Nr. 215. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die neue Kolaken- Republik. Sonntag, den 13. September 1896. Völker, Provinzen und Staaten verschlungen hat. Die neue Rosatenrepublit an der Seine läßt sich durch das Schicksal der alten Rosakenrepublik nicht abschrecken-sie läßt sich von„ Väterchen" nicht erobern, sie wirft sich ihm an den Hals. ans Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Uebersicht. Rosat" und" Republikaner", das galt lange als diame: Berlin, 12. September. traler Gegensatz. Der bürgerliche Liberalismus, der sich in Eine Epidemie der Nihilistenschnüffelei ist durch und nach der französischen Revolution herausbildete, sah in den Barenbesuch in Breslau gezeitigt worden. Mit dem Rosakenthum das Rückgrat jener heiligen Allianz, welche Sähe Napoleon diese Erfüllung seines Prophetenworts, folgender Albernheit über„ Nihilistische Versuche in Breslau" von den Despoten des europäischen Festlandes nach dem Sturze er würde seinen Augen nicht tranen, und stünde rathlos vor wollen bürgerliche Blätter ihren Lesern das Grufeln beiNapoleon's, unter der Aegide des liederlichen Mucker- Bars dem Räthsel. Es sind in die Geschichte neue Kräfte ein- bringen: Alexander I. gegründet worden war, um die heiligsten Güter" getreten, von denen er nichts geahnt hat. Das Bürger- Daß für den Sicherheitsdienst während der Kaifertage in dieser Gesellschaft ist all ihr Plunder heilig des thum, deffen revolutionäre Energie im Kampfe gegen das Breslau sowohl von preußischer wie von russischer Seite die aus Polizei und Pfaffen- Absolutismus: Galgen, Knute und Knebel feudal- patriarchalische Gesellschaftssystem er zur furzlebigen giebigsten Maßnahmen getroffen waren, ist selbstverständlich und zu schüßen und den Völkern die heiligsten Güter: die Frei- Verwirklichung seines Weltreich Traumes seines Weltreich Traumes ausgenugt erklärlich. In der N. Fr. Pr." ist u. a. gemeldet worden, daß heit und das Selbstbestimmungsrecht zu rauben. hatte, ist im Laufe der Entwickelung dem Libe- von russischer Seite die völlige Räumung des Privathauses, das an das Landeshaus, wo der Zar wohnte, grenzt, gewünscht Den Kampf des, damals nur von einem Staat: dem ralismus und Republikanismus abwendig geworden, worden war; man wollte sogar das Haus kaufen. Indeß er Infelreich England, vertretenen Liberalismus gegen jene weil ihm, an stelle des altersschwachen verrotteten flärte die Regierung in Breslau, daß keinerlei Sorge zu begen heilige Allianz hatte Napoleon vor Augen, als er, wenige Feudalismus ein junger Gegner erwachsen ist, der dem sei; man kenne sämmtliche Inwohner ganz genau und sei vollau Jahre vor seinem Tod, von dem einsamen Felsen, an den kapitalistisch gewordenen Bürgerthum das Recht, die Welt beruhigt. Daß gleichwohl die Sorge der russischen politischen ihn die Sieger geschmiedet haben, das berühmte, jedem zu beherrschen und auszubeuten, abspricht und troßig das Polizei nicht so unbegründet war, ergiebt sich aus folgender Quartaner und Kannegießer bekannte Wort sprach: Recht der Arbeit fordert: das Proletariat unter dem Mittheilung, die der Boss. 3tg." aus Breslau zugegangen ist In fünfzig Jahren wird Europa republikan isch oder Banner des Sozialismus. Angesichts dieses Feindes, der und die aus dem Munde der Dame selbst herrührt, von der im tofatisch sein." jedes Hinderniß spielend wegfegt, jede Fessel lächelnd zer- folgenden die Rede ist: Den Liberalismus konnte Napoleon sich nur in der reißt, Neben dem Ständehause, dem Absteigequartier der russischen raftlos vorandringt und die Art an die Majestäten, wohnt eine adlige Dame. Bei dieser erschien ein der Wiedergeburt der Republik denken, die er selber zwanzig Wurzel bürgerlichen Gesellschaft legt fein gekleideter Herr, der bei ihr anfragte, ob in dem Hause eine Jahre vorher meuchlings gemordet hatte. gesichts dieses Feindes, dem gegenüber alle Waffen Wohnung oder auch nur ein Zimmer zu miethen wäre; die GastDie fünfzig Jahre sind schon seit einem Vierteljahrhundert im Arsenal des Liberalismus und demokratischen häuser wären alle besetzt, er tönne nirgends eine Unterkunft um, und wie fteht es um die Weissagung des gefeffelten Republitanismus versagen, mußte das Bürgerthum finden. Die Dame erwiderte ihm, daß sie nichts zu vermiethen Titanen? Hat sie sich erfüllt? Darauf bietet ihr der betreffende Herr, wenn sie richtiger ausgedrückt: die Bourgeoisie zu der Erkenntniß hätte. Nein und ja. Wenn wir dem Worte Napoleon's den gelangen, daß der Liberalismus etwas sehr Ueberflüssiges ihm auch nur ein Zimmer abtreten würde, 50 Mart täglich. Gedanken einlegen, daß der Kampf zwischen Liberalismus fei. Ja etwas Schäbliches, weil sein für die Bourgeoisie Die Dame bleibt dabei, sie hätte nichts zu vermiethen. Der und Despotismus zur Vernichtung des einen der beiden werthlos gewordenes Waffenarsenal dem Proletariat und Herr läßt sich nicht abweisen und meint, es sollte ihm nicht darauf ankommen, einen höhren Preis zu bezahlen, wenn er fämpfenden Mächte führen müsse, so hat Napoleon un Sozialismus vortreffliche Waffen liefert. nur endlich ein Unterkommen hätte. Gr bietet 100 Mart und zweifelhaft recht gehabt. Der Liberalismus ist vernichtet, So mußte der Bruch der Bourgeoisie mit dem Libera- schließlich, als die Dame auch bei 500 Mart sich weigert, das despotische Prinzip hat gesiegt Europa, bas lismus erfolgen. Die Furcht vor dem Proletariat veräußert er, die Dame tönne ja sagen, was sie haben wollte. festländische Europa, ist kosatisch. Der Har aller Reußen durch- r schlang ihren Haß gegen den Despotismus in Frank- Sie bleibt jedoch fest, daß fie tein Bimmer zu vermiethen zieht als Triumphator die Staaten des Don de reich errichtete sie das Säbelregiment eines Bonaparte, in hätte. Der Herr ist eben zur Thür hinaus, da fällt ihr mit Bivilisation verseuchten Westens" und rings um ihn ist Wett Deutschland jubelte sie dem Blut- und Eisenregiment eines einem Male ein, estönne ein Nihilist sein. Sie friechen um seine Gunst. Bismarck zu und ward ihm zur Stüße. Kurz, die einst schickt schnell jemand zur Polizei und ruft den Herrn wieder liberale und republikanische Bourgeoisie ist tosatisch ge- zurück und theilt ihm mit, daß sie es sich doch überlegt hätte, es wäre ihr vielleicht doch noch möglich, ein Zimmer abzugeben. Sie worden. sucht ihn daher aufzuhalten, der Herr muß jedoch etwas gemerkt haben, denn ehe die Polizei tam, war er verschwunden. Später wurden der Dame von der Polizei die Photographien der Nihilisten vorgelegt, und sie glaubte, in einem der Bildnisse, einem berüchtigten, schon lange gefürchteten denjenigen erkennen zu können, der in ihrer Wohnung gewesen war. Das Haus, das Wand an and an dem Ständehause liegt, wurde eine Stunde vor der Ankunft des Zaren von Polizeibeamten von oben bis unten durchsucht und durch Geheimpolizisten bewacht. Im Augenblick, als der Bar vorfuhr, bemerkte man, daß drei Herren( Geheimpolizisten) unverwandt von der gegenüberliegenden Seite das Haus beobachteten, ob sich irgend etwas Verdächtiges zeige." So geht's, wenn patriotischer Verfolgungswahnsinn Könnte Napoleon heute sein Grab verlassen, das würde er nicht begreifen. Hat auch seine Prophezeiung sich im wesentlichen erfüllt, so doch in einer Form, an die er nicht gedacht, an die er nicht denken gekonnt hat. Er sagte: Republikanisch oder kosakisch. Und die Geschichte sagt: Republikanisch und tosakisch. „ Kosakisch" und„ republikanisch" hörten auf Gegensätze zu sein, und so mußte es tommen, daß das alte, bürgerlich tapitalistische Europa republikanisch und kosakisch geworden ist, und daß das republikanische Kosatenthum womöglich noch tofatischer ist als das monarchisch- kosakische. Neben dem monarchischen Europa, das kosakisch ge Zum Glück ist dafür gesorgt, daß dieser tolle Herenworden ist, haben wir eine europäische Republit, die ebenso fabbath der Reaktion nicht ewig dauern wird. Die soziatofatisch ist, ja das monarchische Europa in fosakischer Ge- listische Gesellschaft bereitet sich vor in den Eingeweiden der finnung und Begeisterung zu überbieten sucht. tapitalistischen, und die Stunde naht unaushaltsam, wo der Bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts hatten wir Geburtshelfer der neuen Welt: das Proletariat start genug eine Rosatenrepublik in Südrußland. Sie wurde aber von dem ist, reinen Tisch zu machen und den tollen Sput zu verrussischen Barenthum verschlungen, das schon so viele scheuchen. 72] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Viertes Kapitel. Das feindliche Lager. in der heiligen Porphyrwanne zubereitet werden soll, in welcher einst der Kaiser Constantin gebadet hat." Entheiligung! Entheiligung!" rief Stephan, dieses genügt, um eine Exkommunikationsbulle zu erwirken. Der Papst foll davon benachrichtigt werden. Ich werde ihm gleich einen Kourier schicken." " Nihilisten, Es ist besser lachen, als zittern," erwiderte Savelli. " Wie, wagst Du es, zu sagen, daß ich zittere?" rief jener. Still, still," sagte der alte Colonna ungeduldig, wir dürfen jetzt unter uns keinen Zwist dulden. Beruhigt Euch, Ihr Hercen." Während Rienzi vielleicht in Uebereinstimmung mit den" Besser möchte es sein, noch zu warten und die Zere Eure größere Ruhe, edler Herr," sagte der sarkastische Gesandten der tostanischen Staaten, deren Vaterlands- und monie mit anzusehen," sagte Savelli", ihr sollt sehen, daß Savelli, verdankt Ihr Eurer größeren Sicherheit. Guer Freiheitsliebe seine Pläne zu würdigen wußte, die alte er sich noch größere Thorheiten zu schulden kommen läßt." Haus wird sich nächstens mit dem des Tribunen verbinden Königin und den ewig blühenden Garten der Welt von„ Hört, edle Herren," bemerkte jetzt der Orsini, Ihr und wenn der Ritter Adrian aus Neapel zurückkehrt, dem fremden Joche zu befreien beabsichtigte, entwarfen die rathet zur Vorsicht und zum Zögern, ich zur Schnelligkeit wird der Sohn des Schenkwirths der Schwager Eures Neffen Patrizier im geheimen fortwährend Pläne für die Wieder- und zur Kühnheit; das Blut meines Verwandten schreit werden." herstellung ihrer eigenen Gewalt. Eines Morgens tamen die Häupter der Savelli, der Orsini und der Frangipani in dem seiner Befestigungen beraubten Palast des Stephan Colonna zusammen. Ihre Unterhaltung war ernst und lebhaft, bald entschieden, bald schwankend, je nachdem der Unwille oder die Furcht vor herrschten. Ihr habt gehört," sagte Luca di Savelli mit seiner weichlichen und unmännlichen Stimme, wie der Tribun verkündet hat, daß er übermorgen in den Orden der Ritterschaft treten und die Nacht zuvor in der Kirche des Lateran dem Gebrauch gemäß seine Waffen bewachen will. Er hat mich mit einer Einladung beehrt." " Ja, ja, der Schurke. Was beabsichtigt er mit diesem neuen Gautelspiel?" sagte der wilde Orsini. Wenn er nicht zu dem Recht gelangen will, einen Bas trizier herauszufordern," sagte der alte Colonna, so kann ich mir es nicht denken. Wird denn Rom niemals dieses verrückten Menschen überdrüssig werden?" Rom ist am verrücktesten von beiden," sagte Luca bi Gavelli, aber mich dünkt, der Tribun hat einen Fehler begangen, der uns in Avignon von Nugen sein kann." " Ja," rief der alte Colonna, das muß unser Ope rationsplan fein; hier wollen wir uns ruhig verhalten, aber in Avignon den Kampf führen." Mit einem Wort also, er hat befohlen, daß sein Bad # 1 um Rache!" Orsini flüsterte bedeutsam: In Venedig würde dieser Emporkömmling ohne Armee seinen Untergang finden. Glaubt Jhr, daß in Rom fein Mann ein Stilet trägt?" " " Ihr hättet Euch diesen Witz ersparen können," sagte Und was sollen wir thun?" erwiderte Savelli, sollen der alte Patrizier mit einiger Aufregung. Der Himmel wir ohne Soldaten gegen zwanzigtausend wüthende Römer weiß, wie sehr dieser Gedanke mich erbittert, doch wünschte ich, Adrian wäre bei uns. Sein Einfluß auf den Trikämpfen? Ich rathe nicht dazu!" bunen ist sehr groß, auch würde sein Rath mir selbst von Nutzen sein, denn meine Leidenschaft überwältigt oft meine Vernunft, und es scheint mir, daß seit seiner Abwesenheit wir uns oft übereilt haben, ohne einen Zweck zu er reichen. Doch sprechen wir nicht weiter davon! Wenn auch mein eigener Sohn die Schwester des Tribunen ges heirathet hätte, so würde ich noch einen Streich für unsere alte Ronstitution wagen, wie es einem Patrizier gebührt, wenn ich nur sicher wäre, daß der Streich nicht mein eigenes Haupt träfe." " Stille", sagte Stephan, der, edlerer und besserer Natur, als die anderen, wenn er auch jeden andern Widerstand gegen den Tribunen für erlaubt hielt, doch sein Gewissen mit einem Mord nicht belasten wollte, das darf nicht sein, Euer Eifer führt Euch zu weit!" ,, Wessen könnten wir auch uns zu diesem Zweck bedienen? Es ist fast kein Deutscher mehr in der Stadt, und wollte man diesen Vorschlag einem Römer zuflüstern, so würde man sich der Gefahr aussehen, die Stelle des armen Martino einzunehmen; der Himmel nahm ihn auf, denn er ist jetzt dem Himmel näher, als er es jemals in seinem Leben war," sagte Savelli. Savelli, der mit dem Rinaldo Frangipani bei Seite geflüstert hatte, sagte jetzt: Edler Herr! hört mich an. Ihr seid durch die bevorstehende Vermählung Eures Neffen, durch Guer ehrwürdiges Alter und durch Euer vertrauliches Verhältniß zu dem Papst Erlaubt Euch nicht solche übermüthige Späße," rief zu größerer Vorsicht verpflichtet, als wir. Ueberlaßt uns der Orsini, scherzt nicht über einen solchen Gegenstand. Die Einleitung der Unternehmung und seid überzeugt, daß Beim heiligen Franziskus! ich wünschte, wenn Du solchen wir nicht unüberlegt handeln werden." Spaß liebst, daß er auf Dein eigenes Haupt falle, und Ein kleiner Knabe Stephanello, der später das Haupt mich dünkt, ich sah Dich an der Tafel des Tribunen der Colonna wurde, und dem der Leser vor dem Schluß über seine einfältigen Scherze so lachen, daß kaum ein unserer Geschichte wieder begegnen wird, spielte zu den ( Fortsetzung folgt.) Strick nöthig sein wird, um Dich in Bewegung zu bringen." Füßen seines Großvaters. graffirt. Da geräth selbst ein loyaler Unterthan, der sich's Die Handwertertonferenz beendete gestern ihre Jaber ohne den Amtsgerichtsrath A. Dann follte die was tosten laffen will, den Zaren zu bewundern, in den Arbeiten. Von den Beschlüssen heben wir noch die folgenden neue Direktion den Beamten und Offizieren die Gin Verdacht, ihm nach dem Leben zu trachten. Aber die hervor: ladungskarten wieder zusenden. Die Direktion habe adlige Dame" kriegt hoffentlich einen hohen russischen den Vorschlag abgelehnt. Orden. Die Verlobung des italienischen Kronprinzen mit einer Tochter des Fürsten von Montenegro wird von den französischen Chauvinisten als Beweis für die endgiltige Abwendung Italiens von dem Dreibund angesehen und gefeiert. Der Fürst von Montenegro ist bekanntlich das getreueste Werkzeug Rußlands, von dessen Rubeln er mit seinem Hofstaat und seiner Leibgarde lebt. Daß der italienische Thronfolger sich mit der Tochter eines solchen Mannes verbündet, bedeutet jedenfalls den Versuch einer Annäherung an Rußland und folglich auch an den, gegen den Dreibund geschlossenen Zweibund. Denn daß es sich bei dieser Verlobung um einen Herzensbund" gehandelt habe, glaubt natürlich höchstens ein Pensions Backfisch. Nun legen wir zwar fürstlichen Ghen keinen hohen politischen Werth bei, und gerade in Italien hat die Dynastie eine vergleichsweise geringe Bedeutung, allein immerhin ist es eine bemerkenswerthe Thatsache, daß der König von Italien zum Schutze seines etwas schwach fundirten Thrones mehr auf Rußland baut, als auf die bis herigen Verbündeten. wäre. deren Unternehmer fraft des Gesetzes einer Zwangsinnung an § 129 erhielt folgende vereinfachte Fassung:" In Betrieben, gehören, steht die Befugniß zur Anleitung von Lehrlingen nur denjenigen Personen zu, die das 24. Lebensjahr vollendet und die Berechtigung zur Führung des Meistertitels haben.". Absatz 2 dieses Paragraphen, der der höheren Verwaltungsbehörde das Recht zuspricht, auch anderen Personen nach Anhörung der Innung oder des Handwerksausschusses diese Befugniß zu verleihen, wurde angenommen, alle übrigen Ausnahmebestimmungen dagegen gestrichen. Romische Begriffe hat dieser höhere Beamte. Die Börsen garten Leiter sollen über den vorgehaltenen Stock springen, und das nennt er dann einen Ausgleich". Etwas bequemer wird er den bürgerlichen Stüßen der Königsberger Gesellschaft die Nachgiebigkeit schon machen müssen. Uebrigens hat der Börsengarten- Boykott noch eine andere staatsretterische Leistung im Gefolge gehabt. Gegen die Königs berger Hartung'sche Zeitung" wurde das Zeugnißzwangs- Ver fahren eingeleitet, um zu ermitteln, von wem sie den Kommans Nach eingehender Befürwortung des Regierungskommissars danten- Erlaß in Sachen Börsengarten erhalten hätte. Der Re wurde beschlossen, daß die Bestimmung der Dauer der Lehrzeit batteur hat darauf ausgesagt, daß ihm der Erlaß von feiner für das einzelne Gewerbe von der Handwerkerkammer fest- Militärperson zugegangen sei, hat aber jedwede andere Ausgefeht wird. tunft verweigert. dürfen: = Die Konferenz wandte sich sodann zur Erledigung der den Peters Pizarrillo will dem undankbaren Baterlande Kommissionen überwiesenen Abschnitte. Zunächst wurde§ 82 er den Rücken fehren, weil es seine großen Söhne nicht gebührend ehrt. febigt, der das Verzeichniß der Gewerbe enthält, für die Zwangs- Er will London beglücken. Da möchten wir ihm nur den guten Innungen errichtet werden sollen. Der Vorschlag der Kom Rath geben, nicht etwa die Brauerei von Barclay u. Perkins mission, auch die Gewerbe der Fuhrherren, Gastwirthe, Musiker, mit seinem Besuche zu beehren. Die Spuren, die da hineinBeugschmiede, Köche, Photographen und Zahntechnifer auf führen, sollten ihn schrecken. Da ist nämlich ein anderer großer zunehmen, wurde nach nochmaliger eingehender Berathung Mann ähnlichen Kalibers, der österreichische General Haynau, der den Ausführungen der Regierungsvertreter entsprechend sich durch seine Heldenthaten in Italien den Beinamer„ die Hyäne Zur orientalischen Frage. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß von russischer Seite ein großer Schlag gegen die abgelehnt. Diese Gewerbe wurden auf die sogenannten freien von Brescia" verdient hatte, von den Brauergesellen ganz Türkei geplant wird. Nachdem die russische Diplomatie das Innungen verwiesen, in denen ihnen alle Rechte und Besigtitel, jämmerlich zerbläut worden. Die Brauergesellen könnten diesen Kunststück fertig gebracht hat, Rußland die Rolle des Beschützers die sie bis jetzt gehabt haben, belassen werden sollen. Außerdem Traditionen treu geblieben sein und den hyänenartigen Geschöpfen und England die des Angreifers der Türkei zu übertragen, läßt sollen sie an den für die Innungen errichteten Ausschüssen theil- von heute eine gleiche Ehrenbezeugung zumeffen. fie jezt den ganzen Apparat ihrer Presse und Agitatoren mitnehmen. Der weitere Vorschlag der Kommission, im Bedarfsfalle verwandte Gewerbe zu einer Zwangsinnung zusammen-- Die Nationalliberalen des Eisenacher höchstem Hochdruck auf die Diskreditirung der türkischen Regie: zulegen, wurde angenommen. Es sollen zusammengelegt werden Reichstags- Wahlkreises haben zum Parteitage u. a. rung hinarbeiten. wurde ange beantragt, die nationalliberale Partei solle mit aller Entschieden sogar In England, Frankreich, Belgien und sogar in Deutschland werden Volksversammlungen über die armenischen Greuel abge- Berrückenmacher- Handschuhmacher und Bandagisten- Buchage ruhendes Reichs Vereinsgesetz schleunigst zu Bäcker, Konditoren, Pfefferküchler- Barbiere, Friseure, heit darauf hinwirken, daß ein auf liberaler Grundhalten und wird förmlich ein neuer Kreuzzug gegen die Un- drucker, Stein, Zink, Kupfer- und Stahldrucker- Drahtzieher; stande komme und daß den übermäßigen Pensio. gläubigen gepredigt. Namentlich in England ist die Agitation leb- Siebmacher, Nadler und Schleifer haft und die Gladstonianer find daran, eine Maffenbewegung Gelb und Glodengießer Schloffer, Sporer, Büchsenmacher, gegengearbeitet werde. Zinn, Bint, Metall-, nirungen von Militärpersonen in Zukunft entzu organisiren, durch welche die Regierung zum Einschreiten Windemacher und Schwertfeger,-Herren- und Damenschneider, Herr Bennigsen, der Dherpräsident von Hannover, ist der gegen den Sultan gezwungen werden soll. Das wäre Gerber und Lederzurichter, Maler, Austreicher, Lacirer geeignetste Führer einer Partei, die solche Forderungen aufstellt. natürlich das Signal zur Theilung der Türkei eine Aufgabe, und Vergolder, Mechaniker, chirurg. Instrumentenmacher und Doch er wird sich damit trösten, daß die Eisenacher National die freilich bei der außerordentlichen, einft von Molike mit Be Messerschmiede, Stricker und Wirker,- Weber, Tuchmacher liberalen für die Haltung der Partei nicht maßgebend ſind. wunderung anerkannten militärischen Tüchtigkeit der Türken und Raschmacher, Drechsler, Sonnen- und Regenschirmmacher, Die Freifinnige Beitung" meint, entgegen nicht ohne furchtbare Rämpfe und Katastrophen durchzuführen Stuckateure und Bildhauer, Maurer, Zimmerleute und unserer Notiz, der Beschluß des englischen Trades. Bei den innigen Beziehungen Gladstone's und seiner Leute Steinmetze. Das Verzeichniß ist keineswegs ein vollständiges, unions Rongresses, auf fünftigen internationalen ArBei den innigen Beziehungen Gladstone's und feiner Leute es soll vielmehr nur die Grundsätze angeben, nach denen im beiter- Kongressen nur Mandate wirklicher Arbeiterorganisationen zur russischen Diplomatie ist aber nicht zu bezweifeln, daß der Bedarfsfalle noch weitere verwandte Gewerbe in einer Zwangs- anzuerkennen, beziehe sich auf sämmtliche Kongreß- Mandate. Anstoß für das Vorgehen der englischen Liberalen von Peters- Innung zusammengelegt werden dürfen. burg tommt. Das ist nicht richtig, da auf internationalen Rongressen jede Es folgt sodann der Bericht der Kommission über die die Nationalität ihre eigenen Mandate prüft, und nur im Fall von Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Handwerker- Ausschüsse betreffenden Paragraphen. Die Rom Differenzen oder Zweifeln die neu einzusetzende Zentral- Wahl Neben seinen Auflagen wegen Polizei, Gendarmen-, Unters mission schlägt vor, die Bildung von neuen Handwerks- Aus- prüfungskommiffion in Funktion zu treten hat. Im übrigen offizier, Richter und Generalsbeleidigung hat der verantwort- schüssen abzulehnen und dafür die alten Innungs- Ausschüsse be- heißt's: abwarten! liche Redakteur des Hamburger" Echo", Stenzel, nunmehr stehen zu lassen. Der Vorschlag wurde angenommen. Weiter polemisirt die Freifinnige Beitung" mit uns wegen möglicherweise auch noch eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung Die Bestimmungen über die Innungsverbände wurden unserer Bemerkungen über das Majoritätsprinzip. Sie meint: zu erwarten. Die Notiz in Nr. 149 des Echo" über die Be- schneller erledigt, da im wesentlichen die Einrichtungen der bereits Das Proportional- Wahlgefeß bezweckt doch nur, daß auch lobigung des Gendarmen Quensell in Altenwärder durch den bestehenden Berbände beibehalten werden sollen.§ 104 die Minorität eine Vertretung erhält, es verhindert aber deutschen Raiser hat der Staatsanwaltschaft der Republik" erhielt im Abfah 2 folgende Fassung: Die Innungsverbände... nicht, daß die Mehrheit eine absolute Herrschaft aus. Hamburg den Anfporn zur Einleitung eines Strafverfahrens find befugt, den Arbeitsnachweis zu regeln, fowie Fachschulen zu übt, wie sie den sozialdemokratischen Bukunftsbildern ent gegeben. Ob daffelbe sich zu einer Anklage verdichtet, muß ab errichten und zu unterstützen. Die bestehenden Innungsspricht." gewartet werden. Die neuerdings ganz plötzlich wachsende Zahl verbände müssen binnen Jahresfrist ihre Statuten entsprechend Die Freifinnige Zeitung" verwechselt die Richter'schen der Anklagen gegen das„ Echo" zeigt, wie fehr nothwendig" die abändern, widrigenfalls ihre Auflösung herbeigeführt wird. Bukunftsbilder mit sozialdemokratischen oder vielmehr, da es vor kurzem erfolgte Vermehrung der Bahl der Staatsanwälte in Innungen, welche einem Zwangsverbande angehören, bleiben, feine fozialdemokratischen giebt, nimmt sie die Richter'schen Zukunfts. Hamburg war! auch wenn sie in 3Zwangsinnungen umgewandelt werden, bis zur bilder für baare Münze. anderweiten Beschlußfassung der Innungsversammlung Mitglieder Die Deduktion, daß Bertretung des Bolts, und obendrein die des Innungsverbandes. denkbar demokratischste, sich mit absoluter Herrschaft" vertrage, Die Errichtung der Prüfungskommission nimmt die Innung steht beiläufig in seltsamem Widerspruch zu dem freifinnigen vor. Damit hat die Konferenz auf allen Stufen des Glaubenssaß, daß Volksvertretung und absolute Herrschaft ein Organisationsplanes das Prüfungswesen in ander ausschließende Begriffe find. die Hand der Innung gelegt. Effen. Der vieltommentirten Entlassung der Aus. Um auch diejenigen Gewerbe in das Organisationsgebäude Tänder bei Krupp soll, der Rheinisch- Westf. Arbeiter Btg." aufnehmen zu können, die sich bisher in eine Fachinnung nicht zufolge, folgender Sachverhalt zu grunde liegen. In dem unterbringen ließen, bei denen auch eine Zusammenlegung ver- Krupp'fchen Kanonenreffort wurde leythin ein Feldgeschlit ton wandter Gewerbe nicht möglich war, wurde die Errichtung ge- ftruirt, bas im Gegensatz zu den früheren Modellen ganz außer mischter Innungen beschlossen. ordentliche Vortheile des Mordens bot. Anstatt daß man sonst die Rohre mit zwei Schildzapfen verfah, bekam das neueste Geschüß nur einen und zwar einen vertikal gelagerten. Durch eine finnreiche Vorrichtung war es möglich, jetzt die Geschützrichtung freisförmig, ohne die Laffette zu bewegen, zu stellen und das mit großer Schnelligkeit. Von den Zeichnungen zu diesem Bor Monatsfrist hätte dieses Dementi mehr interesfirt, als berg hat von neuem Blüthen gezeitigt. Die Königsberger Geschütz soll nun ein( oder mehrere) Konstrukteur Abzüge( Lichtjekt. Merkwürdig ist es jedenfalls, daß das deutsche Organ ge- Hartung'sche Beitung" erfährt, ein höherer Beamter babe pausen) gemacht und diese an die österreichische Regierung gesandt rade jetzt mit dieser Ablengnung kommt. Wahrscheinlich ist dies in der Börsengartensache einen Ausgleich herbeiführen haben. So wird allgemein die Angelegenheit bargestellt. In der aber nichts anderes, als ein Zeichen der allgemeinen Direktions- wollen. Die Börsengarten- Direttion follte ihr That ist denn auch der sofort entlaffene Konstrukteur ein Defter losigkeit in den höchsten Reichsämtern. Amt niederlegen und sich wiederwählen lassen, reicher, oder wir müßten uns sehr irren. Von den weiteren Wegen Beleidigung des Regenten von Braunschweig ist vom Landgericht Braunschweig der frühere Hof Staatssekretär Otto Rönnecke am 3. Juli zu Strafe verurtheilt worden. Ueber die von ihm gegen das Urtheil eingelegte Revision verhandelte am 11. September das Reichsgericht unter Ausschluß der Deffent lichkeit. Das Urtheil lautete dahin, daß die Revision zu verwerfen sei, da die Gründe des landgerichtlichen Urtheils eine ge nügende Feststellung der Beleidigung des Landesherrn, insbesondere des Bewußtseins zu beleidigen, enthalten. . Deutsches Reich. " - Die Erhöhung der Gewichtsgrenze für - Sehr spät, aber doch. Den Gerüchten über einen einfache Briefe von 15 auf 20 Gramm soll nun endlich toftspieligen Flottenvermehrungsplan, der von Kontre- Admiral zugestanden werden und eine desfallsige Vorlage für den Reichstag Tirpit dem Kaiser vorgelegt sein soll, tritt der Reichsanzeiger" sich bereits in der Ausarbeitung befinden. im nichtamtlichen Theil entgegen. Der Börsengarten Bontott in Rönigs " B " " Runft und Wissenschaft. In der Sonnabend- Sitzung des Deutschen Vereins Aufführung von Gerhart Hauptmann's Traumdichtung für öffentliche Gesundheitspflege sprachen, wie Sannele's Himmelfahrt; es ist dies der wiederhergestellte Das Berliner Theater sezte seinem Publikum am Freitag aus Riel berichtet wird, der Geh. Regierungsrath Professor ursprüngliche Titel, ben das tgl. Schauspielhaus bei feinen Aufdeutschen und russischen Kindelbrei vor. Es wurde ein dreiaftiges Dr. Busley- Kiel und der Hafenarzt Dr. Nocht- Hamburg über die führungen des Stückes verkürzt hatte. Borangeht an diesem Luftspiel Bobi" von Victor Krylow, dem russischen Herrn gesundheitlichen Verhältnisse in der Handelsmarine und auf den Abend ebenfalls zum ersten Male das einattige Luftspiel v. Moser, in der Bearbeitung von Else v. Schabelsky, und modernen Dampfschiffen. Professor Dr. Busley suchte nach- Ohne Liebe von Marie von Ebner Eschenbach. ein Original- Luftfpiel"" Sein erster Rausch" von Leo Stein zuweisen, daß die sanitären Einrichtungen auf den deutschen Diefelbe Borstellung wird am nächsten Sonntag Abend zum ersten Male gegeben. Nach dem russischen Lustspiel gab es seriegsschiffen und den deutschen Passagier Dampfern wiederholt. Als Nachmittagsvorstellungen zu ermäßigten Preisen einmal drei Mädchen Adelheid, Paula und Else. Adelheid und diejenigen aller anderen Nationen überträfen. Dr. Nocht führte find für morgen Die Weber, für den nächstfolgenden Sonntag Paula jagten beide nach einem jungen Grafen, dem ver- aus, daß die sanitären Einrichtungen für Mannschaften auf den Der Talisman angefeht. Im Leffing heater seht sich wöhnten Mutterföhnchen Bobi". Die eine spekulirte auf den deutschen Handelsschiffen, wenn auch beffer als die anderer der Spielplan der Woche wie folgt zusammen: Sonntag Nachmittag Geift, die andere auf den Magen des schüchternen Bobi; Nationen, gleichwohl noch vieles vermissen lassen und dringend Comtesse Guckerl, Abend: Halb- Tugend; Montag: Halb- Tugend; die eine gab fich gelehrsam, die andere hauswirthschaftlich. einer baldigen und durchgreifenden Reform bedürfen. Hierauf Dienstag: Der Herr Senator( erstes Auftreten von Herrn Engels); Aber beide betamen das Gräflein nicht, fondern Else, die wurde die Bersammlung geschlossen. Mittwoch: Halb- Zugend; Donnerstag: Der Herr Senator( Herr wilde Hummel, der ausgelassene, aber ehrliche Wildfang, bekehrte Engels a. G.); Freitag: Halb- Tugend"; Sonnabend zum den kleinen Bobi aur Liebe und zur freien Männlichkeit. Man In Junsbruck wurde am Freitag die Versammlung ersten Male:" Rollege Grampton"( Herr Engels a. G.); Sonntag fieht, es ist nicht zuviel gesagt, wenn man Herrn Krylow den Deutscher Historiker durch den Vorsitzenden Professor Nachmittag:„ Das Glück im Winkel", Abend: Kollege Grampton ruffischen Moser nennt; aber freilich, derlei kann man auch bei Zwiedinec- Graz in Anwesenheit zahlreicher Fachgenoffen aus( Herr Engels a. G.). Jm Berliner Theater wird uns leicht als Heimarbeit leisten und wenn unsere Nachahmer Deutschland und Desterreich eröffnet. Zu Vizepräsidenten wurden nächsten Donnerstag Hans Oldens Die offizielle Moser's über diese importirte Waare, die ebensogut made in Geheimrath Dr. von Weech- Karlsruhe und Professor Pruz. Frau" aum erften Male aufgeführt und Freitag Germany heißen tönnte, empört wären, man fönnte ihren Zorn Königsberg, zu Schriftführern Staatsarchivar Schlitter Wien als 2. Abonnementsvorstellung, sowie am Sonntag Abend sehr wohl begreifen. Wer unser Publikum kennt, dem und Dr. Helmolt- Leipzig gewählt. Professor Pruz referirte über wiederholt werden.