Ur. 224. Erscheint täglich außer Montag«. Abonnements- PreiS prännm.! Bicrleljähriich g�oMk.. monatlich 1,10 Marl, wöchentlich 28 Pfg. frei ins HauS, Einzelne Nummer ö Psg.. Sonntags- Nummer mit tllustrirter Sonntags-Beilage„Die Neue Welt" lO Pfg, P ost-Abonnemcnl: 330 Ml. pro Quartal. Unter Kreuzband für Teutschland u. Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ansland 3 Marl pro Monat. Eingelragen in der Post- Zeitung»- Pretslist« für 1886 unter Nr. 7277. 13. Iichrgi JnsertlonS-Sebiihr beträgt für dl« fünsgespaltene Petitzeile oder deren Raum«0 Pfg,. sür Vereins- und Versannnlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate sür die nächste Nummer wüsten bis 4 Uhr nachmittag« in der Srpedttton abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochenlagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- undFest- tagen btsSUHrvormittags geöffnet. Ternlprecher: Nml I, Nr. 1508. Delegramm- Adresse: «Soiialdcmostral Serlin". Berliner Votksblalt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: 8V. l9. Meuty-Straße 2. Donnerstag» den 24. September 1896. Spedition: 8V.l9. Wettty-Straße 3� Skvcklingv vom Sköckevflomme Unsere widerspruchsvolle Zeit, in der der Zersetzung. Prozeß der bürgerlichen Gesellschaft auch die bürgerlichen Parteien ergriffen hat, in der das Staatsschiff unberechenbar hin und her geworfen wird im widerspruchsvollen Zickzackknrs, hat auch wieder einmal eine neue Partes und damit in der That dem Zeitcharakter Rechnung tragend. eine Partei der Widersprüelie erzeugt. Eine Partei„für nationalen Sozialismus aus christlicher Grundlage" nennt sie sich vorläufig, bis ein mundgerechterer Name gefunden ist. Die christlich-soziale Partei des Hofpredigers Stöcker ist ihre Mutter und die konservative Partei somit ihre Großmutter. Sie ist ihren mütterlichen Ahnen aus dem Gesichte geschnitten, aber im Widerspruch, im Kampf mit ihnen führt sie sich ein Zunächst trachtet sie ihrer Mutter nach dem Leben, denn neben einander könne denn doch wirklich nicht trotz der Bunt- scheckigkeit, die wir im deutschen Parteileben gewohnt sind, eine christlich-soziale und eine national-soziale Partei auf christlicher Grundlage bestehen. So erklärt es sich denn, daß die ersten Lebensäußerungen der Neugeborenen auf entschiedene Gegnerschaft mütterlicherseits stoßen und auch von konservativer Seite mit ernstem Mißtrauen begutachtet werden, während andere Parteien ihr nur Neugierde bezeigen, die Sozialdemokratie aber, trotzdem ihr von den National-Sozialen mit der christlichen Grundla eine fürchterliche Konkurrenz sür die Zukunft angedroht wird, da? ganze Unternehmen mehr als einen harmlosen Spaß ansieht. Es sind Stecklinge vom Stöckerstamm, denen die Neue Partei entsprießen soll. Nicht so morsch und ver- modert wie das alte Holz sicherlich, sondern noch grün durch und durch, recht grün in der That Diese Grüne aber ist doch ihre einzige Empfehlung, denn mit der Lupe betrachtet zeigt ihre Struktur dasselbe Ge- faser wie der alte Stock. Wir glauben allerdings nicht, daß die Naumann und Göhre je die Schleichwege wandeln werden wie der theure Gottesmann, dessen Beispiel sie aus dem Predigtstuhl auf die Rednertribüne verlockt hat, stehen ihnen doch auch keine höfischen Hintertreppen offen, die sie in Versuchung führen könnten. Aber politische Pastoren sind und bleiben auch sie, trotzdem sie mit der freudigen Unter- würfigkeit, die den Unterthanen ziert, auf den landesbischös- lichen Bannstrahl gegen das politische Pastorenthum hin die Bäffcheu schleunigst abgebunden und obendrein eine schöne neue Theorie ersonnen haben, daß ein politischer Pastor aufhören müsse, Pastor zu sein, um Politiker bleiben zu können. Wer cinmal als Pastor geamtct hat, dem träufelt der geistliche Balsam ewig von den Lippen, auch wenn er politisch sein will. Nur einem Pastorengehirn, das sich die schönsten Lebensjahre hindurch damit abgequält hat, Widerspruchs- 801 Mienzi. Der letzte der römische» Volkstribuuen. Roman von Edward Lytton Buliver. Fünftes Buch: Die Entscheidung. Erstes Kapitel. Das Gericht des Bolkstribnnen. Wenn auch die entschiedenen Worte des Tribunen gegen Stephan Colonna die Wuth des stolzen alten Patriziers erhöhten, so hielt er bei weiterem Nachdenken es doch für ralhsam, ihnen Folge zu leisten. Er fand sich daher zu der bestimmten Stunde in einem der Säle des Kapitals mit den anderen Eingeladenen ein. Nicnzi empfing sie mit noch größerer Freundlichkeit, als gewöhnlich. Sie setzten sich mit geheimer Besorgniß und Unruhe an das glänzende Mahl, als sie bemerkten, daß mit der Ausnahme Stephan Colonna's keine Gäste, außer die um das Komplot wußten, au dem Bankett theil nahmen. Rienzi, der ihre Zerstreuung und ihr Stillschweigen nicht zu be- merken schien, war munterer, der alte Colonna mürrischer als gewöhnlich. „Edler Herr Colonna, wir scheinen durch unsere Em ladung Euch nicht sehr erfreut zu haben. Einst wurde es uns leichter. Euch zum Lächeln zu bringen." „Die Verhältnisse haben sich geändert, Tribun, seit Ihr mein Gast wäret." „O ich denke nicht. Ich bin emporgekommen, aber Ihr habt Eure Stellung behauptet. Ihr könnt bei Tage und bei Nacht unangefochten und ruhig ans den Straßen gehen; Euer Leben ist gesichert vor den Räubern, und Eure Paläste bedürfen nicht mehr der Schutzwehren und Befestigungen, um Euch vor Euern Mitbürgern zu schützen. Ich habe allerdings meine Lage verbessert, aber wir alle — aus barbarischer Unordnung sind wir in ein zivilisirtes Leben getreten. Edler Herr Gianni Colonna, den wir zum Oberherrn über die Kampagna gesetzt haben, Ihr werdet dem Buodo Stato einen Becher nicht verweigern; auch glauben wir,j Eurer Tapferkeit nicht zu nahe zu treten, volle Glaubenssätze durch das Nadelöhr der Vernunft zu treiben, konnte das widerspruchsvolle Programm entstammen, mit dem die Naumann und Göhre den„Arbeiterstand" zum „National-Sozialismus auf christlicher Grundlage" bekehren wollen. Die Grundgedanken grundverschiedener Parteien glaubt Herr Naumann mit einander verschmelzen zu können. Er will den Sozialismus mit dem Liberalismus und dem Konservatismus, natürlich immer nur„das Berechtigte" darin, verbinden. Wie? das ist allerdings die Sache der Zukunft, der er„mit leuchtenden Augen entgegengeht". Er ist vorsichtig genug, sich nicht in Einzelheiten seines Programms zu vertiefen, sondern hilft sich mit allgemeinen Redewendungen über die Gegensätze hinweg. Er will national sein, also, wie wir aus einer Aus einandersetzung eines älteren Stecklings vom Stöckerstamm ersehen, für ein starkes Heer, eine starke Flotte, eine starke Kolonialpolitik und eine starke Monarchie eintreten, und doch dabei die politische Freiheit fördern. Ein bischen Geschichtsstudium hätte ihn belehren können, daß solche Bestrebungen noch nie mit einander sich verlragen haben. Sie werden auch jetzt im Deutschen Reiche sich nicht vereinigen lassen, selbst wenn man sie etwas in christlich-soziale Tunke taucht. Das ist nebenbei des Herrn Naumann Geheimniß, wie denn der ursprüngliche Christus, dessen Reich nicht von dieser Welt war, den Naumann aber als sein Ideal zu neuem vorbildlichen Leben erwecken will, mit der Schneidigkeit der uferlosen Nationalpolitik sich ab finden soll. Eine Ahnung, daß das absolut nicht geht, scheint denn doch einem anderen Stöckersteckling, dem Herrn Göhre, auf gedämmert zu sein, denn gleichzeitig mit den Programm� artikeln des neuen Parteiblattes„Zeit" veröffentlicht er in Naumann's Wochenschrift„Hilfe" eine Betrachtung, in der er sagt: „Indem wir das Christenthum als Quelle unserer sozialen und politischen Forder un gen ausgeben, geben wir die Wahl der Weltanschauung jedem unserer Genossen preis, verpflichte» ihn nur auf unser sozial- politisches Programm und beanspruchen nur für uns selber das Recht, als Christen uns wie im privaten, so auch im politischen Leben zu bethätigen." Von Göhre wird das Christenthum als Quelle der sozialen und politischen Forderungen aufgegeben, bei Nau> mann heißt es, seine Phantasiepartei komme „als soziales Christenthum und greift die wahre und ewige Person Jesu aus dem Beiwerk der Zeiten heraus, stellt ihn in die Milte, liebt ihn, will sich von ihm lehren und leiten lassen. Ein solches wahrhaft evangelisches Christenthum, das mit der Bibel ernst zu machen sucht, paßt nicht zu konservativen Traditionen und darum greifen wir es auf und lassen es unser Licht sein, eine Leuchte von unerlöschlichem Glänze, von un- ausschöpflicher Leuchtkraft. Um diese unsere Stellung zum Christenthum von vorn herein klar und fest auszusprechen, I reden wir von nationalem Sozialismus auf ch r i st l i ch e r Grundlage." Diesen Widerspruch zwischen den beiden Hauptpropheten der neuen Lehre zu lösen, ist nicht unsere Sache. Es wird das eine lehrreiche Beschäftigung sein für die beiden politischen Pastoren, die keine Pastoren, sondern nur noch Politiker sein wollen. Sind sie mit dieser Aufgabe fertig geworden, dann bleibt ihnen Zeit, einmal das Wesen des Klassenkampfes zu erforschen. Vielleicht kommen sie dann noch einmal dahinter, weshalb der Emanzipationskampf des Proletariats sich nur auf der Grundlage des demokratischen Sozialismus vollziehen kann und daß, wer zu dieser Er- kenntniß gelangt ist, sowohl den christlich-sozialen Herrn Stöcker wie dessen national- soziale Stecklinge als Eintags- erscheinungen einer widerspruchsvollen Zeit der Gährung bei Seite schiebt._ polMfche Mebevstchk. Berlin, 23. September. Zum Zlchtstundentng. Unter Anlehnung an die be- kannten Barvus'scheii Vorschläge zum Parteitag wird von einigen Genossen gefordert, die Reichstagsfraklion solle be- auftragt werden,„einen Gesetzentwurf bezüglich Einführung des Achtstundentages möglich st zu Beginn de« W i n t e r s e s s i o n imR eichstage ein zubringe n". Wie wenig überlegt die übereifrigen Reformatoren an die Arbeit gehen, ist daraus zu ersehen, daß die Fraktion bereits am 9. Dezember 1893 beschlossen hat, einen bez. Gesetzentwurf einzubringen, und ihn sodann bereits am 11. Dezember 1895 eingebracht hat. Der Gesetzentwurf ist in Nr. 288 des„Vorwärts" vom 10. Dezember 1895 ab« gedruckt und lautet wörtlich: „Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Ne« gierungen zu ersuchen, dem Reichstage bis zur nächsten Session «inen Gesetzentwurf vorzulegen, wodurch die regelmäßige tägliche Arbeitszeit für alle im Lohn», Arbeits» und Dienst- verhältniß im Gewerbe-, Industrie», Handels» und Verkehrs« wesen beschäftigten Personen aus acht Stunden festgesetzt wird." Dieser Antrag behält, da die Session nicht geschlossen, sondern nur vertagt ist, seinen Platz unter den Initiativ« antrügen sämmtlicher Parteien. Es erübrigt sich bei dieser Sachlage, die Fraktion aufzufordern, etwas zu beantragen, was vor 9 Monaten bereits von ihr beantragt ist.— In Budapest hat nach zahlreichen anderen Kongressen vorige Woche auch ein Internationaler Friedens- k o n g r e h getagt. Wenn wir über die Verhandlungen nicht berichteten, so geschah es der Sache zu lieb, die auch die unsrige ist. Je mehr die Sozialdemokratie wächst, desto mehr greift auch die Erkcnntiiiß um sich, daß der Weltfriede ein Traum ist und bleiben muß, so lange, die heutige, de» Klassenkampf bedingende, die Menschen und Völker verhetzende kapitalistische Gescllschafrs« wenn wir uns freuen, daß Rom jetzt keine Feinde hat, welche sie bezeugen können." „Mich dünkt," erwiderte der alte Colonna trocken,„wir werden, noch ehe die Ernte reif ist. Feinde genug ans Böhmen und aus Bayern sehen." „Und wäre das auch der Fall," antwortete der Tribun ruhig,„so sind auswärtige Feinde besser als der Bürgerkrieg." „Ja, wenn wir Geld im Schatz haben, was aber schwerlich der Fall sein dürfte, wenn wir noch niehr solche Festtage feiern." „Ihr habt wenig Zutrauen zu den Römern, edler Herr! Welcher Bürger würde sich weigern, Gold zu opfern, um dafür Ruhm und Freiheit zu erkaufen?" „Ich kenne wenige in Rom, die das thun würden," entgegnete der alte Patrizier.„Aber sagt mir, Tribun," was ist besser für einen Staat, wenn das Oberhaupt zu ver- schwcnderisch oder wenn es zu sparsam ist?" „Ich schiebe diese Frage meinem Freunde Luca di Savelli zu," erwiderte Rienzi.„Er ist ein großer Philosoph und kann gewiß nachher ein noch schwierigeres Räthsel auf- lösen, als das, welches wir vorläufig seinem Scharfsinn vorlegen wollen." Die Barone, welche durch die kühne Rede des alten Colonna sehr beunruhigt worden waren, richteten jetzt alle ihre Blicke auf Savelli, der mit mehr Fassung, als sie er- wartet hatten, erwiderte: „Die Frage läßt eine doppelte Antwort zu. Wer als Herrscher geboren ist, durch die Furcht regiert und aus- wärtige Truppen unterhält, sollte sparsam sein. Wer da- gegen zum Oberhaupt erwählt wurde, dem Volke sich anschließt und durch Liebe regieren möchte, muß dessen Neigung durch Freigebigkeit gewinnen, und die Phantasie der Menge durch Pracht und Glanz in Anspruch nehmen. Dieses ist. wie ich glaube, der allgemein giltige Grundsatz in Italien, welches in der Staatsklugheit am erfahrensten ist." Die Barone billigten einstimmig die vorsichtige Ant- I wort, nur der alte Colonna nicht. „Ihr müßt entschuldigen, Tribun," sagte er,„wenn ich mit der höflichen Entscheidung unseres Freundes nicht ganz übereinstimme, und, jedoch mit aller gebührenden Achtung, der Ansicht bin, daß selbst die grobe Kutte eines Bettel« mönchs, das Kleid der Demuth, sich besser für Euch eignen würde, als diese glänzende Pracht, daS Kleid des Stolzes." Mit diesen Worten berührte er den weiten, mit Gold ge» stickten Aermel des Purpurgewandes Rienzi's. „Still, Vater!" sagte Gianni, Colonna's Sohn, erröthend über die gefährliche Kühnheit des Alten. „Nein, es hat nichts zu sagen," bemerkte der Tribun mit scheinbarer Gleichgiltigkeit, obgleich seine Lippen zitterten und seine Augen funkelten, und darauf fuhr er mit unheimlichem Lächeln fort:„Wenn der Colonna das grobe Kleid des Mönchs liebt, so wird er, ehe wir uns trennen, noch genug davon sehen können! und jetzt, Signor Savelli, will ich Euch noch eine Frage vorlegen, die allen Euern Scharssinn in Anspruch nehmen wird. Ist es besser für den Beherrscher eines Staates, zu nachsichtig oder zn gerecht zu sein? Nehmt Euch Zeit zur Antwort! Ihr erbleicht? Ihr zittert?— Ihr wendet Euch ab?--> Bösewicht und Mörder, Dein Gewissen verrälht Dich!— Ihr Herren, wollt Ihr antworten sür Euren Mit« schuldigen?" „Nein, wenn wir entdeckt sind," rief Orsini, indeni er verzweifelnd aufsprang, so wollen wir nicht ungerächt fallen!— stirb, Tyrann!" Er sprang auf den Tribunen zu, der ebeufalls auf« gestanden war, und führte mit seinem Dolche einen Stoß nach dessen Brust; die Waffe durchdrang das purpurne Gewand, glitt aber harmlos ab, und Rienzi be- trachtete den darniedergeschmetterten Mörder mit verächt» lichem Lächeln. Bis gestern Abend ließ ich es mir nicht träumen, daß ich unter meinem Staatskleide auch noch eine geheime Rüstung tragen müsse," sagte er.„Ihr Herren habt mir eine schreckliche Lehre gegeben, und ich danke Euch!" (Fortsetzung folgt.) erdnung besteht. Wer den Weltfrieden ernstlich erstrebt und mit p " Und dieserwegen 1 Jahr 4 Monate Buchthaus und 2 Jahre Ehrverlust! Den Kommentar fann sich nun jeder selbst dazu machen." Delmenhorst, 21. Septbr.( Oldenburgische Lande tagswahl) Bei der heutigen Wahlmännerwahl erhielt die sozialistische Liste 204 Stimmen, während die gegnerische Liste mit 211 Stimmen siegte. 7. Fach- und Fortbildungs- Unterricht( Referent Schloß. ibm nicht blos als mit einem schönen Ideal fokettirt, muß Sozial- macher). Kolonialpolitik( Ref. Simon) und Verschiedenes. demokrat werden. Philanthropische Friedensdeklamationen find Die Hamb. Nachr." meinen, daß der ganze Delegirtentag schon längst der Lächerlichkeit verfallen. Der einzige inter- Schnickschnack sei, wenn er das alte Kartell mit Deutsch- und nationale Friedensbund, der den Namen verdient, Freikonservativen nicht wieder ermögliche. Ja wenn dies von ist die internationale Sozialdemokratie.- dem guten Willen der Paasche, Friedberg und Genossen abhinge, Der Besuch des Zaren in Frankreich hat aller wäre das Kartell schon längst wieder in kraft, aber die Was icheinlichkeit nach einen sehr prosaischen finanziellen fich zu verbinden. Konservativen haben gar keine Sehnsucht, mit einem Leichnam Gotha, 23. September.( Privatdepesche des Vorwärts".) Hintergrund. Die 500 Millionen Franken, welche jüngst Auch den zehnten Landkreis haben wir im ersten Ansturme - Vereinsrecht, Roalitionsrecht, soziale erobert.in Deutschland gepumpt wurden, find ein Tropfen auf Gesetzgebung" bildet einen Hauptpunkt auf dem bevor einen heißen Stein. Um das gähnende Defizitloch einiger stehenden nationalliberalen Parteitage. Wie sich die Leute 8 Gannstatt hat nun auch die Deutsche Partei ihren Kandidaten -Aus Württemberg. In dem Landtags- Wahlkreise maßen auszufüllen, bedarf es der zehnfachen Summe. Und jenen schönen Dingen stellen werden, erhellt wohl daraus, daß in der Person des Bankiers Pfaff aufgestellt, sodaß jest die so viel kannda England und Holland hartherzig jeden die Resolution hierzu vom Abgeordneten Möller Dortmund Kandidaten der sämmtlichen in betracht kommenden Parteien Pfennig verweigern nur aus Frankreich herausgeholt begründet und befürwortet werden wird. Dieselbe verlangt nach nominirt sind. Die Deutsche( nationalliberale) Partei geht, wie werden. Nun sind die Franzosen aber im Geldpunkt dem Angaben der nationalliberalen Zeitungen hinreichenden Schub der„ Schwäb. Merkur" schreibt, dem Wahlkampf muthig und russischen Verbündeten" gegenüber sehr mißtrauisch gefosialbemokratischen Organisation ihre Arfür diejenigen Arbeiter, die außerhalb der entschlossen entgegen. Seitens der sozialdemokratischen Partei worden, und ein großes Mittel" ist nöthig, um eine freund beitskraft verwerthen wollen, empfiehlt die Ver- wird, obwohl der Wahltermin noch nicht festgesezt ist, eine rege lichere und großmüthigere Stimmung zu erzwingen. befferung und Vereinfachung der bisher geschaffenen Sozialgefeße Abgeordnete Kloß haben schon verschiedene Versammlungen abs Agitation entfaltet; der Kandidat Tauscher und der LandtagsUnd das ist nach Ansicht von Kennern der russischen Finanz- und auch bei aller Weiterführung derselben die Rücksicht auf die gehalten, wie überhaupt alles aufgeboten wird, um den Wahlkreis die und sonstigen Politik der Hauptzweck des Barenbesuchs. Verhältnisse des praktischen Wirthschaftslebens." Der Rest sind nur Arabesken und Animirkniffe. der Partei zu erhalten. Danach haben wir es also nicht mit einer Sicherung, sondern mit einer Bekämpfung des Koalitionsrechts der Arbeiter zu thun. Es sollen die Hirsch Dunckerianer und andere ähnliche Vereinigungen als Streitbrecher- Vereine gegen die deutschen Gewerk- Die Zauglichkeit des deutschen Heeresschaften großgepäppelt werden. erfages in den Jahren 1894 94 und 1895. Ueber dieses Der Berband deutscher Gewerbevereine, Thema bringt die„ Stat. Corr." nach einem dem Reichstag vor der, wie von uns mitgetheilt worden, sich mit einer überwäl gelegten Bericht einiges Zahlenmaterial, dem wir folgendes ent- tigenden Majorität gegen die Zwangsorganisation des Handnehmen: Im Jahre 1894 waren von 100 Stellungspflichtigen werts ausgesprochen hat, zählt 505 Vereine mit rund 6,85 pt. dauernd untauglich, 19,97 pet. wurden dem Land- gliedern. Vizekonsul Schwindt- Karlsruhe glaubte mit Deutsches Reich. 4 Desterreich. Der russische Oberst Andreas Petrowitsch Kurkanow, der in Bauerntracht während der galisischen Manöver die Festungswerke bei Orzechowice besichtigte, wurde von Gen darmen erkannt und verhaftet. Gs ift gegen ibn eine Untersuchung eingeleitet, nach welcher er nach Rußland aus geliefert wird. Man scheint sich also, wie wir schon vor einiger Zeit sturm I. Aufgebots überwiesen, 16,68 pet. der Ersayreserve, heit fagen zu können, daß die badische Regierung Bestimmt- empfahlen, auf den Austausch von Militärspionen einzurichten, zur Annahme: baut, " Der Vorsitzende tonute Spaß Kaiserslautern, auf Gegenseitigkeit beruht. Frankreich. " England.. zum Abhalten der Ver zu thun 48,49 pt. wurden ausgehoben, 3,74 pet. traten freiwillig ein im Bundesrathe nicht zustimmen werde. und 3,98 pet. vor Beginn des militärischen Alters. 1895 waren des pfälzischen Verbandes, die entsprechenden Zahlen: 7,47; 21,10; 16,66; 46,43; 3,90; erklären, daß auch die Handwerker der Pfalz einstimmig gegen Carmaux)- Frankreich wird, wie wir einem Aussage Die Glashütte der Arbeiter in Albi( bei 4,17. Die Bahl der gänzlich Untauglichen hat sich demnach noch jede Zwangsorganisation seien. Der Delegirte des großherzog: des Genossen Jaurès in der Petite Republique" entnehmen, im vermehrt, die der Ausgehobenen vermindert. Gestiegen ist lich hessischen Landesvereins, Calman, theilte mit, daß ferner die Zahl der dem Landfturm Ueberwiesenen, das heißt derjenigen, die zwar nicht für den Wehrdienst, wohl aber und auf dem flachen Lande in seiner Heimath einig in der Ver die Handwerker und Gewerbetreibenden in den fleinen Städten Laufe des Monats Oktober er öffnet werden. für den Felddienst sich als ungeeignet herausstellten. Die Zahlen werfung des Entwurfs seien. Ebenso sprach der Delegirte des der Erfahreserve, die der in der Entwickelung Zurückgebliebenen, naffauischen Gewerbevereins, Dr. Bergas- Wiesbaden gegen die burg hat einem Vertreter der englischen Presse Anlaß gegeben, Die Ausweisung Tom Manns aus Ham. aber fünftig Tauglichen", haben sich fast. garnicht geändert, bei den Freiwilligen und den vorzeitig Eingetretenen ist eine tieine Bangsorganisation, es gelangte folgende Resolution einstimmig den Ausgewiesenen zu interviewen. Nach einem Bericht der Mehrung zu verzeichnen. Interessanter wird das Ergebniß. Den vorliegenden Gesetzesentwurf betreffend die Organisation über unhöfliche Behandlung durch die Hamburger Behörden zwar Der Verband deutscher Gewerbevereine lehnt Weekly Dispatch" vom 20. d. M. hat Tom Mann erklärt, fich wenn man die Stellungsergebnisse der einzelnen Korpsbezirke mit einander vergleicht. Da tritt einem sofort die Thatsache ent- des Handwerks, der sich auf den Zwangsinnungen auf nicht beklagen zu können; man hätte ihm die Sehenswürdig gegen, daß es nicht die Industriebezirke find, Er steht auch heute noch auf dem im vorigen Jahre in fehr Sorge, daß ich mit meinen dortigen Genoffen mich nicht als für das deutsche Handwerk unannehmbar ab. feiten der alten Stadt gezeigt, aber sie( die Behörden) trugen welche den höchsten Prozentfab von gänzlich Kassel gefaßten Beschlusse, daß vor Einführung irgendwelcher besprechen sollte. Meine Haupttlage gegen die Handlungs. Untauglichen aufzuweisen haben. Dieser ist zu finden im Großherzogthum Heffen, wo er sich in den Gewerbestand und nicht nur der in den Innungen korporirte daß sie zuerst die Erlaubniß Handwerkerorganisation der ganze deutsche Handwerker- und weise der Behörden bezieht sich auf auf den Umstand, beiden Jahren auf 8,42 und 10,75 pet. ftellte, in Württemberg tleinste Theil desselben zu hören sei. Der Verband deutscher sammlung gaben und dann, ohne mich davon zu bes mit 9,57 und 10,10 pet., in Südbayern mit 8,24 und 8,08 pCt., Gewerbevereine ist der Ansicht, daß eine Verständigung des nachrichtigen, diese Genehmigung zurückzogen. in Hannover, Oldenburg und Braunschweig mit 7,19 und 9,89 pt. ganzen deutschen Handwerker und Gewerbestandes nur auf meiner Rückkehr nach London begab ich mich ins Auswärtige Nur der Industriebezirk am Niederrhein erhob sich mit 6,93 und der Grundlage der Vorschläge des dem Reichstage gegenwärtig Amt und hatte eine Besprechung mit Mr. Billiers, Lord Salis. 7,54 pet. etwas über den Durchschnitt. lichen hatte Pommern, 4,81 und 5,58 pct. Bei den minder orliegenden Gesetzentwurfes über die Errichtung von Hand bury's Privatsekretär. Welche Schritte dieser Staatsmann in tauglichen Landsturmmännern dagegen haben die Industrie- werkerkammern und der Vorschläge über die Regelung des der Angelegenheit dieser Verhaftungen welche nach meiner Lehrlingswesens erreichbar und anzustreben ist." bezirke die Führung. An erster Stelle steht mit 31,12 und Ansicht ein Bruch des internationalen Rechts find 30,54 pct. das Königreich Sachsen, dann folgten Brandenburg und als Abhaltungsort für den nächstjährigen Verbandstag zeigt, die von uns gemachten Vorstellungen anzuhören, und Mr. Hierauf wurde Köln wiederum als Vorort des Verbandes gedenkt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls hat er sich geneigt ge Berlin mit 26,81 und 27,10 pSt.; die Hanſaſtädte mit Nürnberg gewählt. 24,85 und 24,38 pt.; Westfalen und und Theile von John Burns, der bezüglich der Verhaftung Ben Tillets mit dem Düsseldorf mit 23,91 und 24,09 pCt.; die Provinz Sachsen- Keramische Industrie, Polizei und Politit. Auswärtigen Amt in Verbindung trat, erhielt die Versicherung, mit Theile von Thüringen mit 20,08 und 19,06 pet. Die Von der Firma Hugo Lonig u. Co. in Neuhaldensleben bei daß sein Brief schnelle und geneigte Beachtung" finden werde. größte Steigerung aber erfährt die Kategorie in den Regierungs- Magdeburg erhielt die Berliner Bolts- Zeitung" folgende Bu- Welche Schritte in der Sache nun gethan werden, tann ich nicht bezirken Breslau und Oppeln. Hier schnellt sie von 21,61 auf schrift: sagen, denn der Premierminister lehnt es ab, eine öffent 29,52 empor. Ausgehoben wurden in Ostpreußen 59,10 und Wir haben eine keramische Kunstanstalt und uns vor liche Erklärung über die Frage abzugeben; daß aber von der 58,06 pet.; in Westpreußen und Pommern 58,12 und 55,51; in genommen, plastische Gegenstände, welche die politischen Tages Regierung Schritte gethan werden, sind wir sicher. Ob die Be den Regierungsbezirken Posen und Liegnitz 50,40 und 51,02; im fragen betreffen, in humoristisch- satyrischer Form in den Handel hörden in ihren gegenwärtigen übel angebrachten Maßnahmen Unter- Elsaß und in einem Theil von Lothringen 51,73 und zu bringen. Den Anfang haben wir mit einer Aschenschale ge- fortfahren oder nicht, wird keinerlei Unterschied für die Berbin 51,25 pet. Den größten Rückgang auch in dieser Kategorie macht, welcher die Tendenz zu Grunde liegt: daß, wie dung machen. Die Leute da drüben sind so begeistert wie je, hatten die Regierungsbezirke Breslau und Oppeln; der Prozent- die Cigarre langsam zu Asche gebrannt wird, auch der und in Gothenburg, Rotterdam und Antwerpen find fie gut fab fant von 46,70 auf 88,89. Unter dem Durchschnitt blieben Volkswohlstand durch die heute tief brennende Steuergluth organisirt und entschlossen."- silo Berlin Brandenburg mit 42,60 und 40,48; bie Proving langsam, aber sicher verzehrt, zu Asche wird. Das AſchenRußland. Sachfen mit 88,62 und 85,28; das Großherzogthum Heffen als Miquel" erkannt haben, und zu diesen scheint der PolizeiMännchen, welches die Asche einsammelt, wollen einige mit 45,19 und 46,08; Hannover und Braunschweig Aus Petersburg ist uns die folgende Liste der in der mit 45,59 und 42,63 und für das Jahr 1895 Theile präsident v. Klizing in Magdeburg zu gehören, welcher daselbst letzten Zeit bort verhafteten Personen zugegangen. Es wurden von Westfalen mit 44,68 pet. Die freiwillig Eingetretenen einen solchen Aschenständer aus einem Schaufenster hat abholen verhaftet: Am 10. Juli): Brüchanow und die Damen Bakauschin bildeten in der Provinz Sachsen 6,08 und 5,85, in Berlin- laffen und als ihm die Rechnung zugesandt wurde, erflärte, und Galachow( Studentin der Roschdestwenst'schen Kurse); am Brandenburg 5,15 und 5,09, in Hannover 5,74 und 5,14, die er habe denselben der dortigen Staatsanwaltschaft übergeben. 