Nr. 221. 1 Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis = pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für in Deutschland u. Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Post Beitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die ethischen Werth- Metheile im Strafrecht. Sonntag, den 20. September 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Politische Webersicht. an Entwickelungsstufe hebt, und daß dieser Fortschritt auf das innigste verknüpft ist mit der Einsicht in die nothwendige Bedingtheit der menschlichen Entschließungen und HandBerlin, 19. September. lungen( Willensakte) durch die verursachenden Umstände Recht charakteristisch für die Eigenarten des Im August d. J. hat zu München ein psychologischer( Motive). Diese Einsicht ist also das Palladium, das wir Zickzackkurses sind die unermüdlichen Spekulationen, in Rongreß getagt, der dem bekannten Strafrechtslehrer von uns nicht rauben lassen dürfen, wenn wir je zu siegen denen sich die patriotischen Blätter über die möglichen Liszt Gelegenheit gab, sich über die strafrechtliche Zurech hoffen. Nachfolger des Fürsten Hohenlohe im Reichskanzleramt und nungsfähigkeit zu verbreiten. Wenn wir von seinen Ausein Daß alle wirklich tiefen Denker aller Zeiten, so ver- die Modalitäten seiner Ersetzung äußern. So war der andersetzungen Notiz nehmen, so geschieht es, weil schieden auch ihre sonstigen Ansichten sein mochten, Fürst Haßfeld als Reichskanzler- Kandidat genannt worden. von Liszt den Ruhm eines Vorkämpfers für den darin übereinstimmten, daß sie die Nothwendigkeit der Darauf schreibt der„ Hannoversche Courier": Fortschritt im Strafrecht beansprucht und thatfächlich gegen Willensatte bei eintretenden Motiven", d. i. das Gegentheil Die Meldung ist in dieser Form zweifellos falsch. Denn wärtig unter den Universitätsprofefforen des Strafrechtes der Willensfreiheit, behaupteten, hält nun aber unsern die Kandidatur des Fürsten Haßfeldt für das Amt des Reichsin Deutschland am meisten bedeutet, auch den stärksten bürgerlichen Professor nicht davon ab, den Streit über fanglers ist fast ein Jahr alt. Sie ist schon anläßlich der Einfluß auf die heranreifende Generation ausübt. Wir haben die Willensfreiheit, der längst entschieden ist, Verabschiedung des Ministers v. Köller aktuell gewesen.... Die er sich bekannten Umstände, unter denen Herr v. Köller kurz vor dem so an ihm einen Gradmesser dafür, was von der staatlich für unaustragbar zu erklären, womit weiter eigentlich jeden Rechtes, privilegirten Wissenschaft für das Strafrecht in absehbarer dann mitzureden, Busammentritt des Reichstags durch den Fürsten Hohenlohe veranlaßt worden war, dem Kaiser sein Abschiedsgesuch zu unters Beit zu erwarten ist. Das Resultat ist sagen wir es nur selbst begiebt. Er will ein Strafrecht, das ebenso gut für breiten, hatten in legterem ein Gefühl der Verstimmung gleich- dasselbe, wie auf allen anderen Gebieten des den Fall paßt, daß es eine Willensfreiheit gäbe, als daß zurückgelaffen, und dieses war die Ursache, weshalb der Monarch öffentlichen Lebens: Das ist natürlich unmöglich, denn das in Breslau dem Fürsten Hazfeldt die eventuelle die jämmerlichste Feigherzigkeit es keine gäbe. bürgerlicherseits den Forderungen eines wirklichen Fort- Strafrecht muß grundverschieden sein, wenn es den als Nachfolgerschaft des Fürsten Hohenlohe an frei handelnd vorgestellten schritts gegenüber, und ein hohles Phrasenwesen, das den willkürlich Miffethäter trug. Fürst Haßfeldt scheint damals wenigstens teine erwünschten Hinterhalt zum Entwischen bietet. Das Straf mit Vergeltungsübeln verfolgt oder den mit moralischen ablehnende Antwort gegeben zu haben. Weitere recht ist an einem Wendepunkt angelangt. Indem die Gebrechen behafteten behandelt, wie man auch einen mit Konsequenzen aber hat die damalige Besprechung des dem Raisers mit Oberpräsidenten von Schlesien moderne Naturforschung den innigen Zusammenhang zwischen gefährlichen förperlichen Gebrechen( ansteckender Krankheit, scheinend nicht gehabt. Thatsache, trotz aller Dementis fest der physischen und psychischen Wesenheit des Menschen Wahnsinn) behafteten behandeln würde, nämlich, soweit stehende Thatsache ist es jedenfalls, daß der Kaiser später, als nachwies und die Bedingtheit unserer guten oder es oder es die Sicherheit erfordert, einschränkt und bevor- am Anfang dieses Jahres die Stellung des Fürsten Hohenlohe schlechten Eigenschaften von der Artung und Funktion mundet. Folglich mußte das ganze Gerede trotz allem zeitweise erschüttert schien, weil er es ablehnte, weit.. unserer Körpergewebe und insonderheit unseres Gehirns, Brimborium schließlich darauf hinauslaufen, daß feigberziger ge hende Marinepläne vor dem Reichstag zu vertreten, als Dentapparates, klarlegte, heilte sie zugleich jeden weise nichts entschieden wird. So tam es denn auch, und mit dem General der Kavalleries. D. Graf Wartens. Urtheilsfähigen von aller Gehässigkeit gegenüber schädlichen nur der erwünschten Phraseologie halber läßt unser Selb leben- Garow wegen der event. Uebernahme des Reichstanzler. Mitmenschen, gegen welche wir uns zweifellos durch Sicher die überlieferten und heute noch herrschenden ethischen Bor- amts unterhandelt hat. Diese Unterhandlungen scheiterten, heitsmaßregeln schüßen, doch die wir vom Stanpunkt dieser urtheile" aufmarschiren, denen eine vorsichtige Kiminalpolitit weil Graf Wartensleben ebenso wenig wie Fürst Satzfeld geneigt Erkenntniß gewiß nicht mehr mittels Vergeltungsstrafen Rechnung tragen müsse, auch wenn sie wissenschaftlich sie gewesen wäre, Reichskanzler zu werden mit dem mehr oder minder bestimmten Biele, einen Konflikt mit dem martern, foltern, entehren oder gar abschlachten dürfen, wie man als Vorurtheile verwirft." Ja, fo! Wenn man am Reichstag auszufechten. Später find noch vers es bisher, im verhängnißvollen Bann der Willensfreiheits. Ende doch wieder in den altgewohnten Stall zurück schiedene andere Persönlichkeiten als muthmaßliche Kandidaten Sypothese stehend, so überaus reichlich und grausam gethan trabt, dann war es kaum der Mühe werth, die für den Reichstanzlerposten genannt worden. Jezt, nachdem der Wer An stelle der bisherigen Vergeltungsstrafen, der Krippe überhaupt zu verlassen. zum Nach große neue Marineplan vertagt oder fallen gelassen ist, sind Bellengefängnisse, Zuchthäuser und der Todesstrafe ver- theile von Sträflingen Mitgefühls- Ausnahmen( das sind vielleicht die Chancen des Fürsten Haßfeldt wieder langen wir, sei es unter der Form der Isolirung, sei die überlieferten ethischen Werth- Urtheile!) zuläßt, wird sich gestiegen. Man wird aber gut thun, sich in dieser Hinsicht es unter anderen Formen der Bevormundung die bloße auch zum Nachtheile von Nichtsträflingen zu solchen verstehen, auf keine Prophezeiungen einzulaffen, sondern stets auf le berraschungen gefaßt zu sein. In dem Augenblick, Sicherung der Gesellschaft vor solchen Individuen, die sie und wer es sogar für gerecht hält, daß jene unglückliche wo Fürst Hohenlohe wirklich einmal zurücktreten wird, kann die gefährden. Wird der durchgeführte Sozialismus auch durch Menschengruppe abfichtlich gequält werde, wird sich auch Wahl des Kaifers ebensowohl auf den Fürsten Haßfeldt oder Die Ausgleichung der wirthschaftlichen Lage, die Ausscheidung leicht über die Ungerechtigkeit hinwegsehen, daß man andere den Grafen Philipp Eulenburg, wie auf einen in weiteren der Produktionsmittel aus dem Verkehr und die Aus Menschen unabsichtlich verkommen und zu grunde gehen läßt." Kreisen völlig unbetannten jüngeren General merzung so vieler Ausbeutungsmöglichkeiten, die heute noch Ober, sollte es mehr eine vorsichtige Privatpolitit sein, fallen." Ja, warum auch nicht? Vielleicht erleben wir auch als verbrecherische Anreize wirken, die strafbaren Delifte die den bürgerlichen Workämpfer auf die überlieferten erheblich vermindern, so pflichten wir doch unserem Werth- Urtheile, richtiger: überlieferten Brutalitäten der noch eine neue Aera Köller, in der dieser treffliche italienischen Genossen Ferri darin bei, baß es Bestrafung zarte Rücksicht nehmen ließ? Trifft es sich doch Mann selbst den Kanzlersiz ziert. Wurde doch nach Ver fentimentaler Optimismus wäre, zu glauben, daß in einer wunderbar, daß der den Kongreß begrüßende bayerische sicherung der Deutschen Tageszeitung" der Kaiser durch sozialistischen Gesellschaft all und jede Form von Verbrechen Minister sich der bedrängten Willensfreiheitbesonders an- den Rücktritt Köller's schmerzlich berührt". verschwinden werde. nehmen zu sollen für nöthig hielt. hat." Es ist klar, daß die von uns geforderte Wandlung das Strafrecht auf eine humanere, vom Rachewahn geläuterte 78] Rienzt. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Siebentes Rapitel.| sel ja Das Fest. " Es Annehmlichkeiten der weltlichen Allmacht. giebt heute in Europa nur noch zwei absolute Monarchen, d. h. zwei Fürften, deren Willen allmächtig ist und un" von Spoleto und von unzähligen andern kleineren Staaten Ihr müßt Euch nicht so ängstlich zeigen. Dieses kann und Städten, sondern auch die des furchtbaren Visconti, nur eine Ehrenbezeigung, feine Rache, beabsichtigen. Ich Fürsten von Mailand, des Obizzo von Ferrara und die denke, wir werden beide dieselbe Einladung erhalten haben." der Beherrscher von Verona und Bologna. Selbst der„ Er, er ladet ladet mich zum Abendessen im Kapitol stolze Malatesta, Herr von Rimini, der später für eine ein; eine freundliche Einladung( die Pest auf seine FreundZeit lang die Macht Monreals an der Spize seiner schaft!) nach diesem geräuschvollen Tage." großen Kompagnie brach, hatte einen der angesehensten Daffelbe hat er mir sagen lassen," erwiderte Orsini, Männer als seinen Repräsentanten geschickt. Johann sich an einen der Frangipani wendend. Das Fest dieses Tages war das glänzendfte, daß man di Vico, der grausamste und boshafteste Despot seiner Diejenigen, welche eingeladen worden waren, fanden in Rom seit langem erlebt hatte. Die Andeutung des Cecco Zeit, der den Waffen des Tribunen anfangs getroßt hatte, sich bald zusammen. Einige riethen zur Flucht, aber diese del Vecchio, welche so treu den Charakter seiner Mitbürger war jetzt, unterworfen und gedemüthigt, in Person gegen sah einem Geständniß gleich, ihre Zahl, ihr Rang, die malte, wie er noch jetzt, wenn auch nicht in solchem Grade, wärtig, und die Gesandten Ungarns und Neapels unter- lange Straflosigkeit, deren sie sich erfreut hatten, und welche in ihrer Liebe zu festlichen Aufzügen und zu äußerem Pomp hielten sich mit denen von Bayern und Böhmen, deren Ge- fast durch die Gewohnheit geheiligt war, beruhigte sie, und fich fund giebt, war für Rienzi nicht verloren. Ein Bei- bieter an jenem Tage vor den römischen Gerichtshof zitirt sie beschlossen, sich einzufinden. Nur der alte Colonna, der spiel von der Pracht des Bankets möge den mehr als worden waren. Das Wehen der Federn, der Glanz der einzige von den Eingeladenen, der von dem Komplot nichts töniglichen Aufwand, welcher auf demselben vorherrschte, Juwelen und der mit Gold gestickten Kleider, das Rauschen wußte, schlug die Einladung aus. bezeugen. Vom Morgen bis zum Abend flossen Ströme der Seide und das Erklingen goldener Sporen, die Töne O!" sagte er, wir haben heute Festlichkeiten genug Weins, wie ein Springquell aus den Nasenlöchern des der Minnesänger von den Galerien her, die Banner und gehabt. Sagt dem Tribunen, daß, wenn er zu Abend speist, großen Pferdes von Erz, daß den Kaiser Konstantin trägt. Wappen an den Wänden, alles bot ein so glänzendes und ich schon hoffe, eingeschlafen zu sein. Graue Haare können Die großen Gäle des Palastes waren jedem geöffnet und prächtiges Gemälde, daß der größte der feudalen Könige so viele Lustbarkeiten nicht mehr mitmachen." reich geschmückt, und die Spiele, Luftbarkeiten und es nur mit funkelnden Augen und mit hochathmender Als Rienzi fich erhob, um aufzubrechen, welches früh Gaukeleien der Zeit wurden überall emfig betrieben. Die Brust hätte ansehen können. In diesem Augenblick war geschah, denn das Banket fand nah am Morgen statt, Tribunessa, wie Nina unklassisch genug genannt wurde, die Ursache und der Herr alles dieses Glanzes traurig und wollte Raimund, der sich gern mit einigen seiner geistunterhielt sich mit den römischen Damen, während der zerstreut, indem er sich des Abenteuers der vorigen lichen Freunde über den Bericht berathen hätte, den er dem Tribun den guten Bischof, der neben ihm saß, schon voll- Nacht erinnerte und der unheimliche Gedanke ihn Bapst machen wollte, sich empfehlen, als der unbarmherzige tommen beschwichtigt und versöhnt hatte. Wenn das Auge erfüllte, daß die Anftifter des Mordversuchs unter seinen Tribun in ernstem Tone zu ihm sagte: die Säle und Hallen überblickte, so sah es den ganzen Adel, Gästen seien. Unter dem Gesang der Minnesänger und die Ritterschaft, den Reichthum und die Macht, die dem fröhlichen Treiben der Menge fühlte er, daß der VerGelehrsamkeit und die Schönheit der Hauptstadt Italiens, rath ihn umschleiche, und das Bild des Skeletts, das in vermischt mit Gesandten und vornehmen Fremden, selbst früheren Zeiten bei jeder Festlichkeit an den Tod erinnerte, von jenseits der Alpen, nicht allein Abgesandte der freien verdüsterte auch ihm den Eindruckt seiner freundlichen Um Staaten, sondern auch der stolzen Tyrannen, die anfangs gebung. Während das Fest am geräuschvollsten war, sah den Uebermuth des Tribunen belacht hatten, jezt aber seiner man Rienzi's Bagen mehreren Patriziern etwas zuflüstern, ift Macht huldigend sich ihr anschlossen. Man sah nicht allein jeder verbeugte sich tief, wechselte aber die Farbe, indem er die Gesandten von Florenz, von Siena, von Arezzo( welches die Botschaft vernahm. lettere dem Tribunen die Regierung übertrug), von Lodi, Edler Savelli", sagte Orsini, indem er selbst zitterte, Würdiger Herr, wir bedürfen Eurer in einer dringenden Angelegenheit im Kapitol. Ein Gefangener, eine Untersuchung, vielleicht( fügte er mit unheimlichem und prophetischem Ausdruck hinzu) eine Hinrichtung wartet auf. uns. Rommt!" " Aber, Tribun!" stammelte der gute Bischof, dieses eine ungewöhnliche Zeit für eine Hinrichtung. Die vorige Nacht war eine noch ungewöhnlichere Zeit tommt!" ( Fortsetzung folgt.) liebiiifttc« Gehorsam heischt: Ter Sultan und der Zar. Und beide Allmächtigen sind auch die zwei Leute.in Europa, die am meisten Angst haben und das elendeste Leben führe». Ter Sultan schließt sich aus Furcht vor Mcnchel- mordern in seinen Palast ein, den er nur selten ver- läßt, und dann stets wohlbcwacht. Aehulich der Zar, der sich noch viel weniger unter Menschen wagt, und dann noch viel mehr Bewachung braucht als der Sultan. Ueber den Aufenthalt„Väterchens" in Breslau und Kiel erzählten wir schon einiges. Heute liefern wir einen kleinen Nachtrag aus der Feder eines bürger- lichen Reporters, der die Brcslauer„Kaisertage" mitmachte. Er schreibt: Das russische Kaiserpaar bewohnte das in der Gartenstraße belegene Sländehaus, und dieses wurde selbstverständlich vor Ein- treffe» der hohen Gaste vom Fundament bis zum Dachfirst auf das Sorgfältig st e revidirt. Darauf wurden in dem Ständehause stark« Militärposten vertheilt und dasselbe gegen die Hinte» anstoßenden Gärten durch eine regelrechte Postenkette völlig abgesperrt. Zahlreiche preußische und russische Polizeibeamte in Zivil hielten auöerdein die Residenz des Zarenpaares sowie die benachbarten Häuser und Straße» besetzt, so daß bvchstäblich es ivohl unmöglich war, daß irgend ein Fremder, der dort nicht hingehörte, sich in der Nähe hätte sehe» lasse» oder gar aushallen können. Wie weit die russische Polizei ihre Borsichtsmaßregelu ausgedehnt hatte, geht am beste» aus dem Umstände hervor, daß sogar der russische Staats- rarh Rakowski, der mit der Ueberivachuna der Nihilisten in Frankreich betraut ist, mit einem hohe» französischen Polizei- beamten, der ihm in seinem schwere» Amte assistirte, nach Breslau bemdnt worden war. Die russischen Polizeibeamten waren sehr reichlich mit Geld versehe» und geizten damit nicht; sie benutzten es vielmehr in sehr splendider Weise, um sich die Portiers oder andere Bewohner der dem Ständehans nahe gelegenen Häuser zu Freunden zu machen, um von ihnen über sämmtliche Bewohner der Straße genaue Auskunst zu erhalten. Natürlich war der Zar. ebenso wie sein Vorgänger, von seiner tscherkessischen Leibwache begleitet, und während der Nacht zu ihm zu gelangen, wäre, da sie. die Hand an dein haarscharfen Handjer, vor seiner Thür die Wache dielten, nur über ihre Leiber möglich gewesen. Bei der Ankunft des Kaiserpaares bildeten Truppen drei Glieder tief Spalier. und hinter diesem w äffen starren den Echutzwall hatte die Polizei einen dichten Kordon gezogen. Aber auch unter der ungeheueren, viel- tausendküpsigen Mensche nniasse waren die russischen und die preußischen Geheim- Polizisten verstreut, und es hätte geradezu mit Satans- tünste» zugehe» müssen, wenn irgend was passtrt wäre. Und doch war die Polizei, trotz der wahrhaft rigorosen Ueberivachung des hohen Gastes unseres Kaiserhauses, in Breslau in mancher Beziehnng toleranter als seiner Zeit bei dem Besuche des Kaisers Alexander III. in Berlin, bei dem bekanntlich kein Mensch in der Einzugsstraße sich an den offene» Fenster», auf Balkouen» Erkern und in der Hausthür sehen lassen durfte. Nun, der bitterste Feind muß dieses unglückliche „Väterchen" bemitleiden.— Tie russische» Spitzclmare», durch die die ei rapäischen Philisterschaaren in Aufregung versetzt werden s. II», erregen sogar bei der deutschen Polizei Biißbehagen. D> s geht aus der folgenden, auf Polizei- Informationen fußenden Mittheilung hervor, die von einer hiesigen Lokal- korrespondenz an die Presse versandt wird. Die Notiz lautet: Als„geschickte Mache" stellt sich die Notiz heraus, welche gelegentlich deS Kaiserbesnches in Breslau fast durch sämmtliche deutsche und russisch« Blätter verbreitet wurde. Es handelt sich um die Notiz, wonach ein Nihilist in Breslau um jeden Preis eine Wohnung in der Nähe deS Exerzierplatzes nahe dem Ständehause haben wollt« und versucht Halle, bei einer alten Frau ein Zimmer für dOO Mark zu miethen. Der Polizei ist es bis jetzt noch nicht möglich gewesen, die betreffende alte Dame, bei welcher ein derartiger Miethsversuch unternommen wurde, zu ermittel», vielmehr deuten ganz bestimmte Anhaltspunkte darauf hin, daß russische Feder», die wiederum in engster Beziehung zu dem russischen Polizei- Agenten Pierre de Rafchkowski stehen, die Mär vom Nihilisten geflissentlich SonnkttgsNlKudevei. Ein französischer Schriftsteller, der zu Studienzweckcn Deutsch la»d bereist hatte, schrieb über Berlin de» merkwürdigen Sag nieder: die deutsche Neichshauptstadt sei das Paradies für— die Männerwelt. Ein gerütteltes Maß von Bosheit war in dieser Behauptung niedergelegt. Der Mann war nämlich als Seine Herrlichkeit, der Freibeuter, aufgefaßt, der in männischer Willkür und unbehindert auf das Weib Jagd machen könne. So «inseitig der Pariser Autor hier die Beziehungen zivischen Mann und Weib ausfaßt, so dürftig seine Studien, die sich vielleicht auf Straßenerscheinungen beschränkt hatten, gewesen sein mochte», es war immerhin nicht uiiinteressant, wie sei»« Be> hauptung begründet.wurde. Je soldatischer, so hieß es, sich ein Boll entwickle, je ausschließlicher die Kriegerkaste und militärische Tugenden in der Werthschätznng steige», um so mehr sinke die Achtung vor der Frau. Ein Volk von Eroberern werde schließ- lich zum Lebensgrundsatz gelangen: Verachte daS Weib. Der Franzose, der in seinen Beobachtungen zugleich seiner inneren Antipathie wider Preußen-Deuifchland und denlsches Wesen Ausdruck gab, hatte wohl eigentlich nicht so sehr die Männerwelt Berlins im umfassenden Sinn, als vielmehr die „Herrenwelt", die Männer aus den herrschenden Gesellschafts- kreisen kennen gelernt; und er mußte auch zugebe», daß in seiner französischen Heimalh als Folge der Ergebnisse von IS70, die mit der Revancheidee eine überschwängliche Verzärtelung militärischen Wesens bei so vielen seiner Lanvesgenossen hervor- brachten, die alt« gallische Ritterlichkeit, die echte„Galanterie" im öffentliche» Verkehr gleichfalls bedenklich abgenommen hätte. Für den Franzosen, soweit er romantischen Begriffen zu« neigt, hat das Wort Galanterie»och immer fetnen besonderen Zauber. Für uns liegt in der geflissentlich betriebene» Galanterie eine innerlich verletzende Nichtachtung des Weibes. Man wirft den„armen, hilflosen und doch begehrenswerlhen Geschöpfen" ein Honigbrot zu, das sie in ihrer Ohnmacht tröste; und es ist kein Zufall, daß gerade dort, wo eine Kriegerkaste ihre Force, ihre„Schneidigkett" am üppigsten entwickelt hat, die Angehörige» dieser Kaste ein völlige» System der süßen Galan» terie, die mit Frauen wie mit Pappen spielt, ausgebildet haben. In der Stadt min, die angeblich das Paradies der Herren- welt ist, lagt heute ein internationaler Frauenkougreß. In die Köpfe unserer dumpfen Bürgerschaft scheint jetzt in Frauenfragen doch wohl ein bischen mehr Licht gedrungen zu sein. Wenn noch vor wenigen Jahren von einem internationalen Frauen- kongreß zu Berlin die Rede gewesen wäre, mit Halloh»nd stumpfsinnigem Gelächter wäre man ihm begegnet und der niedrigst« Witzbold hätte mit seinen frohen Kalauern wie«in Geistesheld geglänzt. Das wohlfeile Banausenspäßlein wagt sich heute nicht mehr so dreist hervor. Vor einem Jahrzehnt noch wurde die kämpfende Frau auf deutscher Bühne summarisch wie eine verdrehte Schraube behandelt, und Theater- stück- Fabrikanten. die die schmählichsten Liebediener aller Pöbclhaftigkeit waren, kounten demonstrativen Jubel« ge« miß sein, wenn st» das strebende Weib in den Aschen- zuerst in deutsche Blätter lanzirt haben. Zum Ver- sländuiß der Leser sei noch bemerkt, daß Herr de R., der sich seinerzeit in Breslau befand, sonst ständig in Paris stationirt ist und über ei» großes Einkommen verfügt, den Zaren auf alle» seinen Reisen begleiten muß. Im übrigen herrscht in den leitenden Kreisen unserer Polizei die begründete Ansicht, daß die letzte» vor kurzem entdeckten Bonlbenverfertiger ein Attentat auf den Zaren nicht planten. Auch hier ist es charakteristisch, daß die e r st e M i t t h e i l u u g, ein Attentat auf den Zaren sei in Paris geplant gewesen, wiederum von russischen Journalisten ausgegangen ist, welche enge Fühlung mit der russischen Geheimpolizei in Paris haben. Was sagen dazu die„patriotischen" Blätter vom Schlage des Stöcker'schen„Volk" und der„Neuesten Nach- richten", die den„Vorwärts", weil wir sofort die russischen Spitzelschwindeleien in beiden Fällen durchschauten und brandmarkten, der Theilnahme für die angeblichen Attentäter bezichtigten? Vielleicht wird es ihnen als Trost dienen, daß sie sich für ihre Leichtgläubigkeit die Anerkennung des Barons Pierre de Rafchkowski(wohl Zivillingsbruder des Bombcnbarviis) verdient haben. Ueber die Melville'schen Entdeckungen selbst liegen keine weiteren Nachrichten vor. Die Polizei ist merkwürdig schweigsam geworden. Dagegen von anderer Seite mehrere Nachrichten, die Herrn Melville und seinen Leuten nicht gefallen werden. Zunächst wird von sehr zuverlässiger und kompetenter Seite versichert, daß der verhaftete„Tynan" ein ganz harmloses Jildividuum sei und nicht die fürchterliche „Nummer Eins", die übrigens eine mythische Person ge wesen zu sein scheint. Ferner erfahren wir, daß der „Nihilist" Nonachowitz oder Rabinowitsch oder wie er sonst genannt wird— der die Bombenfabrikation in New-Uork gelehrt haben soll, gar nicht existirt, und daß die einzige Person, an welche der Urheber der Ente gedacht zu haben scheint, seit vielen Fahren todt ist. Aus London wird telegraphirt: London, 19. September. Das„Echo" konstatirt die Thalsache, daß sofort»ach der Verhaftung der Verschwörer in Rotterdam, Glasgow und Voulogne sur mer alle Blätter von einem Komplott gegen den Zaren berichteten, während heute, nachdem die Entdeckungen in Rotterdam und Antwerpen die Existenz dieses Komplottes erwiesen haben, sowohl in England als in Frankreich die Idee eines Komplottes entschieden b e st r i t t e n wird. Die englische Regierung hat auch noch gar keinen Antrag auf Auslieferung Tynan's gestellt. Inzwischen ist die erwartete Polizeihatz auf Verdächti in Paris wirklich losgegangen. Und so war das„Komplott" also nicht ganz umsonst entdeckt worden.— Auf de»» nationallibcrale» Parteitage werden Bennigsen und H a m m a ch e r nicht erscheinen. Ein nationalliberales Blatt bemerkt dazu schmerzerfüllt: Das ist als wenn man Hamlet aufführen will ohne den Dänen prinzen! Na, ein so tragisches Schauspiel wie Hamlet ist die Komödie eines nationallibcralen Parteitages nicht. Wir würden, was die Personen anbetrifft, auch den Vergleich mit dem alten Polonius für zutreffender gehalten haben. Denn selbst ein Polonius erscheint immer noch wie ein Riese an Geist unter den Rosenkranz und Güldensternen der nationalliberalen Partei.