Morgen- Ausgabe Nr. 49 A 25 50. Jahrg. Redaktion und Verlag, Verlin SW 68, Lindenstr. 3 Sernlpttift«« 74 Zentimeter dick: es war eine fürchterliche Wühlerei Aber was muß man nicht alles machen, um nur das Brot zu verdienen." Das ist alles schön und gut. Seinen Dampfer hat sich der Mann während des Baues der Gesundbrunnen-Neukölln�Bahn aus Hamburg kommen lassen.„Das war noch ein Geschäft da- malz", erzählt der Kapitän weiter,„einmal mußte ich bei bitterster Kälte vom Osthafen hintereinander Heute, des Acbeiteespöds! Hallensportfest im Sportpalast. 150 auswärtige Sportler am Start. Leichtathletik— Turnen— Handball— Massenvorführungen— Konzert. 6000 Plätze von 50 Pf. bis 1,50 M. Vorkämpfe 3.30 Uhr. Hauptkämpfe 7 Uhr. fünfzehn Kähne holen, nur damit die Erde vom U-Bahnbau weggefahren werden konnte. Gerissen hat man sich um den Schiffsraum, und heute?" Ja heute: da werden keine U-Bahnen mehr gebaut und es war sehr kurzsichtig, auf Grund eines immerhin doch befristeten Baus einen Schlepper nach dem anderen nach Berlin zu holen. Jetzt stehen die armen Leute an der Schleuse und über- legen: blase ich den Dampf ab oder nicht? Wenn das Abblasen nur so einfach ginge. Dann muß auch alles Wasser aus dem Kessel, die gewisser- maßen„edlen" Teile der Maschinen müssen sorg- fältig verpackt und vor Frost geschützt werden und dann soll am nächsten Morgen ein Kaufmann ins Reedereikontor kommen und sagen:„Herr Kapitän, wie ist es, drei Ladungen nach Havelberg?" Dann steht der Mann da, denn für diesen Winter hat er seinen Dampf abgeblasen Deshalb hatte ein Schiffer gar nicht so unrecht, als er meinte:„Die ganze Privalschiffahrt ist ein reines Lofleriefpiel!" Nachdem sich dann aber alles, was Schiffahrt in Deutschland heißt, gehörig untereinander in den Haaren gelegen hat, die See- gegen die Binnen- schiffer, die Gesellschaffs- gegen die Privatschiffer, die Privatschiffer gegen die Schleppdampfer und so weiter, nachdem machen sie plötzlich E i n h e i t s- front, und zwar gegen die Reichs- bahn Dafür haben sie folgendes Beispiel: das Kraftwerk Klingenberg. Dieses Werk braucht täglich zwei Breslauer Maßkähne voll Kohle. Seit einiger Zeit kommt diese Kohle nicht mehr per Kahn, sondern per Bahn, nämlich seit es die großen SO-Tonnen-Kipploren gibt, die seder Fabrik mit Gleisanschluß das kostspielige Ein- und Aus- laden ersparen. Wenn die Schiffer könnten, würden sie jeden S0-Tonnen-Gllterwagen in die Spree schmeißen Und zu guter Letzt weinen mit den Schiffern die Geschäftsleute Ja— sagen die— warum ist die Fischerbrücke kein Winterhafen? Wenn hier die Kähne in Viererreihen liegen würden, dann kämen die Schiffer und es klapverte wenigstens bei uns. So aber liegen die Winterhäfen weit draußen vor Berlin. Die Grippewelle Uelzerlsstims des Rettungsamtes Die Grippeerkrankungen haben in Berlin leider weiter erheblich um sich gegriffen. Aus allen Stadlleilen werden zahlreiche Grippe- fälle bekannt, und ein großer Teil der Er- krankten muß in Krankenhäuser überführt werden. Bisher hat die Unterbringung der Grippe- kranken keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Die Krankenhäuser verfügten über genügend Betten. Sollte das Anschwellen der Grippekurve in den kommenden Wochen jedoch anhalten, werden sich die Berliner Gesundheitsbchörden mit der Frage der Bettenbeschaffung befassen müssen. Bekannt- lich bestehen verschiedene Möglichkeiten, die zur Zeit zur Verfügung stehende Bettenzahl um viele hundert zu vermehren, um schnellste Unterbrin- gung für besonders gefährdete Grippekranke zu ermöglichen. Wie berichtet, sind bereits am Frei- tag 13 S ch u l k l a s s e n wegen Ueberhand- nehmen der Grippe auf 8 bzw.-10 Tage ge- schlössen worden. Am Sonnabend sind abermals Klaffen der 63. Volksschule in der Zehdenicker Vor einigen Tagen saßen im Herrenhaus in der Leipziger Straße etwa 600 Männer bei- sammen, die sich einen halben Tag lang über Deutschlands Kühe unterhielten, genauer gesagt, über unsere Milch. Unsere Milchwirtschaft— sagten oie Redner dort— habe einen großen Haken. nämlich die Magermilch. Das kommt daher: die deutschen Kühe geben jährlich rund 1 1 14 Milliarden Liter Milch. Nur 4 Milliarden Liter werden davon ausgetrun- ken, 7 Milliarden Liter werden für die Herstellung von Butter oerbraucht, reichlich 1 Milliarc« Liter für die Herstellung von Käse und der Rest dient der Aufzucht von Kälbern und Ferkeln. Das wäre alles noch ertragbar, sagten die Milchmänner, wenn bei der Butterbereitung nicht die Mager- milch lllrigbliebe. Denn mit dieser Magermilch ist wenig anzufangen, vor allem habe sie einen unglückseligen Namen: die Mehrzahl der Haus- frauen sagt: was sollen wir denn mit dieser Magermilch? So ging man eine Zeitlang den Weg der Käsebereitung aus abgerahmter Milch. Der schlesifche Quarkkäse, der Magerkäse Sachsens und besonders der berühmte Limburger Käse des bayerischen und württembergischen Allgäus wird Straße und der 11. Hilfsschule in der Bergstraße zunächst auf acht Tage geschlossen worden, da die Hälfte der Schüler und Schülerinnen an Grippe krank zu Hause liegt. Die Kurve der Grippe- erkrankungen soll den Höchststand noch nicht er- reicht haben, und gerade der zu erwartende Witterungsumschlag ist für ein We'lerumsich- greifen der Grippe besonders günstig. Eine besondere Stellung nimmt dieser Tage das Städtische Rettung samt in der Auguststraße ein, das bei dem stark herabgesetzten Veamtenstab den außerordentlichen Anforderun- gen der letzten Tage kaum gewachsen ist. Di« zu vermittelnden mehreren hundert Krankentrans- porte täglich müssen ins Stocken geraten, wenn in dieser kritischen Zeit nicht die notwendigen Hilfskräfte eingestellt werden. Der Aussichksrat der Berliner Städtischen Gaswerke nahm auf Grund der Feststellungen, die der„vorwärts" wegen des Mindeftverbrauchszwanges von S Kubikmetern Gas pro Monat für jeden im Haushalt befind- lichen Gasmesser gemacht halte, noch einmal zu dieser Maßnahme Stellung und verwies die An- gelegenheit an die T a r i f k o m m i s s i o n des Aufsichtsrats zur nochmaligen Nachprüfung zurück. In der Auffichtsratsfitzung wurde von den Sozialdemokraten festgestellt, daß die Direktion sowohl im Plenum als auch im Aus- schuß des Auffichtsrats im Dezember 1932 auf entsprechende Anfragen ausdrücklich erklärt habe, daß diese Maßnahme„nicht etwa die minder- bemittelten Konsumenten treffe, die ja fast durch- weg bis zu 10 Kubikmeter verbrauchten", sondern gewisse Konsumenten, welche die Gasversorgung lediglich als Reserve hielten, wie z. B. Hausbesitzer in den Hinlerhäusern: für die Gasag bedeute die Bedienung und Unterhaltung dieser Messer einen großen Kostenauswand. Wenn etwa die Betroffenen die Abnahme der Gasmesser verlangen sollten, so sei dies für die Gasag vorteilhaft, weil sie dann diese Messer (zirka 70 000) wieder verwenden könne und inso- fern in den nächsten Iahren Neuanschaffungen spare. In der gleichen Sitzung wurde damals die einheitliche Festsetzung der Gasmessergrund- gebühr für die ersten 5 Stufen(3-, 5-, 10-, IS- und 20-Flammenmesser) auf monatlich 40 Pf.(bis- her 40 Pf. bis 1 M.) beschlossen. Der hiedurch entstehende Ausfall im Betrage von zirka 300 000 Mark im Jahr sollte durch obige, nach der Dar- aus Magermilch hergestellt. Aber man kam über folgende Grundtatsache nicht hinweg: der Deutsche ist kein Käseesser! So sehr man den Käseverbrauch auch propagierte, so ist dieser doch nur von 4M> Kilogramm je Kops und Jahr vor dem Krieg aus bVt Kilogramm im Jahre 1931 gestiegen Das Ergebnis war also„mager". Daneben läuft die Käseverwertung in der Technik zu Kunsthorn, Galalith, Seifen und Kosmetika Inzwischen wurde jedoch die Ernährungefrag«. insbesondere für die minderbemittelten Bevölke- rungsjchichten, immer schwieriger. Infolge der Wirtschaftskrise lei«n wir wieder in einer Periode „partiellen Hungers", wie die Wissenschaft sagt Bor allem durch den katastrophalen Rückgang des Frischmilchverbrauchs leiden wir an einer schweren Eiweißverarmung. Der Mensch benötigt min- vestens 25 Gramm Eiweiß pro Tag, um den täg- lichen Eiweißoerlust des Körpers zu ersetzen, Re- duziert man diese tägliche Eiweißzufuhr nur um S Gramm, dann hat noch drei Jahre später der Körper unter dieser Eiweißverarmung zu leiden. Der Weltkrieg war das Schulbeispiel dafür: die Widerstanoskrast gegen die Infektionskrankheiten erlahmte— in den letzten Kriegsmonaten starben Wafferrohrbrüche kolge des Temperaturanstiegs Bei dem plötzlichen erheblichen Tempera- l u r a n ft i e g in den letzten 24 Stunden machen sich die Frostschäden auch in Berlin in ver- stärktem Maße bemerkbar. In den gestrigen Nachmittag- und Abendstunden wurde die Berliner Feuerwehr etwa 12- bis 15mal wegen größerer Wasserrohrbrüche alarmiert. Durch die langanhaltende Kälte sind allerorts in Berlin trotz aller Vorsichts- und Abwehrmaßnahmen zahlreiche Leitungsrohre eingefroren. Besonders in alten Berliner Wohnhäusern hatten die Mieter darunter erheblich zu leiden. Jetzt platzen die eingefrorenen Rohre auseinander und Ueber- stellung der Direktion, die minderbemittelte Be- völkerung verschonende Mahnahme wettgemacht werden. Um nun die Möglichkeit zu schassen, daß nicht jahraus, jahrein zirka 20 000 Gasmesser in den Häusern stehen, ohne daß aus ihnen auch nur 1 Kubikmeter Gas im Jahr entnommen bzw. be- zahlt wird und diese Gasmesser, d>e die Gasanstalt wirtschaftlich belasten, eventuell anderweitig ver- wenden zu können, stellten die sozialdemokratischen Vertteter einen Antrag, wonach der S-Kubikmeter- Mindest verbrauchszwang nur in den Fällen angewandt werden soll, in oenen im ganzen Jahre 1932 nicht ein Kubikmeter Gas entnommen worden ist. Die Annahme dieses Antrages sollte sowohl die Kleingärtner als auch die Erwerbslosen. Klein- und Sozialrentner wieder von den schädlichen Wirkungen des Mindestverbrauchs- Zwanges befreien. andererseits der Wirtschaftlichkeit der Gaswerke nützen. Mit Stimmengleichheit(Sozialdemokraten und Kommunisten stimmten dafür, der eine Nazi enthielt sich der Stimme) wurde der Antrag a b- gelehnt, dafür aber die ganze Angelegenheit — wie eingangs erwähnt— dem zuständigen Ausschuß des Aufsichtsrats zur schleunigen Er- ledigung überwiesen. Wir haben inzwischen weitere Zuschriften in dieser Sache erhalten, die wir unseren Vertretern im Aufsichtsrat der Gasag weiterleiten werden. Wir erklären jedoch schon heute, daß wir nicht eher ruhen werden, bis diese Frage in dem von uns bereits in den früheren Artikeln angedeuteten Sinne erledigt ist. die Menschen wie Fliegen im Herbst—, die kiv- perliche Leistungsfähigkeit minderte sich zusehends und die Ermüdbarkeit der Nervensystems nahm zu. Aber woher sollen die darbencen Masten das Eiweiß nehmen? Professor von Tyszka hat ein- gehende Untersuchungen über die Ernährungsweise der Arbeitelosen in der Krise angestellt. Er stellte fest, daß man den Hunger durch voluminöse kohlehydratreiche Nahrungsmittel zu bekämpfen sucht Fette werden nur wenig ge- nosten und hochwertige Eiweißstosse uns Dftsmin- träger in durchaus ungenügender Meng? Mit der unverwertbaren Magermilch aber wirs das Eiweiß gewissermaßen in den Rinnstein gegossen. Deshalb hat man jetzt aus der Magermilch ein völlig neues Nahrungsmittel hergestellt. Man bat ein Milchpuloer erzeugt, das alle wertvollen Bs- standteile der Magermilch enthält. Das hätte aber noch nicht genügt, denn Magermilch ist halt Magermilch, und so hat man diesem Pulver das wichtige Lecithin zugesetzt. Der Zusatz von Leci- thin soll die Wegnahme des Fettes aus der Frisch- milch gewissermaßen wieder gut machen. Aus dem Pulver kann man dann die verschiedensten Suppen herstellen. schwemmungen nicht nur in Kellern, sondern auch in Wohnräumen sind meist die Folge. Bisher kamen die Hilferufe fast ausschließlich aus W o h n- Häusern, und oftmals mußte die Feuerwehr überschwemmte Keller auspumpen. Es wird be- fürchtet, daß auch das riesige unterirdische Lei- tungsnetz der Stadt von der abnormen Kälte irgendwie in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Die nächsten Tage, in denen eine weitere Milde- rung und vermutlich zum Wochenbeginn auch Tau- weiter zu erwarten ist, werden zeigen, inwieweit diese Befürchtungen berechtigt waren. In wenig Worten Das Amtsgericht Wedding verurteilte die Fuhr- Unternehmer Kämmerer und Walter Daus wegen Tierquälerei zu je vier Wochen Haft. Der Mitangeklagte Kutscher Quark erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 20 M Die beiden Fuhrunternehmer wurden beschuldigt, in zahlreichen Fällen völlig abgetriebene, kraftlose, abgemagerte, ungepflegte, zum Teil lahme Pferde vor schwere Fuhren gespannt zu haben. ■k Im Stadtteil jeutz-Köln fand man Frei» tag eine 29 Jahre alte Frau deren 6 Jahre alte Tochter und einen 35 Jahre allen Mann in der Wohnung der Frau gasvergiftet auf. Der Mann und das Kind find gestorben. Ob Un- glllcksfall oder eigene Schuld vorliegt, ist noch nicht geklärt * In der G u m m i f a b ri k Louis Peters in O f f e n b a ch, die in unmittelbarer Nähe der Gas- fabrik liegt, entstand ein Feuer, das in den dort lagernden Gummivorräten reiche Nahrung fand. Die Fabrik wurde völlig eingeäschert. * Zwischen C e u t a und Malaga ist in einem starken Sturm ein Fischdampfer ge- kentert Die gesamte Besatzung von neun Mann ist ertrunken. * Die New-Porker Theater haben ihre Preise bis zu 50 Proz. gesenkt. Der Be- such ist entsprechend gestiegen. Neuer Funkintendant? Wie von zuständiger Stelle bestätigt wird, hak am Sonnabendnachmitlag der kommissarische Intendant der Berliner Funkslunde, Dr. Friedrich D u s k e, seinen Austrag der Reichsrundfunkgesell- schaft zur Verfügung gestellt, wie es heißt, kommen als Nachfolger u. a. Ernst Hardt aus Köln, der Generalmusikdirektor War o Schillings und der Wünchener Intendant Dr. Kur» von Boeckmann in Frage. Wie uns von zuständiger Seite versichert wird, sind für die Nachsolgeschast noch keinerlei Entscheidungen getroffen worden. Fort mit unsozialem Gaöpreis! Zemaldemokraten gegen„5 Kubikmeter-Bestimmung" Wäschestoffe Linon.ca.130br.Mt.38 Pf.. ca. 80 cm brt.... Mtr. PL kräftiger Laken- Dowlas, AQ ca. 140 cm breit. Meter Pf- Couchbettstelle Linon-Garnitur 3teil ig, davon ei n Kisten bestickt....... 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Und doch nur eine Sumpfblüte der Großstadt, der ge- borene Hochstapler, in der., Femina" und beim Fünfuhrtee im Eden-Hotel zuhause, Gast in den Londoner und Pariser Hotels— immer auf Kosten von Frauen, zuweilen auf Kosten zweier zugleich Er lockte den liebesgierigen Damen vom Westen Berlins Tausende aus der Tasche und stellte sich dabei als Nazi vor. Zur Anklage vor dem Landgericht III Berlin standen allerdings nur zwei Fälle von Heiratsschwindel Die Zahl der vom An- geklagten betörten Frauen ist jedoch viel größer. Die Damen aus dem Westen wollten aber nicht in die peinliche Affäre hineingezerrt werden! sie zogen es vor, ihre enttäuschte Liebe und ihren Geldverlust zu verkneifen Im Januar 1328 lernte der Dr. jur das Fräulein I kennen, eine 34jährige Sekretärin Auf der Bank hatte sie 4400 Mark. Wenn es noch eine Chance für sie gab, so war dies die letzte. T. stellte sich als Direktor der Bank sowieso vor mit einem Monats- geholt von 1000 Mark und als Teilhaber der Bank sowieso, zeigte die Photographie seines Autos und einen Chauffeur, der angeblich in seinen Diensten stand! man war bald sehr intim und Mitte April benötigte er zum erstenmal S00 Mark: er könne seine Beteiligung am Bank- Hause im Augenblick nicht realisieren. Nach und nach wanderten aus der Bank in die Tasche des Dr. jur 4333 Mark. Die letzte Rate im Dezember 1931. Das Geld wurde gegeben aus Liebe und in der Hoffnung auf die„riesigen" Geschäfte des Dr. jur. Eines Tages war aber der Traum zu Ende. Und das Geld endgültig futsch. Fräu- lein I. entlieh bei ihrem Chef eine Schreib- Maschine Den ganzen Sonntag über mußte sie für ihren Zukünftigen einen Vortrag tippen, der in der Hochschule für Politik gehalten werden sollte und für den die N a t i o n a l s o z i a- l i st e n angeblich das größte Interesse hätten. Und dann war die Schreibmaschine verschwunden. Der Chef forderte sie zurück. Der Dr. jur. sagte aber, die Schreibmaschine befinde sich bei einem Pg.. die Partei ginge vor. er benötige sie not- wendig zu Parteiarbeiten. Drei Wochen später wurde Strafanzeige erstattet, die Schreib- Maschine aus der Pfandleihe geholt. Fräulein Z hätte aber mit T. schon längst ge- brachen, wenn sie nur die geringste Ahnung ge- habt hätte, daß er zu gleicher Zeit mit der ge> schiedenen Frau P. verkehrte. Das Gericht oerurteilte den Nazi-Heirats- fchwindler wegen Betruges in zwei Fällen, ver- suchter Erpressung und Führung falschen Titels— er hatte einen Zahnarzt unter der Vorgabe, Rechtsanwalt zu sein, erpressen wollen— zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Iahren Ehrverlust. Es erfolgte auch die Verhaftung im Gerichtssaal. Wie gehts Rvsemarie? „Gut, sehr gut," erzählt der Vormund,„auch der Arzt ist mit der körperlichen und seelischen Verfassung des Kindes, das den Händen seiner furchtbaren Mutter wie durch ein Wunder ent- rann, sehr zufrieden: er glaubt nicht, daß sich irgendwelche nachteiligen Folgen für später ein- stellen dürften." Die Kleine wurde als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen und zur Erholung in ein Kinderheim nach Thüringen gebracht.„Gottlob, daß das Kind endlich außer Reichweite kam." erzählt der Be- amte.