Nr. 5 16. Mai 1926 Blick in die Bücherwelt Geschichte. G. Bourgin: Napoleon und seine Zeit. Berlag Fr. A. Perthes, Gotha. 151 G. Siebenter Teil, zweite Hälfte von 2. M. Hartmanns Weltgeschichte. Mit diesem Bande gibt Bourgin die Fortsetzung seiner 1922 erschienenen und inzwischen viel gelesenen„ Französischen Revolution". Dem Programm Hartmanns entsprechend, geht er von der soziologischen Betrachtungsweise an das Problem Napoleon heran, ohne jedoch dogmatisch einem Schema zu folgen. Da er auf diesem bisher mit Vorliebe von der individualistischen Geschichtsauffassung bearbeiteten Geschichtsabschnitt auf Vorläufer und Vorarbeiten jo gut wie gar nicht sich stügen fomite, ist sein Werk allein schon durch die Neuheit der Darstellungsweise von hohem Wert. Hinzu kommt die Vielseitigkeit, mit der er die höchst verwickelten Zusammenhänge der Wirtschaft, des Rechts, der Innen- und Außenpolitik, wie auch des geistigen Lebens überblickt und in einer erstaunlich knappen und fireng sachlichen Form herauszustellen weiß. Die Person Napoleons, deren psychologische Struktur die Befähigung zum politiſchen„ Unternehmer" und machtlüfternen Empor tömmling als stärkste Seite aufweist, ist der politische Funktionär des durch die Revolution ökonomisch und politisch selbständig ge= wordenen Großbürgertums, das sich für den geschäftlichen Niedergang der Revolutionsjahre durch einen großzügigen militärischen Imperia lismus Ersatz zu schaffen sucht. Dazu braucht es die diktatorische Zusammenfassung der gesamten Staatsmacht mit einer grundlegend neuen Gesetzgebung besonders auf dem Gebiet des Berwaltungs fystems, des bürgerlichen Rechts, der Finanzwirtschaft und des Militärwesens. Diefem gewaltigen Kraftzentrum fönnen die morschen Staatsgebilde östlich des Rheins keinen Widerstand leisten. Der ökonomisch entwickeltere Westen zeigt sich dem napoleonischen System nicht abgeneigt( Rheinbund), Altpreußen und Altösterreich zerbrechen, daß ökonomisch und geographisch unüberwindbare Rußland entzeht jedoch so viel an Menschenkraft und Finanzkraft, daß der Koloß daran zugrunde geht. Die letzte Triebfraft ist die Be feitigung des englischen Konkurrenten, der mit der französischen Flotte das französische Kolonialreich zertrümmert und mit allen Mitteln um feinen europäischen Absatzmarkt fämpft. Die Kon tinentalsperre sollte einen geschlossenen europäischen Markt unter der Führung der französischen Bourgeoisie herstellen. Aber die Industrie des Festlandes war diesen Ansprüchen feineswegs gewachsen. Zudem beraubte die englische Gegenblockade sie der Rohftoffe Daran scheitert im letzten Grunde das napoleonische System. Die ökonomische Bedingtheit der napoleonischen Politik wird damit einleuchtend bewiesen. Bourgins Buch zu lesen erfordert gründliche Arbeit. Wer nur die landläufigen, mit vielen Einzelheiten und Anekdoten gespickten Beschreibungen fennt, wird umlernen müssen. Es gibt aber leider nech so wenig wissenschaftlich einwandfreie Geschichtsdarstellungen mit ökonomischen und soziologischen Unterbau, daß man unbedingt empfehlen muß, dieses Werk in Arbeitsgemeinschaften durch zuarbeiten. Für die parteigenössischen Lehrer wird es als Hilfs. mittel im Geschichtsunterricht vor allem willkommen sein. Erwin Marquardt. Hendrif van Loon: Die Geschichte der Menschheit. In deutscher Bearbeitung von Schulze- Buchwald. Verlag Mosse, Berlin. 