16. Juli: Smidowitsch, die Studenten des Technologischen vorzeitig Eingetretenen in der Provinz Sachsen 7,84 und 8,45, Dergleichen Aschenmännchen stehen aber in Berlin schon seit Instituts Rakitin und Woronzow, Scheftopalow( Student der in Ostpreußen 6,80 und 6,10, in Westpreußen 6,16 und 5,21, in Monaten ungestört aus, und wir wissen nicht, was jenen Herrn Forstakademie), Blekschmidt und die Damen Newsorow( wei Brandenburg- Berlin 5,12 und 6,10 pCt. von je 100 endgiltig berechtigt, in solcher Weise vorzugehen. Wir werden uns selbst- Newforow find verhaftet worden), Runin, Truchowsky( Studentin Abgefertigter. Am niedrigsten stellte sich der Prozentsatz beider verständlich nicht beirren lassen und werden trotzdem dergleichen der Bestuschew'schen Kurse), Beljawsty und Ratansty; am Kategorien in den füd- und mitteldeutschen Bundesstaaten: im beitere politische Scherze von jetzt ab rasch hinter einander folgen 28. Juli: Dr. Feit, Popow und Preis( eine Dame); am 11. Auguft: nördlichen Bayern und der Pfalz für die Freiwilligen nur auf lassen." Dr. Gurwitsch, Rodtschenko( Ingenieur Technologe). Lehman, 1,78 und 1,34, in Württemberg für die vorzeitig Eingetretenen Regierungs- Assessor Umpfenbach in Silwin, Kischkin, Bauer( Rechtsanwalt und Sekretär ber dritten auf 1,88 und 1,87. Rönigsberg i. Pr. wurde wegen Herausforderung Abtheilung der kaiserlichen freien ökonomischen Gesellschaft), -Bum Delegirtentag ber Nationalliberalen des Amtsgerichtsraths Alexander zum 8 weitampf aus Nikolai Dimitriewitsch Sokolow( Statistiker bes Semstwo), wird in der Nationallib. Correfp." folgende Tagesordnung mit- Anlaß der Börsengarten- Affäre vom Kriegsgericht zu drei(!!) Dr. Plaksin und noch ein Blaffin, welcher die Universität absolvirt Zagen Stubenarrest(!!!) verurtheilt. getheilt: = " dun " 3 1. Allgemeine Stellung der Partei. Der Zentralvorstand Der frühere Soldat Mohrmann erläßt in wird hierzu eine Resolution beantragen, in welcher die allgemeine den Oldenburger Nachrichten für Stadt und Band" folgende politische Haltung der Partei und ihre Stellung zu Fragen Erklärung: der Wirthschaftspolitik präzisirt wird. Referenten Abgeordneten Bassermann und von Eynern. 2. Bericht über die Gesezgebung im Interesse des gewerb lichen Mittelstandes( Handwert, Kleingewerbe u. f. w.) und über das Börsen- und Depotgeseh. Referent Abg. Blacke. Hierbei würde auch die einheitliche Auffassung der Partei gegenüber der projektirten Gewerbenovelle zum Ausdruck gelangen tönnen. 8. Bericht über die Finanzwirthschaft im Reiche und in den Einzelstaaten. Referent Abg. Dr. Sattler, welcher dabei für den Miquel'schen Automaten eintreten wird. " In Nr. 211 der„ Nachr. f. Stadt u. Land" befindet sich ein Artikel Militärisches", aus welchem wohl schwerlich der Leser die Thatsachen, auf welche sich meine Verurtheilung ftüßt, ersehen haben wird. Meiner Berurtheilung liegen die folgenden Vorgänge zu grunde: 29d 200 1896. hat, und die Damen Jwanow, Feodorow, Krunsky und Winogradow. Außerdem find mehrere hundert Arbeiter vers baftet worden, deren Namen aber sich bei Abgang der Korrespon benz nicht festellen ließen. Gegen den 28. Juli ist auf der Ochta eine Buchbruckerei in die Hände der Polizei gerathen. - Ginem Einfuhrverbot für ausländische eber waaren kommt der folgende Erlaß gleich: 25. Auguft Utas unter Nr. 34 vom 6. September Birkular des Boll Departements an alle Zollamter vom 22. August( 8. September) Nr. 17 187. Das Zoll Departement giebt allen Zollämtern hiermit bekannt, daß das Finanz Ministerium in einer besonderen Sigung am 7. Auguft folgendes bestimmt hat: Lederfabrikate aller Art( Taschen, Portemonnaies, Zigarettentaschen 2c.) aus Safian, fam. Leder, Glacé- Leder sind gemäß§ 57 Buntt 3 ( also zu G. R. 2,-( Gold- Rubel 2) pro Pfund) zu verzollen, Birkulare von 1894 Nr. 21 510 und 1895 Nr. 1408 find hiermit aufgehoben." $ 4 Bulgarien. Der Unteroffizier Remmert mißhandelte kurz nach Einziehung der Rekruten den Rekruten Lübben. Dies sah ich mit noch einigen Soldaten, und das Menschlichkeitsgefühl bäumte sich gegen diese Mißhandlung auf. Da der Rekrut von der Mißhandlung keine Meldung machte, so zeigte ich dieselbe an. Der Rekrut sowohl 4. Vereinsrecht, Koalitionsrecht, soziale Gefeßgebung. Refe- wie der Unteroffizier leugnete die Mißhandlung, und da auch rent Abg. Möller. Die von demselben befürwortete Resolution die Zeugen ihre Aussagen später zurüdnahmen und schließt sich in betreff des Vereinsrechts dem Vorschlage der der eine Hauptentlastungszeuge fich erhängte, wurde ich hannoverschen Delegirten aufs engste an. Dieselben haben be- wegen Meineibs zu drei Jahren drei Monaten Zuchthaus antragt Aufhebung des Verbots der Vereine unter einander und drei Jahren Ehrverlust verurtheilt. Von dieser Strafe ohne sonstige Einschränkung des Vereinsrechts. Außerdem ver- habe ich sechzehn Monate verbüßt. Meinen Verwandten Wir sind begierig, ob die Schritte der deutschen Jntereffenten langt die Resolution ausreichenden Schutz für diejenigen Ar- gelang es, den Beweis der Wahrheit meiner bez. Dieser eigenthümlichen Auslegung unseres Handelsvertrages beiter, die außerhalb der sozialdemokratischen Organisation ihre Behauptung zu erbringen; hierauf wurde ich am mit Rußland von Wirkung sein werden. Eine große Industrie Arbeitskraft verwerthen wollen, empfiehlt die Berbefferung und 23. Mai aus dem Buchthaus entlaffen. In dem Wiederaufnahme- wird durch diese Eigenmächtigkeit der russischen Regierung aufs Vereinfachung der bisher gefchaffenen Sozialgefeße und auch bei Verfahren wurde festgestellt und bewiesen, daß that schwerste geschädigt. aller Weiterführung derselben die Rücksicht auf die Verhältnisse sächlich der Unteroffizier Remmert sich die des praktischen Wirthsschaftslebens. Mißhandlung des Lübben hat zu schulden 5. Kirche und Schule. Referent Abg. Dr. Friedberg. Die tommen lassen. Ich selbst wurde aber in den Neben= Sofia, 22. September. Der in der Angelegenheit der Er Boni Georgieff, hierzu vorbereitete Resolution bezeichnet den unüberbrückbaren tlagen, welche nur Begleitumstände der Hauptklage waren, mordung Stambulow's angeklagte Gegensatz der Partei zu dem Ultramontanismus und feinen Ueber- für schuldig befunden und zu 1 Jahr 4 Monaten Zucht- welcher infolge einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz griffen auf staatliches Verwaltungsgebiet, nimmt auch für die haus und 2 Jahren Ghrverlust verurtheilt, welche Strafe genau gegen Bürgschaft in Freiheit gefeßt worden war, wurde nunmehr Partei in Preußen Stellung zu den Fragen einer generellen der bisher verbüßten Zuchthausstrafe gleichfommt. fraft eines Beschlusses des Appellations Gerichtshofes, durch Regelung des Volksschulwesens, zu dem Widerstreit unter den Zur East gelegt wird mir: 1. bie Verleitung zum Meineid, welchen die oben angeführte Entscheidung für ungiltig erklärt verschiedenen Richtungen innerhalb der evangelischen Kirche und begangen durch die Worte zu einem Zeugen:„ Ich habe Dich als wird, neuerlich in haft genommen. 206 zu den Anmaßungen der Orthodoxie gegenüber den theologischen Beuge angegeben, Du hast es ja auch gesehen," und als dieser Fakultäten. sagte, ich habe es nicht genau gesehen," erwiderte ich: Du mußt d Konftantinopel, 28. September. Wie aus amtlicher türki 6. Landwirthschaftliche Fragen. Referenten Abgg. Dr. Paasche es gefehen haben, denn Du standest doch auch an der Thür." und Frank- Baden. Im Anschluß an diese Berichte, so heißt es Dieser Beuge hat zuerst die Aussage bei der Vernehmung gemacht, fcher Quelle verlautet, entbehren die Darstellungen englischer in der Nationallib. Corresp.", die auch den Paragraphen des daß er Beuge der Mißhandlung war, später jedoch seine Aussage Blätter, als ob die Armenier oder gar alle Christen in der Börsengeseges über den Getreide- Terminhandel mit einbeziehen zurückgenommen, er hat seine Aussagen überhaupt nicht be- Türkei in naher Zukunft einen Ueberfall von seiten der Moha sollen, bietet sich die überall gewünschte Gelegenheit zu einer schworen. 2. Bedrohung mit einem Berbrechen, begangen da medaner zu gewärtigen hätten, jeder Begründung und gelten bier reiflichen Aussprache über die Lage der Landwirthschaft an sich durch, daß ich den mißhandelten Rekruten Lübben, nachdem er als böswillige Ausstreuungen. Ebenso unbegründet seien die und über die Abhilfsmittel gegen unzweifelhaft vorhandene die Mißhandlung abgeleugnet, berb geschüttelt und ihm mit Behauptungen englischer Blätter, daß die aus der Hauptstadt Nothstandsverhältnisse. Die Debatte tann ihren Ausgangspunkt Todtschlagen gedroht haben soll, wenn er nicht die Wahrheit in ihre Heimath gesandten Armenier in Massen ermordet, und von der Resolution 4 des Frankfurter Delegirtentages nehmen, fage. 3. Beleidigung, begangen durch die Worte zu Lübben daß die verhafteten Armenier von den Polizeipoften systematisch die alle Reformivege in ihrer Mannigfaltigkeit bereits bezeichnet niederträchtiger Rerl."- 4. Körperverlegung des Lübben. mißhandelt worden seien. hat. Demnach beabsichtigt man also die Frage des Antrages 5. Trunkenheit im Dienst am Tage des Rentontre mit dem Ranig zu umgehen. od d Rekruten Lübben. Cipla) phungsinoR) Türkei. Alle Daten find hier alten Stils angegeben. N Infernationaler Kongrek " IV. = Partei- Nachrichten. 009 gesucht wurde. Sie sagte: Die Leiterinnen dieses Kongresses Einen interessanten Vortrag hielt hierauf Frau Daszynska, haben nicht nur ihre aus- und inländischen Gesinnungsgenoffinnen Dr. phil., über die Frage der weiblichen Uebervölferung: für Frauenwerke und Frauenbestrebungen. zur Theilnahme daran aufgefordert, fie wandten sich auch an Die Bevölkerungs- Statistit zeigt uns, daß in allen Ländern des Vertreterinnen der deutschen Arbeiterinnenbewegung. Diese heutigen Kulturkreises die weibliche Bevölkerung zahlreicher iſt Die Mittwochsihung, die unter Leitung der Frau Jeanette lehnten es ab, fich an den Arbeiten des Kon- als die männliche, die rascher verbraucht wird, und nicht nur Schwerin stand, brachte die interessantesten Verhandlungen, die greffes durch eine Delegirte zu betheiligen. Für sie, im allgemeinen, sondern auch in demjenigen Alter, in welchem der Kongreß bisher gehabt hat und wohl auch haben wird. Der die auf dem Boden der Sozialdemokratie stehen, ist beide Geschlechter gemeinsame Aufgaben zu erfüllen haheit. Andrang zu dieser Sigung war noch stärker wie sonst. Nicht die Frauenfrage nur ein Theil der sozialen Frage und Dieses Verhältniß ist in den Zentren der modernen Kultur, den wenige Frauen mußten umkehren, weil der große Saal über- als solche durch die mehr oder weniger gut gemeinten Be- Großstädten noch anormaler, als im Durchschnitt ganzer Länder. füllt war. Die Vorträge wurden mit großer Aufmerksamkeit ent- strebungen bürgerlicher Sozialreformer nicht lösbar. Ich selbst Es entsteht auf diese Weise eine überschüssige Bevölkerung, sie gegengenommen und auch diejenigen Rednerinnen wurden mit theile diese Auffassung vollkommen. Gerade weil ich aus den wird aber zur Uebervölkerung erst dann, wenn weib= ziemlicher Ruhe angehört, deren Ansichten der großen Mehr- Reihen der bürgerlichen Frauenbewegung hervorgegangen bin, liche Gruppen Individuen nicht zur Erfüllung zahl fremd und unangehm sein mußten. weiß ich aus eigener Erfahrung, welcher Sisyphusarbeit sie sich ihrer gesellschaftlichen Aufgabe und zu voller Ent Das Thema lautete: Die Frau in Handel, Inim großen und ganzen hingiebt und ihrer ganzen Natur nach faltung ihrer Individualität gelangen. Diese Uebervölkerung dustrie und Gewerbe. hingeben muß. Die Vortheile, die sie erringen fann, fommen äußert sich in den ehe- und berufslosen Frauen. Auf dem Wege Den ersten Vortrag hielt Frau Schlesinger- Eckstein aus Wien. immer nur einer beschränkten Zahl von Frauen zu gute, einer organisirten Frauenbewegung wäre dem UebervölkerungsEs war ein Bericht über die Ergebnisse der Wiener Arbeiterinnen sie lassen die große Masse der am meisten leidenden übel entgegen zu arbeiten, indem man den Berufslosen neue Enquete im März und April dieses Jahres. Unseren Lesern sind diese Frauen unberührt, geschweige denn, daß sie auf die allgemeine Berufe zugänglich macht und diejenigen Mängel, die heute auf Ergebnisse bekannt, sie wissen, welch trauriges Bild die Unter Entwicklung von nachhaltigem Einfluß wären. Ein kluger Gärtner jebem Gebiete die Arbeit der Frauen zu einer minderwerthigen fuchung feststellte und sie wissen, daß die Lage der Berliner Ar- legt auf einem Stoppelfeld feinen Garten an, ohne es vorher zu und schlecht entlohnten gestalten, nach Möglichkeit beseitigt. beiterinnen sich in nichts von der ihrer Wiener Schwestern unter düngen und umzugraben. Die Sozialreformer unferer Beit, mit( Lebhafter Beifall.) scheidet. Aber der großen Mehrzahl der Kongreßmitglieder waren ihnen die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen, versuchen es aber Die Reihe der wichtigen Vorträge war damit geschlossen. diese Schilderungen des entseglichen Elends, die Frau Schlesinger und können sich darnach nicht wundern, wenn ihnen Die weiteren Reden behandelten Gegenstände harmlosester Natur, in kühner und eindringlicher Sprache gab, etwas neues. Eine nur hier und da eine bescheidene Blume aufblüht! die Thätigkeit des Jungfrauenvereins von Riga, Gewerbeschulen tiese Bewegung ging durch die Versammlung, als die Rednerin( Bewegung.) Wer vorurtheilslos und logisch denkt und sich ein- und Kochschulen für Mädchen und dergleichen, an denen nur die Folgen der monatelangen Arbeitslosigkeit aufdeckte, gehend mit der Frauenfrage- wohlgemerkt mit der ganzen Frau Morgenstern und ihr Anhang Interesse und Geschmack die durch die Saisonarbeit in vielen Branchen der Frauenfrage, nicht der Da menfrage- beschäftigt, muß finden konnten. Frauenarbeit herbeigeführt wird.„ Es gelang der Kommission meines Erachtens ebenso wie derjenige, der die soziale Frage Am Nachmittag fiel die Plenarsihung aus. barádinet. nicht", sagte fie, mit nur annähernder Sicherheit zu erheben, gründlich studirt, nothwendig zur Sozialdemokratie ge wovon die große Zahl von Frauen während der todten Saison langen.( Lebhafter Beifall, Unruhe und Zischen.) Damit tritt er lebt. Einige haben Verwandte auf dem Lande, bei denen sie aus der Sphäre heraus, in der er früher thätig war und als Unterkunft finden, einige ernähren sich mühselig durch Nähen, Konsequenz seines Gedankenganges ergiebt es sich, daß er nun Scheuern und Waschen, alle aber, die die Kommission befragt, auch seine Arbeitskraft in den Dienft seiner Ueberzeugung stellt. find darin einig, daß sich vom Lohn der Wintermonate Auch ich lehne demnach wie meine Genossinnen jede Arbeit in Au die Parteigenoffen im 5. Berliner Reichstags. nichts für den Sommer absparen läßt, und so blieb die der bürgerlichen Frauenbewegung ab. Trozdem erschien es mir Wahlkreis. Donnerstag, den 1. Oktober, findet unsere erst e Frage eine offene. Wenn es bei den Theater- Choriftinnen, wünschenswerth, die Arbeiterinnenbewegung in Deutschland vor die Thätigkeit des vor zwei Monaten begründeten Sozialordentliche Generalversammlung statt, wo über die die Enquete auch in den Kreis ihrer Grhebungen zog, mit diesem Kongreß zu schildern schon im Hinblick auf die auswärtigen Dele bemokratischen Vereins für den 5. Berliner entsetzlicher Klarheit zu tage trat, daß diese Frauen, die ganz girtinnen. Sie sollen eine bessere Meinung über die deutsche Frau Reich 3 tag 3- Wahlkreis" Bericht zu erstatten ist. Dieser geringfügig, ja manchmal garnicht bezahlt werden und sich ihre gewinnen. Sie kennen nur die in lezter Beit zu frischem Verein wurde bekanntlich an stelle des durch den Minister von Kostüme selbst anschaffen müssen, daß diese Frauen sehr oft auf Leben erwachte deutsche bürgerliche Frauenbewegung. Sie wissen Röller vernichteten Wahlvereins begründet, sein Juslebentreten war tie Prostitution als ihre eigentliche Einnahmequelle verwiesen nichts von den harten Kämpfen der deutschen Arbeiterin, wissen die Antwort an die naiven Seelen, die durch Gewaltmittel die sozial find, so liegt auch die Vermuthung nahe, daß eine große Bahl nicht, daß die größte politische Partei Deutschlands, die sozialdemokratische Bewegung zu vernichten dachten. Damit dieser Antwort von Arbeiterinnen, sobald sie die Arbeit einstellen müssen, demokratische, durch ihr Programm für die weitesten Forderungen noch mehr Nachdruck gegeben wird, ist es nöthig, daß der neue durch die bitterste Noth, durch den Hunger ihrer hilf der Frauenbewegung eintritt, daß ihre 48 Bertreter in Parlament Verein nicht nur dieselbe Mitgliederzahl wie der ehemalige lofen Kleinen gezwungen werden, sich zu verkaufen. Wer bisher einmüthig auf Seite der Frauen stehen. Man weiß nicht, daß Wahlverein, sondern weit mehr aufweisen kann. Es ergeht daran gezweifelt hatte, der konnte durch diese Enquete darüber die deutsche Arbeiterin trotz ihrer gedrückten wirthschaftlichen daher an die Parteigenossen, die es bisher versäumt haben, Mitbelehrt werden, daß die entsetzliche Bestbeule, die am Körper der Lage im allgemeinen politisch reifer ist, als die Mehrzahl der glieder zu werden, die dringende Aufforderung, sich so bald wie daher an die Parteigenossen, die es bisher verfäumt haben, MitGesellschaft frißt, eine Folgekrankheit des Druckes ist, der auf bürgerlichen Frauen und als ihre gleichgestellten Schwestern in glieder zu werden, die dringende Aufforderung, sich so bald wie der Arbeit lastet.( Bravo!) Die Kindheit der Proletarierin ist anderen Ländern. Falsche Auffassungen richtig zu stellen, mangel. möglich in einer der nachstehenden Zahlstellen aufnehmen Hunger und Mangel jeder Art, ihre Lehrzeit ist Hunger hafte zu ergänzen, Ihnen ein Bild von der wirth zu lassen. und Plage, Um einen engeren Zusammenschluß der Genossen des 5. WahlPlage, ihre Existenz als Weib Sorge, Mangel, schaftlichen und politischen Lage der deutschen Proletarierin, freises herbeizuführen, sollen diesen Winter hindurch an einigen Ueberauftrengung, keine Abwechselung, keine Erholung. von ihrem großen Befreiungstampf Ebenso eindrucksvoll waren die Mittheilungen, die die Rednerin Biel fich nicht auf Reformen, Bolizeimaßregeln gegen erste Zusammenkunft dieser Art findet am Sonntag, den zu geben, deffen Sonntagen gemüthliche Zusammenfünfte veranstaltet werden; die aus dem Leben der Ziegelei- Arbeiterinnen und Dachdeckerinnen, die Sittenlosigkeit und Anstreben von Doktortitelu beschränkt, das 11. Oktober im Lokale des Genoffen 28a biel, Rosenthaler erste zusammenkunft dieser Art findet am Sonntag, den über die Wohnungs-, Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Wiener war meine Absicht. Ich muß jedoch darauf verzichten. Die mir 1. Dtober im Lokale des Genossen Babiel, Rosenthalerstraße 38, statt. Arbeiterin, über die Folgen der Akkordarbeit, die Berufs- zugestandene Zeit von 15 bis höchstens 20 Minuten würde nicht frankheiten, die Schicksale der Lehrmädchen, die schamlose Aus- ausreichen, dieses ungeheuere Gebiet auch nur in oberflächlicher entgegengenommen werden, befinden sich bei den Genoffen: Die Zahlstellen, wo Aufnahmen vollzogen und Beiträge beutung der Proletarierinnen durch die Unternehmer und ähn- Weise zu berühren. Für die Darstellung einzelner Wohlthätig Richter, Filzschuhgeschäft, Neue Königstr. 90; Wittch ow, liches mehr machte. Die Vortragende gelangte zu folgendem teits- und Vereinsbestrebungen mag diese Zeit vielSchluß: leicht ausreichen, nicht aber für die Arbeiterinnenfrage, straße 10; Schmidt, Luisenstr. 5; Wendlandt, MarienKl. Hamburger- und Elsasserstraßen- Ecke; n'etsch, HirtenDie Enquete über Frauenarbeit hat die Nothwendigkeit die die größte Masse des weiblichen Geschlechts berührt. burgerstr.'82; Bolze, Landsbergerstr. 41. von unzähligen Reformen bewiesen, Reformen in der Kinder- Unter den zirka 51/2 Millionen erwerbsthätiger Frauen Der Vorstand. pflege, im Lehrlingswesen, die Nothwendigkeit einer weit ver- in Deutschland haben wir allein 21/2 Millionen landwirthschafts breiteten und verschärften Gewerbe Inspektion, sowie deren liche Arbeiterinnen, 11/4 Millionen Frauen im Hausdienst und Ans Solingen. Redaktton und Verlag der Bergischen Ausdehnung auf die Heimarbeit, die Nothwendig gegen 1 Million Arbeiterinnen, die in Fabriken beschäftigt sind, Arbeiterstimme" veröffentlichen unterm 22. September folgende siteit weiblicher Fabritinspektoren, die Nothwendigkeit der Hausindustrie garnicht zu gedenken. Diese Frauen Mittheilung:" Infolge zwischen der Leitung der Genossenschaftsder Errichtung von Wöchnerinnen- und Rekonvaleszenten sind es, die sich für unser Wohlergehen abmühen( Be- Buchdruckerei und deren Setzerpersonal ausgebrochener Diffe heimen, die Nothwendigkeit einer Altersversorgung für Ar- wegung), die ihre Jugend hinter Fabrikmauern vertrauern, renzen nicht bezüglich der Lohnverhältnisse- kann leider die beiterinnen und solcher Gesetze, die die jugendlichen Ar- die den vielgepriesenen einzigen Beruf der Frau, Gattin heutige Nummer unseres Blattes nicht erscheinen. Wir werden beiterinnen, sowie die Schwangeren und die Wöchnerinnen und Mutter zu sein, ausfüllen, indem sie Kinder in die Welt unsere Abonnenten und Leser für den Ausfall der heutigen schüßen, vor allem aber die Mothwendigkeit der Ausbreitung setzen, denen fie oft genug nicht einmal die Pflege zutheil laffen Nummer sowohl entschädigen, als auch über die Ursache der ausund Kräftigung der Arbeiterinnen- Organisationen.( Lebhafter werden können, die das Thier seinen Jungen bietet.( Bewegung, gebrochenen Streitfrage gewiffenhafte Auskunft geben." Beifall.) Beifall und Unruhe.) Nach dem„ Volt" ist die Entlassung eines alten Arbeiters, Den nächsten Vortrag hielt Miß Florence Routledge, Ich bin beauftragt, Sie zum Besuch der Volksversammlungen die die übrigen nicht zugeben wollten, Ursache der Differenzen. die Delegirte der Arbeiterinnen Trade Unions aus London. einzuladen, die zu heute und zu Freitag von sozialdemokrati- Mag die Ursache sein, welche sie wolle, in sozialdemokratischen Miß Routledge sprach durchaus fließend deutsch, nur an dem scher Seite einberufen sind. Dort ist die fretefte Dis: Betrieben haben die Arbeiter nicht nöthig, berechtigte Akzent einzelner Wörter erkannte man die Ausländerin. Es war tuffion gestattet und erwünscht. Ich hoffe, daß alle Forderungen durch den Streit geltend zu machen. Berstößt ein eine außerordentlich fleißige und gewissenhafte Arbeit, die die diejenigen deutschen Frauen, benen die Sache ihres folches Geschäft gegen Recht und Billigkeit, so giebt es in unserer Rednerin dem Kongreß unterbreitete. Wir entnehmen ihr, daß die Geschlechts nicht nur die Sache ihrer Klasse ist, und nament: Partei ausreichend andere Mittel, um Remedur zu schaffen. Daß Gewerkvereins- Organisation unter den Frauen Englands seit lich auch die Ausländerinnen der Einladung folgen werden. fich ein Theil der Buchdrucker aber über unsere Partei- Juftanzen 23 Jahren besteht. Auch die englische Arbeiterin bedarf dringend Nicht als ob wir des frommen Glaubens lebten, viele von Ihnen hinweg zu sehen pflegt, während hei Differenzen mit bürger nothwendig des Schutzes und der Hilfe. Biele unter ihnen leiden gewinnen zu können. Bu tief eingewurzelt ist der Klaffenegoismus; lichen Unternehmern nichts versäumt wird, was Arbeitsfurchtbar; taufende find dem Hungertode nahe. Ihre Arbeits- zu einschneidend in das Leben und Denken gerade der ab- einstellungen vermeiden läßt, ist freilich ganz im Geifte der stunden sind unbegrenzt, wenn sie außerhalb des Fabritgefeßzes hängigen Frau sind die Interessen ihrer Klasse, als daß sie Personen gehandelt, die die Buchdrucker an der Spiße ihrer stehen. Sie verrichten ihre ungesunde Arbeit zu einem Lohn, der sich so leicht davon losreißen tönnte. Aber vielleicht Organisation haben. faum genügt, die nothwendigsten Lebensmittel zu beschaffen; sie wird ihnen eine Ahnung davon kommen, daß es ein größeres, find nicht im ftande, für eintretende Krankheit zu sparen. In der ergreifenderes Glend giebt, als das der unbefriedigten berufslosen Baumwollindustrie in Lancashire ist mit dem Anbruch der Maschinen- Tochter Ihrer Stände, daß außerhalb Threr Kreise ein Kampf ära das Heimwerk der Handstuhlweber in die Fabriken verlegt gekämpft wird, der ernster, heiliger ist, als der Kampf um den worden; sowohl Frauen als Männer arbeiten in diesen Fabriken, Doktorhut und den Wahlzettel! Hier können Sie auch den Opfer und zu derselben Beit, als die Männer durch Organisation für muth, die Begeisterung finden, die Sie im eigenen Lager vergeb ihre Intereffen zu kämpfen begannen, schlossen sich auch die lich suchen, einen Opfermuth, eine Begeisterung, die die Gewähr Frauen der Organisation an. Bon den hunderttausend organi- endlichen Sieges bietet, der Befreiung der Gesammtheit aus firten Arbeiterinnen Englands gehören 95 pet. der Textilindustrie wirthschaftlicher und moralischer Knechtschaft!( Lebh. Beifall und an. Lancashire blieb eine Ausnahme und die Wahrheit des Bischen.) stolzen Ausspruchs: Was Lancashire heute thut, wird das Die Borsigende, Frau Schwerin, ließ sich auf eine Er übrige England morgen thun", wartet in diesem Falle noch auf widerung diefer radikalen Kritik an der bürgerlichen Frauenthre Erfüllung. Rednerin giebt einen Abriß aus der Geschichte bewegung nicht ein, sondern beschränkte sich auf die Versicherung, In der Buchdruckerei von Sittenfelb, Mauerstraße, der englischen Arbeiterinnenorganisationen. Eine Miß Patterson, daß die Bersammlungen zahlreich besucht werden würden. hatte das gesammte Buchbinderpersonal die Arbeit niedergelegt, selber keine Arbeiterin, stellte die ersten Versuche einer Organisation Die Römerin, Frl. Maria Montessori, Dr. med., be: weil sich der Chef weigerte, die Arbeitszeit von 9/4 Stunden der Arbeiterinnen an. Sie setzte ihr Vertrauen auf die Frauen der richtete sodann in italienischer Sprache über die Löhne auf 9 Stunden herabzusetzen. Als sich nun einige Streitbrecher Mittelklassen und vermied sogar den Namen Trade- Unions für die der italienischen Arbeiterinnen, die noch niedriger fanden, erklärten die Buchdrucker, mit diesen Leuten nicht nene Organisation. In London wurden einige Vereine dieser Art sind, als die in Deutschland für Frauenarbeit gezahlten. Das zusammen arbeiten zu wollen, worauf sich die Firma veranlaßt gegründet, aber sie blieben ohne jede Bedeutung und gingen bald Gefeß beschränkt fast gar nicht die Kinderarbeit und gewährt sah, die neunstündige Arbeitszeit einzuführen. Die Arbeit wurde ein. Man erkannte, daß Vereine, die lediglich aus Frauen sich den Wöchnerinnen einen geringen, unzureichenden Schutz. Dabei Mittwoch Mittag wieder aufgenommen. zusammenfeßen, praktische Erfolge zur Beit nicht erringen könnten. versuchen die Unternehmer noch, diese Einschränkungen ihrer Die Kleinmeister erschweren den Lohntampf ungemein, da fie Der Kardinalfehler liege in der Lebensauffassung der Frau, die Profitwuth durch Lohndruck auszugleichen. Gleicher Lohn für sich nicht scheuen, die Arbeiten der im Streit befindlichen Firmen ihren Beruf meistens als provisorischen betrachte und gleiche Leistung sei auch die Parole der italienischen Arbeiterin. zu machen. Die Firma Sittenfeld suchte ihre Arbeiten bei ibre endgiltige Bestimmung troß alledem in der ehe-( Lebhafter Beifall.) Kleinmeistern fertigstellen zu lassen, so auch bei 2a aser, lichen Versorgung fehe. Daher werde das Hauptaugenmert Hieran schloß fich ein Vortrag des Frl. Agnes Hermann, sich deshalb das Personal veranlaßt fühlte, die Arbeit ebenfalls jezt ganz allgemein auf die bereits bestehenden Männer- Gewert- der Delegirtin des Hilfsvereins für weibliche Angestellte zu niederzulegen. Köhler, Oranienstraße, fertigt Buchbinders vereine gerichtet; zu diesen gelingt es, die Frauen heranzuziehen Berlin, über die Lage der Handelsgehilfinnen". Arbeiten für die Steindruckerei von Selmar Bayer an, wo und dauernd an sie zu fesseln, da die Arbeiterinnen die gleichen Erst seit 20 Jahren etwa tenne man überhaupt weibliche die Buchbinder ebenfalls streiten, er war aber nicht gewillt, die Interessen wie ihre männlichen Kollegen hätten und der Handelsangestellte. Heute giebt es 100 000 in Deutschland, Arbeit zu verweigern. schwierigen Organisationsarbeit überhoben seien. Die Selbst 15 000 in Berlin. Stenographinnen und Buchhalterinnen haben Infolge von Verhandlungen mit der Lohnkommission be. hilfe reiche aber doch nicht aus und so müßten nur theoretische Vorbildung, für alle anderen gilt 10-12monat- willigte Schreiber, Sebastianstraße; weiter erreichte es die fich die Arbeiterinnen nach Staatshilfe umsehen. Gegen liche Berufsprobe. Die Gehälter betragen durchschnittlich 100 M. Rommiffion, daß& überiz u. Bauer sämmtliche Forderungen eine solche Schußgefeßgebung wenden sich allerdings die D. Red.), doch kommen auch bedeutend niedrigere Löhne vor. bewilligten. Ferner haben noch bewilligt: Boigt u. Sohn, Damen der Mittelklasse, die ohne viel Kenntniß von Arbeiter- Die Frauen werden viel schlechter bezahlt als die Männer. Der Kochstr. 7; Otto Biehlar, Wilhelmstr. 20; Imberg fragen, für gleiche politische Rechte für Frauen und Männer Grund hierfür ist ihre Bedürfnißlosigkeit und ihre furze Aus- u. Levfon, Alte Jacobstr. 64a; Ernst u. Co., Röpnickerarbeiten, die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen. Sie sehen in bildung. Immer mehr tritt Saisonbeschäftigung ein, die die straße, Luruspapierfabrik. jeder Gesetzgebung, die nur Frauen und nicht Männer betrifft, Chefs bei dem großen Angebot von Arbeitskräften leicht durch Sämmtliche Forderungen sind nun in 76 Werkstuben eine Verleugnung der theoretischen Gleichheit. Nach vorführen können. Auch die Arbeitstheilung bringt den Frauen bewilligt. gefaßten Theorien darf aber die Frage nicht entschieden werden. immense Nachtheile, sie zieht eine einseitige Ausbildung groß und Im Streit befinden sich 27 Wertstuben, alles kleinere, Die Arbeiterinnen felber fühlen sich durch Schußgeseze verhindert den Ueberblick selbst über die nächsten Funktion derselben und zwar sind es folgende: Bollfras u. Apel( Inhaber durchaus nicht zu gunsten der Männer zurückgesetzt. Sie sehen Branche. Eine Lageriftin hat z. B. nach 15 Jahren glücklich ein Kammer), Petriftr. 