ie PERHAPULA D if T 1 1, e 2 t Nr. 170. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen V in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Bernspredj- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Freitag, den 24. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Don der Thomas- Uhr ihrer Kaste, der Ausbeuterklique; sie halten sich alle im Unternehmermoral etwas enger ziehen, ausrotten läßt sich Grunde ihres Herzens für ganz anständige Menschen, das Uebel, dessen Symptome die Thomasuhr und das zum Schienenflicken. wandeln sie doch dahin in der Furcht vor Gott und der Schienenflicken sind, nicht, ohne daß man der ganzen AusObrigkeit und wenn sie auch sich um ihre eigenen Steuern beuterei ein Ende macht. So lange ein WirthschaftsEs ist noch nicht gar so lange her in der Mitte herumdrücken und nicht ihren Nächsten lieben wie sich system herrscht, welches einer Unternehmerklasse die beder siebziger Jahre war es da gellte ein Empörungs- selbst, so schimpfen sie doch dafür weidlich auf die Feinde ständige Verlockung vor die Augen hält, sich auf Kosten schrei durch Deutschland und die ganze zivilisirte Welt, von Staat und Gesellschaft, welche so vermessen sind, der Tasche oder der Gesundheit oder des Lebens ihrer als die Kunde kam von der Bremerhavener Explosion. dem altersgeheiligten Geschäftssystem gegenseitiger Bemo- Mitmenschen zu bereichern, so lange werden solche VerEine Höllenmaschine, bestimmt auf der Mitte des Meeres gelung ein Ende machen zu wollen. Wird dann einer anstaltungen, wenn auch in stets raffinirterer Form ins ein Schiff zu versenken, um einem Frachtbesitzer den Ge- von diesen Profitraffern auf seinen Geschäftspraktiken er- Wert gesetzt werden. Geht's nicht mit der Thomasuhr, winnst einer hohen Versicherungssumme einzubringen, war tappt, so tröstet er sein eigenes Gewissen damit, daß ja so geht's mit dem Schienenflicken, um Geschäftskniffe und zu frühzeitig, beim Verladen, losgegangen. Eine ganze auch bei seinen Konkurrenten Fälschungen und Flickungen Beschönigungen für sie wird der findige Geist der spekuAnzahl Menschenleben waren so der Explosion zum Opfer überall mitlaufen und daß selbst die von Selbstgefälligkeit lirenden Ausbeuter nie verlegen sein. gefallen, und der Urheber dieses genialen Geschäftsunter- triefende Stadtverwaltung Berlins finniges Fleisch als nehmens, Thomas, ein Amerikaner, hatte gethan, was" Volksnahrungsmittel" verkauft; die gutgesinnten Preßfeiner Zeit Graf Bismarck vorgehabt zu haben erklärte, organe träufeln patriotischen Beschönigungsbalsam in wenn das 66er Kriegsunternehmen schief gegangen wäre; ſein wundes Herz, und ſelbſt die landesheimische Göttin der Politische teberlicht. er hatte sich eine Kugel durch den Kopf geschossen. Gerechtigkeit bindet schleunigst eine doppelte Binde über Ein Amerikaner war es, der die Scheußlichkeit ge- ihre Augen. " Berlin, 23. Juli. plant; welchen Balsam goß es in das Herz der deutschen Nicht das ist bezeichnend für ein Volk, eine Gesell- Zur Nachricht, daß dem Reichstag bei seinem Musterpatrioten, daß sie die Schandthat als Ausgeburt schaft, daß aus deren Mitte heraus irgend eine einzelne Busammentritt im Spätherbst bedeutende Mehrforderungen des zuchtlosen Freiheitstreibens eines wilden" Landes unthat geschieht, denn ein gewisser Prozentsatz rücksichts- für militärische Zwecke zugehen werden, bemerkt brandmarken konnten! Der Verherrlicher des neuen loser Selbstlinge findet sich in jeder menschlichen Gemein- die Nationalliberale Korrespondenz": Reiches der Gottesfurcht und guten Sitte trommelte einen schaft. Bezeichnend für eine Gesellschaft ist, wie sich in Entrüstungswirbel auf seiner zottigen Hochbruſt gleich jedem Einzelfalle ihr Urtheil, die sogenannte öffentliche einem tampfeswüähigen Gorilla und dankte laut seinem Meinung, verhält. Und wenn nun jetzt das Urtheil der Herrgott, daß er und die anderen Söhne Teuts nicht Geschäftswelt in Deutschland und ihrer Wortführer in der seien, wie dieser Amerikaner da. doda Presse sich gegenüber dem Schienenflicken ganz anders „ Es muß immer wieder daran erinnert werden, daß, wenn gegenüber im Allgemeinen sehr verschlossen ist, ganz besonders man regierungsseitig über beabsichtigte Borlagen der Presse feitens der Militärverwaltung nicht das Geringste über neue Pläne verlautbart wird, daß wir es also immer lediglich mit Vermuthungen einzelner Korrespondenten zu thun haben oder mit Schlußfolgerungen, welche aus Ministerreden früherer Seffionen gezogen werden. In dieser Beziehung dürfte sich eine der letzten im Reichstage von dem Herrn Reichstanzler gehaltene Rede als besonders werthvoll erweisen. Herr v. Caprivi legte dar, daß wir jeden= falls mehr Geld nöthig haben würden für die Fortführung Der Alters- und Invalidenversicherung und für die Erhöhung der Beamtengehälter und mahnte, an eine Vermehrung der Reichseinnahmen zu denken, da der Amortisation der Reichsschuld eine größere Berücksichtigung zu Theil werden solle. Herr v. Caprivi theilte sodann mit, daß eine Novelle zum Militärpensions- Gesetz vorgelegt werden würde, welche einige Millionen in Anspruch nähme. Dieses Gesetz sollte bereits in der vorigen Session erledigt werden und konnte nur wegen der dringenden Geschäftslage nicht mehr zur Vorlage kommen. Und der Herr Reichskanzler kündigte auch an, daß nach der natürlichen Entwickelung der Dinge" für die Etats der Marine und des Heeres in der nächsten Session mehr Geld gebraucht werden würde," So ertönte es aus allen Zeitungsspalten, an allen verhält wie gegenüber der Thomas- Uhr, damals fittBiertischen und dann stolz ob der bekundeten eigenen liche und patriotische Entrüstung, jetzt Beschönigung und Tugend ging ein jeglicher hin an sein Geschäft: mischte Vertuschung, und zwar auch aus Patriotismus"- so Schwerspath ins Mehl, goß Schwefelsäure in den Essig, liegt das daran, daß die landesübliche Moral der GeGlyzerin ins Bier, hackte finniges Fleisch in die Wurst oder schäftswelt zwar den Raubmord, den offenkundigen, unflickte Schienen, wie es denn so seine von dem Glorien- geschminkten, sei er gegen eine Person direkten Gewinnstes, scheine bürgerlicher Achtbarkeit umflossene Thätigkeit im jei er wie von Thomas indirekten Gewinnstes halber gegen Dienste des Götzen Profit gerade mit sich brachte. Und Hunderte geplant, verwirft, aber nichts an gewinnbringenden 10 ist es weiter gegangen bis auf den heutigen Tag. Veranstaltungen auszusehen hat, welche mit einer entSie vergiften und meucheln stückweise, sie untergraben fernteren Möglichkeit der Gefährdung von Menschenleben oie Gesundheit Tausender durch ihre Nahrungsfälschungen, rechnen. Und doch liegt ein prinzipieller Unterschied fie ristiren schreckliche Unglücksfälle, die Zernichtung und zwischen den beiden Arten lebenbedrohender GeschäftsVerstümmlung blühender Menschenleiber, durch ihre Ein- spekulation nicht vor. Vom Schienenflicken zur Thomasschmuggelungen brüchigen Betriebsmaterials, aber sie be- Uhr ist nur ein Schritt, ein recht winziger obendrein. kunden ihren Abscheu dem ungeschminkten Raubmörder Wer das eine praktizirt, braucht vor der andern nicht zu oder gar dem Massenmörder aus Amerika, der sich selbst scheuen. Es wäre ganz in der Ordnung, wenn die über die Schuftigkeit seiner Spekulation nicht im Schienenflicker und Nahrungsmittelfälscher ihrem Vorbilde, Die„ Nationalliberale Correspondenz" will mit dieser Unklaren ist. dem heiligen Thomas, als dem kühnsten Pfadfinder der sie zitirt, ist aber nichts weniger als beruhigend. Im GegenNotiz beruhigen. Die Rede des Herrn Caprivi, welche Und das ist nicht etwa Heuchelei-wenn's das nur Geschäftsspekulation demnächst auf dem Quai von Bremer- theil, fie rechtfertigt die schlimmsten Befürchtungen. Nach wäre, dann hätten wir es mit einer äußerlichen Krankheit, haven ein Denkmal setzten- aere perennius. der natürlichen Entwickelung der Dinge" muß der Milita einer individuellen Demoralisation zu thun! Nein, alle die Wenn es nun aber auch möglich ist, daß die rismus immer mehr auf die Spitze getrieben werden. Und Nahrungsfälscher und Schienenflicker handeln im Geiste Bochumer Enthüllungen die Grenzen der landläufigen daß bei den geplanten Mehrforderungen die AltersFeuilleton. Nachbruc verboten.) Kapitän Lobe. Von John Law. Autorisirte Uebersetzung aus dem Englischen von Regina Bernstein. ( 4 Ich glaube, sie haben beide niemals mehr der Sache er wähnt, außer vielleicht, daß er ihr sagte, daß der Kompagnon des Geschäfts fortgegangen und Herr Pember jetzt in der Fabrik sei. Es ist wunderbar, daß wir nicht gemerkt hatten, was vorgegangen. Aber wir dachten mit teiner Silbe daran. Dann pflegte sie seinen Hut zu bürsten oder ihm etwas zu werden, erinnern Sie sich, wie froh ich sein würde, sie unter holen, als wollte sie ihm zeigen, wie leid es ihr thue. Doch dem Schutze der Heilsarmee zu sehen." unser Herr fümmerte sich nicht darum. Wenn er es sah, Kapitän Lobe verfolgte seinen Weg weiter zum gab er sich den Anschein, als seien seine Augen wo anders. Herbergshaus, in Gedanken versunken über Ruths Mutter So ging es ein und ein halbes Jahr dann nahm und den schwachen Mann, der kein Verzeihen gekannt. sie Gott von uns. Vor ihrem Tode übergab sie Warum sollte auch Ruth nicht in die Armee eintreten? mir das kleine Mädchen und sagte: ,, Behüte fie, Täglich tam es vor, daß sich Mädchen dazu beEsther, und lehre sie, sich meiner nicht zu schämen. rufen fühlten. Erst letzthin hatte er von einem Ich bin sehr unglücklich." Ich sagte ja" und ich habe Mädchen gehört, dem von seinem Vater tausend Pfund mein Versprechen gehalten. Das kleine Mädchen hält seine angeboten worden waren, wenn sie die HeilsarmeeMutter für vollkommen, und das ist sie dort an dem Ort, Uniform nicht anzöge. Er kannte ein anderes, das wohin sie gegangen, auch sicherlich." soeben ihrer ganzen Familie Lebewohl gesagt hatte und Die Thränen rollten der alten Frau über die Wangen nach Indien gegangen war, wohl wissend, daß sie England und fielen auf den Marktkorb an ihrer Seite. nicht wiedersehen, daß sie ihr ganzes Leben auf fremdem Bergab ihr Gatte ihr selbst vor dem Tode nicht?" Boden, im Dienste der Armee verbringen werde. Diese fragte der Kapitän. Höhlenretterinnen rekrutirten sich aus allen Klassen. Sie Die alte Frau schüttelte das Haupt. Es war niemals lebten von zehn Schillingen die Woche und arbeiteten Tag Es war ein schlechter Mann, Kapitän. Ich wußte mehr derselbe Mann, seit jenem Abend. Die Leute pflegten und Nacht unter dem Auswurf Londons. wohl, auch er hatte seine Geschichte, aber unglücklich sein zu sagen, er sehe unglücklich aus. Er hatte Grund dazu. Er hätte sich freuen sollen, daß wiederum ein Mädchen giebt Einem doch kein Recht, anderer Leute Glück zu zer- Er war einer jener Männer, die nicht vergeben können. bereit sei, solch Leben höchster Selbstaufopferung auf sich zu stören." Er nahm diesen Bember an Stelle des Kompagnons und nehmen. Und doch, wenn er an Ruth dachte, zögerte er. Die alte Frau hielt eine Minute an, dann fuhr überließ ihm die Führung des Geschäfts. Ich mag diesen Sie war vielleicht nicht einmal hübsch; aber ihre klare, fie fort: Pember nicht. Er ist nicht besser als jener Mann, weiße Stirn sah aus wie von Elfenbein, auf das die Zeit verführte, und ehe er " Sie tränkelte seitdem. Sie klagte über nichts im Be- der Ruths Mutter die kein falsches Wort, keinen schlimmen Gedanken, nichts als sonderen, doch sie konnte weder schlafen noch essen, und Fabrik aufgiebt, wird er dem Kinde alles Ueble Liebe dem Kinde alles Ueble Liebe und Vertrauen geschrieben hatte. Ihre grauen nichts wollte helfen. Sie ging ruhig im Hause umher, sah zufügen. Mein Herr war ein schwacher Mann, Augen waren furchtlos und ehrlich. ehrlich. Ihre Stimme. nach dem Herrn und dem Kind, besserte deren Kleider aus daß er sich von diesem Menschen so einnehmen ließ, war süß und ihr goldenes Haar umrahmte ihr und sorgte für das Wohl der Beiden. Aber mit ihrer und wie alle schwachen Leute, hat er es oft büßen müssen. Antlitz wie mit einem Heiligenschein. An all' dies mußte Gesundheit wurde es täglich schlimmer! Es hätte möglicher Ich muß hier hineingehen", unterbrach sich die alte Frau, der Kapitän denken, denn die Heilsarmee hat ihre Ueberlegen Sie Märtyrer, ihre Fanatiker und ihre Heiligen. weise anders werden können, wenn ihr Mann ihr vergeben und blieb vor einem Bäckerladen stehen. hätte. Ich habe sie oft einen Blick auf ihn richten sehen, sich das, was ich Ihnen gesagt habe, und wenn Ruth Ihnen Er hatte das Herbergshaus erreicht und ging hinein, ber zu sagen schien:„ Er wird mir niemals verzeihen." sagen sollte, daß sie entschlossen sei, Höhlenschwester zu um die Frau zu suchen, die auf der Armenfünderbank Play und Invaliden Versicherung voran gestellt ist, bedeutend höher war( Rammergericht 33 pCt., Stettin 46, Isäule fühlte und von seinen Leipziger Gosenbrüdern auch erklärt sich aus den einfachsten Klugheitsrücksichten wer Röslin und Münster 50, Greifswald 75 pCt.), ist jetzt betrachtet würde. mit Geldforderungen kommt, wird stets diejenigen der Adel an den Ober Landesgerichten Preußens auf Man hört seit einiger Zeit viel von einer ,, Balkan Forderungen, von denen er annimmt, daß sie auf keinen 8 pCt. gesunken. Bei den Kreisgerichten betrug der Adel im Widerwillen oder Widerstand stoßen werden, voranstellen, Jahre 1855 noch volle 10 pCt., jetzt an den Amts- und Konföderation", d. h. einem Bunde der Balkanftaaten. und damit für die anderen gewissermaßen Bahn brechen. Landgerichten kaum 5 pCt., wobei die neue Provinz Hannover Auf den ersten Blick sollte man nun denken, es handele sich Es liegt nun einmal, wie wir des Defteren schon mit 12% pet Adeliger noch mit ins Gewicht falle. Nicht dabei um ein Aneinanderschließen der verschiedenen Kleinausgeführt haben, im Wesen des Militarismus, daß er blos die altadeligen Namen, denen man früher in der staaten, die sich während des Auflösungsprozesses der Türker fich fortwährend ausdehnt und stärkt was, da er ein Justiz begegnete, schwinden, auch der bürgerliche Groß auf der Baltaninsel gebildet haben, und von denen jetzt unfruchtbarer Parafit ist, nur auf Kosten und unter Aus- grundbesiz ziehe sich vom Justizdienst zurück und schicke jeder einzelne zu schwach ist, sich den Einflüssen der benachsaugung des ganzen gesellschaftlichen Organismus ge- seine Söhne eigentlich nur noch in die verschiedenen Zweige An einen solchen Bund denkt aber der griechische Erminister schehen kann. der Staatsverwaltung, das städtische Patriziat verlasse den Es liegt auf der anderen Seite aber auch im Wesen Justizdienst regelmäßig bald wieder und wende sich der Trikupis nicht, der jetzt als Kommis Vogayeur für die der kapitalistischen Gesellschaft, daß sie diesen Parasiten Kommunalverwaltung und der Rechtsanwaltschaft zu, ja, sogenannte Baltan- Konföderation herumreift. Herr Trikupis erhaltung hegen und pflegen muß. Um sich gegen die Fol- und nicht zuletzt die bei der Justiz selbst in die Höhe ge- nicht durch einen wirklichen Bund der Balkanstaaten, nicht blos dulden, sondern auch im Interesse ihrer Selbst- fast alle einigermaßen höher gestiegenen Beamtenfamilien, ist ein bezahlter Agent der russischen Regierung und will selbstverständlich deren Geschäfte besorgen. Und das würde gen ihrer eigenen Mißwirthschaft zu schüßen, braucht sie tommenen, zeigen wenig Neigung für ein Verbleiben im Sen Militarismus und das Rettungsmittel be- Richterdienste. Kurz und gut, der Richterdienst verpowert. d. h. in erster Linie Rumäniens, Bulgariens und Serbiens geschehen denn ein solcher Bund würde schleunigt nur den Auflösungsprozeß der bürger- Wie da zu helfen ist, wird nicht gesagt. lichen Gesellschaft und raubt ihr einen Theil ihrer Die sozialstatistische" Erscheinung ist uns sehr erklärlich. dem Vordringen Rußlands einen schwer zu übersteigenden Damm setzen. Die Konföderation des russiWiderstandskraft. Die praktischen Engländer wissen Das schneidige Streberthum findet eine größere Befrie- schen Agenten Trikupis ist ein Bund von Serbien, sehr wohl, warum sie sich vor der Einführung des fon- digung im Offizierdienst und in der Verwaltungskarriere. Montenegro und Griechenland- d. h. derjenigen tionentalen Massenarmee- Systems hüten wie vor dem Das Offizierkorps hat sich mehr wie verdreifacht, die höheren drei Balkanstaaten, von denen der erstere halb, die beiden höllischen Feuer. Freilich ohne die infulare Lage Eng- Berwaltungsposten im Eisenbahn- und Postdienst, Steuer- anderen ganz unter russischem Einfluß stehen. lands würden auch dort die Verhältnisse ja andere sein. und Finanzwesen u. s. w., die vorwiegend von Nicht- FachJedenfalls aber wissen die Engländer, daß die Militär- leuten bekleidet werden, die sogenannte„ Selbstverwaltung“ dung begreiflicherweise nicht sehr begeistert und sucht den Desterreichischerseits ist man für diese russische Grünstaaten des europäischen Festlandes durch den Militarismus mit ihrer großen Anzahl Amtsvorsteher," dazu die lockenden bung begreiflicherweise nicht sehr begeistert und sucht den zu Grunde gerichtet und England gegenüber auf dem Direktor- und Kommisposten bei Aktiengesellschaften und mit denen die Diplomatie im Allgemeinen und die öfterPlan zu vereiteln- durch die bekannten kleinlichen Mittel, Weltmarkt konkurrenzunfähig gemacht Industriebaronen locken mehr an, wie der Richterstand, der reichische im Besonderen zu arbeiten pflegt. Das Klügste mehr und mehr aus den städtischen Mittelkreisen, wie es würde sein, dem falschen Balkanbund einen echten Natürlich haben's die Arbeiter gethan: nicht im Kreuz- Zeitungs- Artikel heißt, sich rekrutirt. Wie die Herr Baare und seine Kollegen haben die Stempel meisten Theologie Studirenden bei der Wahl ihrer Fakultät gegenüberzustellen das heißt einen Bund der Völker, einen echt demokratischen Bund, eine Balkanfälschungen und Schienenflickereien verübt, selbst gestehen, daß sie es aus Mangel an Mitteln für ein Eidgenossenschaft. ohne Wissen und willen der Direktion in weil ihre Mittel nicht ausreichen für die schneidigeren" Bopfdiplomaten eine so kühne und„ revolutionäre" Idee zusondern aller Wahrscheinlichkeit nach haben Arbeiter anderes Studium thäten, so wählen Viele den Justizdienst, Doch wie kann man den österreichischen Zunft- und Karrieren, auch ihre soziale" Stellung hat ihnen die zum trauen? solcher Weise manipulirt." Also zu lesen im Hauptorgan Emporkommen nöthigen" Konnexionen" versagt. Vermögen der Bojaren", in der Rheinisch- Westfälischen Zeitung", Der ungarische Handelsminister hat den Delegirten, die es sich von einem Holländischen Oberingenieur Namens erfordert das Rechtsstudium auch, aber doch in bescheidenerem Maße. welche der Arbeiter Krankenverein in den InKalff bescheinigen läßt. Mit Recht wundert sich die„ Frankfurter Zeitung" darüber, daß die Herren Bojaren"," nicht Die sozialstatistischen Beobachtungen des Kreuz- Beitungs- duftrierath entsandt hatte, die Zulassung verweigert, weil schon früher" auf diese so naheliegende Entdeckung ge- Artikels mögen nicht unrichtig sein. Wir beklagen zwar nicht, sie- Sozialisten seien! O heilige Einfalt! kommen sind. Sie müssen zur Sinnlosigkeit verblüfft ge- daß dem Justizdienst der Adel und Großgrundbesitz fern Der Streit der französischen Eisenbahnwesen sein, bleiben, aber wir sehen auch keine Besserung darin, daß der mittlere bürgerliche Besitzstand, mit allen Prätentionen Arbeiter hat ein ähnliches Ende gehabt, wie vor Monaten der Streik der schottischen. Nachdem Seitens der Reder schneidigeren" Karrieren den Justizdienst vertritt. Jedenfalls zeigt der betreffende Artikel, daß mehr oder gierung den Arbeitern das Versprechen gegeben wor den ist, daß sie ihre Forderungen prüfen und weniger zu der Beamtenkarriere nicht Intelligenz und Ge- ihre Lage verbessern werde, haben die Ausständigen die sinnung befähigen, sondern der Besit. Die unbemittelten Schichten der Bevölkerung sind mehr wie je vom Studium Arbeit wieder aufgenommen. Sie zeigen dies in folgender ausgeschlossen, und in allen Kreisen des höheren Beamtenthums herrscht ein„ Streberthum", dem der Wunsch, Karriere zu machen, höher steht, als die Bewährung mannhafter Pflichttreue und Gesinnungstüchtigkeit, die sehr leicht jenem Wunsche den Weg der Erfüllung versperren möchte. Die Zersehung der herrschenden Klassen offenbart sich auch in ihren Stützen. werden. Uebrigens sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß Herr Fusangel schließlich doch Strafaufschub erhalten hat, und zwar bis zum 1. September- worüber Herr Baare nicht gerade erfreut sein wird. Ueber den Mangel an fittlichem Muth in den gebildeten, insbesondere in kirchlichen Kreisen, klagt die kirchliche Korrespondenz des Evangelischen Bunde 3. Als das Schrifchen von Balem" Duell und Ehre" erschien und es verlautete, daß auch der Kaiser gegen das Duell sei, legte sich ein guter Theil der Presse gegen das Duell ins Zeug. So wie aber der Kaiser in Bonn die bekannte Korpsrede gehalten, da hüllte sich jene Presse, die politische sowohl wie die kirchliche, in Schweigen. 