Abend- Ausgabe Nr. 58 B 29 50. Jahrg. 9?«Asitlon onb Verlag, Berlin SW 68. Lmdenstr. 3 Vern!r>r«cheri A � Ami Cör.ijot, 282 bti 597 Stleataauaabttl!«i fiojlUbtmobm B«v» BERLINER VOLKSBLATT FREITAG 3. Februar 1933 _ In Groß« Berlin 10 Pf. Auswärts..... 10 Pf. Bezugsbedingungen and Anzeigenpreis« stehe Morgenausgabe Jentealovsa« de« Sozialdemokratischen Waetei Deutschlands ras Brecht und Hitler Kaminerspiele im Reichsrat Das vom Reichskanzler Adolf Hitler persönlich herausgegebene Zentralorgan der NSDAP, und nunmehr hauptsächlichste Organ der Reichsregierung, der„Völkische Beobachter", hat heute morgen einen Tob- suchtsanfall erlitten. Die Rede, mit der im Reichsrat der Staatssekretär Brecht den neuesten Reichskanzler empfangen hat, be- antwortet sie mit einem Katarakt von Schimpfworten. Brecht habe, so sagt sie, den Reichskanzler in unglaublich bevor- mundender Weise über das Verhältnis des Reiches zum Lande Preußen belehrt. Der„Völkische Beobachter" findet Herrn Brecht taktlos, plump, töricht und sieht in seiner Rede einen neuen Beweis dafür, daß mit den Novemberparteien end- gültig Schluß gemacht werden müsse. Dazu ist folgendes zu bemerken: Herr Dr. Brecht, der zwar ein aufrechter Repu- blikaner, aber nicht, wie der„Völkische Beob- achter" glaubt, Sozialdemokrat, ist, hat die Ansprache an Hitler weder für sich als Per- fon, noch für die preußische Staatsregierung Braun gehalten, sondern er hat für den ganzen Reichsrat gesprochen. Also nicht nur für Preußen, das ja nach dem Spruch des Staatsgerichtshofs im Reichsrat von keiner anderen Regierung oertreten werden kann als der Regierung Braun, son- dern auch für B a y e r.n, Sachsen, Württemberg. Baden usw. Der „Völkische Beobachter" wird wohl gegen alle diese Länder den Krieg aufnehmen müssen. Soviel uns bekannt, ist übrigens der Text der Rede Brechts, bevor sie gehalten wurde, einem zuständigen Gremium des Reichsrats vorgelegt und von ihm gebilligt worden. Der„Völkische Beobachter" bindet aber nicht nur mit sämtlichen deutschen Länder- regierungen an, er scheint es auch auf einen Konflikt mit seinem Heraus- g e b e r, dem gegenwärtigen Reichskanzler, ankommen lassen zu wollen. Was soll denn das heißen, wenn er schreibt, diese Rede habe „die schärf st e Zurückweisung ver- dient?" Sie zurückzuweisen, war doch, wenn sie dies verdiente, die Aufgabe des Reichskanzlers selbst! Meint der „Völkische Beobachter", daß Herrn Adolf Hitler, der nur den pathetischen Versamm- lungsmonolog gewohnt ist, die Schlagfertig- keit in der Debatte fehle? Meint er am Ende, Herr Hitler habe die Rede gar nicht richtig verstanden und es sei ihm so gegangen wie der geistvollen Redaktion der„Roten Fahne", die heute über die ganze Breite ihres Blattes von einem„Fußfall Braun- Severings vor Hitler" brüllt? Sah auch er in dieser Rede eine„Verbeugung", einen unbeschreiblich erbärmlichen Fußfall", ein „Bauchrutschen der SPD.-Führung" vor Hitler-Papen-Frick? Der„Völkische Beob- achter" wird um Auskunft darüber gebeten, warum denn sein Herausgeber und Herr die „schärsite Zurückweisung" unterlassen hat, die Herr Alfrcd Rofenberg für so notwendig hielt! Wer vechastet wen? Geheimnis volles Vorspiel der„nationalen" Regierungsbildung Herr von Alvensleben, der Ver- trauensmann des Herrenklubs, erläßt fol- gende Erklärung: Englische Blätter haben die Meldung gebracht, es sei ein Marsch der Potsdamer Garnison auf Berlin geplant gewesen, um den Feldmarschall zu verhindern, eine Regierung Hitler-Papen- Hilgenberg zu ernennen. Ander« ausländische Blatter haben behauptet, daß dieser Putsch zur Wiederherstellung der Monarchie ausgeführt werden solle. Heute bringen englische Blätter die Mitteilung. daß ich an all diesen Borgängen maßgeblich be- teiligt gewesen sei. Um diese Dinge, soweit sie meine Person betreffen, endgültig klarzustellen, erkläre ich Hiermit folgendes: Der General von Schleicher soll dem Herrn Reichsprästoenten am Sonnabend vergangener, Woche die Gefahren dargestellt haben, die seiner Ansicht noch in der Wiederbetrauung des Herrn von Papen als Reichskanzler lagen. Er soll der Aussassung gewesen sein, daß«ine derartige autoritäre Regierung, die sich lediglich auf ein Zehntel des deutschen Voltes ftußt, eine Kampfansage an die übrigen Ski Proz. de- Volkes bedeute und daß dann unausbleiblich« Verwicklungen und politisch« Kämpfe zu einer Zermürbung Ser Reichswehr und Polizei führen müßten. Mir persönlich wurde in den Tagen von maßgeblicher Seite die Situation so dargestellt, als ob Herr Hitler die Vorschläge des Herrn von Papen zur Bildung einer Regierung Papen» Hugenberg-Hitler nicht akzeptieren würde und daß der Reichspräsident entschlossen sei, noch am Monlag aus Grund der Ablehnung des Herrn Hitler ein autoritäres Kabinett Papen-Hugenberg zu ernennen. In einer derartigen Lösung erblickte ich«ine ungeheure Gefahr für unser Vaterland und glaubte, unter solchen Umständen mit allen zulässi- gen Mitteln, soweit sie in meinen schwachen Kräf- ten standen, daraus hinwirken zu müssen, daß Herr Hitter mit der Kanzlerschaft betraut würde. Ich habe in diesem Sinne mehrere hervorragende Persönlichkeiten der NSDAP, gesprochen und bei der Gelegenheit auch meiner Ausfassung Ausdruck gegeben, daß man Menschen, die den Feldmarschall zu einem Schritt drängen wollten, unter Ausschaltung der VSDAP. ein rein deutsch- nationales Kabinett zu ernennen, am besten verhaften sollte. Ich Hobe auch meiner Meinung Ausdruck gegeben, daß die Armee, wenn sie bei den unausbleiblichen Folgen gegen öü Proz. des Volkes auf- treten müsse, zerrieben wurde, und daß die Armee unter keinen Umständen in eine derartig« Lage gebracht werden dürfe. Aus diesen meinen Unterhaltungen sind un- richtige Schlüsse gezogen worden, die zum Teil so aufgefaßt wurden, als hätte ich die Idee ge- habt, eine Regierungsbildung Hitler-Papen- Hugenberg zu verhindern. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn durch diese meine Unter- hallungen der Entschluß des Reichspräsidenten, Herrn Hitler zum Reichskanzler zu ernennen, g e- fördert worden ist, so ist in der Tat das erreicht worden, was meiner Ueberzeugung nach erreicht werden mußte. Die Regierung des„nationalen Zusam- menschlusses" ist auf alle Fälle unter höchst abenteuerlichen Umständen zustande gekom- men. Es scheint auch bei dieser Gelegenheit etwas südamerikanisch zugegangen zu zu sein. Zuerst spielte man das Gesellschafts- spiel„Wer verhaftet wen?" und dann kon- zentrierte man sich national. Das Ganze aber ist nur«in Ausschnitt aus dem Großfilm „Deutsche Treu e", der schon seit Mo- naten in der Wilhelmstraße gespielt wird. Von GA. ermordet! Eine Frau am Fenster abgeschossen! Duisburg, 3. Februar.(TB1B.) Bei Zusammenstößen am Donnerstag- abend zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten wurde die Ehefrau Struth, die dem Ruf der Nationalsozia- listen„F e n st e r z u" nicht nachgekommen war, durch einen Kopfschuß so schwer verlehl, daß sie kurze Zeil danach im Kran- kenhaus starb. Die Ermittlungen nach den Schuhen find eingeleitet. SA. überfällt Reichsbannerlokal Glogau, 3. Februar. Am Donnerstagabend oerübte eine Nazihorde auf das V e r k e h r s l o k a l des Reichs- b a n n e r s einen Ueberfall. Ein älterer Reichs- bannermann wurde im Derlauf der Aus- «inandersetzungen schwer verletzt. Etwa IS Ml.-Leute zogen gegen 23.45 Uhr an dem Lokal vorbei und trommelten mit Fäusten gegen die Fensterscheiben. Darauf traten mehrere Reichsbannerleuie aus dem Lokal. Sofort fielen die SA.-Leute über dies« her und schlugen mit Schulterriemen. Gummiknüppeln und anderen Schlagwerkzeugen auf sie ein. Ein SA.-Mann gab einen Revolverschuß ab, der jedoch fehlging. Aus den Schuß hin eilten weitere 50 SA.-Leute herbei, um das Lokal zu stürmen. Sie schössen in dys R�ichsbanner-Derkehrswkal. Zehn Per« Haftungen wurden vorgenommen. Rentenwerte abwärts! Neue Rurseinhruche Das allgemeine Mißtrauen der Wirtschast gegen die Hitler-Regierung prägt sich besonders scharf in einem anhaltenden Kursver- fall der festverzinslichen Rentenwerte aus. An der heutigen Börse setzten sich die Kurs- einbrllche der letzten Tage fort Reichsaltbesitz gingen von 66 auf 64!4 zurück. Reichsan- leihen verloren um 2 Proz.(!), Pfandbriese und Kommunalobligationen 1 bis W* Proz. Auch für die schweren Werte scheint man in der Finanzwelt zur Zeit wenig Neigung zu haben. So verloren Siemens u. Holste trotz der 7prozentigen Dividendenertlärung 2V* Proz., Reichsbant gingen aus ISO� gegen 153 und IG.-Farben auf 165. Im Reichsrat hat niemand die Rede Brechts als taktlos und plump empfunden, man hat sich vielmehr über die Eleganz der For- mulierungen, über die Geschicklichkeit, mit der Ablehnung und Skepsis in Formen der Höf- lichtest gekleide) wurden, nicht wenig amü- fiert, und man hat sich auch ein Vergnügen daraus gemacht, Haltung und Mienenspiel des neuen Herrn bei dieser �Ansprache auf sich wi ken zu lassen. Was aber die„Rote Fahne" betrifft, so war sie gestern abend um 11 Uhr für eine Woche verboten, doch wurde das Verbot Plötz- lich zurückgezogen. Wahrscheinlich hat die neue Regierung eingesehen, daß ein Blatt, das sich selbst in dieser Zeit fast aus- schließlich damit beschäftigt, auf d i e S o- zialdemokratie zu schimpfen, in ihrem Sinne nützlich ist und keine Belästi- gung verdient! Hitler-Papen-Hugenberg Einheitslistenpläne der Harzburger Die„Kreuzzeitung", das Organ des Stahthelm, ruft öffentlich nach einheitlichen Kan» didatenlisten der Harzburger Front. Daraus spricht die Furcht oor dem nationassoizia- listischen Bundesgenossen! Hitler hat angekündigt, daß er an der Spitze aller nationais oz ialist i jchen Listen kandidieren werde. Wenn Hugenberg aus Sorge vor völliger Erledigung in einer Einheitsliste unterkriechen will, so muh er sich also der Führung Hitter? unterordnen! Eine solche Einheitsliste wäre im übrigen nur Berlin bleibt rotl alles in den Lustgarten l zu begrüßen! Da Herr von Papen aud) tans didieren will, so würde sich die folgende Lifte ergeben: Hitler- Bapen- Hugenberg. Kann es eine bessere Illustration für den großtapitalistischen Charakter des Systems HitlerBapen geben? Der Reichsfeind Novemberverbrecher Zentrum Das Zentrum hat beim Reichspräsidenten gegen die Begründung der Auflösungsorder protestiert und festgestellt, daß mit ihm überhaupt nicht verhandelt worden sei. Die nationalsozialistische Agitation wird in voller Schärfe gegen das Zentrum gerichtet. Der ,, Westdeutsche Beobachter", das Blatt des Reichsorganisationsleiters Robert Ley, schreit los: „ Gegen die Novemberverbrecher von kaas bis Thälmann!" Nach diesem Wahlschrei geht es weiter: ,, Es wirkte belustigend, noch am Mittwochabend Herren vom Zentrum sich in der Rolle des Shylock wohlfühlen zu sehen. Nach alter Gewohnheit glaubten sie, auf dem Wege des Kuhhandels der Buße für ihre bisherige Politik entgegen zu können und die Inangriffnahme des Neubaues des deutschen Reiches dadurch verhindern zu fönnen, daß sie sich als Ballast an den Staatswagen anhängen. Diese Erpressergelüfte der frommen Herren find absolut mißlungen und es ist festzustellen, daß das sonst so fluge Zentrum in diesem Falle absolut versagte." Dann wird getobt gegen den Reichsfeind", gegen den verfluchten schwarzroten Geist der Niedertracht und Zerstörung": „ Aber das neue Deutschland fennt seinen Feind! 