Nr. 216. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. : Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttseile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Mmf 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Edinburger Trade Unions- Kongrek. London, den 12. September. Dienstag, den 15. September 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: " stimmen und so ward er mit 172 gegen 47 Stimmen angenommen.[ werden, mehr Glück. Er erhielt bei Handaufheben eine Nur die extreme Rechte des Kongresses, die nordenglischen Berg- Stimme Mehrheit( 128 gegen 122 Stimmen) fiel aber arbeiter, die Reffelbauer 2c., die politisch zu den Liberalen halten, bei Kartenabstimmung mit 325 000 gegen 614 000 Stimmen und einige sozialistische Starrköpfe" stimmten gegen ihn. durch. Im ganzen hat sich die Erregung über den neuen Ab211 Gegen die ersteren gegen 34 Stimmen-stimmungs- Modus bedeutend abgekühlt. Er hat unzweifelhaft seine der Kongreß die Das Schlimmste, was man dem nunmehr beendeten Trades- erneuerte auf früheren Kongreffen Schattenseiten, aber die hat die Abstimmung nach Kopfzahl auch. Unions- Kongreß nachsagen tann, ist, daß auf ihm der Geist der gefaßten Beschlüsse zu gunsten eines allgemeinen Wo gleichartige Elemente zusammenkommen und wo Fragen Routine geherrscht hat. Es fehlte ihm das sensationelle Element, Achtstunden Gesezes. Einstimmig gingen eine Reihe von allgemeinen Charakters behandelt werden, wird die lettere un im guten wie im schlimmen Sinne. Er ist nicht so reaktionär Anträgen durch, die Erweiterung der Fabrikgesetzvorschriften, bedingt vorzuziehen sein, wo aber über Fragen entschieden wird, gewesen, wie die Gegner des Sozialismus gehofft haben, Verbesserung, respektive Verschärfung des Haftpflichtgesetzes, des die bestimmte Verpflichtungen einschließen, hat, bei einer so ge und nicht so radikal, wie die Sozialisten gewünscht hätten. Die Truckverbotes, strenge Durchführung der Vorschriften auf Zahlung mischten Körperschaft, wie sie der Gewerkschaftskongreß ist, die große Mehrheit des Kongresses hat es vorgezogen, den Mittel- angemessener Löhne bei Ausführung von Lieferungsaufträgen für Abstimmung im Verhältniß der Zahl der Vertretenen mancherlei weg zu gehen. Sie hat es vermieden, gegen den Sozialismus den Staat und ähnliche Maßregeln des Arbeiterschutzes verlangen. für sich. Noch sind von Beschlüssen zu verzeichnen: ein Antrag zu Stellung zu nehmen und sie hat es abgelehnt, sich für seine Ebenso Anträge zu gunsten stärkerer Besteuerung der Grundwerthe, legten Ziele zu verpflichten. Ganz in dem Geifte der Rolle, die auf Verbesserung des Armengesetzes, auf Zahlung von Diäten gunsten eines Alterspensions- Gefeßes für alle Arbeiter; ein Antrag den Gewerkschaften überhaupt im Befreiungskampf der Arbeiter für Volksvertreter. Dagegen fiel ein Antrag, eine Urabstimmung zu gunsten der Ausdehnung des den Kohlen- Bergwerken vor aufällt, hat fie fich für ein poffibilistisches, den gegebenen über die Frage vorzunehmen, ob die Gewerkschaften bereit feien, geschriebenenen Systems der von den Arbeitern zu wählenden Berhältnissen Rechnung tragendes sozialistisches Pro- für einen Fonds zur Bestreitung der Wahlen von unabhängigen Wie getontrolleure auf alle Eisen- und Walzwerte; ein gramm erklärt. Und sie ist dabei so weit gegangen, wie die Arbeiterkandidaten eine Extrastener von 1 Penny vierteljährlich Antrag zu gunsten von Amnestirung aller politischen radikalfte sozialdemokratische Partei bisher in ihren positiven zu erheben, mit 136 gegen 62 Stimmen durch, weil man es für Strafgefangenen und Neu- Untersuchung des Falles der Gesetzesvorschlägen zu gehen für angemessen gehalten hat. beffer hielt, diese Angelegenheit den einzelnen Distrikten zu über Berurtheilten von Walsall durch den Staatssekretär des Innern Am Mittwoch, dem dritten Kongreßtage, sollte der Antrag lassen. behufs schleuniger Freilassung derselben; eine Resolution, die für auf Annullirung der berühmten Resolution des Kongresses von Zwei Anträge der Gasarbeiter- Gewerkschaft, die sich auf das alle häuslichen Angestellten eine gesetzliche Maximalarbeitszeit Norwich( Verstaatlichung- nationalisation- aller Produktions-, Erziehungswesen und den Kinderschutz beziehen, gaben zu er von 70 Stunden pro Woche verlangt, einschließlich 11/2 Stunden Bertheilungs- und Austauschmittel) zur Verhandlung kommen. neuten Renkontres zwischen dem sozialistischen und dem liberalen Eßpause pro Tag; eine Resolution, die der Hoffnung Aber mit jener charakteristischen Abneigung des Engländers gegen Flügel des Kongresses Anlaß, doch zeigte sich bei näherer Be- Ausdruck giebt, daß die Gesetzgebungen Europas bloßes Berneinen abstrakter Aufstellungen hatten die Antragsteller trachtung, daß es sich bei ihnen mehr um einen Streit über baldigst die Hindernisse aus dem Weg räumen werden, die als und Methoden, über die der Gewertverein der Wertführer in mechanischen Webereien Worte Sache selbst sich noch in vielen Ländern des Festlandes der freien Ents folgenden Zusatzantrag gestellt: handelte. Im ersten Falle unterschied sich ber liberale" faltung der Gewerkschaften in den Weg stellen, sowie Der Kongreß ist der Meinung, daß es für die Erhaltung Gegenantrag vom sozialistischen Hauptantrag nur dadurch, schließlich eine Resolution, die dem tiefen Abscheu über die Auss der Industrien Großbritanniens von Wichtigkeit ist, den daß er die Hinweise auf die Entwickelung der ökonomischen schreitungen und Megeleien" Ausdruck giebt, welche eine Grund und Boden, die Bergwerke, die Mineralien, die Berg- Kräfte der Gesellschaft in der Richtung zum Rollettivismus weg- fanatische und torrumpirte Regierung in Konstantinopel und zinse und die Eisenbahnen zu nationalisiren und das Wasser- ließ und nur wie jener die Ausdehnung und Demokratisirung Armenien provozirt hat", und alle christlichen und zivilisirten versorgungs- und Beleuchtungswesen, sowie die Pferdebahnen des Unterrichtswesens, sowie die Einführung der besten Re Regierungen Europas auffordert, die Wiederholung solch' nichts in Munisipalbetrieb überzuführen, und beauftragt das Barla- fultate der Erziehungswissenschaft in den Boltsschulen verlangte, würdiger Greuel wirksam zu verhindern". Die Neubefeßung des Parlamentarischen Komitees ergab mentarische Komitee, für bahingehende gefeßgeberische Maß- um der Jugend des Landes eine solche Erziehung zu geben, Das Gehalt des parla regeln Sorge zu tragen." die geeignet ist, sie zu würdigen Bürgern einer teine nennenswerthe Veränderung. Als man jedoch baranging, die Resolution zu debattiren, genossenschaftlichen Republik heranzubilden." Das mentarifchen Sekretärs wurde um 100 Pfund Sterling( von 200 erklärte der Borsigende, daß er nur über den hier ge- gegen spezialisirte der Gegenantrag die Aufgaben des auf 800 Bfund) erhöht, hauptsächlich um denselben in Stand su gebenen Bufa abstimmen lassen könne, da die Resolution Parlamentarischen Komitees für die Förderung dieser Reform feßen, seinen Hilfssekretär anständig zu bezahlen. Die Frage der von Norwich eine Instruktion an das in Norwich gewählte genauer als der Hauptantrag. Er erhielt bei Handabftim- Einberufung eines im Jahre 1898 abzuhaltenden inter Parlamentarische Romitee gewesen sei und der Kongreß jeßt, nach mung 181 Stimmen gegen 115, die der sozialistische Antrag er nationalen Gewerkschaftstongresses wurde der dem die Amtsperiode jenes Romitees längst vorüber, nicht noch hielt, während er bei Abstimmung nach Vertretungszahlen Urabstimmung überwiesen. In einigen Beschlüssen mehr speziellen Charakters, z. B. einer nachträglich die verfallene Instruktion für nichtig erklären tönne." Kartenabstimmung", wobei für je 1000 Mandatgeber eine Nach furzer Debatte ergab sich der Rongreß in diese An- Rarte abgegeben wird mit 614 000 gegen 825 000 Stimmen an Resolution, die verboten wissen will, daß auf den Regierungs. ordnung und da eine von sozialistischer Seite gestellte Resolution, genommen wurde. Der zweite Antrag der Gasarbeiter- Gewerk werften Arbeiten gelernter Handwerker( mechanic's work) die das Parlamentarische Komitee beauftragen wollte ,,, eine Gesetzes- fchaft gipfelte in der Forderung des Verbots der industriellen Arbeit Hilfsarbeitern übertragen werden, kommt ein Stück Zunftgeist vorlage auf Nationalisirung des Grund und Bodens und der von Kindern unter 14 und der Nachtarbeit von jungen Leuten unter zum Ausdruck, und dies gilt auch bis zu einem gewissen Grade Produktions, Bertheilungs- und Austauschmittel auszuarbeiten 18 Jahren als vorläufiges Minimum". Er wurde bei Hand von dem Beschlusse, die Vertreter derjenigen Blätter, die in Nichtund baldigft im Parlament einbringen zu lassen", in weifer Er aufheben mit 118 gegen 105 und bei Kartenabstimmung mit Vereinsdruckereien hergestellt werden, nicht als Berichterstatter tenntniß ihrer holden Sinnlosigkeit zurückgezogen worden war, 394 000 gegen 353 000 Stimmen angenommen. Ein Antrag, zuzulassen. Einige bürgerliche Blätter haben darüber ziemlichen stand lediglich der obige Erfazantrag zur Debatte. Den meisten das System der Kartenabstimmung wieder abzuschaffen, fiel Lärm geschlagen und darauf verwiesen, welche großen Werdienste Sozialisten genügte er nicht, fie erblicken in ihm nur eine schon bei Handaufheben mit nur 54 gegen 167 Stimmen durch, sich die Presse um die Erkämpfung der Bewegungsfreiheit fabianische Milch- und Wasserresolution". Mangels eines dagegen hatte ein Antrag Ben Tillets, daß bei Kartenabstim für die Gewerkschaften erworben habe, und wie viel Dienste Aber es sind dies radikaleren Antrages mußten sie aber trotzdem für ihn mung nur die Karten der jeweilig anwesenden Delegirten gezählt sie heute noch den Gewerkschaften leiste. 73] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Er blickte zu Savelli auf und sagte:" Mein Großpater ist zu vorsichtig und Ihr seid zu ängstlich. Frangipani ist zu nachgiebig und Orsini ist wie ein gereizter Stier. Ich wollte, ich wäre ein oder zwei Jahre älter." „ Und was würdest Du thun, mein kleiner Naseweis?" sagte der Savelli lächelnd. Den Tribun mit meinem eigenen Stilet umbringen, und dann schnell nach Balestrina!" Aus dem Ei wird ein Drache friechen," bemerkte der Savelli; aber weshalb bist Du gegen den Tribunen so aufgebracht?" " fügte unwillig der Orsini hinzu, hört, alter Herr, als ich erwartete jedoch in dem Hofe des Palastes den Frangipani in Euren Balast trat, sah ich einen Eurer frühern Söldner und die anderen Patrizier und bat sie, sich in dem Palast ihn verlassen; darf ich fragen, welche Geschäfte er hier Drsini's einzufinden. hatte?" ,, Ach ja, es war ein Bote von Fra Moreale. Ich schrieb dem Ritter, machte ihm Vorwürfe, daß er uns in Corneto so schnell verlassen habe, und ließ ihn zugleich merken, daß fünfhundert Lanzenknechte jetzt sehr gut hier bezahlt werden würden." Ah", sagte Savelli, und wie hat er geantwortet?" " Oh, ausweichend und schlau. Er ist freigebig mit Komplimenten und Schmeicheleien, doch er sagt, er stehe mit dem König von Ungarn, dessen Angelegenheit mit der Königin von Neapel Rienzi zu entscheiden habe, in Verbindung; er könne seine jezige Stellung nicht verlassen Weil er gestattete, daß ein unverschämter Krämer und er befürchte, die Kräfte Roms feien so gleich getheilt meinen Onkel Argapet wegen Schulden verhaften ließ. Die zwischen den Patriziern und dem Volt, daß, welche Partei Schuld war schon seit zehn Jahren anerkannt, aber ob- auch das Uebergewicht behaupten möge, fie gezwungen sein gleich man behauptet, daß kein Haus in Rom mehr Schulden werde, einen Podesta zu ernennen, und der Provençale hat, als die Colonna, so ist dieses doch meines Wissens giebt zu verstehen, daß nur diese Würde ihm zusagen das erste Mal, daß man einem Gläubiger gestattete, seine werde." Forderung auf andere Weise in Anspruch zu nehmen, als mit entblößtem Haupt und mit gebeugten Knien. Ich möchte wahrhaftig fein Baron sein, wenn so etwas erlaubt wird." Mein Kind," sagte der alte Stephan, indem er herzlich lachte ,,, ich sehe, daß Du die Vorrechte unseres Standes behaupten wirst." ,, Monreal unser Podesta?" rief der Orsini. Und weshalb nicht?" sagte Savelli. Ist ein patrizischer Podesta etwa schlimmer, als ein plebejischer Tribun? Aber ich hoffe, wir werden keinen von beiden nöthig haben. Colonna! hat dieser Bote des Fra Moreale schon die Stadt verlassen?" " Ich glaube wohl." Stephan Colonna," sagte er, wird schon ganz alters. schwach. Wir werden ohne ihn zu einem schnellen Beschluß kommen und können eines besseren Stellvertreters für ihn dereinst in seinem Sohne gewiß sein." Auch bestätigte sich später diese Prophezeiung und für jetzt genügte eine Berathung von einer halben Stunde mit Rudolph, dem Sachsen, um die Unternehmung einzuleiten. Fünftes Kapitel. Die Nacht und ihre Ereignisse. Mit dem folgenden Abend erwartete Nom den Anfang des prächtigsten Schauspiels, dessen Zeuge die kaiserliche Stadt seit dem Untergange der Bäsaren gewesen war. Das römische Bolt hatte das besondere Vorrecht behauptet, seine Bürger in den Orden der Ritterschaft zu erheben. Zwanzig Jahre zuvor war einem Colonna und einem Orsini diese volksthümliche Ehre erzeigt worden. Rienzi ver langte von den Römern dieselbe Auszeichnung, indem er beabsichtigte, sie zum Vorspiel einer wichtigeren Zeremonie zu machen. Vom Kapitol zum Lateran sah man an dem Morgen dieses Tages in einer langen Prozession alles, dessen Rom an Schönheit, Tapferkeit und Edlem sich rühmte. zuerst tamen zahlloffe Reiter, unter denen viele aus allen benachbarten Provinzen Italiens, in einer Pracht, wie sie sich für die Festlichkeit ziemte. Trompeter und Musiker Und," fuhr der Knabe, durch den Beifall, den er" Nein," sagte Orsini, ich begegnete ihn am Thore, aller Art folgten, und die Trompeten waren von Silber; erhielt, dreifter geworden, fort, hätte ich noch Beit, nach- und erinnerte mich gleich seiner von alten Zeiten her. Es Jünglinge, die Rüstung Rienzi's und feines Streitroffes dem ich den Tribunen umgebracht, so würde ich einen ist Rudolph, der Sachse( einst ein Söldling des Colonna), tragend, schritten einher vor den edelſten Damen Roms, der in den alten guten Zeiten unter meinen Klienten manche deren Bewunderung triumphirender Macht sie weniger zweiten Stoß führen nach-" Er hatte sich etwas empfindlich machte für die gedemüthigte Größe ihrer Wittwen und Waisen gemacht hat. verkleidet, doch ich erkannte ihn und redete ihn an, indem Gatten. Unter ihnen überstrahlten Nina und Frene ich glaubte, er könne uns jetzt von Nußen sein. Er erwartet alle anderen; darauf kam der Tribun und der Vikar des mich in meinem Palast." Bapstes, umgeben von allen großen Herren der Stadt, die Ihr thatet wohl daran," sagte der Savelli nach zwar in ihrem Innern Haß und Rache brüteten, aber doch Geh und spiele, mein Rind," sagte jegt der alte denkend, und seine Blicke begegneten denen des Orsini. Kurz wetteiferten in ihren Schmeicheleien gegen den Günstling Colonna. darauf wurde eine Zusammenkunft beendigt, in der vieles des Tages. ( Fortsetzung folgt.) Wir haben schon genug von diesem Kindergeschwät,"| gesprochen, aber nichts beschlossen wurde. Luca di Savelli " Nach wem?" fragte der Savelli, als er sah, daß der Rnabe zögerte. Nach meinem Better Adrian. Er sollte sich schämen, daß er die zum Weibe nehmen will, die sich kaum zu einem Liebchen für einen Colonna eignet." Politische Uebersicht. Berlin, 14. September. Auf die hier erwähnte Verhaftung bezieht sich augenscheinlich die folgende Depesche: Rotterdam, 14. September. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurden in einem Hotel zwei Dynamitarden, von denen der eine Wallace heißt, von Polizeibeamten festgenommen. Eine große Anzahl Explosionsmaschinen und zahlreiche Schriftstücke wurden aufgefunden und befinden sich in den Händen der Polizei. " " " 16 meist gerade Blätter, welche auf diesen Titel am wenigsten| lukanisirt wurde! Das wäre ganz der Mann für die Ver- Imeisters, als in Anwesenheit mehrerer anderer Personen blo Anspruch haben. Wesentlicher ist, daß der Antrag dadurch schon wirklichung dieses genialen Planes der Deutschen Tages- Rede auf unser Kaiserpaar tam, sich einer unehrerbietigen faft wirkungslos gemacht wird, daß die betreffenden Blätter, zeitung". Aeußerung über unseren Kaiser bedient. Als sie später das Ver ivenn fie es wollen, durch die Preßagenturen Berichte beziehen hältniß mit dem Stallmeister löfte, zeigte dieser aus Nachsucht tönnen, diesen Agenturen aber Vorschriften zu machen außer- Polizeithaten. Fenischen Dynamitarden will die eng die damals von der Anna E. gethane an sich harmlose Aeuße halb des Machtbereichs des Kongresses liegt. Noch stärker spricht gegeu lische Polizei auf dem Kontinent auf die Spur gekommen sein. rung der Staatsanwaltschaft an, und das Mädchen wurde Die Zweckmäßigkeit des Beschlusses, daß er sich gegen Blätter Aus Antwerpen, 14. September, wird nämlich telegraphirt: wegen Majestätsbeleidigung in Untersuchung gezogen. Gestern richtet, die überhaupt nicht existiren würden, wenn die Parole Der Matin" berichtet: Zwei irische Fenier, welche in Amerika stand das arme Mädchen weinend vor Gericht. Es gab die ge von Nicht- Gewerkschaftlern gedruckt" auf das große lefende naturalisirt sind und deren Abreise aus Amerika der englischen fallene Aeußerung rückhaltlos zu. Natürlich hatte sie nicht Publikum nennenswerthen Eindruck machte. Wenn man nicht Polizei von Spezialagenten gemeldet worden war, kamen vor geglaubt, sich damit einer Majestätsbeleidigung schuldig zu in der Lage ist, die Masse vom Kaufen jener Blätter abzubringen, drei Wochen hier an, mietheten ein kleines Haus in Berchem, machen. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate dann ist es flüger, solch unwirksame Nadelstiche, wie die Aus- in der Nähe von Antwerpen, und reisten darauf wieder ab. Gefängniß. Der Gerichtshof unter dem Vorsitze des weisung der Berichterstatter, zu unterlassen. Englische Detektivs, welche auf diese gefährlichen Individuen Herrn Landgerichts Direktor Bangen sprach aber unter Indeß Mißgriffe aus Ueberschätzung der eigenen Macht fahndeten, wandten sich zwecks Verhaftung derselben an scharfer Verurtheilung des leider abwesenden Denunzianten die mittel kommen auch anderswo vor. Im ganzen hat der Kon- die Antwerpener Polizei. Am Sonnabend begaben sich Angeklagte frei, da die gefallene Aeußerung die Majestät greß sich so gehalten, daß die Sozialdemokratie teinen Grund hat, mehrere Polizeibeamte in Begleitung eines englischen des Kaisers nicht habe verletzen können und dem Mädchen auch mit ihm unzufrieden zu sein. Seine Beschlüsse kommen ihrem Detektivs nach Berchem und drangen in das von den die Absicht der Beleidigung gefehlt habe, da in den Kreisen der politischen Aktionsprogramm nahe genug. Der Schreiber dieses beiden Feniern gemiethete Haus ein; hier entdeckten dieselben minder Gebildeten die gefallene Aeußerung nicht als ehrverlegend wenigstens würde es als feinen ungemischten Vorzug betrachten, einen Vorrath aller Chemikalien und Geräthschaften, die zur betrachtet würde. Es wäre zu wünschen, daß man bei allen wenn die Gewerkschaften mit den politischen Parteien in An Fabrikation von Bomben und anderen Explosivtörpern nöthig Gerichten in Sachen der Beleidigungen fich zu der freien Aufträgen an die Gesetzgebung wetteiferten und darüber ihre eigent- find. Der englische Chefdetektiv, der zur Zeit in Antwerpen ist, faffung des Duisburger Gerichts aufschwingen könnte, und nur dann lichen Aufgaben vernachlässigten. Eine Reihe von Anforderungen telegraphirte an die englischen Detektivs in den anderen Städten zur Verurtheilung gelangte, wenn die Ehre des angeblich Be an die Gesetzgebung haben wenig Aussicht auf Verwirklichung, so des Kontinents. Gestern erhielt derfelbe eine amtliche Depesche leidigten wirklich verlegt worden ist. Wir sind der lange nicht der leistungsfähigere Theil der Arbeiterschaft aus aus London, welche ihm die Verhaftung der beiden Verbrecher Ansicht, daß nur charakteristisch ist, was die tonservative eigener Kraft den Weg für sie geebnet hat. meldete, von denen der eine bereits früher wegen eines Dynamit Rheinisch- Westfälische Bürger- 3tg." zu diesem Prozesse schreibt: attentas zu 10jähriger Zwangsarbeit verurtheilt worden sei. Wir sind der Ansicht, daß nur ein Wink von höchster Stelle die unheilvolle Thätigkeit des Anzeigerthums und damit die ers schreckend hohe Zahl der Majestätsbeleidigungs- Prozesse eins dämmen kann, die feineswegs geeignet sind, die Majestät wirk. samer zu schützen, sondern nur Denunzianten großzieht, die unter Vor den Fallgruben des preußischen Vereinsder Larve der Loyalität auf tückische Weise in ihrer Nachsucht gesetzes, die unserer Partei nur agitatorische Dienste harmlose Leute, welche in Worten oder Geberden oft unabfichtlich leisten, empfinden seit dem Köller- Koup das tiefste Un die Grenzen der dem Fürstenhause schuldigen Achtung überschritten behagen die bürgerlichen Parteien. Gerade von ihrer Seite Aus Glasgow trifft ferner folgendes Telegramm ein: haben, vor Gericht schleppen. Die Weisen unter den römischen wird auf ein Reichs- Vereinsgesetz gedrungen. So hat Der irische Fenier Bell, welcher am Sonnabend Abend hier Kaisern suchten das verderbliche Wirken der Delatoren durch Der große Friedrich ließ verhaftet worden war, erschien heute vor Gericht unter der An- strenge Strafen zu unterdrücken. der nationalliberale Verein von Eisenach sich dieser Tage#lage der Mitschuld an dem jüngsten entdeckten Dynamitanschlag. Schmähschriften niedriger hängen. Unser Kaiserhaus kann durch dafür ausgesprochen. Bei allen bürgerlichen Parteien findet Auf Antrag des Staatsanwalts wurde die Verhandlung in dieser die Aeußerungen einer Dienstmagd oder eines angetrunkenen wenigstens der Wunsch Widerhall, daß das Koalitions- Angelegenheit vertagt. Wie es heißt, soll die Polizei einem Burschen denn meist geschehen die Beleidigungen in anverbot aufgehoben wird. Die" Post" meint, daß für neuen großen Komplott auf der Spur sein.