Abend- Ausgabe Nr. 40 B 20 50. Jahrg. RebakNon und Verlag, Berlin 5W 68, Lindenstr. 3 gecntpted)«<3 � Ami Dönhoff 292 bis 297 Detegcammabrcffei Sojiaßemottai n d l> ch e Element« es zu stören drohen. Mit solchem falschen Verfahren würde sich die Polizei zwar für den Augenblick ihre Sache leicht machen, auf die Dauer aber der Staatsautorität schaden." Diese Selbstbeweihräucherung strömt jenen Duft aus der nach der Volksmeinung von jeher dem Eigenlob anhaftet. Die Polizei des Herrn Welcher, die angeblich nach dem Grundsatz handelt, Erlaubtes zu schützen und Verbotenes zu verhindern, hat nicht verhin- dert, daß die aufziehenden SA.-Kolonnen blutrünstige und gemeine Wei- s e n sangen, deren Kehrreim eine gemeine Beschimpfung der Staatsform enthielt. Auf der anderen Seite ist es Herrn Welcher gar nicht eingefallen, die erlaubte Kon- zertveran staltung der Volks- bühne zu schützen, obwohl deren Be- sucher doch wirklich nichts dafür konnten, daß es Herrn Hitler plötzlich einfiel, in der unmittelbaren Nähe des Volksbühnengebäu- des eine Parade seiner Bllrgerkriegsarmee abzunehmen. Der„Schutz des Erlaubten" durch die Polizei hat im Fall Volksbühne darin bestanden, daß etwa ZW Besucher in das Gebäude eingelassen, über 1000 jedoch durch die Polizei am Betreten des Gebäudes verhindert wurden, sogar mit der wissentlich u n» wahren Auskunft, daß die Veranstal- tung nicht stattfinde! Auch sollte man glauben, daß der Grund- satz. Erlaubtes zu schützen und Verbotenes zu verhindern, sich nicht auf Berlin beschränke. Durch eine Kleine Anfrage der sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Kraft und H o f a ck e r erführt man jedoch folgendes: Der sozialdemokratische Bezirks- vorstand von Hessen-Kassel hatte in einer Anzahl Städte Plakate anschlagen lassen, die den Wortlaut der Todesanzeige der Mutter des Dresdener S A.- Wa n n H e n t s ch enthielten, der bekanntlich durch Fememord der Braunhemden beseitigt war- den ist. Gegen diese Plakate entfalteten die Nazis unter Führung des berüchtigten F r e i s l e r eine wüste Hetze, die an ver- schiedenen Orten dazu führte, daß zusammen- gezogene SA.-Banden systematisch die Pla- kate abrissen. Hierbei hat die Polizei an mehreren Orten tatenlos zugesehen, ja sich geweigert. einzuschreiten. So wurden zum Bei- spiel in Hersfeld nach dem Wortlaut der Kleinen Anfrage unter den Augen der Po- lizeibeamten Kasper und Vollmer Plakate abgerissen, ohne daß die bei- den Beamten die Täter daran gehindert hätten. Weiter stellt die An- frage fest: Der Bürgermeister von Hersfeld erwies sich zur Aufrechierhaltung der Ruhe und Ordnung durch die Nichterteilung der notwendigen An- Weisungen für unfähig und wußie nichts anderes zu tun, als die Entfernung der Plakate anzuordnen. Der Bei wirrung der Behörden in Hersfeld ging so weit, daß ein A u f k! ä- rungsslugblatt der SPD. vom Bürger- meister«benjalls verboten wurde, jedoch Hermine bettelt um Osthtlse! Sozdeddemoltfatisclie Mitteilungen über das Osthilfepanama bestätigt! Im Hauptausschuß des Reichstags ging heute die Regierung auf die von den So- zialdemokraten aufgedeckten ungeheuren Zkandalfälle bei der Lsthilfe ein. Tie Richtigkeit der sozialdemokratischen Angaben wurde dabei zugegeben, vor allem auch, daß sich die Frau des Ex- kaisers, H e r»n i n e. persönlich um Ost- Hilfe für ihre Familie bemüht hat? Minister von Braun beginnt seine Rede mit einer erneuten Beweis- führung über die traurige Lage der Landwirt- fchaft. Dann erörtert er Einzelfälle, die die sozial- demokratische Fraktion angeführt hat. Er gibt zu, daß zwei Landstellenleiter der Osthilse durch die Osthilfe umgeschuldet wurden. Dabei sei nichts zu finden, Sanierung fei kein Konkurs Alle Sozialversicherungsbeiträge feien aus den Betriebseinnahmen abzuführen. In Jukunft würden diejenigen Treuhänder entlassen werden, die nicht danach verfahren. Die ausgefallenen Lohnforderungen sollen in Zukunft aus dem Betriebssicherungsfonds gezahlt werden. Das Reich zahle drei Jahre lang jährlich an die Jnduftriebank 1,5 Millionen Mark Zuschuß für deren Osthilfearbeit. Ministerialdirektor Reichardt, der Leiter der Ost- Hilfe, gibt dann weitere Auskünste. Zahlen- angaben möchte er aber nur im Unterausschuß machen. Er muß zugeben, baß die von den So- zialdemokraten und auch die vom Jen- trum vorgebrachten Einzelfälle zur Ost- Hilfe richtig sind. Abgesehen davon, daß mitunter die zahlenmäßigen An- gaben nicht vollständig waren, wird im besonderen zugegeben, daß die F a- milie der Hermine von Hohen- zollern. die Schönaich-Carolath, sich um Entschuldung bemühe. Es handelt sich um die Prinzessin Margarete und den Prinzen Hans Georg. Hierzu stellt der Abgeordnete Heinig fest. daß die Frau des Exkaisers wegen dieser Fälle mit dem Leiter der Landstelle Frankenburg bereits verhandelt hat! Die Entscheidung über die Umschuldung der Prinzessin und des Prinzen fei noch nicht ge- troffen. Die Oft Hilfesanierung des Prinzen Schönburg-Waldenburg fei deswegen noch nicht entschieden, weil man noch überlege, ob mit Rücksicht aus das persönliche und sonstige Vermögen eine solche Sanierung berech- tigt sei. Auch zu den Fällen von Weiß- Plauen, Graf Kalckstein, von Wolfs usw. wird von dem Ostkommissar die Richtigkeit des Ausfalls von Reichsdarlehen zugegeben. Diese Verluste trage in erster Linie die Lsthilfe! Weiter wird jetzt zugegeben, daß das C n t- s ch u l d u n g s v e r f a h r e n für den Kammer- Herrn von Oldenburg-Januschau ab- geschlossen sei. Man habe ihm aber auf- erlegt, daß er sein Gut Lichterselde bei Eberswalde für die Siedlung abgebe und aus den Einnahmen dieses Verkaufs seine Schulden ab- gedeckt würden. Neue Nazikrawalle Ztinlchoinhen in der Breslauer Universität Breslau, 24. Januar. Nach mehrwöchentlicher Unterbrechung nahm am Dienstagvormittag Projeslor Dr. Cohn seine Vorlesungen an der Breslauer Universität wieder aus. Wie angesichts der fortdauernden un- erhörten Angriffe in der Nazipresse und nach den häufigen aggressiven Erklärungen, die neuerdings wieder von den Hakenkreuzlerischen Studentenver- bänden in verschiedenen reaktionären Blättern der schlesijchen Hauptstadt veröffentlicht wurden, anzu- nehmen war, kam es am Dienslagvormittag wieder zu Radauszenen in und vor der llniversität. Laut Mitteilung der Universitätspressestelle ver- suchten zahlreiche Studenten mehrmals, im Uni- versitätshauptgebäude die Ruhe zu stören. Die nationalsoziali st ischen Tumultan- t e n begnügten sich diesmal nicht mit Singen und Schreien. An verschiedenen Stellen des Gebäudes wurden Tränengas- und Stinkbomben geworfen. In einer Zernsprechzelle im ersten Stock der Universität brachten einige SA.-Stu- denten einen Sanonenschlag zur Ent- zündung. Sofort herbeigerufen« Kriminalbeamte stellten zehn Unruhe st ifter fest. Während der Vorgänge auf den Korridoren randalierte eine Gruppe von Nichtstudenten vor dem Haupt- gebäude. Dabei wurden im Sprechchor Schmäh- rufe auf Professor Dr. Cohn ausgebracht. Die Vorlesung von Professor Dr. Cohn erfuhr keine Störung, da von den Universitätsbehördcn hinreichende Sicherungsmaßnahmen getroffen worden waren. Professor Dr. Cohn hielt am Dienstagvormittag seine Kollegs im benachbarten Seminargebäude ab. „Swatsnvtstand?" Die Begierung„erwägt" nicht Entgegen anderslautenden Pressemitteilungen wird von amtlicher Seite erklärt, daß bei der Regierung keinerlei Erwägungen über die Frage des Staatsnot st andes schweben. Im übrigen aber wird anläßlich einer Veröffentlichung des demokratischen Pressedienstes darauf hin- gewiesen, daß die Auffassung, derzufolge der Reichspräsident ein Einberufungsrecht des Reichstages nur nach Schluß der Tagung habe, nach einer neuerlichen Auslegung unzu- treffend sei. Hier steht zu befürchten, wie die Tis- kussion im Haushaltsausschuß ergab, daß die Siedler das Land Herrn von SONNT/UZ 31 Tage S.-A»48 S-U.«dZv M-A 07 M U. 31 ,8 JANUAR Cr /u�-' Oldenburg nicht gerade billig ab» kaufen können. Darüber soll noch nähere Auskunft gegeben werden. Der Professor E r n st ist aus dem Siche- rungsversahren entlassen worden, weil er tat- sächlich in Berlin eine sehr gute Zahnpraxis habe. Die beiden Landstellenleiter, die saniert worden seien, hätten ihr Verfahren bei anderen Landstellen zur Erledigung gehabt. Die Tat- bestände selbst sind richtig. Der Fall von Flügge sei erst noch in Ar-» beit. Bei Herrn von Fläming handele es sich um mehrere Güter. Das Verfahren sei noch nicht beendet. Ein Gut soll abgegeben werden. Die Bietungskaution im Falle Fläming habe nicht 100 000, sondern 40 000 Mark betragen. Richtig sei, daß ein sanierter Osthilfeinteressent Livontus in München Kinobesitz ge- habt habe. Als man ihn aus dem Sicherung?- verfahren entlassen wollte, hätten aber d i e Gläubiger um Wetterführung des Verfahrens gebeten! Darüber, wie die Erörterungen über die Ost- Hilfe weitergeführt werden, wird der Haushalts- ausschuß erst bei Schluß der Debatte entscheiden. * Zu den voraufgehenden Beratungen sprach als erster über die wahren Zustände in der Landwirtschaft der Landarbeitersührer Georg Schmidt(Soz.): Es ist bei den Landwirten üblich geworden, um ihre Notlage zu demonstrieren, die Land- arbeiterlöhne nicht zu zahlen. Das gleiche gilt für die Sozialbeiträge. Seitens des deutschen Landwirtschaftsrats werden für 26 300 Betriebe in einem siebenjährigen Durchschnitt bis Mitte 1931 die Betriebsergebnisse geschildert. Dem- nach sind die Betriebseinnahmen je Hektar von 374 M. auf 412 M. gestiegen. Die Betrieb sausgaben von 339 M. auf 338 M. gefallen oder gleichgeblieben. In den fünf später auf Vorstellung wieder freigegeben werde» mußte, da es nur die taffächlichen Vorgänge schilderte. Der Landrat des Kreises Ziegen- Hain ging sogar so weit, das Verteilen oder das Ankleben der Plakate für den gan- zen Kreis zu verbieten, fo daß es dort erst gar nicht zum Anschlag gekommen ist. Der Landrat begründet sein Vorgehen damit, daß in einigen Orten seines Kreffes Spannungen zwischen Mitgliedern der SPD. und NSDAP, beständen, die zu Ausschreitungen iühren könnten. Das nennt man. Erlaubtesschützen! Ein herrlicher Grundsatz. Nur scheint es, daß er von den Melchers sehr einseitig be- folgt wird. Wenn der Terror nämlich von rechts ausgeht, dann verbietet das System Bracht-Melcher das Er- laubte und schützt das Ver» b o t e ne l lieber die deutsch-russischen B e- Ziehungen äußerte sich Molotoss ä u h e r st befriedigt: Mit Deutschland bestehen von allen Ländern die besten wirtschastllchen Beziehungen. Die ch i n e s i ch e Zentralregierung habe setzt den schweren Fehler von 1329 wieder gutgemacht und die Beziehungen zur Sowjetunion wieder aus- genommen. Selbstverständlich seierte der Redner den Abschluß der Nichtangriffspakte, be- sonders mit Frankreich und Polen. Ru- mänien habe sich selbst isoliert, das sei auch die Weltmeinung. Nach kritischen Worten zur Genfer Abrüstungs- aktion kam Molotoss zum Fernen Osten. Der Völkerbund habe sich ein Jahr lang v e r- geblich bemüht, den chinesisch-japanischen Konflikt aus der Welt zu schaffen. Ober der Völker- bund überhaupt zu einem Beschluß in dieser Frage i m st a n d e ist, sei zweifelhaft. Die Politik des Völkerbundes im Fernen Osten sei völlig zu- sammengebrochen, er versuche, seine Schlappen nur mit nutzlosen Entschließungen zu verdecken. Rußland habe sich mit der Frage der Schaffung neuer„unabhängiger" Staaten beschäftigt, wie vor allem Mandschukuo. Da Rußland gegen- über diesem Staate völlige Neutralität be- wahre, sei diese Frage einstweilen in den Hinter- grund getreten. Molotojf bedauerte, daß die japanische Re- gierung den Abschluß emes Nichlangrisfspaktes mit Rußland abgelehnt hat. die Gründe dafür seien