60 Jahre hat die Zentrumspartei ihre 3ersehungsarbeit am deutschen Nationalgedanten mit Erfolg durchführen können. Jeht ist die Stunde der Bergeltung gekommen." Das ist ein authentischer Kommentar zum Aufruf der Regierung Hitler- Papen! Nopemberverbrecher ist alles, was nicht zu Hitler- PapenHugenberg gehört. Gie melden sich! Protest gegen Selbstbeschimpfung In der Morgenausgabe des„ Norwärts" wurde festgestellt, daß der Aufruf der Regierung eine niedliche Selbstbeschimpfung der in ihr vertretenen Deutschnationalen, des Vizetanzlers von Papen usw. enthält. Der Aufruf behauptet, daß in den vierzehn vorausgegangenen Jahren das deutsche Volt nichts als ruiniert worden wäre, was ja dann auch auf die drei Regierungsjahre der Deutschnationalen, auf die sechs Monate Baronsregierung, auf, das Rechtsfabinett Cuno usw. zutrifft. Es sei aber hervorgehoben, daß wenigstens ein Rechtsblatt soviel Intelligenz aufgebracht hat, diese Selbstbeschimpfung zu empfinden. Die schmerindustrielle ,, DAZ." schreibt: Das absprechende Pauschalurteil über alles, was seit dem 9. November 1918 in Deutschland geschehen ist und gearbeitet wurde, entspricht unferer Ueberzeugung nicht. Wir stellett, das nicht nur deswegen jeft, well jahrelang auch die Deutschnationalen an der Reichsregierung beteiligt waren, weil es u. a. einmal ein Kabinett des nationalen Widerstandes unter Dr. Cuno gegeben hat, sondern vor allem, weil die große Ceistung der erdrückenden Mehrheit des deutschen Berufsbeamtenfums, von der Leiffung des Unternehmers und Arbeiters sowie des Mittelstandes abgesehen, mit dieser verallgemeinernden kritik weit unterschäht wird. Armer Hitler! Wie soll das erst werden, wenn all die Redensarten, die er sonst widerspruchsios in ein begeisterungstaumelndes Publikum hineinzudonnern pflegte, unter die fritische Lupe genommen werden! Arbeit in UGA. Die Pläne Roosevelts Eigener Bericht des Vorwärts" New York, 3. Februar. Roosevelt hat über sein Arbeitsbeschaf fungsprogramm einige Andeutungen ge= macht. Zur Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Stadt und Land sollen vor allem Auf= forstungen in Angriff genommen werden. Ferner will man etwa 70 000 Arbeitsloje beim Bau von großen Flutbeden beschäftigen. Roosevelts Pläne sollen zunächst in Tennessee ausprobiert und dann auf das übrige Amerika ausgedehnt werden. Den Posten des Außenministers hat Roosevelt dem Senator hull angeboten Dieser hat das Angebot angenommen. Proteststreif in Lübeck Gewaltige Arbeiterkundgebung gegen Naziterror und Justizwillkür Eigener Bericht des„ Vorwärts" Lübeck, 3. Februar. Der Proteststreik der Lübecker Arbeiterschaft gegen den Naziterror und gegen die Verhaftung des sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Leber ist heute bormittag 11 Uhr nach der Parole der Eisernen Front roft los durchge führt worden. Sämtliche Betriebe haben sich dem Proteststreit angeschlossen. Die Straßenbahnen, die Eisenbahnwerkstätte, die Großbetriebe und der Hafen wurden restlos stillgelegt. Ein Streifbruchversuch ist nirgends unter nommen worden. Die Die kommunistischen Gegenparolen sind wirkungslos verpufft. Die Stadt wurde nach 11 Uhr von ungeheuren Menschenmassen überflutet. Zu Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Genosse Leber, der bei einem SA.Ueberfall durch einen Messerstich ins bigny Gesicht verlegt wurde, wird von den Lübecker Justizbehörden i immer noch in Saft gehalten! Gegen die National sozialisten, die ihn verfolgt und über fallen haben, ist zwar ein Strafverfahren eingeleitet worden, aber feiner von ihnen ist verhaftet worden! Die Empörung der Lübecker Arbeiterschaft über dies zweierlei Recht wächst von Stunde zu Stunde! Ein SA.- Führer Der Mörder von Potempa Die Nationalsozialisten haben einen der fünj megen des Mordes von Potempa Berurteilten, den SA. Führer Graupner, als Bollstrecker eines Bolksurteils" gegen den fommunistischen Arbeiter Pietrzuch gefeiert, der ehemals polnischer Insurgent gewesen sei. Von sozialdemokratischer Seite wurde nun gesagt, daß vielmehr Gräupner als polnischer Insurgent bezeichnet werden müsse. Gräupasllovaino Nazi fammeln in eigene Tajche Merkwürdige Deutschland- Retter Ein nettes Nazipaat ftand am Freitagmorgen vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte unter Anklage des Betruges, der schweren Urkundenfälschung und der Unterschlagung. Einer von den beiden, der 27jährige Heinrich 3 adeŋ, ist vielfach vorbestraft wegen Beiruges, Unterschlagung, Diebstahl und Urkundenfälschung, der andere, der 29jährige Heinrich Schulz, nur" wegen fortgefehten Befruges und Urkundenfälschung einmal zu fechs Monaten Gefängnis verurteilt. Als Mitglieder der NSDAP. hatte sie mif Sammellisten die Häuser abzuklappern und ließen einen Teil der Gelder in die eigene Tasche wandern. Und zwar unter folgenden Umständen: Jaden hatte soeben in der Nähe von Hamburg ein Jahr Gefängnis verbüßt, weil er während des Bolksbegehrens angeblich für die NSDAP. Gelder gesammelt und für sich verwandt hatte. Er tam nach Berlin, suchte Schulz auf, den er von früher her fannte und der feit 1930 Mitglied der NSDAP. mar. Schulz war gegen feine nationalsozialistischen Parteigenoffen außerordentlich erbiffert, er befand sich in größter Not; tonnte aber nicht feine Außenstände bei den Bg.s eintreiben, u. a. auch nicht bei einem SS.- Führer, obgleich er ber Parteileitung bereits die Unterlagen eingereicht hatte. Also beschloß er, sich mit Hilfe der grünen Sammellisten schadlos zu halten. Jackey half ihm Frank II gegen Hugenberg Wüste Drohungen gegen den ,, Vorwärts" Gestern sprach in einer Bersammlung der Nazi studenten in der Universität der Reichstagsabgeordnete Frant II über, itler als Reich sfanzler". Frant, der stolz mitteilte, er täme gerade aus einer Besprechung mit Hitler, fagte fein Wort über den Inhalt des Hitlerschen Vierjahresplans. Dafür wandte er sich recht scharf gegen die Regierungsgenossen aus dem deutsch nationalen Lager. Es sei nicht etwa der Wille der NSDAP. ,, stabile Regierungsverhältnisse im Sinne der Weimarer Verfaffung zu schaffen". Hiller wolle die ausschließliche Macht. In diesem Kampf werde man sich auch nicht durch Leute beeinflussen lassen, die dauernd den Nazis die„ Einstellung des Bruderkampfes empfehlen. Das Bürgertum, das heute dem Führer die Hände schüttele, habe 1918 Deutschland an den Margismus verraten. Wir sind legal", so ertlärte Frant II, aber die Voraussetzungen sind heute ganz andere als 1919, wo die Verfassung geschaffen wurde" Damals gab es noch keine bolichemistische Gefahr heute müsse und werde der Nationalsozialismus das asiatische Untermenschentum aus seinen Schlupfminkeln ver treiben und vernichten. Davon werde man sich durch kein liberales Rechtsempfinden abhalten lassen. Trotz des jüngsten Erfolges war Herr Frank der Treue seiner Anhänger nicht ganz sicher. Er ermahnte sein nationalsozialistisches Bublifum mehrfach, Adolf Hitler die Treue zu halten, da der Führer sich unter fein Joch gebeugt habe oder beugen werde. Seine Furcht vor der Abwehraktion der Eisernen Front suchte er hinter wüsten Drohun gen und Beschimpfungen zu verbergen. Man werde alle Machtmittel des Staates und wenn es sein müßte die SA. und SS gegen fie einfeßen. dabei, indem er zu diesem Zwed den Ausweis eines NSDAP.- Mitgliedes benugte, den ihm dieser für jeden Fall zur Verfügung gestellt hatte. In einer Woche tonnie jeder von ihnen die erfledliche Summe von etwa 87 M. einstecken. Jacken, von dem Erfolg beflügelt, schickte im April v. J. an das Braune Haus in München eine Beitrittserklärung. Der Parteifunktionär fuchte ihn daraufhin in Berlin auf. Der vielfach vorbestrafte Jaden wurde tatsächlich eingeschriebenes Mitglied der Nalionalsozialistischen Partei und erhielt auch fofort Sammeliffen. Er betrieb das Sammeln gemeinsam mit Schulz. Auch diesmal ließen sie 45 M. in die eigene Tasche wandern. Da ihnen die Sache aber zu gefährlich schien, bestellten sie in einer Druckerei ner habe als Mitglied des deutschen Selbstschuzes für Oberschlesien Verrätereien verübt, sei dann aus Furcht, daß sie an den Tag tommen könnten, ins polnische Lager übergegangen und habe mit der Waffe gegen die Deutschen gefämpft. Mit den französischen Truppen sei er, als sie OberSchlesien verließen, geflohen und habe dann zehn Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient. Dort habe er sich schwer strafbar gemacht, sei geflohen und wieder nach Oberschlesien als SA.Mann zurückgefehrt. Diese Mitteilungen werden nun voll be stätigt. Graupner führt nämlich vor dem Landgericht in Beuthen einen Prozeß, in dem er die Ehelichkeit mehrerer feiner Kinder be streiten will. Zum Beweis für seine Forderung machte er geltend, daß er seinerzeit mit den Fran30sen Oberschlesien verlassen und zehn Jahre lang in der Fremdenlegion gedient habe; er könne also nicht der Bater der inzwischen geborenen Rinder sein. Damit ist also das bewiesen, was die Nationalsozialisten bisher leidenschaftlich bestritten hatten! Wallstraße heimfehrten, und Kommunisten an der Ede Bismard- und Wilmersdorfer Straße zu einer schweren Schlägerei. Ein Polizeibeamter des Begleitkommandos ist angeblich von den Kommu nisten beschossen worden. Der Beamte feuerte daraufhin einige Schreckschüffe ab. Berlegt wurde niemand. Insgesamt sind in der letzten Nacht 18 Festnahmen erfolgt. Der größte Teil der Festgenommenen ist jedoch aus dem Polizeipräfi dium wieder freigelassen worden. Die blutigen Vorgänge in den legten 48 Stun den hatten das Kommando der Berliner Schutzpolizef zu besonderen Ueberwachungs. maßnahmen in der letzten Nacht Beranlassung gegeben. Zahlreiche Schupopatrouillen durchstreiften alle Stadtgegenden und in einigen Fällen gelang es, Schlägereien zwischen Links und Rechtsradikalen im Reime zu ersticken. Rufund Anjehen Berlins als Fremdenstadt müssen unfehlbar zugrunde gehen, wenn es nicht gelingt, die hemmungs- und disziplinlosen SA.- Leute energisch in ihre Schranken zu weisen. ähnliche Sammelliſten. Der Sohn des Druders Bayern?- Nicht in die Hand! mar aber zufällig gleichfalls Mitglied der NSDAP. Man fragte in der Hedemannstraße an, und als Schulz tam, um die Listen abzu holen, murde er von mehreren Herren aus ber Hebemannstraße in Empfang genommen. Jaden mußte die NSDAP verlassen, Schulz, der dem Gau eine Zeffion auf seine Außenstände gab, wurde gestattet, ir der Partei zu bleiben. Das Gericht verurteilte Jackey zu einem Jahr Gefängnis und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von drei Jahren, Schulz zu 6 Wochen Gefängnis. Sprache des„ Borwärts". Mit den Leuten dieses Blattes fönne man nicht anders als ,, mit der Peitsche in der Hand" sprechen. Als außenpolitisches Ziel der Hitler Regierung bezeichnete Frant ein Bündnis mit Stalien gegen Frankreich. Eine Aufforderung zu weiteren Hochschulfrawallen war sein Appell an die Nazistudenten, alle Fälle Cohn" zu bereinigen". Im übrigen bewies die Versammlung deutlich den Zerfall des Hitlerschen Studentenbundes an der Universität Obwohl die Nazis noch vor: mittags in der Universität durch Sprechchöre zum Besuch der Versammlung aufgefordert hatten, waren nur 70 Studenten erschienen, die durch demonstrativen Beifall die Stellen feiner Rede unterstrichen, in denen er sich gegen das Bürgertum wandte, das glaube die HitlerBewegung für seine Zwecke einspannen zu fönnen. Wenn sich in absehbarer Zeit noch deutlicher als bisher herausstellen wird, daß in der neuen Regierung der Führer" der Geführte ist, daß den Kurs Bapen und Hugenberg bestimmen, werden, das bewies die Stimmung der Versamm fung, alle Aufrufe zur Treue gegen Hitler nichts helfen. SA. im nächtlichen Berlin Polizei auf dem Posten Die letzte Nacht ist in Berlin verhältnismäßig rubig verlaufen. Trotzdem muß der objektive Beobachter feststellen, daß es immer wieder die Nationalsozialisten sind, die Unficherheit in das öffentliche Leben hineintragen und Ruhe und Ordnung gefährden. Haben es doch vier SA. Ceute fertig bekommen, in der vergangenen Nacht am Landsberger Plat über einen Passanten herzufallen und ihn zu Boden zu fchlagen. Die braunen Wegelagerer wurden festgenommen. Auch in Charlottenburg fam es am Donnerstagabend gegen 10 Uhr zwischen SA.. Bejonders angetan hatte es ihm die energische Leuten, die von der Demonstration" in ber Lob des preußischen Strafvollzugs Bor, dem Schöffengericht BerlinMitte hatten fich auf Grund einer Selbstbezichti gung megen Diebstahls, und Hehlerei der Hausdiener Mar Burger und der Bäcker Preßlein zu verantworten. Burger und Breßlein sind alte Berbrecher, Burger 26mal. Breßlein 18mal vorbestraft. Beide find bereits ausnahmslos mit allen Strafanstalten Deutschlands befannt geworden. Auf die Frage, warum fie sich des Diebstahls und der Hehlerei von zwei Fahrrädern selbst bezichtigt hätten, ertiärten beide, daß sie sich selbst bezichtigt hätten, um zu verhindern, daß sie in Bayern auf Grund von begangenen Straftaten abgeurteilt würden. Sie hätten die Erfahrung gemacht, daß in bayerischen Gefängnissen die Berpflegung so miserabel sei und daß die bayerischen Gefängnisse mit den preußischen Zuchthäusern gar feinen Bergleich aushielten. Sie wollten nie wieder in bayerischen Strafanstalten, sondern in Preußen ihre Strafs taten verbüßen. Auf Grund der Selbstbezichtigung blieb dem Gericht tatsächlich nichts anderes übrig, als den beiden Einbrechern den Gefallen zu erweisen. Burger wurde zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus, Breßlein zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Eisenwerk niedergebrannt Karlsruhe, 3. Februar. Die Stadt andern wurde in den frühen Morgenstunden des Freitag von einem Großfeuer heimgesucht, das großen Schaden anrichtete. Gegen 3 Uhr brach in dem Fabrikgebäude des Eisenwertes Kandern ein Feuer aus, das sich sehr schnell zu einem Großfeuer entwidelte und die Gießerei. Schlosserei, Fore merei, Büroräume usw. vollkommen zer= störte. Nur das Lager fonnte gerettet werden. Etwa 100 Arbeiter sind über Nacht brotlos geworden. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Mart. Da am Sonntag bereits schon einmal ein Brand ausbrach, vermutet man Brandstiftung. Polizei im RGO.- Haus Beamte der politischen Abteilung des Polizeipräsidiums haben heute vormittag furz vor 11 Uhr das Haus der RGO.( Revolutionäre Gewerkschaftsopposition) in der Münzstraße 24 zum Zwede einer Durchsuchung bejezt. Die Aktion ist bei Redaktionsfchluß noch im Gange. bd3um Kultusminister geeignet... bim Heldenpapa Rust möchte gern Minister werden In der Reihe der Naziführer, die jetzt in Amt und Würden klettern sollen, wurde in den letzten Tagen wiederholt Bernhard Rust, der Gautleiter der NSDAP. für Hannover genannt. Warum gerade Rust? Weil er früher einmal Studienrat war? Daraus fann man aber teine Qualififationen für den Posten eines Kultusministers herleiten, denn er selbst hatte sein Pensionie rungsgesuch eingereicht mit der Begründung, ,, daß ihn seine geistige Konstellation nicht mehr zum Lehrer geeignet sein lasse". Woher will Herr Rust nun plötzlich die geistige Konstellation haben, einen Ministerposten ausfüllen zu können? Jedenfalls hält er sich selber für einen Ministerposten qualifiziert, denn er hat nicht zum erstenmal versucht, hineinzuflettern. Es scheint ja faſt so, als ob es ihm auch diesmal vorbeigelungen ist, denn nachdem die Nazizeitungen größere Bilder und Artikel über den Kultusminister Bernhard Rust brachten, sind sie in den letzten zwei Tagen schon wieder merkwürdig still geworden. Wir wollen trotzdem zeigen, wer Herr Rust ist und damit zugleich beweisen, welche Figuren dem deutschen Volk von der Nationalsozialistischen Partei beschert werden! Als die Nationalsozialisten sich in die Regie rungssessel von Braunschweig schwangen, war Herr Rust Anwärter auf einen Ministerposten. Als er es nicht wurde, ritt er gegen seinen Konturrenten Dr. Franzen heftige Attacken und mit allerlei fleinen Mittelchen hat er dann auch jeine Abjegung erreicht. Er fuhr damals zu diesem 3wed jogar nach München. Als Dr. Franzen beseitigt war, stand wieder die Kandidatur Bernhard Rust im Vordergrund. Er konnte aber doch nicht auf dem Ministerseffel Plaz nehmen, meil in zwischen von ihm nette Sachen herumerzählt wurden. Dieser teutsche Mann wurde in Hannover selbst in den Kreisen der NSDAP. mit demselben Spitznamen bedacht, den der„ Volkswille", Hannover, 1930 für ihn festlegte:„ Seldenvater Rust". 1914 war er zum Heeresdienst eingezogen und wurde Führer des 2. Zuges der Kompagnie Grasemann des Regiments 79 aus Hildes: heim. Als eines Tages eine Offizierspatrouille ausgesandt werden sollte, wurde Leutnant Rust zum Führer bestimmt. Rust kam schon in der Nacht ohne seine Leute zurüd. Kompagnieführer Grasemann war darüber so erregt. daß er ihm sagte:„ Ich werde Sie vor ein Kriegsgericht stellen lassen." Als die Patrouille zurückkehrte, wurde festgestellt, daß fie von Rust nicht, gegen den Kriegsgegner, sondern gegen ein bayerisches Regiment geführt worden war. Seine Genialität zum Führer hat er dann noch einmal bewiesen, indem er durch vollkommen falsche Führung eine Kompagnie in das Feuer Der eigenen Artillerie hezte. Als alles panifartig flüchtete, griff ein kleiner Feldwebel ein und gab die notwendigen Befehle, während der Leutnant Rust verschwunden war und erst nach 5 Stunden langsam wieder angetrottelt fam Ende September 1914 hat Rust für besondere Verdienste Rassenkreuzung und Leistung Vortrag Prof. Eugen Fischers Die Nationalsozialisten wollen bekanntlich das deutsche Volk ,, aufnorden". Es ist wiederholt die Einrichtung von Raffeämtern und sogar von menschlichen Zuchtgestüten empfohlen worden. Was nicht nordisch ist, gilt als minderwertig; in der Rassenmischung sieht man den Grund aller lebel, weswegen denn auch Marristen gerne als ,, Untermenschen“ und„ Bastarde" bezeichnet werden. Im Harnack- Haus in Dahlem sprach der Direktor des Instituts für Anthropologie, Profeffor Eugen Fischer, über Raffentreu zung und geistige Leiſtung" Die nüchternen Tatsachenfeststellungen des gewiß fachverständigen Forschers enthielten eine pernichtende Biderlegung der völkischen Theorie, die ihre Phantafieprodufte zu Un recht als Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchung ausgibt. Die Hochfulturen auf der ganzen Grde sind nicht von reinen Rassen geschaffen worden. Gerade umgekehrt ist die Rassenkreuzung der wichtigste Faftor für ihre Entstehung. Selbst die Japaner sind ebensowenig rasserein wie die anderen Gruppen der Kulturvölker. Die Kulturgeschichte der Menschheit bedeutet zugleich die Ge schichte der Rassenkreuzung. Das gilt auch für die nordische Rasse. Wo sie am reinsten vertreten war oder ist, sind keineswegs die höchsten Leistungen erzielt worden. Das wies der Vortragende im einzelnen für das deutsche Kulturgebiet nach. Die erdrückende Mehrzahl der deutschen Musiker, Maler, Dichter und Denker entstammen den mitteldeutschen Gebieten wo sich nordische, alpine und dinarische Rasseelemente am stärksten gemischt haben. Von Rassereinheit keine Rede. Im übrigen zeigte Fischer, daß die Forschung noch weit davon entfernt it, ons Problem der Raffenkreuzung gelöst zu haben. So ist es schwer zu entscheiden, was bei dem Ergebnis einer Kreuzung auf wirkliche biologische Borgänge zurückzuführen ist und was lediglich Einfluß der Umwelt, der Tradition oder Erziehung und der Ausdruck von Vorurteilen ist. Ein besonderes Broblem bildet die Mischung sehr verschiedener Raffen, etwa eines Europäers mit einem Reger. Die vor allem bei Europäern der Kolonialländern weit verbreitete Ansicht, daß solche Mischlinge immer geistig und moralisch schlechter seien als beide Elternrassen, ist ficherlich falsch. Untersuchungen amerikanischer Forscher an Negern, Mulatten und Weißen gleicher sozialer Schichtung auf Jamaica haben ergeben, daß die Mischlinge in ihrer geistigen Leistungsfähigkeit ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Rassen stehen. Selbst aus der Kreuzung dieser so verschiedenen Rassen können mitunter hervorragend begabte Menschen hervor gehen. Mischlinge zwischen Weißen und Negern waren die Franzosen Dumas Vater und Sohn und der große russische Dichter Puschkin. Der Kuß vor dem Spiegel fei 100 000mal größer als die von der heutigen Theater in der Stresemannstraße Da sie ihn betrogen hat, erschießt er sie. Da er ein Ehrenmann ist, seht sich der Freund, der be= rühmte Advokat, für den Mörder ein. Der Verteidiger tut es um so lieber, als er seine hübsche Gattin bei der gleichen Sünde überrascht. Der Fall des Mörders und des Verteidigers ist infofern auch gleichartig, als die verbrecherische Eva jedesmal vor dem Spiegel entlarot wird. Und nun sind die beiden Leidensbrüder gleich unglüdlich. In der Gerichtsverhandlung und in der Kerkerzelle wird es offenbar. Beinahe hätte der Advokat im Angesicht der Geschworenen die ihm zukommende Rache vollzogen. Er tut es nicht, gemarni durch höhere Eingebung. Doch er jagt technischen Wissenschaft in der Spannung zwischen Molekülen und Atomen errechnete. Mit unge= heurer Geschwindigkeit könnten Flugzeuge in der Stratosphäre unter Ausnugung der fosmischen Strahlung getrieben werden. Besonders wichtig sei aber auch die Ausnutzung der Strahlung zur Gewinnung des Lichtes. Wenn es erst einmal gelungen sein würde, drei Tropfen Wasser beispielsweise in fosmische Strahlung umzuwandeln, so würde man damit genügend Energie gewinnen, um die Stadt Washington eine Woche lang eleftrisch zu beleuchten. Die Energiegewinnung aus Kohle dürfte schon im Ende dieses Jahrhunderts bereits völlig der Vergangenheit angehören. ftellen Yamada und Konoŋe, die Komponisten, sind in dem Bemühen, das volkstümliche Melos ihrer Heimat mit den Mitteln europäischer Kunst zu vereinen, etwa mit Grieg gleichzusehen. Von bandishu 9 sib den Terten verstand man fein Wort und verstand fie doch: eingehüllt in die kultivierte Zartheit des Ostens, leuchteten die ewigen Gegenstände aller Lyrik aus den sehr eigenwilligen melancholischen Melodien. das Eiserne Kreuz erhalten. Rust sollte damals in der Nähe des Dorfes Hendecourt eine Patrouille führen. Er hatte sich dabei mit einer Unteroffizierspatrouille zu treffen. Wer natürlich nicht da mar, mar Rust. Als sich die Unteroffizierspatrouille aufmachte, den Leutnant zu suchen, ertönte es plöglich:„ Halt, wer da?" Die Rustsche Patrouille zeigte Mut", indem sie der deutschen Unteroffizierspatrouille die Mündung der Gewehre vorhielt. Rust ließ durch die Untecoffizierspatrouille den Rückzug für sich decken. Dafür hat er dann das Eiserne Kreuz erhalten. Er schrieb damals seinem Sohn:„ Ich habe heute unter dem Donner der Geschütze das Eiserne Kreuz erhalten. Dein Heldenvater.". Noch schöner ist die Geschichte, wie Rust seinen jogenannten Kopfschuß erhielt. Rust war zun: Bataillonsadjudanten ernannt, als er sich einmal in der Schreibstube des Feldwebels aufhielt, nahm der Franzmann das Dorf etwas unter Feuer. Rust, der große Kriegsheld, sprang wie wild umher und schließlich zum Schreibstubenfenster hinaus. Dabei sprang er mit seinem Kopf gegen den Fensterrahmen, verletzte sich und mußte sich in die nächste Verbandsstelle bringen lassen. Dem Bataillon wurde gemeldet, daß Rust einen Kopfschuß bekomen habe. Als der„ Volkswille" in Hannover diese Dinge im Septembermahlgang 1930 veröffentlichte, forderte er Rust auf, Klage zu erheben, wenn das Material nicht stimmen sollte. Bernhard Rust hat bis heute überhaupt nicht reagiert. Jubel", so sagt sie, sei am Blaze. Durch Adele Sandrod, die in Intervallen den Mittelpunkt der Darstellung bildet, wird dem Film jegliche nationalistische Tendenz genommen; was neben den marinetechnischen Darbietungen bleibt, das ist das Hohelied vor allem auf echte Kameradschaft und auf soldatische Leistung. Rudolf Forster, als Unterseebootskommandant Liers, spielt wie einer vom Fach. Fach. Nicht minder glänzend Westermeier, versehen Paul Friedrich Gnaß und Franz Nitlisch ihre Rollen. Eduard von Winterstein enttäuscht; Adele Sandrod aber bietet eine Meisterleistung. Die musikalische Untermalung bietet nichts Außergewöhnliches; hingegen perdient das Vorspiel unter Leitung von Helmuth Thierfelder uneingeschränktes Lob; es ist zur anfrei von jeder friegsgenehmen Ueberraschung hegerischen Nöte. Manuskript: Gerhardt Menzel, Regie: Neidi. Dr Helmut Klotz. Mit 25 verbraucht Stenotypistinnen- Los Auf dem Beruf der Stenotypistin lastet die Krisenzeit schmer; aber noch immer drängt sich die schulentlassene weibliche Jugend zu ihm, heute sogar lebhafter als je. Vor allem sind es Absolven tinnen höherer Lehranstalten, die in ihm vielfach eine„ standesgemäße" Beschäftigung sehen. Eine kleine Ahnung von den Schwierigkeiten im Stenotypistinnenberuf vermittelte die Unterhaltung, die Margarete Bater mit vier jungen Mädchen unter dem