4; Bein, Kronenstr. 7; Frentsch, Wallein, daß sie vom Standpunkt der Unternehmer zunächst die Gehalt von 55 M. monatlich erreicht.( Bewegung.) Dazu ftraße 11; Leo Simson, Spandauerstr. 72; 3 a ch, vormals billigeren Thiere" find. Dem Unterbieten der beiden Geschlechter tommt noch die Ausnutzung in geschlechtlicher Hinsicht feitens Matern, Scharrnstraße 18; Stein, Ritterstraße 34; vorzubeugen, ist selbstverständlich eine der wichtigsten Aufgaben der Chefs, von denen manche es als ihr selbstverständliches Recht erm. Franz, Stegligerst. 7; Kirchner u. Schwedt: der Gewerkvereine. Es ist zweifellos, daß die Organisations betrachten, anständigen Mädchen, die bei ihnen beschäftigt find, helm, Prinzessinnenstr. 17; Ed. Jost, Jägerstr. 4; bewegung unter den Frauen sich langsam, jedoch sicher entwickelt. fchamlose Auerbieten zu machen. Und gegen solche Gemeinheiten Karl Rechlin, Engel- Ufer 8; Selmar Bayer, ( Lebhafter Beifall.) besteht bis heute fein gefeßlicher Schuh!( Beifall.) Hier giebt Dresdenerstraße; Alexander Weber, Lindenstraße 53; " " 74 Gewerkschaftliches. Die Lohnbewegung der Buchbinder Berlins, die am Dienstag in den Wertstuben, wo die Forderungen der Arbeiter nicht bewilligt wurden, den Streit gezeitigt hat, gestaltet sich allgemein äußerst günstig. Nicht nur, daß mit wenigen Ausnahmen die größeren, maßgebenden Firmen sofort bewilligten, sondern auch die Lohukommission, die in der kurzen Zeit zu wiederholten Malen zu Verhandlungen mit den Fabrikanten, auf deren Wunsch, gerufen würde, war in der Lage, gute Resultate herbeizuführen. Nunmehr erhielt Frau Lily Braun das Wort, von der es nur den einen Ausweg: der folidarische Kampf des Bernhard Paul Wilhelmstraße 22 a; Büren ein Vortrag über die Arbeiterinnenfrage" angekündigt ganzen weiblichen Geschlechts um die Gleichberechtigung. Deshalb stein, Friedrichstr. 240; Wilh. Schleising, Reichenwar. Genoffin Lily Braun, die an den bisherigen Berhand geht der Hilfsverein für weibliche Handelsangestellte, deffen Ein- bergerstraße 24; G. Lewinsohn, Fehrbellinerstr. 54; lungen des Kongresses fich nicht betheiligt hatte, wurde richtungen Rednerin ausführlich schildert, mit den bürgerlichen A. Weichert, Andreasstraße; A. Franz, Kurfürstenstr. 42; bei ihrem Erscheinen auf der Rednertribüne mit Beifall be- Frauenrechtlerinnen, von deren thatkräftiger Unterstüßung alles Monnier, Königin- Augustastr. 18; A. Reimann, Mauerstr. 53; grüßt, der von anderer Seite durch Pstrufe au unterdrücken erhofft wird.( Lebhafter Beifall.) einbrobt u. Kalb, Alte Jakobstr. 86; Alexander u. Bernhardt, Mohrenstr. 42; A. Demuth, Mohrenstr. 58; 1 gemacht. 3 erM J Wie aus Prag telegraphirt wurde, hat dort der Ausstand in der Werkstätte der Staatseisenbahn- Gesellschaft bereits begonnen. Die Wiener Angestellten dieser Gesellschaft wurden von den Bragern ersucht, sich dem Streit anzuschließen, haben aber erklärt, sie wollten das Ergebniß der gestern gepflogenen Unterhandlungen abwarten. Am 23. August richteten die Bediensteten der des Dienstherrn Schläge gegen den Kopf erhalten hat, die sle May Krause, Beuthstr. 7; Gebr. Grunert, Junterstr. 16; Hauptwerkstätte in Simmering( Wien) in Simmering( Wien) an die Direktion indeß nicht gesundheitsschädlich fand. Eine andere Zeugin sagte Buzug ist streng fernzuhalten. ein Schriftstück, worin sie eine Reihe von Forderungen aus, daß 2., weil er sich auf dem Felde nicht zurecht gefunden hatte, von Die Lohntommission. erhoben. Unter anderem: Abschaffung der Akkordarbeit, demselben Mädchen Ohrfeigen bekommen habe. Lademann hat Ueber den Stand der Buchbinderbewegung in Leipzig Festsetzung eines Mindestlohnes für die verschiedenen ihr auch einmal erzählt, daß Henschel seinen Kopf mit der wird uns von dort geschrieben: In der von 2000 Personen be- Arbeiterkategorien, entsprechende Lohnzulagen 0011 zwei Peitsche bearbeitet hätte. Die dritte Zeugin rechtfertigte Katzensuchten Buchbinder Versammlung vom 22. September verlas zu zwei Jahren, neunstündige Arbeitszeit, menschliche töpfe, die der junge Mann vom erwachsenen Sohn Henschel's Kloth die Antwort der Buchbinder- Innung, welche 91/ 2stündige Behandlung, Urlaub für Arbeiter, welche zu einer Waffen- erhielt, mit zu spätem Aufstehen des 2. Die Polizeibehörde Arbeitszeit inklusive Pausen, 38 Pf. Minimallohn für männliche, übung einberufen werden, Anerkennung eines von den erachtete Mißhandlungen, die den 2. zur Aufhebung des Diensts 20 Pf. für geübte, 16 Bf. für ungeübte Arbeiterinnen bewilligt, Arbeitern gewählten Fabrikausschusses. Diefen Forderungen verhältnisses berechtigten, nicht als vorliegend und verfügte, jedoch mit der Klausel, daß minderwerthige Arbeiter einen niedrigen schlossen sich die Bediensteten der Prager Werkstätten an. Auf das daß der Mißhandelte bei Vermeidung zwangsweiser ZurückLohn erhalten können. Für Ueberarbeit sollen Arbeiterinnen 4 Pf. und bin bewilligte die Direktion die 9stündige Arbeitszeit und einige führung und in den Dienst Arbeiter 8 Pf. Zuschlag erhalten. Die von der Lohnkommission andere kleinere Forderungen, lehnte aber die Abschaffung der Akkord- zurückzukehren und ihn bis zum 15. Mai 1896 fortzusetzen habe. In vorgeschlagene Antwort der Gehilfen an die Innung besagt: dar- arbeit und die Festsetzung eines Mindestlohnes rundweg ab. Nun dem Bescheid heißt es wörtlich:" Festgestellt ist nur, daß die auf, daß minderwerthige Arbeiter unter 38 Pf. erhalten dürfen, fanden in Prag und Wien abermals Versammlungen statt, die Prager Kinder Franz und Marie Henschel Ihnen einige Male, weil fönnen wir nicht eingehen; wir halten 38 Pf. als Mindestlohn fandten Delegirte nach Wien und man beschloß, an den zu An- Sie ungeschickt und schlecht arbeiteten und, wie häufig vorfest, höchstens würden wir einer Herabsetzung des Lohnes für fang der Bewegung gestellten Forderungen festzuhalten. Wieder gekommen, morgens die Zeit verschlafen hatten, Ohrfeigen ausgelernte Arbeiter auf 35 Pf. unsere Zustimmung geben machte die Direktion einige fleine Zugeständnisse. Aber die und Kazenköpfe versezt haben. Diese Züch fönnen. Auch sind wir damit einverstanden, daß für Ueberzeit- Arbeiter beharren auf der Erfüllung ihrer Hauptforderungen. tigungen waren verdiente, und können als unbarms arbeit statt 25 und 50 pet. ein fester Satz aufgestellt wird, Die nächsten Tage mußten die Entscheidung bringen, ob es zu herzige Behandlung, wie Sie angeben, nicht aufgefaßt jedoch müssen wir dann daran festhalten daß Arbeiter einem Streit tommt oder nicht. Die Bewegung hat mittler- werden." Gegen diese Verfügung legte der Vormund des 10 Bf., Arbeiterinnen 5 Pf. beziehentlich 20 und 10 Bf. weile auch nach Ungarn hinübergegriffen. In Pest fand 2. Beschwerde ein. Jedoch vergeblich. Der Landrath des Buschlag pro Stunde erhalten. Nachdem viele Redner sich zu eine große Versammlung der Werkstätten Arbeiter statt, man Kreises Teltow und der Regierungspräsident zu Potsdam der von der Lohnkommission vorgeschlagenen Antwort zu beschloß, sich eine Organisation nach österreichischem Muster zu lehnten die Beschwerden ab. Nunmehr flagte der Vorstimmend geäußert hatten, unter anderem Buchdrucker May, geben und in die Lohnbewegung einzutreten. mund beim Ober Verwaltungsgericht auf Aufhebung der welcher die größtmögliche Unterstüßung seitens der Leipziger gegen sein Mündel gerichteten Polizeiverfügungen. Der erste Buchdrucker zusicherte, wurde eine Resolution einstimmig anSenat des Ober- Verwaltungsgerichts, vor dem die Sache gestern genommen, worin sich die Versammlung mit den Arbeiten der verhandelt wurde, ließ auf Antrag des Vormundes den ReichsLohnkommission einverstanden erklärt und sich verpflichtet, für tags- Abgeordneten Stadthagen, der im öffentlichen Intereſſe sämmtliche Forderungen ganz energisch einzutreten. aus Gefälligkeit sich der Sache angenommen hatte, als Beistand des Vormundes zu. Stadthagen führte etwa aus: Zunächst tommt in Frage: liegt überhaupt ein Gesindeverhältniß vor? Diese Frage dürfte zu verneinen sein. Denn einmal liege weder eine Genehmigung des Vormundes noch ein Gesindebuch vor. Selbst wenn aber aus ihm unbekannten Gründen etwa vorliegend eine stillschweigende Genehmigung für erwiesen zu erachten sei, so wären zu prüfen: ist der 2. als Gesinde oder ist er als gewerblicher Arbeiter angenommen. Henschel ist Gärtner, es kann also sein, daß er für sein gewerbliche s Unternehmen den 2. angenommen hat. Dafür spricht, daß Lademann tein Gefindebuch sondern ein Arbeitsbuch hatte, und daß er einer Krantentaffe unflar ist, welcher- angehört hat. Gelangt Bauschlosser, tüchtige, erhalten dauernde Arbeit. Unsern Bäckern zur Beachtung! Bekanntlich geberden man aber auch zu dem Ergebniß, Lademann stehe im Gesinde Schubert u. Werth, Prenzlauerstr. 41. Gleichzeitig sich unsere Bäckermeister wegen des vom Bundesrath angeordneten verhältniß, so erscheine es nothwendig, Beweis über die zahlen wir 80 Mart Belohnung dem Normalarbeitstages von 12 Stunden, der für Sonn- und Festtage auf vier Zeugen gestützten Behauptungen über brutale jenigen, der einen Fall, in dem Reflektanten ebenfalls gilt und zahlreiche Ueberstunden zuläßt, als sei damit Mißhandlungen zu erheben. Nach längerer Berathung theilte von der Arbeit bei uns abgehalten werden, so zu ihr Bankerott befiegelt. Ganz anders liegen dagegen die Dinge der Vorsigende Perfius mit, daß inhaltlich der Aften der Vor unserer Renntniß bringt, daß derselbe zur gerichtlichen Be in der Londoner Bäckerei. Das infolge der bestehenden Diffe mund der Stiefvater des Lademaun sei. Selbstverständlich fiel strafung des Auftifters führen kann. Photographien renzen von Meistern und Arbeitern im Bäckereigewerbe an- durch diese neue Thatsache der aus einer angeblich mangelnden unferes früheren Personals find awe as gerufene Echiedsamt hat folgenden Spruch gefällt, dem sich Genehmigung hergeleitete Angriff. Im übrigen beschloß der weds eventueller Retognozirung in unserem beide Theile unterworfen haben: Die tägliche Arbeits: Senat, sowohl über den Geschäftsbetrieb des Gärtners und Romptoir. zeit einschließlich der Vorarbeiten und über die Art der früheren Beschäftigung des Lademann, Aus dem Inhalte diefes charakteristischen Belege für die der Essenszeit wird auf 11 Stunden festgesetzt. wie über die Mißhandlungen umfassenden Beweis zu erheben. fapitalistische Arbeiterfreundlichkeit" geht schon hervor, daß ueberarbeitszeit wird unter gewissen Voraussetzungen gestattet das frühere Personal der Firma Schubert u. Werth im Streit und zwar die zwölfte Stunde zum gewöhnlichen Lohnfah, aber Prügelnde Polizeibeamte vor Gericht. Vor der Strafs steht. Das Personal wird sich selbstverständlich hüten, irgend jede weitere Stunde Arbeitszeit ist mit 50 pCt. 2ohn- kammer Potsdam hatten am 19. September die Luckenwalder einem Judas Ischarioth Gelegenheit zu geben, sich die 30 Silber zuschlag zu vergüten. Der gleiche Zuschlag ist Polizeifergeanten August Radloff und Eduard Radaz zu linge zu verdienen, die die genannte Firma verheißt, sondern für Sonntagsarbeit zu bezahlen, Reinigungs- erscheinen, zwei Beamte, die bisher ihrer Schneidigkeit halber seine Intereffen in der besonnenen Weise zur Geltung bringen, arbeiten und Vorarbeiten ausgenommen. Als Minimal bei ihrem Chef, dem bekannten Bürgermeister Suchsland, in wie es intelligenten, klassenbewußten Arbeitern angemessen ist. lobu per Woche wurden festgesetzt für den Werkführer hoher Gunst standen. Gelegentlich des Schüßenfestes, daß am Daß aber auch die indifferenten Arbeiter sich's dreimal überlegen 36 Sh., für den ersten Arbeiter 33 Sh., für den zweiten 30 h., 20. Juli in Luckenwalde stattfand, war irgend ein Standal werden, bei Schubert u. Werth unter den jezigen Verhältnissen für alle übrigen Arbeiter über 20 Jahre 26 Sh. entstanden. Der Zenge Drechsler Witte ist dabei festgenommen Engagements anzunehmen, dafür hat diese Firma durch ihre Annonce selbst gesorgt, denn es versteht sich von selbst, daß fein Arbeiter Vertrauen zu einem Geschäft faffen kann, das sich nicht entblödet, Photographien seiner Arbeiter quasi als Steckbriefe zu Nächsten Sonnabend und Montag sind wieder VersammIungen; es wird sich dann zeigen, daß auch die Buchbinder Leipzigs ihren Beschlüssen den forderlichen Nachdruck zu geben verstehen. Bei gefchloffenem Vorgehen aller in Frage kommenden Personale ist der Sieg um so sicherer, als bis jetzt schon zirka 1400 Arbeitern und Arbeiterinnen die Forderungen bewilligt worden sind. " Ein Juferat, das das heuchlerische der Phrase von der angeblichen Harmonie zwischen Kapital und Arbeit" besonders deutlich bemerkbar macht, prangte dieser Tage im Berliner Lokal- Anzeiger", der Volks- Zeitung" 2c. Es lautete: verwerthen. Die Bureau- Augestellten Hamburgs und Altonas be fchloffen in öffentlicher Versammlung nach einem Referat von Bauer Berlin die Errichtung einer Mitgliedschaft des Zentral vereins der Bureau Angestellten Deutschlands. Desgleichen bes schlossen die Bureau Angestellten Thorns den Anschluß an den Zentralverein. S Ans Leadville in Colorado( Vereinigte Staaten) bringt das Wolff'sche Bureau folgende Nachricht: Dreitausend aus ständige Arbeiter der Silberminen, welche mit Flinten bewaffnet waren und Dynamit mit sich führten, griffen die Emmett- Minen in Colorado an. Fünf Mann wurden getödtet, viele verwundet, und viel Hab und Gut zerstört. In ganz Colorado ist die Miliz aufgeboten. Soziales. Für die großen Bäckereiwerkstätten wurde die tägliche worden. Er will sowohl auf dem Transport zum Nathhause, Arbeitszeit auf 10 Stunden normirt und auf 60 Stunden als auch auf dem Polizeibureau mit dem Säbel, wie mit den pro 23oche; als Minimallohn wurden 28 Sch. festgesetzt; Fäusten derart mißhandelt worden sein, daß er acht Tage lang Essenszeit wurde für die Fabriten auf eine Stunde, für die unpäßlich war und Blut spuckte. Der Mißhandelte erkundigte übrigen Betriebe mindestens eine halbe Stunde angenommen. sich am nächsten Tage bei unserem Parteigenossen, dem Würde der Bundesrath zu ähnlichen Beschlüssen gelangt Stadtverordneten Gerischer, was er in der Sache thun könne, sein wie das Londoner Schiedsgericht, unsere dickleibigen patrio. worauf dieser sagte, wenn Witte feine Beugen habe, folle er tischen Bäckermeister hätten, so weit fie der Schlag nicht traf, garnichts thun. Gerischer brachte später die Angelegenheit in eine Revolte organisirt. Form einer Interpellation in der Stadtverordneten Bersammlung Der Verband der Arbeiter Stenographen Vereine zur Sprache und wurde dieserhalb wegen Beleidigung vertlagt, Der Handschuhmacherstreik in der Krocker'schen Fabrit zwar am 1. Oktober, in den verschiedensten Orten Deutschlands der Anfrage den Bürgermeister Suchsland beleidigt hätte.- Der Deutschlands, Neu- Stolze, wird auch in diesem Herbst, und später auch zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt, weil er in der Form in Burg hat vom Verbandsvorstand für beendet erklärt unterrichtsturse in der Stenographie veranstalten. Staatsanwalt, Assessor v. Alvensleben, rühmte in der Ber werden müssen, da es dem Fabrikanten leider gelungen ist, aus ersucht besonders die Vorstände der Gewerkschaften und politischen früheren Fällen, diesmal seien sie über das Maß des Zulässigen handlung am Sonnabend die Energie der Angeklagten in den Kreisen der Nichtorganisirten Ersatz zu bekommen. Der Vereine, dieser Sache ihre Unterstügung zu leihen. Einzelne Streit hatte in der Entlassung von Gehilfen wegen deren Genossen, welche die Stensgraphie beherrschen, werden gebeten, hinausgegangen, doch diene ihnen zur Entschuldigung, daß sie gereizt Zugehörigkeit zum Verband feine Ursache. Es ist tief dem Verbande beizutreten. Monatlicher Beitrag 20 Pfg., wofür Umstände gegen jeden Angeklagten 80 m. Geldstrafe event. waren, deswegen beantrage er, unter Annahme mildernder traurig, daß dem Unternehmerthum in feinem Rampie freie Zeitung Der Arbeiter- Stenograph"( 7 Seiten in Stenos gegen die Arbeiterorganisationen immer und immer wieder Autographie und eine Seite Typendruckt). Nähere Auskunft über Helfershelfer aus den Arbeiterkreisen selbst erwachsen. Die die Einrichtung von Unterrichtskursen, brieflichen Unterricht 2c. organisirten Handschuhmacher müssen diese unsolidarische ertheilt der Vorsitzende Ludwig Burmester in Hamfängniß, und den Polizeisergeanten Radaß zu 10 M. Geldstrafe Handlungsweise von Berufsgenossen um so bitterer emburg, Lippeltstraße 7. pfinden, als wegen des schlechten Geschäftsganges in " Er ihrem Gewerbe die Zahl Zahl der Arbeitslosen gegenwärtig Die Unterkunftsräume der Steinbruchsarbeiter im Harz besonders groß ist. Von 2700 organisirten deutschen Hand- erwiesen sich bei der Revision, die der Fabritinspektor Menzel schuhmachern( worunter 200 Arbeiterinnen) sind gegenwärtig aus Halberstadt im vorigen Jahre dort vornahm, zum Theil als 300 ohne Beschäftigung. Sie erhalten die statutarische gänzlich ungenügend. Wie die Sonntags- Zeitung" mittheilt, Unterstügung und sind somit wenigstens vor der allerschlimmsten find nun neue, wetterfeste Gebäude errichtet worden, die ihrem Noth geschüßt. Würde es jeder Arbeiter und jede Arbeiterin 3weck, den Steinbruchsarbeitern ein Unterkommen insbesondere der Handschuhmacherei als Ehrenpflicht betrachten, dem Verband während der Nacht zu gewähren, besser entsprechen als die anzugehören, dann hätten auch die jezt Nichtorganisirten in den früheren Räumlichkeiten. Tagen der Arbeitslosigkeit einen Rückhalt an der Organisation und brauchten sich nicht dazu herzugeben, Arbeit unter jeder Bedingung anzunehmen. liche Folge der Hartnäckigkeit hat nicht auf sich warten. " Das neue kantonale Arbeiterinnen Schuhgejek de Kautons Solothurn tritt am 1. Oktober in fraft. Hoffentlich wird der Regierungsrath dafür sorgen, daß dieses Gesez ebenso stritte gehandhabt wird, wie das neue Wirthschaftsgefeß", bemerkt dazu die„ Oltener Tagwacht". Tage Gefängniß. Der Gerichtshof kam zu einem noch be fergeanten Radloff zu 20 M. Geldstrafe event. 4 Tage Ge deutend milderen Erkenntniß. Er verurtheilte den Polizei event. 2 Tage Gefängniß. Der Gendarm Quenfell zu Altenwärder hatte, wie wir feinerzeit meldeten, in der Nacht zum 11. Mai d. J. den Gärtner gehilfen Lankenau erschossen, weil dieser sich widersetzt hätte, als er aus einer Menschenansammlung heraus ihn verhaften wollte. Die entsetzliche Affäre wird eine ganze Reihe von Prozessen, natürlich gegen Privatpersonen, nach sich ziehen. Nicht allein, daß gegen den verantwortlichen Redakteur des„ Echo" beim Hamburger Landgericht zwei Anklagen wegen Quensell einer Notiz über die Belobigung Quenfell's durch und Majestätsbeleidigung( lettere soll angeblich in den Kaiser enthalten sein) anhängig gemacht sind, daß ferner gegen den Redakteur des Boltsblattes" in Harburg in der gleichen Sache eine Untersuchung schwebt, hat man auch noch gegen dreizehn Einwohner von Altenwärder Anklage wegen Auf Den Eisenbahnarbeitern in Halle a. S. ist, wie uns von dort geschrieben wird, auf ihre vor Monatsfrist an die Direktion gerichtete Eingabe, worin fie um Erhöhung des Lohnes und eine Regelung der Arbeitszeit, namentlich um Beseitigung börse statt. Der Festzug der Arbeitervereine zählte 800 Theil- laufs erhoben. In der Verhandlung, die am 19. September vor Ju Genf fand kürzlich die Einweihung der Arbeitsder bisher zum theil unbezahlten Nachtarbeit baten, nehmer. Die Genossen eritier, Jalar, Thiebaud, dem Schöffengericht zu Harburg stattfand, wurden zwölf An ein Bescheid nicht zugegangen. Das hat sehr böses Blut ge- Sigg und Laureus hielten Ansprachen über den Nußen der geklagte wegen mangelnden Beweises freigesprochen, einer wurde macht, zumal die Direktionen in Magdeburg und Leipzig Arbeitskammer und über die Nothwendigkeit der Arbeiter- dagegen zu fünf Wochen Gefängniß verurtheilt. wenigstens eine Lohnaufbesserung bewilligt haben. Die natür forderungen. Unkenntniß des Gesetzes schützt doch vor Strafe! In Iaffen. Am Sonntag wurde in einer von mehreren Veränderungen der Lohnhöhe und der täglichen Arnstadt waren eine Anzahl Backer meister mit Strafhundert Bahnarbeitern besuchten Versammlung die Ergebniß Arbeitsstunden in England während des Monats August. mandaten bedacht worden, weil sie die Verordnung des Bundeslosigkeit der Eingabe mitgetheilt, und die Antwort war, daß Nach den Berichten, die für den Monat August beim englischen raths betreffend den Aushang der für den Bäckereibetrieb erbrei Stimmen die Gründung Die betreffenden eines Arbeitsamt( Labour Department) einliefen, find 23 000 Personen lassenen Bestimmungen unterlassen hatten. Vereins der Eisenbahnarbeiter beschlossen von Veränderungen in Beziehung auf Lohnhöhe und Arbeitszeit Bäckermeister hatten gegen die Strafmandate Einspruch erhoben wurde. Zwar ermahnten einige Optimisten zum Vertrauen berührt worden. Für 22 000 trat eine Erhöhung, für und zwar mit der Begründung, daß sie die betreffende Vers auf das Wohlwollen der Direktion", aber während solche Er- 1000 eine geringfügige Herabsetzung des Lohnes ein. Die ordnung nicht gekannt hätten. Die dortigen Zeitungen hätten mahnungen in der vor Monatsfrist abgehaltenen Bersammlung Lohnsteigerung betrug im Durchschnitt wöchentlich 1,50 m. für diesbezügliche Bekanntmachungen nicht gebracht, felbige wäre nur noch ohne Widerspruch durchdrangen, stießen am Sonntag der alle Betheiligten. Nur bei 2100 Arbeitern hatte die Lohn im Gefeßblatt des fürstlichen Ministeriums publizirt worden.artige Ausführungen auf eisiges Schweigen, zum theil weckten aufbefferung durch einen Streit herbeigeführt werden Der Gerichtshof stellte sich hier auf den Standpunkt, daß die fie sogar schon sehr ironische leise Zwischenrufe. Es ist fein müssen, während 20 000 sie durch Vereinbarung mit den Unkenntniß der Gesetze doch vor Strafe schüße und sprach Zweifel: die Direktion hat den türzesten Weg beschritten, die Unternehmern erhalten hatten; in einem Fall, wo 450 Arbeiter sämmtliche Angeklagte von Strafe und Kosten frei. Gesammtheit der Bahnarbeiter der Sozialdemokratie geneigt au betheiligt waren, war der Schiedsspruch eines Einigungsamtes machen. ergangen. Dem Berufe nach waren betheiligt etwa 2000 Bau gegen Gerichts- Beitung. Prag, 23. Septbr. Die Werkstätten- Arbeiter der Staatsbahn haben die Arbeit eingestellt, da ihre Forderungen nicht bewilligt worden sind. Die Organisation der österreichischen Eisenbahn- arbeiter, 15 000 Arbeiter der Maschinen- und Schiffbauindustrie Depeschen und lehte Nachrichten. bediensteten hat in der letzten Zeit sehr große Fortschritte gezeit erlangten im August 1500 Arbeiter. und 2000 Pferdebahn- Angestellte. Eine Verkürzung der Arbeitsmacht. Sie zählt heute rund 24 000 Mitglieder und das Fachblatt Der Eisenbahner" hat eine Auflage von 19 800 Exemplaren. Seit vorigem Jahr besißt Defterreich Wien, 28. September.( B. H.) Die Werkstätten- Arbeiter einen eigenen Eisenbahnminister. Der Mann war früher der Staatsbahn- Gesellschaft wollen in einer heute Abend statts General, nahm seine Kommißgewohnheiten selbstverständlich in Ein Beitrag zur Gefinde- Sklaverei in Preußen. Der findenden Versammlung den Streit proklamiren, wenn die sein neues Amt hinüber und tommandirt und dekretirt nun sechzehnjährige Bursche Wilhelm Lademann trat am 15. Mai 1895 Direktion nicht bis dahin eine befriedigende Antwort giebt. barauf los, was nur das Zeug hält. Am meisten ärgert ihn die bei dem Gärtner Wilhelm Henschel in Teltow in Stellung. Er Wien, 23. September.( B.$.) Die plögliche Pensionirung Organisation der Eisenbahner. Er hat schon jedes Mittel ver- glaubte anfang Dezember deffelben Jahres die liebevolle Be- des Direktors des naturhistorischen Hofmuseums Dr. Aristides sucht, um ihr den Todesstoß zu versehen. Und in seine Fuß- handlung, die ihm zu theil wurde, nicht mehr ertragen zu können Brezina hat hier großes Aufsehen erregt. Er ist sofort von stapfen find die Direktoren und sonstigen fleinen Götter und verließ die Arbeit. Gegen die polizeiliche Aufforderung, seinem Amt zurückgetreten. Man bringt diese Pensionirung mit der Privatbahnen getreten, aber all ihr wüthen hat der wieder in Dienst zu treten, machte er geltend, daß er mißhandelt feinen sozialdemokratischen Beziehungen in Verbindung, weshalb Gewerkschaft nur zu noch träftigerer Blüthe verholfen. fei; so sei er mit der Faust in die Seite gestoßen, auch wieder ihn die Sozialdemokraten mit einem Reichsrathsmandat aus der Die Bediensteten fühlen sich bereits so start, daß sie holt mit der Peitsche gegen den Kopf geschlagen fünften Rurie betrauen wollen.(?? R. d. V.) den Spieß jetzt umgedreht und mit eigenen Forderungen worden. Paris, 23. Septbr.( B. H.) Alle Telegraphen- und Telephon hervorgetreten sind. Den Anfang haben die Werkstättenarbeiter Es fanden daraufhin polizeiliche Bernehmungen statt. Eine Verbindungen mit England find infolge des gestrigen Sturines der Staatseisenbahn- Gesellschaft, einer reichen Privatbahn Wittwe hat gesehen, daß Lademann von der erwachsenen Tochter I auf dem Kanal unterbrochen. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 224. Donnerstag, den 24. September 1896. 13. Jahrg. Arbeiter, Parteigenossen Berlins! Donnerstag, den 24. September d. J., von 12 Uhr mittags bis 9 Uhr abends findet die Gewerbegerichts- Wahl statt. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzekkel. C Die am Sonntag, den 20. September, veröffentlichte Liste der Wahlbezirke und Wahllokale Um die Wahlagitation am Tage der Wahl praktisch und leichter zu handhaben, find ! ft die maßgebende, die Parteigen offen haben sich nur danach zu richten. In den Wahlbezirken Wahlbureaus eingerichtet. 11, 12, 26, 36, 37, 40, 41 und 42 find die Wahllokale in zwei auch drei Abtheilungen getheilt, um den zahlreich eingeschriebenen Wählern eher und besser Gelegenheit zu geben, ihr Wahlrechtstraße 36, für den 6., 7. und 8. Wahlbezirk im Restaurant H. Werner, Bülowstr. 59, für den Und zwar für den 1., 2., 3. und 4. Wahlbezirk im Restaurant Linke, Jüden auszuüben. Am Wahltage werden dafelbft Tafeln ausgehängt, woraus zu ersehen ist, in welcher 5., 9., 10. und 11. ahlbezirk im Restaurant P. Zubeil, Lindenstr. 106, für den 12., 13. und der Abtheilungen jeder Wähler sein Stimmrecht ausübt. Die Abtheilungen find nach Straßen 14. Wahlbezirk im Restaurant Streit, Naunynſtr. 86, für den 16., 17., 18., 19., 20. un geordnet. Das Slimmrecht ist in demjenigen Wahlbezirke auszuüben, in welchem der Wähler zur Zeit der Anmeldung zur Aufnahme in die Wählerliste gewohnt hat. Derjenige Wahlberechtigte, welcher außerhalb des Gemeindebezirks Berlin wohnt, hat in demjenigen Wahlbezirke zu wählen, in welchem er zur Zeit seiner Aufnahme in die Wählerliste eine gewerbliche Niederlassung hatte oder beschäftigt war. Jeder Wähler muß sich auf Erfordern des Wahlausschusses über seine Person ausweisen, d. h. er muß Legitimation bei sich haben. Wahlberechtigt find nur diejenigen Personen, deren Aufnahme in die Wählerlisten in der Beit vom 16. bis einschließlich 29. Juni beantragt und nicht versagt worden ist. Lokales. Arbeiter: Bildungsschule. Der am vorigen Donnerstag der Versammlungen wegen ausgefallene Unterricht im Deutschen findet heute Abend statt. Es ist gleichzeitig die legte Unterrichtsstunde dieses Semesters, weshalb um zahlreichen Besuch gebeten wird. Thema für heute:„ Die Dichtkunft der 48er Jahre". Der Borstand. Die für den 1. Oktober geplante Eröffnung der ersten städtischen Lefeballe in der Mohrenstraße kann erst am 15. Ottober stattfinden, da die nothwendigen baulichen Vorarbeiten länger dauern, als vorauszusehen war. Um den Unterrichtszweig der Handarbeiten in den hiesigen Gemeindeschulen mehr zu pflegen und zu fördern, hat die städtische Schuldeputation in ihrer heutigen unter Vorsiz des Bürgermeisters Kirschner stattgehabten Sigung beschlossen, eine besondere Inspizientin anzustellen und ihrem Beschlusse entsprechend einen diesbezüglichen Antrag den Gemeindebehörden aur Genehmigung zu unterbreiten. Ferner hat die Deputation beschlossen, zur Ausbildung der städtischen Zehrerinnen in der Zoologie im Schulmuseum besondere VorTefungsturse einzurichten. = 21. Wahlbezirk im Restaurant M. Pönitz, Brandenburgstr. 54, für den 22., 28., 24., 25., 26. und 27. Wahlbezirk im Restaurant F. Wilke, Andreasfir. 