Nr. 2. Hamburg, den 10. Januar 1891. 1. Jahrg. Die Arbeiterin für die Interessen der Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes. Organ aller auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Vereinigungen der Arbeiterinnen. Eintracht macht stark Bildung macht frei! Redaktion: Emma Jhrer, Velten( Mark). Expedition und Verlag: E. Jensen& Co., Hamburg, 35 Rosenstraße. Erscheint wöchentlich einmal und zwar am Sonnabend. Annoncen pro Zeile 20 Pfennig. Vereine erhalten Abonnement pro Vierteljahr 1 Mart, Einzelnummer Rabatt. 10 Pf. Direft per Kreuzband Mr. 1,40. Freunde und Freundinnen! Sorgt für die Verbreitung der Arbeiterin“! An alle Empfänger der Probenummer! tönnten auch die Arbeitslosen mit ihren Kleinen Zeitung, die sich nie scheuen wird, die Wahrheit Aus's Dringendste ersuchen wir um energische im Kreise ihrer Genossen die Sorge und Noth bitter, aus ihrem Kreise fern zu halten. BeZerbreitung der Probenummer( Mehrbedarf ſteht vergessen. Dann seid Ihr sicher, daß jedes Kind Sonders wird man wie seit Jahren gegen die ern zu Dienſten) und um schleunige Angabe der an Eurem Beispiel erstarken und der Geist der Theilnahme an Vereinen vorgehen und den ( bonnentenzahl, um die Auflage des Blattes wahren Liebe in sein Herz einziehen wird. ststellen zu können. Er haben von ca. 400 Städten, die mit 2000 Probenummern versorgt wurden, erst 10 ch gemeldet. ein Weihnachtsfest feiern und ein paar Stunden auszusprechen, sei fie auch noch so traurig und Wie würden jene armen Verkäuferinnen, die, wie uns durch das Volksblatt mitgetheilt wird, am Weihnachtsabend von ihren Arbeitgebern entlassen wurden, nachdem sie Wochen vorher halbe Wir bitten dringend um lebhafteres Agitiren Nächte lang umsonst gearbeitet hatten, wie würden ar das Organ, das nur bei allseitiger Unter- fie fich gefreut haben, wenn sie von dem hartüßung lebensfähig werden kann. Weihnacht, herzigen Egoisten fort, doch zu einer Weihnachtsfeier unter Genoſſinnen hätten gehen können mit dem Bewußtsein, dort wird jeder Anwesende eine Denkungsweise auf's schärffte verurtheilen, die Mädchen mit Entziehung der Arbeit drohen. Doch dann wird unser Drgan die Namen Jener veröffentlichen und ihr Treiben ans Licht ziehen. Wir hoffen am Ende des Jahres 1891 einen Schritt vorwärts gethan zu haben für die Gleich berechtigung der Frauen auf allen Gebieten! Arbeiterschuß und Arbeiterschußgefehe. I. Seit die besißenden Klassen eingesehen haben, as Fest der allgemeinen Menschenliebe" ist nur auf das eigene Jch bedacht ist. Mögen in daß es vorbei ist mit der gänzlichen Unterdrückung orüber, es feien uns einige Reflexionen darüber Zukunft alle Genossen, wo Weihnacht oder das und Bevormundung der Arbeiter beider Geschlechter, achträglich gestattet. alte Sonnenwendfest gefeiert werden soll, den be- daß es nicht gut länger angeht, die nach gerechterer Die Geburt deſſen, der der damaligen Welt fizenden Egoisten, die höchstens vom Ueberfluß Besitzvertheilung energiſch verlangenden Arbeiter nur Freiheit und Erlösung aus der Knechtschaft brachte etwas abgeben, zeigen, daß ihre Liebe zur Mensch- Bettelsuppen zu verweisen, hört und liest man überall urch seine Lehren, sie wird noch heute festlich heit die größere und bessere sei, daß sie nicht nur von nothwendigem Arbeiterschuß. Was ist an guten jefeiert, ist diese Feier doch nur eine Fortsetzung ausreicht für die eigene Familie, sondern alle um- Rathschlägen in den letzten Jahren nicht alles für es altheidnischen Sonnenwendfestes und daher faßt, die da stets zu viel Liebe der Menschheit Jenen, die in der steten Furcht leben, daß es an ihre unsinniges Zeug zu Tage gefördert worden von In diese Zeit verlegt von den Religionsgründern. geben, zu viel Arbeit und dafür bisher ernteten: Taschen gehen würde, wenn ein thatsächlich Bie werben jedoch die uns durch die mythologische Demüthigung, Armuth und Unfreiheit! Wenn wirksamer Schuß gegen die immer weiter um Sage übermittelten Aussprüche des Weltheilandes wir selbst den letzten Rest des Egoismus ab- fich greifende Noth der Arbeiterklasse eingeführt efolgt? des Heilandes, der nicht nur einzelnen legten, Bevorzugten die Liebe brachte, sondern allen Renschenkindern! Dann ahnungsvoll wird uns der Ruf erklingen, Nicht nur im Tod, wir sind auch im Leben alle Die Worte beispielsweise:„ Liebe Deinen gleich! Nächsten wie Dich selbst!" Wer ist denn heute Die ganze Menschheit wird emper sich ringen, er Nächste des Reichen? etwa jene Arbeiterinnen zu gründen ein erneutes Liebesreich. ind Arbeiter, die da vom frühen Morgen bis Dem Weibe wie dem Mann sein Recht zu bringen, um Abend für ihn und die Seinen schaffen, um zu wahren mit des Friedens Palmenzweig. enselben dadurch ein glänzendes Dasein zu sichern, In lauterer Wahrheit stolzem Siegesschalle nie für sich dabei jedoch nur soviel erwerben, um Tönt's noch einmal:„ Erlösung fam für Alle!" ich von einem Tag zum andern den Hunger fern „ Erlösung fam für Alle!" u halten? Weit gefehlt! Ihm find nur seine Familienmitglieder seine Nächsten, die vielleicht toch nie etwas thaten für sein Wohl. Bum Jahresweifel üchtigen Genossen beider Geschlechter? Habt Ihr Und wie ſteht es mit der Liebe ber gefinnungs- bringt„ Die Arbeiterin" ihren Lesern einen herzlichen Glückwunsch Fest der Liebe auch Jener gedacht, die da dar. Wir wünschen Ihnen und uns, daß es m Winter arbeitslos umher irren, deren Ange- unserem Organ gelingen möge, sein Theil beizuörige zu Haus im ärmlichen Stübchen hungernd tragen zur Befferung der Lage der Arbeiterinnen, nd frierend warteten auf ein paar Pfennige, um damit wir beim nächsten Jahreswechsel uns gegen penigstens am Weihnachtsabend sich satt effen zu feitig das Zeugniß ausstellen können:„ Wir haben önnen? An ein gegenseitiges Beſchenken ist ja unsere Pflicht erfüllt, wir sind trop Sturm und berhaupt gur nicht zu denken. werden sollte! Die Kapitalistenklasse, welche heute Alles beherrscht, weiß sehr wohl, daß die fapitalistische Brobuktionsweise verschwinden müßte, bei der Einzelne Millionen aufhäufen, jene Tausende fleißiger Hände, welche die Millionen erwerben, dagegen leer ausgehen und nur so viel für ihre mühsame Arbeit erhalten, um ein dürftiges Dasein zu fristen. Daß sie verschwinden müßte, um einem gerechteren System Blaß zu machen, das allein wäre der einzig wahre Schuß der Arbeiterklasse, wäre die Lösung aller Noth- und Mißstände. