fem achius, ige. iftif nol Pf. irde ort thsnete ge aufe nten tral tehr, und un ะ i in ber bem ver: otin, iden men. eider auen inem hat. Selbst Ima rther Als : ein als e F.s Mit : ab, auf unter ihrem Ein bat Inklin Nr. 45. Die Hamburg, den 7. November 1891. 1. Jahrg. Arbeiterin für die Interessen der Frauen und Mädchen des arbeitenden yolkes. Drgan aller auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Dereinigungen der Arbeiterinnen. Erscheint wöchentlich einmal und zwar am Sonnabend. Eintracht macht stark Bildung macht frei! Redaktion: Emma Jhrer, Velten( Mark). Annoncen pro Zeile 20 Pfennig. Vereine erhalten Rabatt. Expedition und Verlag: Fr. Meyer, Hamburg, Rosenstr. 35. Abonnement pro Vierteljahr 1 Mark, Einzelnummer 10 Pf. Dirett per Kreuzband Mt. 1,40. Freunde und Freundinnen! Sorgt für die Verbreitung der Arbeiterin"! Der Parteitag zu Erfurt. II. 15. Oftober. Gottfried Schulz- Berlin, Vorfizender der Kontrollkommission, bemerkte hierauf, daß, trotz aller Anklagen, an die Kontrollkommiffion innerhalb der letzten 11 Monate nicht eine einzige Beschwerde eingelaufen sei. Die Kontrolkommission habe Kasse und Bücher des Parteivorstandes vollkommen in Ordnah mung gefunden und beantrage er daher im Namen der fich, Rontrolfommission, dem Parteivorstande Decharge zu ber ertheilen. 0 Dor wie De nahm ndlich gegens D 100 elaben mpson Stelle Diefe bittet efichts er hat, Werner, von der Berliner Oppofition, verwahrt fich gegen die Behauptung, daß eine Oppofition als denen solche bestände. Er habe nur einzelne Personen des eraden Barteivorstandes angegriffen. Wildberger Berlin behauptete, daß einem Abgeordneten 5000 Mt. gegeben seien, um zwei Schuldner bezahlen zu können. Bebel ürger erklärte, diese Beschuldigung beruhe darauf, daß der gsrath Vorstand einen in Roth gerathenen Abgeordneten 2500 Mt. gegen Sicherheit geliehen habe. Bebel forderte sodann Wildberger auf, seine Verleumdungen erzu beweisen, andernfalls würde der Parteitag Maß nahmen treffen. An der Debatte betheiligten sich noch Meist Köln, Petro- Berlin, Jacobei- Berlin, Frohme, Peus Berlin, Glocke- Berlin, Schulz- Königsberg, Joestrenden Mainz, Liebknecht. Die meisten Redner verlangten den Ausschluß der Opposition, die die Partei geschädigt habe. Von den gestellten Anträgen ist besonders folPenum gender, von Bebel gestellter von Interesse: Der Partei en ge tag wolle beschließen: Eine Kommission von neun Mitgliedern zu ernennen, welche die Anklagen der bunal Opposition in Bezug auf die Parteileitung und die Reichstagsfraktion, sowie die Anklagen, daß die Parteier Geleitung bezw. der Parteivorstand gegen die Parteitaktik verstoßen habe, zu prüfen und dem Parteitag Bericht zu erstatten habe. Um 7 Uhr Abends wurde die Sigung bis Freitag Vormittags 9 Uhr vertagt. Be einge grüßungstelegramme waren noch eingetroffen aus Eincinnati und von den Frauen aus Gera- R. febr nd die Heldin affen." dem welcher zu den htigte, Thi Der welche werde. efelben Anträge auf Schluß der Debatte gehen ein. Bebel wendet sich dagegen. Dr. Lur Magdeburg( Volksstimme): Der Nachweis der geheimen Verbindung unter Oppositionsmit gliedern sei fläglich gescheitert. Er selber stehe nicht auf dem Boden der Opposition. Er wolle aber nicht den Kopf feige aus der Schlinge ziehen, er versuche nur objektiv zu sein. In seinen weiteren Auslaffungen wendet er sich gegen das Hamburger Echo, welches behauptet, daß in der Redaktion der Magdeburger Volksstimme anarchistische Elemente seien. FischerFischer. Berlin meint, die ganze Kampfesweise der Opposition sei gestern eine anständige gewesen, aber die Genossen hätten einmal einer Versammlung in Berlin beiwohnen müssen, da würden sie viele Drohungen seitens der Opponenten gehört haben. Weiter konstatirt er durch ein Beispiel, daß Wildberger doch Anhänger in der Opposition habe. Dieser hatte dies energisch bestritten. spricht ihm sein vollstes Vertrauen aus.- 3. Antrag Bebel: Eine Kommission von neun Mitgliedern zu ernennen, welche die Anklagen der Opposition in Bezug auf die Parteileitung und die Reichstagsfraktion, sowie die Anklagen, daß die Parteileitung bezw. der Parteivorstand gegen die Parteitaktik verstoßen habe, zu prüfen und dem Parteivorstand Bericht zu erstatten habe. Man schritt nun zu Punkt 3a der Tagesordnung: Die parlamentarische Thätigkeit der Reichstagsfraktion. Berichterstatter Moltenbuhr- Altona. Es komme darauf an, daß die Arbeiter besser gestellt und dadurch kampffähiger gemacht werden. Mit Bezug auf die Thätigkeit der sozialdemokratischen Partei im Reichstage erwähnt er u. A., daß Initiativ- Anträge gestellt worden wären, von denen einer bezüglich der Arbeiterschußgesetzgebung angenommen wurde. Bezüglich des stehenden Heeres sei, wie auch früher. eine ablehnende Haltung eingenommen worden. Redner wendet sich gegen die Opposition, deren Verhalten er auf das schärfste verurtheilt. Der Parteitag habe zu entscheiden, ob die Haltung der Fraktion Billigung verdiene. Hierauf spricht Bebel in zweistündiger Rede über die Taktik der Partei. Es seien gegen diese die schärfsten Angriffe erhoben. Er beleuchtete zuerst die Entwicklung der Partei und ihre Ziele, das Programm sei die Richtschnur für die Kampfesweise, durch welche Letzteres zu erreichen ist. Das legte sei die Beseitigung der heutigen bürgerlichen Gesellschaft. Dazu sei vor allem nöthig, daß die Partei die politische Macht erhalte. Hierfür müsse agitirt werden in Vereinen, in der Presse und besonders im Parlament. Ein Delegirter aus Elberfeld ist der Ansicht, es sei Hauptsache, sich an die einzelnen Personen der Opposition zu halten und sie durch die Kommission beurtheilen zu lassen. Diese habe zu erwägen, wie weit sich diese Personen gegen das Interesse der Partei vergangen hätten. Wildberger Berlin bemerkt, daß er in der Kommission nicht erscheinen werde, da er vorher wisse, daß er verurtheilt werde. Werner Berlin appellirt an das Gerechtigkeitsgefühl der Genoffen und behauptet, daß der Parteivorstand eine vernachlässigte Aufstellung der Thatsachen gegen die Oppofition vornahm. Er schloß mit den Worten:„ Machen Sie mit uns tabula rasa, trotzdem werden Sie uns nicht zu Anarchisten stempeln. Wir werden als echte Sozialdemokraten weiter fämpfen zur Befreiung des Proletariats!" Ullrich Offenbach wünscht der Opposition ein Ende zu machen und die betreffenden Genossen auszuschließen. Seien fie Gegner der Partei, dann könnten die Feinde derselben nicht mehr sagen: In der Partei herrsche Unfriede. Fischer Berlin: Wenn die Opposition von einem guten Tone rede, deffen sich der Parteivorstand befleißigen solle, so solle 16. Oktober. Reichstagsabgeordneter Singer fie doch zunächst vor eigener Thür kehren. Nach Nach roden eröffnete am Freitag die Versammlung 410 Uhr Vor dem um 3/412 Uhr erfolgten Schlusse der Debatte ermittags. Begrüßungstelegramme und Zuschristen waren eingetroffen aus Granada, Kopenhagen, Konstanz, Stockbolm, Kalbe a. S., Leipzig, Ostrowo, Charlottenburg, er Ge Boltsmarsdorf, Hanau, Kiel, Altona, Plauenscher Grund. Die Debatte vom Tage vorher wird eifrig fortgeseßt. Schmalfeld- Stade ist der Ansicht, man solle mit ber Oppofition nicht gleich tabula rasa machen, son Gubbern der öffentlichen Meinung in Berlin es überlassen, Die ben Kehraus zu machen. Die Personen der Opposition befänden fich heute als Angeklagte, nicht mehr als Kläger unter den Genossen. Auerbach Magdeburg verwahrt fich gegen den gestern ihm gemachten Vorwurf der Feigheit. Werner und Wildberger, so sei behauptet worden, hätten den Kopf aus der Schlinge gezogen und ein jammervolles Bild geboten. Nun wohl, er gestehe den Genossen das Recht zu, diese so zu finden. Sie würden doch feststehen in der Oppo. ſition. Die Genoffen hätten zwar das Recht, die Oppofition auszuschließen, aber das sage er ihnen, daß fie fich auch außerhalb des Rahmens der Partei zu Anarchisten nicht machen lassen würden. gt und te eine g ver Inblid. tig be or fich it, daß Дзит ordern, wahren en und ich feine aff, Herbert Stettin, Hoffmann Zeiß, welche die Referentenfrage berühren und regen an, man möge in die dortige Gegend des Defteren Redner senden, damit die Arbeiter, welche im Kampfe vorwärts fommen wollten, sich nicht durch die Berliner Streiterei berücken ließen. Die Opposition habe allerdings