456 G. Ein Liberaler alter Schule( wie er sich nennt) legt eine Weltgeschichte vor, die sich mit Wort und Bild vor allem an Kinder und Jugendliche wendet. Die Absicht ist, alle Ereignisse dem jungen Menschen irgendwie anschaulich zu machen und mit erleben zu laffen aus seiner eigenen, noch nicht entwickelten Borstellungswelt heraus. Eine Reihe der Bilder erfüllt sicher ihren Zwed; die Sprache im allgemeinen( bei vielen Ausnahmen allerdings) ist flar und verständlich. Gegenüber einem toten Einpaufen" und der troftlosen Langemeile so vieler Lehrbücher ist diese Erscheinung ein Fortschritt. Aber es ist als ziemlich sicher anzunehmen, daß die Anteilnahme der Jugendlichen im wesentlichen auf die Bilder befchränkt bleibt. Denn die Wortdarstellung ist zwar getragen vom Ton eines wohlwollenden alten Lehrers, weiß aber niemals und an feiner Stelle hinzureißen. Für die Arbeiterjugend fällt felbstverständlich schwer ins Gewicht, daß von einer auch nur im entferntesten ihren Bedürfnissen entsprechenden Würdigung des Sozialismus feine Rede ist. Für die fulturgeschichtlichen Absätze insbesondere ergibt sich allzu oft eine unmögliche Mischung gewollter Kindlichkeit und greifer Weisheit, die feinesfalls in wirkliches Verständnis sich umsezen kann. Was die Auswahl des Stoffes betrifft, so fann man vielleicht verschiedener Auffassung darüber sein, ob in der Gegenwart nicht, neben der griechischen und römischen Geschichte, die Geschichte des alten Asien Berücksichtigung finden müßte. Loon übergeht sie fo gut wie ganz. Auf jeden Fall aber ist die neueſte Weltgefchichte absolut unvollständig dargestellt, vor allem vom Absatz Kolonialpolitit und Krieg" ab. Karl Schröder. Politif. 1. G. Majaryf: Die Weltrevolution. Berlag Erich Reiß, Berlin 1925. Eigentlich hat man im alten Desterreich, zu dem ja auch die heutige Tschechoslowakei gehörte wenigstens als Nichttscheche den Reichsratsabgeordneten Professor Masaryk ganz und gar nicht zu jenen Tschechen gerechnet, deren Aktivität der Wiedererrich tung des Tschechenstaates galt. Allerdings saß diese Sehnsucht tief im Herzen des Tschechenvolles, unausgesprochen meist, oft selbst unbewußt, als ein still gehegtes Bätererbe von slawischer, wehmütig romantischer Schwärmerei. Die kleine Partei, der Majaryt angehörte, nannte sich„ realistisch" und dieser Name schien sich pro grammatisch gegen eben jene Strömung zu richten, die anscheinend den Realisten als phantastisch galt. Bu jenem Banjlamismus des Dr. Kramarsch, der bereit war, auch die Zugehörigkeit zum zarischen Rußland der zum Bundesgenossen Kaiser- Deutschlands vorzuziehen, stand Masaryk, das Kind mährisch- flowafischer Broletariereltern, schon als entschiedener Demokrat in ftritter Gegnerschaft. Und die gleichfalls antiösterreichische, dazu noch wüst demagogische Partei Ber Nationalsozialisten", geführt von Klofatsch, die geradezu gegründet war, um der tschechischen Sozialdemokratie durch Radau nationalismus Abbruch zu tun, die mußte dem Philosophen Masaryk schon durch ihr Wesen unsympathisch sein. Hatte Masaryk, der ftändige Mitarbeiter der Wiener linkedemokratischen Wochenschrift " Die Zeit", sich doch schon längst durch seine Zerfaserung des natio nalen Schwindels mit dem Fetisch der Königinhofer Handschrift", wie durch seine scharfe publizistische Bekämpfung der nationalistisch antisemitischen Ritualmordheze im Falle des Leopold Hilsner bei den Patenttjchechen verdächtig gemacht. Nichtsdestoweniger war Masaryk dem habsburgischen Desterreich gegenüber immer fritisch gewesen; er mochte auch die innere Schwäche des Bielvölkerreiches besser fennen als viele andere, be. sonders deutsche Politiker, denen schon der Wunsch nach Erhaltung der deutschen Bormachtstellung in Mitteleuropa den Blid trübte. Als nun der Krieg ausbrach, gab es für Masaryk, der enge Be ziehungen zu Gelehrten und Politikern der Entente hatte, fein Schwanken mehr: diese Weltrevolution" mußte die tschechische Staatlichkeit wiederbringen und dazu mußte das Habsburgerreich zerstört werden. Desterreich zu bekämpfen. Und von dem kleinen Volk der Tschechen, wie erst von den noch weniger Slcwaten hatten sehr prominente Ententeleute feine Ahnung. Das war schon eine Arbeit, das Majaryfsche Programm den Siegermächten, die das zunächst noch lange nicht wirklich zu werden schienen, so beizubringen, daß sie es zu dem ihrigen machten. Masaryk, der gleich nach Kriegsausbruch in Holland Fäden über den Kanal wieder knüpfte, organisierte noch rasch in Prag die Vorverschwöring und verließ dann endgültig das schwarzgelbe Reich, wobei