„ Rönig Heinrich" geht mit den Herren braucht man nicht erst mitzutheilen, daß Herr Krylow die von den Historikern an die Archivverwaltungen zu stellenden Sommerstorff und Kraußnect Sonntag, Montag und Mittwoch ihm ebensolchen Spaß machte, wie Dies ein Herr Wünsche. An der Debatte betheiligten sich unter anderen Pro- in Szene. Bobi und Sein erster Rausch werden Dienstag und Lehmann gemacht hätte, wenn er den Ehrgeiz besaß, Moser'schen fessor Stieve- München, Geheimrath von Weech- Farlsruhe, Pro Sonnabend wiederholt. Als Nachmittags- Borstellung zu ers Flug zu nehmen. Wirksam unterstützt wurden die Verfaffer von feffor Schmoller- Berlin und Archivsekretär Striedinger- München. mäßigten Preisen wird heute Maria Stuart und nächsten Bobi durch Fräulein Schroth( Else), die wirklich natürliche in Munterfeit mit viel Geschick zu verwenden weiß.- Im Lustspiel Theater Wocheuchronit. Neues tönigl. Opern. Sonntag Der Pfarrer von Kirchfeld mit Herrn Sommerstorff Sonntag, 18.: Das Heimchen am Herd. Theaters wird in der Titelrolle gegeben. Der Spielplan des Neuen auch in der ganzen nächsten Woche Montag, 14.: Die verkaufte Braut. Die Rose von Schiras. Dienstag, von System Ribadier beherrscht. Sonnabend, 19. Sep. 15.: Der Evangelimann. Die Rose von Schiras. Donnerstag, 17.: tember findet die erste Aufführung des Lustspiels Basantasena. Sonntag, 20.: Graf Essex. Elisabeth: Frl. Anna Haver Ihr Beruf von Otto Junter statt. A13 Nachmittags. land a. G. Opernhaus: Mittwoch, 16. Sept.: Die Meisterfinger von Nürnberg. Stolzing: Herr Ernst Kraus, Mannheim, vorstellung zu balben Breifen geht heute und am 20. September Biffon's Der Herr Direktor in Szene. Das Schiller. als Gast. Anfang 61/2 Uhr. Donnerstag, 17.: Cavalleria rusticana, beater bringt heute Sonntag Nachmittag die letzte Wieder Bajazzi. Freitag, 18.: Lucia von Lammermoor. Lucia: Sign. holung von Romeo und Julia, abends 8 Uhr wird der Keller. Prevosti, Edgardo: Herr Emil Göze als Bast. Phantasien Brentano'sche Schwank Vergnügte Flitterwochen gegeben. Mon im Bremer Rathsteller. Sonnabend, 19.: Robert der Teufel. Das Theater des Westens hat soeben die neuesten Anfang 7 Uhr. Sonntag, 21.: La Traviata. Violetta: Sign. fpiel Der Bureaufrat statt. Dienstag ist die erfte Aufführung tag und Donnerstag finden Wiederholungen von Moser's Lust Schöpfungen bedeutender deutscher Bühnendichter der Gegenwart Prevosti als Gaft. Die Puppenfee. Montag, 22.: Lohengrin. von Emilia Galotti, Mittwoch und Sonnabend wird erworben. Das eine derselben ist das Drama Der König" Lohengrin: Herr Ernst Kraus als Gast. Anfang 7 Uhr. von Richard Boß, das jüngst am Hoftheater in Meiningen Schauspielhau 3. Sonntag, 18.: Goldfische. Montag, 14.: Emilia Galotti, Freitag Vergnügte Flitterwochen gegeben. feine Première erlebte. Die andere Neuerwerbung des Theater Die Jungfrau von Orleans. Dienstag, 15.: Goldfische. Mitt Das Friedrich Wilhelmstädtische Theater wird am des Westens ist ein foeben erst vollendetes, gleichfalls abend- woch, 16.: Graf Effer.( Elisabeth: Frl. Saverland, als Gast.) nächsten Dienstag die erfte Aufführung von G. von Moser's Luftfüllendes Luftspiel aus der Feber von Otto Frans Donnerstag, 17.: Goldfische. Freitag, 18.: Die Braut von Messina. piel Der ypochonder bringen.Genfichen, das in Offizierstreifen spielt und den Titel( Isabelle: Fel. Saverland, als Gaft.) Sonnabend, 19.: Wie die Theater( vormals Adolf Ernst- Theater) mußte die auf den Sommerfäden" trägt. Beide Werte sollen in der ersten Alten fungen. Sonntag, 20.: Goldfische. Montag, 21.: König Cousine verschoben werden; sie findet Freitag, 18. September, 16. September angefeßte Eröffnungsvorstellung von GoufinHälfte des Winters an der neuen Bühne des Bestens zur Dar- Ottokar's Glück und Ende. Jm Deutschen Theater finden in Im ftellung gelangen. diefer Woche Wiederholungen von Julius Gäfar außer heute, statt. Gine tolle Nacht wird im Bentral Theater bie Die Juternationale Kunft- Ausstellung wird bestimmt Sonntag, Abend noch Dienstag und Freitag statt; Die Weber kommen 300. Aufführung am nächsten Dienstag haben. Die erfte Aufam 30. b. M. geschlossen. Eine Verlängerung wird unter feinen Montag und Mittwoch zur Aufführung; Donnerstag wird führung der neuen Posse Eine wilde Sache ist auf Sonn Umständen stattfinden. Lumpazivagabundus gegeben. Der Sonnabend bringt die erste abend, 19. d. M., angesetzt. von Leo Stein kommt die höchst merkwürdige Thatsache vor, daß Theater( Kroll). ein Affeffor sich auf einem Ball verlobt hat, im Jubel sich einen Rausch anzecht, am nächsten Tag aber im Zustand des Katers sich nicht befinnen kann, ob er sich seiner Geliebten erklärt hat oder nicht! Diese gewiß höchft sinnige Geschichte ist mit dilettantenhaftem Behagen breit hingeschrieben. Ich will Herrn Stein nicht zu nahe treten. Er ist ja wohl ein braver Wann. Aber daß er feinen Rausch gehabt hat und am allerwenigsten einen poetischen, das weiß ich bestimmt. Jm Thalias Entlassungen sind übrigens nur sehr wenig Arbeiter betroffen. feröffnet werden muß, soll die Arbeit an einen Lage bewältigt i sogenannten Raisertage" wegen- gleichfalls im letzten Augen. Durchweg sind es technische Beamte, die ihr Bündel schnüren werden. Wir ersuchen deshalb die Delegirten, sich dem blid unmöglich gemacht. mußten. dementsprechend einzurichten.gildi - Auch in Bremen soll das System der sogenannten bedingten Verurtheilung eingeführt werden. Der Senat hat nämlich beschlossen, solchen zu Freiheitsstrafen ver urtheilten Personen, hinsichtlich deren bei längerer guter Führung eine Begnadigung in Aussicht genommen werden kann, Aussetzung der Strafvollstreckung und nach Bewährung während der Aussehungsfrist Erlaß oder Milderung der Strafe zu gewähren. Dabei sollen jedoch vornehmlich nur solche zum ersten Male Berurtheilte berücksichtigt werden, welche zur Zeit der That das achtzehnte Lebensjahr nicht vollendet hatten und gegen welche nicht auf eine längere als sechsmonatliche Strafe ertannt ist. Die Strafgerichte sind aufgefordert, von Amts wegen dem Senate die nach ihrem Ermessen für diese bedingte Begnadigung geeigneten Fälle zu bezeichnen. Mit sozialdemokratischem Gruß ders Die Agitations- Kommission der Provinz Brandenburg. J. A.: Carl Dimmic, Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. Die Partei- Organe der Proving Brandenburg werden um Abdruck vorstehender Notiz gebeten. = Aus Sachsen wird uns geschrieben: Der 14. Reichstags. ahlkreis sendet den Genossen Ernst Reinsdorf aus Begau nach Gotha. Dem Landes- Versammlungsbeschluß, wonach die zum 14. fächsischen Reichstags Wahltreis gehörigen Städte Pegau und Groisch die Burgstädter Voltsstimme" als Partei- Organ einzuführen haben, wurde nicht zugeftimmt, da dies wegen der geographischen Lage dieser nahe bei Leipzig liegenden Städte nicht zweckmäßig erscheint. Außerdem hieße es dem An die Anhängerinnen der Sozialdemokratie. Lefebedürfniß der dortigen Genoffen Gewalt anthun, wenn man Am 11. Oktober tritt in Gotha der Parteitag der sie nöthigen wollte, auf die sechsmal erscheinende Leipziger beutschen Sozialdemokratie zusammen. Ihr wißt, Volkszeitung" zu verzichten, dafür aber die nur dreimal er von welcher Wichtigkeit für Euere Gegenwarts- und Zukunfts- scheinende Volksstimme" einzuführen. Vielleicht ziehen die Ge intereffen jeder Kongreß der einzigen Partei ist, welche nicht nur noffen hieraus die Lehre, daß es nicht gut ist, wenn am Schlusse die Geschlechtssklaverei der Frau beseitigen will, sondern auch die einer Landesversammlung in Fiebereile noch derartige Beschlüsse Klaffenstlaverei des Proletariats, mit deren Aufhebung allein Euch herbeigeführt werden, beziehentlich wenn man sich mit wahrem volles, freies Menschenthum winkt. Leipzig, 11. September.( Eig. Ber.) Zur Frage der Er17 Feuereifer für derartige Fragen intereffirt zeigt, aber die Rons hebung einer breiprozentigen Umfassteuer von besonderer Bedeutung für Euch. Auf seiner Tagesordnung waren ebenso wenig gewillt, die Burgstädter Voltsstimme" Aber der bevorstehende Parteitag der Sozialdemokratie ist fequenzen nicht rechtzeitig zieht. Die Hainicher Genoffen vom Brutto- Umfaz der Konsumvereine nahm steht die Frage der Frauenagitation. Zum ersten Male abzugeben, wie die Groißscher und Pegauer Genossen am 11. September auch die Kreishauptmannschaft Leipzig werden die Vertreter der Sozialdemokratie auf einem Rongreß die Leipziger Boltszeitung". Stellung. Die Stadtverwaltungen von Burgstädt und die so äußerst wichtige Frage eingehend berathen: nach welchen Mittweida hatten je ein Regulativ ausgearbeitet, nach dem Gesichtspunkten und mit welchen Mitteln ist zu agitiren, damit wählten am 30. Auguft in der Parteiversammlung in art. Die Parteigenoffen des 15. Reichstags Wahlkreises Ronsumvereine und Attiengesellschaften, mit Ausschluß die breiten Massen der proletarischen Frauen für die Idee mannsdorf den Genoffen 03tar Diesicold aus der Filialgeschäfte von eingetragenen Handelsfirmen, die in des Sozialismus gewonnen, damit sie aus einer hemmenden Hartmannsdorf zum Delegirten für den Gothaer Parteitag und Detailgeschäften Lebens- und Genußmittel, Bekleidungsgegen zu einer treibenden Kraft des proletarischen Klaffenkampfes den Genossen Emil Berche aus Mittweida als Vertrauens stände und ähnliche für den täglichen Bedarf bestimmte Gegen werden? stände verkaufen, mit einer dreiprozentigen Umsaz= mann für den 15. Wahlkreis. Die gründliche, flare Erörterung und Beantwortung Steuer belegt werden sollen. Das Regulativ für Mittweida Frage ist nicht nur von hervorragendem Interesse für Euch alle, Todtenlifte der Partei. In Pfaffenhofen in Oberging sogar soweit, als es den Umfaß der Waaren der Konsum- die Ihr seit Jahren als Kämpferinnen in Reib und Glied der bayern ist der Former Norbert Boyler gestorben, ein vereine nach den in anderen Geschäften üblichen lassenbewußten Arbeiterbewegung steht und unermüdlich werbend Parteigenoffe, der stets in der vordersten Reihe kämpfte und Waarenpreisen einschäßen, die zu besteuernde Summe und organisirend in weiten Kreisen Eurer Klaffengenofsinnen wirkt. wegen der muthigen Bethätigung seiner Ueberzeugung von den also künstlich erhöhen wollte. Der Kreishauptmannschaft hielt Sie ist von ebenso hervorragendem Interesse für die sozial- sogenannten„ Chriften" Pfaffenhofens in gehäſſtgfter Weise verdie Frage des Prinzips durch den bekannten sächsischen Ministerial: demokratische Partei, ja für die gesammte deutsche Arbeitertlaffe. folgt wurde. Um so dauernder wird sein Gedächtniß von den erlaß vom 12. Mai 1896, nach dem den Gemeinden schon jetzt Die wachsende Ausdehnung der Frauenarbeit macht die gewert- Parteigenossen in Ehren gehalten werden! das Recht zur Erhebung einer solchen Steuer zustehen soll, für schaftliche Organisation der Arbeiterinnen zur brennenden Noth erledigt und beschloß, nur die Regulative insoweit einzu wendigkeit, und der immer weit ausholende, schärfer und tiefer schränten, als wie der Erlös aus dem Verkauf der oben werdende politische Klassenkampf verlangt gebieterisch die Einangeführten Waaren mit zwei Prozent besteuert werden darf. beziehung der Proletarierinnen, der Mütter der zukünftigen Es bleibt also dabei, die Arbeiter müssen au gunsten einer unter Rämpfer, in das Heer der proletarischen Streiter für eine gehenden Mittelschicht bluten. neue Zeit. 32811 Frankreich, uarte Nun, wie es scheint, hat Herr Basly sich mit ihm abgefunden. Mit recht brandmarit bie Betite Republique" in ihrer neuesten Nummer dieses Muster von einem Arbeiter vertreter". Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 16. Juli angesezt gewesenen, vom Bürgermeister Suchsland aber -Durch Veröffentlichung eines Inserats zu dem auf den verbotenen sozialdemokratischen Volksfest in Luckenwalde sollen Maler Back aus Luckenwalde als Aufgeber des Juserats und Eugen Wolfgang als verantwortlicher Redakteur der Aber für Erörterung und Beantwortung der aufgerollten Brandenburger Zeitung" zu einer polizeilich nicht genehmigten - Gin Ueberläufer der schlimmsten Sorte ist der Frage ist es nicht bloß nüglich, sondern nöthig, daß eine mög Bersammlung unter freiem Himmel" aufgefordert haben. Das französische Abgeordnete Ba31y. Dieser ehemalige Bergarbeiter, lichst große Anzahl weiblicher Delegirten dem Parteitage bei Schöffengericht in Luckenwalde hatte sie seinerzeit deswegen zu der von Bergarbeitern in die Nationalversammlung geschickt wohnt. Die Genofsinnen, die seit Jahren ihre Kräfte der je 15 M. Geldstrafe oder 2 Tagen Gefängniß verurtheilt. Dieses ward, spielte einst den Ultraradikalen. Vor einigen Jahren kam Agitation widmen oder innerhalb der Organisationen thätig Urtheil war von der Potsdamer Straffammer aufgehoben er jedoch ins Schwanken, vertrat in dem Bergarbeiter- Syndikat find, sie welche innige Fühlung mit weiten Frauenkreisen befizen worden, indem dieses Gericht auf Freisprechung erkannte. Das den engherzigsten Nur- Gewerkschaftsstandpunkt, und hat sich jetzt und über einen reichen Schatz von persönlichen Erfahrungen ge- Stammergericht tafsirte aber das Urtheil des Landgerichts und so ganz direkt gegen die Sozialisten erklärt. bieten, müssen Gelegenheit haben, ihre Ansichten und Rathschläge tam die Sache vor der Berufungsinstanz in Potsdam abermals Der Sozialismus tönne erst nach tausend Jahren verwirklicht darzulegen und zu vertreten. zur werden. So lange dauere die Herrschaft des Lohnsystems und Thut deshalb aller Orten, wo die Entwickelung der prole. Verhandlung. Diesmal endete der Prozeß mit der Bedie Arbeiter, wenn sie nicht ihre Beit mit unnüßen Träumen Schritte, um die Entfendung weiblicher Delegirten zu sichern. Wolksversammlung, wo Reichstags- Abgeordneter Dr. Bütgenau die Arbeiter, wenn sie nicht ihre Beit mit unnüßen Träumen tarifchen Frauenbewegung es gestattet, sofort die nöthigen tätigung des Luckenwalder Urtheils. Aus Lunzenau in Sachsen wird berichtet: Gine vertrödeln wollten, mußten fich also wohl oder übel mit dem Wir sind überzeugt, daß angesichts der Tagesordnung des Ron- über politische und wirthschaftliche Tagesfragen sprechen wollte, Rapitalismus abfinden. greffes und in richtiger Würdigung der Interessen und der wurde nicht genehmigt, weil das Thema so weit sei, daß mög Pflicht der Sozialdemokratie der Frauenfrage gegenüber, Guren licherweise Bunkte erörtert werden könnten, die aufreizend wirken diesbezüglichen Bemühungen die ernste Unterstüßung der Ge- würden."" Möglicherweise" ist gut! pla noffen zu theil wird. Wohl hat der Parteitag zu Frankfurt am Main den Genossinnen das Recht eingeräumt, in - Madagaskar, das den Franzosen schon so besonderen öffentlichen Frauenversammlungen eigene Delegirte theuer zu stehen gekommen ist, steht in vollen Flammen der Re- zu den sozialdemokratischen Kongressen zu wählen. bellion. Die Eingebornen haben sich auf ein gegebenes Signal wir sind der Ansicht, daß die Genoffinnen von diesem überall erhoben, fie handeln nach einem gemeinsamen Plan und Recht nur in ausnahmsweisen Fällen Gebrauch machen verfügen über Waffen. Der Aufstand ist olso von langer Hand vor sollen, nur dann, wenn die reaktionäre Praxis reaktionärer VerAchtung! Schuhmacher Deutschlands und Oesterreichs! bereitet. Und die Franzosen, deren Macht genau so weit reicht wie die eins- und Versammlungsgesetze ein Hand in Hand gehen zwischen Wie schon bekannt, stehen die Ballschuh- Arbeiter Kugeln ihrer Flinten und Kanonen, werden zur Behauptung Genoffinnen und Genossen vereitelt, oder wenn besondere lokale Berlin 3 im Generalstreit. Die Situation ist um so des Landes noch größere Opfer zu bringen haben, als zu Berhältnisse eine Verständigung zwischen beiden schlechterdings aus. günstiger, als auch diejenigen, die der Sache noch fernstanden, deffen Eroberung. Madagaskar ist mehr als fünfmal so schließen. Ebenso hoffen wir, daß bie Genossen nicht aus flein- fich der Bewegung angeschlossen haben. Die Zahl der Streifengroß wie Kuba( 591 000 Cuadratkilometer gegen 112 000 lichen Rücksichten die Genoffinnen von den allgemeinen Delegirten- den ist infolgedeffen auf über 600 gestiegen. Kollegen! Quadratkilometer) und enthält breimal so viel Einwohner( an wahlen ausschließen und auf eigene Bersammlungen verweisen. An Euch liegt es nun, uns durch moralische und finanzielle die 5 Millionen). Das Terrain. ist für Militäroperationen noch Go nachdrücklich wir indeß die Wahl von weiblichen Delegirten Unterstützung mit zum Siege zu verhelfen. Der Sieg wird dann weit ungünstiger, das Klima für Europäer noch mörderischer durch Genossen und Genossinnen zusammen befürworten, so ein- in turzer Zeit errungen sein. Hauptsächlich die Kollegen in ba kann man sich annähernd eine Vorstellung von dem Umfang bringlich fordern wir auch die Genoffinnen auf, dort, wo eine Dresden, Leipzig, Groisch und Wien bitten wir, der Schwierigkeiten machen, mit denen die Franzosen zu kämpfen solche Wahl nicht zu erzielen ist, mit aller Energie für die Ent- den Zuzug von Ballschuh- Arbeitern streng fernzuhalten. haben. Madagaskar aber wird seinen alten Ruf bewähren, ein sendung eines Delegirten durch eine öffentliche Frauen. Die Berliner Kollegen ersuchen wir, Mann für Mann in der Kirchhof der Europäer zu sein.versammlung zu wirken. Versammlung zu erscheinen, die auf heute vormittag 1/210 Uhr nach der Königsbant, Große Frankfurterstr. 117, einberufen ist. Geldsendungen find an E. Willner, Briefe an E. Rott, beide Schillingstr. 24, im Restaurant, zu richten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ges beten. Türkei. Konftantinopel, 12. Sept.( Franks. 3tg.) In Kassim Pafcha nächst Bera wurde vorgestern durch die türkische Polizei ein unterirdischer, mehrere Hundert Meter langer Minengang in der Richtung nach dern Arsenal und dem Pulverthurm entdeckt. Es war jedenfalls beabsichtigt, diese in die Lust zu sprengen. Afrika. Sansibar, 11. September. Es wird gemeldet, daß viele Stlaven sich weigern zu arbeiten, indem sie erklären, daß ihre arabischen Herren machtlos feien. Eine beträchtliche Anzahl leinerer indischer Kaufleute hat Sanfibar bereits verlassen, um nach Bombay zu gehen. 311 Gewerkschaftliches. Aber Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Nussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. Weder die aufzuwendende Mühe noch die zu bringenden Opfer dürfen Euch von einer Beschickung des diesjährigen Parteitages zurückhalten. Wir legen Euch ferner nahe, in Parteiverfammlungen, öffentlichen Versammlungen und in der Presse Stellung zu der Frage der Frauenagitation zu nehmen. Die Delegirten, ganz gleich, ob Männer, ob Frauen, die Euch in Gotha vertreten, müssen über Euere Meinungen, Wünsche, Vorschläge im Klaren sein. Kurz, sorgt in jeder Weise dafür, daß die Stimmen derer lant werden, welche zu der Frage in erster Linie gehört werden müssen. Sorgt dafür, daß Ihr von den Ergebnissen des Gothaer Partei tages mit Stolz sagen könnt: sie sind auch unser Wert! Die Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. Stand des Berliner Drechslerstreiks. Bis gestern abend 7 Uhr waren in 128 Werkstätten mit 561 Gehilfen die Forderungen bewilligt. Im Streit stehen noch in 23 Werkstätten 43 verheirathete und 51 unverheirathete Gehilfen. Genossinnen! An die Arbeit! Beweist, daß Ihr das Recht zu gebrauchen versteht, welches in Deutschland von allen politischen Achtung, Glaser Berlins und Umgegend! Dienstag, Buluwayo, 11. Sept. Lord Grey, Sir Richard Martin Parteien allein die Sozialdemokratie den Frauen einräumt! Be den 15. September, abends 81/2 Uhr, wird eine öffentliche Berund Rhodes eröffneter am 9. d. Mts. in den Matoppo Bergen weist, daß Ihr der Aufgabe bewußt seib, welche Euch, als Ansammlung im Lotal Kommandantenstr. 20 abgehalten( fiehe auch die Unterhandlungen mit den Führern der Matabili und setzten gehörige des Proletariats, die Geschichte stellt: Euere Befreiung zu heutige Annonce), wozu die Arbeitgeber ebenfalls eingeladen sind. die Bedingungen auseinander, unter denen die Uebergabe der erringen nicht im Kampfe von Geschlecht zu Geschlecht, sondern Pflicht jedes Kollegen ist es, in der Bersammlung zu erscheinen Rebellen angenommen werden würde; diese Bedingungen im Rampfe von Klasse zu Klasse! Rüftet Euch zum Parteitage, für die Erringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen mit und dafür zu agitiren, daß die uns noch fernstehenden Kollegen schließen die Bestrafung der Mörder und die Auslieferung der um vereint mit Euren Brüdern der Frohn und der Armuth zu eintreten. Den Unternehmern gilt es durch guten Besuch der Waffen ein. Die Rebellen erkannten sich als gefchlagen an, marschiren und vereint mit ihnen den gemeinsamen Feind, den eintreten. Den Unternehmern gilt es durch guten Besuch der Versammlung zu zeigen, daß es uns strenger Ernst ist, den For baten aber um Beit, ehe sie endgiltige Antwort gäben. Hier Rapitalismus, zu schlagen! Ans Wert! wird befürchtet, daß die Rebellen die Auslieferung der Waffen derungen, die wir stellen, auch Geltung zu verschaffen. Die ablehnen werden. Lohnkommission. J. A.: W. Starte, Boechstr. 34, Dof I. breitung derselben. Ferner bitten wir, Montag den Säulen Flugblätter find heute versandt; wir ersuchen um rege Ver. anschlag zu beachten. Amerika. Savannah, 12. September. Wie verlautet, haben die Behörden die Drganisation einer revolutionären Partei entdeckt. Die meisten Führer sind verhaftet worden. Erklärung. Mit sozialdemokratischem Gruß Ottilie Berndt, Bertrauensperson, Berlin. Klara Bettin, Redakteurin der„ Gleichheit", Stuttgart. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck gebeten. Der An die sozialdemokratischen Frauen Berlins! Am 17. b. M. werden in den se ch 3 Berliner Wahltreifen Achtung, Vergolder Berlins! In Grabow haben die Parteiversammlungen abgehalten, wo die Wahlen der Kollegen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug Delegirten zum diesjährigen Parteitage der Deutschen Sozial- ist strengstens fernzuhalten. bemokratie vorzunehmen sind. Da die Tagesordnung des J. A: Der Bevollmächtigte. Ferd. Ewald. Die Post" will in Erfahrung gebracht haben, daß ich wichtigkeit ist, so besucht zahlreich diese Versammlungen Parteitages für die proletarischen Frauen von höchfter An die Stuckatenre Berlins! meine Stellung im Vorwärts" deshalb gekündigt hätte, weil ich und übt Euer Wahlrecht aus, das einzige, das Ihr befigt. In des obligatorischen Arbeitsnachweises, führte nach Beendigung Die Errungenschaft unserer letzten Bewegung, die Einführung mich mit den Beigern des Blattes wegen der Gehaltsfrage nicht Euren Reihen habt Ihr Frauen, die wohl befähigt sind, auf dem der Bewegung zu den größten Unguträglichkeiten. einigen konnte". Da ist die Post" wieder einmal von einem der Leute, die Parteitage Euch zu vertreten. Ebenso wie bie Frauen täglich Arbeitsnachweis verlor bei Eintritt der ungünstigen Konjunktur sich ein Geschäft daraus machen, ihr Nachrichten aus den Kreisen ihre freie Zeit in den Dienst der Partei stellen, sollen sie auch der Sozialdemokratie auzutragen, träftig angelogen worden. Die das ihnen zuerkannte Recht, mitzuberathen, ausnußen. Gehaltsfrage war bei meinem Eintritt in die Redaktion Anfang September vorigen Jahres in einer mich völlig befriedigenden Weise geregelt worden und ist weder von meiner Seite noch von der der Verwaltung des Vorwärts" nachher überhaupt wieder berührt worden. Sie hat also garnichts mit meinem Austritt aus dem Redaktionsverbande zu thun.G. Ledebour. uns verans seinen Werth. Das Unternehmerthum, gestützt auf die Macht, welche es dank der herrschenden Ordnung befißt, sowie Die Berliner Bertrauenspersonen. unterstützt durch eine Anzahl indifferenter Stuckateure, umging den Emma Schol. Ottilie Baader. Arbeitsnachweis und bezog feine Kräfte daher, wo es ihm beliebte, Von der Agitation. Die Genossen in 2an desbut in fo fein Wort brechend, das es der Lohnkommission seinerzeit Schlesien hatten sich nach vieler Mühe für den 7. d. M. einen gegeben hatte. Den Nachweis jetzt noch länger als obligatorisch größeren Saal zu einer gewertschaftlichen Versammlung gesichert, zu betrachten, hieße die klaffenbewußten Kollegen aufs Pflaster wo Reichstags- Abgeordneter og therr aus Berlin referiren werfen zum Vortheil der leider noch großen Masse der In follte. Er war bereits dort eingetroffen, als dem Einberufer differenten. Aus diesem Grunde sahen wir plötzlich von der Berweigerung des Saales Mittheilung laßt, der außerordentlichen Generalversammlung untenstehende gemacht wurde. Den vereinten Kräften einiger Groß- Resolution vorzulegen, welche auch dort einstimmige Annahme Partei- Nachrichten. fabrikanten und anderer Leute war es gelungen, diese längst fand. Kollegen, es ist jetzt unsere Pflicht, fefter denn je zusammen vorbereitete Versammlung unmöglich zu machen und zwar zu halten und unsere Organisation zu stärken, damit wir dem jetzt Parteigenoffen Berlins und der Provinz Brandenburg! durch das Mittel Mittel des sonst an der Sozialdemokratie kommenden Anfturm gewappnet entgegentreten können. In der Die Partei Konferenz wird Sonntag, den 20. Sep- so verfehmten Bontotts, indem dem Wirth ganz unverblümt au Montag, den 20. b. M. einberufenen großen öffentlichen Vertember, von vormittage 9 Uhr an in Cohn's Festfälen zu mit der Entziehung der sog. Fabritbälle, mit Entziehung der fammlung werdet Ihr weiteres über die Lage erfahren. Erscheint Berlin, Beuthstr. 20-22, abgehalten. Die Tagesordnung lautet: behördlichen Tanzerlaubniß und der Stellung unter Polizeiftunde dort Mann für Mann.( Näheres siehe Inserat im„ Vorwärts" gedroht wurde! Das wird den Gegnern schwerlich nüßen. Die am Freitag, den 18. b. M.). 1. Berichterstattung der Agitationskommission. 2. Diskussion. zur Stunde der Versammlung zahlreich Erschienenen, welche 3. Die Presse. 4. Die Kandidatenfrage. 5. Die Lokalfrage. unverrichteter Sache ben zum theil meilenweiten Rüdweg an 6. Anträge. Die reichhaltige Tagesordnung, sowie eine Un treten mußten, werden durch ihre Agitation schon dafür sorgen, zahl bereits eingegangener Anträge, welche einer eingehen. daß die Sozialdemokratie unter jener armen und bedrückten Be den Besprechung auf der Konferens bedürfen, veranlassen völkerung umso rascher und weiter an Boden gewinnt. In Görlig, wo Genosse Vogtherr auf der Rückreise uns, darauf aufmerksam zu machen, daß diefelbe pünttlich referiren sollte, wurde die Bersammlung- wahrscheinlich der I J. A.: Karl Daschütt, Bertrauensmann, Die in verstehendem erwähnte Resolution lautet: " In anbetracht unserer Lage steht sich die heutige außer ordentliche Generalversammlung der Stuckateure Berlins ge= zwungen, den am 16. Mai 1896 von den Prinzipalen als obligatorisch anerkannten Arbeitsnachweis aufzuheben und an dessen Stelle den zu sehen, der vor dem Streit bestand. Gründe: I diefen Abmachungen die feftliegende, zeitbestimmende und auf 1. Das wortbrüchige Handeln einzelner Unternehmer, deren Gegenseitigkeit beruhende Tarifgemeinschaft" im Prinzip entvon der Profitwuth und Ausbeutungssucht diktirtes einziges Be- halten war. streben es war, so viel wie möglich indifferente, unorganisirte Es ist also ni ht richtig, Tarifgemeinschaften grundsätzlich zu Stuckateure einzustellen, damit sie, ausgerüstet mit solchem verwerfen, fonderry man muß jede solche Vereinbarung von Fall Menschenmaterial, den Tarif umgehen könnten und leider auch zu Fall prüfen. tonnten; hergaben, ihren Arbeitsbrüdern in den Rücken zu fallen; Gewerbe- Ausstellung 1896. Der Eintrittspreis zur Gewerbe- Ausstellung beträgt am heutigen Sonntag eine Mart, wofür auch freier Zutritt zu Alt- Berlin, Kairo und zur Kolonialausstellung gewährt ist. Die Beleuchtung des Hauptgebäudes bildet für die Aus 2. das unsolidarische Vorgehen der Kollegen, die unverzeih brauche Budapesta, der am 30. Auguft begann, wird uns von die Lichterzeugungs- Maschinen kaput, bald muß die Beleuchtung Zum Streit der Großarbeiter der Herrenkonfektions- stellungsbesucher eine Quelle unaufhörlichen Wergers. Bald sind liche Gleichgiltigkeit und Flauheit derselben, indem sie sich dazu dort geschrieben: An dem Streit sind zirka 200 Arbeiter be- aus irgend einem anderen Grunde ausgesetzt werden. Am theiligt. Die Hauptforderung ist der Elfftundentag anstatt der Freitag blieb das Gebäude wegen der elektrischen Illumination 3. der Mangel an Arbeit, da die offenen Stellen von un- jetzt 13stündigen Arbeitszeit. Trozdem die Bezahlung wahrhaft unbeleuchtet und wurde um 7 Uhr geschlossen.