Abend-Ausgabe Nr. 586 B285 49. Jahrg. Redaktion und Verlag, Berlin SW 68. Lindenstr. 3 JJerrtlBred)«.« 7 Tim DintzvN 292 W* 197 Telegrammab»sfe i Svztaldemolr« V-'lw s e« l.l ti e« vol.üsvl.�i'i' DIL�LT�G 13. Dezember 1932 In Groß> Berlin 1l) Pf. Auswärts...... 10 Pf. Bezugsbedwglmgen imb Anzeigenpreise siehe Morgenausgabe Jentvawega« der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Herriot hofft noch immer Doch Kann nur ein Wunder ihn retten Wann wird gerettet? Hitler bleibt die Antwort schuldig Am 8. Dezember und seitdem wiederholt hat der„Vorwärts" an Adolf Hitler die öffentliche Frage gerichtet, wann endlich er Deutschland zu retten gedenkt. Hitler ist bis jetzt die Antwort schuldig geblieben.' Anstatt dessen veröffentlicht der„Völkische Beobachter" noch einmal an der Spitze seiner neuesten Ausgabe das bekannte Angebot Hitlers an Hindenburg vom 23. November. „Angesichts der trostlosen Lage unseres Vaterlandes, der immer steigenden Not" be- tont Adolf Hitler feierlich ,chie V e r p f l i ch- tung jedes einzelnen Deutschen, alles zu tun, damit Volk und Reich nicht im Chaos versinke n." Sodann erklärt sich Hitler bereit, binnen 48 Stunden„ein kurzes Programm über die beabsichtigten innen-, außen- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen vorzu- legen". Von diesem Programm hat die ganze nationalsozialistische Presse erklärt, daß mit ihm eine„unmittelbare Lösung" der Wirtschaftsnot und des Massenelends sicher sei", daß aber ohne es„Volk und Land zu- grundegehen müssen". Und nun warten wir auf die Veröffent- lichung dieses Programms. Leider hat Hitler an die Veröffentlichung die Bedingung geknüpft, daß er zuvor von Hindenburg den Auftrag zur Bildung eines neuen Reichs- kabinetts erhalten müsse. Da er diesen Auf- trag nicht erhalten hat, schweigt er über sein „kurzes Programm" wie das Grab. Nun kann man Hitler zugute halten, daß er jetzt reichlich zu tun hat, um seinen eigenen Parteiladen in Ordnung zu bringen. Trotz der gehäuften Huldigungs- kundgebungen sieht es etwas mulmig aus, und die Parole lautet:„Retter, rette dich selbst." Aber mit dem nationalsozialistischen Par- teikrach läßt sich vielleicht ein gewisies Ver- säumnis entschuldigen, nicht ein dauerndes Versagen. Wir gestatten uns also, Herrn Adolf Hitler noch einmal daran zu erinnern, daß er ein kurzes Programm besitzt, durch dessen Ver- wirklichung Wirtschaftsnot und Massenelend .unmittelbar gelöst" werden können. Er hat es— wohl nur aus Vergeßlichkeit— in der Tasche behalten, und wir bitten ihn, e s nun endlich herauszuziehen. Angesichts der von ihm selbst betonten „Verpflichtung für jeden Deutschen, sein Letztes zu tun, damit Volk und Reich nicht im Chaos versinken", kann Herr Hitler doch unmöglich das deutsche Volk aus Daffke zu g run d e g e h e n lassen, bloß weil Hindenburg ihn nicht zum Reichs- kanzler ernannt hat. Also endlich heraus mit dem„kurzen Pro- gramm"! Wir wollen es kennen lernen! Wenn es wirklich imstande ist.„Wirtschafts- not und Massenelend unmittelbar zu lösen". dann wird es sich durchsetzen, auch wenn Hitler nicht Reichskanzler ist. Wenn es aber nur eine Luftspiegelung ist und in Wirk- lichkeit gar nicht existiert, dann werden Hitler und seine Partei dem Vorwurf nicht entgehen. Politik nach den Methoden o r d i- närer Hochstapler betrieben zu haben, und die Geschichte wird damit enden, daß das deutsche Volk die ganze NSDAP, als eine entlarvte Bande politischer Schwindel- fritzen zum Teufel jagt. Trohki staatenlos. Russische amtl'che Stellen be- tonen zu den Gerüchten über eine Rückkehr Trotz- kis nach Rußland, daß er und seine Familie der russischen Staatsautorität entkleidet und staatenlos seien. Eigener Bericht des„Vomärts" Paris, 13. Dezember. Der Eindruck, den die Rede Herriots auf die Kammer gemacht hat, wird treffend durch folgende Erklärung 2£on Blums gegenüber einem Re- dakteur des.Petit Journal" gekennzeichnet: ..cherriot hat am Montag seinen größten Erfolg als Redner davongetragen- Seine Rede war von großer geistiger Höhe, Bewegung und Geschick- lichkeit, aber nach meiner Meiming hat sie die An ficht der Kammer nicht merklich geändert. Man könnte sogar sagen, daß Herriot bei der Auseinandersetzung der Gründe, die für eine Zahlungs- Verweigerung sprechen, eine Kraft und Stärke erreicht hat, die dazu angetan sind, seinen eigenen Schlußsolgerungen zu schaden." Heber den Ausgang der heutigen Debatte besteht in der Rechtspresse und in der sozialistischen Presse kein Zweifel mehr. Die radi- kaleo Orgaue und die großen Znsormationsblätler. wie.Petit Parisien",.Excelsior",.Pellt Journal" usw., die stets für die jeweilige Regierung eintreten, geben zwar die Hoffnung auf eine plötzliche Wendung noch nicht auf. aber sie sind nicht imstande ihre Ansicht näher zu begründen. Tokio, 13. Dezember. Ein Wortführer der Regierung erklärt. daß die w i e d e r a u s n a h m e der diplomatischen Beziehungen zwischen S o w j e t r u ß- land und Ehina in Japan starke Miß- stimmung hervorgerusen habe. Der Kritiker sagt u. a.: Elemente, die sehr verdächtig sind, den Frieden stören zu wollen, machen gemeinsame Sache miteinander. Japan wird sich mit Entschlossenheit gegen diese Kräfte wenden. * Einstweilen gibt es nur eine Macht, die den Frieden nicht nur stört, sondern unzweifelhaft gebrochen hat— und das ist Japan! Daher ist diese offiziöse Erklärung gegen Ruß- land und China eine unglaubliche Dreistigkeit, die auch mit der„verschiedenen Menta- lität" des Fernen Ostens, von der Herr Matsuoka jüngst in Gens sprach, nicht entschuldigt werden kann. Wenn»ach dreijährigem diplomatischen Konflikt die Beziehungen zwischen Moskau und Nanking wieder aufgenommen werden, so ist das ein er- f r e u l i ch e s Ereignis, über das sich nur solche Finanzierung derWinterhilse I�eine Neubelastung des Treibstoffes Der„Berliner Lokal-Anzeiger" benutzt seinen Bericht über die Beratungen des Haushaltsaus- schusses über die Winterhilfe zu der Unterstellung, die Sozialdemokratie wollte die Winter- hilse durch eine Neubelastung des Treib- stoffes finanzieren. Demgegenüber stellen wir folgendes fest: In dem sozialdemokratischen Gesetzentwurs über eine Winterhilfe für die notleidende Bevölkerung sind Deckungsvorschläge für insgc- samt 170 bis 180 Millionen gemacht worden. Einer dieser Deckungsvorschläge sieht die Aushebung des Spritbeimifchungs- Zwanges sür Treibstoffe vor. Dieser Bei- Mischungszwang ist heute eine reine Subvention für die Großagrarier, weil aus diese Weise die Kartosfelbrennerei trotz der gewaltigen Borräte des Branntweinmonopols sogar noch gesteigert werden kann. Wird diese Subvention beseitigt, so tritt an Die Regierung wird heute vormittag in einem Ministerrat die genaue Formel der sran- zösische Vorbehalte und wahrscheinlich auch den Wortlaut des Gesetzentwurfs festlegen, der die not- wendigen Kredite für die Ausführung der Zahlung verlangt, wie der Ministerpräsident am Montag in einer Sitzung des Finanz- und des auswärtigen Ausschusses zugegeben hat, könnten die Vorbehalte nur politischen Charakter haben, da Amerika alle vertraglichen Vorbehalte ablehnt. Nach dem„Matin" könnten sie etwa folgendermaßen formuliert werden:„Wir bezahlen euch die Rate, denn wir wollen unseren Berpilich- tungen nachkommen und euch zeigen, daß wir eure Unterschrift achten. Aber wir machen gleichzeitig darauf aufmerksam, daß dieses die letzte Zahlung ist, solange ihr nicht in«ine Revision aller Schuldenabkommen eingewilligt habt." Der Ministerpräsident wird zu Beginn der Nach- miüagssitzung den Finanz- und den Auswärtigen Ausschuß über die Beschlüsse unterrichten. Wenn sich die Kommissionen gegen die Haltung der Regierung entscheiden und der Kammer einen ent- sprechenden Bericht vorlegen, wird sich Herriol unter Stellung der Vertrauensfrage dem Antrag widersetzen. Leute beschweren können, denen jeder Schritt im Sinne des internationalen Friedens zuwider ist. Dabei hat gerade die Sowjetunion in letzter Zeit ihre Friedensbereitschaft Japan gegenüber mit einem Eifer bekundet, die an Unter- würfigkeit grenzt. Sie hat Japan einen Nichtangriffspakt angeboten und wartet noch immer auf Antwort. Sie hat als erster Staat die mandschurischen Staats- Männer Tokios durch die Zulassung eines be- sonderen Geschäftsträgers in Moskau praktisch anerkannt und damit der chinesischen Regierung einen schweren Schlag versetzt: Das genügt aber den japanischen Imperialisten noch immer nicht und sie wollen der USSR. jetzt sogar verbieten, ihren Konflikt mit China beizulegen! Wenn das so weiter geht und die europäischen Mächte weiter vor den Japanern feige zurück- weichen, dann wird Tokio eines Tages noch von ihnen verlangen/ daß sie ihre Beziehungen zu China abbrechen. Wir fragen nochmals und immer wieder: wie lange werden die Mächte diese japanischen Provokationen noch hinnehmen? Bis es zu spät ist und ganz Asien in Kriegs- flammen aufgeht? Stelle der Spritbeimifchung wieder eine erhöhte Einfuhr ausländischer Mineralöle. Aus dieser erhöhten Einfuhr würden dem Reich erhöhte Zolleinnahmen zufließen, und diese Zoll- einnahmen könnte» zur Finanzierung der Winter- Hilfe mitbenutzt werden. Von einer Neubelastung des Treibstoffes und einer Erhöhung der Treibstoffpreise kann also bei Durchführung dieser Vorschläge keine Rede sein! Dik Reichsfinanzen Der kmanzminister will heute Auskunft geben Das Reichskabioctl wird sich am Mittwoch mit der Frage beschästigen, in welchem Umfang eine Winterhilfe durchgeführt werden kann. Der Reichsfinanzmioisler will heule im Haushallsausschuß des Reichstags die Finanzlage Der Finanz- und der Auswärtig« Ausschuß der Kammer waren gestern abend zu einer ge- meinsamen Sitzung zusammengetreten, um einig« ergänzende Mitteilungen des Minister- Präsidenten zu seiner Kammerrede entgegenzu- nehmen. Sie bezogen sich vor allem auf ver- trauliche Informationen über die Aus- nähme, die die von den beiden Ausschüssen am Sonnabend angenommene Entschließung in der Schuldenfrage bei der amerikanischen Regierung gesunden hat und aus die ablehnende Antwort Amerikas auf die letzte englische Note. Irgend- welche Beschlüsse haben die beiden Kommissionen nicht gefaßt, da sich der Ministerpräsident noch nicht über die Vorbehalte