-getrunkenem Zustand nicht beleidigt werden. Böswillige VerPreußen den Andeutungen des Fürsten Hohenlohe zufolge Diese irische Dynamitgeschichte wird natürlich den gut- leumder und Beleidiger strafe man unnachsichtlich, aber man ein dahingehendes Spezialgesetz dem Landtage vorgelegt gesinnten Ordnungsmännern aller Länder den erwünschten Anlaß befeitige die bisher geübte Praxis, jedes in der Uebereilung oder werde und knüpft daran ihrem Brauche gemäß sofort folgen zur Empfehlung der polizeilichen Umsturzbekämpfung ganz im Erregung gesprochene Wort als eine Beleidigung der Majestät den staatsretterischen Wunsch: allgemeinen bieten. Dazu schlägt bereits das folgende aus von amtswegen zu verfolgen, namentlich aber schüße man das " Wir dürfen aber wohl die Erwartung aussprechen, daß Brüssel einlaufende Telegramm die Brücke: Wie der Soir" Bolt vor der niederträchtigen Wirksamkeit der Denunzianten, wenn sich die Regierung dazu entschließt, ein so weitgehendes meldet, handelt es sich bei der in London erfolgten Festnahme durch die oft der bescheidene Wohlstand einer Familie völlig Bugeständniß zu machen, wie die Aufhebung des Koalitions- zweier Individuen, welche die in Berchem bei Antwerpen fürzlich zerrüttet worden ist, ganz abgesehen von den moralischen und verbotes für politische Vereine, fie auf der anderen Seite aufgedeckte Bombenwerkstatt errichtet hatten, nicht um Fenier, förperlichen Schädigungen, die ein solcher Prozeß für den Audie Möglichkeit sicher stellt, gegen die Bildung oder das Bestehen sondern um amerikanische Anarchisten, deren Treiben die Auf- geklagten stets im Gefolge hat." von Vereinen und die Veranstaltung von Bersammlungen, die merksamkeit der englischen Polizei erregt hatte." Jedenfalls sieht man, es handelt sich um eine Polizei- Aktion Deutsches Reich. einen staatsfeindlichen Charakter tragen, erfolgreich einzuschreiten. im größeren Stil. Kein Zweifel, es ist eine Polizei- Aktion. Der Zur Einberufung des preußischen Land. Dabei wäre wohl auch zu erwägen, ob man mit dem Name Wallace weckt Grinnerungen in uns. Begriff staatsfeindlich zunächst le biglich sozialbemo Wallace wurde früher als Lockspikel entlarvt, und Lockspißel find richten": Die bis vor kurzem noch bestandene Absicht, den Name Wallace weckt Erinnerungen in uns. Ein Fenier" tags schreiben die hochoffiziösen Berliner Politischen Nach tratische und anarchistische Bestrebungen unzweifelhaft die Antwerpener Kumpane nebst Anhängsel. Für preußischen Landtag für Ende Oktober oder anfangs November treffen will. Man sieht, der Appetit des Herrn Stumm und des ein Bombenattentat liegt gar teine Veranlassung vor, denn die einzuberufen, scheint neuerdings aufgegeben worden zu sein. englische Regierung hat seit etwa vier Wochen begonnen, Man glaubt, unbeschadet der rechtzeitigen Verabschiedung der Stumm- Gefolges wächst mit dem Denunziren. einen der verurtheilten Fenier nach dem andern in aller die schließliche Gestaltung des preußischen Staatshaushalts- Stat entlaffen. dem Gefängniß zu Das Ein treffliches Mittel, die Landbevölkerung sozial, Stille bat beeinflussenden großen Gesetzesvorlagen die Einberufung des demokratisch zu machen, hat die agrarische Deutsche Tages- offenbar den englischen Polizei- Anarchisten nicht gepaßt. Und Landtages für die erste Woche des Januar etwa in Aussicht zeitung entdeckt. Nach ihrer Ansicht müßten es die Arbeitswelts- Bolizeispigel Ungern- Sternberg" neuerlich in hat sich nicht der Bombenbaron und Aller- nehmen zu können. nachweise der Militärvereine gerade für eine ernste Pflicht Belgien herumgetrieben? erachten, die vom Lande zur Truppe Eins Gleichzeitig wird aus Frankreich die Verhaftung eines mögenssteuer) soll nach einer soeben publizirten föniglichen Bergezogenen wieder aufs Land zurück Anarchisten" namens Clarenson gemeldet, der sich für den 1893 ordnung für zwei Etatsjahre( 1. April 1897 bis 81. März 1899) zubringen. Meist werde es teines 3wanges und 1894 vielgesuchten und nie gefundenen Anarchisten Rabordy Rein Kaniy- teine Rähne wird es auch in der bedürfen, sondern nur kameradschaftlicher Burede, ver- ausgiebt. Die französische Polizei erklärt aber steif und fest, nächsten Reichstagsfession heißen. Die Deutsche Tages- Zeitung", nünftiger Auseinandersehung oder auch eines bloßen Hinweises. Clarenson renommire blos. Sie hat auch allen Grund, Rabordy das Organ des Bundes der Landwirthe, erklärt anläßlich des Wenn die Hauptleute bei der Entlassung Attentate beging, war unzweifelhaft im Solde der Polizei.pläne, daß bei der augenblicklichen wirthschaftlichen, Lage des mittelbar und unmittelbar mit dazu beitragen könnten und wollten, daß die Landkinder wieder heimkommen und Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Mittelstandes, gemeint sind natürlich die Junker, nur das be nicht aus ihrem Wurzelboden gerissen werden, so würde Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Flensburg der Dienst- willigt werden kann, was unbedingt und unerläßlich nöthig ist bas ein gutes Wert, nicht nur an den Soldaten, sondern knecht Paulsen aus Pamhol zu 2 Jahren Gefängniß verurtheilt. nicht ein Pfennig mehr. All zu tragisch darf man diese Absage auch an der Gesammtheit sein. Wegen Majestätsbeleidigung stand gestern der nicht nehmen, denn auch die Plöße rechnen mit dem Sage: Da die Deutsche Tageszeitung" in ihrer Betrachtung 28 Jahre alte Raufmann Ifidor von Grabowski vor der ersten Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und recht große ver Ferien- Strafkammer des Landgerichte I. Der Angeklagte, der pflichten zu derselben. bereits angedeutet hat, daß widerhaarige Reservemänner den Eindruck eines herabgekommenen Menschen macht, gerieth Zwickan, 13. September.( Eig. Ber.) Gestern Abend fand nöthigenfalls auch zwangsweise wieder in ihren ländlichen eines Tages auf der Straße mit einigen Personen in 3wistig im Restaurant Belvedere eine ziemlich gut besuchte Versammlung Wurzelboden" eingepflanzt werden sollen, sprechen wir die feiten und da er dabei verschiedene Drohungen aussprach, mußte von Konsumvereinsmitgliedern und Interessenten statt, in welcher dringende Erwartung aus, daß bald zur Verwirklichung ein Schußmann zu Hilfe herbeigeholt werden. Nun gerieth der der Geschäftsleiter des Schedewißer Konsumvereins, Herr A. dieses genialen Gedankens auf dem Gesetzes- oder Ver- Angeklagte in eine Art Blaukoller und stieß eine ganze Reihe Seifert, über die neuesten Maßnahmen gegen die Konsumvereine ordnungswege geschritten wird. Da mühen sich so viele von beschimpfenden Aeußerungen gegen die Person des Kaisers sprach und die Ergreifung von Gegenmaßregeln in Erwägung unserer Genossen ab, Mittel zu erfinnen, wie den sozial- aus. Der Staatsanwalt beantragte 1/2 Jahre Gefängniß. Der zog. Nach lebhafter Debatte wurde eine ziemlich umfangreiche demokratischen Bestrebungen ein schnellerer Eingang als bis- Gerichtshof ging mit Rücksicht auf die Vorstrafen des An- Protestresolution angenommen, welche sich besonders gegen die in her bei der Landbevölkerung geschafft wird. Und hier kommt geklagten über dieses Strasmaß noch hinaus und erkannte auf Sachsen im Anzug befindliche Umfassteuer wandte und durch zwei Jahre Gefängniß. welche die Gemeinden, der Landtag und Reichstag, zur Nichtuns unaufgefordert das findliche Gemüth der Deutschen Ein bemerkenswerther Majestätsbeleidigungs- Prozeß spielte erhebung dieser Steuer respektive Steuer respektive Wiederaufhebung der Tageszeitung" in seiner Einfalt mit einem so trefflichen Plane fich, wie die Rheinisch- Westfälische Bürgerzeitung" berichtet, am selben bewogen werden sollen. In Wiltau, Schebe zu Hilfe. Oder können wir uns beffere Agitatoren für Mittwoch vor der Straftammer des Landgerichts zu Duisburg wiß, Bordernendörfel und Marienthal( in letzterem Orte unsere Sache unter der Landbevölkerung wünschen als ab.. Das Blatt berichtet:" Nur dem lebendigen Gerechtigkeits im Freien) fanden heute ähnliche, auch sehr gut besuchte Vers Leute, die vom Militär entlassen in der Stadt ihren Unter- gefühl des Gerichtshofes, der sich diesmal, unserer Auffassung fammlungen statt. nach, nicht ängstlich an den starren Buchstaben des Gesetzes hielt, Leider hat der Burgstädter Konsumverein sich schon entgegen. halt suchen wollen, dann aber durch obrigkeitlichen Zwang war es zu danken, daß ein Freispruch erfolgte. Das bei dem kommend gezeigt, indem er auf den Rath des Vorſizenden des in die Halbhörigkeit ländlicher Dienstboten und Tagelöhner Fuhrunternehmer E. in Duisburg in Dienst stehende Mädchen Chemnißer Kreises, auf den Beschluß des Stadtrathes, ihn mit zurückbefördert werden? Schade, daß unser Köller so früh Anna E. hatte am Tage der Einweihung des Ruhrorter einer Sprozentigen Umsatzsteuer zu belegen, 2 pet. anbot; und vom Schauplage seiner staatsretterischen Thaten hinweg, Denkmals in Gegenwart ihres Bräutigams", eines Stall- wie heute aus der Burgstädter Boltsstimme" zu ersehen, hat " # aus Apropo " " 1 " * - Die preußische Ergänzungssteuer( Wer veranlagt werden. " der deutschen Handelsflotte hin. Schuld hieran seien alkoholische Kauffahrteischiffen herbeizuführen. Eine Diskussion über den Kun und Willenschaft. Exzesse, Furcht vor Vorwürfen oder Thätlich Gegenstand wurde nicht beliebt. teiten der Arbeitskameraden( foll wohl auch heißen der Ueber die Erfolge der Serumtherapie findet sich in der Im Schiller- Theater wird heute„ Emilia Galotti" zum Borgefesten), fich frant zu melden, da sobald nur einer amtlichen Wiener Beitung" eine Zusammenstellung. Das ftaat. ersten Mal gegeben. Die Hauptrollen liegen in den Händen dieser Arbeiter trant werde, die anderen mehr arbeiten müssen, liche Institut für die Herstellung von Diphtherie Heilferum in der Damen Pauly Detschy und der Herren Bach, Bategg, Pauly benn das Heizpersonal fei auf das knappfte berechnet. Die Wien hat am 1. Juli 1895 mit der Abgabe des Serums be und Winterstein. Die Rolle der Gräfin Orfina spielt Frau Louise Hauptschuld an der großen Selbstmordziffer haben aber zweifellos gonnen. Nach der im Spätherbste desselben Jahres beendeten Eyben vom Stadt- Theater zu Riga als Gaft.- Die Dichter- die zumeist unerträglichen Temperaturverhältniffe in Ausgestaltung des Instituts fonnten bis Ende Dezember 1895 im Abende, die das Schiller- Theater nunmehr feit zwei Jahren im den Heizräumen. Diesem Uebelstande sei durch Ventilations- ganzen 7136 Dosen Serum abgeliefert werden. Im Jahre 1896 Bürgersaal des Rathhauses veranstaltet, sollen auch in diesem einrichtungen u. s. w. zu begegnen. Auch sei es erforderlich, wurden auch Dosen zu 1500 Antitoxin- Einheiten eingeführt und Jahre wieder aufgenommen werden. Der Magistrat hat der gerade den Heizern und Koblenziehern gefunde und ge auf besonderen Wunsch solche zu 700 Einheiten abgegeben. Direktion des Schiller- Theaters den Eaal wiederum unentgeltlich räumige Schlafräume und Benuhung von Vom 1. Januar bis Ende Juni d. J. wurden 9811 Fläschchen zur Verfügung gestellt. Der erste Dichter- Abend dieses Jahres Bädern zu gewähren. Die Bade Einrichtungen, ihrer Bestimmung zugeführt. Somit hat die Anstalt binnen findet am 27. September statt und wird dem Schuhpatron des die auf der Kriegsmarine befiehen, fönne man sehr gut Jahresfrist 16 947 Fläschchen, meist zu 1000 Antitoxin- Einheiten, Theaters, Schiller, gewidmet sein. auch auf der Handelsmarine fchaffen. Die Schlaf- abgegeben; rechnet man hierzu noch die 2127 vor dem 1. Juli Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater wird der räume für die Mannschaften der Hanbelsschiffe spotten 1895 abgegebenen Dofen, so belief sich die Gesammtsumine bis ben einfach sten fanitären " Hypochonder" statt am Dienstag, erst am Donnerstag auf Anforderungen. Ende Juni dieses Jahres auf 19 074 Stück. Ueber die Erfolge In einem engen, jeder Ventilation entbehrenden Raume der hiermit in allen Ländern der diesseitigen Reichshälfte ein geführt. werden 40 Mann zusammengepfercht, sodaß auf den Mann kaum geleiteten Serumtherapie liegen Berichte vor. Es waren 1108 Ueber die gesundheitlichen Verhältniffe in der Handels- zwei Rubikmeter Raum kommen. Er wolle nicht sagen, daß die furativ und 148 präventiv behandelte Fälle zu verzeichnen. Von marine und auf anderen Dampfschiffen sprach, wie wir am fanitären Einrichtungen der deutschen Handelsschiffe schlechter den 1108 an Diphtherie Erkrankten find 970 genesen und 133 oder Sonntag schon furz berichteten, auf der 21. Versammlung des feien, als die anderer Nationen, im Gegentheil, die fanitären 12,5 pet. gestorben. Als wesentliche Bedingung eines Erfolges Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege in Riel der Einrichtungen auf den deutschen Handelsschiffen seien immer wird die rechtzeitige Anwendung der Serumtherapie betont, dortige Profeffor Dr. Busley. Der Redner gab, abweichend von noch die besten. Jedenfalls laffen aber auch die deutschen deren Werth die in allen Ländern übereinstimmende Wahrseinem Thema, vor allem ein Bild von der deutschen Kriegs- Handelsschiffe noch gar sehr viel zu wünschen übrig. Da nehmung beleuchtet, daß, sobald das Serum nach dem ersten oder marine, deren fanitäre Einrichtungen er als vorzüglich schilderte. Die meisten Kauffahrteischiffe teinen Arzt an Bord haben, so zweiten Tag der Erkrankung angewendet wurde, die Sterblichkeit Auf das eigentliche Thema tam der zweite Referent, Hafenarzt sei es unsomehr erforderlich, die Rheder anzuhalten, für bessere nur 6,7 pet. betrug, hingegen nach dem dritten Tag schon 19, Dr. Nocht, zu sprechen. Der Redner hob hervor, daß auf den fanitäre Einrichtungen der Mannschaften Sorge zu tragen. nach dem vierten Tage 23, nach dem fünften Tage 31 und nach Handelsschiffen, und zwar auf denen aller Nationen, die Reinlich Ganz besonders müsse man bei dem Neubau von Schiffen für dem sechsten Tage 38,3 pet. Auch die Präventiv- Jmpfungen teit noch sehr viel zu wünschen übrig laffe. Die von dem Vor- gut ventilirte und entsprechend große Schlafräume für haben in 318 Fällen ein günstiges Resultat ergeben. rebner erwähnten sanitären Einrichtungen auf den Kriegsschiffen die Mannschaften Vorsorge treffen. Die Fortschritte der feien auf den Handelsschiffen nicht vorhanden. Es fehle auf den Technik für die Berbefferung der Lebensbedingungen Die Lehrerschaft der Antwerpener Universität der Handelsschiffen für die Mannschaften gewöhnlich an den er- an Bord müssen in größerem Maßstabe als bisher auch den Rünfte hat beschlossen, den 300. Geburtstag des Malers Ban forderlichen Wasch- und Badeeinrichtungen. Wenn man nun Mannschaften zu gute tommen. Bei der Weiterbildung der Dyck im Jahre 1899 durch glanzvolle Feste zu feiern. noch die große Unfauberkeit der Logirhäuser der unbemittelten fanitären Fürsorge für die Mannschaften an Bord empfehle es Auswanderer und Seeleute in betracht ziehe, dann tönne die ich nicht, die Bestimmungen, wie in England, für alle Schiffe große Sterblichteitsgiffer der Seemannschaften am gleichmäßig zu gestalten. Die Anforderungen feien vielmehr nach Malariafieber, Tuberkulose, Higschlag u. f. w. nicht wunder der Größe und Bestimmung der Schiffe abzuftufen. Er hoffe, nehmen. Der Redner wies im weiteren auf die vielen baß diese Verhandlung dazu beitragen werbe, baldigst bessere geSelbstmorde der Heiser und Rohlensieber auf fundheitliche Berhältnisse auch für die Mannschaften auf den Freifrau Frieda v. Lipperheide geb. Geftefeld, die Begründerin und langjährige Leiterin der Modenwelt", ist in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend im Alter von 57 Jahren plöglich verstorben. Die Verstorbene hat in kunsthistorischen Arbeiten bedeutendes geleistet; berühmt sind ihre Werke über mittelalterliche italienische Stickereien. der KreiSausschuß in Leipzig am 11. September bereits das daraufhin von der Stadt Burgstädt entworfene Regulativ ge- nehmigt; auch die Waldheimer haben ein ähnliches Regulativ bewilligt bekommen, nur wollten sich diese Schlaumeier noch vor- behalten, die Umsatzsteuern nach dem ortsüblichen Waaren preise zu berechnen; damit sind sie aber nicht durch- gekommen. — Zum Königsberger Börsengarten-Boykott theilt die„Hart. Ztg." noch mit. daß der höhere Beamte. der die gegen Amtsgerichtsrath A. gerichteten Ausgleichs- versuche unternommen hat, vor Jahren in seiner frühere» Stellung dem Vorgesetzten des Amtsgerichtsraths A. das Material unterbreitet über eine Rede, die Herr A. im Wahlverein der frei- sinnigen Partei gehalten hat. Es wurde infolge dessen gegen den Amlsgcrichtsrath A. aus dessen Verlangen ein Disziplinar> Ver- fahren eingeleitet, das aber mit Freisprechung endete. Zugleich meldet das Blatt noch, daß auch den Offizieren a.D., und zwar sowohl den ehemaligen aktiven als auch den Reserve- und Landwehr-Offizieren a. D., nahegelegt worden sei, de» Besuch des Vörsengartens möglichst zu meiden. Ob sich wohl unter diesen Ossizieren Leute finden werden, die dem Winke ihrer ehemaligen Vorgesetzten gegenüber ungehorsam zu bleiben wagen? Viele weiße Raben wird es auch in der Stadt der reinen Vernunft nicht unter den Stutzen der Gesell- schaft geben: Der„höhere Beamte", der solches Talent zum Zensor bewiesen hat, wird ihnen schon auf den Dienst passen.— Zum Duellsport bei Neservelieutenants. Aus Kiel wird folgendes Vorkominniß berichtet: Ein Dr. phil. Fink,„Lieutenant der Reserve", Halle einen Artikel verösfent- licht, in dem unrichtige Angaben, betreffend die Orgamsation der Rajfseisen'schen Darlehnskassen entHallen waren. Der Vor- st and des Instituts bezeichnete in einer nunmehr beginnenden Z.ütungsfehde die betreffenden Auslassungen als u n w a h r. Dr. Fink suhlte. sich durch den Ausdruck„es ist un- ivahr" beleidigt und wandte sich an das Bezirkskommando. Letzteres überwies die Sache dem Ehrenrath, und der Vorsitzende desselben nahm die Hilfe des Rechtsanwalts Wallis, der auch „Zieservelieutenanl" ist, in Anspruch. Dieser forderte im Auf- trage des Dr. Fink und im E i n v e r st ä n d n i b nü t d e m Ehrenrath den Vorstand auf, öffentlich in der Presse zu erklären, daß er durch seine Auslassung den Dr. Fink nicht habe beleidigen wolle»; anderenfalls solle eine Herausforderung zum Zweikamp auf glatte Pistolen, IS Schritt Distanz und dreimaligen K u g e l w e ch s e l erfolge». Die Unter- zeich, umg der Ehrenerklärung wurde verweigert, und Wallis übermittelte nunmehr den Mitgliedern des Vorstandes die Herausforderung. Die Geforderten lehnten dieses Ansinnen gleichfalls ab. Wallis theille dem Dr. Fink, sowie dem Ehreu- rath das Ergebniß seines Vorgehens mit. Der Ehrenrath veranlaßt« nunmehr F., Klage wegen Beleidigung durch die Presse zu erheben. Die Klage wurde aber vom Schöffengericht abgewiesen, da eine Beleidigung nicht vor- liege. Eines der geforderten Vorstaudsmitglieder, ein Land- niann, machte der Staatsanwaltschaft Mittheilung von der Herausforderung. Die Staatsanwaltschast leitete gegen Dr. Fink und dessen Kartellträger das Strafverfahren ein. Dr. Fink hat aber das nicht öffentliche, nrilitärge richtliche Ver- fahren vorgezogen, während der Rechtsanwalt Wallis am 8. d. M. von der Strafkammer des Landgerichts zu Kiel zu einem Tage Festungshast verurtheilt worden ist. Wallis hatte den Einwand der Unzuständigkeit des Zivilgerichts erhoben und begründete denselben damit, daß er als Osfizier dem Militärgericht unterstehe, nicht den, Zivilgericht, denn das Kartelltragen sei vom Reichsgericht als Beihilfe zur Herausforderung zum Zweikampfe erklärt. Er habe ganz in dienstlicher Veranlassung(I) gehandelt, da der Vorsitzende des Ehrenraths mit dem verletzten Reserve- Lieutenant sich an ihn gewandt habe. Das Gericht erkannte den Einwand der Unzuständigkeit nicht als berechtigt an. Nach der angezogenen Reichsgerichts- Entscheidung trage das Kartelltragen nur den Charakter der Beihilfe. Da der Strafausschließungsgrund§ L09 nicht vorlag, ward auf die mildeste Strafe, einen Tag Festungshaft, er- kannt. nach dem Autrage des Staatsanwalts, der den Fall als „außerordentlich milde" bezeichnete.— Unübertrefflich tritt in diesen» Vorkominniß die duellerzeugende Thäligkeit des sogenannten Ehrenraths zu tage. Noch wichtiger aber ist zur Beurtheilung unserer Staatsverhältnisse die Thalsache, daß der Duellsport bei der in der Sache zum Spruch berufenen Beamtenschast auf eine Aufnahme stößt, die von verhaltenem Wohlwollen kaum zu unter- scheiden ist. Man vergleiche nur einmal die milde Strafe, die den Dr. Wallis getroffen, mit dem Schicksal, deffen sich Sozialdemo- kraten hätten gewärtig sein müssen, wenn sie sich Gesetzes- Verletzungen von gleicher Schwere zu schulden kommen lassen.— Gotha, H. September.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Bei den heutigen Wahlmännerwahlen zum Landtage errangen wir im ersten Gothaischen Wahlkreise einen vollständigen Sieg. Auch in drei bis vier Wahlkreisen dürsten wir aller Voraussicht nach glänzend durchdringen.— — A u f e i n e n S o n n t a g, den 20. September, hat die Bürgermeisterei in S t r a ß b u r g i. E. die Wahlen zum G e- werbegericht angesetzt. Man ersteht hieraus, schreibt hierzu die„Frankfurter Zeitung", daß der Sonntag als Wahl» t« r m i n sich in Elsaß- Lothringen eingebürgert hat und nie- mand nimmt daran Anstoß, im Gegentheil, alle Parteien sind dainit einverstanden, auch die, denen sonst die Heilighaltung des Sonntags sehr am Herzen liegt. Eine Klage über Ent- Heiligung des TageS ist uns noch nicht zu Geficht gekommen, und die Bewohner der Reichslande. Katholiken wie Protestanten sind doch gewiß nicht weniger kirchlich und religiös, als ihre Glaubensgenossen draußen im Reiche, die gleich Wehe schreien, weun die Forderung sich erhebt, alle öffentlichen Wahlen auf die Sonutage zu legen. Ist der Sonntag in Köln, den die nationalliberale„Köln. Ztg." nebst ihrer ultramontanen Schwester, der„Köln. Volksztg." vor, jeder Entweihung oder Störung durch Wahlen bewahrt wissen will, etwas anderes, als der Sonntag in Straßburg, den die nationalliberale„Straßb. Post" liebst dem ultramontanen„Elsässer" als den besten Wahltag anerkennen? Diese Fragen stellen heißt sie auch beantworten und zwar dahin, daß sich für alle Deutschen schickt, was den Bewohnern der Reichsland» recht und angemessen ist. Oesterreich. Wien, IS. September. Im Arkadenhofe des Rathhauses begann heute der B a u e r n t a a, der von etwa 10 000 Personen besucht ist. Statthalter Graf von Kielmansegg versicherte, die Regierung sei stets bestrebt, die berechtigten Jnter- esse» des von ihr voll gewürdigten Bauernstandes nach- haltig zu fördern.