— Der Gegensatz zwischen England und Nuftla»,d tritt in der orientalischen Frage wieder schärfer als seit längerer Zeit zu tage. Und zwar ist dies durch den unbe- sonnenen Versuch englischer Geschäslschristen bewirkt wor- den, welche die englische Regierung zu einem t h ä t i g e n Eingreifen zu gunsten der Armenier bestimmen wollea „Armenische Greuel"— das paßt in den Kram Ruß- lands, aber den Armeniern helfen— das geht nicht. Für die Armenier giebt es— nach russischem Rezept— nur eine Hilfe: von Rußland verspeist zu werden. Und kouimen die Engländer als Retter der Ar- menier, dann würde das Verspeisen seine Schwierig- keilen haben. So knurrt denn die russische Regierungs- winket, an den Kochherd verwiesen. Di« wackersten Pfahlbürger, die verdienstreichsten Berherrlicher preußisch- deutscher Gloire. haben aber in unseren Zeiten nicht selten erfahre» müsse», daß ihre» eigenen Töchtern der Kochherd ungeheizt blieb. Man soll nicht zu viel auf einmal verlangen und ernste Nachdenklichkeit wird freilich niemand von unseren würdigen Pfahlbürger», wie von linsen» Künstlern der Schneidigkeit erwarten. Aber das Krelingelächter ist ihnen vergangen. Der militaristischen frauen» verachlenden Idee stellt sich«ine hart« soziale Roth entgegen. Unbarmherzig deckt sie den Widersinn inännischen Hochmuths auf und vor ihr muß endlich das trivialste Weisheitssprüchlein der Philister verstummen: Eine Jede kann heule Versorgung in der Ehe gewinnen, wenn sie nur will und nicht mäkelt. Und wenn man sich zu spartanische» Grundsätzen bekennen würde, »nd wenn man das klassische Beispiel militaristischer Verachtung der selbständigen Frau befolgen wollte, daS einstmals der Preußen- könig, der Verehrer der langen Kerle gab, als er em hoch- gewachsenes stattliches Weib auffangen ließ und gewaltsam u einer Che mit et»«»» seiner Riesensoldaten zwang— die oziale Roth bliebe trotz allem stärker. Der Jammer so vieler Frauen, die sich ehelich oder außerehelich prostituiren müssen. oder die das schlimmste Geschick ertragen, einsam« Proletarierinnen zu sein. Proletarierinnen ohne proletarisches Bewußtsein, das doch Kampfeslust gewährt, ein Ziel, des Kampfes würdig, Vertrauen auf eine kommend« Befreiung, wäre darum nicht beseitigt und nicht gemildert. I» der meist militaristischen Stadt der Erde«in Frauen- kongreß i Dieser seltsame Kontrast allein ist es, der dem inter- nanonalen Frauentag ein besonderes Merkmal aufprägt. Das Geschehnitz a» sich ist bemerkenSwerth, wenn vielleicht auch die Anregungen, die m der bunt zusammengewürfelten Versammlung austauchen könnten, nur spärlich fließen»verde». Wer das Ge« bahren der bürgerlichen Vorkämpferinnen für Frauenrechte heutzutage verfolgt, der wird gemeinhin an das Wort des Lessing'schen Nathans gemahnt, daß andächtig schwärmen leichter als gut handeln sei. von welchen Mitielchen wird da Großes erwartet; und»velche großklingenden Wahr- prüche und Proteste»verde» losgelassen ohne die geringsten Mitielchen. Welche Zaghaftigkeit im Vorwärtsdringen, wie viel rückständige Anschaunnngen nach allerivärts! Als ständen sie in hypnotischem Bann, so starren die einzelnen je nach ihrem Allheil- mittel und können die vielfach verwickelte» Lebensverhältnisse nicht überschauen. Von ein paar WohllhätigkeitS- Reformen werden herrliche Wunder erwartet. Aus einigen Mädchenlyceen oll ungeahnter Segen erblühen; und wenn man vollends in eierlicher Prozesston mit Frau Sutlner als Borbeterin aufzieht, um den männermordenden Krieg zu beschwören, da empfindet man bereits jene süße Seligkeit, als hätte man in der That grausam« Gewalten niedergeschlagen. Steckenpferde und Liebhabereien übergenug, am Vermögen fehlt es,«in Ganze? zusammenzufassen. Für das weibliche Proletariat, das zu gemeinschaftlichem Kanipse des gesammten Proletariats entschlossen ist, wird darum tt Berliner international« Frauentag von sekundärem Belang presse jetzt gegen England ähnlich wie ein Köter, der vor einem fetten Knochen sitzt, einen andern Hund, der in die Nähe kommt, anknurrt. Die„armenischen Greuel" müssen noch einige Zeit dauern, und der Sultan noch einige Zeit sich der russischen Freund- und Bundesgenoffenschaft er- freuen, ehe die Birne reif ist und den Russen in den Schooß fällt.- Die Befugnisse des a»nerikanischen Präsidenten. In einer Notiz über Bryan hatten wir neulich gesagt, der amerikanische Präsident habe auf die Bundesregierung sehr ivenig Einfluß. Hiergegen wendet sich ein„Deutsch« Amerikaner", der uns schreibt: Der Präsident ernennt nicht nur dir Minister(Sekretäre), sondern auch fast sämmtliche andere höhere Beamte der Bundes« regierung, kann sie auchnachBelieben absetzen. SeineMinister bleiben auch im Amte, wenn die Mehrheit beider Häuser des Kongresses sich gegen sie erklärt. Er ist Oberkommandeur der BundeSarmee und auch der Staatsmilize», wenn sie inden Bundesdienst berufen werden. Freilich kann er bei Unruhen m den Einzelstaaten erst ein- schreiten,»venn sie gegen die Bundesregierung gerichtet sind oder die Staatsbehörden sich zu ihrer Unterdrückung für unfähig erklären und Bundeshilfe in Anspruch nehmen. Aber da Streiks der Eisenbahnangestellten(diejenigen, von»velchen bei dem angeblichen Abkommen zwischen Bryan und den Arbeiterführern die Rede ist) stets zur Unterbrechung der Postverbindung führen und die Bundesregierung das Recht in Anspruch nimmt, aus diesem Grunde dagegen einzuschreiten, so hat jenes Abkommen doch eine sehr reelle Grundlage. Im übrigen sind die Sozialisten in Amerika gegen Bryan und die Silberbcwegung, weil sie sehr»vohl einsehen, daß die Verschlechterung des Geldes nicht im Interesse der Arbeiter liegen kann, weil es langwieriger und kostspieliger Kämpfe be- dürfen würde, um die Löhne in gleichem Verhältnisse mit der dadurch bedingten Vertheuerüng der Lebensmittel zu erhöhen.— Chronik der Btajcstätsbeleidigungs- Prozesse. Am 15. d. Mts. verurtheilte die Konstanzer Straskmnme. den SS Jahre alten Apollinar Weiß von Deilingen(Württemberg) wegen Majestätsbcleidignng zu drei Monaten Gefängniß. I» Radolfzell hat ina» eine» Dieustbuben festgenommen, der in Moos eine Majestätsbeleidigung verübt haben soll. Und endlich ist gegen einen Theologie studirenden Banernsohn in Unter- Harmersbach eine Untersuchung wegen Beleidigung des Groß- Herzog? im Gange.— » Deutsches Reich. -Uferlose Pläne. Im Widerspruch mit den Er- klärnnge» des„Reichs- Anzeigers" wird über die Marinepläne dem„Hann. Cour." aüs Berlin geschrieben, eS sei der Name deS Kontre« Admiral Tirpitz mit dem neuen Flottenplan schon im Januar dieses Jahres in Verbindung gebracht worden. In der letzten Januarwoche verbreitete sich da? Gerücht, Staatssekretär Hollmann habe, iveil er N-uforderungen für die Marine nicht in der Höhe, wie ihm zugemuthet worden, vor den Reichstag bringe» wolle, sein Abschiedsgesuch eingereicht, der Kaiser aber habe dasselbe abgelehnt. Diese Nachricht ward damals allgemein geglaubt. Im Anschluß hieran ward sodann erzählt, das Oberkommando der Marine sei mit der Ausarbeitung einer „Denkschrift"— oder wie man sich sonst ausdrücken»vill, daS Wort ist hier Nebensache— betraut worden, und im Oberkommando sei dem Kontre-Admiral Tirpitz diese Rufgabe zugefallen. Es kann auch nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß diese„Denk- schrift" die Grundzüge der späler vom Staatssekretär des Reichs- Marineamtes für den Reichstag auszuarbeitenden, von de»» Herren Frhr» v. Marschall und Hollmann am 7. Februar und 3. März in der Budgetkommisston angekündigten Vorlage, über die aber der„Reichs-Auzeiger" am 12 September zur Tages- ordnung übergegangen ist, enthalten sollte. Kontre-Admlral Tirpitz sei unmittelbar darauf nach Ostaflen versetzt worden. Die Tirpitz'sche Denkschrift soll den Neubau von drei Panzer- schiffen erster Klasse(als Ersatzbauten für ältere Schiffe) und von sieben Kreuzern verschiedener Klaffen(zum theil gleichfalls nur Ersatzbauteu) vorgeschlagen und dafür im ganzen rund 150 Millionen Mark, die auf 3. höchstens 4 Jahre vertheilt werden sollten, gefordert haben. Nach der Cr» klärung des„Reichs-Anzeigers" vom 12. September bleibe nur die Annahme übrig. daß dieser Plan verworfen sei. Vielleicht würden aber die Tirpitz'schen Vorschläge im Rahmen des nächst- jährigen Elatsentivurfs in die Erscheinung treten. Die Ursachen aber, welche zum vorläufigen Fallenlassen des neuen Flottenplans sein; abgesehen davon, daß ,. B. in der proletarischen Ehe in der Praxis manche Sorgen wegfallen, die den bürgerlichen Streiterinnen nn» Frauenrechte noch den Kopf bedrücken. Gemeinsames Arbeitschaffen führt naturgemäß zu größerer. gemeinsamer Gleichheit, auch»venn dies« nicht staatsgesetzlich verbrieft ist. Sehr wohl kann aber der Kongreß manchen anregenden Funken in die deutsche bürgerlich« Frauenwelt schleudern; für sie, die arg zurückgeblieben ist. wenn man ihr geistiges Niveau mit dem anderer Nationen vergleicht, kann der Kongreß, wenn ihn ein Zug ins Große beseelt, eine Art Vorschule bilden. Noch giebt eS eine» Schwärm von Frauen in Deutschland, die für beides zugleich schwärmen möchten, für Vergangenheit»md Zukunft. Sie möchten den alten Frauenkult nicht missen und wenn es ginge, die Zeiten heraufbeschwören, da selbst die erobernde Kirch«, »m rauhes germanisches Heidenthum innerlich zu überwinden. das„ewig Weibliche" i» mystische Verklärung rückte; und da die vieledlen Ritter nach sieghaft durchgeführten Kämpfen verzückt sich vor ihren Frauen niederbeugte» und da ein„Frauenlob" seine köstlichen Galanterien lebte und sang. Andererseits wollen sie sich als moderne selbständige Wesen geberden, die nicht mehr im Reich der Träumereien leben und ohne Zärteleien auf eigene Füße sich stellen können. Ans diese ewigen Halbschläferinnen, die zwischen Traum und Wachen energielos hin- und herschwanken, könnte der inter» nationale Franenkongreß einwirken. Dieser widerspruchsvollen Schicht der weiblichen Gesellschaft könnte er aufklärend begegnen. Ein kräftiges Gelächter über jene, dt« gegen Bedrückung ich auflehne», weil sie«igenkräftig und selbstbewußt genug sind und die dennoch wie verliebte Kätzchen im Märzen- inondscbein einherschleichen und im bekümmerten Herzchen nach alter Galanterie, nach altem Frauenkult lechzen! Die völlig kumpf gewordenen Frauenmaffen, die ihr LebenSglück darin preisen, wenn sie im häuslichen Harem nur monopolisirt wallen, wird kein Gelächter aufrütteln und kein flehentliches Bitten wird ihr« geistige Trägheit stören. �Ixlu». Vunpt und MHVnenfihtztft. Zum Thalia- Theater ist also daS frühere Adolph Ernst- Thealer, die lieblich duftende Bläthe nach dem Geschmack deS Berlinischen Kleinbürgers, wie er sich nach 1870 entwickelt hat. verwandelt worden. Nicht mehr soll in der Dresdenerstraße da? hohe Lied mit dem ewigen und ewig schönen Refrain;„Uns kann k e e n e r" gepflegt werden, nicht mehr sollen bunt uni- sormirt« Frauengruppen bald Infanterie- bald Kavallerietruppen in verherrlichendem Tableau darstellen und so mit edlem Doppelsinn nützlichen Patriotismus mit pikanter Augenweide bieten. Herr Haasemann, früher am Wallner- Theater, wird mit der alten Tradition brechen, zumal sie in den jüngsten Jahren sogar nicht profitabel war und Herrn Ernst, ehe er sich als Voll- Millionär zurückzog, noch so manchen schweren Batzen kostete. Herr Haasemann will vorzugsweise daS französische Liederspiel. die Pariser Burlesk« im Thalia-Theater vorführen,«m Freitag " gar alle Arbeiterblätter hiervon Notiz nehmen möchten, damit bie Arbeiter bei eventueller Gelegenheit es vermeiden, diesem saubern Franzerl aus Würzburg ihre Groschen hinzutragen. Afrika. Parket- Nachrichten. So kann jeder Landwirth feit dem geführt haben, bleiben bis auf weiteres im Dunkeln. Wahrschein| diesem Vortrage mit: lich aber hätte der Kaiser die Tirpig'schen Vor- 1. Mai 1895 feine Felder kostenfrei auf ihren Kalt E3 wird eine Probe schläge als noch nicht weitgehend genug angehalt untersuchen lassen. gesehen, während der Staatssekretär des Reichsmarineamts, Ackererde( aus den vier Ecken und aus der Mitte des Feldes deffen Anschauungen sich überhaupt keineswegs in allen Punkten mit entnommen) an die Versuchsstation Möckern gesandt, worauf Kairo, 19. September. Die Derwische haben Kerman ge benen des Kontre- Admirals Tirpit deckten, das Maß jener Vorschläge man eine fachverständige, die fernere Behandlung des Bodens räumt; bei der Ankunft der egyptischen Truppen ſetzte die als das äußerste bezeichnete, deffen Bewilligung im guten vom angebende Auskunft erhält. Die aus der Staatstaffe gewährte räumt; bei der Ankunft der egyptischen Truppen sette die Reichstag zu erwarten wäre, eine Anschauung, die zweifellos Unterstützung, wenn jemand die Einführung neuer dortige Befagung über den Nil und nahm in El- Hafir Stellung. vom Reichskanzler unterstützt worden ist. Infolge dessen habe Sämereien, neuer Kartoffelforten und dergl. plant, ist be Diese wurde alsbald von drei Dampfern beschlossen. Die Berman, im Hinblick auf die gesammte innere Lage, vorgezogen, trächtlich, ebenso die Summen, die für Förderung des lufte auf englisch- egyptischer Seite sind unbedeutend; ein Oberst vorläufig davon abzusehen, dem Reichstage einen neuen Flotten- Flach 3 baues bereit gestellt sind. Außerdem sucht man den erlitt eine leichte Verwundung. Ein Dampfer der Derwische plan zu unterbreiten, im Rahmen des Etats aber zu fordern, legteren zu heben, indem man gedruckte Anleitungen über wurde zum Sinten gebracht. Die drei Kanonenboote, welche Gl was irgend durchzusehen ist. Anbau, Röftverfahren 2c. herausgiebt und Saatgut und Dünger Haftr beschlossen hatten, gingen alsdann Nil aufwärts nach mis Man sieht hieraus, daß uns der Marinekonflikt nicht erspart umsonst beschafft. Die Rindviehzucht hat die Regierung Dongola zu. werden wird. neuerdings dadurch wieder zu fördern gesucht, daß sie in Ver bindung mit der Auerbacher landwirthschaftlichen Schule den Den Antisemiten widmen die Grenzboten" iefen unterricht eingeführt hat, wo die Vermehrung und Bur Beachtung! Wie bereits bekannt gegeben, werden die folgende zutreffende Belehrung über ihre für einen AnBerbefferung des Futters burch Bewässerung, Düngung, Be Bertreterinnen der Arbeiterinnen nicht an dem internationalen hänger der heutigen Gesellschaftsordnung ganz widerfinnige Hebe arbeitung der Wiesen mit Eggen u. dergl. gelehrt wird. Die gegen die jüdischen Kapitalisten: Unser ganzer Gesellschaft Landeskultur- Rentenbank und der Landwirthschaftliche Kredit: Frauenkongres theil nehmen, der hier in Berlin vom 19. bis 28. September tagt. Um nun allen, besonders den zur Zeit an zuland hat ein ungeheures mobiles Kapital, Papierkapital, verein dienen der bequemen und billigen Beschaffung wesenden bürgerlichen Frauen, welche dem Kongreß beiwohnen, fittives Kapital zur Voraussetzung. Der Kaufmann, der Fabrik- vonkapitalien für landwirthschaftliche 3 wede. wefenden bürgerlichen Frauen, welche dem Kongreß beiwohnen, beſizer, der Großgrundbesitzer, ja auch der Handwerker und der Die Regierung gewährt, auch Beihilfen zur Bornahme von Pro Gelegenheit zu geben, die Gründe kennen zu lernen, die bei der Ablehnung leitend waren, werden in 2 Voltsversamm. Bauer, sie alle arbeiten damit, und wenn sie noch so wüthend fektionsarbeiten, Anlegung von Düngerstätten und Jauchegruben, Iungen am 28. September in den Arminhallen, Kommandantenüber das mobile Kapital schimpfen, so meinen sie im grunde genommen weiter nichts, als daß sie mehr davon haben und zu Aufforstungen, zur Förderung des Obst- und Gartenbaues, ftraße 20 und am 25. September in Martens Festfälen, der Bienenzucht, Fischerei, Kaninchenzucht, sie seht Prämien Friedrichstr. 286, Frau Bettin, Frau v. Gizy di Braun weniger Zinsen dafür bezahlen wollen, während sie aus für landwirthschaftliche Buchführung, für mehre nichts dagegen haben, wenn ihnen das Geld, das sie selbst ausleihen, hohe Zinsen bringt. Und ruht nicht die Militärmacht, jähriges Halten guter Zuchtbullen 2c. und hat die Ein- und andere über die verschiedenen Punkte referiren. Um recht damit aber die ganze Staatsverfaffung Europa's auf diesem richtung der Wanderlehrer geschaffen. Die neuen land zahlreichen Besuch dieser Versammlung bittet die Vertrauenswirthschaftlichen Schulen werden vom Staate unterhalten, person Frau Ottilie Bernt. Kapital? Wie wären die europäischen Kriege und der bewaffnete ben Darlehnskaffen liefert er die erforderlichen Geschäfts- Postalisches. Vor dem Schöffengericht in Nordhausen Friede möglich ohne die enormen Staatsschulden! Will aber irgend eine Partei, außer der sozialdemokratischen, eine Aende bücher, den Geldschrank zc., ben Bucht- und Bullenhaltungs-, wurde über einen Prozeß verhandelt, den die Reichspoft gegen den Verkaufs- Genoffenschaften landwirthschaftlicher Produkte und unfer dortiges Partei- Organ, bas„ Nordhausener Volts. rung dieses Zustandes? Bewahre! Alles, was nicht Sozial- anderen Bereinigungen gewährt er alle nur denkbaren Erblatt", angestrengt hat. Das" Nordhäuser Volksblatt" hat demokrat ift, geizt ja nach dem Ruhme, zu den Staatserhaltenden leichterungen und werfthätige Unterstützung und die landwirthschaft seinen Druckort in Erfurt. Die Zeitungsauflage wird gerechnet zu werden. Will man aber den Zweck, so muß man lichen Kreisvereine sind mit reichlichen Geldmitteln von Staats im Packet alltäglich nach seinem Berbreitungsort Nord. auch die Mittel wollen. Das mobile Kapital ist nicht denkbar ohne einen Stand von Geldleuten, an denen natürlich von dem wegen ausgestattet, um turzer Hand mit kleinen Mitteln" in haufen gesandt. Darunter befanden sich auch die für die Abonnenten in Salza bestimmten Exemplare. Diese wurden Goldregen, den sie in Gefäße sammeln und vertheilen, ein erfleck- ihrem Wirkungstreife einzugreifen. Man sieht, über den guten Willen der Regierung, die täglich durch eine Botenfrau vom Nordhäuser Zeitungsexpedienten liches hängen bleibt. Wer die Börsenjuden nicht will, der mag Landwirthschaft zu fördern, fönnen sich die Agrarier unseres abgeholt und dann durch die Frau ausgetragen. Die kaiserliche den Ernst seines Willens dadurch beweisen, daß er gegen bas Militärbudget ſtimmt und die Aufhebung aller Kreditinstitute engeren Baterlandes nicht beklagen. Herr Zuchtinspektor Dr. Operpostdirektion Erfurt fand dies unzulässig. Sie behauptete, fordert. Will man das aber nicht, so ist es doch ziemlich gleich- Klepl hätte seinem Vortrage noch anfügen fönnen, daß die der Ursprungsort des Blattes sei Erfurt und es sei gemäß den giltig, ob der Finanzmann Bleichröder heißt und ein Jude ist, fächsische Regierung durch ihre Vertretung im Reiche auch nicht postalischen Bestimmungen nur in einem Umkreise von 2 Meilen oder ein Chrift namens Hansemann." zurückgestanden hat, die Agrarier durch Liebesgaben zu unter- dieser Stadt die Verbreitung des Blattes durch Privatpersonen zu Das ist durchaus richtig. Vielleicht kommen die Grenzüben. Aber freilich, die Agrarier betrachten diese kleinen gestatten. Es wurde deshalb gegen den Verlag eine Anklage auf boten" auch noch einmal zu der weiteren Erkenntniß, daß der Mittel" in ihrer Unerfättlichkeit als recht unbedeutenden, zum Bortohinterziehung erhoben. Das Urtheil lautete für beide Angeklagte boten" auch noch einmal zu der weiteren Erkenntniß, daß der mindesten selbstverständlichen Kleinfram. Sie wollen eben, daß auf vierfache Erstattung des Portos, welches eine direkte Zusendung Kapitalismus an sich verderblich ist für die menschliche Ge- man ihnen das Belo bireft in die weiten Taschen schüttet. Die der Beitungen an die Salzaer Abonnenten verursacht haben würde. fellschaft.Da in einer ähnlichen Sache vor längerer Zeit gegen den Genossen Grimpe in Elberfeld, ben Verleger der Freien Preffe", ein Urtheil der obersten Instanz ergangen ist, fo rathen wir den Nordhausener Genossen, fich nach Elberfeld zu wenden, wo sie Auskunft darüber erhalten werden, ob bie Roburg, 18. September.( Gothaer Boltsblatt.") Daß die Berufung gegen das schöffengerichtliche Urtheil Aussicht auf freisinnigen in unserer Nachbarstadt Neustadt mit allen mög- Erfolg hat oder nicht. Um weiteren Prozeffen vorzubeugen, wird lichen Mitteln lämpfen, um das Mandat zum Landtage ihrem es am Blaze sein, wenn sich die Verleger auch der übrigen etwa bisherigen freisinnigen Vertreter, Herrn Arnold, zu erhalten, noch in Frage fommenden Parteiblätter beim Genoffen Grimpe und dabei den Sozialdemokraten, ihren gefährlichsten und über das erwähnte oberstinstanzliche Urtheil informiren. Bolizeiliches, Gerichtliches c. einzigen Gegnern eins auszuwischen( die Nationalliberalen fanabends gegen 9 Uhr in dem dicht am Bahnhof isolirt stehenden leidigung des sächsischen Minifteriums, die unser Redakteur bidiren dort garnicht) zeigt folgender Fall. Ami 8. d. M. tam- Die Sächsische Arbeiter Zeitung" schreibt: Die Be Fabritgebäude des Herrn Landtags Abgeordneten Arnold Feuer Wittrisch gelegentlich des Feldzuges wider die Wahl-In Hamburg war bei den Bürgerschaftswahlen von aus, und am 10. September erschien in der dortigen Bandesrechts verschlechterer verübt haben soll, unterlag der unferer Partet der Versuch gemacht, einen Kandidaten durchzeitung" folgender Wahlaufruf: Revision des Reichsgerichts. Das Dresdener Landgericht hatte zubringen. Aufgestellt war der Kleinhändler Ehlers. Gr Er Bürger der Stadt und des Wahlkreises am 13. April 3 Monate Gefängniß als Strafe verhängt, weil blieb indeß bei der gestern vorgenommenen Wahl in der vom Leitartikel unserer Zeitung 7. Februar das Minderheit. Daß bei diesen Wahlen leider noch kein Ranbibat von unserer Partei durchgebrungen war, erklärt sich aus Gebenkt des 8. Septembers 1896. Möge diefe Brandfackel Ministerium und die Landtagamajorität scharf angegriffen ber Eigenart bes Wahlsystems. Wähler sind nämlich nur die Euch erleuchten mit bürgerlichem Mannesmnth für das Vater wurde. Die Verschlechterung des Wahlrechts wurde als politische jenigen, die fich das Bürgerrecht durch Bahlung eines Einstands. land, für Eure bürgerliche Ehre und für das Gemeinwohl bei Kurzfichtigkeit, als Bergewaltigung der arbeitenden Voltsschichten, gelbes von 30 M. erfauft haben. Und zu einer solchen ein- den Wahlen einzutreten! Lauheit ist bei der heutigen politischen als Diftatur des Geldfaces bezeichnet. Das Gericht erkannte an, Weigand. daß Wittrisch in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt hat, maligen Geldausgabe ist immer nur eine verschwindende Minderheit Lage ein Verbrechen an den Mitmenschen. von Arbeitern in der Lage. Daher kommt es, bas unfere Bartei Mein! G3 ist ein Komiter und Mufiftünstler aus Würzburg mit hauptet worden beshalb bie Verurtheilung. Das Reichsgericht Wer ist nun dieser Weigand? Etwa ein Neuftäbter Bürger? aber es feien falsche Thatsachen in beleidigender Absicht be in Hamburg wohl alle 3 Reichstags- Mandate, aber feinen Si tamen Weigand, auch genannt Franzerl, welcher an dem Brand- hat keinen Rechtsirrthum, feinen Verstoß gegen die prozessualen in der Bürgerschafts- Bertretung hat erringen können. abend, also am 8. September, in einem Bourgeoisverein Vorschriften finden können, es hat die Revision verworfen. Ronzert geben wollte. Also dieser Bursche, der, nebenbei gefagt, Damit ist das Urtheil sächsischer Richter rechtskräftig geworden. auf die Arbeiter ebenfogut angewiesen ist, wie auf die sogenannten Unfer Rebatteur wird ins Gefängniß wandern. besseren Streife, erbreiftet sich, diesen Brand mit den Wahlen in glaubt, das Bolt ändere sein Urtheil über die Spaltung bes Berbindung zu bringen, und die dortigen Sozialbemotraten Wahlrechts in Klaffen, über die Erhebung des Geldsacks zur un indirekt der Brandstiftung zu beschuldigen, welches Gerücht sich umschränkten Herrschaft? Das wird nicht geschehen! Das Bolt auch fofort in Roburg verbreitete. Eine größere Gemeinheit ist wird ankämpfen gegen die Schmälerung seines Rechts; es wird wohl noch nicht dagewesen und es wäre nur zu wünschen, wenn und muß sein Wahlrecht zurückerobern! Die agrarischen Heuchler veröffentlichen in der Deutschen Tages- 3tg." folgende Notis: Russische Milch so wird uns geschrieben beabsichtigen Molkereien und Käsereien an der russischen Grenze zu importiren, um dieselbe auf preußischem Gebiete zu verarbeiten. Bei dem gänzlichen Mangel an Veterinärpolizei in Rußland bedarf es wohl nur dieses Hinweises, um die Aufmerksamkeit der töniglichen Staatsregierung auf diese neue drohende Einschleppungsgefahr aufmerksam zu machen." Natürlich handelt es sich dabei nicht um Rücksicht für die Gesundheit der