26, für den 28., 29., 30., 31. und 39. Wahlbezirk im Restaurant Diecke, Lothringerstr. 67, für den 32., 35. und 36. Wahl. bezirk im Restaurant F. Lietzke, Schwedterftr. 33, für den 33. und 34. Wahlbezirk im Haferland, Bellermannstr. 87, für den 38. und 41. Wahlbezirk im Restaurant Fr. Gleinert, Restaurant Hoppe( früher Wigel), Ackerstr. 145, für den 37. und 42. Wahlbezirk im Restaurant Müllerstr. 7a, für den 40. Wahlbezirk im Restaurant J. Pfarr, Buttligstr. 10. Die Parteigenoffen der obengenannten Wahlbezirke haben sich in den zuständigen Bureaus vormittags 1/211 Uhr zu melden, wenn sie bei der Wahlagitation thätig sein wollen und zwar mit genügender Legitimation versehen; die Genossen des 15. Bezirks im Zentral Wahl. bureau, Annenstr. 16 part. Alle die Wahl betreffenden Anfragen sind nur dorthin zu richten. Die Berliner Gewerkschaftskommission. J. A.: R. Millarg. Aus den Nachbarorten. = mögen folgende amtliche Mittheilungen dienlich sein: Bei einem der 37 jährige Rutscher Müller von seinem Rohlenwagen, wurde großen Theil des Publikums findet sich die Annahme verbreitet, überfahren und am Kopfe schwer verletzt. Er wurde in das daß die vom föniglichen Polizei- Präsidium zuni Ausweise bei Zivil- Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. In der vergangenen und Militärbehörden auszufertigenden Führungs- Atteste sofort er Nacht wurde vor dem Hause Waldemarfir. 36 der 26 jährige hältlich seien. Diese Annahme, welche in den meisten Fällen die Kellner Ferdinand Engwer von dem 23 Jahre alten Kellner folcher Atteste benöthigenden Personen veranlaßt, ihre Anträge Franz Thonicke, mit dem er beim Kartenspiel in Streit gerathen bis auf den letzten Zeitpunkt zu verhindern, ist eine irrige. Da die war, durch Messerstiche an der Hand und im Rücken verletzt. Erledigung der letzteren in der Regel eine Zeit von acht bis zehn Auf der Sanitätswache in der Adalbertstraße wurde ihm ein Tagen in Anspruch nimmt, kann den Interessenten, damit sie Verband angelegt. rechtzeitig in den Besitz der Atteste gelangen, nur gerathen gefäumt im zuständigen Polizei- Revier- Bureau einzureichen, werden, in Berücksichtigung dieses Umstandes ihre Anträge unsobald zu ihrer Kenntniß gelangt, daß sie der Atteste bedürfen. Wozu find die Bahnhofs Uhren da? Zweifellos um Das persönliche Erscheinen in den Bureaus des Polizeipräsidiums dem reisenden Publikum zu zeigen, was die Glocke geschlagen dient nicht zur Beschleunigung der Erledigung der Anträge und hat. Damit dieser Zweck auch in den Abendstunden erreicht wird, ist daher zwecklos. sind ja die Uhren der meisten Bahnhöfe während der Dunkelheit erleuchtet. Eine unrühmliche Ausnahme von dieser Regel macht aber eine Uhr mit zweiseitigem Zifferblatt, welche über dem Am Tage kann man schon aus einiger Entfernung den Stand Eingang zur Ringbahnstation Schöneberg angebracht ist. der Beiger erkennen und danach beurtheilen, ob man seine noch rechtzeitig zu erreichen. Nach Sonnenuntergang ist die Uhr Schritte beflügeln muß oder nicht, um einen bestimmten Zug. mangels jeglicher Beleuchtung überhaupt nicht zu sehen. In ihrem jezigen Zustande kann die Uhr während eines großen Theils der Verkehrszeit ihren Zweck nicht erfüllen. Den Frauen sollen nunmehr die Verdeckplätze auf den Polizeiverordnung vom 11. b. M. ersetzt nämlich der Polizei Pferdebahnen völlig freigegeben werden. Durch eine präsident den bisherigen§ 36 der Polizeiverordnung, betreffend „ Die Deckpläge dürfen von weiblichen Personen nicht befetzt den Betrieb der Pferdebahnen vom Jahre 1865, welcher lautete: werden," durch folgende neue Anordnung:" Bon weiblichen Personen dürfen die Deckpläge nur dann benutzt werden, wenn zu denselben eine mit Trittstufen, Setzstufen und Geländer versehene Die Große Berliner Pferde Eisenbahn: Gesellschaft beabsichtigt den Betrieb auf den vom Zoologischen Garten bezw. Dönhoffsplay nach Treptow führenden elektrischen Treppe führt." Straßenbahnlinien auch noch nach Schluß der Gewerbe- Ein Ehebruchsdrama. Auf dem Flure des Hauses Kessel- Die Maßregeln zur Sicherung der Fabrikgeheimniffe Ausstellung auf den beiden Strecken: a) zwischen dem Straße 25 schoß am Dienstag Abend gegen 91/2 Uhr der 22 jährige, in den Militärwerkstätten zu Spandau sind der„ Boſſiſchen Zoologischen Garten und dem Schleschen Thore und b) zwischen in der Kaiser Friedrichstr. 68 in Charlotttenburg wohnhafte Beitung" zufolge neuerdings weiter verschärft worden; jeder dem Dönhoffsplatz und der Schlesischen Brücke fortzuführen. Zu Komponist Oswald Flemming den 29 Jahre alten Barbier Verkehr von Personen, die nicht unmittelbar zur Fabrik gehören, diesem Zwecke ist für die erstgedachte Linie die Pferdebahnhalte- Oskar Konz, der von seiner Ghefrau getrennt lebt und den wird aufs strengste überwacht. In einer Fabrik ist zur Nacht. mit Rücksicht auf Vorkommnisse in den Krupp'schen Werken zu Effen geübt werden. Die Typhusepidemie, die unter der Brandenburger Garnison vor einiger Zeit ausgebrochen war, soll im Er löschen sein. Gewerbe- Ausstellung 1896. den elektrischen Hochleitungsbetrieb einzurichten und für die an- gestellt hatte, eine Revolverkugel in den Kopf. Der Schwerderen Linien eine Haltestelle am Lohmühlenwege anzulegen. Zur verlegte wurde nach der Charitee gebracht und der Thäter, nach Vornahme dieser Veränderungen hat die Gesellschaft die Ge- dem er von einem Schußmanne überwältigt worden war, vernehmigung des Magistrats und des königl. Polizeipräsidiums haftet, Konz hatte früher ein Barbiergeschäft in der Lehrter nachgesucht. straße 40. Wegen seiner unglücklichen Familienverhältnisse gab Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ist entrüstet er das Geschäft auf und zog nach der Chausseestr. 31. Wie schon darüber, daß die Ausstellungskommission der Internationalen mehrfach, so hatte Konz auch am Mittwoch den Flemming im Runft ausstellung Berlin 1896" nicht die Bresse zu der genannten Hause aufgelauert. Uebrigens hielt Frau Konz auch überaus gleichgiltigen Schlußfeier, die am 80. b. M. stattfindet, ihren Mann des Ehebruchs verdächtig und hat gegen ihn Klage Kein Geld, kein Ausfuhrschein. Der Arbeitsausschuß eingeladen, sondern nur mitgetheilt hat, daß Preßkarten hierzu auf Ehefcheidung eingereicht, in der heute Termin anstehen sollte. erläßt jetzt die erste Bekanntmachung, welche sich auf den Schluß im beschränkten Maße im Ausstellungsbureau erhältlich seien. der Ausstellung bezieht. Sie hat folgenden charakteristischen Ein Soldatenselbstmord, der am Montag begangen Inhalt: Die Entfernung der ausgestellten und sonstigen Eine solche Zurüdsegung sei der Dank dafür, daß die Beitungen wurde, ist erst heute bekannt geworden. Der Garde- Dragoner von den Ausstellern oder Bächtern in die Ausstellung eins in bereitwilligster Weise ihre Spalten schier unzähligen Reklame: Leopold von der 5. Schwadron des 2. Regiments Kaiserin gebrachten Gegenstände darf erst nach Begleichung Notizen geöffnet hätten. Der Mohr habe seine Arbeit Alexandra von Rußland war seit drei Monaten als Ordonnan sämmtlicher Konten bei der Ausstellung erfolgen. Die gethan u. f. w. Gegenüber diesem Ausbruch ist wohl die zum Bureau der Garde- Kavallerie- Division Am Zeughaus Nr. 1 entsprechende Bescheinigung hierüber ertheilt vom 1. Oftober Frage gestattet, wer denn die Presse gezwungen hat, schier kommandirt. Hier hatte er sich vierzehn Tage Mittelarrest 3 ab die Geschäftsstelle. Auf grund dieser Bescheinigung, sowie des unzählige Reklamenotizen zu bringen? Wir wollen von dem gezogen, nach dessen Verbüßung er von dem Kommando abgelöst vorzulegenden weißen Einlieferungsscheines, händigt die Betriebs. Fall der Kunstausstellung an fich ganz absehen, aber die Nord- und in die Schwadron wieder eingestellt werden sollte. Am Montag Inspektion einen Ausfuhrschein aus. Nur gegen Vorzeigung deutsche" weiß doch recht gut, daß es Brauch des allergrößten Abend gegen 101/2 Uhr hörten patrouillirende Schuhleute im dieses Scheines darf die Entfernung der vorbezeichneten Gegens Theils der hiesigen Breffe ist, für Geld alle Reklamenotizen zu Thierparten einen Schuß fallen und fanden, als sie der Knall stände aus der Ausstellung erfolgen, und zwar in der Zeit vom bringen und mögen die Leser noch so sehr dadurch beschwindelt richtung entgegen das Gehölz absuchten, einen Gardedragoner in 16.- 24. Oftober, von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags. werden. Das hat bei allen Geschäftsunternehmern, die sich's feiner Uniform am Boden liegen. Es war Leopold, der sich aus Beansprucht die Ausfuhr mehr als ein Gespann, so ist für jedes leiften fönnen, die sehr richtige Meinung erweckt, daß die Presse einem neben ihm liegenden Revolver eine Kugel ins Herz ge- weitere Gespann ein Nebenexemplar des Ausfuhrscheines er nichts ist, als eine große Korruptionsanstalt, die man benugt, jagt hatte. Der Soldat war bereits todt, alle Wiederbelebungs- forderlich." folange es ersprießlich scheint, die aber nachher ganz nach Gebühr versuche blieben erfolglos. Die Leiche wurde in das Garnisonmit Fußtritten zu regaliren ist. lazareth II nach Tempelhof gebracht. In der Urania in der Invalidenstraße wird heute Abend Herr Dr. Naß seinen Experimentalvortrag,„ Die Elemente des Wassers" zum ersten Male halten. theilt werden wird. Ob der Besuch der Treptower Ansstellung für Schul finder nüßlich sei, darüber streiten außer den Pädagogen auch Tage der ehemalige Gastwirth Neumann, der seiner Beit ein Gemeinde- Vertretung ein Gesuch um Bewilligung von Mittelm Erhängt aufgefunden wurde im Grunewald am geftrigen andere Leute. In unserem Vororte Zehlendorf lehnte die größeres Lofal mit Damenbedienung in der Dorotheenstraße zum Ausstellungsbesuch der Schultinder mit der Begründung ab, daß dieser Besuch für die Kinder vielleicht ein aber nicht erziehlich eder unterrichtlich be Der neue Vertragsentwurf über die Umwandlung des unterhielt. Pferdebahnbetriebes in einen elektrischen verlängert die Konzeffionsdauer für die Große Berliner und die Neue Pferdebahn- Wittwe Emma Blumenthal, geb. Nathan, die mit einem Sohne, gesellschaft bis zum 31. Dezember 1919, gleich viel ob es sich um einer verwandten Dame und zwei Dienstmädchen am Monbijou- zur Errichtung des Zweckes veranstaltet. Auch wir glauben, bereits genehmigte Linien oder solche handelt, die durch den nenen Vertrag kouzeffionirt werden, oder auch um solche, denen plage 4 wohnte. erst während der Dauer des neuen Bertrages die Zustimmung er nacht zum Dienstag wurde an der Ecke der Warschauer- und Tingeltangeln schlimmster Sorte vollgepfropften Alt- Berlin. Aus dem Polizeibericht vom 23. September. In der nur einen minimalen Werth hat. Geradezu bedenklich war das um theil beliebte Serumführen von Schulkindern in dem mit Die Polizeibehörde hat in den letzten Tagen mehrfach einem Falle herrührenden schweren Verlegung des rechten OberGubenerstraße der 19jährige Arbeiter Paul Nelte mit einer von Beranlaffung gehabt, das Beziehen von Wohnungen in Neufchentels bauten, welche polizeilich noch nicht abgenommen, zu inhibiren, schenkels angetroffen und nach dem Krankenhause am Friedrichs wodurch den Umziehenden erhebliche Schwierigkeiten entstanden tanal an der Schleusen- Insel die bereits start verweste Leiche eines Kunst und Wissenschaft. hain gebracht. Gestern Vormittag wurde in dem Landwehr Juana" heißt eine neue, angeblich spanische Tragödie von sind, da dieselben in einzelnen Fällen nicht nach ihrer bisher 60 Jahre alten Mannes angeschwemmt und nach dem Schauhaufe Alejandro Lanza. Am Dienstag wurde sie im Neuen Theater innegehabten Wohnung zurückkehren fonnten. Da sich ähnliche gebracht. Nachmittags versuchte der 20jährige Kaufmann zum ersten Male aufgeführt. Das spanische Kostüm des Stückes Vorkommnisse in den nächsten Tagen speziell aber zum 1. Oktober Arthur H., anscheinend infolge zerrütteter Vermögensverhältnisse, ist offenbar eine Maskerade und zwar eine ganz überflüssige, da in größerer Anzahl wiederholen dürften, so sei es allen Miethern in seiner Wohnung in der Friesenstraße durch einen Schuß in die felbst die heißblütige füdfpanische Heldin Juana so aufgefaßt von Wohnungen in Neubauten empfohlen, vor dem Zuzug sich Bruft seinem Leben ein Ende zu machen. Nach Anlegung eines wird, wie nach romantisch deutscher Ueberlieferung solch vom Wirth eine Bescheinigung vorlegen zu laffen, daß die poli- Berbandes wurde er in das Krankenhaus am Urban gebracht. heißblütiges Zigeunerweib aufgefaßt zu werden pflegt. In zeiliche Abnahme der betreffenden Behausung stattgefunden hat. Miether, die dies verfäumen, verlieren zwar keineswegs, wie einige Rißner Miether, die dies verfäumen, verlieren zwar keineswegs, wie einige An der Ecke der Petersburgerstraße und der Frankfurter Allee der That wurde Hermann Bahr, der Mitherausgeber der Blätter behaupten alle Anrechte, haben aber immerhin Scherereien. einen beladenen Steinwagen, gerieth unter die Räder und erlitt Juana bezeichnet. Ich stuzte anfangs und es kam mir ver Blätter behaupten alle Anrechte, haben aber immerhin Scherereien. lief nachmittags die 5jährige Tochter des Tischlers Kisner gegen Wochenschrift Beit" in Wien, allgemein als Verfasser der Für Lente, die in die Nothwendigkeit versetzt sind, sich um so schwere Verlegungen, daß sie bereits auf dem Wege nach dem wunderlich vor, Herrn Bahr zum Schluß seines Dramas erbau ein polizeiliches Führungs- Attest" su bemühen, Krankenhause starb. Abends fiel auf dem Landsberger Blaze lich schwärmen zu hören, nachdem wilde Explosionen voraus Vergiftet hat sich Mittwoch Morgen die 58jährige Rentnerin Bergnügen, deutsam sei. Es sind daraufhin private Sammlungen " " # an Herr Direktor Mag Samft theilt zur Beruhigung mit, daß die von ihm geplanten Premièren- Abende nur einmal in jeder Woche stattfinden sollen. „ Ohne jittlichen Halt", ein Sittenbild aus dem Berliner Leben Im Alexanderplay- Theater geht heute zum ersten Mal von Wilhelm Friedhold in Szene. gegangen waren. Allein Bahr hat so vielfach sich schon gehäutet Mittelalters, bei Entstehen der absoluten Fürstengewalt, änderte| einer fofort einzuberufenden Versammlung Mittheilung und mit fieberhafter Hurtigkeit die verschiedensten inter- sich das; wie die Volksvertretung, die Stände, beseitigt wurden, zu machen und über die weiteren Maßnahmen zu beschließen. Die nationalen Moden mitgemacht. Warum follte er nicht so auch die Volksjustiz. Die Bewegung zur Beseitigung der Ausführung dieser Beschlüsse wurde einer Streitfommission über auf die ,, veristische" Weise im Musikdrama der Boltsgerichte war etwa um 1600 beendet und bereits ein tragen, bestehend aus: Dammast, Goft, Meyer, Brill und Wein Neuitaliener verfallen, die mit Kenüttelhieben auf unsere Jahrhundert später hatte sich das Institut der Berufsrichter höser. Zum Schluß erfolgte die Mittheilung, daß die Branden Nervenstränge einhauen? Und statt die Musit als Helferin so überlebt, daß man wieder Geschworene verlangte; aller- burger Kollegen wegen ganz bedeutender( 25 pCt.) Lohnabzüge aufzurufen, benutzte er zum theil die pantomimische dings vergeblich, da die absolute Monarchie noch zu mächtig die Arbeit niedergelegt hätten. Bisher wurden 15-20 Mart Stüße. Es war vor ein paar Jahren in Paris ein starker war. Die Laiengerichte sind also etwas sehr altes. Die von der Wochenverdienst erzielt, von welchem 1/3 dem Meiſter für Zu Modezug, pantomimische Spiele zu wirklichen Komödien und ersten franzöfifchen Republik errichteten Geschworenengerichte schneiden u. s. w. zufiel. Folge der enormen Lohnreduktion würde Tragödien zu vertiefen". Warum sollte Hermann Bahr, dem funktionirten so gut, daß sich dieselben in der Rheinprovinz und sein, daß fortan nur 5-6 M.- Wochenverdienste zu erreichen feien. das Raffinirteste einst nicht rafinirt genug war, nicht plötzlich Westfalen als einziges Ueberbleibsel aus der französischen Herr- Die streifenden Leipziger Kollegen hatten ebenfalls der Versamm das Simpelste preisen. Also möglichst wenig Text und schaftszeit bis 1890 erhielten. Preußen hatte in den 20er Jahren lung ihre Forderungen zur Kenntnißnahme eingesandt. Die lange, lange Kunstpausen, die der Schauspieler panto- schon ein Statut für Gewerbegerichte ausgearbeitet und Grundforderungen waren 56stündige Arbeitszeit und 36 Pfennig mimisch auszufüllen hat. Hermann Bahr war wie er selber, auch in Berlin existirte seit dieser Zeit eine so- niedrigster Stundenlohn( bisher wurden bei 60 Stunden 18 M. immer ein anderer, so wird er uns auch den neuesten genannte Gewerbefammer, all welcher aber feine Ar- Wochenverdienst erreicht), für die zwei ersten Ueberstunden eben Sput bescheert haben, für dessen künstlerische Brutalität er beiter betheiligt waren. 1849 erhielten wir eine Verordnung falls 331/3 pCt., sowie für weitere Ueberstunden und Sonntags dennoch ein Publikum fand. Juana ist die Gattin eines Generals mit einem Normalstatut für Gewerbegerichte, welches sich gar arbeit 50 pet. Lohnzuschlag; außerdem Atford- Lohnforderungen, und liebt einen jungen Lieutenant, wie die vom Zigeunerstamm nicht so sehr vom heutigen unterscheidet; aber diese Verordnung welche die in Berlin üblichen bedeutend übersteigen. Die Ver eben lieben, mit verzehrender Gluth und wilder Eifersucht. Der wurde nirgends ausgeführt und selbst Berlin hatte es bis 1891 fammelten erklärten den Kollegen beider Orte ihre vollste Sym General wird durch anonyme Briefe gewarnt; offen tritt er nicht mal zu einem Gewerbegericht auf grund des 1849er Statuts pathie und hielten das Erscheinen Berliner Kollegen als Streik. einem jungen Freunde gegenüber und der Lieutenant giebt sein gebracht, da die Kommunalbehörde in diesen Fragen ent- brecher für vollständig ausgeschlossen. Ehrenwort als Offizier, daß an den anonymen Anklagen nichts schied. 1867 wurde der§ 112a hineingenommen, doch sollte die wahr sei, wiewohl die schöne Juana im Hause ihres Galans weilt Gemeindebehörde provisorisch noch das Entscheidungsrecht behalten der Droschkenkutscher, die am Dienstag bei Cohn, Beuthstraße, In einer sehr stark besuchten öffentlichen Versammlung und lauscht. Als der junge Lieutenant sich später von seiner und dieses Provisorium hat 25 Jahre bestanden. 1878 scheiterte die tagte, und in der auch sehr viele Frauen anwesend waren, Verderberin losreißen und ein reines Mädchen in reiner Liebe Einführung der heutigen Gewerbegerichte nur an der Forderung referirte Genosse Wilh. Liebknecht in einem längeren, die umfangen will, bricht das Unwetter los. Die wilde Juana der Regierung, die Richter bestätigen zu wollen. Seit 1891 verräth alles und den Lieutenant drückt der Mann der starren haben wir die heutigen Gewerbegerichte und das Bürgerthum Verhältnisse der Droschkentutscher eingehend behandelnden Bors Offiziersehre, der General, die Piftole in die Hand. In dem hat seine alte Forderung schnell fahren lassen, weil es jab, daß trag über:„ Die Pflicht der Droschtenkutscher, sich sowohl politisch als Moment, da ihr Liebhaber sich tödtet, wird Juana irrsinnig. dadurch den Arbeitern ein wirkliches Recht gewährt werde; auf Berbesserung ihrer wirthschaftlichen Lage.") Im Sinne des Reauch gewerkschaftlich zu organisiren; eine Nothwendigkeit zur einer milden Verrücktheit, dem Papier gefiel es den Liberalen, nicht aber in der Wirklich ferats forderte H. Schulz die zahlreich auwesenden Frauen auf, so daß sie unter Klostermauern Frieden finden kann. feit. Und man muß anerkennen, daß die GewerbeFür Birtuosennaturen in der Schauspielerei ist diese Juana, die gerichte viel geleistet haben. Sie theilen die Vor- und Nach nicht wie dies häufig der Fall ist, dem Mann hindernd in seinen Organisationsbestrebungen entgegen zu treten, girren darf und wieder rasen und toben, und die zum Schluß theile aller Laien- und Spezialgerichte. Ein Nachtheil ist die gesondern gleichfalls für die Verbreitung der der sozial gar verrückt wird, ein gefundenes Fressen. Und Frl. Reisen ringere formale Bildung derLaien, doch fällt dieser Mangel gegen- demokratischen Ideen zu wirken. Von einer weiteren Diskussion hofer, die vom Lessing ins Neue Theater übersiedelt ist, über den vielen Vortheilen nicht ins Gewicht und wird außerdem über den mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde schwelgte darin. Man sah ihr's ordentlich an. durch die praktische Uebung bald beseitigt. Ein wesentlicher VorAbstand genommen. Unter Verschiedenem tamen mehrere über den Parteien; der juristische Richter wird allmälig wie elektrischen Straßenbahn in lezter Beit zu tage getreten find. theil der Baiengerichte beſteht in seinem größeren Interesse gegen misstände zur Sprache, die durch den Betrieb der jeder Mensch gegen seine tägliche Beschäftigung abgeſtumpft Unter anderem wurde angeführt, daß außerhalb der bestimmten und hat nur noch für merkwürdige Fälle ein Interesse. Ein Spezialgericht für Fälle ist, die innerhalb des Ideen- schließlich in Strafe genommen wurden. Es wurde beschlossen, anderer Vorzug des Gewerbegerichts beſteht darin, baß es ein altestellen angehalten wird, um Passagiere aufzunehmen, wodurch bereits wiederholt Unfälle zu verzeichnen waren und Unschuldige freises der Richter und Beifizer liegen, und je mannig: den Vorstand des Vereins Berliner Droschfenkutscher zu beauf Leben sich Die Sängerin Frau Katharina Klafsky in Hamburg, faltiger das wirthschaftliche um gestaltet, tragen, den Beschwerdeweg in dieser Angelegenheit zu betreten. von deren schwerer Erkrankung wir berichteten, ist dort am so nothwendiger sind Spezialgerichte. Gut ist ferner, daß Weiter wurde angeregt, das Vertrauensmänner- System in praks 22. September gestorben. Mit Frau Klafsfy ist eine der wenigen die Vertretung durch Rechtsanwälte ausgeschlossen ist, denn tischer Weise auszubauen und mehr wie bisher für die Samm Opernsängerinnen dahingegangen, denen außer einer föstlichen der Arbeiter würde bei Zulassung derselben wegen seiner gelungen zum Streitfonds zu wirken, um zur gelegenen Zeit dem Stimme auch ein hervorragendes dramatisches Talent eigen ist. ringeren Mittel gegenüber dem Unternehmer im Nachtheil sein. immer rigoroseren Vorgehen der Fuhrherren wirksam entgegen Ihre Leonore, wie ihre Verkörperung Wagner'scher Frauen- Bu bedauern ist dagegen, daß die Berufung gegen Urtheile des immer rigoroseren Vorgehen der Fuhrherren wirksam entgegen. treten zu können. Von einem Redner wurde die gefeßliche gestalten waren in jeder Beziehung Musterleistungen. Das Gewerbegerichts nicht ganz aufgehoben, sondern bei Werthobjekten Regelung des Ruhetages gefordert und eingehend schwere Gehirnleiden, dem die Künstlerin erlegen ist, soll eine von über 100 M. zulässig ist; denn durch die Berufungs- motivirt. Liebknecht erklärte, die Frage mit seinen Reichstags. Folge der Heßerei sein, in der die amerikanische Gastspielreise instanz wird eine fich widersprechende Judikatur ge Kollegen anregen zu wollen. Eine längere Diskussion entspann von ihr durchgeführt wurde. Frau Klafsky ift 1855 zu St. Johann schaffen, so z. B. betreffs der Kolonnenführer, der Heim- sich darüber, daß es die Unternehmer verstanden haben, den in Ungarn als Tochter eines Schuhmachers geboren worden. arbeiter u. a. m. Ferner ist zu loben, daß das Gewerbegericht Kutschern die Anschaffung des Wegemessers aufzubürden, woSeit 1885 war sie in Hamburg engagirt. aus allgemeinen Wahlen hervorgeht. Der schlimmste Mangel durch eine Ausgabe von 2,50-3. verursacht wird, ebenso ist, daß das Prinzip der Gewerbegerichte durch die Zulassung wie in vielen Fällen das Tarameter- Reglement von den der Innungsschiedsgerichte durchbrochen ist. Darum bedarf es auch eines energischen Kampfes gegen den neuen Gesezentwurf Rutschern bezahlt werden muß. Allgemein wurde geltend ge Wegen Körperverlegung war der bekannte Schuhwaaren über die Organisation des Handwerts, der das Gewerbegericht macht, daß die Pflicht, den Bestimmungen der Polizeiverordnung fabrikant Friedrich Erpel aus der Kaiserstraße vom hiesigen völlig lahingulegen geeignet ist. Und die Gefahr der Annahme nachzukommen, auf Seiten der Fuhrherrn liegt und bemzufolge durchaus unschuldig sein will, legte er Berufung ein und hatte der Klerikalen sehr groß. Ein zweiter Fehler der heutigen Arbeitnehmer herangezogen werden sollte. Mit der Beseitigung Schöffengericht zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Da er dieses Gesezes seitens des Reichstages ist infolge der Haltung fie für die nothwendigen vorschriftsmäßigen Utensilien Sorge zu tragen haben und keineswegs zu derartigen Ausgaben der am Dienstag vor der sechsten Straftammer des Landgerichts I Gewerbegerichte ist der Ausschluß der Frauen; ein 3u diefer Zustände wird sich noch eine weitere Versammlung befassen. wenigstens einigermaßen Glück mit derselben. Die Veranlassung stand, wo die Hälfte der Menschheit von freier Bethätigung auszu der Strafthat hatte ein Streit gegeben, welcher Anfang Juni geschlossen ist, entspricht nicht dem Jdeal. Hier im Saale wird nachdem der Vorfizende zur regen Betheiligung an den Gewerbein den Werkstätten des Angeklagten ausgebrochen war. Einige wohl niemand Bedenken haben, den Frauen das aktive und gerichts- Wahlen aufgefordert, das Lefen der Arbeiterpreffe empfohlen und in warmen Worten für den Anschluß an die Schuhmacher waren nämlich entlassen worden, die übrigen ver- passive Wahlrecht zum Gewerbegericht zu gewähren. langten deren Wiedereinstellung und da Erpel diesem Wunsche den heutigen Machtverhältnissen wird dieses Biel aller gewerkschaftliche und politische Organisation der sozialdemokratischen nicht willfahrte, legten sämmtliche Arbeiter die Arbeit nieder. Dings faum zu erreichen sein, denn wir haben in den Partei plädirt hatte, erfolgte der Schluß der Bersammlung mit Erpel war darüber natürlich aufgeregt( wie er sich denn auch in letzten zehn Jahren nach dieser Richtung entschiedene Rückschritte einem begeisterten Hoch auf die sozialdemokratische Partei und der Verhandlung als sehr leicht erregbaren Mann gemacht. Aber deshalb müssen wir das zur Zeit nicht Erreichbare den Verein Berliner Droschkenkutscher. zeigte), die Aufregung wuchs, als er mehrere der gerade besonders propagiren, damit es erreicht wird. Man muß zu unserem Bericht über die Versammlung der Gaze Streifenden wiederholt in der Nähe feiner Werkstatt den Frauen auch hier zurufen: Agitirt für Eure Rechte! Das anstalts- Arbeiter erhalten wir folgende Berichtigung: Nur um Eines Tages fab er in dem Privatdurchgange, ist nun leichter gefagt als gethan, da ihre Vereine verboten Einführung der 12stündigen Sonntags. welcher von der Raiserstraße nach der Schillingstraße führt, den werden, Versammlungen allein es nicht thun und Bücher schicht handelt es sich in den beiden Gasanstalten, Danziger Streifenden Schuhmacher Heinrich stehen. Er ging von hinten schreiben auch nicht jedermanns Sache ist. Die Hauptagitation und Gitschinerstraße; die 18stündige Schicht an Wochentagen an den Dastehenden heran und schlug ihn von hinten mit muß daher von Mund zu Mund betrieben werden, und das besteht nach wie vor. An eine Beseitigung auch dieses Nebel einem Stocke auf den Kopf, daß der Hut zu Boden verstehen die Frauen, ihre agitatorischen Fähigkeiten sind im standes haben die städtischen Gasarbeiter in ihrer Bescheidenheit ftel u. f. w. Das bekundete nicht nur Heinrich, sondern auch Grunde viel größer als die der Männer. Die Frauen müssen noch gar nicht zu denken gewagt. Nicht am 18., sondern am eine ganz unparteiische Zeugin. Erpel dagegen behauptete, das vor allem ihre Männer moralisch und physisch unterstützen, fie 28. März d. J. wurden die betreffenden Forderungen gestellt und fei falsch, er habe dem Zeugen Heinrich eine Ohrfeige gegeben. zur Wahl antreiben. Leider giebt es noch viele Frauen, die ihre bewilligt. Dies nebenbei. P. Dupont. Erst als dieser auf ihn zutam und ihn angriff, habe er von dem Männer sogar von allem abhalten. Friedrich II. von Preußen Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd Stocke Gebrauch gemacht. Der Stock soll übrigens nach der Be- soll gesagt haben: Der Mensch wird zum Thier, wenn er nicht oft fchule, Waldemarftr. Deutsch.( Biteratur des neunzehnten Auffazlehre.) Dieses Jahrhunderts. Herr Heinrich Schulz. Nordschule, tundung eines Beugen nach dem Schlage verbogen geblieben einmal in der Woche einen Sonntagsrock anzieht. fein, was darauf schließen ließe, daß seine„ Seele" von Metall Bild muß man geistig nehmen, indem wir uns vom All- Müllerstr. 179 a, geschlossen. Wiedereröffnung Anfang Oktober Brunnens Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender Ad. Neu war. Der Gerichtshof hielt zwar den Angeklagten für schuldig, täglichen losringen, uns von dem Wust der täglichen Sorgen ftraße 25, 1. of links 1 Treppe. setzte aber die Strafe auf 150 m. herab. Herr Erpel ist allem befreien und unser Streben auf die idealen, gemeinsamen Ziele mann, Bafewalterfir. 