Anklagen erhoben, und man war gespannt, aber dadurch, daß bie Klagen unhaltbar waren, haben sich die Opponenten den Boden der Sympathie entzogen. Scharf bendet er sich gegen Wildberger. efonders D. R. aße 35 griffen noch einige Delegirte wie Dr. Lur, Grillengriffen noch einige Delegirte wie Dr. Lur, Grillen berger, Fischer- Berlin, Auerbach usw. das Wort zu persönlichen Bemerkungen. Dann tam Referent AuerMünchen zum Schlußworte. Er legte die Frage vor, ob das, was von der Partei als Anschuldigung gegen die Berliner Opposition angeführt, auch den Thatsachen entspreche oder nicht. Er stehe auf dem Standpunkte wie Tags vorher: Entweder beweisen oder widerrufen, oder es folgt das Dritte: das Ausschließen. Nun bezeichnete er die Personen, welche zum Widerrufe aufgefordert werden sollen: Werner, Niederauer, Biester, Auerbach, Milenz, Schulze, Baginsky, Lamprecht und Wildberger. Er wiederhole, der Parteivorstand verlange im Interesse der Parteiehre, daß der Parteitag hier Wandel schaffe. Innerhalb ter Partei sei man verantwortlich für das, was in ihr paffire; aber der Parteivorstand erkläre, diese Verantwortung nicht mehr tragen zu wollen. Entweder der Vorstand müsse mit Schimpf und Schande aus der Partei hinaus, oder aber die bezeichneten Opponenten müßten erklärten, daß fie Schimpf und Schande in die Partei brachten. Von 3/42 bis 4 Uhr vertagt sich die Versammlung. Der Vorfizende brachte beim Wiederbeginn derselben Depeschen und Zuschriften aus London, Speyer, Gera, Freiberg i. S., Berlin, Brandenburg, Gelsenkirchen, Laufig und Hamburg zur Kenntnißnahme. Angenom men wurden folgende Anträge: 1. Antrag der Kontrolleure bezüglich Ertheilung der Decharge für den Kassirer und den Parteivorstand. 2. Antrag Erhardt, Ludwigshafen und Reißhaus- Erfurt: Der Parteitag ist mit der Thätigkeit des Vorstandes einverstanden und | Unflugheit wäre es, wie es die Opposition wolle, auf die Barrikade zu gehen. Bei den heutigen Kriegsheeren, wie solche die Welt noch nie gesehen, würde man mit den paar hunderttausend Arbeitern doch bald fertig werden. Die Ziele der Partei müßten in Ruhe und Beständigkeit erstrebt werden. Gerade die Ruhe sei es, welche den Gegnern so schwer im Magen liege. Aber die Opposition gebe diesen Gegnern Waffen in die Hände. Im Anschlusse an seine Rede erläutert Be.el eine von ihm ausgearbeitete Resolution, welche er anzunehmen bittet. Er schloß mit den Worten: ,, Sorgen Sie dafür, daß die Ehre und das Intereffe der Partei nach allen Richtungen hin gewahrt werde." Die Sonnabendfißung eröffnet Rloß Stuttgart um 9 Uhr Vormittags. Die Präsenzliste weist heute 256 Delegitte auf, worunter 6 weibliche, Frau BoffeBremen, v. Hofstetten- Berlin 6, Jhrer- Berlin 2, Rohrlack- Berlin 4, Steinbach- Hamburg, Vogel- Gera. Depeschen liegen vor aus London, Winterthur, Amsterdam und aus Straßburg von den„ Zöglingen der Ferienkolonie"( Rufe: Hört, hört!). In zweistün diger, fließender Rede verbreitet sich Georg von Vol. mar über die Entwickelung der sozialdemokratischen Partei in den legten 30 Jahren. Er erinnert an die Zeit, in der der Eintritt in das Parlament als Verrat und Kurzsichtigkeit gekennzeichnet wurde. Nach dem Stuttgarter Beschlusse sei jedoch der Eintritt in bas Parlament aus agitatorischen Gründen erfolgt. Diese parlamentarische Thätigkeit wäre unterbrochen worden durch das Sozialistengesez. Er habe stets wiederholt, daß das Sozialistengeset nicht aus Rücksicht auf die Partei gefallen sei und daß es eine Dummheit wäre, schärfere Waffen seitens der Partei in Anwendung zu bringen. Er erklärt, er stehe im Uebrigen ganz auf dem Boden der Bebelschen Resolution, doch müsse er noch darauf hinweisen, in konsequenter Weise vorzugehen; denn je größer die Macht heranwachse, desto nothwen diger sei dieses. Man habe in Deutschland das Parlament zu stärken, freilich mit der Voraussetzung, es für die Sozialdemokratie zu erobern. Liebknecht habe �MW>WIWW>W»»WLL7"'------- selbst gesagt, daß es eine �horheit sei zu giauoen, die meisten seien Sozialdemokraten. Achtzig Prozent wären vielmehr gegen ste. Da müsse also die Taktik der Partei so eingerichtet werden, daß langsam von diesen achtzig Prozent immer mehr zur Sozialdemo- kratie herüberkommen. Nicht im Sturme soll man versuchen, dieses zu erreichen. Im politischen Leben komme man nicht mit nervösen Leidenschaften, sondern mit Ruhe zum Ziele. Am Schlüsse seiner Rede be- streitet v. Vollmar, daß er eine neue Taktik der Partei herbeiwünsche und behauptet, er stehe vielmehr ganz und voll aus dem Boden der gegenwärtigen Taktik, die er folgerichtig durchgeführt haben wolle.— Die schier endlose Debatte eröffnet Wildberg er- Berlin. Er entwickelt den Standpunkt der Opposttion und verwirft namentlich das Verhalten der Fraktion im Parlament. Die Sprache der Abgeordneten müsse eine schärfere werden.— Singer polemisirt auch gegen v. Volmac. Dasselbe thut Liebknecht. Letzterer sagt, es verstehe sich von selbst, wenn ein Feind ins Land komme, daß man ihn hinauszuwerfen suche, aber Opportunismus, wie Vollmar ihn wolle, könne die Partei nicht treiben, ebenso wenig wie Wildbergerschen Anarchismus. Die Partei gehe weder auf den opportunistischen, noch auf den anarchistischen Leim.— Auch die Rachmittagsversamm- lung eröffnette und leitete Kloß-Stuttgart. Der An- drang des Publikums war diesmal größer, denn je zu- vor.— Zunächst gab der Vorsitzende bekannt, daß Be- grüßungstelegramme aus London, Brasllien und Amster- dämm eingetroffen seien. Dann ergriff Tölcke- Dortmund das Wort. Bezüglich der Opposition bitte er den Grundsatz: Opposition müsse sein, fallen zu lassen. Wenn Jemand belehrt worden sei, müsse er sich den Beschlüssen der Partei fügen. Mit der Bebelschen Resolution sei er vollkommen einverstanden.— Volderauer- Karlsruhe empfiehlt ebenfalls die Annahme der Bebelschen Reso- lution und ist dafür, in ruhiger Weise bei Agitationen vorzugehen. Bei ihm in Süddeutschland habe man nur durch Ruhe Fortschritte gemacht. Es sprachen noch gegen die Opposition Grothe« Halle und Thierbach-Berlin; für dieselbe Auerbach-Magde- bürg. Vor Schluß wird noch der Antrag eine Kommis- sion aus 27 Mitgliedern zur Berathung des Programms zu wählen, angenommen. In der Sonntag-Rachmittag stattsindenden Sitzung werden verschiedene Anträge zur Berathung ev. Ab- stimmung gebracht. Von den Anträgen, die Presse betreffend, wird derjenige der Genossen in Dortmund, Lüdenscheid, Würt- Lemberg, Berlin I. und Leipzig angenommen. Er lautet:„Das Parteiprogramm soll, mit einem kurzen parteigeschichtlichen Ueberblick, sowie mit allgemein ver- ständlichen Erläuterungen des Programms versehen, gedruckt und zum Zweck der Massenverbreitung als Agitationsschrift zum Betrage der Herstellungskosten ab- gegeben werden." Trilse-Leipzig spricht sein Be- dauern darüber aus. daß achtzig Prozent wohl den Namen Sozialdemokratie trügen, aber die Prinzipien der Sozialdemokratie noch nicht begriffen hätten. Er stellt dieses als eine traurige Thatsache hin.— Bebels Antrag: Der Parteitag wolle sich damit einverstanden erklären, daß die Berliner Genossen eine Kommission von neun Mitgliedern wählen, die in Gemeinschaft mit dem Parteivorstande die Kontrolle des lokalen Theiles des„Vorwärts" zu übernehmen hat, wird mit großer Majorität angenommen. Zu dem von Koppe-Rixdorf gestellten Antrag, das Audi eine drraaenftflge. 