ihm sein Reichsratsmandat half, die Grenzsperre zu durchbrechen. Nun begann das Bearbeiten der Ententepresse, bald auch der Minister und Masaryk erkannte rasch, daß seine Berhandlungsaussichten in der Zeit deutscher Kriegserfolge um so besser werden mußten, je mehr er Goldaten bieten konnte. So entstand die Aktion zur Aufstellung von Ententetruppen standen die tschechischen Legionen, die schließlich in Rußland an aus den in Ententelagern friegsgefangen sigenden Tschechen; so ent50 000 Mann start wurden. lleberall werden die Kolonien lang und in Genf wird ein Zentralbureau errichtet, das Dr. Benesch vor dem Krieg ausgewanderter Tschechen antiösterreichisch mobilisiert leitet, der auch viel mit Paris arbeitet.( Man wird bei diesem großen Anteil des Dr. Benesch an der Staatsgründungsarbeit verstehen, daß Dr. Benesch mindestens für Masaryks Präsidentenzeit, d. h. für Masaryks Lebenszeit, als sozusagen unersetzbarer Außenminister gilt.) All diese Arbeiten und Verhandlungen in Genf, Rom, Paris, London, Petersburg, Moskau, Tokio und Washington schildert Masaryks Buch mit quellenmäßiger Genauigkeit. 3ahlreiche Erfurfe in die Gebiete des geistigen Lebens, der Personenfennzeichnung, der militärischen und propagandistischen Kriegführung auch der Bentralmächte u. v. a. m. unterbrechen und begleiten diese Darstellung. Als einen Sieg der Demokratie über den Absolutismus sieht und feiert Masaryk den Ausgang des Weltkrieges und besonders Republik sein. Gewiß, das Tschechenvolk ist für sich durchaus charakteristisch dafür soll auch die Errichtung der tschechoslowakischen demokratisch. Die Tschechen nennen ihren Staat untereinander nie aller Sympathie für dieses tüchtige Volf um so schmerzlicher, daß anders als„ die Republik". Wir aber wissen und fühlen es bei im Tschechenstaat mit wahrer Demokratie unvereinbar sind. Schade, die Rechtstellung und Behandlung der 3% Millionen Deutschen daß man diese Tatsache, die mit der Persönlichkeit Masaryks in frassem Widerspruch steht, immer wieder feststellen muß. Rich. Bernstein. Gesundheitswesen. Medizin. Berlag Julius Springer. 1925. Preis 2,70 m. Dr. H. von Hayet: Soziale und sozialistische So gern wir seinerzeit E. Mayers Büchlein über die Krisis des deutschen Aerztestandes an dieser Stelle besprachen, so schwer fällt uns dies bei dem Hayekschen Buche. Nicht deshalb, weil er auf einem andern Standpunkte steht als der sozialistisch denkende Arzt. Sondern deshalb, weil es schwer, ja fast unmöglich ist, sich fachlich mit ihm auseinanderzusetzen. Trozdem der Verfasser nicht nur der Heilkunde, sondern auch philosophiae Doktor ist, unterläßt er es leider, sich eine feste Ausgangsbajis zu schaffen. Er formt fich einen Begriff der Sozialisierung nach feiner Willtür, padt alles Böse, mas sich über die Zeit nach dem Kriege und der Inflation crfinnen läßt, fühn in das Schubfach der Sozialisierung und geht jezt diesem Popanz zu Leibe, der ungefähr den Borstellungen des Hafenfreuglers" oder des„ Eisernen Besens" entspricht. Die, Berarmung ist nicht Folge des Krieges, sondern der Sozialisierung", der Proletarisierung des Mittelstandes. Die Enteignung der fleinen Rentner ist nicht Folge der Inflation, ist nicht zum guten Teil auf Rechnung der von H. so gepriesenen tüchtigen deutschen Privat wirtschaft" zu buchen, sondern fällt. lediglich den schwarzen Machenschaften des Raubrittertums" der Sozialisierung zur Last, hinter der aber legten Endes als Drahtzieher das internationale Großfapital steht( S. 7). Die Wirtschafts- und Währungskrise war nicht Folge der ungeheuren wirtschaftlichen Umwälzungen der Kriegszeit, sondern der durch die Revolution vernichteten deutschen Weltgeltung. Nur Stinnes hat das deutsche Volk vor russischen Schicksalen bewahrt. Daß die Siegerstaaten Frankreich, Belgien und Italien mit ihrer Weltgeltung bis heute noch nicht ihre Währungen stabilisiert haben, stört den Doktor philosophiae nicht. Nach dieser, mie er selbst bescheiden