Mr. 218. tam med alt nimice is d Vorwärts Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Viertelfährlich 3,30 Mt., monatlich1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. 390 39 2 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer 7.7 müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. 201 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 17. September 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. ignorirt werden würden. Zweifellos würden die Herren, Darauf wurde beschlossen, einen Delegirten Dom internationalen Polizei- die sich sich als der geschäftsführende Ausschuß des nach England zu senden, um dort über Tom kampf im Schifffahrts- Gewerbe. Internationalen Bundes der Seeleute und Hafenarbeiter Mann's Vorschläge betreffs der internationalen LohnHohe Freude hat in's Herz aller Geldsackpatrioten die vorgestellt hätten, noch etwas zu lernen haben hin- bewegung der Hafenarbeiter und Seeleute Informationen Er drückte einzuziehen. Nachricht gegoffen, daß die Hamburger Polizeibehörde das sichtlich ihres gegenwärtigen Benehmens. ferner die Ansicht aus, daß die Unternehmer Indem die internationale Polizei der internationalen Beispiel der Antwerpener nachgemacht und zwei englische sowie einen norwegischen Vertreter der Hafenarbeiter, die haben würden. Sie lehnten es durchaus ab, Engländer und des Norwegers aus Antwerpen und Hamburg sowie einen norwegischen Vertreter der Hafenarbeiter, die überhaupt keine Zusammenkunft wegen der Angelegenheit Rhederschaft einen Dienst mit der Ausweisung der für die gemeinsamen Interessen der Hafenarbeiter wirken wollten, ausgewiesen hat. Wie sollte das auch den Geldjackich von Ausländern und sozialistischen erweisen wollte, hat sie thatsächlich die internationale Solidarität Führern etwas diktiren zu lassen." der Seeleute Deutschlands, Belgiens, Norwegens und Englands patrioten, schwachsichtig, wie er nun einmal ist, nicht von Ganz wie bei uns! Nur daß der englische Rheder, mächtig gefördert. Tom Mann ist ein ausgezeichneterVolksredner Herzen freuen. Verehrt er doch von Alters her in dem so gern er es auch vielleicht möchte, nicht auf die Unter und Agitator, aber es wird sich bald zeigen, daß der aus Eystem polizeilicher Ausweisungen einen Ausfluß tiefster Staatsweisheit. Weltbürgerliche internationale Solidaritäts- füßung des Polizeiknüttels in den gewerkschaftlichen Kämpfen gewiesene Tom Mann dem Rhederklingel Hamburgs und gefühle durchwallen sein Herz, wenn er bewundernd rechnen kann, oder doch nur in sehr beschränktem Maße Antwerpens weit gefährlicher ist, als der redende ihm die nämlichen polizeilichen Großthaten in aller Herren durch ihn unterstützt wird, während dem belgischen und dem überhaupt hätte werden können. Länder" im Schwange fieht. Unter dem Beichen des inter- deutschen Bruder in Merkur die Polizei den verdammten Ausnationalen Polizeitnüttels versöhnt sich der heimische Geld- Erklärlich ist also die Freude des Unternehmerklüngels länder vom Halse hält. sacks- Philister sogar mit dem erbfeindlichen Bourgeois über die Ausweisung Tom Mann's, Buzzo's und des Norjenseits der Vogesen. Er jauchzt auf, wenn dem französischen Chauvinismus zu Liebe Bebel und Bueb in Frankreich wegers Fehr aus Hamburg durchaus. Aber ist sie auch Ein internationaler Agrarkongreß wird morgen Politische Uebersicht. Berlin, 16. September. M des des Landes verwiesen werden und segnet das Staats gerechtfertigt? in Budapest eröffnet werden. Der Thurmbau in Babel rettungsgenie des Herrn Meline, als wäre er ein wasch völlig internationalen Charakter. Der Seemann zieht werben. Uns ist es unerfindlich, welches die gemeinDer Beruf der Seeleute trägt wie fein zweiter einen dürfte durch diese Veranstaltung in Schatten gestellt echter Köller oder Buttkamer aus Hinterpommern. Wie viel lauter tann er aber Hosiannah rufen, wenn in die vielleicht, will er sich auwerben lassen, ein heimisches Schiff samen Interessen der Agrarier aller Länder, die gewertschaftlichen Rämpfe der Arbeiter der internationale por, aber er hat felten die Wahl. Es giebt wohl kaum doch stets die Absperrung ihres Wirthschaftsgebietes allen anderen als ihr Bolizeitnüttel hineinschmettert. In Antwerpen fiel der erste einen Seemann der deutschen Handelsmarine, der nicht von Hauptziel betrachten, Streich, der zweite ist gestern sogleich in Hamburg nach- chon auf ausländischen Schiffen gefahren hätte, und die alle Handels- und Zollbündnisse mit anderen Staaten gefolgt. Und will's das Glück, dann rühmt uns der da der Seemann beständig umhergeworfen wird in der Mauer die Internationalität hätten hochleben laffen, so ähnlich ergeht es den Seeleuten anderer Völker. Aber bekämpfen, sein sollen. Wenn die Erbauer der chinesischen offizioſe Telegraph bald ähnliches aus allen größeren Hafen Welt, ift er später als andere Arbeiter dazu ge- wäre dies auch nicht ſpaßiger, als im Beitalter beg ftädten Europa.3 vor. Diese verdammten Engländer! Was haben die in lommen, sich zu einem Gewerkschaftler durchzuarbeiten; Antrags Kaniz, der Veterinärkonventionen und unseren Hafenstädten zu suchen, um unsere Seeleute und er ist dann aber auch sofort ein internationaler Ministeriums Meline einen internationalen Agrarierkongreß Hafenarbeiter aufzuwiegeln! Geschieht ihnen recht, wenn eoertschaftler geworden. Und mit ihm haben die abzuhalten. Der ganze Heerbann der deutschen Bimetallisten, fie auf den Schub gebracht werden. Bravo! Bravo!" Hilfsarbeiter im Schifffahrtsgewerbe den nämlichen Ent die Leiter und pseudowissenschaftlichen Autoritäten des Bundes der Landwirthe, Vertreter der preußischen Repruftet der Hamburger Rheder wuthentbrannt und wicklungsgang beschritten. mit puterrothem Geficht! Und indem er so seinem Arbeitern, denen ihr Beruf obendrein einen starten Freiheits- Deutschland nach Budapest reisen. Wenn die Empfangs Und diesen von Geburt gewissermaßen internationalen gierung und Professoren der Nationalökonomie werden aus bedrängten Herzen Luft, macht, schreit er zurück, was der und Unabhängigkeitsbrang einimpft, will man mit dem vorbereitungen für den Baren es erlauben, will Minister Londoner Rheder an internationalen Empfindungen von internationalen Bolizeifuüttel imponiren? fich gegeben hat. präsident Meline auch theilnehmen. Wie grenzenlos furzsichtig! Die englischen Hafenarbeiter sind bekanntlich in eine Damit die Blamage für die Arrangeure und TheilBewegung eingetreten. Die Antwort schallt bereits vernehmlich genug hervor nehmer nicht zu offenkundig wird, soll von der Fassung Sie haben ihre Forderungen den aus den Reihen der Seeleute unserer großen Hafenplätze. von Beschlüssen, Annahme von Resolutionen zc. abgesehen wichtigeren Rhedern und Dockgesellschaften unterbreitet mit dem ausdrücklichen Bemerken, daß sie hoffen, auf dem Wege In London ist die Entrüftung unter ihnen allgemein und werden. der Unterhandlung und ohne daß eine Arbeitseinstellung war die auf den 15. September einberufene Versamm stoßen in der ganzen Welt macht sich in kräftiger Seemannssprache Luft. In Hamburg Die Entdeckungen des Aufschneiders Melville nöthig sein wird, zu einer Verständigung zu gelangen. Tung von Hafenarbeitern und Seeleuten von mindestens daktionsstube der Tante Voß mit Ausnahme der Res Was war die Antwort? Wir übersetzen wörtlich aus einer 2000 Personen besucht und nahm auf mehr oder weniger nahm nach dem Referat fräftige Zweifel. Die Entdeckungen kommen auch zu ge heute eingetroffenen englischen Zeitung: „ Herr Laws, Sekretär des Rheber- Bundes( Shippine v. E Im's folgende Resolution an: Federation) erwiderte gestern namens der Unternehmer energischen Proteft gegen die Ausweisung von Mr. Tom des Zaren zusammenhängen, das wird Die heutige öffentliche Hafenarbeiter- Bersammlung legt legen, und sind auch zu großartig. Daß sie mit der Reise immer mit obiger des gesammten Londoner Hafens, daß die sogenannten Mann ein und kann sich unter feinen Umständen mit der Ausnahme von niemand bezweifelt. Nur darüber ist " Forderungen" wahrscheinlich von den Unternehmern einfach Handlungsweise der Behörde einverstanden erklären." man verschiedener Ansicht: hat das Melville'sche Attentat, 75] Rienzi. Der lehte der römischen Volkstribunen. " " Wie tamst Du hierher?" wenn auch ihr Licht durch den Vorhang gemildert wurde, Du denkst mich zu täuschen?" sagte Rienzi, aber mit gegenüber. Indem er ungeduldig wurde, weil der Schlaf so unsicherer und flüsternder Stimme, daß der Bösewicht ihn fortwährend floh, glaubte er zuletzt, dieses Licht sei wohl bemerkte, welchen Vortheil er gewonnen hatte. Du Roman von Edward Lytton Bulwer. die Ursache, und war im Begriff, aufzustehen, um es weiter willst, daß ich Dich loslassen soll, ohne meine Diener zu " Nun gebe der Himmel," sagte er, daß es dem fortzustellen, als er den Vorhang an dem anderen Ende rufen, damit Du zum zweiten Mal mein Leben bedrohen Echurken nicht mißlingt! Eine solche Gelegenheit dürfte des Bettes leise bewegen fah. Er verhielt sich ruhig und kannst?" sich nie wieder darbieten! Er hat einen fräftigen Arm beobachtend. Einen Augenblick darauf trat eine dunkle Du hast meinen rechten Arm verwundet und mich und eine geübte Faust, aber der andere ist auch ein starter Gestalt zwischen das Licht und das Bett. Er bemerkte meiner einzigen Waffe beraubt!" und ein rüstiger Mann. Wenn die That einmal vollbracht jetzt, daß ein Stoß nach dem Theil desselben geführt ist, so liegt mir nichts daran, ob der Thäter davon kommt, wurde, in welchem er ihn getroffen hätte, wenn jener wenn nicht, so müssen wir ihn stumm machen. Todte Menschen Zufall, den er für eine Vorbedeutung hielt, ihm nicht verrathen nichts mehr! Wer kann im schlimmsten Fall günstig gewesen wäre. Rienzi zögerte jetzt nicht länger und Rienzi rächen! Es giebt keinen zweiten Rienzi! Wir und warf sich mit seiner ganzen Kraft auf den Mörder, entdie Frangipani besehen den Aventin, die Colonna und die wand den Dolch schnell seiner zitternden Hand und indem Orsini die anderen Theile der Stadt, und ohne den ges er den Gegner auf das Bett warf, ſette er sein Ruie auf bietenden Zauberer können wir des thörichten Pöbels lachen. deffen Bruſt. Er führte einen Stoß mit dem Dolch Würden wir aber entdeckt," und Savelli, dessen geistige gegen den Mörder, der jedoch nur dessen rechten Arm Kraft, zum Glück für seine Feinde, seinem Willen nicht streifte. Der Tribun erhob nochmals den Dolch zu einem entsprach, bedeckte sein Gesicht schaudernd, mich dünkt, ich tödtlichen Stoß. " " Ich schlich mich ein." " Wer hat Dich veranlaßt zu diesem Bubenstück." " Deine Feinde." " Und wenn ich Dir Gnade widerfahren lasse?" " Dann will ich Dir alles gestehen." Steh auf", sagte der Tribun, indem er ihn, aber mit großer Vorsicht, losließ und ihn mit der einen Hand an der Schulter faßte, während die andere den Dolch auf seine Brust zückte. Ließ meine Schildwache Dich ein?" " Das nicht, folge mir und ich will Dir alles entdecken." " Schurke, hast Du Helfershelfer?" an " Wenn ich deren auch habe, so steht ja der Dolch mir der Kehle." Willst Du entfliehen?" Wenn ich könnte, allerdings!" höre ein Geräusch! Nein, ist es der Wind? Still, es muß Der Mörder jedoch war ein mit der Gefahr unter jeder der alte Vico di Scotto sein, der sich in seiner eisernen Form und Gestalt vertrauter Mann, und er verlor auch Rüftung bewegt, alles ruhig, mir gefällt diese Ruhe nicht! jetzt die Gegenwart des Geistes nicht. Kein Laut! Kein Geschrei! Sollte der Schurke uns bei Balt", rief er, wenn Ihr mich tödtet, so müßt Ihr trogen haben? Oder konnte er nicht in das Fenster auch sterben. Verschont mich, und ich will Euch retten." steigen? Es ist doch so leicht. Oder hat die Schildwache Oder hat die Schildwache Elender Bösewicht!" Rienzi blickte scharf bei dem matten Schein der Lampe ihn entdeckt?" ,, Still, nicht so laut, oder Ihr macht Eure Begleiter auf den Mörder. Sein gemeines Aeußere und sein auss Die Zeit verging, die ersten Strahlen des dämmernden aufmerksam, von denen vielleicht Einer vollbringen könnte, ländischer Akzent schienen ihm hinreichende Beweise, daß Tageslichtes drangen schon ein, als es ihm schien, er höre was mir mißlungen ist. Verschont mich und ich will Euch er nur der Miethling anderer sei, und es konnte flug sein, die Kirchenthüre zuschließen. Er schlich aus der Kapelle entdecken, was Euch mehr von Werth sein muß, als mein einer gegenwärtigen Gefahr zu trozen, um vielen anderen und schaute nach dem Bett des Tribunen, alles war still. Leben; aber ruft nicht, ſprecht nicht laut, ich warne Euch!" Gefahren in der Zukunft zuvorzukommen. Auch war Rienzi Vielleicht das Stillschweigen des Todes!" sagte Sa Der Tribun fühlte sich durch einen plötzlichen Schrecken bewaffnet und in der vollen Kraft und Blüthe des Lebens, velli, indem er sich zurückschlich. überwältigt. An jenem einsamen Ort, fern von dem Volke, und im schlimmsten Fall konnte seine Stimme aus jedem Der Tribun, der vergebens die Augen geschloffen hatte, das er liebte und schätzte, er selbst, vielleicht von Verräthern Theil des Gebäudes seine Diener in der Kapelle erreichen, wurde durch die unbequeme Stellung, in der er liegen umgeben, konnte der Mörder nicht wirklich eine heilsame wenn er auf sie rechnen durfte. mußte, noch wachsamer erhalten, denn da der Theil des Warnung ihm mittheilen? Und diese Rücksichten und" So zeige mir denn," sagte er, wo Du eingedrungen Bettes, wo das Kopfkissen lag, eingesunken war, so hatte er jener Zweifel schienen plöglich die Lage der Dinge zu ver- bist. Wenn Du aber die geringste verdächtige Bewegung fich mit dem Kopf zu den Füßen des Bettes so gut ein- ändern und den Sieger in die Gewalt des Mörders zu mach st, so ist es Dein Tod. Nimm die Lampe!" gerichtet, als es thunlich war. Die Lampe stand ihm daher, geben. Der Bösewicht gehorchte, und indem aus der Wunde insoweit eS sich auf den Zaren bezieht, den Zweck, die englische und französische Polizei für die Zeit des Zarenbesuchs freie Hand zu geben? Oder hat es zum Zweck, die Reise des bekanntermaßen sehr ängstlichen Zaren nach England und Frankreich zu verhindern? Letzteres glaubt man in Frankreich. und hat deutsche Ehrenmänner in Verdacht, Herrn Melville's neueste Ent decknng vorbereitet zu haben. Ohne uns weiter hierüber auszusprechen, sei blos hervorgehoben, daß in diesem Rattenkönig von Polizei thaten augenscheinlich zwei Tendenzen oder Strömungen sich kreuzen: eine die England berührt, und eine zweite, die auf die polizeiliche Ausnutzung der Reise des Zaren hinzielt. Von letzterer Tendenz haben wir bereits des nähereu gesprochen. Auf das Vcrhältniß der Polizei- Entdeckung zur e n g l i s ch e n Politik müssen wir noch zurückkommen. Wir sagten schon früher, eS handle sich offenbar um Z n r ü ck d r ä n g u n g der versöhnlichen Politik, die das konservative Ministerium unter dem Druck der öffeirt lichen Meinung Irland gegenüber eingeschlagen hat, und von der die Freilassung der meisten gefangenen Feiner diktirt wurde. Die Lage der englischen Regierung Irland gegenüber ist jetzt eine ähnliche wie 1882 vor der Ermordung des irischen Staatssekretärs und feines Unter- Staatssekretärs durch Fenier. Die englische Regierung hatte sich damals zn Koir Zessionen verstehen müssen und Gladstone hatte mit Parnell und anderen irischen Führern den berühmten Vertrag von Kilmainham geschlossen. Da kam urplötzlich die Nachricht von der Phönixpark-Tragödie, und im Nu schlug die öffentliche Meinung um. Der Vertrag von Kilmainham war zerristen, und im Gefängnißhof von Kilmainham baumelten bald die Leichen gehenkter Fenier. Hintennach kam heraus, daß ein englischer Lock s p i tz e l die Verschwörung, welche zu jener Blutthat führte, eingefädelt hätte. In wessen Auftrag und Interesse? Heute wird die Verhaftung Tynan's und seiner Ge nossen, wenn die telegraphisch gemeldeten Einzelheiten über Massen- Dynamitfunde sich bestätigen, die nämliche, für Irland schädliche, sür die Reaktion nützliche Wirkung haben, wie 1382 die Morde im Phönix-Park. Damals war eS die Polizei, welche den Streich in Szene gesetzt hatte. Und diesmal? Die Antwort wird nicht ausbleiben.* Einstweilen sei blos noch bemerkt, daß die A u S l ie s erun g der in Boulogne, Antwerpen und Amsterdam gefangenen Dynamit-Verschwörer an England sehr zweifel Haft ist; und daß die Identität Tynan's bestritten wird. Schon im Jahre 1882 war von englischer Seite an Frankreich das Ansinnen gestellt worden, geflüchtete Fenier auszuliefern— die französische Regierung antwortete aber ablehnend. Und es ist ein sonderbares Zusammen� treffen, daß unter den Fenier», deren Auslieferinig 1382 von Frankreich verweigert wurde, sich Tynan und Wallaee befanden, deren Auslieferung auch jetzt gefordert wird. Die sensationellen Details, die in den vorliegenden Zeitungsberichten und Telegrammen enthalten sind, er- mangeln so sehr der Glaubwürdigkeit und des Zusammen- Hangs, daß wir durch den Abdruck derselben den Raum unseres Blattes nur verschwenden würden. Die einzigen zwei Thatsachen, die noch eine gewiffe Be deutung haben, ist 1., daß die Anlwerpener Dynamitarden, die aber in Rotterdam verhaftet wurden, 2000 Pfund Sterling, das heißt 4V 000 M., baar in ihrem Besitz hatten, was für Anarchisten etwas viel ist. Und 2., daß diese nämlichen Dynamitarden im Besitz von Fahrkahrten für ein dieser Tage— jedenfalls vor dem geplanten Besuch des Zaren— nach New- Jork zurückkehrendes Dampfschiff hatten. ErwähnenSwerth sind noch folgende Telegramme: N e w- I o r k, 16. September. Der Sekretär der irischen Alliance proleftirt dagegen, daß die englische Presse Tynan und seinen Landsleute» die Absicht beilegt, eine» Anschlag gegen das Leben des Kaisers von Rußland ausführen zu wollen. Frankreich und Rußland besäßen die Sympathien der Iren. Tynan sei in Privatangelegenheiten»ach Europa gekommen.— London, IV. September.