Nr. 13 iZ.dezember 1925 Mlick in öle �ücherwelt Seilage des vorwärts Sozialistische Mhrer. Der Wunich, die Gedankenwelt des Sozialismus kennen zu lernen, wird für die Jugendlichen oft zu einer gewissen Enttäuschung, wenn sie gleich mit einem der schwierigen theoretischen Werke von Marx, Engels und Lassallc oder eines neueren Schriftstellers in Berührung kommen. Mancher verliert nach einem solchen fehlgc- schlagenen Versuch überhaupt den Mut. sich mit solchen Fragen weiter zu beschästigen. Di« Erfahrung in Kursen und auf Jugend» edcnden zeigt immer wieder, dah gerade d i e Literatur, die unmittelbar dem jugendlichen Erleben nahe kommt, noch zu wenig bekannt ist, nämlich die persönliche Geschichte des Sozialismus. In vielen Fällen ist sie zugleich die beste Einführung in die Geschichte der Arbeiterbewegung. Die folgende Aufzählung weist aus solche Lebensbeschreibungen hin. Aus der Zeit der U t o p i st e n erzählen: Willy Cohn: Ein Lebensbild von Robert Owen. Verlag Dolkswacht, Breslau. 60 S. Bebel: Fourier. Internationale Bibliothek, Verlag I. l). W. Dieiz Nächst Berlin. Mückle: Die Geschichte der sozialistischen Ideen in Deutschland, Verlag Teubner, 2 Bd. 3,50 M. Zur Geschichte der sozialdemokratischen Bewegung: M. Beer: Karl Marx, sein Leben und seine Lehre, Verlag für Sozialwissenschaft. Berlin, 133 S. Willy Cohn: EinLebevsbild von Karl Marx. Der Jugend erzählt, Verlag Volkswacht, Breslau. 56. S. Frau; Diederich: Geschichtliche Tat von Karl Marx, Blätter und Sätze aus den Schriften und Briefen. Vor- wärts, Berlin. 163 S. ?ranz Mehring: Karl Marx. Geschichte seines Lebens. Leipzig, Verlag Leipziger Buchdr. 5i4 S. S. kautsky: Friedrich Engels. Sein Leben und sein« Schriften. Vorwärts. Berlin. Cd. Bernstein: Ferdinand Lassall e. Sein« Bedeutung für die Arbeiterklasse. Vorwärts. Berlin. 143 S. Di« Begründer der heutigen Sozialdemokratischen Partei be- tändeln: fi. Eisner: Wilhelm Liebknecht. Sein Leben und sein Wirken. 133 S. h. Wendel: August Bebel. Ein Lebensbild vorwärts, Berlin. 133 S. J. klühs: A u g u st Bebel. Der Mann und sein Werk, Verlag I. ch. W. Dietz Nachf., Berlin. 351 S. An eigenen Lebensbeschreibungen ist zu nennen: August Bebel: Aus meinem Leben, Verlag I. F. W. Dietz Nachf., Berlin. 3 Bände. 3. Auer: Nach zehn Iahren. Nürnberg. 376 S. 3. Belli: Die rote Feldpost unterm Soziuli st en- g e s e tz, Verlag I. f). W. Dietz Nächst Berlin. 376 S. Bruhns: E s klingt Im Sturm ein altes Lied, Ver» lag 2. H. W- Dietz Nachs., Berlin. Die letzten drei Schriften bilden«ine vielseitig« Ergänzung zu Bebels Erlimerungen und zugleich zur Geschichte der Arbeiter- bcwegung.— Ein Teil dieser Schriften kann im Buchhandel noch gekauft werden. Die anderen sind in jeder Arbeiter- oder Volks- uibliothck zu bekommen.__ Dr. E. Marquardt. Soziologie. Oda Olbcrg: Di« Entartung in ihrer Kulturbe- d i n g t h e i t. Bemerkungen und Anregungen. Verlag Reinhardt, München. 179 S. Preis 7 M. �Bemerkungen und Anregungen", sogt Oda Olberg. Jawohl; aber Bemerkungen und Anregungen auf der Basis eines jähr- -chntelang um einen einzigen Punkt ringenden scharfsinnigen Intellekts. Ein« Arbeit, in der hinter jedem Satz das Funda- mcnt einer Weltanschauung sichtbar wird, die an der Wurzel groben mutz. So kann die Anzeige an dieser Stelle nicht mehr als ein Hinweis daraus sein, dem Buch alle diejenigen als Leser zuzu- führen, die zu selbständiger Denkarbeit willens sind, am Ausbau und an der Auffüllung des wisienschaftlichcn Sozialismus. Kein Medi- ziner, kein Biologe vom Fach spricht— Oda Olberg benutzt wenig und meist ältere Literatur—, sondern ein nachdenklicher Mensch, der au» allgemein praktischer und theoretischer Betrachtung heraus, mit mutiger Selbstzucht und Konsequenz eine These zu sichern gewillt ist, die sich ihm als ausschlaggebend»icht nur für das Schicksal neuer sozialer Gestaltung, sondern menschlicher Gestaltung überhaupt auf. gedrängt hat. Der Kern dieser These ist in grobem Umritz solgender: Dem biologischen Faktor kommt eine über jede zeitlich umgrenzt« Gssellschaftsoerfassung und soziale Theorie hinausgehende Bedeutung zu. Verbrechen als mangelnde Anpassungsfähigkeit lst nicht nur durch die Umwelt bedingt, durch das„Milieu" erklärt, sondern in tieferem Sinne Ausdruck biologischer Entartung. Der Kulturprozeß als solcher macht die Entartung möglich und verwirklicht sie automatisch durch Ver- Minderung der Bedingungen, an die die Erhaltung und Fortpflan- zuna des Menschen geknüpft sind. So ergeben sich zwei Entartungs. droyungcn; die erst« aus dem Siege, des Kulturmenschen über die Umwelt; die zweite aus der Unvolltommenheit dieses Sieges sin der Gegenwart also au» der Derruchtheit des kapitalistischen Systems). Die kulturbedingte Entartung hat eine über die umweltbedingte hin- cusgehende Bedelitung.