer u. Ro., Inẞt euch aus dem Kaffeefay prophezeien! Sie haben die Jesuiten und Dominitaner, haben auf den Philippinen Genossen Bérard, eine Untersuchung im Gange. Er hatte sich ihres Werthes begeben und dann staunen sie, daß man das Heft in Händen, beherrschen den dortigen Gou. bereits eine Vernehmung vor dem dortigen Amtsgericht zu befie nicht respektirt. verneur vollständig und führen den Eingeborenen gegenüber stehen, und zwar auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in In der Welt der harten Nothwendigkeiten wird überhaupt ein Regiment des Schreckens, wie es zur Zeit der Inquifition Riel, die bekanntlich die Beschlagnahme der fraglichen Nummer den Weichlichen gar zu viel Unruhe und Stummer bereitet. Die nicht schlimmer geweſen ifts, große und wertvolle anteficien der„ Neuen Welt" verfügt hat. Wie schon mitgetheilt wurde, frommen Segenspender von Beruf, die Gläubigen, die auf das befinden sich in ihren Händen; und die von ihnen beschäftigten ist auch gegen den Redakteur und den Verleger der Mainzer Sprichwort schwören: Gut zureden hilft, müssen jetzt eben Arbeiter werden in der schändlichsten Weise ausgebeutet und Volksztg.", welche die Neue Welt" als Beilage bringt, wegen abermals eine böse Enttäuschung erleben. Als vor wenigen behandelt. Als natürliche Reaktion gegen diese Gesellschaft des Artikels„ Der Nazarener" ein Strafverfahren eingeleitet Monaten der ganze Jammer in der Konfektionsindustrie vor aller gewann das Freimauerthum einen bedeutenden Einfluß, be worden. Welt enthüllt worden war, da tönte es in tausenden mitleid- fonders auf die wohlhabenden Malaien; eine Loge Wegen Beleidigung des Tischlermeisters Spönnemann erfüllten Seelchen wieder: Wie ist derlei nur möglich in unseren allein besigt annähernd 20 000 Mitglieder; diese sind ge- wurde der verantwortliche Redakteur der Fränkischen zivilisirten Verhältnissen? Mit einem Schlage wurde man über schworene Feinde der katholischen Kirche und der spanischen Tagespost", Genosse Georg Gärtner, vom Nürnund über voll rührseliger Empfindsamkeit. Wie war das räthsel- Herrschaft und die Leiter der Verschwörung; diese wird sowool berger Schöffengericht zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. hafte zu erklären, daß das Unternehmerthum es so weit kommen von den Japanern, als auch den Chinesen auf das kräftigste lassen durfte? Vielleicht hatte ein Theil der Unternehmer selbst unterstüßt. Besonders haben sich die Japaner nach ihren kaum eine bestimmte Ahnung von dem Massenelend in der Kon- jüngsten Waffenerfolgen für die nach Unabhängigkeit strebenden fettion, vielleicht bedarf es der Aufklärung, der Auseinander- Bewohner der Philippinen interessirt und diese in ihrem Kampf Ausstände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden fegung zwischen Unternehmern und Zwischenmeistern. Ein gegen die fatholische Kirche unterstützt). Man bezeichne den frisches Vorwärtsschreiten der guten" Unternehmer, und die Bilderdienst der Katholiken direkt als Gößendienst und fordere Die Berlin Rüdersdorfer Hütfabriken( Aktiengesellbösen werden nachfolgen müffen. Nur warm und eindringlich zu die Gläubigen auf, doch endlich dem Glauben an Fetische zu schaft) ersuchen uns um Aufnahme folgender Berichtigung:" In reben und die segensreiche Reform wird sicherlich nicht ausbleiben. entsagen und die Tyrannei, welche sich den Malaien unter dem Nr. 207 Ihres Blattes bemerken Sie unter Gewerkschaftliches, In solchen und ähnlichen G dantengängen pflegt der Fromme fein Namen Christenthum aufgedrängt habe, abzuschütteln. Weiter daß nach dem Streit in den Berliner Wollhut- Fabriken die Löhne aufgeftörtes Gemüth zu beri igen und hat überdies den Vortheil, fügt der Artikelschreiber hinzu, daß die Regierung gar keine bis zu 50 pet. reduzirt worden sind. Insofern dies auch unsere fich selbst ohne viel Mühe a. merkwürdig edles Geschöpf zu er Ahnung von dieser Zeitung gehabt habe, da fie monatelang un- Fabrit betrifft, ist es eine unwahrheit. Die Akkordlöhne scheinen. Die Reform sollte uch durchgeführt werden und man gestört das verderblichste Gift habe verbreiten können. sind dieselben wie früher; die neuerdings zur Akkorddurfte nun wieder fröhlich in die rosafarbene Welt blicken, aus A13 Mittel, um dem drohenden Aufstande vorzubeugen, arbeit eingestellten Leute stehen sich besser, und die wenigen der das Arbeiterelend in der Konfektion dank der Einsicht der empfiehlt der Artikelschreiber die sofortige Entfendung von( 15 Personen) Wochenlohn- Arbeiter sind genau wie bisher üblich, Unternehmer verschwunden sein werde. Da kommt inzwischen die 6000 Mann; Verbannung aller verdächtig erscheinenden und in Lohn eingestellt." Wirklichkeit heran. Das Unternehmerthum, für ein Weilchen ein einflußreichen Malaien nach einer entlegenen Straffolonie; Diese Berichtigung betrifft eine Bekanntmachung des Vorgeschüchtert und zu scheinbarer Nachgiebigkeit bestimmt, ließ Ausnahmegesche gegen die Malaien; Abbruch der Handels- Verstandes der organisirten Hutmacher Berlins, worin es hieß: ruhig den meist papierenen Entrüstungssturm gewähren und be bindungen mit Japan; Erfeßung der unfähigen Kolonialbeamten Durch die Manipulationen der Berliner Wollhut. Fabrikanten fann sich rasch auf seine Kapitalsgewalt. Bald standen die Unter- durch tüchtigere; Aufgeben der bisherigen Affimilationspolitik, wurden die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hutbranche in den nehmer jenseits von Gut und Böse, das heißt, es gab keine mehr, da die Maleien nie europäische Sitten u. s. w. annehmen würden Streit getrieben, und zwar unter dem Vorgeben, die Fabrikanten die als besonders Gute" die großen Reformstiefel angezogen und was der Dinge mehr sind. wollten Herr im eigenen Hause sein. Jeht, nachdem der Streit hätten, und keine, die als besonders Böse" von den Guten Treffe die Regierung nicht sofort die energischsten Maß- oder richtiger die Aussperrung für die Arbeiter einen ungünstigen hätten gestraft werden können. Gut und böse rückten zu brüder- regeln, so dürfe fie auf das schlimmste gefaßt sein; denn ein Verlauf genommen hat, haben die Fabrikanten eine 2ohn licher Gemeinsamkeit nahe. Den Guten wollte es nicht gelingen, Krieg auf den Philippinen sei viel schwerer zu unterhalten, wie reduktion von zum theil bis 50 pet. vorgenommen. Auch die Widerspenstigen zum Minimaltarif des Einigungsamtes zu etwa auf Cuba. zwingen ste jeden Arbeiter, sich durch Unterschrift zu verpflichten, bereden; dafür aber wollten die Guten selber aus dem Spruch Dies in aller Kürze die Meinung des Abgeordneten Retana, ber Organisation ferner nicht mehr anzugehören, dafür aber dem des Einigungsamtes ein fapitales Profitchen ziehen; und so steht der scheinbar ein guter Kenner der Verhältnisse auf den Philippinen von diesen Herren gegründeten Wohlthätigkeitsverein als Mitman jezt da, wo man vordem gestanden hat. Den harten ist. Die Nachrichten von dem Ausbruch des Aufstandes geben glied beizutreten." Willen muß ein härterer brechen: man begegnet ihm nicht mit ihm recht; und auf die Regierung fällt der schwere Vorwurf, frommen Wünschen und Segensprüchen. Alpha. daß sie den Vorgängen auf den Philippinen gegenüber eine un " Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Organisation tragen. • Das im letzten Satz gefagte berichtigen die Berlin Rüdersdorfer Hutfabriken nicht. Danach scheinen sie auch zu denen au gehören, bie fich anmaßen, den Arbeitern die freie Ausübung durch Amtsniederlegung des Berbandsvorsitzenden möglich tft. Absichten des Fabrikantenvereins su fennzeichnen. In weifer des Koalitionsrechts zu verwehren. Schließlich spricht die Bersammlung den beiden Leipziger Ver- Vorsicht hat derselbe in die Arbeitsordnung auch einen Passus trauensleuten des Verbandes ihr Mißtrauen aus, da ohne deren aufgenommen, wonach jeder Wertführer verpflichtet ist, erforderAchtung, Metallarbeiter Berlins! Billigung der Verbandsvorstand nicht in der Lage gewesen wäre, lichen Falles neue Kräfte anzulernen. Er traut seiner Arbeitereine so offenkundige Statutenverlegung zu begehen. Diese beglüdung also selber nicht. Resolution ift dem Verbandsvorstand und den Gauvorständen zu übermitteln." " Der Ausstand der am 1. Mai ausgesperrten Former und Gießerei Arbeiter dauert unverändert Zur Konzentration des Kapitals. Zwischen der Firma fort. Infolge des Beschlusses der Versammlung vom 24. August, wodurch die Anfertigung aller Arbeiten, welche bis zum AusFriedrich Krupp in Essen und der Maschinen- und Schiffs= bruch des Streits in den zur Zeit gesperrten Gießereien an- Die Baufirma Boswan n. Knauer in Leipzig( Inhaber bau- Anstalt Germania" in Riel ist ein Vertrag abgeschlossen gefertigt wurden, für alle weiteren Gießereien freigegeben ist, Herr Hermann Knauer in Berlin) hat sich auf Verhandlungen worden, wonach der Betrieb der„ Germania" auf die Firma Krupp find zwar eine ganze Anzahl der Ausständigen in Arbeit gebracht über den neuen Lohntarif der Stucateure nicht eingelassen, übergeht. Die Firma Krupp garantirt den Aktionären eine Rente worden, jedoch beträgt die Zahl der zu unterstützenden Kollegen weshalb eine Stucateurversammlung den Beschluß faßte, daß von 4/2 pet. und behält sich vor, die Aktien der„ Germania" noch immer über 200. Unser Kampf richtet sich nunmehr Zuzug nach der genannten Leipziger Firma ferngehalten jederzeit zu einem Kurse von 115 pet. einzulösen. lediglich gegen die Unternehmer, welche unsere Kollegen wegen werden soll. Die überseeische Auswanderung aus dem Deutschen der Maifeier in brutalster Weise auf das Pflaster feßten. Zur Buchbinderbewegung in Stuttgart. Die am Reich über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam Bisher ist es denselben nicht möglich gewesen, die nöthigen Erfah: 2. September gepflogenen mehrstündigen Verhandlungen zwischen belief sich nach den Zusammenstellungen des Kaiserlichen Statistifräfte zu finden, trotzdem der Kampf nunmehr bereits über 18 Wochen dauert. Sorgen wir dafür, daß sie auch in Zukunft ie sieben Bertretern der Arbeiter und Prinzipale haben insofern schen Amtes in den Monaten Januar bis Juni 1896 auf von unseren Kollegen mit Arbeitsangeboten verschont werden. zu einem befriedigenden Ergebniß nicht geführt, als es zu einer 17 101 Personen. Hiervon kamen aus der Proving Posen 2421, Wenn die Herren Frieden haben wollten, dann wäre der Kampf Einigung noch nicht kam. Den Hauptdifferenzpunkt bildet immer aus Bayern rechts des Rheins 1417, der Provinz Hannover 1874, noch die neunstündige Arbeitszeit. Anfangs erklärten die Brandenburg mit Berlin 1223, Westpreußen 1149, aus dem längst beendet; sie wollen jedoch den Krieg bis zur bedingungs- Prinzipale, den Neunstundentag nur bewilligen zu wollen, wenn Königreich Württemberg 1012, der Provinz Pommern 915, losen Unterwerfung der Arbeiter; sorgen wir dafür, daß ihnen er auch in den Hauptkonkurrenzorten eingeführt würde; dann Schleswig- Holstein 853, Rheinland 830, aus dem Königreich die Luft vergeht, zum zweiten Male mit uns anzubinden. An alle Metallarbeiter aber ergeht der Ruf, neben der moralischen wollten sie die Forderung bewilligen, ihre Bewilligung aber Sachsen 682, dem Großherzogthum Baden 516, der Provinz Unterstüßung nicht zu vergessen, daß noch immer bedeutende wieder rückgängig machen, wenn bis zum 1. November in Leipzig, Hessen- Nassau 502, aus der Rheinpfalz 458, der Provinz Sachsen Mittel zur Unterstüßung der Ausständigen gebraucht werden. Berlin, Hannover 2c. nicht die gleiche Arbeitszeit eingeführt 442, Schlesien 436, Westfalen 360, Ostpreußen 328, aus dem Mehr als 100 000 m. toftet bereits dieser Kampf. Die in diesem Mehr als 100 000 m. toftet bereits dieser Kampf. Die in diesem würde; nun dehnen sie diese Frist bis zum 1. Dezember aus und Großherzogthum Seffen 223, Oldenburg 177, MecklenburgJahr sonst noch vorgekommenen Lohnfämpfe verursachten eben- verlangen die Einführung nur noch von Leipzig. Die Arbeiter Schwerin 160. Der Rest von 1623 Personen entfällt auf die falls bedeutende Koften, ca. 40 000 m. Da außerdem weitere gehen aber darauf nicht ein, weil sie nicht jetzt die dringendsten übrigen Gebietstheile des Reiches. An der Beförderung dieser Lohnbewegungen in verschiedenen Branchen nnd Werkstätten uns aufträge ausführen wollen, um am 1. Dezember machtlos zu Auswanderer sind die deutschen Häfen mit 13 696 Personen be bevorstehen, sehen wir uns veranlaßt, die Kollegen an die Be- sein. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß in der nächsten Zeit theiligt, und zwar gingen über Bremen 7357, Hamburg 5723, schlüsse zu erinnern, wonach jeder Former und Gießerei- Arbeiter in Leipzig die nennstündige Arbeitszeit eingeführt wird, denn die Stettin 616. Von Antwerpen reiften 2828, von Rotterdam und pro Woche 5 pCt. feines Lohnes und jeder Metallarbeiter 50 Pf. Bewegung dort geht, nach den Berichten zu schließen, bereits Amsterdam 577. Ueber deutsche Häfen wurden außer den 13 696 an den Unterstüßungsfonds der Berliner Metallarbeiter zu zahlen hoch. Gelingt es den Buchbindern Leipzigs, in Bälde ihre Deutschen noch 57 087 Auswanderer aus fremden Staaten, hat. Darum nochmals, Kollegen, haltet den Zuzug fern und Forderung durchzufechten, so wäre den Stuttgarter Prinzipalen und zwar über Bremen 36 529, Hamburg 20 275, Stettin 283 auch der letzte Einwand genommen. befördert. sorgt dafür, daß das Pulver nicht ausgeht. In Erfurt ist der Streit in der Schuhfabrik von Gebr. Ducke beigelegt. In Dedenburg in Ungarn ist wegen Maßregelung von Metallarbeitern ein Streit von Arbeitern dieses Gewerbes aus: gebrochen. " Die Steinschleiferei in der fächsischen Oberlausit. Ueber die Lage der Granit- und Syenit- Steinschleifer in der Lausitz werden der Sächs. Arb.- 8tg." einige Mittheilungen gemacht, die die Lage dieser Arbeiter als außerordentlich traurig erscheinen lassen. Das Schleifen geschieht in geschlossenen Räumen und fein Fenster darf geöffnet werden, weil von dem Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. Achtung, Puter Berlins! Auf dem Bau des Maurer meisters Scholz, Gleim- und Graunstraßen- Ecke, ersuchten am vorigen Montag 9 Façadenputzer den Arbeitgeber um eine fleine Bulage, da die übernommene Arbeit zu dem verabredeten Preise Aus dem Bergrevier Karwin wird telegraphirt: Auf entstehenden Luftzuge das Wasser auf dem Steine zu rasch veriroh allen Fleißes nicht fertig zu stellen sei. Der Arbeitgeber Ansuchen einer Deputation von Bergarbeitern hat die Berg- Dunsten und dadurch die Arbeit fast unmöglich würde. Zum war auch bereit, eine Zulage von 50 M. zu zahlen, jedoch ver- direktion die am Donnerstag verfügte Betriebseinstellung im Schleifen der Steinflächen werden Schmirgel, Stahlmaffe langte er, daß die fünf" Rädelsführer", wie er die Kollegen zu Gabrielenschachte aufgehoben. Am Freitag früh sind in dem und ähnliche scharfe Ingredienzien verwandt. Unter reichnennen beliebte, sich sofort vom Bau entfernen sollten; die Gabrielenschachte 15 pet. der Arbeiter und am Nachmittag licher Anwendung von Wasser und der genannten anderen vier sollten weiter arbeiten dürfen. Drei dieser bevorzugten Kollegen erklärten sich jedoch mit den Ge 24 pt. angefahren. Im Hoheneggerschachte fuhren früh 78 pGt., Schleifmasse wird der Stein mit Schleifeifen und Polier. maßregelten solidarisch und verließen ebenfalls den Bau. am Nachmittag 92 pCt. an. Im Albrechtsschachte ist die ganze ballen Der Kolonnenführer erbot sich in dienstfertiger Weise, dem Belegschaft angefahren. Arbeitgeber andere Buzzer herbeizuschaffen und brachte Aus Brüffel wird gemeldet, daß der Ausschuß der am Mittwoch auch drei solcher Puzzer herzu, welche unsere Lohn- ftreitenden Tischler die Vermittelung des Arbeitsministers bewegung nicht mitgemacht haben und bereitwillig den Gemaß- nachsuchen wolle, wenn die Meister auf der Verweigerung der regelten in den Rücken fielen. Leider haben am anderen Tage Forderungen beharren. auch noch zwei organisirte Rollegen sich bereit gefunden, die Arbeit dort aufzunehmen und haben hierdurch beigetragen, daß der Arbeitgeber seinen Willen durchgesetzt hat. Eine solche Handlungsweise ist jedenfalls unter keinen Umständen zu ent schuldigen. Die Lohnkommission der Puter Berlins und Umgegend. Achtung, Holzarbeiter Weißenfee! Morgen, Montag, abends 8 Uhr, in Böttcher's Vereinshaus, Charlottenburger ftraße 150, große öffentliche Versammlung. Kollege Glocke aus Berlin hat bestimmt zugefagt, das Referat zu halten. Es wird um pünktliches Erscheinen ersucht, da die Versammlung pünktlich eröffnet wird. Achtung, Maler! Auf die öffentliche Malerversammlung, welche am Donnerstag, den 10. September, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, stattfindet, werden die Kollegen ganz besonders hingewiesen. Alles Nähere wird durch Säulenanschlag bekannt gegeben. Der Vertrauensmann. Soziales. bearbeitet. Der entstehende Schlamm wird in Fäffer gethan, die die Schleifer neben sich stehen haben, und bleibt darin tage- und wochenlang stehen, um dann, wenn das Faß gefüllt ist, verdünnt und ausgewaschen zu werden, worauf die darin enthaltene Schleifmasse abermals zum Schleifen verwendet wird. Dieser Schlamm verwandelt sich bald in eine stinkende Jauche, die die widerwärtigsten Miasmen ausströmt. Bedentt man nun, daß die Räume meist überfüllt sind, die Fenster nicht geöffnet werden können und die Luft im Arbeitsraume infolge reichlichen stets mit Feuchtigkeit Wafferanwendung stets Eine Versammlung der Bäckerei- Arbeiter Hannovers der faßte betreffs der Bundesraths Verordnung über übersättigt ist, so wird man sich vorstellen können, daß der den Betrieb von Bäckereien eine Resolution, worin Aufenthalt in solchem Raume nicht nur höchst unangenehm, gegen die bekannten Beschlüsse des Breslauer Verbandstages der fondern auch höchft gesundheitsschädlich ist. Dazu kommt, daß Bäckermeister entschieden protestirt wird. Weiter heißt es in der die Arbeitszeit so gut wie gar feine Grenzen hat. Fünfzehn Resolution:„ Die Versammlung erblickt in dem Vorgehen der Stunden Tagesarbeit sind keine Seltenheit, oft wird ganze Nächte Bäckermeister" eine Bekämpfung der allernothwendigsten und hindurch gearbeitet. Das hängt mit der schlechten Bezahlung der minimalſten Einrichtungen zum Schuße der Bäckerei Arbeiter Arbeit zufammen. Die Arbeiter find völlig unorganisirt. Einen und erwartet von der Regierung, daß diese fich Lohntarif giebt es infolgedessen nicht. Die Preise- es wird durch das Vorgehen der Bäckermeister der Bäckermeister nicht beeinflussen fast nur in Attord gearbeitet