Morgen- Ausgabe Nr. 37 A 19 50. Jahrg. Medoktton onb Verlag, Berlin SW 68, Cinbenftt. 3 S«rnipr«fter<3? Amt Dönhoft 282 big Z9? Telegrammadresje; GozmldemotrQk Verli« BERLINER VOLKS BLATT SONNTAG 22. J anuar 1933 In Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts....... 20 Pf. ?)ezu?Sbehingungen and Anze'genvreis� Rehe am Hchlutz des redakttoncllen Teils Jeniealovgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Ein kritischer Tag! Volköbiihnenbefuch unmöglich? Die Regierung trägt die volle Verantwortung! Man darf immer noch hoffen, daß die Besonnenheit der Albeiter und der Schutz- Polizisten heule das Schlimmste verhüten wird. Für die ungeheure Verschärfung der politischen Gegensätze, für die tiefgehende Beunruhigung des öffentlichen und wirt- fchaftlichen Lebens, die von diesem Tag auf alle Fälle ausgeht, trägt die Regie- rung die volle Verantwortung. Hoffentlich nicht für noch mehr! Denn wenn es heute noch schlimmer kommen sollte, die Regierung trüge die Verantwor- tung auch dafür! Jeder Angriff auf die marschierende SA. und gegen die sie befehlsmäßig schützenden Schutzpolizisten wäre eine politische Tor- h c i t. Er würde zur Verwirrung sichren, wo im Interesse der Arbeiterschaft vollste Klarheit notwendig ist. Nicht die marschie- renden Jungen, so üble Gesellen sich auch unter ihnen befinden mögen, nicht die Schutzpolizisten, sollte auch einer oder der andere die Nerven verlieren, sind die Hauptverantwortlichen. Hauptoerantwort- lich ist die Regierung. Was will die Regierung? Soll die Kam- munistifche Partei, indem man die Garde Hitlers provokatorisch vor chrem Partei- haus aufmarschieren läßt, in eine Falle gelockt werden? Wollte man hinter den Er- eignissen der letzten Tage eine politische Ab- ficht vermuten, so könnte es kaum eine andere fein als djese. Aber verschiedene Um- stände geben eher Anlaß zu der Vermutung, daß sich die Regierung über die Konse- quenzen ihres Verhaltens überhaupt gar nicht im klaren gewesen ist und erst gestern dessen gewahr wurde, was sie ange- richtet hat. Welche von diesen beiden Möglichkeiten die ehrenvollere für sie ist, läßt sich schwer entscheiden. Die währscheinlichere ist die zweite. Denn was man zu sehen bekam, machte in keiner Weise den Eindruck einer zielsicheren Energie, vielmehr den der inneren Unsicherheit und des fch'echten Gewissens. Seit dem Sturze Brünings macht die Zerbröckelung an Staatsauto- r i t ä t rapide Fortschritte. Kaum hatte man sich dazu aufgeschwungen, die SA. zu verbieten, so wurde sie auch schon wieder erlaubt Seitdem hat sie ungezählte Gewalt- taten begangen ohne daß die ihr strahlende Sonne der Regierungsgunst auch nur einen einzigen Tag durch vorüberziehende Wolken getrübt gewesen wäre. Adolf Hitler wünscht den Bülowplatz als Exerzierplatz zu benutzen. Seinem Wunsche gehorchend sperrt die Polizei den Kommunisten ihr Parteihaus und macht es frag- lich, ob 2M0 friedliche Mitglieder der Volksbühne ahne Gefahr für Leib und Leben ihr Vereinshaus und ein dort statt- findendes Konzert besuchen können, sie ver- weigert klare Auskünfte, läßt die Frage offen, ob das Konzert stattfinden wird oder nicht, und versucht— klöaliche Ausrede!— die Kommunisten für die bestehende Unsicherheit verantwortlich zu machen. Nein, diese Unsicherheit rst von der Polizei und ihren Voraesetzten geschaffen worden, und sie ist so groß, daß sie diese selber schon er- faßt Hol Zweideutige Haltung der Polizei— Klare Auskunft verweigert! Die Volksbühne auf dem Bülowplatz hau« seit Wochen ein Konzert von Maria Jvogün angekündigt, das heut« um M12 Uhr beginnen und gegen K2 Uhr beendet sein soll. Das Konzert ist seit einer Woche so gut wie ausvcr- kaust. Die Volksbühne hat sofort noch Ankündi- gung der nationalsozialistischen Demonstration das Polizeipräsidium auf die Gefährlichkeit dieser Veranstaltung aufmerksam gemacht, ohne zunächst irgendwelchen Bescheid zu erhalten. Im Laufe des gestrigen Tages wurde ihr dann sowohl vom Kommando der Schutzpolizei als auch vom Reviernorfteher oersichert, für das Konzert bestehe nicht d i e gering st e Gefahr, da die Demonstranten keinesfalls vor 2 Uhr erscheinen würden, das Konzert bis dahin aber langst be- endet fein würde. Später gab die Theaterobtetlung des Polizei- Präsidiums der Leitung der Volksbühne in vorsich- tiger Form die Anregung, ob sie' nicht von sich aus das Konzert absagen wolle. Ihr wurde er- widert, es sei kaum noch möglich, die rund 20Ö0 Besucher von der Absage zuverlässig und rechtzeitig zu unierrichten. Auch müsie die Frage geprüft werden, ob die Volksbühne für den ihr entstehenden schweren Schaden nicht d i e Polizei zivilrechtlich haftbar machen könne. Die Theaterabteilung zog darauf ihre Anregung schleunigst wieder zurück. Gegen Abend wurde dann in den Berliner Lokalnachrichten von WTB. folgendes bekannt gegeben: Das Polizeipräsidium zieht die Sperrung des Lülowplahes für den verkehr am Sonntag in Erwägung. Auf mehrfache Anfragen teilt der Polizeipräsiden» mit: Es wird daraus aufmerksam gemacht, daß angesichts der hallung der Kommunisten und der Schreibweise ihrer Presse die Möglichkeit sehr groß ist. daß die Polizei morgen vormittag gezwungen sein wird, den vülowplah im Interesse der öffentlichen Sicherheil für den Verkehr zu sperren. Ze nach dem Zeitpunkt des Eintritts dieser polizeilichen Mahnahme kann es also geschehen, daß den Besuchern der auf dem Bülowplatz gelegenen„Volksbühne" und des am Bülowplatz gelegenen Lichtspieltheaters„Babylon" der Zutritt zu den Mittagsveranstaltungen der Theater oder das verlassen derselben unmöglich sein wird. Die Redaktion des„Vorwärts" richtete im Laufe des gestrigen Abends an das Polizeipräsidium die Aufforderung, sich klar und de u t I i ch darüber zu erklären, ob es eine» ungehinderten Au- und Abgang der Besucher zur und von der Volksbühne zusichern könne, oder ob es die Absicht habe, den Platz für die Konzertbesucher zu sperren Eine bestimmte Auskunft war jedoch nicht zu erhalten, obwohl die Redaktion das Polizeipräsidium in allerdeutlichsler Form aus die ihm daraus entspringende Verantwortung aufmerksam machte! keahtionäre Zweckmeldungen Die Telegraphen-Union teilte gestern spät abends mit: „Die KPD. lieh in den Sonnabend-Abend- stunden in den Arbeitervierteln Berlin», befon-' ders im ehemaligen Barritadenviertel von Reu kölln. Flugblätter verteilen, in denen die„wehr- hosten Arbeiter des roten Berlins" aufgefordert werden,„Schuller an Schulter mit den Käme- roden des RFB das Eigentum der Partei, den Sitz der KPD.", zu verteidigen ynd am Sonntag nachmittag zu Zehntausend«» am Bülowplatz zu erscheinen. Mehrere Flugzettelverteiler. die mit derartigem umfangreichen Propagandamaterial ausgerüstet waren, konnten van der Polizei in der Hermannstrahe in Neukölln bereit? verhaftet werden. Auch in den östlichen Vororlcn wurden am Sonnabendabend kommunistische Flugblätler ver teilt, in denen die Arbeiter aufgefordert werden. schon am Sonnlag früh auf dem Posten zu sein. um die einzeln oder in kleinen Gruppen nach dem Bülowplatz marschierenden Nationalsozialisten an ihrem Vorhaben zu hindern" Manöschukuo-premier ermoi-öet? Geruchte in Peking Ichanghai über London, 2S. Januar(Reuters Nach einem Gerücht soll durch einen Bombenanschlag auf die Eisenbahnstreck« bei Tschaugtschun der Ministerpräsident des Staates Mandschukuo getötet— wie seinerzeit Marschall Tschangtsolin— und der jaqanische Botschafter schwer verletzt worden sein. Nach anderer Darstellung soll am 18. Januar in Tschantschun der man- dschurische Ministerpräsident beim Betre- ten seiner Wohnung von einem unbe- kannten Koreaner durch einen Dolchstich getötet worden sein. Genker Vermittlung gescheitert? In der Neunzehne rkommisfion hat Japan erklärt, dah es auch bei Streichung der Einladung Amerikas aus dem Verflündigungs- Vorschlag den Text nicht annehmen könne, ohne dah die Nichtanerkennung Mandschu- k u o s und andere wesentliche Punkte g e- strichen würden. China hat dagegen energisch erklären lasten, dah es auf Einladung Amerikas und Sowjetruhlands zu Verständigungsverhand- lungen sowie Nichtanerkennung Mandschukuos den entscheidenden Wert lege. Bei so scharf entgegengesetzten Forderungen konnte die Kom- Mission nur feststellen, dah es unmöglich sei, eine für beide Parteien annehmbare Lösung vorzu schlagen und dah besonders die Aenderungsvor- schlüge Japans unmöglich annehmbar sind. Unter diesen Umständen konnte nur das Scheitern der Berständigungsprodezur nach Artikel lS Ab- satz 3 festgestellt werden Do anzunehmen ist. daß auch die Völkerbundsvolloersammlung da? gleiche tun muß, beschloß die Kommission serner. sofort den Entwurf eines Berichtes mit Löfungs- vorschlagen auszuarbeiten auf Grund Artikel IS-t. wonach die Zustimmung der Parteien nicht mehr erforderlich ist und die Lösung mit Zwangsmaßnahmen solidarisch von allen Völkerbundsmst- gliedern durchgesetzt werden muß. Diese Arbeit beginnt am Montag. Die Cröfsnungssitzunq der Ratstagung wird auf Dienstag verichoben Achtung, feine Leute! ILxher�og von Coburg am Werke Aus Anregung des ExHerzogs Carl Eduard von Coburg, der als Geldgeber der Nationalsozialisten seit langem bekannt ist, hatte in Hamburg„D« r Deutsche Ring" zu einer Besprechung einOrganisation, Reorganisation, Desorgani- sation! Man hat die rechtmäßige preußische Re- gierung mit Gewalt aus ihrem Amt ent- fernt, angeblich um— blutiger Hohn!— Ordnung und Ruhe zu sichern! Man hat von autoritärer Staatsführung gesprochen. von einer Regierung über den Parteien, aber noch nie hat es so wenig wirkliche Autorität gegeben, noch nie haben Regie- rungen so unter bestimmten Parteien gestanden, wie die Regierungen Papen und Schleicher. Herr v Papen hat deswegen als Kanzler dennoch keine Gnade gefunden, er wird nur noch als Briefträger zwischen Schleicher und Hitler verwendet. Gegen Herrn von Schleicher nehmen die National- soziallsten im Auswärtigen Ausschuß. brüderlich vereint mit den„Untermenschen der roten Mordkommune", impertinente Re- solutionen an. Aber das alles tut der Liebe keinen Abbruch. Keine parlamentarische Regierung ist je- mals einer Partei in so würdeloser Weise nachgelaufen, wie die„autoritären" Regie- rungen Papen und Schleicher der NSDAP. nachgelaufen sind. Noch eine Weile weiter so..autoritär"— und mit jeglicher Autori- tät ist es zu Ende. Jetzt schon ist es so weit, daß man sich nicht scheut, eines Kuhhandels wegen, den man nicht gefährden will. Menschenleben aufs Spiel zu fetzen. Im Sommer vorigen Jahres kam die au- toritäre Staatsführung den Nattonalsozia- listen im Wettlauf um die Regierungsmacht zuvor. Jetzt vollzieht sich bei beiden der Per- fall, bei der Regierung aber viel schnei- (er als bei den Nationalsozialiften. D i c Folge ist wieder wachsende Ge- fahr des Faschismus, obwohl sich auch der Faschismus schon im Niedergang befindet. Gegen diese Gefahr hilft kein komm» ".istisches Einheitsfront m a n ö o e r, gegen sie kann nur eine echte Einheitsfront helfen, die allen kleinlichen Streit beiseite schiebt und ihre Waffen einzig und allein gegen den Feind kehrt Gegen die feudale, gegen die faschistische Reaktion angetre- ten. Sozialdemokraten! Ange- treten. Eiserne Front! gefabelt.„Der Deutsche Ring" ist eine Versiche- rungsgesellschast, bei der auch die Wehrverbände der Rechten kollektiv versichert sind, und er ist deshalb gleichzeitig eine von den Querverbindun- gen der nationalen Front. Angesichts der gegen- wartigen Gespräche hinter den Kulissen ist die Zu- sammensetzung dieses Hamburger Kreises immerhin bemerkenswert. Unter den Erschienenen befanden sich Exgroß- herzog Nikolaus von Oldenburg, Senator Dr. Ehapeaurouge. der Vorsitzende des Hamburger Landesverbandes der Deutschnationalen Partei Major a. D. Stavenhagen, der Vorsitzende der Deutschen Volkspartei in Hamburg Dr. Rüper, der Vorsitzende des Deutschnationalen Handlungs- gehilfenverbandes Bechly. die Gauführer des Hamburger Stahlhelms Major a. D. v. Pressentin und Korvettenkapitän a. D. Lauenstein, der Stahl- helmführer für Schleswig-Holstein, Oberst a. D. Tüllmann, der Landesverbandsführer des Wer- wolfs Hambrock, der Chef des Kraftfahrwesens der NSDAP. Major a. D. Hühnlein, als Der- treter der Gruppenführung der SA. Gau Nord- mark Standartenführer Wallis. Das Volk fordert Arbeit! ADGB. und Af A-Bund fordern beim Reichspräsidenten entschiedenen Wechsel des wirtschaf ts- poiitischen Kurses Sozialismus Vortrag Prof. Landauers in derFreien Sozialistischen Hochschule Om Rahmen der Vorträge in der Freien So- zialistischen Hochschule sprach gestern Prof. Karl Landauer über das Thema:„V o m Kapitalismus zum Sozia lismu s." Er führte aus:„Die Sozialisierung ist heute eine Gegenwartsaufgabe. Das beweisen die An- träge der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Mit ihnen ist eine neue Epoche in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie eingeleitet. Bor dem Kriege ging die Auffassung dahin, daß die Wirtschaftsordung ein Produkt der Produktions- Verhältnisse sei und weniger Raum für planmäßige sozialistische Arbeit geboten werde. Die Sozial- demokratie hätte gewissermaßen nur Geburts- helferdienst in der Geschichte zu leisten, sie hätte den«chutt wegzuräumen, um das Gelände frei zu machen. Das �wird uns klar, wenn wir das Erfurter Programm lesen, in dem im grundsätz- lichen Teil eine Beschreibung und im zweiten Teil Forderungen unterstrichen stehen, die an sich mit Sozialismus nichts zu tun haben. Nach dem Kriege wurde das anders. Unsere Arbeit war politischer und sozialpolitischer Aktion gewidmet. Was wir leisten, müssen wir mit schonungsloser Selbstkritik, aber mit Gerechtigkeit prüfen. Es war gewiß nicht alles richtig, aber ebenso gewiß war es in der großen Linie auch nicht falsch. Der Aufbau der Sozialpolitik war eine ungeheure Leistung. Dem Sozialismus an sich wäre durch Vorstöße ohne Aussicht aus Ge- iingen nicht gedient gewesen. Hätten wir uns aus sozialistischer Rechthaberei jeder Bundesgenossen- schaft begeben, so hätte das eine freiwillige Ab- dankung auf jeden Einfluß, auf jede Macht be- deutet. Heute ist die Zeit für neue Aufgaben da. Wir müssen das planende menschliche Handeln mobilisieren, wir müssen die Erkenntnis über die Lage des Kapitalismus in die Massen tragen. Ter Kapitalismus ist heute nicht mehr freie Kon- iurrenz, die Entwicklung zum Großbetrieb, und das gibt Marx recht, ist heute stärker als je. Der Kapitalismus reagiert auf die Aenderung der wirtschaftlichen Bedingungen nachträglich. Auf- gäbe sozialistischer Planwirtschast ist es. vorher zu reagieren. Monopolisierung hat zu stärkster Krifenoerschärfung und zu größerer Empfindlich- keit der Wirtschast gegenüber Störungen geführt." Landauer legte dann dar, daß für eine wirklich erfolgversprechende sozialistische Aktion die Demo- kratie die Grundlage sei. Demokratie und Kapi- talismus sind Feinde, weil die Demokratie zwangsläufig zu einer Kontrolle der Wirtschaft führt. Die Kontrolle allein reicht nicht immer aus. Das haben Versuche in den letzten ändert- halb Jahrzehnten gezeigt. Eingriffe von oben im kapitalistischen Staat haben gerade uns Sozia- listen zum Widerspruch herausgefordert, weil die Eingriffe nicht besserten, sondern verschlimmerten. Das klassische Beispiel hierfür sind die Autarkie- bestrebungen. Der Planlosigkeit muß die Plan- Mäßigkeit gegenübergestellt werden. Hier müssen wir den Weg weisen und den Widersinn des Rufes: Zurück zur freien Wirtschaft! den Massen klar machen. Die sozialistische Erkenntnis wächst. Wir unterschätzen nicht den Wert der politischen Macht, aber schlimmer als die Macht nicht be- sitzen ist der Besitz der Macht, ohne daß man weiß, was man damit anfangen soll.(Lebhafte Zustimmung.) Deshalb müssen wir gedanklich auf den Tag der Wiederergreifung der Macht vorbe- reitet sein. Ziel ist planmäßige Produktion, planmäßige Konsumption, planmäßige Wirt- schaftsrechnung." Landauer schloß unter starkem Beifall mit einem neuen Bekenntnis zur Demokratie. Neuer Alinisierialdirektor im Reichspostmini- sterium. Der Präsident der Oberpostdirektion Karlsruhe, Hermann Gieß, ist zum Ministe- rialdirektor im Reichspostministerium ernannt morden. Er übernimmt am 1. Februar die bis- her von Staatssekretär Dr. Kruckow geleitete Telegraphen- und Funkabteilung des Ministe- riums. Die nächste weltkraftkonferenz, die dritte, die Nachfolgerin der Berliner Konferenz von 1930, 'indet im Juni 1933 in Stockholm statt. Bei dem schwedischen nationalen Komitee zur Vorbereitung der Konferenz haben zwanzig Län- der bereits ihre Teilnahme und Mitarbeit zu» gesagt. Die Vorsitzenden des KOGL, und des AfA- Bundes Leipart. Gratzmann, Eggert und Stähr begaben sich gestern zum Reichs- Präsidenten. Der Inhalt der Besprechung ergibt sich au» folgendem Schreiben der Bundesvor- stände an den Reichspräsidenten, das von den Vertretern der Gewerkschaften in der Aussprache eingehend begründet wurde: „In einer Zeit höchster wirtschaftlicher und see- lischer Nöte der werktätigen Bevölkerung, ins- besondere der rund 7 Millionen erwerbslosen Volksgenossen, wenden wir uns an Sie, Herr Reichspräsident, um Ihre Aufmerksamkeit auf die nunmehr unerträglich gewordenen Verhältnisse zu lenken. Als wir am 26. Februar 1931 zusammen mit Vertretern der anderen gewerkschaftlichen Spitzen- verbände die Ehre hatten, Ihnen die damalige Lage zu schildern, erwarteten Sie mit uns eine allmähliche wirtschaftliche und soziale Besserung. Damals zählten die Arbeiisämter 5 Millionen Er- werbslose. Unter den 7 Millionen Erwerbslosen von heute befinden sich zahlreiche Jugendliche, denen nach der Schulentlassung Arbeit im Er- werbsleben überhaupt noch nicht vergönnt war. Wir sind uns bewußt, daß unter der Wucht der Wirtschaftskrise fast alle Schichten der Bevölke- rung leiden. Wir kennen die Sorgen und Klagen aller Berufsstände und Wirtschaftszweige. Wir wissen besonders, daß infolge des Zusammenbruchs der Masienkaufkrast, der Verarmung großer Teile der industriellen Bevölkerung, die landwirtschaft- lichen Erzeugnisse trotz gesunkener Preise keinen Absatz finden können. Aber es muh doch mit allem Nachdruck hervor- gehoben werden, dah in der lang andauernden Krise die Verelendung den schlimmsten Grad er- reicht hat bei den großen Teilen der Arbeiter- schaft, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Arbeitokrast zu verwerten und zu langfristiger Erwerbslosigkeit verdammt sind, während es sich bei der Notlage anderer Bevölkerungsschichten vielfach um die Gefährdung ihres Besitzes handelt, geht es bei den Er- werbslosen zum großen Teil um die G e s ä h r- düng des nackten Lebens. Die Unmöglichkeit, den notwendigsten Bedarf an Ernährung und Kleidung für sich und ihre Familienangehörigen zu decken und in menschenwürdigen Wohnungen zu wohnen, hat diese Menschen tief verbittert und in Verzweiflungsstimmung gelrieben. Zugleich ist für die noch Beschäftigten in erheb- lichem Umfang die Kurzarbeit weiter durch- geführt worden. An der Jahreswende waren von je 199 Mitgliedern der dem ADGB. angeschlosse- nen Verbände nur noch 32,2 voll beschäftigt, 22,2 waren Kurzarbeiter und 43,6 voll arbeitslos. Die normale Beschäftigung hat sich also in eine Aus- nähme verwandelt! Weniger als ein Drittel der Arbeiter bringt noch den vollen, aber durch den Lohnabbau um 25 bis 39 Proz. verringerten Wochenlohn nach Hause. Neben den gewaltigen Opfern an Lohn hat der sortgesetzte Abbau aller sozialen Leistungen die Arbeiterschaft aufs schwerste betroffen. Die Ar- beitslosenoersicherung kommt heute nur noch einem kleinen Bruchteil der Arbeitslosen und auch diesem nur während der Dauer von sechs Wochen zugute, obwohl durchschnittlich 8 Proz. des Lohnes für die Versorgung der Arbeitslosen in Anspruch genommen werden. Etwa 2% Millionen Arbeitslose sind ihrem Schicksal bei den Wohl- sahrtsämtern der finanziell ärmsten Gemeinden überlassen. Ebenso sind die Rentenempfänger durch die Kürzungen der Invaliden- und Unfallrenten der Verelendung anheimgefallen. Der Zusammenbruch der Massenkauskraft hat der deutschen Ausfuhrindustrie keine neuen Märkte erobern können, er hat im Gegenteil noch den Binnenmarkt zerstört. Die Handelspolitik der Re- gierung ist von der Vorstellung beherrscht, der Landwirtschaft auch bei zusammengebrochener Massenkauskraft helfen zu können. Diese Vor- stellung ist irrig Mengenmäßig ist die landwirt- schaftliche Produktion von der Krise unberührt ge- blieben. Da aber mangels genügender Kaufkrast der städtischen Bevölkerung die Agrarerzeugnisse keinen ausreichenden Absatz finden können, sinken ihre Preise. Hier helfen entscheidend weder Subventionen noch Zölle. Aus diesem kreis gibt es so lange keinen Ausweg, solange nicht die Kaufkraft der Verbrauchermassen der industriellen Levölke- rung gesteigert und unhaltbarer Großgrundbesitz in zweckmäßige Siedlungen umgewandelt wird. Die Verstimmung über die Agrarpolitik der Die Massen des Volkes warten nun schon seit vielen Wochen darauf, daß der Reichstag das Unrecht wieder gut mache, das ihnen die „autoritäre Staatsführung" zugefügt hat. Mit Recht verlangen die U n t e r st ü tz u n g s- empfänger eine Wiedererhöhung ihrer Be- züge auf einen Stand, der ihnen eine menschen- würdige Lebenshaltung sichert. Die Mieter fordern die Herabsetzung ihrer Lasten, damit sie in einem erträglichen Verhältnis zu ihrem ge- funkenen Einkommen stehen. Die gesamte ar- bettende Bevölkerung will, daß endlich ein g�iß- zügiges Arbeitsprogramm durchgeführt wird. Was aber tun die bürgerlichen Parteien, wie handelt vor allem die N a t i ona l f o z i a» l i st i s ch e Partei? Sie verschleppen immer aufs neue die Einberufung des Reichstags, die Nazis wollen den Willen des Volkes überhaupt nicht mehr zum Ausdruck kommen lassen. In den Schlössern der Großgrundbesitzer, i» den Villen der Bantfürsten gehen die Naziführer ein und aus, in geheimen Konventikeln und dunklen Kabinetten wird intrigiert und geschachert, als ob das Wo h l des Volke» nur ein Handels- o b j e t t zwischen profitsüchtigen Kapitalsver- tretern und politischen Abenteurern sei. Die Sozialdemokratische Partei ist nicht gewillt, diesem Spiel noch lange zuzuschauen. Sie wird die Massen des werktätigen Volkes aufrufen, um mit verstärktem Druck die Durch- führung ihrer berechtigten Forderungen zu er- reichen. Die Sozialdemokratie verlangt, daß der Reichstag in allerkürzester Frist wieder zu- sammenberufen wird. Die sozialdemokratische Reichstags- f r a k t i o n ist entschlossen, alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um dem Willen des Volkes, daß das Parlament seine Arbeit wieder beginne, zur Geltung zu bringen. Zu diesem Zweck hat der Frattlaasvor- stand am Sonnabend beschlossen, die Gesamt- sraktton ans Montag. Z0. Januar. einzuberufen, auch für den Fall, wenn es den Nazl» lu der Aellesteuratsfitzung vom Freitag ge- Uageu sollte, die Verhandlungen de» Reichstag» Regierung ist besonders gerade in den Laudern stark, die einen großen Teil des deutschen In- dustriexports aufnehmen. Je mehr diese Ländar ihren Industriebedarf in anderen Ländern decken, je mehr erhöht sich die Arbeitslosigkeit in Deutsch- land. Diese einseitig auf Agrarschutz eingestellte Handelspolitik führt dar- über hinaus zur Durchlöcherung des deutschen Handelsvertragssystems, das auf dem Grundsatz der Meistbegünstigung aufgebaut war und das nüt diesem Grundsatz der deutschen Exportindustrie ge» dient hat, ohne der Landwirtschast wirklich zu schaden. Eine Handelspolitik, die auf Deutsch- lands Jndustriexport nicht genügende Rücksicht nimmt, stiftet Unheil, indem sie neue Er- werbslosigkeit erzeugt und damit auch der Land- Wirtschaft neuen Schaden zufügt. Zusammenfassend gestatten wir uns, zu sagen: 1. Die erste Voraussehung für eine Entspannung der unerträglichen Lage ist eine großzügige Arbeitsbeschaffung durch die össent- liche Hand. