Nr. 225. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste = = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Weitere Freitag, den 25. September 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Ihre Zahl Jahre 1882 im Handel erwerbsthätigen Frauen waren weiblichen Erwerbsthätigen. Selbständige 50,51, Beamte 1,06, Arbeiter 48,43. Jm schnellte von 16 441 auf 28 216, also um 71,62 pet. empor, Resultate der Berufszählung. Jahre 1895: Selbständige 34,96, Beamte 2,07, Arbeiter während die männlichen Erwerbsthätigen sich nur um 62,97. Für Männer lauten die Zahlen für 1882: 43,31, 17,89 pet. vermehrten. Unter den in der Landwirthschaft im Haupt 10,88, 45,81; und für 1895: 36,44, 14,21, 49,35. Wenn Wie bei der Landwirthschaft absolut, so ist die Zahl beruf Erwerbsthätigen hat sich gegen 1882 die Zahl der etwas, so sollten diese Zahlen den Harmoniefrigen unter der Dienenden überhaupt relativ zurückgegangen. Selbständigen und die der Beamten vermehrt, während die den Kaufmannsgehilfen den Beweis liefern, was es mit Im Jahre 1882 bildeten sie mit 1 324 924 Personen noch Zahl der Arbeiter zurückgegangen ist. Im Jahre 1882 dem Lockspeck der Etablirungsmöglichkeit für eine Be- 2,93 pCt. der Bevölkerung, 1895 mit 1 339 318 Personen nur waren von 100 Erwerbsthätigen Selbständige 27,78; wandtniß hat. mehr 2,59 pCt. Einerseits schrecken die herrlichen Dienstboten Beamte 0,81; Arbeiter 71,41. Für 1895 lauten die entBetrachtet man die Berufsgruppen der drei Berufs- Ordnungen und die übermäßige Arbeitszeit, andererseits sprechenden Verhältnißzahlen 31,07; 1,16 und 67,77. Die abtheilungen Landwirthschaft, Industrie und Handel, vermindert sich auch die Zahl derjenigen, die Dienstboten Gesammtzahl der Selbständigen betrug 1895 2 576 725. so ergiebt sich, daß mit Ausnahme der Landwirth halten oder halten können. Davon waren 2 221 826 Männer und 354 899 Frauen. schaft im engeren Sinne nur noch zwei Gruppen eine Die Zahl der beruflosen Selbständigen, zu Auf das Gesinde und die Arbeiter entfielen 5 619 794, verhältnißmäßige Minderung erfahren haben: denen diesmal freilich auch die Unfall, Altersdarunter 3 239 646 Männer und 2 380 148 weibliche Per- die Textilindustrie und die Gruppe Bekleidung und Invaliden Rentner" ebenso wie die vom sonen. und Reinigung. Dagegen haben die Metallindustrie, Rouponschneiden und Hypothekenzinsen Lebenden gerechnet In der Industrie und im Handel ist im Ver- die Industrie der Steine und Erden, die Nahrungs- und wurden, ist von 1354486 auf 2142601 Personen gestiegen. laufe der letzten 13 Jahre die Zahl der selbständigen Genußmittel- Industrie, das Verkehrs-, Bau- und Handels- Im Jahre 1882 bildete diese Kategorie 3,00, im Jahre 1895 Erwerbsthätigen ganz bedeutend zurückgegangen, die Bahl gewerbe und die Industrie für Beherbergung und Erquickung 4,14 pet. der Bevölkerung des Deutschen Reiches. Unter der Arbeiter und Beamten aber gestiegen. Im Jahre 1882 relativ sehr start zugenommen. ihnen waren 1895 1 288 484 Personen, die von eigenem tamen auf 100 in der Industrie erwerbsthätige Selbständige Was die nebenberufliche Erwerbsthätigkeit betrifft, so Vermögen, von Renten und Pensionen lebten, 597 442 34,41; technische und andere Beamte 1,55; Arbeiter 64,04. ist seit 1882 sowohl die Zahl der nebenberuflich thätigen Männer und 691 042 Frauen. Und von ihnen allen waren Im Jahre 1895 aber Selbständige 24,90; Beamte 3,18; Personen wie die Zahl der Nebenberufsfälle, absolut betrachtet, nur 