völlig unverständlich Durch diese» Angebot habe Rußland den Beweis seiner B-strebungen zur Festigung des Friedens erbringen wollen. Japan unterschätze die politische Lage im Fernen Osten. Molotoss protestierte gegen die Behauptungen des japanischen Kriegsministeriums, daß Rußland den Kommunismus in China propagieren wolle. Er habe für die Erklärungen des japanischen Außen- Ministeriums im Tokioter Parlament kein Verständnis, daß Moskau nur die kommunistische Propaganda im Fernen Osten betreibe. Rußland wolle bei seiner Neutralitätspolitik bleiben und nur den Interessen des Friedens dienen. Wegen der Spannung der politischen Verhält- nisse im Fernen Osten müsse die Schlagkrast der Roten Armee gefestigt werden. Ein erster Schritt in dieser Richtung werde der Ausbau der Industrie sein, der gleichzeitig den ersten Schritt zum Sozialismus bedeute. Kohlte bei Mösle Das Die Außenpolitik Gowjetmßlands 8eek»»tun6enre6e Molotoffs Jahren bis zum 1. Juki 1930 sind auch in Ost- preußen die Betriebseinnahmen ständig gestiegen. Bei 700 Großbetrieben über 200 Hektar von If» auf 228 M. je Hektar. Die Betriebsausgaben sind nur ganz gering gestiegen von 13S auf 210 M. je Hektar. Daraus ergibt sich naturgemäß, daß trotz aller Klagen über die grenzenlose Not in den landwirtschaftlichen Be> trieben immer mehr Betriebe mit einem Reinertrag abgeschlossen haben, wobei eS natürlich immer darauf ankommt, wie er errechnet wird. Obwohl in den letzten' Jahren die Preise wich- tiger landwirtschaftlicher Produkte fortwährenden Schwankungen unterworfen waren, kommt dies bei den Betriebsergebnissen gar nicht so zum Aus- druck, wie dies immer betont wird. Das ist sehr wichtig und eine Widerlegung der ständigen Klagen. Zu der Uebersicht über die Wirtschaftseinnahmen und-ausgaben muß ich ausdrücklich bemerken, daß dabei die B a r e n i n a h m e des Landwirtes für sich und seine Familie ebensowenig ein- gerechnet ist, wie der Eigenverbrauch aus der Wirtschaft, wobei ich es ganz dahingestellt sein lasse, ob die Angaben über das Einkommen des Landwirts genau angegeben werden! Entgegen all den üblichen Behauptungen muß ich immer wieder, gestützt auf Material aus dem Ilnternehmerlager, sagen, daß es den Land- wirten nicht besser, aber auch nicht schlechter gegangen i st, als es bei an- deren Berufs st änden in der Zeit des so- . genannten Ausschwungs und der derzeitigen Wirt- ichaftskrise der Fall ist. Herr von Sybel, der Naziabgeordnete und Land- bunddirektor, hat die Forderung eines all- gemeinen Moratoriums für den Osten gestellt. Die verloren gehenden Forde- rungen des gewerblichen Mittelstandes an die Landwirte mühten alle ebenfalls vom Staat über- nommen werden. Herr Schiele hat eine Ma gazinierung von 000 000 Tonnen Getreide gefordert, um der Not der Landwirtschaft entgegenzuwirken. Graf Kalckreuth, dessen große Intelligenz sich nur in der Steigerung von Forderungen an das Volk bemerkbar macht, sagte bei dieser Gelegen- heit, daß 000 000 Tonnen nicht genügen, sondern mindestens 1 Million Tonnen Getreide müssen eingelagert werden. Wieder aus kosten der Steuerzahler, zu denen die Landwirte nur ln verschwindendem Maße zählen! Der Abg. von Restors hat gesagt, der Sozial- aufwand in der Landwirtschast sei um das Bier- bis Fünfache gegenüber der Borkriegezeit gestiegen Rechnet man wie üblich pro Hektar, so ist der Sozialaufwand von Mitte 192ö bis Mitte 1930 nur von 12 auf 19 Mark je Hektar gestiegen. Aber wir bestreiten gar nicht, daß der Sozialaufwand in der Landwirtschaft gestiegen ist, was allgemein zutrifft. In der Landwirischaii verhältnismäßig noch mehr, weil ln der Dorkriegs- zeit fast nur die Invaliden- und Unfallversicherung in Betracht kam! In Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß ein beachtlicher Teil dieser Bezieher von Osthilfegeldern der Meinung war, als wohlbestallte Staatsrentner genau so ein Leben zu führen, wie ihr Privat- leben in früheren Jahren, wodurch sie ' in Schulden geraten sind. Ks ist not- wendig, daß von der Osthilfe aus die strikte Durchführung dieser Bestimmun- gen geachtet wird. Nach meinen Ersah- rungen will ich sagen, daß, von oben herab betrachtet, bei den Zentralen der gute Wille vorhanden ist und auch zweck- entsprechende Richtlinien herausgegeben sind, aber je weiter man nach unten kommt, um so mehr entscheidet die be» kannte Vetternwirtschaft, die, je weiter nach dem Osten Teutschlands, desto mehr ausgeprägt ist. Der deulsehnationale Abgeordnete von Restorf hat behauptet, daß die Landarbeiter im Osten Deutschlands auch diejenigen, die mit uns sympathi- sieren, die Not der Gutsbesitzer sehr zu würdigen wissen. Gerade die Landarbeiter unterstreichen die kritische Einstellung der Sozialdemokratie gegen- über den Subventionen und der Osthilfe. Das ist aus ganz natürlichen Gründen begreiflich und sollte auch verständlich sein. In keiner Berufogruppe wird der Unter- schied in der Lebenshaltung und damit die Klasscnscheidnng so drastisch vor Äugen geführt, wie auf einem Gutshof im östlichen Deutschland! Die Landarbeiter wissen das Leben der Guts- besttzer sehr gut zu beurteilen, weil sie tagtäglich sehen, daß von einer nennenswerten Einschränkung ihrer Lebenshaltung bis jetzt nicht gesprochen wer- den konnte. Schmidt nennt im besonderen national- sozialistische Landwirte, die Osthllfe be- zogen haben, so die Riltergulsbesiherin Sarola häpsner aus Wesselowen, kreis Llehko. den Rittergulsbesiher Kihn aus Stoppenorth. den Grafen von Salnlen-Silge» von Wrangel-Gerdauen. In Moskau tagt setzt das Zentralexe- k u t i v t o m i t e e der Sowjetunion, das vom Sowjetkongreß des Riesenreichs als eine Art stän- diger Ausschuß gewählt wird. K a l i n i n er- innerte in seiner Eröfsnungsrede daran, daß die Union vor zehn Jahren errichtet worden ist. Unter Hinweis auf die Industrialisierung sagte der Sowjetreichspräsident seiner Partei nach, bewiesen zu haben, daß sie nicht nur vernichten, sondern auch aufbauen könne. Dann sprach Molotoss, Vorsitzender des Rates der Volkskommissare, sozusagen Minister- Präsident, sechs Stunden lang über die Außenpolitik. Nachdem er die Freundschaft mit der Türkei und mit P e r s i e n hervorgehoben hatte, kam er weiter darauf zu sprechen, daß USA. und Tschechoslowakei noch immer nicht normale Beziehungen zur Sowjetunion auf- genommen haben. Dazu sagte Motoloss, es gebe Länder, die schon seit Jahren nur beim Studium der Sowjetmacht geblieben seien. Eine gewisse Spannung durch die britische Kündigung des Handelsabkommens sei in den Beziehungen zu England eingetreten. Rußland begnüge sich zunächst mit der Erklärung der englischen Regierung, daß sie alles nur mög- liche unternehmen werde, um den russisch-englischen Handelsverkehr in normale Bahnen zu lenken. Aus Regierungskreisen wird erkläri, daß der Reichskanzler in der m't dem Abg. I o r g l e r geführten llnkeredung zwar den nationalsozlallstl- schen Aufmarsch am Vülowplah nicht als eine Provokalion bezeichnet habe, wohl aber habe er erklärt, daß derartige Demonstrationen unerwünscht und nicht zweckmäßig seien. Anläßlich einer Besprechung, die am vergange- nen Freitag zwischen dem Bizepolizeiprüsidenien Mösle und drei Führern der KPD. in Gegen- wart weiterer Zeugen in den Amtsräumen des Vizepräsidenten stattgefunden hat, hat, wie aus Kreisen des Polizeipräsidiums verlautet, der kom- munistlsche Abg. G o h l k e erklärt, daß gegen den Naziausmarsch an sich nichts einzuwenden fei und daß er auch auf einem anderenTeildes Bulowplatze« stattfinden könne. Wer die Aufstellung gegenüber dem Karl-Liebknecht-Haus müsse Anlaß zur Unruhe geben Daraus foll der Polizeivizeprästdent erwidert haben, daß das ja Das Arte» gegen Guht Der niickklins aus Rußland wir haben bereits im Morgenblatt das Urteil im Prozeß Guhl mitgeteilt. Der aus Rußland geflüchtete deutsche Kommunist wurde zu zehn Zähren Zuchthaus verurteilt. Die vieltägige Verhandlung gegen den aus Ruß- land wieder entflohenen kommunistischen Arbeiter Guhl erreichte in den Plädoyers ihren Höhe- puntt. Der Staatsanwalt hatte 15 Jahre Zucht» haus wegen Totschlag» beantragt. Er hielt den Beweis der Beteiligung Guhls an der Schießerei vor dem Naziverkehrslotal für er- bracht. Es sei nicht erforderlich, sagte er, daß gerade Guhl geschossen habe. Es genüge, daß er dabei gewesen sei und den Erfolg gewollt habe. Trotz der zahlreichen Verdachtsmomente, daß die Tat mit Ueberlegung begangen worden fei, sei es doch nicht möglich gewesen, den An- geklagten des Mordes zu überführen; deshalb sei er nur wegen Totschlags zu verurteilen. Rechtsanwalt Dr. R o s e n f e l d stellte nach den Plädoyers des Staatsanwalts noch einmal den Antrag, die Richtung des angeblich von Guhl in das Lokal abgegebenen Schusse» nachzuprüfen. Das Gericht beauftragte Professor Brüning, im Beisein des Staatsanwalts und des Ber- teidigers an Ort und Stelle die Schußrichtung festzustellen. Das Ergebnis war, daß weder der in Frage kommende Schuß, noch die den National- sozialisten zugefügten Verletzungen von Kugeln aus Guhls Revolver herrühren konnten. Rechts- anwalt Dr. Rosenfeld hatte F r e l s p r u ch verlangt. Zwei Todesurteile Eigener Bericht des„VormärU" Magdeburg. 23. Januar. Da« Schwurgericht>n Magdeburg verurlellle heute in später Rachlslunde zwei Raubmörder zum Tode. Am 24. Novemoer 1332 wurde die 02jährig« der Fall sein möge, insbesortlere nach der Sprache, die die kommunistische Presse führe. Rein sachlich lieg« aber kein Anlaß zur Beun- ruhlgung vor, da die Polizei das Haus schützen werde. Zu der Frage, wie der Standpunkt der Polizei zu der Beeinträchtigung des Joogün-Kon- zerts in der Boltsbühne sei. wird von amilicher Stelle erklärt, daß Absperrungen im Interesse der öffentlichen Ordnung eine häusig notwendige polizeiliche Maßnahme darstellten, wie sie auch unlängst zum Schutze einer kommunisti- schen Demonstration im Lustgarten zum Schaden kleinerer Geschästsleute zwischen Schloßbrücke und Kaiser-Wilhelm-Straß« habe durchgeführt werden müssen. Ob und inwieweit dabei Schadenersatz- anspräche anerkannt werden könnten, sei eine Frage, die nur von Fall zu Fall entschieden wer- den könne. Bisher seien solche Ansprüche wegen des Jpogün-Konzerts noch nicht geltend gemacht worden.(Kommt noch! Red. d.