Morgen-Ausgabe Nr. 583 A286 49. Jahrg. «Reboftfon und Verlag: cSerIin SW 68, Lindenstr. 3 gcrnlprecher<2 � Tmt Dönhoft 232 btS 237 Telegrammadresje: Sozlaldemoer« Derlw v e« l.l di x« V0I.ÜS vl,/:rr SONNTAG 11. Dezember 1932 In Groß- Berlin 1 5 Pf. Auswärts....... 20 Pf. Sbe� ingung«n und Anze'g-nvreise flehe am Schluß des rebaktionellen Teils Jentvalovgan der Sozialdemokratifche« Partei De«tfchta«ds Kritischer Punkt in Genf Die �ünkmäektekonkerea? in 6er Lekwel>e Der Neichsaußenlnimster hat in Genf das Er- suchen Macdonalds nach Verdeutlichung der beiden Kragen Neuraths auf das deutsche Memorandum vom 29 August d. I. verwiesen, das allerdings auch Fragen enthalt, nämlich ob die Mrüslungs- konoention, ihre Zeitdauer und ihre Revisions- möglichkeiten gleichmäßig auch für Deutschland geltem Hierdurch ist nach deutscher Regierungsansicht die Diskussion wieder aus ihren Ausgangspunkt zurückgeführt. Eine starke Minderung der Er- solgsaussichten für die Fünfmächtekonferenz sieht man darin, daß Paul Poncour, der Vertreter(und Äriezsminister) Frankreichs, keinesfalls über den Herriot-Plan hinausgehen und nicht einmal eine weitere Auslegung erteilen wollte. Am Sonnabendnachmittag haben die Vertreter der fünf Großmächte ununterbrochen fünf Stunden lang beraten. Paul Boncour hat nachher mit Herriot in Paris telephoniert. übrigens schon zum drittenmal am Sonnabend. Am Sonntag geht die Fünfmachteberatung weiter. Um die Formulierung Zigener Bericht des„Vomärfs" Genf, 10. Dezember. In der heutigen Füns-Mächte-Besprechung zeigte sich, daß über die wesenllichsteu Punkte der Gleichberechtigung und der Sicherheit keine Einigung möglich war. Als um'AS Uhr nachmittags die Beratung wieder begann, standen noch sämtlich« Vorschläge zur Aussprache, darunter die in positive Sätze gebrachten deutschen Fragen über die prak- tische Anwendung der Gleichberechtigung und die Sicherheit durch allgemeine Abrüstung, sowie ein englischer Rahmenentwurf für ein Abkommen, das die Gleichberechtigung nach Ansicht der Eng- lätider befriedigender sicherstellen sollte. Durch den heftigen Widerstand der französischen Unterhändler drohiea die Verhandlungen mehrmals zu scheitern, doch gelang es den vermittelnden Bemühungen Macdonalds immer wieder den tote« Punkt zu überwinden. Schließlich kristallisierte sich eine Formulierung heraus, die Deutschlands Rückkehr in die Aon- ferenz herbeiführen soll unter der Boraussetzung der Gleichberechtigung für deren Verhandlungen. In dieser Formulierung sind Teile des Simonschen Abrüstungsvorschlages, der deutschen Fragen, sowie Herriots Erklärungen enthalten; es kommt aus die endgültige For- inulierung an für Annahme oder Ablehnung. Ausdrücklich wird versichert, daß sür die For- inulierung außer den erwähnten drei Grundlagen Simon-Plan, deutsche Fragen und Herriot- Erklärung keine neuen Gebiete politischer Abmachungen zur Erleichterung einer Ver- ständigung herangezogen worden sind. Im ganzen kann man als Ergebnis des heutigen Tages eine starke Entspannung feststellen. vor Bekanntwerden der französischen Antwort läßt süh über die Haltung des deutsche« Der- lrelers noch nichts sagen. Es hat aber den beut- lichcn Anschein, als ob der starke S k e p t i z l s- mus. der bei Ankunft Neuraths die deusiche Delegation beherrschte. angesichts des Vorschlages bei llnkerbrechuug der heutigen Verhandlungen dcch der Avsschüivg gewichen wäre, als enlhalte dieser Vorschlag sür Deutschland mehr, als man erwartet hätte. Sollte daher Frankreichs Antwort nicht unbe- dingt ablehnend ausfallen, so dürfte selbst bei einigen Abänderungen Denkschland zustimmen und damit zur Abrüstungskonferenz zurückkehren. deren Büro und Generalkomwisfion ja bereits auf Dienstag bzw. Mittwoch der kommenden Woche einberufen sind. Frauzösisebe Linke gibt Reparationssy&tem auf Eigener Bericht des„Vorroäris" Paris. 10. Dezember. Der Finanz- und der Auswärtige Ausschuß der Kammer haben mit 26 gegen 4 bzw. mit"20 gegen 6 Stimmen einen von den Sozialisten Aincent- A u r i o l und dem Radikalen Bergery aus- gearbeiteten Entschiießungsantrag in der Schul- denfrage angenommen. Dieser Entwurf, der als DiskusiionsgruMage für die öffentliche Kam- merdebatte am Montag dienen wird, weist eingangs aus die große Bedeutung der Ein- berufung einer internationalen Konfe- r e n z hin, die der wirtschaftlichen Unordnung in der Welt ein Ende machen soll, indem sie die Wiederholung der Folgen verhindert, die Geldüberweisungen ohne Gegenleistungen in Form von Arbeil oder Waren hervorgerufen haben. Weiter heißt es in dem Entwurf, Frankreich habe den Wunsch, die oon ihm unterzeichneten Verträge zu erfüllen und es wolle an seiner traditionellen Doktrin von der friedlichen Regelung der Konflikte auf dem Wege der internationalen Schiedsgerichts- barkeit festhalten. Schließlich wird noch gesagt, daß Frankreich die am 15. Dezember fällige Zahlung nur leisten könne, wenn Amerika vorher das Prinziv der in der Einleitung er- wähnten internationalen Konferenz annehme. Die Winterhilfe Einstimmiger Beschluß des sozialpolitischen Ausschusses Der Sozialpoliklsche Ausschuß des Reichstags lral am Sonnabend zusammev. um dle Au- »rüge zur Winterhilfe zu beraleo. während von den Natloualsozlalisteo eine all- gemein gehallene Enlschliehung vorgelegt wurde. wonach es der Regieruag übellasseu bleiben sollte, eine„angemessene" wiaterbeihilse zu gewähren, hallen Sozialdemokralen und Kommunisten kon- kiele Vorschläge für die uaeutgellllche Belieferung mit Brot. Sohle usw. gemacht. Abg. Luise S ch r o e d c r(Soz.) gab in der Tegründur.g ein Vckd oon der wachsenden Not. die immer weitere Kreise ersaßt. Die Folgen der Verarmung zeigen sich auch in den Kreisen der Gewerbetreibenden. Die Rcdnerio forderte gleichzeitig auch eine Aer.deruux der Roloerorduung vom 19- Oktober. bei der die Wohlsah". Iserwerbclosen. die Alleia- flehenden und die Empfänger kommunaler Zusahuotersiühungen ausgescholtc» wurden. Der deutschnalionole Abg. Schmidt wendet sich gegen den sozialdemokratischen Antrag. Der Rcgierungtoertreter, Ministerialdirektor Krahne gib! einen Ucberblick über die bisherigen Maß- nahmen zum verbilligten Bezug von Lebens- Mitteln und verweist außerdem auf die eingeleitete allgemeine Wmierhilfe. Nachdem die sozialdemokratischen Abgeordneten Aushäuser und S p l i e d l nochmals ver- langten, einen bestimmten Willen des Ausschusses zu äußern und diese dringende Hilisaktion nicht den, Ermessen der Regierung zu überlasten, wurde der sozialdemokratische Autrag mil ciuiz n von der biUoerllchen Mehrheit(Zentrum bis Nazi) bcschlosienen Abschwächvnaeu zur Grundlage des Arsschi ßbeschiuss-s geoommea. Danach wird die Regierung ausgesordert. sür alle Arten oon Empfängern öffentlicher Unter- stützungen und Renten eine zusätzliche Winterhils« zu schaffen, deren Durchführung den Gemeinden übertragen wird. Die Winterhilse besteht in unentgeltlicher Belieferung mit solchen Naturalien und Kleidung--- stücken, mit denen je nach den örtlichen Verhältnissen der Notlage om besten gesteuert werden kann. Eine Verminderung der Geld» Unterstützung dars nicht eintreten. Die Mittel stellr das Reich den Gemeinden zur Ver- fügung. Es ist vorgesehen, daß diesmal die Allein- stehenden nichl ausgeschlossen werden dürfen. Der Beschluß des Ausschusses erfolgte in der Endabstimmung einstimmig. Die Vorschläge zur siuanzielleu Deckung dieser HUssaklion wurden dem haushallsausschuh überwieseu. der am Mouwg zusammenlritt und endgültig enlscheidel. Die sozialdemokratische Enlschliehung auf Vcrooll- slänkiguug des Versoaenkreises in der Verordnung vom 19. Oktober wurde gleichfalls angenommen. Schleicher im RirndfMk Regierungsprogramm nach Methode Papen Seichskanzler von Schleicher wird in der uächsteu Woche, wahrschciolich am Donuerslag. sein Regierungsprogramm im Rund- f u u k vortragen. Er folgt damit der Praxis des Herrn oou Popen, der feiu Programm cbeusalls nicht im Reichstag, sondern im Rundfunk vortrug. Es besieht allerdings ein llaterschied! Herr von Schleicher hat sür diese Praxis die still- schweigende Duldung einer Reichstagsmehrheit erhalten. Die sozialdemokratische Frot- tiou hatte beantragt, daß Herr von Schleicher sein Programm dem Reichstag uulerbreiten falle. Die bürgerlichen Parteien haben w I l h I l f e d e r Nationalsozialisten diesen Aalrog ab- gelehnti * Ueber die Absichten Schleichers gehen Nach- richten, die von zuständiger Stelle nicht bestritten worden sind. Wie verlautet, nt-d Reichs Gnzlsr von Schleicher in der Rede, die er am kommenden Donnerstag über alle deutschen Sender halten wird, Mitteilungen darüber machen, i n w i e- weit und unter welchen Voraus- s e tz u n g e n eine Aushebung der verschiede- nen, gegen den politischen Terror gerichteten Ver- ordnungen in Frage kommen kann. Für den Fall einer Beruhigung des politischen Lebens dürsten voraussichtlich die Sondergerichte ausgehoben werden. Auch die Verordnung über die Einschränkung der Pressefreiheit wird unter d.eser Voraussetzung fallen. Der Reichskanzler wird sich in seiner Rede auch mit dem R e p u b l i k s ch u tz g e I e g besaßen, dos Ende diese- Jahres abläuft. Soweit dieses Gesetz den Schutz der Staatssvrm, die Reichsfarben und den Ehrenschutz der Minister und politischen Per- sönlichkeiten umfaßt, soll das Gesetz d u r ch N o t- Verordnung verlängert werden. Ale drei ersten Tage Von Paul Löhe Vor dem Zusammentritt des am 6. No- vember gewählten Reichstags hat die sozial» demokratische Fraktion zwei Richtlinien sür ihre bevorstehende Arbeit aufgestellt: � 1- Scharfe Ablehnung des Kabinetts Schleicher als einer schlecht verdeckten Fort- setzung der Regierung Papen. 2. Herstellung der Arbeitsfähigkeit des Parlaments, an deren Zerstörung nur die Feinde der Dolksrechte ein Interesse haben konnten. So wenig die ersten drei Sitzungstagc des Reichstags einen endgültigen Schluß über die weitere Entwicklung gestatten, unsere Taktik hat doch zu einigen nicht unbedeutenden Erfolgen geführt, an deren Ge- lingen noch vor einer Woche die stärksten Zweifel bestanden. Das Parlament ist arbeitsfähig geblieben — trotz der eingeschobenen Prügeleien zwischen Nationalsozialisten und Kommu- nisten, trotz verschiedener Radauszenen, die Zügellose Abgeordnete aus den Flügelpar teien heraufbeschworen haben. Diese Arbeitsfähigkeit machte die rasche Erledigung einer Anzahl von Gesetzen mög- l'.ch, von denen dem sozialdemokratischen Antrag über Gewährung von Straffreiheit die größte Bedeutung zufällt. Er wird einige Tage vor Weihnachten Tausenden von Opfern der politischen Kämpfe und der Wirtschaftsnot die Kerkertore öffnen, und unzählige Genossen, die bis gestern noch hoffnungslos hinter den Gittern saßen, wissen heute, daß sie in-einigen Tagen in den Kreis ihrer Angehörigen zurück- kehren können. Was das bei den Schreckens- urteilen bedeutet, die in den letzten Mo- naken ergangen sind, das kann nur der er- messen, der sich einen Augenblick selbst in eine Gefängniszelle versetzt in dem Bewußt sein, jahrelang, vielleicht ein Jahrzehnt, dort zubringen zu müssen. Als bei der Eröff- nung des Iuli-Reichstags der Gedanke der Amnestie auftauchte, erschien ein Erfolg noch ganz ausgeschlossen. Heute sind wir damit Zum Ziele gelangt. Der Reichsrat wird kaum einen Einwand erheben. Aber selbst dieser unwahrscheinliche Einspruch würde durch einen neuen Beschluß des Reichstags, der innerhalb drei Tagen herbeigeführt werden kann, beseitigt sein. Das dürfen wir als e r st e n wichtigsten Erfolg u n- serer Parlomentsarbeit buchen; Tausende von Kameroden, die oft genug Opfer schlimmster Klassenurteile waren, kommen frei, mit ihnen alle, die die Not zu einer Verletzung der Gesetze getrieben hat. Nicht geringer anzuschlagen ist die Aufhebung jener Teile der September-Notver ordnungen, welche das T a r i f r e ch t der Arbeiter zerschlugen, neuem Lohndruck Tür und Tor öffneten und eine Ermächtigung zu weiterer Kürzung der Renten, wie zur Ver- Minderung der Rechte der Versicherten aus sprachen. Was unter Papen noch als unteil- barer Bestandteil seiner sagenhaften Ankur- belung auf Kosten der Arbeiter erschien, ist sang- und klanglos unter den Tisch beför- dert worden. Nicht ohne Bedeutung ist auch das Gesetz, das die Stellvertretung des Reichspräsidenten regelt. Mögen die Antragsteller die Nationalsozialisten, irgendwelche eigensüchtigen Ziele damit ver folgt haben— in seiner Wirkung bildet es einen gewissen Schutz gegen Intriganten, die auf Schieickwegen monarchistische Elemente in die Remerung des Reichs einschmugoely wollen. Nicht als ob damit jede solche Ge fahr abgewehrt wäre. Wachsamkeit wird immer am Platze sein, aber die Hindernisse Der Weg der Mer-Partei Von Straßer zu Ley— eine bezeichnende Wandlung! sind durch das Gesetz verstärkt. Es füttl eine Lücke der Verfassung aus, die sich erst durch die neuere Entwicklung herausgestellt hatte. Mit unserm Antrag auf Winterhilfe will sich eine Rechtsmehrheit des Reichstags nicht erneut beschäftigen. Der Vorstoß der Sozialdemokratie war aber stark genug, die Regierung zu einer teilweisen Zusicherung zu bewegen, und unser Antrag ist die Grund- läge der Beratungen, die im Haushalts- und Sozialpolitischen Ausschuß begonnen haben. Er wird nicht ganz ohne Erfolg bleiben, wenn wir auch wissen, daß das Ergebnis die Bedürftigen nicht voll befriedigen kann. Soweit die positiven Ergebnisse der kur- zen drei Tage. Nicht beschäftigt hat sich der Reichstag mit der Arbeitsbeschaffung, nicht mit dem Umbau der Wirtschaft, nicht mit den Plänen, die die Regierung selbst auf diesen Gebieten haben soll. Wenn es nicht geschah, dann nur, weil die national- sozialistische Fraktion, von inneren Wirren zerrissen, mit ihren 196 Stimmen es verhin- derte. Weil sie den Reichstag oertagen half und damit allem ins Gesicht schlug, was sie an großartigen Rettungsplänen für das deutsche Volk in der Schublade verbirgt. „Zuerst tun wir einmal gar nichts und gehen dann nach Haufe"— das war die Partei, die die Welt aus den Angeln heben wollte und die sich hier mit Hugenberg wie mit allen kapi- talistifchen Gruppen gegen die Linke zu- sammentat. Was die nationalsozialistischen Wähler bisher in Oldenburg und An- halt, Braunschweig und Mecklen- bürg erlebten, daß ihre Heroen nichts zu tun vermögen gegen Wirtschaftsnot und Ar- beitslosigkeit, das beginnt nun auch im Reichstag offenbar zu werden. Traurig für die betroffenen Opfer der Wirtschafls- krise— nützlich für die Aufklärung der irre- geführten Gläubigen! Die Sozialdemokratie brauchte in ihrer Arbeit nicht einen Finger breit von der Stellungnahme abzuweichen, die sie sich für ihr Verhalten gegenüber der neuen Regie- rung vorgenommen hatte. Daran ändern die krampfhaften Verdrehungsversuche der kommunistischen Presse nichts. Die K o m- munisten haben mit den Sozialdemo- traten für die Amnestie, mit den Sozial- demokraten für die teilweise Aufhebung der Notverordnungen, mit den Sozialdemo kra- ten gegen die Verschleppung der Winterhilfe, mit den Sozialdemokraten für die Weiter- iagung des Reichstgs gestimmt. Die einzige Differenz bestand in chrer Forderung, vor allem anderen über die Mißtrauens- votsn abzustimmen. Wäre das geschehen, dann wäre der Reichstag entweder aufge- lost oder die Regierung gestürzt worden. Es gäbe keine Amnestie, es gäbe neue Notoerordnungen, es gäbe keine Spur von Winterhilfe. Die Sozialdemokratie hat die Interessen der Betroffenen gegen die tolpatschige und verhängnisvolle Taktik der Kommunisten gewahrt. Unsere ersten Vorstöße sind gelungen. Sie können nur ein Anfang fein. Der nächste Kampf gilt der Arbeitsbeschaffung, gilt dem Umbau der Wirtschaft. Was nutzt die Befreiung der Opfer wirt- schaftlicher Not aus den Gefängnissen, wenn draußen die gleiche Not ihrer wartet, die gleichen Gefahren ihnen drohen? Was bis jetzt geschah, war nur eine geringe Wieder- gutmachung begangenen Unrechts. Die posi- nve Arbeit für die Opfer der Wirtschaft steht noch aus. Die Sozialdemokratie wird nicht locker lassen, bis auch hier Erfolge er- zielt sind. Alüchliger SS.-lttann verhastet. In ier mecklenburgischen Stadt Teterow wurde der bisher iliichtige SS.-Mann Wittenburg ver- haftet. Er steht unter dem dringenden Ver- dacht, an der Erschießung eines Stahlhelmers be> leiligt zu sein. Zu kaltowih verhastet wurden die dortigen Ein- mohner Brüder Neumann, Deutsche polnischer Staatsangehörigkeit, vermutlich wegen Mitglied- schaft bei der Hitlerei! Irland boykottiert englische Waren. Kein Ladenbesitzer wagt mehr, englische Waren im Schaufenster aur zulege» oder den Käufern anzu- bieten oder bei Bedrohung die Polizei zu Hilfe zu rufen. Es ist eine besondere Boykottliga ae- bildet worden. Eine führende Rolle spielt die Witwe eines frischen Aufständischen M a c B r t d e. Sie ist eine Schwester des verstorbenen Generals kreuch, der die englische Armee I9t4 in Frank- reich befehligte. Verkürzung der willtärdienslzeit in der Tschecho- slowakel. Der Jahrgang 1931 wird bereits am 13. Januar k.J. in die Reserve entlassen, das ist eine Verkürzung der Dienstzeit um 2H Monate. Eine Reinigung der kommunistischen Härtel der Sowjetunion ist für das Jahr 1933 von ihrem oentralkomitcc beschlossen worden. Straßer ist die Treppe hinuntergeworfen worden. Statt dessen fiel ein anderer die Treppe heraus: Dr. Robert Ley. Hitler hat ihn zum „politischen Stabsleiter" ernannt. Es ist derselbe Raufbold Ley, der in Köln mit einer Nazihorde den sozialdemokratischen Führer Otto Wels und den Polizeipräsidenten Bauknecht überfiel. Es ist derselbe Ley, der von der Nazipartei aus Köln entfernt werden mutzte und gegen den die Nazi-Oppsition die schwersten Beschuldigungen erhoben hat. Durch Ley will Hiller„die Schlagkraft" der Bewegung wieder- herstellen. Er konnte keinen Würdigeren und Geeigneteren finden, als diesen Ley, der wegen des Ueberfalls auf Otto Wels zu drei Monaten Gefängnis oerurteilt wurde. Die„Kölnische Zeitung" erinnert daran, daß dieser Ley auch als Redner ebenso b l u t- rünstig ist, wie als Schläger, und sie zitiert eine seiner Redeblüten aus der Zeit, als die Nazis noch mit Pape» und den feinen Leuten Duz- brllderschaft hatten. Damals bedauerte er, daß der Reichskanzler nicht noch schärfer gegen die preußische Regierung vorgegangen sei und rief aus:„Herr Reichskanzler, wir verlangen, daß der Jude Abegg standrechtlich erschossen wird!" Der Wandel der politischen Verhältnisse in Preußen hat dazu geführt, daß sich die reaktiv- nären Kreise in der preußischen Verwaltung wieder obenauf fühlen. Es ist das in einem Maß der Fall, daß kaum noch ein Unterschied zwischen heute und der Vorkriegszeit besteht. Besonders schlimm sieht es in dem Teil der Verwaltung aus. an dem die Ereignisse des November 1918 ver- hältnismäßig spurlos vorübergegangen sind. Dazu gehört u. a. die G e st ü t s v e r w a l t u n g. Es gibt dort Beamte, die sich bei ihren Entscheidun- gen in geradezu unglaublicher Weise von der Rücksichtnahme auf die Nazibewegung leiten lassen. Zu ihnen gehört auch der Landstallmeister des Gestüts Trakehnen in Ostpreußen, Dr. Ehler t. Während des letzten Reichstagswohlkampfes hielten die Nationalsozialisten im Bereich der Gestütsdirektion Trakehnen eine Versammlung ab, an der auch Arbeiter des Gestüts Trakehnen teilnahmen. Am Schluß seines Referats forderte der Naziredner die Versam- melten auf, sich von den Plätzen zu erheben und den Hitlergruß ertönen zu lassen. Ein Teil der Arbeiter, darunter fünf hosgänger des Gestüts, kamen dieser Aufforderuug nicht nach. Die fünf Hosgänger wurden daraufhin vom Landstallmeister Dr. Ehlert am 22. Oktober fristlos entlassen. Der Deutsche Landarbeiterverband nahm sich' prozep in Eberswalde IVot? Amnestie keine Haftentlassung Der Reichstag hat vorgestern die Amnestie be- schlössen. Ihre endgüstige Gesetzwerdung steht außer Zweifel. Ihre Durchführung ist nur eine Frage weniger Tage. In Moabit sind gestern angesichts der bevorstehenden Amnestie verschiedene Verhandlungen wegen Landsriedensbruchs und Körperverletzungen gegen Nationalsozialisten ver- tagt worden, in einem Falle auch eine Ver- Handlung gegen einen Reichsbannermann, der wegen schweren Landsriedensbruch gpgeklagt ist. Auch der Termin im Prozeß Rosen, der für Montag angesetzt war, ist aufgehoben worden. In Eberswalde läuft fest vier Tagen der Prozeß gegen 13 Einwohner Oder- b« r g s wegen schweren Landfriedensbruch«, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Nöti- gung. Es handelt sich um Vorgänge am Himmel- sahrtstag. Von einer Terrornotverordnung war damals noch keine Rede. Die Sache fällt zweifelsohne unter die Amnestie. Man hätte erwarten dürfen, daß die Verhandlung vorläufig ausgesetzt worden wäre, da- mit da» Gericht unmsttelbar nach Inkrafttreten des Amnestiegesetzes über die Einstellung des Der- fahren» entscheiden könnte. Es besteht die Mög- lichkeit, eine Verhandlung auf zehn Tage aus- zusetzen. Der Prozeß gegen die Oderberger soll aber am Donnerstag weitergehen! Ja noch mehr, einer von den Angeklagten, ein Eiserner-Front- Mann, befindet sich in Untersuchungshaft- Unter Berufung auf die unmittelbar bevorstehende Von Straher zu Ley— das ist der Weg der NSDAP.! �Nationale Würdelosigkelt Gorings Faschistengruß Als im Mai Herr von Papen mit der Auf- lösungsmappe fächelnd den Reichstagssitzungssaal betrat und eine leichte Verbeugung vor den srem- den Botschaftern auf der Diplomatenloge machte, brachen die patentierten Nationalen in der Hiller- Partei in ein wildes Entrüstungsgeschrei aus wegen der„nationalen Würdelosigkeit" eines Kanzlers, der, statt die deutschen Volksvertreter zu begrüßen, die fremden Machthaber estimierte. Noch im Uebsrwachungsausschuß konnten sich die gekränkten Herzen der feinfühligen Goebbels und Frank Ii nicht beruhigen, sondern hielten Herrn von Papen sein schändliches Vergehen immer wieder'vor. Als am Dienstag der Hakenkreuzhäuptling G ö r i n g frisch gewählt den Präsidentenstuhl des Reichstags einnahm, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als mit erhobener Patschhand den italieni- schen Botschafter und seine Begleitung zu be- grüßen, die in der Diplomatenloge Platz genom- men hatten. Und am Freitag, wo er sich an der eigentlichen Geschäftsführung wie an den beiden der Sache an und klagte beim Arbeits- g e r t ch t. Das Arbeitsgericht entschied am 29. November, daß die Entlassung eines durch- schlagenden Grundes entbehrt und deshalb rechtsunwirksam sei. Trotz dieses klaren Urteils lehnt die Gestütsdireklion die Wieder- einstellung der Entlassenen ab! Die landwirtschafllichen Unternehmer haben sich schon mancherlei erlaubt Es bleibt aber hinter dem weit zurück, was sich die Direktion des Gestüts Trakehnen erlaubt. Ihr Austreten schlägt allen gesetzlichen und rechtlichen Bestimmungen, dem Artikel 118 der Reichsversasiung, dem Z 84 des Betriebsrätegesetzes und dem§ 16 der Vor- läufigen Landarbeitsordnung glatt ins Gesicht. Darüber hinaus ist es eine unverzeihlich« und für den Staat reichlich kostspislige Mißachtung einer richterlichen Entscheidung. Der Deutsche Landarbeiterverband hat dem preußischen Landwirtschaftsministerium eine Gin- gäbe in der Angelegenheit übermittelt, in der verlangt wird, der Direktion des Gestüts Tra- kehnen die unverzügliche Einstellung der fünf entlassenen Hofgänger zur Pflicht zu machen. Darüber hinaus fragen wir den preußischen Landwirtschaftsminister, ob er mit der geschil- derten Betätigung seiner nachgeordneten Organe einverstanden ist und ob damit zu rechnen ist, daß Herr Landstallmeister Dr. Ehlert zur Ersatz- leistung des von ihm bewußt angerichteten Scha- d-ns herangezogen wird! Amnestie hat Rechtsanwalt Dr. Joachim beantragt, ihn aus der Haft zu entlasien. Das Gericht hat den Antrag abgelehnt. Der Mann sitzt seit sechs Monaten in Unlersuchungs- hast!... Polizei gegen KPB. 1�?D.