184 993 in einem Nebenberuf thätig. Arbeiter 71,92. Die Gesammtzahl der Selbständigen stellte gestiegen, dagegen hat sich das Verhältniß der Nebenerwerbsfich 1895 auf 2061 870. Davon waren 1 542 330 Männer thätigen zur Gesammtzahl der hauptberuflich Erwerbs. und 519 540 Frauen. Von den 5 955 613 Arbeitern waren thätigen vermindert. Die Arbeit ist so intensiv geworden, 4 963 352 männliche und 992 261 weibliche Personen. daß sie mehr und mehr den Arbeiter ganz und gar in AnAuf die Bankskandale in Italien find eine Reihe von Im Handel fiel die Zahl der selbständigen Erwerbsspruch nimmt. Auf 100 im Hauptberuf Erwerbsthätige Während es sich bei den Bantskandalen barum gehandelt hatte, anderen Enthüllungen über finanzielle Mißwirthschaft gefolgt. thätigen von 44,67 pct. im Jahre 1882 auf 30,07 pet. famen 1882 16,54 Nebenerwerbsthätige, 1895 aber nur baß vielen Personen, welche feinen Kredit verdienten, durch die im Jahre 1895. In der gleichen Zeit stieg der Prozentsab noch 14,28. Die Landwirthschaft als Nebenberuf übten im Verwendung von Abgeordneten und Ministern Kredit gegeben bes kaufmännisch gebildeten Personals von 9,02 auf Jahre 1895 8 649 445 Personen aus, in der Industrie worden war, wodurch eine Bant nach der anderen zum Bankrott 11,20 pCt. und der der Gehilfen( Arbeiter, von 46,31 auf waren 618 411, im Handel 569 643 Personen nebenberuflich gebracht worden war, kommen bei den neueren Enthüllungen 52,73 pCt. Selbständige gab es im Handel 1895 843 556; thätig. nicht mehr die Banten, sondern die oberften Organe der Staats640 940 Männer und 202 616 Frauen, die Zahl der In der Haus industrie ist die Zahl der Selbstverwaltung, die Ministerien selbst ins Spiel. Was in Beamten betrug 261 907( 249 920 und 11 987), von den ständigen, im Hauptberuf Erwerbsthätigen be diefer Richtung an Unregelmäßigkeiten, d. h. an Unter 1 283 045 Gehilfen( Arbeitern) waren 868 040 männliche deutend zurückgegangen. Von den hausgewerb- schlagungen und strafwürdigen Begünstigungen verdeckt worden und 365 005 weibliche Personen. lichen Personen der Industrie entstelen 1895 287 389 auf Grispi zurück, erstreckt sich aber, da nicht immer die leitenden ift, geht im wesentlichen auf die Amtsführung des Ministeriums In der Industrie sowohl wie im Handel die Klasse der Selbständigen, 1882 waren es noch 339 644. Minister, sondern häufig die Beamtenschaft den schuldigen Theil ist die Zahl der Selbständigen bei den weiblichen Dabei ist auch hier die Zahl der selbständigen ge- bildet, auch auf andere Ministerien. Zunächst wurde vor etwa Erwerbsthätigen im stärkeren Maße gesunken als werbsthätigen Frauen verhältnißmäßig mehr einem Jahre entdeckt, daß vom Kriegsministerium bebei den männlichen, auf der anderen Seite aber hat sich gefallen als die der Männer. Während die der deutende Maffen verdorbenen Getreides für das Heer zu einem die Zahl der weiblichen Beamten und Arbeiter schneller männlichen Hausindustriellen sich um 10,51 pet. verminderte, den Marktpreis des unverdorbenen Getreides beträchtlich übervermehrt als die der männlichen. Von 100 in der sank die der weiblichen um nicht weniger als 20,59 pet. steigenden Preise gekauft worden waren; natürlich lag Beamten. Industrie beschäftigten weiblichen Erwerbsthätigen waren Eine entgegengesetzte Entwickelung zeigt die Zahl der Selb- bestechung vor. Später ergab eine Untersuchung über die Ver1882 Selbständige 51,42, Beamte 0,20, Arbeiter 48,38. ständigen bei den nebenberuflichen