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es aber noch vieler Arbeit und hauptsächlich fehlen bei der Arbeit für die Lösung der sozialen Frage besonders noch der größte Theil der Frauen und Mädchen, die selbstthätigen Arbeiterinnen wie auch die Frauen der Arbeiter, die Mütter der heranwachsenden Generation. Gerade das weibliche Geschlecht ist ja doppelt belastet und bedrückt von diesen Nothständen, sind es doch gerade die Frauen und Mädchen, deren Löhne in den meisten Fällen noch geringere sind, als die Wirthschaftsgeld durch den immer tiefer sinkenden Lohn des Mannes und die andererseits immer zahl= reicher werdende Familie stetig mehr zu leiſten bat, haben diese nicht gerade den schwersten Kampf mit des männlichen Arbeiters, und die Hausfrauen, deren Sorge, Noth und Hunger zu bestehen? immer größer wurde, da mußte man anerkennen, Drang nicht vom Kampfplaz gewichen." Lange genug haben die Arbeiter ihre Forderun Sollte es für die Zukunft nicht ein Beweis Hoffnung und Muth find nöthig, denn wir gen durch die Volksvertreter kundgegeben und die on größerer Liebe sein, wenn wir dieses Fest dürfen es uns nicht verhehlen, daß uns die Zu- herrschenden Klassen saben sich endlich genöthigt, ticht mehr wie bisher im engſten Kreiſe feiern, funft nicht gerade nur Gutes bringen wird und etwas zu thun. Als die Zahl der Fordernden ondern wie wir jederzeit die gemeinsamen Ideen wir kampflos jetzt bald alle Frauen und Mädchen baß die Forderungen der Arbeiter, die man früher auch gemeinsam berathen und besprechen, uns werden heranziehen können zu unseren Organi- als übertriebene verlacht hatte, doch nur gerechtfertigt benso gemeinschaftlich zusammen finden. Jeder fationen; es bedarf der Anspannung aller Kräfte, seien, man gab jedoch mit der einen Hand, um mit nag sein Scherflein beitragen zum Sonnenwend- denn wie man bisher die Arbeiterinnen ein- ber anderen besto sicherer nehmen zu können. Man ging daran, Arbeiterschußgefeße zu aum und bei seinem Lichterscheine wollen wir schüchterte und sie von den Versammlungen fern schaffen und diesen lagen die von Arbeitern aufge= eiern das Fest der Zuſammengehörigkeit. Dann hielt, so wird man auch Alles aufbieten, diese stellten Bestimmungen zu Grunde. Bei den De Englan Frankr Italien Deutsch Defterr Die Grö n, die No inger und r: Mädchen Die rathungen sind jedoch die wesentlichsten Forderungen damit die diesen Stassen gewährleisteten Nechte gewahrt für Alle, sondern nur als Privileg für die Frau fortgefallen und nur das Allernothwendigste ist zum bleiben. oberen Zehntausend. Gesez erhoben worden. Doch so lange die besigenden" In Fernerem spricht sich der Kongreß gegen jede Wir glauben, daß die Gewerkschaftsbewegu Klassen die Klinke der Gesetzgebung in der Hand weitere Belastung der freien Hilfskassen aus, nament- englischen Arbeiterinnen, das Streben nach wirt haben, können wir auch nichts anderes als Stück- lich in Bezug der Meldepflicht, bezw. daß Mitglieder licher Selbstständigkeit derselben ein besseres Mit werk erwarten, das Volk muß das Gebotene eben freier Hülfskaffen nur auf Antrag von den Zwangs- wird, zur Erreichung des legten Zieles der Gleichb vorläufig als Abschlagszahlung von der heutigen tassen befreit sein sollen, weil hierin ein Vortheil gung des weiblichen Geschlechts, als alle Betition Gesellschaft hinnehmen und wir halten es für zweck- hinsichtlich der Ausführung des Krankenversicherungs- Damen". mäßig, in der Arbeiterin" vor Allem die bedeutend- Gesezes nicht erblickt werden kann, dagegen die Ent- In Frankreich sehen wir bereits heute der eisen, und ſten Arbeiterschutzgesetze zu besprechen und bekannt wicklung der freien Kassen gehemmt würde." daß Mann und Frau jeder für sich ein eigenes zum größt nlichen Ar geben, da diese auch die Frauen und Mädchen angehen und dieselben meist noch sehr wenig davon ersuchen, im Fall das Gesetz betreffend die Stranken- Geschäftsleiter. Doch die Benachtheiligung der Fr Frau Ba " Der Stongreß wolle sämmtliche freie Hülfskassen betreibt und man schäst dort die Frauen als vor erkämpfen. unterrichtet sind. versicherung der Arbeiter eine derartige Abänderung vor dem Gesez ist durchaus nicht geringer, als Wir sehen die Unterdrücku feiner B echte Lage Das Krankenkassengesek, erlangt, wodurch das Fortbestehen der freien Hülfs- d'utschen Frauen. fassen weiter gesichert bleibt, dahin zu wirken, daß Frau ist international. hverein od welches wohl der beste Theil der Arbeiterschußgefeße sich dieselben unter einander immer mehr zu zentrali- Beinahe scheint es jedoch, als wenn im Re n beizutr genannt werden darf, weil die freien Hülfs- firen suchen und wenn dies nicht möglich, wenigstens Knute, in Rußland, eine freiere Anschauung geghl von Be fajsen" wenigstens von den Arbeitern selbst ge- zu Verbänden zusammentreten. Im Fall jedoch das den Frauen zu Tage trete, als sonst irgendwo; gründet und verwaltet werden konnten und die Mit- Gefeß eine derartige Rechtskraft erlangt, wodurch das dürfen sie z. B. den ärztlichen Beruf als anerk glieder derselben die freie Wahl des Arztes hatten, Fortbestehen vieler freier Hülfskaffen unmöglich Aerzte ausüben, man beruft Frauen als leitende Weißens soll nun einer Umänderung bedürfen und der Gut gemacht würde, so werden die Kassen ersucht, eine an Hospitäler u. dergl. mehr. Doch vielleicht be wurf des neuen Gefeßes enthält eine große Anzahl allgemeine Stranten- Unterstüßungskaffe sämmtlicher uns Jemand aus dem Leserkreise, wo hier der Pf Sich hielt Vorschläge, welche die freien Hülfskassen beschränken Arbeiter Deutschlands, welche den geseßlichen Anforde- wieder hervorguckt. Bon Amsterdam erging der Wunsch an uns, sehr lebha sollen, wenn nicht gar vernichten. Man hat von rungen nicht zu genügen braucht, zu schaffen." Seiten des Unternehmerthums und der Regierung nie große Sympathie gezeigt gegenüber den empor in der seitens der Regierung beabsichtigten Einfüh- Rechtslosigkeit derselben; ein Beweis, daß auch in Ferner wurde beſchloſſen:" Der Kongreß erblickt sich nicht bewerkstelligen ließe, daß die Frauen tow, Gri internationalen Verband gründeten zur Bekämpfun Tagesord blühenden und immer mehr erſtarfenden Kassen, die gewaltig vortheilhaft abſtachen im Vergleich zu den under Novelle zum Strankenkaſſengeſez auf's Neue in Bezug auf Gleichheit vor dem Geſet gegenüb 3wangskassen, in welche man nur die indifferenten dem Einflusse der letteren so viel wie möglich 311 ließe sich wohl herstellen, da ja die Frauen aller 2 Referent das Bestreben, die Krankenversicherung der Arbeiter Frau noch viel im Argen liegt. Eine solche Verei on zur Ar Arbeiter und die Frauen und Mädchen hineinzwang, entziehen und dieselbe fast täglich dem Willen der keine politischen Rechte haben, also deren weil diesen der Unterschied der freien und Zwangs- auffichtsführenden Behörden zu unterstellen. Der chten sich, fassen häufig noch nicht bekannt ist. Wir haben Kongreß protestirt prinzipiell energisch gegen jede wollen vor Allem überall die Agitation und Organ eihen des mit einander in Verbindung stehen dürften; do beitreten. freie Hülfskassen heute fast für jede einzelne Branche, behördliche Bevormundung und