(Stürmischer Beifall, Hochrufe.) Es wurde «ine Anzahl Resolutionen angenommen, darunter eine solche betreffend dasBerbotdesGetreide-Terminhandels sowie eine Resolution, nach welcher der Ausgleich nur unter namhafter Erhöhung der ungarischen Quote und unter Garantie einer ehrlichen Handhabung des Zoll- und Handelsbündnisses seitens Ungarns abzuschließen und eine österreichische Staatsbank Hu gründen sei.— Salzburg, 14. September. Der konservative Abgeordnete Hofrath Lienbacher ist heute gestorben. Obgleich klerikal hat er doch die Bündnisse der Ultramon» tauen mit Czechen und Polen niemals gebilligt. So stand er, dessen Begabung unzweifelhaft war, vereinsamt zwischen den liberalen und den ultramontanen Deutschen. Obgleich früher Slaatsanwalt und einer der Schöpfer deS urreaktionären österreichischen Preßrechtes, hat«r die Rothwendigkeit einer den Zeit- Verhältnissen entsprechenden Reform desselben in letzter Zeit offen anerkannt.— Frankreich. Paris, 13. September. Gestern wurde bei den großen Manövern in der Nähe von Arras der Kapitän eines englischen Fiisilierregiments namens Flicher wegen Spionagever- d a ch t s verhaftet. Nach Feststellung seiner Personalien wurde er jedoch wieder entlassen, aber des Landes verwiesen.— Belgien. Brüssel, 14. September.(„Magdeburger Zeitung".) Gegen zehn belgische Ossiziere, die nach den Angaben Parminster's Greuelthaten im Kongostaate verübten, ist eine Untersuchung au- geordnet worden. England. London, 14. September. Die Freunde Dr. Jameson's haben mit ihrer Petition wegen Freilassung derGe- f a n g e n e n ein klägliches Fiasko erlitten. Die Petition, dir öffentlich zur Nnterschrist auflag, trug nämlich gestern erst vier Unterschriften.— — Die deutsche Konkurrenz, mit der nach dem Vorgange des Herrn Williams auch andere englische Patrioten ihre Laudslente in ein Schutzzoll-System Hiueinzufchreckeu suchen, verschwindet nicht von der Tagesordnung der englischen Presse. Den künstlichen Zahleuzusammenslelluugen des Herrn Williams tritt nun jetzt der„Daily Graphic" mit einer Reihe von Auf- lätzen entgegen, in denen auf die ganz vernachlässigte Thal- fache hingewiese» wird, daß gerade mit Deutschland die englischen Exporteure die besten Geschäfte machen. Es wird da gesagt:„Der größte Käufer Englands sind die Ver- einigten Staaten, dann kommt Indien, und Deutschland nimmt erst die dritte Stelle ein. Stellt man aber 5dauf und Verkauf gegenüber, so muß die Reihenfolge umgedreht iverden. Wenn zivei Geschäftsleute mit einander Geschäfte machen, so macht derjenige das beste Geschäft, welcher seinem Freunde mehr ver- kauft, als er von ihm kauft. Und das ist richtig. Denn das Geld, welches er für seine Verkäufe erhält, ist von universellem Werth und kann jeden Augenblick gegen irgend ein Produkt, welches er braucht, eingetauscht werden, während die gekauften Waaren nur einen besonderen Werth haben. Wünscht er sie in Geld zu verwandeln, so muß er sich nach einem Markt umsehen. Und der ist manchmal nicht so leicht zu finden. Derselbe Grundsatz läßt sich, wenn auch nicht so strenge, aus den Handelsverkehr zwischen Völkern und dessen Werlhabschätzung anwenden. Wenn wir in einem Lande mehr verkaufen, als wir von ihm kaufen, so ist es einleuchtend, daß»ins das zum Vortheil gereicht, weil wir das so erworbene Geld zum Ankauf anderer'Artikel aus irgend einem Theile der Welt benutzen können. Deutschland kauft von uns mehr, als wir von ihm kaufen. Um diese Thatsache zu verdunkeln, hat Williams in seinem Buche„Made in Germany" ein halbes Dutzend Posten über Einsuhr von Deutschland hervorgesucht. Er giebt z. Ä. a», daß die Einfuhr von deutschen Leinenwaaren im Jahre 189S einen Werth von 912S7 Lstr. hatte. Er vergißt aber zu sage», daß wir in demselben Jahre für 273 72S Lstr. Leinenwaaren an Deutschland verkauften. Baunnvollenwaaren kausten wir von Deutschland für S36 000 Lstr., verkauften aber au Deutschland für 1 305 000 Lstr. Und so könnte man die gesammte Williams- sche Liste durchgehe». Deutschland ist unser bester Kunde. Ein Kaufmann beleidigt seinen besten Kunden nicht, auch wenn er ein scharfer Konkurrent ist. Er eifert ihm nach, ohne die GeschästSoerbindung, welche beiden zum Vortheil gereicht, zu zerstören. Das vergessen die Schutzzöllner. Sie wollen, daß die Kolonien in ihren Zolltarifen zwischen Waaren des Mutterlandes nud denen des Auslandes unterscheiden und den ersteren Vorzüge einräumen, während sie den letzteren Bußen auserlege». Diese Politik ist eingestaudeiierinaßen gegen die deutsche Konkurrenz gerichtet. Leichten Herzens riskiren wir unseren Handel mit unserem besten Knuden, um den Handel mit unseren Kolonien zu heben, welche bisher stets stärkere Neigung bezeugt haben, an uns zu verkaufen, als von uns zu kaufen."— Dänemark. — I n H e l s i n g ö r ist die Agitation für die am 25. d.M. bevorstehende Wahl in vollem Gange. Es stehen sich hier der Kandidat der Rechten, GulslDsitzer Grüner, und der Maschinenmeister Rasmuffen, der Sozialdemokrat ist, gegenüber. Die liberale Linke ist entschlossen, für Rasmussen zu stimmen.— Schtveden. — Bei den bevorstehenden Folkethings- Wahlen in Stockholm wollten die Arbeiter infolge ihres so überaus beschränkten Wahlrechts mit der liberalen Linken zu- sammenarbeiten. um wenigstens einen gewissen Einfluß auf die Wahl der Kandidaten zu erhalten. Ader die nationale Linke empfand natürlich solche Scheu, Arbeiterinteressen mit vertreten zu sollen, daß sie das Augebot ablehnte. Die Sozialdemokraten haben daher beschlossen, H j a l m a r B r a n t i n g in allen Stockholmer Wahlkreisen als Kandidaten auszustellen. Italien. Rom, 12. September.(Eig. Ber.) Man spricht davon, den italienischen Konsulaten in Südamerika, wo, speziell in Brasilien und den La Plata-Staaten, mehrere Millionen Italiener eingewandert sind, italienische Regierungslommissionen beizugeben, welche sich mit der Ueberwachung des Schicksals der italienischen Eiwanderer beschäftigen sollen; ebenso ist die Gründung eines Auswanderungsamles in Italien selbst zur Ueberwachung der Thäligkeit der Auswanderungsagenten angeregt worden. Nur ist in Italien die Kluft zwischen dem Gedanken und der Ausführung infolge der in der Staatsverwaltung und in dem ge- fammten öffentlichen Leben herrschenden Schlaffheit weit breiter und tiefer als anderwärts. Die a b e s s y n i s ch e Angelegenheit ist jetzt so weit gediehen, daß man von der Intervention des Zaren eine Lösung erwartet. Dieser werde, heißt es, die Auslieferung der italienischen Ge- fangen«» und die Herstellung eines moäus vlvenäi zwischen Italien und Abessynien vermitteln und seinerseits die Garantie für dieses Abkommen übernehmen. Während also Italien den Abessyniern die Verpflichtung auferlegen wollte, sich für ihre auswärtigen Beziehungen ausschließlich der italienischen Ver- Mittelung zu bedienen, so würde künftig Italien selbst nur durch den Kaiser von Rußland mit Abessynien verhandeln können. Die wirthschaftlich werthlose Kolonie Italiens am rothen Meer« würde durch eine solche russische Schutzherrschaft auch noch ihren politischen Werth verlieren. So unser Römischer Korrespondent. Nach Berichten aus zuverlässigen Quellen besteht in Rom der Plan, die afrikanische Kolonie, die militärisch in der jetzigen Ausdehnung nicht haltbar ist. beträchtlich einzuschränken. Warum nicht den ganzen werth- losen Plunder wegwerfen?— — In Catania sollte vorigen Freitag eine Volks- Versammlung stattfinden, für die der Abgeordnete Genosse Costa als Berichterstatter angemeldet war. Die Behörden verboten iedoch die Versammlung und das Lokal wurde militärisch besetzt. Costa wollte dann auf einem öffentlichen Platz sprechen, allein er ward gewaltsam verhindert. Die Menge zog dann unter begeisterten Zurufen mit Costa nach dem Bahnhof und rief ihm bei der Abfahrt«in tausendstimmige?: Auf Wieder. t! zu. Man sieht, Herr Rudini ist ganz in die Fußstapfen Erispi's getreten.— Spanien. Barcelona, 14. September. Das Aktenmaterial gegen die Anarchisten, welche am 7. Juni d. I. das Bombenattentat während der Prozession in Barcelona ausführten, besteht aus 300 Folioseiten. Di« Zahl der dabei betheiligt«» Personen be» trägt 236. Als Hauptschuldige werden«in Italiener und zwei Spanier angegeben.— — Aus Kuba werden die gefangenen Rebellen erschossen. Aus den Philippinen desgleichen. Das Morden bezeichnet in der Regel den letzten Akt der Tragödie. Und eine Tragödie ist der Untergang des größten Kolonialreichs der Welt, in welchem„Die Sonne nicht unter- ging".— Rnsjland. Petersburg, 13. September. Durch kaiserliche Ordre ist dem Adjunkten des Polizeigroßmeisters von Moskan, Obersten Rudnew, ferner dem Polizeimeister von Moskau, Obersten Baron Budberg, und dem der Person des Polizeigroßmeisters attachirten Oberstlicutenant Pomeranzew ein st r e n g e r Verweis crtheilt worden, weil sie, wie die Untersuchung über das Unglück auf dem Ehodinskyfelde ergeben hat, ihre Pflichten ver- nachlässigt hatten. 6000 Leicheikk und die Schuldigen erhalten einen strengen Verweis! Die strenge, ohne Unterschied der Person urtheilende Gerechtigkeit ist doch kein leerer Wahn!— — Soldatenübermut h. Ein Telegramm aus Ruß- land meldete vor einigen Tagen die Degradation mehrerer Offiziere und gab als Ursache an, daß sie Exzesse und Akte der Selbsthilfe verübt hätten. Jetzt erfahren wir, worum es sich handelte. Ein Lieutenant des 85. Dragonerregiments, daS in Mejibujie(Podolien) garnisonirt, fing in einer Wirthschaft mit Juden Streit an und wurde, da er sich zu Handgreiflich- leiten hinreißen ließ, nach Verdienst durchgeprügelt; er eilte hieranf wuthschnaubend i» die Kaserne und forderte seine Kameraden auf, ihn zu rächen; diese ließen sich das nicht zweimal sagen, hundertfünfzig Dragoner wurden aufgeboten,— regelrecht kommandirt!— und das betreffende Wirthshaus nebst einigen anderen Häusern gestürmt, alle Möbel, Fenster, Thüren u. s. w. zertrümmert, und fünf Juden getödtet, einundzwanzig verwundet. Für diese Heldenthat ist die Degradation erfolgt. In Rußland scheint der Kriegsminister nicht recht„schneidig" zu sein, er würde sonst gesagt haben, den Juden, die sich an einen Offizier ver- griffen, sei bloß ein„Denkzettel" gegeben worden. Man schreibt uns hierzu»och ans Odessa: „Es wird für Sie nicht uninteressant sein, das Treiben unserer „Ordnungssäulen" kennen zu lernen. In rnssischen Zeitungen ist mitgetheilt worden, daß zwölf Ossiziere zu gemeinen Soldaten degradirt worden sind. Der Grund davon ist der folgende: I» Mejibujie(Gouvernement Podolien) trat ein Osfizier in ein Wirthshaus ein und verlangte von den Leuten, welche dort herumsaßen, daß sie die Mützen ablegen. Als diese sich weigerten, sein Verlangen zu erfülle», begann der Osfizier, sie mit seiner Reitpeitsche zu traktire», doch wurde er gleich darauf von den Wirthhausbesuchern ausgekleidet und tüchtig durchgehauen. Als der Osfizier über diese ihm zugefügte Beleidigung seinen Kameraden Mittheilung machte, nahmen sie 200 Soldaten mit und es be- gann die Verheerung des Fleckens Mejibujie. Drei Häuser wurden verbrannt, der Müller, welcher der Haupt- beleidiger des Osfizieres war, wurde zerfetzt, seine Frau auf- gehängt; Dragomirow(der Kommandeur der Armee des Militärkreises Kiew) wollte die Angelegenheit ver« tuschen, aber der Staatsanwalt brachte sie zur Kenntniß des Ministers. Die Verhaftiingen in Moskau und Petersburg sind Ihnen schon bekannt. Im Süden Rußlands finden auch Verhaftungen statt. Die Gendarmerie von Odessa wüthel. Die verhafteten Arbeiter werden geschlagen. So wurde der Arbeiter Brjanzew geschlagen, welchen man auf diese Weise zwingen wollt«, falsche Aussagen zu machen." Türkei. Koustantinopel, 13. Septeuiber. Das armenische Komitee machte vorgestern den Botschaftern die Mittheilung, daß.es, falls die nächtlichen Razzias und Ver» nichtungs Maßregel i» gegen die Armenier fort- dauern, aufs neue deutliche Lebenszeichen geben werde. ES sind Vorsichtsmaßregeln getroffen worden.— — Flucht der Armenier. Jedes in Athen von Konstantinopel ankommende Schiff bringt eine Anzahl Armenier. Heute sind wieder mehrere derselben eingetroffen; in Phaleron befinden sich bereiis gegen 1000 Arinemer.— — Das kreten fische Revolutions-Komitee in Vamos hat seine Auflösung mittels Rundschreibens an das kretensische Volk angezeigt.— Amerika. LouiSville, 13 September. Palmer wurde am Sonnabend seine Eruenmmg zum Präsidentschastskandidaten der Gold- demokrate» offiziell angezeigt. Präsident Cleveland sandte ein Schreiben, weiches denen seine Zustimmung ausdrückt, welche entschlossen dafür eintreten, daß die Stimme der wahren Demo- kratie nicht erstickt»verde._ die Arbcikce Feankreichs hat der Nationalrath des„Parti ouvrier" folgende Ansprache erlassen: Unser nationaler Kongreß in Lille sowohl wie auch der inter- nationale Kongreß in London waren ein doppelter Sieg des wissenschaftlichen Sozialismus, den die französische Arbeiterpartei vertritt. Alle Anstrengungen der in allen Farben schillernden Kapitalistenpresse, die"Tragweile dieses Sieges zu leugnen oder abzuschwäche», bestätigen nur, wie kräftig der Schlag war, den die kapitalistische Ordnung erhalte» hat. Unsere«utartete Bourgeoisie wird mehr und mehr unfähig, zur brutalen Gewalt ihre Zuflucht zu nehmen, deren Ohn» macht und Gefährlichkeit sie begreift; und eS bleiben ihr nur noch zwei Waffen, um die Bewegung, welche von allen Seiten über sie hereinbricht, zu bekämpsen und zu hemmen: der Chauvinismus und die Anarchie. Und diese beiden Waffen— ihre letzten— wurden ihr in Lille und in London in den Händen zerbrochen. In Lille hat die Wiederwahl Ghesqnibre's mit einer gegen früher versiärkien Majorität beim ersten Wahlgang— drei Tage nach dem Empfang Liebknecht's, Fischer's und Singer's und nach einer aufregenden, mit chauvinistischen Phrasen erfüllten Woche— auch den Blödeste» gezeigt, daß die patriotischen Komödien nie- manden mehr täuschen, und daß die Volksmassen wissen, wer die wahren VaterlandSfeinde sind. Das Volk hatte vor 2S Jahren gesehen, wie die Fem», die Jules Favre, die Pouyer- Quertier mit leichtem Herze» Elsab-Lothringen ausliefertei-, das nur die Internationalen, wie Malon, und die Revolutionäre, wie Tridon, zu vertheidigen entschlossen waren, indem sie in der Nationalversammlung gegen den Friedensschluß stimmten. Das Volk hat gesehen, wie die Thiers und Mac Mahon mit dem Frankfurter Vertrag die Hilfe Bismarck's zur Niederwerfung de? Paris der Kommune bezahlten. Das Volk hat gesehen, wie die Jules Simon und die Burdeau in Berlin mit dem deutschen Kaiser festlich tafelten; und es hat gesehen, wie die Ribot. die Hauotaux und die Poincarä Seeleute der Republik nach kiel schickten, um den deutschen Kaiser hoch leben zu lassen. Und als dieselben Regierenden, nachdem sie gestern noch das kaiserliche Deutschland zur Ausstellung von 1900 eingeladen, es wagten, sich mit dem von ihnen verrathenen und gedemüthigten Bater- land zu decken, um die durchaus nothwendig« Verständigung der Arbeiter der verschiedenen Länder zu hindern; als sie unter der Oberleitung der Pfaffe», die wieder, wie am 16. Mai, die Herren geworden sind, von bezahlten Banden den Rus:«Es lebe Frankreich I' durch Aufhetzungen zur Gewaltthätigkeit gegen die besten Freund« d«S republikanischen und arbeitenden Frank« X Und in London wiederum Niederlage, und keine geringere, der Ordnungsparteien und der Ordnungszeitungen. All ihre Manöver, um die Anarchie mit dem Sozialismus in Verbindung zu bringen, ihr in der sozialistischen Partei Sitz und Stimme zu verschaffen und auf diese Weise das Volk der Arbeiter und Bauern von uns zu entfernen, für das die Propaganda und die Propagandisten der That immer ein Gegenstand des Schreckens und des Abscheus waren all diese Manöver find zu schanden geworden und haben ein schmachvolles Ende genommen. Umsonst hatten die Herren die Maske der Gewerkschaften vorgenommen und sich hinter Arbeiterorganisationen versteckt, die entweder für die Gelegenheit fünstlich zusammengeflickt, oder deren Mandate durch trügerische Vorspiegelungen erschlichen waren überall, wo die Herren Anarchisten ihr wahres Gesicht zeigten, wurden sie augenblicklich fortgejagt. Und selbst als sie, das, was sie ihre Fahne nennen, flüglich in der Tasche behaltend, bescheiden verlangten, man solle sie aus Rücksichten für die Gewerkschaften, die sie hinter sich zu haben behaupteten, wenigstens dulden, wurden sie abgewiesen, und der Rongreß ging über seine Geschäftsordnung hinaus, um mit großer Majorität den französischen Deputirten, welche, 47 an der Bahl, auch nicht die geringste Berührung mit dem Anarchismus, diesem natürlichen und gehätschelten Kind des Bourgeois- Individualismus haben wollten, das Recht zuzusprechen, als besondere französische fozialistische Sektion am Kongreß theilzunehmen. Einstimmig wurde auf das Thor der künftigen internationalen Kongresse geschrieben:" Hier hat der Anarchismus teinen Zutritt, unter welcher Maske er sich auch verberge." Und zu gleich wurden mit Berachtung alle Zaubertränfchen des anarchistischen Herenteffels beiseite geworfen: die Enthaltung von der Politik, der allgemeine Streit, die Berweigerung des Militärdienstes 2c. " Gewerkschaftliches. B reichs entehren ließen, sind sie auf den Wall des allgemeinen I die des Gewerkschaftskartells, strengstens kontrollirt. Ferner sollen Unter anderen wurde vereinbart, daß keiner der jetzigen Ber Wahlrechts gestoßen, das sich weder narren noch bestechen läßt, nach einer polizeilichen Verfügung alle in den Versammlungen trauensmänner der Arbeiter innerhalb sechs Monaten entlassen und das auf diesen verzweifelten Rettungsversuch der Kapitalisten auftretenden Redner nicht nur Namen, Wohnort und Beruf werden darf, daß die Vereinbarungen schriftlich gemacht und von tlaffe antwortete, indem es lauter als jemals den Sozialismus angeben, sondern sie sollen auch von einem bestimmten Blaze beiden Parteien sowie vom Ober- Gewerbe- Inspektor Kulta gefertigt und dessen nothwendig internationalen Charakter verkündete und aus sprechen. Als im letzten Frühjahr hier eine Reihe Streits werden, und daß der Lohntarif in der Fabrik deutlich ersichtlich bestätigte. ausgebrochen waren, erhielten deren Leiter massenhafte Vor- angeschlagen wird. ladungen und gegen den Genossen Hue wurden nicht weniger Der Posamentirer Streit steht auch sehr günstig. als vier. Prozesse anhängig gemacht, die natürlich alle nieder- Eine Reihe Firmen haben wieder bewilligt. geschlagen werden mußten. Man sieht, in der klassischen Stadt Die Schneider Hollands hielten vor furzem einen Kongreß der Meineidsprozesse versteht man auch den Staat zu retten. in Utrecht ab. Als Programm für die Organisation wurde Dafür haben die hier wohnenden Fabrik- und Grubenherren ein die Beseitigung der Hausindustrie und die Errichtung von Bes so unbegrenztes Vertrauen zu der Polizei, daß die„ Kohlen- triebswerkstätten, Erringung eines Minimallohnes und einer tante", die Rheinisch- Westfälische Zeitung", alle Maßnahmen Marimalarbeitszeit aufgestelt. Ferner soll der Verband die Ge der Hermandad gegen die Arbeiter unbesehen lobt. Die fängnißarbeit und das Lehrlingswesen regeln und die Arbeiterinnen Rheinisch- Westfälische Zeitung" ist allerdings ein national organisiren. Der Name des Verbandes wurde geändert und lautet liberales" Blatt. jetzt: Niederländischer Kleidermacher- Bund. Der Sitz des Ver bandes wurde nach Amsterdam verlegt. An Beitrag für die Bundestasse soll jedes Mitglied wöchentlich einen Gent bezahlen. Im Auguft eines jeden Jahres soll ein Kongreß abgehalten An die Textilarbeiterschaft Deutschlands! Seit 8. Sep- werden. tember befindet sich in der Kölnischen Baumwollen- Aus England. Die Forderungen der Dod- und Hafen. Spinnerei ein Theil der Spinner und Spinne- arbeiter sind: 8 Pence die Stunde während der gewöhnlichen rinnen im Ausstand. Sie waren zu diesem Vorgehen ge- Arbeitszeit, i Shilling die Stunde für Ueberzeit für Dockarbeiter zwungen durch die Willkür der Direktion, die, ohne mit ihren im Londoner Hafen. Kornarbeiter sollen den zur Zeit im Arbeitern eine Vereinbarung getroffen zu haben, die Löhne will- Viktoria Dock geltenden Lohn erhalten, nämlich 25 sh. für fürlich zum Schaden der Arbeiter änderte. Während früher noch 100 Quarter. Korntrimmer 1 sh. die Stunde während der ges leidliche Verhältnisse bestanden, sind jetzt unter dem neuen wöhnlichen Arbeitszeit und 1 sh. 6 d. die Stunde für Ueberzeit. Direktor, namentlich aber, seitdem neue Spinnmaschinen in Be- Arbeiter, die während der Mahlzeitspause arbeiten, sollen doptrieb gesetzt wurden, die Löhne bedeutend vermindert. Wo pelten Lohn bekommen. Solche, die nach 10 Uhr abends ar früher für den Spinner immer noch ein Verdienst von durch- beiten, sollen für eine zweite Mahlzeit Vergütung erhalten, und schnittlich 46 Mart in vierzehn Tagen erreicht wurde, beträgt er solche, die nach zwei Uhr morgens arbeiten, für eine dritte. jetzt durchschnittlich 40 Mark; während die Flyerspinnerinnen Jedem angestellten Arbeiter muß wenigstens Lohn für einen früher in 14 Tagen ca. 30 M., die Thröstlespinnerinnen ebenso- halben Tag oder eine halbe Nacht ausgezahlt werden. Ein Theil viel verdienten, beträgt der Verdienst jetzt 18-20 M. für die der Dockarbeiter erhält jetzt schon 8 d. die Stunde während der ersteren, 20 M. für die letzteren. Der Direktor führt diesen gewöhnlichen Arbeitszeit und 1 sh. für Ueberzeit. Lohnausfall auf die geringere Arbeitsleistung zurück; die Arbeiter behaupten aber mit recht, daß der Minderverdienst auf die Wiltür bei Festsetzung der Lohntarife, auf die Uebervortheilung beim Wiegen oder bei Feststellung der geleisteten Arbeit und auf die Verschlechterung des Rohmaterials, Wolle, des Vorgesponns u. f. w. zurückzuführen ist. Die Arbeiter wurden zum äußersten getrieben, als bei der letzten Lohnzahlung willkürlich den Andrehern, anstatt( wie vereinbart) Tagelohn, Atkordlohn fäße berechnet wurden, ohne daß ein Einverständniß erzielt war, oder ohne daß die Arbeiter bei der Festsetzung der Akkordsätze Unter den Vertretern der gesammten Arbeiterwelt, die ent- befragt worden wären, so daß sie anstatt 2,50 m. bis schlossen sind, dem Elend und der Sklaverei des Lohnsystems ein 2,70 Mart Tagelohn nur durchschnittlich 2 Mart verdienten. Ende zu machen, herrschte nur eine Stimme, daß der Eroberung Die Spinner erklärten sich sofort solidarisch und legten, als Border politischen Macht, d. h. der gouvernementalen Expropriation stellungen nuglos waren, einmüthig die Arbeit nieder. Die Zahl der herrschenden Kapitalistenklasse, die ökonomische Expropriation der Streifenden hat sich bis heute bedeutend vermehrt, da ein dieser Klasse und die Vergesellschaftung der Produktions- und Theil der Spinnerinnen sich später anschloß; sie beträgt jegt Tauschmittel untergeordnet werden muß.