aussprechen konnte. Auf die von einem Kommissionsmitglied an ihn gestellte Frage, ob er bereit sein würde, nach dem voraussichtlichen Stur; des kabioetls die Regierung»- gefchäfte wieder zu übernehmen. antwortete Herriot, er müßte dies unter allen Umständen ablehnen, da er in bezug auf die Schuldenzahlung keine andere These verteidigen könnte, als er es in ssiner Kammer- rede getan habe. des Reiches und die siuanziclle Entwickiuug im kommendcu Haushaltsjahr ausführlich darstellen. Ansang der kommenden Woche soll die Aushebung der lohnpolitischen Verordnung, dos heißt die Ermächtigung der Unternehmer zu Tarisunterschreitungen bei Mehreinstellungen erfolgen. Am Donnerstag sindet eine Reichsrats- sihuug stall. In der die Amnestievorlage zur Beratung steht. Am Freitag folgt eine Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Reichstags. Gefecht in der Gtadtkaffe IVild-lVest-Ueberfall in Teupitz Ja der Rächt versuchten mehrere Einbrecher im Gebäude der Sladtkasse in Teupitz einen Geldschrank aufzuknacken. Dabei wurden sie gegen 2% Uhr von zwei Beamten der Gemeindepolizei überrascht. Sofort eröfsnelen sie ein Schnellfeuer aus die Polizistea, die das Feuer erwiderten. Run ergriffen die Täter die Flucht. * Einer der Beamten hatte einen Schullerschuß erhalten, der den anderen Beamten vermllaßte, von der Verfolgung der Täter abzusehen und sich des Verwundeten anzunehmen. Die Einbrecher entkamen unter Zurücklassung des gesamten Werk- zeuges in einem Auto in Richtung Berkin. Man vermutet, daß es sich um eine Berliner Geld- schrankknackerkolonne handelt, KPD. d'lft den Nazis Hakenkreuzbürgermeister gewählt Die planmäßige Taktik der Kommunisten, Ar- beiter gegen Arbeiter zu hetzen, hat auch in Hohen- inölsen in Sachsen einem Nazibürgermeister ins Amt verholfen. Die Gemeindevertretung setzte sich dort aus 6 Bürgerlichen und Nazis, 5 Sozial- demokraten und 5 Kommunisten zusammen, und so verteilten sich auch die Stiimne» beim ersten Wahlgang zur Bürgermeisterwahl. Das Los mußte entscheiden, wer von den beiden Inhabern der 5 Stimmen in die engere Wahl kommen sollte. Es entschied zugunsten der Sozialdemokraten, und jetzt enthielten sich die Kommunisten der Stimm«. so daß der Nationalsozialist M a t t h e s aus Wuppertal gewählt wurde. Auf der Straße und im Reichstag prügeln sich die 5)errschaften, und bei den Abstimmungen helfen die Kommunisten den Nazis ins Amt. Aus purem Haß gegen di» Japan wird immer dreister ILinsprucb gegen Versöhnung Moskau— Nanking Der Prozeß um die Etahlhelmwaffen �eilmaeKtestimmunA beider Hfordbiirxerfroiit— Majora. D. Stephanl vergleicht sich mit dem,, Angriff" SoMlvemokraien, obwohl diese im Jahr vorher dem Kommunisten die Stim- men gegeben hattenl Daß dieser Fall nicht vereinzelt dasteht, zeigt folgende Liste: 1. In Gautzsch bei Leipzig wurde durch das Verhalten der Kommunisten ein Nationalsozia- list gegenüber einem Sozialdemokraten zum Bürgermeister gewählt. 2. In Leipzig ermöglichten es die Ziom- munisten, daß an Stelle eines Sozialdemo- traten ein Volksparteiler zum Bürgermeister gewählt wurde. 3. In Remse sMulde) wurde durch das Verhalten der Kommunisten trotz proletarischer Mehrheit ein bürgerlicher Bürgermeister gegen- über dem Sozialdemokraten gewählt. 4. In Ohrdruf(Thür.) wurde durch das Verhalten der Kommunisten der Nationalsozia- list M a r s ch l e r zum Bürgermeister gewählt. 5. In Eisenberg(Thür.) ermöglichten es die Kommunisten trotz starker Lmksmehrheit, daß ein bürgerlicher Bürgermeister gegenüber dem bisherigen Bürgermeister Genossen T h i«- l i ck e gewählt wurde. 6. In Sömmerda bei Ersurt wurde jetzt ein Sozialdemokrat zum Bürgermeister ge- wählt. Die„Erfurter Tribüne" berichtet, daß die KPD. gegen die Wahl Einspruch bei der Regierung erhoben hat. Kann der kommunistische Verrat an der Ar- beiterklasse drastischer bewiesen werden als durch diese Kette von Begünstigungen rechtsstehender, nationalsozialistischer und großbürgerlicher Kandi- baten gegenüber sozialdemokratischen Arbeitern? Bezahlte Kostgänger des Kapitalismus könnten nicht zerstörender und erbärmlicher gegen die proletarischen Klasseninteressen handeln als diese sogenannten Kommunisten. Wieder Gasungstick 12 jäkrixer Junge erstickt 3u der Wohnung des kürschnermeisler» Aron Bosenbergs in der Bismarck st r. 39 in Charloltenborg ereignete sich in der vergangenen Bacht ein solgenschweres Gosunglück. Offenbar durch ein Versehen war der Hahn einer Gaslampe nicht völlig geschlossen und die Gase nahmen ihren Weg in ein Zimmer, in dem der 12 Jahre alt« Sohn Herbert des Kürschnermeisters fchliei. Auch die in einem Nebenraum schlafend« Hausangestellte Martha Pfeusser wurde durch die Gase betäubt. Als das Unglück in den Morgenstunden entdeckt wurde, war das Kind bereits tot. Die Hausangestellte konnte von der Feuerwehr nach langwierigen Be- mühungen wieder ins Leben zurückgerusen wer- den. Der Zustand des Mädchens war aber so schwer, daß es ins Westend-Krankenhaus über- geführt werden muhte. Ein weitere» G a s u n g l ü ck trug sich in der Lüderigstrahe im Norden Berlins zu, wo die Witwe Berta K. in ihrer Wohnung tot auf- gefunden wurde. Auch in diesem Falle war vergessen worden, den Haupthahn wä�-end der Nacht zu schließen. Aer Verrückte vvnDoorn Der geheimnisvolle Besucher Der Eindringling, der in Haus Doorn sestgc- nommen wurde, führte bei seiner Vernehmung irre Reden, u. a. erklärte er, daß er von Hitler zum Exkaiser gesandt worden sei. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Geistesgestörten aus der Nähe von Düsseldorf. Selbstmord eines Anwaltes Dr. tieinzunenn erschossen gefunden Gestern abend hat sich der ehemalige Reichs- kommistar, jetzige Rechtsanwalt Dr. Jakob Heinz- mann, in seiner Wohnung in Schöneberg, Meraner Straße 9, das Leben genommen. Heinzmann war bis zum November 1918 Staatsanwalt in Saarbrücken und ging dann mit besonderen Austrägen nach Paris, wo er für da» Reichsfinanzministerlum in Liquidationssragen und für das Reichsausgleicheamt tätig war. Seine Tätigkeit als Reichskommissar in Paris wurde im ersten Stinnes-Prozeß lebhaft erörtert und Heinzmann, der damals als Zeuge vernommen wurde, war Gegenstand heftiger Angriffe der Verteidignug, weil man ihm vorwarf, daß er die Verhaftung Hugo Stinne» veranlaßt habe, um so den Angeschuldigten zu einem Geständnis zu zwingen. Man nimmt an, daß ein Nerven- leiden der Grund seines Selbstmordes ge- wesen ist. Au» der Partei ausgetreten ist der Bürger- metster von Mainz Dr. Kraus. Er war als badi- icher Jnnminister in Aussicht genommen, aber da die Sozialdemokratie das Konkordat ablehnte, wurde daraus nicht». Darum verschwindet er au» der Partei. Um solche Leute ist e« nicht schade! Die Rundfunkrede de» Reichskanzler« von Schleicher über da» Regierungsprogramm wird am Donnerstagabend zwischen 19 und 29 Uhr gesprochen werden. Der genau« Zeitpunkt ist— entgegen einer Mitteilung im Rundsunkt von heute vormittag— noch nicht festgesetzt. Die sensationellen Enthüllungen des Stahl- helmführers Major a. D Stephan! im August d. I. über Waffendieb st ähle d e r S A. in seinem Brief an die„Kreuz-Zeitung" hatten heute morgen vor dem Amtsgericht Berlin- Mitte ihr gerichtliches Nachspiel. Die beiden nationalen Helden der Harzburger Front. Stephani als Nebenkläger, vertreten durch Rechtsanwall Bloch, und der„Angriff"-Redakteur Dürr, als Beklagter, verteidigt von Rechtsanwalt Beese, standen diesmal einander recht versöhnlich gegenüber. Ganz anders als im Sommer dieses Jahres, unmlltelbar nach der Reichstagswahl am 31. Juli. Damals übertraf man einander in den gröbsten gegenseitigen Beschimpfung«». Major Stephani hatte in dem Brief an die „Kreuz-Zeitung" der Mitwelt die Mitteilung ge- macht, daß die SA. an verschiedenen Stellen der Mark Brandenburg es versucht habe, mit Gewalt beim Stahlhelm Waffen herauszubekommen, die dieser angeblich versteckt hielt. Die SA. habe sich dabei auf ihr Einverständnis mit der Reichswehr berufen und habe sogar behauptet, es würde in den nächsten lagen losgehen, und zwar gemeinsam mit Schupo und Re i ch s w e H r. Er. Stephani, habe daraus im Innenministerium wegen der Angelegenheit vorgesprochen und habe außerdem den Befehl erteilt, die Gerätelager des Stahlhelm zu bewachen und dafür Sorge zu tragen. daß die Stahlhelmleute von der SA. nicht in einen Putsch hlneingeheht würden. Der„Angriff" veröffentlichte darauf am 17. August zwei Artikel, in denen behauptet wurde, Major Stephani habe gegen die SA. den Vorwurf erhoben, sie habe bei der Reichswehr Waffen gestohlen. Major Stephani wurde als gemeiner Denunziant bezeichnet, es wurde die Verwunderung darüber ausgesprochen, daß er als Saboteur an der nationalen Sache überhaupt noch frei herumlief. Wegen dieser Auedrücke hatte Major Stephani gegen den„Angriff" Prioatklage erhoben. In der heutigen Verhandlung ging es anfangs zwischen beiden Teilen der, ach, so zerklüfteten Harzburger Front ziemlich stürmisch her. Man sparte nicht mit gegenselligen Vorwürfen, aller- dings immer mit einem persönlichen Unterton, und schien von vornherein nicht abgeneigt, die peinliche Angelegenheit im Interesse der natio- nalen Sache ohne Aufrollung des gesamten Seit vielen Wochen haben die Roten Aalten tüchtig geschossen. Weihnachten kommt und da heißt e«. allen Kindern, zu denen kein Weihnachtsmann den weg findet, ein wenig Areude bringen. Im Bletallarbelterverbandshaus. Alte Zakobstraße, gibt es vom 12. bis 20. Dezember eine Riesen-Spielzeugschau zu sehen. Da haben fleißige Hände hunderte von Autos und Eisenbahnen, Tausende bunter Lausteinchen, lustige Stoff, und Holztiere. Puppen, Kasperle» und Kasperlelhealer verfertigt. All diese schönen Sachen werden zum Aest durch die Arbeiter- Wohlfahrt an die Kinder verleilt. Der Ausstellungseröffnung ging eine schlichte, eindrucksstarke Feier voran. Das Proletarische Orchester Groß-Berlin brachte zwei Sätze einer Suite von Purcell, dann sprach«in Jungfalk« den Aorspruch von Mühsam und der Chor sang Max Barchel»„Schicksal". Kindernot und Kinderelend im fernen Osten schilderte ein gelesener Bericht „Arbeiterkinder in China". In chinesischen Fabri- ken arbeiten etwa 22 S99 Kinder unter 12 Iahren, viele von ihnen befinden sich