-Arheiterschut?enhuncl überraschend besetzt Ersurt, 10, Dezember. Wie die Polizei bekanntgibt, hat sie festgestellt, daß der verbotene Rotsrontkämpferbun» und seine ausgelösten Formationen besonders in legier Zeit eine stark« Aktivität entwickel- ten. Durch eingehende Beobachtungen der Ab- teilung l A de» Polizeipräsidium» wurde ermittelt, daß die aufgelöste Ortsgruppe Erfurt sich in ihrem Bestand stark oermehrt hatte, daß von chr regel- mäßige Wehrsport- und Schießabende, nächtliche Uebungen, Auebildung im Jiu-Jitsu usw. veranstaltet wurden Auch für die Nacht vom 9. zum 10. Dezember war vom RFB. ein derartiger 'Abend auf dem Gelände de» Arbeiter- Schützenbundes Gispersleben bei Er- furt(Rote Sporteinheit) angesetzt. Nach einem vorbereiteten Plan I«setzte ein größeres Aufgebot von Schutz- uno Kriminalpolizei da» Gelände. Beim Eindringen in die Baulichkeiten wurde der Polizei heftiger Widerstand entgegengesetzt, der sich zu tätlichen Angriffen steigerte. Die Bolizei war daher gezwungen, zur Brechung des Widerstandes von der Schußwaffe Gebrauch zu machen, wobei anderen Tagen reichlich wenig beteiligte und die Sorgen der Ordnung und Abstimmung dem Vize- Präsidenten Esser überließ, kroch er sogar hinauf in die Fiemdenloge, um auch dort mit den Italienern den landfremden Gruß der Unter- drücker Cüdtirois zu wechseln. Daraus ist zu ersehen, daß nationale Würde- losigkeit nur dann ein rügenswertes Vergehen ist, wenn es dem welschen Erbfeind oder„Gatt- strafe"-England gilt, bei den italienischen Be- drückern der Deutschen ist es eine Heldengsste. die der patriotischen Würde keinen Eintrag tut. Oder wird der kleine Goebbels seinen Hauptmann äh an den Ohrläppchen zupfen? Der Standartenpfarrer Haftbefehl gegen Ffarrer Fuchs Waldenburg, 10 Dezember. Gegen den Gastwirt Franke in Kynau ist wegen dringenden Verdachts der Begünstigung, gegen den Pastor Fuchs in Dittmannsdorf wegen dringenden Verdachts der Beihilie zum Spreng- swffdiebstahl in Kynau und wegen Verdunkelungs- gefahr vom Amtsgericht in Waldenburg Hastbe- fehl erlassen worden. Das Evangelische Konsistorium hat die vor- läufige Dienstenthebung des Pastors Fuchs verfügt. ein Mitglied des RFB. verletzt wurde. 2 9 Per- sonen wurden festgenommen. Erheb- liches Material sowie eine Anzahl Waffen wurden beschlagnahmt. Di« sich aus dieser Aktion er- gebenden weiteren Ermittlungen sind noch im Gange. I�ein Hochverrat Leipzig, 10. Dezember. Nach einwöchiger Verhandlung verkündete heute der IV. Strafsenat des Reichsgerichts das Urteil in dem Prozeß gegen den 2Sjährigen Fahnenjunker Unteroffizier Karl Eberhardt. Der Angeschuldigte, der sich fest dem 13. Juli 1931 in Untersuchungshaft befindet, wurde unter Aufhebung des Haftbefehls auf Kosten der Reichskasse wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Der Reichs- anwalt hatte ä'A Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und Ausstoßung aus dem Heere beantragt. Dsm Angsklaztsn war zur Last gelegt worden, im Juni 19Z1 unter seinen Kameraden aus der Dresdener Jnfanterieschule Propaganda für kom- munistisch« Ideen getrieben zu Häven. Wie der Senatspräsident u. a. ausführte, beruhte das ge- samte Verfahren auf den Aussagen des Oberge- fretten Greichelt, dessen Bekundungen sich als zum Teil unwahr herausstellten. Landtag am Mittwoch hftnisterpräsidentenwahl nicht auf der Tagesordnung Landtagspräsident Kerrl hat nunmehr das Landtagsplenum für kommenden Mittwoch, den 14. Dezember einberufen. Der Preußische Landtag wird dann seinen letzten Sitzungsabjchnitt vor der Weihnachtspause durch- führen, der etwa drei Tage dauern soll. Daß die Tagesordnung der Sitzung erst jetzt herauskam, hat nach Meinung parlamentarischer Kreise seine Ursache darin, daß noch bis zulegt B e- sprechungen zwischen Nationalsozia. listen und Zentrum darüber stattfanden, ob die Wahl des preußischen Ministerpräsidenten be- reits in diesem Sitzungsabschnitt erfolgen solle. Der Tagesordnungspunkt„W a h l d e s M i n i- sterpräfidenten" findet sich nicht aus dem vom Präsidenten mitgeteilten Geschäftsplan. Viel- mehr ist die Erledigung zahlreicher Ausschußbe- schlllsse vorgesehen, sowie u. a. auch die Wieder- Holling der Abstimmungen über Antrüge zum Kon- flikt zwischen dem Reich und Preußen, bei denen das Haus im letzten Sitzungsabschnitt beschlußun- fähig geworden war. Es Handelt sich dabei vor allem um Anträge, die sich für die Interessen des Kabinetts Braun einsetzen und bei deren Ab- stimmung sich die Nationalsozialisten nicht beteiligt hatten. Bereinsfreiheit? Bezirksparteitag der KPD. aufgelöst Dorlmund, 10. Dezember. Der 14. Bezirksparteitag der Kommunistischen Partei, der heute vormittag in der Dortmunder Westfaienhalle eröffnet wurde, ist auf Anordnung oes Polizeipräsidenten wegen dringenden Ver- dochts der Vorbereitung illegaler Maßnahmen a u f g e l ö st worden. Agrarische Reaktion im Osten Fin Gestütsdirektor pfeift aufs Arbeitsgericht i im_, ,, kaulan jSy /) t/1» /9 Wundtrfünar Selbalötfnui„Utbllng" m Frlbdrlehtlr. 143, am&adtbht Leipziger Str. 1 13. äcka Mau'rstr. Fricgnch'tr. 74, EcktJtganir. ääs 18**31 Neu, IQ.- I I ää'äs Die mißlungene Gruppenaufnahme „Um die unverbrüchliche Einigkeit der Führerschaft der NSDAP, zu beweisen, werden wir uns zusammen photographieren lassen." „Aber nicht mit Göring zusammen!" „Aber nicht mit Straßer zusammen!" „Aber Göring.. aber Straßer.. „Ich hab' den Schwindel satt, ich hau ab!" Bleib, Straßer, bleib!— Er geht. Hm, sagen wir: ICH habe ihn beurlaubt," J.% „Die Einigkeitsgruppe wird zwar etwas kleiner, aber um so schöner." „Und Straßer?" „Der ist— jenseits des Bildrandes!" Rassenwahn und Politik knednch Hertz in der Freien Sozialistischen Hochschule In der Freien Sozialistischen Hochschule sprach nach einleitenden Worten des Genossen Alexander Stein Professor Friedrich Hertz- Halle über das Thema„Rassenwahn und Politik". Der Begriff der Rasse ist heute ein politisches Schlagwort geworden. Dicke Bücher und Broschü- ren sind wissenschaftlich aufgemacht, aber mit rein politischer Tendenz in Massen erschienen. Große Parteien haben die Rassenfrage zum Hauptpro» grammpunkt gemacht, Rassenkunde ward zu einer neuen Religion, die mit Fanatismbs vertreten und als Schlüssel der Weltgeschichte angesehen wird. An sich ist der Begriss der Rasse nicht zu leugnen. Durch Vererbung hervorgerufene körperliche Merk» male sind vorhanden, und das kulturelle und geistige Bild ist verschieden. Nach der Rassen- theorie aber soll alles-aus der Rasse stammen und herkommen, und der w e s e n t l i ch st e Glau» b e n s s a tz unserer Rassenverkünder ist. daß die nordische Rasse höherwertig sei als die anderen Rasisn. Man will errechnen, daß der Norden Deutschlands rassisch besier ist als der Süden und Westen, und daß vor allem die unteren Stände weniger edles Blut haben als die höheren. Träfe das einmal nicht zu, so seien die Rassenzüge überdeckt.(Hesterkeit.) Hertz behandelte dann die in ihrer Mehrzahl ablehnenden Urteile der Wisienschast übee die Rassegjheorie. Er wies darauf hin, daß viele Genies, wie zum Beispiel Gdeth« und Beethoven, keineswegs dem germanischen Rasientypus zugerechnet werden können. Ne sehen vielmehr durchaus„ostisch" aus. Die sogenannten Rasieforscher kommen auch um diesen Widerspruch herum. So behauptet Woltmann, daß„die ganze europäische Zivili- sa t i o n. auch in den flawischen und romanischen Ländern, eine Leistung der germanischen Rasse seil" Er kann frellich nicht abstreiten, daß viele Genies bestenfalls Misch» l i n g e sind. Aber er antwortet, Dante, Raphael. Luther usw. seien Genies, nicht weil sie, sondern obwohl sie Mischlinge seien, ihre geniale Anlage sei das Erbteil der germanischen Rasse. Professor Hertz erörterte dann den Rassen» standpunkt der Nationalsozialisten. Im offiziellen nationalsozialistischen Programm, das von Gott» fried Feder herausgegeben und von Hitler aus- drücklich als offiziell erklärt worden ist, finden sich die schwersten Beschimpfungen des deutschen Volkes. Da heißt es. daß„auch nach einer Austreibung der Juden sich genug Judenbastarde oder auch normale Deutsche in ihrer elenden Rassenmischung finden würden, die an die Stelle der Juden treten und nicht geringer gegen das eigene Volk wüten werden als es die artfremden Juden tun". Und weiter sagt Feder:„Wir alle müssen uns darüber klar sein, daß mit dem so stark oerbastardierten deutschen Volk auf die Dauer nicht viel zu machen ist." Was würde wohl einem Manne in Frankreich geschehen, der das französische Volk als eine verpfuschte Rasse hinstellen würde? Man würde ihn auslachen oder ins Irrenhaus sperren Hertz kam dann auf den durch ein Diktat zum Universitätsprofessor gemachten Günther zu sprechen, der dem Proletarit wegen rassischer Minderwertigkeit die Fähigkeiten zum Aufstieg abspreche. Da finde sich die These, daß der nor- dische Teil des Proletariats deshalb verdorben sei, weil ostisch« jüdisch« Unternehmer nordisch-prole- tarische Mädchen sehr oft mißbrauchten und so ihre Rasse ruinierten. Das sei ihm, Günther, selbst in Stockholm aufgefallen, wo es doch wenig Juden gäbe. Danach müßte wohl die Hauptbeschäftigung der Stockholmer Juden in der Verführung von nordischen Arbeitermädchen bestehen! Die Rassentheori«, so schloß Hertz,'ist ein Aus- fluß des Strebens zur Unterdrückung des Pro- letariats. Sie will alles beweisen und deshalb be- weift sie gar nichts. Sie führt zu einer Selbst- beweihräucherung und zu einem Götzendienst, wie er nicht schlimmer gedacht werden kann. Sie ist eine zoologische Weltausfassung, die mit Humanität, Individualität und Gemeinschast nicht das geringste zu tun hat. Sie unterdrückt jede fördernde Mannigfaltigkeit und wendet sich gegen den Begriff der Nation auf Kosten der Rasse. Die Nation will Aufschließung und Auf- nähme, die Rassentheorie verlangt Ausschließung und Abstoßung. Sie ist ein bedrohlicher Rückfall ins Mittelalter. Für uns heißt es: nicht rückwärts zur Rassenreinheit, sondern vorwärts zur nat o- nalen Einheit! Hochschulreaktwn Studentischer Unfug in hlecklenhurg An der Universität Rostock versuchen die Nationalsozialisten, wie sie aus dem letzten Königs- berger Studententag der„Deutschen Studenten- schast" angekündigten, ein v ö l k i s ch e s S t u- d«nten recht durchzusetzen. Es liegen jetzt die Satzungen vor. die die von den Nationalsozia- listen beherrschte Rostocker Studentenvertretung angenommen hat. Nach diesen Satzungen bilden nur die Studenten deutscher Abstammung die Studentenschaft. Die jüdischen Staats- bürger werden also als Nichtdeutsche ausgeschlossen. Daß das neue Studenten- recht ausschließlich der Propaganda des National- sozialismus dienen soll, geht aus dem Z 6 der Satzung hervor, in dem es heißt:„Zu den Auf- gaben der Studentenschaft gehört die national- polstische Schulung und Erziehung der Studenten aus völkischer Grundlage." An der Spitze der Rostocker Studentenschaft soll ein Kreisleiter als„Führer" stehen. Dieser Führer, der natürlich ein Nationalsozialist sein wird, ist nach der Satzung letztentscheidende In st an z. Am unsinnigsten und zum schärfsten Protest herausfordernd ist die Bestimmung, daß jede studentische Vereinigung der Zu- st i m m u n g des„Führers" zur Zulassung an der Universität bedarf. Dadurch könnte also der nationalsozialistische Kreisleiter, jederzeit die Tätigkeit jeder anderen Studentenorganisation unterbinden. Dieses Studentenrecht steht in entscheidenden Punkten in Widerspruch zur Reichs» Verfassung. Trotzdem hat die natio- nalsozialistische Regierung Mecklen- burg-Schwerins ihr Einverständnis erklärt! Allerdings muß noch der Senat der Universität Rostock seine Zustimmung geben. Erfreulicherweise hat der Rektor der Universität Rostock bereits erklärt, daß �r gegen den Entwurf schwerwiegende juristische Beden- k e n habe. Auch die Rostocker Studentenschaft hat den Kampf gegen die nationalsozialistische Dikta- tur der mecklenburgischen Regierung ausgenom- m«n. tEin Antrag, der die Auflösung der Studentenoertretung. die dieses Studentenrecht an- genommen hat, forderte, hat 703 Unterschristen von insgesamt löSS immatrikulierten Studenten gefunden. Dies Ergebnis bedeutet eine schwere Niederlage der Nationalsoziali st en. Man darf gespannt sein, ob das mecklenburgische Naziministerium es wagen wird, ihr völkisches Studentenunrecht gegen die klaren Bestimmungen der Reichsverfasiung, gegen den Willen des Rek- tors und nahezu der Hälfte der Studentenschaft durchzusetzen Sollte man versuchen, m Rostock einen Präzedenzfall zu schaffen, so dürste das der akademischen Jugend mit wünschenswerter Deut- lichteit zeigen, was sie von der akademischen Frei- heit in einem HiUer-Deutschland zu erwarten hat! Eine Familie mit fünf Kindern im Aller bis zu 18 Jahren erhält also nach diesen Richt- sähen wöchentlich 12,55 Mark Unterslühung. Ist in dieser Familie noch ein ZOjähriger Sohn, der vielleicht wöchentlich 20 Mark verdient, so be- kommt die Familie unter Umständen nichts, weil man erfahrungsgemäß bei den ostdeutschen Kreisämtern die Unterhaltspflicht sogar aus die Geschwister ausdehnt. Geht es aber ganz gut, dann wird die Unterstützung in diesem Falle, wo der 20jährige Sohn noch 20 Mark verdient„nur" auf 7 Mark herabgesetzt. Bei der Festsetzung der Richtsätze wurde zwischen teuren und billigen Orten unterschieden. In teuren Orten, wie in den Gemeinden Bolko, Groschowitz, Königshuld usw. gibt es mehr. Dort ist der Richtsatz für einen Alleinstehenden mit eigenem Haushalt 5,05 Mark pro Woche. Ver- heiratete ohne Kinder bekommen sogar 0,90 Mark. Die Zuschläge für Kinder sind hier nicht höher als in den billigen Orten. Bei derartigen Existenzbedingungen müssen die Arbeitslosen langsam verhungern und verkommen. Mit diesem System der„grundsätzlich neuen Staatsfllhrung" muß gründlich gebrochen werden, und zwar recht bald! Äst das Fürsorge? Zum Himmel schreiende Not Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Nachdem aus Grund der Papen-Verordnungen den Magistraten und Kreisausschüssen die Möglich- keit genommen wurde, von sich aus Fürsorge- richtsätze festzusetzen, können jetzt Bürgermeister oder Landräte selbscherrlich die ihnen angemessen erscheinenden Richtsätze festlegen. Der Landkreis Oppeln in Oberschlesien hat in den meisten Gemeinden folgende vom Landrat festgelegten Fürsorgerichtsätze zu verzeichnen: Ein alleinstehender Arbeitslose mit eigenem Haushall bekommt wöchentlich 4 Mark und 20 Pf. Arbeitslose, die im Haushalt selbst hilfs- bedürftiger Eltern leben, erhalten auch dann, wenn sie 30 oder 40 Jahre alt sind, wöchentlich 2,80 Mark. Verheiratete ohne Kinder erhalten 5,55 Mark. Für jedes Kind bis zu 18 Jahren wird ein Zuschlag von wöchentlich 1,40 Mark und für jedes Kind über18Iahre wird ein solcher in Höhe von 2,8 0 Mark gewährt. Einkommen von Familienangehörigen bleibt an- rechnungsfrei bei Minderjährigen in Höhe von 6 Mark und bei Volljährigen in Höhe von 8 Mark. Was darüber ist, wird angerechnet. BesHtverde Sei Bracht Da» fo)al!tionsrecht der Beamten Btouu'chroeig, 10. Dezember. Der Polizeibeamtenkonflikt hat die sozialdemokratische Landtagsfraktion veranlaßt, sich an den Reichsinnenminister mit einem Schreiben zu wenden, in dem darauf hingewiesen wird, daß der braunschweigische Innenminister es den braun- schweigifchen Polizeibeamten verboten habe, dem Landesverband des Deut- schen Beamtenbundes anzugehören. Unmittelbar nach diesem Verbot hatte die Fraktion im Braunschweigischen Landtag versucht, die Auf- Hebung des nach ihrer Auffassung versa ss un g s- und rechtswidrigen Ver- b o t s zu erreichen. Eine Stellungnahme für oder gegen den Antrag sei bisher nicht zu erreichen ge- wesen, weil die Mehrheit der Mitglieder des Rechtsausschusses zunächst eine Stellungnahme des Reichsinnenministers abwarten wollte. Aus diese Entscheidung habe man vergeblich gewartet. Es wird dann die Bitte ausgesprochen, daß das Reich baldmöglichst eine Entscheidung treffen möge, die die nach der Auffassung der sozialdemokratischen Fraktion verfassungs- und gesetzwidrige Beschrän- kung der Koalitionsfreiheit der braunschweigischen Polizeibeamten beseitige. Lübecks Bürgermeister Genosse Uöwigt wiedergewählt Lübeck. 10. Dezember. Der bisherige Erste Bürgermeister der Stadt Lübeck, der Sozialdemokrat L ö w i g t. ist am Sonnabend wiederge- w ä Hit worden. Seine bisherige Tätigkell konnte keine bessere Anerkennung finden als durch diese Wiederwahl Sie erfolgte trotz veränderter Mehr- hellsoerhällnisie in der Bürgerschaft. der aUAUTATS-STRUMPF der «' SALAMANDER ag Der Stmm|rF. der nur in erster Wahl Rerkauft voixd! Also fehlerfrei, eine Masche wie die andere, besonders haltbar, elastisch und dabei sehr billig! Freunde des Tarifvertrags Erhaltung der sozialen Errungenschaften Um die Milte der Wer Jahre war die Frage, ob die Lohn- und Arbeitsbedingungen durch kollektive Vereinbarungen zwischen Arbeitern und Unternehmern geregelt und für einen gewissen Zeitraum lariiver troglich festgelegt werden sollen, noch sehr umstritten. Im Bucl,druckeroerbaich führt« dieser Streit zu einer vorübergehenden Absplitterung. Für die meisten Gewerkschaften hatte dieser Streit zunächst mehr theoretische als praktische Bedeutung. Denn der Abschluß eines Tarif- Vertrags setzt die Anerkennung der gewerkschaftlichen Organisation durch die Unternehmerorganisation voraus und damit einen gewissen Stärkegrad der Organisation, um ihre Anerkennung zu erzwingen. Erst von dein Zeitpunkt ab. wo eine Gewerkschaft stark genug war. um den Unternehmern im Lohnstreit Zugeständnisse abzuringen, wo der Unternehmer bei guter Konjunktur keine Woche davor sicher sein konnte, daß seine Kalkulationen durch einen erfolgreichen Streik über den chausen geworfen wurden, bequemte sich das Unternehmertum zum Abschluß von Tarifverträgen. Natürlich mußte m den Reihen der organisierte» Arbeiterschaft der Tarifgedanke schon vorher Wurzel geschlagen haben, die Ueberlegung durchgedrungen sein, daß es auch für die Arbeiter und ihre Organisation vorteilhafter sei. das einmal Errungene für einen gewissen Zeitraum festzuhalten. Dem größeren Vorteil augenblicklicher Kampferfolge bei guter Konjunktur stand stets der Nachteil gegenüber. bei ungünstigerer Konjunktur das Errungene wieder zu verlieren. Innerhalb der Gewerkschaften wurden die Versechter des Tarifvertragsgedankens anfänglich als Flaumacher, als Feinde des Klassenkampfes abgestempelt. Heute fmk) wir so weit daß s e l b st die„revolutionäre Gewerkschafts Opposition" den Tarifvertrag als „eine soziale Errungenschaft" ausdrücklich anerkennt, eine Errungenschaft, die den„reformistischen" Gewerkschaften zu danken ist. Am vorigen Sonntag sprachen wir in einem Artikel ,Lk e s o r m i st i s ch e Re v 0 l u t i o n ä r e" die Befürchtung aus, daß die in dem sogenminten Einheitsoerband der Metallarbeiter vereinigten Anhänger der NGO. mit dieser Anerkennung allein ständen, von der richtiggehenden kommunistischen Linie abgewichen seien. In einer Entgegnung auf unseren Artikel in Nr. 250 des kommunistischen„Volksecho" wird jedoch diese Besorgnis als unbegründet erklärt: das Gegenteil sei wahr Schon die Ueberschrist des Artikels im„Volks- echo" ist bezeichnend:„Gewerkschaftsführer für Zerschlagung der Tarife. Sie helfen den Unternehmern beim Angriff aus die sozialen Errungen- schaften" Das stimmt zwar nicht, das Gegenteil ist wahr, doch steht damit fest, daß nicht nur die „reformistischen Gewerkschaften", sondern auch die kommunistisch-revolutionäre Opposition gegen die Gewerkschaften samt der KPD. in der gruadsäh- llchen Bejahung des Tarifvertrags durchaus einig sind. Allerdings ist diese Tarissreundschast der RGO- wenig zuverlässig. Denn wer annehmbare Tarifverträge will, muß schließlich auch alles dazu tun, um sie zu ermöglichen. Er muß daraus bedacht sein, die Gewerkschaften zu stärken und damit ihre Position dem Unternehmertum gegen- iil-er. Die RGO. aber bestärkt die Unorganisierten fortgesetzt in ihrem Verhalten gegen die Gewerkschaften, durch unausgesetzte Beschimpfung der Gewerkschaftsführer, die die Tarifverhandlungen mit den Vertretern der Unternehmer zu führen haben. Daß von der Gegenseite bei Tarif- Verhandlungen jedwede, auch die geringste Schwäche auf der Gewerkschaftsseite auszunützen versucht wird, ist kein Geheimnis. Das hält jedoch die„revolutionären" Tarifvertrogsfreunde keineswegs von chrem gewerkschaftsfeindlichen Treiben ab, im Gegenteil, es ist für sie ein gefundenes Fressen, wenn sie an einem Tanfoertrag, der unter ungünstigen Verhältnissen von einer Ge- werkschaft abgeschlossen werden mußte, allerlei aussetzen können. Den„radikalen" Gewerkschaftsmitgliedern können sie dann erzählen, der ungünstige Tarisabschluß zeige, wie„unfähig" die Gewerkschaftsführer seien. Aus der einfachen Ueberlegung, daß für solche Betriebe und Industrien, deren Arbeiterschast zum größten Teil aus Unorganisierten bestcht, kein befriedigender Tarifabschluß möglich ist. zumal nicht in einer Krise, haben bekanntlich zwei Berliner Ortsverwaltungen, unbeschadet ihrer grundsätzlichen Stellung zum Tarifvertrag, aus taktischen Gründen beschlossen, für die Utwrgani' sierten keinen Tarifvertrag mehr abzuschließen Damit soll diesen samt de»„Revolutionären" der Trumpf aus der Hand geschlagen werden, daß die Gewerkschaften schuld daran seien, wenn den Un- organisierien durch einen unbefriedigenden Tarii- vertrag die Möglichkeit unterbunden sei. sich günstigere Lohn- und Arbeitsbedingungen von der RGO. besorgen zu lassen. Die..Revolutionäre" bezeichnen diese Taktik als die.Krönung emer langjährigen Politik der systematischen Aushöhlung und Durchlöcherung der Tarifverträge". Das glauben nicht einmal die „klassenbewußten ravolutionären" Unorganisierten, daß die Gewerkschaften nichts Besseres zu tun wüßten, als ihre Tarifverträge systematisch zu verschlechtern. Auch hier ist das Gegenteil wahr. Ein weiterer Anwurf geht dahin, durch die sozialdemokratische Tarifpolitik sei der Tarifvertrag Schritt für Schritt aus einem Kampf Objekt zu einem Schacherobjeki zwischen den Unternehmersyndizi und den sozialdemokratischen Gewerkschaftsbeamten gemacht worden. Hier zeigt sich, wie fragwürdig die Tarissreundschast der RGO. ist. Während die Gewerkschaften in jedem Falle zunächst aus dem Wege gegenseitiger Verhandlungen zu einem annehmbaren Tarisabschluß zu kommen suchen und den Streik als letztes Kampsmittel anwenden, will die RGO. es umgekehrt machen: erst Streik und dann Verhandlungen. Wenn die Gewerkschaften nicht in jahrzehntelangen Erfahrungen von der Richtigkeit ihrer Taktik überzeugt wären, dann würden die Streiks „unter der siegreichen Führung der RGO." sie davon überzeugt haben. Unsere„revolutionären" Tariffreunde erkennen auch die tarifliche Bindung nicht an oder doch nur solange es ihnen paßt. Sie können sich das leisten, weil sie nicht in die Verlegenheit kommen, Tarifverträge abzuschließen. Was ihnen die Tarifverträge erträglich macht. ist die Aussicht,„daß die Arbeiter ganzer Industriezweige zu großen Massenkämpfen ihre Kräfte einheitlich einsetzen". Sie wollen„kämpfen um den Abschluß oon Tarifverträgen durch die von den Arbeitern in den Betrieben selbst gewählten Kamps- und Einheitsausschüsse", um die Entfernung der sozialdemokratischen Kapüulotions- Politiker aus den Verbandsleitungen damit deren Funktionen durch die NGO. besetzt werden können. Dann will die Opposition„die Kraft der Gewerkschaftsorganisationen für den Kamps um die Er- Haltung der sozialen Errungenschaften in die Wag- schale werfen". Wir sagen den Unorganisierten: Wollt ihr Tarifverträge, dann helft mit sie zu schaffen. tretet eurer Organisation bei. Ohne Organisation überhaupt kein Tarisoertrag, an- nehmbare Tarifverträge nur mit starker Organisation. ShauffeurstreiZ in Halle Der Streik der Kraftdroschkensahrer in Halle ist ein Verzweislungskampf. Die Fahrer. die im Gesamtoerband zu 75 Proz. organisiert sind, machen sich auf einen harten Kamps gesaßt. Bis zum 30. September erhielten sie noch einen Schichtlohn von 3 M. bis 3,ÄZ M. bei lZ Stunden und 10 Proz. der Einnahme. Den Arbeitgebern war das immer noch zu viel. Sie wollen nun noch weitere Verschlechterungen erzwingen. Die Streikenden erwarten von allen Kraft- iahrern im Reich, daß sie keinerlei Arbeitsangebote nach Halle an- nehmen! DvSarbeiterstretk Paris, 10. Dezember. In Dünkirchen sind die Dockarbeiter am Sonnabend in den Streik getreten, weil ihnen eine Lohnkürzung von 2 Franken täglich (35 Pf.) auferlegt werden sollte. Die Lohnkürzung wird gemäg dem Tarifvertrage mit der Verringerung des in diesen Tagen festgestellten In- d e x für die Lebenshaltungskosten begründet. Die Arbeiterorganisationen bestreiten jedoch die Rich- tigkeit des amtlichen Index. Aus dem gleichen Grunde streiken bereits seit einigen Tagen die Dockarbeiter von Le H a v r e. Gewerkschaftliches siehe auch 3. Beilage Hierzu 4 Beilage« Der„Borwäit� im voraus höherer Wort von SVa Xepfite; Zustellung»ns Haus) der Liefei ung wegen jedes' weitere Lindenstr. 