Hausindustriellen. Hier Summen von Crispi ihrem budgetmäßigen Zweck entzogen und zu waltung des Ministeriums des Innern, daß beträchtliche 1895 entfielen auf die Selbständigen 34,16, auf die Beamten gab es 1895 in der Jndustrie- die Landwirthschaft kommt Summen von Crispi ihrem budgetmäßigen Zweck entzogen und zu anderen Zwecken, insbesondere zur Subventionirung 0,61 und auf die Arbeiter 65,23. Dagegen lauten die nur mit 15 Mann in betracht 46 775 Selbständige. von Beitungen verwendet worden waren. Auch fehlte im Bahlen für die Männer für 1882: 30,77, 1,84, Das sind 14 591 oder 45,34 pCt. mehr als im Jahre 1882. Ministerium des Junern jeder Nachweis über die Vertheilung 67,39; und für 1895: 22,82, 3,76, 73,42. Von 100 im Ganz enorm ist bei dieser Klasse der Zuwachs der der im Lande für die vom Erdbeben Heim81] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Nachdem er dieses gesagt, flatschte er in die Hände und plöglich sprangen die Thüren an dem Ende des Bimmers auf und man fah in den Rathssaal, dessen Wände mit blutrother Seide, von weißen Strahlen durchzogen das Sinnbild des Verbrechens und des Todes- bekleidet waren. An einem langen Tische saßen die Räthe in ihren Staatsgewändern und ein Mann, den die Gäste nur zu gut tannten, stand vor Gericht. Laßt den Rudolph aus Sachsen hier eintreten," sagte der Tribun, und der Bösewicht wurde durch zwei Soldaten in das Zimmer geführt. Schurte! also Du hast uns verrathen?" sagte einer der Frangipani. Rudolph aus Sachsen dient immer dem, der am meisten bietet," erwiderte der Taugenichts mit einem scheußlichen Grinsen. Ihr gabt mir Gold, und ich wollte Euren Feind erschlagen Euer Feind bezwang mich. Er schenkte mir das Leben, und das Leben ist mehr werth als Gold." Die Korruption in Italien. einer einzigen Beleidigung, die ihm als Plebejer von Euch Verurtheilten so groß, daß ihnen die Sprache nicht mehr widerfahren war? Ihr macht mir Stolz zum Vorwurf! zu Gebote stand. Endlich entschied sich der größere Theil War es mein Fehler, daß Ihr meiner Macht huldigtet, von ihnen, da sie jetzt alle Hoffnungen aufgaben, zur Beichte. Schmeichelei auf den Lippen, Gift im Herzen? Nein, ich Aber als der für Stephan bestimmte Mönch dem alten habe Euch nicht beleidigt; die Welt soll es erfahren, daß Mann sich näherte, winkte dieser ungeduldig mit der Hand Jhr in mir der Freiheit, der Gerechtigkeit, dem Gesetze, der und sagte: Laßt mich! laßt mich!" Ordnung, der wieder hergestellten Größe und den erneuerten Mein Sohn", erwiderte der Mönch, bereite Dich für Rechten Roms den Krieg erklärt habt! Gegen diese Un- die schreckliche Stunde!" sterbliche und gegen das Bolt, nicht gegen diesen einzelnen Sohn?" wiederholte der Baron, ich bin alt genug, Sterblichen war Euer Angriff gerichtet durch das Gött um Dein Großvater zu sein, und sage übrigens dem, der Gött- um liche, das Ihr vertilgen wolltet, wurdet Ihr besiegt, wegen Dich geschickt hat, daß ich weder zum Tode vorbereitet bin, der verletzten Majestät des Volkes müßt Ihr als Verbrecher noch dazu Neigung in mir verspüre. Ich habe mich darauf und als Opfer sterben!" gefaßt gemacht, noch zwanzig Jahre und länger zu leben, wenn ich mir den Tod nicht durch eine Erkältung in dieser verdammiten Nacht hole." Mit diesen Worten, ausgesprochen in einem Tone und mit einem Wesen, das dem hochstrebendsten Geist des alten Rom Ehre gemacht haben würde, trat Rienzi aus dem Zimmer in den Rathssaal. Diese ganze Nacht über blieben die Angeklagten