Morgen- Ausgabe Nr. 21 All 50. Jahrg. Redaktion und Verlag, Verlin SW 68. Cinbenftr. 3 S-rnIpr-chrr Ami DSnhoft 2SZ dt»»7 T«i«sreßung des Bun- desvorstandes glaubt dazu benutzen zu sollen, die Beziehungen zum Reichslandbund abzubrechen, so erscheint das lediglich als ein Versuch, sich der Amnestievorlage und am nächsten Freitag die Jnterpellationsdebatte über den Brand der „A t l a n t i q u e" zu beginnen. Im Senat ist am Donnerstag der bisherige Präsident I e a n n e n e y, der der radikalen Partei angehört, mit Zz4 von ZSp Stimmen wiedergewählt worden. k�amptstimmung in Belgien 24 stündiger Proteststreik Brüssel. 12. Januar. Die Protestbewegung der belgischen Arbeiter- schaff gegen dieSteuerplänc derRe- gierung nimmt mit jedem Tag größeren Um- fang und schärfere Formen an. Am Donnerstag traten mit wenigen Ausnahmen die Belegschaften des großen zentralen Industrie- gebiets des Hennegaus in einen 24stünd>gen Proleflstreik. Es wurde sine musterhaste Ruhe und Disziplin bewahrt. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß es noch zu größeren Schwierigkeiten kommt, da zahl- reiche Eisenindustriellc und Zechenbesitzer damit gedroht haben, die Betriebe vor Montag nicht Deutsch-Südtirols durch- die Hitlerei wäre ja dieser Besuch nicht wester auffällig- Nun ist aber die Dame des Hauses eine Gleiwitzer Jüdin, die Renzetti geheiratet hat, als er seinerzeit bei der italienischen Slbstimmungskommission in Ober- schlesien war. Mit einem Strauß roter Rosen(da es schwarzweihrote noch nicht gibt) begrüßte der Oberosaf die jüdische Hausfrau. Ob das gewiß sehr feine Essen koscher war. wissen wir nicht. Aus dem„Angriff" aber erfahren wir, daß auch noch eine ganze Anzahl prominenter Nazis mit dem Osaf dort waren. Bon den jüdischen Festteilnehmern berichtet dos Goebbels-Blatt nichts. Jedenfalls trugen sie ehenso wenig den gelben Fleck, wie die Ober-Pg.s da» braune Hemd. Heul Hitler! Kein Vlatz für freie Männer! Naziführer in Lippe-Detmold verläßt die Hitler-Partei Eigener Beridit. des„Vormirts" Detmold. 12. Januar. ver Gründer der Nazibewegung im F r e i st a a l Lippe. Dr. Fuhrmann, hat den Gauvorsih im nationalsozialistischen Aerzteverband niedergelegt und ist aus der hiklerpartei ausgeirelen. Fuhrmann begründei seinen Ausiriti in einem Brief, in dem er sagt, er könne nicht länger einer Reaktion und Polizei Ministerialdirektor Klausener ins Reichsverkehrsministerium versetzt Die kommissarische Verwaltung in Preußen nimmt einen neuen wichtigen Personalwechsel vor. Letter der Polizeiabteilung im preußischen Jnnenministerium war bisher Ministerialdirektor Dr. Klausener. Die kommissarische Verwaltung entfernt Herrn Klausener von diesem Posten, Herr Klausener wird künftig als Ministerialdirektor im Reichsverkehrsministerium verwendet werden. Di« Leitung der Polizeiabteilung wird vorläufig Herrn Löbez übertragen bis der Nachfolger er. nannt sein wird. Der deutschnationale Landtagsabgeordnete Bock hat seit Verantwortung, die die Reichsregierung gegenüber dem landwirtschaftlichen Berufsstande hat, zu entziehen, um im Dunkel der Re- gierungskonklaoen ihren bisherigen Verhängnis- vollen wirtschaftspolitifchen Weg fortzusetzen Ihr Anspruch auf Vertrauen zu dieser Politik hinter verschlossenen Türen aber ließe sich nur recht- fertigen, wenn sie Taten aufweisen könnte, die eine erfolgreiche Abkehr von der bisherigen ver- hängmsoollen Wirtschaftspolitik bringen. Daß diese bisher völlig fehlen, ist der Grund der Ver- �weislungsstimmung im Lande. Der Abbruch der Beziehungen zum Reichslandbund ist ein Beweis dafür, daß die Reichsregierung den Notruf des Landvolkes nicht hören will oder völlig die wahre Sachlage verkennt." wieder zu öffnen. In B o r i n a g e, wo es be- reits zu vereinzelten Streiks im Kohlenbergbau gekommen ist, scheint sich die Bewegung ausz» dehnen. Im Gebiet von Eharleroi herrscht ins- besondere unter den Bergarbeitern eine erregte Stimmung. Außerdem fanden am Donners- tag in einer ganzen Reih« von anderen Industrie« gebieten und Großstädten große Straßendemon- strationen statt, so namentlich in Brüssel. Nach eiirem gewaltigen Umzug durch die Hauptstadt fand eine Riesenversammlung statt, in der Van- d e r v e l d e scharf mit der katholisch-liberalen Re- gierung abrechnet«. Die Protestbewegung scheiiit nicht nur auf die öffentliche Meinung, sondern auch aus die Regie- rung selbst einen gewissen Eindruck gemacht zu haben. Obwohl die Minister immer wieder be- Ionen, daß sie sich durch die angeblich r e o o l u- tionären Drohungen der Arbeiterpartei nicht einschüchtern lassen würden, scheint die Re- gierung jetzt geneigt zu sein, den Forderungen der Sozialisten gewisse Zugeständnisse zu machen, insbesondere in bezug auf die Arbeits- losenunlerstützung und die Befreiung der niedri- gen Arbeitseinkommen von der neuen Erwerbs- steuer. Der Kampf geht indessen sehr energisch weiter. Partei angehören, die ihre Grundsähe verleugne und da» Zentrum zu einer nationalen Partei er- kläre: zweitens sei weder der mit Hitler getriebene Byzantinismus noch der Röhm- Skandal zu erlragen und außer Röhm gebe es noch ganz andere Fälle im Braunen Haus: drittens treibe die Nozipartei einen Zickzackkurs wle der Wilhelm» Ii.: außerdem fei ober die Partei voller Bonzen. Bürokraten und Sklavenseelen, mit denen kein Frei- Heilskamps geführt werden könne. Diese Bonzen lebten untereinander nur mit Stunk, Z n- triguen. B e r le u m d u n g e n. gegenseitiger Bespitzelung und Sieger blieben dabei nicht die Tüchtigen und Fähigen, sondern nur die Eharaklerlosen, die Gerissenen und die besten Speichelleckeri Des- halb sei für einen freien, aufrechten und ehrlichen wann kein Platz mehr in der Naziparlei und deshalb bedanke er sich, ihr länger anzugehören. Nazihetrug an Arbeitslosen ..._______ München. 12. Januar. Der Nazigallleiter für die Oberpsalz, Bolksschul- lehrer und ehemaliger Reichstogsabgeordneter Meyerhöfer in Regensburg, wurde am Mist- woch vom dortigen Amtsgericht unter ausdrück- stchsr Ablehnung einer Bewährungsfrist wegen Betruges zu einem Monat Gefäng- nis ver urteilt. Der sittlich« Erneuerer, her zu den prominenten„aufbauwilligen Kräften" des bayerischen Razilagers gehört, hatte einen voll» beschäftigten Angestellten seines Gaubüros ver- anlaßt, sich arbeitslos zu melden und dann die von dem Angestellten bezogene Erwerbslosen- Unterstützung auf dessen Gehall verrechnet. Zur materiellen Pleite der Regensburger Hakenkreuzbewegung hat sich nun die moralisch« ihres Füh- rers gesellt wodurch die letzten Chancen fürs Dritte Reich in der Oberpfalz verspielt sind. langem, wie bekannt ist, aus diesen Posten speku» liert. Man nennt ihn als den Nachfolger Klause- ners, doch besteht die Möglichkeit, daß an seiner Stelle ein aktiver Militär ernannt wird. Da, würde ein weiterer Schritt aus dem Weg« der völligen Ausschaltung der preußischen Landes- Verwaltung sein. Das Reich behandelt den Frei« staat Preußen wie ein erobertes Land! Staatsmittel siir Zeitungen. In der von uns zitierten Denkschrift der Oberrechnungskammer ist auch davon- die Rede, daß die„Kieler Zeitung" staatliche Zuwendungen erhalten habe. Der Ver- lag dieser Zeitung, die im Juni 1030 ihren Besitzer gewechselt hat, bittet un» nun mitzuteilen, daß er seit dem Besitzwechsel keine Zuwendun- gen aus Staatsmitteln erbosten habe und daß aus den Kossenbüchern auch für die Zeit vorher kein Eingang solcher Gelder festzustellen sei. Die Reichsregierung läßt erklären: „Wie wir erfahren, besteht auf feiten der Reichs- regieruny kein« Veranlassung, nach dieser Erklärung des Reichslandbundes den gestrigen Mitteilungen sachlich noch etwas hinzuzufügen. Der Vorstand des Landbundes gehl bei seiner Erklärung von der völlig unzutrefsen» den Voraussetzung au», daß er mit der deutschen La nd Wirtschaft iden» tisch sei. Die Reichsregierung wird ihre Arbeit für di« deutsche Landwirtschaft, unbeirrt durch die Anwürfe des Reichslandbund«». im Zusammenwirken in erster Linie mit der gesetzlichen Beruf«- Vertretung der Landwirtschaft sorlsegen.' Der Nazikrach in Franken Oer Osaf degradiert den Reichstagsahgeordeten Stegmann ERSTE BEILAGE Varmiikis FREITAG, 13. JAN. 1933 Vorstcherwahl im Rathaus m!t xroVer IVle�r�eit>viec mit besonderer Rassiniercheit unter der Führung des Ingenieurs Urban an die Herstellung von falschen 2-Mark-Stllcken gingen. Die Anfänge bev Falschmünzerei liegen bis in den Herbst 1031 zurück. Die Bande hatte sich in der Prinzen- alles im Norden Verlins in einxm fast leerstehenden Fabrikgebäude die erste Etage au: dem dritten Hos gemietet. Sie fertigten überaus gute Falsifikate an. begännen aber erst viel später mit dem Absatz der Stücke. So war es gekommen. daß vor etwa zwei Wochen in Königs- wu st erhausen zwei Männer einem Kaufmann auffielen, die, als sie dort Waren einkauften, mit falschen 2-Mark-Stücken bezahlten. Der Geschäfts- wann ging nun den Männern nach und stellte fest. daß sie in anderen Geschäften das Manöver wiederholten und ließ einen, Birke, verhasten. Der andere, Urban, konnte mit seinen» Auto ent- kommen. In dem Verhör mit Birke bekam die Polizei die Namen seiner Komplicen Rück und Höhl heraus. Wetter aber ermittelten die Be- armen, daß die Fälscher eine Menge Geld ver- graben hatten. Mehr als 2 0 0 0 falsche 2-Mark-Stücke. ballen sie in drei große Konservenbüchsen getan und diese verlötet. Eine Büchse- brachlen sie hinaus in de» Köpenicker Wald und vergruben- sie unter einer hingen Eiche in einer Schonung. Die beiden anderen Büchsen schleppten sie noch S t 0 h n s d 0 r f hinaus, um sie dort in der Nähe des Friedhofes im Wald unter Moos zu vergraben. Nachdem die Beamten dieses erfahren hatten, fuhren sie in Dolizeiautos hinaus und gruben den Schatz der Geldfälscher aus. Die Büchsen mit den Falsis'katen wurden beschlagnahmt und zur Falschgeldstelle gebrocht. Von Urban ist inzwischen bei der Kriminalpolizei ein Brief eingetroffen, in dem Urban bittet, chn nicht per Steckbrief oder etwa durch Zeitung?- notizen suchen zu lassen, da er sich selbst stellen werde. Das ist aber bisher noch nicht geichehen. Sein Verbleib ist noch unbekannt. Fabrik in Flammen GroCJkeiier in Berlin N. Mehrere Löschzüge der Feuerwehr waren in der Roch! zu Mittwoch aus dem Grundstück Müllerstraße>27 im Norden Berlins mit der Bekämpfung eines Grohfeuers befchästigl. Auf dem Gelände befindet sich:n einem etwa 450 Quadratmeter großen Fachwerkbau die Holz- bearbeitungsfabrik der Firma Skibbe. An den Platz grenzt Laubengelände mtt zahlreicizen Wohnlauben. Kurz nach 1 Uhr wurden Siedler durch einen ungewöhnlich starken Feuerschein aus dem Schlaf aufgeschreckt. Die Holzbearbei- nrngsiobrik stand in hellen Flamme u, meterlange Flammen schlugen aus dem Dach hervor. Als die Feuerwehr unter Lettung des Oberbau- rates Z i l i u s von der Wache Schillerpark mit vier Lösch, zögen an der Brandstelle erschien, galt es zunächst, die benachbarten Wohnlauben zu schützen. die durch die starke Strahlerchitze in ernste Geiahr geraten waren. Durch einen umfasienden Lösch- angriff gelang es. das Feuer mtt fünf Schlauch- leitungen gegen 3i3 Uhr einzukreisen. Der Sachschaden ist sehr hoch Die Entstehimqs» Ursache ist bisher noch unbekannt. Gefängnis für Hummel-Daubmann Das Urteil gegen den„nationalen" Schwindler GROSSTE ZIGARRENFABRIK DEUTSCHLANDS CA. 5000 ARBEITER UND ANGESTELLTE L&W Nr. 3 l&W CORONAS Nr. 10 UNSORTIERT pikante, feine Corona aus mace- donischen und türkischen Tabaken die neue, Oberaus preiswerte L&W- Zigarette Der Fllichtling aus Rußland vi« Verhandlung gegen den Z7jöhrigen Arbeiter Waller Suhl, der im Auiawmenhong mit der Schießerei aar dem aakoaalsazlolisiischea ver- lehrslakal Richardstraße ZS in Ileutöllu de« Mordes an dem Wirt des Lokals und des versuchten Mordes an drei Ralionaljozialisten angeklagt ist, verlies gestern zeitweilig sehr dromalisch. Den Höhepunkt der Verhandlung bildete die Schilderung des Angeklagten von seinem Auf' enthalt in Rußland, seiner Flucht aus Rußland und seiner Rückkehr nach Deutschland. Er bestritt mit aller Entschiedenheit, bei der Schießerei zugegen gewesen zu sein, und behauptet, nur das Schießen gehört zu hoben, als er mit zwei Genossen in die Nähe des S.-2l.-Vertehrslorals gekommen war. Er bestritt auch, an den Sitzungen teilgenommen zu haben, in denen der Plan des Ueberfalls aus das Verkehrslokal angeblich be- sprachen worden ist. Wenn die Angeklagten und Zeugen im ersten Prozeß gegen ihn belastende Aussagen gemacht haben, so nur deswegen, weil st« wußten, daß er s l(i ch t i g ist und sie sich decken wollten. Nicht wahr sei es auch, daß er noch der Schießerei im Lokal Steffen gesagt Hab«: ..Ich Hab« auch geschossen." Richtig sei allerdings, daß er im Lokal seinen Revolver gezogen und einen Schuß abgefeuert habe. Er Hab« dies sedoch in seiner Trukenheit getan. Eben wegen dieses Schusses sei er flüchtig geworden, nicht aber, weil er sich einer Schuld bewußt gewesen sei. lieber sein« Flucht aus Ruhland erzählt der Angeklagte Guhl folgendes: Cr hielt sich anfangs PoIiUseFier Mordprozeß in Moabit in Mittenwalds, dann in Borsigwalde verborgen. Hier bekam er von Genosien Geld und einen falschen Paß und fuhr nach Moskau. Er wurde anfangs in einem Heim für ausländische Arbeiter untergebracht, dann noch Stalingrad geschickt, wo er aus einem Werk arbeitete. Es gefiel ihm hier nicht, er verkaufte seine Sachen und fuhr mit fünf anderen ausländischen Arbeitern noch Moskau zurück, begab sich hier auf das deutsche Konsulat. nannte seinen richtigen Namen und erklärte, daß er wegen eines politischen Vergehens aus Deutsch-- land geflüchtet sei. Er erhiell einen Ausweis auf seinen Namen und Geld zur Rückfahrt. Die Frage des Vorsitzenden: weshalb er es vor» gezogen habe, in Deutschland seinen Kopf zu riskieren, anstatt in Rußland zu bleiben, ließ Guhl unbeantwortet. Er sagte nur, es habe ihm in Rußland nicht gefallen, die Sprache fei ihm auch zu schwer gewesen, er habe sich mit seinen Genosten nicht verstanden und schließlich seien ihm auch die Estenkarten entzogen worden. In einem Brief aus dem Berliner Gefängnis an seine Braut hat er ober u. a. geschrieben: Es geht mir soweit gut, ich habe geuug zu essen, was ich>o Rußlaad nicht hatte. Es fehlen mir nur du und die Freiheit.