sagt, fachlichen" Schilderung der Sozialisierung, behandelt Hanek das Verhältnis der sozialen und der sozialisierten" Medizin zur Aerzteschaft, zur Bolksgesundheit und zu den Interessen der einzelnen Kranten. Sozialisierte“ Medizin ist für ihn alles, was mit den Krankenkassen zusammenhängt. Diese ift für ihn alles, was mit den Krankenkassen zusammenhängt. Diese haben in jeder Beziehung versagt und müssen umgewandelt werden in Versicherungsinstitute auf Grundlage reiner Schadenversicherung. Anstellung von Aerzten, Erbauung von Heilstätten und Ambulatorien, Berabfolgung von Bädern und Heilbehelfen usw., versetzt die Raffen nur in die Lage von fapitalistischen Unternehmern und züchtet eine dementsprechende geistige Einstellung, die an allem Elend der Aerzte und Patienten Schuld trägt. Stellt das alte patriarchalische, rein privatwirtschaftliche Verhältnis zwischen Arzt und Batienten wieder Beilage des Vorwärts Aber der Siemsen hat den Rahmen ihrer Untersuchungen soweit gezogen, hat fich so energisch auf noch wenig erforschtes Gelände vorgewagt, daß ihre Arbeit notwendigerweise ein erster großer Wurf bleibt, den nun manche Einzeluntersuchung zu ergänzen haben wird. Bert ihres Buches liegt gerade in dieser Großzügigkeit, mit der hier einmal die Zusammenhänge all unserer gesellschaftlichen Nöte gesehen werden, liegt aber weiterhin auch in der überaus glücklichen Art, wie sich hier eine unbeirrbar sichere theoretische Grundlage mit vielseitigen Kenntnissen und umfassenden praflischen Erfahrungen verbinden. Anna Siemsen will die wirtschaftliche und gesellschaftliche Berwurzelung unseres Schulwesens an einem Beispiel aufzeigen", mit anderen Worten: sie will nachweisen, daß unsere Erziehungskrije nur die Kehrseite unserer politischen und wirtschaftlichen Krise iſt, daß demnach unsere Erziehungs- und Berufsprobleme innerhalb dieser Gesellschaftsordnung nicht gelöst werden können. Damit wird von einer neuen Seite her und mit vielfach neuen Argumenten die Legende von der neutralen" Erziehung sehr gründlich zerstört. Das Grundübel ist die Isolierung des Menschen in einer nur auf dem Erwerb und auf Profiterzeugung aufgebauten Gesellschaft", in der der Beruf" zur reinen Erwerbsgelegenheit geworden ist. Solange das so bleibt, ist jede solidarische Erziehung unmöglich bei Menschen, die von einer Welt des Egoismus umgeben sind, solange bleiben auch alle Einzelmaßnahmen wie Einrichtung von Berufsämtern, Eignungsprüfungen, Proklamierung eines neuen Berufsethos" wirkungslose Balliativmittel. Auch Taylorsystem, Normali fierung, private Werkschulen das zeigt die Verfasserin mit erZu Pfingſten aus Kleider TRIAS Waschkleider aus Waschselde: Voile usw.. M. 2975 1875 1275 Wollkleider aus reinwollenem Rips.... M. 3650 2650 1975 Seidenkleider krepp, Bast und Marokain. M. 59.- 39.- 29.Blusen 1675 890 590 Blusen aus Chinakrepp und Bastseide... M. 3250 2250 1875 aus Voile und Opal... .M. gestreift, Qualität in großer M Für das neue Sommerkleid! 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Es gibt kaum eine Seite, die nicht zum Widerspruch reizt, nur selten trifft die Kritik des eher verronnten und verärgerten, als beschränkten Verfassers zu. Und das ist bedauerlich, denn Hayek hat immer einen Namen als Tuberkuloseforscher zu verlieren. Es Foulard- und Crêpe de Chine- Binder, fällt manche fluge Bemerkung in dem Buche über Tuberkulosenfürferge, aber über die nüchterne Alltagserfahrung siegt bei ihm doch immer wieder der Haß gegen die aufsteigende Klasse: Dem Befämpfer der Tuberkulose, dieser Wohnungsfrankheit par excellence, ist der Mieterschutz der schrecklichste der Schrecken, dem sozial dentenden", nicht sozialisierten" Arzte ist die Aufrechterhaltung des Miet- und Bodenwuchers, die Zusammenpferchung der Proleterier und Berewigung der Tuberkulose wichtiger als die Ent Damen- Handschuhe, Farben eignung des bodenständigen Hausbesizes"( S. 7). Die Anschauungen ber jozialiſtſchen Aerzte und Sozialpolitiker