bei verschlossenen und bewachten Thüren hier versammelt, und der Glanz des Bankets, welches stehen blieb, bildete einen feltsamen Gegensatz mit der Stimmung der Gäste. Ju diesem Augenblick ertönte ein Geschrei, welches fast die Grundfesten des Kapitols erbeben ließ, als die außer halb versammelte Menge wie mit einer Stimme rief: " Tod den Verräthern! Tod! Tod!" Der Tribun hatte während dieser Zeit in seinem Bimmer mit seiner Gemahlin und seiner Schwester sich ein. Die Verzweiflung dieser abscheulichen Verbrecher, die geschlossen. Der edle Geist der einen, die Thränen und der den ritterlichen Normannen Frankreichs und Englands so Gram der andern( die auf einen Streich das Haus Also, Ihr Herren, gesteht Euer Verbrechen ein! unähnlich waren, hat der Geschichtschreiber in düstern ihres Verlobten untergehen sah) waren nicht ohne Wirkung wo ist Euer Scharfsinn, Savelli, wo Euer Stolz, Rinaldo Farben geschildert. Nur der alte Colonna behauptete auf einen zwar strengen und gerechten, aber dem Blut di Orsini? ist es so weit gekommen mit Eurer Ritter- feinen ungestümen und gebietenden Charakter. Er schritt, vergießen abgeneigten Charakter, und auf ein nur der schaft, Gianni Colonna?" wie ein Löwe in seinem Käfig, wüthend in dem Saale edelsten Sache fähiges Herz geblieben. " D!" fuhr Rienzi mit bitterem und leidenschaftlichem umher, stieß laute Verwünschungen und Drohungen aus Er kehrte in den Rath, dessen Sigung noch fortdauerte, Tone fort, o, Ihr Herren, kann Euch nichts, wenn auch und schlug mit geballten Fäusten an die Thüre, mit einem ruhigen, selbst heiteren Ausdruck zurück. nicht mit mir, doch wenigstens mit Rom versöhnen? Was indem er verlangte hinaus gelassen zu werden, und er" Pandulfo die Guido," sagte er, indem er sich an habe ich Euch und den Eurigen zu Leide gethan? Ich habe klärte, er wolle den Papst anflehen, solchen Frevel zu rächen diesen Bürger wendete, Ihr habt recht, Ihr spracht als bie Schurken( solche, wie Euer Antläger) aus Rom ver- und zu bestrafen. ein weiser Mann, als hr sagtet, daß, wollte man mit bannt, Festungen geschleift, die Unparteilichkeit des Gesetzes Die Morgendämmerung beleuchtete die blassen, ver- einem, wenn auch verdienten Schlage die edelsten Häupter wieder hergestellt. Welcher in den wilden Umwälzungen zweifelten Gesichter der Angeklagten, und als der letzte Roms vernichten, der Staat gefährdet, unser Pupur mit Italiens aus dem Volte hervorgegangene Mann hat jemals Stern am Himmel erbleichte, und die große Glocke des einem unauslöschlichen Flecke behaftet werde und der Adel weniger der Gewaltthätigkeit sich hingegeben? Rein Kapitols, in deren Tönen sie die Vorbedingung des Todes Italiens fich gegen uns vereinigen würde." Goldstück in Eurem Geldkasten wurde durch übermüthige sehr wohl erkannten, erschallte, wurden die Züge fast ge- Dieses, Tribun, war meine Ansicht, obgleich die MehrGewalt berührt, fein Saar auf Euren Häuptern durch spenstisch entstellt durch Furcht und Schrecken. Jetzt ward heit des Rathes sie nicht theilte." Privatrache verlegt. Ihr, Gianni Colonna, wurdet mit Ehren die Thüre geöffnet, und eine feierliche Prozession schwarz-" Hört das Geschrei des Voltes, Ihr könnt dessen überhäuft. Euch, Alfonso di Frangipani, wurde der Be- gekleideter Mönche, für jeden Baron ein Beichtiger, trat rechtmäßigen Born nicht besänftigen", sagte der Demagoge fehl über eine Provinz anvertraut. Gedachte der Tribun ein. Bei diesem Schauspiel wurde die Verzweiflung der