„Sie können es sich einfach nicht vorstellen, was uns durch den Publikumsandrang für Mühe entstanden ist. Täglich Stöße von Briefen, Telephonate ohne Zahl und vor allem Massenbesuch im Krankenhaus, der dem stark be- schäftigten Personal viel Arbeit verursachte. Spenden an Spielzeug, Kleidern, Nahrungs- Mitteln und Geld gingen zahlreich ein. Aber da meldeten sich auch gleich welche, die mit den Worten„Rosemarie hat doch soviel bekommen, könnten wir nicht etwas davon haben?" Nutz- nießer eines Kinderschicksals werden wollten. Rosemarie ist jetzt 6 Jahre alt und somit schul- pslichtig geworden. Nun ist man bereits aus der Suche nach einem wirklichen Zuhause für sie. Hier ist die Oual der Wahl, denn Pflegemütter haben sich ebenfalls in großen Mengen gemeldet. Nun weiß man hier aber nie, wo die Kindesliebe aufhört und der Geschäftsgeist anfängt und so wird man vorerst unter jenen Angeboten Um- schau halten, die das Kind unentgeltlich aufnehmen wollen. Di« kleine Rosemarie ist lustig und guter Dinge,„eine echte, kleine Berlinerin," meint der Vormund,„und wir hoffen alle, daß ihr frohes Gemüt die dunklen Schatten der Vergangenheit bald vergessen wird." „Opfer der Theaterpleite" Wir kommen nochmals auf die in unserer Sonntagsausgabe vom 22. Januar d. I. ent- haltenen Ausführungen zurück. Wie bereits mit- geteilt, beruht die einleitende Notiz auf einem bedauerlichen Irrtum. Es handelt sich bei den geschilderten Vorgängen nicht um das Admirals- palasttheater, sondern um das bei dem Rotter- Krach zusammengebrochene M e t r o p o l- theater. Das Theater im Admirals- palast steht seit dem 1. Januar 1931 unter der Direktioy Robert Liedemits. Diese Direktion hat keinerlei Zusammenhang mit den Gebrüdern Rotter. Sie ist daher auch nicht von dem wirt- schaftlichen Zusammenbruch der Rotters in irgend- einer Weise betroffen. Im Admiralspalasttheater sind die Gagen stets pünktlich und vollständig gezahlt worden. Die Aufführungen der Wein- bergerschen Operette„F r ü h l i n g s st ll r m c" haben keine Unterbrechung erfahren. Sie werden auch nicht etwa nur provisorisch auf Teilung fortgeführt, sondern nehmen ohne Störung ihren programmgemäßen Fortgang. unter Vorzeigung eines Schreibens des Münchs- ner Gruppenleiters des SStV. Schwarz. Wir machen alle Genossen iaraus aufmerksam, sich nicht über den politischen Zweck dieser Sammlung täuschen zu lassen. Zwei Tote im Waffer Die seit Sonnabend vormittag in Berlin zu ver- zeichnende M i l d e r u n g des Wetters hat die teil- weife oereiste Spree und die Eisdecke des Land- wehrkanals in Bewegung gesetzt. Dabei hat das Wasser an zwei Stellen die Leichen zweier Männer freigegeben, die nach dem Befund ver- mullich schon vier bis sechs Wochen im Wasser ae'eoen br-ben Am Neuen Mühlenweg wurde aus der Spree die Leiche eines 40 Jahre alten bisher unbekannten Mannes von der Feuerwehr gelandet. Der Schädel des Toten war zertrümmert, die Verletzungen lassen daraus schließen, daß sie von einer Dampferschraube herrühren.— Der zweite Leichenfund wurde im Landwehrkanal ge- macht. Zwischen Eisschollen sahen Fußgänger am Kottbusser User die Leiche eines Mannes treiben. Der Tote wurde von der Feuerwehr an Land geholt und ins Schauhaus gebracht. In beiden Fällen scheint es sich um Lebensmüde zu handeln, die bereits vor Wochen den Tod im Wasser ge- sucht haben. Die Kriminalpolizei ist mit der Identifizerung der Toten beschäftigt. Tod durch Mensur-Llnfug Gölitngen, 28. Januar. Bei einer Mensur in Grone b« Göttingen hatte ein Göttinger Burschenschafter sich bei einer Schlägermensur mit seiner Waffe verfangen und stolperte, wobei er seinem Gegner, einem aus- wärtigen Burschenschafter Jensen, einen Stich in. den Kopf versetzte. Der Verletzte ist bei der sofort vorgenommenen Operation gestorben. Birlegung der Krastsahrzeug-Steuerstelle. Die Kraft- fahrzeugsteueistelle verlegt am 3l>. und 31. Januar ihre Dienstraume von Berlin. Friedrichstr. 107, nach Berlin SW. 29, Blücherstr. 26(gingang Schleiermacherstraße). (Näheres siehe Inserat.) Der Hauptvorsland der Sozialistischen Studenten- schaft teilt mit: Unter dem Namen„Sozialistischer Studentenverband"(SStV.) besteht eine völlig bedeutungslose Sludentenorganijation der„Sozia- listischen Arbeiterpartei"(SAP.). Mitglieder dieses Verbandes und zwar ein gewisser Rausch- meyer bemühen sich zur Zeit, in Berlin und in anderen Orten Spenden für die Münchener Gruppe des SStV. zu erhalten Sie besitzen da> bei die Unverfrorenheit, unter Ausnutzung ihrer dem Namen der Sozialistischen Studentenschast angeglichenen Firma auch Sozialdemokraten zu diesem Zweck auszusuchen. Dies geschieht gewöhnlich Wie wird das Wetter? 3n Berlin; Trübes Wetter mit Temperaturen nahe bei Null, Neigung zu schwachen Nieder- schlügen, nur geringe Luftbewegung.— 3n Deutschland: In der nordwestlichen Hälfte meist bedeckt mit Temperaturen um Null und mäßige West- bis Nordwestwinde. Im Westen und Süden heiter und nachts kühl. Tagestemperaturen im Südwesten und Westen über Nullgrad ansteigend. 'Hetz in Weiß Am gestrigen Sonnabend begann in sämtlichen Häusern der Firma Hermann T i e tz der Vorver- kauf für die diesjährigen Weißen Wochen. Geschickte Hände von Zeichnern. Malern und Deko- rateuren haben die sonst so farbenfreudige Ver- koufsszenerie in eine Sinfonie von schneeigem Weiß oerwandelt. Hauptsächlich in den Lichthösen gibt es ungemein geschmackvolle und dabei doch einfach gehaltene dekorative Wirkungen zu be- wundern Säulenverkleidungen, Treppendekoratio- nen, ein lebendiges Gewimpel der verschieden- artigsten Gewebe in Weiß und von der Decke -'ektrück'en �trom« ein feen- haftee Licht auf die aus den Verkaufstischen aus- gebreitete Herrlichkeit Die Weihen Wochen ge- hören in der Hauptsache der Frau, sie schassen ihr die Möglichkeit, den Wäschebestand im Hause wieder ein wenig zu ergänzen. Bloß schade, daß allzu wenig von diesen wirklich vorteilhaften An- geboten Gebrauch machen können, weil für sie sogar der Pfennigpreis noch unerschwinglich ist. Es wurde diesmal wieder ganz besonderes an niedriger Preisgestaltung geleistet. Taghemden für Frauen mit Stickerei von 33 Pf. angefangen, Nesselstosf das Meier von 17 Pf. auf- wärts, und auch alle anderen Wäschegattungen sind niedrig beziffert. Neben der weißen Textil- wäre, zu der auch Kleiderstoffe, fertige Konfektion, Hüte Gürtel usw zählen, hat olles was weiß ist, einen Preisruck nach unten erfahren. Vor allem gilt dies für die Porzellanabteilung, am Lamvenlager, m der Papierabteilung und dann schließen die Weißen Wochen auch noch Ausnahme- tage bei hauswirtschaftlichen Artikeln in sich ein. Weiß und grün sind die frohen Wäschefarben des Kaufhauses N Israel. Das Haus prangt in vornehm und dezent gehaltenen Dekorationen, um seine Oualitätswerbung erfolgreich durchzu- setzen. Die Lichthöfe strahlen in blendendem Weiß, und das Qualitätszeichen, der große Buchstabe „Q" sfür Qualität) ist zum Spmbol erhoben und wiederholt sich in unendlichen Variationen. Riesen- große Wappenschilder mahnen immer wieder: „Qualität kaufen ist billiger!" Auch das Warenhaus der Konsumgenossenschast am Oranienplatz hal für seine Mitglieder eine Weiße Woche einserichtet, die sich berite am Voroerkaufstag am Sonnabend eines ungewöhn- lich regen Zuspruchs erfreute. Der Chefdekorateur mit seinen Mitarbeitern hat den Beweis erbracht, daß es möglich ist, mit Aanz wenigen Mitteln eine wirklich hübsche und geschmackvolle Dekoration im Lichthos zu schaffen, die das Interesse und den Beifall besonders unserer Frauenwelt finden wird. Im Mittelpunkt des Lichthoses steht eine Säule mit rotierender Scheibe, die den Tanz von zierlichen, schneeweiß gekleideten Rokokodämchen zeigt. Den immer wieder gern besuchten Er- frischungsraum, als Treffpunkt aller Gesinnungs- freunde von nah und fern bekannt, schmückt ein reizendes Brunnenidyll' mit weißen Täubchen. Neben dem Erfrischungsraum harrt der Haus- frauen noch eine besondere Ueberraschung: eine Waschvorführung mit dem bekannten und bewährten GEG.-Waschmittel. Die Preisgestellung der angebotenen Weißwaren ist der gesunkenen Kaufkraft gemäß. Für 10,90 einen Stand mit Federn gesüllte Betten, 1 Overbetl, 1 Unterbett, 1 Kissen! Ist das Utöalichl Ja. .------------ttfe"" das ist maglich, wenn Sie zu Bcttsedcrn-Luftig gedenl Aber auch in Bettsebern, Bettwäsche aller Art, Wäsche- staffen, Handtüchern, Wischtüchern, Frottierwäsche. Metall- bettstellen, Weißtaelmädeln, Kinberholzbettstellen, Fellnor- legern bringt Bettfebern-Luftig im ,,Wöiße.Ware»"-Ber» lauf sensationell billige Angebote. Eine ganz große Vc» '----""eit, die niemand versäumen sollte. Ferner Stepp- vaunendecken. Schlaf. Bettvorleger, Brücken, Läuferstoffe, raumsvarende Schlaf. und und Diwandeä Touches, lfen. B-ttfedern.Lustiä drei eigenen Geschäftshäusern: Prinzen- Ecke Sebastian. möbel zu unerhört billigen chenen Geschäftshäusern: Prinzen» M_ Wilmersdorfer Ecke Lismarckstraße, und. Frank» furter Allee 301. Mit jedem Atemzug und überall: auf der Straße, Eisen- bahn, Arbeitsstätte, in der Schule, im Theater, Kino usw. können Krankheitserreger in den Mund und Rachen ge» langen. Panflavin-Pastillen üben eine Wachstum» hemmende Wirkung auf die eindringenden Krankheits- keime aus, schützen daher gegen Grippe-Infektion, Hals» «ntzündung und Erkältung. Die Frau von dreißig Jahren(es darf auch ein Mann sein und auch auf das Alter kommt es nicht so genau an) sollte sich mehr um ihr Befinden kümmern. All die kleinen Unpäßlichkeiten und Unregelmäßigkeiten, die man nicht recht ernst nimmt, rächen sich später. Und doch ist es so einfach, für gute Gesundheit zu sorgen. Und bequem und billig ist es obendrein noch, wenn man die guten ginsser.Hausmittel benutzt. Wie zwei der beliebtesten da- von, der Finsser-Knoblauchsaft und der Finsser-Rheumatis» mus-Tee helfen, kann man heute in einer Anzeige von Dr. Zinsser u. To. in Leipzig lesen. Umtausch» uud Zeichnuugsangebot aus Berliner Schatz- auweisungcu. Laut einer in der vorliegenden Ausgabe enthaltenen Anzeige wird den Inhabern der am 1. April 1933 zu 110 Pro», rückzahlbaren S Proz. Schatzanweisun- gen der Stadt Berlin der Umtausch in neue 6 Pro». Schatzonweisungen der Stadt Berlin angeboten. Die die neuen Schatzanweisunaen zum Kurse von 10 0 Proz. abgegeben, so daß die Umtauschenden eine Barauszahlung von 10 Proz. erhalten. Die neuen Schatzanweisungen können nicht nur durch Um» tausch der alten, sondern auch gegen Barzahlung zum gleichen Kurse bezogen werden. Die Tilgung erfolgt vom Jahre» 1931 ab alljährlich mit 10 Proz. des ausgegebenen Gesamtbetrages durch freihändigen Ankauf oder durch Auslosung, im letzteren Falle zu 103 Proz. des Nennwertes. Die Rückzahlung des bis zum 1. April 1933 nicht getilgten Betrages erfolgt an diesem Tage ebenfalls zu 108 Proz. des Nennwertes. 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Decken 8eri7iv-.25lli-.15 u-.08 l-.04 Wäschespitzen Valenciennes und a. gz,_ 02 f■■■'-r.•/.-x■■> ied pli Prokurist unserer Gesellschaft, Herr Hans Mathy Der Entschlafene, der nahezu zwölf Jahre im Dienst unserer Gesellschaft tätig war, i.-jt uns stets ein eifriger und treuer Mitarbeiter gewesen. Wir beklagen in ihm den Verlust eines pflichtgetreuen und vorbildlichen Menschen, dem wir über das Grab hinaus ein ehrendes und dankbares Gedenken bewahren werden. Berlin. 29. Januar 1933. Tiergartenstr. 26 a. Der Vorstand der GÄ6FAH Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten- Heimstätten. Unser allseits geehrter Mitarbeiter und Kollege, der Sdirütseizer Otto Wilcke ist am 26 Januar nach schwerem Krankenlager im Alter von 57 Jahren verstorben. Ein Manu mit lebensfrohem Wesen und lautcrem Charakter hat seine Augen für immer geschlossen. Alle Kollegen und Genossen, die den Verstorbenen kannten, schätzten ihn infolge seines Gerechtigkeitssinns, seiner Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit Dem viel zu früh Dahingeschiedenen werden wir ein ehrendes Gedenken bewahren. Berlin, den 28. Januar 1953. eesdiältsleltuno und Personal der Vorwärts- BudidrucRerei Trauerfeier: Mittwoch, 1. Febr.. 13 Uhr, im Krematorium Gericht- straöe. Nach längerem Leiden verschied am 26. Januar raein lieber Manu und guter Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Friedmann Namens aller Hinterbliebenen Martha Friedmans, geb. Jacobsohn. Berlin, Richthofenstr. 32. Einäscherung am Montag, 30. Januar, vormittags tO Uhr, im Krematorium Bauraschuleuweg. OeMr WlaMMßrtianit j Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeigen Den Mitgliedern zur Nachricht, dai2 unser Kollege, der Arbeiter August Richter geb. 6. Mai 1854, am 26. Januar gestorben ist Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 31. Januar, 19 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt Am 26. Januar starb unser Kollege, der Schlosser Karl Irrgang Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 31 Januar, 17V» Uhr, im Krematorium Gerichtstr. statt. Ehre ihrem Andenken. Boge Beteiligung erwartet Die Orteverwaltung. Am 26. Januar 1903 verschied nach langem, schwerem Kranken- lager der frühere Kassenange- stellte, jetzige Pensionär, Herr Ludwig Friedmann im 65. Lebensjahre. Der Verstorbene war mehr denn zwei Jahrzehnte einer der tatkräftigsten Mitarbeiter der Kasse. Er wird uns wegen seiner bewährten Charaktereigcnscbaitcn unvergeßlich bleiben. Der Vorst&nd und die Geachäfta- leilung der Ortakrankenhasse für das Maorergcwerbe ru Berlin Am 26. Januar ist unsere gute Mutter, Schwiegermutter u. Großmutter Therese Kunz geb. Apitz im 60. Lebensjahre einem Herzleiden erlegen. Ihr Leben war von Pflichttreue erfüllt. Pankow, Kavalierstr. 4. Fritz Kunz Helene Konz Gisela Kunz. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 31. Januar. 19V: Uhr, im Krematorium Gerichlstraße statt. Soziald. Partei Deutschlands 146. Abteilung Reichsdruckerei Die Einäscherung des am 20. Januar verstorbeueu Genossen Kurt Göldner findet am Mittwoch, dem 1. Febr., 17 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Abteilungsvorstand. Homöopathie Behandig. I Mark| ficAp Jlilnzstr. U Innere d. Nervenl. 10-2, 4-7.Sbd.b.o Besitzer ooreotatiler Lailea-Gesdiätte rinden neue Absatzgebiete in srofier Kaufhalle des Westen, mit riesigen ladenlosen Neubanblodts mit mehr als 30 000 Haushaltungen. Für leistungsfähige, brandieerfahrcne Händler ans- sich ts reiche Existenz! Kälteres unter „V.27" postlagernd Berlin-Wilmersdorf 2. Dankwagnni- Vom Grabe meiner nur unvergeßlichen Frau, meiner lieben Scbtvägerin, unserer guten Tante und Großtante, zurückgekehrt, danken wir allen Genossinnen und Genossen, sowie allen Freunden und Bekannten für die liebevolle Teilnahme und für das innigste Mit- §efühl bei dem uns betroffenen schwerem chicksalsschlage. Wir danken ferner allen für die letzte Ehre, die der teuren Verstorbenen in der Abschiedsstunde erwiesen worden ist Den Rednern bei der Trauet feier für die ehrenvollen und tiefemptundenen Worte sei hiermit noch besonders gedankt. Berlin, Pücklerstraße 32. Paul Btihm und Ansehöritfc DeoliMMHii-VeM Montag, den 30. Januar, abend» 7 llbr. im Sitzungssaal II de» Verbandshauses, Eingang B, ElsSsser Strotze 86-88 Branchen-Versammlnn� aller in der Eisen konstnüdion, Signalbau. Fahrstahl- and Aufzugbaa beschäftigten Kollegen sowie aller donteare und Helfer auf Baalen und erwerbslosen Brancfacnangchörigen Tagesordnung. 1. Branchenangelegenhetten. 2. Perichtedenes. Ohne Mttgltedsbuch kein Zutritt! Es ist Pflicht aller Kollegen, an dieser Versammlung teilzunehmen. JUERGENS Kranken- u. Sterbekasse der im allgemsiDeo Verkehr veseo beschäftigten Personen und verwandten Bernfsgenossen „EINTRACHT"(V.a.G.) Ber.m Geschäftsstelle; Berlin N 31. Strelitzer Straße 6' AuBerordl. Generalversammlung am Olrnstag, dem 28. Februar 1933, um 20 Uhr Im Restaurant Laubsch, Pintschstraße 20(HätePetÄrjerPlati) Tagesordnung wird dort bekanntgegeben. Oer Vorstand,(m Auftrage: Karl Wen dt Fritz Müller Alexanderplatz Neue Königstr.43 Schöne Kränze tiefer preiswen Biumen Me'er Prenzlauei Allee 222 TeL Humboidt 0652 Adiiunü! üditunä I 3au- u. Geldsöiranhsöilosser Dienstag. den 31. Januar 1933. abends 8 Uhr.»m Parterresaal des Serbandstzauses. Eingang Elsasser- , trage 8b 88 Brandien-Versammlunß TagesoiSnungt 1. Bortrag des Anllegeti gtitz Aumoi« onm önuptDontanO Uber das Thema: Mehr Lohn, weniger ArdeitszeU. 2. Verbands- und Kranchenangelegen- heilen 3. Verichiedenc» Da dteic Tagesurdnuitl, mr Zeit Im Vordergrund des allaemeitten Interesses licht und nen nuhei nrdentitlher Bedeutung ist. ist es nntwendia. dah alle Kall, gen zu dteler Versuntmlung er rhetnen. Ohne Mitgltedsbuih'etn Iulritt. zaioiiS' 7.0Hungl iLLiutonSre«es 8. BezirKt! Die Vertrauensmänner- Sanierenz des 8. Bezirks fällt im Februar aus. Dtc Vertrauensmänner- Konferenz des 9. Bezirk» un et mehr am ü.. •mreru Du.', nets-ag, teu:rna'. ncdtcutfl 5 Ahr. tm Lo'a. Co��r.a, Brüder, tr. 16 18, uatt Die Orxsverwaliung* Osthilfe-V ogelhochzeit (Herrn v. Oldenbgrg-Januschau gewidmet) Die Raben, die Raben, Die wollten alles haben. Viderallala... Da sprach der alte Auerhahn: Jetzt, Kinder, laßt mich auch mal ran! Viderallala... Der Uhu, der Uhu Der zog den Vorhang zu-hu! Viderallala... Vl�as tut dem deutschen Volke not? Eine Vogelklint' mit Vogelschrot! Viderallala... Staat Uber LlnterneHmergebot Ein Gegenvorschlag der dänischen Arbeiterregierung Eigener Bericht des„Vormärt s" Kopenhagen, 28. Zanuar. ZNinisterpräjidenl Genosse Stauning hat dem Reichstag einen Gesehentwurf vorgelegt, der eine Verlängerung der bestehenden Tarifverträge, zu- gleich aber ein Verbot aller Aussperrungen und Streiks bis zum l. Februar 19Z4 vorsieht. Es ist das erstemal in der Geschichte Dänemarks, doh aus diese Weise versuch, wird, einem grohen Arbeitskonflikt vorzubeugen. Unter der Fuhrung des Ministerimns Stau- n i n g, dessen parlamentarische Machtstellung durch die Folkethingswahl vom 24. November 1S32 gestärkt wurde, ist im dänischen Reichstag in den letzten beiden Monaten eine Krisengesetz- g e b u n g angestrebt worden, die das Land durch die Krisennot führen soll. Diese Pläne sind bisher daran gescheitert, daß der Reichstag aus zwei ungefähr gleichstarken, entgegengesetzten Gruppen besteht: hier die Sozialdemokratie und die radikale Venstre(Linke) als Rezierimzz Parteien, dort die Rechtsparieion, bestehend aus der Sauer»- Venstre und den Konservativen. Bis heute waren die reaktionären Parteien nicht zu bewegen, sich der Regierungsforderung nach Krisenhilf« für alle Bedürftigen, vor allem d:e Arbeiterschaft zu beugen. In den legten Pochen hat sich die Lage weiter zugespitzt, weil die Unter- izehmer eine Riesenaussperrung zum 1. Februar angekündigt haben, um eine allgemeine Lohnsenkung von 20 Prozent zu erreichen. Im Folkeching haben die beiden Regierungs- Parteien die Mehrheit; im Landsthing dagegen besitzen die Rechtsparteien sie. Da ein Gesetz eine Mehrheit in beiden Kammern erfordert, muß die Regierung zu ihren Abwehrplönen gegen die Krise mindestens die Zustimmung ei n e r Oppositionspartei erhalten. 