Mr. 8 17. August 1924 Blick in die Bücherwelt Musikbücher. Die praktischen Musiker unter unseren Lesern und diejenigen, die zur Unterstüßung eines musikalischen Eindrucks oder als Vorbereitung dazu eine Partitur benußen fönnen, feien auf die mustergültigen, in Stich, Druck und Papier vorzüglichen Taschenausgaben des Wiener Philharmonischen Verlages aufmerksam gemacht. Diese schmuden grauen Bändchen übertreffen die bekannten Eulenburgschen Taschenpartituren noch in der technischen Ausführung und sind Kantaten von Bach und eine Beethovensche Sinfonie liegen mir vor mit einem hübschen Porträt des Komponisten in Kupferstich geschmückt. Kurze philologische Einleitungen er= höhen ihren Wert noch. In diesem Zusammenhang feien die Klavierspielenden, die sich autodidaktisch oder unter Anleitung eines Lehrers fortbilden, auf ein Klassisches Wert hingewiesen, Mayer- Mahrs drei Bände Der flaffische Klavier- Unterricht"( Verlag Simrock). Das Werk ist für die Pianisten auf die gleiche Stufe zu stellen, wie Joachim- Mosers Hauptbände der Geigenschule für die Violinisten. Ohne methodische Lehren schreitet jeder Band an der Hand von sehr flug ausgesuchten Stücken der Weltliteratur die Schwierigkeitsgrade des Spielens ab. Mit dem Aufstieg der Technik wird auch ein Aufstieg der musikalischen Empfindung, Bildung und Stilkenntnis verbunden. Von allen Richtungen deutscher und ausländischer Musit, aus klassischen, pädagogischen und auch modernen Werken sind vorzügliche Musterbeispiele ausgewählt, die das Studium und das allmähliche Heranwachsen an die Meisterschaft faft zu einer Bequemlichkeit machen. sonderen Fähigkeiten zu erschöpfen. Die Schwierigkeiten, mit denen Fabrik und Heimarbeiterinnen zu kämpfen haben, werden sehr warmherzig geschildert, aber durchaus von der Position der Für forgerin und der Fürsorgemöglichkeit aus. Die Behauptungen der Verfasserin über die Stellung der einzelnen Parteien zur Frauenarbeit sind, besonders was das Zentrum und die Sozialdemokratie angeht, nicht ganz richtig. Der Frauenarbeit gegenüber nimmt das Buch eine durchaus fortschrittliche Stellung ein. Gut ist das Kapitel über die Hausfrau und die Verändes rung ihrer Aufgaben in unserer Zeit. Auch die Betrachtungen über die Studentin sind zutreffend.„ Erfüllt von der tragischen Sehnsucht, erst zur Klarheit tommen zu wollen, ehe sie handeln, vergessen sie die einfache Wahrheit, daß man sich selbst eben nur durch Handeln, niemals durch Betrachten kennen lernen bann." Die Gliederung des Buches in eine Schilderung verschiedener Typen der arbeitenden Frau gibt uns zwar ein anschauliches Bild dieser einzelnen Typen. Daneben mußte aber das Aufzeigen der tatfächlichen Leistungen der Frauenarbeit zurücktreten. Prof. Dr. Robert Wilbrandt: Der Alkoholismus als Problem der Volkswirtschaft. Verlag von E. H. Moriz ( Inh. Franz Mittelbach), Stuttgart. 54 S. Preis 80 Pf. In einem einleitenden Auffah protestiert Wilbrandt scharf gegen den Schantstättengesehentwurf. Auf der einen Seite wird der 21toholkonsum gefördert, andererseits wird aus den Einnahmen des Reichs- Branntweinmonopols die Antialkoholbewegung unterstützt. Die Alkoholverbrauch ist nach dem Kriege wieder außerordentlich gestiegen, besonders seitdem der Schnapsverbrauch durch Liförstuben, Aus dem Gebiete der wissenschaftlichen Produktion führt ein Buch Bars usw. elegant" gemacht wurde. Reinalkohol wurde konsu= heraus, das bei aller Eleganz des Stils und bei einer lofen Verbinmiert: 1918/19 100 000, 1920 etwa 300 000, 1920/21 800 000 HettoSung mit wirklichen oder erdachten Lebensschicksalen die künstlerische liter. Man hat berechnet", schreibt Wilbrandt ,,, daß die Staaten Figur zweier Antipoden, Verdi und Wagner, in den Brenn- Württemberg und Heffen zusammen der Fläche entsprechen, die in punkt unseres Interesses bringen. Es ist das im Verlag Paul Riol- Deutschland für Alkoholproduktion verbraucht wird." Parallel mit nan, Berlin, erschienene Buch„ Berdi" von Franz Werfel der Zunahme des Alkoholverbrauchs füllten sich in den letzten Jahren Werfel ist Literat und Dichter; man merft es auch diesem seinem die Gefängnisse und Zuchthäuser wieder mit Alkoholkranken. Bar= leuchtendsten Roman an, an der Art, wie er etwa eine Fahrt auf thou bezifferte einmal bei einem Bericht über den Alkoholismus, dem Kanal von Venedig schildert, oder wie er eine Nebenfigur über- den er als französischer Justizminister erstattete, den Prozentsatz der zeugend malt. Jedes Milieu, das des italienischen Senators wie des Alkoholiker unter den Angeklagten im allgemeinen auf 30 Proz., bei Arbeiters, erhält unter dem gleichmäßig liebevollen Stift Werfels Schlägerei und Verlegung auf 38,5 Proz., bei den Mördern auf 29, ein eigenes Gesicht. Aber weder Liebesspiel noch ländliche Schilde- den Sittlichkeitsverbrechern auf 33,3 und den Selbstmördern auf rungen find das eigentlich Tiefe an diesem psychologischen Roman. 