( Einzelne Theile des organisirten Kollegen besetzt wurden. elend ist, wird keine Lohnerhöhung verlangt, damit die Gebäudes waren aber schon bald nach 6 Uhr so dunkel, daß nichts Für die Tabakarbeiter Berlins wird nächsten Dienstag, übrigen Forderungen( siehe„ Vorwärts" vom 5. September) mehr zu sehen war.) Das Publikum war davon weder durch die ben 15. September, eine große öffentliche Versamm= eher bewilligt werden. Von 35 Werkstätten haben bis Beitungsnotizen, die zum Besuche der Jllumination animiren Iung bei Gründel, Brunnenstraße 188, abgehalten. her 8 die Forderungen angenommen. Dort wird bereits sollten, noch durch Plakate an den Kassen oder im Park vorher Veranlassung dazu ist zunächst der Streit der Fürsten gearbeitet. Die Haltung der Streifenden ist musterhaft, trotzdem in Kenntniß gesezt werden. Der frühere Schluß scheint nicht einwalder Tabatarbeiter und die Erwägung, wie durch es unorganisirte Leute sind, welche von den Kundenschneidern mal den Kassirern rechtzeitig mitgetheilt worden zu ſein; denn noch diesen Streit die Verhältnisse der Tabatarbeiter Berlins in Mit- erst jetzt in die Organisation einbezogen werden sollen. Buzug gegen 3/48 Uhr, nachdem die Illumination um 1/28 Uhr be leidenschaft gezogen werden, respektive wie durch den günstigen ist fernzuhalten und finanzielle Hilfe dringend gonnen hatte, gab ein Raffirer am Portal I auf die der Wissens Ausgang besselben die Berliner Verhältnisse verbessert nothwendig, da die Geldmittel der ungarländischen Arbeiter schaft halber an ihn gerichtete Frage: Wann wird heute das werden tönnten. Bekannlich haben mehrere Berliner durch die großen Streits der letzten Zeit erschöpft sind. Die Hauptgebäude geschloffen?" Die unsichere Antwort: Um 9oder vielleicht ist es auch schon geschlossen." Fabrikanten in den letzten Jahren ihre Fabriken nach Streifenden ersuchen besonders die Berliner Fachgenossen um oder 1/29 Uhr Fürstenwalde verlegt, um an den Arbeitslöhnen zu sparen, weil materielle Unterstügung und bitten um die Entfaltung der hierzu und das ist nicht der erste Fall! Am 24. Juli wurde das fie dort mit Arbeitern rechnen zu können hoffen, die an die nöthigen Agitation. Die Gelder sind zu adressiren an die Admini- Hauptgebäude wegen Schadhaftigkeit der Maschinen um 8 Uhr Scholle gefesselt sind. Hoffentlich genügt dieser kurze Hinweis, ftration der„ Neuen Volksstimme" in Budapest, VII. Wesselényi- gefchloffen, aber noch um 1/49 Uhr nahm der darüber befragte Kassirer am Ausstellungsbahnhof an, daß der Schluß wie um die Tabatarbeiter Berlins zu veranlassen, in der Versamms gasse 19/ b. sonst um 1/210 Uhr stattfinde. Besonders jetzt, lung am Dienstag zahlreich zu erscheinen und einmüthig Stellung In New- York stellten über 1800 Kniehofenschneider Tage schon recht kurz sind, sollte man es für sowohl als auch zum Wohle der Tabatarbeiter, die hier in am 23. Auguft die Arbeit ein. In den 100 Werkstätten, wo ge- angemessen halten, den früheren Schluß des Gebäudes recht Mitleidenschaft gezogen werden tönnen. Die ausführliche Tages- ftreift wird, fonnten die Leute bei zehnftündiger Arbeitszeit bis zeitig bekannt zu machen, um die, welche erst am Spätnachmittag ordnung wird durch Inserat in der Dienstags- Nummer des ieht nicht mehr als 6 Dollar pro Woche verdienen; bei Ein- oder gar erst nach Beginn der Dunkelheit hinauskommen, vor führung der neuen Preisliste hoffen sie von 11 bis 12 Dollar Nachtheil zu bewahren. Das würde zwar manchen, der die Vorwärts" bekannt gegeben. Die Kommission. wöchentlich bei 10 stündiger Arbeitszeit zu verdienen. Es ist aus eigentliche Ausstellung als Hauptsache und die ewigen ficht vorhanden, daß auch diefer Streit nicht von langer Dauer Juuminationen sammt ähnlichen Veranstaltungen als Nebensache fein wird und mit einem Erfolg für die Streifenden enden ansieht, vom Besuch abschrecken, aber das wird für die Auswird. Die Zahl der noch streitenden Rockschneider ist sehr gering, stellungsleitung natürlich fein Grund sein, das Publikum über weil in den meisten Werkstätten zu den Bedingungen der Ge- die Zeit des Schlusses im Untlaren zu lassen. Es handelt sich wertschaft gearbeitet wird. hierbei vermuthlich nur um eine Nachlässigkeit. " " Soziales. wo die Au die Töpfer Deutschlands! Der Streit in Görlig fteht bis zur Stunde für uns äußerst günstig. Wir haben die allerbesten Aussichten zum Siege. Noch selten haben aus ständige Rollegen sich so tapfer gehalten, wie jetzt in Görlig. Da es noch viele Kollegen geben dürfte, die unser Fachorgan„ Der Töpfer" nicht zu sehen bekommen, nehmen Die Erörterung über die Erhaltung einiger Ausstellung? wir Veranlassung, die Gründe, warum die Kollegen in Görlitz bauten hat in der Sizung, welche die vom Magiftrat eingesette in den Streit eingetreten sind, nochmals tlar zu legen. Seiner Subkommiffion am Sonnabend hielt, noch zu feinem Resultat Beit zogen die Görliger Töpfermeister auf den sogenannten Normalofen 1,50 M. ab. Nach diesem Nornialofen werden alle An die Eltern und Vormünder von Barbier- und geführt. Es sollen noch weitere Erhebungen angestellt werden. Von der Veranstaltung einer Nationalen Berliner anderen Defen berechnet, so daß es eben für jeden Ofen 1,50 M. Friseurlehrlingen richten wir die dringende Bitte, streng darauf weniger Segerlohn giebt, als vordem. Schon im vergangenen Jahre zu achten, daß die Lehrlinge, gemäß den gesetzlichen Sonntage Gewerbe- Ausstellung 1897 auf Treptower Boden will ein Die Meldung dürfte legten die Kollegen dort darum die Arbeit nieder, famen aber mit ruhe- Bestimmungen, an Sonntagen nicht länger als bis 2 Uhr Berichterstatter allerhand erfahren haben. ihrer Forderung nicht durch. Nach der jetzigen Arbeitsniederlegung nachmittags beschäftigt werden und einen halben Wochentag von wohl nur als schlechter Scherz aufzufassen sein. 1 Uhr mittags ab frei bekommen, da, trotzdem die Lehrlinge an Mehrere Unglücksfälle haben sich am geftrigen Tage auf foll also wiederum bezweckt werden, den horrenden und gänzlich Bochentagen 15-16 Stunden theits im Geschäft, theils als dem Terrain der Ausstellung ereignet. Ein Hausbiener der unmotivirten Lohnabzug rückgängig zu machen. Jeder Kollege wird damit einverstanden sein und diese Arbeitsniederlegung für Hausburfchen thätig sind und an Sonnabenden und Sonntage Aschinger'schen Bierquelle Nr. 14 auf der Alpenwiese war am gerecht halten müssen. Die Lohnkürzung ist um so verwerflicher, überaus angestrengt werden, die Bestimmungen über die Sonntags- Vormittag mit dem Reinigen des Bierapparates beschäftigt. Hier bei sprigte ihm von der dazu benutzten Gallseife etwas in beide als die Herren Töpfermeister in Görlig noch ein sehr gutes ruhe besonders von den Junungsmeistern mißachtet werden. Die Redaktion der Barbier- und Friseurzeitung", Augen, wodurch seine sofortige Erblindung herbeigeführt wurde. Geschäft machen. Noth hat sie nicht dazu getrieben, Berlin, Prinzen- Allee 17. Er neußte nach der königlichen Klinik in der Biegelstraße über soweit wir informirt sind. Der Streit begann am 30. vorigen führt werden. Ein Angestellter der Rundbahn auf Station Da Monats, sechzig Kollegen legten die Arbeit nieder. Maschinenhaus erlitt dadurch eine erhebliche Verlegung der von sind 52 Mann anderwärts in Arbeit gebracht, so daß nur rechten Hand, daß er sich an dem in der Fahrt befindlichen noch 8 Mann mit 12 Kindern zu unterſtüßen sind. Zuzug von Wagen festhielt, wobei das Fleisch der inneren Handfläche auf außerhalb ist bis jetzt noch nicht zu verzeichnen. Und dies troß eine Länge von 8 Bentimeter aufgerissen wurde. Auf der der schwarzen Listen und der Verrufserklärung seitens der Stufenbahn fem am gestrigen Abend eine Frau zu Fall und erlitt hierbei eine so schwere Berlegung an der Stirn, daß die Der Zentral Borstand. Wunde auf der Unfallstation genäht werden mußte. Meister! = " Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruckt gebeten. Bergwerks Pensionskassen. Eine für den Bergbau wichtige Entscheidung haben nach der Industrie" auf Anregung der Geschädigten die preußischen Minister des Innern und für Handel und Gewerbe in Sachen der Pensionskasse der Luifenglück" Brube getroffen. Die Grube, welche die vorhandenen Flöße abgebaut hat, stellte im vorigen Frühjahr den Betrieb ein. Die penfionsberechtigten Beamten machten vergeblich Ansprüche geltend; der Oberpräsident erklärte sich mit der Auflösung der Pensionstaffe einverstanden. Auf den Protest der Geschädigten hin haben nun die vorgedachten Minister die Auflösung der Pensionskasse für ungerechtfertigt und die Repräsentanten der Grube für die volle Befriedigung der Pensions berechtigten aus der Pensionskasse als persönlich haftbar erklärt. Die von dem Oberpräsidenten ertheilte Genehmigung zur Auflösung der Raffe ist zurückgenommen worden. Im Hörsaal des Chemiegebäudes finden am Sonntag Nach mittag furze Experimentalvorführungen statt, in welchen Herr Clausen über die Röntgen'sche Entdeckung sprechen wird. Gerichts- Beifung. Einen komischen Beigeschmack hatte die Berhandlung gegen den Schneidermeister Georg Düwell, welcher sich gestern vor der zweiten Ferien Strafkammer des Landgerichts. I wegen unbefugter Ausübung eines Amtes zu verantworten " nach be Ferd. Kaulich, Berlin, Rosenthalerstraße 57. Ju Köln dauert der Streit in der Kölner Baum's wollspinnerei fort, ba Berhandlungen mit dem Direktor zu nichts führten. Ueber die Forderungen wird uns folgendes mitgetheilt: Verlangt werden: Die versprochenen Prozente( laut Tarif) nebst dem versprochenen Lohnfah von 50-54 M. für 14 Tage; für die ersten Anfeger 75 pét., für die zweiten Anfeßer 60 pG. des Spinnlohnes; für die Arbeiterinnen an den Flyer maschinen die Tour zu 30 Pf. anstatt 251/2 Bf. beg. 2712 Bf. ein Normalarbeitstag von 11 Stunden einschließlich der Pausen von Ueber die landwirthschaftliche Nothlage in der Schweiz 1/2 Stunde für Frühstück, 1/2 Stunde für Vesper; Zurücknahme der veröffentlichte kürzlich ein Berner Blatt einen viel beachteten hatte. Düwell war von Konik nach Berlin verzogen. In Ronis Kündigung und Wiedereinstellung aller früher Beschäftigten; Artikel, worin als Hauptursache der Nothlage die zu hohen war er Mitglied des Kriegervereins gewesen. Mit der bunten Entlassung des Angeklagten Mengel; anständige Behandlung der Landpreise bezeichnet wurden, deren Steigen auf die Müge des Kriegervereins angethan, stolzirte er am Nachmittage Arbeiter, vor allen Dingen seitens des Ingenieurs Beck; das Spekulation zurückzuführen ist. Das Blatt tam daher zu dem des 8. Juni über den Koppenplatz. Er hatte etwas Bier ge Abwiegen der Waaren erfolgt entweder nach deutschem Gewicht Schluffe: Nicht das 5 Nappen Korn, nicht die 24 Rappen trunken. Die spielenden Kinder machten achtungsvoll vor im Beisein der Spinner oder die Berechnung geschieht nach Milch, nicht die italienischen Ochsen, nicht die 250-500 Franken ihm Platz. Sie hielten ihn für einen hohen Beamten. Tourenuhren. Die Berechnung nach englischem Gewicht wird Knechte und die 3-4 Franken Heuer und Schnitter und nicht Als der Angeklagte bies mextte, wurde er Dom unterlassen. die hohen Steuern, sondern die zu hohen Landpreise Größenwahn ergriffen. Als er wieder einige spielende Unter den Streifenden befinden sich Arbeiter, die 20 bis find das Hauptübel, an dem unser Bauernstand leidet." Kinder traf, jagte er fie fort mit den Worten: 40 Jahre in der Fabrik beschäftigt sind. Sämmtliche Spinner Das Blatt bekämpft die Bölle, welche nur den Konsumenten Seht Ihr nicht, daß ich Parkwächter bin?" Zwei alte gehören der Organisation an, während von den Ansegern nur die Lebenshaltung vertheuern und die Staatskasse füllen, es Frauen, welche harmlos auf einer Bant saßen und plauderten, ein Bruchtheil organisirt ist. Allgemein herrscht die Ansicht, daß werthet auch den niedrigen Binsiuß nicht als Allheilmittel gegen wurden ebenfalls von dem Kriegervereinter fortgejagt. Bei einem der Lohndruck deshalb in verschärftem Maße ausgeübt wird, die Bauersnoth, und es sagt endlich voraus, daß es feine Arbeiter wollte der Angeklagte sich ebenfalls als Barkivächter weil man möglichst balb bie neuen Betriebsanlagen 25 Jahre mehr geht, bis die Landarbeiter ebenfalls einiger aufspielen, dieser tannte aber die Kopfbedeckung, die Düwell amortifiren möchte. In furzer Zeit werden auch die Weber maßen organisirt sein und dann höhere Ansprüche an Koft und trug. Er veranlaßte feine Verhaftung. Der Gerichtshof war in Mitleidenschaft gezogen, so daß es sehr leicht möglich ist, daß Logis stellen, sowie fürzere Arbeitszeit fordern werden. mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß der Angeklagte nur der ganze Betrieb still gefegt werden muß. einen dummen Streich begangen habe, der mit einer Geldstrafe Der Generalkommissar der Pariser Weltausstellung von 5 M. hinreichend gefühnt sei. Der Kohlenarbeiter- Streit im Hafen zu Hamburg ist von 1900 suchte Anfang dieses Monats zur Organisation seiner Der Fahrrad Fabrikant Oskar Meumann, welcher in ftegreich beendet, da jezt alle in betracht kommenden Firmen den Bureaus 25 Angestellte auf die Dauer von 3 Jahren. lekterer Zeit wegen seiner Verhaftung fo häufig von sich reden neuen Akkordtarif anerkannt haben. Darauf meldeten sich bei ihm nicht weniger als 3500 Handgemacht, wurde gestern der 133. Abtheilung des Schöffengerichts Die Lohnkommission der Schneider Frankfurts a. M. Iungsgehilfen. Diese ungeheuere Zahl Bewerber werden aus der Untersuchungshaft vorgeführt, un fich wegen einer Aus hat in der Frage, betreffend die Berbesserung der Lohnverhältnisse nun zwar nicht alle stellenlos ſein, die überwiegende Mehrzahl schreitung zu verantworten, die er im Juni im Gerichtsgebäude in der Konfektionsbranche, das Gewerbegericht um Ber- aber ist es bestimmt. Was wird nun aus denen, deren Be- in der Jüdenstraße begangen haben sollte. Durch die Beweiswurde festgestellt, daß Neumann mittlung mit den Unternehmern ersucht. Der Ausschuß des Gewerbung nicht berücksichtigt wird? fragt die„ Union professionelle", werbegerichts hat sich zur Vermittlung bereit erklärt. Es werden Monatsschrift des Vereins der Bureauangestellten von Paris. Ach, endetem Termine feinem Prozeßgegner zwei Faustschläge nun seitens des Gewerbegerichts- Ausschusses Verhandlungen fie fangen wieder von vorne an, vielleicht zum hundertsten Male, ins Genid gegeben hatte. Da Neumann früher Athlet mit den Konfektionären gepflogen werden. Bewerbebriefe zu schreiben, jeden Morgen beginnen sie ihren gewesen, so fielen die Schläge so träftig aus, daß der MißRundgang bei den Stellenvermittlern und bei den Geschäfts- handelte in die Knie fant. Vor der Thür des Gerichtsgebäudes inhabern, sie laufen von früh bis abends das Pariser Pflaster hielt die Equipage des Neumann. Er rief seinem Kutscher zu: ab, um eine Beschäftigung zu finden, welche ihnen ihr Stück Gieb mir mal die Peitsche her, damit ich ihm damit um die Brot geben soll. Und wie viele von ihnen, welche nicht reüssiren, Ohren schlagen fann!" Der Bedrohte suchte das Weite, so daß bevor ihre lehten Geldmittel erschöpft sind, gehen in den Tiefen es zu weiteren Ausschreitungen nicht tam. des Elends für unsere Gesellschaft verloren, Leute, welche tüchtig beantragte gegen Neumann eine Geldstrafe von 50 M., der Gerichtshof erkannte aber auf 100 M. Geldstrafe. Das Leipziger Gewerkschaftskartell hat nach einem in ihrem Beruf und von guter Bildung waren!" Auch in Deutschland ist die Stellenlosigkeit im Handels- Um acht Prenkohlen handelte es sich in einer Anklage Vortrag, den der Buchdrucker Gasch gegen die neue Tariforganisation der Buchdrucker hielt, den Beschluß gefaßt, daß gewerbe sehr groß, und bekannt ist auch die meist überaus wegen schweren Diebstah13, welche gestern vor der dritten fämmtliche Mitglieder des Kartells sich verpflichten, jeder fest- erbärmliche Bezahlung und Behandlung des kaufmännischen Ferien- Straffammer des Landgerichts I gegen einen wohlhaben liegenden, zeitbestimmenden und auf Gegenseitigkeit beruhenden Personals. Dennoch sind es nur sehr wenig Handlungsgehilfen, den Mann, den Bierverleger Auguft Neumann verhandelt Zarifgemeinschaft innerhalb ihrer Gewerkschaft mit größter die erkannt haben, daß das kaufmännische Personal keinen bevor wurde. Als die in demselben Hause, wie der Angeklagte, wohnende zugten Stand bildet, sondern vom Kapitalismus mindestens Tochter des Milchhändlers Lange an einen Nachmittage im Energie entgegen zu treten." betreten wollte, Dieser Beschluß ist nicht zu billigen, denn fefte Lohntarife ebenso fchlimm, wenn nicht noch mehr ausgebeutet wird, als die Mai dieses Jahres ihren Kellerraum entdeckte sie, daß die Thür offen stand. Die Krampe an sich, die nicht auf heute oder morgen, sondern auf eine übrigen Theile des Proletariats. war gewaltsam gelöst worden. Als die Lange in den Keller gewiffe, wenn auch nicht zu lange Zeit mit den Unternehmern Gewerbezählung in Belgien. Die belgische Regierung hineintrat, erblickte sie dort den Angeklagten, welcher vor Schreck vereinbart sind, liegen gerade im Interesse der Arbeiter. Ent hat eine allgemeine Zählung der Industrie und des Handwerks fein Wort zu äußern vermochte. gegen dem in vielen Gewerben noch herrschenden Zustand, wo befchloffen, bie folgende Punkte umfaffen soll: 1. Natur, Zahl, Schürze, die er an den Zipfeln zusammenhielt und acht Stück Seinen Händen entsant die mangels genügender Organisation der Arbeiter die Unternehmer geographische Vertheilung und Zeitpunkt der Gründung von die Arbeitsbedingungen wenigstens während der Zeit des allen in Belgien bestehenden industriellen und gewerblichen Preßtohlen polterten auf den Fußboden. Der Schrecken des schwächeren Geschäftsganges diktiren, ist die zwischen Arbeitern Unternehmungen. 2. Art der Fabrikate. 8. Bahl und Fähigkeiten Jugend bereits zweimal wegen Diebstahls vorbestraft war Angeklagten um so erklärlicher, da er in seiner von Tarifen überhaupt ein Fortschritt zum Besseren. Jeder feher, Angestellten 2c. 5. Bahl der Arbeiter und Arbeite der Angeklagte sich die größte Mühe gegeben, die Sache durch und Unternehmern in geordneten Formen getroffene Bereinbarung der Besizer. 4. Zahl der Direktoren, Leiter, Subdirektoren, Auf- Jugend bereits zweimal wegen Diebstahls vorbestraft ift. Wie die Zeugen im Termine bekundeten, hat ve reinbarte Tarif ist aber eine Tarifgemeinschaft. rinnen nach Alterskategorien. 6. Durchschnittliche Lages Geldopfer aus der Welt zu bringen. Der Angeklagte bestritt Man konnte ja vermuthen, daß die vorzüglich organisirten bauer der Arbeits- und Ruhezeit. 7. Höhe des Lohnes dies und versuchte sich durch Hartnäckiges Zeugnen zu retten. Buchdrucker bas des Normaltarifs, nachdem mehr als 20 jähriges Bestehen eingelebt nach Berufs Spezialisirungen, Alter und Geschlecht. 8. Natur, Der Gerichtshof gewann aber die Ueberzeugung von seiner Schuld hat, ohne übermäßige Opfer aus eigener Kraft in allgemeiner Bahl und Pferdekräfte der Motoren 9. Zahl, System und und gerade mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte ein vers Pferdestärke der Dampfteffel. 10. Die Dertlichkeiten, in denen Geltung erhalten tönnten, also ohne den Konsens der Prinzipals die Arbeiter wohnen und in denen fie arbeiten. 11. Bahl und mögender Mann sei, wurde auf die hohe Strafe von sechs Monaten Gefängniß erkannt. Organisation. Diese Vermuthung ist aber durch die üblen Er fahrungen, die man im Buchdruckgewerbe mit der Aufgabe der Bufammienfegung der Familien, aus beren Haushaltung ein oder mehrere Glieder als Arbeiter in der Industrie thätig sind. Tarifgemeinschaft feit 1891 gemacht hat, als irrig erwiesen. 12. Bivilitand der Arbeiter und ihrer Haushaltungs- Angehörigen. Derselbe Gasch, der heute jede Tarifgemeinschaft verwirft, hat Die Zählung wird von den Kommunen im Auftrage und übrigens die Tariforganisation er jetzt in Bausch unter Leitung des Arbeitsministers ausgeführt. Auf die Verund Bogen bekämpft, selber mit schaffen helfen, denn an weigerung von Angaben ist eine Strafe von 25 Frants oder den Leipziger Abmachungen mit den Prinzipalsvertretern hat 7 Tage Haft gesetzt. Gasch hervorragend theilgenommen, er hat diese Abmachungen dann den Buchdruckern zur Annahme empfohlen, troydem in " Ju Leipzig ist, wie die Leipziger Voltszeitung" mittheilt, in der Buchdruckerei von Grumbach an die Gehilfen das Unsinnen gestellt worden, einen Revers zu unterschreiben, inhalts dessen sie sich verpflichten sollen, aus dem Verband der deutschen Buchdrucker auszutreten. Die • W Der Staatsanwalt Depeschen und lehte Nachrichten. Kairo, 12. September.( W. Z. B.) Der Dampffessel eines der Ranonenboote, die in Rosheh für die Nil Expedition aus gerüstet werden, explodirte gestern. Die Maschinen wurden zerstört und das Boot schwer beschädigt. Verlust an Menschenleben tamen nicht vor. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 215. Prozek Hinke und Genossen. ( Schluß.) " Die Nachmittags Sigung begann mit der Bernehmung des Polizeikommissars Schöne. Bei der Vereidigung er wies fich Herr Schöne als besonders fromm und gottesfürchtig, denn er sette der Schlußformel des Eides: So wahr mir Gott helfe!" noch hinzu:„ Durch Jesum Chriftum zur ewigen Selig feit. Amen!" Dagegen unterließ Herr Schöne diesmal, seine Darstellung mit der Erklärung einzuleiten, daß ihm im vorigen Herbste es flar geworden sei, daß die Thätigkeit der Berliner Wahlvereine gegen das Gesetz verstoße und daß auf seinen Bericht hin das Berliner Polizeipräsidium die Auflösung veranlaßt habe. Sonntag, den 13. September 1896. finden sollte; war Ihnen das als eine Fortsehung des Wahlvereins im 2. Wahlkreise bezeichnet worden? Schöne: Nein, selbstverständlich nicht, aber als eine Versammlung im 2. Wahlkreise, und das ist doch baffelbe. Die Interessen des Wahlkreises und des Wahlvereins fallen doch zusammen. Vertheidiger Rechtsanwalt Heine: Erläutern Sie doch mal, wieso Wahl verein und Wahlkreis ganz dasselbe sein follen? Der Wahlkreis hat ca. 26 000 fozialdemokratische Wähler, der Wahlverein vielleicht 1000 Mitglieder. Echöne: Es ist doch selbstverständlich, daß, nach dem der große Prozeß gegen die einzelnen Wahlkreisvereine sich abgespielt hatte und nachdem ein Zeitlang vergangen war, die Angeklagten sich überlegt haben: wie können wir die zerstörte Organisation wieder aufbauen? In gewisser Beziehung bin ich doch Sachverständiger in diesen Fragen, und da muß ich sagen: in jedem Berliner Wahlkreis besteht ein Wahlverein, und dieser Kriminalkommiffar Schöne als Belaftungszeuge: ist die Seele der ganzen Bewegung im Wahlkreis. Es waren feitens des königlichen Polizeipräsidiums unterm Selbstverständlich können die Vertrauensleute nicht 29. November v. J. eine große Anzahl sozialdemokratischer Veröffentlich mit dem Wahlverein in Verbindung stehen; sie werden eine geschloffen und diese Maßnahme seitens des Gerichts be- sich sehr in acht nehmen, das zu thun. Aber da der Wahlftätigt worden, unter anderem auch die Schließung des Wahl- verein geschlossen war, blieb den Vertrauensleuten gar vereins für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Ich habe seit nichts anderes übrig, als in einer geheimen Versammlung 1881 die Beaufsichtigung der sozialdemokratischen Partei in be- die gemeinsamen Interessen des Wahl vereins stimmten Wahlkreisen unter mir und hatte infolgedessen eine und des Wahlkreises zu behandeln. So auch hier. Die scharfe Kontrolle darüber angeordnet, ob etwa die geschlossenen Vertrauensleute bilden nämlich das bindende Glied zwischen dem Vereine weiter tagen würden. Ich habe nun die Beobachtung Wahlverein und der Parteileitung. Die Vertrauensleute sind die gemacht nicht persönlich, sondern durch meine Beamten ausübenden Organe, ebenso die Preßkommission; bedaß trotzdem wiederholt Versammlungen abgehalten worden sonders aber die Vertrauensleute und die mußten selbst sind, und so auch im 2. Reichstags Wahlkreise am 10. Februar verständlich einen Weg suchen, um mit den Wahl eine Versammlung stattfinden sollte. Ich hatte diese Nachricht vereinen in Verbindung zu bleiben. Und da der Wahl auf vertraulichem Wege in Erfahrung gebracht und ordnete verein geschlossen war, mußten sie es eben heimlich thun. daher an diesem Zage eine gründliche Beobachtung Außerdem beweisen dies die gefundene Tagesordnung und der der Gegend an, 100 die Zusammenkunft stattfinden Umstand, daß sämmtliche Anwesende Mitglieder des alten Wahl sollte, nämlich in ber Admiralstraße bei Möhring. vereins waren. Wir beobachteten, daß von allen Seiten Leute, die uns als hervorragende Agitatoren in der Bewegung bekannt waren, nach dem Lokal strömten, und wir sahen auch, daß Post en Schöne: Das ist sehr einfach zu erklären: die Vertrauensleute bekommen das Geld durch die Kassirer des Wahlvereins und liefern es an die Parteileitung ab. Präsident: Ich möchte von vornherein einwerfen, daß von allen Angeklagten be stritten wird, daß Wahlvereinsgelder direkt an die Parteileitung abgeliefert werden. 13. Jahrg. männer Werner und Kizing hierüber zu vernehmen. Ist es richtig, daß das geschehen ist? Werner: Es ist früher, vor Schließung des Wahl vereins, vorgekommen, daß Ueberschüsse des Wahlvereins dem Vertrauensmann zur Agitation und selbständigen Ver wendung überwiesen wurden, und im Prozeß Auer ist nachgewiesen, daß der Vertrauensmann über seine Einnahmen und Ausgaben Rechnung gelegt und seinen Ueberschuß an die Parteileitung abgeliefert hat. Es ist niemals vorgekommen, daß der Vertrauensmann dieselbe Summe, welche ihm der Wahlverein überwiesen, an die Parteileitung abgeliefert hat. Nach der Schließung des Wahlvereins ist bei diesem kein Ueberschuß mehr da und natürlich auch nicht überwiesen worden. Präsident: Vorhin haben Sie gesagt, daß der Ver trauensmann mit den Kassenangelegenheiten nichts zu thun gehabt hätte. Werner: Ich meinte, mit denen des Wahlvereins. Präsident: Sind Sie vielleicht in der Lage, die Abrechnung zu erläutern? ( Werner erläutert die einzelnen Posten ausführlich.) Präsident: Stimmt die Rechnung mit der Ihrigen überein, Herr Schöne? Schöne: Nicht in allen, aber in den meisten Posten. Präsident: Werner behauptet also, daß die Bons nichts mit dem Wahlverein zu thun hätten. Schöne: Das mag wohl sein. ( Der Präsident, Staatsanwalt, Rechtsanwalt Heine und Schöne vergleichen die Zahlen in den Schöne'schen Akten mit denen der Abrechnung von Werner; doch scheinen die Zahlen nicht übereinzustimmen und Rechtsanwalt Heine verlangt, Schöne soll seine Zahlen erklären.) Schöne( fehr erregt): Das werden Sie auch nicht können, alle Zahlen im Kopf zu behalten. Das ist mir von meinen Beamten berichtet. ( Einzelne Angeklagte lachen; der Präsident verbittet sich jede Rundgebung des Beifalls oder der Mißbilligung seitens der Angeklagten.) Schöne: Ich habe die ganze sozialdemokratische Bewegung in meinen Händen, aber natürlich kann ich nicht alles unter meinen Eid nehmen; ich möchte mich nicht der Gefahr aus. feßen, auch nur ein Titelchen Unwahres unterm Eid auszusagen. Rechtsanwalt Heine: Sie haben vorher auch gefagt, in der Werner'schen Abrechnung befänden sich auch die Erträgnisse von Tellersammlungen von Bersammlungen, die im Januar stattfanden. Meinten Sie da Tellersammlungen in Vereinsversamm lungen? Schöne: Ja. Rechtsanwalt Seine: Aber der Verein ist ja schon im November geschlossen worden! Schöne: Das mag sein; aber es ist nachgewiesen, daß die Vertrauensleute Geld von den Kassirern erhalten genauer Schöne( etwas unverständlich) bittet sehr erregt, der Präs informirt als ich ist darüber der Wachtmeister Diener. sident möge ihn gegen Derartiges in Schutz zu nehmen. Rechtsanwalt Heine: Wie können Sie ohne jegliche Rechtsanwalt Heine: Wissen Sie, daß in Vereins. Unterscheidung sagen, ich weiß, daß die Vertrauensleute das versammlungen überhaupt teine Tellersammlungen statt Geld von den Kassirern erhalten und an die Parteileitung ab- fanden; nur in den öffentlichen Versammlungen des Wahlliefern? Der Herr Vorsitzende fragte Sie, wieso Sie aus dieser vereins? Abrechnung folgern, daß dies eine Angelegenheit des Schöne: Das mag sein. Da kann ich mich irren. Präsident: Es handelt sich um die Feststellung, ob die Schöne: Es hat sich um den Wahlverein gehandelt, bei Werner beschlagnahmte Abrechnung mit der Ihrigen Sie tönnen das also nicht nachweil die letzten Verhandlungen bewiesen haben, daß die Ab identisch ist. rechnung des Werner genau übereinstimmt mit der Abrechnung, welche weisen? Schöne: Nein! wir in Händen haben. Auch bei Zubeil haben Versammlungen stattgefunden und auch bei ihm sind Abrechnungen erfolgt, welche die Vertrauensleute betrafen, woraus hervorgeht, daß der Verein mit den Vertrauensleuten in Verbin= dung gestanden hat. auf der Straße vor dem Lokal standen. Da mir Herr Schöne über die Abrechnung des Vertrauensmannes. das alles schon vorher bekannt war, so hatte ich vorsichtshalber Präsident: Wir wollen auf die Tagesordnung mal einen meiner Beamten beauftragt, im Falle es nicht gelingen näher eingehen. In erster Linie hat da eine Art Rechnungs sollte, schnell in die Versammlung hineinzukommen, sich in legung stattgefunden; in wieweit soll das mit dem 2. Wahlkreis das Kostüm eines Kellners zu fleiden und unter diesem verein zusammenhängen? Deckmantel erfahren zu suchen, ob da wirklich eine politische Versammlung vor sich ginge. Das ist geschehen. Der betreffende Beamte hat sich, nachdem er fich vergewiffert hatte, daß auf der Straße alles frei war und die Versammelten sich sicher fühlten, als Kellner in das Versammlungs zimmer begeben und dort thatsächlich den Eindruck gewonnen, daß dort eine politische Versammlung stattgefunden habe. Er hat auch gesehen, daß einer, ich glaube der Schant wirth Werner, als Leiter des Ganzen fungirt hat. Bald danach drängten die anderen Beamten hinein und ich ebenfalls; ich hatte ebenfalls den Eindruck, daß da eine Versammlung stattfände. Außerdem muß ich bemerken, daß der Posten, der vor dem Lotale stand, von einem meiner Beamten entfernt wurde, bevor er die anderen avisiren konnte er wurde die Treppe