3. wochentäglich Feuilleton: H''rbert SW 68 Lindenstr. 3. Mantel ausre/nwo//e/ie/T?D'iaganal'Velours, grosser t ilberluchs• Opcssum- Kragen, auf gestepp- Km kunstseidenem Maroca.n.......... mmsm Skihose_— für Pamen, kräftiger, j imprägnierter Melton, B fli in— Nordische Silber, üchse Serie I S riell Serie III 125££l75£S 225°° Bluse aus buntgeströHtcm�unst-«■ Ä � seidcn-mCröpemarocain, �9 O mit Kragen und Schleife Damen• Pullover reine Wolle, aparte Strenengarnitur» Metall- knöpfe.............. Kostüm rock aus gutem Diagonal- Veiours, mit breit ein- M, gelegter Falte, schwarz, marine, braun.......... hmaamm Taschentuch für Damen, Hohlsaum,■■__ Mako, mit eingewebter g 25 Indanthrenkante, ßStü.k I mmm Damen-Handschuhe Nappa/cderSUpoer. mit ä__ Flauschiuttor, 2Drud!- �90 knöple................. wmmm Derbytasche echt Sc man, kunstscide- jh._ n es Futter,Spiegel, schwarz oder braun............... T a g h e m d TrSgeriorm oder Adisel- sdiiuss, ralc/ie Stlcka/el-| 45 gamltur.................| Nachthemd farbig Batist, mit farbiger 1 9 0 Carn'ierung. 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Es ist sdiroer zu sagen, ob diese Zahl das Richtige trifft, vielleicht sind es nicht so viele, vielleicht bedeutend mehr, zumal der Zustrom zu den Wohnlauben unausgesetzt anhält. Man muß sich das vorstellen können, roenn Menschen eines Tages sang- und klanglos ihre Stadtmohnung verlassen und mit Sack und Pack in eine elende Hütte aus Kistenbrettern und Teerpappe ziehen. Dazu der bitterkalte Winter.„Aber— sagte dieser Tage ein Ermerbsloser— so steht für uns die Frage ja gar nicht. Sondern: sollen mir alle vierzehn Tage nur deswegen aufs Arbeitsamt gehen, um uns die Unterstützung zu holen und sie unmittelbar und unbesehen dem Hauswirt zu übergeben? Denn allen Arbeitslosen, die keinen Pfennig Nebenverdienst haben und keine Mietschulden niadien wollen, bleibt kaum etwas anderes übrig, als trocken Brot zu essen. Und diese Hungeret nur des Hauswirts wegen? Dann tausendmal lieber in die Wohnlaube ziehen und auch wieder ein Ei essen können." Nadi dieser kurzen und bündigen Auskunft eines Erwerbslosen versteht man besser, warum sich vor kurzem, die Reichsbahndirektion Berlin nidit retten konnte, als bekannt wurde, daß sie alte Eisenbahnwagen an Laube nlandpä dl ier abzugeben hat. Ein wahrer Sturm setzte nach diesen ausrangierten Wagen ein, und um nur alle Gesuche um Berücksichtigung beantworten zu können, mußten drei Beamte freigestellt werden. So haben eine ganze Reihe von Wagen draußen an der Peripherie ihre Ruhestätte gefunden, irgendein Gemüsegarten wurde ihre letzte Station. Der Tischler im Waggon Tatsächlich ist ein solcher Eisenbahnmagen nicht das Schlechteste. Zehnmal besser als eine Ge- fängniszelle in der Stadtoogtei ist er bestimmt. In einem südlichen Vorort Berlins steht zum Bei- spiel ein alter Bahnpostwagen. Wir möchten nicht sagen wo, denn sonst sind zu dem bedauerns- werten Besitzer wieder ganze Völkerwaniderungen unterwegs, wie seinerzeit zu den ersten Stadt- randsiedlern. Der Adann— ein Tischler— sagt. er könne nicht klagen. Das ist richtig, denn wenn man nur an die Türklinke saßt, den Wagen auf- macht und die Tür wieder zuschlägt, dann sitzt doch alles, dann sind die wackligen Haustor« in der Berliner Altstadt ein wahrer Jammer dagegen. Zudem ist alles Eichenholz, hundert Jahre hält ein solcher Wagen, wenn der Anstrich nicht oer- nachlässigt wird. Ueber den Preis sind die Mei- nungen geteilt. Der Alonn hat für den Wagen 450 AI. bezahlt, wovon allerdings der Löwenanteil auf die Frachtkosten zu rechnen ist. Das soll eine Heidenarbeit sein, einen alten Eisenbahnwagen, der sich natürlich nicht zerlegen läßt, auf ein Laubengelände zu transportieren. Der Wagen ist 10 Meter lang und 2,50 Meter breit. Durch eine Schiebetür hat sich der Mann den Wagen geteilt: hier W o H- n u n g, dort W e r k st a t t. An der einen Seite hat er seine Hobelbank, seinen Werkzeugschrank, drüben die Sägen, die Bretter und was ein Tisch- ler sonst noch braucht, und auf die Frage, wie denn das Geschäft ginge, meinte er wieder:„Es klappert. Man ist zufrieden." Das hört man gern heutzutage, besonders von einem Tischler, von denen 73 Proz. in Berlin auf dem Nachweis sitzen, noch mehr als Bauarbeiter. Diese wohl seltsamst« Tischlerei der Reichshauptstadt in jenem Eisenbahnwaggon fußt nämlich auf dem Bedarf der umliegenden Laubenkolonien. Da hat der mal c i Fenster zu inachen, jener eine Tür, dieser einen Wandschrank und der vierte einen Tisch, jedenfalls wird in dieser weiten Gegend ein Tisch- ler schon immer mal gebraucht. Versteht sich am Rande, daß der Tischler seinen Eisenbahnwagen natürlich vom Doppelfenster bis zum Blumenbrett pikfein ausstaffiert hat. Augenblicklich stehen wohl in Berlin zehn Eisen- bahnwagen zum Verkauf, Sie sind etwas größer, 12 Meter lang, Sie stehen in Weißensee, Geschichte eines Antohus Dagegen sind die Experimente mit allen Aulobussen mißglückt. Die Karriere eines dieser alten Busse ist phantastisch. Zuerst machte er seinen Dienst in London und fuhr unverdrossen von Hampstead über die City nach Whitechapel. Im Jahre 1924 kam er mit noch einem zweiten Exem- plar seiner Gattung nach Berlin, Denn Ber- lin wollte wie London endlich auch zweistöckige Autobusse haben, da die alten Berliner Busse, wie erinnerlich, nur ein offenes Verdeck, das sogenannt« „Blumenbrett", hatten. Nun wurden die beiden Londoner Busse in die Linie 5 eingereiht, die da- mals vom Stettiner Bahnhof nur bis Schöneberg ging. Was heute ein« Selbstverständlichkeit ist. war damals etwas Staunenswertes, besonders da die beiden Busse nur eine kurze Motorhaube hatten und der Fahrer ganz vorn saß. Das waren die Pioniere der zweistöckigen Aulobusse: jedoch der Londoner Typ sand keinen Eingang in Berlin, Zum alten Eisen geworfen, kam schließlich für Das Wuhlheiöe-Attentat Der otfenhar Geisteskranke leugnet noch immer Der Mörder aus der wuhlheide, der 46 Jahre alte frühere Büchsenmacher Heinrich Werner aus der Slendaler Straße in Moabil, ist trotz mehrfachen Kreuzverhörs durch Kriminalkommissar Lipik dabei geblieben, daß er an dem Tode der erschossenen Frau Emma Sommerfeld aus Bies- dors-Süd unschuldig sei. Auch dos erdrückende Beweismaterial konnte Werner nicht dazu be- stimmen, endlich ein Geständnis abzulegen. Werner spielt weiter den Harmlosen: man neigt aber immer mehr zu der Meinung, es mit einem schwer Geisteskranken zu tun zu haben, Um die Klärung des nächtlichen Mordes in der Wuhlheide zu beschleunigen, griff die Polizei gestern zu einem legten Mittel, um den Täter endlich zum Sprechen zu bringen. Man hatte d i e Tochter der Ermordeten, die bei dem nächtlichen Ueberfall nur einen leichten Streifschuß erlitten hatte, auf das Pollzeipräsidium geholt und ganz unerwartet wurde das junge Mädchen dem Mordschützen gegenübergestellt, Fräulein Sommerfeld erkannte in Werner mit aller Be- stimmtheit den Mann wieder, der sie auf dem Wege nach Biesdorf angesprochen und bald darauf ohne jeden Anlaß auf sie und ihre Mutter ge- schassen hatte. Trotz der Aussage des Mädchens leugnete Werner weiter, und es werden noch manche Schwierigkeiten zu überbrücken sein, ehe der Täter sein Verbrechen eingesteht, Geklüchtet und wieder gefaßt Der 39 Jahre alt« Schlosser Friedrich Jakobs, der gestern in der Wiclefstraße in Moabit, wie berichtet, das Salzsäure- attentat auf die 16 Jahre alte Ursula Lange verübt hatte, wurde am Sonnabendmittag d«m Vernehmungsrichter im Untersuchungsgefängnis vorgeführt. In einem günstigen Augenblick ge- lang es I., zu flüchte n. Er konnte sich seiner Freiheit aber nicht allzulange erfreuen, denn be- reits um 15 Uhr konnte I. in der Wohnung eines Freundes in oer Pasgualftraße in Char- lottenburg erneut festgenommen und ein- geliefert werden, die beiden brüderlichen Busse aus England der Tag der Trennung. Für den einen legte ein junger Mann— es war irgendwo im Norden und ob ging es mit der Autobuskarosseric nach Adlershof, Aehnlich wie bei den Eisenbahnwagen, kostete der Transport über 1W M, Nun sollte das Wohnen losgehen. Das ging aber nicht. Für die Zanuarkälte sind Autobusse nicht gebaut. Der Wohnlaubenbesilzer, der das Ding jetzt hat, stellte vor einigen Tagen Blumen in den Autobus. Am nächsten Morgen waren sie erfroren. Autobusse Furchware Mutter Sie ertränkt ihre drei Binder Recklinghausen, 10. Dezember. Die Ehefrau Margarete k o n c e l i a aus Glad- deck warf ihre drei Kinder in den Rhein- herne-kanat. Dazu meldet die Pressestelle des Polizeipräsidiums Recklinghausen u. a.: Frau Koncelia war am Freitagnachmittag, kurz vor 18 Uhr, mit ihren drei Kindern nach Alten- essen zur Zweigertbrücke gegangen. Hier hat sie zunächst den fünfjährigen Franz über die Kanal- böschung ans Ufer geführt und in den Kanal gestoßen. Die beiden anderen Kinder konnten von ihrem Platz aus den Vorgang nicht beob- achten, und so ging als nächstes Opfer d i e Tochter Irmgard arglos mit ihrer Mutter und wurde ebenfalls in den Kanal gestoßen. Als letzte mußte die Tochter Margarete das gleiche Schicksal erleiden. Die Täterin wurde s e st g e n o m m e n. Das Motiv der Tat ist in zerrütteten Familienverhältnissen zu suchen, haben ja auch viel zu viel Fenster, wer da nicht einige Fenster mit Lzolz ausfüllen wollte, würde gewissermaßen auf einem Präsentierteller wohnen. So ließ sich der Bus nur als Sommerlaube vcr- wenden, oben im Verdeck war die Schlafstube, unten die Küche: lustig, sehr luftig ist es in dein Bus hergegangen, noch heut« hängen da Gir- landen, wo einst die Passagiere saßen. Als es dann im September zu kalt wurde, verschenkte der junge Mann den armen Bus an einen älteren Mann, der ihn herzlos entzwei schnitt: jetzt ist oben extra und unten extra. Es steht alles noch zu lesen:„Stehplatz für 6 Personen!" oder „Rauchen verboten!", die Lampe ist sogar noch da, aber der neue Besitzer kann nichts Rechtes mit dem abgetakelten Bus anfangen, er benutzt ihn anscheinend als Raritätenkabinett. Das ist die traurige Geschichte von einem ausrangierten Autobus, der«inst von London nach Paris kam. Uebrigens betreibt in Reinickendorf ein Mann in einem alten Pferdeomnibus ein Holz- und K o h l e n g e s ch ä f t, d. h, das Omnibus- gestell ist sein Kontor, Stätten der Not Aber beinah« lieber noch im Omnibus wohnen, als in jenen Clendshlltten, wie sie sich manche armen Teufel am Rande der Stadt errichtet haben. Der«ine hat sich aus Kisten eine Be- hausung zusammen genagelt, der andere unver- putzt einen Backstein nach dem anderen aufein- andergefügt, bis er eingezogen ist, windschief sind alle Dächer und der dritte hat versucht, einen Lehmbau in die Höhe zu kriegen, der Lehm ist nur wieder abgefallen. Dazu kalter Boden, der nichts Rechtes trägt, und im Winter steigt das Wasser in Garten und Laube mitunter bis an oie Knöchel. Traurig sind diese Behausungen, «ber wovon«ine wetierfeste Laube bauen, wenn der Mann bereits drei, vier Jahre auf dem Nach- weis sitzt? Wovon Holz kaufen? lind schließlich sind Brot und Schmalz hier wahrhaftig wichtiger als Farbe und Anstrich. Von der Wohlfahrts- Unterstützung kann sich niemand Dachziegel kaufen. Ueufe SObime �3'?Uhrqeöffnet. tbftJkmtdeK JCiuf zaedädt temaaduMSm ptäuMwüyktä zu JkmLswj, falngeKuw fap (hjaMxätsmmi diese MigeJhie! ECHTE PE RS ER-TEPPICHE UMÄU-K» Diwandecken Tischdecken Diwanrückwä'nde Daunendecken 6obfÄ�'0?45 �oiie Oden£25 uoalSO'ISO�iissuch�ni®# BO um wolle ist verorbeitong�oilen Forben iJW« Schlafdecken Möbelbezugstoffe Dekorationsstoffe �amelnoarforbiq ö?5 Handweborst �35 NARKENTEPMCIIE bewahrfe Web a r hen�Huster und Größen c*130*200 c°-f 60*240■3200*300 3230*330 3250*350 3 3300*400 3350*470 12:19.- 1?-24- 26:32: 29; 32-% SM H; 11: 33: 44: 46: 59: 63: 84: 128: Brücken Bettumra n düngen B e tt v o snr/rna, schwere mecnan.�75 Jocquopd-Boucle, reines Hoorqorn, Wollplüsch Morried, Qualilätaj.QO'tSOm.Fn v. ll/iufermftftrlWJ»«Ilhufrrmdfi-Wls/lcn Qualitäk ca 60*140 .... 1Lauferai68< Ibumay-VelOUCreine ALoS ilWetkvohoqen Wolle co.90'l80m Fr.|T. ca 68*130 rlagen schwere O AC 1 m. 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Wie in jedem Jahr stehen in diesen Tagen vor Weih- nachten die Säcke mit den Nüssen vor den Kauf- inannsläden. Die Preise haben natürlich nicht ihren alten Stand halten können: Haselnüsse kosten etwa 35 Pfennig je Pfund. Walnüsse im allgemeinen 50 und Pa r a n ü s s e sind meist für 60 Pfennig zu haben. Sonst aber verzehrt Deutschland noch fast die gleichen Mengen Nüsse wie vor fünf Jahre» während der Konjunktur. An der Spitze im Verbrauch marschieren bei weitem die Haselnüsse. Noch im Jahre I0?l führte Deutschland für rund lg Millionen Mark von diesen Nüssen ein. Ehemals kamen etwa 70 Proz. aller Haselnüsse ans der Türkei, seit geraumer Zeit hat jedoch K l e i n a s i e n seine führende Stellung als Haselnutzoersorger der Welt abgeben müssen. In außerordentlich starkem Maße konnten die italienischen Haselnüsse den deut- scheu Markt erobern, im Vorjahr stammten fast die Hälfte aller eingeführten Haselnüsse aus Italien. Zeitweilig konnte die Türkei nur noch ein Viertel des deutschen Haselnußimports decken. Selbst Spanien lieferte jährlich rund 30 000 Doppelzentner Haselnüsse nach Deutschland, eben- soviel wie die Türkei, bis in letzter Zeit die Türkei einen Teil ihrer alten Positionen zurück- erobern und Spanien niederkonkurrieren konnte. Im Hintergrund der Haselnußerzeuger der Welt ist übrigens inzwischen die Sowjetunion aufgetaucht: 1931 lieferte Rußland bereits über S000 Doppclzentner Haselnüsse nach Deutschland Auch bei den Walnüssen ist Deutschland fast völlig auf Einfuhr angewiesen. Was wir früher an Eigenerzeugung hatten, zerstörte der Krieg. Viele, die damals einen Nußbaum im Garten hatten, mußten ihn in den Kriegsjahren abgeben und wenn der Nußbaumbesitzer nachher im Schützengraben lag, drückte er vielleicht einen Gcwehrschoft an seine Schulter, der von seinem eigenen Nußbaum stammte. Was an inländischen Nußbäumen den Krieg überstanden hotte, wurde schließlich in dem barbarischen Winter von 1929 ein Opfer der Kälte, denn der Walnußbaum ist ja immerhin doch eine Mittelmeerpflanze. Hier haben in den letzten süns Jahren die südost- europäischen Staaten Rumänien und Jugoslawien einen erbitterten Kamps mit Frank- reich um die Führung am deutschen Walnuß- markt ausgefochten. Und ähnlich, wie es Italien und Spanien bei den Hoselnüssen gelang, die Türkei in den Hintergrund zu drängen, so gelang es bei den Walnüssen Rumänien und Jugoslawien ihre französischen Konkurrenten mattzusetzen. Als Walnußverforger Deutschlands marschiert jetzt Rumänien weit an der Spitze. Wenn eingangs gesagt wurde, daß abgesehen von den Preisen die Krise dem Nuhverbrauch im wesentlichen nichts anhaben konnten, so sind die Paranüsse nur ein Beweis mehr dafür. Im Jahre 1929, als es uns noch gut ging, kaufte Deutschland von Brasllien nur rund 18 000 Doppelzentner Paranüsse, im vorigen Ärisenjahr jedoch über 24 000 Doppel- zentner. Nun ist in den letzten Iahren den echten Nüssen ein scharfer Konkurrent in den E r d- nüssen entstanden. Wer aus den Weihnachts- teller keine 5)asel- oder Walnüsse legen kann, bc- gmigt sich mit den billigeren Erdnüssen. Wie weit dos der Fall ist, läßt sich aber schwer sagen, denn die sechs Millionen Doppelzentner Erdnüsse, die Deutschland alljährlich aus Indien(allein vier Millionen Doppelzentner) und Afrika einführt, werden natürlich nicht samt und sonders von Kindern verzehrt, sondern Hauptabnehmer ist die Margorincindustrie. Dann folgen die Bäckereien und Konditoreien, die die Erdnüsse als Mandel- ersatz gebrauchen, und der Rest aller Erdnüsse, der in der Schale bleibt, wandert in der jetzigen Zeit auf die Weihnachtsteller. Gchuloper am Weddwg Kulturarbeit 6er weltlichen Schule In der weltlichen Schule Gotenburger Straße spielen Kinder die Schuloper „W c l l e AB C", Text von Stemmte, Musik von Allan Gray, bereits zum sechsten Male. Aus der hübschen, selbstgezimmerten Bühne spiele» ISO Kinder. Jungens und Mädels, an- gefangen vom kleinen ALE-Schützen bis zum Schüler der letzten Klasse und darüber hinaus auch noch ein Teil bereits Schulentlassener. „Welle ABC", das ist die neue Welle, die die Kinder unserer Zeit auf ihrer Schulter in die Welt trägt. Kinder unserer Zeit, das sind vor allem die Kinder des Proletariats. Nicht etwa, daß sie den neuzeitlichen Fortschritt für sich ge- p'chtet Hütten, nein, sie haben sogar den wenig schönsten Teil einer neuen Epoche erwählte die Not des Alltags. Die Kinder vom Wedding spielen uns also kein beschauliches Märchen vom goldhaarigen Prinzeßlein und dem edlen Ritter vor, sie singen und sagen und zeigen, was sie wirklich bewegt. Das Leben, das ihre Elter» und also auch sie selbst leben und in das sie mit dem aus Not geborenen, hellen Verstand Einblick und Verständnis gewonnen haben. Und weil sie Kinder sind, so zeigen sie die Freude am Spiel und gleich daneben auch die Notwendigkeit früh Geld verdienen zu müssen. Da ist der Zeitungsjunge, der uns sein Lied singt, der künftige Autoschlosser und der Junge, der alles macht, wofür es ein paar Pfennige gibt. Im Sommer nach Tennisbällen rennen und Rad- wache halten, im Winter Pakete tragen, Auto- tiireu aufreißen und im Sportpalast Programme verkaufen, wobei sich das sportbeseelte Auge an den Nennfahrern ergötzt. Dann kommen die jungen Kindermädchen und singen ihr Lied, daznlischen zetern unentwegt die alten Tanten über die Verderbtheit der modernen Jugend, die so oft und so gern in» Kino rennt und die schon alles weiß, weil sie alles sieht. Der Kernpunkt des Geschehens: Aus dem Kindermärchenland haben Not, aber auch fortschrittlicher Geist die Kinder unserer Zeit hinausgedrängt: sie weinen aber nicht darüber, sondern bauen sich ihre neue. zwar ganz andere, aber doch schöne Welt. Und sie bieten den Erwachsenen ihre kleine Hand und ihr kleines Herz als Helfer und Verbündete. Mit viel Liebe und Geschick wurde diese wirklich prächtige Aufführung inszeniert, an deren tadellosem Gelingen vor allem Rektor Rick, sowie die Lehrer P a n t k c und Schwarz ihr Verdienst haben. Kinder einer neuen Zelt, Menschen, die kampfgestählt ins Leben treten. krohliche Schule Alle Theaterdirektoren Berlins wären vor Neid geplatzt, hätten sie an den Abenden der letzten Woche die überfüllte Aula der 12. Gemeinde- schule in Tempelhof gesehen und hätten sie die Beifallsstürme gehört, die sie durchbrausten. Aber welcher von ihnen verfügte auch über«ine solche Schauspielerschar, der beim ersten Blick und Wort alle Herzen zufliegen! Das Programm führte von schlichten Kinderreigen bis zu Goethe und Beethoven. Jeder Augenblick spannend, meist überwältigend lustig, ließ es den Zuschauer nicht los, und erst auf dem Heimweg fiel einem ein, daß man bei dieser Gelegenheit auch etwas Ge- schichtsunterricht und Sternenkunde mitbekommen hatte. Den Kindern ober wird für das ganze Leben die Erinnerung an eine Schule bleiben, in der es schön war! Yellseher« Börsengeschäfte Hanussens Sekretär unter Anklage Man sei in Zukunft gewarnt: Sollte jemand sich unbedingt der hellseherischen Fähigkeiten Hanussen» zu Börsenspekulationen be- diene» wollen, so gehe er nur nicht zu seinem Sekretär I s m e t D z i n o. Zwar wird die Kon- sultation bei diesem nicht mehr als SO Mark kosten, die lausende aber, die er möglicherweise Hanussens Faktotum einhändigen würde, wären ebenso aus Nimmerwiedersehen verloren. Die „hellseherischen" Fähigkeiten des Ehefs scheinen sich nicht so ohne weiteres auf den Sekretär zu übertragen. Wer es nicht glaubt, wende sich an den Kauf- mann S. aus Königsberg. Als dieser nämlich im Juni v. I. in Königsberg einen Vortrag Hanussens über Hellsehen angehört hatte, beschloß er, mit seiner Hilfe an der Börse sein Glück zu versuchen. Das Honorar für die Konsultation erschien dem Kaufmann zu hoch, er begnügte sich deshalb mit Herrn Jsmet Dzino. Dieser erklärte, daß bei den hellseherischen Fähigkeiten seines Chefs die Spekulation an der Börse einfach r i s i k o l o s fei. Man vereinbarte, vorläufig 5000 Mark anzulegen. Als vorsichtiger Mann be- schränkte der Kaufmann die Summe auf 3000 Mark. Es verging eine geraume Zeit, Jsmet Dzino ließ von sich nichts hören, der Kaufmann wurde unruhig, er fuhr nach Berlin, stellte szerrn Jsmet Dzino zur Rede. Dieser gestand, das Geld verbraucht zu haben. Hanussen mischte sich in da» Gespräch und erklärte: wir sind reiche Leute. Sie kriegen Ihr Geld zurück. Der Kaufmann war aber nicht zu beruhigen.