3. Alle Menderungen im Vereinskalender sind zu richten Aufchein nach auch einer von denen, die zu den durch Bildung lenken; und die Frau soll den Mann darin unterstützen. Giebt an Friedrich Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Er. und Besiz hervorragenden Gesellschaftsschichten gehören. Dieser es wohl ein besseres Zusammenwirken, eine schönere Solidarität Umstand ist gewiß nicht vom Gerichtshof mildernd in betracht der Geschlechter, als wenn beide zusammen wirken im Sinne der gezogen worden. Aber eine Reihe schwerster Verurtheilungen, Bukunft? Ich glaube, daß sie sich geistig am nächsten kommen Die gegen Streifende ergangen sind, welche sich kaum solche werden, wenn sie zusammen kämpfen unter der Parole: Vorfeigen Rohheiten haben zu schulden kommen lassen, wie Herr wärts!( Aeußerst lebhafter Beifall.) Erpel, drängen wieder zu der Frage: Wie viele Monate Gefängniß hätte ein Arbeiter erhalten, der ebenso erbärmlich wie diefer Schuhwaaren- Fabrikant gehandelt hätte? men bemerkte. Gerichts- Beitung. Bei 14: Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinstalender find zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter Straße Nr. 7, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an Hermann gahn, Schönhauser Allee 177 c. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend.( E. G. m. b. S.) Seute Abend 8 Uhr, Alte Jakobstr. 83: Generalversammlung. Barbiere, Friseure und Verrückenmacher. Heute Abend 10% Uhr: Große öffentliche Versammlung im„ Englischen Garten", Alexanderstraße 27c. Referenten die Kollegen Klostermann und Estorn. Dermischtes. Abermals prägelude Schuhlente. Ihr deutsches Heldens In der Diskussion behandelte Genosse 3 ander noch ausausführlich die Frage der Heimarbeiter und wies darauf hin, daß der Magistrat dieselben richtigerweise auch als Arbeiter betrachte. Rechtsanwalt eine bezeichnete das betreffende Urtheil Galante Abenteuer auf der Polizeiwache haben den in des Landgerichts, welches die Heimarbeiter für Unternehmer Potsdam angestellt gewesenen Schuhmann Seidlik erklärte, als ein äußerst falsches. Die Vorsitzende Ge am Sonnabend vor die dortige Strajtammer gebracht. Seidlig, nossin Baader forderte mit eindringlichen Worten zu der seit einigen Tagen vom Amte suspendirt ist, ist reger Betheiligung an der Wahl auf und ermahnte die thum haben in der Nacht zum Sonntag zwei Schuhleute in verheirathet und Vater von sechs Kindern. Die Ordnungs- Frauen zu fräftiger Mithilfe, denn das Wahlrecht stüße hatte außerdienstlich fchon öfter die Bekanntschaft zu dem Gewerbegericht sei das nothwendigste für das weibliche Hannover an einem einarmigen Kruppel, der ruhig vor der Prostituirten Martha Eggert gemacht und als diese Geschlecht, weil es immer mehr in die Industrie gedrängt werde. seiner Hausthür gestanden haben will, erprobt. Der Unglückliche nun eines Abends auf der Straße aufgegriffen und nach der Thun Sie Ihre Schuldigkeit bei den Wahlen und treten Sie wurde mit dem Säbel traktivt. Das gleiche passirte einem Polizeiwache gebracht wurde, mithin dort als Polizeigefangene stets dafür ein, daß den Frauen das ihnen zukommende Recht zufrieden, haben die„ Helden" dann noch auf dem Hofe des Mater Arbeiter, der ahnungslos des Weges kam. Hiermit noch nicht war, setzte Seidlig bort feine Beziehungen zu dem Mädchen fort. nicht länger vorenthalten wird!" Hierauf wurde die leider nur zufrieden, haben die Helden" dann noch auf dem Hofe des Mater Die Prostituirte Schultz, die gleichfalls arretirt war, bildete schwach besuchte Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial ha u e n. Sogar auf die Wohnungen ist man gestürmt, hat die Thür meisters Mahlmann mehrere Frauen und Kinder vers Dabei den unfreiwilligen 3 us ch auer. Die Verhandlung fand demokratie geschlossen. unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt und endete, wie unser einer verschlossenen Rammer aufgemacht, einer Brandenburger Parteiblatt meldet, mit der Verurtheilung Die Bilderrahmenmacher waren am 22. September in Frau die Bettdecke abgerissen und sie zum AufSeidlig, dem mildernde Umstände zugebilligt wurden, zu den Arminhallen versammelt, um darüber zu berathen, welche stehen aufgefordert. Auch die Kinder im Bette haben dem geringsten gefeßlich zulässigen Strafmaß von 6 Monat Forderungen bei einer Lohnbewegung aufgestellt werden sollen. Hiebe bekommen. Ebenso eine Hochschwangere. Bu ölfGefängniß. Einleitend referirte Sillier über die Attordarbeit, deren jährigen und noch jüngeren Mädchen gegenüber hat man sich zu Mängel und nachhaltige schädigende Wirkungen er an der Hand Ausdrücken hinreißen lassen, die man nicht wiedergeben kann. statistischen Materials grell vor Augen führte. Hierauf unterbreitete Go ft im Namen der Lohnkommission den Versammelten folgende Vorschläge: Versammlungen. Ueber die Gewerbegerichte und die Stellung der Franen dazu sprach am 22. d. M. in einer von Frl. Baader 1. Abschaffung der Affordarbeit, wo dies nicht sogleich einberufenen Frauenverfammlung Rechtsanwalt eine über die durchzuführen, 10 pet. Lohnzuschlag für sämmtliche noch im Gewerbegerichtswahlen. Der Vortragende führte einleitend aus, Afford herzustellende Arbeit. daß das Gewerbegericht eine der wenigen Formen von Laiend 2. Verkürzung der Arbeitszeit auf 52 Stunden wöchentlich gerichten fei, welche wir 3. 3. befäßen und die unsere Partei und 24 M. niedrigster Lohn. in Nr. 8 des speziellen Theils unseres Erfurter Programms 3. Wo Ueberstunden nicht zu vermeiden sind, für Lohn wie fordere. Die Rechtsprechung durch das Volt war eine alte für Attordarbeit 338 pet. Lohnaufschlag für beide erste Stunden Forderung der Liberalen, welche sie heute allerdings, wie so viele nach Feierabend; für weitere Ueberstunden sowie Sonntagsarbeit, ihrer alten Ideale, aus Angst vor der Sozialdemokratie haben soweit beide nothwendig würden, 50 pet. Lohnzuschlag für Lohnfallen lassen. Wer behaupte: die Forderungen von Laien- und Affordarbeit. gerichten fei etwas doktrinär Ausgehecktes und praktisch nicht er- Gingehend wurden diese Punkte einzeln burchberathen. Punkt 1 probt, beweise nur seine Unkenntniß der Rechtsgeschichte. wurde einstimmig zugestimmt. Punkt 2 erfuhr insoweit eine AbGerade das Gegentheil sei wahr, denn ursprünglich änderung, daß der Minimallohnfah für 52stündige Arbeitszeit auf habe überall die Laiengerichtsbarkeit bestanden und die 27 M. erhöht wurde; gegen 7 Stimmen wurde diesem Punkte zu Befehung der Gerichte durch Berufsjuristen sei kaum ein geftimmt. Punkt 3 erhielt ebenfalls die Zustimmung der Ber paar hundert Jahre alt und herrsche erst ein Jahr- fammlung. Die Lohntommission wurde darauf beauftragt, diese hundert unwidersprochen. Auch die großartige römische Forderungen auf schnellstem Wege den Arbeitgebern zu unter Rechtswissenschaft sei von Boltsrichtern geschaffen worden; ebenso breiten und um Antwort zu ersuchen, die bis zu sprachen auch bei den deutschen Völkern das Mittelalter hin- einem DON der Kommission zu bestimmenden Termin in durch vom Bolt gewählte Männer Recht. Erst Ausgang des deren Hände gelangt sein muß. Der Polizeibericht vom 22. September stellt den Verfall, der erklärliche Aufregung hervorgerufen hat, wie folgt dar:„ 3wei Schuhmannsprobisten, B. und D.( die Helden" sollen Brocks und Dettmann heißen) in Linden, die am Sonnabend dienstfrei waren, hatten sich gelegentlich der Geburtstagsfeier eines Rollegen derart angetrunken, daß sie nachts auf der Straße meh * In einem Bericht der Boffischen Beitung" über den Bor trag Liebknecht's heißt es u. a., 2. habe gesagt: Wenn die Sozialdemokraten erst einmal die Mehrheit besäßen, würden sie die Gesetze machen. Im Fall dann die Kreuz- Zeitung" mit ihrem Anhang und dem Heere fich dem entgegenstellen wollte, dann würde die Minders heit einfach außerhalb der Gefeße stehen und dementsprechend mit ihnen verfahren werden. Selbstredend würde man sich auf Straßentämpfe nicht einlassen, die Mehrheit würde schon genügen, die Geseze durchzuführen." In Wirklichkeit fagte 2., wenn die Minorität sich einer sozialistischen Majorität gewaltsam widersetze und einen Staatsstreich mache, so ftelle sie sich außerhalb des Ge. feges. Von dem Resultat ist in Hammerstein's Geift wird sich nun hoffentlich beruhigen. Es scheint also, daß in diesem Falle nicht die Miß handelten, sondern die Säbelhelden als Angeklagte vor Gericht tommen sollen. rere Personen mit der Waffe angriffen und verlegten. Nach er- 1 Ueber eine neue Duellrauferei wird aus München Tabakarbeiter. Ihr Eingesandt können wir leider nicht haltener Anzeige davon hat die vorgesetzte Behörde sofort den berichtet: Vor einigen Tagen fand in dem Walde nahe bei veröffentlichen. Thatbestand festgestellt, die Dienstentlassung beider entgegen Holzapfelstreuth ein Pistolenduell zwischen einem Ulm. Bis zum 42. Lebensjahre muß er gewärtig sein, zu genommen, sie aber, nachdem die Uniform abgelegt war, feftge- ngenieur und einem Mediziner unter schweren Be- dreijähriger Dienstzeit eingezogen und außerdem zu einer erheb ad außerde nommen und zur Einleitung des Kriminalverfahrens ins Gedingungen statt. Der eine der Duellanten wurde beim ersten lichen Strafe verurtheilt zu werden. richtsgefängniß abgeliefert." Kugelwechsel am Arme gestreift, während beim zweiten Rugel Kreuzberg. Nach richtiger Ansicht haftet der Mann für wechsel sein Gegner eine Verwundung am Halse davontrug, die Gerichtstoften nur seiner Frau gegenüber, nicht aber dem seine Kampfesunfähigkeit herbeiführte. Veranlassung zu dem Gläubiger seiner Frau. Nitrich. Ein auf dem Wege von Bweikampf hatte eine Dame" gegeben. oder zur Arbeit erlittener Unfall wird, abgesehen von einzelnen Das Neueste von Pollini. Das Hamburger Echo" Gebrüder Beer, die man bereits für verunglückt hielt, sind nach achtet. Aus Bozen wird berichtet: Zwei Berliner Touristen, Ausnahmen, im allgemeinen nicht als Betriebsunfall er - A. Hoffmann. Auch schreibt: Frackvorstellungen" sollen demnächst im Hamburger wegen Polizeistrafe A. B. 66. Stadttheater veranstaltet werden. Zu diesen Vorstellungen, so- großen Anstrengungen wohlbehalten wieder hier eingetroffen. Sie kann Pfändung vorgenommen werden. Nur wenn gesundheitsgefährdende Nässe vorliegt. genannten„ Galavorstellungen", haben die Parket-, Parket: waren auf dem Hochfeiler drei Tage und drei Nächte vollständig 1. eingeschneit. 2. 30 Pfennige. Wendland. Anmeldungspflicht liegt vor. Aus Alpen. einer Meldung der Münchener G. W. Nur innerhalb 6 Wochen. schaftsanzuge, die Herren also im Frack, weißer Weſte und dito eludach His Berchtesgaden werden zwei Louristen, der Klage gegen den Wirth würden Sie unter den obwaltenden UmnO. R. 100. Mit einer Halsbinde zu erscheinen. Sollte Herr Pollini Theilhaber eines Bankadjunkt Lindner aus Nürnberg und ein Herr aus Pest, die ständen nicht durchdringen. Höchstens könnten Sie gegen den Frackverleih- Instituts geworden sein oder gar ein solches in den den Hochkönig besteigen wollten, seit dem 20. d. m. vermißt. neuen Miether, der den Schlüssel durch betrügliche Vorspiege= Räumen des Stadttheaters errichten wollen, um das Feld seiner M. Räumen des Stadttheaters errichten wollen, um das Feld seiner verdienstreichen" Thätigkeit in angemessener Weise zu erweitern? Man vermuthet, daß beide Touristen von einem Schneesturm lungen sich verschafft hat, etwas ausrichten. Kuckenburg. überrascht und verunglückt sind. Der Bureauvorsteher eines Anwalts ist weder als HandlungsDie Erbschaft des Baron Hirsch. In seinem bei dem gehilfe im Sinne des Handels- Gesetzbuchs, noch als GewerbeLandgericht Brünn niedergelegten Testamente hatte der Baron gehilfe im Sinne der Gewerbe- Ordnung zu erachten. Hirsch nur über ein Vermögen von 150 Millionen Franken ver- Rechtsverhältniß wird nach§ 869 fg. I. 11 des Allg. Landrechts fügt, das bei Pariser, Berliner und Wiener Banken untergebracht beurtheilt. Von Klage hätte derfelbe wenig Aussicht auf Erfolg. war. Was er in englischen Banken verwahrt hatte, blieb geheim. Jett melden Londoner Blätter, daß die englische Erbschaft des Hirsch in Höhe von 650 Millionen Franken einer gewissen Luciana Premelic zufallen wird, einer unehelichen Tochter des Für die Petersburger Arbeiter gingen in unserer Er verstorbenen Sohnes des Barons und eines adeligen Fräuleins, pedition noch ein: das in seinem Hause Gesellschafterin gewesen war. Hirsch besaß Gegeben von den Genossen des 6. fächs. Reichstagswahlkreises etwa fünf Millionen Franken, als er den Türkenloosschwindel( Dresden Land) 200. Von Parteigenossen Crefelds u. Umgegend unternahm, der ihm einschließlich des türkischen Eisenbahn- d. Wettky 27,80. Summa 227,80. Bereits quittirt 453. In geschäftes rund 200 Millionen Franken einbrachte. Den Rest Summa 680,80 m. erarbeitete" er sich dann in Spekulationen an der Börse. " Zur Charakteristik der hurrahpatriotischen Preffe Er hatte die Ehre einige Kriegshunde zu fehen. Nämlich der Spezialberichterstatter der Chemnißer N. Nachrichten", der seinem Blatte aus dem Manöver schreibt: Der Meldedienst wurde übrigens während der Manöver nicht nur durch Galoppritt und Rad überbracht, sondern der Verkehr wurde auch durch Hunde vermittelt. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, heute zwei Striegshunde auf der Tour zu sehen und zwar den ersten in dem Momente, als ein vom Feuer aufgescheuchter Hase knapp vor Safet dem Hund auf sprang, ohne daß letzterer den Meister Lampe auch nur eines Blickes würdigte oder sich in seiner Meldetour verzögern ließ." Man tann wohl unbedenklich mit dem Herrn Spezialberichterstatter darin übereinstimmen, daß es für ihn eine Ehre war, die Herren Kriegshunde zu sehen; die Ehre wäre für ihn noch größer gewesen, wenn die Kriegshunde auch ihn eines Blickes gewürdigt hätten. Das haben sie aber höchftwahrscheinlich nicht gethan, da sie ja nicht einmal für den Meister Lampe einen Blick hatten. Das andere Beispiel ist weniger heiter. In der nächsten Nummer läßt das Blatt den selben Svezialberichterstatter schreiben:„ Ueberhaupt war alles von kräftiger Offensive( Offensive- Angriff) erfüllt. Auch das ist bedeutungsvoll. Denn wo große Erfolge erreicht worden sind, da find sie durch die Offenſive erreicht worden. Die Kriegsgeschichte bietet hierfür einen fortlaufenden Beweis. Eine alles zer schmetternde Offensive ist durchaus angebracht. Mögen auch an einem Schlachttage 50 000 Soldaten verschwinden(!!!), am anderen Tage werden sie durch die hinteren Staffeln ersetzt. Deutschland kann einen Verlust von 50 000 Mann fchließlich ertragen bei der enormen Zunahme der Be völkerung.(!) Wie heutzutage die Verhältnisse liegen, wird man eher Menschenleben verschwenden, als die folossalen Ausgaben aufbringen können, die ein in die Länge gezogener Krieg natur gemäß im Gefolge haben muß." Fünfzigtausend Menschen! Was find 50 000 Menschen für jemand, der die Ehre hatte, ein paar Kriegshunde zu sehen! Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Aus St. Dié wird vom Mittwoch gemeldet: Die Kaserne Kellermann ist gestern theilweise niedergebrannt. Ein Soldat wurde schwer verletzt. = Briefkasten der Expedition. Witterungsübersicht vom 23. September 1896. Ein weiser Urtheilsspruch wurde jüngst in Sidney Stationen. gefällt. Ein Mann, Thomas Gill, hatte das Unglück, während einer Vorstellung im Tivoli Theater von der Gallerie herabzustürzen; er fiel auf einen im Parterre sigenden Herrn, der dabei so schwer verletzt wurde, daß binnen kurzem der Tod eintrat. Gill, der unversehrt blieb, ist nunmehr zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden, doch tritt nach dem Gesetz betreffs erstmaliger Vergehen( first offenders act) die Strafe nicht in Wirksamkeit, so lange sich der Miffethäter nicht ein gleiches oder ähnliches Vergehen zu schulden kommen läßt". Briefkasten der Redaktion. Swinemünde Hamburg Berlin Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ALFITA( Stala 1-12) Wetter Sein Temperatur ( 50. 4° R.) A nach Celsius 13 745 wolkig 741 • SSW Regen 12 747 SW 4 halb bedeckt 14 750 SSM bedeckt 14 757 wolkenlos 15 757 Still woltig 9 748 NNW 4 Regen 3 756 1 bedeckt 755 NW 4 halb bedeckt 11 787 NNW 7 bedeckt 11 758 SM 5 halb bedeckt 14 Wiesbaden München Wien Haparanda. Petersburg Cort Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Aberdeen. Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7-8 Uhr Paris. abends statt. Wetter- Prognose für Donnerstag den 24. September 1896. Ein wenig kühler, zeitweise heiter, jedoch unbeständig, mit Regenschauern und frischen westlichen Winden. P. W. Pf. Wenden Sie sich an die„ Redaktion des Peuple", Bruxelles, Rue de Sables 35. Unsere dortigen Kollegen werden die Briefe schon an die bez. Adressen weitergeben. Alexanderplatz- Theater. Ohne nittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aufzügen. ( Bons haben Wochentags Giltigkeit.) Anfang 8 Uhr. Morgen: Ohne sittlichen Halt. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Offend- Theater. Wissenschaftl. Theater str. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Donnerstag, 24. September. Opernhaus. Lucia von Lammermoor. Slavische Brautwerbung. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Donnerstag, den 24. September 1896: Halali. Die stille Wache. Schauspielhaus. Der Sturm. Der deutsche Michel. Deutsches Thenter. Hannele's Boltsstück mit Gesang in 4 Atten von Himmelfahrt. Ohne Liebe. Berliner Theater. König Heinrich. Leffing- Theater. Der Herr Senator. Anfang 71/2 Uhr. Kasseneröffnung 6 Uhr. R. Kneisel. Nenes Theater. Juana. Hierauf: Friedrich Wilhelmstädt. Theater Eine Reisebekanntschaft. Thalia- Theater. Cousin- Cousine. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. dr Vorher: Ninette im Schnee. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Emilia Galotti. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Der Hypochonder. Luftspiel in 4 Atten von G. v. Moser. Anfang 8 Uhr. Freitag: Der Hypochonder. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Konzerthaus Sanssouci Belle Alliance- Theater.' n tolles Mädel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hypochonder. Alexanderplat- Theater. Ohne fitt lichen Halt. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Emilia Galotti. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Donnerstag, den 24. September 1896: Zum 5. Male: Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungspoſſe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Direktion: W. Hasemann, tönigl. preuß. Kommissionsrath. Kottbuserstrasse 4a. Heute, sowie von nun an jeden Donnerstag u. Sonntag: Sternwarte Invalidenstr. 57–62 täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Lehrt. Stadtbahnhof Eintritt 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uge abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Passage- Panopticum. 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Stettiner Singer Panopticum. ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 f. Neu!! Neu!! Neu!! 4 hochsensationelle . Kaufmann's Variété 20713 Pepita! 790 Neichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. # Täglich bis 30. September: Norddeutsche Sänger Stürmischer Heiterkeitserfolg von Eingezogen oder: Reservistenfreuden. Dazu zum 145. Male: all Die Ülkparodie: Alle fünf Barrisons. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr, Entree 50 Pf. Spezial- Ausstellung Neuheiten KAIRO die ein Jeder Borverkauf 40 Bf.( Siehe Blattesehen muss! Freitag: Viktoria- Brauerei. Sonnabend: Soirée in Spandau Alt- Berlin. ( Rother Adler). Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Donnerstag, 24. September 1896, Abends 71/2 Uhr: Grande Soirée equestre. Sensationeller Erfolg! Millennium, Bilder a. Ungarn. Außerdem: 8um 1. Male: Auftreten des Schulreiters Hrn. Victor. Zum 1. Male: 6 nen dressirte Bei günstiger Witterung nachmittags 3, 5 und 6 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. ApolloTheater. Cousin Cousine. Fachshengste, vorgef. v. Dir. Busch. Friedrichstr. 218.- Dir.: P. Glück. Baudeville in 3 Aften von Maurice Ordonneau und Henri Kéroul. Mufit von Gaston Serpette. Deutsch von Bolten- Bäckers. Morgen: Dieselbe Borstellung. Anfang 72 Uhr. In Vorbereitung: Der Strohmann ( Surnuméraire). Schwant v. Boucheron. Deutsch von Mar Schönau. Gebildete Menschen. Volksstück v. Viktor Léon. Ein hippolog. Potpourri, vorgef. vom Dir. Busch. Auftreten der Pariser Schulreiterin Mlle. Lorey. Herr Eugen Salamonski, Rußlands bester Schulreiter. Clifton Bros., Salon- Akrobaten. Borzügliche Klowns. Morgen: Gr. Vorstellung. Millennium. Paola del Monte. Otto Reuter. MassenHeute, Donnerstag, 24. September: Schaustellungen der Beduinen in der Arena: 4, 6 und 8 Uhr zu ermäss. Preisen. 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Börner, Ritterstr. 15; SO.: Südost- Schule, Waldemarstr. 14 ( Hof 1 Treppe); Streit, Naunynstr. 86; Scholz, Wrangelstr. 82; Tolksdorf, Görlitzerstr. 57; Schöning, Köpenickerstr. 68; 0.: Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20; Hoffmann, Blumenstr. 14; Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Koppenstrasse 90; NO.: Reul, Barnimstr. 42; C. Babiel, Rosenthalerstr. 57; N.: Gleinert, Müllerstr. 7a; Nord- Schule, Brunnenstr. 25( 1. Hof links, 3 Treppen bei Riedel); Drescher, Veteranenstr. 28; Gnadt, Putbuserstr. 32; NW.: Löffler, Stephanstr. 29( Eingang Salzwedelerstrasse); W.: Werner, Todes Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau und unsere gute Mutter = Wilhelmine Opit geb. Wenzel nach dreitägigem Kindbett Fieber am 22. September nachmittags 2% Uhr sanft entschlafen ist. 545b Um stilles Beileid bitten Der trauernde Gatte Karl Opin nebst Kindern. Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. September nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des Markus Kirchhofs, Wilhelmsberg, aus statt. Achtung! 1.Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 27. September, vorm. 10 Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung im Feen- Palast, Burg- n. Wolfgaugstraßen- Ecke. Zages Ordnung: 1. Die Jnnungs- und Handwerker- Vorlage. Referent: Reichstags. 208/12 Abgeordneter Max Schippel. 2. Diskussion. Der Vertrauensmann. Um zahlreichen Besuch bittet Gürtler, Drückter u. Berufsgenossen. Freitag, den 25. September, abends 8 Uhr, im Lokale von Henke, Naunynstraße 27: Große öffentliche Versammlung aller in Gürtlereien und Metalldrückereien beschäftigten Arbeiter. Tagesordnung: Der Neunstundentag. Referent: Paul Litfin. 2. Eventuelle Das Erscheinen aller Betheiligten ist unbedingt erforderlich. Die Vertrauensmänner: R. Heinrich, C. Rolack. Beschlußfassung. 116/1 Bülowstr. 59; SW.: Grube, Mariendorferstr. 5; Windhorst, Junkerstr. 1 Gerichtlicher Verkauf. Ochs, Lindenstr. 59. Bei Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20, sind Billets bis zum Sonntag Nachm. 23/4 Uhr zu haben. Wir bitten, sich zeitig mit Billets zu versehen und keine Kinder mitzubringen. Der grosse Theatergarten ist den Besuchern der obigen Vorstellung von 2 Uhr nachmittags an geöffnet. Der Vorstand der Arbeiter Bildungsschule. I. A.: Heinrich Schulz, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7. 9/12 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künnler 1. Ranges. Karlchens Tante. Schwant in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Berliner Konfektionensen. Burleske mit Gesang und Tanz in 1 Att von Gericke. Musik v. Schmidt. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. Feldschlößchen 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Sonntag, den 20. 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Sachverständigen liegt hierbei aus, tann auch schon vorher in dem Geschäftszimmer des unterzeichneten Verwalters ein gefehen werden. Berlin, den 24. September 1896. Röpnickerstr. 91. Boehme, Ronkursverwalter. HohenzollernMäntel, Joppen, Paletots, Winter Hosen, Anzüge, vorjährige, nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälfte Roftenpreis. Münztr. 4. Engel. sur Händler u. Schneider Für Stoffrefte zu Herren- Anzügen, Paletots, Hosen spottbillig. Refte zu Knaben- Anzügen umsonst zugeschnitten, Hälfte Rostenpreis. Mingr. 4. Engel. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Babu Wer- Stoff ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung unfouſt. Gudel, Laufigerplay 2, Elsasserstr. 12, Stegligerstr. 71, I. Mittenwalderstr. 40, vermiethen. 8 Stuben, Küche, Zubehör 1. Oft. 96 zu hat! fertige Anzug, 20 M., feinste Zuthaten, saubere Arbeit, 2 Anproben, Hose 3,50. Münzftr. 4. Engel. Den Parteigenossen empfehle mich zur Aufertigung eleganter Herren57412* Garderobe. Otto Beckurts, Alte Jakobstr. 49. 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Jahrg. 1891 war bei der Berathung des Arbeiterschutzes der 13% Stunden zu regelmäßigen Betriebsarbeiten verwendet werden, hygienische" Maximalarbeitstag allgemein als zulässig gebilligt sobald während der Arbeitsschicht eine Stunde Pause gewährt worden; nur die Freifinnigen hatten die Wollmachten des§ 120e wird, was in den Bäckereibetrieben, soviel ich weiß, übernicht dem Bundesrath allein übertragen wollen; der Reichstag wiegend der Fall ist; 13 Stunden kann nämlich alsdann die sollte die erlassenen Verordnungen wieder aufheben können. Arbeitsschicht dauern und eine halbe Stunde ist für die HerDer Antrag der Fraktion über die gesetzliche Regelung Die Konservativen hatten damals, den Mantel nach dem Wind ftellung des Vorteigs vorgesehen. Daneben sind gelegentliche unbeschränkt zulässig. Außerdem kann ant der Arbeitszeit tam bisher nicht zur Berathung. Dagegen bot von oben tragend, sogar durch verschiedene Redner den wirklichen Nebenarbeiten unbeschränkt zulässig. eine Bundesraths- Verordnung vom 4. März dieses gesetzlichen Normalarbeitstag vertreten. Nach fünf vollen Jahren 40 Tagen im Jahr Ueberarbeit stattfinden. Meine Herren, den follte die papierne Zusicherung zum ersten Male für ein größeres abgesehen von 8 Stunden absoluter Ruhe, kann Jahres allen Parteien Anlaß, Stellung zum Normalarbeitstag Gebiet in die Praxis übertragen werden, und sofort fanden sich also die Arbeitszeit unter Umständen 16 Stunden dauern. Nach§ 120e der Gewerbe- Ordnung können durch Beschluß fast alle bürgerlichen Parteien im gemeinsamen Widerstand zu mir scheint, da könnte man die Frage aufwerfen: ist hier des Bundesraths für solche Gewerbe, in welchen durch über sammen rechter Hand, linker Hand, beides vereint. Herr nicht zu wenig gefordert, anstatt zu viel?( Sehr mäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der v. Buchka vergoß mit einem Male Thränen, daß man in richtig! links.) Es handelt sich darum, die Bestimmungen der GewerbeArbeiter gefährdet wird, Dauer, Beginn und Ende der zus Deutschland ganze Schichten der Bevölkerung unter PolizeiDer Graf zu Jun- und Knyphausen Ordnung auszuführen. Das ist sehr einfach ich habe das lässigen täglichen Arbeitszeit und der zu gewährenden Pausen aufsicht" halten wolle. - schöne Paragraphen vorgeschrieben, und die zur Durchführung dieser Vorschriften er- entdeckte plöglich, daß die Freiheit der Person" wichtiger gestern schon ausgesprochensei, wie alle Gründe. geltend gemachten forderlichen Anordnungen erlassen werden." Die Kommission für Der furz machen, schöne Reden halten und nachher im gegen die Arbeiterklasse und Arbeiterstatistik hatte schon lange die trostlosen, menschen- fichtige Haß und die feige Wege der Ausführung Stück für Stück wieder menschen- Rücksichtnahme unwürdigen Verhältnisse in den Bäckereien nach allen Seiten Rücksichtnahme auf die Mittelstandsstimmen gaben in den Angriffen wegnehmen, was zugesagt ist. Dieses Prinzip können Herr v. Buchka sprach von die verbündeten Regierungen nicht annehmen.( Sehr gut! links hin offengelegt, obwohl hier eigentlich gar nichts mehr zu gegen die Regierung den Ton an. enthüllen war; fie hatte auch bestimmte Vorschläge im Interesse allgemeiner Erregung, weil auch andere Zweige des Handwerks und aus der Mitte.) Es wird das ganz gewiß seitens der vers der gefährdeten Bäckerei- Arbeiter gemacht. Der Bundesrath mit recht befürchten, daß ähnliche Beschränkungen, welchen die bündeten Regierungen nicht geschehen; und Sie können sich darso lange ich einen Finger rühren kann, zögerte lange, endlich faßte er sich doch ein Herz und erließ die Bäcker und Konditoren in dieser Verordnung unterworfen sind, auf verlassen, so lange ich nachstehenden Vorschriften, die Herr Bachem in der Kommission auch ihnen möglicherweise über kurz oder lang blühen könnten." wird dieser Weg nicht beschritten.