(Privattelegramm der Fraukf. von seines rechten ArmS die Blutstropfen zur Erde flössen und Rienzi ihn fortwährend an der Schulter gesaßt hielt, schlich er langsam mit ihm durch die Kirche. Sie erreichten den Altar zur linken Seite, von welcher ein kleines Zimmer für den Geistlichen angebracht war. Als der Bösewicht sich diesen' näherte, wurde Rienzi mißtrauisch. „Nimm Dich in Acht!" flüsterte er,„das geringste Zeichen von Verrath und Du bist das erste Opfer." Der Mörder jedoch blieb unbefangen und trat in das Zimmer, wo er auf ein offenes Fenster zeigte. .Hier bin ich eingedrungen", sagte er,„und wenn Ihr erlaubt, daß ich jetzt wieder ans demselben—" „Die Ratte kommt nicht so leicht aus der Falle, als hinein", erwiderte Rienzi lächelnd.„Und was soll ich jetzt mit Dir beginnen, wenn Du nicht willst, daß ich meine Diener rufe?" „Laßt mich gehen und ich will morgen zu Euch kommen, und wenn Ihr mich gut bezahlt und mir versprecht, mir das Leben und die Freiheit zu schenken, so will ich Euch Eure Feinde angeben." (Fortsetzung folgt.) Mttnlk und ZVist'enfitzafk» Lessiug-Theater. Am Dienstag fand mit einem alten Be« kannten freundlichstes Wiedersehen statt. Georg Engels war nach zwei Jahren wenn auch nicht in die Stätte seiner Triumphe, ins Deutsche Theater, so doch ,u seinen Verehrern, die sich zahlreich im Lessing- Theater versammelt hatten, zurückgekehrt und mit ihm kam auch einer der besten Schwänke der Schönthan-Kadelburg'schen Werkstätt»„Der Senator" wieder auf die Bühne, dessen prächtige Titelrolle von Georg Engels repräsentirt. wieder Stürme der Heiterkeit erregte. Ueber das Stück und die Titelrolle neues zu sagen, erübrigt sich. Z» erwähnen ist bloS, daß Engels über das Spiel der anderen Rollenträger sich kaum zu beklagen hatte- bester als die Frauen» rollen wurden die wichtigeren Männerrollen, die in den Händen der Herren Schönfeld und Stahl lagen, gegeben. Von den Schauspielerinnen traf am besten den Ton die Frau Senator Moser-Sperner. Im Schillertheater hat man wieder einmal klassische Pfade betreten. Dienstag Abend wurde Lessing's Emilia Galotli auf. geführt, jene wuchtige Anklage gegen das Verbrechen des Ab-� solulismus, der bis zur großen Revolution sozusagen im paradisi-zeigen ftereojkopische Wirkung. Zeitung.) Die Meinung, daß ein Attentat gegen den Zaren beabsichtigt gewesen und daran auch Nihilisten betheiligt seien, wird von den Blättern nicht unbedingt zurückgewiesen, doch sehr angezweifelt. Die Gesellschaft der Freunde der russischen Freiheit bezeichnet diese Behauptung alS lächerlich und bestreitet, daß irgend eine Verbindung zwischen den Nihilisten und Feniern bestehe. Di« Frage, ob die Auslieferung der in Paris und Rotterdam Verhafteten erfolgen werde, wird lebhaft erörtert. Es überwiegt dabei die Meinung, daß dieselben zw nächst die Gesetze des Lande?, haben und daher auch dort wo sie ergriffen wurden, verletzt zuerst abgeurtheilt werden müsten. Bezüglich Tynan's ist es fraglich, ob Frankreich dem erweiterten Auslieferungsverträge rückwirkend« Kraft beimessen wird. Dem „Daily Chronicle" kommt die ganze Angelegenheit sehr zweifeb Haft vor und es fordert weitere Aufklärung. Gerade vor Redaktionsschluß wird vom„Herold"- Bureau telegraphirt: Rotterdam, 16. September. Die Polizei entnahm aus den zerrissene» Korrespondenzen des verhafteten Anarchisten Wallaee, daß ein Komplott gegen ein gekröntes Haupt organifirt war. das der Königin von England einen Besuch abstatten wollt«. Die Melville'schen Dynamit- Leute müssen merkwürdig mittheilsame Menschen sein, daß sie solche Geheimnisse dem Papier anvertrauen und das Papier dann blos zerreißen. Das ist höchstens„Bombenbaronen' und ähnlichem Volk znzutraueu.— Die Entthronung des Sultans wird jetzt in E n g l a n d laut gefordert. Daß die Ausführung nicht so leicht ist, alS mancher glaubt, haben wir schon dargethan, und vom Wort zur That ist noch eine weite Entfernung. Immerhin ist es ein großer Triumph der russischen Diplo matie, daß gerade England, der natürliche Beschützer der Türkei und Gegner der russischen Eroberungspolitik, für einen Plan die Initiative ergreift, dessen Verwirklichung nur Rußland zu gute kommen kann, und dieses dem seit zwei Jahrhunderten verfolgten Ziel der Eroberung Konstantinopels beträchtlich näher führen würde. Es erinnert unS das an einen früheren Vorgang. Als die Türkei 1826 mit der Janitscharenwirthschaft ausräumte und den Weg der Reform beschreiten wollte, da war es im Interesse der russischen Politik, die Reformen um jeden Preis zu verhindern. Ruß land rüstete zum Krieg, und da es sich der Türkei militärisch nicht gewachsen fühlte, so brachte es— genau wie jetzt— England in Gegensatz zu der Türkei. Damals spielten die Griechen dieselbe Rolle, wie heute die Armenier— die öffentliche Meinung schwärmte für die christlichen Märtyrer und verwünschte die türkischen Mörder. Das sonst sehr scharf rechnende England wurde mit einem Male sehr sentimental und— euics schönen Morgens— am 29. Oktober 1827— überfiel die englische Flotte,verstärkt durch ein paar russische und französische Schiffe, die türkische Flotte bei N a v a r i n o(an der griechischen Küste) und vernichtete sie. Nun hatten die Russen leichteres Spiel; sie schlugen los, bekamen allerdings tüchtige Hiebe, erlangten aber, der Vernichtung nahe, schließlich mit Hilfe der europäischen— namentlich englischen— Diplomatie den ihnen günstigen Frieden von Adrianopel. Diese für England so blamable Episode ist seinerzeit von Karl Marx in seinen Artikeln und Flugschriften gegen P a l ni e r st o n klassisch behandelt worden. Vielleicht findet sich jemand, der diese wenig bekannten Arbeiten ins deutsche übersetzt und den deutsche» Arbeitern zugänglich macht. Es wäre ein höchst zeitgemäßes Beginnen und würde gewiß zur Klärung der durch die russischen Grusel- Legenden arg verwirrten� Geister beitragen.— Deutsches Reich. — Zur Reform der SlrbeilerverficherungS» Gesetze schreibt anscheinend offiziös die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung": „Die Aeußerungen der Presse über den im„Reichs-Anzeiger" veröffentlichten Enlivnrf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung von Arbeiterversicherungs-Gesetzen, gehen mehrfach von der irrigen Annahme ans, daß eine umfastende Revision der Unfallversicherungs-Gefetze nicht mehr in Aussicht genommen sei und die Abänderung dieser Gesetze auf die in jenem Entwurf vorgesehene Vereinigung einiger Reihen von Unfall- Schiedsgerichten mit den Schiedsgerichten für die Jnvaliditäls- und Altersversicherung beschränkt werden solle. Wir weifen dem- gegenüber darauf hin, daß sicherem Vernehmen nach die B e- rathungen des Bundesraths über den ihm im Jahre 1894 vorgelegten eingehenden Entwurf einer fchen Zustande lebte und noch gänzlich unverhüllt auf Thronen und Thrönchen feinen animalischen Empftndungen nachgehen konnte. Erst nach dem große» Weltgericht wurde der Absolutis- mus fromm und drapirte sich gotteßfürchtig mit kirchlichen und in späterer Roth selbst mit konstitutionellen Feigenblättern. Die vorgestrige Darstellung des Dramas war recht von Schwung ge- tragen. Theilweise sprudelte das Feuer der Leidenschaft sogar raketenhaft empor. So anS der Gräfin Orsina der als Gast auftretenden Künstlerin Luise Eybe». welche mit allen Borzügen der alten Provinzialschule bewaffnet, unter den Fansarenklägen der geschraubtesten Hochlöne gegen den bösen Marinelli zum Kampf ausrückte. Letzterer fand in Herrn Pauly einen verständig und ohne schablonenmäßige Kanaillenhastigkeit auftretenden Darsteller. Schlicht und ohne übel angebrachte Sucht nach Effekthascherei spielten die Damen Detschy und Pauly, sowie Herr Pategg. Letzterer gab den Vater Odoardo. während in den Länden der genannten Künstlerinnen die Rollen der Claudia und oer Emilia lagen. In der nächsten Serie der Vorstellungen, die unter Regie Julius Türk im Belle- Alliance- Theater statlfinde». zelangt die Jugenddichtung von Henrik Ibsen„Die Komödie »er Liebe" in der Uebersetznng von Profeflor Schweitzer zur Aufführung. Die erste Aufführung, die am Sonntag den 4. Oktober nachmittags 2'/« Uhr stattfindet, ist eine wirkliche Premiöre, da die Dichtung, die Ibsen bereit? im Jahre 1862 verfaßte, in Deutschland noch nicht zur Aufführung gekommen ist. In der Internationalen Kunstausstellung haben' die Ver- käufe von Werken die Summe von 606 600 M. überschritten, ein Ergebnib, daS bisher noch niemals auf unseren Ausstellungen erreicht worden ist. Allein aus den drei letzten Tagen sind Verkäufe in Höhe von rund LS 660 M. zu registriren. Edison uud dir Röntgenstrahlen. Wiederholt sind ver» »che gemacht worden, um die unsichtbaren Röntgenstrahlen in ichtbare umzusetzen. Die ersten Versuche rühren von Salvioni her. Neuerdings hat, den„Wiener photographischen Blättern" zufolge, Edison einen Apparat„Flnoroskop", konstruirt, mit dem «ine okulistische. Prüfung der Röntgenstrahlen möglich ist. Edison benutzt feinen, pulverisirten, wolframsanren Kalk und stäubt damit den Boden eines geschwärzten Kasten? ein; durch diesen Kasten wird der vom Röntgenlicht bestrahlte Körper betrachtet. — Angeregt durch den Physiker Professor E. Mach haben Re- gierungsralh Professor Dr. Eder und Professor Dr. Czermak Stereoskopbilder mit Röntgenstrahlen hergestellt. Eder ließ das Objekt an Ort»»d Stelle und verschob die Birne, während Czermak den»»igekehrlen Weg einschlug. Die erhaltenen Bilder Novelle zu den UnfallversicherungS-Gesetzen inzwischen so weit gefördert worden sind, daß ihr Ab« fchluß schon in nächster Zeit zu erwarten sein dürste."— — Ein werthvolles Eingeständniß macht der Verein derRohrzucker-Fabriten, der eben hier feine Generalversammlung abgehalten hat. Er konstatirt, daß durch das letzte Zuckcrsteuer-Gesetz, gegen das bekanntlich unsere Fraktion gestimmt hat, die Zuckerfabriken zur Ueberprodukiio» gezwungen werden, er fordert ferner die Aufhebung aller Zucker- ausfuhr-Prämien durch internationales Uebereinkommen. Endlich wurde die Schaffung eines Zuckerkartells angeregt.— — Der Patriotismus entschuldigt wenn nicht alles, so doch vieles, was antipatriotischen Sterblichen zum Ver- derben ausschlägt, wenn sie vor Gericht gerathen. Höchst sonderbar muß folgende Gerichtsverhandlung so manchen Sozial- demokraten anmuthen, der wegen angeblicher Beleidigung sich zu verantworten hatte und dann die Wahrung berechtigter Jnler- essen geltend zu machen suchte, wenn er sich irgend einer Sache angenommen hatte. Man lese und staune: In Nr. S1 des „Graudenzer Geselligen" war ein Artikel veröffentlicht worden, der den überhandnehmenden polnischen Bestrebungen in Westprenßen entgegentrat. In diesem Artikek, den der Redakteur P. Fischer verfaßt hatte und sür den er die Verantwortung trug, war(als Nachricht aus Briese») mitgetheilt worden, es sei in Briefen stadtbekannt, daß der Dekan Polomski den katholischen Eltern feiner Ge- meinde verboten habe, ihre Kinder in die vom vaterländischen Frauenverein begründete, von einer evangelischen Diakonissin (Hinz) geleitete Kleinkiiiderschiile zu schicken, und daß er denjenigen Eitern, die diesem Gebote nicht gehorchen würden, gedroht habe, er werde ihnen die Beichte verweigern. D»rh diese letzte Miltheilung fühlte sich der Dekan Polom-kr „in seinem Amte beleidigt"; unter dem Hinweis darauf, daß eine solche Drohung, von ihm ausgestoße», eine Ueberschreitung seiner Amtsbefugnisse sein würde, und daß die Zumuthung, er würde seine Befngniffe überschreiten, eine schwere Beleidigung für ihn enthalte, erstattete er beider Staats- anwaltschaft Anzeige und bat um weitere Verfolgung der Sache. Nachdem in dieser Sache schon mehrmals Tennin abgehalten worden war, wurde am letzten Donnerstag wieder in die Haupt- Verhandlung eingetreten. Aus der Vernehmung der Zeugen er» gab sich, daß in der That in Briefen davon gesprochen worden war, daß der Geistliche Polomski seinen Pfarrkindern verboten habe, ihre Kinder in die von der Diakonissin Hinz geleitete Kleinkinderschule zu schicke»; Herr Polomski gab das selber zu. indem er bemerkte, er habe alS Grund für dieses Verbot an« gegeben,„es paffe sich nicht, daß katholische Kinder in die von der evangelischen Diakonissin geleitet« Schule gingen". Nach einer etwa halbstündigen Berathung verkündete der Vor» sitzende des Gerichtshofes das Urtheil dahin: Die Behauptung de? Angeklagten, der PolomSki habe den- jenigen Katholiken, die ihre Kinder in die Schul« der Diakonissin Hinz schickten, mit der Verweigerung der Beichte ge- droht, sei n l ch t e r w i e s e n, sie enthalte objektiv«ine Beleidigung; der Angeklagte habe auch das Bewußt» sein gehabt, daß die von ihm aufgestellte Behauptung be- leidigend fei; denn wenn eS ihm auch unbekannt war, daß de« Dekan Polomski durch die Drohung, die Beicht« zu verweigern, seine Amtspflichten verletze, so halte er doch zweifellos das Be- wußlsein, daß er dem Dekan den Vorwurf mache, daß er Polonifation betreibe. Dem Angeklagten müsse jedoch der Schutz aus§ 198 d«S Reichs-Strafgesetz- buche?(Wahrung berechtigter Interessen) zugebilligt werden aus drei Gründe». Erstens sei es daS Recht jede? Deutschen, p olonisirenden Bestrebungen mit erlaubten Mitteln entgegenzutreten, zweitens gehöre der Angeklagte dem Verein zur Förderung deS Deutsch- thnmS in den Ostmarken an, dessen Zweck eS sei, das Polenthnm abzuwehren, und drittens sei er Vertreter deS„Geselligen".«ineS Blattes, das es sich zur Aufgabe gestellt habe, das Deutfchthum in den Ostmarlen niit allen Kräften zu wahren und allen deutsch« feindlichen polnischen Bestrebungen entgegenzutreten. Der An- geklagte habe, indem er jenen Artikel schrieb, nur die ihm alS Leiter dieses BlatteS obliegende Pflicht erfüllt. Der Gerichtshof habe deshalb auf Freisprechung deS Angeklagten er« kannt. Die Koste» werden der Staatskasse auferlegt. Also der„Gesellige" hat eine nicht erwetsbar« objektive Beleidigung n, itBewußtsein ausgesprochen, aber als Deutscher hat er das Recht, zu diesem er» l a u b t e n Mittel der Bekämpfung polonisirender Bestrebungen zu greifen. Er hat als Leiter eines Blattes ein« patriotische Pflicht erfüllt. Und wie oft haben wir Frau Justitia ver- künden hören, daß e? ei» Recht der Presse aus Schutz des tz 193 in ähnlicher Situation nicht giebt. Ja. Sozialdemokrat, da? ist auch etwas anderes!— Hamburg, IS. September.(Eig. Mittheilung.) Es ist bereit» berichtet worden, daß der Sekretär Mr. Buzzo von der britischen Dockers, SailorS and Firemen Union ausgewiesen worden ist. Die Polizei hat nicht nöthig. Gründe anzugeben; sie wäre wohl auch verlegen darum gewesen, denn Mr. Burro hat nichts, aber auch gar nichts gethan, was nur als Vorwand für die Ausweisung dienen könnte. Seit einigen Wochen hielt er sich nebst seiner Familie hier auf, hat während der Zeit die Mannschaften der englischen Schiffe besucht und Zettel vertheilt, die in der Uebersetznng lauten: Internationale Bewegung. Hafenarbeiter, Seeleute und Fener- leute. Zwei Reden werden gehalten werden über Gewerkschafts- bestrebimgen und die durch Vereinigung zu erzielenden Borlheile von Mr. Tom Mann, Präsident der Hafenarbeiter-Gewerkschast von Großbritannien und Irland.(Folgt Ort und Datum.) Alle Hafenarbeiter, See- und Feuerleute und ihre Frauen werden ersucht, zu kommen und ihre Freunde mitzubringen. Alle find will» kommen. Uebersetzer Herr von Elm, Mitgl. d. R. Sekretär C. L. Buzzo. Wirklich ein Schriftstück, welches knapper und unverfäng- licher kaum gehalten sein könnte. De» Hamburger Polizei mutz es aber sehr bedenklich vorgekommen sein. Buzzo erhielt die Ordre, binnen 24 Stunden das Gebiet der„freien" und Hansastadt zu verlaffen. Aber bevor die Galgenfrist abgelaufen war, wurde heute Morgen Mr. Buzzo von der Polizei festgenommen und nach dem Stadthaus ge- bracht. Damit es ihm an Gesellschaft nicht fehle rücksichtsvoll ist nnsere Polizei immer!— wurden bei ihrer Ankunft hier daß englische Parlamentsmttglied Tom Mann und der zweite Sekretär der Union, F« h r(geborener Norweger), ebenfalls in polizeilichen Schutz genommen. Der Bor- gang war beobachtet worden und der Einberufer der Ver- sammlung begab sich sofort onfS Stadthaus, erlangt« auch ein« Audienz beim Polizeisenator Dr. Ha ch in a n n uud erhob dort Protest gegen die getroffenen Maßregeln. Kalt lächelnd antwortete man ihm, protestiren könne er wohl, aber nützen werde es nichts. Nun führte der Einberufer gegen die „Republik" Hamburg die preußische Monarchie ins Feld und wies daraus hin, daß auch in Altona eine Versammlung für Tom Mann arrangirt sei und daß man, falls man Tom Mann nach England ausweise(d. h. mit dem nächsten Schiff fortsende), ihn verhindere, seinen Verpflichtungen nachzn- komnien.