*) 250. Jedenfalls wird durch den Ausstand ein großer Theil der Und so ist es denn die Einheitlichkeit, eine so vollständige in der Fabrik beschäftigten Arbeiter, 1000-1200, in Mitleiden Einheitlichkeit, wie sie nie zuvor bestanden, nicht blos in bezug fchaft gezogen werden. Die Vermittelungsversuche blieben bisher auf das zu verfolgende Biel, sondern auch in bezug auf die an- erfolglos. Die Direktion ist bemüht, mit allen Mitteln Spinner zuwendende Tattit fiegreich aus einem Kongreß hervorgegangen, heranzuziehen; so ist ein Meister auf Reisen, um Ersaß für die ber, wie die Bosheit und Dummheit unserer Gegner vermeinte, dazu ausständigen Arbeitskräfte zu schaffen. Die Ausständigen hoffen, berufen war, das Schauspiel der Spaltung und Auflösung zu daß die Kollegen Deutschlands die nöthige Solidarität zeigen, geben. und den Zuzug fernhalten entgegen zu setzen?" auch Die Beisiger der Arbeitnehmer des Gewerbegerichts zu materielle Unterstützung leisten werden. Die Streikenden fordern nicht mehr, als die Zahlung der früheren und garantirten übeck haben sich eingehend mit dieser Frage beschäftigt und eins Löhne. Da der Streit ohne jede Vorbereitung begonnen werden stimmig den Beschluß gefaßt, in unserer Generalversammlung, mußte, ift finanzielle Unterstüßung dringend nothwendig. Die welche voraussichtlich im September stattfindet, dahin zu wirken, selbe ist zu senden an den Raffirer der Lohnkommission daß die Generalversammlung die Initiative ergreift, dem Reichss Th. Urbach in Köln, Severinswall 18 und Perlengraben 36 bei tage bei seinem Zusammentritt eine Petition zu unterbreiten Jinhoff; Korrespondenzen wolle man an Ernst Fr. Deinhardt, in dem Sinne, dem genannten Entwurf seine Buftimmung zu Perlengraben 36, adressiren. Die Lohntommission. versagen. J. A.: Ernst Fr. Deinhardt. Mit gleicher Einstimmigkeit wurde verkündigt, daß neben der gewerkschaftlichen Organisation und Aktion, die zu dem täglichen Vertheidigungskampf der Arbeiterklasse nothwendig sind, und zur Vervollständigung dieser gewerkschaftlichen Organisation die politische Organisation und Aktion die nothwendige Vorbedingung bes endgiltigen Sieges im Befreiungskampfe der Arbeit ist. und Es ist das Programm unserer Arbeiterpartei, es ist die Methode, welche sie seit 16 Jahren verfolgt, die beide in London anerkannt wurden als das Programm und die Methode der Arbeiterpartei der zwei Welten. Es lebe die Arbeiterpartei! Es lebe die Internationale! Der Nationalrath: Garnaud, René Chauvin, Abgeordnete; S. Dereure; Gabriel Farjat; Ferroul, Maire; Fortin; Jules Guesde, Abgeordneter; Jourde, Abgeordneter; Paul Lafargue; Maussa, Gemeinderath; Prevost; Rouffel, Maire; Sauvanet, Abgeordneter; Bürgerin A. Valette; A. Bevaës. Partei- Nachrichten. Parteikonferenzen werden abgehalten: für den west fälischen Wahlkreis Bielefeld Wiedenbrück am 20. September, vormittags 9 Uhr in der Bentralhalle in Biele feld; für den 10. fächsischen Wahlkreis Nossen Roßwein am 20. September, nachmittags 3 Uhr, auf der Muldenterrasse in Döbeln; für den 7. hadischen Wahl treis Offenburg Kehl Obertir ch am 20. September, nachmittags 3 Uhr, in der Mundinger'schen Brauerei in Offenburg. Aus Dänemark. Ein neues sozialdemokratisches Blatt, Fyens Sozial- Democrat" erscheint vom 1. Oktober ab in Odense. Fünen besaß bisher nur ein sozialistisches Wochenblatt. Zu Malon's Gedächtniß fand gestern, am 13. d. M., eine Todtenfeier auf dem Père Lachaise in Paris statt. Es war die dritte Wiederkehr seines Todestages. Mitglieder aller sozialistischen Fraktionen betheiligten sich an der Feier zu Ehren des schlichten Arbeiters, der in der Kommune und in der französischen Nationalversammlung die Sache des internationalen Proletariats muthig verfocht und sich mit eisernem Fleiß die Fähigkeit erworben hat, den Sozialismus, für den er auf den Barrikaden gekämpft, auch wissenschaftlich zu vertreten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " namentlich Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Schuhmacher! Wegen Maßregelung sind in der Schuhfabrit von Oppenheim u. Meyer in Bernau in der Mark Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist fern zu halten. Briefe und Sendungen sind zu richten an Ernst Glor, Schuh macher in Bernau, Neustädterstraße. Die Dockarbeiter in Limerick in Irland feiern, weil in den Docs arbeitsparende Maschinen eingeführt worden sind. Die Ausständigen marschirten nach dem Arbeitshause und ver langten Aufnahme. 200 wurden auch aufgenommen. Boziales. Aufruf an die Gewerbegerichts- Beisitzer der Arbeiter Deutschlands. Bekanntlich publizierte der Heichs- Anzeiger" vom 3. und 6. Auguft den Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung. Das Verbandsorgan deutscher Gewerbegerichte„ Das Gewerbegericht" behandelt in einer Sondernummer eingehend den Entwurf und kommit folgerechterweise zu der An sicht, daß, wenn die Bestimmungen des Entwurfes Rechtstraft erlangen, eine vollständige Lahmlegung der gesammten Thätigkeit der Gewerbegerichte bewirkt wird. den gesammten Entwurf in seiner reaktionären Tendenz wieder Es kann hier an dieser Stelle nicht unsere Aufgabe sein, den gesammten Entwurf in seiner reaktionären Tendenz wieder zugeben. Dieses ist zur genüge in der Sondernummer des Gewerbegerichts" geschehen. Für uns kann zunächst nur die Frage maßgebend sein:" Wie entfalten wir eine wirksame Agitation, um den Bestimmungen dieses Entwurfes einen Damm Es ist ja nicht vorauszusehen, welche Stellung die eventuell stattfindenden Generalversammlungen der Gewerbegerichte au diesem Entwurf nehmen. Sollte diese boch wider Erwarten eine ablehnende sein, dann ist es doppelt unfere Pflicht, daß von feiten der Gewerbegerichts- Beisiger der Arbeitnehmer die Agitation unter Der organisirten Arbeiterschaft Deutschlands betrieben wird, um durch energischen Protest von unserer Seite die Regierungsver treter zu beeinflussen. Diskutirt deshalb allenthalben diesen Entwurf, nehmt Stellung zu demselben, damit die Thätigkeit der Gewerbegerichte durch diese Rückwärtsbildung, wie sie dem Entwurf zu grunde liegt, nicht lahm gelegt werden. Das Gewertschaftstartell in Bernau. Der Ausstand der Tabakarbeiter in Fürstenwalde hat an Ausdehnung zugenommen; es sind jetzt sämmtliche Bigarren- und Wickelmacher sowie sonstige Tabatarbeiter daran betheiligt. Die Lohnkommission unterhandelte am Sonnabend Die Gewerbegerichte sollen immer mehr und mehr ausgebaut mit den Fabrikanten, diese verhielten sich ablehnend. Es sind und mit erweiterten Machtbefugnissen ausgestattet werden. Dieses 25 Verheirathete mit 87 Kindern zu unterstützen. Wir bitten die ist die naturnothwendige Konsequenz unserer wirthschaftlichen Kollegen und Kolleginnen Deutschlands, uns thatkräftig und Entwickelung, es geschieht aber nicht in der Art, wie der Ent schnell finanzielle Hilfe zu leisten. Hauptsächlich bitten wir die wurf es mit sich bringt, indem die Verwaltungsbehörde im Kollegen und die Arbeiterschaft von Berlin, die Nachbarstadt Berein mit den Innungen in Zukunft die maßgebenden Faktoren Fürstenwalde nicht im Stiche zu lassen, sondern uns thatkräftig werden. zu unterstützen, damit auch wir wieder in die Lage kommen, da zu helfen, wo es noth thut. Die Streitkommission. J. A.: A. Grünherz. Ein gemeinsames Handeln und Vorgehen in dieser Sache ist erforderlich; daher wäre es am Plaze, das Resultat der Dis. tussion dieser Frage dem Obmann der Gewerbegerichts- Beisiger der Arbeitnehmer von Lübeck, Gustav Kähler, Böttcherstraße 18, zu unterbreiten, eventuell wirksamere Vorschläge au machen, um auf diesem Wege zu unserem Ziele zu gelangen. Die schwedischen Arbeiter bitten, sie durch Beiträge und dadurch zu unterstützen, daß kein ausländischer Fachgenosse nach Schweden geht. Aus Flensburg. Schon in die achte Woche dauert der hiesige Werftarbeiter Ausstand, veranlaßt durch einen fleinen Theil der niedrigft entlohnten Arbeiter, der sogenannten Plagarbeiter. Dieselben wollten, da die Konjunktur äußerst Die Arbeitnehmer- Gewerbegerichts- Beifizer Lübecks. günstig ist, ihren Lohn um etwas erhöht haben. Die WerftDie Aussperrung der Tabakarbeiter in Schweden, die verwaltung gab eine abschlägige Antwort und so legten die etwa 1200 Arbeiter umfaßt, dauert noch immer fort. Der Ver= Platarbeiter die Arbeit nieder. Die Antwort war der Ausschluß such, die Arbeiterorganisation zu vernichten, hat keine Aussicht fämmtlicher Arbeiter der Werft. Nicht allein, daß so viele auf Erfolg, denn es schließen sich ihr mehr und mehr auch jene Arbeiter unschuldig entlassen wurden, es ist ihnen auch überall Arbeiter an, die bisher nicht dazu gehörten. Die Versuche der Genosse Groth, Redakteur der Mecklenburgischen unmöglich gemacht, wieder Arbeit zu erhalten. Man verlangt Fabrikanten, aus dein Auslande andere Arbeiter herbeizuziehen, Volkszeitung", hat am am Sonnabend das Gefängniß nach nun von dem Personal, die Arbeit bedingungslos aufzunehmen. sind ebenfalls bisher mißglückt. Fabrikant Fitger aus Göteborg 5%, monatiger Strafhaft verlassen. Wir beglückwünschen den Kollegen, Genoffen allerorts! Sollen und können wir das? fucht die Inhaber der noch arbeitenden Fabriken dazu zu be waderen Mitkämpfer zur wiedergewonnenen Freiheit, die er be- Wir sagen nein. Denn hat man uns vorher schlimm genug wegen, die der Organisation angehörenden Arbeiter ebenfalls nußen wird, um mit derselben Energie wie bisher für die Inter- bedrückt, so würde das noch viel mehr der Fall sein, wenn auszusperren; aber in Malmö find seine dahinzielenden Versuche wir bedingungslos zur Arbeit zurückkehrten. Allen Arbeitern und gescheitert. effen des Proletariats zu wirken. Wegen groben Unfugs, begangen durch eine Notiz mit Genossen danken wir für ihre Hilfe in der Noth, aber es muß dem Stichwort:„ Der Dienst der Freiheit ist ein schwerer Dienst", noch weiter geholfen werden, damit die kleine Unterstützung wie war der verantwortliche Redakteur des Stettiner, Volts bisher an die Ausständigen weitergezahlt werden kann und der boten", Genosse Henning, vom Schöffengericht zu einer Ausstand, der für die Werftarbeiter so bedeutungsvoll ist, nicht Woche Haft verurtheilt worden. Das Landgericht verwandelte wegen Mangels an Unterstüßung verloren geht. Die Werst hat die Haftstrafe in eine Geldstrafe von 70 M., an deren Stelle den Betrieb zwar aufgenommen, 850 Arbeiter, bie Lehrlinge mit Depelchen und letzte Nachrichten. einbegriffen, find thätig; mögen aber auch 5-600 Arbeiter Hamburg, 14. September.( W. T. B.) Der Sekretär eventuell 7 Tage Haft treten. Der verantwortliche Redakteur des Sächsischen Volts- wantelmüthig werden, die übrigen 7-800, die Elite der Arbeiter: G. 2. Buzzo von der Dockers, Sailers and Firemans- Union" blatte" in 3 widau, Genosse Keil, ist wegen angeblicher Be- schaft, werden treu ausharren, bis der Kampf zu unseren gunsten erhielt heute früh von der Polizei den Befehl, Hamburg binnen leidigung des Krimmitschauer Stadtverordneten- Kollegiums unter beendet ist. Znzug ist streng fernzuhalten. Alle arbeiterfreund- 24 Stunden zu verlassen. Buzzo steht mit dem englischen Agitator Tom Mann in Beziehung, welcher die Absicht hat, hier Anklage gestellt. Zwei andere Preßprozesse, wo das Ürtheil gegen lichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Das Streitfomitee. ihn auf zusammen 7 Monate Gefängniß lautete, schweben noch And Hamburg berichtet der Berliner Lokal- Anzeiger": am Dienstag Abend in einer großen Hafenarbeiter- Bersammlung Hamburgische bei der Revisionsinstanz, dem Reichsgericht. Um dem drohenden internationalen Streit der Seeleute und zu sprechen. Man schließt hieraus, wie die -Aus Essen wird uns geschrieben: Am 12. September Hafenarbeiter rechtzeitig entgegenzutreten, haben sich die Sam Börsenhalle" schreibt, daß der für morgen angefegte Vortrag Hamtagte hier eine start besuchte Parteiversammlung, wo Genosse burger Rheder mit der Shipping federation Groß nicht gehalten werden wird. Das heißt also, daß auch Tom Mann ausgewiesen werden wird. Meist aus Köln, als Delegirter für die Rheinprovinz, über die britanniens vereinigt. Hamburg, 14. September.( W. T. B.) Heute Nachmittag Verhandlungen des Londoner internationalen Kongresses be Der Dachdeckerstreik in Wiesbaden ist, wie die Frankrichtete. Als der erste Redner in der Diskussion, Genosse Hue, furter Boltsstimme" mittheilt, beigelegt. Unter welchen gegen 51/2 Uhr entstand im Freihafen, Block A Nr. 12( Kehr die Berichte kritisirte, die die bürgerliche Presse Essens, besonders Bedingungen, ist noch nicht bekannt. wieder) ein Großfeuer, das durch drei Züge der Feuerwehr beschränkt der angeblich unparteiische Allgemeine Beobachter", über den wurde. Die Metallarbeiter Württembergs halten am 20. Sep. nach mehrstündiger Thätigkeit auf den Seerd Der zweite Boden, in dem große Quantitäten vers löfte der überwachende Londoner Kongreß gebracht haben, da tember im Gasthaus zum Hirsch in Stuttgart eine fchiedener Kaufmannswaren, als Wein, Zabat, Kaffee und Leder Beamte die Versammlung auf. Ueberhaupt macht sich hiernandestonferenz Effen ein außerordentlich scharfer Polizeiwind bemerkbar. Die andestonferenz ab, welche von den Stuttgarter Ver- lagerten, ist ausgebrannt. Bei Feuerwehrleute wurden durch Rauch betäubt, aber gerettet. Der Schaden ist ziemlich bes Beiten, wo Herr Oberbürgermeister 3 weigert es verschmähte, waltungsstellen des Metallarbeiter- Berbandes einberufen ist. anläßlich der großen Bergarbeiterbewegung im Jahre 1889 Militär zu deutend. Warschau, 14. September.( W. T. B.) Graf Schuwalow requiriren er vertraute dem gefunden Sinn der Knappen diese Zeiten sind vorüber. Heute wird jede Versammlung, felbft hat die letzte Nacht sehr gut verbracht. Die Gefühls- und Be wegungsfähigkeit nimmt zu, die Aerzte erhoffen eine vollständige *) Das soll selbstverständlich nicht heißen, daß die ökonomische In der Schuhfabrik von Löwenstein streitten von Wiederherstellung. Paris, 14. September.( W. 2. B.) Einer Meldung der Expropriation weniger wichtig sei fie ist ja im Gegentheil der 4-500 Arbeitern die Hälfte, weil der Fabrikant sich geweigert Die Arbeiter Blätter aus Boulogne f. M. zufolge hat die französische Polizei Hauptzweck, sondern daß die gouvernementale Expropriation, hatte, einen Minimallohntarif einzuführen. Bis auf mit Unterstüßung eines englischen Detektivs den Irländer Tynan, b. h. die Verdrängung des Kapitalismus von der politischen stellten dann noch einige andere Forderungen. Herrschaft, der ökonomischen vorhergehen muß, deren Vor- drei unbedeutende haben sie alle Forderungen durchgefeht, den Urheber des Attentats im Phönixpart im Jahre 1882, vers bedingung ist. und zwar ebenfalls unter Bermittelung des Gewerbe- Inspektors. haftet. Tynan war fürzlich aus Amerta zurückgekehrt. In Wien, ist der Streit der Eifengießer der Firma Demeter Hauer infolge der Vermittelung des Gewerbe infpettors beigelegt. Der Fabrikant hat die verlangte Einführung der Lohnbücher zugestanden. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 216. * Dienstag, den 15. September 1896. 13. Jahrg. thun dem hier irrthümlich betretenen Pfade auch in solchen Streit- Brennen des Haares einen Tituskopf" au machen. Der Vers Arbeiter- Sanitätskommiffion. fällen von ihr erhoffen, die minder von schönen Damenfüßchen dacht, ihm die Frauenkleider verschafft zu haben, hat sich auf Daß das Berliner Leitungswasser nichts taugt, berührt werden. Frau Gürtler gelenkt. Diese bestreitet jedoch nach wie vor jede fade und lauwarm im Sommer schmeckt und wiederholt VerKommunal Statistisches. Der Jahresabschluß der Stadt: Kenntniß von dem angeblichen Mordplane. Als Verfertiger der anlassung zu Darmerkrankungen, ja mehrfach selbst zu Typhus- Hauptkaſſe für 1. April 1895/96 feblieft, ab it be it Maschine und der Kiste gilt nicht Koschemann, sondern Westphal. Epidemien in der Bevölkerung geworden, ist eine Wahrheit, die 94 082 013,76 M., in Ausgabe mit 90 818 401,80 M., es ergiebt vorige Woche angeblich aufgeklärt haben. Auch die Herkunft der Weckeruhr in dem Packet soll sich nachgerade die Spaßen von den Dächern pfeifen. Eine Be- sich daher Ende 1895/96 ein Baarbestand von 3 268 611,96 M. stätigung von berufenster Seite fand diese von unserer Seite Da Da die verbliebenen Ausgabereste die Einnahmen um Ein sonderbares Abenteuer erlebte fürzlich ein Droschken wiederholt betonte Thatsache in der vor einigen Tagen 1385 201,77 M. übersteigen, muß zur Deckung ber- tutscher, Ser mit seinem Fuhrwert auf dem Straußberger Play ftattgehabten Jahresversammlung des deutschen Vereins für öffent felben von dem Baarbestande ein gleich hoher Betrag hielt. Der Roffelenter hatte sich eben nach dem nahegelegenen liche Gesundheitspflege, indem beide Referenten über die Trink- in Reserve gehalten werden und es berechnet sich Straßenbrunnen begeben, um einen Trunk für seinen Gaul zu wasserfrage übereinstimmend zur Verurtheilung des filtrirten hiernach der Ueberschuß der Stadthaupttaffe für holen, als ihn Straßenpaffanten darauf aufmerksam machten, daß Flußwassers gelangten und die Entnahme von Grundwasser die gebachte Rechnungsperiode auf 1 888 410,19 m. ein Borübergehender die zusammengelegte Pferdedecke vom Kutsch. durch Tiefbrunnen als die einzig richtige und selbst für die Im Jahre 1894/95 betrug derselbe nur 231 272,24 M., während bock genommen hatte und sich in Begleitung eines Gefährten init größten Städte der norddeutschen Tiefebene" mögliche" Art der pro 1893/94 ein Ueberschuß von 2272 496,74 m., pro 1892/93 derselben entfernte. Der Kutscher setzte natürlich dem vermeint Wasserversorgung forderten. Fast wäre es zur Annahme ihrer ein solcher von 4214 590,47 M. und pro 1891/92 ein solcher von lichen Spizbuben nach, der, als er sich verfolgt fah, die Decke Schlußfäße gekommen wenn nicht die Erwägung, die Erwägung, daß 3 040 758,95 m. erzielt worden ist. Der günstige Kassenabschluß fallen ließ und seinen Weg fortsette. 21s er bald darauf ein „ diejenigen Städte, die ihre Wasserversorgung auf Ver- für 1895/96 ist, obgleich die Steuerverwaltung in ihren Er- geholt und zur Rede gestellt wurde, wies er eine Blechmarke ut, erzielt worden ist. ließ und fortsette, wendung von Oberflächenwasser begründet begründet haben, bei trägen um 80 048,49 M. gegen den Voranschlag zurück vor, die ihn als Kriminalbeamten legitimiren sollte. so unbedingter Empfehlung des Grundwassers in die geblieben, wesentlich dem Ümstande zuzuschreiben, daß die Der Verfolger war nun erst recht der Meinung, daß größte Unruhe verfekt würden", bei der Versammlung städtischen Werke 673 210 M., die Unterrichtsverwaltung 441 826 M., er es mit einem verdächtigen Individuum zu durchgeschlagen und bewirkt hätte, daß einstweilen von einer das Armenwesen 135 467 M., die Krankenpflege 491 667 M., die hatte, denn er konnte sich nicht denken, daß ein Hüter Beschlußfaffung Abstand genommen wurde. Werden die Berliner Barkverwaltung 54 792 m., die Polizeiverwaltung 260 886 m., der Ordnung sich an seiner Pferdedecke vergreifen werde. Stadtväter trotzdem ruhig weiter filtriren und wollen sie wirklich die Straßenbeleuchtung und Reinigung 33 267 M. und die ver. Die Szene hatte begreiflicherweise einen großen Auflauf ver warten, bis noch einmal eine Massenerkrankung die beständige schiedenen Einnahmen und Ausgaben 634 130 M. Mehrüberschuß ursacht und auch einen Schuhmann herbeigeführt, der die Gefahr unserer heutigen Wasserversorgung grell beleuchtet? geliefert bezw. weniger Zuschuß erfordert haben. Gegenüber den streitenden Parteien nach der Revierwache brachte, wo sich Etatsfäßen verlangten Mehrzuschuß: die Bauverwaltung 660 976 m. herausstellte, daß der von dem Kutscher als Pferdedecken- Dieb Staligerstr. 132 befindet sich im rechten Seitenflügel und die Verwaltungskosten 83 934 M., die übrigen Kapitel des betrachtete Mann in der That ein Kriminalbeamter ist, der die part., 1 und 2 Treppen die Fabrit von Schlein u. Stephani, Stadthaushalts- Etats hielten sich im großen und ganzen inner- Sache später als harmlosen Scherz hinzustellen suchte und den welche 25 Personen,( daruter 4 Mädchen) beschäftigt, im Keller halb der durch den Etat gesteckten Grenzen. Kutscher bat, die Angelegenheit nicht ernst aufzufassen. Er habe darunter eine Metallgießerei. Jedesmal, wenn unten gegossen wird( gewöhnlich alle Vormittage viermal), dringt der scharfe Die Sportäfferei, die zur Zeit in zahlungsfähigen Kreisen nur sehen wollen, ob der Roffelenker ein wachfames Auge auf Dualm durch die offenen Fenster nach oben und belästigt die Mode ist, und bekanntlich von oben herab mit Dampf fultiviert sein Fuhrwerk habe und ob er aufmerksam genug sei, um sich dort Arbeitenden derart, daß mehrere bereits halskrank geworden wird, hat bereits dahin geführt, daß die Jungen aus dem vor Schaden durch wirkliche Spitzbuben zu hüten. find. Ein aus der Gießerei führender Holzschacht zur Ableitung Friedrich Wilhelms- Gymnasium, welche dem Rudersport obliegen, Zur Charakteristik des durch seine Stnüppeltaktit bekannten der Gafe wird kaum benußt, auch besteht in den Fabrikräumen jetzt ernstlich beabsichtigen, ein eigenes Bootshaus in Nieder- Pastors Jstraut, der bekanntlich nun in der hiesigen Sophien. keinerlei andere Ventilationsvorrichtung, die das Schließen der Schönweide bauen zu lassen. Die Knaben find in einem Verein, dem gemeinde gewählt worden ist, bringt die Volts Btg." folgenden Die Beitrag: Eine Vorbestrafung des antisemitischen Reichstagss Fenster ermöglicht. Auf dem Hofe zwei unsaubere Klosets für Gymnasial- Ruderverein Friedrich Wilhelm" organisirt. 