( Bravo! links und in der für das Bürgerliche Gesetzbuch mit recht als sehr harmlose be- Der fächsische Freifonservative Merbach meinte:" Ich muß in Mitte.) dieser Verordnung das Anerkenntniß der Rechtmäßigkeit Das Zentrum war die einzige bürgerliche Partei, welche zeichnete, die jedenfalls nur den elementarsten Lebensinteressen der Forderung eines Normalarbeitstages für männliche keinen Widerspruch laut werden ließ. Herr Hize, der der Arbeiter Rechnung tragen: Der Betrieb von Bäckereien und solchen Konditoreien, in erwachsene Arbeiter erblicken, und ich kann nur im Namen Zentrumsredner, sprach zwar auch von auseinandergehenden Andenen neben den Konditorwaaren auch Bäckerwaaren hergestellt meiner politischen Freunde, wie sie denn überhaupt die An- fichten der Fraktion über Einzelbestimmungen. Das darf uns werden, unterliegt, sofern in diesen Bäckereien und Konditoreien fichten, die ich hier entwickele, im wesentlichen, glaube ich, aber nicht abhalten, diese Verordnung im großen und ganzen erklären, daß wir auf diesem Wege als einen Fortschritt zu begrüßen und die verbündeten Regiezur Nachtzeit zwischen achteinhalb Uhr abends und fünf- alle theilen, ( Sehr richtig! rungen zu bitten, zur endlichen Ausführung auch dessen, was in einhalb Uhr morgens Gehilfen oder Lehrlinge beschäftigt werden, mitzugeben nicht gefonnen sind. folgenden Beschränkungen: rechts.) Für jugendliche Arbeiter und für Frauen sind den Februar Erlassen auch in bezug auf die Rege= wir stets zu haben( Heiterkeit) ja gewiß, meine Herren, find lung der Arbeitszeit versprochen ist, weiter u 1. Die Arbeitsschicht jedes Gehilfen darf die Dauer von zwölf wir da für den Arbeiterschuh immer zu haben, und ich möchte schreiten.( Bravo! in der Mitte.) Gerade Herr v. Buchka Stunden oder, falls die Arbeit durch eine Bauſe von nur betonen, daß wir doch recht üble Erfahrungen in steht sonst auf dem Standpunkt, daß die Arbeiterorganis mindestens einer Stunde unterbrochen wird, einschließlich dieser neuerer Zeit auf dem Gebiete des Schuhe 3 der Arbeiter fationen nicht zu wünschen sind. Sie verweigern uns Bause die Dauer von dreizehn Stunden nicht über gemacht haben. Wenn sich dieser Schuß auf die Verkürzung die Mitwirkung an den Bestrebungen, den gewerkschaftlichen schreiten. Die Zahl der Arbeitsschichten darf für jeden Ge- der Arbeitszeit richtet, führt er denn doch oft zu Er Organisationen Korporationsrechte zu geben. Dann tritt für hilfen wöchentlich nicht mehr als sieben(!!) betragen. fcheinungen, die uns nicht angenehm sein fönnen."" Gegen Sie die drei und vierfache Pflicht ein, durch Außerhalb der zulässigen Arbeitsschichten dürfen die die Firirung des Maximalarbeitstages sträubt sich mein Ge- Gesetz dafür zu sorgen, daß eine Befriedigung der Forderungen Gehilfen nur zu gelegentlichen Dienstleistungen rechtigkeitsgefühl. Ich bin fest überzeugt, daß, wenn man stattfindet, auf die sie Anspruch haben." und höchstens eine halbe Stunde lang bei der Schäden ausmerzen will, man dies auf einem anderen Die Besprechung der Interpellation Manteuffel ging am Herstellung des Vorteigs( Hefeftücks, Sauerteigs), im übrigen Wege beffer thun kann, als indem man die Faulheit 23. April zu Ende. Schon am nächsten Tage stellten die Herren aber nicht bei der Herstellung von Waaren verwendet begünstigt" so wiederum der edle Graf zu Jun- v. Kardorff und v. Manteuffel, unterstützt von fast allen namund Knyphausen, der zweifellos mehr wie 1312 Stunden Tag haften Freikonservativen, Konservativen und Antisemiten den Zwischen je zwei Arbeitsschichten muß den Gehilfen eine für Tag, fieben Mal die Woche, angestrengt arbeitet. Und dann förmlichen Antrag ununterbrochene Ruhe von mindestens acht weiter: beim Arbeiten geht niemand leicht kaput, und beim den Bundesrath zu ersuchen, die vom Bundesrathe unter dem Stunden gewährt werden. 2. Auf die Beschäftigung von Lehrlingen finden die vorstehen Fall; denn dieses Gewerbe gehört zu den allergesündesten, die vorstehen- Handwerk oder Gewerbe der Bäcker ist das noch weniger der 4. März d. J. erlassenen Bestimmungen, betreffend den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien, nicht in Wirksamkeit den Bestimmungen mit der Maßgabe Anwendung, daß die es überhaupt giebt. Das Bäckergewerbe ist nicht nur nicht ge- treten zu lassen. zulässige Dauer der Arbeitsschicht im ersten Lehrjahre fundheitsschädlich, sondern gesundheitsförderlich." Die Anti- Mehrfach versuchten sie, diesen Antrag als einen äußerst zwei Stunden, im zweiten Lehrjahre eine Stunde semiten trieben natürlich auch Mittelstands- Stimmenfang; diese eiligen auf die Tagesordnung zu bringen. Es gelang ihnen weniger beträgt, als die für die Beschäftigung von Gehilfen Maßregel ruinirt den Mittelstand... nirgends, in feinem Be- nicht. Der Antrag kam vor der Bertagung nicht mehr zur Verzulässige Dauer der Arbeitsschicht, und daß die nach Ziffer 1 ruf ist das Verhältniß zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer handlung. Die Bundesraths- Verordnung ist am 1. Juli in kraft Abfah 3 zu gewährende ununterbrochene Ruhezeit beffer als bei den Bäckern." getreten, trotzdem die vereinigte Rechte auch im preußischen Absich um eben diese Beiträume verlängerty. Der preußische Handelsminister v. Berlepsch vertrat mit geordnetenhause noch ein längeres Spektakelstück aufführte. großer Entschiedenheit die Bundesraths- Verordnung. Er stand Bei aller Verbesserungsbedürftigkeit stellt die Verordnung vor seiner Entlassung, das hob für ihn wohl manche Rück- doch einen großen Erfolg der Sozialdemokratie dar. 8. Ueber die unter den Ziffern 1 und 2 festgesetzte Dauer ficht auf, die sonst einen Beamten an einer offenen Aussprache Bebel'sche Schrift hatte zuerst die Frage in Fluß gebracht. Als dürfen Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt werden: hindern: die Bäckergehilfen selber sich lebhafter zu rühren begannen, zeigte a) an denjenigen Tagen, an welchen zur Befriedigung eines Ich möchte sagen, meine Herren: wann soll denn sich sofort, daß auch die kleinsten und unscheinbarsten Forde bei Festen oder sonstigen besonderen Gelegenheiten überhaupt der§ 120e angewendet werden( fehr rungen der Arbeiterklasse zu ihrer energischen Vertretung und hervortretenden Bedürfnisses die untere Verwaltungs- richtig! links), wenn nicht in einem Falle, wo feststeht, daß in Verfechtung nur auf die Sozialdemokratie rechnen können und behörde Neberarbeit für zulässig erklärt hat; 50 pet. aller Betriebe über 12 Stunden, bis 14, bis 16, bis dieser dazu unbedingt bedürfen. Einzelne Parteien und Abgeordb) außerdem an jährlich zwanzig der Bestimmung 18 Stunden, und zwar zur Nachtzeit, gearbeitet wird, nete mögen sich schließlich nach gewonnener Schlacht nicht ab. des Arbeitgebers überlassenen Tagen. ohne irgend einen Ruhetag im ganzen Jahr in lehnend verhalten; der wirkliche Kampf wird heute überall nur Hierbei tommt jeder Tag in Anrechnung, an dem auch überheizten Räumen und in schlechter Luft-? von Mitgliedern unserer Partei geführt, auch wenn die zu nur ein Gehilfe oder Lehrling über die unter den Ziffern 1 Ja, meine Herren, wann wollen Sie denn von dem§ 120e Geschüßenden nächsten Arbeiterinteressen noch so weit abliegen von und 2 festgesette Dauer beschäftigt worden ist. brauch machen, wenn nicht in diesem Fall? Ich kann mir gar den Zielen des Sozialismus. Auch der Erlaß der BäckereiAuch an solchen Tagen, mit Ausnahme des Tages feinen schlimmeren Fall denken als denjenigen, der hier vorliegt; verordnung ist zuletzt noch beschleunigt worden durch das Eins vor dem Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest, muß zwischen und nach meiner Ueberzeugung hätten die verbündeten Reden Arbeitsschichten den Gehilfen eine ununterbrochene gierungen ihre Pflicht nicht erfüllt, wenn sie in diesem Ruhe von mindestens acht Stunden, den Lehrlingen eine Falle nicht vorgegangen wären und von der ihnen vom solche von mindestens zehn Stunden im ersten Lehr- Reichstag zudiktirten Befugniß keinen Gebrauch gemacht hätten. jahre, mindestens neun Stunden im zweiten Lehrjahre ge-( Sehr richtig! links.)... währt werden. werden. Dann tam sogar noch eine reichliche Zulassung von Ausnahmen, nämlich: Die untere Berwaltungsbehörde darf die Ueber arbeit( a) für höchstens zwanzig Tage im Jahre gestatten. Die greifen unserer Vertreter während der Etatserledigung. In der arbeitsstatistischen Kommission, bei der Besprechung der kons servativen Interpellation ist die Vertretung der Bäckerarbeiterwünsche unseren Abgeordneten zugefallen. # Die Haltung der Konservativen während der letterwähnten Wie liegt denn die Sache? 24 Stunden hat der Tag. Von Debatten hing offenbar zusammen mit der Auseinandersehung diesen 24 Stunden sind in den Bestimmungen des Bundesraths Stöcker und den christlich sozialen Pastoren gegenüber. Da mit jedem Gehilfen 8 Stunden der Ruhe zugesprochen. Es bleiben der geheuchelten Arbeiterfreundlichkeit doch nichts herausalso 16 Stunden übrig. Von diesen 16 Stunden können gekommen war wie ungnädige Telegramme von oben und Bank Rechnung ziehen, welche eine fast kreisförmige, elliptische tommen ließ. Außerdem richtete er an alle in Berlin, Die Entdeckung des Neptun. Bahn ergaben, sondern man mußte den Einfluß aller welcher gegenwärtig die Sternwarte in Breslau leitet, brieflich übrigen Planeten berücksichtigen, wodurch die einfache die Bitte, den Himmel an der von ihm bezeichneten Stelle nach Vor fünfzig Jahren errang die astronomische Wissenschaft Bahn, wie man sich ausdrückte, Störungen erlitt; dem Planeten abzusuchen; in Berlin befanden sich nämlich die einen Triumph, welcher mit unauslöschlichen Bügen in den die Berechnung dieser Störungen, so schwierig sie auch durch besten der damaligen Sternfarten, welche von der Berliner Denkmälern der Geschichte verzeichnet steht, dessen Andenken zuführen war, und der Vergleich der beobachteten Stellungen Akademie der Wissenschaften herausgegeben wurden. Freilich man als eine Großthat des menschlichen Geistes feiern wird, so der Planeten mit den berechneten erwies die vollständige waren diefelben noch sehr lückenhaft; aber gerade die in betracht Tange es eine Kultur geben wird, also noch lange, nachdem Richtigkeit der Rechnungsgrundlagen, also des Newton'schen tommende Stelle des Himmels war soeben bearbeitet worden, die kriegerischen Heldenthaten der Vergangenheit anheim Gesetzes. und die Berliner Sternwarte besaß bereits ein Exemplar der gefallen sind. Es wurde nämlich nämlich durch Rechnung feft- Im Jahre 1781 entdeckte Hirsch el mit dem von ihm ton Tafel, obwohl sie im Buchhandel noch nicht erschienen gestellt, daß in einer Entfernung von 600 Millionen Meilen, ftruirten großen Fernrohr einen neuen Planeten, welcher den Namen war. Noch am Abend desselben Tages, an welchem aber in einer Entfernung, von der wir uns ein deutliches Uranus erhielt. Die Grenzen des Sonnensystems wurden dadurch er den Brief empfangen, 23. September 1846, fonnte Bild überhaupt nicht machen tönnen, sich ein Gestirn befinden verdoppelt; denn seine Entfernung von der Sonne, 384 Millionen Galle feststellen, daß ganz dicht an der von Leverrier bezeichneten müsse, welches dann auch thatsächlich aufgefunden wurde. Meilen, beträgt das doppelte derjenigen des bis dahin äußersten Stelle ein fleiner Stern stand, welchen die Karte nicht enthielt. Von denjenigen Weltkörpern, welche sich in regelmäßiger Planeten Saturn. Der Uranus wurde für die Aftronomen sehr Schon am nächsten Abend zeigte es sich, daß derselbe seine Weise um die Sonne bewegen, die daher ihren Drt am Himmel bald ein besonders merkwürdiger Stern. Man fand Stellung etwas verändert hatte, also ein Planet war. gegenüber den feststehenden beständig wechseln und deswegen nämlich, daß er schon seit 100 Jahren einige Male gesehen, Durch diese Entdeckung wurde die Grenze unseres Planeten Planeten( Wandelfterne) genannt werden, waren den Alten jedoch für einen Fixstern gehalten worden war; die Stellungen systems abermals um mehr als 200 Millionen Meilen hinaus mit Einschluß der Erde sechs bekannt. Sie wurden mit den nun, in welchen er sich damals verzeichnet fand, stimmten nicht gerückt, seine Entfernung von der Sonne beträgt 602 Millionen Namen der heidnischen Gottheiten bezeichnet, und bilden ganz zu denjenigen, die er nach den vierzigjährigen Beobachtungen Meilen. Bei dieser Entfernung, welche wir uns anschaulich vorzus nach ihrer Entfernung von der Sonne geordnet, die folgende von 1781 bis 1820 hätte haben müssen. Auch die späteren stellen in keiner Weise im stande sind, erscheint der Planet fo Reihe: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Stellungen, die sehr genau in den Jahren 1833 bis 1837 von flein, daß wir Einzelheiten auf seiner Oberfläche nicht mehr unterSaturn. Etwa hundert Jahre, nachdem Koperuitus die Airy festgestellt wurden, zeigten solche Abweichungen von dem scheiden können. Nur seine allgemeinen Verhältnisse konnten an Erde den übrigen Planeten gleichgestellt und die Sonne in die berechneten Gange. Hieraus zogen zuerst Bessel und Bouvard gegeben werden. Er ist etwa achtzigmal so groß, als die Erde, Mitte des Systems gesetzt hatte, so daß jene um diese kreisen, den Schluß, daß wohl jenseits des Uranus noch eine große Masse, und läuft mit einer viel geringeren Geschwindigkeit als diese in erfannte Reppler die genaueren Geseze dieser Bewegungen. ein Planet, sich befinden müsse, dessen Einfluß auf ihn man bisher seiner Bahn, so daß er erst in etwa 165 Jahren einen Umlauf Und wieder nach beinahe hundert Jahren konnte Newton nicht in Rechnung ziehen konnte, und der die Schuld an den um die Sonne beendet. eine einfache Regel auffinden, welche als die Ursache all beobachteten Abweichungen trage. Diese Ueberzeugung brach sich Die Geschichte dieser Entdeckung bedeutet einen Triumph jener verwickelten Gesetze erscheint. Dieselbe lautet: Alle in den Kreisen der Astronomen sehr bald Bahn, und bereits der rechnenden Wissenschaft, wie er bis dahin einzig in Körper im Weltallraume wirfen anziehend aufeinander ein im 1842 ftellte die Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften eine seiner Art dastand. Es begann mit ihm nach Mädler's eine Astronomie des Unsichtbaren. genauen Verhältniß ihrer Massen, und im umgekehrt quadratischen Preisaufgabe, in welcher verlangt wurde, diesen vermutheten Ausdruck Verhältniß ihrer Entfernungen. Das letztere befagt also, daß, Planeten aus den Störungen, welche er in der Bahn des Uranus Dieselbe hat in späterer Zeit weitere Fortschritte gemacht. Selbst wenn die Entfernung der Körper zunimmt, ihre anziehende hervorbringe, zu berechnen. Jedoch fand diese außerordentlich in noch größeren Entfernungen sind Gestirne berechnet worden, Wirkung auf einander abnimmt, und zwar bei doppelter Ent- schwierige Aufgabe damals feinen Bearbeiter. Dagegen machten die das geistige Auge sieht, obwohl sie dem törperlichen unsichts fernung um das Vierfache, bei dreifacher, vierfacher Entfernung fich wenige Jahre später der Engländer Adams und bald bar bleiben; so ist für den hellsten Stern an unserem Fixstern um das Neunfache, Sechzehnfache u. f. w. darauf der Franzose Le verrier an diese verwickelte Himmel, den Sirius, ein dunkler Begleiter berechnet worden. In der Auffindung des Newton'schen Gesetzes war Rechnung heran. Nach den Berechnungen von Adams jüngster Zeit hat die Astronomie des Unsichtbaren von die Aufgabe der Astronomie eine wesentlich andere ge- erblickte Prof. Challis in Cambridge den gesuchten Planeten einer anderen Seite, der Photographie, eine wesentliche Unter worden. Bisher hatte man lediglich eine Darstellung bereits im Auguft des Jahres 1846; da er jedoch den beobachteten stüßung erfahren; denn auf der photographischen Platte von den Bewegungen der Himmelskörper zut geben Stern nicht als Planeten erkannte, und Adams seine Rechnungen zeichnen sich noch Sterne ein, welche viel zu lichtschwach sind, versucht, ohne fich von dem Grund derselben Rechenschaft zu erst im Jahre 1847 veröffentlichte, so knüpft sich die Entdeckung als daß das Auge fie jemals erkennen tönnte. neuen Planeten, des Neptun, an den Namen geben; jetzt war die Ursache aufgefunden, welche inneren Bu- des So wird die erhabenste der Wissenschaften, welche unseren Blick von der Kleinen Erde hinaus ins Unendliche richtet und fammenhang in die verwickeltsten Bewegungen brachte. Freilich Leverrier an. war die Berechnung derselben eine sehr schwierige Aufgabe. Am 1. Juni 1846 übersandte dieser die ersten Resultate über die fleinlichen Streitigkeiten des Tages erhebt, uns noch Man durfte bei der Darstellung der Bewegungen eines Planeten seiner Berechnungen der Pariser Akademie, welcher er am manche wunderbaren Entdeckungen im Weltall machen lassen. nicht nur die zwischen ihm und der Sonne wirkenden Kräfte in 31. Auguft und 5. Oktober weitere Mittheilungen ausl Bt. und Mißtrauen in den eigenen Reihen, so hat man nicht nur dies und Elend, daß keine Anstrengungen gescheut werden dürfen, Theile beffere Bestimmungen aufweist, als der Durchschnitt der Schwarmgeister abgeschüttelt, sondern sich gleich mit Haut und um für die Folge eine Verminderung derselben herbei zur Zeit bestehenden Gesetze. Wenn trotzdem die Fraktion schließ Haar den schreienden Unternehmern verschrieben, deren Stimmen zuführen." Das versetzte die Herren Gamp, v. Manteuffel lich gegen das Ganze stimmte, so geschah das hauptsächlich, weil man nun einmal bedarf. Man brauchte den staatssozialistisch und v. Staudy in gewaltige Entrüftung gegen bureaukratische ganz wesentliche Bestimmungen wieder durchbrochen und aufauflackirten Konservativen nur oben und unten etwas zu fragen, Theorien". Für Herrn Gamp ist die Unfallverhütung über- gehoben sind durch die vielen Artikel des Einführungs. und der kapitalistische Barbar brach sofort in abschreckendster haupt sehr leicht erreichbar, ohne den Unternehmern einen geseyes. Dort werden z. B. aufrecht erhalten: die HausGestalt wieder hervor. Nur ein paar verlorene Hirten liegen Groschen abzunehmen:" Ich bin der Ansicht, daß man allerdings verfassungen und Hausgefeße der Landesherren und des hohen mit dem König von Neunkirchen noch im Streit. für die Unfallverhütung manches thun könnte, und da wäre es Adels. Ferner sollen unberührt bleiben: die landesgesetzlichen namentlich nöthig, sehr viel energischer, als es jetzt geschieht, Vorschriften über Fideikommisse, Lehen, Stammgüter, Rentengüter, Allzuviel Bedeutung fönnen wir unter diesen Umständen der gegen die Trunksucht einzuschreiten.( Sehr wahr! rechts.) Jch Erbpachtrecht, Büdner- und Häuslerrecht, Anerbenrecht, über ReThatsache kaum beilegen, daß die Konfektionsarbeiter glaube, auf dem Lande wird ein sehr großer Theil der Unfälle galien, 3Zwangs- und Bannrechte, vor allem aber über das BergBewegung mit einem Male eine Reihe von Parteien ihr reform- burch Trunkenheit der betreffenden Arbeiter recht, einschließlich der Verhältnisse der Bergarbeiter, sowie freundliches Herz entdecken ließ. Unser Redner meint hierbei ganz herbeigeführt." Demgegenüber wies unser Vertreter besonders über das Gesinderecht. Bezüglich des Gefindes ist allerdings der treffend:" Es bestätigt sich die alte Erscheinung, daß dann darauf hin, daß unter den 32 491 im Jahre 1894 bei der Land- Fortfall des Büchtigungsrechts und die Verpflichtung der„ Herr immer das gesammte Bürgerthum von Rührung und Mitleid wirthschaft Verletzten sich nicht weniger als 8732 Frauen und schaft" festgesetzt, für ausreichende Schlaf- und Wohnräume zu überläuft über das große Glend, das sich in solchen Industrien Kinder befinden; die werden die Konservativen doch nicht auch sorgen, sowie in gewissem Maß für die Fälle von Krankheit tundgiebt, über die schreckliche Ausbeutung, die niederen Löhne 2c., auf das Konto der Trunksucht sehen wollen. Fürsorge zu treffen. Das genügt aber durchaus nicht. Im und schließlich kommt auch die Regierung und schickt einen Kom- Die Zustände unter der Bergarbeiterschaft fonnten wesentlichen sollen nach dem Entwurf die Bergarbeiter, ein Theil missar und stellt sogar nach Umfrage bei den einzelnen Regie- wenigstens beim Bürgerlichen Gesetzbuch, kurz vor dessen Abschluß der ländlichen Arbeiter und das häusliche Gesinde dem partikularen rungen den heroischen Entschluß in Aussicht, eine Enquete zu im Plenum, breiter erörtert werden. Unser Redner begründete Ausnahmerecht unterstellt bleiben. veranstalten. Nachher aber bleibt alles wieder beim alten, hier eingehend die Forderung, daß auf die Bergarbeiter lediglich Die Sozialdemokratie hat während der ganzen Berathung höchstens daß die Polizei daherkommt und die Lohnkommissionen die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs und der in den niemals einen so beschränkt kleinlichen Kliquenegoismus gezeigt, auflöst, sie als politische Vereine erklärt und solcherweise sozial- SS 105 bis 153 der Gewerbe- Ordnung für das Arbeitsverhältniß wie die berufenen Vorkämpfer der nationalen Einheit, die, wie reformatorische" Dienste für das Unternehmerthum leistet. 1891 gewerblicher Arbeiter gegebenen Vorschriften Anwendung finden die Konservativen, das ganze Wert an den Hasen oder, wie hatten die Nationalliberalen alle sozialdemokratischen Anträge, follen. der König von Neunkirchen, an ein paar Zusicherungen die sich auf das Schwit system und die Hausindustrie be- Der Fraktionsentwurf einer Seemanns- Ordnung fam, betreffs des Vereins- und Koalitionsrechtes scheitern lassen wollten. zogen, mit zu Falle bringen helfen. Mit einer fühnen Schwenkung wie erwähnt, nicht zur Berathung. Doch wurde beim Reichsamt Aus den angeführten Gründen jedoch, zu denen sich noch weitere traten sie plößlich in einem Antrag dafür ein, die Regierung zu des Innern die Frage von mehreren unserer Redner angeschnitten Bedenken, wie die über die Stellung der Frau im fünftigen ersuchen: und ebenso darauf hingewiesen, daß auch das Gesetz betr. die Zivilrecht gesellten, stimmte die Fraktion schließlich gegen das 1. die Ausdehnung der Bestimmungen der§§ 135 bis 189 b der Untersuchung von Seeunfällen einer bedeutenden Verbesserung be- ganze Gesetz. Gewerbe- Ordnung[ Kinder, jugendliche Personen und Arbeite- dürfe. Nach dem bestehenden Gesetz beschränkt sich die Berechtigung rinnen in Fabriken", Fabrit inspektion] auf die in beziehungsweise Verpflichtung der Seeämter in bezug auf diese Unter- Auch das Margarinegesetz in der Fassung des Regierungsder Handindustrie und in den Werkstätten derselben be- suchung nur darauf: wenn bei dem Unfall entweder Menschen- entwurfes enthielt viele Bestimmungen, denen man im Interesse schäftigten gewerblichen Arbeiter der Wäschefabritation leben verloren gegangen sind oder ein Schiff gesunken oder auf der Konsumenten nur zustimmen konnte. Soweit es den Konund der Konfettionsbranche herbeizuführen; gegeben ist; ferner, wenn die Untersuchung vom Reichsamt ver- fumenten dagegen zu schüßen galt, daß er für sein theures Geld 2. eine Gesetzesvorlage einzubringen, durch welche für diese anlaßt wurde. Bei sonstigen See- Unfällen bleibt die Untersuchung schlechte Butter erhielt, die mit billiger Margarine gemischt Gattung der gewerblichen Arbeiter dem Ermessen des See- Amts überlassen. Die Ceeleute ver war und unter der falschen Flagge Naturbutter ausgeboten a) der Schlußsatz des Absatzes 4 des§ 154 der Gewerbe- langen eine Behörde, welcher die weitgehendsten Befugnisse wurde, war die Fraktion zu jeder Mitwirkung bereit. Wenn dieser Ordnung aufgehoben wird,[ das heißt: Werkstätten, bezüglich Kontrolle der Schiffe einzuräumen wären: der Bau, Schutz des Konsumenten zugleich ein Vortheil des soliden in welchen der Arbeitgeber ausschließlich zu seiner die Bemannung, die Beladung, die Logis, der Proviant, Moltereibetriebes war, so konnte das wahrhaftig kein Grund Familie gehörige Personen beschäftigt, die Wäsche und Reinigungsanstalten seien zu überwachen. fein, ihn weniger energisch zu erstreben. Unser Redner in der sollen hier fünftig auch dem Arbeiterschutz und der Jn. Auch die Ausweisung des Genossen Steiner aus Bremen, ersten Lesung gestand daher ganz offen zu, daß er eine bessere spektion unterstehen], des Verfassers des bekannten Telegramms an Bebel nach Revision der Fabrikations- und Verkaufsräume für Margarine dem Untergang der Elbe", kam dabei zur Sprache. für durchaus empfehlenswerth halte. Er deutete aber auch bereits Natürlich leugneten die Freunde des Lloyd jeden Zusammen- darauf hin, daß jede Bertheuerung und Verekelung der Margarine hang zwischen der Ausweisung und dem Telegramm. Der Staats- für die Konsumenten unbedingt als ein Uebergriff der Agrarier fetretär v. Bötticher half sich sogar mit dem Wize über die zurückzuweisen sei. In der Kommission und in der zweiten Lesung traten die peinliche Geschichte hinweg:" Wir sind ja so gestellt, daß wir unseren Bedarf an sozialdemokratischen Agitatoren im Inland berechtigten Ziele der Vorlage mehr und mehr zurück. Man beziehen können." Nach seinen Zusicherungen stände die schon wollte dieselbe gelbliche Färbung, die doch auch bei der Butter lange angekündigte Gesetzesnovelle vor dem baldigen Abschlusse; künstlich stattfindet, bei der Margarine verbieten offenbar um man werde dann auch Seeleute zur Begutachtung heranziehen. Die Margarine dem Konsumenten zu verekeln. Weiter wollte Die Interessen der Post angestellten verfocht unser man ihren Verkauf erschweren: sie sollte nicht mehr in demRedner in eingehendster Weise beim Etat. Die Arbeitszeiten, felben Lokal mit der Butter feilgehalten werden dürfen. In der die Anrechnung der Dienstzeit, die Verwendung von Soldaten dritten Lesung erklärte selbst die Regierung das Gesetz mit diesen als Aushilfspersonen, die Kautions- und Urlaubsverhältnisse, die beiden Bestimmungen für unannehmbar. Die Mehrheit, aus den Maßregelungen der Mitglieder des Postassistenten Verbandes, Konservativen, den Klerikalen und einigen Nationalliberalen be der Zwang zu Loyalitäts- Kundgebungen, die noch dazu oft mit stehend, beharrte bei ihrem Willen, sodaß das ganze Gesetz nuns Geldopfern verknüpft sind das alles tam in wirksamſter Weise mehr zum Scheitern fam. zur Sprache. Der einzige Erfolg auf diesem Gebiete war, daß abermals eine Resolution des Reichstags verlangte: " b) die Bestimmungen des§ 120a der Gewerbe- Ordnung hinsichtlich der Werkstätten und Arbeitsräume, in welchen oben bezeichnete Personen beschäftigt sind, der art ausgedehnt werden, daß auch die Eigenthümer dieser Werkstätten und Arbeitsräume für deren gesetzliche Ein richtung und Unterhaltung haftbar werden, c) dem§ 138 der Gewerbe- Ordnung die Bestimmung hinzugefügt wird, daß die in demselben vorgefehene Anzeige pflicht auf jeden Arbeitsraum Anwendung findet, in welchem Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter mit der Anfertigung von Kleidungsstücken der Konfektionsbranche und von Waaren der Wäsche fabrikation zum Zwecke des Verkaufs beschäftigt werden. Diese Anzeigepflicht ist zu erstrecken auf den Inhaber folcher Arbeitsräume, sowie auch auf den Unter nehmer, welcher in denselben Arbeiter der bezeichneten Art beschäftigt, d) bestimmt wird, daß Kinder neben ihrer zulässigen Arbeitszeit im Betrieb einer Fabrik oder Werkstätte, außerhalb derselben, an einem Tage, an welchem sie in der Fabrik oder Werkstätte thätig sind, nicht be= schäftigt werden dürfen, daß die Annahme und Bestellung gewöhnlicher Packete von der Reichspost an Sonn- und Feiertagen, mit Ausnahme der Weihnachtszeit vom 18. bis 30. Dezember, auf Eilsendungen beschränkt werde. * Beim Antrag Kanik, der diesmal in etwas veränderter Faffung den Reichstag beschäftigte, war von vorneherein feine andere Absicht vorhanden wie die, der Grundrente durch die Arbeitergroschen wieder auf die Beine zu helfen. Der Antrag wurde diesmal am 17. Jannar, bei einer Stimmenthaltung, mit 219 gegen 97 Stimmen abgelehnt. Dagegen hatten die Agrarier den Erfolg, ein neues Buckere) ferner wird bestimmt, daß junge Leute oder Frauen neben ihrer zulässigen Arbeitszeit im Betrieb einer Fabrik Die Reform der Arbeiterversicherung nahm steuergesetz zu erringen. Dasselbe erhöht die Ausfuhrprämien, oder Werkstätte, außerhalb derselben, an einem Tage, in den parlamentarischen Debatten einen breiteren Raum ein die bisher noch 1,25 M. betrugen, nach dem Gesetze von 1891 an welchem sie sowohl vor als nach der Mittagsstunde in wie sonst, da im November eine vom Reichsamt des Innern aber ganz hinwegfallen sollten, auf 2,50 M.; die Prämien werden der Fabrik oder Werkstätte thätig sind, nicht be- einberufene Konferenz die Umgestaltung der ganzen Gesetzgebung gedeckt durch eine Erhöhung der Zuckerverbrauchsstener von schäftigt werden dürfen, geprüft hatte, also auch eine Aeußerung der Anschauungen des 18 auf 20 M. und durch eine in sehr mäßiger Progreffion mit f) endlich bestimmt wird, daß, wenn jugendliche Arbeiter Reichstages nahe lag. Unsere Redner vertraten die dringlichsten der Größe der Produktion steigende Betriebssteuer. Die neue oder Frauen von demselben Unternehmer an demselben Wünsche, die auch in einer Resolution zum Ausdruck gebracht waren, Konsumentenbelastung von etwa 20 Millionen Mart jährlich gea schah hauptsächlich unter dem Vorwand, man wolle mit der Tage sowohl in einer Fabrik oder Werkstatt oder in einem nämlich daß: Laden oder in einem anderen Arbeitsraume beschäftigt die§§ 9 Abfah 4, 16 und 157 des Gesezes, betreffend die höheren deutschen Prämie die allgemeine Herabsehung der Zuckerwerden, die gesammte Beschäftigungszeit dieser jungen Invaliditäts- und Altersversicherung, dahin abgeändert werden, prämien in Europa erzwingen. Das Gegentheil ist eingetreten. Leute oder Frauen, die von dem Fabrikgesetze für ihre daß jeder Versicherte, welcher das 60.