Nr. 3 15. März 1925 Blick in die Bücherwelt Geschichte. H. G. Wells: Die Grundlinien der Weltgeschichte. Berlag für Sozialwissenschaft, Berlin. 670 S., Preis 20 m. Es ist ein Verdienst des Berlags, daß er diese in der englischsprechenden Welt in furzer Zeit mehrfach aufgelegte, ganz einzigartige Weltgeschichte den deutschen Lefern in guter Uebersetzung und Ausstattung zugänglich gemacht hat. Dem deutschen Bublifum, vor allem der Arbeiterschaft, fehlt die allgemeinverständliche, von gelehrtem Beiwert befreite, in die Fragestellungen unserer Zeit einmündende, furze Weltgeschichte, die auf Grund eines von allen Eng. herzigkeiten und Traditionen losgelösten Menschheitsideals die ver. wirrende Fülle der gesellschaftlichen, geistig- fittlichen und politischen Bewegungen zu gestalten versucht. Ein fühnes Unternehmen, das den Vorteil hat, eines Mannes Werf zu sein, auf einheitlicher Weltanschauung aufgebaut, das in allen seinen Teilen den hoch begabten Stilisten, den umfassenden Kenner der Weltprobleme, den gründlichen Denker und den fittlichen Vorfämpfer erfennen läßt.' Wells ist Sozialist, aber nicht im Sinne des strengen Margis mus, typisch englischer Sozialist, wie so viele der heute führenden englischen Sozialisten. Er hat den glühenden Glauben der großen religiösen und sittlichen Erneuerer, der großen Utopiſten, die für die Idee der menschlichen Bollkommenheit gestritten haben. Ein Welt staat durchaus gebildeter und erzogener Menschen, ohne Heere und Flotten, ohne Arbeitslose und reiche Müßiggänger, ohne die finn lose Verschwendung von Material und Arbeitskraft, eine Welt demokratie, eine ökonomische Weltorganisation, die die Ausbeutung aller Naturschäße durchführt, sowie alle neuen Möglichkeiten, die die Wissenschaft eröffnet". Von dieser Idee der vollkommenen menschlichen Gesellschaftsordnung sieht und beschreibt er die Weltgeschichte. Sie ist ihm Maß stab der Auswahl und der Wertung. Darum greift er zurüd nicht nur auf die noch taum deutlich erschlossenen Anfänge primitiver Stultur, sondern auf die unendlich weit über den Menschheitsbereich hinausgehende Geschichte des organischen Lebens, ja jogar des Erd: förpers felbst. Es ist die Betrachtungsweise im Sinne Goethes, Herders und Carlyles; die Menschheitsgeschichte wird ihm zur Philosophie der Menschheit. Er hat den Mut, Ideen zu entwideln, deren wissenschaftliche Voraussehungen noch feineswegs unbestritten find; darin liegt Grenze und Kritif seines Strebens. Man wird ihm aber da folgen fönnen, wo er feine Idee im Bereich der erforschten Menschengeschichte anwendet und wird immer wieder ergriffen sein von der Fülle neuer Gesichtspunkte und fruchtbarer Berturteile, der großzügigen Erfassung der wichtigsten Bewegungen der gesamten Menschheit, wie sie war und ist. waltigen Banderbewegungen zu Land und zur See; Klima, Nah Die phyfitalischen Bedingungen der Erdoberfläche leiten die gerungsspielraum und geistige Fähigkeiten bedingen die Staatenbildung und sozialen Schichtungen. Besonders interessiert ihn die Folge und der Grad der sozialen Abhängigkeitsverhältnisse, das Problem der Ausbeutung auf den verschiedenen Kulturstufen. Die großen Religio. nen, die Lehren des Buddha, Laotse, Jesus und Mohammed bedeuten die