3n ihren Abwehrplänen beabsichtigt die Rc- gierung dem Hauptgewerbe des Landes, der überschuldeten und von der Krise hart betroffenen Landwirtschaft gewisse Erleichterungen durch Zinssenkung, Moratorium und Regulierung der Inlandspreise für Butter, Schweinesleisch, Rindfleisch und Bier zu verschaffen. Den Arbeitern soll ausreichende Arbeitslosenbeihilse und eine systematische Sozialgesehgebung gewährt werden. Außerdem ist eine Milderung der Krise durch große öffentliche Arbeiten, staatliche Bautätigkeit und Belebung des privaten Prodnktionslebens in Aussicht genommen. Diese Pläne sind bisher am Widerstand der Reaktion gescheitert. Statt dessen droht die Aussperrung! Im Frühjahr 1932 wurden die ineisten Tarif- abkommen ohne wesentliche Aenderungen ver- längert, aber in der Folge hat der dänische Unter- nehineroerein fortgesetzt allgemeine Lohnsenkungen verlangt. Jetzt sind die Tarifverträge a b g«- laufen. Die Unternehmer verlangen eine herab- setzung der Löhne um 20 Prozent. Das haben die Gewerkschaften entschieden abgelehnt. Die dänische Krone, die vor l'A Iahren mit dem Sterling den Goidkurs aufgab, ist nach und nach auf 60 Prozent ihres normalen Wertes ge- stinken, und wenn— wegen des Weltpreissalles und des Warenüberflusses— auch noch keine Eigener Bericht des„Vormgrfs" Paris, 28. Januar. Die Mehrheit, die das Kabinett Paul Saucour gestürzt hat, ist nicht nur in ihrer parteipolitischen Zusammensetzung, sondern auch ziffernmäßig die gleiche, die das Kabinett h e r r i o t in der Schuldenfrage zum Rücktritt gezwungen hat. Die 193 Stimmen für die Regierung, die sich»ach den in Frankreich üblichen S t i in in b e r i ch t i g u n» gen inzwischen auf 171 verringert haben, sind von der überwiegenden Mehrheit der Radikalen und ihren kleinen Nachbargruppen ab- gegeben worden. Die 390 Gegner der Regie- niiig, die inzwischen auf 40l angestiegen sind, setzen sich aus den Sozialisten und Kommunisten, der Rechten und gemäßigten Rechten sowie einigen Mitgliedern der Radikalen, der radikalen Linken und der Sozialrepublikaner zu- sammen. 14 Radikale haben sich der Stimme e n t- halten. Verantwortlich sür den Sturz der Regierung ist, abgesehen von dem hartnäckigen Cheron, im Grunde genommen h e r r i o t, der es immer »och nicht verwinden kann, daß er nicht die Leitung der Staatsgeschäfte in der Hand hat und erhebliche Steigerung der Lebenshaltungskosten eingetreten ist, so muß das auf die Dauer doch geschehen. Insofern muß, um den Lebensstandard der Arbeiter einigermaßen zu bewahren, als Mindestforderung die A u f r e ch t e r h a l t u n g der Lohnsätze bestehen bleiben. Unter diesen Umständen haben die Vereinigten Gewerkschafts- verbände die Aussperrungsandrohung mit der Ankündigung von Streiks in jenen Betrieben beantwortet, die von der Aussperrung nicht berührt werden sollen, so daß der Ausbruch des Konfliktes am 1. Februar eine Stillegung des gesamten Wirtschaftslebens Dänemarks bedeuten würde. Alle Schlichtungsverhandlungen sind bisher fruchtlos oerlaufen. Uni den Konflikt mit seinen unübersehbaren Folge» zu ver- meide n, hat sich die Regierung Stauning jetzt veranlaßt gesehen, dem Reichstag das oben an- gekündigte Gesetz vorzulegen. Ob es angenomnien wird, ist noch zweifelhaft. daß er vpriäusig auch seine Rolle als Führer der Regierungsmehrheit ausgespielt hat. Penn herriot nicht sofort nach der Rede Paul Boncours für die Steuererhöhungen eingetreten wäre und da- mit die Radikalen gebunden hätte, wären diese sicher den Sozialisten gefolgt. Die Regierung hätte in diesem Falle nicht die Vertrauensfrage zu stellen gewagt Aus diesem Votum aber aus ein Auseinander- fallen der Linksmehrheit zu schließen, ist ver- srüht. Das ist zwar der Wunsch des Senats und herriots, seine Erfüllung würde wahrscheinlich aber die Spaltung der Radikalen zur Folge haben, die herriot seht sicher nicht wagen wird. Dem Staatspräsidenten bietet sich also sür die Lösung der Krise vorläufig nur die gleiche Mög- likcheit, die er beim Sturz herriots hatte, d. h. die neue Regierung wird nicht viel anders aussehen wie das Kabinett Paul Boncour, wird aber immerhin einwenigmehrnachrechts orientiert sein. Man nimmt an, daß der Staatspräsident D a l a d i e r mit der Bildung der neuen Regie- rung beauftragen wird. Nie Hochschulschande Fleuer Krach an der Universität? Der Senat der Universität Berlin hat am 27. Januar in seiner Sitzung zu den von den Razis veranstalteten prügele'en Stellung genom- men und den Rädelssührer der Razis, den Student Baader mit der Androhung der Verweisung und dem Verlust des lausenden Semesters best rast. Wahrlich ein sehr mildes Urteil! Bei kommu- nistifchen Studenten genügte schon die„intellek- Melle Urheberschaft" für Krawalle, um den Stu- denten von der Universität zu jagen. Uebersührte Prügelhelden der Nazis werden aber nur mit einem Verweis bedroht. Das nennt sich gerechte „Bestrafung". In der republikanischen Studenten- jchaft herrscht über dieses doppelte Maß der Uni- versitätebehörden eine große Empörung. Man ist der berechtigten Ausfassung, daß die Leitung der Universität nicht willens oder in der Lage ist, hie nicht nationalsozialistischen Studenten vor Ueber- fällen zu schützen. Die Unioersitätsbehörden hätten es in der Hand gehabt, Schlägereien am 17. In- nuar zu verhindern. Sie haben es nicht getan. Die Folge dieser Nachsicht kündet sich schon jetzt an. Die nationalsozialistische» Studenten berufen für Dienstag, den 31. Jgnuqr, eine Kundgebung vor der Universitqt ein. Angeblich wollen sie gegen die Entscheidung des Senats protestieren. In Pirklichkeit ist ei- nyr der Versuch, ihre inneren Gegeniatze durch eine neue Schlägerei zu überbrücken. Schon heute kann kein Zweifel darüber bestehen, lwß am nächsten Dienstag nach der Kundgebung ip i e d e r nationalsozialistische Angriffe oys linksstehende Studenten erfolgen werden. Mehrere sozialistische Studenten erhielten Drohbriefe. In dem Naziblatt„Der deutsche Student" wird sozialistischen Studenten offen mit Prügeln ge- droht. In der„Schwarzen Front" bekennt ein nationalsozialistischer Student ganz offen, daß die Führung der Nazis die Verantwortung für Ära- walle trägt. Er schreibt: „Während der letzten Zeit der Severing-Re. gierung in Preußen hatte ich die Nazis an her Berliner Universität zu führen.... Nach bestem Können habe ich K r a w a l l e gegen Sie Roten unter den Studenten inszeniert, Wahlen gemacht, geprügelt und prügeln lassen, bewußte Gemeinheiten auf den Gegner gehäuft und tpor unehrlich gegen Leute, die ich persönlich ver- ehrte." Wir fragen: Was gedenken die Universität�- behörden zu tun, um den randalierenden Nazis -- mit und ohne Studentenkorte— das Betreten der Universität am Dienstag zu verbieten? Wir fordern: Kein Teilnehmer an der Kundgebung darf nachher die Universität betreten! Die französische Krise Linksmehrheit soll bleiben Weiß ist Trumpf- in der Natur und bei uns! Qadid'sk/eifieMoUte wird auch diesmal die Besucher überzeugen, daß wir die begehrten weißen Waren in gewaltigster Auswahl zu Preisen verkaufen, deren Niedrigkeit über alle Erwartungen hinausgeht! Dabei ist die Qualität dieser herrlichen Waren gegen früher noch erheblich gesteigert worden. Nebenstenend einige Beispiele, die auf riesigen Wühltischen ihrer Prüfung entgegensehn! Wundervolle GeseilsdiaUs- und Abendkleider in neuesten Stoffen und Formen, im Modellgenre zu ateltgremäO niedrigen Preisen. Hochelegsantes Naeimiliadskieid 29- aui modernem Rodltt reversible, pelerlnenartig.Schulter- kragen, schlank. Krmeln, schön ausgestattet, in viel. Färb, nur Einsegnungs- und Prüfungs- Kleider in unerreichter Auswahl, neuesten Formen und Stoffen, außerordentlich billig: Wintermäntel mit und ohne Pelz, vom einfachsten bis zum elegantesten Genre, für jede erdenklicheFignr zu nledrlgrsten Preisen. 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Der Arbeiter im Wohlfahrtsstaat Von seinen tasten ist nickt die Rede Aus den Kreisen, die die Gelder des Reiches und der Länder zur Stützung und Sanierung ihrer „notleidenden" industriellen und landwirtschast- lichen Betriebe für sich in Anspruch nehmen— erinnert sei nur an das Kapitel„O st h i l f e"—, wurde das Wort vom„W o h l f a h r t s st a a t" geprägt, um die deutsche Sozialpolitik als ver- werflich hinzustellen und einen Vorwand für den Kurs zu bekommen, den der Herrenklub-Reichs- kanzler von Papen mit seinen Notoerord- nungen gegen die Sozialoersicherung eingeschlagen hat. Die Verfechter der prioatkavitalistischen Wirt- schoftsordnung suchen den„Marxismus" und seine sozialpolitischen„Auswüchse" als eine der chaupmrsachen für den Versall ihrer „O r d n u n g" auszugeben, jammern über d i e sozialen Lasten, um von ihrer eigenen Ver- antwortung für ihre Wirtschaftsführung abzu- lenken. Zugleich suchen sie einen weiteren Teil dieser Lasten auf die Arbeitnehmermassen abzu- wälzen, sei es direkt, durch stärkere finanzielle Belastung der Arbeitenden oder indirekt durch Schlechterftelluiig der durch Erwerbslosigkeit oder Krankheit vorübergehend aus dem Arbeitsprozeh Ausgesperrten wie der als Sozialrentner oege- tierenden Arbeitnehmer, die als Arbeitskräfte für immer über Bord geworfen wurden. Es stimmt nicht, daß der deutsche Arbeit- nehmer im Schlaraffenland eines „W o h l f a h r t s st a a t s" lebt. Wenn er ar- beitet, muß er zahlen und die Lasten der Unternehmer mit erarbeiten, und wenn er an der Lohnarbeit verhindert ist, wird er in seiner Lebenshaltung schwer dafür bestrast, samt Frau und Kindern notdürftig vor dem Verhungern ge- schützt, trotzdem er sich durch jähre- und jahrzehntelange Beitragslei st uri- gen gegen die sozialen Wechselfälle seiner Existenz versichert glaubte. Ein Arbeiter hat sich der Mühe unterzogen, seine soziale Belastung für die zwei letzten Jahre zu berechnen und sie mit seinem Lohneinkommen in Vergleich zu bringen. „Es ist eine ganze Serie an Abgaben, die die noch in Arbeit stehenden Arbeiter in jeder Woche auf ihrem Lohnzettel verinerkt bekommen und die in den Jahren 1931 und 1932 gegenüber den vor- hergehenden Jahren prozentual des Verdienstes bedeutend höher waren. In früheren Jahren waren es lediglich die Krankenkafsenbei- träge und die Beiträge für die Invaliden- Versicherung, die vom Lohn abgezogen wurden, szeute sind dazugekommen: die Lohn- ei„kommen st euer, die Arbeitslosen- Versicherungsbeiträge, die Beiträge zur Arbeitslosenhilfe(bis 3V. Juni v. I. K r i s e n st e u e r) und die B ü r g e r st e u e r, die gleich vom Arbeitgeber cinbehalten werden. Als weitere feststehende Beträge kommen»och hinzu die Kirchensteuer und die Beiträge für besondere Versicherungen, die unter die Werbungskoste» fallen, und die Ausgaben für den Berufsverein, die zwar freiwillig, aber immerhin einen Akt der Solidarität darstellen gegenüber denen, die ge- nötigt sind, die Hände in den Schoß zu legen. Welche Summen für alle diese Zahlungen jährlich in Betracht kommen, geht aus der nachstehenden Tabelle hervor, in der die Beträge der letzten zwei Jahr« genau vermerkt sind Es handelt sich bei inir um einen Arbeiter, der heute etwas über bll Mark Wochenlohn hat. Ich habe gezahlt: Ausgaben an Steuern und Sozialbeirrägen 1931 1932 Einkommensteuer...... 119,35 82,25 Invalidenversicherung.... 46,60 52,— Krankenkasse........ 107,30 93,64 Arbeitslosenversicherung.... 100,79 91,04 Arbeitslosenhilfe(bis 30. Juni 1932 Krisensteuer)..... 15,34 48,11 Bürgersteuer........ 9,— 33,73 398,58 400,79 Ferner bezahlte ich: Kirchensteuer........ 16,40 16,80 Besondere Versicherung.... 52,— 52,— Berufsverein... 189,80 209,80 Zusammen 656,78 679.39 Demgegenüber betrug lrbeitsverdienst: das Einkommen aus 1931- 1932: 3 102,62 RM. 2 811,73 RM. Abzügliche Aus- Proz. Proz. gaben..... 656,78= 21,15 679.39- 24.15 Somit blieben. 2 445,84 RM. 2 132,34 RM. Daß diese Ausgaben das Normale überschreiten, geht daraus hervor, daß die als steuerfrei eingesetzte Pauschalgebühr von 9 60 Mark wöchentlich für Werbungskosten in vielen Fällen bei weitem überschritten wird. Das Fahr- geld von und zur Arbeit ist dabei noch nicht in Rechnung gestellt. Die Aufstellung ergibt nun folgendes: Obwohl das Lohneinkommen im Jahre 19 3 2 um 2 90,89 Mark geringer war als 1931, waren trotzdem die Ausgaben für Steuern und Versicherungen im Jahre 1932 um 2 2,61 M. höher als 1931. Prozentual berechnet machten diese Ausgabe» im Jahre 1931 21,15 Pro;., 1932 aber 24,15 Proz. aus. Mit welcher Genauigkeit auch der letzte R e st des verdienien Lohnes von der Steuer wie von den Sozialbeiträgen erfaßt wird, fei an einem Beispiel ausgezeigt, das nur teilweise in dem wechselnden Lohn liegt, sondern größten- teils in den sich häufig ändernden Beiträgen. Im Jahre 1932 habe ich allein für die Kranken- lasse und Arbeitslosenversicherung nachstehende wöchentlich wechselnde Beiträge ge- zahlt: Arbeitzlosenverftcherung 3 X 1,56 M. Krankenkasse 17X1.63 M. 3 X 1,64.. 5X1,86.. 18X1,87„ 2 X 1,90„ 3X1,94„ 3X2,10„ 1 X 2,13„ 1 X 1,58 16 X 1,60 1 X 1,78 26 X 1,82 1 X 1,85 3 X 2,05 1 X 2,08 Lohiümros, und die Lohnempfänger kennen sich darin fast nicht mehr aus. Wenn wir nun alles überblicken, so bleiben dem Arbeiter, der noch etwas über den Durch« schnitt verdiente rund 2 000 Mark, womit der Haushalt bestritten wurde. Ziehen wir aber diese Summe in Vergleich zu den Aufwen- düngen für den Staat, die Kommune, für frei- willige Hilfeleistungen usw., so ergibt sich zweifelsfrei, daß weniger vom„W o h l f a h r t s- st a a t" des Arbeiters die Rede fein kann, als vielmehr davon, daß das Staatswohl in hohem Maße von dem Wohl des Arbeiters ab- hängt und die Wirtschaft von seiner Kaufkraft." R. B— r. Ein Zahr Arbeitsfrieden Kopenhagen, 28. Zanuar. ANnislerpräsidenl S l a u n i n g hat Sonnabend mittag in Aolkething den erwarteten Gesetzes- Vorschlag eingebracht, wonach alle Tarif- vertrage bis zun« Februar 19Z4 Gültigkeit behalten und eine Arbeitsstill. legung während dieser Zeil verboten wird. Das Gesetz dürfte mit Sicherheit angenommen werden. Damit ist die große Aussperrung für den 1. Februar verhindert und Arbeitsruhe in Dänemark für die Zeit eines Jahres sichergestellt. Die Verschiedenartigkeit der Beiträge bedeutet eine große Belastung der Angestellten in den Anruhen in Meine! Ain Sonnabendvormittag hielten in der Turnhalle etwa 800 Arbeitslose eine Versammlung ab. Es wurde beschlossen, einen Demonstrations- z u g vor das Direktorium zu unternehmen. Um 10 Uhr setzte sich ein Zug von etwa 1000 Arbeits- losen in Bewegung. Die Polizei hatte die Straßen um das Direktorium abgeriegelt. Als die Demonstranten anrückten, wurden sie mit Gummi- knüppeln und Gewehrkolben zurückgetrieben. Daraufhin wurde mitSteinengeworfen, wodurch einige Passanten verletzt wurden. In der Markrftraß« wurden Schaufenster eingeschlagen und einige Marktftönde geplündert. Gewerkschaftliches siehe auch 2. Beilage Hierzu 3 Beilagen Der„Vorwärts" ericheint im voraus zahlbar HBHercr Gewalt besteh! Wort 10 Pf Rabati laut leint wochentaglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Illustrierte Sonntagsbeilage„Lol! Postbezug 3,97 M einschließlich 60 Ps Postzeitung, und 72 Pf. Poltbestcll gebühren. Auslandsa i» kein Anspruch der Abonnenten aus Ersatz,, Anzeigenpreise: Die einspaltige i tjmmmA � � 7s u i.. IC CD•■ �■ lC t« 1•*.«11.',�«»�.» Clf•• 1- A- ♦ A � w P 4 Oft)• Tf• a4 A*.% A« orte über 15 Buchstab-n zählen für zwei Worte „ Volk und Zeit", i Bezugspreis«: Wöchentlich 75 Ps., monatlich 3,25 M. ldavon 87 Ps monatlich tür Zustellung ms Haus) Auslandsabonnement 5,65 M, pro Monat: für Länder mit ermäßigtem Druetsachenporto 4 65 M. Bei A ssall der Lieieiung wegen palt ige Millimelerzeile 30 Ps,, Rellumezeiic ILO M.„Kleine Anzeige n" das iettgedrulite Wort 26 Pi jedes weitere Arbeitsmarlt Millimeterzeile 25 Pf, Familienanzeigen Millimrtcrzeile 16 Pf � Anzeigenannahme im Hauptgeschä'l Lindensir, 3� wochentäglich von bis 17 Uhr Der Verlag behält sich das Recht der Ablehnnng nidsi genehmer Anzeigen vor. I Verantwortlich für Politik: Rudols Brcndcmühl; Wirtschaft: 6. Klingelhöser: Gcwertschastsbewegung: 3. Steiner; Zeuillrton: Herbert Lepdre: Lokales und Sonstiges: Friß Karftäbt: Anzeigen: Otto Heagft: sämtlich in Berlin. I Verlag: Borwärts-Berlag S. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdru-ierei und Verlagsanstali Paul Singer u. Co.. Berlin SG 68 Lindenltr. 3. �7 Damen-Taghemd-35 gmerWäschestoii m. Handarbeit X"" Damen-Nachthemd weiÄ oder laibig Batist mit O90 Handarbeit und Puifärmeln Unterziehhö sehen echi Mako, vorzügliche Qua- f\75 htät, weiß und lachs, Gr. 42-46 V/"" Geblümt Wäschebatist Indanthren, gute Qualität, f"\48 pastelliarbiger Grund, ca. 80 cm Vy Bedruckter Vollvoile hervorragende Qualität, mod. /�\58 Blumenmuster, ca. 100 cm... Damen-Bluse kunstseid. Marocam, moderne Fantasieiorm mit einseiliger Biesengamierung, Glasknöpfen'"190 und farbiger Schieile......... J"*" ün deichen ehr- Qüa£i4ä4 GROSSVERKAUF zu auAergewShnllch niedrigen Preisen Sonderangebote zur Ergänzung der Wäsdic-Ausstattungen in Batist- u. Seidenwäscfac, Tisch-, Haus- u. 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JANUAR 1933 Die heutige Wirtschaftslage, die dem Arbeit- nehmer ein übergroßes Maß von Lasten auf- bürdet, wirft auf manche Seltfamkeften in der Sizyialversicherung ein besonders Helles Schlag- licht. So gibt es zahlreiche Fälle, in denen d i e Krankenkassen das Fortbestehen eines Arbeitsverhältnisses verneinen, während die Ar- b e i t s ä m t e r zur gleichen Zeit aus dem ent- gegengesetzten Grunde die Auszahlung der Ar- beitswsenunterstützung ablehnen. Der viel ge- rühmte gesunde Menschenverstand oersagt oei der Entscheidung dieser Fragen, da er sich unweigerlich im Gewirr der Paragraphen und Entscheidungen verstricken muß. Es ist daher zu begrüßen, daß das Organ des Hauptoerbandes Deutscher Kranken- kasse», die„Deutsche Krankenkasse" in Nr. 3 vom 19. Januar einen Beitrag von Oberregierungsrat Dr. Waschow veröffentlicht, der sich mit diesen komplizierten Fragen besaßt. Wir geben im folgenden einen kurzen Ueberblick über die wichtigsten Fälle und verweisen im übrigen auf die angeführte Zeitschrift. Bei Kurzarbeit besteht unter allen Um- ständen die Verpflichtung der Weiter- Zahlung von Arbeftslosen- und Krankenver- sicherung, auch dann, wenn die Kurzarbeitsperiode durch kurzen Werkurlaub unterbrochen wird, und wenn Kurzarbeiterunterstützung gezahlt wird. Die Höhe des gezahlten Lohnes ist für die Beitrags- Pflicht ohne jede Bedeutung. Bei W e r k u r l a u b ist entscheidend, ob das Beschäftigungsoerhältnis aufgelöst ist oder nicht. Hat der Arbeiter seine Papiere erhalten und muß nicht dauernd bereit sein, seinen Dienst aufzu- nehmen und erhält er auch keinen Lohn, dann besteht keine Kranken- und Arbeitslosenoersiche- rungspflicht, auch dann nicht, wenn der Arbeit- geber sich vertaglich verpflichtet hat, den Arbeit- nehmer bei einer Besserung der Geschäftslage wieder zu beschäftigen. Daneben aber gibt es Arbeitsverhält- nisse, die trotz zeitweiliger Unterbrechung fort- bestehen, auch wenn kein Lohn gezahlt wird. Ein Erlaß des Präsidenten der Reichs- anstall für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen- Versicherung vom 13. Februar 1932— III 7210/1—, der sich bei der Arbeitsunterbrechung bei Schauspielern beschäftigt, gibt zu der Schluß- folgerung Beranlassung, daß Unterbrechungen von 1 bis 2 Monaten ein sonst weiterbestehendes Bc». schästigungsverhältnis nicht aufheben Die Bc- treffenden sind also in dieser Zeit im Sinne der Gesetze nicht„arbeitslos", so daß sie auch weiter- hin der Kranken- und Arbeitslo�nversicherungs- pflicht unterstehen. Zehr uneinheitlich liegen die Verhältnisse im Baugewerbe, bei dem die Witterung zahl- reiche Arbeilsunterbrechungen erzwingt, die von den einzelnen Krankenkassen sehr verschieden be- handelt werde». Außerordentlich wünschenswert wäre es, wenn in diesen Fällen eine einheitliche, für alle Kassen gellende Regelung durchgeführt würde. Hier dürste das Verfahren der AUge- meinen oder Besonderen Krankenkassen vorbild- lich sein. Bei ihnen werden Regcnperioden. die nicht länger als drei Tage die Arbeil unter- brechen, nur so berücksichtigt, daß der v e r- bleibende Wochenverdienst für die Ermittlung des Grundlohnes maß- gebend ist. Nach diesem Grundlohn wird dann der Krankenkossen- und Arbeitslosenverstcherungs- beitrag für sieben Kalendertage errechnet. Dadurch bleibt die ganze Woche für die Anwartschaft auf Arbeitslosenversicherung erhalten, der verminderic Lohn führt jedoch unter Umständen zu einer Einstufung in eine niedere Lohnklasse der Arbeits- losenversicherung. Besonders kompliziert liegen die Verhältnisse in der Landwirtschaft, da hier Kurz- arbeiteruntersllitzungen nicht gezahlt werden. Die Rechtslage wird hier noch bejonders schwierig, da die Arbeitnehmer in der Landwirtschast vielfach für die Arbeitslosenversicherung beitragsfrei sind. Eine weitere Erschwerung bringt der ß 144 ABAVG., der die Arbeitgeber zur doppelten Beitragslei st ung verpflichtet, wenn ein auf Grund des§ 71 AVAVG. versicherungsfreics Beschäftigungsoerhälntis vorzeitig durch Verschulden des Arbeitgebers be- endet wird. Die wenigen Beispiele dürften bewiesen haben, wie wichtig die Kenntnis arbeitsrechtlicher Fragen insbesondere für den Arbeitnehmer ist. Frei- gewerkschaftlich organisierte Arbeiter sollten sich in allen Fällen, in denen sie zur Kurzarbeit und Arbeitsunterbrechungen gezwungen werden, von chrer Gewerkschaft über die für sie zutreffende Rechtslage unterrichten lassen. Aus diese Weise werden sie Schädigungen und auch sicherlich manchen Aerger und Verdruß vermeiden können. Munteres Spiel Klose in der„Roten Fahne" Nach dem Streik bei der BVG. brachte die„Rote Fahne" eine ganze Seite„ungeheuerlicher Geständnisse in der SPD.", dabei einen Artikel in besonderer Aufmachung und Antiqua- jchrift über„SPD.