werden von den Unternehmern und wenn der Arbeiter über Bersammlung das Ersuchen, behufs Anerkennung und Durch schlechten Verdienst flagt, führung der Verordnung von Seiten der Bäckermeister eine länger zu arbeiten und, der Noth gehorchend, thun das die Ars schärfere Kontrolle der Bäckereien üben zu wollen. Zugleich beiter. Es kommt dazu, daß auch in diesem Gewerbe die Maschine beauftragt die Versammlung die Beschwerde- Kommission, zus bereits Eingang gefunden hat und den Arbeitern gerade die stehenden Orts dahin vorstellig zu werden, daß jetzt endlich auch Arbeit, die noch den besten Verdienst gab, nämlich das Schleifen Ueber die Organisationsbestrebungen unter dem Eisen in Hannover die bundesräthliche Verordnung selbst, sowie der und Poliren glatter Flächen, abgenommen hat. Der Handarbeit bahn- Personal ist die konservative und liberale Presse höchst zum Aushang bestimmte Wandkalender den Bäckereien aus- blieb nur noch die sogenannte Profilarbeit, das sind gegliederte erbost. Die Eisenbahn- Bediensteten werden sich aber an diesen gehändigt werden." Stücken. Hierbei geht es nicht nur viel mehr über die Hände Born nicht fehren, sondern ihre Interessen so wahrnehmen, wie als bei der glatten Arbeit, sondern es wird auch viel es ihnen paßt. Das Recht dazu kann man ihnen umsoweniger Bezeichnend für die Lage des Konfektionsgeschäftes weniger verdient. Bei dieser Arbeit ist es am leichtesten, abiprechen, als sie lange genug vergeblich auf Verbesserung ihrer hält der Konfektionär" die Thatsache, daß die Söhne der ben Arbeiter zu betrügen, weil eine Berechnung, wie Lage gewartet haben. Chefs von Konfettionsfirmen, und zwar gerade bei glatten Flächen, sehr schwierig ist. Es wird ein Aus Hamburg berichtet die„ Boff. 3tg.", daß die ,, Sailors' diejenigen der wohlhabendsten Inhaber, einen anderen Beruf fach vom Unternehmer taxirt und der Arbeiter mag dann and Firemen's Union" in England sich mit einem in englischer wählen als den, für welchen sie eigentlich sozusagen geboren fehen, wie er auskommt. Daneben hat man auch noch alle die Sprache abgefaßten Manifest an die seemännische Bevölkerung seien. Die Söhne der Großkonfektionäre widmen sich den schönen übrigen bekannten Unternehmerkniffe, um den Lohn des Arbeiters Sprache abgefaßten Manifest an die seemännische Bevölkerung Rünsten, sie studiren, werden selbst Agrarieres sucht nämlich möglichst herunterzubrücken. Die Arbeiter müssen nämlich das Hamburgs gewandt hat, worin zum schleunigen Beitritt zur ein bekannter Großkonfektionär für seinen einzigen Sohn ein Arbeitsmaterial meist selbst kaufen. Es wird ihnen vom Unters Union" aufgefordert wird, da die nächsten drei Monate für einen Rittergut käuflich zu erwerben, nur Konfektionäre würden sie nehmer geliefert, aber bei der Lohnzahlung mit angerechnet. allgemeinen Ausstand am günstigsten seien. nicht. Nun, bezeichnend ist dies allerdings, wenn auch in einem Auch die Beleuchtung muß der Arbeiter bezahlen. Bei alledem Die Schaffner der Hamburg Altonaer Zentral etwas anderen Sinne, wie der Konf." es meint. Was brauchen springt natürlich ein Extraprofitchen für den Unternehmer ( Straßen-) Bahn haben seit Einführung des elektrischen Be die Herren Söhne ihrer Väter Konfektionäre zu werden? Was brauchen beraus. Auf diese Weise bringen es denn alte eintriebes weniger Verdienst als die Führer. In einer Versamm fie überhaupt etwas zu werden? Wenn sie„ studiren", sich den gerichtete Arbeiter auf wöchentlich 10 bis 12 Mart. lung der Schaffner wurde darüber folgendes mitgetheilt: Die schönen Künsten widmen, Agrarier werden 2c., so kann von Trotzdem ist der Andrang zu der verhältnißmäßig leicht zu ers Führer bekämen außer ihrem Lohn von 3,35 M. für 6 Touren einem Berufe" wohl kaum die Rede sein. Vaters Mil lernenden Arbeit bei den notorischen Hungerlöhnen in der Lausitz ebenfalls Trinkgelder und außerdem wären die Schaffner lionen schüßen sie vor jedem Berufe"! Das Gefehr groß, aber auch der Wechsel häufig, denn Anfänger müssen verpflichtet, ihnen wöchentlich zirka 3 M. zu zahlen. Es schäft geht weiter auch ohne sie, dazu haben sie ihre Leute! gar oft mit 4 bis 6 M. Wochenverdienst heimgehen und das ververbliebe den Schaffnern von ihrem monatlichen Gehalt, Sie haben nur nöthig, ihr Leben nach Kräften zu genießen, die anlaßt denn doch manchen, die gesundheitsschädliche, unange der 66 M. beträgt, nur 54 M. Rechne man auch die armen Arbeiterinnen und Arbeiter quälen sich ja Tag und Nacht, nehme Arbeit, bei der er sehr bald wunde Hände bekommt, Trinkgelder hinzu, so bleibe doch der Verdienst nur ein damit jene herrlich und in Freuden zu leben vermögen. In der wieder zu verlassen. In diese Zustände einmal gründlich Beschlossen wurde schließlich, die Verwaltung That bezeichnend für die Lage des Konfektionsgeschäfts! geringer. hineinzuleuchten, wäre ein verdienstliches Wert. Vom Der Zentralbahn zu bitten, den Lohn auf 72 M. monatlich zu steigern und die Zahlung der 3 M. wöchentlich an die Führer der Berliner Wollfilzhut- Fabrikanten gehörigen Mitglieder nicht 3 Die Arbeitsordnung für die Betriebe der zum Verein Fabritinfpettor erfuhr man bis jest leider über diese Dinge, er hat augenscheinlich in Wegfall zu bringen. Der Betriebsdirektor verwies betreffs Zeit, die Arbeiterverhältnisse so eingehend zu der ersteren Forderung auf die noch zu treffende Entscheidung des enthält unter anderen auch folgenden Diktatur- Paragraphen: teine Aufsichtsraths; mit dem zweiten Wunsche, dem nach Wegfall" Jeder in unserem Betriebe beschäftigte Arbeiter ist verpflichtet, untersuchen, daß man sich über die Lage einzelner Arbeiter der 3 M., ertlärte er sich einverstanden, da es sich um eine Silsskasse beizutreten, sobald dieselbe in Funktion getreten ist." müssen alles baran feben, sich au organi. der vom Verein Berliner Wollfilzbutfabrikanten zu begründenden fategorien ein flares Bild machen könnte. Die Arbeiter private Abmachung zwischen Schaffern und Führern handele. Man schreibt uns darüber: Die Bedeutung dieser Bestimmung firen. Denn nur auf diesem Wege werden fie in die Lage Wenn die Schaffner den Führern kein Geld mehr zukommen wird erst ersichtlich, wenn man das Statut der Rasse etwas tommen, Verbesserung der Zustände herbeizuführen und mit laffen wollten, so sei ihm das recht. Dann würden die Zahlungen näher in Augenschein nimmt. Hiernach wird der Vorstand Hilfe einer Organisation werden sie es auch vermögen, volles an die Führer, welche den Schaffnern bisher vom Lohn gekürzt der Kasse gebildet durch ein Kollegium, in welchem jede Firma wurden, fünftig unterbleiben. laffen werde. An den Magiftrat der Stadt Hannover richtet die nach Willkür festgesett bann wird er angetrieben, = Die Droschkenbefizer Breslau's befchloffen, von der Ein stellung ihres Gewerbebetriebes während der Kaisertage Abstand zu nehmen, vielmehr beim Reichskanzler vorstellig zu werden und Protest dagegen zu erheben, daß vor der Vermehrung der Zahl Der Droschten die Breslauer Droschtenbefizer nicht als Juter. effenten gehört worden find, wie es die Gewerbe Ordnung vor schreibt. Als letztes Mittel soll das Verwaltungsstreitverfahren in dieser Sache eingeleitet werden. " " von Licht über ihre traurige Lage zu verbreiten. Verwandte Berufe, die bereits organisirt sind, sollten es sich zur Aufgabe machen, dieser gedrückten Arbeiterkategorie beizuspringen und ihr bei Schaffung einer Organisation behilflich zu sein oder sie ihrer eigenen Organisation anzugliedern. " Auch mit den russisch- polnischen Arbeitern hat das hochpatriotische deutsche Agrarierthum feine schwere Sorge. So find z. B. dem Gutspächter Jasper in Bindersleben im Kreise Erfurt 2 Arbeiter und 8 Arbeiterinnen dieser Nationalität heimlich ausgerüdt. Sie sollen sich nach der Umgegend von Berlin gewandt haben. Der Landrath für den Kreis Niederbarnim erläßt nun gegen die Flüchtlinge eine Bekanntmachung. durch eine Person und die Arbeiterschaft einer jeden Fabrit eben falls durch eine Person vertreten ist. In diesem Kollegium hat der Vorsitzende des Vereins der Berliner Wolfilzhut- Fabrikanten den Vorsiz. Derselbe ist zwar nicht stimmberechtigt, giebt aber bei Stimmengleichheit den Ausschlag! Derselbe besorgt auch die Zum Ergebnis der Berufszählung in Bayern bemerkt Verwaltung der Kaffe und die Sicherstellung der Gelder und die Münchener Boft":" Als Hauptschlußfolgerung mag haftet dafür laut Statut wie ,, wie ein Vormund feiner vorläufig die Thatsache tonstatirt sein, daß nach den vorliegenden werden Die Rassenbeiträge Mündel!" Fabrikanten Biffern von Bayern als einem vorwiegenden und Arbeitern in gleicher Höhe geleistet und sind dieselben grarsta a t" heute teine Rede mehr fein tann." Ans Wiesbaden wird gemeldet, daß die Dachdecker normirt für Arbeiter auf 10 Pf., für Arbeiterinnen auf 6 Pf. im Streit stehen. Gefordert wird der Behnstundentag und Lohn- pro Woche. An Krankengeld werden 60 Pf. bezw. 36 Pf. pro Tag bezahlt. Das Sterbegeld beträgt 30 m. beziv. 18 m. erhöhung. Die bisherige Arbeitszeit war elfftündig, der Lohn Wöchnerinnen erhalten 60 Pf. pro Tag, Arbeitslose 5 M. beziv. betrug 3,50 M. 3 M. pro Woche. Eine Entlassung aus der Arbeit hat auch den In Offenbach a. M. sind im Baugeschäft Forster unter Verlust aller Anrechte an die Kasse zur Folge. Da diese Raffe den Tischlern Differenzen ausgebrochen, weshalb Buzug streng den Arbeitern eine andere Kasse nicht ersehen kann, so fernzuhalten ist. werden sie durch den Zwang, ihr anzugehören, doppelt Der 3wed, den der In Leipzig nahm eine von über 400 Buch drucker belastet. schneidige Fabrikanten mit dieser Kaffe verfolgt, ist offenbar nur gehilfen besuchte Versammlung gegen wenige Stimmen folgende verein Resolution an: Die Versammlung, als die von der Halleschen der, die Arbeiter zu fefſeln und sich gefügig zu machen. Darum Generalversammlung legalisirte Störperschaft legalisirte Körperschaft der Verbands: ist auch der Köder der Arbeitslosen- und der Wöchnerinnen- Untermitglieder Leipzigs, erkennt in dem Ausschlusse der Herausgeber stüßung vorgesehen. Betreffs der ersteren tommt noch in beund Verbreiter der Buchdrucker Wacht" aus dem Verbande der tracht, daß ein Arbeitsloser verpflichtet ist, jede ihm vom Arbeitsdeutschen Buchdrucker einen statutwidrigen Willkürakt des Verbands- nachweis der Fabrikanten nachgewiesene Arbeit anzunehmen. Daß vorstandes. Die Versammlung betrachtet die betroffenen Kollegen in dieser Kasse der Wille der Fabrikanten der allein maßgebende ist, nach wie vor als Verbandsmitglieder und erwartet im Interesse beweisen zur Genüge die vorher angeführten ftatutarischen Bestim des Friedens innerhalb der Organisation von den Verbandsorganen, mungen, sowie die ganze Arbeitsordnung überhaupt. Das schneidige zunächst den Gauvorständen, eine baldige Aufbebung des Aus Vorgehen des Fabrikantenvereins hat in Unternehmerkreisen das schlusses. Im Ferneren sind die Verbandsmitglieder Leipzigs höchste Entzücken hervorgerufen und wird allseitig zur Nach der Ansicht, daß eine Wiedergesundung des Verbandskörpers nur ahmung empfohlen. Dieser Umstand allein dürfte hinreichen, die gestorben. " Depeschen und lehte Nachrichten. Thorn, 5. September.( W. Z. B.) Jm Baradenquartier des Artillerie Schießplates machten sich drei Kanoniere des 11. Artillerie- Regiments mit einer Zündkapsel zu schaffen. Durch eine plötzlich entstandene Explosion derselben wurde einem der Kanoniere ein Auge ausgerissen, dem zweiten eine Hand zers schmettert und der dritte im Geficht verlegt. Toulon, 5. September.( W. T. B.) Zwei von den bei der Explosion in der pyrotechnischen Schule Verwundeten sind Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 209. Tokales. Arbeiter Bildungsschule. Eingetretener Umstände wegen fann der für Montag Abend angefeßte Unterricht in Rede Uebung sowie die Vorstandssigung erst am Dienstag Abend zur selben Zeit und im selben Lokal stattfinden. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. Der Vorstand der Arbeiter Bildungsschule. " = Herr Schmock hält seine Angaben vollinhaltlich aufrecht" und so ist nichts dagegen zu machen, daß Dr. Adolf Braun der standesamtlichen Beurkundung zum Troß die dritte Frau besitzt. Wer hätte so etwas von unserm Kollegen gedacht! Daß diese dritte Frau zugleich mit seinem zum Vorwärts" in teinerlei Beziehung ftehenden Bruder Dr. Heinrich Braun verheirathet ist, bleibt gleichgiltig und wirft nur ein hochinteressantes Schlaglicht auf die Bethätigung der sozialdemokratischen freien Liebe. Wir er flären uns von Schmod geschlagen und stimmen seufzend in die Verse ein, die Heine sich in ähnlichen Kämpfen zum schwachen Trost gedichtet hat: Das Schrecklichfte auf Erden Ist der Kampf mit Ungeziefer, Das Duell mit einer Wanze, Dem Geftant als Waffe dient. Sonntag, den 6. September 1896. 13. Jahrg. zum 1. Oftober cr. gekündigt, darunter ein Sekretär, ein Bau- erften Vernehmungen stattgefunden hatten, nach dem Polizeiführer und ein Rechnungsführer, die sämmtlich längere Zeit, Präsidium gebracht. Die Richtigkeit der Mittheilungen vorausgesetzt, sollte man doch annehmen, daß der Magistrat sich auf solche Schäbigkeiten nicht einläßt. Hoffentlich folgt ein Dementi in der Sache. " " Die Schneiderin Achtung! Die Angeklagten im Prozeß Hinh und einige bis 15 Jahren und ein 44jähriger Bureaudiener sogar Einem vorzeitigen Schluß verfiel am Freitag die Vors zwanzig Jahre in städtischen Diensten standen. Troy- stellung von Grabbe's Schauspiel Kaiser Friedrich Barbarossa" Genossen werden ersucht, sich heute, Sonntag, nachmittags fortgesetter Bemühungen gelänge es diesen Hilfsarbeitern nicht, im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater. Gerade als der ab= halb zwei Uhr betreffs Rücksprache wegen der Vertheidigung in in anderen städtischen Betrieben unterzukommen. Von größtem trünnige Heinrich der Löwe seinem Kaiser in heißer Schlacht Interesse war die Besprechung der nächstens zur Beder Buchbinderei des Vorwärts, Beuthstr. 2, 2 Tr., schlußfaffung gelangenden Magistratsvorlage, betreffend die gefilde beschien, plöglich in den„ Wolken" unter und tiefste Nacht gegenüberstand, ging der„ Mond", dessen fables Licht das Schlachteinzufinden. Die Vertrauensperson. Bestimmungen über die Kautionen der Belagerte sich über die Szene. Zwar suchten Welf" und WaibAchtung! Sozialdemokratischer Verein Vorwärts" diensteten der Stadt Berlin. sich ling" auf der stockfinsteren Bühne noch eine zeitlang ihre Berlin. Die Mitglieder werden ersucht, bei etwa zum Oktober dahin einig, daß hier in feiner Weise versucht werde, Kräfte zu messen, dann aber senkte sich der Vorhang, und der erfolgendem Umzug die neue Adresse bei der nächsten Zahlstelle die den Gemeindebeamten durch das Reichsgerichts- Er- Regisseur erschien auf der Rampe, um mitzutheilen, daß die anzugeben; ferner werden die Zahlstellen Inhaber gebeten, be- fenntniß zugesprochene Beamtenqualität illusorisch zu machen, Maschine für die Beleuchtung der Bühne schadhaft geworden sondere Sorgfalt beim Einschreiben der Buchnummer und Woh- indem der neue Statutenentwurf durchweg statt„ Gemeinde- sei und deshalb die Vorstellung vorzeitig geschlossen werden müsse. nung zu verwenden, sowie die Abrechnung bis zum 25. jeden beamter" und Amts taution die Bezeichnung Be. Monats bei dem Kassirer zu bewirken. Die Mitglieder Moabits diensteter" der Stadt und: Kaution der Verpflichteten" ein- Eine widerliche Szene spielte sich vorgestern Abend in der und des Weddings werden noch auf die am Dienstag, den führt. Da nach etwaiger Annahme dieser Borlage wohl selbst Stalizerstraße vor dem Hause Nr. 5 ab. 8. September, im Viktoriasalon, Perlebergerstr. 13, stattfindende den ältesten Gemeindebeamten zugemuthet werde, eine auf Frau W., die mit ihren beiden aus England zum Besuche geVersammlung aufmerksam gemacht.