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung auf diesem Gebiet müssen mit größter Beschleunigung erheblich erweitert werden. 2. Der dadurch eingeleitete Besserungsprozeß ist in seinem Amsang und Tempo wesentlich abhängig von der Arbeitszeit der Vollarbeitenden. Demzu» folge muß eine der Produttionstechnik angepaßte Arbeitszeitverkürzung gesetzlich durchgeführt werden, die jedoch nicht zu weiteren Einkommensminderungen der Arbeiten- den führen darf. 3. Die Pflege weltwirtschaftlicher Beziehungen zur Erhaltung und Steigerung der deutschen Aussuhr muß die vornehmste Aus- gäbe der deutscheu Handelspolitik sein. 4. Der Wiederausbau der Massen- kaufkrast und der sozialen Leistungen mit dem Ziel der Schaffung eines umjahsähigen Binnenmarktes muh den vesserungsprozeh unterstützen. Wir bitten Sie, Herr Reichspräsident, diese vor- dringlichen Aufgaben zur Linderung der er- schütternden Not großer Teile der Arbeiterschaft mit Ihrem starken Einfluß unterstützen zu wollen. Hochachtungsvoll Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerk- schastsbundes. Der Vorstand des Allgemeinen sreien Angestellten- bundes. Gegen Verschleppung desNeichStag�! Einberufung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion noch weiter zu verschleppen. Zn dieser Sitzung werden dann die erforderlichen Beschlüsse zu fassen sein. Auch ein Hündchen? Aufschlußreiches Hitler-T elegramm Otto Straßer kitzelt die Nazifraktion des Reichstags immer noch mit dem steten Wieder- abdruck der sogenannten„Hündchenszene" Nun hat Hitler im Zusammenhang mit dem Fall Stegmann in Franken das folgende Tele- gram losgelassen: „Der frühere SA.-Jührer Stegmann hat am 14. Januar in Grevenburg, um sich wegen seines parteischädlichen Treibens zu rechtfert.- gen, mir in Gegenwart der Zeugen Reichstags- Präsident Hermann Göring und Pg. Wilhelm Brückner flennend und zerknirscht feierlichst versichert, daß er an den Nürnberger Vorfällen gänzlich unbeteiligt gewesen sei, im Gegenteil diese nur von seinen Untergebenen verübte Tat mit allen Mitteln zu verhindern versucht habe. In einem mir zur Verfügung gestellten, an den Reichstagspräsidenten gerich- teten Brief gellebt Stexmann nunmehr ein, daß er selbst den Befehl zu diesen Ausschreitunaen gegeben habe. Weiter hat er mir im Beisein dieser beiden Zeugen das feierliche Ehren- wort gegeben, sich künftighin aller weiteren parteischädigenden Handlungen zu enthalten Stegmann hat mich damit, wie er jetzt selbst eingesteht, auf das niederträchtigste belogen und sein Wort gebrochen. Dieses und die Berückfichttoung anderer Vorfälle veranlagt mich nunmehr. Steamann sofort au- der NSDAV. auszuschließen. Wer sich zu diesem Mann bekennt, wind damit ebenfalls aus der NSDAV. ausgeschlossen. Ich erkläre weiter, daß eine Wiederaufnahme in die NSDAP, der aus diesem Grund Aus- geschlossenen niemals mehr meine Ge- nehmigung erhalten wird." Flennend und zerknirscht— also genau so. wie Otto Straßer die Nazisrattion und den Austritt Straßers geschildert hat? Da erhält die Geschichte von der Hündchenfzene eine un- erwartete Stütze durch Hiller selbst! Stuttgarter SA.-Heim aufgelöst Stuttgart, 21. Januar. Die Enthüllungen über die Zustände im Stuttgarter SA.- Heim, über die wir be- richteten, haben im Nazilager geradezu sensationell gewirkt. Es wurden sofort Funktionärkouserenzen einberufen, in denen man den Mitteilungen erst durch Dementis glaubte begegnen zu können Man sah aber ein, daß dies angesichts der unter den eigenen Anhängern herrschenden Verbitterung er- folglos bleiben, ja, noch kompromittierendere Enthüllungen zur Folge haben müßte, und so ent- schloß man sich zur Vornahme eines Kaiserschnitts. Die Kreisleitung Stuttgart erließ folgende Bekanntmachung: „Das S A.- H e i m wird bis 31. Januar 1933 in seiner iisherigen Form aufgelöst. Für erwerbslose, notleidende Parteigenossen wird in seitherigem Umfang gesorgt werden." Ein besserer Beweis für die Richtigkeit unserer Mitteilungen konnte nicht erbracht werden. Justiz ohne Rechtsgrundlage Geraer Gerichte müssen die Tätigkeit einstellen Gera, 21. Januar. Die Ueberheblichkeit des Staatsbeauf- tragten für Gera erhält eine schallende Ohrfeige. Bekanntlich hat dieser Herr den Stadt- rat einfach ausgeschaltet. Der Stadtrat darf über- Haupt nicht zusammentreten, man konnte aus diesem Grunde daher auch nicht die Vertrauens- person bestimmen, die im Zusammengehen mit dem Gericht die Schöffen und Geschworenen für das Jahr 1933 bestimmen. Der Staatsbeauftragte hat die Auswahl der Vertrauenspersonen einfach selb st vorgenommen. Die Thü- ringer Naziregierung hat den Staatsbeauftragten in dieser Handlung unterstützt und hat ferner bis jetzt alle Zweifel von beamteten Personen. Rechts- anwälten usw. schroff zurückgewiesen. Eine end- gültige juristische Entscheidung wird nun durch Revision herbeigeführt. Sollte das Reichs- gericht der Revision stattgeben und die Berechti- gung der Zweifel anerkennen, so würde für sämtliche unter Mitwirkung von Laienrichtern seit 1. Januar 1933 an Geraer Gerichten gefällten Urteile Revisionsgrund gegeben sein. Infolge der von Geraer Rechtsanwälten an das Oberlandesgericht weitergeleiteten Beschwerde müssen alle Schöffengerichts- und Strafkammer- sitzungen sowohl beim Amts- wie auch beim Land- gericht bis auf weiteres ausfallen. Die Beschwerde stützt sich darauf, daß der Staats- beauftragte die Ausführungsverordnung des Thü- ringer Justizministeriums vom 2. November 1922 ignoriert habe. Die Gerichte feien daher nicht ordnungsgemäß besetzt. ERSTE BEILAGE SONNTAG, 22. JANUAR Z933 ./Ifyliflen in den hingen Schlafmänleln holen fleh das fjfen Wer einmal, am. frühen Sadimittag vor der Wärme- halle in der AScerstraße stand, rvird sidi gewundert haben, daß diese Halle bereits um 3 Uhr nadimiM&gs geschlossen wird. Die Antwort auf diese anfangs erstaun- tidie Tatsaehe erhält man aht, anderen Pol der Armut: im Städtischen Obdach in der Fröbelstr a ß e. So früh die Wärmehalle schließt, so früh öffnet wiederum das Obdadr, nämlidi um 3 Uhr..Denn— fügt eia Leiter des Asyls, Direktor Rötsei, hinzu. diejenigen Obdachlosen, die sich bereits um 5 Uhr hinlegen und schlafen, sind uns am liebsten, von diesen missen mir, daß sie wirklich ruhebedürftig sind." Aber es sdieint, als wichen die Aermsten der Armen, die Obdachlosen, den sinnvollen und hilfsbereiten Einrichtungen, die die Stadt gesdiaffen hat, mehr und mehr aus. Das Städiisdie Obdach in der Fröbelstraße hai Platz für 5000 Uebernach- tungen; nicht einmal ein Zehntel des Raumes ist belegt, an einigen Tagen des vergangenen Monats sank die Zahl der Obdachlosen auf 439 Personen. Angesidits unserer beispiellosen Not eine geradezu groteske Entwicklung! Das leere Asyl Cm paar Zahlen, We, wenn sie nicht unmmel- dar von der Asylleitung wären, memoiü) glauben bronchte: im Dezember 1928 nächtigten im Städti- schen Obdach Fröbelstraße und in der Wiesendurg Wiesenstraße 77 187 Männer. Dagegen im De- zember 1932 nur noch IS 755 Männer: die Wiesen- bürg ist überhaupt geschlossen, weil sie nicht gebraucht wird Oder: im Dezember 1928 zählte Berlin 6313 obdachlose Frauen, im Dezember 1932 nur noch 1236 Frauen. Wo sind die anderen 5699 Frauen geblieben oder die 62 999 Männer? Es gibt dafür verschiedene Erllärungen. Nach und nach ist der Zuzug nach Berlin ziun Stillsland ge- kommen, er hat sich sogar in sein Gegenteil ver- kehrt, bekanntlich sinkt Berlins Einwohnerzahl. Zweitens die Männerheime, die es zu Dutzenden in Berlin gibt. Hier ist der einzelne völlig unkontrolliert, es kümmert niemand, wenn er erst um 3 Uhr nachts betrunken ms Männer- heim kommt. Dagegen sagt die Asylleitung: wer mittags ungefähr weiß, daß er obdachlos sein wird, kann sehr wohl bis 19 Uhr abends zu uns kom- men. Wenn wir uns im übrigen gegen diese Männerheime wenden, dann sagen wir das nicht aus Konkurrenzneid, sondern weil uns die Men- schen dauern, die in diesen urrhygienischen Verließen verkommen. Ein sehr wichtiger Grund für den Rückgang der Obdachlosigkeit ist dann aber wohl die Arbeil der zwanzig Berliner Mohlsahrls- ämler. Wer hier 8 oder 19 M. je Woche bekommt, Jm SchlaffasJ ZrUhelprafle der verzichtet denn doch wohl aufs Asyl und sucht sich ein« Schlafstelle. Wer das ändert alles nichts an dem eigentümlichen Eindruck, den das Asyl macht: weite Säle, Pritsche an Pritsche und kaum jemand kommt schlafen... Alte Stammgäste Die soziale Schichtung der Asylisten ist noch so bunt wie ehedem geblieben: vom Landstreicher bis zum Akademiker. Zeder Obdachlose hat seine Kar- tolhekkacie; es gibt genug mit einen: Dr. davor. Ein Schickial ist typisch. Der Mann ist Arzt, be- kommt einen Z-218-Proz«ß am den Hals, wird unglücklicherweise zu zwei Jahren Gefängnis ver- urteilt, wird aus der Aerztekammer ausgeschlossen. in seiner kleinen Heimatstadt zeigen sie mü den Fingern am den armen Mann und, einmal entwurzelt,»er mag er nicht mehr Fuß zu fassen. Wenn jetzt abends in der bitteren Kälte die Schnee- flocken tanzen, dann klappt«r seinen Kragen hoch und im Gleichschritt mit ehemaligen Fremden» legionären und heutigen Speckjägern marschieren sie die Prenzlauer Allee herunter, dem Asyl zu. Ms die Berolina noch am Alexanderplatz stand. wies die ihnen den Weg. Der Stammgast in der Frauenabteillnig ist Rosa K...Ick) bin min schon seit 1918 hier— sagt einer der Aufseher— aber ebenso lange kommt bereits Rasa K. Sie kommt schon seit Jahrzehnten. Heute ist Mittwoch, heute haben die Frauen Waschtag, da können sie sich ihre Sachen wieder in Ordnung bringen, da geht sie mit den anderen in die Waschküche." Ungeachtet der Frau Rosa K sollt das jugendliche Element unter den Frauen am. Es nnisien doch trotz aller Wohlfahrtseinrichtungen?Ronat um Monat soundso viel junge Biädchen' in die Brüche gehen: besonders hoch ist der Prozentsatz der Sckiwangeren. Jm übrigen ist der eigentliche Asylbetrieb ja auch dem Laien einigermaßen bekannt: konlrotle, Emp- sang einer Marke mit kelle, Ausziehen splitternackt, unter zwei Scheiniversern Suche nach„Bienen", dann unter die Brause, Hemdenempfang sür die Nacht, die Kleider werden in einen Sack gesteckt und verschlossen, bis 19 Uhr brennt in den Schlofsälen Licht, morgens um 6 Uhr ist Wecken, so um 8 Uhr verläßt der letzte das Zlsyl. Um 3 Uhr nachmittags geht der Betrieb von neuem las. Eslen: abends l Liter Bohnen-, Linsen-, Erbsen- oder Graupen- fuppe plus 159 Gramm Brot, morgens 1 Liter Rudel-, Haserflocken- oder Grießsuppe plus 159 Gramm Brot. Zlußerdem hat das'Asyl ein« Wahl- sahrtsstelle, hier gibt es u. a. Eßmarken für die Volksküchen. Das ist in wenigen Worten der Asyl- betrieb. Ruil läßt sich die Asylleitimg die Zeit nicht verdrießen und macht vorsichtig Erziehungsversuche. Es scheint allerdings, am untauHkichsn Objekt. Die Leitung sagt, mir beherbergen hier die asten Frauen, sie schlafen bei ums, sie essen bei uns, dam: können sie wenigstens die Kartojseln schälen, die sie essen. Es werden 29 ausgesucht, aber nur 8 kommen in der Küche an, 12 haben sich verduitet. Nicht anders die Männer. Nach dem Gesetz kann nämlich die Asylleitung das Obdach„von der Leistung einer angemessenen Arbeit gemeimrütziger ?lrt abhängig machen". Der Versuch sieht dann folgendermaßen aus, es ist ein Jamiartag 1933: von 8 bis 19 Uhr 72 Mann abkommandiert 43 Mann arbeiten van 19 bis 12 Uhr III Mann abkommandiert 33 Mann arbeiten von 12 bis 2 Uhr 119 Mann abkommandiert 29 Mann arbeiten Es handelt sich um zwei Stunden Holzsägen. Also von 8 bis 19 Uhr kommen noch über 59 Proz., um diese Zeit lohnt sich dos Betteln noch nickst, van da oh werden es jedoch immer weniger, denn ab 19 Uhr ruft den Bettelmann die Pflicht, klopf, klopf, klopf. Wenn nun die Ausgerissenen am Abend wiederkomme», brauchte sie das Asyl nicht nicht aufzunehmen, aber das macht man ja in der heutigen Zest nicht. Damit die kurioseste Sache nicht vergessen wird: trog nackend ausziehen und duschen schmuggeln die'Asylisten unten der Zlchsel Rasierklingen in die Schlaisäle. Hier liegen aus den Pritschen dicke Filzlagen. Und je nach Schuhgröße wird ein Stück Filz herausgeschnitten, dar- aus werden Pantofieln gemacht. Der TaxesKetrielz Run muß man sich unter dem Städtische» Obdach nicht immer einen Nachtbetrieb vorstellen, »ichl minder wichtig ist der Tagesbetrieb. Dieser umsaßt: M ä n n e r h e i m. F r a u e n h e i m, S ch w a n g e r e n h e i m, Entbiudungs- heim, Kinderheim, S ä u g l i n g s st a t i o n, K r o n k e n a b t« i l u n g bis zur eigenen Schule. Denn bisweilen ist es nötig, daß u. o. auch exmittierte Berliner Familien ins Tagesheim müssen. Natürlich sind diese unglücklichen Men- schen außerordentlich niedergeschlagen, zumal die Anstastsordnung dem, doch nicht aus Schlosser- gesellen zugeschnitten ist, die vor zwei Jahren noch bei Bergmann in Rosenthal standen und jetzt durch die Ungunst der Verhältnisse ihr« Wohnung ver loren. Jm Tagesheim ist der Insasse natürlich in voller Verpflegung: die ärztliche Betreuung sieht man aus dem Perionalstand: ein Arzt, ein Assistenzarzt, zwei Medizinalpraktikante», in der Franenabteilung mehrere Schwestern. Die Frei- zügigkeit ist etwas eingeschränkt: wer das Tages- heim verlasien will, muß einen Urlaubsschein haben oder z. B. die Mütter bekommen nicht ständig ihre Kinder. Demi die würden sie doch nur zum Betteln mitnehmen. Die'Asylleitung wunderte sich mich eine Zeitlang, warum die Asyl- Kinder so häufig unter Dannkrankheiten litten. Der Grund ist sehr einsacht die Kinder bekamen unterwegs von der Mutter alle möglichen er- bettelten Eßwaren und verdarben sich den Magen. So müssen die stillenden Mütter alle vier Stunden ihre Kinder nähren, lernen dabei eilten Säugling holten, baden, pudern, wickeln, die etwas größeren kommen in einen eigenen Kinderbort und die fchul Pflichtigen in die Schul«. Jetzt sind nur wenig Kinder da, aber zuweilen kommt eine obdachlose Familie von Japanern oder Marokkanern oder Russen ins Asyl. Dann müssen die kleinen Japaner auch in die Schule und sitzen dann da mic die Trauerklöße, weil niemand mit ihnen sprechen kann. Denn van dem Lehrer kann man schließlich nicht verlangen, daß er japanisch spricht. Wer auch in den Tagesheimen ist alles leer: im Dezen- her 1932 hielten sich hier durchschnittlich 262 Per- sonen aus. Auf der riesigen Säuglingsstation hockten zwei kleine Männer in ihren Betten, sie wußten noch nichts von dem Leben in diesem großen Haus, noch nichts von der ganzen Welt, der eine hielt dem anderen anscheinend aus seine'Art eine Rede. �eberfall auf Transport der Reichspost Köln. 21. Jamiar. Aus dem'Mouspfad zwischen Rath und Brück wurde am Freitagabend aus einen Kraftwagen der Reichspost non drei Räubern, die den Führer durch Schwenken eines roten Lichtes zum Halten neranlaßten,- ein Uebcrsall verübt. Die Räuber erbeisteten einen Geldbetrag von 489 M. in bar. 499 W. in Briefmarken und zw st Briesbeutel. Zwei Räuber trugen den 1! n' I o v rn mantel mit Dienstmütze der städtischen Pols- z e i und umgeschnollto Pistole. Stldftmvrdoersuch! Mutter des BVG.-Räubers Oer Raubüberfall auf den BVG Geld- transport im September vorigen Jahres, der bisher mit der Festnahme eines Täters seinen vorläufigen Abschluß fand, hat beinahe eine neue Tragödie herbeigeführt. Die Mutter des Chauf- feurs Willi Krebs, der das Räuberauto nach dem geglückten Raubübersall in Cbarlottenburg gesteuert hat. versuchte sich gestern aus Gram über die Tat ihres Sohnes das Leben zu nehmen. Frau Ida K., die gestern nachmittag allein in der Wohnung ihrer verheirateten Tochter. in der Kulmer Straße weilte, benutzte Heren Abwefen- Heil dazu, die Gashähne zu öfsneit, um ist den Tod zu gehen. Die Tochter kehrte jedoch vorzeitig heim und entdeckte die Mutter bewußtlos am Boden der gaserfüllten Küche. Die Wiederbe- lebungsverjuche der alarmierten Feuerwehr waren von Eriolg. Der hinzugeruiene Arzt ordnete die Ileberjührung der Lebensmüden in das Urban- krankenhans an. Die Sladtverordvetenoerjammlung trist in der nächsten Woche am Donnerstag, dem 26. Ja- nuar, zusammen. Beginn der Beratungen tim 16% Uhr. y.Dcc iühdeefaeÜHdf' Die Halbmonatsschrift„Der Kinder- freund" hat mit Beginn des lahres 1933 das Erscheinen eingestellt und kann daher auch den bisherigen Beziehern durch den„Vorwärts" nicht mehr geliefert werden. Ä*BSälfe- tarH'�'�pP'lV�poor«- «uoVÄa*nV0 ,n0" Cancer ■„Strümpfe, ,45 LÄ-i-V---— QUaWo.eo.- r o 00% �"'2.9°- Au5 fort'4oUuo0en' ort,8en. r•„ rk e n Golf 1°. S vam« ge"*'.. k»' w*. crtien, k*- 11. BAHNHOF H H N H O f Kommissar gegen Volksbildung tierr KäKIer redet— Geistiger Bankerott Daß b G a u- k e i t u n g in Halle mit dem Vorkchlag heran. vier Millionen Postmarten aus der Inflationszeit mit Ueberichrifien zu versehen, wie..Deutschland erwache! Köpfe werden rollen! l Proz. Juden vergewaltigen 99 Pro,. Deutsche!" Der Gauleiter von Halle und der Landtags- abgeordnete H» n k» e r landen die Idee famos, das wäre ja endlich was Neues, und bestellten Probedrucke Vor Gericht sagte Hinkler gestern. er hätte die Marten bestellt, wenn man mit dem Preis einig geworden wäre. Die Gauleitung wechselte aber, die neuen Herren schienen nicht so geneigt, das Geschäft zu machen. Herr Runge richtete nun an den Centraloerein deut- scher Staatsbürger jüdischen Glau- b e n s ein Schreiben, In dem er mitteilte, daß er den festen Auftrag erhalten habe, 400 000 Mar- ken mit der Aufschrift l Proz. Juden usw. zu liefern, er würde jedoch den Auftrag ablehnen, salls der Centraloerein sich bereiterklören wollte, bei ihm 800 000 solcher Marken für 28 000 Mark abzunehmen: sollte der Centraloerein an den Marken kein Interesse haben, so würde er sie zum Preise von 12 000 Mark zurückkaufen. Der Sinn des Schreibens war klar: entweder zahlt ihr »nr 16 000 Mark oder ich liefere die judenhetze- rischen Briefmarken. Der Brief blieb unbeantwortet. Ein zwei'es Schreiben folgte:..Ich habe an dem An- gebot kein Interesse mehr. Ich habe beschlossen. den Aussrag anzunehinen. die Briefmarken wer- den Aufdrucke trogen wie..Iud ist Jud".„Laßt die Juden unter sich" vsw." Im ganzen wurde» von Herrn Runge 14 solcher Aussprüche genannt. Der Centralverband erstattete darauf Straf- anzeige Das Gericht verurteilte gestern den geschäftstüchtigen Kaufmann wegen versuchter Cr- pressung zu 3 Monaten Gefängnis unter Zu- billigung einer Bewährungsfrist. 