19 Proz. In seinem Mittelpunkt steht Verdi, dem Werfel nicht nur mit Begeisterung, fondern auch mit außerordentlicher Kennerschaft des Mufiters und Historiographen gegenübersteht. Tatsächlich wird der alternde Verdi zu einer erlebten Figur, der man sich menschlich nahe fühlt, auch wenn viel mehr helles Sonnenlicht auf ihn und seine Kunst fällt, als auf Richard Wagner, dessen lette Lebensmonate zu Benedig der Handlungsbasis den Kontrast geben. Die üppig wuchernde Begeisterung der Wagnerianer, die nicht minder heiße, national übertürmte Leidenschaft der Italiener für ihren Maestro, das Verhalten der Kritik und der schwörenden oder abschwörenden Jugend, fühne und künstlerisch durchdachte Ideen Dom Wesen der Musit, der Oper im besonderen, ziehen am Auge des Lesers vorbei und zwingen den Interessierten zu einer persönlichen Einstellung auf die Probleme der Oper. Manches Gespräch, selbst das fingierte Gespräch zwischen Verdi und Wagner könnte, so fühlt man, wirklich stattgefunden haben. Gewiß ist das Sachliche, selbst wenn es unter die kritische Lupe genommen wird, nicht das wefentliche eines Romans; aber hier feffelt es in einer faszinierenden schrift stellerischen Form von der ersten bis zur legten Seite. Man kann fagen: Werfels ,, Berdi" ist einer der wenigen Romane, in denen ein Genie leibhaftig, menschlich und doch wie eine Erscheinung aus anderer Welt auf uns wirft; es ist ein Buch für großes Publikum mie für die still Nachdenkenden, es ist auch in der Entwicklung Wer fels das Dankbarste und Feinste, was er bisher geschrieben hat. Nicht das gleiche Lob fann man dem Mozart- Roman von Ottofar Janetschet( Verlag Richard Bong, Berlin) zollen. Hier sind die historischen Zusammenhänge doch wesentlich freier, unbewiesener. In dem Romanhaften des Stüdes felbst ist aber dennoch so viel Reiz, so viel Wärme des Gefühls und innere Heiterkeit, daß man auch aus diesem Künstlerleben manches liebe Detail zu dem Bilde hinzugefügt bekommt, das man aus Werk und Lebensbeschreibung Mozarts schon fennt. Eine besonders reizvolle Gabe für Freunde alter Musikzeit hat der Verlag Breitkopf u. Härtel in seinem Jahrbuch Der Bär" 1924 bereitet, und zwar enthält das schmuck gedruckte Bändchen eine große Anzahl gedruckter oder faffimilierter Briefe berühmter Komponisten an die Verleger( Leopold Mozart, Telemann, Beethoven, Wagner, Schumann). Auch sonst werden aus dem Archiv Briefe veröffentlicht, die weniger durch ihren Inhalt als durch die Person der Schreibenden interessant sind. Den rein literarischen und wissenschaftlichen Teil des Buches füllen Auffäße von Abert, Busoni und anderen, auch Humoristisches und Ernstes aus den Freuden und Nöten des Verlegertums findet hier seinen Platz und ebenso zwei interessante Beiträge aus der ersten Nummer der Allgemeinen musikalischen Zeitung"( 1817) von Fichte und Wadenroder. Dr. Kurt Singer. Sozialpolitik. In dem voltswirtschaftlichen Hauptteil seiner Broschüre weist Wilbrandt darauf hin, daß die fapitalistischen Produktionsmethoden das Alkoholkapital zwingen, durch Reklame und alle nur denkbaren Mittel den Alkoholkonsum zu steigern. Gegen die Bergeudung von Mittel den Alkoholkonsum zu steigern. Gegen die Bergeudung von Nahrungsmitteln und Volksgesundheit protestiert der Nationalökonom. Er tommt dabei zu folgendem Resultat: ,, Unser Proteft ist praf tisch wirkungslos, wenn er an der Gesellschaftsform fests hält, in der diese Durchkreuzung der Dekonomie verankert ist. Wird prinzipiell am Kapitalismus festgehalten, auch im Fall des AlkoholBapitals, so bleibt nichts übrig als das staatliche Verbot, wie es dementsprechend in Amerika die Konsequenz ist. In den nordischen Ländern Europas hat man statt dessen bekanntlich versucht, an die Stelle der tapitalistischen eine gemeinnüßige Unternehmung zu sehen, bei der das Interesse am Absah des Alkohols wegfällt." In einem Absatz über die volkswirtschaftliche Lage Deutschlands weist Wilbrandt nach, daß wir uns in Deutschland den 21= toholtonfum volkswirtschaftlich einfach nicht mehr leisten können. Die Hungersnot rafft das Alter hinweg und bedroht die Kinder. Es ist eine Würdelosigkeit, daß auf der einen Seite die Welt widerhallt von der deutschen Not, und daß zu gleicher Zeit in Deutschland vertrunken wird, was diese Not