erklärt, daß die die vorzüglich verwaltet sind und auch die Zahl ihrer Arbeiterschaft die zu ihrem Wohle getroffenen Ein- im eigenen Lande fördern helfen, und unser Orgamlung. Mitglieder ist meist sehr beträchtlich; ein Theil da- richtungen, besonders die Krankenversicherung, ohne Länder zu gleichem Thun verbindet. Die oerinnen- Be die Brücke sein, die uns mit den Schwestern der Unter de von nimmt auch die in der betreffenden Branche arbeitenden Frauen und Mädchen auf. Außer diesen behördliche Einmischung sehr wohl zu verwalten und bestehen aber für die Frauen und Mädchen noch gedeihlich zu fördern im Stande ist und jeder Einfluß rinnen, welche auch eine Delegirtin zum ſozialichont zu Parteitag in Halle gesandt hatten, begrüßen die der aus Nach zwei eigene Hülfsfassen, denen besonders die Haus der Behörden der Entwickelung solcher Einrichtungen Schweſtern mit dem Rufe: industriellen als Mitglieder angehören. Die eine ist nur im Wege steht." eine Zentralfasse für ganz Deutschland und die zweite eine speziell für Berlin und Umgegend gegründete; beide sind sehr gut fundirt. Viele Mitglieder sind diesen Kassen gewonnen worden durch die grobe Behandlung, welche besonders von Seiten der Beamten der Ortskassen den weiblichen Mit gliedern in Krankheitsfällen zu Theil wurde und auch durch die oberflächliche Art der Behandlung von Seiten der Ortskassenärzte, sowie durch die eigenthümlichen Vorschriften, welche bei den Ortskassen bestehen, daß 3. B. theure Medikamente nicht ver= abreicht werden dürfen usw. Eintracht macht start Und Bildung macht frei!" Grü sehr schn Unte Auf Antrag des Buchbinders Jahn( Berlin) wurde noch ein nachträglicher Glückwunsch für Friedrich Wir wollen liesen Gruß zur Devise unserer des Verein Engels zu seinem 70. Geburtstag beschlossen und machen. endlich der Vorstand beauftragt, sämmtliche Beschlüsse des Kongresses dem Bundesrath und Reichstage nebst einer entsprechenden Denkschrift zu überreichen. Damit wurde der Kongreß geschlossen. Aus aller Welf. Gera. von Seif den, binn trafung ei In Desterreich und Ungarn beginnt vie Ben eführt, es ebenfalls Boden zu fassen, und sind schon vers Zweifel n Fach vereine für Frauen ins Leben gerufen; wir wtrebungen den Schwestern an der Donau ein recht gutes Gerdings vo ihrer Bereinigungen, mit der Bitte, uns recht regeleichen so Berichte über die Fortschritte derselben einzusende em§ 11, denselben auch ein Statut beizulegen; wir werden geschlossen bie hier üblichen dafür eintauschen. politischer nöglicher politische unklar. Vereine und Versammlungen.trolle ge = Nicht nur in Deutschland regt es sich, aus allen Doch alle jene Vorzüge, welche die freien Hülfs- Ländern geht uns die Kunde zu, daß die Frauen bestrebt fassen heute vor den Zwangskassen haben, sollen find, ihre bisherige abhängige Stellung zu einer würdigeren durch neue Gesebesparagraphen illusorisch gemacht zu gestalten; sogar die Türkei ist hiervon nicht auswerden, sie sollen in die Gefahr gebracht werden, an genommen. Auch dort giebt es einzelne muthige Frauen, Für die Frauen und Mädchen in Eilbeck er Aus Ma den neuen Vorschriften zu Grunde zu gehen. welche das alte Schlaraffen aber auch Sklavenleben gern Frau Kähler Hamburg Bericht über die Gewerk dortigen Noch aber wachen die Arbeiter über ihre knappen mit einem ganzen und vollen Menschenleben eintauschen konferenz. Es wurde zum 2. Punkt der Tagesofüber theile Rechte! Ein Kongreß tagte in voriger Woche in wollen. Amerika ist mit den Emanzipationsbestrebungen über die Gleichberechtigung der Frauen diskutirt u In Biel Berlin, zu dem alle freien Hülfskaffen Delegirte der Frauen ziemlich weit voraus. Um nicht mißverstanden wähnte Frau Köhn, daß es leider noch viele erging entsandt hatten. Es waren vertreten 367 freie zu werden, betonen wir, nicht jene Emanzipations: gebe, welche ihre Frauen von Vereinen und Ber Einreichu Hülfskassen durch 335 Defegirte; diese Kassen haben bestrebungen meinen wir, welche die heutige Welt so gerne lungen fernhalten wollen. Die gefaßte Resolution dieſe Beſt zusammen eine Mitgliederzahl von 846346 Personen. mit den wahren und echten verwechselt und sich erzählt, es allen Anwesenden zur Pflicht, alle der Bewegun ein nicht Außer diesen waren vom Komite zu den Sizungen wie es den Frauen nach den Schwächen der Männer fernstehenden Arbeiterinnen zu den Organisationen Vorstände eingeladen ein Vertreter der Regierung und Vertreter gelüftet, wie sie deren Kleidung und Haartracht nachzu- zuziehen. aller Reichstagsfraktionen. Die Berathungen nahmen ahmen trachten, und dergl., sondern die Bestrebungen, Bremen. Hier fand vor einigen Tagen eine reichung mehrere Tage in Anspruch. Das Resultat derselben welche den Beweis zu erbringen suchen, daß auch das liche Arbeiterinnenversammlun statt. Reichstags wurden werden wir in der nächsten Nummer mittheilen, hier Weib bei gle cher Ausbildung, gleicher Stellurg, dasselbe ordneter Bruhns sprach über die gewerkschaftlichen, daß lassen wir die einstimmig angenommenen Resolutionen zu leiſten vermag, wie der Mann. Und in Amerika haben einigung der Arbeiterinnen". die Frauen das Recht, auch Aemter zu bekleiden, z. B. seien hier wiedergegeben: die von Fabrikinspektoren, und wie die Zeitungen berichten, üben sie diese ihnen anvertrauten Aemter zu allseitiger Zufriedenheit aus. 48 weibliche Advokatinnen und 1500 Aerztinnen üben dort ihre Praxis aus. folgen: " Der Kongreß der freien Hülfskassen und auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten Hülfsfaffen hält eine Abänderung des Hülfskaffen- Geseßes für unbedingt erforderlich und ersucht einen hohen Reichstag wie Bundesrath, selbige in einer den freien Hülfskaffen entsprechenden Form vornehmen zu wollen, Ein Besuch bei der Führerin der sozialen Bewegung Japans. Die Engländerinnen, besonders der befizenden Klassen, streben schon längst nach dem Wahlrecht; natürlich nicht in einen schweren Gummimantel gehüllt, so daß fentlich Einige wichtige en worde mig, da Nach den neuesten Schäzungen und Ermittem mlun ift die Verwendung der Frauenarbeit in allen ind wurden entwickelten Ländern Europas wie in den Vereift Revisio Staaten eine rapide steigende und beträgt die 3a In For gewerblich beschäftigten Frauen nach den Forsch nahezu& eines bekannten Wiener Professors, Dr. Singer, in iftisch, außergewöhnlichen Erscheinung bewußt, daß eiten. ich absolut nicht zu erkennen war. Niemand anders sein konnte, als Kageama r etwas Um den Leser nicht länger auf die Folter zu Als ihr aber erst die Rede vom Munde wegung Japan das Inselreich, dessen Bewohner spannen, theile ich ihm mit, daß es sich um die wie ein krystallenes Bächlein, hätte ich schaaten m etwa unsere Gegenfüßler sind, d. h. die Erde ist Aufsuchung der muthigen Führerin und Organi- mögen