1. Friede. Gestern Nachmittag sitze ich ruhig bei meiner Ar- beit und mache mir keine weiteren Gedanken, als über die Zeit, die ich noch brauchen werde, ehe sie fertig ist. Da stürzt meine Nachbarin, die Neumann, zu mir in's Zimmer und grüßt kaum, so eilig hat sie es, mir ihre Geschichte zu erzählen. „Nein, Frau Klein, so was zu erleben! Da traut man ja keinem Menschen mehr Gutes zu. Man ist ja in einer wahren Räuberhöhle! Ich zieh' aus, in dem Hause bleib' ich nicht, in der säubern Gesellschaft! Denken Sie sich, die Steiner, die bei uns im Hause wohnt, die Wäscherin, die immer so eine ordentliche Person war— der ihre beiden Töchter sind heute Nacht im Polizeigewahrsam gewesen und haben ihre Karte, die liederlichen Weibsbilder! Und mit dem Ge- sindel muß man im Hause wohnen! Wenn der Haus- wirth sie nicht hinaus wirft, dann ziehen ihm alle ehr- lichen Leute aus. Ich bin nur gleich zu Ihnen ge- laufen. Frau Klein, um es Ihnen zu sagen. Denn Sie haben mit der Steiner auch zu thun gehabt und jetzt werden Sie doch nicht mehr den Fuß zu lem Lumpenvolk setzen können." Wie bin ich erschrocken! Denselben Tag noch wollte ich ja der Steiner die Hemden meines Manne« bringen, weil ich selbst sie nicht schön genug zurecht machen kann; ich hab's eben nicht gelernt. Die Steiner geht eigentlich in die Häuser zum Waschen und nimmt nur ein paar Stücke nach Haus, wenn sie einen Tag AlwnMnt m D llfcailM M festzusetzen bemerkt Bebel: Das Abonnement belaufe sich jetzt aus 3 M. 30 Pf. pro Quartal. Wenn nun bei den 35 000 Exemplaren des„Vorwärts" 30 Pf. pro Exemplar gestrichen werden sollten, verlöre die Partei 42 000 M. pro Jahr. Die Unkosten wüchsen schon dadurch, daß der Parteivorstand beschlossen habe, vom 1. Januar 1892 ab ein illustrirtes Unterhaltungsblatt, „Die neue Welt",- dem„Vorwärts" als Beilage bei- zuzugeben. Um 3 4 6 Uhr vertagte sich die Versamm- lung bis Montag vormittags 9 Uhr.— Um 8 Uhr begann der von der Erfurter Partei veranstaltete große Kommers. In der Montag-Sitzung wird die Berathung über die Taktik fortgesetzt. Schmidt-München erklärt, mit der Rede Vollmar's nicht einverstanden zu sein, hofft aber, daß dieser sich den Beschlüssen des Parteitages fügen werde. Metzner-Berlin spricht gegen die Opposition. Fischer- Berlin führt aus, daß man von Vollmarschen Stand- vunkt ausgehend, kein Recht mehr habe, von der Sozial- demokratie zu reden, sondern nur von einer allgemeinen deutschen Arbeiterpartei. Liebknecht: Es habe die Be- sorgnis in der Partei obgewaltet, daß Vollmar diese zu einer neuen Taktik verleiten wolle. Gegen Voll- mars Ausführungen wende sich die Bebelsche Resolu- tum nickt mehr scharf genug, es sei ein Amandement nöthig, das sich deutlich gegen das Vorgehen Vollmars wende. Im Schlußwort erklärt Auerbach- Berlin noch Folgendes: Da wiederholt gesagt worden, die Berliner Opposition sei auf dem Parteitage so gut wie ver- nichtet worden, legten die Opponenten ihre Stellung noch einmal klar. Die Opposition habe die Kühnheit gehabt, zu erklären, daß das Programm in einer prin- zipielleren Form verfochten werden möge Die Oppo- nenten seien Sozialdemokraten und blieben auch solche. Sie könnten beweisen, daß man aus die Taktik Voll- mars kommen müsse. Bebels Taktik erzähle, die Voll- mars handle. Auer führte aus, daß bei Vollmars Taktik Gefahr vorhanden. Sei Gefahr vorhanden, so tippe man doch nicht an die Glocke, sondern läute Sturm. Die Sturmglocke hätte die Opposition in Berlin geläutet und wür-e sie auch wefter läuten. Vollmar stehe nicht allein. Es sei bedauerlich, daß man die Opponenten häufig unterbrochen und gewisser- maßen gesagt habe,„seht euch den an, der ist ein Schurke."— Des Vorsitzenden Glocke ertönt; er be- hauptet, solche unparlamentarische Ausdrücke seien nicht gefallen.— Auerbach führt dann weiter aus: Wenn verschiedenseitig behauptet worden, daß an der Gewin- nung der Agitation, an Gewinnung der Massen, der Opposition nichts liege, so erwiderte er: das glauben ja die Genossen selber nicht. Wir wollen die Massen aber nicht mit einer Sozialdemokratie beglücken, die in Wahrheit keine ist, wir wollen kein Buhlen mit der Atasse haben aus Kosten unseres Prinzips. Er sei kein Freund davon, daß man sich auf die Broschüre eines Mannes stütze, welche dieser vor 20 Jahren ge- schrieben. Für ihn heiße es: hältst du das, was da- mals geschrieben war, für richtig, hältst du dasselbe auch heute für richtig. Seitens der Münchener sei be- hauptet worden, die seitens der Opposition angeregten Fragen gehörten einzig und allein vor das Forum des Parteitages. Darauf erwiedere er, könne man es der Opposition verdenken, daß sie früher ausgestanden sei und nicht erst wartete bis zum Parteitag, sondern be- reitö vorher diskutirte? Nun komme er auf die par- lamentarische Thätigkeit der Reichstags-Fraktion zu frei hat; die ganze Nachbarschaft wartet immer darauf. Sie könnten ganz schön leben, wenn der Mann nicht so lange krank gewesen wäre, denn jetzt hat er wieder Ar- beit in der Niaschinenfabrik und sie haben nur die beiden Töchter, liebe, lustige Mädchen von siebzehn und vier- zehn Jahren. Ich bin immer gern hingegangen und Hält'S nie geglaubt, daß die schlecht wären. Wie dank- bar war ich aber jetzt der Neumann, daß sie mich noch zu rechter Zeit gewarnt, ehe ich drüben war. Sie hat mir auch eine andere Wäscherin empfohlen und weil sie doch einmal unterwegs war, das Päckchen mit den Hemden gleich mitgenommen. Wie ich nun so dasitze und an die schreckliche Ge- schichte denke, klopft es wieder und herein kommt die ältere Tochter der Steiner.„Zch will nur die Wäsche holen," sagte sie,„die Mutte: ist morgen zu Hause und da will sie heute Abend einweichen, weil sie es Ihnen ja schon vorige Woche versprochen hat, daß sie Ihnen wäscht." Die Lene sah ganz verweint aus und ihre Stimme war heiser und leise. Ich Hab' sie immer gern leiden mögen, und wie sie so da steht, thut sie mir auch leid, aber daß sie nach dem, was geschehen ist, zu mir in mein Zimmer kommt, das treibt mir doch den Zorn in den Kopf.„Mach, daß Du hinaus kommst," schrie ich sie an,„wie kannst Du Dich unterstehen, zu mir zu kommen? Ich weiß schon Alles." Sie antwortet nichts und ist in einem Umdrehen draußen. Nun, ich setze mich wieder an meine Arbeit und will an die garstige Sache gar nicht denken— was gehen mich die Leute an? Da klopft es aber schon ayem er worden sei, bezüglich der Verstaatlichung des Apotheker- wesens. Die Opposition stimme entschieden gegen diesen Antrag; denn diesem Staate, der mit den da- durch gewonnenen Ueberschüssen nur neue Montirungen. neue Gewehre beschaffen würde, diesem Staate, wolle man keine Waffe in die Hand geben.— Bebel habe ausgeführt, bei einem etwaigen Kriege gegen Rußland marschirte die Sozialdemokratie mit. Er(Auerbach) habe eine andere Ansicht: als Sozialdemokraten seien die Genossen gegen den Krieg; freilich müßten sie mit- marschiren. da sie die Macht noch nicht hätten. Aus einem Kriege sei noch nie Segen entstanden und so würde auch aus einem Deutsch-Russisch-französischen Kriege ein Segen nicht entstehen.— — Weiter beschäftigt Auerbach sich mit einer Auslassung des Peus-Berlin, welcher sagte, �man müsse Rücksicht nehmen auf die indifferenten Maffen. Man müsse sich die Achtung derselben erwerben. Ja, meint Auerbach, dann würden wir nur einen Achtungserfolg erzielen, aber wir wollten doch bis ins Herz des Proletariats dringen. Nach verschiedenen persönlichen Bemerkungen werden die Berathungen abgebrochen. Es erfolgen nur noch einige Mittheilungen. Auerbach erklärt im Namen der Opposition, daß Werner, Wildberger, Schultze-Magdeburg, Baetge und Auerbach sich den Beschlüssen der Neuner-Kommission nicht unterwerfen würden. Sie protestirten gegen diese Hinrichtung hinter verschlossenen Thüren und verlangten volle Oeffentlichkeit. Der Redner wird vom Vorsitzen den unterbrochen mit der Bemerkung, daß diese Er- klärung nicht zulässig sei, worauf die gen. Mitglieder den Saal verlassen. Der Vorsitzende theilt mit, daß die Wahl des Neuner-AuSschusses erfolgen müsse, gleichviel. ob die Opposition geneigt sei, sich den Beschlüssen desselben zu unterwerfen oder nicht, und schließt darauf die Sitzung. Niese Welker? Gar manche Zeitung hat wieder mit Eifer die Gelegen- heit benutzt, diesen bösen Frauen eins auszuwischen. Die günstige Gelegenheit boten einige Sensationsprozesse, die sich in letzter Zeit in Berlin abspielten. Der Vorgang war der- selbe, der schon nianchmal in gleicher Weise sich abgespielt hal> Der Richter macht die zahlreich anwesenden Frauen darauf aufmerksam, daß Manches vorkommen wird, was die „gute Sitte" verletzt und fordert sie auf, den Saal zu ver- lassen. Aber keine, oder höchstens eine oder zwei machen von der freundlichen Einladung Gebrauch und verschwinden, die anderen bleiben!! Ja, es ist schrecklich, daß die Frauen nicht in hellen Haufen davonflohen— warum blieben sie nur? Sollte es möglich sein, daß sie aus zarter Rücksichtnabme für die aN< wesenden Männer blieben? Denn, daß auch nur e i n Mann von den zahlreich anwesenden sich entfernt hätte, hört man nicht? auch nicht, daß eine gleiche Aufforderung an sie erging. So wollten denn gewiß die