„Ja, wenn Sie nnS ein« Bescheinigung darüber bringen, daß Tom Mann in Altona sprechen darf, wird er dorthin ausgewiesen," so erklärte uns Dr. Hachmann. der jawohl auch die Altonaer Polizei kennt. Als der Bersammlungs» einberufer sich auf dem Altonaer Polizeibureau dies« Bescheüu- gnng boten wollte, erhielt er den tröstlichen Bescheid. Tom Mann könne in der Versammlung sprechen— schriftlich werde in- dessen das nicht gegeben. Tom Mann, Fehr und Buzzo saßen inzwischen im Stadt» haus, des die Abjahrtezeit des Dampfers„Vesta" herannahte; an Bord beffelben wurden die lekteren beiben gebracht einer ber letteren, ein gewiffer Carey, als Rronzeuge alles, was zufammen zu treten, um zu prüfen, inwieweit die Forderungen und find, wenn dem Leser die Zeilen vor Augen fommen, er von der Verschwörung wußte, um sich dadurch selbst zu retten. Der Arbeiter berechtigte wären. Es wurde fonstatirt, daß die bereits in England, um dort von deutscher Gastfreundschaft, Er berichtete über die Borbereitung der Verschwörung und über Arbeiter im Durchschnitt wöchentlich ca. 24 M. verdienen und deutscher Versammlungs- und Koalitionsfreiheit und von der die Amputirmeffer, die zur Ausführung des Verbrechens dienten die Lage des Artikels es nicht gestatte, höhere Löhne als bisher Republikanertugend der Hamburger Herren zu erzählen, Zom und längere Beit in feiner( Carey's) Wohnung unter dem Dache zu bewilligen. Nachdem noch festgestellt wurde, daß sich zirka Mann wurde nicht an Bord der ,, Vefta" gebracht; wahrscheinlich verborgen gewesen waren; es waren von diesen Meffern noch einige 300 Arbeiter im Ausstand befinden, wurde nachstehende Resolution hat man ihm einen anderen Weg vorbehalten. Vielleicht hat überzählige inBereitschaft gehalten worden. Daneben theilteGarey mit, mit großer Majorität angenommen: Die im Reftaurant auch der englische Generalfonful, dessen Einschreiten Tom Mann daß er und andere durch einen Mann eingeweiht und reichlich Herold" versammelten hiesigen Ballschuh- Fabrikanten haben den anrief, dafür gesorgt, daß von der gewöhnlichen Schubmethode mit Geld versehen worden waren. Dieser Mann, den sie bloß ihnen von ihren Arbeitern vorgelegten neuen Lohntarif forg in diesem Falle abgesehen wird. als Nummer Eins" tannten, war der Leiter der Verschwörung. fältig geprüft und sind einstimmig zu dem Resultat gekommen, Die angefagte Hafenarbeiter- und Seemannsversammlung in Ueber die Persönlichkeit gingen lange Zeit allerlei Bermuthungen daß in anbetracht der auswärtigen und ausländischen Kon Tütge's Etabliffement fand troß der Ausweisung der Engländer um. Es fand sich eine Photographie, auf der ein Herr mit furrenz, welche wesentlich niedrigere Löhne als bisher hier üblich. statt. Natürlich war eine gewaltige Polizeimacht( in Uniform einer Dame abgebildet war. In dem Herrn erkannten die Mit- zahlt, sie nicht in der Lage feien, wenn sie konkurrenzfähig und in Zivil) aufgeboten; fogar die Hamburger Polizeimarine, wiffer alsdann Nummer Eins". Es stellten sich bei den Be- bleiben wollen, eine Aufbefferung der Löhne vorzunehmen. Es bie Hafenpolizei war zur Assistenz herangezogen und bei der hörden bald Leute ein, die den Mann unter seinem wahren tommt hinzu, daß die Lederpreise immer noch nicht den alten Ueberwachung" burch ihren Kommandanten repräsentirt. Ge Namen Patrick Tynan gekannt hatten. Zynan, der seine Standpunkt erreicht haben, während die Verkaufspreise der legenheit zum Einschreiten erhielt indessen die bewaffnete Macht Stellung als Geschäftsreisender dazu benutzt hatte, um fertigen Schuhwaaren längst wieder auf dem alten Niveau an nicht; dagegen haben ihre anwesenden Vertreter Gelegenheit überallhin unauffällig au reifen, zu einer Zeit, wo in Irland gelangt find, und sehen sich dieselben daher zu ihrem Bedauern genug gehabt, die Werthschäßung wahrzunehmen, welche die Ausnahmegefeße herrschten, lebte mittlerweile auf großem Fuße. veranlaßt, den jebem einzelnen von ihnen vorgelegten neuen Hamburger Arbeiterschaft derartigen Polizeiftückchen entgegen- Er rühmte sich der Bekanntschaft der parnelistischen Abgeord- Lohntarif rundweg abzulehnen." Bedauerlich ist es, daß eine bringt. Als der Vorsitzende die Ausweisung der Engländer zur neten. Er batte seine Mitgliedschaft in einem Londoner Frei- an und für sich noch junge Industrie, wie die Ballschuh. Kenntniß der Versammlung brachte, ertönten tausendstimmige willigen- Regiment bewahrt und stand mit unter der Ehrenwache, Fabrikation am hiesigen Plaze ist, durch derartige unerfüllbare Entrüftungsrufe; minutenlang währte der Lärm, aus dem heraus die bei der Einweihung der neuen Gerichtshöfe der Königin Forderungen und Arbeitseinstellungen seitens der Arbeiter ge man eine Blüthenlese der schönsten Bezeichnungen für unfere in der Borhalle die Ehren erwies. Als im Winter 1882, fchädigt wird, zumal die Arbeiter selbst zuerst darunter zu leiben Hermandad hören konnte. etwa sechs Monate nach dem Verbrechen, die ersten haben dürften." Zwei Erfolge, aber ungewollte, hat unsere Polizei erzielt. Vernehmungen bereits stattgefunden hatten, traf ich eines Es ist ja möglich, daß in einigen anderen Orten geringere Sie hat Leben und Bewegung in die sonst in gewerk Tages Tynan zufällig in einer Wirthschaft Er saß mit Löhne gezahlt werden als in Berlin; wollten aber die Berliner schaftlicher Hinsicht so gleichgiltigen Massen der Hafen- einem verdächtig aussehenden Manne zusammen. Ich hatte keine Arbeiter darauf warten, bis die auswärtigen Arbeitsverhältnisse arbeiter und Seeleute gebracht. Und zweitens hat unsere Ahnung davon, daß Tynan an dem Verbrechen vom Phönix aufgebeffert sind, fie fämen wohl nie zu einer Verbesserung ihres Bolizei, welche in diesem Falle als geschäftsführender Ausschuß Park in Dublin betheiligt sein konnte. Ich ging auf ihn zu und Looses. Der Streit der Ballschuhmacher hat sogar die Sympathie der mit der Shipping Federation verbündeten Rhederschaft begrüßte ihn mit feinem Namen. Er sprach einige Worte, die der nationalliberalen„ National- Beitung" gefunden, eines Organs, gehandelt hat, vortrefflich das immer und immer wieder, zuleßt ich nicht verstand, und verschwand sofort mit seinem Gefährten. das au unverfrorener Parteinahme für das Unternehmerthum noch bei Besprechung des Edinburger Kongresses aufgewärmte Das erschien mir sonderbar. Einige Zeit darauf, als ich die sonst nichts zu wünschen übrig läßt. Aus dem Verhalten dieses Märchen widerlegt, nur die aufheherische und umstürzlerische vielverbreitete Photographie zu Gesicht bekam, ward mir alles Blattes muß doch der Schluß gezogen werden, daß es um Sozialdemokratie werde in Deutschland bekämpft, Gewerkschaften tlar. Ein Haftbefehl war gegen Tynan erlassen worden; er das Ballschuhgeschäft durchaus nicht so jämmerlich stehen kann, nach Art der englischen würden Duldung und Förderung finden. flüchtete über Frankreich nach den Vereinigten Staaten und als Senator Hachmann hat dem Senatorenblatt vom Alten Wall er sich dort nicht ganz ficher fühlte, nach Mexiko, um später nach ( Dreckwall hieß er früher), dem„ Correspondent", für immer das den Bereinigten Staaten zurückzukehren, wo er häufig als Redner Ronzept verdorben. in Versammlungen der Jren auftrat." Madrid, 15. September. Militärische" Milchpantierei. Allgemeine Spanien. Seiterteit, so schreibt der Hamburger Echo", erregte in der letzten Versammlung des Vereins Hamburger Milchhändler die Manila meldet, daß die dort angekommenen Verstärkungen Eine amtliche Depesche aus Mittheilung des Verbandstags- Delegirten, daß ein großer Guts- sich auf 6000 Mann belaufen. befizer, der nebenbet Reservelieutenant ist, bei der Milch- Barcelona, 15. September, Dreizehn Anarchisten sind aus verfälschung ertappt wurde. Die 3ivilbehörde lehnte jedoch eine Bestrafung ab, da der Herr als der Haft entlassen worden. Refervelieutenant den Militärgerichten unter steht!! So geht es in der modernen Welt zu! Bulgarien. als die Fabrikanten vorgeben. Mag dem aber fein, wie ihm wolle, jedenfalls verschlimmern die Fabrikanten die Situation dadurch, daß sie sich auf Verhandlungen mit den Arbeitern nicht einlassen, sondern den Tarif rundweg ab. lehnen". So pflegen gemeinhin nur die Unternehmer au veben, deren Prinzip es ist, den Arbeitern nichts freiwillig au handlungen bequemen, wenn sie den Frieden wünschen. Die gewähren. Mögen die Ballschuh- Fabrikanten sich also au Wer nicht fehlen lassen. streitenden Arbeiter werden es an Entgegenkommen sicherlich Achtung, Buchbinder! Die Differenzen bei der Firma Lüderit u. Bauer in Berlin, Mauerstraße( Buch händlerhof), sind noch nicht beigelegt. Je ein Mitglied des Bor standes und der Lohnkommission, sowie einige Arbeiter der ge wurde ihm vorgehalten, daß er einst selber als Buchbinder nannten Firma verhandelten gestern mit Herrn Lüderiz. Es dns Softa, 16. Sept. Bei den Munizipalwahlen in den Städten Gotha, 15. September.( Nat.- 3tg.) Die gestern im zweiten erzielte die Regierungspartei einen durchschlagenden Erfolg. Bon städtischen Wahlbesirt vorgenommenen Wahlmänner- Wahlen zum insgesammt 78 Städten gewann die Opposition blos brei. In Landtage haben den Sieg der Wahlinännerliste der freifinnigen Philippopel, Tirnowo, Grabowo und Schumla erfolgten wegen gehilfe fein Leben fristen mußte und jetzt nur infolge Boltspartei ergeben. Bon 758 eingeschriebenen Wählern haben der Bildung des Wahlbureaus Zusammenstöße, wobei es zu bes Glücksumftandes, daß er einen bemittelten Theilhaber fand, 395 ihr Wahlrecht ausgeübt. Die freisinnige Boltspartei erzielte Stockbieben und Steinwürfen fam. In Slivno wurde der 198 gegen 156 fozialdemokratische Stimmen, 70 des nationalen radoslawistische Deputirte Dagramadjem durch einen Revolver- diefe Rolle nur allausehr eingelebt. Beispielsweise verlangt er Landesvereins und 21 der freisinnigen Bereinigung.-schuß verwundet und zwei Wähler verhaftet. eg smis on Ungarn. pix Dynamitstehlende Polisiften. Aufsichts= organe der Gendarmerie haben einen Theil des für die Sprengungsarbeiten beim Eisernen Thor bestimmten Dynamitvorräthe gestohlen. Wozu wohl die Aufsichtsorgane der Polizisten Dynamit brauchen mögen??? " Schweiz. Partei- Nachrichten. Arbeitgeber" auftreten kann. Herr Lüderitz hat sich in fammlung vom 15. September ist Zuzug nach der Firma Achtung, Dekateure! Laut Beschluß der öffentlichen Ver Rehmad u. Weißbarth in Berlin streng fernzuhalten. Der Bertrauensmann, Das Streittomitee. von dem Arbeitspersonal, daß es die Arbeitsniederlegung als einen übereilten Schritt bereue und um die Wiedereinstellung bei ihm bittend vorstellig werde. Es steht zu erwarten, daß tein Die polnischen Sozialdemokraten Berlins haben die organisirter Arbeiter und feine organisirte Arbeiterin dieser Zus muthung Folge leisten wird. Wie einmüthig die Kollegen und Genoffen Moraw 3ti und Brzez twiniewicz nicht als Kolleginnen sind, geht daraus hervor, daß auch diejenigen, die Delegirte zum Gothaer Parteitag gewählt, wie im vorgeftrigen in Der Gewerbe Ausstellung im Auftrage der Bersammlungsbericht zu lesen war, sondern als Delegirte zur arbeiteten, Firma die Arbeit fofort niederlegten, als sie den brandenburgischen Provinzialtonferenz. Sachverhalt erfuhren. Jedenfalls werden die Verhand Gin Beugniß für das milisfystem, von einem General einer stehenden Armee. Am letzten freis Minden- Lübbecke, die am Sonntag in Minden Herr Bauer von der Reise zurück iſt. Ueber die Parteikonferenz für den westfälischen Wahl- lungen nicht eher weitergeführt werden können, bis Sonntag fand in Zürich Es ist nun uns ein Bankett zu Ehren der fremden Offiziere statt, welche สิน abgehalten wurde, wird uns geschrieben: Aus der Abrechnung des bedingte Pflicht der Kollegen und Kolleginnen, fich mit Manövern belegirt waren. Die Ansprache des schweizerischen Bertrauensmannes ist hervorzuheben, daß die Einnahme 495,27 M. dem ausständigen Personal solidarisch zu erklären und bei der Krigsministers, Bundesraths Frey, beantwortete im Namen( hierbei 140,20 M. Baarbestand vom vorigen Jahre) und die betreffenden Firma nicht zu arbeiten, denn nur dadurch kann der ausländischen Offiziere der französische General Brunet. In Ausgabe 822,60 M. betrug, mithin blieben 172,67 M. Baar- dem Herrn Lüderitz begreiflich gemacht werden, was es heißt, feiner Ansprache fagte er u. a. I bestand. Der Parteitag foll durch einen Delegirten beschickt Arbeiter zu beleidigen. Darum Kollegen, haltet den Zuzug Der Ruf der schweizerischen Armee ist nicht werden, in Borschlag wurde Genoffe A. 3enter gebracht; die fern. Der Muth der Ausständigen ist ausgezeichnet. ert au schaffen. Seit langem nehmen Ihre militärischen definitive Wahl hat in einer öffentlichen Parteiversammlung in Die Lohntommission. Institutionen neben denen der großen europäischen Armeen Minden zu erfolgen. Als Kandidat für die nächste Reichstage- Alle Arbeiter- Blätter werden um Abdruck gebeten. eine Stellung ein einzig in ihrer Art, zu der man aufgestellt. Dem Agitationskomitee in Bielefeld überwies man au wahl wurde einstimmig Genoffe C. Hoffmann aus Bielefeld Sie wahrlich beglückwünschen darf. Es giebt feine, 25 W. A13 Vorort wurde Minden, als Ort der nächsten Es giebt feine, welche mehr leberraschendes böte, Aufmerksam. M. teit, tereffe und Refpontebeteannetten gewählt.ddha stoi ali teit, Interesse und Hefpett forderte von feiten Ronferenz Rehme gewählt. aller, welche sie studiren und sie au tennen Jufolge eines Blitzschlages beim Gewitter am 10. SepUnd glauben. Der Flößerstreik im Nehedistrikt dauert fort. Wir wenden warum follte ich es verhehlen tember ist das kleine Anwesen des Parteigenoffen Rahmig in daß dazu Бар dazu faft ein Gefühl des Bedauerns der Glücksthalmühle bei Saalburg vollständig niedergebrannt, uns nochmals mit der dringenden Bitte an die gesammte fich gefellt, ja des Bedauerns, doch soll das Wort wodurch der genannte Genosse nebst seiner zahlreichen Familie Arbeiterschaft, uns so viel wie möglich Sie nicht erschrecken, des Bebauerns, welches jeden in bittere Noth gerathen ist. Die" Reußische Tribüne" in Gera finanziell zu unterstügen. Der Kampf ist sehr Ihrer Nachbarn beschleicht, wenn man die enormen fordert zur Unterstützung auf; ihre Expedition( Adresse: Emil Existenzschwierigteiten der modernen Armeen Wetterlein, 3schochern 54) nimmt Beiträge entgegen. schwierig; die Aktiengesellschaft versucht alle Mittel, um andere bei allen großen Nationen überschlägt und Polizeiliches, Gerichtliches 2c. ola Flößer heranzuziehen; wenn uns aber die Arbeiterschaft einiger da nun tonftatirt, mit welcher Weisheit und-Aus Lüneburg berichtet das Hamburger Echo": maßen unterstützt, so ist der Sieg unfer, weil die Aktiengesellschaft welchem Erfolg allein in Europa die Schweiz Mit den Bestimmungen des preußischen Vereinsgefeßes steht ihre Hölzer nicht länger lagern laffen kann. Nochmals, Arbeiter die Lösung des Problems, welche alle um unsere Polizeibehörde offenbar auf sehr gespanntem Fuße. Im Deutschlands, unterstützt uns! font suchen, hat finden tönnen: alle Rinder vorigen Jahre wies fie die Frauen aus einer öffentlichen Wahl- Deutschlands, unterstützt uns! bes Landes zu bewaffnen und aus jedem treis- Konferenz aus und fand bei dieser nach dem Gesetz un Berlin S.O., Annenstr. 16) nimmt Beiträge entgegen. Das Berliner Gewerkschaftsbureau( Adresse: N. Millarg, einen Soldaten zu machen, ohne daß das zulässigen Maßregel auch die Unterstützung des Regierungs- Berlin S.O., Annenstr. 16) nimmt Beiträge entgegen. Land dadurch einen Bürger verliert." Präsidenten und des Oberpräsidenten Herrn v. Bennigsen, Nachträglich ging uns der Wortlaut einer Bekannt. Noch bedeutungsvoller als das Lob für das Milisfyftem, dagegen erkannte das Gericht an, daß die Maßregel gefegmachung die die Bromberger Schlepp bas in dieser Rede enthalten ist, erscheint uns die in derselben lich ungerechtfertigt fei. Das scheint indeß die hiesige schifffahrts Attiengesellschaft aushängen ließ. verborgene Kritit unseres herrschenden Militärsystems.- Polizeibehörde nicht im geringsten zu berühren. Sie hat Die Bekanntmachung lautet: im Juli dieses Jahres wiederum die Frauen aus einer Bromberg, den 15. September 1896. Aushang! öffentlichen Versammlung ausgewiefen und dieselbe Maßregel Nachdem seitens der Flößer von Weißenhöhe niederwärts auch am letzten Sonntag beliebt, indem sie den Frauen die Theilnahme an der diesjährigen öffentlichen Wahlkreis- Konferenz seit längerer Zeit die Erfüllung ihrer vertragsmäßigen Pflichten verwehrte. Natürlich wird gegen diese, mit den klaren Be- verweigert wird, haben wir alle diejenigen Flößer, welche mit uns stimmungen des preußischen Bereins- und Versammlungsgesetzes in keinem Vertragsverhältniß stehen, insbesondere diejenigen, in strikten Widerspruch stehende Maßnahme Beschwerde geführt welche früher auf der Netze gefloßt haben, aufgefordert, nach Ueber die persönlichkeit Zynan's, des werden. Was aber nüßt es, wenn die Maßregel zehnmal vom Weißenhöhe zur Beförderung von Floßhols zu kommen. Mit jetzt angeblich in Boulogne verhafteten Feniers, wird der Köln. Gericht oder von der oberen Behörde für gefezwidrig erklärt wird, der Einstellung solcher Flösser ist bereits begonnen. Die Polizei sich jedoch daran nicht fehrt und fortgesetzt bei den Wir machen nunmehr bekannt, daß wir fortfahren, neue Zeitung" von einem Freunde des Blattes eine Mittheilung ge macht, die wir wiedergeben, ohne uns für die Richtigkeit des für gefezwidrig erklärten Maßnahmen beharrt?! Hier zeigt sich. Beute aufzunehmen, auch in Erwägung ziehen werden, wenn die macht, die wir wiedergeben, ohne uns für die Richtigkeit des wie nothwendig es ist, die Beamten für jeden durch gefeßlich Arbeit seitens der Vertragsflösser nicht bis zum Gesagten verbürgen zu können: Freitag, den 18. d. M. mittags " Ich wohnte im Herbst 1881 in London bei einem Geschäfts. unzulässige Handlungen verursachten Schaden persönlich baftbar mann, der ein offenes Haus hielt und mit Vorliebe gut aufgelegte zu machen! Jetzt hat, wenn die Gerichte sich mit den gefeßlich wieder aufgenommen sein wird, die säumigen Leute endgiltig zu Schotten zum Mittagessen einlud. Solche Gäste führten ihm unzulässigen Handlungen zu befaffen haben, die Staatstaffe die entlassen und von den ihnen einbehaltenen Abzügen( Kautionen) an einem Zage, wo auch ich an dem Mahle theilnahm, einen often zu tragen, dem Beamten aber wird fein Haar gekrümmt; die uns durch die Arbeitseinstellung entstehenden Kosten, ja er fühlt sich, wenn seine Maßnahmen als ungerechtfertigt be. Schäden zc. in Abzug zu bringen. recht stattlichen Herrn mit großem Bollbart und Kneifer zu, zeichnet werden, noch obendrein beleidigt, stellt Strafantrag und Bromberger der sich Percy Tynan nannte, nannte, in Wirklichkeit aber, Schleppschifffahrt- Attiengesellschaft. Hlingenden Bornamen Patrick also verbergen wollte. Tynan war Steuerzahler zu füllen haben. wie sich später herausstellte, Patrick Tynan hieß, den allzu irisch läßt den Staatsanwalt für fich flagen, natürlich wiederum auf Staatstoften, immer aus dem großen Säckel schöpfend, den die Aus Bochum wurde uns unterm 15. September geschrieben: damals ohne Beschäftigung und sah sich nach einer lohnenden Das Boltsblatt für Anhalt" hatte unter dem Der Parteigenoffe Bergmann Ludwig Schröder erschien Stelle, am liebsten als Geschäftsreisender um. Nach dem Mahle Zitel: Ein" Geiftlicher über Kirche und Sozialdemokratie" beute im 3uchthaust ostüm vor dem hiesigen Amtsgericht, war Tynan die Seele der Gesellschaft. Er sprudelte von Wiß bie über, nahm die Damenwelt ganz für sich ein und sprach schließ ciegenny abgedruckt. bekannte Epistel des polnischen Paters Peter um sich mit seinen Kameraden J. Meyer und H. Hüning: haus wegen Uebertretung des Vereinsgeseges abgedruckt. Darauf wurde der verant lich den Rest des Abends nur noch in wohlgelungenen Bersen. zu verantworten. J. Meyer, 3. 