Titel 3um Ditta t" in der Berliner Funtstunde führte. Die jungen Sprecherinnen erzählten von den Verhältnissen, die sie in ihrem Beruf angetroffen haben, mit erfeulicher Natürlichkeit. Man hörte von den zahllosen Anforde= rungen, denen heute die Stenotypistin genügen muß, wenn sie überhaupt noch auf Beschäftigung hoffen will. Unter ihnen spielt die stetige Be reitschaft zu unbezahlten Ueberstunden eine wichtige Rolle. Mit 25 Jahren gilt die Stenotypistin schon als alt ,,, verbraucht", trotzdem jedoch bemüht man sich, mit Hilfe aller möglichen technischen Einrichtungen aus ihr ein noch immer gesteigertes Arbeitstempo herauszupreffen. So hat man jezt Anschlagszähler erfunden, mit deren Hilfe man die Stundenleistung der Stenotypistin genau fontrollieren fann. Auf allen beinahe lastet heute die stete Furcht vor Arbeitslosigkeit, und diese Furcht ist der Nährboden für Neid, Unkollegialität und gegentilige Anfeindie Sünderin zum Teufel. Mit schweren Gedanken ,, Morgenrot", der U- Boots- Film bungen im Geschäftsbetrieb. begleiten der Advokat und Klient die Tatsache, daß der Mörder der Gattin freigesprochen und der geprüfte Gatte stets an die Grenze der Verrüdtheit gelangen mird. Das Stück Fodors ist häßlich, verlogen, geschraubt, nicht einmal spannend. Der bösartig dumme Dialog verleitet die Hauptpersonen, Ernst Deutsch, Margarete Melzer und Otto Brefin zu Dorfintflutlichem Bathos. Das murde gemerkt, aber nicht getadelt, weil die nachsichtigen Bremierenprotektoren entschlossen waren, den um ihre Eristenz fämpfenden Künstlern uneingeschränkte Freude und Förderung zu sichern. m h. Kosmische Strahlung als Kraftquelle. Professor Picard erklärte in seinem ersten amerikanischen Vortrag vor der Geographischen Gesellschaft in Washington, daß der wissenschaftlichen Forschung die Ausnußbarkeit der tosmischen Strahlung für Die technische Energie die Zukunft gehöre. Energie einer Meßeinheit fosmischer Strahlung Ufa- Palast am Zoo Am 2. Februar startete unter Anwesenheit zahlreicher Offiziere der Reichsmarine und der Reichswehr der Unterseebootstonfilm der Ufa ,, Morgenrot". Um es vormeg zu nehmen: die Technik und die Taktik des U- Bootskrieges, die U- Bootsabwehr durch Fallen und Zerstörer, das wie jeder bekennen alles ist mit Sorgfalt und wird, der dabei mar mit Bollendung dargestellt. Die besondere Note des U- Bootslebens ist getroffen. Weniger vollendet aber ist und nicht sympathisch berührt die füßliche Romantik, mittels der der Ernst des Films mundgerecht und leichter verOb es wohl Absicht ist, daulich gemacht wird. daß jedes Mal, wenn das Publikum auf der Bühne( und in der Première!) ob der Erfolge ,, unserer Helden" in Begeisterung ausbricht, die alte Adele Sandrod mahnend sich wendet und von der anderen Seite der Front und des Krieges spricht? Kein Stolz und fein Leider war von den Gehältern in diesem Gespräch nicht die Rede und das entwertete die sonit gutgeleitete und aufschlußreich geführte Unterhal tung außerordentlich. Aus dem zögernden„ Na ja!", mit dem die Suggestivfrage:„ Dann also entschädigt die Freude an der Arbeit Sie für die geringe Bezahlung?" beantwortet wurde, ergab sich deutlich genug, wie es damit steht. Für Frau Bater aber war es mit dieser Antwort erledigt. Konzertskizzen <-lz. Am Podium steht eine kleine zierliche, ganz entzückende Japanerin, Hatsue Yuasa heißt sie, und singt Caccini, Schumann, Brahms. Singt italienische Arien und deutsche Lieder mit erstaunlich vollkommener Beherrschung des Musikalischen und des Stimmaterials. Singt endlich moderne japanische Lieder, die freilich eine Kreuzung europäischer Mufit und japanischen Stilmillens darElena Gerhardt, berühmte Sängerin von einst, opfert Brahms, dem Konzertheiligen des Jahres. Und wie es viele, vielzuviele Sängerinnen gibt, die fingen, die Melodien produzieren können, ohne daß der Geist die Töne bände hier ist eine, die Gesang naturgemäß mehr symbolisiert als ausführt; und das Werk doch hinstellt und vom Geistigen her lebendiger macht als alle jene anderen. Eine neue Kammermusikvereinigung stellt sich vor: etwas anspruchsvoll nennen sich die Herren Meinhardt, Jann und Liebermann ,, Berliner Trio". Vorläufig sind sie für Berlin nicht sehr repräsentativ. Sie spielen nicht sehr rein und nicht sehr rhythmisch, nicht differenziert und ohne Plastik, sie spielen schlecht und recht und haben in der hohen Kunst des Zusammenspielens noch alles zu lernen.d Bei Busch und seinem Quartett können sie's lernen. Die beendeten ihren diesjährigen Kammermusikzyklus, in dem sie sich in Klarheit und Subilität, in Präzision des Zusammenspiels und musikalische Gestaltung als beste deutsche Quartettvereinigung wiederbestätigten. A. W. 99 Es ist ja alles Komödie', Capitol Nachdem vorerst in der Wochenschau das ganze Theater von dem Lärm der Friedericus- RegMärsche gedröhnt hat, erflingt als gern hingenommene Entspannung ,, Es ist ja alles Komödie", der Hauptschlager des Films Der große Bluff". Nach einem Theaterſtüd gemacht, ist der Film so gefaßt, daß er seinem Titel Ehre macht. Schlecht, außerordentlich schlecht geht es heute den Schauspielern. Um zu einer Rolle zu kommen, noch dazu einer im Film, muß man schon sein eigener Reflamechef und Manager sein. Und das versteht ein stellungsloser Schauspieler, der sich als gefürchteter Einbrecher ausgibt, um den Napoleon der Unterwelt spielen zu können. Nachdem das Publikum durch alle Szenen genasführt ist, kommt die Aufflärung, und der Filmdirektor trägt schwer an dem Bewußtsein, daß er es nicht mit einem richtigen Schwerverbrecher zu tun hatte. Georg Jacobys Regie ist wie Franz Grothes Musik zud, zuc, zuc, im Tempo unserer Zeit. Die Handlung spielt zum guten Teil im Tonfilmatelier und die Leute vom Bau haben reichlich Gelegenheit, sich selbst ,, durch den Katao zu ziehen". Glänzend ist Harald Baulfen, als der tesse, schwindelnde Schauspieler, voller Rhyth mus. Und dann Otto Ballburg als Filmgewaltiger! Er photographiert die Birtlichkeit mit Gesten. Paul Hörbiger spielt mit dem nötigen Schuß Ueberlegenheit den Schwerverbrecher und Hugo Fischer Röppe ist mit dem nötigen Zusatz von Humor der Kriminalfommissar. Die totgefagte Betty Amann und Lee Parry) geben dem Film die schöne Note. Vor dem Film musizieren Franz Grothe, die fünf Songs und die Kapelle Ostar Joost in einer auf Klamauf eingestellten vorgetäuschten Tonfilmaufnahme. e. b. Galsworthys Nobelpreis als Stiftung. Der verstorbene englische Schriftsteller John Gals worthy hat den Betrag des Nobelpreises für 1932 in der Höhe von etwa 140 000 Mart dem Penclub vermacht. Er war Vorsitzender des Penclubs, einer Vereinigung von Schriftstellern, die in der ganzen Welt verbreitet ist. Da in den letzten Angaben sein Einkommen jährlich mindestens 200 000 Mart, häufig aber über 400 000 Mark betrug, fonnte er sich diese Geste leisten. A ,, Neue Formen für Arbeiterfeste", nennt sich die Veranstaltung des Berliner Volkschors, die Freitag, 8 Uhr, im Saalbau Friedrichshain stattfindet. Sie verdient höchstes Interesse der gesamten Arbeiterschaft. Tegt und Musit, Musik und Bewegung werden zusammenwirken, um das Wollen des Arbeiters in dieser Zeit zum Ausdruck zu bringen. Karten zu 60 Pf.( Arbeitslose und Jugendliche 25 Pf.) bei Diez, im DAS. und an der Abendkasse. Maria Rajdl wurde für die Spielzeit 1933/34 an die Städtische Oper verpflichtet. Edwin Fischer wird im V. Konzert der Volksbühne am Sonntagmittag 11.30 Uhr im Theater am Bülowplaz Beethovens Sonaten C- Moll( Pathetique), CisMoll( Mondscheinsonate) und F- Moll( Appassionata) zum Vortrag bringen. über Museumsführungen. Sonntag, 10 Uhr: Dr. Müller Altägyptische Denkmäler" im Neuen Museum, 10 Uhr: Dr. Schmidt über„ Die islamische Kunſtabteiim Yung” Vorderasiatischen Museum( Oberstock); 11 Uhr: Dr. Bramm über ,, Deutsche Volksbräuche" in der Sammlung für deutsche Volkskunde. Zum 100. Geburtstage von Johannes Brahms veranstaltet Georg Schumann mit dem Klingler- Quartett und Mitgliedern der Staatskapelle fünf Kammermusikabende in der Singakademie. Der erste ist heute. Ludwig Hardt gibt Sonntag, 8% Uhr, im TingelTangel( neben dem Theater des Westens) einen Heine Abend: Zeitgedichte, Deutschland, Romancero, hebräische Melodien, Matraßengruft. Norwegische Architektur der Gegenwart. Das Außeninstitut der Technischen Hochschule veranstaltet in Gemeinschaft mit dem Bund deutscher Architekten und dem Architekturmuseum vom 2. bis 23. Februar im Lichthof der Hochschule eine Ausstellung Norwegische Architektur der Gegen wart". Die Ausstellung wurde am 2. Februar eröffnet. Der Eintritt zur Ausstellung ist fostenlos. Sie ist vom 3. Februar ab wochentags von 8 bis 20 Uhr frei zugänglich. Die Parolenschmiede 99 , Wir reichen euch die Bruderhand.. ,, In dieser ernsten Situation, wo für die deutsche Arbeiterklasse alles auf dem Spiel steht", richtet das Reichskomitee der Revolutionären Gewerkschafts- Opposition in der Roten Fahne" einen Aufruf an die deutsche Arbeiterklasse. Wer etwa der Meinung ist, daß dieser Aufruf auch nur die Spur eines neuen Gedankens aufweist, der dieser ernsten Situation gerecht zu werden suchte, sieht fich enttäuscht. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund wird in der üblichen ,, revolutionären" Weise madig ge= macht und nachdem man so den Gewerkschaftsmitgliedern ins Gesicht gespudt hat, sagen die Parolemacher: ,, Wir reichen euch die Bruderhand zum gemeinsamen Kampf", selbstverständlich unter der bekannten ,, fiegreichen Führung" der RGO. ,, Jetzt ist die Stunde gekommen, wo es darauf anfommt, in breitester Einheitsfront, ungeachtet der politischen und gewerkschaftlichen Zugehörigfeit, den gemeinsamen Kampf der Arbeiter... aufzunehmen." Dann folgt eine Musterkarte von Parolen, unter denen selbst die nicht mehr neu ist: ,, Organisiert den Massenstreif gegen die Pläne der faschistischen Reaktion." Darunter folgt ein Artikel mit der ebenfalls nicht mehr neuen Ueberschrift: ,, eipartsver suchter Dolch stoß gegen das deutsche Proletariat" und der Unterzeile: SPD.- Arbeiter! Gewerkschaftsmitglieder! Cauft Sturm gegen die Berräter eurer Klaffe." Es ist in dieser ernsten Situation nicht unsere Absicht, gegen diese Gipfelleistungen von Verbohrtheit zu polemifieren. Unsere Gewerkschafts- und Parteigenossen fennen die Erklärungen, die der Bundesvorsitzende Leipart im Bundesaus= schuß des ADGB. zu den jüngsten Ereignissen gegeben hat, sie kennen auch die Erklärungen des Barteiausschusses der SP D., die am Dienstagabend bekanntgegeben wurden. Wären die Einheitsfront"-Macher nicht von allen guten Geistern verlassen, dann müßten fie endlich begreifen, was diese ernste Situation erfordert: eine wirkliche Einheitsfront. Nach diesen neuesten Produkten der Parolenschmiede der KPD. besteht jedoch wenig Hoffnung, daß diese Einsicht bei den ,, Revolutionären" reift, folange es noch Zeit ist. Sie wird ihnen durch die Dinge, die fich infoge dieser Situation noch abspielen werden, sicherlich eingetrichtert werden, doch PROGRAMM für die Zeit vom 3. bis 6. Februar BTL BTL Potsdamer Str. 38 F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers, Syb. Schmitz Jugendliche haben Zutritt! W. 5, 7, 9 Uhr, S. 3, 5, 7, 9 Uhr BTL Turmstraße 12 Kaiserwalzer mit Martha Eggerth Madame wünscht bei der langen Leitung, mit der sie belastet sind, fönnte es reichlich spät werden. Wir müssen den Spieß umdrehen und den Mitläufern der KPD. klar machen, daß sie besser daran tun, sich in Reth und Glied mit uns zu stellen, anstatt den RGD.- Parolemachern nachzulaufen und ins Unglück zu rennen. Von den Leuten, die sich als Führer eines großen Teils der deutschen Arbeitnehmerschaft ausgeben, müssen wir in solcher Situation etwas mehr Vernunft verlangen. Können sie sie nicht aufbringen, dann müssen sie beiseite treten müssen glatt übergangen werden. Die Arbeitnehmerschaft muß sich die Bruderhand reichen, aber aufrichtig, ohne die Hintergedanken aus der Parolenschmiede. 