„Ich habe mich über Ihre hellseherischen Fähigkeiten erkundigt", sagte er,„Sie besitzen weder die, noch Geld." Und so drang er weiter in Jsmet Dzino und erhielt wertlose Wechsel. Schließlich klagte er die Summe ein und verlor den Prozeß. Jetzt erstattete er Anzeige wegen Betruges. Vor dem Schöffengericht Charlotten- bürg verteidigte sich Hanussens Sekretär Jsmet Dzino mit der Behauptung, zwischen ihm und dem Kaufmann sei«in Gesellschastsvertrag ge- schloffen worden, laut dem er zwei Drittel, dieser ein Drittel des Verdienstes erhalten sollte: er könne nichts dafür, wen» die Börsenspekulationen fehlgeschlagen seien. Und Hanussen selbst machte seiner Empörung darüber Luft, daß sein Sekretär sozusagen eine Filiale in seinem Betriebe auf- gemacht habe.„Wenn die Herren wollen, so mögen sie zu ihm kommen. Sein Sekretär habe seinem Renommee außerordentlich geschadet. Er mußte aber zugeben, diesem 2000 Mark zur Deckung von Börsenverlusten gegeben zu haben. Das Gericht sprach Herrn Jsmet Dzino frei: ein Betrug liege nicht vor: zwischen dem Angeklagten und dem Königsbcrger Kaufmann war eben ein Ge- sellschaftsvertrag geschlossen worden. Die Arbeit im Rathaus Am Donnerstag, dem IS. Dezember, nach- mittags%3 Uhr, findet wiederum eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung statt. Die Tagesordnung umsaht diesmal nur 8 Punkte, so daß die Beratungen sich kaum sehr ausdehnen dürften. Die Stadtverordneten werden zu der Vorlage Stellung nehmen, in der der Oberbürger- Meister um die Ermächtigung bittet, die notwen- digen Maßnahmen zu treffen, die im Hinblick auf das Fälligwerden der Goldschatzanweisungen er- forderlich sind.— Der Stadtgemeindeausschuß tagt am Dienstag, dem 13. Dezember. Das Hauptinteresse beanspruchen hier die Anträge und Anfragen wegen der Bekämpfung der spi- nalen Kinderlähmung, zu welcher Frage Stadt- mcdizinalrat Prof. Dr. v. Drigalski bekanntlich dieser Tage in einem Unterausschuß die ge- wünschte Aufklärung gegeben hat. (je5ang um die Meisterschaft Nachdem die einzelnen Kanarienzüchter-Vereine ihre Prämiierungen abgehalten haben, treten nun die Sieger dieser einzelnen Ausstellungen um die Verbandsmeisterfchaft in Konkurrenz. Sie findet in den Unions-Festsälen, Greifswal- der Str. 221/223, statt und bietet schon aus der Straße ein interessantes Bild: denn Stelzenläuser und durch Lautsprecher übertragener Kanarien- vogelgesang werben um Aufmerksamkeit, Diese große allgemeine Landesverbands-Kanarien-Au<-- stellung ist mit I0S Kollektionen a vier Vögel beschickt, Am Freitagmorgen sangen sie auf Wachs- platten für den Rundfunk und das Stimmarchiv, wo der Gesang der Preisgekrönten für künftige Zeiten treu oerwahrt wird Ein Pap-oei. d r vier Lieder beherrscht, sollte auch singen, koch! z ihni weder etwas am Tage.- noch am'.UachriiV' und er schwieg sich aus, um dann am Nachmittag unermüdlich„Häuschen klein" und„Ich Hab ne ja nur auf die Schulter geküßt" zum Besten zu geben. Die Vereine tragen untereinander die Zuchtmeisterschait aus: dabei wurden zugesprochen der erste Preis„Kanaria des Süden s", der zweite Preis„Züchter und Liebhaber des Kanarienvogels" und der dritte „E d e l r o l l e r 2 8". In wenig Worten Bei einem Explosionsunglück in der Kohlengrube bei Harlan(Kentucky) wurden zwölf Weiße und elf Neger getötet. Das schwere Explosionsunglück im P r e m- nitzcr IG- Farbenwerk hat nachträglich noch ein Todesopser gefordert: der schwer- verletzte Werk-arbeiter Hinz ist heute seinen Vorlstzungen erlegen. Die Trauerfriern und die Bestattungen der Opfer sinden am Sonntag, dem 11. d. M. in Premnitz, Pritzcrbe, Schlagenthin, Milow und Mögelin, den Wohnorten der Hinter- bliebenen, statt. Weitere Trauerfeicrn werden am Montag in Rathenow und am Dienstag in Brandenburg und Halberstadt abgehalten. ie In der Hirschbrauerei in Ottobeure» in Schwaben explodierte am Sonnabend- vormittag, als. mehrere Arbeiter mit dem Aus- pichen von großen Lagerfässern beschäftigt waren, plötzlich unter heftigem Knall ein 2 ö- H e k t o- liter-Faß, in dem sich Gase entwickett hatten. Ein K ü f e r m e i st e r, Voter von sechs Kindern, wurde weggeschleudert und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Ein Braumeister wurde mit ernsten Verletzungen in das Kranken- haus eingeliefert. Wie wird das Wetter? 3n Berlin; Seine wesentliche Aenderung des herrschenden Witterungscharatters, jedoch im ganzen ein wenig milder.— 3n Deutschland: Im Nordosten, im Alpenvorland und am oberen Rhein leichte Schneefälle. Windiger. Im übrigen Reiche Fortbestand des herrschenden ruhigen Wetter», Temperaturen nirgends wesentlich ver- ändert, jedoch im ganzen ein wenig höher. ver Reklameball 1933— da» Wohltätigkeit»- kostümfest— findet am.1 8. Februar in den Zoo-Sälen statt. Zur Verteilung kommen wieder ine beliebten Damen- und 5)errenspenden. Beste Tanzmusik und die bekannte Dekoration der Fest- sälc werden den Reklameball wieder zu dem Kostümfest niachen, das den verwöhntesten Ball- besucher nicht enttäuscht. Der Gesamtreingewinn wird dem Untcrstützungzfonds zugeführt. Näheres im Festbüro, Unter den Linden S9a l. „hinler den eleklro-akuslischen Kulissen" betitelt sich ein Unterhaltungsabend, der am Sonntag, dem 11. Dezember, abends 8 Uhr, von Tele funken und K l a n g f i l m im Rahmen des„Weihnachts- Marktes Berliner Künstler" in der Ausstellung»- halle 3 am Kaiserdamm veranstaltet wird. Das Programm bringt in bunter Reihenfolge eine An- zahl überaus interessanter iunktechniseher Experi- mente, wie z. B. ein Telephongespräch mit dem Kapitän Ziegenbcin des auf hoher See be- findlichen Dampfers„Bremen". Seinen 80. Geburlslag begeht am Montag Ge- nosfe Emil Donath, Neukölln, Siegfried- strahe 28 29, der jahrzehntelang als Funktionär Oer Partei gewirkt hat. Das Vertrauen der Ge- nassen berief ihn zum Stadtverordneten von Neu- kölln. Seinen 60. Geburtstag begeht unser langjähri- ger Parteigenosse Franz Schliebener (142, Abt.) Die Buchhandlung 3. h. w. DIeh Vachs., Lindenstr. 2, hat ihre Geschäftsräume diesen Sonntag(11. Dezember) und den kommenden (18. Dezember) ununterbrochen van 3 bis 7 Uhr geöfsnet.„Unsere Buchhandlung", wie sie kurz bei den älteren Genossen heißt, darf wohl er- warten, daß man bei allen Weihnachtseintäufen zuerst an sie denkt. Donna Lucia"22 Fehlfarben beliebte Spezialmarke jetzt euch In Fehlfarben I 15 Pf. Aus unserer Neuheiten-Kollektion t plfconte Corona 10 Pf. Zum Fest empfehlen wir unsere kleinen Geschenkkisten zu 10 und 25 Stück in allen Preislagen Weitere Coronas-Neueinführungen: l& W Coronas Nr. 12... 12 Pf L& W Coronas Nr. 15... 15 Pf NEUI L& W- Zigarren-Kassette in hochkünstlerischer, geätzter Messing- Ausführung mit 50 hochfeinen Sumatra-Zigarren, netto RM 9.50 L& W- Zigaretten-Kassette in eleganter, schwerer Matt- Messing-Ausführung mit 100 Zigaretten L& W Speziol, netto RM 5.— L& W Nr. 3 die neue L& W-Zigarette, deren Qualität 1/ einem wesentlich höheren Preis entspricht nur Jk#2 Pf Theater, Lichtspiele usw. ,) / VAjVV�y/Vj�vV�Ay Staats &% Tticafcr Sonntag, den II. Dezember Staatsoper unter den unden 20 Uhr Sfzilfanlstfie Vesper Staatliches Schauspielhaus 10 Uhr Faust I. Teil «.uhr CASinO-THEATER«ww» Lothringer Strafe 37 iiiiiiiliiiiimnuiiiiiiiiijiiMiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiniiiiiMiiiHiiiiii Sonntags auch nachmittags 4 ühr Schill grer-Possc Alles um Lotti mit Gesang und Tans Für die Leser Gutschein I— 4 Personen. Parkett nur 0.50, Fauteuil nur 0.75. Sessel 1.25 M. Auch Sonntags abends Das u*odccMie Vacielt.' II B. B.15, Stgt. Z, 5. 8.1 SD. Tel: 17 Welchul 4J31 Das Nähe Sehl«. lahiM MuslkanUnmUdd VOLKSBUHNE Theater am Blllewpiatx Norden 653«. Täglich 8�4 Uhr Das neue Paradies von Julias Hay Regie: Heinz Hilpert Maurus, Wohlbrück, Dahlke, Horney Nur noch 8 Tage! Sonntag nachm. 3 Uhr bill. Preise Stettiner Sänger Reichshalien-Tbeater Dönhoffplatt Direktion Hey sei 8.15 Sonntag 3.30 zu ermäß. Preisen. GeMIclie llacliDarscliall und das neue ' Weihnachtsprogramm. HOTEL EXCELSIOR Abteilung: Hotel- Halle- Cafe ab 1. Dezember umgestellt, keine Musik Excelslor- Conditorei Patisserie— Eigene Fabrikate— Konfiserie Erzeugnisse Gerbeaud-Budapest gleichwertig I Zeitungen, Journale, Bürgerliche Adressbüoher aller Länder. Preise I Curt Elschner ,'«*!'''t•'»•''l', t',., r- V|'1..v.• V'"''Ti-" �•'"'iv- ÜMs Je umsb o. v. z. 4. 19. eine Dir,: Kosterlitz Behrenstr.54 ...Berlin hat ! Weihnachtsparole Auf in den w«n**j> - Garten id 1 % Wohltätigkeits-Nacht Donnerstag, lo.Dez., ab 9 Uhr bis 0 Uhr früh zu Gunsten des Verbandes deutscher Faustkampfer, mit «Max Schmeling D ener• Hans Creitensträter• Samson- Körner Ernst Pistnlla• Arne Borg• Hans Inder u. a. Prominente von Bühne und Film: Fritzi Massary• Gitta Alpar• Anny Ondra■ Lee Party Leu! Riefenstahl• Alfred Braun• Rudolf Nelson• Willy Rosen• Wilhelm Bendow• Paul Westermtier• Kurt Lilien I An der Boxer-Bar:„Mecker- Heini** Ununterbrochener Betrieb bis 6 Uhr früh! Das große internationale Variete- Programm I Drei Codonas 6 von der Staatsoper Naitto's*!i Baldors| usw. Angoly's usw. Sonnabend u. Senntag:{ auch 4 Uhr zu kl. Preisen j Suhr15. riora3434, Rauchen erl.| ★ Legt unsere Eintrittskarten auf! denWeihnacbts-i tisch! Der Vorverkauf beginnt bereits 1 Montag, 12. Dezbr. Wohltätigkeits-Beitrag einschl. Eintritt nur Mark 1.5 Vorverkauf: Wertbeim, Tietz, K. d. W. und Tischbestclig. Flora 3989 Vorbestellungen anf Tischplätze nehmen die Geschäftsführer entgegen Ttieaier im AdmiralSDaiast Merkur 9901 Täglich»>/« Uhr Hans Albers Liliom B. Et. B. ndows Bunte BOhi (ottbusser Straße 6 Obcrbanm 3500 von A-r Bendows Bunte Bflhnc Kottbusser Straße 6 Obcrbanm 3500 WWW MMmiM' Täglich 8 V* Ubr Sonnt, nadim. SVt Kabarett für Alle Willi Schacffcrs K�hor NilmbprqerSIr 50 iVdlJdl «Uhr Täglich I« 9 Uhr Du isntaliontUs K»b*rettProfruan Abendpreise 1—3 Mk. Nachm. GedccR I.Ji J«il.n«oncabcnc 1 1 y, Uhr; Nschtmr Untere llafattßixim&yind. 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Montagspost iiniiuiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiinmiiiiiiitiiiniiiiniiifimiiiiiiimmiiiuiiiiiuiiiimiiniui Vorverkauf auch schon für Weihnachten ununterbrochen von 10 Uhr ab iiimiiiiiinHiiiimminiiimiimiiimiiiimiiiiimmmimimiiimniiiiuiiuimmim An allen Weihnachtstagen: „Robert und Bertram" siam. Oper Cbarlottenbure Fraunhofer 0231 Sonntag, 11. Dez. 19 Uhr Tannhäuser Pistor, Fiiedrich. Dörrer a G-, Hüsch, Szekely aG. Dirigent: Stiedry Deutsches Theater Weidend. 5201 Täglich 8 Uhr Harmonie von Franz Molnar Inszen. Max Reinhardt Max Pallenberg, Karlweis.Etlinger, Vallentin, Hertha Thiele, Terwin Lore Mosheim Kammerspieie Täglich 8 Uhr „Engel unter üüf yod Franäsrt langer Reg: RudoItBeei Paul Horbiger. Ehmi Bessel. Liebeneiner, keiner, Maimer, Hirrmann. Bebel Schiller' Bismarckstr.(Knie) Steinpl.(Cl) 6716 814 Zum 57. Male Robert und Bertram Zollern. Paul Heidenann, Santa Sineland Heute u. morgen 4 Uhr Alfred Braun Dr. Dolittels Abenteuer Dienstag, den 13. nachm. 4>b Uhr Gastspiel der Deulsdien Muslkbühiie Die Hochzelt des Figaro Ronwcbe Oper in(Uten nn W. 1. Mniarl Kleine Preise Kurliirstenfl.-Tii. Kurfürstendamm 209 Tel Bism. I40U Tägl. J-S1;. Uhr Glüdilidin Reise von Bertudi und Sdmabadi Musik; Könneke Rfgic; Peukcrt Hans Schindler mit seinea Jazz-Symphonikern Vorverkauf ununierbrodien Theater des Westens Steinpl. 5121 Täglich 8*4 Uhr Hella Kiirty in Das mädei aus Daimatien Lichtenstein. Lorring. Haase, Collani Heute 2'lt Uhr Hansel und Oretel Heute 5 Uhr Firstrntiristel Lustspielhaus Attentat in San Francisco nenaissance- in Steinpl. 6780 Täglich 8'U Uhr Truppe 1931 Die mausetaiie Sonntag, 4 Uhr Hotiiappdiens Weltinamisiraom m. Gesang u Tanz Mehr als (Zweiter Press equerschnitt) ein besonders hübscher Abend (Der Tag) Operette von Bertuch und Schwabach MUSIK VON EDUARD KUNNEKE verbürgt sich selbst eine glückliche Reise (Welt am Abend) Der Text'st Uübsch erdacht, hübsch durchgeführt(Tempo). Endlich eine Operetten- handlung voll liebenswürdigem Humor und voll sprühender Laune. ..(Der Montag) Die IViUSIK hat Schmiß und Sentiment, straffen Rhythmus und süß geschwungene, einprägsame Melodien(Vorwärts). Eduard Kiinneke, ein kleiner Krösus an melodischen und rhythmischen Einfällen(Morgenpost), hat eine Musik geschaffen, die alle Dutzendware der letzten Zeit turmhoch überragt(Deutsche Zeitung). Eine Reihe von Schlagern, von echten Schlagern, wurde stürmisch da capo verlangt(Vossische Zeitung). Die Aufführung unter Reukerts straffer Regie(Berliner Tribüne) hatte alles aufgeboten, was zu einer großen Premiere gehört (Nachtausgabe). Voran Lizzi Waldmüller(Welt am Abend), in Tanz, Gesang und Spiel von unermüdlichem Temperament(Börsen-Courier); neben ihr die sehr angenehm diskrete Hüde Woerner(12-Uhr-Blatt). Walter Jankuhn, der sympathische Tenorist, und der bewegliche Ernst Verebes sind die Liebhaber, die sich die Bräute holen(B.Z.). Kurt Lilien ist die ulkige Berliner Type dieses mit Harry Gondi, Max Landa, Hermann Krehan und Josefine Dora sehr sorgfältig besetzten Ensembles (Berk Tageblatt). Akrobatisch-tänzerische Beweglichkeit, flottes Spiel (Angriff). Die hübschen Tänze, einstudiert von Franz Rott und Ursula Hirt(Germania), das fein abgetönte Spiel der Jazz-Sinfoniker unter Hans Schindlers delikater und doch hinreißender Leitung(Das kleine Journal), die schönen Bilder von Prof. Scheurich(8-Uhr-Abendblatt)—, so konnte oi nicht ausblolbon, daß dlo„Glückliche Reise" unier glücklichen Auspillen startete(Neue Zeit). Zeitgemäße Eintrittspreise von 90 Pfg. bis 9.— RM. Theaterzettel frei. Garderobe 30 Pfg. Auch die Preise am Büfett sind niedrig gehalten. Die Kasse ist ununterbrochen geöffnet, auch für Vorausbestellungen. Dor Vorverkauf für den ersten und xwelten Weihnachtsfeiertag Ist oreftnet. An diesen beiden Tagen finden auch nachmittags ungekürzte Verstellungen In der Premlerenbeselzung stell. Anfang SVt Uhr— Ende kurz nach 11 Uhr Kurfürstendamm-Theater Direktion Leo Peukert Kurfürstendamm 209/ Bismarck 1400 ■Hl Täglich H! 0 Ü3 CARITO L zAoMo Vorverkauf 12—2 Uhr/ Tel.: Barbarossa B5 7058 Deutsches Künstler-Th. Nürnberger Str. Tel Bavaria 6466 Tägl«Vs Uhr auch Weihnachten Leopoldine Konstantin in: Die Nacht zum 17. April Schroth, Steinbeck. Gebühr, Brionne, Wolle, Picha Rose-Theater Grote Frankfirfer Strate 131 Tri. WritH»! El 3427 11.30 Uhr vorm. Familie Selicke IM Uhr Frau Holle 5,30 und 8.4.T Uh- Böhmische Musikanten 11.30 Uhi Die WMfe Eva Lessing TDeaier Heute 8'.', Uhr zum letzten Male Grete Mosheim Oskar Homolka in Pygmalion Komüdientiaus Schiffbauerdamm 25 Iii. 02 Wild. 6304-03 8 Uhr Letzte Vorstellung Gestern und heute In Vorbereitung Das Haus dazwischen von Schiffer und Joachimson Musik; Spoliansky -Theater i.d.— �tresemannstr. Täglich SV�Uhr nur bis 17. Dez. :d wair, MliMI v. G. B. Shaw vioissi. von Thell- mann, Benens. Evans.Oito,Sima, Wiemann. Deppe. Fischer netropoi-Ttieater Täglich 8>ä Uhr| Audi Wellmaaten Sniji Masfary Eine Frau, dieweifl, was sie will! Sonntag. 5 Uhr WalzertrauiD ß>ei JUERGEN5 Alexanderplatz Neue Königstr.43 Herrenkleiderfabrikation verkauft ffroUe Posron einzelner Anzüge u. Ulster. S; moderne Ware, auch in den gröBten Bauch weilen vorrätig. 1©-? 77 RM. 45, tl».!i!>. iri.SO. IV./U Nichivorrätiges wird ohne Preisaufschi. sofort angefertigt Honen ab M 3. SO. Einzelverkauf von Montag bis Freitag 8—7 U Sonntag geöffnet H. Tlailic.h, Spandauer Straße 26, an der Königstr. ZWEITE BEILAGE SONNTAG, 11. DEZ. 1932 F. Das(Ereignis. 1. An einem Freitag, abends halb acht, er- eignete sich etwas, das eine ganze Stadt er- schütterte und Entsetzen um sich verbreitete. Etwas ganz Ueberraschendes, Unerhörtes und Wüstes: Nach besten amerikanischen Mustern wurde das städtische Postamt durch zwei Reoolverbanditcn geplündert. Nach den ersten Gerüchten hieß es, zwei Mann seien getötet. Das war übertrieben, denn dem einen war nur durch einen Schlag der Schädel zerschrammt. Der andere aber war tot. Im ganzen waren drei im Büro gewesen: Berger. Lüdersen und Quischus. Alle drei waren zwischen fünfunddreißig und vierzig. Lüdersen, der einzige unverheiratete, war zwei Jahre jünger als Berger. Die Katastrophe trat kurz nach Büroschluß ein. Die Boten waren eben mit der ab- gehenden Post zur Bahn gefahren. Die drei Schalterbeamten waren daher, als das Un- glück geschah, allein. Lüdersen war eben im Begriff, die Tageskasse in den Geldschrank zu schließen; Quisthus war mit seiner Kasse unterwegs nach einem anderen Raum, und Berger saß im Nebenzimmer und summierte die Postanweisungen. Seine Kasse war von den dreien die größle; sie enthielt gut sieben- lausend Kronen. Die beiden anderen Kassen beliefen sich auf elwa vier- und zwechundert Kronen, einschließlich der Briefmarken. Das Ganze spielte sich im Tempo einer brutalen Ueberrumpelung ab. Der einzige, der vielleicht hätte berichten können, was sich im Anfang zugetragen hatte, war Quisthus, denn er war der chintertür am nächsten ge- wesen. Aber gerade der war tot. Vermutlich war er zum Gegenangriff übergegangen und sofort niedergemacht worden. Der nächste, der sich den Verbrechern gegenübersah, war Lüdersen. Er wollte ge- rade die Schranktür schließen, als er im Nebenraum Lärm hörte. Den Schlüssel in der Hand, lief er hinaus, um zu sehen, was los sei. In der Tür aber prallte er zu- sammen mit einem maskierten Banditen mit erhobenem Revolver. Einen Augenblick stockte ihm jeder Bluts- tropfen Dann löste der Schrecken einen un- sinnigen, todverzweifelten Drang nach Aktion in ihm aus. Er mußte irgendwas tun, irgendwas niederhauen, sei es was es wolle. In wilder Erregung wich er einen Schritt zurück, machte dann halt und stürzte sich, ohne sich späte- besinnen zu können, warum oder wie, auf die vermummte Gestalt. Msi dem linken Arm schlug er ihr instinkliv den Revolver zur Seite, während der rechte den Schliissel wie eine lebensgefährliche Waffe handhabte. Er traf etwas, weich und laut- los, und er hörte seine eigenen hitzigen Schreie. Er schrie nicht um chilse. Was er schrie, war eine verbissene und wütende Behauv- tung:„Du traust dich nicht zu schießen! Du traust dich nicht zu schießen!" Er trampelte und schlug um sich, kopflos und ohne Berechnung, bis ein wohlgezielter Schlag ihn bewußtlos zu Boden streckte. Berger hatte nichts gehört, als Quischus getötet wurde. Aber Lüdersens vchrei und den darauffolgenden Fall hörte er. Bei diesem Schrei war er voll Entsetzen aufge- sprungen. Das war �in Schrei der grellsten Verzweiflung. Ein Scherz schien da ausge- schlössen.— Was aber war es? Was sollte das heißen, daß einer sich nicht zu schießen traute? Er rannte zur Tür, um zu sehen, was los war, und wenn nötig, zu helfen. Während dieser drei Schritte aber wurde es chm klar: Was da nebenan vor sich ging, konnte nur eines sein. Er wollte gerade wieder kehrt machen. Die Kaste war ihm eingefallen Die Kasse, auf die sie es natürlich abgesehen hatten. Die mußte er retten. Lebensgefahr war also keine, zu schießen trauten sie sich ja nicht, hatte er rufen hören. Man konnte aus alle Fälle erst die Kasse in Sicherheit bringen. und dann— Da barst die Luft von Lüdersens unartitu- liertem Schrei; dann kam der Fall, wie ein gedämpftes Echo, wie das Aufklatschen von totem Fleisch. Er riß die Tür auf, in fiebernder Er- regung, voll Angst, zu spät zu kommen, um abzuwenden, was geschah oder geschehen konnte. Auf. der Schwelle aber stockte er, jäh über- wältigt, ohne die Türklinke fahren zu lassen. Lüdersen lag als Knäuel vor der Tür und dicht dahinter stand ein stark gebauter Mann mit erhitztem, blutigem Gesicht, von dessen Kinn ein schwarzer Fetzen herabbaumelte. Ein Revolver hob sich mit Blitzesschnelle ihm entgegen. In derselben Sekunde aber krachte die Tür zwischen chnen wieder zu. In einem Chaos von Angst und Ver- wirrung lief Berger zurück, riß die Kasse an sich und rannte zum Fenster. Da flog die Tür wieder auf, und er hörte hinter sich eine Stimme, hart, kalt und gebieterisch:„chalt, oder ich schieße!" Berger stellte die Kasse auf die Fenster- dank und deckte sie, indem er sich umwandte, mit dem Rücken. Sein hagerer Körper wankte, sein Gesicht war verzerrt vor Schreck und Wut. Vier Schritte vor ibm stand jetzt ein aiv derer, größer und schlanker als der da draußen. Das Gesicht war von der Maske völlig verdeckt, die Stimme aber hotte einen Klang von verzweifelter, unbeugsamer Willenskraft. Günther ZBirkenfeld:£�CfCIIIC oOCIjfCUdC Zum 60. Geburtstag des Berliner Verlegers Bruno Cassirer am. 12. Dezember 1932, erscheint eine Festschrift, der mir diesen Beitrag entnehmen. Petrus war es gewesen, der mit der Verteilung der Berufe betraut worden war. Er hatte einen großen Appell veranstaltet und Halle sich seiner Ausgabe mit der ihm eigenen soldatischen Kürze entledigt. Vielleicht war er etwas zu fchsmatisch vorgegangen Möglich, daß er zu wenig beob- achtet hatte, ob die Leute, die er da zu Staats- sekretären oder Klempnermeistern berief, auch wirklich durch ihre Wesensart dafür vorbestimmt waren. Mancher Klempnermeister Halle vielleicht das Zeug zum Staatssekretär in sich gehabt. Und umgekehrt.— Aber wie dem auch fei, alle nur erdenklichen Berufe waren restlos ausgetellt, und Peter konnte sich wieder in seinen Versuchsgarten begeben, um die Züchtungsproben der Wein- traube fortzusetzen. Er wollte mit ihr alle die- jenigen belohnen, die ihre Berufe zu seiner Zu- friedenheit erfüllten Kam Gabriel, genannt Gabbi, flügelschlagend herongebraust, landete unmittelbar vor dem ge- bückt hantierenden Peter(in Wahrheit naschte der von den ersten glücklich gezüchteten Trauben), wischte sich erst einmal mit dem rosa Lzemdärmel den Schweiß aus dem Gesicht und rief dann er- regt:„che. Peter, hör doch nur! chabe da auf meiner Inspektionsreise eine ganze Gruppe von Leuten aufgestöbert, die sich vor deinem Berufs- appell gedrückt haben!" „Ei der Daus!" grimmte Peter sich aufrichtend. ,Io, was sind denn das für Früchtchen?" „Spaßig genug sind sie schon", berichtete Gabbi schmunzelnd.„Anfangs glaubte ich, daß ich's mit etwas groß geratenen Kindern zu tun hätte. Sie rekelten sich auf wohligen Moospolstern, in chängemallen unter den Bäumen oder am Strande und schmokten schwer« Zigarren.„Wollt ihr nicht gefälligst aufstehen und arbeiten, ihr Faulpelze!" hauchte ich sie an.„Weshalb seid ihr nicht zum Berussappell erschienen?"—„Aber bitte sehr, lieber Gabbi". verteidigten sie sich ge- mütlich,„wir beschäftigen uns schon aus unsere Weise." Und, Peier, ich muhte bald einschen. daß ich ihnen Unrecht getan Halle. Bei näherer Beobachtung konnte ich nicht bestreiten, daß in ihrer scheinbar so genießerischen Verspieltheit ein tieferer Ernst steckt. Weißt du, was sie tun? Sie tasten alle Formen ab und können stunden- lang irgendeine Farbenmischung betrachten. Sie finde» Dinge schön und bedeutsam, die von den anderen keines Blicks gewürdigt werden. Dafür zucken sie vor den Sensationen, daran die Masse sich begeistert, häufig genug nur mit den Achseln. — Einer von ihnen, Bruno heißt er. hob zum Beispiel neulich einen Kiesel auf. drehte ihn be- dächtig hin und her und meinte dann:„Seht euch bitte mal den Rhythmus dieser Wellenlinien an!" Nun aber kommt das Erstaunlichste: mit einem- mal fand die große Masse, die sich noch niemals um einen der zahllosen Kiesel gekümmert hatte, diesen Rhythmus der Wellenlinien gleichfalls wunderbar. Und alle wollten diesen einen, Brunos Stein haben, obwohl es doch genug andere gab.