„Datz ein Individuum zu dem wurde, was es ist, daran ist in letzter Linie vielsach die Gesellschaftsordnung schuld, aber was die Anonnalen unter die Räder wirft, das ist in der Mehrzahl der Fälle nicht die sozial« Ordnung, sondern ihre organische und funktionelle Anomalie." Den bleiernen Druck der Umweit entfernen, ist der Sinn der Arbeiterbewegung. E» gibt heute kein« Aufgabe, wichtiger als diese, aber sie ist nur die Borbedingung für die volle Entfaltung aller grotzen Probleme. In diesem Rahmen entwickelt Oda Olberg ihre Gedanken zur Rassenhygiene und zum Bevölkerungsproblem. zu Neomafthusiianis mus, zum Strafrecht, zu Genie und Entartung, zum Begriff des Lumpenproletariats sowie zum Problem der biologischen Möglich- ketten Innerhalb bestimmter Klassenbildung und so fort. Wir können nur andeuten; eingehen auf Einzelheiten bedeutete eingehen auf da» Ganze; olles steht' in ernst durchdachtem Zusammenhang. Es ist zu bedauern, dah die Berfasierin— durch Berufspslicht gehindert, wie einleitend gesagt wird— sich nicht auch allen neueren iwssenschostlichen Gestaltungen zuwenden konnte. Wo sie auf die Themen der Nervosität(S. 31), des Sexuellen(S. 37), der Psychosen (S. 63), der„Glücksfähigkeit"(im ganzen 4. Absatz, den man nicht ohne Erschütterung lesen wird) kommt, wäre die Einbeziehung der Psychoanalyse, der Jndividualpsychologie usw. von autzerordentüchem Interesse gewesen. Wie ja überhaupt ganz allgemein gesagt werden kann, daß auf das von Oda Olberg angeschlagene Thema heute— vor allem in der wissenschaftlichen Zeitschristenliteratur— von allen Seiten aus zugestoßen wird. Es handelt sich um Ausfüllung der — in Ihrem Grundbau allerdings, wie wir annehmen, unerschütterten — marxistischen Theorie und ihrer Methode des historischen Materia- lismus durch Einbeziehung aller praktisch und theoretisch neu er- arbeiteten Erkenntnisse Oda Olbergs Arbeit ist hierbei ein mensch- lich wie sachlich gleich werwoller Beitrag. Dr. Karl Schröder. Literakurgeschichte. Da» Tagebuch der Gallin Dostojewskis. Herausgegeben von Renö Fülöp-Miller und Friedrich Eckstein. Mit 23 Bildbeigaben. R. Piper u. Co. München 1926. 519 S. Tagebuch der Frau Dostejewstis. Herausgegeben von Kurt Kersten. E. Laubsche Verlagsbuchhandlung G. m. b. H. Berlin 1325. 185 S. In den ersten zwei Iahren ihrer Ehe führte die Frau Dosto- jewskis ein ausjührliches Tagebuch über ihr Leben.„Mein Mann war mir ein so interessantes, rotselhastes Wesen, daß es mir sckien, es würde mir leichter fallen, ihn zu verstehen, wenn ich mir sein« Gedanken und Aussprüche notierte"— mit diesem tnstigen Argu» ment begründet sie iyre emsig« Bemühung. Von diesen Tagebüchern sind jene Teile erhalten, welche die ersten fünf Monate der Ehe umfatzten, die gleichzeitig die erste Periode von Dostojewskis Emi» qrantenleben bilden. Mit fast minutiöser Genauigkeit sind in diesen Blättern, die Anna Grigorjewna stenographierte, selbst die kleinsten Ereignisse sestgehalten, mit rührender Treue auch die unbedeutendsten Aeuherungen des Dichters notiert. So entsteht ein Abbild von fast photographischer Genauigkeit, ein Dokument des Lebens von einzig- artigem Wert, das uns die Persönlichkeit des Dichters in diesem entscheidenden Wendepunkt seines Daseins in greisbare Nähe bringt. Das Tagebuch behandelt zum gröhten Teil den Ausenthalt in Deutschland(Berlin, Dresden, Badcn-Baden) und schließt mit der Uebersiedlung nach Gens. Ein Ausbruch von Dostojewski» Spiel- leidenschast findet darin einen packenden Ausdruck. Um die deutsche Uebersctzung sind zwei Berlage bemüht. Die Ausgab« des Pipcr-Verlages präsentiert sich In philologischer Voll- ständigkeit; Kersten hat kraftige Kürzungen vorgenommen, die jedoch dem Geist des Ganzen nicht Abbruch tun und Lesern ohne philo- logischem