9,92 Milliarden! Die Entwicklung der Einlagen bei den deutschen Sparkassen hat sich im Dezember sehr günstig gestaltet. Trotz der regelmäßig starfen Abhebungen für Weihnachtseinfäufe sind die Neueinzahlungen auf Sparkonto im Bergleich zum November noch von 349,3 auf 384,9 Millionen gestiegen, während sich andererseits die Auszahlungen auf 408,2 gegen 339,4 Millionen erhöhten. Diesem Auszahlungsüberschuß, der sich mit 23,3 mill. Mark für den Weihnachtsmonat auf einem sehr niedrigen Niveau hält, stehen aber noch Aufwertungs- und Zinsgutschriften in einer Gesamthöhe von 142,5 Mill. Mart gegenüber, so daß der Dezember mit einer Gutschrift von insgesamt 527,4 einen Einzahlungsüberschuß von 119,1 Mill. Mart aufweist. Der Gesamtbestand der Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen erreichte am Jahresende mit 9,92 Milliarden einen Stand, der um rund 200 Millionen über dem Niveau von Ende Dezember 1931 liegt. Die Zusammenbrüche im Januar. Die Zahl der Konkurse erreichte im Januar 539 und die Zahl der Vergleichsverfahren 194 Fälle. Im Dezember wurden 521 Konkurse und 280 Vergleichsverfahren angemeldet. Die Stidftoffindustrie meldet für den Januar eine starte Steigerung der Düngemittelbestellungen, Das Bekanntwerden der neuen Reichsbürgschaft für Düngemittellieferungen hat die bisherige Zurückhaltung beim Einkauf beseitigt. Unter dem angeschlagenen Karabiner! Bild aus der Wallstraße- So demonstrieren die Nazis! Rundfunk am Abend Freitag, 3. Februar Berlin: 16.15 Die Deutsche Bergwacht ( W. Schulz). 16.30 Konzert aus Dessau ( G. Mannebeck). 17.30 Funkhilfe( E. Nesper). 17.40 Jugendstunde: Plöner Musiktag. 18.25 Bücherstunde. 18.55 Funkstunde teilt mit. 19.00 Stimme zum Tag. 19.10 Laboratoriumsbericht: Dr. W. Reißer, P. Markwald). 19.35 Maria Rubio liest eigene Erzählungen. 20.00 Worüber man in Amerika spricht( Aus Washington, K. G. Sell.) 20.15 Der Kellermeister, Operette v. M. West, C. Zeller. 21.05 Nachrichten, Konzert( Schallplatten); anschließend bis 24.00 Zigeunermusik Budapest. aus Königswusterhausen: 16.00 Vererbungswissenschaft und Erziehung. 16.30 Konzert aus Leipzig. 17.10 Von der Deutschen Universität in Dorpat. 17.30 Christentum und der neue Nationalismus( Pastor O. Eckert). 18.00 Tägl. Hauskonzert. 18.30 Was ist Rheumatismus?( Dr. J. Kroner) 18.55 Wetter, anschließend Kurzbericht. 19.00 Die Chemie als Helferin im Kampfe Deutschlands um die Ernährung( Prof. Dr. A. Binz). 19.30 Das Gedicht. 19.35 Konzert aus Frankfurt. 20.30 Deutsche Selbstkritik( Hörfolge v. K. Rauch). 21.10 Collegium musicum"( Aus Leipzig). 22.10 Wetter, Nachrichten, Sport. 22.45 Seewetterbericht. Sonst: Berliner Programm. Vollständiges Europaprogramm im ,, Volksfunk", monatl. 96 Pf., durch alle ,, Vorwärts" Boten oder die Postanstalten. 3. Kreis. Arbeiterbildungsschule. Der Kursus Dr. Mänchen muß auch heute wegen Erfrantung des Referenten ausfallen. Wetter für Berlin: Zeitweise Aufheiterung und Windabnahme, Tagestemperaturen über Null, nachts leichter Frost, feine nennenswerten Niederschläge. Für Deutschland: Von West nach Ost fortschreitende vorübergehende Wetterberuhigung, nur leichte Nachtfröste. ,, Volk und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei. Berantwortlich für Politik: Rudolf Brendemühl; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbe wegung: J. Steiner; Feuilleton: Herbert Lepère; Lotales und Sonstiges: Friz Karstadt; Anzeigen: Otto Sengst: fämtlich in Berlin Ver lag: Borwärts- Berlag G. m. b H., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstr 3. Bezugs bedingungen und Anzeigenpreise werden in jeder Morgen- Ausgabe des Borwärts" veröffentlicht. KINO- TAFEL Franziskaner E. Friedrichstr. Rheinschloß- Lichtspiele Georgenstraße, Um 9, 12, 3, 6, 9 Uhr beginnend: Kasernenhof und Blechmusik Um 10.15, 1.15, 4.15, 7.15 u. 10.15 Uhr beginnend: Die unsichtbare Front Spionagefilm mit Carl Ludwig Diehl Trude von Molo Neueste Ton- Wochenschau Rheinstr. 60. Woch. 5. Stg. 3 Uhr Neukölln Baby mit Anny Ondra. C. Excelsior W. ab 6, Sbd. 4% U. Lilien Gutes Beipr.- Woche Schöneberg Flora- Tageskino Hauptstr. 144. Ab 10 U. letzte 94 S. 22, 4, 7, 9% Uhr Kaiser- Friedrich- Straße 191 F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers Tonbeiprogr. Jugendliche haben Zutritt! Die unsichtbare Front mit C. L. Kukuk Diehl, Trude v. Molo Gutes Tonbeiprogramm keine Kinder mit L. Haid, Kolonnaden- Kino Tonfilm Titania Schöneberg G. Alexander W. ab 5 Uhr, S. ab 1/23 Uhr BTL Alexanderstr. 39 ( Passage) Der Orlow mit Liane Haid, I. Petrovich Geheimnis des blauen Zimmers mit Else Elster, Th. Loos Tageskino Leipziger Str. 58 Ab 9 Uhr vorm. Abenteuer im Engadin Billi selägt sich durchs Leben mit D. Gambino Fox neueste Woche Jugendliche haben Zutritt Moabit W. den ganz. Tag geöffnet. S. ab 3 Artushof Wochent. ab 6 Uhr Alhambra Müllerstr 136, Ecke Seestraße. Der Orlow mit Liane Haid, I. Petrovich- Liebestragödie im Hause Habsburg mit C. L. Diehl W. ab 4.30 Uhr, S. ab 2.30 Uhr Odeon.PotsdamerStr.75 Der Orlow mit Liane Haid, I. Petrovich- Helgas Fall u. Aufstieg mit Greta Garbo W. ab 5 Uhr, S. ab 3 Uhr Germania- Palast Charl.. Wilmersdorfer Str. 53/54 F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers, Syb. Schmitz Jugendliche haben Zutritt! W. ab 5 Uhr, S. ab 3 Uhr Kant- Lichtspiele Charl., Kantstr. 54. Hochzeitsreise zu Dritt mit Brig. Helm, Oskar Karlweis Luana mit Dolores del Rio W. ab 5 Uhr, S. ab 3 Uhr Primus- Palast Potsdamer Straße 19. Uraufführung: Ganovenehre mit Fritz Kampers, Rotraut Richter, Paul Heidemann W. 5, 7.10, 9.15 Uhr, S. ab 3 Uhr Friedrichstadt Die Kamera Unter den Linden 14 Beginn 3. 5, 7, 9 Uhr Lichter der Ch. Chaplin Großstadt mit Pfiffe in der Nacht mit E. Lanchester Tonwoche Sonntags ab 5 Uhr Perleberger Str. 29. 2 Großtonfilme: Ich bei Tag und du bei Nacht mit K. v. Nagy, Frankenstein Willy Fritsch Charlottenburg Schlüter- Theater Beginn. 5, 6, 9 U. Schlüterstr. 17. S. 3 Uhr: Jug.- Vorst. Wenn die Liebe Mode macht mit Renate Müller Geheimnis des blauen Zimmers Atrium Wilmersdorf Wochent. 7, 94 U. Stg. 5, 7, 9 U. Kaiserallee, Ecke Berliner Straße Uraufführung: Ganovenehre mit Hauptstr. 49. W. 5, letzte 9, S. ab 3 U. F. P. antwortet nicht mit. W. ab 6, Sbd. 4½ U. S. 2%, 4%. 7, 94 Uhr Kottbusser Damm 92 -F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers Tonbeiprogr. Jugendliche, haben Zutritt! Hans Albers Tonbeiprogr. Mercedes- Palast 6.8% UUfatonwoche- Jugdl. Zutritt Turma Wochent. 5, letzte 94 U. Hauptstr. 144. Sonntags ab 3 Uhr Tarzan( Der Herr des Urwaldes) mit Johnny Weißmüller- Tonbeiprogramm Mariendorf Mariendorfer W. 7, 9, Ma- Li Tonlichtspiele S. 5. 7. 9 Chausseestr. 305. Hermannstr. 212. Stg. 3 Uhr 2 Großtonf.: Der fliegende Tod ( Sensationsfilm) Glück über Nacht mit Magda Schneider Primus- Palast W. 6, 8.30 U. Stella- Palast Köpenicker Straße 12/14 Wochent. 6% 9 U. Stg. 2, 5, 7, 9. U. F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers Auf der Bühne: Gastspiel Hierzu 1 Beilage. PROGRAMM für die Zeit vom 3. bis 6. Februar Landsberger Flora- Lichtspiele Allee 40/41 W. 5.30, ca. 7, 8.30 Uhr, Stg. ab 3 Uhr Ein Mann mit Herz mit Gust. Fröhlich- Banknotenfälscher von New York Gust'l Stark- Gstettenbauer Volks- Kino Königstadt Ferner: Vier Kaeths, die internationale Musik- Sensation Sonntag, 2.30 Uhr: Gr. Jugend- und Familienvorstellung. Jedes Kind erhält ein Geschenk Treptow Treptow- Sternwarte Achtung, jetzt Tonfilm! Sonnabend 8 Uhr, Sonntag 4, 6, 8 Uhr Congorilla der gewaltige Urwaldtonfilm Osten Sonnt. 3 Uhr Germania- Palast Am Hermannplatz, Urbanstr 72/76 So ein Mädel vergißt man nicht mit W. Forst Der gold. Gletscher mit DieẞI Frankfurter Allee 314 F. P. 1 anwortet nicht mit Hans Albers, Sybille Sehmitz, F. P. 1 antwortet nicht mit Stern, Hermannstraße 49 Stern, Hermannstraße 49 Peter Lorre, Paul Hartmann Hans Albers Tonbeiprogr. Jugendliche haben Zutritt! Tempelhof Kurfürst 7, 9, Sbd. Stg. 5, 7, 9 Stg. 3 Uhr: Jgd.- Vorst. Dorfstraße 22 Ecke Berliner Straße F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers Tonbeiprogr. Jugendliche haben Zutritt! Rotraut Richter, F. Kampers, Tivoli P.Heidemann, P.Westermeier, Ant. Pointner Zeli Täglich: 5, 7, 9 Uhr Sonnt.: 3. 5. 7, 9 Uhr Berliner Straße 97. Tonbeiprogr. Zehlendorf- Mitte Beg. tägl. 5, 7, 9.10 Uhr Sonnt. 3 Uhr Jugendvorst. Potsdamer Straße 56. Glück über Nacht mit Magda Schneider, Herm. Thimig Tonbeiprogramm Südwesten Wenn die Liebe Mode macht Film- Palast Kammersäle mit Renate Müller, Gg. Alexander Tonbeiprogramm Steglitz W.6.30, 9 U. Stg.4, 6.30, 9U. Titania- Palast Steglitz. Schloßstr 5. Ecke Gutsmuthsstr F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers, Sybille Schmitz, TonfilmPaul Hartmann beiprogramm Jugendl. Zutritt Friedenau Kronen- Lichtspiele Rheinstr. 65 Täglich 5 7, 9 Ubr, Sonnt. ab 3 Uhr Kampf mit M. v. Brauchitsch, Ev. Holt Gutes Tonbeiprogr. Teltower Str. 1. W. ab 6, S. ab 3% 2 Großtonfilme: So ein Mädel vergißt man nicht mit W. Forst Luana( Schreckensnacht auf Hawai) mit Dolores del Rio Palladium W. 5 letzte 9 Uhr Baerwaldstr. 17 S. 3, letzte 9 Uhr W. ab 6, Sbd. 4% Uhr St. 2, 4, 7, 94 Uhr F. P. 1 antwortet nicht mit Tonbeiprogramm Jugendliche haben Zutritt! Schönhauser Allee 10 W. 5, 7, 49 U. S. 3 U. Jugd.- Vorst. Grün ist die Heide Wenn die Liebe Mode macht mit Renate Müller Neu- Lichtenberg Beg. 5 Kosmos- Lichtspiele U. Lückstr. 70 So. 2: Jgd.- Vorst.. 2 Großtonfilme: Glück über Nacht mit Magda Schneider- Gräfin Mariza mit Dorothea Wieck Pankow Palast- Theater Breite Str. 21a. W. 7 u. 8.30 U. Stg. ab 4.30 U. Die unsichtbare Front mit C. L. Diehl, Trude v. Molo- Zigeu-. ner der Nacht mit Jenny Jugo Wochent. 6, Sonnab. 5, Sonnt. ab 3 U. Tivoli Hans Albers- Tonbelprogr. Luna- Palast Woch. 5 Uhr Jugendliche haben Zutritt! Südosten Stg. ab 3 U. mit Große Frankfurter Str. 121. Abenteuer im Engadin W. Riml Unmögliche Liebe mit Asta Nielsen Frankf Deutsch- Amerik. Theater Schwarzer Adler Allee 99 Köpenicker Str. 68. W. 4.30, 6, 7.10, 9 U. S. 3 U. J.- Vorst. Ein Mann mit Herz mit Gustav Fröhlich- Eine Tür geht auf mit Speelmans Filmeck W. 6, 9 U. S. 3, 5, 7, 9 Am Görlitzer Bahnhof Tarzan, der Herr des Urwaldes mit Johnny Weißmüller Tausend für eine Nacht Tonlustspiel mit Har. Paulsen, Claire Rommer F. P. 1 antwortet nicht mit Luisen- Theater W. ab 5 U. H. Albers Bühne: G. Acoster Meisterjongleur Jugendliche haben Zutritt! Rivoli Film und Bühne Bergmannstraße 5/7. W. 5.30, letzte 9 U. S. 3.30. letzte 9 U. 2 Großtonfilme: So ein Mädel vergibt man nicht mit Forst, Haas Luana( Schreckensnacht auf Hawai) mit Dolores del Rio S. 3, 5, 7, 9 Reichenberger Str. 34. Ein Mann mit Herz mit Gustav Fröhlich Steckbrief Z. 48 mit E. Klöpfer, d. kl. Hans Feher ( Kriminal- Tonfilm) Wochentags 6.30, 9 Uhr Sbd., Sonnt. ab 4.30 Uhr Berliner Str. 27, Großtonfilm: Tarzan mit Johnny Weißmüller Tonbeiprogr. Bühne: Sein Milljöh, Vater Zille Tegel W. 5. 7. ca. 9 Uhr, S. 3. 5. 7, 9 Uhr Filmpalast Tegel Glück über Nacht mi Magda Schneider, Herm. Thimig Rosmarin im Glück mit Fr. Grünbaum 1 Tonwoche Viktoria- Theater Woch. ab 5 Stg. ab 3 U Frankfurter Allee 48 Glück über Nacht mit Magda Schneider, Hermann Thimig Das ewige Schweigen Friedrichsfelde Kino Busch W. 6 Uhr Bahnhofstr. 2. Sig 2 U.: Jgd.- Vorst. Grün ist die Heide mit Camilla Spira, Th. Loos, Kampers, Voẞ Erste Instruktionsstunde mit Bendow, Heidemann Kosmos Hauptstr. 6. Film W. ab 6 Uhr Bühne Stg. ab 4 Uhr F. P. 1 antwortet nicht mit Hans Albers Gr. Tonbeipr. Wocht. 6, 8 Mont.- Donn. 6 U. Union- Theater S. 4%, 6%, 8% Freit- Stg 5 Uhr Alt- Friedrichsfelde 3 Wenn die Liebe Mode macht mit Renate Müller, Gg.. Alexander Verkehrt verheiratet mit Dick u. Dof- Slim u. Slum Nordosten Hauptstraße 3. Grün ist die Heide mit Camilla Spira, Th. Loos, Kampers Erste Instruktionsstunde Hennigsdorf W. 5.15, 6.20, 9.15 Filmpalast ,, Elysium" s. 3. 4.05, 6.40, 9.15 Prenzlauer Allee 56 Tarzan( Der Herr des Urwaldes) Ein Mann mit Herz mit Gust. Fröhlich Berliner Str. 39 Beg W. 6, 8.30 Uhr Stas 4. 