zartfühlenden Frauen d>e Männer nicht allzu sehr beschämen. Denn was unanständig und unsittlich ist, kann doch in Wahrheit für einev Mann nicht wenger unpassend sein, als für eine Frau? Was sind denn das überhaupt für Dinge, die der gutt3 Sitte zuwiderlaufen, bei denen der Präsident es für nöthig hält, den Frauen graulich zu machen? Es sind Dinge, � zwischen Mann und Weib vorgehen, die also für den Ma"3 durchaus nicht anders- erscheinen, als für die Frau. Gewiß giebt es Umstände, welche es rathsam erschei»� lassen, bestimmte Verhandlungen vor Gericht unter Ausseht der Oeffentlichkeit zu führen; Niemand wird vernünftig�' wieder und hereinstürzt die Steiner selbst. Dunkelro� vor Zorn steht sie vor mir und sä reit auf mich � daß ich mich gar nicht retten kann. Aber freilich, hat die Sache ganz anders erzählt, als die Neuman"' Hock und theuer hat sie sich verschworen, daß üst Kinder nie mit einem Mann zu schaffen gehabt, uN daß man nichts, auch gar nichts ihnen nachsagen könn' Und daß ihnen himmelschreiendes Unrecht geschehen und daß sie es nicht so hinnehmen wird, und daß der ihre armen Kinder beschimpft, sich vor Gericht wi verantworten müssen. Und die Sache selbst sei so geweft. Sie selbst war in der Arbeit und der Mann chM die Kinder haben zu Hau« gearbeitet— die Lene na? — und sind Abends zusammen ausgegangen, um d® zum Abendessen einzukaufen. Den ganzen heißen sind sie in der dumpfen engen Stube gesteckt und haben sie den kleinen Umweg um die Allee am gemacht, um ein bischen freie Luft zu athmen. � find immer lustig und guter Dinge und so hab�" � jetzt auch geschwatzt und gelacht, wie eben junge' die an nichts denken. Da kommt mitten in ihrem lächter ein Mann auf sie zu und fordeit sie auf, � zugehen auf die Polizei. Die Mädchen wissen wie ihnen geschieht und wollen nicht mit, er aber 1 � ihnen auf den Kopf zu, daß sie nur so laut ge haben, um die Herren anzulocken und führt sie mü walt mit. Die Kleine weint jämmerlich und die~ � sammeln sich an, fragen, was es giebt und sagen Polizeibeamten, daß die Mädchen nichts Unrechts than haben— man kennt sie ja in der Gegend aber es hilft Alles nichts; es bleibt dabei, sie müssen it. I*>ii Teute Dagegen etwas einzuwenden gaven. 100410 user CETIC eter handlung öffentlich ist, gehört es sich ganz gewiß nicht, egen man die Frau an der Ausübung ihres Rechtes, der dachtsprechung zuzuhören, hindern will. Geradezu unschickgen, im höchsten Grad aber ist es, ihr dieses Recht hintervolle de stehlen zu wollen, indem man diejenigen, welche es uzen, als frech und schamlos hinstellt. habe land ach) jeien Wer sich übrigens öffentlich zu dieser Art, die Frauen zuschüchtern, bekennt, der erkläre wenigstens folgerichtig, es auch unpassend sei, wenn Frauen vor einem männmit en Gerichtshof erscheinen müssen; ganz besonders in heikAus hen Angelegenheiten. Insbesondere aber dürften auch > so uginnen, welche über dergleichen Gegenstände Auskunft chen geben haben, dies nur thun vor einem weiblichen Gerichtsf und vor einem weiblichen Publikum. jung Solange aber Frauen gezwungen werden können, vor ficht em Gerichtshof von Männern und einer Zuhörerschaft fich on Männern sich unter Zeugeneid über Alles zu äußern, bach, as ein Staatsanwalt oder Vertheidiger sie zu fragen für elen, thig findet, so kann man es nur als gut und richtig beriats ichnen, wenn unter den Zuhörern sich auch Frauen ngen finden. nur daß und ffion Ueber die Gründe, welche eine Frau veranlassen, sich ese Bilder aus dem Leben in seiner abschreckendsten Gestalt zusehen, läßt sich nur sagen, daß in dieser Beziehung auch in Unterschied zwischen Mann und Frau zu bemerken ist. Die krankhafte Neugier, die sich bloß nach Aufregung diese hnt, die in der Enthüllung verbrecherischer Schande schwelgt, igten verwerflich bei beiden Geschlechtern; der Drang, sich durch igen gene Anschauung Kenntniß von Lebensverhältnissen zu verGraffen, welche leider einen allzu großen Einfluß auf das ieder Bohl und Wehe der Gesellschaft haben, ist bei Beiden ein daß tlicher und hoch berechtigter. Und für die Frauen mag leich es in noch höherem Maße zutreffen. Denn Manche, die üſſen trauf octtoyen TOCLOC TOTO werden, daß diejenige Jugendlektüre, welche bisher das Feld unbestritten beherrscht hat, die Jugend nicht oder doch nicht so schnell verrohen läßt Wie sieht denn diese Jugend lektüre aus? Sie läuft im Großen und Ganzen hinaus auf eine Verherrlichung der„ Frömmigkeit", der Königstreue und der Rohheit. Als die drei höchsten Güter, von denen alle Begeisterung ausgeht, erscheinen darin Gott, Landesherr und brutale Gewalt. Natürlich wird in diesen Jugendschriften, welche eine systematische Verdummung, Unterdrückung freiheitlicher Gesinnung und eine gefährliche Verrohung, also das Gegentheil von Aufklärung und Veredelung, wenn nicht bezwecken, so doch thatsächlich bewirken, möglichst stark aufgetragen und wacker gelogen. Die Frommen" sind immer edel;„ fromme" Schurken werden nie geschildert. Im Leben soll das zuweilen etwas anders sein. Manchmal läßt der Verfasser einen Frommen" Noth leiden und verfolgt werden; aber zum Schluß bleibt der Lohn für das Gottvertrauen nicht aus. Auch das soll im Leben nicht immer der Fall sein. Die Könige und Kaiser sind natürlich nicht minder edel. Es hat zwar auch solche gegeben, die das Gegentheil von edel waren. Aber da wird fleißig rein gewaschen und weiß gebrannt, so daß mancher dieser Herren nachher gar nicht wieder zu erkennen ist. An den schlimmsten von ihnen gehen unfere Jugend- Literaturfabrikanten indeß vorbei, als ob sie nie dagewesen wären, entweder weil sie noch nicht alles Schamgefühl verloren haben, oder weil sie die Mohrenwäsche hier für aussichtslos halten. Die Verherrlichung der brutalen Gewalt nimmt schon in den Lebensbeschreibungen der Könige eine hervorragende Stelle ein, weil diese meist Kriegshelden waren. Es giebt aber auch Jugendschriften, die ausschließlich der Darstellung blutiger Kriege gewidmet sind. Die Verfasser streben selbstverständlich nach einer möglichst anschaulichen und lebendigen Schilderung. Durch diese Bücher, in denen behaglich ausgeführt wird, wie die besiegten Feinde auf der Flucht erbarmungslos niedergehauen werden oder durch Hunger und Kälte umkommen, wird einfach die Verrohung Ser Jugend befördert. Das jedem Menschen und am meisten den Kindern, ursprünglich auch den Bourgeoiskindern, innewohnende Bestreben, auf die Seite der Leidenden, Unterdrückten zu treten, ist lebendig, so lange die Lektüre sich auf die gewissermaßen neutral wirkenden Sagen beschränkt, die in der Kindheit mit wahlloser Gier, ob griechisch ob deutsch, geschichten treten, welche vom Parteistandpunkt aus geverschlungen werden. Sobald aber an ihre Stelle die Kriegsschrieben und auf den Parteistandpunkt berechnet sind, welche auf den Patriotismus, will sagen: auf den Chauvinismus und fünstlich großgezogenen Nationalitätenhaß, spekuliren, dann ist es mit der Sympathie für die Besiegten, wenigstens soweit es sich dabei um Feinde handelt, vorbei. Diese Lektüre vernichtet allmälig jedes Gefühl für Anstand und vornehme Gesinnnug. Die Noth der Belagerten, z. B. 1870 in Straßburg und Paris, wird mit Genugthuung gelesen, und je ärger es den Unterlegenen geht, desto größer ist der Jubel unserer mit„ Todtschlagpoesie" großgezogenen Jugend. Ein Gymnasialtertianer schilderte in einem Aufsatz frohlockend, wie Eberhard von Württemberg( 14. Jahrhundert) seine Gegner, die sich in ihrer festen Stadt mit Erfolg gegen ihn wehrten, schließlich durch Ausräucherung zur Uebergabe zwang. Der Vorgang ist in einem bekannten Uhland'schen Gedicht, das sich in allen Schul- Lesebüchern findet, gleichfalls mit großem Behagen geschildert und wird von den Schülern mit derselben Gedankenlosigkeit auswendig gelernt, mit welcher es die Lehrer erklären". Daß Eberhard wie ein ganz gewöhnlicher Mordbrenner gehandelt hat, der die gründliche Berachtung jedes anständigen Jungen verdient, Sarauf werden sie dabei wohl schwerlich hinweisen. Das läßt sich nicht erwarten von Lehrern, die ihren Schülern mit ernstlich bestrebt, ein richtiges Urtheil über Dinge zu halten, die ihr im gewöhnlichen Leben zu fern liegen, erlt hier einen Einblick in Leidenschaften und Triebkräfte, Lebenslagen und Schicksale, von denen sie teine