8 Millionen Mark. Uebrigens hat der Besitzer Dr. Bodenstedt selber sein Bermögen eingebüßt. er erklärte in der Versammlung, daß er nicht in der Lage sei. Klage gegen seine Widersacher zu erheben. So wurde in der Versammlung mehr» fach der Ruf nach dem Staatsanwalt er- hoben, insbesondere gegen einen Generalbevoll- mächtigten M ü h l a u. Es steht aber»och dahin, ob das Material zu einer Anklage wegen Betrugs ausreicht, denn es gibt in der kapitalistischen Wirtschaft genug Geschäfte, bei denen einer dem anderen das Fell über die Ohren zieht, ohne daß dabei die Gesetze verletzt worden sind. Die Mieter sind besonders schlecht daran, weil mit ihren Baukostenzuschüssen neben dem Grund- besitz Dr. Bodenstedts erst die Bauten finanziert wurden. Man nahm die Gelder der Mieter und führte sie als E i g e n k a p i t a l, statt als ein den Mietern verzinsliches Darlehen. Hinzu kam eine ungenügend« Rechnungslegung,«in Bücherrevisor war wohl bestellt, aber da der Mann unvereidigt ist, ist er auch unverantwortlich. Zwangsverwaiterin ist nun die Wohnungsfür- sorgegesellfchaft. Die Mietervertretung wird in der nächsten Woche mit dieser Gesellschaft die nötigen Verhandlungen aufnehmen, die hossenllich zu einem guten Ergebnis für die Mieter führen. Für die Mieter führt der rührige Neubaumieter- bund Groß-Berlin, der seine Geschäftsstelle in Tempelhof, Braunschweiger Ring 2S, hat. 800salscheMorpyiumrezepte VerkaKren gegen Apotheker Bei einer Kontrolle in Berliner Apotheken durch Beamte des Dezernats zur Bekämpsung des Raujchgischandels fanden sie in einer Steglitzer Apotheke eine große Anzahl von Rezepten, etwa 8 0 0 Stück, die sämtlich von einem praktischen Arzt Dr. med. Thomas aus Steglitz aus- gestellt waren und auf Morphium lauteten. Der Apotheker hatte das Gift bedenkenlos ausgehän- digt, obwohl von einem Patienten seit geraumer Zeit manchmal täglich zehn Rezepte vorgelegt wurden. Die Ermittlungen des Rauschgistdezer- »ats ergaben, daß es einen Dr. Thomas in Steg- litz gar nicht gibt und daß die Rezept« von einem Morphiumsüchtigen Kaufmann selbst angefertigt und dem Apotheker vor- gelebt wurden, r-.-pi---- r-fly" Mieter in Abwehr Adlershofer Bauzusammenbrüche Die Mieter der Dr. Bodenstedtschen Neubauten in Adlershof nahmen in einer überfüllten Versammlung zu dem finanziellen Zusammen- bruch ihres Vermieters Stellung. Wie der„Vor- w ä r t s" bereits berichtete, sind auf Anordnung des Amtsgericht Köpenick die siebe» Baublocks inzwischen unter Zwangsoerwaltung gestellt worden. Für die Mieter handelt es sich in dieser schwie- rigen Situation um die Sicherheit ihrer seiner- zeit gezahlten Baukostenzuschüsse von je 500 M Dazu kommen die Handwerterforderungen. die nach Auskunst Dr. Vodenstedts 200 000 M. betragen. nach einer privaten Schätzung jedoch 500 000 M., abgesehen von der Hypochekenver- schuldung, für die ebenfalls schwankende Angaben gemacht werden, und zwar zwischen hV* und Konrado geht zu Busch Elekantenjagd im Tiergarten Sonnabend mittag zog der Zirkus Konrado von den Wilmersdorfer Tennishallen nach seinem neuen Winterquartier im Zirkus Busch, wo er ab 1. Februar ein Gastspiel gibt. Es begab sich also eine tierische Prozession, be- stehend aus Pferden, Elefanten, Zebras, Zebus und Muflons unter Assistenz ihres Wartepersonals auf den Weg Langsam und bedächtig bewegte sich der Zugl denn der Asphalt war durch den Schnee schlüpfrig geworden und die Tiere be- fanden sich fortwährend in Rutschgefahr. Als höflicher Gastgeber pflegt man seinen Gästen ein Stück Weges entgegenzugehen: und so begaben sich denn auch drei Elefanten des Zirkus SsriricssusscbuiZ ttif sorlsiiztiscbs BücJungssrdsit, Berlin SW 68, Lindenstr. Z, 2. Hof 2Treppen. Telefon: Dönhoff 5086. 88. hülfet euz du ZO Bcdiuu ItceUaussäuisse-(üe simaiUtiscUt dieii Dienstag, den 24. Januar, abends 7 Uhr, im großen Saal des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Alte lakobstr. 148 155. Tagesordnung:„Die organisatorischen Grundlagen und die praktischen Aufgaben der Bildungsarbeit". Referent: Genosse Stadtrat Karl Schneider. Aussprache. Diese Konferenz Ist die Fortsetzung der am 4. Dezember 1932 stattgefundenen Tagung. Sämtliche Mitglieder der Kreisbildungsausschüsse sind zur Teilnahme verpflichtet. Ferner sind alle damals Beteiligten sowie sonst an sozialistischer Bildungsarbeil interessierte Genossen und Genossinnen eingeladen. Partelmitgliedsbuch legitimiert. Busch zur Willtommensbegrüßung auf den Weg. An der Charlottenburger Chaussee stieß man zu- sammcn, und da bekam doch die jugendliche Ele- santendame Lilly vor Jumbo? gewaltigen, herz- lichst gefletschten Stoßzähnen einen derartigen Schreck, daß sie ein schmetterndes Trompetensolo von sich gab und in das schützende Dschungel des nahen Tiergartens entwich. Ihr Reiter kannte sie weder mit gütlichem noch energischem Zureden zur Umkehr bewegen. Nun sandte man ibr schleunigst ihre Artgenossen hinterher, damit sie sich an deren Anblick erst mal beruhigen und ihrer Fährte folgen möge. Eine Weile setzte sie noch in Kreuz- und Ouermärschen ihren Dicktopf durch: schließlich schloß sie sich doch den Ihrigen wieder an. Schaden hat die ängstliche Dame glucklicher- weise keinen angerichtet, höchstens daß sie ein paar Sträuchern etwas z» nahe getreten ist. Das Publi- tum, das vielsoch den Zug slankierte oder zu- mindest höchst interessiert Spalier bildete, hatte an diesem Intermezzo seinen Spaß. Sämtliche Zug- teilnehmer waren durch Lillys exaltiertes Wesen ganz aus der Fassung gebracht, und noch lange nachher schüttelte das Zebra im Stall, peinlichst berührt, seinen Kopf. Run stehen die Tiere, die allerhand Not und Entbehrung hinter sich haben, glücklich wieder unter Dach und Fach. Wird Ihre Gesundheit durch Magensäure untergraben? Sobald nach den Mablzeilen die Verdauung durch Uebcrsäuerung des Maoens becinirächöpt wird, gibt es nur eins Hilfe, nämlich die schädliche Säur« zu neulrali- siercn, so daß die Berdauungsvrgane ihr Werk in der von der Natur beabsichiiglcn Weise aussüh: n können: sHncll und schmerzlos. Zur Neuirolisierung der Magen- säure und zur Verhütung der Gärung ist nichts so gut wie Piserlrle Magnesia, die selbst in den schlimmsten Füllen loforlige Erleichterung bringt Bisctt'te Magnesio ist imichadlich, bequem zu nehmen und nichr gewohlcheil-. bildend. Sie ist in allen Apotheken sowohl in Vulder» wie in Tablettensorm zum Preise von NM. 1,35 erhältlich. Opfer der Theaterpleite tieut' gibt« keine Gage! Am Gagenzahlungstag war das Büro des Äottsrschsn Admiralspalasttheaters geschlossen. „Jim Sechzehnten holt man sich im Theaterbüro den langersehnten Gagenoorschuh, das erste selbstverdiente Geld nach Jahren des Wartens. Hungerns und Frierens", erzählt einer aus der Rotter-Pleite. 75 Mark sind es für 14 Tage. Herrgott, da fühlt man sich ja direkt wie ein Krösus. Was zahlst du davon zuerst? Miete ist brennend, die Wirtin macht schon ein mehr als grimmiges Gesicht, Kohlen müssen unbedingt her, der elende Husten geht sonst überhaupt nicht mehr weg. und die Stiefelsohlen. die seit zwei Monaten beim Schuster schmoren, sind bei dem seuchten Wetter mehr als aktuell. Dann wird einmal an- ständig für eine Mark zu Mittag gegessen— man weiß ja schon gar nicht mehr, wie ein warmes Mittagessen überhaupt aussieht und vor allem wie gut es schmeckt—. und der schäbige Rest reicht gerade noch für ein paar Zigaretten. So war des. Mannes Rechnung, aber es kam ganz anders. Das Büro war öd und leer, kein Kasiisr weit und breit zu sehen, statt dessen eine Anschrift:„Geschlosien!" Daß der Direktor pleite gemacht hat, wußten fie ja alle, aber schließlich hofft man ja immer noch von wegen der hinter- legten Kaution. Bloß, bis all die notwendigen Verhandlungen so richtig im Gange find, da kann solch kleiner, armseliger Mime inzwischen ganz schön verhungern. Und vom Schimpfen und Zetern ist noch kein Mensch satt geworden, konnte noch keiner die Miete bezahlen. In solch einem Falle heißt es retten, was zu retten ist, das heißt: Veiterspielen und Einnahmen machen Es wird auch gespielt, bloß daß sich da an der Kaste ein Herr mit der Aktentasche auspflanzt, und als die Kassiererin das Fensterchen schließt, da tritt dieser Herr unter Vorweisung feiner Legitimation als Vollstreckungsbeomter vor sie hin und fordert dos Geld. Mit unendlicher Mühe an Rennereien, Betteleien und gütlichen Zusicherungen hat der Vorsitzende der Berufsorganisation bei den Glau- bigern durchgesetzt, daß sie mit ihren Forderungen zugunsten der nolleidenden Künstler noch«in wenig zuwarten, und so geht man am Abend statt mit 75 Mark allerhöchstens mit zehn Mark nach Hause: man kann dabei noch heilsroh sein, daß man nicht ganz leer ausging. So geht es seit ein paar Tagen, bis Ende der Woche soll dieser interimistische Teilungsbetrieb aus- recht erhalten werden. Was dann wird, wenn kein Wunder geschieht, weiß keiner Bloß das eine wissen 150 notleidende Menschen: daß sie dem Direktor, Inhaber eines gewaltigen Theatertrustes, ihre armselige Gage vorläufig zu stunden haben... Lebensretter... Hut ab vor allen Männern und Frauen, die unter Gefahr für Leib und Leben Mitmenschen, dl« in Todesnot waren, gerettet haben! Aber nicht Hut ab vor den Veranstaltern der Hundertjahrfeier des Bestehens der prsu- ßischen Rettungsmedaille, die demnächst in Berlin stattfindet! Vor uns liegt eine Einladung vom»Reichs- verband der Inhaber der Rettungsmedaille am Bande und anderer Auszeichnungen für Rettung aus Gefahr E. V.". Wir lesen: „lim 2 Uhr nachmittags findet zu Ehren des Stifters der Rettungsmedaille am Denkmal Königs Friedrich Wilhelm III.(im Lustgartens ein« Feier und Kranzniederlegung durch die Delegierten des Reichsverbandes statt. S. M. Grippe! Zum Schutz vor Ansteckung Formamttti Tabletten in die Schule mitgeben, tn eilen Apotheken und Drogerie» erhSWich. der Kaiser hat als Nachkomm« des Stifters der Rettungsmedaille den Generaladjutanten Seine Exzellenz Generalleutnant von Cramon mit feiner Vertretung beauftragt. Um 10 Uhr vormittags Gottesdienft im Berliner Dom. Fest- predigt: D. Doehring, Hofprediger. Der Vorstand." Unter der Rubrik„Der Ehrenausschuß" flehen nebeneinander„Kronprinz Wilhelm" und.won Schleicher. Reichs- k a n z l e r". Dann folgen viele Herren von und zu und Männer mit hohen Titeln. Zum Schluß heißt es:„Die Kameraden werden gebeten, im hohen Hut zu erscheinen." * Es ist beinahe genau ein Jahr her. daß auf der Karsten-Zentrum-Grube bei Beuthen in Oberschlesien ein furchtbares Unglück vierzehn Bergleute verschüttete. Nach sechs Tagen wurden sieben von chnen nach heldenmütiger Rettungs« arbeit, die ihr« Kumpels unermüdlich durchgeführt hatten, lebend geborgen. Unter den sieben Tot- geglaubten war ein Mann, der 30 Jahre alle Rohrleger. S l a m a, der, beinahe verhungert, beinahe verdurstet, kaum ein Auge zuaemachl hatte in diesen furchtbaren Tagen und Nächten unter der Erde, der aber jeden seiner Genossen, der zusammenbrechen wollte, durch Energie, durch Anpacken in Ernst und Scherz, wieder hochriß. Cr war ein Lebensretter im schönsten Sinne des Wortes. Aber an dem Aufmarsch im Lust- garten könnte er wahrscheinlich schon deshalb nicht teilnehmen, weil er keinen hohen Hut hat. Wie viele Menschen aus der Arbeiterklasse, Arbellersportler, Arbeitersamarfter, haben sich die Rettungsmedaille verdient! Wie viele Feuerwehr- leut«, wie viele Polizeibeamte haben sie ehrlich erworben! Aber die mestten von ihnen werden mit dieser Kundgebung nichts gemein hohen wollen. Wer.Kronprinz Wlhelm" ist, wissen wir genau. Ws Lebensretter ist er uns freilich nicht bekannt geworden. Der Name des Reichs- kanzlers der Republik an feiner Selle ist ein Zeichen der Zell, in der wir leben. Der Hof- Prediger l). Doehring ist deutschnationaler Reichs- tagsabgeordneter und ein Seelsorger, dessen Kanzelmißbrauch zu politischen Zwecken wir schon öfters gegeißell haben. Man soll diese.Lebensreuer" unter sich lassen. Verein der Svv 000 Jubiläum der Volks-Feuerbestattung Vor rund zwanzig Jahren wurde der Volks- feuerbeftattungsverein a. G. in Berlin gegründet und er nahm das zwanzigjährige Be- stehen zum Anlaß einer glänzend gelungenen künstlerischen Abendfeier in d«r Philharmonie vor einem vollkommen ausverkauften Haus und in Gegenwart zahlreicher B«hörd«noertreter. Der künstlerische Teil de? Abends stand unter der Leitung von Dr. Hugo Sebastian Strelitzer. Mit dem Orchester des Berliner Konzertvereins, dem Berliner Aerztechor, der Alliftin Elisabeth Höngen, dem Bassisten Fritz Lechner und dem Organisten Dr. Hans Luedtk« führte er ein Pro- gramm durch, das bestimmt war von den Namen Bach, Brahms, Gluck. Händel und Richard Wagner. Durch vollendete Wiedergabe erlebte man Stunden seltener Weihe. Uebegreiflich bleibt es, daß es die Berliner Sender abgelehnt haben, diese wundervolle Veranstollung zu verbreiten. Die Festansprache hielt Regierungspräsident Dr. Ernst von Harnack: er führte aus: Es geht hier nicht so sehr um das Geschäfts-fubiläum eines Versicherungsoereins, als vielmehr um die Feier eines Unternehmens, dessen Ausbreitung und Arbeitsweise ein stolzes Symbol für die kullurelle Höhe breiter deutscher Volksschichten ist. Nicht Religionshaß oder grundlose Neuerungs- sucht, sondern wissenschaftlich« Einsicht und wirt- schaftliche Notwendigkeit waren die großen Motoren des Feuerbeftattungsgedanlens. Schwere Kämpfe hat er gekostet. Wenn der Gedanke sich trotzdem so ausbreiten konnte, wie es geschehen ist. wenn insbesondere der Volks-Feuerbestattungs- Berein über 600000 Mitglieder gewinnen konnte, so ist das auf den gesunden sozialethischen Gehalt der tragenden Idee zurückzuführen. Der Redner ging dann auf die Geschichte des V e r« i ns ein und charakterisierte seine viel- fachen im Lause der Jahre immer verbesserten und ausgebauten Leistungen. Der Verein besitzt in dreißig Großstädten eigene Zweiggeschäftsstellen und unterhäll außerdem etwa 1000 Ortsgruppen. denen für die Abwicklung des Geschäftsverkehrs wettere 1800 Zahlstellen angeschlossen sind. Wirk- samstes Werbemittel ist die Monatsschrift„Dle Volks-Feuerbestallung", eine auf beachtlicher kultureller Höh« stehende Zeitschrist mit einer Auflage von 250000 Exemplaren! Eine ganze Reihe von deutschen Krematorien tonnte erst durch Her- gab« von Darlehen durch den Berein erbaut wer- den. Die letzten Worte des formvollendeten eindrucksvollen Vortrages galten der warmen An- «rkennung für die Leistung des„Unbekannten Soldaten" in der Vereinsfront, für die Leistungen der zahllosen ehrenamtlichen Funktionäre in Stadt und Land: ihrer hingebenden Kleinarbeit sei es zu danken, daß Hunderttausende gewonnen werden konnten. Di« schöne ernste Feier wird in den Herzen der vielen, die sie nüterlebten, noch long« nachklingen, Wie wird das Wetter? 3n Berlin; Zeitweise aufklarend und kalter, keine oder nur noch geringfügige Schneefälle, mäßige Nordostwinde— 3u Deutschland: Ueber- all Frostwetter, mm im Süden und Südosten noch mäßige Schneefälle. Im Nordwesten viel- fach heiter._ Der lag des Hundes. Die große internationale Raffehundeousstellung am 4. und 5. Februar wird wieder der Schlager der vom Ausftellungs-, Messe- und Fremdenoerkehrsamt der Stadt Berlin veranstalteten„Grünen Sport und Tierzuchtwoche" sein. Meldeschluß i st der 27. Januar. Programme und Melde- scheine sind durch die Rassehundausstellung der „Grünen Sport- und Tierzuchtwoche", Berlin- Charlottenburg 9, Ausstellungshallen am Kaiser- dämm(Halle 4. Zimmer 118). zu beziehen. Das Fest der goldenen Hochzeit feiert am heu tigen Sonntag das Ehepaar Berta und Otto Klaetsch, Reinickendorf, Kolonie Schönholz, Bahn- steg 16. Beide Jubilare sind sehr rübrige und treue Parteigenossen und„VorwärtS"-Leser. Brieftasten ». St. 1. Fristen stni nicht v orgeschen. Du«Nj- AngeleaenhoU ist in einem besonderen Bertroge Mischen Dentschsonb und Oesterreich geregelt worden, aus dessen Inhalt wir ober nicht näher eingehen können. 2. Noch deutschem Recht ist der Aotten-rstottunasansnruch ver. jährt.— O. Ech. 72. Do St« das bZ. Lebensjahr noch nicht vollendet hoben, so erhalten Sie Ruhegeld nur. wenn Sie berufsunfähio sind. Stellen Sie den Antrag auf Gewährung des Ruheoeldes und warten Sie die Entscheidung der Reichsversscherunasanstalt ab. Eine Berechnung des Ihnen zustehenden Ruhegeldes könne» wir auf Grund Ihrer Anaaben nicht vornehmen.— v. W. i. l. Eine Kürzung der Rente tritt nicht ein. 2. Eine Herab. scfcung der Bersorgungsoebührnisse kann eintreten. Matz- gebend ist die neue Ortsklasse. 3. und 4. Die Einkommens- grenz» ist beseitigt. Boraussetzung für die Gewährung einer Mietbcihilfe oder Stundung der Sauszinssteuer ist die Hilfsbedürftigkeit des Mieters. In Ihrem Falle dürfte eine Stundung der Steuer nicht in Betracht kommen, ö. Di- Frage kann nur an Hand der Satzung der Benstonskasse der Firma beantwortet werden. Wenden Sie sich an die Benstonskasse.— O. F. es. t. lins nicht bekannt. 2. Abzug mit der Hand. 3. 4— e Meter. Borbeugen ist besser als heilen! Es gibt ein oanz probates Mitte! geaen Erkältungskrankheiten. nämlich vorbeugen! Borbeuaen durch sinn- pemäße, der Jahreszeit angepaßte Meidung. Unterziehstrümpfe oder plattierte, besser noch rein- wollene Strümpfe bzw. Wollsocken sind setzt am Platze. Statt der dünnen seidenen Schlüvier sollten alle Damen jetzt reinwollene Strickschlüpfer tragen, die nicht aufliegen und am Körper eng anliegen. Die Füße müssen warm und trocken gehalten werden: gefütterte Ueberfchuh«, hohe, warmgefütterte Krogenstiefel, wetterfeste, doppelsohlig« Stiefel, Gamaschen für Herren sind ein Allbeilmittel gegen jede Erkästunq Das be- kannte Schuh- und Strumpfhaus Leiser führt ge- rade in diesen Artikeln ganz besonders gut« und pr«iswerte Qimlitzäten. Die Fran van dreißig Bahre» fes darf auch sin Manil sein und auch aus-das Aller kömmt es nicht so genau ans sollt» sich mehr um ihr Befinden kümmern. All die kleinen Un?äßlichreiten und Unregelmäßigkeiten, die man nicht recht ernst nimmt, rächen sich später. Und doch ist es so einfach: beonem und billig ist es obendrein noch, wenn man die guten Zinsser-Hauswittel benutzt. Wic zwei der beliebtesten davon, der Zinster-Anoblauchsaft und der glnsser-Rbeumatismus�ee helfen, kann man heute in einer Anzeige von Dr. Zwsser u. Eo. in Leipzig lesen. Die Zahuschmerzeu sterben aus. Es ist sine irrige Ansicht, zu glauben, Zahnschmerzen könnten nicht ver. hütet werden. Dabei ist nichts leichter als da». Aller- dinas muß man seinen gähnen nicht nur Leistungen zu. muten, sondern sie auch pflegen. Wer deshalb seine gähn« von Zeit zu gell durch einen tüchtigen Fachmann nach. sehen läßt— und regelmäßig täglich mindestens einmal— und zwar abends I— die gähne gründlich mit der cigenen gahndstrste und einer guten Zahnpaste putzt, wird nicht unter Zahnschmerzen zu leiden haben. EHIorv. dont ist die Zahnpaste von höchster Qualität und sparsam im Berbrauch. Otnienvangev kst, inetr Rudrtt ftnd Bellt» SV«8. Lindeuttraßr 1. Parteinachrichten für Groß-Berlin stet» an da» Beztrtstetrrrarta: i. Kok. 2 Treppe» recht», zn richte» Achtung, Abteiluugsleiteri Die Funktwaärlartca für da« Zahr 1933 sind vom Bezlrkssekretoriat. Lindeustr. 3, 2. Hos, 2 Treppe», Zimmer Z, abzuholen,«nshändianng erfolgt »nr gegen Answeis de» Abteilungsleiters. Da, B zirisletretariat. Alle Roabiter Sll-r- melden bis Sl. Januar ihre schulpflichtig werdenden Sinder in der wclllichen Schule, Baldcnserstr. 20,21, an. sstnaben. und Mädchenschule.) Meldungen wochentäglich in den Sprechstunden beim Rektor. Deutscher Freideuker-Bcrband, Gruppe 23. Am 24. Januar, 20 Uhr, In Lehmanns Festsälen. Lankwitz, Kaiser-Wilhelm-Etraße. Mitgliederversammlung. Referat de» Genossen Georg Müller. Thema:„Die Freidenkerbewegnng". 46. Abt. Unser lieber Genosse Fr, Polthäuser konnte im Januar auf eine 40jährige Partei, und G-werkschastszugehörigk-it zurücksehen. Diesem seltenen Jubilar und wackeren Nämven in der Hoifnung. ihn noch recht lange unter uns weilen zu sehen, die herzlichsten Glückwünsche. Zentraler Kursus Käthe kern. Dienstag. 24. Zannar, Wh Uhr, im Sitzungssaal, Lindeustr. 3, 2. Hos, 9 Treppe», Thema-„Pragraww und Organisation unserer Partei". 2. Abend. Beginn aller Veranstaltungen>9?» Uhr, sofern keine besondere Zettangab«! z. ftrri». Als Delegierte»um Reichsparke ita« werden entlprecheizd dem Ab- stimmungoeraebnls der.streisvertreter in Borschlag gebracht dm Genossen Nssch, Haut«. 7. greio. Der Bordereitungsunterricht für die diesjährige Zugendweihr findet jeden Dienstag und Freitag von 16 bis ltz Uhr im Städtischen Jugend- heim Spreestr, SO. Zimmer 5. durch Genossen Lehrer Ewald gmm. statt. Ausnahmegebühr 50 Bf. Anmeldung daselbst oder bei Genossen Franz 17. Kmis� ��Parutmttglieder werden gebeten, die heulige«eransdaltung Bea'nn um 17 Uhr. Eintritt 50 Pfennig. Erwerbslose so Ptennlg.— Suendweihetetln-hmer! Der Lebensiundeunterricht beginnt am Si-nstag 24. Januar und zwar in folgenden Schulen: Für d>« Ainder der tzt und 86. Schule in der Schule Sch-rnwsberstraßs: 35. und 87. Schule tji der Schule Warktüraß-(37. Schule): 86. und 89, Schule in der Schule Schlichtalle,'(39. Schule). Der Unterricht beginnt pünktlich 5 Uhr nach- mitl-o«. Die Sinder anderer schulen werden durch de» Genossen A. Rate. witz. Därtnerstr. 