hinabgetragen Ich bemerkte gleich, wie Wahlvereins sei? ich eintrat, daß auch der Reichstags- Abgeordnete Fischer dort war, und ging an ihn heran und sagte: Bitte, fommen Sie heraus. Ich that das deshalb, um Weiterungen und eventuelle Aufbauschungen und Entstellungen im Reichstag zu vermeiden. Er schien mir sehr in Angst zu sein er hatte den Schlapphut schief ins Gesicht gesezt, um möglichst unerkannt zu bleiben. Er ging mit mir heraus, ich entließ ihn dort. Was er da gesagt hat weiß ich nicht mehr genau, ich mag das nicht direkt auf meinen Eid nehmen. Die übrigen Anwesenden wurden von meinen Beamten e3 waren eine ganze Anzahl zur Stelle, ich das glaube wohl etliche dreißig ich weiß jett nicht mehr genau-, umftelt und die einzelnen Personen durchfucht, um Material zu finden. Alle wurden nach dem Alexander plaz geschafft. Es wurde aber an Ort und Stelle noch manches gefunden, was darauf schließen ließ, daß eine Versammlung dort stattgefunden habe. Vor allem wurde bei dem Schankwirth Werner ein Bettel gefunden mit der Tagesordnung, der Redners lifte u. f. w. Die einzelnen Angeschuldigten wurden dann theils von mir, theils von meinen Kollegen, theils von meinen Wachtmeistern vernommen. Es mag ja dabei nicht in allen Fällen so forrekt verfahren worden sein, wie es nothwendig gewesen wäre, aber diejenigen, die ich vernommen habe, werden nichts Derartiges aussagen tönnen. Das ist ungefähr der Hergang. Präsident: Sie sagen, es wären Posten ausbetreffend sein sollte. gestellt gewesen, und zwar einer vor der Thür auf der Straße. Schöne: Es ist eine Abrechnung über die einzelnen Eins Haben Sie das selbst gefehen oder von Ihren Beamten nahmen der Gruppenführer innerhalb des Wahlkreises, die speziell dem Vertrauensmann Rechnung abzulegen haben, und daß vor gehört? Schöne: Ich habe zwei Leute vor dem Lokal allen Dingen auch Summen seitens des Kassirers des stehen fehen es ist ein eigenthümlicher Eingang dort, Wahlvereins an den Vertrauensmann abgeführt worden ich weiß aber natürlich nicht, ob gerade diese speziell vou find. den Versammelten hingestellt waren, jebenfalls tannten meine Beamten dieselben. Präsident: Sie haben also nur gesehen, daß sich zwei Leute dort befanden, die Ihnen den Anschein erwedten, als feien sie Wachtposten. Schöne: Ja, Herr Präsident. Präsident: Wo haben Sie denn gestanden? Schöne( achfelzuckend und lächelnd): Das ist eine verfängliche Frage, Herr Präsident, ich selbst exponire mich natür lich nicht, da ich den Meisten wohl bekannt bin. Präsident: Sie haben einen Ihrer Beamten beauftragt, fich als Kellner verkleidet Eingang zu verschaffen? Schöne: Ja, den Tag vorher. Er hat das Bier über bie Straße geholt, denn im Möhring'schen Lokale wäre es natürlich aufgefallen, und ist in das Lokal gegangen. Ich bin dann mit meinen Beamten zugleich bald in das Lokal eingedrungen, weil mir der Kellner zu lange drin zu bleiben schien. Präsident: Der eine Boften behauptet, er hätte sich dort nur aufgehalten, weil er halsleidend sei und frische Luft schöpfen wollte. Schöne: Das weiß ich ja nicht, was der Grund war, aber der Mann wurde entfernt, das muß der Schuhmann Hoffmann bestätigen. Präsident: Herrschte schon eine allgemeine Verwirrung, als Sie in das Lokal eintraten? Schöne: Sie waren alle sehr verdugt; ich bemerkte vor allen den Werner und den Reichstags- Abgeordneten Fischer; der lettere faß zwar seitwärts, ich bemerkte ihn aber sogleich. Präsident: Machte Ihnen die Versammlung den Einbruck, als wenn Verhandlungen in parlamentarischer Form stattfänden? Schöne: Aus eigener Wahrnehmung kann ich das ja nicht sagen; ich kann den Eindrud nicht ge wonnen haben, weil ich es ja schon vorher wußte. Ich hatte aber den Eindruck: hier ist eine Versammlung, wie man sie in Berlin so häufig hat; eine Rede habe ich nicht gehört. Präsident: Sie waren vorher von vertraulicher Seite barauf aufmerksam gemacht, daß dort eine Versammlung statt. Rechtsanwalt Heine: Im Zubeil'schen Lokal haben Bersammlungen des Wahlvereins und außerdem auch noch andere Versammlungen stattgefunden, in denen Abrechnungen seitens der Vertrauensmänner gegeben wurden? . Herr Schöne über die Preßkommiffion. Präsident: Jeßt zum zweiten Puntt. In welcher Weise glauben Sie, daß die Verhandlungen über die Preßkommission Es ist be mit dem zweiten Wahlverein zusammenhängen? Hauptet, daß die Preßkommission nichts mit dem Wahlverein zu thun hätte? Schöne: Ich habe schon einmal erwähnt, daß die WahlSchöne: Es haben dort Vorstandssigungen des Wahlvereins stattgefunden und auch Abrechnungen. Sie( Heine) vereine die Seele der Wahlkreise bilden, und die Preßwaren damals bei der ersten Verhandlung sehr unangefommissionsglieder stehen und standen in ständiger Verbindung nehm berührt und sehr aufgeregt, als ich das be- mit den Wahlvereinen, und so auch in diesem Falle. Hier handelt es sich überhaupt nur darum: wie sollte sich die politische wiesen habe. éage des zweiten Wahlkreises gestalten, und da der Wahlverein die Seele desselben war, mußte er mit der Preßkommission in Verbindung treten, und da er geschlossen war, so mußten sie das geheim thun. Präsident: In den Akten ist davon nichts enthalten und das geht uns auch hier nichts an. Ist Ihnen diese Abrechnung bekannt? Schöne: Ja, das ist die dem Herrn Werner abgenommene. Präsident: Sie behaupten, daß Sie die gleiche Abrechnung in Händen gehabt haben. Das wäre noch nichts beweisend, wenn Sie nicht nachweisen können, daß das, was Sie in Händen gehabt haben, eine Abrechnung den Verein Rechtsanwalt Heine: Herr Schöne legte in der That in seinen Atten eine Abschrift vor, wo dieselben Zahlen darauf standen, wie auf diesem Bettel. Das habe ich in der ersten Es ist eine Abrechnung einzelner Instanz auch anerkannt. Genossen mit dem Vertrauensmann, aber wieso er daraus folgern fann, daß es sich da um Einnahmen und Ausgaben des Wahlvereins handle, der schon geschlossen war und keine Einnahmen mehr hatte, darüber habe ich keinen Beweis erhalten. Präsident: Inwieweit identifiziren Sie die Abrechnung mit der des 2. Wahl vereins? Schöne: Wir haben auch Atten, und der Wachtmeister hat bewiesen, in welcher Weise eine Verbindung besteht. ( Weiteres wegen Durcheinandersprechen des Präsidenten, des Bertheidigers Heine und Schöne's unverständlich) Rechtsanwalt Heine: Stammen die Gelder noch aus der Beit, nachdem der Wahlverein geschlossen war, Herr Schöne? Beisiger: Sollte das Geld von den Gruppenführern erst abgeliefert werden oder war es schon abgeliefert? Schöne( sehr erregt): Herr Präsident, es ist doch nicht wenn ich recht unterrichtet bin außer acht zu lassen das Beschlagnahmte deutet es ist ja schon so lange her doch positiv darauf hin, daß die einzelnen Kassirer des Wahlvereins Gelder vom Wahlverein an die Vertrauensleute abgeliefert haben. Präsident: Ja, wie wollen Sie das beweisen? Schöne: Ja, es ist schon lange her, ich glaube kaum, daß ich das noch kann. Präsident: Zeigen Sie mir, daß aus dieser Abrechnung hervorgeht, daß die einzelnen Kassirer Geld an die Vertrauensleute abgeliefert haben. Rechtsanwalt Heine: In welcher Weise soll denn diese Ablieferung von Geldern des Wahlvereins an die Vertrauensleute erfolgt sein? Rechtsanwalt Heine: Wo wurden die Mitglieder der Preßkommission gewählt? Wer saß der Versammlung vor? Schöne: Das weiß ich nicht, fragen Sie meinen Wachtmeister. Vor allem mußten die Vertrauensleute Mit glieder des Wahlvereins sein und ebenso waren auch die Mits glieder der Preßkommission Mitglieder des Wahlvereins. Rechtsanwalt eine: Steht das in dem Statut? Schöne: Das weiß ich nicht, es ist aber that. sächlich so. Rechtsanwalt Dr. Hersfeld: Jch meine, der Herr Kom miffar ist als 3euge und nicht als Sachverständiger vorgeladen, bis jetzt hat er aber blos Gutachten abgegeben; ich möchte ihn ersuchen, nur Thatsächliches vorzubringen. 56 Präsident: Wie viel Mitglieder hatte der Wahlverein? Schöne: Vielleicht tausend. Präsident: An dieser Versammlung nahmen aber nur theil? Schöne: Ja, das ist die Elite; das ist eine Rorpore versammlung. Präsident: Was ist eine Korporeversammlung? Schöne: Das ist schwer zu sagen. Unter den Sozial demokraten Berlins heißen so Versammlungen, wo alle maßgebenden Personen der Partei zusammenkommen. Als 3. Punkt stand ja auch auf der Tagesordnung: Neu Organisation des Wahlkreises. Präsident: Ist es auch möglich, daß Mitglieder des Wahlvereins als solche eine Rorporeversammlung ab. halten? Schöne: Ja wohl! Ewald: Kann Schöne beweisen, daß irgendwo ein mal eine Korporeversammlung eines Wahl vereins stattgefunden hat? Schöne: Ja, das ist eine eigene Sache; ich kann das natürlicherweise nicht sagen, aber jedenfalls Aus schuß- Sigungen des Wahlvereins. Präsident: Das ist also eine Art Ausschuß- Ver. fammilung? Schöne: Jawohl! Antrick: Ich frage den Zeugen nochmals, ob er beweisen tann, daß in Berlin überhaupt einmal eine Korpore- Versammlung eines Wahlvereins stattgefunden hat. Schöne: Jedenfalls einmal eine Ausschußversammlung. Antrick: Dann frage ich also so: Hat schon einmal eine geheime Versammlung der Elitetruppen vom Wahlverein aus stattgefunden? Schöne( sehr erregt): Ich stehe doch nicht bei jedem Ver- Schöne: Ja, sie werden vom Wahlverein vorbereitet trauensmann dabei, wenn er Gelder abgeliefert erhält; aber und natürlich werden auch die Vertrauensleute zugezogen 2c. Es handelt sich in diesen Korporeversammlungen um Sachen, es ist mir von meinen Beamten mitgetheilt. Rechtsanwalt Heine: Ich bitte die beiden Bertrauens, die das Licht der Deffentlichkeit zu scheuen haben, z. B. um die Berbreitung von verbotenen Flugblättern schimpflichster Art 2c., deshalb können sie nicht öffentlich sein. Beispielsweise wird in diesen geheimen Versammlungen auch beschloffen, wer von den Genoffen zu Aemtern vorgeschlagen werden soll. All' dergleichen Sachen, die das Licht der Deffentlichkeit zu scheuen haben, werden da verhandelt. Sie hier nicht aussagen, daß das eine Fortsehung] des zweiten Wahlvereins ist, sperre ich Sie ein. Schöne( sehr erregt): Das ist nicht der Fall. Rechtsanwalt Heine: Was hat denn Herr Werner ausgesagt?.....( unverständlich.) Schöne: Ich hatte den Eindruck, daß Werner die WahrPräsident: Sie wiffen, daß dergleichen Versammheit gesagt. lungen schon öfters bei den Wahlvereinen vorgekommen find? Schöne: Ja. Rechtsanwalt Heine: Können Sie uns eine davon bestimmt nennen? Können Sie uns von einer solchen Verfammlung aus eigenem Wissen etwas mittheilen? Schöne: Nein, jetzt nicht. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld: Ist Ihnen bekannt, daß jemals irgend ein Mitglied der Preßkommission in einem Wahlverein einen Bericht erstattet hat? Schöne: Jetzt momentan hier nicht. Rechtsanwalt Dr. Hersfeld: Wenn eine Versammlung mit diefer Tagesordnung Ihnen angemeldet worden wäre, wäre das strafbar gewesen? Schöne: Ich weiß nicht, wie der Herr Polizeipräsident entschieden hätte. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld: Ich konstatire, daß der Zeuge vorhin gefagt hat, daß diese Bersammlungen dazu dienten, um Berbotenes zu behandeln. Präsident: Herr Schöne, ja oder nein? Schöne: Nein. Rechtsanwalt Dr. Heine: Sie sagen, daß Herr Reichstags Abgeordneter Fischer ersichtlich bei Ihrem Eindringen große Angst gehabt hätte. Sie sagen auch, er habe sich den Hut schief ins Gesicht gesetzt, um unerkannt zu bleiben. War das ein großer Hut? Schöne( erregt): Ja, Herr Präsident, das kann ich doch heute nicht mehr sagen, er hat an der Seite gefeffen.... ( unverständlich) Ewald: Giebt der Herr Kommissar zu, daß seine Beamten verwechselt haben können die Genossen der öffentlichen allgemeinen Partei und die des Wahlvereins? Weiß er, daß nur Mitglieder des Wahlvereins an der Rorporefizung theilgenommen haben? Seine Beamten verwechseln vielleicht Wahlvereins- und Wahltreis- Mitglieder. Präsident: Haben Sie darauf etwas zu sagen, Herr Schöne? Der Begriff Rorporeversammlung scheint mir ein so dehnbarer, daß man alles mögliche darunter verstehen tann. Herr Schöne, Sie haben gesagt, es giebt Korporeversammlungen von der allgemeinen Partei und auch von einzelnen Vereinen, und Sie haben behauptet, daß diesmal vom Wahl verein die Rede war. Schöne: Eine ganze Anzahl der Angeschuldigten haben mir das zugegeben. Präsident: Diese Angeklagten haben hier ihre damaligen Aussagen widerrufen und übereinstimmend ausgesagt, daß diese unter einem Zwange erfolgt wären, unter einem moralischen Druck, weil sie gesagt hätten, sie würden sonst nach Moabit tommen. Schöne: Ich habe lange Jahre auf der Polizei ge arbeitet, aber das ist der erste Fall, daß mir nachgesagt wird, daß ich Zwang ausgeübt habe. Das liegt mir gänzlich fern, benn ich würde mich dadurch eines Verbrechens schuldig machen. Die Sache liegt so: Wenn ich wahrnahm oder vermuthete, daß einer oder der andere nicht die Wahrheit sagte, so sagte ich: machen Sie sich doch nicht unglücklich um solcher Lappalie willen, fagen Sie doch die Wahrheit, sonst würde ich Sie dem Staatsanwalt zuführen müssen. Wenn das Zwang sein sollte, dann allerdings... Bei der lezten Verhandlung behauptete der Angeklagte Karl Fischer, ich hätte ihn ge zwungen....( unverständlich). Hinge: Herr Schöne hat zu mir gesagt: Machen Sie nicht lange Redensarten; Werner hat unterschrieben und wenn Sie unterschreiben, können Sie nach Hause gehen, sonst müssen Sie nach Moabit.19 Schöne: Es ist möglich, daß ich mich ähnlich geäußert habe, aber eine Drohung, habe ich nicht gemacht. Gruschte: Ich kann mich nur in demselben Sinne wie Hinge äußern. Herr Schöne hat mir erst gesagt, daß ich mich gegen den§ 16 des Vereinsgesetzes vergangen hätte. Meine Genossen hätten es bereits zugegeben, ebenso der Abgeordnete Fischer. Präsident: Sie befinden sich im Irrthum, Sie haben im Protokoll ausdrücklich anerkannt, daß es eine Fortsetzung des zweiten Wahlvereins gewesen ist. Gruschte: Es ging alles sehr schnell und so habe ich unterschrieben. Präsident: Das sieht einem 3 wange aller. dings sehr ähnlich. Schöne: Es ist ganz natürlich, daß die Leute unter dem Eindruck der ersten Vernehmung am ehesten ein Geständniß ablegen, wenn man ihnen gut zuredet; von irgend welchem Zwange ist aber niemals die Rede gewesen. Präsident: Rann irgend wer von den Angeklagten be haupten, daß ein Zwang ausgeübt ist? Hinge oder Henze(?): Als ich zu dem Kommissar Schöne fagte: Ich habe Ihnen nichts weiter mitzutheilen, als daß es eine Geburtstagsfeier war, legte er mir ein von Werner unterschriebenes Protokoll vor und sagte: Wenn Sie nicht ebenfo aussagen, muß ich Sie in Unter suchungshaft nehmen. Als er merkte, daß ich unterschreiben wollte, da wintte er einem anderen Beamten. Ich ging nun in ein anderes Zimmer und da habe ich unterschrieben, daß ich mich gegen den§ 16 vergangen habe. = Schöne: Ich weiß nicht, ob ich den Angeklagten vernommen habe, aber ich möchte hervorheben, daß ich jedem, den ich vernommen, den§ 16 vorgelesen oder doch wenigstens genau angedeutet habe. Sie wußten jedenfalls, worum es fich handelte. Die Leute wußten doch auch, daß es sich nur um ein verhältnißmäßig geringes Vergehen handelte und da konnte doch die Untersuchungshaft nicht lange dauern. Lange: Das erste, was der Kommissar Schöne that, war, daß er mir das Protokoll von Werner vorlas und mich nur die Unterschrift lesen ließ. Ebenso hätte bereits Herr Fischer alles zugegeben. Als ich fagte, ich gebe nur meine Auffassung, wurde der Kommissar sehr aufgeregt. Ewald: Als der Kommissar mein Protokoll beendet, sagte er: Wenn Sie bei dieser Aussage bleiben, werden Sie einer von denjenigen sein, die eingesperrt werden. Rechtsanwalt Heine: Haben Sie den Anderen auch den Schlußfatz des Werner'schen Protokolls vorgelesen, worin er sich dagegen verwahrt, ein Vergehen gegen§ 16 des Vereinsgesetzes begangen zu haben? Schöne( fehr erregt): Das weiß ich nicht mehr, das tann sein, tann auch nicht sein! Damit war das Verhör des Herrn Schöne beendet. evid * * Wachtmeister Diener als Entlastungszeuge. Vernehmung des Kriminal- Wachtmeisters Diener.( Derselbe sprach meistens sehr leise und war daher oft unverständlich, so auch besonders im Anfang, wo es sich um die Erzählung des allgemeinen Herganges handelte.) Präsident: Rönnen Sie über die bei Werner gefundene Abrechnung etwas mittheilen? Was halten Sie davon, haben Sie sie gesehen? Diener: Ja!( Weiteres undeutlich.) Präsident: Rennen Sie auch die Abrechnung, welche vorher in die Hände der Polizei gelangt ist? Diener: Ja, sie betraf die Gelder von den Gruppenführern, welche sie gesammelt hatten. Präsident: Haben denn die Gelder auf Bons irgend etwas mit dem Wahlverein zu thun? Diener: Nein! Diener: Nein, es ist nur Versammlungslokal. Präsident: Haben Sie darüber Nachrichten? Diener: Ja! Präsident: Es ist das erste Mal, daß Sie das Lokal betreten haben? Diener: Ja! Präsident: Haben Sie Posten gesehen? Diener: Nein! Kriminalschuhmann Haase als ,, Kellner". Es folgt die Vernehmung des Kriminalschuhmann 3 Haase. Haase: Ich hatte den Auftrag, den Posten an der Thür zu entfernen und eine Uebersicht über das Lokal zu bekommen. Präsident: Sie waren als Kellner verkleidet? Saase: Jawohl! Präsident: Wo lag das Zimmer? Haase: Eine Treppe hoch lag das Lokal. Präsident: Haben Sie schon vor der Hausthür einen Posten gesehen? Haase: Nein. Präsident: Oben vor der Thür stand ein Posten? Haase: Jawohl. Präsident: Er behauptet, Iungen oder halskrant ge wesen zu sein und der schlechten Luft wegen vor der Thür gestanden zu haben. Haase: Er hat auf mich nicht den Eindruck gemacht. Er sagte: Da ist Geburtstagsfeier, da darf niemand herein. Ich fagte ihn, er möchte doch mal heruntergehen und da ging er. Die Thür war nun frei und ich konnte hinein. Als ich eintrat, Präsident: Hat der Vertrauensmann auch die Gelder sah ich Herrn Werner stehen und einer fagte, sie hätten Bier und des Wahlvereins abgeliefert: Diener: Das ist polizeilich festgestellt. Präsident: Na ja, das mag sein. Wissen Sie, ob nach der Auflösung des Wahlvereins noch Vereinsgelder an den Vertrauensmann abgeliefert sind? ich sollte hinausgehen. Ehe ich mich zur Thüre wandte, kamen die Beamten. Ich zog schnell den Ueberzieher an und ging dann auf den Tisch zu, an dem Fischer saß.( In der ersten Verhandlung hatte er bekanntlich ausgesagt: Der Reichstags Abgeordnete Fischer, den ich damals nicht gekannt habe, fagte zu mir, wie ich da hereinkäme, hier sei GeburtstagsPräsident: Die Abrechnung über die Bons betraf also feier, ich solle machen, daß ich herauskäme, wogegen damals schon jedenfalls feine Gelder des Wahlvereins? Antrick den Sachverhalt richtig stellte.) Diener: Nein! Diener: Nein! Präsident: Auf der linken Seite stehen noch einige Zahlen, welche nicht aufgeflärt werden können; tönnen Sie das? Diener: Nein! Präsident: Die ganze Abrechnungsgeschichte hat also doch den Wahlverein als ganzen nichts angegangen. Diener: Nein! Präsident: Der Verein als solcher hat sich darum doch nicht gefümmert? Diener: Nein! Präsident: Wissen Sie, daß die Abrechnung vom 2.( 3) Februar dieselbe ist wie die vom 10. Februar hier? Diener: Darüber weiß ich nichts! noita Präsident: Wir wollen nun zum zweiten Punkt über gehen, zur Preßkommission. In welcher Weise hat die Preßtommission mit dem 2. Wahlkreisverein etwas zu thun? Diener: Die Breßkommission wird vom Wahlverein vorgewählt" für die öffentlichen Versammlungen. Präsident: Sie meinen also eine Art Worbesprechung, eine Art Vorwahl", wie Sie es nennen? Diener: Die Vorwahl hat vor der Neuwahl stattgefunden. Präsident: Hatten Sie das vorher erfahren? Diener: Ja. Präsident: War das Vereinssache oder allgemeine Parteisache? Präsident: Von den Angeklagten wird gesagt, daß Sie sogleich auf Herrn Fischer losgegangen wären. Haase: Neir! Präsident: War die Gesellschaft sehr laut? Haase: Nein, sie war verdugt und feiner sagte einen Ton. Präsident: Es soll teine Versammlung gewesen sein, sondern ein zwangloses Durcheinandersprechen. Haase: Das weiß ich nicht; als ich hineinkam, war alles still und beim Hinaufgehen konnte ich nichts bemerken. Präsident: Sie wären also wieder herausgegangen, wenn nicht die anderen Beamten gekommen wären? Haase: Jawohl. Präsident: Wie ist das mit Ihnen, Herr Lachmann, der Sie an der Thür gestanden haben? Lachmann: Ich habe mich auf dem Rorridor bewegt, um frische Luft zu schöpfen. Ich stand ans Ich stand ans Geländer gelehnt. Da tam ber Kellner und fagte: Willst Du nicht ein Bier haben? Ich sagte: Wir haben mehr als genug Bier drin. Er ist dann an mir vorbeigestürzt, im selben Augenblick kamen die Beamten und haben mich gleich gepact, Haase: Ich sagte ihm, er solle zum Wirth' runtertommen, erft wollte er nicht, dann wiederholte ich, daß der Wirth ihm was Wichtiges zu sagen habe, und da sagte er: na, dann werd' ich man gehen. Präsident: Herr Schöne, Sie sagten, daß Sie gefehen hätten, wie die Beamten mit 2achmann die Treppe Diener: Die Breßkommission ist teine birette Wahl- heruntertamen. vereins- Sache, aber die Vorwahl ist gewissermaßen eine Schöne: Ja, aber was sich oben abgespielt hat, weiß ich Wahlvereins Sache. Der Vertrauensmanu konnte mit dem nicht. Er wurde halb und halb getragen. Haase hat mir Wahlverein nicht in Verbindung treten, also wurden in geheimer mitgetheilt, daß er den Ruf gehört hätte: hier ist GeburtsBersammlung die Sachen besprochen, welche den Vertrauensmann tagsfeier. und auch den Wahlverein und den Wahlkreis angingen. Präsident: Sie haben das als eine Warnung auf Präsident: Sie sagen, es hat für den Vertrauensmann gefaßt? und die Breßkommission Interesse, mit dem Wahlverein in Fühlung zu bleiben? Diener: Jch will sagen, daß die Angeklagten thatsächlich Angelegenheiten des Wahlvereins besprechen wollten unter: Organisation; sie wollten berathen, ob die Preßkommission weiter bestehen bleiben sollte und wann betreffs der Neuwahlen eine Vorwahl vorzunehmen sei. Rechtsanwalt Heine: Der Wahlverein hatte etwa 1000 Mitglieder. Wollen Sie nun damit sagen, daß das eine Thätig feit des Vereins in seinen großen Versammlungen war, oder nur in einem kleineren Streife, in einer sogenannten Storporesizung? Warum sagen Sie denn, daß es eine Versammlung des Wahlvereins gewesen sei, da es doch nur ein kleiner Theil der Mitglieder war? Sie werden doch keine sozialdemokratische Ver sammlung finden, wo nicht ein großer Theil Mitglied des Wahlvereins iſt. Diener:.( unverständlich)... der Wahlverein hatte die Gesammtthätigkeit im Wahlkreis zu entfalten(?). Rechtsanwalt Heine: Wie kommen Sie dazu zu sagen: im Wahlverein, wenn der größte Theil des Wahlvereins nicht anwesend ist? Diener schweigt. sti Präsident: Was halten Sie von der Theilnahme des Herrn Möhring? Diener: Er wußte sicher, worum es sich gehandelt hat... ( unverständlich) den Beweis aber tann ich nicht bringen. Präsident: Meinen Sie, daß Sie das vertraulich erfahren haben und nichts darüber sagen wollen? Präsident: Herr Schöne, wollen Sie sich mal über den letzten Punkt, über die Betheiligung des Herrn Möhring äußern? Schöne: Meine Beamten haben mir wiederholt berichtet, dak öfter solche geheime Zusammenkünfte abgehalten worden find. Möhring selbst habe ich erst gesehen, als alles vorbei war, und ihn dann furz vernommen. Den Kellner hatte ich auch gefragt: Was ist das für eine Versammlung? Und der hat mir gefagt, es wäre ihm gesagt worden, er folle machen, daß er hinaustomme. Präsident: Möhring wird das auch bei anderen Leuten ebenso gethan haben. Schöne: Der Kellner hat mir gesagt, der Wirth hätte ihm gesagt, er brauchte sich nicht um die da oben zu kümmern. Das war für mich maßgebend. Möhring wußte jedenfalls, worum es sich handelte; jeder Wirth kümmert sich doch wohi um das, was in seinem Lofal vorgeht. Schöne: Jawohl. Präsident: Wissen Sie, wer den Ruf ausgestoßen hat? Schöne: Nein, das weiß ich nicht. Silberschmidt: Mir ist bekannt, daß Haase fofort nach dem Tisch tam, wo Abgeordneter Fischer, Antric, knüpfer und ich saßen, und ohne Ueberzieher Fischer verhaften wollte. Der Beuge befindet sich also in einem Widerspruch, ba er nicht erst nach der Thür gegangen ist. Mir ist genau er innerlich, daß, als Haase die Thür aufmachte und im halben Zimmer stand, schon die anderen Beamten eingedrungen sind, und er Fischer für verhaftet erklärt hat. Präsident: Sie sollen also direkt auf den Abg. Fischer losgegangen sein. Haase: Nein. Präsident: Ich sehe auch gar feinen Grund ein. Haase: Ein Kollege brachte mir erst meinen Ueber zieher nach. Angeflagter Silberschmidt: Es war gar keine Beit, daß jemand entgegentreten tonnte; die Beamten find gleich nach ihm eingedrungen. Angeklagter Rnüpfer: Ich habe an demselben Tisch ge. sessen und kann nur bestätigen, was Silberschmidt sagte. Der Kellner" setzte die drei Glas Bier ab und griff gleich nach dem Abgeordneten Fischer. Gleich darauf kam Kommissar Schöne und forderte Fischer auf, mit ihm au fommen. " Antrick: Ich mache darauf aufmerksam, daß Haase heute eine ganz andere Angabe macht als in der ersten Berhandlung. Damals behauptete er, Fischer hätte ihn hinaus gewiesen und ihm gesagt, es sei Geburtstagsfeier. Das war auch nicht wahr. Er ist nicht erst zurückgegangen zur Thür, sondern er stürzte fofort auf Fischer los und erklärte ihn für verhaftet. Er war im Rellnerfrack und weißer Weste und nicht im Ueberzieher. Präsident: Wie war das, Herr Haase? Haase: An dem Tisch, wo Fischer saß, sagte einer: wir brauchen fein Bier, und da wollte ich herausgehen. Silberschmidt: Ich will bemerken, daß diese Fest stellung nicht richtig ist. Das Ganze spielte sich so schnell ab, daß da nichts weiter mehr möglich war. Hierauf folgte die Vernehmung der weiteren Zeugen, des Kellnerlehrlings Raddatz und der Genossen Auer und Woldersty. Nach Schluß der Zeugenvernehmung und der Rede des Staats. anwalts begründeten die Rechtsanwälte Heine und Herzfeld in ausgezeichneten Plädoyers ihren Antrag auf Freisprechung sämmtlicher Angeklagten. Schöne: Ich weiß angenblicklich nicht mehr alles. Den Abgeordneten Fischer hatte ich doch entlassen und gar tein Protokoll mit ihm aufgenommen, es hätte also gar keinen Sinn Möhring:..( ganz unverständlich).... er bleibt gehabt, auf ihn hinzuweisen. Bezüglich des Herrn Ewald habe dabei, daß ihm nur was von einer Geburtstagsfeier gesagt sei ich nichts weiter zu sagen, als daß es sehr leicht möglich und er sich weiter um die Gesellschaft nicht gekümmert habe. Die Urtheilsbegründung lautete: ist, daß ich gefagt habe, er müßte sonst der Staats- Präsident: Herr Möhring will die Herren gar nicht Bunächst ist der Gerichtshof der Ansicht, daß diese Zu anwaltschaft vorgeführt werden. Im übrigen muß ich gekannt haben. sammenkunft am 10. Februar als eine Versammlung angefehen. sagen: Er war so fleinmüthig, wie ich ihn sonst gar Schöne: Herr Möhring fennt sie angeblich nicht, werden muß, weil die Angeschuldigten sich versammelten nicht tenne. Er fagte: Kann ich mich nicht an den Arzt des aber ich weiß, daß sehr viele Sozialdemokraten zwecks Berathung von gewissen Sachen. Nach außen Untersuchungsgefängnisses wenden? Ich weiß nicht mehr, dort vertebren, und so nehme ich an, daß er sie ge- ift eine Geburtstagsfeier vorgeschoben worden, nach was ihm fehlte, ich glaube, er tlagte über Leibschmerzen. Ich kannt hat. Wenn unten und oben ein Bosten steht, so weiß allem hier Gehörten find aber politische Dinge berathen empfand ein gewisses Mitleid mit ihm. Ein Swang oder eine doch ein Wirth, was los ist. Das ist doch teine Art und Weise, worden, indem die Preßkommission, deren Angelegenheiten dort Drohung hat mir ganz ferngelegen. die allgemein üblich ist, daß man Posten ausstellt. berathen sind, eine Einwirtung ausübte auf das politische Partei wefen der Sozialdemokratie, da dieselbe eine direkte Einwirkung auf die Gestaltung des Vorwärts" ausgeübt hat, derselbe aber ein anerkanntes Partei- Organ ist. Die Berathung derartiger Dinge von öffentlichem Interesse fällt aber unter§ 1 bes Vereinsgefeges. Der Gerichtshof hat also diejenigen, welche als Leiter oder Medner dort aufgetreten sind, als gegen die§§ 1 und 12 des Vereins gefeges gefehlt habend betrachtet. Wir haben geglaubt, nur mit Selbftrafen vorgehen zu können, die aber ziemlich empfindlich sein müssen, weil die Angeklagten augenscheinlich der Ansicht Jung: Es ist doch ein Zwang, eine Beeinflussung, wenn Präsident: Was ist Ihre eigene Beobachtung? gesagt wurde, der Abgeordnete Fischer hat das und das aus- Schöne: Ich sage das aus, was meine Beamten mir gefagt. Herr Schöne hat bei der Gelegenheit mit dem Namen gesagt haben, und ich habe gesehen, daß der eine post en Fischer Mißbrauch getrieben, denn wenige wußten, daß zwei heruntergetragen ist. Fischer anwesend und der Abgeordnete Fischer garnicht Möhring: Ich weiß viel, ob Posten ausgestellt sind oder vernommen war. nicht. Präsident: Herr Diener, Sie kennen das Möhring'sche Lotal auch schon langer? Bertebren bort Sosial enn demokraten? Schöne: Das ist doch unmöglich, daß ich das gesagt haben tann. Wüller: Der Rommissar hat zu mir gesagt: waren, daß diese Angelegenheiten entschieden politischer Natur| Seidler, Ratiborstr. 16; Otto Rasche, Reichenberger- 1 Aufenthalts der Bittsteller in Berlin und über die Zahl ihres feien.( Das hierfür verhängte Strafmaß haben wir schon gestern straße 160; Brödenfeld, Manteuffelstr. 69; Golz, am Leben befindlichen Kinder unter 14 Jahren sind bis Ende publizirt.) Grünauerstr. 3; Streit, Naunynftr. 86; Th. Mehner, September d. J. an die städtische Stiftungstaffe Poststr. 16, 2 Tr., Ferner kommt Herr Möhring in betracht wegen Hergabe Oranienstr. 184 und Meyer, Lübbenerstr. 