— Guhl sagte ferner, daß seine früheren Genossen ihm jetzt sehr seindlich gegenüberstünden: sie hätten ihm Rache angedroht und sie müssen es auch ge- wesen sein, die ihm bei der Polizei nach seiner Rückkehr aus Rußland angezeigt haben: vier Tag« noch seiner Ankunft in Berlin ist er verhaftet worden. Er hatte sich nicht sofort gestellt, weil er noch«in wenig die Freiheit genießen wollte. Bereit» gestern konnte mit der Beweis- aufnahm« begonnen werden. Es dürfte zu dramatischen Gegenüberstellungen zwischen dem Angeklagten und seinen früheren Genossen kommen. Die Verteidigung liegt in den Händen des Rechtsanwalls Dr. Kurt Rofenssld. Verbrecher gegen Verbrecher unter Ringvereinen Zwischen Mitgliedern mehrerer Ringoereine war es in der vorletzten Nacht zu einer wüsten Auseinandersetzung gekommen, die damit endete, daß zahlreiche Personen die P i st o l e n zogen und aufeinander seuerten. Der Schauplatz des Kampfes war die Grün- stroßs in Charlottenburg, zwischen der Wilmers- dorser und Kaiser-Friedrich-Straße. Als Polizei- bsamte der Revier« 121 und 125 herbeieilten, sahen sie nur noch zwei Opfer des Kampfes auf dem Bürgersteig liegen. S:« brachten die beiden Männer ins Westendkrankenhaus. Die Per- leyungen, die sie erlitten hatten, sind sehr schwer. so daß man Mit dem Ableben der beiden rech- nen muß. Der eine hat einen Bauch-, der andere «inen Kopfschuß erhalten. Sie konnten über ihre Personalien noch nicht gehört werden. Pa- Pier« und Ausweis« hotten sie nicht bei sich. In wenig Worten In der Donneretog-Ziehung der Preußisch-Süd- deutschen Klastenlotteri« fielen 50 000 Mark aus die Nummer Z832S, die in der ersten Ab- teilung in Achtellosen in Hesten, in der zweiten in allen Achteln in Berlin gespielt wird. Ein« fünfköpftge Familie starb in Bukarest unmittelbar noch Einnahm« des Mltagestens unter furchtbaren Qualen. Die Untersuchung ergab, daß aus das Esten irrtümlicherweise statt Solz Arsenik gestreut worden war Infolge des überaus starken Besuches der Aus- iiellung st p r» u ß« n— was es leidet, was es leistet" im Zemralinstitut iür Erziehung und Unterricht. Potsdamer Straße 120, hat sich der Re'ckisverband der Heimattreuen Ost- und West- preußsn entschlossen, die Ausstellung bis zum Moniag. den lb. d. M., zu verlängern. Täglich von 17 bis 18 Uhr ftirden geschlossene Führungen statt, von 18 bis 10 Uhr Dortläge und von 10 bis 20 Uhr Boriiihrung von Ostpreußenfilmen. halten. Das Gericht hält, wie die I»stl.zpr«stest«lle mitteilt, den dringenden Verdacht, daß Vrolat bewußt unter seinem Cid die Unwahrhett gesagt hat, sowie Fluchtverdacht für gegeben. Auch auf den Eventualantrag der Verteidigung, der Rechtsan- wälte Dr. Nübell und Treitel, Vrolat gegen Sicherheitsleistung von der wetteren Vollftr ckung des Haftbefehls zu oerschonen, ist das Gericht nicht«ingegangen, Spanische Hauspaschas Empörte Mieter Durch den„B o r m ä 1 1 s" wurden die standa- läsen Zustände In den der �ilompania cvmmercial y banraria" gehörenden Mlethäufern aufgedeckt. Die Häuserverwaltungs-G. m. b. H.„Compania conimcrcial p bancaria", Kopeuhogener Str. öl, und einige Tochtergesellschafton oecivatten rund 180 Berliner Miethäuser. Di« Besitzer sind spa- nilä?« Privatpersonen und spanisch« Gesellschaiten, die ihren Besitz in der Inslationszeit für ein Bulterbrot erwarben und nur das«im yn- terssf« kennen, die Mieten als Gewinn« in Spanien buchen zu können. Für die Instand- Haltung ihrer Häuser zeigen sie nicht da« min- beste Interesse. Wenn oie empörten Mieter jetzt ,zur Selbsthifte greisen, ist es kein Wunder. In einer sehr stark besuchten Persammlung in den Sophieniole» wurden die Mieter von einem Rechtsanwalt über die gesetzlich zulässigen Wege zum Recht eingehend informiert, Di« Möglich- keit der nach ß 3Z0 des Mietengesetz«» zulässigen Einbehalttlng der Miete» noch Aufforderung und Friststellung zur Abstellung sämtlicher Mängel wurde dabei sehr eingehend geschildert. In einer ausgodehnten Diskussion kamen die grauenhaften Zustände in den Häufern und ein- zelnen Wohnungen zur Sprache. Ee wurde schließ- lich eine Resolution angenommen, in der als Wichtigstes Beschlogmrhm« de» noch in Deutschland befindlichen Vernwgens der Firmen zum Zweck« der Wiederinstandsetzung der in fürchter- lichem Zustand,' befindlichen Häuser und Ent- schädigung der Mieter gefordert wurde. Um solche Zustände in Zukunft unmöglich zu machen, ist ver- stärkt« Wohnimgspilege und Wohnungsaui- i i ch t. die von der Sozialdemokratie immer gefordert worden ist, dringend nötig. Brolat bleibt in Haft Im gestrig«« Termin zur Prüfung d»r zeg«n Direktor Brokat oerhängten Untersuchungshost ha» die Strafkammer des Londgertchi» III nach Anhörung des Angeschuldigten, seiner Ver tsidigung und der Staatsanwallschaft befchldsien, Sie Untersuchungshost gegen Vrolat ausrechizuer- Kinderlähmung vorüber Epidemienwelle überwunden Im Dezember vergangenen Jahres sind erst«»- licherweis«.nur noch wenig« Erkrankungen an spinaler Kinderläh m"u n g zu verzeichnen gewesen. In Berlin kann die Epidemie fetzt im wesentlichen als abgeklungen gelten. Zur Behandlung etwa zurückgebliebsner Lähmungen infolg« Erkrankung an Kinderlähmung hat die Stadt Berlin in der Kinder- Heilanstalt Buch besondere Möglichkeiten gefchafsen. Dorthin werden zirka S Wochen nach Beginn der Erkrankung die Kinder, bei denen Lähmungen zurückgeblieben sind, zur Nochbehand- lung verlegt. Im Interesie eines möglichst guten Heilerfolge war eine solche Zusammenfassung dringend nötig. Dit spinale Kinderlähmung wird auch dort als akute Infektionskrankheit im Sinn« des Kur- und Perpflegungskostentarifs für die Berliner städtischen Kranken- und Pslegeanstalten angesehen. Deshalb wird für Kinder Ein- heimischer und für Kinder der Mitglieder von Berliner Krankenkasien nur ein Kurtostenlatz von 2,70 M. erhoben. Mittellose werden mit Kosten der Wohlsohrt behandelt. Arveiterheim Wedding Daß trotz der Notzeit Talwill« und Solidarität vermögen, längst erkannt« Notwendigkeiten zur Durchführung zu bringen, haben die Weddinger Organisationen der„A r b e i t e r w o h l f a h r t" und des„Deutschen Arbeiterabstinen- tenbundes" bewiesen, indem sie Ufer- st r a h e IS. also ziemlich im Mittelpunkt des Bezlrke, da» Arbelterheim Wedding schufen, da» dieser Tage eröffnet wurde. Wie Senosi« H a r t w> g als Leiter der Arbeits- gemeinlchast ausführt«, soll das Heim den erwerbs- losen Genossen Gelegenheit zum Ausenchalt w warmen und anheimelnden Räumen geben. Das Helm soll aber auch allen sozialistischen Gruppen, insbesondere den Frauen, Gelegenheft zur Ab- Haltung ihrer Versammlungen bieten. Die zahl- reich erschienenen Vertreler der Arbeiterorgani- satianen, insbesondere der Arbeiterwohlfahrt, des Arbeitersamariterbundes, der Arbeitsgemeinschaft SicUcd Cuts. WalducUi$uc die iio**su*yi-Maldeu! Am Sonntag, dem 15. lanuar 1953, findet In der Zelt von 9 bis 14 Uhr die Ver- irelervrahl für die Generalversammlung dar Konsum-Genossenschaft statt. Wahllokale sind durch Plakataushang In den lebensmlttelabgabestellen bekanntgemacht Als Wahlauswels gilt das Mitgliedsbuch. Alle Genossinnen und Genosien, die Mitglieder der Konsum-Genossenschaft sind, müssen Ihr Wahlrecht ausüben. Fordert deshalb die Mitgliedsbücher In den Verkaufsstellen ein. Tagung Der poNzeibeamten Wahl des neuen Verbandsvorsitzend�n— Wichtige Anträge Die diesjährige Tagung de» verbände» der Preußischen Polizeibeawien, die vom 25. bis zum 25. Januar in Berlin vor sich gehi, wird sich mll wichilgen Fragen des Beamlenrechi», der Organi- faiion, der Besoldung mit gewerkschasilichen Dingen und der kranfensllriorge befassen, von ganz besonderer Bedeutung ist die Wahl des l. Vorsitzenden. Am 23. Onmiar nimmt die Tagung mit einem Fest tm Zoo, ,zu fem auch Vertreter ausländischer Polizeibehörden eingeladen siitd, ihren Austakt. Der 24. und 25. Januar sieht die Vertrauen»- laute de» verband«» in den Räumen d«» Reich». wirrlchost»rate» in der Bellevuestraß«, wo w> Rahmen der Berbandstagung über 200 An» tröge und Entschließungen zur Debatte stehen- Zw« Antrag« de» Gaus« Groß» Berlin ragen über dt« Bedeutung vieler anderer hlnau» turft geht e» um da» K o a l i t i o n« r« ch t der öllzeibeamdm. In der Entschließung heißt e- u. a.! „Der Verbandst g wendet sich mit aller Ent- ichiedendett gegen all« Bestrebungen, die Polizei» beaniten öder einzeln« Gruppen ferjelben von d«t Mitbestimmung dar Geschicke des üeutschen Volke» durch Einengung der in der Reichsoer- s a s j u n g gewährleisteten Rechte auszuschütten. Die Polizeibeamten in ihrer Gesamthett können ihren hohen Ausgaben nur gerecht werden, wenn sie als Staalrbürger mit gleichen Rechten und pslichien an der Gestaltung des staatlichen, wirischasllichen und gesellschostlichen Lebens teilhaben. Der Verbandstag beauftragt daher den Verbands- vorstand, sür die volle Zlusrechterhaltung der in den Artlkrln 130 und 150 der Reichsoersalsung garomierten Recht» mit allen zu Gebot« steheno«» Mitteln einzutreten." Der ander« wichtige Punkt beHanf«0 das Ver- hättni, zwischen Poltzeiofftzter und Po- lizet Wachtmeister. E» heißt da:„Di« Behandlung der Beamten sowi« die Äuebildungs- waihaden und die Art der Heranbildung k«e Polizeiofstztereerlatz», in der letzten Zeit ist nicht geeignet,»in Vertrauensverhättni» zwischen Poll- zeiossizier und Polizeiwachtmeister, insbesondere in d«r BereitschaitSpolizei, zu sichern, zu sörd«rn und zu festigen. Nicht durch krasies Herauestellen de» Vorgeietztenoerhältnisies, sondern ourch vor- bildliches Vorleben und Verhalten als Kam«. rod und Führer ist es möglich, den Schutzpolizei- körper zu einer auf gegenseitiges Vertrauen sich aufbauenden Formation zusammsnzufügsn." sozialistischer Nkaholgsgner. des Arbeiterabstinen- tenbundes, des 3. Kreftss der Partei u. a. m, begrüßten einheillich die hier gezeigte Jnttiativ«. Die Besichtigung des Helms löste bei allen Beteiligten Anerkennung aus. Zwei freundliche helle Räume versprechen angenehmen Ausenthall: sie sind ausreichend für Abhaltung kleinerer Ver- sammlungen. Ein kleiner Wirtschaftsraum ist mit Kochgelegenheit ausgerüstet Gen. Dr. Drucker und Genosiin K u r g a ß führten in Ansprachen aus, daß derartige Heime berufen wären, wesent- liche Aufgaben im Dienste der öffentlichen und privaten Fürsorge zu übernehmen. Genosse F a u r n e s konnte für den Verein Arbeiterheim Wedding erklären, daß bereits jetzt die Erhaltung des Heims gesichert erscheine, Cr gedachte dankend der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Alkohol« gegner und des Arbeiterabstinentenbundes, die durch Spenden und Jnoentarüberlasiung die Cr- richtung des Heims ermöglichten. Er erwähnte die erwiesene Kameradschaft der Gemeinschafts- lüche, deren Hilfsbereitschaft über manche Augen- blicksverlegenheit hinweg half, und hob besonders die Solidarität der erwerbslosen Genossen hervor. durch deren Mitwirkung das Heim so gestaltet werden tonnte, wie es sich heute den Besuchern präsentiere. ..New Bork" aus Grund �usarnrnenstoIZe auf der Elbe Hamburz. 12. Januar. Nachdem der schwere Nebet an der Unterelb« und an der Küste die gesamte ein- und ausgehende Schiffahrt nach Hamburg schon über 24 Stunden lahmgelegt hatte, ist er vorübergehend an ver- schiedenen Stellen gewichen. Hier setzte sich die Schiffahrt wieder in Bewegung, wobei es zu schweren Havarien gekommen ist So ist unterhalb Brunsbüttel der einkommend« 4770 Bruttoregistertonnen große amerikanische Dampfer„Liberty G l o" mit dem ausgehenden 2700 Brutwreglstertonnen großen deutschen Dampser„R a b a t" der oldenburg-portugiesischen Dampsschiffohrtsgesellschaft in Kollision geraten. Der von Hamburg ausgehende 20 000 Tonnen große Hopagdampfer„New Park" ist infolge des dichten Nebels bei Schulau auf Grund geraten. Das Schist sitzt fest und hat Hilfe angefordert Schlepper sind an die Unfallstelle abgegangen und versuchen das Schiff flott zu machen. Dlebe holen RlGterrobe Ein Einbruch wurde in«ine Nebenstelle des Spancauer Amtegerichts in der Moritzstratze ver- übt-Ein« Diebeskolonne kam von einem Neben- grundflück her ü.er das Dach und drang in die Büros des Anttsgerichts ein. Di« Täler erbrachen nerschieOene Behälter und stahlen daraus dioerl« Schreibmoschtnen,«inen Regulator nahmen sie von der Wano, und eigneten sich auch eine Richterrobe an. Zluherdem stahlen sie ver- schieden« Uniformen von Justizwachtmeistern. Die Täter sind mit ihrer Beut« unerkannt entkommen. Wa» sie mtt den einzelnen Beutestücken anfangen wollten, ist noch rätselhaft. Wie wird das Wetter? 3n Berlin: Rteist stark wolkig, kein« öder nur unbedeutend« Schneefälle, iwch etwas kälter, äst- liche Winde.— 3n Deutschland: Im ganzen Reiche meist bewölktes, mir stellsnweije aufheiterndes Wetter, vereinzelt geringe Schneefälle. Im Westen nur leichter, im Osten strengerer Frost. Vi« Massenkundgebung de» Sozialistischen bullurbundes für kommenden Sonntag, den 15. d. M.. vormittag» 11!-d Uhr, tm Theater der Volksbühne muß infolge einer plötzlichen Er- krankung von Thomas Mann auf 4 bis 6 Wochen verschoben werden. Der neue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben Die Slettincr Sänger im Reichshallenlhenter am Dönhosfplatz treiben auch im neuen Jahr, wie in den vorausgegangenen drei Jahrzehnten, ihr munteres Wesen und ihren lustigen Ulk. DI« Weinprobe von Dr. Erich Fischer nach der Musik von Heinrich Marschner wahrt z. L durchaus künstlerisches Gesicht und Haltung. In Hermann Raab«» Vauernschwank„Die lieben Erben" kann da» Ensemble all« Register de« Humors ziehen. Ein säcksischer Spaß:„Der kranke Fliegenpilz" und vieles ander« im bunten Allerlei unterhält und ersreut die treuen Slainm- gaste und die Fremden aufs allerbeste. Martin Brauer, Gustav B o m b l a t, Franz G i r a r d t tummeln sich wacker und sorgen dosur, daß da» Lache» nicht abreißt. Frcddy van Plaaten ist mal eine alte Jungfer, mal ein niedliches Zimmermädchen, jedenfalls immer etwa» weib- liche». unflt i bei Rheuma-"Oicht Kopfschmerzen Ischias. Hexen schuh und Erkältungskrankheiten. Stark haxnsaureiöseod, bakterien- | tötend! Absolut unschädUchl Ein Versuefa überzeugt I GN.'Leute als Räuber su Leiallsvissdrateo verurteilt Die 4. Strafkammer des Landgerichts III oer- »r teilte wegen gemeinschaftlicher räuberischer Er» Pressung in Tateinheit mit gefährlicher Körper oer- letzung. begangen au dem greisen Ehepaar Bau- manu in Velten am lt. Oktober vorigen Söhres, den Zöjährigen natiooalfozlaliskischeu SA.- Mann Torowski zu 5 Zähren Gefängnis und S Zahre« Ehrverlust und den Zljährigen Fleischergesellen und nationalsozialistischen SA.-Mann O t t sowie den lg Zahre alten Werkzeugmacher Mielaud zu je 2 Zähren Gefängnis. Der Staaleanwall hatte gegen Turowki 5 Zahre Z Monate Zuchthaus und gegen die leiden anderen Angellaglea je 5 Zahre Zuchthaus und für jeden der drei 10 Zahre Ehrverlust beantragt Die SA. wächst sich immer mehr zu einer öffentlichen Gefahr aus. Ihre gemeinen Ber- brechen Hausen sich von Tag zu Tag. Der ge- meine Ueberfall aus das greise Ehepaar in Velten liesert den erneuten Beweis für diese Gemein- gesährlichkeit. Der„Angriff" Halle unmittel- bar nach dem Raubübersall oersucht, das Ber- brechen den Kommunisten in die Schuhe zu schie- den und behauptet, SA.-MSnner seien in keiner Weise an der Tat beteiligt, die kommunistische Üügenpresse habe mit ihren Berleugnungsmanö- oern Schiffbruch erlitten i die Herren sollten sich hüten, in Zukunft die Verbrechen, die von ihren eigenen Anhängern verübt werden, der SA, in die Schuhe zu schieben. Das Urteil des Land- gerichts III beweist, daß der„Angriff" im Un- recht war Die Räuber von Velten waren SA.-Leute. Die ganze Ruchlosigkeit der Nieder» ttacht der Tat wurde einem klar, als man vor Gericht den allen, gebrechlichen 7Ösährigen Bau» mann dem kräftigen Sljährigen Schlächtergefellen und SA.