erste Durchbrechung der Stlaverei ganzer Klassen und Bölker, den ersten Sieg des Menschheitsgedankens, die sogenannten„ Großen" in ihrem persönlichen Wollen oft seine Berneinung. Deswegen geht er mit einem Alerander, Cäsar und Napoleon hart ins Gericht. Dagegen sind ihm die Köpfe der Menschheit", die Denker, Erfinder und Entdecker die Führer bes Fortschritts; also eine völlige Ummertung des Helbenideals, bie man auch heute noch von unserer Jugend ab fichtlich fernhält. Alle Staatensysteme und Kulturen werben gemellen an dem Grad, in dem sie zur Erfüllung der Menschheitsidee bei getragen haben. So erwächst z. B. eine Kritif des römischen Imperiums und der griechischen Kultur, die im Bande der flassischen Schwärmerei und Gymnasialbildung geradezu unerhört neu ist. Auf der anderen Seite eine Würdigung der oftafiatischen Kultur, die dem anerzogenen Vorurteil des gebildeten Mitteleuropäers und dem Segruf von der gelben Gefahr den Spiegel rücksichtsloser Selbst. erfentnis vorhält. Das neunzehnte Jahrhundert kommt verhältnis. mäßig furz meg. Im Plan des Wertes mußte dies so sein, aber eine Schwäche liegt darin, daß manche Werturteile allzu menig auss führlich unterbaut sind und dadurch willkürlich klingen. Die Kritif des Imperialismus ift scharf und wendet sich gerade gegen den eng lischen in einer abfolut vorurteilsfreien Art. Aber die ihm zugrunde liegenden wirtschaftlichen Bedingungen find zu gering bemertet, vor allem die steigende Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft vem Weltmarkt. Wenn man bei der Lektüre des Buches als Leitsah festhält, was Bells selbst von fich fagt:„ Der Schreiber dieses Buches hat seine sehr starten und bestimmten Ueberzeugungen, bas darf der Leser nicht vergessen," dann wird es für jeden Leser eine außerordentliche Bereicherung feines geistigen Horizonts werden im Sinne der politischen Bildung, die Wells als eine der unerläßlichen Bedingungen des Fortschritts verlangt. Es ist so gefchrieben, daß es jeder ohne Vorfenntnisse lesen fann, die Karten und Illustrationen erleichtern das Berständnis bedeutend. Bor allem ist zu wünschen, daß dies Buch unserer Jugend so weit wie möglich zugänglich gemacht wird, daß unsere Lehrer sich mit seinen Gedanten vertraut machen und daß es in jede Bolts- und Arbeiterbibliothet eingestellt wird. Erwin Marquardt Philosophie. Eine Reihe volkstümlicher Einzeldarstellungen. Herausgegeben Don Kari Borländer. Leipzig, Baustein- Berlag.( Preis des Heftes 1,60 m.) nossen Rari Borländer herausgegebenen Serie berechtigen zu Die bisher erschienenen ersten sechs Heftchen der von dem Gesich die Aufgabe seßt, breiteste, nicht etwa durch Gymnasial- und den besten Hoffnungen für den Fortgang des Unternehmens, das Universitätsstudien besonders vorbereitete Lesertreise in volkstümlich flarer Fassung mit den Haupterscheinungen aus der Geschichte des philosophischen Dentens befannt zu machen. Die Erfahrungen, die man nach der Revolution bei den Berfuchen zur Gründung und zum Ausbau der Volkshochschule gemacht hat, der unerwartet starte 3ustrom, den da vielfach gerade die philosophischen Kurfe fanden, scheint darauf hinzudeuten, daß in den Kreifen der sozialdemokra tischen Arbeiterjugend ein Bedürfnis rege ift, über