über die fünftige Ge- Damen- Handschuhe, moderne Frühjahrsfarben und weiß. M 150 staltung des Gesundheitswesen sind noch keineswegs jo einheitlich, Damen- Waschleder- Handschuhe, weiß, daß wir nicht reiche Anregung auch von Gegner unserer Weltanschauung empfangen tönnten. Dies um so mehr, als es sich bei der Neuordnung des Gesundheitswesens gar nicht um eine„ Soziali Damen- Schweden- Handschuhe, fierung" handelt( wir haben diesen Ausdruck stets aufs schärffte abgelehnt), sondern um Reformen, die schon im jeßigen Staate durchgeführt werden können und auch müssen, sollen nicht Medizinund Aerztestand zugrunde gehen. Auch Schule und Rechtspflege find im modernen Staate nicht sozialisiert und doch Sache der Deffentlichkeit. Die Standpunktlosigkeit des Hayekschen Buches nimmt ihm jeden Wert, und verdrossen legt man es aus der Hand. Dr. med. Karl Kautsky. Erziehung. Anna Siemjen: Beruf und Erziehung. E. Laubsche Berlagsbuchhandlung, Berlin. 222 G. Breis fartoniert 3,50 m., Leinen 4,50 M. Beides war feineswegs von Anfang an Kriegsziel der Entente Wenn die Verfasserin in ihrem Vorwort ihr Buch als etwas Selbst noch 1918 hatte Mafargt im Ententelager Sympathien für| Unfertiges bezeichnet, so hat sie damit in einem Sinne recht: Anna Handichuhe Leinen imitiert, gute Qualität, viele M 110 Leinen imitiert, besonders feine Qualität, gute Qualität, zum Durchknöpfen und Schlüpfen gute Qualität, tadelloser Sitz, in vielen Farben.... .M 590 490 ... M. 6⁹0 390 Weißwaren, Schals, Spitzen, Besätze, Bänder, in großer Auswahl CORDS DAS HAUS DER GUTEN QUALITÄTEN Leipziger, Ecke Charlottenstraße FEY freulichem Nachdrud- dienen heute nicht den Intereffen des„ neuen Menschen". Wir brauchen. Hand in Hand mit der politischen und wirtschaftlichen Umgestaltung, eine grundlegende Wandlung unseres individualistischen Lebensbewußtseins zu einem sozialistischen: hier ergeben sich Erziehungsaufgaben von gewaltigen Ausmaßen. Diesen Aufgaben werden sich vor allem unsere Organisationen( Partei, Gemerkschaften, Genossenschaften), in denen ein solidarisches Klassen: bewußtsein an Stelle des vernichteten Klassenbewußtseins erwacht, mit allem Fleiß zu widmen haben: mit Recht sieht Anna Siemfen hier die ersten Anfänge und weiteren Möglichketien der werdenden Gemeinschaft. Den überreichen Inhalt des Buches hier auch nur andeutungs: weise wiederzugeben, ist unmöglich. Es fann allen interessierten Genoffen aufs wärmste empfohlen werden. Walter Fabian. Menschliche Dokumente. Henry Sanjon: Tagebücher der enter von Baris, 1685 bis 1847. Verlag Gustav Kiepenheuer, Potsdam. 821 Seiten. Der Leyte seines Henfergeschlechtes, das fünf Generationen hindurch erblich das blutige Handwerk meisterte, erzählt Henry Sanson die Geschichte seiner Ahnen und ihrer graufigen Bflichten. Als Unter. lagen dienen ihm die Aufzeichnungen seiner Borfahren, wie seine eigenen. 1685 bis 1847 ein Stück Sittengeschichte Frankreichs ein Abschnitt geschichtlicher Entwicklung. Vom Rade zur Guillotine. Bom Absolutismus zur französischen Revolution. Der Henfer als Bollstrecker der schicksalhaften Nemesis: Ludwig XIV., MarieAntoinette, Danton, Robespierre, St. Juft, die ungezählten Opfer des Terrors waren seine Opfer. Eine Berteidigungsschrift des Henkers, ein Beitrag zur Psychologie der Todesstrafe, des Schafotts, des Hinrichtens der zum Tode Verurteilten. Eine Anklage gegen die Anhänger der Todesstrafe. Der Henter als Anflägér. Ein Widerspruch in sich selbst und doch keiner. Ein menschliches Dokument! Emil Sziffya: Selbst mörder. Verlag G. Weller u. Co., Leipzig. 