„B.") Witwe Dürre aus Olvenstedt bei Magdeburg in den Abendstunden In Ihrem Laden überfallen, niedergeschlagen und zu Tode gewürgt. Die Räuber erbeuteten dann ungefähr 200 M. Bar- gelb und nahmen noch einige Päckchen Zigaretten aus dem Laden mit. Schon am nächsten Tage konnte die Kriminalpolizei die beiden Täter fest- nehmen. Es waren der kaum lOsährige Arbeitslose Richard Herbst und der 23iahrige Arbeiter Hermann E b e l i n g, beide aus Olvenstedt ge- bürtig. Die scheußliche Tat besorgte der lOsährige, während der Aeltere draußen Schm'ere stand, dann fuhren sie beide nach Magdeburg und verlebten dort für einen Teil des Geldes in zweifelhaften Lokalen mit Straßenmädchen sine gemllt- liche Nacht. In später Nachtstunde wanderten sie, die neuesten Tanzfchlager singend, wieder in ihr Heimatdorf zurück. Am nächsten Tage trafen sie sich auf der Stein- pelstelle, wo Ebeling dem jüngeren Freund emp- fahl, sich z u ertränken oder aber für da? übrige Geld Gift zu kaufen, um sich zu ver- giften, damit der ältere der Teilnehmer der Tat durch den Jüngeren nicht verraten werden könnte. Der Jüngere lehnte dieses Ansinnen aber ab und bot dem Aelteren sogar noch an, er möge ihn nur verraten, damit er wenigstens noch die a u s g e- schrieben« Belohnung für den Ergreifer des Mörders verdienen könnte. .Zagd nach den Rollers �ack Italien geflüchtet? Lasel, 24. Januar. Die Nachforschungen, die die schweizerische Po- lizel gegen Alfred R o t t e r und seine Frau an- gestellt hat, tragen keinen amtlichen Charakter, da das Hotel in St. Moritz, wo Rotter seine Rechnung schuldig blieb, bisher noch keinen Straf- antrag stellte. Die schweizerische Polizei ist aut Grund der bis- herigen Ermittlungen der Auffassung, daß sich Rotter nicht mehr in der Schweiz aufhält, son- der» sich allem Anschein nach Italien gewandt hat. Alfred Rotier weilte bekanntlich vom 18. bis 19. Januar in Luzern, erst am 22. Januar abends kam der Steckbrief heraus, durch den auch die Außenwelt ln stärkerem Maße aut ihn ausmerk- sam wurde. In diesem Zwischenraum von drei Tagen hatte er natürlich ausre'ckiend Zeit, sich nach einem anderen Lande zu begeben. Knöpfte abgereist Nervcn�usannnenhruch? Die Affäre des Zunkstnndendlrektors knöpfte hat durch die erst fehl bekann» gewordene Tatsache. daß Professor knöpske am Sonn'agabend Berlin verlassen und sich nach Lugano be- geben Hai. eine unerwartete Wendung erhalten. Von dem Berteidiger Dr. Frey wird darauf hingewiesen, daß diese plötzliche Reise auf einen Nervenzusammenbruch Knöpfkes zu- rückzuführen fei und daß der Hausarzt Dr. M. dringend zu dieser Erholungsreise geraten habe. Aus diesem Grunde wurde Knönfke auch von seiner Gattin nach Lugano begleitet, wo sein Auf- enthalt, wenigstens nach der Behauptung de» Der- teidigers, von vornherein auf vier Wochen be- rechnet worden fei Zu der von anderer Seite aufgestellten Be- hauptung, daß der Staatoanwaltschaft Material über die Rolle Knöpfkes bei angeblichen Grund- stücksfpekulationen anläßlich des Erwerbs des Ge- ländes in der Mafurenallee für das neue Funk- Haus zugeleitet werden würde, wird von der Reichsrundfunkgefellschaft auf Anfrage darauf hin- gewiesen, daß man an die Stichhaltigkeit etw-'iger derartiger Vorwürfe nicht glauben könne. Man halte sie für völlig ausgeschlossen, da die Ange- legenheit des Grundstückserwerbs nicht nur von der Reichsrundfunkgefellschaft sehr eingehend ge- prüft worden, sondern sich auch andere Jnstan-en, und zwar das Reichspohmlnillerlum und dessen Verwaltungsrat, sehr ausführlich mit dieser Trans- aktlon befaßt hätten. Im übrigen ist eine offizielle Erklärung der Reichsrundfunkgefellschast in dieser Sache noch zu erwarten. HsjjIs 10 Grad Kälte Fortdauer der Kaltluftwelle Nach den letzten Wettermeldungen hat die Kälte überall noch erheblich zugenommen. Im großen und ganzen wird mit einer Fortdauer der Kälteperiode gerechnet, vielleicht werden die Tem- peraturen sogar noch weiter fallen. Berlin hatte in der letzten Nacht 12 bis 13 Grad Kälte. In den Mittagstunden trat eine leichte Milderung ein und das Thermometer zeigte 10 Grad an. Königsberg meldete 22 Grad. Dresden 20 Grab, Grünberg in Schlesien 19 Grad und Breslau 14 Grad Kälte in der letzten Nacht. Die Kältewelle hat allerorts zu schweren Frost- schäd-n geführt, die Binnenschisfahrt mußte viel» fach den Betrieb völlig einstellen. Auch aus ver- schiedenen Küstengebieten, besonders von den Fluß- mündungen, liegen Meldungen über starke Ber- eisung vor. hoch die Republik! weder ml« der Vlttalurt haben portugiesische Soldaten in Beja gerufen, als die Nationalhymne gespielt wurde. Die„Nuhe ist wiederhergestellt", ohne daß man eine Ber» Haftung vorzunehmen brauchte; so wird aus Lissa- bon gemeldet. „Salome" neu inszeniert Städtische Oper Erstaunlich, aber wahr In Charlottenburg spielt man die„Salome" zum erstenmal. In Anbe- tracht der selten schnnerigen Partien, der über- komplizierten Parutur könnte dae zur Nachsicht stimmen gerade>m Musikalischen aber gelingt die Ausführung Die Sänger bewähren sich, das Orchester unter S t i e d r y schimmert in allen Farben und Nuancen glitzen und flimmert, saust und braust, saust und braust vielleicht sogar ein bißchen zu sehr, zu heftig, zu ausdringlich... Immerhin: das Musikalische ist von den süßen Kantilenen der Prinzessin bis zum exakt grotesken Gemauschel des Judenquintelts vollkommen in Ordnung. Aber die Szene! Reintings Bühnenbild ist kahl und ausdruckslos, ein trister chos, statt einer orientalischen Terrasse, eisig abstrakter Raum, statt einer fiebernd wollüstigen Nacht des Süden. Das Licht, gleichmäßig kaltes, leeres Licht, kommt nicht vom Mond; die Nacht ist tot, die Atmosphäre spielt nicht mit. Bild wie Spiel(Otto K r a u ß' Regie ist«insallslos und Ungeschick wtie je) sind flach und ohne Tiefe, vordergriindig, nüchtern und ge- heimnislos. Frau N e m e t h singt die Salome; und singt sie gut: ein wenig flach ist ihre Stimme, unedel im Timbre, ein wenig grell und ohne Ausgeglichen- heit, voll Glanz jedoch und strahlend in der chöh«. Wie und was spielt sie aberl Das Dekadente, Lüstern«, das fiebernd Sinnliche der südlichen Prinzessin, das zutiefst und grandios Perverse— sie hat es nicht in einer Bewegung, mchi einen Atemzug lang. Merkwürdig kostümlert, verfällt sie in sinnlos« Gespreiztheit, und ist instinktlos ge- nug, den Tanz der sieben Schleier nicht einer Tänzerin zu überlassen, sondern ihn mimlsch-gestisch zu umschreiben, so daß den cherodes(und damst die ganze Fabel) niemand mehr versteht... Em einsichtigerer Regisseur hätte es auch der cherodias (Melitta A m e r l i n g) nicht gestatten dürfen, in Stunden der Verzweiflung behaglich mit ihrem Pagen zu schäkern. Gut der klug«, haltlose trieb- süchtig« und angstvoll-ahnungsvolle Herodcs Burgwinkels, Reimars Äochanaan und C a v a r a s Narabvth. Bild wie Spiel sind nüchtern vordergründig und geheimnislos: die Nacht ist tot, die Atmo» sphäre spielt nicht mit. Was aber ist diese „Salome" ohne Geheimnis und Verheißung, ohne wollüstiges Fieber, ohne perverse Ekstase, ohne exotische Nacht und ihre übersteigerte Erotik, ohne Wildes Atmosphäre in Straußens Partitur ge- spiegelt? Schlechtes Theater. A. W. Eine ikich'iistdserie über Karl Marx bringt xum S0. Todestag« von Äarl Marx der Film» und Lichtbilddienst der Partei, Berlin SW. 68, LIndenstr. 3, unter dem Titel Karl Marx— SeinLeben und Wirken heraus. Der Be- orbeiter der Serie ist Boris Nikolaiewsky. Der Zweck der LIchtdildserle ist, in Bildern und Porträt» die wichtigsten Momente aus Karl Marx» Leben, die Umgebung, in der er wuchs und wirkte, darzustellen. So zeigt die Serie seine Rinderjahre im alten Trier, seiiie Studienzeit an der Universität zu Bonn und Berlin, seine ersten literarischen Versuche in der„Rheinischen Zeitung", die erste Emigration in Paris und Brüssel. Seinen Kampf innerhalb des„Kommu- nistenbunde," gegen die utovistisch-abenteuerlichen Elemente mit Weitling an der Spitze, die Revo- lution von l848/4g in Köln und die darauffolgen- den langen Jahre der zweiten Emigration, dies- mal in London, den neuen Aufstieg dex Arbeiter- bewegung und die von Marx gegründete„Jnter- nationale Arbeiter-Asloc>ation, Marx wissen- schaftliche Arbeiten usw. Alles was an Illu- trationen au» Marx» Leben vorhanden ist. wird n dieser Serie gebracht. Die Serie hat 71 Bilder. Das Bildband tostet 6,75 M Die Leihgebühr für die Lichtbildserie beträgt 5 M. pro Tag zuzüglich Porto und Verpackung Der Preis einer Diapositivserie beträgt 68 M. Für Karl-Marx- Feiern können auch geeignete Filme und Schallplatten bezogen werden. Da» Ver- zeichni- wird aus Wunsch kostenlos übersandt.— Ferner erschien ein Büdband mit 67 Bildern über das„Internationale Kinderrepublik-Zeltlager der Roten Falken 1932 bei Paris". Preis 5 M. Die Revolution der Mode. Auf der jetzt«r- öffneten„proletarischen" Modeau-stellung werden 69 Modelle sowie 286 Entwürfe gezeigt. Die Stoffe sind in den grellsten Farben gehalten. Einige Stoffmuster bringen Zeichnungen von Zahnrädern, el«ktriichen Birnen Flugzeugen und Rotarmisten. Für das Land enthalten die Stoffe einen Zelchendruck von landwirtschaftlichen Ma- schinen und Traktoren. Auch die Zahlen und Diagramme des Fünfsahresplans finden sich in den Stoffmustern wieder. Abbau der Rew-�orter Theaterpreife. Die New- Dorker Theater haben dieser Tage wegen de" wachsenden Abwanderung der Besucher ihre Ein- trittspreise radikal herabgesetzt.. Die führenden Broadway-Theater spielen zur Zeit wieder zu den Borkrieqspreisen. Während vor Weinachten ein guter Platz etwa sü'is Dollar kostete, sind jetzt in den führenden Theatern und Variet» die besten Plätze bereits für 2,50 Dollar erhältlich Uroust ihrung eines Stücke» von Poe. Das ein- zige dramatische Werk, dos der geniale Klassiker der mystischen und Kriminalgeschichte, Edgar Allan Poe, oerfaßt hat. erlebte erst setzt seine Urauf- tührung Das Werk eine Tragödie mit dem Titel„P o l i t i a n". wurde zur Erinnerung-- feier an die 120 Wiederkehr seines Geburtstages von der„Raben-Gefellschaft" der Universität Vir- ginia öffentlich dargestellt. Earl Zuckmayer arbeitet an einem Drama „Der Schelm von Bergen". Der Stoss des Stückes entstammt einer alten deutschen Legende. Der neue Hamlet „Für Schleicher sein oder nicht sein, das ist hier die Frage!" Die Volksbühne marschiert... Znchmaxers„Schinderhannes'* Während die begeisterten Zuschauer den Ver- sasier, den Spielleiter und die Schauspieler wohl an die zwanzigmal rufen, erinnert man sich, daß inmitten des Mißvergnügens dieses Theater- winters die Volksbühne gradlinig ein künstlerisches Programm verwirklicht. Alle vier Wochen brachte sie ein anderes Stück, darunter einige hervor- ragende, von der Kritik fast einstimmig an- erkannte, vom Publikum eifrig besuchte Auf- führungen. Wo ist in Berlin ein Theater, das so konsequent ein wohlgeordnetes Reperwir« durchführt und seine Versprechen einlöst? Zum anderen, wie zuverlässig bewährt sich da» En- semble der Bolksbühne, jeder Vorstellung von vornherein ein beachtliches Niveau sichernd. Schließlich: wie fleißig und schöpferisch ist Heinz Hilpert, der bei sämtlichen Stücken der Spielzeit die Regie geführt hat. Wohlan, hier arbeitet mit Vernunft und Geschmack ein Theater, dem die Wirtschaftskrise keinen geringen Schaden zufügt, und das besonders schwer unter der Arbeitslosig- keit seiner Freunde leidet. Es scheint, daß Ge- meinschast und Planmäßigkeit die rechten Weg- weiser für die Gesundung des Theaters sind. Hinzuzufügen wäre, daß für solche wahrhaft dem Volke und damit der Nation dienende Bühnen Staat und Gemeinden genau so Aufwendungen machen sollten, genau so. wie sie dies für Schule und Kirche tun. Diese Erwägungen weckt, wie gesagt, die Aus- sührung des„Schinderhannes": Theater im vollsten, im volksmäßigen Sinne des Wortes. Zuckmayers Stück ist überreich an Handlung. Ohne Unterlaß geschieht etwas. Scharfes Tempo ist erforderlich. Wie aus der Pistole geschossen müssen die Szenen sich jagen, damit die rechte Räuber- und Steckbrief-, Kriegs- und Abenteuersttmmung sich entlädt. Dabei dürfen weder das Bedeutsame, erst recht nicht das Nebensächliche den Zusammen- hang mit der Landschast und deren Luft, mit dem eingewurzelten Volk, desien Herz und Maul ver- lieren. Zuckmaycrs Dichtung lebt von der blut- vollen Verwandtschaft mit den Aeckern und dem Fleisch der Bauern, der Kneipwirte, der Gen- darmen, der armen, träumenden Dorsmädchen. Dem allen gibt Hilpert» Ausführung pralle Ge- stallung. Am besten aber gelingen ihm drei still«, von der Musik der Seele beflügelte Vorgänge: wie Iulchen zu Hanne» kommt, schicksalhaft, wort- los, hingebend entschlossen, wie ein llgrflogenes Vögelchen in sein gefundenes Nest. Dann: wie das Kind geboren wird, im Kornfeld, in das sich das gehetzte Weibtier verkroch: schließlich: wie Iulchen und Hannes in der Nacht vor dessen Eni- hauptung beieinander sind. Iulchen ist Camilla S p> r a, blond, rundlich— wo es sich gehört, von heiterer Tapserkeit, ein köstliches Stück Waldwiese, eine Künstlerin schön gebändigter Leidenschaft. Attila Hörbiger, aus Wien, gibt dem Hannes die ganze