vor Entzücken. Sie lub uns ein, tungen eine Kugel and die Japaner wohnen auf der satorin der radikalen Elemente Japans handelte. ihrem Hotel zu kommen, das ganz nahe auenen An anderen Hälfte derselben hat auch seine Einen Augenblick später steht vor uns anderen Seite der Straße lag, wo wir ungt wer sozialdemokratische Bewegung. Ein Parteigenosse R a geama Hidde. Sie ist gut mittelgroß sprechen konnten. Wir betraten einen Raumfelben n von uns, der deutsch- amerikanische Arzt Dr. Jul. und von tadellosem Wuchse. Ihr großes, seelen- von drei Seiten von Gärtchen umgeben unden besch Hoffmann, der japanischen Sprache mächtig, volles Auge leuchtet aus den herrlichen, ein- einem einfachen Tisch nnd Stühlen nach Blande. schildert in einem längeren Artikel des in Detroi nehmenden Zügen. Die Stirne ist breit und hoch, päischer Art versehen war. Ich sagte ihr, jilisten s ( Michigan) Nordamerika erscheinenden Bruder die Nase von edlem Schnitt. Das blauschwarze ich die große Reise unternommen, um bekann organs, Der arme Teufel" einen Besuch bei der Haar ist in der Mitte gescheitelt, zurückgekämmt sehen und daß ich sie würde im Gefängniß au; wi Führerin der sozialen Bewegung Japans, welchen und liegt in einer Schlangentour über dem gesucht haben, wenn ich sie nicht in der F mit ih Artikel wir hiermit im Auszuge wiedergeben: Hinterhaupt. Ihr Hoari( japanisches Unterkleid) gefunden; daß ich Vieles über ihre Bestrebnschen Osaka ist eine Hafenstadt, so groß etwa wie war von dunkler Seide, das Kimono( Ueberwurf) vernommen und daß ich ihre Weltanschadige A Hamburg- Altona, nämlich mit 400,000 Ein wenig heller, die Tapi( Kopftuch) weiß. So stand soweit sie das soziale Elend der Meuschheibereitet wohnern, aber wie alle japanischen Städte mehr sie vor mir, die Hohepriesterin einer großen Sache. trifft, aus ihrem eigenen Munde hören meden. einer Stadt von Jahrmarktsbuden als einer Ihre Verbeugung war edel und hatte nichts mit Sie dankte mir und drückte ihr Erstaunen wenn europäischen oder amerikanischen Stadt ähnlich. den mittelalterlichen Begrüßungszeremonien ihrer daß mir ihre Fähigkeit und ihre dreijährigenne stre Wir nahmen geheimnißvolle Wegen; vermieden Landsleute gemein. Sie trug feinerlei Zierrath fangenschaft bekannt waren. Sie sagte: tretung ängstlich, irgend Jemandem auch nur den leisesten oder Schmuck außer ihrer eigenen Grazie und wollen keine Regierung, sondern Selbstverwagen m Anhalt zu Vermuthungen über unser Hiersein zu ihrem hoheitsvollen Wesen. Ich war bezaubert von Die Organisation der Partei ist eine schwürfen. 9 geben. Mein Begleiter stieg an mehreren Privat- ihrer Erscheinung. Schon bei ihrem Eintreten in Weil wir sie nicht offen betreiben können, m verf wohnungen ab, während ich in gemessener Ent- den Vorraum, wo ich ihrer wartete, und noch treiben wir sie geheim. Viele Menschen klang fernung hielt. Es war regnerisch; ich hatte mich ehe sie sich vorstellte, war ich mir bei dieser noch rückständig, und wir halten es deshalb e Frau Bewegu England. Frankreich Italien Deutschland wirt Desterreich- Ungarn. es Mit Gleichb 412 Millionen → " 31 5 32 " " " 1 Zusammen.2014 Millionen Betition Die Größe der angeführten Zahlen allein genügt n, die Nothwendigkeit der Frauenorganisationen zu peisen, und durch Selbsthilfe diesen vielen Arbeiterinnen, zum größten Theil noch schlechter gestellt sind wie die anlichen Arbeiter, endlich ein menschenwürdiges Dasein Der Främpfen. te ber nes G 8 vor als Frau Basse schilderte in der Diskussion speziell die echte Lage der Näherinnen und forderte alle, welche brückung feiner Vereinigung angehören, auf, entweder einem bverein oder dem Allgemeinen Frauen- und Mädchen im Re itende Frauen und Mädchen wurde die gleiche Forderung von so lange wird für die steuerzahlenden" Frauen in puncto Seiten der Behörde gestellt, doch vom Vorstand Protest politischer Rechte nichts zu erreichen sein. Um einen dagegen erhoben. Die Nachricht über den Ausgang der rascheren Wandel in der Denfart der Theilnehmerinnen Sache steht noch aus. an dieser Versammlung herbeizuführen, möchten wir den: 群 Es muß jedem Menschen mit ausgeprägten Rechts: selben gerne die Lektüre des Buches von Bebel: Die gefühl mindestens eigenthümlich erscheinen, wenn man Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" leider ist aber dieses Buch in Oesterreich den Vorständen der Frauenvereine zumuthet, sich den empfehlen ( Wiener Arbeiterzeitung.) gesetzlichen Pflichten der politischen Bereine zu unter: verboten! werfen, wenn Vorstand und Mitglieder der Vereine ausschließlich dem weiblichen Geschlecht angehören, das doch bisher kein politisches Recht hat, folglich auch keinen politischen Verein gründen kann. Könnte es dennoch geschehen, so hätte ja die Behörde die Pflicht, einen folchen sofort bei der Anmeldung zu inhibiren. " Eingesandt. Budapest, im Dezember. Wenn Johann Jakoby in weiser Voraussicht sagte: ,, Daß einst die Gründung eines Arbeitervereins größere Wir haben auch noch von keiner Seite gehört, daß Bedeutung haben werde, als die Schlacht ei Königgräs", andere als Arbeiterinnen- Vereine solchen Maß welche Wichtigkeit verdient dann die Gründung eines en beizutreten. Zum 3. Punkt der Tagesordnung, regeln verfallen. Es bestehen in Deutschland seit Arbeiterblattes, oder noch mehr die einer Arbeiterinnenng geht von Vertrauensleuten zur Gewerkschaftskommission, 25 Jahren Bereine von und für Frauen zur Er- zeitung? Fürwahr, die große Bedeutsamkeit dieses Ereig nerden als Vertreterinnen der weiblichen Arbeiter Frau fämpfung der Gleichberechtigung des weiblichen Ge- niſſes wird erst allmählig zum Bewußtsein kommen wenn inger und Frau Basse gewählt. schlechts, besonders des Wahlrechts, und diese hat man einmal der aroße Alp des Indifferentismus ins Wanken eicht be Weißensee. Eine Versammlung des hiesigen Frauen- noch nie angetastet: doch diesen gehören auch keine gerathen sein wird. Mädchenvereins tagte am 11. Dezember 1890. Herr Arbeiterinnen an. Sie wollen ihr Recht sich nicht Die ge stige und materielle Stellung der Frau verDer Pfi sich hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag wie die Letteren erkämpfen, sondern erbitten, das schlechtert sich im selben Verhältniß wie die Kultur, je " Die Maschinen im Dienste der Freiheit." An ist also ungefährlich, denn man wird es mit ihnen auf mehr wir in Europa von Westen nach Osten gehen, um sehr lebhaften Diskussion betheiligten sich die Herren diese Weise nie ernst zu nehmen brauchen, einige schöne so mehr nehmen die Anzeichen der Kultur ab, um so be= ämpfun fow, Grünberg, Beliz und Vergel. Der 4. Punkt Redensarten als Antwort auf ihre Petitionen und sie vormundeter, hülfloser, unwissender, geknechteter ist die Tagesordnung, Wahl von Revisoren, wurde wegen sind beseligt, daß