lindern fönnte. Auf 5% Goldmilliarden pro Jahr werden die direkten und indirekten Kosten des Alkoholismus geschätzt! Damit tönnten in den nächsten pier Jahren sämtliche Reparationskosten nach dem Dawes- Gutachten bezahlt werden. Die volkswirtschaftliche Betrachtungsweise des Problems durch Wilbrandt weist eindringlicher auf die Schäden des Alkoholismus hin, als viele andere, mit mehr Fanatismus als Wissen geschriebene Arbeiten auf diesem Gebiet. Die einfachen, nüchternen, volkswirtschaftlichen Rechenerempel, die Wilbrandt an Stelle aller ethischen und ästhetischen Betrachtungen seht, werden sicher ihre Wirkung gegen den Alkoholismus nicht verfehlen. Das Büchlein verdient des halb weiteste Verbreitung. Anna Geyer. Strafvollzug. W. Hermann: Das hamburgische Jugendgefäng nis Hannoversand. Ein Bericht über Erziehungsarbeit und Strafvollzug. Hamburg, 1923. Der Strafvollzug ist eines der vielen sozialen Sorgenfinder unserer Zeit. Noch vor kurzem hat Dr. Wulffen, der oberste Leiter des sächsischen Gefängniswefects, öffentlich sein vernichtendes Urteil über diese unsozialfte aller Institutionen ausgesprochen. Das gleiche tat vor nicht zu langer Zeit Professor M. Liepmann. Jeder Einsichtige wird ihnen Recht geben. Es soll allerdings nicht bestritten werden: Unter den Gefängnisleitern gibt es nicht wenig modern fühlerde und wohlwollende Menschen. Sie sind aber bei ihren Neuerungsversuchen gehemmt durch die vorhandenen Ge fängnisanlagen, durch das Gefängnispersonal, wie es einmal ist, durch den Mangel an Geldmitteln usw. Das neue Strafvollzugsreglement steht bis heute noch auf dem Papier. Agnes von Zahn- Harnad: Die arbeitende Frau. Verlag Hirt, Breslau. 94 G. Preis 2,50 m. Die Verfasserin hat sich die Aufgabe gestellt, die Haupttypen der arbeitenden Frau, wie sie das moderne wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben herausgebildet hat, in ihrer soziologischen und psychologischen Eigenart zu erfassen, die Probleme aufzuzeigen, mit denen jeder einzelne Typus in der Gegenwart zu ringen hat, und auf die Richtung hinzudeuten, in der diese Probleme vielleicht einer Lösung näher gebracht werden könnten. Auf eine Aufzählung der vorhan denen Frauenberufe wurde verzichtet. Als Typen der arbeitenden Frau unserer Zeit werden geschildert: die Frau in den sozialen Be- fangenen, die ein wenig abgesondert von der großen Masse der rufen, die Fabritarbeiterin, die Heimarbeiterin, die Frau im Handel und Verkehrsgewerbe, die Frau in akademischen Berufen und die Hausfrau. Die Verfasserin glaubt aus der seitherigen Berufsarbeit der Frau schließen zu können, daß besonders wertvolle Leistungen von den Frauen in den Berufen erzielt werden, wo die Mütterlichkeit der Frau sich auswirken kann. Die Arbeit in den sozialen Berufen scheint ihr deshalb am vollkommensten die den Frauen innewohnenden beD Taghemd Hannoversand ist eine Insel auf der Elbe neben Hamburg. Hier find in Baracken, die früher von Kriegsgefangenen bewohnt waren, einige hundert junger Menschen untergebracht, man tönnte ebenso gut fagen, eingesperrt. Die großen Schlaffale, die gleichgeitig als Wohnräume dienen, entsprechen nicht den Aufgaben, die erzieherische Einflüsse erfordern. Mit einer fleinen Gruppe von jüngeren G anderen leben, versuchten zwei junge Menschen, Dr. Hermann, der frühere Mitarbeiter Dr. Wilters, und Dr. Bondi, der Verfasser des Buches über die profetarische Jugendbewegung, neue Wege zu gehen. Sie wollten hier an den jungen Menschen ein Umwandlungswerk vollbringen und ihre Erfahrungen aus der Jugendbewegung verwerten Šie mußten aber das begonnene Werk verlassen, meil das Gefängnispersonal in ihrer von tiefer Menschlichkeit erfüllten Erziehungsarbeit eine Gefährdung der Autorität" erblickte. " aunendecken la rot Inlett sehr praktische 59.00 Sommerdecke Damenwäsche la Daunensatin 96.00 in vielen Farben gute Verarbeitg. Reine Seide la Levantine- Seide Rückseite Satin Rückseite Satin 225.00 In div. Farben 135.00 In vielen Farben Sämtlich mit prima weissen Daunen gefüllt mit Stickerei, Träger- oder Achselform Beinkleid mit Stickerei 2.45 1.45 2.45 1.45 Eleg. Garnitur ohlasuma. Bandgarnierung. 9.75 Hemdhose 4.75 Prinzeßrock mit Stickerei und schmalen Trägern 5.75 Taghemd und Beinkleid mit feingemust. Madapolam- Stickerei, amerikanischer Windel verschluß. Spitzengarnierung Nachthemd mit reicher Stickersi- Garnierung.. 