6. zugeteilt. �,____. 34. Abi. Heute Iüngeren-Sruppe Treffpunkt zur«»lauffahrt noch Srumwl Lanks tl Ubr Elvstnm._. 99». Abt. Der Btldungskursu» Dr. P-hl wird am Di-netag dem 24. Sanuar. 20 Ubr. in der Hufettenhall- sortg-s-tzt. Zuhkrelche Beteiligung erwünscht. Di» Bezirke I4S und t4g„ kommen am Rontag. dem 23. Sanuar, 20 Uhr, in der Barackenlchule, Porchtmer Allee, zum Dtskusssonsabenh zusammen. izg. Abt. Die B-zirkosührer holen heute die Handzettel für die Mitglieder.. Versammlung von Siehne ab. Montag. 23. Januar: 4.»reis. Zeitungskommissionosttzung bei tklua, Danziger Str.er: Thuiuick, Wielandstr. 4, Referent Heinrich Ialubowicg: Castno» Restaurant, Wilmersdorfer Str. 106, Referent Genosse Junge. Abt. 20 Uhr, Iahresgcneralverfammlung im Sesellf6>afts, immer des Rats- icllsrs Friedenau. Riedstr. 3. Bericht des Borstandes. Reumaklen. Abt. Pstnltlich 20 Uhr, Zufammenlunft istngerer Parteimitglieder hei Lin- difch. Rachenau. Ecke stönigstraste. Ausspracheabend.„Wir und der Sozia. Iismus". Referent Dr. Gerliard»rcussig.— Boranzeige. Die Jüngeren» Gruppe veranstaltet am Sonnabend, dein 25. Februar,«inen Ziste-Äostüm- Ball. Termin freihalten. Alle Parteigenossen stnd«ingeladen. Abt. 20 Uhr, Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Düben. Fulda. Ecke Weserstraßc.„Sowjetruhland und der Sozialismus". Referent Dr. Solomon Schwarz. Abt. l37./138. Bez. Zahlabend bei Teich), Knefebcetstr. 135.„Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise". Referent Genosse Laumann. Abt. 20 Uhr, Funktionärsihung an bekannter Stelle. Di« in der Wohl» fahrlspflege tätigen Genosse» sind eingeladen. und 108a Abt. 15 Uhr, Zusammenkunft erwerbsloser Parteimitglieder auf dem Eiche-Turnplat). Wendenschlohstrahe.„Wohlfahrtsunterstübung und Afu.Arbeiter". Referent Otto Theuner. Laffee und Schrippe» worden verabfolgt. Abt. �Zahlabendc in folgenden Lokalen: 1. Gruppe bei Höring, Friedrich. Aarl«str. 34, Referent Frih Schmidt! 2. Gruppe bei Äuvsch, Grünberger Str. 16, Referent Alfred Jobn: 3. Gruppe bei Schwarzer. Gadriel-Wai- Str. 17, Referent Dr. M. Schümann: 4. Gruppe bei Schuler. Wühlisch. str. 3V, Referent Paul Echaffcr. Abt. Mitgliederversammlung in der Schulaula. Siegfriedstr. 210. Referent Bernhard Krüger Abt. 20 Uhr, Mitgliederversammlung bei Schiebe. Berliner Str. Vfi. „Demokratie oder Diktatur". Referent Dr. Frankel. Abt. Im Jugendheim. Egvdistrahe. Diskussionsadcnd. Abt. 20 Uhr, bei Heese, Berliner Str. 78. Generalversammlung. Reuwahl des Abteilungsvorstandes. Einiah nur gegen Vorzeigung des Mitglieds. buches. Donnerstag. 26. Januar: Kreis. Erwerbslosenzusammenkünfte: Führung mit Vortrag durch die Zille.Ausstellung im Bezirkoamtsgebäude. Gruppe Karl Marx um 19 Uhr: Gruppe Ed. Bernstein um 2017 Uhr. Eintritt frei gegen Vorzeigung von Buch und Karte. Krei«. Bildungsausschuhsitznng im Jugendheim, Rosinenstr. 4. Kreis. 16 Uhr. Erwerbslofenzusammenkunft bei Will. Marttn.Luth-r-Str.6g. Kreis. 15V; Uhr, Erwerbslofenzusammenkunft im Speiscraum Schul« Steg. Uh, Friesenstrahe.„Rassenfragc". Referent Dr. I. Schlesinocr. Kreis. 15 Uhr Erwerbslosenzusammcnkunft im Lyzeum, Pistorius» Eck« Parkstrahc.„Religion und sozialistisches Weltbild" Referent Kurt Biging. Abt. Mitgliederversammlung Wipper. Ecke Sirchhofstrah«. Berichte, Wahlen. Anträge. Abt. Generalversammlung im Schsihcnhans. Abt. Generalversammlung bei Beck, am Flugplah Heiligense«, Bezirks. führer laden ein. Berichte. Wahlen. Freitag. 27. Januar: 3. Kreis. Arbeiterbildungsschule. Der Kursus„Ruhlaud und der Sozialismus des Genossen Manchen wird um 7 Uhr im Bereinszimmer de» Ledigenheims fortgeseht. !>» Kreis. Arbciterwohlfahrt. IN/- Uhr, Ermerbslvsenzufammeakunft im Heim, Tilfiter Str. 4:5. Äusikalisch« Unterhaltuna und Spielen. 14. Kreta. 15 Uhr Erwerbslofenzusammenkunft im Heim Kanner Str. 42. Acht. bildervortrag„Das unbekannte Asien". Referent Kurt Biging Sektion blinder Parteigenossen. 20 Uhr, Zusammenkunft bei Schulz. Adalbert. Sc. 21.„Planwirtschaft". Referent Ludwig Diederich. bt. Zahlabend bei Niederstrah, Emdener Str. 52. Referent Gen. Bärner. Souuabeud. 28. Januar: 54» Abt. 19 Uhr, Vorftandssttzung: 20 Uhr, Sihnng sämtlicher Funktionär« im Zuzendherm, Rosinenstr. 4. Arauenveranstaltungen Montag, 23. Januar: Kreil,»reiskunktionärimumsitzung bei Haß. Baumschule nwea. Baum. jchuletrftr. 72. Abt. Frauenabend erst am 30. Januar. Abt. Bei Mathia, Linienstr. 30.„25 Jahr« Frauenbewegung". Referentin Gertrud Hanna. M. d. L. Abt. Bei Dobrohlaw, Swiuemsinder Str. tL„Mutter und Kind in Sowjet. ruhland".� Referent Oswald Zienou. Abt Bei Rtckert, Stcinmehstr. 36a.„Wirtschaftskrise und reaktionär« Wirtschaftspolttik". Referentin Dorn Burkhardt. Neuwahl. Abt Bei Scholz, Levetzowstr. 21.„Das Leben im Zuchthaus". Referent Friedrich Elchlevp. Abt. 20 Uhr. bei Schmidt, Wiclefstr. 17.„Frau in Politik und Wirt. fchaft." Referentin Herta Gotthelf. Abt Sächsischer Abend bei Sachse, Lindower Str. 26. Bartragend« Friede! Hall. Neuwahl. Abt. Bei Wende, Koloniestr 147.„25 Jahr« Frauenbewegung". Referentin Margarete Schenkalowski. Abt. Bei Wenzkc, Earmen-Syloa. Eck- Sosemannstrahe.„Sozialistisch« Ledensgcstaltung". Rcserentin Maria Krisch«. Abt. Frauenabcnd an bekannter Stelle. Neuwahlen. Aussprach« über unser« Frauenabende. Abt Im Sportrcstaurant Cantianstrahe.„Sozialhygienische Forderungen für die Proletorierfrau". Referentin Dr. Frida Alerander. Abt. 20 Uhr, bei Eolder. Odcrberger Str. 38.„Das Lebe» der Natur. »Wer". Referent Kurt Biging. Abt. Bei Pohst, Lychener Ecke Stargarder Strohe.„Eine Reis« durch den Orient". Referentin Erna Büsing. Abt. Bei Goidschmidt, Stolpischestr. 36. Heiterer Abend. Politisches Kaba» rctt, Echallnlattenmusik. Gäste können mitgebracht werben. Abt. Bei Eweft. Gr. Frankfurter Str. 30.„Karl Mary und seine Beden- tung für die Arbeiterklasse". Referent Alfred Markwih. Abt. Bei Wertalla. Hohenlohestr. 3.„Sozialistische Lebensgestastung". Referentin Susanne Räder-Grohmann. Neuwahl. Abt. Bei Rcumann, Gubener Str. 45. ,225 Jahr« Frauenbewegung". Res«. rentrn Lisbctb Meyer. Neuwahl. Abt. Bei Mitt. Boigtstr. 38. Ecke Rigaer Stvah«.„Sozialistisch« Lebens. gestaUung". Referent Sottlieb Reese. Abt. Bei Raschke, Matternstr. 14. Neuwahl. B«rschieden«s. Mitgliedsbuch mitbringen. Abt. 20 Uhr, bei Schult, Mariendorfsr Str. 5.„Eine Stunde Diskussion". Neuwahl. Abt. Der Frauenabend findet erst am 30. Januar statt. Abt. Bei Krepp, Planufer 75/76.„Heiterer Abend". Vortragende Lisa Albrecht. Abt. Bei Winzier, Reichenberger Str. 104.„Heiterer Abend". Vor- tragende Klara Brat. Abt. Im Heim. Schlesischestr. 42. Hof 1 Treppe. Iabresbericht. Reuwahl. Abt. Bei Buschmann, RUterstr. 33.„Heiterer Abend". Vortragender Genosse Klewih. Abt. 20 Uhr, bei Arndt, Kantstrohe. Referent und Thema werden dort bekanntgegeben. bis 72. Abt. 20 Uhr bei Kulka, Lauenburger Str. 21, Ecke Uhlaubstrahe. ■/Sit Krise der nationalsozialistischen Bewegung". Reserentin Käthe Kern. Ab!. 20 Uhr. bei Jürgens, Aarbarossastr. 5a.„Karl Marr und fein« Be» dentung für die Arbeiterklasse". Referentin Dr. Maria Hirsch. Abt. Bei Schellhasc, Ahornstr. 15a.„Proletarische Dichtung mit Rezi» tationeN". Vortragender Hans Fuhrmann. Neuwahl. Abt. 20lll)r, bei Rohdc. Hindcnburgdamin Ecke Roonstrahe.„Der Ein» sluh unterer Zeil auf Gesundheit und Entwicklung de» proletarischen Kindes". Referentin Dr. Betty Wiener. Abt. Bei Iaeck, Sanderstr. 10.„Freie Kinder, frei« M«nsch«n". Referent Rektor Casoarnts. Abt. Bei Brunn, Türrfchmidtstr. 40.„Schul« und Erziehung«fragen von heute". Referent Dr. Deutfchkron. Abt Bei Tempel. Gudrunftr. 7.„Erziehungsfragen". Refer«nt Dr. Gott» Harb Eberlein. Neuwahl. Abt. Bei Schade, Normannen. Ecke Ruschestrahe.„Unsere Borkämpf«. rinnen". Referentin Helene Michaelis. Abt. Pünktlich 19V, Uhr. im Jugendheim, Schöneberger Str. 3.„Lachendes Alt- und Reu-Berlin". Referent Franz Hosemann Gäst« können durch Genossinnen«ingeführt werden. Dienstag. 24. Januar: 56. Abt, 20 Uhr, bei Liersch,«antstr.«2. Wichtige Tagesordnung. Neuwahl. Bericht. 74» und 74d Abt 20 Uhr, bei Schnorre, Berliner Ecke. Winfried strahe.„Ar- beilsgemetnfchaft„Das Kommunistisch« Manifest". 94. Abt. Frauenabend an bekannter Stelle. Referent für das Thema„Unsere Genossenschaftsardeit" wird im Frauenabend bekanntgegeben. 911. Abt. Die Genossinnen beteiligen sich an dem Ausspracheabend der Kinder. freuiidceltern im Keller, Hannemonnstrahe.„Seruelle Erziehung". 101. Abt Der Frauenabend findet erst am 1. Februar statt 115. Abt. Im Tivoli, Wcichselstr. 6.„Unser Kampf gegen d«n ss 218". Res«. rentin Marie Kunert. M. d. R. 138. Abt. 15 Uhr, Helferiilnensihung bei der Genossin Thurow. Mittwoch, 25. Januar: 51. Abt. Bei Schellbach, Königin�2Iisabeth�tr. 6.„Schwer erziehbor« Arn» der". Genossin Hallervorden. 52. Abt. 20 Ubr, b«i Walter, Kaiseriit.Augusta.Allee 52.„Soziale Seseh. aebung einst und iesst". Referentin Dr. Klara Henrigues. 90. Abt. 20 Uhr bei Schabeilo, Weichselstr. 5. Heiterer Abend. Bortragender Henry Reifs. Achtung! Neue» Lokal! 108. Abt. Bei Geselbracht, Friedrichstr. 56.„Die Familie in der Krise". Refe» rentin Gertrud Eisfelder. 11t Abt. Die Genossinnen und Genossen treffen sich zum Kaffeekochen im Bootshaus des Reichsbanners in Kövenick. Weudenschlohstr. 122 13 Uhr in Grüna:: a» der Städtischen Fähre. Für Arbeitslose Kaffee freu 120. Abt. 20 Uhr, bei Tempel. Prinzenallee 45.„Zweck und Ziele der Arbeiter- Wohlfahrt". Reserentin Paula Kurgast. 124a Abt. 20 Uhr, bei Draber, Uhlandstr. 8.„Arbeiterwohuung und Leim» kultur". Referentin Lola Mayer. 143. Abt 20 Uhr, bei Schmifchke, Daidmannstr. 4.„Gesunde Mütter— gesnnt« Kinder". Referentin Margarete Barst. 15. 4. 5. 6. 8. II. 12. 18. 20. 24a 25. 27. 28. 30. 31. »2. 33. 34. 35. 37. 41. 42. 43. 45. 46. 48. 57. 6». 82. 83. 88. 117. 118. 118. 138. vonaerslag. 26. Januar: 68.«bt. 20 Uhr, Arbeitsgemeinschaft„Was ist Marrismus". bei Sandmarrn, Westfälifchestr. 42. Referent Dr. M. Schümann. 141. Abt. 20 Uhr, bei Hoffmann, Edelweihstr. 5.„Amnestie und Fürsorge für strafentlasscne Jugendliche". Referent wird am Dienstag bekanntgegeben. Freitag. 27. Januar: 138. Abt. An bekannter Stelle.„Fürsorgeerziehung" Referentin Ellen Kay. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 1. Kreis Ritte. 7. Abt Montag, 23. Januar, Sitzung aller in der Bohl. iahrtspflege tätigen Genossinnen und Genossen um 20 Uhr bei Beirau, Pilngstr. t Genosse Robinson spricht über„Die Neugestaltung Berlins". 6. Kreis»renzbero. Dienslaa, 24. Januar, 20 Uhr bei Krüger, Srimmllr 1. Sistung der Obleute der Berliner Winterhilfe. 11. Krei» Schöneberg. Dienstag, 24. Januar, 20 Uhr. im Rathaus Schöne. bcrg Zimmer 143 Sitzung der Ardeiterwohlfahrt mit den Helfern und Funktionären. Referent wird noch bekanntgegeben in der Sitzung. 16. Kreis Köpenick. Heute, 141» Uhr, läuft im Lichtspielpalast Köpenick, Grllnstr. 10, der Film:„Hauptmann von Köpenick". W Dazu hält der Genosse Dr. Karl Schröder eine Ansprache. Eintritts. M preis 0,30 Mk. Losabschnitt« haben kein« Gültigkeit mehr. 20. Krei» Reinickendorf. Kursus Sozialversicherung Dr. Hanisch: Dienstag, 24, Januar, Wittenau, neue Schule. IgV- Uhr. Alle Abteilungen müsse» vertreten sein. 109. Abt. Dienstag. 24. Januar, 20 Uhr, am bekannten Ort Versammlung der Arbeiterwohlfahrt. 136. Abt. Donnerstag, 26. Januar, 20 Uhr Vavacke Lindauer Str. Sitzung der»Arbeiterwohs-ahrt.„Ausschnitt aus der Svzialardeit der Gegenwart". 138. Abt Arbeiterwohliahrt. Montag, 23. Januar, Sitzung der Arbeitcrwohl- fahrt im Jugendheim, Hermsdork, Roonsir. Genossin Ella Kau spricht über„Zweck und Ziele der Arbeiterwohlfahrt". Die kommunalen Wohl. sahrtspsteger und Helfer sinnenl auch von Frohnau sind dazu«inge- laden. Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreuude. Vorstandssitzung, morgen. Montag, nm 18 Uhr, in der Geschält». stelle. Reicrent Knrt Löweostein. Wir bitte» NM pünUliche« Erscheinen, da die Titzuno Punkt 18 Uhr beginnen mnh. Mitte: Montag. 23. Januar. 20 Uhr» Iahreshelfervcrsammlung, Zchdenicker Str. 18. Alle Musikee treffen sich um 18 Uhr im Heim. Wailenstr. 18. Krei» Prenzlauer Berg. Heut« nachmittag. 17 Uhr, für all« Falken Theaternachmittag im Altersheim. Danziaer Str. 62.— Montag, pünktlich 20 Uhr. Jahresversammlung der Heiser im Hort.— Mittwoch. 18 Uhr. Sonnen. burger Str. 20, Falkenparlament. . Krrnzderg. Achtung! Infolge des schönen Binterwetters finden beute keine Heimoeranftoltungen statt. Montag, 30. Januar, Seneraloersammlunq im Heim Monteuffelstr. 7. Beginn pünktlich 20 Uhr. Tempelhos. Konntag, 22. Januar, Fahrt nach dem Hirtengraben. Treff» Punkt 9 Uhr Dorf. Ecke Manteufkelftrahe. Fahrgeld 40 Pf. Für Reutempelhof Treffpunkt 8'/- Uhr Adolf-Echeidt-PIatz. Treptow. Abt. Lauro de Basis: Sente Fahrt nach den Müggelbergen. Bei tuten Schneeverhältnissen Rodelschlitten mitbringen. Treffpunkt 8 Uhr am Bhf. reptow. Unkoslen 40 Pf. Essen und Getränke mitdringen. Achtung! Jung- und Nestsalken! Am Dienstag„Bunter Abend" im Heim. Elfenftr. 3. Lieder. bücher mitbringen. ___ Renkölln. Kreisveranstaltung, heute, Sonntag. Treffpunkt 15 Uhr zum Schlittschuhlaufen. 5 Pf. mitbringen. Montag tagt der Falkcnrat 17Vi Uhr. Kofficierbefprechung 18 Uhr. Beides im Kreisheim. Srnppenfilhrersitzuna Witt. wach 19V, Uhr im Kreisheim. Ren. Lichtenberg. Unser« Gruppentage finden Dienstag» und Freitags von 17V- bis 19V- Uhr im Heim, Pfarrstrahe, statt. Dienstag, 24. Januar. Falken. Vollversammlung sNenwahl). alle müssen erscheinen. Krei, Weihtnsee. Freitag, 27. Januar. Reugründung der Weihenseer Gruppe. Unter anderem zeige» wir die Filme„Maitag der Sinderfreunde" und„Sinderrepublik Namedy". Alle Eltern. Parteigenossen und schulflichtige Kinder sind dazu eingeladen. Sohevschönhausen. Ronlag, 23. Januar. Nestfalken von 17 bis 19 Uhr Schulbaracke Dingelstädter Strah«. Spielen.— Mittwoch. 25. Januar. Jung. fallen von 17V- bis 19V, Uhr im Jugendheim. Kouptftrahc. Lesen.— Donners. tag, 26. Januar, Rote Falten von 17Vi bis 19V: Uhr im Jugendheim„Bunter Abend". Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisation 19. Abt. Am 20. Januar verstarb unser langjähriger Genosse Otto Paulenz, im Alter von 55 Jahren. Ehre seinem Andenken. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 24. Januar, 11 Uhr, im Krematorium Gerichtstrah« statt. 29. Abt. Unser Genosse Willi Mendt, Dunckerstr. 10. ist verstorben. Ehr« seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 24. Januar, 15M Uhr. auf dem Georgen.Friedhof in Weihensee. Roelckcstrahe, statt Um reg« Beteiliauna wird gebeten. 118. Abt. Unsere Genossin Maria Goznisti ist am 19. Januar verstorben. Ehr- ihrem Andenken. Beerdigung Montag, 23. Januar, 14V, Uhr, auf dem Zentralfriedhof. i\ L Sozialistische Arbeiterjugend Groß-V erlin Einsendungen kür diese Rubrik nur an das Sugends-kretaria» Berlin SW 68 LIndenstrah» 2. vor» 1 Treppe recht». Wanderleiterkooserenz morgen, Montag, pünktlich 19% Uhr, im Jugendheim EW., Ltndenstr. 4, vorn I. Lichtbildervortrag de» Genossen P. Schulz: G-o- logisches und Naturkundliches. SAZ..Zu»gbnchdr»Irk Schineberg: Hauptstr. 15. 19% Uhr. Martin Gleisner spricht: „Die Helden" von Shaw. Berbebezirk Teltowkanal: 10 lldr Borftandssitzung. U Uhr Delegierten- konfcren, im Jugendheim Steglitz, Albrechtstr. 47 werbebezirk Neukölln:» Ubr Delegiertenversammlung Kanner Strah«. Pünktlich erscheinen. Mitgliedsbuch mitbringe».„Der Querschnitt" probt pünktlich 841 Uhr Bergstr. 29. Berbebezirk Reinickradors: 10 Uhr Delegiertenkonferenz. Mitoliedsbuch»it. bringen 9 Uhr Sitzung mit den Gruppenleitern. Heim Wittenau, Haupt» strohe 13. Werbebezirk Pankow: Solidaritätsnachmittag um 15 Ubr in Blankenburg, D-rkstr. 2. bei Klug. Morgen. Montag, 23. Januar. 20 Uhr: Hans«: Bochumer Str. 8d. Tagespoltlik.— Moabit I: Waldenterftr. 29—21. Japan— China.— Moabit N: Bremer Str. 69—70. Lustiger Abend.— Spart. Palast: Senthiner Str. 17. Sozialismus und nationale Frage.— Falkpsatz I: Sonnenburger Str. 20 Gewerkschaftssragen.— Falkulatz II: Sonnenburger Strohe 20. Tagespolitik.— Hohenschönhausen: Schule Dingelstädter Strane. Be» triebsrätegesetz und Jugend.— Humonnplatz: Gleimstr. 33—35. Der Klassen, staat. I.— Schönhauser Borstadt: Sonnenburger Str. 20. Aus»einer Praxis als Fürsorger.— Stralauer Viertel: Gohlerstr. 61. Lichtbilder: Wanderungen in der Mark.— Kallesche» Tor: Porckstr. ll. Heimabend.— Kattbuller Tor: Urbanstr. 167. Lichtbildervortrag.— Lnisenftadt: Wossertorstr. 4. Erlebnisse in Sowietruhland.— Charlotteubnra.Eüb: Spreestr. 30. Ge:oerkschaftsbewefl"ng. Hl. Teil.— Banmfchnlenweo: Ernststr. 16. Leseabend.— Jobgani-fhal: Rät. bans. Aampfliederabend.— Feiedr>ch»selb»: Gunterstr. 44. Rcichstoqasiyung.— Karlsborst- Treskomolle« 44. Fünf.Jabre-.Vlan.— Teael Fr-ie«che.ll': Eqndi. stralle 9. Tggesvolisik.— Pankow M(R.-F.): Kissingenstr. 48. Arbeiterkämpfe im Bändel der Zeiten. Werbebezirk Schöneberg: Esperantokursu» 29 Uhr Schuir Tempelhoser Weg. Beebebeziek P««»>la»er Berg: Gruppe Arnswalder Platz N: Schul» 0- aula Pasteurstr. 44— 46, 20 Uhr, Abend mit Puggi Muck. Unkolienbeitrag M 20 Pf.. Erwerbslose und Jugendliche 10 Pf. W " W Werbebezirk Neukölln:„Der Querschnitt" probt pünktlich 19% Uhr Sana. hoserstrahe. B«rb« bezirk L!cht«ab«rg: Borstandssitzunz in der Bibliothek Weichselstr. 28. Fugendgruppe des Zentralverbandes der Anaestel lie n Morgen. Dtoutoa, finden folgende Veranstaltungen statt: Wedding: Jugendheim Turmer Ecke Geestraye. Borlrag:„Jugend und Eltern, Haus". Ref.: Weigelt.— Nordosten II: Iugendhenn Schönlanler Etr. ll. Kampfliederabend.— Weißensee: Jugendheim Pistoriusstr. 24. Das Programm wird auf der Veranstaltung bekanntgegeben.— Urban: Jugendheim Hobrecht' Ecke Sanderstraße. Bortrag:„Brief 13, Geld 9— ein Tag auf der Börse. Ref.: Dr. Salcuv. Acktunq. Belriebsrälci am._______ Engelufer 24,25, unter Leitung des IBenotten y'r. Bruno wroeacr»an. nuinn hat jedes freigcwcrischaftlich organisierte Mitglied. Ein« vorherige Anmeldung ist nicht«rforderltch. Ein Körerbeitrag wird nicht ehobett_ SPD.-Froktion der graphischen Hilfsarbeiter. Mo»tag. 23. Januar. 13 Uhr. bei Deuz, Wasscrtorstr. 27. Fraktionsversommlung mit Eympathisiercudetr. Die Gefamtlage unseres Gewerbes wird von sachkundiger Seite einer Betrachtung uuterzogen werden.______ SPD..HolzarbeUer.-Stellmacher. Wichtige Fraktionssitzung Dienstag, 24. I a n u a r, 19 u h r, bei Klemens, Sophienstr. 6. Partei- und Gemerk. schastsbuch ist mitzubringen.__ SPTV-Fraktio» beim Lschiuger, Konzern. Dienstag. 24. Januar, 19 Uhr. im Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter-Berband. Fraktionsvcrsammlilng. Wich- tige Tagesordnung. Erscheinen aller Genossen ist Pflicht!_ Bezirksamt Ebarlottenbnra. Montag, 23, Januar, 20 Uhr, bei Röhrig. Mar. lottenburg, Echlohstr. 45, Fraktionsversammlung.„Unsere Arbeit ut der Kommune". Referent Genosse Raddotz.____ K.d.W.-Belegschastsversommlung. Dienstag, 24. Januar, 20 Uhr, bei Matschk«, Kurfürsrc::. Ecke Lutherstrah«.„Politische Lage". Referent Dr. Sons Eoh».___ SPD..Betriebssr-It>on der B-h-Ia-Osth-s-n. Montag. 23. Januar, 15 Uhr, be! Wertalla, Hohenlohestr. 3. Versammlung der Eisernen Front,„Stellung- »ahme zur Betriebsratswahl". Referent Karl Drcssel. Borträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot�Sold". Geschäftsstelle: Berlin S 11, Sebastiaustr. 37— 38, Hof 2 Tr. «wüAüuitt Berg. Dienstag, den 24. Januar. IungbauerAusanmmn. kunft an bekannter Stelle.— Tambonrkorps. Montag, den 23., 20 Uhr, Uebungsabend im Altersheim.— Bortrupp. Montag, den 23.. Ä» Uhr, Gründung unseres Iungen.Tambourkorps im Altersheim, Daiygin Straße 62. Imereisierte Kameraden werden noch aufgenonuncn Eigene �n. strumente stnd mitzubringen.— Friedrichsha,«. lBortrupp� Mittwoch, den 23. Januar, 19.43 Uhr. Jugendheim Ebert�tr. 12.— Tempelhos(Ortsvereul). Montag, den 23. Januar, 2V Uhr, Generalversammlung bei Pinger. Tempel. Hof, Dorfstr.- Reuköllu.Britz. 1. Kameradschaft. Sonntag, den 22. Imruar. 9..?» Uhr. Kameradschastsverseunmlung in der Kottbuner Klause. Kottbusser Damm 90. Aktive Kameraden in Bundeskleidung.— 4. Kamer�schaft. ��ans- tag, den 24. Iannar. 20 Uhr, Generalversammlung im Rest,„ssttmeck(falher Raddatz), Lhausseestr. 39. Tagesordnung: Jahresbericht, Neuwahlen Buch. ko:ltrolle am Saaleingang. Lichtenberg. Kameradschaft Bvxhagen. Sonntag, den 22. Januar, 18 Uhr, Werbeabend im Loaen.Castno, KnorrpromenÄN'. 5U)n�ert. Tan�. Ansprache: Kam. Dr. Haubach. Eintritt ernschl. Tanz 50 Ptt. Erwerbslose 30 Pf.— vrtsverein. Mittwoch, den.2s. Januar, IL Uhr, Dtts. vcreinsgeneralversomullung bei Bruno Tempel. Fried achsfeldc. Neuwahl des Gefamtvorstandes. Einlaß nur gegen Vorzeigung des Deleglertenauswmsts und der Mitgliedskarte. Die Fredika, Geschäftsstelle W. Floerke, Berlin SW 19.. Kurstr. 