8u einem schüchternen Piepsen haben einzelne den Muth gefunden, wo sie hätten laut und deutlich ihre Mißbilligung fundgeben sollen." Die kirchliche Korrespondenz hat voll ständig Recht, aber wie steht es mit dem sittlichen Muth des Evangelischen Bundes selbst? Er eifert für die Bekenntnißfreiheit gegenüber der Orthodoxie, aber seine freisinnigsten Mitglieder haben nicht den Muth des eigenen Betenntnisses; sie halten dieses sorgsam unter der Maske des orthodoxen Bekenntnisses versteckt, und verbinden so mit der Feigheit die Heuchelei. Erklärung an: " Der Bauten minister hat in dem uns von den Abgeordneten der Seine mitgetheilten Schreiben seine Bereit willigkeit versichert, nach Wiederaufnahme der Arbeit seine Bemühungen zu erneuern, die Lage der Eisenbahnbeamten zu ver bessern. Wir nehmen Aft von dieser Erklärung, durch welche die Regierung so bestimmt verspricht, nach Beendigung des Streits unsere Forderungen bei den Gesellschaften zu verDies veranlaßt uns, den Streit einzustellen. Im Vertrauen auf das Wort der Regierung begeben wir uns nach unseren Werkstätten, da wir überzeugt sind, daß die Bahngesellschaften unsere Forderungen, wenn sie ihnen vom Bautenminister vorgelegt werden, als berechtigt ans erkennen werden." Warten wir ab, ob die Regierung auch Wort halten " treten. Achtung vor dem Heiligen Rock". Ein Redakteur in Kattowiß, der an den göttlichen Ursprung und die Echtheit des„ ungenähten Hemdes des Heilandes" nicht glauben kann, und seinen Zweifeln kräftigen Ausdruck gab, ist zu vierzehn Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Der katholischen Kirche ist durch ihren Sieg in dem Kulturkampf der Kamm derart geschwollen, daß sie wird. vielleicht demnächst au den Staat das Anfinnen stellen wird, Aus Zürich wird dem Offenburger Volksfreund" gedie Ausstellung des Heiligen Rockes für eine Staatseinrichtung zu erklären. Und dem Verlangen würde schrieben: Dem Fall, daß Genosse Reichel in Bern zum wohl kaum erfolgreicher Widerstand geleistet werden. ordentlichen Professor an der Universität ernannt wurde, Eine soziale Achsenverschiebung nimmt die„ Kreuzreiht sich noch ein anderer in Zürich an. An hiesiger UniZeitung" im preußischen Justizdienste wahr. Sie findet Winckelmann, der Leipziger Millionen dieb, hat versität wurde Genosse Dr. C. Schmidt, der einige Zeit zwar auch heute in demselben nicht weniger wie zu anderen wieder von sich hören lassen. Er hat ganz freche Briefe, Redakteur der Berliner Volks- Tribüne" war, zum PrivatBeiten ſtrenge Anitstreue, großen Fleiß, ja sogar eine sonst über welche die Leipziger Beitung" fich standalisirt, an die bozenten ernannt. Er beginnt mit Wintersemester 1891 faum anzutreffende Ausdauer in Aufwendung von Arbeits- argentinischen und sächsischen Behörden geschrieben, seine Vorlesung über Karl Mary Werththeorie". Dr. zeit und daneben eine durchgängige bürgerliche Ehrenhaftig- freies Geleit gefordert und sich als verkannter Biedermann Schmidt wollte sich in Deutschland an einer Universität feit, aber die soziale und Bildungs- Mitgift des Er- aufgespielt. habilitiren, wurde aber überall abgewiesen, wegen Lerngänzungsmaterials sei im Abnehmen. Wie anders im Wir begreifen nicht, wie die Leipziger Zeitung" sich unfähigkeit", sagten die Behörden, er ist ein SozialOffizierdienst, wo die sozial besterzogenen Ele- über die Frechheit des Gesellen skandalisiren kann. Nach demokrat!!!"... dachten sie. Fast nur Deutschland steht mente des Volkes das Ergänzungsmaterial liefern! Während dem man ihn so hübsch hat laufen lassen und ihm auch den einzig da mit seinen Professoren, die hier blos die Vertreter im Jahre 1851 von den Mitgliedern der preußischen Appel- amerikanischen Käfig so freundlich geöffnet hat, mußte der der besitzenden Klasse sind, in Italien, der Schweiz, lationsgerichte 23 pCt. dem Adel angehörten, in einzelnen Kumpan wohl dreift werden, und wir sollten uns sehr Belgien und Amerika sind auch Sozialisten Professoren. Appellationsgerichten der Prozentsatz des Adels sogar noch wundern, wenn er sich nicht noch immer als Ordnungs- Dafür ist Deutschland auch das Land der Denter." genommen,- die Gewohnheitstrinkerin, für die er ver- Wenn es die ist, die Sie suchen, Kapitän, so finden Sie sie darein, denn mit ihm kam Napoleon, der Zwerg im rothen suchen mußte, etwas zu thun. Das Gastzimmer war fast wohl auf der Polizeistation in Lower Thames Street. Rock und aufgefrempten Hut. Der Zwerg sah sehr krank leer. In der Mitte desselben stand ein langer Tisch aus Der Kapitän bot ihr guten Morgen. Er wußte nun, aus, sein Gesicht war blaß und seine kleinen Glieder Fichtenholz und über diesem hingen zwei Lampen. An der daß die Frau, die er gesucht, nicht früher sich wieder an zitterten. Der Kapitain und der Lieutenant stüßten ihn, Wand standen Bänke und an der Seite des Kamins einige die Armee wenden würde, als bis sie wiederum ein Nacht- und so langten sie an der Kaserne an. wenige Holzstühle. quartier nöthig haben würde. Gewohnheitstrinker sind fast Die Leute traten in die Halle ein und sangen ein immer unverbesserlich. Wenn es ja einmal vorkam, daß religiöses Lied nach der Melodie eines beliebten Volkssolch Leute gerettet wurden, so geschah es sicher durch liedes. Höhlenschwester. Die Halle war faft leer. Nur gegen hundert Männer Möglicherweise ist sie oben," fuhr die Frau fort, als Keine Thätigkeit im Dienste der Heilsarmee erfordert und Frauen saßen auf den Bänken und lasen den Kriegsder Kapitän erklärte, wen er suche. Ihr könnt selbst nach mehr Hingebung und Enthusiasmus als die Höhlenarbeit. ruf", während sie auf das Kommen der Heilsarmee warteten. fehen-hier ist ein Licht. Doch nehmt Ench in Acht, Eine Höhlenretterin lebt in dem Schmutz und dem Unge und dennoch war heut morgen eins der interessantesten daß Ihr Euch den Kopf nicht etwa an der Decke ziefer, die den Abschaum Londons umgeben. Sie geht vom Mitglieder der Armee gekommen, um an dem Meeting einschlägt, denn die Treppen sind winkelig. Wenn Ihr oben Morgen bis zum Abend herum, die Kranken zu pflegen theilzunehmen; ein Börsenmakler, der das Geldmachen seid, wendet Euch links und geht gerade aus, b is Ihr und mit den Hungrigen ihre spärlichen Rationen zu theilen, aufgegeben hatte, um die Sünder von dem Fegefeuer zu wieder umbiegt." bis ein vorzeitiger Tod ihre Bemühungen krönt. Einem erretten. Er glaubte wirklich daran. Kapitän Lobe nahm von der Sprecherin ein flackerndes solchen Dasein wollte Ruth sich weihen. Ist es da ein schönes Exemplar eines wohlgeformten Menschen. Er besaß Stümpchen Licht mit einem Stückchen Papier umwickelt Wunder, wenn Kapitän Lobe sich sagte:" Sie ist zu jung, ein schönes Antlig und einen regelmäßig gebauten mustulösen Körper; er hätte das fehlende Glied" zwischen Zeigeentgegen und ging die schmale runde Treppe hinauf. Die zu zart!" finger und Daumen in die Höhe heben, Napoleon, den Zwerg Schlafzimmer waren voller Bettstellen, und jedes Bett war mit einem Finger hoch in der Luft ausgestreckt halten können. mit einer grauen Decke bedeckt. Die Atmosphäre war ekelDer Zwerg schaute ihn mit einem melancholischen Lächeln haft, denn kein Fenster war geaffnet und die Schlafzimmer Am nächsten Sonntag marschirte die Heilsarmee an und wandte sich ab. Es war so bitter, diesen starken, führten eins ins andere, ohne eine Thür dazwischen oder auch nur einen Vorhang. Hier war eine Abtheilung für um elf Uhr Vormittags unter Trommelwirbeln White jungen Menschen zu sehen und sich selbst als ein fehlendes die Männer, dort war eine für die Frauen. Ab und zu chapel Road entlang. Hinter den Trommlern und Trom- Glied" oder dergleichen zu fühlen. Die Federn" des aufenthielt eine Rammer ein Bett für sich allein, und auf der petern gingen Kapitän Lobe und sein Lieutenant. Dicht gefrempten Hutes zitterten und die Brust unter dem rothen Thür zu diesen Kammern stand geschrieben:" Ein Nacht neben ihnen zwei schwarzgekleidete Frauen, deren Phy- Rock hob und sentte sich stürmisch, als der Börsenmakler siognomien wohl des Betrachtens werth waren. Die Eine von seiner erhabenen Höhe auf ihn, die Mißgeburt", herabLager 6 Bence." war eine Wittwe im Alter von etwa fünfzig Jahren, welche lächelte sich abzuwenden würde er für eine Sünde, ein In einigen Betten schliefen noch Leute, doch die meisten den Tag über für ihren Unterhalt arbeitete und die Abende Auflehnen gegen Gott, der Dich, mich und Jedermann gewaren leer. So ging denn Kapitän Lobe wieder hinunter dem Dienste der Armee opferte. Die Zweite war eine ält schaffen," gehalten haben und dem Kapitän half, Napoleon und trat in den Hof, wo die Frau des Verwalters damit liche Jungfer, deren Gesicht einen Ausdruck demüthiger auf eine Bank neben den Tisch zu sehen. beschäftigt war, Wäsche zum Trockenen auf eine Leine auf- Trauer trug, der zu sagen schien:„ Auch ich hatte meinen Das Gesicht eines Mannes auf dem Körper eines Kindes zuhängen, auf solche Weise das Fleckchen Erde, das zum Roman." Alsdann folgte eine Anzahl Mädchen in der hat an sich etwas Ergreifendes. Ein wie ergreifendes LebensHerbergshaus gehörte, am besten ausnutzend. Uniform der Heilsarmee, Jünglinge in rothen Jacken und bild es jedoch anzeigt, wissen nur die, die den Unglücklichen, " Nein," erwiderte diese, ich weiß nichts von dem Weib ein kleiner Trupp Bekehrter. die herumreisen, um sich in Schaubuden sehen zu lassen, Vielleicht hat mein Mann sie gesehen. Er hat den Nacht- Als die Prozession die Thüre der Pennybude erreicht näher getreten sind, Selbst in der Halle der Heilsarmee dienst. Ich thue das Tagewerk. Uebrigens hat heut ganz hatte, rief Rapitän Lobe: Halt!" Er ging auf starrten und lachten die Leute darüber, daß ein Zwerg hin früh am Morgen die Polizei ein Weib geholt, das aus einen Seiteneingang zu und verschwand für eine Minute. gekommen, zu fingen und zu beten, daß ein Zwerg der einem Wirthshaus einen zinnernen Topf gestohlen hat. Als er zurückkehrte, starrten die Leute neugierig Armee beigetreten. Napoleon verbarg sein bleiches Antlitz " Der Verwalter ist zu Bett gegangen," sagte ihm eine Frau, und die Frau des Verwalters hängt im Hof Bettdecken auf." 4. Rapitel. Ich wünsche mich dem Dienst der Heils armee zu weihen." Er war ein Aus Norwegen wird der Frankfurter Zeitung" ge= schrieben: " In aller Stille hat das norwegische Storthing das • über alle übrigen Gesellschaftstlaffen als die„ Gine reat- I mitgetheilt, daß diese Delegirte die Angelegenheit Vollmar's tionäre Maffe" noch bis vor ganz kurzer Zeit von jedem auf dem Kongreß zur Sprache bringen wollen." Parteigenossen bezeichnet wurde. Freiwillig Sonderbarerweise befinden sich unter den Blättern, die Bizet önigthum aufgehoben. Diese Institution, die werden die besitzenden Klaſſen niemals auf ihre Privilegien dies schreiben, auch einige, die sonst in ihren Mittheilungen verzichten, und so lange es eine besigende Klasse giebt, über die Sozialdemokratie etwas vorsichtiger sind, als das wird es auch die nöthige Anzahl Knechte geben, Groß der Presse. Natürlich ist an dem ganzen Klatsche welche auf kommando bereit sind, für ihre im Jahre 1814 eingeführt wurde, hat seit 30 Jahren thatsächlich nicht mehr bestanden und mit Ausnahme von einigen Tagen im Jahre 1884, als der Kronprinz Gustav Vizekönig, war, ist das Amt seit 1860 nicht befeht gewesen. Schon im Jahre 1886 hatte der jetzige Justizminister Quam vorgeschlagen, diese Institution aufzuheben, und das Storthing hatte den Vorschlag angenommen; da es sich jedoch um eine Grundgeseh- Veränderung handelte, so war der Antrag noch von einem neuen Storthing anzunehmen und dies ist nun geschehen. Das Vizetönigthum sollte ursprünglich die Selbstständigkeit Norwegens darstellen, später wurde dasselbe jedoch gerade als ein Zeichen der Unterordnung unter Schweden betrachtet und jetzt, da der König sich mehrere Male in jedem Jahre in Norwegen aufhält, ist die ganze Einrichtung völlig überflüffig geworden. Im Storthing erhob sich denn auch nicht eine einzige Stimme, um diese Institution zu vertheidigen. Die national- schwedische Partei meint indessen, die Aufhebung des Vizekönigthums werde zur Auflösung des ganzen Unionsverhältnisses führen. Die geplante Arbeitermetelei bei Brideville in Tennessee( Amerika) ist vorläufig an einem unerwarteten Hinderniß gescheitert. Die Miliztruppen haben, statt auf die streikenden Arbeiter zu schießen, mit diesen gemeinsame Sache gemacht und sind mit den Sträflingen, durch welche die Arbeiter ersetzt werDer Gouverneur des den sollten, wieder abgezogen. Staates Tennessee will nun den Präsidenten der Vereinigten Staaten um die Entsendung regulären Militärs ersuchen oder hat es schon gethan, damit die zivilisirte Welt nicht um das Schauspiel der programmäßigen Arbeitermezelei betrogen wird. In Chili dauert der Bürgerkrieg fort. Herr Balmaceda verbreitet zwar jede Woche einen oder mehrere Berichte, nach denen er die Insurgenten" oder„ ,, Rebellen" ,, total vernichtet" hat, allein die Berichte erweisen sich regelmäßig als Lügen- und thatsächlich gewinnt die sogenannte Rongreßpartei" stätig an Terrain. Kongreßpartei wird dieselbe beiläufig genannt, weil sie den ,, Kongreß" vertritt, d. h. das Repräsentantenhaus und den Senat beiden gefeßgebenden Körperschaften, welche die Chilenische Republik nach dem Beispiel der Vereinigten Staaten sich eingerichtet haben, und welche, wie in den Vereinigten Staaten, zusammen Kongreß heißen. Henter ihr Blut zu versprisen. Ebenso kein wahres Wort. Ueber die Parteistellung der drei Berverhält es sich mit dem Hineinwachsen" der heutigen Ge- liner Delegirten hat nie der geringste Zweifel geherrscht sellschaft in den sozialistischen Staat, der ohne jede Be- die Sozialdemokraten pflegen nicht ins Blaue hinein zu triebsstörung alsdann über Nacht nur proklamirt zu wer- wählen. Und was den Brüsseler Rongreß angeht, so ist es den braucht und in England eigentlich schon heute prokla- ja möglich, daß der Fall Vollmar auf demselben zur mirt werden könnte. Diejenigen, welchen solchen Blöd finn in die Menge schleudern, hätten wirklich fein Recht, Sprache gebracht wird, allein gewiß ist auch, daß ber von politischen Kindstöpfen zu sprechen und zu schreiben. Rongreß die Regelung der Angelegenheit dem Erfurter Sie selbst find weit schlimmeres als das." Parteitag überlassen wird. Keiner der ausländischen Es wird dann das Verhalten der Mitglieder der sozial- Genossen denkt daran, eine interne deutsche Parteis demokratischen Fraktion im Reichstage einer scharfen Stritit Angelegenheit vor das Forum eines internationalen unterzogen. Die neue Taktik sei nichts weiter als ein Kom- Kongresses ziehen zu wollen. promiß mit der Masse auf Kosten desprinzips. Liebknecht und Bebel werden gleich schlimm mitgenommen, ihre Reichstagsreden geradezu tläglich" genannt. Herr v. Vollmar habe die Anwartschaft auf ein Ministerportefeuille. Die Handlungen Einzelner grenzten an Verrath! .. Versammlungen. Eine eigene Partei sollen Diejenigen sich gründen, Zum Bericht über die letzte Mitgliederversammlung welche nicht blindlings mit allem einverstanden sind, was des Vereins der Sattler und Fachgenoffen ist noch hinzudie Parteileitung für gut befindet. Ist denn das nicht die zufügen, daß Kollege Aßmann erklärte, den Puntt„ Unsere BeRegierung in einer anderen Form? Glaubt richte im Vorwärts" zur Sprache bringen zu müssen, weil BeDenn auch Bebel heute schon, daß er die Unzufriedenheit richte, besonders solche, die den 1. Mai behandelten, in bedenkwird beseitigen können, wenn er einige Wortführer dieser licher Weise gekürzt worden seien. Dadurch werde selbstverständlich Unzufriedenen beseitigt? Wir betrachten uns nach der eigentliche Sinn unserer Verhandlungen entstellt. Besonders wie vor zur sozialdemokratischen Partei gehörig, und lassen sei dies in dem Bericht vom 13. Juni geschehen, in welchem man uns weder von den Leitern unserer Partei, noch von sonst sogar die angenommene Resolution, welche in scharfer Weise das jemand zu etwas drängen, was gegen unfere Ueberzeugung Arbeiterschutz- Gesetz verurtheilte, gekürzt hätte. Koll. Bombin streitet. Auch liegen zwischen dem Reichstag und der Rehob hervor, daß der Vorwärts" eigentlich nur das berichten volution auf dem Gendarmenmarkt noch tönnte, was öffentliches Interesse habe. Doch sei er der Meinung, mehrere Mittelstraßen, welche nach unserer Ansicht rascher daß gerade die Themata, mit welchen sich unfer Verein in letter zum Ziele führen. Trogdem wir schließlich auch vor Beit beschäftigt habe, berechtigtes öffentliches Interesse hätten. Der äußersten Konsequenz des einmal für richtig Besonders die beiden letzten: das Arbeiterschutz- Gesetz und LiebErkannten nicht zurückschrecken würden, tros tnecht's Rede über den Parlamentarismus. Die Versammlung aller demagogischen Berheizung und Angstmeierei." Die nahm folgende Resolution einstimmig an: In Anbetracht der Flugschrift schließt mit dem Rufe, och die inter- Regelung der Versammlungs- und sonstiger Berichte, sowie der nationale revolutionäre Sozialdemo- Versammlungsanzeigen im Vorwärts, Berliner Boltsblatt" erfennt die heutige, am 11. Juli tagende Versammlung des Vereins der Sattler und Fachgenossen an, daß es endlich Zeit wird, darin Wandel zu schaffen. Sie ersucht deshalb den Chef- Redakteur, Genossen Liebknecht, endlich sein Versprechen, welches er im Oftober vorigen Jahres in einer öffentlichen Versammlung des 6. Berliner Wahlkreises gegeben hatte, einzulösen, die Vorstände der verschiedenen Gewerkschaften zu laden, um Rücksprache zu nehmen und etwas Einheitliches darin zu schaffen".