30. zu richten.d des Lokals. Wir haben angenommen, daß er fahrlässig gehandelt Die Genossen, welche Mitgliedsbücher zur Ablieferung über- In der Urnenhalle( Columbarium) des Vereins für Feuerhat. Er mußte sich als ein in solchen Sachen erfahrener Mann nommen haben, werden ersucht, dieselben unverzüglich den betr. bestattung sind im letzten Verwaltungsjahre 20 Urnen, insgesammt fagen, daß eine solche Versammlung irgend einen politischen, Eigenthümern zuzustellen, oder sie an den Kassirer Schwarz bis jetzt 106 Urnen aufgestellt worden. Außerdem wurden verbotenen Zweck verfolge, irgend einen anderen Zweck habe, Oppelnerstraße 29, abzuliefern, der dann in der nächsten Ber: 11 Urnen in die Erde beigesetzt. als ben einer Geburtstagsfeier, und hat dadurch, ſammlung am 22. Sept. jedem, der noch nicht im Besitz fein der geftigen Sigung des deutschen Anwaltstages er wir 95/96. " daß er sich nicht näher erkundigte, fahrlässig ge- Buches ist, ein solches übergeben wird. Die Vertrauensperson. handelt, er hat seine Pflicht verletzt.( Strafe, wie geftern fam die Frage der Revision des Handelsgefehbuches Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenossen bringen schon gemeldet: 100 M.) beim Quartalswechsel folgende Parteispeditionen bei zur Sprache. Rechtsanwalt Staub führte an, es sei mit Parteifpeditionen bei Freude zu begrüßen, daß der Entwurf das Firmenrecht unver Was nun die zweite Frage anlangt, die alle Angeklagten mit der Lieferung des Vorwärts" Wahrer Jakob Ausnahme von Möhring betrifft, nämlich ob die Versammlung, ändert im wesentlichen gelassen hat und sich nicht hat blenden die dort getagt hat, eine Fortsetzung des geschlossenen Wahl- Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur in Erinnerung: laffen durch das moderne Schlagwort der Firmenwahrheit. Auf Wahl- Moabit: Karl Anders, Salzwedelerstr. 7. Wedding und deren Einführung hat der Entwurf verzichtet und damit schwere vereins gewesen ist, so ist diese Frage nach mehreren Richtungen bin Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesen Nachtheile für den Kaufmannsstand abgewendet. Die Handlungszu erörtern. Zunächst ist ja unzweifelhaft, daß die Bersammlung, mit straße 14. Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grün- gehilfen erlangen besseren Schuh als bisher durch den Entwurf, Ausnahme von Ewald, lediglich besucht worden ist von Mitgliedern thalerstr. 64. Rosenthaler Vorstadt: Gustav Rosen indem die Kündigungsfrist für beide Theile eine gleiche sein muß des aufgehobenen Vereins. Es ist unzweifelhaft, daß die sämmt- thal, Granseerstraße 6. Schönhauser Vorstadt: Karl und eine Minimalfrist festgesetzt ist. Sanz neu ist der Abschnitt lichen Mitglieder, die dort hingekommen find, irgend eine hervor. Wars, Rain/ önhauser ragende Rolle im alten Verein gespielt haben. Es ist aber nicht Genossen! Die Streitbewegungen des laufenden Jahres be über nichts, so daß eine zielbewußte Judikatur diese Lücke erüber die Agenten. Das bisherige Handelsgesetzbuch enthielt hierfestgestellt, daß sämmtliche Mitglieder, die eine Rolle im Berein weifen, daß die Arbeiterbewegung durch die gegnerische Preſſe, gänzen mußte. Der Entwurf hat diese Indikatur in vortreff gespielt haben, auch dort gewesen sind; sondern es ist vielmehr gleichviel ob die letztere einer politischen Richtung angehört, oder gänzen mußte. Der Entwurf hat diese Indikatur in vortrefffestgestellt, daß eine Menge Bezirksführer an dem Tage nicht ob dieselbe sich mit dem nichtssagenden Namen parteilos der Materie werden vom Redner erörtert. Wesentliche Verbeffe licher Weise fodifizirt. Die wenigen Mängel bei der Regelung dort gewesen sind. Nach dieser Richtung ist das Erforderniß bezeichnet, fyftematisch unterdrückt wird. Dieser Grund reicht rung hat das Maklerwesen erfahren. Da die Ausführungen des der Identifizirung dieses Vereins mit dem alten Wahlverein hin, um uns endlich von der heuchlerisch tapitalistischen Presse Referenten im weiteren nur für Fachkreise Interesse haben dürften, nicht erfüllt. jeder Art frei zu machen. Jeder einzelne muß deshalb bei der Für dieſe Identität ſprechen nun mehrere Umstände und ist Agitation für unsere Parteipresse energisch thätig sein. Um eine glauben wir von einer ausführlichen Wiedergabe derselben Abdafür besonders ins Feld geführt, daß diese Zusammenkunft, von regelmäßige Bestellung des Vorwärts" bei den im Laufe des stand nehmen zu können. Hause aus mit großer Vorsicht und Beinlichkeit zusammens Monats verziehenden Lesern zu ermöglichen, ist es unbedingt theils als Anträge angenommen, theils als beachtenswerthe AnDie in Thefen gefaßten Ansichten des Referenten wurden berufen wäre und daß die Einberufung unter der Maske eines Geburtstagsfestes ergangen wäre. Hieraus schon Schlüsse zu ziehen, nothwendig, daß die oben bezeichneten Spediteure rechtzeitig regungen für das neue Handelsgesetzbuch bezeichnet. Zum lehten daß der Verein eine Fortsetzung des alten Wahlvereins sei, geht wohl von der neuen Wohnung informirt werden. Bunft der Tagesordnung:„ Ist es angemessen, die Zuständigkeit der Amtsgerichte der Summe nach zu erhöhen?" sprachen die nicht an. Die Angeklagten haben wohl gewußt, daß es sich da um Herren Justizrath Dedolph- Rottbus und Rechtsanwalt Burgheimdie§§ 1 und 12 des Vereinsgesetzes handelt, aber nicht um eine Fortsetzung des alten Vereins. Minden. Nach langwierigen Debatten wurde folgender Antrag des Herrn Justizraths Dedolph angenommen: Die Erweiterung der amtsgerichtlichen Kompetenz in Zivilprozeßfachen liegt weder im Interesse der Rechtspflege noch des rechtsuchenden Publikums." Hiermit war die Tagesordnung erschöpft, worauf der Anwaltstag geschlossen wurde. schließen. 9 " " " eg # Die Plenarsihung der Stadtverordneten- Versammlung fällt in dieser Woche aus. mag Kirche den an dieser Stelle etwa 200 Meter breiten Spreefluß annähernb rechtwinkelig. Seine Sohle liegt 10,7 Meter unter dem mittleren Wasserspiegel des Flusses, so daß bei einer durchschnittlichen Tiefe des letzteren von 3,8 Metern und einem Durch messer des Tunnelmantels von 4 Metern zwischen Tunnelfirst und Flußsohle noch eine 3,4 Meter starte Decke verbleibt. Während der Tunnel unter dem Fluße in einem schwachen Gefälle 1: 600 liegt, fleigt er nach den Mundlöchern in einer Neigung 1:20 und schließt sich auf beiden Ufern an ebenso geneigte, durch Futtermauern begrenzte Stampen an, die den Uebergang nach der Oberfläche des Geländes vermitteln. Die Besichtigung des Tunnels soll nächstens dem Publikum freigestellt werden. Der Prozeß Hinge und Genoffen hat, wie wir bereits gestern mittheilen konnten, mit der Freisprechung von Was den Punkt der Machen betrifft, so ist nichts er 47 unter den 56 Angeschuldigten geendet. Dieser Ausgang be wiesen, als daß der eine Lachmann gestanden hat, daß er deutet einen völligen Zusammenbruch der Anklage. aber weder den Kellner noch den Schuhmann Denn nicht auf Abhaltung einer politischen Versammlung ohne Haase angesprochen hat. Daß Posten außen polizeiliche Anmeldung ging eigentlich die Anklage, sondern auf Fort gestanden haben, hat sich nicht erweisen laffen. fegung der Thätigkeit des geschlossenen Wahlvereins. Um diefes Es kommt nun darauf an, ob die dort berathenen Gegen Berbrechen zu erweisen, wurde die polizeiliche Haupt- und Staats stände eine Veranlaffung zu der Annahme einer Fortsetzung des aktion am 10. Februar in Szene gefeßt, wurden die 56 später Analten Vereins geben können. In erster Linie handelt es sich um geklagten nach dem Alexanderplatz geschafft, dort einzelne wie Der von der Gesellschaft für den Bau von Untergrundeine Abrechnung und es ist festgestellt worden, daß die schwere Verbrecher bis aufs Hemd enttleidet, in die Bellen ge Abrechnung auf der rechten Seite des Bettels lediglich sperrt und einem Vernehmungsverfahren unterzogen, das in bahnen geplante Spreetunnel zwischen Stralau und Treptow ist Gelder betrifft, die vom Bertrauensmann für Marken der gestrigen Gerichtsverhandlung bie fchärffte nunmehr so weit gefördert, daß eine 160 Meter lange VersuchsWas haben polizeiliche strecke desselben in den nächsten Tagen fertiggestellt sein wird. eingenommen sind, für Bons von ben Obmannern. Rritit herausforderte. Und es hat sich nicht beweisen lassen, daß diese Vernehmungen für einen Werth, wenn der Chef der Der 453 Meter lange Spreetunnel freuzt oberhalb der Stralauer Bons im Zusammenhang mit dem Wahlverein stehen. Bedents Abtheilung selber unter Eid erklären muß, licher erscheint die linke Seite des Bettels, wo eine Anzahl von dabei nicht in allen Fällen so torrett verBahlen gestanden haben, die vielleicht einen Zusammenhang fahren worden sein, wie es nothwendig ge mit dem Berein hätten. Hierüber hat sich aber nicht feststellen wefen wäre!" Und Herr Kommissar Schöne, der in dieser rückhaltslosen Weise seine Unterbeamten preisgab, muß Tassen. Der zweite Berathungsgegenstand betrifft die Preßkommission. sich vom Gerichtspräsidenten in einem Falle selber fagen laffen, Sie ist nach allem heute Gehörten eine Organisation, um den daß die Art und Weise, wie er die Geständnisse" der AnVorwärts" zu bewachen, zu beobachten und auf ihn einzuwirken. geklagten erreicht habe, einem 8 wange nicht ganz un Sie wurde gewählt von der Gesammtheit der hiesigen ähnlich sähe!" Das Ansehen der politischen Polizei, die schon im Prozeß Sozialdemokraten. Es ist nun allerdings behauptet wor den, daß bie einzelnen Wahlvereine eine Art Bor Auer und Genossen einer Beleuchtung und Charakterisirung unter berathung, Borbesprechung abhalten behufs behufs der der Wahl. worfen worden ist, über welche die Borkämpfer für Religion, Das mag richtig sein. Es fehlt aber jede Annahme dafür, Ordnung und Sitte taum sonderlich entzückt waren, hat durch daß die Anwesenden an jenem Tage, um den es sich hier können uns über den Gang der Zeugenvernehmung des Kriminal: wie berichtet wurde, die Vororte Weißensee, Treptow, Nixdorf, diesen Prozeß wohl nichts gewonnen. Wir Sozialdemokraten In den Behnpfennigtarif auf den Straßenbahnen sollen, handelt, als Mitglieder des aufgelösten Wahlvereins gehandelt haben, als sie über die Neuorganisation beriethen. Daß das tommissars Schöne, feines" Wachtmeisters Diener und gar des Friedrichsberg und Briß einbezogen werden, die Vororte Pankow Kriminalschuhmannes Haase nur freuen. Ob auch die Vor- und Tempelhof dagegen davon ausgeschlossen sein. Das würde speziell den zweiten Wahlkreis anging, ist nicht erwiesen. Was den dritten Punkt: Organisation, betrifft, so tann gesetzten des Herrn Schöne, bas dürfte eine andere Frage fein. eine große ungerechtigkeit bedeuten. Die Linie Hathhaus- Bankow der für die Gesammtheit der Angeklagten nicht verwerthet Herr Schöne hat gewiß recht, wenn er wiederholt behauptete, hat eine Länge von 6600 Metern; genau so lang sind die werden, weil nicht erwiesen ist, daß dieser Punkt den er sei ängstlich bemüht, auch den Anschein der geringsten Un beiden Linien nach Weißenfee, die in den Behnpfennigtarif einDer eine Angeklagte wahrheit unter seinem Eide zu vermeiden, und der Herr Rechtsgeschlossen der beiden Herren Werner und Kizing as die Anwesenheit anwalt Heine hat mit demselben Rechte erklärt, daß es ihm nicht die 6800 Meter lange Strecke Behrenstraße- Tempelhof gegen die Un überführen Gerichtshof nicht annehmen können, daß es sich da um eine wollen; aber das Mißverhältniß zwischen der Sicherheit, mit der soll. Die Strecke Gesundbrunnen- Kreuzberg, für die 10 Bfg. Vereinsangelegenheit gehandelt hätte. Gerade daraus könnte man Herr Schöne allgemeine Urtheile und Behauptungen abgab, und Herr Schöne allgemeine Urtheile und Behauptungen abgab, und gezahlt werden sollen, hat sogar 9200 Meter! Die Gärten in schließen, daß der alte Verein von den Angeklagten als geschloffen der Unbestimmtheit und Unkenntniß, mit welcher er antwortete, Berlin schwinden bekanntlich immer mehr und wenn die Ber schließen, daß der alte Berein von den Angeklagten als geschlossen wenn er um fonkrete Thatsachen befragt wurde, hat nicht nur liner sich erholen wollen, müssen sie in die Bororte hinaus. Die betrachtet wurde. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Werner bei den Angeklagten und einem Theile des Publikums befremdet, empfehlen wollte, fich an den Leseklub Karl Mary" anzu fondern wir irren wohl auch nicht, wenn wir annahmen, sie usschließung von Pankow und Tempelhof aus dem Zehn As wichtigster Punkt käme noch dazu das Eingeständniß hätten dazu beigetragen, daß seinen Darlegungen gegenüber die Pfennig- Tarif wäre durch nichts gerechtfertigt. vor der Polizei. Es läßt sich da aber nicht bestimmten einfachen Aussagen der Vertrauensleute und der feststellen, da alle Angetlagten ihre von Vorstandsmitglieder des Wahlvereins bei dem Gerichthofe Einbruck gemacht haben! der Polizei gemachten Aussagen widerrufen haben. Der Gerichtshof glaubt annehmen zu können, daß schußmann sa ase, ber Pseudo- Kellner, nicht nur gegenüber den Und ferner die Widersprüche, in die sich der Kriminalfie unter dem Drud der Verhältnisse gehandelt Haase, haben, als sie das Protokoll unterschrieben bestimmten Behauptungen der Angeschuldigten, sondern auch der und außerdem etwas unterschrieben haben, über Darlegung feines Chefs Schöne selber gesetzt hat! Erinnert der deffen Bedeutung fie nicht tlar gewesen sind. Borfall mit dem„ Posten" Lachmann an der Treppe nicht an den Gerade dies Verhalten läßt darauf schließen, daß Fall Münter, der zu dem entfeßlichen Urtheil im Effener Meineids in Berlin eingetroffen, um vom Lehrter Bahnhof ab die Reise eine bestimmte Verabredung nicht vorgelegen hat, denn wenn sie prozeß für unsere Genoffen führte? Ebenso hat die Berschiedenheit nach Hamburg und von ba nach Kopenhagen fortzusetzen. Man gewußt hätten, daß sie den alten Verein fortsetzen wollten, feiner Aussagen in erster und zweiter Instanz darüber würden sie einen gemeinsamen Ausweg berathen haben. wie er an den Abg. Fischer herangetreten und von diesem an- sagt immer, so bemerkt die Boff. Btg.", der wir diese Nachricht entannehmen: Bünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige". Pünkt Gerade die Verschiedenheit der Aussagen läßt darauf schließen, gesprochen worden und deren Gegenfäßlichkeit zu den Bekundungen lichkeit ist aber auch die Höflichkeit der Eisenbahnen. Wenn der daß die meisten Mitglieber der Bersammlung Knüpfer und Silberfchmibt gewiß nicht dazu bei 30 Minuten zu fahren, so stand es in seiner Macht, den nächſteit, unserer am gleichen Tisch fizenden Genossen Antrid König von Griechenland nicht im stande war, um 6 Uhr nicht das Bewußtsein hatten, daß das eine Fort getragen, diefen Aussagen eines Beamten ein besonderes Gewicht 24 Stunden später abgebenden Bug zu benutzen. Die Noth fegung des alten Bereins bilden sollte. wendigkeit, daß um des einen Passagiers willen zu ungunsten Wir unterlassen es, Kritik zu üben an der Liebe zur von hunderten von anderen Paffagieren der Fahrplan so erheb dramatischen Ausdrucksweise", wie Herr Rechtsanwalt eine es nannte, als Kommiffar Schöne es für angebracht liche und unangenehme Umwälzungen erleiden mußte, wird man bielt, auszuführen, ihm habe es geschienen, der Abgeordnete wohl schwerlich im Publikum einsehen. OR Fischer sei sehr ängstlich gewesen, wenn er es auch ausdrücklich Brandunglück. Die 84 Jahre alte unverehelichte Agnes ablehnte, das auf seinen Eid zu nehmen. Und die Behauptung Köppen, dte allein Ackerstr. 17 wohnte und von Almofen lebte, des Herrn Kommissars, daß Fischer seinen Hut schief aufs hatte am Freitag Abend die Lampe brennen lassen und stieß Gesicht sehte, um angeblich unerkannt zu bleiben, während diese heute Morgen um 51/2 Uhr um. Darauf gerieth ihre Habe diefer und alle am Tisch Sigenden ebenso genau fich erinnern, in Brand, und die Flammen schlugen zum Fenster hinaus. Als daß Fischer gar keinen Sut aufgehabt hat, macht die Feuerwehr erschien, brannte das ganze Zimmer und die der Phantasie und dem Erinnerungsvermögen des Herrn Einwohnerin gleichfalls. Trotzdem war fie nicht zum Ver ber Räume zu bewegen, ชิน bewegen, sondern rief fort Kommissars alle Ehre. Aber vielleicht wäre es den Vorgesetzten laffen und Untergebenen des Herrn Schöne lieber gewesen, er hätte während: Ich will meine Schäße nicht verlassen." Sechs auf die Fragen des Präsidenten und des Herrn Rechtsanwalt Feuerwehrmänner mußten sie mit Gewalt hinaustragen. InHeine nach bestimmten Thatsachen oder der thatsächlichen Unter- zwischen hatte sich das Feuer auch auf die übrigen Zimmer und Achtung, Arbeiterinnen und Arbeiter Berlins. Am Dienstag, den 22. September, wird in einer im großen Saale von lage feiner gerühmten Atten mit größerer Sicherheit und bie Küche ausgedehnt, bie Einrichtung wurde auf den Hof geSachkenntniß geantwortet, zumal er im Gingange feiner Ber- bracht. Dort bewundert eine zahlreiche Menge die schönen Keller, Roppenstr. 29, stattfindenden Volksversammlung Herrnehmung mit so stolzer Emphase versichert hatte, er sei über die Sachen der Almosenempfängerin, die in den sechs Jahren, Rechtsanwalt Wolfgang eine einen Vortrag halten über Borgänge in der Berliner Sozialdemokratie bis aufs B unterwährend sie im Hause wohnt, niemand zu sich eintreten ließ. Die Gewerbegerichte und die Stellung der richtet! Dieser stolzen Behauptung entsprach die stereotype Sie ist durch den Brand an der Brust, der rechten Hand, am Frauen dazu." Schon jetzt wird davon Mittheilung ge Wiederholung der Rebensart: Das weiß ich nicht!" ganz Hals und am Kopfe schwer verletzt; fie erhielt von der Feuermacht, um eine zahlreiche Betheiligung an der Versammlung des und gar nicht, und ebenso wenig die Berufung auf seinen wehr einen Nothverband und wurde dann nach der Charitee wichtigen Vortrages wegen zu veranlassen. Bugleich wird von Wachtmeister Diener, dessen Zeugniß unseres Erachtens gerade gebracht. der Unterzeichneten ersucht, an dem Tage in der Nähe des Lokals für die Angeklagten entlastend war. Zu der Verhaftung des Direktors Oskar Schufter feine Versammlungen abzuhalten. Ottilie Baader, VerDoch über den Geschmack ist nicht zu streiten und wird gemeldet, daß sowohl er selbst, als auch zum theil seine trauensperson. schließlich muß die politische Polizei felber am besten wissen, wie Gründungen von Wucherern geschröpft worden seien. Es werden von Leuten, die Kenntniß von der Sachlage haben, mehrere Namen genannt. Diese neue Seite erscheint indeß noch zu wenig geklärt, als daß man mit den Persönlichkeiten an die Oeffentlich feit treten tönnte. Der Gerichtshof hat daher zu der Uebers geugung tommen müssen, daß es sich bei dieser Versammlung nicht um eine Fortseßung des alten Wahlvereins handeln könne, und des halb sämmtliche Angeklagten dieserhalb frei. gesprochen. Lokales. Die Vorstände der Gewerkschaften ze. werden nochmals gebeten, zum nächsten Donnerstag, ben 17. September, teine Bersammlungen anzuberaumen, da an diesem Tage die BerSammlungen zur Vornahme der Wahlen zum Parteitag ftattfinden. beizulegen! " An die Parteigenoffen des 4. Berliner Reichstags: fie ihre Aufgabe am erfolgreichsten löst. Wahlkreises( Süd- Ost). Parteigenoffen! Nochmals ergeht Jedenfalls hat der Prozeß Hinge und Genoffen der an Euch der Aufruf zum Anschluß an den Wahlverein. Beigt, Sozialdemokratie feinen Schaden gebracht! daß Ihr nicht gewillt seid, Eure Organisation furzer Hand Pastor Jskraut ist vorgestern wirklich zum dritten Prediger an der Sophienkirche gewählt worden. Wir gratuliren ber Berliner Chriftenheit aufrichtig zu dieser Wahl. Kaffeetrinken fertig war, erlitten die beiden Frühzüge der Lehrter Weil der König von Griechenland noch nicht mit dem Bahn nach Hamburg am Freitag namhafte Verspätungen. König Georg I. von Griechenland war mit dem Breslauer Schnellzuge am Donnerstag Abend, von Wien kommend, am Freitag Morgen zerstören zu lassen, ohne für Ersatz zu sorgen. Die gebührende Aus der unter der Verwaltung der städtischen StiftungsVerschwunden ist seit dem 10. b. M., mittags 1, Uhr, Antwort auf das Röller'sche Wert ist bereits damit gegeben, daß deputation stehenden Stiftung eines Ungenannten" sollen ein der 14 Jahre alte Sohn des Schraubendrehers Wilhelm Berndt, Verschwunden ist andere Wahlvereine geschaffen sind. An Euch liegt es nun, zu malige Unterstügungen im Betrage von wenigftens 80 M. an Naunynstr. 20, of 2 Tr. Der Knabe hat blasse Gesichtsfarbe zeigen, daß Ihr den ernsten Willen befißt, solche Organisationen solche Weber und Stublarbeiter( Weber, Wirter, Rasch- und blondes Haar; er ist betleidet mit grauer Jacke und dunkler hoch zu halten. Beweist dies durch den Eintritt in den Wahl- macher, Zeugmacher, Tuchmacher, Strumpf- und Seidenwirker), verein, und gleichzeitig burch unermüdliche Agitation dafür unter Meister und Gesellen, vergeben werden, welche zwar der öffent: Hofe. Wer über den Verbleib des Verschwundenen etwas weiß, wird dringend gebeten, entweder den Bater, oder das nächste Freunden und Kollegen. lichen Armenpflege nicht anheim gefallen find, aber sich in GeldDie Bahlstellen, wo jederzeit Anmeldungen, wie auch Bei- verlegenheit, namentlich was die Zahlung der Wohnungsmiethe Polizeirevier in Kenntniß zu sehen. fräge entgegengenommen werden, find folgende: Wilh. Erbe, betrifft, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens zwei Ein etwa fünfjähriger Findling befindet sich in GroßCuvryftr. 25; Karl Erittelwi, Falckensteinstr. 7; Ludw. Jahren in Berlin aufgehalten haben; hauptsächlich sollen die- Lichterfelde in der Wohnung des Gefangenenauffehers, die im Zolisdorf, Görligerstr. 58; Schilling, Bücklerstr. 55; jenigen berücksichtigt werden, welche mehr als vier Kinder unter Rathhause liegt. Der Knabe, der sich Paul Sens nennt und in Beyer, Wrangelstr. 186; Bilh. Roll, Waldemarstr. 61; 14 Jahren haben. Gesuche mit Angaben über die Dauer des der Flottwellstraße zu Berlin wohnen will, ist bisher nicht ab. Auf der Bergtour beabsichtigte er, fich in Zermatt für eine geholt worden, obgleich die Lichterfelber Polizei nach Berlin ben außerdem einige Tafeln gestohlen. Der Schaben beträgt sirka Forschungsreise nach dem Himalaya vorzubereiten, wo er die Borfall gemeldet hat. Merkwürdig ist, wie das Kind nach dem 250 M. Die Spuren der Thäterschaft führen nach Berlin. Potsdamer Bahnhofe in Lichterfelde gekommen ist, wo man es Ein schweres Gewitter ging am Freitag Nachmittag in Forschungen Eckenstein's und Cramer's fortfeßen wollte. Der am Donnerstag Abend aufgriff. Der Knabe ist blond und schwäch- der sechsten Stunde über die westlichen Vororte Berlins und den Absturz erfolgte an derselben Stelle, an welcher am 6. Seplich, trägt dunkle, furze Hosen, schwarze Strümpfe, Knöpfftiefel, Grunewald nieder. Der starte Regen hat einen Theil der Spät- tember 1877 bie Engländer Patterson und Lennis mit ihren eine blaue Schürze mit grauer Rante, eine blaue Blouse mit ernte strichweise vollkommen vernichtet. Die herniederstürzenden Führern, den drei Brüdern Knobel, ein jähes Ende fanden. Die Leichen des Dr. Günther und seiner beiden Führer weißen Streifen und eine Matrosenmüße mit dem Zeichen Wassermassen waren so bedeutend, daß Felder und Gärten in der sind heute früh von der Führerkolonne geborgen und mittags ,, S. M. S. Yacht". Gegend von Hohenneuendorf vollständig unter Wasser gesetzt wurden. Auf den Feldern wurden die Kartoffeln frei gespült, nach der Betemshütte am Monterosa geschafft worden. Die sowie auch andere Feldfrüchte entwurzelt und das Obst von den gerichtliche Untersuchung über das Unglück ist bereits im Gange. Eine in großem Maßstabe angelegte Stempelfälschung Bäumen herabgeschlagen. haben die öfterreichischen Behörden aufgedeckt. Sie wurde in der Weise verübt, daß Händler aus Krakau und umliegenden Städten, wie Oswiecim, Chrzanow u. f. w., türkische, aus Paris bezogene Loose mit dem falschen österreichischen Stempel verfahen und mit beträchtlichem Gewinn in den österreichischen Börsenverkehr ge bracht haben. Es soll jetzt die gleiche Manipulation mittels Fälschung des deutschen Stempels betrieben werden, und zwar von den genannten österreichischen Städten aus Türkenloose oder auch andere nichtdeutsche Werthpapiere mit einem falschen In der letzten Zeit ist eine Diebes- und Hehlerbande ermittelt worden, von deren Mitgliedern bereits dreißig zu Haft gebracht sind. Abweichend von den sonst beobachteten Gepflogenheiten haben die Diebe sowohl Einbrüche in Wohnungen und Läden verübt, als auch aus Schaukästen, Böden und Kellern gestohlen und selbst Gelegenheits- Diebstähle nicht verschmäht. Die bei den Hehlern vorgenommenen Durchsuchungen sind von derartigem Erfolg gewesen, daß in mehreren Fällen Lastfuhrwert zur Fortschaffung des aus Diebstählen aller Art herrührenden und beschlagnahmten Gutes beschafft werden mußte. Ein Theil der Sachen ist bereits von den Bestohlenen erkannt worden, ein großer Theil jedoch harrt noch der Erkennung durch die Ge fchädigten, die sich in den Vormittagsstunden von 9-2 Uhr im Bimmer 87 des Polizeipräsidiums einfinden wollen. U. a. find 15 anscheinend gestohlene Fahrräder beschlagnahmt worden, worunter sich ein ganz neues Damenrad sowie zwei Kinderräder befinden. Zwei Wilderer, namens Röppen und Bemte sind am Mittwoch auf dem Bahnhof Beelitz festgenommen worden. In Plögensee hat sich ein bereits mehrfach bestrafter Ber. brecher, der 34 Jahre alte Schuhmacher Wilhelm Bogen aus Groß- Lichterfelde in anscheinend unzurechnungsfähigem Zustande erhängt. Vermischtes. werden. Der 7. Verbandstag der Feuerbestattungs- Vereine deutschen Stempel versehen und so nach Deutschland abgesezt deutscher Sprache, der dieser Tage in Hamburg abgehalten worden ist, war von 23 Vereinen besucht. Ueber einen Eisenbahnunfall wird aus Löbau vom Sonnabend berichtet: Als der faiferliche Sofzug auf dem hiesigen Bahnhofe hielt und der Kaiser sich bereits vom König Albert verabschiedet und den Zug bestiegen hatte, fuhr der Dresdner Schnellzug um 11 Uhr 65 Minuten in die zweite Maschine des faiserlichen Hofzuges. Es wurde jedoch nie mand verlegt. Der faiferliche Hofzug, welcher zurückgezogen und in ein anderes Geleis über geführt werden mußte, erlitt eine Berspätung von 40 Minuten. Witterungsübersicht vom 12. September 1896. Ju Brüz sind im Laufe des gestrigen Tages Nachsenkungen auf der Bahnstrecke eingetreten, die auf ein allmäliges Einbrechen der vorhandenen Hohlräume zurückzuführen sind. Der für die totale Beendigung der Erdbewegung maßgebende Abbauplan ist Polizeibericht vom 12. September. Gestern Nachmittag noch nicht zur Ausführung gelangt. Die Berdämmungen im fuhr an der Ecke der Münz- und Kaiser Wilhelmstraße der Annahilfs- Bauschachte sind unversehrt, werden aber noch weiter 35 jährige Kaufmann Franz Hillert mit feinem Zweirade gegen verstärkt. Die Grubenverhältnisse sind günstig. Der Ackerbaueinen Pferdebahnwagen der Linie„ Brunnenstraße- Kreuzberg", Minister drückte dem Bürgermeister von Brür telegraphisch seine stürzte von seinem Gefährt und erlitt einige anscheinend leichte innigste Theilnahme aus und gab ihm die Versicherung, er wende Verlegungen am Kopfe. Auf der Unfallstation X wurde ihm ein den Vorgängen andauernd die vollste Aufmerksamkeit zu und Verband angelegt. Vor dem Hause Greifswalderstr. 162 wurde habe Vertreter des Ackerbauministeriums nach Brür entsandt. nachmittags der 67 Jahre alte Schuhmacher August Neißte trunken Aus Zermatt wird über den Absturz des Dr. Günther Während der vergangenen Nacht ist von neuem wider Erwarten und aus einer erheblichen, anscheinend von einem Falle herrührenden( nicht Grunert), der aus Berlin stammt, noch berichtet: Der in der Annahilfsgrube durch die Verdämmungssohle fortdauernd Verlegung am Kopfe aufgefunden und in einem Krantenwagen 4538 Meter hohe Lyskamm ist sehr gefürchtet wegen der dort in mäßiger Menge Waffer ausgetreten. nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Bei der häufiger vorkommenden Lawinenstürze und der überhängenden Aus Kairo wird berichtet: Die Choleraberichte für Festnahme des im Keller des Hauses Hagelsbergerstr. 21 wohn Schneebrücken. In diesem Jahren galt die Besteigung wegen die letzten drei Tage weisen eine beständige Abnahme in Unterhaften geiftestranten Arbeiters Jahnke, der durch einen Wärter der günstigen Schneeverhältnisse als nicht besonders schwierig; der Jrvenanstalt Dalldorf dorthin überführt werden sollte, leiftete darin trat jedoch gestern wegen des herrschenden Föhn eine Egypten auf. In Kairo betrug die Abnahme während der der Kranke so heftigen Widerstand, daß ein Schuhmann hinzu- plögliche Aenderung ein, der Schnee wurde weich und letzten Woche 30 pet. In Ober- Egypten ist die Cholera fast gezogen werden mußte. Jahnte drang mit einem Beil auf den schlüpfrig, und die Besteigung des Lyskamm wurde sehr ganz erloschen. Schußmann ein und führte einen Hieb nach dessen Kopfe, mühsam. Ein an der Besteigung außer den Berunglückten noch der am Helm abglitt und den rechten Arm des Beamten traf. theilnehmender Herr Springer aus Aarau wurde infolge der Der Krante wurde schließlich überwältigt und in einer erwähnten Schwierigkeiten bergkrank und gab die Partie auf; Droschke nach der Irrenanstalt gebracht. Der Schuhmann er löfte sich und seinen Führer Zuber von dem gemeinsamen hat mehrere Verlegungen davongetragen. Der in der städti Seile los. Bald darauf sahen diese beiden in der Richtung ihrer Stationen. fchen Turnhalle in der Prinzenstraße wohnhafte 40jährige Rauf Genossen eine Schneewolte, begleitet von Lawinendonner, auf mann Rudolf B. versuchte nachmittags in seinem Zimmer sich steigen und bemerkten von einer günstiger gelegenen Stelle aus durch einen Schuß in die Schläfe zu tödten. Er wurde noch eine Abbruchstelle und tief unten an unzugänglichem lebend aufgefunden und nach dem Krankenhause am Urban ge- Orte die Leichen der drei abgestürzten Gefährten. bracht. Heute Nacht erschossen sich der 19jährige Handlungs- Absturz erfolgte auf der italienischen Seite durch den Hamburg gehilfe Otto Kr. im Thiergarten in der Nähe des Brandenburger Einbruch einer großen überhängenden Schneefläche. Thores, und der etwa 30 Jahre alte Raufmann Karl W. aus Hüttenwächter auf der Margheritahütte hatte den Hamburg auf dem Abort einer Weinhandlung in der Oranien- sturz ebenfalls bemerkt und eilte zu den beiden Zurück München ftraße. Beide Leichen wurden nach dem Schauhaufe gebracht. gebliebenen. Da Rettung nicht möglich war, stiegen alle drei nach Wien. Bermatt herunter zur Ueberbringung der Kunde von dem ge- Haparanda schehenen Unglück, woselbst sie Nachts eintrafen. Der Absturz erfolgte Betersburg vormittags zwischen 10 und 11 Uhr. Freitag früh ist eine Sort Karawane von 30 hiesigen Führern zur Bergung der Leichen Aberdeen. aufgebrochen. Das Werk ist sehr gefahrvoll, da das Paris. Wetter ungünstig geworden ist. Der Verunglückte, der hier Schiffbauerdamm 57 wohnte, stammt aus einer angesehenen Kölner Familie und ist ein Neffe des verstorbenen Staatsministers v. Camphausen. Er stand im Begriffe, hier seine Studien durch etwas Regen und mäßigen östlichen Winden. Aus den Nachbarorten. Aus Weißenfee. Einem nichtswürdigen Bubenstreich ist die Wittwe Jäckel in Weißensee zum Opfer gefallen. Die Frau, welche vor einigen Wochen ihren Gatten durch den Tod verloren hat, sucht sich und ihre vier Kinder durch eine Grabdenkmäler Handlung zu ernähren. In der Nähe der beiden städtischen Kirchhöfe befindet sich ihr Verkaufsplay. In der Nacht wurden ihr nun sämmtliche Grabkreuze und Gedenktafeln demolirt und das Staatsexamen zu beenden. Hiermit nehme die Beleidigung gegen Herrn Schlafer zurück. Frau Buchholz. 