Volksgenossen, sondern um die Abwehr unbequemer Konkurrenz. Die Bahl der tleinen Mittel", die die fächsische Regierung zur Förderung der Landwirthschaft ergriffen bat, ist, wie der Buchtinspettor Dr. Klepl Auerbach in einem Vortrage im landwirthschaftlichen Verein zu Raas diorf bei Plauen dargethan hat, bedeutend größer als gemeinhin angenommen wird und als namentlich die Agrarier zu gestehen wollen. Die Leipziger Volkszeitung" theilt aus % Freilich war auch sein Part zu dürftig. Durch gewisse wienerische Gigerl, und Dümmlingskomit entzückte ein Herr Ewald fein Publikum mit einem zotigen Souplet. Die Hauptrolle, die Confine aus dem Pensionat, gab Frl. Temer, ein zierlich schmäch tiges Perfönchen, ein zierlich- schmächtiges Talent. " " Anweisungen zu einem Iutrativen Betrieb der Landwirthschaft gelten ihnen nichts. Es ist ganz gut, wenn dem Geschrei gegen über, daß die Landwirthschaft vom Staate vernachlässigt wird, einmal an diese kleinen Mittel" erinnert wird. # " Neustadt! im Doch, wer zum Als Nachmittagsvorstellung eröffnete er fein Theater mit dem Baudeville Cousin Cousin phonischen Benachrichtigung H. sich vergleichen würde. Bei Krug zur Darstellung gelangt. von Ordonneau; und wenn die Franzosen nicht mehr Wiz biefer eigenartigen Sachlage beantragte Rechtsanwalt Dr. Rich. zu ermäßigten Preifen ist für heute und nächsten Sonntag Der aufzutreiben vermögen, als in dieser Komödie, die jeder Wolff die Anberaumung eines neuen Termins, welcher vom Talisman bestimmt. Die Abendvorstellungen beginnen fortan armfeligen deutschen Lieutenantstomödie Lieutenantskomödie zum Verwechseln Borsigenden auf Mittwoch, 28. b. Mts., 1 Uhr mittags, an- wieder regelmäßig um 7/ Uhr. Das Lessing Theaterähnlich ist, so soll es mir leid thun ums Thalia- Theater. Da gefeßt wurde. Gleichzeitig sollen zu diesem Termin die Atten in fündigt für den Sonnabend mit Herrn Engels als Gaft die erste lob' ich mir den Veilchenfresser! Da giebt es noch wenigstens ber Streitfache Lautenberg wider Schultz eingefordert werden. Aufführung von Ostar Blumenthal's neuem Luftspiel Das eine Luftigkeit vom Rafernenhof. Aber der Jäger- Lieutenant in Auch wünscht der Gerichtshof die Borlegung des Buches Eine Einmaleins an, das am Sonntag darauf die erste Wiederholung Cousin Cousine, der sich in seine kleine Cousine verliebt, wiewohl er fie wilde Sache" zum Vergleich mit dem französischen Stüd. erfährt. Herr Engels spielt Sonntag und Mittwoch College Grampton, Dienstag und Donnerstag ben Herr Senator. Monals Erbfchleicherin doch hassen sollte, ist ebenso sentimental- langweilig wie feine ganze Truppe. Herr Deutsch, ein Komiter, der in Die Nationalgallerie hat auf der Ausstellung der Mün tag nimmt Frl. Groß nach fünfmonatiger Abwesenheit von Berlin Hamburg und Dresden sich beliebt au machen verstand, trat in chener Sezession die Bronze Jugend" von B. Ballgren Paris ihre Thätigkeit im Lessing- Theater im Bustspiele Comteffe Guckerl wieder auf, während Freitag eine Wiederholung des Schauspiels einer burlesken Rolle auf und vermochte nicht recht zu wirken. erworben. Seiner Romit gebricht es an Gemüth und Behagen, fo scheint es. Neue Durchbringungsstrahlen? Der Bremer General Halb- Tugend( Les Demi- Vierges) flattfindet. Als Nachmittags. Anzeiger" bringt eine Nachricht, die wir mit Borbehalt wieder vorstellung gelangt sowohl heute wie am nächsten Sonntag geben: Herr F. Dormann, zur Beit in Syte bet Bremen, Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel zur Aufhabe neue Durchbringungsstrahlen entdeckt, welche es ermöglichen, führung. Das Berliner Theater bringt das neue Stitc burch bicke( 22 Bentimeter starte) Gifenplatten zu photographiren. von Hans Olden Die offizielle Frau heute und nächsten SonnEs find bereits über 50 Aufnahmen gemacht. Profeffor Salby, tag, außerdem Dienstag, Mittwoch und Sonnabend. König Ein neues Theater im Südosten. Unter dem Namen Berlin soll sich sehr für die Entdeckung intereffiren. Möglich Heinrich geht Montag, Donnerstag und Sonntag Nachmittag in Szene. Als dritte Abonnementsvorstellung wird Der Better von Boltstheater" foll in Berlin SO., Reichenbergerstr. 84, scheint jetzt alles au fein. Roderich Benedig mit dem neu verpflichteten Romiker Hecht vom anfangs Oftober unter der Leitung des Herrn Richard Anger Theater Wochenchronit. Opernhaus: Sonntag, 20. Mannheimer Hoftheater in der Titelrolle zur Aufführung gelangen. etne nene Bühne eröffnet werden, bie mit der alten guten" La Traviata. Bioletta: Gign. Franceschina Prevosti als Gaft. Heute Nachmittag tommt Der Pfarrer von Kirchfeld mit Herrn Berliner Boffe ihre Glück versuchen will. Die Eröffnungs: Die Puppenfee. Montag: 21. Lohengrin. Lohengrin: Herr Sommerfeld als Pfarrer Hell und Herrn Pohl als Wurzelfepp aur vorstellung foll das Stück von Moser und Jacobson„ Ein vor: Ernst Strauß aus Mannheim als Gast. Anfang 7 Uhr. Dienstag. Darstellung. Der Stellvertreter wird nächsten atentag Burg fichtiger Mann" bringen. Daneben foll in einer neuen Nummer 22. Carmen, Mittwoch, 23.: Der Prophet. Donnerstag. 84. hundertsten Male im Residens Theater aufgeführt. Als Berliner Rückblicke" von Ostar Wagner über die Lokalereignisse Bucia von Lammermoor, Lucia: Signorina Prevosti, Edgardo: Einleitung der Borftellung gelangt am felben Abend ein einBerlins Revue abgehalten werden. Herr Emil Göße, als Gäfte. Die Puppenfee. Freitag, 25. attiger Schwant Ninette im Schnee von Gustav Klietscher, Zu einer wilden Sache" entwickelte fich bas sivilgericht. Das Heimchen am Herd. Sonnabend, 26.: Der Evangelimann. worin Fräulein Marchwordt die Hauptrolle spielt, zur ersten liche Verfahren, welches die Herren Choudens fils bezw. Herr Phantasien im Bremer Rathskeller. Sonntag, 27.: Wilhelm Aufführung. Der Spielplan des Neuen Theaters für Hirschberger gegen den Direktor Richard Schulh vom Central Tell. Tell: Herr Demeter Popovici vom föniglichen diese Woche ist wie folgt zusammengefeht: Sonntag: System als Gast. Anfang 7 Uhr. Ribadier, Besuch nach der Hochzeit; Sonntag Nachmittag: Bu Theater" veranlaßt hatte. Der Streit drehte sich um die neue deutschen Theater in Prag Posse Eine wilde Sache" von Mannstädt und Freund, deren Montag, 28.: Cavalleria rusticana. Der Barbier von Sevilla. halben Preisen: Der Herr Direktor; Montag: System Ribabier, Erstaufführung für Sonnabend Abend angefeßt war. Gegen die Neues tönigl. Opern Theater( Stroll): Sonntag, Befuch nach der Hochzeit; Dienstag; Bum ersten Male: Juana, Aufführung wurde von dem Bertreter von Choudens fils Gin 20.; Graf Effer. Königin Elifabeth: Frl. Anna Haverland als Hierauf: Gine Reifebekanntschaft; Mittwoch und Donnerstag: Spruch erhoben und behauptet, daß das fünfte Bild der Gast. Donnerstag, 24.: Salali. Die stille Wache. Sonntag, 27.: Juana, hierauf: Gine Reifebekanntschaft; Freitag: Syftem wilden Sache" mit geringer Abänderung mit einer Szene Narziß. Schauspielhaus. Sonntag, 20. Goldfische. Ribadier, vorher: Besuch nach der Hochzeit; Sonnabend: Juana, der französischen Posse Le voyage de Corbillon" von Montag, 21.: König Ottokar's Glück und Ende. Dienstag, 22.: hierauf: Eine Reifebekanntschaft; Sonntag, 27. Sept.: Juana, A. Mars( Verfasser von Madame Bonivard) überein- Gin Sommernachtstraum. Mittwoch, 23.: Golbfische. hierauf: Eine Reisebekanntschaft; Sonntag nachmittags: Bu halben 24.: Der Sturm. Freitag, 25.: Bum Breifen: Der Hüttenbefizer. Im Schiller Theater stimme. Zur mündlichen Verhandlung war zu gestern Vormittag Donnerstag, ein Termin vor der 8. Ziviltammer anberaumt, zu welchem für 1. Male: Gin Boltsfeind. Sonnabend, 26.: Gold- fommt heute Nachmittag Philippi's Schauspiel Wohlthäter der ben Kläger der Rechtsanwalt Dr. Rich. Wolff, für den Be- fifche. Sonntag, 27.: Gin Boltsfeind. Montag, 28.: Maria Menschheit, abends 8 Uhr das Shakespeare'sche Luftspiel Was tlagten niemand erschienen war. Der Vertreter des Direktors Stuart. Königin Elisabeth: Frl. Anna Haverland. als Gast. Ihr wollt zur Aufführung. Montag geht Der Bureaukrat in Schulb. Justizrath Kleinbols, hatte sich mit dem Bemerken Das Deutsche Theater bringt heute die erste Wieder- Szene, Dienstag und Mittwoch finden bie letzten Aufführungen entfernt, daß fich die Parteien verglichen hätten. Bon einem holung der Traumdichtung Hannele's Himmelfahrt von Ger von Wohlthäter der Menschheit und Was Ihr wollt ftatt. folchen Bergleich war offiziell nichts bekannt geworden; weder bart Hauptmann und des Lustspiels Ohne Liebe von Ebner- Donnerstag und Freitag kommt Emilia Galotti zur Wiederder Gerichtshof noch der Vertreter des Klägers hatten eine Mit- Eschenbach; die beiden Stücke tommen außerdem in nächster holung. Sonnabend wird zum ersten Male Ein Schritt vom theilung davon erbalten. Die Sachlage wurde noch seltsamer, Woche noch Dienstag, Donnerstag und nächstfolgenden Sonntag Wege, Lustspiel von Ernst Wichert, gegeben. Im 8entral. als Rechtsanwalt Wolff im letzten Augenblick nach dem Bentral Abend zur Aufführung. Die Weber werden Montag und Sonn- Theater mußte die erste Aufführung der Ausstattungsposse Theater telephonirte, um von bem dort weilenden Herrn Hirsch abend gegeben; Mittwoch und fünftigen Montag geht Julius Eine wilde Sache um einen Tag, auf beute, Sonntag, ver berger Aufklärung zu erhalten. Jom wurde vom Theaterfaffirer der Gäsar mit Herrn Rains als Marc Anton in Szene; Freitag schoben werden. Die sur geftrigen Vorstellung gelöften Billets Bescheid, daß die Erstaufführung heute nicht stattfinden werde. Auf tritt Frau Sorma zum ersten Mal nach den Ferien wieder auf baben heute Giltigkeit. Rneisel's Volksstück" Der deutsche eine Anfrage an fein Bureau erhielt Dr. Wolff die Nachricht, und war als Chriftine in Arthur Schnittler's Schauspiel Michel bleibt im Oftenb- heater auf dem Spielplan. daß nach einer von Herrn Hirschberger eingegangenen tele- Biebelei, das in Verbindung mit Kleist's Luftspiel Der zerbrochene l & " al admin and all: 9 $ Gewerkschaftliches. S = des Sinne im Berkehrsunter Leipzig. Die Leipziger Buchbinderinnung müssen dieselben nehmen wie fie find. nahm gestern in einer Versammlung zu den Forderungen der Vorsitzende wendete ein, daß es Sache des Maschinenführers sei, Gehilfen Stellung. Sie beschlossen die Forderungen der Ge- wenn die Blender nicht funktionirten, auf der Strecke anzuhalten hilfen: 91/2 stündige Arbeitszeit inkl. je stündige Frühstücks- und die Sache in Ordnung zu bringen, doch wurde von den und Vefperpause, Mindestlohn 38 Pfennig, aber mit der Klausel Beugen erklärt, daß die Gesellschaft jeden bestrafe, bei minderwerthigen Leistungen es den einzelnen Arbeitgebern zu der auf der Strecke irgend welcher Reparatur überlassen, nach Uebereinkunft zu zahlen, zu bewilligen. halber anhalte und den Betrieb störe. Der VerDie Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Dresdens theidiger Rechtsanwalt Morris plaidirte aus rechtlichen hielten eine Versammlung ab, wo Frl. Haase aus Berlin über: Gründen für Freisprechung. Die Dampf Straßenbahn gehöre Die Frauenarbeit im Handelsgewerbe" sprach. Wiewohl viele nicht zu den Eisenbahn Transporten Anhänger des 58er Verbandes und Antisemiten da waren, wurde§ 316, fie sei lediglich ein privates doch eine Resolution, worin der Anschluß an die" Freie Vernehmen; aber weniger noch fönne eine leergehende Maschine als einigung" versprochen wird, gegen nur eine Stimme an- Transport" bezeichnet werden. Der Gerichtshof schloß sich aber der Ansicht des Staatsanwalts an und erfannte auf einen Gefängniß wandert, während sie und ihre Aktionäre aus den Monat Gefängniß. Wie werden die Direktoren der Dampfstraßenbahn sich abermals amüsiren, daß der Arbeiter ins skandalösesten und gemeingefährlichsten Praktiken den Profit einheimsen. Wie viele Unglücksfälle follen aber noch geschehen und wie viele Angestellte sollen noch ins Gefängniß wandern, bis die heimſen. Wie viele Unglücksfälle sollen aber noch geschehen und Behörden den Direktoren der Gesellschaft das derart betriebene Handwerk legen? von der Versammlungen. Achtung, Schuhmacher! In Nr. 218 des Vorwärts" vom Donnerstag befindet sich ein Versammlungsbericht der vereinigten Ballschuh Fabrikanten Berlins, eingeschickt durch die Firma M. Fürstenheim u. Ko. Auf diesen Bericht haben wir folgendes zu erwidern: Wenn die Herren in die Welt hinaus posaunen, die Arbeiter verdienten wöchentlich einen Lohn von 24 M., so ver schweigen sie dabei, in welcher Arbeitszeit dieser Lohn erreicht wurde und wie viel Personen daran betheiligt waren. Da fast sämmtliche Ballschuh- Arbeiter, hauptsächlich die des Herrn Fürstenheim, außer dem Hause arbeiten, wo sie täglich 15 bis 18 Stunden thätig und Frau und Kinder zu Hilfe nehmen müssen, um das Nothwendige zu verdienen, so ist es tlar, was genommen. unter einer Woche" zu verstehen ist: bei der langen Arbeitszeit und der Hilfe der Familienmitglieder kommen gut 2 Wochen Desterreichisch Ungarischen Staats- EisenbahnAns Wien. Die Arbeiter der Wiener Werkstätten der heraus. Nun haben die Fabrikanten aber auch nicht angegeben Gesellschaft hielten eine Versammlung ab, der auch sechs die Auslagen und die Kosten des Playes, wo gearbeitet wird, Delegirte der Arbeiter aus den Prager Werkstätten beiwohnten. was alles die Arbeiter selber bezahlen müssen. Ferner haben die In dieser Versammlung wurde berathen, was zu thun fei, nach Herren bekanntermaßen die Gewohnheit, für ihre Lohnbeispiele die Verdienste der besten Anbeiter und die gute Geschäftskonjunktur dem die meisten Forderungen der Arbeiter namentlich das Verlangen der Abschaffung der Akkordarbeit auszuwählen. Die gute Geschäftszeit währt aber nur drei bis vier Monate; den übrigen Theil des Jahres müssen sich die Direktion abgelehnt worden waren. Aus einem Berichte, den die Arbeiter mit dem Verdienst von 12, höchstens 18 Paar Ball: ich, daß eigentlich nur die Prager Delegirten unbedingt für den Arbeiter- Zeitung" über diese Versammlung veröffentlicht, ergiebt schuhen die Woche begnügen, dabei haben sie noch zwei bis drei Streit waren. Unter den Wiener Arbeitern wurden ernste und Mal abzuliefern, was jedesmal, da die Arbeiter ein bis zwei wichtige Bedenken dagegen laut. Der Arbeiter Dohner wies darauf Freitag Abend in Deutschen Hof" über die von den Gehilfen Die Mitglieder der Buchbinder Junung beriethen am Stunden weit von Berlin wohnen, einen halben Tag bean hin, daß heuer von 52 Streits der Metallarbeiter 33 zu un sprucht. Das alles haben die Herren Fabrikanten nicht an- gunsten der Arbeiter ausgefallen feien; die Forderungen feien 450 der Innung angehörenden Meistern waren 116 erschienen. gestellten und ihnen bereits zugesandten Forderungen. Von den geführt. verfrüht, die Organisation noch nicht so weit gediehen. Der PartieZu den Fabrikanten, die schon bewilligt haben, kommt noch führer Kreppin erklärte direkt: Was die Prager wollen, geht Gingeleitet wurde die Sigung mit der Erzählung der alten Bor Die Agitationstommission der Schuhmacher Arbeiter Tomschik, der dafür ist, auf den Forderungen zu be 15 Stunden gearbeitet, jetzt verlange man gar 9 Stunden Arbeits uns nichts an, wir haben keinen Grund in den Streik zu treten. 20 Jahren hätten die Buchbindergesellen ohne Murren 14 bis stehen, mahnt doch zu einem klugen Vorwärtsgehen" und machte Zur Berliner Buchbinder= Bewegung. Die Firma darauf aufmerksam, daß die Direktion in manchen Punkten ent- Beit. Nach zwei Jahren aber, das weiß man aus sicherer Quelle, wird man dank der guten Organisation 8 Stunden verlangen; Riefenstahl, Bumpe u. Co., Holzmarktstr. 67, hat gestern gegenkomme. Von einem Streit sei noch keine Rede. Auf den die Arbeiter wollen sich jetzt auch schon alle Gewohnheiten ihrem ganzen Personal die Forderungen bewilligt. Diefer Antrag dieses Redners wurde ein Komitee von 7 Wiener und der Fabrikanten aneignen und echtes Bier trinken 2c. Einer, Erfolg ist für die Bewegung bedeutungsvoll, da es sich um die 7 Prager Arbeitern gewählt, das mit der Direktion in Unter dem der Zopf nicht mehr nach hinten hing, erklärte dem gegen größte Geschäftsbücher: Fabrik Berlins handelt. handlungen treten soll. über, daß man denn doch wohl schon seit 20 Jahren derartige Fortschritte gemacht hätte, daß auch den Arbeitern echtes Bier nicht schaden könne und auch eine Droschtenfahrt fein Vers brechen sei. Im übrigen glaube er auch nicht, daß die Buch binder dazu in der Lage wären, wie er denn überhaupt die Wahrheit der Maurer Champagner Geschichte" und ähnliche Gruselgeschichten bezweifele. Der Große frißt den Kleinen", das war selbst in der Versammlung flar ersichtlich und gab auch Veranlassung zu großen Wehklagen seitens der Kleinmeister. Herr Leiser, Kaiserstr. 6-7, hinzu. S Berlins. Soziales. Soziale Rechtspflege. In Fürstenwalde, wo, wie bereits gemeldelt, ein Tabat. arbeiter Streit ausgebrochen ist, hatte das dortige Ge werkschaftskartell auf Freitag Abend eine Boltsversammlung einberufen, die tros des ungünstigen Wetters von Frauen und Die Hauptergebuiffe der Berufszählung im Deutschen Männern sehr start besucht war. Zweck der Versammlung war, Reiche find soeben vom kaiserlichen statistischen Amte in einem auch, die Arbeiter der übrigen Branchen und Gewerkschaften besonderen Ergänzungsheft" zu den Vierteljahrsfür den Ausstand der Tabalarbeiter zu intereffiren, wobei ganz heften zur Statistik des Deutschen Reiches" publizgirt worden und besonders die zirka 700 Arbeiter der Metallwaaren- Fabrit von durch die Verlagshaudlung von Buttkammer u. Mühlbrecht in Pintsch in betracht kommen. Nach einem Vortrage des Ge- Berlin für den Preis von 1 M. zu beziehen. In dem ErgänzungsDie großen Unternehmer erklärten nämlich rund weg, fie noffen Jahn aus Berlin über das Thema:„ Die Arbeiter im heft wird die Bevölkerung des Deutschen Reiches nach dem müßten die Forderungen der Gehilfen bewilligen. Probst, Rampfe mit dem Unternehmerthum" berichtete Genoffe Börner Beruf zunächst auf den ersten acht Seiten textlich und sodann Dessauerstraße, der größte Fabrikant am Orte, bekannt durch die über die Stellung der Berliner Tabat- und Bigarrenfabrikanten durch ein 117 Seiten umfassendes Tabellenwerk zahlenmäßig niedrigsten Löhne von 14-15 m., hat bereits mit seinen Arzu dem Ausstand in Fürstenwalde. Die Stimmung der Berliner dargestellt. beitern verhandelt und wollte mit Ausnahme von den 331/3 pt. fei im großen und ganzen gerade infolge der bekannten Drohungen Zuschlag für Ueberzeitarbeit( er will nur 25 pet. geben) alles der Fabrikanten äußerst günstig. Die Sammlungen für die Fürstenbewilligen. Die Arbeiter wollen deshalb nicht mit ihm ver walder Streitenden würden eifrig fortgesetzt und den bisherigen handeln und verwiesen ihn an die Lohnkommission. Er erklärte Geldsendungen würden weitere folgen. Jedenfalls sei es erfreu Wie der Bezirksausschus, in Frankfurt a. O. Sie in der Versammlung, er müsse bewilligen, und würde er durch lich, daß der Streit sämmtlicher Tabatarbeiter und Arbeiterinnen Sozialdemokratie bekämpft. Die allgemeine Orts- Krankenkasse die hohen Löhne„ existenzunfähig", so wäre er gezwungen, sein in Fürstenwalde zur Organisation geführt hat, ein Beweiz da in Frankfurt hatte in verschiedenen General- Versammlungen Geschäft zu verkaufen. Nach diesen Erklärungen der Großs für, daß der hohe Werth der Organisation gerade im Kampfe Statutenänderungen beschlossen, die zum Zwecke hatten, eine fabrikanten, welche die 9 stündige Arbeitszeit und 21 M. Normal mit dem Unternehmerthum erkannt wird. Pflicht der Arbeiter sei ältere Bestimmung zu beseitigen, wonach der erste Borsigende lohn anerkennen, tamen die Kleinmeister ins Gedränge. Sie es, während dieses Kampfes den Behörden keinen Anlaß zum Ein- ein Arbeitgeber sein mußte. Der Bezirksausschuß als zu hielten ihren Herren Kollegen vor, daß sie sich die Taschen schon schreiten zu geben durch übereiltes Vorgehen gegen einzelne Streif ständige Behörde versagte aber jedesmal die Genehmigung. gefüllt hätten und 21 M. zahlen könnten. Sie dagegen seien im brecher, die sich ja auch leider hier gefunden haben. In der Zulegt war dem fraglichen§ 43 folgende Fassung gegeben Nachtheil, denn durch die bereits jetzt schon gezahlten höheren Distuffion sprachen Scharlippe und einige andere Genossen worden:" Der Vorstand wählt aus seiner Mitte auf zwei Jahre Löhne der Großfabrikanten würden ihnen die besseren Arbeits fich in gleichem Sinne aus. Jahn wies darauf hin, wie die einen Borfißenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Von träfte entzogen. Schließlich machte man sich gegenseitig den Vors Deutsche Tabatzeitung", das Organ der Fabrikanten, sich in den Vorsitzenden muß einer Arbeitgeber und einer Arbeitnehmer fein." wurf, daß durch die kolloffale Lehrlingszüchterei, die gerade bei hämischer Weise über die unbilligen Forderungen der Tabak- Auch diese Form fand keine Gnade bei der Aufsichtsbehörde. Auf den Innungsbrüdern zu finden ist, viele leistungsunfähige Bucharbeiter auslaffe und den Streit, der nur von Berliner Berlangen ertheilte der Bezirksausschuß einen angreifbaren Bescheid, binder ausgelernt würden, die 21 m. nicht verdienen fönnen. Agitatoren angezettelt fei, als aussichtslos hinstelle 2c. Troß Die Bestimmung habe sich vollkommen bewährt, daß der 25 pet. Buschlag für Ueberzeitarbeit und beschloß bemgemäß. dem er die nachstehende charakteristische Begründung beifügte: Man einigte sich schließlich auf 19,50 M. Normallohn und mehrfacher Aufforderung meldeten sich die anwesenden Gegner Borsi dem Arbeitgeber einzuräumen fei. Auch wolle die Obgleich von einer Seite die Bemerkung gemacht wurde, daß nicht zum Wort. Die Versammlung nahm dann zwei Refolutionen an, worin die gesammte Arbeiterschaft sich mit den Majorität der Arbeitnehmer nur die Arbeitgeber aus der nach der großen Versammlung am Montag bei Nichtbewilligung Ausständigen solidarisch erklärt und dieselben auffordert zum walten zu können, wie sie wolle, und zwar im Intereffe nicht mit sich handeln. Lezteres ist durchaus sicher unb Ausständigen solidarisch erklärt und dieselben auffordert zum Raffenleitung berausdrängen, um dort schalten und die Werstuben am Dienstag leer wären, denn die Gehilfen ließen einmüthigen Ausharren im Kampfe, bis der Sieg endgiltig bersosialdemokratischen Partei. Eine der An erstere Befürchtung tritt bestimmt ein. errungen ist. forderungen des Krankenkassen Gesezes an die Vorstände Zum Schluß ging man aber auseinander, ohne die Bes Die Steinseher und Berufsgenoffen in Hamburg, soweit sei, für die Sicherung des Bestandes der Kasse zu schlüsse für bindend zu erachten. Es wurde mit recht angeführt, diefelben bei Unternehmern beschäftigt waren, haben gestern Abend, forgen, und dazu gehöre die Aufrechterhaltung eines guten daß man 1888 die gefaßten Beschlüsse auch nicht gehalten habe, 500 Mann start, den Generalstreit begonnen. Es handelte sich Einvernehmens der Mitglieder unter einander; dies würde aber denn die Mehrzahl zahlen den damals vereinbarten Lohn jezt ursprünglich um eine geringe Mehrforderung für sogenannte leiden, wenn die Mitglieder unter den Vorsiz eines Arbeit noch nicht; eine Thatsache, welche die Gehilfen diesmal auch Ueberland Arbeit. Das Unternehmerthum machte diese Forde nehmers gestellt würden. Eventuell würden auch viele Arbeit dazu veranlaßte, mit der Junung als solcher nicht zu verrung der Arbeiter zum Ausgangspunkt einer ernstlichen geber aus der Kasse austreten und anderweitig ihren gesetz handeln. Kraftprobe, um die ihm nach und nach unbequem lichen Verpflichtungen nachkommen. Zu befürchten fei Dann wurde noch die Mär verbreitet, die Gehilfenorganis gewordene Organisation womöglich zu sprengen. Dieser Kampf auch, daß die Thätigkeit der Verwaltung leider fation verfüge nicht über allzu viel Geld, die Buchdrucker hätten währt schon 15 Wochen. Tag für Tag wurden Arbeiter aus- würde, weil die Arbeitnehmer nicht so feßhaft seien, nur 500 m. gegeben, in Leipzig und Stuttgart sei die 91/ 2stün gesperrt, welche sich weigerten, unter dem aufgestellten Tarif über wie die Arbeitgeber. Dann besorgten Arbeitgeber die dige Arbeitszeit durchgeführt, und die Streifenden bekämen nicht Land zu arbeiten, und gerade die ältesten und bewährtesten Verwaltung unentgeltlich, während die Arbeiter auf Ents vom ersten Tage an Unterstüßung. Diese Behauptung ist natür Kräfte wurden rücksichtslos auf die Straße geworfen. So wurde schädigung Anspruch machten. Solchen Uebelständen vorzubeugen lich vollständig aus der Luft gegriffen und wird vom ersten Tag beispielsweise bei der Firma Kauffmann ein Arbeiter an dem fei Aufgabe der Aufsichtsbehörde, und diese könne auch nicht an Unterstügung gezahlt. felben Tage entlassen, als er das Jubiläum feiner 30 jährigen einer Aenderung blos um einer Majorität willen zustimmen, die In Stuttgart hat man die neunstündige Arbeitszeit Thätigkeit bei dieser Firma feierte"! Die Zahl der Aus- fich augenscheinlich nicht der Tragweite ihrer Handlungen be- durchgesetzt und in Leipzig fordert man inkl. der Pausen gesperrten ist schließlich auf 100 Mann gestiegen und da die wußt fei; die Arbeitgeber hätten auch ein großes 9% Stunden. Vorläufig haben die Buchbinder nicht nöthig, Sache geradezu systematisch betrieben wurde, so beschloß denn die Interesse an der guten Verwaltung der Kaffe. Der fremde Gewerkschaften um Mittel anzugehen, unfere Schwäger Arbeiterschaft fast einstimmig, durch Proklamirung des General Borstand der Kaffe rief nunmehr das Ober Ver aber, die Buchdrucker, würden sicher etwas tiefer in die Kasse streits diesem Zustand ein Ende zu machen. waltungsgericht an und sein Vertreter machte in steigen zu unserer Unterstützung. Die Buchbinder vers Es ergeht nunmehr an die deutsche Arbeiterschaft, speziell der mündlichen Verhandlung geltend, daß die strittige Be- fügen, ohne was durch Listen eingehen wird, an die Steinsetzer und Berufsgenossen das dringende Ersuchen, ftimmung des Statuts dem Normalstatut entlehnt sei, das der über zirka 80 000 m. und reichen ihre Mittel streng für Fernbaltung des Buzuges, sowie für Bundesrath herausgegeben habe. Wie man ihr unter diefen nicht, so ist ihnen die Sympathie der gesammten materielle Unterstützung zu sorgen, da die Organisation der Umständen die Genehmigung versagen tönnte, sei schlechter Arbeiter sicher, das möge den Innungsbrüdern Steinfeger infolge ihrer geringen Mitgliederzahl( ca. 2800) allein dings sonderbar. Kein einziger der Arbeitnehmer im Bor zur Beruhigung dienen. zu schwach ist, die nöthige Unterstützung aufzubringen. Die stande spiele in der Sozialdemokratie irgend welche Rolle Adresse für Sendungen ist: Chr. Wiese in Hamburg, und gerade die Arbeitgeber wären es, welche die Berichtigung. Man schreibt uns: In dem geftrigen BeNiedernstr. 