-Mann Ott gegenüberstehen sah. Don einem Siein erschlagen Einem tragischen Unglück ist der ZÖ Jahr« alte Arbeiter Fritz R e g l e r aus seinem Grundstück in der Kolonie Wilhelmsstrand in Oberschöne- weide zum Opfer gefallen. R. halte Holz ausgestapell und den Stapel mit Dachpapp« zugedeckt. Die Dachpappe halle R. mit«inigen Mauersteinen beschwert. Durch einen Windstoß wurde die Papp« plötzlich hochgerissen und ein Stein herabgeschleudert, der Regler so unglücklich auf den Kopf traf, daß er mit einem Schädelbruch bewußtlos zusammenbrach. Der Verunglückte wurde ins Krankenhaus übergeführt, wo er inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Traosozeaasahrten mit Luftschiff und Flugzeug. Das Institut für Meereskunde oeranstallei im Studentenhaus der Universität, Oranienburger Straße!§, eine volkstümliche Reche von Licht- bildervorträgen über das Thema:„Luftverkehr über den Ozean", in welchen namhafte Sach- oerständige, u. a. von Gronau, Professor Wegener und Dr. Orlooius, sprechen w:rden. Dieser Zyklus wird am Dienstag, dem 17. Januar, eröffnet Mit einem Vortrag oes Zeppelinkapitäns H. von Schil- ler über den Traneozeanoerkehr mit dem Luft- schiff„Graf Zeppelin". Eintrillskarlen 50 Pf. Im Schneesturm erfroren Lisltsr 18 Todesopfer Vukarest. 12. Januar Starke Kälte und andauernde Schnee- stürme haben in den nördlichen Gegenden der Walachei eine katastrophale Logo herbeigeführt. Alle Wege find verschneit, die meisten Zugoer- btnüungen sowie die Telegraphen- und Telephon- linien unterbrochen. Die Gemeinderatswahlen von Ramnieul-Sarat mußten infolgedessen aufgeschoben werden. 14 Bauern einer Nachl argemeinde, die sich zur Stimmabgabe nach Ramnicul-Sarat begeben woll- ten, konnten sich den Weg durch den drei Meter hohen Schnee nicht weiter bahnen und fanden dabei den Tod. Auch die Kinobesitzer Nagen Der Verband der Lichtspieltheater Borlin-Prandenburg e. P. Halle zu einer Rot- kundgobung nach den Kammersälen, Tellower Straße, geladen. Wie der Verbands- Vorsitzende Koch m seinem einführenden Referat darlegt«, hat sich die geschäftliche Lage der Kino- theater speziell in den letzten Wochen derart ver- schlechtert, daß viele Unternehmer nicht mehr aus noch ein wüßten. Der nächste Redner, Walter Ehrlich, sieht den Hauptgrund in der einschneiden- den Koniingentierungssrage, die eine stärk ein- seitige und darum geschäftsschädigende Spielplan- gestaliung mit sich bringe. Darunter leide in weiterer Folge das ohnedies flaue Geschäft der Frühjahrs- und Sommersaison. Wenn beispielsweise im Winter vierzig Kino? aus Mangel an gutem Material zu gleicher Zeit ein und denselben Film spielen, so kann unter keinen Umständen an eine sommerliche Wiederkehr dieses Werkes ge- dacht werden Auch die Zensur beeinträchtige durch die Verzögerung des Aufsührungslermins den Geschäftsgang. Der Syndikus des Verbandes, Dr. Diedrich. behandelte in einem längeren Referat das ewige Schmerzenskind, die Steuer- schraube. Die Kinobesitzer fordern einstimmig Herabsetzung des Vergnügungssteuerabsatzes von 15 bzw 12i4 auf 5 Proz und Steuersretgabe für Lehrfilme sowie der an Erwerbslosen verkauften, stark reduzierten Eintrittskarten. Svnbgebuag für Danzig. Der Berel» für dos Deutschtum im Ausland veranstaltet am Freitag um 8 Uhr abends im Reichstag eine große Kundgebung für Danzig. Eintrittskarten zum Preise von 0,50 M. sinid In der Geschäfi-stell« des Landesverbandes Mark Brandenburg des Vereins für das Deutschtum im Ausland, Berlin W. 30. Martin-Luiher-Str. 97, erhältlich. heiterer Abend mit Plar-l Georg Münch. Sonntag, 92. Januar 1933, 20 Uhr. im großen Feiisaal des Gew. rkfchaft: Hauses, Verlin, Engeluser 24/25. Konzen. Film, Unterhaltung, Tanz. Unkostenbei- trag 30 Pf. Dr. Mar Deri spricht im Austrage des Volks- bildungsamtes Prenzlauer Bcrg in der Königst. Oberrealschule. Posteurstr. 44/4ft, in cd.t Vorträgen über wiffenschastliche Zeitfragen auf philo- sopyiscbem und psychoanalytischem Gebiet Be- ginn: Dienstag, den 17. Januar 1933, 20 Uhr. Ei-ieavungen Mi 6te)c Rubrik sind Berlin SB«8 Liodenäratz« Z Groß-Berlin stet» un da» Brztriilrtrerurta. 2. Hof.% Sternen recht», ,» richten Beginn aller Geranstaltungen IS 1s Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! 2. greis. Eonnadend. 14. Januar, 19 Uhr pünktlich, Arc!svoiftand»schm>a bei Lausch, Bredawstr. 35.— Achtung! Die Areisvsrtreterversammlung findet am Moulag, IS. Januar, 1S>.. Uhr, in den Arminiushallen. idromer Etr. ginnt heute, A Uhr im Jugendheim Becgstr. 29. Es wird um rege Beteiligung gebeten. 198. vnd l(i»a. Abt. Leute, 29 Uhr, Beginn de« Bildunaskursu« UN Parteiheun Äärenid ctblofitr. 27. Referent I. 71. Mager. tSSa. Abt. Sonnabend, 14. Januar, 29 Uhr, Mitgliedeiversammlung im Schollenkrug, Hermsdorser Straße. Jahresbericht. Reuwahl. Arauenvsrcusllllkuugea:- 74. Abt. Heute. 20 Uhr. int©ilöhdnä, Epandausr 6tt. 50. Boclikls". Referent 6la&to«m&ne*«£ Paul Rßbüif&tu Reuattht Arbeilsgemeluschofl der Sluderfreunde. I Haute, Freitag. JOV. Übe, wichtige Baritaudsütiuno. E-(g unbs. ding» erforderlich, daß alle Srri-leitet an der heutigen SlAnna teil- 1 rchmer. Lehter Termin für dt« Abgabe der Bcrichtsbagen ist bi» >/-»i'Sli' be-Uige Sitzung. ' tzi Tiergarie»! Morgen. Sonnabend, 19 Uhr, Xrei»hrlk«ptzu«g, •'S Essener Str. 4. Die Sitzung beginnt pünktlich. Helfer, und Her. -X« b«rg»au»weile mitbringen. Ehartottenbnrg! Margen, 16 Uhr, tagt der Falkenrat im Sreisheivr. Neukölln! Wir beteiligen un» gemeinsam mit der EAÄ. au der Besichtigung dar Gräber Karl Liebknechts und Rosa Luremdurg». Die Beteiligung ist srer. willig. Treffpunkt lö Uhr am Sreiabeim. Abt. Lichtkämpfer: EUern und D SozialistisAeArbeiterWendGroß-Verlin Etniendunaen>ür diele Rubrik au> an»as Juqendi-kieiartor Berlin SW 68 Lindeniiraße 2 vorn I Treppe recht» Achtung! 2. Preisfrage: Wie soll der BP einen Jahresbericht für die Gsneraloeriammlung drucken, wenn nach«9 Berichtabogen fehlen? 6- Demonstrakou am Sonntmz, Id. Januar. Wir marschiere« zu den Gräbern von Rosa Luxem- bürg und Slazl Liebknecht. In Fallantracht, mit allen Fahnen, treffe» wir UN» um liZb Uhr auf dem Baltrnplatz(ll-Bahs Petersburger Straße). Abmarsch U Uhr.— Achtet auf die Notizen im Sonnabend- und Sonntog».„PorwSrt«, da Aenderungen wdglich! ♦ Proletarische» Orchester ber LAS., Gr. dt Probe heute, IftiZ Uhr, Heim Lindenstr. e Bauberauekuult heute von 17 bi« 19 Uhr Hei« Lindenstr. 4. v. l. heute, Zreitag. 20 Uhr. Straße 92: Heiterer Abend.— Haus»! Porkumer Str. Sbi Fünf Jahre Truppe Hanla.— Moabit l: Waldenferstr. 20—21: Unsere Stellung zu Sowset. Rußland. — Moabit Ii: Bremer Str 79: Brettsvielabend.— Spor-palast- Genthiner Straße 17: von Zeus zu gehooa, l.— Teiuudbruuneu Ii: siolonteitr. 22: Das Italien von heute— Humbaldthal»! Putbusser Str. 22: Liebknecht-Luxemburg- Gedenkfeier.— Wedbisg RF.! Turwer Ecke Seessraße: Wie steht der soziaNsttiche Staat au»? I.— Arnswalber Platz N: Schönlanker Str. U(Baracke): Wir lassen Geister erscheinen.— Balkan: Mandelstr. S: Sachen links.— Falkplatz ll: Eonnenburger Str. 29: Einführungsabend.— Nordost: Danziger Str. 62, SB. 8: Probe zum BSA.— Leaefelderplatz: siaftanienallee W< Schule): Schallplatten.— Weißensee: Eoseier Str 2: Reichstogisitzuna.§ 218.— Bndreasplatz I: Brommn. straße: Die Stellung der Sozialdemokratie zur Wehrfraae.— Balteuplatz: TIlsster Str. 4— 5; Uedungsabend.— Frankfurter viertelt Frankfurter Wee 697: Fortsetzung der godresmitgliedecversammlung.— Petersburger Viertel: Eberty- ftraßs 12: Burschenabend.— Stralauer Biertel: Goßlerstr. 61: Zahresmitalieder. Versammlung, Uhr.— Warichaner Viertel I: Litauer Str. 18: Arbeitsgemeinschaft, ll— Warschauer Biertel RF.: Litauer Str. 18: Entstehung der SPD.— Lnifeustadt: Wassertorstr. 4: Luremdurg-Siebknecht.— Reichenberger Biertel! Manteuffelstr. 7: Glaßbrenner-Abend.— Friedenau: Offenbacher Straße»! Das Tier im Vergleich zum Menschen.— Schöuebcra l: Kauvtstr. IS: Was leisteten Rosa Luxemburg und Sari Liebknecht für die Arbeiterklasse?— Schöneb-rg B; Hanptstr. 15: Iahresmitgliederversammlung.— Ebarlotteuburg: Rossnenstr 4: Politische Jahresrückschau.— Ebarlotteoburg-Süd: Peslolczzi. straße 49: Literarischer Adsnd.— Eießlamp: Schule Lärcheuwcq: Das Märchen vom freien Arbeiter, l.— Spandau: Linbenvfer l: Einer von vielen.— L'ckiter» kelde: Albrechtstr. 14»: Liederabend.— Mari-ndorf- Dorfftr. 7: P-Iitifch-satiri- scher Abend.— Britz: Schule Rarchimer Allee: Wege zum Sezialismus.— ?>.nköllu l! Sander» Ecks Hobrechtstraße: E» brodelt in China.— Neukölln III: Ziithenstr. SS: Kampflioderadend.— Raukäll» IV: jtanner Ecke Bisbmische Straße: Frano Allan? Tranen, London?— Raulöll» VI: Treptower Str. 96: Seimobend. — Neukölln Vil: SMS.: Wir singen neue stamrflieder.— Neukölln Villi Schul» Rütlistraße: T-aespclitik.— Neukölln IX: Schule Mariendorfer Weg: Seim. abend.— Neukölln V: Bergftr. 29: Literorlicher Grulelabend.— Neukölln X kJüngere): Dangku irr straße: Dis'-ifston über Wandzeitung.— R-nköll» Dl: Bismarckftr. i: Wlo kam ich zu meinem Beruf?— Bobnzdorl und Falkeube: Gemeinfchaflohau,': Alte und neue Mustl auf Schallplatte».— stöpeuick.. Grünauer Str. 5: Wir lerne« neu- Lieder.— Rönenlck kl: Dahlwitzer Str. 15: Lustiger Abend.— Friedrichsfelde! Sunterstr. 44: Warum bist du arbeitslos?— Karlsborst: Treskowallee 44: Liederabend.— Saulsborf: Schule Adolfstr. 25: Bre.ttfvielabepd.— Lichtend erg. Mitte: Scharuweberstr. 22: Fremdwörter.— Neu-Lichteubcea: Suuteeftr. 44: Unsere Mädels haben das Wart.— Lichtcnberg- Nord: Eunterftr. 44: He inrich.Zille. Abend.— Mahlsdor«: Balderfeestraße, Schule: Nota Luxemburg, starl Liehknecht.— Kermsdorf: Raonstraße: Lieder- abend.— Netaickendors-Ost: Lindauer Straße: Heimabend.— Lübars: Technische Rundschau.— Reiuickeudorf-Wrft: Seidelstr. 1: Bunter Abend.— Tegel— Freie Scholle: Egibpstr. 0; Ausspracheabend über„Berufe".— Wittenau' Hauptstr. 18; Gedenkfeier steil Liedknecht, Rosa Luxembmg— Buchholz: Berliner Str. 19: f enerolversammluna.— starow: Baden bei Adolf stcch.— Hohenichönhauseu: auptstr 44: Heimabend.— Arnimplad: Eonnenburger Str. 29: Die Ausgaben der jungen Generation.— Steglitz ll: Flemmliigstr. 14b: Rosa Luxemburg, starl Liebknecht.— Lichtenberg-Nordwest: Dost estr. 22: Heinrich-Zille-Abend. Wcrbebeiirk Neukölln: Erwerbslosenzusammenlunft mit der Partei ab 15 Uhr stanner Straße. * Werbe bezirk Osten: S nntag: Die Delegiertenkonferenz findet schon um 9 Uhr (statt 19 Uhr) im Heim TIlsster Str. 4—5 statt. Zutritt nur mit Delegierten- oder Gastdelcaiertenkarten und ordnungsgemäßem Mitgliedsbuch. Referat: Jugend und Militartsmus. Referent: Genosse Dr. S. Eberlein. Gewerkschafis-�uaend Berlin Heute tage« die Trupp«»: Freiheit! Jugendheim Wassertorstr. 4. Wo« bezweckt der FAD?— Eharlatteuburg: Jugendheim Spreestr. 89. Wie steht der soziotistische Voltsstaat au»?— Nordring: gugendbetm Schul» Eonnenburger Etr. 29. 29 Wochen im FAD.— Hermaunplatzt Jugendheim Sanderstr. Ii, Ecke Hobrechtstraße Wik verhalt» ich mich vor Polizei und vor Gericht?— Frankfurter Allee: Jugendheim Litauer Str. 18. Der Gruppenabend fällt au»— geppelinplatz: Jugendheim Turiner Ecke Seestraßs. Die Frau als Mutter.— Seiaicksndori.vst: Jugendheim Lindauer Straße(Baracken). Sczia. ltsteugesetz.— Adlers Hof> Jugendheim Adlershof, Bismarckftr. t. Diekusssone» abend.— Herzberaplatz: Jugendheim Treptower Str. 96. Sport und stöiper. lasen! Jugendheim Schule Mariendorfer Weg 69.�79. Warum renzlad er Berg: Jugendheim Dleiwitr. 85. Die Frau in der heutigen Gesellschaftsordnung.— Weddina: Jugendheim Nilldenowstr. Z, 2 Treppen. Da, neue Weltbild im Spiegel der Literatur.— Schöahauier Top: Jugendheim Lehdenicker Str. 17. Gewerkschaftliche stampfmittal.— Lugend- eg 69—7 wsir. 85 ssesellschaitsordnung.— Weddina: Iugendhe neue Weltbild im Spiegel der Literatur.- oenicker Str. 17. Gewerkschaitlich, stampf ...__ Ken»_____________..............._____|_____ Zimmer 6. Mädchenabend: Wo» müssen wir Mädchen vom Familien- und Eherecht wissen?— Siemen» stadt: Jugendheim Lokal Siegel, Nonnendamm Eck« Rohrdamm. Aufbau der Gewerkschaftsbewegung. silunendorurve tes?entra1vesbant>es! der RnoesieN�en :ute, Freitag, finden folgende Veranstaltungen statt: Britz: Gemein- xaftshaus in ber Hannemannstraß? der Bau. und Spargenossenschast .Ideal".„Das Arbeitsbeschaffunasprogramm ber Reichsregierung." Referent: Huhn.— Südwest: Jugendheim Porckstr. ll<2. Hoi, Ouergebäude Aufgang ll. Zimmer 4).„Mensch und Arbekt in Sied und Dichtung."(Ein Abend mit Schallplatten.) Leiter: Heilbrunn.—.silusere Gemeinschaft für neue Fest» gestaltnng" übt heute von 29 bis 22 llhe in der Turnhalle Schönlanler Str. ll. Interessierte Wirglieder werden gebeten, sich noch tu dieser Woche im Jugend» sekretariat zwecks Teilnahme an dieser Gemeinschaft zu melden.— Di«„Ber- liuer Druckerei- und Lerlaa-gesellschost m. b. H." kcmmt von 20 bis 22 Uhr im Berbandshaus, Hedemannstr. 12, zusammen.— Die Pbotogrnpp« tagt ab 1844 Ahr im Jugendheim Frankfurter Alle« 897. Quergebäude II, Dunkelkammer Nr. 2 Vortrage, Dereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rok-Gold". G e i ch S> I s st-> l e: Berlin s 14 Sebastio Ilstr 87—38 Hai 2 Er. strris Westen: Der Zahresappell des Kreises findet am Sonntag, 15. Januar, aui dem Pferdemarkt, Pldtzenfee, statt.(Siehe Rund» — Witte, 8. Sameradfchoft: Sonntag, lö. Januar. 9 Uhr, General. Versammlung, stövenicker Str. 55. 4. st:m-radschast: Sonntag, 15. Januar, 9 Uhr. Generalversamuäung uud Neuwableu, Stralauer Str. 19.— Eharlotten- barg, Kameradschaft Rithaus: Sonnabend, 14. Januar, 29 Uhr, Sahresversamm. lung mit Neuwahlen tm Edenpalost. staiser-Friedrich-Str. 24.— Wilmersdorf, A—- AW wKreife A 8 4 si.1-„ fx..—— X Ii cktz � cklO 2 ro«. ft" A« � V f A 84 AM AV-fx 8. Sameradschaft: Sonnabend. 14. Januar, lüv, Uhr, Versammlung bei Winkler, Wllhelminenbofstr. S2i\ Pflicht für sämtliche siamexaden.— Lichtenberg. Käme. radschast Gustav Tempel: Freitag. 18. Januar, 29 Uhr, Jahresgenerolversamm. lung mtt Neuwohl de» Geiomtvorslande» bei Bartz, Mdllendorfftr. 42.— Wasser- sporiabtoilnng, gnq Köpenick: Sonntag, 45. Januar, 144h Uhr, Eroänzungssvort wl Bootshaus, Wendenschloßstr. 122, Beginn des technischen Ansängerruder. lurfu». Ausnahme dort.— Bläserchor Friedrichshaim Freitag, 18. Januar, 1948 Uhr, Uebungsahend bei Neumann, Gubener Str. 45.(B.Klarlxtettist, I. Pisto« resp. gnier Trompeter findet noch Aufnahme.)— Pankow(Ortsveretn): Sonnabend, 14. Januar, findet im Restaurant E-epfert, am Bohnhof Buch, ei» Maskenball statt, zu dem all« Kameraden eingeladen stirb. Eintritt 69 Pf., Er. werbslofe 25 Pf Der Deutsche Arbeiter-Maudolinisten-Dund, einer der lüngsten Arbeiter. kulturorganisarwnen, feiert om 23. Januar das llssährig« Beftshe». Aus blelem Grunde werden von den 6999 im DAMB. organisterten Genofstnneu uub G«. »ossen im ganzen Deutschen Relche Berbekonzert» veranstaltet. Die Ortsgruppen des Bezirkes Berlin hoben folgende Werbekonzerte: Fallensee: Sonnabend. 