32, Telephon: Merkur 2196. unterhält laufend Fremdsprachen-Abendc im Kölln. Evmnastum. Insel. Ecke Wallstr. Montags: Englisch Mittel: 20-22: Dienstags: Französisch Änfängerklassen begrünen wieder. Deutsch.Frauzösische Gesellschaft. Mittwoch, den 25. d. M. 20'- Uhr, Bor. tragssaal Bayerischer Platz 2. Diskusstonsadend ül>er: presse da�oni'- d'hui". Redner: Monsieur Lauret. Korrespondent des Temps in Berlin und Dr. Stern.Rubarth, Chefredakteur des Wolffschen Telegraphen-Bureaus. Berliner Bolkschor. Sonntag, den 22. Januar, in der Aula des Andreas- Realgymnasiums. Berlin D 17. Koppenstr. 76, Vortragsabend über G. Fr. Händel unter besonderer Berücksichtigung seines Chorwerkes„Ans iini) Gamchea. Mitwirkende: Dr. Artur Wottf und die s oapelw-Bereimgung des Bolkschors. Freunde des Chores und Gäste sind herzlich eingeladen. Sozialistische Studentenschaft Berlin. Montag, den 23. Iammr, 30 Uhr, Verstandes, 4. Di? künftigen Aufgaden. 5. Verschiedenes. Mitgliedskarte-ist zur Kontrolle mitzubringen._• Iugeudliga für Menschenrechte. Am Dienstag, dem 24. Januar, 20 Uhr, spricht Dr. Karl Misch über das Thema:„Die Republik Spanien". Die Ber� anstaltung findet statt in den Räumen der Liga für Menschenrechte, Mon. bijouplatz 10, Eingang 4, III.___ Sozialistischer Esperanto. Bund. Dienswg, 24. Januar, von 19% bis 23 Uhr. im Metallarbeiter. Berdandshaus, Elsäster Str. 88; Mittwoch, 25. Januar, von 20 bis 22 Uhr. in der Neuköllner Rittli.Schulc, Rütliftraße; Donnerstag, 26. Januar, von 20 bis 22 Uhr, in Reinickendorf-Ost, Lindauer Straß«(Baracke). CröSte Auswahl bei fabelhaft billigen Preisen Teppiche Linoleum Stepp-, Tisch- and Schlafdecken Läuferstoffe und Wandbehänge für Läden, Treppen, Zimmer usw. Läufer, Teppiche, TUchlinoleam � Awdrea«str. IZ. a. d. Gr. Frankfarfi'r Str. Matfals r. fSchle" S adtb�hnbotfen Des ist unsere Zigarette! AKTIVITÄT 2 V, FREIHEIT mSZlPUN 5 Die zigarenen der Eisernen Froni Hcroestelif ous den edelsten Onentioboken Mit Mderbetlogen ous der Arbeiterbewegon� t. Serie: Die Vorkämpfer des Sozialismus. Fabrlkauslleferungs agor f Gro8-Berlln; Paul Horsch, Engelufer 25, Telefon: Jannowitz 4720. BetriebslirankeDkas� der Stadt Berlin Der L Nachtrag zur Wahlordnung, betreffend Aenderung der jiZ 3, 4. 5 bis 8, 13, 14. 16, 17, 18. 22 bis 26 ist vom Oberversicherungsami Berlin am 13 Ja. nuar 1933 genehmigt worden. Druck. stücke der Wablordnung können nach erfolalcr Drucklegung im Kassenlokal abgelängt werden, Berlin, den 18. Januar 1933, Der Borftand. Bekanntmachung Die Versteigerung der in den Monaten März und April 1932 versetzten und nicht eingelösten Pfänder innerhalb der Pfandnuinmern 47 658 bis 49 248 und 81 988 bis 83 961 iindet Donnerstag, ,dc° 9. Februar 1933, vorm. 9 Uhr, für Wäsche, Kleiderpsänder usw. und Frei- lag, den 10. Februar 1933, vorm. 9 Uhr, sür Gold nnd Bertsachen im Rathaus« Roukölln gegen sofortige Barzahlung statt. Der etwa verbleibende Berkaufsüber. schuh kann vom 20. Februar 1933 ab gegen Rückgabe des Psairdscheines in Empfang genommen werden. Die binnen Jaltrcsfrist Nicht abgehobenen Beträge werden dem Wohlfahrtsamt überwiesen. Berün-Renköll», 13. Januar 1933. Städtisches Leihamt in Berlia-Renköll». gez Scholz, begl Laschinsty� pföndmeKlewerimS Di« in den Monatun April, Mai. Juni 1932 versetzien Ptänder kommen, soweit sie nicht erneuert worden sind, rur Versteigerung: Bei Abteilung II. Elsasser Str. 74, vom M.mag, dem 6. Februar 1933, ab 9 Uhr, in der Reihenfolge: Fahrräder pp, Kleider. Pelzwerk, Wäsche, Be Abteilen? I. Jägeistr. 64. vom Montag, dem 20. Februar 1933. ab 9 Uhr, in der Reihenfolge; luwelen. Oold- und Silbersachen, Kris'a I. Fahrräder. Gegenstände der Optik, Kleider. Pelzwerk, Wäsche. Für verfallene Pfänder, welche erst nach dem Auktionsbeginn ei neuen oder einge ösi weraen muß bestimmungsgemäß die Auktionseebühr berechnet werden Smatiid».* Leibamt. Berlin.leipziqerStTl?2-l3 Unserer heutigen Stadtaufloge Gesellschaft m. b. H., Beels», betr. Leser besonders hinweise». licgt ei» Prospekt der Za. Kathreiner .Uns geht« gut", bei, worauf wir unsore Jedem das Seine! „Herhören, Leute! Autoritäre Staatsführung ist die Rückkehr zu dem altpreußischen Grundsatz.Jedem das Seine'." „Rechnung für Arbeiten?— Mannchen, Sie sind wohl duslig?— Pfändung? Hahaha, ich steh unter Vollstreckungsschutz!" „Herr Baron, Zahlung aus der Ost-„Ein Jlück, Malchen, daß die marxi- hilfe für Ihr Gut, dreihunderttausend stische Mißwirtschaft und Korruption Mark."—„Jroßartig. Werde sofort beseitigt ist und man wieder standesneues Auto anschaffen." gemäß leben kann." Der Verbandstag der Polizeibeamten Ein Gruss an die Beamten— Von Albert Grzesinski Am Moniag beginnt in den Räumen des Reichswirlschasksrats der 1. Verbandstag des Verbandes der preußischen Votizeibeamten, um während dreier Tage eine umfangreiche Tagesordnung, darunter den Geschäftsbericht seines Vorstandes für die Zeit vom Oktober ISZo bis seht zu erledigen. Der verband preußischer potizeibeamten ist die veruss- organisation der Polizei, die polizeigewerkschast: ihr gehören von den Beamten rund SO proz. aller Dienstgrade und Dienstzweige der Polizei: Schuh- Polizei, Kriminalpolizei und verwaltungspotizei an. Geit dem letzten Verbondstage haben sich im politischen Leben Deutschlands Dinge ereignet, die in ihren Ausstrahlungen gerade auch die Beamtenoerbände und unter ihnen in erster Linie den Verband der Polizeibeamten auf das tiefste berührt. Die aus allen Gauen des Landes Preußen nach Berlin gekommenen Delegierten werden an diesen Geschehnissen Nicht still- schweigend vorüber gehen können-, sie werden ste zum mindesten bei ihren Eni- schließungen nicht unberücksichtigt lassen dürfen. Nicht nur ihr Beruf als Polizeibeamter, auch ihre Organisation als solche, ist auf das schwerste in Mitleidenschaft gezogen. Hat doch eine große Fraktion im Preußischen Landtag, nämlich die der NSDAP., schon im Frühjahr 1332 verlangt, der Landtag wolle beschließen: Das Staatsministerwm wird ersucht, im Be- reich des Freistaates Preußen aus Gründen der politischen Sauberkeit und Moral den sogenann- - ten Schrader-Verband der Polizei- beamten sofort auszulösen. Das Der- mögen des Verbandes ist zugunsten der Kriegs- hinterbliebenenfürso. j sicherzustellen. Daraus spricht ein erhebliches Maß von Koalitionsfeindlichkeit, die keineswegs nur theore» tische Bedeutung hat! Denn im Land« Braunschweig, wo Parteifreunde der Antrag- steller Minister sind, ist das Verbot des Braun- schweigischen Polizeibeamtenoerbandes tatsächlich erfolgt. In Preußen ist der Antrag der NSDAP, im Hauptausschuß des Landtages im Sommer vorigen Jahres zwar abgelehnt worden, aber durch die Ereignisse des 23. Juli ist die Gefahr für das Koalitionsrecht der Polizei- beamten nicht nur nicht geringer, sondern e r- heblich größer geworden. Die kräfie, die im Reiche und in Preußen zur Zelt herrschen, sind von seher grund- sähllch gegen das koalitlonsrecht, besonders aber das der Beamten. eingestellt. Gerade die Polizeibeamten können auf Vor- gäizge zurückblicken, für die der Tagungsort ihres diesmaligen Vsrbandstages gewissermaßen histori- scher Boden ist. Der Vorläufer der„Preußischen Polizei-BeamtenZeitung", des Verbandsorgans, war die„Preußische Schutzmanns- Zeitung", die erst am 1. April 1314 erscheinen konnte, weil der erste Versuch der Berliner Schutz- Mannschaft, sich zu organisieren, im Dezember 1313 durch den damaligen Polizeipräsidenten von Jagow mit Billigung des preußischen Innen- Ministers oe r boten und der Einberufer der Gründungsversammlung strafweise von Berlin nach Zabrz«— dem heutigen Hindenburg— versetzt wurde. Das Verbot erfolgte, obwohl die Dereini- gung der Berliner Schutzmänner in ihren Satzun- gen sich beschränkte auf die Pflege einer königs- treuen Gesinnung, der Kameradschaft, der Geselligkeit und auf die Förderung des Standes- anfehens! Erst die neue Zeit Hot ebenso wie allen Staatsbürgern auch den Beamten die Ausübung des Koalitionsrechtes ermöglicht. Die Verordnung des sozlaldemo- kritischen„Rate» der volksbeaus- kragten" vom 12. November ISIS verfügte unter Punkt 2, daß das Vereins- und Versammlungsrecht keiner Beschränkung mehr unterliege, auch nicht für Beamte und Staatsarbeiter. Die Beamten konnten sich nunmehr entsprechend ihren Bedürfnissen zu. Berufsverbänden zu- sammenschließen, konnten ihre Angelegenheiten ungehindert besprechen, Forderungen aufstellen, die Interessen ihrer Kollegen bei der Dienststelle wahrnehmen und ihr Petitionsrecht an die Volks- Vertretung nun wirklich ausüben. Sie haben er- freulicherweise davon seitdem auch.stlK regen Gebrauch gemocht! Preußen ist unter der Regierung Otto Braun iti her Frage der Beamtenoertretungen über die allgemeinen reichsgesetzlichen Bestim- mungen durch Schaffung besonderer Bestimmun- gen für die Schutzpolizei noch weit hinaus gegangen. Hier fanden die..Rechte der Polizei- beamten 1323 durch neue Beamten- äusfchußrichtlinie n Vertiefung und Er- gänzung. Keine engherzige Auslegung dieser- Bestimmungen sollte Platz greifen; die Beamten- Vertreter sollten in allen sie und ihr Dienstverhält- nis betreffenden Fragen ein weitgehendes Mitwirkungsrecht haben. Im Vorwort zu diesen Richtlinien schrieb ich damals als preußischer Polizeiminister: „Diese Bestimmungen schassen die Möglichkeit. die Beamtenausschüsse bei allen die Beamtenschaft berührenden Fragen weitestgehend zu beteiligen. Ich erwarte, daß sie in diesem Geiste in der Praxis angewendet werden, denn nur dann werden sie dazu beitragen, ein ver- trauensverhältnis zwischen den Beamten und den Ausschüssen und den Ausschüssen und ihren Dienstvorgesehten zu schassen." Die Beamtenoertretung erfuhr eine weitere Verbesserung im Januar 1332 durch Verabschie- dung der Dienststrafordnung. Seit dem 23. Juli 1332 ist in Preußen � eine „andere Staatsführung", die„autoritär e", eingetreten. Das Parlament ist fast ausgeschaltet: das Petitionsrecht der Beamten dadurch sast illusorisch geworden, Parlamentsreden und-be- jchlüsse bleiben unbeachtet. In den Rechts- Verhältnissen der Polizeibeamten sind, soweit die Berussvertretungen in Frage iommen, e rhebti che Vers chl echte r,ungen eingetreten. Neben dem Abbau an Rechten ist, was als eben so schlimm gewertet werden tnüß,' die Anwendung des bestehenden Rechtes im rück- schrittlichen Sinne erfolgt. Das Vorgesetzten- Verhältnis— nicht nur bei der Schutzpolizei zwischen Offizier und Wachtmeister— tritt krasser und für ausrechte Menschen oerletzender für den Untergebenen in Erscheinung. Für den Staats- bürger besonders schmerzlich ist die Beobachtung, daß die Entwicklung der Polizei von einem Organ des Obrigkeitsstaates zur Volkspolizei, auf deren Bildung Severing und ich stets so großen Wert NeueOsthilfeskanöale aufgedeckt! Kr!ezl»opker direkt xesehädizt— Die Rolle des Feudaladels gelegt haben, ins Stocken geraten zu sein scheint. Statt dessen setzt eine Militarisierung der Polizei als Ganzes und der Schutzpolizei im besondere», mit Tendenzen ein, die seit 1320, der Gründung der heutige» Polizeiorganisatioii, als längst überwunden gelten konnten. Ein« ver- hängnisvolle Entwicklung! In der Presse,.wurde vor einigen Monaten sogar ganz offen die Frage erörtert, ob nicht den Polizeiexekutivbeamten das aktive und passive Wahlrechi ebenso wie den Reichswehrsoldaten genommen werden müßte. Gegen alle diese Tendenzen müssen sich nicht nur die Weimarer Parteien, besonders die Sozialdemokratie, verstärkt wehren, gerade auch die Berussorganisationen der Beamten dürfen keine Gelegenheit zur Stellungnahme vorüber- gehen lassen. Erfreulicherweise zeigen die aus den Mitglieder- kreisen dem Verbandstage vorliegenden Anträge, daß die Polizeibcamtenschaft nicht nur gewillt ist, über die Verjassungs- und GesetzesbestimmüNgen im allgemeinen zu wachen, sondern auch die Be- deutung ihrer eigenen Rechte erkennt und diese Rechte zu verteidigen gewillt ist. In ihrem Kampfe um diese Rechte wird die Polizeibeamienschaft die Sozialdemokra- i e4trts..an ihrer Seite haben; denn diese Rechte . sind ein Teil der Volksrechte und für die Be> amtenlchaff sind sie die Voraussetzung für ihr eigenes Wohlergehen. Der Sozialdemokratie allein verdankt die 2e- amtenschast ihre Rechte: sie entsprechen den Grundsätzen der Sozialdemokratischen Partei und Bewegung! Im Zeichen der Gefährdung der Polizei» beamtenrechte tagt der diesjährige Verbandstag der preußischen Polizeibeamten. Die Sozial- demokratische Partei und der„Vorwärts" als ihr Zentralorgan begrüßen die Delegierten durch mich auf das herzlichste und wünschen dem Verbands- tage einen guten, würdigen und selbstbewußten Verlauf! Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete H e i n i g hat im Haushaltsausschuß des Reichs- tags einige besonders krasse Fälle aus dem Ost- Hilfepanama mitgeteilt. Nun schreibt das dem Zentrum nahestehende Pressebüro Kraus: „Wiederum schweigt die Reichsregierung zu den Fragen, ob Herr Oldenburg-Janu schau 621 333 Mark zur Umschuldung erhallen habe, wovon über 433 333 Mark bereits ausgezahlt war- den seien. Ist es auch wahr, daß sich v. Oldenburg- Januschau in der Mark ein Gut getauft und zu derselben Zeit mit seinem ostpreußischen Gut in das Sicherungsverfahren geht? Das ist aber nicht der einzige Skandal. Wir gehen aus von den Erklärungen des Reichs- ernährungsministers, der zugeben mutzte, daß Leute die Osthilfe in Anspruch nahmen und dann im Mercedes nach der Riviera fuhren. Gros v. Saurma-hoym-Dyhrenfurth bekam Osthilfegelder, obwohl er bereits mehrfach gepfändet war und taufte sich im S i ch e r u n g s- verfahren ein neues Auto. Prinz Ullrich o. Schönburg-Wäidenberg verlangt zunächst Umschuldung, bevor er Sied- lungsland abgeben will und fordert einen Preis von 233 Mark pro Morgen! Die Gesamt- schulden betragen 2 333 333 Mark, darunter be- finden sich 132 333 Mark Grunderwerbssteuer. 186 333 Mark Einkommensteuernachzahlungen so- wie eine Schuldhypothek von 63 333. Mark. Ob- wohl sich der Prinz im Sicherungsverfohren de- findet, sozusagen von öffentlichen Geldern lebt, hat er noch weitere Gemein de jagden zuge- pachtet. Versuche, die gepfändeten Grundstücks- objekte zu besichtigen, scheitern an dem Widerstand de, Prinzen, der übrigens nebenbei noch über Glgsfabriten und Braunkohle nwerke verfügt. Wolf und Adalbert Graf v. fteyserting-Saster- hausen, Kreis Striegau, haben in zwei Jahren fast 733 333 Mark Schulden gemacht, ziehen seit drei Jahren ihre Gläubiger hin, aber Zwangsversteigerungen werden verhindert. Von wem? Das sagt uns am besten die Osthilfe. Vielleicht erfahren wir dann auch, ob es sich bewahrheitet, daß diese Grafen ein ansehnliches Vermögen in der Schweiz haben sollen. Gras w. v. pllckler. Gut Freyhan, schuldet der Kirchenkasse schriftlich zugesagte Pa- tronatsanteile für die Jahre 1333, 1331 und 1332 von rund 1333 Mark, die Feuerversicherungsbei- träge für die kirchlichen Gebäude, ebenfalls die Anteile für Ausbesserungsarbeiten der kacholischen Küsterschule. Aber der Haushall des Grafen er- fährt keinerlei Einschränkung. Ein schwerer Luxuswagen steht in der Garage, obwohl er kaum gebraucht wind. Außerdem pachtet auch Graf Pückler bei Ueberbietung anderer Interessenten Gemeindejagden. Er selbst ist kein Jäger, aber es gehört zum guten Ton, daß man Jagden abhält. Denn dort kann man am besten Regierungspotitik machen, wie uns Beispiele au» vergangenen Mo- naten lehren." Auswärtiger Ausschuß �Veiterhsratungen vertagt Der Auswärtige Ausschuß des R e i ch s t a g s.setzte am Sonnabend die außen- politische Aussprache fort. Dabei wurde zunächst ausführlich und in Anwesenheit des Reichsaußen- Ministers Freiherrn v. Neurath sowie seiner Be- amten über die O st fragen gesprochen. Die Abstimmung über verschiedene von den nationalsozialistischen Ausschußmitgliedern einge- brachten Anträge, die die spezielle Lage Danzigs zum Gegenstand hatten, wurde zunächst zu- r ü ck g e st e l l t. Nachdem noch die mit Oesterreich zusammen- hängenden Fragen der deutschen Außenpolitik be- handelt worden waren, vertagte sich der Aus- schuß auf Donnerstag, den 2 6. Januar 13 33. Dann sollen die noch auf der Tages- ordnung stehenden, heute unerledigt gebliebenen Fragen zu Ende.geführt werden. Es handelt sich um den Schutz der deutschen Minderheiten im Auslande, die handelspolitische. Lage Deutschlands, um Kolonialfragen und um eine Erörterüng des fernöstlichen Konflikts im Zusammenhang mit dem Völkerbund Faust IL Teil Staatstheater Die gedankenschwere Dichtung gelangt zu plastischer und sinnlicher Wirkung. Gegen 11 Uhr ist erst der erste Teil vorbei, bis zum Helenaspiel. Die Bühnenbilder sind schöner als die Menschen. Die Bilder sind wundervoll. Bis zur großen Pause hat sich das Wunder an den Darstellern noch nicht vollzogen. Man hofft auf den zweiten Teil, auf die Himmelfahrt Fausten». dl. kl. Forderungen des ADGB. Die Oevverlcsckakten zu jeder Regierung in Opposition Am gestrigen Sonnabcnb trat Ser Au-schuß des ADGB. im Berliner Gewerkschaitshaus zu seiner \2. Sitzung zusammen. Nach einer Ehrung der Toten, des langjährigen Mitgliedes des Bundes- Vorstandes, Hermann Müller, des Vorstands- Mitgliedes des Fabrikarbeiter-Verbandes, Gustav Haupt, und Eduard Bernsteins, gab Lei- pari den Bericht des Bundesvorstandes Bis vor kurzem war ein nicht unerheblicher Rückgang der Mitgliederzahl in den Gewerk- s ch a f t e n festzustellen. Im letzten Quartal ist eine entscheidende Wendung zum Besseren einge- getreten. Weniger erfreulich sind die Aussichten auf eine wirksame Arbeitsbeschaffung. Reichskommissar Dr. G e recke hat sich offenbar gegen die vorhandenen Widerstände und Vor- urleile nicht gehörig durchsetzen können. Die Ar- beitsbeschaffung wird nicht im Sinn« und Tempo unserer Forderungen vorwärts getrieben. Es ist hier und da gelungen, Verbesserungen durchzu- setzen'oder unerwünschte Magnahmen zu verhin- dern. aber im großen und ganzen sind die Ein- flösse der Privatwirtschaft, ist die Angst vor einer Jnflationegefahr stärker. Wir haben durchsetzen können, dag ein Teil der Neu- «instellungeprämien für öffentliche Ar- beiten angesetzt wird, aber vergeblich dagegen Einspruch erhoben, dag Privatunternehmer auch für auf diese Weise in Gang gesetzte öffentliche Arbeiten die Prämien erhalten. Die Vorstände des ADGB. und des Allgemei- nen freien Angestelltenbundes Hatten sich in An- betracht der unerträglichen Verhältnisse der erwerbslosen Arbeiter und Angestellten entschlossen. noch einmal beim Reichspräsidenten vorstellig zu werden.