-Obmann Klose", der auf dem Zahlabend der 82. Abteilung im No- vember zum BVG.-Streik gesprochen haben soll. Genosse Klos« schickte dem Blait eine Bericht!- gung, daß er nicht Kriegsbeschädigten- o b m a n n ist und an dem Zahlabend nicht teil- genommen hat. Endlich am 14. Januar erschien diese presse- gesetzlich« Berichtigung. Dabei berichtigte sich die „Rote Fahne", daß Klose nicht O b ni a n n, sondern Betriebsrats Mitglied fei und der Z a h l a b e n d nicht am 1ö., sondern a m 17. November gewesen sei. Das st i m m t e wiederum nicht, da Klose auch nicht Betriebsratsmitglied ist und der Zahl- abend in Wirklichkeit am 9. November ab- gehalten wurde. In einer Broschüre, die die KPD. über den BVG.-Streik herausgab, sind die dem Genossen Klose von der„Roten Fahne" in den Mund gelegten angeblichen Aeußerungen als von einem „Heroorragenden Funktionär des Gesamtver- bandes" herrührend wiederholt worden. Genosse Klos« ist weder Funttionär noch Mit- glied im Gesamtverband. Er ist also für den Schwindel in der„Roten Fahne" nicht zu ge- brauchen. Er sollte u. a. gesagt haben, das; der „B o r w ä r t s" sich für die Wiedereinstellung der Entlassenen eingesetzt hat, sei nur als besserer Scherz auszufassen. Wenn bei Lügen etwas hängen bleibt, so hängt es hier ganz bei der KPD. Lehrlingskosigeld Zvrei Urteile In der Frage der Festsetzung des Lehrlingskost- geldes hat die Ortsverwaltung Berlin des Deut- schen Metallarbeiterverbandes kürz- lich beim Reichsarbeftsgericht zwei Urteile erwirkt, die zwar nicht von grundsätzlicher, aber doch von ziemlicher Bedeutung sind. In dem einen Falle handelt es sich um das Berliner Bau- s ch l o s s e r g e w c r b c, wo am 2. Januar 1932 vom Jnnungsvorstand eine Herabsetzung der Kostgeldsätze verfügt wurde. Diesen Beschluß hat das Reichsarbeitsgericht für un- gültig erklärt. Es oertritt die Aufsossung, daß nicht der Innung? v o r st a n d die Kostgeld- sätze herabsetzen kann, sondern nur die Boll- Versammlung der Innung. Diese könne eine Herabsetzung in rechtsgültiger Form auch ohne die Zu st im m ung des Gcs«-llenaus- s ch u s s e s vornehmen. Die Lehrlinge des Ber- liner Bauschlosserhandwerks haben also sür die Zeit vom 2. Januar 1932 bis zum 19. Mai 1932, �an welchem Tage die Jnnungsvollversaimnlung die Derobsetzung der Kostgeldsätze beschloß, ein klagbares Recht auf die Nachzahlung der Disfe» ren; zwischen dem diktierten Kostgeld und den Äoslgeldsätzen, die bis Jahresschluß 1931 galten. In dem zweiten Rechtsstreit handelt es sich um die Lehrlinge des Berliner Bauklempner- gewerbes. Hier hat die Jnnungsvollversamm- lung ohne Hinzuziehung und demzufolge auch ohne Mitwirkung des Gesellenaus- f ch u s s e s ab 4. Januar 1932 eine Herabsetzung des 5iostgeldes beschlossen. In diesem Falle hat das Reichsorbeitsgericht allerdings eine andere Kammer, entschieden daß eine Znnungsvollversammlung ohne Mitwirkung und vor allem ohne Zustimmung des Gesellenaus- schusses einen rechtswirksamen Beschluß aus Herabsetzung der kostgeldsähe nicht fassen kann. Wenn der Gesellenausschuß seine Zustimmung verweigert, muß diese bei der Aufsichtsbehörde nachgesucht werden. Da die heute eine solche Ersagzustimmung nicht vorliegt, haben die Lehr- linge des Berliner Bauklempnergewerbes nach wie vor einen klagbaren Anspruch aufdieKost- geldsätze, die bis Ende 1931 bc- standen. Bon grundsätzlicher Bedeutung sind diese Urteile deshalb nicht, weil sie gerade hinsichtlich der Ent- scheidung über die Berechtigung zur Herabsetzung des Lehrlingskostgeldes stark voneinander ab- weichen. Während das eine Urteil der Jnnungs- Vollversammlung auch gegen die Stimmen der Gcsellenausschußmitglieder das Recht der Kürzung des Lehrlingskostgeldes zugesteht, besagt das andere Urteil, daß die Zustimmung des Gesellen- ausschusses bzw. der Aussichtsbehörde hierzu er- forderlich ist. Um die grundsätzliche Seite der Frage zu klären, hat die Jugendabteilung der Berliner Ortsgruppe des Metallarbeiterverbandes zwei gleiche Streitfälle aus dem Bauschlosier- und Bauklempnergewerbe beim Reichsarbeftsgericht anhängig gemacht. „Rote Betriebsräte" Im Nooemberhest der kommunistischen„Roten Gewerkschaftsinternationale" werven die kommu- nistischen, angeblich roten Betriebsräte folgender- maßen abkonterfeite „Der beste Beweis ist gegeben, daß trotz der ob- jektio günstigen Situation und der vorhandenen Voraussetzung«s nur wenigen Betriebsräten ge- lungen ist, ihre Belegschaften gegen die Lohnabbaumaßnahmen der Unternehmer iii den Kampf zu führen.... Wo waren unsere roten Bc- tricbsrätc, unsere Einheitsfrontorgane in den Betrieben? Es gab sehr w« n i g e Betriebe, die zu den Ereignissen überhaupt Stellung genommen haben und wenn, dann bereits zu spät. Waruni habe» das die roten Betriebsräte versäumt? Des- wegen, weil sie leine Anweisungen von„oben" hotten? Weil sie noch nicht verstehen, eine selbständige Initiative zu entfalten und weil sie n i ch t s o ni i t d e r B« l e x s ch o f t v e r» Kunden sind, daß sie immer über die geringsten Regungen oer Arbeiter orientiert sind. Außerdem deswegen, weil sie selbst nicht den Glauben an die Gefolgschaft der Belegschaft haben, ja sogar die Kampfbereftschaft der Arbeiter unterschätzen." TEPPICH während der WEISSEN .J WOCHEN Künstler- Garnitur 3 teilig. zwei Schals und ein Sa- hang, neue Muster. Garnitur(•fit Halbstores öbgepaßl. mod. Gitterstoff. Klöp- peleinsötzen u. Frans., Studfietzt Dekorations- Stoffe in vielen Farben. 120 cm breit. schwere Qualitäten. Meter|etit Volant-Garnitur In. 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Treffpunkte der Werbebezirke: Tiergarten! 13 llhr Kleiner Tiergarten.— Wedding, Pankow und Rcinicken- dors: 1244 Uhr Pinetaplag, Spitze Brunnenplatz.— Prenzlauer Berg: 12'% Uhr Danziger Gele Weitzenburger ötrane.— Osten: 12% Uhr Küstriuer Platz. Alle venofsen und Fahnen müssen pünlllich zur Stell« sein.— Schöucbcrg: 12r� Uhr Kaiser- Wilhelm. Platz.— Krenzberg: 12V; Uhr Hohenstaufenplatz.— Neukölln: 12 Uhr Hertzbergplatz. Treffpunkte der Abteilungen: Hallesch.. Tar: 12 Uhr Rote Ecke.— Hnmboldthaiu: 12 Uhr Rot« Allee.— Zlorden: 12 Uhr Rolc Allee.— Zehlendors-Dahlem: 13 llhr AI.-Ecke.— Mahls- dorf: Abfahrt 13.08 Uhr.— Hnfenheide: 13 llhr Kotlbusser Tor.— Gesund- brnuneu II: 12 Uhr bei Baer, Badstratzc.— Reicheudcrger Viertel: 12 Uhr Falk. Ccke.— Falkplatz l: 12% Uhr Rote Ecke.— Steglitz I: 12% Uhr Rathaus Steglitz.- Gesundbrunnen NF.: Kolouiestr. 22: Heimabend.— Schöuewcide I: Bor. liner Str. 31: Kabarett.— Adlershof: Bismarckstr. 1: Wir schneiden Buch- staken.— Friedrichshaqen: Friedrich ftr. 87: Warum Freidenker?— Lichtenberg- Nord: Gunterstr. 41: Heimabend.— Friedrichsfclde: Guntcrstr. 44: Heimabend. — Schönhauser Vorstadt: Schonflietzer Str. 7: 19 Uhr Heimabend.— Reichen- bergcr Viertel: 18f; llhr Falk-Eckc.— Hascnhcide: 17-; Uhr Kottbusser Tor. Bcrbcdezirk Wedding: Willdenowstr. ö: Heimabend. Werbe bewirk Kreu-berg: Schlesische Str. 42: Lese- und Schallplattenabend: Menschen leiden in aller Welt. Beginn 19 Uhr. Bcrbebezirk Osten: Heimabend, Litauer Str. 18: Unterhaltungsmusik. Morgen, Montag. 20 Uhr: Hauia: Bochumer Str. 8b: Buntes Allerlei.— Moabit I: Baldenser. strahe 20—21: Tagespolitik.— Moabit II: Wir besuchen Moabit 1.— Arno- wolder Platz II: Schonlankcr Str. 11. Baracke 3: Die Forderungen der Jugend an den Parteitag.— Falkplatz l: Sonnenburgcr Str. 20: Lustiges Monatsende. — Falkplatz II: Sonnenburger Sir. 20: Proletarische Dichtung.— Hohenschön- Hausen: Dingelstädicr Straße(schule): Politische Satire.— Humannpiatz: Gleimstr. 33—33: Der Kkassenstaat, II.- Schönhauser Vorstadt: vonnenburgcr Straße 20: Lustige» Monatsende.— Stralaucr Viertel: Goßlerstr. 8l: Rückblick auf die Monatsarbeit.— Kottbusser Tor: Urbanstr. 107: Tagespolitik.— Luifcustadt: Wasseitorstr. 4: Lustiges Monatsende.— Schöucberg U: Haupt. straße 13: Zur Politik des Tages.— Gharlottenburg-Sud: Sprceftr. 3«: Sc- werkschasisbewegung.— Banmschutcnwcg: Srnststr. 10:. Lustiges Monatsende. Beginn 19Vi Uhr.— Johannisthal: Rathaus: Prcttspielabend.— Friedrich«- selbe: Gunterstr. 44: Lustiges Monatsende.—»arlshorst: Treskowullee 44: Fünfjahresvlan.— Tegel„Freie Scholle": Egidnstr. 9: Lustiger Abend.— Pankow: Kissingenstr. 48: Wann habe ich als Lehrling recht?— Nordosten ll: Dapziger 62, Baracke 3: Deutsche Justiz.— Wedding-Nord: Funktioniirvcrsamm- lung bei dem Genossen Günter Schmidt, Fennstr. 38, 191. Uhr. Werbebezirk Osten: Ab 20 llhr Turnen Schule Fricdcnstraßc. am Lands. bcrger Platz. Werbebezirk Schöneberg: 20 Uhr Esperantokursus Schule Tcnipclhofer Weg. Werbebezirk Neukölln:„Der Querschnitt" probt pünktlich 19>o llhr Gang- hoferstraße.— Zusammenkunst der Kinderfreunde mit der SAI. Ganghoscr. straße. Gruppenleiter und interessierte Genossen müssen erscheinen, 191, llhr. CtBlenBungen füt 01«tc Rubrik stnd ««» U n SS 68, Lwdeulttaße 3. parieinachrichten für Groß-Verlin stet»-n da» Bezirtssekretarta. i. Hat. 2 Treppe» recht», jn richte» Beginn aller Veranstaltungen XÜ'A Uhr. sofern keine besondere' Zeitangabe: chlier» d«r 114. Boll»schule, Köpenicker Straße 2. Am Sonntag, S. Fe» findet nochmals Elternbeiratswaßl statt. Wir erwarten, daß alle zur Waßl gehen und nur für Liste Schulaufbau stimmen. Am Sanntag, Z. Je, orlfeit UI,t' t,:effen ritf) i,ie®Itetn im Seim, Schl-stschc Sir 42. zur Dahl. heule, Sonnlag, 2g. Ianuar. 4. Rrei». Achtung Ordnerl Zur Demonstration Armbinden mitbringen, IS. Ärel*. Alle Erwerbslosen der Eisernen Zront treffen sich um 11 Uhr Pankow, Stiftsweg l(altes Arbeitsamt). Jugendliche zur Entgegennahme von Informationen Uber das Notwerk für die Erwerbslosenjugend; ältere Erwerbslose zur Vorbesprechung Uber Werkstattkollektiv. o?' Stx*** Demonstration stellt jede Abteilung 10 Ordner. S5r Treffpunkt zur Demonstration 12 Uhr beim Gen. Kroll, Utrechterstr. 21. 3«. Abt. Zur Demonstration sämtliche Pfeilfahnen aus den Bezirken mit- brmgen. Ausgabe vorhandener Fahnen heute ab 13 Uhr bei Ewest, durch den Genossen Stolp. 8. Abt. 13 Uhr Sammelplatz Yorck. Ecke Hornstraße. S& Treffpunkt zur Demonstration 12'/« Uhr Bahnhof Halensee. I?' 2.5�' Treffpunkt zur Demonstration 12'/» Uhr bei Reimann, Sedanstr. 17. Ii' SK' Treffpunkt für die Lustgartendemonstration 12 Uhr Bahnhof Lankwitz. »1. Abt. Treffpunkt zur Demonstration beim Kreis Hertzbergplatz(Musik). «5. Abt. Treffpunkt zur Demonstration 12� Uhr Hertzbergplatz. ..Ü2* Ä! Abmarsch zur Demonstration pUnktlich 12 Uhr Germania-Promenade. 2?!'?.bfahrt zur Demonstration 13.1-t Uhr Bahnhof Adlershof. 104. Abt. Am Sonntag, 29. Januar, wird die Genossin Margarete Bundes» Bln.-Niederschljneweide, Köllnische Str. 68 wohnhaft, 70 Jahre. Lange Jahre Mitglied der Partei ist„Muttchen" Bundesmann im ganzen Kreise Treptow bekannt. Mehrere Jahre Bezirksverordnete, Frauenleiterin, ist Genossin Bundesmann heute noch in der Arbeiterwohlfahrt, in der Wohl» fahrtspfleae eifrig tätig. Wir wünschen der Jubilarin noch viele Jahre rüstiger Tätigkeit. 10«. Abt. Treffpunkt zur Demonstration pünktlich IS Uhr Bahnhof Schdneweide, Iohannisthaler Seite. !??' Äfc Treffpunkt zur Demonstration 13 Uhr Bahnhof Svindlersfelb. Abfahrt zur Demonstration 13.08 Uhr Bahnhof Köpenick. IIS. Abt. Am Sonntag, den 29. Januar, feiert der Genosse Adolf Günther, Iungstr. 5, seinen 70. Geburtstag. 40 Jahre seines Lebens dient der alte bewährte Kämpfer als Mitglied der SPD. und Leser des„Vorwärts" dem Wir wünschen Dir noch viele gesunde Jahre. ???' Ä-»' Treffpunkt 12'/« Uhr Bahnhof Biesdorf. 1.7. Abt. 12.15 Uhr treffen sich alle Mitglieder Oranke. Ecke Berliner Straß«. Gemeinsamer Marsch nach Weißensee, von dort weiter. ? Sf*' Abmarsch zur Demonstration 12U Uhr BornhoUner Ecke Wisbper Str. 138. Abt. Abfahrt zur Demonstration Endhaltestelle Omnibus 15 12.05 Uhr und per Bahn 12.13 Uhr bis Rosenthal. Antreten Aroser Allee. Reinickendorf. Morgen, Montag, 30. Januar. 7. Kreis Charlottiuburg. Bezirksverordnetenfraktion mit sämtlichen Bürger» deputierten pünktlich 19% Uhr Rathaus Charlottenburg, Sitzungszimmer 1. 14. Kreis. 15, Uhr Erwerbslosenzusammenkunft im Heim Kannerstr. 42: Organi sation und Klasse, Referent Dr. Karl Schröder, 17. Kreis. Kreisvorstandssttzung mit de» Bezirkstaqsdelegicrten. 1». Kreis. 20 Uhr Kreisvorstandssttzung bei Gallas, Am gleichen Tage 20 Uhr im Werßenseer Lnzeum, Piswriug. Ecke Parkstraße: Kursus des Wen, Bading: Umbau der Wirtschaft. 37. Abt. Me Mitglieder der Wohlfahrtskommisstonen, der Ardeiterwohlfahrt und Neuvorgeschlagene zur Wahl des 5, Ausschusses, bei Raschke, Mittern- Itraße 14. Mitgliedsbuch vorzeigen. 14. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Schräder, Steinmetz. itraße 02: Kurswechsel, Referent Sans Marr. 10». und 108a. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder im Parteiheim, ...«chidjjstr. 27, KSvenick: Was geht in der Welt oor? Ref. Dr. Sans Adler. 138. und>43. Abt. Pünktlich 19V, Uhr: Diskusstonsabend jüngerer Parteimit- glieder im Iugendbeim Hermsdorf, Roonstr, Snnwathlsterendc willkommen, 128/129. Abt. Die arbeitslosen Parteigenossen, SAI,. Mitglieder, Reichsbanner, kameraden und Arbeitersportier treffen sich Montag, Ii Uhr, im neuen Heim, Breite Str. 1, Dienstag, Zt. Januar. 4. Krei». Abt. 24 bi» 27. Crwerbslosenzusanimentunft im Altersheim Danziger Straße 62. 17>/, Uhr: Lichtbildervortrag de» Gen, Kurt Piglng: Sin« Reise durch Lappland. 3. Krei». Arbeiterwohlfahrt. IS Uhr Erwerbslosenzusammenkunft im Heim Tikstter Str. 4— Z: Vortrag der Senpffm Dr. Frieda Alexander: Hygiene für Erwerbslose. Rote Kontrollkarten. 9. Krei». 20 Uhr Sitzung des Kreisvorstanbes mit den Abteilungsleitern an bekannter Stille, 12. Krei». 20 Uhr Kreisvorstandssttzung an bekannter Stelle. 18. Krei». Pildungsausschuß. 20 Uhr Sitzung bei Pamp, Riederschöneweide, Hasselweeder Str. 12: Bildungzarbeit— politische Arbeit. Referent Genosse Schenk. 17. Krei». Der Kursus des Gen. Dr.(äalomon Schwarz: Lehren der rufstschen Rev«lution findet am Dienstag. 81. Januar. 20 Uhr, in der Bibliothek Weichfelftr. 28 statt. Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Arbeits- lote kostenlos. 78.. 28. und 29. Abt. ftzreidsnker 10. Gruppe: wichtige fsraktionssstzung bei Klug. Danziger Straße 71. Parteibuch legitimiert. 04. Abt. Rttaliederoersammlung im Lokal Beraschloßhöh« großer Saal. Karl»- gartenstraße 6—11: Referent Kurt Heinis, MdR. Neuwahl. Ohne Mirgtieds- buch kein Zutritt. >06. Abt. 19 Uhr Funktionärsitzung bei Blockwitz. Anschließend Erwerhslosen, konnnissiontsttzung. Mittwoch, 1. Februar. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer u. Lehrerinnen. Kreilgruppe Berlin.Söpenick. Houptpersammlung am Mittwoch, dem 1. Februar, ad 20 Uhr, im Partei. heim Köpenick, Schloßstr. 27, I.Stock. Tagesordnung: 1. Schule und Lehrer in der R-ichsr-rfassuna: Ref. Den. Prof. Dr. Strecker. 2. Berichte. 3. Wahlen. 4. Verschiedenes. Die alten Mitzltedskarten sind abzugeben. Aenderung im Versammlungsraum beachten. Krei». Arbeiterbildungsschule. Pünktlich 20 Uhr Erwerbslosenfeierstunde in der Schulaula Petersburger Str. 4. Alle stnd eingeladen zu einer Stund« der Freude. Krei». 18 Uhr Erwerbslosenzusammenkunft im Heim Kannerstr. 42: Stimmen der Völker. Vortragende Merrp Schinz. Abt. Alle Parteimitglieder, die Milglieder de» Freidenkerperbanbes stnd, nehmen an der Versammlung bei ssaber teil. Referat. Dahl. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Wiese, Hussttenstr. 8: ooz. Aufbauprogramm. Referent Dr. Salomon Schwarz. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Hahn, Brüsseler Str. 43: Arbeiterbewegung in Frankreich. Abt. 20 Uhr, Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder im Jugendheim, Schönlanker Str. 11. Baracke 6. Ausspracheabend. Abt. 20 Uhr, allgemeiner Diskusstonsabend bei Barteldt, Wärther- Ecke Rykestraßs: Staatsstreich und Sozialdemokratie. Leiter Robert Breuer. Abt. 20 Uhr, Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Pohft: Unsere Stellung zum Staat. Abt. 20 Uhr bei Weiß, Bornholmer Str. 1: Zusaminenkunft jüngerer Partei- Mitglieder: Unsere nächste» Aufgabe». Wahlen. Abt. Die Bezirtsführcr rechnen ab 19 Uhr bei Lemble, Echreinerstr. 38, ab. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Ewald, Ekalitzer Str. 126: Indien. Referentin Schlllze-Gaevernitz. Abt. Diskufstonsabend der jüngeren Parteimitglieder im Iugendbeim Wasser- torstr. 