der Reichstag von den„ Frauenrecht Frau, bis endlich in der Türkei und in Asien die Frau egenügt. sehr schwachen Besuchs der Versammlung nicht er: lerinnen" gesprochen hat. gleich vor den nüglichen Hausthieren zu stehen kommt. ,, Verschiedenes" gelangte folgende Reso Wir werden in der nächsten Zeit uns bestreben, einige Schlaglichter auf die Stellung der Frau bei uns on zur Annahme: Die Versammlung erklärt sich mit in Ungarn zu werfen, und dann erst werden die Leserinnen ler Referenten einverstanden und die Anwesenden verhten sich, dahin zu wirken, daß alle Frauen dem Verdieses Blattes verstehen, warum wir speziell uns freuen, Nach einem dreifachen Hoch auf das Selbstständigkeit der Frau in Gestalt einer spezifischen daß im fernen Norden das unzweifelhafte Zeichen der Organ eihen des Vereins schloß der Vorsitzende die Ver Beitung erschienen ist. uns, Frauen ch in Verei peren Unter n; do beitreten." Orgamlung. der Unter dem neuen Kurs glaubten auch die ArDie oerinnen- Vereinigungen von den bisherigen Chikanen fozialchont zu bleiben. Daß dem aber nicht so ist, ersehen die de aus Nachstehendem: Halle a. S. Der Frauenvereinsvorstand erhielt wegen nicht rechtzeitiger polizeilicher Anmeldung je ein Strafmandat von 20 Mart. Das Schöffengericht ermäßigte die Strafe auf 15 Warf. Zwei der Frauen beruhigten sich bei dem Erkenntniß, während die dritte, Frau Hoffmann, Berufung einlegte. Bei der Verhandlung Oesterreich. kundet sich nicht zum geringsten Theil in der höchst unDie asiatische Abstammung unserer Forfahren be: freieren gesellschaftlichen Stellung der Frau. Nicht ohne tiefere Bedeutung eristirt in dem ungarischen Wortschatz die euphemistische Bezeichnung: statt„ Weib" gesagt wird. Heißt es doch in einem ,, asszonyi állat"( das weibliche Thier), welche zuweilen Gedicht von Petöfi:„ Schön ist das weibliche Thier, schön, aber gefährlich!" Bei den Bauern zählt die Frau noch heute zum Gesinde. Die Frau, wenn sie von ihrem Manne spricht, gebraucht noch heute den Ausdruck: Mein Herr!" ohne Ende. Und des Alles Vereins dem Statut des Lettevereins nachgebildet sei und wurde nachgewiesen, daß das Statut des Haller Frauenletzterer sei gar nicht angemeldet! Was also in Deutsch land für den einen recht sei, müsse für den andern billig sein und nicht strafbar. Der Gerichtshof erkennt jedoch Gera. Dem Vorstand des hiesigen Frauenvereins auf Verwerfung der Berufung. Die Angelegenheit wird von Seiten des Stadtrathes die Aufforderung ge- um des Prinzips willen noch das Reichsgericht beschäftigen. ben, binnen 8 Tagen ein Verzeichniß der Mitglieder Wir ersehen hieraus zur Genüge, daß das Vereinigungserer des Vereins einzureichen, da andernfalls die gesetzliche recht der Frauen in den verschiedenen Ständen auch vertrafung eintreten würde. In der Zufertigung wird schieden ist und daß nach dem 1. Oktober 1890 das ie Beeführt, es könne nach den angestellten Ermittelungen Vereinsgefez völlig hinreicht, um das fragliche Recht für vers Zweifel nicht mehr bestehen, daß der Verein politische die Arbeiterinnen illusorisch zu machen. wir wtrebungen huldige. Unser Vereinsgesetz schreibt nun tes Gerdings vor, daß politische Vereine eine Mitgliederliste Aus diesen Proben ist ersichtlich, daß die Frau nicht St regeleichen sollen, aber gleichzeitig bestimmt es auch in als vollwerthiges menschliches Individium galt. usende em§ 11, daß von der Theilnahme an solchen gänzlich Wien. Der Arbeiter Bildungs- Verein, VI. Blau- Diese Unterwerthigkeit zeigte sich von jeher in der werden geschlossen seien: 1. Frauen u. 1. w. Demnach kann gaffe 1, beabsichtigt, wenn sich eine genügende Anzahl Familie, Staat und Kirche, bei allen Inſtitutionen derpolitischer Frauenverein gar nicht bestehen, er ist ein von weiblichen Mitgliedern meldet, einen separaten Unter- felben. Das Resultat war auch darnach: Hülfslosigkeit, nöglicher Begriff; wie derselbe i emnach den Vorschriften richt, geleitet von Frl. Baumann, über:„ Gesundheitspflege Unwissenheit, Sklaverei politische Vereine angemessen, unter bureaukratische und Erziehung des Kindes" einzuführen. Anmeldungen wohlgemerkt bei einer Nation, die im Geruche der Ritteren. trolle gebracht werden soll, ist uns vorläufig noch hierzu täglich Abends bei der Unterrichtssektion. Dies lichkeit stand. Wie muß es erst bei unseren östlichen dürfte allen bestehenden Bildungsvereinen zu empfehlen Nachbaren aussehen, denen man keine Tugenden, wie beck er Aus Magdeburg wurde uns die polizeiliche Schließung sein. Edelmuth, Großherzigkeit und Ritterlichkeit beilegt? Sewerf dortigen Vereins der Arbeiterinnen gemeldet. Näheres Das Wahlrecht der Frauen. Am 3. Oktober v. J. Dies beiläufig vorausgeschickt, wird man uns vielleicht hat im Sigungssaale des alten Rathhauses in Wien die weihevolle Stimmung verzeihen, in welche wir bei der utit In Bielefeld besteht ebenfalls ein derartiger Verein eine Versammlung von Frauen und Mädchen stattgefunden, erstmaligen Inanspruchnahme des Raumes unseres piele erging an deffen Vorstand auch die Aufforderung in der über die Frage berathen wurde, wie die weiblichen Blattes" gerathen, wahrlich wir betreten feuertrunken, nd Ber Einreichung einer Mitgliederliste; dieser weigerte sich, Staatsbürger am rascheſten in den Besitz des aktiven und Himmlische, dein Heiligthum", wie es in Schiller's Ode olution diese Bestimmung des Bereinsgefeßes auf den Frauen: passiven Wahlrechtes kommen könnten. Die Anwesenden an die Freude heißt. ewegun ein nicht zuträfe.(§ 2 des Vereinsgeseges verpflichtet gehörten fast durchweg der Bourgoisie an, und dem ent- Doch zurück zum alltäglichen Elend, über die geſelltionen Vorstände von Vereinen, welche eine Einwirkung auf sprach auch der Geist, der die Versammlung heroorragend schaftlichen Zustände werden wir ja noch oft Gelegenheit fentliche Angelegenheiten bezwecken, zur beherrschte. Bezeichnend war vor allem der Umstand, daß haben, zu sprechen. Bei aller industrieller Rückständigkeit n eine reichung von Statuten und Mitgliedsverzeichnissen.) die Versammlung lediglich nur die Ausdehnung des Wahi in Ungarn kennen wir schon die Noth der Arbeiterinnen chstags wurden angeklagt und man versuchte ihnen nachzu- rechts auf die Steuerträgerinnen begehrte in allen Abstufungen: endlose Arbeitszeit und elende chaftlichen, daß im Verein theilweis politische Vorträge ge- und keineswegs auf die naheliegende und einzig vernünf- Löhne. In der gesundheitschädlichen, ausschließlich staathtige en worden seien. Die Zeugen bekundeten jedoch ein- tige Idee verfiel, das allgemeine Wahlrecht mit dem lichen Tabakfabrikation erhalten dieselben einen Durchmig, daß jene Vorträge in öffentlichen Ver- Beisak für beide Geschlechter" zu verlangen. Auch die schnittslohn von 60 kr.