(Wir berichten darüber im Haupt, latt.) Der Vorsitzende erinnerte an das vom Bundes- au-schuß bereits im Oktober 1930 eindringlich erhobene Verlange» nach gesetzlicher Durchführung der-IZstündigeo Arbestewoche. Trotzdem ist von der Regierung nichts geschehen. um diese für die Arbeiter selbst mit Opfern ver- oundene Forderung zu erfüllen. Statt dessen er- folgten wiederholte zwangsweise Lohn- s e n k u n g e n. die die Kaufkraft dauernd herab- drückten. Daß dieser Weg nicht weiter begangen und eine Arbeitszeitverkürzung nicht ohne Lohn- ausgleich durchgeführt werden darf, ist eine Selbst- Verständlichkeit. Mit höchstbedenklicher Verspätung ist inzwischen die gewerkschaftliche Forderung der 40-Stun- d e n- W o ch e zum Gegen st and inter- nationaler Verhandlungen erhoben worken. Bei der heutigen Lage muß es jedoch zweifelhaft erscheinen, ob diese Maßnahme noch genügt. In gewissen industriellen� Ländern'ver-" treten bereits maßgebliche privatkapitalistische Kreise und Sachverständige d'e Einführung der A-Swnden-Woche. Zum Nachfolger Hermann Müllers als deutscher Arbeitervertteter im Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes Hai der Bundesvorstand den langjährigen Bezirkssekretär des ADGB. Wilhelm L e u s ch n e r(in den letzten Jahren Innenminister des Freistaates Hessens vor- gesehen. Leuschner wurde gleichzeitig als Nach- folger Umbreits in den Bundesvorstand gewählt. Da der Posten des stellvertretenden Direktors des Internationalen Ar- b e i t s a m t e s freigeworden ist, wäre es sachlich durchaus gerechtfertigt, wenn in d.eses Anu ein Deutscher, und zwar ein deutscher Ar- beitervertreter, berufen würde. Direktor Butter ist damit einverstanden, den Vizedirektor nur im Einverständnis mit den drei Gruppen zu ernennen, die sich aber noch nicht auf eine ein- heittiche Kandidatur geeinigt haben In der Aussprache wurde hervorgehoben, daß der Umfang der Arbeikslosigkell ohne eine lies- greifende Arbeitszeitverkürzung nicht dauernd ge- mindert werden kann. Mit großem Nachdruck wurde darauf hingewiesen, daß in Deutschland selbst jetzt in vielen Fällen noch über 48 Stunden. ja bis zu 60 Stunden gearbeitet werde. Es sei ein Skandal, daß angesichts der ungeheuerlichen Arbeitslosigkeit in der letzten Zeit i o g a r die Behörden die Ueberschreitung der 48stünüigen Arbeitszeit zulassen. Mit diesem Mißstand müsse in erster Linie ausgeräumt werden. Der Bundes- vorstand forderte von der Regierung die gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit auf ein Maß, das ge- eignet ist, einem großen Teil der materiell und seelisch leidenden Arbeitslosen endlich wieder den Weg zu Lohn und Brot zu öffnen Die Gewerkschaften im politischen Meinungskamps zeigte Graßmann. Die Entwicklung des poll- tischen Lebens, gekennzeichnet durch das Anwachsen der radikalen Flügelparteisn rechts und links, hat dazu geführt, daß auch die Gewerkschaften stärker in den Vordergrund treten muhten. Sie waren dadurch heftigen Anariffen der radikalen Bewegungen ausgesetzt. Manche ihrer Handlungen wurden mißverstanden oder in verleumderischer Absicht falsch gedeutet. Insbesondere müsse die Behauptung, die Gewerkschaften näherten sich der Auffassung des Faschismus über die Stellung der Gewerkschaften im Staatswesen als verlogene Behauptung, der jede Grundlage fehlt, entschieden zurückgewiesen werden. Die Unterrodung der Führer des ADGB. mit dem Reichswehrminister v. Schleicher— wenige Tage vor seiner Ernennung zum Reichskanzler— hatte nur den einen Zweck, bei der Reichsregie- rung in dem Augenblick, da sie sich nach dem Rück- tritt des Kabinetts v. Papen neu bildete, die so- zialpolitikchen und wirtschaftlichen Forderungen der Gewerkschaften, namentlich zur Linderung der Krisennot und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nachdrücklich zu vertreten Lediglich dies war fest jeher der Zweck jeglicher Fühlungnahme des Borstandes des ADGB. mit den Regierungen des Reiches. Und nur dies wird immer der Zweck einer.solchen Fühlungnahme sein. Um aber die Interessen der Arbeiterschaft und die Forde- düngen der'Gewerkschaften wirksam zu oertreten. werden die Gewerkschaften aus eine solche Art der Fühlungnahme mit den wechjelnden Reichskabi- netten nie verzichten können. Di« Gewerkschaften werden nicht dulden, daß Mißtrauen in ihre Reihen getragen und die Stoß- kraft der Bewegung dadurch benachteiligt wird. Ebensowenig werden sie abweichen von dem Grundsatz völliger Unabhängigkeit in der Meinungsbildung üher Fragen des politischen, wirtschafttichen und sozialen Lebens und in der Wahl ihrer taktischen Haltung. An diesem An. lpruch halten sie jeder Partei gegenüber fest. Dieser Grundsatz behält auch dort Gellung, wo das Gelamtinteresie der Arbeiterklasse ein Zu- sammenwirken der Gewerkschaften mit politischen Parteien gebietet. Denn nur die strenge Befolgung dieser Grundanschauung bietet Gewahr für die Erhaltung der Einigkeit in den Gewerkschaften. Graßmann erläutert am Schlüsse seiner Rede diese grundsätzliche Anschauung an einer Reche von Vorgängen des politischen Lebens. L e i p a r t erklärte zu der mißverständlichen Beurteilung der Haltung der Gewerkschaften zur gegenwärtigen Regierung: Die Gewerkschafleu stehen zu jeder Regierung iu Opposition, wie immer sie zusammengesetzt sei. Denn die Gewerk- schatten werden noch für lange Zeit lediglich Forderungen an die Regierung zu richten haben. In der Debatte fanden die von Graßmann und Leipart vertretenen Grundsätze die volle Zu- st i mm un g des Bundesausschusses. Leipart erinnerte noch an den Kongreß des Internationalen Gewerkschaflsbundes, der am 30. Juli in Brüssel begimit. Anträge der Verbände zum Kongreß sollen dem Bundesvorstand eingereicht werden. Die deutschen Gewerkschaften, ADGB. und AsA-Bund, haben 13 Delegierte zu entsenden. Zum Schluß erinnerte Leipart an die Hauptversammlung der Gesell- schaft für sozial« Reform am 28. Januar. Arbeitsgerichte �rnvälte als Vertreter Zu dem Artikel in Nr. 13 des.Vorwärts': .Vertretung vor den Arb-itsgerichien" erhalten wir von dem Genosien Otto Landsberg fol- genH« Entgegnung: Der Verfasser macht gegen die Zulassung der Anwätte bei den Arbeitsgerichten erster In- stanz, denn nur hierum handelt es sich, da in der zwetten und dritten Instanz die Anwälte als Parteioertreier zugelassen sind, Ausführungen, die nicht ohne Widerspruch lleiben können. Zu der Frage, ob der ß 11 des Arbeitsgerichts- gefetzes, der die Rechtsanwälte im arbeitsgerichtlichen Verfahren erster Instanz von der Partei- verlretting- aus'chließt, geändert werden soll oder nicht, will ich keine Stellung nehmen, da mir be- kamu ist, daß, infolge des Widerstandes der Gewerkschaften aller Richtungen, au eine Gesehesänderung nicht zu denken ist. Ich wende mich lediglich gegen di« Gründe, die in dem Artikel für den Ausschluß geltend gemacht werden. Der Verfasser stellt es so dar, als ob, wenn auch Rechtsanwalle als Parteioertteter vor dem Arbeitsgericht erster Instanz sich betätigen könnten, der Kläger verpflichtet sein würde, sich an einen Anwalt zu wenden. Davon kann gar keine Rede sein, da kein Rechtsanwaltdie Einführung des Anwaltszwanges für das arbeitsgerichtliche Verfahren erster Instanz er- strebt. Der Kläger würde also genau so wie jetzt im amtsgerichllichen Verfahren, auch nach Beseitigung des§ 11 sein« Rechte in erster Instanz selbst besorgen können. Es ist weiter nicht richtig, daß erst nach Einzahlung eines Vorschusses der Anwalt eine ihm aufgetragen« Klage übernehmen und weiterleiten darf. Kein Anwalt ist daran gehindert, auch in Sachen, in denen ke i n Vorschuh gezahlt ist, die Klage anzustellen, und es gibt eine genügend große Anzahl von Anwälten mit sozialem Empfinden, die sich da. wo sie eine Partei im Recht glauben und zur Aufbringung eines Borschusies außerstande sehen, ihr einstweilen unentgelllich Beistand leisten. Es ist weiter eine völlig falsche Auffassung, daß ein Anwalt dem Abschluß eines Vergleichs wider- strei en könnte, weil er ein Interesse daran habe, in di« Beweisaufnahme zu gehen. Wenn der Ver- fasser des Artikels sagt, daß fast jeder Anwalt sich von solchen Auffassungen leiten lasse, so muß ich annehmen, daß er mit Recht.'anwäiten überhaupt noch nicht zu tun gehabt hat. Den Kopf schütteln mutz ich auch zu der Behauptung, daß jeder An- walt den höheren Objekten«ine größere Aufmerk- samkeit zuwende als den unlohnenden. Hat der Verfasier wirklich ausreichende Erfahrungen ge- macht, um über einen ganzen Stand ein derart geringschätziges Urteil fällen zu können? Schließlich ist unfaßbar die Ausführung, daß die Zulassung der Anwälte bei den Arbeitsge- richten erster Instanz die Arbeitnehmer gegen- über den Arbeitgebern benachteiligen würde, weil der Arbeitgeber in den meisten Fallen Ge- legenheit habe, sich durch einen Rechtsbeistand. zum mindesten durch den Syndikus irgendeines Ari«itgeberverbandes, dem er angehört, vertreten zu lassen Ist denn dem Verfasser nicht bekann', daß dies« Möglichkeit schon besteht und daß in- folgedesien gerade der Arbeitnehmer benachteiligt wird, solang« er sich des Beistandes eines An- walts nicht bedienen kann? Rechtsanwälte dürfen sich vor den Arbeitsgerichten erster Instanz nicht betätigen. Aber Juristen, die die Befähigung zum Anwaltsbedarf besitzen und insbesondere auch ehemalige Rechtsanwälte, Sie Unternehmer fyndizi geworden sind, dürfen vor den Arbeitsgerichten erster Instanz als Beistände oder Sachwalter der Unternehmer auftreten.' Schutz den Schwerbeschädigten! Einem Schwerkriegsbeschädigten, der in einer Schuhfabrik beschäftigt war, wurde gekündigt, ohne daß die Haup'fürsorgestelle zugestimmt hatte. Der Kläger hat der Beklagten wiederholt sein« Dienste angeboten, allein die Firma erklärte immer wieder, daß sie ihn infolge der Wirtschafts- krise und mangels Aufträge nicht b e s ch ä f- t i g e n könnte. Der entlasten« Schwerbeschä- digte klagte auf Weiterbeschäfiigung oder Fori- zahlung des Lohnes, weil er ohne die Zustimmung der hauplsürsorgestelle entlassen worden sei. Zu entscheiden in diesem Rechtsstreit war die Frage, ob der Klager trotz der unberechtigten Kündigung zum wörllichen Angebot seiner Dieuste gemäß Z 298 BGB. verpslichtel war, oder ob die Beklag»« sich durch die obsekriv ungerechtfertigte Kündigung und. Entlassung aus ihren Diensten selbst in Annahmeoerzug gesetzt hat, welcher fort- gedauert hat. Das Reichsarbeit sgericht entschied zu- gunsten des Klägers Er sei ohne Zustimmung der Hauptfürsorgestelle enllassen worden. Wieder- holt habe er der Beklagten seine Dienste ange- boten, er sei aber nicht wieder eingestellt worden. angeblich wegen Arbeitsmangel. Hierin erblicke das Gericht einen schweren Verfloß gegen die Bestimmung des Schwerbeschädigteugesetzes.(RAG 400/32). Hierzu 3 Beilage» Der.Lorwiirls" erlchcin! wochenlogllch zweimal Eoaalags und Montdgs einmal Illustrierte Sanntazsdeilage Holt und Seit" i Bezugsvreiie: SScheutluIi 75 Pf., monatlich 3*5 M l davon 87 PI monatlich tili Zustellung rne Haus) im voraus zahlbar. Postbezug 3.9, M eintchliehlich 6a Pi Postzeitung, und 72 Ps. Postbestellgebuhren. Sluslandsobonnemenl b,6b M pro Monat: für Länder mit ermäßigtem Drucksachenporto 165, M Pej A stall d-r Lieteiung wegen höherer Sewalt besteht Inn Änspruch der Abonnenten aus Ersatz, anzeitze»preise: Die einspaltig- Millimeterzeile 3ii Pf Rettumezeile IM M..Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Vor! 20 PI jedes weitere Wort I» Pf Rabatt laut Tarit Worte iiber>5 Buchstaben zählen kür zwei Worte Arbeitsmartt Millimeterzetle 28 Pi. ffamilrenanzeigen Millimelerzeile tS Pf Anzeigenannahme im Hauptgejchä'l Lindenstr 3. wochentSqlick, von bis 17 Uhr Der Brrlag behält sich das Recht der Abl-hnung nicht grnehmer Anzeigen nor. I Verantwortlich für Politif: Rudolf Breubrmühl: Wirtichaft: s. jtliogethhjer: Gewertichailsbewegung- 3. Steiner: Feailliton: Hrrberg Lepore: Lokales und Sonstiges: gritz Sarftädt: Anzeigen: Otto Sengst: sämtlich in Berlin. I Verlag: Vorwärts-Verlag®. m. b. H.. Berlin. 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Der Grund dafür liegt nicht nur in der Furcht, den großen amerikanischen Absatzmarkt zu verlieren, sondern ebensosehr in politischen und mili- t ä r i s ch e n Erwägungen. Die rund 7600 philippinischen Inseln bedecken eine Fläche von knapp 3l)0 00l> Quadratkilometern, etwas weniger als Italien. Daraus leben 12 M Millionen Einwohner, auf jeden Quadratkilometer entfallen etwa 12 Menschen. In Japan dagegen wohnen auf einem Quadratkilometer 169 und aus der den Philippinen am nächsten gelegenen Insel For- Mosa 128 Einwohner. Die große Bevölkerungsdichte Japans mach« das dünnbesiedelte philippinische Jnselgebiet zum lockenden Ziel starker japanischer Auswanderung, wenn eine toslösung von Amerika wirklich erfolgt. Wenn jetzt die Vereinigten Staaten die Philip- pinen freigeben, so hat man das nur als eine» formellen Vorgang zu betrachten. Es entspricht dem Charakter des amerikanischen Imperialismus, eine große Reche von Ländern wirtschaftlich und nur mittelbar politisch zu beherrschen, statt sie unmittelbar politisch und militärisch unter Kontrolle zu hallen. Auf keinen Fall werden die Amerikaner freiwillig die großen wirtschaftlichen Machtpositionen, die sie aus den Philippinen inne haben, in absehbarer Zeit aufgeben. Daher wird sich auch nach dem amerikamschen Senatsbeschluß an dem bisherigen Kräfte- und Spannungsver- hällnis zwischen Japan und den Vereinigten Staaten im Fernen Osten kaum etwas ändern. X.?. Millen in die Meldungen über die verschärfte kriegerische Spannung im Fernen O st e n kam kürzlich die Nachricht, daß die V« r- einigten Staaten aus chren wichtigsten Stützpunkt, auf die Inselgruppe der Philip- pinen. verzichten wollen Vergeblich hat Präsident Hoover gegen diese Absicht protestiert: Der amenkanische Senat hat mit mehr als Zwei- drillelmehrheit, nämlich mit 66 gegen 26 Stimmen beschlossen, daß ab 1943 die Phllippineu ihre volle politische Freiheit erhallen sollen. Die Philippinen kamen nach der raschen Ve- endigung des spanisch-amerikanischen Krieges 1898 unter amerikanische Herrschaft. Schon damals erklärten die Amerikaner, sie wollten nur so lange die Herrschaft ausüben, bis die Einwohner zu selbständigem Regieren und Verwalten erzogen seien. Die koloniale Herrschast über die Philippinen paßte in den eigenartigen amerikanischen Imperialismus nicht hinein. Das wurde auch von den Amerikanern immer wieder betont. Der frühere Präsident Roosevelt schrieb 1913 in seiner Selbstbiographie folgendes: „was die Philippmen betrifft, so glaube ich. daß wir sie so schnell wie möglich zur Selbst- regierung erziehen und es ihnen überlasten iolllen, ihr Schicksal zu bestimmen." Zweifellos hat Amerika dem Jnselgebiet w i r t- schastlichen Nutzen gebracht, den größten freilich den Amerikanern selbst. Im Mai 1923 hat der General Leonard Wood, damals Generalgouoerneur der Philippinen, Amerikas Interesse deutlich gekennzeichnet: »Die Philippinen nähern sich mil Windeseile einer stabilen Regiernag. wie ich eine stabile Regierung anssasse. nämlich einer Regierung, nuter der fremdes Kapital zv normalen Profitsätzen ins Land kommt." Die Amerikaner haben Eisenbahnen, Straßen und Häsen gebaut,. das Fern- Sprech- und das Telegraphenwejen eutwickell und aft industrielle Entwicklung gefördert. Der « ch i s s» r a u m, der jährlich in dem größten und schön angelegten Hafen von Manila aus- und emsährt, beträgt rund ö Millionen Netto- Register-Tonnen. fast ebensoviel wie der Schiffsverkehr Bremens. Zwar sind die Philippinen reich an Erzen aller Art, auch Aohlenselder, Erdöllager und Wasser- kroftvorkommen sind vorhanden, doch werden bis- her diese Schätze nur erst in geringem ilmsong ausgewertet. hauplbasis der philippinischen Wirtschaft bilden die Landwirtschaft und die Der- arbeitung landwirtschaftlicher Erzeugniste. Auf den Philippinen wird— wie auf den benachbarten Inseln— vor allem Reis angebaut, ferner Kokos- palmen, Manilahanf, Tabak, Zuckerrohr, in ge- ringerem Umfang auch Bananen. Kautschuk, Baumwolle, Kaffee und Kakao. Mehr als drei Viertel der gesamten philippi- nischen Ausfuhr entfällt auf Rohrzucker. Manila- Hanf, Kokosnußerzeugniste und Tabakwaren. In den letzten Iahren ging der Absatz von Manila- Hans und Kokosnußerzeugniste stark zurück, gleich- zeitig konnte jedoch die Ausfuhr von Zucker und Baumwolle erheblich gesteigert werden. So stieg zum Beispiel von 1928 bis 1931 die Zuckeraus- »uhr von 0,57 auf 0,75 Millionen Tonnen. Aber gerade die erhöhte philippinische Aussuhr voa Zucker. Baumwolle und Tobak ist den vereinigten Staaten, die den hauptabiotzmarkl bilden, außerordentlich peinlich, denn dieser Absah ersolgt zollfrei und drück« auf die ameriko- nischen preiset Diese unangeoehme Konkurren; läßt in erster Linie die Amerikaner den Philip- pinos die Selbständigkeit schenken: Man wird späterhin, wenn die Philip» p, n e n srei sind, auch die philippi- nischen Erzeugnisse mit Zöllen be- lasten können! Die Frage freilich, ob die Bereinigten Staaten aus die effektive Kontrolle verzichten wollen, ist ein D i n g j ü r s> ch. Die Philippinen können nämlich auch ohne politische Bindung als amerikanische Kolonie betrachtet werden. Planta- gen und Fabriken, die Elsenbahnen, das Nach- Stahlvereins-Shandal Flotow-Gutachten wird nicht veröffentlicht Die„Deutsche Bergwerks-Zeitung" berichtet als Information von zuständiger Stelle, daß das heute schon mehr berüchtigte als berühmte Gutachten Flotows über den Stahl- verein zwar fertiggestellt sei, daß aber eine Ent- scheidung, welche Maßnohmen aus Grund des Gutachtens getroffen werden sollen, bisher noch nicht gefallen un!d wegen der starken innenpoli- tischen Inanspruchnahme des Reichskabinetts avtz nicht sobald zu erwarten sei. Eine B e r- öffentlichung des Gutachtens weroe aber nicht erfolgen. Wir wissen nicht, ob diese Information der „Deutschen Bergwerks-Zeitung" authentisch ist. Dir am Stahlverein interessierten Herrschaften und Zeüungen produzieren bekonnlich Nochrichien in beliebiger Kahl und Form, wenn es nur!m In- tereste der Ruhrher.wge gelegen ist. W i r f r a g e n deshalb die Reichsregierung, ob das Flotow-Gutachten ihr vorliegt und ob die Ver- öffentlichung tatsächlich nicht erfolgen soll. Wäre das der Fall, so hätte der Hausbaltsaus- schuß des Reichstags die Bflicht, die Frag« des Flotow-Gutachtens vor sein Forum zu ziehen. Süverherg— RWE. lieber die gestrige Aufsichtsratssitzung des RWE. wird von d?r Verwaltung mitgeteilt: „Die Verwaltung des RWE. ist der lieber- zeugunq. daß in einer Zusammenarbeit des RWE., der Roddergrub« uns der Rheinische Braunkohle A.-G. auf gemeinsamer wirlschait- licher Grundlage große technische und Wirtschaft- liche Vorteil« für jetzt und für die weitere Zu- kunft unter Erhaltung der Selbstänoigkeit der Gesellschaften zu erzielen sind. Die erfolg- reiche Zusammenarbeit zwischen dem RWE. und der Ro�dergrube hat für die Beurteilun- einer solchen Zusammenarbeit Sie erforderlichen Grundlagen geschaffen. Den Gesellschaftsorganen der Rbeinischen Vrannkodle mird derhalb ein für diese Zusammen- arbeit erforderlicher V->riraa zwischen der Ro�dergrube und der RMnischen Rrr-unkobse vor- neschlaqen werden. Die beabstchtmte Durch- sübrnna de- ganzen Geschäfts bezimlich des Erwerbs St Rhem-Braune-Aktien w'rd seitens des RWE. keine neuen Mittel er- fordern." Diel« reichlich verklausulierte Mitteilung des RWE.-Bräfidiums hat ihre Bedeutung im letzten Satz. Da das RWE. auf den Ankauf des FOck-�akets und S«s Thyllen-Ba'ets. iür das es 75 Millionen Mark brauchen würde nicht ver- sichten wird— das ergibt sich aus d-'m übrigen Teil der Erklärung— und da das RWE. weder auf dem KnniHmorkt noch auf dem Geldmarkt sich die erforderlichen 6—7 Dutzend Millionen be- schaffen kann, will es die Gelder unt> das Borte- feuille der Rhein-Br/>une für die Finanzierung des Ankmifs der Rhein-Braune-M-siorität benutzen. Das geraSe aber will Silverberg verhindern. Das Ergebnis kann also nur eine Verschärfung des Kampfes zwischen RWE. und Rhein-Braune sein und zu- nächst würde damit auch die elettrowirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Konzerne gefährdet werden. Das RWE. geht also aufs Ganze. Das aber heißt, daß es auch die Person S i l v« r- bergs aus der Rhein-Braune ver- drängen will. Rräftixe Entlastung der Sparkassen In den letzten beiden Monaten hat sich die Ent- lastung der Sparkassen von den in der Kreditkrise aufgenommenen W e ch s e l k r e d i t« n bei der Während der Reichswirtschaftsminister Warm- bold in öffentlichen Ansprachen und im Haus- hattsausschuh die kurzsichtige Abschließungspolitik aufs schärfst« ablehnt, erläßt die Schleicher- Regierung unter Gegenzeichnung desselben Reichs- wirtschastsministers ein« Zollerhöhung nach der anderen und beschwört damit die Verschärfung der Hondelskonslikte sowie neue handelspolitische Kämpfe heraus. Die vorgestern veröffentlichten Zollerhöhungen aus Kartoffeln, Küchenge wächie, bestimmte Holz- sortimente, Räucherwaren. Kasein und Stahl- und Holzschrauben mögen, jedes für sich betrachtet, nicht allzu schwer ins Gewicht fallen, aber sie erfolgen in einer Situation, iv der die Handels- beziehungen Deutschlands zu seiaen besten kundenländeru ohnehin bis aufs äußerste gespannt sind und so neuen Sonsliktsstoss schassen müssen. Die Erhöhung der Zölle für die wichtigsten Kohlsorlen und Frühkartoffeln auf ein nahezu prohibitives(einsuhrverhinderndes) Niveau trifft in erster Reihe Holland dessen Landwirtschast schon durch die vorangegangenen Maßnahmen schwer betroffen wurde. Die bisherige deutsche Einsuhr an Kartoffel» betrug mir etwa 1 pro;, de» deutschen S peifekartosseloerbrauchs. Zum überwiegenden Teil handelt es sich um Bezug von Frühkartoffeln in erster Reihe aus Holla nd, ferner aus Italien und Belgien. Bei Inkrafttreten der vorgesehenen Zölle würden ihnen auch die bisher noch verbliebenen Absatz- Möglichkeiten verschlossen werden. Die Erhöhung der Zölle für verschiedene Räucherwaren(Sardellen. Sprotten Bücklinge usw.)