entfernte hnung gehabt, welche ihr auch weder durch Zeitungsberichte, och durch Bücher im Mindesten ersetzt werden kann. Ein egen Blick, ein Ton giebt oft mehr Aufschluß über die BewegDie ründe zu einem Verbrechen, als die längste Abhandlung. ie sich für die Künstlerin, für die Schriftstellerin, für Jede, welche der die Erscheinungen des sozialen Lebens nach allen Richtungen t hat. ennen lernen will, ist es oft geradezu nothwendig, einen cauen Blick zu werfen in die Abgründe geistiger und sittlicher Ver18 die ommenheit. Und die Frau, deren raschen Blick für die verneren Kämpfe, für die seelischen Triebe man rühmt, wird achen er oft mit mehr Nußen für die Menschheit ihre BeobachSier nden, ungen machen, als der Mann. Der einzige Rath, der hier m Platz ist, die einzige Warnung, ist gleich passend und hellen leich wahr für beide Geschlechter: Ite es e an Mann man Wenn euch nur müssige Neugier, nur Freude unreinen Enthüllungen in die öffentliche erichtsverhandlung treibt, dann bleibt zu bause. Wenn euch aber der Drang treibt, eure Anschaute er ngen zu erweitern, zu berichtigen, euer Urtheil zu klären en die ann geht hin, frei von jeder Voreingenommenheit, von Haßtönigstreuer Inbrunst und schauderndem Behagen erzählen, ändig ind Verachtung seht, hört und lernt, ob Mann, ob Weib, einen enn, um den Kampf gegen niedere Leidenschaften aufzunehmen, huß man die Beweggründe derselben erst kennen lernen. guten öthig e, die Mann Deinen chluß tiger elroth ein, fie ann. thre und önne. n ift, jeber wird Defen: auch, näht etwas Tag nd so Baffer Jugendfektüre. Der zuerst von den Breslauer Sozialdemokraten angeRommene Antrag, welcher inzwischen auch anderwärts Zuimmung gefunden hat, daß die Sozialdemokratie ihr Augenmert auf Schaffung einer guten Jugendliteratur tichten möge, hat den bürgerlichen Parteien einen gelinden Schrecken eingejagt, und besonders die Muckerblätter wiesen ehklagend darauf hin, daß nun die Jugend noch schneller " einzelne Führer des Bauernkrieges unter dem Gelächter der zuschauenden Edelherren, Edelfrauen und Edelfräulein langsam am Feuer geröstet wurden, daß Ravaillac, dem Königsmörder, das Fleisch mit glühenden Zangen vom Leibe gerissen und geschmolzenes Blei mit Schwefel gemengt in die Wunden gegossen wurde. Da bedarf es, um die Verrohung vollständig zu machen, gar nicht erst der Lektüre des„ Lederstrumpf" und der ganzen Schaar der anderen fabrikmäßig nach ihm hergestellten Indianergeschichten. Neuerdings werden diese Geschichten übrigens mehr und mehr durch die Literatur über die Kolonisirung Afrikas durch Pulver und Blei verdrängt; also auch hier ein merklicher Einfluß des Zeitgeistes" und ein weiterer Fortschritt in der Verrohung der Jugendlektüre. " Nebenher pflegt die gegenwärtige Jugendlektüre noch genügt. Wir haben nicht zu den Mädchen gedurft. Der Vater soll morgen wiederkommen, sie abholen. So hat der Mann heute auch noch seine Arbeit versäumen müssen, um sie zu holen. Um acht Uhr ist er dort gewesen, um elf Uhr haben sie ihm endlich die Mädchen herausgegeben. Eingeschrieben sind sie nicht, nein, so schändlich kann und darf es ja nicht zugehen ,, Und nun denken Sie sich" sagte die Steiner, fomme ich gerade auf dem Nachhauseweg dem Zug entgegen. J trau' meinen Augen nicht und nicht meinen Ohren, wie ich höre, was es giebt."„ Gelacht aben meine Kinder," sage ich, ist das verboten?" Das ist wohl nichts für arme Leute, lachen dürfen uur bie Vornehmen? Eben tomme ich aus der Yorkstraße, Dom Herrn von Holzhausen, dort baben die Fräuleins und jungen Heiren im Garten geschrieen und gelacht, daß man es in der ganzen Straße gehört hat und beim 6.rrn rrn Stadtrath Hellbach, wo ich vorüber gegangen bin, war's ebenso. Gehen Sie doch dahin und holen Sie Die Gesellschaft auch." Seien Sie nicht so dumm," lagte der Mann, die waren ja in ihrem Garten; da tann man thun, was man will, aber nicht auf der Offenen Straße." So," fage ich, in ihrem Garten, Gie aß ist etwas anderes, in ihrem Garten! Das Lachen it also nur für die Reichen, die einen Garten haben. Das haben die Kinder nicht gewußt. Jeßt lassen Sie fie nur diesmal gehen, fie lachen nicht wieder." Aber geht ruhig weiter und sagt nur: Schweigen Sie, Sie können es sonst bereuen." Dann kommen wir zum er geht mit ihnen hinein, schiebt mich zurück und mir die Thür voc der Nase zu. Währenddem ist mein Mann von der Arbeit zuLeute ück und wundert sich, wo ich bleibe. Als ich ihm er bem able, was geichehen, war er doch wie aus dem Häus- zweiflung. Und wie Sie das haben anfangen können, den. Zuerst will er die Kinder todtschlagen und dann den Beamten. Endlich beruhigt er sich ein wenig und gehen zusammen auf die Polizei. en fie Gibels, Ge mits nicht, fast er Amt, elacht lägt St Ge es ges b mit. mir " Aber alles unser Bitten und Betteln hat nichts nein, nur die ganz schlechten Leute wollen uns das nachreden, aber eine Verwarnung haben sie bekommen. Sie haben geschluchzt und geweint zum Herzbrechen und die Lene hat hoch und heilig geschworen, daß sie beide unschuldig sind und nicht wissen, warum sie so mißunschuldig sind und nicht wissen, warum sie so miß handelt worden sind. Der Steiner ist zum Glück ein sehr ruhiger Mann, wenn er Zeit hat, eine Sache zu überlegen und die Zeit haben wir ja gehabt, die lange Nacht bindurch. Er weiß, daß man bei der Polizei immer Unrecht hat und ganz besonders, wenn man noch aufbegehrt. So nimmt er die Kinder und bringt sie nach Haus. Da sitt mir nun das Trudchen in einer Ede, ißt nicht und trinft nicht und meint nur ſtill in fich hinein. Die Lene hat mir erzählt von dieser Nacht, wie sie die mit andern, die eingebracht worden sind, zu sammen haben zubringen müssen, was sie aber ge= hört haben, das läßt sich gar nicht sagen. Heute und morgen hab' ich die Arbeit absagen lassen, weil die armen Dinger nicht allein bleiben sollen in ihre Ver Frau Klein, der armen Lene auch noch den Schimpf anzuthun, daß soll Ihnen Gott verzeihen, ich verzeihe es Ihnen mein Lebtag nicht. So schimpft sie in hellem Zorn noch eine Weile vinismus und den Glaubens- und Rassenhaß. Wie verlogen wird z. B. der Engländer und der Franzose geschildert! Sie sind geradezu zu einer stehenden lächerlichen Figur geworden. Fremde Nationen lernt unsere Jugend nur von der schlechten, die eigene nur von der guten Seite kennen. Soll das vielleicht zur Veredelung des deutschen Volkes beitragen? Oder wirkt etwa die Judenhezze veredelnd, die in den Jugendschriften betrieben wird? Edlen Juden begegnet man fast nie; wenn aber ein rechter Schuft darin vorkommt, so muß es ein Jude sein. Es wird der ,, christlich- germanisch" erzogenen Jugend unendlich schwer gemacht, nicht antisemitisch zu werden, denn sie wird geradezu großgesäugt in der Vorstellung, daß alle Juden Schufte sind. Das ist„ planmäßige Vergiftung der Kinderlektüre". Aber daran finden die Muckerblätter nichts auszusehen. Eines dieser Blätter entrüstete sich kürzlich sogar darüber, daß in einem Schullesebuch in der Geschichte Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt" das Wort„ Jude" durch Kaufmann" ersetzt worden ist. " Aber für die Armen und Glenden tritt doch die Jugendliteratur ein, nicht wahr? Gewiß, und ganz besonders die vom Geiste des Muckerthums durchseuchte! Da fann man lesen, wie der reiche Fabrikbesizer praßt, aber sich nicht glücklich dabei fühlt; wie der arme Tagelöhner hungert, aber im Kreise seiner Familie, die meist aus 10-12 Röpfen besteht, sich wie im Paradiese fühlt. Wer es besonders gut mit den Armen meint, der läßt sogar den Reichen arm und den Armen reich werden, auf daß dem Kindlein klar werde, daß es eine Gerechtigkeit giebt auf Erden". Dieses Bestreben, der„ Gerechtigkeit" zum Siege zu verhelfen, ist überhaupt charakteristisch für die JugendLektüre. Unschuldig Verfolgte erhalten da stets ihre Genugthuung. Ehrlich währt stets am längsten, wie eines der erlogensten Sprichwörter sagt. Wir haben noch in keinem Jugendbuch gefunden, daß ein unschuldig Verurtheilter ausgestoßen aus der menschlichen Gesellschaft und verzweifelnd im Zuchthause gestorben sei, ohne daß seine Unschuld noch zu guter letzt an den Tag tam; noch nie, daß ein Tagelöhner, der im täglichen Frohndienst vergebens um sein bischen Leben rang, schließlich mit seiner ganzen Familie zum