das politisch und fozial Nächstliegende hinaus zugleich ein näheres Verständnis jener allgemeinſten Fragen zu gewinnen, um die feit altersher das philofophifche Denken kreist. Ein Intereffe, das außerordentlich zu begrüßen wäre, und dem aus den weltweiten Perspektiven des Marg schen Dentens immer neue fruchtbare Anregungen und Förderungen zuströmen fönnen. Was Marg aus dem Kreis der sonstigen Dekonomen und Soziologen fo unvergleichlich hervorhebt, ist, neben dem angeborenen Genie, auch jene streng methodische Schulung begriffs mäßiger Bergliederung und Problemstellung, die er in seinem Durch gange durch die Philosophie und seiner kritischen Auseinandersetzung mit derselben fich erworben hot. Das erste Bändchen: Einführung in die Philo fophie", von Borländer selbst geschrieben, gibt einen allgemeinen Ueberblick über die verschiedenen Zweige, in welche die Philosophie"( Weisheitslehre), ein Wort, das den Griechen zuerst als Gesamtbezeichnung für alle möglichen Erkenntnisbestrebungen und Wissenschaften diente, sich in ihrer weiteren Entwicklung glie dert. Sie will soweit das möglich, ein in den Grundzügen zu fammenstimmendes und wissenschaftlicher kritischer Nachprüfung ftandhaltendes Weltbild geben. Gie verfolgt dies Endziel als Naturphilofophie, die mit den Spekulationen der ältesten griechischen Denter über einen Urstoff anhebt und dann bei Demofrit 470 bis 380 v. Chr. zur Konzeption der noch heute nach wirkenden Atomlehre fortgeht; als Logit und Erkenntnisfritif, die den formellen Regeln richtiger Begriffsbildung, rich tigen Urteilens und Folgerns, und dann weiter den bei der Ent stehung aller unserer Vorstellungen zusammenwirkenden Funktionen des Bewußtseins nachspürt; endlich als Ethit, die sich mit der befaßt und von hier aus die Grundlagen für eine Unterscheidung Formulierung höchfter Zwecke menschlich- gesellschaftlichen Handelns von Gut und Böse" zu entwickeln sucht. Ergänzend schließen sich Binchologie( Seelenlehre), Erziehungslehre, Religionsphilosophie, Rechts, Staats, Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie dem an. eine große Reihe der gegenfäglichen, in der Geschichte der Bhilo. Der zweite Teil der Schrift läßt in gedrungener Charakteristit sophie einander bekämpfenden philosophischen Richtungen und G fichtspuntte Revue passieren. So, um nur einiges herauszugreifen, ben Gegensatz von Dogmatismus, Steptizismus, Kritizismus, den von Materialismus und Idealismus, von Empirismus und Ratio nalismus, von Monismus und Dualismus, von Positivismus und entbehrlich waren, find hier im Tert, ebenso wie im Legt der anMethaphyfit. Die Fremdworte, die für das Inhaltsverzeichnis unin der Einleitung aufammengefaßten Stoffes dürfte fich die Schrift, deren Hefte durchgängig verdeutscht. Bei dem großen Umfang des wie der Berfasser selbst anbeutet, mehr zum Nachschlagebuch als gur zusammenhängenden Beftüre eignen Darum mag zur ersten Einführung des Lesers mehr das zweite, gleichfalls von Borländer, verfaßte Bändchen: Die griechi hen Denter por Sofrates geeignet erscheinen, das in Dorzüglich flarer Weise die ersten bedeutsamen Schritte, die das Philosophische Denken im Bolt der Griechen tut, verzeichnet. Gewiß mar es ein Wagnis, in einer„ poffstümlichen" Serie