sogar noch im vor- schulpflichtigen Alter. In Zündholzfabrlken atmen Fünfjährige den todbringenden weihen Phosphor, in den Seidenspinnereien oerbrennen und ver- kümmern zart« Kinderfinger, die den Seidenfaden aus kochendem Wasser lösen. Schlechte Unter- > Ii, Das fldele Gefängnis Der Justi�skandal von l�lnggestan Eigener Bericht des„Vorro&ris" Braunschweig, 13. Dezember. Die Blamage der braunjchweigischen Justiz im Falle des Hasselselder Amtsgerichtsrats M« i- necke entfesselte in Ver heutigen Landtagssitzung eine länger« Debatte. Don sozialdemokratischer Seite wurde die sofortige Entfernung des Ge- fängniearztes verlangt, der sich neben dem Amts- gerichtsrat mitsamt seiner Famlli« ebenfalls an den Autofahrten zusammen mit dem nationalsozialistischen Strafgefangenen betet- ligt hat. Lebhaft kritisierten die sozialdemokratischen Redner die Tatsache, vaß M e i n e ck e, trotzdem seine Verfehlungen der Regisrung bekanntgeworden sein muhten, noch monatelang im draunschweigischen Justizdienst beschäftigt worden Fragenkomplexes aus der Well zu schaffen. Jede Partei beteuerte von sich aus, daß chr nichts daran liege, die Harzburgcr Front durch diese Gerichtsverhandlung noch mehr zu schädigen. Stephani gab darauf eine äußerst drastische Schilderung der gesamten Zusammenhänge, die zu der heutigen Verhandlung geführt haben. Mit großer innerer Erregung erklärte er: Seit Monaten wurde in der nationalsozialistischen presse gegen mich gearbeitet. Man nannte mich einen Lumpen, einen Schuft: man erklärte in Versammlungen, Stephani ist solch ein Schwein, daß er sich alles gefallen läßt. Daß auf diese weise in der nationalsozialistischen presse geschimpft wurde, erschien mir selbstverständlich. Dann wurde ich aber als Verräter an der nationalen Sache gebrandmarkt. Es wurde er- klärt, ich hätte behauptet, die SA. habe bei der Reichswehr Waffen gestohlen. Ich erkläre, daß ich etwas Aehnliches nie in der Oeffentlichkeit gesagt und auch nie etwas Aehnliches geschrieben habe. Als die SA. oersucht hatte, dem Stahlhelm gehörende Gerätelager ausgehändigt zu er- halten, fand zwischen mir, deni Rittmeister Moroso- witz und Graf Helldorf eine Besprechung statt, in der eine Vereinbarung getroffen wurde, laut der die ganze Angelegenheit friMich beigelegt werden sollte. Nach dieser Besprechung veröffentlichte der„An- griff" die beleidigenden Artikel. Ich oerlangte eme Berichtigung. Im Prioathause eines National- sozialisten einigte man sich auf den Text dieser Berichtigung. Ich erklärt« mich damals bereit, den Tatbestand des Hochoerrats aus dieser Berichtigung wegzulassen. Der„An- griff" brachte die Berichtigung mit einem Kommentar. Daß dieser so ausfallen würde, hatte ich nicht gedacht. Wenn man auch beim„Angriff" vieles gewohnt war! Der„Angriff" er- klärte sich bereit, vier Tage später eine Ent- s ch u l d i g u n g zu bringen. Es stimmt, daß das Blatt gleich darauf auf 14 Tage verboten wurde. Nach feinem Wiedererscheinen habe ich drei- bis viermal versucht, zu veranlassen, daß die ver- sprochene Entschuldigung gebracht würde. Es ver- gingen acht Wochen, sie erschien nicht: es hieß nach wie vor: Stephani läßt sich alles ge- fallen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als die 'Angelegenhell vor Gericht durchpauken zu lassen. Mich trifft somit nicht der Vorwurf, ich chatte nicht alles vermieden, damll Anhänger der nationalen Bewegung nicht einander gegenüber vor Gericht kunft und Ernährung, Nachtschicht und 18 Pfennig Tageslohn. Das ist da» Kinderlos im Osten! Aber es gab und gibt auf vielen Plätzen der Erde solch Kinderelend und Kurt L ö- w e n st e i n erinnerte in seiner Ansprach« an den von den Klassikern des Sozialismus ge- schllderten englischen Frühkapllalismus, wo die Kinder in den Baumwollspinnereien das gleiche elende Schicksal erlitten. Kinderelend in diesem kapitalistisch-ausbeuterischen Sinne bei un» zu verhüten, ist eines der großen Verdienste der sozialen Gesetzgebung gewesen. Aber auch wir wissen und leiden um die Not unserer Kinder, ent- standen durch die Not im Elternhaus. Aber all das unverschuldete Elend soll den Willen der her- anwachsenden Jugend nicht lähmen und unter- drücken. Die sozial! st ische Erziehung s- arbeit gibt den Kindern den festen, starken Willen zur S o l i d a r i t ä t mit auf den Lebens- weg. den Willen zur Meisterung des Schicksals aus Finsternis und Kümmernis zu Licht und Luft. Und so soll diese Ausstellung, wenn auch im klei- nen Rahmen, die aktive Solidarität aller Schick- salsverbundenen zeigen, den Protest gegen Elend und Not, ein Kräftesammeln zur Erfüllung der höchsten Ideale einer ringenden Menschheit. Die Ausstellung ist jeden Tag bis zum 22. De- zember von 19 bis 22 Uhr geöffnet. sei. Vergeblich versuchten die Nazis von der un- angenehmen Affäre abzurücken. Sie gefielen sich unter Gelächter der Linken als Reiniger ver Justiz. Der deutschnationale Iustizminister Dr. Küchenthal tat völlig unorienticrt. Er wurde jedoch durch die Akten eines anderen überführt. Räuber in Oftpreußen (iehöft Uberfallen— Drei Tots T i l s l t. 13. Dezember. Am Sonntag wurde, wahrscheinlich in der Zeit zwischen früh 6 und 7 Uhr. im Abbau Lomeykeu im kreise Stallupöneu von unbekannten Tätern ein U e b e r f a l l auf dos allein. liegende Gehöft Küch ausgeführt. Die 50 Jahre alte Tochter Berta de» Besitzer» wurde im zu stehen brauchten. Es geht nicht an, daß man sich in Berlin verstecken muß, damit nichl aus einen mit dem Finger gezeigt würde. Rechtsanwalt Dr. Leese hält Major Stephani unter anderem entgegen, daß die Stahlhelm-Presic noch im April 1939 sich in unglaublichsten Aus- drücken gegn die Nationalsozialisten gefallen hat. So hat sie sie gemeingefährliche Schädlinge und Zerseger der nationalen Front genanitt Rechts- anwatt Bloch(humorvoll): Das war ja vor der Harzburger Front! Nachdem beide nationalen Helden der Harz- burger Front chrem Herzen nun Luft gemacht haben, regt Amtsgcrichtsrat Büchert noch einmal einen Vergleich an. RA. Beese ersucht die andere Partei um Anregungen, diese wünscht sie von der Gegenpartei zu hören. Rechtsanwali Bloch erklärt noch einmal, daß seine Partei durch aus Wert darauf lege, daß die Sache innerhalb der Harzburger Front bereinigt werde, man läßt eine kleine Pause eintreten, wonach folgender Ver- gleich zu Protokoll genommen wird: Der Beklagte verpflichtet sich, innerhalb zehn Tagen auf seine Kosten in derselben Form und auf derselben Seite, auf der die beanstandeten Artikel des„Angriff" abgedruckt waren, die den Gegenstand der Prioatklage bilden und ohne Hin- zufügung von Bemerkungen eine Notiz mtt der Ueberfchrift„Major von Stephani ge- rechtfertigt" folgenden Inhalts zu bringen: Wir haben uns davon überzeugt, daß die in der Nr. 166 des„Angriff" vom 17. August 1932 gegen den Major von Stephani erhobenen Vorwürfe un- begründet sind. Wir stehen infolgedessen nicht an, diese Vorwürfe ausdrücklich zurückzunehmen. Der Angeklagte trägt die Gerichtskosten wie auch seine eigenen außergerichttichen Kosten. Als die Parteien nach ihrer Besprechung den Saal betraten, rief Rechtsanwalt Bloch dem Ver- leidiger des„Angriff".Redakteurs Beese zu:„Der Vergleich wird aber erst rechtskräftig, nachdem Sie ihn veröffentlicht haben. Rechtsanwalt Bloch kennt wohl feine Pappenheimer von der Harz- burger Front! Man ging schließlich auseinander— bis zur nächsten nattonalen Auseinandersetzung! Gewisse Beachtung fand die Tatsache, daß mitten in der Verhandlung plötzlich drei Herren von der Reichswehr erschienen, die aber, wie der Vorsitzende betonte, nicht zu diesen, speziellen Fall, sondern nur allgemein als Zuhörer nach Moabit gekommen seien. Stalle beim viehfüttera von den Banditen überrascht und durch mehrere Schüsse getötet. Die Burschen drangen dann in das Wohnhaus ein und töteten dort durch einen Kopfschuß auch den hochbetaglen Ehemann Küch, der sich gerade ankleiden wollte. A r a u Küch, die noch zu entkommen versuchte, wurde ebenfalls erschossen. Sämtliche Behältnisse in der Wohnung sind durchwühlt worden. Ob etwa» entwendet ist. steht noch nicht fest. Der verdacht, den Uebersall ausgeführt zu haben, richtet sich gegen eigen Litauer, der geftüchtet ist. Die Kvhienkvlvnne Schurkenstreiche einer Lchwindlerbande In den vergangenen Tagen ist in den ver» schiedensten Stadtvierteln Berlin» eine Betrüger- kolonne aufgetaucht, deren Mitglieder sich als KoHlenkutscher ausstaffiert haben. Es sind Männer im Alter von etwa 3S bis 45 Iahren, die bisher schon in Neukölln, im Zentrum und auch im Westen auftauchten. Durch ihre Kleidung sowie durch den Umstand, daß sie ein Fuhr- wert mit sich führen, erwecken sie einen echten Eindruck als Kohlenkutscher. Vier bis fünf Burschen arbeiten mit folgendem gemeinen Trick: sie sprechen Personen auf der Straße an und fragen:„Na, auch arbeitslos?" Meist wird ihnen das bestätigt. Sie tun nun so. als ob sie eine Fuhre Kohlen„schmu" gemacht hätten und bieten zu ganz billigen Prei- f e n Briketts an. Sie lassen sich für vier und mehr Zentner eine und mehrere Mark geben. Dann bitten sie die Leute um den Keller- s ch l ü s s e l, um die Kohlen gleich hinunter zu bringen, schon, damit es nicht ausfällt. Bisweilen haben die Burschen hier und da 19 Kohlen hin- gelegt. Mehr aber auch nicht. Mtt dem erbeuteten Gelde, das sie den Aermsten der Armen abgenom- men haben, sind sie verschwunden. Ein anderer Trick ist, daß sie sich an alte Frauen wenden, denen sie klarzumachen versuchen, daß sie sich ein paar Groschen ertra verdienen wollen. Auch hier lassen sie sich gleich Geld geben, bringen einen Zentner in den Keller und verschwinden dann, ohne für das restliche Geld Kohlen zu lie- fern. Da mehrere Burschen am Werke sind, ge- lingt ihnen der Schwindel immer. Der bayerische Ministerpräsident Held hatte eine Unterredung ruft Schleicher. Weihnachtswerk der Roten Falken Die Lpiel�eugausstellung der Kinderfreunde im Metallarbeiterhaus Der koschere Gausaf von Wien Hitlers Gauleiter für Wien ist Ser ehemalige Bankbeamte und erotische Roman(ab)schreiber Frauenseld, seit kurzem Gemeinderat von Wien und eifriger Goebbels-Imiration treudeutsch beflissen. Dae ging solang«, bis eben jetzt die Wiener„Arbeiter-Zeitung" den