*) tratie!" Die Freifinnige Reitung", welche ebenfalls Auszüge die aus dem Flugblatt bringt, meint: " Das leitende sozialdemokratische Partei- Organ, der Vorwärts", hat von diesem Flugblatt bisher mit feiner" Silbe Notiz genommen. Wir würden uns gar nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen in dem Organ des Herrn Liebknecht ein fulminanter Artikel erschiene, welcher an der Hand des Flugblatts den unwiderleglichen Beweis liefert, daß innerhalb Seit einiger Zeit kommen aus China Nachrichten, Ueber die Studentenversammlung am Montag wird uns der Sozialdemokratie eine Spaltung nicht vorhanden ist." noch geschrieben: Der erste Redner behauptete, die Sozialdemo welche auf eine mächtige Bewegung im Innern dieses Nun Riesenreiches schließen lassen. Die Nachrichten widersprechen Notiz haben wir von dem Flugblatt noch nicht tratie tauche nur in den christlichen Kulturländern auf, sei miteinander so sehr, und unsere Kenntniß des Landes ist so genommen, weil wir, wie schon gesagt, feines Exemplars bin eine ungerathene Tochter des Christenthums und könne desgering, daß wir uns von den sich vollziehenden Aenderungen habhaft geworden sind. Auch jetzt, da wir es, wenigstens halb auch nur durch das Christenthum gebessert" werden. Um und Ereignissen keine auch nur annähernd richtige Vor- auszugsweise kennen, haben wir zunächst nichts anderes diese und einige andere offenbare Irrthümer richtig zu stellen, meldete sich ein Genosse zum Wort; das wurde ihm aber wegen stellung zu machen im Stande sind. Sicher ist nur, daß dazu zu sagen, als daß wir Alles, was uns in diesen Mangels an Zeit" und infolge der festgesezten Ordnung" nicht das ungeheure Reich der Mitte" mit seiner die Bevölkerung Auszügen geboten wird geboten wird, schon hundertmal gelesen ertheilt. Inserem Genossen wurde also das Wort abgeschnitten. ganz Europas weit übertreffenden Einwohnerzahl in einer haben freilich nicht in sozialdemokratischen Charakteristisch ist dabei folgendes: In der vorletzten VersammWenn die Gelehrten bedeutungsvollen Entwickelungskrise begriffen ist, Blättern. der Freisinnigen lung hatte ebenfalls ein Herr zum Entsetzen der Vorstandsmit die auch auf Europa nicht ohne Einwirkung bleiben Beitung" uns den Nachweis liefern können, daß die glieder die angefeindete Sozialdemokratie glänzend vertheidigt. Verfasser des anonymen Flugblattes einen Theil der Nach einer Unterredung waren dann die Herren dahin übereinsozialdemokratischen Partei hinter sich gekommen, in Zukunft keinem Anhänger der Sozialdemokratie haben, dann wollen wir zerknirscht eingestehen, daß die mehr das Wort zu ertheilen, damit nicht, wie der Vorsitzende, verdreht werde". Das ist allerdings eine Bevormundung, welche Gelehrten der Freifinnigen Zeitung" unsere Partei besser Herr v. Rothkirch, wörtlich sagte, den jungen Lenten der Kopf kennen, als wir, und daß die Spaltung der Sozialdemo- sich die Herren Studenten eigentlich nicht gefallen lassen dürften. fratie" eine vollendete Thatsache ist. fann. Ueber ein anonymes Flugblatt, das in Berlin verbreitet worden sein soll, uns aber noch nicht zu Gesicht gekommen ist, schreibt die„ Vossische Zeitung": " Ginstweilen thäte die Freisinnige Zeitung" aber gut* Wir glauben in feinem Punkte von den Grundsägen, nach sich mit einer anderen Spaltung" zu befassen, nämlich denen Versammlungsberichte von uns behandelt werden, und die mit der Abschwenkung der fortschrittlichen Wähler wir wiederholt an dieser Stelle ausgesprochen haben, abgewichen von Kassel in das nationalliberale Lager- ein zu fein. meinschaftlichen Zwecke mit einander in Verbindung zu setzen". Das verbietet das Vereinsgesetz und die Judikatur, die beispielsweise in einer harmlosen Fahnenweihe, an der sich verschiedene Wie wenig die Jungen" der sozial demokratischen Partei ihrer Parteileitung zustimmen, wenn dieselbe neuerdings im Borwärts" erklärte, die Sozialdemokratie ist nicht revolufionär im Heugabelsinn der blutigen Gewalt", das be weisen nachstehende Säße der oben erwähnten eben versandten Vorgang, der einfach unmöglich wäre, wenn im Lager der Was die Konferenz mit den Gewerkschaften anbetrifft, so ist Flugschrift:„ An die sozialdemokratischen Parteigenossen Fortschrittspartei nicht die kläglichste Prinzip- es uns nie in den Sinn gekommen, die Vorstände zu einem geBerlins": Es wäre Verrath an der uns heiligsten Sache, wenn und Disziplinlosigkeit herrschten. wir noch länger müßig zusehen wollten, wie die Diktatur ( der Führer) jedes demokratische Denken und Fühlen er- Der Brüffeler Kongreß werde sich mit dem Fall Gewerkschaften betheiligten, eine Verbindung zu gemeinschaftstickt wie die ganze Bewegung immer mehr verflacht Bo II mar zu beschäftigen haben lesen wir in ver- lichen Zwecken" sah. Immer war von uns an private Beund schon jetzt zur puren Reformpartet fleinbürgerlicher schiedenen Zeitungen. Es stellt sich nämlich heraus, daß fprechungen gedacht, die mit dem oder jenem GewerkschaftsmitRichtung herabgefunken ist wie die Revolution von den drei in Berlin gewählten Delegirten zum Brüsseler gliede gepflogen werden sollten und auch gepflogen worden sind. von der Tribünedes Reichstags herabfeierKlagen über unsere Versammlungsberichte sind seitdem auch lichst abgeschworen wird, und täglich alles geschieht, um Rongreß mindestens der eine der sogenannten radikalen so gut wie gar nicht erhoben worden. einen Ausgleich zwischen Proletariern und Bourgeois her. Richtung angehört, und daß die Stellung eines zweiten wenigen Fällen, wo sie laut wurden, genügte eine freundschaftbeizuführen... Die sozialdemokratische Bewegung in zweifelhaft ist. Es scheint, daß die große Volksversammliche Besprechung mit dem betreffenden Schriftführer, um jedes Deutschland ist von Anfang an eine durch und durch lung, welche die Herren gewählt hat, sich über die Richtung Mißverständniß zu beseitigen und allen erfüllbaren Wünschen gerevolutionäre und proletarische gewesen, der gegen derselben in einer Täuschung befunden hat, und es wird recht zu werden. in dem aufgefrempten Hut, und so konnte Niemand errathen' daß er zu sich selbst sprach:„ Die Welt ist für Zwerge eine Hölle." Kapitän Lobe forderte jetzt die Leute auf, zusammenzutreten, und die kleine Gemeinde sammelte sich um den Tisch herum, hinter welchem die Männer und Frauen standen, deren Pflicht es war, zu singen und zu beten. Unter ihnen hatte auch der Börsenmakler Platz genommen, der hergetommen war, um zu erzählen, weshalb er sich der Armee angeschlossen. " In den Die Redaktion. Verfügung hatte. Er hat sie zu der Hoffnung er- Predigten etwas zu sagen, was ihre Gefühle hätte verlegen muthigt, daß in nicht zu ferner Zeit die Armee fönnen. Seine Kirche war überfüllt von Frauen in Sammet der Staatskirche sich dem General Booth ergeben und und Seide, von Männern in Diamantringen, während eines Tages die rothe Jacke und den Kiephut der Heils- die Straßen gedrängt voll waren von Hungernden und armee annehmen wird. ein Fünftel der Bevölkerung Londons in Hospitälern Unter der Begleitung eines Harmoniums wurde nun und Arbeitshäusern dahinstarben. Durch seinen Mangel an eine andere Hymne gesungen. Dann stand der Eymakler Ernst hat er sowohl Männer wie Frauen zu Skeptikern auf, um zu erzählen, warum er der Armee beigetreten. gemacht. Er gehört mir, dem Vater der Heuchelei. Es ist " Heut ist ein sehr denkwürdiger Tag für mich," begann zu spät zur Reue." er, auf die kleine Gesellschaft von Männern und Frauen Bereue, schnell, demüthige Dich," flüsterte der Engel " General" Booth, der Stifter der Heilsarmee erklärte, schauend; heut vor einem Jahr betrat ich eine ebensolche des Lichts dem sterbenden Manne zu.„ Schnell, schnell! Es daß nichts von solcher Wirkung sei, als die Geschichte der Halle wie diese, und als ich hinausging, sprach ich zu mir: steht geschrieben, wenn ein Mensch die Welt liebt, sodann Siehst Du nicht, Befehrung eines Mannes, von diesem selbst erzählt. Ein Ich will der Heilsarmee beitreten." Ich besaß damals ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Mensch hat zu gestehen, wie verdorben er gewesen, bevor Alles, was die Welt als zum Glück erforderlich erachtet. wie Du die Welt geliebt hast? Du mochtest bei den reichen seine Befehrung stattgefunden, aber den Schein der Heilig- Ich war gesund, hatte Geld, Freunde und eine hübsche Damen damit nicht anstoßen, daß Du ihnen sagtest, daß teit, welchen er mit der Uniform der Heilsarmee erworben Frau. Ich machte an der Börse Geschäfte in einer Weise, dreimal soviel Kinder aus der Arbeiterklasse sterben, als von zu haben scheint, darf er nicht für sich in Anspruch nehmen. Die ich mir selbst kaum erklären konnte. Ich war vom den oberen Klassen. Du wolltest jenen hochgestellten Männern Je schlimmer er sein Sündenregister schildert, um so größere Fieber des Gelderwerbes besessen, und vom Erfolg berauscht. nicht damit vor den Kopf stoßen, daß Du ihnen vorhieltest, Ehre zollt er dem errettenden Blute Jesu". Der„ Lohn Ich hätschelte meinen Reichthum, doch er gab mir keine wie Morgen für Morgen 35 000 Kinder in London mit der Sünde", sagt die Heilsarmee, ist der Tod". Satan ist Glückseligkeit. In meinem Wahnsinn schrie ich nach etwas, leerem Magen zur Schule gehen. Du dachtest nur an die Berene! Aber schnell!" Der sterbende Mann die Sünde und Satan hält die Sünder fest. Doch die das meinen Durst nach innerer Befriedigung zu löschen ver Welt. Sünder können aus den Fallen des Teufels entfliehen, möchte. Während meines ganzen früheren Lebens war ich streckte dem Pfarrgehilfen die Hände entgegen, und ich hörte wenn sie sich selbst überwinden. Die Soldaten der Heils ein regelmäßiger Kirchenbesucher gewesen, doch die Männer ihn sagen:" Ich glaube nicht, daß ich weltlich war. Ging armee appelliren nicht an die Vernunft, sondern und Frauen, die an dem Abendmahlsgitter neben mir ich doch nie in Theater und Konzerte, sondern nur zu harman das Gemüth, sie halten den Verstand für ein knieten, betrieben das Geldmachen und das Amusement gleich losen geselligen Versammlungen. Wenn ich die Armen vers Ding, das man durch Schmeicheln gewinnt. Das mir; sie hatten dasselbe Streben, und ihr Hauptintereffe galt gaß, so war es ein Irrthum. Ich veranstaltete Sammzur Folge, daß nur wenig gebildete Männer ihrem eigenen Selbst. Der Prediger sprach von der Lehre, lungen für Wohlthätigkeitshäuser und Missionsgesellschaften. und Frauen in ihre Reihen treten; sie haben in aber vom Opferbringen sagte er nichts. Eines Sonntags Gott wird mir verzeihen, Gott ist-". In diesem Augenblick ihrem Lager nicht einen Gelehrten von Bedeutung. Aber schlief ich während der Predigt dieses Mannes in der Kirche verließ ihn das Leben, und ich hörte ihn gellend aufschreien, hinweggeführt vom bösen Geist. in den Höhlen und Winkelgassen ist ihr Wert eine wirtein. Ich sah im Traum ein elegant eingerichtetes Zimmer, Ich erwachte, gerade als der Geistliche am Ende seiner liche Macht; die Bewohner derselben erkennen die Auf- und in diesem lag dieser Prediger im Sterben. Neben ihm richtigkeit ihrer Bestrebungen an, und treten ihnen durch stand sein Weib, und sein Pfarrgehilfe gab ihm das heilige Predigt war. Seine Stimme hatte mich eingeschläfert. Sie aus nicht kritisch entgegen. Abendmahl. Ueber seinem Bett schwebten zwei Geister, der war weich und angenehm und klang gleich Musik in die Das„ Gerettet werden" ist eine Phrase, die bei jeder Engel des Lichts und der Dämon der Finsterniß. „ Der Herr stoße Dich zu er, Gott dem Vater, Gottes Sohn und dem heiligen Geist Gelegenheit von den Lippen der Soldaten der Heilsarmee hört mir", sprach der Dämon. ertönt. Wie dieser Prozeß vor sich geht, können sie uns rück", sagte der andere, seinen Blick von dem sterbenden sei Ehre und Ruhm". Das Rascheln der Seidenkleider machte es mir unmöglich, das Ende des Satzes zu hören. nicht sagen. Sie weisen nur immer auf seine Resultate hin. Manne erhebend, er ist ein Geistlicher". Giner ihrer letzten Erfolge ist die Bekehrung des Kapitäns, Er ist ein Heuchler", erwiderte der Dämon. ( Fortsetzung folgt.) hat " der die buddhistische Heilsarmee in Indien eingeführt, eine konkurrirende Sekte, die einen Trupp weißer Elefanten zur um " Er ge- Ohren schläfriger Männer und Frauen.„ Wohlan," schloß Sein Streben war, seiner Gemeinde zu gefallen, und 11 dies zu erreichen, hat er es vermieden, in seinen " Theater. Freitag, den 24. Juli, Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Achtung. Parteigenossen des 25. und 26. Kommunal- Wahlbezirks. Sonnabend, den 25. Juli, Abends 8% Uhr: Allgemeine Die heute, am Freitag, den 24. Juli, in Ausficht ge Buchdrucker- Versammlung nommene Versammlung bei Mohrmann, Große FrankBellealliance- Theater. Ericoche furterstr. 117, findet Umstände halber nicht statt. Page Friz. und Cacolet. Ostend Theater. Romeo u. Julia. Adolph Ernst Theater. Die Wettschwimmerinnen. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v.9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 f. 331/16 Der Einberufer. Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 25. Juli, Abends 8% Uhr: in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: M General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. Bericht des Vorstandes, der Bevollmächtigten, der Werkstatt Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Bestätigung von Bevollmächtigten u. Mitgliedern der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Beschlußfassung über die Statistik. 3. Statuten- Abänderungsanträge. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Billets zur Urania sind auf dem Arbeitsnachweis, Wallstr. 7/8, zu ermäßigten Preisen zu haben. Oeffentl. Versammlung 315/18 im„ Feen- Palatt". Tages- Ordnung: 1. Bericht über die momentane Lage der Berliner Buchdrucker. 2. Besprechung über die von den Prinzipalen beantragte Auflösung der Tarif- Kommission. 3. Stellungnahme zu den Anträgen zur Tarif- Revision. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet 128/2 Der Einberufer. Grosse öffentliche Steinmetzen- Versammlg. am Sonntag, den 26. Juli, Vorm. 10 Uhr, bei Müller, Johannisstr. 20. Tages- Ordnung: 286/17 1. Stellungnahme zum Bauhandwerker- Kartell. 2. Verschiedenes. Pflicht eines je den Steinmezen ist es, pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer: Ernst Lofinskt. Mitglieder und Genossen der Bauarbeiter Berlins u. Umgeg. des 3. Berliner Reichtags- Wahlkreises. am Sonntag, den 26. Juli, Vorm. 11 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße 10, 2 Tr. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige wirthschaftliche Lage u. die Organisationsfrage. Referent: Dr. Lütgenau. 2. Freie Diskussion. 3. Wahl des provisorischen Vorstandes der Filiale Berlin und Umgegend des Zentralverbandes Der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. 4. Verschiedenes. Kollegen! Der Kongreß in Halle beschloß den Zentralverband, und wir als zielbewußte Arbeiter müssen dem Rechnung tragen. Darum auf, 338/13 Sonntag, den 26. Juli findet ein Familien- Ausflug nad Adlershof statt. Treffpunkt im Restaurant Albrecht. Abfahrt vom Görlizer Bahnhof früh 635 und 735. Für Nachzügler um 1235 und 235. Arbeiterbillets, aber nur zu den vorstehenden Zügen, hin und zurück 20 Pfg. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Gesang u. Musikvereine sowie Gäste sind freundlichst eingeladen. Der Vorstand. erscheinet Alle, Mann für Mann, in dieser Versammlung und leget Verein der Sattler u. gemeinsam Hand ans Werk und gründet für Berlin u. Umgegend eine Filiale Des Verbandes der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. Mit kollegialischem Gruß: Fr. Marasas, Bauarbeiter, Steinmetstr. 55. Säulen- Anschlag findet nicht statt. Oeffentliche Versammlung 126/5 der Weißgerber u. Berufsgen. am Freitag, den 24. d., Ab. 8 Uhr, in Knebel's Salon, Badstr. 56. 346/6 Tages- Ordnung: 1. Streit in der Fabrik M. Krüger. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer: C. Schneider. Moabiter Gesellschaftshaus Achtung. Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Vereinigung der Fachgenossen. Drechsler Sonnabend, d. 25. Juli, Abds. 81/2 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vorlesung über„ Das kommunistische Manifest". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 261/15 Deutschlands. Sonntag, den 26. Juli, Familien- Ausflug nach Johannisthal( Senftleben). Abf. Görlitzer- Bahnh.: Nachm. 2,35 Min. auf Arbeiter Retourbillets à 0,10 m. Um rege Betheiligung wird ersucht. Gäste sind willkommen.[ 137/8] E. T. Tischler- Verein. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. NB. Der Ertrag einer amerikanischen Auktion vom Sommerfest in Summa Achtung. 16,75. iſt den gemaßregelten Berg- Sonnabend, deu 25. Juli, Abds. 9 Uhr, arbeitern zugesandt worden, worüber 1626L Melchiorftr. 15. Die„ Berliner Bolts tribüne" in morgiger General- Versammlung. Nummer quittirt. Oeffentliche Versammlung Tagesordnung: Spezialitäten- Vorstellung. selbständ. Barbiere, Friseure u. Perrückenmacher Unterstügungsverein d. Bürsten- 1. Raffenbericht vom 2. Bierteljahr. Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel E Berlins und Umgegend am Dienstag, den 28. Juli, Abds. 9½ Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakobstraße Nr. 48 a. und Pinselmacher Deutschlands Tages Ordnung: E 1. Die Jnnungen und das Kleinhandwerk. Referent: Reichstags- Abg. Der Sensations Pantomime J. Auer. 2. Vorlesung und Berathung des Statuts, sowie Konstituirung einer Die Räuber. " Freien Vereinigung". Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Play 50 Pf.- Kaffeetiche ist geöffnet. Voltsbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Dienstag, den 28. Juli: Benefiz für die Duettisten Glaser. Helmuth Peters. Parteigenossen u. Genossinnen Achtung. Der Einberufer: Carl Helbig, Putbuserstr. 89. General- Versammlung 664b Achtung. ( Filiale Berlin). Sonntag, d. 26. Juli, Vorm. 10½ Uhr, Bergstr. 12. Generalversammlung Tagesordnung: 1. Entrichtung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Wahl von Vorstandsmitgliedern des Vereins gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend und von zwei Reviſoren. am Sonntag, den 26. Juli. Vorm. 10 Uhr, b. Wendt, Cöslinerstr. 17( Norden). Tagesordnung: 1. Vortrag des Rollegen Adolf Tahl über: Licht- und Schattenseiten in der Natur des Menschen". 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl. 4. Bericht der Kommission in Sachen des Kollegen Vogel. 5. Verschiedenes. 4. Beschlußfassung über Einführung von Strafgeldern. 5. Verschiedenes. 120/16 Der Bevollmächtigte. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Wahl eines Bibliothekars. 4. Bericht von der Landpartie. 5. Lokalfrage. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Verein der Bau- Anschläger ,, Berlin- West". Sonntag, den 26. Juli, Vorm. 10 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. HEF Gr. Versammlung. Kollegen als Mitglieder werden aufgenommen. J. A.: Der Vorstand. Achtung! Die Morgensprache der uker von SO. findet vom Sonntag, den 26. Juli, Mariannen- Ufer 2, Reischach'sche Bier Die Puker von SO. empfehle ich meinen neu eingerichteten Die Kollegen des Vereins werden hiermit dringend aufgefordert, fich Bücher, Lezika, tauft A Hanne bazen, im Garten statt. Garten mit zwei Regelbahnen. Auch zahlreich einzufinden. tönnen Familien Kaffee tochen. Für [ 671] Vorstand. muſikaliſche Unterhaltung ist gesorgt. Fachvereind. Musik- Instrumentenarbeiter 966L Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Erdbeer- Bowle, Flasche 75 Bf., Glas E ( Klavierarbeiter Verein). Sonnabend, den 25. Juli, Abends 81/2 Uhr, in Keller's Salon, Bergstr. 68. 15 Pf.; Himbeersaft, Str. 1,50 M; 875/17 Med. Ungarwein, Fl. 1,50 u. 2 M.) Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz. Franz Beyer,[ 954L Prinzessinnenstr. 15. zu Bersammlungen Vereins- Versammlung für den Norden. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über„ Sibirien". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Saal u. Zimmer ut. Bahlstellen und Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. an Sonntagen und Wochentagen zu haben, schöner Gips- Str. 3. Garten dabei, Bringe meinen Freunden u. Genossen meine Rind- n. Schweineschlädterei in freundliche Erinnerung. Zentral- Markthalle Stand 148. 527L Carl Aurin. Bitte, lesen Sie! Montag, den 27. Juli, in Der Neuen Welt, Hafenhaide: NOMMER- FEST Som Ronzert, Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Um 9 Uhr: Großes Festspiel. Zum ersten Male( Novität) von R. Blant unter Mitwirkung des Arbeiter- Gesangvereins Olympia( M. d. A.-S.-B.), des Tambour- Vereins Deutsche Eiche, des Musik- Dilettanten- Vereins Anims und des MusikVereins Stern( M. d. B. d. g. A.-V. B. u. U.). Jedem, der seinen Bedarf an Kleidung Während der Zwischenpausen im sogen. griechischen Götter- Saal: Vorträge jeder Art vom billigsten Arbeits- biš und für die lieben Kleinen rechts am 2. Orchester: Marionetten- Theater. zum feinsten Kammgarn- Anzug reell Jm Bal champêtre grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von und billig kaufen will, empfehle mein 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. bekanntes, fehr reichhaltiges Lager An alle Genoffen und Freunde richten wir nun die Bitte, bei diesem in Anzügen, Paletots, einzelne wirklichen Arbeiterfest uns durch ihr Erscheinen zu unterstützen. Billets à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und Ferner Stiefel, Hüte, Wäsche, goldene den bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Das Komitee. Röde, Jackets, Hosen, Westen 2c. und silberne Herren- u. Damen- Uhren, Ketten, Ringen, sowie Reise- u. Holz197/3 koffern. Betten, Waschteffet u. f. w., Sängerchor d. Töpfer Berlins. Damen- Mäntel und Kleider.[ 898L A.Wergien, Shneidermistr., Skalikerstr. 127, gegr. 1874. Bitte sehr recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. MENSURA Feste Preise. Droschkenkutscher, welcher Mittwoch Nachm. v. Dieffenbachstr. 58a eine Frau mit 2 Körben u. Betten gefahren hat, w. u. Angabe sein. Adresse geb. g. Belohn. Schmidt, Dieffenbachstr. 58a, Quergeb. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Sonnabend, den 25. S., in Knebel's Salon, Badstr. 58: Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert. Hierauf: Sommernachts- Ball. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 6 hr. Billets à 30 Pfg. sind bei den Vereinsmitgliedern, sowie in den mit Das Vergnügungskomitee. Plakaten belegten Handlungen zu haben. mann, Rodjtr. 56, 1. 674b Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstrasse 2. In unserem Verlage erschien soeben: Was die Sozialdemokraten sind und was sie wollen. Von Wilh. Liebknecht. Neue berichtigte und vervollständigte Auflage ( die zweite in Deutschland). Preis 10 Pf. ( 100 Exempl. M. 7,50, 500 Exempl. M. 30, 1000 Exempl. M. 50.) Der Werth der vorstehenden Schrift als Agitationsmittel ist überall bekannt: in wenigen Wochen ist eine 20 000 Exemplare starte Auflage abgesetzt worden, was am besten für ihre Brauchbarkeit nach dieser Richtung hin spricht. Teppiche, Gardinen, Portièren, Steppdecken und Tischdecken, ferner Reſte au SophaBezügen verkaufen wir nach beendeter Inventur zu bedeutend herabgefehten Preisen. J. Adler Söhne, Spandauerstraße 30, gegenüber dem Rathhaus. Bestätige hiermit, daß die am Sonnabend, den 25. Juli, in Knebel's Salon, Badstr. 58, wirkende Musikkapelle nur aus Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umgeg." besteht. G. Schonert. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 245M Sierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 170. " Lokales. " Freitag, den 24. Juli 1891. " 8. Jahrg. selber sozialdemokratisch sei. Staat und Familie" geht daran eines Marketenders, welcher das Militär bei seinen Uebungen zu Grunde, daß die deutsche Bourgeoisie kein Interesse und kein begleitet, beobachtet. Da derselbe ein sehr guter Schwimmer und Verständniß für die Bekämpfung der Sozialdemokratie mit namentlich vorzüglicher Taucher ist, sprang er sofort ins Wasser, In Sachen der Krebs- Versuche der Professoren v. Berg- geistigen Waffen besitzt. Dieses Urtheil, welches wir gern unter- um den Versunkenen zu retten. Als er, nachdem er mehrere mann und Hahn bringt die Donnerstag ausgegebene Nummer Minuten unter Wasser geschwommen war, das entgegengesetzte der Deutschen medizinischen Wochenschrift"( Redakteur: Ge- schreiben, wird in dem Abschiedsartikel ausgesprochen. Ufer erreichte, berührte sein Fuß einen menschlichen Körper, den heimrath Dr. G. Guttmann) die folgende Zuschrift des Chi- Jetzt mitten in der Obstzeit kann man Kinder gar nicht er auch ans Land zog in der Meinung, den Gesuchten gefunden rurgen Dr. Hermann Frank, der, vormals Hilfsarzt am Kranken- genug davor warnen, beim Essen von Pflaumen und Kirschen zu haben. Wie sich aber nun herausstellte, war es nicht der gehause Friedrichshain, den Prof. Hahn zur Last gelegten Fall von die Steine mit zu verschlucken. Es ist wirklich kaum zu glauben, suchte Unteroffizier, vielmehr ein Gefreiter derselben Schwadron, Anfang bis zu Ende selbst beobachtet hat. Das Schweigen, wie wenig darauf gesehen wird und wir werden es Alle wohl welcher gleichfalls in der Aufregung unbemerkt versunken war welches die Herren v. Bergmann und Hahn den bekannten An- meist an uns selbst erprobt haben, daß man als kind beim und der nun auf so unerwartete Weise gerettet wurde. Die flagen des Herrn Dr. Leidig entgegensehen, schreibt Dr. Frank, Kirschenessen nicht viel Federlesens mit den Steinen macht. Be- heroische That verdient gewiß die vollste Anerkennung. Die ist an sich wohl verständlich und bedarf keiner Vertheidigung; fonders gefährlich sind die Pflaumensteine mit ihren oftmals Reiche des Unteroffiziers soll übrigens auch gefunden worden sein. indeß bleibt es immerhin bedauerlich, daß die Unkenntniß des messerspißen Enden. Gesetzt, daß sie glücklich den Magen ereigentlichen Sachverhaltes die öffentliche Meinung einerseits zu An- reichen, fönnen sie noch immer unheil genug auf ihrem Wege Die Leichen des Primaners Paul Lehmann und seines griffen verleitet, welche thatsächlich unbegründet sind, andererseits aus dem Magen an den Darmwänden u. s. w. anrichten. Un- Freundes Zimmermann, welche am 19. d. M., wie gemeldet, bei Erklärungsversuche veranlaßt, welche den Kern der Sache nicht gefährlich ist aber auch das Verschlucken von Kirchfernen nicht, einer Bootfahrt auf der Unterspree verunglückten, sind gestern treffen. Unter diesen Umständen sehe ich mich verpflichtet, als dies bestätigt die Nachricht, daß vor einigen Tagen in Dederan Nachmittag durch die Schleusenmeister an der Charlottenburger nächster Zeuge bei dem einen der inkriminirten Fälle dem ärztlichen ein elfjähriger Knabe infolge Verschluckens von Kirschternen unter Schleuse aufgefunden und in das dortige Leichenschauhaus gePublikum die nothwendige authentische Aufklärung zu geben, um entsetzlichen Schmerzen gestorben ist. Also alle Kerne hübsch fein bracht worden. es in den Stand zu sehen, sich ein eigenes Urtheil zu bilden. ausspucken; man kann dann ja auch selbstredend zur Zeit viel Meine Kenntniß bezieht sich auf den der Anklage zu Grunde mehr Obst' effen, als wenn man den Magen noch mit den Kernen funden, welche der 21jährige Schriftfeher St., Sohn des in exc Einen erschütternden Abschluß hat eine Brautfahrt geliegenden Hahn'schen Fall, welcher von mir als damaligen beladet. Assistenzarzte auf der chirurgischen Station des Krankenhauses Markusstraße wohnhaften Werkführers St. am letzten Sonntag Friedrichshain von Anfang an bis zu Ende beobachtet worden Zur Verhütung von Unglücksfällen sei hiermit an unternahm. Derselbe hatte in Berlin ein junges Mädchen kennen ist. Es handelte sich um eine Frau, welche, nachdem ihr längere Eltern, Lehrer und Erzieher von Kindern ein ernstes Mahn- gelernt, welches aus Rüstrin stammte. Da er dasselbe im EinZeit vorher die linke Brust wegen Garcinom( Krebs) amputirt wort gerichtet. Zur gegenseitigen Verständigung bedienen sich verständniß mit seinen Eltern heirathen wollte, fuhr er am worden war, das Krankenhaus wegen eines Rezidivs( Rückfall) die auf Bauten an Winden beschäftigten Arbeiter, denen die ge- Sonntag mit seiner Braut nach Küstrin, um sich den Eltern derwieder aufsuchte. Dasselbe faßte panzerartig die gesaminte linte fahrvolle Aufgabe gefällt, mittelst der Winden Lasten in die Höhe selben vorzustellen. Zwei Freunde begleiteten das junge Paar. Brustseite ein; neben der diffusen Ausbreitung der Geschwulst zu befördern bezw. solche aus der Höhe herabzulassen bestimmter Am Sonntag Nachmittag machten diese vier Personen eine bestanden noch eine Unzah disseminirter Knötchen. Die Be- Pfeifenfignale. Gar häufig kommt es nun vor, daß Knaben die Wasserfahrt auf der Oder, sie wurden aber mitten auf dem schwerden waren sehr heftig, der Krästezustand durch die fort erlauschten Signale auf den sogenannten Triller- oder Signal- Wasser vom Gewittersturme überrascht, der das Boot umwarf. geschrittene trebfige Degeneration äußerst herabgesetzt ein absolut pfeifen nachahmen, ohne in ihrem Unverstande zu bedenken, daß Die drei jungen Männer vermochten sich zunächst zu retten, als hoffnungsloser Zustand, bei dem nicht einer der gewöhnlichen durch ein derartiges falsches und falsch verstandenes Signal leicht aber der Bräutigam sah, daß seine Braut unterging, stürzte er operativen Eingriffe mehr möglich war. Die Patientin drängte großes Unheil angerichtet werden kann. Es wäre daher dringend sich wieder in das Wasser, jedenfalls um die Braut zu retten, aber unaufhörlich auf irgend eine operative Hilfe, welcher zu wünschen, daß Eltern, Lehrer und Erzieher von Kindern Beide wurden nicht mehr wiedergesehen. Die Begleiter konnten Art sie auch sei, um nur eine Veränderung ihres qualvollen Zu- ernstlich darauf hinwirken, daß derartige gefährliche Spielereien" nichts weiter thun, als am Sonntag Abend die Eltern des Bräutigams in Berlin von dem über sie hereingebrochenen Verstandes zu erleiden. In der Idee, daß wenigstens eine theilweise unterbleiben. Bekleidung der Krebsdurchsetzten Fläche mit gesunder Haut eine hängniß zu benachrichtigen. Der Vater ist sofort nach Küstrin gewisse Linderung der Beschwerden zur Folge haben, jedenfalls Im Boddensee ertrunken. In Ergänzung unserer furzen gefahren, um das Aufsuchen der Leichen zu bewirken, bisher ist aber durch die wirkliche Ausführung eines Eingriffes eine sub- Mittheilung in Nr. 168 des Vorwärts" wird uns geschrieben: aber noch keine Nachricht über einen Erfolg seiner Bemühungen jettive günstige psychische Beeinflussung erzielt werden könne, Ginen traurigen Abschluß fand der Ausflug, den der Gesang eingetroffen. Die Mutter ist durch den plöblichen Verlust ihres schlug ihr Herr Hahn eine Transplantation( Ueberpflanzung von verein Myrthenblätter" unter Betheiligung von Freunden und Sohnes an den Rand der Verzweiflung gebracht worden. Hautstücken) vor, machte sie mit dem Wesen derselben bekannt, Gästen am Sonntag, den 19. Juli, nach Birkenwerder an der Ein gefährlicher Einbrecher ist in verflossener Nacht geworauf sie ohne Weiteres einging. In Narkose wurde dieselbe Nordbahn unternommen hatte. Nachdem im Restaurant Boddensee nach der Reverdin'schen Methode vorgenommen, drei gesunde gefrühstückt war und man sich längere Zeit im Walde bei Spiel legentlich einer„ Gastrolle" in Köpenick dingfest gemacht worden. Hautstücken an Stelle der mittelst Scheere entfernten knötchen- und Gesang erfreut hatte, marschirte die ganze Gesellschaft nach Gegen 2 Uhr Nachts nahm ein Lehrling des dort in der Rosenbedeckten Haut überpflanzt, die letztere aber wiederum auf die dem Boddensee. Mehrere Mitglieder unternahmen auf demselben straße wohnenden Bäckermeisters D. im Laden ein verdächtiges erstgeschaffenen Wundflächen gelegt eine andersartige eine Kahnfahrt und konnten der Versuchung, in den tühlen Fluthen Geräusch wahr; in denselben eintretend, fand der Knabe einen wirkliche Hilfe war absolut unmöglich. Die Frage, ob diese des Sees ein Bad zu nehmen, nicht widerstehen. Auf der Mitte Mann, der eben im Begriff war, die Ladenkasse zu erbrechen. Knötchen zur Anheilung oder gar zum Weiterwachsen auf dem des Sees angekommen, entkleideten sich die 5 Theilnehmer der Sofort flüchtete nun der Fremde in die Schlafftube der D.'schen neuen Mutterboden gelangen würden, war eine bei den bis- Bootfahrt und sprangen einer nach dem anderen in das Wasser, Eheleute, die in ihren Betten schliefen, schwang sich zum Fenster, herigen negativen Versuchsresultaten durchaus offene, aber auch als letzter der 20 Jahre alte Maurer Fender. Kaum war das offen stand, hinaus und entkam. Zwei in der Nähe postirte in dem unwahrscheinlichen Falle, daß das letztere eintreten würde, derselbe eine Strecke geschwommen, als er plößlich laute Hilfe- Wächter, welche die Flucht des Einbrechers beobachtet, ergriffen blieb an dem status quo, an den Lebensbedingungen der Pa- rufe ausstieß und in den Wellen versant. 3war gelang es, den denselben alsbald und nahmen ihm zuvörderst ein Kästchen ab, tientin nichts geändert. Das in erster Linie gewünschte Resultut Versunkenen bald zu landen. Doch waren alle angestellten in welchem sich die Goldsachen der D.'schen Familie befanden. trat ein, die gesunde Haut gedieh im Umkreis der franken Partie, Wiederbelebungsversuche erfolglos. Befremdlicher Weise waren In dem Verhafteten wurde ein gewisser Emil Riemer aus Berlin aber zu unserm größten Erstaunen zeigte sich derselbe Erfolg bei in der dortigen Bade- Anstalt feinerlei Hilfsmittel für derartige ermittelt, der eingestandenermaßen eigens zu dem Zwecke nach ben überpflanzten Knotenhautstückchen. Die Knötchen wuchsen Unglücksfälle in Bereitschaft, nicht einmal eine Decke als Unter- Köpenick gereist ist, um dort Einbruchsdiebstähle zu verüben. Der nach einigen Wochen, bis sie beim Tode der Patientin, nach lage war zu haben. Der dortige Aintsvorsteher wurde schließlich Verbrecher führte ein 2/2 Fuß langes Brecheisen, 6 Dietriche, Daraufhin erschien 5 Nachschlüssel, Bohrer, Stemmeisen, Blendlaterne und anderes 21/2 Monaten, etwa Kirschterngröße erreichten. Der Tod trat von dem Unglücksfalle in Kenntniß gesetzt. ein im natürlichen Ablauf der Krankheit infolge der unaufhaltfam dann ein Amtsdiener mit einem Hundewagen, um den Todten Diebeswerkzeug mit sich. Vorläufig wurde Riemer im Köpenicker fortschreitenden frebfigen Degeneration, welche auch die inneren nach der Leichenhalle zu befördern. Dies gaben die Vereins- Amtsgefängniß internirt. Organe, Pleura( Bruftfell), Leber u. s. w. ergriffen und hier die mitglieder indessen doch nicht zu, übernahmen vielmehr selber den Transport, nachdem Dir. Geng vom Gesangverein Liederbund" äußersten Grade erlangt hatte. Es lag absolut kein Anlaß vor dem Entschlafenen eine Gedächtnißrede gehalten und die Sanges- der Arbeiter seitens der Unternehmer mitunter aufs Spiel ges weswegen auf den Gedanken tommen die Transplantation, die nur in einem winzigen Gebiet brüder dem so jäh aus ihrer Mitte gerissenen Sangesgenossen setzt wird, zeigt wieder einmal ein Vorgang, über welchen uns der Krankheit eine rein lokale Veränderung herbeigeführt das Lied:" Nun ruht der Sänger" gewidmet hatten. Der Tod folgende Mittheilung gemacht wird: Auf den Bau des Maurerhatte, hätte den Ausgang irgendwie beschleunigt. Eine ganze Fender's soll durch Lungenschlag erfolgt sein. Der Vorsitzende meisters Elroth in der Liegnigerstraße arbeiteten am 14. d. M. Zeit lang noch nach der Transplantation fühlte sich die Patientin des Vereins übernahm es, den Angehörigen des Verunglückten, 18 Maurergesellen und ebenso viele Lehrlinge. Es herrschte an nach ihrer eigenen ganz spontanen Aussage sehr erleichtert". Eltern und Geschwistern, die Trauerbotschaft zu überbringen. Diesem Tage Regenwetter, trotzdem wurde um 6 Uhr Morgens Von Schmerzen war speziell nie die Rede. Üm noch einmal wegen des vorhandenen Mangels irgend welcher Rettungsmittel mit der Arbeit begonnen. Jufolge dessen waren die Maurer zur den springenden Punkt hervorzuheben: es handelte sich in erster in dortiger Bade- Anstalt wird der Vorstand beim Landrath Be- Frühstückszeit um 8 Uhr bis auf die Haut durchnäßt und ver spürten begreiflicher Weise keine Neigung, nach beendetem FrühLinie nicht um eine Untersuchung der Möglichkeit einer Krebs- schwerde führen. stück bei strömendem Regen die Arbeit wieder aufzunehmen. Als Transplantation im Experiment, sondern beabsichtigt war eine Die Waffersuoth in Weißensee, von welcher die der Herr Polier Steinkopf hörte, daß die Maurer nicht weiter Besserung des Zustandes der Patientin durch Ueberpflanzen ge= funder Haut auf eine Krebsfläche, eine Methode, welche übrigens Friedrichstraße und die angrenzende Langhansstraße bei jedem arbeiten wollten, ließ er diese seine ihm von dem Unternehmer funder Haut auf eine Krebsfläche, eine Methode, welche übrigens Gewitterregen heimgesucht werden, hatte den Anwohnern dieser verliehene Macht fühlen, indem er erklärte, wer sich weigere, auch von anderer Seite zur Anwendung gekommen ist. Daß Straßen Veranlassung gegeben, bei der jüngsten Ueberschwemmung weiter zu arbeiten, erhalte sofort Feierabend. Der größte Theil mit der fortschreitenden Entwickelung der Krebsknötchen eine Deputation an den Regierungspräsidenten in Potsdam zu der Maurer fügte sich wenn auch zähneknirschend sich das Intereffe vorwiegend diesem sekundären Ergebniß entsenden und denselben zu einer Okular- Inspektion einzuladen. vernünftigen Gebote. 