40 Personen beiderlei Geschlechts, unsauber und stinkend auch National- Beitung", der wir diese Meldung entnehmen, Abgeordneten Pfarrers Jskraut dürfte nicht allgemein bekannt das Pissoir. trägt hierzu: Wenn ein Wenn ein solches Bootshaus überhaupt fein. Sie rührt aus der Zeit her, wo Jstraut in Luckenwalde Ein dortiger jüdischer Einwohner hatte die Röpniderstr. 158. 2. Hof, Quergebäude 3 Tr. befindet einen Sinn und eine Bestimmung haben soll, so ist es die, den Geiftlicher war. sich eine Tischlerei, deren ca. 20 Personen ein unverschlossenes Mitgliedern als Aufenthaltsort, als Klubhaus, Versammlungs- Hebeamme K. bei einem plöglich ausbrechenden Regen mit unter Kloset benugen, das faft niemals gereinigt werden soll und mangel- lokal und Stätte zum Trainiren zu dienen. Kann und darf seinen Schirm genommen. Dies hatte Jsfraut, der des Weges hafte Nachspülung hat. Auch das Pissoir ist unsauber gehalten. es in der Absicht der Schulbehörde liegen, derartiges zu dulden? tam, bemerkt und der Hebeamme die Worte zugerufen:„ Kommen Rigdorf, Steinmegstr. 19. Hof part. befindet sich Bielleicht, ja wahrscheinlich wird der Plan inhibirt werden von Sie doch mit mir, Frau K., und lassen Sie sich nicht von dem Diese Redensart trug Jskraut eine Geldeine Schuhmacherwerkstatt, die 2 Gesellen und 2 Lehrlinge be- den Eltern, die von der kostspieligen Spielerei ihrer Söhne Juden beschirmen." schäftigt. Der Arbeitsraum wird auch zum Schlafen benutzt. hoffentlich nichts wissen wollen, und von der Schule, welche ftrafe wegen Beleidigung ein, die in allen Instanzen aufrecht Es stehen dafelbft 2 Betten übereinander; in einem schlafen unmöglich ihre erziehliche Thätigkeit im Nebenamte neben erhalten wurde." ein Gefelle und ein Lehrling zusammen. Rudersport Vor Sonu dem wird ausüben wollen. Aber schon Eine internationale Hunde Ausstellung wird in der und Festtagen soll die Arbeitszeit von morgens 6 Uhr bis daß die Herren Jungen oder die jungen Herren auf den Ge- Flora zu Charlottenburg vom 18. bis 21. September d. J. abdanken der Errichtung überhaupt verfielen, beweist, wie sehr sie von Sportgedanken beherrscht und ausgefüllt werden. Anfangs April ging die Nachricht durch die Presse, daß laut Anordnung Fertigstellung der Weidendammer Brücke. Amtlich wird des Regierungspräsidenten unter Umständen öffentliche Aufzüge bekannt gegeben:" Wegen Anschüttung der Rampen für die neue von Schülern, die unter Aufsicht von Lehrern vor sich gehen, auf Weidendammer Brücke werden der Schiffbauerdamm zwischen der Grund des Vereinsgesetzes zu verbieten feien und genannten Brücke und der Nothbrücke vom 14. bis zum 16. d. M. fürzlich ist erst in der Umgegend von Berlin ein Wirth bestraft und die Friedrichstraße nördlich der Grundstücksgrenze Nr. 102 worden, weil er gelegentlich eines bei ihm abgehaltenen sozial- und 103 vom 17. d. M. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Der demokratischen Festes gelitten hatte, daß die unter Aufsicht der Wagenverkehr wird vom 17. d. M. ab über die neue Eltern befindlichen Kinder sich während eines Regenschauers im Brücke und die Straße Am Weidendamm geleitet werden." Tanzfaal aufhielten. In den von dem Jungen des Gymnasiums Also endlich! gegründeten Verein scheint man nichts Gesetzwidriges zu finden. nachts 2 Uhr dauern. Rügenerstr. 12. Das ganze Haus baufällig. Die Decken haben Riffe, der Puh ist abgefallen. Flur, Hof und Treppen ftarren vor Schmutz. Auf dem 2. Hofe befindet sich ein großer Mülkaften, doch liegen bereits ca. 3 Fuhren daneben, so mangelbaft ift die Abfuhr. Wann wird endlich die Stadt im öffentlichen Interesse die Müllbeseitigung übernehmen? Grimmstr. 38, Keller. Die Wohnstube liegt nach dem Hofe zu, 1,85 Meter unter dem Hofniveau, die Luft ift dunstig, die Wand feucht und mit Schimmel bedeckt. Frau tlagt über Reißen; auch Mann und Kinder sind kränklich. " gehalten. " " Ein Schwindler, welcher seine Opfer unter den Dienst Brigerstr. 7. Auf dem Hofe rechts parterre befindet sich eine Tischlerei, darüber eine Schraubenfabrit. Durch die undichte Im Berliner Aquarium erregt jetzt die den ersten Schlangen- mädchen zu suchen pflegt, treibt gegenwärtig in Berlin sein Uns Decke tröpfelt das Del aus der Schraubenfabrik in die Tischlerei. täfig bewohnende südamerikanische Riesenfchlange oder Anakonda wesen. Er giebt sich als Vertreter einer bedeutenden hiesigen Auf dem Flur dient eine mit einigen Brettern umgebene Wasser- ein ganz besonderes Interesse, weil sie einen Beweis erbracht Verlagsbuchhandlung im Osten Berlins aus und bietet leicht leitung als Piffoir und verbreitet einen sehr schlechten Geruch. hat, wie lange diese Reptilien ohne Nahrung auszuhalten ver- gläubigen Dienstmädchen Kolportageromane, gesammelt in Pracht Greifswalder str. 18. Für die Arbeiter einer Dreh- mögen; sie ist seit Mai 1895 in Besitz des Aquariums und troß- band gebunden, zu einem Preise von 6 M. an und verspricht bei orgelfabrit, einer Möbeltischlerei, einer Steindruckerei, sämmt dem ihr regelmäßig Futterthiere beigegeben wurden, hat sie vor Entnahme eines folchen Wertes als Zugabe das Prachtalbum liche auf einem Neubau beschäftigten Arbeiter, eine Schant einigen Tagen das erste Mal seit ihrem Hiersein, also nach der Stadt Berlin."!! Reflektanten müssen laut Quittung die wirthschaft nebst Gästen, sowie einen Bäckermeister nebst An- 16 Monaten, gefressen, indem sie eine Taube griff. Der Thier: 6 M. im voraus bezahlen. Daß der Schwindler zahlreiche gestellten und Familie befindet sich ein Kloset auf dem Hofe. bestand hat sowohl durch neue Buführungen von Helgoland, aus Dumme findet, geht aus den fortgesetten bei dem betreffenden Usedomstr. 17. Auf dem 8. Hof ein Ruhstall mit zirka der Adria u. f. w. wie auch durch Züchtungen beachtenswerthe Kolportageverlage einlaufenden Meldungen und Beschwerden hervor. Es sind in kurzer Zeit nicht weniger als einige fünfzig 15 Rüben, deren Dung wochenlang liegen bleibt. Von dem Stall Bereicherungen erfahren. Meldungen betrogener Dienstmädchen und Näherinnen ein. aus dringt Näffe in die Parterrewohnung des tiefer liegenden gelaufen. Der Schwindler ist mittlerer Statur, blaß und hat Squses Hussitenstr. 21. Die Wände sind dort mit Schimmel beeinen dunkeln Schnurrbart. Es wird gebeten, im Betretungsfalle deckt, Dielen und Thürbekleidungen mit Schwamm durchsetzt. denselben dingfest zu machen. Auf dem Hof der Usedomstraße große Unsauberkeit, Heu, Stroh und Schutt liegen haufenweise herum. Alte Jakobstr. 84. Quergebäude 5 Treppen eine Kurbel: stepperei, in der 17 weibliche, 8 männliche Arbeiter beschäftigt werden. Das Kloset für die Arbeiterinnen liegt im Arbeitsraum, was für die daneben sigenden Personen etelerregend ist. meint: Lokales. Im wissenschaftlichen Theater der Urania in der Taubenstraße sind die Proben zu dem Ausflug nach dem Monde" nun so weit gediehen, daß die Urania Besucher ihre erste gemeinschaftliche Rundreise nach dieser nächsten Nachbarwelt im Universum am kommenden Sonnabend unternehmen können. Wer seinen Arbeitern den Lohn nicht zahlt, ist ein BlutBis dahin wird der Gotthard- Vortrag mit seinen farbenprächtigen hund, sagt Jesus Sirach. Ein für die heutige Ordnung der Wandelbildern und dramatisch packenden szenischen Darstellungen Dinge bezeichnender Fall spielte sich am Sonnabend Abend gegen noch auf dem Repertoir bleiben. Inzwischen unternimmt die sieben Uhr in der Mulackstraße ab. Die dort an einem Neubau Direktion dieser Reises, will sagen wissenschaftlichen Gesellschaft beschäftigten Arbeiter haben seit vierzehn Tagen. keinen Lohn Ihnen wurde für den letzten Sonnabend bereits vorbereitende Schritte zu neuen Ueberraschungen, die eines mehr erhalten. sensationellen Erfolges sicher sein können. Nichts geringeres bestimmt die Zahlung versprochen, doch gegen 6 Uhr abends als die tühne Reise Nansen's soll mit all ihren fab sich der Polier gezwungen, den Leuten die Mittheilung zu denkbarster machen, daß sie jetzt noch fein Geld erhalten könnten. Hierdurch Für die ftreifenden Ballschuhmacher erwärmt sich die dramatischen Wechselfällen dem Besucher in Naturtreue plastisch vorgeführt werden. Auch in dem alten wurden die Arbeiter in erklärliche Aufregung versetzt und sie verNational- Zeitung" in einer recht anmuthigen Plauderei. Das Justitut in der Invalidenstraße werden neue interessante Bor suchten nunmehr durch Selbsthilfe den ihnen zustehenden Blatt, welches als Organ der Börse und der Großindustrie sonst tragsserien vorbereitet. Das Repertoir der nächsten Woche ent- ohn zu decken, indem sie Materialien aus dem Bau entfernten. am Dienstag den Vortrag des Herrn Dr. Tabbert Hinzugerufene Schußleute mußten das Berhalten der Arbeiter Leserinnen das Unglück vor, das entstünde, wenn sie mit den über Transvaal, Mittwoch des Herrn Professor Dr. C. Müller inhibiren und 30 Mann von ihnen wurden zur Feststellung ihrer Ballschuhen der vorigen Saison Menuett tanzen müßten, und über Farben im Kampf ums Dasein, Donnerstag des Herrn Personalien nach der Polizeiwache gebracht. Nunmehr ist es Da man die Welt des holden Scheines nun einmal neben Dr. Schwahn über die Erscheinungen der Gletscherwelt, Freitag wahrscheinlich, daß die Bauarbeiter, die sich in ehrlicher Arbeit die Welt des nicht immer holden Scheines gestellt hat und uns aus des Herrn Dr. Naß über Mode- Gasbeleuchtung und endlich am plagten, um Weib und Kinder zu ernähren, wegen Diebstahls vor Sonnabend den des Herrn G. Witte über die Sonne. Gericht müssen, während der Mann, der ihnen den Lohn dem lichtdurchflutheten Ballsaal mit seinen seinen elektrischen vorenthalten hat, nach wie vor in seiner Weise„ Ehrenmann" Glühlämpchen direkt hineinblicken läßt in das Keller- Bum„ Krause- Attentat". Zur Vorgeschichte des angeblichen bleibt. Iotal mit feiner Schustertugel, fo darf Mordanschlages auf den Polizei- Obersten Krause werden weitere wohl gehofft werden, daß der Ballschuharbeiter von Einzelheiten gemeldet. Im März des vorigen Jahres sollte im der Glückseligkeit, die dort vorherrscht, auch etwas Alexanderplay- Theater eine Aufführung von Fritz Reuter's Rein abbekommt. Unter den Handwerkern haben die Schuhmacher mit Hüsung" stattfinden, zu der der Arbeiter Weber auf offener am meisten Berechtigung, die Befferung ihrer Lage Straße Karten verkaufte. Von einem Kriminalbeamten hierbei anzuftreben, und unter ihnen scheint der Ballschuh- Arbeiter mit ertappt, wurde Weber zur Durchsuchung seiner Kleider nach dem am schlechtesten zu stehen. Sein Durchschnittsverdienst beträgt Polizeipräsidium gebracht. Diese Durchsuchung förderte außer einem nur 12-15 m. die Woche. Er arbeitet für Gelegenheiten, Verzeichniß mehrerer Personen, die ebenfallsKarten zum Vertrieb erbei denen man die Pfennige nicht erst herumzudrehen halten hatten, auch eine Anweisung zur Herstellung von Dynamit und pflegt, ehe man fie ausgiebt. Der Ball Etat ver- anderen Sprengstoffen zu tage. Das Verzeichniß enthielt auch die trägt eine gewiß so winzige Erhöhung, wie sie Namen von Koschemann und Westphal, die sich mit Weber als bei dem einzelnen Paar Schuhe eintreten würde, wenn die Hauptvertreiber der Eintrittstarten erwiesen. Als nun nach der Wochen Verdienst bes Arbeiters eine angemessene dem Attentate die Beschreibung der Person, die die Kiste in Verbesserung erführe. Der Dichter besingt den kleinen Fuß Fürstenwalde aufgegeben hatte und später im Eisenbahnzuge ge der Geliebten, das Mädchen ist stolz, wenn es in dieser Be- fehen worden war, auf Roschemann paßte, lenkte sich sofort auf ziehung bevorzugt ist, und doch ist der Schuharbeiter an dem diesen und seine beiden Genossen der Verdacht. Man suchte Rosche Eindruck, den sie macht, nicht ganz unbetheiligt. So trage fie mann schon am 30. Juni bei seiner Tante und bei Frau Gürtler ihm auch einen Theil der ihm gebührenden Dankbarkeit ab. ohne Erfolg. Als er dann bald darauf von einem Ausfluge aus Sie fann es thun, indem sie ohne Murren einen fleinen Auf. Friedrichshagen zurückkehrte, nahmen ihn abends vor der Hausschlag auf den Ballschuh bezahlt. Und sie wird ihren Lohn in thür 5 Kriminalbeamte in Empfang und brachten ihn mit einer 3 Mann schlafen. dem Bewußtsein finden, zur Besserung der Lage einer ganzen Droschte nach dem Alexanderplaß. Am 2. Juli entlassen, wurde Arbeiterklasse beigetragen zu haben." er bereits am 5. wieder verhaftet und blieb nun bis zum 25. Dt Es ist nur schade, daß dem arbeiterfreundlichen Streben, tober in Haft. Eine Haussuchung bei Weber und Westphal, zu dem die Balljungfrauen der Bourgeoisie von der National die mittlerweile ebenfalls festgenommen worden waren, belastete Beitung" ermuthigt werden, die Fabritanten im Wege diese nicht; sie wurden daher wieder auf freien Fuß gefeßt. stehen, die sich nach solchen prinzipienwidrigen Hez- Die Wiederverhaftung erfolgte auf grund der Aussage der Frau Liebesgram scheint die 23 jährige, aus Burgdorf gebürtige worten recht leicht gut einem Boykott des sonst fo Westphal, nach welcher ihr Mann mit Weber die Höllenmaschine Henriette Schlutow in den Tod getrieben zu haben. Das Mädchen tapitaltreuen Blattes aufschwingen fönnten. Wäre die angefertigt und Koschemann sie in Fürstenwalde aufgegeben diente früher auf einem Gute in der Nähe von Berlin, kam vor National Zeitung" nicht das Organ der traurigen Fraktion haben sollte. Daß Roschemann ein Frauengesicht hat, soll man drei Wochen nach Charlottenburg, wo es vierzehn Tage in der Drehscheibe, so möchten wir ein tonsequentes Fortschreiten auf auf den ersten Blick fehen; es soll ihm leicht sein, sich durch Krummestraße wohnte, und trat dann eine Stelle bei dem Re B Der Jnspektor vom Theater des Westens beschied vor furzem eine Anzahl Statisten vom Olympia Theater zu sich, um mit ihnen wegen eines Engagements zu verhandeln. Als die Leute im Bureau dieses Herrn draußen in der Uhlandstraße ans gelangt waren, eröffnete er ihnen, daß es für jede Vorstellung gelangt waren, eröffnete er ihnen, daß es für jede Borstellung einschließlich der Probe baare 75 Pf. Gage gäbe, doch müsse er die Statisten darauf aufmerksam machen, daß man nicht jeden Tag etwas für sie zu thun hätte. Es versteht sich, daß die Statisten, welche meistens im Zentrum der Stadt wohnen und daher allein an Fahrgeld täglich 80 Pf. verbrauchen würden, dankend auf das Auerbieten der Direktion vom Theater des Westens verzichteten. Ein Kulturbild. Im Moabiter Untersuchungsgefängniß sind gegenwärtig so viele Gefangene, wie in feinem Jahre vorher nach den Ferien. Das Männergefängniß beherbergte etwa 200 Personen über die Zahl von 1070, für welche es eins gerichtet ist. In Schlafzellen, die sonst nur für einen Häftling bestimmt sind, müssen, wie ein Gerichtsberichterstatter meldet, am Sonnabend früh bei einem Brande in ihrer Wohnung in der Die greise Almosenempfängerin Agnes Köppen, die derftr. 17 sich schwere Verlegungen zuzog, ift Montag früh in der Charitee an diesen Wunden gestorben. ftaurateur Höhler in der Spandauerstr. 27 zu Berlin an. Nach sich eine schwere Verlegung am Kopfe zu. Sie erhielt auf der drei Tagen war die Schlutow, die man nach Charlottenburg Unfallstation VIII einen Berband und wurde dann nach dem gefchickt hatte, um ein Abzugsattest zu holen, verschwunden. Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Gestern fand man ihre Leiche in Charlottenburg im Landwehrtanal, in den sie, wie man jetzt ermittelt hat, gleich bei ihrem damaligen Ausgange vom Tempelhofer Ufer aus hineingesprungen war. Nach Aeußerungen gegenüber seinen Wirthsleuten in Charlottenburg hat sich das Mädchen aus Liebesgram das Leben genommen. Räthselhaft ist der Selbstmord, den in der Nacht zum Montag der Schneidermeister Karl W. aus der Oranienstr. 196 verübt hat. W., ein Mann von 55 Jahren, wohnte mit seiner Frau und einem jetzt erwachsenen Sohne seit 15 Jahren ununterbrochen im vierten Stock des genannten Hauses und erfreute sich unter feinen Nachbarn des besten Rufes. Auch seine Verhältnisse find, soweit es sich übersehen läßt, durchaus geordnet. Sonntag Abend gegen 6 Uhr ging W. dem Anschein nach in bester Stimmung aus; wann er wiedergekommen ist, weiß man nicht. Am Montag früh fand Frau W. ihren Mann auf dem Boden erhängt. Lebensgefährlich verlegt wurde am Sonnabend Abend der 63 jährige Arbeiter Glimpel aus der Müllerstraße 14 a. Glimpel, der in der Fabrit von Hasse in der Lindowerstraße arbeitete, war dem Bittualienhändler Fritz Herrmann 60 Pf. für Schnaps schuldig geblieben. Am Sonnabend Abend paste Herrmann feinem Schuldner, als er von der Arbeit fam, auf, und stellte ihn zur Rede. Es tam auf offener Straße zu einem Streite, in den fich auch noch andere Personen einmischten. Dabei erhielt Glimpel von Herrmann einen so wuchtigen Fauftschlag, daß er rücklings auf das Straßenpflaster fiel. Bunächst schien es, als ob er sich nicht erheblich verletzt habe, sein Zustand wurde aber bald so bedenklich, daß Frau Glimpel ihren Mann noch in der Nacht in die Charitee bringen mußte. Hier stellte es sich heraus, daß er beim Aufschlagen auf das Straßenpflaster einen Schädelbruch erlitten hatte. Der Brand eines großen Kohlenhaufens, der auf einem Lagerglaze am Kottbuserdamm Mitte voriger Woche sich selbst entzündet hat, ist noch immer nicht abgelöscht. Der Qualm, den er verbreitet, belästigt je nach der Windrichtung die Anwohner verschiedener Straßenzüge, bis in die Boeckh., Schönlein- und Lachmannstraße hinein. Gerichts- Beitung. Ein biffiger Schuhmann hatte sich, wie die„ Frantf. 3tg." meldet, in Mannheim wegen Körperverlegung vor dem Schöffengericht zu verantworten. Als der Zimmermann Heinrich Aus den Nachbarorten. Köhler am 20. v. M. heimging, wurde er in der Neckarvorstadt Presfreiheit! Im Mai dieses Jahres wurde im Kreise von einem Manne angefallen und mit Stockschlägen mißhandelt. Niederbarnim ein Flugblatt verbreitet, das insbesondere die Er ergriff die Flucht, wurde aber von dem anscheinend be= indirekten Steuern und die gegen die ländlichen Arbeiter und trunkenen Manne eingeholt und niedergeworfen, worauf ihm die das Gesinde bestehenden Ausnahmegesetze beleuchtete. Nachdem Unterlippe und der Daumen der linken Hand fast völlig durch das Flugblatt seine Aufklärungsarbeit verrichtet hat, ist jetzt gebiffen wurde. Die Lippe mußte an drei Stellen vernäht auf Antrag der Staats- werden. Als der Beißer wurde der Schuhmann Karl Wittmann also nach mehr als 3 Monaten anwaltschaft die Beschlagnahme des Flugblattes durch das Amts- ermittelt, der einen dienstfreien Tag benußt hatte, um sich einen gerichts II angeordnet. Der Beschlagnahmebeschluß unterläßt die An- Rausch anzutrinten. Er kam mit der unverhältnißmäßig ge führung, welche Stellen des Flugblattes die Grenzen des Straf- ringen Strafe von 30 Mark an Geld davon. gesetzbuchs überschritten haben sollen, wiewohl§ 27 des Preßgefeges wörtlich vorschreibt: Bei der Beschlagnahme sind die dieselbe veranlassenden Stellen der Schrift unter Anführung der verletzten Gesetze zu bezeichnen." Ist diese im Intereffe eines Happens Preßfreiheit unentbehrliche Vorschrift deshalb nicht zu Küstrin angeschlagen: befolgt, weil das Flugblatt feine Gesetzesverlegung enthält? Den Lazarethgehilfen und Wärtern ist auf das strengste Beschwerde gegen die Beschlagnahme ist eingelegt. verboten, sich für den eigenen Gebrauch solche Seife zu Vermischtes. Ein wunderlicher Lazarethbefehl ist im Garnisonlazareth Die heidnischen Gräber, die während dieses Sommerstaufen, wie sie im Lazareth für die Sanitätsoffiziere Da eine Begründung dieses Verbots fehlt, so können wir im Revier Buchheide der Templiner Forst bei Beseitigung von zum Händewaschen gebraucht wird." Steinpackungen, die der Forsikultur hinderlich waren, entdeckt nicht berichten, worin die tiefere Bedeutung dieses an die wurden, gehören der Zeit der älteren Brandgräber, der mittleren Lazarethgehilfen und Wärter gerichteten Befehls zu suchen ist. und jüngeren Broncezeit, also dem 8. bis 3. Jahrhundert vor In einem Schreiben au den Magistrat zu Breslau Chrifto an, wie die Fundstücke, namentlich die Broncebeilagen, ergeben. Unter diesen befindet sich ein diademförmiger Hals- erklärt der Besizer der Schlesischen Zeitung", Herr v. Korn, ring, ein blutegelartig verzierter Armring, ein Fingerring, zwei feine Bereitwilligkeit, 500 000 m., welche er beabsichtigt habe, große Nadeln mit spiralartig aufgerolltem Scheibenkopf, drei seiner Vaterstadt Breslau legtwillig zu vermachen, unter der Nadeln mit kugel oder mohnkopfförmigem Kopf, die Theile einer Voraussetzung schon jetzt berzugeben, daß die Stadt das bisherige zerbrochenen Bügelheftel, zwei Bartmeffer mit aufgerolltem Griff. Ständehaus zur ausschließlichen Verwendung zu einem Kunsts ende, eine Bartzange und verschiedene Bruchstücke. Sämmtliche gewerbemuseum und zur Aufnahme des ganzen Museums Fundstücke, zu denen auch eine Anzahl Graburnen, zum theil mit schlesischer Alterthümer erwirbt und daß der Verein für das Verzierung, gehören, hat der Magistrat zu Templin dem Märkischen Museum schlesischer Alterthümer zu der Stadt in dasselbe Berhältniß tritt, in dem er jetzt zu der Provinz steht. Den Umbau Provinzialmuseum überwiesen. des Ständehauses zu Museumszwecken soll die Stadt, die Kosten Einen komischen Eindruck machte am Sonntag Morgen der inneren Einrichtung und die Beschaffung einer Sammlung ein seltsames Gefährt auf der Berliner Straße in Rigdorf. von Werken und Vorlagen für öffentliche Benutzung soll der Dreizehn junge Leute hatten sich zusammengefunden, um eine Zentral- Gewerbeverein übernehmen. Die dauernden Geldmittel Aus Furcht vor Strafe hat sich Sonntag früh zwischen Sonntagspartie zu veranstalten. Der Wagen ähnelte einem zur Verwaltung und Vermehrung des Kunstgewerbemuseums 2 und 3 Uhr der 34 Jahre alte Kaufmann Georg Sch. zu ers Bigeunerwagen, war jedoch sehr hübsch mit Guirlanden aus follen theils von der Provinz, theils von der Stadt hergegeben schießen versucht. Sch. war früher Reisender für ein Lack- und geputzt und trug ein Schild mit der Inschrift: Verein der