Entlassungsschein des Rothschild-Spitals für eben diesen Frauenfeld veröffentlichte, der dort vor drei Iahren mehrere Wochen Patient gewesen ist. Das Rochfchild-Spital gehört der Israeli- tischen Kultusgemeinde Wien, die Ver- pflegung wird nach dem mosaischen Speisegesetz hergestellt, das Rabbinat beaufsichtigt dessen Bc- folgung, die meisten Patienten und auch die Aerzte sind Juden. Diese Enthüllung der koscheren Spitalzeit des Gausafs hat stürmisches Gelächter bei den aller- meisten Wienern, ober helle Wut und dumpfe Verzweiflung bei den Pgs hervorgerufen. Frauenfeld stammelte in mühseligem Schriftleiter- deutsch eine Erklärung zusammen: er sei damals noch Bankbeamter, aber schon Hitleraner gewesen. die jüdischen Aerzte der Fachkrankenkasse hätten chn natürlich dem jüdischen Kranken- Haus überwiesen, dort habe er aber zum Nutzen des deutschen Volkes das Judentum richtig studieren können, und er habe noch vom Spital zahlreiche Artikel für die Naziblätter geschrieben. Nun stellt die„Arbeiter-Zeitung" aber fest, daß Mitglieder jener Krankenkasse regelrecht nur dem Krankenhaus der Kaufmannschaft überwiesen werden—, einem anderen Spital nur auf eigenen Wunsch. Da die Berpflegungs- kosten im Rothschild-Spital höher still) als der Krankenkassensatz, mutz Frauenfeld sich seine Sehnsucht nach jüdischer Verarztung und Verpflegung sogar bares Geld hat kosten lasten! Aus München kommt die Kunde, daß es der dortigen Brauindustrie zum ersten Male gelungen ist, nach einem Verfahren im technischen Groß- betrieb eine alkoholfreie Gärung durchzuführen und damit ein alkohalfreies, nährwertiges Erfrischungsgetränk mit Biercharakter herzustellen. Jahrelange theoretische und praktische Versuche, die in aller Heimlichkeit durchgeführt wurden, endeten nun mit einem Erfolg, der bis dahin ähnlichen Bestrebungen m diesem Ausmatze verjagt blieb. Medizinische Gründe bestimmen den Arzt häusig zu der Mahnung an den Patienten, den Alkohol- genuh einzuschränken, in schwierigeren Fällen, ihm ganz zu entsagen. Der Wunsch der Parienten, in irgendeiner Form dennoch den gewohnten Geimtz zu haben mußte aus die Dauer unerfüllt bleiben, weil es der Getränkeindustrie trotz wiederholten Anstrengungen nicht gelingen wollte, ein Getränk herzustellen, das die Vorzüge des alkoholischen auf- weist und seine nachteiligen Wirkungen vermeidet. Die Doktoren Bleyer, Diemair und F i s ch I e r aus der Deutschen Forschungsanstalt und dem llniversitätsinstitut für Lebensmittelchemie in München, die in der„Münchener Medi- zwischen Wochenschrift" über das neue, praktisch alkoholfreie Getränk berichten, weisen darauf hin, daß es vor allem ein„G e s ch m a ck s p r o b l e m" sei, was einem Getränk den dauernden Genuh- wert verschaffe. Es müsse„mundgerecht" sein. d. h. dem Geschmack zusagen. Man denkt dabei an Nahrungsmittel wie Brot- und Teigwaren, Sauer- milch und Käse, die ähnlich dem Bier Gärungen durchmachen müssen, ehe sie mundgerecht werden. Daneben soll das Getränk erfrischend und nicht zuletzt bekömmlich wirken. Der Alkohol an sich ist nun aber weder erfrischend, noch ge- schmacklich befriedigend, aber auch nicht bekömm- lich. Wenn es dennoch bis heute nicht gelungen ist, ein mundgerechte«, schmackhaftes und bekomm- liches Getränk ohne oder mit geringem Alkohol- gehalt herzustellen, so waren offenbar die Schwierigkeiten erheblich größer, als man gemein- hin glaubt. Man weist daraus hin, daß die in der Kultur- entwicklung der Menschheit hergestellten Gärungs- getränke regelmäßig alkoholischer Art waren. Dabei blieb selbst über Jahrtausende hinweg beispielsweise die Bereitung des Bieres grundsätzlich dieselbe, denn wie die vor einigen Monaten ange- stellten Untersuchungen eines altgcrmanischcn Trinkhorn» ergeben haben, bestand der Met der alten Deutschen im großen ganzen aus denselben Stoffen wie unser heutiges Bier. Die Wirkung wird uns als„berauschend" überliefert. Unab- lässig wurde durch die Jahrhunderte an der Ver- feinerung der Blerherstellung gearbeitet. Der hohe Stand unseres heimischen Braugewerbes ist ohne die alten Ueberlieferungen und die ständig fort- entwickelten Spezialkenntnisse nicht zu erklären. Die Mundgerechtheit der Ersatzgetränke blieb immer fraglich. Wem sind nicht Fälle bekannt, in denen vor allem von Männern die lünonaden- ähnlichen Ersatzgetränke oder süßen Fruchtsäfte auf die Dauer abgelehnt wurde», ganz abgesehen davon, daß der Preis derartiger Getränke regel- mäßig unverhältnismäßig hoch ist? Nach dem Urteil der Sachverständigen isi .chella", wie der neue Stoff heißt,„ein äußerst Der �azdtükrer im Judenspital Sein Glück, daß er nur heimatliche Schi!- linge und nicht— ägyptische Pfunde zahlen mußte, oie das Landeegeld in Palästina sind. ★ Einer der reichsdeutschen Osafs, die Zug in die österreichischen Hillerkolonnen bringen sollen, Dr. Graeschke, hat Wien verlassen müssen; seine Herrschgelüste, zusammen mit seiner Teil- nähme an einem Festessen bei einem„judäo- madjarischen" Bankier in Budapest und andere Affären haben seine Abschiebung veranlaßt. Hakenkreuz in Bayern 8ckwsr?ii>ra.une Vor�eicKen Eigener Bericht des„Vorwärts" München. 13. Dezember. Die bayerischen Nazis hatten im Land- tag den Antrag gestellt, das Gesetz über den baye- rischen Staatsgerichtshof so abzuändern, daß das Laienelement aus diesem obersten bayerischen Gericht für Verfastungsbe- schwerden und Verfassungsstreitigkeiten sowie für Ministeranklagen vollkommen ausge- schaltet würde. In der gegenwärtigen Zu- sammensetzung des bayerischen Staatsgerichtshofes verfügen die Laienrichter, die von der Bolksoer- tretung gewählt werden, über die Mehrheit. Bei der Beratung des hakenkreuzlerifchen Antrages im Verfastungsausschuß fiel allgemein aus, daß das Justizmwisterium, im Gegensatz zur Gesamt- regierung, die Nazis unterstütze. Diese Ein- stellung der Justizverwaltung kam überraschend, denn noch in diesem Frühjahr vertrat Dr. Gürtner als bayerischer Iustizminister im Landtag die alkoholarmes, nach den gesetzlichen Vorschriften sogar als alkoholfrei deklarierbares Getränk, bei dem es gelungen ist, die sämtlichen Extraktivstoffe der Gerste, also ihre verschiedenen Kohlenhydrate, Eiweitzstoffe und Mjneralsubstanzen bei einer minimalen Alkoholentstehung in haltbarer, wohl- schmeckender Form in das fertige Getränk ein- zubeziehen und damit den Erftischungs-, An- regmigs- und Nährcharakter dieses Getränkes ohne Alkoholwirkung zu wahren". Die geringen noch vorhandenen Alkoholmengen— 0,38 Proz. gegenüber 3,7 Proz. im dunklen Vollbier— sind prak- tisch bedeutungslos, da sie bei der raschen Ver- brennbarkeit des Alkohols nicht zu einer Berauschung führen können. Die berauschenden und nachteiligen Wirkungen des Alkohols bleiben aus. Die praktische Bedeutung des neuen Getränkes geht ohne weiteres daraus hervor, daß in der Bierstadt München in ganz kurzer Zeit mehr als eine halbe Million Flaschen umgesetzt wurden. Die Männer sind geschmacklich befriedigt. Dem dringlichen Bedürfnis nach einem alkoholfreien Erfrischungsgetränk scheint abgeholfen zu sein. Wenn man dann noch erfährt, daß es bei be- stimmten Krankheiten, bei denen Alkohol unter- sagt ist, Verwendung finden kann, so seines bier- ähnlichen Geschmackes wegen als appetitanregen- des Getränk, so erhellt daraus, daß man es hier tatsächlich mit einer grundlegenden Neuerung zu tun hat. Bemerkenswert ist nicht zuletzt, daß die Brauindustrie damit zum ersten Male aus chrer Reserve heraustritt, die sie bisher fast durchweg gegenüber der Herstellung alkoholfreier Getränke bewahrt hat, und nun mit daran arbeitet, die mehr medizinische Seite der Alkoholsrage einer Lösung entgegenzusühren. Vormär? im Achtung, Achtung, hier Metternich! Die Zyklen„Wir stellen vor" und„W i r erinnern an" sind bezeichnend für den Geist. der heute im deutschen Rundfunk, in der Berliner Funkstunde herrscht. Hier hat sich ein besten Panoptikumstraditionen nacheiferndes Zauber- spiegelkabinett aufgetan: Putschisten und Reaktio- närc glänzen daraus hervor als musterhafte Staatsbürger und Helden, und der Sozialisten- führer und Jude L a s s a l l e wurde darin wahr- haftig zu einem Vorkämpfer des— National- fozialismus! Das soll Herrn Maria ux erst mal einer nachmachen! In einer neuen Sendung am Montag überraschte er mit einem Porträt de» österreichischen Fürsten Clemens von M e t t er n i ch, des gefährlichsten und bsrüchtigsten Reaktionärs vormärzlicher Zeit In Emil Mikas Darstellung erstrahlte er selbstverständlich in der Heiligkeit eines vorbild- lichen Staatsmannes. Jeder Satz oerdreht« die Wirklichkeit. Es wurde nicht gesagt, daß Maller- nich gegen höh«„Belohnunzen" und Staats- Pensionen die von Napoleon abgesetzten beut- schen Miniatur-Fürsten wieder einsetzte. Es wurde nicht gesagt, daß er einzig Kämpfer für dy- n a st i s ch e Interessen, Kämpfer für die gut gegenteilige Auffassung. Diese Sinnesänderung ist der erste Vorbote für die schwarz- braune Koalition und den kommenden na- tionalsozialistischen Iustizminister Dr. Siebert, den Oberbürgermeister der Stadt Lindau, auf den sich die hohe Ministerialbürokratie der Iustizverwal- tung bereits eingestellt hat. Terroristen vor Gericht LA. mit Lprengvtokken Görlitz, 13. Dezember. Im Landgerichtsbezirk Görlitz wurden in den Nächten zum 9. und 10. August d. I. in 17 Wirt- fchaften über 30 Anschläge ausgeführt, bei denen Steine, Schußwaffen und Spreng- st o f f e verwendet wurden. In Verbindung mit diesen Terrorakten begann heute vor dem Gör- litzer Sondergericht ein Prozeh gegen sieben Angehörige der SA., die des Verbrechens gegen das Sprengstosfgefctz angeklagt sind. Zu den Verhandlungen, die zwei Tage in Anspruch nehmen dürften, sind 10 Zeugen und 3 Sachver- ständige geladen. Neuer Krach in Breslau Eigener Bericht des„Vorwärts" Breslau, 13. Dezember. Am Montagmittag kam es an der Breslauer Universität wiederum zu A u s s ch r e! t u n- g e n. Als sich trotz Aufforderung des Rektors die Unruhestifter nicht entfernten, wurde Kriminal- Polizei eingesetzt. SO Studierende mutzten die Ausweiskarten abgeben. zahlenden regierenden Häuser war. Sein Grundsatz war, daß es„den Fürsten allein zustehe, die Geschicke der Völker zu lesten, und daß die Fürsten fiir ihre Handlungen niemand außer Gott verant- wortlich seien". Mika pries Metternich, dessen fürchterliche Re- aktionspolitik junge Menschen für das Vergehen, sich versammelt und für ein einiges Deutschland begeistert zu haben, in Scharen in die Gefangen- schaft und zum Tode trieb, als.Kämpfer gegen die Revolution, die er kommen sah", und als Ver- fechter der„Deutschland gemäßen auto- ritativen Formen". Richtig war ein Satz in diesem Vortrag:„Metter- nich war geradezu der Minister Friedrich Wilhelms III." Im Kampf gegen die Frei- heit ihrer Völker waren sich die Habsburger und die Hohenzollern immer einig.