7 Maurer, welche zögerten, erhielten sofort in der Folge zuwendete, und daß in den späteren Publi- Der Präsident, der die Deputation in entgegenkommendster Weise Feierabend und mußten alsbald den Bau verlassen. So wird fationen nunmehr das letztere in den Vordergrund trat, empfing, fam nun zwar nicht selbst, sondern sandte einen der die Gesundheit der Arbeit gemißachtet. Denn wie leicht kann ist bei der hohen wissenschaftlichen und praktischen BeHerren Landesbau- Inspektoren an die gefährdete Stelle, der zu sich ein Arbeiter unter solchen Verhältnissen den Tod oder den deutung der dabei gemachten Beobachtungen vollkommen ein- gab, daß die glücklichen Adjazenten bei ihrem Berichte nicht keim zu langjährigem Siechthum haben! Selbst auf die Lehrleuchtend. Es bedarf taum eines Hinweises darauf, wie prinzipiell ver- übertrieben hatten. Die Straße war sußhoch überschwemmt, der linge, die noch in jugendlichem Alter stehen, deren Körper noch schieden dieser objektive Thatbestand von jenem ist, welcher die allererste Veranlassung gegeben hat zu dem in der Presse wie in Verkehr von einem Ufer zum andern war nur durch allerlei zart und nicht abgehärtet ist, wird keine Rücksicht genommen. Es primitive Flöße oder zu Booten avanzirte Badewannen er ist wahrlich an der Zeit, daß die Berliner Maurer sich wieder der wissenschaftlichen Welt erregten Sturm, dessen Berechtigung möglicht. Dieses erbauliche Schauspiel, welches die Einwohner aufraffen und sich fest organisiren, um solchen Uebergriffen und feinen Augenblick zweifelhaft ist. In diesem letzteren Falle: das in ihre Häuser bannt, so daß die Hausfrauen nicht die noth- Rücksichtslosigkeiten wirksam begegnen zu können. Einpflanzen von bösartigem Geschwulstmaterial in einen durch wendigsten Einkäufe machen können, wiederholt sich bei jedem die Radikaloperation vorher gefund gemachten" Körper in Regengusse; da der Chauffeegraben, der früher den Abfluß der unserem Falle der Versuch, durch Ueberpflanzung gesunder Haut Rinnsteine aufnahm, zugeschüttet, und überdies ein Theil der auf die tumorinfiltrirte Partie eine Linderung der Beschwerden Straße erhöht worden ist, sammelt sich das Wasser in dem herbeizuführen, in zweiter Linie die wissenschaftliche Verwerthung niedrig gelegenen Theile derselben, ohne daß die Gemeindever der bei dieser Gelegenheit gegebenen Möglichkeit unter Erwaltung bisher für eine Lösung dieser für die Adjazenten hochhaltung des status quo, durch einfache Versetzung der Knötchen wichtigen Frage gesorgt hätte. Der Herr Landesbau- Jnspektor von einer Stelle auf die andere, gewissen schwierigen Problemen hat seinerseits die schleunige Intervention der kg!. Regierung in der Pathogenese der Carcinome näher zu treten." Dr. Frant schließt mit den Worten:„ Die Thatsachen sind flar unter diesen Umständen in Aussicht gestellt. und bedürfen keines Kommentars". Jedenfalls doch wohl noch und zwar zunächst den des Obermedizinal- Kollegiums. man fonnte, Der Dachdecker Julius Basler, welcher, wie gemeldet, am 15. d. M. in der Rathhausstraße vom Gerüst herabstürzte und Eine Meldung, welche, wenn auch zunächst noch keine Beschwer verletzt in die Charitee geschafft wurde, ist dori seinen unruhigung, so doch immerhin Aussehen zu erregen geeignet Verlegungen erlegen. scheint, bringt die Charlottenb. Gem.- 3tg.". Am Hippodrom Vor den Augen der Mutter zum Fenster hinausgegenüber dem Wasserthurm", so schreibt das Blatt, weisen mehrere Stadtbahnbögen Risse auf, welche gerade in der Mitte geftürzt ist vorgestern Nachmittag das zweijährige Söhnchen des das Mauerwerk im Längsschnitt von unten bis oben spalten. am Hermannplay wohnenden Kaufmann L.'schen Ehepaares. Die Ursache davon scheint eine Senfung des Erdreichs auf der Frau 2. saß, mit einer Handarbeit beschäftigt, an dem geöffneten einen Seite zu sein. Weiterem Schaden hat man durch Anbringen Fenster des in der dritten Etage belegenen Wohnzimmers und von starken eisernen Klammern vorzubeugen gesucht. Die Riffe ihr gegenüber der Knabe in einem Kinderstühlchen. Durch das find mit Zement gefüllt worden; in die größeren Risse wurden Gintreten des Dienstmädchens wurde die Aufmerksamkeit der Mauersteine eingefügt, so daß eine Gefahr für den Verkehr vor Frau für einige Augenblicke von dem spielenden Kinde abgelenkt, läufig nicht vorhanden zu sein scheint. Jedenfalls wird man und als sie nach einigen Sekunden wieder sich nach demselben abwarten müſſen, ob die Senkung Fortschritte macht; dann umblickte, war der Kleine verschwunden. Der Knabe war, für müßten die betreffenden Bogen umgebaut werden." Gine amt wenige Augenblicke ohne Aufsicht, aus dem Stühlchen herausliche Erklärung über den Stand der betreffenden Bögen und deren gekrochen und auf die Fensterbrüstung geklettert, wo er das fichere Tragfähigkeit wäre, wie die„ Gem.- 3tg." hinzufügt, unter Gleichgewicht verlor und in die Tiefe stürzte. Mit zerschmetter tem Schädel wurde das Kind todt auf dem Straßenpflaster diesen Umständen gewiß am Plate. gefunden. In welcher unverantwortlichen Weise die Gesundheit dem unAchtung! Die polnischen Genossen in Weißenfee kommen am Sonntag, den 26. Juli, Nachmittags 3 Uhr im Lokale Schulze, Königs- Chauffee 55 zusammen, um die Gründung eines Vereins zu beschließen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Lokalkommission von Tempelhof macht Nachstehendes hiermit bekannt: Arbeiterblätter liegen bei folgenden Wirthen aus: Wiegand, Ringbahnstraße; Dube, Dorfstraße 26, Lokal mit Garten; Gerth, Dorfstraße 10, Lokal mit Garten; A. Müller, Berlinerstraße 41, Lokal mit Garten; Wesenberg, Schöneberger Weg, Lokal mit Garten. berg, Schöneberger Weg, Lokal mit Garten. Bei folgenden Wirthen liegen Arbeiterblätter nicht aus: Hennersdorf, Berlinerstraße 121; Redlib, Berlinerstraße 79; Blankenfeld, Moltkestraße; Sumpf, Moltkestraße. Zu Arbeiterversammlungen geben ihren Saal nicht her: Niete, Berlinerstraße 9; Kreideweiß, Dorf- und Berlinerstraßen- Ecke; No act, Dorf- und Berlinerstraßen- Ece: Trint haus, Birkenwäldchen; Tillmann, Berlinerstraße 33; Teichert, Berlinerstraße 80. Wir ersuchen die Genossen, auf obenstehende Bekanntmachung genau zu achten. Die Lokalkommission von Tempelhof. Polizeibericht. Als am 22. d. Mis. Vormittags auf dem Neubau Fridrichstr. 41 ein eiserner Träger mittelſt einer Winde nach dem ersten Stock gebracht werden sollte, verwickelten sich einige Glieder der Kette und lösten sich plötzlich wieder auf. In Folge des hierdurch entstehendes Nuckes schlug die Kurbel der Binde zurück und traf den an derselben stehenden Arbeiter Josef Kandulsti, so daß derselbe etwa 6 Meter hoch herabgeschleudert Das Ende von Staat und Familie. Das Wochenblatt Ueber den Unglücksfall bei den Schwimmübungen, wurde und außer einer Kopfverletzung anscheinend auch innere Staat und Familie", früher„ Der Arbeitgeber", mit der weiteren Bezeichnung: Baterländische Blätter, insbesondere zur Be- welche in voriger Woche von Mannschaften des 1. Dragoner Verletzungen erlitt. Er wurde nach der Charitee gebracht. tämpfung der Sozialdemokratie", überschreibt den Leitartikel seiner regiments bei dem Neuen Krug in der Spree ausgeführt wurden, Auf der Freiarchenbrücke wurde Nachmittags die 4jährige Frieda letzten Nummer:" Abschied vom Leser." Tas treffliche Blättchen gehen uns noch folgende Mittheilungen zu: Der Tod des Unter- Uhlig von einem Geschäftswagen überfahren. Sie erlitt einen geht nämlich ein." Wir sind darob beinahe betrübt. Staat und offiziers ist nicht dadurch erfolgt, daß derfelbe einfach plötzlich Beinbruch sowie Verlegungen am Kopfe und an den Armen, so Familie" war manchmal fast ausschließlich mit Zitaten aus vom Pferde sant. Derselbe erhielt vielmehr von einen sich über- daß ihre Ueberführung nach dem Krankenhause Bethanien erfozialdemokratischen Zeitungen gefüllt und wir waren deshalb schlagenden Pferde einen Hufschlag, so daß er infolge davon in forderlich wurde.- Bu derselben Zeit stürzte die 1/2 jährige öfters geneigt, zu vermuthen, daß" Staat und Familie" eigentlich der Tiefe versant. Der ganze Vorfall wurde von dem Sohne Olga Gemeinhart aus dem Küchenfenster der im zweiten Stock des Hauses Nordhafen Nr. 5 belegenen Wohnung auf den Hoff hinab und verstarb bald darauf infolge der erlittenen Verlegungen. Am 23. d. Mts. Morgens wurde im Thiergarten, nahe dem Denkmal des Königs Friedrich Wilhelms III., ein unbekannter, etwa 40jähriger Mann mit durchschnittener Pulsader an der linken Hand todt aufgefunden. Lokal- Liste. Die Lokalkommission veröffentlicht nachstehend die Liste der Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich her: geben und bemerkt hierzu, daß Veröffentlichungen in Bezug auf Die Lokalfrage nur von den Herren Wilhelm Werner, Elisabeth- Ufer 55, Wilhelm Lock, Friedrichsbergerstraße 11, und Otto 3a bel, Frankfurter Allee 90, auszugehen haben. Alle event. Unregelmäßigkeiten sind an die genannten Herren zu berichten. Die Lokalliste ist bis auf Weiteres bie folgende: Attienbrauerei Moabit. Albrecht, Schönhauser Allee Nr. 103. ( Jäger- Haus.) Arminhallen, Komniandantenstr. 20, C. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbrauerei, Rigdorf. Berliner Ressource, Kommandantenfiraße 57. Beyer, Neue Grünstr. 14. Bielefeld, Hasenhaide( Neuer Spreewald). Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Böhmisches Brauhaus. Bögow's Brauerei. Bolzmann, Andreasstr. 26. Brauerei Tivoli, Kreuzberg. Brauerei Königstadt. Brauerei Friedrichshain( Lips). Brauerei Friedrichshöhe( Payzenhofer). Brauerei Pfefferberg. Bräuer, Gr. Frautfurterfir. 74. Buggenhagen, Morigplay. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 37. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Kaufmann's Variete, Königstolonaden. Konzertpart Oftend, Frankfurter Allee. Deigmüller's Salon, Alte Jakobftr. 48a. Gisteller- Etabliffenient, Chauffeestraße. Elysium, Landsberger Allee. Feen- Palast, Wolfgangstraße. Feldschlößchen( Müller), Müllerfir. 142. Feind, Weinstr. 11. Feuerstein's Salon, Alte Jakobfir. 75. Freischüß", Fruchtstr. 36a. Gaillard, Bringenftr. 87. Gebrandt, Gerichtsstr. 10. Königshof, Bülowstraße. Krieger's Salon, Wasserthorfir. 68. # W Nieder- Schönweide: Borussia- Brauerei. Bu empfehlen:[ Menschen wieder aufzurichten. Rothe, welcher annahm, daß Siebenbaum, Restaurant. ein betrunkener Hausbewohner die Treppe hinabgefallen war, Rigdorf: Bergschloß Brauerei, Hafenhaide. Vereins- schenkte dem Fall weiter feine Beachtung, sondern legte sich brauerei, Jägerstraße. Maue'3 Variété Theater, Hermann zur Ruhe. Am folgenden Tage erfuhr er, daß der VerStraße 18. Kummer's Salon, Berlinerstr. 136. off- unglückte der im Nebenhause wohnende Arbeiter Radtke gewesen mann's Festsäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, Berg- sei. Radtke hatte noch am Fuße der Treppe straße 129. Barta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße 120. Tegen, als er am Morgen wieder zu sich gekommen war. Es Stolzenburg's Kaiser Wilhelmsbad, Canner Chauffee. fehlte ihm die Uhr und ein Portemonnaie mit 48 M. Jnhalt. Wiersing's Salon, Knesebeckstr. 77. 2 ürschmidt's Rothe theilte ihm die Wahrnehmungen mit, die er von seinem Salon, Knesebeckstr. 16. Rudow: Kein Lokal. Schmöckwitz: Restaurant Seglerschlößchen". Restaurant " Bur Palme"( Kurra 3). Schmargendorf: Friedrichs- Garten( P. Kübler). Steglik: Restaurant" Zur Börse", Schloßstr. 66a. Schöneberg: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64-65. Tempelhof: Kein Lokal. ge= Fenster aus gemacht. Als Radtke den Jonas zur Rede stellte, erklärte dieser sofort, daß er die Uhr an sich genommen und seiner Frau zur einstweiligen Aufbewahrung gegeben habe, er würde sie ihm am Abende aus freien Stücken zugestellt haben. Von dem Portemonnaie wollte Jonas dagegen nichts wissen. Radtke erstattele Anzeige, worauf Jonas, der bereits mehrfach vorbestraft ist, in Haft genommen wurde. Gestern wurde er der zweiten Strafkammer des Landgerichts I vorgeführt. Er Treptow: 3ornow's Restaurant. Bender's Restau- bestritt den Diebstahl. Er habe versucht, den anscheinend schwer rant. Jacob's Restaurant. Nitsch's Restaurant. Henze, Betrunkenen in die Höhe zu richten, als sein Mühen aber Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Volksgarten. vergebens gewesen, habe er ihn liegen lassen. Nur aus Wannsee: Wirthshaus Wannsee( Beelitzhof.) Menschenfreundlichkeit" habe er dem Bewußtlosen die Wilmersdorf: Pietsch's Voltsgarten. Gråh, Branden- Uhr abgenommen, damit das Werthstück nicht in unrechte Reinhos grösche's Geſellſchaftshaus, burgische Straße. 2andhaus, Berlinerstraße und Kaiser- Hände gelange. Die Frage des Vorsitzenden, warum er denn nicht auch die Taschen des Mannes untersucht habe, beantwortete Der Zehlendorf: Kein Saal vorhanden. Bu empfehlen: der Angeklagte dahin, daß er daran nicht gedacht habe. Warnite, Teltowerstr. 23. Rähte, Hauptstraße. Haupt- Staatsanwalt schenkte dem Angeklagten feinen Glauben, sondern Potsdamerstraße. beantragte gegen ihn eine dreijährige Zuchthausstrafe. Der Lampe hatte der Angeklagte es zu verdanken, daß er frei ausging. Der Gerichtshof verkannte nicht, daß schwerwiegende Verdachtsgründe gegen den Angeklagten vorlagen, andererseits spreche aber für ihn, daß er seine Bemühungen um den Bewußtlosen beim Scheine der Lampe vorgenommen, er mußte sich sagen, daß er von verschie denen Seiten beobachtet werden konnte und ein Dieb würde schwerlich so unvorsichtig handeln, wie der Angeklagte es gethan. Derselbe sei deshalb freigesprochen worden. 29. Krüger's Bierhallen, Frankfurterstr.102. Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Meißner, Gartenstr. 162. Müller, Johannissir. 20. Nebelin, Langefir. 108. 11 Neues Gesellschaftshaus"( Reinhardt), Hasenhaide 57. Neustädtischer Volksgarten, Proskauerfiraße 11-12. Nieft's Salon, Weberstr. 17. Norddeutsche Braueret, Chauffeeftr. 58. Orschel, Sebastianstr. 39. Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Pyrtet, Gipsstr. 3. Rau's Salon, Staliger. 125( Wolf u. Krüger). Reichert, Müllerstr. 7. Reischach'scher Brauerei: Ausschant ( Stralau- Rummelsburg). 2. Rehltz, Bergstr. 12. Nenz' Salon, Naunynstr. 27. Rennefahrt's Salon, Denuewihfit. 13. Meyer, Alte Jakobstr. 83. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schüßenhaus. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Allee- Ecke. Kreis Nieder- Barnim. Bernan: R. Bohre, Kaiserstr. 82. Richter, Elysium. Junter, Schüßenhaus. Zu empfehlen: Feder, Berlinerstraße " Bum Kronpring". Kluge, Kronenstraße. 3ernikow, Tuchmacherstraße. A. Garz, Wallstraße. Hering, Mühlenstraße Beeger, Weinbergstraße. G. Schöder, Brüderstr. 142 Tonn, Berlinerstraße. Wagner, Königstraße 146. = Friedrichsberg: Spizig's Ballsalon, Franks. Allee 198. Müller's Kronprinzen Garten, Chauffee Nr. 3. West= phahl's Schwarzer Adler, Frankfurter Chauffee. Susott's Salon, Frantf. Allee 176. Friedrichsfelde: Kein Saal. Bu empfehlen: Momber, Kamerun, Frankfurter- Chaussee. Wilhelmstraße. Müller, Berlinerstraße, Ecke Schloßstraße. Arbeiterbewegung. Gesellschaftshaus„ Ostend", Rüders- Schmiedel's Salon,( Orpheum), Atte Restaurant„ Waldfater"( Kautsch). Kaiserhof( W. Schmidt). schaft ihre Wiedereinstellung von dem Ausfall einer Untersuchung dorferstr. 45, Gratwett's Bierhallen, Kommandantenftraße 79. Guadt, Brunnenstr. 38. Gründel, Dresdenerstr. 116. Gründer's Salon, Schwerinstr. 13. Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Heise, Lichtenbergersir. 21. Hensel, Brunnenstr. 129. Herzog, Memelerftraße, Kaiser". Herzog, Stromstr. 28. 6. Heyse, Staligerstr. 54. Heydrich's( Norbert) Säle, straße 18-21. Jakobstr. 32. Schnegelsberg's Salon, Jahnstr. 8. Schneider, Belforterstr. 15. R. Schneider, Adalbertstr. 8. Schröder, Müllerstr. 178( Weddingpart). Schwarzmüller, Kolbergerstr. 23. N. Seefeld, Grenadierstr. 33. Silber's Salon Schwedterstr. 24. Friedrichshagen: Waldhaus( E. Schmidt). Gesellschafts- Paris. Ueber den Streit der Eisenbahnbediensteten meldet haus( F. Rest in). Restaurant A. Blante. Gisteller( R. die„ Köln. 3tg." unterm 21. Juli: Der Ausstand ist nunmehr vollRichter. Restaurant C. Conrad. Brauerei- Ausschant F. ständig erloschen. Die Truppen des Eisenbahn- Regiments find Wolf. Bad Bellevue( F. Wulff). Seeschlößchen( E. Schulte). zurückgezogen worden. Der Arbeiterstand in den Werkstätten der Fischerhütte( Remperling). Restaurant G. Wöhlert. Ostbahn ist wieder vollzählig, nur etwa 100 Streckenarbeiter Restaurant Bandelow. Müggelschlößchen( 3ibolsky). haben den Dienst noch nicht wieder angetreten, weil die GesellWilhelmsbad( Schönknecht und Zimmermann). Frih abhängig macht. Bis dahin werden sie als entlassen beteachtet. Lerche, Am Rundtheil. Bertha Schulze. G. Böttcher. Die Nordbahn hat die Ausständigen, die sich heute Morgen, A. Röstel. C. Peznick. E. Wandrey. E. Magde- 345 an der Zahl, wieder einstellten, nicht angenommen, sie sollen burg. W. Berenstecher. W. Kurfis. A. Rakow. erst ein förmliches Gesuch um Wiederaustellung einreichen, worauf Damis. E. Jones( Ravenstein). 