Ehrgeiz den Zugang erleichtern. Kersten bemüht sich, in einer Einleitung das Bild Dostojewskis von einem revolutionären Standpunkt aus zu umreißen. Seine Argumente erscheinen uns sehr subjektiv und engherzig. Dostojewskis historische Bedeutung können wir nicht aus seinen persönlichen Meinungen, sondern nur aus feiner objektiven Funktion studieren. Wenn Kersten einige meiner Aueführungen zitiert, die sich aus einen Versuch der psychologischen Erklärung des persönlichen Verhaltens des Dichter» beziehen, hätte er auch die Folgerungen nicht verschweigen dürfen, die ich aus der Erkenntnis des ständigen Widerstreite» in dem Fall des Dichter» ziehe: daß er gerade in der Darstellung des Wider- spruchcs seine Sendung erfüllte. Otto K a u s. Erzählende Lileralur. Alberl Daudistel: Die lahmen Götter(Roman). 263 S. — Das Opfer(Roman). 318 Seiten. Verlag Die Schmied«. Verlitt. Der Literarhistoriker, soweit ihm die Bindung an die bürgerliche Klasse nicht den Blick trübt, wird mit Freude die Tatsache erkennen, daß eine Dichtergcneration heranwächst, die erfüllt ist von der stosf- lichen Bewältigung des im Kriege vor aller Augen enthüllten kapi- talistischen Gesellschastssystcms aus dem Geist und dem Wollen einer aufsteigenden Klasse heraus. Darüber hinaus wird er sogar schon— von ftiser Besorgnis beschlichen— die Hossrung aussprechen, ein günstiges historisches Schicksal(das freilich Kraft und Wollen der ganzen Klasse einschließt) möge es verhüten, daß unter Zerreißung voliiischer Tat und ideellen Denkens— wie einst in her Klassik— die sicher kommende, in die Zukunft dringende, ahnende künstlerisch« Gestaltung den realen Bode» unter den Füßen verliert; die Quell« ihrer Krazt. Noch freilich steht im Vordergrund das Ausschöpsen und künst- lerisch formend« Gliedern jüngster, überwältigender Vergangenheit und geladener Gegenwart. Daudistel gehört zu dieser jungen Generation. Krastvoll, un» sentimental greift er in seine Gegenwart. In den„lahmen Göttern" erzählt er aus Niederschönenselder Hast und von dem Schicksal eines Matrosen kurz nack dem Kriegsende. Im„Opfer" versucht er sich an dem gewaltigen Thema von Krieg und Revolution, sundnmentierend auf den Kamps der Matrosen während des Krieges und. nach dem Kriege bis zu den Kämpfen in Schloß und Marstall Berlins. Daudistel ist ohne Zweifel eine ursprüngliche, kraftvolle Be- gabung: ein Lava speiender Vesuv. Grob oft, ungehobelt, hinhauend, aber immer voll Stärke zum Gegenstand. Vieles ist noch unverdaut, bloße Prosa, künstlerisch organisch nicht bewältigt; Torso; in ent» sprechender Zeito«rschiedenhelt an Wegner und Klinger im Früh« stunn des 18. Jahrhunderts erinnernd. Die sonst absolut wahren. erschütternden Geschehnisie in Militärgesängnissen und Straf- kompognien während de» Krieges Z. V., die einen großen Raum des zweiten Romans ausfüllen, haben dadurch noch etwas allzu sehr bloß referierenden Charakter. Ein abschließendes Urteil zu Fällen ist hier noch nicht möglich. aber man kann hoffen und muh wünschen, daß eine solche Begabung und Kraft sich zu Weiterem und Höherem in eigengebundcncr Form entfaltet. Karl Schröder. Adolf Saager:„Versöhnung". Roman. 275 Seiten, geh. 4,83 M., in Leinenband 6,43 M. Orell Füßli Verlag, Zürich. Di« Schuld zweier Menschen, eine« Deutschen und eine» Fron« zcsen, die beide um den Besitz derselben Frau ringen, jeder ohne Rücksicht aus den anderen, gibt Adols Saager Veranlassung, di« größere Schuldfroge sich befeindender Völker zu erörtern. Saager ist zu geschmackvoll, dielen Einzeltamps etwa als in allen Einzelheiten übersetzbare Allegorie dem Leser zu zeigen; aber er schildert daran, wie im Kampf das Objekt, um dos er geführt wird, oft in den Hintergrund trüt, wie sein Wertbegriff sich verschiebt. Und in um» gekehrter Entwicklung wird hier der Haß gegen den einzelnen weiter aus da» ganze„feindliche" Voll übertragen. Die schöne Schweizerin, um die die ehemaligen Freunde, dann Kriegsteilnehmer sich betämp- fender Länder, danach wieder Freunde, sich nun mit tödlichem Haß befehden, verlobt sich schließlich mit einem dritten. Damit fällt die letzte Begründung de» Kampfe» fort, und mit der Erkenntnis seiner Sinnlosigkeit erwacht auch das Schuldgefühl. Saager läßt den Dent- schcn mit deutscher Gründlichkeit nun seiner Schuld nachspüren, nicht für diesen Sondersall, sondern seiner Schuld dem Feinde, den Wen- lchen gegenüber. Er erkennt die Begrenz! heil de» Egoismus, di» den Weltblick und da» Wcltoerftändnis einengt, die den einzelnen verführt, Verantwortungen von sich auf die Gesamtheit abzuwälzen. und die di« Gesamtheit, diese Summe von einzelnen, zu einem furchtbaren Werkzeug ohne Gewissen machen kann. Nicht di« Schuldfroge im Sinne nationalistischer Fanatiker ist Saaqer da» Wesentlich«, sondern die Frag« der geistigen Schuld.