( Siehe Inserat in heutiger derselben bafirende Rautionsurkunde zu unterschreiben, so sei diese fommenen Brüdern und dem Schneidermeister Hoffmann aus der Nummer.) Der Vorstand. Vorlage für die davon berührten geradezu verhängnißvoll. Staligerstraße 7 nach dem Morigplay fahren wollte, erregte beim Besteigen der Droschke, da sie angetrunken war, die Aufmerksam feit der Vorübergehenden. Es tam zu einem Streite mit diesen, in dessen Verlauf ein Arbeiter den Schneider Hoffmann, der auf den Kutschbock gestiegen war, mit einem Brett über den Hinter In bezug auf die Krankenversicherung von Lehrlingen topf und ein anderer mit einer Emaille- Kaffeekanne ins Gesicht besteht fast allgemein die Ansicht, daß die eigenen Kinder, schlug, sodaß das Nasenbein zertrümmert wurde. Hoffmann wenn sie im Geschäft des Vaters in der Lehre sind, nicht zur wurde in das Krankenhaus am Urban gebracht, der zweite Krankenkasse angemeldet werden brauchen. Dies ist jedoch ein Dies ist jedoch ein Schläger festgenommen. Die dritte Fran soll unserem Kollegen Dr. Adolf Braun Irrthum. Auch ein solcher Lehrling muß angemeldet und mit aller Gewalt aufgedrängt werden. Nachdem wir auf die kann von den Beiträgen zur Kasse nur dann entbunden Die vier Diebe, welche den großen Lederdiebstahl in der aus den Fingern gefogene Schmocnotiz des Breslauer General- werden, wenn der Water sich schriftlich verpflichtet, Jüdenstraße verübt haben, sind nunmehr durch die Kriminalanzeigers" vorgeftern entsprechend geantwortet haben, schreibt in eintretenden Erkrankungsfällen hinreichend für ihn zu sorgen. polizei ermittelt und festgenommen worden. Wegen Beihilfe zu das Blatt, das augenscheinlich partout vom Standal leben will, folgendes: In der Urania in der Taubenstraße wird noch diese ganze diesem Diebstahl ist ein Hausdiener der bestohlenen Firma verhaftet. Cherchez la femme" oder„ bie Palastrevolution im Woche hindurch das wissenschaftliche Ausstattungsstück„ Durch Vorwärts"". Der von uns jüngst unter dieser Spigmarke ver- den Gotthard" wiederholt. In der Urania in der Invaliden- Wegen Unterschlagung und Betruges ist der„ Direktor veröffentlichte Artikel giebt heute dem sozialdemokratischen straße wird am Sonntag, den 6. d. M, und am Sonnabend, eines Detektiv- Instituts Emil K. festgenommen worden. Zentralorgan Veranlassung, sich darüber zu äußern. Der den 12. d. M., Herr Professor Dr. Müller über„ Die Farben im Das Plan- Ufer von der Grimmstraße bis zur Straße 6c Vorwärts" glaubt unsere auf eingehender Information be- Stampf ums Dasein" sprechen, am Montag, Mittwoch und wird wegen Umpflasterung vom 7. d. M. ab bis auf weiteres ruhenden Enthüllungen damit abthun zu können, daß er er- Freitag wiederholt Herr Dr. Spies seinen Experimentalvortrag für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, ebenso die Gräfestraße von klärt, an der ganzen Sache sei kein wahres Wort. Wir haben über Neuere Versuche mit unsichtbaren Strahlen". Am Dienstag der Dieffenbach- bis zur Ürbanstraße vom 10. d. M. und die uns sofort an unseren Gewährsmann gewendet, worauf wird Herr G. Witt über„ Himmelsphotographie" reden, während Badstraße von der Brunnen- bis zur Grünthalerstraße vom derselbe uns telegraphisch die Mittheilung gab, daß er seine Herr Franz Görke am Donnerstag seinen Vortrag über Born- 9. d. M. ab. Die Straße am 3wirngraben" wird wegen Angaben vollinhaltlich aufrecht erhalte und holm" halten wird. Asphaltirung, die Antonstraße von der Ruheplatz- bis zur Mar eine eingehende Erwiderung sich vorbehalte. Soviel für heute. Durch die neuesten Erwerbungen des Berliner Straße wegen Umpflasterung bis auf weiteres für Fuhrwerke und Wir können noch hinzufügen, daß unsere Enthüllungen in Aquariums find alle Abtheilungen dieses Instituts bedacht Reiter gesperrt. sozialdemokratischen Kreisen wie eine Bombe eingeschlagen(?) worden. Das Affenhaus hat nicht nur die beiden Menschenaffen Erschossen aufgefunden wurde vorgestern Abend im Thiers find." Gorilla und Chimpanse, welche aus naheliegenden Gründen den garten der fiebundzwanzigjährige Kassirer Grau aus Bayern, Hauptanziehungspunkt bilden, aufgenommen, sondern auch vier welcher seit etwa sechs Monaten in Berlin weilte. Die Folgen andere altweltliche Arten, Makaken und Paviane, unter denen eines leichtsinnigen Lebenswandels sollen den Mann in den Tod der seltene Sphinx- Pavian die werthvollste ist, zur Besatzung getrieben haben. erhalten. In zwei Voliéren des Vogelhauses ist eine farbenEinen schweren Unfall beim Radfahren erlitt am reiche, aus vier Arten indischer und chinesischer Staarvögel, aus Donnerstag die Gattin des Wirklichen Geheimen Legationsraths brasilianischen Glanzstaaren und rosenroth und schwarz ge- Dr. Hammann aus Charlottenburg. Beide Ehegatten fuhren auf fiederten Rosenftaaren, die aus ihrer asiatischen Steppenheimath der Chaussee am Spandauer Schifffahrts- Ranal mit ihren Zweizuweilen bis in unsere Gegenden wandern, sowie aus einigen Spezies rädern. Zwischen der Möckernißbrücke und Haselhorst wurde nun der verwandten, in Gelb und Schwarz und Weiß gekleideten die Frau rücklings von einem schnell daherkommenden Juckeramerikanischen Trupiale oder Beutelſtaare bestehende Gesellschaft gespann angefahren und zu Boden gerissen; sie selbst wurde da eingezogen. Außer ihnen sind Papageien und zwei Stück eines bei über eine Böschung geschleudert und erlitt mehrfache Vers indischen Klettervogels, nämlich des rothscheiteligen grünen Bart- legungen. Das Fahrrad wurde zertrümmert. Das Fuhrwerk, in vogels, welcher wegen der am Schnabelgrunde stehenden langen dem drei Herren saßen, jagte weiter; der Name des Besizers Bartborsten so genannt wird, angekommen. Die Reptilien- fonnte nicht festgestellt werden. Es soll einem Pferdehändler in sammlung wurde vermehrt um zwei in den trockenen Gebieten der Lehrter Straße( Berlin) gehören. Dak es in Berlin trotz der vielen Kirchen eine so große Nordafrika's lebende Kriechthiere, die Waran- Eidechse und eine gefährliche, zwei Hauthörner auf der Nase tragende Viper. Für Polizeibericht vom 5. September. Am Freitag früh Bahl ungetrauter" Ehen giebt, bereitet den Kirchenmännern, die Bereicherung der Seewasser- Becken durch Fische und niedere wurde der 50jährige Arbeiter Daniel Sch. im Keller des von welche jene Thatsache tummervoll eingestehen, großen Schmerz. ihm bewohnten Hauses in der Elisabethstraße todt aufgefunden Diesem Uebelstande abzuhelfen, giebt man sich die erdenklich Thiere sorgten Nord- und Ostsee und Mittelmeer. und nach dem Schauhause gebracht. Er ist vermuthlich in der größte Mühe. Soweit die Ungetrauten" der Kirche bekannt In der Schwarzkopff'schen fabrik arbeiten zur Beit Trunkenheit von der Treppe gefallen. Vormittags wurde werden, werden diese von den Mitgliedern der„ Trau- etwa 1200 Personen. Für dies Arbeiter standen bislang tommiffion" oder von dem Stadtmissionar der jeweiligen 20 Klosets zur Verfügung. Seit etwa sechs Wochen ist die vor dem Hause Linienstr. 221 der dreijährige Sohn des Gemeinde besucht". Viele aber werden der Kirche nicht be- Hälfte der Aborte wegen Reparat.c geschlossen, so daß sich die überfahren und an den Beinen verlegt. Der nach dem Unfälle Zigarrenhändlers Goldmann durch tannt. Deshalb ergeht wieder und immer wieder und auch 1200 Mann mit 10 Klosets behelfen müssen. Dadurch sind schleunigst davonfahrende Kutscher ist später ermittelt worden. jetzt wieder an alle treue Chriften" die Bitte, mitzuhelfen, hygienische Zustände so unleidlicher Natur geschaffen, daß einem Polizeigewahrsam machte mittags der wegen Körpers daß die„ ungetrauten" Ehepaare, die ihnen bekannt sind, sich Abhilfe dringend nöthig ist. verlegung zur Haft gebrachte Rutscher Otto R. den Bersuch, sich noch nachträglich tirklich trauen lassen. Mit welchen Mitteln Eine heftige Gasexplosion ist gestern Mittag um 12 Uhr zu erhängen, wurde jedoch noch rechtzeitig ins Leben zurück hierbei gearbeitet wird, erhellt aus der Thatsache, daß die Kirchen- auf dem Eckgrundstück der Kommandanten- und Leipziger Straße gerufen und nach der Charitee gebracht. männer von der Voraussetzung ausgehen, daß die standesamt Vor dem Hause männer von der Voraussetzung ausgehen, daß die standesamt liche Ropulation noch keine Trauung" sei und daß selbst das neue in der Schirmfabrik von Blumenthal u. Borwert erfolgt. Die Chauffeestraße 15 wurde der einen Handwagen führende Haus= liche Kopulation noch keine Trauung" sei und daß selbst das neue Bürgerliche Gesetzbuch die standesamtliche Eheschließung" nur" als Räume dieses Geschäftes liegen im ersten Stock zum theil nach diener Anton Geil durch eine Droschke überfahren und am eine bürgerliche auffaffe und die„ kirchlichen Verpflichtungen"( 1) der Leipziger Straße, zum theil nach dem Dönhoffsplaze hin- linken Unterschenkel so schwer verletzt, daß er in die Charitee ( aus. Nach beiden Seiten zu befinden sich je vier mit großen gebracht werden mußte. Nachmittags gerieth auf dem Kemper der Brautleute daneben bestehen lasse. Auch zur unentgeltlichen Scheiben versehene Fenster; die Ecke hat außerdem ein Balkon- Plage der Hausdiener Gustav Gehrke unter die Räder einer ,, Trauung" der ,, ungetrauten" Eheleute sind die Geistlichen bereit, wenn jene nur fommen möchten, aber sie kommen nicht trot fenster. In der Fabrik wird zum Dämpfen der Schirmstoffe übermäßig schnell fahrenden Kutsche und trug anscheinend innere der inbrünftigen Bitte diefer: Möchten noch viele Eheleute, eine Vorrichtung gebraucht, in der man die Dämpfe durch Gas Verlegungen davon. Der Leitungsschlauch, der die Verbindung die es früher aus irgend einem Grunde verfäumt haben, nach feuerung erzeugt. träglich den Segen des Herrn für ihren Ehestand erbitten." Es zwischen dem Gasrohr und dem Apparat bewirkt, ist unter müssen doch triftige Gründe sein, welche die„ Ungetrauten" auf furchtbarem Knall, der bis in die Markgrafenstraße hinein gehört Die Parteigenossen des Reichstags- Wahlkreises Teltowdiesen Segen" verzichten lassen. Und daß die Zahl der„ Un- wurde, explodirt. Mit einem Schlage flogen zu beiden Seiten getrauten" trotz der vielen Kirchen nicht in der Abnahme, alle Fensterscheiben in tausend Splittern aus den Rahmen Beestow Stortow- Charlottenburg sondern erfreulicherweise in der Zunahme begriffen ist, muß beraus auf die Straße, die Bürgersteige am Dönhoffsplay die heute, Sonntag, den 6. September, in den" Viktoria- Sälen" sondern erfreulicherweise in der Zunahme begriffen ist, muß und in der Leipziger Straße waren mit Scherben überfät. in Rigdorf stattfindende Kreis versammlung ganz be doch auch seinen Grund haben! Verlegt find im ganzen sechs Personen, am schwersten ein Frl. fonders aufmerksam gemacht.( Näheres siehe Inserat.) Die Untersuchung gegen die Anarchisten Koschemann Herling aus dem Geschäft selbst, das Verwundungen am HinterDen Parteigenossen in Wilmersdorf zur Nachricht, daß und Genoffen wegen angeblicher Absendung einer Höllenuhr an fopf, im Gesicht und an den Armen erlitt und sofort in das den Polizei- Obersten Krause scheint, wie die„ Tägliche Rund- Krankenhaus Am Urban gebracht wurde. Die übrigen Verletzten die Zeitungsspedition in den Händen von Frau Kübler, Sigschau" schreibt, völlig ergebnißlos im Sande zu verlaufen. Alle sind Leute, die zur Zeit des Unglücks an dem Hause vorüber- maringenstr. 35, und Frau Heinemann, Sigmaringenstr. 34, Personen, die in den letzten Wochen verhaftet worden gingen. Sie wurden durch Glassplitter an Kopf, Gesicht und liegt. Von diesen Stellen können auch sämmtliche Parteischriften find, mußten, dem genannten Blatte zufolge, bis auf eine Händen getroffen. Drei von ihnen ließen sich in der Elephanten- bezogen werden. Wohnungsveränderungen wolle man, um Stös wieder in Freiheit gesetzt werden, da sich feine Anhalts- Apotheke verbinden, die andern fonnten ihren Weg ohne Ver- rungen in der Spedition zu vermeiden, sofort dem Spediteur melden. punkte für eine Anklage fanden. Die eine Person, die band fortseßen. Eigenthümlich erging es einer Dame, die zu- Der Vertrauensmann. sich noch in Haft befindet, dürfte in der nächsten Zeit ent- nächst auf dem Bürgersteig in der Kommandantenstraße in den Die Lokalkommission von Wilmersdorf giebt bekannt, laffen werden, da das Vergehen, deffen man sie zeiht, nur das Splitterregen gerieth und als sie entsetzt um die Ecke in die daß dort folgende Lokale der Arbeiterschaft zur Verfügung stehen: zuständige Amtsgericht beschäftigen wird. Interessant ist, was Leipzigerstraße flüchtete, zum zweiten Mal von den Scherben Klingenberg, Voltsgarten, Berlinerstr. 40; Lehmann, Seeschlößchen, das Blatt weiter schreibt: Eine für unser öffentliches Leben nicht getroffen wurde. Auch ein Droschkenpferd wurde am Kaiferallee; Boy's Wirthshaus, Ecke der Berliner- und Augustaunwichtige Folge dürfte die Untersuchung aber doch haben. Wie Halse von den Splittern getroffen und verletzt. Weit straße. wir aus guter Quelle erfahren, hat die zuständige oberste Behörde schlimmere Folgen würde das Unglück gehabt haben, wenn es sich Prügelpädagogik. Aus Malchow im Kreise Nieders gerade aus dem Verlaufe dieser Untersuchung die Ueberzeugung nur wenige Minuten später ereignet hätte. Um 12 Uhr war die Barnim wird uns berichtet: Am 3. September kam der vierzehngewonnen, daß der übertriebene Eifer mancher niederen Polizei- Straße noch leer, während sie gleich nachher in der GeschäftsOrgane, Anarchisten um jeden Preis zu entdecken, zu Unzuträg- pause fehr belebt war. Im Innern des Geschäfts hat die jährige Sohn des Büdners und Molkereibesitzers Friedrich lichkeiten und zu irrigen Vorstellungen beim Minifterium wie Explosion keinen Schaden angerichtet, da ein eigentliches Feuer Wagenfeil in der elften Morgenstunde aus der Schule nach beim Publikum über die wirkliche Anarchistengefahr führen nicht entstanden ist. Die Feuerwehr hatte daher nur die Glas- Hause und erklärte, daß er sich ins Bett legen möchte. Er sei wegen einer Ungehörigkeit von seinem Lehrer, dem müssen. In der betreffenden Abtheilung des hiesigen Polizei- splitter zu beseitigen. 19jährigen Herrn Heide, sowie von dem Pastor präsidiums ist, wie uns unser Gewährsmann versichert, eine Verschwunden ist seit Freitag Vormittag aus Groß- Lichtera berdant beim Unterricht derart geschlagen worden, daß gründliche Abstellung dieses Uebelstandes im Werke. Wenn die felde der 34 Jahre alte Freiherr Karl von Grote mit seinem er sich unwohl fühle. Die Eltern holten einen Arzt und dieser " Tägliche Rundschau", der wir die Verantwortung für diese vierjährigen Söhnchen Herbert. Herr von Grote hat sich, stellte folgenden Befund fest: amüsante Meldung überlassen müssen, sich in diesem Falle nur während seine Frau in den oberen Räumen der Wohnung nicht irrt. Um wie viel näher läge es noch für unsere berühmte weilte, mit dem Knaben heimlich entfernt. Nach früheren des Knaben Robert Wagenfeil auf dem Gesäße desselben von Hiermit bescheinige ich, daß bei der heutigen Untersuchung politische Polizei, aus dem Verlauf des bekannten großen Vereins- Aeußerungen ist es nicht ausgeschlossen, daß er sich und dem mir 14 blutrünstige Striemen gezählt worden sind, außerdem prozesses gute Lehre zu ziehen! Kinde ein Leid angethan hat; vielleicht hält er aber auch den waren 2 Striemen oberhalb des Gefäßes quer über die ganze Knaben in Berlin verborgen. Lendengegend, eine rothe Stelle auf der rechten Hälfte des Buckels und Eine Maffenverhaftung von zweideutigen Personen fand eine rothe aufgeschwollene über dem linken Handgelenk festFreitag Nachmittag gegen 6 Uhr in dem Dally'schen Restaurant zustellen. Der Patient gab ferner an, auf dem Kopf eine schmerzin der Linienſtr. 82 statt. Ein sehr starkes Schuhmannsaufgebot hafte Stelle zu haben, die ebenfalls von einem Schlage herrühre In einer Versammlung der Berliner Gemeindebeamten aus dem Revier der Rosenthaler- und der Alten Schönhauser- wie die oben geschilderten Striemen, doch war hier nichts mehr am Freitag wurde mitgetheilt, daß bei der kürzlich erfolgten straße besetzten um diese Zeit plötzlich das berüchtigte Lokal und objektiv festzustellen. An den bezeichneten Stellen hat der Reorganisation der Bauverwaltung für die Kanalisation erklärten die Anwesenden, 19 Männer, darunter zwei Neger, so- Patient so große Schmerzen, daß er nicht sitzen könne, infolge der Verschmelzung der beiden Bureaus Krausenstraße wie sieben Frauenspersonen für verhaftet. Die meisten Gäste wie er behauptet und wie dies auch ärztlich glaub und Monbijou Play 17 Personen theils bereits entlassen, theils wurden, nachdem auf dem Polizei- Revier Rosenthalerstraße die haft ist. Besonderen Schmerz behauptet Robert Wagens " Elendsstatistik. Jm Männerasyl des Berliner Asylvereins für Obdachlose nächtigten im Monat August 1568 Personen, im Frauenasyl 984 Personen. Arbeitsnachweis erbittet der Verein für Männer Büschingstr. 4, für Frauen Füsilierstr. 5. einen Schlächterwagen Aus den Nachbarorten. werden auf feil am linken Handgelen! zu haben, wa» ebenfalls ärztlich glaubhaft ist, weil hier der Schlag eine Stelle getroffen hat. welche durch muskulöse Bedeckung nicht geschützt ift Borläufig kann der kleine Patient infolge der Schläge die Schule nicht be- suchen. Der Vater wird über den Fall Anzeige bei der Staats- anwaltschaft erstatten. Ueber den Verlauf der Sache werden wir seinerzeit berichten. Gew�rbe-'BUtsItelltmja 1806* Im Chemiegebände finden am Sonntag wieder Experimentalvorführungen der Röntgen'schcn Entdeckung statt. Der Skandal im Vcrgniigungspark. Zu einer offenen Spaltung ist es Freitag zwischen de» Pächtern des Vergnügungs- parks gelegentlich einer Versammlung derselben gekommen. Auf Veranlassung des Arbeitsausschusses war für vorgestern Nach- mittag eine Versammlung der sämmtlichen Vergnügungspark- Pächter durch den Vorfitzenden derselben einberufen, in welcher eine neue Festkoinmission gewählt und über weiter zu bestim- wende Festlichkeiten verhandelt werden sollte. Wie nicht anders zu erwarten, kam es zwischen den beiden- Parteien zu so unerquicklichen Debatten, daß die beiden anwosenden Vertreter des Arbeitsausschusses sich entfernten. Als gleich darauf zur Neuwahl der Vergnügungskommisfion geschritten werden sollte und es hierbei wieder zu persönlichen Angriffen zwischen beiden Parteien kam, forderte der Leiter der Versa»»»- hing, Herr Sternheim, diejenigen Anwesenden, die nicht Mit- glieder der Vereinigung des Vergnügungsparkes sind, auf, das Lokal zu verlassen. Zu den Hinausgewiesenen gehörte auch der E i g e n t h ü m e r des Lokals, in welchem die Versammlung stattfand. Nachdem sich die Gegenpartei vom Kampfplatz ent- sernt, wurde von den Zurückgebliebenen die alte Festkoinmission einstimmig wiedergewählt. Die Gemaßregelten haben sich sofort beschwerdeführend an den Arbeitsausschuß gewandt und sich zu einer zweiten Vereinigung der Vergnügnngspark-Pächter zusammen- geschlossen und beabsichtigen nunmehr ebenfalls für sich selbst Feste im Vergnügungspark zu veranstalten. Die Dampfschifffahrts-Gesellschaft„Adler", deren Fahr- zeuge zwischen Waisenbrücke und Gewerbe-Ausstellnng verkehrten, hat den Betrieb eingestellt und die Dampfer, die der Bräunlich- schen Nhederei in Stettin gehören, nach dort wieder zurück- geschickt. Die Dampfschifffahrts-Gesellschaft„Stern" hat sowohl die Abonnenten als auch den Verkehr für die eingegangene Gesell- schaft„Adler" übernommen. Die Anlegestellen der Adler-Gesell- schaft sind außer Betrieb gesetzt. Die Direktion des RieseufernroHrS hat für heute, Sonn- tag, den Eintrittspreis ausnahmsweise anf 20 Pf. herabgesetzt. Mnnfl und MiffenMafk. Das Ostend-Theater ist am Freitag unter der Direktion von Karl Weiß, dem Darsteller der Schwerenöther im Adolf Ernsl-Theater feierlich eröffnet worden. Es gab ein freundwillig gestimmtes volles Haus und sogar einen eigens gedichteten Prolog, in dem die tragische, wie die heitere Muse, Melpomene und Thalia um den Vorrang im Hanse kämpfen. Der Theater- direktor selber macht dem Wortgefecht ei» Ende, indem er Mel- pomenen, wie Thalien, gemeinsam in die Arme schließt. Siesollen vereint in seinem Theater herrschen. Er werde dem Volke vom Guten das Beste bringen und verlange nur dafür das tägliche Brot. Diese letzte Bemerkung brachte den einzig wahren Ton in den„Prologus". Wie Herr Weiß und mit ihm andere Privatunternehmer, die uns neuerdings mit Volksbühnen beglücken, die Begriffe Volk und Pöbel verwechselt, wie er sich ferner das Zusammengehen von Melpomene und Thalia vorstellt, das haben wir schaudernd an dem„Volksstück", dem„Deutschen Michel" von Rudolf K n e i s e l miterlebt. Adolf Ernst-Lustigkeit, für engstes Berliner Spießbürgerthum berechnet, und grausame Phantasien wüstester Hintertreppenromane, das sind Karl Weißens Musen. Kneisel war immer ein harmloser Spaßmacher. Beschämend genug, daß er auf seine alten Tage sich zu solchem Machwerk hergeben mußte, und noch beschämender, daß aus der neuen Volksbühne im Osten ein Publikum von Hausfreunden zu einem lärmenden Beifallshumbug mit Ueberreichen von Riesenkränzen und Blumen- körben ü la Adolf Ernst beitrug. Michel Bombach, früher Schlächter, jetzt Rentier, ist der deutsche Michel, dessen Sohn Felix Lieutenant bei der deutschen Schutztruppe und zugleich allbeliebter Engel der schwarzen