Glorie muskelsester Jugend. Ein Räuber aus der schwei- senden Sehnsucht der Romantik, aber noch mehr ein kreuzbraves Mannskmd. das man lieben muß. ein ritterlicher Wolfshund Leicht und beschwingt wandelt er als Dolksheld durch die bald heitere, bald finstere Landschast der Geschehnisse. Wenn er zum Ankläger wird, wenn er das Leid der armen Leute herausschreit, wenn er Gott und der Obrigkeit hart zusetzt, wächst er— die Absicht des Dichter» erfüllend— zum rebellischen Kämpfer für Volk und Freiheit. R. Breuer. „Was uns fehlt? Arbeit" Uraufführung in der Tribüne Die Arbeitslosigkeit macht die Menschen mürrisch und verbissen und es kann das schönste Familien- leben durch sie in d-e Brüche gehen. Eine un- bestreitbare Wahrheit. Jedoch, im vierten oder fünften Jahre der Weltkrise, nichts weniger als eine Offenbarung. Megerle von Mühl- f e l d wollte ein kleines Volksstllck von der Not der Zeit schreiben, wie e» sich zwischen den vier Wänden spiegelt wie sie Mann und Frau. Sohn und Mutter. Frau und Schwiegermutter gegen- einander treibt' ober das dramatische Handwerk liegt ihm noch allzuwenig in den Knochen. Alles bleibt ohne Sirafsung, Ballung, Steigerung. E» kommen drei ermüdende Akte zustande, in denen nichts geschieht, die allzu wenig Substanz haben, in denen lediglich zwischen drei Menschen, zwischen der Schwiegermutter und einem sungverheirateten Paar, dessen männlicher Teil die Stellung ver- liert, während der weibliche sie behält, endlos hin- und hergeredet wird Im zweiten Akt kommt für Augenblicke einmal fo e�wo« wie eine Strindberg- Atmosphäre auf Die Frau muh hinaus in» feindliche Leben. Der Mann pampelt in der Küche herum. Sein Stolz ist verletzt. Aber alles löst sich bei MUHlseld harinlo» auf. Das ganz« Ereignis des ihm völlig entaleitenden letzten Aktes ist, daß Julian wieder Stellung bekommt, daß er die Windjacke der radikalen Partei, der er sich angeschlossen hatte, in die Ecke wirft, und daß wieder Frieden Ins Haus einkehrt. Herausgebracht wurde das Stück von einer Schweizer Dastspieltruppe. Edit Burdi war die Mutter. Hermann Gerig der Sohn und Margot Ferra die Schwiegertochter. Alle drei spielten liebevoll bemüht um die verlorene Sache und ganz ausgezeichnet. H. B. Illustrierte Vorträge Zwischen Kunst und Schmöker Zwei Borträge der Funkstunde bedienten sich der Schallplatte zur Illustration; in beiden Fällen war sie sinnvoll eingeordnet und stellte ein« höchst erfreuliche Belebung dar. Allerdings war der Vortrag von Franz Euere am Sonnabend: „Doppelgänger Tier und Mensch: nachdenkliche und lustige Parallelen" dünner, als es der Titel vermuten ließ und das gute Schallplattenmateria' notwendig machte. Ausgezeichnet dagegen war am Donnerstag dle Darbietung von Joachim Beck:„F ü n f A r t e n z u s> n g e n". die wirklich dem musikalischen Laien etwas sagte und die dabei sehr amüsant zu hören war. Nur war sie in der Darstellung von Bei- spielen allzusehr beschränkt. „Einer von 80 Millionen" heißt die neue M a r i a u x- Reihe, in der wir nun den zweiten Vortrag zur Kenntni» nehmen konnten. Ein etwas reichlich altklug-s junges Mädchen er- zählte, wie sie bei einer Tonfilmaufnahme von Laiendarstellern zugeschaut hat Welche Be- Ziehung dieser Vortrag zu dem Sammeltirel hatte? Genau die gleiche wie am Sonnabend vor einer Woche der Vortrag des Salonvaxavunden: gar keine. Den deutschen Menschen, den dieie Vortragsreihe mit dem anspruchsvollen überoroß-deutschen Titel nicht zeigt, konnte man-n? ner Veranstaltung am Montag erleben, als zwischen 7 und 8 Uhr abends derDeutscheArbeiter-Mvndolinisten- b u n d in der Funkstunde musizierte. Es gab unter den Mitwirkenden sich«?«in-n sehr hohen Prozentsatz Arbeitsloser die am viele» Lebensnotwendige verzichten mllsien, und die trotz allem ihrem Instrument treu geblieben sind mtt dem sie sich selber und anderen Freude be-,>ten. Es wurde gut musiziert, mit sauberem Können, mit echter Musikfreude. Von dieser Veranstoltunb aber gmg mehr au», als nur erfreuliche Musik: Lebenswillen. Lebensbesahung. Am Sonntagabend brachte die Funkstunde unter dem Titel„Au» dem Tagebuch eines K r i m i n a l r e p o r t e r s" ein Mosaik aus Kri- minalliteratur, zusammengestellt von F. M e n- d e l s s o h n. E» war— wenigsten» stellenweise — ganz amüsant, wenn auch t Gestaltung und Darstellung reichlich massiv. Schw'erenstil vor dem Mikrophon zu parodieren ist weniger einfach, als es scheint: das Ohr hört leichter die Schmiere, als die Parodie heraus, besonders, wenn der Stil de» Texte» diese Täuschung begünstigt, wie es bei dieser Sendung der Fall war.— Ir. Zehn tzahre Arbeiter-ZNandolinislen-vund. Der Deutsche Arbeiter-Mandolinisten-Bund(Sitz Mag- deburg, Anhaltstraße 19) veranstaltet aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens in der Woche vom 22. bis zum 29. Januar eine Reichswerbewoche. Der Bund wurde am 23. Januar 1923 mit einigen hundert Mitgliedern in Berlin gegründet und um- faßt heute 31 Bezirke mit über svOO Mitgliedern. Sein Ziel Ist es. die sozialistischen Kutturbestre- Hungen durch Verbreitung wertvoller proletarischer Tendenzmusik zu fördern. Ein aus gemeinnütziger Grundlage geschossener Verlag sorgt für gute und preiswerte Notenbelieferung. 1929 wurde auf dem ersten deutschen Bundesfest In Leipzig die klin- gende Arbeiter-Internationale gegründet. Die Erkrankung(Balswarlhys. Der Zustand des bekannten Schriststellcrs Galswvrth». der in seinem Heim in Hamstead(Londons schwerkrank daniederliegt, gibt zu den ernstesten Besürchtun- gen Anlaß Pros. Hanne» Mever, der ehem. Direllor de» Bau- haus Dessau sprich, Mittwoch, 8 Uhr, im Tiergartenhos, Berliner«tr, 1(Babnho, Tier, tctO, über da.. T'-rno;„Wie lebt der Künstler und öZeistrsarbeitcr im sozialistischen Staat?" Ein Snsemdle-wastipiel des Mannheimer National- lheater» mit Paul Josef Crmers ,.M a r n e s ch l a ch 1" in der Inszenierung des Intendanten Herbert Maisch beginnt llreitag, 5. Februar, im Berliner The- a t e r. Mittwoch, 1. Februar, findet abends im Fover de» Theaters ein offizieller Empfang der Mannheimer Gaste statt. Ueber Ärupp-nbildung innerhalb der Jugeub spricht heut abend in der(vesellschast für wissenschasllichc Philosophie Prof. P. Ziertinann tÄaritbl. Dr. Fritz Ichiss spricht auf Einladung der Bolls- bühne Sonnabend, 8 Uhr, im Kuiistgewerbemuscum über „Die Kunst um Dix und bsrost, Veill und Elster". Ein tritt dM Marl. I« Bund geistiger verus, spricht heute. 8.30 Uhr, in den Kommer�len, Teltower Str. i, Dr. A. Ota- bow«ky:„Worum geht es in Ost-Alien?" Aus dem Arsenal kümmerlicher Ideen I�ommunistiscKe Kritik der Gewerkschaftsbekämpfung Auf dem 12. Ckki-Plenum hielt P i a tn i tz k i eineRede über„dieArbeit" der Kommunisten in den reformistischen Verbänden. Da? Organ für kom- munistisch marxistische Strategie und Taktik,„Be- trieb und Gewerkschaft", mußte diese Rede vcr- öffentlichen und die KPD. samt ihrer RfflO. muh die Ohrfeigen einstecken, die ihnen ihr Genosse Piatnitzki in seiner Rede verabreicht hat. Er sagte- „Trotzdem die Arbeitsbedingungen sich hoch- gradig verschlechtert haben, die Löhne abgebaut sind und die reformistischen und sonstigen nicht- revolutionären Verbände einen Widerstand gegen diese Verschlechterungen nicht organisiert haben, ist unser Einfluß in diesen Verbänden in der Zeit zwischen dem 11. und 12. Plenum nicht gestiegen. Im Gegenteil, unsere roten Verbände und Gswerkschas s Staats- apparats", die reformistischen Ge- werkschaften sind faschistisch und st r e i k b r e ch e r i s ch..." Ob die„Rote Fahne" nach dieser Kritik von diesem Treiben gegen die Gewerkschaften ab- lassen wird, ist stark zu bezweifeln. Doch nicht nur unsere Genossen, auch die RGO.-Leute müßten dieser Abrechnung auf dem Ekki-Plenum entnehmen, wie dieses unsinnige Treiben aus dem Arsenal kümmerlicher Ideen eingeschätzt wird. Der Phrase der gerüffelten Strategen:„Je stärker die reformistischen Gewerkschaften, desto stärker der Kapitalismus, und umgekehrt" setzte Pianitzki entgegen: „In Amerika sind die reformistischen Ver- bände sehr schwach, der Kapitalismus dagegen sehr stark." Piatnitzki ist als waschechter Kommunist natür- lich kein Freund der Gewerkschaften. Er sucht bessere Methoden zu ihrer Bekämpfung und ver- wirft nur deshalb„die kümmerlichen Ideen", die in der KPD.-Presse tagtäglich produziert werden. Nach Abweisung der weiteren Phrase:„Die re- sormistischen Gewerkschaften sind eine Schule des Kapitalismus", wendet sich Piatnitzki gegen den stärksten Trumpf, den die„Rote Fahne" gegen die Gewerkschaften ausspielt: „Die reformistischen Gewerkschaften führen keine Streiks und verraten sie, sobald sie ausbrechen." „Dies wird ebenfalls ohne den konkreten Hinweis, welche Streiks oerraten wurden, be- hauptet." „Darf man im allgemeinen sagen, daß die Reformisten keine Streiks führen und sie ver- raten? In IS Ländern haben in den drei Iahren von 192g bis 1931 18 794 Streiks mit 8 SIS 900 Teilnehmern(nach unvollständigen Angaben), mit 74 708 700 verlorenen Arbeits- tagen stattgefunden. In neun Ländern sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 1932 2908 Streiks mit 1S34 900 Teilnehmern und mit 9 403 800 verlorenen Arbeitstagen(nach unooll- ständigen Angaben) zu verzeichnen. Wer führte nun diese Streiks? Etwa wir allein? Oder aber nur revolutionäre Arbeiter allein? Ich glaube, es wird wohl keine Uebertreibung sein, zu sagen, daß auch die Reformisten Streiks führten." Merken tue Herren mit ihren„1000 RGO.- Streiks" diese Ironie? All diese kümmerlichen Ideen und die sogenannten„linken" Theorien hinderten nur„die Arbeit" in den Gewerkschaften. Wie steht es mit der „Eroberung des Apparats?" In diesem Punkte erinnerte P. an einen Be- schluß des 10. Plenums, wonach es eine schädliche opportunistische Illusion ist, anzunehmen, „daß wir unter den heutigen Verhältnissen— selbst wenn wir die Mitgliedermassen der Ge- werkschaften hinter uns haben— den refor- mistischen Gewerkschaftsapparat erobern können." „Sollte es Parteimitglieder geben, welche glauben, daß wir den ganzen Apparat, sagen wir des Deutschen Metallarbeiteroerbandes, ... erobern können, so wäre dies eine Aeuße- rung des Ovportunismus." „Auf diesem Plenum müssen wir mit den „linken" Ideen Schluß machen. Man muß ihnen den Krieg erklären. Dies bedeutet nicht, daß d i e„r e ch t e G e f a h r" als die Hauptgefahr forttällt" Wir wollen die Herrschaften mit ihren linken und rechten Gefahren unter sich lassen, der Arbeiterschaft jedoch mitten im Kampfe um die Betriebsrätewahlen zeigen, was auf die K a m p f e s w e i s e der kommu- nistischen Presse, auf all die Anwürfe gegen die Gewerkschaften, die Lügen und Verleumdungen aus dem Arsenal kümmerlicher Ideen zu geben ist. Die Arbeiterschaft muß an einem Strang ziehen, die Macht der Gewerkschaften stärken und den Spaltern den Rücken kehren. „Das Nordlicht" lautet das Thema des Vor- träges, den Dr. Th. Meyer mit Vorführung des Heroorragenden Nordlichtfilms der AEG. am Donnerstag, 20. Januar, 20 Uhr, in der Treptow- Sternwarte hält._ Europäische Probleme Graf Carlo Sforza hat ein neues Buch veröffentlicht, dem er den Titel:„Die feind- lichen Brüder. Inventur der europäischen Probleme"(Verlag S. Fischer, Berlin) gegeben hat. Der Untertitel des Buches ist nicht gerade bescheiden! Er läßt auf eine Vollständigkeit schließen, die man vergeblich suchen wird. In der Hauptsache oerbleibt Sforza im Gebiet der Politik; er gibt eine Uebersicht über die europäische Nach- kriegspolitik bis in die jüngste Zeit. Diese Uebersicht ist aber nicht historisch, sondern Sforza nimmt als S t a a t s m a n n zu historischen Ereignissen Stellung. So sagt er z. B. vom Versailler Vertrag, daß er blind gewesen sei„für das neue Gebot, das in der Welt nach Geltung ringt: Entfaltung der Nationalitäten, aber im Rahmen eines gemeinsamen Gesetzes, das sie ver- bindet und organisiert und sie daran hindert, sich gegenseitig zu erheben." Wer würde hiergegen etwas einwenden wollen. Die Einsichten des ehemaligen italienischen Staatsmannes, der heute in der Emigration lebt, sind gelegentlich gewiß klug und abgewogen, aber sie stehen außerhalb der wirklichen Auseinander- fetzungen. Eine gute und vernünftige Gesinnung oerändert leider nicht die Welt; hinter der poli- tischen Gesinnung muß Macht stehen. Der naive Liberalismus, der das Buch beherrscht, stößt sich mit der harten Wirklichkeit. Das anmaßende Kapitel über„den Selbstmord der deutschen So- zialisten" nehmen wir deshalb dem Herrn Grafen nicht übel._ w. Wetter für Berlin: Fortdauer des meist trüben, nur zeitweise aufheiternden, sehr kalten Wetters. Vereinzelt Schneefälle— Für Deutschland: Nur wenig Aenderung des herrschenden Witterung-- chorakters. Rundfunk um Abend Dienstag, 24. Januar Berlin: 16.00 Zither-Duo(Frier u. Hähnel). 