400 Seiten. Ein zeitgemäßes Buch. dieses Selbstmörderbuch, in unserer trost losen Zeit der erhöhten Selbstvernichtung. Philosophen fommen hier zu Worte, Dichter sprechen zum Leser bald verteidigen fie den Selbstmord, bald verwerfen sie ihn. Dem heutigen Selbst. mord, als Ausdruck schreiender sozialer Mißstände, hätte tein Bhilo. soph, fein Dichter je einen Lobgesang angeftimmt. Berühmte Selbit mörder aller Zeiten defilieren vorüber auch die Namenlosen der Jeztzeit werden nicht vergessen. Die mannigfaltigen Ursachen, die in den freiwilligen Tod treiben, finden an zahlreichen Beispielen grausige Illustration. Kirche und Recht in ihrer Stellung zum Selbstmord kommen zur Sprache. Der Autor selbst teilt die Anfichten des Sozialisten: die Schuld an der Selbstvernichtung tragen zu 90 Prgz. die sozialen Zustände. Karl Hav: Lebenslänglich. Erlebtes und Erlittenes. Berlag stein, Berlin. 182 Seiten. Es ergänzt Fechenbachs Zuchthausbuch. 17 Jahre lang hatte Hau Gelegenhert, Menschen und Dinge in der Gefangenschaft zu studieren. An wissenschaftliches Denten gewöhnt, verarbeitete er ,, Erlittenes und Erlebtes" zu fachlicher Einstellung. Darin liegt der Bert des Buches. Seine Leidenschafts-, ja Temperamentslosigkeit bürgt für seine Objektivität. Gefangenen und Beamtentypen, in ihrer ganzen Mannigfaltigkeit, Gefangenen- und Beamtenleben in ihrer eigenartigen Verpflechtung, Einzelhaft und Gemeinschaftshaft in ihren verschiedenen Auswirkungen, Gefängnisdirektoren, Aerzte, Pfarrer und Lehrer in ihren menschlichen Stärken und Schwächen finden in Hau einen in das Wesen der Dinge dringenden Be schauer und Erzähler. Seine Stärke liegt darin, daß er das Gefängnis als ein großes Ganzes, einen besonderes Leben führenden Gesellschaftskomplex darstellt. Manchmal will es faft scheinen, als habe er in ein Wespennest gestochen. Man lese das Buch. Harry Siffenberg: Kaspar Hauser. Der Findling von Nürnberg. Verlag für Kulturpolitif, Berlin. 356 Seiten. Auch ein menschliches Dokument, dieses Buch von dem Jungen, der im Jahre 1826 plöglich in Nürnberg auftauchte und von dem niemand mußte, wer er war. So wurde er zum Streitobjekt für ganz Europa. Die einen sahen in ihm einen Schwindler, die anderen vermuteten in ihm ein Opfer verbrecherischer höfischer Machinationen. Daran glaubte er schließlich selbst. So dunkel, wie seine Herkunft und seine Ankunft in Nürnberg, ist auch sein Abgang aus dieser Welt. Er selbst wollte Opfer eines Attentats geworden sein. Der größte Teil der Kaspar Hauser, Forscher" folgte feiner Behauptung. Im Gegensatz zu ihnen stellt Sittenberg in seinem neuen B L 0 CK Neu eröffnet | Buche den geheimnisvollen Antommiing als Opfer seiner Erziehung und der durch sie verschuldeten Eitelkeit hin: er habe das Attentat felbst gegen sich verübt, allerdings so unglücklich, daß er daran starb. Ein Buch, spannend vom Anfang bis zum Ende. Eine andere Frage ist, ob es restlos überzeugt. Das Rätsel: Kaspar Hauser bleibt bestehen. Leo Rosenthal.. Erzählende Literatur. Kim. Rudyard Kipling: Kleine Geschichten aus den er Pud. Das neue Djungelbuch. Paul List Verlag, Leipzig. gen. Mit den Wertungen„ Dichter"," Schriftsteller"," Erzähler" fommt Leben man bei Kipling faum aus. Er gibt ähnlich Hamsun und Natur, ist aber doch kein bloßer Naturalift. Erscheint es aber auch nicht michtig, wie das Tagesgeschehen bei Kipling Spiegelung und Niederschlag fand, so interessiert sein Lebensgang selbst als und Meer", wird er, der Weiße, der Fremde, in einer Welt groß, Wegweiser zum Wert: 1865 in Indien geboren, zwischen Palmen die ihm nicht ganz fern und fremd bleibt, weil er ihre Sprache versteht, ihre Lieder hört, ihre Farbenpracht sieht, ihre Tropenglut spürt, furz: meil er fie miterlebt. Spätere Knabenjahre verbringt er in England, in öder Pension, erzogen mit Bibel und Rohrstod. Schließlich trägt eine„ Militärvorbereitungsschule" überall diefelbe Frage. Mit siebzehn Jahren fehrt Kipling nach England zurück, wird Redakteur, Reporter, treibt sich überall herum, pirscht in Lahores dunkelste Wintel, schreibt einen Riesenroman, ohne ihn je zu vollenden, wird bald Mitherausgeber der großen Beitung Pionier" in Allahabad. Hier erscheinen seine ersten Novellen, für die sich erst später ein Verleger in London, noch später der Erfolg findet. Jezt wohnt er selbst in England, im Süden der Insel, als Bauer, und nicht