Selbstmord griff. Das Aufregende, alle edlen Triebe, alles menschliche Schöne in uns Aufwühlende eines solchen Vorganges Vorgangespaßt nicht für die Jugend". Für die Jugend ist das Beste gut genug", und man bietet ihr die rosig schimmernde Lüge. Davon halten sich selbst die verhältnißmäßig besseren Jugendschriften nicht frei. Es wird zwar hier und da gewagt, zu schildern, wie ein Reicher praßt und ein Armer darbt; vielleicht wird dieser Klassengegensatz sogar geschildert ohne den einschränkenden Zusatz daß der Reiche trotzdem unglücklich und der Arme trotzdem glücklich sei. Aber wo wird, um nur einen Punkt herauszugreifen, darauf hingewiesen, daß der faulenzende Reiche verprassen, was arbeitende Arme entbehren, trotzdem es ihnen als Ertrag ihrer Arbeit gebührt? Die Schul- und Volksbibliothefen, in denen die frömmelnde und patriotische Jugendliteratur überwiegt, während z. B. die Naturwissenschaften arg zu kurz kommen, geben das beste Bild von dem gegenwärtigen Stand der Jugendlektüre. Es wird Zeit, daß mit diesen alten Scharteken aufgeräumt wird, und eine Literatur an ihre Stelle fritt, welche die Jugend für eine bessere Zukunft zu erziehen geeignet ist. ( ,, Vorwärts") Gründungen von und für Frauen. Fräulein Carla Wenckebach hielt unlängst im Frauenbildungsverein in Leipzig einen höchst interessanten Vortrag über Wellesley College, eine Hochschule für Frauen in Massachusets, an welcher sie eine Professur für deutsche Sprache und Litteratur bekleidet. Die Schule wurde, wie das bei den besten derartigen Anstalten in Amerifa der Fall ist, aus Privatmitteln errichtet. Wellesley College ist die größte und schönste von allen. Sie wurde von dem Advokaten Durant gegründet und nach dem Dorfe Wellesley bei Boston genannt. Die Stiftung verdankt ihre Entstehung einer schweren Heimsuchung des Gründers. Er verlor seinen einzigen Sohn und bestimmte nun die für denselben erworbene großartige Besitzung zu einer Hochschule für Frauen. Letzteres geschah in Anerkennung des segensreichen Einflusses, den seine Mutter und eine Lehrerin auf ihn gehabt hatten. In dem Hauptgebäude, das Durant selbst gebaut hat, befinden sich Lehrfäle und Laboratorien, sowie Wohnräume für 350 Menschen. Schweiz. Gräfin de Gasparin schenkte der von ihr gegründeten Anstalt in Lausanne für Bildung von Krankenwärterinnen ein Gebäude und ein Kapital von 200,000 Frk. und rennt dann zur Thür hinaus, ehe ich nur ein Wort fagen kann. Nun, eigentlich war ich ja froh, daß sie nach der Wäsche gar nicht mehr gefragt hat. Bis zum nächsten Mal ist dann Alles vergeben und vergessen, denn sie ist hißig, aber sie trägt nicht nach. Und wenn mich ihr Schimpfen auch ärgerte, so war mir's doch leid, daß ich die arme Frau so angefahren habe. Aber freilich jezt, wo ich es weiter überlege, sage ich mir doch wieder, daß es ganz unmöglich ist, daß die Mädchen wirklich ganz unschuldig sind. Nur gelacht? Sie haben gewiß eine Unterhaltung mit Herren angefangen, es gehen dort so viele und sich nichts weiter dabei gedacht. Aber junge Mädchen müssen eben auf der Hut sein. Die Mutter natürlich leugnets ab, damit man nicht gleich das Schlimmste derkt. So beruhige ich mich und arbeitete tapfer weiter bis zum Abend. Nach dem Essen sagt mein Mann: ,, Komm, laß uns noch ausgehen, es ist so schwül hier drinnen. Wir gehen ins Freie, wie immer im Sommer an schönen Abenden, und weil es hier so schön ist, verspäten wir uns auf der Straße und kommen erst um 11 Uhr wieder in die Stadt. Man Mann ist furchtbar durstig und wir haben noch einen weiten Weg bis nach Hause. Da sehen wir Licht in einem Kellerlokal und mein Mann will, wir sollen noch ein Glas Bier trinken. Aber ich mag nicht, damit es nicht zu spät wird und sage endlich:„ Geh' Du schnell hinunter, ich warte hier auf Dich", denn da wußte ich, daß er nicht lange bleiben wird. ( Fortsetzung folgt.) Am 1. Nov. wurde die auf dem Stadtgute Blankenfelde bei Pankow neuerrichtete Heimstätte für Wöchnerinnen eröffnet. Die Anstalt ist dazu bestimmt, Wöchnerinnen nach ihrer Entbindung zu beherbergen, bis sie wieder vollkommen genesen sind. Die Errichtung dieser Heimstätte bereichert die bisher bestehenden Pflegestätten der Berliner Stadtgemeinde um eine neue und eigenartige. Ihre Begründung steht im Zusammenhange mit den günstigen Erfolgen, welche mit den beiden Heimstätten für Genesende in Blankenburg und Heinersdorf erzielt worden find. Dazu kam aber noch die Anregung, welche von Seiten dea Aerzte ausging. In Deutschland hat zuerst Dr. Paul Güterbock auf die Notwendigkeit einer öffentlichen Rekonva leszentenpflege hingewiesen; er berührte in seiner Schrift Die öffentliche Rekonvaleszentenpflege" vom Jahre 1882, die das gesammte einschlägige Material aus Deutschland, England und Frankreich enthält, auch schon die Frage der öffentlichen Fürsorge für Wöchnerinnen; aber nur, wie es seine Arbeit gebot, in der Darstellung der gesammten Retonvaleszentenpflege. Auf ihn zurückgehend hat sodann 1888 der Frauenarzt Dr. Hermann Loehlein( damals Privatdozent in Berlin, jezt Professor in Gießen) die Angelegenheit der der Heimstätten für Wöchnerinnen im Besonderen in Angriff genommen. Er wußte zunächst die hiesige„ Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie" für die Sache zu interessiren. Später unterzog auf sein Betreiben noch die Aerztekammer für Berlin die Angelegenheit einer eingehenden Besprechung. Auf diese Anregung von Loehlein nahmen schließlich die städtischen Behörden die Sache auf, um nunmehr Loehleins Vorschläge von 1888 zu verwirklichen. In anderen Großstädten, wie in Paris und London, ist schon früher in der nämlichen Weise für Wöchnerinnen Fürsorge getroffen; in Paris schon seit 1859 durch das Asyle du Vesinet und in London seit 1881, wo die Prinzessin Friederike von Hannover in der Nähe von Hampton Court eine Pflegestätte für Wöchnerinnen begründete. Von Interesse ist, daß schon vor 600 Jahren an einzelnen Orten ganz im Sinne wie jetzt bei Begründung der Heimstätte zu Blankenfelde gewirkt wurde. So bestand nach Loehlein im 13. Jahrhundert für den Ort Pfullendorf eine Verordnung, wonach Wöchnerinnen auf Gemeindekosten zu verpflegen waren. Die Heimstätte für Wöchnerinnen unterscheidet sich wesentlich von Wöchnerinnen- Asylen, wie solche in Magdeburg und Aachen bestehen. Die Heimstätte ist ausschließlich zur Pflege von Wöchnerinnen nach der Entbindung bestimmt; anders die Asyle. Legtere nehmen die Frauen am Ende der Schwangerschaft auf und beherbergen sie sowohl während der Entbindung als auch nach derselben, so lange es der jeweilige Zustand erfordert. Sie stellen sich damit eine viel größere Aufgabe als die Pflegestätten. Schon bei den Erörterungen über die jetzt ausgeführte Einrichtung einer Pflegestätte für Wöchnerinnen in Berlin ist die Frage aufgeworfen, ob es nicht thunlicher sei, anstatt der Pflegestätte ein Asyl zu be gründen. Insbesondere hat Dr. med. Brennicke in Sudenburg- Magdeburg, der sich um die Sache der WöchnerinnenAsyle sehr verdient gemacht hat, dem Asyle das Wort gesprochen. Nunmehr wird die Diskussion wieder aufgenommen werden. Zur Aufnahme von Schwangeren bestehen jetzt in Berlin nur zwei öffentliche Anstalten: die Frauenklinik der Universität in der Artilleriestraße, und die geburtshülfliche Abtheilung der Charitee. In der ersteren werden im Jahre rund 1100 Entbindungen vollzogen; in der letzteren etwas mehr als 1300; so daß insgesammt in Berlin im Jahre nicht mehr als 2400 Frauen bei Geburten in öffentlichen Heilanstalten hier verpflegt werden können. Es ist vielfach hervorgehoben worden, daß die Zahl der öffentlichen Pflegestellen für Berlin nicht ausreicht, ganz besonders im Hinblicke auf die mißlichen Wohnungsverhältnisse der ärmeren Klassen in Berlin. " Vossische Ztg." den Sehr bemerkenswerth ist es, aus dem vorstehenden Artikel zu ersehen, wie Berlin auf diesem Gebiete erst jetzt den übrigen Großstädten der zivilifirten Welt nachhinkt. Das ,, wilde" Paris hat solche Heimstätten bereits seit dem Jahre 1859 und London seit 1881. Und in dem sich auf die höchste Kulturstufe stellenden Deutschland, das selbst so gern von seiner„ Humanität" reden macht, hat es neun Jahre ( feit 1882) gedauert, ehe man sich auf die Pflicht besann, dafür Sorge zu tragen, daß den Müttern geeignete