— iz. Tierdoktor als Weihnachtsmann Dolittle im Schiller-Theater Ein englischer Soldat, der vom furchtbaren Kriegserleben seelisch fast zerbrach, schrieb, um Vergessen zu finden, Tiergeschichten. Diese Blätter fanden einen Perleger, und es erschien das Buch „Dr. Dolttlle und seine Tiere". Dadurch stand Hugh Loiting sofort in der allerersten Reche der Kinderbuchautoren. In England liebt man chn als Tierschriststeller, in Amerika verehrt man ihn als Pazifisten, in Deutschland begeisterte er Lotte Reiniger zu den allerzierlichsten Scherenschnitt- filmen. Dr. Dolittle wurde für den Rundfunk bearbeitet, er erschien auf der Bühne und jetzt spiell ihn mal wieder das Schiller-Theater in sechs Bildern. Alfred Braun, erkältet und andauernd Hustenbonbon kauend, ist der Dr Dolittle. Er, der selbst die Regie führt, spielt ihn so lieb und so verständig auf Kinder eingestellt, daß die kleine Gesellschaft von dem guten, stets hllfsbereiten Mann vielleicht noch träumen wird. Ganz famos ist Reinhold K ö st l i n als Katzenfuttermann, namentlich, wenn er über die Drehbühne flieht. Ebenso vorzüglich sind alle andern Darsteller, die Dr. Dolittles Tiere sein dürfen. Zur allgemeinen Freude kommen auch lebende Tiere aus dem Ber- liner Zoo auf die Bühne. Für sie ist der Aufent- halt auf der Bühne verlockend, werden chnen dort doch andauernd Leckerbissen verabreicht. Das Stück, das unter dem Protektorat des Deutschen Tierschutzvereins zu Berlin steht, erfüllt als Förderer der Tier- und Menschenliebe vollauf seinen Zweck. e. d. ?reulAi8cKer Baugeist Ausstellung des Baumuseums Eine Preissrage: welcher Berliner kennt das „Verkehrs- und Baumuseu m"? Wir hoben allerdings soviel« gut geleitete und sehen»- werte Sammlungen in Berlin, daß man mehr als eines leicht übersehen kann. Aber dieses Bau- museum ist für jeden interesiaitt der sich ein wenig um Eisenbahnen, Kanäle. Brücken, Straßen- netze und Architektur schlechthin kümmern will; ein Museum für den lernbegierigen Knaben, der in jedem von uns steckt, viel schöner eingerichtet, viel anschaulicher und reichhaltiger als z. B. das weit besuchtere Museum für Meereskunde am Bahnhof Friedrichfttah«. Was ist Berlin doch reich— und hier fällt sogar für den Arbeitslosen soviel vom Reichtum ab, wie für keinen Werk- tätigen! Lernen kann man nie genug, und in diesem Museum ist es ein fteudevolles Spiel zu lernen. llebrigens ist das Museum selber das einzige Beispiel«wer vornehmen und anständigen Bahnhofsarchitekwr. Es ist der umgebaute alte Hamburger Bahnhof am Humboldthasen, den zu Luluie Dr. Joseph Ooebbels betrachten und zu durchwandern allein schon«in Vergnügen ist. Gegenwärtig hat die Hochbauoerwaltung dort eine Sammlung von Bauentwürfenausder Schinkelzeit ausgestellt, die in weiterer Hin- ficht lehrreich ist. Man mag von der unüber- troffenen Feinheit und Anmut dieser Zeichnungen von Gilly, Schinkel, Busie Persius usw. absehen, die für sich wahrhast bezaubernd sind. Aber welch ein Geist der Noblesse und anständiger Gesinnung lebte damals in der preußischen Bauverwaltung! Bis 1850 reichen diese Perlen offizieller Staats- bautätigkeit, und man bewundert die Solidität und Echtheit, die damals auch in den Büros des Staates beheimatet waren Seine Werke sind frei- lich in der wilhelminischen Epoche fast alle ver- nichtet worden. Einen Triumph aber hat die Zeit uns Ueberlebenden des Weltkrieges gegönnt: daß die Schreckenskammer wilhelminischer Kunst für immer zugesperrt wurde und eine neue zeitge- mäße und volkstümliche Baukunst sich überall durchgesetzt hat._ p. f. sch. Theaternotizen. Im Schiller-Theater sind jetzt Eleonore Kalkowstas„Zeitung s- notizen", die in einer Morgendarbietung beretts erprobt waren, in den Abendspielplan übernommen worden. Die Szenen sind gekürzt und neu gruppiert, die wirkungsvollste bildet jetzt den Schluß. Die Aufführung fand wieder starken Bei- fall. In diesem Fall hat sich einmal das Studio- experiment bewährt.—„Die Liebe auf dem Land e", die russische satirische Komödie von W o i k o w, die K l a b u n d deutsch bearbeitet hat, wird jetzt im Zentral- Theater neu aufgeführt. Christl S t o r m und chre drei männlichen Mitspieler Nicol, Schmack und Parge geben dem schlagkräftigen Stück eine gute Dar- stellung.— Gestern abend wurde im Theater im Admiralspalast„L i l i o m" zugunsten der armen Rosemarie Boddin gegeben. Prof. Heß von wichdorsf ist Montagabend im 'Atter von 50 Jahren an«wem Herzschlage ge- starben. Er hat aus dem Gebiete der Geologie, Heimatkunde und des Bergbaues gearbeitet. Die Feengrotte bei Saalseld in Thüringen, die einzige buntfarbige Höhle der Welt, wurde 1910 von ihm entdeckt und 1915 das große ostgermanifchc Gräberfeld bei Lötzen in Masuren von ihm voll- ständig ausgegraben. Da» Staatlich« Schaufpielhau« beginnt seinen mo- dcrnen Spielplan unmittelbar nach„Faust II" mit der Uraussührung von BillingcrS„R o s s e". Es folgt die Erstaufführung von Gide-Z„C e b i p u S* und die Uraufführung des„S i e b e n st e i n" von Maxim Zlese. Die seinerzeit in Verbindung mit„Egmont" verein- barte Verpflichtung Rudolf F o r st e r S ist aus seinen Wunsch iür diese Spielzeit gelost worden. lForster sollte Richard II. spielen, der jetzt ausfällt. Prof. Hans Mersmann spricht Donnerstag auf Ein- ladung des Zentrolinstituts für Erziehung und Unter- richt in der Aula Gardenbergstr. 36 über„M u s i- kalische Erwachsenen- Bildung als Problem". Richard Tauber ist für die zweite Halste der Sai- son dem A d m i r a l s p a l a st verpflichtet worden. Er singt die Hanptparne in Iaromir Weinbergers „F r ü h l i n g s st ü r in e n". „Zu wahr, um schon zu sein", von Ä. B. Shaw, das tonntag bereit« die 50. Aufführung erlebte, siedelt ab «ihnachten in der Premierenbesetzung in da« Ber- liner Theater über. Im Theater im Admiralspalast gelangt bis zum 12. Dezember„9 i 1 i o m" mit Hans Albers zur Auf- führung. Dann bleibt das Theater bis zum 24. Dezember geichloffen. Vom l. Weihnacht«f«iertaa ab fetzt San« Alber« fein Gastfptel fort. Die Auffuhning am Plön tag. dem 12., findet zum Besten der kleinen Rose- marie Boddin statt und zum Besten der Alters- hilse der Bühnengcnossenschast. Das Philharmouische Orchester wird unter Leitung von Wilhelm Furrwängler im Februar zweimal im Leipziger Gewandhaus konzertieren. Alkoholfreies Bier Ein gelöstes Geschmacksproblem Das Angleichungsverfahren Die Gemeindearbeiter haben genug davon Auf der Bezirkskonferenz der Gemeindearbeiter und kommunalen Verkehrsarbcitcr für die Pro- vinzen Brandenburg und Grenzmark am Sonntag im Berliner Gewerkschaftshaus waren alle Orts- gruppen des Gefaintocrbandes vertreten. Die Konferenz stand im Zeichen der harten Arbeit, die die Gewerkschaft auf diesem Gebiet in den letzten Monaten leisten mußte. Bezirksleiter L e n g e r s- d o r f f gab in einem mehr als zweistündigen Vortrag einen umfassenden Ueberblick über die Eingriffe der Papen-Regierung in die G e- meindearbeiterlöhne. Der unermüdlichen wochenlangen Arbeit des Gesamtoerbandes ist es gelungen, wenigstens die härtesten Verluste durch örtliche Abmachungen wieder auszugleichen; ein Zeichen, daß auch in dieser Krise die Organisation über die notwendigen Kräfte verfügt, um die Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen. Unter der Zustimmung der gesamten Konferenz begrüßte der Redner die entschlossene Haltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion gegenüber der letzten Papen-Notverordnung. Der Fraktion möge es im weiteren Verlauf ihrer Abwehr gelingen, auch das sozial so brutale und ungerechte „Augleichungsverfahren" zu beseitigen, das in seiner Wirkung die Tariffreiheit für die Gemeindearbeiter vollkommen zerstören muß. Bei der Erörterung der bereits abgeschlossenen sowie der unmittelbar vor dem Wschluß stehenden Bezirkstarifverträge konnte der Redner die Neuabschlüsse für den Bezirk der Märkischen Gemeinden mitteilen. Alle bisherigen Zuschläge konnten erhalten und darüber hinaus noch verschiedene Verbesserungen der Verträge erzielt werden. Die Verträge für die O st m a r k stehen noch osfen. Die Gemeindearbeiter und kommunalen Ver- kehrsarbeiter im Bezirk Brandenburg-Grenzmark stehen vor großen Aufgaben. Die Organisation will die Uneinheitlichkeit und Buntscheckigkeit der tarifvertraglichen Verhältnisse beseitigen und den Bestrebungen rückständiger Gemeindeverwaltungen dadurch begegnen, daß die Grundideen des Reichsmanteltarisvertrages im ganzen Bezirksgebiet durchgesetzt werden. In der eingehenden Aussprache wurde immer wieder das Bekenntnis der Verbundenheit der organisierten Gemeindearbeiter mit der politischen Arbeiterbewegung und chren großen Aufgaben zum Ausdruck gebracht. Die Funktionäre waren sich darin einig, alle Kräfte einzusetzen, um die Organisation über die Krise unerschüttert hinweg- zubringen und in gemeinsamer Arbeit mit der politischen Organisation den reaktionären Surs in der Reichs- und Länderpolitik zu brechen, der so verhängnisvoll die Existenz der Gemeinde- und Verkehrsarbeiter zu erschüttern droht. Den Wschluß der Tagung bildete ein Referat von Harten st ein über die Ausgaben der Funktionäre in der lausenden Werbe- a k t i o n, wobei der Redner durch Schallplatten usw. wertvolle Hinweise zur Belebung des Ver- sammlungslebens und der Agitationstätigkeit gab. B u r ch a r d t schloß die Tagung, die ein gutes Bild der inneren Geschlossenheit des Gesamt- Verbandes bot, mit der Mahnung an die Dele- gierten, alle Anregungen im Dienste der Be- wegung zu verwerten. Gemeinheit Die kommunistische Presse bringt tagtäglich fpaltenlange„revolutionäre� Schiinpfereien gegen die Gewerkschaften