16.15 H. Draws Tydisen: Eigene Prosa. 16.30 Aus Dresden; Nachmittagskonzert 17.10 Chöre Berliner Komponisten. 17.23 Vom Baumstamm bis zur Kunstseide(W Erdmann). 17.40 Jugendstunde. 18.05 Lieder. 18.30 Der Kampf um die Abrüstung im Jahre 1932(Hauptmann W. Jost). 18.55 Die Funkstunde teilt mit. 19.00 Stimme zum Tag. 19.10 So tanzt die Welt(Schallpl). 20.00 Das Kätdien von Heilbronn(von Heinrich von Kleist). 22.00 Wetter-, Tages- und Sport- nachrichten. 22.30 Aus Flensburg: Spätkonzert. Königs Wusterhausen: 16.00 Für die Frau. 16.30 Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.10 Zeitdiensl 17.30 Tägliches Hauskonzert. 18.00 Volkswirtsdiaftsfunk. 18.23 Anleitung zum Bach-Spiel. 18.53 Wetterbericht. 19.00 Seelische Erkrankungen. 19.30 Das Gedicht 19.35 Politische Zeitungsschau. 20.00 Aus Wien: Volkstümliches Konzert. 21.10 Aus Genf: Internationales Konzert. 22.15 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.43 Seewetterberidit Sonst: Berliner Programm. Vollständiges Europaprogramm im„Volksfunk". monatl. 96 Pf., durch alle„Vorwärts"- Boten oder die Postanstalten. Verantwortlich für Politik: Rudolf Brendemübl; Wirtschast: G. Klingelböser: Gewerkschastsbe» wcgung: I. Steiner: Feuilleton: Herbert Le« p e r e; Lokales und Sonstiges: Fritz Karstadt: Anzeigen: Otto Hengst: sämtlich in Berlin Verlag: Vorwärts-Verlag G m b H„ Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. 08. Lindenstr 8' Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise werden in jeder Morgen-Ausgabe des„Vorwärts" verössentlicht. Hierzu l Beilage. süs c�ie �eii vom 24. bis 26. Januar KINO-TAFEL PROGRAMM ♦ür die Zeit vom 24. bis 26. Januar RTL Potsdamer Str. 38 Wenn die Liebe Mode macht miii K. Müller, G. Alexander — Schloß im Mond mit Chevalier, Jeanette Macdonuld W. ab 5 Uhr RTL Turmstraße 12 Da» Geftpenftterftchiff mit Harry Piel.— Bring sie lebend heim W. ab 5 Uhr RTL Alexanderstr. 39 (Passage) Das Gespensterschiff mit Harry Piel-— Bring sie lebend heim Den ganzen Tag geöffnetl Alhambra Mfiilerstr 13b. Ecke Seestraße. Grün ist die Heide mit Cam. Spira, Peter Voß— Geheimnis des blauen Zimmers mit Else Elster, Theodor Loos W. ab 4.30 Uhr Odeon.Po tsdamerStr.75 Das Blaue vom Himmel mit Martha Eggerth, 11. Thiraig, E. Verebes, Kampers. Marg. Schlegel— Jugendl haben Zulr. W. 5. 7. 9 Uhr Germania-Palast Charl.. Wilmersdorfer Sir 53/54 Die unsichtbare Front mit Trude v. Molo. C. L. Diehl, Alexa von Engström W 5. 7. 9 Uhr Kant-Lichtspiele Charl Kantstr 54. Fnmögliehe Liebe mit Asta Xielsen. II. Rehmann, Ellen Schuannecke, C. Ballhaus W. 5. 7. 9 Vbr Primus-Palast Potsdamer Straße 19. Uraufführ.! Kaisern alzer mit M. Eggerth, W. Eichberger. Paul Hörbiger, Hansi Niese Jugendliche haben Zutritt! W. 5.15. 7.15. 9.15 Uhr Franziskaner E�ShSr Um 9, 12, 3, 6. 9 Uhr beginnend: Der Mann, den sein Gewissen trieb Um 10.30, 1.30, 4.30. 7.30 u. 10.30 Uhr Der Orlow mit Liane Haid, Ivan Petrovich Neueste Ton- Wochenschau Rheinschloß-Lichtspiele 1 a Neuköim H Kolonnaden-Kino SkTno Leipziger Sir 58 Ab 9 Uhr vorm Bring sie lebend heim— Wir blauen Jungs, ein Tag a. Bord d. „Emden" ÄTeueste B'ochensch. Rheinstr 60. Woch 5, Slg. 3 Uhr Nur 3 Tage! Das Gespenster- schiff mit Harry Piel— Groß. Beiprogramm W Schönebcrg M Flora-Tageskino Hauplstr 144. Zigeuner der Xacht mit Jenny Jugo— Lumpenkavalierc mit Pat und Patachon Moabit 3 Friedrichstaut Die Kamera uXBdu Beginn 3, 5, 7, 9 Uhr Verlgt. Urauif.: Igln, Eskimofilm— Kanu- VnidwaMScrfnhrtcn— Ton woche— Jugendliche Zotrittl J rtnrhnf Cochem ab 6 Uhi fiTlUSnOf Sonmacs ab 5 Uhr Perleberger Str. 29. 2 Großtonfilme: Helgas Fall und Aufstieg mit Greta Garbo— Eine Nacht im Paradies mit Anny Ondra Schlüter-Theater-. v. Schlülerslr. 17 2 Großlonfilme: Ich bei Tag und du bei Nacht mit K. v. Nagy— Edith Lorand: Geigenzauber W Wilmersdorf W Atrium Kaiserallee. Ecke Berliner Straße Madame wünscht keine Kinder mit L. Haid, Gg. Alexander — Tonfllmbeipr.— Ab Donnerst.: Uraufführung: Großstadtnacht mit Dolly Haas Beg. tagl. 5. 7. 9.10 Uhr idEll Sonnt. 3 Uhr Jugendvorst. Potsdamer Straße 56. Testament Com. Gulden mit Magda Schneider. Georg Alexander— Tonbeiprogramm 1 S t e 9 1 1 1»» Titania-Palast SgÄso.Sj. Steglitz. Schloßstr 5. EckeGutsmuthsstr Hoch/.eitsreise zu Dritt mit Br. Helm— Ab Mittwoch; Glück über Nacht mit M. Schneider— — Tonbeiprogramm W Friedenau A Kronen-Lichtspiele Rheinstr. 65 Täglich 5 7. 9 Uhr, Sonnt, ab 3 Uhr Wenn die Liebe Mode macht mit Renate Müller, Alexander, Wallburg.— Beiprogramm Titanic Schöneberg uW9üJ Hauptstr. 49. Stg. 3. 5, 7. 9 Uhr Unmögliche Liebe mit Asta Nielsen. Rehmann Schwannecke— üfatonw.— Tonbeipr. Tn-rirtn Wochent. 5. letzte 9�4 U. 1 urma Sonntags ab 3 Uhr Hauplstr 144 Das Geheimnis um Johann Orth— Bring sie lebend heim /• Mariendorfer VV 7, 9. T/a-Lf Tonlichtspiele S. 5. 7. 9 Chausseesir 305 Helgas Fall und Aufstieg mit Gr Garbo— Das Gespensterschiff mit Harry Piel Woch. ab 6.30 U. EXCeiSlOr Sonnt, ab 4 ü Kaiser- Friedrich-Straße 191 Der Diamant des Zaren mit Liane Haid— Gutes Tonbeiprogramm IfnLnU Kotlbusser Damm 92 nURUR w. ab 6. Stg. ab 4 Uhr Liebe auf den ersten Ton mdft Lee Parry— Dassan. die Insel der 5 000 000 Pinguine Mercedes-Palast sV Ä Hermannslr. 212. 2 Großtonfilime: Im Banne des Eulcnspiegels mit O. Karlweiß — Sirenen um Mitternacht TempelhoF 3 Kar fünf w 7- 9' sbd Stg 5'7'9 iiuriursi slg 3 Uhr Jgd.-Vorst Dorfstraße<2 Ecke Berliner Straße Unmögliche Liebe mit Asta Nielsen, Hans Rehmann— Tonbeiprogramm Primas-Palast sL6;"sehr Am Herraannplalz, ürbanslr 72/76 An heiligen Wassern m. Karin Hardt— Sirenen um Mitternacht(deutschsprachig) Tinn Ii Täglich: 5. 7. 9 Uhr / ll/Oli Sonnt.: 3. 5. 7. 9 Uhr Berliner Straße 97 Die unsichtbare Front mit Tr. v. Molo— Schön wars doch mit Servo» Film-Palast Kammersäle Teltower Str. 1. W. ab 5�, S. ab 3% 2 Großtonfilme: Die unsichtbare Front m. C. L. Diehl— Madame verliert ihr Kleid mit Damita Pnllnttinm w* 5 tetzte 9 Uhr ranaaium s 3. letzte 9 uhr Baerwaldslr. 17 Gr. Ufa-Erfolg! Kampf mit Manfred v. Brauchitsch— Wenn du noch eine Tante hast... Rivoli Film und Bühne Bergmannslraße 5/7. W. 5.30. letzte 9 U. S. 3 30, letzte 9 U. 2 Großtoni.: Grün ist die Heide mit I am. Spira— Das Geheimnis des bläuen Zimmers, Kri- rainalfilm. mit 8 im« Stern, Hermannstraße 49 W'ochent. ab 6 Uhr, Sonnt, ab 4 Uhr Kampf mit M. v. Brauchitsch — Madame verliert ihr Kleid mit Damita Deatsch-Amerik. Theater Köpenicker Str. 68. Wochent. 5, 6.10, 7.40, 9 Uhr Das Geheimnis des blauen Zimmers— Liebe auf den ersten Ton mit Lee Parry Stella-Palast Köpenicker Straße 12/14 Wochentags 6.15 Uhr Anny Ondra in dem toWen Lache rfolg: Baby Hermann Speelmant in dem Krimi naltonfdim: Eine Tür geht auf Treptow Treptow-Sternwarte Mittwoch 8 Uhr: Mit der Filmkamera durch Rumäniens Tierparadios, Ufa— Donnerstag 8 Uhr: Das Nordlicht, Vortrag W Osten W Germania-Palast\ � 1 u. Frankfurter Allee 314 2 Großtonfilme: Anny Ondra in Baby Kriminaltonfilra Eine Tür geht auf mit Hermann Speelmanns Erika Fiedler Lana-Palast Wocsht«'Ä. Gr. Frankfurter Str. 121. Nur 3 Tage! lOOO für eine Nacht mit Fl. Romnicr— Der Mann, den sein Gewissen trieb Flora-Lichtspiele W. 5.30, ca. 7. 8.30 Uhr. Stg. ab 3 Uhr Grün ist die Heide mit Camilla Spira, Peter Voß.— Baby mit Anny Ondra Volks-Kino Königstadt Schönhauser Allee 10. Tägl. 5, 7. 9 ü. Strich durch die Rechnung mit Rühinann— Eine Erbschaft mit Hindernissen Kosmos-Lichtspiele lef/lsvi Lückstr, 70 So 2V«: Jgd.-Vorst. 2 Großtonfilme: Der Schützenkönig mit Max Adalbert— Wer hat hier recht? mit Bancroft Pankow Palast-Theater Breite Sir 21a. Ich bei Tag und du bei Nacht mit Käthe v. Nagy, W. Frltscb Schwarzer Adler AUefU W. 5, 7. ca. 9 Uhr, S. 3, 5, 7, 9 Uhr Grün ist die Heide mit Camilla Spira, Kumpers.— Die erste Instruktionsstunde— Tonw. — Bühnenschau— Jgdl. Zutritt! Tinn ti Wochentags 6.30, 9 Uhr 1 IVO II Sbd.. Sonnt, ab 4.30 Uhr Berliner Str. 27. Strich durch die Rechnung mit Heinz Rühmann, O. Wallburg — Tonbeiprogr.— Jugdi. Zutritt! Tegel Filmeck W. ab OVa ü. Stg. 3 Uhr Am Görlitzer Bahnhof Wenn die Liebe Mode macht mit Renate Müller, G. Alexander Mädchen, die spurlos verschwinden(Kampf um Blond) raii Ursula Grablcy, Harry Frank Viktoria- Theater fu5 Frankfurter Allee 48 Grün ist die Heide mit Camilla Spira— Die erste Instruktionsstunde— Jugendl Zutritt Filmpalast Tegel 1. a6b L?g Bahnhofstr. 2. Slg 2 ü.: Jgd.-Vorst Baby mit Anny Ondra.— Die Herren Lausbuben— Beipr. Luisen- Theater sönm* uhJ Reichenberger Str. 34. Großtonfilm: Ballhaus goldener Engel mit Lucie Englisch, Fr. Kampers Banknotenfälscher von New York Schön wars doch 1 Friedrichsfelde j Kinn Rnvrtt Moni.— Bonn, 6 ü. mno DUSCn Freit-Stg 5 Uhr All- Friedrichsfelde 3 Wolkenstürmer mit C. Nagel. Dorothy.lordun— Die Koffer des Herrn O. F. m. Ii. Paulnen. W Noretosten W Flvetnm" w- 5 ,5' 6 915 u- y9Cl\Siam s ab 5 Uhr Frenzlauer Allee 56 Grün Ist die Heide mit Camilla! Spira. Theod. Loos— Das Gc-| heimnis de« blauen Zimmers; mit Else Elsther. Theod. Loosl V****** Film W ab 0 Uhr ÜOSmOS Bühne S. 4*4 6�. 8% Hauptstraße 6. Helgas Fall und Aufstieg mit Greta Garbo.— Wer hat hier recht? mit Bancroft Union-Theater 1°%. bVÄ Hauptstraße 3. Baby mit Anny Ondra.— Die Herren Lausbuben.— Beipr. Hennigsdorf Fi'lmnn/n*t Be3 W 6 8 3t) Uhr rumpuluSl>�8 4�4. e1�. 8% u. Berliner Str 59 Die verkaufte Braut mit Domgraf- Faßbar nder— Emclka- tonwoche— Gr. Tonbeiprogr. BEILAGE WlTNs DIENSTAG, 24. JANUAR 1933 SmfvBIlk&wu.'ng? Sine unbegvündete Tuvchl/ Vc>n Uenvielle Filvth In Deutschland hat eine gefährliche Wahnidee sich eingenistet. Sie gewinnt immer mehr an Boden. Auch in sonst nüchtern denkenden und sachlich urteilenden Kreisen. Das ist verständlich. wenn man bedenkt, daß sie ihre Kraft aus der reichsamtlichen Bevölkerungsstatistik zieht, und daß Gelehrte von Ruf der faszinierenden Wirkung dieser Zahlen erlegen sind. Das gilt auch für den Artikel„Die Sozialversicherung in Gegenwart und Zukunft".