50. Intereffen der Kasse vernachlässigten; von ihnen seien richt über die Bartei- Versammlung im zweiten Wahlkreise heißt Der Verband der Steinseher. J. A.: A. Knoll zu den Vertreterwahlen zum Vorstande nur vier erschienen, die es auf der 43. Beile Spalte 3 in der 2. Beilage: Demnach ers Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. 64 Vertreter hätten wählen sollen. Der III. Senat des Ober- tlärte der Vorsitzende Antrick und Arons für gewählt, na ch Der Streik der Werftarbeiter in Flensburg dauert un- Verwaltungsgerichts erkannte dahin, daß der von der General- dem die Stimmenzähler erklärt hatten, es hätten bei Dies beruht auf einen verändert fort. Der Fabrikinspektor Regierungsrath Ritters. persammlung beschlossenen Abänderung die Genehmigung bem letzten Kandidaten auch solche gewählt, die schon für die zu ertheilen fei. Die Ausführungen des Rassenvorstandes ersten beiden gestimmt hatten." hausen war ersucht worden, die Vermittlung zu übernehmen; feien richtig, die vorgeschlagene Faffung widerspreche nicht rrthum; die Sache verhielt sich so: Nachdem der Vorfißende die Genossen Antrick und Arons als gewählt berselbe wird jedoch nicht unterhandeln, da keinerlei Aussicht auf dem Gesek. bezeichnet hatte, kritisirte der Stimmenzähler Genosse Jacob eine Einigung besteht. Der Zusammenhalt der Ausständigen ift die Abgabe der Stimmen, indem er hervorhob, daß etliche der gut. Buzug ist streng fernzuhalten. Finanzielle Unterstüßung Anwesenden für drei, vier und sogar alle fünf Kandidaten gewird auch weiter dringend erbeten. Der gemeingefährliche Betrieb der Berlin- Stegliger stimmt hätten, wodurch diefelben doch ihre Meinung nicht tlar Dampf- Straßenbahn- Gesellschaft stand gestern indirekt vor der kundgaben, wer nun eigentlich nach Gotha gesandt werden solle; In Elberfeld stehen die Stucateure schon seit langer ersten Straftammer am Landgericht II. auf der Anklagebant. Denn vorher war ja beschlossen worden, nur zwei Delegirte zu Beit wegen Aufbefferung der Arbeitsbedingungen in Unterhand Der Maschinenführer Albert Müller aus Steglitz war der wählen. lung mit den Prinzipalen. Sie haben nach forgfältigen Erfahrlässigen 3. Wahlkeis. Genosse Vogtherr schreibt uns: In wägungen einen Lohntarif ausgearbeitet und seit Februar ver. fahrlässigen Gefährdung eines Eisenbahntransportes und der schiebene Male die Prinzipale ersucht, in einer gemeinsamen Bu Störperverlegung beschuldigt. Derselbe hat in der Nacht vom Ihrem Bericht über die Parteiversammlung bitte ich die Bemer 16. um 17. Februar eine leere Maschine nach Steglit tung Ihres Berichterstatters, daß ich Punkt 8 Berichterstattung fammenkunft mit den Wertretern der Arbeiter darüber zu berathen. Die Prinzipale haben aber entweder gar nicht oder befördert und ist dabei in einen Möbelwagen hineingefahren, über die parlamentarische Thätigkeit" für den wichtigsten schroff ablehnend geantwortet. Da somit der Weg gütlicher Berber wegen der geringen Breite der Straße dicht an den Punkt hielte, als eine irrige zu berichtigen. Schienen fahren mußte. Der Kutscher des Möbelwagens, Barth, handlungen ausgeschlossen erscheint, haben die Stuckateure be ist dabei am Kopfe äußerlich und innerlich schwer verletzt worden. schloffen, am 21. September überall die Arbeit einzustellen, wo Derselbe ist heute noch nicht arbeitsfähig, obwohl er drei Monate Depeliten und lehte Nachrichten. der Zarif nicht unterschriftlich anerkannt worden ist. 3u8u8 im Krankenhause gelegen hat. Die Folgen der bei dem Bus von Studateuren nach Elberfeld ist daher fammenstoß erlittenen Gehirnerschütterung sind noch heute nicht Frankfurt a. M., 19. September.( W. Z. B.) Dem heute streng fernzuhalten. Die Adresse der Lohnkommission ist: Stuckateur Josef Mertens bei Raspar Hafenegger in behoben. Den Angeklagten traf insofern ein schweres Ver- Nachmittag 4 Uhr nach Hanan abgegangenen Personenzuge schulden, als er nicht genügende Anfmerksamkeit angewendet hat, fuhr bei der Ausfahrt aus dem hiesigen Bahnhofe ein Rangirzug Elberfeld, Alexanderstr. 11b. um den vor ihm fahrenden Möbelwagen zu bemerken, doch suchte in die Flante. Von dem Zugpersonal ist ein Schaffner getödtet, Von den Buchbindern Leipzigs haben bis jetzt sirta er sich durch die Behauptung zu entschuldigen, die Beleuchtung Passagiere sind nicht verlegt; der Materialschaden ist nicht be 900 die bekannten Forderungen bewilligt bekommen. Unter den der Straße sei ungenügend und die Blender an seinen Maschinen- deutend. Beide Geleise sind gesperrt; die Ursache des Unfalls Firmen, die bewilligt haben, befindet sich auch das Biblio- lampen hätten nicht funttionirt. Diefelben rutschten ist bisher noch nicht festgestellt. graphische Institut. oft herunter, bald würden sie angeblakt und in später Abend- Konstantinopel, 19. September.( W. T. B.) Nach türkischen Die Rahmen tröpfer beschlossen, überall dort die flunde verlöschten die Lampen oft ganz und gar, weil der Mittheilungen wurden im armenischen Viertel Jeni Mahalle Arbeit einzustellen, wo bis gestern ihre Forderungen nicht be- Petroleum ausgebrannt sei. Die Beweisaufnahme unterstüßte der Vorstadt Skutari Nobel'sches Nitroglyzerin und Stempel des Die Lampen werden Behauptung. von anderen armenischen Komitees, im Viertel Tarlabaci der Vorstadt Pera willigt worden find. Hauptforderung ist die 56 stündige Arbeits- biefe zeit pro Woche. Personen im Depot bedient, die Maschinenführerlfieben gefüllte und acht ungefüllte Bomben gefunden. Our Rus Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. Gerichts- Beifung. 0 " 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 221. Tokales. Sonntag, den 20. September 1896. 13. Jahrg. Mädchen den letzten Bissen mit ihm theilte und wenn nicht viel- Eine Durchgängerin. Die Buchhalterin G., Tochter eines leicht mitleidige Menschen ihm jetzt helfend beistehen. Die Beamten in einem südlichen Vorort, ist gestern mit einem Check, Parteigenoffen des 1. Berliner Wahlkreises! Am Armenverwaltung fann nicht genügend helfen, weil die Rrante den sie zum Einkassiren von einer größeren Luruspapierfabrit Mittwoch, den 23. September, abends 82 Uhr, tagt eine Ver- noch nicht großjährig ist und ihr Vater noch lebt; arbeiten erhalten hatte, durchgegangen. Von dem Verbleib des Mädchens sammlung des Wahlvereins im Hansaviertel, Flensburgerstr. 24 tann sie nicht, folglich hat sie fein Recht, zu egistiren. weiß man noch nichts genaues. bei Schwandt. Es ist uns gelungen, in dieser Gegend ein Lokal Unsere jezige Produktionsweise vermindert die Zahl der Das spurlose Verschwinden eines jungen Mannes in zu erobern, was für unsere Parteibewegung von größter Be- jenigen, die ein hohes Alter erreichen und damit zugleich die der Spezialausstellung„ Kairo" beschäftigt seit zirka drei Wochen deutung ist. Nun erwächst aber auch den Parteigenossen die Bahl der hilfsbedürftigen Alten, giebt aber eine ungleich größere die Kriminalpolizei. Vor drei Wochen erhielt der als HausPflicht, sich durch regen Besuch an der Versammlung zu betheiligen. F paßt daher nicht mehr für eine der Zeit angemessene Armen- ftellung beschäftigte neunzehnjährige Walker Potike den Auftrag, Anzahl jüngerer Leute dem Glend preis. Das bisherige Schema diener in der Bäckerei von Heil im Vergnügungspark der AusBisher war die Betheiligung im Verhältniß zu unserer Etimmenzahl bei der Wahl nur recht mangelhaft. Partei: Pflege; die Befugnisse müssen sehr erweitert werden. Wenn dann einen Bosten Backwaare zu einem Restaurateur nach der Ausgenossen! Beweist durch Euere Energie, daß der Köllerkoup uns auch keine Ersparnisse gemacht werden können, sondern über den stellung„ Kairo" zu bringen, den er auch ausführte. Der junge bazu anfpornt, immer neue Streiter zu gewinnen. Die Zahl dafür auch manches Menschenleben erhalten werden, was jetzt in Reſtaurants der Sonderausstellung Aufträge für den folgenden Voranschlag möglicherweise hinausgegangen werden muß, so wird Bottle pflegte bei solchen Gängen auch in den übrigen stellen des Wahlvereins befinden sich: 1. bei Sommer, Grünftr. 21, 2. bei Linke, Jüdenstr. 36, 3. bei Preuß, Neue Friedrichstr. 20, Sorge und Entbehrungen zu grunde geht. Tag entgegenzunehmen, ift aber an dem genannten 4. bei Schwandt, Flensburgerftr. 24. Außerdem können die Zur Fortführung der Arbeiten der Volkszählung vom Tage nirgends mehr gesehen worden. Er hat die Parteigenossen in allen Versammlungen ihre Beiträge zahlen; 2. Dezember 1895 sind durch den Etat bereits 65 000. be- Backwaare wie gewöhnlich bei dem Besteller abgegeben, wir ersuchen, hiervon regen Gebrauch zu machen. Der Vorstand. willigt. Jetzt hat nun der Magistrat bei der Stadtverordneten den Empfang derselben quittiren lassen und ist von Eine Volksversammlung findet am Sonntag, den 27. Sep- für das Etatsjahr 1. April 1896/97 ihm zur Verfügung zu stellen eines Selbstmordes des P. erscheint vollkommen ausgeschlossen; Versammlung beantragt, zu diesem Zwecke weitere 30 000 M. diesem Moment an spurlos verschwunden. Die Möglichkeit tember, vormittags 10/2 Uhr, im Fe enpalast statt. Reichs- Die Arbeiten haben seit der Volkszählung 1890 fich nicht allein eine unredliche Handlung seinerseits liegt nicht vor, da er Ge tags- Abgeordneter Genosse May Schippel referirt über die infolge der Zunahme der Bevölkerung vermehrt, sondern auch schäftsgelder an dem betreffenden Tage nicht einkaffirt hat, wie Junungs- und Handwerkervorlage. Die Mittheilung in dem deshalb, weil es wünschenswerth erschien, die Be Bersammlungsbericht des ersten Wahlreises in der Sonnabend- obachtungen auf er überhaupt nur sehr wenige eigene Geldmittel bei sich trug. verschiedene Nummer, daß eine Bersammlung am 27. September in Tempelhof lichen und gesellschaftlichen Lebens auszudehnen. Das jetzt Krankenhäusern, Hospitälern zc. vermochten keine Aufklärung neue Punkte der bürger Alle Nachfragen durch die Gendarmerie und Kriminalpolizei in tagen foll, beruht auf einen Frrthum des Berichterstatters. Der eingearbeitete große Personal wegen Unzulänglichkeit des Mittel über den Werbleib des jungen Mannes zu geben. Walter P. ist am Vertrauensmanu. Ultimo September er. zu entlassen und die Arbeiten bis zum Be 27. Juli 1877 geboren und aus Anlaß der Gewerbe- Ausstellung ginn des Etatsjahres 1897/98 ruhen zu lassen, dürfte sich, wie von seinen Eltern in Stettin nach Berlin gekommen, um bei der der Magistrat glaubt, auch nicht empfehlen; denn hierdurch genannten Firma sofort in Stellung zu treten. würde nicht nur die Fertigstellung der Arbeiten und die Ver öffentlichung der gewonnenen Ergebnisse der Volkszählung verzögert werden, sondern es würde auch die Einberufung und Anlernung eines neuen Personals unnöthigerweise viel Zeit, Geld und Mühe kosten. Achtung! Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" Berlin. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Dienstag, den 22. September bei Uhlih, Badstr. 19, eine Verfammlung stattfindet, in welcher Genosse Borgmann über den internationalen Rongreß referiren wird. Ferner wird gebeten, etwaigen Wohnungswechsel bei der nächsten Bablstelle anzugeben und darauf aufmerksam gemacht, daß vom 1. Oktober ab die Bahlstelle bei Schmiedtke, Perlebergerstr. 28 eingeht und dafür Faber, Stephanstr. 11, eintritt. Der Vorstand. Arbeiterrisiko. Zu einem Bauunfall in der Liebigstr. 40, bei dem Freitag Nachmittag um 31/4 Uhr durch Verschüttung ein Arbeiter getödtet wurde, wird berichtet, daß der Getödtete der 42jährige Arbeiter Ferdinand Walde aus der Wollinerstr. 68 ist. Die durch den Tod des Profeffors Dr. Angerstein Die, Arbeit, die ihm das Leben tosten sollte, war polizeilich Walde war erst seit einigen Tagen auf dem Bau beschäftigt. erledigte Stelle eines städtischen Ober- Turnwarts soll Auf die am Dienstag, den 22. September, Roppenjir. 29 um 1. November cr. wieder besetzt werden. Sie trägt 5100 m. inhibirt gewesen, weil die erforderliche Erlaubniß gefehlt hatte, an baarem Gehalt und außerdem eine miethsfreie Dienst: M. Erst am Donnerstag hatte Walde sie wieder aufgenommen. Es bei Keller stattfindende Boltsversammlung sei hier noch wohnung, welche mit 900 M. Jahreswerth als Einkommenstheil wird nicht berichtet, wen die Schuld an dem Unglücksfall trifft. befonders hingewiesen. Angesichts der bevorstehenden Gewerbeberechnet wird. Erwünscht wird, daß der Ober- Turnwart nicht Das Ende eines Eisenbahnbeamten. Ein furchtbares gerichts Wahlen ist es wichtig, daß namentlich die Ar- nur des Turnens fundig, sondern auch als Arzt approbirt ist. Drama, das auf die Lage der Unterbeamten im Reiche des Herrn beiterinnen die Versammlung besuchen. Der Rechtsanwalt Bewerber haben sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse und Thielen abermals ein grelles Licht wirft, spielte sich vorgestern Wolfgang Heine wird über die Gewerbegerichte und die eines Lebenslaufes beim Magistrat bis zum 10. Oftober cr. zu ab. Von einem Eisenbahnzuge hat sich am Freitag Abend um Stellung der Frauen zu denfelben sprechen. Die Ungerechtigkeit melden. und die Nachtheile, die darin liegen, daß selbst bei diesem, das 7 Uhr der frühere Bremser Hermann Krämer aus der Wollinergewerbliche Leben der Arbeiterin so eng berührenden Gericht mit dem Wahlrecht vor der Frau Halt gemacht ist, sowie die Vortheile und Unterschiede zwischen Laien- Gerichten und Gelehrten Gerichten wird der Redner hervorheben. Die Einberuferin D. Baader. Achtung, 6. Wahlkreis. " Wahrer Die geheime sozialistische Versammlung. Ein phantasie- ftraße 16 überfahren laffen. Der 56 Jahre alte Mann war vor voller Reporter verbreitete vor mehreren Wochen folgende Nach- ungefähr einem Jahre aus dem Dienste geschieden und lebte richt:„ Eine Versammlung unter freiem Himmel" tagte gestern, fümmerlich von einem Huhegehalt, das 25 Mark den Er wohnte zusammen mit einem Sonntag, Vormittag in der Hafenhaide in der Nähe der Wache Monat betrug. und des Pionier- Uebungsplates. Etwa 30 Mann hatten sich unter Sohne, der Schlosser ist einer Tochter, die sich Aus einem Schreiben, das er den Bäumen um ein Faß Bier gelagert, hielten, wie einige Leute durch Näharbeiten ernährt. Den Parteigenossen bringen gehört haben wollen, sozialdemokratische Reden und brachten hinterlassen hat, geht hervor, daß Krämer sich um die Zuwir beim Quartalswechsel folgende Parteifpeditionen bei Hochrufe auf Bebel und Singer aus. Dieselben Ohrenzeugen, unft Sorge machte und daher freiwillig aus dem Leben der Lieferung Des Vorwärts" Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur in Erinnerung: aus Jakob" die das hörten, wollen wissen, daß es sich um eine Deputation scheiden wollte. Freitag Abend legte er sich bei der Nordbahndem zweiten Wahlkreise handle. Die Solidarität station Gesundbrunnen vor einen von Oranienburg kommenden Moabit: Rarl Anders, Salzwedelerstr. 7. Wedding und ging schließlich arg in die Brüche. Sei es, daß Bier und Zug und ließ sich den Kopf abfahren. FünfundOranienburger Borstadt: Emil Stolzenburg, Wiesen- Schnaps, sei es daß Rede und Gegenrede die Gemüther zwanzig Mark monatliches Ruhegehalt nach einem Leben voller ftraße 14. Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grün- allmälig erhitzt hatten, gegen 12 Uhr endete die Versammlung Mühjal im Dienste des Staates. Muß unter solchen Zuständen thalerstr. 64. of enthaler Borstadt: Gustav Rosen- mit einer fräftigen Schlägerei. Ein Schuhmann, der bazu fam, nicht gleich Miquel einem jeden einleuchten, daß es nothwendig thal, Granseerstraße 6. Schönhauser Vorstadt: Karl fonnte allein nicht Ruhe stiften, sondern mußte noch 1 Unter- ist, die Gehälter der höheren Beamten zu erhöhen? Mars, Kastanien- Allee 95/96. offizier und 3 Mann von der Pionierwache zu Hilfe rufen. Genoffen! Die Streitbewegungen des laufenden Jahres be- 15 Mann wurden festgenommen und auf die Wache des Rittergutsbesiger Alfred Gilka Böow auf In einem Anfalle hochgradiger Nervosität hat der weisen, daß die Arbeiterbewegung durch die gegnerische Presse, 47. Polizeireviers gebracht. Einer der Angehaltenen machte Schwufen Selbstmord verübt, indem er sich in einem gleichviel ob die lettere einer politischen Richtung angehört, oder Miene, zu entfliehen, erklärte aber in jämmerlichem Tone, daß Pavillon des Schloßpartes eine Revolverfugel in die Schläfe ob dieselbe sich mit dem nichtssagenden Namen parteilos er im Ernste nicht daran denke, nachdem ein Soldat ihm be- jagte. Als man auf den Schuß berbeieilte, fand man den Be bezeichnet, fyftematisch unterdrückt wird. Dieser Grund reicht greiflich gemacht hatte, daß er ihn im Falle der Flucht nieder- dauernswerthen bereits als Leiche vor. Der Verstorbene, welcher hin, um uns endlich von der heuchlerisch tapitalistischen Presse schießen werde. Auf der Wache des 47. Reviers mußten sich jeder Art frei zu machen. Jeder einzelne muß deshalb bei der fünf Mann ihre Prügelwunden verbinden lassen. Im Laufe des Agitation für unsere Parteipreffe energisch thätig sein. Um eine Tages wurde dann die ganze Gesellschaft nach dem Alexander regelmäßige Bestellung des Vorwärts" bei den im Laufe des play gebracht." Monats verziehenden Lesern zu ermöglichen, ist es unbedingt nothwendig, daß die oben bezeichneten Spediteure rechtzeitig von der neuen Wohnung informirt werden. aus der bekannten Berliner Familie Gilfa stammt, nahm nach feiner im Jahre 1875 erfolgten Verheirathung mit einer Tochter des Brauereibesizers Böhow den Namen Gilta- Bößow an. Er stand im 57. Lebensjahre, war schon längere Zeit nervenleidend und außerdem fast erblindet. Obwohl dies Machwerk in deutlich erkennbarer Weise den Stempel lügenhafter Entstellung an der Stirn trägt, wurde der Artikel von einer Anzahl bürgerlicher Blätter mit großem Be- Befriedigung erregt in zahnärztlichen Kreisen die Ent hagen abgedruckt. Der wahre Sachverhalt, welcher dieser larvung eines gemeingefährlichen Diebes, des Bahnkünstlers Städtische Armenpflege in der Praxis. Nach dem Ab- tendenziös aufgeputzten Nachricht zu grunde liegt, unterlag am Rudolf Dannenberg. Es war schon vielfach aufgefallen, daß schluß der Stadthaupitaffe haben verschiedene Verwaltungszweige Sonnabend der Beurtheilung des Schöffengerichts und eine größere Bahl von Zahnkünstlern und Dentisten zu so ungeringere Mittel erfordert, als im Geschäftsjahre 1894/95 und stellte sich als ein ganz gewöhnliches Trinkgelage mit nachfolgender gewöhnlich billigen Preisen arbeitete, daß dieselben kaum oder den vorhergehenden Jahren. So beträgt die Minderausgabe bei Prügelei heraus, begangen von Personen, die zur Sozialdemokratie noch nicht einmal die Selbstkosten decken fonnten, ohne daß man der Krankenpflege 491 667 m., beim Armenwesen 185 467 m. in gar feiner Beziehung stehen. die Ursache dieser Erscheinung zu ermitteln vermochte. Dieser Hieraus könnte leicht auf eine Verminderung der Armuth ge- Die Arbeiter der Fabrit von Rietschel u. Henneberg hatten Tage erschien in dem Zentraldepot von Ash u. Sons in der schlossen werden, wenn nicht die geringeren Steuereinnahmen eine Landpartie geplant, zu der auch die Firma eine Summe Jägerstraße der Zahnkünstler D. und ließ sich eine Auswahl das Gegentheil bekundeten. Wer nicht mehr Steuern zahlt, spendete. Da der Ausflug nach einem gesperrten Lofal stattfinden Bähne vorlegen. Dabei beobachtete ein Verkäufer, wie D. den muß gänzlich verarmt fein; bei Säumigen hilft der Steuer sollte, betheiligten sich diejenigen Arbeiter der Fabrik, welche fich Theil eines Gebisses plöglich in seiner Tasche verschwinden ließ. erheber, der auch zugleich das Exekutoramt ausübt, nach. zu unserer Partei rechnen, oder auch nur mit derselben sympathi- Er sagte dem Dentisten den Diebstahl auf den Kopf zu und ließ Auf eine Steigerung der Armuth weist auch die Ueberfüllung firen, nicht an der Partie, so daß die indifferenten, beziehungs- den Mann festnehmen. Bei einer sofort vorgenommenen Durch des Moabiter Untersuchungsgefängnisses hin, welches jest zwei weife ordnungsparteilich" gesinnten Elemente unter sich waren. fuchung seiner Tasche wurden 168 Zähne, die er soeben ge hundert Menschen mehr beherbergt, als die Zahl beträgt, für Da die verfügbaren Geldmittel bei dieser Gelegenheit nicht voll- ftohlen, vorgefunden. Der Dieb räunite eine weitere Reihe welche es eingerichtet ist. Wie allbekannt, nimmt die Zahl der ständig draufgringen, so legten die Betheiligten am Sonntag, Strafthaten ein. Verbrecher mit der größeren Mothlage zu. Nicht gar selten be- ben 19. Juli in der Hasenhaide ein Faß Bier auf, dem sie richten die Zeitungen von Selbstmorden aus Noth, von Leuten, wacker zusprachen und auch anderen, zufällig in ihre Nähe Wilhelm Glimpel aus der Müllerstr. 14 a jetzt erlegen. Der be Seinen Verlegungen ist der 68 Jahre alte Arbeiter die auf der Straße vor Hunger umfinken, oder solchen, die aus dem tommenden Personen zu trinken gaben. Unter anderen fand sich jahrte Mann, der in der Fabrik von Hasse in der Lindowerstraße Krankenhause entlassen, noch schwach, ohne Mittel und Wohnung, auch ein Schlangenmensch ein, der seine Künste produzirte. Zum arbeitete, war, wie wir schon mittheilten, dem Viktualienhändler durch die Straßen irren, bis sie beim Betteln abgefaßt werden. Schluß entspann sich eine blutige Schlägerei, in deren Folge gestern Fritz Herrmann aus der Lindowerstr. 21 für Schnaps 60 Pf. Aber nicht jeder Hilfsbedürftige hat bei der jeßigen Organi sieben Theilnehmer des Gelages, sämmtlich bei Rietschel u. Henne- schuldig geblieben. Um diese geringfügige Schuld tam es sation der städtischen Armenverwaltung ein Anrecht auf Unter- berg beschäftigt, auf der Anklagebank Platz nehmen mußten, heute vor acht Tagen abends vor dem Hause des Gläubigers zu stüßung; diese ist hauptsächlich für alte, arme, arbeitsunfähige um sich wegen vorfäßlicher Körperverlegung zu verantworten, einem Streite, bei dem Herrmann den Glimpel mit der Fauft zu Menschen berechnet. während ein Schuhmann und sechs von den zufälligen Theil- Boden geschlagen haben soll. Beim Aufschlagen auf das StraßenDurch unsere wirthschaftliche Entwickelung werden jedoch nehmern des Gelages als Zeugen auftraten. Diese beiden pflaster erfitt Glimpel einen Schädelbruch und Sonnabend täglich viele Leute in arbeitsfähigem Alter arbeits- und damit Kategorien der Zechgenossen standen sich bei der Prügelei als Morgen ist er im Krankenhause an einer Blutung in der Gehirns subsistenzlos. Diesen gegenüber giebt es fein Erbarmen; es ist Parteien gegenüber. Wer von beiden die Ursache zum Streit säule gestorben. Für Herrmann wird die Angelegenheit nun ein diesen Unglücklichen fast unmöglich, irgend etwas von der Stadt gegeben hatte, ließ sich nicht feststellen. Nach Angabe der Zeugen um so ernsteres Nachspiel vor dem Strafrichter haben. zu erhalten. waren es die Fabrifarbeiter, welche tüchtig auf ihre Gegner eingehauen Ein Fall sei hier mitgetheilt, der charakteristisch dafür ist, haben. Wie ein Zeuge aussagte, fißen bei weitem nicht alle Schläger wie arme Menschen schuldlos dem Verkommen preisgegeben sind. auf der Anklagebant, auch den Werkmeister der Fabrit habe er Ein Mädchen, für seine 19 Jahre dürftig entwickelt, ist seit mit einem Schlagring bewaffnet gesehen. Der Gerichtshof sprach März vorigen Jahres nerventrant. Bis zu seiner Erkrankung fünf der Angeklagten frei, weil deren Schuld nicht erwiesen erwarb es sich durch Mäntelnähen den Lebensunterhalt. Als verden konnte, und verurtheilte zwei derselben zu je einem Monat es noch ein 112jähriges Kind war, starb ihm bereits die Mutter; Gefängniß, da er für festgestellt erachtete, daß sie in roher, Durch eine verhängnißvolle Verwechselung hat sich am es wurde zu einer Frau in Pflege gegeben. Der Vater wohnt mitleid- und erbarmungsloser Weise einen schon am Boden Sonnabend in früher Morgenstunde der Gastwirth Wilhelm irgendwo in Schlafflelle, er ist oft nicht im stande, das Schlafliegenden Gegner, der von einem Zeugen bereits für todt ge- Schirrmeister aus der Neuen Friedrichstr. 