[ nicht wie bisher das 70.] Desterreich hat sofort seine Prämie erhöht, Frankreich beabsichtigt, Beschäftigung in der Fabrik oder Werkstätte gestatteten Lebensjahr vollendet hat, einen Rechtsanspruch auf Altersrente es zu thun; das Gift der Zuschüsse hat nur das Ueber Stunden nicht überschreiten darf; erhält und produktionsfieber von neuem gesteigert und die Konsumenten die§§ 9 Abs. 3 und 156 des genannten Gesezes dahin ab- abermals geschädigt. Für die kleinen rübenliefernden Bauern 8. einen Gesehentwurf vorzulegen, durch welchen eine Spezialinspektion für die in Werkstätten oder anderen Arbeitsräumen geändert werden, daß diejenigen Versicherten, welche infolge ihres fällt natürlich von der agrarischen Beute gar nichts ab. geistigen oder förperlichen Zustandes nicht mehr im stande Das Börsengeset bot schließlich für den Bund der Landbeschäftigten Personen der Konfektionsbranche und der Wäsche- find, sich in ihrem Beruf die Sälfte ihres bisherigen Jahres wirthe auch den Anlaß, eine alte agrarische Forderung durchzufabrikation eingerichtet wird. Dieser Spezialinspektion sind weibliche Gehilfen als Fabritinspektoren, welchen ins Arbeitsverdienstes[ statt 1/6 Jahres- Arbeitsverdienft plus 1/6 fetzen: Das Verbot des Terminhandels in Getreide. Unsere Fraktion war bei dem Gesetz durchaus bereit, Auswüchse auf besondere die bessere Ueberwachung der bestehenden gesetzlichen ortsüblichen Tagelohn) zu erwerben, Invalidenrente erhalten. Die Nesolution blieb in der Minderheit. Dagegen tam eine dem Gebiete der Preisfeststellungen und beeinflussungen, des Bestimmungen über das Truck system obliegt, einzugliedern. Resolution Hitze zur Annahme, welche die Regierung um Er- Emissionswesens zu beseitigen:„ Da wir als Sozialdemokraten die Da der Antragsteller, Freiherr Heyl, von der Ueberein- wägungen ersuchte: Gegner jeder Prellerei und jeder Uebervortheilung sind, mag fie stimmung mit allen seinen politischen Freunden sprach, das inwieweit innerhalb der bestehenden Beiträge sich zeigen, in welcher Form sie wolle, so treten wir auch für Zentrum ihn darum lobte und da auch die Regierung im all- refp. bei Einstellung weiterer Ansammlungen zu eine Börsenreform ein. Nun allerdings diese Börsenreform, wie gemeinen zustimmte, so wird man ja recht bald die Probe auf den Reservefonds sie uns hier geboten ist, wird ja teiner unter uns für etwas den Ernst dieser Zusicherungen machen können. Ueber den An- 1. eine Vereinfachung und Erleichterung der Vor- Abschließendes oder für eine Großthat halten; ich betrachte sie trag Heyl ist es zwar zu einer formellen Beschlußfassung nicht aussegungen zum Bezug der Alters- und Invaliden- vorläufig als eine Abschlagszahlung, als ein Zugeständniß, daß gekommen, dafür war aber bereits am 15. Januar, entsprechend rente, sowie eine zweckmäßigere Verbindung der Kranken- etwas faul im Staate Dänemark ist. Es wird sich auch bald dem Antrage Hize- Lieber, einstimmig das Ersuchen an die Reund Invaliden- Fürsorge; herausstellen, daß trok der Börsenreform und trotz aller dieser gierung gerichtet worden: die Ausdehnung der Bestimmungen der GewerbeOrdnung, betreffend den Schuß der jugendlichen und weiblichen Arbeiter(§§ 134-139b), auf die Hausindustrie unter besonderer Berücksichtigung der Wirkungen der Fabrik- Gesetzgebung auf die Vermehrung der Hausindustrie durch Erhebungen wirksam vorzubereiten und anzuregen. 2. eine Erhöhung der Jnvaliden ren te namentlich unter fleinen Maßregeln das Grundübel der Kapitalismus ist, und Berücksichtigung unversorgter Angehöriger; möglich und zweckmäßig ist. daß nur durch die Beseitigung des Kapitalismus bessere Zu8. eine Einbeziehung der Wittwen und Waisenstände geschaffen werden können. Vorläufig benügen wir uns Fürsorge aber mit der Börsenreform. Meine Herren, der Kapitalismus wird allmälig desorganisirt; er ist traut. Nun, wir wissen, daß Aber schlechte Der Reichs- Anzeiger" hat, wie man weiß, soeben( Anfang ihm auf die Dauer nicht zu helfen ist. September) den Entwurf eines Gesetzes, betr. die Abänderung Aerzte müßten wir sein, verschrieben wir ihm nicht das Auch hier wäre es ein großer Sieg für unsere Partei, wenn von Arbeiterversicherungs- Gesehen veröffentlicht, so daß im falmirende Pulver der Börsenreform." Als dann jedoch während der nach Jahren die von uns stets erhobenen Forderungen endlich nächsten Winter lange Berathungen hierüber zu erwarten sind. weiteren Berathungen die Agrarier dazu übergingen, im Intereffe zur Geltung fämen. Leider beweist der Ruf nach Erhebungen", höherer Getreidepreise eine unentbehrliche Form des modernen daß man auch hier wieder den alten Landsturmschritt einhalten An den Berathungen des Bürgerlichen Gesetzbuches hat Großhandels mit einem Striche zu beseitigen, da glaubte die will. Bis diese Erhebungen kommen und dann der Bundesrath sich unsere Partei in der fleißigsten Weise betheiligt. Sie hat Fraktion ein so verunstaltetes Gesez ablehnen zu müssen. Entdazu kommt, diese Erhebungen legislatorisch zu verwerthen, auch kein Hehl daraus gemacht, daß gegenüber dem bisherigen weder gehen die Wünsche der Agrarier in Erfüllung, dann vertönnen wir alt werden. Freilich, wenn es sich um Liebesgaben frausen Wirrwarr auf zivilrechtlichem Gebiet die Einheit des bieten es die Intereffen der Arbeiter, eine künstliche Preishauffe für die Herren Junker oder für die Herren Großindustriellen Rechtes einen großen politischen Fortschritt darstelle auch für zu unterstützen. Oder das ganze Vorgehen ist ein Schlag ins handelt, dann kriegen natürlich die bedächtigen Herren vom die Arbeiter, die bald hier bald da ihr Brot zu suchen Wasser, mit dem man fanatifirte Bauern bei Laune erhält Bundesrath, wie die Erfahrung an jedem Tag zeigt, junge und haben und am allerwenigsten sich mit den von Land zu Land, dann verbietet uns die Selbftachtung eine solche Konzession an flinte Beine; wo es sich aber blos um die armen, jungen, bleich von Ort zu Ort wechselnden Rechtsverhältnissen vertraut machen die Dummheit. Derartige Opfer des Intellettes müssen wir füchtigen Arbeiterinnen, um schwindsüchtige Schneider handelt, tönnen. Die Fraktion batte daher gar keine Ursache, durch eine schon den Nationalliberalen und der Regierung überlassen, die sie da geht die Sache viel langsamer." rücksichtslose Obstruktion das Zustandekommen des Gesetzes zu nöthig haben. hintertreiben; dagegen bestand sie selbstverständlich darauf, den " " Der Versuch unserer Partei, bei der Erledigung des Bürger- Entwurf einer wirklichen und gründlichen Berathung zu unter- Die Mittelstandsbewegung, die bei dem Lärm lichen Gesetzbuches die Gesinde- Ordnungen zu beseitigen, ziehen um so mehr, als er verschiedene Bestimmungen gegen die Bäckereiverordnung schon eine so große Rolle spielte, schlug natürlich fehl. In gleicher Weise wurde der Antrag ab- enthielt, die, selbst innerhalb der bestehenden Klaffengliederung, brachte in diesem Winter einige alte Forderungen zur Ver anlegten. gelehnt, die Krantenversicherungspflicht auf das Ge- der Arbeit ganz unnöthige Fesseln Als solche wirklichung. unsere Vertreter mit recht den Ver finde auszudehnen. Ebenso erging es unserer Resolution: den Fesseln bezeichneten Den Konsumvereinen wurde der Verkauf an Nichtmitglieder Herrn Reichskanzler zu ersuchen, baldmöglichst den Entwurf eines fuch, einen lebenslänglichen Arbeitsvertrag" zu schaffen, und noch strenger abgeschnitten: Marken oder sonstige nicht auf den Gesetzes vorzulegen, daß das Gesinde einer 3 wangs- Kranten- den im Entwurf enthaltenen Angriff auf das Roalitionsrecht: Namen lautende Anweisungen oder Werthzeichen dürfen nicht und Unfall versicherung unterwirft." nach dem Entwurf sollte dem Fabrikherrn die Selbsthilfe" mehr ausgegeben werden; für Verkäufer oder Mitglieder, welche gegen Entgelt Die rechtliche und wirthschaftliche Lage der Landarbeiter gewährt werden, Streifluftige gewaltsam in der Fabrit an Nichtmitglieder Waaren abgeben oder weitergeben, find wurde von unseren Rednern zum Antrag Raniz und zum Zucker- zurückzubehalten. Es ist unseren Genossen gelungen, diese beiden gewohnheitsmäßig oder gewerbsmäßig" steuergesetz mehrfach gestreift. Beim Etat des Reichsamts des Bestimmungen bereits in der Kommission aus dem Entwurf zu Strafen festgefeßt. Auch auf die Konsumanstalten der Fabriken Innern benutzten auch die Konservativen die Gelegenheit, ihre bringen. Das gleiche gelang mit einer Bestimmung, die unser und die Beamtenvereine sind jetzt die entsprechenden EinDa diese Bestimmungen es be= Landarbeiterfreundlichkeit zu zeigen. Das Reichs- Versicherungsamt Parteivermögen dem großen Magen des Fiskus hätte preisgeben schränkungen ausgedehnt. hatte nämlich den landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften, fönnen. Direkt gegen die Arbeiterklaffe gerichtete neue Bestim sonders den neugegründeten Konsumvereinen erschweren, sich um diese etwas aus ihrer Unthätigkeit zu wecken, einen Entwurf mungen enthält also das Gesetz nicht mehr. Im Gegentheil ist es eine Rundschaft und Mitgliedschaft erstmals zu erwerben, da sie für Unfallverhütungs- Vorschriften unterbreitet der zähen Arbeit unferer Genossen gelungen, eine Reihe Ber- ferner zu einer Quelle von Aergernissen und Denunziationen zu nach langen Vorberathungen mit Sachverständigen und Delegirten befferungen auf mannigfaltigen Gebieten in das Gesetzbuch hinein werden drohen, so stimmte die Fraktion gegen das Gesetz. der Berufsgenossenschaft selber und ohne jeden Versuch einer zubringen. Daß jedoch auch der in der Kommisson erreichte Zus Bei der Novelle zur Gewerbe- Ordnung wiederhnlte sich Pression, da die Betheiligten allein zum Erlaß der Vorschriften stand bei weitem nicht das ist, was heute bereits Gefeß sein sollte der alte kleinlich- gehässige Kampf der ansässigen Handwerker berechtigt find. Nur hatte das Reichs Versicherungsamt sich und könnte, zeigen die Anträge und Ausführungen unserer Fraktion und Raufleute gegen die Haufirer und Detailreisenden. Man erlaubt, der Wahrheit die Ehre zu geben und zu schreiben: Die zur zweiten Berathung. Troßdem kann zugegeben werden, daß das schloß neue Waaren vom Feilbieten im Umherziehen aus; man den Haustrern und Detailreisenden, Abzahlungs hohen Zahlen der Unfälle umfassen eine solche Fülle von Noth Bürgerliche Gesetzbuch in den übermeisten der von ihm geregelten I verbot um geschäfte zu schließen; man schuf ein paar neue Gründe, spektion zu unterwerfen, sowie alle Unternehmer ge- Desterreich kämen viele Arbeiter nach Schlesien und drückten hier den Wander- Gewerbeschein zu versagen, unter anderem se zlich zu zwingen, für alle ihre Arbeiter Betriebswerk die Löhne herunter. In Halle würden in den Schnellfsohlereien setzte man das Minimal- Alter voll 21 auf 25 Jahre it ätten herzustellen. In weiterer Erwägung aber, daß der neueste Herrensohlen schon zu 1,50 M., Damensohlen zu 1 M. an hinauf. Das Aufsuchen von Bestellungen soll fünftig in der Kurs auf fozialpolitischem Gebiete den Arbeitern ungünstig ist und gefertigt. In Delitzsch sei festgestellt, daß ein Arbeiter einmal Regel nicht ohne vorherige ausdrückliche Aufforderung" er Stillstand eintreten soll, verpflichtet der deutsche Schuhmacher. 114 Stunden in der Woche gearbeitet und dennoch nur 8,45 M. folgen. Druckschriften sind jedoch hiervon von vornherein aus- Kongreß in Kaffel die deutsche Kollegenschaft, nicht abzuwarten, verdient habe; ein Verdienst von 10-11 m. sei sehr genommen und der Bundesrath kann nach Belieben für andere bis es den Herrschenden gefällt, diese elenden Arbeitsverhältnisse selten. Der Kleinbetrieb sei fast ganz verschwunden. Waaren Ausnahmen zulassen. Er wird nun den konservativ- aufzubeffern, sondern selbst den Kampf gegen die Reuß- Nürnberg bespricht die dortigen Verhältnisse, dabei Heritalen Wadenkneifereien gegen alles nicht am Konsumtionsorte Schäden der Heimarbeit schon jetzt aufzunehmen. das Spigelthum unter den Gesellen kennzeichnend, wodurch alle Seßhafte nach Möglichkeit den Beißkorb vorzulegen haben, um Bestrebungen auf Erringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht allzuviele Existenzen zu gefährden. So nebenbei wollte zum theil vereitelt würden. Die Zustände in den Fabriken seien der Führer der bayerischen Klerikalen auch den ganzen Kleinäußerst troftlos. Unter Hinweis auf die Schneider verspricht sich handel mit Bier konzessionspflichtig und vom Nachweise des BeRedner von einer Bezirkseintheilung betreffs der Agitation nicht viel. dürfnisses abhängig machen; auch die Antisemiten stimmten Siebert Nürnberg hat Gelegenheit gehabt, viele Orte zu dafür; der Antrag fiel jedoch mit 155 gegen 103 Stimmen. Das besuchen, und überall die schlechtesten Verhältnisse im Gewerbe einzige Bernünftige, was bei dieser Mittelstandspolitik herauskam, angetroffen. Stehe eine Lohnbewegung in Aussicht, dann schlössen war die Annahme des Antrages: sich die Kollegen dem Verband an, kehrten demselben aber nach dem Austrag, einerlei ob ein Sieg oder eine Niederlage zu ver zeichnen ist, den Rücken, da die in den Fabriken beschäftigten Kollegen felbst schon zur Maschine geworden seien und nicht einsähen, daß eine starke Organisation von den Unternehmern gefürchtet wird und auch bessere Zustände schaffen kann. Kinder unter 14 Jahren dürfen auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an öffentlichen Orten oder ohne vorgängige Bestellung von Haus zu Haus Gegenstände nicht feilbieten. Der Entwurf zur Errichtung von Handwerkskammern blieb dagegen in der Kommission stecken: man wollte erst den Junungs- Unterbau abwarten, ehe man große Bentralvertretungen des Kleingewerbes schuf. Ein Gesetz gegen den uulauteren Wettbewerb enthielt manches beachtensiverthe; in der Kommission bemühten sich unsere Vertreter auch, das Gesetz besser ausgestalten zu helfen. Die Annahme des§ 9: Mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder mit Gefängniß bis zu einem Jahre wird bestraft, wer als Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetriebes Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, die ihm vermöge des Dienstverhältnisses anvertraut oder sonst zugänglich geworden sind, während der Geltungsdauer des Dienstverhältnisses unbefugt an andere zu Zwecken des Wettbewerbes oder in der Absicht, dem Inhaber des Geschäftsbetriebes Schaden zuzufügen, mittheilt... machte es jedoch zur Pflicht, gegen das ganze Gesetz zu stimmen, weil besonders die Handelsangestellten hierdurch für eine sonst nur zivilrechtlich verfolgbare Handlung vor den Strafrichter gestellt werden können, um eventuell mit einem Jahr Gefängniß bedacht zu werden, während dasselbe Vergehen von einem Prinzipal gegen einen Angestellten verübt, straflos bleibt. Eine Hindentung des Freikonservativen Gamp auf Erhöhung der Salzsteuer gab unserer Fraktion Anlaß zu einem Vorstoß gegen diese ungerechte Steuer überhaupt. Eine Interpellation, die Verhaftung Bueb's betreffend, wird den elsässischen Behörden hoffentlich die wünschenswerthe Belehrung über die Bedeutung der Immunitätsbestimmung der Verfassung beigebracht haben. In der Nachmittags sigung schilderte Gellert aus Frankfurt a. M. die dortigen Verhältnisse der Schuhmacher. Das Kleinhandwerk gehe immer mehr zurück, und die Großindustrie habe selbst schon bei den Reparaturarbeiten das Uebergewicht; es be ständen bereits 20 Schnellreparatur- Werkstätten. Er empfiehlt die Er richtung von Betriebswerkstätten, da die Heimarbeiter und diejenigen, welche als sogenannte Plazarbeiter bezeichnet werden, für die kämpfende Arbeiterklasse so gut wie verloren seien. Der Vorsitzende verliest einen Antrag König's aus Rixdorf, worin der Kongreß ersucht wird, Deutschland zum Zweck der Agitation in vier Bezirfe zu theilen, denen je ein Vertrauens mann vorgesezt ist, ferner Stellung zu nehmen zum Generalstreit, zur Einführung des Neunstundentages, zur Jnangriffnahme des Achtstundentages und zur Abhaltung eines internationalen Schuh macherkongreffes im Jahre 1898. M Frischer Frankfurt a. D. spricht seine volle Zustimmung zu den Bock'schen Resolutionen aus und bemerkt, daß durch die Zustände in der Schuhmacherei die Gewerbsgenossen förperlich und geistig verlumpten. Ein Versuch in Frankfurt mit der Errichtung einer Betriebswerkstätte sei namentlich an der Gegnerschaft der verheiratheten Gesellen gescheitert. Die schlechten Zustände würden sich nicht eher bessern, bis es gesetzlich verboten sei, Waaren außer dem Hause anfertigen zu lassen. = Schäfer Barmen will das Hauptgewicht der Agitation auf die Beseitigung des Schwißsystems gelegt sehen, ebenso auf die Einführung einer geregelten Arbeitszeit im handwerksmäßigen Betrieb. Redner erklärt sich wegen der lokalen Verhältnisse Barmens für die Schnellsohlereien. = Martus Erfurt behauptet, daß die erbärmlichen Zustände im Gewerbe zum größten Theil auf Konto der Arbeiter zu setzen seien. Die Stellung der kleinen Buthaten, Fournituren durch die Arbeiter oder Arbeiterinnen führe zu mancherlei Unguträglich feiten. Redner weiß aus Erfahrung, daß in Eschwege Leute abends aus der Fabrik die Buthaten zu einem Paar Stiefel mit nach Hause nehmen und anderen Morgen die fertigen Stiefel mitbringen, an deren Fertigstellung dann häufig die ganze Familie theilgenommen hat. Siemon Offenbach kann es nicht begreifen, daß man jetzt mit einem Antrag über den Generalstreit tommt. In Offen bach wären zur Zeit 6 Schuhfabriken, deren Inhaber fast ausschließlich für Grossisten arbeiten ließen, mithin eigentlich nur Zwischenmeister seien. Die Logisarbeit müsse mit allen Kräften bekämpft werden. Die sonstige parlamentarische Thätigkeit der Fraktion bedarf Nauer Berlin spricht gleichfalls für Beseitigung der wohl einer besonderen Erörterung im feinzelnen nicht. Es ist Hausarbeit. bekannt, wie in der Duelldebatte, in der Erörterung der MilitärAppel Stettin glaubt, daß dieselben Zustände wie in der mißhandlungen, der Beziehungen zwischen der Militärverwaltung Schneiderei auch in der Schuhmacherei beständen, da das und dem Pulverring, der Steigerung des Pensions Etats, 3wischenmeistersystem seine höchste Blüthe erreicht habe. Durch in der Geißelung der Ausschreitungen in den Kolonien, in den Gesetz sei allerdings für Frauen die 11stündige Arbeitszeit in den Anregungen zur Konvertirung der Reichsschulden, in der Kritik Fabriken eingeführt, aber kein Teufel fümmere sich darum. des Transvaal Telegramms und der userlosen Marinepläne König- Rixdorf begrüßt es mit Freuden, daß das Kleinunsere Vertreter überall in der vordersten Reihe der handwerk immer mehr zurückgeht, da in demselben am schlechtesten Opposition fämpften. Steht doch der Eindruck, den die Ent au agitiren fei, und hält die Eintheilung der Agitation in hüllungen über den Fall Peters" machten, vielleicht einzig da mehrere Bezirke für unbedingt nothwendig. Redner empfiehlt in der ganzen parlamentarischen Geschichte des Deutschen Reiches. den Generalstreik. Die Fraktion blickt auf eine reiche Thätigkeit im vorigen Christensen Berlin empfiehlt die Agitation für die Winter und Frühjahr zurück. Da durch die schließlich doch einBetriebswerkstätten. getretene Bertagung manche Anträge, die sonst unerledigt ge blieben wären, zur Berhandlung kommen werden, so wird sie auch im nächsten Winter mehr wie sonst Gelegenheit haben, die dringensten Forderungen der Arbeiterklasse parlamentarisch zu verfechten und zur Entscheidung zu bringen. werden. # Hafner Lübeck geißelt die Lauheit der Lübecker Kollegen, sowie die falschen Angaben derselben bei veranstalteten Erhebungen. Die Heimarbeit sei in Lübeck start eingerissen und die Zustände darin schauderhaft, wie er an Beispielen erläutert. König Rixdorf will praktische Arbeit vom Rongreß geleistet sehen durch tüchtige Agitation für Verkürzung der Arbeitszeit, Errichtung von Betriebswerkstätten u. f. w. = Bahrdt Groißsch schildert einzelne Vorgänge dortselbst sowie in Pegau; in ersterem Drt sind die Verhältnisse infolge der guten Organisation wenigstens leidlich. Göz Offenbach empfiehlt die Agitation durch kleinere Zufammentünfte und persönliche Rücksprache mit dem einzelnen. Die Abschaffung der Lieferung der Fournituren hält Redner für die erste Aufgabe der Kollegen. # Christensen Berlin hält die Errichtung von ProvinzAgitations- Kommissionen für unbedingt nöthig, da die Verhält niffe nicht überall die gleichen sind. In seinem Schlußwort bedauert Bock, daß keine Vertreter der Regierung oder der großen Zeitungen die Klagelieder, welche auf dem Kongreß erklangen, mit angehört haben. Sei es den Berliner Kollegen infolge des guten Geschäftsganges gelungen, den neunstündigen Arbeitstag zu erringen, so müßte darauf hingearbeitet werden, dieses auch anderwärts zu erreichen jezt Errungene nicht wieder beim schlechten Geschäftsgang verloren gehen solle. Werde bei der Lieferung von Fournituren ein höherer Betrag erhoben, als der reelle ortsübliche Verkaufspreis, so müsse der Staatsanwalt in Anspruch genommen werden, da die Gewerbe- Ordnung jenes ausdrücklich verbiete. Redner macht den Delegirten einen Vorwurf darüber, daß sie die Mißstände erst auf dem Kongreß und nicht schon lange im Fachblatt bekannt gegeben hätten. Für Verbesserung unserer Lage müffe man agitiren und die Gesetzgebung in Anspruch nehmen. Bor allen Dingen müsse dahin gewirkt werden, daß in allen Industrien gesunde Arbeits- und Betriebsverhältnisse geschaffen werden. Bezeichnend fei es, daß ein Berliner Obermeister ohne Widerspruch die Behauptung aufstellen konnte, daß die Schuhmacher im Gefängniß besser lebten als in der Freiheit. Die von Bock beantragten und bereits im Wortlaut wiedergegebenen beiden Resolutionen wurden hierauf einstimmig angenommen, ebenso folgende, die von anderer Seite gestellt waren: Der Kongreß spricht den Wunsch aus, der Vorstand des Vereins der Schuhmacher möge so bald als möglich eine umfassende Enquete über die in der Schuhmacherei bestehende Heimarbeit, sowie über die Lieferung von Buthaten durch die Arbeitgeber und über deren Preise, veranstalten. des Verbandes von Orts Krankenkassen im Deutschen Reiche. Rölle Hamburg führt aus, daß die Mehrzahl der Hausarbeiter von dem Gedanken durchdrungen seien, sich über kurz oder lang selbständig zu machen und deshalb sich einen oder Der Kongreß hat durch die Berichterstattung der Delegirten auch mehrere Meister hielten, um später, wenn ihre eigene aus den einzelnen Bezirken Kenntniß genommen von der ge= Kundschaft zum Lebensunterhalt nicht ausreiche, noch für diese radezu übermenschlichen Ausbeutung, welcher die arbeiten zu können. Dies sei ein großes Hinderniß für die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Schuhmacherei unterworfen Einführung der Betriebswerkstätten; werde für die Werkstätten find. Obwohl die Zustände schon jahrelang offenSchuhmacher- Kongrek zu Kallel. eingetreten, fo müsse gegen alle Logisarbeiter agitirt fundig, so ist doch durch die in Kaffel bekannt gegebenen Redner will nicht bestreiten, daß die Arbeiter Berichte fonstatirt worden, daß in den letzten Jahren die In der ersten Sigung am Morgen des 21. September, über manchmal mit dem gelieferten Material schlecht um Ausbeutung eine intensivere geworden und deren Beginn in gestriger Nummer unter der Rubrit Gemert- gingen, aber noch schlimmer gingen die Arbeitgeber mit der durch diese die Arbeiter und Arbeiterinnen geradezu der schaftliches" turz berichtet worden ist, schilderte Genoffe Bock Arbeitskraft um. Aus einem im vorigen Jahre erfolgten Streit geistigen törperlichen Vertrüppelung aus Gotha als Referent über den ersten Punkt der in Soldau macht Redner Angaben über das Verhalten der überliefert werden. Aus diesen Gründen beschließt der Kongreß, Tagesordnung:„ Die Lage und Organisation Arbeitgeber bei der Bezahlung und dem Abzug für die ge- daß durch Vermittelung der sozialdemokrati Der Schuhmacher in Deutschland" die erbärmlichen lieferten Buthaten, die allgemeine Verwunderung und Entrüftung schen Reichstags Fraktion die Reichs Kom Arbeitsverhältnisse der Schuhmacher, wobei er nachwies, hervorrufen. mission für Arbeiterstatistit aufgefordert wird, daß in verschiedenen Gegenden Deutschlands die Klein- Niederauer und Hammacher Berlin sprechen gegen Erhebungen über die Lohn- und Arbeits= meister thatsächlich weiter nichts als Lohnarbeiter find, die Heimarbeit. bedingungen in der Schuhmacherei zu veran indem sie für die Fabriken arbeiten. In anderen Orten Hildebrandt Berlin: Man muß, wie wir in Berlin, st a Iten. wieder sei das fogenannte Sitgesellen oder Zwischenmeister- alle Sebel anfeßen, um die Hausindustrie zu beseitigen; er fei System eingeführt. Alle diese Schuhmacher standen mit den auch der Ansicht, daß man dieses durch Gesez fordern solle, jedoch Dresdener Jahresversammlung anderen Berufsgenossen in feiner Verbindung. Die großen dürfte man sich nicht so sehr darauf verlassen, sondern müsse Ladenbesitzer trieben mit dem 13wischenmeister- System den selbst Hand anlegen. ärgften Schwindel; sie beschäftigten meist nur wenige Siggefellen, Voigt Burg: Bei der Fabrikarbeit sei die Haus industrie dem Publikum aber würde vorgemacht, fie hätten 20 bis gerade so eingeführt wie bei dem Handbetrieb. 