Pflege zu Theil wird. Wir sollten meinen, es wäre das die heiligste Pflicht eines Staates und der Gemeinden. V Aber auch eine weitere Lehre enthält die endlich zur That gewordene Anerkennung der Nothwendigkeit solcher Wöchnerinnen Asyle, die Lehre, daß die Sozialdemokratie Recht behält mit der Behauptung, alle herrschenden Noth-= und Uebelstande müssen und können durch Staatshilfe beseitigt werden. Private Wohlthätigkeitsanstalten sind viel zu wenig umfassend, als daß sie im Stande wären, dem Uebelstand selbst zu heben; nur einem ganz geringen Bruchtheil Nothleidender können solche Privatanstalten augenblickliche Hilfe bringen, aber nichts weiter! Staat aber hat die Pflicht für Beseitigung jeden Nothstandes einzutreten, dafür zahlt jeder Staatsbürger Steuern für sich und seine Familie. Der Ans unserm Zeitalter der Humanität". Lange Jahre hindurch wurde von allen Faktoren der Deffentlichkeit das Eingreifen des Staates gefordert zur Hintanhaltung der erschreckenden Sterblichkeit der illegitimen( unehelichen) Kinder, Es ist begreiflich, daß der Staat ein hohes Interesse dabei hat, der Kindersterblichkeit entgegen zu wirken, und daß er ganz besonders bei den unehelichen Kindern dies zu thun verpflichtet ist, bei welchen 85 vom 100 in den ersten Wochen oder Monaten sterben. Und richtig hat sich der Staat aufgerafft, um dem Unwesen der Engelmacherei" zu steuern und zwar auf folgende sehr billige Weise. Die Behörden des ganzen Landes wurden beauftragt, das Koft-( Pflege-) Kinderwesen strengstens zu überwachen. Ortsbehörden, Kreisärzte 2c. wurden verhalten, Pflegemütter und Kinder scharf zu kontrolliren und jede Unregelmäßigkeit der strengsten Bestrafung zuzuführen. Für die Mittel hierzu ließ der Staat den lieben Herrgott, oder eigentlich die Ortsbehörden sorgen, welch' lettere denn auch nicht verfehlten, für jedes in die Gemeinde gebrachte, nicht dorthin zuständige Kind sich vor Allem 10 fl. bezahlen lassen, um für die Beerdigungsfosten gedeckt zu sein. Da die Mütter solcher Kinder dieselben aus leicht begreiflichen Gründen eher überall anders hinschicken als in ihre Heimath, so müssen diese Armen, welche sich auf solche Art ihrer Kinder entledigen müssen, um als Dienstboten oder sonstwie ihren Erwerb zu suchen, außer dem monatlichen Pflegegeld, das beinahe die Höhe ihres Monatlohnes ausmacht, auch noch die Lasten der betreffenden Gemeinde tragen helfen, wo ihr Kind dem Tode entgegen geht. Bleibt das Kind dennoch am Leben, dann sind eben die 10 fl. gewissermaßen eine Kurtare dafür, daß der arme Wurm dort Luft schnappt. So erfüllt der Staat seine Aufgabe als Vorsehung auf Kosten der Aermsten der Armen; das Gelungenste dabei ist, daß die Kinderfsterblichkeit trotz dieser großartigen Aftion nicht abgenommen hat. Arbeiterbewegung. Aus Leipzig schreibt man uns unterm 2. November: Nachdem vor acht Tagen die auf Aushülfe stehenden Seher, Drucker und Arbeiterinnen, zirka 100 an der Zahl, die Arbeit sofort verlassen, haben heute 590 Sezer, 114 Drucker und 210 Arbeiterinnen die Arbeit nicht wieder aufgenommen. Nächsten Sonnabend wird eine annähernd gleiche Zahl( diejenigen Arbeiter und Arbeiterinnen, welche vierzehntägige Kündigungszeit hatten) nachfolgen. Der Geist unter den Streifenden ist ein guter; gemeinschaftliche Ausflüge erhöhen die Stimmung. Am vorigen Freitag wurde in 10 Schriftgießereien von 131 Gießern und 66 Arbeiterinnen gekündigt, weil ihnen ihre Forderungen nicht bewilligt wurden." Die Bewegung der Berliner Buchdrucker hat einen ernsthafteren Karafter angenommen, indem alle ohne Kündigung stehenden Gehülfen, Hülfsarbeiterinnen und Hülfsarbeiter dem Beschlusse der letzten allgemeinen Versammlung einmüthig Folge leisteten. Mehr denn 1000 derselben verließen ihre Pläge, weil die Forderungen nicht anerkannt wurden. Bis zu dieser Woche haben hier 41 Firmen mit 634 Gehülfen die Forderungen der Gehülfen anerkannt; das Hülfspersonal, welches sich in den meisten Fällen an der Bewegung betheiligte, ist in diesen Zahlen nicht einbegriffen. Die auf Kündigung stehenden Gehülfen bedauerten lebhaft, nicht mit ihren Kollegen zusammen herausgehen zu dürfen. Der Zuzug ist ein so geringer und der Zusammenhalt der Gehülfenschaft ein so vorzüglicher, daß die Buchdrucker voller Vertrauen der Einführung des Neunstundentages entgegansehen können. Bedauerlicherweise stellt sich auch die Polizeibehörde in den Dienst der Unternehmer. Troy Gewerbeordnung und Arbeiterschutz werden jetzt die Lehrlinge in unverantwortlicher Weise ausgenutzt, indem dieselben Tag und Nacht beschäftigt werden, z. B. sollen in der Hecht'schen Hofbuchdruckerei in Rigdorf, wo 10 Gehülfen ihre Pläze verließen, die Lehrlinge von Morgens 5 bis Abends 10 Uhr, in einem Berliner Geschäft von Morgens 7 bis Nachts 4 Uhr arbeiten. In einem anderen Geschäft hat man sogar einen Lehrling, der, nachdem kaum die rechte Hand geheilt war, die linke Hand sich gequetscht hatte, ohne völlig gesund zu sein, zur Arbeit herangezogen; einer Punttirerin bot man in demselben Geschäft für eine Ueberstunde 10 Mt., den Seßern für über Mittagarbeiten 30 Mt. und der Geschäftsführer verschmähte es nicht, die Dienste einer Hülfsarbeiterin zu verrichten. Die Berliner Buchdrucker werden von ihren Forde, rungen fein Jota ablassen, die Begeisterung wird so anhalfend sein, daß über kurz oder lang der Arbeiterschaft die frohe Kunde wird:„ Die Buchdrucker haben den Neunstundentag!" Herr Philipp Schmitt betonte in einer sehr stark besuchten Versammlung, daß der neunstündige Arbeitstag jetzt, und sollte der Kampf den ganzen Winter hindurch dauern, unter allen Umständen errungen werden müsse, wollen sich die Buchdrucker nicht in den Augen der ganzen Arbeiterschaft lächerlich machen. Wäre den Gehülfen feiner Zeit in Leipzig die Verkürzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde ohne Kampf garantirt worden, so hätte man dies als Abschlagszahlung angenommen. Jetzt, wo die Prinzipale garnichts bewilligen wollen, müsse auf der Forderung des neunstündigen Arbeitstages bestanden werden. Der Redner zweifelte nicht, daß die Bewilligungen sehr bald zahlreicher als bisher einlaufen würden. Dereine und Derfammlungen. Wien. Sonntag, den 25. Oktober fand die erste„, freie Arbeiterinnen- Versammlung" hier statt. Ins Bureau wurden die Genofsinnen Grubinger, Spielmann und Kreutzer gewählt. Genoffin Dvorelaz referirte über die Lage der Arbeiterinnen" in ausführlichster Weise, indem sie das Elend der Arbeiterfamilie, den Kampf ums Dasein einer Arbeiterin darlegte. Sie forderte zur Organisation auf; be= sonders die arbeitenden Frauen und Mädchen sollten sich den Fachvereinen anschließen. Zum Schluß empfiehlt die Rednerin den Frauen den Anschluß an die sozialistische ArBranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen statt, in welcher Frau Hermine Farchmin aus Gera über die wirthschaftliche Lage des arbeitenden Volkes in geistiger und sittlicher Beziehung referirte. Auknüpfend an die Feier des 1. Mai und deren Bedeutung für die gesammte Arbeiter schaft der Welt, schilderte Rednerin die wirthschaftlichen Verhältnisse der arbeitenden Klassen in wahrhaft ergreifen der Weise, zugleich den Weg zeigend, auf welchem diese schlechte Lage zu verbessern ist, namentlich durch eine gute gefchloffene Organisation. Nach Beendigung des etwa ein stündigen Vortrages, welcher häufig von Beifallbezeugungen unterbrochen wurde, kam folgende Resolution zur einstimmi gen Annahme: Die bas " In Erwägung, daß die wirthschaftliche Lage der arbeitenden Klassen im höchsten Grade bedauerlich ist, indem durch die überlange Arbeitszeit und die nicht genügenden Löhne Krankheiten überhand nehmen und die normale Lebensdauer immer fürzer wird; in Gr wägung, daß innerhalb der heutigen Wirthschaft ordnung von einer wahrhaft sittlichen Erziehung feine Rede ist, indem einerseits den Eltern Zeit und Ein ficht fehlen, andererseits die ganzen Welteinrichtungen im Interesse der besitzenden Klassen eingeführt, di Nächstenliebe ausschließen; in weiterer Erwägung, die arbeitende Bevölkerung, welche alle Mehrwerthe schafft, in jeder Weise von der besitzenden Klasse ausge beutet und unterdrückt wird, erklärt die heutige Vers sammlung die Zustände der heutigen Gesellschaft für im höchsten Grade ungerecht und