3306 Die Beleidigung gegen Frau Bertha Paluda, Rügenerftr. 22, nehme ich hiermit zurück. Frau Marie Wagenknecht. 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Zu erfr. bei Spiegelberg, Schlafstelle bei Wwe. Strobel, Stegligerstr. 4 im Laden. 8256 Fürstenbergerstr. 12, v. 8 Tr. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 215. Dom englischen GewerkschaftsKongrek. Sonntag, den 13. September 1896. B Gerichts- Beitung. eine 13. Jahrg. die Befürchtung aus, daß die von ihr angekündigte Haftpflicht- Hierauf nahm der englische Genosse Herbert Burrows, vorlage die Erlaubniß der Nebenkontratte enthalten werde, und einer der Mitbegründer der Sozialdemokratischen Föderation und erklärt, daß wenn man erwirken wolle, daß diese Kontrakte für Delegirter auf dem Londoner internationalen Kongreß, das ungefeßlich erklärt würden, es nöthig sei, vor Zusammentritt des Wort zu einer längeren von Ledebour übersetzten Rede, in Unser Londoner Korrespondent schreibt uns unterm 9. September: Parlaments eine entsprechende Agitation zu entfalten. Nach der er ausführte, daß er auf seiner Durchreise durch Berlin die So weit sich bis jetzt übersehen läßt, nimmt der in Edinburg einigen Bemerkungen über die Frage des gesetzlichen Acht- Gelegenheit einer Parteiversammlung benngen wolle, um den versammelte Rongreß der englischen Trades Unions einen Ver- stundentages und der Aufforderung, im Kampf für Ver- deutschen Parteigenossen die Grüße der englischen Bruderpartei lauf, mit dem die Sozialdemokratie nach Lage der Dinge ganz fürzung des Arbeitstages nicht darauf zu warten, bis ein zu überbringen. Er gab in beredten Worten dem Gedanken der aufrieden sein kann. Allerdings hat er den Antrag des Mit- allgemeines Achtstundengesetz erlassen werde, sondern die gewert- internationalen Solidarität der Arbeiter Ausdruck, der auch gliedes der Independent Labour Party, W. Parnell, schaftliche Aktion neben der parlamentarischen, auf Erkämpfung unter den englischen Arbeitern beständig an Boden gewinne, und auf Streichung eines Passus im Bericht des parlamentarischen eines Achtstunden Gesetzes zu bethätigen, schließt die Rede schilderte die praktische Thätigkeit der in der sozialdemokratischen Komitee's, der Zweifel an der Möglichkeit fernerer Betheiligung mit einem Hinweis auf die Nothwendigkeit der Zusammen- Federation organisirten Genossen Englands, die bemüht wären, an allgemeinen sozialistischen internationalen Rongressen aus- fassung aller Kräfte und unablässiger Besorgung der zur Hand durch Reformen auf dem Gebiete des Schulwesens, der Arbeitsvermitte drückte, mit 143 gegen 91 Stimmen abgelehnt, aber gleich darauf liegenden Kleinarbeit. Warten wir nicht auf ausspekulirte lung und des namentlich in London herrschenden Wohnungselends die nahezu einstimmig einen Antrag Ben Tillet's von der Ind. Chancen für heroische Thaten, sondern bereiten wir uns auf Lage der darbenden Mitmenschen nach Möglichkeit zu verbessern. Er theilte bei dieser Gelegenheit die interessante Thatsache mit, Labour Parby angenommen, der lediglich strengere Zulaß sie vor!" bedingungen und eine, der englischen entsprechende Geschäfts- Die bisherigen Beschlüsse des Rongresses bewegen sich im daß die sozialdemokratische Föderation ein Mittel gefunden hat, ordnung für die internationalen Kongresse verlangt und nach den Geiste dieser Rede. Für diesmal nur noch soviel, daß heute um etwaige Stegmüllereien im Keim zu ersticken. Die in die Ausführungen Tillet's die Betheiligung an jenen Kongressen nicht( Mittwoch) Vormittag unter anderen ausländischen Gästen auch Gemeindevertretungen und in die Grafschaftsräthe gewählten Ababgebrochen wissen will. Milder konnte sich die faft unvermeid der Vertreter der deutschen Gewerkschaften, geordneten müssen vor ihrer Wahl ein Schriftstück unterzeichnen, liche Reaktion gegen die bekannten Vorgänge auf dem Kongreß Genosse v. Glm, an den Kongreß eine Ansprache hielt, die worin sie unter Offenlaffung des Datums der betreffenden Behörde faum äußern. mit enthusiastischem Beifall aufgenommen die Niederlegung ihres Mandats anzeigen. Erweist sich nun der Abgeordnete aus irgend einem Grunde ungeeignet, die Auch hinsichtlich der Stellung zum Sozialismus im allge wurde. Partei ferner zu vertreten, und beschließt infolgedessen meinen scheint der Edinburger Kongreß Diejenigen Lügen strafen Volks nach gewissen Vorschriften einberufene zu wollen, die von ihm ein vernichtendes Pronunciamento gegen die sozialistischen Lehren vorhersagen zu können glaubten. verfammlung mit Zweidrittelmehrheit, daß er sein Mandat Möglich, daß er der Allesvergesellschaftungs Resolution den Zu den unpfändbaren Gegenständen, welche dem Gin- nieberzulegen habe, so wird das betreffende Schriftstück mit dem Abschied giebt. Aber das wird, wie ich schon früher ausgeführt behaltungsrechte des Hauswirths im Falle unterlassener Mieths Datum ausgefüllt und der Behörde übersandt, was also den unhabe, mehr eine Abweisung utopistischer Tendenzen und auf zahlung nicht unterliegen, gehört unter Umständen auch der bedingten Rücktritt des Abgeordneten zur Folge hat. ihnen beruhender Taktik sein, als eine Abweisung der Grund: Dünger. So hat die erste Ferienstrastammer am Landgericht II Redner betonte, daß die englischen Parteigenossen bei der ideen des Sozialismus und praftizirbarer sozialistischer entschieden. Der Handelsmann Gustreu in Friedrichsberg hatte von ihm geschilderten praktischen Arbeit keineswegs dem Auge ließen, Reformen. In dieser Hinsicht war die Ansprache des Kongreß die Miethe für Wohnung und Stallung nicht bezahlt, weshalb höheren Ziele des Sozialismus aus präsidenten John Mallinson typisch. Mallinson ist radikaler der bevollmächtigte Hausverwalter Pferd und Wagen und da vielmehr Hand ihn Hand mit den unter dem gleichen Druck des Stadtverordneter für Edinburg und repräsentirt den neben auch den im Pferdestalle befindlichen Dünger retinirte. Rapitalismus stehenden Arbeitern aller Länder die erhabenen Durchschnittstypus des heutigen Gewerkschafters. Seine Rede An Pferd und Wagen hatten andere Gläubiger ein Güter: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu erkämpfen war den Sozialisten gegenüber sehr versöhnlich gehalten. Er an- Vorrecht, der Hauswirth ging daher leer aus und gewillt sind. Diese von der Versammlung mit lebhaftem Beifall auferkannte ihre Verdienste um die Aufdeckung des Elends und um erstattete der Hausverwalter Anzeige wegen strafbaren Eigen- genommene Kundgebung beantwortete der Vorsitzende Genosse die Aufrüttelung der Arbeiter und des öffentlichen Gewissens. nutes, weil Gustren in Gemeinschaft mit seinem Nachbar Maire Sassenbach mit der Versicherung, daß auch die deutschen Aber der Weg zum Tausendjährigen Reich sei ein weiter und den Dünger aus dem Pferdestalle Genossen von denselben Gefühlen beseelt seien; Genosse Burrows ein Objekt im Werthe von fönne nur Schritt für Schritt zurückgelegt werden. Die Ge- einigen Groschen auf das 10 Morgen große Ackerland fuhr, möge den englischen Brüdern die wärmsten Grüße der deutschen werkschaften hätten noch viele Aufgaben zu erfüllen, bevor welches beide zusammen gepachtet hatten. Die Straflammer er Parteigenossen überbringen. man sagen könne, daß ihre Rolle ausgespielt sei. Das fannte jedoch auf Freisprechung. Der Dünger gehöre zur Landfolle indeß nicht heißen, daß nicht auch eine politische wirthschaft und sei für diese unentbehrlich. Wenn nun auch die Arbeiterpartei ihren großen Zweck habe. Eine solche könne viel beiden Angeklagten nicht Landwirthe von Beruf seien, so suchten Nußen stiften. Nur solle sie außerhalb der Gewerkschaften fie doch einen Theil ihres Unterhaltes durch Landwirthschaft zu bleiben, sich auf eine Thätigkeit neben ihnen beschränken. Die erwerben. Der Dünger war daher zur Erlangung des UnterGewerkschaften hätten ihre Größe und Bedeutung dadurch halts unentbehrlich und daher gehörte er zu den umpfändbaren erlangt, daß sie Arbeiter aller politischen Richtungen auf Gegenständen. genommen und sich auf das allen Arbeitern gemeinsame Feld beschränkt hätten, und das müsse auch in Zukunft beibehalten bleiben. = -111111 Der die Der Zentralverein der Burean- Angestellten Deutschlands hielt am 4. d. M. feine regelmäßige Versammlung ab. Herr Chemiker 28 ollheim hielt einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen, lehrreichen Vortrag über die Bedeutung der Luft im Haushalte der Natur". Hierauf wurde das Stattfinden eines Sylvestervergnügens beschlossen und ein Festkomitee, bestehend aus den Kollegen Hezer, Danziger, Ohse, Schnapp Wegen unnützen Alarmirens' der Berliner Feuerwehr und Wasser gewählt. Hiernach erfolgte Schluß der gut besuchten hatte fich am Donnerstag die unverehelichte Amanda Rosenhain Bersammlung. vor der 145. Abtheilung des Amtsgerichts I zu verantworten. Am 16. Mai d. I. war sie mit ihrem Zimmer Abmiether in Streitigkeiten gerathen, die zu Thätlichkeiten führten. In ihrer Angst riß sie das Fenster auf und schrie mit kreischender Stimme Feuer! Feuer!" Bald kamen zwei Löschzüge der Feuerwehr herangerückt, mußten aber unverrichteter Sache wieder abfahren. Der Gerichtshof rechnete der Angeklagten die begreifliche Aufregung zu gute und verurtheilte sie wegen groben Unfugs zu einer Geldstrafe von 2 M. ober 1 Tag Haft. Versammlungen. Der Verband der Bauarbeiter Deutschlands, Zahlstelle Berlin, hielt am 6. d. M. seine regelmäßige Mitglieder- Ver sammlung ab. Genosse Pörsch sprach über die Quarc'schen Vorschläge. Redner nimmt im ganzen eine den Vorschlägen nard's freundliche Stellung ein. Im Sinne des Referenten spricht Krüger. Die Einnahme vom Stiftungsfest betrug 107 Mart, die Ausgabe desgleichen. Ein Antrag Noack über den Antrag Gutsch zur Tagesordnung überzugehen, fand allseitige Zustimmung. Hierauf macht Kollege Noack als Delegirter der Gewertschaftskommission befannt, daß die Kollegen sich rege be theiligen sollen an die Geldsammlungen für die Flensburger streitenden Werftarbeiter. Sodann wurde noch ein Antrag Noack 10 Mart für die Gewerkschaftskommission zu bewilligen, an genommen. Wie wenig diese Empfehlung des Ausschlusses der Partei politik aus den Gewerkschaften eine Abweisung der politischen Bethätigung der Arbeiter für die Interessen ihrer Klasse heißen follte, zeigt die ihr folgende Stelle der Präsidialansprache; dort erklärt Mallinson, daß die erste Borbedingung zur Bildung einer felt ständigen Arbeiterpartei im englischen Parlament die Deckung der amtlichen Wahlfoften aus öffentlichen Mitteln und die Zahlung von Diäten an die Voltsvertreter sei, und empfiehlt den Arbeitern, diese Forderung bei der nächsten Wahl zum politischen Prüfstein zu machen, d. h. für feinen Kandidaten zu stimmen, der sich nicht auf fie verpflichte. Gleichviel, ob dies richtig, illustrirt der Vorschlag die Auffassung der britischen Gewerkschafter von der Fern haltung der Politik" aus ihren Reihen. Sie hat zu feiner Zeit Eine Parteiversammlung des fünften Wahlkreises, Enthaltung von der Beschäftigung mit Fragen der Gesetz die am Freitag im Schüßenhause stattfand, nahm Stellung zu gebung bedeutet, sondern immer nur Fernhaltung von der bevorstehenden Parteitonferenz der Proving Brandenburg. Die hiesige Mitgliedschaft des Verbandes der BuchFragen des engeren Interesses der politischen Parteien, und In der Besprechung über die Tagesordnung der Konferenz be- binder hielt am 7. d.. bei Boly, Alte Jakobstraße 75, eine gerade darum würde auch die Ablehnung des sozialistischen handelten die Redner vorwiegend die Lokalfrage und vertraten Mitgliederversammlung ab, in der der Vorsitzende des Verbandes Glaubensbekenntnisses in feiner Weise für die Stellung des den Standpunkt, welcher in den Beschlüssen des dritten und sechsten der Steindrucker und Lithographen, Genosse Sillier unter Rongreffes zu den praktischen Borschlägen der Sozialisten maß- Wahlkreises ausgedrückt ist. Die Versammlung nahm die seinerzeit reichem Beifall einen Vortrag über die Bertheilung des Arbeitsgebend sein. im sechsten Wahlkreise zu der Lokalfrage beschlossene Resolution an und ertrages hielt. An der Diskussion betheiligte sich Frau Gleich dem Bericht des parlamentarischen Komitees äußert wählte als Delegirte die Genoffen Lippmann, Reul und Greifenberg. Kollege Hinz machte auf das am fich auch die Präfidialrede sehr wegwerfend über das, was die ton- Teufert. Gumpel legte die Abrechnung über das Sommerfest 19. d. M. in Sanssouci stattfindende Vergnügen aufmerksam servative Regierung bis jetzt für die Arbeiter gethan hat. Sie drückt vom 12. Juli vor, die von den Revisoren bestätigt wurde. und ersucht gleichzeitig um regen Vertrieb der Billets. Der Sonntagsplauderei. er über geben ist, ich würde in ein stolzbewegtes, dreimaliges Freudenhoch sich in ihr Gegentheil verwandeln; und weinerlich wird man auf den sieghaften modernen Journalismus ausbrechen. Der bald diesen, bald jenen Umstand als Sündenbock dafür verantwort Von dem vielberufenen Literarhistorifer Dünger, dem pedantischen Schwedenkönig hat einem der unfrigem mit frohem Dank die Hände ge- lich machen, daß es nicht so tam, wie man in der überhigten Erklärer unserer Klassiker, wird ein luftiges Spottgeschichtchen er- schüttelt und mit gravitätischem Gruft hat der also Geehrte diese Phantasie sich eingebildet hatte. Schon kann man leise den Ton zählt. Studentischer Wiz hat damit Rache geübt für die Qualen, Thatsache in seinem Blatte verzeichnet. Welche Ehrung für den durchtlingen hören, den manche maßlose spekulative Fremdens die Dünger's langathmige Kommentare jedem finnesfreudigen Stand im ganzen und jedes einzelne Mitglied! Und wie frei industrie in gewissen Badeorten mit Vorliebe anzuschlagen pflegt. Gymnasiasten schon bereiteten. Das Geschichtchen fann als von der Leber weg sprach der Fürst der Schweden und Da wird der süße Fremde, um dessen Gunst man sich heiß und eine Perfiflage Wie erboste auf alle sich Schnüffler und Gefühlsriecher Norweger! den tückischen zärtlich beworben hatte, hintennach wie ein Stück Nuzzvieh abgegelten. E3 handelt sich nämlich dabei um Goethe's norwegischen Storting, der ihm seine Apanage verkürzte! schätzt. Man grollt ihm und überall begegnet man der fnurren Verhältniß zu den Frauen. Als Göthe einmal in Rück- Wenn jemand ant feiner Nahrung geschädigt wird, den Phrase: Die Quantität der Fremden war ja leidlich; aber die erinnerungen an sein glanzvolles Leben schwelgte, da erzählte da behalte er noch ruhig Blut? Da soll er nicht mit einem Qualität, die war zum Erbarmen. Der Wirth, der in überer, nie wäre ein schwärmerischer Affekt in ihm reger gewesen, zornigen Donnerwetter dreinfahren? Die Leser des Berliner triebener Weise auf Spekulation auszog, ist verärgert über den als zur Zeit seines Liebesverhältnisses mit Lili. Dies verdroß Tageblattes", in dem die königlichen Herzensergüße abgedruckt fremden Gast, der durchaus nicht nach dem Wirthsgelüfte sich aber die trockene Seele des gelehrten Herrn Dünger. Er setzte sich waren, werden sicherlich den Kummer des schwedischen Poten- zur Melkkuh hergab. hin, fügte den Worten des Dichters ein Sternchen bei und er- taten im mitfühlenden Herzen begreifen. tlärte in seinem Kommentar: Hier irrt sich Goethe entschieden. Die Gefühlsriecher vom Schlag des literarischen Dünger waren in diesen Tagen auch im öffentlichen Leben arg gefchäftigt. Sie rochen hin, fie rochen her, und noch immer ist des Rathens fein Ende. Sie blidten unverwandt auf das jugendweiche Angesicht des russischen Großherrschers, dessen Züge noch so wenig gesammelte Kraft, so wenig bestimmten Ausdruck verrathen; und als fie lange und bedachtsam in dies Antlitz geschaut hatten, da wußte einer um den anderen genau, wie es um das Gefühlsleben des Baren steht. Sie wußten es besser, als der Bar felber, und sie schrieben ihre tiefsinnigen Anmerkungen zur Tages. geschichte. vor dem Ein fernerer Groll gilt dem Proletariat. Wie die bes " Wer nicht um die Ergebnisse hoher Fürstenbesuche zu theiligten Interessenten einst vor sittlicher Entrüstung über grübelu braucht und wen große Staatssorgen nicht bedrücken, die unverschämten Lohnforderungen" der Arbeiter auf der auch der sieht jetzt der Zeit bewegter Ereignisse entgegen. Der Ausstellung überschäumten, der Ausstellungsarbeiter, die durch fümmerliche Sommer dieses Jahres ist von uns gewichen. Statt ihre Begehrlichkeit" so wenig Gemeinfinn bewiesen und das fonniger Septembertage trüber Himmel und nebeldunstige Luft. gefegnete Kulturwerk gefährdet hätten, so ist man jetzt ſittlich ge Da leidet es die Herren der Gesellschaft nicht mehr am rauhen fräntt über die Gleichgiltigkeit der proletarischen Waffen Berlins Seestrand und im feuchten Wald. Geöffnet sind wieder dem lokalpatriotischen Unternehmen gegenüber. Es thut so wohl, die langentbehrten Salons, die Theater füllen sich, heim- auf den proletarischen Sündenbock hinweisen zu können. Wer gekehrt ist das goldene Mäcenatenthum, den aber hat das gleichgiltige Verhalten des Proletariats vers ernstbesorgten Kunstfreund ein geheimes Grauen befällt. schuldet? Das Ausstellungs Unternehmen, das zunächst Nun jauchzt man wieder auf:" Großstadtluft!" Nun schwingen bekorativen Glang entfalten sollte, im übrigen indessen dem die Nerven wieder in großstädtischen Sensationen und die höchst gewerblichen, Ernst weit weniger als einem riesig gesteigerten Sie beten eine mystische Gewalt in dem jungen Selbst- merkwürdigen Großstadthelden taumeln in fiebernder Geschäftig. Meßvergnügen gewidmet war, war von vornherein weder für herrscher an, eine Gewalt, die aus eigener Machtvollkommenheit die feit von Amusement zu Amusement. Nun kann man wieder mit die Bedürfnisse, noch für den Geldbeutel des Proletariers zu bewohnte Erde aus ihren Angeln heben könne; um so größer seinem Hause üppigen Staat, in seinem Hause öffentliche geschnitten. Die Masse des Proletariats mußte sich damit begnügen, das eigene Verdienst der Kommentatoren, die in der geheimniß- Meinung machen, als Wissender den prickelnden Skandal zumeist dem Treptower Zauber fernzustehen, ob sie wollte oder vollen Seele des jungen Fürsten zu lesen verstehen und Dinge erörtern oder einen modischen Lieblingstünstler auf den nicht. Bu fostspielig waren die Ergöglichkeiten zu Treptow. darin erschauen, deren sich der absolute Monarch kaum selber Schild heben; wie es fich gerade trifft. Nur in einem Punkt Nun sagen freilich die Schwärmer für ein Ausstellungswesen, bewußt ist. ist es still geworden, gänzlich still. Für die undankbare, rasch wie es sich in Berlin breit machte: das sei so ber Gang der Da machen mir jene modernen Menschen mehr Vergnügen, vergeßliche Gesellschaft der Großstadt" giebt es heute die Sen- Entwickelung im modernen Ausstellungswesen. Unbändig viel die nicht aus jeder gleichgiltigen höfifchen Redewendung zu fation" nicht mehr, um die vor ein paar Monaten fich die Köpfe dekorative Bracht, unbändig viel jahrmärktliches Um und Auf, fünftige Weltschicksale zu deuten suchen, sondern stramm und so sehr erhitzten. Wer spricht heute noch von den Wundern denn eine sensationelle Ausstellung müsse durch die Sensationen gerade mit gespitztem Bleistift auf irgend einen Herrn der draußen in Treptow und der mächtigen Kultur- der nächsten überboten werden. Sie mögen hierin im Erde zugehen und ihn ganz gehörig gehörig ausfragen, wie that, die eine Epoche in der Entwickelung der Reichs- Recht sein, die Herren, wiewohl die Nürnberger Landes- AusEs soll der König mit hauptstadt einleite? und Hier er sich zu Europa stelle. stößt man noch stellung so gut wie die große panrussische Ausstellung au dem Mann des Interviews gehen; das ist das neueste; in Zeitungen auf einen langathmigen Aufsatz Nischni Nowgorod in ihren soliden Grundlagen dagegen sprechen. Fürsten in der Verbanning waren schon redselig; und über eine Fachgruppe, den niemand liest, als die wenigen Dann aber nenne man dies Ausstellungswesen bei seinem Diplomaten im Amte haben gern des Juterviews sich be- Interessenten; oder man schärft seinen Wit und seine verdrossene rechten Namen; und man fable nicht von der Fülle des Kulturdient. Künstler und Gelehrte haben hänfig der schwachen Gitel- Laune an dem Amtsvorsteher von Treptow. Aber wohin ist das segens, der auch über den kleinen Mann und Arbeiter und gerade Wie blähte man teit gehuldigt und haben mit freundlichem Lächeln dem Inter- Hochgefühl von neulich entschwunden und was ist aus dem Tanz über den kleinen Mann sich ergöffe. viewer Rede und Antwort gestanden und dem Interview zu lieb um das goldene Kalb, aus dem Locken und Girren geworden, das sich auf wegen der eisernen Energie des Bürgerthums, haben die beliebtesten Soubretten ihre kostbaren Unterröckchen den lieben, vielumworbenen Fremden hierher führen sollte? Einen wie rühmte man die Macht des privaten Unternehmungspreisgegeben. Aber daß eine leibhaftige Majestät, die sonst zur Audienz kurzen Monat noch und das Bauberwerk an der Oberspree sinkt in geistes. Und nun? Dieser private Unternehmungsgeist braucht zu befehlen gewohnt ist, jezt sich selbst dem Mann des Interviews Trümmer. Dann wird der Jubeltaumel, mit dem man in der Presse sonderbare Stüßen, wenn er seine Kulturarbeit in Glanz vorgleichsam zur Audienz stellt, das ist einmal etwas anderes. Wenn anhub, in ein klägliches Gezänke und in gegenseitige Vorwürfe um- führen will. Schaustücke und Meßbuden und Vergnüglichkeiten ich je einen Sterblichen um eines Interviews willen aufgesucht schlagen; und die anmaßende, provozirende Wuth, in der man zweifelhafter Art in erbrückender Menge für das Gros jener hätte und wenn ich mehr Zunftgeist befäße. als mir leider ge- anfänglich dem fremden Besucher Feenmärchen versprach, wird Menschen, die es dazu übrig haben. denn den von da " Alpha S Karl RuIIid, Schneider, Barnimstraße 18. Berichtigend fügen wir dem in gestriger Nummer ent haltenen Bericht über die Musikinstrumenten- Arbeiterversammlung hinzu, daß es am Schluß nicht Lokalkommission, sondern otalorganisation heißen muß. 1 Fickert, Stallschreiberstr. 19. Sigung jeden Ver= Jugend- Athletens Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, Kraft und Artiftenklub" Jugendkraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, Theater und Vers bet Schauder, Stargarderstr. 18. Gäste willtommen. gnügungsverein Weiße Rose, abends 8 Uhr, Waldemarstr. 18. Privat Borstand unterbreitete der Versammlung einen Antrag, dent Berichtigung. Von Herrn Schneider Kullick geht uns verein Frohsinn. abends, Brückenstr. 7( Spreeterraffe). nachmittags 5 Uhr Invaliden straße 5 bet Bötföhr. Montag: Privat Theatergesellschaft Satur Flensburger Werftarbeitern 30 M. zu bewilligen. Derfelbe nachstehende Berichtigung zu: In der Nr. 212 Ihres Blattes theatergesellschaft Dornröschen, Privat Theaterwurde nach kurzer Debatte mit großer Majorität angenommen. vom 10. September 1896 befindet sich ein Bericht über eine Ver- abends 49 Uhr bei Specht, Markgrafenfir. 83. Kollege Schumacher ersucht dringend mit den noch außen- sammlung der Rockschneider, in der ich als Redner auf- gesellschaft Immer luftig jeden Sonntag abends 5 Uhr, bet Ruhl Andree, Chorinerftr. 58: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft stehenden Listen des Lederarbeiter- Streits abzurechnen. Die getreten sein soll. Darauf habe ich zu erwidern: In der Rod- minerva. Alle Montag Zusammenkunft Matbach- Ufer 3 bei Schmoct. nächste Mitglieder- Versammlung findet am Montag, den 21. Sept., schneider Versammlung bin ich nicht anwesend ge- Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Theater in demselben Lokal statt. wesen, kann also die mir in den Mund gelegte Aeußerung über Sonntag 5 Uhr bei Ulbrich, Rammlerstr. 26. Gäfte willkommen. Privat- Theaterverein Freiheits Soff= Eine Versammlung der Baudeputirten der Maurer die Gewerkschaftskommission nicht gemacht haben. Wohl aber und Vergnügungsverein Weiße Rose jeden Montag 9 Uhr Sizung bet aber Bommer, Reichenbergerſtr. 19.tagte am Mittwoch, den 9. d. M., bei Cohn, Beuthstr. 20. habe ich in einer Herren- Konfektionsschneider- Versammlung die am nung jeden Sonntag 5 Uhr nachmittags Sigung Lychenerstr. 1 bet Rauchklub Pfetfentopf, Gigung 9 Uhr bei Wolff, Friedrichs Auf der Tagesordnung standen Mißstände auf Bauten. Kollege Montag, den 7. d. M. tagte, über den Schiedsspruch des Einigungs- Mechhut. bergerstr. 24. Gäste willkommen. Arbeiter- Stenographie- Verein Eintracht, Fritsch berichtet in furzen Worten über einige Bausperren, amtes referirt. Aber auch in dieser Versammlung sind die betreffenden unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8 Uhr bei Nothes, ButtmannKlub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachwelche in der letzten Woche verhängt wurden und tadelt das Aeußerungen von mir nicht gemacht worden, sondern Frau straße 17. schnelle und unbedachte Vorgehen der Kollegen bei denselben, Gubela hat mitgetheilt, daß der Konfektionsarbeiterstreit noch mittags an Sigung mit Fidelitas im Saale des Reſtaurants Kiefelhahn, Dresdenerstr. 68. Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr, denn dadurch würde in den meisten Fällen nichts erreicht und ein gerichtliches Nachspiel haben werde und zwar bezog sich das Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnſtr. 9.die Kollegen werden muthlos. Ebenfalls das Geld, das die auf den Lokalverein der Bügler und Näherinnen. Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau, Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr Sperren kosten, seien unnüße Opfer. So sind in der letzten Schließlich habe ich auf die dem Bericht des„ Vorwärts" Rosenthalerstr. 57. an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bet Asche. Zeit allein 3000 m. dafür bezahlt worden, jedoch wenig oder angefügte Bemerkung der Gewerkschaftskommission dieser letzteren anügungstlub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue gar nichts erzielt. Silberschmidt weist auf verschiedene zu bemerken, daß ich die von 3 ander erhaltenen Listen bis Roßstr. 3: Sigung und Tanz. Gäste fehr willkommen. Mißstände und auf das übermäßige und unvorsichtige Arbeiten auf zwei schon im April abgerechnet habe. Von den Namen und flub Junge Kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 or bet hin. So sind in letzter Zeit dadurch verschiedene Unfälle vor: Adressen der Inhaber von den zwei fehlenden Listen, die ich trob Märtischer Sof Statklub Vorwärts, Gartenstr. 51 bei Rathfack. gekommen. In der Neuen Friedrichstr. 48 stürzte vorige Woche aller Mühe von diesen nicht erhalten konnte, habe ich Bander Frete Turnerschaft Rir dorf- Brty. Montag und Donnerstag 2. Männer in der 4. Etage eine Kappe ein; sie durchschlug die drei darunter- in Kenntniß gesetzt, so baß ich nach dieser Richtung hin meinen Abtheilung 8-10% Uhr im Reſtaurant„ Landhaus" Briß. liegenden Kappen und begrub einen im Keller beschäftigten Ar- Verpflichtungen vollkommen gerecht geworden bin. beiter unter dem Schutt. In der Zenghofstraße, Ecke Staliterstraße, fiel in der vorigen Woche der Maurer Riebig aus der 2. Etage herunter und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Letzten Montag Abend stürzte auf demselben Bau der Maurer Rutowsky herab und brach sich beide Arme. Beachtenswerth ist noch der Bau in der Lindenstraße, Unternehmer Knüspel. Dieser Herr scheint das Muster eines Arbeitgebers zu sein, denn die Redensarten und die Behandlung, die dort den Gesellen zu theil werden, sollen geradezu unglaublich sein. Und dabei zahlt diefer Herr den niedrigsten Lohn, von 521/ 2-50 Pf. pro Stunde. In diesem Sinne sprachen sich noch mehrere Delegirte aus. Viel Gutes schien auf keinem Ban vorgekommen zu sein. Frisch ermahnt alle, tüchtig für die Sammlungen einzutreten, denn diefelben gehen seit kurzem immer mehr herunter; es sind in der letzten Woche nur noch 500 M. gesammelt worden. Die größte Schuld daran trägt wohl die letzte öffentliche Versammlung, wenn wir in dieser Form weiter gehen und der gegnerischen Presse zu derartigen Lügen, wie sie gebracht worden find, Stoff geben, werden unsere Unternehmer bald keinen Respekt mehr vor uns zu haben brauchen. Hierauf verliest Richter den von der Deutschen Bank geschriebenen, Brief, womit wohl das Gerebe, das Komitee habe 2000 m. unterschlagen, sein Ende erreichen wird. Redner ersucht alle Kollegen, welche irgend der artige Gerüchte hören, sofort der Kommission davon Mittheilung zu machen, damit diese Verbreiter zur Rechenschaft gezogen werden tönnen. Rigdorf. Der sozialdemokratische Verein Vorwärts" hielt am 8. d. M. feine Mitgliederversammlung ab. Nach einem von Genossen Ostermann gehaltenen, mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag, giebt der Vorsitzende bekannt, daß am 26. Dezember ein Besuch der, Urania" stattfindet und fordert zu reger Betheiligung auf. Desgleichen wird aufmerksam gemacht auf das Stiftungsfest, das am 28. November abgehalten wird. Ein Antrag Regerau, am 2. Weihnachtsfeiertag eine " Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Die Leferäume find von 10-12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an geöffnet. Der Geschichtsunterricht findet für beide Schulen am Dienstag in der Südostschule statt. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Auskunft wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall-, Invaliditäts- und Alters- Versiche rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstr. 36, v. 3 Tr. 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanow sti A. Da ebne, Deniminerfir. 66, v. 3 Tr. K. Gutheit, Wiesenstr. 293, von Ackerstr. 101, 1 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von 6 bis R. Tamm, Hussitenstr. 6 von 8-9 9 Uhr abends. Uhr abends. A. Voigt, Wiesenstr. 41-42. E. Warnst, Solbergerstr. 7, von 6-7 hr abends.- Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstr. 58. P. Reimann, Bellermannftr. 83. F. Trapp, SchulStraße 56, von 7-8 Uhr abends. Im Nord- Weken: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnaderstr. 19. S, Stephan, Lessingstr. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. 2öffler, Klosters straße 91. 1 Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier feine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr; ferner wird Auskunft er= theilt in den regelmäßigen Monatsversammlungen des Berliner Arbeiter vertreter- Vereins jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, abends 8% Uhr. Im Nord- Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Lese- und Diskutirklubs. Montag: Karl Marr, bei Grube,. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader Mariendorferstr. 5.- Morgenröthe, abends Uhr 9 bei Trittelwig, Faltenſteinſtr. 7. für den Stadtbezirt 175: Verfammlung jeden 2. und 4. Montag im Sozialdemokratischer Refe und Distutirtlub Gr. Frantfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: monat, abends 8 Uhr, bet Buchmann, Gubenerfiraße 12a. Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Alle Aenderungen im Vereinskalender. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und AltersAd. Neumann, Pafewalferstr. 3. find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfiraße 49, vorn 2 Treppen. Dersicherung: P. Keller, Camphaufenstr. 5. Montag, abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, SolmsLieberstraße 44. - 3utun ft I, Steglig, Ahornstr. 15a, Schelhase's Gambrinus. weia, Waidmannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.iebesfreiheit II, Strausberg, Rosenstr. 1 bet Brammbach. Tonblüthe, Reughofstr. 8, Restaurant Behlendorf.- Sange slust II, Basewalterstraße 3 bei Ab. NeuKling mann Harmonie 2, Weinstraße 11, Reſtaurant Feind. müller'fches Doppelquartett, Neu- Weißenfee, töntas- Chauffee 46 bet Brennert. Solidarität, Schüßenftr. 29, Michels' Restaurant. rena 2( gem. Chor), Urbanstr. 51 bet Wulle. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad am Dämerigfee.- Edelweis 4, Nummelsburg, Stant und Göthestraßen- Ecke bei Mertens. Dorfglödlein, Deutsch- Wilmersborf, Brandenburgischeftr. 106 bet A. Gräß. Apollo, Charlottenburg, Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 14. September, aben.b3 Krummestr. 33 bei Müller. Philomele, Rosenthalerstr. 57 bet Babiel. 8 Uhr: Versamminng: Bahlstelle I. Rölle's Salon, Straußbergerir. 3. Bund der geselligen Arbeitervere ine Berlins und Umgegend Bahlstelle II. bei Gründel, Brunnenstr. 188. Bahlhelle III. bei Cohn, Benth( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu straße 20/22. Bahlstelle IV. bet Rautenberg, Oranienstr. 190. Sonntag: Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, Filiale richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee Nr. 177c. Gefelliger Verein Ingwelde, Danzigerstr. 11 bei Schloßnteß, nachm. 4-7 Uhr.- Berlin I. Heute Vormittag 10% Uhr, bet Bubeil, Lindenstraße 106: Ver= Montag: Geselliger Verein Boran, Pappel- Allee 19 bet Bischoff. fammlung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Hente, Geselliger Veretn Liberté, Admiralftr. 18 c, Märkischer Hof. Arbeiter Raucherbund Serlins und Umgegend. Nenderungen im Sonntag Abend 6 Uhr, tm Restaurant Kommandanten Garten", Komman vereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. dantenstr. 10-11: Gemüthliches Betsammensetn. Landsleute und Gäste montag, abends von 9-11 Uhr: Klub Abend und Aufnahme neuer Mit- willkommen glieder. Meritaner, Glbingerstr. 15 bei Dames. Sterbe- Kaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag: Berliner Kinderbescheerung zu arrangiren, wird angenommen. Die Vor Dilettanten- Bühne Rheingold II. Jeden Sonntag 5 Uhr im Saale des Gesellschaft. Heute: Bahltag, Ackerstr. 123 bet Marten. arbeiten hierzu werden dem Vorstand überlassen. 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September, abends 8 Uhr, bei Feind, Weinstr. II: IF Derlammlung. W Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Verbandskollege Ferdinand Mallwitz gestorben ist. 76/19 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. September, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Bekannten die traurige Nachricht, daß der Schlosser Emil Beuter uns durch den Tod entrissen ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhause Friedrichshain aus nach Wilhelmsberg statt. Die Hinterbliebenen. Am 11. Sept. erlag seinen schweren Leiden unser langjähriger Mitarbeiter, der Schriftsetzer Heinrich Lingelmann, was wir Kollegen und Bekannten hierdurch mittheilen. 836b Das Personal der H. S. Hermann'schen Druckerei. Nach langen schweren Leiden verstarb gestern früh 9 Uhr im Augusta- Hospital unser lieber Vater und Großvater, der Schriftsetzer Heinrich Lingelmann im Alter von 47 Jahren. 3376 95/18 Tagesordnung: Vortrag des Genossen M. Grempe über: Die Sflaverei des Weibes". Der Vorland. Achtung! Graveure, Ziseleure Berlins und Umgegend. Dienstag, den 15. Sept., ab. 81/2 Uhr, in den ,, Oranienhallen", Oranienstr. 51: Mitglieder Versammlung. des Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag eines Kollegen über:" Die Entwicklung 20918 Maschinenwesens". 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Friedrichsberg. Dienstag, den 15. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Karl Spikig, Frankfurter Allee 193: Gr.öffentl.Gewerkschaftsversammlung Tages Ordnung: 224/15 1. Vortrag über: Nußen und Zweck der Gewerkschafts- Drganisation." Referent: Paul Litfin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen der Berliner Vorstände ist dringend nöthig. Konzerthaus„ Sanssouci", 4a Kottbuserstrasse No. 4a. Die Beerdigung findet am Sonntag, Sonntag, den 13. September cr., nachmittags 5 Uhr: den 13. September, nachm. 8 Uhr, von der Leichenhalle des St. SebastianKirchhofes in Reinickendorf, Humboldtstraße, aus statt. Dies zeigen tiefbetrübt an Anna Lingelmann, geb. Friedrich, nebst Kindern. Nachruf. Am 7. d. M. starb unfer Rollege, ber Steindrucker Oscar Rotte 3246 an der Proletarierkrankheit. Sein biederer, offener Charakter sichert ihm bei allen, die ihn gekannt haben, ein ehrenvolles Andenken. Das Personal der Druckerei der Firma Carl Reinecke Nachflg. Danksagung. 3336 Allen Freunden und Bekannten, dem Personal von Reinecke Nachf., sowie dem Chef dieser Firma Herrn Angermann und dem Pfeifenklub Havanna für die rege Theilnahme bei der Beerdigung meines Mannes und für die reiche Kranzspende meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Wittwe Notte nebft Sohn. Zengen gesucht![ 3316 Bitte diejenigen, welche am 14. Juli 8% Uhr früh gesehen haben, wie ein Droschtenpferd I. Klaffe Ede Engel Ufer und Röpnickerstraße durchging, sich bei Unterzeichnetem zu melden. Rich. Grosch, Langestr. 106. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert verbunden mit humoristischer Soirée veranstaltet von den Gefang- Vereinen ,, Collegia" und Männerchor ,, St. Urban". ( Mitglied des Arb-.S.- B.) = ( Zur Aufführung gelangen nur nene gute Kompofitionen.) Auch wird der sehr beliebte Gesangs- Komiter Herr Oestreich zur Unters haltung des Abends sein neuestes Programm zum Vortrag bringen. Unter anderem gelangen zur Aufführung: Vom Gesangverein" Collegia". Eine fröhliche Sängerfahrt. Vom Männerchor St. Urban". 1000 Mt. Belohnung. Ensemble- Spiel mit Gesang. ( Humoristische Szene.) ( Repertoir Nr. der Stettiner Sänger.) Konzert Musit: Rapelle der Zivil Berufsmusifer unter Leitung des Herrn Loppe. Gesangs Direktion: Herren Suchsdorf und Wazl. Nach dem Konzert: Tanz. Kaffeneröffnung 4 Uhr. Anfang des Konzerts 5 Uhr. Programmbillets à 30 Pfg. sind vorher in allen bekannten Lofalen sowie abends zu selbigem Preise an der Kaffe zu haben. Allen Anwesenden einen recht gemüthlichen Abend versprechend, ladet zu regem Besuch ein Das Komitee. Zur Beachtung! Den Gesangvereinen, die in Luckenwalde zum Sängerfeste anwesend waren, zur Kenntniß, daß die Luckenwalder Gesangvereine ,, Sängerlust" und Freiheitsklänge I am Sonntag früh 71/2 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof eintreffen und zum Frühs schoppen bei Zubeil, Lindenstr. 106, geleitet werden, nachdem die Auss stellung besuchen und abends im obigen Konzert mitwirken. Sangesbrüder, welche das Sängerfest in Luckenwalde mitgemacht haben, werden nicht vers fehlen, zum Empfang der Luckenwalder Sangesbrüder auf Idem Bahnhof zur Beit anwesend zu sein. Gebrüder Wolff, Berlin N., 134. Invalidenstrasse 134. Seit der Gründung unseres Geschäfts im Jahre 1884 erfreut sich dasselbe des Rufes strengster Reellität. 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Mitglieder Bahl der Zweigvereine Außerdem sind noch in Lokalvereinen Mitglieder Jahreseinnahme der Organisation für Vereinszwede Berbandsorgan Kassenbestand Agitation Streits Rechtsschut Gemaßregelten. Unterstützung Reiseunterstützung ArbeitslosenUnterstügung Kranken- und unterstützung Invaliden Umzugskosten und Beihülfe in Sterbe und Nothfällen Sonstige Ausgaben Verwaltungskosten der Hauptkasse Gehälter Ver waltungs material Konferenzen und GeneralTungen versamm Beitrag an kommission die General Den Bahlstell verblieben von den Beiträgen Summa der Ausgaben Davon in In Summa der Hauptkasse M. M.| A3| M. M. M. 13 M. 13 M. 2 Bauarbeiter. 1750 40 82 3 Bergarbeiter( Westf.) 8000 104 5079 14 8790 12 20988 35 1773 97 921 97 3441 56 1232 40 4 Bildhauer.... 3132 83 100 76562 84 5 Böttcher. 4000 ? 17826 6300 6557 54 6 Brauer 6018 65 2900 7 Buchbinder.. 3871 522 50 800 38314 06 43878 8720 09 8050 1085 4150 22 2000 8 Buchdrucker 19209 4) 837? 1032460 15 9 Bureauangestellte... 169 2 10 Dachdecker 1582 65 11 Fabrit und gewerbl. Hülfsarbeiter.... 6737 ? ? 12 Flößer... 922 15 13 Former 2359 62? 14 Gärtner 300 9 1000 15 Glasarbeiter 2427 18 16 Glaser... 1250 50 17 Goldarbeiter 1038 250 21 300 11 11 8118 1534 25 7500 590 50 1550 613 80 521121211 1 600 13297 3491 540 2) 200 1744 405) 17738 80 303 31 1150 || 8||||||| 126 48 1070 75 91 40 196 90 576 204 93 180 252 100 1996 27 250 1810 50 1003052 48 2000 18561 57 110842 98 35 30 一一 30- 48 一 98 一一 10700 30 26229 50 2799 3109 50 3755 29300 3171 70 1325 480 60 90 23503 52 ) 1015 20 25941 67 9050 9745 69 6142 91 545 6951 8) 1475 9) 3291 96 488 60 650 6) 60 1190 35 304 575 80 3033 05 85 140 72 90 NO 423 01 850 29 60 90 15 443 70 18 Hafenarbeiter 2100 17 50 4106 75 19 Handschuhmacher 2768 400 20 Holzarbeiter( Verb.) 29992 386 21 Holzarb.( Hülfsarb.) 437 39 449? 6 51261 05 205498 65 889 60 1908824 47 ) 36986 36 748 50 250 10) 150 232 3798 30 32 10693 25 41468 85 15) 60 16 3922 36 10 22 Hutmacher 2722 368 42 600 94498 89 2000 23 Konditoren.. 330 10 1732 24 Korbmacher 550 21 15 25 2214 35 25 Kupferschmiede 2978 49 52876. 762 30 147 3467 111 65 94 52 657 10 155 75 61 59 1181 II 150 300 25 80 8090 70 2515 45 110 2570 73 1538 714 78 974 75 34252 39 1 11402 33 19844 70 797 10 4367 35 9481857 75 13 80 26 Lederarbeiter. 3144 82 80 44226 20 27 Lithogr. und Steinbr. 4024 101 123 28 Maler. 6958 143 38955 60 39242 74 4. 29 Maurer. 14860 30 Metallarbeiter 33297 703 31 Müller 641 32 Borzellanarbeiter. 7044 33 Sattler. 1658 34 Schiffszimmerer 1042 235 1380 390? 35 120 536 53 60 10 109848 88 280262 78 20) 4427 29 195739 03 11488 66 3057 14 6919 60 6125 15 22724 48 175 29 12 323 96 583 340 90 26 65 41623 88 1207 6946 29 2156 64 4967 35 Schmiede 1350 30? 9145 66 36 Schneider 8000 498 216 ? 51946 58 2068 89 4949 54 11332 75 37 Schuhmacher. 38 Steinfeger 9056 94 227 48250 2514 39 Stuffateure 475 40 Tapezierer 41 Töpfer 786 3529 115 260 42 Bergolder. 705 23 14 43 Bigarrenfortirer. 581 18 22 65 100 17? 29 400 11234 92 2491 02 3142 98 27973 04 4953 10 2790 935 50 355 1860 68 7825 10 5375 80 213 44 1214 40 997 44 34 35 160 15 874 19 1610 68 1256 32 23) 1450 179 16212 40 812 40 2040 05 399 27 95 1689 75 52 65 17) 702 70 183 49 26228 52 1767 95 650 20 36577 26 2194 54 18) 7660 65 21) 560 23 11 80 11575 73 13022 72 4771 20 7159 65 4212 50 49092 22 易] 一一 一 50 一 50 一 25|||| 10| 35||| 75| 一 70|| 5||||| M. 1 M. M.[ 8] M. M. M. 18 M. 13 M. 135 M. M. M. 118] M. S 1119 11204 312 97702 25 353827 75 22411 09 11 || 1118111811 1457 30 1) 757 36 285 198 310 75 8118111881 207 05 120 900 496 04 944 25 17 75 218 35 3300 1550 2198 39 1384 50 2560 2500 2091 67 2000 5243 50 9637 6929 95 12367 250 350 75 35 一 50 一 60|||| 553 2) 2655 80 187 2560 60 880 300 500 640 300 2500 11111111 40 1136 88 5941 31 835 62 63 56 40 8130 44 5406 43 25 20 182 98 2 3751 93 8588 19912 94 19401 17 85954 91 16546 35921 26 30683 679905 52 1514 25 60 8415 803 38 1587 18 47168 18 6748 4207 52 46486 943460 78 29 251 02 143 70 1587 18 38883 29 6748 504 54 42846 931082 18 20 251 02 སྦྱ ། ।1! 1 111 307 65 H 1738 50 540 2092 96 || 1610 60 434 66 835 20 119 95 42 162 62 457 45 750 851 79 95 716 750- 1183 184 50 795 11) 2246 15 25 10 70 02 12) 2971 63 1945 14 45106 04 4909 70 16) 35 61 100 151 36 20 15 279 75 301 53 1767 8228 16 105 2273 80 305 89 199 80 250 386 10 13) 1558 30 8886 79 96 20 1521 67 156 76 182 14 310 80 68 121111 78 86 1550 1747 15 3403 50 2887 19 1650 1681 48 112111812228181 1145 33/3 9108 70 22607 31 6693 53 6133 77 420 4 1320 341 35 3795 52 18147 02 30 942 47 609 6755 10 72 73 5196017 06 72 73 783 100 863 99 140206 65 33% 1462 38 330 40 16352 99 7050 6394 61 2408 55 19410 89 5194 2961 18 11407 90 3932 2675 79 9097 12 7097 12 919 49 4400 4274 33 268 20 2284 95 35 100 22 65 50 3416 83 65220 89 339 45 4753 33 16 50 68 33 28885 17 217639 04 1183 50 93112 02 1602 63 40059 69 28552 79 33845 14 1682 28 94719 38 181 58 8901 10 1682 28 80988 58 181 58 344 95 1705 18 1099 14 1067 67 264 25 2100 483 71 541 63 6450 86 2074 85 48406 42 1092 67 2496 24 22) 50 400 2536 82 70 274 99 159 44 90 70 ? 44 Bimmerer.. 9281 190 600 11834 11 79596 33 6258 45 2648 79 837 70 52 50 46 80 156 85 17857 78 2642 55 118 280 3095 33 560 11 1700 Summa... 214836 3378 4159 9671 2745617 20 244130 36 47022 40 45 Barbiere 679 16 80 46 Müller( fübd. Berb.) 47 Seiler 638 26 306 30 10 80 48 Tabalarbeiter...... 14138 2881 277 238992 49 Textilarbeiter...... 17000 666 160 1000 22039 15 1887 02 12850 553 79 S118% 11112 25402 25 37309 56 372 26 2892 50 768 275 20 1622 33 45 288 10 15522 01 6589 67 426 75 11 297 80 1204 08 13912 20 1096 12 42 44 4390 75 9152 18 600 2780 15 1660 80 1404 95 4988 66 10070 75 1012 14 474 50 1685 80 132 2037 90 6993 21 14406 1235 20 690 520 10 963 55 2151 25 4280 25 35153 34 17722 66 10921 37 1730 28 42972 87 14209 26 10806 48 4873 75 24946 25 14009 35 12583 03 50 16545 69 81814 12 25122 57 23582 07 25 25260 76 102879 70 66296 54 59577 88 266 85 382 50 I I 19) 25 51662 33 241319 68 30 38913 10 9391 21 1092 67 50 3307 53 4296 79 132505 52 826 74 826 74 45491 70 40572 45 535677 62 131 95 1504 26 9681 15 5629 93 2554 64 36 486 35 574 60 461 602) 5244 73 209 24 347 80 2280 80 2400 721 80 79 60 110 80 594 50 1227 05 131 50 40 1803 20 4933 48 2356 44 1638 88 184 25 1258 29 9692 10 2545 66 2324 79 1988 24 69 20 841 75 155 30 13039 20 46843 38 23529 23 20341 49 3593 80 900 350 26 54 70 11° 11 64 71 681 61 3685 44 272 45 521 40 3757 50 一 1 一一 40 78 65 3184 56 3440 80 111 124 50 384 60 135 63 227 36 385 79 505 50 1111 20 19897 90 34694 85 31792 34 60 11 13596 50 853122457 30 681 68 1047 8003108 40 1892 21 307 313 36 442 50 527 36 560 11 15 126 2630 43 2828 63 26230 37 589 22 352 87 956 90 648 81 4029 41 3007 37 40 1872 454 01 1426 25 2372 50 68 25 180 50 878 50 211 40 96 15 726 17 4194 65 4169 29 5214 30 1586 30 40 456 30 25034 82 6178 42 6167 01 69654 13 47121 46 3024 19 2186 78 10859 33 9640 74 31546 02 239816 46 15134 89 39477 61 298612 47 196076 10 451481 20 40278 44 30330 20 79123 32 69422 98 48656 09 36881 39 1111° |||| 830 3991 36 11119 11118 1272 80 1033 55 488 553 79 40 811111 6202 21 282599 56 2140985 12 1640437 98 1455878 89 11111 11111 111 140 263284 44999 46 4578 61 Summa( Verbände) 247597 6905 4648 50 Gastwirthsgehülfen. 1752 13 17221 89 61 Handelshülfearbeiter 4626 41 34972 83 2000 52 Handlungsgehülfen. 700 63 Steinarbeiter.... 12 4500 105 11 8111 6228 80 1600| 1811 25) 585 8405 65 28) 338 Durch Vertrauensmännersystem zentralisirt. TILL 70 145 112 61 836 2488 50 11 1181 6,1480 3027) 5817 59| -1-1811 1801 51 9) 5307 77 30) 6430 54 100 15926 69 22820 58 1295 20 15211 93 Gefammtsumme... 259175 6905 4819 Aumerkungen zur Tabelle. 9 Darunter M. 367,40 für Stellenbermittelung. Und sonstige Ausgaben der Hauptkasse. Für andere Gewerkschaften. 4) 22 Gaue. 5) Nur für andere Gewerkschaften. 6) Nur für andere Gewerkschaften. Die den 8ahlstellen verbleibenden 30% find hier nicht eingerechnet. Reise und Arbeitslosen Unterstügung wird von den ben Bahlstellen verbleibenden 30% bezahlt. Nur für das zweite Halbjahr. 16) Erst seit Oktober 1895 eingeführt. Einschließlich Abonnement der„ Gleichheit" für die weib. 7) und Beihülfe in besonderen Nothfällen. lichen Mitglieder. 10) Nur für andere Gewerkschaften. 18) Und Umzugskosten, Beihülfe in Nothfällen 2c. 19) Seit 30. Juni 1895, früher 333. 11) Wird nur bei Streits und Maßregelung gewährt und ist 20) Einnahme und Ausgabe nur in der Hauptkasse. 13) deshalb der Streitunterstügung zuzurechnen. 13) Hierin find auch die Ausgaben für Agitation enthalten. 14) Darunter M. 506,57 für Abonnement für die den weib lichen Mitglieder gelieferte Gleichheit". 15) Für andere Gewerkschaften. 21) Und Gemaßregeltenunterstügung. 22) Für andere Gewerkschaften. 3) Davon M. 1200 für andere Gewerkschaften, M. 250 für Drudsachen. Die Unterstützung wird von den Zahl stellen bezahlt und ist unter sonstige Ausgaben gestellt. 24) Davon M. 168,15 für Stellenvermittelung. Der größte Theil ist Streifunterstützung. 25) Nur für andere Gewerkschaften. 26) Nur für Stellenvermittelung. 27) Gehälter, Verwaltungsausgaben( sachliche) und sonstige Ausgaben. 28) Nur für andere Gewerkschaften. 29) Darunter auch Reiseunterstügung. 30) Gehälter, Verwaltungsausgaben( sachliche) und Stellen. vermittelung. an, Die Generaltommission knüpft an das Ergebniß Werftarbeiter nicht geführt. Der erstere führt, nach dem ist diese Angabe für 1895 gemacht worden, während für ihrer statistischen Aufnahme über die Gewerkschaften längere Er was hierüber bekannt ist, nur ein Scheindasein und hat keine 1894 nur 18 Organisationen diesbezügliche Zahlen mittheilten, örterungen, von denen wir folgende wiedergeben: Bei einigen nennenswerthe Mitgliederzahl, der letztere kann erst in der Es sind aber leider nicht in jedem Jahre dieselben Organisationen Organisationen waren wir genöthigt, zur Ergänzung der Ueber- Statistit für 1896 geführt werden. welche schätzungsweise die Zahl der lokalorganisirten Berufse ficht die Zahlen für das Jahr 1894 einzufügen, da uns Angaben Von den in der Tabelle angeführten 49 Verbänden haben genossen angeben. für 1895 auch jeht noch nicht gemacht sind. Es sind dies die 44 ausreichende Angaben für die Statistik gemacht, während In der Tabelle sind für 1895 folgende Berufe mit lokale Organisationen der Müller( südd.), Seiler, Tabatarbeiter und 2 unzureichende Angaben machten und für 3 Berbände die Mit organisirten Berufsgenossen angeführt, die für die Statistit von Steinarbeiter. glieder- Zahlen theils vom Jahre 1894 angegeben werden mußten 1894 feine Zahl der Lokalorganisirten angegeben hatten: BildDie Statistiken enthalten wohl werthvolles Material, aber oder eine Ergänzung derselben auf indirektem Wege erfolgen bauer 100, Gärtner 1000, Maurer 1380, Porzellanarbeiter 586, fie erscheinen leider nicht rechtzeitig genug, und sind die Ver- mußte. Auch bei den Steinarbeitern ist die Mitgliederzahl( 4500) Barbiere 80 und Textilarbeiter 1000. Dagegen gaben für 1894 hältnisse in den einzelnen Organisationen bei der Veröffentlichung der Statistit für 1894 entnommen. die Lithographen 200, die Schmiede 50 und die Schneider 400 während der Uebersicht in der Regel völlig andere geworden, als zur Zeit für 1895 Es läßt sich nach diesen so ergänzten Zahlen für 1895 gegen- lokalorganisirte Berufsgenoffen der Aufnahme. Besonders in diesem Jahre trifft dies in um über 1894 eine beträchtliche Zunahme der Mitgliederzahl kon- von diesen Organisationen solche Angaben nicht gemacht fangreichstem Maße zu, da in den ersten Monaten dieses Jahres statiren. G3 wurden für 1894 nach Ergänzung durch Zahlen sind, obgleich wohl anzunehmen ist, daß die 1894 ges eine enorme Zunahme der Mitgliederzahlen und infolge aus dem Vorjahre in 54 Zentralorganisationen( 52 Verbände zählten Lokalorganisirten auch 1895 noch bestanden. Während der großen und andauernden Lohnkämpfe eine Ber- und 2 Vertrauensmännersystem) im Jahresdurchschnitt 246 494 also die Mitgliederzahlen in den Zentralverbänden nach zuverringerung des Vermögensstandes zu verzeichnen ist. Da Mitglieder gezählt. Auch für 1895 ist die Mitgliederzahl lässigen Aufzeichnungen angegeben sind, müssen die Zahlen über die von uns veröffentlichten Uebersichten den Zweck haben, von wiederum im Jahresdurchschnitt angegeben und befanden sich in die Lokalorganisationen als höchst unzuverlässig bezeichnet Jahr zu Jahr die Schwankungen in der Stärke und 49 Verbänden und 4 durch Vertrauensmännersystem zentralisirien werden. So soll der Berliner Lokalverband der Metallarbeiter, Leistungsfähigkeit der Gewerkschaften beurtheilen zu können, Organisationen 259 175 Mitglieder, es ergiebt sich demnach für der in der Statistik nicht angeführt ist, gegenwärtig ca. 10 000 so würde an sich die frühere oder spätere Veröffentlichung der 1895 ein Mitgliederzuwachs von 12 681. Diese Summe stellt Mitglieder zählen, während nach den von den Vorständen ge statistischen Zusammenstellung den Werth dieser nicht erhöhen jedoch keineswegs die volle Mitgliederzunahme dar. machten Angaben in 20 anderen Berufen nur 10'781 Iotaloder herabsetzen; doch ist sicher, daß es für die gewerkschaftliche Wenn wir trotz dieser Agitation von größerem Werth wäre, wenn die Statistiken un- gliederbestandes aufgelöst haben, wollen wir ganz absehen und der nachstehenden kleinen Tabelle führen, so geschieht dies des= Von den Organisationen, welche sich infolge geringen Mit- organisirte Arbeiter gezählt werden. höchst unsicheren Angaben die lokalorganisirten Arbeiter doch in mittelbar nach Schluß des ersten Quartals eines jeden Jahres auch die sich durch Gegenüberstellung der Zahlen für 1894 und halb, um die einmal von Jahr zu Jahr geführte Aufstellung erscheinen würden. Die Generalfommiſſion iſt bestrebt gewesen, 1895 in der folgenden Tabelle ergebende Abnahme der Mit- halb, um die einmal von Jahr zu Jahr geführte Aufstellung diesem Bedürfniß zu entsprechen, findet aber leider bei einigen gliederzahl in einzelnen Organisationen hier nicht in Berücksich- beizubehalten. Verbandsvorständen nicht die genügende Unterstützung und muß, tigung ziehen. Dagegen muß darauf aufmerksam gemacht werden, um die Statistik möglichst vollkommen zu machen, nicht nur daß die für 1895 gegebenen Zahlen durch die Auflösung des wiederholt einzelne Vorstände um Einsendung der statistischen sächsischen Bergarbeiterverbandes wesentlich beeinflußt werden. Bogen ersuchen, sondern auch den Termin für die entgiltige Bun der Statistik für 1894 war der aufgelöste sächsische Bergsammenstellung immer wieder hinausschieben. arbeiterverband mit 8821 Mitgliedern geführt. Diese 9000 Berg4 durch Jahr Zentral- Dr ganisationen Mitglieder zahl In Lokal vereinen Bits sammen Verlust der Bergarbeiter Organis sationen 1) 1891 62 1892 56 51 54 277 659 287.094 4355 223 530 5384 246 494 5251 6697 259 175 13 000 29.700 26 526 194 11 801 359 ca. 10 000 287 659 7 640 244 784 6 280 229 810 5.550 252 044 In den Statistiken der Vorjahre sind in bezug auf den Bearbeiter, denen durch einen Gewaltakt der Behörden die Organistand an Organisationen die Zahlen angegeben, welche zur fation vernichtet worden ist, sind keineswegs für die Gewerkschaften Zeit der Veröffentlichung der Statistik maßgebend waren. verloren, wie dies bei Mitgliedern, welche aus irgend So wurde in der Statistik für 1894 bei Veröffentlichung welchen Gründen austreten, der Fall ist. Sie werden den daß im August 1895 54 Zentralverbände gefagt, und nöthigen Zusammenhalt infolge ihrer langjährigen gewerkschaft 1898 Vertrauensmänner zentralisirte 1894 Organisationen lichen Stellung auch ohne die äußere Form des Verbandes zu 53 Die Zahl der Zentralverbände hat erhalten verstehen. Können diese an der Organisation gehinderten 1895 waren. 