eine ausführliche Stizzierung des epochemachenden, eben darum aber in feiner Tiefe so schmer verständlichen Kantschen Systems zu veröffentlichen. Aber die Aufgabe ist in dem Beitrage Otto Schön. börffers: Rants Leben und Lehre im Rahmen des möglichen überraschend glücklich gelöst. An eine lebendige Darftufenweis fortschreitende Wiedergabe des Hauptgehaltes feiner Stellung von Rants Leben und Entwicklungsgang reiht sich die Rritif der reinen Bernunft" und feiner praktischen Philofophic. Eine Wiedergabe, die bei aller Berücksichtigung des einzelnen doch überall den Gesamtzusammenhang, die Blastik und Architektur des Ganzen flar vor Augen führt. Auch die Kritik der Urteilsfraft", in der Kant nach seiner Erkenntnis und Moralphilosophie seine An fichten vom Schönen und von dem inneren 3medmäßigkeitscharafier der Organismen entwidelt, wird mit berücksichtigt. Das Büchlein, das sich natürlich an schon vorgeschrittenere und geübtere Refer wendet, zeigt eine feltene pädagogische Begabung für die Bermittlung schwierigster Gedankengänge. Eine Erholung nach der Arbeit angestrengtesten Denkens, die das Berständnis Rants verlangt, findet der Leser in Ellissens: Boltaire" und Beichelis:„ Nietzsche, der Philosoph des Heroismus". In farbiger, spannender Weise wird das Beilage des Vorwärts Bild dieses Stimmungsphilosophen entrout, deffen glänzende Rheto. rit leider alle Spuren innerer Konsequenz, in welcher Kant die Rardinaltugend des Philosophen fah, vermissen läßt. Im Kontroft' zu der heute modischen Berhimmelung diefes paradoren, die bloße Kraft und Macht verherrlichenden Schwärmers wirkt der Nach druck, mit dem der Autor bei aller Anerkennung von Nietzsches Originalität und tiefer Lebenstragit auf die Grenzen seines Könweift, doppelt erfreulich. nens, die Anhäufung von unverföhnten Widersprüchen bei ihm hinKonrad Schmidt. Technik. Verlag Eduard Focke, Chemniz. Prof. Dr. Bangert: Im Reiche des Rundfunks. und Technit der Funktelephonie. Verlag Rothgießer Karl von Bardeleben: Einführung in die Theorie u. Diefing 2.-G., Berlin. Offo Kappelmeyer: Derferne Klang. Berlag Scherl, Berlin. Dr. Mar Jänide, Leipzig. Prof. Dr. Ing. K. Candien: Die Elektrotechnit. Berlag reiche Neuerscheinungen bereichert worden. Wohl felten hat fich Die volkstümliche Funfliteratur ist seit einem Jahre durch zahleine technische Neuerung mit foldyer Gewalt das Interesse der Allgemeinheit erobert. Nur so ist diese Büchererzeugung zu begreifen, Bangert behandelt in fonzentrierter Form das ganze Gebiet der nur so findet sie ihre innere Rechtfertigung. Das Buch von Prof. Funktechnit. Es setzt einige mathematische Senntnisse voraus, führt aber gerade dadurch den Leser in eratier Weise in das Wesen der Funktechnik ein. Bielleicht tönnte der geschichtliche Ueberblick etwas erläutertes Stichwortverzeichnis. Im einzelnen werden die elektriausführlicher sein. Er dient in seiner jezigen Form höchstens als fchen Stromkreise, die elektrischen Schwingungen, die SchwingungsAnhang beigefügten Bestimmungen über die Erlangung der Audion treise und endlich die Empfangseinrichtungen behandelt. Die im verfuchserlaubnis sind durch die neuen Bestimmungen der Reichs telegraphenverwaltung, die eine wesentliche Erleichterung der