3. bekanntlich ebenfalls im wortliche Redakteur Gehre wegen Beschimpfung der Da er die Anwesenden also für sich eingenommen hatte, Rirche (§ 166 des. Straf Gesetzbuches) unter Anklage Erscheinen entbunden. Das Vergehen, welches den Angeklagten Zuchthause au Hamm, war auf Ersuchen vom persönlichen verwandten sich mehrere von ihnen in feinem Intereffe und fanden für ihn auch balb eine einträgliche Stelle bei der gestellt; noch vor der Hauptverhandlung ließ man aber diesen in ihrer Eigenschaft als ehemaligen Borstandsmitgliedern des Firma Sir Joseph Causton u. Co. in London. Tynan war Paragraph fallen und baute die Anklage auf§ 180 auf, der von Deutschen Berg und Hüttenarbeiter Verbandes aur Last der Aufteizung zum Klaffenhaß handelt. Das Dessauer Landdie Ermordung des Lord Cavendish und des Unterstaats- urtheilte ihn zu 14 Tagen Gefängniß( nicht zu 2 Monaten, wie stelle des Bergarbeiter- Berbandes gegründet, die von der dortigen von da ab beständig auf Reifen. Inzwischen hatte im Mai 1882 gericht fand Genossen Gehre dieses Delikts schuldig und vergelegt wurde, besteht in folgendem: 1894 haben die verbrei Beklagten in Babrze in Oberschlesien eine Bahl= fekretärs Bourke im Dubliner Phönix- Bark stattgefunden. Schon bie bürgerliche Preffe meldete). gleich aus den ersten, etwas verworrenen Berichten über das Verbrechen ging hervor, daß ein wohlgekleideter Mann sich an der Spize der Verschwörung befunden haben mußte, denn ein folcher hatte den beiden eigentlichen Mördern, die ibre Opfer nicht fannten, das Beichen mit einem Regenschirm gegeben und war nach der Blutthat spurlos verschwunden. Im Winter 1888, als die Regierung zum ersten Mal in der Lage war, einen Zipfel von dem Schleier zu lüften, der über dem Verbrechen lag. und eine Anzahl von verdächtigen Leuten vor Gericht erschien, erzählte Frankreich. Ruffifches als Vorbereitung sum 3aren empfang. Aus Paris wird telegraphirt: Hier ist eine Reihe von Maßregeln festgesetzt worden, die fich gegen alle Anarchisten richten und den nach der Ermordung Carnot's bestimmten ähnlich sind.England. 9 Gewerkschaftliches. = Die vereinigten Ballschuh Fabrikanten Berlin8" ließen uns durch die Firma M. Fürstenheim u. Ro. fob gendes Schreiben zustellen: Der Generalstreit der Ballschuh- Arbeiter veranlaßte die bedeutendsten hiesigen Fabrikanten, am Montag den 14. d. Mts. % Polizei aufgelöst wurde, weil sie angeblich eine felbft ständige politische Organisation sein sollte, die ihre Mitglieder nicht angemeldet habe und mit dem westfälischen sozialdemokratischen Verband" nicht hätte in Verbindung stehen dürfen. Die schon genannten damaligen Verbandsleiter wurden angeklagt, politische Vereine zusammen in Verbindung gebracht au zu haben", und dieserhalb fand zwei Jahren!- der heutige Termin vorm Bochumer Der Amtsanwalt betonte, daß der BergGericht statt. nach arbeiter-Verband«lue politische Organisation sei, well er laut Statut eine Aeuderung der Lohn- und Arbeits- Verhältnisse bezweckte. Dies wolle der Verband nicht durch Gewalt, sondern auf gesetzmäßigem Wege, daher(!!!) sei seine politische Tendenz unverkennbar. Der„Verein" in Zabrze sei ebenfalls„politisch" und ein Jnvcrbindungtreten derin Rede stehen- den Organisationen, veranlaßt durch die Angeklagten, sei erwiesen. Er beantrage für jeden Angeklagten 50 M. Strafe. Schröder entgegnete m schlagender Weise, daß, wenn man das Streben nach besseren Lohn- und Arbeitsverhältnissen„politisch" nenne, dann sei allerdings alles politisch, was die Arbeiter unternehmen. Im übrigen sei der Verein in Zabrze nicht selbständig gewesen, sondern er habe nur nach Anweisung des Vorstandes m Bochum gehandelt. Mit der Sozialdemokratie, erklärte Schröder auf die Frage des Vorsitzenden, hat der Bergarbeiter-Verband nichts zu thun, denn um die politische Gesinnung seiner Mitglieder kümmere er sich nicht. Die Angeklagten wurden freigesprochen und die Kosten der Staatskasse überwiesen. Das Urtheil hebt den„thatsächlich politischen Charakter" des Bergarbeiter-Verbandes hervor, jedoch im Gegensatz zu einem vom Reichsgericht am IS. Februar 1892 ergangenen Entscheid, der ebenfalls die„politische Tendenz" des Bergarbeiter-Verbandes betraf. Genosse Schröder war. wie schon gesagt, im braunen Z u ch l h a u s k o st ü m erschienen. In diesem Gewände und dazu noch gefesselt wurde der Mann am hellen Tage über die Straße geführt, den die öffentliche Meinung deutlich genug als das Opfer eines irrigen Urlheils bezeichnet. Schröder sieht sehr leidend aus. ist geschoren wie ein richtiger Verbrecher, vcr- liert aber durchaus nicht feinen Mnth, sondern hofft auf baldige Befreiung. Helle Freude strahlte auf seinem Gesicht, als er die alten Freunde wieder einmal sah. Die Theilnahme. die er an allen Gesichtern ausgedrückt fand, wird sein Loos hinter Kerker mauern in etwas erleichtern. Sonst hat unser Genosse eine gute Behandlung. Aus Magdeburg berichtet die..Volksstimme", wie sie auS sicherer Quelle erfahren habe, werde den Eisend ahn- arb eitern die 10 prozentige Lohnerhöhung vorläufig nicht ''ewilligt. Die Arbeiter hätten also umsonst gehofft. Ist die Nachricht zutreffend, dann wird sich wieder das Wort bewahrheiten, daß unsere Feinde doch unsere besten Freunde sind, denn nichts ist geeigneter, die Eisenbahnarbeiter der Soziak demokratie zuzuführen, als sie auf die Erhöhung ihres dürstigen Einkonlinens noch länger warten zu lasse». Zur Lohubeweguug der Buchbinder Leipzigs meldet unser dortiges Parter-Organ, daß die Leipziger Altien-Buch binderei, vormals G. F r i tz s ch e. die Forderungen der Gehilfen bewilligt hat. In der Buchbinderei von Böttcher u. Bon gartz sowie in der Buä, binderei Hager verweigern die Per- sonale die Ueberstundenarbeit, weil der dafür gesorderte Lohm ausschlag nicht bewilligt wurde. ?n Plaue» i. B. wurde in der Buchdruckerei von f e r, wo das freisinnige„Tageblatt" hergestellt wird, sämmtlichen Verbandsmitgliedern gekündigt. Schäfer bezahlt den Tarif nicht. Die Weber der Firma C. A. Fischer in Krim- m i t s ch a u haben wegen Lohnstreitigkeiten die Arbeit ein- gestellt. Ju Heilbron» streiken nach Angabe des Württembergischen Nachrichienbureaus die Gehilfen von ö Buchdrnckereien, weil sich die Prinzipale betreffs der Einführung deS neue» Tarifs widerspenstig zeigen. Aus Junsbrnck wird uns mitgethcilt: Zur Unterstützung der streikende» Tapezirer in Meran in Tirol sind am 10. August vom Fachverein der Tapezirer in Berlin durch Genossen Th. Markiel angelangt 50 M. Der Landes- Vertrauensmann: I o h a n n G ch l e i ch in Innsbruck, Jnnstr. 79 II. bei Stock. Ueber den Brüsseler Tischlcrstreik brachte die„Kreuz- Zeitung" eine Notiz, worin es hieß:„Der Ausstand, der nun- mehr dank den sozialdemokratischen Ausreizungen fast zwei Monate lang andauert, nimmt das klägliche Ende, welches alle vernünftigen Leute von Ansang an vorausgesehen haben. Morgen(am 15. September) wird ei» großer Theil der streikenden Arbeiter die Arbeit wieder unter schlechteren Be« dinzung en als vorher aufnehmen, während ein anderer Theil von den Arbeitge bern nicht mehr aufgenommen werden und mit Weib und Kind zur Auswanderung ans Brüssel gezwungen sein wird. Der Lohnverlnst aNein übersteigt eine Million, abgesehen von den drückenden Schulden, welche die ausständigen Arbeiter während der Ansstandszeit machen mußten. Die Ver- antwortung für diesen Ausgang des Ausstandes fällt der sozialdemokratischen Parteileitung zu, welche zu Anfang der Ausstandsbewegung, als die Arbeitgeber sich im beiderseitigen Jntcreffe zu ganz erheblichen Zugeständnisse» herbeilassen wollte, die Arbeiter zum Widerstande anfreizle und jede gütliche Beilegung des Konfliktes verhinderte. Jetzt, da der mit so großem Wortschwall eingeleitete Feldzug sür die Ar- beiter endgillig verloren ist, beschuldigt die sozialdemokratische Parteileitung die Behörden, die nur die Arbeitsfreiheit pflicht- gemäß schützten, die Niederlage der Arbeiter verschuldet z» haben." Zur Charakterisirung dieser plumpen Verdächtigung der belgischen Arbeiterpartei genügt eigentlich schon der Abdruck eines Herold'schen Telegramms vom 16. September, welches lautet: Der(klerikal«)„Patriot«" giebt den katho- lischen Arbeitern de» Rath, den Ausstand iortzn setzen, und eröffnet eine Subskription für die treikenden. Der Aufruf der Tischlermeister, der behörd- lich untersagt war, hat keinen Erfolg gehabt. Gestern fand eine Kundgebung statt, bei welcher etwa z, veitausend Ausständige betheiligt waren. Ilm der„Kreuzzeitung" auf die Sprünge zu helfen, wollen wir ihr aber noch folgendes zur Jniormation mit- theilen: Auf Vorschlag des sozialistischen Abgeordneten DeniS erklärten sich die Streikenden damit«inverstanden, daß ein Versöhnnngsrath gebildet werde, der seinerseits einen Schieds- richter zu wählen hätte, dessen Urtheil sür ein Jahr maßgebend sein sollte Die Arbeit sollte dann sofort wieder aufgenommen werden. Der Vorschlag wurde aber von den Unternehnieru brüsk zurückgewiesen._ Soziktlvs. MammouSdienst in katholischen Klöstern. DaS„Bayer. Vaterland' Dr. Eigl'S brachte kürzlich interessante Mittheilungen über die Grundsätze, wonach in den N on n e n kl ö stern bei der Aufnahme von Nonnen verfahren wird.„Die Bedingungen der Aufnahme"— heißt es in dem Sigl'schcn Blatte—„sind der Art, daß thatsächlich nur die Töchter reicher, wohlhabender Leute Aufnahme finden können, und der Geldpunkt scheint in erster Linie ausschlaggebend z» sein." Zum Beweise dessen werden folgende Beispiele angeführt: 1.„Schreiber dieser Zeilen stellte vor Jahren für zwei sehr begabte und für den Klosterberuf nach menschlichem Er- messen offenbar berufene Mädchen eine Bitte um Ausnahme mit dem Versprechen möglichster Mithilfe in Leistung der Mittel. Wegen Mangel an Vermögen und der erforderlichen Aus- stattung, die. nebenbei gesagt, die höchsten Anforderungen stellt. wurde die Aufnahme verweigert. Als eben derselbe einmal den Eintritt einer nach menschlicher Anschauung unberufenen und etwas allzusehr weltliebenden Person zu verhindern suchte, hieß es:„Die hat Geld, die brauchen wir, sie muß und wird sich beugen." 2.„Gewissenhafte, frommgläubige Eltern wollten ihrer angen- scheinlich(zum Klosterleben) berufenen Tochter zur Erreichung ihres Zieles verhelfen. Sie brachten bei ihrem kleinen schuldeten Hausstand die größte» Opfer. Im Kloster selbst wollte man das werthvolle Mitglied baldigst fruchtbringend verwerthe» deshalb wurde sie über Gebühr angestrengt, um ein Jahr heraus zuschlagen; die sonst kräftige Natur unterlag nach einer Herr lichen Prüfung den übermäßigen Anstrengungen und die schon eingekleidete Nonne wurde wieder zu ihren Eltern zurückgeschubt — und erhielt nicht einmal jene Bekleidungsstücke mit, die ihr zur Einkleidung kurz zuvor von den Eltern waren gekaust worden." Was ist die Folge solcher Zustände? fragt der Schreiber, und antwortet hierauf:„Fürs erste, daß vielfach Leute ohne eigent- lichen Beruf in solche Institute eintreten, darum unglücklich sind oder ihre Aufgabe verkennen; daß auch unfähige Elemente sich einschleichen, daß dann solche im Leben nach den Wünschen des Mutterhauses wieder die Töchter von reicheren Leuten für sich zu gewinnen suchen und dann uicker Anwendung oft recht be denklicher Mittel möglichst viel„Aussteuer" zu erwirken wissen, so daß man hierin von einem gewissen„Ringe" zu reden voll- ständig berechtigt ist. Ans Rechnung dieser Thatsachen kommen dann viele Uebelstände, wie sich leicht denken läßt." Dieser Artikel des„Bayerischen Vaterlands" veranlaßt« die „Augsburger Abendzeitung", die geschilderte manimonistische Praktik von Nonnenklöstern in Beziehung auf das allgemeine Erwerbsleben zu erörtern. Tas Blatt schrieb darüber: „Die Sucht, gut bemittelte Klosterfrauen mit stattlichen Ein lagen zu bekommen, die Bestimmungen über lange, haltbare und umfassende Ausstattungen,„damit die Eintretenden im Laufe der Jahre wenig Kosten verursachen", führen vorwiegend zu jenem Miß- stände, der heute von so vielen sog. freien Arbeiterinnen so schrecklich gefühlt wird und welcher„klösterliche Arbeit mit Ünterbietung deS Arbeitslohnes" heißt. Der Um- fang der Klosterarbeit in Bayern ist zum mindesten ein gleich umsassender als jener in den Strafanstalten; wir haben in Bayern weibliche Klöster mit 30 und mehr Klosterfrauen an einem Orte, welchen hunderte von Zöglingen zu Erziehungs- und Besserungszwecken u. f. w. unterstehen, und fortgesetzt heben sich diese Niederlassungen und vergrößern sich, wie z. B. das Kloster zum„guten Hirten" in München. Die Klöster liefern aber nicht nur Handarbeiten, Waschartikel (ebenso wie die ähnlich organisirten und billig thätigen Marien» und andere von Kloster- oder Kongregationsfrauen geleiteten A» st alten) anPrivate, sondern auch an Geschäfte und zu Preise», welche innezuhalten eine freie Arbeiterin nicht in der Lage ist. Dabei ist die Kloster- arbeit in der Regel eine gute und gleichmäßige, der Geschäfts- betrieb oft ein sehr flotter und den Bedürfnissen der Kundschaft sich anpassender. Das Kloster zum„guten Hirten" in München hält sich beispielsweise für seine Geschäftsklientel sogar ein eigenes Fuhrwerk für Zustellungen. Gewiß müffen die Frauen und Zöglinge in den Klöstern, Erziehungs- häufern, Marienanstalten». s. w. beschäftigt werden, sie verlangen Arbeit so gut wie die bekannten Haustöchter, welche um das Taschengeld arbeite», aber für ihre Arbeit sollte der Qualität entsprechend gefordert werden und die Klöster u. s. w. sollten nnrer die Preise, welche zu m i n d e st den armen Ar- beiterinnen bezahlt werden, um zur Roth, vielleicht sogar unter Darben auszukommen, niemals hinabsteigen. Wegen des Angebots muß die freie Arbeiterin schließlich jeglichen Preis annehmen: es kann dies und braucht es vielleicht die nähende, strickende, stickende u. s. w. Haustochter; die Klöster und die von Klosterfrauen geleiteten Anstalten sollten aber in dieser Hinsicht billige Rücksicht üben. Würden die Klöster den Zugang nicht nach materiellen Gesichtspunkten ausnehmen, so könnten die win- zige» Lohnsätze für die Kloslerarbeiten nicht aufrecht erhalten bleiben, obgleich die meiste» Klöster unter besonders günstigen Bedingungen bestehen, meist keine Miethe oder Hauszins, Steuer u. s. w. zu zahlen haben, die Vortheile des Mafien- betriebes in Küche und Haus genießen, Hausgärten pflegen, ein- fache Lebensweife führen u. vgl. Die Eigenthümlichkeit und Ungleichheit der Gefängnißarbeit, die Konkurrenz bei der armen und verschämten Arbeiterin lassen Preissteigerungen von dieser Seite kaum zu; aber die gute, prompte Klosterarbeit, sie allein kann versuchen, sich wenigstens die Preise der freien Arbeiterin zu erobern!... Ultramontanerseits wird nicht selten über Slrafanstaltsarbeit, Militärpensionisten, welche um billigen Ge- halt den Zivilisten Konkurrenz machen u. s. w. geschimpft— sollte man sich dort nicht der ihnen so nahe gehenden Kloster- arbeit erinnern?" Es ist bekannt, daß die niedrigen Löhne der Frauenarbeit ein Hauptförderungsmittel der Prostitution sind. Duldet der katholische Klerus, daß durch die billigere Klosterarbeit den freie» Arbeiterinnen Schmutz- konkurrenz gemacht wird, so hindert er diese nicht nur. Löhne zu erringen, die zum Leben ausreiche», sondern er gefährdet die freien Arbeiterinnen sogar hinsichtlich ihrer jetzigen, schon un- zureichenden Löhne; nach beiderlei Richtung hin wäre er also indirekt mitschuldig an der Prostitution. Die Ultramontane» mögen demnach mit ihrem Kampf gegen die Unsilllichkeit zunächst im eigenen Hanse beginnen, indem sie ihr Kirchenregiment ver- anlassen, die Schinutzkonkurrenz der Klosterarbeit abzustellen, wo- durch der Prostitution mehr Opfer vorenthalten werden, als durch die salbungsvollsten Predigten. Da aber auf die sozialpolitische Einsicht des Klerus kein Verlaß ist, so wird es kräftigerer Mittel bedürfen, um die Kloster arbeit auf ein sittlicheres Niveau zu heben. Wir hätten gewünscht, daß die Reichskommission für Arbeiter st ati st ik bei ihren Erhebungen über die Verhältnisse in der Kleider- und Wäschekonfektion auch in die klösterlichen Werkstätten hineingeleuchtet hätte, wo man sich nicht scheut, entgegen dem Gebote des Chriftengottes:„Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir!" dem scheußlichen Götzen Mammon zu opfern. In Dessau trafen am Montag gegen 100 Mitglieder des Deutschen Slrbeiter-Radfahrer-Bun des«in, um über Angelegenheiten ihrer Organisation zu berathen. Vertreten waren Berlin. Magdeburg, Halberstadt, Halle a. S., Staßfurt, Leipzig und andere Orte. Ein echt moderner landwirthschaftlicher Großbetrieb teht, wie man uns aus Zürich schreibt, in Verbindung mit der großen Konservenfabrik von Maggi im Kemptthal bei Winter- lhur, welche 1200 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Die abrik besitzt zur Lieferung der nöthigen Milch ca. 260 Stück _ ornvieh, das in 13 Stallungen untergebracht ist, wo Einrich- tungen sür elektrische Beleuchtung, Kalt« und Warmwasserspülung vorhanden und in Betrieb sind. Ueber Vermehrung der Selbstmorde wird auch auS I a p a n berichtet; auf die Zahl ist namentlich der Preis des Reises, des ostasiatischen Hauptnahrungsmittels, von Einfluß. Gevirhks Eine grobe Rnckfichtslofigkeit einem Blinden gegen- über hat dem Kohlenkutscher Karl Sprinborn«ine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung zugezogen, die gestern vorder 8. Strafkammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Am 17. Juni kam der seit zehn Jahren erblindete Professor Basedow, von seiner Frau geführt, vom Nordbahnhofe. Der Erblindete und seine Führerin sind gewöhnt, auf den Straßen recht vorsichtig zu sein und ließen auch an jenem Tage es an dieser Vorsicht nicht fehlen. Dessenungeachtet kam der Erblindete plötzlich in Lebensgefahr. Von der Bernauerstraße her kam ein vom Angeklagten geleiteter Kohlenwagen in scharfer Gangart über denBürgersteig, um dieEinfahrt zu gewinnen. Der Kutscher hatte ver- i keinen Warnungsrus an die Paffanten erlasse» und gefährdete diese im höchsten Maße. Im letzten Augenblick sprang der gerade vorübergehende Lehrer Fuchs aus Reinickendorf den Pferden in die Zügel, er konnte aber nicht mehr verhindern, daß die Deichselstange dem blinden Mann an die Brust ging und ihm mehrere Tage andauernde Schmerzen verursachte. Der Kutscher hatte für seine Nachlässigkeit kein Wort der Entschuldigung, son- dem überschüttete die Frau Basedow mit groben Redensarten und ging dem Lehrer Fuchs, der einen hellen Anzug trug, mit feinen russigen Händen direkt zu Leibe. Der Staatsanwalt er- achtete die vom Angeklagten an den Tag gelegte Fahrlässigkeit für eine so grobe, daß er 50 M. Geldstrafe beantragte. Der Gerichtshof glaubte, daß bei dem rücksichtslosen Verhalten des Angeklagten eine Geldstrafe nicht am Platze sei und verurtheille ihn deshalb zu vierzehn Tagen Gefängniß. Ein gefährlicher Auftrag wurde am Morgen des 7. August dem Kriminalbeamten Riebner ertheilt. Der Polizei« behörde war angezeigt worden, daß ein seit längerer Zeit ge- suchter Mann, der„Arbeiter" Edmund I ä n s ch, sich in seiner Frankfurterstr. 