10 781 269 956 2) sich seit diesem Zeitpunkt um 5 verringert. Der Ver- Bergarbeiter auch nicht in der Statistik als Mitglieder der Ge- Diese Uebersicht bestätigt die Annahme, daß die Gewerks band der Kürschner und der Zentralverein der Plätte werkschaften geführt werden, so werden sie doch als solche zu schaften dem Einfluß der wirthschaftlichen Konjunktur unterliegen. rinnen haben sich infolge geringen Mitgliederbestandes auf gelten haben, und daraus ergiebt sich, daß die Mitgliederzunahme Bei wirthschaftlichem Niedergang werden diejenigen Gewerk gelöst. Der Verband der Schlächter kann, da er seit Jahresfrist der Gewerkschaften im Jahre 1895 bedeutend größer ist, als schaften, welche ihre Mitglieder nicht durch Unterstüßungskein Lebenszeichen mehr gegeben hat, nunmehr wohl auch als dies bei der einfachen Gegenüberstellung der Zahlen den An- einrichtungen auch während der ungünstigen Konjunktur zu halten von der Bildfläche verschwunden betrachtet werden. Der Ver- schein hat. vermögen, an Mitgliederzahl verlieren, während der geringste vorhanden band der Formenstecher hat sich dem Verband der Lithographen, Läßt sich so auf grund positiver Zahlen seit dem Jahre 1893 wirthschaftliche Aufschwung die Reihen der gewerkschaftlich der Verband der Korbmacher dem Holzarbeiter Verband eine beständige Zunahme der Mitgliederzahl in den Bentral organisirten Arbeiter stärkt. Ueber die Jahre 1889/90 besitzen und der Verband der süddeutschen Müller dem Deutschen organisationen nachweisen, so fehlt doch für die in Lokalvereinen wir eine zuverlässige Statistik nicht, doch ist anzunehmen, daß Müllerverband angeschlossen. Im Anfang des Jahres 1896 gewerkschaftlich organisirten Arbeiter jeder Anhaltspunkt für die zu jener Beit die Zahl der gewerkschaftlich organisirten wurde der Verband der Werftarbeiter neu begründet. genaue Angabe der Mitgliederzahlen. Auch für das Jahr 1895 Arbeiter größer war als im Jahre 1894/95. Die Ges Es bestehen demnach gegenwärtig 49 Zentralverbände und hat die Generalkommission die Vorstände ersucht, schäßungs4 durch Vertrauensmänner zentralisirte Organisationen. In der weise die Zahl der im Berufe in Lokalorganisationen 1) Saar- und Ruhrrevier; 2) darunter 8821 Mitglieder des Tabelle sind die zur Zeit bestehenden Verbände der Schiffer und vereinigten Arbeiter anzugeben. Von zwanzig Vorständen aufgelösten sächsischen Verbandes. ammtzahlen werden allerdings durch den Verlust der macher, Hutmacher und Lithographen haben erst im letzten Jahre ist, so kann daraus weder auf eine Zunahme noch einen Rück Bergarbeiter Organisationen wesentlich beeinflußt. Diefer das Verbandsstatut dahin geändert, daß den Frauen der Beitritt gang der Einnahmen der Gewerkschaften geschlossen werden, weil Mitgliederverlust beträgt in dem Jahrfünft von 1891 bis 1895 zur Organisation ermöglicht wurde, und ist auch schon, wie sich nicht die gleichen Organisationen in beiden Jahren mit dieser insgesammt 81 221. Obgleich bei den Statistiken der Vorjahre aus der Tabelle I ergiebt, eine beträchtliche Zahl weiblicher Angabe fehlen. Die bedeutenden Einnahmen der Verbände der die jeweilige Ursache des Mitgliederrückganges in den Bergarbeiter Mitglieder gewonnen. Es zeigt sich hieran tlar, welche Bedeutung Tabatarbeiter und Textilarbeiter sind auch in diesem Jahre in organisationen angegeben worden ist, sei hier nochmals daran die Verwendung weiblicher Arbeitskräfte in der Industrie den Summen nicht einbegriffen, weil uns die Vorstände dies erinnert, daß der Rechtsschutzverein der Bergleute des Saar- für einzelne Gewerkschaften gewonnen hat, und die dringende bezügliche Angaben nicht gemacht haben. reviers" mit 22 400 Mitgliedern durch den Druck der Behörden Nothwendigkeit, die Arbeiterinnen zur Organisation heranzuziehen. Müller 91 die Die in der Haupttabelle als Jahreseinnahme der Tabakim Jahre 1898 zur Auflösung gezwungen wurde, daß ferner der Die Organisirung aller in einem Industriezweige beschäftigten arbeiter genannte Summe von 238 992 M. ist nicht die Eins Deutsche Bergarbeiterverband, der 58 000 Mitglieder im Jahre Personen schafft erst die Möglichkeit, günstige Arbeitsbedingungen nahme für 1895, sondern für die beiden Jahre 1894/95. Wir 1890 zählte, durch den Druck der Grubenbesitzer von Jahr zu Jahr zu erringen und sie dauernd zu erhalten. Für einzelne Gewerk- fuchten die Zahlen für diese Organisation mangels direkter Ans an Mitgliedern verlor. Das Rheinisch- westfälische Kohlensyndikat schaften wird es geradezu ein Gebot der Selbsterhaltung, die gaben nach Möglichkeit zu ergänzen und entnahmen die für zwei Jahre als Einnahme angegebene Summe der der General- Ververanlaßt durch Einschränkung der Produktion, daß tausende Arbeiterinnen ihres Berufes zu organisiren. von Bergarbeitern gleichzeitig entlassen werden, und die Furcht, Wie schon bemerkt, beträgt die thatsächliche Zunahme der fammlung der Organisation vorgelegten Abrechnung. Von den Einnahmen der in der Tabelle geführten Verbände von dieser Entlassung betroffen zu werden, überwiegt bei den Bahl der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter 12 681. BerückBergarbeitern den Hang zur Organisation. Daß die neuerdings fichtigt man jedoch den Verlust an Mitgliedern in einzelnen Dr- entfallen allein auf die Buchdrucker 1032 460 m.; dann folgen erfolgte behördliche Auflösung des sächsischen Bergarbeiter- Verganisationen, so stellt sich die Mitgliederzunahme wesentlich höher. Die Metallarbeiter mit 280 262 M., die Holzarbeiter mit 205 498 bandes die Zahl der organisirten Bergarbeiter ganz bedeutend Im Jahre 1895 nahmen folgende Organisationen an Mitgliedern Mart, die Porzellanarbeiter mit 195 789 M., die Maurer mit verringert hat, ist schon erwähnt. zu: Bäcker 100, Bildhauer 247, Brauer 910, Buchbinder 745, 109 848 M., die Hutmacher mit 94 498 M., die Zimmerer mit So wird also die Gesammtzahl der' gewerkschaftlich organi- Buchdrucker 1984, Bureau- Angestellte 78, Fabritarbeiter 1078, 79 596 M., die Bildhauer mit 76 562 M., die Kupferschmiede firten Arbeiter durch die Schwankungen resp. das Burückgehen Glasarbeiter 10, Hafenarbeiter 79, Handschuhmacher 370, Solz mit 52 876 M., die Schneider mit 51 946 M., die Handim Bestande der organisirten Bergarbeiter beeinflußt. Trotzdem arbeiter( Verband) 3851, Hutmacher 162, Lederarbeiter 566, schuhmacher mit 51 261 M., die Schuhmacher mit 48 250 M., Lederarbeiter mit 44 226 M. u. f. w. Anders stellt läßt sich in der fleinen Tabelle der Einfluß der wirthschaftlichen Lithographen 33, Maler 1669, Maurer 2280, Konjunktur auf den Bestand der gewertschaftlichen Organisationen Porzellanarbeiter 466, Sattler 840, Schmiede 50,' Steinsetzer 47, sich jedoch die Reihenfolge dieser Gewerkschaften, wenn wir nicht nachweisen. Bis zum Jahre 1898 läßt sich ein Rückgang der in Stucateure 241, Tabalarbeiter 424, Tertilarbeiter 2753, Töpfer die Summe der Jahreseinnahme, sondern die Jahresbeitrags Zentralvereinen organisirten Arbeiter konstatiren und ist der Be- 472, Bigarrenfortirer 4, Bimmerer 1154 und Handels- Hilfeleistung jedes einzelnen Mitgliedes betrachten. Es ist zur Bestand im Jahre 1893 am niedrigsten. Im Jahre 1894 zeigte sich arbeiter 738, mithin in 28 Organisationen eine Mitgliederzunahme urtheilung der Sache jedoch nothwendig, gleichzeitig die Ausgaben an Unterstügungen anzugeben, um feststellen zu können, wie viel eine geringfügige Besserung der Geschäftslage und dementsprechende von insgesammt 20 232. Zunahme der Zahl der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter. Folgende Organisationen nahmen an Mitgliederzahl ab: den Organisationen für andere gewerkschaftliche Zwecke vers Die Zunahme hält für 1895 bei weiterer Steigerung der günstigen Barbiere 46, Bauarbeiter 376, Bergarbeiter( Westfalen) 2980, bleibt. In der nachstehenden Tabelle geben wir diesen Auszug. Konjunktur an und dürfte mit 1896 ihren Höhepunkt erreicht Former 97, Gärtner 100, Glaser 62, Goldarbeiter 383, Rorb- Einnahmen und Ausgaben pro Kopf der haben. Die Zunahme für 1896 wird nach Zehntausenden zu be macher 183, Metallarbeiter 109, Schiffszimmerer 253, Schneider rechnen sein. So dürfte der Holzarbeiter- Berband gegenwärtig 543, Schuhmacher 1259, Tapezirer 6 und Vergolder 145. Dem girta 40 000, der Textilarbeiter- Verband zirka 18 000 Mitglieder nach erfolgte in 14 Organisationen eine Mitgliederabnahme von zählen. Sollte die günstige Konjunktur auch noch im nächsten 6642. Die Böttcher, Dachdecker, Flößer, Holzarbeiter( Hilfsarbeiter), Jahre anhalten, so wird sich eine weitere, wenn auch im Ver- Kupferschmiede, Gastwirthsgehilfen und Handlungsgehilfen hatten gleich zu 1896 geringfügigere Zunahme der Zahl der Organisirten für 1894 feine Angaben für die Statistik gemacht, so daß sich zeigen. Bei dem dann folgenden wirthschaftlichen Niedergange hier über einen Wechsel im Mitgliederbestand nicht berichten werden die Organisationen wohl wieder an Mitgliedern ver- läßt. Ueber die Ursachen, welche den Mitglieder Rück lieren, doch wird der Bestand ein höherer bleiben, als er im veranlaßten, diesen Organisationen find Jahre 1893 war. So wird die Zahl der gewerkschaftlich den Berichten Angaben nicht gemacht. Sie können zum organisirten Arbeiter von einer Periode wirthschaftlichen Auf- theil barin liegen, daß entgegen früherer Praxis die Buchdrucker schwunges zur anderen ständig zunehmen und die Gewerkschaften Mitgliederzahl nach der Summe der bezahlten Beiträge berechnet Hutmacher. werden, trotz aller pessimistischen Anschauung, zu einer Macht und nicht nach den Mitgliederlisten angegeben worden ist. Der Porzellanarbeiter werden, welche auf die wirthschaftlichen Verhältnisse und die günstigere Geschäftsgang macht sich nicht in allen Berufen gleichGestaltung der Lage der Arbeiter von Einfluß sein wird. zeitig bemerkbar und kann deswegen der Rückgang der Mit- Handschuhmacher Heute freilich besitzen nur wenige Organisationen diese Macht, glieberzahl in einzelnen Organisationen nicht als ein Beweis Kupferschmiede. und nur diejenigen, welche sich einen ständigen Mitgliederbestand dafür dienen, daß die vorstehend ausgesprochene Ansicht, der Lederarbeiter. au sichern wissen, vermögen sich diese Macht zu erhalten. Die Stand der Organisationen würde durch die Geschäftslage be Bimmerer Gewerkschaften, welche bedeutende Schwankungen im Mitglieder einflußt, nicht richtig sei. bestand aufzuweisen haben, vermögen wohl momentane Vortheile zu erreichen, doch können sie diese Vortheile ihren Berufsgenossen nicht erhalten, sondern müssen die früher errungene, aber wieder verloren gegangene Position aufs neue zu erringen suchen. Die Zahl der gewerkschaftlich organisirten Arbeiterrinen hat im vorigen Jahr in erfreulicher Weise zugenommen. Nur in einer Gewerkschaft, bei den Schuhmachern, ist die Zahl der weiblichen Mitglieder von 230 auf 94 zurückgegangen. In der Tabelle I ist bei der Angabe der Bahl der organisirten Frauen insofern ein Frrthum unterlaufen, als bei den Handschuhmachern nicht 400, fondern nur 192 weibliche Mit glieder am Schluß des Jahres 1895 vorhanden waren. Die Gesammitzahl der weiblichen Mitglieder der Gewerkschaften beträgt demnach nur 6697 und nicht 6905, wie in Tabelle I angegeben ist. Die Zunahme an weiblichen Mitgliedern betrug im Jahre 1895 insgesammt 1446, doch dürfte thatsächlich eine größere Zunahme zu verzeichnen sein, da die Zahl der organisirten Frauen bei den Fabritarbeitern nicht angegeben ist, und bei den Tabatarbeitern die Zahl vom Jahre 1894 angegeben werden mußte. Gerade diese beiden Organisationen werden aber infolge der seitens der Generalfommission inszenirten Agitation unter den Frauen an Mitgliedern gewonnen haben. Die Handschuh Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuth- Straße 2. Preis- Herabsehung. Um für das in unserem Berlage erschienene Buch: gang in in Bildhauer Metallarbeiter • Mitglieder: Ausgabe JahresEinnahme. Arbeitslosen Unterstützung Kranken- u. Invaliden Unterstützung ReiseSumma 53,75 5,09 18,42 5,77 29,28 34,27 7,29 16,57 4,19 28,05 27,79 3,61 5,29 8,90 24,45 8.87 3,58 3,42 15,37 18,52 0,67 0,28 0,35 1,30 17,75 2,40 0,02 3,89 6,31 14,07 8,58 8,42 7,40 6,85 6,49 5,33 4,14 4,14 0,44 0,44 1,47 1,47 0,28 0,28 1,14 1,14 1,94 1,94 0,73 0,73 Die Zahl der Zweigvereine refp. Zahlstellen ist nicht in Maurer. jedem Jahre von den in der Statistit geführten Organisationen Solzarbeiter..... genau angegeben worden, so daß sich eine Uebersicht über die Schneider größere oder geringere räumliche Ausdehnung der Verbände nicht Schuhmacher geben läßt. Die einfache Aufzählung der Verbände und Die für Unterstüßungen ausgegebenen Summen stehen jedoch Angabe der Bahl ihrer Zweigvereine läßt feinen Schluß nicht für alle Jahre in gleichem Verhältniß. Wenn die Handschuhmacher z. B. für 1895 nur 1,30 M. an zu. Da in diesem Jahre die Angabe für 2 Organisationen und im vorhergehenden für 7 Organisationen fehlt, so Unterstützungen pro Kopf der Mitglieder verausgabten, so steht würde jeder Versuch, hier einen Bergleich zu ziehen, ein falsches dem für 1894 eine Ausgabe von 11,41, für 1898 eine solche von Resultat ergeben. Obgleich die Vorstände in jedem Jahre bei 14,80 m. und für 1892 von 11,70 m. für die gleichen Zwede Die Handschuhmacher Veröffentlichung der Statistit bemerken tönnen, daß das Fehlen pro Ropf der Mitglieder gegenüber. einer einzigen Antwort auf die gestellten Fragen uns die Mög- hatten nach dem für die Statistit gegebenen Bericht im Jahre 1895 lichkeit nimmt, zutreffende Betrachtungen über die Entwickelung eine besonders günstige Konjunktur und eine sehr geringe Bahl Auch in den anderen Arbeitslosen- und der Organisationen anzustellen, erhalten wir doch konsequent von Arbeitslosen. nicht ausreichende Angaben. Dies macht besonders jeden Ver- Kranken- Unterstützung zahlenden Organisationen waren die Ausgleich über die Einnahmen und Ausgaben und den Vermögens- gaben in den vorhergehenden Jahren größer, wenn der Unter ftand der gesammten Organisationen unmöglich. Wir müssen schied auch nicht so groß war, wie bei den Handschuhmachern. uns infolge dessen mit der einfachen Aufstellung der Summen in So zahlten die Buchdrucker für 1894 5,88 m., 1893 5,62 m., der Tabelle und einigen kurzen Bemerkungen darüber begnügen. 1892 14,72 m., die Hutmacher 1894 11,18 M., 1893 8,32 M., Wenn wir im Jahre 1894 bei 40 Organisationen eine Jahres- 1892 9,75 M., die Porzellanarbeiter 1894 6,80 m., 1893 6,49 R., einnahme von 2 648 015 M. zu verzeichnen hatten und für 1895 1892 10,14 M. an Arbeitslosen- Unterstüßung pro Kopf der Mite bei 44 Organisationen eine solche von 2 745 617 M. angegeben glieder aus. Das Vereins- u. Versammlungsrecht in Deutschland die weiteste Verbreitung zu ermöglichen, haben wir uns entschlossen, die Neft- Auflage zu herabgesetzten Preisen zu verkaufen. Statt des früheren Ladenpreises von M. 3,- bez. M. 2,50 liefern wir jetzt Gebundene Exemplare zu M. 1,20, Porto 20 Pf. Broschirte Exemplare zu M. 1,-, Porto 20 Pf. Das Buch, das von der Partei- und Fachpresse allgemein als das beste existirende gerühmit wurde, enthält ausführliche Erläuterungen zum preußischen Vereinsgesetz und eine Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts im ganzen Reiche. Jm Anhang wird eine tabellarisch geordnete übersichtliche Gegenüberstellung des Textes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Versammlungsrecht nebft alphabetischem Sachregister gegeben. Das Buch ist ein unentbehrlicher Rathgeber für Vereinsvorstände zc., das in keiner Arbeitervereins- Bibliothek fehlen sollte. Tag für Tag kommen von Vereinen, Vertrauens männern, Gewerkschaftsvorständen Klagen über Mißgriffe und Vergewaltigungen seitens einzelner Behörden und Beamten; die Redaktionen der Parteiblätter haben ununterbrochen Rath und Ausfunft zu ertheilen, wie sich die Genoffen und Vereine gegenüber Verfammlungsverboten, Auflösungen, Vereinsschließungen 2c. zu verhalten haben. Ueber alle diese Punkte giebt das Buch an der Hand des Wortlautes der einzelnen Vereinsgefeße und in Erläuterungen über die im Laufe der Jahre von den Gerichtsbehörden in ihren Urtheilen geübte Praxis flaren und unzweideutigen Bescheid und ermöglicht es somit den Genossen, die Klippen und Fußangeln der reaktionären Vereinsgesetze zu vermeiden. Bei der beschränkten Anzahl der vorhandenen Exemplare bitten wir um baldige Aufgabe der Bestellungen. „ Berliner Arbeiter- Kalender" Soeben ist erschienen: 80 Seiten 1897 15 Pf. 283/1 mit vielen Illustrationen und Beiträgen von Dr. Paul Ernst, Dorothee Goebeler, Wilhelm Liebknecht, Manfred Wittich 2c. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Rolporteure, Beitungsspeditionen und Papiergeschäfte, sowie vom Verleger Berlin N., Filz- Hüte, in größter Auswahl Kur- Bade- Anstalt und Massage für Damen u. Kinder, für Rheuma-, Gicht- und Nervenkranke veraltete garnirt u. ungarnirt, zu anerkannt billigen Breifen, auch Trauer Loh-, Hüte. W. A. Peschke, Berlin. I. Geschäft Lützowitraße 30, II, Geschäft Lühowstraße 39. Eigene Stroh- und Segr. 1871. Fernfpr. Amt VI. 6841. Achtung! Möbel! von H. Mania, Brunnenstrasse No. 16. Leiden 49518* Dampf- und Heissluft- Kasten-Bäder, Kohlensaure und andere medizinische, sowie Wannenbäder. 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Nachm. 21/2 Uhr: Fauft von Goethe. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Das Heimchen am Heerd. Montag: Die verkaufte Braut. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus. Goldfische. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Julius Cäsar. Nachmittags 8 Uhr: Die Weber. Montag: Die Weber. Lening- Theater. Halb- Tugend. Nachm. 3 Uhr: Comtesse Guckerl. Montag: Halb- Tugend. Berliner Theater. König Heinrich. Nachm. 1/23 Uhr: Maria Stuart. Montag: König Heinrich. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hüttenbesitzer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Montag: Diefelbe Vorstellung. Nenes Theater. System Ribadier. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Nachm. 3 Uhr: Der Herr Direktor. Montag: System Ribadier. Borher: Besuch nach der Hochzeit. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Montag: Diefelbe Vorstellung. Schiller- Theater. Vergnügte Flitterwochen. Nachmi. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Der Burtontrat Belle Alliance- Theater.' n tolles Mädel. Diefelbe Montag: Dieselbe Vorstellung. Bentral- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Diefelbe Borstellung. Alexanderplat- Theater. Die offi zielle Frau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Raufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends 8 Uhr: Vergnügte Flitterwochen. Montag, abends 8 Uhr: Der Bureaukrat. Volksstück mit Gefang in 4 Atten von R. Kneisel. Anfang 71/2 Uhr. Kasseneröffnung 6 Uhr. Alex Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr. 40. Direktion: Max Samst. Sonntag und Montag abends 8 Uhr: Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Atten nach dem gleich Savage. ( Bons haben Wochentags Gilligkeit.) Reichshallen. W Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich bis 80. September: Norddeutsche Sänger Stürmischer Heiterkeitserfolg von Eingezogen oder: Reservistenfreuden. Dazu zum 135. Male: Die Ulfparodie: Urania. Alt- Berlin. Knopfarbeiter 3, 5 und 7 Uhr: Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Bei günstiger Witterung nachmittags Naturkundliche Ausstellung Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater shr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 pr. A Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Passage- Panopticum. -42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Alle fünf Barrisons. Panopticum. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112 Heute, Sonntag, 13. Sepibr.: Neu!! Neu!! 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Rommissionsrath. Freitag, den 18. September 1896: Erste Soiree im Konzerthaus Sanssouci. die ein Jeder sehen muss! Spezial- Ausstellung KAIRO Heute Sonntag, den 13. September: Kombinirter Mark- Tag. Schaustellungen der Beduinen in der Arena: 1/212 Uhr vorm. 4, 6 und 8 Uhr nachm, zu ermässigten Preisen. Konzert v.5 Kapellen. Arena Reserve sind Kassen zur vorgesehen. Doranzeige.s Circus Busch, ( Bahnhof Börse). Den hochgeehrten Bewohnern der Reichshauptstadt Berlin beehre ich mich anzuzeigen, daß ich am Donnerstag, 17. September, abends 72 Uhr, meinen völlig renovirten und mit ganz neuen technischen Einrichtungen ausgestatteten Circus am Bahnhof Börse mit einer Großen Novitäten- Vorführung wieder eröffnen werde. Das ganz außergewöhnliche Wohlwollen, dessen sich mein Unternehmen während der vorigen Saison zu erfreuen gehabt hat, ist mir ein Anfporn gewesen, unermüdlich weiter zu ftreben und auf allen Gebieten der circensischen Künste neues zu schaffen. Ich hoffe, mich dadurch auch ferner dieses Wohlwollens würdig zu erweisen und mein Unternehmen auf einer Höhe zu erhalten, die der Bedeutung der Reichshauptstadt entspricht. Indem ich bitte, auch in der nunmehr beginnenden Saison mich durch freundliche und nachsichtsvolle Beurtheilung meiner Leistungen und Darbietungen unterstüßen zu wollen, verharre ich mit vorzüglichster Hochachtung Eröffnungs- Vorstellung. Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. 2 Vorstellungen täglich Bum 1. Male: Cousin Cousine. Vaudeville in 8 Aften von Maurice Ordonneau und Henri Kéroul. Mufit von Gaston Serpette. Deutsch von Bolten- Bäckers. Theater des Westens Bestellungen auf P. Busch, Direktor. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Schweizer Garten. Abonnements Am Königsthor. werden nur noch bis Ende Am Friedrichshain. Jeden Sonntag: d. Mts. im Theaterbureau Konzert, Spezialitäten- Vorstellung, Volksentgegengenommen. Puhlmann's Vaudeville- Theater. d. 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Saal täglich: Tyroler- Konzert. Entree vollständig frei. Treptow. I'm gr. Theater- Saal: Restaurant z. Karpfenteich. Humoristische Soirée. Hamburger Sänger. Urkomisches Programm. Jm 2. Theater- Saal: Variété- n. TheaterVorstellung. Entree durch weg: Wochentags 30 f. Sonntags 50 Pl. Anf. 8 Uhr. Sonnt.6 Uhr Jeden Sonntag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Gr. Ball. Raffeeküche von 8 Uhr an geöffnet. Entree frei! 56381* Hermann Otto. Arbeiter- Sängerbund Orts- Krankenkaffe Achtung, Parteigenossen! Berlins und Umgegend. 17/11 Zimmerer- Gewerbes Donnerstag, 17. Septemb., abends 8 Uhr: Sonntag, den 20. September, vormittags präz. 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Mebungsffunde. Folgende Lieder werden geübt: 1. Weltenfriede. 2. Bundeslied von Blaufuß. 3. Sommersonnenwende. 4. Drei Ehrengrüße. Die Vereine sind verpflichtet, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. NB. Jm Nebensaale Ausgabe eines neuen Bundesliedes und Abrechnung D. D. vom Sängerfest. Achtung! Glaser. Achtung! Dienstag, den 15. Sept., abends 81, Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: zu Berlin. Gemäß§ 60 des Kassenstatuts bringen wir hiermit den Mitgliedern zur Kennt niß, daß die in der Generalversamm lung vom 26. April 1896 beschlossene dritte Abänderung des Statuts( Ausdehnung der Unterstützungsdauer auf 26 Wochen) durch die höhere Ver waltungsbehörde genehmigt worden ist. Die diesbezügliche Abänderung wird den Mitgliedern gemäß§ 61 des Statuts ausgehändigt. Der Vorstand. A. Rudolph, Vorsitzender. J. Krause, Schriftführer. Partei- Lokal, 3456 Größe öffentliche Versammlung. gangbares, ift wegen lebernahme eines Zages Ordnung: = 78/11 größeren zu verkaufen. Wöchentl. Ausschant 6/2 Tonnen bairisch und 5/2 Tonnen 1. Unsere Lohnbewegung ev. weitere Beschlußfassung. 2. Verschiedenes. Weißbier. Arbeitsnachweis, ZahlKollegen! Agitirt eifrig für rege Betheiligung an unserer Bewegung. ftelle und Fabrik im Hause. Zu erDie wichtige Tagesordnung muß schon einen jeden zwingen, pünktl. zu erscheinen. fragen bei Schmidt, BreslauerDie Herren Arbeitgeber sind schriftlich und durch Säulenanschlag( siehe traße 8, 1 Tr. morgen) zur Versammlung eingeladen. Die Lohnkommission. Metallarbeiter. Montag, den 14. September 1896, abends 8 Uhr, in L. Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Stand der Neunstunden Bewegung der Schlosser und unsere weiteren Maßnahmen. 2. Beschlußfaffung über den Streik bei der Firma Frister. Bahlreiches Erscheinen nothwendig. Achtung, Schloffer und Metallarbeiter! B Die Forderungen sind bis jetzt weiter bewilligt worden von folgenden Firmen: Müller, Wallstr. 17; Klose, Schiffbauerdamm; Mulack, Neuen burgerstraße; Schäfers, Acferstr. 133; Heinze, Röpnickerstr. 109; Schwarzenau, Elifabeth- Ufer 44; Maileffert, Dennewigstr. 35; Scheidenrecht, Alte Jatob Straße 88; Palm, Prenzlauer Allee; Krause, Jagowstraße; G. Trost, Stallschreiberstr. 18; Krause, Thurmstraße. Insgesammt haben bewilligt 28 Werkftätten mit 600 Arbeitern. 356b Große Vereinszimmer noch für einige Tage in der Woche frei. 3526 Oswald Klein, Wienerstr. 31. Achtung! Vereine. Achtung! Vereinszimmer mit Piano noch für mehrere Tage zu vergeben im Wirthshaus zum Glühlichterl, Brandenburgstr. 54 part. M. Pönig. Rautenberg's Festsäle, Oranienstr. 180. 3226 59212* Sechs grosse öffentliche Partei- Versammlungen in nachstehenden Lokalen: 1. Kreis: Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 2. Kreis: Martens, Friedrichstr. 236. 33. Kreis: Möhring's Salon, Admiralstr. 18c. 4. Rveis: Joël's Salou, Andreasstr. 21. 5. Kreis: Schützenhaus, Linienstr. 5. 6. Kreis: Rabe's Salou, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Der bevorstehende Parteitag in Gotha. 2. Stellungnahme und Diskussion eventueller Anträge zu demselben.co Empfehle meine Sale zu Festlichkeiten 3. Wahl der Delegirten zum Parteitag. und Versammlungen. Sonnabend, den 213| 15 3., und Sonnabend, den 10., noch frei. Kinderwagen, Katen-, Leiterund Sportwagen. Großes Lager Berlins. KinderDie Vertrauensp. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen wagen v. 9 M. an am Montag, den 14. September 1896, abends 8, Uhr: Muster- Bücher gratis. Alte Wagen käuflich. Theilzahl. gestattet, wöchent lich 1 Mart, Ausständig sind die Kollegen folgender Werkstätten: Puls, Tempelhofer Ufer; E. Franke, Admiralstraße; Schulz& Holdefleiss, Fennstraße; Vom 1. Mai bis 15. Oktober GewerbePlattner, Bethanien- Ufer 6; Heinrichs, Urbanftr. 25; Rössemann, Rastanien Ausstellungs- Hauptgebäude. Allee; Schlesinger, Wasserthorstr. 52; Krüger, Süßonftr. 6; Behnicke Andreasstr. 53, parterre u. Mittelstr. 16/17; P. Marcus, Schöneberger Ufer; Willibald, Frankfurterstr. 44; Schwendt, Nollendorfstraße 27; Heinrich, Schöneberg, Hauptstraße 127; Max Böttcher, Stallschreiberstr. 59; Langer& Methling, Charlottenburg; Ursum, Boechstraße 21; Stahl& Sohn, Belle- Alliancestraße; Dübner, Beusselstr. 70; Roth& Weisse, Oranienstr. 12; Roth, Charlottenburg, Spreeftr. 41; Philipp, Urbanftr. 107. Insgesammt 22 Werkstätten mit 702 Arbeitern. Buzug ist fernzuhalten. Das Streik Bureau befindet sich im Restaurant Zubeil, Findenstraße 106. 15/14 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N. Anflamerstr. 44. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 16. September 1896, abends 8% Uhr, im Louiseustädtischen Klubhaus, Annenstr. 16: Bezirks- Versammlung für Centrum und Süden. Tages. Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Zadek über: Die Bedeutung des AchtStundentages für die Gesundheit der Metallarbeiter." 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Gäste willkommen. Die Mitglieder werden ersucht, zwecks Regelung ber Drts- Nummern ihre Bücher an den Rassirer abzugeben. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Zahlstelle Berlin). Montag, den 14. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Thiel, Fruchtstraße 36a: Bezirksversammlung für den Osten. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Joël über: Die moderne Entwickelung der Astronomie. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Nichtmitglieder haben auch Zutritt. Die Zahlstelle Koppenstr. 41 bei Mühle befindet sich nach wie vor 1. Etage. Arbeitsmarkt. Holzarbeiter! Die Lohndifferenzen bei Kiehle, Schwedterstr. 5, sind noch nicht erledigt. Buzug fernhalten! Mamsells, Ausfertigerin a. z. lernen, verl. Lambrecht, Rykestr. 4. Ballirer auf Goldleisten gesucht. Lieguigerstr. 15. Glaser, nüchterne, verlässige, gewandt im Verpacken, Polieren 2c. werden bei guter Bezahlung gesucht. Off. unt. S. F. Postamt 37 erbeten. Mamsells auf Damenjackets werden sofort verlangt. Bahlstelle 1. Rölle's Salon, Straußbergerstr. 3. Vortrag. II. bei Gründel, Brunnenstr. 188. Vortrag v. Geit. A. Hoffmann. III. bei Cohn, Beuthstr. 20/22. Vortrag vom Genossen Dr. Pinn. 303/19 IV. bei Rautenberg, Oranienstr. 180. Bortrag. Um zahlreiche Betheiligung bitten Rixdorf. Die Bevollmächtigten. Rixdorf. Meinen werthen Kunden zur Nachricht, daß ich vom 1. Oktober cr. an Bestellungsgeschäft in Herrengarderobe nach Maaß weiter fortsege und bitte, das mir seit 11 Jahren geschenkte Vertrauen auch fernerhin zu bewahren. Wegen Ersparung der Ladenmiethe achte ich auf 5932L streng solide Preise unter Garantie des Gutsiyens. 1. Krakauer. Bom 1. Oktober: Bergstr. 132( im Laden bei Chaim& Olitzki). Avis! Für das mir bisher geschenkte Wohlwollen spreche ich hierdurch meiner werthen Kundschaft meinen innigften Dank aus. Achtung, Dekateure! Dienstag, den 15. September, abends 8 1hr, im Lokale von Buske, Grenadierstr. 33: Große öffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hübsch. 2. Die Differenzen bei der Firma eine geregelte Arbeitszeit bei den Kollegen auf der Straße durchführbar? Behmack& Weissbarth, und wie stellen wir uns dazu. 3. Wie ist 11/1 Preise: 3,00, 3,30, 3,50 bis 4,00 m. 4. Verschiedenes. pro Stück. Pferdebahnvergütung: 25 Pf. in der Versammlung zu erscheinen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pro Stück. Kochgelegenheit im Hause. Die Kollegen der Firma Behmack& Weissbarth find hiermit Der Vertrauensmann. M. Holz& Cie., Markgrafenstr. 43/44, besonders eingeladen. am Gendarmen- Markt. Ges. a. Büffets v. Noack, Koppenstr. 14. Stepperin it. Handnäherin auf Hosen verl. Höchstestr. 29, v. 1 Tr. I. Tüchtige Schloffer auf Spezial- Nähmaschinen geübt verl. A. Herrmann n. Co., Andreasstr. 32. Suche junges fräftiges Mädchen, 16 bis 19 Jahre, welche sich unter Leitung meiner Frau in der Küche( WirthsBildungsverein„ Mehr Licht" Sonntag, 13. September, abends 7 Uhr, Alexanderstr. 27c: " ( früher Ethische Gesellschaft).o Derlammlung. Vortrag:„ Verstand oder Instinkt der Thiere." Ref.: Frau Rohrladt. 55/20 Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Diskussion. habet win, für häusliche Bund dafelbst. Die Zahlungen erfolgen so lange die Konzession nicht ertheilt ist, in Arbeiten. Am liebsten Genoffin. Adr. der Privatwohnung des Kollegen Mühle. Montag, den 14. September 1896, abends 8 Uhr, in Raabe's Salon, Kolbergerstraße 23: Bezirks- Versammlung Tages Ordnung: = für Wedding und Gelundbrunnen. 1. Vortrag des Gen offen Heinrich Schulz über: Wider unsere Prügelpädagogen". 2. Distusfion. 8. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Es ist Pflicht jedes Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Werkstellen eingeladen: Sprange, Liebenwalderstr. 32; Jakob, Gerichtstr. 72; Reip, Neue Hochstr. 24; Pähhold u. Kraft, Wildenowstr. 4; Haide, Ruheplatstr. 24; Rörner, Chauffeeftr. 23; Meyer, Schulzendorferstr. 26; ( früher) Dewald, Schulstr. 3; Rurt, Neue Hochstr. 8; Müller, Hochftraße 29; Riesop, Liesenstr. 11a; Wiese u. Co., Reinickendorferstr. 54; Raiser, Liebenwalderstraße und Heinemann, Reinickendorferstr. 28b. Sämmtliche in Fabriken des Bezirks arbeitende Tischler und Nichtmitglieder des Verbandes, sind ganz besonders eingeladen. 76/18 Die Kontrollkommission tritt 34 Stunden früher vorn im Lokal zusammen. Die Ortsverwaltung. Parquetbodenleger- Branche. Am Montag, den 14. September 1896, abends 8 Uhr, bei Schöning, Köpnickerstr. 68: Vertrauensmänner- Versammlung. Tagesordnung: Verbandsangelegenheit und Arbeitsverhältniffe. Exped. d. Bl. niederzul. unt. M. P. 54. Damenkragen- u. ManschettenNäherinnen in u. ausser dem Hause verl, bei hohen Preisen Emil Riese, Leipzigerstr. 72. 22. gef. a. bess. Möb. b. g. L. dauernd. Besch. verlangt Frenzel, Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 44. Prinzen- Allee 44. der gesell. Arbeitervereine Berlins u. Umg. Bundes- Versammlung 2000 am Sonntag, den 20. September, präz. 51/2 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Bundesgenossen Gent über:„ Volksliteratur". 2. Wahl eines Bibliothekars. 8. Aufnahme neuer Vereine. 4. Bundesangelegenheiten. Vor und nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Von 2 Uhr ab: Kaffeekodjen. Von 4 Uhr ab: Konzert von den Musikvereinen„ Hoffnung- On" u. Mundharmonikaverein Vorwärts". 832b Aufführung eines Theaterstückes vom Theaterverein Liberté. Fackelpolonaise, wozu jed. Kind unt. 10 Jahren 1 Stocklaterne gratis erhält. Ein Bäckerlehrling wird verl. bei Deklamatorische n. komische Vorträge. Tanz. Entrée 10 Pf. Kreiner, Wilmersdorf, Sigmaringen- Nächste Versamml.: Sonntag, d. 16. Oft., vorm. 10 Uhr, b. Groffe, Annenstr. 16. ftraße 35. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2996 Panachekrauserinnen verl. 294b. Nawragti, Wallstr. 24. Federboa- Arbeiterinnen verlangt Nawrasti, Wallstr. 24. 295b Ein tücht. Vergoldergehilfe findet dauernde Beschäftig. bei J. Sommerry, Vergolder, Giesen. Simsmacher, 43/18 Der Vorstand. J. A.: P. Gent, Dresdenerstr. 107/8. Achtung! Lackirer. Achtung! Große öffentliche Versammlung am Montag, den 14. September er., abends 8½ hr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27. Tages- Ordnung: irka 50 Mann, werden bei Beltener 1. Die technische Revolution. Referent: Genoffe Millarg. 2. Wie Lohntarif sofort verlangt und finden betreiben wir die fernere Agitation, um die neunstündige Arbeitszeit überall dauernde Beschäftigung auf Mücke's zur Durchführung zu bringen? 3. Verschiedenes. 104/1 Werke, Lindow i. d. Mark, Bahn- Jeder Kollege ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. station. Fahrpreis hin u. zurück 2,20 m. Die Agitations- Kommission. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.