und ihre Führung und ver- sucht mit allen Mitteln eine Verbindung des Genossen Leipart mit dem Reichskanzler Schleicher zu konstruieren, um für ihre Hetzkampagne gegen die Gewerkschaften einen neuen Vorwand zu finden. Schon rein technisch ist es einfach unmöglich, auf die Unterstellungen und Anwürfe einzugehen. Es sei deshalb hier nur niedriger gehängt, daß das„Volks-Echo" sich nicht scheut, die„revolu- tionäre" Stilblüte zu wiederholen von den „im Arbeilerbelrvg ergrauten Gewerkschost,- führetn". „Die in» Arbeiterbetrug ergrauten Gewerkschaftsführer versuchen, ihr neues ungeheuerliches Verbrechen, die Unterstützung der faschistischen Diktatur, zu beschönigen, zu oerheimüchen, den Mitgliedern schmackhaft zu machen." Es hieße den Verleumdern einen Freibrief für ihre unglaublich gemeinen Schimpfereien aus- stellen, wollte man derartige Beschuldigungen zurückzuweisen Es genügt, die bodenlose Ge- nreinheit anzuprangern, mit der kommunistische Führer ihre Unanfechtbarkeit zu beweisen suchen, durch derartige Versuche die Gewerkschaftsführer herabzuwürdigen. Das ganze Treiben der KPD. bildet einen einzigen Betrug, um die Gewerkschaftsmitglieder den parteipolitischen Pa- rolen der Kommunistischen Partei zu unterwerfen. Die große Masse der Gewerkschaftsmitglieder hat diesen Betrug längst durchschaut. Diese Entscheidung bedeutet nichts anderes als die Anerkennung des gelben Werkoereins als Tarispartei und damit eine scharf« Kampfansage an die freien Gewerkschaften. Es zeigt sich immer mehr, daß das Reichs- a r b« i t s g e r i ch t sich als Schrittmacher der Sozialreaktion betätigt und seine frühere Recht- sprechung preisgibt.(RAG. 166/32.) Der reaktionäre Kurs des �eicbsarbeitsgericbts Bei der Energie A.-G. in Leipzig heute der Werkverein mit der Firma einen „Tarifvertrag" abgeschlossen und die Arbeits- zeit aus 53 Stunden seslgesehl. Die Gewerbe- inspektion korrigierte diese Abmachung und er- klärte, daß eine regelmäßige Ar eitszeit von S3 Stunden unzulässig sei. Der Prokurisi der Energie A.-G. wurde wegen Arbeitszeitüber- schreitung vom Landgericht Leipzig zu 166 M Geldstrafe verurtellt Daraufhin teilte die Firma dem Werkverein mit, daß sie durch das Urteil gezwungen sei, die Arbeitszeit auf 18 Stun- den herabzusetzen. Ob nun dem eigenen gelben Triebe folgend oder dem sanften Wink der Betriebsleitung, dieser Werkverein brachte es jedenfalls fertig, gegen die herabsehung der Arbe'tszeit von 53 auf 48 Stunden zu klagen. Der„Tarifvertrag" des gelben Werkoereins hatte für die Firma ja hauprsächlich den Zweck. die gesetzlich festgelegte Arbeitszeit zu umgehen. Der Werkverein klagte also beim Arbeitsgericht auf Anerkennung seines„Tarifvertrags". Das Leipziger Arbeitsgericht wies die Klage der Gel- len natürlich ab, da es die Tariffähigkeft dieses Werkvereins verneinen mußte. Gegen das Urteil legte der Werkverein Sprungrevision beim Reichsarbeitsgericht ein. Das Reichearbeitsgericht hob das erstinstanz- liche Urteil aus und wies die Sache zu einer anderen Entscheidung an die Vorinstanz zürück Es stellte fest, daß für die Frage der Tariffähigkeit nicht allein der objektive Tatbestand maßgebend sei. vielmehr sei das b i s- her ige Verhalten der Parteien zu- einander zu prüfen. Wetter in Berlin: Meist wolkig, Temperaturen am Tage über Null, nachts leichter Frost, mäßige Winde aus südlicher Richtorg.— 2a Deuisch- tand: Nirgends wesentliche Niederschläge, allge- mein ein wenig milder, aber noch größtenteils Nachtfröste. Rundfunk am Abend Dienstag, 13. Dezember Berlin: 16.13 Von der Verlegenheit beim Feiern(Magret Dihrberg-Bang). 16.30 Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30 Menschen untereinander(P. Kluckhohn). 17.45 Kinderkalender Dezember. 18.05 Unterhaltungsmusik. 18.55 Die Funkstunde teilt mit 19.00 Stimme zum Tag.(9.10 Bücherstunde. 19.35 Unterhaltungsmusik. 19.55 Mitteilungen des Arbeitsamtes. 20.00..Die Opernprobe" Oper von A. Lortzing 21.15 Tages- und Sport- nachriditen. 21.25 Zeitgenössische Musik. 22.10 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Aus Flensburg: Spätkonzert. Königs Wusterhausen: 16 30 Aus Leipzig: Nachmittagskonzert 17.30 Deutsche Geschichte für jedermann(Dr. W. Brewitz). 18.00 Neue Musikpädagogik. 18.30 Volks- wirtsdiaftsfunk. 18.55 Wetterbericht. 19.00 Philosophische Lesestunde. 19.30 Politische Zeitungssdiau(H. Fritzsche). 20.00 Aus München: Bilderbuch von allerhand Weißblau-Erscheinungen. 20.50 Aus Wien: Bunte Stunde. 22.13 Wetter-. Tages- und Sportnachrichten 22.43 See-Wetterbericht. Sonst: Berliner Programm. Verantwortlich für Politik: RudolsBrendemühl; Wirtschaft: G. Klingelböser: Gewerkschaftsbewegung: I. Steiner: Feuilleton: Herber, Le» P 6 r e: Lokales und Sonstiges: Iritz Karftädt: Anzeigen: O 1 1 o Hengst: sämtlich in Berlin Verlag: Borwärts-Berlag G in. b H., Berlin Druck: PorwärtS-Buchdrnckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. 08, Lindenstr 3- Bezugs» bedingungen und Anzeigenpreise werden in jeder Morgen-Ausgabe des..Vorwärts" verösfentlicht. Hierzu l Beilage. 'Qr die Zeit vom 13. Dez. bis 15. Dez. RTL Pok damer Str. 38 Ktgeuiier d, Nacht mit Jenny Jugo, II. Brausewetter. Paul Komp— Gates Beiprogr. W. 5. 7. 0 Uhr BTL Turmstraße 12 Strich durch die Heclniun«: mit H. Rtthmaun, T. v. Eyck W. 5. 7. 9 Uhr BTL Alexanderstr. 39 (Passage) Ucbc in Uniform mit llurrv Uiedtke. Ery Bos— Hall. haus goldener Enbrel mit L. Englisch, Fr. Kampers Den ganzen Tag geöffnet Alhambra Müllerslr 13G. Ecke SeesLralic. Der Scbiitzenkönis: mit �lax Adalbert, Weiß F-erdl. Gretl Thelmer— Ballhaus goldener Engsei mit E. EngHscIi. Fritz Hampers W. ab 4.30 Uhr Odeon.PotsdamerStrJS .Scampolo, ein Kind der Straße. mit Dolly Haas. C. E Diehl— Das 91ädel v. �(ontparnnsse mit Fr. Schulz. Emmi Hessel W. 5, 7. 9 Uhr Jugend!, haben Zutritt Germania-Palast Charl., Wilmersdorfer Str. 53/54 Älgeunor d. Xacht mit Jenny Jugro, Hans Brausewetter W. 5. 7, 9 Uhr Kant-Lichtspiele Cbarl.. Kantstr. 54. Das Abenteuer einer schönen Frau mit EH Dago ver, II. Rchmaun— Tonf.-Kabar. W. 5, 7. 9 Uhr Primus-Palast Potsdamer Straße 19. Uraixfführ.I Pat und Patachon in Eumpenkavallere("deutsch Tonfilm) W. 5.15, 7.15, 9.16 Uhr c Friedrichstadt Die Kamera O-T A F E B> PROGRAMM 'ör die Zeit vom 13. Dez bis 15. Dez. ; Franziskaner e! Uni 9, 12. 3. 6. 9 Uhr beginnend; Der träumende Mund mit Elisabeth Bergner Um 10.30, 1.30, 4.30. 7.30 u. 10.30 Uhr beginnend; Frau Echmann� Töchter Neueste Ton-Woche Kolonnadsn-Kino TagÄo Leipziger Sir 58 Ab 9 Uhr vorm. Der Schützenkönig mit Welß- Ferdl. JE Adalbert— Die Frau mit dein Vogel mit Gretl Thei- mer, Berte Ostyn— Gut. Bei- progr.— Fox tön. Wochensch. 1 Meattl« j A rhfttnf Wochen« ob 6 Uhr ariu�noi Sonnlai« ab 5 Uhr PerleberRcr Sir. 29. SV. Vogel, der Airebrechcrkünig mit Kampers Knall und Fall mit Pat u. Patachon— Tonxvochc W Charlottennurg A Schlüter-Theater s.sWu. Schlülerslr. 17. Stß. 3 Uhr: Jugd.-V, Die II Scliillscheii Offiziere Der angenehme Patient Jugendliche haben Zutritt Rheinschloß-Lichtspiele■ weuKann Rhcinstr. 60. Woch.-5, Stß. 3 Uhr Husarenliebe mit Else Elsther. Adalbert, H.\iesc— Reichh. Tonbciprogramin Flora-Tageskino tXuvi Haupt str. 144. 2 Großtonfilme: Hölzerne Kreuze — Banknotenfälscher von New York Kukuk Wilmersdorf 3 Atrium Unter den Linden 14 Bögirin: 3, 5, 7 u. 9 Uhr Zweite Woche verlängert: Kriss (Das flammende Schwert).— Die Wunder von Yaumburg.— Beiprogramm Wochent. 7, 9*4 ü. S«g 6. 7. 9*4 U Kaiserallee. Ecke Berliner Straße Urairffühmingf Dos Geheimnis d. blauen Zimmers mit Th. Eoos, II. A. v. Äcblcftow. E. Elster. O. Sima. B. Byrd. P. Henkels — Gutes Tonheiprogramm W Zchlendorf'Mitte � T /; Beginn tag!. 5, 7, 9 Uhr idHil Stg. 3 Uhr Jugendvorst. Potsdamer Str 56. Schuß im Morgengrauen mit C. E. Diehl, Ery Bos, Th. Eoos — Tonbeiprogramm ■»t«g.it«» Titania-Palast �Ä.M.su. Steclitz. Schloßslr 5. EckeGutsmuthsslr Uraufführung: Grün ist die Heide mit Cam. Soira, P. Voß, Theod. Eoos, Fr. Kampers, K. Blume. — Tonfllmbpr.— Jugendl. Zutritt Kronen-Lichtspiele Rhcinstr. 65 Täglich ä, 7. 9 Uhr. Sonnt ab 3 Uhr, Der Schützenkönig mit Jlnx Adalbert. Welß-Ferol.. Reichhaltige, Beiprogramm Titania Schöneberg s 5 7 0 Sonnt, ab 4 U. Woch. ab 6�2 Koilbusser Damm 93 Harschall Vorwärts mit Paul Wegener— Tonbeipr. Jgdl. Zntr. /T Yt*t> /o/n i* Woch. ab 6�2 LXCeiSlOT Sonnt, ab 4 U Kaiser-Friednch-Straße 191 Sonntags 2 Uhr: Jugend-Vorstellung Eongorilla, der gewallige Urwald Tonfilm— Grobes Tonbeiprogr. I 3.s 7,9 HaupUrtr. 49. Ufa-Ton woche Franz Lchärs: Friederike mit JE Christians, II. H. Bollmann— Ton Beiprogramm Mercedes-Palast W. 6, 8% U. Hermannstr. 212. Sbd., Stg. 2,.2 Uhx: Jugend- Vorsteü. Bring sie lebend heim! Traum von Schönb.'unn mit Thimig— Jugendliche hab. Zutritt! T**«•**«/* Wochent. 5. letzte 9U U. 1 urma Sonntags ab 3 Uhr Hauplslr. 144. Friederike mit Christians.! II. II. Bollmann— Tonbeipr., Jugendliche haben Zutritt W Marlcndorf H M- le Jlarieodorfer W 7. 9, tria-Ll Tonllehtspicle S. 5. 7, 9 Chausseestr. 305. lirüfln Marlza mit Oor. Wieck. Szakall, X. Pointner— Ton- fceiprogramm— Jugendl. Zutritt! Südwesten Film-Palast Kammersäle Teltower Str 1 W ab 5.30. S. ab 3.30 2 Großtonfilme: Wie sag" ich s meinem Plannt— Rieh. Tauber singt Schubertlieder Primus-Palast w. s. 8.30 v. Am Hermannplalr. Ürbanstr 72/76 Sbd., Stg. 21.3 Uhr: Jugcnd-Vorstdl. Bring slo lebend heim! Raubtier-Sensation— Traum v. Schönbrunn mit 31. Eggcrth, Thimig Jugendliche haben Zutritt \V. öl;. 7. 9 S. 3 Vi. letzte 9 Palladium Baerwaldstr. 17 2 Großlonfilme: Der Orlow mit E Haid. Iw, Petrovich— Galavorstellung der Fratellini mit Adalbert Stern, Hermannstraße 49 Wochent. ab 6 Uhr. Sonnt, ab 4 Uhr Da. Teatamenl de» forneliu» i-ulden mit 31. Schneider.— Sein kleiner Kamerad Deatsch-Amerik. Theater Köpenicker Str. 68. W. 4.15, 5.50, 7.20, 9 Uhr. Strich dnreh die Uechnung mit Heinz Itühmunn— Trenek mit Stüve— Jugendliche haben Zutritt! O'. /." Film und Bühne IXlVOll Wo. öii, letzte 9 Uhr Bergmannslr. 5/7. Stg. ilj, letzte 9 2 Tonf.: Strich durch die Bcch- nuns mit Heinz Rühmann— Conijorilla— Jugendliche Zutritt! c tV. ab 6Vä U. Stg. ab 3 U. Filmeck Am Görlitzer Bahnhof Hansi\iese, Zlax Adalbert, Else ElMher in dem Tonfilm-LustspieL: Husarenliebe Der größte Autorennfahrer-Sentsations- film in deutscher Sprache; Der Schrei der blasse Tempelhof Knrfnr** w 7- 9- sw Sl8 b. 7.9 HUT TUTSI Hg 3 Uhr. Jgd.