4: Marx und die deutsche Arbeiterbewegung. Referent I. P. Maper. Abt. 20 Ubr, Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder bei Wolter, Kaiserin- Augusta.Allec 82. Abt. 20 Uhr, Funktlonärsttzuiig bei Schellhase, Ahornstr. 18». Abt. 20 Uhr, Funktionärsidung bei Lehmann, Kaiser-Wiihelm-Straße 29/31. Abt. 20 Uhr, gusammenhmst jüngerer Parteimitglieder bei Reumeier, Kaiser- Ecke Schönebergcr Straße. Dlskusstonsabend: Bauern, Kanbwerk und Gewerbe in der foz. Wirtschaft. und 90. Abt. 28. Freidenlcrgruppe, Ideal.Aastno, Weichselstr. 8. Stellungnahme zur Generalversammlung. Vorschläge für Delegation und Gruppen, leitung. Partei- und Mitgliedsbuch legitimiert. Abt. 20 Uhr, Zusammcntunst jüngerer Parteimitglieder im Keller Hann«. mannstraße. 2. Abend: Wir und die Wchrfraae. Abt. 20 Uhr, Zusammenkunft jüngerer Parteimitglieder im Lokal Tivoli, Reue Krugallee 84: Rund um die Welt. Mustk verschiedener Völker. Vor- iragender Genosse D-nicke. Abt. Bei Castclle, Wilhelininenhosstr. 48: Zusammenkunft jüngerer Partei- Mitglieder: Arbeitsbeschaffungsprogramm. Referent Henry IoHansen. Abt. 20 Uhr, Funttionärsstzung bei Stäber. Abt. Funktionärsttzung bei Draber. Abt. 20 Uhr, stzunklionärsttzung bei Schiebe, Berliner Str.»7. Ausgabe der Ausweise für 1933.. Abt. 20 Uhr, im Jugendheim. Linbenftr. 47: Zusammenkunft iHNgerfl: Partennitglieder. Bortrag de» Gen. Oswald Zienau. 14. ». 18. 22. 28. 28. 30. 31. 38. 44. 48. 82. 82. 84. 86. 99. 102. 103. 118. >24». 127. PI. Donnerstag. 2. Februar. 17. Krei» 20 Uhr. Beginn der Arbeitsgemeinlchoft he. Gen.'I. P. Mgper: Das Kapital lMarxi in der Bibliothek Aeichfelstraße 28. Anmeldungen werden noch entgegengenommen. l. Abt. Funktionärntzung bei Älcment, Sophienstr. 8. 8. Abt FunktionLrfttzung bei Marina, Linienstr. 30. >22. Abt. 20 Uhr, Funktionärsitzung IN den Schillersälen. Freikag. Z. Februar. 129. Abt. 18 Uhr, Zusammenkunft erwerbsloser Parteimitglieder, Gsrschitr. 14: Reise durch England. Referent Wilhelm Tietgens. 8. Kreis. Arbeitcrbildungsschul«. 18V- Uhr. Film- und Lichtbilderoeranstaltung über Käthe Kollwitz in der Turnhalle Rüderzdorfer Straße: Vortrag, Rezitationen, Musik. Dir laden die Erwerbslosen der Eisernen ssront zum Besuch ein.— Kreisvorstandssttzung mit Abteilungsleitern und Bezirkstags- delegierten Kadiner Str. 10. Vorstand und Abteilungsleiter 19 Uhr dortselbst. 14. Kreis. 15 Uhr. Unterhaltungsnachmittag für die Erwerbslosen im Seim Kannerstr. 42. Bortragender Gen. Klawitta. 88. Abt. Sitzung des engeren Vorstandes mit den Bezirksführern 20 Uhr bei Pommerening. Frauenveranstaltungen 2. Krei». Montag, 80. Januar, bei Scholz. Lcvetzow. Ecke Iagowitraße, Kreis- frauenabend: Auswirkung der Arbeitslosigkeit auf das Familienleben. Referent Margarete Hartig. Neuwahl. 3. Krei». Die Führung durch das Frauenkundemufeum findet Sonntag, 5. Februar, statt. Nähere Mitteilung erfolgt noch. 48. Krei». Montag, 30. Januar, Kreisfrauenadend nicht in der Kinbl- Brauerei, sondern im Lokal zum„Slldwest.Afrikaner", Inh. Peters, Lichten- berger Ecke Straßburgstraße: Umbau der Wirtschaft. Referent Max Heyde- mann, M. d. L. Neuwahl. Dlonkag, 30. Januar. 3. Abt. Im Saal 3 des Gewerkschaftshaufes, Engelufer 24/28: Besteht in Sowjetrußland keine Krise? Referentin Dr. Elsbeth Weichmann. Neuwahl. 4. Abt. Frauenabend bei Brandis, Stralauer Str. 10. Neuwahl. Anfchlis- ßeitd gemütliches Beisammensein. 7. Abt. 20 Uhr bei Arndt, Schröderstr. 2, Vortrag des Genossen Dr. A. Friebländcr. 14. Abt. In der Schule Putbusser Str. 22: ffrauen her zur sozialistischen Aktion. Referent Hans Bauer. 18. Abt. Bei Lenz, Demminer Str. 10: 28 Jahre Frauenbewegung. Refe- rentin Helene Schmitz, M. d. L. 1«. Abt. Bei Leuschnei,«ck-rstr. 110: Heiterer Abend: Wir lassen UN» nicht unterkriegen. Vortragende Friede! Hall. 17. Abt. Bei Klinge. Sellerstr. 14: Wirtschaftskrise und reaktionär« Wirt- schastspolitik. Referent Gottlteb Reese. lg. Abt. 19 Uhr Lichtbildervortrag der Genossin Erika Riedel: Heinrich Zille. In der roten Schule Gotenburger Straße. Lichtbilderzimmer. 20. Abt. Bei Wende, Koloniestr. 147: 25 Jahr« Frauenbewegung. Referentin Nora Henke. 28. Abt. Bei Reche, Metzer Str. 26: Frau und Sozialismus. Referentin Käthe Fröhbrodt. 29. Abt. Bei Klug. Danziger Str. 71: Unsere Vorkämpfelinnen. Referentin Merry Schinz. Neuwahl. Mitgliedsbücher mitbringen. 36. Abt. Bei Bauer. Tilstter Str. 27. Jahresbericht, Neuwahl.. 39. Abt. Im Jugendheim, Lindcnstr. 4: Religion, Kirche, Sozialismus. Refe- rentin Susanne Räder-Broßmann. 49. Abt. Bei Förster, Dreibunbstr. 11: Frauen her zur sozialistischen Aktion. Referent Heinz Läwi. Neuwahl. 42. Abt. 30 Uhr bei Hohlke, Bergmannstr. 69: Frauen her zur sozialistischrn Aktion. Rcfercntin Lola Mayer. 44. Abt. Bei Ewald, Ekalitzer Str. 126, Bunter Abend. Bortragende Elfriede Wollmann. Neuwahl. 47. Abt. 20 Uhr in der Schule Waldemorstr. 77: Di« Frau im Berufsleben. Referent Alfred Lowack. 51.«bt. Bei Schcllbach. Königin-Elifabeth-Str. 6: Schwer erziehbar« Kinder. Rcferentin Gen. Sallcrworde». Neuwahl. 83.«bt. 20 Uhr bei Lux. Hutten. Ecke Ufenaustraße: Wie schützen wir un, vor Kampfgag? Referentin Marie Kunert, M. d. R. 88. Abt. Bei Reimer. Grün. Eck- Kirchstraße, Jahresbericht. Neuwahl. 67. Abt. 20 Uhr im Bahnhofsrestaurant Wurzbacher: Marx und feine Be- deutung für die Arbeiterklasse. Referent Dr. Gotthard Eberlein. 73. Abt. 20 Uhr bei Winster. Breite Str. 25: Der Weg zum Sozialismus. Referent Den. Faas. 71».«dt. 20 Uhr im Ledigenheim Lindenhof: Wie schützen wir UN» vor Kampfgas? Referentin Genossin Röder. 80.«bt. Lichtbilbervortraq des Genossen Dr. Norbert Marx: Das Lichtbild im Dienste der Volksgesundheit. Im Gesangssaal des Helmholtz-Dym- nastums, Rubensstraße. 88. Abt. Der Frauenabend fällt aus. »1. Abt. Bei Grimin, Boddinstr. 10/11: Rechtsfragen des Tages. Refereniin Erna Tichauer. 02. Abt. Bei Schmidt, Kaifer.Friedrich. Eck- Elbestraß-: Frauen her zur sozialistischen Aktion. Referentin Hertha Gotthelf. 08. Abt. Im Lokal„Zum kleinen Jäger". Leyke. Eck- Sermaniistraße: Wirt- fchaftskrise lind reatlionäre Wirtschaftspolitik. Referent Dr. Sans Cohn. 07. Abt. Bei Kutzki. L-inestr. 1: Frauen her zur sozialistischen Aktion. Refe- rent Oswald Zienau. tzieuwahl. gg. Abt. Bei Teich,«nefebeckstr. 188: Sozialismus IN der Familie. Referentin Lila Albrecht. 00. Abt. Achtung, neue« Lokal! im Filmeck, Ehausseestr. Zg, früher Raddatz: Ehe rech: und Eheunrecht. Reksrrntin Margarete Schenkalowfki. Neuwahl. I«.«dt. Siedlung Britz. Wir besuchen den Rndower Fraiienabend und treffe» un» Ibtzi Uhr Parchimer Ecke Rudower Allee. Um reg- Beteiligung wird gebeten. 100. Abt. Bei Ruvvert. Neuköllner Str. 287: Die Frau und der Sozialismus. Rcferentin Gertrud Hanna, M. d. L.,~ 102. Abt. Bei Haß. Baumschulenstr. 72: Unsere Vorkämpfer— unsere Vor. kämpferinnen. Referent Aligliit Niemann...... 106, Abt. Im Waldkatcr. Kaiser-Ailhelni, Ecke Stubenrauch, SIraye: Hygiene der Frau im Haus und Beruf. Referentin Dr. Frida Alexander. 108».«bt. Bei Marx, Mahlsdorfer Str. 1: Sozialistische L-b«n«gistaltung. Referentin Aiartha Lehmann. 19». Abt. Bei Tromplor. Frischen. Ecke Luisenstraße, Schallplattenabenb. vor. tragender G-nosse Knauff._.... 114. Abt. Bei Schwartzer, Gabriel-Max.Str. 17: Nationalsozialistische Bewegung einst und letzt. Referentin Käthe Kern...._ 13».«bt. Im Iugendbeim Echön-b-rger Str. 8: N-tionalsozialistnch« Bewegung einst und ietzr. Resereni Ernst Neumann. Neuwahl. 140». Abt. 20 Uhr bei Schulze, Dorfauct Der Jugendliche im Strasrecht. Refe. rent Dr. Reinemann. Diensiag, 3t. Januar. 45. Abt. Die Genossinnen treffen sich pünktlich 8'': Uhr früh am Hochbahnhvf Oranienstraß« zur Fahrt nach gehlendorf zur Besichtigung des Seims für Kinderfchutz, Äilhelmstr. 14.._ 74. Abt. 20 Uhr im Waldhaus. Epandauer Str. 80: Arbeitslose Jugend und sreiwilliger Arbeitsdienst. Referentin Dr. Susi Sirfchberg. 78. Abt. 20 Uhr im Lindcnhof, Wilhelmplatz: Fortsetzung des Vortrages der Genossin Kirche: Wohlfahrtseinrichtungen. 84. Abt. 20 Uhr bei Lehmann, Kaifer-Wilhelm-Str. 29/31: Gesunde Mütter— gesunde Kinder. Referentin Margarete Bartz. Neuwahl. 87. Abt. 20 Uhr bei Schuster, Kirchitr. 88: Auswirtung der Arbeitslosigkeit auf das Familienleben. Referentin Rlargarete Sartig. 89. Abt. Bestchligung der Städtischen Volksküche. Treffpunkt 9V« Uhr früh Reutervlap Ratswaage. 122.«bt. 20 Uhr in den Schillersälen, Königstr. 120: Heiterer Jahresanfang. Bortragende Elfriede Wollmann. 131. Abt. Wir nehmen an einem Kurfusabend der Genossin Wurm in Pankow, Jugendheim, Görschstr.>4, teil. Wir treffen uns 7.15 Uhr pünktlich Bis» niarckplatz Niederschönhausen und gehen resp. fahren gemeinsam hin, Linie 23. 137. Abt. Der Frauenabend fällt aus. Milkwoch, 1. Februar. 21. Abt. Bei Kroll, Utrechter Str. 21: Die Arbeiterin i» Amerika. Refe. rentin Dorothea Heinrich. 101.«bt. Bei Biereck. Grützstr. 1: Frauen her zur sozialistischen Aktion. Refe. rontin Sc»»» Iaduczynsli. 123.«bt. Bei Krüger, Dönhoff. Ecke Iunker-Iärg-Straße. Kurzreferate über: Die Frau im Beruf. 134. Abt. 20 Uhr bei Sonnet, Park- Eck- Schönower Straße: Unser Kampf ,m neuen Jahr. Bortragenbe Genossin Falkner. Donnerskag. 2. Februar. 9. Abt. Im Keglereck, Pexlederger Ecke Ouitzowftraße: Die politischen Par- tcien im Reichstag. Reterennn Marie Kunert, M. d. R. 22. Abt. Im Ratskeller, Limburger Straße: Das Arbeitsrecht vor und nach dem Kriege. Referent wirb im Frauenabend bekanntgegeben. 123. Abt. 20 Uhr bei Hüb»er, Wilhelm. Eck- Bahnhofstraße: Karl Marx und seine Bedeutung für die Arbeiterklasse. Referent Hans Marx. 136. Abt. Hetferinnensitzung in der Baracke. Freitag, 3. Februar. 24. Abt. 20 Uhr Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft über das Kommunistische Manifest bei Winzer, Winsstr. 46. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 20. Krei» Reinickeubors. Dienstag, 31. Januar, 19% Uhr, in der Reuen Schule Wittenau, Kursus über Sozialversicherung. Referent Genosse Dr. Hönisch. Alle Abteilungen müssen vertreten sein. Bezirksausschuß für sozialistische Bildungsarbeit. Neue Formen ine Arbeiterfeste. Spiel, Songs. Tanz und Vewegungschöre, Orcheiterwerle von Eisler. Ssriier, Großmann, Knarr und Tießen. Eine Ver. anstalning des Berliner Volk»chors am Freitag. 3. Febuar. 20 Ubr, im Saalbau Friedrichshain. Eintrittspreis 80 Pf., für Erwerbslos« 28 Pf. Karten sind in linserem Büro zu hoben. Sozialistische Studentenschaft. Heute geschlossene Teilnahme an dem Lustgorlenaufmacsch.. Tresipunkt 18 Uhr Kleiner Tiergarten.— Montag, 30. Januar, 20 Uhr, inl Bund, Bor- standssitzung— Donnerstag, 2. Februar. 20 Uhr. im Sitzungesaal des Parrei- Vorstandes. Lindenstr. 3. Genosse Heine:„Die Werbeabteilung der Partei". W" Voitührungin.— Freitag, 3. Februar, 20 Uhr, öffentliche Studentenkundaebung in der Hochschule für Politik. Schinkelplatz. Referent Otto Lehmann-Rußbüldt. Arbeitsgemeinschaft der fündersreunde. Voiani-ige! Die Seneralvcrsammluag findet am 12. Marz im Schultheißrestaurant(Tivoli) am Kreuzberg. Lichterselder Str. 11, iM'AiiNs statt. Die Meldungen für den evtl. Besuch des Uederfcelagsrs zu illWWnSilf den Pfingstfeiertagen muß umgehend abgegeben werden. MMM Prenzlauer Berg: Freiheit und Hermann Müller: Montag. ilmK'JM 30. Sonnenburger Str. 20, für Rote Falken Beginn� der neuen Solidaritätsaktion. Alle Jungfalken stnd im Heim Dleimstr. 33/35. Freitag, 3. Februar, 191- Uhr, Schule sonnenburger Straße, wichtige Jahre»- elternverfammluna. Kreuzberg: Achtung, Voranzeige! Der Falkenrat tagt Dienstag, 7. Februar. 18 Uhr, Wassertorstr. 4. Thema: Die neue Solidaritätsaktion— Erweiterung unseres Wettbewerbes.... Steglitz: Freitag. IgV, Uhr Kreishelfersitzung(Jahresversammlung) bei Bradler. Renkölln: Alle Genossen beteiligen sich an der Demonstration. Treffpunti 12 Uhr Hertzbergplatz. Montag Besprechung der Ratfalken-Helfer mit den SAI.-Gruppenfllhrern um 19'- Uhr(Pflichtveranstaltung). Nestfalkenhelfer Arbeitsbesprechung Montag, 18 Uhr. Beides im Kreisheim. Die Kassenberichte der Abteilungen müssen Montag in der Arbeitsstunde abgegeben werden, Abt. Lichtkämpfer: Dienstag Eemeinfchaftsftunde um 17V, Uhr im Kreisheim. Falkenkleidung.— Abt. Kurt Eisner: Eternwarte-Veranftaltung fällt wegen der Demonstration aus. Treptow: Die kassenberichtsbogen von dem Abt. Baumfchulenweg stehen noch aus. Bitte umgehend zustellen.. Reu-Lichtenberg: Unsere Gruppenabende finden jeden Dienstag und Freitag von 17V- bis 19'/- Uhr in der Schule Pfarrstraße statt. Dienstag, 24. Januar, Falkenversammlung(Neuwahlen). Alle Falken müssen erscheinen. Welßcnsee: Ab Dienstag wieder regelmäßig Gruppenabend van 17V- bis 19'/- Uhr im Jugendheim Easelerftr. 2. Dienstag zeigen wir unter anderem die Lichtbildferi«: Miele Meiers Weltreise. Sohcnichönhauscn: Montag, 39. Januar, Nestfallen von 17 bis 19 Uhr Schulbarackc Dingelstädter Straße. Mittwoch, 1. Februar, Iungfalken Im Heim Hauptstraße von 17V, bis 19V- Uhr ffalkenoollverfammlung. Dannerstag. 2. Februar, Rote Falken ebenfalls im Heim Falkcnvollverfammlung. Pankow: Sonntag. 8. Februar, von 14 bis 18 Uhr, veranstalten wir im GesellschafisKous, Pankow. Berliner Straß«, eine Abschlußfeier für unsere Gäste:„Hallo, wir schalten um!" 1. Teil: Freude!(Singsang, Sviele, Tanz, Rezitationen und Szcnenspiele aus dem Erzgebirge, Schlesien, Berlin und Hamburg). 2. Teil: Solidarität!(Sprechchor, Ansprach« der Genossin Böhm- Schuch). Eintritt 18 Pf., Erwerbslose und Kinder frei. Reinickendorf: Die Kassenberichtsbogen sind bis Dienstag an Erna Find- eisen abzugeben. Die Helfer beteiligen sich heute an der Demonstration. IL", Uhr Äroscr Allee. Dort kurze Besprechung wegen der Matinee. Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisation 41. Abt. Unser alter Genosse Karl Irrgang ist am 28. Januar im 69. Le- bensjahr verstorben. Ehre seinem Andenken. Die Einäscherung findet Diens- lag, 81. Januar, 17% Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. 22. Abt. Am 26. Januar verstarb unser Genosse Stadtoberinspektor Richard Wittke. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Montag. 80. Januar, 15 Uhr, von der Kapelle des St..Paul-Friedhofs, Seestr. 124, statt Rege Be. teiligung wirb erwartet. 89.«bt. Unser Parteigenosse Emil Battel ist am 24. Januar verstorben. Ehre seinem Andenke». Die Trauerfeier findet Montag, 30. Januar, 17 Uhr, im Krematorium Gerichtstraßc statt. Um reg« Beteiligung bittet die Abtei- lungsleitung. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Geschäftsstelle: Berlin S 14, Sebastianstr. 37—38. Hof 2 Tr. Reinickendorf(Ortsverein): Unser Kamerad Richard Meier ist verstorben. Antreten aller arbeitsfreien Kameraden Montag, 80. Januar, 14 Uhr. in Bundcskleidung mit schwarzer Krawatte im Lokal„Zur Dariaue", Wittenau, Hauptstr. 36.— Kreuzberg, Zug 4: Dienstag, 81. Januar, 20 Uhr, Milgliederoersaminluna bei Gründler, Zimmerstr. 80.— Friedrich»- Hain lBortrupp): Mittwoch, 1. Februar, 19?L Uhr, Jugendheim Ebertpstr. 12.— Charlottenbnrg(Ortsverein): Montag. 80. Januar, 19 Uhr, Generalversammlung im Edenpalast, Kaiser-Friedrich-Str. 24. Tagesordnung: Jahresbericht, Neuwahlen und Anträge. Teilnahme- und abstimmungsberechtigt nur Mtt- glieder. deren Mitgliedsbücher in Ordnung stnd. Kameraden der Formationen in Bundeskleidung.— Reukölln-Britz, 4. Kameratschaft, Zug Severitig: Ber> lammlung Montag, 89. Januar, 20 Uhr, im Sitzungsraum Hannemannstr. 40. Zug Braun: Dienstag, 81. Januar, 20 Uhr, Versammlung im Buschkrug.— Kameradschaft Wittenau: Mittwoch, 1. Februar. 20 Uhr, Kameradschastsver. fammlung im Lolal A. Schulze, Hauptstr. 86. Referat: Kam. Dr. Reichmann. KKS. Republik 14 Reniölln-Britz. Uehungifchießen jede» Sonntag ab 9% Uhr Im Neuköllner Schützenhau«. Deutscher Arbeitcr-Abstiueuteu-Bund, Bezirksgruppe Schillcrpark. Montag. 80. Januar, 20 Uhr, im Arbeiterheim Wedbing. uferstr. 18, Zufammenkunii. Tagesordnung: Alkoholabstinenzler und Alkoholfreund.(Ein zwiegefpräch.) Referenten: Genossen Lotte und Bernhard Lietzmann. Die Fredika, Geschäftsstelle W. Floerk», Berlin LW. 19, Kurftr. 82. Teltphpn: Merkur 2196. unterhält laufend Frsmdfprachen.Abende im Kölln. Spmnastum. Insel- Ecke Wallstraße. Montags: Englisch Mittel: 20—22; Dienstag«: Französisch begonnene Anfänger 18—20: Französisch Mittel 20—22: Englisch vorgeschrittene Anfänger 20—22; Donnerstag»: Englisch Fortgeschrittene 20—22; Französisch Fortgeschrittene 20—22; Fr«itags: Englisch begonnene Anfänger 20—22 Uhr. Reue Anfängerklassen beginnen wieder, auch für Erwerdslosel Der Un.terrichtsabend am 80. Januar fällt wegen der öffentlichen Veranstaltung der Fredika im Berliner Eewerkfchaftshaus aus. Arbeiter. Laienipieler-Verband. Freie Spieltruppe Berlin: Uebungsabenb (Life- und Stellvroben) Jugendheim Puttbuiser Str. 22 am Dienstag. 31. Januar, 20 Uhr. Gäste willkommen.— Freie Spieltruppe und Junge Pioniere: Mittwoch, 1. Februar, Heim Gruppe Mitte. Deutsche Liga für Menschenrechte E. B. Im Rahmen der Kulturkundgebung der Deutschen Liga für Menschenrechte am Freitag. 8. Februar, 20% Uhr, im Beethoven-Saal, Köthener Str. 82(Nähe Potsdamer Platz), wird u. auch Carl von Ossietzky das erstemal in der Leffentlichkeit das Wort nehmen. Karten an der Abendkasse. Iuaendanippe desIentralverbandes der Anaestettten Morgen. Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Bebbiug: Jugendheim Turiuer Ecke Seesttaße. Bunter Abend.— Nordoste» B: Zugenbheim Schönlanier Str. ll. Zeder hält ein 10 lauteren Geschäftsgebarens der Unternehmer selbst, die vorläufig noch ganz unkontrolliert sind— in«der mangelhaften Sicherung der Darlehen, die bei Zweckspartassen ganz unvermeidlich ist Denn was ist bei einem Motorrad oder einer Aus- steuer die dringliche Sicherung wert, wenn diese Dinge einmal in Gebrauch genommen sind. Dazu kommen»och die zweifelhasten Ge- s ch ä f t s m e t h o 0 e n vieler Zwecksparkassen, die anreißerische Propaganda und die zweifelhafte Vergangenheit vieler Gründer. Kurz, es droht sich hier jener typisch kapita- listische Sumpf zu entwickeln, der immer wieder in„Gründerperioden" entsteht. Deshalb ist für alle Sparer, die von Agenten für Zwecksparkassen bearbeitet werden, äußerste Vorsicht am Platze. Größeres Unhell kann mir bann vermieden werden, wenn die Zwecksparkassen sofort unter die gleiche strenge Kontrolle gestellt werden wie die Bausparkasse n. Läßt sich dieses Ziel aber wegen der hohen Kosten einer solchen Kontrolle nicht erreichen, dann muß ein Verbot dieser problematischen Spareinrich- tungen verlangt werden und die Sparer auf die bisherigen soliden Wege des Zwecksparens, nämlich das regelmäßige Sparen bei öffentlichen Spar- kassen, den Sparabteilungen der Konsumgenossen- schaften und der Arbeiterbank verwiesen werden. Iiisenpreduktion sinkt Rückschlag im Dezember Wie bei den Hochöfen und Stahlwerken ist auch bei den Eisenwalzwerken im Dezember ein starker Rückschlag eingetreten. An 26 Ar- beitstagen wurden 359 033 gegen 392 373 Tonnen an 24 Arbeitstagen im November erzeugt, so daß die arbeitstägliche Produktion um 15,5 Proz von 16 349 auf 13 809 Tonnen ge- funken ist. Dieser Rückschlag hängt mit der Fertig- stellung einiger großen Russenaufträge zusammen, die der Eisenindustrie im Zusammenhang mit den Reichsbahnbestellungen eine starke Stütze gewährt hatten. Da im laufenden Monat bereits mit der Auswalzung neuer russischer Röhrenaufträge be- gönnen wird, werden sich die Produktionsziffern für den laufenden Monat wahrscheinlich wieder bessern, ohne daß darin jedoch eine effektive Be- lebung der Montankonjunktur zum Ausdruck kommt. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 4,21 Millionen Tonnen Walzwerksfabrikate her- gestellt oder arbeitstäglich 13 830 Tonnen. Die Schrumpfung gegen 1931 beträgt 28 Proz. Gerlampkte Stimmung im Stahlkartell Entgegen dem bewußt zur Schau getragenen Zweckoptimismus führender Eisenmagnaten war die Stimnmng aus der Jahresversammlung des Deutschen Stahlkartells und angeschlossener Syndikate sehr gedämpft. Bei der Bcur- teilung der Marktlage wurde festgestellt, daß trotz verschiedener Ansätze zu einer Belebung von einer nennenswerten Besserung auf dem Eisenmarkt noch nicht gesprochen werden könne. LelebunZ im Schiffbau Große Neubauaufträge der englischen Werften In einer Zeit, wo bei ollen seefahrenden Na- tionen mehr oder minder umfangreiche A b- wrackoktionen im Gange sind, um die arbeitslose Handelsflotte zu vermindern, hat in England eine überrafchenbe Belebung in der Schiffsbauindustrie Platz gegriffen. Nach einem fast völligen Stillstand der Neubautätigkeit vom Januar bis Oktober 1932 sind vom Novem- der ab 22 größere Fracht- und Passa- gierdampfer, 30 Kohlenschiffe und Küsten- fahrzeuge und verschiedene andere Schiffe in Auf- trag gegeben. Die Gesamttonnage der Neubauten dürfte 150 000 Tonnen übersteigen. Dadurch kann«ine wesentliche Besserung der Erwervslosig- keit unter den Werftarbeitern, die im vergangenen Jahr 60 bis 80 Proz. der Belegschaft betrug, erwartet werden. Auch in Deutschland sind einige Neubau- auftrage zu verzeichnen. So Izal die Deutsche Le- vantelinie, die Betriebsgesellschaft der Hapag und des Norddeutschen Lloyd für das östliche Mittel- meer, zwei Motorschiffe von je 4500 Tonnen mit einem Gesamtwerte von fast 4 Millionen Mark vergeben. Die Bauten werden von Blohm u. Boß. Hamburg, und der Deschimag in Bremen durchgeführt. Wie es heiht, handelt es sich bei diesen beiden neuen Dampfer» um Spezialtypen. die von der brachliegenden Flotte der Hapag- Llyod-Union nicht gestellt werden konnten. 8 Proz. Liypothekenbank-Dividendc. Der Auf- sichtsrat der Berliner Hypothekenbank 2l.-G. bc- schloß, aus dem Reingewinn des letzten Jahres in Höhe von 607 513 Mark eine Dividende von 8 gegen 9 Proz. im Vorjahr vorzuschlagen. Die deutsche Paramounl Film A.-G. teilt mit. daß sie von dem Zusammenbruch des emeriko- nischen Paramount-Konzerns nicht in Mitleiden- schaft gezogen wird. �Mreeksparkassen— eine Gefahr Scharfe Kontrolle oder Verbot Itbewährf �JLLUSTR. PREISLISTE KOSTENFDE1. W�ABBILD. HAUSMARKE GROSSE BOENICKE N91Q Eine aufsehenerregend} Neuschöpfung. Aus rein überseeischen Tabaken� hergestellte Zigarre hervor-� ragender Qualität! KISTEN zu 50 57. .Der größte �VmtlhßOENICKS A 1« BW1 i.A V A 1 CORONAS-SORTIMENT zu 10*12-15-18*20 pp. KISTEN 2U SO STÜCK. Ein wichtiges Urteil Zur Frage der Gemeinnützigkeit öffentlicher Unternehmungen Seit Iahren führt die Privatwirtschaft einen erbitterten Kampf gegen die Steuerfreiheit öffentlicher oder gemeinnütziger Betriebe. Daß sie dabei häufig von Finanzbehörden unterstützt wird, die die geltenden Bestimmungen sehr eng und für die öffentliche Wirtschaft ungünstig auslegen beweist der hier zur Debatte stehende Fall. Es handelt sich um die Frage, ob der G e- meinnützigen Berliner Ausstel- lungs-, Messe- und Fremdenver» k e h r s- G m b H der Charakter der Gemein- nützigkeit— die Voraussetzung für die Steuer- freiheit— nach den Vorschriften des Körperschafts- steuergefetzes zuzusprechen sei oder nicht. Der R e i ch s i i n a n z h o s hat diese Frage in einem Urteil vom 16. September 1932 bejaht und der Au-stellungs-G. m. b S). die Steuerfreiheit zugesprochen Die Berliner Ausstellungs-G. m. b. S). hat zwei Ausgaben: einmal hat sie Aus- stellungen und Messen zu veranstalten, und zum anderen ist ihr die allgemeine Vertehrswerbung übertragen worden Sie hat ein Kapital von 100 060 Mark, von dem 99 300 Mark der Stadt Berlin gehören: diese hat ohne Gegenwert Hallen- bauten im Werte von IS Millionen Mark in die Gesellschaft eingebracht. Reingewinne wer- den nicht verteilt. Bleibt bei Auflösung der Gesellschaft ein Ueberschuß, so bestimmt der Berliner Magistrot. für welchen wohltätigen Zweck er zu verwenden ist. Von den früheren Instanzen— Zentralfinanz- amt und Finanzgericht— war der G. m. b. S). die Gemeinnützigkeit zugesprochen worden, soweit sie kür die V e r k e h r s w e r b u n g arbeitete. Nicht anerkannt wurde die Gemeinnützigkeit ihrer Arbeit als Veranstalterin von Ausstellungen und Messen Dafür waren zwei Gründe maßgebend: ObliZAtionare klagen Um Rechte und Pflichten der Deutschen Bank bei Hanomag Die Inhaber der Hanomog-Obligationen haben jetzt gegen die Deutsche Bank und Dis- contogesell fchaft, Hannover, Klage angestrengt. Es handelt sich um einen zwei Jahre alten Streit, der nicht beigelegt werden konnte, da die DD.-Bank alle Vergleichsvorschläge zurück- wies. Die Hanomag-Obligationen sind durch eine Hypothek auf das Betriebsgrundstück gesichert. Der Wert dieses Grundstücks ist aber zweifellos stark vermindert worden durch den Verkauf der Lokomotivquote an die Henschel u. Sohn A.-G. für S,2S Millionen Mark. Die Anlagen haben heute nur Schrottwert, da sie stillgelegt wurden. Treuhänder für die Obligationen-Anleihe ist die DD.-Bank. Die Obligationäre sind der An- ficht, die DD.-Bank hätte als Treuhänder dafür sorgen müssen, daß der Erlös für die Lokomotiv- quote zur Verzinsung und Rückzahlung der Obli- gationen sichergestellt wurde. Das hat die DD.- Bank nicht getan und darüber hinaus noch von dem eingehenden Betrage 2,3 Millionen Mark zur Abdeckung eines von ihr gewährten Kredites benutzt. Darin erblicken die Obligationäre eine grobe Verletzung der Treuhänderpflichten durch die DD.-Bank. Jetzt werden die Gerichte entscheiden. die Ausstellungen dienten Erwerbszwecken und würfen Ueberschüsse ab, und zweitens bezöge der Leiter ein hohes Gehalt. Der Reichs- finanzhof hat den Vorinstanzen bescheinigt, daß sie den Begriff der Gemeinnützigkeit vollkommen verkannt hätten. Wenn der Leiter der Ausstellungs-G. m. b. H. ein hohes Gehalt bezöge— nach Vollendung der Aufbauarbeit erhält der Nachfolger bedeutend weniger—. so sei das nicht anders zu beurteilen, als wenn der Chef eines Krankenhauses seinem Ruf entsprechend hoch bezahlt werde. Nur dann, wenn dem Leiter ein Teil des Rein- gewinnes zugeschoben würde— wovon hier keine Rede sein kann—, wäre die Gemeinnützigkeit zu verneinen. Was den Zweck der Ausstellungen betrifft, so verfolgten die ausstellenden Firmen allerdings Erwerbsinteressen, aber nicht die Ausstellungs- G m. b. H. Sie stelle sich in den Dienst der fremden Interessen und handele also gemein- nützig: für alle Besucher schaffe sie geistige An- regung und Belehrung. Wenn die Ausstellungs- G. m. b. H. Ueberschüsse erziele, so dienten sie in erster Linie zur Reservenbildung, um neue große Ausstellungen vorbereiten und Fehlschläge aus- halten zu können. Niemals fei die Ge- w i n n e r z i e l u n g Selbstzweck. Die Gewinne würden nicht ausgezahlt, sondern auf- gespart: aber bei Ihrer späteren Verteilung zu wohltätigen Zwecken werbe der Magistrat nur als Treuhänder tätig: ihm flössen also auch die aufgespeicherten Gewinne niemals zu. Der Reichsfinanzhof kommt zu dem Schluß, daß die Tätigkeit der Berliner Ausstellungs- G. m. b. H. in ihrem vollen Umfange als gemeinnützig anzuerkennen ist und daher Steuer- freiheit genießt. Abs. 1. 7). (Körperschaftssteuergesetz§ 9 Optimismus bei JG.-Farben Im 4. Ouartalsbericht der JG.-Farbenindustrie A.-G. für das Jahr 1932 wird hervorgehoben, daß trotz der Fortdauer der handeispvlitischen Schwie- rigkeiten die zu Beginn des Winters gewohnten saisonmäßigen Rückgänge durch eme leichte k o n- junkturelle Geschäftsbesserung aus- geglichen worden sind Im JG.-Farben-Konzern seien im Quartal 1932 und im Januar insgesamt 5600 Personen neu eingestellt worden. Für Farben und Färberei-Hilfsprodukte sowie für Chemikalien wird ein weiterer longsamer Auf- stieg gemeldet. Die Lage der Landwirtschaft scheint relativ günstig zu sein, denn der Absatz an Dünge- stickstoff zeigt gegenüber der gleichen Zeit des Vor- jahres eine Steigerung, die ausschließlich aus das Inland entfällt. Bei Benz>n ist die Lage un- verändert. Unter den Auswertungen der Handels- politischen Absperrung litten Pharmazeutika und Photographica; die letzteren konnten aber von dem günstigen Wetter im letzten Vierteljahr profitieren. Der Kunstseidenumsatz blieb gegenüber dem dritten Quartal unverändert. Das keilik Ankurbelung! Die Erdrosselung des Kraftfahrzeugverkehrs Der Benzin- und Treibstoffwucher hat herrliche Früchte getragen! Wie wir bereits im Oktober voraussagten, ist infolge der unerhörten Preis- treibercien auf dem Treibstoffmarkt jetzt weit mehr als ein Viertel des deutschen Kraftfahrzeug- bestände? st i l l g e l e g t. So hat das Statistische Reichsamt in einer Erhebung vom 3. Januar 1933 festgestellt daß 188 148 steuerpflichtige Kraft- räder 157 309 Personenkraftwagen, 29 714 Last- kraftwagen und 2049 Zugmaschinen vorüber- gehend, d h bis zu einer Dauer von acht Mo- naten abgemeldet waren Das sind vom Gesamtbestand des deutschen Kraftfahrzeugparkes 4 4 Proz.(!) der zuge- lassenen Krafträder, 28 Proz. der Personenwagen, 17 Proz. der Lieser- wagen und 7 Proz. der Zugmaschinen, die aus dem Verkehr gezogen worden sind. Ganz ab- gesehen von den Verlusten, die der Steuersiskus durch diese M a s s e n f l u ch t aus dem Kraft- verkehr erleidet, hat der Treibstoffwucher, den die Regierung zugunsten einiger schwerindustrieller und agrarischer Jnteressentenhaufen duldet, Zehn- tausende von Chauffeuren, Autoschlossern und Hilfsarbeitern brotlos gemacht. In der Tat, eine einzigartige Ankurbelungspolitik! Der Großhandelsindex ist in der Woche zum 25. Januar mit 90,8 gegen 90,9 Proz. in der Vor- woche fast unverändert geblieben. Spareinlagen in I'reuläen Die günstige Entwicklung hält an Der Dezember pflegt regelmäßig wegen der Weihnachlseinküufe und des Geldbedarfes zum Jahresultimo stärkere Rückgänge der Spareinlagen mit sich zu bringen. Um so überraschender ist das Ergebnis des vergangenen Monats, denn nach der preußischen Spareinlagenstatistik erreichte der Auszahlungsüberschuß nur 9.1 Mil- lionen Mark. Im Gegensag zu früheren Jahren haben sich nämlich die Einzahlungen auf Spar- konto nicht verringert, sondern sind erheblich, von 231 auf 256,2 Millionen Mark, gestiegen, so daß sich gegenüber den von 225 aus 265,3 Millionen Mark erhöhten Auszahlungen nur der oben ge- nannte geringe Auszahlungsüberschuß ergibt. Es müssen also auch im Dezember große Beträge gehamsterter Gelder zu den Sparkassen zurück- geflossen sein, denn von neuen Erspar- nissen der arbeitenden Bevölkerung kann bei den gedrückten Löhnen und der Massenarbeits- losigkeit natürlich nicht die Rede sein. Da zu den Einzahlungen noch A u f w e r- t u n g s gutschrijten von 21.5 Millionen Mark und Z i n s gutschriften-in Höhe von 72,6 Mil- lionen Mark hinzukommen, erhöhten sich im vergangene,, Dezember die Einlagen bei den preußischen Sparkassen um 85 MAionen auf ins- gesamt 5969,1 Millionen Mark— Die Jahres- b i l a n z der preußischen Sparkassen weist für 1932 eine Erhöhung der Spareinlagen um 144.6 Millionen Mark aus. Umtausch- und Zeichnungsangebot Im Auftrage der Stadt Berlin legen die unterzeichneten Banken hiermit RM SO OOO 000,- 60|o Schatzanweisungen dar Stadt Berlin — auf Feingoldbasis: 1 RM= 1/2790 kg Feingold— unter folgenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung auf: Die neuen Schatzanweisungen werden den Besitzern der 50|o Schatzanweisungen der Stadt Berlin rückzahlbar am 1. April 1933 zu 110% zum Kurse von (000|o zum Umtausch angeboten, so daß die Umtauschenden eine Barauszahlung von 100/o erhalten. Die neuen Schatzanweisungen können auch gegen Barzahlung zum gleichen Kurse bezogen werden. Beim Barverkauf werden 6% Stückzinsen vom Zahlungstage bis Ende März d. Js. vergütet, Börsenumsatzsteuer wird gemäß§ 36 KVG. von dem ersten Erwerber nicht erhoben. Die Anleihe ist eine unmittelbare Verpflichtung der Stadt Berlin, die für ihre Erfüllung mit ihrem gesamten Vermögen und mit ihrer Steuerkraft haftet. > ie Schatzanweisungen werden spätestens bis zum 1. April 1938 getilgt. Die Tilgung erfolgt vom Jahre 1934 ab alljährlich mit 10% des ausgegebenen Gesamtbetrages durch freihändigen Ankauf oder durch Auslosung, im letzteren Falle zu 108% des Nennwertes. Die Rückzahlung des bis zum 1. April 1938 nicht getilgten Betrages erfolgt an diesem Tage ebenfalls zu 108% des Nennwertes, Die Stadt Berlin hat sich verpflichtet, die neuen Schatzanweisungen während ihrer Laufzeit für nach dem 1. April 1938 fällige, mit nicht mehr als 6 v. H. verzinsliche, privatrechtliche Kapital- iorderungen der Stadt jederzeit mit 108% des Nennwertes unter Verrechnung von Stückzinsen in Zahlung zu nehmen. Umtauschanraeldungen und Neuzeichnungen werden vom 30. Januar bis 18. Februar d. Js. bei den unterzeichneten Banken und Bankfirmen sowie ihren sämtlichen Niederlassungen und bei den der Deutschen Girozentrale— Deutsche Kommunalbank— angeschlossenen Girozentralen und Landesbanken während der üblichen Geschäftsstunden entgegengenommen. Früherer Schluß der Zeichnung bleibt vorbehalten. Anmeldescheine sind bei den Zeichnungsstellen kostenfrei erhältlich- Zuteilung: Die im Umtausch gegen alte Schatzanweisungen gezeichneten Stücke werden voll zugeteilt. Für Zeichnungen gegen Barzahlung behalten sich die Zeichnungsstellen die Höhe der Zuteilung nach Schluß der Zeichnung vor. Bezahlung der gegen Barzahlung gezeichneten Stücke hat in der Zeit vom 23. Februar bis 30. März d. Js. zu erfolgen. Die Auszahlung des Aufgeldes von 10% auf umzutauschende alte Schatzanweisungen erfolgt am 1. April d. Js. Stückelung: RM 100.—. RM 500.—. RM 1000.—, RM 5000.— und RM 10 000.—. Zinstermine: 1. April und 1. Oktober j. Js.: der erste Zinsschein wird am 1. Oktober 1933 fällig Zulassung der Schatzanweisungen zum Handel und zur Notiz an der Berliner Börse wird beantragt werden. Berlin, den 28. Januar 1933. Preußische Staatsbank (Seebandiung, Deutsche Bank und Dlsconto-Geselischaft Gebr. Arnhold Berliner Stadtbank Girozentrale der Stadt Berlin Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten A.-G. S. Bleichröder Commerz- und Priv3t»Bank A.C. Dresdner Bank Jacquler& Securius Delbrück Schickler& Co. J. Dreyfus& Co. Lazard Speyer-Ellissen Komm.-ue«. u. A Berliner Handels-Gesellschaft Brandenburgische Provlnzialbank und Girozentrale Deutsche Girozentrale — Deutsche Kommunalbank— Hardy& Co. G.m.b.H. Relcbs-Kredit-Geselischaft A.C. Verlegung der Kraftfahrzeug-Steuerstelle. Sie sttOitiolirjcunfteuetitcUe verlegt am 30. und 31. d. Mtd. ihre Sienft» räume von Berlin, Friedrichstr. 107. nach Berlin SW-19, Blucherstrahe 28 iEingana Tchleiermachen'traöen sie ist vom 1. Aedruar d. I. ab sernmündlich unter lZammel-Nr. F 6i Baerwald 8351 zu erreichen. Poslscheilkonto> Nr. wie bisher: Berlin 57935. Sie Absertigung des Publikums ersolgl. wie bisher, an Äerklagen von 9— 13 Uhr lZonnabends von S—i2: im Tvmmerhalbjahr von Ulli). Während der Umzugslage sind die Kaise und die Keichäfiezimmer der.sirafi. sahrzeugstenersteUe gelchlvsien: die Zweig. stelle Blüchersirasie 26 lnur sür Neu- zulasiungenl bleibt gedsfnet. Sei Präs. d. Landessinanzamts Berlin. piSnaerversMserung Die iv den Mbnaten April. Mai, Juni 1932 versetzien Pfander kommen, soweit sie mdit erneuert worden sind, zur Versteigerung. Bei Abteilung II. Elsasser Str. 74, vom Montag, dem 6. Februar 1933. ab 9 Uhr. in der Reihenfolge: Fahrräder pp.. Kleider, Pelzwerk. Wüsche. Bei Abteilung I, JägerstraHe 64, vom Montag, dem 20. Februar 1933. ab 9 Uhr. in der Reihenfolge; Juwelen, Gold- und Silbersadien, Kristall, Fahrräder, Gegenstände der Optik. Kleider, Pelzwerk. Wäsche. Für verfallene Pfänder, welche erst nach dem Auktionsbeginn erneuert oder eingelöst werden, muß bestimmungsgemäß die AuktionsgebUhr berechnet werden. Staatliches Leihamt. Betriebskrankenkasse der Stadt Berlin Der X. Nachtrag der Satzung, betr. Aenderung des§ o?. ist vom Oberversicherungsamt Berlin am 18. Januar 1933 genehmigt worden. Druckstücke der Satzung können nach erfolgter Drucklegung im Kassenlokal abgelaugt werden. Berlin, den 25. Januar 1933. Der Vorstand. Das ist unsere Zigarettel AKTIVITÄT 2V2 FREIHEIT 3V3 DISZIPLIN 5 Die Zigarenen der Eisernen Front Hergestellt ous den edelsten Onenttobolien *>Att Biiderbedogen ous de» Arbeiterbewegung I.Serie: Die Vorkämpfer des Sozialismus, Fabrikausileferungs aper t Groß- Berlin: Paul Horsch, Enqe'ufer 25. Telefon: Jannowitz 4720. Ich biete pulen Vertreiern 100.