Eingeborenen ist. Michel Bombach, vom Direktor Weiß gleichfalls nach berühmtem Vorbild in eigener Person gespielt, unternimmt mit seiner Familie eine Asrikareise zum Besuche seines Felix. Zu ihm und zu seiner Schwiegertochter hat sich ein fürchterlicher Dämon gesellt, der tückische Sklaven- Händler Mustapha, ein Teufel, der seinen schwarzen Sklaven zwingt, geheime Tränke zu brauen und sie der schönen Gattin des Lieutenants Felix einzuflößen. Auf die hat der Finstere ein Auge geworfen. Versuchte Gewalt, Mordbrennerei, Rettung eines Kindes aus den Flammen, Befreiung von einem Unhold, der der Gerechtigkeit verfällt, wechseln in lieblicher Folge mit einander ab. Und dabei fand Herr Weiß noch den Muth, an die Gunst der Herren von der schwarzen Kunst(der Feder) zu appelliren. Das wären traurige Gesellen und er müßte sie sich vorstellen, wie er sich daS Volk vorzustellen scheint: verlottert und verwildert im Geschmack. Von den angeworbenen Schauspielern ist unter solchen Um- ständen nichts zu sagen, Es thut einem weh, Menschen im Kampf ums tägliche Brot so sehr herabgewürdigt zu sehen. Ueber eine wissenschaftliche Entdeckung, die möglicher- weise einiges Licht in die bisher jeder Erklärung spottende Ent- stehungsfrage der Krebsgeschwülste zu bringen berufen ist, weiß die„National- Zeitung" anf grund einer der Akademie der Wissenschaften vorgelegten Mittheilung folgendes zu berichten: In diesem Frühjahr wurde ein junges Mädchen in die Leyden- sche Klinik aufgenommen, daS an einer infolg« eines Herzleidens entstandenen Bauchwassersucht erkrankt war. Die Flüssigkeit wurde in der bekannten Weise durch Einstich in die Bauchhöhle zu wiederholten Malen entleert, und es wurden hierauf knollige Geschwülste in dem Unterleibe festgestellt, die zu den bösartigen Neubildungen gezählt werden durften. AlS dann im Juli die entleerte Flüssigkeit mikroskopisch untersucht wurde, fanden sich unter anderem sehr auffällige gallertartige Zellen in Nestern zusammenliegend. Diese Zellen veränderten oft ihre Gestalt, indem sie sußähnliche Fortsätze aussandten, die sie in- dessen auf den geringsten Reiz wieder einzogen. Es wurde ferner an diesen Gebilden eine Fortpflanzung durch ZknoSpung und Theilung beobachtet. ES handelt sich nun aber hierbei keineswegs um die bekannten Bewegungen der weißen Blutzellen, sondern um eigenartige, bisher noch nicht beobachtete Kleinlebewesen. Als dann im Laufe d-S Sommers«in älterer Mann in die Leyden'sche Klinik aufgenommen wurde, der gleichfalls an Bauchwassersucht litt, bei dem aber außerdem mit Sicherheit auch ein Magenkrebs festgestellt werden konnte, da fand man in der vorsichtig entleerten Bauchflüssigkeit ebenfalls jene räthsel- haften Gebilde. Herr Dr. Schaudinn vom zoologischen Institut unserer Universität stellte zunächst die Identität der in den beiden Flüssigkeiten gefundenen Organismen fest, und zwar gehören diese Kleinlebewesen in die Reihe der parasitären, amoeben« ähnlichen Wurzelfüßler(Rhizopoden), die nunmehr ihrem ersten Entdecker zu Ehren den wissenschaftlichen Tauf- namen„I-öZ?ckoQia gemmipara Schaudinn" erhielten. Die Thierchen haben einen Durchmesser von 3—36 Mikromillimeter, das heißt von 0.003—0,036 Millimeter! DaS Plasma dieser Lendenia, das heißt ihr Zellinhalt zeigt eine Menge gelb- licher, stark lichtbrechender Körnchen, die von einer wasser- hellen, eiweißhaltigen Schicht umgeben sind. Nach den bis- herigen Beobachtungen scheinen sich diese Kleinlebewesen von Blutskörperchen zu nähren, so daß hieraus auf die krankheitserregende Natur der Leydenia geschloffen werden könnte. Außer in den Bauchwafferstüssigkeiten der beiden an- gedeuteten Erkrankten ist diese Leydenia noch nirgends gefunden worden. Besteht nun ein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Kleinlebewesen und der Krebsgeschwulst? Die Beant- wortung dieser folgenschweren Frage wird hoffentlich das Er- gebniß weiterer Forschungen sei». Der SiriuSbegleiter ist auf der Lowell- Sternwarte in Arizona wieder entdeckt worden. Bessel in Königsberg stieß in den vierziger Jahren mit seiner Prophezeiung, daß die beiden hellen Sterne im großen und kleinen Hunde, Sirius und Procyon, wahrscheinlich dunkle Trabanten hätten, in der astronomischen Welt auf starke» Widerspruch, bis dann die aus den Bewegungsanomalien des Hauptsterncs geschlossene hypothetische Bahn des Siriusbegleiters eine glänzende Bestätigung durch die Auffindung des störenden Sterns durch den berühmte» Optiker A. Clark in Cambridge(V. St.) mit seinem neuen Riesenfernrohr 1862 erfuhr. Nach Professor Anwers läuft der Trabant in 49 Jahren einmal um den Sirius, seine Hellig- keit ist öVs Größe. Der Sirius hat die vierzehnfache Masse der Sonne, der Begleiter die siebenfache Sonnenmasse, beide Sterne stehen 37 mal weiter von einander ab als Erde und Sonne von einander. Dr. See hat nun den bisher in den Siriusstrahlen verborgen gebliebenen Fixstern-Trabanten mit dem großen Fern- rohr der Lowell-Sternwarte in einer Distanz von sechs Bogen- sekunden vom Hauptstern Sirius und in einem Positionswinkel von 219 Grad wieder aufgefunden. Das Mitglied des Reichs- Gesundheitsamts, Ober- Medizinalralh Dr. v. Kerschensteiner in München, ist am Don- nerstag im Alter von 65 Jahren gestorben. 's' Johann Kautsky. Der Wiener Dekorationsmaler Johann Kauteky sen. ist vorgestern in St. Gilgen, wo er zum Sommer- aufenthalt weilte, ini Alter von 69 Jahren gestorben. Er war ein geborener Prager nnd bildete sich an der Akademie unter Professor Hausdorfer als Landschaftsmaler aus. Schon in den fünfziger Jahren wendete er sich in Prag der Dekorations- malerei zu, die damals noch sehr primitiv und schablonenhaft betrieben wurde, und brachte es darin bald zu großer technischer Vollkommenheit, indem er namentlich bestrebt war, den land- schastliche» Dekorationen realistische Naturwahrheit zu geben. Um die Mitte der sechziger Jahre kam Kautsky, wie wir der „N. Fr. Pr." entnehme», nach Wien nnd vereinigte sich hier mit Ärioschi und Bnrghart zu gemeinsamer Thätigkeit. Die drei Künstler, von denen jeder ein anderes Genre der Dekorations- malerei vertrat, erhielten bald Gelegenheit zu großen Arbeiten. indem sie zahlreiche Dekorationen für die neue Oper, für das Burgtheater und für die anderen Wiener Theater lieferten. Es trat damals ein völliger Umschwung in der dekorativen Aus- stattung der Wiener Bühnen ein, indem dieselbe nun einen künst- lerischen Charakter erhielt. Der Ruf der Firma Brioschi, Burg- hart u. Kautsky verbreitete sich auch bald über Wien hinaus, und sie erhielt Bestellungen für viele auswärtige Theater. Kautsky war auch ein ausgezeichneter Panorama- Maler, und in Wie» waren mehrere ungemein effektvolle Arbeiten dieser Art von seiner Hand zu sehen. Zwei seiner Söhne, die Maler Hans und Fritz Kautsky, bildeten sich unter des Vaters Leitung für dasselbe Fach aus und sind anerkannte Meister in demselben geworden. Sie arbeiten bekanntlich im Vereine mit dem Maler Rotlonara und liefern Dekorationen selbst für englische und amerikanische Bühnen. Johann Kautsky's Gattin, eine Tochter des Prager Theatermalers Jaich, ist unsere bekannte Parteigenossin, Frau Minna Kautsky, und der dritte Sohn, Karl Kautsky, ist uns allen als Redakteur der„Neuen Zeit" und Verfasser einer Reihe in der sozialistischen Literatur hochbedeutender Werke bekannt. Theater-Wochen-Chronik. Neues königl. Opern- T h e a l e r(Kroll). Montag: La Traviala. Dienstag: Tann- Häuser. Mittwoch: Der Barbier von Sevilla. Rosine: Signorina Prevosti, als Gast. Die Rose von Schiras. Donnerstag: Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Raths- keller. Freitag: Falstaff. Die Rofe von Schiras. Sonnabend: Das Heimchen am Herd. Sonntag: Das Heimchen am Herd.— Schauspielhaus: Montag: Wallensteins Tod. Dienstag: Judith. Mittwoch: Graf Essex. Donnerstag: Das Winter- märchen. Freitag: Wie die Allen sungen. Sonnabend: Zum ersten Male: Goldfische. Sonntag: Goldfische. Montag: Die Jungfrau von Orleans.— Das Deutsche Theater bringt am heutigen Sonntag Abend die ersie Wiederholung von Shakespeare's„Julius Cäsar", welches Stück in dieser Woche außerdem noch am Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und nächst- folgenden Sonntag Abend in Szene geht; Aufführungen der „Weber" finden Montag und Freitag statt, sowie als Nach- mittags- Vorstellungen am heutigen und nächstfolgenden Sonn- tag; am Mittwoch wird Lumpacivagabundus gegeben.— Im Lessing-Theater wird gegeben: Sonntag Nachmittag Das Glück im Winkel, abends Ei» Freund der Frauen; Montag Komtesse Guckerl: Dienstag Fräulein Doktor; Mittwoch zum ersten Mal Halb-Tugend; Donnerstag und Freitag Halb- Tugend; Sonnabend Das Glück im Winkel; Sonntag Nach- mittag Komtesse Guckerl. abends Halb- Tugend.— Im B e r- lin erTheater finden Aufführungen von König Heinrich täglich mit Ausnahme des Freitag statt. Als erste Novität geht Freitag das Lustspiel B o b i von Eifa v. Schabelsky in Szene, und wird der Abend durch den Einakter Ich heirathe meine Tochter eingeleitet. Heute, Sonntag, Nachmittag Wilhelm Tell und nächsten Sonntag Nachmittag Maria Stuart.— Der Spiel- plan des Neuen Theaters wird auch in dieser Woche aus- schließlich von Jeydeau's Schwank System Nibadier beherrscht. — Im Schiller-Theater findet heute, Sonntag, Nach- mittag eine Aufführung von Götz von Berlichingen statt, abends geht Shakespeare's Lustspiel Was ihr wollt in Szene. Montag wird Wohlthäter der Menschheit noch einmal gegeben, Dienstag ist die erste Aufführung von Moser's Lustspiel Der Bureaukrat. Dies« Vorstellung wird dann bis Freitag wiederHoll. Sonnabend kommt Jbfen'S Schauspiel Die Stützen derGesellschaft zur Aufführung. — Im Theater Unter den Linden wird der Tenorist Siegmund Steiner im Laufe der nächsten Woche an zwei Abenden als Gast in der Lachtaube als Graf Marjan auftreten.— Heute findet im Zentral-Theater die letzte Sonntagsaufführung des Stückes Eine tolle Nacht statt.— Das Alexanderplatz- Theater behält Die offizielle Frau auch in der nächsten Woche auf dem Spielplan.— Im Belle-Alliance- Theater wird unter Regie von Julius Türk heut« Nachmittag 21/, Uhr Faust gegeben.__ Soziale VerhkspfleAv» Tie Frage, ob das freiwillige, aber gewerbsmäßig be- trieben« Kugelsuchen eine Thätigkeit sei. welche der Unfall-Ver- stcherung unterliege. hatte das Reichs-Versicherungs- a m t kürzlich zu prüfen. Der Arbeiter Eylers, der jahrelang auf den freigegebenen Schießplätzen diesem Geschäft oblag und die gefundenen Geschosse gegen das übliche Entgelt der Militärverwaltung auslieferte, war bei Ausübung seines eigenartigen Berufes verunglückt und bezog infolge dessen eine In- validenrente. Die Versicherungsanstalt glaubte vom Militär- fiskus Ersatz verlangen zu können und that dies mit der Begründung, daß E. im Betriebe der Militärverwaltung verunglückt sei und deshalb Anspruch aus eine Unfallrente habe. Die Militärverwaltung lehnte es aber ab, Ersatz zu leisten, und das Schiedsgericht erkannte gleichfalls zu Ungunsten der Klägerin. Das Reichs-Versicherungsamt hat nunmehr den Anspruch endgiltig abgewiesen. Aus den Gründen des Erkenntnisfes ist folgendes hervorzuheben: Die Frage, ob freiwillige Kugelsucher im Betriebe der Militärverwaltung be« schäftigte Arbeiter sind, fei zu verneinen. Als Arbeiter eines Be- triebsunternehmers könne auf keinen Fall angesehen werden, wer nicht zu dem betreffenden Unternehmer in einem gewisse» persönlichen Abhängigkeitsverhältnisse stehe. Es sei noch nicht jemand der Arbeiter eines Unternehmers deshalb, weil seine Thätigkeit mehr oder minder im Interesse des letzteren aus- geübt werde. Gewöhnlich werde, abgesehen von Roth- lagen, nur dann ein Arbeitsverhältniß angenommen werden können, wenn der Betriebsunternehmer die fraglichen Personen auswählt und für die Ueberwachung ihrer Arbeit Sorge trage. Das geschehe nun aber bezüglich der Kugelsncher nicht, vielmehr fei nach der Freigabe des Schußfeldes jedermann berechtigt, sich am Kugelsuchen zu betheiligen. Weder beständen Vorschriften über Zeit und Art der Thätigkeit der Kugelsucher, noch sei die Militärverwaltung in der Lage, bestimmte Personen vom Kugel- suchen fernzuhalten. Die öffentliche Freigabe der Schießplätze zum Kugelsuchen sei anzusehen als Anregung zu einer Be- schäftigung, deren Ausführung gleichsam als ein selbständiger Gewerbebetrieb zu erachten sei. Andererseits habe es auch nur die Bedeutung einer Warnung des Publikums, wenn bekannt gemacht werde, wie die nichlkrepirten Geschosse zu behandeln seien.__ Gevicfzks Der Berliner Ortsvorstand des in Frankfurt a. M. domizilirenden„Senefelder- Bundes", die Lilho- graphen Möring, Schulz und Grobb, hatten gestern vor dem Schöffengericht zu erscheinen, weil sie beschuldigt waren, für eine polizeilich nicht konzessionirte Versicherungs- Anstalt gewerbsmäßig Agentur- Geschäfte betrieben zu haben. Der Senefelder- Bund, der eine Unterstütznngs- lasse für Lithographen unterhält, hat in den ver- schiedensten Städten Deutschlands Ortsvereine, deren Vor- stände die Aufnahme neuer Mitglieder statutenmäßig zu be- arbeiten haben, wofür sie ein von der Generalversammlung jedes- mal festzustellendes Honorar haben. Die Staatsanwallschast sieht nun den Senefelder Bund für eine Versicherungsanstalt an und da für diese eine Konzession nicht vorliegt, so sollen sich die Angeklagte» nach§ 360 ad 9 St-G.-B. strafbar gemacht haben. Rechtsanwalt Freude nthal bestritt dies. Er wies »ach, daß die die Konzessionspflicht der Äersicherungsanstalten regelnde Verordnung vom 17. Januar 1853 für die ehemals freie Stadt Frankfurt a. M. keine Giltigkeit erlangt habe, derartige Anstalten in Frankfurt a. M. also keiner Konzession bedürfen und es sich hier nur um eine Filiale der dortigen Anstalt handle. Ueberdies ständen die Angeklagten auch nur im Ehrenamte und es fehle das Kriterium der Gewerbsmäßigkeit. Der Gerichtshof hielt aber die Angeklagten auch als Agenten einer der Genehmigung der Staatsbehörde nicht bedürfenden Versicherungsanstalt für konzessionspflichtig und ver- urtheilte sie zu je 3 M. Geldstrafe. Wegen versuchter Nöthigung eineS Gerichtsvollziehers zur Vornahme einer Amtshandlung hatte sich gestern der Kauf- mann und Berichterstatter Felix Gustav S e l d i s vor dem Schöffengericht zu verantworten. Seldis war Cessionar einer Forderung, die ein Herr Vogelsang an den bekannten in Konkurs geralhenen Ban-Unternehmer Reinh. S e e l i g hatte. Gegen diesen hatte der Gerichtsvollzieher Frantze verschiedene Pfändungen vorzn- nehmen gehabt, der Angeklagte ist aber der Ansicht, daß Seelig dabei verschiedene„Schiebungen" gemacht nnd den Erfolg damit erzielt habe, daß die Gläubiger an seine Mobiliar-Ausstattung nicht heran können. Zum Zwecke der Anbringung einer An- schlußpfändnng begaben sich im April d. I. Seldis u. Vogelsang mehrmals zu dem Gerichtsvollzieher Frantze, ohne diesen anzutreffen. Sie waren der Ueberzengung, daß Frantze sie zum Zwecke der Verschleppung nicht empfange und diese Ansicht wurde in ihnen verstärkt, als Herr Frantze, nachdem ihn der Angeklagte perfönlich angetroffen, die Weiterführnng der Zwangs- Vollstreckung von der Zahlung eines Kostenvorschusses von 1000 Mark abhängig mad,te. Dieser Vorschuß wurde geleistet, bei dieser Gelegenheit soll aber der An- geklagte dem Gerichtsvollzieher gedroht haben:„Wenn die Sache nicht beschleunigt würde, wurde gegen den Gerichts- Vollzieher die Disziplinaranzeige erstattet und die bei Reinhold Seelig vorgekommenen Schiebungen würden in der„Staats- bürger-Zeitung" und im„Vorwärts" näher besprochen werden." In dieser Drohung, die insoweit recht thöricht war, als wenigstens der„Vorwärts" durchaus nicht den Beruf in sich fühlt, als In- strument zur Verfechtung von gleichgiltigen Privatangelegen- heiten zu dienen, erblickte die Staatsanwaltschaft ein Bergehen gegen 8 114 des Str.-G.-B.— Der Angeklagte bestritt die Be- schuldignng nnd behauptete, nur daraus hingewiesen zu haben, daß die in Berlin üblichen und bei dem Falle Seelig wieder erfolgreich gewesenen Schiebungen zur Schaffung exekutionS» freier Wohnungen in der Presse beleuchtet werden sollen.