Baroncelli. ( Fortsegung folgt.) gesuchten in Calabrien gesammelten Gelder, die diesem das Sammeln von Unterschriften fordert behufs Einreichen eines Auch die deutsche Kolonie Neu- Guinea trägt ihr Ministerium zur Vertheilung übergeben worden waren. bat eine Untersuchung über die Verwaltung des Justizministeriums bat eine Untersuchung über die Verwaltung des Juſtizhiinisteriums Gnadengefuches für L. Schröder und Genossen: So dankbar ich für Scherflein zur Diskreditirung des deutschen Namens bei. Sieht einen Kassendefekt von mindestens 350 000 Fr. ergeben: Summen, die wohlwollende Gesinnung der Herren Unterzeichneten bin und so den Niederl." zu folgender Mahnung genöthigt:„ Der Ent sich doch die durchaus deutschfreundliche Deutsche Wochenschr. in welche von dem Ministerium für Provinzbehörden bestimmt sehr mich ihre Ueberzeugung von der Unschuld meines Mannes freut, rüstungssturm über die von holländisch- indischen Blättern in worden waren, sind an diese nicht gelangt, sondern in den so fann ich mich doch nicht mit dem Aufruf einverstanden er- Batavia gemeldete Mißhandlung japanischer Rulis Zwischeninstanzen verschwunden; auch die ministerielle Nachlaßtlären. Mein Mann beansprucht Recht, nicht Gnade, lehnt in Deutch- Guinea hat eine solche Höhe erreicht, daß verwaltung für im Auslande verstorbene Italiener weist Unregel daher diese sowie alle Versuche, solche zu erreichen, entschieden nöthig ist, um die üblen Folgen einer Zurückziehung der eine Untersuchung durch die deutschen Behörden dringend mäßigkeiten auf. Alle diese Anzeichen von Korruption sind zwar in erster ab. Während der Dauer seiner Strafe wird ihn das Bewußtsein, Erlaubniß zum Anwerben von Kulis für deutsche Kolonien Linie auf verbrecherische Absichten Einzelner zurückzuführen, aber schuldlos zu sein, trösten und seine Leiden erleichtern. abzuwenden. Drei von den im Sanaranger Hospital verpflegten, die Verwirklichung solcher Absichten ist nur möglich geworden aus Deutsch- Neu- Guinea zurückgekehrten Javanen namens Bafimin, Bochum, Dorstenerstr. 29, den 16. September 1896. durch die in der gesammten Staatsverwaltung herrschende Buwang und Usoop erklärten dem inländischen Staatsanwalt, Schlaffheit und Feigheit. Frau Johann Meyer. in dessen Begleitung sich der Polizeikontrolleur befand, daß sie Diefe letteren Eigenschaften der Staatsverwaltung erklären Wie mag wohl den Essener Geschworenen angesichts zum Bauen von Scheunen und zu Landarbeiten verwendet wurden, auch die zahlreichen Nebervortheilungen, welche der italienische dieser Haltung der Zuchthänsler" zu Muthe sein! während die Frauen Liberiakaffee, Muskatnüsse u. s. w. pflücken Staat, außer durch Beamte, durch Privatpersonen erleidet. mußten. Die Arbeit dauerte von 6 Uhr morgens bis Jedermann im Lande, mit wenigen Ausnahmen, betrachtet den Das Ergebnis der Gothaer Landtagswahlen 6 Uhr abends; fie erhielten dafür 15 Gulden, womit sie Staat als feinen natürlichen Feind und das, was hat nicht nur vollständig den Erwartungen unserer rührigen ihre Beköstigung bestreiten mußten, die dort außerordentlich er dem Staate abnehmen kann, als gute Beute. Dies ist nicht und um die Partei verdienten Parteigenossen entsprochen, theuer ist. Biele wurden infolge des Klimas, noch mehr infolge nur bei Entschädigungsansprüchen, bei Expropriationen u. dergl. sondern dieselben noch weit übertoffen. Wie uns eine Privat der schlechten Behandlung krant. Falls ein Arbeiter frank war der Fall, wo der Private