verpflichten sich die An wesenden zur energischen Bekämpfung dieser Einrich tungen. Die arbeitende Bevölkerung fann nur von sich selbst ihr Heil erwarten, und da sie die Mehrheit im Staate bildet, so hat sie auch Macht zur Aenderung Diese Macht liegt in der Organisation. Als die berufe nenOrganisationen bestehen in gewerkschaftlicher Beziehung die Fachvereinigungen, und erwarten die Anwesenden von allen recht denkenden Menschen, daß sie sich diesen Organisationen, welche die Grundsäge der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vertreten, anschließen. Nach Beendigung des Vortrages, an welchem sich keine Di fussion knüpfte, wurde die Wahl eines Vertrauensmanns en" vorgenommen, worauf Frau Farchmin in ihrem Schluß ochen wort ihre Freude über den guten Besuch der Versammlungihe namentlich von Frauen, aussprach und zu einem festen 3 sammenhalten der Genossen beiderlei Geschlechts aufforderte. Mit einem begeisterten Hoch auf die internationale Sozi aldemokratie wurde die Versammlung geschlossen. Bur Gefundheitspflege. über Di gensv pießbi Cofen ag, m ngeſtü urden Blutvergiftung ist fast eine stehende Rubrik in den Zeitungen die geworden, und stets sind es geringfügige, nicht weiter beobachtete e zur Ursachen, die in ihrerer Wirkung aber jedoch sehr häufig einen othwe tödtlichen Ausgang, in der Regel aber Amputation zur Folge haben. So brachten die verschiedensten Blätter Berichte Blutvergiftung, hervorgebracht durch einfache Nadelstiche, burdeten, Fischzubereitung, Bleistiftverlegung, Petroleum und andere fleinee sie I Ursachen. Diesbezüglich bringt nun die„ Berl. Morgenztg." eineritabl kurzen Artikel aus der Feder des bekannten Hygieinifers Dr. med H: Larive: Berlin, den wir in gemeinnügigem Intereffe hier fol gen lassen. Derselbe schreibt: Im Rordpr In der letzten Zeit find in ganz überraschender Häufu rozeß in den Blättern Nachrichten über Blutvergiftungen, die oft genus tödtlichen Ausgang hatten, aufgetreten. In solchen Fällen pflegeflag sich dann des Publifums eine gewiffe ängstliche Erregung Nervosität zu bemächtigen, die ja dann auch nicht ganz and unbes toftitu um Kup erhältr biedende rechtigt erscheint, wenn man sich Augen hält, daß es zur töb lichen Blutvergiftung schon hinreichen kann, wenn man sich gan I wenig an einen alten Nagel oder dergleichen rigt, eine Ber legung, die kaum Jemand als besonders ängstlich ansehen, im Gegentheil mit einer gewiffen Sicherheit Jeder vernach lässigen wird. ourgeo aft be ammer Eh ofte beiterpartei; wenn die Frauen auch noch kein Wahlrecht überängstlich zu machen, sondern es soll nur ein Rath ertheilt hätten, dürfte es ihnen doch nicht gleichgültig sein, wer die Vertreter des Volfes seien, welche im Parlament von der Frauenfrage sprechen. Diese würde ihre Lösung einzig und allein durch die Lösung der sozialen Frage finden. Es wurde dann ein Begrüßungsschreiben der Genossin Rohrlack- Berlin verlesen, welche ihre Freude ausdrückt, daß auch in Wien sich die Arbeiterinnen aufraffen um sich ihre Menschenrechte zu erobern. In der Diskussion bespricht Genossin Grubinger die Lage der Puzmacherinnen und Verkäuferinnen, wie diese beinahe noch schlimmer ausgebeutet werden, wie die Fabrikarbeiterinnen, da sie ihre Lehrjahre als Ausläuferinnen verbringen müssen, gut gekleidet gehen sollen und dann einen Lohn von 60-70 Kreuzer erhalten. Sie schließt mit den Worten: Zeigen wir, wenn man uns auch bisher das schwache Geschlecht nannte, daß wir stark sein können durch unsere Organisationen, denen Alle beitreten sollen". Die Verhältnisse in den Arbeitsbetrieben sind andere geworden, wo früher 30 Arbeiter und 10 Arbeiterinnen beschäftigt waren, sind heute 10 Arbeiter und 60 Arbeiterinnen. In einer Spinnerei sind 700 Frauen und 200 Männer beschäftigt, so macht sich der Fabrikant die billige Frauenarbeit zu Nuz. Genug sei es an der großen Zahl, welche untergegangen seien infolge der schlechten Löhne; die Frauen und Mädchen, welche die Sozialdemokratie als helfende Macht anerkennen, die sollen sich aufraffen und den weiteren Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen entgegen treten. Aber nicht wie die Damen der besitzenden Klassen wollen wir fämpfen gegen die Männer, sondern indem wir diesen als unseren natürlichen Bundesgenossen die Hand reichen und mit ihnen fämpfen zur Verbesserung der Lage des ar beitenden Volkes. Genossin Flur dankt, daß man auch der schlecht gestellten Spinnerinnen gedacht habe und wünscht, daß auch in Floridsdorf einmal eine solche Versammlung abgehalten werde. Genossin Schäbensäkel meint, es sei nicht nur gegen den Fabrikanten als Ausbeuter vorzugehen, sondern auch besonders gegen Meister und Aufseherinnen sei anzutämpfen, wenn sie sich als Antreiber" gebrauchen lassen und womöglich darauf ausgehen, daß ihnen Geschenke gegeben werden, wenn die Arbeiterinnen die Arbeit behalten wollen. Auch wird kritisirt, wie besonders Meister darauf ausgehen die Mädchen sich willfährig zu machen, indem sie ihnen besseren Verdienst in Aussicht stellen. Zum Schluß wird der Arbeiterinnenbildungsverein empfohlen und werden die sehr zahlreich Anwesenden ersucht, für die demnächst erscheinende Arbeiterinnenzeitung rege zu agitiren, sowie jederzeit unter der Fahne der Sozialdemokratie gegen die Unterdrücker zu kämpfen. " Caffel, 25. Oftober 1891. Vergangenen Montag, den 18. Oktober fand im Saale des Herrn Lohmann im Wolfsanger eine öffentliche Versammlung für alle in der Textil" ten W erthige Sabre obftat Thatsächlich sind es denn auch in allen jenen in der letten Beit gemeldeten Fällen solche vernachlässigte kleine Verlegungen gewesen, welche in ihren ganz unvorhergesehenen Folgen ganze Familien in die unglücklichste Lage gebracht haben. Es ist nun gar nicht die Absicht dieser Zeilen, das Pubilikum werden, den ich den Lesern dieses Blattes schon im vorigen einmal gab, und der, wie ich zu meiner Befriedigung mich zeugen durfte, in weiten Kreisen gerne und mit dem Gefühl Annehmlichkeit befolgt wird. Vergessen wir doch nie, daß ein großer Theil aller Lebensfunft ganz unzweifelhaft darin bestehen muß, überhaupt nicht frank zu werden. Das ist nun aber eine ber über- er auc mordi зто über Kunst, die man selber üben muß, die man nicht dem Arzte lassen kann und darf, ganz abgesehen davon, daß nicht jeder Res Anblick bfteiged felle I eine zu der Lage ist, sich einen Leibarzt zu halten, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet. Krankheiten zu verhüten, das ist, wie ber Minister v. Goßler beim Medizinischen Kongreß ganz sagte, jetzt die Hauptaufgabe. richtig eine mid braught Ja, wird mir der Leser entgegenhalteu, wie soll ich Blutvergiftung verhüten? Wie soll ich z. B. ,, verhüten", an einem alten Nagel zu verlegen? Nun, ganz so verlegen man um die Antwort nicht zu sein. Zunächst Vorsicht, nicht, hizig! Dann wird man gerade diese kleinen Verlegungen, die auch durch das Eindringen von Staub und Schmuh denen immer Bakterien sind 10 it tt Die gen a Stir ob 1 bient, fo Mart 1 verhängnißvoll werden können vermeiden. Hat man aber doch einmal das Uuglück, fich gewa verlegen, so spiele man nicht den starken Mann, der nichts thu der sondern reinige sofort auch die kleinste Wunde, zunächst mit flarem Waffer und dann mit einer Lösung irgend eines bes infizitenden Mittels in Waffer, wobei aber der Laie die giftigen Mittel, Carbol, Jodoform, Sublimat ic. zu vermeiden hat. Man Poli tneip Min bediene sich ausschließlich, wie das heute auch schon die Mehrza attirte der Aerzte, namentlich in der Landpraris, kann, des absoludelnde ungiftigen Pearson'schen Creolins, das in ganz leichter Löfung genügt. Spruch. Wenns einem Narren auf dieser Erden Einfällt, als Herr sich zu geberden, Finden sich Narren jederzeit, Die zum Gehorchen sind bereit. Briefkasten. te Ge und a gelftr wirb Mitt be, t V. Blütbgen nad lobern rtiam Wien. Bericht für vorige Nr. zu spät eingegangen. Naumburg. Mit anonymen Briefen schafft man die Frauen Emanzipation nicht aus der Welt, ein solcher Blödsinn wanbert Programm der sozialistischen Partei Deutschlands. ohne Jemand web gethan zu haben, in den Papierkorb. 100 Stüd 50 Pfg. Zu beziehen: Berlin, Beuthstr. 2, Expeb. bes Borwärts" Druck von Fr. Meyer& Hingpeter, Hamburg, Rosenstraße Wirt jung amir mtif gt, S Mur gram ffentl