„Ja, wenn man ihn vervielfältigen könnte!" brummte Bruno, zog sich in seine Wolke von Zigarrendampf zurück und dachte über dieses Problem nach.— Das gleiche erlebte ich, als ein anderer, den sie Sommi nennen, vorgestern einen Schachtelhalm ausrupfte und die Weisheil seines Ausbaues bewunderte Noch nie zuvor war dieser unscheinbare chalm von irgend wem beachtet war- den. Nun aber entbrannte ein regelrechtes Hand- gemenge um Sammis Schachtelhalm.— Und als unser Herr kürzlich solch einen zarten schwebenden Maimorgen mit gleichsam fliehenden Farben ver- sucht hatte, den selbst die meisten von uns als zu blaß und dünn empfanden, sagte dieser Bruno plötzlich, nachdem er lange genug unter seinen buschigen Brauen geblinzelt hatte:„Das müßte man sich ausschneiden und an die Wand hängen können!" Und viele der Umherstehenden nickten in „Hand weg von der Kaste!" Berger antwortete nicht. Cr sah den an- deren trotzig an, aber rührte sich nicht. „Sofort! Hören Sie? Keine Faxen! Wir sind zwei Mann und zwei Revolver." Berger stand noch immer regungslos. Da klang es in äußerster Erregung:„Wird's oder wird's nicht? Noch eine Minute und ich schieße!" Noch einen Augenblick zögerte Berger. Dann wich er totenblaß einen Schritt zur Seite. Dort blieb er unbeweglich stehen und sah zu, wie der Fremde mit raschen, nervösen Handgriffen die Kasse leerte. Er sah ihn durch die Tür verschwinden und hörte, wie der Schlüssel im Schloß umgedreht wurde. Da öffnete er das Fenster und sprang aus die Straße, um Hilfe herbeizuholen. Es glückte nicht gleich. Die Leute, die er traf, hielten ihn fast für verrückt. 2. Das war alles, was man über die Kala- strophe selbst in Erfahrung bringen konnte, und in den frühen Abendstunden kochte die Stadt vor Erregung. Die ganze Sache hatte sich in kürzerer Zeit abgespielt, als man braucht, um einen gedrängten Bericht dar- über zu lesen. Zwei Unbekannte waren aus- getaucht von nirgendwoher, hatten reinen Tisch gemacht und waren spurlos verschwun den. Ein einziger Anhaltspunkt stand zur Verfügung. Zwei Männer hatten auf einem Motorrad die Stadt in westlicher Richtung verlassen, ohne daß man ihre Spur weiter als eine halbe Meile jenseits der Stadt- grenze verfolgen konnte.(Forts, folgt.) einer Weise, als ob Bruno sie verzaubert hätte." „Halt ein. Gabbi!" murrte Peter und zwirbelte seinen Hängebart.„Du scheinst dich in diese Narren, die eine gehörige Strafe verdienen, ja gründlich verguckt zu haben! Was machen wir denn nun mit ihnen? Alle Berufe sind doch verteilt?" „Sie wallen ja gar keinen haben", wogte Gabbi zu erinnern.„Und sie wären wohl auch zu schade." „Dunnerlittstock noch einmal!" schimpfte Peter. „Ich werde schon einen Berus für sie finden, bei dem ihnen der Atem kürzer wird!" Er ließ die Liste der Berufe holen und las sie von unten nach oben durch. Immer verlegener kraulte er sich in den Locken. Es wollte ihm kein neuer Beruf ein- fallen. Man mußte Gabbi um Rat bitten, so ärgerlich man auch über ihn war. Nicht umsonst galt Gabbi als der findigste und wendigste Kops. Er gab vor, auch keinen neuen Berus zu wissen, und meinte, daß nur noch übrig bliebe, die Liste der Passionen durzusehen. Viel- leicht ließe sich da noch etwas machen. Peter fiel aus diesen Vorschlag gründlich herein. In seinem einfältigen Soldatenverstande glaubte er nämlich, daß die Träger der Passionen— das lag doch schon im Work!— sehr viel mehr zu erdulden hätten als die Berufsmenschen. Denn die Passionsmenschen sollten den Sinn und die Schönheit alles Geschaffenen immer aufs neue entdecken und schaffen. Wie konnten sie das, da ihnen nur zu ahnen, aber nicht zu wissen gegeben war? Welch leidvolles und leidiges Beginnen! Bon der beseligenden Unruhe dieses ahnungsvollen Nachbildens und Neubildens wußte der biedere Peter nichts. Murmelnd las er die Liste der Passionen durch: „Maler, Bildhauer. Dichter, Komponisten, Schauspieler und Sänger"— und... kraulte sich abermals ratlos in den Locken. Wieder mußte der listige Gabbi helfen.„Tja", meinte Gabbi,„ich wüßte auch keine neue Passion. Aber wie wäre es, wenn wir den Brunos und Sammis die Passion zu all den bestehenden Pastionen einräumten?" „Vortrefflich!" lobte Peter, indem er für sich dachte: wenn die Passiansmenschen sick) schon so KAR517VV7, das Großwarenhaus Berlins A iziehungspunkt aller Berliner und Besucher aus aller Herren Länder Uberragend in den Leistungen, überraschend in der Auswahl, vorbildlich in der Einrichtung, vollendet in der technischen Gestaltung. Eigener U-Bhf. 24 Rolltreppen, 16 Schnellfahrstühle dienen Ihrer Bequemlichkeit, der herrliche Dachgarten mit den Kapellen MAREK WEBER und OTTO KERMBACH sorgt für Unterhaltung und Erholung. Auch bei Massenandrang schnelle, gute Bedienung. Direkt-Zahl-Kassen vermeiden lästiges Warten. Auch Sonntag Weihnachtsmarkt im zweiten Stock Lieblinge des Publikums von Buhne und Film geben Autogramme HM KARSTADT� 1 U-BAHNHOF HERMANNPLATZ• DER KARSTADT-BAHNHOF arg plagen müssen, um wieviel mehr noch diese Liebhaber der Passionen! Gabbi tras die entsprechenden Anordnungen. Nach geraumer Sternenzeit trafen die beiden sich wieder und sprachen über dieses und jenes. So nebenhin erkundigte Peter sich nach den Brunos und Sammis und hoffte, recht betrübliche Dingo zu hören. Wie groß war feine Ent- iauschung, indem Gabbi mit triumphierender Miene berichtet«:„Wie es ihnen geht? Danke. ausgezeichnet, sie treiben noch immer ihr altes Spiel. Nur daß sie nun vervielfältigen können, was ihnen schön und bedeutsam erscheint. Natür- iich erleben sie auch manche bittere Enttäuschung. Mitunter versieht die Masse sie nicht. Oder der Stand der.tlritiker, de» wir vor einem Sternen» jähr als Persnchspassio» eingeführt haben, macht ihnen Vorwürfe. Für ihre meisten Funde jedoch zollt man ihnen Beifall. Sic haben schon viele der Passionsmenschen, die wir in unserer Liste mit einem Stern ausgezeichnet hatten, der Oeffentiichkeit zugeführt, so Bruno zum Beispiel den Monet, Tczannes und Degas, Liebermann, Slsnogt und Morgenstern. Gerade in diesen Tagen wird er sechzig Jahre.„Nun, Bruno", fragte ich ihn.„wie behogt es dir noch immer bei deinen Passionen?"—„Weißt du, Gabbi", erwiderte er mit der Zigarre zwischen den Zähne»,„ich bin dir wirklich dankbar dafür, daß du mich damals zu keinem dieser ordentlichen und regelniäßigen Berufe gezwungen hast. Bei der Possion für Passionen bleibt man viel jünger und lebendiger. Man ertragt die Enttäuschungen und die Plackerei ganz anders— eben aus Passion. Ich möchte es»och viele Jahr« so treiben." „ihm", brummte Peter und mußte wider Willen lächeln. Denn so bärbeißig und geradezu er war, so gutherzig war er auch.„Sieh mal an, Gabbi! Da hast du mich ja mal wieder schön hinter» Licht geführt! Aber weil's nun mal so ist. so muß der Bruno wohl noch viel« Jahre bei seinen Passionen jung und lebendig bleiben." S' Utichelson: 'Zirei Techniker Auf den Monat Dezember d. I. fallen zwei Gedenktage von bedeutenden Männern der Technik. l. Am ZZ. Dezember 1732 wurde Sir Richard A r k w r i g h t gebaren, der Mann, der die Spinnmaschine so wesentlich verbessert Hot, daß die Textilindustrie zu Ihrer heutigen Be» beutung gelangen konnte. Der Lebenslauf dieses Mannes ist bemerkenswert. Arkwright war das dreizehnte Kind armer Eltern, erhielt keinerlei Ausblldung, wurde zuerst Barbier, erwarb sich einig« Ersparnisse und folgte dann seiner Neigung zur Technik, indem er Mechaniker wurde. Lesen und schreiben hat er erst mit SO Jahren erlernt. 1769 und in den folgenden Jahren konstruierte er ein« Baumwollspinnmaschine, bei der gleichzeitig und in nicht unterbrochenem Arbeitsgang die Vor- gespinstfasern durch Streckwalzen perfeinert, dos Garn verzwirnt und auf Spulen gewickelt wurde. Di« Maschine ließ er durch Wasserkraft antreiben, was«ine Neuigkeit bedeutete! sie erhielt daher den Namen Watermafchine, und das wegen der starken Fadendrehung hauptsächlich für den Kettenfaden geeignete Garn wurde als Water- garn bezeichnet. Die Maschine mit den von Arkwright selbst eingeführten Verbesserungen ist bi, auf die heutige Zeit in ihrem Aufbau fast unverändert geblieben. Nach Heberwindung zahlreicher Schwierigkeiten, die ihm sowohl die Konkurrenz als auch die Ar- beiterschaft wegen der neuen Maschine bereitet hat, wurde Arkwright der mächtigste Textilfabrikant seiner Zeit. Er starb im Jahre 1792. 2. Jüngeren Datums ist die Erinnerung an Alexandre Gustav« Eissel, geboren IS. De- zember 1S32. Eissel war der Eisenbausachmann par excdkncc. Er baute die große Brücke bei Bordeaux, die Eisenbahnbrücke über den Duero bei Porto, die berühmte eiserne Bogendrücke über die Truyer« bei St. Flour, mit einer Spannweite von 16S Meter. Brücken bei Szegedin, den Staat»- bahnhos von Budapest u. a. m. Bekannt sind ferner seine leicht zerlegbaren Brücken für Kriegs- und Kolonialzwecke. Auch die bewegliche Kuppel der Sternwarte bei Nizza ist sein Werk (199 999 Kilogramm wurden von einem einzigen Menschen bewegt). Seine Berühmtheit erlangte er jedoch durch den Bau des Turmes, der für die Weltausstellung 1889 aus dem Marsfelde in Paris errichtet wurde, eine meisterhafte Konstruktion und mit 399 Meter das höchst« Bauwerk der Erde. Der Turm wurde zu rein repräsentativen Zwecken gebaut, ist aber zu einem Sinnbild der Stadt Paris geworden. Nock der Ausstellung zog sich Eissel von der praktischen Tätigkeit zurück und widmete sich ärodynamischen Studien auf dem von ihm er- bauten Turme. Er starb im Jahre 1923. Wlatfijche Philofophen: Thomax ron Jtguln fl22S— t27il) Jen», die zuerst philosophiert haben und die ee noch gegenwärtig tun, fangen damit an wegen der Verwunderung über irgendein« Ursache, doch ist dabei ein Unterschied zwischen früher und jetzt. Anfang» wundert« man sich Über solche», was geringen Zweifel hervorrief und seine Ursachen leichter zu«rkennen gab. in der Folge aber schritt man allmählich von der Erkenntnis der offenbaren Untersuchung der verborgenen Ding« fort und fing an, sich üb«r Größere» und Verborgeneres in Zweifel einzulassen, wie z. B- die Erscheinungen am Monde, seine Verfinsterung und seine mit dem Stande zur Sonn« scheenbar wechselnde Figur. Und ebenso stellte man sich Fragen wegen der Sonne, etwa ihrer Aerfinste- rung, Bewegung und Größe, und wegen der Sterne, ihrer Große, ihrer Ordnung und der- gleichen, und wegen de» Ursprungs des ganzen Weltalls, das nach einigen Philosophen aus dem Zufall, nach anderen aus dem Verstände und nach wieder anderen aus der Liebe ent- standen sein sollte Weil nun aber die Verwunderung au» der Un- wissenheit hervorgeht, so lag für die Philosophen der Beweggrund zum Philosophieren offenbar darin, daß sie von der Unwissenheit befreit werden wollten. Und so ist es weiter denn offenbar, daß sie das Wissen nur um der Erkenntnis willen und nicht wegen eines äußeren Nutzens erstrebt haben. Was nun also klar und deutlich ist, ist dies, daß es nicht Zukunft gibt noch auch Vergangen- heit. Eigentlich also kann man nicht sagen: es gibt drei Zeiten, Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft. Genauer vielleicht wäre es zu sagen: es gibt drei Zeiten, die Gegenwart des Ver- gangenen, die Gegenwart des Gegenwärtigen und die Gegenwart der Zukunft. In der Seele nämlich sind diese dreiz anderswo sehe ich sie nirgend». Die Gegenwart des Vergangenen ist das Gedächtnis, die Gegenwort de» Gegenwärti- gen die Anschauung, die Gegenwart de» Künftigen ist die Erwartung. Wenn man so sagen dort. dann sehe ich drei Zeiten, und ich gestehe: e» sind drei. Man mag es auch ruhig sagen: weil dieser Mißbrauch schon Gewohnheit ist Man mag«s lagen, ich kümmere mich nicht drum, ich wider- spreche nicht und tadle es auch nicht solang mau nur versteht, was eigentlich man damit sagt, und wenn man damit behaupten will, di« Zukunft sei in Wirklichkeit, di« doch noch gar nicht ist, und di« Vergangenheit, di« nicht mehr ist. Es sind nur wenige Dinge, die wir genau und eigentlich benennen: meist reden wir uneigentlich und un- genau, doch man versteht, was wir sagen wollen. WocKenpfOKrainm des Berliner Rundfunks Berlin Sonntag, 11. Dezember Mi; Gyouwtik. MS: Aul Bremen; H*lwkoiuert. Tör den landvirt. S-ü: Morgenfeier. 10.65; Wettervorhersage. 1140: Aus Leipzig: Bech-rKaptate. 12.15: Wagner-Matinee. 14: Clterascund«. 1440: Hörberkljt von ner HwfnJafd- Ii: Für die Kinder. li.-W: Popglörcs Orchesterhongert. 16.30; öchallplattanstgnde. I7i fort- •ei/.unK des Populären OrebestorKonzertes. 18; Menseben vor dem Beruf. 1840: Lieber Berlin oder lieber Provlp?? 8,45: Georg fre'herr von Ompteda. 19: Advent. 19.55: iiormachrichten. 20.05? Berliner Philh»rmoni*ebe» Ot» c�ter. H: Wetter-, läget»" und Sportnacluichteu. 2240: ■-rbericht von dem Cishockeykanipf Wiener CMayf- crein— Berliner Sclillttsehubclub. Danach Tanzmusik. Montag, 12. Dezember MS: Oyinnastik. 6.35: Aus Breslau; rrühkon/e/t. S.20; - ciii�-Morgenfeier 11-30; Aus Hannover: eil. 13.30: Wettermeldungeu für den Landwirt. 13-30; euer- und Tagesnacbrlchten. Wasserstände 14; Schall» .ittenstundc. 1445: Börsenberichlc. 15.30; r.jne. Hau.vr .m macht Vuranscbiag für Weihnacbien, 15.35; Konzen. .».H: Die rcici' der Ci'iKniicn 16.30: Uijterhaltinigf,- m usik. 17.30: pic neue Geselligkeit der kleinen Gelegene uiiun. IT.SO- Jugcndbücberstunde. 18.10; Fortsetzung der UnterlultungsmuMk. 1845: Die Punkstunde teilt nfjt.. 19: Stimm c zum Tag. 19.10: Wir dürfen auch heute uoeb feste feiern 19.30: LT|ilefbaltun&.smu5ik. 20: Ruf. funkdiebtung von Hermann Wilbelm. 31: Wir erinnern an: FflfM Klemens von Metternich. 21.10: Orchcsterkonzeri. 32.10; Wetter*. Tageisr und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag, 13, Dezember MJ; Funk.ymn.stilt. M!: Ans Hsnibure: rrühkon}«"- 11.30: Au: Küni.sberg: Mittagskonsert. 13.40: Dif \ i»ri«l»iuiide für Jen Lanjwlrt. Wetier-«nJ TiiKSiueclirichten.\\ askcrMinde. 14: SchallplattenHuliJe. 14,13: Börj-enberlchte. 15.30; Die Krankenstube. 13.1»! Alte Klaviermusik. 15.55: Lieder. 13.13: Von der Ver. legcnlieit beim Feiern, 10,30; Au» Leip/Ig: Nacbmittags. Kontert. 1 7.30> Menschen untereinander. 17.41; Kinder. Kalender licienibcr. 18.05: Unterbaltungsmusik. 18.55; Die FnnKstunde teilt mit... 19; Stimme ium Tag. l'-tOj Rllehcrstundc, H,3S: Forlsetaun«; der Unterhaltunii- inuslk. ia.55! Mitteilungen des Arbeitsamts, 30:„Opern- Drohe", Oper von Lortzing. 31.35: Zeitgenössriche Musik. 33.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschlledend aus Flensburg: SpOlVonzert. Mittwoch, 14. Dezember e.15: Ciy(nn»s:lk 0 33: Frlpikonseri. 11.30: Aus Dresden: Mittagskonjert. 13.30; Wettermeldungen(ur Jen Lendwirt. 15.30; Wetter- und Tagesnachrleltten. Wasserstände Mi Scbillpleitenstunde 14.55: gürten- berichte. 15.30: Blumen sehmilekee das Fest. 15.35: Konzen. 15.55; Lieder von Ma* von fchiiling«.|ii.|5: 9as Welhnachtszimmet. 10.30: Aus Plensburg; Nach- inlltegskonzert 17.30: Z-wel Qastteber unter sich. 17.50: für die Juneod. 18.30; Llnterheltungsmutlk. 18.55: Die Funkstunde teilt mil... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Gelebtes Leben. 19.35: Fortsetzung der Unlerhaltunge- musik. 30; Mitteilungen des Arbeltsamtes. 30.05: Bach, Konzen. 31.08:„Stelle". Treuerzpiel van Oaethe 13.50: Wetter-. Tege«-«od Sponniehrlchien. Daneeb Tanr. musik. Donnerstag, 15. Dezember »IL.- Gymnjjijk- 64li Auf Ltipzif rrühkonferi- 1140; Au« Brefilau'. Mittfffkonifrt.!r4S; WfttenUtN (Jungea für den Lendwirt, 13.30; Wetter � und T«e«navh' richten. Wasserstände. 14; j-cballplattenstunde. 14.83; BörsenherichiP- 13.?». der einsaitien fra«. 1843: Kün*Uernächwuchf Koniert 18.5», Heitere Qm#»|c«ua Operetten. 10.11;.Mwn? Kinder laden ein-.. 18.30; Orchcsterkonsfert, 17.80: Adventtgescjilcbten. 17.45; Oie innge Generation. 1S.»8> fortset�ung: 4W Orcbesier- konrerts.|i85; Die funkstunde teilt mit... Ii: Stimm« zum Tes I9.|0: Wcrk*utt|bcric|it von Kltbo Kruse. 19.30;?um Mitsinsen, Weihnaclu�ljedcr. 30: Wir ft�lsv vor: frnst Jünser. Vom Berliner WeibpacbiST ni«rkt.?0.48: Scherze mit Ächnllplfttcn. 71.18: Ciu»tav Konzert.?3.|0| Witter-, Tages- und.Sportmch» richten- Tanzmusik, Freitag, 16. Dezember (.11: fjyranzsttlt, 5 35! rruhkonzett 11.30, Aus Harn. bürg: Mittagskonzeri.>3-30, Wcitermeldungep für den Landwirt. 13.30: Wetter- und TagesiueUricliten. Wasser- stände. 14: Jiehallplaltenstuiide. 14-55: Börsenbevtchte. 15.20: Spielsachen aus Riehls. 15.35: Konzert. 15.55: l'ngariscbe Volkslieder. 1(15, Achtung! Wir laufen Sdilitttcbuh. 16.30; Aus Dresden; Naebniittagskonzeri. 17.30: Das vergessene und das neue Buch begegnen(Ich 17.50: Unterbaltungsmuslk. 18.15: Die punksiunde teilt mit... 1«:.-Morgen. Kinder. Wirde was geben., 19.38: Fluginseln im Ozean? 20: Aus Köln: QräSn Ma- rizza. Operette von Kalma« 33.30, Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach aus Stettin: Abendunterhallung. Sonnabend, 17. Dezember 1.15; Oymnastik-«35: Aus Danetg: rrOhkonzert. IIJO: Aus Königsberg: Mittagskonzert>3.50, Wettermeldungen für den Lendwirt. 18.38> Wetter- und Tagesnachrichten. VVezserstSnde. 14: Scbellplattentttindc. 14.5?: Bersenbarieh'.e. 15.20: Jugendstunde. 15.80: Drei Mütter sprechen über das häusliche Pest 13.11: Blas- orel)ts:eri(onzert>7.13 Zshn Minuten fport 17.35: Wiener Oitsrren-Ksmniermuslk-Trie, 18, Portsetzung de« Blasorcbesterkonzeris. is.55: Die Punkstunde teilt mit... >9, Anna Tenne. 19.10: Punk• Kalender Dezember. 30: Veranstaltung der funkstunde Mr die Winterhilfe In der Kroll-Oper, 1 Teil. Oper. 33: Wetter-. Teges- und bporinacb richten 33.30, Tanzmusik- 33, Veranstaltung der funkstunde(ür die Winterhilfe In der Kroll-Oner. II. Teil. Operette. Königswusterbaucen Sonntag, 11, Dezember (.15, Aus Berlin: Oymneslfk,«JA: Aue Bremen; Hsfenkonsert Ab 3, Uebertragunc am Berlin. II: Deutscher See-Wetierbrlcht II 10; Dlelueritunde. IIJO: Aus teipzig: Bach-Kantate. 13.15: Ulbertragun* aus Berlin. 14: Clternstunde UJO: Zehn Minulet Lyrik. 14.45; Musiker-ftudlen. 15.30: Aus Berlin: Orchester. konzert. 16.15: Im Rahmen der Versniteliunzen„Weih- naebtsnurkt Berliner Künstler" Bunter Kabsrotl-Nacli- mltlag. 18: Des Reich und der deutsche Geist. 18.30: Meria und Jas Kind. HSrlolge. I. Teil. Verkündigung. 19, Stunde des Landes 30.051 Uebertragung aus Berlin. Deulschlendsender; 33.43, Deutscher See-Wotierberiehi. AnschlisSend Uebertragung aus Berlin. Montag, 12. Dezember 1«: Psdagoilscher Punk. 1«.M: Aus Berlin: Nach- mluagskonzert. 17.30: Die Macht der gesellsehatilicben Bindungen. 18: Musizieren mit unsichtbaren Partnero 18.10: pie Wendung In d»r Dichtung der Gegenwert. Anschließend Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes.(Ol b-iunds des Landwirt». 19.35: Viertelstunde Punktechnik 19.40; Zelidicnst. 30.30; Adventalisder im Zwiegesang gu zwei Lauten. Deulschlendsender: 30: Aus Hamburg: Konzert. 3). 10; Aus Hamburg; Ursendung. Heldische flucht. Ein Stück für die Hörbühn» 32.33; Wetter-. Teges- und Sportnachrichten. 33.43! Deutscher See- Wetterbericht. Danach aus Wien: Abendkonzert. Dienstag, 13. Dezember l(.30; Aus Leipzig: Nachmittagskonzert 17.30: Unsere deutschen Ahnen. 18: Neue Muzikpüdagogik. 18.301 Volkswlrtsehaftsfunk. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschlledend Kurzbericht de» Drahtlosen Dienstet 19: Philosophische Lesestunde. 19.50: Politische Zeltungsscheu. Deutacbltndsenderi 30i Aus München i Bilderbuch von allerbend WelB-blau-Crschel- nungen und Oes leiten. 30.50. Aus Wien! Bunte Stunde. 33.l5i Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 33 45: Deutscher See-Wtttcrberloht. Danach Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 14, Dezember 16: Pädagogischer Punk 16.30: Aus Hamburg; Nsch- mlttagskongerL 17.50, Dlt curopllschen Reltgiones. 13: FiuniscU« Musik 18.50; Die Verbreitung der deutschen Sprache In der Welt 18.55: Wetterbericht für die Lendwirts ehalt, Anschllehend Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. Danach Englischer Sprachunterricht. 19.35: Stunde de» Beamten. 30.30; Uebertragung vom Dichter- abend der flehte. Oeseilsehaft aus dem Melatersaal. Dcutschlandsenderi 30: Unterbaltungamuslk. 11.301 Aus Stuttgart' Die Jagd nach dem Ocld des Kspltlns Kitt. Ein« sbenleuerlleha Qeaebiebte. 33.15, Wetter-, Tagesund Spertnachrtohten Donnerstag, 15. Dezember 16, Pädagogischer funk. 16.80: Au» Berlin: Nach- mltugakonisrt. 17.30, Das deutacbe Sudetenland- IS; Zeitgenössische Btlltden. 18.30: Die Wendung m der Dichtung der Degenwart. 15.55: Wetterbericht Ihr die Landwirtschaft. Anschlleüsud Kurzbericht de» Drahtlosen Dienste». I9i Stunde dea Landwirt». IU.3O1 Weg- welter durch die Zelt. 30.50: Spiel vom SflndenlsII. 31.50! Musikalische Advenuleier DeutKbUndteDder, 19.30: Aus Leipzig; Konzert, 33.15' Weiter.. Tege«. und Sportnachrichten. 33 45: Deutscher Seo-Weuerberlc1". AnschlleSend: Aua Hamburg: T«nze von 1900 bla>933. Freitag, 16. Dezember 16: Pädagogischer Punk. I6.3O1 Aus Leipzig: Nach- mlttagskoneer». 17.30; Die Wendung in der Dichtung der Gegenwart. ISi Musik. 18.10: Volkswlrtscbsltsfuok. 18.53: Wetterbericht für die Lendwlrtschelt. Anschl. Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. I9i Wlssenscbalt- llcher Vortrag für Aergte. 19.30: Stunde der Arbeit. 19 40, Zeitdlenst DeuUchlendsender: 20s Aus Breslau: Musikalische Kuriotlilten. 31.10, Aus Frankfurt a. M.; Stnaenlauu ziehen durch Deutachland HOrsplel. 33.30: Wetter-. Taget- und Sportnachrichten. 33.45, DeuUchtr See-Wetterbericht. Anschl. Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 17. Dezember I6| Dlcbterslunde. 16.30! Aus Hamburg: Nachmittags- konaerL 17.30: Viertelstunde(ür die Gesundheit. 17.80: Bücberstundc. 18.05; Musikalische Wochenschau. 18.30: Deutsch für Deutsche.>0.55! Weticrberlcbt(ür die Landwirtschaft. 19; Pranzoilachcr Sprachunterricht. 19,40: Christus— Heros oder Heiland? Oautschlandsenden 38: Uebertragung aus Berlin. 33.48: Deutscher Lea- Wetterbericht. AnschlleDend! Uebertragung aus Berlin. 