3 a demet. die Gesellschaft sich die Entscheidung vorbehält. Nach diesen ErLichtenberg: Schwarz Konzert- Garten. Kirchbach, klärungen zogen die Ausständigen sich, theils sehr niedergeschlagen, theils Drohungen ausstoßend, zurück. Die Gesellschaft bittet auch Hohen Schönhausen: Rich. Schiele's Restaurant. ferner um militärischen Schuß, da sie Nachethaten der Entlassenen Jaenice, Restaurant. Zu empfehlen: Weber, Kuß, befürchtet. Großmann, Sommer. Deutscher Specht( Braueret- Ausschant), Neue Prinzen- Allce 9. BeuthFritz Jlges, Wilsnackerstr. 63. Industrie- Hallen, Mariannenstr. 31-32. Joel( früher Keller), Andreasstr. 21. Kaftanien- Wäldchen, Alt- Moabit 89/90. Keller's Hofiäger, Inh. A. Fröhlich, Hafenhaide. Keller, Bergstr. 68. Klein's Festfäle, Oranienstr. 180. Kliem, Hafenhaide. Knebel, Badstr. 58( neben Weimann's Boltsgarten).] Jakobsir. 26. Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Thalia, Lichtenbergerstr. 16. Unionsbrauerei, Hasenhaide. Vereinsbraueret,( Nixdorf). Vittoriabrauerei, Lüßowstraße. Bittoria- Salon, Perlebergerstr. 18. Boltsbrauerei( Moabit). Wedding- Kafino, Schulstr. 29. Weigt, Marfgrafenſtr. 87. Malchow: Lindecke. Nieder- Schönhausen:„ Elysium"( Großjean), Lindenstraße 25. Noch zu empfehlen: Hempel, Restaurant, Buchholzerstraße 8. Oranienburg: Restaurant Waldhaus". Rudolf Wendt's Gesellschaftshaus, Kös- Pankow: Hermann Sander, Kaiser Friedrichstr. 50/51 linerstraße 17. Wilte Hochstr. 32 a. Wollschläger, Blumenftr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Bemter, Münzftr. 11. Königsbant, Gr. Frankfurterstr. 117. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir die Parteigenossen, genau auf diese Liste zu achten, besonders machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Vergnügungen auf diese Liste Bezug zu nehmen. Gleichzeitig weisen wir nochmals darauf hin, daß Veröffentlichungen über Streitigkeiten mit Wirthen zc., welche die Lokalfrage betreffen immer nur von der Lokalkommission unterzeichnet wer den; alle anderen Veröffentlichungen ersuchen wir unbedingt zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, um die Verantwortung übernehmen zu können. Werner. Lock. 3abel. Soziale Uebersicht. M Arbeitseinstellung. In der Handschuhleder Fabrik von ( nahe der Brauerei E. Willmer). Noch zu empfehlen: 23. M. Krüger, Prinzen- Allee 60, legten gestern 12 Mann wegen Borchardt, Schulzestr. 27, an der Nordbahn. Kunert, Umwandlung der Lohnarbeit( 24 M.) zur Stückarbeit, wobei eine Schönholzerstr. 10. Mitte, Kaiser Friedrichstr. 70/71. Pro- Lohnreduktion von 8 M. eintreten würde, die Arbeit ein. brock, Kreuzstr. 7. Blauermel, Mühlenstraße( Ecke Florastraße). Rummelsburg: Weigel's Ballsalon, Thürschmidtstraße. Ww. Spörer, Hauptstraße. Müller, Neue Prinz Albertstraße. Borch mann, Hauptstraße. Rummel,( Weg nach der Köpnicker Haide). " Achtung! Tischler! Einen seltenen Att von Solidarität haben die Kollegen der Werkstatt von Völker, Hagelsbergerstr. 52, bewiesen. Mitte Juni verlangte Herr Völker von den Kollegen, daß sie eine halbe Stunde länger arbeiten sollten, weil das Geschäft so schlecht geht; ferner sollten dieselben ein Schriftstück unterzeichnen, wonach sie zu jeder Zeit, auch bei Affordarbeit Rüdersdorf( Kalfberge): Gasthof Zur Berghalle." entlassen werden könnten. Die Kollegen lehnten, außer einem, Reinickendorf: Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2. welcher wegen zufälliger Vergünstigung glaubte, sich nicht daran dicke, Amendestraße 1. Budewis, Sausotterstraße 4. betheiligen zu brauchen, einmüthig dieses Ansinnen ab, weil nach 23 en zelan, Hausotterstr. 81. Bente, Nordbahnstraße 1. ihrer richtigen Ansicht der schlechte Geschäftsgang vielmehr VerCaro, Residenzjir. 101. Gebefer, Provinzstr. 45. Teichert, anlassung wäre, die Arbeitszeit abzukürzen, damit den arbeitsZentral- Schüßenhaus, Echarnweberstr. 4. Mark's Restaurant wird, Tosen Kollegen Gelegenheit auch gegeben zum Feuerwerker, Scharnweberstraße. Gorde's Waldschlöß- wieder Arbeit zu finden, die Unterzeichnung des Schriftstückes wiesen die Kollegen ebenfalls zurück, weil ihnen chen, Wald- und Eichhornstraßen- Ecke. Stralan: Gräfl. Reischach'sche Brauerei. Wilh. Gaster badurch nur Schaden zugefügt werden könnte. Eine Vermittlung itn., Restaurant. Alte Taverne. Schönholz: Schloß Schönholz. Schöneiche: E. Pedal. Bum deutschen Hause." Tasdorf( 15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof Tegel: Schuly's Restaurant( früher Lindenberg), SchloßStraße 7-8. die Lokalliste für die Umgegend Berlins. Um den Barteigenossen der Umgegend Berlins eine leichtere und bessere Agitation für unsere Partei- Interessen zu ermögdurch den Vorstand des Fachverein scheiterte an dem Starrsinn lichen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigenossen des Herrn Völker, welcher sich nur durch die längere Ausnügung bei Ausflügen, Partien 2c. folgende Lokalitäten zu empfehlen und feiner Arbeiter zu erhalten glaubt; demzufolge beschlossen die zu ersuchen, daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt werden, damit durch den Druck der Verhältnisse alle noch hartnäckig sich Stollegen nach Fertigstellung ihrer angefangenen Affordarbeit fämmtlich die Wertstelle zu verlassen, was auch geschehen ist. weigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den Arbeitern zu Gestern verließ der letzte von 17 Mann die Werkstatt, Herr Versammlungen öffnen. Völker sucht jetzt indifferente Arbeiter von außerhalb heran zu Durch die Energie der Genoffen von Adlershof sind die meisten der Säle für uns frei geworden und infolge dessen zu hansstraße. Kaiser Wilhelms- Restaurant( engbeil), Rönia siehen, mit denen er jedenfalls bald schlechte Erfahrung gemacht Wir bitten die Kollegen in Berlin und außerhalb berücksichtigen. In Adlershof hat es der Herr v. Oppen, feines Chaussee. Zur Flora( Döpke) Gustav Adolphstraße. Schloß das männliche Berhalten der Kollegen dieser Werkstatt sich zum Zeichens Amtsvorsteher, durch allerlei liebenswürdige Machi- Weißensee( Sterneder). Irrgang, Heinersdorferweg. Beispiel zu nehmen, und durch einmüthiges Zusammenhalten den nationen, als da sind: Beschränkung auf Polizeistunde, Tanz Rettig, Berlinerstraße. Dewein's Restaurant, Königs Uebergriffen der Unternehmer die Spitze zu bieten, denn dadurch entziehung u. s. w., soweit gebracht, daß die Wirthe, die den Ar- Chaussee. Duse dann, Charlottenburgerstraße 151. werden wir viel Unbilligkeiten verhindern. Besonders erwarten beitern ihre Säle zu Versammlungen hergeben, in ihrer Existenz Wilhelmsberg: Restaurant ,, Wilhelmsberg"( Trinkau 3). wir die Rücksicht, welche alle Kollegen den aus der Werkstatt schwer bedroht sind. Der Besuch von Adlershof wird den Berliner Schölzel's Seeschlößchen( früher" Zum Fürsten Wolfgang") gegangenen entgegenzubringen schuldig sind. Parteigenossen daher auf das Wärmste empfohlen. Der Vorstand Wir lassen nunmehr die Lokale aus der Umgegend von an der Landsberger Chauffee. Voigt. Ferner zu empfehlen: Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. an der Landsberger Chaussee. Voigt. Ferner zu empfehlen: gegangenen entgegenzubringen schuldig sind. Berlin folgen: Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Adlershof: Wiedemann und Manofsky. Albrecht. Keller. Bu empfehlen: Miserra( Restaurant). Kuhle ( Restaurant). Brit: Gebr. Walter's Rosen Seeterrasse, Chausseestraße 69/70. Rudolf's Restaurant( Ww. Müller), Chauffeestraße 89. Chymert's Restaurant( 3um alten Gasthof), Chauffeestr. 18. Adam's Restaurant( Buschkrug). Güldner's Restaurant, Rudower Chaussee 66. Bären Charlottenburg: Bismarckhöhe, Wilmersdorferstraße, Ecke Bismarckstraße. Gambrinus Brauerei, Wallstraße. Brauerei, Spreeftr. 3. Brauerei Spandauer Berg. Grischow's Salon, Rosinenstr. 3. Friedenau: Kurhaus Restaurant. Frenkel, Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Grünan: Rob. Schmidt, Köpenickerstr. 108( Grünauer Volksgarten). Don haus. Tauchert, Müggelsheimerstraße. Enger's Restau Kreis Ober- Varnim. Buckow bei Müncheberg: Gasthaus„ Bur Märkischen Schweiz". " Biesenthal: Restaurant Wernigt. Eberswalde: Restaurant zur Mühle". Freienwalde: Gasthof Zum goldenen Anker". Strausberg: Restaurant& r. Krüger. Wir ersuchen die Mitglieder der verschiedenen Lokalfom missionen, falls in dieser Liste Neuerungen und Veränderungen gewünscht werden, dieselben den Unterzeichneten sofort mittheilen zu wollen. J. A.: Der Lokalkommission. Werner. Loc. Babel Gerichts- Beitung. des Fach vereins der Tischler. Versammlungen. Diskussion über den Programm- Entwurf. Bekanntlich war in der Feenpalast- Versammlung vom 16, d. M., in welcher Bebel über den Programm- Entwurf referirte, die Diskussion auf eine neu einzuberufende Versammlung vertagt worden. Diese Versammlung tagte am 22. d. M. abermals im Feenpalast und war von 3-4000 Personen besucht. Die Verhandlungen wurden vom Genossen Mehner geleitet und die Einleitung in die Diskussion hatte Genosse J. Auer überEin Antrag, die Redezeit für alle Redner, auch für Auer, auf 10 Minuten zu beschränken, wurde abgelehut. Als erster Redner hat das Wort nommen. In einer am 30. Juni d. I. stattgefundenen öffentlichen Bolteversammlung zu Charlottenburg wurde beschlossen, das Bier der Kaiserbrauerei in Charlotttenburg nicht mehr zu trinken, da J. Auer: Ich werde für meine Ausführungen nur kurze Johannisthal: Senftleben's Restaurant. diefelbe ihren Saal nicht mehr zu Bersammlungen hergiebt. Die Zeit in Anspruch nehmen, auch habe ich zu erklären, daß ich mich Köpenick: Kein Gaal. Zu empfehlen auf dem Wege Versammlung sprach den Wunsch aus, daß die Berliner Genossen zu der Aufgabe, heute die Diskussion einzuleiten, nicht gebrängt habe und daß mein Name ohne mein Borwissen auf die hier nach Grünau oder Glienicke folgende Lokale: sie in diesem Stampfe unterstützen möchten. Jante, Berlinerstr. Gabriel, Schmidt, Babel, Tagesordnung gesetzt worden ist. An der Herstellung des EntGrünauerstraße. Lebrecht, Glienickerstraße. Auf dem wurfs war ich mit betheiligt, und so, wie er veröffentlicht ist, Wege nach Müggelschloß oder Müggelsberge: Martan, hat er meinen Beifall gefunden; ich habe auch der ausge Grünauerstr. Schulz, Amtsstraßen- Ecke, gegenüber dem Schulzeichneten Begründung Bebels in voriger Woche nichts mehr hinzuzufügen. Ich bitte Sie, bei allen Erörterungen über das rant Waldhaus", an der Straße nach Friedrichshagen, der halbe Der Schankwirth Rothe hatte am Abende des 3. Mai Programm sich stets vor Augen zu halten, daß die Gegner Alles Weg, und 3iboIsty, Müggelschloß. An der Chaussee, halb sein in der Kreuzbergstraße 12 belegenes Lokal geschlossen und benutzen, womit sie uns schaden können. Ueber die letzten Bebelwegs nach Friedrichshagen: Tabbert's" Hirschgarten". Am sich nach seiner im Quergebäude zu ebener Erde belegenen schen Reden wußte die Provinzialpresse nur zu berichten, daß er Staulsdorfer Weg über der Bahn: Hoffmann's Restaurant, Wohnung begeben. Er wollte gerade sein Lager aufsuchen und nichts Beachtenswerthes oder Neues vorgebracht habe, MeinungsPferdebuchte. Innerhalb der Stadt: Stub. Schloßstraße. hatte sein Licht schon ausgelöscht, als er im gegenüberliegenden verschiedenheiten und Gegenfäße, die in unseren VersammTroppens, Rosenstraße. Brig, Alter Markt. Quergebäude ein gewaltiges Gepolter hörte, als sei Jemand die lungen zu Zage treten, werden dagegen in ellenlangen Berichten Marieudorf: Kein Lokal. Treppe hinabgefallen. Rothe blickte gespannt hinüber. Bald im Lande depeschirt. Man kann sich beswegen nicht darüber Groß Lichterfelde: Weichert's Salon. Ferner zu öffnete ein Mann die Thür der Wohnung, die dem Zuschauer wundern, wenn in auswärtigen Parteiversammlungen nicht rückempfehlen: A. Hamm, Restaur. A. Abraham, Restaur. gegenüber zu ebener Erde lag. Rothe erkannte in dem Manne, fichtsvoll über die Berliner Genossen gesprochen wird; denn die Mittenwalde: Benedet's Salon. Der eine brennende Lampe in der Hand hielt, den Steindrucker- Genossen draußen stehen zum Theil unter dem Einfluß gehilfen Allegander Jonas. Dieser, der augenscheinlich ebenfalls dieser tendenziösen Berichte. Ich lege der sogenannten durch das Gepolter gestört worden war, setzte die Lampe nieder Opposition lange nicht die Bedeutung bei, wie es vielfach ge und Rothe sah, daß er sich bemühte, einen am Boden liegenden Ischieht. Ich alaube, daß die betreffenden Genossen den besten " Nowawes: Kein Lokal. Bu empfehlen: H. Bathe, Friedrichstr. 1. Reinickel, Wallstraße. Gärtner, Wallfiraße, und " W " Der Willen haben, das Partei Jntereffe zu fördern, und daß, wenn| Ansicht fest, daß durch die unermüdliche Aufklärung immer mehr eigentlich hier, um den Entwurf des Vorstandes zu besprechen. Sämint gelegentlich Dinge gesagt werden, die besser ungesagt blieben, Proletarier von dem Gegensatz zwischen sich und der herrschenden liche Punkte des zweiten Theils des Programms find dem Boden des dies vielfach im Uebereifer und der Leidenschaft geschieht, ohne Klaffe überzeugt und dadurch Sozialdemokraten werden. Die Parlamentarismus entsprungen; auch nicht ein einziger Punk daß die volle Tragweite, die solche Aeußerungen haben, erwogen Partei vergrößert sich denn auch von Jahr zu Jahr, und über fann durch die Arbeiter selbst zum Austrag gebracht werden. wird. So ist z. B. in dieser Woche ein An die sozialdemo- furz oder lang werden wir nicht nur im Parlament, sondern Ich meine, es handelt sich mehr um einen Programm- Entwurf fratischen Parteigenossen Berlins" gerichtetes" Flugblatt verbreitet auch im Volke die Majorität besitzen. Wenn wir soweit sind, für die Thätigkeit der Fraktion, als für die Richtung der ganzen worden, aus dem die gesammte gegnerische Presse bereits gegen dann sind wir an der Grenze des neuen Staates, und die Re- Partei. Mir opponiren deswegen gegen diefe ganze Schutzgesetzdie Partei Kapital geschlagen hat. Es ist darin u. A. die Rede gierung könnte uns selbst durch ihre Kanonen nicht bezwingen, gebung, weil wir wissen, daß die Geseze doch nicht respektirt wervon den jämmerlichen Gesetzentwürfen und kläglichen Reichstags- benn dann ist sie nicht mehr fähig zu regieren. Uns persönlich den, sobald sie irgendwie gegen die Interessen der Unternehmer Reden" unserer Fraktionsmitglieder, welche Aeußerungen jeden- würde es richtiger erscheinen, wenn der erste, theoretische Theil verstoßen. Es handelt sich dabei nur um Machtfragen, und so falls das zulässige Maß freier Kritik und Meinungsäußerung des Programms an zweiter Stelle stünde. Bei der Forderung lange die Arbeiter dem Unternehmerthum keine wirkliche Macht weit überschreitet. Bei solchen Stimmen im eigenen Lager eines höchstens 8 Stunden betragenden Normal- Arbeitstages, entgegenstellen können, find alle Schutzgesetze vergebens. Die fönnen wir uns nicht wundern, wenn die Gegner einen offen- würde ich das Wort„ Maximal Arbeitstag" richtiger finden, Unternehmer bezahlen lieber die gefeßliche Strafe, wenn sie einbaren Zwist in der Partei zu erblicken wähnen. Und doch womit gesagt wäre, daß die achtstündige Arbeitszeit noch nicht mal erfaßt werden, lassen sich aber die widergesetzliche Auswollen sich auch die Verfasser jenes Flugblattes nicht von der unsere letzte Forderung ist. beutung der durch Gesetze geschütten Arbeiter nicht nehmen. Partei trennen und sie schreiben, wir bleiben, was wir bisher Genosse Dr. B. Friedländer: Die Anforderungen, die Man sagt nun, durch die Thätigkeit der Abgeordneten im Reichsgewesen, und werden auch in Zukunft dasselbe sein: überzeugte ich an das Programm stelle, sind folgende: 1. Muß es in wiffeu- tag wird im Volte die Aufklärung verbreitet. Dann müßte man Sozialisten und wirkliche Demokraten". Wenn alle, die sich nicht schaftlich- nationalökonomischer Hinsicht einwandsfrei sein; 2. muß aber zum mindesten mit ganz anderen Vorschlägen kommen. zu den Anschauungen dieses Programms bekennen, keine Demo- es möglichst klar und bestimmt sein; 3. muß das bloße Programm( Rufe: Machen Sie doch welche!) Namentlich in Bezug auf fraten mehr wären, dann stünde es schlimm um die Partei bereits agitatorisch wirken und 4. muß es über den revolutionären die Arbeiterschutzfrage plazen die Anfichten der Partei( Bravo!) und es würde dann in der Partei nur sehr wenig Charakter der Partei keinen Zweifel übrig laffen. In wiffen- genoffen aufeinander, und die Genossen find mit Demokraten geben, denn ich glaube, daß man die Anhänger schaftlicher Hinsicht ist der Entwurf dem alten Programm über- der Thätigkeit der Fraktion betreffend die Arbeiterdieses Flugblattes in wenig Droschten wird spazieren fahren legen; ich halte aber auch beim Entwurf noch einige Verbesse schutzgesetze nicht einverstanden. Im Jahre 1878, als das Sokönnen.