mehr so jugendfrisch, wie sein Werk heute uns berührt. Was uns von diesem Werk heute in entzückender Ausstattung und vortrefflicher sprachfühliger Uebersehung( Benvenuto Hauptmann, Hans Reisiger, Ernst Hardt, Wilhelm Lehmann) vorliegt, ist ein gewaltiges Gemälde der Natur. Das Besondere, beinahe Bunderbare an diesem Gemälde ist seine Har monie der Farben, seine Einheitlichkeit, obwohl doch seines Schöpfers Schaffen stets eigentlich aus zwei Quellen gespeist wurde: aus dem Europäischen und dem Indischen, aus dem Eigenrassigen und dem Fremden. Wie weit man nun die indische Seite als vollentwidelt betrachten will, ist natürlich strittig. Genug, daß fie phänomenal weit entwidelt ist. Das hat natürlich seinen Grund darin, daß Kipling nicht minder als ein Künstler des Schreibens auch ein Künstler des Lebens war. Zumindest muß der junge Kipling ein in seiner Welt Berauschter gewesen sein. Anders iſt ein Meisterwerk wie die mit dreiundzwanzig Jahren geschriebenen Kleinen Geschichten aus den Bergen" nicht zu er= flären. Außerdem offenbart sich schon hier eine unerhörte Erzählertechnik, die faum noch einer Steigerung fähig ist. Da aber vollendete Technik Kunst ist, fann man hier nun schon im reinsten Sinn des Wortes von Erzählerkunst sprechen. Kipling erzählt, daß alles lebt, er ist der Erzähler schlechthin. Bei ihm ist die große Forderung Walt Whitmans erfüllt, mit der vollkommenen Einfachheit zu reden, mit der der Baum wächst und die Blume blüht und das Wasser rinnt und die Tiere fich bewegen. Diese Kunst der Wiederholung des Urerlebnisses gelingt Kipling auch in seinen anderen Büchern. In seiner genialen Sachlichkeit, die das ermöglicht, erinnert er, der moderne Engländer, an die modernen Mitteleuropäer Bolgar und Kisch z. B., denen, wie ihm, gleich falls die Synthese zwischen idealem Journalismus und reiner Dichtung gelang. Das neue Dichungelbuch" mag hierfür mit am typischsten sein. Unpathetisch, unverfitscht, Gott sei dant auch niemals allegorisch, steht Tierwelt gegen Menschenwelt; und so so weit begriff, wie es dem Fremden wohl überhaupt zu begreifen ehrlich steht auch der Fremde diesem Indien gegenüber, das er eben möglich sein mag. Sieben Jahre nach den Dschungelbüchern wurde Rim" vollendet, es find sieben besonders fruchtbare Jahre gewesen, denn ,, Rim" ist vielleicht Kiplings beftes, sicher aber Kiplings eigenstes Buch, behandelt es doch sein" Problem der östlichen und westlichen Menschenwelt. Kim" ist ein Märchen von zwei Menschen, einem Alten und einem Jungen, der Alte ist der tibetanische Lama, der Junge Kim, Sprößling eines englischen Soldaten: beide abenteuern gemeinsam, jedes trotzdem auf seine eigene Art, eigentlich indisch" und" englisch". Hier wird erlebt und gesagt, was zu erleben und zu sagen ist an Dingen relativ ewiger Gültigkeit, und es ist kein Wunder, daß gerade dieses Buches wegen Kipling schon mit Homer verglichen wurde. Man braucht sich das ja nun nicht gerade zu eigen zu machen, ob OO KARL BLOCK Buchhandlung S Antiquariat Berlin SWG8, Kochstraße 9 Verbunden mit der seit 30 Jahren bestehenden Versandbuchbandlung Großes Bücherlager aus allen Citeraturgebieten Unverbindlicher Besuch erbeten Größere Werke auf Wunsch auch gegen bequeme Monatszahlungen Ortsfrankenkasse der Steindruder und Lithographen zu Berlin Die in der Ausschußsigung vom 23. April d. J. beschlossene 15. Sagungsänderung §§ 1, 2, 3, 4, 5, 12, 14, 15, 17, 18, 20, 27, 30, 32, 34, 36, 41, 43, 45, 48, 52, 55, 56, 57, 58, 62, 63, 68, 73, 74, 76, 81, 82, 83, 84, 86, 87, 88, 90, 91, 92 und Allgemeines betreffend, ist vomOberversicherungsamt Berlin untermi 10. b. M.( Nr. II B K 168, 26) genehmigt und am 15. Mai 1926 in Kraft getreten. Die gebrudte Sagungsänderung ist fämtlichen Betrieben heute überfandt worden Weitere Drudstücke sind bei der Kaffe er hältlich. Berlin, den 15. Mai 1926. Der Vorstand. Sugo Albrecht, Borsitzender. 