Audionprüfung und die Erlaubnis zum Selbstbau von Niederfrequenzverstärkern bringt, überholt. eine Zusammenfassung von Auffäßen, die in ständiger Folge in der Die Einführung in die Funktecmit von Karl Bardeleben ist befannten Zeitschrift Der deutsche Rundfunt" erschienen sind. Der Berfasser beschränkt den Stoff auf das allernotwendigste. Er verdichtet von vornherein auf eine allzu umfangreiche Darstellung, und gerade barum wird dieses Büchlein dem Anfänger, der sich mit Luft und Liebe der Funktechnik widmen möchte, von großem Nußen sein. Der ferne Klang" ist ein von einem als Radiofachmann gut Kappelmeyer will ben selbständig arbeitenden Funkliebhaber zum bekannten Berfasser herausgebrachtes Wert, das als eine der eigenartigsten und anregendsten Neuerscheinungen bezeichnet werden muß. tieferen Nachdenken anregen, er will ihn in die Problemstellung ber Funktechnik einführen und ihn zum Mitarbeiten an ihrer Lösung Bellenozeans" eingeführt und im Anschluß daran wird insbesondere gewinnen. In 16 Kapiteln wird der Leser in das Bereich des die Technit des Empfangens behandelt und schließlich auf das modernste Teilgebiet der Funktechnik, die Kurzwellentelephonie, eingegangen leber die Funktechnik sollen aber die übrigen Gebiete der Elektrotechnif nicht völlig vernachläffigt werden. Im Gegenteil, es dürfte wohl die Behauptung gerechtfertigt sein, daß viele erst durch die Beschäftigung mit der Funktechnit gezwungen werden, sich auch den. anderen Gebieten der Elettrotechnik zuzuwenden. Allen denen dürfte Buch ist für den Selbstunterricht geschaffen und wird dem Bern- den bas ausgezeichnete Werf non Prof. Landien willkommen sein. Das mirtlich gute Dienste Iciften. Der Berfasser behandelt zunächst die Grundgesetze der Elettrotechnit, des Magnetismus und des Elettromagnetismus. Daran schließt sich ein Abschnitt über die elektrischen Maßeinheiten und Meßinstrumente. In dem Abschnitt„ Erzeugung Lard Verwertung des elektrischen Stromes" werden nacheinander die Wärmeentwicklung des elektrischen Stromes, die elektrische Beleuch tung, die Schmachstromtecnit und endlich die Umwandlung mecha nischer in elektrische Energie( Gleich und Wechselstrommaschinen) und die Zurüdvermandlung elettrischer in mechanische Energie durchgesprochen. Ein Abschnitt über das Installationswefen schlicht das durch viele Rechenbeispiele und Abbildungen anschaulich erläuterte Wert. M. Möbus. Kulturgeschichte. Johannes Kohl: Der schwarze Tod, eine Chronit der Beft 1348 bis 1720. Berlag Gustav Kiepenheuer, Bots dam. 357 eine Reihe von Büchern heraus, in denen sich Kultur vergangener Der Verlag Kiepenheuer gibt unter dem Namen„ Kulturspiegel" Lage, Kultur und Unfulfur aller Länder spiegelt. Als zweiter Band dieser Bücherreihe liegt nun die Chronik der Best vor, die in den Jahren 1348 bis 1720 mit turzen Unterbrechungen die europäische Welt verheerte und die Städte entvölkerte. Eine Fülle von Material ist hier zusammengehäuft, die Ausmahl der Perlen aus der Geschichte ist gut, aber doch ermüdet lehten Endes die Leftüre eines Buches, bei dem der Autor gewissermaßen niemals selbst den Mund auftut, sondern immer nur andere reden läßt. ENDLICH DA!!! sbally ist der von allen Fußkranken seit Jahrhunderten heiß ersehnte