84 gelegenen Wohnung befinde. Riebner wurde beauftragt, ihn zu verhaften, erhielt aber gleichzeitig die Weisung, einen Schutzmann zu seiner Unterstützung mitzunehmen und be- sonders vorsichtig zu sein, da Jänsch, ein gewaltthäliger und kräftiger Mensch, stets eine Waffe bei sich zu führen pflege. Als der Beamte die zur ebenen Erde befindliche Wohnung des Jänsch erreicht halte, begab er sich allein hinein und ließ den Schutzmann ans der Straße Auf- stellung nehmen, um einem Fluchtversuch des Jänsch durch das offene Fenster vorzubeugen. Nach einiger Zeit hörte der Schutz- mann den Kriminalbeamten um Hilfe rufen. Er eilte hinein und fand in der Stube seinen Kollegen in einem Kampf aus Leben und Tod. Jänsch hielt in der Rechten einen Dolch, seine beiden Handgelenke hielt der Beamte aber fest umklammert und beide Männer machten so heftige Bewegungen bei dem Hin- und Herzerren, daß verschiedene Möbel umgestoßen waren. Schon drohten die Kräfte des Beamten zu er- lahmen, als der Schutzmann ihm zur Hilfe eilte. Dieser versetzte dem Jänsch mehrere Hiebe mit dem Säbel über den Kopf, der Getroffene siel ohnmächtig zu Boden und wurde noch in bewußtlosem Zustande zur Wache gebraht. Jänsch wurde gestern wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Be- drohung vom Schöffengericht zu einer Gefängniß st rase von sechs Monaten verurtheilt. Polizei und Geburtstagsfeier. Eine für Schank» w i r r h e wichtige Entscheidung ist am 14. September vom hiesigen Schöffengericht I gefällt worden. Der Gastwirth Hermann Tauschel, Grenzstr. 4, hatte am 7. Juni d. I. noch nach der Polizeistunde eine Gesellschaft in seinem Lokal, welche den Geburtstag eines Freundes feierte. Für andere Gäste war die Gastwirlhschaft wie immer, nachts Uhr 12 geschlossen worden. Ein Schutzmann, der beobachtet hatte, wie die Gebnrlstagsgäste 12 Uhr 45 Minuten das Lokal verließen, erstattete Anzeige, und die Folge war, daß Tauschel mit einem auf 5 Mark lautenden Strafmandat bedacht wurde, gegen welches er richterliche Ent- 'cheidung beantragte. Im ersten Termin führte Tauschel an. daß er nach seiner Ansicht keinen Verstoß gegen das Gesetz begehe, wenn er rechtzeitig sein Lokal schließe und dann noch eine ge- chlofiene Gesellschaft, die Fremden nicht zugänglich sei, bei sich behalte. Als der als Zeuge vernommene Schutzmann anführte. daß Tauschel ihm aus die Frage, ob er denn die Geburtslags- eier auf dem Revierbnreau angemeldet hätte, die Antwort ge- jegeben habe, daß solches überhaupt nicht nöthig sei, ertheilte )er Amtsanwalt dem Polizeibeamten eine Art Rechts- belehrung, die mancher Gastwirth, der da glaubt, daß er bei eder Gelegenheit vor der Polizei katzbuckeln müsse, sich merken 'ollte. Der Amtsanwalt entgegnete nämlich dem Schutzmann: „Da hat der Angeklagte Ihnen die richtige Antwort ge- geben; es wäre noch schöner, wenn ich von der Feier eines Geburtstages oder von meiner Anwesenheit bei einer ge- 'chlossenen Gesellschaft erst der Polizei Mittheilung machen müßte!" Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Amtsanivalts an und beschloß, zu einem neuen Termin den Gast j» vernehmen, von dem die Geburtstagsfeier veranstaltet war. Nachdem dieser Zeuge im zweiten Termin bekundet hatte, daß die von Tauschet gemachten Angaben völlig ans Wahrheit be- ruhten, sprach der Gerichtshof den Angeklagten ' r e i und legte fämmtliche Kosten der Staatskasse zur Last. In der Angelegenheit des Margarinefabrikanteu Mohr bringt die„Wormser Zeitung" vom 15. September folgende Meldung:„Worms, 14. Sept.(Polizeibericht.) Das Strafverfahren gegen den Fabrikanten Mohr in Altona wegen Vergehens gegen 10 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb, ist durch Beschluß der Gr. Staatsanwaltschaft eingestellt worden, da der betr. Schlofiermeister, der um Mittheilung über Fabrikgeheimnisse angegangen worden sein soll, nicht, wie anfänglich behauptet wurde, auch Werkführer oder dergl. der Horchheimer Fabrik ist, der Z 10 des erwähnten Gesetzes aber verlangt, daß derjenige, der um solche Miltheilungen angegangen wird, Angestellter oder Arbeiter des betr. Geschäfts sein muß." Ein interessanter Prozeß kam in Bafel vor dem Polizeigericht zur Verhandlung. Die„Voss. Ztg." berichtet darüber: Verklagt waren die deutschen Zollämter am Basler entralbahnhof und am badischen Bahnhof; Gegenstand der läge war, daß die in Basel stationirten Beamten der beiden genannten Zollstellen ihr Gehalt in deutscher Reichswährung ausbezahlt erhalten. Nach Bundesrecht ist den öffentlichen Kassen der Eidgenossenschaften untersagt, andere als gesetzliche Münz- orten an Zahlung anzunehmen. Ein allgemeines Verbol, andere Münzen, als solche der Landeswährung, als Zahlungsmitlel zu verwenden, besteht nicht; wohl aber hat der Kanton Basel-Stadt eine strafrechtliche Be- timmung getroffen, welche lautet:„Wer Löhnungen in ungesetz- lichen Münzsorlen ausbezahlt, wird mit Geldbuße(bis 300 Fr.) oder Hast(bis 42 Tage) bestraft." Der Wille des Gesetzgebers lieht dahin, die arbeitnehmende Bevölkerung, die ihrer sozialen l Stellung wegen nicht den Muth und die Kraft besitzt, aus Zahlung des Lohnes in gesetzlicher Münze zu dringe», vor den Nachtheilen zu schützen, die mit der Zahlung der Löhnung in ungesetzlicher Währung verbunden zu ein pflegen. Die Aufstellung dieser gesetzlichen Be- timmung, die vor zehn Jahren erfolgte, ist von den deutschen Zollbehörden nicht beachtet worden, offenbar weil sie glaubten, e beziehe sich nicht auf die Gehälter der in Basel stationirten »eutschen Zollbeamten. Auch hat sich die Basler Polizeibehörde 'eit diesen zehn Jahren niemals zu amtlichem Einschreiten ver- anlaßt gesehen. Sie that dies erst, als aus der Bevölkerung eine Anzeige einlief. Vor Gericht waren die beiden Zollämter durch die Inspektoren Ranzenberger und Bäuerle vertreten. Diese wandten ein, es handle sich bei den deutschen Zollbeamten nicht um ein Anstellungsverhältniß und nicht um Löhnungen im Sinne des Basler Gesetzes, fondern um pragmatisch .«ordnete Verhältnisse, um Anstellung auf Lebenszeit und mit tensionsberechtigung; die Auszahlung erfolge nicht in Basel, andern durch Anweisung von der Zentralverwaltung ans. End- lich beriefen sich die beiden Herren auf den exterritorialen Charakter der verklagten ZollsteNen. Die Staatsanwaltschaft trug auf Freisprechung an. Das Gericht entschied in diesem Sinne, beschloß indeß Mittheilung des Falles an das kantonale Jnstizdepartement, das nöthigenfalls eine Durchsicht der ein- 'chlagenden Staatsverträge anstreben möge. Depeschen nnd letzte Ltachvichten. Budapest, 16. September.(W. T. B.) In Miskolcz stieß ein von hier abgegangener Personenzug mit einem anderen Personenzug heftig zusammen. Drei Personen wurden schwer, vierzehn leicht verletzt. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Jnseratenlheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 218. Tokales. Donnerstag, den 17. September 1896. Der bevorstehende Parteitag in Gotha, lautet das Thema, das heute Abend 8 Uhr in sechs öffentlichen Parteiversammlungen erörtert wird. Die Versammlungen finden in folgenden Lokalen statt: 1. Kreis: Armin hallen, Rommandantenstr. 20. 2. Kreis: Martens, Friedrichstr. 236. 3. Rreis: Möhring's Salon, Admiralstr. 18c. 4. Kreis: Joel's Salon, Andreasstr. 21. 5. Kreis: Schüßenhaus, Linienftr. 5. so 6. Kreis: Rabe's Salon, Rolbergerstr. 23. Die aufgestellte Tagesordnung, die mit der Stellungnahme und der Diskussion über Anträge zum Parteitag, sowie mit der Wahl der Delegirten verbunden ist, ist eine ſo wichtige, daß das zahlreiche Erscheinen der Berliner Parteigenossen und Genoffinnen zur Ehrenpflicht wird. Jeder mann, dem das Gedeihen der Partei am Herzen liegt, hat heute Abend in dem Lokal seines Wahlfreifes zur Stelle zu sein. 13. Jahrg. Der in der Ausstellung verstorbene Prof. Dr. Oppen hindern, fuhr auch der Führer dieses Wagens die Steigung heim ist nicht der bekannte Nervenarzt, sondern der Aftronom hinauf und in voller Fahrt die Dorfaue entlang, bis er hier gleichen Namens. plöglich einen ihm entgegenkommenden Zug bemerkte. Bei dem starten Gefäll der Straßen fonnte er trotz des schärfsten Ein Avancirter des Kaiser Franz- Regiments, der Bremsens seinen Zug nicht mehr zum Stehen bringen. Und Sergeant Schröder, Sohn eines in Berlin ansässigen Beamten, so war auch hier ein schwerer Zusammenstoß unausbleiblich, war als Schreiber zur Kommandantur des Truppenübungs: glücklicherweise ebenfalls, ohne daß jemand verlegt wurde. plates nach Döberitz abkommandirt. Hier verkehrte er viel bei Ein Mitglied der Gemeinde- Bertretung zu Schöneberg hat des dem Gastwirth Liepe, welchem er 200. abborgte. Damit fuhr halb an den Amtsvorstand des Ortes sofort eine Eingabe er nach Berlin, vertauschte seine Uniform mit Zivilkleidung und reiste nach der Westgrenze, wo er sich für Holland anwerben gerichtet, mit der Bitte, daß diesen Mißständen ein Ende gemacht und Anordnungen zur Sicherheit des Verkehrs ließ. Bevor er indessen ins Ausland ging, drängte es ihn, noch erlassen werden möchten. mals nach Berlin zurückzukehren, um noch einige Tage bei seiner Hat sich denn die Behörde noch nicht um die Leichtfertigkeit Geliebten zu verweilen. Inzwischen war sein Verschwinden beim und die gemeingefährliche Profitwuth gekümmert, welche die Regiment gemeldet worden; es wurde nach ihm in Berlin gesucht Direktion der Dampfstraßenbahn zum allgemeinen Aergerniß beund ein Feldwebel, der seine Gewohnheiten tannte, traf ihn in thätigt? Man ist in den Vororten doch sozialdemokratischen Are der Wohnung der Geliebten und verhaftete ihn. beitern gegenüber leicht mit allen möglichen Polizeimitteln zur stelle. Aus den Nachbarorten. Gewerbe- Ausfellung 1896. Der traße und des Rottbuser- Ufers ab, welche wieder auf kindlichen Eine Schreckensszene spielte sich an der Ecke der Laufiger Verschwunden ist seit Sonntag der achtjährige Sohn Friz Unverstand zurückzuführen ist. Ein Wagen der elektrischen Bahn der in der Erdmannfir. 18 zu Schöneberg wohnenden Wäscherin von Siemens u. Halske kam die Straße dahergesauft. Ein etwa Müller. Der Knabe ist für sein Alter ziemlich groß und träftig, zehnjähriger Knabe machte sich das Vergnügen, einen Reifen hat auffallend weißblondes Haar, blaue Augen, und war neben der Straßenbahn einherzutreiben. Plößlich machte bekleidet mit braunem Sommerjacket, blauen Hosen, schwarzen der Reifen eine Schwenkung und hüpfte über das Schienen- Strümpfen, hellen Strandschuhen und weißem Strohhut mit Die Erweiterung der städtischen Volksbibliotheken zu geleise, der Knabe in seiner Haft und Besorgniß um seinen schwarzem Bande. Leschallen soll, falls der Versuch sich bewährt, möglichst rasch Reifen diesem nach. Bom Straßenbahnwagen erfaßt stürzte der durchgeführt werden. Für die Bibliothek in der Mohrenstraße ist Knabe quer über das Schienengeleiſe. Ein Schrei des Entsegens Berliner am 10. d. M. Ausschreitungen verübt. Man schreibt In Woldenberg, Kreis Friedeberg Nm., haben einige die Lesehalle jetzt beschlossen, und weitere Vorlagen für andere ertönte aus vielen Menschenkehlen im nächsten Augenblicke Bibliotheken find bereits in Aussicht gestellt. Leider scheint aber mußte der Knabe zermalmt werden. Daim entscheidenden von dort der„ F. D.- 3.": Ein recht böses Ende hat ein Ausflug bei der Auswahl der betreffenden Bibliotheken nicht die 8uAugenblicke- bringt der Wagenführer mit einem plötzlichen genommen, den gestern der Restaurateur B. aus Berlin, der sammensehung des Lesepublikum 3, sondern das Nuck den Wagen zum Stehen. Der Knabe ift gerettet. Außer Buchhalter F. aus Neu- Weißenfee und ein in Berlin in Stellung Vorhandensein verfügbarer Räume den Ausschlag geben zu einer Beule an der Stirn war er mit heiler Haut und dem befindliches Fräulein W., das aus dem Nachbardorfe Hochzeit sollen; wenigstens hat es die Bibliothek in der Mohrenstraße bloßen Schrecken davongekommen. Ein so plogliches Halten stammt, hierher machten. In angetrunkenem Zustande kamen zumeist diesem Umftande zu danken, daß sie, obwohl in einer von wäre bei einem anderen Gefährt nicht möglich gewefen. fie auf den Bahnhof, um mit dem 11 Uhr Zuge nach Berlin Sie geriethen jedoch im Wartesaal mit Arbeitern sehr wenig bewohnten Gegend belegen, jetzt die erste zurückzukehren. Die Bernauer Straße von der Brunnen- bis zur Schwedter zwei Herren in Streit, versäumten den Zug und schlugen Lesehalle erhält. Bernünftiger wäre es allerdings, die Zusammen- Straße wird wegen Umpflasterung vom 21. d. M. ab bis auf zuletzt mit einem Todtschläger auf den Tischlermeister R. von setzung des Lesepublikums( da hiervon das Gelingen oder Miß hier ein, den sie mit einem anderen Herrn verwechselten. R. bat lingen der Sache zwar nicht allein, aber doch mit abhängt) au weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. allererst zu berücksichtigen. Die Verwaltung der Bibliotheken And dem Polizeibericht vom 16. September. Am ganz bedeutende Verlegungen am Kopfe erlitten und mußte sich ist über ihr Publikum, da die Entleiher ihren Beruf Dienstag Mittag erregte in der Belle- Allianceftraße der 23jährige fofort in ärztliche Behandlung begeben. Eine Entschädigung von 800 M., die ihm der Berliner Restaurateur bot, lehnte er ab. angeben müffen, keineswegs so ganz im unflaren. Obgleich fich Schlächtergeselle Friedrich Pizzer in der Trunkenheit einen Auflauf 300 m., die ihm der Berliner Restaurateur bot, lehnte er ab. der Kreis der Leser natürlich nicht auf die Entleiher beschränkt, und leistete, als er von einem Schuhmann fortgewiesen und schließ- Als die Berliner festgenommen werden sollten, suchten sie zu ent so kann man sich doch auch aus diesen Angaben ein ungefähres lich festgenommen werden sollte, heftigen Widerstand. Er griff fliehen, wurden aber von dem Gendarmen eingeholt und zur Bild von der Gesellschaftsschicht machen, die die Bibliotheken in den Beamten und einen seiner Hilfe herbeieilenden Polizei gebracht. Hier ist das Fräulein entlassen worden. Die erster Linie benutzt. Seit 1892/93 werden in den Verwaltungs- Polizeilieutenant an, so daß dieser von seiner Waffe Ge- beiden Großstädter aber sind nach ihrer Vernehmung an vas berichten feine Berufsangaben mehr gebracht. Es lohnt sich aber, brauch machen mußte. Bizzer wurde durch einen Säbelbieb am Amtsgericht abgeliefert worden. zur Beleuchtung der vorliegenden Frage auf frühere Berichte Kopfe start verlegt und erhielt auf der Unfallstation I einen Berzurückzugreifen, wobei wir uns jedoch im wesentlichen auf die band.- Nachmittags fand in der Kurfürstenstraße ein BuBetrachtung der Gruppen Handwerfer( einschließlich Gefellen)" sammenstoß zwischen einem Wagen der elektrischen Straßenbahn und Arbeiter" beschränken wollen. Im Jahre 1891/92 belief und einem mit Rüstzeug beladenen Arbeitswagen statt, wobei Das Riefenfernrohr scheint nun wirklich fertig zu werden. fich die Zahl der Entleiher auf 15791. Darunter waren 3799 Frauen, eine Gerüstleiter zertrümmert nnd der Hinterraum des Straßenbahn- Am Dienstag Abend konnte es probeweise bereits auf den Mond bei denen leider fein Beruf( der eigene oder der des Mannes) wagens beschädigt wurde. Menschen sind dabei nicht verlegt worden. sowie auf einige Doppelsterne gerichtet und der Bewegung der angegeben ist. Bon den übrigen 11 992 Entleihern waren Im Thiergarten in der Nähe des Kronprinzenweges wurde nach felben automatisch nachgeführt werden. Die wenigen Personen, nur 757(= 61/8 pt.) Arbeiter und 8435( 28/3 pCt.) Hand- mittags im Gebüsche die bereits in Verwefung übergegangene welche zugegen waren, waren von der Schärfe und Deutlichkeit werker. In den einzelnen Bibliotheken weicht die Zusammen- Leiche des 22 jährigen Geschäftsreisenden Bruno W. aus Einbeck der Bilder ganz überrascht. Doppelsterne, welche in dem fegung selbstverständlich mehr oder weniger von diesen Gesammt mit einer Schußwunde in der Brust aufgefunden, und nach dem zum Rohr gehörigen Sucher, auch schon einem ansehnlichen zahlen ab, nach oben oder nach unten. Interessant ist, daß Schauhause gebracht. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Fernrohr, faum als doppelt gesehen wurden, waren in gerade die Bibliothet Nr. 1, eben die in der Mohrenstraße, feinen Infolge Schleuderns auf den Pferdebahngeleisen brach auf auffallend weite Entfernung von einander gerückt. Die Gebilde einzigen Arbeiter unter den Entleihern hatte.( Auch die Hand- dem Kottbuser Blaze ein Rad eines Bierwagens der Berliner auf dem Mond, seine Krater und Hügeltetten, seine Rillen und werter machten hier nur 17/3 pet. aus.) Knapp 1 pet. bildeten Bockbrauerei, so daß der Wagen auf den Geleisen liegen blieb. Strahlen waren aufs schärffte in ihren Einzelheiten erkennbar. die Arbeiter in Bibliothek Nr. 16( Auguststraße); 1-2 pet. in Beim Fortschaffen rollte ein volles Bierfaß vom Wagen und traf Dabei standen sie fest und ruhig im Gesichtsfelde und zeigten Nr. 8( Gipsstraße); 8( Lüzowstraße); 18( Rurfürstenstraße); den Pferdebahnschaffner Oswald Baunert, der dadurch eine dadurch, daß die Bewegung des gewaltigen Instruments 11( Scharnhorststraße); 25( Fruchtstraße); 9( Wartenburgstraße). Quetschung an der Schläfe und anscheinend innere Verlegungen ohne jede Erschütterung vor sich geht, so daß der Dagegen bildeten fie wir müssen uns auf Anführung der davontrug. Abends wurde vor dem Hause Reichenbergerstr. 