( gleich 1M) pro Tag. Von dem Ermittem mlungen gehalten worden seien. Die Angeklag- Eintheilung der Wahlberechtigten in Wahlkörper fand seine Geiste, der in derselben seitens des Staates als Unterlen ind wurden freigesprochen, jedoch hat die Staatsanwalt Vertheidigung. So lange die um ihr Wahlrecht kämpfen- nehmers herrscht, genügt als Probe anzuführen, daß Bereift Revision gegen das freisprechende Urtheil eingelegt. den Frauen unter dieser Flagge segeln, so lange sie der sämmtliche Arbeiterinnen beim Verlassen der Arbeit von die 3 In Forst i. L. besteht ein Textil- Arbeiterinnen- Berein spießbürgerlich beschränkten Anschauung huldigen, daß die einer Schaar Aufseherinnen untersucht, ihre Taschen, Forsch nahezu 800 Mitgliedern. An diesen Fachverein für Wahlfähigkeit abhänge von der Höhe der Steuerleistung, Brusttücher und Körbe befühlt werden, ob sie nicht etwas as unklar. Tageso über theilen wir noch mit. ger, in Munde nach Blande. ftisch, von Stufe zu Stufe mit ihnen zu Wir gründen vorläufig Gesellschaften oder auf das wir bauen," so sagen wir dasselbe in babeiten. Das Ende wird der Kommunismus Gruppen zur Erhebung der Klassen und Zer- den Worten:„ Proletarier aller Länder, vereinigt amar etwas dem Aehnliches sein. Von Eurer störung der Aristokratie. Wir verlangen eine Euch!" Was mich besonders interessirt und wegung in Europa und den Vereinigten Volksregierung, unter welcher auch der Arbeiter- freudig bewegt, das ist die Thatsache, daß Eure ich aaten werden wir nichts gewahr, da unsere ſtand Rechte haben muß. Wir wollen gleiche Anschauung, d. h. die Anschauungen der Fortein, tungen nichts darüber drucken dürfen. Unsere Rechte für Alle, und wir stüßen uns gerade auf geschrittensten unter Euch, auf gleicher Höhe mit ahe auenen Ansichten dürfen ebenfalls hier nicht ge- den Arbeiterstand, dieser( iap, Heimin) muß ge- ber unsrigen steht und unabhängig, da ihr von bir ungt werden. Da aber das Gesetz das Lesen wonnen werden, an diesem hängt Alles. Cin uns nichts wußtet. Ich brauche das„ Gift" des Raumfelben nicht verbietet, so drucken wir mit un- Theil der Japaner ist sehr radikal. Ich kann revolutionären Gedankens, der gleiche Rechte für en un en beschränkten Mitteln unsere Blätter im nicht sagen, wann die Revolution kommen und Alle will, nicht erst in Eure Herzen zu legen. Wir sympathisiren sehr mit den der Kommunismus eingeführt werden wird; aber Die Pfeiler der Brücken haben längst gestanden, te ihr iliſten Rußlands; der Name Louise Michel ist die Zeit, in die diese Ereignisse fallen, wird uns die Planke ist jetzt gelegt und mir bilden eine um bekannt, doch können wir ihre Jbeen nicht vorbereitet finden. Ich werde Schulen gründen, lebende und sich stets von Neuem erzeugende ängniß au; wir können beshalb nicht sagen, ob wir in denen die Frauen politische Erziehung erhalten. Kette über die ganze Welt und werden zusammen der mit ihr einverstanden sind oder nicht. Viele Wir nennen uns Freiheitspartei und unsere Dr- kämpfen, Einer für Alle und Alle für Jeden. Bestrebnschen Japans haben zwar noch sehr rück- ganiſation ist die der Gruppenbildung. Eines Kageama Hidde war zur Zeit 27 Jahre alt. tanschadige Ansichten. Dennoch muß die Revolution unserer Preßorgane wird in San Franzisco ge- Sie ist Lehrerin von Beruf. Während ihrer zuschhebereitet werden, um später ausgeführt zu druckt und zwar seit 1½ Jahren. Wenn wir Haft brauchte fie feine Gefängnißarbeit zu verDie Zwischenstufen sind unvermeidlich, Bücher und Broschüren in englischer oder fran- richten, sondern konnte sich literarisch beschäftigen. taunen wenn wir sie garnicht wollen. In diesem zösischer Sprache von Euch erhalten könnten, sind Sie ist nicht der einzige weibliche Revolutionär jährigenne streben wir oder haben wir eine Volks- wir dankbar. Eure Sache ist auch die unsere, von Bedeutung. ören meden. sagte: tretung angestrebt. Für dieselben Bestre- und wir werden mit Euch kämpfen. Everwagen wurde man früher in den Kerker ge= e schwiefen. Ich bin gekommen, sagte ich, nachdem Kageama Wenn wir die Volksvertretung haben, geendet, um eine Brücke zu schlagen, die Euch fönnen, verlangen wir anderweitige Fortschritte im mit uns verbindet. Wenn Ihr sagt:„ gerade enschen flang mit unseren fortgeschrittenen Ansichten. das niedrige Volf ist es, auf das wir uns ſtüßen, deshalb oder zu dem vel Nr. " beiterinnen find genöthigt, der Fabrikskrankenkasse anzu- wir zuversichtlich, daß die Gesetzgeber der schamlosen Aus- leidenden Menschheit aufschaut. gehören, in welche sie selbstverständlich Nichts dreinzu beutung der Gehülfen und Gehülfinnen in unserem Ge- Auch der Kongreß der freien Hülfskassen reden haben, und ist die orientalische Paschawirthschaft werbe seitens der Herren Unternehmer baldigst einen hierzu Stellung und folgende Resolution wur daselbst entschieden schlimmer, als in irgend einem Damm entgegenseßen werden. Einer der Hauptmacher Professor Dr. Koch gesandt: Privatunternehmen. Schlampen"," Luder" sind hier in diesem" feenhaften" Unter ehmen soll der bekannte gang und gäbe Rosenamen, gegen die man sich schon ab- Herr Quarg( Vaudeville- Theater) sein. geftumpft hat. Man sieht also, daß die intensivste Ausbeutung hier ebenso wie anderwärts blüht, und daß der Staat im Ausbeuterthum als Muster vorangeht. Das„ zarte" Weib, gegen welches der ritterliche Magyare die galantesten Manieren entfaltet, wird, weil dessen Arbeit so wohlfeil und es sich gefügiger zu zeigen weiß, in den Dynamit- und Meganitfabriken zu Preßburg und Zurndorf zum Füllen der Patronen verwendet, wobei es vorkommt, wie vor Kurzem in Zurndorf, wo 3 Mädchen durch Explosion derart zerrissen wurden, daß ihre Reste faum mehr aufgefunden wurden. Selbstverständlich wurde von der Polizei eine Untersuchung eingeleitet, deren Endergebniß Jedermann im Voraus weiß, daß das Unglück durch eigene Fahrlässigkeit erfolgt ist, die Sicherheitseinrichtungen der Fabrik geradezu musterhaft seien und von einem Schadenersatz bei den hier bestehenden, oder besser gesagt, nicht bestehenden Gesetzen, keine Rede ift. Zum Schluß wollen wir noch erwähnen, daß hier zu Lande die Zahl der Analphabeten 50 pet. der Gezentsaz bei den Frauen ein weitaus größerer ist, nachdem ,, Verehrter Herr Geheimrath! Der zur Ze tagende Kongreß der freien, sowie auf Grund Wir wundern uns nur, daß dies Jemand als neu rechtlicher Vorschriften rrichteten Hülfskaffen hat auffallen kann; solche Vorkommnisse können wir doch gebenst unterzeichneten Vorsitzenden des Kongresses täglich verzeichnen. Es ist ja noch gar nicht lange her, tragt, Ew. Hochwohlgeboren den Dank der du faum einige Monate, da waren für das„ be- rühmte" Kongreß repräsentirten zirka 600 000 Mitglieder z Schüßenfest in Berlin in allen Weltgegenden Mädchen mitteln für die unermüdlichen Forschungen zum angeworben