„Das Äcwisssn des Individuums muh sich erweitern zu dem der Nation"— dies« Erkenntnis wird ihm zur allgemein gültigen Lösung des Problems, und die Versöhnung der Völker findet ihr Symbol in der Versöhnung der beiden Gestalten de» Romans, des Deutschen und der Franzosen. Lei einem Buch, da, von einem so hohen geistigen Ideal ye- tragen wird, kommt der eigentlich« Inhalt erst In zweite? Linie. Saager verfolgt konsequent seinen Gedanken und verschmäht es, auf Nebendinge abzuschweifen. So bleibt, da die Entwicklungen in die Menschen oerlegt werden, die Handlung arm. Personen werden nur soweit skizziert, wie der Grundgedanke es erfordert. Daher erscheinen die Schweizerin, ihr Vater und ihr Verlobter, diese auf neutralem Gebiet von den ungeheuren Erschütterungen des Kriege» unberührt gebliebenen Menschen, fast gestaltlos. Aber die beiden Hauptpersonen des Buches morden trotz der absichtlich einseitigen Beleuchtung dem Leser deutlich und lebendig in Ihrer nationale» Verschiedenheit. Man spürt, daß das Buch ein Könner geschrieben hat, wenn auch Saager hier wie In seiner ganzen Romanreihe „Bücher des Ausbaus, dem mich dieses Werk angehört, nicht nach dem Ruhme des Literaten, sondern des Menschen strebt. T. E. Schulz. Max Vrod: Reubeni, Fürst der Juden. Ein Renaisianceromon. Kurt Wolfs Verlag, München. Das Thema des Buches stammt au» verwirrten und mystischen Ueberlieferungen kabbalistischer Geschichtsforscher. Mcteorengleich erstanden im 16. Jahrhundert aller Orten Menschen, die mit ihrem Herzblut für eine Idee einstanden, deretwillen flc von denen, die die Idee beglücken sollte, gesteinigt wurden. Geschichtlich verbürgt ist di« Gestalt des Fürsten Reubeni nicht. Aber aus unzähligen mündlichen und schriftlichen Ueberlieserungen einer nur dem Mysttzismu» ergebenen Zeit erklingt immer wieder die Kunde von dem seltsamen Messias und feiner Gesandtschaft. Die Kund« ist so: Nach der zweiten Zerstörung Jerusalem», als dl« 12 Stämme Israels sich in alle Wind« zerstreuten, zogen die Stämme Gab und Reuben in das südliche Rußland und errichteten dort da» Königreich Ehabor. Dieses Reich, abgefchiosien von der ganzen übrigen Welt. gestaltete sich im Lause der Jahrhundert« zu einer kriegerischen Groß- macht. Im Jahr« 1524 taucht« nun in Venedig ein Mensch auf. der 1 180« pijöriujir Damen sparen Geld per mnams fti1* Herabgesetzte Preis« und lOft, uabatt Eitrs- Mtltan i»«0 Langan mr grstaa und starke Damen «amt Matal«.PautaailJ 18 aC 38 1 u,-a Sinai tT- Meltl 59 65 72 Ii:« MaM-Mi* I« 21 27 Sn I Mmiaai Paaian Muts SO 55 Sc '•«aaii.ulstli t 12 1» 20 2a 1 Jail Pldat* I la'ai Ii«I>05 Kiatam 15 2t 28 33« 60( Plnaat-Siaai�aen« 12 15 18 25 M.Mofczytz.Lrn.a,.?;.r!;i.v�r59 ä Sonntaa. dan 18»■ 2»- tos 2—6 aadflnstt— Linoleum-Spezialhaus Austagen von Olslen, Kinos, CafAs, TroppansufgBngen durch naoln« eigene Linoleum-Legerei Varl rata rbaaueh ohna VarblndllehkaH Kaatansnaebliga vollatlndlg gratla Reparaturse arsrdsn taubsr und billig ausgafOhrt Großes Laser in Tapet en, Läufer- Stoffen, Kokos- u. FuSablretern Billigste Prelaa bei kulantesten Bedingungen Haker säk' Iii;«,»1.77, i»» V■ T|1. ,|xkMt 77(5 Das nützlich ste Weilznachtsgeschenb $ Ginger Uäbmofcftinen Äbti. M. Nachthemd mit Stlckerd.. I. M. Hemd und Beinkleid Carnitur. Makobatlst. M. 375 45° 490 yso Untertaillen• �qo m 1.95 2.95 4 Schwarze Schürzen in Seide und Alpacca Geschäflszeitt Am So nn tag 2-6 Cords DAS ff AUS DER GUTEN QUALITÄTEN leipziger-, Charloiien-, Krausensfraße sich Reubeni nannte und sich für den Bruder und Gesandten des Kömgs von Chabor ausgab. Er wurde vom Papst empfangen und trug diesem einen Plan vor, nach welchem sich die christlichen Mächte mir uem Königreich Thabor gegen uie Türken vcrdiindcn sollten. Dogu erwirkte Rcubeni vom Papst noch