164 Grbauer desselben in hohem Grade befriedigt ist und Extreme beschränken- 14/3 pct. in Nr. 10( Baut bie 60 Jahre alte Wittwe Karoline Rohmann, geb. Banjack, sehr günstige Resultate für die Zukunft erwartet. straße); 15 pt. in Nr. 20( Wiesenstraße); 181/2 pt. durch einen von dem Bäckergesellen Paul Knorr geführten Ge- Arbeiter wird freilich auch hier wieder lange zu warten in Nr. 24( Reichenbergerstraße); 232/3 pet. in Nr. 21 schäftswagen überfahren und innerlich anscheinend schwer verletzt. haben, ehe er einmal einen Blick nach dem Himmel wird werfen ( Pappel- Allee). Im allgemeinen haben, begreiflicherweise, die Sie wurde nach dem Krankenhause am Urban gebracht. tönnen; denn wir hören, daß dafür ein besonderes Entree von Bibliotheken der Arbeiterviertel die meisten Arbeiter unter den 3 M. bezahlt werden soll. Wir wollen jedoch hoffen, daß noch Entleihern. Die Handwerker waren am schwächsten, mit 82/3 pCt., während die oberen Zehntausend dem großen Wert ihre Bein Nr. 16 vertreten, dagegen z. B. mit 43 pCt. in Nr. 20 45 pCt. in Nr. 24, 47 pet. in Nr. 23( damals Elbingerstraße, jetzt Ans Adlershof wird uns berichtet, daß die Verhandlungen wunderung darbringen, auch einige billige Tage eingerichtet wer Olivaerstraße), 48 pet. in Nr. 25. Die Gruppe Gewerbe mit dem Wirthe Wölftein wegen Aufhebung der Sperre als ge den, an welchen auch dem sogenannten gemeinen Bolt die treibende, Raufleute u. f. w." bildete überhaupt 18 pet., das scheitert zu betrachten sind. Die Parteigenoffen legten Herrn Wunder des Himmels zugänglich gemacht werden. gegen z. B. 36 pet. in Nr. 1 und erreichte als höchsten Antheil Wölftein einen Rerers vor, nach welchem er sich verpflichten Zwei jugendliche Spitbnben sind durch die Aufmerksam 45 pet. in Nr. 16.( Db übrigens die Bezeichnungen Gewerbe- follte, fein Lokal zu allen fozialdemokratischen und Gewerkschafts- feit eines Ausstellungsbeamten an der Kasse des Portals I an Borgestern erschienen an derselben zwei treibende" und Handwerker" oder" Handwerker" und" Arbeiter" versammlungen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen; sei er gehalten worden. welcher Art auf allen Bibliotheken in gleicher Weise gegen einander begrenzt durch geschäftliche Rücksichten irgend ge Knaben im Alter von ca. 12 resp. 13 Jahren, welche für sich Wort gegebenes wurden, muß dahingestellt bleiben.) Einen hohen Antheil hatten zwungen, sein bestimmten Eintrittskarten zur Ausstellung forderten und ein Zwanzigvielfach auch die Schüler( einschließlich Studenten), den höchsten Falle zurückzuziehen, dann habe er sich zu verpflichten, martitüd in Zahlung gaben. Auf Befragen erklärte eins der in Nr. 14 und 15( Schmidfstraße bezw. Albrechtstraße) mit alle für die Vorbereitung der betreffenden Versammlung Kinder, daß es das Geld von seinem Vater, einem Steinfeger, 55 bezwv. 553/4 pet. aller Entleiher. Im ganzen bildeten fie entstandenen Kosten zu decken. Die Unterschrift dieses Reverses zum Besuch der Ausstellung erhalten habc. Natürlich fand diese 28/4 pet. Die Schüler sind, bei ihrer bekannten Borliebe für verweigerte Herr Wöllstein unter dem Vorgeben, daß er sich nicht Erzählung keinen Glauben. Ein hinzugerufener Gendarm nahm allerlei Schmöker, von nicht geringem Einfluß auf die Zahl der binden wolle; die Arbeiterschaft von Adlershof aber glaubte, daß den Kindern das Geld ab und wie eine Nachfrage bei den von den Bibliotheken verliehenen Bände. die Vorkommnisse wegen der letzten Sedanfeier ihr die Pflicht Eltern der Kinder ergab, hatten diese gemeinschaftlich bei dem auferlegen mußten, sich gegen Wiederholung derartiger Unan Steinfeger eine Kommode geöffnet und das in derselben für die nehmlichkeiten zu sichern. Erwähnt sei noch, daß ein Anarchisten- Miethe aufbewahrte Geld gestohlen. Die beiden hoffnungsvollen Die weiße Frau. Die Zeit der fauren Gurken ist trotz häuflein am Montag sich im Wöllstein'schen Lokale den Luxus Bürschchen wurden den Eltern wieder zugeführt. der herbstlichen Witterung noch nicht vorüber. Die weiße Frau zu erklären. Dies Ereigniß, das eines tomifchen Beigeschmacks Dienstag bie Gruppe 16 besichtigten, nahmen mit einigem Er gestattet hat, sich mit der Sperre dieses Lotals nicht einverstanden Die Besucher der Gewerbe Ausstellung, welche am soll, wie der Berliner Korrespondent eines Londoner Blattes nicht entbehrt, fennzeichnet wieder einmal das proletarische staunen wahr, daß an den Buchbinderei Maschinen der Firma feinen Lefern aufbindet, in vergangener Woche im kaiserlichen Empfinden dieser Herren. Bauer Lüderiz u. Todtenstille herrschte, während Schlosse gefehen worden sein. Ein dienstthuender Kammerherr Amtsgerichte in den Vororten. Zur längst geplanten sonst gerade hier ein lautes und lebendiges Treiben in die Augen sah die Erscheinung plöglich vor sich aus dem Boden des auch schon grundfäßlich beschloffenen Errichtung fällt. Das Wunder klärte sich bald dadurch auf, daß das ganze Die Geftalt war in weiß gehüllt und Sorridors auftauchen. und trug einen mit Edelsteinen besezten Gürtel. Die von Amtsgerichten in einer Reihe Berliner Vororte ver- Personal dieser Firma sich im Aus stande befand; der zweite eine Hand ruhte auf demselben, die andere Hand hielt lautet jetzt, daß im Kreise Nieder- Barnim die Orte Weißensee Chef der Firma wollte sich zu feiner Verständigung bereit ersie warnend in der Luft erhoben. Der Ausdruck ihres und Lichtenberg selbständige Amtsgerichte erhalten follen, tlären und Herr Bauer befindet sich außerhalb Berlins auf einer Gesichtes war überaus ernst und streng. Das Schlüsselbund, das während Reinickendorf und Pankow mit den umliegenden Erholungsreise. Im Interesse der Firma dürfte es troß dieses sie sonst in der Hand zu tragen pflegte, führte sie diesmos uicht Ortschaften gemeinschaftlich ein Amtsgericht bekommen, das in Hindernisses liegen, baldigst einen Ausgleich mit ihren Arbeitern mit sich. Der Stammerherr gerieth in die größte Bestürzung über Berlin am Webbing feinen Platz erhalten soll. Zum Amts- anzubahnen. den Anblick des Phantoms und trug die Alarmnachricht sofort gericht Weißenfee sollen gehören die Gemeinden Neu- und Altim Schloffe umher. Der Kaiser, an welchen unverzüglich die Weißenfee, die Ortschaften Heinersdorf, Französisch Buchholz, Nachricht gemeldet wurde, blieb völlig unbewegt und gab nur Buch- Garow, Lindenberg, Malchow, Wartenberg, Falkenberg Befehl, alle Wachen des Schloffes zu verdoppeln und in ver- und Ahrensfelde. Die Angelegenheit liegt jetzt den KreisIn eine Lohnbewegung einzutreten, beschloffen die schiedenen Theilen besondere Wachen auszustellen und jeden Ein ausschüffen von Nieder- Barnim und Teltow zur Begutachtung vor Glaser Berlins und Umgegend in einer gut besuchten öffent dringling auf der Stelle zu verhaften. Hoffentlich meldet das und wird vermuthlich in der nächsten Tagung vor den Landtag lichen Versammlung, die am 15. September in den Arminhallen Blatt bald, daß die weiße Frau" ergriffen und wegen Vergehens tommen. tagte. Die Bewegung wird sich hauptsächlich auf die größeren gegen den groben Unfugparagraphen zu entsprechender Geld. Zwet Zusammenstöße von Dampfbahnwagen haben sich Werkstätten erstrecken, indem bei den fleineren Meistern event. Haftstrafe verurtheilt worden ist. am Sonntag Abend in Schöneberg, und zwar im Verlauf der geforderte Minimallohn zumeist schon gezahlt wird, beffere Arbeitsbedingungen vorherrschend find. Ueber eine große Unsicherheit, die im Thiergarten von nur einer halben Stunde, beide dicht vor und in überhaupt herrschen soll, ist im Anschluß an einzelne Vorgänge von Zeit der Dorfaue auf der kurzen Strecke von taum 500 Das Hauptgewicht soll auf die Erringung der 3 Beit geklagt worden. Daß aber hin und wieder auch Metern auf der Berliner Dampf- Straßenbahn ereignet. Der stündigen Arbeitszeit gelegt werden, um die große Arbeitszu beschränken und stehen dieser Forderung etwas vorkommt, aus dem man, menn vereinzelte Ers erste und heftigste fand unmittelbar vor der alten Kirche statt. losigkeit eignisse maßgebend wären, auf eine außerordentliche Gegen 10 Uhr traf ein mit 25 Personen besetter, auf der Tour ebenso wie der Festseßung eines Minimallohns, nach den Aus. Sicherheit im Thiergarten schließen könnte, zeigt folgen von Steglit nach Berlin befindlicher Pferdebahnwagen an der führungen mehrerer Redner, eine Anzahl Inhaber von großen der Fall. Vorgestern, Dienstag, Nachmittag gegen 5 Uhr fand jenseits der Kirche befindlichen Kreuzungsstelle auf dem Werkstellen sympathisch gegenüber. Außer der Verkürzung der Zwei Dampfwagen, die furz nach Arbeitszeit und dem Minimallohn von 27 Mart für Bleiglaser man am Kronprinzenweg die Leiche eines Mannes, der sich durch Ausweichegeleise ein. stießen einen Revolverschuß in die linke Brust getödtet hat. Aus dem einander tamen, auf ben Pferdebahnwagen so und 24 Mart für Bauglaser wird ein Aufschlag für Uebers Zustande der Leiche geht hervor, daß sie schon mindestens acht heftig, daß sechs Personen, die sich auf dem Perron befanden, stunden bis 10 Uhr abends von 50 pCt., nach 10 Uhr abends Ferner wurde eine spezialisirte Zage dort gelegen hat. Trotzdem fand man bei ihr noch ein auf die Straße geschleudert wurden. Glücklicherweise tamen sie von 100 pCt. gefordert. Portemonnaie mit 25 M. und eine silberne Zylinderuhr mit der mit einigen Hantabschürfungen davon. Der zweite Zusammenstoß Atford Berechnung für die verschiedensten Arbeiten fest= Das Tragen größerer Lasten Materials von der Nummer 34 105. Auch die Waffe lag noch neben der Leiche. ereignete fich taum eine halbe Stunde später in der gesetzt. Der Mann trug einen grauen Anzug und einen gelblichen Ueber Mitte der Dorfaue. Ein ebenfalls aus Steglitz abgelassenter Werkstatt nach dem Bau und auf dem Bau selbst nach zieher und führte Ausweispapiere auf den Namen eines aus zwei Wagen bestehender Bug hatte unterwegs durch einen den Etagen, foll in Zukunft fortfallen. Verlangt wird weiter Handlungsreisenden Bruno Wicht bei sich. Die Polizei des Maschinendefekt einen längeren Aufenthalt gehabt und traf die Herstellung eines verschließbaren Raumes zur Aufbewahrung 76. Reviers schaffte die Leiche weg und nahm die Sachen in infolge deffen bei der Dorfane mit einigen Minuten Berspätung des Materials auf dem Bau. Die Diskussion war eine ziemlich Verwahrung. ein. Da die Anlagen jener den Ausblick auf das Geleife ver ausgedehnte, an der sich auch die anwesenden Meister bes " Die Einführung von Nummernschildern für Nadfahrer soll von der Polizeibehörde beabsichtigt fein. in einem % = Versammlungen. neun St. Urban, Dranienburger Vorstadt, ftraße 32 a bet Otto Schmibt.- Adlershof. in Adlershof, Oppenstr. 1 im Hotel W. Grunow. Schönhauser Allee 177 c. 1 8utunft III, Belten t. b. M., Wilhelmstr. 19 1 Neuer Wer unseren Fürsten nicht thut achten, Den bringt mir her ich will ihn schlachten! Der gute Mann sollte sich um das Scharfrichteramt in Baden bemühen. Ein neuer Leprafall. Der„ Frantf. 8tg." zufolge wurde in der Klinik zu galle a. S. ein Fall von Zepra- Grtrantung fonstatirt. Der Ertrantte ist ein Ausländer, welcher sich die Krankheit vermuthlich während seines Aufenthalts auf den Molukten zugezogen hat. Er wurde auf die Jfolirstation gebracht und der Regierung darüber Bericht erstattet. theiligten. Ohne Ausnahme sprachen fich dieselben dahin aus, J Tefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends subr Ladenthür zeigte eine traftvolle Meggergeftalt mit einem großen bet Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Boyenstr. 40 bei Biesboit. daß die Forderungen: neunstündige Arbeitszeit und der Minimal Süd Oft, bet Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke.- Klub Schlachtmesser und dazu die Worte: John berechtigte sind, die wohl auch bewilligt werden könnten, be- ber Freunde bei Gnadt, Buttbuferstr. 22. Gostalistischer Befe mängelten aber einzelne Posten in der Attordberechnung, die fein und Distutirtlub, Reichenbergerstr. 157. August Geib, im Ne Meister bereit sein wird, zu bezahlen. Obwohl von den Meistern Friedrich Engels, Weißenburgerstr. 53 bei Stiefel. ftaurant Streit, Naunynftr. 87.- Reimer, Gerichtsstr. 19 bet Geibel. Leopold zugegeben wurde, daß das Abtragen der Fensterflügel vom ato by, Blumenftr. 52 bei Kleinau( jeden Donnerstag nach dem 1. u. 15.). Boden nach den Etagen erst seit fürzerer Zeit eingeführt Bestalozat, Beughofftr. 8 bet Behlendorf. Oft, Weidenweg 81 bet worden ist, hielten sie die Abschaffung dieser Arbeit, speziell bei Ghillinger( leden Donnerstag nach dem 1. und 15.). Arbeiter- Sängerbund Bertins unb umgegend. Borsigenber Mo. Neudem kleineren Meister, der sich nicht auf den Bauten Arbeits- mann, Bafewaiterfir. 3. Alle Aenderuneen im Vereinskalender sind zu richten leute halten kann, für unmöglich. Nachdem ein Antrag, aus an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis der Mitte der Versammlung eine Kommission zu wählen, die 11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Lindenstraße 106 bei Bubett. Freundschaft, Brunnenstr. 143 bei mit der Innung nochmals in Verhandlung zu treten versucht, Fischer. Hilaritas, Hochftr. 32a b. Schmidt.- kummer'fcher Gesang abgelehnt worden war, wurde beschlossen, die aufgestellten verein, Langefir. 65 bet Owzared.- Freiheitsglocken, Wörtherstr. 39 bet Forderungen den Meistern bis spätestens Sonnabend zu unter allee 28 bet Relle. Güd- Ost, Görligerstr. 52 bet Bogel. Frühlings: Dortmund gemeldet: Auf dem hiesigen Bahnhofe stieß ein Buchholz. Borwärts II,( Beutner'scher Männerchor) Schönhauser Eisenbahn- Unglück. Eisenbahn Unglück. Der„ Frants. Zeitung" wird aus breiten und bei Nichtbewilligung die Arbeit einzustellen. Eigenluft, Bülowstraße 59 bet Werner. Brezelschluß, Oranienftr. 51 thümlicherweise versuchte nun der Gesellenausschuß, an den sich( Oranten hallen) bei helfer. Morgenroth, Rummelsburg, Türr Personenzug auf einen Prellbock. Mehrere Personen wurden zur Zeit die Lohntommission gewandt hat, um in Verhandlung Borax, Manteuffelstr. 9 bet Nowad. Gänger luft, Werder a. H., schmidtstr. 83 bei Schröder. Baget nicht, Stegliz, Schüßenstr. 40. verlegt. mit der Junung zu treten, aber abschlägig von dem Gefellen Kugelweg. Steinfeger Sänger chor, Ruftanten: Allee 28 b. Fiebiger. Die Runde. Das Thema lautete:" In der Schule." Hier ist Ein luftiger Schülerauffah macht in Kölner Lehrerkreisen ausschuß beschieben wurde, den eben einstimmig gefaßten Beschluß Flöter'scher Gefangverein Koppenstraße 47 bet Lorenz. rückgängig zu machen und bot der Versammlung nunmehr feine Charlottenburg. Wallstr. 102 bei Mafchesti,-Gefangverein der Bergolder har den Bänken, den Tintenfässern, dem Stock und dem Lehrer. Die Gefangverein der Berliner Kürschner, Weinstr. 11 bet Feindt. prall, die Ausführung:„ Das Schulzimmer besteht aus der Wandtafel, Vermittelung mit der Innung an. Nachdemo on mehreren Rednern das monie IV, Kopniderstr. 68 bei Schöning. Ginigtett III, Großfonderbare Berhalten des Gesellenausschusses in dieser Bewegung kriichterfelbe, Anhalter Play. a. pra te desluft I, Fürstenwalde an meisten Sachen in unserer Schule sind sehr alt, nur der Stock ist tifirt worden war und darauf hingewiesen, daß es den Anschein der Spree Schloßtelleret. Soch neu. Wer noch später wie der Lehrer in die Schule tommt, ist habe, als hätte erst die Meisterschaft, die sich weit entgegenkommender bei Schubert. Gesangverein der oft- und Westpreußen, Blumen- der größte Faulenzer und wird durch diesen bestraft. Auf der gezeigt hatte, den sonderbaren Ausschuß auf seine Pflichten auf- ftraße 82 bei Reich. G& Reeglodden II, Potsdam Branden Wandkarte find Flüſſe und Städte gemalt, damit wir sie ausmerksam gemacht, ging man über dieses Anerbieten, um die Be- burger Kommunikation 16 bet Glafer. Morgenroth IV, Stöpenick, wendig lernen müssen. Der Lehrer hat mit dem Stock ein Loch Schönerlinderstr. 9 bet Schulz. Borwärts IX, Charlottenburg, Wilmers ins gelobte Land gestoßen. Mit dem Globus macht er die wegung nicht bis zu einer ungünstigeren Zeit zu verzögern, zur bdorferstr. 39. Feldblume, Staligerstr. 117 bet Breitenfeld. Bolter Tagesordnung über. Die bisherige Lohnkommission wurde auch frühling, Sendelftr. 30 bei Arndt. Arton II, Danzigerstr. 78 Sonnenfinsterniß. In der Gesangstunde streicht der Lehrer den mit der Leitung der Bewegung betraut. Unterstüßung soll an bei Meßmann. Gefangverein der Glasarbeiter zu Köpenid, Rofen: Bogen; auch schlägt er uns so lange den Tatt, bis es flappt. Wir die Streikenden in den ersten 14 Tagen nicht gezahlt werden. ftraße 101 bet Troppens. höher; der Lehrer Morgengrauen( Bäcker), 8-5 Uhr nachm., fingen do bis Diejenigen, welche die Forderungen bewilligt erhalten haben, Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. ngrauen( der),& 6 ur na mam tiefſten, aber ber tommt nicht in bie pobe. In der Schule wurden verpflichtet, pro Woche eine Mart an den Streitfonds Mozartstraßen Ecke bet Bartels. Bineta, Kastanten- Allee 11 bei hängt auch ein Thermometer; mit diesem macht man es im Sommer Auguftin. Gleichheit, Kremmen, Berlinerstraße 289 be: R. Urad abzuliefern. ( Stabt Berlin). Alpenröslein, Bergftraße 60 bei Bilgenfeld. heiß, bis frei ift; der Lehrer sieht so lange darauf, bis es 20 Grad Alpenrose, Forsterstr. 22 bei sind. In der Freiviertelstunde effen wir eine halbe Stunde Die Tabatarbeiter hielten am Dienstag bei Gründel eine Oberon, Drantenstr. 121 bei Wohllebe. öffentliche Versammlung ab, wo Börner über die Lage des uitstränge II Suckenwalde, Haag Nr. 3, bet Gerhardt. lang unser Butterbrot. Der Schulinspektor lobt uns immer, Sangesluft I, Puttbuserstr. 30 bet Ferd. Reimann. Streits in den Fürstenwalder Zigarrenfabriten sprach. Wie der Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. aber der Lehrer ist doch froh, wenn er wieder fort ist. In der Redner ausführte, haben die dortigen Tabatarbeiter seit dem ale zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jahn, Turnstunde springen wir über den Bock; der Lehrer springt zuerst, daß er fracht, dann springen wir auch und stärken unsere Jahre 1888 teine Lohnerhöhung gefordert, find nunmehr aber Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen vorgegangen, um eine geringe Aufbefferung der gänzlich im Bereinstalender sind zu richten an Otto Schutz, Rottbuserdamm 72. Glieder. Der Lehrer macht uns zu ordentlichen Menschen; denn unzureichenden Löhne Korea Fleiß bricht Eis. Wer Aepfel stiehlt, kommt einen herunter; Löhne durchzusetzen. Die Roller bean: Donnerstag: Kollegia, bet Böcker, Naunynstr. 