81 eine schwere Vergeld für sich selbst aufzubringen, geschweige denn für seine Tochter halten wurde, noch mit den Stiefelabfäßen bearbeiteten. giftung zugezogen. Aus dem Schlafe erwacht, stand er auf, um etwas zu thun, die ihm zudem gänzlich fremd geworden ist. Die Die Sperrmaßregeln bei Paraden will der Polizei- feinen Durst zu löschen, ergriff aber in der Dunkelheit eine Flasche Krantentaffe war nur für 13 Wochen zur Leiſtung verpflichtet, präsident v. Windheim, wie aus einem Bescheid auf eine Be- mit Ammoniak und nahm davon einen fräftigen Schluck. Man ein Zeitraum, der längst verstrichen ist, denn die Krankheit dauert schwerde des Abg. Rösicke hervorgeht, in Zukunft auf das Noth- mußte ihn sofort in ein Krankenhaus bringen, wo er schwer bereits 1/2 Jahre. Aber selbst die Kasse bewilligte nicht die wendigste" beschränken. Ja, wir denken doch, daß in den darnieder liegt. nöthigen vier Liter Milch, die die Kranke täglich als einziges Augen des Polizeipräsidiums die Sperrmaßregeln Nahrungsmittel zu sich nehmen sollte. Wohlthätige Menschen immer, auch wenn fie im weitesten Umfange geübt wurden, auf vormittags 10 Uhr, gesehen haben, wie an der Ecke der HolzBengen gesucht. Die Personen, welche am 15. Juli d. J., verschafften der Kranten für ein paar Wochen täglich 2/2 Liter. das Nothwendigste" beschränkt waren. Jeht, nach vieler Mühe, giebt die städtische Armenverwaltung marcktstraße und Jannowißbrücke eine ältere Frau mit zwei täglich einen Liter Milch bis Ende diefes Monats. Der erste deutsche Samaritertag ist Freitag Abend hier- Kindern durch eine des Weges kommende Droschte verletzt wurde, Es ist also teine Aussicht vorhanden, daß dies junge felbft zusammengetreten. Reichs, Staats- und Stadtbehörden werden gebeten, sich bei Otto Knoll, Ackerstraße 124, v. 3 Tr., Mädchen es heißt Margarethe Nöste und wohnt Weberfir. 51, haben zahlreiche Delegirte zur Tagung abgeordnet. Als Theil zu melden. Hof, Querg. 2 Tr. bei Frau Wende je wieder gesund wird, nehmer haben sich über 150 Delegirte aus allen Theilen Deutsch- Aus dem Polizeibericht vom 19. September. Gestern weil das einfache Nahrungsmittel, das auch zugleich das einzige lands in die Präsenzliste eingetragen. Vertreten sind u. a. Ham- früh wurde die 27jährige unverehelichte Martha Gr. in der wirksame Medikament für diese Krankheit sein soll, ihm durch burg, Altona, Kiel, Stettin, Kassel, Hannover, Braunschweig, Wohnung ihrer Mutter in der Möckernstraße erhängt auf aus ungenügend zugänglich ist; ja sie würde verhungern und auf Lübeck, Danzig, Dortmund, Lennep, Krefeld, Leipzig, Dresden, gefunden. Auf dem Moltenmarkte gerieth vormittags die der Straße elend verfommen, wenn nicht die Pflegemutter, selber Chemnitz, Liegniß, Köln, Frankfurt a. M., München, Kissingen 66jährige Händlerin Karoline Wendrich unter die Räder eines eine alte, schwache, arme Wittwe, aus Anhänglichkeit an das und andere. Omnibus und erlitt einen Bruch des rechten Schlüsselbeins. Sis " Seinem Transporteur entsprungen ist auf dem hiesigen Schlesischen Bahnhofe ein Hochstapler ersten Ranges, der Raufmann" Max Hadrian aus Berlin, welcher von Eberswalde nach Röpnic zu einem Termine vorgeführt werden sollte. erhielt nuf der Unfallstation V einen Verband.— Mittags fiel in der Luisenstraße der S8 Jahre alte Arbeiter Friedrich Adloff von einem mit Hen beladenen Wagen, wurde überfahren und an den Aeinen so erheblich verletzt, daß seine Ueberfiihruiig in die Charitee erforderlich wurde.— Vor dem Hanse Grüner Weg 90 lies nachmittags der dreijährige Sohn des tkohlenhändlers Rödler gegen einen Geschäflswagen, gerieth unter die Räder und erlitt schwere Ver- letznngen am Kopfe. Nach Anlegung eines Verbandes aus der Unfallstation 8 wurde der Knabe nach dem Kraulenhause am Fnedrichshai» gebracht. Aus den Nachbarorten. FriedrichShagcn. Parteigenossen! Am Dienstag, den 22. September, abends Uhr, im großen Saale des Herrn Kart Conrad, Friedrichftraße 134: Versammlung für Frauen und Männer. Tagesordnung: Vortrag des Ge- nassen Stadthagen über:„Das Bürgerliche Gesetz- bück), die Frauen und die arbeitende Klasse." Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht die Ver- trauensperson. Ein gefährlicher Ganner, besten Sgstem sehr stark an das der spanischen Schatzfchwindler erinnert, ist vorgestern gerade in dem Augenblick, als er sich zur Abreise nach Breslau rüstete, in Friedenau verhaftet worden. Der Betrüger, Namens Otremba, wohnte vor etwa einem Jahre in Göttingen. Dort spiegelte er einem Buchbindermeister vor, daß er ein Vermögen von 12S 000 M. besitze, dasselbe jedoch erst nach einigen Monate» erheben könne. Er wolle aber eine— Studienreise machen und brauche dazu augenblicklich 1300 M., die ihm der Buchbinder- Meister leihen möge. Letzterer glaubte seinen Erzählungen und gab ihm das Geld, worauf Otremba aus Göttingen verschwand. Eines Tages erhielt dann der Vuchbindermeister von Breslau aus eine Postkarte, auf der jemand ihm mittheilte, daß„sein Freund Otremba an Gehirn- entzündung erkrankt" sei. welche Nachricht von dem Gauner auch beglaubigt war. Und etwa vierzehn Tage später traf ein Brief ein, in welchem dem Buchbinder geschrieben wurde, daß O. „saust und gottergeben entschlafen sei. Die Leiche sei nach seiner Vaterstadt gebracht worden, und habe er zu Universalerben ihn (den Buchbinder) und seine Tochter eingesetzt; das Vermöge» könne in«inigen Monaten erhoben werde». Die— Kasse sei aber infolge der Trauer S Wochen geschlossen". Als der Buch- bindermeister und seine Tochter nun nach der angegebenen „Trauerzeit" die Erbschaft antreten wollten, stellte sich natürlich alles als Schwindel heraus, worauf dem Staatsanwalt die Sache zur Verfolgung übergeben wurde. Die Nachforschungen ergaben, daß Otremba in der Marmorwaaren- Fabrik von Vanelli i» Friedenau seit einiger Zeit als Steinmetz gearbeitet habe und am Sonnabend entlasten worden war. Er hatte schon seine Papiere geholt und wollte gerade abdampfen, als man seiner «och rechtzeitig habhast wurde. Er mußte nun die Reise statt nach Breslau nach Moabit antrete». In der Tcmpclhoferstrafie zu Schöneberg wurde am Freitag Nachmittag 0 Uhr die Frau eines Oberlehrers aus der Schönhauser Allee von Geburlswehen überrascht. Die Frau genas eines kräftigen Knabe». Mutter und Kind wurden in einem Krankenwagen glücklich nach Hause gebracht. Ein großer Brand wüthete in der Nacht zum Sonnabend nach dem„B. T." auf dem Grundstück der Deutschen Linoleum- sabrik in Köpenick. Das Lagergebäude, ein Theil der Fabrik- räume und ein kleines Maschinenhaus standen in Flammen, das Hauptgebäude dagegen blieb verschont. An den Vorräthen fand das Feuer reiche Nahrung; die hochlodernden Flamme» ver breiteten weithin einen taghellen Schein. Etwa 20 Feuerwehre» waren erschienen; sie waren indeß machtlos, bis die Gebäude zu- sammenstürzten. Der Schaden ist sehr bedeutend, aber durch Versicherung gedeckt._ Gemxvbe-An-sflvslnus 1896. Ter Riescntingcltangcl, genannt Gewerbe-Ausstellung in Treptow, liegt im Sterben und es stellt sich heraus, daß sein Nachlaß nicht ausreicht, die eingegangene» Verpflichtungen zu er- füllen. Die trauernden Hinterbliebenen, in diesem Falle die Zeichner des Garantiefonds, scheinen auch lieber der Erbschaft zu entsagen, als übernommene Verbindlichkeiten einzulösen. Es macht sich zwar sehr schneidig, im Interesse und zur Förderung des Berliner Gewerbefleißes die Feder zur Hand zu nehmen und einen Garantieschein mit seinem Namen und einer stattlichen Geldsumme auszufüllen. Selbst- verständlich ist hierbei, daß diese opferwilligen Träger des Ausstellungsgedankens nicht der Vergessenheit anheimfallen dürfen. Nein, ihre Namen werden im„Goldenen Buch" prange» und die Chronik der Ausstcllnng wird für spätere Geschlechter diese Namen und Summen der Garantiefondszeichner verkünden. Aber nach Tische klingt's anders. Dem metallische» Nachgeschmack ihres Garanlieeifers gegenüber halten sich diese Förderer der Ausstellung kühl bis ans Herz hinan. Nun es Emst wird mit der Garantie, da waren die Zeichnungen nur„als moralische Unterstützung" gemeint und die Braven möchten sich gar gern vom Zahlen drücken. In dem Streben hiernach werden die Herren sogar erfinderisch; sie haben nämlich den genialen Plan ausgeheckt, die Stadt an ihre Stelle zu setzen. Namentlich trachtet man danach, sich der Ver- pflichtuug zu entziehen, die der Stadt gegenüber in bezug ans die Wiederherstellung des Treptower Parkes besteht. Es wird eifrig dafür Propaganda gemacht, daß Magistrat und Stadt- verordnete beschließen, die Wiederinstandsetzung des Parks aus städtische Kosten vorzunehmen. Wir hoffen, daß beide städtische Kollegien den Versuch, der Stadt diese sehr erheblichen Kosten aufzuhalsen, energisch zurückweisen. Die Stadl hat wahrlich Opfer genug für die Ausstellung gebracht und sollte diese neueste Spekulation auf ihren Geldbeutel kurzer Hand ablehnen. Hand in Hand mit dem Plan, die Stadl finanziell noch mehr zu schröpfen, geht das Bestreben, den bisherigen Spielplatz im Treptower Park seiner Bestimmung zu entziehen. Bekanntlich ist während der Ausstellung an die Stelle des Spielplatzes der Neue See getreten, an dessen Spitz« das Hauptrestaurant von Adlon u. Dressel gelegen ist. Man beabsichtigt, mit anderen Gebäulichkeiten auch das NestaurationSgebäude und dm Neuen See als Erholung?- aufenthalt zu konscrviren, und agitirt in der Presse, in Vereinen und bei den Mitgliedern der städtischen Verwaltung eifrig für diesen Plan. Wir würden es geradezu unerhört finden, wenn man den schönsten und für weite Kreise der Bevölkerung einzigen Spiel- Slatz der Jugend opfern wollt», um einen Erholungsort zu Haffen, dessen Benutzung sich doch nur ein ganz kleiner Theil der Bürgerschaft gestatten könnte. Während der Spielplatz geradezu als ein unentbehrliches Bedürsniß bezeichnet werde» muß, ist die Anlage eines neuen Restaurants auf städtischem Grund und Boden in Treptow gänzlich überflüssig. Man kann uns den Plan auch nicht dadurch mundrcchter machen, daß von einer Verlegung des Spielplatzes an eine andere Stelle des Parkes gesprochen wird. Abgesehen davon, daß diesem Zweck eine große Anzahl schöner Bäume geopfert werden müßte», kennen wir den bureau- kratischen Schlendrian der städtischen Verwaltung viel zu gut, um nicht zu wissen, wie lange Zeit vergehen würde, ehe ein Ersatz für den Spielplatz geschaffen wird. An Restaurants ist in Treptow kein Mangel; für das Erholungsbedürfniß ist in ausgiebigster Weise gesorgt. Den Spielplatz hierfür opfern, wäre eine Rücksichlslosigkeit den hunderttausende» unserer Mit- bürger, namentlich den Unbemittelten derselben, gegenüber die für ihre Kinder auf den Spielplatz im Treptower Park an- gewiesen sind. Die AnSstcllnngsleitung läßt in der bürgerlichen Preffe folgendes bekannt geben: Der Minister des Innern hat sein« Genehmigung dazu ertheilt, daß die Ausspielungen der Lotterie, für welche nach den Bestim- mungen des Lotterieplans die erste Hälfte des August und die zweite Hälfte September in Aussicht genommen wurde, bis zum 1. Dezember stattfinden. Dieses Entgegenkommen gestattet die Veranstaltung weiterer Lotierieserien. Es ist ferner beschlossen worden, für Schüler, Militärpersonen vom Unteroffizier abwärts. Arbeiter und Angestellte sowie die Angehörigen derselbe», welche unter Führung der Lehrer. Vorgesetzten u. s. w. in geschlossenem Zuge die Ausstellung besuchen wollen, den Eintrittspreis auf 25 Pf. zu ermäßigen, jedoch nur an solchen Tagen, an welchen derselbe nicht mehr als 50 Pf. beträgt. Der Besuchstag ist seitens der Lehrer, Vorgesetzten und Prinzipale mit dem Arbeits- ausschuß zu vereinbaren. Ein wenig spät kommt der Arbeitsausschuß zu der Einsicht, daß es finanziell nicht wohlgethan ist, der arbeitenden Bevölke- rung durch relativ hohe Eintrittspreise den Besuch der Aus- stellung zu erschweren. Aber auch jetzt bleibt man ängstlich aus halbem Wege stehen. Belehrung holt sich der Arbeiter ungern unter der Botmäßigkeit des Antreibers, dem er in der Fabrik unterstellt ist, und so wird kaum zu erwarten sei», daß die fünf- undzwanzig Pfennig- Lizenz allzu umfassend benutzt wird. Be- merkenswerth ist das Entgegenkommen des Ministers in der Lotterie- Angelegenheit, das gar hübsch den christliche» Staat charakterisirt. Ob in den nächsten Lotterie» übrigens auch so eminent nützliche Gegenstände, wie die Schwerttänzerin und die 25 000 Mark- Garnitur verloost werden? Vermischtes. Erzieherisches auö dem jMilitärstaat. Aus Görlitz wird berichtet:„Die Kaisermanöver hatten aus unserer Stadt Jung und Alt in das Manövergelände gelockt, aber niemand hat so lange die Freuden und Leiden des Manöverlebcns durch- gekostet, wie der S ch u l k n a b e S t i e s von hier, der wegen des Krieges im Frieden acht Tage lang die Schule versäumte. Bei seinem Erscheinen in der Schule brachte der kleine Manöverbummler als Entschuldigung folgendes Schreiben mit:„Reichenbach, 13. September 1896. Führungs- Zeugniß für K. Stief, Gefreiten k la suite der 8. Kompagnie Infanterie- Regiments Graf Kirchbach Nr. 46.— K- Stief hat sich während seiner sechstägigen Dienstleistung während des Kaisermauövers bei der 8. Kompagnie vorzüglich geführt. Er war von Ansang bis zu Ende fleißig, gewandt, aufmerksam und immer bescheiden. Sein dienstliches Verhalte» war tadellos, er verspricht, ein sehr guter Unteroffizier zu werden. K. Stief hat alle» Märsche» und Uebungen beigewohnt, hat mit der Kompagnie biwakirt und Leid und Freud mit ihr getheilt. Seine Ausdauer war bewuuderungswerth. Die Kompagnie c n t l ä ßt K. Stief nach Görlitz, seiner Heimathsstadt. Auslagen für Abnutzung vonIußbekleidung während seiner Dienst l e ist u ug bei der 8. Kompagnie sind ihm in Höhe von 12 M. baar ausgezahlt worden. K Hauptmann und Kompagniechef imJnfauterie-Regiment (Graf Kirchbach) Nr. 46." De» Eltern war von dem Haupt- mann über den Verbleib des Jungen, der sich barfuß an allen Märschen betheiligte, vorher ebenfalls Mittheilung geniacht worden. Der jugendliche Gefreite brachte übrigens 17 Mark nach Hause; 5 Mark waren nachträglich noch für ihn gesammelt worden." So klärt es sich auf, daß ein Junge sechs Tage lang die Schule schwänzen konnte. Gestern veröffentlichten wir ein Kammergerichts-Urtheil, durch welches ein sozialdemokratischer Vater, der seinen Sohn von der Sedanfeier der Schule fern- gehalten hatte, zu Strafe verurtheilt wurde. Der erzieh- liche Zweck der Schule sollte nach der Begründung dieses Nrtheils nicht allein darin bestehen, daß die Schulkinder sich positive Kenntnisse erwerben, sondern auch darin, daß in ihnen das patriotische Gefühl, die Liebe zu König und Vaterland ge- weckt und gepflegt werde. Viel ausgiebiger als dies in der Schule geschehen könnte, wird das patriotische Gefühl in dem Jungen nun bei der Manöver- Bummelei geweckt worden sein. Bei solcher Wirkung wäre natürlich, anders wie im Falle des Sozialdemokraten, von einer Bestrafung des Rangen durch die Schulbehörde abzusehen; im Gegentheil könnte der Stief seinen Mitschülern sogar als eine Art Musterknabe hingestellt werden, dessen Beispiel Nacheiferung wecken müßte. Perspektiven, die im Zeitalter des Militarismus ungemein viel für sich haben, denn was ist nicht die Weckung des patriotischen Gefühls werth? Zugentgleisung. Die Eisenbahn-Betriebsinspeklion Frank- furt a. O. macht bekannt: In vergangener Nacht entgleisten auf der Strecke Sommerfeld-Guben infolge Achsfederbrnchs eines Wagens 12 Wagen des Güterzuge? 8082 ans der Mitte desselben. Ein Bremser wurde leicht verletzt. Materialschaden erheblich. Beide Geleise wurden gesperrt. Reisende stiegen an der Unfall stelle um. Das Geleise Gubeu-Soinmerfeld wird bis Mittag für den Zugverkehr wieder freigegeben werden können. Tie Zahl der Aussätzigen wird jetzt in Ostpreuben ärztlich ermittelt. An dyy Bau eines Leprosoriums ist nicht mehr zu zweifeln. Wie sehr das noth thut, wird durch die letzten Angaben aus den Ostseeprovinzen, von wo die Seuche nach Ostpreußen verschleppt worden ist. erwiesen. Die vier Leprosorien dort sind überfüllt. Man geht daran, ein fünftes zu 100 Betten zu errichten. Die Zahl der Aussätzigen nimnit überraschend schnell zu. Vom Schlachtfclde der Arbeit. Aus Düffeldorf wird unserem Dortmunder Parteiblatt berichtet: Ei» entsetzlicher Unglücksfall ereignete sich Donnerstag Abend gegen 6 Uhr in der Schiffskessel-Fabrik von Dürr u. K o. am R h e i n h a f e n. Zwei Arbeiter waren mit dem Emporwinden eines 50—60 Ztr. schweren Kessels beschäftigt, als plötzlich die Kette riß und der Kessel beide Arbeiter traf. Der 45 Jahre alle Bohrer Josef Knauf, Schloßstraße wohnend und Vater von vier Kindern, während die Frau in Hoffnung ist, kam vollends unter den Kessel und wurde zerschmettert. Dagegen kam ein ca. 28 Jahre alter Hilfsarbeiter mit beiden Beinen unter den Eisenkoloß, die ihm schwer gequetscht wurden. Nachdem man eine neue Kette an« gelegt, wurde der Kessel gehoben und es bot sich ein entsetzlicher Anblick. Knauf war vollständig zu einer unkenntlichen Masse gequetscht, während der andere Schwerverletzte bei vollem Be- wußtsein auf den Betriebsführer Kanne schimpfte, der die Leute so sehr zur Arbeit angetrieben habe. Die Kette wurde polizeilich beschlagnahmt, da sie z u s ch w a ch für besagten Kessel gewesen sein soll! Aus Brüx. Wie die Wiener„Neue Freie Presse" aus Brüx meldet, ist der Verkehr für Personenzüge»ach Koniotau er- öffnet worden. Gestern Nachuültag bildete sich zwischen den Gleisen eine neue Pinge von 15 Metern Tiefe. Ein Fachmann erklärte, die Senkungen in: Bruchterrain könnten 2 bis 3 Jahre fortdauern. Der CriSpi-Skandak, über den wir dieser Tage schon kurz berichtet haben, hält Rom noch fortgesetzt in Aufregung. Die Helden des gerichtlichen Dramas, das sich jetzt abspielt, sind der Sohn Crispi's, Luigi Crispi, und eine ältliche galante Dame aus der römischen Aristokratie, namens Marchesa Macchi vi Celere. In einer Nprilnacht 1895, in welcher Luigi Crispi sich bis halb zwei Uhr bei der Gräfin Celere aufhielt, wurde der Gräfin eine Kassette gestohlen, in welcher sich Brillanten im Werthe von 30 000 Fr. befanden. Nach der Aussage der Gräfin zeigte Luigi Crispi schon einige Tage vor dem Diebstahl eine seltsame Besorgniß vor einem Diebstahl und rieth ihr, die Juwelen zu verkaufen. Bevor er in der verhängnißvollen Nacht das Palais der Gräsin verließ, ging er in ihr Schlafzimmer, um, wie er ihr sagte, sich zu überzeugen, daß die Schinuckkaffette sich an gewohnter Stelle befand. Nach seinem Weggang hörte die Gräfin Schritte in ihrem auf eine Terrasse ausgehenden Badezimmer, sperrte vorsichtig deren Glasthüre zu und eilte in ihr Schlafzimmer, um einen Revolver zu holen. Als sie be- waffuet ins Badezimmer kam, fand sie niemanden darin, wohl aber ein Fenster geöffnet. Sie alarmirte ihre Diener- schaft, die Nachbarschaft, das Polizeirevier, aber von den Dieben fand sich keine Spur, und die Schmuckkassetle war ver- schwuuden. Vielleicht in einer Eisersuchtsanwandluug nannte sie bei der Polizei den dieser wohlbekannten Namen Luigi Crispi. In sehr später Nachtstunde des folgenden Tages verlangte der Deputirte Graf Castani di Laurenzana, einer der bewährtesten Anhänger des Ministerpräsidenten Francesco Crispi. drmgend, die Gräfin zu spreche» und fragte sie, ob es ihr im gründe nicht gleich wäre, 30 000 Franken in Geld, anstatt des gleichbewertheten gestohlenen Schmuckes zu nehmen. Sie wies den Autrag zurück und bestand aus ihrer Klage. Als jedoch die Polizei drei Strolche dingfest machte, weil man aus Indizien sie für Diebe halten konnte, zog hie Gräfin die Klage gegen Luigi CriSpi zurück, weil, wie sie sagte, niemand den Sohn de? Minister- Präsidenten anzutasten wagen würde. Angesichts des Vorlebens Luigi Crispi's und der Aussage der Gräfin Celere kann es wohl niöglich sein, daß der Diebstahl des Schmuckes von Luigi Crispi begangen wurde und daß er die drei Angeklagten allenfalls, um zeden Verdacht von sich ab- znwälzen, zu Werkzeugen seines Verbrechen? gedungen hatte. Bezeichnend hierfür ist die Aussage zweier Zeugen, daß einer der Angeklagten, der mit ihnen trinken gegangen war und im Rausche seine Hose beschmutzt hatte, ihnen sagte:„Was liegt daran? Crispi wird mir wohl eine neue Hose kaufen." Briefkasten der Redaklion. Freireligiöse Gemeinde, Berlin. Die Mittheilung für den Vereinstalender traf erst Sonnabend früh hier»in, also z« spät für die Sonnabendnummer. WitternugSiibcrsicht vom 11). September 1896. Ziemlich kühl, zeitweise heiter, jedoch sehr unbeständig mit Regenschauern und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Griiuauerstr. TS sreundl. Vorder- wohuung. I. 112 Thlr.-_ 472b Mittenwalderstr. 40, 3 Stube», Küche, Zubehör 1. Okt. 96 zu vermiethen. 57418" Mnhlenstr. Ur. 8. naye Oberbaum, sind vom 1. Oktober eine Wohnung von 2 Stuben u. Küche und eine Wohnung von 1 Stube und Küche billig zu vermiethen. s582SI-" ____ Der Verwalter. Billige Wohuunneu, 2 Slub. u. Küche, vorn IV., 16,50 M., 1„„, Q»ergeb.,v.1l M an. Rixdorf, Prinz Haiidjerystv. SS. Qrünauenrtr. 3, am grünen Platz. Wohnungen 72—86 Thlr. zum l. Oktbr. Theilnehmer zum möbl. Zimmer ges. Elisabelhstr. 12 d. v.UI. Polier. 452b Frdl. Schlassr. j. Herr«» Man. 7 M.. bei Hcrtivig, Posenerstr. 24, v. I. 449b Frdl. Schlafstelle. 6 M. Manteuffel- straße 73. Wwe. Orgel._ 447b Schlafstelle a. Herrn, 5 M. monatlich. Georgenkirchstr. 56, H. III, r. b. Scholz. Schlafstelle a. Herrn, 5 M. monatlich. Georgenkirchstr. 12 bei Babig. 45 Ib Freundl. Schlafstelle f. 2 Herren bei D«mdey,Kopp«nstr.12,NsheSchl.Bbnh. Frdl. Schlafstelle zu verm. Kottbuser Thor 58 bei Dastig._ 482b Möbl. Schläfst., 2 senst. Stube, sep. b. I. Pivouka, Adalbertstr. 54, H. HI. Frdl. Schläfst, f. Herrn, sep. Lausitzer- straße 3. v. L Tr. Stöckcl. 492b Frdl. Logis, sep.Bergmannstr.23. H. 4. l. Frdl. Schlafstelle f. 2 Herr. Lausitzer- straße 22a. v. 4 Tr. Leuschner. 490b „rdl. möbl. Zimmer zu vermiethen. Müllcr,R«iche»bergerst.I14. l.Aufg.III. Freundl. Schläfst, z. verm. b. Steg- nm»». Naunynstr. 54. 4 Tr., Eingang Naunynplatz. 223b Möbl. Schläfst, verm. Schönlein- straße 25, v. 3 Tr. l. 455b Freundliche Schlaistelle für Herren. Fürstenstr. 19, Hof I Tr. r. 458b Belforterstr. 18. 2 möbl. Schläfst. bei Ra», v. I. Preis 7,50 M. 461b Belsorterftr. S, 2 möbl. Schlofft, bei Härtung, v. IV. Preis 7,50 M. l462b Möbl. Schläfst, zu verm. Adalbert- straße 87, v. 2 Tr. bei Wörlitz. s454b Möblirle Schlafstelle für 2 Herren. Bork, Grüner Weg 53. 459b Schlafstelle für 2 Herren Reiche»- bergerftraße 49, v. 4 Tr. r. 448b Schläfst, zu verm. Koppenftr. 95, Hof r. 2Tr.(am Schles. Bahnh.), b. Hochfeldt. Möbl. Schläfst, f. 1 Herrn(sep. Eing.), 6 M.. Boeckhslr. 51. H. 8 Tr.. bei Jost (am Grinun-Park). 457b Freundl. möbl. Schläfst, f. 2 Herrn b. Kunze, Schönleinstr. 31, I. l. 453b Schläfst, f. H. Seydelstr. 9, H. l. 2 Tr. Schläfst. Ww Meyer, Naunynstr. 34, v. 3. Zwei Genoffen finden separ. saubere Schläfst. Stallschreiberstr. 23, v. III r. Schlafstelle für 2 H. zu vermiethen. Grünauerstr. 8 bei Marsch._ 445 b Möblirte Schlafstelle zu vermiethen. Neumann, Naunynstr. 32, v. 2 Tr. Freundl. Schlafstelle. W. Hegewald, Blumenstr. 44, 3 Tr. 438b Freundl. Schlafstelle. Ww. Meyer, Rüdersdorferstr. 17 4, Tr._ 439b Manteuffelstr. 92, Schlafstelle f. H. vorn 2 Tr. l. 440b Schlafstelle für Herrin bei Petdke. Dresdenerstr. 99._ 441b Freundl. möbl. Schlafstelle f. Herren. Grüner Weg 27, vorn 2 Tr. r. 442b Sep. Schläfst. Reichenbergerstr. 60, vorn 2 Tr. bei Taucherl._ 443b Freundl. möbl. Schläfst. Manteuffel- straße 50, v. I Tr. r. 444b Möbl. Schläfst., sep., bei Cieslinsii, Alte Jakobstr. 166. 495b Prinzenstr. 