( Bravo!) Ich möchte die Herren dieses Flugblattes rungen für nöthig. Im vierten Absatz heißt es z. B., daß die zialistengefeß zur Berathung stand, erklärte Liebknecht im Namen ( Namen sind mir leider nicht bekannt, da das Flugblatt von im Wesen der kapitalistischen Produktionsweise begründete Plan- der Fraktion, daß sie es unter ihrer Würde hielte, über einen einem gänzlich unbekannten Herrn Ernst Müller gezeichnet ist) losigkeit zu immer länger andauernden Krisen und Arbeits- solchen schmachvollen Gesetzentwurf überhaupt zu diskutiren; und ersuchen, doch einmal alle ihre Gedanken über die stockungen erzeugt. Ueber die Ursachen der Krisen wird aber genau so hätte man es beim sogenannten Arbeiterschutz- Gesetz Partei und ihre Wünsche in Bezug auf die Taktik noch geftritten, und ich glaube nicht, daß die Planlosigkeit der machen sollen, wo der Gesetzgeber beabsichtigte, die Arbeiter unter die Parteileitung flipp und flar niederzuschreiben, Produktion die Grundursache der Krisen ist. Gewöhnlich spielt schwere Strafe zu stellen, die für die Interessen ihrer Mitarbeiter und zwar nicht anonym, sondern auch mit Namen und der Ausdruck Ueberproduktion" dabei eine große Rolle eintraten. Der Gesezentwurf war ein Schlag ins Gesicht der Person dafür einzustehen( denn wer solche Anschuldi- und darunter versteht man, daß zu viel Waaren vor Arbeiterpartei, ebenso wie f. 3. das Sozialistengesetz. Durch gungen erhebt, der muß fie auch vertreten können). Sie handen sind. Das ist aber nicht wahr; im Gegentheil die Thätigkeit der Fraktion haben nur ganz wenig Punkte eine sollen aber nicht mit den allgemeinen Redensarten des Flug- giebt es noch sehr viel Menschen, die ihre Bedürfnisse nicht be- fleine Erleichterung gesunden. Wir müssen auch dagegen problattes kommen, das nur aus Verdächtigungen und Schluß- friedigen können. Oder können die zuviel produzirten Waaren testiren, daß der Achtstundentag erst von 1898 ab, anstatt, den folgerungen aus nicht zutreffenden Voraussetzungen besteht; beswegen nicht abgesetzt werden, weil Niemand ihrer bedarf? Pariser Beschlüssen getreu, sofort verlangt worden ist. fondern wir möchten einmal flar sehen, was die perren denn Hunderttausende sind der vorhandenen Waaren bedürftig, fönnen größte Gegner des 1875er Vereinigungs- Programms war Karl eigentlich wollen. Das Flugblatt behauptet, die Partei hätte sie aber nicht kaufen, weil sie nicht den vollen Werth ihrer Arbeit Mary, und im heutigen Programm dominiren dessen Anschauungen. nicht mehr jene Jugendfrische, wie in früheren Jahren. Ich muß genießen, sondern Hungerlöhne beziehen oder arbeitslos find. Sie sollten daraus die Lehre ziehen, daß man die Anschauungen das als alter Parteigenosse bestreiten, und sie finden heute noch und warum sind die Löhne so niedrig? Weil der auf der Aus- des Gegners nicht so ohne Weiteres verwerfen soll, und in einem in der Partei Begeisterung und Idealismus, wie ehedem. Das beutung fremder Arbeit beruhende arbeitslose Erwerb späteren Programm werden vielleicht unsere Ansichten niedergelegt. Flugblatt sagt, daß die sozialdemokratische Bewegung von An-( Grundrente, Bins, Unternehmergewinn) dem Arbeiter nur das Die im zweiten Theil des Entwurfs aufgestellten Forderungen fang an eine durch und durch revolutionäre und proletarische" Allernothwendigste übrig läßt. Die Maffen, auf solche Weise gewähren der Arbeiterklasse keinen genügenden Schuß und keine gewesen sei. Gewiß. Indeß finde ich, daß der revolutionäre ausgebeutet, sind aber nicht im Stande, ihre Bedürfnisse zu Mittel. um sich von der Herrschaft des Kapitals, die auf ihr Charakter der Partei seit der Zeit, da es bei Festen des Allgemeinen decken, und daher die Stockung im Massenabsah, die erste Er lastet, zu befreien. Es muß ein praktischerer und sicherer zum Deutschen Arbeitervereins vorkam, daß die Fenster mit dem scheinung der sogenannten Krise. Die Fabrikanten können ihre Biele führender Weg gefunden werden, als man ihn uns im Bildnis Kaiser Wilhelm I. geschmückt waren, bedeutend ge- Waaren nicht los werden, sie werden banterott. Gin Bankerott Programm- Entwurf zeigt. Die Arbeiter in Spanien haben sich wonnen hat. Das Flugblatt macht der Parteileitung den Vor- zieht den anderen nach sich. Die Fabrikanten schränken den zusammengeschlossen und haben durch fortwährende Sammlungen wurf, daß sie den Versuch gemacht habe, diese von Natur rein Betrieb ein, reduziren die Löhne und entlassen einen einen Fonds gegründet, der es ihnen ermöglichen soll, einmal proletarische Bewegung, mit Rücksicht auf das mittlere und Klein Theil der Arbeiter. Also niedrige Löhne und Arbeits- durch einen großen und allgemeinen Streit etwas zu erreichen. bürgerthum, weniger revolutionär erscheinen zu lassen". Wenn losigkeit für die Arbeiterklasse, Bankerotte für das Unter- Man sagt bei uns, das sind anarchistische Unternehmungen; die Partei wirklich verspießbürgerlicht wäre: dann könnte in nehmerthum. Der Ausdruck Planlosigkeit" läßt darauf wenn wir aber allen solchen Selbsthilfsplänen abschwören, dann Deutschland feine antisemitische Partei existiren und die Anhänger schließen, daß fünftig planvoll produzirt werden soll. Dies wäre sehe ich keinen Weg, wie wir uns aus dem Elend heraus arbeiten dieser Partei, der Mittelstand, würden sich zu uns zählen; aber aber erst auf Grundlage einer zutreffenden Konsumstatistit des fönnen. Der Arbeiter fann sich nur selbst befreien; die herrschende gerade von den Spießbürgern werden wir am bitterften gehaßt. Güterverbrauchs in der neuen sozialistischen Gesellschaft möglich, Klaffe hilft ihm nicht. Wir müssen selbst Hand anlegen, um das Wenn das Flugblatt von kläglichen Reichstags- Reden" spricht, hätte dann aber auch noch seine Schwierigkeiten. Ich will au- System zu stürzen, und ein solches Mittel erblicke ich in einem so ist nur zu bedauern, daß gewisse Genossen, die sich redlich geben, daß die jetzige Planlosigkeit bei den Krisen eine mit großen Generalstreit. Wie das Programm heute aussieht, weiß gequält haben, auch ein Mandat zu erlangen, nicht in den wirkende Rolle spielt, bestreite aber ebenso entschieden, daß sie ich nicht, wie wir einmal weiter kommen wollen. Es iſt nöthig, Reichstag gekommen sind; wir würden dann ja gesehen haben, die Hauptsache sei. Die Hauptursache ist der arbeitslose die ökonomischen Machtfragen mehr in den Vordergrund zu stellen mit welcher Vehemenz diese ihre Reden gehalten hätten. Erwerb, der die Massen aussaugt und sie in einer dauernden und sich weniger um den Parlamentarismus zu kümmern. Ich behaupte nicht, daß alle fünfunddreißig Abgeordnete Konsumunfähigkeit erhält, durch welche Konsumunfähigkeit die( Beifall. Wegen des anhaltenden Standals während der Ausglänzende Redner feien; es giebt deren aber, und ich Absatzstockungen, die Bankrotte und die Krisen erfolgen. Der führungen des Redners war es nicht möglich, den Gedankengang glaube nicht, daß irgend Einer der Opposition im Stande arbeitslose Erwerb, nicht die Planlosigkeit ist also die Grund- desselben gleichmäßig genau wiederzugeben!) ist, bessere Reden zu halten, als es Bebel z. B. vor acht Tagen ursache der Krisen. Ich schlage daher vor, Absatz 4, 5 und 6 gethan hat. Man verlangt, die Abgeordneten sollen ihre Thätig folgendermaßen abzuändern: feit im Parlament darauf beschränken, gegen die Klassenherrschaft zu protestiren. Man würde damit im Reichstag aber wenig Glück haben. Das erste Mal würde der Protest am Schluß der Rede bei den Gegnern Effekt machen und Entrüstung hervorrufen, das zweite Mal würde der im Allgemeinen sehr abgebrühte Reichstag der Sache schon fühler gegenüberstehen und das dritte Mal man glauben, mit dem Bruder Mierecke zu thun zu haben. - Wenn man bei der Wahlbewegung für den Reichstag agitirt, dann müssen sich die gewählten Vertreter auch an den praktischen Arbeiten desselben betheiligen. Will man aber keine Mitarbeit der Abgeordneten, dann muß man sich auf den negirenden Standpunkt stellen und überhaupt nicht wählen. Diesem Zustand, der von Tag zu Tag unerträglicher Der einfache Protesistandpunkt führt zu einer lächerwird und sowohl der Gerechtigkeit, als auch der gesunden lichen Rolle. Wenn Giner protestiren kann, dann ist es unser Vernunft Hohn spricht, durch Beseitigung seiner Ürsachen alter Liebknecht; aber auch der ist in der Praxis zu einem ande- ein Ende zu machen und die Befreiung der Arbeiterklasse ren Standpunkt gekommen, als er 1869 einnahm. Der Radi- zu erringen, ist das Ziel und die Aufgabe der revolutionären Gen. Fischer: Wir alle stehen unter dem gleichen Einfalfte der Radikalen, Johann Most, hat im Reichstag über die Sozialdemokratie." drucke, daß von wirklichen Einwänden gegen das Programm nicht Nothwendigkeit öffentlicher Bade- Anstalten und ein andermal " Die sozialdemokratische Partei Deutschlands erstrebt die Rede sein kann. Auch heute ist man über gewöhnliche darüber gesprochen, daß die Goldbarren auf ihren Werth ge daher mit allen dem Rechtsbewußtsein des Volks ent- Phrasen und Redensarten nicht hinausgegangen, welche Punkte prüft und mit einem Stempel versehen werden. Das ist doch fprechenden Mitteln die Abschaffung des arbeitslosen Er- des Programms aber einer Ausarbeitung bedürfen, welche ergewiß eine Antheilnahme an den parlamentarischen Verhand werbs, d. h. des Zinses, der Grundrente und des Untergänzt werden dürfen, welche Auffassung irrig sei: von solchen lungen, zu der man aber auch, wenn man einmal auf dem Boden nehmerprofits, durch Umwandlung der Arbeitsmittel( Grund prinzipiellen Erörterungen haben wir sehr wenig gehört. des Parlaments steht, mit Nothwendigkeit gelangen muß. Auf und Boden, Bergwerfe, Gruben, Maschinen und Werkzeuge, Bombin präzisirt die Aufgabe der Sozialdemokratie dahin, auf dem Halleschen Kongreß wurde Vollmar als der Führer der Berkehrsmittel) in Gemein- Eigenthum der Gesellschaft und den politischen Kampf zu verzichten und das Schwergewicht der Opposition betrachtet, und heute erklärt ihn die Opposition für Umwandlung der privattapitalistischen Produktion in sozia- Bewegung auf den gewerkschaftlichen Boden zu bringen. Beunfähig, ein Ehrenamt der Partei zu bekleiden. Gestern listische Produktion." trachten wir die Voraussetzungen zu dieser Forderung. Das, was Hosianna!" und heute Kreuziget ihn!" Wenn man auch den Gen. G. Voigt( Der Genosse spricht undeutlich und unter er über die Arbeiterschutz- Geseze und die Stellung der SozialStandpunkt Bollmar's nicht theilen kann, so hat er doch eine großer Unruhe der Versammlung, deswegen schwer verständlich): demokratie gegenüber dieser Gesetzgebung gesagt hat, das war ganze Reihe von Fragen auf die Tagesordnung gebracht, die es Die Rede Bebels vom Donnerstag hat auf mich den Eindruck nichts Neues und schon seit 20 Jahren bekannt. Niemand hat verdienen, ausführlicher besprochen zu werden, als es bis gemacht, als ob ich in der Akademie der Wissenschaften, aber es geleugnet, daß die Frage unserer Stellung gegenüber der her in unferer Preffe der Fall gewesen ist. Man nicht in einer Voltsversammlung fäße. Durch zu große Wissen Bourgeoisie eine Machtfrage sei, daß die Gesetze zu Gunsten der beklagt sich, daß der Partei die freie Meinungs- fchaftlichkeit des Programms wird die Agitation erschwert. Das herrschenden Klassen gemacht werden. Aber darin besteht ja ge= äußerung beschnitten fei. Nun, wenn das wahr Programm ist dazu da, um neue Anhänger für unsere Sache zu rade unser Kampf, die Macht und die Gesetzgebung in unsere wäre, dann würde die Partei heute nicht das sein, was sie ist. gewinnen; mit diesem Programm und dieser Rede kann ich aber Hände zu bringen. Daß das Arbeiterschuh Gesetz nicht die Es ist aber bemerkenswerth, daß dieselben Genossen, die sich in bei Indifferenten nicht agitiren, dabei schlafen mir die Leute Lösung der sozialen Frage bildet, ist Ilar. Erleichterungen fann dieser Weise beschwert fühlen, einen anderen Genossen, der einmal ein. Ich bin der Meinung, daß auch die Pflichten unserer es den Arbeitern jedenfalls schaffen und das Verdienst der eine ihnen entgegengesetzte Meinungsäußerung wagt, ohne ihn Parteibeamten( Vorstands, Fraktionsmitglieder, Stadtverordnete Fraktion besteht darin, die Proletarier Forderungen nach Möggehört zu haben, ohne Vertheidigung aus der Partei ausstoßen u. s. w.), die sie gegen die Partei haben, festgelegt werden müssen, lichkeit vertreten und einige auch durchgefochten zu haben. Da wollen. Jemand aus der Partei auszuschließen ist nicht das und ich beantrage daher: Wert von Einzelnen, sondern der Rongreß und die gauze Partei hat dabei mitzusprechen; eine beliebige Schuhmacherversammlung hat dazu kein Recht. Es wird beantragt, vorerst nur Leute, die an dem Entwurf etwas auszusehen haben, sprechen zu lassen, um die Opposition des Vorwandes zu berauben, man hätte sie nicht zum Wort tommen laffen. Dagegen wird geltend gemacht, daß dann jeder Genosse, der Dies oder Jenes im Programm geändert zu sehen wünscht, zur Opposition gerechnet werden würde, und der Antrag abgelehnt. " " Der auf Ausbeutung fremder Arbeit beruhende arbeitslose Erwerb, d. h. der Zins, die Grundrente und der Unternehmerprofit, läßt der Arbeiterklasse nur das zum Leben Nothwendigste und das kaum. Daraus entsteht für die Produzenten die Unmöglichkeit, ihre Waaren zu verkaufen, die Nöthigung zur Einschränkung der Produktion, zu noch weiterer Lohnreduktion und Entlassung von Arbeitskräften. beitskräften. So ist der arbeitslose Erwerb die Grundursache der sogenannten wirthschaftlichen Krisen, die durch besondere, zufällige Umstände von Zeit zu Zeit noch verschärft werden. Der Sat Religion ist Privatsache" ist zu streichen und dafür zu stellen Genosse Fedor: Es wird immer so hingestellt, als ob die Opposition blos in den Köpfen einzelner böser Geister herumfpuke. Jedes Ding muß aber seine Ursache und seinen Grund haben, und auch die Opposition ist ein Produkt der Verhältnisse unserer Partei. Wer Opposition macht, der muß auch Gründe dazu haben. Es ist verlangt worden, wir sollten doch einmal flipp und klar unsere Forderungen formuliren und unseren Gedanken schriftlichen Ausdruck geben, damit die Herren sehen, was wir eigentlich wollen. Erstens haben wir das als Sozialdemokraten gar nicht nöthig: es genügt uns vollständig, wenn wir die Prinzipien der Partei oder die offiziellen Schriftfäße fritisiren und daran unseren oppositionellen Standpunkt flarlegen fönnen. Zweitens aber werden wir uns schön hüten, den Herren diesen Gefallen zu thun. Wann wir so dumm wären, dann würde man uns einfach sagen: So, nun habt Ihr ja ein Programm, nun fönnt Ihr Euch ja eine eigene Partei gründen." Darauf fallen wir also nicht hinein, schließlich unfere Hauptforderungen doch nicht angenommen wurden, so stimmte die Sozialdemokratie eben gegen das Gesetz. Was hätte denn Bombin anders thun können? Die Kon Von den Beamten der Partei wird verlangt, daß sequenzen der Argumente Bombin's führen dazu, überhaupt auf sie mit jedem Dogmenglauben, mit jeder Konfession den politischen Kampf zu verzichten. Das heißt aber eine Vergebrochen haben und daß sie auf dem Standpunkt der zichtleistung auf die Sozialdemokratie selbst. Wir führen seit fortschreitenden Vernunft und Wissenschaft stehen. Bon 20 Jahren mit Erfolg den parlamentarischen Kampf; der Parjedem Parteigenossen wird es gewünscht". lamentarismus hat dazu gedient, die Partei in immer weitere Wenn es wahr ist, daß sich die allgemeine Kultur mit dem Kreise zu tragen, uns neue Anhänger zu verschaffen und uns allmäligen Verschwinden der Religionen hebt, dann müssen unsere groß zu machen; da müßten wir wahnsinnig sein, wenn wir jetzt Abgeordneten 2c. der Masse auch in diesem Punkte mit gutem ohne Grund die Waffen aus der Hand niederlegen würden. Gen. Peus: Ich bin mit dem Entwurf durchaus zufrieden. Beispiel vorangehen. Ferner möchte ich, daß jeder Abgeordnete Niemand wäre ja natürlich froher als die Bourgeoisie, wenn wir Besonders richtig finde ich es, daß gleich zu Anfang die Trennung immer vor Beginn der Session die Meinung seiner Wähler zu den Nath Bombin's befolgen und den Schwerpunkt auf die der Arbeiter von den Arbeitsmitteln als Grund der Spaltung hören und dann danach zu stimmen hat. ökonomische Seite, die Gewerkschaftsbewegung, verlegen wollten. der Gesellschaft in zwei Klaffen angegeben ist. Wer das begriffen Genosse Täter ow: Ich muß beiden Theilen des Entwurfs Man würde dann den Arbeitern, die im Vordergrunde der Bebat, der ist schon Sozialdemokrat. Im Anfange des sechsten Ab- zustimmen: sie enthalten beide Verbesserungen, was aber nicht wegung kämpften, den Elite- Arbeitern, gern etwas günstigere Lebensschnittes möchte ich lieber sagen: Ueberführung der Ar- ausschließt, daß noch weitere Verbesserungen möglich find. Der bedingungen einräumen, um sich dagegen die Klassenprivilegien beitsmittel" statt Umwandlung". Der Schluß desselben Vorschlag Dr. Friedländers ist, ohne daß man ihn gedruckt vor zu sichern und das ganze Groß der Arbeiterschaft um so gründAbsages wendet sich direkt gegen die Opposition, indem es dort sich hat, schwer diskutirbar; ich glaube aber, das Programm licher ausbeuten zu fönnen. In England haben sich die Verheißt, daß die fapitalistische Gesellschaft selbst die materiellen und würde durch seine Annahme verdunkelt werden. Genosse Voigt hältnisse thatsächlich so gestaltet, aber auch durch die englische geistigen Bedingungen für die Umwandlung in die sozialistische meint, daß Bebels Rebe zu hoch gehalten gewesen ist, ich bin Arbeiterwelt geht gegenwärtig der Ruf nach politischer Freiheit. Produktionsform geschaffen hat und weiter schafft. Es wird so aber der Meinung, daß sie für Parteigenossen, für die sie auch Ginen schlimmeren Rath, als jetzt nach 20 jähriger Thätigkeit den viel über die Zaftit der Partei geftritten und man meint, wenn berechnet war, sehr verständlich gewesen ist. Was die Taftit be parlamentarischen Kampf aufzugeben, könnten uns unsere ärgsten es nicht so oder so gemacht werde, dann würde die Partei in trifft, so brauchen wir so große Grörterungen gar nicht zu Feinde nicht geben; es wäre Berrath an Vergangenheit und 10 Jahren nicht mehr existiren können. Dieser Anschauung tritt pflegen. Die älteren Genossen, die immer mitgearbeitet haben, Bukunft. Wenn Bombin behauptet, im ganzen Programmeben der sitirte Programmpunkt entgegen, indem er uns belehrt, wissen, wie sie zu dieser Frage stehen. Wir wissen, daß wir die entwurf sei kein Punkt, der die Hinwegräumung des Glends aus daß die kapitalistische Produktionsform felber, die Entwickelung Maffe mur mit praktischen Arbeiter- Forderungen an uns feffeln der Welt ermöglichte, so bin ich wirklich im Zweifel, ob Bombin der Technik, des Maschinenwesens uns vorwärts treibe. Die tönnen. Wer sich aber gar nicht mit unserer Taktik ins Ginver- das Programm überhaupt gelesen hat. Wenn die Ueberführung Eisenbahn ist der Revolutionär, ein ganz anderer, als nehmen seßen Tann, nun, der mag sich ein neues Programm der Arbeitsmittel in Gemeineigenthum und die Umwandlung der Wilhelm Werner! Die Verhältnisse bringen uns vorwärts, machen, und dann sind die Herren so gut unsere Gegner, wie es fapitalistischen in die sozialistische Produktionsform, wie wir es nicht die Personen!- In dem erwähnten Flugblatt heißt die anderen Gegner auch sind. verlangen, das Elend nicht aus der Welt schafft: dann wollen Ein Antrag, nur diejenigen Punkte zu diskutireu, mit denen wir lieber freiwillig auf die Einführung unserer Grundsätze ver. so lange es eine besitzende Klaffe giebt, auch die nöthige Anzahl Knechte geben man nicht einverstanden ist, wird abgelehnt. zichten. Bombin hat freilich noch ein anderes Mittel in petto, welche auf Kommando bereit sind, für ihre Henker ihr Gen. Sattler Bombin: Ich glaube, daß wir hier die nämlich eine besondere Art der Selbsthilfe. Schon der alte Streitigkeiten zwischen der Opposition und der offiziellen Partei- Schulze Delitzsch empfahl das Sparen und Sammeln der haupt nicht, wie wir uns helfen wollen. Ich halte aber an der vertretung nicht zum Ausdruck bringen können und meine, wir sind Arbeitergroschen zum Zweck der Selbsthilfe und Herr Bombiv es: " wird es " M Vermischtes. Nordhausen, 23. Juli. Großes Aufsehen erreht hier die gestern erfolgte Verhaftung des königlichen Rentmeisters, Premier Lieutenant a. D. Nüsken, wegen Rassendefekts. Regierungsrath Schack aus Erfurt erschien vor einigen Tagen mit zwei Revisoren plötzlich gegen Mitternacht im Dienstlokale der Kreiskasse, und nach mehrstündiger Arbeit wurde ein Defizit von rund 8600 Mart. festgestellt. Der Rentmeister gab zu, den Betrag veruntreut zu haben. Man hältnissen und gutem Einkommen das Geld gekommen sein mag. fragt sich allgemein mit Recht, wohin bei seinen geordneten Ver( Berliner Tageblatt.) will baffelbe Rezept, nur mit etivas revolutionärerem Anstrich, 1 Nr. 29) und Vulkan"( E. s. r. 89). Sonnabend, ben 25. Jult, Abends durchführen. Er meint, wenn die Arbeiterschaft aller Länder Uhr, Lichterfelderfir. 