worden und zwar nicht mehrere, sondern der durch Krankheiten heimgesuchten Menschheit hunderte, die nicht nur gar keinen Gehalt erhielten, bitten Ew. Hochwohlpeboren, diesen Dant en fondern dafür, daß sie in den Lokalen bedienen durften, zunehmen als ein Zeichen der Anerkennung, weld noch Mk. 1,20 bis 1,50 täglich an ihren Arbeitgeber ab: mühevolle Arbeit im Dienste der Wissenschaft zugeben hatten. Es verkehrten auf dem sehr theuren Arbeiterkreisen findet und wünschen, daß aud Boden des Schüßenplazes keine Arbeiter, aber viele von fernere Thätigkeit von Erfolg gekrönt sein möge!" denen, welche Sittlichkeitsvereinen vorstehen; aber vielleicht macht auch die käufliche Liebe blind gegen die Pflichten, die man übernommen. Die Zeitung jener Richtung, der wir damals von diesen Zuständen berichteten, hat nichts gethan als einfach die Thatsache konstatirt und das war wohl Alles; von Maßregeln dagegen haben wir nichts weiter gehört. Auf eine andere Abhilfe dieser Zustände, als die Leserinnen auch mit uns überein; möge der Und mit dankbarem Herzen stimmen gem Forscher, der Menschheit zum Segen noch recht la halten bleiben! R der im Stande wäre, die Ursachen der Prolet Aber wie würde erst der geachtet und geeh nan a Krankheit, wie die Schwindsucht gewöhnlich a ſammteinwohnerschaft beträgt, wobei natürlich der Pro- Selbsthilfe, dürfte man bei den Anschauungen der heuti: Aerzten genannt wird, aus dem Wege zu die Ursachen, welche gewöhnlich sie die mangelhaften und an Zahl ungenügenden Volks: gen herrschenden Geſellſchaft wohl noch recht lange ver: der Menschheit zu suchen sind, in zu früher schulen noch früher verlassen, als die Knaben, später im nicht aus den Kreisen der unſittlichen Arbeiter", sondern schlecht ventilirte Arbeitsräume und schlechte Wohn Erschein geblich warten. Und doch sind jene Mädchen gewöhnlich anstrengung durch schwere Arbeit, schlechte Ern Leben noch weniger Gelegenheit haben, ihre dürftigen in den meisten Fällen stammen sie aus verarmten Fa bei dem kleineren Theile dieser Kranken sind die s Kenntnisse zu vermehren, weil Wiederholungsschulen für milien, in denen noch der Dünkel alle Köpfe beherrscht, lichsten Ursachen: liederlicher Lebenswandel in weibliche Arbeiter schon gar nicht bestehen. Nichtsbestoweniger beginnt es sich auch hier zu regen und die daß es eine Schande wäre, wenn eine der Töchter Langerweile, unzweckmäßige Ernährung durch lleber Arbeiterin würde, sie gehen lieber in solche des Magens, Ausschweifungen nach allen Rich hier, seitens der Arbeiterinnen im Druckereigewerbe, und" Stellungen", um dann im Elend zu verkommen. Hier Wer hier den rechten Ausgleich einzuführ hilft nur eine gründliche Reform der Mädchen- Stande wär, der hätte die soziale Frage gelöft! in Kronstadt( in Siebenbürgen) in Gestalt eines Arbeite erziehung, die darauf hinausläuft, daß auch jedes Mädchen rinnenbildungsvereins ins Leben getreten. Auch haben einen Beruf erlernen muß und die Schulen allen Kinwir die erfreuliche Thatsache zu verzeichnen, daß auf dem dern Verachtung des Müßigganges und richtige Werthersten sozialdemokratischen Parteitag in Ungarn am 7. und 8. Dezember v. J. eine Arbeiterinnendelegirte leb- schägung der Arbeit beibringen und den Mädchen die Nothwendigkeit eigener Selbstständigkeit; das wäre die haften aktiven Antheil genummen hat. Aufgabe der Schule zur Lösung der Frauenfrage. ersten Ansäge zur Organisation der Arbeiterinnen sind Verschiedenes. P. erhalten. Literarifdies. reun Derth Wirkun atshülfe Belehrende Schriften für die heranwachsende fehlten bisher immer noch recht sehr, und mit deWohin n Verhaftung eines Mädchenhändlers. Am Freitag Freude, wie wir das Erscheinen des Heft II der Hand ne wurde auf dem Zentralbahnhof in Berlin durch Polizei- Arbeiter bibliothek„ Die Arbeiterinnen und Frauen der beamte ein Mädchenhändler in der Person des Agenten der Gegenwart" von Clara Zetkin begrüßten, nsmittel C. Hantor aus Warschau in Haft genommen. Derselbe ganz besonders für die Frauen der Arbeiter gefe Zur Lage des Konfettiousgeschäftes. Nachdem im stand in Begriff, zwei Mädchen, die in öffentliche Häuser ist, und noch recht wenig derartiges haben, mit dengen o Herbst und zu Anfang des Winters die Arbeit in dieser nach Buenos- Ayres( Süd- Amerika) geschafft werden sollten, Freude begrüßen wir das Erscheinen einer Schritungen Branche à ßerst schwach ging und ein großer Theil der zunächst nach Hamburg zu geleiten. Die Mädchen sind, unterhaltung und Belehrung für Söhne und Töcht, aber g Art eiterinnen bereits beschäftigungslos war, schreibt der wie die angestellten Ermittelungen ergeben haben, durch arbeitenden Volkes. Der Buchhandel weist all Konfektionär" nun:" Die hiesigen Konfektionäre sind andere Agenten, die sich mit diesem Handel befassen, in eine Menge Jugendliteratur auf, doch ist dieselbe jekt in England, um Frühjahrsaufträge einzusammeln. fleinen russischen Orten angeworben worden, indem man lich für die Kinder der Arbeiter nicht erreichbar, lls ma Das Geschäft ist schleppend und schwierig, nur einzelne ihnen vorspiegelte, sie würden in Petrikau gute Stekungen Prachtausstattung die Bücher zu theuer macht, od armen Bestellungen von Bedeutung sind gemacht worden." Das erhalten. In dem leztgenannten Ort brachte man sie in tönnen sie andererseits nicht empfehlen, weil der wirthsch ist eine trübe Aussicht auch für das Frühjahr. Denn die ein übelberüchtigtes Haus. Nach den Aussagen der klärte Arbeiter nicht wünscht, daß seinen Kindern amerikanischen Bestellungen werden infolge des doppelt Mädchen befanden sich dort vielleicht noch acht Schicksals: alteten Ammenmärchen beigebracht werden, aus gezogenen Bollringes ebenfalls ausbleiben und die Zeche genofsinnen, die ihnen bald nachfolgen sollten. Ein Trans- sie nichts lernen, die ihnen nur Kriegsbilder, Afrith, da w bezahlen die Konfektionsarbeiter beider Geschlechter, über- port solcher Mädchen soll kürzlich bereits abgegangen sein und dergleichen beschreiben und jederzeit bemüht si Brodpre wiegend aber die Frauen und Mädchen, denn die Damen- und dürfte wahrscheinlich auch sein Ziel erreicht haben. Kinder in möglichster Unwissenheit und Beschränkt zu leg Konfektion ist ja ein Hauptarbeitsg biet derselben. Sind Die Wiener Perlmutterindustrie, einer der besten Ren, und dann die, welche keinen Rückhalt an Eltern oder Ver: Die Verleger veröffentlichen folgenden Aufruf sich dies wandten haben, wieder auf die Straße geworfen und Erwerbszweige, ist ein theilweises Opfer der Zölle geMänner und Frauen aus dem Volke! sinken sie in der Verzweiflung zu Jenen hinab, die ihren worden: Zölle und kein Ende wohin wir sehen, und immer Hausfra Sorget für Eure Kinder, indem Ihr auch Körper feilbieten auf der Straße, dann schreit die sittlich sind es die