4.75 Eleg. Nachthemdiobatist m.Lochstickerei 7.75 Monopoldaunen ocht chinesisch( ges, gesch.) die ideale Bettfällung... Plund 8.50 Beilage des Vorwärts Prof. Liepmann kennzeichnet in seinem äußerst lehrreichen Vorwort treffend den Kernpunkt des ganzen Problems: Wie erreichen wir, daß das Gefängnis nicht bloß gute Gefangene, sondern gute Bürger schafft. In dürren Worten rechnet er mit dem Unver= stand der Fachjuristen und der Strafvollzugsbeamten ab, die von neuem Geist nichts wissen wollen. Mit Recht reiht er Hermanns Buch in die leider allzu geringe Zahl der hervorragenden Werke über die Erziehungsarbeit am Gefangenen ein. Hermanns Buch ist das erste deutsche Buch dieser Art. Es müßte nicht nur von Sozialisten, sondern von jedem gelesen werden, der sich für das Uebel der Erzeugung von Verbrechern in der gegenwärtigen Gesellschaft mit verantwortlich fühlt. Dr. Hildegard v. Heimann: Studien zur Erziehungs= arbeit an verwahrloften Mädchen. W. Gente, Wissenschaftlicher Berlag, Hamburg, 1924. Das Büchlein von Dr. v. Heimann ist trotz seiner Knappheit eine wertvolle Bereicherung der Literatur über verwahrlofte Mädchen. Es ist eine psychologisch- pädagogische Schrift, die die individuellen und sozialen Wechselbeziehungen der Verwahrlosung der Mädchen aufdeckt. Sexualität und Prostitution spielen hier die Hauptrolle. Wege zur wirklichen Erziehung werden aufgezeigt. Die fechs Lebensläufe, die die Verfasserin aus ihrem reichhaltigen Material anführt, bilden eine vorzügliche Illustration zu den leitenden Gedanken des Büchleins. Beide Schriften, die in der Reihe der Hamburger Schriften zur gesamten Staatsrechtswissenschaft von Dr. M. Liepmann herausgegeben sind, sind auf das wärmste zu begrüßen. Otto Zirker: Der Gefangene. Fackelreiter- Verlag, Werter, Teutoburger Wald. Dr. Zirker ist Fürsorger im Gefängnis von Ichtershausen in Thüringen. Mit seinem kleinen Büchlein wendet er sich an die im Volfe, die die Trägheit des Herzens noch nicht übermannt hat. Die mit der Ursprünglichkeit eines unverbildeten Gefühls und der tiefen Verpflichtung eines wachen Gewiffens an die Tatsache des Verbrechens herangehen". Der größte Teil des Inhalts sind kleine Bilder Momentaufnahmen des tiefsten Innersten der Gefangenen, die er bei seinen Besuchen in der Zelle kennen gelernt, denen er Freund wurde und die eben deshalb ihm menschliches Vertrauen entgegenbrachten. Jede Skizze bildet ein Stück menschlicher Tragik für sich, eine erschütternde Anklage gegen die Stnnwidrigkeit des heutigen Verhaltens der Gesellschaft gegenüber den Gefangenen. Umrahmt sind diese kleinen Schicksalsgeschichten durch Ausführungen, die in dürren Worten Zusammenfassendes über Berbrechen und Verbrecher sagen. Er zeigt auch den Entwicklungsgang des Erziehungsgedankens im Strafvollzug auf und führt als Pioniere auf diesem Gebiete Amerika und in Deutschland Thüringen und Hamburg an. Das Büchlein konnte nur aus der Seele und der Feder eines wirklich modern eingestellten Menschen entstehen. Hermann und Bondi früher im Jugendgefängnis Hanöverfand in Hamburg, so ist 3irker in Ichtershausen und sind seine Kollegen in anderen Orten diejenigen, die Neuland im Strafvollzug beadern. Bon ihnen allein ist eine so notwendige Umstellung des gesamten Berhaltens zum Strafgefangenen zu erwarten. Das Büchlein foftet nur 1 Mart. Ein jeder Arbeiter, ein jeder junge Mensch, der diese Mark erübrigen tann, taufe es sich. Es genügt nicht, daß einige Menschen zu einer wahrhaft menschlichen Einstellung zum Berbrecher und zum Gefangenen gelangen. Ohne Mitarbeit der breiten Massen, der Bevölkerung, kann das Erziehungswerk der von der gefeßlichen und sozialen Bahn Abgeirrten nie gelingen. Dr. 2. Rosenthal. Politik. Wie H. Lichtenberger: Deutschland und Frankreich in ihren gegenwärtigen Beziehungen. Verlag E. Oldenburg, Leipzig. 203 S., Preis 4 M. In Lessings Freimaurergesprächen" finden wir den Satz:„ Es ist recht zu wünschen, daß es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Bölferschaften hinweg wären und genau müßten, wo Patriotismus Tugend zu fein aufhört." Giner von solchen Männern ist H. Lichtenberger, Professor der germanischen Sprachen und Literaturen an der Universität Paris und Verfasser verschiedener Werke über die deutsche Literatur. In seinem neuesten Buch hat er sich die schwere Aufgabe gestellt, den Franzosen die politischen Strömungen und Parteien in Deutschland zu schildern, um die Vorurteile französischer Chauvinisten gegen Deutschland zu bekämpfen. Alles verstehen, heißt alles verzeihen." Eine solche fowohl parteipolitisch wie national objettive Charakteristik ist ihm auch in hervorragendem Maße gelungen. Natürlich kann aber der Verfasser in feiner Darstellung nicht seine Sympathie mit den deutschen Parteien der Linken verbergen, denen es mit der Verföhnung mit Frankreich Ernst ist. Die Lektüre des Buches fann warm empfohlen werden. Dr. Erich Witte. Erziehungswesen. Offo Rühle: Umgang mit Kindern. Verlag: Am anderen Ufer, Dresden( Buchholz- Friedewald). 