14. Januar, Im Lokal Könicke, Bahnhofstrake— Eberiwolde: S-nn. abend, 14. Januar, im Lokal Stadttbeater, Bergstratz».— Prenzlauer Berg: Sonnabend, 2t. Januar, Scbulaula Gleimstratze.— Oberschöneweide: Sonntag, 22, Januar, in Mörne:» Blumengarten. Qstendstraße.— Luckenwalde: Sonn. abend, 21. Januar, in gllterbog. Raack» Volksaarten.— Bebl-sanz: Sonnabend, 28. Januar, in Bellen, Lolal Gcnsch. Wilhelmstr. 19.— Wedding: S-nntag, 29. Januar, Schnlanla Grlintbaler Str. 6.— M-obit: Freitag. 8. Februgr, in der Aulg der Kleist-Schul«. Levetzowst- 1—5.— Schöneb-rg: Sonntag, 5. Fe. tzruar, im Bllrgersaal der Schdneberger Ratbaufe«. Rudolf-Wildevlatz.— Säuit. lichs Konzerte beginnen um 29 Uhr mit Ausnahm« von Oberschoneweide um 17 tflir. Die Eintrittspreis« betragen 49 Ps, für Erwerhslos« 25 Pf._ Veoeinignua der Freunde von R-kigio» und Bölkeririeden. Pfarrer Bleier sprich! am 15. Januar. 18 Uhr, im Rahmen einer religiösen Feierstunde in der Trlnitatiskirche, Eharlatteuburg über da» Thema„Unter dem Sternenhimmel". Arbeitagemeinichast sazialtzemokratischer Dentisten. Mitgliederversammlung Donnerstag, 19. Jonnar, 29 Uhr. bei Landr«, Neu« Frisdrichftr. 88». Referent: Genosse Dr. Friedläuder. Bund Entschiedener Sckulresorwee. Oefsentlich« Beriammlung Mittwoch, 18. Januar, 1944 Uhr, in der Augufta-Schule, Berlin, Elßholzstr. 84—37. Pfarrer Wilhelm Menlching spricht über das Thema„Das Erwachen der Farbigen und da« Zlbendlanb". Dommerobund Südost und Fiddtchow Marwitzer. Sonnabend, 14. Januar, 29 Uhr Generalversammlung!» Ewald» Berrtnshau«, Skalitzer Str. 126, am Kottbusser Tor. Ln-litzd In,»eresilonst Lud loueäaä! 78. dieeunotz everv Friäay 8 p. in Cat« Kopoe STresernrnnsir 85. Lecturer: Mr. Q Bulmann-Srnlih M A. on" .Standards Ol Valuc" Ouesu. Ladies und Oentlemen, are welcome. Bestellungen über 5.00 Mark unter F 6 Baerwald 0012 werden prompt erledigt. Für Sonnabend müssen sie Freitag in unserem Besitz sein FRISCHFLEISCH GEFLÜGEL UND WILD DELIKATESSEN Hammel-Ragout...... Ptd. 0,48 Sdimorbroten o.Kn.,ge»p.Pt». 0.88 Ung. Goulasch...i«d-o». 0.76 Olv. Salate............. Pfd. 0.68 W U R S T W AREN BUTTER UND KÄSE DIVERSE WEINE Boyr. Ron u. Ub»rwunt..Ptd. 0.42 Londleberwurst....... Pfd. 0.80 Feine Leberwurst..... 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Ptd. 0.24 Rotkohl, Grünkohl..3 Pfd. 0.10 Rosenkohl........... 2 Ptd. 0.36 hakoff• Ado Schlaggr�erJA�oc� Konfitüre Hlmbeer, Johannitb., Erdbeer ca 3-Pfd-E. 0.98 l®1waffeln0.65 0.28 0.50 Pfund Schinken gekochter...Zt Pfucsd Kakao Hausho t....... Pfund' Eisbein n CO ohne Spitzbein..Pfd. UiWfc Schweizer AnnUchsr...Vi Plund' If Ginsburg Zusammenbruch der Landbundpolitik Das Landbundlatein ist am Ende— Darum die Flucht in die Provokation Dtc im übelsten natwnalso�ialistischen ifter- sammlungsjargov abgefaßte Entschließung bes Bunbesvorftanbes des Reichslandbundes mirft der Reichsregierung ,chie Duldung einer Aus- Plünderung der Landwirtschast zugunsten der all- mächtigen Geldbeutelinteressen der international eingestellten Ausfuhrindustrie und ihrer Traban- tenr" vor. Dieser Vorwurf ist— das weiß der Landbund selbstverständlich auch— völlig unberechtigt. Sämtliche Regierungen seit 1918— nwgen sie ..marxistisch verseucht" gewesen sein oder nicht— haben die Interessen der Landwirtschaft gewahrt. Die Regierungen frellich, in denen keine Sozial- demokroten vertreten waren, haben dem Land- bund allzu große Konzessionen gemacht All« Maßnahmen nämlich, die nur darauf hinaus- liefen, die Preise ohne Rücksicht auf die Kauf- fähigkeit und die handelspolitischen Fernwirkungen zu erhöhen, haben der Landwirtschait nichts ge- nutzt, wie jetzt die Tatsachen beweisen. Dies« Er- kenntnis hat allmählich auch im Landbund Ein- gang gefunden. Es dämmerte selbst in den Landbuodkopfen, daß mit Zöllen. Ewfuhrverboteo und zwang»- mäßigen Preiserhöhungen die Verkaufsnot der Landwirtschaft nicht behoben werden kann. Aber unter dem Zwang, den Mitgliedern draußen auf dem Land« unbedingt be- weisen zu müssen, daß in Berlin fieberhaft tut der.Mettung der Landwirtschaft" gearbeitet wsrd und daß die Jnterefienwahrung der Land- Wirtschaft in den chönden der Landbund- jyndizi gut ausgehoben ist. darf man— da man den eigenen geistigen Bankrott nicht eingestehen kann— mit dem Fordern nicht aushören. Man ist dabei so nervös geworden, daß man nun- mehr die nationalsozialistische Praxis nachahntt und maßlose provozierende Angriffe selbst gegen eine Regierung richtet, die bereit ist. den größten agrarpolittschen Unftnn mitzumachen. Es gibt keine andere Erklärung für die mit der Mistgabel geschriebene Eoischließung des Reichslandbundes als die, daß seine Führer selber wissen, daß es mit ihrem Lalein zu Eud« Ist. Die Landbundpoliiik ist in der Tat r« st l o s am End«. Alle neueren Maßnahme» zur Er höhung des Schutzes der Großagrarier wirken sich gegen dl« Landwirtschaft selber aus. Die Hoch Haltung der Getreide- preise hat zu einer Steigerung der Produktion geführt, so daß in diesem Jahre die Getreideernte höher ist als im vorigen Jahr Ernte und EinsliHriiberschuß zusammen. Die Roggen- und Weizenpreise liegen daher jetzt AS M. je Tonne unter den Preisen vom Januar 1932. Durch Zölle ist keine Preiserhöhung mehr möglich. Alle Bemühungen, das Futtergetreide zu verknappen, um auf diesem Weg« ein Wiederon- steigen der Brotgetreidepreise zu erzwingen, waren umsonst. Es wurde damtt lediglich erreicht. daß dos Juktergetreide heute vielfach teurer als das vroigetreide ist. Die Preise für G e r st e liegen um 19 ZK. über den Vorjahrspreisen und der Monopolpreis für Mais ist von IllS M. auf 19S M. erhöht worden. so daß Mais teurer als Weizen ist und als Vichfutter nicht mehr verwendet werden kann. Die letzte Möglichkeit, für die Geflügelwirtfchaft ein Futter zu beschaffen, das eine rentable Eier- Produktion bei den durch den Kaufkraftschwund gesenkten Eierpreisen gestattet, nämlich die Ein- fuhr von u n p o l i e r t e m Reis, ist vor vier- zehn Tagen durch die Einbeziehung von Reis in die Bewirtschasfting durch dos Maisinonopol zer- schlage» worden. Die Lieferung von verbilligtem Hühnersutter, die von der Sozialdemokratie vor mehr als Jahresfrist noch durchgedrückt wurde, ist auf ein Mindestmaß«ingeschränkt. Wieder soll die Preis- schraube helfen: Der Landbund will die Geflügel- Wirtschaft durch die Erhöhung des E i« r z o l l s von 5 auf 110 M. retten, wodurch ein Ei um 6 Pf. verteuert würde. Wer dann noch Eier kaufen soll, bleibt ein Geheimnis des Landbundes. Di« falsche Getreidepreispolitik richtete sich auch gegen die Schweinehaltung. Die Be- lieferung von verbilligtem Eosinroggen kommt nur noch einem ganz kleinen Teil der Schweine- malter, die auf Zukauf von Futtergetreide angewiesen sind, zugute. Auch hier ist die Folge Ein- schränkung der Schweinemost, also Verringerung de» Einkommens der bäuerlichen Landwirtschaft. Die Feikmonopolpläne— ebenfalls nur Versager. Aber noch unfinniger sind die Pläne, deren ? nfang die Butterbeimischung und der Verwendungszwanq für inländische O e l f a a t e n darstellen. Die Mnrgarincerzcugung soll einge- schränkt werden. Man hofft, die Erzeugung von inländischer Butter und Schmal, dadurch steigern zu können bei gleichzeitig erhöhten Preisen. Höhere Preise kann man aber nur er,wingen. wenn man die Prelle für alle!?ettarten zwangsmäßig festsetzen kann. Natürlich müsisn alle d'ese Pläne an der ungenügenden Kanikrast der Mafien sibeiteni. Aber den Prosektemachern kommt es auch weniger auf eine Erhöhung der Bnttervreise als vielmehr daraus an, die Bewirtschaftung und Preisgestaltung der O e l k u ch e n, der Neben- Produkts der Oelmühlen. in die Hand zu be- kommen. Nachdem nämlich die Getreidepolitik mtt der Verteuerung der Futtermittel auch am Ende ist, braucht man neue Wege zur Bolksaus beulung. Oelkuchen sind ein für die Milchwirt- jchaft unentbehrliches Futtermittel. Hier besteht cm sehr großer Einsuhrbedars, und es liegt aus der Hand, daß die Großgrundbesitzer gern statt Getreide und Zucker, die nun im Ueberfluß erzeugt werden, sich nunmehr der Erzeugung von Oelsaalen zuwenden würden. Natürlich wollen sie nicht die Oelloaten zu dem jetzigen Preise liesern, sondern sie fordern einen Preis, der doppelt so hoch ist wie der jetzige. Und da aus lange Jahre hinaus ein Einsuhrbedars an Oelsooten vorhanden ist. besteht auch cheoretisch die Möglichkett, den einheimischen Produzenten ihre Oelsaaten zu einem höheren Preis« abzu nehmen. Selbstversiäiidlich werden dadurch die Kosten der Milcherzeugung wesentlich beeinflußt, so daß dies« Hilssmaßnahme im Rahmen eines Fettmonopols nur einen neuen Weg der Ausdeutung der Veredelungslandwirtschast und der Verbraucher durch die Großagrarier bedeutet. Die„Frankfurter Zeitung" hat gegenüber dieser Politik ein gutes Wort geprägt. Sie oerlängt cndlich„Agrarpolitik statt Agrarierpolittk". Mit der Agrarierpolitik mutz in der Tat Schluß ge- macht werden. An ihre Stelle hat eine Agror- Politik zu treten, die in Verttetung der Jnier- efien der gelamten Landwirtschaft zunächst Sorge dasür trägt, daß alle wirtschoitspoluische» Maß nahmen auf die Erhaltung des Nahrungsmittel- Verbrauchs, d. h. aus die Steigerung der Kauf- kraft der breiten Massen abgestellt werden. An Stelle der Agrarierpolittk. die ein Eigenleben zum Nutzen von einigen tausend Großagrarier- iamilien, zum Schaden von 99,9 Proz. des deutschen Volkes iührt. muß eine Agrarpolitik ge- trieben werden, die ein organischer Bestandteil der gesamten Volkswirtschaitspolittk ist. M> t den Agrariern»st solche Polftik nicht möglich. Sie muß ohne und gegen sie gemacht werden. jähren erheblich geringer war als In anßeren Ländern. Der Anteil der einzelnen Länder an der in- dustriellen Weltproduktwn hat sich stark verschoben. Die erste Stelle nehmen nach wie vor die V e r- einigten Staaten ein: aber ihr Anteil ist von 45 Proz. im Jahre 19A aui 35 Proz. im Jahre 1932 stark gesunken Rußland steht jetzt mtt 15 Proz.(1928 erst 5 Proz.) an zweiter Stelle. Großbritannien nimmt mtt 11,2 Proz. die dritte Stelle ein. Deutschland ist von 1928 mit 12 Proz. bis 1932 mtt 9 Proz. von der zweiten auf die vierte Stelle zurückgefallen. Deutschlands Jnduftrieprodiiktlon hatte i m August mit 52(1928 gleich 100) den tiefsten Stand erreicht. Bis November hat sich die Pro- duknon sunt er Ausschaltung der Saisoneinflüsich aus 64 gebessert. Ob die Besserung un Dezember sich sortgesetzt hat. muß nach den bisher vorliegenden Meldungen bezweifelt werden, trotz der optimistischen Ausführungen Herrn Warmbolds im Reichstagsausichuß Das Konjunkturinstitut trifft jedeniolls für die allgemeine Entwicklung nur die vorsichtige Feststellung, daß der „konjunkturell« Rückgang zum Stillstand ge- kommen" fei. Daten rnr Konjunktur Leichte Besserung bei der Reichspost 3« ihrem Jahresbericht für 1932 tellt die Deutsche Reichspost mit. daß sich die seit 1929 an- hallende Schrumpfung des gesamten Verkehrs in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres in fast allen Bekriebszweigen fortgesetzt habe. In den daraus folgenden Monate» habe sich indessen in einigen Dienstzweigen eine geringe konjunkturelle Belebung durchgesetzt, die das saisonübliche Maß überschritten habe. Die Ver- kehrsrückgäng« sind allgemein zum Stillstand gekommen. Der Weihnacht?- und Neujahrsverkehr wies sogar ein« beachtliche Steigerung gegen 1931 aus. Im einzelnen lagen der Telegraminvertehr vom Januar bis Rooember 1932 um 20,3 Proz., der Fernsprechverkehr um 10,4 Proz., Briefsendungen um 6,8 Proz. und Postanweisungen werdnäßig um 17.2 Proz. unter dem Stande des vorher- gehenden Jahres Die Zahl der Rundfunkteilnehmer hat um eine Piertelmillion auf insgefoml etwa 4.25 Millionen zugenommen. Die Lisenproduhtion im Dezember Die Erzeugung von Roheisen ist im Dezember von 370 562 aus 364 159 Tonnen gesunken. Der arbeitstägliche Rückgang ist mtt 1 l 747 gegen 12 352 Tonnen(31 Arbeitstage im De- zember) noch erheblicher und beträgt 4,9 Proz.— Im ganzen Jahre 1932 wurden ZLZ gegen 6D6 Millionen Tonnen im vorhergehenden Jahr erzeugt, was einer Produktionsfchriimpfirng van 35,3 Proz. entspricht. Industrie in �lordsibirien? Werftbauten an der Lena-Mündung Sowjetamtlich wird mitgeteilt, daß der wirt- fchafttiche Nordausfchuß im Verein mit der Ztaatsplankommiffion der jakutischen R e p u° b l i k die Schaffung eines großen Verkehrs- und Industriezentrums an der Mündung der Lena in Nordsibirien im Rahmen des nächsten Fünfjahrs- planes beschlossen habe. An der Flußmündung soll eine große Werft erbaut werden, die die er- forderliche Tonnage für die Fluß- und Seeschiff- fahrt liesern soll Mtt dem Bau der Werst soll schon 1933 begonnen werden. In der Mündungs- bucht wurde die Anlage eines Hofens be- schloffen. Die Organisation der Pelztierjagd. des Fischfangs ist in die Wege geleitet worden Weltproduktion 1932 Deutschlands Anteil erheblich gesunken Dos Konjunktur ttrst ttut gibt in feinem neuesten Wochenbericht«ine Krisenbilanz der in- dustriellen Weltproduktion. Im Jahre >928 war die industrielle Wettproduktion um 37 Proz.. im Jahr« 1929 sogar um 47 Proz. größer als im Jahre 1913. Im Jahre 1932 aber war sie nur noch gerade so hoch wie 1913. Do aber die Wetthevölkerung inzwischen um 13 Proz. gewachsen ist, war die Jnhitstrieproduktton je Kopf der Bevölkerung im Jahre 1932 tatsächlich um 11 Proz. kleiner als 1913. Im einzelnen ergeben sich jehr starke Unter- schiede. Setzt man die Produktton des Jahres 1928 gleich 100, so ist die Rußlands dank des systemattsch erzwungenen, erhungerten Aus- baues aus 234 gestiegen. Die Produktion Japans ist infolge Kriegs- und Jnflationskonjunktur auf 114 gestiegen. Großbritanniens Industrie erftchr durch die Aufgabe des Goldstandards«ine gewisse Stützung: d!