6%, 8% U. Die unsichtbare Front mit C. L. Diehl Mit Rob. Stolz durch Wien Emelkatonwoche BEILAGE no indoT siVorwärts FREITAG, 3. FEBRUAR 1933 Unser Parteitag 1933 Während in Frankfurt am Main unsere Genossen alle Vorbereitungen treffen, um in Zusammenarbeit mit den Genossen der benachbarten Bezirke unseren Parteitag zu einer machtvollen Kundgebung zu gestalten, nehmen im ganzen Lande die Parteiorganisationen Stellung zu den Aufgaben, deren Lösung sie vom Parteitag erwarten. Auch in der Parteipresse wird eine lebhafte Diskussion geführt. Wir geben im nachstehenden eine Uebersicht über die Hauptpunkte dieser Diskussion und öffnen damit zugleich auch die Spalten des Vorwärts" für die Debatte. In der gesamten Partei wird die bevorstehende Tagung unserer höchsten Parteikörperschaft als tin außerordentlich wichtiges Ereignis gewertet. In der Diskussion findet immer wieder deutlichsten Ausdruck die Meinung, daß die Partei sich eiß Rechenschaft ablegen muß über ihren biserigen Weg, daß aber Hauptaufgabe sei, für die Kämpfe der Gegenwart und Zukunft die Richtlinien festzustellen und organisatorisch und Beiftig zu rüsten. Eine scharfe Kritik an der bisherigen Linie Wir eröffnen die Diskussion unserer Politik findet sich in unserem Chemniger Parteiblatt aus der Feder des Genossen Böchel. Er ist der Meinung, daß die Geschichte jetzt das Urteil über die Koalitionspolitik der Partei gesprochen hat: ,, Das Ende aller Illusionen ist gekommen und nackt und nüchtern steht die Arbeiterklasse außerhalb dieses Staates. Wir haben keinen Anteil mehr an der Republik von Weimar und müssen sie, wollen wir jemals wieder von ihr Besiz ergreifen, im schärfsten Klassenkampf von neuem erobern." Diese Auffassung wird von Böchel in sehr ausführlichen Darlegungen( 4 Artikel) begründet. Der ganz überwiegende Teil der übrigen Diskussionsartikel ist aber auf einen anderen Ton ge= stimmt. Die Politik der Partei wird im großen und ganzen gebilligt und die Forderung vertreten: Den Blick voraus, in die Zukunft! So schreibt Ge= noffe Mehrhof im Erfurter Partei= blatt: ,, Die taktische Frage für oder gegen Koalitionspolitik" ist längst nicht mehr aktuell. Sie gehört wie so manches andere der Vergangenheit an. Denn es dürfte feinen Sozialdemokraten geben, der der Illusion huldigt, die Sammlung der deutschen Reaktion könnte am geeignetsten mit Koalition oder Tolerierung beantwortet werden." Um die Organisation Sollmanns Vorschläge Eine besondere Rolle spielt in der Diskussion die Frage: Ist unsere Organisation auf der Höhe, genügt sie allen Anforderungen, was muß gebessert werden? Genosse Sollmann, Köln, at dieser Diskussion einen starken Antrieb gegeben durch einen Artikel, aus dem wir den solgenden Abschnitt 3. T. wiedergeben: Vielleicht haben wir ein sehr reichliches Relervoir an guten Organisationsleitern, ber schwerlich genügend Führer mit politischen instinkten, mit politischer Phantasie, politischer Billensrichtung und politischen Suggestipkräften. Schon wenn wir die geringe Zahl unserer auf Maffenversammlungen wirkenden Redner und die Hundertschaften unserer Parlamentarier überblicken, wird dieser Mangel fühlbar. Wohl berstanden: hier werden Organisatoren und Bolitiker, die ja in einzelnen Persönlichkeiten, wie Otto Wels, auch vereint sein können, weder durch ein moralisches und durch ein geistiges Werturteil gegeneinander abgeschäßt. Es soll nur ge lagt werden, daß schließlich unsere Organisation tine hinreichende Zahl politischer Köpfe hervorringen muß. Frage sich jeder, wie es damit behaffen ist. Daß es bei anderen Parteien ähnlich der schlimmer steht, ist kein Trost. Schon die zahlenmäßige und personelle Zuammensetzung unseres Parteivor= tandes zeigt das leberwiegen des„ Organis latorischen". Zudem gewinnt man den Eindruck, daß selbst die führenden Männer des Parteivortandes so stark mit rein organisatorischen Anforderungen und Sorgen, auch kleiner rt, überhäuft werden, daß ihnen unmöglich gehügend Zeit und Kraft für die eigentliche politische Führung bleiben kann. Auch der fähigste Kopf braucht in einer Zeit, die mit politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und finandiellen Problemen verwirrend erfüllt ist, viel Muße, um sich durch eigenes Studium und durch fachkundige Berater einen ständigen Ueberblic über das Labyrinth dieser Fragenkomplexe zu ver haffen. Nur so fann der politische Führer au ch Den verschiedenen geistigen Strö mungen und ihren Trägern gerecht berden, die in der eigenen Partei um Geltung ringen. Nur so kann er das Rüstzeug und die Dialettit gewinnen, die ihm bei Berhandlungen mit gegnerischen Parteien stets zur Verfügung stehen müssen. Werden aber auch die Barteiführer allzusehr in dem naturgemäß engeren und starren Rahmen der Organisation Dorwiegend mit den technischen Borgängen im Apparat beschäftigt, so muß auch bei größerer Intelligenz ihre politisch- geistige Entwicklung und Bendigkeit gehemmt werden. Mindestens die Borsigenden der Partei dürfen nur mit michtigen und entscheidenden Dingen befaßt werden. Das wird sich nicht nur für die politische Führung, sondern auch für den Organisationsförper lohnen. Sekretärsgeschäfte find in unserer Partei so wichtig wie die Leitung Non Redaktionen; die Parteiführer aber stehen über beiden. Man darf bezweifeln, ob die jetzige Organisation des Parteivorstandes, zumal das System der Beisiger, wie es seit langen Jahren besteht, eine Reform der politischen Parteiführung erlaubt. Es dürfte notwendig sein, daß die Zentrale der Partei die Möglichkeit erhält, ihre Ergänzung durch Beisiger nach rein po litischen Ueberlegungen vorzunehmen. Der Parteivorstand muß unter voller Wahrung der Bedeutung des Organisatorischen auch das Bolitisch- Geistige der Partei schon in seiner Zu sammenſegung widerspiegeln. Einer Erneuerung scheint auch der Parteiausschuß zu bedürfen. Er soll eine den Parteivorstand beratende Körperschaft von Vertretern aus dem ganzen Land sein und die politische Initiative der Führung über das ganze Reich tragen. Seine Prägung erhält aber auch dieser Ausschuß vorwiegend durch die Organifationsleiter. Das ist ein großer Borzug, soweit es sich um die rasche und reibungslose Durchführung technischer Beschlüsse handelt, aber der politischen Bewegung, Vertiefung und Klärung ist diese Zusammensetzung nicht dienlich. Die Einseitigkeit wird noch durch die Mitgliedschaft einer ganzen Reihe von Abgeordneten der Berliner Parlamente im Parteiausschuß gefördert. So hören denn diese Abgeordneten im Hause des Parteivorstandes noch einmal die Führerreden, die sie schon im Fraktionszimmer genossen haben, und der Parteivorstand hat den Vorzug, noch einmal die Abgeordnetenreden vorgetragen zu erhalten, die er schon aus dem Fraktionszimmer kennt. Der Parteiausschuß sollte nicht vorwiegend aus Bezirfsparteisekretären und Abgeordneten bestehen Abgeordnete sollten überhaupt nur als Gäste oder als Fachreferenten zugelassen werden, sondern der Parteiausschuß müßte auch neuen, aufstrebenden politischen Kräften im Lande die Möglichkeit zur Mitarbeit bieten. Es wird dann gewiß unbequemer sein, aber nüßlicher. Die dringend notwendige Fühlung zwischen der zentralen Organisation und den Bezirksorganisationen braucht darunter nicht zu leiden. von den frei wirkenden Kräften der Gesellschaft, der Wirtschaft und ihrer Geistigkeit. Man sehe sich unsere Fraktionen in den Staatsund Gemeindeparlamenten an. Sie brauchen sich an Format im einzelnen gewiß nicht vor den anderen Parteien zu verstecken. Aber könnte die Zusammenseßung nicht viel reicher sein? Auch in unseren Fraktionen überwiegen ganz vorherrschend der angestellte Funktionärkörper der Bewegung und Männer, die aus diesem Funktionärkörper hervorgegangen sind. Alles andere sind Einzelgänger Das ist keine Zusam mensetzung von Fraktionen, wie sie eine Volks= bewegung braucht, die den geschichtlichen Anspruch erhebt, Staat, Gesellschaft und Kultur gründlich erneuern zu wollen. Diese Auswahl der Parlamentskandidaten ist eine Folge der Einseitig feit unserer Organisationsführung von oben bis unten, eine Einseitigkeit, der wir alle mehr erliegen, als uns selbst bewußt ist. Der Haß und die Furcht unserer Gegner spüren und nützen diese Schwäche aber ausgezeichnet. Wir müssen die Enge eines Führeraufstiegs, der fast nur aus dem angestellten Funktionärkörper erfolgt, durchbrechen." Entgegnung Dittmanns Diese Ausführungen haben den Genossen Dittmann( Parteivorstand) zu einer Entgegnung veranlaßt, der wir folgendes entnehmen: ,, Alle diese Gedankengänge sind schon früher, besonders 1912, als wir auf dem Chemnizer Parteitage den Parteiausschuß geschaffen haben, sehr lebhaft erörtert worden. In der damaligen Reorganisationskommission, der ich angehörte, wies Otto Braun als Referent des Parteivorstandes darauf hin, daß Anträge von Ledebour und Dittmann vorlägen ,,, den durch die immer umfangreicher und vielgestaltiger ge= wordene Verwaltungsarbeit bürokratisierten Parteivorstand zu politisieren" durch Hinzuwahl politischer Beisiger und Vermehrung der Zahl der beamteten Vorstandsmitglieder, wie im Protokoll der Kommission nachzulesen ist. Und Braun fügte hinzu, auf dem Jenaer Parteitage 1911 habe Quard gewünscht ,,, die Männer im Lande, die sich im politischen Kampfe be= währt hätten, an der Leitung der Partei zu be= teiligen". Das solle geschehen durch den neu zu bildenden Parteiausschuß. Die Wahl solle in den Bezirken erfolgen, damit die Gewähr geboten wird, daß die politischen Führer, die Vertrauensmänner der einzelnen Landesteile, in den Parteiausschuß entsandt werden". Man stritt damals darüber, ob dieses Ziel sicherer zu erreichen sei durch Wahl auf den Bezirksparteitagen oder durch Wahl auf dem allgemeinen Parteitage, und tam schließlich dazu, es den Bezirken zu überJassen, ob sie die Wahl durch den Bezirksparteitag oder durch den erweiterten Bezirksvorstand vor= nehmen wollen. So ist es auch heute noch, und wer die Verhältnisse in unseren Parteibezirken fennt, der weiß, daß durchweg auch tatsächlich ,, bie politischen Führer" der Bezirke in den Parteiausschuß entsandt werden. Wenn dies vielfach zugleich die organisatorischen Führer der Bezirke sind, so sichert das den Parteiausschuß vor der Gefahr, Aktionen zu empfehlen, die von den Organisationen nicht ausgeführt werden können. Wenn manche dieser Ge= nossen zugleich Reichstagsabgeordnete sind, so ist dadurch die Gewähr für die Einheitlichkeit in der Politik in wünschenswerter Weise verstärkt. Würde man solche Genossen in den Parteiausschuß wählen, die mit der Organisationsleitung ihres Bezirks feine enge Fühlung haben, so fönnte der Parteiausschuß zu Beschlüssen kommen, die in der Luft hängen, deren Durchführung in Frage gestellt wäre. Jedenfalls läßt sich eine weitere Politisierung des Parteiausschusses durch organifatorische Maßnahmen nicht erreichen. In den letzten zwei Jahrzehnten ist mit dem Wachstum der Organisationen auch die Zahl der Angestellten unserer Bewegung sehr gestiegen. Das war und bleibt eine Notwendigfeit. Sinefuren gibt es bei uns nirgends. Eher könnte von einem Raubbau an den Kräften vieler Partei- und Gewerkschaftssekretäre gesprochen werden. Mehr und mehr ist fast überall im Lande die gesamte Führung der Organi sationen, soweit sie größeren Umfang haben, in die Hände von Sekretären, Redakteuren und anderen Gruppen von Angestellten der verschiedenen Zweige unserer sozialistischen Arbeiterbeme= gung gekommen. Das ist erklärlich, da wir angestellte Funktionäre der Bewegung nicht den Berfolgungen von Privatkapitalisten ausgesetzt sind, freier und unabhängiger als die meisten anderen Mitglieder der Partei über unsere Zeit verfügen können. Es hat aber den Nachteil, daß ehrenamtliche Kräfte für die Parteiführung, zu= mal in größeren Orten, viel zu wenig herangezogen werden. Wo es Parteivorsitzende gibt, die nicht zu unserem angestellten Funktionärförper gehören, sind sie leider oft mehr repräsentativ tätig, weil nun einmal die eigentliche Arbeit bei den Sekretären liegt. So hat sich allmählich ein Zustand entwickelt, der uns angestellten Funktionären beinahe ausschließlich die Führerstellungen der Bewegung