die Erlaubnis, die Juden der ganzen Welt in gesonderten Armeen für den Kriegsdienst gegen die Türken ausrüsten zu dürfen. Der Papst erwies ihm außerordentlich.' Huld und sandte ihn unter großen EhrenbezeugirLgen als seinen Gesandten nach Portugal. Dort wurde er jedoch nach einiger Zeit verbannt, ward flüchtig, in Regensburg von der Inquisition einge- kerkert und verschivand schließlich in den unergründlichen Jnquisi- tionskerkcrn Spaniens. Die Jude» der ganzen Welt, die auf ihn als den Messias gehofft hatten, sanken wieder in ihre Ghettos zurück. Diese mystische und ungemein reizvolle Gestalt des Reubcni ge- staltet Max Brod,.sich ihm blutsverwandter Seele fühlend", zu einer riesengroßen tragischen Persönlichkeit. Er läßt einen kleiden Iudenknabcn im Prager Ghetto aus- wachsen, der, im Kampf mit dem„bösen Trieb", ein Ehristenmädchen gewinnt und sich in unlöfchbarem Durst nach Leben, ss reis ein und Liebe aus seiner Vaterstadt und damit aus uralter Tradition weg- stiehlt. Erst als ihn das Mädchen verläßt, um sich einem Lands- knecht hinzugeben, reift bei ihm nach unerklärtem Rausch Besinnung aus Weg und Ziel, lind l4 Jahre später taucht Reubeni in Venedig aus: niemandem, selbst sich selber nicht mehr als der kleine Judenjunge aus Prag bekannt. Er lügt Namen und Titel, rnuscherfüllt für die Zukunit seines Volkes: Ausstieg, dann Abstieg— und das Ende, irgendwo in einem unterirdischen Kerker Spaniens... Der historische Roman, zu den alten vergessenen Schmökern ge- legt, feiert hier eine gloriose Auserstehung.— Das Buch ist mit Herzblut geschrieben, van einem jener, die„mit dem Engel ringen". H. L i e p m a n n. Oskar Maria Gras: Die Chronik von Flechtin g, Ein Dorjroman. Drei Masken-Verlag, München. Ein wenig enttäuscht legt man das Buch nach der Lektüre bei- feite. Enttäuscht, weil der bunte Ablnus der Begebenheiten eines bayerischen Bauerndorss nicht in jenem Bilderspiegel ausgesauge» wurde, den die Kritiker so gern„Kulturdokument" nennen. Das Buch ist zweifellos nette Unterhaltmig, aber gerade sein Vorwurf, sein Thema hätte das Verlangen nach einem Beitrag zur Psycholo- (sie des bayerischen Äauern gerechtfertigt. Diese psychologische Schau,\ die trotz Thoma in ganz großem Ausmaß noch fehlt, ist schwierig zu � schreiben, aber gerade Gras beweist in Einzelszenen oft, daß man sie von ihm schlichlich noch erwarten könnte. Ganz köstlich ist z. B, gesehen und wiedergegeben, wenn die Leute beim Wirt sich unter- halten— was ja auch in der Wirklichkeit sehr häusig geschieht—, wenn sie mißtrauisch und schlau sein wollen, wenn sie unbeherrscht lospoltcrn. lind so wundert mnn sich nicht, wenn mnn steht, daß bei diesen vor lieberschlauheit Dummen eine Privattheatervorsteltung von Rupprcchts Bürgcrbräutigam Hitler Beifall findet. Thomas Mann: Bemühungen. S. Fischer Verlag, Berlin. Dos neu« Buch Thomas Manns bringt eine neue Folge ge- fammclter Abhandlungen und Neiner Aussäge. Dem Dichter selbst und seinen Freunden ein angenehmes Ausruhen nach dem Er- klimmen des„Zauberbergs", der hier übrigens noch einmal hübsche Konzentriernng findet durch Wiedergabe des bekannten„Offenen Brieis" an den Herausgeber der„Deutschen Medizinischen Wochen- schrist". Der Band enthält neben vielem anderen den das Problem den Humanität behandelendsn Aufsatz„Goethe und Tolstoi", die ein wenig maniriert erscheinende Rede„Von deutscher Republik", das Reierat„Olkulle Erlebnisse", eine forsch geschriebene Sache gegen Spengler, eine für Ricarda Huch aus Anlaß Ihres 60. Geburtstags, «ine gute Charakterisierung Knut Hamsuns in Form einer Buch- besprcchung der„Weiber am Brunnen". Für alles da» ist„Bemühungen" der rechte Sammeloegrifs: Mann bemüht sich um die Möglichkeit eines posiiivxn, selbstmord- serncn und untolstoianischen Verhältnisies zur chaotischen Gegenwart. Es ist kein Betrachten des Vergangenen, alles Historische ist ihm mir Mittel. Er ist ebensowenig ein Seher und ein Verkünder summender Dinge, Europa ist ihm mehr Ziel von deutscher Gegen- wartsnat aus als pazifistisches Ideal, das er übrigens zuweilen wenig schön und unverstehend bekrittelt. So steht Mann der bürger- lichen Ideologie, um deren Festigung und Festlegung er sich be- müht, näher als der sozialistischen. Es märe töricht, ihm daraus «inen Vorwurf machen zu