(Bruno Gleiß«, Nr. 5l der Ge- werkschaftszeitung vom 17. Dezember 1932.) So wird es nötig sein, gerade diesen Artikel, der unter Umständen einen unheilvollen Einfluß auf breiteste Massen ausüben könnte, etwas schärfer unter die Lupe zu nehmen, wobei wir uns ausschließlich auf die dort gegebenen Zahlen- reihen und die ihnen zugrunde liegenden amtlichen Quellen stützen wollen. In dem Al schnitt über den ungünstiger werdenden Bevölkerungsaufbau wird ausgeführt, daß im Jahre 1871 34,4 Proz. der Bevölkerung bis ' 15 Jahre, in 1925 25,8 Proz. uno schätzungsweise in 1969 17,9 Proz. bis zu 15 Iahren alt waren bzw. seien. Wir wollen selbst die geschätzten Zahlen, gegen die allerhand einzuwenden wäre, als zutreffend annehmen, und zwar unter andc- rem auch darum, weil das die Sache für unseren darzulegenden Standpunkt noch günstiger macht, Im Alter von 15 bis 60 Jahren standen 1871 57,9 Proz.; in 1925 65,1 und sollen stehen in i960 65,5 Proz. In eine vernünftige Gleichung gesetzt, heißt das, daß der noch er- werbsunfähige, nur Kosten verursachende Anteil der Bevölkerung von 34,4 in 1871 aus 17,9 in 1969, d. h. also auf fast die Hülste der ursprünglichen Zahl zurückgegangen ist. Während also in 1871 auf 57,9 Proz. der Bevölkerung die Aufzuchtssorge für 34,4 Proz. ruhte, würden bei nunmehr 65,5 Proz. der erwerbsfähigen Bevölke- rung die Kosten für nur 17,9 Proz. ruhen. Das heißt. während früher auf 1,68 Personen die kosten für die Aufzucht eines Menschen lagen, wäre lOKU die Last der Aufzucht eines Menschen auf die Schultern von � 3,1 Menschen gelegt. Zum Vergleich sei Frankreich herangezogen. Von 1872 bis 1911 ist seine Bevölkerung von ZfT auf 39V' Millionen oder um 3,5 Millionen gestiegen. Seine Geburtsraten waren also außerordentlich niedrig. Noch niedriger aber die Sterber aten, so daß Frankreich in der Be- setzunz der Altersklassen zwischen 20 und 30 Jahren. ausgerechnet aus das Tausend der in der betressen- den Altersklasse stehenden Bevölkerung nur um ein Geringes hinter Deutschland und England, in der Altersklosse zwischen 30 und 40 Jahren hinter keinem Lande zurückstand, während die Alters- klassen vom 40. Jahre aufwärts in Frankreich st ä r k e r besetzt w a re n, als in irgendeinem anderen Lande. Frankreich kamen also seine pro- dukliven Menschen weitaus billiger zu stehen. Deshalb ist das für die volkswirtschaftliche Bilanz Wesentliche eine Bevölkerungspolitik zu betreiben, bei der die u n n ü tz e S t e r b l i ch k e i t aber auch das unnütze Geborenwerden tunlichst ge- mindert und die stärkere Besetzung der produktiven Altersklassen erreicht wird.(Bergl. Fürth„Der Rückgang der Geburten als soziales Problem". Conradsche Jahrbücher 1913.) Aber, so wird man einwenden, gegenüber der Kostenverminderung für die Aufzucht wird die Velastung durch die über Sechzig- jährigen um so größer Sehen wir zu. 1. Die Erwerbssähigteit auch der höhe- ren Altersklassen ist gewachsen.(Erfolg der Hygiene, des Sports, der Rationalisierung, des Arbeiterschutzes, der Herabsetzung der Arbeitszeit usw. usw.) Man kann ruhig annehmen, daß die Grenze der Erwerbsunsähigkeit heute näher bei 70 als bei 60 Jahren liegt, so daß man die 60- bis Oöjährigen in der Regel den Erwerbssähigen zu- rechnen kann Das würde eine weitere Erhöhung der erwerbssähigen Beoölkckkung um 5,8 Proz. in i960 bedeuten, so daß dann mit einer erwerbs- fähigen Bevölkerung von 71,3 Proz. zu rechnen wäre, gegen 57,9 in 1871, d. h. also mit einem Mehr von 23,1 Proz. Rechnen wir nun die Unlerhastsbedürftigen (bis 15 und über 65 Jahre) gegenüber den Er- werbsfähigen zusammen, so kommen wir für 1871 (mit der 60jährigen Grenze) aus 57.9 Proz. Erwerbsfähige gegen 42,1 Proz. Unterhalts- bedürftige Oder, wenn wir nicht um der Tat- fachen sondern um der zahlenmäßigen Gerechtig- keit willen die 60- bis 65jährigen den Erwerbs- tätigen zurechnen auf 61 Proz. Erwerbsfähige und 39 Proz. Unterhaltsbedürstige gegen(geschätzt) 71.3 Proz. Erwerbsfähige und 28,7 Proz. Unterhaltsbedürstige in i960. Das kleinste Kind kann sich ausrechnen, daß nach der geldlichen Seite hin die Bevölkerungsbilanz von i960 ungleich besser wäre als die von 1871. Dabei ist noch gar nicht in Ansatz gebracht, daß die über 65jährigen Unterhallsbedürjtigen von i960 gar nicht unterhaltsbedürftig im eigentlichen Sinn und ganz gewiß nicht im Sinne der über- Haupt noch nicht erwerbstätigen Unterfünfzehn- jährigen sind. Einmal, weil es Leute besonders innerhalb der liberalen Berufe und des Kauf- mannsftandes gibt, die bis zu 70 Jahren und manchmal weil darüber hinaus arbeitsfähig und erwerbstätig sind.— Zum anderen, weil die mit 65 Jahren Ausscheidenden ihren Unterhalt oder Unterhalts- ansprach schon vorher verdient haben. Was sind denn Jnvaliditäts- und Alters- Versicherung, was sind Ruhegehälter und Renten anderes als die Spargroschen derer, denen sie zu- fließen? Sie haben sie in Gestalt von reget- mäßigen Beiträgen Pfennig für Pfennig und zwar einschließlich der geleisteten Unternehmer- beitrüge, die ja auch nichts anderes sind und sein können als Lohnanteile(sie werden nach der Kopf- zahl der Beschästigten abgeführt), aus ihrer eigenen Arbeit zurückgelegt.(Deshalb ist es ja auch eine Ungeheuerlichkeit der Papen-Regierung gewesen, diesen rechtmäßigen, unkllnd- und unab- dingbaren Anspruch mit einem Federstrich weg- gelöscht und an Stelle des Anspruchs die Kürzung und die Bedürftigkeitsprüfung, also die Armen- Unterstützung gesetzt zu haben. Das gilt für die Alters-Rentenversicherung usw., ebenso für die Arbeitslosenunterstützung, deren Fonds auch nichts weiter sind als gesetzlich fixierte Muhnotgroschen der Arbeiter.) So sind diese Alten, soweit sie gesund sind(wo- für der Umstand spricht, daß das durchschnittliche Lebensalter sich in den letzten 50 Jahren um 20 Jahre erhöht hat), zu einem großen Teil keines- wegz Unterhaltsbedürftige in dem Sinne, daß sie der nachwachsenden Generation oder Staat und Gemeinden zur Last fallen könnten. Und nun das Fazit: Geringere Bevölkerungszunahme aber dafür ein« starke Besetzung der arbeitsfähigen mittleren Altersklassen, verringerte Aufzuchtskosten infolge Geburtenrückgang und Minderung der Säuglings- und Kindersterblichkeit. Demnach eine Verbesserung der Bevölkerungs- und Wirtschaftsbilanz. Ja aber, stöhnen die Fanatiker der Zahl: die Vergreisung. das allmähliche Sterben des Volkes, die aus dem veränderten Altersaufbau zu erwartende Erhöhung der Altersversorgung und sonstiger Soziallasten. Wir glauben die Furcht vor Erhöhung der So- ziaklasten durch unsere vorgängigen Ausführungen als gegenstandslos gekennzeichnet zu haben. Bon der Vergreisung und dem Sterben unseres Volkes aber sind wir glücklicherweise noch weit e n t je r n t. Man kann und darf den augenblick- lichen Tiefstand der Geburten nicht als Gradmesser unserer volklichen Lebenskraft und unseres Lebens- willens betrachten, sondern als eine Folge- erscheinung der unerhörten Wirtschaftskrise. Wer kann denn heute noch wagen, Kinder in die Welt zu setzen, wenn er arbeitslos ist oder fürchten muß, morgen abgebaut und übermorgen im Elend zu sein? Der Frankfurter Stadtmedizinalrat Dr. Hagen berichtet von einer starken Zunahme der Rachitis und Skrofulöse unter den Kleinkindern. Welcher verantwortungsbewußte Mensch wird Nachkommenschaft in eine solche Welt hineinsetzen? Wer sich, wie ich es getan habe, die Mühe nimmt, die Kurve der Geburtlichkeit mit der der Wirtschaftskrisen zu vergleichen, der wird feststellen, daß die Geburtenguote und der Krisen- verlauf eng miteinander verbunden sind. Um nur ein Beispiel aus jüngster Zeit zu nennen: 1927 war ein wirtschaftliches Auf- schwungsjahr. Die Geburtenquote des Jahres 1927 belies sich auf 18,3 pro Mille, die von 1928 auf 18,6: der Geburtenüberschuß stieg von 6,3 in 1927 auf 7,0 in 1928. Mit der einsetzenden Krise selbstverständlich neuer Absturz. Diese Tatsache aus jüngster Zeit ist immerhin ein Beweis dasür, daß einem etwaigen wirtschaftlichen Aufstieg die Erhöhung der Geburtenziffer auf dem Fuße folgen würde. Die Frage des Nachwuchses wird überhaupt ein ganz anderes Gesicht bekommen, wenn wir auch die Regelung der Geburtensrage mit voller Verantwortung in die Hand nehmen. Dazu gehört vor allem die Sorge für gesunden Nach- wuchs durch Sterilisierung der Minder- w e r t i g e n oder sonst erblich belasteten Bevölke- rungselementen. Sogar der bis zur Stunde sehr konservative Aerzteverband hat sich für ein Gesetz zur Ordnung der Frage der Sterilisierung aus- gesprochen.— Weiterhin können wir eine gün- stigere Gestaltung unserer Bevölkerungsbilanz durch Verbesserung des Schutzes für Schwangere, Mütter und Säuglinge und die Sicherung ge» sunder Aufzuchtsbedingungen herbei. führen. Kommt da noch eine der fortgeschrittenen Ar- beitstechnik und Rationalisierung entsprechende Erhöhung des Lebensstandards der schaffenden Bevölkerung durch Arbeitszeitverkürzung, Lohn- und Gehalts- erhöhung und daraus erfolgende Lebensverbesse» rung hinzu, dann gibt die lllachwuchsfrage zu Besorgnissen keinen Anlaß mehr. Die Rationalisierung macht im Produktions- prozeh die Menschenkraft, je länger je mehr, ent- behrlich. Nützen wir die dadurch bedingte Per- billigung der Produktionskosten zur Verbesserung der gesamten Lebenslage des trotz allem unent- behrlichen Motors„Mensch", so werden wir als Nebenergebnis höchst schätzbarer Art zu der er- sehnten Ankurbelung der' Wirtschaft auf dem natürlichen Wege der erhöhten Nachfrage nach Gebrauchsgütern, d h. aber zur Neubelebung der Produktion kommen. Die Reihenfolge der daraus zu erwartenden entscheidenden Aenderung zum Besseren ist hier schon oft dargelegt worden. Möge sie jeder rekapitulieren und danach handeln. Die Furcht vor Entvölkerung wird nach den genannten Darlegungen g e g e n st"a n d s- l o s. Unsere bevölkerungspolitische Grundlage ist so günstig, wie man nur wünschen kann, wenn man das Geborenwerden Untauglicher vermeidet und für gesunde Aufzucht sorgt. Dann kann die Geburtenquote noch weiter sinken, ohne daß uns das zu kümmern brauchte. Kl&mgsmfemt und Fvuu Qespväche mit Kleingävlnevinnen/ Von Slse'Möhns Das Tagewerk der Frau des Kleingärtners ähnelt, was Arbeitsleistung und Tageseinteilung betrifft, vielfach dem Leben der Kleinbäuerin, die ohne jede Hilfskraft Haushalt, Stall und Feld zu oersorgen hat. „Für mich beginnt der Tag, wenn man draußen noch keine Handbreit vor Augen sieht," berichtet die Frau des Kleingärtners F.„I m W i n t e r stehe ich um 5 Uhr auf, denn um'Aß Uhr muß mein Mann zur Arbeit in die Fabrik aufbrechen. 1A Stunden fährt er mit dem Rad zu seiner Arbeitsstätte. Im Sommer aber stehen wir meist noch früher auf und arbeiten im Garten." „Ja, Langeweile gibt es hier nicht," fügt Frau Sch. hinzu.