228 S., Preis 1,80 m. Grundfäße, Winfe, Beispiele will der auf dem Gebiete proletarischer Erziehung rühmlichst bekannte Verfasser geben. Er hält, was er verspricht. In reicher Fülle häufen sie sich, so einfach, so schlicht, so schlagend in ihrer Treffsicherheit, daß Eltern und Erzieher bei einer halben Geite oft mehr lernen, als durch manch langatiniges Buch. Rühle hat mit glüdlichem Griff der Erziehungsliteratur der letzten Jahre das Beste dazu entnommen. Meist sind es fleine Erleb niffe, die so unmittelbar wirken, daß ganze Vorurteilsgebäude vor der gewonnenen Erfenninis zusammenstürzen. Durch eines Kindes einziges Wort steht oft Elterntorheit grell beleuchtet da. Was der Verfasser hierdurch leistet, ist sozialistische Kulturarbeit. Denn der Sozialismus geht über die Jugend, und neue Jugend will neuen Geist, oder wie der Verfasser sagt, will auf neue Art erzogen sein". Rühle will nur frei machen helfen". In der Tat brauchen proletarische Eltern Hilfe dazu, sie, die oft fein sonniges Wort in ihrer Kindheit zu hören befamen und sich schwer von den Resten des Mittelalters freizumachen vermögen. Denn das ist die höchste segensreiche Wirkung des Rühleschen Büchleins, daß die Eltern dabei am meisten gewinnen. Steppdecken Trikot doppelseitig ... 12.50 Satin mit Trikotrückseite, in vielen Farben 15.50 Satin doppelseitig. Satin mit Wollfüllung. 22.50 .. 36.00 Mengenabgabe vorbehalten. E. Rosenberg- Sturm. Schlafdecken Graue Decke mit Bordüre...... 3.50 Halbwollene Decke mit Kante.... 11.50 Jacquarddecke halbwollene Kamelhaardecke mit Streifenkante.. 22.50 Bettfedern Lustig Aufpassen! Man irrt sich- Lustig nur Prinzenstr indvierrig. Quna 21.00 Literatur. Hermann Schuhing.r: Auferstehung. Beriag Ernst Oben. Lurg, Leipzig. 2,50 M. Der Berfasser des Buches ist der frühere Polizeichef von Sachsen, dem sein aufrechtes Republikanertum prompt den Verlust seiner Stellung eingetragen hat. Er nennt sein Buch eine„ Legende aus der Das Arbeiterbildungsproblem. Ferienkursus des Reichsausschusses für sozialistische Bildungsarbeit. Die Bildungsbewegung der Arbeiterschaft ist eines der wichfortan bei seiner Arbeit zu berücksichtigen und Sache der Teilnehmer des Kurses ist es, daß in Hildesheim Gewonnene in sich zu vera arbeiten und nutzbar zu machen. tigsten Mittel zum Aufstieg des Proletariats. Je mehr sich der Parteinachrichten Wahrheit des Krieges" und widmet es als ein Bekenntnis zum neuen Arbeiter aus den Niederungen des dumpfen Trieblebens entfernt, Menschen den Toten des Weltkriegs aus allen Armeen der Welt. Diesen Roman, in den lose eine zarte Le- je mehr er sich ein fest gegründetes Daseins- und Selbstbewußtsein gende eingewebt ist, der aber mit unerbittlicher Wirklichkeitstreue ou eigen macht, je mehr er teil hat und teilnimmt an den Errungendas grausige Geschehen des Krieges bildhaft darstellt und zum Nutzen schaften und Gütern der Kultur und des Fortschritts, um so mehr der Bergeßlichen wieder lebendig werden läßt, hat mit seinem Herz- dämmert ihm die Erkenntnis der vielfältigen Zusammenhänge des blut einer gesdrieben, der ihn mitgemacht hat und der in heißer Lebens, um so mehr erwirbt er die Fähigkeiten und den Willen Menschenliebe seine Stimme erhebt gegen die Wiederholung der zum Kampf um feine mit ihm geborenen Menschenrechte. Ins furchtbaren Greuel. Die Schilderung des Lebens, Leidens und Sterbefondere in der Zeit des stürmischen Kampfes um alte und neue bens des Frontsoldaten lieft sich hier anders als in den während der Lebensformen ist es jedem irgendwie in der Arbeiterbewegung Stehen" großen Beit" entstandenen Büchelchen, die den Krieg als ein zwar den durchaus klar, daß ein Schritthalten mit den Wissens- und nicht ungefährliches, aber frisch- fröhliches Unternehmen voll bunter Erkenntnisergebnissen der Gegenwart eine unausweichliche NotAbenteuerlichkeit hinstellen. Auferstehung" malt in grellen Farben die dumpfe Seelenqual wendigkeit bedeutet. Da taucht aber die Frage auf, die einer Lösung der Soldaten vor dem Sturmangriff, den Kot und Dreck und Gestant, dringend bedarf: Wie soll der Arbeiter, angewiesen auf eigene Entder sie im Schützengraben umgibt, das Winseln und den Schmerzens: scheidung, sich durch alle heute auftauchenden Probleme hindurchschrei der Verwundeten, die falte Brutalität und zynische Tyrannei arbeiten? der Befehlsgewaltigen hinter der Front. Schüzinger