wollen. Und erscheinen nicht im Hinblick auf den Autor, aber in bezug auf das bürgerlich müde und zer- 1 all ende Objekt— die„Bemühungen" zuweilen sogar etwas grotesk, 0 bleibt doch Thomas Mann ein großer Stilist, ein großer Schrift- steller. Erich Gottgetreu. Dichtkunst. Siegfried v. Vegesack: Die kleine Welt vom Turm ge- sehen. Alfred Richard Meyer Berlag, Berkin-Wilmersdorf. Dies erste Versbuch Vegesacks ist eine lyrische Ernte von nickst gleichmäßigem Wert. Die oftmals berückende Leichtigkeit, die Vegesack sich in der Sprachbehandlung erworben hat, oerfiihn ihn zu Ausflügen in Provinzen der Kunst, in denen er, wenigstens heute »och, ein Fremdling ist. Seine Versuche etwa, das philosophisch- epische Lehrgedicht des 19. Jahrhunderts neu zu beleben,(„Europa", „Des Hirten Hemd") bleiben in den Anfängen stecken und lassen, irotz ihrer redlichen und noblen Tendenz, ziemlich kühl. Der Kern seiner Begabung ist die jzähigkeit zur raschen Kon- zentratipn, zur zugespitzten Formulieriing, zur scharfen, wenn man will: frechen Umrißzeichnung, zum ironisierenden Reim, zum empöre- rischen Ehanson. Diese gradlinige Unbefangenheit, die Ablehnung konventioneller Formel» steigert sich dann in besonders glückliche» Momenten zu einer in sich geschlossenen reinen Lyrik. Der knappen Schlagkraft des Chansons ennprechen auf der aichern Seite als polarer Gegensatz Gedichte, die so volkstümlich einfach und stim- nnlngsstart sind, daß sie an«tonn oder Mörtcke erinnern können. Man wird jedoch der Erscheinung Vegesacks, dieses Balten, der sich vor Jahren schon unter hinlerbayerijchen Bauern fern der Well als einer der ihrigen niedergelassen hat, nicht gerecht, solange man nur das Dichterisch-Formale seiner Verse würdigt. Was dies Buch aus dem uferlosen Strom der lyrischen Produktion heraushebt, ist, außer seiner Qualität, Vegesacks bedingungslose heiße Menschlichkeit. Sein Zugehörigteitsgesühl umsaht den allerärmsten seiner Gattung, elwa eine kropfige, bucklige bayerische Tagelöhnerin im gleiche» Grade wie die menschliche Gesamtheit. Aus diesem seelischen Urgrund heraus färbt sich jede Zeile sast entweder mit Ironie oder mit Melancholie oder mit lämpferischer Aktivität. Und dieser immer gegenwärtige Geist des Widerspruchs gegen die Brutalisierung des Menschen im heutigen gesellschaftlichen System, er ist es schließlich doch auch(da ja Form und Inhalt nur theoretisch zu trennen, im Dichter aber immer eins sind), was die Verse beseelt und sie so hell und springend macht._ Werner Richter. pazifistische Literatur. Pierre Ramns: Friedenskrleger des Hinterlandes. Verlagsbücherci:„Erkenntnis und Befreiung im Sinne Leo Tolstois", Mannheim. Mit diesem Buch liegt kein schöngeistiges Wert vor uns: es will auch kaum als solches angesprochen werden. Ein Friedenskrieger, der von der Friedensidcc zu tief erfaßt war, als daß er dem Staate blind gehorchen konnte, schildert seine Lerden und fürchterlichen Ersahrungen In den Gefängnissen, in die er als gesinnungstreuer Kriegsgegner und somit„staatsgesährlicher Verbrecher" eingeliefert wurde. Dos Buch hat 399 Seiten. Außer treuer Kameradschaft, deren der Verfasser dann und wann einmal dankend gedenkt und seinem eigenen kampsesmutigen Festhalten an der Friedensidce, starrt uns aus all den vielen Seiten nur Schrecken des alten Regimes entgegen. Die Gespenster des Belagerungszustandes und des S t a n d r e ch t s, die den Menschen Gelegenheit gaben, ihre niederen Instinkte auszuleben, tauchen wieder auf. Und wir sehen noch einmal das zerstörte Galizien und seine flüchtenden Einwohner. Es sind fürchterliche Bilder, die Ramus in tendenziöser Absicht vor unsere Augen führt:aber wir dürfen uns nicht schaudernd von ihnen abwenden. Denn nur das Wissen um den Menschen und Knlturwerte vernichtenden Krieg wappnet uns gegen ihn. E st hyr Wongenheim. Technik. Artvr ASrfi: Die Welt auf Schienen. Eine Darstellung der Einrichtungen und des Betriebes auf den Eisenbahnen des Fern- verkehrs. Mit 10 Tafeln und über 400 Bildern. Verlag Albert Longen, München Preis: geh. 20 M., geb. 26 M. Arlur Jürfk: Die hundertjährige Eisenbahn. Mit 2 Tafeln und 69 Abbildungen im Text. Verlag Albert Langen, München. Preis: geh. 5 M., geb. 7,50 M. In beiden Büchern gibt Artur Fürst in seiner meisterhaften Art einen Einblick