Stiefel. Es war bisher schwer, einen wirklich vollkommenen Schuh für empfindliche und kranke Füße zu schaffen. Endlich ist es erreicht. Der Erlöser von allen Fußleiden heißt: SALAMANDER FUSSARZT STIEFEL Er ist hauptsächlich für diejenigen bestimmt, welche sich durch schlechtes Schuhwerk die Füße verdorben, oder durch fortschreitendes Alter Fußsenkungen, Frost- und Gichtbeulen zugezogen haben. Also: SALAMANDER FUSSARZT STIEFEL das Meisterstück der Schuhfabrikation MARKE SALA ANDER AM SALAMANDER Auf der anderen Seite barf nicht nerfannt werden, daß diese Chronit der Best" in hohem Maße geeignet ist, Stultur einer Zeit fennen zu lernen, die durch das Büten der Seuche aus Rand und Band geraten war. Die furchtbarsten Beispiele von menschlicher Berirrung und Berwilderung werden beigebracht. Wir hören pon der Roheit der Krantenwärter, die die ihnen anvertrauten Pest franten ermordeten, damit sie schneller in den Besitz des Vermögens der Berstorbenen famen, wir lernen die unglaublichsten Quadfalbe reien fennen, da ärztliche Kunst versagte und Aerzte zum Teil sich meigerten, zu Bestfranfen zu gehen. Der Aberglauben, geftügt durch Kirche und Geistliche, feierte tolle Orgien, und Hand in Hand damit ging eine Furcht vor Ansteckung, die die Menschen in ihrer Angst zu Teufeln machte. Daneben und verschuldet durch die Best, die feine Arbeit auftommen und reif werden ließ, herrschte die entjehlichste Not, die die Menschen vor dem Schlachten und Verzehren von Mitmenschen, und waren es auch die nächsten Berwandten, nicht zurückschrecken ließ. Diese Chronik ist ein trauriges DofuK. F. ment von der Zeiten Schande. Mar Bauer: Liebesleben in deutscher Bergangen heit. Berlag Langenscheidt, Berlin 1924. 390 S. Das Buch des bekannten Kulturhistorifers enthält weit mehr als der Titel verspricht. Es gibt eine durch zahlreiche Dokumente belegte Darstellung der fulturgeschichtlichen Entwicklung Deutsch lands vom Altertum bis in die neueste Zeit. In epischer Breite wird das Leben der verschiedenen Stände im deutschen Mittelalter sowie der dominierende Einfluß des Klerus auf das Boltsleben geAbschildert. Erst diese Darstellung liefert für die nachfolgenden 2b. schnitte über die Beziehungen her Geschlechter, Ehe, Prostitution, fahrende Frauen, Schönheitsideale usm. die notwendige geschichtliche Grundlage. Trotz der Fülle des urkundlichen Materials fieft fich das Wert wie ein spannender Roman. Für diejenigen, die das deutsche Mittelalter noch immer in romantischer Verklärung zu sehen pflegen, bietet die Schrift Bauers ein gutes Mittel, die historische Wahrheit ungeschminkt fennen zu lernen. 2. S. Heilkunde. Dr. J. Marcufe. Die Fruchtabtreibung in Gefetgebung und ärztlichem Handeln Richard Raum, Berlag A.-G., München. | Leipzig. der Strafparagraphen 3 wibersehen und abfichtlich die Augen ver 3. Galsworthy. Senker.( Ramble) Baul Rioinas, Wien.. fchließen vor den furchtbaren gefundheitlichen, wirtschaftlichen und Basca de Gama. Der Beg nach Oftinbien... Brodhaus, Zeipzig. moralischen Schäden, die aus der heutigen Art des ftaatlichen Gebär. Goeh. Neidhardt von Gneisenau.