57/15 Willi Boede, Schriftführer. Versteigerung Dienstag, den 18. Mai, nachm, 2 Ubr Turmstraße 57 1. Im Auftrag des Konkursverwalters ver steigere ich freiwillig meistbietend den Wahl zur Jüdischen Gemeinde Berlin Parteigenossen wählen nur die Sozialdemokratische Liste 3 Oskar Cohn, Adler- Rudel, Alfred Berger Wählt sozialistisch! Liste 3! Auf TeH einer Konkursmasse als neue an die Deutsche Ostsee! Herrenanzüge, Regenmäntel. Ulster, Hosen, Arbeiterjacken, Damenmäntel, Kostüme, Kleider, Röcke, Kinderanzüge, Paletots, Gardinen, Stores, Steppdecken, Federbetten, Tischwäsche, Oberhemden, Pelzkragen, Bettdecken. Besichtigung 3 Stunden vorher. Keine Ebbe und Fiut, daher baden zu jeder Tageszeit, Wald und Wasser herrlich vereint. Führer durch alle Bäder M. 1.-, gegen Voreinsend. von M 1.20 in Briefmarken portofr. Zusendung. Nachn. M 1.30. Prosp. d. cinz Bäder kostenlos. Gesellschaftsreisen. Cäsar Wagner Versteigerer. Bureau: Sächsische Str. 67. Ostseebäder Berlin NW 7, Unter den Linden 33 Telephon: Oliver 221,[ 1844b Zentrum 4335 wohl ber moderne Mensch in jedem Falle welf lieber und schneller zu Kipling greifen wird als zu Homer, mag aber daraus doch ersehen, wie viel Gegenwart und Vergangenheit hier in den Schatten geschrieben wird. Auch Bud" fucht seinesgleichen. Es ist ein Buch der Heimat liebe, der Verbundenheit mit altenglischer Landschaft, mit Susser, mit dem zartgrünen, fruchtschweren Gefilde von„ Eiche, Esche und Dorn", durchstrichen noch von jahrhundertsamen Atem. Hier ist's feir Wunder und faum Märchen noch, wenn Buck, Englands uralter Waldgeist, zwei Kindern erscheint und versunkene Gestalten, verflungene Schicksale erzählend vor ihnen erstehen, dem Boden ents Erich Gottgetreu, J wachsen läßt. Neue Bücher. ( Besprechung der eingegangenen Bücher bleibt vorbehalten.) Mag Adler. Marg als Denker. J. H. W. Diez, Berlin. M. Adler. Politische oder soziale Demokratie. E. Laub, Berlin. Andree, Seiderich, Sieger. Geographie des Welthandels. Band 1: Europe. Ch. Andler. Nicksche und Jakob Burchardt. Rhein- Verlag, Straßburg 2. W. Seidel u. Sohn, Wien. Berlin. Wien. B. F. Aichroth u. E. Kohlrausch. Reform des Strafrechts. W. de Gruyter, M. Babits. Kentaurenschlacht. J. M. Spaeth, Berlin. Mag Barthel. Das Spiel mit der Puppe.( Roman.) Büchergilde Gutens D. Baner. Sozialdemokratische Agrarpolitik. Wiener Volksbuchhandlung, berg, Leipzig. Dr. Beier. Der Sozialismus als Weltanschauung. Volkswacht, Breslau. Prof. Dr. Ph. Berju. Kulturen und Religionen. Union, Deutsche Vers lagsgesellschaft. O. Bühler. Recht und Unrecht in der Frage der Fürftenabfindung. W. de 2. Corinth. Selbstbiographie. S. Hirzel, Leipzig. E. David. Unt die Fahne der deutschen Republik. Volksbuchhandlung, Hannover. Ilja Ehrenburg. 13 Pfeifen. Rhein- Berlag, Basel. Gruyter, Berlin. . Erler. Das Schidsal der Moskauer Studenten. A. Fischer, Tübingen. Karl Ewald. Märchen.( 2 Bände.) Leipziger Buchdruckerei A.-G., Leipzig. E. Feudel. Rhythmik. Delphin- Berlag, München. G. Santos. Das Kulturproblem in Mitteleuropa. F. Enke, Stuttgart. E. Goldschmidt. Chescheidungsrecht. W. de Gruyter, Berlin. 3. Hasel. Die Abenteuer des braven Soldaten Schweit während des Weltkrieges. Adolf Synet, Prag. Fr. Hebbel. Gedichte. Streder u. Schröder, Stuttgart. Sven Hedin. Mount Everest. 2. Aufl. F. A. Brockhaus, Leipzig. A. Herzberg. Sur Psychologie der Philosophie und der Philosophen, F. Meiner, Leipzig. G. Jäfel. Die gefeßliche Regelung der Arbeitszeit. R. Hobbing, Berlin. J. Joyce. Jugendbildnis. Rhein- Verlag, Basel. W. Koppers. Unter Feuerlandindianern. Streder u. Schröder, Stuttgart. H. Kräßig. Europas Wirtschaft im Weltkonzern. Ostfachsen- Druckerei, Löbau i. S. Jonathan Kräutlein. Nietsches Morallehre. F. Meiner, Leipzig. G. Obst. Einführung in die Buchführung. C. E. Boeschel, Stuttgart. . Onden. Napoleon III. und der Rhein. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. A. Paquet. Sturmflut. Volksbühnen- Berlags- und Vertriebs- G. m. b. 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