8 bei Winter: Bersammlung. Tagesordnung: Kaffenerst fleißig gespart und dann gemeinsam am 1. Mai gefeiert hätte, bericht und Berschiedenes. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, dann läge heute die Bourgeoisie schon in den letzten Zügen. Be- bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäfte haben Zutritt. ,, Süden", Abends denten sie, was unter heutigen Verhältniffen ein Generalstreit be- 8 Uhr bei Schwarzkopf, Stalizerſtr. 11. Gäste, Damen und Herren, deuten würde, wenn in allen Betrieben, allen Fabriken, allen Böhland, Bülowstr. 52. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. durch Mitglieder eingeführt, willkommen. We sten", Abends 8½ ühr bei Läden, allen Gewerben gefeiert wird! Das heißt einfach die ganze Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungsheutige Gesellschaft auf den Kopf stellen. Wenn wir aber so start stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'fcher find, um das vollführen zu können, dann wollen wir lieber gleich verein Nord", Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gefangverein, Vorwärts 1", Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Arbeiter Gesang reinen Tisch machen, wollen die Gesellschaft sozialisiren und da S.D. Adalbertstraße 21 bet Roll.- Gefangverein orbeerfranz", Wein auf eigene Roften weiter arbeiten, wo die alte Gesellschaft auf- Rüth.-" Karthaus'scher" Gesangverein, Frankfurterstr. 79 bei Strüger. straße 11 bei Feind. Rummer' scher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei gehört hat. Das ist dann die soziale Revolution. Wenn man Buchbinder Männerchor" Berlins, Alte Jakobstr. 75 bei Feuerstein. aber weiß, daß sich eine solche Revolution nicht von heute. auf Gefangverein, Maiglöckchen", Hochstraße 32a bet Wilfe. Gefang morgen machen" läßt: dann soll man die dummen Phrafen verein„ Gemüthlich feit"( Buger), Sendelſtraße Nr. 30.- Gesangverein laffen. Die soziale Revolution wird s. 3. kommen, und unsere Ropnickerstr. 127a bei Rüfter. Jugendfreuden", Bergstraße 68 bei Keller.- Gefangverein ris", Gesangverein„ Collegia", Reichenberger Gera, 21. Juli. Hier und im Vororte Leumnih tritt seit Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, daß sie wohl vorbereitete, geistig ftraße 16 bei Päzold. Wilhelm Seeger'sche Lieberta fel", einigen Tagen der Typhus in bedeutendem Umfange auf, so und körperlich gesunde Arbeiter antrifft, die den Muth haben, berg, Friedrich Karlstraße 34. Reichenbergerstr. 83 bet Trucks. Gefangverein" offnung", Friedrichs- daß sich der Vorstand des hiesigen Vereins für naturgemäße für die Befreiung ihrer Klasse in die Schranken zu treten. Und Rosinenstraße 3 bei Grischow. Gesangverein" yra 2", Charlottenburg, zu dieser Gesundung beizutragen, ist die Aufgabe der Arbeiterschutz- Straße 45, Gesellschaftshaus Oftend. Gesangverein Johanni", Rüdersdorfer Gesundheitspflege und arzneilose Heilkunde genöthigt gesehen Gesetzgebung, auf der wir unablässig bestehen werden. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Turngenossen hat, Verhaltungsmaßregeln öffentlich bekannt zu geben. ( Frankf. 3tg.") Der Antrag des Genossen Voigt, der die Beamten der Partei haft... Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a ,, Männerchor Waldesrauschen", Martgrafenstr. 87 bei Weigt. berpflichten will, aus ihren Religionsgemeinschaften auszu- Männer- Gesang- Berein" union" Abends 9 Uhr, in der Berliner BockBunzlan. Die Gießerei des Eisenhüttentreten, ist ein ganz unglaublicher. Auf der einen Seite die Brauerei. Musikdilettanten- Verein Glode" 9-11, Uebungsstunde. Neue wertes Lorenzdorf, Eigenthum des Grafen v. Solms, emphatische Forderung der freien Meinung und auf der anderen Wrangelstr. 84. Stimmbefähigte Genoffen werden gewünscht. Mitglieder werden aufgenommen. Gesangverein„ ibertee". Bei Ulrich, ist gänzlich niedergebrannt. Der durch das Feuer anber gröblichste Gewissenszwang derjenigen, die von der Partei zu Vergnügungsverein Glück auf", Abends 8 Uhr, Sigung bet Möwes, gerichtete Schaden ist bedeutend.( Frankf. 3tg.") Vertrauensstellungen berufen worden sind. Auf die sentimentalen Fichteftr. 29. Nach der Sitzung Tanz. Gäste willkommen. Bergnügungs Gefühle des Einzelnen haben wir kein Recht, eine Einwirkung Bülow." Gäste willkommen. verein Beilchen", Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bei Breslau, 22. Juli. Aus vielen Gegenden der Provinz Vergnügungsverein Euphrosyne". Sigung Schlesien liegen Berichte von Hochwasser und Ueberzu erlangen. Eine politische Partei hat sich um das Religions- mit Damen Abends 9 Uhr im Restaur. Wohllebe, Alexandrinenstr. 110. Nach der schwemmungen infolge des stattgehabten anhaltenden Regens Bekenntniß ihrer Mitglieder überhaupt nicht zu kümmern, Bist abends 9 Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienfir. 36. Sigung Tanz. Gäste willkommen. Geselliger Verein Immergrün du für die wirthschaftliche Befreiung des Volkes auf Grundlage Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im Neiffethal gleicht einem weiten See, fast alle Wallgräben der Verein ehem. und der zahlreich niedergegangenen Wolkenbrüche vor. Das ganze des sozialistischen Programms: dann bist du Sozialdemokrat. Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäste Stadt Neisse sind nur mittelst Kahns passirbar; der Neissefluß steht Mit dem Voigt'schen Vorgehen würden wir alle Vorurtheile gegenstraße 147a, bei Wichert. Gaste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. willkommen. Rauchklub Wetchfelblatt", Abends 9 Uhr, Staliger- 4 Meter über dem Normalstand und ist noch im Steigen, die uns wachrufen. Gehen Sie doch einmal nach Bayern und ver- Rauchklub Ohne 3wan g", Abends 8 Uhr, bei W. Spaeth, Weinstraße 28. städtische Wasserleitung ist schon seit gestern außer Betrieb. fuchen Sie es mit dem Programm! Ich muß aber auch wirklich Stattlub Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Karl ulrich, Mehrere Dörfer sind vollständig überschwemmt, die Bewohner sind fagen, daß mich der Herrgott im Herzen garnicht genirt und für Wrangelstr. 84. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. mich ist es von Wichtigkeit, den Proletarier die Gesetze seiner Freitag: Berein Grüne Zanne" 9 Uhr bei Teßner, Markusstr. 8. Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. geflüchtet. Bei Oswiecim hat der Solafluß viele an demselben belegene Straßen vollständig aufgerissen und eine Anzahl Wohnökonomischen Abhängigkeit erkennen zu lassen. Das andere Rauchklub, Rothe Quaste" bet Gimede, köpnickerstr. 130. Pfeifentlub tommt dann schon von selbst. Angra Pequena, Abends 10 Uhr, Gerichtsstr. 74: Vereinssigung. Gäste Das Wasser der Weichsel ist zwischen Oswiecim und Neu- Berun häuser unterspült, so daß dieselben geräumt werden mußten. kaum noch drei Fuß von der Eisenbahnbrücke entfernt. Bei Batschtau wurden durch einen Wolfenbruch große Flächen bebauter Felder total vernichtet. Auch aus Saarau, Jauer, Leobschütz, Glogau, Wartha, Frankenstein, Reichenbach, Ingramsdorf wird von erheblichen Hochwasserschäden berichtet. Peus hat von dem Unterschied zwischen Normal- Arbeitstag und Maximal Arbeitstag gesprochen. Das Wort Normal- Arbeitstag ist ein historischer Begriff geworden; es ist weitergehend als der andere Ausdruck, der sich nur auf die Länge der Arbeitszeit bezieht, während ein Verlangen nach dem Normal- Arbeitstag alle die Forderungen in Bezug auf Arbeitsschutz mit enthalten sind. Ich würde es deshalb bedauern, wenn der Ausdruck" Normal- Arbeitstag" aus dem Programm verschwände. willkommen. Sprechfaal. " Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzuIntereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifiziert zu werden. Neisse, 23. Juli. Das Wasser der Neisse steigt immer noch. Sagan, 23. Juli. Der Queis, die Tschirne und die Briesnig sind ausgetreten und haben die Umgegend überschwemmit. Wien, 23. Juli. Auf dem Artillerie- Ererzierplate nächst Felixdorf wurden gestern beim Laden eines Hohlgeschosses durch Explosion einer Patrone vier Artilleristen gräßlich verbrannt und die Gliedmaßen zerfetzt. Was die Friedländer'schen Vorschläge betrifft, so glaube ich, Auf den Sprechsaal- Artikel des Kollegen Hildebrandt betr. indem ich mir eine mehr eingehende Prüfung vorbehalte, daß des Nachtrags zur öffentlichen Drechslerversammlung, haben wir Dr. Friedländer auf einem falschen Standpunkt steht. Er hat zu erwidern, daß die dem Kollegen Hildebrandt zur Laft gelegte ja freilich Recht, wenn er an Stelle der Ueberproduktion die Summe nicht nur in den erwähnten 11,50 M. besteht, sondern Hirschberg, 23. Juli. Der Bober steht drei Meter hoch Unterkonsumtion sett. Das ist aber auch im Absatz 3 des Pro- sich noch aus anderen Raten zusammensetzt. Es wurde in der und steigt noch beständig. gramms flar ausgesprochen, wo es heißt:" Immer ungleicher Versammlung vom 13. d. M. noch vorgebracht, daß Hildebrandt Köln, 23. Juli. Eine in der Kölner jüdischen Gemeinde wird die Vertheilung des Arbeitsproduktes 2c., immer unsicherer als dotirter Verwalter des Arbeitsnachweises denselben Mitte zum Besten der russischen Juden veranstaltete Sammdie Lebenslage der Proletarier, immer massenhafter die Armee Januar verließ, aber bereits für Februar seine Entschädigung lung ergab 50 000, die in Frankfurt 500 000 m. der überschüssigen Arbeiter 2c." Auch die Ausdrücke arbeits-( 12 M.) erhoben hatte; ferner ist noch eine Annonze( vom Mai lofer Erwerb" und dem Rechtsbewußtsein des Voltes ent- 1890) zu bezahlen, an welche Koll. Hildebrandt wohl auch nicht gePardubit, 23. Juli. Die Elbe ist gestiegen und hat sprechend" scheinen mir nicht glücklich gewählt, auch liegt es nicht dacht hat, sowie die Summe von 3,50 M. für verkaufte Beitragsmarten die Niederungen überschwemmt. Infolge der Aufheiterung des in der Macht des Voltes, den Zins abschaffen zu können.( der Vereinigung). Schweigen will ich über die alten Fälle, welche Himmels ist jedoch ein baldiges Fallen des Wassers zu erWenn wir das können, dann können wir auch gleich die ganze auch in jener Versammlung zur Erörterung famen und ebenfalls warten. Zusammensetzung der Gesellschaft ändern. hier mit ins Gewicht fallen. Ferner wird dann noch in dem Es ist schon gesagt worden, daß man die Forderungen unseres Sprechfaal- Artikel angeführt, daß die übrigen Gelder von der Programms nicht wie von der Speisekarte herunter essen fann. Kommission der Drechsler als Darlehn bewilligt sind. Dem ist Es fann nicht gerade erst die erste, dann die zweite Forderung hinzuzufügen, daß die betreffende Kommission für eine Summe u. s. w. befriedigt werden, und wir müssen mit unseren Forde- von 50 M. für Kollegen Hildebrandt gutsagen wollte; da es rungen vorgehen, wie sich gerade die Gelegenheit bietet. Gewisse Rollege Hildebrandt nicht möglich war, dieselbe in der Zeit, bis Kopenhagen, 23. Juli. Die Pulvermühle in der Forderungen giebt es ferner noch, für die wir zwar auch eintreten zu welcher er das Geld brauchte, aufzutreiben, so lieh er sich vom Pulverfabrik Donse ist heute abermals in die Luft ge= müffen, die sich aber nicht zur Aufnahme ins Programm eignen, Kollegen Plagens 40 M., ging aber hierauf noch zum Kollegen flogen. Von den dabei zu Schaden gekommenen Arbeitern ist weil sie mit den Zeitläuften wechseln und sich verändern. Diese Koschel und erhob statt der noch fehlenden 10 m. 36 m., so einer schwer verletzt. Programmpunkte zu finden oder wieder fallen zu lassen ist Sache insgesammt eine Summe von 76 M., wovon bald darauf 16 M. London, 23. Juli. Wie aus Cherokee gemeldet wird, wurde der täglichen Agitation und der täglich wechselnden Verhältnisse. zurückgezahlt sind. Wenn ferner gesagt ist, daß Notiz sowie Re- gestern Iowa( Vereinigte Staaten) von einem furchtbaren Hierauf wird auf Antrag des Bildhauers Meyer beschlossen, folution aus persönlichen Gründen so gestellt worden seien, so unwetter heimgesucht, welches viele Orte gänzlich überdie Versammlung der vorgerückten Zeit wegen zu vertagen, die weifen wir diese Bezichtigung hiermit ganz energisch zurück, da sluthete und die Einwohner zwang, ihr Heil in der Flucht zu eingelaufenen Anträge im Vorwärts" zu veröffentlichen it nach Obigem wohl Niemand anders handeln konnte. Im Uebrigen fuchen. Eine große Anzahl Häuser und Brücken wurde gänzlich oben an Ort und Stelle geschehen. D. Red.) und die Diskussion weisen wir auf die nächste öffentliche Drechsler Versammlung zerstört, die Ernte vernichtet. darüber in einer später einzuberufenden Versammlung fortzusetzen. hin, welche sich mit dieser Angelegenheit noch einmal befassen und Diejenigen Genossen, die noch auf der Rednerliste stehen, sollen das Urtheil fällen wird. in der späteren Versammlung als erste Redner das Wort haben. Die Schriftführer der öffentl. Drechsler- Versammlung. F. Stein. Schluß 3/41 Uhr. = E. To st. = Die poluischen Sozialisten Berlins hielten am Sonntag eine Boltsversammlung ab, in welcher die Beschickung des inter- 23. d. M., die Person des Unterzeichneten betreffend, erkläre ich, Auf die Sprechsaal Notiz des Herrn Rautenberg vom nationalen Brüsseler Arbeiterkongresses definitiv beschlossen wurde. daß nach dieser Notiz Herr R. die Verhältnisse garnicht genau Als Delegirber wurde der von den Posener Genossen gewählte fennt, um darüber urtheilen zu können. In Wirklichkeit hat sich Boleslas Przytulsti gewählt. Die Posener Genossen das von R. Angeführte ganz anders abgespielt. Um jedoch den mußten ihre Wahl durch Unterschriftenfammeln vollziehen, da Raum des Blattes nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen, verzichte ihnen in Posen fein Saal zur Verfügung steht. Die Berliner ich auf die Darstellung mit dem Hinweis auf die nächste öffent Versammlung war von ca. 200 Genossen und Genossinnen be- liche Drechslerversammlung. Im Uebrigen werde ich auf keine fucht und zeitigte eine sehr lebhafte Debatte über folgenden An- auch noch so entstellte Notiz an dieser Stelle mehr antworten. trag, welcher dem Brüsseler Kongreß unterbreitet wird: Julius Hildebrandt, " Angesichts der immer mehr um sich greifenden Bollpolitik und der dadurch immer zügelloseren Getreidespekulation, stellen schließen: lichung des Getreidehandels. * Drechsler. Kairo, 23. Juli. Der Palast Abdin, die Residenz des Khedive, steht in Flammen. Kairo, 23. Juli. Die Feuersbrunst im Abdin- Palast ist gelöscht. Es gelang der Feuerwehr, den Hauptsaal, die Zimmer und die Silbergeräthe. Des thedive und den Harem zu retten, ebenso auch das Mobiliar Briefkaffen der Redaktion. A. B. Wenn Sie die Antwort vielleicht übersehen haben, müssen Sie Ihre Anfrage wiederholen. W. Schr- r. Uns ist von der Angelegenheit nichts be-, fannt. die organisirten Pofener Sozialisten im Einvernehmen mit Laut Bericht des„ Vorwärts"( Nr. 168) ist in der VersammStatbruder, Elisabethufer 22. Nach' dem Urtheil Sach anderen polnischen Genossen den Antrag, der Kongreß möge be- lung der Schuhmacher am 20. d. Mis. mein Ausbleiben getadelt verständiger, welches wir über Ihre schwerwiegende Frage ein 1. Den Beginn einer intensiven Agitation zwecks Verstaat- und ein Beschluß gegen mich gefaßt worden. Ich bemerke dazu, geholt haben, haben Sie verloren. Wir selbst spielen nicht. daß der Einberufer versäumt hat, mir das Lokal anzugeben, und W. W., Wurgsdorf. Der betreffenden Notiz wegen des Städten, und an deren Stelle Errichtung kommunaler Bäckereien Erfagreferenten genannt habe. Da der Name desselben in dem ferner, daß ich dem Einberufer am Tage vorher bei einem zu Weinhandels entsinnen wir uns selbst nicht mehr. Die andere 2. Aufhebung der Privatbäckereien, hauptsächlich in den fälligen Zusammentreffen meine Behinderung angezeigt und den Frage wird Ihnen in einigen Tagen beantwortet werden. Prenzlan. Sie brauchen nur Namen und Wohnung ans unter staatlicher Aufsicht." Versammlungsbericht, also wohl auch in der Versammlung, ge- zugeben. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. Jult, Bormittags 10 Uhr, nannt wurde, so gewinnt der Antrag etwas Böswilliges. Jeden- Fragesteller. Ein Rekrut, der sich vor seinem Eintritt in Entwickelung. Nachmittags 3 Ubr, Große Frankfurterfiraße 117( Königsbant), namentlich wenn man solche, wie die Schuhmacher- Versammlung Ausstellung eines Konsenses nachzusuchen. Wird ihm derfelbe 36 mortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über Hemmniffe der falls empfiehlt es sich, bei Beschlüssen etwas vorsichtiger zu sein, das Heer verheirathen will, hat bei seinem Bezirkskommando die Dr. Lütgenau. findet unser Sommerfest, bestehend in Konzert und Ball, statt. Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin am 20. d. Mts., für Zeit und Ewigkeit faßt. und Rirdorf. Sonntag, den 26. Juli: Großer Familienausflug nach Johannisthal( Senftleben). Abfahrt vom Görliger Bahnhof Nachmittags 2 Uhr 35 Min. auf Arbeiter- Retourbillets für 10 Pf. Für die Zahlstelle Rigdorf Treffpunkt in Brig( Lokal zum Buschtrug) um 2 Uhr Nachmittags. Alle Kollegen und Freunde find hiermit freundlichst eingeladen. Gäste, Herren und Damen, willtommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. Wegen Wegen Aufgabe des Geschäfts Unserm Freund und Genossen Heinrich Peus, Großer Ausverkauf von Schuhen u. Stiefeln Schuhen u. 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Juli, Abends 6 Uhr, von der LeichenDie Beerdigung findet Freitag, den halle des Jerufalemer Kirchhofs in Brit statt. Ehre seinem Andenken. Die Kollegen der Werkstatt 331/16 Robert Schirmer. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, der Schankwirth Robert Matthias, Lübeckerstr. 41, nach kurzem, schweren Arbeitsmarkt. Rorbmacherges. verl. Friedrichsfelbe Berlinerstr. 93. 675b Geübte Plätterinnen verl. Rottbufet Damm 40. 673b Barquetbodenleger Krankenlager am 21. d. M. gestorben ist. werden verlangt, Arbeitsnachweis bes Die Beerdigung findet am Freitag, Vereins, Reinickendorferstr. 27, den 24. Juli, von der Leichenhalle der Schrepfer. Johannesgemeinde, Seestraße, aus statt. 679b Die trauernde Wittwe. bet 250/19 Näherin u. Vorrichterin a. Herren - fragen, auch Lehrl. verl. Rendschmidt Hilfe in all. Angelegenh. Unbemittelten Freundl. Schlafstelle zu vermieth. bei unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 527b Bw. 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