schreibt ohne Haß, aber er entfleidet den modernen Krieg der Romantik, die seine Berfechter um ihn herumgelogen haben. Er zeigt das qualvolle Werden eines Charakters, der fich, weil er Mensch ist, nicht zum befehlsempfangenden Automaten und zur mordenden Bestie entwickeln fann. Es gibt andere Werte mit pazifistischer Tendenz, die von stärkerer dichterischer Krast beseelt sind oder den pazifistischen Gedanken nicht nur von der Seite des Gefühls aufgreifen, sondern umfassender, logischer, fonfequenter anpaden. Der Vorzug des Echüßingerschen Buches ist die Unmittelbarkeit, das tagebuchmäßige, das wahrhaftige und daher überzeugende Erleben eines, der dabei gewesen ist. Man sollte das Buch den Jugendlichen in die Hand geben, denen von allen Seiten eine neue Kriegsromantit fuggeriert E. Degner. wird. Neue Bücher. ( Besprechung der eingegangenen Schriften bleibt vorbehalten.) August Albrecht. Jugendliederbuch. Arbeiterjugend- Verlag, Berlin. Martin Andersen- Negö. Stine Menschenfind, Roman. Albert Langen, München. Graf Julius Andraffy. Bismarck und Andrassy. Verlag Das junge Europa, Budapest. Max Barthel. Die Knochenmühle. Neuer Deutscher Verlag, Berlin W. 8. Theodor O. Cassau. Die Konsumvereinsbewegung in Deutschland. Dunder u. Humblot, München. e. Dembitzer. Nächte im Bondelpark. Berlag Ernst Oldenburg, Leipzig. Ctto Dig. Der Krieg. Karl Nierendorf, Berlin. Pierre Dominique. Unsere liebe Frau von der Weisheit. Roman. Paul 3solnay, Wien, Leipzig. Max Tortu. Thomas Wiünzer. Feuer- Verlag, Leipzig. Andor Gabor. Horthvs Lager. Malit- Verlag, Berlin. Eberhard Gothein. Die Renaissance in Italien. Reformation und Gegenreformation. Duncker u. Humblot, München. Georg Engelbert Graf. Die Entwicklungsgeschichte der Erde. Thüringer Verlagsanstalt, Jena. Oster Maria Graf. Bayerisches Lesebuch. Gunter Langes, München. Nikolai Gogol. Ausgewählte Werte. 2 Bände. Albert Langen, München. Strut Hamsun. Gesammelte Werfe, Band 6. Albert Langen, München. Dr. Max Hirschberg und Dr. Friedrich Thimme. Der Fall Fechenbach. Juristische Gutachten. J. C. B. Mohr, Tübingen. Heinrich Hirtfiefer. Die staatliche Wohlfahrtspflege in Preußen 1919/23. Carl Heymann, Berlin. Adolf Hoffmenn. Episoden und Zwischenruje. Selbstverlag, Berlin. Paul Kampffmeyer. Der Nationalsozialismus und seine Gönner. Verlag J. H. W. Diez, Berlin. Selma Lagerlöf. Gesammelte Werfe, 10 Bände. Albert Langen, München. Albert Landres. Bagno, die Hölle der Sträflinge. Laubsche Buchhand Wir wollen wecken! Gedichte. lung, Berlin. Ludwig Leffen. Wir wollen werben! Arbeiterjugend- Verlag, Berlin. Hermann Levy. Die Grundlagen der Weltwirtschaft. B. G. Teubner, Leipzig. Paul Levi. Sachverständigen- Gutachten und was dann? Zentralvertrieb zeitgeschichtlicher Bücher, Berlin W. 30. Walter Mehring. In Menschenhaut. Gustav Kiepenheuer, Potsdam. P. Melgunom. Der rote Terror in Rußland 1918/1923. Olga Dialow u. Co., Berlin. Dr. Bruno Moll. Gibt es eine erafte Nationalötonomie? Probleme der Finanzwissenschaft. Akademische Verlagsgesellschaft, Leipzig. Dr. S. Nestriepfe. Gewerkschaftslehre. E. H. Morih, Stuttgart. Die Gewerkschaftsbewegung. 3 Bände. E. H. Moritz, Stuttgart. Hermann Kunibert Neumann. Krieg dem Kriege. Deutscher Kunst- und Literaturverlag, Breslau. Francesco Nitti. Die Tragödie Europas. Sozietätsdruckerei, Frankfurt a. M. Und Amerika? Frankfurter Alfons Pekold. Das letzte Mittel und andere Geschichten. Reclam jr., Leipzig. Theodor Blaut. Deutsche Handelspolitik. B. G. Teubner, Leipzig. F. Nachfahl. Deutschland und die Weltpolitit 1871/1914. Band I. E. H. Morig. Stuttgart. Taressow Rodionoff. Schokolade. Verlag Die Aftion", Wilmersdorf. Bruno Taut. Die neue Wohnung. Klindhardt u. Biermann, Leipzig. Franz v. Unruh. Gesinnung. Fadelreiter- Berlag. Werther. Alfred Weber. Deutschland und die europäische Kulturkrise. S. Fischer, Berlin. Sämtliche hier angezeigten und besprochenen Bücher können durch die Buchhandlung 3. H. W. Die Nachf., Berlin SW., 68, Lindenstr. 