105, v. 4 Tr., bei Emde frdl. möbl. Schläfst. f.H-rren, sep.Eing. Möbl. Schlafstelle f. H.. Adalbert- straße 15. v. 2 Tr. bei Wilsdorf. Sep. möbl. straße 21, v. Zimmer(10 M.) Naunyn- Z Tr. r. 496b Schläfst, für 1 H. bei Wittwe Brost. Kottbuser Damm 4, Quergeb. 1 Tr. l, E. Schläfst, zu verm. b. Blank. Stein- metzstr. 43, Qucrgeb. 2 Tr._ 433b Schlofft. DreSdenerstr. 1, v. 3 Tr. Zu erfragen b. Kufchnia, Admiral- straße 40, H. 4 Tr._ 424b Eine möblirte Schläfst, zu verm. Skalitzerstr. 24a, v. 3 Tr. l. Saud. Schläfst, z. 1. f. H. b. Wwe. Hoheifel, Admiralstr. 6, v. 3 Tr. Schläfst, f. 2 Mädchen oder 2 Herren b. Rinneberg, Stallschreiberstr. 5. Für den Jubalt der Juferate über- Friedrich Wilhelmstädt. Theater nimmt die Redaktion dem Publikum Chauffeeftt. 25/26. Dir. Max Samst. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater.e Sonntag, 20. Septbr. Volksvorstellung im Belle- AllianceTheater. Nachm. 21/2 Uhr: Faust von Goethe. Opernhaus. La Traviata. Die Puppenfee. misli quorfall Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Goldfische. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Der Hypochonder. Montag: Der Sypochonber. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Sonntag, den 20. September 1896: Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends [ 60600160600 Mufit it. Meth. Källar, Boffeffeftr.41 III Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Men! Sremlow- Compagnie. Men! Hen! The Miltons. Heu! Wissenschaftl. Theater. aten! Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 ühr abends ab. Gintritt 50 f. 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Aus bürgerlichen Kreisen lagen bisher nur Richter's ButunftsDie Schrift ist nicht darauf angelegt, Sozialdemokraten zu gefallen, wohl aber bilder vor. Der Umsturz" versucht eine bessere Beantwortung der Frage. geeignet, die Angehörigen beider Parteien zu gemeinsamem Nachdenken an zuregen. Sollte denn eine Verständigung so ganz unmöglich sein? Das Buch toftet 2,50 M. broschirt, 8 M. gebunden und ist durch jede Buchhandlung zu beziehen. Franke's Volkskaffee und Speisehaus, Gr. Frankfurterstr. 73, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Aus9. W. Johring. Klingenthal 1.8114 wahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren reell, zu soliden Preisen, empfiehlt H. Strelow, Tischlermstr. Rixdorf, 57841* Richardstr. 116, am Denkmal. Größtes Spezialgeschäft für Bettfedern u. Betten. Weltbekannte billigste Bezugsquelle. geschäft L. 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In Ausführung der Vorschrift des§ 14 des Ortestatuts für bie Stadt Berlin, betreffend das Gewerbegericht, bringen wir unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen vom 7. Juni und 9. August d. J. hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die Ergänzungswahlen der Beisiger für das Gewerbegericht am 24. September d. J., von 12 Uhr mittags bis 9 Uhr abends, in den nachstehend bezeichneten Wahlbezirken, und zwar in getrennten Räumen für Arbeitgeber und Arbeiter unter Leitung je eines Wahlausschusses stattfinden. Das Stimmrecht ist in demjenigen Wahlbezirke auszuüben, in welchem der Wähler zur Zeit der Anmeldung zur Aufnahme in die Wählerlifte gewohnt hat. Derjenige Wahlberechtigte, welcher außerhalb des Ge meindebezials Berlin wohnt, hat in demjenigen Wahlrezife zu wählen, in welchem er zur Zeit seiner Aufnahme in die Wählerliste eine gewerbliche Niederlassung hatte oder beschäftigt war. Jeder Wähler muß sich auf Erfordern des Wahlausschusses über seine Person ausweisen, d. h. er muß Legitimation bei sich haben. Wahlberechtigt find nur diejenigen Personen, deren Aufnahme in die Wählerlisten in der Zeit vom 16. bis einschließlich 29. Juni beantragt und nicht versagt worden ist. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. and red s 178 und von Stadtbez. 168: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahn anlagen bis zur Warschauerstraße; von Stadtbez. 172: Rüders dorferstr. 41-51; von Stadtbez. 173: Koppenstr. 34. Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 1 Beifizer, Wahllokal: 87. Ges meindeschule, Memelerstr. 24/25 Turnhalle; b) von den Arbeitern 2 Beisiger, Wahllokal: 71. Gemeindeschule, Fruchts straße 38- Turnhalle. Arbeitern 3 Beisiger, Wahllokal: 176. Gemeindeschule, Gräfe- 25. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 166, 167, 174 bis straße 88- und zwar Theil 1: in der Turnhalle, Theil II: im Konferenzzimmer, parterre links- Eingang für Knaben. 12. Wahlbezirk, enthaltend die Stadtbezirke 104 bis 118. Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 1 Beisitzer. Wahllokal: 115. Gemeindeschule, Stalizerstr. 55/56- Turnhalle; b) von den Arbeitern 5 Beifizer, Wahllofal: 46. Gemeindeschule, Laufiger Platz 9, und zwar Theil I: in der Turnhalle, Theil II: in der Aula, Theil III: im Bibliothekszimmer, part. rechts. 13. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 88 bis 94 und von 26. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 157, 158, 160, Stadtbez. 87: Admiralftr. 36-40a, Brizerstr. 25, Rottbuserstr. 7 161, 179-181, 189-191 und von Stadtbez. 153: Gr. Frankund 8; mit Ausschluß der Grundstücke: Reichenbergerstr. 173 furterfir. 127, Koppenſtr. 35; von Stadtbez. 155: Pallijadenvon Stadtbez. 89, Laufigerfir. 1, Staligerstr. 89, 40 und 46, straße 88-89, Straußbergerstr. 9 und 85; von Stadtbez. 159: Wienerstr. 68 und 69 von Stadtbez. 94. Bu wählen find: a) von Gr. Frankfurterstr. 19, Koppenſtr. 37-40, Pallisadenstr. 38; mit den Arbeitgebern ein Beisiger, Wahllokal: Manteuffelstr. 67 bei Ausschluß der Grundstücke: Am Friedrichshain, Straße I Schulze; b) von den Arbeitern ein Beisiger, Wahllokal: von Straße Am Friedrichshain" bis Straße II( Abtheilung XIII! des Bebauungsplans) von Stadtbez. 189. Zu, wählen sind: 50./68. Gemeindeschule, Reichenbergerstr. 44 45- Turnhalle. 14. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 95 bis 103 und von den Arbeitern 2 Beisitzer, Wahllotal: 109. Gemeindeschule, von Stadtbez. 94: Lausitzerstr. 1, Staligerstr. 39, 40 und 46, Tilfiterfir. 4/5 und zwar: Theil I in der Turnhalle, Theil II Wienerstr. 68 und 69; mit Ausschluß der Grundstücke: in der Aula. Manteuffelstr. 42, Dranienstr. 1 von Stadtbez. 95, 27. Wahlbezirk enthaltend die Stadtbezirke 152-156, 159 mariannenstr. 51-53, Naunynftr. 2-15, Mariannenplatz 6a von und von Stadtbez. 146: Gr. Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20; Stadtbez 67. 3u wählen find: a) von den Arbeitgebern von Stadtbez. 151: Krautfir. la- 2 und 54a- 55a; von Stadt1 Beisitzer, Wahllofal: 80. Gemeindeschule, Wrangelfir. 138- bezirt 162: Andreasstr. 41-44 und 47, Blumenfir.' 34a- 41 und Ronferenzzimmer; b) vou den Arbeitern 2 Beisiger, Wahllokal: 48-51, Krautftr. 58-54; mit Ausschluß der Grundstücke: 37. Gemeindeschule, Mariannen- Ufer la Turnhalle. 15. Wahlbezirk steht nicht zur Wahl. " Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30 von Stadt= bezirk 152, Gr. Frankfurterstr. 90-100 und 127, Markusstr. 29, 16. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 79 bis 81, 86 und Roppenstr. 35 von Stadtbez. 158, Pallisadenstr. 88-89, 87 und von Stadtbez. 83: Adalbertstr. 85 und Maunyuftr. 59; Straußbergerstr. 9 und 35 von Stadtbez. 155, Gr. Frankvon Stadtbez. 89: Reichenbergerstr. 173; mit Ausschluß der furterstraße 88-48, Weberstr. 64 von Stadtbes. 156, Große Grundstücke: Elisabeth- Ufer 36 von Stadtbez. 81, Oranien- Frankfurterstr. 19, Koppenstr. 37-40, Pallisadenstr. 38 von straße 24-26 und 180-188 von Stadtbez. 86, Admiralstr. 36 Stadtbez. 159. Bu wählen sind: a) von den Arbeitgebern bis 40a, Brizerstr. 25, Kottbuserstr. 7 und 8 von Stadtbez. 87. 1 Beisitzer, Wahllokal: Große Frankfurterstr. 99 bei Martini; 3u wählen find: a) von den Arbeitgebern 2 Beisitzer. Wahllokal: b) von den Arbeitern 1 Beisiger, Wahllokal: 23 Gemeindeschule, Turnhalle. Dranienstr. 24 bei Meinicke, Gartensaal; b) von den Arbeitern Straußbergerstr. 9. 1 Beifizer. Wahllokal: 106. Gemeindeschule, Brizerstr. 17/18 1. Wahlbezirk enthaltend Stadtbez. 1-5, mit Au3 schluß der Grundstücke: Alexanderftr. 18 von Stadtbez. 3, 1. Präsidentenftr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10 von Stadtbez. 5. Zu wählen ist: von den Arbeitern 1 Beisitzer. Wahllotal: 21. Gemeindeschule. Hinter der Garnisonkirche 2- Turnhalle. Turnhalle. 2. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 6-10 und von Stadtbez. 144: Kl. Rurftr. 9, Niederwallftr. 24 und 25, Spittel markt 14 und 14a. Bu wählen ist: von den Arbeitern 1 Beifizer. Wahllotal: 51. Gemeindeschule, Niederwallstr. 6/7 Turnballe. 3. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 11 bis 15, 18 bis 20 und von Stadtbez. 16: Markgrafenftr. 87-88 und 57-58; von Stadtbez. 17: Charlottenstr. 29-32 und 61-62, Friedrichftraße 68-65 und 186-190, Kronenstraße 60; von Stadtbez. 21: Stöniggrägerstraße 121; mit Ausschluß der Grundstücke: Krausenstr. 1-8 und 72-77, Mauerstr. 8-11 und 69-79 von Stabtbezir 18. Bu wählen find: a) von den Arbeitgebern 1 Beifizer, Wahllotal: Bum Genfer", Jägerstr. 4- Eingang Hof rechts, b) von den Arbeitern 1 Beisiger, Wahllokal: Deutscher Dom Eingang Mohrenstraße. 17. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 114-117, 128 und 124, mit Ausschluß der Grundstücke: Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25 a von Stadtbez. 116, Prinzenstr. 91, Ritters ftraße 19a- 29 und 96-105 von Stadtbez. 128. Bu wählen find: a) von den Arbeitgebern 1 Beifizer. Wahllokal: 129. Gemeindeschule, Wasserthorstr. 31- Turnhalle; b) von den Arbeitern 1 Beifiber. Wahllotal: 57. Gemeindeschule, Brandenburgstr. 78/79 Turnhalle. 28. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 182, 188, 196 bis 200 und von Stadtbez. 184: Barnimstr. 50, Landsbergerstr. 17 bis 19 und 101-105; von Stadtbez. 188: Barnimstr. 35 und 39a, Georgenkirchstr. 59, Fliederstr. 17; von Stadtbez. 195: Neue Rönigstr. 19-19c und 76, Gollnowftr. 1; von Stadtbez. 201: Georgenkirchplatz 33 und 34, Neue Königstr. 47-49, Kurzeftr. 1, Landsbergerstr. 60-67, Prenzlauerstr. 82 und 32 a, Alte Schüßenfir.8 bis12; von Stadtbez. 202: Alexanderstr. 53, Prenzlauerstr. 80/81; mit Ausschluß der Grundstücke: Büschingplay 1, Mehnerstr. 8, Weinstr. 20 und 20a von Stadtbez. 183. Bu wählen sind: a) von 18. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 118-122 und den Arbeitgebern 2 Beifißer, Wahllofal: 6. Gemeindeschule, Turnhalle; b) von den Arbeitern i Beis 127 und von Stadtbez. 116: Brandenburgstraße 17 und 64, Georgenkirchstr. 11 Wafferthorstr. 25a; vom Stadtbez. 128: Prinzenstr. 91, Ritter- fiber, Wahllokal: 84. Gemeindeschule, Reibelstr. 31/32- Turnhalle. Straße 19a- 29 und 96-105; mit Ausschluß der Grundstücke: 29. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 184 bis 188, 192 Brandenburgstr. 82-86 und 48-49; Mathieustr. 1 von Stadt bis 195 und von Stadtbez. 188: Büschingplatz 1, Mehnerstr. 8, bezirk 122, Alexandrinenftr. 89, Alte Jakobstr. 116, Romman- Weinfir. 20 und 20a; von Stadtbez. 189: Straße Am Friedrichs bantenstr. 48, Dranienstr. 70-75a und 180-136 von Stadt- hain", Straße I.( Abtheilung XIII des Bebauungsplans) von der bezirt 127. 8u wählen sind: von den Arbeitgebern 1 Beisiger. Straße Am Friedrichshain" bis Straße II.; von Stadtbez. 237: 4. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 16, 17, 22-25 und Wahllofal: 4. Gemeindeschule, Alte Jakobstr. 127 Turnhalle. Heinersdorferstraße 1 und 2 und Prenzlauer Allee 21/22; von Stadtbez. 18: Krausenstr. 1-3 und 72-77, Mauerstr. 8 bis 19. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 125, 126, 131 bis mit Ausschluß der Grundstücke: Barniniftr. 50, Landsberger11 und 69-79; von Stadtbez. 26: Charlottenstr. 11-12; von 134 und von Stadtbez. 122: Brandenburgstr. 32-36 und 48 ftraße 17-19 und 101-105 von Stadtbez. 184, Barnim Stadtbes. 27: Junkerfir. 1, Lindenftr. 89, Markgrafenftr. 10 bis bis 49, Mathieustr. 1; mit Ausschluß der Grundstücke: straße 85 und 39a, Georgenkirchstr. 59, Fliederfir. 17 von 16 und 85-94; mit Ausschluß der Grundstücke: Neanderstr. 17-18, Annenstr. 4-10 und 41-45, Dresdener Stadtbez. 188, Neue Königstr. 19-19c und 76, Gollnow Markgrafenftr. 37-38 und 57-58 von Stadtbez. 16, Char- ftraße 52-54 von Stadtbez. 134. 3u wählen sind: a) von straße 1. von Stadtbez. 195. 3u wählen sind: von den Ar lotten ftr. 29-32 und 61-62, Friedrichstr. 63-65 und 186-190, den Arbeitgebern 4 Beisitzer. Wahllofal: Dresdener Garten, beitgebern 4 Beisitzer, Wahllokal: 66. Gemeindeschule, Frieden Kronenstr. 60 von Stadtbez. 17, Wilhelmstr. 42a, Zimmer- Dresdenerstr. 45; b) von den Arbeitern 2 Beisiger. Wahllokal: ftraße 28- Turnhalle. Straße 1 von Stadtbez. 22. Bu wählen find: a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger, Wahllokal: Bum Auerbach", Leipzigers straße 44; b) von den Arbeitern 1 Beifizer, Wahllotal: Krausenftraße 49 bei Gohle- Saal- Eingang Garten. 5. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 21, 26 bis 30 und von Stadtbez. 22: Wilhelmstr. 42a, Zimmerstr. 1; mit Aus schluß der Grundstücke: Königgrägerstr. 121 von Stadt bezirt 21, Charlottenstr. 11-12 von Stadtbez. 26, Junkerstraße 1, Lindenstr. 89, Markgrafenstr. 10-16 und 85-94 von Stadtbez. 27. Zu wählen find: a) von den Arbeitgebern 3 Beisitzer, Wahllokal: Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105; b) von den Arbeitern 1 Beisitzer, Wahllotal: 27. Gemeindeschule, Wil helmstraße 117- Turnhalle. 47. Gemeindeschule, Stallschreiberfir. 54 Turnhalle. 20. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 186 bis 142 und von Stadtbez. 134: Annenstr. 4-5, Neanderstr. 17-18; mit Ausschluß der Grundstücke: Neue Jakobstr. 1-14, 17-22 und 24-28, Inselstr. 13-13a, Schmidstr. 22 von Stadtbez. 136, Inselstr. 10-12 von Stadtbez. 142. Zu wählen ist: von den Arbeitgebern 1 Beifizer. Wahllokal: Schmidstr. 18 bei Reller Saal im Garten rechts. " 30. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 202 bis 209 und von Stadtbez. 210: Gipsstr. 18, Rosenthalerfir. 25; von Stadt bezirk 213: Linienftr. 202; mit Ausschluß der Grundstücke: Prenzlauerfir. 30/31 und Alexanderstraße 53 on Stadtbez. 202, Münzftr. 8-9 von Stadtbez. 205, Münzstr. 1-7, Rochstr. 1-6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, An der Stadtbahn 40 von Stadtbez. 206, Neue Schönhauserstr. 1 u. 1a, Weinmeisterstraße la- 8 von Stadtbez. 207. 3u wählen sind: a) von den 21. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 128 bis 180, 135, Arbeitgebern 3 Beisiger, Wahllofal: Alte Schönhauserstraße 143 und 144 und von Stadtbez. 127: Alexandrinenstr. 39, Alte Nr. 23/24 bei Fleischer, b) von den Arbeitern 2 Beisitzer, WahlJakobstr. 116, Kommandantenstr. 43, Oranienstr. 70-75 a und lokal: Münzhof", Münzstr. 20, Saal 1 Treppe. 130-136; von Stadtbez. 134: Annenstr. 6-10 und 41-45, 31. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 210-215 und von Dresdenerstr. 52-54; von Stadtbez. 136: Neue Jakobstr. 1-14, Stadtbez. 5: Kl. Präsidentenstr. 6 u. 7, Neue Promenade u. 10; 6. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 40 bis 42 und 50 17-22 u. 24-28, Jnfelstr. 13-18a, Schmidstr.22; von Stadtbez. 142: von Stadtbez. 205: Münzftr. 8--9; von Stadtbez. 206: Münz bis 53 und von Stadtbez. 31: Linkstr. 46; mit Ausschluß der Inselstr. 10-12; mit Ausschluß der Grundstücke: Kl. Kur- straße 1-7, Rochstr. 1-6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, Grundstücke: Dennewigstr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173 bis ftraße 9, Niederwallstr. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a von An der Stadtbahn 40; von Stadtbez. 207: Neue Schön178 a von Stadtbezirk 42: 3u wählen ist: von den Arbeit- Stadtbez. 144. Zu wählen find: a) von den Arbeitgebern hauserstr. 1 und 1a, Weinmeisterstr. 1a- 8; von Stadtbez. 216: gebern 1 Beisitzer, Wahllokal: Lüßowstr. 10 bei Gutsfeld. 2 Beisitzer, Wahllokal: Seydelftr. 30 bei Arendt; b) von den Auguststr. 1-2 und 89-93; mit Ausschluß der Grundstücke: 7. Wahlbezirk enthaltend Stadtbez. 31 bis 39 und von Arbeitern 2 Beisitzer, Wahllokal: Arminhallen, Kommandantens Gipsstr. 18, Rosenthalerstr. 25 von Stadt bez. 210, ArtillerieStadtbez. 45: Frobenstr. 1-11 und 41, An der Aposteltirche 1, straße 20. straße 13-16, Ziegelstr. 14-21 von Stadtbez. 211, Liniens Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150; von Stadtbez. 46: Bülow- 22. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 145 bis 148, 150, traße 202 von Stadtbez. 213, Artillerieftr. 4a- 4c, 21 und ftraße 93; mit Ausschluß des Grundstückes: Linkftr. 46 von 151 und 201 und von Stadibez. 3: Alexanderstr. 18; von Stadtbez. 31-31a, Auguststr. 4, Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69 von Stadtbez. 31. 3u wählen sind: a) von den Arbeitgebern 152: Gr. Frankfurterfir. 49 und 89, Markusstr. 30; von Stadtbez. 153: Stadtbez. 215. 3u wählen sind: a) von den Arbeitgebern Turn3 Beisitzer, Wahllotal: 157. Gemeindeschule, Derfflingerstr. 18a Gr. Frankfurterstr. 90-100, Markusstr. 29; von Stadtbez. 156: 2 Veisiger, Wahllokal: 63. Gemeindeschule Gipsstr. 23aTurnhalle; b) von den Arbeitern 1 Beisiger, Wahllokal: Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstr. 64; mit Ausschluß der halle, b) von den Arbeitern 3 Beisiger, Wahllokal: 45. Gemeindes 107. Gemeindeschule, Genthinerstr. 4- Turnhalle. Grundstücke: Gr. Frankfurterstraße 70, Schillingstraße 20 von schule Auguftstr. 67/ 68- Turnhalle. 8. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 43 bis 49 und von Stadtbez. 146, KI. Markusstr. 14-15, Krautstr. 16-16a von 32. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 218 bis 225 und Stadibez. 42: Tennewigstr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173 bis Stadtbe z. 150, Krautstr. 1a- 2, 3-10, 47-52 und 54a- 55a von Stadtbez. 226: Fehrbellinerstr. 58-62; von Stadtbez. 288: 178a; mit Ausschluß der Grundstücke: Frobenstr. 1-11 und 41, von Stadtbez. 151, Georgenkirchplatz 33 u. 34, NeueKönigstr.47-49, Rastanien- Allee 36 und 70, Schwedterstr. 29; mit Ausschluß An der Apofteltirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150 von Kurzestr. 1, Landsbergerstr. 60--67, Prenzlauerstr. 82 und 82a, der Grundstücke: Angermünderstr. 1, Christinenstr. 1, Lothringer Stadtbez. 45, Bülowstr. 93 von Stadtbez. 46. Bu wählen sind: Alte Schüßenstr. 8-12 von Stadtbez. 201. Zu wählen sind: straße 23-27 von Stadtbez. 221, Chorinerstr. 4-6 und 78 a) von den Arbeitgebern 3 Beifizer, Wahllokal: 126. Gemeinde- a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger, Wahllofal: 49. Gemeindes bis 86, Zehdenickerstr. 9 von Stadtbez. 225. Bu wählen sind: schule, Gulmftr. 15- Turnhalle; b) von den Arbeitern 8 Bei schule, Blumenstr. 68a Turnhalle; b) von den Arbeitern von den Arbeitgebern 2 Beisitzer, Wahllotal: Zemplinerstr. 11 figer, Wahllokal: 99. Gemeindeschule, Steinmeßstr. 792 Beisiger, Wahllokal: 64. Gemeindeschule, Krautstr. 49- bei Berger. Turnhalle. Zuruballe. 3 33. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 226, 227, 255, 256, 9. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 54 bis 62, mit 23. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 149, 162 bis 165 268 und 269 und von Stadtbez. 221: Angermünderstr. 1, Ausschluß der Grundstücke: Belle- Allianceftr. 107, Blücherplatz 1 und von Stadtbez. 150: RI. Markusstr. 14-15, Krautfir. 16 Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27; von Stadtbez. 225: und 2, Hallescher Kirchhof von Stadtbez. 54. 3u wählen sind: bis 16a; von Stadtbez. 151: Krautstr. 3-10 und 47-52; Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdenickerstr. 9; von Stadtbez. 257: a) von den Arbeitgebern 4 Beifizer, Wahllokal: 43. Gemeinde- mit Ausschluß der Grundstücke: Andreasstr. 41-44 und 47, Aderstr. 27-28 und 143, Invalidenstr. 5, 148-163 und Bergschule, Wartenburgstr. 12 Turnhalle; b) von den Arbeitern Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautstr. 53-54, von Stadtstraße 30 und 31, Pappel- Platz; von Stadtbez. 267: Bergstr. 62; 1 Beisitzer, Wahllokal: 108. Gemeindeschule, Hagelsbergerstr. 34 bezirf 162. Bu wählen find: a) von den Arbeitgebern 1 Bei- mit Ausschluß der Grundstücke: Fehrbellinerstr. 58-62 -Turnhalle. fizer, Wahllokal: 34. Gemeindeschule, Langeftr. 76 Klassen von Stadtbez. 226, Gartenstr. 26-35 und 145-155, 10. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 68 bis 73 und von zimmer parterre links; b) von den Arbeitern 2 Beisitzer, Wahl- Invalidenstr. 18-23 und 129-132 von Stadtbez. 268, 68 big Stadtbezirt 54: Belle- Allianceftr. 107, Blücherplay 1 und 2, Total: 18. Gemeindeschule, Krautstr. 43 Turnhalle. Elsasserstr. 27-30 von Stadtbez. 269. Zu wählen sind: Hallescher Kirchhof; von Stadtbezirk 63: Belle- Allianceftr. 90, 24. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 168 bis 173, mit a) von den Arbeitgebern 2 Beifizer, Wahllokal: 154. Gemeinde. Gneisenaustr. 1. Bu wählen find: von den Arbeitern 2 Bei Ausschluß der Grundstücke: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 schule, 3ehdenickerstr. 17/18 Turnhalle; b) von den Arbeitern fizer. Wahllotal: 60. Gemeindeschule, Fürbringerftr. 88/44 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahn- 8 Beifizer, Wahllokal: 36. Gemeindeschule Gartenstr. 169Turnhalle. anlagen bis zur Warschauerstraße von Stadtbe z. 168, Rüders- Turnhalle. 11. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 63 bis 67 und 74 dorferstraße 41-51 von Stadtbez. 172, Roppenstr. 34 von bis 78 B, mit Ausschluß der Grundstücke: Belle Alliance- Stadtbez. 173. Bu wählen sind: a) von den Arbeitgebern Straße 90, Gneisenauftr. 1 von Stadtbez. 63. Bu wählen 2 Beisitzer, Wahllokal: 88. Gemeindeschule, Roppenstr. 84 Bu wählen 2 Beisiger, Wahllokal: 88. Gemeindeschule, Roppenſtr. 84 find: a) von den Arbeitgebern 2 Beisiger, Wahllokal: 149. Ge- Turnhalle; b) von den Arbeitern 8 Beifizer, Wahllokal meindeschule, Bergmannstr. 28/29- Turnhalle; b) von den 80. Gemeindeschule, Rüdersdorferstr. 4/5 Turnhalle. FO 34. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 228, 257-259 und 265-267 und von Stadtbez. 286: Rheinsbergerstr. 79; von -Stadtbez. 268: Gartenstr. 26-85 und 145-155, Invalidenstr. 18; mit Ausschluß der Grundstücke: Ackerstr. 27-28 und 148, Invalidenstraße 5 und 148 bis 163, Bergstraße 30 und Allee 4. 31, Pappelplatz von Stadtbez. 257, Bernauerstr. 15-24147 von Stadtbez. 319. Bu wählen sind: a) von den Arbeit. 25. Wahlbezirk. Andreas Müller, Steinbruder, und 84-92 von Stadtbez. 258, Streligerstr. 30-36 und 39 gebern 2 Beisitzer, Wahltotal: 32. Gemeindeschule Pantstr. 26- Pcfenerstr. 28. Peter Meilchen, Glasschleifer, Rastanien bis 46 von Stadtbez. 259, Gartenstr. 96-112 von Stadtbez. 265, Turnhalle; b) von den Arbeitern 3 Beisitzer, Wahllokal: 97. GeAckerstr. 69-70 von Stadtbez. 266, Bergstr. 62 von Stadtbez. 267. meindeschule, Freienwalderstr. 39 und zwar: Theil I in der Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 1 Beisiger, Wahl- Turnhalle, Theil II im Konferenzzimmer parterre rechts. Total: 67, Gemeindeschule, Elisabethkirchstr. 19- Turnhalle; b) von den Arbeitern 2 Beisiger, Wahllokal: 88. Gemeindeschule Bergftr. 55/57- Turnhalle. 21. Mit Nachstehendem geben wir die Arbeitnehmer- Kandidaten 35. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 229 bis 236, mit bekannt, und zwar nach Wahlbezirken geordnet. Diefelben haben Schwedterstr. 29 von Stadtbez. 233, Bernauerstr. 26 von and 1. Wahlbezirk: Ferdinand Wegener, Kellner, Marienstraße 8, 4 Tr. Hof 2 Tr. 2. Wahlbezirk: Carl Grosser, Kellner, Engel- Ufer 9, 3. Wahlbezirk: Christian Bohn, Schneider, Friedrichstraße 19, 1. Seitenfl. 3 Tr. 26. Wahlbezirk. Hermann Greifenberg, Rarton arbeiter, Brunnenstr. 96, H. 4 Tr. Hermann Henning, Gürtler, Fichtestr. 22. 27. Wahlbezirk. Norbert Klinger, Drechsler, Blumenstr. 50 a, 4 Tr. 28. Wahlbezirk. Karl Ladner, Rupferschmied, Karl Fleischer, Schuhmacher, Rostockerstr. 42, Quergb. 3 Tr. tirchstr. 53, Quergeb. III. 31. Wahlbezirk. Heinrich Jahns, Buchdruckerei Hilfsarbeiter, Holzmarktstr. 13. Franz Helm, Schmied, Mariannenstr. 25, 4 Tr. August Eich städt, Schneider, Röpnickerstr. 43, Quergeb. 3 Tr. 33. Wahlbezirk. Adolf Miras, Zigarrenarbeiter, Shorinerstr. 76. August Knappe, Maler, Schönholzerstr. 5. Wilhelm Milde, Bäcker, Chorinerstr. 68, Seitenflügel im Ausschluß der Grundstücke: Kastanien- Allee 36 u. 70, reges Interesse, gewählt zu werden und haben darum am Tage Stadtbez. 235, Rheinsbergerstr. 79 von Stadtbez. 236. Zu der Wahl in dem Wahlbezirke und bei dem Wahllokal thätig Grenadierstr. 45. Bernhard Herzer, Seiler, Georgenwählen sind: a) von den Arbeitgebern 1 Beisitzer, Wahllokal: an sein, wo sie fandidiren. 25. Gemeindeschule Ruppinerstr. 48- Turnhalle; b) von den Arbeitern 3 Beisitzer, Wahllokal: 96. Gemeindeschule Schwedterftraße 232/234 Turnhalle. 36. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 237 bis 250, mit Ausschluß der Grundstücke: Heinersdorferstr. 1 u. 2 und Prenz Iauer Allee 21/22 von Stadt bez. 237. 3u wählen sind: a) von den Arbeitgebern 1 Beisiger, Wahllokal: 110. Gemeindeschule Schönhauser Allee 166a Turnhalle; b) von den Arbeitern 1 Beisiger, Wahllokal: 15. Gemeindeschule Kastanien- Allee 82 und zwar Theil I: in der Turnhalle, Theil II: in der Aula. 37. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 251 bis 254c, 260 bis 264 und von Stadtbez. 235: Bernauerstr. 26; von Stadt bezirk 258: Bernauerstr. 15-24 und 84-92; von Stadtbez. 259: Streligerstr. 30-36 und 39-46; von Stadtbez. 265: Gartenftraße 96-112; von Stadtbez. 266: Ackerstr. 69-70. Zu wählen find: von den Arbeitern 2 Beisiger, Wahllokal: 167. Gemeindeschule Buttbuserstr. 23 und zwar: Theil I in der Turnhalle, Theil II in der Aula. Keller. 4. Wahlbezirk: Heinrich Stoltenberg, Schneider, Leipziger Platz 19, H. 4 Tr. 5. Wahlbezirk. Johannes Timm, Schneider, Alte Jakobstr. 18/19, 4 Tr. 7. Wahlbezirk. Richard Jahn, Porzellanmaler, dorferstraße 3a. Bremerstr. 46. 34. Wahlbezirk. Otto Meyer, Holzbildhauer, Stres ligerstraße 28, 4 Tr. Albert Haase, Konditor, Schulzen's 35. Wahlbezirk. Alexander Knoll, Steinfeger, 8. Wahlbezirk. Gustav Winkler, Steinbildhauer, Waldenserstr. 18, Hof 8 Tr. Otto Rohl, Puzer, Buchholzer Nixdorf. Kirchhofstraße 46. Gustav Mewes, Former, Hafen- straße 3, 2 Tr. Wilhelm Ehrlich, Metalldreher, Wollinerstr. 9. haide 21. 36. Wahlbezirk. Max Möckel, Hutmacher, Wiesenstraße 36, 2 Tr. 9. Wahlbezirk. Emil Hinz, Tischler, Gräfestr. 31. 10. Wahlbezirk. Johann Wilt, Schneider, Alexandrinen- 37. Wahlbezirk. Gustav Herforth, Maurer, Butts traße 45, S. 3 Tr. Franz Schulze, Maurer, Nostiz- mannstr. 18. August A 3 mu 3, Schlosser, Bernauer. 92, 4 Tr. 38. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 270 bis 275 und straße 16, H. 3 Tr. 39. Wahlbezirk. Max Behrend, Metallbrüder, von Stadtbez. 268: Invalidenftr. 19-23 und 129-132; von 11. Wahlbezirk. Robert Gottschalt, Schneider, Boeckhstr. 36. Stadtbez. 269: Elsasserstr. 27-30; von Stadtbez. 282: Invaliden Friedrichstr. 178, 1. Seitenfl. 2 Tr. Albert Roß, Steinmez, 40. Wahlbezirk. Moris Becker, Klempner, Stephan ftraße 80-88. Bu wählen ist: von den Arbeitgebern 1 Beifizer, Fidicinstr. 32 a part. Reinhold Pezold, Schloffer, Bär- ftraße 23, S. 4 Tr. Wilhelm Schnorre, Bergolder, Wahllokal: 14. Gemeindeschule Kesselstr. 3- Turnhalle. waldstr. 49. Gerhardstr. 6. Wilhelm Schulze, Bigarrenarbeiter, Marien39. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 216, 217, 279 bis 12. Wahlbezirk. Reinhold Langner, Schneider, burgerstraße 8. Carl Stehr, Bimmerer, Beuffelstr. 25, 283 und 285 und von Stadtbez. 211: Artillerieſtr. 18-16, Wienerftr. 28, 3 Tr. Friedrich Robold, Holzarbeiter, Quergeb. 3 Tr. Hans Herb ft, Metallvergolder, BeteranenBiegelstraße 14-21; von Stadtbezirk 215: Artillerie Forsterstr. 43. Karl Bernau, Gummi- Arbeiter, Grünauer- straße 9. Claus Olsen, Schuhmacher, Karlstr. 14. straße 4a- 4c, 21 und 31-31a, Auguststraße 4, Oranien- straße 15. Rudolf Brückner, Silberarbeiter, Naunyn- 41. Wahlbezirk. Paul Kröhn, Klavierarbeiter, Bank burgerstr. 35-39 und 64-69; von Stadtbez. 286: Alt- traße 65 a, 3 Tr. Emil Paul, Klavierarbeiter, Adalbert- ftraße 51, 8 Tr. Mar Giente, Eisenhobler, SwinemünderMoabit 129 und Werftstr. 21; mit Ausschluß der Grund- ftraße 71, H. 1 Tr. straße 129, 4 r. Hugo Lehmann, Bimmerer, Buttmann stücke: Auguststr. 1-2 und 89-93 von Stadtbez. 216, In- 13. Wahlbezirk: August Hildebrandt, Lithograph, straße 13. validenftr. 80-83 von Stadtbez. 282. Zu wählen find: Rixdorf, Faltstr. 10. 42. Wahlbezirk. Paul Bräutigam, Papierpräger, a) von den Arbeitgebern 1 Beifizer, Wahbllotal: 26./179. Ge 14. Wahlbezirk. Friedrich Märten, Kistenmacher, Bellermannstr. 10. Gustav Franz, Holzarbeiter, Stettiner meindeschule, Albrechtstr. 20- Turnhalle; b) von den Arbeitern Naunynstr. 4. Richard Heinrich, Gürtler, Wienerstr. 61. ftraße 56a. Hugo Preiser, Zinkgießer, Schönleinftr. 15. 1 Beisitzer, Wahllotal: 180. Gemeindeschule, Hannoverschestr. 9 16. Wahlbezirt. Emil Boigt, Korbmacher, NaunynTurnhalle. Karl Schulze, Buchbinder, Erfah Kandidaten. straße 3, 4 Tr. 40. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 284, 286-304, 17. Wahlbezirk. Heinrich Rautenhaus, Lackirer, Naunynstraße 66, Quergeb. 3 Tr. Hermann Biegler, mit Ausschluß der Grundstücke: Alt- Moabit 129 und Werft Moritstr. 23, 1 Tr. Klempner, Oppelnerftr. 15, 1 Tr. Karl Gebide, Tapeten Straße 21 von Stadtbez. 286. Zu wählen find a) von den 19. Wahlbezirk. Robert Beiste, Kellner, Manteuffel- drucker, Streligerftr. 52. Richard Pfeffer, Schloffer, Manteuffel- drucker, Arbeitgebern 3 Beisizer. Wahllokal: 128. Gemeindeschule Thurmstraße 8, 4 Tr. 8ouis Schappach, Brauerei- Hilfsarbeiter, Ramlerstr. 19. Karl Lederhause, Möbelpolirer, Große Straße 86 Turnhalle; b) von den Arbeitern 6 Beisiger, Wahl Greifswalderstr. 210. Total: 90. Gemeindeschule Thurmstr. 75 und zwar: Theil I in 21. Wahlbezirk. Robert Ahrens, Tischler, Rottbuserder Thurnhalle, Theil II in der Aula. ftraße 6a. Oswald Schumann, Hausdiener, Adalbert- Die Gewerkschaften haben ein reges Interesse daran, daß 41. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 305-318 und von ftraße 47. ihre oben vertheilten Kandidaten gewählt werden. Sie haben Stadtbez. 319: Pantstr. 7 und 47; mit Ausschluß der 22. Wahlbezirk. Paul Schein, Posamentier, Markus- darum am Wahltage, den 24. September, vormittags 9 Uhr, Grundstücke: Exerzierstr. 12 und 18, Schulstr. 61-86 von str. 25, Portal II, 1 Tr. Friedrich Huppke, Maurer, Am alle für die Wahl nothwendigen Arbeitskräfte nach dem Zentral Stadtbez. 313. Bu wählen find: a) von den Arbeitgebern Friedrichshain 32. Wahlbureau, Annenstr. 16, vorn parterre, zu senden behufs Vers 1 Beifizer, Wahlletal: 118. Gemeindeschule Pantstr. 8- Turn- 23. Wahlbezirk. August Rosenstengel, Rollfutscher, theilung. Beschwerden betreffs der einzelnen Kandidaten oder halle; b) von den Arbeitern 3 Beifizer, Wahllokal: 19./166. Ge- Blumenftr. 37. Hermann Großmann, Bäder, Am Ost- sonstige Wahlangelegenheiten sind im Bureau, Annenftr. 16, meindeschule, Ruheplatstr. 5-7 und zwar: Theil I in der Turn- bahnhof 4 II. Manzubringen: Called halle, Theil II in der Aula. 42. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirte 276-278, 819 bis 326 und von Stadtbez. 313: Eyerzierstr. 12 und 13, Schulstraße 61-86, mit Ausschluß der Grundstücke: Pantstr. 7 und 24. Wahlbezirk. August Vogel, Puzzer, Weidenweg 35. Wilhelm Bachmann, Möbeltransportarbeiter, Große Frankfurterstraße 80/81. Hermann Wustrow, Klavierarbeiter, Reichenbergerstr. 96a. 1 Frankfurterstr. 78. smmite thing Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: R. Millarg. Glacé- Handschuhe. Für Damen: Farbig und schwarz mit seidener Raupe 4 Knöpfe. Paar EL Für Herren: Farbig, mit seidener Raupe 1 Druckknopf. 1,15 Mk. 21 Warenhaus A.Wertheim ( 8 Das Schuhwaaren- Verkaufshaus( Sanfenter) S. Selbiger, 40 Landsbergerstr. 40 von verkauft von heute ab: Herrenlfiefel, gut und dauerhaft gearbeitet, t. 4,50, 5,50, 6,50 u. f. w.gbes Damenffiefel zum Knöpfen, auch Gummizüge, Mt. 4, 4,50, 5,30, 6,20 u. f. w. Einsegnungstiefel zu staunend billigen Preisen. 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In der öffentlichen Versammlung der Konditoren, die am Donnerstag in Grosse's Saal, Annenstraße, tagte, referirte Genosse Timm über die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation, worauf Wöls Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftstommiffion erstattete. Aus dem Bericht Agitationskommission ging hervor, daß im letzten Halbjahr zwei öffentliche Versammlungen stattfanden und ein Kassenbestand von 6,35 m2, zu verzeichnen ift. Die Agitationskommission wurde alsdann aufgelöst und deren bisheriger Obmann als Vertrauensperson eingesetzt. Die Diskussion über den Bunft, ob man augenblicklich in eine Lohnbewegung eintreten fönne, führte zu feinem Beschluß. Allseitig wurde auf die Uneinigkeit und Interesselosigkeit der Konditorgehilfen hingewiesen, wodurch eine Lohnbewegung trotz der augenblicklich günstigen Konjunktur illuforisch werde. Demmer, Hirsch- Dunckerianer, schreibt den Zwiespalt unter den Konditoren dem politischen Anstrich der bestehenden Organisation zu und plädirt für eine Vereinigung im gewerkschaftlichen Sinne ohne Politik, welche Anregung Anlaß zu längerer Debatte gab, aber gleichfalls zu keinem Beschluß führte. Nach einem Hinweis auf die bevorstehenden Wahlen 31 m Gewerbegericht wurde die schwach besuchte Versammlung geSchloffen. Sonntag, den 20. September 1896. Ecke bei Mertens. Märkischer Hof. 13. Jahrg. Statklub Vorwärts, Gartenstr. 51 bet Mathsack. Frete Turnerschaft Rirdorf- Brig. Montag und Donnerstag 2. MännerKraft und Abtheilung 8%-10% Uhr im Restaurant Landhaus", Briz. Artistenklub" Jugendtraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, Theater: und Berbei Schauder, Stargarderstr. 18. Gäste willkommen. gnügungsverein Weiße Rose, abends 8 Uhr, Waldemarstr. 18. Im Nord- Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmater, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und Alters. versicherung: V. Keller, Camphauſenſtr. 5. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: 6. Hänet, Colme Im Nord- Weften: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wils: nackerstr. 19. St, Stephan, Beffingfir. 34. Stiftungsfest, sowie auf die am 8. November stattfindende UraniaVorstellung in der Taubenstraße hingewiesen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Die geferäume find von 10-12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an ge öffnet. Der Geschichtsunterricht findet Dienstag in der Südostschule statt. Martendorferftr. 6.- morgenröthe, abends Uhr 9 bei Trittelwiß, Faltens Lese- und Diskutivklubs. Montag: Karl Marr, bei Grube, Berliner Arbeitervertreter- Verein. Auskunft wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Versiche der steinstr. 7.- Sozialdemokratischer gefe und Distutirtlub rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenftr. 36, v. 8 r. für den Stadtbezirk 175: Berfammlung jeden 2. und 4. Montag im A. Da ehne, Demminerfir. 66, v. 8 Tr. K. Gutheit, Wiesenftr. 29a, von Monat, abends 8 Uhr, bet Buchmann, Gubenerstraße 12a. 8-9 Uhr abends. F. Pieschet, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Gimanowsti Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borfigender Ackerstr. 101, 1 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von 6 bis ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender 9 Uhr abends. R. Tamm, Hussitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffeljir. 49, v. 2 Tr. Montag, A. Voigt, Wiefenſir. 41-42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr Dorf abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume abends 9-11, nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. glöcklein, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgischestraße 106 bet A. Gräk. Streligerstr. 58. P. teimann, Bellermannstr. 88. F. Trapp, Schul- 3utunft I, Stegliz, Ahornstr. 15a, Cambrinus.- Sangeslu ft II, ftraße 56, von 7-8 Uhr abends. Pafewalferstraße 3 bei Ad.. Neumann.- Harmonte 2, Weinstraße 11, Restaurant Feind.- Edelweiß IV, Rummelsburg, Kant- u. Goethestraßen-. Mohs, Schönhauser Allee 62. Tonblüthe, Reughoffir. 8, Restaurant Behlendorf. Süd- Ost, Guvrnstraße 25 bei W. Erbe. Klintmüller'sches Doppelquartett, Weißenfee, Königs- Chaussee 46 bei Brennert. freiheit II, Straußberg, Rosenftr. 1, Perle der Mart", bei Brammbach. Sieberzweig, Waidmannslust, Berlinerstraße bei Berbe. Liedes Frena II( gem. Chor), Urbanftr. 51 bei Wulle. Apollo, Char: Tottenburg, Krummeftr. 33 bei Müller.- Philomele( gem. Chor), Rosen Restaurant.- Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad am Dämmeritzsee thalerstraße 57 bei Babiel. Solidarität, Echüßenstr. 29, Mielhfe's Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an Sermann Jahn, Echönhauser Allee Nr. 177c.- Sonntag: Geselliger Verein Ingwelde, Danzigerstr. 11 bei Schloßnieß, nachm. 4-7 Uhr.Eine anßerordentliche Mitgliederversammlung der Montag: Gefelliger Verein voran, Pappel- Allee 19 bei Bischoff. Bentral Krantentaffe der Maurer, Gipser 2c. tagte am 13. Sep- Geselliger Beretn Liberte, Admiralfir. 18 c, Märkischer Hof. tember, vormittags 101/2 Uhr, unter sehr schwachem Besuch in der Jufelstr. 10 mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht des Bevollmächtigten für Unfalluntersuchungen. 2. Wahl der Hilfs. kassirer. 3. Junere Rassenangelegenheiten. Zum ersten Punkt gab der Bevollmächtigte Herr Garbe bekannt, daß während seiner Thätigkeit 25 Unfälle zu verzeichnen waren, von denen 2 den verein Frohsinn, abends, Brückenstr. 7( Spreeterrasse). 5 Uhr Theatergesellschaft Dornröschen, nachmittags fofortigen Tod, 6 Verlegungen am Kopf, 8 Verlegungen an Bruststraße 5 bet Bötföhr. Montag: Privat Theatergesellschaft Satur und Rücken, 4 an Armen und Händen, und 5 an Beinen und abends 349 Uhr bei Specht, Markgrafenfir. 83. Füßen zur Folge hatten. Nachdem die Wahl der Hilfskaffirer aefellschaft Immer luftig jeden Sonntagabentat- Theatergesellschaft vollzogen, gelangten einige interne Rassenangelegenheiten zur Erledigung. Rigdorf. Am Montag, den 7. d. M., tagte die regelmäßige Bersammlung der hiesigen Zahlstelle des Verbandes der Möbelpolirer Berlins und Umgegend, in welcher Genosse Thomas einen äußerst interessanten Vortrag über den internationalen Kongreß in London und seine Bedeutung für die Gewerkschaften hielt. Zum Schluß führte der Referent den Bersammelten in trefflichen Worten den Werth der Organisation vor Augen. Unter Verbandsangelegenheiten wurden zunächst Werkstattmißstände besprochen, nachdem wurden die Kollegen er sucht, für regen Besuch der Versammlungen au agitiren. Die nächste Generalversammlung findet am 10. Oktober, abends 9 Uhr, bei Reller, Roppenftr. 29, statt. Zum Schluß wurden die Kollegen auf das am 17. Oftober in Keller's Sälen stattfindende DODEND Chaussee A. Worthoff strasse 38 Ecke Schwarzkopffft. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, kottbuser Damm 72. tontag, abends von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Aufnahme neuer Mitslieder. Meritaner, Elbingerstr. 15 bei Dames. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Sonning: Berliner Dilettanten- Bühne Rheingolo II. Jeden Conntag 5 Uhr im Saate des Hrn. Fernando Küter, Linienfir. 96: Sigung. Fidelitas. straße 17. VergnügungsPrivat Invaliden Privat TheaterAndrce, Chorinerstr. 53: Sigung mit Minerva. Alle Montag Busammenkunft Maibach Ufer 3 bei Schmoct. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden Conntag 5 Uhr bei Ulbrich, Rammlerstr. 26. Gäste willkommen. Theater und Vergnügungsverein Weiße Rose jeben Montag 9 Uhr Sigung bei Pommer, Reichenbergerstr. 19.- Privat- Theaterverein Freiheits- off: mechhut. Rauchflub& feifentopf, Sigung 9 Uhr bei Wolff, Friedrichsnung jeden Sonntag 5 Uhr nachmittags Sigung Lychenerstr. 1 bei bergerstr. 24. Gäste willkommen. Arbeiter- Stenographie- Verein Eintracht, unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8 Uhr bei Nothes, Buttmann mittags, an Tigung mit Firelitas im Saale des Restaurants Kiekelhahn, Dresdenerstr. 68.- Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% Uhr, Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnſtr. 9.Rosenthalerfir. 57. Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau, Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bei Asche. Ver anügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3: Sigung und Tanz. Gäste sehr willkommen. Jugend- Athleten= tub Junge Kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bei Fickert, Stallschreiberstr. 19. Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachChausseeAchtung! Möbel! Wegen Aufgabe unserer Möbeltifchlereien und Tapezierwerkstatt sollen die Restbestände der Möbel- und richtungen, zu jedem annehmbaren Ecke Schwartzkopffftr. Preise bis 30. September verkauft werden. Gekaufte Möbel können bis 1. Oftober Ingern. strasse 38 Bolterwaaren, darunter ganze EinBilligstes Etablissement für Herren- Knaben- Moden Anfertigung nach Maaß schon innerhalb 24 Stunden. Einsegnungs- Anzüge in Kammgarn 12, 14, 17 bis 24 Mt. M. Wollner's Möbeltischlereien, Berlin SO, Köpnickerstr. 154, I. Hof, Fabrikgebäude. 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Montag Abend 8 Uhr, im„ Märrischen Hof", Admiralstraße 18c; Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, abends 8½ Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 20: Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Christeller über Berufskrankheiten; nachher: praktische Uebungen. Stenographischer Verein( Stolze) zu Berlin. Montag Abend 8 Uhr, Pazenhofer Bierausschant, Luisenstr. 36: Vortrag des Herrn Dr. Franz Welche Anforderungen sind an ein stenographisches System Stolze: zu stellen?" Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Heute Nachmittag 5 Uhr, Oranienstr. 51: Versammlung. Uhr: Sigung mit Damen im Restaurant Schultheiß, Invalidenstr. 5 I. Theater- und Vergnügungsverein Troilus" Heute Nachmittag 3 Privat- Theater- Gesellschaft, e Restaurant Nowack, Manteusselstr. 9. Lese- und Diskutirklub Leopold Jacoby. Montag Abend 9 Uhr: Mitgliederversammlung. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Montag Abend 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 104: Bersammlung. Vortrag des Genoffen Peterson über„ Die Errungenschaften auf dem Gebiete der Elektrizität“. ,.Erika". Montag 9 Uhr: Sigung im Viel Geld sparen kann jeder, der nicht versäumt, unten angeführte Partien von Damen- Kleiderstoffen in Augenschein zu nehmen. Es sind nur Herbst- u. WinterNeuheiten, die des Raummangels wegen zu noch nie dagewesenen Preisen abgebe. Der Verkauf dieser Waaren dauert nur kurze Zeit und bietet sich dem geehrten Publikum die denkbar günstigste Gelegenheit, nur gute fehlerfreie Herbst- und Winterstoffe zu sehr niedrigen Preisen zu erstehen. 1 Posten Damentuche in allen Farben doppeltbr., Met. jetzt 52 Pf. 1 Posten reinwollene Foules in all. Farb. doppeltbr., Met. jezt 58 Pi. I Posten schwerer gestreifter Winterstoff, dplbr. 1 Posten schwere Herren- Anzüge decken u. Läuferstoffe Woßen were gediegene inter- Hoppen in Cheviot und Kammgarn 16, 18, 22 bis 36 Mr. Eskimo- Krimmer n. Diagonal Winter- Paletots 12, 15, 20, 25 bis 40 22E. Mt. 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Es bietet sich die günstigste Gelegenheit, zu Aussteuern und Lokal- Einrichtungen außerordentlich vortheilhafte Einkäufe zu machen: Wischtücher, Stück 7 Pf., Gerstenkorn- handtücher, Stück 16 Pf., Damaft- Handtücher, Stück 37 Pf., Servietten ,. Stück 22 Pf., Rolltücher 49 Pf., Hemdentuch, Meter 19 Pf., Bettdamast, Meter 48 Pf., Renforcé, Meter 22 Pf., Damenhemden, Stück 1,25. Gardinen, Meter 22/2 Pf. Abgepaste Gardinen, 2 Shawles Fenster 2,50, 3mal Band eingefaßt. Julett, Meter 38 Pf. Kein Kaufzwang. Besichtigung der Waare gern gestattet. " Centralhaus D. Kirschner, Berlin SW., Belle- Alliancestr. 101 vis- à- vis ber Teltowerstraße. Volksversammlung Arbeiter- Bildungs- Zentralverein der Bildhauer. am Dienstag, den 22. September, abends 8 Uhr, in Louis Keller's Fettsälen, Koppen- Straße Nr. 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Genossen Wolfgang Heine über: Die Gewerbegerichte und die Stellung der Frauen dazu. 2. Diskussion. Genoffen und Genoffinnen, sorgt dafür, daß diese Versammlung recht zahlreich, auch von Frauen und Mädchen besucht werde. 2/16 Schule. Montag, den 21. Septbr., abends 9 Uhr: Rede Uebung Rede- Uebung ( Fortschrittskursus) bei Hoffmann, Alexanderstr. 27 c. 1. Vortrag des Herrn M. Lichtenberg über Thomas Moore und seine Utopie. 2. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimirt. 9/11 Die Einberuferin: Ottilie Baader. Der Vorstand. Sozialdemokr. Agitationsklub f. d. Osten Berlins. Arbeiter- Bildungsverein Sonntag, 20. September, abends 7 Uhr, Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3: Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tages Ordnung: B Friedrichsberg. Dienstag, den 22. Septbr., abends 8 Uhr, Dienstag, den 22. Sept., abends 8 Uhr, Annenstr. 16: Versammlung. ortra Tages Ordnung: " 294/15 Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über: Die Organsysteme des menschlichen Körpers und ihre wichtigsten Funktionen". Antrag Koswig: Wie stellen wir uns zu der Akkordarbeit? Der Vorstand. Drechsler! 百合 Dienstag, den 22. September 1896, abends 8 Uhr, in Joel's Festsälen, Andreasstraße 21: strin Große öffentliche Versammlung Zages Ordnung: = 1. Der Stand unserer Lohnbewegung und welche Schritte haben wir im Lokale des Herrn W. Moser, gegen die nicht bewilligten Werkstätten einzuleiten? 2. Diskussion. Lichtenberg, Dorfstr. 2.: Der Vertrauensmann. 1. Vortrag des Genossen Waldek Manasse über: Kirchen und Mitglieder= Versammlung. Rafernen. 2. Diskussion. 101/9 Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Vortrag des Stadtv. Th. Meguer über: Patriotische Feste und ihre Be deutung für die Kultur". " Verschiedenes. Diskussion. 14/10 Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin. Um zahlreichen Besuch bittet Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 22. September 1896, abends 8 Uhr, in Uhli Salon, Badstraße Nr. 19. Tagesordnung: 274| 16 1. Der internationale Rongreß. Referent: Stadtv. Genosse Borgmann. 8 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Drei Versammlungen d. Deutschen Schneider- n. SchneiderinnenVerbandes tagen in der nächsten Woche in der Umgegend Berlins und zwar: Montag, den 21. September, abends 8/2 Uhr, in Weißensee: bei Freutz, Königs- Chauffee 41, in Rigdorf: Vittoria- Sale, Hermannstr. 48-50, am Mittwoch, den 23. September, abends 8% Uhr, in Schöneberg: bei Obst, Grunewaldstr. Nr. 110. Tages- Ordnung: 1. Welche Thätigkeit haben die Mitglieder für die weitere Ausgestaltung unserer Organisation zu entfalten? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Referenten: Kollegin Ottilie Baader, Clara Jeutsch und Kollege J. Timm. Zahlreichen Besuch erwarten 163/5 Die Bevollmächtigten. Achtung! Maaßschneider! Am Mittwoch, den 28. September, abends 81/2 Uhr, tagt bei Zubeil, Lindenstr. 106, eine Werkstatt- und Geschäfts- Delegirten- Sigung. Tagesordnung: Vorkommniffe in Werkstätten und Geschäften. Wir fordern die Kollegen der einzelnen Geschäfte auf, in dieser Sigung zu erscheinen. Die Agitationskommission. Achtung! Gürtler. Achtung! Montag, den 21. September, abends 8 Uhr, im Lokal von Henke, Naunyn- Straße Nr. 27. Vertrauensmänner- Konferenz. Der Vorstand. macherei beschäft. Arbeiter Verband der in der KorbBerlins u. Umgegend. Uhr, Oranienstr. 51: Montag, den 21. September, abbs. Versammlung. L.- D.: Ist es möglich, in unserem Gewerbe die neunstündige Ar= 77/6 Achtung! Drechsler. Achtung! Folgende Werkstellen haben bis jetzt unsere Forderungen noch nicht bewilligt: Kratzer, Wienerstr. 51; Görschner, Wienerstr. 44; Probst& Böcker, Zerwitoki, Roppenstr. 14; Hesse, Breslauerstr. 27; Hannemann, Rönigsberger, Maybach- Ufer 5; Schmidt, Reichenbergerstr. 155; Schmidt, in Firma Mester, Manteuffelstr. 54; Fritsche, Dranienstraße 385; Prederitzen, Brizerstraße 7; ftraße 82. Zuzug fernhalten. B 77/7 Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. beitszeit einzuführen? 2. Wahl Dienstag, den 22. September, abends 8 Uhr, in Gründel's Salon, eines 1. Vorsitzenden. 3. Verschiedenes. 98/5 Der Vorstand. Täglich: Warmes Frühstück 2 O zur Yo Auswahl. 55 Zur alten Linde S Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. 0. Schmidt's Restaurant, Hochstr.32a Saal f. Vereine und kleinere Gesellsch. 2 Vereinszimmer mit Biano 20 und 40 Pers. fassend, sind noch an einigen Tagen in der Woche zu verg. 5700L* Frizz Linke, Jüdenstr. 36. Vereinszimmer m. Piano, Adalbertstr. 45. 2246 49648* Empfehle meinen Frühstücks-, Brunnenstraße Nr. 188: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Joel über:" Die Entwickelung der modernen Astronomie." 2. Diskussion. 8. Besprechung über unser Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 49| 11 Achtung! Musiker. Achtung! Freie Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Dienstag, den 22. September 1896, vormittags 10% hr, in dem Lokal von Neumann, Pasewalkerstr. 8: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. 279| 16 Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Bilderrahmenmacher. Achtung! Dienstag, den 22. September, abends 8 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung aller in der Mittags and, Abendtisch Bilderrahmen- Branche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen B. Liebehenfdjel, Mariannenstr. 