überläßt Was ich will, ist die größere politische Nuzbarmachung wertvoller Kräfte, die es außerhalb des angestellten Funktionärförpers in der Arbeiter= bewegung gibt. Wir sind in Gefahr, diese Kräfte gar nicht mehr kennen zu lernen, oder sie, meil sie fich verfannt, mißverstanden und in ihren Fähigkeiten nicht gewürdigt fühlen, abzustoßen und zu verlieren. Meine Warnung richtet sich gegen die Gefahr der Einseitigteit, der Abfapfelung Ebenso steht es mit der von Sollmann gewünschten stärkeren Politisierung des Parteivorstandes. In der erwähnten Sigung der Reorganisationsfommission von 1912 sagte nach dem Protokoll Hermann Müller unter anderem: ,, leber mangelnde Ak= tivität des Parteivorstandes ist in der Partei schon vor 15 Jahren( also 1897 schon!) ge= flagt worden. Das wird auch nach jeder Reorganisation des Parteivorstandes so bleiben." Genosse Sollmann mag sich daran erinnern, daß mir zu den Beisitzern des Parteivorstandes aus dem Berliner Milieu, durch welche die innige Verbundenheit mit der Masse gesichert werden soll, gerade in den letzten Jahren ausgesprochen po= litische Beisiger( Hilferding, Stampfer, Breitscheid, Herz, Löbe, Sollmann(!)) dem Parteivorstand hinzugesellt haben. Mehr Politisierung durch Beisitzer dürfte kaum möglich sein. Gewiß hat Genosse Sollmann darin recht, daß die Mitglieder des Parteivorstandes von den organisatorischen und geschäftlichen Aufgaben nicht so start in Anspruch genommen werden dürfen, daß die politischen Aufgaben darunter leiden. Er wird deshalb auch sicher dafür mit eintreten, die Zahl der Vorstandsmitglieder im Hauptamt zu vermehren, wie ich das schon vor dem legten Parteitag, auch unter dem Gesichtspunkt der Verjüngung, empfohlen habe, und wie es notwendig ist, wenn den Wünschen nach stärkerer Verbundenbeit zwischen Zentrale und Mitgliedschaft entsprochen werden soll. Sollmanns Wunsch nach schärferer Trennung in politische, agitatorische und organisatorische Vorstandsmitglieder würden da gegen die von ihm bekämpfte Verbürokratisierung vermehren, wie das im Wesen jeder Spezialifierung liegt, abgesehen davon, daß die täg= liche Pragis von allen Borstands= mitgliedern das Vertrautsein fo= wohl mit den organisatorischen und agitatorischen mie mit der politi schen Fragen verlangt.... " " Wenn die Kommunisten ein besonderes Bol.- Büro", ein ,, Org.- Büro" und ein„ Agit.Prop. Büro" errichtet und wenn die Nazis ihre Organisation ähnlich militärisch aufgezogen" haben, so reizt das wahrhaft nicht zur Nachahmung. Das fommunistische Pol.- Büro" proflamierte am 20. Juli 1932 den Generalstreif, aber das„ Org- Büro" fonnte den Organisationsförper nicht dafür mobilisieren und die„ Aktion" war ein Schlag ins Wasser. Solche„ Politisierung" durch Ueberspezialisierung bedeutet nicht größere Aktivierung, sondern führt zu innerer Lähmung und Zersetzung.. An politischer Beratung fehlt es dem Parteivorstand wahrhaftig nicht. Von den Beisitzern abgesehen, hat der Parteivorstand in normalen Zeiten doch in der Reichstagsfraktion eine eminent politische Körperschaft zur Seite, in der sich jede politische Strömung im Reiche widerspiegelt, und in den jetzigen anormalen Zeiten tritt der Parteiausschuß so oft zusammen, daß kein Bedürfnis nach weiterer Politisierung besteht. Jedenfalls ist sie für den Parteivorstand nicht durch irgendeine organisatorische Maßnahme zu er reichen. Zu den Darlegungen von Sollmann und Dittmann haben eine Reihe weiterer Genossen Stellung genommen, deren Ausführungen aber im allgemeinen im Rahmen der oben wiedergegebenen Anschauungen bleiben. Sozialistische Aktion! Unsere„ Leipziger Volkszeitung" wünscht folgende Erörterungen auf dem Parteitag: ,, Es gilt festzustellen, daß mit Aufbietung aller Kräfte die ökonomische Struktur der Gesellschaft", das ist der Privatbesig an den Produktionsmitteln, währenddes bereits die Verluste sozialisiert worden sind, geändert werden muß. Es gilt, die Produktionsmittel in den Staats- oder Allgemeinbesitz überzuführen. Nur auf diesem Wege werden die ,, antikapitalistischen Sehnsüchte" gestillt, die bei den Wahlen in Lippe erneut zum Ausdruck kamen. Auf diesem Wege allein wird es gelingen, daß die Sozialdemokratie in ihrer Agitation und Propaganda die Suggestiokraft erneut erlangt, die ihr bis zum Ausbruch des Krieges eigen war." In unserem Hamburger Parteiorgan war zu lesen: ,, Es genügt nicht, auf den Kapitalismus zu schimpfen oder nur sein Versagen zu fonstatieren. Es genügt auch nicht, nur von einer antikapitalistischen Sehnsucht erfüllt zu sein. An die Stelle solcher nur negativen Stimmungen... und neben einer den Tatbestand nur zergliedernden Analyje muß der positive und entschlossene Wille treten, den Kapitalismus nach einem festen, strategischen Plan zu überwinden, die Eroberung der Macht planmäßig vorzubereiten." planmäßig vorzubereiten." Nachdem das„ Hamburger Echo" das, was bisher schon von der Partei zur Durchführung der Sozialistischen Aktion unternommen worden ist, skizziert, wird fortgefahren: ,, Nichts wäre falscher, als in der Sozialistischen Aktion, deren erste propagandistische Auswertung wir während des letzten Reichstagswahlkampfes erlebten, etwa so etwas wie einen agitatorischen Trid zu sehen, zur Entlarvung" der politischen Gegner oder zur Beruhigung“ der eigenen Anhänger bestimmt. Nein, die Sozialistische Aktion war und ist alles andere als ein agitatorischer Dreh. Sie ist eine erste, grundlegende Folgerung aus den wirtschaftlichen, soziologischen und psychoLogischen Umschichtungen, die die schwere struktu relle Krise des fapitalistischen Systems hervorge rufen hat. Bon dem offenfundigen Bankrott bes Kapitalismus ausgehend, erhärtet sie die margistische Erkenntnis, die in der Geschichte einen dia35 lettschen, sich aus den Klaffengegenfäßen der Ge sellschaft entwickelnden Prozeß sieht. Was für den fozialistischen Aufbau in Deutschland nichts anderes bedeutet als eben dieses: Sozialismus iſt nicht ein Akt der Zerstörung und eines anschließenden neuen Beginns, sozialistischer Aufbau in Deutschland heißt Ulm bau der Wirtschaft bei laufenden Maschinen", um eine treffende Formulierung Staudingers zu gebrauchen. Sozialismus ist nicht ein fertiger Zustand, den man theoretisch erklärt und eines schönen Tages durch Verordnung oder Gesetzesbeschluß hervorzaubert, Sozialismus muß in stetiger, zielbewußter und planmäßiger Arbeil gestaltet werden. Sozialismus ist eine Sache der Entwicklung, des Werdens, des Wachsens, des Reifens. Aber dieses Werden, dieses Wachsen und Reifen tommt nicht von selbst, geschieht nicht ohne den tätigen, immerwährenden Willen der sozialistischen Massen zum sozialistischen Aufbau. Sozialistischer Aufbau nicht als fernes Zukunftsziel, sondern als mittelbare politische Gegenwartsaufgabe." Die Forderung, die Sozialistische Aktion auszu bauen und ständig zu steigern, fehrt in den Dis fussionsartikeln immer wieder. Die Einheitsfront Natürlich wird die Frage der Einheitsfront start debattiert. Genosse Böchel meint im Anschluß an seine oben erwähnten Ausführungen, daß die Konterrevolution durch die Herausdrängung der Sozialdemokratie aus allen Machtpositionen eine neue Voraussetzung für die Lösung der Frage geschaffen habe, jetzt sei eine gemeinfame Basis für die beiden Arbeiterparteien geschaffen. Er schreibt dann weiter: " ,, Schwer und wuchtig steht vor uns ble Zatsache: alle Entscheidungen im Kampf um die Macht fallen auf außerparlamentarischem Boden alles, was im Reichstag noch erreicht wird, hängt ab von der organisierten Kraft der Arbeiterklasse. Die Sozialdemokratie mit ihren gewaltigen Nachbarorganisationen ist das Knochengerüst der sozalistischen Bewegung. Die Kommunisten waren organisatorisch nie so schwach wie heute. Und ihre politischen Erfolge verwehen wie Sand am Meer, wenn die Sozialdemokratie die Stunde zu nügen versteht. Die von der Entwic lung selbst geschaffene Stellung der Opposition. muß auf der ganzen Linie besetzt werden.... Die Einheit des Proletariats ist durch die Tatsachen selbst bereits zur Zwangsläufigkeit geworden an der Arbeiterklasse liegt es, schnell die Konje quenzen zu ziehen, wenn sie nicht gänzlich überrannt werden will." Zu derselben Frage schreibt Mehrhof in der ,, Erfurter Tribüne": " Der Parteitag fann natürlich nicht die Spal tung beseitigen. Er kann aber in dem Sinne für die Einigung seinen ehrlichen Willen fundtun, indem er auf dem Wege der Sozialistischen Arbeiterinternationale, an die Stelle. wo die Hauptursache der Uneinigkeit wurzelt, einen in der ganzen Welt vernehmbaren ehrlichen Appell richtet, der Selbstzerfleischung ein Ende zu machen. Diese Stelle heißt Moskau. ⋅ Die Wirkung einer ehrlichen Aufforderung zur Einigkeit, ausgehend von der Sozialistischen Internationale, fann Moskau im Jahre 1933 nicht mehr mit den üblichen Tiraden vom Sozialfaschismus verhindern. Wer in dieser Zeit der Krise des Weltkapitalismus es wagt, einen ehrlichen Appell zur Sammlung der proletarischen Kräfte mit unehrlichen Manövern und Wortspiel zu beantwor= ten, der wird für lange Zeit gerichtet sein." Arbeiter- Rasenspiele am Sonntag Vor der neuen Fußballserie Ehe die neue Fußballserie beginnt, treffen sich die Vereine bei Börsenspielen. Das Hauptinteresse beansprucht der Vereinskampf Normannia gegen Hansa in der Normannenstraße. Normannia hat in bestechendem Spiel die Meisterschaft des 1. Bezirks errungen, ist allerdings im Zwischenrundenspiel um die Kreismeisterschaft gescheitert. Hansa ist zur Zeit dem Meister des 2. Bezirks ebenbürtig. Aus einem knappen Siege Normannias Rückschlüsse auf die Spielstärke des Bezirks zu ziehen, wäre nerfehlt, weil der 1. Bezirk nur eine Mannschaft vom Schlage Normannias aufzuweisen hat, während der 2. Bezirk in der Spielstärke der führenden Mannschaften gleichmäßiger ist. Brih 88 1 und 2 gegen 2dler 08 1 und 2. Adler bereitet sich mit diesem Spiel auf das Schlußspiel um die Kreismeisterschaft vor. Die Brizer find nach ihrer Reorganisation wieder eine Mannschaft geworden, die auch stärkste Gegner zur Entfaltung des vollen Könnens zwingt. Weitere Börsenspiele: Mahlsdorf 1 und 2 gegen RotWeiß Neukölln 1 und 2( Rosenhaag), Spielvereinigung Ost 1, 2 und 3 gegen Voltssport Neukölln 1, 2 und 2( Sauffstraße), Nord 1 und 2 gegen Vorwärts 31 1 und 2( Eger), Bäzom gegen Brieselang( Neu- Bößow), Borsigwalde 1 und 2 gegen ASV. Schöneberg 1 und 2( Borsigwalde, Spandauer Straße), Eintracht- Reinickendorf gegen Raulsdorf( Scharnweberstraße), Bankow 1 und 2 gegen Riders 31 und 2( Kissingenstraße), Friedenau 1 gegen Wilmersdorf 3( Offenbacher Straße), Wilmersdorf und 2 gegen B6B: 31 1 und 2( Cicerostraße), Teltow 1 und 2 gegen Eiche Köpenick 1 und 2( Jahnstraße), Minerva 28 1 und 2 gegen Alemannia 22 1 und 2( Stadtion Neukölln). Beginn der Spiele um 14 und 12.15 Uhr. Handball Die Freie Turnerschaft Brandenburg, muß bereits um 11 Uhr bei der FTGB. Nordost, Plaz Schönhauser Allee, antreten. Nordost wird sich auf bekanntem Blak besser zu behaupten wissen. In der Abteilung B der 1. Klasse trifft Volkssport Wedding 2 mit Volkssport Neukölln Theater, Lichtspiele usw. Staats MA Städt. Oper Charlottenburg Fraunhofer 0231 Freitag, 3. Februar 20 Uhr Turnus IV Theater Martha Freitag, den 3. Februar Staatsoper Unter den Linden 20 Uhr Bohème Staatliches Schauspielhaus 19 Uhr Faust II. Teil Ivogün, Zador, Ludwig, Andresen, Pechner. Dirig: Ladwig Handballrückspiele im Neuköllner Stadion, Platz 4, zusammen. Neufölln muß gewinnen, wenn es das Spiel ernst nimmt. Beginn 16 Uhr. Wie der Ausgang auf dem Vereinssportplay in Röpenid sein wird, ist ungewiß. Dort treffen Eiche- Köpenid und ASV. Schöneberg um 10 Uhr zusammen. Eintracht Mahlsdorf wird um 14 Uhr von der Spizenmannschaft FTGB.- Süden besucht. Süden wird sich einen entsprechenden Sieg zu sichern wissen. Bezirksklasse Often: FTGB.- Karlshorst gegen FTGB.Stralau 2 um 15 Uhr Treskowallee. Eiche Röpenid 2 gegen ATV. Werlsee um 114 Uhr Eicheplay. FTGB.