— Rechtsanw. Rich. G o l d st e i n bestritt aus juristische» Gründen die Anwendbarkeit des Z 114. Der Gerichtshof hielt jedoch eine versuchte Nöthigung für vorliegend, neigte sich jedoch der An- ficht zu, daß bei der Zwangsvollstreckung gegen Reinhold Seelig nicht alles ganz korrekt zugegangen zu sein scheine. Ans diesem Grunde wurde die Strafe nur auf 3 Tage Gesängniß bemessen. Tie Herrlichkeit deS VereinSgesetzeS. Nach einer Ent- scheidung des Reichsgerichts kann, wie unseren Lesern be- kannt ist, unter Umständen auch eine Kommisston alS Berein im Sinne des Vereinsgesetzes betrachtet werden. Das betreffende Erkenntniß des zweite» Senats des Reichsgericht» besagt nach der„Juristischen Wochenschrift" folgendes: Die Revision des verurtheilten Angeklagten bestreitet, daß die Kommission als„politischer Verein" angesehen werden durste, weil die Erörterungen nur in„öffentlichen Volksversammlungen" stattgefunden hätten. Zugegeben ist, daß es öffentliche Volks- Versammlungen gewesen sind, nicht richtig ist dagegen, daß unter den in ß 8 des preußischen Vereinsgesetzes bezeichneten „Versammlungen" nur solche zu verstehen sind, die ein Verein für seine Mitglieder, unter Beschränkung auf den Kreis derselben veranstaltet. Der§ 8 enthalt die Begriffsbestimmung derjenigen Vereine, welche im Sinne des Gesetzes, insbesondere auch des s 16, als„politischer Berein" zu gelten haben. Danach gehören zwar nur solche Vereine hierher, welche die Erörterung politischer Gegenstände„in Versammlungen" bezwecken; es ist hierunter indessen lediglich der Gegensatz zu einer Erörterung niittels schriftlichen Gedankenaustausches zu verstehen, und daher als politischer Verein nicht blos ei» solcher zu betrachten, welckier die Erörterung in„seinen" Versammlungen, das heißt in Versammlungen seiner Mitglieder bezweckt, sondern jeder Verein, zu dessen Zwecken die Herbeiführung einer Erörterung politischer Gegenstände in Versammlunge» gehört, so daß eine solche Erörterung als Er- füllung eines Vereinszweckes ersdieint. Es entspricht die Ans- legung der Absicht und dem Wortlaut des Gesetzes, welches nicht wie in ß 2 eine„Einwirkung", sondern nur eine„Erörterung" nnd nur in„Versammlungen" schlechthin erfordert. Im vor- liegenden Falle ist daher die Kommission mit recht als ein politischer Verein betrachtet, da seine hauptsächliche Aufgabe darin bestand, Versammlungen zu veranstalten, um darin Fragen über politische Gegenstände erörtern zu lassen. Auf grnud dieser Ausführungen hat das Reichsgericht die Revision des in dem vorliegenden Falle Angeklagten verworfen. Der Verleger und verantwortliche Redakteur der Berliner„Heiraths-Zeituna", der vormalige Lederhändler PodszuS, hatte bekanntlich am 8. Juli der Wittwe des am 6. Jnli verstorbenen Landgerichts-Prästdenten Priber in Leipzig ein Exemplar seiner Zeitung unter Kreuzband zugesandt. Die Wittwe fühlte sich hierdurch beleidigt und stellte Slrafantrag. Im öffentlichen Interesse verfolgte die Staatsanwaltschaft den Fall und erhob gegen Podszus Anklage wegen Beleidigung. hervor " Das Landgericht abndete die grobe Tatt- und Rücksichtslosigkeit doch nicht erscheinen. In der Angelegenheit des Delegirten Dampf abzufperren, die Bremse anzulegen und eine Glocke im des Angeklagten mit sechs Wochen Gefängniß. Botani, den Musikinstrumenten- Arbeiterstreit betreffend, wurde Wagen des Zugführers in Gang zu sehen; der Vortheil dieses Gegen den Buchdruckereibesitzer Oswald Knorr aus vom Vorstand des Holzarbeiter- Verbandes der Filiale Rigdorf Signalsystems würde sich insbesondere bei nebliger Witterung be Charlottenburg, gegen welchen vorgestern vor dem Landgericht II mitgetheilt, daß die Anschuldigungen nicht bewiesen werden merkbar machen. verhandelt wurde, schwebt noch eine zweite Anklage wegen Beschienen sind. Beim Kassiren der Gelder für das Gewerkschafts- auf der Bahnstrecke Dombrowa- Rozdin drei verdächtige Ruffen fonnten, da die Ankläger in der Kommissionssizung nicht er- Russisches. Wie die Kattowizer Zeitung" meldet, wurden leidigung des Gerichtsphysikus Sanitätsraths Dr. Mitten- chienen zweig vor dem Charlottenburger Amtsgericht, welcher ein fartell durch Bons sind noch verschiedene Ausstände zu verzeichnen. vom russischen Doppelposten festgenommen. Die Verdächtigen liegt, der ebenso schwere Beschuldigungen gegen Dr. M. enthält, wie Kommission, bestehend aus den Genossen Hendruschka, fibirischen Flüchtling beauftragt worden seien, nach einem auf der fie in der gestrigen Verhandlung zur Sprache tamen. Diese zweite Schmoldt und Bolzer gewählt, welche in einer in Bahnstrecke liegenden Schatz zu graben. Anklage hat die erste Instanz noch nicht passirt. Sobald dies der nächster Zeit stattfindenden Versammlung sämmtlicher GeRussische Irrthümer in Geldangelegenheiten. Aus Wien Fall sein wird, dürfte die zweite Anflage mit der ersten so wertschaften Bericht darüber zu erstatten haben. Die Schuh- wird folgende ergögliche Geschichte berichtet: Ein Regimentsging aus Bemerkungen des Staatsanwalts in gestriger Gigung macher geben bekannt, daß sie in nächster Zeit ein tommando- Befehl des Infanterie- Regiments Nr. 2 Alexander L. jedenfalls verbunden werden, um eine doppelte Flugblatt verbreiten und wird dasselbe allen Genossen zur BeBeweiserhebung zu ersparen. Da nun aber auch der auf Gerichts- achtung dringend empfohlen. Wegen vorgerückter Zeit wird der Kaiser von Rußland verlautbart unter anderem, daß der Bar für die Regimentskapelle und jene Leute, die zu der Ehren beschluß zugezogene Psychiater Geh. Rath Professor Dr. Molly legte Punkt der Tagesordnung, die gesperrten Lokale betreffend, tompagnie auf dem Bahnhof gestellt waren, aufammen 108 ruffische die sämmtlichen Entmündigungsaften in Sachen Stephan, Pastor der nächsten Versammlung des Kartells überwiesen. Dutaten zur Vertheilung an die Mannschaften gewidmet habe. Witte, Hauptmann a. D. v. Bröcker und Frau Bambus, sowie Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag tein Unterricht. Die Nachdem diese 108 Dutaten aber nicht hinreichen, um die aus des Dr. Sternberg die eingefordert werden sollen studiren geferäume find von 10-12 Uhr vormittags resp. von 8 Uhr abends an ge gerückt geweſenen Leute mit je einem Dutaten zu betheilen, so muß, so dürfte die nächste Verhandlung gegen Knorr geraume Südostschule statt. öffnet. Der Geschichtsunterricht findet für beide Schulen am Dienstag in der werde verfügt, daß die 85 Mann der Ehrenkompagnie je Beit auf sich warten lassen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu- einen Dukaten erhalten sollen. Die restlichen 28 Dutaten Daß auch einem Geisteskranken die Konzession zum Be- mann, Baſewafferſtr. 3. Atte Menberungen im Bereinskalender find zu richten seien der Musikkapelle in der Art zuzuweisen, daß die Feldwebel Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. triebe der Schantwirthschaft ertheilt werden muß, hat Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen Dworski und Klimperle je einen Dukaten erhalten. Die anderen der Bezirksausschuß zu Breslau, wie die„ Jur. Bl." mittheilen, 21 Dukaten sollen eingewechselt und der erhaltene Betrag unter straße Nr. 7, 1 Tr., entschieden. Nach dem Grundgedanken zur Gewerbe- Ordnung die anderen 41 Mann der Kapelle zu gleichen Theilen vertheilt foll jeder zum Gewerbebetriebe zugelassen werden. Danach seien werden. Durch einen Irrthum(?) in der Konfignirung also Geistestrante nicht ausgeschlossen. Wenn für den Schank. waren nämlich 20 Dukaten zu wenig an das Regiment ge= wirthschaftsbetrieb eine besondere behördliche Erlaubniß erforder- 7. kommen. Die Musikleute wollen vorstellig werden, daß auch sie lich sei, so habe die Gewerbe- Ordnung doch die Gründe der Ver: einen Dukaten erhalten, nicht wegen des Werthes, sondern als weigerung einer solchen Erlaubniß bestimmt begrenzt, nämlich Erinnerungszeichen an die Wiener Zarentage. Solche„ Jrr dahin, daß die Erlaubniß nur zu versagen ist, wenn der Ge thümer" tommen bekanntlich in Rußland sehr häufig vor, und werbetreibende befürchten läßt, daß er seinen Gewerbetrieb zur felbft der Zar ist denselben gegenüber machtlos. Förderung der Völlerei, des unerlaubten Spieles oder anderer unerlaubter Handlungen mißbrauchen werde. Ohne weiteres sei Ein kaum glaublicher Fall von Verwendung gesund dies aber von dem Gewerbebetriebe eines Geistestranten nicht beitsschädlichen Fleisch es wird uns aus Daber beanzunehmen und so lange nicht Thatsachen vorgebracht werden, richtet: Dort hatte ein Schlächtermeister St. von einer Frau aus denen ein anderes zu entnehmen, könne ihm die Konzession Rittergutsbesitzer R. in D. eine Ruh getauft, welche schon acht nicht verweigert werden. Tage frant und in thierärztlicher Behandlung gewesen war. Er zeigte die Ruh dem Fleischbeschauer als minderwerthig" an. Troßdem wurde ihm gestattet, das Fleisch zu verkaufen. Und so kam dieses zu 50 und 40 Pf. pro Pfund in den Handel. Sehr bald aber stellten sich die Folgen ein: nicht weniger als 33 Personen erkrankten nach dem Genuß des Fleisches und zwar das Vieh, das von den Abfällen des Fleisches bekommen hatte, derart, daß ganze Familien schwer darniederlagen. Ja, felbst wurde frank. Wegen umfangreicher Bierpantschereien wurde vom Landgericht Leipzig der Restaurateur und Flaschenbierhändler Friedrich Karl Febfe zu fünf Tagen Gefängniß und 500 Mark Geldstrafe verurtheilt. Fehse, der ein sehr gut gehendes Geschäft besitzt, hat Faßneigen von Braunbier, nach Bilfener Art eingebrautes Bier und von leichtem bayerischen Schantbier gutem Kulmbacher Bier beigemengt, sowie Kulmbacher mit dem leichten Bayerisch verschnitten und dieses präparirte Bier an seine Gäfte als echtes verschänkt. Dumme Jungen. Von der Strafkammer zu Dessau wurden zehn Hörer des technischen Instituts zu Köthen wegen 3 weitampfes au 3, 3, bezw. 1 Monat Festungsstrafe verurtheilt. Der Theaterrezeusent des Ulmer Tageblattes" wurde von der Straffammer als Berufungsinstanz zu 30 M. Geldstrafe und Tragung der Rosten beider Instanzen verurtheilt, weil er im letzten Winter in einem Konzertbericht eine Sängerin als fräbende Jungfrau" bezeichnet hatte. Hoffentlich hat sich die Stimme der Dame infolge des Gerichtsurtheils gebeffert, " Versammlungen. im Bereinstalender find zu richten an Karl Stiller, kleine Frankfurter Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Ane Buſchriften, den Bund betreffend, find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Gept., abends 8% Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 173: Vorlesung des Herrn Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Montag, den Warfchowsti über:" Dr. E. Neich: Seele und Dafein." Diskussion. Antrag auf Berlegung der Sigungen. Wahl eines zweiten Kassirers. Vermischtes. In Leipzig hat sich der Rechtsanwalt Dr. Klemm in einem Anfall von Geistesstörung erstochen. Die Cholera in Egypten. Nach den amtlichen Berichten ist die Cholera im Abnehmen, außer in Kairo, wo allein in den letzten drei Tagen 66 Fälle vorgekommen sind von insgesammt 124 Neuerkrankungen und 114 Todesfällen in ganz Unteregypten. Die Todesfälle kommen indessen in Kairo meistens unter Personen vor, die bereits infizirt aus den Provinzen am oberen Nil hier ankommen. Briefkasten der Redaktion. = O. 2., Köln. Wir haben Ihre Frage nicht verstanden. Schwarzspamerstr. 18; die des Fremdenblattes": Wien, WollF. K. Die Adresse der Arbeiter Beitung" ift: Wien IX, zeile 22. H. B. Die Sitzungen des betr. Vereins finden statt jeden zweiten und vierten Freitag des Monats; wo erfahren Sie im Vereinslokal, Jüdenstraße 36. E. J. London ist mit ca. 41/2 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt. 15 M. Der zum Offenbarungseid Geladene hat eidlich anDer jüngst in Tutzing am Starnbergersee verstorbene Anatom Dr. Rüdinger war geborener Rheinländer und eröffnete feine verdienstvolle anatomische Laufbahn als Barbier präparatorischen Arbeiten zeigte, daß man ihm ermöglichte, die zugeben, was er zur Zeit der Leistung des Difen. lehrling, wobei er eine solche Gewandtheit in chirurgischen und einmal, so wird jetzt erzählt, die Arbeit eines angehenden besondere nicht anzugeben, wenn er später etwas erwirbt. Der Gymnasial- und medizinischen Studien zu vollenden. Als er barungseides besigt. Weitere Nachtheile hat er nicht, insMediziners nicht eben zart fritisirte, rächte sich der Schüler mit Gläubiger fann troß Leistung des Eides von neuem Pfändungsdem Ginwurfe:„ Herr Professor, ich bin eben noch nicht Rafirer versuche machen.- S. K 20. Das Mädchen ist im Recht. gewesen!" Rüdinger erwiderte darauf humorvoll: So weit werden Sie es auch wohl nie bringen"-sprach's und ließ den angehenden, mißvergnügten Anatomen stehen. Foodood Witterungsübersicht vom 5. September 1896. Rigdorf. In der öffentlichen Versammlung des Rix- Aus Zara wird berichtet: Das Gerichtsgebäude in Opro dorfer Gewertschaftstartells, welche am 28. August vozzo ist am Donnerstag Nachmittag ausgebrannt. Die Aften bei Stummer tagte, wurde durch Verlesen der Präfenaliste fest- find theilweise verbrannt, es gelang jedoch, das Feuer rechtzeitig Stationen. gestellt, daß die Delegirten der Böttcher, Kutscher und Backer, auf seinen Herd zu beschränken. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 14224| 2|| Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celsius ( 5°.= 4° R.) 4455 758 933 woltig 14 759 SO 759 Still • 758 Still 761 wolkig Nebel bedeckt heiter 14 15 15 13 760 Still Nebel 13 760 N bedeckt 5. 755 758 NND NNO bedeckt 12 Regen 15 762 N B wolkig 12 757 3 Regen 16 Schmiede, Sattler und Tapezirer fehlten, wegen Krankheit ent Versuche mit einem neuen Eisenbahn- Signal sind nach fchuldigt hatte sich der Delegirte der Buchdrucker. Es wurde einer Mittheilung des Handelsmuseums" fürzlich auf der mitgetheilt, daß Genoffe Regerau wegen Veranstaltung einer Lancashire und Dumbarton Eisenbahn bei Glasgow gemacht Swinemünde Tellerfammlung zu 80 m. verurtheilt worden ist. Alfeitig worden, um den Maschinenführer auch durch hörbare Signale Bamburg wurde gewünscht, daß Genosse Regerau die Berufung gegen auf eine etwaige Gefahr aufmerksam zu machen. Es ist nahe dieses befremdliche Urtheil einlegt, damit die Sache einmal zur den Schienen eine gewöhnliche Signalstange mit einem Zahnrad Wiesbaden Berlin endgiltigen Entscheidung gebracht wird.( Die lettinstanzliche angebracht, welches steigt, wenn das Signal auf Frei", und Entscheidung in der Frage, ob Tellersammlungen Kollekten sind, fällt, wenn es auf Gefahr" steht. Auf dem MaschinenführerMünchen welche der behördlichen Erlaubniß bedürfen, ist längst im be- ftande ist ein furzer Hebel mit ausgestrecktem Arme an- Wien. jahenden Sinne gefällt und die Genossen sollten sich deshalb die gebracht. Steht nun das Signal auf" Frei", so paffirt dieser Betersburg Haparanda Gerichtstosten für die Rekursinstanz sparen. Bulässig ist nach Sebel unter dem hochstehenden Bahnrade, ist jedoch das Signal Sort wiederholten Entscheidungen des Kammergerichts die Erhebung auf„ Gefahr" gestellt, so streift der Hebel das tiefstehende Bahn- Aberdeen. eines festen Eintrittsgeldes zur Deckung der Kosten und wir rad und fällt, wodurch eine Dampfpfeife geöffnet wird, welche Baris. können den Genossen nur wiederholt rathen, von diesem Mittel infolge ihres schrillen Pfiffes vom Maschinenführer nicht überGebrauch zu machen. D. R.) In betreff des Plakatwesens wurde hört werden taun. Außerdem erscheint noch eine rothe Wetter Prognose für Sonntag, den 6. September 1896. die Nachlässigkeit der einzelnen Delegirten gerügt, weil sie, wenn Scheibe an der Innenseite des Führerstandes. Wenn nöthig, Mild, jedoch vorherrschend wolkig mit Wegen und mäßigen fie zum Kleben derselben schriftlich eingeladen waren, siel kann der Fall des Hebels auch dazu benutzt werden, um den südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Bezirksversammlung Süd- Osten am Montag, abends 8½ Uhr, bei Rautenberg, Oranienstraße Nr. 180. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Th. Metzner. fuffion. Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. 40 Dis Zu dieser Versammlung ist die Werkstatt von Wenzel& Kabelich, Waldemarstr. 64, eingeladen. Die Ortsverwaltung. 76/13 Weissensee. Am Montag, den 7. September 1896, abends 8 Uhr, in Böttcher's Vereinshans, Charlottenburgerstraße 150: Groke öffentliche Holzarbeiter- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Unsere diesjährige Lohnbewegung und wie halten wir die Errungenschaften aufrecht? Referent Kollege Th. Glocke aus Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pfennigen erhoben. Der wichtigen Tagesordnung halber ersucht um zahlreiches Erscheinen Der Einberufer. Am 4. d. M., abends 7 Uhr, entfchlief fanft mein lieber Mann, der Gastwirth Carl Scheibe im 50. Lebensjahre, und findet die Beerdigung von der Leichenhalle des Markus- Kirchhofes in Wilhelmsberg am 7. d. M., Nachm. 5 Uhr statt. Frau Clara Scheibe, geb. Müller. Hinterbliebenen. 25 Bugleich im Namen der trauernden 257b Allen Freunden und Bekannten zur Anzeige, daß mein lieber Mann, ber Modelltischler Ernst Schurich, heute Nachmittag 5 Uhr von der Todtenhalle aus auf dem Paulskirchhofe, Seestraße, beerdigt wird. Danksagung. 245b Für die zahlreiche Betheiligung und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Auguste, allen Brauerei Friedrichshain Sonntag, den 20. September 1896: 26 Am Königsthor. Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert der Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. ( Dirigent: W. Bölke.) I. Theil. 1. Hochzeitsmarsch a. d. Op. Der Som mernachtstraum" Mendelssohn. 2. Duverture zur Oper Die Felsenmühle". Reißiger. 3. El- Turia, Valse espagnole Granata. 4. Steuermannslied und Matrosenchor a. d. Op. Der fliegende Holländer" Wagner. 5. Große Fantaste a. d. Oper Ernani" Verdi. II. Theil. " geb. Gaedemann, sage ich hiermit en Freunden, Berwandten und Be- 6. Duv. 3. Op. Maurer tannten meinen herzlichsten Dank. Julins Koch, Holzmarktstr. 38. Eine goldene Damenuhr mit der Nr. 31956 ist auf dem Weg v. Weddingplatz über Opernplay, Kurstraße bis liche Finder wird gebeten, dieselbe gegen 12 Beuthstraße verloren worden. Der ehrBelohn. Pantstr. 4 bei Milcher abzugeb. Pankow und Nieder- Schönhausen! Sonntag, den 6. September 1896, nachmittags 1½ Uhr, bei Störr, Pankow, Mühlenstr. 24: Grosse öffentliche Zimmerer- Versammlung. Tagesordnung: Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Simmerergewerbe. Referent: Behuss Gründung eines lohnenden H. Kube, Charlottenburg. Bahlreiches Erscheinen erwünscht. 156 11 Spezialgeschäfts im Baufach, deffen Arbeiten durch Batente geschützt sind, Bülowstr. beabsichtige ich mich mit 2 Genoffen, Deren jeder eine Einlage von 6 bis 10 Mille Mart machen kann, zu ver einigen. Offerten bitte unter P. D. 244 i. b. Exped. der Voff. 3tg.", Breite straße 8, niederzulegen. Bülowstr. Nr. 37. Königshof.Br. 37. Sonnabend, den 12. September 1896: Sommernachts- Ball arrangirt vom Gesangverein ,, Frühlingslust". Anfang 8 Uhr. D Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee, " 2526 Beste Gegend, Koltbufer Thor, ist ein Sutlager umständehalber fof. zu vert. Sicherheit genügt Hälfte Anzahlg. Off. nimmt d. Exp. unt. K. Bet tier. g. st. R. Th. entgegen: " und Schloffer" Auber. * 7. Festgefang( m. Orgel begleitung)...... Kurz. 8. Beim Scheiden( mit Klavierbegleitung). Eyrich. 9. Pilgerchor a. d. Op. Tannhäuser" 10. Amor- Gavotte 11. a) Meditation et Prélude Bach. Die Die III. Theil. Wagner. Landwehr. " b) Intermezzo sinfonico, aus„ Cavalleria Rusticana". Mascagni. ( Für Streichquartett u. Orgel.) Brünnele 12. a) Bauberfied. Meyer- Helmund. b) An der Weser. Preffel. Gesungen vom Kollegen Pape. * 18. Frühlingsruf.... Zöllner. * 14. a) Jeßt gang' i an's ... Zander. b) Haidenröslein, Volkslied Bander. " 15. Bölferfreiheit... Attenhofer. ( Mit Drchefterbegleitung.) 16. Das musikalische Berlin, Potpourri Turnbull. IV. Theil. 17. Finale des 1. Atts a. d. Oper Lohengrin" Wagner. * 18. Bum Walde.... Herbec. ( Mit Begleitung von 4 Waldhörnern.) 19. Sonnenuntergang. Conradi. * 20. a) Beim Fensterl'n Koschat. b) Tanz u. Gesang Zander. 21. La Paloma, Meri tanisches Lied 22. Festmarsch aus dem Pradier. Es- dur- Ronzert.. Beethoven. mit einem bezeichneten Piecen werden vom Gesangverein ausgeführt. Orgel- u. Klavier- Begleitung hat Sr. Paul Kurz freundlichst übernommen. Konzert- Mufit unter Leitung des Musikdirektors Herrn G. Grass. Liederterte à 10 Pf. an der Kasse. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilneh men, zahlen 50 Bf. nach. Anfang 5 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder 15 Pf. Billets find zu haben auf der Verwaltung. Neue Grünstraße 14, im Segersaal des Vorwärts" und bei den Herren Siewert, Gräfestraße 69/70, Grona, Solmsstr. 35, Otto Brückner, Restaurateur, Gartenstr. 68, sowie bei den Mitgliedern. 248/11 Künſtl. Zähne, roſes Zahnziehen. Zeilzahlung. Goldstein, Drantenſtr. 123. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Bahnschmerz beseitigt, schmerz Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 6. September. Volksvorstellung im Belle- Alliance Theater. Nachm. 21/2 Uhr: Faust von Goethe. Opernhaus. Geschlossen. Neues Opern- Theater. ( Kroll.) Der Trompeter von Säffingen. Slavische Brautwerbung. Montag: La Traviata. Schauspielhaus. Wallenstein's Lager. Die Piccolomini. Montag: Wallenstein's Tod. Deutsches Theater. Julius Cäfar. Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. Montag: Die Weber. Leffing- Theater. Ein Freund der Frauen. Nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Montag: Romtesse Guckerl. Berliner Theater. König Heinrich. Nachmittags 1/23 Uhr: Wilhelm Tel. Montag: König Heinrich. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater shr. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge.. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstrasse.- Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pfg. von' Reichhaltige Ausstellung Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodilen, Hai- u. Tintenfischen. Quallen etc. Neu: Ein Gorilla, ein Chimpanse. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Passage- Panopticum. Der Hüttenbefizer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rendenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Montag: Dieselbe Vorstellung. Henes Theater. System Ribadier. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Nachmittags 3 Uhr: Winterschlaf. Montag: Syftem Rabadier. Borher: Besuch nach der Hochzeit. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Was ihr wollt. Rachmittags 8 Uhr: Göh von Ber lichingen. Montag: Wohlthäter der Menschheit. Belle Alliance- Theater. Berliner Raubvögel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bentral- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Die offizielle Frau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Der deutsche Michel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Banfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Friedrich- Wilhelmädt. Bonzertpark. Spezialitäten- Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Göh von Berlichingen. Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Montag, abends 8 Uhr: Wohlthäter der Menschheit. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Sonntag, den 6. September 1896: Bum 290. Male: Eine tolle Nacht. Novität! Voranzeige. Novität! In Vorbereitung: Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chausseestr. 25/26. Direttion: Der Hüttenbesizer. Schauspiel in 5 Akten nach dem gleichnamigen Roman von George Ohnet. Anfang 8 Uhr. Montag: Der Hüttenbesitzer. Friedrich Wilhelmstädtisch, Konzert- Park. Heute Sonntag: Konzert und Spezialitäten I. Ranges. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf., res. 50 Pf. 42 aus wilde Weiber Dahomey. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! 14 hochsensationelle Neuheiten die ein Jeder sehen muss! Alexanderplatz- Theater. Zum 51. Male: Die offizielle Frau. Anfang 8 Uhr. Montag: Die offizielle Frau. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112 Vorletzte Sonntags- Soirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präzise 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soiree: Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Großes Spezialitäten- Programm. 24 Nummern. Schlager auf Schlager. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 f. Kaufmann's Variété Königs- Kolonnaden( Stadtbahnhof Alexander- Platz). Heute: Auftreten von: Yean u. Osrani mit ihrer urkom. Pantomime: ,, Retour du bal". Reichshallen. = eipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich bis 30. September: Norddeutsche Sänger Stürmischer Heiterkeitserfolg 0011 Eingezogen oder: Reservistenfreuden. Dazu zum 128. Male: Die Ulfparodie: Alle fünf Barrisons. Anfang Sonntag 37 Uhr.- Entree 50 Pf. ApolloGrandjeau& May. Theater. Ein Spaziergang auf dem Drahtseil. The Original Hill& Hull, Grotesque- Excentriques. Mr. P. Carro, Ventriloquist. Syran u. Syré, Zauber- Parodisten. Geschw. Blanche, Humorist. Gefangs- Duettisten. Das Kongo- Gigerl. Heinrich Kalnberg u. f. w. Anfang präzise 712 Uhr. Die Direktion. Friedrichstr. 218. Dir.: F. Glück. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52,53. Annenstrasse 42| 43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Vorstellung. Durchweg neues Programm. Grand- Konzert der neu engagirten Haus- Kapelle unter Leitung des Kapellmeisters Martin. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Paola del Monte. Theater- Vorstellung. Otto Reuter. 7 Troubadours u. s. w. u. s. w. u. f. w. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 712 Uhr. Men! Nen! Banditenffreiche. Operette in 1 Att von Suppé. Sportmädel. Burleske mit Gesang und Tanz von Gericke. R. Wagner, Sieberfänger. Elli Vernon, Roftüm- Soubrette. Geschw. Vanoni, L. Keller's Festsäle, Koppenstr. 29. Duettisten. Paulsen, Inftrumental. Sonnabend, den 12. September 1896: Humorist. Bruno Brauns und Miss Lydia, Jongleure und Equilibristen. Gr. Votal- u. Instrumental- Konzert Instrumental- Konzert Feen- Palast des Dirigenten- Verbandes für Berlin u. Umgeg., ausgeführt von dem Dirigentenchor, dem Berliner Damenchor, dem Malmène'schen gem. Chor, den Gesangvereinen: Grüne Eiche, Kreuzberger Harmonie, Froh Hoffnung, Morgengrauen und Zukunft, den Mitgliedern: Herren Zimmermann, Rietsch, Tietz, Malmène, unter gütiger Mitwirkung des Cello Virtuosen Herrn C. Struss. Anfang 8 Uhr. Programm inkl. Liederterte 30 Pf. Vorverkauf bei sämmtlichen Mitgliedern des Verbandes, sowie beim Restaurateur Herrn Klages, Gr. Frankfurterstr. 20, Ecke der Koppenstraße. Nach dem Konzert: Tanzkränzchen. Um zahlreichen Besuch bittet Das Comité. C. Lubach, Laufizer- Platz 1, II. Rud. Tietz, Jnvalidenstr. 129, I. Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Jeden Sonntag: Burgstrasse 22. Direktion: Winkler 1. Fröbel. Wiederholung ber mit so tolossalem Beifall aufs genommenen Eröffnungs- Festvorstellung 30 Künstler. Sensationelle Leistungen. Tata- Toto urbraftische Pantomime. Anfang 71/2 Ubr.- Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Sonntag, den 6. September cr.: Grosses Konzert und Brillant- Pracht- Feuerwerk. Anfang 4 Uhr. Enfree 20 Pf. Säle zu Festlichkeiten u. f. w. Theodor Boltz, Dekonom. Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Konzert, Spezialitäten- Vorstellung, Volks- Gröffnung: Oktober er. Anfang 4 Uhr. belustigung und Ball. Homöopath. Entree 30 Pfennig. Arzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs, Frauen, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheumat. Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten. 2 verdeckte Regel bahnen. Gute Küche. Restaurant Klugmann Künstl. Zähne 2 M. Schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M Plomb.1,50.Theilzahlg. Rep. sof. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-6 Uhr.( Wagner's Ruh), Rummelsburg, Tanzkränzchen. Möbel- u. Polsterwaaren eigener Fabrik 5000 Berſonen faffend, Natur- Wald, Zum Schluß: Unsere Feuerwehr. Ensemble von Meysel. Montag: Anfang 8 Uhr. Vorverkauf Billets giltig. Zum Schluß: = ,, Unsere Feuerwehr, Letzte Woche der täglichen Soiréen in der Viktoria- Brauerei. Spezial- Ausstellung Oftend- Theater... KAIRO Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Sonntag, den 6. September cr.: Prolog, verfaßt von Fritz Schäfer. Hierauf zum 3. Male: Der deutsche Michel. Volksstück mit Gesang in 4 Aften von R. Kneisel. Musit von P. Linke. Anfang 71/2 Uhr. Rasseneröffnung 6 Uhr. Montag: Zum 4. Male: deutsche Michel. Der Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags von 7 Uhr nachm. ohne Gewerbe Ausstellungs- Billet zugänglich. Kasseneröffnung 10 Uhr vorm. Um 5 u. 8 Uhr nachmittags in der Arena: Hochinteressante Massenschanstellungen von 400 Beduinen, Arabern, Fellachen etc. mit Pferden, Dromedaren, Eseln etc. Die berühmten Reiter- Fantasias d. Beduinen. Konzert von 5 Kapellen. Entree 50 Pf. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. offerirt bei geringstem Nutzen mit bedeutenden Zahlungserleichterungen Regelbahnen, Raffeeküche. Raninchen, Riesen u. französ. Eberswalderstraße 5. Paul Scholz, triner Platz, Ostbahn- Gebäude. Bidder vert billig 6. Maſchemi), H. Trültzsch's garant. rein unverf. Citronensaft aus fr. Früchten n. Vorschrift d. R.-G.-A. zur Citronensaftkur jahrelang haltbar, erhalten Sie immer frisch in folgenden 15 Niederlagen à Flasche 1 u. 2 Mk. Berlin: Droguerie Hackescher Markt 2, Chausseestr. 60, Badstr. 28, Eisenbahnstr. 4, Prenzlauerstr. 12, Gr. Frankfurterstr. 59, Thurmstr. 77, AltMoabit 122, sowie bei Herren C. Ritzmann, Kottbuserstr. 19, W. Tschepel, Steinmetzstr 77, R. Gührs, Zossenerstr. 20 und H. Fiddicke, Lindenstr. 104. Charlottenburg: Droguerie Tauenzienstr. 11, Berlinerstr. 123a und Spandauerstr. 14. Garantire nur für Rein- u. Unverfälchth. m. Saftes, wenn jede Flasche mit Plombe H. T. verschl. Nur Versand durch H. Trültzsch, Berlin, Boyenstr. 37, von 6 Mark aufwärts franko. Flaschen u. Kiste Rum umsonst. anerkannt gut. Literflasche à 1,10, 1,60, 2,10 m., bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Glühwein- Extract, ganz vorzüglich, à Liter 1,20 M., 5 Liter 5,50 M. Deutscher Cognac, à Literflasche 2,10, 2,50, 3,- M. Cognac fine champagne à Fl. 3,50,** à Fl. 4,50,*** à Fl. 5,50. Kanarienhähne von 3 M. an verkauft 2426] Hannuschka, Sorauerfir. 2. Mehlwürmer Schod 10 Pf. Alexandrinenftr. 61, 1 Tr. Bettstellen, Küchensp. u. Kleiderschrank verkäuflich Wrangelfir. 114, Laden. Grünkramgeschäft m. Rolle sofort bill. zu verkaufen. Mühlenstr. 79. Ein gangbares Mehl- u. Vorkost: geschäft in der Pantstraße zu vert. D. Plant, Schliemannstr. 2. Strickwoll- Rester, Zephyr, Rockwolle zu Partiepreis. Holzmarktstr. 60, H. 1. 1Tr. Mittenwalderstr. 40, 3 Stuben, Küche, Zubehör 1. Oft. 96 zu 57412* vermiethen. Mühlenstr. Nr. 8, nahe Oberbaum, find vom 1. Dktober eine Wohnung von 2 Stuben u. Rüche und eine Wohnung von 1 Stube und Rüche billig zu vermiethen.[ 5829L* Der Verwalter. Grünauerstr. 3, am grünen Platz, Wohnungen 72-86 Thlr. zum 1. Ottbr. Billige Wohnungen, 2 Stub. u. Küche, vorn IV., 17 M., Belle- Allianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 8. Genthinerstr. 29. 1 Quergeb., v. 12 M. an. Potsdam: Bäckerstr. 7. Charlottenburg: Kaiser Friedrichstr. 48. Rigdorf, Prinz Handjerystr. 55. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 3, 5 und 7 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. Illuminationsabend j. Freitag. Entree ab 5 Uhr nachm. 1 Mark. 5883L* * Eugen Neumann& Co. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 209. Bur Unfallversicherung der Brauereien wird aus Unternehmerkreisen geschrieben: Das Reichs- Versicherungsamt. Sonntag, den 6. September 1896. " 13. Jahrg. eines Artikels, wobei Arbeitstheilung stattfindet. Von einem und dem Sinne des Gesetzes. Die gedachten Brauereien sind Handwerksbetrieb könnte höchstens dann die Rede sein, wenn als fabrikmäßige Betriebe anzusehen und als solche in die ein Geselle ein Faß Bier braute und es fertigstellte bis zum Verkauf. Berufsgenossenschaft aufzunehmen. E3 bedarf dazu weder Diese Ansicht theilen sowohl die Amtshauptmannschaften des einer Aenderung noch einer Ergänzung des Gesetzes, da von Königreichs Sachsen, wie auch die Regierungspräsidenten in vornherein Brauereien in die Berufsgenossenschaft aufgenommen Nach dem 9. Juni d. I. ging von Nürnberg aus die Auf- Preußen, da lettererseits die Fabrikinspektoren bezüglich Ueber- find, welche weniger als 10 Arbeiter beschäftigen und weniger sehen erregende Mittheilung durch die Tages- und Fachpresse, wachung des Gesetzes wegen der Sonntagsruhe dahin an als 1000 Sektoliter Malz im dreijährigen Durchschnitt verarbeiten. daß nach dem Zugefiändniß der Brauerei- und Mälzerei- Berufs- gewiesen wurden, auch Brauereien unter 10 Arbeitern als Aus dem Umstande, daß diese Brauereien nicht aus der Berufsgenossenschaft 17 654 Brauereien in Deutschland noch nicht in Fabrikbetriebe" zu behandeln. genossenschaft ausgeschieden sind, ist man zu dem Schlusse be diese Berufsgenossenschaft aufgenommen sind, weil es heißt, die Ferner äußert sich ein gerichtlicher Bücherrevisor und Handels- rechtigt, daß diese fleinen Brauereien diese Art der Sicherung felben feien nach dem Gesetze nicht versicherungspflichtig". lehrer: Es fann für mich feinem Zweifel unterliegen, daß der gegen die Folgen von Unfällen in ihren Betrieben entschieden Es erscheint an der Zeit, dieser Mittheilung näher zu treten, Brauereibetrieb an sich als Fabrifunternehmen" gelten muß. dem Rififo vorziehen, nicht versichert zu sein. die fast unglaublich erscheint und in erster Linie bei den Reichstags- Meines Wissens tann das Brauereigewerbe überhaupt Eine weitere Ungerechtigkeit in der heutigen Handhabung Abgeordneten Befremden hervorrufen wird. Da erscheint die nicht als Kleingewerbe betrieben werden es sei denn, des Versicherungsgesetzes besteht darin, daß die Beis Frage berechtigt: Wer hat jene 17 654 Brauereien für nicht daß sich jemand eine Brauküche einrichtete und verkaufte träge zur Unfallversicherung nach der Arbeiterzahl und versicherungspflichtig erklärt?- Darauf lautet die Antwort: sein Produkt als Jungbier direkt an die Hausfrauen. Einen dem gezahlten Lohn bemessen werden. Denn dieses solchen Betrieb fann man aber nicht als„ Brauerei" bezeichnen. Verfahren muß nothwendig das Bestreben hervorrufen, die Zahl Das Reichs- Versicherungsamt hat die Grenze der Versicherungs- Da die Brauerei ihr Produkt nach dem System der Arbeits- der Arbeiter möglichst zu verringern, wodurch die Wohlthaten pflicht auf das Vorhandensein von mindestens 10 Arbeitern in theilung in größeren Mengen herstellt, als von der Kundenzahl, der Versicherungsgesetzgebung für die Arbeiter eingeschränkt einem Brauereibetriebe beziehungsweise auf 1000 hl Malz- die der Handwerksmeister in der Regel durchschnittlich aufzuweisen werden. Dazu kommt, daß die kleinen und mittleren Betriebe, verbrauch im dreijährigen Durchschnitt festgesezt. Hierdurch soll hat, konsumirt werden können, so bedarf es zum Absatze der die im Verhältniß zur Produktion mehr Arbeiter als die dem Grundsatze entsprochen werden, daß das Versicherungsgesetz Brauereiproduktion der Mittelsgeschäfte( Gastwirthschaften), und großen Betriebe gebrauchen, ungleich höher als diese belastet nicht für die Arbeiter im Handwerksbetriebe, sondern nur für hierin liegt nach meiner Auffassung das charakteristische des sind. Die Einschäzung der Betriebe nach der Zahl der Arbeiter die Arbeiter im Fabrikbetriebe geschaffen sei. Eine Brauerei, Fabrit" Geschäfts. Der Betrieb der Brauereien als Klein ist demnach entschieden zu verwerfen; zweckmäßiger und gerechter die jährlich mindestens 1000 hl Walz verarbeitet, zählt zu den gewerbe hat aufgehört, seitdem Bier von Konsumenten nicht mehr wäre es, wenn dieselbe nach der Höhe des Malzverbrauchs erFabritbetrieben; ist dagegen der durchschnittliche Malzverbrauch aus den Brauereien selber bezogen wird, die Brauereien viel folgte. pro Jahr nur 999 hl, dann wird Brauerei vom Reichs- mehr nur noch für den Wiederverkäufer produziren." Diese Forderungen der Gerechtigkeit: Versicherungsamt als Handwerksbetrieb angesehen. Nach alledem ist zweifellos, daß die Entscheidung des ReichsDiese Behörde unterscheidet also im Gegensatz zu anderen Versicherungsamts eine ganz willkürliche ist, durch welche noch Staatsbehörden und zu Sachverständigen den Brauereibetrieb in ca. 80 000 Arbeiter in deutschen Brauereien der Segnungen des fabrikmäßigen" und" handwerksmäßigen". Unfallversicherungs- Gesezes verlustig gehen und 17 654 Brauereibesitzer dadurch benachtheiligt werden, daß diese Brauereien, dem Haftpflichtgefeß unterstellt, bei eintretendem Rentenfall von 200 m. per Jahr aus einem Unfall in ihrem Betriebe, bei Gericht ca. 5000 M. hinterlegen müssen, während für eine in der Brauerei und Mälzerei- Berufsgenossenschaft befindliche Brauerei die Berufsgenossenschaft eintritt. 1. Aufnahme aller gewerblichen Brauereien in Deutschland in die Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, da alle diese Brauereien, Fabrikbetriebe" sind, und 2. Vertheilung der Beiträge für die Berufsgenossenschaft Eine Grenze, wo der Handwerksbetrieb aufhört und wo der nicht wie bisher nach dem gezahlten Lohn( Zahl der ArFabritbetrieb aufängt, läßt sich für das Braugewerbe schon um beiter), sondern nach der Höhe des Malzverbrauchs, deswillen nicht ziehen, weil jede Brauerei( ausgenommen die stellt der Bund der mittleren und kleinen Brauereien" der Haustrunkbrauereien) als fabrikmäßiger Betrieb angesehen Norddeutschen Brausteuer Gemeinschaft, um die wirthschaftliche werden muß. Abgesehen davon, daß die Art der auch in den Lage der mittleren und kleinen Brauereien in Deutschland zu fleinen Brauereien verwendeten Apparate und Maschinen den verbessern. Betrieb zu einem fabrikmäßigen stempelt, handelt es sich Nach alledem ist die Ausdehnung der Versicherungspflicht Der Bund giebt sich der Erwartung hin, daß diese Aufsehen darin liegt vor allem das charakteristische des Fabritbetriebes auch auf die fleinen Brauereien nicht nur eine Forderung der erregende Angelegenheit im Reichstage in Form einer Interbei jeder gewerbsmäßigen Brauerei um die Massenerzeugung Gerechtigkeit, sondern sie ergiebt sich auch aus dem Wortlaut pellation zur Sprache gebracht werden wird. Kinderwagen, Kaften-, Leiterund Sportwagen. Großes Lager Berlins. Kinderwagen v. 9 M. an Muster- Bücher gratis. Alte Wagen fäuflich. Theilzahl. geftattet, wöchent lich 1 Mart. und Berühmte Spezialität der Firma 1519 Kinderwagen Bazar Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 am Dönhoffplatz und Brunnenstraße 6. Großartig. Auswahl von Kinderwagen, Puppenwagen, Kinder- Sportwagen billigst. Viele Anterkennungen. Theilzahlung gestattet. GESCHAFTSHAUS S.HEINE Vom 1. Mai bis 15. Oktober GewerbeAusstellungs- Hauptgebäude. Andreasstr. 53, parterre u. Enorme 1. Etage. Borräthe zurückgesetzter : Teppiche!! Portieren! Gardinen!! Steppdecken! erstaunlich billig. Teppich- Haus Berlin S., Oranienstr. 