selbst- werden, soweit sie nicht vom Staate oder von Vereinen zu Firnißgeschäft in Magdeburg, in der letzten Zeit jedoch außer ständigen Schlafstellen- Inhaber Rixdorfs." Bespannt aber war erlangen find. der Wagen mit zwei Gäulen, deren Eindruck jeder Beschreibung Stellung. Bei einer großen Anzahl von Wirthen in der Gegend spottet. Die selbständigen Schlafstellen- Inhaber" hatten sämmt seiner Wohnung galt der Mann als ein schlimmer Schulden- lich alte zerbeulte Zylinder aus den verschiedensten Zeitaltern auf macher und Bechpreller, so daß schließlich mehrere Strafanzeigen und große Sonnenblumen im Knopfloch. bei der Staatsanwaltschaft einliefen. Um sich dem Verfahren zu entziehen, griff er zum Revolver. Auf dem Flur eines Hauses in der Artilleriestraße jagte er sich eine Kugel in die linke Brust. Sein Ziel erreichte er zwar nicht, doch verlegte er sich so schwer, daß ein Schuhmann des 6. Reviers ihn mit einer Droschte in ein Krankenhaus bringen mußte. Schwer zu Schaden gekommen ist am Montag Nach mittag gegen 4 Uhr eine Greifin auf dem Potsdamer Platze. Die 72 Jahre alte Wittwe Wilhelmine Schneider geb. Leu aus der Kleinen Boststraße Nr. 3 tam in der ängstlichen Haft, mit der fie den verfehrsreichen Platz überschreiten wollte, auf dem glatten Blaze durch Ausgleiten so unglücklich zu Falle, daß sie fich einen schweren Bruch des linken Unterschenkels zuzog. Der Knochen war so start zersplittert, daß einzelne Theile das Fleisch durchbrangen. Ein Schußmann des 37. Polizeireviers brachte die verunglückte Greisin mit einer Droschke in ein Krankenhaus. In die Gefahr zu ertrinken gerieth Montag früh gegen 2 Uhr der 34 Jahre alte wohnungslose Bäcker Fr. Gatowski. Der Mann nächtigte am Alexander- Ufer auf einem Kahn und fiel von diesem hinab in die Spree. Im Augenblick der höchsten Gefahr wurde er gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Eine frivole Wette führte, wie ein Berichterstatter meldet, Sonntag Mittag zu einem Zusammenstoß mit der elektrischen Bahn. Als der Wagen Nr. 1129 der Strecke Dönhoffsplatz Treptow die Kreuzung der Stalizer- und Wienerstraße passirte, jagte im schnellsten Tempo ein junger Mann auf dem Zweirad quer über den Damm. Er hatte mit seinem Freunde gewettet, noch vor dem elektrischen Bahnwagen das jenseitige Trottoir zu gewinnen. Das waghalsige Stunststück gelang ihm indeß nicht. Er wurde vom Wagen erfaßt, zu Boden geschleudert und sein Fahrrad zertrümmert. Lediglich der Geistesgegenwart des Wagen führers, der sofort den Wagen zum Stillstand bringen konnte, hat es der junge Mensch zu danken, daß ihm nicht beide Beine zermalmt wurden. Es handelte sich nur noch um eines Haares Breite. Der Vorfall rief unter den Passanten große Aufregung hervor. Eine furchtbare Auflageschrift gegen die herrliche Welt ordnung von heute enthält in wenigen Worten die folgende Meldung aus dem Polizeibericht: Aus Nahrungssorgen sprang vormittags die in der Mansteinstraße wohnende Arbeiterfrau M. mit ihrem 3/4 Jahre alten Kinde in den Landwehr tanal. Beide wurden unbeschädigt alsbald wieder ans Land und nach ihrer Wohnung gebracht." Dort beginnt das alte Elend von neuem, unterbrochen durch die Anklage wegen KindesStraßensperrung. Die Magdeburger Straße von der Lüßowstraße bis zum Schöneberger Ufer und das Schöneberger Ufer zwischen Blumeshof und der Genthiner Straße werden wegen Pflasterung der Nampen an der von der Heydt- Brücke bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. mords. Die Leiche eines unbekannten Mannes ist Sonntag Nach mittag an den Judenwiesen in der Nähe der Hansabrücke aus der Spree gelandet worden. im Militärisches. In der Voss. 3tg." Iefen wir: Vor einiger Zeit wurde mitgetheilt, daß während des Aufenthalts des Kaiser Alexander- Regiments im Döberiger Lager ein Unteroffizier und ein Gefreiter das Dorf Dallgow aufsuchten, wobei beide fich Wirthshause als und Gäste niederließen tüchtig zechten. Der Unteroffizier wollte dann an einer von Landleuten veranstalteten Tanzfestlichkeit theilnehmen, was ihm aber versagt wurde. Dafür mishandelten die Soldaten später einen Landmann, der den Unteroffizier vornehmlich am Tanzen verhindert hatte. Wegen dieses Vorfalles ist, wie jest bekannt wird, der Unteroffizier mit Degradation und drei Monaten Gefängniß, der Gefreite mit einer geringeren Freiheitsstrafe belegt worden. Gewerbe- Ausfellung 1896. Der vorgeftrige Marksonntag hat der Ausstellung einen außerordentlich zahlreichen Besuch eingebracht." Kairo" war, wie durch Plakate bekannt gegeben wurde, zu Zeiten überfüllt. sturze8". Ein Führungs attest" bekannter Art, das alles Wom behördlichen Kampf gegen die ,, Mächte des Umbisher auf diesem Gebiete Dagewesene übertrumpfen dürfte, ist am 25. August von dem Amtsvorsteher Faustmann zu Tschoppau im Kreise Glogau ausgestellt worden. Dasselbe lautet wörtlich in Original- Orthographie: " Auf Antrag des Zimmermann Auguft Pinkwart, ortsangehörig Tschoppau, Kreis Glogau, wird bescheinigt, das der selbe hierorts unbestraft ist, jedoch erfreut sich Pinkwart dies. feits, bei dem unterzeichneten, teines guten Rufs, indem derselbe, ein echter Sozialdemokrat und Agitatorist, ändert auch sehr öfters feinen Aufenthalt." Es bleibt abzuwarten, welchen Erfolg die Beschwerde haben wird, die P. gegen dies charakteristische Attest erhoben hat. Dreihundert Mark Belohnung sind nach einer Bekanntmachung des Ersten Staatsanwalts am töniglichen Landgericht zu Elbing für Ermittelung des Thaters, welcher den am 23. Auguft bei Gr. Mausdorf erfolgten Raub mord an einem unbekannten Manne verübt hat, von dem Regierungs- Präfi denten zu Danzig ausgesetzt worden. Der Mord ift Sonntag 23. Auguft, abends gegen 9 Uhr, verübt. Verdächtig ist ein un bekannter Mann, mit dem der Verstorbene kurz vorher das Dorf Groß- Mausdorf passirt hatte. Der Thäter soll einen dunklen Anzug angehabt haben. Vielleicht führt der in den KleiderDas Wirthschaftsmonopol der Ausstellung ist der Aus- bündeln am Thatort zurückgelassene Brief, welcher von einer ftellungs- Zeitung" zufolge nicht für 116 000 M., wie uns fürzlich Antonie Krzywinsti herrührt, auf seine Spur. Es ist ermittelt, mitgetheilt wurde, sondern für nur 40 000 m. an die Firma daß eine Antonie Grzybinski oder Krzybinski mit einem gewissen Adlon u. Dressel hingegeben worden. Allerdings tamen dann Johann Wonkowski, vermuthlich beide aus Russisch- Polen, in noch 25 000 m. dazu, die man von den spekulativen Herren diesem Jahre in Warnau( Kreis Marienburg) in Arbeit gestanden als Beihilfe für den Bau des großen Wasserthurmes haben und im Herbst dorthin haben zurückkehren wollen. abforderte, der nicht in letter Linie ihrem Gewerbe Selbstmord eines Liebespaares im Harz. Bor zwei git gute kommt. Blatmiethe, unternehmer und wie solche die übrigen Monaten tam von Köln der Handlungsgehilfe Gustav Kammernamentlich die Restaurateure zahlen hof nach Berlin und bezog bei den Lange'schen Eheleuten in mußten, wurde von den Herren Adlon u. Dressel überhaupt nicht der Oranienstraße ein möblirtes Zimmer. Es gelang ihm erhoben. Später zwang man ihnen für die beiden großen Terrains. bald, in einer Tapetenfabrik eine Stellung zu erhalten, die auf denen das Münchener Bürgerbräu und die v. Tucher'sche er auch zur Zufriedenheit seines Prinzipals ausfüllte. Nachdem Brauerei ihre Schantstätten hat, noch zweimal je 5000 m., also er am 31. August sein Gehalt bekommen hatte, blieb Kammerhof am 1. September plöglich aus und ließ sich nicht mehr sehen. zufammen 20 000 M. ab. In dem Augenblick der Ausstellungs- Eröffnung schon wies an demselben Tage wie Kammerhof verschwand auch die 26jährige das Einnahmekonto des Herren Adlon u. Dressel an Pachten Luise Buetz, die vierzehn Tage vorher ebenfalls aus Köln a. Rh. 391 000 m. auf. In dieser Summe sind Einnahmen, die mit nach Berlin gekommen war. Das Mädchen hatte den Kammerhof einer Pacht oder dem Betrieb zusammenhängen, nicht mit ein öfter besucht und bei solchen Gelegenheiten auch mit jenen begriffen. Auch nicht die Pachtsummen, welche für die drei anderen Wirthsleuten gesprochen. So erfuhr man, daß sie schon längst Restaurants- Fischkofthalle"," Fisch- Restaurant und Pilsener in Köln mit Kammerhof in einem Liebesverhältniß stand, das Bier- Kneipe" hätten gezahlt werden müssen, wenn sie andere bei den Eltern des jungen Mannes auf erbitterten Widerstand bewirthschaftet hätten, als die Generalpächter selbst. So die stieß. Fräulein Puez war nun ihrem Geliebten nach Berlin Ausstellungs- Zeitung", die für ihre Angaben voll einstehen will. nachgereift, hatte sich hier in einer Mädchenherberge aufVorausgesetzt, daß die Angaben richtig sind, muß man sich doch gehalten und sollte am 1. September als Kinderfräulein fragen, welch ein Grund denn vorgelegen hat, den Herren Adlon zu dem Schlächtermeister Paschke in der Wilhelmstr. 148 ziehen. 11. Dressel ein so einträgliches Geschäft zu gönnen. Es liegen Sie wurde jedoch vergebens von ihrem neuen Dienstherrn ers doch Beispiele von minder großer Generosität vor und Arbeitern wartet. Nach den Andeutungen des Mädchens mußte es in den gegenüber gar hat man auf dem Ausstellungsterrain stets an dem letzten Tagen zu erneuten Herwürfnissen mit den Eltern ge Brinzip festgehalten, auch wegen der kleinsten Lohnerhöhung sich kommen sein, das scheint für die Liebesleute die unmittelbare auf die Hinterbeine zu sehen. Veranlassung gewesen zu sein, Berlin zu verlassen und sich vor -O " " " Kommerzienrath Kühnemann hatte bekanntlich gegen den dem beschloffenen gemeinsamen Tode noch einige vergnügte Tage Redakteur der Ausstellungs- Beitung", Löwe, einen Beleidigungs- zu machen, so lange das Geld reichte. Am Sonnabend Nach prozeß angestrengt, weil ihm in dem genannten Blatt gleich wie mittag erhielt Herr Paschte von dem Vater des Fräulein Bueh in einem Theil der übrigen Presse der Vorwurf gemacht worden die Mittheilung, daß Kammerhof in einem Gasthofe im Harz Aus dem Polizeibericht. Nach Mitternacht stürzte der war, daß er seine ehrenamtliche Stellung au gefchäftlichen zuerst seine Geliebte und dann sich selbst erschossen habe. Vortheilen ausgebeutet hätte. Herr Kühnemann Die Leichen des Dr. Günther und der beiden Führer, die Gastwirth W., als er in der Luisenstraße aus einer in der Fahrt erklärte im März d. J. nach einer nicht ganz kurzen und daher mit ihm auf dem Lyskamm verunglückten, wurden am Sonnbefindlichen Droschte heraussprang, anscheinend um sich der Bezahlung des Fahrgeldes zu entziehen, mit dem Kopfe gegen die in bürgerlichen Streisen recht peinlich empfundenen Erwartungsabend Abend durch 30 Zermatter Führer, die von zehn italienipause, daß er niemals, weder Direkt noch indirekt, schen Führern aus Gressonen unterstützt worden waren, nach Bordschwelle des Bürgersteiges und verletzte sich so schwer, daß weder jetzt noch je in seiner bald dreißigjährigen Thätig. Bermatt gebracht. Die in der Nacht vorgenommene ärztliche er nach der Charitee gebracht werden mußte. Gestern früh teit im öffentlichen Leben diese Stellung zum Vortheil seines und gerichtliche Untersuchung ergab, daß der Tod der Ver= wurde vor dem Hause Rosenthalerstr. 53 ein etwa dreißigjähriger Geschäfts benutzt hätte. Weiter erklärte Herr Kühnemann, wie unglückten sofort eingetreten sein muß. Der Absturz erfolgte Mann ohnmächtig auf der Straße liegend aufgefunden, und da ja er die Besinnung nicht wieder erlangte, nach dem Krankenhause ia bekannt, daß er gegen den Redakteur der Ausstellungs- tg." von der fast senkrechten Firnwand auf mindestens 400 bis er die Besinnung nicht wieder erlangte, nach dem Krankenhause gebracht. Vormittags vergiftete sich die unverheirathete Arbeiterin die Beleidigungs- und Verleumdungsklage erheben werde. Nun- 500 Meter. Man nimmt an, daß der erste Führer zuerst durch Hermine Müller in ihrer Wohnung, Wrangelstr. 58, vermuthlich mehr, nachdem über ein halbes Jahr verflossen ist, wird in dem die Schneedecke stürzte und daß die anderen nach starken Anftrengungen, ihn zu halten, jählings mit hinabgerissen wurden. infolge eines Berwürfnisses mit ihrem Bräutigam. Die Leiche genannten Blatt folgendes bekannt gegeben: Der Beleidigungsprozeß, welcher auf grund unserer Aus- Die beiden Führer wurden gestern in ihrer Heimathgemeinde be= wurde nach dem Schauhause gebracht. In der Spree, bei der Hausabrücke, wurde mittags die bereits stark verweste Leiche eines führungen im Extrablatt unserer Zeitung vom 4. März und im stattet; die Leiche des Dr. Günther wurde von der aus Köln etwa 20 jährigen jungen Mannes angeschwemmt und nach dem Leitartikel der Nr. 46 vom 7. März d. J. von dem ersten Vor- herbeigeeilten Mutter in Empfang genommen und wird nach Köln etwa 20 jährigen jungen Mannes angeschwemmt und nach dem fitzenden des Arbeitsausschusses Herrn Kommerzienrath Frig übergeführt. In der Zermatter Bevölkerung herrscht tiefe Traner Schauhause gebracht. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Kühnemann gegen den Chefredakteur unserer Zeitung Herrn Hans über das Unglück. Abends fand vor dem Hause Wiesenstr. 18 eine Schlägerei Löwe erhoben worden war, hat durch außergerichtliche statt, bei der der Kutscher Hermann Prange feinen Gegner, Beilegung und zurücknahme der Klage feitens den Arbeiter Ernst Hoffmann durch einen Messerstich in den linken Oberarm sehr schwer verletzte. Hoffmann wurde nach der des Herrn Kühnemann nunmehr seinen Abschluß geUnfallstation VI und von dort nach Anlegung eines Verbandes funden. Das ist alles. Von dieser Erklärung mögen die Herren in das Augustabospital gebracht. In der Nacht zum 14. d. M. lief der obdachlose Schloffer Josef Weiß in der Staligerstraße fühnemann und Löwe unter sich befriedigt fein. Die Frage, ob und erlitt dabei eine sehr auch das große Publikum dadurch beruhigt ist, steht auf einem gegen einen Geschäftswagen anderen Blatt. erhebliche Verlegung am Kopfe, so daß seine Ueberam das Krankenhaus führung Das nahende Ende der Berliner Gewerbe- Ausstellung Urban erforderlich wurde. Am Humboldthafen fiel der 24jährige Bäcker Franz macht sich bereits in allen Theilen derselben geltend. Große Gazkowsky von einem dort liegenben mit Heu beladenen rothe Bettel, Aufschriften an den verschiedenen fleinen Bavillons Rahne, auf dem er nächtigen wollte, ins Wasser, wurde jedoch verkünden, daß diese sofort zu billigen Preisen verkäuflich seien. noch lebend herausgezogen und nach ber Charitee gebracht. Unterhandlungen wegen Verkäufe größerer Gebäude finden jetzt Am 14. d. M. früh sprang eine ungefähr 40 Jahre alte Frau täglich statt. Auch von Arbeiterentlassungen auf dem Terrain der aus unbekannter Beranlassung aus dem Flurfenster im ersten Ausstellung wird mehrfach berichtet. Stock des Hauses Blumenftr. 51b auf den Hof hinab und zog in Eine Blutthat wurde in der hessischen Kreisstadt Wizenhaufen begangen. Ein betrunkener Tagelöhner H. stieß dem ihm zufällig in den Weg kommenden Bigarrenarbeiter 23. sein Messer derart in den Kopf, daß dieser blutüberströmt zusammenbrach. B. ist den Verlegungen erlegen, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. In der Angelegenheit der staatsanwaltlichen Verfolgung eines vom Astronomen Mädler verfaßten Gedichts ver öffentlicht das„ Oscherslebener Kreisblatt" folgende Erklärung: In der Presse finde ich die Behauptung verbreitet, einige Mitglieder des hiesigen Gemeinde- Kirchenraths hätten den Generalanzeiger für Oschersleben und Umgegend" wegen einer in einem von ihm veröffentlichten Gedichte enthaltenen Gotteslästerung denunzirt. Ich erkläre bestimmt und amtlich, daß in diefer Angelegenheit erstlich eine Anzeige von dem GemeindeKirchenrathe als Körperschaft nicht ausgegangen ist und daß zum " anderen die demselben angehörenden, in den betreffenden Zeitungs-| Björnstjerne Björnson hob in einer Ansprache die volkserziehende| dem Waldgebiet von Lippe- Detmold angestellt und umfassen artifeln namentlich aufgeführten Personen Sanitätsrath Dr. Bedeutung der That Nanfen's hervor. Dieser erwiderte mit einen Zeitraum von 11 Jahren. Der Bliz hat dort 56 mal von 56 Bertog, Gerichtssekretär Schmidt und Superintendent Gaudig einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Norwegen und die Eichen, 20 mal Tannen, 3 bis 4 mal Fichten, niemals die bezügliche Anzeige weder felbst erstattet, noch auch jemanden Norweger. die bezügliche Anzeige in ihrem Namen zu thun. aber Buchen getroffen, obwohl der Wald zu 10 aus Buchen beauftragt haben, Oschersleben, den 4. September 1896. Superintendent Gaudig, Oberpfarrer." Um so bezeichnender ist das Vorgehen des Staatsanwalts in diesem Gotteslästerungsprozeß". " Reiseverkehr in Europa. Daß die Engländer das reiseIuftigste Bolt sind, ist bekannt. In Großbritannien und Jrland treffen auf einen Einwohner nicht weniger als 23 Reisende, in Belgien aber 14, in der Echweiz 12, in Deutschland 10, in Frankreich 8, in Holland 7, in Desterreich 81/2, in Ungarn 2, in Italien 12/3, in Rußland 1/8. Nach einer Zusammenstellung eines Fachblattes stellen sich, wie die Kölnische Bolts- Zeitung" berichtet, die bezüglichen( runden) Ziffern folgendermaßen: .OSEinwohner Reisende innerhalb Einwohnernes eines Jahres Großbritannien und Irland 37 881.000 Belgien Schweiz. Deutschland Deutſchland Frankreich 6 069 000 864 435 000 86 540 000 Ur: 442992 000 1437 249 000 38 343 000 33 349 000 305 211 000 Holland 4 593 000 Desterreich.ING 23 895 000 84 924 000 Ungarn. 17 463 000 37 302 000 30 158 000 95 807 000 Italien Rußland 51 447 000 32 603 000 Bouf chen Mät Wozu Postkarten gut find. In katholischen Blättern besteht. steht zu lesen: Der a titan Unmassen von Sympathietelegrammen ein. Anläßlich des italienischen Nationalfestes trafen im Papst beabsichtigt, an die Nuntien eine Post tarte gegen die Feier des 20. September und betreffs der Lage des Papstthums überhaupt zu senden. Man sieht, auch der Papst schreitet mit der Zeit fort. Früher hätte er zu einem solchen Protest eine Encyclica gebraucht jest begnügt er sich mit einer Poftfarte, die allerdings über und über Raum hat für all seine Gründe. Typhus. In dem an der oberen Donau belegenen Theil Urfahr burchtes by it, wie aus 2 inz gemeldet wird, wegen des burch den hohen Waſſerſtand verdorbenen Brunnenwassers der Typhus heftig aufgetreten. 218010 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend von 6-7 Uhr abends statt. Rummelsburg. Die Beschwerde ist an den Regierungspräsidenten zu richten. G. Schäfer. Nein. 78 1. 2. Der Grundsatz der Gewerbefreiheit wurde in Preußen durch Edikt vom 2. November 1810 eingeführt. Kern 21. Die Klage wäre aussichtslos. Wintersberg. Sie können beim Amtsgericht auf Herausgabe flagen... 1896. Die Frau, nicht der Mann wäre in diesem Fall zahlungspflichtig. W. B. Frg. Die betreffenden Kinder sind nicht erbberechtigt..$. G. 100. Die Scheidung ist in Ihrem Aus Brüg wird vom Sonntag berichtet: Geftern ist in Fall nicht unmöglich.- R. 2. 22. Nein. Th. S. Sprechen dem Verbruchsterrain keine Aenderung eingetreten. Die Wieder Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. Beyer. Schrift. herstellung der Bahnstrecke schreitet vorwärts. Das Terrain ruht. Ii che Antwort ertheilen wir nicht. Die Sachen der Frau haften Der Cyklon in Paris. Den neuesten Meldungen zufolge für die Miethsschuld. Sprechen Sie gelegentlich in der beläuft sich der Materialschaden, der durch den Cyklon am juristischen Sprechstunde vor. R. A. Beuthstraße Nr. 2. .. Donnerstag angerichtet wurde, auf drei Millionen Franks. Bis E. S. 144. Wenden Sie sich direkt an den betreffenden. jetzt sind fünf Opfer der Katastrophe beerdigt worden. In den A. H. Die Klage ist noch möglich, hätte aber wenig Aussicht Spitälern befinden sich noch 90 Schwerverwundete und in Privat- auf Erfolg. Königsberger G. In 30 Jahren. R. 800. wohnungen werden weitere 50 Personen verpflegt, die 1. Ja. 2. Zunächst Sühneverfahren beim Amtsgericht, dann nach fruchtlosem gerichtlichen Sühneverfuch Klage beim Landgericht durch einen Anwalt. 3. Etwa 150-200 M. 4. Nein. 5. Ein halbes Jahr bis 2 Jahre. B. W. 3, Potsdam. Die drei Säße sind richtig. tamme asiaa 10 Ein furchtbares Unglück hat sich Sonntag Abend auf dem leichtere Berlegungen erhielten. In der„ Betite Republique" Bodensee ereignet. Ein Telegramm aus Schaffhausen wird energisch darüber Zadel geführt, daß im Hotel de Dieu, meldet darüber: Als abends um 7 Uhr das von Konstanz wohin die Kranken zuerst gebracht wurden, am Donnerstag fast kommende Rhein Dampfboot bei der badischen Station völliger Mangel an Aerzten herrschte, da diese beinahe alle in - bei estadischen Büsingen anhielt, brach der Landungssteig mitten entzwei. Ferien waren. Verwundert frägt das Blatt, wie es möglich war, 45 Personen fielen ins Wasser; zwei Fabrikmädchen und daß die Aerzte fast sämmtlich zu gleicher Zeit ihrer Erholung brer Grholung ein Knabe sind ertrunken. Fünf andere Personen wurden be- nachgehen konnten. finnungslos aus dem Waffer gezogen. Es ist nicht ausgeschlossen, Aus Dijon wird berichtet: In Ruffey wurden vier Perdaß noch weitere Personen ertrunken und flußabwärts getrieben sonen von dem Metzger Pacotte ermordet, welcher in den Besitz sind. Ein weiteres Telegramm berichtet über folgende eines Erbtheils gelangen wollte. Der Mörder, welcher verhaftet Einzelheiten: Der Landungssteg, der eine Länge von ist, leugnet entschieden, die Verbrechen begangen zu haben. war dicht besetzt von Leuten, bie Metern besaß, der Kirchweih nach Schaffhausen zurück fehren wollten. Der Einsturz erfolgte infolge Bruches eines Querbalkens in einer Ausdehnung von drei Metern. Auf dem freuzenden Dampfer Arenaberg" entstand eine Panit, die 200mpfer Passagiere, 200 an der Zahl, stürzten sämmtlich auf eine Seite des Schiffes und nur mit größter Mühe war ein Sinken des felben zu verhindern. Die Zahl der Ertrunkenen ist noch nicht ermittelt, mit Sicherheit steht nur der Tod von einem Mädchen und einem Senaben fest. Die Brücke war vor 6 Jahren neu errichtet und erst vor wenigen Wochen amtlich untersucht worden. 12 " Witterungsübersicht vom 14. September 1896. 