« Produktion ging auf 89 zurück. Di« Industrieproduktion Deutschlands und der Der- «inigten Staaten ging gegenüber 1928 gleich 100 auf 57. die Polens aber auf 52 zurück. Vergleicht man aber das Jahr der hoch st« n Produktion mtt dem Jahre 1932, so zeigt sich, daß der Krisenrückschlag in Polen mit 48 Proz und m den Bereinigten Staaten mit 47 Proz noch schärfer war als in Deutschland mit 44 Proz. In der ganzen Wett ist die Produktion des Jahres 1932 gegenüber der Höchstproduktion um 31 Proz. bei Außsrachllafiung Rußlands um 37 Proz. ge- funken Wenn der Mckfchlag bei Großbritannien nur 16 Proz. ausmacht, so ist zu berücksichtigen, daß der A u s s ch w u n g in den guten Konjunktur- Die vertehrspleile. Nach den jetzt vorliegenden Ziffern derrägt die Zahl der aui der H a m- burger. Hochbahn im Jahre 1932 bejörderlcn Personen insgesamt 208,6 Millionen gegen 262,6 Millionen im Vorfahre. Die Einnahmen aus den verschiedenen Verkehrsmitteln stellen sich insgesamt aus 42,8(i. V 58 0) Millionen Mark. Hamburg geht es also nicht anders als B e r l i n. Deutsch-tschechisches kohlenabkommen. Zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei ist ein Kohlenabkommen getrosten worden, das an die Stelle der bisherigen Kontingente tritt. Der Vertrag, der erstmalig zum Jahresende 1933 kündbar ist, sieht einen Ausgleich der gegenseitigen Lieferungen vor. Er tritt am 1. April in Kraft. wieder 50 Proz. Devisenzuteilnug. Der Reichs- wirtschaftsminister hat angeordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigungen für die Wareneinfuhr im Monat Februar 1933 nur bis zur Höhe von 5 0 P r a z. in Anspruch genommen werden darf. Der drohende Mietwucher Kein Mieterschutz mehr ab I.April— Und die Reichsregierung tut nichts! Nach der ersten Notverordnung sollte der Abbau der Wohmmgszwangswtttschaft zum 1. April 1934 mit der Aushebung des Wohnungs- Mangelgesetzes beginnen und am l. April 1936 mtt Außerkraftsetzung der beiden wichtigeren Geseye . über Mieterschutz und Mietenhöhe beendet sein. Diese Termine lagen dem Hausbesitz in zu weiter Ferne, und so wurde in der Vierten Notverordnung verfügt, daß alle drei Gesetze bereits aml. April 1933 außer Kraft treten! Allerdings soll dies nur geschehen können, falls bis dahin em soziales Miettscht geschaffen werde. Aber da dieser Begriff unter den herrschenden Verhältnissen nach Belieben ausgedeutet werden kann, müsien wir damit rechnen, daß die Meter in weniger als drei ZNonokeo der Willkür ihrer Vermieter ausgeliefert sein werden. Die Z u st ä n d e, die dann einreißen werde». kann man sich an Hand der Erfahrungen des letzten Jahres leicht ausmalen. Kleine und mittlere Wohnungen werden teurer sein als jetzt. Groß- wohnungen werden sich weiter verbilligen. Diese Aussichten sind nur dos getreue Spiegelbild des Verhältnisies von A n- gebot nnd Nachfrage bei den verschiedenen Wohnungsgrößenklassen, wie es erst kürzlich durch die Berliner Wohnnngszählung festgehalten wurde und praktisch in der neueren Mietpreisbildung zum Ausdruck kam. während freigcwordene 5-Z>mmcr.wohnun- gen je nach Gegend bis aus l50 M. eiuschlteß- sich Heizung und Warmwasfer herabgesetzt werden mußten, konnke die Miete für 3- bis Z'-'-Zimmerwotznungen teilweise aus 90 bis 135 M, für 2- bis 2 11.Zimmerwohnungen auf 80 bis 95 M. gesteigert werden. Ein« solche Preisentwicklung widerspricht dem Reichsmietengesetz in doppelter Weise. Einmol nämlich sind meist sogenannte F« st m i e t e n abgemocht worden, obwohl von Gesetzeswegen immer noch aus der Grundlage der Friedensmiete zu rechnen wäre, und zweitens gehen die Preise über die gesetzliche Miete vielfach bei weitem hinaus. Auf was sür Mietforderungen wird man sich bei Klein- und MUtelwohnungen erst gefaßt machen müsien, wenn das Kündigungsrecht ab 1 April wieder bei den Hausbesitzern liegen wird! Mm kann sich de» Eindrucks nicht erwehren. daß der hausbcsih die Meten der kleineren Wohnungen auch deshalb in d'e höh? treibt. nm einen gew sie« Ausgleich für die no'wen- dlg gewordenen Metherabsehungeu bei größeren wohnnnaen zu erzielen,— kostet das Zimmer einer freigewordenen 2- bis 2�-Zlmmeraltwohnung oft um die Hälfte mehr als das Zimmer einer Großwohnung. Diese Entwicklung hat dazu geführt, daß die Mieten glelchwerttger Alt- und Neubauwohnun- gen kleinerer Größe kaum noch linterschiede auf- weisen, sowett der Hausbesitz im letzten Jahr über sie Berfügungsgemall gewonnen hat, während große Allwohnungen sehr viel billiger geworden sind als etwa aleichwertige Neubau- wohnungeii. An der- Frtedensmietc gemessen. haben sich kleinere Wohnungen erheblich verteuert, große erheblich verbilligt. Die Wohnmigsgröße. die in dieser unterschiedlichen Entwicklung den Wendepunkt abgibt, dürste zur Zeit die 4-Ziwmerwahnung sein, nach Meinimg der Haus- besitzer sogar schon die 3-Ziinmerivohniing. Das seit Wiederaufnahme der Bauläligkeit offene Problem des wietenonsgleichs ist dem- noch Im vegrifs, in einer weise gelöst zn werden. die alle Voraussagen über den Hausen wirst und dem willen des Gejchgebcrs wider- spricht. Niemand hat damit gerechnet, daß die Mieten für größere und kleinere Wohnungen jemals entgegengesetzten Verlauf nehmen würden. Die Regierung Brüning war nach allen offiziellen— objektiv allerdings falschen— Kommentaren zu den Notverordnungen stets der Mei- nung, der Wohnungsbedarj sei gedeckt, Miet- wucher also unmöglich. Alle diese Voraus» setzungen ftir den größten Teil des Woh- nungsbestandes und den fchutzbedürjtigsten Teil der Mieterjchajt haben sich nun noch rechtzeitig vor Ablauf aller Schutzgesetze als hinfällig erwiesen. Deshalb besteht sür die jetzige Regie- rung die unbedingte Pflicht, dos durch die Notverordnungen geschaffene Recht den ver- änderten Berhällnifien anzupassen und nur di« Wohnungen ab 1. April aus dem Reichsmieten-, Mietenschutz- und Wohnungsmangelgesetz heraus- zunehmen, die weiteren Schutzes nicht bedürfen. Auf keinen Fall darf eine Regierung, die sich sozial nennen möchte, tatenlos zusehen, daß die Meter der kleineren Wohnungen mtt den Miet- aussällen der großen belastet werden und bei dem die Pest des Mietwuchers sich ausbreiten kann. Solange das Prtvotkapilal den Bedarf an Kleinwohnungen nicht decken kann, solange der Skaol den Wohnungsbau drosiell, ist eine freie Melenwirtschaft unmöglich und der Staat zum Eingreisen verpflichtet. In bester zentraler Lage am Belle- Alllance-Platz 7—8 Z Zimmer u. Küche 6%„ mii Zubehör 8 ,,„ n sofort preiswert ru vermieten, evtl. auch als BUroräume. 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Vesonders der für die „Kleinen Leute" des rechtsstehenden Spießertums bestimmt«„Lokalanzeiger" leistet im Vertuschen der planmäßigen Ueberfälle von'Nationalsozialisten auf ihre politischen Gegner Erhebliches. Selbst der Raubmord an den deutschnatio- nalen Gutspächter und Stahlhelmführer Steinicke im Kreise Randow durch Stettin er S A.- L e u t e wurde im„Lokalanzeiger" durch die Wiedergabc einer Erklärung der Gauleitung der NSDAP, beschönigt, nach der die Banden- rwtbcr und Mörder der NSDAP, nicht mehr angehören sollten. Internotiondle Sozialpolitik Eine Reihe von Staatsverträgen über Sozialversicherung Der Reichsrot stimmte am Donnerstag einer Reihe von Gefetzesentwürfen über Verträge zu, die Deutschland mit anderen Staaten aus dem Gebiet« der Sozialoersicherung obge- schlössen hat. Dabei handelt es sich zunächst um einen Gesetzentwurf zwischen Deutschland und der tschechoslowakischen Republik. worin die wechselseitigen Beziehungen zwischen beiden Staaten in den einzelnen Sozialverslche- rungen wie Kranken-, Unfall-, Invaliden- Ange- stellten- und Knoppschafts, Versicherungen nach dem Grundsatz der gegenseitigen Gleichberechti- gung geregelt werden Angehörigen de» anderen Staates wird grundsätzlrch die gleiche Behandlung wie den Angehörigen des eigenen Staates zugesichert. Ein« Doppelversicherung, wie sie insbesondere bei den Bewohnern der Grenzgebiete möglich sei. wird oermieden. Ein gleichfalls angenommener Gesetzentwurf über einen Vertrag Zwischen Deutschland und Polen begründet in ähnlicher Weise das allgemeine Fegenseitigkeits- Verhältnis zwischen der deutschen und der pol- nischen Sozialversicherung, das den Angehörigen beider Staaten zugute kommt. Auch einem deutsch-sranzösischen Ab- kommen stimmte der Reichsrat zu. das in gleicher Weise die Gegenseitigkeit zwischen der deutschen und der französischen Sozialversicherung gewährleistet. Diese Regelung war jedoch nur möglich unter der Bedingung der Ausdehnung der Bertragsbestimmungen auch auf das Saar- gebiet, weil viele der beteiligten Arbeitnehmer auch Versicherungszeiten im Saargebiet zurück- gelegt haben. Die Regierungskommission des Saargebiets ist daher, wie der Berichterstatter mit- teill. dem Abkommen beigetreten, so daß versiche- rungsmäßig»ine volle Freizügigkeit zwischen Deutschland und Frankreich auch für das Saar-- gebiet bestehe. In einzelnen Punkte» bedürfe es für diesen Vertrag noch aemeinsamer Ausführung»- bestimmungen. die besonderen ergänzenden Verein- barungen vorbehalten seien. Der Staatsgerichtshof Schließlich bestimmte der Reichsrat noch die von ihm zu benennenden fünf Beisitzer und fünf Stell- G«m«8§ 17 un»»r*« Organleotlen»- statut» vom 28. April 1929 berufen wir hiermit einen Außecocdeuit. B&üclcsp&cUäag. für Sonnabend, den 4. Februer, ab 16 Uhr, und Sonntag, den 5. Februar, ab 9 Uhr, nach dem Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. Z, ein. Tagesordnung: 1, Stellungnahme zum Reichsparteitag. 2. Wahl der Delegierten. Anträge sowie die Namen der Delegierten müssen bis spätestens 24. lanuar dem Bezirkssekretariat eingereicht werden. Referent wird noch bekanntgegeben. Bailrksveraland tsarlin. Erst jetzt, nachdem chugenberg sein Beileids- telegramm an die Witwe des Ermordeten ver- öffentlicht hat. entschließt sich das chugenberg- Blatt zu dieser leisen Rüge der braunen Mordgesellen: „Wir berichteten kürzlich über die Ermordung des deutschnationalen Kreisvereinsvorsitzenden im Kreise Randow(Pomm.). Steinicke wurde, wie uns ergänzend mitgeteilt wird, als er seinen Tutsarbeitern Löhne auszahlte, von m a s- kierten Räubern überfallen und b e- schössen. Nach kurzem Krankenlager ist der Gutsbesitzer seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Täter waren zunächst unerkannt entkommen. Erst acht Tage später gelang es der Stettiner Polizei, sie zu ermitteln. Sie stammen aus Sleltin, gehören sämtlich der NSDAP, an und sind nach den bei ihnen gefundenen Papieren Plilglieder der SA.-Slürme 11 und 24 in Sieltin. Es verdient festgehalten zu werden, daß in einer offiziellen Erklärung der Ratio- nalsogialisten. die die Mörder von sich abzuschütteln suchen, nicht ein einziges Wort der Verurteilung des verabscheuungs- würdigen Verbrechens, dem ein deutsch- nationaler Führer zum Opfer fiel, enthalte» ist." Es„genügt festzustellen", daß das chugenberg- Blatt für geistig Arme mehrere Tage ge- braucht hat, um„ergänzend mitzuteilen", wo- bereits feit Tagen bekannt war. Und daß es auch jetzt noch n u r g a n z l e i s e die Führung der NSDAP, zu tadeln wagte, die mit dreister Stirn jede Gewalttat ihrer Anhänger zu decken oder abzustreiten sucht. Das Pommersche Naziblatt wälzt inzwischen die Erfindung von den„marxistischen Spitzeln" mit breiter Walze aus. An verlogenen Ausreden waren diese braunen Brüder nie arm. Vertreter für die Kammer des Staats- gerichtshofs, vor der eventuelle Anklagen gegen den Reichspräsidenten, den Reichskanzler und Reichsminister durchzuführen sind Unter den vom Reichsrat benannten Persönlichkeiten seien der Präsident des Kammergerichts T i g g e s, der Kieler Universitätsprofesior Dr. P o e tz s ch- ch e f f t e r, der Heidelberger Staatsrechtler A n- schütz und der Senatspräsident am sächsischen Oberverwaltungsgericht Gebhardt- Dresden erwähnt. Weitere fünf Beisitzer und fünf Stell- Vertreter hat d e r R e i ch» tu g zu benennen. Tom Mann wird nicht begnadigt. Der Feldzug de»»nglischen Arbeiterführers L a n s b u r n für die Freilassung des anläßlich der stungermorsch- unruhen zu zwei Monaten Gefängni, verurteilten greisen Kommunistenführers Tom Mann ist er- gebnislos. Der Innenminister hat endgültig abgelehnt. Tom Mann zu begnadigen. „Vi�ir sind ja einiges Geschrei der Herren gewohnt, zuviel!" aber— was zuviel ist, ist ftitler und Straßer Eine Unterredung in Lippe Die Reichsausgabe der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" meldet:„Am Donnerstag hat. wie wir erfahren, in Lippe eine Zusammenkunft Adolf Hitler» mit Gregor Straßer stattgefunden. Die Unterredung, die erste Aussprache noch dem „Urlaub" Straßers vor Uleihnachten, sollte dem Versuche dienen, die Meinungsverschiedenheiten beizulegen, die seinerzeit wegen der Haltung der RSVAP. zur Regierungsfroge ausgebrochen waren. Ueber den Erfolg dieses Versuchs wird von nationalsozialistischer Seite vorläufig nicht» mitgeteilt." ,.Nationale" Versammlungsschlacht Halle, 12. Zanuar. Die Dnutfchvvtkische Freiheilsbewegung halte. am Donverstagabend eine Versammlung einberufen, in der Reichssührer Reinhold Mulle und der ehemalige nationalsozialistische Gav- propagandaleiter von lliestsalen. O st a u, sprechen sollten. Die Versammlung, die vorwiegend von Shina klagt Völkerbund an Passivität hat dapan ermutigt Genf, 12. Januar. Der chinesische Ministerpräsident Wangsin- w e i veröffentlicht durch die Hiesige chinesische Ab- ordnung eine in ungewöhnlich heftigem Ton gehaltene Erklärung. Cr macht dem Völkerbund den schweren Vorwurf, durch seine passive Haltung nicht nur sein eigene» Ansehen aufs schwerste geschädigt. sondern auch hierdurch die japanische An- griffspolitik ermöglicht zu haben. Die japanische Politik richte sich gegenwärtig au»- schließlich darauf, jedes Vorgehen des Völker- bunde» zu durchkreuzen und gleichzeitig unerbitt- lich das Angriffsprogramm gegen China durchzu- führen in der Hoffnung, daß der Völkerbund al» das höchst« Tribunal de» Frieden» in jeder«in» z«ln« Etappe di« vollendete durch militärisch« Mittei geschaffene Tatsache anerkennen werde. Der japanisch« Angriff auf Schonhaikwan vom 2. Januar sei bewußt schon jetzt erfolgt, weil der ISer Au»schub des Völkerbunde» erst am IS. Januar zusammentrat. China sei daher ge- zwungen, bi» zum äußersten seine nationale Existenz und sein Gebiet zu verteidigen. Japan zeig« fortlaufend eine tiefe Mißachtung de» Völker- bundes. Falls der Völkerbund nicht sofort wirk- same Maßnahmen zur endgültigen Regelung des japanisch-chinesischen Streit» ergreis«, so werde der Völkerbund nicht mehr seinen ursprünglichen Zielen entsprechen und werde sich damit für die Zukunft unfähig erklären, einen Staat zur Vernunft zu bringen. Da, chinesische Volk sei wie ein Mann entschlossen, einen erbarmungslosen Kamps im Geiste de» Friedens und der Gerechtig. keil zu beginnen. Nach englischen Mitteilungen sollen serner der chinesisch« Ministerpräsident, der kürzlich zum Bot- schaster ernannte chinesische Gesandte beim Völker- bund, Pen. und der chinesische Gesandte in London, telegraphisch die Nankinger Regierung aufgefordert haben, unverzüglich alle militärischen Mittel zur W>»d»r»rob«rung von Schonhaikwan zu ergreifen. Rationalsozialisten besucht war. verlies von Ansang an äußerst st ü r m i s ch. Als Ostau im verlaus seiner Rede behauptete. SA. und Stahlhelm hätten sich in der Zeit nach dem 1Z. August an Deutschlands Ostgrenze her- umgeprügelt, brach ein Entrüstungsslurm der nationalsozialistischen Versammlungsteilnehmer los. Es entstand eine allgemeine Prügelei. Die Polizei griff ein und löste die Versammlung aus. Als sie versuchte, den Saal zu räumen. wurde sie mit Biergläsern, Aschbechern und anderen Wurfgeschossen bombardiert. Die Polizei besehte mit gezogener Pistole die Tribüne und erzwang schließlich von dort au» die Räumung des Saales. Mehrere Personen wurden verletzt, davon drei schwer. Man kann nur jede» Wort de» chinesischen Ministerpräsidenten unterschreiben. Seine Vor- würfe richteten sich allerdings nicht so sehr gegen den Völkerbund als solchen, wie gegen die G r o ß- mächt«, di« die Politik in Gens bestimmen und die dos angegriffene China bisher schmählich im Stiche gelassen