2, Abt. Sortiment( Caden) bestellt werden. Gewiß ist es schön und erstrebenswert, daß schon dadurch eine höhere Lebensauffassung in weite Kreise getragen wird, daß das allgemeine Niveau eine Hebung erfährt. Die Frage ist aber, ob das genügt, ob uns das genügen darf! Die Masse der arbeitenden Bevölkerung muß, ohne die Borzüge allgemeiner Bildung zu unter: schäßen, mit der Bildung und dem Wissen ausgerüstet werden, das für den proletarischen Befreiungstampf in jeder Be ziehung ausschlaggebend ist. Die bisher geleistete Bildungsarbeit hat gerade hier ihre offene Wunde. Woher kommt es denn, daß heute durchweg einzelne Führerpersönlichkeiten für alles und jedes verantwortlich gemacht und gefreuzigt werden? Doch größtenteils daher, daß selbst die minimalste Einsicht in die Entwicklungszusammenhänge der verschiedensten Gebiete zu vermissen ist. Alle proletarischen Organisationen, die sich mit der Bildungsarbeit befassen, besonders die Bildungsausschüsse, können deshalb den Schritt begrüßen, den der Reichsausschuß für sozialistische Bil dungsarbeit unternommen hat, indem er in seinem in Hildes heim veranstalteten Ferienkursus das Arbeiter bildungsproblem in seiner ganzen tiefgreifenden Bedeutsamfeit aufrollen und betrachten ließ. Genosse Engelbert Graf war Kursusleiter. Seine umfassenden Sachkenntnisse, vor allem auch die von ihm tevorzugte Unterrichtsart, die Form der Arbeitsgemeinschaft, des lebendigen Gedankenaustausches aller mit allen, sicherten die freudige Arbeitsstimmung bis zur letzten Minute und zeitigten die fruchtbarsten Ergebnisse. Dazu beigetragen hat aber auch die völlig freiwillige Teilnahme der ca. 40 Hörer, unter denen sich auch zwei ausländische Genossen( aus Amerika und Holland) befanden. Zur Grundlage der Betrachtungen diente die Soziologie, con der aus eine flare und einleuchtende Darstellung des Entwicklungsganges der menschlichen Gesellschaft und der Parallelerscheinungen in der Entwicklung des Einzelmenschen ermöglicht wurde. In Verbindung damit stehen die psychischen Bindungen, denen Einzelwesen und Masse auf Grund dessen untermorfen sind. Das führte zum Vergleich der psychologischen und soziologischen Erscheinungen des Gesellschafts- und Einzellebens. Das. Weltgeschehen, der Ablauf der Geschichte, rückt ebenfalls in ein ganz anderes Gesichtsfeld. Der Arbeiter ist immer noch zu sehr gewohnt, Geschichte in bürgerlichem Sinne zu treiben, d. 1. Einzelpersönlichkeiten als Helden und Lenker der Welt- und Menschheitsgeschicke anzusehen. Unser Ziel als Sozialisten muß es deshalb sein, daß grundlegender Wandel erfolgt und eine vernünftige entwicklungsgeschichtlich begründete Geschichtsauffassung Plaz greift. Erkenntnis der auf wirtschaftliche Ursachen zurückzuführenden Weltgeschehnisse und Einsicht in die soziologischen und psychologischen Gebundenheiten sind die Wege, die unsere Bildungsarbeit dem Proletariat zu weifen hat. Jede Berwässerung mit typisch bürgerlichen Bildungsidealen muß vermieden werden. Einsendungen für diese Rubrik sind Berlin W. 68, Lindenstraße 3, Ernst Biel. für Groß- Berlin ffets an das Bezirkssekretariat, 2. Hof, 2 Trep. rechts, zu richten. 1. Kreis Mitte. Dienstag, den 19. August, 18 Uhr, Sigung des engeren Vorstandes mit den Stadt- und Bezirksverordneten bei Richiesing, Ackerſtraße 1. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Elternbeiräte! Dienstag, den 19. August, 7½ Uhr, Sigung der neugewählten Abteilungsobleute und deren Stellvertreter bei Hoffmann, Lychener Str. 8. 4. und 5. Kreis: Sommerfest. Sonntag, den 17. August, feiern der 4. Kreis Prenzlauer Berg und der 5. Kreis Friedrichs. hain gemeinsam ihr Sommerfest in den Gesamträumen des Gaalbaues Friedrichshain. Konzert, Gefänge, Uebungen am Red, rhythmische Uebungen. Rinderreigen. Im Saale ist Freitanz. Die Eintrittskarten a 60 Pf. find bei allen Funktionären und an der Kasse zu haben. 5. Kreis Friedrichshain. Dienstag, den 19. August, 7% Uhr, bei Rosin, Gubener Str. 19, Sigung des Ausschusses für Arbeiterwohlfahrt, Kinder schuß- und Kommunal- Kommission. 7. Kreis Charlottenburg. Montag, den 18. August, abends pünktlich 7½ Uhr, im Charlottenburger Rathaus, Gigungszimmer 1, wichtige außerordentliche Frektionsfigung mit allen Bürgerdeputierten. 9. Kreis Wilmersdorf. Montag, den 18. Auguft, 8 Uhr, Beamtenversamm Tung bei Ihlenfeldt, Uhland, Ece Günzelstraße. Wichtige Tagesordnung. Neuwahl des Kreisobmanns. Alle parteigenössischen Beamten müssen erscheinen. 18. Kreis Weißensee. Montag, den 18. August, abends 7% Uhr, im Rathaus. Rimmer 21, Gigung der Bezirksverordneten- Fraktion. Wichtige Tagesordnung. Heute, Sonntag, den 17. August: 21. Abt. Die Funktionäre werden gebeten, die Gammellisten schnell abzu rechnen beim Rassierer. Morgen, Montag, den 18. August: 16. bt. 71 Uhr bei Regenberg, Gartenstr. 75, Gigung aller Funktionäre. 21. Abt. Kommunale Kommission! 7% Uhr bei Kroll, Utrechter Str. 21, Vortrag des Genossen Stadtrat Frank. Alle ehrenamtlich tätigen Ge nossen und Genossinnen sowie solche, die bereit sind, mitzuarbeiten, sind einacladen. 77. bt. Schöneberg. Montag, den 18. Angust, 7½ Uhr, engere Borstands sigung bei Alawitter, Apostel- Paulus- Str. 7. Frauenveranstaltungen am Montag, den 18. Auguft: 9. Kreis Wilmersdorf. 