— bisherige Einfuhr rund 2 Millionen Mark— berührt in erster Reihe Norwegen, das auch im Begriffe steht, die alten sreundschastlichen Handelsbeziehungen zu Deutschland zugunsten Englands auszugeben. Akzeptbank in erfreulichem Tempo fortgesetzt. Wie der Präsident der Deutschen Girozentrale, Dr. Kleiner, in einem Referat in Frankfurt a. M. ausführte, sei es gelungen, diese Kredtte von 1,1 Milliarden bis auf 600 Millionen— im November 1932 waren es noch 900 Millionen— zurückzuzahlen Man hoffe, schon in allernächster Zeit diesen Kredit bis auf 500 Millionen abgedeckt und damit eine Basis gesunden zu haben, diesen Betrag längerfristig zu fundieren. Zu diesem Zweck sollen aus der Aktivmaste in erster Linie die Sparkasseneffekten(Pfandbriefe usw.) heran- gezogen werden. Daten zwc Konjunktur Der Absatz der deutschen Zementindustrie hat mit insgesamt 2,8 Millionen Tonnen im vergan- genen Jahre einen Tiefpunkt erreicht, der zuletzt im Jahre 1898(!) erreicht �vurde. Im Vergleich mit der Hochkonjunktur auf dem Baumarkt im Jahre 1928. in der 7,6 Millionen Tonnen ab- gesetzt wurden, ist der Zementabsag aus ein Drittel des damaligen Standes gesunken. Durch die wahnwitzigen Kapitalsehl- l e i t u n g e n und den planlosen Anlageausbau ist aber pie Gesamtleistungsfähigkeit allein bei den Syndikatswerken auf 15 bis 16 Millionen Tonnen in der Hochkonjunktur gestiegen, so daß schon in den Glanzjahren 1928/29 die Anlagen nur mit etwa 50 Proz. ausgenutzt waren. Somit war die Kapazität der kartellgebundenen Werke im Ge- samldurchschnitt des vergangenen Jahres nur noch mit 18 Proz. ausgenutzt. Ein ver- nichtendes Ergebnis der marktousbeuterischen Politik der Zementkartelle! Die Einfuhr sank 1932 von 75 355 aus 54 144 Tonnen und die Ausfuhr, besonders durch Absatzverluste auf dem holländischen Markt, von 576 137 auf 3l 1 052 Tonnen. Stahlercieugung im Dezember Die deutsche Rohstahlerzeugung be- trug arbeitstäglich im Dezember 19 476 gegen 22 744 Tonnen im November. Die durchschnitt- liche arbeitstägliche Produktion im ganzen Jahre 193 2 erreichte 18 856 Tonnen gegen 27 186 Tonnen im Jahre 1931. Um die Parität zu wahren, hat man im gleichen Zuge noch einmal Industrie- gruppen Zollerhöhungen zugebilligt Die Zölle für Holzschrauben werden stark erhöht. desgleichen für Stahlschrauben. Ein berechtigter Grund für diese Jndustriezollerhöhungen erscheint um so weniger gegeben, als nur geringfügige Ein- fuhren erfolgen und beide Industriegruppen fest- gefügte nationale, sogar teilweise inter- nationale Kartellbindungen haben. Diese ganze uferlose Zollerhöhungspolitik, die Erfüllung maßloser Landbundforderungen. die der Landwirtschaft nicht einmal nenenswert nützen. treibt den deutschen Export in eine unaushaltsame Katastrophe. Wenn man etwa diese„Jmmer-seste-drusf"- Politik für eine besonders schlaue Taktik für die schwebenden Verhandlungen halten sollte, so wird man sich schwer täuschen. Sie ver- schärst die Spannungen und beschwört dazu noch Handelskriege mit den anderen betroffenen Län- dern herauf. Denn an allen Ecken und Enden knistert es. Kaum daß nach der brüsken Nicht- Verlängerung des Handelsvertrages mit Holland eine Reihe von Zöllen automatisch herauf- geschraubt wurde, hagelte es schon Proteste aus anderen gleichfalls hiervon betroffenen Ländern, und die Regierung mußte auf eine Inter- vention Spaniens den Tomatenzoll wieder ein wenig senken. Die Regierung wäre am besten beraten, wenn sie nach allen diesen Blamagen und Schädigungen der deutschen Wirischast die neuk» Zoll» erhöhungen unverzüglich rückgän- g i g machen würde. Sie hat aber zum mindesten die Pflicht, die Zeit bis zum 1. Februar dem Termin dee Inkrafttretens, mit me! größerer Energie als es bisher geschehen ist zu einer Bei« legung der Handelskriege zu benutzen, wofür freilich die Liquidier ungdesLand- bundkurses unerläßliche Voraussetzung ist. Immer feste druff! Wann wird der Landbundkurs in der Handelspolitik liquidiert? Alle krbctier und Antes'ellte haben das Recht auf Befreiung von der MiiRlIedsehafl bei einer PHichtkrankenkasse(|51 7RVO.) durch UbertHtt zur Kranken- u. Sterbekasse für das Deutsche Reich (Lichterfelder Ersaizkasse für sämtMche Berulszweige V. a. G.) Auskunft und Prospekte kostenlos und unverbindlich durch die Hauptverwaltung: Berlin H 24» Oranienburger Straße 61 MALERHOTTE HAWAG GEGRÜNDET: 1912 LANDSBERGER ALLEE 38-39. 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Er nickte voller Teilnahme.„Ja, ja. wie schnell die Zeit vergeht-" „Traurig?" sagte sie.„Wenn er uns hier auf der Erde sehen kann— aber das kann er wohl nicht— dann glaube ich, er muß oft weinen über das, was er uns angetan JUice Skeri-Xolhhols: Xehrsiück vom fremden Qlück Derselbe Herr stand wieder im Gewimmel. Da schob ein Bettlerdrachen sich heran. Oer hob den Arm bis in den grauen Himmel und ging den Herrn um Winterhilfe an. Na, ja... Der Glücklichmacher sprach im Lichterscheine ru jenem Mädchen mit dem Appetit )etzt trug die Wintersonne seidene Beine. Auch Torten aB sie sehr mit Unterschied. Na, ja... Der Bettler gab zur allgemeinen Kenntnis; Ein Schlafgeld war für ihn das höchste Glück! tedoch der Herr war futsch... Und mit ihm sein Verständnis für fremdes Glück.— Für fremdes Glück. Na, ja... Was kommt bei fremdem Glück heraus? Das macht doch keinen satt. Der Mensch reißt sich die Beine aus, die Haare aus. die Beine aus, wenn er selbst was davon hat... DRITTE BEILAGE SONNTAG, 22. JANUAR 1933 An einem Tag im Frühling kam ihm plötzlich die Eingebung, was er tun müsse. Sie wälzte sich förmlich über chn und er- füllte ihn mit Grauen. Er saß im Postwagen über seinen Anweisungen, ganz in seine Ge- danken versunken. Da kam es. Er zuckte zu- sammen, als ob jemand nach ihm riefe. Eine brennende Röte ergoß sich über ihn. Die chände wurden ihm feucht und er strich sie nervös an seiner Arbeitsjacke ab. Nein, wehrte er sich entsetzt und mit seinem ganzen Wesen. Nein.— Nein- Verstört und ohne des Asiistenten zu achten, der hinter ihm Briefe sortierte, er- hob er sich und sah in den Wagenraum hin- aus. Eine wilde Erregung kreiste in ihm und machte chn schwindeln. Der Assistent legte das Briefbündel weg und sah ihn teilnehmend an.„Ist Ihnen nicht wohl?" Da wußte er, es galt sich zusammenzu- reißen. „Doch Mir ist nur etwas warm. Es gibt sich schon Ich denke, wir machen weiter." Der Einfall, der in chn eingeschlagen hatte, war ebenso verblüffend wie erschreckend. Bei erster Betrachtung schien er halsbrecherisch und unausführbar. Aber er konnte chn be- freien. Und mit beinahe phantastischer Schnelligkeit festigte und klärte sich der Plan in chm. Und als es ihn erst gepackt hatte, konnte seine Phantasie nicht mehr los da- von. Wieder und wieder. im Verlauf dieses Tages versuchte er es' abzuschütteln. Aber nichts half, und als er abends nach Haufe ging, ertappte er sich dabei, daß er bereits in vollem entschlossenen Ernst damit arbeitete. Wieder fühlte er die Angst in sich aus- steigen. Großer Gott, dachte er in qualvoller Er-� regung, ich kann es nicht. Es kann ja mein ganzes Leben vernichten. Zu Hause war er noch scheuer als sonst. Und nun kam eine Zeit, wo er Angst hatte vor sich selber. Er konnte es nicht lassen. den Plan immer weiter durchzuarbeiten, und sah doch gleichzestig, welches Wagnis es war. Aber schon war er besessen von dieser Zwangsvorstellung. Er stöhnte darunter und machte verzweifeste Versuche, sie von sich zu schieben, aber sie saß vor ihm und forderte gebieterisch, ausgeführt zu werden. Allmählich wurde er mit dem Gedanken vertrauter. Er erkannte, daß er ausführbar war und daß der Tag kommen könne, wo er ihn wirklich ausführen würde. Schließ- lich schickte Helene ihn zum Arzt. Aber chm fehlte nichts. Er sei bloß nervös, sagte der Arzt und verordnete ihm einen Monat Ur- laub. Das aber wehrte er energisch ab— er fürchtete sich davor, so lange mit sich selber allein zu sein. Ein paar Wochen darauf hatte er ein Er- lebnis, das, so belanglos es eigentlich war, chm viel bedeutete und ihn sicherer machte. Er traf Esther Quisthus. Das heißt, nicht die Esther Quisthus, die er einst gekannt hatte und die er noch in lebendiger'Erinne- rung trug. Eine ganz andere Esther. Eine, die er nie wiedererkannt hätte, wenn sie ihn nicht angeredet hätte. Sie trafen sich auf dem Hauptbahnhof. Er wollte schon an ihr vorbeigehen, da stutzte er, weil sie ihm wiedererkennend zunickte, und er blieb zögernd stehen, in der Meinung, sie müsse sich geirrt haben. „Guten Tag, Erik", sagte sie.—.Kennst du mich nicht mehr?" Da sah er, wer es war. „Esther, bist du's wirklich?" „Nein", antwortete sie.„ich war es mal. Du findest wohl auch nicht, daß ich ihr noch ähnlich sehe? Du wolltest ja gerade an mir vorbei" .La", mußte er gestehen,„wir haben uns verändert in all diesen Iahren." „Nicht du.— Du siehst noch immer aus wie der große ernsthafte Junge." Er versuchte zu lächeln.„Willst du mir schmeicheln?" „Nein wirklich", antwortete sie.„Damals in der alten Zeit fand ich immer, du warst ein Junge.— Und das war Arne auch." Berger nickte eine scheue Bestätigung. ,La", sagte er, das war er." Sie seufzte und mußte wegblicken. Da betrachtete er sie genauer, mst verstohlener Aufmerksamkeit. Es fiel ihm auf und tat ihm weh, wie einfach und billig sie ange- Sgen war. Aber was chn wirklich er- ütterte, war ihr Gesicht. Es war das Ge- ficht einer Frau von fünfzig Jahren, und er wußte doch, daß sie noch nicht vierzig war. Ihre Züge waren herb, ein wenig bitter, ein wenig müde Da sah sie auf und begegnete seinem un- nommen ein Gesundheitshaus sein soll, pilgern. Die gewallige sich in die Länge ziehende Front wird durch viele die Vertikale betonende Längs- rippen gemildert, aufgeteill und gegliedert Un- begreiflich muß es bleiben, wie diese ernste schöne Front aus dunklen Eifenklinkern, also aus heimi- jchen märkischen Ziegelsteinen, angeblich den ein- helllichen Charakter des Märkischen Platzes stören sollte, was allen Ernstes behauptet worden ist. Rechts iuid links vom Hausportal stehen auf Konsolen je drei Figuren: einen Arzt, eine Krankenschwester, eine Wöchnerin mit einem Kind und einen verletzten Arbeiter darstellend und die Gesundheit und die Krankheit versinnbildlichend. Durch eine im märkischen Stil gehobene schlichte Vorhalle tritt man, überrascht gebannt, in die gewaltig wirkende A b s» r t i g u n g s h a l l e, die mit SS Meter Länge und 46 Meter Brell« die größte Europas ist. Kein Stützpfeiler hält den Blick auf. Ein riesiges Glasdach, durch das abends gedämpftes ruhiges Licht herabflutet, wölbt sich über der Milte. Es würde nun zu weit gehen, die vielen, vielen Büroräume im einzelnen zu beschreiben. Auch das schärfste Auge wird nirgends Luxus entdecken. Wohl aber hat man sich außer den zwar nicht mehr neue», aber immer noch zeitgemäßen Forderungen nach Licht und Luft die letzt« Forderung nach Ruhe zu eigen ge- macht: Der Belog der Hallen und Zimmer ist schalldämpfend, die große Publikuinshall« weist Gummibelag auf: in der übrigens sehr gemüt- lichen Kantine sind die Stuhlbeme besilzt, so daß der ohrenzerreißende Lärm der kratzenden und scharrenden Stuhlbein« wegfällt. Erwähnt werden soll jedoch noch der schöne Vortragssaal im Obergeschoß, der auch der beruflichen Fort- bildung der Kosienangestellten dienstbar gemacht wird. So ist alles aufs beste und zweckmäßigste eingerichtet. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die AOK., nach dem Vorbild der Konsumgenosseyjchast, hin und wieder Besichtigungen des neuen Hauses oeronftallen würde Denn das Haus ist eine Sehenswürdigkell des sich noch und nach heran» bildenden neuen Berlin. Ein Herr im pelz stand an der Haltestelle. Da sank ein hübsches Fräulein vor ein Haus. Der Pelzbewohner half mit Windesschnelie, hob alles auf und sprach sein Beileid aus. Na. ja... „Schnell?" Nein du— mir ist, als wären es hundert Jahre her." „Ist es dir so traurig ergangen?" fragte er. Und seine Kehle schnürte sich zu bei der Frage. Ihr Gesicht verzog sich ein wenig und sie sah vor sich nieder. hat Ich mache ihm ja keilten Vorwurf. Glaube das ja nicht Ich weiß ja, er hat das Beste gewollt. Aber für uns war es das Schlimmste." Berger wußte vor Beklommenheit nichts zu anlworten. Da hob sie ihr Gesicht, als wollte sie etwas von sich abstreichen. Gesundheitszentrale für 500000 Das neue tfens der Ortskrankenkasse Dem Fräulein war vor Hunger schwach geworder Sie war so blaß wie Wintersonnenschein. Oer Herr erwarb sich einen Rettungsorden und lud den Sonnenschein ins Cafl ein. Na, ja... Das Fräulein glänzte auf und wurde heiter. Sie aß an Torten blindlings zwanzig Stück. Den Herrn verstimmte der Konsum nicht weiter— Er sonnte sich am Glück!— Am fremden Glück. Na, ja... Kein öffentliches Gebäude Berlins ist in den letzten Jahren dermaßen einer ungerechtfertigt absprechenden und oft hämischen Kritik ausgesetzt gewesen wie der ganz allmählich seiner baulichen Vollendung entgegengereifte Neubau der Allgemeinen Ortskrankenkasse der Stadt Berlin am Märkischen Platz, der Anfang Januar in Betrieb genommen wurde. Nach verschiedenen in der vergangenen Woche vorgenommenen Besichtigungen kann ein ernstes sachliches Gesamturtell nur so lauten: Hier ist ein von Prunk und Luxus wie von ödem nüchternen Kasernenstll gleich weit entfernter, aus modernstem Empfinden für Raumweite und Licht und Luft bestimmter Zweckbau entstanden. Anerkennung gebührte dafür nicht nur dem Architekten Gottheiner, sondern auch dem Vorstand und der Geschäftsleitung der AOK., die in vollster Uebereinstimmung mit den Vertretern der Versicherten, Arbeitnehmern wie Arbeitgebern, und mit den Aufsichtsbehörden, unbeirrt von einer sehlgeleiteten öffentUchen Vorkritik, den aus dieser fürchterlichen Krisenzell sich ergebenden Hinder- nissen zum Trotz das einmal angefangene Werk zu Ende geführt haben.?wn steht der Bau. der übrigens von der Bauhütte und der Firma Müller u. Matheus gemeinsam aus- geführt worden ist, vollendet da und wird, wenn nicht höher« Gewalten eingreifen, voraussichtlich weit in spätere Jahrhundert« hineinreichen, deren Söhne und Töchter nichts mehr wissen werden von den Kämpfen, die um dieses dem herrlichen köstlichen Gut der Volksgesundhell geweihte Haus durchgefochten werden mußten. Niemals würden die Versicherten dem hier zur Ausführung gelangten Werk gerecht werden kön- nen. wenn sie sich auf den Standpunkt stellen, den 3 r onl de« iKrankenkaffenhaufe« am Itlärkijrhen 3>lals ihnen mit hämischer Gebärde die„Rote Fahne" anweist: Das für den Bau ausgegebene Geld wäre besser für die Kranken selber verwendet worden. Die Arbeiter und Arbeiterinnen wissen ganz genau, daß jedes Unternehmen einen Teil der einkommenden Gelder für Verwalmngszwecke abzweigen muß. Zur Verwaltung gehören nicht nur Menschen, sondern auch Räume. Wenn eine Krankenkasse für SOOOOO Menschen zu sorgen hell, dann braucht sie eben andere Räume als eine Zwergkasse mit ostOV Versicherten. Tausende von Arbeitern haben lange Zell guten und sicheren Lohn aus dem Neubau bezogen. Und in den Materialien, die die nahezu 150 am Bau betelligten Firmen zu liesern hatten, steckten doch auch wieder wesentliche Lohnonteile. Viele Tausende von Beiuchern wird der Märkisch« Platz in der nächsten Zell sehen. Und die Berliner tun recht daran, wenn sie zu dem neuen Krankenkassenhaus, das im Grunde ge« „Reden wir nicht mehr davon�. sagte sie. ..Vs hilft ja doch nichts. Wer es ist wahr. wir entbehren ihn sehr. Du weißt ja selbst. wie gut er war-" Berger sah unsicher herab auf ihre beiden Koffer und fragte— bloß um auf etwas anderes zu kommen:„Bist du jetzt hier in der Stadt? Oder kommst du erst?" Die Frage schien sie zu verwirren. .Leins von beiden", antwortete sie.„Ich bin auf der Durchreise." Dann nahm sie sich entschlossen zusammen:„Ich will's dir nur sagen. Erik. Ich habe eine Stelle als Haushälterin angenommen." Cr fuhr zusammen, verblüfft und ungläu- big.„Du?" Sic nickte. „Und Georg?" „Um den tu ich's ja. Die Kontorarbeit reichte nur eben zum Essen und Trinken, und wir wollten doch immer so gern, daß was Rechtes aus ihm werden sollte. Du weißt doch, wie oft Arne davon sprach. Darum war es doppelt meine Pflicht, sagte ich mir." „Ja. aber ich begreise nicht—? Was machst du denn mit dem Jungen?" „Er wohnt bei meiner Mutter. Und ich kann ja nun neben meiner Anstellung ein bißchen verdienen und ein paar Kronen sparen. Der Junge hat eine Stelle als Laufbursche. Nur halbtägig, er muß ja zur Schule, der arme Bub. Aber er ist ein ge- scheiter Junge, zum Sommer macht er sein Mittelschulexamen." Wieder suhlte Berger den Stich im Ge- wissen. „Escher", sagte er..Kommst du nicht mal zu uns, solange du in der Stadt bist?" Da lächelte sie bitter.„Wer kümmert sich um eine Witwe?" sagte sie.„Meist bleibt sie ganz allein. Da ist es gut, daß wir doch immerhin zwei sind. Aber ausgehen tun wir selten. Und es wird schlimm, wenn wir nicht mehr zusammen sind." .Komm, ich schreibe dir unsere Adresse auf." Er tat es, etwas fieberhast, und gab sie chr. lFortsetzung folgt.) SUaWiche Philosophen Niccolo Machiavelli(1469—1527). Jeder weiß, wie lobenswert es ist, wenn ein Fürst sein Wort hall und rechtschaffen, nicht hinter- listig handelt. Dennoch steht man aus der Er> fahrung unserer Tage, daß diejenigen Fitrstsn, welche sich aus Treu und Glauben wenig gemacht haben, und mit List die Gemüter der Menschen zu betören verstandeb, große Dinge ausgerichtet, und am Ende disjenigsn, welche redlich handellsn, über- wunden haben. Man muß also wissen, daß es zwei Wege gibt, zu kämpfen: auf gesetzlichem und«ms gewaltsamem Wege. Das erste ist die Tille der Menschen: das zweite die Weise der Tiere. Ost aber reicht das erste nicht zu. und so muß zu der zweiten Manier gegriffen werden- Einem .Fürsten ist daher nötig, bald den Menschen, bald das reißend« Tier spielen zu können. Diese Lehr« wird von den Allen symbolisch ausgedrückt, wenn sie berichten, wie Achilles und viel« andere Helden vom Zentauren Chiron(griechisches Fabelgeschöpf: Pferd mit Oberkörper eines Mannes) ausgezogen und unterwiesen wurden. Einen solchen Lehrer haben, halb Mensch, halb Tier, he'ßt nichts an- deres, als daß ein Fürst beide Naturen, die menschliche und die tierische, gut zu gebrauchen wissen soll, weil«ine ohne die andere nicht lange besteht. Muß sich notwenbig der Fürst darauf ver- stehen, die Bestie zu spielen, so muß er dazu von beiden nehmen, vom Fuchs und vom Löwen: denn der Löwe entgeht den Schlingen nicht, und der Fuchs kann sich gegen den Wolf nicht wehren. Die Fuchsgestalt ist also nötig, um die Schlingen kennen zu lernen, und die Löwenmask«, um die Wölfe zu verjagen. Wer sich allein daraus verlegt, den Löwen zu spielen, versteht seine Sache nicht. Ein kluger Fürst kann und dar! daher sein Wort nicht holten, wenn dessen Erfüllung sich gegen ihn selbst kehren würde, und wenn die Ursachen auf- hören, die ihn bewogen haben, es zu geben. Wenn die Menschen insgesamt gut wären, so würde dieser Rat nichts wert sein. Da sie aber nicht viel taugen und dir chrerseits nicht Wort hallen, so brauchst du es ihnen auch nicht zu halten: und einem Fürsten kann es nie an Vorwand fehlen, seinen Wortbruch zu beschönigen. .Ml, aber gui... Der Witz vom Gemütvollen (Dar Norddmt$dte uMtzt Siui4euitdü»nd um»einer GemOÜidikeii roÜUn. Aber et gibt eine GemütlUhkeU. die auf dem Mangel an Gemiü beruht.. WomU nicht» gegen Süd. deutediland getagt»ein sölL Und dieten Witt hat mir ein SüdoeuUeher telbtl ertahii): Sitzt am Fruhstuckstisch das Bvuerlem. ums Päuleretn herum leine sechs unmündigen Kuck«. Hat da, Bäusrlein«n Laib Prot vor sich und«in Mordstrumm Wurst, schneidet sich mit mächtigem Messer zu jedem Stücklein Brot«ine Zllesenschetb« Wurst herunter, zieht der Wurst die Schale ab unb wirst die Schal« seinen Kindern zu. immer die Reihe cum, und steckt sich selbst die Wurst zwischen die Zähne... „Ei so," sagt das Bäusrlein endlich schwitzend, „da mueß unsereins arg viel fresse, bis so sechs Kinder che satt werde.., Yorik, Arlur Mofenberg: Tom SKommuniHen mm ynduflrlellenführer Der nationalliberale Politiker H a m m a ch e r") gehörte nicht in die vorderste Reihe der Parla- wientarier des deutschen Kaiserreichs. Ader«r war«in überaus einflußreicher Wirtschafteführer. Cr verkörperte die Verbindung von Großkapital und Politik unb Hot in wichllgen Situationen der deutschen Geschichte einen bedeutenden Einfluß ausgeübt. So ist das vorliegende Buch, das viel neues Material bringt, ein wichtiger Bellrag zur deutschen polltischen und Saziolgsschichte. Di« beiden Verfasser arbeiten im Reichsarchiv und haben für ihr Buch eine Fülle von Urkunden und Dokumenten verwertet. Friedrich Hammacher hatte eine merkwürdige Laufbahn. Der junge Jurist aus Essen war im Jahre 1848«in revolutionärer Demokrat Mit kommunistischen Ideen. Er kämpste für die„Aus- Hebung des Proletariats", forderte das Dolk West- ialens zum bewaffneten Widerstand gegen die Regierung aus und saß einige Monate im Ge- fängnis. Nach der Niederlage der Revolution wurden seine Ansichten weniger radikal. Harn- macher gewann als Rechtsanwalt in der damals mächtig aufftrebenden Kohlenindustrie des Ruhrgebiets großen Einfluß, und 18S8 entstand auf seine Leranlaflung der„Bergbau- l i ch e Verein", die Organisation der rheinisch- westsälischen Zechenbesitzer. Hammacher wurde der Vorsitzende dieses mächtigen Unternehmerverbandes und ist es ununterbrochen bis 1896 ge- blieben. Eine wunderliche Entwicklung hat im Verlauf von 16 Iahren den revolutionären Kommunisten an die Spitze des wichtigsten Unternehmerverban- des geführt. Aber für jene Zeit war der Sprung nicht so ungeheuerlich, wie er heute erscheinen *) Friedrich Hall, macher, Lebensbild eines Par- lamentarier« unb Wirischostsfiibrerz, IW-J bis 1904, von Ä l e r B e i n in Verbindung mir Hans Solbschmidt. 19?:. Verlag von E. E. Mittler u. Sohn, Berlin. könnte. Denn innerhalb der Demokratie von 1348 bestand noch keine klare Klassenscheidung: Prole- tariat und Bürgertum, kommunistisch« und bürger- lich-nationale Ideen gingen noch ineinander über. Trotzdem Hammacher im Verlauf jener 16 Jahre von der einen Klasse zur anderen übergetreten war. fühlle er sich immer noch als Glied derselben politischen Bewegung, nämlich der Demokratie. Er ließ sich in den Preußischen Landtag wählen, ge- Härte der Fartschrillspartei an und kämpfte in den Reihen der bürgerlichen O Position gegen Bismarck. 