in die weite Well auf Schienen. Die„hundertjährige Eisenbahn" ist dabei gleichsam die stärtste Zusammensassung und Kürzung des Hauptwerkes, das in das Gebiet des Esienbahnwejens mit umfassender Sachkenntnis und nimmer ermüdender Darftellungs- kunst einführt. Der moderne Mensch benutzt die technischen Dinge bereits gewohichettsmößig als etwas ganz Selbstverständliches. Sellen nur erkennt er die unsägliche Mühe, die oft gerade zur Bollendung des sogenannten„Rebensächlichen" verwendet werden mußte, ohne die die allen in die Auge» springende Hauptsache lebensunfähig ge- blieben wäre. Der Leser empfindet beim Studium� dieser beiden Eisenbahnbüchcr etwas vom Wesen, vom Geist der Technik»no oas ist viel mehr, als wen» er nur rein verstaudsmäßig linterrichtat würde. Dennoch verfällt Fürst niemals in den Fehler, etwa un- technisch zu werden. Seine Darstellung ist stets so, daß sowoyl der Fachmann als auch der Laie Befriedigung an ihr empfinden müssen. Das Hauptwerk gibt zunächst eine Geschichte der Eisenbahn. Di« „gute" alle Zeit mit ihrem Marterwerkzeug, der„idyllischen" Post- kutsche, wird lebendig, die Meinungen und Urteile verständnisloser .Sachverständigen" über die Eisenbahn, die Jnteresienpolitik der Fuhrwcrkshalter, Postillionen und Gastwirten zeigen, daß die Kind- heit der Eisenbahn alles andere als rosig war. Der Tragödie Friedrich Lists, des großzögigen Bahnbrechers des deutschen Eisenbahnwesens. ist niit Recht ein ganzer Abschnitt gewidmet. Trotzdem die geschicht- liche Darstellung noch nicht ein Viertel des Werkes einnimmt, ist sie von nicht zu unterschätzender Bedeutung: Sie erst läßt den heutigen Stand des Eisenbahnwesens klar hervortrete», sie erst gibt den Maßstab, mit dem wir heute messe» müssen. Mit voller Krait voraus führt der Verfasser dann in die Gegenwart ein durch eine Reise im O-Zug von Berlin noch Leipzig. Er macht sich mit dieser Beschre:- bung geradezu freie Bahn für die dann folgende eingehende Schilde- rnng des modernen Eisenbahnwesens. Der Entwurs einer Bahnlinie. Gleisbauten, Tunnels und Brücken. Lokomotiven und Wage», Bremsen, Signale, Bahnhöfe, Fahrkarten und endlich die Weit- bewerben» der Dampfbahn, die elektrische Eisenbahn, werden ein- gehend und anziehend b.'handell. Das Buch will für das Verständnis von Eisenbahn und Technik werben. Es wird seine Ausgabe erfüllen. Es ist zu begrüßen, daß der Verlag in der„hundertjährigen Eisen- bahn" eine billigere und für größere Kreise der Bevölkerung er- schwingliche Darstellung des Eisenbahnwesens durch denselben Ver- fasscr herausgebracht hat._ W. M ö b u s. Reue Vücher. (Besprechung der eingegangenen Bücher bleibt vorbehallea.) I. Sab. Ihakespearcs Wesen und Werke. Union, Deutsche BerlagZanstalt, Stuttgart. kl. Behne. Bon.Kunst zur Gestaltung. Arbeiter- Jugend-Verlaq. Berlin. Benat Berg. Mein Freund, der Regcnpfciscr. D. Reimer, Berlin. W. Bölsche. Von Drachen und Zauberkünsten. E. Tiedertckis, Jena. S. Brägel. Ter Morgen. Arbcitcr-Jugcnd-Berlag. Berlin. K. Tiehl und P. Mombert. Valuta. Ausgewählte Lesestücke zum Studium der polittswen Lckonomic. G. Vrann. Karlsruhe. Th. Fontane. Gesamtausgabc der erzählenden Schriften. I. Reihe. 1. Band. S. Filchcr, Berlin. R. P. Franc«. Bios. Tic Gclehc der Welt. A. Kröncr, Leipzig. Georg. HandclSIcrikon. Weltbund-Verlag. Hamburg. L. Graetz. Alte Vorstellungen und neue Tatsachen der Physik. Akad. Bcr- lagSgcsellschast, Leipzig. St Hennig. Von rätselhaften Ländern. Telphin-Berlag, München. B. B. Jbanez. Die Tote» befehlen. B. List, Leipzig. Klabund. Gedichte. I. M. Späth, Berlin. M. Kuckci. Das Ende der Schule. Lichtkampf- Verl. H. Altermann, Kettwig a. d. Ruhr. H. Lons. In Bruch und Rohr.— Im Hcidcwald. Boigtländer, Leip'ig. K. Löwenstcin. Zum Kampf um das Reui>Sscknl!geset>.(5. Laub, Berlin. H. de Man. Zur Psvchologie des Sozialismus. E. TicdcrickiS, Jena. St. Miethe. In dos Eismeer verschlagen. D. Reimer, Berlin. A. Müller. Rhythmische Gymnastik. E. Diedcrichs, Jena. B. Schöulank. Gesänge der Zeit.(Gedichte.)— Blutjunge Welt.(Gedichtet E. Laub, Berlin. O. Stillich. AnSbeutungSsysieme. Thüringer BerlagSanstalt, Jena. M. Tepp. Die neue Schule. Lichtkamps-Verlag, HonS Altermann, Kettwig a. d. Ruhr. SR. v. Weber. Aus dem Reich der Technik. BDI.