158. Emil Lefèvre, ruine Prachtkatalog mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! Größtes Teppichhaus Berlins Möbel- Verkauf bes Möbelspeichers Rosenthaler Strasse 13. Wegen beabsichtigter Bergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe tch mein Waarenlager zu noch nie dageweſenen Breifen. Sum umzuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, fo wie einzelne Stücke gediegen und billigst einzukaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige fich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche diefelben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Bertaufe ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelhändler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewefener Möbel zu wahrhaften Spottpreisen: Kleiderspind 15 Mart, MußbaumKleiderspind 30, Muschel Kleiderspind Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatrage und Reillissen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaug mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüsch garnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagoni Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Thellzahlung. Kein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tapezierwertstätten, vier große Möbelspeicher. Getaufte Möbel tönnen fostenfrei auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann burch eigene Gespanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb. Hoffmannianos neutreuzf., Eifenbau, mit größt. Confülle, in schwarz od. Nußb., lief. 3. Fabrifpr. unt. 10jähr.Gas rantie, gegen Theilz.mti. r. 20 ohne Preiserh., nach auswärts frt., Probe( Referenzen u. Ratal. gratis) Jerusalemerstr.14, Berlin. 35, Klagen, Eingaben. Unfallsachen, Bugger, Stegliterſtr.65. die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters sowie gr. Auswahl von Tauf- u. Jahreskleidchen, Trag- u. Laufmänteln. Magazin für Modewaaren und Ausstattungen. Wohlfeile Meuheiten für die Terbraison in Kleiderstoffen. Robe von 6 Metern für 2,90 m., 3 M., 3,50 M. 2c. Reinwollene Cheviots, doppeltbreit, Meter 75 Pf., 1 M., 1,25 M., 1,50 M. 2c. Hochaparte Neuheiten im englischen Geschmack, Meter 1,25 M., 1,50 m., 1,75 m., 2,25 M. 2c. Zur Einsegnung: Neuh. v. hervorr. Schönheit, in gl. Geweben od. m. fl. Effekten, reine Schwarze Kleiderstoffe, Bolle, boppeltbe, Met. 75 Pf., 1 m., 1,25, 1,50, 2 M., 3 M. zc. bis 6 M. Seidenstoffe, schwarz und farbig, außergewöhnlich billig! Fertige Damenkleider, ganz gefüttert u. auf Stangen gearbeitet, Weite Röcke! 18 M., ( Maaßanfertigung schnell!) 24 M., 27 M., 30 m., 42 M. 2c. Sammetkostüme mit Berlgarnitur, sehr elegant, 30 M. überraschend große Auswahl in eleganten Façons: Velour 3 M., schottische Caros 4 M., Blusen, Reine Wolle, ganz gefüttert 6 M., 7,50 und 9 M., Seide 10,50 und 12 M. Halbtuch 3,50 M., ganz gefüttert 5 und 6 M., reine Wolle, ganz gefüttert, Kostümröcke, weiter Schnitt, 6 m., 7,50 m., 9 m. und 10,50 M., hochelegant 12 bis bis 18 M., aus schwarzer Seite 20 und 25 m. Morgenröcke, vorrätig in allen Größen, 3 M., 4,50 M., 6 M., 7,50 m., 9 M., hochelegante Neuheiten aus schwer. Velourstoff 10,50 m. und 12 M. 9 10 Jahre. Mädchenkleider( für 1-2, 2-3, 4-5, 6 7 8 Sammet: 6,50 M. 7,50 M. 9 M. 12, 13,50, 15, 16,50, 18 m. Desgleichen neueste Façons in Wolle, Plüsch und anderen Stoffen, für jedes Alter passend, in grösster Auswahl vorräthig! Leinen- und Elsasser Baumwollwaaren. Fertige Bettwäsche, Handtücher, Tischzeuge, Bettzeuge etc. Garantirt gute Qualitäten von unübertroffener Haltbarkeit, äußerst wohlfeil! Fabrik für Herren-, Damen- und Kinderwäsche. Damenhemden, aus gutem Hemdentuch, mit Besay, Stück 90 Pf., mit Handlanguette Stück 1,50 M. für Damen, aus Velour und anderen neuen Stoffen, Stück 1,50 m., 2,40 m., 3 m., 4 M., 5 M. 2c. bis zu den Unterröcke{ elegantesten. Zier- und Wirthschafts- Schürzen 29 Pf., 60 Pf., 90 Pi, extra große Stück 1,40 m. Reste und einzelne Roben spottbillig. ERLIN N CHAUSSEESTR. Hackescher Markt 4 J. Brünn ( Ecke Neue Promenade) Am Stadtbahnhof Börse. Nach beendeter Saison gelangen nunmehr zum Ausverkauf: Teppiche! Gardinen! Gardinen! Steppdecken! Fertige Wäsche! Leinenwaaren! zu ganz au hergewöhnlich billigen Preisen. 5789L* Lexika on Brodhaus u. Meyer, Brehm's Thierleben und Bücher jeder Wissenschaft tauft Antiquariat Kochstr. 56. 116M Wer- Stoff- hat! fertige Anzug, 20 M., feinste Buthaten, saubere Arbeit, zwei Anproben, Hose 3,50. Münzstr. 4, Engel. Hojen! Anzüge! Paletots! nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälfte Rostenpreis Münzstraße 4, Engel. Herrenanzugreste. Reste zu Knabenanzügen!! Gelegenheitskäufe, umsonst zuges schnitten, Herrenhosen- Reste spottbillig Münzftr. 4, Engel. Möbel! Gelegenheitskauf, Kleiderspinden, Wäschespinden, Tische, Trümeaux, Spiegel, Waschtoiletten, Bettstellen m. Matrahen, Pancellopha, Plüschgarnituren, Schlaffopha, Muschelsopha, sowie ganze Einrichtungen alles sehr billig 58832* Landsbergerstr. 45 1. F Fahrräder prima Fabritat, niedrigste Rassepreise, Theilzahlungen bei 50 M. Anzahlung und wöchentlich 5 M. gestattet. Kleine Hamburgerstr. 24 25. Gardinen denkbar grösste Auswahl in den neuesten Mustern zu bekannt billig. Preisen Reste zu 1, 2 bis 4 Fenster passend bedeutend unter Preis. Carl Schloss, Waarenhaus ,, Süd- Ost", 22, Wiener- Strasse 22, 1. Grünauerstr. 1. A. Tuchen Optiker Lothringer Strasse 28. Rathenower Brillen und Pincenez ff. Stahl 1 Mk., Nickel 2 Mk., Aluminiumgold, von Gold nicht zu unterscheiden 2,50 Mk., Operngläser 6,50 Mk., bestes Opern- u. Reiseglas Marke ,, Eureka" Mark mit Leder- Etui und Riemen 12 Lieferant für alle Krankenkassen Achtung! 5. Wahlkreis. Achtung! Arbeiter- Bildungs- Bildungsverein„ Mehr Licht" Freitag, den 11. September 1896, abends 8, Uhr, im Alten Schützenhaus", Linienstr. 5: Gr. Volksversammlung. Zages Ordnung: Schule. ( früher Ethische Gesellschaft). Der für Montag angesetzte Unter- Sonntag, 6. September, abends 7 Uhr, Alexanderstr. 27c: richt in 9/8 Rede- Uebung ( Fortschrittskursus) 1. Vortrag des Genossen Antrick. 2. Diskussion. 3. Anträge zur bei Hoffmann, Alexanderstrasse 27 c, Brandenburger Konferenz. 4. Wahl der Delegirten. 5. Verschiedenes. 2183 Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein kann Umstände halber erst Dienstag, den 8. September, abends 812 Uhr, stattfinden. Auch die Vorstandssitzung findet erst Dienstag statt. I. A. Heinrich Schulz, Täglich: Warmes für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Frstück Große Versammlung am Donnerstag, den 10. September 1896, abends 81/2 Uhr, bet Möhring, Märkisdjer Sof, Admiralẞr. 18 c. Zages Ordnung: 240/19 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Max Schippel. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Wahlverein des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises Osten. Dienstag, den 8. September 1896, abends 8½ Uhr, in Joel's Saal, Andreasstraße 21: Versammlung. Tages Ordnung: 5 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Auer. 2. Diskussion. Der Vorstand. 8. Verschiedenes. 242/20 Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, 8. Sept., abends 8 Uhr, im Viktoriasalon, Perlebergerstr. 18. Tages Ordnung: 1. Die Sozialgeseizgebung und die Bestrebungen des Handwerks. Referent Genoffe Paul Jahn. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch, namentlich der Mitglieder des Weddings und Moabits, erwartet Der Vorstand. 274/15 Arbeitervertreter- Verein Berlin. ON zur Auswahl. Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Empfehle meinen Frühstücks-, 49648* Mittags- und Abendtisch, B. Liebehenfdjel, Mariannenstr. 48. Gesellschaftshaus Swinemünderstr.35 Jeden Sonntag grosser BALL " Versammlung. Vortrag: Sozialismus und Darwinismus". Referent: Herr Dr. Völkel58/19 Braunschweig. Distussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen für Wedding und Dranienburger Vorstadt am Dienstag, den 8. September 1896, abends 8 Uhr, 99 im Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Th. Glocke über: Ringe, Trusts und Kartelle". 2. Distussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Gäste willkommen. für Rixdorf am Dienstag, den 8. September 1896, abends 81 Uhr, in den ,, Viktoria- Sälen", Hermannstr. 50. Zages Ordnung: 1. Unsere Agitation. 2. Diskussion. 3. Berbands Angelegenheiten ( Wahl eines Bezirkskassirers). Gäste willkommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung, Zimmerer! 299/20 Laut Beschluß der Plazdeputirten Versammlung vom 8. September ift u. täglich Spezialitäten- Vorstellung. Sale für Vereine zu Festlichkeiten, Versammlungen mehrere Sonnabende das ständige Bureau von noch frei. Hübner. $ 3 bis 8 Uhr nachmittags geöffnet. Während dieser Zeit werden sämmtliche Angelegenheiten, auch für Ge. Schmiedel's Festsäle, maßregelte und Arbeitslose geregelt. Alte Jakobstr. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten Festfäle zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, Kommerse, Versammlungen 2c. 5594L* Wwe. E. Schmiedel. 2 Vereinszimmer mit Biano Am Dienstag, den 8. d. M., abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn einigen Tagen in der Woche zu verg. Röllig, Nene Friedrichstraße Nr. 44: Versammlung. Tages Ordnung: 20 und 40 Pers. fassend, sind noch an 5700L* Fritz Linke, Jüdenstr. 36. Vereinszimmer m. Piano, Ad albertstr. 45. J. A.: Der Vertrauensmann der Berliner Zimmerleute. Theodor Fischer, Danzigerstr. 88. Einsetzer( Tischler). 275/6 Montag, den 7. September 1896, abends 6 Uhr, im Lokal Englischer Garten", Alexanderstrasse 27c: 2246 richt 0. Schmidt's Restaurant, Hochstr.32a 1. Wahl einer Kommission betreffend die Belegung von Zungenbeil- Saal f. Vereine und kleinere Gesellsch 2306 stätten. Referent Herr Dr. Friedeberg. 2. Wahl einer Kommission zur Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: # 1. Wann stellen wir unsere Forderungen? 2. Diskussion. 8. Bes des Delegirten zur Berliner Gewerkschaftskommiffion eventuell Neuwahl. NB. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Die Fünferkommision. Ausarbeitung von Borſchlägen zur Abänderung des Invaliditäts- und Afters Fey's Gesellschaftshaus Lederarbeiter( Portefeuiller). versicherungs- Gesetzes. 8. Berschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. 53/17 Es wird gebeten, den künftigen Wohnungswechsel dem Rassirer anzugeben und die neuen Mitgliedsbücher in Empfang zu nehmen. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken n. auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Filiale Berlin 1). Montag, den 7. Sept., abd3. 8% hr, bei Wilke, Andreaskr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Faber über: Die Bekämpfung der Arbeiterorganisationen durch Behörden und Unternehmerthum". 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl des zweiten Kassirers. 4. Mittheilungen und Gewerkschaftliches. 297/6 Brunnenstraße 184. Jeden Sonntag: 6. Montag, 7. September, abends 9 Uhr: Großer Ball. Außerordentliche General- Versammlung Anfang 4 Uhr. Empfehle meinen bis zu 500 Personen ammlungen u. Bergnügungen. 56242 B. Nieft's Festsäle, faffenden Saal den Vereinen zu Ver17, Weberstrasse 17. Zur bevorstehenden Saison 1896/97 sind noch mehrere Sonnabende frei, auch zu Versammlungen täglich.[* im Lokal des Herrn Roll, Adalbertstraße Nr. 21. Tagesordnung: versammlung. 2. Berschiebenes. 8. Fragetaften. ote 1. Endgiltige Beschlußfaffung der Anträge unserer legten Bereins 2586 Quittungsbuch legitimirt. Der Zeutral- Arbeitsnachweis der Löpfer Deutschlands wie das Verkehrslokal der organisirten Löpfer Berlins Die Kollegen werden ersucht, recht pünktlich und zahlreich 4 Säle zu Bersammlungen befindet sich Rofenthalerstraße 57. zu erscheinen, da die Versammlung pünktlich eröffnet werden soll. Der Vorstand. und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. Mitglieder werden hier in die Organisation aufgenommen täglich von 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr, Sonnabends bis 10 Uhr abends. Sonntags ter zwei Wertstuben Arbeiter, 196/3 ,, Englischer Garten", ift bas Bureau geſchloſſen. Drei unverheirathete Kollegen, darunter zwei Werkstuben Arbeiter, Sonntag, den 6. September 1896, abends 6 Uhr: Alexanderstr. 27c. Amt 7, 1576. Arbeitsnachweis der Maler, Lacirer, Anstreicher. Amt 7, 1576. Große öffentliche Versammlung aller im Handelsgewerbe, Verkehrsanstalten( Packetfahrt, Privatpost 2c.), Speditionsgeschäften thätigen Personen in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: Gesinde und Gesindel." 2. Distuffton.-Ausgabe der Urania- Billets. 7244/9 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit komischen Vorträgen und Tanz, arrangirt vom Verband. Recht zahlreichem Besuch sieht entgegen Der Einberufer. Verband aller im Handels- und Transport- Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Wir geben den Kollegen nochmals bekannt, daß am 13. September in der Urania, Taubenstr. 48-49, eine wissenschaftliche Vorstellung stattfindet. Eröffnung des Physilfaales mittags 1 Uhr. Beginn der Vorstellung um 2 Uhr. Billets hierzu à 50 Pf. find im Bureau, Kommandantenstr. 25 I, zu haben. Bahlreicher Betheiligung sieht entgegen Der Vorstand. Dienstag, den 8. September d. J., abends 8% Uhr: Feen- Palast, Burg Direktion: Winkler& Fröbel. Größtes Vergnügungs- Lokal Berlins, steht auch während der Sommermonate größeren Vereinen u. Gesellschaften zu Bersammlungen und Festlichkeiten unter fehr fulanten Bedingungen zur Ver fügung. Sprechst.: vorm. von 11-1 Uhr im Bureau des Feen- Palast und abends von 8 Uhr im Alcazar( City- Bassage). 1 auf Racheln, 1 auf Simszeug bei Veltener Lohntarif, der dritte auf Segen, fofort gesucht. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Sonntag, den 6. September 1896, vormittags 11 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Rixdorf, Hermannstr. 48/50: Große öffentliche Volksversammlung. Zages Drbnung: Vortrag des Reichstags Abgeordneten Fr. Bubeil.- Diskussion. Die Brandenburger Parteikonferenz und Wahl von Delegirten zu derselben. Der Einberufer. Krieger's Ball- Salon 206/14 Wafferthorftr. 68. Jeden Sonntag, Dienstag, Donnerstag u. Sonnabend Ball. Stelle meinen Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten zur Verfügung. = Gr. Preis Billardspielen im Restaurant Lübeckerstr. 19 nur noch furze Zeit. Loose& 50 Pf. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. au, Theilz. Achtung, Schuhmacher! Montag, den 7. d. M., abends 8 Uhr: Zwei große öffentliche Versammlungen Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. aller in der 1. Im Lokale Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Tages Ordnung: 1. Die Lage der Ballschuh- Arbeiter und wie stellen sich dieselben zu Mitglieder- Versammlung wöchentl. 1 W., wird abgeholt. Bahu: einer Lohnforderung? 2. Die gegenwärtigen Streiks. 8. Berschiebenes. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion.- 3. Verbandsangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich um 9 Uhr eröffnet. Gäste sind will. tommen. Der Vorstand. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Dienstag, den 8. September, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen des Internationalen GewerkschaftsRongresses zu London. Referentin: Frau Emma Jhrer.- 2. Diskussion.115/11 8. Verschiedenes. Der Einberufer. Bahlreichen Besuch erwartet ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudel, Baufiherplats 2, Elfafferstr. 12, Stegligerstr. 71, I. Treptow. Restaurant z. Karpfenteich. Jeden Sonntag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Gr. Ball. Kaffeeküche von 8 Uhr an geöffnet. Entree frei! 5688L* Hermann Otto. 2. In Gründel's Saal, Brunnenstrasse 188. Zages Ordnung: 1. Die Hausindustrie und die Lage der Filzschuh- Arbeiter. 2. Die gegen wärtigen Streits. 3. Verschiedenes. 170/18 Die Einberufer. Achtung! Studateure. Achtung! Am Montag, den 7. September, abends 7 Uhr, im Lokal von Buske, Grenadierstraße 33: Ausserordentliche General- Versammlung. Zagesordnung: 1. Regelung des Arbeitsnachweises. 2. Regelung des Unterstüßungswesens. 3. Adressenangabe der Kollegen. 4. Gewerkschaftliches. Rollegen! Da die Tagesordnung von hoher Wichtigkeit ist, fo erfuche ich die Mitglieder, in dieser Bersammlung recht zahlreich und pünktlich 289 18 Tafel Klavier zu verkaufen, 18 M. zu erscheinen. Fruchtstr. 61, Hof 1 1. bei Entrich. Der Vorstand. Schuhwaaren die durch den Umzug unbedeutend herabgesetzt! merklich gelitten Raphaëli's Goodyear Weltstiefel, Halbleder- Herren- Bugktiefel, auf Rand ge- beltes Fabrikat Mt. 12,50. näht, Oberleder gewalkt ohne Seitennaht, An Der Neuzeit, Jacques Raphaeli, Berlin, Spandauer Brücke No 2. Mein Etablissement ist Wochentags bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet. Berlin C. 4, M. Wolff's Nähmaschinen, Neue Grünstr. 27, 48Mk. sind die anerkannt besten und dadurch in ganz Deutschland sehr start eingeführt. Meine hocharmige Familien- Nähmaschine, sehr elegant, mit allen Neuerungen der Jeztzeit versehen( für Damenschneiderei und Hausbedarf), mit Ber schlußkasten und zum Fußbetrieb eingerichtet, inkl. sämmtlicher Apparate und Verpackung foftet nur 48 M. Alle Arten Schneider- und Schuhmacher Maschinen, dem entsprechend billigste Preise. 30 tägige Probezeit und 5jährige schriftliche Garantie. Jede Maschine, die nicht gefällt, nehme auf meine Kosten zurück. Prosptte mit Anerkennungen fostenlos und frei. Für Hausfrauen. Annahme alter Wollfachen aller Art gegen Lieferung von Kleider-, Unterrock, Mantelstoffen, Damentuchen, Filz- Hüte, in größter Auswah! für Damen u. Kinder, garnirt u. ungarnirt, zu anerkannt billigen Preisen, auch Trauers Hüte. W. A. Peschke, Berlin. I. Geschäft Lühows straße 30, II. Geschäft Lützowstraße 39. Eigene Stroh- und Filzhut- Fabrik bei den Geschäftsräumen. Gegr. 1871. Fernspr. Amt VI. 6341. Achtung!! Die weltbekannte Hosenfabrit vers fauft jetzt: 58570* Prima Waschhofen 8,00-7,50 M., Prima Arb.- Lederhosen 2,25-5,00 m., Prima Kinder- Anzüge 2,50-8,50 M., Burschen- Anzüge 4,50-12 M., Knaben hofen 65 Pf. bis 2 M. nur bei W. Mathews, Pallisadenstr. 7. Bur rothen 7". ol Spezialgeschäft 17288820 fürKinderwagen, bub deutsche u. englische Hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich das Lokal Juselstraße Nr. 10 Bettstellen, fertige( Scheffer's Salon) am 1. Oktober cr. übernehme und empfehle mein Lokal Betten f. Kinder u. für Versammlungen, Festlichkeiten, Arbeitsnachweisen den geehrten Vereinen Erwachsene, Stand und Gewerkschaften. Saal 250 Personen fassend, sowie Vereinszimmer ftehen unentgeltlich zur Verfügung. Anfragen erbitte nach Treptow, Nordpol" oder beim Verwalter Berger, Inselstr. 10. [ 5852L Benno Stabernack, Treptow, Abth. ,, Nordpol", An der Köpnicker Landstraße. Achtung! 26 von 12 M. an. Kinderwagen= Bazar Baby. Alexanderstr. 44, am Alexanderplatz, Invalidenftr. 