haben. Gegen diese skandalöse Passivität, an der die deutsche Diplomatie mit- schuldig ist, richtet sich bekanntlich die scharfe Interpellation, die zu Beginn dieser Woche von der sozialdemokratischen Reichstags- fraktion eingebracht worden ist. Vor Waffenstillstandsverhandlungen in Lchanhaihwan London, 12. Januar. Wi« Reuter aus Schanghai meldet, soll heute in Gegenwart eines englischen Marine- o f f i z i« r» eine Zusammenkunft chinesischer und japanischer Vertreter in Tschingwangtau stattgesunden haben, deren Zie> es war, die Form zu beraten, unter der offiziell« Verhandlungen über einen W a f f e n st i l l st a n d für die Zone von Schonhaikwan eingeleitel werden könnten. Chinesischer Protest bei England und Amerika Schanghai, 12. Januar. halbamtlich wird mitgeteilt, daß der chinesische Außenminister am Donnerstag der britischen und der amerikanischen Gesandtschaft eine Note zu- gestellt hat, in der die chinesische Regierung gegen die Verletzung des Boxer-Protokolls durch Japan protestiert. Die Verletzung des Boxer-Protokolls wird darin erblickt, daß die Japaner die Mukden— Peking-Eisenbahn zu Truppentransport»n benutzt haben, um Schanhaikwan zu besetz«». Sowjet-Probleme Die schlechte Arbeitsdisziplin Moskau, l2. Jomror, In der Cntschließiing, die da» Plenum»r» Zentralkomitees der KPR. fassen wird, lautet ein Punkt folgendermaßen:„Der zweite JünfjoHr- plan wird ein Fünsjahrpla» der technischen Ein- ordnung neuer Betriebe, ein Fünfjahrplan der organisatorischen Festigung der industriellen Werke und der Landkollektive sein" In dem Bericht Malotoffs sind als Bei- spiele angeführt: Neue Ausrüstungen für Kohlen- sörderung sind u n a u s g e n u tz t in den Trak- torenfabriken, moderne Werkzeugmaschinen liegen untätig, Beschädigung und Bruch neuester teuerster Mechanismen erreichen höchst bedeutende Ausmaße. Die ersten Sll Autos aus der Autofabrik in Gorki sind nicht gelungen, usw. Molotosfs Bericht warf auch neues Licht auf die oppositionelle Bewegung in der Partei. Molotoff zufolge sagte Sinowjefs, einstmals Vorsitzender der Dritten Internationale, folgendes aus:„Nach meinen Eindrücken unterliegt ein ziemlich bedeutender Teil der Parteigenossen der gefährlichen Idee, man müsse den Rückzug antreten, einen Rückzug irgendwohin. Es herrscht die unbestimmte Idee der Rückzugsnotwendigkeit vor," Molotoff meint, dies sei tatsächlich die An- ficht der Opposition gewesen, der im Auslande T r o tz k i zustimme. * Es ist kein Wunder, daß Bauern von gestern heute noch nicht Spezialarbeiter sein können, auch mit Maschnien und Material noch nicht sachgemäß und sparsam umgehen Je länger die Leute in der Industrie arbeiten, desto weniger wird über solche Schädigung der Gesamtheit zu klagen sein. 20 neue Tote in Spanien Eurchtbares Blutbad in einem Dorfe Madrid. 12. Zanuar. Räch einer Meldung der Zeitung„Ahora" ist es am Mittwoch in dem kleinen Dorfe Easas- viejas(Provinz C a d I x) zu blutigen Zusammenstößen zwischen Polizei und anarchistischen Elementen gekommen. Diese halten sich in einem Gebäude verschanzt, an dessen Zossode sie den Leichnam eine» Polizisten befestigt hatten. Die Polizei ging mit Ma s ch i- nengewehren und Bomben gegen den Zufluchtsort der Anarchisten vor und tonnte sich schließlich seiner bemächtigen. Die Zahl der Toten wird mit etwa zwanzig, die der Verlehlen mit etwa dreißig angegeben. Arbeitszeitkamps in Genf Spliedt antwortet den Unternehmern Eigener Beridii des„Vormärts" Genf, 12. Januar. In der Aussprache über die lü-Stunden-Woche lehnte am Donnerstag der italienische Unter- nehmervertreter Olivetti die Arbeitszeit-- Verkürzung ab. Für die Arbeitergruppe sprach am Nachmittag Splledl-Deutschland, der unter starkem Beifall in äußerst wirkungsvoller Weise besonders die soziale Seite des Arbeitszeitproblems aufrollte. Die Konferenz dürfe nicht auseinandergehen. ohne eine Grundlage für die Teillösung des Arbeitsproblems zu finden. Niemand zweifle daran, daß die technische Entwicklung große Arbeitermassen freigesegt habe. In Deutschland schätze man die Zahl von 1925 bis 1932 auf mindestens eine Million, wobei die kleineren Be- triebe und das Handwerk noch gar nicht erfaßt seien. Im September 1932 seien 1646 Kilogramm Kohle pro Mann und Tag gefördert worden gegen 1271 Kilogramm im Jahre 1929. Selbst in der Depression sei die Technisierung und Ratio- nalisierung nicht aufgehalten, sondern gerade der Ertragswert pro Mann und Schicht gewaltig ge- steigert worden. Auch ohne Maschinen werde der Leistungs- effekl des Arbeiters durch Vereinfachung des Arbeitsvorganges stark erhöht. Das fei gerade das Neue an der zu meisternden Entwicklung. Die Produktionsmittelindustrie sei viel stärker entwickelt worden als die Verbrauchs- industrie. Daraus habe sich das Mißverhältnis ergeben. Es müsse wieder ein Ausgleich zwischen beiden Industrien geschaffen werden. Dazu komme die Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung, aus der immer mehr Menschen zur Arbeit drängten. „wissen denn die Unternehmer einen besseren weg ans der Krise als die Arbeitszeitverkürzung?" rief Spliedt schließlich der Versammlung zu. Die Wirtschasts- konferenz in London nütze allein auch nichts, wenn immer wieder festgestellt werden müsse, daß so und so viele Menschen überflüssig seien. „Sollen wir den Menschen zugrunde gehen lasien, bis wir zu einer besseren Konjunktur kommen? Denken Sie an die Jugend aller Länder, die durch die Arbeitslosigkeit verwüstet wird!" Man dürfe nicht zusehen und sagen, es sgi keine Lösung da, wenn 30 Millionen Menschen keine Arbeit finden. Es müsse einfach eine Lösung gefunden werden. Könne man nicht den Produktionsprozeß mit der Verteilung in Eüiklang bringen, dann bliebe eben nur die Verteilung der vorhandenen Arbeit auf möglichst viele Menschen. Das sei die Verkürzung der Arbeitszeit. Falle denn eine geringe Verteuerung durch die Verkürzung der Arbeitszeit über- Haupt ins Gewicht, wenn es gelte, das größte Elend aufzuhallen? Diese Verteuerung sei nur eine kleine Versicherungsgebühr gegen das furchtbar fte Erdbeben, das der Industrie aller Länder bevorstehe. Als die Väter der gegenwärtigen Generation gegen den 12- und l4-Stundentag gekämpft hätten und als diese Generation selbst für den 12-Stundentag gekämpft habe, da hätte man immer wieder ihnen und der gegenwärtigen Generation entgegengerufen, die Wirtschaft gehe zugrunde. Aus der Verkürzung der Arbeitszeit kommt der Fortschritt für die Menschheit. Es dürfe kein Zweig des Arbeitslebens ausge- schlössen werden. Die Industrie könne sich sehr rasch einstellen auf die 49-Stunden-Woche, wie sich praktisch in Deutschland in vielen Fällen schon gezeigt habe. Ein Aufstieg sei nicht möglich, wenn jede aufsteigende Tendenz, wie in letzter Zeit in der deutschen Textllindustrie. aufgefangen werde durch verlängerte Arbeitszell. Die Kaufkraft des Arbeiters dürfe um keinen Preis ob- sinken. Aber warum scheuen die Arbellgeber die kleine Lastenerhöhung so sehr? In dem Maße, in dem die Löhne gesunken seien, sei gleichzellig auch die Arbeitszeit gestiegen. Das Kaufkraftprinzip sei das richtige. Könnte man sich endlich freimachen von der Idee der Lohnsenkung bei der Lösung des Problems, so käme man sofort weiter. Ueber eines müsse sich die Konferenz oerstehen, sie dürfe nicht ohne ein Ergebnis auseinandergehen. Konflikt bei Aschinger Lm vierter Lohnabbau? In der Zentrale der A s ch i n g e r A.- G. droht ein ernster Konflikt auszubrechen. Der L o h n t a r i f für die dort beschäftigten Handwerker, Hilfsarbeiter und das Fahrpersonol war zum 31. Dezember gekündigt worden. Die Aschinger A.-G. verlangte einen Abbau der Löhne bis zu 4?� P r o z., obwohl bereits im Laufe des vorigen Jahres die Löhne in der Aschinger-Zentrale dreimal abgebaut worden sind, und zwar bis zu 29 Proz. bei einzelnen Gruppen. Der Belegschaft der Zemrale der Aschinger A.-G. hat sich wegen dieser Forderung eine ungeheure Empörung bemächtigt, die auch durchaus berechtigt ist. Die Löhne der Handwerker. Hilfsarbeiter und des Fahrpersonals liegen bereits unter den Löhnen in den gleichartigen Beirieben Berlins. So ist z. B der Lohn der Konditoren in der Aschinger-Zentrale um 1 Mark wöchentlich niedriger als im übrigen Berliner Kondiwrei- gewerbe. Die Löhne der Kraftfahrer der Aschinger-Zentrale sind teilweise bis zu 14 Mark pro Woche niedriger als in den verschiedenen Branchen der Berliner Nahrungsmittelindustrie. Der Tariflohn für gelernt« Arbeiter in Höhe von 49 Mark steht auch nur auf dem Papier, denn «in erheblicher Teil der Belegschaft der Aschinger- Zentrale arbeitet schon seit longer Zeit nur fünf Tage in der Woche. Ueber die Lohnabbauforderung ist bereits zwei- mal verhandelt worden. Die Vertreter der Aschinger A.-G. b e st e h e n aus dem Lohnabbau. der angeblich durch die Notlage des Betriebes er- forderlich geworden sei. Die Unterhändler der Ge- werkschaften aber lehnen jeden Lohn- abbau entschieden ab. Sie haben auch in der letzten Verhandlung am Mittwoch wieder darauf hingewiesen, daß die Aschinger A.-G. gegen- über anderen gastwirtschafllichen Unternehmungen den großen Vorteil habe, daß sie das meist« von chren zum Verkauf angebotenen Waren selbst herstelle und daher die Verdienstspanne des Groß- Handels für sich verbuchen könne. In der Verhandlung am Millwoch gelang es den Gewerkschaftsvertretern immerhin, die unver- änderte Verlängerung des Lohntarifes bis zum 31. Januar zu erreichen. Man hat die Vertreter der Afchinger A.-G. darüber nicht im unklaren gelassen, baß es nach Ablauf des Lohntarifs zu einem schweren Konflikt kommen muß, wenn die Abbauforderung nicht zurück- gezogen wird. Die gut organisierten Handwerker. Hilfsarbeiter, Kraftfahrer und Kutscher der Aschinger-Zentrale sind jedenfalls nicht gewillt, die Kosten der Expansionspolitik der Afchinger A.-G- noch weiter zu tragen und fest entschloffen, gegen jeden Lohnabbau das letzte gewerkschaftliche Kampfmittel anzuwenden. Die Lehrlinge im VBMZ. In dem Streit zwischen der Orlsverwaltung des Me�allarbeiierverbandes und dem Verband Berliner Metallindustrieller(BBMJ.) über die tarifliche Regelung der Lehrlingsoerhält- nisse, über den wir am Sonntag ausführlich berichteten, ist am Millwoch vor dem Schlichtung?- ausschuß verhandelt worden. Nach mehrstündigen Auseinandersetzungen kamen die Parteiew überein, in verschiedenen Betrieben Erhebungen anzustelle» über die Entlohnung und den Urlaub der Lehrlinge im allgemeinen sowie über die Akkordarbeit der Lehrlinge im letzten Lehrjahr. Noch Abschluß dieser betrieblichen Erhebungen sollen die Verhandlungen über den eventuellen Abschluß eines Tarifvertrages für die Lehrlinge in den VBMJ.-Betrieben vor dem Schlichtung?- ausschuß sortgesetzt werden. Streikfieg in Dünkirchen Paris. 12. Januar. Der Hafenarbeiterstreik in Dünkirchen ist be- endet. Die Einigung, die vor kurzem schon in greifbarer Nähe lag, schließlich aber doch scheiterte, ist am Donnerstagvormittag auf der Grundlage eines Tagelohns von 39 Franken zustande gekommen. Die Arbeller nehmen die Arbell am Freitagmorgen wieder auf. Das Ab- kommen wurde am Donnerslagmorgen von den beiden Parteien bereits unterzeichnet. Der Kampf bei Möllensen Die Verhandlungen über den Stillegung?- antrag der Fischmarinieranstalt C. V. M o r t e n s e n in der Stralsunder Straße im Norden Berlins haben den Beweis erbracht. daß dieser Antrag nur ein Schreckschuß für die Belegschaft sein soll, die seit dem 2. Januar gegen ein Lohnabbaudiktat der Firmenleitung unter Führung des Gesamtverbandes im Streik steht. Dem zuständigen Gewerberat und dem Gewerk- schaftsverlletcr gegenüber wurde von der Firmen- leitung erklärt, daß sie den Sllllegungsontrag ge- stellt habe, weil sie gegenüber der Konkurrenz in den Küstenftädten nicht mehr bestehen könne. Den gleichartigen Betrieben in den Küstenftädten sei von der Reichsbahn ein Sondertarif eingeräumt worden, der es z. B. gestatte, marinierte Fisch- waren von Hamburg nach München billiger zu befördern als von Berlin aus. Hinzu komme weiter, daß in Berlin der Lohn für die Ar- beiterinnen um 4 Pf. höher sei als in den Küsten- städten und der Berliner Betrieb steuerlich höher belastet werde als die Konkurrenzbetriebe in Norddeuffchland. Pom Gewerkschaftsvertreter wurde dcmgegen- über betont, daß es nicht angehen könne, die Konkurrenz der Küstenstädte durch Hunger- löhne schlagen zu wollen. Der Lohn von 47 Pf. für die Stunde sei schon so gering, daß er auf keinen Fall mehr aus Konkurrenzgründen gesenkt werden dürfe. Daß es sich bei dem Stillegung?- antrag in der Hauptsache um ein Druckmittel gegen die streikende Belegschaft handelt, zeigte sich darin, daß sich die Firma zur Zurücknahme ihres Antrags berell erklärte, wenn sich der Gesamtoer- band mit einer Herabsetzung der Stundenlöhne um 4 Pf. abfinde» und die Gewerbeaufsichtsbe- Hörde bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen würde, daß auch der Firma Mortensen günstigere Beförderungsbedingungen für ihre Produkte auf der Reichsbahn eingeräumt werden. Die Streikenden haben die konsequente Stellungnahme des Vertreters des Gesamtver- bandes einmütig gebilligt. Sie sind nach wie vor fest entschlossen, chren Kamps so lange zu führen, bis die Firmenleitung ihr Lohnabbau- diktat zurückgenommen hat. Abbau! Abbau? Die B a n k a n g e st e l l t e n sollen von neuem den Hungerriemen enger schnüren. Wie der Allgemeine Verband der deutschen Bankangestellten mitteilt, wurde eine außerordentliche Generalversammlung des Beamtenversicherung s. Vereins für das deutsche Bank- und Bankiergewerbe, der Pensionskasse des Bank- gewerbes, durch den Aufsichtsrat beschlossen. Gegenstand der Beratungen der außerordentlichen Generalversammlung, die am 26. Februar stall- finden wird, sollen die Leistungskürzungen fein, die gegen den lebhaften Widerspruch der An- gestclltenverlleter im Aufsichtsrat von dessen Mehrheit im November beschlossen wurden. Der Angestelltenschast, die in chrer großen Mehrzahl im Beamtenversicherungsverein für ihr Alter und gegen Berufsunfähigkeit ver- sichert ist, hat sich starke Erregung bemächtigt, nachdem das Reichsaufsichtsanll kür Privatversiche- rung trotz einer glänzenden Vermögens- läge von zirka 16S Millionen bei einem Ver- sichertenbestand von 58 999 den Leistungskürzungen seine Zustimmung erteilt hat. Sie haben genug... Die Betriebsräte der Berliner Gaswerk« Hermann G o l l n o w und Paul N e i d h a r d t, die als Mitglieder der Kommu- nistischen Partei Bezirksverordnetc in den Bezirken Friedrichshain und Lichtenberg waren, sind aus der Kommunistischen Partei ausge- treten: sie haben ihre Mandate niedergelegt. Die Berliner Gaswerke sollten seinerzeit während des Verkehrsstreiks„streikreif" gemacht werden. Die Betriebsräte der Gaswerke hatten also Ge- legenhell, ganz unmittelbar den verbrecherischen Charakter der kommunistischen Gewerkschaftspolitrk kennen zu lernen. Die Wahrheitüberden BVG.