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Dieses Buch mit alten bekannten Kinderreimen und wunderschönen Bildern von Else Wenz-Vietor liegt in neuer Auslage vor. Hertha v. d. Knese- deck:„Weihnachten' und Will Besper: „Wiesenmännchens Brautfahrt'. Zwei Bücher aus dem gleichen Verlag, an denen das Schönste die zarten und humorvollen Bilder von Else Wenz-Vietor sind. In dem Buch„Weih- nachten' wird von dem Weihnachtsmann und den Engeln erzählt. Das Wiesenmännchen ist so eine Art Ritter, der auf Heupferdchen reitet und Krätendrachen erlegt und ein« Prinzessin befreit. Ebensall, im Verlag Stalling erschien„Die liebe Eisenbahn' von Wilhelm Schulz. Als vor einem Viertelsahrhundert der gleiche Maler- dichter ein wunderschönes Bilderbuch„Der Prutzel- topf' herausbracht«, entzückt« er damit die Eltern mehr als die Kinder. Heut« legt er ein Eisen- bahnbilderbuch vor— wieder mit sehr schönen Bildern— aber diesmal wird er höchstens noch den Beisall von Groheltern finden. So klein sind heutzutage die Kinder gar nicht mehr, bah«» ihnen gefällt, wenn ein« Lokomotive mit wütendem Gesicht eine auf den Schienen stehende Kuh überfährt, während der Bauer und die Bäuerin auf der nächsten Wiese angstzetern. Und der kleinst« Dreikäsehoch wird wütend protestieren, wenn ihm vorgemalt wird, wie die Eisenbahn im Winter im Schnee stecken bleibt und der Schasfner die qualmende Lokomotive einfach stehen läht, bt» auf dem nächsten Bild die Sonne lacht, und die Lokomotive lacht und die Fahrt weitergehen kann. Für jüngere Schulkinder. Besser« Bücher als für die Kleinsten liegen für die Kinder vor, die schon in die Schul« gehen. Da ist zunächst„K i n d e r l o n d l S Z Z'. Herausgegeben von der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kindersreund«. Verlag„Vorwärt»'. Da» Jahr- buch der Kinderfeunde ist in diesem Jahr billiger geworden. Es kostet nur noch 1 Mark. E» ist das Buch, da» sozialistische Eltern ihren Kindern schenken werden. Sein vielseitiger Inhalt bietet Jnteressante» für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren. Es enthält wertvoll» Beiträg« und viel« gut« Illustrationen und Kinder haben wieder daran mitgearbeitet. All» Arbeiterkinder werden diese, Buch in ganz besonderem Mab« als das chrige empfinden. DUma Mänckeberg:„Die M ä r ch e n t r u h e." Verlag Gerhard Stalling. Oldenburg. Prei»! 2.8l> Mark. Dieser Sammlung von llX) Doli»- märchen— deutschen, und ausländischen— liegt der richtige Gedanke zugrunde, daß längst nicht all« Märchen für klein« Kinder passen. In dem zur Besprechung vorliegenden Band sind Märchen für Kinder bis ungefähr zum achten Lebenssahr zusammengestellt. Di« Auswahl ist im allgemeinen gut getroffen, nur sind Märchen religiösen Inhalt» in groher Zahl aufgenommen. Sophie Reinhelmtr:„O Fritz— wohin sind wir geraten." Verlag Franz Schneider. Leipzig. Preis: l.SO Mark. Eine nette roman- tische Geschichte vom Schicksal zweier Käthe-Kruse- Puppen, dl« in einem Zirkuswagen durch halb Deutschland fahren. Kleine Mädchen werden ihr« Freude an dem gut geschriebenen Büchlein haben. Tom Ssibmann-Freud:„Hurra, wir , rechnen weiter.' Verlag Herbert Ltuffer, Berlin. Preis: ifiü Mark. Die vierte Gpielfibel aus dem Nachlaß von Tom Seidmann-Freud ist erschienen. Da» letzt« der Bücher, um derent- willen man am liebsten noch einmal Kind sein möchte, um au» solchen Fibeln lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Di« Rechensibel umfaßt den Zahlenkreis bis!0ü und führt bis zum kleinen Einmaleins. Sie ist für Kinder«in ebenso ver- gnüglichee Spielbuch wie die vorhergehenden Fibeln. Man darf hineinschreiben und malen. Ein Würfelspiel ist darin, das viel Spaß machen wird und bei dem man die im Spiel erworbenen Rechenkünste gleich ordentlich üben kann. Das Buch ist wieder sehr hübsch ausgestattet. Man legt es aus der Hand mit lebhaftem Bedauern über den frühen Tod der hervorragenden Päd- agogin Tom Seidmann-Freud. Friedrich Böer:„Klaus, der Herr der Eisenbahnen.' Verlag Herbert Stuffer, Berlin. Preis: 2A0 Mark. Das ist das Gegen- stück zu dem Eisenbahnbilderbuch von Wilhelm Schulz Ein Buch, in dem steht, was die Eisen- bahnsignalc bedeuten, welchen Sinn dos Gewirr der Gleise hat, wie eine Lokomotive von innen aussteht, wie«in Güterzug zusammengestellt wird. Das wird jedes Kind interessieren. Ausgezeichnete Photo», Luftbilder, Photomontagen und Zeich- nungen stellen nicht einfach Illustrationen dar. Sie scheinen gleichsam im Wetteifer mit dem Text darum bemüht, den Kindern alle» recht hübsch und anschaulich und ihrem Verständnis angepaßt, darzubieten. Für Kinder, die besonders gern Tier- g e s ch i ch t e n lesen, liegen drei Bücher zur Be- sprechung vor. Eine Hundegeschichte von Margarethe Geisti„Ich hott' einen Ka- m e r a d e n." K. Thinemanns Verlag. Stuttgart. Preis: LS Pf. Die Versasterin erzählt von jähre- langer Wanderung durch Südamerika, auf der ein Hund ihr treuer Begleiter und Helfer in mancher schwierigen Situation war. In gleichem Verlag und zu gleichem Preis erschien von Elara Hepner:„Rudi. Rosel und Reiß der Hund." Eine recht verkrampfte Geschichte von Ferienabenteuern zweier Kinder mit ihrem Hund. „S ch n a u z i' von Hanna Haas, Verlag Franz Schneider, Preis: ILO Mark, ist eine ganz nett geschriebene Kagengeschichte. Martha Ferber:„Pitt machteinen guten Fang." Verlag Müller und Kiepenheuer. Potsdam. Preis: ILO Mark. Eine Lausbuben- geschichte in Versen, die wahrscheinlich sogar von sehr jugendlichen Lesern als ziemlich dumm ab- gelehnt wird. Anna Geiger-Gog:„Fiete, Paul& Kompagnie." Verlag Gundert. Stuttgart. Prei«: 85 Pf. Und Lisa Tetzner:„Der Fußball." Verlag Müller und Kiepenheuer, Potsdam. Preis: ILO Mark. Das sind zwei Bücher, die soziall- stische Eltern ihren Kindern besonder» gern schenken werden. In beiden wird da» Hohelied der Solidarität gesungen. Proletarierbuben au» der Großstadt mit ihren Nöten, mit ihren Kinder- sehnsüchten und Sorgen und mit chrer Tapferkeit und ihrem praktischen Sinn, werden ohne alle Sentimentalität lebenswahr und frisch dargestellt. Für größere Schulkinder. Earl Capek:„Po st, Polizei, Hundeund Räuberei.' Verlag William, u. To., Berlin. Preis: 2,50 Mark. Man muß nicht gerode ein Kind sein, um Gefallen an diesem Buch zu finden. Jung und alt werden ihre still« Freude haben bei der Lektüre der Münchhauseniaden, die stch dt« Polizisten aus der Wachstube erzählen und in denen e» von aus dem Nest gefallenen Spatzen, Eichhörnchen, Wichtelmännchen. Elfen. Wasser» männern, gefangenen Jungfrauen und stehen- iöpftgen Drachen nur so wimmelt. Sie alle g«, raten in Kollision mit den Gesetzen und alle» wird von Schupos mit Hilfe ihrer Dienstvorschriften und unter gelegentlicher Zuziehung der Feuerwehr wieder in Ordnung gebracht, bis zum Schluß auch dem letzten siebenköpfigen Drachen um seden seiner sieben Hälse ein« Hundemarke baumelt. Nicht weniger erheiternd ist die Hundegeschicht«, in der ein zu früh von seiner Mutter getrennter Hund von einem alten Kutscher Unterricht im Bellen bekommt, weil er sonst keine Gelegenheit hatte, e» zu lernen. Oder die Geschichte von dem Räuber Lotterando, der vor lauter Höflichkeit niemal» zum Rauben kam und der erst unhöflich wurde. nachdem er umgesattelt hatte und Zollbeamter ge- worden war. Di« Zeichnungen von Fritz Wolf sind so vergnüglich wie das ganz« Buch. Wer für »in entspannende. Buch, zu dem er immer gern einmal wieder greifen wird, ZLO Mark ausgeben kann, der tut wohl daran, es stch oder seinen Kindern zum Geschenk zu machen. Else Franke:„Sagen vom deutschen Rhein." Verlag Gerhard Stalling. Oldenburg. Preis: 2,80 Mark. Mit wahrem Bienenfleiß sind hier zahllos« Sagen zusammengetragen. Meisten» sind es Ritter- und Räubergeschichten, die mehr ermüden ol» erfreuen. Im gleichen Verlag und zu gleichem Pretse er- schien in neuer Auflage eine sehr lebendige B«- arbeitung der Gudrun-Sag« von Will Vesper. Di« Lektüre regt zu Betrachtungen darüber an. ob Arbesterkinder es heute wirklich noch so schmachvoll und erschütternd finden werden, wenn Gudrun, die Königstochter, Magd- dienst« verrichten muß. Will Vesper schließt sein« Bearbeitung der Sag« mit dem Aufschrei«ine» Poeten des desorientierten Bürgertum». Er stellt Betrachtungen darüber an, daß auch Deutschland heute eine Königstochter fei. die gefangen sitzt und Magddienste tun muß, und er fordert all« auf. zu helfen, daß sie sich selber die Treue bewahre, damit sie einmal wieder auffahr« au» ihrer Knechtschaft und Freiheit und Freude wieder- gewinne. Helene Lange:„Produktive« Spiel." Rotapfel-Verlag, Zürich. Prei«: z,80 Mark. In dem Buch legt eine Lehrerin Gedichte und Zeichnungen, Aufsätze und allerlei Spiele von Kindern vor, die, wie alle derartigen Eammlun- gen, immer wieder bedauern lassen, daß in Schul» und Leben die unbefangene Schaffenslust der Kinder so bald verbogen wird. Der einzige un- erfreuliche Beitrag in dem Buch ist die kurze Ein- leitung der Herausgeberin selbst, die gegen einen wahren Popanz, den sie als„neue Sachlichkeit" bezeichnet, zu Felde zieht. Offenbar ist sie aber in ihrer praktischen Tätigkeit weniger kriegerisch. Malender 193S Spemanns Literaturkalender Spemanns Musik- kalsnder, Spemanns Naturkalender, Spemann» Wanderkalender. Spemanns Photokalender, Spe- mann» Alpenkalender. Spemanns Kunstkalender. Spemann» Frauenkalender, Graf Zeppelin-Kalender lVerlag Spemann). Deutschland heut« und gestern.(Franckhsche Verlazsanstalt). Kosmo«- kalender(Franckhsche Verlagshandlung. Stuttgart) Sport- und Körperkultur(Franckhsche Verlags- Handlung). Adele Schreibers Mutter und Kind (Zentralverlag G. m b. H.. Berlin). Berliner Kalender(Rembrandt-Verlag, Berlin). Athenaion- Kalender Kultur und Natur(Akademische Verlag»- gesellschaft Athenaion G. m. b. H.. Potsdam). Paul Hey: Deutsche Heimat(Ackermanns Kunst- vsrlag G. m. b. H.. München). Elly Petersen» Hunde- und Katzen-Kalender(Verlag Norr u. Hirth, München). Deutscher Kalender(Verlags- anstalt Karl Gerber. München). Deutscher Reichs- bahn-Kalender. Deutscher Reichspolt-Kalender. Ka- lender des Auslondsdeutfchtums(Ausland u. Hei- mat Verlags A.-G.. Stuttgart). mit Handachuh* Ärmel ohne Handschuh* Ärmel Om cle|ante Tagwendkleid aus wundervoll weiehflicßen- dem Flamisol aeigt den sehr Interessanten, abknöpfbaren Handschuh»Aermel. (Dadurch eignet es sich gleichermaßen alt Islachmittagt- und Abend-Kleid.) Eine modische Samt- garnierung und ein wippender Glocken- rock verleihen ihm Anmut und Grazie. 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Müllen Och»oeber in de« meschoftsstelle oawelben. * '• S1"*-. �uscreui langjichrigcit, immer tätigen Genossen Zserdinanb Vrahl, Wilsnacker Straße 21, zu seinem 70. Geburtstag« die herzlichste» Glückwünsche. 77. Abt. Heute, Sonntag, früh g Uhr. Treffvunkt zur.Borwärt»�. Agitation bei Koschcnz. Beginn aller Veranstaltungen IS?» Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! Montag, 12. Dezember: t. ftttis. Sitzung Oes erweiterten Kr-isoorstandes an bekannter Stell«. 3.»rei». streisfunktionärsitzung bei Ewest. Große ssrankfurter Straße W. �reisangelegenheiten. 2. Bortrag des Genossen Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R.:.Unsere Partei in'der Opposition." Mitgliedsbuch und Funk- tionärtarte sind mitzubringen. Der Borstand wird gebeten, pünktlich 19'� Uhr anwesend zu sein. 12. Are,». Arbciterbildunqsschule. 20 Uhr Schlußabend des Kurse, der E«. .. Vksin Katbe Kern in der Schule fflorastraße. 14.»reis Neukölln. Sitzung der Bezirksoerordneteufraktion mit Bstraerdepu. tierten im Rathaus, Zimmer 137. 13 Uhr Zusammenkunft erwerbsloser Var- teimitglreder im Heim Kanner Str. 43. Wilhelm TietgenS!„Meine Reise durch England." 17. Krci«. KrcisfunktionSrsttzung an bekannter Stell«. Referent Franz Kstnst- ler, M. d. R. I». Kreis. 20 Uhr Kreisdelegiertenoersammlung an bekannter Stell«. Kreis- vorstand und Abteilungsleiter um l8>/, Uhr. 5. Abt. Funktionärsttzung bei Mathia, Linienstraße 30. 13. Abt. Funktionärsitzung bei Obligo, Stralsunder Straße 11. 16. Abt. Funktionärkonferen, bei Ktnzel, Uscdomftroß« 22. 17. Abt. Funktionärkonferenz bei Dose. Rordbafen 6. 10. Abt. 10 Uhr Funktionärsitzung bei Schrcpel, Grünthaler Straße 18. 20. Abt. 20 Uhr Funktionärsitiung bei Pose, Koloniestraße 13. 21. Abt. Sitzung sämtlicher Funktionäre bei Kroll, Utrechter Straße A. 22. Abt. Funktionärsstzung an bekannter Stelle. 23. Abt. Funllionärsitzung an bekannter Stelle. 24. Abt, Fiinklionärsiliung im Lokal I. 24». Abt. Funktionärsitzung bei Köhler. 28. Abt. Funktianärkonferenz im Lokal Reche. 27. Abt. Funktionärsitzung im. Eoortresiaurant". 20. Abt. 20 Uhr Fuuktionärsstzung an bekannter Stelle. 46. Abt. Funkiianärsstzvng bei Bauer, TMter Straße 27. 38. Abt. IS'/s Uhr Borstandssttzung der Abteilung Friedenstraß« 88. 30. Abt. Funktionärsitzung. Freiheitsopfermarken sowie all« anderen Rest« müssen unbedingt irerea«It werden. 41. Abt. 20 Uhr bei Schult. Mariendorfer Straße 3, Funktionärversammlung. 42. Abt. Funktionärsitzling an bekannter Stelle. 43. Abt. 20 Uhr Funliionäroersammlung bei Kr«»», Planufer 73. 44. Abt. ls Ubr Funktionärfltzung bei Ewald. 13. Abt. Funktionäroersammlung bei Schutsch. Forster Str. 0. 47. Abt. 20 Ubr Funktionärsltzung bei Kunert. 48. Abt. 10 Uhr Vorswndssitzung. 20 Uhr Funktion ärversammlung bei Lau- bahn, Luisenufer 32. Die Bezirksführer rechnen die Liften ab. 31. Abt. 20 Uhr Funktionärsltzung bei Famin, Abteilungsoorstant'/» Stunb« vorher ebenda. 7». Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Kulka. llbland» Ecke Lauenburger Straße.„Die»olitisch« Lage." lReferent wird in der Bersammlung bekannt. gegeben.) 80. Abt. 20 Ubr Zusammenkunst jüngerer Parteimitglieder bei GÜrlich, Bega». straße 1. Referent 3. P. Mauer. 85.«bt. 20 Uhr Zahlabend de» 4. und 3. Bezirks bei Pommerening. Berliner Straße 100. Fritz Zimmermann: Die politische Laar." 80. Abt. Funktionärntzung bei Görlitz» Ehausseestraße 10. Zuaunsten der erwerbslosen Genossen werden in den Berkaufsstellen der Konsumgenossen- schuft Pfundbestellungen entgegengenommen. 80. Abt. 20 Uhr erstmalige Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Faeck. Sanberstr 10. Dr. Ott» Friebländer:.Sozialismus und junge Generation." 04. Abt. Funktionärsitzung bei Schröder. Sleinmetzstr. 32. 101. Abt. Borstandssitzung an bekannter Stelle. Dienskag, 13. Dezember: 4. Kreis. 17 Uhr Zusammenlunst erwerbsloser ParteimitaUeder im Alterskeim Danziaer Straße 62. Alfred Markwitz:„Die oolitische Lage." 3. Krei«. Arbeiterwahlsahrt. 13 Ubr Zusammenkunft erwerbsloser Partei- Mitglieder im Seim Tilstter Straße 4/3. Gottlieb Reese:„Zunenvolitische Information." Unterhaliungsteil: Friede! Hall. 7. Kreis.„Enacre" mit Abteilunnsleitern im Rathaus, Zimmer 1. 18. Kreis. 20 Uhr Kreisvorstandsitzuna bei Gallas. 8. Abt. Funktionärsltzung bei Dobrohlaw, Swinemünder Straße 11. 7. Abt. Fnnktionärsitznng an bekannter Stelle. 8. Abt. 20 Ubr Funktianärsttzuna bei Rickert, Stcinmetzstraße 36z. 13. Abt. Funktionärsitzung bei Röstcl, Pntlitzstraße 10. 14. Abt. 18"- Uhr Funktionärsitzung an bekannter Stelle. Um pünktliches Er- scheinen wird gebeten.— 20 Uhr Zusammenkunft iünnercr Parteimitglieder bei Lanntzen. Putbusser Straße 11. Resercnti» Lala Mauer. 18. Abt. Milgliederversammluna bei Krüger. Hussiten. Ecke Scheringstraßc. Genosse Rackwitz:..Die Stellung der Partei zur Religion und zum Staat." 31. Abt. 20 Uhr Funttionärsitzunq bei Goldschintot. 6«. Abt. 20"- Ubr MitgliedcroersamuNung bei Kulka. Lauenburger Straße 21. Otto Meier. M. d. L.:„Die politische Loge." 71. Abt. Mitgliederversammlung und Zahlabend bei Rosenau. Laubachrr Ecke Barziner Straße. Stadiarzt Dr.»orach:„Die volitische Lage im Reich, in Preußen und in Kraß-Berlin." 83. Abt. 20 Uhr Zahlabend des 13. Bezirks bei Pommerening, Berliner Straße 100. I. P. Mauer:..Die Partei vor neuen Aufgaben." 04. Abi. Zahlabend der Bezirke 70, 93. 96 bei Schröder, Steiiimetzstraße 32. Fritz Zimmermann:„Die oolitische Laoc." 0». Abt. 20 Uhr Fnukiionärsitzunq im Eitzunasraum Hannemannilraße 40. 130. Abt. 20 Uhr Mitgliederoersammlung bei Zimmermann<.,Zun> Heinersdarfer Krug").'- � 137. Abt. Freie Schulgemeinde Re!n!rte»dorf-Best. Mitgliederversammlung im „Balkshaus". Scharnwebcrstraße 114. 130. Abt. Funktianäroersanunlung an betannter Stelle. ZNittwoch. 14. Dezember: Mitgliederversammlungen und Zablabendc mit ioigendem Thema:„Unsere Arbeit im neuen Reichstag." 2. Krci». 14'/, Uhr Erwerbslasenversammlung in de»„Arminiushallen", Br«. mer Straße 73. Siegfried Leo:„Arbeiisbeschaffungspragramm." Mir- Wirkung des Mcincckcsche» Sängerchars. Für freie Bewirtung ist gesorgt. 14. Kreis. 13 Uhr Ziisamincnlunft erwerbsloser Parteimitglieder im Seim Kanner Straße. Politisch-satirisch« Reoue. 1. Abt. Mitaliederversammlung im„Hackeschen Aas". Rosenthaler Str. 40/4l. Referent Robert Bredow. M. d. L. 2. Abt. Mitglicdervcrsommlung bei Lohan. Brüderstraßc 16. Otto Albremt: „Zoll- und Handelsvolitik." 3. Abt. Mitgliederversammlung im Saal l des Gewerkschafishauses. Referent Otto Schumann.. � 4. Abt. Mitgliederversammlung im„Belvedere". Aleranderstrage 21. Reierent Karl Litke. M. d. R.„ 3. Abt. Mitgliederversammlung im„Rosenthaler Hof", Rosenilxrler Str. 1112. Bericht der Delegierten vom Bezirtsparteiiag. 0. Abt. Mitgliederversammlung im„Kegler-Eck", Ouitzowstraßc 146. Riartin Berger:„Die Politik der Partei." Bericht vom Bezirksoarreitag. 11. Abt.' 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Scholz. Levetzawstr. 21. Dr. G. Eber. lein:„Kutturvolitit als Spiegelbild der soziale,� und wirtschaftlichen Macht- verhältnisse." 12. Abt. MitgUcdervcrsmninlmig Bcusselstraße 32. Gen. Dünnebackc:..Arbeits- beschaffung und Arbcitsvragrauimc der Partei und Gewerkschaften." >3. Abt. Mitgliederversammlung in den„Armininshallen". Bremer Straße 72. Fritz Schmidt:„Welche Gefahren drohen unsere» Kuliurorganisationen?" 13. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung, verbunden mit Iubilarfeier. in der „Löwen/braue rei". Hochstraße 2, am Bahnhof Gesundbrunnen. Festrede: War Gillmsister. Rezitationen. Gesang. Anschließend gemlltl. Beisammens. 24. Abt. Zablabende in den bckaimten Lolalen. 24-. Abt. Grupvc Balkan bei Wenzke, Carmcn-Snloa-Str. 31, Zahlabend. Referent: Erich Schmidt. Sruvve Carl Legten im Hermannsheim Zahl- abend. Der Marxismus in der Gegenwart. Reierent: 3. P. Mauer. 26. Abt. Mitglicdervcrsaiumlmlg im Hause des Arbxitersamariterbundcs, Iofw- liraße 4. Gustav Sa dicke:..Die volltifchen Partelen des neuen Reichstages." 28. Abt. Abteilungsvcrsawmlung in den„Echwedtcr Fesssälen" sfriiher Bült- ner). Schwedter Straße 23. Dr. Theodor Haubach:„Die Partei vor neuen Aufgabon."— Funktionäre eine Stunde vorher ebendo. 88. Alt. Mitgliederversammlung im Wtersielm Dan, igen Straß« 88 Res«. rentin Mathilde Wurm. M. d. R. 38. Abt. Mitgliederoersammlung bei Ewest. Große Frankfurter Straße 30. Marie Kunert, M. d. R. 34. Abt. Mitgliederversammlung in der Schulaula Litauer Str. 18. Stellungnahme zum Parteitag und Reuwahl der Abteilungsleitung. 30. Abt. Mitgliederversammlung in der Schulaula Petersburger Straße 4/3. Referent Genosse Heinz Flücht. Die Bezirksfübrer laden ein. 3». Abt. Mitgliederversammlung im Baugewerkshaus, Großbeerenftraße. Bell«. 1 richt vom Bezirksvarteitag. 30« Abt. Zab.'inorgeu im„Markgrafen. Eck". Markgrafen. Ecke Besselftraße. Rich. Günther:„Ernste Betrachtungen zur politischen Sage." 4«. Abt. Mitaliederversammlung im..Tivoli", Sichterfelder Straße U. Refe. rentin Luise Köhler. M. d. L. 32. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Kvffke. Kaiferin-Augusta-Allee 81. Dr. Otto Friedländec:„Diktatur oder Demokratie." 34. Abt. Mitgliederversammlung im Zugendheim Rostnenstraß« 4. Bericht vom Bezirksvarteitag. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Ioskawiak, Holtzendorffftroße 30. Referent Genosse Baabe. Alle Bezirksführer müssen erscheinen. 38. Abt. 20 Ubr Mitgliederversammlung im„Ranke-Haus". Rankestraße 4. Referent Dr. Gregor Bienstock. 30.«bt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im neuen Ratskeller. Referent Dr. Äorach. 08. Abt. Mitgliederversammlung bei Sandmann, Westfälische Straße 42. Referent Gottlieb Reese. 73. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im„Deusschen Haus". Referent Karl Dressel. 74. Abt. Siedlung. Mitgliederversammlung um 20 Uhr im Restaurant Wald. bans, Spandauer Str. 30. Die Macht des Verbrauchers in der Wirtschaft. Referent: Genosse Kegel sKoniumgenossenschaft Berlin). 7«. Abt. Pünktlich 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Schilling. Gen. Klatt: „Unser Kamrf gegen die Reaktion." 70- Abt. Mitgliederversammlung im Ledigenbeim Evthstraße 37< Thiele). Refe. rent Robert Breuer. 8«. Abt. 20 Ubr Mitgliederversammlung im Sslmhgltz-Svmnasium, Rubens. Ecke Begasstraße. Dr. Hans Eohn:..Da» Arbeitsbeschaffungsprogramm der Gewerkschaften." 04. Abt. 20 Ubr Mitgliederversammlung bei Lchniann. Kaiser-Wilbelm- Straße 20—31. Ernst Seilmann. M. d. L.:„Ziechen schaftsbericht und sozio- lisssiche Zukunfisaufgaben." 87. Abt. 20 Ubr Mitgliederversammluna bei Schuster, Kirchstr 68. Dr. L. Greil: . Dirtschostsbelebnng und neue Staatsfiihrung." »6. Abt. Mitaliederversammlima im Bereinsbaus„Einigkeit", Kirchhvfstr. 41. Refe«»» Dr. Rudolf Breitscheid, M. d. R. 100. Abt. Mitgliederversammlung bei Ruvvert. Neuköllner Straße 237. Licht- bildervortrag:„Mutter oder Madonna?" Referentin Susanne Räder-Groß- mann. 104."bt. 20 Ubr Mitgliederversammlung bei Kubat. Brückenstraß« 13. Ad. Wnschick, M. d. L.:..Die Aufgaben der Sozialdemokratie in"er Opposition." IM. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammluna bei Lebmgrübner, Bismarckstraße 2. Referent Dr. Hamburaer. M. d. L.— Eonntaa. 18. Dezember, finden im Lokal Kaierbaum. Sedanstraße 3, eine Ausstellung und Bcrkaus von äußerst billigen Büchern volitiscken, unterhaltenden und belehrenden EVrakters des BiiGerkreises, der Bückergilde und des Dictz-Berlages statt. Sämtliche Parteimitglieder und Znteressenten ssnd dazu einaeladen. III. Ab». 20 Uhr Mitgliederversammlung bei H-imann. Waltersborfer Str. 100. Referent Ot'o Boß. 118. Abt. Miigliederrersammlung im Sttznnassaal des früberen Arbeitsamtes, Stbreiberbauer Straße. Zugang Marktstraße. Referent Erich Kuttner. M.d.L. 180. Abt. Mitgliederncrsgmmluna bei Temvel, Prinzenalle« 45. Ehr. Pfändner, M. d. R.:„So-ialvolitik im Klassenstaat." 188. Abt. Mitgl'ederver'ammluna bei Boratb. Marzahner Straße 81. Genosse Groppler:„Die Aufgaben der Konsumgenossenschaft." 183. Abt. 20 Ubr Mitgliederversammluna in der„Schützeuklause", Hönower Straße 3. Referent Prof. Dr. Strecker. 184- Abt. Mitalicdcrversammsung bei Drabcr, Uhlandstraße 18...Der Sozia. lismus und die Demokratie." tReferent wird i» der Versammlung bekannt- gegeben.) 187. Abt. Mitgliederversammlnng bei Götze. Berliner Straß« 08. Dr. Ostrowski: .Die Reugestal'",:» Berlins." 131. Abt. 20 Uhr Miiglicdcroersammluna bei Pfeiffer. Nordend. Blankenfelder Straße. Genass- Svliedt, M. d. R.:„Die Lage der Weltwirtschaft." 138. Abt. 20 Uhr Mitgl'edervcrsgmmluna bei Klug, Dorfstraß« 2. Referent Siegfried Leo. Die Bezirksführer laden ei». 133. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Kaebne, Berliner Straße 80. Be-irksrcrorbneter Rickarb Schulz:. Das neue Grgß. Berlin." 134. Abt. Mitgliederversammlung bei Göpfert am Bahnhof Buch. Referent Alfred Henke. 138. Abt. Mitgliederversammlung im alte» Forftba»».„Die sozialistischen Ideen der Zukunft." Referent Gen. Scharfschwert. Bezirk Frohnau: Zahlabend im Kasino. 140. Abt. Mitgliederversammlung bei Boitschach. Ernst» Ecke Konrabstraße. „Stellung der Partei zur neuen Reichsregierung." Referent Dr. Fraenkel. 140... Abt. Zahlabend« in- Lokal Dorfaue. Hauvtftr. 3«, Referent Eduard Zachert: in: Lokal Schulz, Witlenau-Rordbahnhof, Oranienburger Str. 184. Referent Paul Schaiscr. Die Bezirissstbrer laben ein. 141. Abt. Mitgliederoersammlung bei Kaffmann. Edelweißftr. 3.„Politische Lage und ihr Einfluß auf die Wirtschaft." Referent Kurt Heinig, , M. d. R. ! 143. Abt. 20 Uhr Mitaliederverlammlung bei Schmischke, Waidmaunstraß« 4. ! Referent Mar Hcndcmann. M. d. L. Donnerstag, IS. Dezember: 7.