( Schauspiel.) Eugen Kuner, zwanges ohne ftaatliche Haftung für das Schicksal der Geborenen erGrimmelshausen. Der abenteuerliche Simplizisfimus. Hesse u. Beder, fließen. Marcuse lehnt eine völlige Freigabe der Schwangerschafts. Leipzig. imterbrechung ab und verlangt gemisse gefeßliche Sicherungen. Es ist der Mühe wert, diese zu diskutieren, um endlich zu einer einwand freien gefeglichen Formulierung zu gelangen, die wir bisher bei allen im Deutschen Reichstag eingebrachten Aenderungsanträgen vermissen. Dr. R. Kautsty. Sozialpolitik. & Heinig. Die Finanzsfandale des Kaiserreichs. Berlag f. Sozialwissen. schaft, Berlin. 8. Hiller. Verwirklichung des Geiftes im Staat. E. Oldenburg, Leipzig. O. Riftner. Fünf- Sprachen- Wörterbuch des Kaufmanus. F. A. Brod haus, Leipzig. W.& ljutschewftij. Geschichte Rußlands. Bb. L Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. 2. Koigen. Apokalyptische Reiter. Erich- Reiß- Verlag, Berlin. E. G. Kolbenheyer. Die Baubütte. Albert Langen, München. Lebenstunde. M. Gehlen, Leipzig. 5. Lersch. Mensch im Eisen. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. R. S. Leslow. Der verzauberte Pilger.( Novelle.) Quelle u. Meyer, Leipzig. Charlotte Bittens. Die deutsche Jugendbewegung. Frankfurter Sozie tätsbruderei, Frankfurt a. M. 2. Offenburg. Der englische Boccaccio. Sibyllen- Berlag, Dresben. R. Quenzel. Anselm Feuerbach. Briefe und Aufzeichnungen. Heffe 11. Becker, Leipzig. R. Reichesberg. Auf dem Wege zur Wirtschaftsdemokratie. Buchdruckerei Steiger, Bern. Berger- Donau: Das Arbeitsnachweisgefez. 2. Auf. P. Koste u. D. Seeling. Sandbuch der Staatsbürgerkunde und der lage. Berlin, J. H. W. Diez Nachfolger, Preis 10 Mart. Es handelt sich in Wirklichkeit nicht um eine zweite Auflage des Kommentars, sondern vielmehr um eine Neuauflage. Das ursprünglich schmale Bändchen ist angeschwollen zu einem ftattlichen Band von 424 Seiten, der alles enthält, was man irgendwie zu wissen nötig haben fönnte, wenn man sich praktisch oder theoretisch mit der Arbeitsvermittlung beschäftigt. Der Titel„ Das Arbeitsnachweis gefeg" ist deshalb auch nicht mehr zutreffend, denn außer dem Arbeitsnachweisgefeß und den dazu notwendigen Erläuterungen enthält das Werf eine Unmenge von Angaben, Ausführungsbestima. mungen, Verordnungen ufm., alle wieder erläutert und mit Ent fcheidungen über die praktische Durchführung versehen, denen nicht weniger als 23 Beilagen angehängt sind, die gleichfalls genau erläutert werden. Ein ausgezeichnetes Sachregister und ein übersicht. Schuls. Reichsversicherungsordnung. Keimar Hobbing, Berlin. liches Inhaltsverzeichnis vereinfachen den Gebrauch des Berkes, das H. J. Seraphim. Die russische Währungsreform des Jahres 1924. eine richtige Enzyklopädie der Arbeitsvermittlung ist, mit außer B. G. Teubner, Leipzig- Berlin. ordentlichem Fleiß und wohl einzigartiger Fachkenntnis zusammen J. Schilowski. Stürmer gegen das Philiftertum. Berlag Dies, Berlin. gestellt. IS. I A. Singer. Der Kampf Roms gegen bie Freimaurerei. E. Oldenburg, Leipzig. Neue Bücher. Deutscher Verlag, Berlin. Henner. Die Wirtschaft als Gesamtprozeß und die Sozialisierung. Verlag Diez, Berlin. Sascha Rosenthal Erziehung und Kindergarten. E. Oldenburg, Leipzig. J. Roth. Der blinde Spiegel.( Roman). April. Die Geschichte einer Liebe. Verlag Diet, Berlin. Claire Studer. Die Frauen erwachen. Huber- Verlag, Frauenfeld. 