- Mark und 10 Proz. Provision. Ausführliche Angebote unter .71" Vorwärts- Ausgabestelle. Miillerstraße 54a Von der Reise zurück: Sanitatsrat Dr.BaHofen Frauenarzt, Klopstockstraße 44. Mund-und Rachenhöhle desinfizieren mit (BAVER) Sine ßefchiehie aus dem 9iriege diuvl SchmeUmer: JtjkkBkTJkChßMk i. Ich schlenderte am Schreibstubenunterstand vor- über, der Schreiber saß vor der Tür auf einer Bank aus Birkenästen „Du, Kamerad", rief er mich an,„Kannst du eine kleine Lampe gebrauchen?" Ich trat näher, er verschwand im Dunkel des Unterstandes, der in einen Hügel gebaut war, und kam gleich darauf mit einem winzigen Ding von Sparlämpchen zurück, „Nicht schwer aus dem Marsche", lobte er das Dingelchen,„und leuchtet ganz hübsch. Ich haue nämlich morgen ab: Parole Heimat. Bin rekla- miert: nun brauche ich sie nicht mehr. Da, ich schenke sie dir zum Andenken!" „Mensch, du hast Schwein!" sagte ich,„Besten Dank auch für die Lampe! Kann ich schon ge- brauchen: aber wo kriege ich Petroleum her?" ,Kannste dir doch aus der Schreibstube holen. Mein Nachfolger wird Neumann: den kennste doch. Der gibt dir schon was ab. Viel brauchste ja nich Wüßt bloß aufpassen, daß der Feldwebel nicht da ist. Na, bist ja'n alter Krieger, wirst das schon fingern!" Er redete noch dies und das, wie schön es in der Heimat fein würde. Ich hatte ihn noch nie so aufgeräumt gesehen, denn Kompagnieschreiber pflegen sich aus ihre bevorzugte Stellung einen Haufen einzubilden. Bei ihm machte es heute die Freude. Fürs erste bekam ich noch ein Fläschchen Petroleum mit, lMrn verzog ich mich mit meinem Schatz. Wir lagen in Ruhestellung, zwei, drei Kilometer hinter der Front an einem flachen bewaldeten Bergabhang. In den Berg hinein war ein rie- siger Unterstand gebaut, der zwei Kompagnien ausnahm. Wie die Heringe waren wir darin verstaut, Mann an Mann in zwei Etagen. Du lieber Gott, wenn es dem Russen mal eingefallen wäre, da eine Fliegerbombe draufzusetzen oder auch bloß eine stramme Granate! Es hätte einen schönen Haufen Mus gegeben, denn dieser riesige Kuhstall war in keiner Weise bombensicher! eine Lage Balken als Decke, dann einen halben Meter Erde darüber, das war alles. Aber Gott sei Dank kam der Pusse nicht auf solche dummen Gedanken. Er hatte wohl weder schweres Geschütz noch Floiger an dem Abschnitt All die Wochen, die wir schon da lagen, abwechselnd vorn im Graben und in diesem Ruhestand, waren kaum Schüsse gefallen und schwere Brocken schon gar nicht. Es waren also ruhige Zeiten, die wir verlebten. Der Sommer ging zu Ende und die Abende wur- den schon länger: da war doch solch ein Lämpchen eine wahre Pracht mit seinem ruhigen Licht. Herrlich konnte man dabei lesen, wenn man's so stellte, daß der blanke Blechschirm direkt auf das Buch reflektierte. Weih Gott eine andere Sache, als diese ewig flackernden Kerzen, die auch noch knapp waren: immer für drei Mann zwei Stück gab's alle zehn Tage. Zu lesen hatte ich ja immer genug Da war der Oberjäger Winkler vom zweiten Zug, der bekam auch regelmäßig Bücher und Zeitschriften aus der Heimat, da tauschten wir untereinander. Und nun hatte ich also sogar noch eine Leselampe! 2. Einige Zeit darauf wurde eine aufregende Parole kolportiert. Man wußte zwar noch nichts Gewisses, aber es ging ein lebhaftes Gerede von Mund zu Mund: das Regiment würde herausgezogen und käme nach B. in Reserve, Von B. hatte Oberjäger Winkler schon öster erzählt, denn dort war er mal auf einer Dienstreise durchgekommen. „Eigentlich ein Kaff", sagte er.„Aber, Mensch, da kommste nun hin, und da'st eine Buchhandlung, da ist die Divisionsmarketenderci— du kannst kaufen, was du haben willst. Da sind noch zahl- reiche Panjeläden und in jedem steht so'n kleines hübsches Iudenmädchen: Kemmen Se rein, schöner Herr! Was brauchen Se ze taufen?" Wir lachten aus vollem Halse, wenn Winkler von solchen Herrlichkeiten erzählte. Lieber Gott, dreiviertel Jahr lagen wir nun hier vorn an der Front, ohne ein weibliches Wesen zu Gesicht zu kriegen, und wir waren alles junge Kerle zwischen .zwanzig und dreißig. Die Phantasie ging uns durch. „Ein Kino ist da", fuhr Winkler fort,„aber das schönste sind die Teestuben. Do gehste hin, bringt dir ein hübsches Mädchen Tee richtig in einem Glase und ein Tellerchen mit Keks. Dann zieht sie das Grammophon auf, und, wenn du kein Stiesel bist, greifst du sie dir und schwenkst sie durchs Lokal, daß die Heide wackelt So ist das in B." Da saßen wir nun in unserm Kuhstall, dreckig, verlaust und mit abgerissenen Uniformen und unsere Augen funkelten. Es war zu schön, um ernstlich daran glauben zu können. Dann kam eines Abends der Befehl: Kompagnie morgen früh 4.30 Uhr marschbereit am Südhang. „Verdammt juchhe! Stellungswechsel", knurrte mein Pritschennachbar Melchers.„Schinderei kommt dabei raus, und besser triffft du'e doch nicht." Damit fing er an. seinen Tornister zu packen. „Vielleicht wird's B". war! ich ein. „Kamel", sagte Melchers ernstlich entrüstet.„Hast du schon mal erlebt, daß eine Latrinenparole wahr ist? Und das mit B. ist eine Latrinenparole." Mein Lämpchen hatte ich in eine Feldpost- schachte! getan, diese gut verschnürt und hinten ans Koppel gehängt. Da konnte sie im Verein mit Feldflasche und Brotbeutel sicher schaukeln ohne mir lästig zu werden und ohne Schaden zu leiden. Die Kompagnie war pünktlich angetreten, und Melchers schien Recht zu behalten: der Marsch wurde eine elende Schinderei Der scheidende Sommer schickte nochmal seinen wärmsten Sonnen- schein auf den im Staub sich vorwärts wälzenden Heerwurm. Winkler hatte es eingerichtet, daß wir zusammenmarschierten indem er am Schluß des zweiten Zuges ging und ich' an der Spitze des dritten. Er war ein prächtiger Kamerad, der sich auch auf einem Marsch wie diesen nicht unter- kriegen ließ. Er konnte den halben„Faust" aus- wendig und den ganzen Busch. Besonders, wenn er merkte, daß der Tornister anfing, unerträglich zu werden, überschlugen sich seine Einfälle, man mußte lachen, ob man wollte oder nicht, und dann gings wieder ein Stück. Gegen Mittag lagen wir an einem Waldrand und löffelten eine Reissuppe aus den Kochgs- schirren, dann ging's weiter, und endlich— end- lich, am späten Nachmittag, landeten wir auf einem Bahnhöfchen. Gewehre wurden in Pyramiden ge- setzt, dann stürmten wir e-ne Kantine, die es da gab und kauften sie radikal leer, wir hatten ja unsere Löhnung dreiviertel Jahr long sparen mende Müdigkeit lag mir in allen Gliedern und der Tornister drückte schon wieder zum Verzweifeln. Keine Kleinigkeit schließlich, sein eigenes Körper- gewicht noch einmal an. ganzen Körper sorgfältig verteilt durch die Gegend zu schleppen. Mechanisch tastete ich nach dem Feldpostkarton, der mein kost- bares Lämpchen barg Er hing an der richtigen Stelle hinter Spaten und Seitengewehr. Wir waren angetreten.„Gewehre umhängen! Kompagnie ohne Trtt marsch!" Und wir setzten uns müde in Bewegung. Der Himmel hatte sich bezogen, es war stockdunkel, so daß wir kaum er- kennen konnten, daß rechts und links dichter Wald war. Ich marschierte in meiner Rotte am linken Flügel, neben mir ging Gott sei Dank wieder der gute Winkler. und wahrhaftig, er hatte auch jetzt ein paar Schnurren aus Lager, und konstatierte zwischendurch, nachdem er den Kompaß mit seiner Lampe beleuchtet hatte, daß wir uns in Richtung B. fortbewegten. Plötzlich trat ich mit meinem linken Fuß ins Leere und rasselte holterdipolter in eine Tiefe. Unwillkürlich schrie ich auf, dann schlug ich hart gegen irgend etwas und lag eingeklemmt zwischen Blöcken und Sträuchern. Ich versuchte mich zu bewegen, aber das ging nicht: das Gewehr an seinem Riemen war hochgerutscht und sperrte sich, das Seitengewehr saß irgendwo fest, und dann fiel es mir auch ein, daß meine Rückseite mir weh tat. „Wo steckst du denn, Kamerad?" Das war Winklers Stimme, und jetzt sah ich Qeorg ftüsing: Proletarier einigt euch! Ihr stöhnt und quält euch in eurer Not, ihr verkommt, verhungert und friert. Der Kapitalismus treibt euch in den Tod, und die Kriegspropaganda marschiert. Ihr werdet bespien, verhöhnt und verlacht, geschunden bis auf das Blut. Und seid doch geeint eine rasende Kraft millionenkerziger Glut! Ihr laßt euch stehlen, was euer ist: die Maschinen, Fabriken und Felder. Ihr laßt euch knechten vom braunen Faschist, und Pack versäuft eure Gelder. Ihr gebt eure Kinder der Schwindsucht preis und duckt euch dem zynischen Fron. Und seid doch geeint, im richtigen Gleis, ein brausender Freiheitsstrom! müssen. Es war nur eine kleine Kantine, aber wir hatten doch jeder ein paar Zigarren und einen Krug Bier bekommen. Nachts wurden wir in Güterwagen oerladen und dampften ab: Richtung unbekannt. „Mensch, Mensch, wenn's bloß nicht nach dem Westen geht", meinte Melchers sorgenvoll. Wir saßen zusammen in der offenen Waggontür, ließen die Beine ins Freie baumeln und sahen in den Sternenhimmel, der prachtvoll klar über uns stand. Im Westen— das wußten wir aus den Zeitun- gen— waren große Dinge im Gange, und es war nur zu wahrscheinlich, daß unsere Fahrt ins Un- bekannte quer durch Deutschland gehen konnte. Vorläufig fuhren wir südlich, das konnte man nach dem Kompaß leicht feststellen. „Dann hätten wir wohl mehr Verpflegung empfangen", sagte ich. „Denkste", antwortete Melchers,„die können wir unterwegs auch ebenso gut verpaßt kriegen. Oder sie lassen uns einfach Kohldampf schieben." Und er sing lang und breit an zu erzählen, wie es ihm auf solch einem Transport ergangen war. 3. Mitten in der Nacht hielt der Zug. „Aussteigen! Antreten!" Ein unbeschreibliches Durcheinander: achtund- vierzig Mann kramten in jedem Wagen nach ihren Tornistern, Gewehren, Koppeln. Tschakos. Ist stand nachher mit falschem Gewehr und einem Tschako, der nicht paßte, auf einer Böschung vor Winkler, der sich mit seinem Koppelschloß ab- quälte, das nicht schließen wollte, weil das ganze Koppel mit seinen vielen Anhängseln in Unord- nung geraten war. Ich half ihm beim Entwirren, dann knipste er seine Taschenlampe an, die ihm vorn auf der Brust hing und ließ den Schein auf eine Generalstabskarte strahlen. „Wenn ich mich nicht sehr rre, sind wir tat- sächlich in der Gegend von B". meinte er.„Da links muß die Front sein, sieh mal, da p>igt wieder eine Leuchtkugel und jetzt krepiert ein Schrapnell. Nun wollen wir mal sehen, nach welcher Richtung wir marschieren." Mir war es im Augenblick gleichgültig. Läh- Ihr ringt mit dem kapitalistischen Tiger um Pfennige und um Neller. Eure roten Brüder knüppelt man nieder und sperrt sie in Zuchthauskeller. Ihr laßt eure Lungen vom Giftgas zerstechen und gellet nicht mehr als ein Wurm. Und könntet geeint doch die Felsen brechen, wie ein Meer im wütenden Sturmi N u r einig werdenl Graniten schweißen den Ring um die Arbeiterschafft Es darf nicht der Bruder den Bruder zerfleischen! Das nimmt euch die schlagende Kraft! Geteilt seid ihr garnichts. Geteilt schlagt ihr nie den raubenden Tiger zur Fluchtl Ein Hirn! Ein Wegl Ein Wille! Ein Ziel! Dann seid ihr zerschmetternde Wucht! auch seine Lampe den Abhang heruntergeistekn. Ich gab Antwort, und eine Mmute später waren er und ein paar andere Kameraden an meiner Seite. Noch eine Taschenlampe blitzte aus, gleich darauf hatten sie mich herausgeklaubt. „Kannst du gehen?" Ja. das konnte ich zur Nüt. Mit Ach und Krach brachten sie mich nach oben, dann lud sich einer meinen Tornister auf,«in anderer nahm mein Gewehr. Winkler und noch einer hakten mich rechts und links ein, so trotteten wir der Kompagnie nach. „Oh weh, meine Lampe!" siel mir's plötzlich ein. Winkler lachte, ich faßte nach dem Karton. Der hing noch da, freilich ziemlich breit gedrückt, und jetzt spürte ich wieder den stechenden Schmerz in der Rückseite. Winkler leuchtete, faßte zu und sör- derte einen Glasscherben zutage, der durch die Pappschachtel, durch Rock und Hose bis in mein Sitzfleisch gedrungen war.„Scherben bringen Glück!" tröstete er mich,„ und gar noch Scherben an solcher Stelle!"" Mir war nicht sehr zum Lachen, aber ich lachte doch. 4. Zum Glück waren wir eine halbe Stunde später an Ort und Stelle, wurden in russischen Militär- barocken einquartiert und konnten auf richtigen Pritschen schlafen. Freitich, aus meinem Schlaf wurde nicht viel. Die Wunde, in der der Glas- splitter gesessen hatte brannte: es mochte wohl noch ein Stück Glas drin geblieben fein. Anderntags holte es wirklich der Stabsarzt mit der Pineztte heraus und pappte mir ein Pflaster auf den Riß. Das Lämpchen war übrigens stabiler als ich gedacht hatte, nur der Zylinder hatte bei dem Sturz gelitten und mir den Spl'tter verpaßt. Das übrige war hell, wenn auch etwas verbogen. Aber das ließ sich richten und einen neuen Zylinder würde ich mir in B wohl kaufen können. Mittags gab es irgendeinen Appell, der Nach- mittag war dienstfrei. Ich lahmte noch ein bißchen, aber natürlich ging ich in die Stadt, am Koppel meinen Postkarton mit der ramponierten Lampe. B. war wirklich ein Kaff, am deutschen Provinz- städtchen gemessen, aber für uns. die wir monate- lang nur unsere Unterstände und zerschossen« und verbrannte Dörfer gesehen hatten, war es«In Er- lebnis. Unsere genagelten Stiefel flockten aus den Bürgersteigen aus Holz. Aus Holz waren auch die niedrigen Häuser, die fast olle einen kleinen Kram- laden beherbergten. Und in jedety stand wahr- haftig ein schwarzhaariges Mädchen und sagte: „Was winschen Se ze käufen, bester Herr?" Ich wünschte zunächst einen Zylinder für meine Lampe„ze käusen", und nach einigem Suchen fand sich auch einer. Dann kauften w'r Zigaretten und Ansichtspostkarten und Briefpapier und guckten den Mädchen keck in die Augen Die waren gar nicht schüchtern, was das Mundwerk anlangte. aber sonst spröde wie Federstahl: sogar in der Tee- stube, in der wir endlich landeten und uns putz- wunderlich auf einem freilich etwas gichtbrüchigem Sofa vorkamen. „Abends gehen wir ins Kino, was?" fragte Winkler, der neben mir auf dem Sofa saß. Da- gegen war nichts zu sagei>. und als es dämmerig wurde, brachen wir auf. Jedoch bis zum Kino sollten wir nicht kommen. In einer Nebenstraße hörten wir Musik, gingen dem Klang nach und gerieten in eine Art Tanzsaal. Die Kapelle bestand aus einer Ziehharmonika, einer Balalaika und einer Trommel, danach tanzten ein paar Russen- mädchen mit deutschen Soldaten. Eine guckte mich schon während des Tanzes so an, wie Mädchen zu gucken pflegen, wenn sie aufgefordert sein wollen. Beim nächsten Tanze hatte ich sie. Das Tanzen ging, aber das Sprechen hatte seine Schwierig- leiten— sie radebrechte nicht mehr deutsch als ich russisch, und das war blutwenig. Jedoch, was der Mund nicht sagen konnte, sagten dt? Augen, und wenn sich zwei gefallen, braucht es nicht vieler Worte. Winkler war plötzlich verschwunden. „Dein Name?" fragte ich meine Schön«. „Schura", sagte sie. Die Musik brach ab und packte ihre Instrumente zusammen. Ich sah auf meine Uhr. es war neun. „Kommandantura verbottsn länger", sagte Schura. Da setzte ich meine Mütze auf, schnallte das Koppel um und nahm das Mädchen unter dem Arm. Sie bog sich zärtlich an mick> und wir gingen durch die stillen dunklen Straßen. Vor einem winzig kleinen Blockhaus machte sie halt. „Hier mein Haus", sagte sie. „Dein Haus?" lachte ich. Da rollten ihr plötzlich die Tränen.„Vatter Rußki Soldat, Mutter tott Schura ganz allein im Haus." Und mit einem Seufzer:„Nix Peftv«, nix Kerze." Mich übermannte beinahe die tragische Komik der Situation, als ich jetzt mein Lämpchen hervor- fingert«. Als es brannte, sah ich in Schuras strahlende Augen. Sie schien nicht einmal ver- wundert darüber, daß ein Soldat eine Petroleum- lampe am Koppel bei sich trug. „Zweite Kompagnie fertigmachen! Kaffee emp- fangen!" Der Oberjäger vom Dienst schrie es in unsere Baracke und knallte die Tür wieder zu. Durchs Fenster graute eben der Tag. „Gottsverdori! Wenn man doch einmal aus- schlafen könnte!" Wir krochen aus unseren Prit- schen, rollten die Decken und Zeltbahnen und schnallten sie auf die Tornister. Von dem brüh- heißen Kaffee konnte man nur ein paar Schluck zu einem Keil Brot trinken, das übrige kam in die Feldflasche, denn der Oberjäger vom Dienst war schon wieder da: „Kompagnie sofort antreten!" �Wir marschierten durch das Städtchen, unsere Stiefel knallten auf das Pflaster— alle Häuser waren wie tot, das ganze Nest schien ausgestorben. Marschierende Soldaten waren keine Seltenheit, um die sich das Ausstehen lohnte. Da war ja das kleine Haus, in dem Schura wohnte! Am Fenster wurde der Vorhang beiseite ge- schoben, ich sah ihr süßes Gesichtchen und winkte ihr zu. Als ich schon fast vorüber war, erkannte sie mich und riß das Fenster auf und winkte mit ihrem weißen Arm zurück. Wie auf Kommando winkte und rief ihr die ganze Kompagnie zu— sie schien es nicht zu merken— da bogen wir um die Ecke. Winkler sah mich an. „Wo ist denn der Lampenkarton?" fragte er. „Ja so— die Lampe"— stotterte ich und fühlte wie ich rot wurde.„Vergessen." Winkler schmunzelte unter seinem dichten Schnauzbart. „Hab ichs nicht gesagt: Scherben bringen Glück!" „Ja, ja", brummte ich,„Soldatenglück!" Wir marschierten zum Bahnhof. Eine Stunde später waren wir oerladen. Nach B. bin ich nie wieder gekommen. „Dee iÜwiecfceüMi'' Die Halbmonatsschrift„Der Kinder- freund" hat mit Beginn des Jahres 1933 das Erscheinen eingestellt und kann daher auch den bisherigen Beziehern durch den„Vorwärts" nicht mehr geliefert werden. Rauhe Haut?! QeffcMe unter ftage Skizze aus einer Qrube/ Ton Waller Tollmer Wenn dich nun aus der Dunkelheit heraus ein zottiges Untier anspränge? Wenn nun eine Stimme rief, und du suchtest und suchtest und fändest doch nirgendwo jemanden, und doch oersolgte dich dieses klagende Rufen überall im Bremsberg und im Stapel— wenn nun--! Nicht daran denken! Nüchtern sein und acht- geben, Feuermann! Dumpf polternd fällt die Wettertür an den Pfosteiu Der alte Feuermann geht mit langen Schritten, stets sich bückend, hoch leuchtend und suchend. Rot wie Blut ist der Schein seiner Lampe. Rot leuchten alle Stempel auf, wenn er daran vorübergeht, rot zittern die Strahlen in der Dunkelheit des Ortes. So geht die Lampe schwankend, als sei sie ein Irrlicht, das nirgends Ruhe finden kann. Es knistert in allen Ecken, ei» Stein fällt hoch im Pfeiler oder ei» Stück Kohle, geheinmnisvoll verwebt sich kriechen- des Geräusch,«in Raunen, mit der tiefen Grubeirstille. Da ist es einmal, als schritte jemand aus der unteren Strecke, schwerfällige, unsicher tappende Schritte sind es und es klingt dumpf hier im Bauch der Erde zur Nachtzeit—— dann ist es wieder still. Dem einsamen Feuermann zittert ein wenig das Geleucht in der Hand, wie er ordnungsgemäß de» Docht ein wenig kleiner schraubt und prüft. Bläulich gleißt das Messing seiner Lampe im Lichltreis des Flämmchens. Nichts! Die Wetter sind rein, der Kohlenstoß ist hart und fest und glitzert in tausend Farben. Feuermann sein heißt Bergmann sein von Jugend aus, wissen, wo der Tod in allen Ecken lauert, hohläugig und bereit, heißt wissen, daß er Wegbereiter sein muß um des Lebens seiner Kameraden willen. Unten auf der sechsten Sohle, wo die Seilbahn ihre Seile zieht, die stets in blanker Straffheit da sind und nicht enden wollen, stehen Wagen, Stück um Stück. ,.— einundoierzig, zweiundvierzig, dreiundvierzig--!" Laut zählt der Alte vor sich hin im Vorüber- gehen. Auf den Rand jedes Wagens legt er dabei feine Hand. Wie wartende Tiere tauchen die Förderwagen auf und bleiben hinter ihm in der Dunkelheit zurück. ,,— vierundvierzig, fümundvierzig--!" Der Wassergraben gluckst und platscht ohne Ende. Es rieselt immerzu geschäftig in der Stille. Manch- mal saugen die Wasser langgezogen, ein Schlürfen Berlin Sonntag, 29 Januar h. IS: Gymnastik. 6.35: Ans Hamburg: Hafcnkonzcrt. 8: Für den Landwirt. 8.55; Morgenfeier. 