-Voret Üorfstraße J2 Ecke Berliner Straße Schloß im 5Iond mit Maurice Chevalier. Jean. Tlacdonald— Tonbeiprogramm Titm H Täglich: 5. 7. 9 Uhr IlVOll Sonnt.: 3. 5. 7, 9 Uhr Berliner Straße 97. 2 Tonfilme: Zigeuner der\acht mit Jenny Jugo— Krt«», das flammende Schwert Luisen- Theater v. Reichcnberaer Sir 34 Franziska f. aal. Hanl Hürbiger in dem lustigen GroBtoniüm; Paprika Der spannende Tonldm in deutscher Sprach»- Der Chnrap (Der Wellmeister) mit Wallace Beery, Jackie Cooper Stella-Palast ''Köpenicker Stralie 12/14 Wochent. 6.30 Uhr. Sonnt, ab 3 Chr Der Welt größter Raubtier-Sensstkms- ßhu: Bring sie lebend beim! Hartha Eggertb. H. Thimig in dem Großlonfiim; Traum von Schönbrunn Jugendliche haben Zutritt j Treptow j Treptow-Sternwarte Mittwoch 8 Uhr. Donnerstag 8 Uhr; Jenselt« des ülississippi. Film von Oberingcmeur Drcyer ■ 0't«"■ Germania-Palast\ �| u: Frankfurter Allee 314 Wegen Riesenerfolgs verlängert: Annemarie, die Braut der Kompagnie mit Eucie Engii.ch Lüde Enolisch täglich 9 Uhr persönlich aiuvcsendl Der Weltmeister(Der Champ) mit Waiiace Beerj- Kroües Germania-Orchester Luna-Palast XXatts.\bYv. Gr. Frankfurter Str. 121 Traum von Schönbrunu mit H. Thimig— Bring sie lebend heim!— Tontvoche Schwarzer Adler Anee1» W 6. 7. 9 Uhr. S 3. 5. 7. 9 Uhr Eongorilla— Unsere lOOOOO (Uns. Reichswehr)— Bühnonsch. Jugendliche haben Zutritt Viktoria- Theater tu Frankfurter Allee 48 Theodor Körner mit Domgrat- Faßbaendcr. Dor. Wieck. Arna — Tonbeipogr.— Jugendl, Zutritt! Kino Busch MF?enÄeÄ All- Friedrichsfelde 3. Eine von uns(GUgi) mit Brig. Helm, ti. DicOI— Die Xacht ohne Pause m. Arno. Adalbert. Horn Nordosten ,,El StUm Prenzlauer Allee 56. Beginn: Wo 5.15. Sonnt 3 Uhr Bring sie lebend heim! Haufc- ticr-Sensation— Zigeuner der Xacht mit Jenny Jugo Flora-Lichtspiele W. �6. ca. 7. H9 Uhr. Stß. ab 3 Uhr Bring sie lebend heim!— Das Geheimnis um Joh. Orth Volks-Kino Königstadt Schönhauser Allee 10. TigL 5. 7. 9 Uhr Wie seg' ich s meinem Mann mit Benate Müller— Slim und Slum: Xa wunderbar �J4eu�lletitenberg_J Kosmos-Lichtspiele Lückstr. 70 Stg 2Ä Uhr: Jug. Vorst. Ich bin ja»o verliebt mit Felix Bressart— moderne Mitgift mit Hartha Eggerth— Tonwochr ■ Pankow a Palast- Theater\ l. H uw- Breite Str. 21a. Strich durch die Rechnung mit H. Rühmann, Tony v. Eick— Schloß im-fload mit Maurice Chevalier, Jeann. Jlacdonald Tivoli WochenlaÄS 6.30, 9 Uhr Sbd.. Sonnt, ab 4.30 Uhr Berliner Straße 27. 2 Tonfilme: Friederike mi: Mady Christians, Otto Wallburg.— Vollblut,— Jugendl. haben Zutritt ■ Tege' a Fi Im pa last Tegel f Bahnhofslr. 2. Stß. 2 Ü-: Jgd.-VorsU Annemarie, die Braut dor Kompagnie mit E, Englisch.— Gentlemen für einen Tag.— Union-Theater et 1% Hauptstraße 0. Hygiene der Ehe(mit ärztlichem Vortraß— Xerven mit A Abc! Kosmos büiTu W. ab 6 Uhr Bühne S. 4U. 6�. 8% Hauptstr. 6 Unheimliche Geschiehton mit Wegener— Bühne; Der rechnende Wunderhund— Lustig. Tcnbelprogramm � Hannlgsdorf" p Fl Im n/i In Stelle die Ferse auf und ziehe mit den Zehen kräftig zum Schienbein hin, dann wechseln: Ferse hochziehen, mit den Zehen(Fußspitze) energisch zum Boden st r e b e n.> ll> Bewege die Fußspitze stark nach links und rechts: beschreibe alsdann kleine Kreise nach innen und außen. Wenn Uebung os und b) im Liegen mit senk- recht ausgerichteten Beinen ausgeführt werden, so erstreckt sich die Wirkung auch auf die Bein- Muskulatur. Beachte bei allen Uebungen: Füße wechseln, Dauer allmählich steigern, gewissenhast üben, aber nicht übertreiben! Regelmäßige An- wendung von nur einer dieser Uebungen ist schon von Nutzeu.(Ent- spanne die Füße nach dem Ueben durch lockeres Schütteln.) Greifübungen mit den Zehen, Klopfen des Fußes und besonders des Zehansatzes mll der Faust(aus lockeren Armgelenken), Reiben der Füße zwischen den Händen bewirken Abhärtung, eine gesunde Durchblutung und Belebung der Fußnervcn. Bei Fußwaschungen wende man ab und zu Wechselbäder(bis über die Knöchel gehend) an: 3 Minuten heiß— Vn Minute kalt, kalt ab- schließen. Zusatz von Kochsalz(etwa Vi Tassenkopf auf 5 Liter) oder etwas Soda belebt und kräftigt und entzieht dem Fuß die Säuren, die die lästige Hornhautbildung verursachen. W- schließend vergiß nicht, die Füße einzuölen. »er QUALITÄK-STRII M PF der ' SALAMANDER ag Der Strnjmpf. der mir in echter Wahl oerkaufe mitd! Also fehlerfrei, eine Masche wie die andere, besonders haltbar, elastisch und dabei sehr billig! Sportliches Allerlei Interessantes von überall Werbeausbeule der Dela. Von den 130 000 Besuchern, die die Deutsche Luftsporwuestellunq in Berlin besuchten, sind«tu» 1200 für die aktive Förderung des deutschen Lustsports gewonnen worden Der Großteil oieser neuen Lustspori- beflissenen, nämlich etwa 500, hat sich für den Modell- und Segelflug angemeldet. Weitere 300 nur für den Segelflug, während es 126 zunächst nur mit dem Modellflugsport versuchen wollen. Verhältnismäßig groß ist die Zahl derjenigen. welche Motorfliegen erlernen wollen, nämlich 37, wobei es sich allerdings zum größten Teil noch um ganz Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren handelt. Das Hauptkontingent der neuen Jünger des Luftsports bildet die männliche Jugend mit etwa 1100 von ven 1200 Anmeldungen. Bei den Ringkämpfen im Zirkus Busch konnte gestern Wolke den überaus starken Grikis kurz nach der dritten Pause durch«inen plötzlichen Armzug auf die Schultern zwingen. Luppa und Weinura erreichten nur ein Unentschieden, mit dem gleichen Ergebnis trennten sich die beiden Mittelgewicht Krummin und Grüneisen. Mosig siegte über Kautski bereits noch der 8. Minute. Für den nächsten Boxkampstag des Spichern- riages, Freitag, 16. Dezember, 20.15 Uhr, steht jetzt das Programm fest. Es kämpfen drei deutsch- belgische Paare und zwar Hartkopp— Screoe, Schiller— Roothooft und Harry Stein— van Paemel. In der Einleitung kämpfen Wieser und Kracht. Die Kanadier in Verlin. Die kanadische Eis- Hockeymannschaft der„Edmonton Superiors". die alle ichre bisherigen Spiele in Europa mehr oder minder überlegen gewoimen Hot, trägt am 19. und 20. Dezember zwei Wettspiele im Berliner Sportpalast gegen den Berliner Schlittschuhklub aus. Berliner Arbeiterringer siegen in Baumburg. Die Berliner Auswahlmannschaft, die auf ihrer Tournee durch die Rheinpsalz über alle Erwar- tungen gut abgeschnitten hat, startete noch in Naumburg und konnte auch hier den Kampf mit 21: 7 Punkten gewinnen. Jiu-Zilsu-Kursus. Der Arbeitersportklub Einigkeit beginnt am 15. Dezember einen Jiu-Jitsu- Kursus. Meldungen bei A. Diege, Madaistr. 2. oder in der Turnhalle Markusstr. 49. Die Kursus- gebühren sind so niedrig, daß sich auch Erwerbs- lose daran beteiligen können. Weihuachtsskifahrlen der Batursreunde. Da die Meldefrist bald abgelaufen ist, verweisen wir die Wintersporttustigen nochmals auf die drei Weihnachtsfahrten der Naturfreunde. Eine Weihnachtswanderung führt 214 Tage in den Harz. Kosten: 23 Mark(Fahrkosten, lieber- »achten in Betten, Frühstück, Mittagessen). Ab- fahrt: 24. Dezember. 8-Tage-Skifahrt ins Riesen- gebirge, 24. Dezember bis 1. Januar. Kosten: 45 Mark. 15-Tage-Skifahrt ins Riesengebirge. 24. Dezember bis 8. Januar. Kosten: 66 Mark sFahrtkosten, Uebernachten in Betten, Skikursus, im Standquartier erstes und zweites Frühstück, warme Mahlzeit). Es empfiehlt sich schnelle An- Meldung in der Geschäftsstelle. Johannisstr. 14/15. Wie der ASC. trainiert! Anläßlich eines Werbe- ichau-Trainings, das der Athletik-Sport-Club, Mitglied des ATSB., Sonnabend, 17. Dezember, in der Neuköllner Turnhalle, Weisestraße 20, durchführt, kann man Einblick in den ganzen Hallenbetrieb des Vereins bekommen. Das Pro- gramm enthält u. a. Zweckgymnastik, moderne Laufschule der Frauen und Männer sowie«in Bückeballspiel. Beginn 20 Uhr. Ab 18 Uhr führen die Kinderabteilungen einen Werbeabend durch. Dortmunder Sechstageverpflichtungen. Schon frühzeitig sorgt die Leitung der Dortmunder Westfalenhalle für eine erstklassige Besetzung ihres von: 6. bis 12. Januar stattfindenden Sechstage- rennens. An ausländischen Fahrern sind bereits die Berliner Sieger Broccardo-Guimbretiere, ihre Landsleute Dayen-Louet sowie die vier Holländer Pijnenburg, Vromen, Bokkum und Kisters, von denen letztere eine Mannschaft bilden, verpflichtet worden. Bon den deutschen Sechstagesahrern haben bisher Oskar Tietz-Kroll, Goebel. Schenk so- wie die Dortmunder Ex-?lmateure Senge-Eie- izinsti Verträge erhalten. Achtung, wintersportler! heute Dienstag, 20 Uhr. Training aller Arbeiler-Eishockeyspieler, Sportplatz Zriedrichshain. Eine neue Photogruppe Als neueste Gruppe der Berliner Arbettsgenrein- schuft des Arbeiter-Lichtbildbundes sind noch der Gründung der Arbelterphotogilde in Reinickendorf- West die Freien Lichtbildner Hohen- schönhausen entstanden. An die Oeffentlich- keit trat diese Gruppe alsbald mtt einer umfang- reichen, technisch und photographisch von einem guten Durchschnitt zeugenden Photoschau, die auch sehr viel Besucher hatte und guten Anklang fand. Zahlreiche Photofreunde traten sofort den Freien Lichtbildnern bei, die nächste Werbeoeranstaltung findet statt am Freitag, 16. Dezember, 20 Uhr, im RestauraM von Kloß, Berliner Str. 70. Dort findet ein Lichtbildervortrag statt über das Thema„Nur wer ernsthaft photographiert, hat mehr vom Leben." Der Eintritt ist natürlich kostenlos. Wir hoffen, daß auch diese Gruppe jene erfreuliche Weiterentwicklung nehmen wird. die bisher bei allen anderen Gruppen zu beobachten war. Ein Hauptgrund dafür wird die fleißig«. unermüdliche Arbeit der dem Arbetter-Lichtbild- bund angeschlossenen Photogruppen sein. A rbeite r-Boxve rkehr Beim Länderturnier in Oslo, veran- slallet vom norwegischen Arbeitersportbund, starteten vom deutschen Arbeiter-Achletenbund B o i t- Fürth und Fischer. Sie kämpften mit wechselndem Erfolg. Fischer verlor gegen Jensen, schlug am nächsten Tag den Finnen Tumola und verlor gegen den Norweger Stockte. Im Welter- gewicht schlug Voit den Norweger Römstedt und verlor gegen Larsen. Aus der Rückreise kämpften die Demschen in Kopenhagen, wo sie gegen alle ihre Gegner Sieger blieben. Der Derein Sparta-Hannover hatte sich Lettlands beste Arbeiterboxkämpfer für Anfang Dezember ver- pflichtet und damit einen sehr guten Griff getan. Im Wellergewicht schlug der Lette Tjasto den Magde- burger Bartz, während Tjastos Landsmann Adamson gegen den Hannoveraner David unterlag. Den Endkampf zwischen Tjasto und David ge- wann der Lette. Im Schwergewicht wurde Lett- lands Meister Äleesberg Sieger über den Hannoveraner Schlecht, wurde aber im Endkampf von dem Hannoveraner Bodfchina besiegt. Faustkall-Rundsnspisle Bei drei Grad unter Null und vollzähliger Be- teiligung(nur FTGB. Hohenschönhausen trat nicht an, obwohl die Spiele bei ihnen vor der Tür ab gehalten wurden!) boten die Faustbast-Runden- spiele der Alteresportler ein frohes, bewegtes Bild. Im Trainingsanzug, und einige Unentwegte auch ohne, ging das Treffen vor sich.'Anklang hat es gefunden, das bewies das Fragen nach dem nächsten Tressen, das Mitte Januar in Schöneberg vor sich gehen wird. Resultate! Zrauen: Tegel gegen L. Wedding 8ö:kö.