78. Königsbergerstr. 18 bet frutenberg. Mehr Licht, Weißenfee, Glfaßftr. 16 wer sie aber dem Lehrer stiehlt, tommt zwei herunter. Wenn spruchen eine Zulage von 50 Pfennigen pro Tausend, bet Straßburger.-Wahrer Fatob, Gimeonftr. 23 bet Flick. die Wickelmacher eine solche von 25 Pf. Obwohl die Fürsten- Sain, Langenbedftr. 4 bet Techtmeter.- Glühlicht, Weißensee, Göbler der Lehrer die Orgel spielt, treten wir ihm den Balg und traße 50 bei Grgang. Weiße sche, Görligerfir. 69 bei Schulze. fingen zweiftimmig bazu; wenn man ihm den Balg zu arg tritt, walder Fabritate diese Lohnerhöhung sehr gut vertragen fönnten. Brüderlich leit. Büdlerstr. 49 bei Schuhmacher. Pfeifendedel, quietscht die Orgel. Jetzt ist der Lehrer frank und hält keine weigern sich die Fabrikanten, dieselbe den Arbeitern zu gewähren angeftr. 64 bei Jeratsch. Savannah, Rigdorf, Juliusstr. 59. und sind letztere infolgedessen mit großer Einmüthigkeit in den Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorf. Schule; wir wissen nicht, ob er wieder gut wird, aber wir hoffen Streit getreten. Nicht einer der betreffenden Kollegen hat iche Männerchor von 8-9, Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungs- das beste. stunde bei Krüning, Rofenthalerfir. 12. Gesangverein Jugendfreuden, sich von der Bewegung fern gehalten, so daß die Zahl männerchor. Abends von 9-11 Uhr bet Wernau, Rosenthalerstraße 57.der Streifenden 86 beträgt. Neben einigen kleinen bestehen Biropfenverein Webbing, abends 8½ Uhr Gigung beim Restaurateur in Fürstenwalde drei größere Fabriken, die man eigentlich als Bolff, Berichtfty. 44.- Bergnügungsverein 21p en grün, Beuffelste 1e bei Gefelliger Verein Frohsinn bei Geite, Swinemünderstr. 20, Berliner Firmen ansehen müsse, denn sie hätten seinerzeit die abends 9 Uhr, Stzung mit Damen.- Tambourverein Froh- Frei. UebungsFabrikation nur deshalb nach Fürstenwalde verlegt, um sich die fiunde Montags und Donnerstags 9 Uhr bet Rausch, Huffitenstraße 9. dortigen niedrigen Arbeitslöhne zu nuße zu machen. Da das Geselliger Verein Hertha, abends 9 Uhr Sigung Adalbertstraße 51. Dilettanten- Orchefterverein Allegro, Uebungsstunde Donnerstags 8% Uhr Streben der Berliner Fabrikanten schon lange dahin gehe, aus bei Rautenberg, Dranienstraße 180.- Theatergesellschaft Evelina, abends demselben Grunde ihre Fabriken außerhalb zu errichten, souhr bet Gonell, Falckensteinstraße 5, Stzung mit Damen. Vergnügungshätten also die Berliner Tabatarbeiter und Arbeiterinnen verein Gelb fibilfe, Bimmerfir. 99 bei Krause. das größte Interesse daran, die Fürstenwalder Kollegen in ihrem Lohnkampf zu unterstützen, um zu verhindern, daß infolge der außerhalb gezahlten nieorigen Söhne ihnen selbst nach und nach die Arbeitsgelegenheit genommen werde. Eine solche Gefahr liege in der That vor, denn beim letzten Berliner Streit gingen mehrere hiesige Fabrikanten gleichfalls mit der Absicht um, ihre Fabriken nach Fürstenwalde zu ver legen. Darum fei es Pflicht der Berliner Kollegen, nach Kräften zu den Geldsammlungen beizusteuern, damit es den Streifenden möglich werde, den Sieg zu erringen, der auch gleichzeitig den Berliner Kollegen zu gute fomme. Hierauf referirte Butry über die Streits der Tabatarbeiter in Geldern in der Rheinproving und in Gothenburg in Schweden, bei denen es in erster Linie gelte, einen Schlag abzuwehren, den die Fabris tanten gegen die Organisation führen wollen, weshalb auch biese Kämpfe der thatfräftigen Unterstüßung aller Kollegen bericht und Uebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. dürfen. Nach kurzer Debatte wurde folgende Resolution angenommen: Die Versammlung erklärt die sehr minimalen Forderungen der Fürstenwalder Kollegen für durchaus berechtigt, ebenso das Vorgehen der Kollegen in Geldern und Gothenburg und beschließt deshalb, die Beiträge zum Generalfonds für männliche Kollegen wöchentlich 25 Pf., für weibliche 10 Pf.- solange weiter zu erheben, bis den Fürstenwalder Kollegen die aufgestellten Forderungen voll und ganz bewilligt find. Die Regelung geschieht folgendermaßen: diejenigen, welche noch im Besitz der rothen Karten find, haben, wie zuleßt, weiter zu zahlen. Wer dazu nicht zu ver anlaffen ist, hat auf Listen Beiträge zu zeichnen. Die Listen find an folgenden Stellen zu haben: für Süden bei Börner, Ritterstr. 15; für Norden bei Drescher, Veteranenftraße 28, und Dechand, Ruheplasstr. 24; für Often bei Jakob Reul, Barnimftr. 42, und August Motes, Posenerstraße 17. Weiter wurde beschlossen, daß die Namen der Kollegen, welche wegen der Sammellisten vom letzten Streit mit dem Raffirer der Lohnkommission noch nicht abgerechnet haben, im Vorwärts" und im Gewerkschafter" zu veröffentlichen find. Die Adreffe für direkte Sendungen nach Fürstenwalde ist: Otto Stahn, Fürstenwalde a. d. Spree, Bentralherberge, Münche bergerstraße 30. • Grunwald. Wie Gerichtsaffeffor Hartmann die Ordnung ftützt. Ein Pistolenduell fand, wie dem„ Gnes. Gen." aus Wreschen geschrieben wird, letten Sonnabend daselbst im Walde von Choleczno zwischen dem Gerichts assessor Hartmann und dem Privatier von Rutkowski statt. Es verlief unblutig. Streit beim Spiel soll die Veranlassung gewesen sein. on " Arbeiter- Nifiko. Während der Arbeitszeit in Biosfet nahe Myslowig brach, wie der Berliner Lotal- Anzeiger" meldet, das Bitherflub Alpen grüße Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Gerüst, sowie die Wand eines Neubaues zusammen. Unter Lothringerstraße 105. Bithertlub Seimathstlänge 1895. Lindower großen Schwierigkeiten wurden neun Arbeiter aus dem Schutt Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung bet Gittler, hervorgezogen, einer war getödtet, drei schwer und die übrigen mariannenstraße 48. Mille 14 Tage abends sy pt. Vergnügungs- und Touristentlub Frete Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21.fünf leicht verlegt worden. di Ruderverein Vorwärts, abends 9 Uhr im Restaurant Neues Klubhaus, Kneipende Bourgeoisjungen. Wie die Abg. Hart. 3tg." Kommandantenftr. 72. Stattlub Sanfter Heinrich bei H. Brandt, Stattlub Süd, abends 8 Uhr, Böchftr. 21 bei erfährt, haben in letzter Zeit von drei Königsberger Gymnasien Reichenbergerstr. 122. Krebs. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bei ungefähr 60 Primaner entlassen werden müssen wegen Theils G. Stein, Christburgerstraße 46. Schwimmklubecht", abends 9 Uhr, nahme an verbotenen Schülerverbindungen, deren Hauptzweck im Reftaurant Richter, Mariannenstr. 41. Stattlub Tourne, abends Stattlub Fortuna, abends sy Uhr, natürlich die Bertilgung von Bier ist. D, diese Verlotterung uhr bei Rebrenz, Wrangelfir. 84. 1 Jonasstr. 4 bei Nigbur. Gefango. der Ber I. Metallweber, Andreas: der Jugend in den niederen Voltsschichten! fraße 34 bei Weinberg. Bitherverein Tyrol, Wrangelſtr. 91 bei Ludwig. Berliner Mandolinen- klub. Jeden Donnerstag Abend 29-10 Uhr. Melbungen bei Ernst, Kommandantenstr. 70. Rauchtlub hneforge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Louifenufer 52 Rauchlub Kernspise, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorfer ftraße 8. Rauchtlub Felfenfest, Wrangelstr. 30 bet R. Schmidt. Rauchtlub Ohne 3wang, abends 9 Uhr, Weinstraße 28 bet Späth. Berein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unter rends'scher Stenographen Berein Apollobund", Becker's Bierballen, Kommandantenftr. 62, abends 9 Uhr, Unterricht und lebung in der ganz vereinfachten Arends'schen Stenographie. Le Cercle de Conversation Fançaise se arrassemble tout les jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. Cercle Français: Jeudi Séance a 9 h. dans son local Rest.„ Vier Deutscher Arbeiterverein„ Vorwärts", Kopenhagen, K., Compagnie Strabe Nr. 48, Café Bolangé. Butritt. Verband deutscher Barbiere und Friseure( 8weigverein Berlin) abends 10 Uhr bei Babiel, Rosenthalerstr. 57: Bersammlung. Gäfte haben Berliner Verein für volksverständliche Gesundheitspflege und Naturheilkunde. Heute Abend 8 Uhr im Saale der Arminballen. Kom mandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. med. Prager aus Elberfeld über tuberkulose und Stropulofe, fowie über beren naturgemäße Behandlung Privat Theater- Gesellschaft Bühnen- Verband Normania" tagt jest jeben Sonnabend im Monat Gr. Frankfurterftr. 116 bet luge. Vergnügungsverein Sorgenfrei. Jeden Donnerstag, abends& Uhr: Liegnigerfir. 21. Vermischkes. 7 Aus Schaffhausen wird berichtet: Genaue Untersuchungen des Rheingrundes haben ergeben, daß bei dem durch den Ein sturz der Landungsbrücke bei Büsingen herbeigeführten Unfall nur zwei Personen ertrunken sind. Ueber das Unglück von Zermatt wird der Wiener N. Fr. Pr." aus Bern noch berichtet: 3wei englische Touristen, Reverend Fizpatrick und Professor Robinson, waren die erften, welche auf dem Lyskamm zu den Verunglückten gelangten. Sie gaben bei dem Gerichte in Zermatt folgendes an: Der Führer Imboden lag flach auf dem Boden; seine Leiche zeigte am Beine starke äußere Verlegungen. Dr. Günther befand sich in figender Stellung und hatte den rechten Oberarm trampfhaft nach oben gebogen; sein Rock war ihm über den Kopf geftülpt, an dem sich schwere Verlegungen zeigten. Der Führer Ruppen war am meisten verlegt, die obere Hälfte seines Schädels war vollständig zertrümmert. Imboden hatte als Vordermann das Seil mehrfach um sich gewunden. Das Seil, an dem die drei gingen, war beim Absturz zwischen den einzelnen Männern zerriffen und an den Rißstellen vollständig zerfasert. Von den Pickeln fand man nur den Kopf eines Beiles; der Echaft war ganz zersplittert. Die Tiefe des Absturzes mochte 400 bis 500 Meter betragen. faild Aus Brüg wird vom Mittwoch berichtet: Die Lage ist bisher unverändert. Im Bruchgebiet ist Beruhigung eingetreten. off aid an Erweiterungen der bestehenden Riffe fowie Nachfentungen find Ueber Entartung der Schulfeste schreibt man der Preuß. nicht wahrgenommen. Eine gestern Nachmittag vorgenommene Lehrerzeitung": Aus Anlaß der patriotischen Feiern haben sich Sondirung des Abbauplanes durch ein Bohrloch ergab einen Med in vielen Gemeinden sogenannte Rinderfeste entwickelt. Es wird Berbruchstegel aus feingefchlemmten Letten im Plane. In I Der Verband der Handelshilfsarbeiter ze. hielt am eine Geldsammlung unter den Schulkindern veranlaßt, ein Lehrer dem gefammten Schwimmsandterrain sind keine weiteren 3. b. M. feine Mitgliederversammlung ab. Polis giebt be- oder eine von diesem beauftragte Person kauft die verschieden. Senkungen, sondern nur ein allgemeines gleichmäßiges tannt, daß 7 Kollegen frant und am 17. Oftober unser fünftes artigsten Gegenstände, die dann durch Wettrennen, Wettkämpfe Fallen des Grundwasserspiegels zu konstatiren. Man kann daraus Stiftungsfest in der Brauerei Friedrichshain stattfindet. Mit- und dergleichen möglichst gleichmäßig zur Bertheilung kommen. auf einen Abzug des Grundwassers, aber nicht auf einen weiteren glieder, welche nicht länger als 6 Wochen mit ihren Beiträgen Ein anderer Theil des Geldes wird zur Beranstaltung von Abfluß des Schwimmsandes schließen. Die Herstellung des Bahnim Rückstande find, erhalten vom 15. September bis 6. Dftober Ergöglichkeiten für die Kinder verwendet und nach Spiel und törpers schreitet fort, und der Verkehr auf der Auffig- Teplißer Freibillets. Die Freibillets find im Bureau des Ver- Tanz findet ein Umzug bei Papierlaternenfchein im Bahn wird morgen wieder aufgenommen werden, wenn teine bandes zu haben. Bum 2. Punkt der Tagesordnung: Orte ftatt. Einzelne Kinder fingen oder fagen Gedichte weiteren Störungen auftreten. Die Meldungen der Blätter über Bortrag, war fein Referent anwesend und wurde deshalb auf auf und unter reger Betheiligung seitens der Gemeindeglieder, den Einsturz von Häusern sind übertrieben. Es ist lediglich der den Vorschlag Polit über die Einführung der Arbeitslofen großer und fleiner, folgt der Schluß, bestehend in Ermahnung zu hintere Theil eines mitten im Bruchterrain liegenden Hauses, Unterstützung und die zur Urabstimmung ausgegebenen Frage weiterm Fleiß in Schule und Haus und zu ordentlichem Be welches bereits am 7. August beschädigt war, eingestürzt. Das farten diskutirt. Bolig erläuterte, daß Kollegen bei ihm getragen. Insoweit diese Feiern in den rechten Grenzen gehalten benachbarte Haus zeigt Riffe.us plus dind wefen sind und nicht wußten, ob die Fragen der Fragetarten, werden, wird niemand etwas dagegen einzuwenden haben. Die Ursache der schlechten Witterung. In den Basler um das Richtige zu treffen, mit ja oder nein zu be Allem Anschein nach und erfahrungsgemäß ist dies aber oftmals Nachrichten" ist zu lesen: Woran es liegt, daß wir dieses Jahr antworten find. E3 wäre eine Versammlung noth. anders. Gin Theil des Geldes wird zur Bezahlung der Musik so schlechte Witterung haben, wissen wir jetzt. Die diesjährige wendig gewesen, um die nöthige Klärung in der aufgewendet, ein anderer zum Ankauf von Bildern zweifel Frage der Arbeitslosen Unterstützung zu gebent. Reiner haften Werths. An einem Orte betheiligt sich auch die aus der Ansprache der schweizerischen Bischöfe an das katholische Volk würde im Prinzip gegen die Arbeitslosen Unterstüßung Schule entlassene Jugend am Tanz, am andern duldet man die anläßlich des eidgenössischen Bettages führt aus, daß die Schieß. fein, doch die praktische Durchführbarkeit, nicht von jedem Theilnahme der Vorschulpflichtigen beim Bergnügen. Ja neuerdings übungen, ber militärische worunterricht, die Kollegen ohne Erläuterung zu beantworten. Hoffmann, Dreher, hat man bekannt gemacht und zwar im Lotalblatt, daß das dies: Fortbildungsschulen und die vielen weltlichen Feste, Kahler, Schumann und Ratscher treten für die Arbeitslosen jährige Kinderfest am 30. Auguft im Eichwalde abgehalten wird. Die an Sonntagen abgehalten werden, Ursache feien, warum der Unterftigung ein. Nachdem aber Puzer nachgewiesen, daß durch Wer das bekannt macht, stehe dahin. Daß es aber nichts anders Sonntag nicht mehr jene Segnungen bringe, die der Herr ihm eine wöchentliche Beitragserhöhung von 5 Pf. die Arbeitslosen- bezwecken soll, als: Freunde und Gönner, ihr seid dabei bestens augedacht habe. Sie feien wohl auch schuld daran, daß das Gebet um beffere Witterung nicht immer geneigtes Gehör finde. Unterstügung unmöglich sei, schloß sich die Mehrzahl der An- willkommen", steht fest. Abgesehen von manchem Ungefeßlichen, Damit stimmt nicht recht, daß diesen ganzen Sommer über die wefenben den Ansichten Puyer's an. wie z. B. Einsammeln des Geldes in und durch die Schule u. a., Ganverein der Berliner Bildhauer. Am 8. Septbr. fand eigentlichen Zweck verfehlender Momente und um deswillen mag ftets auf die Wochentage ftel." liegt in dieser Entartung eines Schulfeftes eine Menge den Sonntage meist schön waren, während die schlechte Witterung eine Bersammlung statt, in welcher nach Erledigung einiger ge- der Mahnruf gehört und befolgt werden: Hinweg auch hier mit Ein entführter Konsul. Wie die Wiener Neue Freie schäftlichen Angelegenheiten von der Werkstattbelegirten Rom- unnüßem Tand; die Schule sei und bleibe das, was sie sein soll: Breffe" aus Belgrad nach einem dortigen Blatte meldet, ist der miffion auf verschiedene Werkstätten hingewiesen wurde. So wird eine fittlich ernste Erziehungsanstalt auch bei ihren öfterreichisch ungarische Konsul in Seres( Makedonien) von von der Werkstatt Riehle, Schwedterstr. 5, bemerkt, daß in Spielen. Man halte solchem -Man halte solchem patriotischen" Treiben die Räubern entführt worden. Dieselben fordern ein Lösegelb von dieser Werkstatt die Tischler streifen; zwei dort beschäftigte Holz- Thatsache gegenüber, daß bei Arbeiterfesten von der Polizei ftrenge 10 000 Pfund. bildhauer geben sich dazu her, Tischlerarbeiten zu verrichten. In darauf gehalten wird, daß ja kein Kind unter Aufsicht seiner der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. In Rom wird der Werkstatt ta hI, Kurfürstenstraße, arbeiten unsere Kollegen Eltern den Fuß in einen Tanzfaal setzt. jeht ein Standalprozeß verhandelt, in dem Luigi Grispi, noch 91/2 Stunden. Da in dieser Werkstatt die Drechsler streifen, wird gewünscht, die Kollegen möchten sich den Drechslern an schließen, um wenigstens die 52 stündige Arbeitszeit zu erreichen. Zum Schluß wird dann ein Antrag des Vorstandes, wonach die Kosten der Stellenvermittelung der Zentralverein zu tragen hat, nach einer längeren Debatte angenommen. D Auf dem Neubau des Polizeigebäudes in der Landhaus. der Sohn des berüchtigten früheren Ministerpräsidenten, eine ftraße zu Dresden stürzte gestern Vormittag ein Gerüst ein. Ein Rolle spielt. Da der edle Sproß seines Vaters bedenkliche Streiche Arbeiter wurde getödtet, einer sehr schwer, einer verübt hatte, die ihn schließlich ins Gefängniß gebracht hätten, leicht verlegt, der Materialschaden ist bedeutend. Die war er, bevor es zum äußersten kam, von seinem Vater nach Südamerika gefchickt worden. Hier scheint er aber seinen üblen Straße wurde gesperrt. Gewohnheiten treu geblieben zu sein. In Rio de Janeiro war Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süb Auch ein Stück Mordspatriotismus. Aus Karlsruhe Luigi Crispi seit drei Monaten Gaft im Hause eines Italieners, oftschule, Waldemarstr. 14: Deutsch.( Literatur des neunzehnten berichten die M. N. N." Ginen drastischen Transparent der ihm Lebensunterhalt, Wohnung und Kleidung verschaffte, Jahrhunderts. Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Müllerstr. 179 a, gefchloff en. Wiedereröffnung Anfang Ottober Brunnen: Einfall hatte bei der Stadtbeleuchtung zum Geburtsfest des benn die 300 Lire monatlich, die das Haus Fiorita ihm im firaße 25, 1. of lints 1 Treppe. Großherzogs ein hiesiger Meggermeister. Die Füllung seiner Auftrage des Vaters auszahlte, verjubelte er und machte -OOP " Ein Orkan wüthete am Dienstag in Athen und in mehreren Hafenorten Griechenlands. Das Unwetter warf ein Zelt in Phaleron um, in dem geflüchtete Armenier wohnten. Die Einwohner nahmen die Obdachlosen auf. Rudolf Garcis. Wie Sie gefehen haben werben, in ber Nummer vom 16. September veröffentlicht. A. R. Uns unbekannt. . Lether. Unverständlich. B. 8. 