stets, wenn auch nur versuchsweise depesche aus Gotha meldet, haben wir auch in dem Ohr- und dies nicht meldete, wurde er mit Stockschlägen bestraft; brei oder vier Mal soviel verlangt, als seinem berechtigten brufer und Waltershausener Wahlkreise gesiegt, so daß ebenso der Arbeiter, der im Felde seine Arbeit nicht genau verAluspruche entsprechen würde. Es zeigt sich diese Uebervortheilung vielmehr in erster Linie bei den Arbeitsverträgen, welche der nunmehr sieben Size im Gothaischen Landtage von der richtete. Magenkrankheiten, Fieber und Beinwunden seien an der Tagesordnung. Alle Kulis geben zu kennen, daß sie Staat mit Bauunternehmern und dergleichen abschließt. Regel Sozialdemokratie besetzt sein werden. Eine trefflichere Aut- lieber in Java das größte Elend erdulden, als mäßig wird der Voranschlag, welcher diesen Verträgen zu grunde wort auf die Maßnahmen des Herrn v. Strenge gegen die sich nochmals für Deutsch Neu Guinea an liegt, von dem Unternehmer um das Doppelte, mitunter sogar Sozialdemokratie fonnte nicht gegeben werden; wenn überall werben lassen wollten, und wer die armen Bursche um das Dreifache überschritten. Das Ministerium der öffentlichen der Eifer unserer Behörden den Erfolg zeitigt wie in Gotha, gesehen hat, abgezehrt und ausgemergelt so schreiben die Arbeiten hat jetzt die Nachtragsforderungen der Bauunternehmer werden wir bald am Ziele sein. indischen Blätter der glaubt's ihnen gern. Da auf Java die von Straßen, Brücken und Eisenbahnen an den Staat, welche Prügelstrafe längst abgeschafft ist, ist auch die scharfe Tonart der gegenwärtig beim Ministerium anhängig sind, zusammenstellen indischen Blätter wohl zu begreifen. Laffen. Diefelben belaufen sich auf mehr als 160 Millionen Frts. Nicht immer fügt sich der Staat solchen Forderungen, dann entstehen endlose Prozesse, an denen die Advokaten den HauptEs nützt nicht viel, wenn einmal ein aus persönlich ehren werthen Männern bestehendes Ministerium an das Ruder gelangt. Der Widerstand eines Theiles der Beamtenschaft und des Publifums gegen die Ausrottung der Korruption ist ein sehr nach haltiger, während die Ministerien von kurzer Dauer und von dem Barlamente abhängig sind, welches seinerseits von Korrup How and 100 gewinn machen. tion gleichfalls nicht frei ist. " * = Dem internationalen Rhederklingel ist bekanntlich ein Herzenswunsch erfüllt worden durch die Ausweisung der Vertreter Chronik der Majestätsbeleidigungen. Wegen Majestäts. der englischen Seeleute und Hafenarbeiter aus verschiedenen beleidigung verurtheilte gestern die II. Strafkammer des Häfen des Kontinents. Der Rhederklängel glaubt mit der eigen- Landgerichts I den Arbeiter Gustav Baath zu vier Monaten artigen Kurzsichtigteit, die diesen kapitalistischen Interessengruppen Gefängniß. Der Angeklagte hatte ohne äußere Veranlassung eigen ist, daß auf diese Weise die internationale Vereinigung der bei dem Anblick eines Kaiserbildes Schimpfworte über die Seeleute und Hafenarbeiter verhütet werden könne. Das„ Hamburger Echo" macht nun darauf aufmerksam, wie trefflich der Person des Monarchen ausgestoßen. englische Rhederverband und dessen Mitinteressenten, die kontinen talen Rheder und Rhedervereine, von ihrem Ginfluß Geo Deutsches Reich. - Der Bundesrath dürfte in der nächsten Woche nach brauch zu machen und die internationale Organisation auszu- Ablauf seiner Sommervertagung feine Sigungen wieder auf nüßen wissen. Sie haben mittels derselben ihre Entbehrungs. löhne" bereits