30 Gefellen in Arbeit und könnten infolge dessen mehr als andere bieten. Redner tadelt tadelt dann die gewerkschaftliche Indifferenz der Fabrikschuhmacher, die zum theil ihren Grund darin habe, daß sich unter diesen viele ehemals selbst ftändige Schuhmacher befinden, die, nachdem sie in den Fabriken ein paar Pfennige mehr als früher verdienen, es nicht nöthig zu haben glauben, mit den organisirten Schuhmachern vereint an der Besserung der wirthschaftlichen Lage zu arbeiten. Mehr als je sei aber gerade jetzt die Organisation der Schuhmacher nöthig. Das Schuhmachergewerbe entwidele sich mit Riesenschritten zur Großindustrie es würde wohl höchstens noch zehn bis fünfzehn Jahre dauern, bis der Kleinbetrieb ver= Bock Gotha stellt den Antrag, eine Statistit über die Hausschwunden sei. Da der Schuhwaarenerport von Jahr zu Jahr industrie aufzunehmen. zurückgeht, würden die deutschen Fabrikanten sich immer mehr Von den übrigen Rednern führt Mertens Weißenfels auf die Konkurrenz im Inlande legen und durch billigere Pro- an, daß dort die Lehrlingsausbeutung in der trasfesten Weise duktion das Kleingewerbe vollends todt machen. Die Opfer dessen betrieben wird, Jentsch- Chemnitz kritisirt die Haltung der würden aber auch die Arbeiter bringen müssen in Gestalt von dortigen Polizei gegenüber der Organisation, und SchweizerLohnabzügen, sofern sie versäumt haben, sich in Maffe bei Zeiten Altona erklärt auf den Vorwurf, man habe in Altona nicht den der Organisation anzuschließen; die Fabrikanten würden dann, Muth zu streiten: man biete daselbst alles auf, um die Mittel die Reserve- Armee der Arbeitslosen ausspielend, immer rücksichts- für Streits mit aufzubringen, das sollten sich die Kollegen in lofer gegen die Gesellen auftreten. Es sei deshalb hohe Zeit für anderen Orten ebenfalls zum Prinzip machen. die Schuhwaarenarbeiter, sich durch Anschluß an die Organisation auch gegen die geschilderten fünftigen Gefahren zu schützen. Der Redner fritisirte dann die Handwerkervorlage der Regierung und schlug zum Schluß dem Kongreß folgende Resolution vor: # No act Erfurt: Die Heimarbeit müsse genau so beauf fichtigt werden, wie heute schon die Wohnungen, sodaß die Polizei sagen könne: hier kann niemand arbeiten, der Raum ist nicht dazu geeignet. Kynaft Göppingen spricht sich in gleichem Sinne aus, man könne nicht scharf genug vorgehen; er ist der Meinung, daß die Schuhmacher noch mehr durch die Hausindustrie verfumpft seien, als die Schneider. Riedinger München führt einen Fall an, wo fogar eine Schnellsohlerei durch die Handarbeiter vertrieben worden ist, indem diese noch billiger gearbeitet haben. V # 0 Die Versammlung tagte am 21. September im Hause der Dresdener Ortstrantentasse. Erschienen waren 30 Delegirte, die zirka 700 000 Mitglieder von Drts- Krankenkassen vertraten, und zwar die Drts Krankenkasse Leipzig mit 106 000 Mitgliedern, Verband der Drts- Krantentaffen Schleswig 80 000, Orts- Krankentaffe Dresden 78 000, Thüringer Verband 80 000, Freie Vereini gung Rheinland Westfalens 50 000, Allgemeine Orts Krankenkaffe Köln a. Rh. 21 000, Polygraphische Gewerbe Nürnberg 3000, Allgemeine Orts Krankenkasse Bremen 8500, Allgemeine Orts- Krankenkasse Altona 6500, Stuttgart 30 000, Frankfurt a. M. 35 000, Chemnitz 28 000, Allgemeine Orts- Krankenkasse( Meyersche Kaffe) Berlin 52 000, Freie Vereinigung der Krankenkassen mit freier Arztwahl, Berlin 39 843, Vereinigte Orts- Krankenkasse für Bauhandwerker u. s. w. Köln 9000 und Elsaß- Lothringischer Verband 30 600. Mehrere der vertretenen Kassen hatten zum ersten Male Delegirte gesandt und den Anschluß an den Berband formell noch nicht vollzogen. Vorsitzende der Jahresversammlung waren Kommerzienrath Dr. Schwabe aus Leipzig und Landtags- Abgeordneter Frä ß dorf aus Dresden. Herr Dr. Schwabe gab den Geschäftsbericht des Vera bandes. Er führte aus, daß die Bestrebungen des Verbandes Aus den Verhandlungen am Bormittag des 22. Seps von den Orts- Krankenkassen immer mehr gewürdigt werden. tember ist als hauptsächlichstes folgendes mitzutheilen: Das drücke sich aus in dem gegen früher so starken Besuch der Hauck Speyer fordert die Abschaffung des Gebrauchs, daß Versammlung. Redner weist dann auf die Bestrebungen hin, die Arbeiter die Benutzung der Maschinen bezahlen müffen( fo- die sozialen Versicherungs Einrichtungen den Unfalls 1. Der in Rassel tagende deutsche Schuhmacher- Rongreß genanntes Maschinengeld). Berufsgenossenschaften anzugliedern, während doch macht es der Kollegenschaft zur Pflicht, in nächster Zeit eine Niederauer Berlin hält die Abhaltung von Fabrik die Angliederung der Altersversicherung an die Krankens energische Agitation für allgemeine Gin Ronferenzen für sehr vortheilhaft. Die Festlegung einer Arbeits- versicherung, soweit dies durchgeführt wurde, sich vorzüglich. führung der neunstündigen Arbeitszeit in zeit überhaupt sei nothwendig, doch müsse dabei das zunächst im bewährt habe. Er hält es für praktisch, wenn die Altersa Schuhfabriten und zehnstündige Arbeitszeit Bereich der Möglichkeit liegende im Auge behalten werden, die und Invaliditäts- und die Unfallversicherung an die Krankens im Kleingewerbe zu entfalten, ferner für unentgeltliche Forderung des Achtstundentages werde noch lange ein frommer tassen angeschlossen würden. Allerdings müßte dann die berufsa Lieferung aller bei Fertigstellung der Arbeit nöthigen Zubehör Wunsch bleiben. genossenschaftliche Organisation der Unfallversicherung Artikel durch die Unternehmer. Weber Berlin erklärt, daß die Berliner- Jnnungs- Schuh- aufgegeben und eine territoriale Organisation herbei2. In Erwägung, daß die im Schuhmachergewerbe noch fabrikanten, welche sich als berufene Helfer des Handwerks aufgeführt werden. Die Versicherten würden dadurch übliche lange und ungeregelte Arbeitszeit sowie die niedrigen spielten, gerade die größten Vernichter desselben seien. In der mehr Einfluß erhalten und das könnte nur Arbeitslöhne eine Folge der in diesem Gewerbe eingenisteten Berliner Filzschuh- Fabrikation, die zum größten Theil von fegensreich wirken. Heimarbeit ist, und in weiterer Erwägung: daß die der Heimarbeitern betrieben werde, herrschten die ungesundesten Ver Ein weiteres Ziel des Zentralverbandes ist es, die lokalen Heimarbeit verfallenen Schuhmacher in Noth und Elend verhältnisse, fast alle Filzschuharbeiter stürben an der Schwindsucht. Krankenkassen zu zentralisiren, um durch die gemeinsame Vera kommen, indem die große Mehrheit infolge 16-18stündiger Das Vertrauensmänner- Syftem habe sich. in Berlin gut bewährt. waltung eine Werbilligung und damit eine Erhöhung der Arbeitszeit, mangelhafter Ernährung und Martus Erfurt steht dem Antrage König's aus Leistungen zu erzielen. Diese Zentralisation ist in Chemnitz, Wohnung frühzeitig durch die Tuberkulose Rixdorf, betreffend die Schaffung von Agitationsbezirken, sym- Dresden und Leipzig durchgeführt. Während z. B. in den dahingerafft wird, fordert der in Raffel tagende deutsche pathisch gegenüber. Raffen vorher 21/4 pCt. der Einnahmen als Verwaltungskosten Schuhmacher- Kongreß den Bundesrath auf, alle im Klein- Hänel Delitzsch tommt auf die Verhältnisse in der verbraucht wurden, genügen jest 7 pCt., also knapp der dritte gewerbe und der Hausindustrie thätigen Schuhmacher den Schweiz, Desterreich und Italien zu fprechen, die mindestens eben Theil. Entsprechend sind die Leistungen geftiegen. Die Ben Arbeiterschuh- Gesezen und der Gewerbe Info, womöglich noch schlechter feien als in Deutschland. Bon tralisation giebt die Möglichkeit günstigerer Abschlüsse mit Aerzten, 10 Apothekern u. f. w. Bevor die Zentralisation in Leipzig durch| füllen. Fischer Thüringen tabelt, daß die meisten Orts- I obligatorischer Gerichtshof zur Schlichtung aller entstehenden geführt war, wurde mit Unterbilanz gearbeitet, während jezt ein Krankenkassen noch nicht die Ausschüsse besetzen. Das Streitigkeiten gefordert wird, angenommen worden war, trennte guter Reservefonds gesammelt werden kann. Viele Oberbehörden gesparte Geld dürfe man nicht zum Bau von Arbeiter Wohn- sich die stattliche Versammlung. Erwähnt sei noch, daß von der stehen dem Bentratverbande nicht besonders freundlich gegen häusern, jener sehr zweifelhaften Wohlthat, verwenden lassen. Frau Bertha von Suttner ein Begrüßungstelegram im Namen über, doch wird sich dieshofft der Redner im Hinblick auf Der Antrag Hesse wird angenommen. des 7. internationalen Friedenskongresses in Budapest einging, die außerordentlich günstigen Erfolge des Verbandes ändern. Es Ein Meinungsaustausch über die Krankenhausfäße, das mit Jubel aufgenommen wurde. sei vielfach den Orts- Krankenkassen untersagt worden, Auf welche an die Gemeinden gezahlt werden müssen, gipfelt in dem Die streikenden Ballschuhmacher versammelten sich am wendungen für den Zentralverband zu machen; man habe Rathe, die versicherten Arbeiter sollten Einfluß in den Montag in der Königsbank, um über den Stand des Streits Schritte dagegen unternommen, doch weil dies vorläufig Gemeindeverwaltungen, besonders in den Stadtver Bericht entgegenzunehmen. Wie Schuhmacher Rott bemerkte, aussichtslos erscheine, wolle man sich durch Audienzen und ordneten- Kollegien zu gewinnen suchen. Den Gemeinden sei eine ist die allgemeine Lage wenig verändert. Zu den Fabrikanten, ähnliches nicht weiter bemühen. Die Leipziger Zentralleitung große Armenlast durch die Krankenversicherung abgenommen die bereits bewilligt haben, fomme noch Herr Leiser hinzu. Die habe eine Petition an den Reichstag ausgearbeitet, worin geworden, da sei es nicht mehr als billig, daß nicht der volle Polizei tritt auch in diesem Streit kräftig für die Fabrikanten wünscht wird, der§ 46 des Krankenversicherungs- Gesezes solle Ersatz für die Krankenhauskosten gefordert werde. Als viel zu ein. Streifende Schuhmacher der Fabrik Horst sind aus ev. einen Busah erhalten, wonach die Orts- Krankenkassen be- hoch wurde der Nürnberger Satz von 2,50 M. pro Tag be- dem Schanklokale heraus verhaftet worden. Der Redner betont, rechtigt seien, Berbände zu bilden über den Kreis der Aufsichts- zeichnet. daß für diese Maßnahmen der Polizei jede rechtliche Grundlage behörde hinaus und für solche Verbände Mittel aufzuwenden. Der Verband der Verwaltungsbeamten beantragt, beim fehlt, denn den Arbeitern ist in der Geltendmachung ihrer Rechte Bis der Reichstag diese Petition erledigt habe, solle nur das Reichstage vorstellig zu werden wegen Ausdehnung der Un die größte Vorsicht empfohlen. Die Lage für die Streikenden sei nöthigfte unternommen werden. abtömmlichkeit von Krantentassen und Be- eine die durchdrungen. Hierauf berichtet Fischer, führte aus, es sei in dessen Gebiet nicht verboten, die berufung zu militärischen Uebungen, ähnlich wie bei öffentliche Schuhmacher Versammlung Der Vertreter des Thüringer Verbandes, Herr rufsgenossenschafts- Beamten für den Fall der Ein eine sehr günstige und dieselben selbst seien vom besten Geiſt Die Mittel der Kassen für den Verband in Anspruch zu nehmen. den Staats- und Kommunalbeamten. In der Debatte wird Versammelten haben den Streikenden ihre volle Syms Jede Rasse zahlt pro Jahr 14 M.= 1 Pf. pro Mitglied; da hervorgehoben, daß solche Anträge, sofern sie begründet find, pathie ausgesprochen und sich verpflichtet, dafür Sorge von würden alle Kosten des Provinzial- und Zentralverbandes jetzt schon berücksichtigt werden. Man habe keinen Anlaß, die zu tragen, daß sich kein Kollege als Streifbrecher anwerben läßt. bestritten. Man wolle daran festhalten und empfehle er das auch betreffenden Beamten gefeßlich immer mehr den Staatsbeamten Falls die Fabrikanten Arbeit dorthin schicken sollten, würde dieden Vertretern der anderen Kassen. Beige man sich nachgiebig, gleichzustellen. Ein Beschluß wird nicht gefaßt. = T = = " B über Willner in Dresden. Das Streitbureau selbe zurückgewiesen werden. Sämmtliche nachfolgenden Redner so müssen unter Umständen die schon verbrauchten Gelder von Elsaß Lothringen führt Klage darüber, daß Unter- betonen den günstigen Verlauf des Streits und geben die Ver den Vorständen zurückgezahlt werden, man möge energisch aufnehmer, die Kassengelder unterschlagen, viel- sicherung, treu und fest ausharren zu wollen. Im Verschiedenen dem eingenommenen Standpunkte verharren. Für Elsaßfach nur ganz gering bestraft würden, oft aber ganz giebt ein Redner bekannt, daß er in einer Fabrit als Zwicker Lothringen wird das gleiche festgestellt; dort hat das Statut straflos ausgingen, weil nicht nachzuweisen sei, daß sie vom Fabrikanten Arbeit erhalten habe, vom Werkführer jedoch die Genehmigung der Oberbehörde gefunden. Vielleicht werde die Gelder mit der Absicht behalten hatten, sich einen zurückgewiesen wurde. Er beantragt, daß die Agitations- Kom in bälde der Beitrag von 1 Pf. auf 1/2 Pf. pro Mitglied und rechtswidrigen Vermögensvortheil zu verschaffen. Stuttgart mission für ihn eintrete. Dem stimmt die Versammlung zu. Jahr erhöht. Von Württemberg wird berichtet, daß dort berichtet einen Fall, in dem der Unternehmer fortgesetzt diese Sodann wird berichtet, daß bei der Firma Teschner u. Lüderiz das Ministerium sogar die Bildung eines Landesverbandes Unterschlagungen machte; der Staatsanwalt habe nichts dagegen Differenzen ausgebrochen sind. Trotzdem die Fabrik vergrößert werden empfohlen habe. Gräf Frankfurt a. M., der Delegirte des gethan. Die Kasse ließ daraufhin ein Plakat in der betreffenden soll, entließ man plößlich 4 Kollegen. Die Arbeiter dieser Fabrik Wiesbadener Verbandes, weist darauf hin, daß die Ober- Wertstube anschlagen, in dem die beschäftigten Versicherten auf haben Ursache zu der Vermuthung, daß die Fabrikanten an stelle behörden vielfach selbst im unklaren sind. So hätten bei gefordert wurden, ihre Beiträge direft abzuliefern. Frank der Entlassenen billige und gefügige Arbeiter verwenden der Frankfurter Orts- Krankenkasse 10 Jahre lang ungesez- furt berichtet von ähnlichen Fällen. ES wird be wollen, und sehen diese Entlassung als Maßregelung an. Liche Statutenbestimmungen bestanden; als die Arbeiter sich die schlossen, beim Reichstag zu beantragen,§ 82 b des Redner ersucht die Versammelten, diese Fabrit vorläufig zu Verwaltung aneigneten, wurde dies beseitigt. In Rhein Kranken- Versicherungsgesetzes entsprechend abzuändern. Man meiden. Sodann werden die Streikenden auf die Gewerbes land- Westfalen ist mehreren Vorständen aufgegeben worden, ist zwar der Meinung, daß auch dann noch genug gerichtswahlen hingewiesen und hierauf die Versammlung mit die aufgewendeten Mittel zurückzuzahlen, das gleiche ist in solche Betrügereien vorkommen, weil die wirthschaftlichen einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung geschlossen. Eins Berlin passirt. Dort wurde den Vorständen die Zwangs- und sozialen Ursachen durch die Gesetzesänderung nicht beseitigt gelaufen war mittlerweile folgendes Telegramm aus Kassel: Der vollstreckung sogar angedroht, doch habe die Oberbehörde die werden, aber es würde eine Handhabe zur Verhinderung der Kongreß der Schuhmacher Deutschlands spricht den streikenden Sache dann niedergeschlagen. Für die Zukunft ist die Auf- Fortseßung gewonnen. Man sprach auch die Hoffnung aus, es Ballschuhmachern seine volle Sympathie aus. wendung von Mitteln streng verboten worden. Es wird von werde später möglich sein, solchen Betrügern die Beschäftigung mehreren Delegirten hervorgehoben, daß die Masse der versicherten der Arbeiter zu verbieten. Die Drechsler beschäftigten sich in einer am Dienstag in Weiter soll beantragt werden, die Mitglieder die Sache zur ihren machen müsse; wenn eine Strafverfolgung zu erleichtern bei Angabe einer zu niedrigen Joel's Saal abgehaltenen Versammlung mit dem Stand ihrer große Zahl Kassen sich angeschlossen habe fich angeschlossen habe, werde man Lohntlaffe.§ 55, Absatz 2, gewährt den Forderungen der Kranken- Lohnbewegung. Derselbe ist, wie Toft berichtete, ein recht 687 Kollegen, die in 166 Werkstätten schon respektirt werden. Auch wird darauf hingewiesen, daß tassen bei einem Konturse Vorzugsrechte. Häufig entstehen jedoch günstiger zu nennen. mehrere Regierungen der Ansicht der Württem- im Berlaufe des Konkurses solche Forderungen; es soll beantragt arbeiteten, hätten am 7. September die bekannten Forderungen bergischen huldigen, sie hatten aber nicht freie Hand. Die bunte werden, daß dieselben nicht an den Anmeldetermin gebunden sind. gestellt. Gegenwärtig ständen nur noch 40 Kollegen in sieben Musterkarte verschiedener Verwaltungsmaßnahmen wird durch Von der Orts- Krankenkasse für das Gastwirthsgewerbe Werkstätten im Streit, der sich vornehmlich jetzt auf zwei Werk jene der mittelfränkischen Regierung noch abwechselungsreicher in Berlin und vom Elsaß- Lothringer Berband wird stätten, nämlich die von Görschner und Schmidt erstrecke. Obgleich gemacht, insofern in Nürnberg dem Worstande verboten beantragt, beim Reichstage zu petitioniren wegen Aufhebung der Lohnkampf in diesen Werkstätten einige Schwierigkeiten wurde, Entschädigungen anzunehmen, es feien denn solche für ber§§ 59-76 des Krankenversicherungs Gemache, brauche man doch auch hier die Hoffnung nicht aufzugeben. entgangenen Arbeitsverdienst. Mehrfach kommt der Wunsch zum fees. Diese Petition würde bezwecken, die Junungs, Knapp- 3war habe anfangs die Absicht bestanden, in der ersten Woche Ausdruck, zu veranlassen, daß solche Maßnahmen der Prüfung schafts-, Betriebs, Bau- und freien Hilfstassen nicht mehr als teine Streitunterstützung zu zahlen, jedoch sah sich die Kommission der Gerichte unterbreitet werden. Das Resultat des Meinungs- gesetzlich genügend anzuerkennen. Es wird für diese Maßnahme genöthigt, angesichts der schlechten Lage der Kollegen schon in austausches ist, daß die mit Beschleunigung herbeizuführende angeführt: Alle diese Arten von Kassen hindern die Einheitlich der ersten Woche den Verheiratheten 10 Mart, den Un Entscheidung des Reichstags abgewartet werden soll; nach feit, fie vertheuern dadurch die Verwaltung, der Arbeiter muß verheiratheten 7 M. zu bewilligen. In der zweiten Woche seien Möglichkeit will man bis dahin in der bisherigen Weise weiter oft von einer Kaffe zur anderen übergehen, das Verwaltungs 12 resp. 15 M. gezahlt worden. Die Kommission schlage nun vor, thätig sein.. recht der Arbeiter ist bei allen mit Ausnahme der freien Hilfs über die sieben Wertstellen, welche noch nicht die Forderungen Die Orts- Krankentassen von Elsaß.2othringen und faffen geschmälert. Die freien Hilfskassen seien früher der Arbeiter bewilligt haben, die Sperre zu verhängen und so Thüringen und die des Berliner Gastwirths- fehr dienlich gewesen, jekt hätten sie jedoch nur Berechtigung, lange aufrecht zu erhalten, bis die Kommission dieselbe aufhebt, gewerbes beantragen, beim Reichstage zu petitioniren wegen als Zuschußkassen zu dienen. Die Arbeiter sollten die den allgemeinen Streit aber mit dem heutigen Ausdehnung der Krantenversicherung auf die Verwaltungsposten der Orts Krankenkassen besetzen, dann age für beendet zu erklären. Nach kurzer Debatte, Dienstboten, welche nicht in einem stehenden Gewerbe- würden sie die ganze Kaffe in der Hand haben. Die freien in der gegentheilige Ansichten nicht laut wurden, nahm die Ver betriebe thätig sind. Der Antrag wird einstimmig an- Hilfstassen träfen eine Auswahl; sie nähmen das beste Material sammlung den Antrag der Kommission an. genommen und die Ausführung der Geschäftsleitung übertragen. weg, die Kranten und Krüppel verblieben der Orts- Krankenkasse. befindet sich von jeüt an Annenstr. 39 im Arbeitsnachweis des Desgleichen wird dem Vororte Leipzig ein Antrag Elsaß- In Mittelstädten beständen vielfach 5 und mehr freie Hilfskassen Holzarbeiter- Verbandes. Lothringens überwiesen, die Aufstellung eines Verdie Orts- Strantenkasse tönne dann nicht zur Geltung kommen 20 Eine öffentliche Versammlung der Glaser tagte am zeichnisses über die Orts Krankentassen im Wo die Krüppel hingehören, sollen auch die Gefunden sein; das 22. September in den Aminhallen", um den Bericht über den Deutschen Reiche, zwecks Erleichterung des Geschäfts- sei übrigens nur dem Geiste der Krankenversicherung ent- Stand der Lohnbewegung entgegen zu nehmen und weitere Maß verkehrs bei gegenseitiger Uebertragung der Krankenfürsorge be- sprechend. Gegen die Innungs- Krankenkassen wird nahmen zu beschließen. Von einer ganz beträchtlichen Anzahl treffend. Es wurde anerkannt, daß dies Verzeichniß gute Dienste noch angeführt, daß deren Trachten immer auf eine Be- von Werkstätten hatten die Kollegen Bertreter entfendet, welche leiften fönne, aber es stehen der Ausführung große Schwierig schneidung des Selbstbestimmungsrechts der Arbeiter zum zumeist berichten fonnten, daß die aufgestellten Forderungen bes teiten entgegen. Man will event. an das Reichs- Versicherungsamt 3 we de der Kürzung der Leistungen hinausgehe. willigt seien. In einer fleineren Anzahl von Werkstätten sind die entsprechenden Antrag stellen. Ueber alle diese Ausführungen herrscht Einmüthigkeit, doch Forderungen nur theilweise, in anderen wieder nur einem Theil der Es folgt auf Antrag Stuttgart eine Besprechung über macht Wirz Stuttgart den Einwand, daß die Hilfskaffen sich Arbeiter die sämmtlichen Forderungen bewilligt. Nur in wenigen Kaffenarzt Systeme: freie Arztwahl oder Kassen- doch in wenig Jahren zu Zuschußkassen umwandeln müssen; man Werkstätten sind die Forderungen rundweg abgelehnt, die aber arzt 3wang, die Honorirung Pauschalsumme solle also diese Arbeiterkreise nicht aufregen. Er beantragt, sich wegen der geringen Zahl der dort beschäftigten Arbeiter nicht in oder Einzelbezahlung sowie die Festsetzung einer blos gegen die§§ 59-73 zu wenden, also die Hilfskassen aus Betracht kommen; nur eine größere Werkstatt( Wahl u. Sohn) mit Bauschalsumme über den Vertheilungsmodus unter den zunehmen, es wird jedoch gegen 3 Stimmen beschlossen, den 11 Mann befindet sich darunter. Dieselbe ist schon von je dafür Aerzten. In der Besprechung wird allseitig die freie Arzt Vorort zu beauftragen, eine Petition gegen die§§ 59-76 an den bekannt, die schlechtesten Löhne zu zahlen; auch haben hier die Arbeiter wahl als ideales Ziel anerkannt, dem jedoch mancherlei Um Reichstag abzusenden. überhaupt keine Forderungen gestellt. Ueber die weiteren Maß stände entgegenstehen. Davon ist man überzeugt, daß eine völlig Auf Antrag Dresden wird weiter beschlossen, beim nahmen entspinnt sich eine sehr rege und ausgedehnte Debatte. unbeschränkte freie Wahl nicht zu erzielen sei. Die Behandlung Reichstage zu beantragen, daß dem Reservefonds nur Bezüglich derjenigen Werkstätten, in welchen die Forderungen durch Naturärzte ist überall bedeutend theurer gewesen sowohl noch ein 3wanzigstel( statt ein Zehntel) der bis jeht nur theilweise bewilligt find, wird beschlossen, daß die wegen der Kostspieligkeit der Mittel( es werden 30 und mehr Jahreseinnahme zugeführt werden soll. Streitkommission mit den Firmeninhabern in Berbindung vollen Bewilligung Bäder verschrieben), wie auch wegen der Verlängerung der Der Verband foll, Verwaltungsbeamten der treten um dieselben zur Krankheitsdauer und damit verknüpfter Mehrausgabe von Orts Krantentassen theilt mit, daß er eine veranlassen. Wo die Forderungen nur einem Theil der die unter bewilligt find, sollen den alten Krankengeld. Die Vertreter der Rassen mit( beschränkter) freier Pensions, Wittwen- und Waisentasse errichten Arbeiter Arztwahl loben dieses System, doch sind Meinungsverschieden will; er erbittet wohlwollende Unterstützung. Das Schreiben Bedingungen Stehengebliebenen aufgefordert werden, ebenfalls heiten über bie beste Art der Kontrolle vorhanden. wird zur Kenntniß genommen. die neuen Bedingungen zu fordern. Es sollen zu dem Zweck wird auch die Anschauung vertreten, bas Aerzte- Auf Antrag Köln wird beschlossen, eine präzisere Fassung Werkstattsigungen mit den betreffenden Arbeitern stattfinden. wesen folle verstaatlicht werden. Im Hinblick auf die Wichtig, des§ 50 des Krankenversicherungs Gesetzes, betr. die Hegreß- Ueber eine weitere Anzahl von Geschäften wird die Sperre ver teit der Sache und auf die bestehende Untlarheit wird beschlossen, pflicht der Arbeiter, zu beantragen. hängt, während über die kleinsten, die nicht bewilligt haben, zur Unter Verschiedenem eine Statistik aufzunehmen. Diefelbe soll die bestehenden Nachdem als Ort der nächsten Jahresversammlung Röln a. Mh. Tagesordnung übergegangen wird. Antrag der Streit Kommission zur Ans Systeme mit ihren Einzelheiten und deren Wirkung nachweisen, bestimmt, wird die Versammlung mit dem Ausdruck der Be- gelangt ein nahme, wonach bie auch soll berücksichtigt werden, welches der Anlaß war, der eine friedigung über die geleistete Arbeit geschlossen. Inhaber der bewilligten Wert Rasse ein anderes System wählen ließ und bei welchem die besten stätten der Kommission die Bewilligung schriftlich geben sollen. Erfahrungen gemacht wurden. Nachdrücklich hervorgehoben Es hat dies hauptsächlich den Zweck, vorzubeugen, daß Kollegen wurde, daß bei Beurtheilung der Ergebnisse die jeweilige wirthin den nichtbewilligten Werkstätten in Arbeit treten unter der schaftliche Lage berücksichtigt werden muß. Wie herrlich weit wir es im lieben Deutschen Reich mit Angabe, es sei bewilligt, wie dies in vereinzelten Fällen vors Eine Aussprache, die Uebernahme des Heilverber von den Stürmern der deutschen Reichsfreiheit erkämpften gekommen ist. Des weiteren theilt der Vorsitzende mit, daß fahrens durch die Invaliditäts- und Altersver- Freiheit gebracht haben, zeigt die neueste Kulturthat unserer demnächst ein Aufruf an die Bauhandwerker zur Bertheilung ficherungs- Anstalten und durch die Berufs- Berliner Polizei:- die Erklärung des Deutschen gelangt, in welchem diese gebeten werden, darauf zu achten, genoffenschaft führt zu dem Schlusse, daß man trachten Vereins für internationale Friedenspropaganda" als einen daß die Glaser in jeder Beziehung ihre Pflicht erfüllen. Jahn will, die bei der Invaliditäts- Versicherung angesammelten Gelder politischen Verein". Wir haben diesen Bewegungen, fordert die anwesenden Nichtorganisirten auf, sich der Organi mehr im Intereffe der kranken Mitglieder auszunüßen. Nach bie, obgleich sie schon so matt wie Limonade, doch so wenig fation anzuschließen. Hübenet stellt fest, daß der Bericht der der vorliegenden Novelle zur Invaliditäts- Versicherung sei jeder Unterstüßung in bürgerlichen Kreisen finden, nie große Bedeutung Berliner Zeitung" über die letzte Versammlung die Thatsachen Bersicherte berechtigt, entsprechenden Antrag zu stellen. Weiter beigemessen.- Und was hat dieser so durchaus loyale Verein vollständig entstellt wiedergiebt. Nachdem der Borsitzende darauf erfolgt ein Meinungsaustausch über die Festlegung der Gebühren gethan? Er hat eine große öffentliche Frauen- Versammlung hingewiesen, daß der Verlauf der Bewegung gelehrt, daß durch für die Einziehung und die Verrechnung der Invaliditäts- am Dienstag Abend zu Ehren des tagenden Frauen- Kongresses inniges Busammenhalten doch etwas erzielt werde, erfolgte der und Altersversicherungs Beiträge nach Prozenten der ge- berufen, die auch- troh Berliner Polizei- ungestört stattfand. Schluß der Versammlung mit einem braufenden Hoch auf die sammten Verwaltungskosten. Das geltende Gesetz schreibt Der große Saal des Cityhotels war von Damen und Herren internationale Arbeiterbewegung. vor, daß die Landes Zentralbehörde die Geschäfte der dicht gefüllt. Sollte doch die in neuester Zeit in den BourgeoisAlters- und Invaliditäts- Versicherung den Orts- Krantentassen Kreisen, in denen man loyal und dabei doch radikal sein will, übertragen fann. Das ist in Sachsen, Hessen, Württem- sehr in Mode gekommene Frau Marie Stritt aus Dresden berg, Baden und Hamburg geschehen; es werden dafür 3-5 pCt. sprechen. Die Dame entwickelte in ihrer dreiviertelstündigen vergütet. Damit kommen die meisten Rassen nicht aus; fie faffen Rede ihre Ansicht über die Stellung der Frau zur Friedensbewegung die Worte des Geseges Für Rechnung" so auf, daß alle Un- in äußerst gewandter und oratorisch mustergiltigen Weise und riß foften zu vergüten sind. Hesse- Dresden und andere Redner die andächtig lauschende Versammlung zu frenetischem Beifall hin. heben hervor, daß die Orts- Krankenkasse insofern Nußen habe, Sie sprach viel über Kindererziehung, vermied jedoch jedes tiefere Provinz Brandenburg am 20. September er. behauptete als sie durch die Geschäfte der Altersversicherung eine voll- Gingehen auf die wirklichen Ursachen der Kriege. Nach ihr der Genosse Stadthagen laut Bericht des Vorwärts" bei der ftändige Kontrolle erlangt; in Dresden wurden gleich bei der sprach Genosse Manasse, der deutlich die Ursache unseres Bekämpfung des Antrages Liepmann betreffend eine Resolution Uebernahme 2050 Versicherungspflichtige ermittelt, die sich von der Militärsegens beleuchtete und kräftig den Patriotismus beim über die Verhandlung des Achtuhr- Ladenschlusses am Parteitage: Krankenversicherung gedrückt hatten. Er beantragt, das System richtigen Namen nannte, der wohl in den Zeitungsartikeln leb- die Parteiversammlung des Kreises Niederbarnim hätte jene für das ganze Reich einzuführen. Gräf Frankfurt a. M. haft für Militär- und Marinevorlagen eintrete, aber der, sobald es Resolution mit 50 gegen 40 Stimmen angenommen, davon seien wendet sich dagegen; das Ansehen und der Ruf der Kranken- fich darum handele, den Patriotismus in baare Münze umzusehen, mit noch 10 aus Berlin gekommene Handlungsgehilfen gewesen. taffe leide darunter, wenn sie freiwillig für das schlechteste demselben bewunderungswürdigen Muth- zurückweiche. Wie Thatsächlich waren aber aus Berlin nur 2 Handlungsgehilfen Gefeß thätig sein wollen. Die Ortstasse habe auch auf die sich dies in Preußen um 1870 vor den ersten Siegen, in dem sowie 3 Handelshilfsarbeiter anwesend, die sich obendrein noch Altersversicherung feinen Einfluß. Dr. Schwabe erwidert, felben Jahre bei der Bank von Frankreich und in neuester Zeit der Abstimmung enthielten, und wurde die Resolution mit zirka an der Einflußlosigkeit feien die Kranken bei den freiwilligen Sammlungen für Marinebauten gezeigt hat. 80 gegen etwa 10 Stimmen angenommen. Wir bedauern daher tassen selbst schuld, weil sie nicht ihre Rechte ausnutzen. Nachdem noch verschiedene Redner für Gründung eines lebhaft, daß Genosse Stadthagen jener Abstimmung nicht mehr Die Altersversicherung sei eine große Spartaffe; man müsse in deutschen Frauen- Friedensbundes geschwärmt hatten, aber Aufmerksamkeit zuwandte. deren Verwaltung eindringen, um die Institution für die Arbeiter wie es schien es schien nur platonische Applausliebe gefunden Der Vertrauensmann der Handels- Hilfsarbeiter. möglichst nußbar zu machen und die Lüden allmälig zu hatten, und nachdem eine Resolution, in der ein internationaler • = 1 = der Versammlungen. " Sprechlaal. zu Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, sowelt der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Auf der Konferenz der Parteigenossen der Joh. Hoffmann, Höchftestr. 48. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.