- Streik marschiert in der Berliner Gewerkschaftsbewegung. Sie marschiert trotz aller Lügen. Verdrehungen und Verleumdungen der Nazi-Kozi-Sammelbüchsen- Einheitsfront. Das Zeitongsaustragepersonal der Verlage Ull stein, Scherl. Mosse, Vorwärts wird hingewiesen auf eine wichtige Veranstaltung des Gesamtver- bandes am Sonntag, 16 Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses. Alle organisierten Zeitungsausträger und-austrägerinnen haben die Pflicht, ihre unorganisierten Kollegen auf diese Beranstallung hinzuweisen. Hierzu 2 BeUageu Ler..Boilvär!?" erschrinl wochkittaglich zweimal. Eonataa? und Montags cinrnat. SOnftricrle Sonntagsbeilage..Volk und Zell".! Bezugsvreil«: Wöchentlich 75 Pt.. monatlich 3.25 M.(davon 87 Pt monatlich für Zustellung ins Haus) >m voraus zahlbar. Postbezug 3.97 ist einschließlich 69 PI Postzeitung, und 72 Pf. Postbestellgebühren. Auslandsabounemcn! SPS M. pro Monai: für Lander mit ermäßigtem Druckfuchenporto 4 65 M. Bei A.sfull der Lieteiung wegen höherer(Sewalt besteh! kein Anioruch der Abonnenten au> Ersag., Anzeigenpreise: die einspaltige Millimcterzeile 39 Pf.. Aeklamczeile l,öv M.„Kleine Anzeigen" das fettgedrulite Bort 29 Pt jedes weiter» Bort 1.9 Pf Rabatt laut Tarif Worte über lö Buchstaben zählen tür zwei Worte Arbeitsmarll Millimeterzeile 25 Pf. ffamilienonzeigen Millimelerzeile>6 Pf. Anzeigenannahme im Saaptgefchäfl Lindenstr. 3. wochentSaNch von S)? bis l7 Uhr Der Verlag behält jich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen vor. I Verantwortlich für Politik: Rudolf Breudemähl; Wirtschaft: S.»ljägelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: Z. Steiner! Feuilleton: Herd«»! i!e»or«! Lokales und Sonstiges: Zriß Ztarftädt: Anzeigen: Otto Hengst: sämtlich in Berlin. I Verlag: Vorwärts-Berlag s. m. b. H„ Berlin. Druck: Vorwärts. Buchdruckerej und Berlugsanftalt Paul Singer u. Sa.. Berlin SB 68 Lindenstr. 3. WERTH Ei M Billige Lebensmittel Soweit Vorrat � CM•*» T vAr/forKtlrtk# Arfltr#! ttrprHpn nlrVit TnöMATldt Zusendung von 5M an Leicht verderbliche Artikel werden nicht rugesandt Frlsdies Fleisch Kaiosbrustu. Kück. Pti 0.42 Kalbskeule->. H««. Pfi 0.58 Kalbsroulade...... Pfd. 0.68 Kalbskotelett...... Pfd 0.88 Ochsen-Suppenfleisch 0.42 Ochsen-Schmorfleisch 0,68 Hammel-Vordertleisch 0.54 Lammrücken...... Pfd. 0.f8 Kaßler friscb geraucK. Pfd. 0.68 Schweineschinken Pfd. 0.70 Schweinekamm. Schuft 0.7«J Fr. Rinderzunge...Pfd. 0.68 Fr. Blut- u. Leberw Pfd. 0.48 Kalbskamm u. Haxe, {b:s 5 Pfd.) Pfd. M. Fische Schellfisch Cz. Fische, u 0.20 Kabeljau �z. Fi«ch« Pfd.»v 0.22 RotbarS gz. Fische Pfd.»N 0.26 Fischfilet....... Pfd.*n 0.35 Frische Bleie.. 3 Pfd.»n 0.25 Orüne Heringe 3 Pfd. m 0.35 Leb.Aalquappen Pfd. an 0.44 Lebende Schleie Pfd. an 0.44 Leb. Spiegelkarpfen an 0.54 gcrlachexi Makrelbücklinge...Pfd. 0.22 Sprotten Kiste anO. 20 Pfd. 0.22 Fleckheringe...... Pfd. 0.38 Spickaale...... Pfd. u 1.20 Bundaale....Bund an 0.20 Fettheringe..3 Dosen an 0.95 Lachs in Stücken.. Pfd. an 1.20 Obst u. Gemüse Kaliforn. Bir. en... Pfd. 0.28 Musäpfel grof....2 Pfd. 0.35 Amenk. Äpfel....3 Pfd. 0.58 Apfelsinen...... 3 Pfd. 0.38 Ja.faorangen....3 Pfd. 0.55 Mandarinen..... 3 Pfd. 0,55 Bananen.......... Pfd. 0.24 Zitronen......... Dtzd. 0.28 Rot- u. WeiBkohl 3 Pfd. 0.10 Wirsingkohl....... Pfd. 0.04 Möhren gewaschen..Pfd. 0.04 Mark. Rübchen... 4 Pfd. 0.15 Sellerie......... 3 Pfd. 0.20 Zwiebeln........ 3 Pfd. 0,20 Rosenkohl...... 2 Pfd. 0.35 Blumenkohl....Kopf an 020 Wurst Blut-, Leber-, Sülzwurst 0.56 Dampf- u. Fleischwurst 0.74 Landleber-u.Jagdwurst 0.84 Mettw.(Br. Art) Pfd. 0.80 0.92 Speckfett, Pfd. 0.76 mager 0.90 Käse u. Fett Camembert Tollf. 0.25'/« 0.58 Harzerkäseca-J-Pfd.-Pak. 0.24 Frühstückskäse 5 Stck. 0.28 Blockkäse 20%____ Pfd. 0 46 Limburger Pfd. 0.38 rollf. 0.68 Bratenschmalz....Pfd. 0.48 Margarine....... 3 Pfd. 0.74 Kokosfett....... 3 Pfd. 0.88 Molkereibuttar Pfd. 0.98 1.10 Konserven 1;i00i. dünge Schnittbohnen. 0.42 6em. Gemüse V 0.62 mf. 0.88 Erbsen fein.......... 0.88 Erdbeeren............ 0.90 Konfitüre...... Vi Eimer 0.93 Kolonialwaren trüne Erbsen 0.24 poL 0.38 We.zenmehl... Pfd. 0.18 0 21 Br.-Reis 0.11 Tafel 0.12 0.18 Aphkos., Pfirsiche getr. 0.36 Wein 31 Hainf.Kappeilenberg 0.75 30 N.tteler Riesling.... 0.90 29 Edigerer Sonnenseit 1.35 dohannisbeerO.75 S Ltr. 350 Puten gefror., Pfd. an frisch■'fd.von 4871 n an 58 Pf.| Geflügel, Wild Ung. Mastenten.Pfd. an 0.64 Suppenhühner. Pfd. a» 0.58 Fr. Brathühner...Pfd. an 0.78 Gänse......... Pfd. ao 0.64 Hasen geetr. u. aueg.w., an 0-48 Hirschblatt...... Pfd. an 0.54 Wildschwein.... Pfd.«n 0.54 Rehblatt........ Pfd. an 0.68 Wildragout...... Pfd. an 0.24 Schneehühner.. Stück 1.38 Fasanen....... Stück an 1.95 m �-_ Beginn 3. Januar m hj JHüerttuP'lkmaMh mifMHhMMkimdmtrtmtl ZWEITE BEILAGE FREITAG, 13. JAN. 1933 ßigurd Christiansen einen hören, aber trotzdem mutz auch dies er- klärt werden." Er iah plötzlich auf.„Nicht um uns zu entschuldigen", sagte er.„Aber es ist allenfalls eine Erklärung." Berger nickre kurz, krankhaft gespannt auf das Entscheidende. Und Rognos fichr fort. äußerlich kühl und beherrscht, aber doch in tiefstem Aufruhr und unter innerstem Wider- streben: „Wir hatten zusainmen spekuliert", sagte er. „Wir hatten uns früher hier in Oslo kennen- gelernt, und nachdem ich weggezogen war. kamen wir wöchentlich mindestens einmal zu- sammen.— Wir spekulierten also, und wie die meisten andern verloren wir selbstver- ständlich. Nicht nur was wir selbst besaßen verloren wir. auch andere schwebende Sum- men. die im Grunde niemand besaß, weil sie nie existiert hallen. Das Schlimme war: Wir verloren Geld, das andern gehörte. Wir hatten Kassen zu verwalten, ich bei der Bank und er in einem privaten Geschäft. Und nun singen wir an. von der Kasse zu borgen, vor- sichtig und im kleinen, um wieder obenauf zu kommen. Am Ende aber saßen wir da mit einem Defi.rit von etwa zwanziqtausend Kronen.— Da kriegten wir es im Ernst mit der Angst. Wir pumpten, wo wir nur konnten, und gaben das Spekulieren auf. Ader was half das? In jenem Herbst, als es geschah, hatten wir ein gemeinsames Defizit von zwölstausend Kronen, das wir ein und derselben Kasse entnommen hatte, nämlich der seinen, well es ihm leichter fiel, das falsche Spiel zu verschleiern und eine Entdeckung zu vermeiden. So konnte das jedoch nicht weiter- gehen. Eines Taaes mußte über uns und die unsrigen die Katastrophe hereinbrechen. Wir waren beide aus angesehener, leider aber un- bemitteller Familie. Je mehr sich das Jahr seinem Abschluß näherte, desto mehr wuchs unsre Angst. Wr mußten darauf gefaßt sein, daß der Neujahrsabschluß uns entlarven werde. Gerichtsverfahren und Gefängnis Wann war es? Teehnifche und wUfenfchajWehe Jubiläen im Jahre 19SS Eine Art scheues Mitgefühl ergriff Berger. lind er fragte:„Also deshalb dieser heutige Abend?" Rognos nickte.„Ja", antwortete er.„Und weil ich es nicht länger ertragen kann. An- fangs war es doch noch anders. Da dachte ich. wir gehörten zusammen, weil uns beide das- selbe Schicksal getroffen hatte— wenn auch in aa»� verschiedener Weise."— Er sah Berger forschend an.„Ich will Sie nicht beleidigen." Berger schüttelte hilflos den Kopf.„Ich verstehe Sie. Und auch das andere v«rste.>e ich" Nognos sah ihn unverwandt an.„Auch daß ich die Tat begehen konnte?" Da aber wehrte Berger energisch ab.„Nein, nein!" rief er.„Sie sind doch ein ordentlicher und anständiger Mensch." Wieder blickte Rognos zu Boden und in seinem Gesicht zuckte �s.„Das waren wir alle beide", sagte er. ,L>as ist ja gerade das Furchtbare." Nach einer kurzen Stille fragte Berqer: „Wer war der andre?" Rognos schüttelte den Kopf. „Sie wollen mir das nicht sagen?" Die Antwort war wieder ein Kopfschütteln. Da fragte Berger mit einer Stimme voll banger Unruhe: „Habe ich ihn gekannt?" „Nein, Sie haben ihn nur zweimal im Leben gesehen." „Wann war das zweite Mal?" „Im Krankenhaus." „Im Krankenhaus?" Rognos zöaerre und sah dann auf.„Ent- sinnen Sie sich", fragte er.„eines arg zuge- richteten Radlers, der ins Krankenhaus ge- bracht wurde zum Waschen und Verbinden?" Berqer dachte schnell nach.—„Ja", sagte er.„D e r war's?" „Ja.— Er mußte sich ja eine Erklärung verschaffen für die' Wrmde. die- Lnderfen ihm beigebracht hatte." Berger starrte ihn einen Augenblick ver- blufft an.„Das verstehe ich nicht", sagte er. „Er hatte doch in der Tat ein zerschmettertes Rod?" Rognos gab den Blick des anderen unruhig und nervös zurück.„Ja", antwortete er.„Aber er tat es absichtlich. Er stürzte mitten in der Stadt mit dem Rad, um Augenzeugen zu haben." Erschüllert von der Erinnerung. wandte er sich und ging in seiner furchtbaren Erregung an das Fenster. Berger sah ihm von Grauen überwältigt nach. „Erzählen Sie weiter", bat er,„alles, alles." Und Rognos antwortete, ohne seine rast- lose Wanderung zu unterbrechen:„Lassen Sie mich erst ein wenig zur Ruhe kommen.— Das ist ja die Hölle." Und Berger wartete still und geduldig. Er fühlte sich wie gelähmt und hatte ein Gefühl, als wäre sein Körper wund, wie van einem heftigen Stoß oder Fall. Das ist also das Wunder, worauf ich ge- wartet habe, dachte er. Mein Gott, mein Gott— wenn du es doch wieder zurück- nehmen wolltest! s. Allmählich beruhigte Rognos sich soweit, daß er weitersprechen komue. Er setzte sich auf feinen alten Platz, den Tisch zwischen sich und Berger und den Kops in die rechte Hand gestützt. Seine Stimme war jetzt wieder fest, fast kühl, aber er sah nicht auf. JIch will ganz von vorn ansangen", sagte er.„Der Anfang ist nämlich nicht der Ueber- fall selbst, sondern der Grund zum Uebersall. Das, was uns dazu trieb. Ursprünglich waren wir nämlich, wie Sie sagten, ordentliche, an- ständige Menschen— Ich will mich nicht in Einzelhellen verlieren, die haben für Sie kein Interesse. Ich weiß, Sie wollen nur von dem „Wer die Entdeckung der Luftballone miterlebt hat, wird ein Zeugnis geben, welch« Weltbewe- gung daraus entstand, welcher Anteil die Lusl- schisser begleitet«, welche Sehnsucht in so viel tausend Gemütern hervordrang..." So begeistert schrieb Goethe über den Geburtstag der Luft- schiffahrt. Im Jahre 1783, also vor 150 Jahre», ließen die Papierfabrikanten M o n t g o l s i e r ihren mit Warmlust gefüllten Ballon aus dem Schloßhof zu Versailles aufsteigen. Die ersten drei„Passagiere", ein Schas, ein Hahn und eine Ente, kamen wieder heil zu Boden, und von ihrem Mut angespornt, wagte sich vier Wochen später ein Herr de R o z i« r als erster Mensch in die Gondel. Noch im gleichen Jahre versuchte Pro« sessor Charles sich mit einem Wasserstoffballon inline Lüfte zu erheben.''' Genau 120 Jahre später, also vor ßÖ Jähren, war der Geburtstag des ersten Motorflugzeugs, mit dem die Gebrüder W r i g h t in Amerika star- teten. Ihr erster Flug dauerte nur 12 Sekunden. aber bei dem vierten Versuch legten sie schon eine Strecke von 250 Meter zurück. Ihr Motor mit leinen 16 PS war ein Zwerg gegen die modernen Maschinen. Jahrelang hatten die beiden zu kämp- jen, bevor man sie ernst nahm. Noch im Jahre 1905. wo sie bereits die größten Erfolge erzielten, ging man soweit, sie in Umprägung des Wortes „die fliegeichen Brüder"— die„lügenden Brüder" zu nennen. Der Prophet gilt weder im eigenen Lnnd noch für die eigene Zeit.., allerdings nur in der Technik und Wisienschaft. nicht immer in der Politik. Und was war vor lOO Jahren? Nicht weniger als der Geburtstag des ersten Telegraphen noch dem Prinzip des Fernschreibers von Gauß und Weber. Ihre Drähte zogen sie vom Phy- sikalischen Institut zu Göttingen— teilweise über die Dächer hinweg— nach dem Observatorium der Sternwarte. Gauß erkannte sofort die Be- dcutung dieler Versuche und schrieb an den Astro- nomen O l b e r s:„.. Ich bin überzeugt, daß unter Anwendung von hinlänglich starken Drähten auf diese Weise aus einen Schlag von Göllinge» noch Hannover oder von Hannover nach Bremen telegraphiert werden könnte." Vier Jahre später wurde die erste Telegraphenleitung zwischen München und Bogenhausen angelegt. Fast 70 Jahre nach den Versuchen von Gauß und Weber sollte es dauern, bis das erste g e- funkte Wort durch die Atmosphäre des Erd- balls rief. Im Dezember des Jahres 1902 saß M a r c o n i in seiner Holzhlltte neben dem Sende- mast und schickte jede Nacht seine drei Punkte, den Buchstaben„8", über den Atlantik. Am 18. De- zember traf bei Marconi das Kabelwort„Uellow- time" ein, dos verabredete Wort, wenn das„S" drüben angekommen war. Im Jahre 1903, vor 30 Jahren, trat bereits die erste internationale Konferenz für Funkenteiegraphie zusammen und im gleichen Jahre wurden die neuesten Welt- creignisie dem Dampfer„Mineapolis" gefunkt, um mit der erste»„B o r d z e itu n g" die Fahr- gaste zu erfreuen A propos Zeitung. Jin Jahre 1863, also vor 70 Jahren, erhielt der Amerikaner William B u l l o ck ein Patent auf die erste brauchbare Rotationspresse zum Buchdruck auf end- loses Papier. Die„New Varl Sun" war die erste Zeitung, die auf diese Weise hergestellt wurde, also aus Papierrollen hervorging, nach dem gleichen Prinzip wie heute. Jene erste Presse konnte zwar in der Stunde 16 Kilometer Papier beiderseitig bedrucke», aber neben unseren modernen Rotationspresien war sie noch recht primitiv. Vor allem fehlt« es an einer schnelltrocknenden Druckerschwärze. Während Bullock an den Verbesserungen seiner Moschine arbeitete, erfaßte ihn ein Riemen, uich bei diesem Unglücksfall'wurde er ein tragisches Opfer seines Berufes. Vor Bullocks Erfindung konnte die schnellste Zehnzylinderpresie 10 000 vollständige Zeitungen in der Stunde ausdrucken, heute gibt es Mo- schinen, die 100 000 S'ück einer 64 Seiten starken Zeitung in derselben Zell fix und fertig dem lese- hungrigen Publikum liefern. Vor 50 Jahren, im Jahre 1883, entdeckte Robert Koch, der Begründer der modernen Bakteriologie, den Kommabazillus der Cholera, jenen furchtbaren Feind der Menschheit, der von 1831 bis 1892 Europa heimsuchte. In Berlin, wo die Seuche 1831 am heftigsten wütete, fiel ihr unter anderen der Philosoph Hegel zum Opfer. SSilderbiicher für Eriraihfene Wer kennte sie nicht, und. so er sie kennt, wer ichätzte sie nicht, die„W anderungen durch die Mark Brandenburg", an denen Theodor Fontane nahezu 40 Jahre lang gearbeitet hat, um von seiner geliebten Heimat zu reden, die er geographisch und historisch durch- sorscht halle wie kaum ein anderer. In seiner schlichten kernigen Art. in einfacher,«indringlicher, plastischer Sprache erzähll er von Dörfern und Städten. Kirchen ulrd Klöstern, Herrensitzen und Denkmälern in anmutiger Berquickung des Land- schafllichen und Geschichtlichen. Sagen aus der Wendenzell stehen neben reizvollen Schilderungen des Spreewaldes etwa, des Scharmützel-, Scher- mlltzel-, Zermützelsees und vieler anderer: Tegel gibt Gelegenheit, sich der Humboldts zu erinnern, Ruppin und Rheinsberg, des zweiten Friedrich zu gedenken. Mag auch unser Interesse an den Hohen- zollern und den lesebuchreifen Episoden ihres Erdenwaichels recht gering geworden sein, Fon- tanes Buch enchält immer noch eine Fülle des Wissenswerten und Anregenden für jeden, der an blauen Sommertagen sich in des Heiligen Römi- fchen Reiches kiefernüberschatteter Streusandbüchse zu ergehen wünscht. Dem Allontis-Verlag, Verlin. schienen unvermeidlich. Und nun können Sic vielleicht begreifen, warum wir diesen irr- sinnigen Ausweg wählten. Wir sahen keinen andern, und unsere moralische Urteils- und Widerstandskrast war— das sehe ich jetzt vollkommen ein— außer Funktion gesetzt. Auch sie war an der Angst erkrankt." Er saß lange schweigend, ohne aufzusehen. In seinem Gesicht malte sich die Bitternis der Erinnerung. Berger rückte unruhig auf seinem Stuhl hin und her. „Ja, aber das Postamt?" fragte er. „Warum suchten Sie sich denn gerade das Postamt aus?" Rognos zögerte ein wenig mit der Ant- wort. „Daran war eigentlich ein Zufall schuld", sagte er.