14 bann Schulben. Dieser Zage ift er nun burchgebrannt| Opfers wird den Priestern aufgetragen. Wenn einmal ein und hat das Weib des Italieners, der ihn bewirthete, Mann bezeichnet ist, so locken sie denselben auf diese oder jene mitgenommen; die pflichtvergessene Frau ist Mutter von zwei Weise zu sich herbei und opfern ihn. Der Gebanke an ein Kindern. Der junge Mann hat bei allen die größte Entrüftung Menschenopfer entstand nun unter den Wotjaten des Dorfes Alten B. 146. Ja. hervorgerufen, um so mehr, als er, wie man hört, einige Tage Multan im Winter 1892. Damals drückte die Bevölkerung die W. T., Dresdenerstraße. Ja. E. J. Schriftliche Antspäter seine Geliebte in irgend einem weltverlassenen Orte feige bekannte große Mißernte und Hungersnoth. Einer der Au- wort zu ertheilen lehnen wir ab. Schwaben, Mäuse, Wangen die er fißen ließ; wo er sich jetzt aufhält, weiß man nicht. geklagten, Adrian Androjeff, erzählte auf einer Bauernverfamm und dergleichen miethezinslos haufende Thiere heben den Vertrag lung, er habe ein Traumgesicht gehabt, worin ihm ein Gott auf, wenn der Wirth troh Aufforderung für ihre Entfernung eröffnete, zur Befreiung von Hungersnoth und Krankheiten sei es nicht forgt und wenn der Richter zu der Ueberzeugung gelangt, nothwendig, einen„ Zweifüßigen" zu schlachten. Die Worte fanden daß die Menge, Angriffsluft u. f. w. dieser Mietherinnen so einen vorbereiteten Boden. Die Wahl traf den alten Matjunin groß ist, daß die Wohnung unbrauchbar zu erachten ist. In vom benachbarten Torfe. Matjunin litt an Fallsucht und lebte welcher Weise die richterliche Empfindung in Ihrem Fall sich Ueber einen Kampf mit australischen Eingebornen von Almofen, fehrte bettelnd auch öfter in Alten Multan ein. äußern würde, läßt sich nicht voraussagen. Bunächst flagen und wird aus Wien vom Mittwoch berichtet: Das österreichische Das Verfahren war nun folgendes: Zuerst berauschte man ihn, erst für den Siegesfall das Feld räumen, erscheint mithin zweckKriegsschiff Albatros" meldet telegraphisch aus Cooktown wickelte ihn dann in eine neue Leinewand und hängte ihn in mäßig.- K. 800. Für das Sühneverfahren ist kein Anwalts( Australien), ein mit wissenschaftlichen Forschungen betrautes einer Hütte an einem Balten auf. Darauf stachen ihn alle Mit- awang. Die Kosten würden beiden Parteien zur Last fallen; Schiffsdetachement wurde am 10. d. Mts. in dem Gebirge der betheiligten, 15 Mann, und sammelten in besonderen Schalen sie entstehen nicht auf einmal. Insel Gualdalanar von Eingeborenen überfallen. Der das sein Blut. Darauf wurde ihm der Kopf abgeschnitten und, man Detachement begleitende Geologe Foullon, der Seekabet Beaufort weiß nicht wo, versteckt. Die Eingeweide wurden auf einem ni lolganado? und zwei Matrosen wurden getödtet, vier Mann schwer und Scheiterhaufen verbrannt, der Leichnam in einen Sumpf ge- Witterungsübersicht vom 16. September 1896. zwei leicht verwundet. Viele Eingeborne wurden erschossen, der worfen, wo er auch gefunden ist. Zu den Angeklagten gehörten Reft entfloh. der Dorfschulze, der Polizeidiener und die angesehensten unter den Bewohnern des Dorfes, fogar ein 90jähriger Greis. " Menschenopfer, nicht von der Art, wie fie die moderne Industrie in Massen fordert, sondern solche in roher UrsprüngEin großer Goldfund ist in Montana bei Cedar Hollow Stationen. i lichkeit, werden, wie ein im öftlichen Rußland ans Licht ge in der Nachbarschaft von Gahlord auf der Westseite der Tobacco förderter Fall lehrt, heute noch in Europa dargebracht. Vor Noot Range gemacht worden, und Hunderte von Prospektoren" dem Gericht in Malmysch, einer Stadt im Gouvernement Wjatka, bringen in das neue Gebiet ein. Der Fund soll der reichste sein, hatten sich, wie die Nat. 3tg." berichtet, elf Bauern( Wotjaken) der jemals im Staate gemacht worden ist. Das obenliegende Swinemünde wegen Morbes, den fie an einem alten Bettler begangen haben, Erz, von dem verschiedene Wagenladungen verschifft worden Hamburg zu verantworten. Aus der Verhandlung ergab sich, daß unter find, hat 400 bis 500 Dollars per Zoune ergeben, und das Berlin den Wotjaken neben dem chriftlichen Glauben auch der Glaube Resultat von 12 Wagenladungen hat nahe an 100 000 Dollars Wiesbaden an die heidnischen Götter Kurban, Aytas und Tschupkas gegeben. Das Gebiet, auf dem gearbeitet wird, liegt in der München noch fortbesteht. Zu bestimmten Zeiten, namentlich an Mayflowers Gruppe und gehört Charles Prenitt, S. M. Fair Wien den Kirchen- und Boltsfesten, werden diefen Gottheiten und E. M. Clart. Diese sind überzeugt, daß das Erz von einer Haparanda. Gebete und Opfer lebendigen von Thieren, nämlich guten Ader stammt. Das Erzlager wird von bewaffneten Leuten Enten, Gänsen und Widdern, dargebracht. Außer diesen ge- bewacht. Natürlich herrscht große Aufregung in den Minen- Sort Petersburg wöhnlichen Gebeten und Opfern aber werden in bestimmten Beit- freisen des Staates Montana. Aberdeen. räumen von vier bis fünf Jahren, besonders in regenloser Beit, bei Mißernten, epidemischen Krankheiten, dem Hauptgott der Wotjaken, dent bösen Geist Kurban, Ochsen, Pferde und im Fall der größten Mißgeschicke selbst Menschen zum Opfer place Paris. Briefkasten der Redaktion. Barometers ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung GSD Windstärke AINAW( Stala 1-12) I hau doup Wetter Temperatur nach Celsius ( 506. 4° R.) 759 Regen 14 759 MSM bedeckt 15 760 G bedeckt 17 763 Still Regen 17° 768 SW wolfenlos 16 766 Still Nebel 15 749 GO Regen 10 760 MSM 4 halb bedeckt 14 752 765 SW WNW 2 4 heiter 12 bedeckt 16 Wetter: Prognose für Donnerstag, den 17. September 1898. Ziemlich warm, zeitweise heiter, vielfach woltig mit etwas Die Kennzeichen, wer das Opfer sei, empfangen Die juristische Sprechstunde findet am Montag, die Wotjaken von einem Bauberer", an den sie sich wenden Dienstag, Freitag und Sonnabend von 6-7 Uhr Regen und mäßigen bis frischen südwestlichen Winden. ( ganz wie die Neger in Westafrita). Die Aussuchung des abends statt. Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Jane Theater. Donnerstag, den 17. Septbr. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Donnerstag, 17. und Freitag, 18.b. Mts., bleibt das Theater geschlossen. Sonnabend, den 19. September 1896: Novität! Bum 1. Male: Novität! Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater shr. Operilaus.Cavalleria rusticana. Eine wilde Sadhe. Sternwarte gehrt. Stadtbahnhof ( Bauern- Ehre.) Bajazzi. Schauspielhaus. Goldfische. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Vasantasena. Deutsches Theater. Lumpacivagabundus. Berliner Theater. Rönig Heinrich. Leffing- Theater. Der Herr Senator. Nenes Theater. System Ribadier. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Residenz- Thenter. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Thenter. Der Bureaukrat. Große burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von M. Mannftädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Freitag, den 18. September 1896: Eröffnungs- Vorstellung. Zum 1. Male: Sentral- Theater. Eine wilde Sache. Cousin- Cousine. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Belle Alliance- Theater.' n tolles Mädel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hypochonder. Alexanderplay- Theater. Die offizielle Frau. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Bureaukrat. Freitag, abends 8 Uhr: Vergnügte Flitterwochen. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Bum 1. Male: Der Hypochonder. Luftspiel in 4 Aften von G. v. Mofer. Anfang 8 Uhr. Bormittags- Kasse von 10-1/ 22 Uhr, ohne Aufgeld. Abonnements werden täglich ausgegeben. Morgen: Der Hypochonder. Spezial- Ausstellung KAIRO von 7 Uhr nachm. ohne Gewerbe Ausstellungs- Billet zugänglich. Kasseneröffnung 10 Uhr vorm. Um 5 u. 8 Uhr nachmittags in der Arena: Hochinteressante Massenschaustellungen von 400 Beduinen, Arabern, Fellachen etc. mit Pferden, Dromedaren, Eseln etc. Die berühmten Reiter- Fantasias d. Beduinen. Konzert von 5 Kapellen. Entree 50 Pf. Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. Illuminationsabend j. Freitag. Entree ab 5 Uhr nachm. 1 Mark, A. Flick's Restaurant, Simeon ftraße 28, gr. fep. Bereinszimmer frei Baudeville in 3 Aften von Maurice Orbonneau und Henri Kéroul. Musit von Gaston Serpette. Deutsch von Bolten- Bäckers. Die Tageskaffe ist geöffnet von 10-2 und 4-6 Uhr. Vorbestellungen für die ersten drei Aufführungen von„ Cousin- Cousine" werden von Dienstag ab an der Tagestaffe entgegengenommen. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Donnerstag, den 17. September 1896: Der deutsche Michel. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von R. Kneisel. Anfang 7/2 Uhr. Raffeneröffnung 6 Uhr. Alt- Berlin. Bei täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Passage- Panopticum. 42 wilde Kaufmann's Variété Pepita! ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Berliner Wetterbureau. Alexanderplatz- Theater. Direktion: Max Samst. Bum 64. Male: Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Atten nach dem gleich namigen Roman von Savage. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorft. ( Bons giltig.) W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künkler 1. Ranges. Karlchens Tante. Schwant in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Berliner Konfektionensen. Burleste mit Gefang und Tanz in 1 Aft von Gericke. Mufit v. Schmidt. Jeden Sonntag, Dienstag Dir.: F. Glück. 1. Donnerstag nach d. Vorstellung Weiber Paola del Monte. aus Dahomey. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! 4 hochsensationelle Neuheiten die ein Jeder sehen muss! Wel günßiger Witterung admittage Stettiner Sänger 3, 5 7 Drei grosse historische Umzüge. Zwel altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. Feen- Palast Burgstrasse 22. 2 Direktion: Winkler& Fröbel. Auhaltender Jubel über das durchweg vorzügliche Spezialitäten- Personal. Neu! Neu Neu! Im Reiche der Schatten. Urdrastische Original- Pantomime. The Miltons, Neu! Men Excentric Turner am Doppelred. Anfang 71/2 Ubr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. Refervirt. Platz 50 Pf. Vogler's Casino früher Weltreftaurant, Dresdener Strasse 97. Täglich im großen Theatersaal: Die unübertrefflichen Hamburger Sänger. Entree durchweg: Wochentags 30 Pf. Sonntags 50 Bf. Anf. 8 Uhr. Sonnt.6 Uhr ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Nächte Soiree: Freitag, 18. Sept. in der Viktoria- Brauerei. Sonntag, 20. September: 1. Soirée im Konzerthaus Sanssouci. Dienstag, 22. September: 1. Soirée im 7 Otto Reuter. Troubadours u. f. w. u. f. w. u. s. w. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Vorstellung. Durchweg neues Programm. Grand- Konzert der neu engagirten Haus- Kapelle unter Leitung bes Kapellmeisters Martin. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Ixide R. Winkler. ES Jelodpat Circus Busch. ind( Bahnhof Börse.) Donnerstag, den 17. September: Abends 71/2 Uhr: Große Eröffnungs- Vorstellung. Ausschliesslich Novitäten. Tanzkränzchen. Neichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich bis 30. September: Norddeutsche Sänger Stürmischer Heiterkeitserfolg von Eingezogen oder: Referviftenfreuden. Dazu zum 139. Male: Die Ulfparodie: Alle fünf Barrisons. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Bf. Reserv. Plaz 50 Pf. Mufit n. Meth. Kullat, 3offenerstr.41 III. Mufifunt., Meth. Kullat, 3offener straße 41 III. Künstl. Zähue. F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Zu kaufen gesucht zu guten Preisen: ältere sozialistische Bücher und Broschüren( von Weitling, Lassalle, Marx, Engels u. a.) sowie Zeitschriften( Neue Zeit, Vorbote, Nordstern, Volksstaat, Sozialdemokrat, Zukunft u. a.) Auch einzelne Hefte u. Nummern. S. Calvary& Co., Berlin NW., 5551L* esign Luisenstr. 31. Böhmischen Brauhaus. Millennium, Bilder a. Ungarn. Fest- Saal Königstadt- Casino, Mittwoch, 23. September: 1. Soirée im Moabiter Stadttheater. Feldschlößchen [ 5960L Holzmarktstr. 72. Mehrere Sonnabende und Sonntage, U. a.: Von der Pußta z. Millennium, gr. Fest- Einzug. Der schlafende Fakir. Czikosleben. Auf 20 Rossen. Ungar. 8. u. 4. Oftober, 28, November, 5., 6., Amazonen- Czardas. Durch Berg und 12., 18., 19., 20. Desbr. find a. vergeben. Thal. Der Ungar und sein Liebchen. Ein Zigeunerritt. Im Banne der Herrin. Ferner: Dir. Busch als Schulreiter. Herr Eugen Salamonski, Rußlands befter Schulreiter. 4 arab. Schimmel142 Müllerstraße 142. hengste und 2 russ. Fuchshengste, Telephon: Amt Moabit 1213. Sonntag, den 20. September 1896: Kinder- Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Nachdem: Gr. Konzert u. Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. Säle zu Festlichkeiten u. f. w. Theodor Boltz, Defonom. Jm vorderen Saal: Tyroler- Konzert. 819b Restauration mb zum 1. Male in Freiheit vorgeführt vom Dir. Busch. Clifton Bros., Salons Akrobaten. The Meteors, Luftgymnastit. Spezialitäten 1. Ranges. Vorzügliche Clowns. Morgen: Parade- Gala- Vorstellung. Preise der Plätze: Loge 5 M., Sperrfit 3 M., Balton 2 M., I. Platz 1,50 M., II. Play 1 M., Gallerie 50 Pf. 0. Schmidt's Restaurant, Hochstr.32a Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Eröffnung: Oktober cr. Säle Gale zu Versammlungen und Festlichkeiten. 2 verdeckte Kegel bahnen. Gute Küche. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein Wei-, Bairisch Bier und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. fowie Abenbtisch à la carte von 80 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. 5832L* Entree vollständig frei. I gangbar, bill. verkäuflich Prinzenftr. 99. Saal f. Vereine und Kleinere Gesellsch. H.Stramm, Reftaurat., Ritterstr. 128. Arbeiter- Bildungsschule. Vorstellungen im Schiller- Theater. 119 ( Wallner- Theater.) is ( Wallner- Theaterstrasse.) Zur Aufführung gelangen: Sonntag, den 20. September, nachmittags 3 Uhrs Wohlthäter der Menschheit. Schauspiel in 3 Akten von Felix Philippi. sho Sonntag, den 27. September, nachmittags 3'Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Preis des Platzes 60 Pf. Garderobe frei. Kranken- u. Begräbnißfase de Berl. Gürtler u. Bronzeure. ( Eing. Hilfskaffe Nr. 60.) Dienstag, den 22. September, abends präzise 8 Uhr, WE bei Möhring, Admiralstr. Ausserordentliche d, atomicalfie. 18: General- Versammlung. 1 Tages Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Wahl eines Ausschußmitgliedes. 3. An trag des Vorstandes, Statutenänderung. Zutritt haben nur großjährige Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimirt. Um recht regen Besuch bei der wichtigen Tagesordnung bittet [ 388b Der Vorstand. J. A.: R. Schmolt. Eine Verloosung der Plätze findet nicht statt, da die Plätze im Zentralverein der Bildhauer. I. Parquet und I. Rang- Balkon gleichwerthig sind. Kassen- Eröffnung 2 Uhr. Beginn der Vorstellung 3 Uhr. Einlasskarten zu diesen Vorstellungen sind bis Sonntag früh in folgenden Zahlstellen und Geschäften zu haben: S. Hans Baake, Buchhandlung, City- Passage; Gottfried Schulz, Admiralstr. 40 a; W. Börner, Ritterstr. 15; SO.: Südost- Schule, Waldemarstr. 14 ( Hof 1 Treppe); Streit, Naunynstr. 86; Scholz, Wrangelstr. 32; Tolksdorf, Görlitzerstr. 57; Schöning, Köpenickerstr. 68; 0.: Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20; Hoffmann, Blumenstr. 14; Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Koppenstrasse 90; NO.: Reul, Barnimstr. 42; C.: Babiel, Rosenthalerstr. 57; N. Gleinert, Müllerstr. 7a; Nord- Schule, Brunnenstr. 25( 1. Hof links, 3 Treppen bei Riedel); Drescher, Veteranenstr. 28; Gnadt, Putbuserstr. 32; NW.: Löffler, Stephanstr. 29( Eingang Salzwedelerstrasse); W.; Werner, Bülowstr. 59; SW.: Grube, Mariendorferstr. 5; Windhorst, Junkerstr. 1; Ochs, Lindenstr. 59. E Bei Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20, sind Billets bis zum Sonntag Nachm. 23/4 Uhr zu haben. Wir bitten, sich zeitig mit Billets zu versehen und keine Kinder mitzubringen. Sonntag, 20. September, vormittags 9 Uhr, findet eine Exkursion nach der ,, Urania", Zaubenstraße, statt. Billets in be liebiger Bahl à 50 Pf. find zu haben bei den Kollegen Rubbert, Gitschinerftraße 4, Hof r. 4 T.; Roswig, Manteuffelstr. 28, v. 4 Tr., und beim 294/14 Vereinswirth, Annenstr. 16. Achtung, Parteigenossen! Donnerstag, 17. Septemb., abends 8 Uhr: Sechs grosse öffentliche Partei- Versammlungen in nachstehenden Lokalen: 1. Kreis: Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 2. Kreis: Martens, Friedrichstr. 236. 3. Kreis: Möhring's Salon, Admiralstr. 18c. 4. Kreis: 29 Joël's Salon, Andreasstr. 21.0 5. Kreis: Linienſtr. 5. Schützenhaus, Linienstr. 5. 6. Kreis: 6 D Für die herzliche Theilnahme sowie als die schöne Kranzspende bei Beerdigung meines lieben Mannes Otto Virgiline fage ich seinen Kollegen vom Neubau Muskauerstr. 42 meinen aufrichtig. Dant. 392b] Wittwe Virgilius u. Tochter. Mittenwalderstr. 40, 1. Der bevorstehende Parteitag in Gotha. 2. Stellungnahme und Diskussion eventueller Anträge 3. Wahl der Delegirten zum Parteitag. 213/15 Rabe's Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung in allen Versammlungen: t Der grosse Theatergarten ist den Besuchern der obigen Vorstellungen 8 Stuben, Küche, Zubehör 1. Ott. 96 zu von 2 Uhr nachmittags an geöffnet. Der Vorstand der Arbeiter Bildungsschule. 9/5 I. A.: Heinrich Schulz, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia alsed as Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Möbel, gebrauchte, fauft Burow, Rosenthalerstr. 13. HohenzollernMäntel, Joppen, Paletots, Winter- Hosen, Anzüge, vorja vge, nach Maaß bestellt, nicht abg hol, verkaufe Hälfte Kostenpris. Münzstr. 4. Engel. sür Händler u. Schneider Stoffrefte zu Herren- Anzügen, Paletots, Hosen spottbillig. Seite zu Anaben- Anzügen umsonst zugeschnitten, Hälfte Rostenpreis. Mingr. 4. Engel. Wer- Stoff- hat! fertige Anzug, 20 M., feinste Zuthaten, saubere Arbeit, 2 Anproben, Hose 3,50. Münzftr. 4. Engel. 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