2011 Stationen. Ein spanischer Kämpfer für Ordnung, Religion und Sitte. Aus Madrid wird gemeldet: Großes Aufsehen erregt Swinemünde die hier erfolgte Verhaftung des Generals Eucebes wegen Ver dachts der Bigamie. Hamburg Berlin Aus Valencia( Spanien) wird berichtet: Durch einen Zu- Wiesbaden. sammenstoß zweier Dampftrambabuzüge wurden am Sonntag München 30 Personen, darunter 19 schwer, verlegt. Wien. • Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Nalls( Stala 1-12) Wetter halb bedeckt Temperatur nach Celsius ( 50.4° R.) 755 SO 12 • 753 SSW wolfig 16 755 G wolfig 15 755 Still halb bedeckt 14 759 SW Regen 13. 756 Still Nebel 14 762 SD 10 745 SM Aberdeen. Paris. 742 . 754 • SSM Aus Valladolid( Spanien) meldet der Telegraph: Als am Haparanda. Sonntag 4 Arbeiter, die auf dem Schießplaße von Hoyos eine Betersburg. Bombe gefunden hatten, dieselbe öffnen wollten, explodirte die Cort Bombe Bombe und die Arbeiter erlitten schwere Verlegungen. Naufen und seinen Fahrtgenossen zu Ehren fand am Der Blitz und die Bäume. Daß die verschiedenen BaumSonntag Nachmittag in Christiania auf dem Festungsplate arten der Blizgefahr nicht in gleichem Grade ausgesetzt sind, ist ein großes Volksfest statt, dem viele Tausende beiwohnten. bekannt. Einen neuen zahlenmäßigen Beleg dafür finden wir in Nansen wurde von der Menge mit stürmischem Jubel begrüßt. I der Zeitschrift Himmel und Erde". Die Ermittelungen find in Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater des Westens Bestellungen auf Abonnements werden nur noch bis Ende Theater.d. Wits. im Theaterbureau Dienstag, den 15. Sept. Nenes Opern- Theater.( Kroll.) Der Evangelimann. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus. Goldfische. Deutsches Theater. Julius Cäsar. Leffing- Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Sein erster Rausch. Bobi. entgegengenommen. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Dienstag, 15. September 1896: Der deutsche Michel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von Der Hüttenbefizer.de in R. Kneisel. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Anfang 7/2 Uhr. Rasseneröffnung 6 Uhr. Vorher: Erlauben Sie Madame! Henes Theater. System Ribadier. Borher: Besuch nach der Hochzeit. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Emilia Galotti. Belle- Alliance- Theater.' n tolles -Theater. Mädel. Zentral- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplay- Cheater. Die off Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Raufmann's Variété. Spezialitäten don Borstellung. Apollo" Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Dienstag, den 15. September 1896: Bum 300. Male: Eine tolle Nacht. Mittwoch, den 16. September: Letzte Vorstellung. In Vorbereitung: bedeckt bedeckt 16 heiter 13 bedeckt 15 Wetter- Prognose für Dienstag, den 15. September 1896. Ziemlich warm, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und mäßigen bis frischen südwestlichen Winden. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends 8 Uhr. Wissenschaftl. Theater 3. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Eine wilde Sache. täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz- Theater. Direktion: Max Samst. Zum 61. Male: 1988 Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Aften nach dem gleichnamigen Roman von Savage. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorst. 280( Bons giltig.) Alcazar. Theater. Variété und SpezialitätenFriedrichstr. 218. Dir.: F. Glück. Paola del Monte. Otto Reuter. dine Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor. 7 Troubadours ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienstag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Emilia Galotti. Mittwoch, abends 8 Uhr: Galotti. Emilia Friedrich Wilhelmstädt. Theater Der Hüttenbesißer. Schauspiel in 5 Atten nach dem gleichnamigen Roman von George Ohnet. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Donnerstag: Zum 1. Male: Der Hypochonder. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Direktion: W. Hasemann, tönigl. preuß. Kommissionsrath. Freitag, den 18. September 1896: Eröffnungs- Vorstellung. Zum 1. Male: nsti Cousin- Cousine. Vaudeville in 8 Aften von Maurice Ordonneau und Henri Kéroul. Mufit von Gaston Serpette. Deutsch von Bolten- Bäckers. Die Tageskaffe ist geöffnet von 10-2 und 4-6 hr. Vorbestellungen für die ersten drei Aufführungen von Cousin- Cousine" werden von Dienstag ab an der Tagestaffe entgegengenommen. 13 u. f. w. u. f. w. u. f. w. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Spezial- Ausstellung KAIRO von 7 Uhr nachm. ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet zugänglich. Kasseneröffnung 10 Uhr vorm. Um 5 u. 8 Uhr nachmittags in der Arena: Hochinteressante Massenschaustellungen von 400 Beduinen, Arabern, Fellachen etc. mit Pferden, Dromedaren, Eseln etc. Die berühmten Reiter- Fantasias d. Beduinen. Konzert von 5 Kapellen. b Entree 50 Pf. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. RE Illuminationsabend j. Freitag. Entree ab 5 Uhr nachm. 1 Mark, Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 3, 5 und 7 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. wils wide safe ad eos de bure Theater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Vorstellung. Durchweg neues Programm. der neu engagirlen Baus- Kapelle unter Leitung des Kapellmeisters Martin. Anfang: Bochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Lehrt. Stadtbahnhof Eintritt 50 f. Im Theater- Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Passage- Panopticum. 2 42 wilde Weiber aus Dahomey. Kaufmann's Variété Pepita! Neichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. V Täglich bis 30. September: Norddeutsche Sänger Stürmischer Heiterkeitserfolg. Don Eingezogen oder: Reservistenfreuden. Dazu zum 135. Male: Die Ulfparodie: Castan's Alle fünf Barrisons. Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! 45 Circus Busch hochsensationelle ( Bahnhof Börse.) Donnerstag, den 17. September: 19 08 Abends 71/2 Uhr: A Grosse Novitäten- Vorführung. Besonders hervorzuheben sind: Neuheiten: die ein Jeder sehen muss! Millennium- Bilder a. Ungarn. Stettiner Sänger Auftreten des Herrn Eugen Salamonsky als bester Schulreiter Ruhlands: in Haltung nach der als berühmt anerkannten Methode Kaiser Nicolaus I. Auftreten des Direktors Busdy als Schulreiter, sowie Vorführung der inzwischen neu dressirten Freiheitspferde, vollständig neue Reittünstler und -Künstlerinnen, sowie neue Spezialitäten und die anerkannt besten Klowns der ons ber Gegenwart. Preise der Plätze: 2ogenfis 5 M., 1. Platz 1,50 m., II. Platz 1 m., Parquetfit 3 M., Balton 2 M., Gallerie 50 Pf. Die Raffe ab heute von 11-2 Uhr geöffnet. Vorverkauf auch im Invalidendant. Sonntag Nachmittag: 2 grosse Vorstellungen um 4 und 71/2 Uhr. Shell# 2 ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Nächste Soiree: Freitag, 18. Sept. in der Viktoria- Brauerei. Sonntag, 20. September: 1. Soirée im Konzerthaus Sanssouci. Dienstag, 22. September: 1. Soirée im Böhmischen Brauhaus. Mittwoch, 23. September: 1. Soirée im Moabiter Stadttheater. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Jubelnder Beifall des gesammten vorzüglichen Spezialitäten- Personals. 20 Sensations- Nummern. Nur noch bis 16. September: Tata- Toto urdrastische Pantomime. Anfang 71/2 Ubr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 f. In Borbereit.: Im Reiche der Schatten. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theaterund Spezialitäten- Vorstellung. pe Elzevir. Genrebild mit Gesang in 1 Att. Eine tolle Nacht. Posse mit Gesang in 2 Bildern. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saal: Großer Ball. | Brauerei Friedrichshain am Königsthor. Serb. aller i. d. Metallindustrie Achtung, Parteigenossen! Sonntag, den 20. September 1896: Großes Vokal- und Inflrumental- Konzert der Typographia Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. ( Dirigent: W. Bölke.) Die Orgel u. Klavier- Begleitung Hr. Paul Kurz freundlichst übernommen. Konzert- Mufit unter Zeitung des Musikdirektors Herrn G. Grass. Liederterte à 10 Pf. an der Staffe. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. beschäftigten Arbeiter Berlins und Ungegend. Donnerstag, 17. Septemb., abends 8 Uhr: Aufforderung! Der Mechaniker Mar Stüwe, wohn haft Zehdenickerstr. 10, wird hiermit aufgefordert, die in seiner Eigenschaft als Vertrauensmann einkaffirten Ber bandsgelder und das noch in seinen Händen befindliche Material umgehend in unserem Bureau Annen str. 39, part. abzuliefern. 249/19 R. Petzold, Rendant. Anfang 5 Uhr. Billets find zu haben auf der Verwaltung. Neue Grünstraße 14, im Segersaal des ,, Vorwärts" und bei den Herren Siewert, Gräfeftraße 69/70, Grona, Solmsstr. 35, Otto Brückner, Restaurateur, Gartenstr. 63, sowie bei 248/11 den Mitgliedern. Eintritt 30 Pf. Binder 15. Achtung, Korbmacher! 2 Vorstellungen täglich Bolossy Kiralfy's„ Orient" Nachm. 57; Abends 9-11 Uhr. Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Das Rassenlokal der Orts- Krankentaffe der Korbmacher befindet sich vom 15. September ab Kommandantenftr. 58 bei A. Westphal. Das Raffenlokal ist bis Abend 8 Uhr. geöffnet. Sonntag geschlossen. 98/4 Der Vorstand. Allgem. deutscher Tapezirer- Verein. Den Mitgliedern hiermit zur Nachjähriges Mitglied Verein der graphischen Arbeiter u. Arbeiterinnen right, bas anfer treues und langDeutschlands.( Filiale Berlin I.) Mittwoch, 16. Sept., abends 81/2 Uhr, bei Herrn Hofmann, Aleranderftr. 27c: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bortrag über Was lehren uns die letzten Streits?" Referent Genoffe Th. Metzner. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. NB. Die Kollegen werden ersucht, die Billets vom graphischen fest abzurechnen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Hermann Schernewski am Sonntag früh nach langen Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Sechs grosse öffentliche Partei- Versammlungen in nachstehenden Lokalen: 1. Kreis: Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 2. Kreis: Martens, Friedrichstr. 236. 3. Kreis: Möhring's Salon, Admiralstr. 18c. 4. Kreis: Joël's Salon, Andreasstr. 21. 5. Kreis: Schützenhaus, Linienstr. 5. 6. Kreis: Rabe's Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Beerdigung findet am Mittwoch, 1. Der bevorstehende Parteitag in Gotha. den 16. September, nachm. 3 Uhr, vom 2. Stellungnahme und Diskussion eventueller Anträge Trauerhause Danzigerfir. 67 aus statt, Um rege Betheiligung bittet 178/3 Die Ortsverwaltung. und Allen Freunden und Kollegen die Sommertraurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bruder Schwager, der Tapezier Hermann Schernewski nach langen schweren Leiden ver 3666 Die Verwaltung. Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Dienstag, den 15. Septmber, abends 812 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei Gründel, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: Der Streik der Tabakarbeiter in Fürstenwalde und die Einwirkung desselben auf die Berliner Verhältnisse, sowie Bericht über 188/7 die auderweitigen Lohnfämpfe in unserer Branche. Betheiligung aller ist dringend nothwendig. Die Kommission. Matang! Schlosser und Metallarbeiter! Ausständig sind die Kollegen folgender Werkstätten: E. Franke, Admiralstraße; Schulz& Holdefleiss, Fennstraße; Plattner, Bethanien- Ufer 6; Heinrichs, Urbanstraße 25; Rössemann, Raftanien Allee; Krüger, Lüßowstraße 6; Benecke, Mittelstr. 16/17; P. Marcus, Schöneberger Ufer; Willibald, Frankfurterstraße 44; Schwendt, Nollendorfstraße 27; Max Böttcher, Stallschreiberstr. 59; Langer& Methling, Charlottenburg; Ursum, Boechstraße 21; Stahl& Sohn, Belle- Alliancestraße; Dübner, Beuffelstr. 70; Rott, Charlottenburg, Spreeftr. 41; Philipp, Urbanstr. 107; Krause, Jagow ftraße; Scherbel, Höchfteftr. 4; Hoffmann, Oranienstr. 108; Klemm, Lindenftraße 75; Bothmann, Neue Jakobftr. 5; Olrich, Solmsstraße 25; Kahlberg, Manteuffelstr. 87; J. Biehl, Oberbergerstr. 44; Musehold, Stralauerstr. 56; Peege, Urbanftr. 102; Gräfen, Alvenslebenftr. 5; Klemme, Friedenau; Donner, Rigdorf, Mariendorfer Weg; Jean Violet, Rronenstr. 7. iusgesammt 31 Wertstätten mit 715 Arbeitern. Zuzug ist fern zu halten. Das Streik Bureau befindet sich im Restaurant Zubeil, Lindenstraße 106. Laut Beschluß der Versammlung vom 6. September hat jeder arbeitende Schloffer pro Woche 1 M. zum Streitfonds zu zahlen. Es ist gleichgiltig, ob dies auf Liften geschieht, welche vom Unterzeichneten abgestempelt sind, oder von der Agitationskommission des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes herausgegeben werden, da sämmtliche Listen an die Lohnkommission abgerechnet werden. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N. Antlamerstr. 44. Große öffentliche Versammlung Der Schmiede am Dienstag, den 15. September 1896, abends 81, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e. Tagesordnung: 1. Bericht der Revisoren über die Rechnungslegung der Lohntommiffion. Berichterstatter: Rollege Dörgelob. 2. Vorschläge der Neviforen zur weiteren Schmiedebewegung. Berichterstatter: Kollege Raiser. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Alle Vertrauensleute, welche im Besitz von Marken der Lohns Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause Danzigerstr. 67 aus statt. Die trauernde Wittwe zu demselben. 3. Wahl der Delegirten zum Parteitag. 213| 15 Die Vertrauensp. Achtung! Rixdorf. Dienstag, d. 15.Sept., ab. 8 Uhr, in d. Viktorin- Sälen: nebst Geschwister und Schwager. 76/20 Dristrantentaje der Buchbinder u. Am 12. d. m. verstarb im städt. Krankenhaus am Friedrichshain das Mitglied 374b Joseph Zuchowsky Versammlung der Holzarbeiter. Tages Ordnung: % 1. Vortrag. Referent: Dr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Donnerstag, den 17. September 1896, abends 8, Uhr, im Lokale Bismarckhöhe zu Charlottenburg: Große öffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: aus Kratau. Die Beerdigung findet am Mittwoch nachm. 4 Uhr von der Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fr. Bubeil. Distuffion.Leichenhalle des neuen Michaeltirchhofes, Der Parteitag in Gotha und Wahl von Delegirten zu demselben. Mariendorfer Weg aus statt. Um rege 206/16 Die Einberufer. Betheiligung bittet Der Vorstand. Von der Reise zurück Dr. Max Litthauer Markgrafenstr. 9. Vogler's Casino Dresdenerstrasse 97. Im vord. Saal täglich: Tyroler- Konzert. Entree vollständig frei. Jm gr. Theater- Saal: Humoristische Soirée. Hamburger Sänger. Urkomisches Programm. Naturärztlicher Vortrag, zugleich: Ein Blick in das Innere des Menschen am Dienstag, den 15. Sept, abends 81/2 Uhr, in der Brauerei Moabit, Thurmstr. 26. Die Entstehungs- und Krankheitsverhütungs- Lehre, sowie die Heilung der Lungen-, Magen-, Leber, Darm-, Nervenleiden wird an einer lebensgroßen Figur von dem Naturarzt Herrn Otto Grundmann erklärt. Damen und Herren willkommen. Moabiter Naturheilverein. Nußbaum Einrichtung, neu, mit Säulen, bestellte Arbeit, bill. verkäuflich Admiralstr. 8, v. 1 Tr. I. 117 Holzarbeiter! Die Lohndifferenzen bei irkle, Jm 2. Theater- Saal: Mittenwalderstr. 40, Schwedterstr. 5, sind noch nicht er Variété- u. TheaterVorkellung. Entree durch weg: Wochentags 30 f Sonntags 50 Pi. Anf. 8 Uhr. Sonnt.6 Uhr Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Sonntag, den 13. September er.: Grosses Konzert und zu 3 Stuben, Küche, Zubehör 1. Oft. 96 au ledigt. Zuzug fernhalten! vermiethen. 57418* Wir machen die Kollegen darauf aufmerksam, daß Herr Kiehle neben Mühlenstr. Nr. 8, seiner Tischlerei auch Möbelhandnahe Oberbaum, sind vom 1. Oktober lung hat. eine Wohnung von 2 Stuben u. Küche und eine Wohnung von 1 Stube und Rüche billig zu vermiethen. Der Verwalter. Möblirte Schlafftelle, 6 M. Meyer, Reichenbergerstr. 115. 369b Möblirte Schlafstelle zu vermiethen Neu- Kölln am Wasser 4, II. I.[ 878b Mamsells auf Damenjadets werden sofort verlangt. Preise: 3,00, 3,30, 3,50 bis 4,00 M. pro Stüd. Pferdebahnvergütung: 25 Pf. pro Stück. Kochgelegenheit im Hause. M. Holz& Cie., Markgrafenstr. 48/44, am Gendarmen- Markt. Gr. Stube, Küche, Zubehör bill. av. Damenkragen- u. Manschettentommiffion sind, ersuchen wir, sobald wie möglich beim Kollegen Dör gelob Brillant- Pracht- Feuerwerk. Oppelnerstr. 44, Stfl., Ritthaufen. 8766 Näherinnen in u. ausser dem Hause Holzmarktstr. 67, 5. IV, abzurechnen. 269/6 Allgem. deutscher Tapezirer- Verein. Filiale Berlin. Mittwoch, 16. September, abends 8½ Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Anfang 4 Uhr. Enfree 20 Pf. Säle zu Feftlichkeiten u. s. w. Theodor Boltz, Dekonom. Strickmaschinen Mitglieder- Versammlung. Fabrit find bie besten und ein leichter taften. B Tages Ordnung: aus der Dresdener Strickmaschinens Erwerbszweig für Männer, Frauen u. Posam.- Geschäfte. Erlernen leicht und 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Frage gratis. Arbeit wird nachgewiesen. 17812 Berkauf zu Fabrikpreisen. Lager bei Bahlreiches Erscheinen erwartet dem Vertreter A. Homburger, Heilige geiftstr. 49, Berlin. Achtung! Die Ortsverwaltung. Maurer. 59472* Achtung! Arbeitsmarkt. verl, bei hohen Preisen Emil Riese, Leipzigerstr. 72. Ein Mädchen zum Austricken von Strümpfen im Hause findet dauernde Nathan Guttfeld& Co., Andreasstr. 32. Garn Spulerin und Wicklerin wird sofort verl. Friedrichsgracht 17.[ 367b Selbständige Kunst- Beschäftigung. schmiede finden sofort dauernde Beschäftigung bei M. Fabian, Fennstr. 21. Mamsells auf Jackets verl. Krüger, Feuerversicherung: Mehnerstr. 2, 1 Tr. 868b Agenten bei hoh. Provision, auch Fixum, Mamsells auf Wintermäntel verl. fucht Carl Meyer, Neue Friedrichstr. 71 II. Schütert, Reichenbergerstr. 15, III. 3716 Simsmacher, Mittwoch, 16. September, abends 8, Uhr, in Arend's Brauerei( Moabit), Tischlerlehrling v. L. Butenhoff. Werke, Lindow i. d. Mart, BahnStromstraße 11-16: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins u. Umg. schiedenes. 2ages Ordnung: 181/8 Mamfells auf Damenjackets a. H. v. zirka 50 Mann, werden bei Beltener Klaing, Fransectistr. 25. 3726* Lohntarif fofort verlangt und finden dauernde Beschäftigung auf Mücke's station. Fahrpreis hin u. zurück 2,20 M. verl. Ballirer auf Goldleisten gesucht. Liegnigerstr. 15. Naunynstr. 5. 8776 Glasschleifer auf Facetten Heckert, Prinzenftr. 82. Panachekrauserinnen verl. 294b. 1. Mißstände auf Banten und wie sind dieselben am erfolgreichsten zu bekämpfen. 2. Diskussion. 8. Ver: Nawrazki, Wallstr. 24. Bahlreiches Erscheinen aller Kollegen ist unbedingt nothwendig. Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes Federboa- Arbeiterinnen verlangt die Gewinnliste der preußischen Nawrayti, Wallstr. 24. 2956 Lotterie vom geftrigen Tage bei. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Die Lohukommission der Maurer Berlins. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 216. zu Dienstag, den 15. September 1896. Darwinismus.) Herr Dr. C. Joël. bei Sauermann. 13. Jahrg. Bei allen Unterrichtsfächern gestellten ohne sein Wissen und Wollen, also zum Beispiel Staatsanwaltschaft zu übermitteln.ater Versammlung tagte Blumenfir. 40 bei Zomatfchat. Freiheit II, Ablershof, Bismarckfir. 24 " die 22 Mart bet 1 Witte. bei Schulz. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Herm. Jahn, Echönhauser Alle 177 c. Dienkas. Musikverein Hoffnung, Seughofstr. 23. Musitverein Münstermann, Ackerstr. 123 bei Marten. Theatergesellschaft 2iberté, Grünauerfiraße 16 bei Richter, Freier wille, Admiralstraße Nr. 18c, Märrischer Sof Gute Soffnung, Wolltnerstr. 46 bei Zugowski. Mustelkraft, Wiesenstr. 39 bet Schröder, Theaterverein Lotterieklub Geselliger Klub Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Rauchklub Bereinskalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuferdamm 72. Dienstag: utgefinnte Freunde, Georgenkirchftr. 65 bei Spät. Rauchflub Grüne Giche, Giborado, 8% Uhr bei Steppin, Oftbahnhof 4, b. Planuser 92 bet Herrath. Rauchtlub Deutsche Flagge, Wrangelstr. 32 Lukas.- Rauchklub Am balema, Grünauerfir. 17 b. poremba. e uer Phönig, Berliner Raucht I urb, Steichenbergerstr. 164 bet Hanisch. Domingo, Wenbensir. 3 bet echöneberg, Sauptstr. 67 bet Borcherd. Mizze. Alter Friz, Weißenfee, Charlottenburgerftr. 59 bet Daumeta. Rothe Rofe, Boechstr. 21 bet Krebs. Beilchen duft, Hennigsdorferstr. 4 bet Günther. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gesangverein Ganges treue, abends von 8%-10% Uhr bet Broß, Annenftr. 9. ftraße 11/12. GesangGesangverein Schild: Theaterverein Tata Toto, Arbeiter Bither= in einen, im Keller befindlichen Behälter befördert würden. Natur Ertenntniß.( Antite und moderne Naturbetrachtung. RevoSoziale Rechtspflege. Neben unentgeltlichkeit der Sachverständigkeit wurde ein straf- lution burch Kopernikus, Galilet und Newton. Experimentelle Forschung. whilosophie und naturwissenschaftliche Forschung. Innerer Zusammenhang Zwei bemerkenswerthe Entscheidungen des Kammer- rechtliches Vorgehen gegen die Grossisten in erster Linie verlangt, der Naturkräfte. Rob. Mayer, Selmholz. Gesetz von der Erhaltung der gerichts über die Sonntagsruhe werden jezt mitgetheilt. Die verdorbene Waaren entweder zu außergewöhnlich billigen Kraft und des Stoffes. Einheitlichkeit der Materie. Grundzüge des die Uebertretung der Sonntagsruhe regelnden Preisen an Kleinhändler verkaufen oder aber durch zweckent- werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Danach hat wenn nur sprechenden Auspuh" über die wahre Beschaffenheit der Waaren Arbeiter- Sängerbund ein wirthschaftlicher Mothstand 84" beforgen ift. Dahin den laufenden Bändler täuschen. Anstatt des gegenwärtigen mani, Waferalterit. 2. Mile Mendetungen im Bereinstatenber find zu richten gehört beispielsweise die Vornahme dringender Ernte- zeitraubenden Beschwerde resp. Klageverfahrens wurde einfach an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Er. Dienstag, abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Steineiche, Neue Arbeiten, wenn wegen des Hochwassers eine Ueber- das Berlangen gestellt, die Grossisten zu verpflichten, den er- Friedrichstraße 20 bei F. Preuß. Kornblume, Gr. Frantfurterstr. 183 schwemmung der Felder zu befürchten ist.- Ferner tann legten Betrag für die unbrauchbare Waare sofort zurück- bet Gold. Senefelder, Nosenthalerstr. 57 bei Babiel.