160, Reinickendorferstr. 20. Charlottenburg, Auch Theilzahlung Berlinerstr. 58. 4 M. monatlich. Größtes Spezialgeschäft für Bettfedern u. Betten. Weltbekannte billigste Bezugsquelle. Buckskins, Strickwolle, Portieren, Schlaf- und Teppichdecken in den neuesten L. Beutler, Berlin. t Mustern, zu billigen Preisen durch R. Eichmann, Ballenstedt a. H. Leistungsfähigste Firma! Annahmestelle und Munterlager bei: Fr. A. Strehlow, N., Wiesenftraße 29a; Frl. 2. Gohr, S., Bärwaldstr. 3; Fr. Körnig, S., Brizerstr. 21; Fr. H. Zacher, W., Charlottenstr. 31, II; Fr. Jakobi, N., Elsasserstraße 97 Frl. Lück, N., Weißenburgerstr. 30, part.; Fr. Nentwig, N., Wörtherstr. 40 III; Hrn. Wasilewski, O., Krautstr. 55 a. 5376L Ackerstr. 28, Ede Invalidenstraße. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 8. Geschäft: Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Reinickendorferstr. 64c. S Bettfedern Pfund 50 n. 75 Pf. Halbdannen 1,00-1,50. " Grane Daunen ,, 2,00-2,50 Fertige Betten, Oberbett, UnterMetzner's Korbwaaren- Fabrik, belt, wei Bien 10 Mark, mit Berlin, Kinderwagen, er gratis. Thellzahlung ge- Volsterbettstellen Stück 8 Mark. 1. Gefch.: Andreasstr. 23,.pt., gegenüb. Andreaspl, guten Juletts u. nenen gereinigten 15-18, 24 Mark. Hochfeinste 3. Geschäft: Brusselstraße 67. Muster- Brautbetten 30-45 Mark. Große stattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß Prima 10 Mark. ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Speck, fetter, à fund 55 Pf., bei 5 Pfund à Pfund 48 Pf. " " 5 à " 58 mager, à Schinkenspeck, à Pfd. 58 Pf., bei 5 Pfd. à Pfd. 55 Pf. Schinken, à Pid. von 55 Pf. an. Bei ganzen Würsten: Thüringer Rothwurst, à Pfd. 40 Pf. Halle'sde Bwiebelwurst, à Pfd. 40 Pf. 1. Leberwurst, à Pfd. 75 Pf. Westfälische Mettwurst, à Pfd. 55 Pf. Westfälische Schinkenwurst, à Pfd. 1 M. Braunschweiger Mettwurst, à Pfd. 80 Pf. Cervelat- und Salamiwurst, à Pfd. von 85 Pf. an. E. Klähn, Köpeniderftr. 163, 8w. Manteuffel- u. Bücklerſtraße. M Telephon IV, 5151, 58582* 2 gr. best. gewesene Küchenrahmen u. 1 Sophatisch zu vert. Wabrowsky, Tischler, Naunynstr. 9, 1. Hof I. Arbeitsmarkt. Holzarbeiter! Um gütigen Zuspruch bittet Den geehrten Vorständen der Vereine zur geft. Kenntniß, daß der Saal in Kaufmann's Variété, Königskolonnaden 3, zu Matineen und sonstigen Vergnügungen, unter Mitwirkung der Mitglieder meiner Spezialitäten- Bühne, zur Verfügung steht. Gute Küche u. bestens gepflegte Biere. Cohn's Festsäle 5585* Beuthffr. 20( im Industriegebäude). Empfehle Festsäle( 100-1000 Personen fassend) meine zu Versammlungen und Vergnügungen zu den koulantesten Bedingungen. Vereinszimmer von 20-100 Personen. Jägerhaus Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen fassend), gr. Tanzsaal, 4 Regelbahnen, Kaffeeküche v. 2 Uhr ab Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball, Musit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil. Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.-Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- Bier Lokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf.- 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. 4957* C. Fischer. Die Lohndifferenzen bei ichle, Franke's Volkskaffee Franke's Volkskaffee und Speischaus, Schwedterstr. 5, sind noch nicht er öbel-, u. Polsterwaaren- Fabrik Spiegel- Jacket- Arbeiterin von 5664L A. Schulz, Reichenbergerstraße 5. auf bessere Stepp und Treßsachen, 2,50-4 M. Arbeitslohn verlangt 2626* Blach, Grüner Weg 12. Kistenmacher auf Hand verlangt Adolph Fehse, Sebastianstraße 83. Gr. Frankfurterstr. 73, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. Etablissement ,, Süd- Ost" Waldemarstrasse 75. 56948 Jeden Sonntag: Großer Ball. Anfang 5 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei. Ferner empfehle meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen VereinsHermann Brüsler. festlichkeiten und Versammlungen unentgeltlich. Admiral- Strasse 18 c. Spiegelsaal großer Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Gr. Orchestermusit. Die beiden Säle sind Sonnabends und Sonntags an Vereine zu Bällen, Hochzeiten und Versammlungen zu vergeben. Gr. Bereinszimmer. Ein tüchtiger Tischfraiser wird fofort Märkischer Hof, Jeden Sonntag im prachtvollen Liefere Wohnungs- Einrichtungen unter Garantie in Nusbaum und Mahagoni von 240, 300, 400, 500, bis 6000 Mt. in anerkannt ge- verlangt Yorkstr. 43. diegener Ausführung. Billigte Preisberechnung. Preislisten franko. Von 4 M. an 7. Mart. Bantischler Billight. Detailverkauf f. deutsche u. engl. eis. Bettstellen. Patent- Matratzen- Fabr. finden bei gutem Verdienst dauernde mit Dampfbetrieb.( Preiskourant gratis.) Arbeit auf Mücke's Werke, Lindow E. Sass, strasse 127, Q. pf. Berlin 2,20 m. hin und zurück. Detailvert. u. Köpnickeri. b. Mart, Bahnstation. Fahrpreis Große Auswahl, mittler auch einfacher Ausführung Möbel Berliner Möbel- Halle Norden Schuhwaaren- Ausverkauf. Simsmacher, irka 50 Manu, werden bei Weltener Jnh. Rich. Thiele, Ackerstr. 120, nahe Gartenplatz. Lohntarif sofort verlangt und finden dauernde Beschäftigung auf Mücke's Werke, Lindow i. d. Mark, Bahnstation. Fahrpreis hin u. zurück 2,20 M. Schürzen- Näherin verlangt Börner, Weidenweg 7 vorn 3 Tr. Bog- Wegen Auflösung des Geschäfts 206 Oranienstr. 206 [ 57452* verkaufe zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. C. Hübner, Schuhmachermeister. Hauptgeschäft: Rosenthalerstraße 13. J.B 197 Elegante Einsegnungs- Anzüge. J. Baer, Berlin N., 4960* nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Elegante Paletots und Anzüge. 256b Für eine Tischlerei für Bau- und Ladeneinrichtung wird ein Kompagnon gef. mit 3-500. Off. nimmt die Exped. unter S. O. entgegen. 2126 Lehrling verl. Stallschreiberstr. 12, Buchdruckerei mit elettr. Betrieb. Einen Gürtler, firm im Bau u. Reparaturen von Gaskronen, ſowie ſelbſtändig auf Montage. Offerten mit Zeugnißabschriften und Lohnansprüchen. R. F. Anger, Danzig, III. Damm 3. Mamsells auf Damenjackets verHerren- u. Knaben- langt Klaing, Franfediftr. 25. In Garderobe, Arbeitssachen. Anfertigung nach Maaß. [ 2496 Wilh. Groth's Restaurant, Prenzlauer Allee 224, ( Ecke Tresckowstrasse). 5572L* Schattiger Vorgarten, Billard, Kaffeeküche. Vereinszimmer zu vergeben. Warnemünderstr. 6 Wirthshaus Schmargendorf, 3. volal v. Gede Breiteft., Ecke unmittelbar am Grunewald, mit schattigem Garten. Familien- Kaffeeküche, Groker Ball. Saal, 200 Personen fassend und Vereinszimmer zu Verà Liter 60 Pf.; ff. Weiße 20 Pf.; Lagerbier 10 Pf. Jeden Sonntag: sammlungen und Festlichkeiten. Max Schulze, Roch. Sanssouci Schmargendorf Rublaerfir. 20 21 vis- a- vis Schützenh., direkt am Wald gelegen, großer Tanzsaal, Kaffeeküche, große Spielpläge, 2 gute Kegelbahnen, Voltsbeluftigungen aller Art. Vorzügliche Speisen und Getränke, solide Preise. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. 52902* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Alfred Malitz. M. Krüger's Bettfedern Daunen peise- Leinöl U. ist das anerkannt beste. Bu baben in rein und füllkräftig, Pfund von 55 Pf. allen Rolonialwaaren und Vorkost an bis zur feinsten Schwanenfeder. Geschäften. Fabrik Lager: Berlin, Oberbett, Unterbett, 2 Riffen, von Fertige Betten, ganzer Stand, Skalikerffr. 105. Möbel 12 M. an. Fertige Inletts, Bezüge, Matraßen jeder Art, Polsterbettstellen und Kinderbettstellen empfiehlt billigst Lehrmädchen auf Damenjackets auf unter Garantie quier Arbeit. Theile und versendet unter Nachnahme Wochenl. verl. Klaing, Fransectistr. 25. zahlung gestattet. 215b* Tischler a. Waschtische v. Wienerstr. 43,1. Fahrräder lieferten Preis Mamsells auf Damenjackets I. A. Kottlow, Berlin S., Dresdenerftr. 78. * Prekkohlen Mamsells, auch z. lernen, auf Kinder Frz. Müller, Alte Jakobftr. 65, mäntel verl. Lambrecht, Rykestr. 4. Engros- Preis an Genossen Karl Karras, gangetr. 15. zu Sommerpreisen, 16 cm lang, startes Leiter, Sport u. Rastenwagen für Format 6 M., 18 cm lang 7 M. frei Rinder, auch Pferde, einzelne Räder u. Haus mit Backen. jede Reparatur Pallisadenstr. 101, 205b$. Buxbaum, Oranienstr. 187. Möbel, wirthschafts- Ginrichtungen, nach außerhalb verlaufe ganze WirthVerzugshalber auch auf Theilz. m. ger. An- u. Ratenzahl. fchaft, 6 Bimmer Muschelmöbel, spott 6.2. Silberstein, Rosenthalerstr. 49, I." I billig. Kolbe, Reichenbergerstr. 160, I. Charlottenburg. Brauerei Gambrinus. Charlottenburg. werben fofort verlangt. Wallstr. 94. Sonntag, den 6. September: Bismarckstr. 22 a. Die Macht des Glaubens oder Parteiwuth. Schauspiel in 6 Atten von Ziegler. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Plaz 50 Pf. Die Vorstellung findet im Saale statt. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. 239b Preise: 3,00, 3,30, 3,50 bis 4,00 m. pro Stück. Pferdebahn vergütung: 25 Pf. pro Stüd. Kochgelegenheit im Hause. M. Holz& Cie., Martgrafenftr. 48/44, am Gensbarmen- Markt. Spiegel, Polsterwaaren, 260b Preise Zahn- Klinik event. heilabung. Fran Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. JardinenReste aut 1-4 Fenſtern passend, spottbilligst in der Gardinenfabrik von Bruno Güther, Grüner Weg Nr. 80 part.( kein Laden) Eing. vom Flur. Trauringe 4882* reell Dukaten, gestempelt 980. 2 Dutat. 22,50 M. 1/2 Dutat. 17,50 M. Kronengold gestempelt 900. 7 Gramm 20,50. 514 Gramm 15,50 M. Alle anderen Goldsachen ebenso reell. Hugo Lemcke, Auguſtſtr. 91, part., nahe der Dranienburgerstraße. Gegr. 1840. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren reell, zu soliden Preisen, empfiehlt H. Strelow, Tischlermstr. Rixdorf, 5784L* Richardstr. 116, am Denkmal. Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14 Tg. geb. 18 M. Silb. Herren- Remont.- Uhr 15 2jähr. Garant. Charlottenstr. 15. Rein Abzahlungsschwindel. EIGENE FABRIKATION GROSSE MAASSTABE SCHAFTS- GRUNDSAY ALLE in PREISE sehr billig ZAHLEN gezeichnet GESCHAFTSHAUSER BAERSOHN GESCHAFTS HAISER BAER SOHNE Epriety Herrent Knapen STR 11.ECKE RUNGEST 24a Chausseestr. 24a. Fidene Fabrikation Geschaftshauser BAER SOHN 16 Baer Sohn 165 Bekleidung હું 24a CHAUSSEESTR 24 11 Brückenstrasse 11. zwisch. Invalidenstr. u. Friedr.- Wilhelmst. Theat. Ecke Rungestr., kenntl. an seinen 10 Schaufenst. B 1800 KFURTERS 16. A FRE 16 Gr. Frankfurterstr. 16. Schrägüber dem National- Theater. Einsegnungs- Anzüge Diagonal und glatt Cheviot Satin, Kammgarn- Cheviot 15,-, 12, 9 Mk. 50 18,-, 15, 12 Mk. 50 Aachen. Kammgarn u. schwarze| Eleg. Kammgarne in modernen Tuche i. schön. Ausführ. 24, 21 18 Mk. Façons 30,-, 25, 21 Mk. Prächtige Winter- Neuheiten sind eingetroffen. Moderne Maassarbeit zu mässigen Preisen. ( Ecke Das Schuhwaaren- Verkaufshaus( aufen S.Selbiger, 40 Landsbergerstr. 40 Siegmannstr.) volt verkauft von heute ab: Herrenstiefel, gut und dauerhaft gearbeitet, Mt. 4,50, 5,50, 6,50 u. s. w. Damenstiefel zum Knöpfen, auch Gummizüge, Mt. 4, 4,50, 5,30, 6,20 u. s. w. Einsegnungstiefel zu staunend billigen Preisen. Schuhmacher erhalten, wie immer bei Duhend- Abnahme, 5 pCt. Rabatt. 5. Selbiger, 40, Landsbergerstr. 40( Ede Liezmannstraße). Herbst- Saison. Konfirmanden- Anzüge in schwarz od. dunkelblau Cheviot, Kammgarn, Satin, Velour 2c. 2c. 10, 12, 15, 18-30 m. Knaben- Stoff- Anzüge in ganz modernen Façons 4,50, 5, 6, 8 bis 12 M. Jünglings- Anzüge nur haltbare Stoffe in ein- oder zweireihig. Jacket- Façon 9, 9,50, 10, 12, 14-18 m. Herren- Anzüge in modernen Mustern in Rammgarn, Cheviot, Velour, Zwirnbuckstin 2c. 2c. 18, 20, 22,50, 24, 28,50, 30-50 m. Herren- Hosen in schön gestreiften Mustern elegant und dauerhaft 3, 3,50, 4, 4,50, 5, 6, 8-12 bis 16,50 M. Nach auswärts sende Muster und Maß anleitung franto zu. Hunderte von unverlangten Anerkennungen. Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knabengarderobe Berlin SO., Oranienstr. 168. Potsdam, Brandenburgerstr. 23. Roh- Tabak J. Fränkel, Rohtabak en gros. 5002* Berlin C., Klosterstrasse No. 72. en detail. Zeun& Ellrich Rheinsbergerstr. 67( nahe Brunnenstr.) 53302* Roh- Tabak. Größte Auswahl. Billigste Preise. ff. Uckermärker 64-78 Pf. verft. P. E. Platt& Söhne, Brunnenstr. 197( a. Rosenth. Th.). Stengel werden zurückgekauft. Rohtabak en gros 54672 en detail L. Cohn& Co., Georgenkirch Strasse 64. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Mr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Roh- Tabak ( sehr preisw. Sumatra's) Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45.[ 49682* Rohtabak Grösste Auswahl! Billigste Preise Sebastian Gröbel, No. 11, Brunnen- Strasse No. 11. Haben Sie Wanzen oder Schwaben? Ein kräftiger Magen und eine gute Verdauung sind die Fundamente eines gesunden Körpers. Wer sich Beides bis in sein spätes Lebensalter erhalten will, gebrauche den seit Jahren durch seine ausgezeichneten Erfolge rühmlichst bekannten Hubert Ullrich'schen Kräuter- Wein. Dieser Kräuterwein, aus vielfach erprobten und vorzüglich befundenen Kräutersäften mit gutem Wein bereitet, übt infolge seiner eigenartigen und sorgfältigen Zusammensetzung auf das Verdauungssystem eine äusserst wohlthätige Wirkung aus und hat absolut keine sehädlichen Folgen. Kräuter- Wein befördert eine regelrechte, naturgemässe Verdauung, nicht allein durch vollkommene Lösung der Speisen im Magen, sondern auch durch seine anregende Wirkung auf die Sättebildung. Gebrauchsanweisung ist jeder Flasche beigegeben Kräuter- Wein ist zu haben in Flaschen à M. 1,25 und 1,75 in den Apotheken von Berlin:( Depots: Hobe's Apotheke, Dresdenerstr. 81; Weisse Adler- Apotheke, Friedrichstr. 206; Apotheke zum weissen Schwan, Spandauerstr. 77; Löwen-Apotheke, Jerusalemerstr. 30; Victoria- Apotheke, Friedrichstrasse 19; Kronen- Apotheke, Friedrichstr. 160; Schering's Grüne Apotheke, Chausseestr. 19; Apotheke zum rothen Adler, Alte Rosss tr. 26, am Köllnischen Fischmarkt; Palmen- Apotheke, Schlesischestr. 14; Flora- Apotheke, Invalidenstr. 94; Sonnen- Apotheke, Gr. Frankfurterstr. 52; Fortuna- Apotkeke, Dragonerstr. 6a; Apotheke zum rothen Kreuz, Chausseestrasse 118; Gradt's Apotheke, Stralauer Platz 20; Carl Haver's FalkenApotheke, Reichenbergerstr. 63; Pelikan- Apotheke, Leipzigerstr. 93; Anhalter Apotheke, Yorkstrasse 18; H. Schäfer's Apotheke, Kleiststr. 34; König Salomo- Apotheke, Charlottenstrasse 54( Ecke Jägerstrasse); Kurfürsten- Apotheke, Genthinerstr. 20; Faber's Apotheke, Grossbeerenstr. 52( Ecke Hagelsbergerstr. 42); Johanniter- Apotheke, Plan- Ufer 11; Görlitzer Apotheke, Görlitzerstr. 48( Ecke Falckensteinstr.); Apotheke zum goldenen Phönix, Chausseestr. 54; Elefanten- Apotheke, Leipzigerstr. 74; Dennewitz- Apotheke, Bülowstrasse 36, am Dennewitz- Platz; Reichs- Apotheke, Elsasserstr. 54; Admiral- Apotheke, Admiralstr. 31-32; Wrangel- Apotheke, Wrangelstr. 113; St. Markus- Apotheke, Markusstrasse 1( Ecke Langestrasse, an der Holzmar ktstrasse); Hirsch- Apotheke, Koppenstr. 22; Askanische Apotheke, Bernburgerstr. 3, am Anhalter Bahnhof; Arkona- Apotheke, Arkona- Platz 5; Strauss- Apotheke, Stralauerstrasse 47; Mohren- Apotheke, Grimmstrasse 9; Blumen- Apotheke, Blumenstr. 73; Auguste- Viktoria- Apotheke, Königgrätzerstrasse 52; Kommandanten- Apotheke, Seydelstr. 16( Ecke Neue Grünstrasse); Schweizer Apotheke, Friedrichstr. 173; Apotheke zur Eiche, Pallisadenstr. 81; Elisabeth- Apotheke, Reichenbergerstr. 72; Augusta- Apotheke, Königin Augustastr. 21; Diana- Apotheke, Thurmstr. 28, Ece Stromstrasse; Stern- Apotheke, Posenerstrasse 7; Apotheke zum goldenen Adler, Alexandrinenstr. 41; Altstädtische Apotheke, Münzstr. 14/15; Ziethen- Apotheke, Grossbeerenstr. 11, gegenüber der Grossbeeren- Brücke; Apotheke zum Roland, Thurm- und Bandelstrassen- Ecke; Feller's Apotheke, Lübec erstr. 32, Ecke Perlebergerstrasse; SchillerApotheke, Alt- Moabit 35, Ecke Ottostrasse; Drei Tauben- Apotheke, Rosenthalerstr. 61, Ecke Steinstrasse; A. Schwarzkopf's Apotheke, Gitschiners tr. 83, nahe der Brandenburgstrasse; Brunnen- Apotheke, Badstr. 11: Neue Apotheke, Königsbergerstr. 21, Ecke Gubenerstrasse); Humboldt- Apotheke, Potsdamerstrasse 29; Kaiser Wilhelm- Apotheke, Landsbergerstr. 3; Apotheke zu den Frankfurter Linden, Gr. Frankfurterstr. 108; Apotheke zum schwarzen Adler, Neue Königstr. 50; Engel- Apotheke, Kanonierstrasse 44; Apotheke zum Greiff, Barnimstrasse 33; und in den Apotheken von Schöneberg, Wilmersdorf, Rixdorf, Adlershof, Tempelhof, Rummelsburg, Friedrichsfelde, Friedrichsberg, Köpenick, Weissensee, Französisch- Buchholz, Tegel, Spandau, Charlottenburg, Müncheberg, Friedenau, Steglitz, Gr.- Lichterfelde, Zehlendorf, Teltow, Buckow, Potsdam, Erkner, Königs- Wusterhausen, Friedrichshagen, Kalkberge- Rüdersdorf, Alt- Landsberg, Strausberg, Werneuchen, Bernau, Biesenthal, Eberswalde, Oranienburg, Velten, Kremmen, Nauen, Ketzin, Werder, Fürstenwalde, Brandenburg, Rathenow, Friesack, Fehrbellin, Neu- Ruppin, Alt- Ruppin, Lindow, Gransee, Zehdenick, Liebenwalde, Joachimsthal, Freienwalde, Trebbin, Storkow, Mittenwalde, Zossen, Beelitz, Lehnin, Belzig, Frankfurt, Küstrin u. s. w., sowie in den Apotheken aller grösseren und kleineren Städte der 4870L* Provinz Brandenburg, der Nachbarländer und ganz Deutschlands. SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELBÄDER. 4959L* Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Loh- Tannin-, Heisstrockenluft- u. Dampfkastenbäder m. Verpackung, Massage, Ritter- Bad, Bad Frankfurt, 18. Ritterstr. 18.( Ecke Prinzenstr.) 136, Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins u. Umgeg. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante Anzüge nach Maal Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Dann ist es Ihre Schuld! Uhren-, Goldwaaren- Versand. Verwenden Sie doch R. Hoffers' Spezialmittel, welche die Thiere mit Brut sofort tödten und ihr Wiederkommen verhindern! Dofts 50 Pf., 1 Mt. u. 3 Mt. beim Erfinder Rud. Hoffers, Manteuffel 57932* Baar- Verkauf u. Theilzahlung. Bestellg. brieft. Vogdt, Auguftstr. 92. Möbel, Rosenthaler. Brow, Kur- Bade- Anstalt und Massage veraltete Leiden für Rheuma-, Gicht- und Nervenkranke te H. Mania, Brunnenstrasse No. 16. Loh-, Dampf- und Heissluft- Kasten- Bäder, von 4951* Kohlensaure und andere medizinische, sowie Wannenbäder. Lieferant und Masseur sämmtlicher Orts- Kranken- und Freier Hilfs- Kassen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstr. 46( 4 bis 51/2 Uhr). Langjähriger, nicht in einigen Tagen ausgebildeter, Anstalts- Masseur. NB. Bitte meine Anstalt nicht mit der Brunnenstr. 2 zu verwechseln. Verantwortlicher Nedakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.