— Lichtenberg gegen Nordring 87:77.— V. Weddmg gegen Lichtenberg 106:38.— Tegel gegen Rordring lottsl.— Männer: Schwimmunion gegen Osten l 67:.)9.— Lichten- derg l gegen Nordring l 55:49.— Proles I gegen Osten II 64:89.— Osten l yegen Lichtenberg I 69:48.— Schwimmunion gegen Nordring i 76:55.— Proles Ii gegen Osten Ii 68:38.— Proles i und II gegen FTGB. Hohenschönhausen gewonnen. Schwarzes Brett SoutistciuKWtnt„Di« Ratursreuud« Dienstag, 13. De- jcinSct. Mitte: Johannisstr. 15. leitetet Jahres uhluß.— tSeddina: Willdenowstr. 3. s-ichitstlich-s.— Humboldt boin: Willdenowstr. 3.(vruvpentragen.— Gesundbrunnen: Pank- Gllc Äiesenstraße. Ron der Höhle zum(Steinhaus. — Norden: Sonnenburger Str. 20. Schallplatten.— Iricd richshain: Franlsurter tlllee 307. Zahrtberichte.— Osten: (5bertlistr. 12. Winterwandern(mit Lichtbildern).- Zriedenau: Ossendacher Str. 3a. Das Schachspiel.— Ober- (chöneweide: Lauiener Str. 2.— Mittwoch. 14. Dezember. Osten. Jugendgruppe: Frankfurter Allee 307.— Donnerstag, 13. Dezember. Photoarbcitsgemeinschast Nowaa: Io- hannisstr. 13.— Naturkundliche Abteilung: Johann:- ktratz« 13. Welteislehre. 2. Teil.— Rosenthaler Vorstadt: Weinmeisterstr. i»— 17. Imperialismus.— Tl-rgarte»: Lehrter Str. 18—19. Alte und neue Mufik.— Humboldt- Hain: Pank. Gckc«iesenstraste. Singekreis.— Prenzlancr Berg: Danziger Str. 82. Lichtbildervortrag: Eine Fahrt durch die ostlichen Dolomiten.— Südweil: Aorckstr. ll. Dr. Schillt« spricht.- Lichtenrade! Bei Leng. Kaiser.WiI- I,elm.Str. 73. Geschäftliches und Vorbereitungen zum Zu' klapp.— Neukölln: Bergstr. 29. Astrologie.— Lichtenberg: Gunterstr. 44.— Binetavlast-Schönhauscr Vorstadt: Rate Schule, Putbusser Str. 22. Proletarische Kunst. Die Sammellisten snr die»ärpertulturschule Adols tzpdi. welche im Einvernehmen mit Varthelmann und Oclschlagcr allen Arbeitersporrorganisationen zugegangen sind, müssen bis Sonnabend, 17. Dezember, im Schuibüro. Frledridi- straßc 218, abgerechnet sein.— Nacktheit und Sozialismus ist das Thema eines Vortragsabend, der Sonnabend. 17. Dezemder, 20'.Ihr, Holzmarktstr. 3«, staltsind-!. Eintritt für Organisterte unentgeltlich.— Reue Gnmnastii gruppea im Stadtbad Ritte, Sarteustrahc 3. Für Ge- nassinncn und Genossen, die nicht auf dem Boden der Freikörperkultur stehen und dock von sozialistischen Lehr kräften Ovimnastikunterricht erhalten wollen, ist im Stadt. dad Mitte eine erweiterte Eomnastikadteiluno geschossen worden. Unterricht täglich von 18 bis 21>..) Uhr. Beitrag im Monat 2 M. Auskunst im Echulbliro, Fricdrichstr. 218. Der Untcrrichtsdetrieb der Frcikörperkulturgruvpen in her Stammschule. Fricdrichstr. 218, und die Badcabendc Freitags, von 20—22 Uhr. im Stadtbad Mitte werden unoer. ändert fortgeführt. Freie Schwimmer Eharlottenburg 04. Dienstag, 13. De- zcmber. 20 Uhr. Versammlung im neuen Vcreinsloial Stresow, Bilmersdorser Str. 2l, Ecke stanalstrahc. Tenni»-Zi»t, Prenzlauer Berg. Wege» der Veranstaltung im Osram-Haus fällt der Hallenabend in der itoppen straste heute, Dienstag. QU«; dafür Beteiligung am ballenabcild von Not-Weiß, Turnhalle Ilsenftrassc 17. stehe letztes Mitteilungsblatt. Donnerstag, 13. Dezcmbn. Badcabcnd tm Stadtbab Oderbergcr Strahc. 19 Uhr. FTGB. Di« Dezembersitzung fällt aus.— Be-irk Ritte. Heute, Dienstag, nach dem Turnen BorstandssttzunA bei Arndt.— Bezirk Buch. Heute. Dienstag, 1014 Uhr, sport- aissttzung hei Gövfert. 17. Dezember Bezirksvorstands sttzuna„In der Tanne", 19:� Uhr— Freilörncrlultur. bezirk. Gruppen Oft und Südost. Miiiwock. 14. Dezember. 19U Uhr, Jugendheim Franksurier Allee 307, Vortrag: Die »nlstcbung der Erde. Gäste willkommen— Srnppc Moabit. Freitag. 18. Dezember. Ouitzowstr. 115, Licht- -'ildcrvartrag: Karikaturen. 17. Dezember Weihnachtsfeier. Sonntag, 18. Dezember, Fahrt. Treffpunkt 14 Uhr Bahn- Hof Grunewald. Ardeiter-Schüizendund, Gau Berlin-Brandenburg. Heute. Dienstag. 20 Uhr, Gauvorstandssttzung an bekannter Stelle, Freie Schwimmer Edarlottenburg.»a»uadteil>»>a. Mo »atsversammluna Mittwoch, 14. Dezember, 20 Uhr, bei Germar, staiser.Friedrich. Str. 13. Die Rettungsmedaille für einer Berliner Bolks- fchüler. Der 14jährige Schüler Heinz K a p f e r. Zossener Straße 16, Schüler der 1. Klasse der 133. Volksschule(Bergmannstrahe 28/29), erhielt die„Erinnerungsmedaille für Rettung au? Lebensgefahr". Der Schulrat oersammelte die ge- samte Schule zu einer kleinen Feier in der Aula, wies in einer Ansprache auf das Edle der Tat hin, fein Leben für andere einzusetzen, und überreichte dem Schüler alsdann im Namen des preußischen Staatsministeriums die hohe Auszeich nung. Heinz Kapfer hatte während se.in«s Sommerferienausenthalts an der Ostsee ein sechsjähriges Kind, das beim Baden in einen Strudel geraten war, unter Einsatz seines Lebens vor dem Tode des Ertrinkens gerettet. Die Angler bauen !, Es war kein leichtes Untersangen, als es der A r b e i t e r- A n g l e r b u n d vor einem halben Jahr unternahm, eine Anglerdau ersied- lung in Heiligensec anzulegen. Es ist wirklich nicht das Verdienst der Schwarzseher, wenn diese Siedlung Fortschritte macht und sich die Rechnung als richtig erwies, die der Bundes- vorstand auf Grund seiner bisherigen Ersah- rungen aufsttllte. In den nächsten Tagen findet die Uebereignung der Parzelle» an die Siedler statt, die ihr« Par- zelle voll bezahlt haben. Frei sind nur noch acht Parzellen. Der Quadratmeter tostet 3 M. einschließlich Grunderwerbssteuer, Notar- und Gerichtskojlen, Umzäunung und anderer Kosten. Auch der Bau der Häuser ist so gut wie gesichert: es dürfte einschließlich Gemeindeabgabcn die monatliche Belastung des einzelnen nicht über 37 M. hinausgehen. Geplant find Doppelhäuser, soweit sich die einzelnen Parzellenbesitzer dafür erklärt haben. Halb unterkellert, im Erdgeschoß Wohnzimmer, Küche, Bad, Toilette, Waschvor- richtung, im Obergeschoß ein großes Schlaf- zimmer und zwei kl eincre Zimmer, eines davon mit Durchgang zur Terrasse, die einen Blick zur .Havel gestattet. Badestelle und Kahnanlage liegen versteckt hinter einem Schilfgürtel. Der Bauauftrag ist der Deutschen Bauhütte gegeben. Zu wünschen wäre nur noch, daß die Schwierigkeiten, die in allen solchen Fragen von gewissen Behörden gemacht werden, bald behoben werden. Es dient nicht der Ankurbelung der Wirtschaft, wenn städtische Behörden nur ledig- lich der Sicherheitsfrage wegen durch vorzeitige Belastungen die Aufnahme von Hypotheken ge- fohrden. Hier wäre doch wirtlich im Interesse der Belebung des Baumarktes Rücksichtnahme geboten. Theater, Lichtspiele usw. vysO/sO/ Staats Theater Dicnsiaj, den 13. Dezember Staatsoper unter den Linden 20 Uhr Slzillanlsdie Vesper staatliches Schauspielhaus 20 Uhr Nora Stattiner Sänger Reichshallen-Theater Dönhattpiet: Dlretztlo» Meyiel 8.13 Sonntag:U0 � zu ennäß. Preisen. leimiie iMimiiaii k. iLu und du neue Welhn»tht»programm. ÖUhris Garten � Drei Codonas 1 6von d. Staatsoper � ) Xaltto'a» 3 Baldor*| Angolf's usw. J Sonnabend and SonnUd [ auch ♦ Uhr zu kl. Preisen Flora 3434. Rauchen erl. Das führend� Varit+cj VOLKSBUHNE Theater am Bdlowpiatx Morden»450. Täglich 844 Uhr Das neue Paradies von Inline Kay Regt«: Helaz Hilpert iVUurus. WohlbrQck, Dahlke, Hornty »viüto CASinO-IHEfllER»u«*' Lothringer Strebe»7 iiuilDminimiiitiiiiliiniiittliHiiiiiniiiiiiminnimiiiiHimiiimi Sonntag' euch neehmUteg» 4 Uhr Hehlnger-Pose« Alles um Lotti mit Gesans und Tanx POr die Les»r Gutschein 1—4 Personen. Parkett nur OOO, Fauteu!) nur 0.73, Sestei 1.25 M. Auch sonntags abends. Nur noch 6 Tage! Sonntag nachm. 3 Uhr billige Preise Herne 4 Uhr i Rosinchens vunderbare Reise Ein Weihnachtssplel für Kinder Preis« von 60 Pf ab ÄÄ Kabarett liir Alle ■ 4 Uhr Täglich 2 x 9 Uhr■ | Du snsattoMlliKabann-PngTuia] Abendpreise 1— 3 Mk. , nachm. Gedeck I.TS 1 lecken Deonedena 11% Uhf: N» StädteOpcr Chsriottcnburc Fraunhofer 0231 Turnus I 20 Uhr Die uerhaufte Braut Nettesheim, Cavara, Baumann, Sieitr, Frind, Heyer. MUller, Maucher, Gonszar, Pechner Dirigent: LandeKer Rose- Theater 6nb FlUkMr Stnli 131 Tel. Weidi»! E7 3423 «US Uhr Böhmische Musikanten Blimtrckatr.(Knie) Steinpl.(CD 6713 Zeitungsnotizen Heule nachm. 4>b Uhr Easlsplil dir Daitidien »Mdiliillt Die Hochzeit des Figaro RaamihilhiriiKlktia rog W. 1. Mgnrt Kleine Pieise T h b a /■ e r Lustspielhaus Attentat In San Francisco Kurlürslenfl-Tc. KurtUrstendiom 209 Tel Bism.I40u Tägl. H'li Uhr lilSddidie Reite nn tirM mit Sdiwabath HUMk: KOnnckc Kegie Pnkeit Hans Schindler mit ielnen llii-Symphonlktre VomHuul unugtirbidiin B. B. B. BenOom Bunte Bühne Kottbosser StraSc 6 OberMum>900 „von A-Z" Tätlich S' s Uhr Sonnt, rachm. fi/j Dl« sparsam« Hausfrau bavorzugt RECO Emaille-Geschirr Die bekannte gute Marke Zu haben In allen einschläg. Geschäften Schöne Kränze liefen preiswert Blumen- Meier Prenzlauer Alice 222 Tel. Humboldt 065? VMHHtH �WnONWSRATEH S&a Kinderland 1933 Das beste und billigste Weihnachtsbuch für unsere Kinder ist neu erschienen. Der Preis ist in diesem j ahr herab« gesetzt von 1.50 RM auf 1.00 RM Es isc bei allen Zeitungsboten, Votwärts-Abgabe» stellen und Parteibuch. handlungen oder direkt bei der Vorwärts Buch« druckerei, Berlin SW68, Lindenstrabe?, zu haben