-Berlag, Berlin. L. Wilker. Ter Lindenhof. Lichtkamps-Verlag. Hans Altermann, Kettwig a. d. Ruhr. F. Wolter. Franz Pocci. Als SimpIizisfiinuS der Romantik. H. Schmidt, München. F. Wuesiing. Geschichte des deutschen Volkes vom Ausgang des 18. Jahr- Hunderts bis zur Gegenwart. E. Laub. Berlin. A. Zweig. Der Regenbogen. I. M. Spacth, Berlin. Volk von morgen. Arbetter-Jugend-Verlag, Berlin. Der neue Rauticus. Jahrbuch lSLK. E. S. Mittler u. Sobn, Berlin. Sozialistische Arbeiterinlcrnationale in Marseille 1925. 2. Kongreß. Äom- missions. Verlag I. H. W. Dich. Der Tolchstoß-Prozeß in München.®. Birk u. Co., München. Sämtliche hier angezeigten nnd besprochenen Bücher sind in der Buchhandlung Z. h. W. Dieh, Berlin 520. 68, Dindenstraße 2 (Laden), erhältlich. Sind tuxusichuhe Luxus? Drr Gebrauch von Lnxubschtjj kein LuxuS mehr, denn sei Ii Schuhe beinüchtiFt hat nnd b«r Mosicnsabrikation hergest� zum Gebrauchsjckzuh für, Frau geworden. In buy ckwh 'Fradffo Davdel tel>erior»«n-s sssie» Teil längst sich der ege tragt, Wi.ÄWM!odeU «euerdMf??: verbl «isth« Ledergradierm� »aven Proportion! b»nn Aach den MufteiMcken«trd daS zugeschnitten, während daS Vodenlrder aui bes� Ledersorten gestanzt wird. An einem Arbez 100 Paar Schuhe gearbeitet »in"in Tage mir 25 Payr Schu Die Liirni RofUn. Brß ich«, ah« ui na __ n auch beit"�JüälWÄ DitEbei kommt vorzu zur Amvendung. das _ Schuh daraus", das Be Fälle vori�ßkrt und der� sofeukÄ�'�lten e�'WAA'�iBcjs ' rfcrit ijzi ür LüxuZschuMstHjS big urMt�wrüder wie wahrer r stellen können. Sinne, die Schuhe Fu? rlcdcr. die den 9li; vi „Berliner L ot a l» A n z e i g» r":..».dem Gebote der Mode gehorchend, wenden sich die Damen jetzt immer mehr vom Sttesel und Gcbrouchsjchuh der dlbeu Zeit ab und dem LuxuSschu� zu. Aus dem verschieden seinsarbig'eu Leder, aus KOO-Silber- u karätigem Goldledrr. werden diese Fußbekleidungen sür vn amen hergestellt. In der Luxusschuhiabrik der Firma Isttden sinnreich konstruierte emmfanrfch« Maschinen sast du die früher gebräuchliche Handarbeit abgelöst nnd fertige» im 10 000 Paar dieser oft recht kostbaren Schuhe a». te dürfte et die od« im kommenden lich. aber die bekmtnki n getrosfen. welche feil ilakion des eleganten Dame ihre Fabriträiline läßt erten � en vermag, um ihn i ihr lagern drre Modejarben. wie: t u n g'.... daß Berlin ei nsschließlich modern» Lnxusschiihe wohl die wenigsten«isten: es ist die des Schuh Hanfes Leiser in der Großen Hier stellt die Firma au» Gold- und Silbe igen Ledern, au» seinslea s Seide usw. jene zarten her. ohne die die moderne F' ieser Betried arbeitet nach den stU amerikanischen Werkzeugmaschine� ex�Hßgrtigen Onalität ans den en an» dem Auslände, speziell "«st t. aus den beste. aus geflochtenen haltbaren Fußbekl� heute nicht de Methode bringt !>o siJitr'GnGjpG von , a4 per � Iii fiel H4 "r l il» r?a g»p l, bUchließlick 'über Die Verarbeitung.'�MMlMtt. sammensetznng des WMmvnrkes� und Handarbeiter au» viele. teilen.,. _ rch die Übersicht- ines�ML�-�Mli Luxusschnhes. s Leders, die Zu- Präzistonslnaschlnen m'ältig gepflegte» Einzel- kusschuhen ist heute zum großen Teil l 'oeun seitdem der Wechsel der Mode sich sigl hat und seitdem modische Halbschuhe im � iksabrilation hergestellt werden, ist der Luxusschuh ebrauchsschnh für jedes Mädchen und jede gut gelle lu" gewprden. Ju den letzten Jahren haben deutsche Firmen �ii Amerika zuerst ausgebildete maschinelle Herstellung solcher Schuhe durchgeführt und damit erreicht, daß in Teutschland ein preis- werter, eleganter Schuh aus den Markt gebracht werden kann, drr durch Zoll- und Frachtlvste» nicht belastet ist. Drr Wandel der Mode und der dadurch bedingie Wecksiel der Ledersorten veruriachl natürlich heute bei der fabrikmäßigen Schuh- Herstellung besondere Ausmerksamkeit. Die Modelladteilung einer Sckzuhsabrik arbeitet sortwährrnd neue Modelle aus. sür die dann ans Pappe Musterschnitte hergestellt' werden: die genaue lieber- tragiiiig eines Modell: auf die ixrfchiebcnr» Großen geschieht dabei Made Stiefel gang durch die forden ein üdersicht- ckzeitlickien Luxusschuhes. ?sivahl des LcderS. die Zu- moderne Präzisionsmaschinen ien. sargsällig gepslcgten Einzel- _ n z e i g c r'i... dem Gebote der geho?WW�W?kkl�> stch die Damen jetzt immer mehr vom und Gedrauchsschith der alten Zeit ab und dem Luxusschuh