«rei». Sitzung des Bildungsausschusses, Rostnenstr. 4. Wegen wichtiger Tagesordnung müssen sämtliche Mitglieder erscheinen. 12. Krci». 1.V! Uhr Zusammentun:: erwerbsloser Parteimitglieder in der Schule Steglitz. Friescnslraßc. Referent Paul Bernstein. 13. Kreis. 14- Uhr Zusammenkunft erwerbsloser Parteimitglieder im Jugend- heim Götzstraßc. Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft. Referent Alfred Malkwitz. Freitag, lö. Dezember: 14. Kr«i». 13 Uhr Unterhaltunasnachmitiag für erwerbslose Parteimitglieder im Heim Kanner Straße. Vortragende Gen. Lutz-Haedrich. 18. Krei». 20 Uhr Äreismitgliederoersammlung im Berliner Kindl-Brän, Berliner Allee 21121.3. Referent Dr. Rud. Breitschelh, M. d. R. 74a. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Stockniann, Machnower Str. 8. Referent Willi Schneider. -137. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder im Volkshaus, Echarn- wcberstr. 114.„Grundlagen de- Marxismus." Referent I. P. Mayer. Frauenveranstaltungen: 4.«rei». Donnerstag, 13. Dezember, Funklionärinnensitzmig bei Klug, Danziger Sir. 71. 13. Kreis. Donnerstag, 13. Dezember, Funktionärinnensitzung bei George am Bahnhof Treplow. Anschließend Arbeitsgemeinschaft der Genossin Klara Bohm-Schuch. M. d. R...Die Sozialistin im Kampf." I. Abt. Dienstag. 13. Dczcuiocr, bei Klemeirt, Sophicnstr. 6. Heiterer Abend. Vortragende Elsriede Wollmann. Die Genosssu sind ebenfalls eingeladeü. 8. Ab». Montag, 12. Dezcnibcr, bei Dobrohlaw. Swinemünder Str. 11. „Die Gesundheitspflege im Arbeiterhaushalt." Referent Dr. Drucker. 0. Abt. Donnerstag. 13. Dezember, an bekannter Stelle: Vortragsabend der Genossm Ann! Weilhammer.„Eine Smnde Zeitgeschichte." 18. Abt. Alle Genossinnen beteiligen sich am Mittwoch, 14. Dezember, an der Abteilungsversammlung und Iubilarfeier in der Löwenbrauerei, Hoch. straße 2. Im Dezember fällt der Frauenabend aus. -28. Abt. Mvi>:ag. 12. Dezember,-20 Uhr. bei Barteld, Wörther Ecke Ryke. siraße.„Streifzüae durch den Orient." Rcfcrentin Erna Büsing. 74.1. und 74b. Abt. Dienstag, 13. Dezember, 16 Uhr, beteiligen sich alle Ge- nossinnen an der Einäscherung der Genossin Wolf im Krematorium Wilmersdorf. 7». Abt. Sonnabend. 17. Dezember, 20 Uhr, bei Wardt. Monuniente». Ecke Hochtirchsiraße. Bunter Abend. Vortragender Theo Maret. Anschließend gemütliches Beisammensein. 86. Abt. Donnerstag, 13. Dezember, 20 Uhr, bei Görlitz, Ehausseestr. 10. „Proletarisckie Festkultur." Reterenttn Flora Franteu. 03. Abt. Montag, 12. Dez., im Heim Kanner Strayc 42.„Schleicher. Reich». tag und die Sozialdemokratie.-' Referent Max Fechner, M. d. L. 106. Abt. Zur Futlltionärinncnsttzung am Donnerstag, 13. Dezember, in Treptow treffen wir uns 19 Uhr aui dem Bahnhof Echöneweide. 136. Abt. Donnerstag. 13. Dezember, 20 Uhr, in der Baracke Lindau« Straß«. „Heiteres nach der Wahl, was anderes Mal. Bortragender Puggi Muck. 138. Abt. Dienstag, 13. Dezember, fahren wir gemeinsam zum Konsum- warenhans und treffen uns um 10 Uhr Linie 68 in Waidmannslust. Sonnabend, 17. Drzemb«, halten wir unser« diesjährig« Feierstunde im „Allen Forsthaus" ab. Beginn 10 Uhr. Die Genossen sind ebenfall» eingeladen. 141. Abt. Die Besichtigung de« Koniumwarenhauses findet am Dienstag nicht statt. Bezirksausschuß für Arbeikerwohlfahrt. Arbeiterwohlfahrt. Achwtig, Areisleitungen! Engerer Borftand. Zu der nm Montag, deni 12. Dezencher, 18 lUjr, stattfindenden Eröffnungsfeier der Ausstellung der Kinöerfrennde..Kinder helfen Kindern" nn Hause des Mc- tallarSe.ftei>Ber8ande?. Me Iofobstrakü Ecke Gitsihwer Gtraße. ift unse? engerer und erweiterter Vorst.rnd herzlich eingeladen. f. �ircis Prenzlauer Berg. Dienstag. 13. Dezember. A Uhr. im Alters- heim, Danziger Str. 62, allgeineine He.lferke''vrechung. Tagesordnung:„Winle.r- Hilfe und Verschiedenes." Die nicht verkauften Loose müssen spätestens bis zum 16. d. M. dem. Genossen Suhr zurückgegeben werden: alle übrigen gelten als verkauft. Am A). d. M. ist die Quartalsabrechnung der Solidari- tätsbilfemarken. 2st. Kreis Reinickendorf. Dienstag, 13. Dezember,.'v Uhr. Neue Schule. Wittenau. Kurfusabend über die..iZozialversicherung". Referent Genosse Dr. Hanifch. Alle Funktionäre und Helfer der Arbeiterwohltahrt, sowie Wohl- sahrtspsleger und interessierte Parteigenossen werden wiederum gebeten, daran teilzunehmen. Die Abrechnung der Lose hat endgültia bis zum 17. d. M. bei dem Ge- Nossen Iocoby zu erfolgen. Arbeitsgemeiaschast der Sindersreunde. � Rvatag, 12. Dezember, um 18 Uhr, findet im Fcstsaal des Metall- - arbeitervcrbandcs. Alte Iakobftraße Ecke Gitschirn-r Straße, die Et- j«ffnnagsfeicr uajercr Ausstellung„KinderhelsenKtnder»" !i statt. Alle Helfer und Elternoblcute sind dazu cinaclabe».(Self«- -b auswcis vorzeige».)?cder Kreis bringt fei»e AaUe»ob- , leute mit. Mitte: Alle Abteilungen besuchen gemeinsam am Sonntag, dem 18. D«. zember, die Ausstellung der Kinderfreundc...Kinder Helsen Kindern". Die Auf- sicht der Helfer in der Ausstellung ist nicht am Montag, dem 12. Dezember. sondern ebenfalls Sonntag, von 18.10 bis 22 Uhr. Abi. Pappclplatz: Montag, den 12. Dezember, um 20 Uhr. Eliernoersammlung im Jugendheim Elisabekh- straße.-Abt. Wilke: Wir treffen uns beute um 13.34! Uhr Fallenecke.. Abt. Liebknecht: Wir treffen uns beute 13.30 Uhr an der U-Bahn Elisabethstraße und gehen dann zum Jugendheim Tieckstraße. Prenzlauer Berg: Freiheit und Hermann Müller: Momag, den 12. fallen sämtliche K inderve ra» staltungen aus. Treffen der Helfer l''i< Uhr, Bahnhof Schönhauser Allee. Dienstag, den 13. fallen die Reslialkenoeranstallungen aus, ebenfalls Turnen und Baden, dafür besuchen alle Falken die Attsslellung. Treffpunkt 13 Uhr s3 Uhr) Bahnhos Schönhauser Allee. Unkosten lv Pf. Donnerstag, den 13., 17'- Uhr, Heim Sonnenburger Str. 20, Arbeitskreis der Roten Falken. Jung, und Resttalken der Abt. Hermann MM« tage:: künftig wieder Freitags, Gleimstr. 33—33. Friedrich» Hai» Heute. Sonntag, 18 Uhr, Helferbeisammensein im Heim Diestelmenerstr. 3—6. Instrumente mitbringen. Dienstag, 13x4 Uhr, treffen sich alle Falken an ihren Treffplätzen zum Besuch der Ausstellung. Miliwock:. 18 Uhr. Tanzabend. Litauer Str. 18. Donnerstag: jede Abteilung schickt einen Helfer und 3 Falken nach dem Kreisheim. Wir bearbeiten das ge. sammelte Spielzeug. Abt. Landsberger Platz: Montag. 17 Uhr, sind alle Roten Falken an der Falkenccke. Dienstag. V,4 Ubr. Falkenecke. Mittwoch, 17 Vi Uhr, Falckenccke. Donnerstag, 18 Uhr, Kreisspiele für alle. Sonnabend, 17. Dezember, Jung- und-Rote. Falken. Fahrt naä: Ronen. Kreuzberg: Alle Abteilungen besichtigen am Dienstag, den 13. Dezember, nachmittags geschlossen die Ausstellung. Lorher gehen wir zum Kafpertheat«, Beginn'-3 Uhr. Treffpunkt des Kreises v<3 Uhr por dem Metallarbeiter. Beibandehaus. Die Abteilungen geben ihren Treffpunkt am Montag in den Gruppen oder in der Diensiagzeitung bekannt. Am selben Abend treffen sich unsere Eltern um 20 Uhr in der Ausstellung. Alle Abteilungen laden ihre Eltern noch schriftlich dazu ein. Abt. Reichenberger Biertel: Montag. 12. Dezember, fallen unsere Gruppen. vevanstalttingen aus. Wir treffen uns dafür am Dienstag, den 13. Dezember. IS Uhr, Rot- Ecke. Schöneberg: Abt. Friedenau: Montag, den 12. Dezember, 20 Uhr. treffen sich alle Friedcnaner Falken im blauen Kittel vor der Schule in der Homuth. straße. Die Schöneberger Helfer erscheinen ebenfalls. Achtung, Restfallen Schoneberg! Wir tiefen uns am Montag, um 10 Uhr. vor der Badeanstalt Schöned«g. 10 Pf. mitbringen. Abt. Friedenau: Am Montag, den 13. Dezember, beenden wir unser« Spielsachen für das Jugendamt. Eltern, die die Sachen besichtigen wollen, stnb zu"«10 Uhr herzlichst eingeladen. Um Vt20 Uhr Besprechung unserer Ge- meinschaffsfcier Kreis Steglitz. Montag alle Falken zur Ausstellung„Kinder helfen Kindern". — Abt. Aibrcchtstraße. Jugendheim Albrechistr. 47. 17 Uhr. Dienstag Zause- stunde. Freitag Basteln.— Abt. Friesensiraße. Schule Friesenstraße. Mittwoch, 17 Uhr. Wir sprechen über den Schüleraustausch.— Abt. Lichterseide. Ober- realschule, Ringstr. 3. 17 Uhr. Mon:ag Bunt« Nachmittag. Freitag Volkstänze. Donnerstag, lsai Uhr, Schwimmen, Stabila. Freitag. 10 Uhr. Turnen in der Schule Berliner Straße.— Abt. Laukwitz. Schul« Schulstraße. Dienstag, 17 Uhr, Bunte Stunde. Donnerstag. 16 Uhr. Basteln. Reuköll»: Jung, und Rote Falken: Heute 16 Uhr üben wir Mr unsere Beranstaltung: Winterlieb«. Leitung: Rudolf Barthel. Gruppenführer, zur Arbeitsstunde morgen Montag, erwarten wir von den Abteilungen die Teil- nehmerzahl für unsere Iahreswcndfabrt. für Jung, und Rote Falken Be. stellnngen für Falkenkalender und Kinderland. Ausstehende Abrechnungen müssen vor Jahresschluß deglichen werden. Iungfalken. Obleute: Die Sitzung morgen, Montag, muß wegen der Ausstellung ausfallen. Späterer Termin wird noch bekaantgeaeden. Helferkreis! Außerordentliche Sitzung Freitag, den 16. Dezember, 20 Uhr, im Kreisheim. Abt. Sturmfalle: Rote Falken treffen sich heute zur Reichstaqsbesichtigung 8.30 Uhr. Hermannplatz. Achtung. Rest, falkenhelfer! Unsere Besprechung findet morgen, Montag, nicht um 18 Uhr, sondern 17.80 Uhr statt im Heim Eanghofer-Siraßc. Treptow: Abt. Laura de Bosis: Achtung! Unsere Heimabende stob jetzt: Rote Falken: Dienstag, Jugendheim Elsenstr.3. Zimmer 2, und Donnerstag Schule Wildenbruchfiraße. Jung, und Restfalie»: Dienstag. Jugendheim Elsenftr. 3. Zimmer 1, u.nd Freitag. Schule Wildenbri'chstraße, von 17 bis 10 Uhr. Heute. Sonntag. Treffen 10 Uhr am Roten Falleneck. Besuch des Museums für Meereskunde. Lichtenberg: Achtung! Die Kreisheliersitzung am Montag fällt aus. Wir besuchen die Eröfnungsfeier der Ausstellung. Hohcnschöndausen. Montag. 12. Dezember Nestfallezz von 17— 19 Uhr Schulbaracke Dingelstiidter Straße. Rate und Jungfalken ebenfalls bort zum Ueben hinkommen. Mittwoch. 14. Dezember. Iungfalken im Jugendheim Alles Schloß von 17-t.x bis 1gl,z Uhr. Alle Iungfalken müssen«scheinen. Donners- tag, 13. Dezember. Rote Falken ebenfalls im Alten Schloß von 17'«— lg>„ Ubr. Sonntag, 18. Dezember, findet unsere Sonnenwendfeier statt. Beginn 18 Uhr. Lokal Göß«. Berliner Straße 93. Reinickendorf: An der Eröffnimgsf-ier unserer Ausstellung beteiligen sich alle Helfer und Faltonvertrcter. Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisation 13. Abt. Genosse Ernst öuick, Biclefstr. 60, ist verstorben. Ehre seinem An- beulen. Die Beerdigung findet om Dienstag, dem 13. Dezember. 13 Uhr, vom Heilandsfriedhof Plötzensee aus statt. Um rege Beteiligung wird gebeten. fMemetimen der Gewerkschaften "V „Schenke praktisch I Nähmaschinen...... ob RAA. 141.— Fahrräder.......... ob RAA. Ö2.— Kinderräder und-Roller preiswert! Fahrraddecken pro Stüde ab RAA. 1.— Fahrradschläuche pro Stück....... ab RAA.—.50 usw. Kostenloser Unterricht im Nähen, Sticken und Stopfen.'* UHDCAR-FAHRR&DWERKg BERLIN- LICHTENRADE Niederlage Berlin, AlteJakobstr.148-55 Niederlage Berlin, Engelufer 31 Welche Freude, wenn derTELEFUNKEN 231 unter dem Weihnachtsbaum anfängt zu spielen!...und welche Begeisterung, wenn man hört, wie er klingt, wie er trennt, wie er Sender nach Senderbringtaus ganz Europa. DerTelefunken 231 kostet einschl. Röhren RAA 189,-(bei G!eichstr.RAA199,-) TELiFUNKIH v I E DEUTSCHE WELTMARKE DRITTE BEILAGE SONNTAG, 11. DEZ. 1032 Weihnachtsunterstützung der Textilarbeiter Drs arbeitslose» Mitglieder oes Deutsche» Tevil- arbeiter-Lerbcmdss bekommen eine Weihnacht- Unterstützung in der Zeit von Donnerstag, den IS., bis Sonnabend, den 17. Dezemi. er, vormittags von 9 bis 11 Uchr, unter Vorlegung des Ver- bandsbuches und der Stempelkart« im Büro der Geschäftsstelle, Engelufer 24, Aufg. B, 3 Treppen. Zimmer 60. Bezüge berechtig: sind die Mitglieder, die a n> 14. November arbeitslos waren und am 1ö. Dezember»och arbeitslos fino und die Weihnachtsmarken von 1931 und 1932 im Derbandsbuch haben, falls sie in diesen Jahren im Oktober und November nicht arbeitslos waren Mitglieder, die vom Verband Jnvalidenunter- ftügung erhallen oder die in der Zeit vom 14. No- vember bis IS. Dezember 1932 von der Krankenkasse noch Krankengeld beziehen, erhalten keine Weihnachtsunterstützung. Bausteine als Zugabe Die Union der Fabrikanten grohiornwtiger Ziegel in Berlin. Tempelhofer Ufer 36, sucht ihre» Betrieb anzukurbeln, indem sie das Zugabewesen in ihren Dienst ftM. Sie gibt Wertscheine aus für Bausteine, die als Reklamezettel den Käufer von Konsumartikeln gratis ausgehändigt werden, ebenso den Besuchern von Ausstellungen. Diese Wertscheine stellen eine Anweisung aus Lieferung eines viertel, halben oder ganzen Bau- steins dar, die zu sammeln natürlich nur für Ko- lonisten und Siedler Zweck hat, denen allerdings die Wertscheine von Bekannten, die selber keine Verwendung dafür haben, geschenkt werden können. Man rechnet damit, daß es viele Siedler gibt, die für Bausteine zu kleinen Erweiterungs- bauten Verwendung haben und sie sich auf diese Weise beschaffen. Steine hinzukaufen und so den Ziegeleien Arbeit verschaffen. Solche Wertscheine sind als Zugabe jedenfalls praktischer als manches andere, und wenn man sich für die Arbeitsbeschaffung auch nicht viel davon versprechen kann, so ist doch selbst die zuständige Arbesterorganisation, der Keramische Bund, der Meinung, daß bei dem trostlosen Arbeitsmangel in der Ziegelindustrie dieser Belebungsversuch mindestens nicht schaden kann. Die Verhandlungen der vertragschließenden Eisenbahnerarganisationen mit der Hauptverwal- timg'der Reichsbahn über einen Feier- schichtennachlah für den Monat Dezember waren von Erfolg begleitet. Auf Grund dieser Verhandlungen soll die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschast auf eine westere Feierschicht im Monat Dezember verzichten. In- folgedessen haben die von dem Feierschichten- abkommen betroffenen Arbeiter für diesen Monat im allgemeinen nur zwei Feier- schichten zu leisten. Die bisherigen Feierschichtenabkommen für die Arbeiter der Reichsbahnausbcsserungswerke, Bahn- betriebswsrke und Güterabfertigungen bleiben für das erste Quartal 1933 in Kraft. jl L SozialWAe Arbeiterjugend Groß-Verlin Einlelldunaen kür diel« Siudrik nur an das Sugkndi-ti etartar Berlin CW 68 Lindrnftrage 2. vorn l Trevvr rechts Bvlksbnhurirlabrrrett rm 2. Beihnachtsreiertag um Uli Uhr. Saiten zu 1 M. find im«öetrelarrar erhältlich. Prolet-rriichcs Lrchepei der SAI.: Morgen, Montag, pünktlich 17 Uhr, im Metalloibeiterneibandshaus, Alle äjkobftr. US. Heute. Sonntag. 11. Dezember: Aralauer Sicctel: Goßlerstr. St. Heimabend. ftrage 167. 17 Uhr Bolkstanzabend.— Sie'"" üunßcmufeumo. Treiirmnll 9 U'' ßrage 47.— 451%: in Uhr Iu Saitbusler Tor: Urban. bezirls.— Ropenia I und u: Wrr tetcuiacn uns geichlossen an der Berau- üntanz des Serbebezirls— üidjtcnbetg-itetc: 10 Uhr Besichtigung des Ar. bettsCchuhmuseuins.— Tegel: cihimebcracr Str. 5. 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Zutritt nur mit SAB.» oder Parteimitgliedsbuch.— Probe der Spielirupve 9 Ubr Bergirr. 29. Werbebe-'ik Müggelsee: Heiterer Abend mir Hans Fuhrmann um 17U, Uhr tm Kemeinschaitshaus Falkenberg. Werbeberirk Lichtenberg: Filmmatinee„Der Weg ins Leben" um 11 Uhr im „Sosmos", Lückstr. 70 Eintrill 30 Pf. Morgen, Montag. 12. Dezember. 20 Ahr: Aossa: Bochmner Stt, Sb. Iugendrecht.— Moabit I: Waldeuferstr, 2(1. Slaneujuni�.— Moabit II: Bremer Str. 7V. Sexuelle Fragen.— Sport- palast- Genrbln»r Str. 17. Rußland 1917—-1932.— Arnswalder Platz II: �Reform und mo� � n Männer die m'eguna in Dentschland.— Sumannvlatz: Gleimstx, derne Kleidung.— Rardost kl? Danziger Str. H.)--------■ Geschichte 2. Teil.— S�önhanker Vorstadt: Sonvenv�gtt 20. Tages« voNtil.— Ballenplan: Tilsit er Srr. 4—3. Heben imr Wintersonnenwende.— �Fris-drickishain: Diestelmenerstr. 4— t?. Außerordentliche Mitgliedervers ammluitg. — Stralnner Viertel: Goßlerftr. 61. Taaespolitische Frnaen.— Aallekche? Tor: Vorckstr. 11. Arb''itc'gem«'in''chait.— Kottbusser Tor: Urbanstr. 167. Brettsnrel« abend.— Lnilcustadt: Wassert�rstr. 4. Ueben für die VeÄuachtst'eier.— Lhar- lottenbnrq�Siid: Spreestr. 30. Lieder« und Lese�bend.— Ranmschulenwcg: Ernst- straste 16. Tagcsn"litis.— Irb'rnm"t''al: Rathaus. Liederabend.— Fried. rich-'f"�: Gunterstr. 44. Wir lesen Leitung.— Aarl-bnrst: Treskewallee 44. Bostel abend.— Riederschönbansea: L.iudenstr. 47. Borstandssitzuna.— Pankaw IU sR.F.I: Kissinaenstr. 4S. Elternabend.— Beddiug.Rord: Turiner Straße. Fun�ionä'' Versammlung. Merbctzenr? Weddina? Funltiouiirversc'MMlung Willdenowstr. 5. Werdebe'irk Gcho'�-berg: Esperantolursus in der Schule Temvelbafer Weg. Werbcbe?.jrk Reukö'ln: Alle erwerbslosen Genossen beteilig-u sich an der Erwerbsl�fen�usammenkunit der Partei ab 13 Ubr im Kenn Kanner Strafe. W-rbebe'ir? Tempelbos: Kursus.„Das 51ommunistische Manifest" Götzstroße. Werbcbezirk Teltowlanal: Vorstandssitzung in Lankwitz, Annastr. 12. Ji- Werde bezirk 9ieinickendorj: Dienstag MitgLederverfammlung in Wittenau, Hauptstraße 13. flS�reie Gewerkfchafts-�uaend Verlin gramm— Rardofttreis: ZAirung durch All.Berliu. Treffen i)V Uhr Spar- kaffe Mühl'nbamoi.— Rarbostkreis: Schönlanker Sir. 11. ab, 18 Uhr. Suchende öuaend.— Rmdkreis: Zl ilonieslr. 22, ab 18 Uhr. Martha Zahn bringt Feitsatire.— vsürei«: Frank». Allee Z07, Löns.Zimmer. Spall. Müblendamm.— li iaeudgruppe des Genmtnerbaudes: Fachgrupve Handel und Transport. Besichtigung der Feuerwoche Nedding. Treffpunkt 9V Uhr vor der Wache. Pankfir. 1.— Morgen. Montag. Fufammeickunft aller Sruppenlellungeu im Saal Z des Äewerkschaitshauses, Engelufer 24— 23. Tagesordnung:„Die Ai'igaben der Semerlfchaflen auf dem Gebiet des Arbeiterfchiitzes." Referent: Aollege Sachs. ADGB. Zutritt nur gegen P-rzeigung der Funktionärkarte und des Ber. bandsbuches.- Einlaß 19»H Uhr. Beginn 20 Uhr. Zuoenvaruppe öes'Zentralverbanves der Anaesielltea Heute, Sonntag, kommen die Jugend Mitglied er des Bezirks Lichten. borg rm Jugendheim Gunterfir. 44, zwischen 18 und 22 Uhr. zusammen. — Morgen, Montag, iinden folgende Beransraltungen stall: Wedding: Zu» gendheim Turrner Ecke Seefllaße. Gruppenmirgliederversauunlnna fMllglieds» duchkontrolle).— Nordost II: Jugendheim Schönlanker Str. 11. Bortrag: Die Macht der Internationale. Referent.- Löwi.— Weißenlee: Iugenddeim Piswriussllaße 24. Bollrag: Das Arbeitsrecht tn der Arne(2. Abend». Refe» rent: Dr. Lewiniki.— Urban: Jugendheim Hobrechj» Ecke Sanderstraße. Wie sie schaffen fSchrififteller und ihre Eigenarten).— Die Freie Angepellten. Hanl e.®. m. b. H. tagt heute oon 181? bis 22 Uhr im Berbandshaus. Hede. mannstraße 12. berliner GeweTkschafissckiule. Der nächste arbeitsrechtliche Snformationsabchd ist am Dienstag, dem>z. De, zember, tm Gewerkfchallshaus, Saal Z. bzw. Saal z. Die Leitung des Abends hat der Genosse Dr. Lllendorf. Der Kursus beginnt ausnahmsweise erst um 20 Uhr. Der folgende politische Ausspracheabend ist für Dienstag, 20. Dezember 1932, vorgesehen. Kertreterperfammlnng des AfA-Ollskallells Berlin. Morgen. Montag, ILZtz Uhr, im großen Sitzungssaal des Zentralverd.andes der Angestellten. Orts. gruppe Groß. Berlin. Berlin SW. 48, Hedeuianniir. 12, 4. Stock. Tagesordnung: Referat des Nollegen Dr. Fritz Eroner oom DWB. über„Neuestes über Poll. til und Btrlfcha'l der ourorttaren Eiaatsführung— Wirkungen für das Proletariat", Arbeitsbericht des Kollegen Flatau, Verschiedenes.• Arbeitsgemeinschaft der SPD. im Preußilchrn Statistischen Landesamt. Don» nerstag, 13. Dezember. 16 Ubr, im Lokal Gründler. Zimmerfll. 30, allgemeine Aussprache. Vorzeigung des Parteimitgliedsdüches. Ardeitsgemeinschaft lo.iolistischer Dentisten. Donnerstag, lö. Dezember, 20la Uhr, in Landres Weißbierstuben. Reue Friedrichstr. 38:., Versammlung. „Faschismus und Sozialpersicherung." Referent: Dr. Jul. Moses, M. d. R. SPD.-Belliedofrallioa beim Bezirksamt Weißenfee. Montag, 12. Dezember. 1918 Udr, im Lokal Gallas, Lehderftr. 122. Fraktionsverfammlung. Die ge. plante Neuorganisation Groß.Berlins. Referent: Stadtrat Reimann. SPD.-Fraktion beim Birchow-Kraukenhails. Dienstag, 13. Dezeml'er. lö�Uhr. im Lokal„Sturmeck", Föhrer Str. 7, Frallionsversammlung. Politische Lage. Referent: Hans Marx. SPD.-Fraltion der grapdische» Hilfsarbeiter. Montag, 12. Dezember. 12x4 Uhr, findet im Lokal„Alkoholfreie Gaststätte", Skalitzer Str. ö— 7, eine Frallionsversammlung statt..Polllifche Lage. Referent: Mar Hemdeuiunn, M. d. L. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Roi-Gold-. Gelchätlsflelle: Berlin E 14 Sedastiairpr 37—33 Hot 2 Tr Mille lZungba). Sonntag, 11. Dezember, 9 Uhr, Bahnhof Alexander» platz. Fahrt nach Friedrichsfelde. Montag, 12. Dezember, 29 Uhr, Jugendheim Tieckür. 18. Borllao Ernst Friedrich: Rid wieder Krieg.— Wcddiug iBorirupp). Dienstag,>3. Dezember, l? Uhr, Heimabend in der Seestratzo 87. Bollrog«auierad Arettag: Deutschland.— Punzluuct Berg AZungba). Dienstag, 13. Dezember, 29 Uhr, Zusammenkunft a» bekunnrer D.-»F"Tt— 1«X— I— u.»A_ /Dl— t-—.. u... 7111..»1. ii-?>..•• U 1 3 TAI»» CT«*. kauet Str. 33.— Schöneberg.Fiiidenau. Generaloersammlung in den Käme» rabschasten. Montag, 12. Dezembev Kameradschaft Rollendors: 291Z Uhr bei Kaulitz. Äpffhäuserill. 8, Ecke Frankenstraöe. Geschäftsbericht, Kassenbericht, Neuwahl des Lorstandes— Kameradschaft Rathaus um 20 Ilbr bei Schmidt. Edersfrr. 18. Tagesordiiong: 1. Rekcrar des Kameraden Fränlel über Wehr. Politik. 2. Gefchäflsbericht. Kassenbericht, Neuwahl des Borftaudes. Dienstag, 13. Dezember. Kameradschaft Friedenau, 20 Ilbr bei Klabe, Handjerpstr. 60—61, Geich äitsbericht, Neuwahl— Kameradschaft Rubens. 20 Uhr bei Wolfs, Rubens. Ecke Eanooastraße.— Kameradschaft Insel: 20 Uhr bei Holk. Sieg» sriedsll. 9.— Stealitz kOitsverein). Moniog, 12. Dezember, 20 Uhr. Ortsoer. einsversammlung bei Schulz. Birkbufchstraße.— Wojßenfee fIunaba). Sonn» log. 11. Dezember. 10 Uhr. Prlichloeranstaltuug, Bufchallee Ecke Kierfllaße.— Mittwoch. 14. Dezember. 20 Uhr, Heimabend im Jugendheim Pistoriusstr. 24. Referat.— Bodnsdorf-Grünau kIungba). Dienstag, 13. Dezember, 20 Udr, Zufammenkunfl im Iugenddeim Bachtelftc. L— Treraarten. 1. Kameradschaft. Montag. 12. Dezember. 20 Uhr. KamerÄschaftsuersammlung bei Schmidt, Wielef. straße 17. Buchtontrolle. Arbeiter- Samariter-Bund e. Kolonne Berlin. Geschäftsstelle: RO.<3. Iostqstr. 4. Telephon: E 3 Königstadt 5440. Adteilnng Prenzlauer Berg. Sonntag, 11. Dezember, 14 Uhr. Hauoioerlammluug im Lokal oon Hofsmonn, Lnchener Str. 8. Erseheinen ist Pflicht. Sprochllud Tde Engltsh Speakers. Dienstag, 21 Uhr, im Rordwestkassno, RW. 87, Alt.Moabit 35, nahe Sotzkowfknbrück», englische Vollroge UN» Dis» kufston. Gäste millkommen. Arbeiter-Lichthild-Bund. Arbeitsgemeinschaft Berlin. Sonntag, 11. De- zember. Führung durch die Bundesschule des ADEB. in Bernau. Treffpunlt Bahnhof Bernau um 10 llhr. Führer: Meier. Deuischrr. Repudlikaitilcher Studentenbund. Montag, 12. Dezember, 20 llhr, spricht Helinuth von Geilach Über„Deutsche Außenpolllik, inÄesonder« dos Ostproblem" tm Reuen Studeillenhaus, Oronrenburger Str. IS. Reichsbuud der Kriegsbeschädigten, Kriegsteiluedmrr und Kriegerhirtter- bliebeneu, Bezirk Wedding. Miigliederversammlunq 13. Dezember. 20 Uhr. tm Lokal Patzenhofer, Ehausseestr. 