„Kaum ist der Mann gegangen, da muh man sich um die Tiere kümmern. Die Hühner brauchen jetzt im Winter dreimal täglich lau- warmes Trinkwasser, denn das eisige Wasser der Pumpe vertragen sie nicht. Genau so ist es bei der Ziege und den Kaninchen. Die vereisten, er- srorenen Kohlblätter muß ich auch abdämpfen, die Ställe müssen gesäubert werden, saubere Streu, Grün— und Weichfutter sollen auch immer da sein. Ja, die Kleintierhaltung ist ein Kapitel für sich in unserem Haushalt! Aber als Frau muß ich es beherrschen, denn ich habe die Verant- wortung für das Gedeihen der Tiere." Man spürt sofort aus diesen wenigen Worten: Hier ist der ganze Lebenszuschnitt anders als in den Miethäusern der Großstadt. In großen, ein- fachen, von der Natur selbst vorgezeichneten Bahnen verläuft das Leben der Wochen und Monate, bewegt sich der Tageslauf. Die Groß- st ä d t e r i n kann ihren Haushalt tageweise führen, die Frau des Kleingärtners aber muh ihren Blick über Wochen und Monate hinaus richten. Die Jahreszeiten geben hier den Takt an. Alles, was im Sommer geerntet und nicht sofort verbraucht wurde, muß für den Winter nutzbar gemocht werden. Einmachen, Dörren, frostfreies Lagern der Karroffeln, der Gemüse sind Selbst- Verständlichkeiten. Was Grohstadtbetrieb und fortschreitende Technisierung der Großstädterin abgenommen haben, das beherrscht hier, wo es meist kein Gas, keine Wasserleitung, keine Elektrizität gibt, noch den häuslichen Betrieb. Bei den Kleingärtnern und ihren Frauen ist die Handarbeit zu Hause Wie vor Jahrtausenden, so sind hier Mann und Frau gemeinsam die Architekten ihres Hauses. Aber hören wir sie selbst: „Wir wollten uns nicht irgend etwas zusammen- murksen, sondern zweckmäßig, vernünftig und auch geschmackvoll bauen. Natürlich sollte es auch m ö g l i ch st wenig k o st e n. So haben wir uns gründlich beraten lassen, dann die Pläne gezeichnet und endlich gemeinsam das Bau- Material herangefahren. Beim Bau selbst hat mein Mann die schwere Arbeit verrichtet, aber ich bin ihm zur Hand gegangen, wo ich konnte. So können Sie sich denken, daß wir uns mit dem kleinen Holzhaus ganz anders verwachsen fühlen als jemals mit der Wohnung in einer Mietkaserne. Sie werden auch verstehen, wie bitter es für uns ist, das alles einfach wieder zu zerstören, bloß weil der Vertrag in ein paar Jahren abläuft, und Großstadthäuser an unsere Stelle kommen sollen." Und diese starke persönliche Note durchdringt den ganzen Haushalt. Sofort beim Eintritt ist hier die Wesensart der Frau zu spüren. Ohne sorgende Hände, peinliche Ordnungsliebe und Sauberkeit sieht es bald schlimm aus in den engen, kleinen Räumen. Es gibt zwar weder Rauch und Ruß, noch Straßenstaub, aber der Sand wird vom Sturm durch Ritzen und Spalten gejagt, und der ganze Schmutz ungepslasterter Wege gelangt in die Wohnung, die ja zu ebener Erde liegt. So hat die Frau hier eine Aufgabe, die weit umfassender ist, aber auch viel mehr ins Kleine, Einzelne geht als im Großstadthaushalt. Ein solches Leben, das in einfachen, ruhigen Strichen verläuft, das an Stelle des Straßen- lärms die Stille der Ebene um sich hat, ange- schmiegt an die Erde, über sich die Wolken und den Himmel, muß sich natürlich auch seelisch aus- wirken. Hier muß aus Kräften der bewußten Arbeit und des Unbewußten ein Frauentypus sich bilden und sich durchsetzen, der alsbald auch seiner Umgebung das Gepräge gibt. Hier gibt es weder Verkrampfungen noch Kompliziertheiten, weder Phrasen noch falsche Illusionen. Die Erde formt die Menschen, die ihr so nahe sind, nach ihrem Bilde. Und d i e K i n d e r-- Ist es Täuschung oder eine einfache Tatsache, daß man nirgends soviele fröhliche Kinder sieht, als hier? Man begreift, weshalb der Michsverband der Kleingartenvereine soviel Nachdruck und Gewicht auf die Aufgaben der Jugendpflege legt. Es wäre ein Jammer, die Ansätze, die hier überall in die Augen springen, brach liegen zu lassen. Die Mütter wissen sehr genau, was die Kleingartenbewegung für das Kind und den Jugendlichen bedeutet. „Wir kamen aus einer Kellerwoh» n u n g, in der die Wände verschimmelt waren, hierher," erzählt eine Mutter von fünf K i n- d e r n.„Ich selbst wollte viel lieber eine andere Großstadtwohnung in einem Hinterhaus beziehen, als hierher zu gehen, denn ich verstand ja nicht das geringste vom Gartenbau. Aber mein Mann wollte es nicht anders. Als wir nun zum ersten- mal hier draußen waren, es war ein schöner, heller Frühlingstag, da sah meine Jüngste mit großen Augen in die Strahlen, die zwischen den Stachelbeersträuchern auf den Weg sielen und versuchte immer wieder, sie einzufangen. Das Kind hatte zum er st en mal hier draußen Sonnen st rahlen gesehen—— Jetzt können Sie sich denken, weshalb ich hier bin—" Und die Zahl der Frauen, die ähnliches erzählen, ist groß. Die gemeinsamen Wohn- und Lebensbedin- gungen formen auch einen bewußten Ge- meinschaftswillen. Viele sind parteimäßig organisiert und gehären außerdem dem Reichs- verbände der Kleingärtner, dem eigentlichen Träger der Kleingartenbewegung, an. Vieles wird auch gemeinsam beschafft, so Saatgut, Schäd- lingsvertilgungsmittel. Preßluftspritzen usw. Ueber diese im Materiellen ruhenden Bindungen aber spürt man hier vielfach ein starkes Bewußtsein geistiger Verbundenheit, das nicht nur alle diejenigen Frauen und Männer umfaßt, die der großen Familie des deutschen Kleingarten- Wesens angehören, sondern weit darüber hinaus alle Werktätigen. Wo dieses Bewußtsein lebt, da spürt man, daß hier eine große Kulturbe- w e g u n g am Werke ist, die bereits Kindern und Jugendlichen ihren Geist einhaucht. Auf der anderen Seite darf man sich aller- dings gerade hier, wo soviele Werte bejaht werden, die über den flüchtigen Alltag hinaus- gehen, über manches herbe politische Urteil, manche ungeschminkte Kritik großstädtischer Korruptions- erscheinungen nicht wundern. In diesen einfachen, vom großen Rhythmus der Natur beschwingten Lebensverhältnissen gilt das Wort weniger als in der Großstadt, dagegen das lebendige Beispiel alles, und scharfe, klare Forderungen werden an jeden gestellt, der sich ihnen anschließen oder sie gewinnen möchte. Für die Frauen und Männer der Kleingartenbewegung, die durch ihrer Hände Arbeit sich täglich ihre Heimat neu erobern müssen, ist Fausts großes Wort, daß im Anfange die Tat war, heute mehr als jemals unmtUelbare Gegen» wart, lebendige Wirklichkeit. Das erste Arbeiter-Eissportfest Kunstlaufen und Eishockey— Neue Meister Auf i>er eigenen Eisbahn an der Grenzallee in Neukölln hielten die Arbeiterwinter- l p o r t l e r ihr e r st e s E i s f p o r t f e st ab. Für den Zus6)auer war es ein bißchen viel, was da ein bißchen lange geboten wurde. Dabei gab's kalte Beine uns das ist nicht angenehm. Aber die Wintersportler wollten doch alle endlich eimal rankommen, denn wer weiß, ob über acht Tage die schöne Eisbahn nicht wieder�ein Freibad ist. Bei den Kunstläufern wurde mit viel Liebe zur Kunst Erlerntes gezeigt. Der Kunstturner M i e I k e bewies, daß er auf dem Eise genau so große Klasse ist wie an den Ge- raten. Ein ausgesprochenes Talent, dem nichts weiter fehlt als„keine Arbeit und ein Trainer, der die Stunde IV Mark nimmt!" Da er aber das Glück hat, noch in Arbeit zu stehen, und das Pech, einen Lehrer nicht bezahlen zu können, so sind seine Leistungen eben noch höher anzuschlagen. Jedenfalls wird sich die Leitung der Arbeiterwinter- sporller dieses Talents energisch annehmen, wie auch das Ehepaar Förster wirklich der Förde- rung wert Ist. Auch diesen beiden fehlt nur aus- giebiges Training und straffe Unterweisung. Das Eishockeysplel war eine etwas einseitige Angelegenheit für die erste Gruppe, die sich aus Auswahlspielern der ständigen Mannschaften der Vereine Osten, Volks- spart Neukölln und Arbeitersportoerein Neukölln zusammensetzte. In der zweiten Gruppe war Ost- ring mit vier Spielern beteiligt, während die an- deren Spieler den Naturfreunden chuncholdt an- gehörten. Diese„Zweiten" hatten direkt Angst vor der Scheibe, der Sturm zeigte Mängel in der Kombination und es dauerte viel zu lang«, bis die Spieler an der Scheibe waren. Dem Spiele der Zweiten fehlte die Flüssigkeit, man ließ sich von der Schnelligkeit und dem Angriffsgeist der „Ersten" einschüchtern und spielte etwas ver- schämt, was nicht nötig war, da durchaus gute Leute in der Mannschaft steckten. Ein gestickter Haussegen mit der Mahnung„Tempo, Temvo" dürste im Vereinszimmer angebracht sein. Eis- Hockey ist nun einmal ein schnelles Spiel, und wenn die bekannten Drängeleien vor dem Tor stattfinden. wobei die schönsten Erfolge zu holen sind, dann mehr auf Kombination trainiert, wird die Sache nicht lange überlegen. Die..Ersten" hatten einen sehr schnellen Sturm, der mit der Scheibe kräftig losging. Wenn man auch hier noch ein bißchen mehr auf Kombinationtrainiert, wird die Sache gut. Rur sollten sich die Verteidiger von gestern Nicht darauf versteifen, unter allen Umständen auch als Stürmer zu spielen. Das macht das Spielfeld vorm eigenen Tor so kahl und das ist ein— Schönheitssehler, den der Kapitän nicht zu- raffen sollt«. Ein Bravo beiden Torwarten, die Jnpgens sind knorke! 2: V(1: 1, V: 0, 1: 0) Tore für die e r st e Kruppe war das Ergebnis des interessanten Spiels. Die recht zahlreich erschienenen Zuschauer waren voll befriedigt von diesem ersten Eisfest der Ar- beitersportler auf der eigenen Eisbahn. ön dir»lasse o der» u n st l il u f« r wurden verhillt. nismii�ig schwierige Figuren ausgelost. Besonders an der legien Figur scheiterten einige Wettkiimpser. Das von ihnen zu laufend«»lirprogramm zeigte gute Leistungen, doch sehlte an einigen Stellen die ausfallende Arbeit. Gut waren die Leistungen in der»lasse B. Auch hier waren die Pflichtfiguren der schwierigste Teil. Als dritte Figur war die schwerste der ganzen Pflicht ausgelost. Ucberraschend gut war die gezeigte»iir. Pierrctten in allen Formen, Eissvrllnge und Arel- Paullen-Spriinge schlllrftcn immer wieder Uber das Iiis. — Resultate: Klasse 0: l. Braese lNaturfreunde Humboldtl tb Punlte; S. Knoop lFreic Schwimmer Neu- kdllnl 28-, h Runtte: Z. Wickel sAEV. Neulijlln) 2« Punlte: t. wchenl(ASP. Neukölln) IS'/- Punkte: 5. Pagels lB-fks- Iport Neukölln) 16� Punlte.—»lasse B: 1. Mielke lFTGB. Osten) td Punkte: 2. Förster fFTGB. Osten) 41 Punkte. Neue Eissportmeister In Altona wurde» anläßlich des vierzigjährigen Jubiläums des dortigen Eislaufvereins die deutschen Schnellausmeisterschaften der bürgerlichen Verbände ausgetragen. Schon vorher konnte der Münchener S a n d t n e r den vom deutschen Meister B a r w a gehaltenen deut- scheu Rekord über övvv Meter von 3:17,1 auf 9:12,7 Minuten oerbessern. Barwa unterlag dieser Konkurrenz denn auch endgültig, indem Sandtner die loOV und 10 000 Meter als Erster vor Barwa beenden konnte. Zeiten: 1Z00 Meter 2.34. 10 000 Meter 19.32 Minuten. Deutscher Meister 1933 ist also Sandtner, Zweiter wurde Barwa, Dritter Loetsch. B3C. nicht mehr Eishockeymeister München sah die Schlußrunde um die deutsche Eishockeymeisterschaft. Der Berliner Schlittschuhklub fand im Sportklub Riehersee einen völlig ebenbürtigen Gegner. Ein verbissenes Spiel mußte zweimal um insgesamt 20 Minuten verlängert werden, bi» Rießersee bei einem Gedrängel vor dem Berliner Tor den sieg- bringenden Treffer einschießen konnte. Bei Be- endigung der regulären Zeit stand das Spiel unentschieden 1:1(1:0, 0:0, 1:0). In den Kämpfen um die Berliner Tis- Hockeymeisterschaft trafen sich im Eis- stadion Friedrichshain der Berliner Eislaufklub und der Tegeler Eislaufverein. Die Berliner hielten das Spie! gut offen, beendeten es dann aber doch 3:1(0:1, 1:0, 2:0). Am Montag traf „Gdta"- Stockholm auf der Rückreise von Prag im Eisstadion Friedrichshain nochmals auf den Berliner Eislaufklub 2:0, 0:0). und siegte 3:0(1:0, heit 1:28: 3. Mionkowski-Berlin 12 1:27.— 16— 18 Ich«: 1. Görke-Weigensee 1:22,8; 2. Böttcher-Umon 1:24,2.- Männei.Krauijchwimmen, Klasse B, 4 Bahnen: 1. Aloicdlt Charlottenburg 1:0,8; 2. Dunkcl.Ncukölln 1:2: 3. Rich er. Freiheit 1:5.- Klasse ß: 1. Michel.Mowe 1:4,5; 2. Hiinschel-Mittc 1:4,9,- Zrauen-Lagenstafette. 3 mal 2 Bahnen: 1 Neukölln II 2:5,5.- Knaben-Kraulstasettc. 3 mal 2 Bahnen: i. Union i 1:46,2; 2. Spandau 1:48,5: 3. Freiheit 1:52.- Weibliche Ingend-Bruststaiette. 4 mal 2 Bahnen: 1. Lichtenberg 3:5,5: 2. Freiheit 3:7,.; 3. Ehar lottenburz 3:11.—»raulstafette 2— 18 1 2 Stchnen. 1. Eharlottendurg 5:17,4; 2 Möwe 5:38,8; 3. �reihett 5:43,2.— Männliche Iugend-Äraulstafette, 4 mal Rangsdorfer Eissegeln Der Rangsdorfer See auf der Strecke nach Zossen ist jetzt also unwiderruflich zum Eis- fegelrevier erkoren. Auch am Sonntag ging es wieder hoch her, die Wettfahrten zum Jubiläum des Berliner Eissegelvereins hatten eine große Anzahl Schlitten und noch viel mehr Zuschauer angelockt. Drei Tage sollen die Wettfahrten dauern, wobei die Betonung aus den anhaltenden Frost zu legen ist. Drei Meter Wind genügten, um die Schlitten auch über die stark beschneite Eisfläche zu jagen. In der Klasse der 20-Ouadratmster-Schlitten lieferten sich wieder wie vor einer Woche„Eis- vogel II" und„Bratsche" ein glänzendes Matsch, das schließlich„Eisvogel" mit 28.0ö gegen 32.05 Minuten beendete. Das Mitglied des jubilieren- den Vereins Kurtius tonnte den Klubschlitten im Rennen der Fllnfzehner gegen die starke Kon- kurrenz von„DoX" und„Blitz" siegreich beenden, Zeit 12.55 Minuten(Rekordrunde). Eisschlitt- schuhsegler fanden viel Interesse und Nachahmung bei den Zaungästen. Auch nachmittags siegten wieder„Eisvogel" und der Klubschlitten„BEB." in ihren Klassen. Diese Rennen waren vom neu- erstandenen Eisjachtklub Rangsdors veranstaltet. 