- Lichtenberg gegen FTGB..Oberspree um 12 Uhr Plaz Hauffstraße. FE. Petershagen gegen GC. Rehfelde um 15.10 Uhr Petershagen. SB. Strausberg gegen Eiche- Müncheberg um 14 Uhr Platz Marienberge. Bf. Oftring gegen AthletikSport- Club um 15 Uhr Lichtenberger Stabion. EicheBohnsdorf 2 gegen FTGB.- Lichtenberg um 14 Uhr Blaz Faltenberg. Frauen: FTGB..Lichtenberg gegen FTGB.Often um 10 Uhr Sauffstraße. Eintracht Mahlsdorf gegen Eiche Köpenid um 10 Uhr Platz Mahlsdorf. Bezirksklasse Norben: SV. Moabit gegen MTB. Bernau unt 11 Uhr Plak Rehberge. FTGB.- Nordring 2 gegen Tegel um 13.10 Uhr Schönhauser Allee. FT. Friedrichsthal gegen FGV. Reinidendorf- West um 15 Uhr Friedrichsthal. Bezirksklasse Westen: FT. Bornstedt gegen FSGB.- Siemensstadt um 15 Uhr Bornstedter Feld. Kleingärtner Charlottenburg gegen FS. Falkensee um 14 Uhr Plaz Jungfernheide. FT. Nauen gegen FS. Brieselang um 14 Uhr. Ruberer und Ranufahrer: FKU. Spandau gegen Brandenburg 2 um 10 Uhr Seeburger Straße. RV. Vorwärts 2 gegen Brandenburg um 11 Uhr Plaz Seeburger Straße. RB. Collegia gegen RV. Vorwärts um 13 Uhr Plaz Seeburger Straße. FTGB. Kanubezirk gegen Brandenburg 2 um 14 Uhr. Freie Faltbootfahrer gegen Brandenburg um 15 Uhr Seeburger Straße. Arbeiterhockey. Die für Sonntag, 5. Februar, angesetzten Hodenspiele fallen aus. Dienstag, 20 Uhr, Vertretertag, Ausschuß 19.30 Uhr, Kreisgeschäftsstelle. Serienringfämpfe der Arbeiterathleten. In der Fortsetzung der Serienringfämpfe in der B- Klaffe stehen sich Freitag, 3. Februar, in der Turnhalle Utrechter Straße 31/32 Alt- Wedding und SpartaNeukölln gegenüber. Beginn der Kämpfe 20 Uhr. Deutsches Theater Schumannstr. 13 á Weidend. 5201. Täglich 8 Uhr Inszenierung Max Reinhardt Prinz von Homburg von H. v. Kleist Berliner Theater Charlottenstr. 90 Dönhoff 625 Komödienhaus Heute 84 Premiere Schiffbauerdamm 25 Tel. 02 Weid. 6304-05 Die Marneschlacht Täglich 84 Uhr von Paul Joseph Cremers. Achtung, Gastspiel des Mannheimer frisch gestrichen Nationaltheaters CASINO- THEATER VOLKSBUHNE 84 Uhr. Lothringer Str. 37 8 Uhr. Theater am Bülowplatz Sonntags auch 4 Uhr Täglich 84 Uhr D 1 Norden 6536 Schinderhannes von C. Zuckmayer. A. Hörbiger, C. Spira, Brausewetter, Greid, Malden, Kurz, Marlow Buntes Theater: Der Fürst von Pappenheim" Dazu erstklassiges Programm! Gutschein 1-4 Personen: Parkett 0,60, Fauteuil 0,75, Sessel 1,25 Winter Garten 8 Uhr 15. Flora 3434. Rauchen erl. Gsovsky- Ballett Das ewige Karussell Rassana Fransky Lotte Werkmeister Die lustigen Weintraubs usw. Sonnabend und Sonntag auch namm. 4 Uhr zu kleinen Preis. HAUS VATERLAND In Palmensaal Tank Lee Auf& Rhunterrasse Familien Kafferan BETRIEB mit Künstler Ronzert KEMPINSKI mui Die Technik am Auto Zur kommenden Automobil- Ausstellung Am 11. Februar wird nach zwei Jahren wieder eine Internationale Automobilaus= stellung in den Ausstellungshallen am Kaiserdamm stattfinden. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, ein leberblick über neue technische Ausstattungen der Wagen ist schon möglich. Im Vordergrunde dürfte die Frage nach dem Vorzug des Vorder- oder Hinterradantriebs stehen. Die ersten brauchbaren Wagen mit Vorderradantrieb brachten vor zwei Jahren Stoewer und DKW. heraus, Konstruktionen, die sich bewährten und die in der Folge= zeit auch von anderen Fabriken übernommen wurden, so daß auf der jetzt stattfindenden Ausstellung eine größere Anzahl Wagen mit Vorderradantrieb zu sehen sein werden. Das Argument der Konstrukteure, daß alle andern Wagen gezogen werden und fast allein das Automobil durch den Hinterradantrieb geschoben wird, hat viel für fich. Man darf allerdings dabei nicht vergessen, daß bei vollbesetzten Wagen die Belastung der Hinterräder durch Personen, Karosserien, Reservereifen, Gepäck größer ist, als die der Vorderräder, und daß dadurch eine größere Reibung auf der Fahrbahn erzeugt wird. Doch bringt der Fortfall großer und schwerer Kraftübertragungsorgane vom Motor zur Hinterachse beim Vorderradantrieb wesentliche Vorteile. Auch die Schwingachsen tommen immer mehr zur Anwendung. Schwingachsen sind geteilte Achsen, bei denen jedes Rad selbständig ausweicht, menn es über eine Unebenheit fährt. Der Wagen wird also dadurch sehr geschont. Die elektrische Zündung für den Motor ist gänzlich auf Batteriezündung umgestellt, das heißt, daß der gute alte Magnet, der, vom Motor angetrieben, als Dynamomaschine wirkend, den Strom für die Zündkerzen selbst hieferte, vollkommen verschwunden ist. Gewisse, am Alten hängende Autofachmänner fönnen sich mit der technisch komplizierteren Batteriezündung immer noch nicht befreunden; sie räumen dem Magnet wegen seiner Einfachheit noch den Vortritt ein. Erfreulich ist, daß die Zahl der PersonenAn die Vereine Bei der Redaktion laufen in letzter Zeit wieder soviel Kleine Vereinsanzeigen" ein, daß deren Veröffentlichung unmöglich ist. Wir können daher in Zukunft nur Anzeigen mit allgemein intereffierendem Inhalt aufnehmen und bitten die Vereine, ständig wiederkehrende Veranstaltungen mie Vorstands, Funktionär- und Vereinsversammlungen, Uebungsabende, ferner Tanzvergnügen und so fort den Mitgliedern durch Rundschreiben im Berlin- Brandenburger Arbeitersport" oder durch die Vereinsmitteilungsblätter bekanntzugeben. Red. d. ,, Vorwärts". ASB. Hellas. Freitag, 3. Februar, Versammlung nach dem Badeabend, Weddinger Bereinsheim, Gericht- Ecke Kunkelstraße. Touristenverein ,, Die Naturfreunde". Freitag, 3. Februar. Photo- Arbeitsgemeinschaft Frante: Johannisstr. 15. PhotoPhoto- Arbeitsgemeinschaft Neutölin: Bergstr. 29. Arbeitsgemeinschaft Osten: Frankfurter Allee 307. Faltbootabteilung: Johannisstr. 15: Vortrag. Südost: Manteuffelstr. 7: Singeabend. Charlottenburg: Spreestr. 30. Treptow: Elsenstr. 3, am Bhf.- Briz: Festsaal IdealSiedlung, Hannemannstraße: Lichtbilder aus Rußland. Mufitarbeitsgemeinschaft Abt. 1 Friedrichshain: Bei Schönrod, Paul- Singer- Str. 50. Musitarbeitsgemeinschaft Abt. II Humboldthain: Jugendheim Lorging- Ecke Graunstraße. Montag, 6. Februar. Malgemeinschaft: Manteuffelstr. 7. Photo- Stammabteilung: Johannisstr. 15: Bilderkritik. Führerfettion: Johannisstr. 15: Wettertunde. Solidarität", Radfahrer. Touren für Sonntag, 5. Februar. Abt. Friedrichshain: Arbeiterschußmuseum. Treff 10 Uhr Weberwiese( Normaluhr). Jugendabteilung: Rettungsstation des AGB. in Saatwintel. Start 13 Uhr Petersburger Plaz. Abt. Mitte: Rettungsstation des ASB. in Saatwintel. Start 13 Uhr Mariannenplag. Abt. Kreuzberg: Streifzüge durch den Süden. Start 13 Uhr Dieffenbachstr. 36a. Jugend: Rettungsstation ASB., Saatmintel. Start 13 Uhr Dieffenbachstr. 36a. Abt. Wedding: Märkisches Museum. Start 9 Uhr Nettelbeckplay( Tantstelle). Abt. Tiergarten: Fußtour. Start 13 Uhr Bülowstraße 56, Promenade. Abt. Neukölln: Rettungsstation ASB., Saatwinkel. Start 12% Uhr Buschkrug, 13 Uhr Vorverkauf 28. Januar magentypen gegenüber 1931 um ein Viert zurückgegangen ist. Gewiß soll der Käufer zwi den verschieden aussehenden Modellen nach seine Geschmack wählen können. Wir sind auch d letzten, die für eine konstruktive und ausstattung mäßige Uniformierung der Wagen zu haben fi Aber dem Käufer darf nicht der Sinn vermir werden von einer Fülle verschiedenster Karofferie Kotflügel, Scheinwerfer, Räderformen usw., u Er hat bei zu großer Wahl nur zu große Qu und übersieht dabei leicht wirklich ausschlaggebend Bor- und Nachteile der Wagen. Der Kleinwagen wird von fast alle Fabriken bevorzugt, eine Selbstverständlichkeit der heutigen Notzeit. Den kleiner gewordene Motoren kann man die Fortbewegung mur gefunden Verhältnis zu ihnen stehender Bag gewichte zumuten. So ist man ganz bewußt eine grundsätzliche Aenderung des Verhältnis von Wagengewicht zur PS- 3ahl gegangen. anderen Worten: das Wagengewicht ist verringer worden. W inter So verspricht die Ausstellung für den Käuf den Wagenbesitzer und die nur fachtechnisch essierten Besucher eine Fülle des Neuen u Interessanten. M. J. al Das selbstgebaute Boot Die Arbeiterruderer und Kanufahrer halten Sonnabend, 4. Februar, 18 Uhr, eine Lehrstund für Bootsbau im Charlottenburger Jugendheim Wi Havelstraße, neben dem Arbeitsamt, U- Bahn helmplatz, ab. Bundestechniker Tausendfreun spricht über„ die Bedeutung der Konftruttion zeichnung im Selbstbau". Im praktischen Teil be Abends wird eine Planke am Kanuvierer, der Selbstbau hergestellt wird, aufgelegt. Auch wichtige Laschen der Plante wird gezeigt. Da b Freien Schwimmer Charlottenburgs den Bier klinkern, ist die Lehrstunde auch für die Ruber techniker wertvoll. Gäste willkommen. Hohenzollernplay. Abt. Prenzlauer Berg: Start 10 Oberberger Str. 31. ba Wintersportwarte! Die für Montag, 6. Februar, vorge sehene Zusammenkunft in der Geschäftsstelle fält au Sigung wird nachgeholt. Altersriegen, Turner und Sportler. Gymnastik na Mujit beim Ergänzungssportabend Sonnabend, 4. Februa Kleist- Lyzeum, Levezomstraße, von 19 Uhr. Anschließen Generalversammlung im Lotal Turmstr. 25. Frauen- Wassersportverein Republik. Treff Sonnta 16 Uhr, Bootshaus. RWA., Zug Tegel. Mitgliederversammlung Sonn 5. Februar, 17 Uhr, Bootshaus. Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Bezirk Lichtenb Bezi Bezirk Bau " 1 Treff zum Zusammenturnen der Altersriegen im leit Lyzeum, Levegowstraße, Sonnabend, 18 Uhr, Bahnh Stralau Rummelsburg, Eingang Sonntagstraße. Norden MI: Jahresversammlung 4. Februar, 20 Uhr, Roemer, Swinemünder Ecke Ramlerstraße.. saulenweg: Festveranstaltung 4. Februar, 20 Uhr, Cierhäuschen". Eintritt 80 Bf. Erwerbslose 50 Bf.zirk Süden: Sonntag, 5. Februar, 15% Uhr, Versammlu bei Kliems, Hasenheide. Bezirk Stralau: Gonnt 5. Februar, 17 Uhr, Generalversammlung bei Bollenba Alt- Stralau 8. Mitgliedsbücher mitbringen. Damen- Wassersportklub Schwarz- Rot- Gold" und Rei banner- Wassersportabteilung, Zug Köpenick. Sonnta 5. Februar, 9% Uhr, Treff Bhf. Friedrichshagen, Band rung zum Bootshaus Köpenid. Freie Wasserfahrer Aufwärts. 7. Februar, 19% Funktionärsizung bei Reußner, Seestr. 62. 21h Tennis- Rot Groß-- Berlin. Hockeyabteilung: Freita 3. Februar, 20 Uhr, Generalversammlung, Kreisgeschäft stelle, Elsässer Str. 86-88. Sigun Bezirkskartell Friedrichshain. Montag, 6. Febru 20 Uhr, Gigung bei Gaul, Borhagener Str. 114. Frag bogen und Sportplaganträge mitbringen. Kartellvereine 19. Verwaltungsbezirk. Montag, 6. bruar, 20 Uhr, Kartelligung, Jugendheim Rissingenstra Kartellfragebogen abgeben. Sportpläge angeben. Fußballabteilung Boltssport Renkölln- Brig. anstatt Freitag erst Sonnabend im Vereinslokal. ASV. Schöneberg- Friedenau 07. Leichtathleten Turner, die an der Kartellveranstaltung mitwirken, mü heute, 20 Uhr, auf Halle Rätherstraße sein. Handball. Hockenspieler und spielerinnen informieren sich auf Rätherhalle wegen Sonntagspiele. Sonntag, 12. Febru Turner- Generalversammlung. De Sportlerhundertschaft Lichtenberg. Montag, 6. Februa 20 Uhr, Uebungsabend, Turnhalle Kronprinzenstraß Gruppenführer einladen. Kartellbezirk Treptow. Montag, 6. Februar, 20 Sigung an bekannter Stelle. Fragebogen bis 6. Febru beim Kartelleiter abgeben. Weiße Wochen Beginn 30. Janua unserer Detailabteilung. Verkauf eigener und anderer Fabrikate. Wir bringen u. Tischwäsche, Handtücher, Leib- und Bettwäsch zu besonders billigen Preisen Berlin- Adlershof, Adlergestell 26 Mechanische Feinweberei Adlershof A.-G. Gegenüber Stadtbahn. Fernspr.: Adlershof 237, 238, 2 Kurfürstend.- Th. Kurfürstendamm 209 Tel. Bism. 1400 Täglich 84 Uhr Die beste Operette des Jahres Glückliche Reise Musik von Künneke Vorverkauf ununterbr. Schiller B. B. B. Bismarckstr.( Knie) Steinpl.( C1) 6715 Täglich 8% Uhr Sonntag 4 Uhr Der Kollo- Schlager Die Männer sind mal so Söneland, Heidemann Theater Bendows Bunte Bühne Kottbusser Straße 6 Oberbaum 3500 8 Uhr Sonntag auch 1/24 U. Wilhelm Bendow Der scharfe Löwe Alice Hechy Preis 0.90 bis 9.-M. Stettiner Sänger Rose- Theater Große Frankfurter Straße 132 Tel. Weichsel E7 3422 8.15 Uhr Die Zirkusprinzessin Reichshallen- Th., Dönhoffpl. 8.15, Sonntags 3.30 zu ermäßigten Preisen Das große Februarprogramm: ,, Karneval" Ref BLUMENSTR FONTANEN ZAUBER größte Wasser Féerie der Welt- havells ROHRRECE Die