„Ein Zufall, der Ihnen lächerlich scheinen mag. Wir iasen nämlich in der Zeitung, in Kopenhagen habe ein Mann, um sich Geld zum Heiraten zu verschaffen, eine Postfiliale geplündert. Er war am hellichten Tage ohne weiteres mit dem Revolver in der Faust auf der Post erschienen und hatte das Personal gezwungen, ihm die Kasse auszu- liefern. Alc er dies erreicht hatte, war er ganz ruhig seines Weges gegangen." „Er wurde aber doch entdeckt?" (Fortsetzung folgt.) Zehn Jahre später— es war die wichtigste Epoche der bakteriologischen Entdeckungen— verössem- lichte Emil von Behring sein Diphterie» serum. Im Jahre 1896 wurde die Serunrbehand lung eingeführt und rettete 45 000 Menschen pro Jahr in Deutschland das Leben. Ein 50jähriges Jubiläum feiert in diesem Jahr die Elektronentheorie von H. 21. L o- r e n tz. die die Grundlogen der modernen Atom- theorie schuf. Ein sür die Technik und besonders für die Gegenwart wichtiges Datum ist die Konstruktion des Dieselmotors vor 40 Jahren. Der Mün- chener Ingenieur Diesel durfte den Triumph seiner Erfindung nicht mehr erleben: er ertrank 1913 auf der Uebersahrt von Antwerpen nach Harwich Kurz vor seinem Tode setzte er seinen Motor in eine Lokomotive— und 20 Jahre später roste ein mll Dieselmotor angetriebener Eisen bohnzug von Berlin nach Hamburg. Zum Schluß noch ein Blick auf die 20jährigcn Jubiläen. Im Jahre 1913 erschien von Einstein „Die Grundlage der allgemeinen Relatioitäts- theorie". eure Schrift, die mll Spott aufgcnoniinen wurde, aber bald unser ganzes Weltbild aus den Angeln hob und die alte Physik wie ein Karten haus umwarf. Als Einstein zehn Jahre später seine Vorträge hielt, wurde er von deustchen Stu denken mll Gelächter und Beschimpsungen emp- sangen____ Im Jahre 1913 entdeckte der Engländer M o s e l e y die Röntgenspektroskopie. sein> Landsmann B r a g g untersuchte im gleichen Jahr als erster die Kristallstruktur mittels Röntgenstrahlen und Niels Bohr schuf die wichtigsten Grundlagen sür die Atonuheorie, indem er mit Hilfe von Plancks Quantentheorie die Bahnen und Geschwindigkeiten der Elektronen um den Kern berechnete. x. gebührt das Verdienst, die wertvollsten der funs Bände umfassende»„Brandenburgischen Wände- rungen" ausgewählt und in einem Band als Volksausgabe zuni Preise von 3,75 Mark herausgebracht zu Höchen. Nicht weniger als 125 Tief- druckbilder, durchweg Meiste« werke moderner Licht- blldkunft, die zum größten Teil von H ü r l i- mann stamme», schmücken das Werk und reden «uchringlicher noch als die Verse des allen Fontane von der stillen verhaltenen Schönheit der geliebten Laichschaft a» der Havel. Ein anderes Bild erbrich für Erwachsene heißt „Zwischen Südsee und Eismeer(Hesse u. Becker in Leipzig), weniger klassisch freilich: Berichard Schneider hat vier Iack-London- Texte zusammengestellt, Kurzgeschichten und geeig- nete Kapitel aus größeren Werken. Und hat sie zum Teil sehr reizvoll bebildert. Segelschiffe in sernen Ozeanen, Traumstädte, Eis- und Tropen- meer«, Südseeinseln uich Südseeinsulanerinnen sind wirksame Staffage für all die Abenteuer zwischen beiden Polen, nach denen sich d'e braven Europäer brennend sehnen— um schließlich doch nur in die Traumfabriken ,zu spazieren und ihre Sehnsucht von der Paratnount, der Ufa oder FoxfUm preis- wert befriedigen zu lasisn. Woher denn auch die Bilder dieses Buches größtenteils stammen. Tay und Naehl-Winter wie Somrner- ein Hautpflege-Mittel: Creme Mouson! Kassier n ea mild..................... Pfd. von W J%0 fß Scknerfleiseh n R8 Keule ohne Knochen.. Pfd. von w Kasiiskeufe g»na oder geteilt....... Pfd. von Gemüse- Konserven U Gänse 0,(4 gefroren........ Pfd. von m■■ Puten q 54 Pfd. von■ MM TT l/i Dose Stangenspargel mittel 1 ,40 Cem.Gemüsemittelf. 0,68 Stangensparg.50/609r1,25 Leipziger Allerlei.. 0,70 Kaisererbsen........ 1,20 Jg. Kohlrabi Junge Erbsen fein... 0,88 in Scheiben mit ßrSn.. 0,42 Jg. Erbsen mitteifein 0,68 Karotten in Würfeln., 0,30 Haushaltmischung g>■v/t uns getrockneten Erbsen......... l/i Dose Obst- Konserven 'I, Dose Span. Aprikosen Kirschen rot, mit Stein 0,88 'h Fmnht.............. Mirabellen.......... 0,95 Birnen'/i Fracht...... 0,85 Pflaumen mit Stein.. 0,48 Erdbeeren........... 0,90 Kalif. Pfirsiche>/, Fr. 0,75 Prelle nur Freilflg».Sonnabend. Frisches Fleisch Schweinebaucho.6,Pid. 0,64 Schweineschinken m Bein od. Schlüter, Pfd. 0,70 Schweinekamm oder -Schuft ohne Big., Pfd. 0.74 Schw.-Kofelett Pid.v. 0,74 Schweineköpfe mit Backe......... Pfd. 0.44 Suppenfleisch Pfd. v. 0,48 Rinderbrust rn. Kn., Pfd.i. 0,58 Rouladen... Pfd. von 0,82 Kalbskamm o3.,Pfd.v. 0,32 Kalbskotelett Pfd. von 0,88 Hammclvorderfl.Pid.».0,54 Hammelkeule Pfd v. 0,74 Schweinenieren Pfd. 0.54 Rinderherzen... Pfd. 0,38 Rinderbacken..Pfd. 0,34 Euter............ kfd 0,18 � Lebenimilteiiuiendung von Fische/Räucherw. GrüneHeringesPfd. 0,35 Kabliau gr-«K. Pfd. v. 0,22 SchellfischmX i.g, Pfd.». 0,20 Rotbars..... Pfd. von 0.26 Kabliaufilet Pfd. von 0,38 Lebende Schleie Pfd.». 0,44 Seelachs goriBoh., Pfd. 0,42 Sprotten......... Pfd. 0,22 Lacht In Stücken, Pfd. v. 1,20 Heringe inTomttei, 2D0,. 0,65 ölsardinen.3 Dosen 0,88 Delikateßgurken o°-, 0,98 Heringssalat... Pfd. 0,58 Italien. Salat....Pfd. 0,58 Mayonnaise... Pfd. 0,58 5,00 an.- Mongenabgab» vorbehält,- Vorkauf»weit Vorrot. Wurstwaren Käse u. Fette 1 Speckwurst...... Pfd. 0,68 Sülzwurst........ Pfd. 0,68 Dampfwurst..... Pfd. 0,68 Fleischwurst..... Pfd. 0,74 Jagdwurst....... Pfd. 0,76 Landleberwurst Pfd. 0,80 Mettwurst Brschw.Art, Pfd. 0,80 Wien.WürstchenPfd. 0,88 Feine Leberwurst Pfd. 0,96 Bierwurst........ Pfd. 0,98 Teewurst......... Pfd. 0,98 Knoblauchwurst Pfd. 0,98 Zervelatod.Salami Pfd. 1,08 Speck fett........ Pfd. 0,76 Speck mcger..... Pfd. 0,90 Schinkenspeck...Pfd. 1,10 Nußschinken... Pfd. 1,28 Gek. Schinken Vi Pfd. 0,28 Harzer........... Pfd. 0,24 Kuhkäse......... Pfd. u.38 Allg. Käse«-/... Pfd. 0,36 Tils.BloekkäseMVo.�d. 0,44 Briekäse voiuett, Pfd. 0,56 Steinbuschervoiife«, Pfd. 0,68 Dan.Schweiz.so-.oPfd. 0,60 Tilsiter volifett...pfd. 0,68 Edamer, Holl.«)|l/»Pfd. 0,68 Schweizer»Mi«. Pfd. t. 0,84 Allerfnimle Molkereibutter Pfd. 1,10 AMerfeinste Deutsch.Markenbutt. 1,1 6 Kokosfett...... 3 Pfd. 0.88 Rahschmalz..... Pfd. 0,46 Bratenschmalz.■ Pfd. 0,48 Erdbeer-, Himbeer- Ä od. Kirsch-Konfitüre|| i|fi Eimer ca. 2 Pfd. VD W Obst u. Gemüse Zitronen Dutzend von 0,28 Bananen......... Pfd. 0,24 Kochäpfel....... Pfd. 0,16 Tafeläpfel..... 3 Pfd. 0,58 Mandarinen..3Ffd. 0,55 Apfelsinen-... 3 Pfd. 0,38 Jaffa-ApfelsinenSPid. 0,55 Ananas..... Pfd. von 0,58 Grünkohl...... 2 Pfd. 0,10 Rotkohl Od. Weliik., 3 Pfd. 0,10 Kohlrüben....... Pfd. 0,04 Möhren giwiiohen. Pfd. 0,04 Sellerie........ 3 Pfd. 0.20 SchwarzwurzelnPfd. 0,25 Kartoffeln 10 Pfd. von 0,26 Kolonialwaren tafelreis......... Pfd. 0,12 Ital, Reis........ Pfd. 0,16 Patna-Reis....... Pfd. 0,15 EierfadennudelnPfd.0,36 Eiermakkaroni..Pfd. 0,44 Eierhörnchen... Pfd, 0,40 Viktoriaerbsen 2 Pfd. 0,35 WeifieBohnen kl.im.Pfd. 0,11 Linsen............ Pfd. 0,14 Grüne Erbsen...Pfd. 0,24 Aprikosen...Pfd. von 0,42 Ringäpfel....... Pfd. 0.52 Pflaumen... Pfd. von 0,22 Gerste, Rogg,t«br..Pfd 0,19 Krijmelschak..Pulvar, Pfd. 0,85 Kaffee(riich, gibr., Pfd.». 1,90 10 Fl. Vi Fl. fflfi. 1931er Edenkobener 0,79, 7,00 WelnbiandVerschn." 2,95, 27,50 SUertlnerScbiosib. 1.10, 10, so Jant.-Rum-Versctinltt.. t93l6rEllB(tzerRieslino 1,25, 12,00 uus.speziautät,«».3,75,36,00 Sonnengarlner..... 1,45,14,00„EsffieradiT'Hotvrein 1,00, 9,50 26erOra>e»uoerleiir 1.65,17,50 Seefial-Liköre. ,, 2,45, 2tM Roter Johannisbeerwein Deutscher Wermut Qualltat I Qualität II in sehr guter Qualität 0,75, S Ltr. 3.50 0,50. IOUr.5,50 Liter 0,95 5 Liter 4,50 Kernseife garant. reine. Uellgelbe, gr. 5 t«lllg. Kiegel 0,38 Seifenflocken feine, weisse, W/o, lose ausgewog., Pfd. 0,38 Solmiok-Terpentin-Seifenpulver s Pack a i Pfd, 0,25 Scheuertücher helle, starke Qualität.,........ Biüek 0,15 Feine Toiletteseifen......... 2 stück a ca. 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Pompadour I Großes MWelWs ü.| Ball m Savoy Gitta Sllpav Mosy Barsooy/ Oskar ToveS »egt.- SULved Rottes Könning nachm..3'/, Ahr: fllcine preife in her Premieren- desetznng mit(Villa Alpar CASINO-THEATER 8Vi Lothringer Strafe 37 8�4 nrinumituuiiiiiiiiiiiiitiiiitiiiiiiiiiiiiiiMtiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiHi Täglich Bunt© Bühne: Variete, Kabarett, Theater Onkel Muz, der Ehestifter Gutschein 1—4 Personen: Parkett nur 0,60, Fauteuil 0,75. Sessel 1,23 Sonntag 4 Uhr: Onkel Muz. KI. Preise. >KEUEQWELT< L"/s7i rw -Garten � 8 Uhr 15. Flora 3434, Rauchen erl.{ 20 Wienerinnen Gaston Palmer Fuss*Heuser*Welser| Wlnclairs*Walkmirs u. s. w. Sonnabtnd u. Sonntag auch 4 Uhr 1 4 Uhr kleine Preise Städf. Oper] Theater des Westens Stelnpl. 5121 Täglich 8'/« Uhr Max Pallenberg als: BraverSoldat Schwejk Charlottenbure Fraunhofer 0231 Freitag, 13. Januar 19V. Uhr Turnus I Der Freischütz Friedrich, Berger, Fidesser. Rode. Müsch, Ditier, Baumann. Gonszar, Firner Dirigent Stied ry Deutsches Theater Schumannstr.I3a Weidend. 5201. Täglich 8 Uhr loiumtning Nu Riinbirdl Prinz von Homburg von H. v. Kleist Thimig. Fibdraer. Fröhlidi, KayBler. Wagtner. Sdiürenbirg Kammerspieie 8 Uhr fiumdlA erwtrliiloser Stepieler Die f lasdie Komödie von J Ringelnatz Inszenierung: Jean Köhler-Muller Komöiiientiaus Schihbauerdamra 25 Tll. 02 Weil 6304-01 Täglich 8�i Uhr Das Haus dazwischen mit Max Adalbert Jakob Tiedtke Kosik: Speliinsky Arnold Itboii- 0-0,6» Utmannpl.- Hisinokiis 108/14 Gr. Bodf bierlesi 6 Kapellen Bayr. Bedienung Einlaß Wochentags 7 ühr, Sonntags 5 ühr Sonnabends und Sonntags Großer Alpenball n-wiiuiro Blsnarckstr.(Knie) Stempl.(CD 0715 Täglich 8V. Uhr Die Männer sind mal so Musik: Walter Rollo Söntland, kiidininn Sie 15. Jan.. 4 Uhr Roliert ond Bertrin Alil'AIHb Deutsches Künstler-Th. Nürnberger Str. Tel. Bavaria 6466 Täglich 8Vv Uhr: Leopeldlne Konstantin in: Die Nacht zum 17. April Schroth, Steinbeck, Gebühr, Brionne, Wolle, Picha Theater im Admiralspaiast Merkur 9901 20. Januar 7>/, Uhr Uraufführung Frühlingsstürme Tauber. Xowotna. Homolka Dfietropol-Theater I Täglich 8V. Uhr I Max ftansen Hundert Meter Glück (Dir Prlet Y, Hollywojd) E. v. Thellmann Lilien, Lingen Sonntag. 5 Uhr Ed. LimteRstein zarewitsch Charltttiostr. SO Ddohiff 621 Täglich 8'/» Uhr Auslandsreise mit Felix Brcssart Maria Paodler Oscar Sabo, Löns, Behal. Berghof. Witt Kurlürslenü.Th. KartürsteodaDii 31)0 TelBism-HOO Täglich 8J4 Uhr Glückliche Reise Operette von Könneke in der PremierenbC' setzong Lessing Theater Täglich 8>.« Uhr Grete Mosheim Hans Brausewetter Der Liebling von Parifl Musik von Oftinbodi Kegli; Homolka Th.d. Schauspieler Ibnltr im Sdiiffbiutrdiir.x Weidendamm 3300 Täglich S'it Uhr ADtomateniiüiett KdoiBdil vn 4. Ojisyntr mit Agnes Straub kirber, Heilingtr. Gnu, Imk-Tnblhdi Sonnabend 514 Uhr Kai aus der Kiste 3H Uhr Hansel und Bretel Varieie am Märttienlminoen 4m friidnrbiluin 29—32 (im Rinljitgil Täglich 8 Uhr Dts seosatlonellt Erölfnungs- programm mit den tlltesingern Eintrittspreise: Wonhentsgs 60 Pf. Sonnab. u. Slg. 1 M. Rerfauad Herlin© Stettiner Sänger Relchshallen-Th., Dönhoffpl. 8.15, Sonntags 3.30 in ermäßlg-ten Preisen Das große Januarprogramm: Die Hellen Erben Rose- Theater GroBe Frinklurfir llrza« 132 Iii. Wiidiul E 1 3422 8.1S Uhr Die Zirkusprinzessin e. e. e. namen-Mäntel Rpnriao'd Rnntp R ü h n P B■ H Beadsws Bsgte BGUscj Kottbusstr S trabt 8 ' Obtrbaum 3560 Täglich 8V. Uhr Stgs. nachm 4 U- He dolie Kiste zu ganz niedrigen Preisen Na B«n Fertigung spez. für starke Damen Paul Limk.Damenmänteilalirfkation Neakölin, Rcaierctr. 63 Eewinnauszug 4. Älafle 40. Preubisch-Süddeulschc Slaals-Lollerie. Ghne Gewähr Nachdruck verholen Aus jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Rummer in den beiden Ableilungen I und N 2. Ziehungslag 12. Januar 1933 3n der heutigen Vvrmittagsziehung wurden Gewinne über 499 M. gezogen 2 Ocmiiin, zu 10000 W. 7749 8»-Winne zu 5000 M. 2818 92290 98502 153048 8»-Winne zu 3000 M. 10946 32527 171119 283303 8»«Winne zu 2000 M. 6245 19200 54456 83281 18»«Winne zu 1000 M. 41522 76166 181825 231455 241004 278660 298927 310647 369475 23«-Winne zu 600 M. 42924 45412 66130 107496 114612 187270 251495 275754 317003 324173 346649 346673 351410 394748 56»«Winne zu 500 M. 26191 34925 43670 78323 65234 90188 103336 110536 121092 121424 123319 143093 160390 176526180753 193610 210511 216281 221172 231394 233050 243452 276734284137 302597 312568 319820 341642 3n der heutigen Rachmitlagsziehung wurden Gewinne über 400 301. gezogen 2«-Winne zu 50000 M. 33325 4 S«Winne ,n 10000 M. 54703 206464 2»«Winne zu 3000 M. 1911 37 4»-Winne zu 2000 W. 21 186 50028 30»«Winne zu 1 000 W. 14412 16507 18932 45291 65948 112038 130917 147684 196972 214516 278303 289955 298663 326151 341086 28 Gewinne zu 300 M. 13039 35Z56 85487 30183 81207 108322 185554 232131 256062 303178 310093 361061 388480 399223 54 s-winn- ,n 500 M. 52696 53856 85781 93074 I4I832 148713 133330 206140 207739 206643 215640 213713 213030 222S16 250310 251264 262955 263643 268934 272096 231062 235335 304337 305624 346550 347336 381 377 Die Ziehung der 5. Klasse der 40. Preubisch-Süddeuilch! (266. Preub) Slaats-LoUerie sinket vom 8. Februar bis 14. Mä 1933 statt. en ärz Miel Melaliarlieiter-Iferliaiiil VcrwAltaDguielle Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bauanschläger Hermann Gaede gecoren 30. November 1857, am 11. Januar gestorben ist. Ehre seinem Andenken Die Einäscherung findet Sonnabend, den 14. Januar. IbVtUhr. Im Krematorium Wilmersdorf statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Die Ortsverwallnng. | verKame| Homöopathie Bebaad g. I Mark f ACPP«Ittnzstr. O Inuere s. Kervetl. lUSCI 10-2. 4-7. Sbd.b.5 Buchet, 3«itf(ktifteti eetlouft sehr billig. Verzeichniz Verlan- gen, Echmagllnski. Brachelen. Bezirk Anchen. Linoleum szillat, Kolonie- krage g Kochherde leder Art u Größe Rlesenauswahl, Teilzahlung, Irans- portable Kachelöfen. Badewannen- Oefen. Kesselöfen Die alle ffirma Temmler und Blenberg Dresdenerstraße gg. Iannowlg FTtiSäl. KieiflungsstücKa, uiascne usur. 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