Arbeiterinnen und Arteiter, welche die Kosten wissen, entrüstete Welt nachher über die Unsittlichkeit der Ar- tragen und zusehen müssen, was man ihnen ohne Rücksicht Geiste eine stärkende und angenehme Nahrung beiterinnen und doch wird dieselbe bezahlt mit dem Gelde nahme noch weiter aufbürdet. Die Damen der Wiener Suchet in Euren Kindern, die ja gewissermaßerer fast jener Schreier, mit dem Gelde, das man der ehrlichen Aristokratie nehmen einen Anlauf, um einem Verfall dieser Dasein fortsetzen, das zu erreichen, was Euch selb die Urf Arbeiterin vom Lohne abzog! Mögen diese Nothstände Industrie, so weit es in ihren Kräften steht, vorzubeugen sagt oder nur mangelhaft gewährt wurde und meisten den Arbeiterinnen die Augen öffnen und veranlaſſen, und bringen nun Berlmutterknöpfe aller Bariationen in daß die neuen Geschlechter in ganz besonderem Maschen 36 daß sie sich immer mehr den Organisationen anschließen. Mode. Es ist dies aber doch ein recht naiver Gedanke, Bildung auszurüsten sind, um endlich die soziale I des w wenn man meint, damit einer ganzen Industrie, die befreiung durchzusehen. Die Lokalfrage ist für die Versammlungen der Arhauptsächlich durch die kolossalen Bestellungen des Aus- Die Freie Verlagsanstalt" wird bemüht sein, n, ande beiterinnen und Arbeiter eine sehr wichtige und man ist landes( Amerikas) zu ihrer Blüthe gelangte, aufhalten zu Jugend von 10-16 Jahren eine von den Fehlenntnisse verwundert, in Industriegegenden Städte zu finden, wo können. Mögen sie lieber, wenn sie wirklich die wahre bisher bekannten Jugendliteratur freie Geistesnu dem fein Lokalbefizer seinen Saal zu einer Volksversammlung Ursache erkannten, bei ihren Vätern, Brüdern und Gatten zu bieten. hergiebt und doch sieht man, daß bei denselben Wirthen dahin wirken, daß die bedrückenden Zölle des Inlandes Gesund ,, Die Jugend" erscheint alle sechs Wochen in je nur Arbeiter- Publikum die sauer verdienten Groschen aufgehoben werden, dann wird das Ausland nicht daran völlig in sich abgeschlossenen Hefte, welches nur de und verzehrt. Es müssen auch die Frauen solcher Orte ihren denken, Gleiches mit Gleichem zu vergelten; oder mögen kostet und zum Inhalt hat: Erzählungen, Märchas Voll Stolz darein sezen, an der Lösung dieser Fragen mitzu: doch die Damen auch für das Wahlrecht der Frauen ein- dichte, Sprüche u. s. w. Aufklärungen über die ursten E helfen. Es ist dies gar nicht so schwer, sind doch Kampfe treten, dann könnten sie gleich am rechten Ort ihre Stim-( Sternkunde, Erdkunde, Physik, Chemie, Thie and nid an vielen Orten und zwar in recht kurzer Zeit siegreich men zu einem Protest erheben gegen ungerechte Gefähr Pflanzenkunde, Herkunft und Bau des Menschen), durchgefochten worden. Bei den Wirthen, die ihre Säle das Leben der Menschheit( Weltgeschichte, Bersönlichleppun für Bersammlungen der Arbeiter zu gut halten, sollte bung des Arbeiterstandes. Politif, Volkswirthschaft, Technik, Wissenschaft, ten. man auch von Seiten der Arbeiter keine Feste abhalten Diese Stoffe werden vom Standpunkt des freien D übermä und der weibliche Theil sollte sich weigern, in solchem aus, und im Sinne der modernen Arbeiter und Lokal zu tanzen. Es erweist sich dann gar bald, daß die n. rinnenbewegung behandelt werden. Nicht nur Wirthe in jenen Industriegegenden die Arbeiter noch nöthiger zu ihrem Fortkommen brauchen, als Diese die Die epochemachendste Entdeckung der Wissenschaft, Kinder, sondern auch Gures eigenen Geistes Wissellle dies das Werkchen fördern! gemäß Lokale Jener. Die Frauen und Mädchen sollen darauf welche heute alle Welt beschäftigt, ist die Heilung der Die Freie Verlagsanstalt". en einte bedacht sein, daß ausschließlich jene Wirthe bevorzugt Schwindsucht in ihren Anfangsstadien, durch ein Elisabethufer 55, Berlin S werden, welche den Arbeiterstand nicht nur brauchen, von Geh. Medizinalrath Professor Dr. Koch erfundenes sondern auch achten. Mittel, deffen Zusammensetzung aber noch geheim gehalten Dem Gastwirthsgehülfen Fachblatt entnehmen wir werden muß, um vorzubeugen, daß nicht Charlatane fich Folgendes: Diebe oder Prostituirte! Für das in dieser seiner bemächtigen, und auch, um noch erst mehr HeilWoche in Berlin zu eröffnende Lokal, Feen- Palast", früher erfolge abzuwarten und an der Hand dieser, genau seine unter dem sonderbaren Namen„ Königsbau" bekannt, find Wirksamkeit nachweiſen zu können. Aus allen Welttheilen auf seine Ausführung:" Im Reichstag wollen wie Folg mehrere Kassirerinnen" engagirt worden mit einem strömen Kranke und Aerzte nach Berlin, erstere um ge- doch lieber durch Männer als Frauen vertreten monatlichen ,, Lohn" von vierzig Mark. Von diesem Lohn" heilt zu werden, lettere um beim Meister selbst die Be- Borläufig haben wir so wenig Aussicht, Volksvertr werden, wie er selbst. Wenn jedoch das Zeitraberbrauc sollen diese armen Geschöpfe Wohnung, Garderobe, Wäsche handlungsmethode zu studiren. usw. und wahrscheinlich auch noch ihre theilweise Kost be= Biele Stadtverwaltungen beriethen bereits, wie das etwa ein Menschenalter fortgerollt sein wird, dan trieb, auch die politistung 1 streiten. Unserer Ansicht nach giebt es nur zwei Wege bis jetzt noch sehr kostspielige Heilverfahren auch den die Frau die gleichen Rechte, für diese Damen, um sich über Wasser zu halten, sie ver- Bedürftigen zu Theil we den könnte, und Berlin ging haben, selbst gegen ihren eigenen Willen. Bitte les greifen sich entweder an der von ihnen verwalteten Kasse damit voran, in den städtischen Krankenhäusern eine An- Baumbach's Broschüre:„ Die Frauenfrage". und gerathen in die Hände des Staatsanwalte, oder sie zahl Betten für unbemittelte Kranke dieser Kategorie zur vermeiden die Scylla und gerathen in die Charybdis, Verfügung zu stellen; viele andere Städte folgten diesem Alle Vereinigungen von vnd für Frauen der indem sie ihre Reize feil zu halten gezwungen sind und Beispiel un setzten bedeutende Summen zu demselben werden wiederholt um Angabe des Namens des Schacher mit Menschenfleisch treiben, um der Sittenpolizei Zwecke aus. Ist doch diese schleichende tückische Krankheit wie Adresse der Vors. gebeten. desto sicherer zum Opfer zu fallen! Die Grausamkeit der gerade in den Reihen der Armen und Nothleidenden an Unternehmer und des Kapitals spricht in diesem Falle der Tagesordnung und besonders das weibliche Geschlecht ganze Bände. Unsere Forderung nach einer gefeßlichen liefert den größten Prozentsaz dieser Kranken. Doch so Regelung der Lohnverhältnisse in unserem Gewerbe wird groß und schön ist diese Erfindung, daß wohl Niemand = " Willensdiaft. " Brieffaften. Nehl w nige ein en Mur Dem freifinnigen" Herrn Redakteur zur en davo Drud von Fr. Meyer, Hamburg, Rosenstr. Lebene 1 schlächt ur Zeit Il neue aller doch ipt, da 3 bleiber einefleif