64.— Ortsgruppe Nordost 4. Bersammlung am Dienstag, dem 13. Dezember, 20 llhr. tn den Urnonssestsälen, Sreifswaldor Straße 223. Sozialistischer Studentenbund. Montag, 12. Dezember, 20 Udr, im Bmihi Albrechtstr. U. Genosse Professor E. Lederer spricht über„Rußland und der westeuropäische Sozialismus". DiskusUoir. Rur für Mitglieder. Dienstag; 12- Dezember, uaiiouaiökrnomischos Repeiitorium an bekannter Stelle..— Juristische Fachschaft: Atdcilsgemcinschaft Killhheimer über Verfassungssraqen. Donnersiaa. 15. Dezember. Der Ausspracheabend fällt diese Woche aus. Frei- tag, 16. Dezember, Turnadend der akademischen Legion in der Turnhalle Al- brechisttaße 20. Turnschuhe mitbringen. Erscheinen aller Kameraden Pflicht. Beginn 20 Uhr. Deutscher Fierdenkerverbaud. 17. Kreis Lichtenberg. Arbeitsaemeinschafll Deullcher Freidenkerverband. Freie Schalgemeinde, Freie sozialistische Lehrer. Sonntag, 11. Dezember, 19 Udr, Städtische Schulaula, Sck»ll"üalloe:„Gemein. schaftsabend der Freidenker". Musiktrio. Dopoelouarteit, Lichtbild, Rezitationen. Bühnenszenen. Teilnehmerkarten 30 Pf. und Mitgliedsausweis berechtigt zum Eintritt. Karien sind zu haben bei Genossen Kirschke, Tütrschmidtstt. 33, König, Wagnerstr.' 42. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag. 11 Uhr. Pappelalle« 13, Bortrag des Herr» Dr. F. Schiff: Was ist Moral? Gäste willkommen. Dentsch-Frantösssche Gesellschaft. Donnerstag. 15. Dezember. 2088 Uhr, Bor tragskaal. Bäuerischer Platz 2, Borttagsadend über:..I-'argol iel qu'on le parle" (Jialoau amasu*ut'. Institut für Sexualwissenschast. Montag, 12. Dezember. 20 Udr, im Ernst- Haeckel-Saal sIn den Zelten 9:». Eingang Gallenportal), spricht Dr. Felix Abraham über: Sexualwissenkchastlicher Alltag(Bericht aus unfetem gei tungsarchiu). Unkostenbeitrag 40 Ps., Erwerbslose die Hälfte. type£6205 19B. ArWedisekl6leidisl[iini".6C,RH I&3. Schenken Sie zum Fesi Eine Qvte Ruhnke- Brille Knrtlci mit untt ahnt Randfassung aas Hart-\lckr-l.. M I.— k-SO aus Gold Doublt.. M 1— 4.S0 7.— aas n bat Gold M Ift.— 27.— IS.— Örtllrn mit und oftnt Rundfassung aar Hart\ltiirl M I.- 2JiS iJO aas Gold Doublt M*JO SJO lO.— aas 14 kat Gold M 86,— 42.— 82.— �lod Doublt Brillen mit Zelluloid- Rundet n hell u dunkel M**o Sto io.~ 13.- Modernt Horn- una Whlldpun Biillen H f.- g-stO O- I*- 12.- GlAsei werden extra berethnel. 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Wie lange soll der Zustand noch andauern, dah, während aus die Ne- sitzenden aller Kreise Geschenke über Geschenke, aus Landwirtschast, Industrie und Banken Subventionen über Subventionen gehäuft werden, die Mieter dem größten Elend preisgegeben werden, weil sie, verarmt durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Lohnabau, die überhöhten Mieten nicht mehr erschwingen können. Die Sozial- d e m o k r a t i e hat seit dem Erlaß der Dezember- Notverordnung den Standpunkt vertreten, daß die dort verordnete Mietensenkung unzulänglich ist, insbesondere für die Neubauwohnungen, und großzügige Abhilfe maßnahmen ge- fordert, die sich im vorigen Reichstag zu einem großen Mietensenkungsprogramm verdichtet haben. Dieses Programm ist nun in neuen Reichstags- anträgen noch weiter vervollständigt worden und sieht als wichtig st e Maßnahmen folgende vor: In allen Neubauten sollen die Mieten der Kleinwohnungen (bis 70 Quadratmeter, bei Kinderreichen 100 Quadratmeter), soweit sie in starkem Mißverhält- iti-s zu den Mieten der Altwohnungen stehen, durch Zinsbeihilfen gesenkt werden. Die Bechilfen sind so gedacht, daß die ch y p o t h e k e n z i n s e n, die die Hausbesitzer zu tragen haben, im all- gemeinen um 2 Proz. gesenkt werden, wofür das Reich die Mittel aus der Wieder- erhöhung der Industrieumlage(von 100 auf 200 Millionen Mark) bereitzustellen hat. Selbst- verständlich muß diese Zinsenllastung voll und ganz den Mietern zugute kommen. Außerdem sollen durch direkte Beihllfen, durch Aussegung der Berzinsung und T i l- gung der Hauszins st euer, durch Ermäßigung der Grundsteuer und ähnlichen Hilf-- maßnahmen die Mieten in den erwähnten Neubauwohnungen weiter herabgedrückt werden. Für diese Zwecke sollen außer den 100 Millionen Mark für Zinsbeihilfe 150 Mit» lionen Mark aufgewendet werden, die aus den von der Sozialdemokratie geforderten Notsteuern des Besitzes entnommen werden sollen. Die Mieten der Altwohnungen dürsten in der Regel für vollbeschäftigte Arbeit- nehmer eher erschwinglich sein als die Neubau- mieten. Deshalb brauchen hier die Hilfsmaß- nahmen nicht so umfassend zu sein wie bei den Neubauwohnungen. Sowie aber der Arbeiter oder Angestellte seine Arbeits st elle verliert oder seine Arbeitszeit stark verkürzt wird, werden auch die Altmieten für ihn un° erschwinglich, wird die Mietzahlung zu einer Quelle des Elends. Er kann keineswegs in allen Fällen auf Mietbeihllfen rechnen und selbst wenn, so pflegen sie alles eher als ausreichend zu sein. Deshalb verlangt unser Antrag, daß über die bereits gezahlten Mietbeihilfen hinaus weitere Mietbeihilfen an hilfsbedürftige Mieter in der Höhe von 250 Millionen Mark gewährt werden, die ebenfalls aus den Notsteuern ge- deckt werden können. Und noch ein weiteres Unrecht ist an den Mietern gutzumachen. Die Notverordnung vom 4. September warf den Besitzenden VA Milliarden Steuergeschenke in den Schoß. Lag darin schon schwerstes Unrecht an- gesichts der Steuererhöhungen für die arbeitende Bevölkerung, so erreichte diese Ungerechtigkeit ihren Gipfel bei den Miethausbesitzern. Ihnen wurde für 40 Proz. der Grundsteuer Steuererlaß in Form von Steucrgutscheinen gewährt, obwohl die Grundsteuer gar nicht. von ihnen, sondern— bei den Neubauwohnungen ganz, bei den Althäusern zum größten Teil— von den Mietern getragen wird! Die Sozialdemokratie verlangt, daß mit dem Unfug der Steuergutscheine überhaupt vollständig Schluß gemacht wird. Sollte aber diese Forde rung abgelehnt werden— und bei der Großzügig- keit, mit der die Nazis in die Tolerierungsfront gegenüber Schleicher einigeschwenkt sind und mit der sie bereits der Verschleppung unserer Anträge über die Aushebung der Notverordnung zuge- stimmt haben, ist das stark zu befürchten—, dann muß allerdings verlangt werden, daß der G e g e n- wert der Steuergutscheine auf die Grundsteuer, soweit sie von den Mietern ge- tragen wird, diesen in Form entsprechender Mietensenkungen zugeleitet wird. Auch diese Forderung wird in einem sozialdemokrat f zen Antrag erhoben. Es ist bestimmt damit zu rechnen, daß das von der Sozialdemokratie fest langem angestrebte Ziel der Angleichung der Mieten der Neubauwohnungen an die der AUwohnungen durch diese Anträge im großen und ganzen erreicht wer- den und dah auch die Mieten der Altwohnungen um einige Prozente ihres jetzigen Standes gesenkt werden können, ganz abgesehen von der wesentlich weitergehenden Entlastung, die endlich allen hilfsbedürftigen Mietern zuteil werden würde. Die Mieter leiden heute aber nicht nur unter der unerträglichen Höhe der Mieten, am furcht- barsten wird vielmehr ihre Lage, wenn sie die Mieten beim besten Willen nicht mehr aufbringen können und dann vom Hauswirt auf die Straße geseht werden. Auch hier wird in Deutschland mit zweierlei Maß gemessen. Die Landwirt- schast hat es verstanden, durch ihr fottdauerndes Geschrei über ihre Notlage einen lückenlosen Boll- streckungsschutz durchzusetzen. Den mindestens ebenso notleidenden Mietern ist aber bisher jeg- licher Vollstreckungsschutz, d. h. jeglicherSchutz gegen Exmissionen versagt worden. Auch in diesem Punkt fordert der sozialdemo- kratische Antrag Abhilse in allen Fällen unvcr- schuldeter Notlage, und zwar sowohl f ü r M i e t c r wie für Besitzer kleiner Eigenheime, wie überhaupt alle unsere Forderungen auf Eni- lastung der Mieter sinngeinäß auch für die Be- sitzer kleiner Eigenheime gelten sollen. Die Sozialdemokratie w i r d s i ch ni i t aller Energie dafür einsetzen, daß ihre Forderungen verwirklicht wer- d e n. Bisher hat sich auch im Reichstag zwar merkwürdig wenig Interesse für die verzweifelte Notlage der Mieter gezeigt. Außer den Kommu- nisten, die sich wieder an phantastischen und völlig undurchführbaren Anträgen berauschten, hat keine einzige Partei es für notwendig befunden, sich an dieses schwere Problem heranzuwagen. Wir geben uns keinen Illusionen über die Mieter- freundlichkeit der bürgerlichen Parteien einschließ- lich der Nazis hin. Trotzdem kann man sich schwer vorstellen, daß die Interesselosigkeit dieser Parteien und ihr Mangel an sozialem Sinn so weit gehen sollte, daß sie unsere Anträge zu Fall bringen. Die Sozialdemokratie wird jedensalls in ihrem Kampf um die Rettung der proletarischen Mieter nicht erlahmen. Ein reines Paragraphemirteil Unsinnige Strafen im Stettiner Bauhüttenprozeß Am 9. Dezember 1932 hat die Strafkammer des Landgerichts Stettin in dem Devisenprozeß gegen Lück und Genossen das Urteil ge- sprachen. Nach dem Ergebnis der Beweisaus- nähme durfte ein solches Urteil niemals erwartet werden. Es ist ein reiner Paragraphen- sieg, der dem guten Wollen unbescholtener Menschen bitter Unrecht tut. Gegen das Urtell wurde sofort Revision eingelegt. Lück wurde wegen„fortgesetzten Devisen- Vergehens" und weil er der Stelle für Devisen- bewirtschaftung unrichtige Angaben gemacht haben soll, zu vier Monaten und drei Tagen Gefängnis sowie zu einer Geldstrafe von 50 000 Mark ver- urteilt. Dr. Schönherr wurde zu vier Mo- naten Gefängnis und 10 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Untersuchungshaft wird angerechnet. Beye wurde freigesprochen. Wie war der Sachverhalt? Lück hat sich als Geschäftsführer der Bauhütte, als in Deutschland die Lage auf dem Baumarkt immer trostloser wurde und die Gefahr bestand, daß sein gut eingerichteter und mit einem riesigen Park von Maschinen versehener Betrieb auf lange Zeit hinaus keine Arbeit mehr habe, in Frank- reich nach Aufträgen umgesehen und auch erhalten. Er hat aus den französischen Arbeiten— deren erster Teil zur Zeit in Ausführung b c- griffen ist— für seinen Betrieb erhebliche Gewinne erwartet, die auch der deutschen Devisenbilanz zugute kommen mußten. Das Gericht hat die gute Absicht in Ueber- einstimmung mit den Gutachten der Sachverstän- digcn Professor Dr. Garbotz und Direktor Dr. Kämper ohne weiteres als wahr unter- st e l l t. Es hat außerdem anerkannt, daß Lück bei Verfolgung seiner Ziele nicht aus Ge- winn sucht gehandelt habe und daß er nicht einer jener üblen Schieber sei, wie sie in den letzten Monaten häusig vor deutschen Ge- richten gestanden hätten. Das Gericht hat ober als erwiesen ange- sehen, daß Lück und Dr. Schönherr zur An- kurbelung der französischen Geschäfte insgesamt 235 000 Mark ohne Genehmigung der zuständigen der Ehre Lllcks bleibt aber nicht das geringste hängen. Wenn schon die Para- graphen ihr Recht verlangen, so hätte das Gericht hier mit kleinen Gsldstrasen dem Recht Genüge geschehe» lassen können. Keinesfalls rechtfertigen diese Verstöße die vom Gericht gegen die Ange- klagten verhängten Strafen. Eine Revision des Urteils ist dringendes Gebot. Devisenbewirtschaftungsstelle nach Frankreich ge- bracht hätten und daß sie sich der Unzulässigkeit dieser Geldtransferierungen auf Grund der er- lassenen Deoisenverordnungen und ihrer Durch- führungsbestimmungen bewußt gewesen seien. Lück und Dr. Schönherr haben dieses Be- wußtsein bis zum letzten Augenblick bestritten. Lück hat geltend gemacht, daß er, da er als Tech- niker mit den Devisenbestimmungen und den kauf- männischen Gepflogenheiten bei Abwicklung der- artiger Geschäfte nicht genügend vertraut gewesen sei, sich in der Person Dr. Schönherrs in Berlin sowie Dr. Kagans in Paris Fachleute ge- nommen habe. Beide hätten chm erklärt, daß die Geldüberweisungen auf legalem Wege vor sich gingen. Er habe keine Ursache gehabt, an der Richtigkeit dieser Behauptungen zu zweifeln. Das Gericht hat an den Personen, die sich Lück für seine Frankreich-Geschäfte zu Hilfe nahm, scharfe Kritik geübt und es ihm sehr verübelt, daß er sich mit diesen Personen eingelassen hat. Der Reichsbankoberinspektor M a s u ch hat als Sachverständiger des Gerichts ausgeführt, daß ein unter Beifügung genauer Belege gestellter Antrag auf Ausführung eines Bauvorhabens, wie es zur Zeit in La Rochelle tatsächlich ausgeführt wird, möglicherweise anders behandelt worden wäre, als die von Lück gestellten und nicht gut begründeten Anträge. Damit ist zu- gegeben, daß die Geschäfte anständig und auch nützlich waren. Nachdem das Rcichswirtschaftsministerium zur beantragten nachträglichen Genehmigung„aus grundsätzlichen Erwägungen" nicht Stellung nahm, erklärt das Gericht in seiner Urteilsbegründung, daß es möglicherweise auch dann zu einer Be- strasung gekommen wäre, wenn die Genehmigung nachträglich erteilt worden wäre, weil durch die nachträgliche Genehmigung der seinerzeit be- gangene Verstoß gegen die Devisenverordnungen nicht aus der Welt geschafft worden wäre. Das ist der Sachverhalt. Vielleicht hat Lück als Kaufmann und in der Kenntnis der wahrlich verwickelten Devisenbestimmungen versagt. A n dem Ansehen der Bauhütte und an Ztilllialteverliandlimgen Eine bemerkenswerte englische Stimme Die Verhandlungen zur Vorbereitung der auf den Januar angesetzten großen Stillhaltekonserenz sind jetzt in London abgeschlossen worden. Ueber das Ergebnis der Besprechungen ist noch nichts bekannt. Die führende englische Finanzzeitschrift, der „Economist", setzt sich in einem bemerkenswerten Artikel für die Verlängerung des Stillhalte- abkommens ein. In dem Artikel heißt es, daß Deutschlands günstig« Handels- und Zahlungs- bilanz zur Abwickung des Zinsen- und Tilgungs- dienstes für die deutsche Auslandsverschuldung ausreichend fei. Die Lösung des Problems der kurzfristigen Verschuldung sei eine Vorbedingung für die Aufhebung der Devisenzwangswirt- schast. An der Regelung dieser Frage sei das Ausland in gleichem Maße wie Deutschland interessiert. Die unter die Stillhaltung fallenden Beträge von 4 Milliarden Mark seien im Grunde nur dann als übermäßig hoch anzusprechen, wenn man eine einmalige Rückzahlung ins Auge fasse. Diese sei aber weder durchführbar noch für die Gläubiger wünschenswert. Dagegen sei eine Auf- lockerung der Stillhaltung lebenswichtig, und hier- für feien die gegenwärtigen Bestimmungen un- genügend. Des weiteren setzt sich das Blatt für die von den ausländischen Gläubigern geforderte Rückzahlung der Schulden in Sperrmark ein, wobei aber, wie wir schon kürzlich berichteten, von deutscher Seite gewisse Schutzklauseln gefordert werden. Zum Schluß erklärt der„Economist", daß in ein oder zwei Jahren Deutschlands Kreditlage eine grundlegende Veränderung erfahren könne, wenn in den finanziellen Beziehungen zwischen Deutschland und seinen'Auslandsgläubi- gern eine größere Bewegungsfreiheit eingetreten Der Vergle!c.li hei Borsig Abwicklung macht Fortschritte Die Deutsche Treuhand-Aktiengesellschaft, in deren Händen die Kontrolle über die Entwicklung des Borsigschen Unter- nehmen? in Tegel liegt, teilt jetzt mit, daß die Abwicklung des Vergleichs im Laufe der letzten Monate erhebliche Fortschritte gemacht hat. Obwohl durch die Abwicklung noch Vorhände- ner und die Hereinnahme neuer Aufträge sowie durch die laufende Auszahlung bevorrechtigter Gläubiger die Liquidität erheblich becintröch- tigt wird, ist die Geschäftssührung jetzt in der Lage, eine Quote von 50 Proz. an die Gläubiger zu zahlen, deren Forderungen 500 Mark nicht übersteigen. Weitere Auszahlungen sind in Au»- sicht gestellt. Bin.A.usnalimefall Generaldirektor muß 500000 Mark Entschädigung zahlen Der Arrestbefehl und Pfändungsbeschluß, den die Gläubiger des zusammengebrochenen Sanitkonzerns Mechanische Weberei, Linden, gegen den schuldigen Generaldirektor liebe- l e n durchgesetzt hatten, hat seine Wirkung getan. Herr Uebelen hat sich bereit sinden müssen, etwa 500 000 M. an die Gesellschaft zu zahlen, womit rund 75 Proz. der Gläubigerforderungen gegen den verantwortlichen Direktor gedeckt sind. Nach'Annahme dieses Vergleiches ist der Zlrrestbesehl gegen das Vermögen llebclens wie- der aufgehoben. Leider bildet dieser Fall, wo ein Generaldirek- Sehr schön und sehr preiswert! Damenwäsche-ui«-ü-hkuiu-i-i-!-, mit Htndarbeitsvcrzierungcn. Taghemd �• I C Nachthemd nut kleinen Flügelärmdn 6.io Nachthemd mit kleinen Futfarmem 7-10 Nachthemd tnit langen Ärmeln 7-9* Hübsch und praktisch. Wickelschürze aus gutem Gingham, mit flottem Revers ohne Ärmel..•••••••• mittelblauen. ..).2; Sehr fesch! 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Wäre dieser Fall die Regel, dann hätte die geradezu sprichwörtlich gewordene Generaldirct- toren-Miszwirtschaft" zum Schaden der Gesamt- wirtschast in Deutschland nicht so überhandnehmen können, I�onjuntcturbsrometer Die bereits seit einer Reihe von Wochen in langsamem, aber stetigem Wiederaufbau begriffene Auto Mobilproduktion der Vereinigten Staaten ist, einer New der Vereinigten Staaten ist, einer New- Horker Meldung zufolge, in der dritten Woche auf insgesamt Personen- und Lastkraftwagen wieder zurückgegangen gegen 13 280 Stück in der Vorwoche. Dessenungeachtet hatte die amerikanische Automobilerzeugung auch in den letzten Wochen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorfahr«?«ine Steigerung um rund<8 Proz. aufzuweisen. Die Produktion belief sich nämlich in der entsprechenden Woche des ver- gangenen Jahres auf nur 7380 Wagen. In der gleichen Woche von 1030 betrug sie allerdings 37000 Wagen. IiüFlancjs Erwerbslose Arbeitslosigkeit steigt im November Der neueste Monatsausweis des englischen Ar- bcitsministeriums bringt nach der vorübergehenden Besserung im Oktober wieder einen Zuwachs von 32 800 Arbeitelosen. Die offiziellen Ziffern der Arbeitsämter melden Ende November 2 799 806 Erwerbslose. Aber die An- gaben der britischen Arbeitsämter können nach den jetzt ein Jahr in Kraft befindlichen scharfen Aus- steuerungsbeftimmungen ebensowenig Anspruch auf Zuverlässigkeit erheben, wie die deutschen Ar- bcitsämter. Man kann heute in England damit rechnen, daß etwa 300 000 Arbeitslose„v c r s ch w u n d e n" sind. Die effektive Arbeitslosigkeit wird sich demnach etwa auf 3.3 Millionen beziffern lassen, die bei der geringeren Bevölkerung Englands un- geföhr einer Belastung von 4,9 Millionen Ar- bcitslosen in Deutschland entsprechen würde. Die Verschlechterung des Arbeitsmarktes gegen- über dem November vorigen Jahres umfaßt schon bei den offiziellen Ziffern 200 000 neu« Erwerbs- lose. Einschließlich der„Berschwundenen", deren Abwanderung im November 1931 erst einen Monat im Gange war, dürfte die Verschlechterung der Arbeitsmarktlage reichlich 500000 Per- fönen umfallen. Für die Währungsakrobaten, die mit der Injektion der Pfuitdentwcrtung in England die Wirtschaft„ankurbeln" wollten, ein vernichtendes Zeugnis. öritisebe Schiffahrtsverluste Der führende britische Schifiahrtskonzern. die Royal Mail Compagny, deren früherer Generaldirektor Lord K y l f a n t im vergangenen Jahr« wegen Profpektfälschung ine Zuchthaus geschickt wurde, veröffentlicht jetzt einen hohen Verlustabschluß für das Betriebejahr 1931. Die Verluste erreichen bei dem heutigen Kurs- stände des Pfundes rund 3,3 Millionen Mark, womit sich das Defizit der beiden letzten Jahre auf nahezu 9 Millionen Mark erhöht. Daß eine grundlegende Sanierung dieses Konzerns noch bevorsteht, beweist die Bemerkung des Vermal- tungsrates, daß der Buchwert der Kapitalanlagen bei den etwa 40 Tochtergesellschaften weit über dem heutigen Werte liegt. Bayerns Amcrikakredil verlängert. Der Boye- rische Staat hat jetzt in Verhandlungen mit seinen amerikanischen Gläubigern eine Verlange- rung der RückZahlungsfristen für die am 11. Dezember fällig gewordene Abdeckung von 7,3 Millionen Dollar amerikanischer schagwschsel erreicht. Diese Summe stellt den Restbetrag einer kurzfristigen Kreditaufnahme in den USA. i» chöhe von 20 Millionen Dollar dar. Die Rück- Zahlung ist zunächst auf ein halbes Jahr hinaus- geschoben worden Großhandelspreise im November. Die vom Statistischen Reichsamt für den Monatsdurchschnitt November berechnete Großhnndclsindexzisfer ist mit 93,9 Proz. gegenüber dem Oktober(94,3) um 0,4 Proz. gesunken. Die Jndexziftern der chauptgruppen lauten: Agrarstofse 87,8<— 0,2 Prozent), Kolonialwaren 81,4<—2,4 Proz.). industrielle Rohstoffe und chalbwaren 87,8 s— 0,3 Proz.) und industrielle Fertigwaren 114,2(—0,4 Proz.). Die Arbeitslosigkeit im Ausland. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen in Oesterreich ist in der zweiten Novembcrhälste um rund 19 000 aus 329 707 gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen in der tschechoslowakischen Republik bezifferte sich Ende November dieses Jahres auf 601 038 gegen rund 533 600 Ende Oktober. Die Getreide- Industrie Cammifsion AG- Berlin, meldet für das am 30. Juni abgeschlossene Geschäftsjahr einen Reingewinn(bei 10 Mil- lionen Mark Kapital) von 137 300, mit Vortrag von 330 400 M. gegen 312 900 M. im Vorjahr. Der Vorstand erhielt 320 000, der Aufsichtsrat 69 000 M. 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Es gibt keine» Menschen. der so gleichmäßig gesund wäre, daß nicht doch irgendeine Stelle seines.störvers die Eingangspsorte fiir.strankheiten werden könnte. ,.?rt des geringeren Widerstandes" nennen die Mediziner diese Stellen und dieser„Ort" braucht nicht immer nur ein Organ oder ein Glied zu sein, sondern kann auch das Blut, die Gefäße oder die Nerven de. treffen. Was gäbe es dagegen wohl Besseres, als echlen bulgarisckchen Finsser-stnoblaUchsaft, auch qeruch-»nd geschmacklos als Tabletten oder Kapseln. Wie diese Finster. Mittel wirken, lesen Sie am besten in der heutigen A». zeige von Dr. Zinsser u. Co. in Leipzig. Seelisch. Möbel! Ein Weihnachtsgeschenk von bleibendem Wert. In der heutigen Ausgabe bringt die Möbelfabrik Rob. Seelisch, seit ä« Jahren als guter Möbellieferant de. kannl, besonders vorteilhafte Weihnachtsangebote, die so weitaus überlegene Leistung und gesteigerlen Empfangs tenuß! 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Die 3 Tanzkapellen sowie das große internationale Bariet,-Programm des..Ptzlgis de Danke" werden fiir die Unierhaltnng de» Publikums bestens Sorge tragen. Die Polizeistunde ist in Anbetrackt des wohitntigen Zwecke? bis 0 Uhr morgrn» vrrläNtzert wordrn. Erkältungen, MSgenbeschwaMlcn ... Ich brühe den Kwiet's Üniversal-Teft fjfiiliälorif�nN iiilt' und trinke ihn abends kalt als Abendg:etf|[nk und In kmninf mir derselbe gegen Reißen sehr gut. Wenn ith merke, daß ich Reißen bekomme, trinke ich deft�lb�n 2- bis 3mäl am läge, etwa in 3 Tagen ist mein Reißen init, sonst sihleppe idi mich wochenlang hin. Idi möchte den Tee nicht missen. Sind die Kinder kfank öder ist der Magen au sehr beladen, eine halbe Tasse Tee. sofort arbeitet der Magen. Erkälüiugen der Kinder.«Onst lange anhallend, sind in 2— 3 Tagen vorüber. Idi, trinke den Tee jeden Abend. Dieses Ist alles keine Einbildung; der Tee hilft tatsächlich. I!.. Fiirstenwalde. lß.*. ißZ?. Seil on Jahren in fast allen nurdd. 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