10.05: Wettervorhersage. II: Dichtung der Lebenden, 11.30: Aus Leipzig; Bach-Kantate. 12.05; Aus Flensburg: Mittags- kon/.ert. 14: Andrer Leute Kinder. 15: Kabarett auf Scliallplatten. 16: W. O. Soniin liest eigene Kurzgeschichten.. 16.20: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 17.05: hie Schlacht um Piddel. Bin Kindercrlebnis. 17.35: Aufbau aus der Landschaft.. 18: Aus Magdeburg: Magdeburger Musik des 18. Jahrhunderts. 18.40: Hörbericht von der Ausstellung..Die Front". 19.05: Sportnachrichten. 19.10; Vom Leben und Sterben. Eine literarische Stunde. 20: Berliner Philharmonisches Orchester 21: Die Bedeutung von Staatssekretär Feyerabend für die deutsche Nachrichtentechnik. 21.10: Fortsetzung des Orchesterkonzertcs. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend: Hörbericht vom Reit- und Fahrturnier. Danach; Tanzmusik. Montag, 30. Januar 6.15: Gymnastik. 6.35: Ans Hamburg; Frühkonzert, 11.30: Aus Hannover: Schloßkonzerl. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.30: Wetter- und Tngcsnachriciiien. Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 14.55: Börsenberichte. 15.20: Großreinemachen. 15.35 Klaviermusik. 15.50: Lieder. 16.15: Ein Freund der ,.P. o. VV.". Dank an Dr. Marke!. 16.30; Orchesterkonzert. 17.30: Wird es im Jahre 2000 noch Museen geben? 17.50; Sport-Jugendstunde. 18.10; Konzert. 18.45; Zehn Minuten für den Musikhörer. 18.55: Die Fimkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Gas. Benzol, Teer und Parfüm— alles aus Kohle. 19.35: Schallplattenkonzert. 20.25; Violinkonzert. 21; Tagesund Sportnachrichten. 21.15; Wilhelm Ketnpff spielt Bach. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzhiusik. Dienstag, 31. Januar 6.15: Gymnastik. 6.35: Aus Breslau: Ffühkonzcrt. 11.30: Aus Königsberg; Mittagskonzert. 12.40: Die Viertelstunde für den Landwirt. 13.30; Wetter- und Tagesnachrichten. 14; Schallplattenstunde. 14.55: Börsenberichte. 15.20: Vom neuen Lebensjahr unserer Zimmcr- blumen. 15.35: Wurlitzer Orgel. 16.15: Sylvia von Hardcn liest eigene Arbeiten. 16,30: Aus Leipzig: Nach- mittagskonzert. 17.30: Der Blinde vor der Plastik. 17.45: Die junge Generation. 18.05: Lieder. 18.30: Drei drucken ein Buch. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Unterhaltungsmusik- 19.40: Zum musikalischen Programm des Abends. 19.50: Fortsetzung der Unterhaltungsmusik. 20.35; Eiuc Plauderei über Aufnahinc-Geheimnissc. 21: Der Messias. Oratorium von Händel. IL und III. Teil. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Aus Hannover; Neue Unterhaltungsmusik. geht und ei» Quellen plätschert, als läute hier unter Tage wahrhaftig eine Glocke. Ganz so hört es sich an und es klingt tief und wehmütig und schwor. Ruckweis sprudelt das Wasserrohr an der Pumpe. Bisweilen setzt sie verschnaufend ./Iii. aber gut... Der W t tz von der Einsicht (Erst kommt die Dummheit und dann erst die Einsicht! Wenns umgekehrt wäre, wenn die Menschen die Einsicht hätten, bevor sie ihre Dummheiten machen, dann würde es eben keine Dummheiten mehr geben, die Welt wäre weise, vorbildlich und vermutlich ein bißdien langweilig, und jeglidier wäre Millionär. So aber sind wir alle„Hält'-idi-Millionäre": hälf ich doch damals gekauft, als alles billig war, hätf ich doch nie geheiratet, hält' ich dodi damals gewußt... Die Einsicht hinkt und kommt immer zu spät, das ist ihr Witz!) Im letzten Weltkriegsjahr: an der Tür des Be- zirksamts klopft's. Der Bezirksfeldwebel briillt: „Herrreinnnn!!" Eintritt das Pferd, steht stramm und wiehert: „Melde gehorsamst, möchte ums Eiserne Kreuz bitten!" „Sin wall verrückt!" schreit der Feldwebel.„Sin Se villeicht Offizier, wie...?" „Befehl, nein. Aber ich habe Munitionszüge an die Front gebracht, mein Fleisch wird überall als Original-Schweinefleisch verkauft, ich—" „Schon gut", unterbricht der Feldwebel rasch, „das E K 2 können Sie haben!" Es klopft schon wieder... herein tritt die Kuh. „Möchte gehorsamst ums Eiserne Kreuz bitten. Habe Milch für die Kinder geliefert, Dung für die Landwirtschaft—" „Harn Se recht", stöhnt der Bezirksfpieß, „E. K. 2!" Und es klopft abermals— draußen steht der Esel. Dem Feldwebel bleibt die Puste weg:„Sie...? Wolln Sie vielleicht auch dos E. K. haben, wie...?" „Natürlich!", sagt der Esel,„ich habe dach Kriegsanleihe gezeichnet...!" Vorik. Mittwoch, 1, Februar 6.15: Gymnastik. 6.35: Aus Stettin: Frühkonzert. 11.30: Aus Dresden; Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.30: Wetter- und Tagesnachrichten, Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 14.55: Börsenberichte. 15.20: Das kranke Kind. 15.35: Der chinesische Mond. Liederzyklus. 15.55: Arien und Lieder. 16.15; Wie erlebt man das Gewissen? 16.30: Aus Hannover: Nachmittagskonzert. 17.30: Heimkehr aus der Oase. 17.45; Die junge Generation. 18.05: Violinmusik. 18.30: Immer mit die Ruhe. 18.55; Die Funkstundc teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Hilfe für die Erwerbslosen. 19.40; Zum musikalischen Programm des Abends. 19.50: Unterhaltungsmusik. 20.50: Aus der Welt des Gelehrten. 21.10: Sinfoniekonzert. 22-15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Donnerstag, 2, Februar 6.15; Gymnastik. 6,35; Aus Leipzig: Frühkonzert. 11.30; Aus Breslau; Mittagskonzert. 12.35: Wettermeldungen für den Landwirt. 12.40; Hopfen und Malz. Hörbericht. 13.30; Welter- und Tagesnach richten, Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 14.55: Börsenberichte. 15.20; Berufstätige Frauen 1913 und 1933. 15.35: Cembalomusik. 15.55: Hans Pfitzner. Lieder. 16.15: 11-Stunden-Flug vom Mittelmeer zur Spree. 16.30; Buntes Konzert. 17.30: Impfzwang. 17.50: Die junge Generation. 18.10: Mozart-Konzert. 18.30: Zum Diktat! Margarete Vater spricht mit jungen Stenotypistinnen. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19; Stimme zum Tag. 19.10: Unterhaltungsmusik. 20: Bunter Abend. 21: Arbeitsschule für Hörspieler. 22: Weiler-. Tagesund Sportnachrichten. Danach; Tanzmusik. Freitag, 3. Februar 6.15: Gymnastik. 6.35: Frühkonzert. 11.30: Aus Bremen: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.30: Wetter- und Tagesnachrichten, Wasserstände. 14: Schallplattenstunde. 14.55: Börsenberichte. 15.20: Wunder im Alltag. 15.35: Konzert. 16.15: Die Deutsche Bergwacht. 16.30: Aus Dessau; Nachmittagskonzert. 17.30; Zehn Minuten Funkhilfe. 17.40: Jugendstunde. 18.25: Bücherstunde. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Auf Wellenreise. Laboratoriumsbericht. 19.35: Maria Rubio liest eigene Erzählungen. 20: Aus Washington: Worüber man in Amerika spricht. 20.15:..Der Kellermeister." Operette von Zeller. 21.05: Wetter-, Tagesund SportuachrichtCD. Danach: Konzert der Deutscbcu Kulturfront vom 1. Februar 1933. Anschließend: Aus Budapest: Zigeunennusik. Sonnabend, 4. Februar 6.15; Gymnastik. 6.35: Aus Königsberg: Frühkonzert. 11.30: Aus Königsberg: Mittagskonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.30: Wetter- und Tages- aus, als hole sie für eine Weile Atem und Kraft, In alledem geht der Feuermann dahm. breit und gebücki und ruhig wie ein Berggeist der Tiefe. „-- sechsuiüwierzig, siebenundvierzig!" Die Sonntagnacht ist tief und schaurig. Ihm ist, als müsse er immer wieder denken du bist allein, ganz allein!— und dabei will er es nicht mit aller Kraft seines Willens. Nun zum ersten Aufbruch des Reviers! Dos Holz des Schachtstuhls, die mannsdicken harten Eichenbalken leuchten geisterhaft schon aus der Ferne, wie die Lampe schwankend näher kommt. Dumm glotzend steht der Schachtkorb im Sumpf. MiUoriU'he INiiünhircn Der kleine Held. James Phipps, ein achtjähriger Bursche in einem kleinen Dorfe der Grafschaft Gloueester, lebte als eines der vielen Kinder armer Leute in recht kärglichen Umständen. Er zeichnete sich unter seinen Altersgenossen von jeher durch Tapferkeit und Mut aus, und alle beklagten es, als er eines Tages erkrankte und der Arzt der dortigen Gegend, der Doktor I e n n e r, gerufen werden muhte. Dieser heilte den kleinen Patienten rasch und fand Gefallen an ihm. Als der junge Arzt eines Tages wieder zu ihm kam, um sich von seiner völligen Genesung zu überzeugen, fragte ihn der Junge:„Warum sind Sie heut so traurig, Herr Doktor?" „Ich habe ein Mittel gefunden, um viele Men- scheu gesund machen zu können und die schwere Pockenkrankheit zu oerhüten", entgegnete dieser, aber ich fürchte, niemanden zu finden, der sich dazu hergibt, das Mittel auszuprobieren." „Versuchen Sie es an mir", rief der Knabe. „Sie haben mich gesund gemacht, und durch Sie werde ich nicht sterben." Jenner weigerte sich lange. Aber um der Wissenschast zu dienen, lieh er sich endlich von dem Kinde überreden. Er impfte ihm die Kuh- packen ein und nach einer Weile dann Menschen- blättern, die bei dem Knaben nun völlig wir- kungslos blieben. Es dauerte nicht lange, so gelangte Jenner, der seiner Sache nun sicher war. zu hohem Ansehen und erhielt vom Staat eine bedeutende Schenkung. Aber er vergaß seines kleinen Helfers nicht. Er lieh ihm ein Haus bauen, und in dem Garten, der es umgab, pflanzte er mit eigener Hand die schönsten Rosen, die er auftreiben konnte. ii-dnidit«». VViisscrhte4uJ<. Mi■ Schallplatletwiumlc. 14. SS: Börsenberichte." 15.20: Jugendstunde. 15. IS: Worte als Spielzeug. 16: Unterhaltungskonzert. 16.50: Zehn Minuten Sport. 17; Fortsetzung des Unterhaltungskonzerts. 18: Cemütllche Ecke. 18.55: Die Funkstunde feilt mit... Ii; Stimme zum Tag. 16.10: Robert Schumann. Lieder. 10.40: Unter Trappern in Alaska. 20: Bunter Tanzabend. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. 23.30; Festvorsteilung zugunsten der in Not befindlichen Kriegsbesehädigten, Kriegerwitwen und Kriegerwaiscn. Königswusterhausen Sonntag, 29 Januar 6.15: Aus Berlin: Gymnastik. 6.35: Aus Hamburg; Hafenkonzert. 8: Uebertragung aus Berlin. 11: Deutscher Sce-VVeiterbericht. 11.15; Fritz Rostosky spricht über eigene Gedichte. 11.30; Aus Köln: Kundgebung des Katholischen Deutschen Frauenbundes und der Stadt Aachen aus Anlaß des Festes Karls des Großen. 12.20: Aus Flensburg; Mittagskonzert. 12.55: Nauener Zeitzeichen. 14; Eiterostunde. 14.30: Aus der Gedankenwelt großer Philosophen: Kant, IS; Schlager von heute. 16: Dichterstunde. 16.20; Uebertragung aus Berlin. 17: Zeitgenössische Musik für Kinder. 17.50: Die Bildnissammlung des preußischen Staates. 18.15: Brahms- Konzert. 18.45: Der Lebenskampf der Ostmark. 19.15: Kindheit und Alter. 19.30; Mozart-Serenade. 20: Aus Köln: Abenduuteriialtung. 22.10; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.25: Hörbericht vom Reil- und Fahrlurnier aus dem IV. Großen Preis der Republik. 22.45: Deutscher Sec-Wetterbericht. Anschließend: Aus Köln; Tanzmusik. Montag, 30, Januar 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Ans Berlin: Nachmittagskonzert. 17.10: Das Ausstellungsjahr 1933. 17.30: Chopiu-Konzert. 18; Stunde des Beamten. 18.30: Musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend: Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19; Englischer Sprachunterricht. 19.30; Das Gedicht. 19.35; Unterhaltungskonzert. 20.10: Eine heitere Stunde, 21.10; Johannes-Brahms-Stunde. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.45; Deutscher See-Wetterbericht. Anschließend: Aus Berlin: Tanzmusik. Dienstag, 31. Januar 16: Für Ujc Frau. 16.30; Aus Leipzig: Nachmirtags- kouzert 17.10; Zcitdieusi. 17.30: Das Cbansou von 1907 bis 1933. 18: Neue Wege der Bankpolitik. 18.30; Anleitung zum Bach-Spiel. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend: Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19: Katholizismus und Protestantismus. 19.30: Das Gedicht. 19.35; Politische Zeitungsschau des Drahtlosen Dienstes. 20; Aus Köln:..Götz vou Bcr- lichingen." Schauspiel von Goethe. 22.45: Deutscher Breit fällt der rote Schem auf die blanke Wagen- fläche, denn ein Kohlenwagen ist von der Mittags- fchicht her auf dein Korb stehengeblieben. Wenn alles das nun einen Sinn hat, wie es Uberall gespenstig auftaucht, mich anstiert, diese Wagen, Hölzer oder Seile, wenn sie nicht tote Dinge sind, sondern eine böse Seele haben--?! Gedanken, nachtties und düster, lassen ihn nicht los, wachsen mit jedem neuen Bild, an jedem Ort, das er bejahrt, neu in ihm auf, sind fast wie Schatten, die ihm lautlos folgen. Schritt um Schritt. „Ist es nicht wieder so, als ging« jemand ir- gendwo? Jemand, der um diese Zeit hier nichts zu suchen hat? Wer sollte es sein? Und gerade um diese Stunde! Das kann nicht sein und ist auch nicht so!" Feuermann sein! Wer hilft chm denn, wenn ihn der Stein erschlägt, sein Licht erlischt oder sonst ein Unglück ihn anspringt wie ein heimtückisches Tier? Run, in der Sonntagnacht, wo er allein durch alle Pierler. Löcher und Gesenke kriecht und prüfen muß, immer wieder mit Bedacht und Ernsthaftigkeit des Alters die schlimmen Wetter prüfen. Schwer und stickig sind die Wetter auf dem ver- lassenen Teckelort. Wenn da nicht Feuer steht! Und in der Lampe schlägt dann auch wie ein glühender Teufel die kleine Flamme warnend hoch, windet sich schlangenartig in Spiralen, wird violett und blau und erlischt mit jähem Schlag. Feuer!! Sinnend zieht der Feuermann die Lampe zurück, vorsichtig und bedächtig, zündet sie lastend wieder an und geht. „Das wußte ich! Das dachte ich mir doch Noch geht er prüfend lange Strecken, zählt, schreibt und richtet So, wie es seine Gewohnheit und sein Amt ist. Nacht um Nacht. Sich nur vir- lassend aus die Lampe. Die flattert und blatt, warnt und beruhigt in lieber Treue. Allüberall hockt die feindselige Dunkelheit, über- all huscht. stets ein Schatten, und eine Stimme ruft:„Ho— Feuermann! I— Hohoo!!" Ton'.KwiUh'm und fo... Nach einer erfolgreichen Uraufführung in Wien wollte Oskar Straus das Theater verlassen, als man ihm meldete:„Herr Straus, Tausende von Autogrammjägern erwarten Sie." Die Direktion des Theaters war verzweifelt. Aber Oskar Straus blieb guten Mutes. Mit hochgebundenem Arm verließ er das Theater— und enttäuscht machten ihm die Zlutogrammbettler den Weg frei. See-W''etterbericht. 23: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend: Aus Hannover; Neue Unterhaltungsmusik. Mittwoch, 1. Februar 16: Christliches Acgyptcir. 16.30: Aus Hamburg: Nacb- mittagskonzert. 17.10; Streifzüge durch das Straf- und Bürgerliche Gesetzbuch. 17.30; Urheimat und Rasse der Indo-Gennancn. 18: Alte Trio-Sonaten. 18.30; Einheitskurzschrift für Fortgeschrittene. 18�5: Wetterbericht für die LandwirlscbafL Anschließend: Kurzbericht des Drabtloseu Dienstes. 19: Französischer Sprachunterricht. 19.30: Das Gedicht. 19.35: Unterhaltungsmusik. 20.30: 40 Jahre Arbeitersänger. 21.30: Gedanken zur Zeit. 22.10; Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. 22.45; Deutscher See-Wetterbericht. Anschließend: Aus Berlin: Tanzmusik. Donnerstag, 2, Februar 16: Für die Frau. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.10; Viertelstunde Funktechnik. 17.30; Mozart-Lieder. 18: Form und Farbe im Alltag. 18.30; Collegium musicum. Aus der frühromantischen Oper. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend: Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19: Deutsch für Deutsche. 19.30; Das Gedicht. 19.35: Stunde des Landwirts. 19.55: Worte zur Winterhilfe. 20.10: Europäisches Konzerl aus Kopenhagen. 21.15: Aus München:..Der Dom zu Unserer lieben Frau." Ein Hörbild der Münchener Frauenkirche. 22.20; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.45: Deutscher See- W'eiterbericht. Anschließend: Bunter Abend. Freitag, 3. Februar 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nach- mittagskonzert. 17.10: Von der deutschen Universität Dorpat. 17.30; Christentum und der neue Nationalismus. 18: Kleine Klaviersonaten vou Beethoven. 18.30: Viertelstunde für die Gesundheit. Anschließend: Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19; Die Chemie als Helferin im Kampfe Deutschlands um die Ernährung. 19.30: Das Gedicht. 19.35: Aus Frankfurt: Unterhaltungskonzert. 20: Aus Washington: Worüber man in Amerika spricht. 20.15: Fortsetzung des Unterhaltungskonzertes aus Frankfurt. 20.30: Deutsche Selbstkritik. 21. iO: Aus Leipzig: Collegium musicum. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.45; Deutscher see-Wetterbericht. Anschließend: Aus Budapest: Zigeunermusik. Sonnabend, 4. Februar 16; Christliches Aegypten. 16.30: Aus Hamburg; Nachinittagskouzert. 17.10: Wochenschau. 18: Mozart. Kleine Nachtmusik. 18.30: Große deutsche Maler: Albrecht Dürer. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend: Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19: Stille Stunde. 19.30: Das Gedicht. 19.35: Die Kindheit Jesu. Oratorium von Job. Christof Bach. 20?" Aus München: Bunter Abend. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.45: Deutscher See- Wetterbericht. Anschließend: Aus Stuttgart: Nachtmusik. Tänze aus zwei Jahrhunderten. billige Wäsche- unZs wüb sSv Hjf /' Wochenprogramm des Berliner Rundfunks Theater, Lichtspiele usw. Itaali Tbealcr Sonntag, den 29. Januar staatsoper unter den Linden 19 Uhr Die Heistersinger von Nürnberg staatliches Schauspielhaus 19 Uhr Faust II. Teil Win •Gar Telefon: Barbarossa 9256 Letzte 3 Tage!) mav3IB.C0LLEAN0 Ammnai unsationeütttr akrobat, Tanz-Komiktr PAUL GRAETZ Sobins EdnaCovey Mceserjose) Goslar Whiriwinds usw. TAGL. 5 UHR; Mindtst preis 40 Pf. Höchstpreis 1 M, rÄOL. 8y, UHR: Mmdestprei 80 Pf. Höchstpreis 4 M. Das imocUcusU\faciUe.! mJ". Sil!.!. i. 8» U. Xnr noch 3 T a g e! KIUI, iislänierin Th.d. Schauspieler TbHter am Sdiilftagttilanm Weidendamm 3300 Täglich 8'u Uhr ADtomatenliOlett Straub, Körber. 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Aktienkapital............................... 60 000 000,— Gesetzlicher Reservefonds.................... 3 063 511.20 Erneuerungsfonds............................ 6 107 166.— Rückstellungen.............................. 3 182 773,75 Verbindlichkeiten........................... 8389301,14 Uebergangsposten............................ 100 836.06 Avale........................ RM. 639 160,23 Gewinn..................................... 3 459 965.06 ., 81 302 553.21 Gewinn- und Verlustrechnung am 30. September 1932 Ziemer Lcerzrmmcr, Sewing, Warm. man et, 25,—, ver mietet fioebe. Grell straße 47. Möbliertes vermietet billig Straek, Friebrich' straße 122. G RM. ................................ j 6 863 277.05 UebersAnÄ..................................' 3 458 965.06 10 322 242.11 1 Ausgaben Üeb�r�Anl Gewinnvortrag aus dem Jahre 1930/81 Erträge im Jahre 1931/32.............. RM. 108 962.84 , U) 213 279,27 10 322 342,11 '[ Ge:dverH8hr Berlitz-Schoal. 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