8 Uhr Kreisfrauenabend bei Krois, Holsteinische Straße 60. Vortrag der Genoffin Wachenheim über Die politische Lage". 24. Abt. 7% Uhr bei Köhler, Greifswalder Str. 80, Vortrag des Genossen Lempert. 37. bt. 7% Uhr bei Jerasch, Ebertystr. 10, Bortrag des Genossen Miethke über Die Auswirkung der bevorstehenden Getreidezölle". Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 19. Auguft: 4. Kreis Prenzlauer Berg. 72 Uhr Funktionärinnenkonferenz bei Burg, Prenzlauer Allee 189. Aurze Besprechung. 5. Kreis Friedrichshain. 7% Uhr Funktionärinnenzufammenkunft bei Rosin, Gubener Str. 19. Alle Abteilungen müssen vertreten sein. 20. Abt. Der irrtümlich in der Freitag- Nummer des Vorwärts" zum Gonniag angekündigte Ausflug nach Tegelort findet erst am Dienstag ( um dieselbe Reit)- statt. 33. Abt. Pünktlich 7 Uhr bei Wegener, Stralauer Allee 31, Ecke Hohenlohe straße, Vortrag des Genossen Dr. Hodann über ,, Kinderkrankheiten". 53. Abt. Charlottenburg. Die Genoffinnen treffen sich zum Familienausflug nach der Jungfernheide um 1½ Uhr bei Lug, Sutten-, Ece Ufnaustraße. Gäste aus anderen Abteilungen willkommen. Treffpunkt 2% Uhr Ein gang zum Volkspark. 77., 78., 79. 96t. Schöneberg. Mittwoch, den 20. Auguft, Ausflug nach Dahlem. Lokal der Ferienkolenie. Treffpunkt nachm. 3 Uhr Mühlen-, Ece Tempelhofer Straße. Sämtliche Kinder der Ferienkolonie sind eingeladen. Nachzügler werden im Wald erwartet." 20. Areis Reinickendorf. Der Kreistaffierer Genoffe Lehmann hat in der Kreismitgliederversammlung, welche am Freitag im Lokal Ramlow, Schönholz 14, stattfand, seine Brieftasche mit einem größeren Geldbetrog und verschiedenen Ausweisen verloren. Der Finder wird gebeten, die Tasche an das Bezirkssekretariat des Bezirksverbandes, Lindenstr. 3, Bureau Fischer, oder bei dem Genossen Lehmann, Reinickendorf- Oft, Sec. straße 4, 1 Tt., abzugeben. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 7. Abt. Genoffe Wilhelm Böhme, Gartenstr. 27 ist gestorben. Einäsche. rung Dienstag, den 19. August, nachm. 3½ Uhr, Krematorium Gerichtstraße. 27. Abt. Genosse Alfred Bieselt ist verstorben. Einäfcherung Montag, den 18. August, 12½ Uhr, Gerichtstraße. 38. Abt. Unsere Genoffin Hedwig Sommerfeld, Söchfte Str. 1, ist am Donnerstag, 14. August, nach schwerem Leiden im Alter von 44 Jahren ver. storben. Die Einäfcherung findet am Mittwoch, den 20. August, nadm. 5 Uhr, im Arematorium Gerichtstraße statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Jugendveranstaltungen. Starfung des profetarischen Bewußtseins und des klassenfämpferischen Willens ist nur durch eine entsprechende Einstellung aller in der Arbeiterbildung, tätigen Faktoren, nur durch Schulung möglichst vieler wirksamer Kräfte zu erreichen. Diese Kräfte müssen, den Zeitverhältnissen entsprechend, ihre ganze Kenzentrationsfähigkeit auf die Hauptbildungsgebiete Soziologie, Nationalökonomie, Arbeitsrecht, Betriebslehre und Bolitik einstellen. Man braucht dabei straße 8a, Bortrag: Gemeinschaftsgeist." andere Gebiete nicht absolut außer acht zu fassen, hier liegen aber die Angelpunkte, hier liegen die Lebens und Kampfnotwendigfeiten. Damit Hand in hand gehen muß die Erziehung zur Geistesgegenwart, zur schnellen Beuzung und Anwendung des erworbenen Wissens, eine Heraufführung zur Individualität, zur kraftvoll wirfenden bewußten Persönlichkeit im Dienste der Idee und von ihr beseelt und getrieben. Heute, Sonntag, den 17. August: Lichtenberg..: Besuch des Botanischen Gartens. Treffpunkt 8 Uhr Stralau- Rummelsburg. Süboff A. u. G.-B. mit der Partei: Wanderung nach der Königsheide. Treffpunkt 49 Uhr Görlizer Bahnhof, Unfallstation. Morgen, Montag, den 19. Auguft, abends 7% Uhr: Hermsdorf: Roonftraße, Vortrag: Nadtkultur." Treptow: Richholz Die Bildungsarbeit ist der Lebensnerp der proletarischen Bewegung. Diese Waffe scharf und schnei. dend zu erhalten, dafür Wege zu zeigen, wor Aufgabe des bildesheimer Kursus. Wohl war es ihm nicht möglich, alles erschöpfend zu Lehandeln, aber es ist ihm gelungen, die Richtungspunkte zu marfieren, nach denen fünftig der Kurs eingestellt werden muß. Aufgabe des Reichsausschusses wird es sein, diese Richtungspunkte Süre Kinderse Vorteilhafte Angebote Kinder- Schnürstiefel prima Chr. Chevreaux mit und ohne Derby, extra breite bequeme Form, spottbillig, 18/21. 19⁰ 90 Kinder Turnschuhe pr.grau u.br.Segelt. m. stark. Leders. u. Absatzfl., 36142 3,25, 3135 2,95, 27/ 302,75, 25/262, 50, 20:24 195 Kinder- Schnürstiefel pr. 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