- Gerechtig ein Gewerbetreibender wegen Uebertretung der Bestimmungen zuerstatten, wenn nöthig durch Unterstützung sofort zu erlassenden teit( Westen), Bülowstr. 69 bei Werner. Olympia, Adalbertstr. 8 Deutscher Männerfang. Prenzlauer- Allee 26 bet über die Sonntagsruhe dann nicht bestraft werden, wenn er den Polizeigebotes. Schließlich wurde angeregt, über derartige Be- Wartenberg. Hand in hand I, Mariannenfir. 41 bet Richter. Edelweiß I, MelchiorNachweis erbringen kann, daß die Uebertretung von einem An- trügereien statistisches Material zu sammeln und der Polizei oder Kreuzberg, Schönleinftr. 6 bet F. Ewald. straße 15 bet Stehmann. Echo I, Linienstr. 19 bet Neumann. Wiederhall, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Often( Metallarbetter), während seiner Abwesenheit und gegen seine Anordnung, beSonntag Vormittag in Joel's großem Saal in der Andreasstraße. bei Wöllstein. Myrthenblätter, Prenzlauer- Allee 6 bet Stein. gangen worden ist. Ihn'scher Lohubeschlagnahme durch die Steuerbehörde. Auf Dost berichtete über den Stand der Lohnbewegung, speziell daß deutsche Stebertafel, Blumenstr. 38 bet Wiedemann. Unverzagt II, BeuffelHumor, Straußbergerstraße 3 bei Wwe. Möll. grund der Verordnung, betreffend das Verwaltungs- 3wangs vom 7. bis 17. September, abends 6 Uhr, 128 Werkstätten mit ftraße 9.- Sängerhort, Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel. Wald= verfahren wegen Beitreibung von Geldbeträgen" erging unter- 561 Kollegen die aufgestellten Forderungen bewilligt bekommen tapette, Fürstenstr. 18 bei Herbig. Friedrich'scher Männerchor, Bruberbund, usebomstraße 22 bei dem 7. Juli an den Brauereibefizer Lehmann das Verbot, hätten; im Streit befänden sich zur Zeit 23 Werkstätten mit Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. Fickinger. Freies Lied, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 11 bet dem Brauer Weber 22,52 Mart zu zahlen, welche derfelbe dem 44 verheiratheten und 50 ledigen, also zusammen 94 Kollegen. Seirecte. Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee 152 bet Göbel. - Abend= -Rothe Melte I, Schöneberg, Grunewaldstr. 110 bet Obst, Staat und der Kommune an Steuern für die Zeit vom April 1895 Im Anschluß hieran gab der Berichtende einen Ueberblick über Mothe bis zum März 1896 schuldete. Am 17. Juli erhielt Lehmann dann von die Einzelverhältnisse einer Reihe besonders in betracht kommender roth, Wilmersdorf, Berlinerstraße 40 bei fingenberg. Borwärts IV, der mit der Vollstreckung beauftragten Steuerdeputation des hiesigen Wertstätten, wobei Zustände zu konstatiren waren, die denen der Mette II, Ruppiner- und Schönholzerstraßen- Ecte. Rathenow, Junterstraße 19. Bur Erholung". Alpenglocke, Große Magistrats einen Zahlungsbefehl, dem er Folge leistete. Weber Konfektionsarbeiter gleichkamen. Eben diese Zustände seien auch Frankfurterstraße 138 bet Gold. Etch entranz, Prenziau, StettinerGinigtett II, Weinstraße Nr. 11 bei Feind. war aber durchaus nicht damit einverstanden, daß ihm der frag- Veranlassung geworden, daß, entgegen dem Beschluß, in der fraße atfergarten". liche Betrag am nächsten Zahltage, dem 1. August, vom Monats- ersten Woche keine Streitunterstützungen auszuzahlen, dennoch ütli, Friedenau, Handjery- und Rönnebergerſtraße- Ecke bei Weinert. Freter Sängerchor, Glienicke, Köpenickerstraße Streifenden 10 Mart gezahlt werden weddinger Harmonie Reinickendorferstr 2a gehalt abgezogen werde; er flagte gegen Lehmann beim Ge- den verheiratheten werbegericht, deffen Kammer VI sich nun dieser Tage mit mußten. Umsomehr sei es Pflicht derjenigen, die wieder in Arbeit Borwärts VIII, Marwis t. b. Mart, bet Wilh. Nötte.- Concordia, Freie Sänger III, Seegermühle bet Ebersfeiner Rest Lohnforderung beschäftigte. Der Beklagte wurde getreten, ihrer Pflicht, wöchentlich 1 M. zur Unterstützung der Simeonstr. 23 bet Flick. walde. Frohsinn I, Rummelsburg, Göthe- u. Kantpraßen- Ecke bet verurtheilt, Acacie( gem. 52 Pfennig den Ausständigen beizutragen, gewissenhaft nachzukommen; weiter Mertens. Treu u. Fest, Pallisadenstr. 62 bei Reiher. an Wilmersdorfer Lieber= Kläger zu zahlen. Der Gerichtshof, dem Assessor Dr. Brasch vor- seien sie verpflichtet, nunmehr auch fest an der Organisation, dem Chor), Naunynstraße 37 bei Sablonstt. Freiheit III, faß, stüßte diese Entscheidung auf das Gesetz über die Beschlag- Holzarbeiter Verband, festzuhalten, da ohne dessen Hilfe die tafel, Wilmersdorf, Badenschefir. 18 bet Stabinsky. Weißenfee, König-Chauffee 38 bei Pfeifenmüller. Arion I, Wittenberge, nahme des Arbeits- oder Dienstlohns". Darin ist bestimmt, errungenen Vortheile nicht erreicht wären. Außerdem hätten Thurmstraße 28, Bentralhalle. Junge Eiche, Reinickendorf, Kolonie Freie Felblume, Wienerstraße 31 bei klein. daß die Beschlagnahme von Vergütigungen für Arbeiten die arbeitenden Kollegen gewissenhaft auf ihre Arbeit zu achten; firaße 147 bei Anton. Arion II( Handoder Dienste, welche auf grund eines Arbeits- oder sollte ihnen solche aufgetragen werden, die sie früher in dem Sarmonte III, Rigdorf, Bergfir. 142 bei Schintäfe. fchuhmacher), Brandenburg a. H., Hauptstraße, Wintel's Salon. Drante, Dienstverhältniffes geleistet werden, nur erfolgen darf, Arbeitsverhältniß nicht auszuführen hatten und von der sie an- Weißenfee, Langhanssir. 106 bet Säling. Alpenglühen, ManteuffelGef.- Ver. d. Enterbten, Swinemünderstr. 120 wenn diese Vergütigungen( Lohn 2c.) nicht nur 2c.) nicht nur verdient, nehmen können, daß sie aus Werkstätten herrühren, wo geftreitt ftraße 9 bet Nowack. bet D. Bachgänger. sondern auch bereits fällig geworden sind. Der Vor- wird, sei es nothwendig, die Anfertigung dieser Arbeit zu verweigern, figende führte hierauf bezüglich aus, daß des Klägers Gehalt oder im Zwangsfalle die Arbeit niederzulegen. In der Disfür den Juli erst mit dem Abschluß dieses Monats fällig ge- fuffion kamen Klagen über unklares Verhalten einzelner Kollegen worden sei und deshalb das Zahlungsverbot bezw. die Beschlag- vor; weiter wurden die vorläufigen Errungenschaften als ein nahme inmitten des Monats rechtlich hinfällig wäre. erster Ansturm auf die Unternehmerschaft bezeichnet, dem Außerdem wurde eine genaue Einen ziemlich langwierigen Kampf um eine Reute weitere zu folgen haben. hatte der Dominialstellmacher Adam zu führen, welcher sich bei Kontrolle über die Werkstätten verlangt, in denen zu den neuen der Arbeit eine schwere Verletzung zugezogen hatte. Der Guts- Bedingungen gearbeitet wird, und der Kommiffion anheimgegeben, herr Stiller, bei dem Adam beschäftigt war, überließ letzteren in der nächsten öffentlichen Versammlung die Namen der kon auf einige Beit feinem Freunde, dem Besizer Niedel, zu dem trollirten Werkstätten zur Verlesung zu bringen. Man war auch Zwecke, mehrere Leiterbäume für Erntewagen anzufertigen. Beim der Meinung, daß der Unterschrift der neuen Bedingungen durch Behauen der erforderlichen Baumstämme, welche Arbeit die Unternehmer nicht so gar viel Bedeutung beizulegen sei, mit Adam in der Nähe der fürstlich Putbus'schen Försterei der Begründung, daß es so manchem einerlei ist, ob er mit vornahm, war derselbe dann zu Schaden gekommen; er hatte Unterschrift oder mit gegebenem Ehrenwort wortbrüchig werde; fich ein Anie zersplittert. Zunächst war Adam hierauf bei der nothwendiger sei, daß die Arbeiten nebst den dafür zu zahlenden in den Werkstätten zuständigen Versicherungsanstalt wegen einer Invalidenrente vor- Löhnen tarifmäßig niedergeschrieben stellig geworden, ohne mit seinem Verlangen durchzubringen, und jedermann zur Einsicht ausliegen. Bezüglich derjenigen Unter- Musikverein risauf", Reichenbergerfir. 24 bei Tauschte. auch das Echiedsgericht hatte ihn dann abgewiefen, nehmer, die hartnäckig auf ihre Weigerung, die gestellten Forde- verein Anatreon, abends von 9-11 Uhr im Louisenstädtischen Klubhaus, indem es annahm, daß A. noch mehr als ein Drittel rungen zu erfüllen, beharren, lägen untrügliche Anzeichen vor, Annenstraße 16 bei Bergner, früher Ehrenberg. horn, Usebomsir. 33 bei Dibötter. Nunmehr wandte daß denselben ihre gegenwärtige Situation doch nicht so gleich- Sigung abends bet Röllig. Neue Friedrichstraße 44. seiner Erwerbsfähigkeit verblieben sei. sich der Verletzte an die landwirthschaftliche Berufsgenossen- giltig erscheine. Für die Kollegenschaft sei die Situation günstig, verein Ginigteit, bet Streit, Naunynstraße 86, Uebungsstunde. schaft mit dem Antrage, ihm eine Unfallvente zu gewähren. fie müßte und würde ausgenugt werden; im Laufe der Woche Wünsch's Gemischter Chor, uebungsstunde 49 Uhr, RosenthalerAuch dieser Anspruch wurde abgewiesen, und zwar mit der würden sich noch mehrere Werkstätten der Lohnbewegung an Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge, abends von 8 bis 11 Uhr Begründung, daß der Unfall weder im landwirthschaftlichen, schließen. Mit dreifachem Hoch auf die Lohnbewegung der bei W. Richter, Bülowfir. 65 am Dennewiß- Plaz. Bitherklub Alpen= gruß, abends 9% Uhr in den Dranienhallen, Dranienftr. 51. Musiknoch im forstwirthschaftlichen Betriebe, sondern bei einer hand: Drechsler schloß die gutbesuchte Versammlung. verein Schellenbaum, abends von 8 bis 10% Uhr, im Restaurant werksmäßigen und somit nicht versicherten Arbeit passirt sei. Eine öffentliche Versammlung der Schuhmacher, die Peuckert, Köpnickerstraße 38. Gäste willkommen. Bitherklub Theaterverein Die Berufung gegen den Bescheid der Berufsgenossenschaft blieb gut besucht war, tagte am Sonntag im Lokal Königsbank und Frohsinn, abends 8% Uhr, bei Reich, Blumenstraße 32. um 9 Uhr bei Raporte, Golnesstraße 1. Säfte ebenfalls ohne Erfolg, endlich sprach jedoch die Retursinstanz beschäftigte sich mit der Lage des am 10. d. M. beschlossenen Freundestreis Bergnügung= Werein Gemüth Ltchtett, Gigung Adam die Unfallrente zu. Das 3 Reichs- Versicherungsamt streite, in ben Ballschuhfahren. Wie der Referent Stott be strautsstraße beim Gaſtivirib Böttcher. Berliner Dilettantenbühne Geselliger war der Meinung, daß die Frage unentschieden bleiben richtete, haben nur einzelne Fabriken den aufgestellten Tarif Rheingold II, abends 10 Uhr Ackerstraße 145 bei Wigel. fönne, ob der Kläger am Tage des Unfalles Arbeiter des Stiller bewilligt. Die Mehrzahl der Fabrikannten, vor allem die Berein Brüderschaft Berlin Nord- West, Perlebergerstraße 9, Restaurant Dittmann, abends 9 Uhr, darauf Fidelitas. Tambourverein gewefen oder ob er in den Betrieb des Riedel übergetreten ge- hauptsächlich in betracht kommenden Herren Silberberg Freiweg, gegründet 1890. nebungsstunde bet Oberschmidt, Weindie sich dagegen, wesen sei; auf jeden Fall liege ein landwirthschaftlicher Betriebs- und berg sweg 11D. Statklub Schlechte karte", abends von 9-11 Uhr Mufitverein Andante bei Krüger, FennIn diesen Fabriken bei Vogel, Görligerstr. 52. unfall vor. In den Urtheilsgründen sprach das Gericht aus, rungen der Arbeiter anzuerkennen. daß die Anfertigung einfacher Geräthe durch landwirthschaftliche sind daher die Arbeiter insgesammt in den Streit getreten und traße 5, abends 9 Uhr. Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter Turnerbundes. Arbeiter dem landwirthschaftlichen Betriebe des Auftraggebers tönne die Situation desselben als eine recht günstige bezeichnet Jeden Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung zuzurechnen sei, wenn die Geräthe demselben dienen sollten. werden. Die Diskussionsredner berichteten mancherlei Einzel- taliberstraße 55/56.- 4. Männerabtheilung Stephanstr. 3.- 5. Männerabtheilung Ackerstr. 67. 6. Männerabtheilung Stallschreiberstr. 54. Gegen den Maurermeister Schmiegel tlagten beim Ge- heiten über die Verhandlungen der Streifenden mit den 1. Lehrlingsabtheilung Friedenstraße 37. 3. Lehrlingsabtheilung Turnverein werbegericht drei Maurer auf Zahlung von insgesammt 86,85 9. einzelnen Fabrikanten. Es wurde unter anderem über Fürstenheim Boechstraße 27. Damenabtheilung Mariannenufer 1a. Lohnentschädigung und begründeten diese Forderung damit, daß mitgetheilt, daß derselbe die Arbeiter, welche ftreiten, als ver- ben leben Dienstag abends von 8 bis 10 Uhr in der TurnBerliner Athletenverein Felsenfeft, sie vom 10. bis zum 15. August gegen ihren Willen hätten ausrückt bezeichnet und den aufgestellten Tarif für undurchführbar sehen müssen. Hiergegen wandte der Beklagte ein, die Kläger erklärt habe. Zum Beweise, wie leicht gerade Herr Fürstenheim hätten jeden Tag entlassen werden fönnen und außerdem sei ihnen in der Lage sei, die geringen Lohnerhöhungen zu bewilligen, freigestellt worden, auf einem anderen Bau zu arbeiten. Die machte der Vorsitzende aus dem letzten Jahresabschluß der Firma Kläger verwiesen in ihrer Erwiderung darauf, daß der fragliche Fürstenheim einige intereffante Angaben. Danach betrug der Bau in Pankow liege, und machten geltend, daß sie Reingewinn des Geschäfts im Jahre 1895 nach Abrechnung den weiten Weg dorthin nicht jeden Tag hätten zurück von 9202 Mart, womit Herr Fürstenheim seine persönlichen legen mögen. Auf grund der Verhandlung gewann die Ausgaben gedeckt hatte, 58 796 M., das macht also für jede Kammer III die Ueberzeugung, daß die Lente vertröstet worden Woche 1130 M., während die Arbeiter der Fürstenheim'schen feien auf die Ankunft fehlenden Materials und daß man sie Fabrik einen wöchentlichen Durchschnittsverdienst von höchstens schließlich doch nicht wieder eingestellt habe; Schmiegel wurde 16 M. erzielen. Die geforderte Lohnerhöhung würde Herrn deshalb nach dem Klageantrage verurtheilt. Der Vorsitzende Fürstenheim etwa 6000 in. pro Jahr kosten, wonach ihm immer führte begründend aus, die Kläger hätten, solange sie nicht ent- noch der stattliche Ueberschuß von mehr als 52 000 m. verbleibe. laffen waren, sich nicht nach anderweitiger Arbeit umthun Bei einem so namhaften Profit erscheine es geradezu unerhört, wenn brauchen; auch wären sie nicht verpflichtet gewesen, den weiten die Forderungen der Arbeiter mit Rücksicht auf die Konkurrenz als Im weiteren Verlauf der Weg nach Pantow tagtäglich zu machen und auf dem dortigen zu weitgehende bezeichnet würden. Bau des Beklagten, für den sie nicht angenommen waren, zu ar- Debatte wurde von mehreren Rednern das Verhalten der Kollegen der Max Hei'schen Fabrik, welche sich dem Streit nicht angeschlossen haben, fritisirt. Butowski rechtfertigte die scheinbare Unsolidarität seiner Kollegen damit, daß bei Max Hei schon theilweise höhere Löhne gezahlt würden, als die in dem Tarif aufgestellten. Auch müsse man berücksichtigen, daß daselbst für Die polnischen Sozialdemokraten Berlins wählten in die größte Mehrzahl der Arbeiter eine Betriebswerkstatt bestehe, ihrer letzten Versammlung die Genoffen Brzestwienwicz in der auch die wenigen Heimarbeiter, welche Sei noch beund Morawsti als Delegirte zum Gothaer Parteitag: schäftigt, demnächst aufgenommen werden sollen. Zwar würden Die Abrechnung des Vertrauensmannes ergab, daß vom 1. Juli einzelne Posten unter dem aufgestellten Tarif bezahlt. Wenn 1695 bis 30. August 1896 185,42. eingenommen und sich die Kollegen aber dieserhalb dem Streif anschließen 175,47 m. ausgegeben worden sind. Dem Vertrauensmann wollten, so liege die Gefahr nahe, daß wurde auf Antrag der Revisoren Decharge ertheilt. Die Wahl werkstatt geschlossen werde. Nach diesen Darlegungen erklärte des Vertrauensmannes fiel von neuem auf den Genossen die Versammlung das Verhalten der Hei'schen Arbeiter für gerecht- Soziale Braris, Sentralblatt für Sozialpolitit".( Berlin, Garleyfertigt, und billigte es, daß diefelben weiter arbeiten. Ferner Eine öffentliche Versammlung der Händler und Sändle- wurde beschlossen:" Der Generalftreit" ist aufzuheben. Der partielle rinnen Berlins und Umgegend tagte am 10. September in Streit wird weiter geführt in allen Fabriken, die die aufgestellten der Alexanderstr. 27c. Einleitend referirte Paul Jahn über Forderungen nicht anerkannt haben. Jeder arbeitende Kollege Heuchelei und Betrug im Handel und Wandel im allgemeinen, hat 10 pet. seines Verdienstes an den Streitfonds abzuliefern." und deren Erscheinen unter allerlei Formen in der heutigen Hierauf theilte ein Kollege aus Bernau mit, daß in der dortigen Handelswelt. Lebhafter Betfall folgte den Ausführungen. In abrit von Oppenheim, wo nach dem Streit die Verhältnisse der sich hieranschließenden Debatte wurde hervorgehoben, daß sich mehr und mehr verschlechtert hätten, neuerdings der Verdie Standinhaber in den Markthallen sowie die Grün- trauensmanu entlassen worden sei unter Umständen, die man als tram Händler Feinde der Straßenhändler, und darauf eine Maßregelung ansehen müsse. Die Arbeiter der Oppenheimbedacht seien, diesen ihre Existenz zu rauben, haupt- fchen Fabrik verlangen die Wiedereinstellung ihres Vertrauens hauptschen Ebenso sächlich durch vielfache Deifunziationen. wurde mannes und wären willens, wenn diese nicht erfolge, die Arbeit Klage geführt über das feindselige Berhalten der Markthallen- niederzulegen. Für diesen Fall ersuchen sie um moralische und Arbeiter gegenüber Händlern, die deren zu entlohnende Hilfsmaterielle Unterstüßung durch die Berliner Kollegen, namentlich bereitschaft nicht genügend in Anspruch nehmen, die nach neueren um Fernhaltung des Zuzuges. Die Versammlung nahm einen Berordnungen an den Ausgängen aufgestellten Räften zur Auf Antrag in diesem Sinne an. nahme von Marktabgängen, schlechten Obstes u. s. w. wurden Arbeiter- Bildungsschule. Dienfiag Abend von 9-10% Uhr: Güd ats durchaus ungenügend erklärt, dagegen aber recht praktische oft- Schule Waldemarfir. 14: Deffentliche Gefundheitspflege ( Nahrungs- und Genußmittel, Wohnung und Gesundheit, öffentlicher Kinderbeffere Vorschläge Borschläge gemacht: Man folle einfach folle schuß, Echulgesundheitspflege, Fabritgefeßgebung, Fürsorge für Arbeite fchließbare Schachte anbringen, durch welche die Abgänge u. f. w. nuen.) Herr Dr. Gustav Heymann. Nordschule, Wüllerstraße 179a: pridni za non gold ball beiten. Goscinski. I Versammlungen. verFürstenheim sträuben sho Forde die Betriebswillkommen. halle, Prinzen 8. jeden Dienstag und Freitag, abends 7 Uhr, im Reſtaurant„ Bum dicen Albert", kotibuserstr. 6. Rauchklub Sorgenfret, abends 9 Uhr Rauchklub Ruhiga, abends 8½ Uhr, bei Bartel, Pautsadenstr. 22. bet Behrend, Gräfestraße 5: Sigung. Bergnügungsverein Im Brand, tei Stavicki, Barnimstraße 22. Arbeiter- Stenographenverein intracht, unterricht und Nekungsstunde abends 8 Uhr bei Wählisch, Adalbertstr. 4. Rauchflub Rauchflub Meffalina, bei Gorn, Frankfurter Allee 119. Portorico, abends 9 uhr Manteuffelstr. 20 bei Schröter. Zentralverein der Bildhauer. Heute Abend 8½ Uhr: Bersammlung. Tagesordnung wird daselbst bekannt gegeben. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E. H. 71) Burcau: O., Holzmarktstraße 67. Seute Abend 8% 1hr im Stestaurant Stühler, Neue Grünstraße 38: Vorstandssitzung und Aufnahme neuer Mitglieder. Eingelaufene Druckschriften. Bon der Meuen Zeit"( Stuttgart, J. 5. W. Diet' Berlag) ist soeben das 50. Heft des 14. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Stille Herbsttage. Die Organisation des Handwerts. Von Mar Schippel. I. Zur Reform des Militär- Strafgesetzbuchs. Ein persönlicher Beitrag von Erich Wendlandt- Magdeburg. Die gesundheitlichen Ber= hältnisse der Arbeiter in den Theerfarbenfabriken. Von Heinrich Vogel. Deutschland als Konkurrent Englands. Feuilleton: Die Klaffengegenfäge in den spanischen Zunftkämpfen zu Anfang des sechzehnten Jahr. hunderts. Von Heinrich Gunow. Von den Gesammelten Vorträgen und Auffäßen" des Profeffor Dr. A. Dodel in Zürich, welche unter dem Gesammttitel Aus Leben un Wissenschaft im Verlage von J. H. W. Dies in Stuttgart erschienen, ift soeben Heft 8 bis 10 zur Ausgabe gelangt. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Das Leben als ununterbrochene Kette von Vorgängen des Aufbaues und der Zerstörung eine fortwährende Störung des Gleichgewichts der Kräfte. Die Frage von der Lebenstraft. Geist und Waterte Tod und Unsterblichkeit. Epilog an die Natur. Einleitung zu den drei Vorträgen über Bauer, Arbeiter und Wissenschafter". 1. Der Bauer. Außerdem ist dem 9. Heft ein wohlgelungenes Porträt Dodel's beigefügt. Das ganze Wert wird in 22 Lieferungen á 20 Bf. Tomplet vorliegen. Alle acht Tage erscheint ein Heft und nimmt jeder Buchhändler und Kolporteur Bestellungen entgegen. mann's Werlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 50 folgenden leitenden Auffat: Die Erhöhung der Beamtengehälter in Preußen. Aus dem Nottzen= theil heben wir hervor: Die englische Enquete über Arbeitslosigkeit. Bon Dr. E. Löw. Gewerbezählung in Belgien. Selbiterzeugung von Ge brauchsartiteln in der fächsischen Armee. Städtisches Inseratenwesen und Gemeinde- Druckerei in Bern. Lohntlauseln in den Vergebungs. Bedingungen belgischer Kommunen. Vorgehen württembergischer Städte gegen gewerbliche Beschäftigung von Schulkindern. Kommunale Be= lanung der Konfümvereine in Chemniz. Die deutschen GewerkschaftsOrganisationen im Jahre 1895. Von G. Legien, M. b. M. Kartellirung ber Londoner Kohlenhändler. Amerikanische Trusts. Busammenkunft des Verbandes deutscher Gewerbegerichte. Urtheil des Londoner Schiedsamtes im Bäckergewerbe. Die amtlichen Vorschläge zur Reviston der deutschen Arbeiterversicherungs- Gesetze. Bon Stadtrath S. in FrankenStädtische Kochschule und obligatorischer Haushaltungs- Unterricht in Gotha, Kinderarbeit und Rassen- Entartung in Sizilien. Errichtung von Silos durch landwirthschaftliche Genossenschaften. Landwirthschaft= liche Rohstoff- Genossenschaften in Deutschland. Handwerk und Industrie: Zwangs Jnnungen in Desterreich und Deutschland. Handwerker- und Innungsvorlage. Nene Revne". Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Mevue" veröffentlicht in Heft Nr. 37( 7. Jahrgang) Dom 9. September 1896 folgende Auffäße: berg. Vivus: Christlich- sozial; 2. Fleischner: Frauenbildung in Nußland; J. K. Jgram: Die Abschaffung der Negerstlaveret; J. Pap: 8ur Aesthetic der modernen Maleret; T. Hedberg: Jin Nebel; Biteratur; Miniaturbildea aus der Bett. Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstrasse 67. 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