2 Bahnen: 1. Freiheit und�Berli»'l2 2:112; 2 Weistensee 2:12.6; 3. Charlottenburg II 2:17,1.— Weibliches Zi'gend- Brustfchwimmen, 4 Bahnen, 14— 16 Jahre: l.»on>hke-�bg. 1:86; 2. Wernicke-Branocnburg 1:43.2.— Pushbnll'me! der Frauen Freiheit geZen Mitte 4:0 Punkte für Freiheit.- Wasserballspiel der Jugend Neukölln gegen Freiheit 7:3 Tore.— Wasserballspiel d-r Männer Freiheit � gegen Magdeburg 9:4 T-re.— Rettungsschwimmen kur Wanner: 1. Mannsee 1:16,6; 2. Lehmann 1:18,6. Arbeiter-Schachspieler! Sonntag Spieloerbo wegen der Kundgebung der Eisernen Front im Lustgarten. Heute Dienstag, 20 Uhr, bei Müsch, Brunnenstr. 110. Mannschaftekamps Humboldt- Hain II gegen Moabit. Gäste gern gesehen. Vezirksme'sterschaslen im FSBV. Dl« aus den Bahnen der Slldender Sporthalle ausgetragenen Meisterschaften des Bezirks Süden im Freien Keglerbund brachten d«n als Favorit genannlen SKK. Hufch.Husch auf den dritten Platz, An erster Stelle steht Hohe Kante 3603 Holz vor Atlanta 3582, Hufch-Hufch 3562, Freundschost 3546 Sorgenfrei 3535, Schöneberg Süd-West 3523, Linke u. Co. 3517, Hellas 3517, Solide 22 3511. Alle anderen Vereine liegen unter dem Durch schnitt. Bei den Figurenmeisterschaften konnte Schirmacher-Sorgenfrei die Meisterschaft erringen mit 302 Punkten vor Reinke-Hellas 276 und Voigt-Hohe Kant« 264 Punkten. Bei der Kälte— Schwimmfest heim BSV.„Freiheit" Das erste S ch w i m m f e st im neuen Jahr war die Veranstaltung des Berliner Schwimmvercins Freiheit. Außer den Hellas-Leuten, die wegen ihrer Generalversammlung dem Start fernblieben, waren fast alle Berliner Schwimmvereine an- wesend. Von außerhalb waren Schwimmer aus Magdeburg- Neustadt und Brandenburg gekommen, die aber nie ernsthafte Konkurrenten waren. Aus dem sportlichen Programm ragen die bei- den großen Stafetten der Männer heraus, die bei allen Mannschaften vollen Einsatz ihres Können- beanspruchten. In der Eröffnungskraulstasette sah es anfänglich nach einem Sieg der Mannschaft des Veranstalters aus. Dann waren es aber die Leute von Möwe, die die Spitze übernahmen und sie bis zum Schlußmann hielten. Erst jetzt trat die solange an drüter Stelle liegende Charlotten- burger Mannschaft in Erscheinung. Unter stärkster Anteilnahme des gutbesuchten Hause« tonnte der Schlußmann Charlottenburgs an Möwe und Freiheit vorbeischwimmen und als Erster am Ziel anschlagen: Möwe wurde Zweiter. Freiheit Dritter. In der großen Kraulstafette über 2=4— 8=4—2 Bahnen lag der Sieg schon vorher fest. Daß die Charloitenburger Mannschaft, die z. Zt. in dieser Konkurrenz kaum zu schlagen sein dürfte, dem Feld aber fast zwei Bahnen abnehmen konnte, kam doch etwas überraschend. Die übrigen vier Mannschaften kämpften erbittert um die Plätze, wobei Möwe vor Freiheit und Magdeburg vor Spandau knapp einkamen. Bei der.iz-KIasse des gleichen Rennens war es A l b r e ch t- Char- lottenburg. der feinen Sieg erst durch einen energischen Endspurt an Dunkel-Neukölln vorbei sichern konnte. Dunkel haUe bis dahin vor Richter- Freiheit liegend geführt. Bemerkenswert ist die Leistung der Jugendlichen im Brustschwimmen über vier Bahnen, wo die Zeit des Siegers bei den 14- bis 16jährigen besser als die bei den 16- bis 18jähr!gen ist. In der Iugendkraulstafette mußte die erste Mannschaft von Charlottenburg wegen Frühstart distanziert werden. Dadurch wurde Freiheit und Berlin Xll, die im toten Rennen einkamen, gemeinsam Erster. Großen sportlichen Eifer entwickelten die Kinder, die eine Kinderbruststafette und eine Knabenkraul- stafette schwimmen konnten. Neukölln und Union brachten gut trainiert« Mannschaften an den Start. Wie sehr die Freiheit-Gäste volkstümliche Dar- bietungen lieben, bewiesen sie beim Frauen- r e i g e n, der, gut zusammengestellt, immer wie- der stark applaudiert wurde. Auch das Push- ballsplel, das S ch a u I p r i n g e n, die Wasser- ballsplele und der Lampionreigen am Schluß fanden viel Anklang, Vahnlänge: 24 Meter. 10 mal 2 Bahnen, Freistilstaffel fiir Männer: 1. Charlotlcnbura 4:46; 2. Möwc 4:46,2: . 3. Freiheit 4:50,6— Kindcr.Vruitstafctte, 6 mal 2 Bahnen: I, Neukölln Ii 4:20,4: 2. Spandau 1 4:24,5; 3. Freiheit I 4:26,3.— Männliche» Iuqend.Brustschwtmmen, 4 Bahnen, 14—16 Jahre: 1. Braun-Lichtenberg 1:22,3; 2. Hcuta-Frci- Schwarzes Brett »artell fit Aebeitttlport u-d Sörperpsleg«, Sugent. leiiiina. Besichtigung öe, Drostkr-ftw-rke«»lingenberg 'Inbct erst Dl-nalag, 81. Januar, statt. Treffpunkt 10 Uhr am Eingang de» Werkes. FT»B. Turnhalle Priirenstrahe. Zusammenturnen aller Männer, und Iugendabteiiungc» Mittwcch, 25. Januar. 20 Uhr.— Verlegung der grosicn Fraucn-Ausschuhüssung. Sitzung erst S-nnahend. 4. Februar,»rcisgeschaitsstelle, «r irk Mitte. Dienstag. 24, Januar, Frauen-Serien- U'etttampf in der Turnhalle Gartenstr. 107<20 Uhr), Zu Ichauer haben Zutritt- Bezirk Südost-Treptow. Jahre« psrfammluna Dcnnersiag, 26. Januar, l9>4> Uhr. �striill siraäe 1,— Rnberbezirk. Donnerstag, 26, Januar, 20 Uhr, Sitzung im Fiirstenhof,»äpenicker Str. 107, Jeden Frei- jg Uebungsabrnd in der Ruderanlage de» Gpmnanums In Treptow, Neue»rugallcc. �»li~'"'""" Tennis-Rot Gr-H-Berli». Staileltrilnehmer beim k-aven- fportfcst. Karle» beute abend in der Halle Kappenstrahe. Treffpunti aller Teilnehmer Sonntag, 14 Uhr, aar dem Spa-Ipalast»arlen fiir Hallensportiest in der Halle oder bei Kahler, � 8 Andrea» 9438. Arbeiter-,, Rasen"spiele Fußhall Es ist merkwürdig um die Freie Sportvereini- gnnz Pankow bestellt: geht e» um Punkte, dann wird sie fast immer verlieren, ist es aber ein Freundschastssplel, dann wird nicht nur gewonnen, sondern es kommen auch Lombenrefultate heraus. So war es auch auf dem Platz in der Kissingen- straße bei viel Schnee. Die Pankower hatten sich zu«inem Spielertag den Bezlrksmeister des Küftriner Bezirks im 16. Kreis, die Sportfreunde K ü st r l n, ge- laden. Mit zwei Handball» und einer Fußball- Mannschaft kamen die Küftriner an, um sich mit zwei Niederlagen und einem Sieg auf die Heim- fahrt zu begeben. Der Sieg ist das 2: 0-Ergebnis im Handballspiel der Jug«nd>nannschasten, wäh- rend die Männermannschaften im Hanlball und im Fußball geschlagen wurden. Das Handball- spiel endete nach wechseloollem Spiel 9:5 für Pankow. Dann kam das mit Spannung erwartete Fußballspiel, das Pankow schließlich mit 13: 2 für sich entschied. weitere Ergebnisse. Volkssport Weitzensee gegen Volkssport Neukölln(kornb.) 6:0(2:0).— BSV. 31 gegen Mahlsdorf 6:1(3:0).— Normannia gegen Borsigwalde 2:1(1:0).— Eintracht (Röf.) gegen Bötzow 2:1(1:6).— Kickers 31 gegen MI, iierua 28 4:4(0:8).— Teltow gegen Einigleit. Staate Ii 1:0(0:0).— Wilmersdorf gegen Spandau 25 2:1(1:1).— Vorwärt» 81 gegen Chorlonenburg 8:1(0:0).— Blan- Gelb gegen Rot-Weih 2:0(1:0). Jugend: Borsigwalde gegen Hansa 4:1(1:0). Der letzte Sonntag war für die Arbelterharld baller ein Tag der Ueberraschungen, in beiden Abteilungen der ersten Klaffe gab es unerwartete Resultate. In der Abteilung mußte sich der Kreismeister Volkssport Wedding von dem Bezirk N o r d r i n g der Freien Turnerschaft Groß-Berlin eine I: 4-Niederlage gefallen lassen, während in dei Abteilung L der Bezirk Stralau der FTGB, gegen den ASV.-Schöneberg mit 2:5 geschlagen wurde. In beiden Fällen waren die Niederlagen klar und deutlich, Das Spiel Stralau gegen Schöneberg nahm einen Verlauf, wie ihn sich die Stralauer wohl nicht gedacht hatten. War man doch von dem 5: 2>Sieg über den Volkssport Neukölln noch so im Siegestaumel, daß die Spieler glaubten, sie könnten übeihaupt nicht mehr geschlagen werden. Hinzu kommt noch, daß die Stralauer im Spiel der ersten Runde die Schöneberger glatt mit 14: 7 Toren schlagen konnten. Was konnte ihnen nun noch verfrieren? Es kommt aber oft anders. Das Spiel endete denn auch 2:5 für Schöneberg. D!» Abteilungen Nordost unb Osten der Freien Turner- ichaft Grotz-Berlin spielten 8:2(8:0). Der Osten zeigte wieder ein kleine» Spiel. Wenn auch der Nordosten zum Beginn mehr unter dem schwer bespielbarcn Boden zu leide» hatte ah der Gegner, zeigt sich doch bald der bessere Spieigcist. Und so bleiben die Erfolyc auch nicht au». Weitere Refultatc! Ruderoerein Vorwärts gegen FTGB. Kanu. Bezirk 0:3,— Eiche-Köpenick 3 gegen Südosten 2 1:5.— Sturmvogel gegen Vorwärts 3 1:0.— Kanu- Bezirk 2 gegen Freie Faltbootfahrer 0:1.— Ruderver- eiiligung 1913 gegen Vorwärts 2 3:2.— Prolcs gegen AS«, Neukölln 2 2:1,— Osten 3 gegen Süden 5 7:0.— Wedding 4 gegen Tegel 2 8:0.— Die Frauenmannschaften der Freien Turnersäiaft Brotz-Berlin Nordring unb de» Arbeltersporlverein» Wedding trennten sich 5:0. «aal» Nieafer Dienstag, den 24. Januar staalsoper unter den Linden 19V. Uhr Der Rosenkavalier staatliches Schauspielhaus 19 Uhr Faust I. Teil %mdmi„ rntßüutirBmurf}, BETRIEB KEMPINSKI*■ VOLKSBÜHNE Thcateram Bttlewpka z rsglich 8)4 Uhr D I Norden 6416 Schinderhannes von C. ZucKmayer. Regie. H. Hilpert A. Härbiger. C. Spira. Brausewetier Bernt, Oahlke, Karchow, Dlegelmann MädLOper Charlotienbur Fraunhofer 0231 Dienstag, 24 Januar 20 Uhr Turnus III Othello Nettesheim, Amer- ling. Hanmann. Reinmar Ludwig S eier, Baumann, Heyer, Spering Dirigent. Lad w ig Rose- i heater iraS« Fnnkfiirtir Stnl«>1! Iii. Weiitol El 342' 8.15 uhr' Die Zirkusprinzessin Schi II e r lilsmvclutr. iKnlei iteinpl.(CD 67if Täglich 8>/. Uhr Sonntag 4 Uhr Oer Kolla-Sch agtr Die Mannet sind mai so SSneiand. Heidemann WimfissM Charlotteasir. 9J Dönhoff 62* Leute 8 Vorstellungen läßlich 8»/* Uhr Auslandsreise mit Felix Brcsar Maria Paadler Oscar Sabo, LS»«, 3 Diu 15. Flora 3434. ftoudien er!. öasion Paimer 20 uiienerinnen Konzertieren CASINO-THEATER 8 Uhr. Lothringer Strafe 37 8 Uhr IIIMMIIUnilllllllllillMIUIflillMIIIM Varietö, bunte BUhne. Kabarett \ u r no�li hin 3. Februar Onkel Muz, der Ehestifter F'reKajt. it. Kebpunr Premiere „Der Fürst von Pappenheira" Gutschein 1—4 Personen Parken nui 0.60. Fauieuil(1.75. Sessel 1,25 Sonntag 4 Uhr Onkel Mux. Kl. Preise. Racnnriorc«"mm im Iii RUlB'h iüieiqct DcaUOUcra isteoojat-iifiaji hiilinl i.Vnifh" u» MtSm rUwrmiliik ULLUU 1 Deutsches Theater Schumannstr.l3a Weidend. 5201 Täglich 8 Uhr Imiinlinis; Mn Riinhin): Prinz von Homburg von H. v. Kleist Thitnig. Fahdmer. Fröhiich. Kayfller. Wejener. faiOrrtbaf Komooiennaus Schillbauardamm 25 1,1.02 Wem. 6304-0) Freitag 71/, Uhr Erstauffühiung Acütung. triscngestricuen B. B» B» Begdows Bunte ßöluu kotibnsser Straße o Oberbaum 3900 ngUch 8'« Uhr Stgs. nachm U na dotie Kiste Kuriiirstend.Tr. Knrfürstendamm 209 Tel Bism. 1409 Täglich 314 Uhr Glückliche Reise Dperette von Künnekc in der Prcmterenbe- tefZDDß Alsxandorplatz Neue Königatr, 43 Zenlral-Markliialle am RiiiDüalinlioI Franttlurler Allee, Ecke Peilenkotcrslraffe Billigste Bezugsquelle der Hausfrau Größte und hygienischste Halle des Ostens Rind- a.SdiwiiQi-Sdiliditerei E. Orlowskv Ntnud 1.11 Fism- Herrmann nromes Hsdi' esdiüii DrsOsiens FQrauic QuaUifli iiukanoi Ka x Wild-Bemtgol-Elei sStand 10-11, KmiHerven Spe»: KanVe G. Dehmel Sirnnd n«-IO0 Gustav cudEle Heringe, Gurken, Sauerkohl Hermann Hennia Üb» ,ücmü:>e.büd ffflehfe. Stand - A7 ii HO-III Kram.i nd ung Gertrud tiefte Mtand 60-51 Stettiner Sänger Reichshallen-Th., Dönhotipl 8.1B, Sonntags 3.30 »n rrmKulgtrn Preisen Das große Januarprogramm UNZEN «aufl SALL— Berlin UNZ£N- handlung WilhelmatraQs 44 BeriliUelpiigerSttlK-lTS