48. Mein Saal Bergstr. 12 ist noch an verschiedenen Wochentagen zu vergeben. 3076 H. Jenrich( früher Rehliz). in den Arminhallen", Kommandantenir. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Sillier über: Altordarbeit oder Lohnarbeit. 2. Sind wir gewillt, diesen Herbst in eine Lohnbewegung einzutreten und Louisenstädt. Klubhaus welche Forderungen erheben wir? 3. Die Lohnbewegung der Leipziger Kollegen Annen- Strasse 16. 4412 Pflicht und Ehrensache eines jeden in dieser Branche Beschäftigten ist Der Einberufer. und ihre Forderungen. 4. Verschiedenes. Kollegen! In dieser Konferenz ist es unbedingt nöthig, daß jede Bertftatt Saal für Versammlungen u. Festlich- es, in diefer Versammlung zu erscheinen. vertreten ist, da wichtige Punkte zur Verhandlung kommen, die von großer keiten. Vereinszimmer jeder Grösse. Wichtigkeit sind für jeden einzelnen Kollegen. 115/18 Der Vertrauensmann R. Heinrich. Achtung, Zimmerer! Vom Montag ab befindet sich unser Bureau Grenadier- Straße 33 bei Buske. Dasselbe ist laut Beschluß der Plazdeputirten- Bersammlung vom 8. September von 3-8 Uhr nachmittags geöffnet. Während dieser Zeit werden sämmtliche Angelegenheiten auch für Bemaßregelte und Arbeitslose geregelt. Die Lohnkommishon der Berliner Zimmerlente. J. A.: Theodor Fischer. Achtung, Maurer! Gr. Tanzkränzchen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstr. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten Fest Verwaltungsstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen fäle zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, für Gesundbrunnen und Rosenthaler Borstadt Rommerse, Versammlungen 2c. 5594L* Wwe. E. Schmiedel. Fest- Saal Königstadt- Casino, Holymarktstr. 72.[ 5960L [ 5960L Mehrere Sonnabende und Sonntage, 3. u. 4. Ottober, 28. November, 5., 6., 256/8 12., 18., 19., 20. Dezbr. find a. vergeben. Dienstag, den 22. September 1896, abends 8 Uhr, im Lokal von M. Cohn, Beuthstr. 20/22: Oeffentliche Baudeputirten- Sitzung. Hierzu werden die Kollegen ganz besonders eingeladen. Gleichzeitig den Kollegen zur Nachricht, daß sich unser Bureau vom Montag den 21. September ab in der Grenadierstr. 33 bei Buske befindet. Die Geschäftsstunden find wie vorher von 9-11 Uhr vormittags und von 4-8 Uhr nachmittags. Die Lohnkommission der Mauver Berlins. J. A.: W. Frisch. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. 131/9 Dienstag, den 22. Septbr., abends 81/2 Uhr, bei Pasch, Alte Jakobstr. 83: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Dekorations Vortrag. 2. Vortrag über: Moderne Dichtkunst". 8. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. 180/10 NB. Wegen der wichtigen Tagesordnung wird punkt 9 Uhr angefangen. Gäste willkommen. Der Vorstand. u. Gesellschaftshaus Swinemünderstr.35 Jeden Sonntag grosser BALL u. täglich Spezialitäten- Vorstellung. 118/8 Sale für Vereine zu Festlichkeiten, Versammlungen mehrere Sonnabende noch frei. Hübner. Treptow. am Dienstag, den 22. September 1896, abends 81/2 Uhr, im Viktoria- Garten, Badstr. 12. Tages Ordnung: er Lebensbalt 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über:" Der Lebenshalt des Proletariats". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten.( Wahl eines Silfstassirers.) Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Für den Osten. do i Dienstag, den 22. September 1896, abends 81/2 Uhr, bei Beller, Koppenstr. 29( Tunnel). ages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Faber über: Die Bekämpfung der Arbeiter Verbände durch Unternehmer und Staatsbehörden". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Gäste willkommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Restaurant. Karpfenteig. Bildungsverein„ Mehr Licht" Jeden Sonntag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Im Saale: Gr. Ball. Raffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. Entree frei! 5688L Hermann Otto. ( früher Ethische Gesellschaft). Derlammlung. Sonntag, 20. September, abends 7, Uhr, Alexanderstr. 27c: Bortrag: Die Stlaverei vom Alterthum bis in die Jehtzeit." Ref.: Herr Schlegel. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 55/1 Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken n. auf Solpläßen Fey's desellatshaus Große öffentliche Versammlung beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Filiale Berlin II Nord). Dienstag, den 22. Sept., abends 82 Uhr, im Lokal des Hrn. Jenrich, Bergstraße 12: Verbands- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über Feudalismus und Bunstwesen". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4." Berschiedenes und Billetausgabe zum Stiftungsfest. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 85/8 Brunnenstraße 184. eben Großer Ball. Sonntag: Anfang 4 Uhr. der Töpfer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 22. d. M., abends 6 Uhr, Alexanderstr. 27c ( Englischer Garten) Empfehle meinen bis zu 500 Personen faffenden Saal den Vereinen zu Verfammlungen u. Bergnügungen. 56242 such ber Kollegen ersucht Milchgeschäft, altes, vert. Robert 4876 Alert, Charlottenburg, Straße 16b. Tages Ordnung: Bericht der Kommission und Statutenberathung.- Um zahlreichen Bes Die Kommiffion. J. A.: C. Thieme, Mariannenftr. 41. Sozialdemokratischer Wahlverein im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Süd- Offen. Textil- Arbeiter ( Filiale Berlin.) Am Mittwoch, den 16. September, Dienstag, den 22. September, abends 8 Uhr, bei Henke, starb unser Mitglied Naunynstraße Nr. 27: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fritz Hansen. 2. Dis Tussion. 8. Vereinsangelegenheiten. Der Vornand. NB. Die Genossen, welche noch Mitgliedsbücher in Händen haben, welche fie den Eigenthümern noch nicht zugestelt, werden ersucht, dieselben in der Versammlung an den Kassirer abzuliefern. Achtung! 243 1 Achtung! Mechanifer u. verw. Berufsgenossen! Montag, den 21. September, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 270( oberer Saal) Grosse öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: ,, Der Werth des Naturheilverfahrens für die Arbeiter." 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Kollegen! Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erscheint Mann für Mann und gedenket der ausgesperrten Former und Gießerei- Arbeiter vom 1. Mai. Gleichzeitig fordere ich diejenigen Kollegen auf, die noch Maimarken abzurechnen haben, dieselben unverzüglich abzurechnen. Ebenfalls die Inhaber der Sammellisten vom Streik der Mechaniker, und zwar die Nummern 12, 21, 44, 53, 54, 66, 81–90, 92. 115/16 Der Vertrauensmann der Mechaniker. Hausdiener, Kutscher, Packer, Angestellte der VerkehrsAnstalten( Packetfahrt, Privatpost). Sonntag, den 20. Sept., abends 6 Uhr, in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28, Große öffentliche Versammlung. Lages Ordnung: M 1. Bortrag des Genossen Pörsch über:„ Die Lage der arbeitenden Klasse und die Organisation. 2. Diskussion. 3. Mittheilungen. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz und Frau Elise Tesch im Alter von 22 Jahren. Die Beerdigung findet heute, nach mittags 81/2 Uhr, von der Leichenhalle des Bionstirchhofes in Weißensee aus statt. 267/7 Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Die Beerdigung des Herrn Kobold. findet am Sonntag nicht um 5 Uhr, sondern um 41/2 Uhr statt. Orts- Krankenkaffeder Steindrucker. Die Beleidigung gegen Frl. Barschel, Cuvrystr. 45, nehme ich hiermit zurück. 4636 Frau Elert. Tel.- Adr. Teppichadler- Berlin. Direkt ab Fabrik empfangen, offerire ich zum bes vorstehenden Umzuge zit außergewöhnlich billi jen Preisen: Teppiche Portièren Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Zahlstelle Berlin). Bezirks- Versammlungen. E Westen u. Süd- Westen. Mittwoch, den 23. September, abends 8 Uhr, im Lokale Königshof, Bülowstr. 37. Tages Ordnung: Vortrag. Diskussion. Werkstatt Angelegenheiten. Die Kollegen von Redtemann, Gr. Görfchenstr. 35, Schirmer, Steinmetzstr. 23 und Händler, Bülowstr. 98, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Bezirk Friedrichsberg- Rummelsburg. Montag, den 21. September, abends 8½½ Uhr, im Lokale des Hrn. Breves, Göthestr. 11, Ecke Kantstr. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Katzler. 2. Distussion. 3. Berbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Sin Friedrichsfelde. Mittwoch, den 23. September, abends 8/2 Uhr, bei Herru Schulze, Prinzen- Allee 6. Tagesordnung: 1. Wahl eines Bezirksleiters und Beitragsammlers. 2. Verbandsangelegenheiten. 3.. Verschiedenes. Moabit. Montag, 21. September, abends 8 Uhr, Stromstr. 28: Tagesordnung: Vortrag. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. 77/8 Achtung! Schuhmacher! Montag, den 21. d. M., abends 82 Uhr, Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117, Große öffentliche Versammlung Gardinen aller in der Schuhindustrie besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Zages Ordnung: 1. Der Stand des Streits der Ballschuh- Arbeiter. 2. Diskussion. Die Agitationskommission. tomischen Vorträgen, arrangirt vom Verband. Die Kollegen mit ihren Frauen Tisch- u.Steppdecken. Verschiedenes. find hierzu freundlichst eingeladen, und bitten wir um recht zahlreiches Ers Scheinen. 244/11 Der Einberufer. Schlosser! Montag, den 21. September, abends 8 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 20: Gr.öffentliche Versammlung der Schloffer. Tages- Ordnung: Der gegenwärtige Stand der Neunstunden- Bewegung und unsere weiteren Maßnahmen. Sonntag, den 20. September, vormittags 10 Uhr, im ,, Englischen Garten, Alexanderstraße 270: Konferenz der Werkstatt- Vertrauensmänner. Jin Ausstand befinden sich die Kollegen folgender Werkstätten: Paul Marous, Tempelhofer Ufer 24; Bothmann, Neue Jakobstraße 5; de la Vari, Kaftanien Allee 10; Rössemann, Rastanien Allee; Peege, Urbanstraße 102; Dübner, Beusselstr. 70; Jean Violet, Kronenftr. 7; Donner, Rigdorf; Pinnow, Pallisadenstr. 34. Bujug ist feruiuhalten. Zubeil. Das Streitbureau befindet sich Lindenstr. 106 im Restaurant 115| 20 Der Vertrauensmann der Schlosser: P. Quast. Allg. Arbeiter- u.Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. Läuferstoffe, Möbelstoffe, Plüsche und Sophastoffreste. Dem geehrten Publikum bietet fich wie alljährlich Gelegenheit, zum bevorstehenden Umzuge gute, vorzügliche Qualitäten alleinstehend billigen Preifen zu kaufen. zu J. Adler Teppichhaus. Spandauerstraße 30, vis- à- vis dem Rathhause. Reich Preisliste gratis illustrir. u. fr. 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Wäsche- Ausstattungsmagazin, Bettfedern Pfd. von 50 Pf. an, Daunen Pfd. von 2,50 M. an, fertige Betten, reine Watte Steppdecken, von 5 M. an. Portièren Gardinen 1 Kleiderstoffe. I Wollwaaren. Tischzeuge, Tischdecken von 80 Pf. an. Achtung! Putzer. Adhtung! Taschentücher, Boat, va Mittwoch, den 23. September, abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Keller, Koppenstraße 29: Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins u. Umg. Zagles Ordnung: Bericht der in der letzten Bersammlung gewählten Fünfer Rommission und Beschlußfassung über die von der Kommission ausgearbeiteten Anträge. Es ist Pflicht eines jeden Puzers, in der Versammlung zu erscheinen. Kollegen, da am Montag und Dienstag eine Aufnahme der Bauten stattfindet, so werden sämmtliche Rollegen aufgefordert, welche arbeitslos find, sich im Bureau, Grenadierstr. 38, an diesen beiden Tagen zu melden, um einmal thatsächlich festzustellen, wie viel arbeiten und wie viel arbeitslos find. Es ist ganz gleich, ob dieselben im Besitz einer Arbeitskarte sind oder nicht. 131/10 Die Lohnkommission. Lederarbeiter( Portefeuiller). Montag, den 21. Sept., abends 8, Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Große Vereinsversammlung. 4866 1 Streng feste, sehr billige Preise. 8930L* A. Tuchen Optiker Lothringer Strasse 28. Rathenower Brillen und Pincenez ff. Stahl| Mk., Nickel 2 Mk., Aluminiumgold, von Gold nicht zu unterscheiden 2,50 Mk., Operngläser 6,50 Mk., bestes Opern- u. Reiseglas Marke, Eureka" Mark mit Leder- Etui und Riemen Lieferant für alle Krankenkassen 12 Bettfedern- Spezialgeschäft C. M. Schmidt, Berlin, Andreasstr. 59, voru 1 Tr. Größte Auswahl gerissener Gänsefedern und Dannen Pfd. 1, 2 bis 1. Vortrag: Was ist Religion, wer hat Religion?" Ref.: Th. Metzner. 6. Fertige Betten 9, 15 u. 18 M. M Tages Ordnung: " 2. Vereinsangelegenbeiten. Fragetaften. Bettfedern Pfo. 35, 50 u. 70 Pf. Streng reell! 171/1 Deffentlicher Dank. Geehrter Herr Münsel! Sie werden sich vielleicht noch meiner und daran erinnern, daß ich, als ich voriges Jahr Anfang Mai zu Ihnen kam, um Loh Tanninbäder bei Ihnen zu nehmen, ich fragte: ob ich die Bäder überhaupt nehmen dürfe, weil ich herzleidend sei, Sie be jahten meine Frage, und obgleich ich noch ängstlich war, machte ich den Versuch und der Versuch gelang über Grivarten gut, und nun nahm ich wöchentlich zwei, meist drei Bäder und setzte die Kur bis Anfang August, also über drei Monate, fort. Während der Kur schon, aber besonders nach Beendigung derselben, fühlte ich mich mit jedem Tage wohler. Heute, nachdem seit Beendigung der Kur faft zehn Monate verstrichen sind, erlaube ich mir, Ihnen ergebenst mitzutheilen, daß mir Ihre Loh Tanninbäder sehr gute Dienste ges leiftet haben und daß ich bis heute von den vielfachen Herz beschwerden, als da find: starkes Herzklopfen, woran ich lange Jahre gelitten habe, und das so schlimm war, daß ich nachts nicht auf der linten Seite liegen fonnte, weil ich von dem Herzschlagen Krampfim Arm bekam, die sich in den letzten Jahren bis zu intensiven Herzschmerzen( heftigen Stichen) steigerten, so daß ich namentlich einmal bei besonders heftigem Auftreten glaubte, mein Ende sei gekommen, nichts mehr zu leiden habe, und kann daher nur jedem Herzleidenden anrathen, sich getrost Ihrer Bäder zu bedienen natürlich kann niemand erwarten, mit dem Gebrauch von fünf oder sechs Bädern hergestellt zu werden. Es gehört eben, wie zu jeder Rur, Vertrauen und Ausdauer und dann erst recht, wenn nach den ersten Bädern die Beschwerden sich scheinbar erhöhen, dann halte ein Jeder aus Ausdauer führt zum Ziele. Ich stelle Ihnen, geehrter Herr ünsel, anheim, von diesen Beilen geeigneten Gebrauch zu machen, und wenn dadurch nur einige Herzleidende bewogen, einen Versuch mit Ihren Loh Tanninbädern zu machen und mit Ausdauer ihre Gesundheit wieder erlangen, so ist der Zweck dieser Zeilen erreicht; ich hoffe jedoch, daß recht, recht viele Herzleidende sich zu einer oh- Tanninbadetur bei Ihnen entschließen und Besserung und Heilung finden werden. Ich hoffe und wünsche, daß diese Zeilen Bielen Nugen bringen und recht Biele das köstlichste Gut die Gesundheit wieder finden werden. Mit vorzüglichster Hochachtung empfehle ich mich Ihnen ganz ergebenft Berlin NW., ben 10. September 1896, Beusselstr. 55, 1 Treppe rechts. SO Bitte ausschneiden! Münsel's LohH. Vogt. 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Die kleinere Hälfte meines Hauses bringt -22 Schaufenstern- 39 elektrischen Bogenlichten, ca. 250 elektrischen Glühlampen, ausDie Leistungsfähigkeit eines Kaufmanns gipfelt feit Alters her hauptsächlich in dem Bestreben, den Umsatz so groß wie möglich, die Untoften fo klein wie möglich zu gestalten.- Beides ist mir in meinem eigenen Hause auf mir mehr Miethe, als ich hypothefarische Zinsen zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem Für Geschäftsräume, wie mein Etablissement, bestehend aus 3 Etagen eines Grund- freundl. Leser als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei dem großen Umfange meines itüds von 50 Nuthen Flächeninhalt mit 38 Räumen, bestehend aus Sälen und Zimmern Geschäfts noch bedeutend billiger als bisher verkaufen kann. Mein Etablissement, welches zu den größten Sehenswürdigkeiten am Plake gehört, steht Jedermann offen, und sind meine Angestellten angewiesen, in zuvorkommendster Weise jeden Besucher mit dem Lager vertraut zu machen. Jeder ist willkommen, auch der Nichtkäufer. Schuhwaaren nie dagewesenen billigen Preisen zu bei mir noch * Versand von Schuhwaaren, unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck- sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Span und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spaneinlage ist um mehr als das Bierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt.- Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Porto trägt der Besteller. Von 15 Mt. an versende franco auf meine Kosten, wenn Käufer fich auf diese Zeitung bezieht. Nichtconvenirendes bitte mir im Originalzustand zurückzusenden und empfängt der Besteller alsdann sofort sein Geld zurück; jedoch tritt letterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nugen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spann hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme feine Garantie. Mk. 5,75. Zugstiefel von seinem Wildroßleder, angenehmstes Tragen, wunder voller Sit, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Vordernaht und Lackzierkappe Mk. 6,90. Satin- Kalbleder- Zugstiefel in vorstehender Ausführung, geschmei diges, zartes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleder Mk. 7,25. Extra prima satinirte Kalbleder- Zugstiefel. Herren- Fußbekleidung!| Prima Kalbleder- Besatz- Zugstiefel mit zartem Ralb- Glacé- Ein- Rossleder- Knopfstiefel mit durchgenähter Sohle sag, aufgesetter, durchlochter Querkappe, tadellose HandGlatte Rossleder- Halbschuhe mit zwei Seiten- Gummizügen, fräftige durchgenähte Sohlen, mit Reil, Lederkappen, Leber: brandsohle, Lederfutter, sowohl als Haus-, Turn- und Straßenschuhe geeignet Mk. 3,40. Besatz- Halbschuhe, von Roßleder mit Gummizug. Zierlicher Knopfbesatz und Cordeltappen, derbe Strapazirschuhe mit solider genagelter Sohle, hohem oder niedrigem Absah. Mk. 4,50. Dieselbe Ausführung zum Schnüren oder mit Gummizug, nur leichter und gefälliger, mit genähter Sohle und martirtem gelben Rand, unter Garantie für beste Haltbarkeit Mk. 5,-. Besatz- Halbschuhe von feinem prima Roßleder zum Schnüren oder mit Gummizug mit durchlochten Bierkappen und Knopfbefag. Sauber auf Rand genäht, tadellofer Sib, Mk. 6,50. Prima Satin- Kalbleder- Halbschuhe in vorstehender Ausführung Mk. 7,50. Herren- Segeltuch- Schnürschuhe* mit durchgenähter Ledersohle, Lederabsatz u. Lederkappe Mk. 4. Dieselben mit burchgenähter Gummisohle. Mk. 3,75. Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe in spiger u. eckiger Façon mit durchgenähter Ledersohle, Leberkappe u. Lederbrandsohle u. Lederfutter Mk. 6,25. Glatte Rossleder Zugstiefel mit reinen Lederzuthaten, ftreng solide genagelte Sohlen, niedrige oder hohe Ab fäße Mk. 5,-. Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Besay, Cordelkappen und Knopfverzierung. Mk. 5,25. Dieselben mit glattem Oberleber, leichterer Ausführung mit genähter Sohle und martirtem gelben Rand, beste Haltbarkeit Mk. 5,50. Dieselben mit Besaz, Cordelkappe, Knopfverzierung in leichter Ausführung mit genähter Sohle und martirtem gelben Rand, sowohl als Strapazirstiefel wie als Sonntagsstiefel zu empfehlen Mk. 5,75. Schaftstiefel von fernigem Hindleder mit derber, genagelter Sohle, Handarbeit Mk. 5.50. • Renommir- Stiefel mit Gummizug, von geschmeidigem, prima satinirtem Roßleber, auf Rand genäht. Wer mit Maßstiefeln viel Un gelegenheiten hatte, wird erstaunt sein über die außerordents lich bequeme und gleichzeitig elegante Paßform dieses Stiefels Mk. 6,75. Prima satinirt Rossleder- Besatzstiefel mit Quertappe in spizer u. eckiger Façon auf Rand genäht, elegant gearbeitet Mk. 7,90. Schnürstiefel aus gleichem Leder, mit franzöfifchen Agraffen, Besatz und eleganter, aufgesetter Querkappe, in beliebter, ediger Cavalierform. Mk. 9, Prima Kalbleder- Zugstiefel aus dem Kern ge= schnitten, nicht zu vergleichen mit vielfach offerirten Kalbleder- Zugstiefeln, die aus abfälligen Theilen der Haut herrühren. Sauberste Handarbeit, sammetweich, das angenehmste, leichteste Tragen für empfindliche Füße. Mk. 9,25. arbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. Lederpantoffeln mit Abfahflect, durchgenähter Ledersohle Mk. 2,40. Cord- Pantoffeln mit Filzsohle .Mk. 0,50. Plüschpantoffeln mit durchgenähter Ledersohle und Abfazflect. Mk. 1,10. Damen- Fußbekleidung! Ausführung • Rossleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, Lederfutter, Lederkappe, Leder brandfohle, mit durchgenähter Sohle und Lederabsatz und Schleife Mk. 3,20. Lasting Promenaden- Schuhe mit Gummizug und Schleifen auf dem Blatte, durchgenähter Ledersohle. Mk. 1,80. Gemsleder- Schuhe," ausgeschnitten, leichte Handarbeit, Lederfutter und Lederkappe, vornehme Form, mit ſeidenen Ripsbandschleifen verziert, sowohl als Hausschuh wie als Promenadenschuh bestens geeignet Mk. 2,75. Braune Ziegenleder- Promenadenschuhe," ausgeschnitten in obiger Mk. 3,25. Dieselben mit Leberabſatz Mk. 4, Kalblack- Salonschuhe, das Vollfommenste anEleganz, kein Wachsoder Ledertuch, in denkbar bester Ausführung Mk. 3,25. Dieselben Schuhe in schwerer Ausführung, mit reinem Leber: abſatz Mk. 3,85. Nochmals verweiseich auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Kalbleder- Lackschuhen u. solchen, die, von Wachs- und Ledertuch angefertigt, vielfach als Lackschuhe verkauft werden. Damen- Segeltuch- Schnürschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederbesatz und Lederkappe Mk. 3,25. Dieselben mit durchgenähter Gummisohle bis 24 cm. Mk. 3,45. Prima Rossleder- Halbschuhe zum Schnüren, Kalblackblatt, durch genähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter Mk. 5,25. Dieselben zum Knöpfen Mk. 5,50. Rossleder- Halbschuhe, zum Schnüren, mit durchgenähter Goble, Mk. 4,10. Lederkappe und Lederfutter. • Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe in spiker u. runder Façon, mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter Mk. 4,50. Dieselben zum Knöpfen Mk. 4,75. Satin- Kalbleder- Halbschuhe, zum Schnüren oder zum Knöpfen, auf Rand genäht, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Ausführungen Mk. 6,-. Dieselben mit Kalblackblatt Mk. 6,50. Zugstiefel von 60 er Lasting,* 13 cm hoch im Gummizug, mit Zack seitenleder, Lederkappe und durchgenähter Sohle Mk. 3,35. Dieselben* mit eleganter Zier- Lackspite Mk. 3,60. Rossleder- Zugstiefel, folib und dauerhaft, mit Herzblatt, 13 cm hoch im Zuge, genagelt, Lederfkappe und Lederbrandsohle, überhaupt mit reinen Lederzuthaten angefertigt Mk. 3,90. Dieselben 15 cm hoch im Zuge, genähter Sohle mit martirtem Rand Mk. 4,75. Rossleder- Zugstiefel, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Bordernaht und Lacspiztappe, auf Rand genäht, in denkbar zuverlässigster Ausführung. Mk. 5,75. Raphaëli's Goodyear Weltstiefel, Das Wohlthuendste für empfindliche Füße, außergewöhnlich hoch, auf Rand genäht, in verschiedensten Façons Mk. 8,75. Kalb- Glacé- Zugstiefel mit echtem Seehundblatt oder Bachettelackblatt und aufgesetter, höchst eleganter Zierkappe. Dieser Stiefel besitzt nicht nur hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, sondern auch in Bezug auf vornehme Eleganz die höchfteVollkommenheit Mk. 9,50. Glacé- Zugstiefel( für ältere Damen), vornehme Form, für breite Zehenlage, niedrig im Zuge, sammetweich Mk. 9,50. Ia. Rosslederknopfstiefel auf Rand gelb genäht Mk. 7,25. Satin- Knopfstiefel auf Rand gelb genäht, m. durchlochter Bierfappe Mk. 9, Knopfstiefel von prima satinirtem Kalbleder, ringsherum mit Besatz von gleichem Leder, innen mit Satin- Futterbesah, in sonstiger Ausführung, wie man sie von einem hocheleganten Stiefel erwartet Mk. 10,25. Cord- Pantoffel mit Filzsohle 40 Pf. Plüschpantoffel mit durchgenähter Ledersohle u. Absatzfleck 90 Pf. [ 305312 Für Mädchen und Knaben! 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Ziegenleder- Strandschnürschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter bis 18 cm. innere Mk. 4,-. Länge Mk. 3,25, bis 22 cm.. Kinder- und Babyschuhe find in derart riesiger Auswahl am Lager, daß jedem Wunsch Rechnung getragen werden kann. Aus schwarzem oder farbigem Leder mit oder ohne Perlstickerei, mit Spangen, Schleifen, Ohren 2c. 2c. Je nach Ausführung, Art und Größe in allen Preislagen. Kalbleder Herren Zugstiefel auf Rand genäht, Oberleder gewalkt, = = ohne Seitennaht. ,, Bestes Fabrikat der Neuzeit". Mt. 12,50. Hygienische Fussbekleidung! D. R. M. S. Dr. Thomalla's Gesundheitsschuhe. Elegantefte und Praktischfte der Neuzeit. Aus wasserdichtem und luftdurchlässigem, taffetartigem, präparirtem Stoff; das angenehmste Tragen und Empfehlenswerthefte in sanitairer Beziehung. Keine Krampfadern, fein Fußschweiß, keine wunden Stellen, Hühneraugen oder eingewachsene Nägel.( Im Sommer fühl, im Winter warm.) 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