1866 ging er freilich zu der neuen Rational- liberalen Partei über und machte allmäh- lich seinen Frieden mit der Regierung. An der Entwicklung Hammachere kann man gui ver- folgen, wie das deutsche Bürgertum, im Zeichen des Imperialismus, sich mit Bismarck und der Hohenzollernmonarchie aussöhnte. Hammacher war einer der Vorkämpfer des Schutzzolls, er war einer der ersten Förderer der deutschen Kolonialpolitik, und unter Wilhelm II. erwärmte er sich für die deutsche Flolle. Das Anwachsen der Sozialdemokratie in der letzten Regieruungszeit Wilhelms I. und noch mehr unter Wilhelm II. brachte dem allen Achtundvierziger manche Sorgen. Hannnachsr machte sich ein eigenartiges System zurecht, um inst der Arbeiterschaft fertig zu werden. Er wallle ihr politisch jeden Einfluß nehmen. In ver- trauten Briesen bezeichnete Hammacher es als ein „Verbrechen" Bismarcks, daß er dem beut- scher, Voll das allgemeine Wahlrecht ge- geben habe. Hammacher war mst jedem Staats- streich einverstanden, wenn dadurch wieder dos allgemeine Wahlrecht befestigt wurde, das sich, seiner Meinung nach, weder mst der Monarchie, noch mst der bürgerlichen Ordnung oertrug. Aber zum Ausgleich dafür wollte Hammacher den Arbeitern«in gewisses Mitbestimmung«» recht w der Industrie bewilligen. Die Arbeitgeber sollten lirst den Arbeitnehmern als gleichberechtigten Partnern verhandeln. Als im Jahre 1899 der Bergorbeiteritrsik im Ruhrgebiet ausbrach— der größte Streik, den Deutschland big dahin gesehen hatte— hat Hammacher in diesem Sinn« vermsttell. Die Schiideruna jenes merkwürdigen Streiks sst das interessanteste Kapitel des vorliegenden Buches. Es zeigte sich bei dieser Gelegenyest, daß die deutschen Schwer» industriellen an bornierter Undankborkest es manchmal mit den ostelbischen Junkern aufnehmen können. Sie haben Hammacher seine Kompromiß- Haltung im Streitjahr nicht verziehen. 1896 wurde Hammacher mit demonstranver Unhöflichkest von der Leitung des„Bergbaulichen Vereins" entfernt, obwohl er 32 Jahre lang der rheinisch- rvesifälilchen Industrie die bedeutendsten Dienste geleiftet Halle, Es scheint, daß Hammacher in de» letzten lö Jahren seines Lebens den eigenartigen Wider- sprach zwischen seiner polstischen und seiner wirt- schastlichen Theorie, zwischen dem polstischen Staatsstreich und der.Demokratischen" Fabrik, nicht gemerkt hat. Oder man könnte sagen, daß er ein Vorläufer gewisser faschistischer Theorien gewesen ist, die auch versuchen, den polstischen Despotismus durch ein paar sozial» politische Zuckersiücke den Arbeitern schmackhaft zu machen. Qefchichlchen aus Sehwaben Au backe! A;.„habt ihr scho g'hört, den letzten Reichs- kanzler hat mer operieren müssen. B.:.Lei Ahnung! Was ischt denn passiert?" A.:„Wie ihr wißt, hat der doch die Wirtschaft ankurbeln wollen— da Hot aber die Kraft nit g'langt. Die Kurbel ist zurück und hat ihm den Arm abg'schlage!" Wochenprogramm des Berliner Rundfunks Berlin Freitag, 27. Januar Sonntag, 22. Januar MS: Cr/mnütllt, MS: Aus Srvraen: MafenkaiuMrt. S: Nr des Liadwlft. 8. SS: Moreenfolef. AnscdlleBssd (jldokedgelaut des Birliüer Domo.>005: Wetiervorber- yte. II: Dichtung der Zelt. 1100: Aus Leipeig: tzacb- Kanute. 1105: Beruf und MauabaJt oder tlausbalt alt Beruf? 15.15: Aus Dresden: MittagsbOnrert. 14: Elttro- stunde. 1440: für die Kinder- 1540: Blasercbetter- konrert. 16.15; Bei tolchem Wetter wollen Sie fliegen? 16.40: forttetsung des Biasorcbesterkonrerts.. 1 7. ,10; Aus Müneben- Hörbericht von dem Entscheidungsspiel um die Deutsche Meisterschaft im Eishockey. 17.45: Jagden in Nordairikas Steppen. 18: Ahton Dvorak. Konzert. 1840: Das Vermächtnis der Voraeit 18.55: Sportnachrichten. 19: Aus dem Tagebuch eines Kriminalreporters. CD: Berliner Philharmonisches Orchester. 32: Wetter-, Tages- und SportnacbricbtCD. 77.30: Aus Wien: Wiener Künstler für die Wlntrbilfe. Montag, 23. Januar 6.15: Gymnaetik. 645: Aus Hamburg; rrühkonrerr. II.JO: Aus Hannover. SchloSkoneert. 1240: Wettermeldungen für den Landwirt. 1340: Wetter- und Tagesnachrichten, Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 14.55: Börsenberichte. 15.20: Frauenschlcksalc; Oiotima. 1545: Lieder. 15.45: Wie man vor 5000 Jahren lebte. 16: Aus Plön in Holstein: Paul Hindemlth. Konzert. 1645;(Jnterbaltungsmasik 1740: Warum immer nocb Filmrensur? 17.50: Jugendstunde. 18.10: Klaviermusik. 1840: Georg Brlttlng liest eigene Dichtungen. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Mandölinenorcbesterkonzert. 20; Aus Stettin: Der tolle Kapellmeister. Oper von Benno Bardi. 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag, 24. Januar 6.15: Gymnastik 6.35: Aus Breslau; Frubkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert, 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 1340: Wetter- und Tagesnachncbtcn, Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 14.55; Börsenberichte. 16.20: Technik im Haushalt. 15.35: Siebenbürgiscbe Lieder. 15.50: Lieder. 16: Zither-Duo. 16.15: Hellmut Draws Tycbsen liest eigene Prost. 1640: Aus Dresden: Nachmittagskonzert. 17.10: Chöre Berliner Komponisten. 17.25: Vom Baumstamm bis zur Kunstseide. 17.40: Jugendstunde. 18.05: Lieder. 1840; Der Kampf um die Abrüstung im Jahre 1932. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Eine internationale Tanzrevue auf Schallplatten. 20: Das Käthchen von Heilbronn. Mit der Musik von Hans Pfitzner. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten 22.30: Aus Flensburg: Spätkonzert. Mittwoch, 25. Januar 6.15: Gymnastik. 643: FrUhkonzert. 1140: Aus Leipzig: Mittagskonzert. 1240: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.30; Wetter- und Tagesnachrichtan. Wassarttäode. 14: Scballplattenszunde. 1445: Börser- beliebte. 1545: Geselligkeit vor 150 Jahren. 1545: Alözart-Konzert. 1545: Zeitgenössische Lieder. 16.15: Was ist Geld? 1640: Aus Hamburg: Nachmittagskopzert 1740, Dürfen wir Ihnen raten? 17.45: Doktor Ueberau erräblv 18.05: Bratsche und Klavier. 1840: Bücher. stunde 1845> Die F unkstunde teilt mit 19i Btlmiue zum tag. 19.10: Abenteuer' zweier Flüsse. 20; Neue Werke für elektrische Muslkinstrumeme. 21 1 Gemütliche Etke. 2140t Karl Erb singt. 22 1 Weoer-, Tagee- und SjyirtpacbHcbtAD. Danach Tanzmusik- 23.10; Alte Musik. DoonersUg, 26. Januar 6.15: Gymnastik. 545: Aus Leipzig: FroUtenzer». U.JO: Aas Breelai/: MittagSkOflzert. 1240: Weoerraeldun- gen(ür den Landwirt. Anachliefiond Köpf« der Land- wfrßchafi. 13.30: Weiter-«od TageenaiüriCbten. Waeset. tUrde 14: Schall platten« tu nde. 1645: Börsenberichte. 1540: Dia Altersversorgung der beruistätlgeo Fran. >545: Mlgnon-Uedar. 1545; Slawische Volkslieder. 14.15: Der Traum in der bildenden Kunst. 1640: Unter- haltende Kammermusik, 1740; Eine Haustreu sprieht mit einem Zai'nngsfechmanp. 1740: Jugendstunde. 18.1": KIsviertpusili(840: Karl vou Bremen lleet eigene Arbeiten. 13.55. Die Funksiunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Unterhaltungsmusik- H: Früh übt sich.. Aafnshman vom Training der Jungmannscheft. 21: Konzert. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. 6.15: Gymnastik. 645: Frubkonzert. 1140: Aus Hamburg: Mittagskonzert. 1340: Wetter- und Tageenacb- richten. Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 1446; Börsenberichte. 1540- Der Berliner findet für alle« einen Vergleich. 1545: Bunte Stunde. 16.10: Medizinisch. musikalische Doppelbegabungen 16.35; Nordische Musik. 17.25: Das vergessene Buch. 1745: Jugendstunde. 18: Das neue Buch. 18.10: Einer von 80 Millionen. 1840; Jugendbühne. 1845: Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Cborgesänge. 1940: Bunte Stunde. 21: Sinfoniekonzert. 22.10: Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. Danach Unterhaltungsmusik, Sonnabend, 28. Januar 6.15; Gymnastik. 645: Aus Danzig: Frubkonzert. 1140: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 1240; Wetter- meidungen für den Landwirt. 1340: Wetter- und Tages- naehiicbten, Wasserstände. 14: Schallplanenkonzert. 14.55: Börsenberichte. 15.20: Kinderstunde. 15.45: Wie bebandle leb meinen Cbef? 16.05: Orchesterkonzert. 18: Von deutscher Reitkunst. 1840: Brahms-Konzert. 18.55: Die Funkstunde teilt mit.. 19: Stimme zum Tag. 19.10. Opernkunst und Opernunslnn. 19.30: Konzert. 2040: Ein Schwan wird gefüttert. Funkspielchen. 21: Fortsetzung Oes Konzerts. 22: Wetter- und Tagesnaeh- richten. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, 22. Januar 6.15: Aus Berlin: Gymnastik. 645: Aus Bremen; Hafenkonzert. 8: Uebertragung aus Berlin. II: Deutscher Seeweiterbericht 1140; Aus Leipzig: Bech-Kantaie.' 11.55: Dichterstunde. 12.15: Aus Dresden; Mittagskonzert. 12.55: Nauener Zeitzeichen. 14: Elternstunde. 1440: Aus der Gedankenwelt greDer Philosophen; Lessing. 15: Die Kunststätten und Kunstschätze der Nation. 15.30: Aus Berlin; Orchesterkonzert. 16.16: Die Frankreich» fahrt. 16.30; Schubert-Kouzert. 17.16: Junge Generation spricht 18: Kammersymphonie der Klassik und Romantik. 19; Stunde des Landes. 20; Aus Hamburg: Verdi-Puccini. Konzert. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachriehten. 22.45: Deutscher Seewetterbericht Anschlleüend aus Wien: Wiener Künstler für die Winterhilfe. Montag, 23. Januar 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nach- mittagskonzert. 17.10: Der Student im Kampf um deutsches Volkstum. 17.30: Alte deutsche Zwlegesänge. 18; Die deutsche Beamtenschaft und die Krise. 18.25: Musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft Anschließend Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19: Englischer Sprachunterricht. 1940: Das Gedicht 1945: Aus Breslau: Winterfest 1933 das Singechors dar Würtiemberglscben Landes thaater. 31.40: Biblische Klavicrsonate, 23.10: Der Künstler und seine Zelt 33.20: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 32-65: Deutscher Seewetterbericht Anschließend aus Beelin: Tanzmusik. Dienstag, 24 Januar 16: Für die Frau 1640: Aus Leipzig; Nachmittags- konzeit 17.10: Zelidlenst 1740: Robert Schumann. Konzert 18: Völkswirtschaftsiunk. 1845: Anleitung zun Bach-Spiel. 1845: Wette;bencbt für die Landwirtscbar:. Anschließend Kurzbericht des Drahtlosen Dienste«. 19; Seelische Erkrankungen. 1940; Das Gedicht 1045: ■Politische Zeitungsschau des Drahtlosen Dienstes. 30; Aus Wien: Volkstümliches Konzert. 23.10: Internationales Konzerf aus Gent. 23.15: Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. 33.45: Deutscher See-Wetterbericht, Anschließend aus Flensburg: Spatkonzert. Mittwoch, 25. Januar 16: Hinter den Kulissen des Wahrsagen». 1640: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert 17.10: Streifzuge durch das Strai- und Bürgerliche Gesetzbuch. 1740: Die Anfänge des deutschen Volkes. 17.55: Beethoven-Konzert 1840: Philosophische Arbeitsgemeinschalt 1845; Wetterbericht für die Landwirtschaft Anschließend Kurzbericht de« Drahtlosen Dienstes. 19; Französische: Sprachunterricht 1940; Das Gedicht 1945: Aus Breslau; Unterhaltungskonzert 30: Aus Berlin: Neue Werke für elektrische Musikinstrumente. 31: Rudolf Blümer spricht Märchen von Andersen. 31.30: Ans Berlin: Karl Erb singt 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.45; Deutscher Seewetterbericht. Anschließend aus Berlin: Tanzmusik. Donnerstag, 26. Januar 16: Für die Frau. 1640: Aas Berlin: Nachmitta«- konzert 17.10: Viertelstunde Funktechnik. 1740: Lieder und Arien von Gluck 18: Ausländsdeutsche Dichter und Schriftsteller. 18.25; Die Bratsche In der beutigen Musik. 18.56; Wetterberiehl für die Landwirtsehaft Anschlie. Send Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19: Deutsch für Deutsche 1940: Das Oedfeh:. 1945: Stunde des landwirts. 20; Aus Leipzig:..Iphigenie in Aulls". Tragödie von Gluck. 23: Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. 22.45: Deutscher Seewetterbericht. Anschließend aus Berlin: Tanzmusik. Freitag, 27. Januar 16; Pädagogischer Funk. 1640: Aus Leipzig: Nach- mittagskonzert 17.10: Viertelstunde für die Gesundheit, 1740; Umgang mit Menschenaffen. 1745: Mozart und Haydn. Violin-Sonaten. 18.30: Neuordnnng der Invalidenversicherung. 18.85: Wetterbericht für die Landwirtschaft Anschließend Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19: Lebensfragen von beute. 1940: Das Gedicht. 1945; Aus Leipzig: Blaskonzert. 2048: Deutsche ohne Deutschland. Ein Hörspiel. 22: Wetter-, Tagesund Sportnachrichten. 22.45; Deutscher Seewetterbericht. Anschließend aus Leipzig: Bunte Stunde. Sonnabend, 28. Januar 16; Das Arbeitslager als Stätte der Volksbildung. 1646: Aus Hamburg: Nachmltlagskoiizert 17-10: Wochenschau. 17.55: Bekannte Schubert-Lieder. 1840: Vom Rhythmus des Lebens. 1845: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend Kurzbericht des Drahtlosen Dienste«. 19: Religion und Leben 1940i Des Gedicht. 1945: Franz Schubert Konzert 20: Aus Welipar. Bunter Abend. 22: Wetzer-. Tages- und Sportnachrichten. 32.45; Deutscher See weiter bezieht Anschließend aus Berlin: Tanz� mueik. Schützen Sie sich und Ihre Kinder vor bdsem Hustenreiz- Beugen Sie vor! rtkustea in schworen Fällen du Sultan, d» Jgr wochonlanp wchäll und osynalt in Lunpea- vttzündung und Tuderkulole auiertu. ist augw- ordentlich g«l ehrlich, llnverzü glich muß dagagen bot- gegangen werden. 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Dorlrag des Kollegen B ii>> r I g über. »Belricbsräterech: und Betriedsräte- wad>en". 2. Branchen-Angelegenhetten. 3 Berlchiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Es ist Pflicht aller Kolleginnen und Kollegen, an dieser Bersantmtung teilzu- nehmen._ Oienslog, Ben 24. Zannnr 1933, nachm. 3 Ahr, in OmalBs Vereins- Hans, Stniitzer Strafe 128 Brandien-Tersammlnnd der tlelaUdrQdf er o. Pollerer Tagesordi�ung t Bericht der Branchentommifsion. 2. Branchenangeiegentzeilen. 8. Berich edeneS. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Es iß Pflicht aller Kollegen, an dieser Versammlung teilzunehmen. Tltealet Lidtlspiele Homöopathie Sediml g. I.Hark| iLeam MUneetr. O mnere u. Nerrnil. LUSvl 10-2, 4-7. 5dtt.d.S Adüang, Betriebsräte! Heaptgrap e U,(in. ergrnppcn 4— 0 Itiilmod). Ben 23. Zannnr 1933. nnchnr 3 Ahr. Im VeebanOshaus. Sitzungssaal ii. Eingang B. Elsafser Stratze<0-88 Betriebsräte' Banptsrnppen- Tersammlnnä der Banptdrappe n Tagesordnung: 1. Betriebsräte mahlen. Referent: Kollege Ur Ich. S. Diswiüon S. Gruppenangelegcnheiten und Bei- schiedenes. Mitgliedsbuch und Belriebsräteauswei- leguunierb »dUnng i vNV. ttllSUeder Beiirk NenkOlln ntiltmach, Ben 23. Zannnr 1933, abenBs 2 Ahr. im Catai_3Bcol- paftage-, Itcutölln. weichseistr. 57 Tersamminnd aller InNenkölln wohnenden Misgileder IchNge IngesarBnnng mit»eferal lbir erwarten, baß stch unsere Kollegen an dieser Bertammlung rege beteiligen. Mitgliedsbuch legitimiert! liaals fck Ttaeafcr Sonntag, den 22. Januar Staatsoper unter den Linden 20 Uhr Das Liebesverbot staatliches Schauspielhaus 19 Uhr Faust IL Teil SfödLOper CNarloitenburr Fraunhofer 0231 Sonntag, 22. Januar 20 Uhr Turnus II Salome t'remiere Nemeih, Amerling, Möllct,(Jura, Burgwinkel, kein- mar. Cavara, Gom- ben, Sleier, Schupp, Fetier. Pechnet- N'ovaL Gonszar, Heyer, Spering. Dirigent Stied ry VOLKSBUHNE Theater am Bülowpiaiz rä�lids S Uhr D t Norden 6536 Letzte Auffuhrung: Oliver Cromwells Sendung Walter GilbrichL Regie Heinz Hilper mit Eugen Klöpfer Iditnngt Aditnng I WeibUdie Verlranenslenle nnd Letnebsraie Oonneesfag. Bco 26. Zaanar 1933, abenBs 7 Ahr. im Sitzungssaal Bes VecBauBshanies, Clnieaflt, 83 83. Eingang Elidsser Siratze 86-88 Zugang B. 2. Stadt Kontere nt der welblidben Verlraaemlealc and Belricbtrll« Tagesordnung: 1. Bericht vom Beiriedsrätekongreß der ireien Sewerklchailen Z Verdandsangeiegenheiieu und Ber ichiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung werden dre Kolleginnen ersucht, die Konferenz zu de>uch«n Oiganiflerte Kolleginnen können als Säue teilnehmen, Da die B triebsrätewahlen in den nächsten Wochen ersolgen. ist es nndedingi llo.wend!g, daß die wetbtiiben Mugti. der des Berdändes flch mit der Wahl deschä!» naen. Aus diesem Grunde mutz lede Kollegin erscheinen vannerstag, Ben 26. Zaanar 1933, aBeaBs 7 Ahr, im(Petttettidinttf.. Haas, Sngelufec 24-23(aaal 1) Brandien-Versammlang der Bobrleger nnd Heller Tagesordnung: 1. Berband»- und Branchenangelegenheiten T Berschiedenes. Ohne Mitgiiedsbuch kein Zutritt! Es ist Pflicht aller Kollegen, an dieser Ve.sammlung teilzunehmen. AdTnnfi! Aditnng! Zigarei ienmasdiln eniüor er und Beirlensbaadwerken Auf Beschluß der Vertrauensmänner- Körperschall lallt die für Montag, den 23. Januar ttt33 angefrzte Dranqenver- tammtmtg aus. Die Berteiinng der Jigareilcn an die Arbeit»!» en eriolgt nach dem Besch uß dtt Branchenversamm.ung am darauitotgenden Betmuliungsiage, Dienstag, dem 21 Ja nuar 1933, im Berdand-. Hause, Linien uraßeS3-W, im Anlchluß an dteVermiulung- »diiuns! Snlogensdi welber i Die Branchen- Bertammlung unter t Gruppe findet am Donnerstao, dem ZS Za nu r 1933. abends 7 Uhr- in oen de- rannten Lolaten statt. Die Ortwrwaltaait. scata ItScI Sh-�U. Bnrbaroosn 9255 1 \*avs!£*C0LLEAN0\ Amerikas unsatiorullster akrobai. 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DEQtsto H8!aliaitiBiier*r,il VcrwaltungssicLie Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, daB unser Kollege, der Schlosser Friedrich Schultz ge. oren 20 April 1875, am 17. Januar gestorben ist. Ehre»einem Andenken' Die Einäscherung findet am Montag. dem 23. Januar. 18 Uhr. im Krematorium Gerichtstraße statt Rege Beteiligung wird eiwanet- Die Ori sv er waltang. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes und Vaters Friedrich Kätel sagen wir allen Teilnehmern unseren herzlichsten Dank. Ww. Martha Kätel und Kinder. A lrn Verwandten und Bekannten, welche unsetmliebenEn schlafenen Fritz /Henna die let te Ehre erwiesen haben, besonders den Genossen der 45 Abteilung. sagen wir hiermit unseren nerzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Charloüc Menna, geb Winkler Siatt Karten Für die vielen Beweise herzlicher An eilnahme an dem lode meine-, lieben Mannes Willy Fiedler sage Ich hiermit allen Genossen und Freunden sowie den Tei- nermein und Rednern an der Tiauerfeier meinen aufrichtigen Dank. Frao ElUabeth Fiedler. Für die vielen Liebesreweise beim He.mgang meiner Frau Charlotte Krause sage ich allen herzlichsten Dank. Hermann Krauie- Bekanntmachuug betreffend Ablieferunq der Einkommensteuermarten. Jeder Arbeitnehmer, snr den Im e°Iendetjahte 1922 Strucrmarkcu oerwendei worden find ist verbliichlet. späteitevs bis zum 3. Kebruot 1933 sein» Eleuerkarle'ilr 133? nnd die Einlagkbogeii nlll den im«alendersohre 133? verwendele» Eleue'rmarsen an das Finanzami abzillieiern, In de Isen Bezirk er am 10. Oklabet 133? I-in-n Dohnfitz oder getoöhnlichen Ansenlhali Halle Dabei Hai er die Rümmer der Eleuetlatle sür 1332 und die Gemeindebehörde, die diese Steuetiorle ausgestellt hat. anzugeben Eoietn die Steuets-rle 132? aam Arbeitnehmer nicht etngelandt werden iann, wtil Se etwa de! einem Arbeit- aeber iüt die Lohnileuctbeicheiaigung Betmcndung iindet, find Rame und Bohnung diests Atdeitgedets de! der Einsendung der Einlogebagen nam Atbcilnehmet genau anzugeben Dia Arbeiigebct find»erpslichtet. durch Anichlag in den Arbeits, und SeschästsrSumen ans die SbliescrungsdNichi hinzuweisen Die Einlagedogen Müllen nam Arbeilgeder ordnungsmäßig nusgciülli und aulgerechnet lein. Berti», im Januar 1333. ( Dl« Finanzämter de» 8nnb-»sinai'>amt»sl»-srs» DerTin. -MMÄNir?' T2 > Amol I g WWW ■ S Ka seilen Bayr. Bedienung EinlaB S Uhr. Dlens'ag, de 24. Januar i ■ Q oßa Ochsenbratsrsl und r rärnllerun i der schönsten M Bio dln«(Nsturtsi b«),— 4 Beldprels« 40, 1», 29. 10 RM. »rnold SeluJt— U-Bahn Hermannplstz— Hssanhelde 108/: 4| Großes Bockbierfest REKLAMEBAU SonnQbend/ 18. Februar� 21 Uhr £• spielen s a tn Tenet 6 Kapellen 75 Künstler OttoKennbadi.d.V]elbegehrtcWOng-Bes-30<ün8tL) Wetntreubs Syncopators die Jazz-Soli sieo mit Weltrut Fred Bird m. seiner schrnissiß bekannt-Schlager- Kapelle Freymutb Syncopators. das beliebte Jazz Orchester Kurt Adam, die preisgekrönte Turnier Kapelle Adolf Llnnartt mit»einer anerkannt erstklassigen Notstandskapelle stellungslos Musiker 7 Bedi stein-Flügel IM ZOO Die Damen erhalten, Die grobe Kestpackuag Hlldebraad-PraMnen. Die Speade der Pfelir.ng- Werke A.-G., Bin-Charlottenburg(Schering- Konzern 1. u.a.m. Die Herren erhalten, Ztgiretten bPtml- Privat«. Spende der Zigarettenfabrik bFimt«. Berlin S 42. die neue Pertrti• Novo lebt- Taschenlampe und den künstlenschen Fest- Almanadi Spende der Kunstanstalt Meisenbach Riffarth 4 Go A.-G.. Berlin- Sdiftneh erg. Überraschungen vewchledener ArtI Dte SaaldekoraHonen eine künstlerische Höchstleistunfll Saalkart en 5.- RM. erhältlich Im Festbüro. Unter den binden 59a II. bei Wenheim. Tieiz. Kadewe. Karstadt. Bote& Bode. Leipziger Str 37 und Tauentzlenstr 7b, sowie Im Zoo Budapester Str 9. Logenkarten 7- und 10- RM n u f im Festbüro(Platzkarten 1- RM. ah 6 Februar n u r Im Zoo Budapester Str 9- Kartenausweis!) DAS GROSSE WOHLTÄTIGKEITS-KOSTÜMFEST Für die anspruchsvollsten Ballbesucherl- Keine Tombola I Keine Sonderausgaben! Der Gesamt.Reingewinn wird dem Unterstützungstonds zugeführt Th.d. Schauspieler ihahr sm S4 iftaunto» Weidendamm 3300 Täglich 8'.» Uhr üQioiatenliiüett Komödie mit Musik von A Gmeiner 3� Uhr aanseiiuiii6re:e] 514 Uhr Mi\ üer Tertia Erüfliler VorwirtKireeenfe Auch heute noch Über Nacht z.Reic t. 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