2. R. Tolftoi. Bolituschta. Bruno Caffirer, Berlin. B. Totomianz Geschichte der Nationalökonomie und bes Sozialismus. Thüringer Berlagsanstalt, Jena. M. Hebelhör. Einer gegen Millionen. Deutsche Verlagsanftalt, Stuttgart. Brof. Dr. J. Trumpp. Säuglingspflege. E. S. Moris. Stuttgart. Bieber ,. de Vigny. Im Schatten Bonapartes.( Roman, Trilogie.) PontosF. v. Unruh. Opfergang. Frankfurter Sozietätsdruckerei, Frankfurt a. M. Verlag, Freiburg i. Br. A. Weber. Die Arise des modernen Staatsgebankens in Europa. Deutsche Berlagsanstalt, Stuttgart. 6. Zulliger. Unbewußtes Seelenleben. Franchsche Verlagshandlung, Stuttgart Reuer ( Besprechung der eingegangenen Bücher bleibt vorbehalten.) 23. Bölsche. Therseele und Menschenseele. Franchsche Verlagshandlung. Stuttgart C. Brandenburg. Die Ursachen des Weltfrieges. Quelle x. Leipzig. Aus dem großen Meer der Literatur über die Fruchrobtreibung B. Brubacher. Kinderfegen, Fruchtverhütung, Fruchtabtreibung. hebt sich Marcuses Büchlein angenehm hervor. In flarem, einleuch. Cunow. Bolitische Kaffeehäuser. Verlag Dieß, Berlin. tendem Gebantengange, dem freilich eine schärfere, fnappere fprach. M. Dostojewsy. Kindergeschichten. Ernst Birder, München. liche Formulierung zu wünschen wäre, meist er die unhaltbarkeit 6. Drechsler. Der deutsche Bauernkrieg. Bildungsgenossenschaft Lins. Berhandlungen des Vereins für Sozialpolitik in Stuttgart 1924.( Theorie der heute geltenden Rechtsnormen nach, die ein reiner Ausfluß mittelalterlich- firchlicher Gedankengänge sind und mit der modernen Rechts- Elle Feldmann. Löwenzahn.( Roman.) Rilola- Berlag, Bien auffassung nichts zu tun haben. Sind sich doch die Juristen noch garischer. Grundriß der sozialen Hygiene. C. F. Müller, Karlsruhe. 2. Feuchtwanger. Jub Süß.( Roman.) Drei- Masten- Berlag, München. nicht darüber tlar, welches Rechtsgut eigentlich verlegt wird, eines H. Fleißner. Arbeiterbewegung und Genossenschaften. Thüringer Berdes Staates, der Mutter oder der Frucht. Zur Bequemlichkeit berufen Tagsanftalt, Jena. sich heute die Juristen auf die Aerzte, während dieje wiederum, ju- 3. M. Frant. Unus multorum. Die Geschichte eines Selbstmordes. ristischer als die Juristen, jene vorschieben, um sich jeder Aenderung Berlag Diet, Berlin. Gera- R. bes Klaffentampfs, Handelspolitif, Bährungsfrage) Dunder u. Humblot, München. Sämtliche hier angezeigten und besprochenen Bücher können durch die Buchhandlung 3. H. W. Dies, Berlin SW. 68, Lindenstraße 2 ( Laden), bestellt werden. Schuh Scamp! Loll Kleid Damen- Kleidung mit farbiger Stickerei füttert, mod. Ausführg Schuhwaren schöne Form mit Spange ... Grösse 86-89 schwarz Boxcalf, Rahmenarbeit Mengenabgabe Vorbehalten Damen- Blusen aus gutem Zephir, in schönen Strelien.. 11 20+ Jumper Jumper Kasak aus guter, gestreifter Kunstseide, in vielen modernen Farben............... 2.90 675 2.99 135° 975 Damen- Halbschuhe m gran Leinen, sum Bebatren und wing 375 Damen- Spangenschuhe elegante, one Form, te braan Herren- Stiefel war, B- Box and E- Chevreas, in verschiedenen 1250 Herren- Halbschuhe- Stiefel oral, wax 160 Herren- Halbschuhe- Stiefel Boxer A- 1050 Cheviotkleiderermel, mod Baadgarn. 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