um ein beträchtliches gehoben, und während sie nehmen, jedoch steht die Anberaumnung der Sigung noch aus. nun die Behörden der verschiedensten Staaten zu Hilfe rufen Angenommen wird, daß den Bundesrath zunächst der Entwurf die gegen die internationale Vereinigung der Arbeiter, genießen sie aur Organisation des Handwerts und schmunzelnd die Früchte ihrer internationalen Abmachungen. Novellen zu den sozialen Bersicherungsgesehen Seit dem Vorjahre haben sich, wie eine gerade zur rechten Beit beschäftigen werden. 1018 holder in der„ Köln. Zeitung" erschienene Statistik lehrt, die Fracht Das Vereinsrecht. Daß die Anhänger der Bourgeois- äge um ein bedeutendes, bis über 25 pt. erhöht. Wie sich parteien sammt und sonders auf die Verbotsbestimmungen die gegenwärtigen Frachtraten zu den vor Jahresfrist gangdes Vereinsgesetzes pfeifen, haben wir schon an ungezählten baren stellen, läßt sich aus der nachstehenden Gegenüberstellung Beispielen nachgewiesen. Heute können wir mit einem ersehen: neuen aufwarten. Am letzten Sonntag tagte hier der Gesammtvorstand des Provinzial Verbandes der deutsch- Vereinig. Staaten Cork f. D., Getreide sozialen Reformpartei für Brandenburg und Berlin im Golfhäfen- Liverpool, Ham- Baumw. 40-41 sh großen Saal der Hopfenblüthe" unter dem Vorsitz des Reichstags- Abgeordneten Professor Förster. Politische Ueberlicht. Berlin, 24. September. in Getr. Sept. 1896 3 sh 6 d -8 sh 9 d Sept. 1895 2 sh 7/2 d -2 sh 9 d -35-36 sh burg, Bremen Nicolajeff/ Nordsee- und d 12 sh 3 d 10 sh- 10sh 6 d In dem Berichte der eigenen Parteipresse über diese Kanalbäfen -12 sh 6 d 8881 ist fil Sigung ist zu lesen: So erhöhen die Rheder durch geschickte Ausnügung der Kon„ Bunächst handelte es sich um die Wahl der Dele- junkturen und durch internationale Vereinbarungen ihr Gingirten für den allgemeinen Parteitag in Halle und um tommen. Wollen die Arbeiter sich auch eine Einkominenserhöhung etwaige Anträge zu demselben. Es wurde beschlossen, daß mit dem nämlichen Mittel sichern, dann schreit der Rheder der Verband für diejenigen Wahlkreise, in denen eine Dr flüngel nach der Polizei. Das ist die doppelte Moral des Rapitalismus. ganisation noch nicht besteht, Delegirte ernennt, in den übrigen Wahlkreisen bleibt den dort bestehenden Organisationen die Wahl der Delegirten überlassen. Wie aus den Mittheilungen hervorgeht, ist für die Stadt Berlin, die zwölf Delegirte zu stellen hat, eine Vereinbarung dahin getroffen, daß die deutsch sozialen Reform= vereine sechs, der Deutsche Antisemiten bund vier und die Liga zwei Delegirte entsenden." Also, ein Parteitag mit Delegirten politischer Vereine, d. h. eine offenkundige Verlegung des§ 8 des Vereins- und Versammlungsgesetzes. Was würde wohl mit Arbeitervereinen geschehen, wenn sie das Gesetz so frech mißachteten? Und wie äußerte sich doch der Staatsanwalt Schweigger über diesen Punkt im Verlaufe seiner Klagebegründung im Prozeß Auer und Genossen: Es ist eingewendet worden, daß andere Parteien dieselben Organisationen unterhalten. Ich erkläre, die Staatsanwaltschaft ist streng objektiv beslissen, dem Gesetze genüge zu verschaffen und sie wird gegen andere Parteien ebenso einschreiten, wenn sie in die Lage kommt, sich amtlich mit der Frage zu beschäftigen." Unsere Frage, wo denn gegenüber den Verlegungen des Vereinsgesetzes durch die Bourgeoisparteien der Staatsanwalt bleibt, beantwortet die Magdeburger Volksstimme" wie folgt: Eine interessante Erinnerung wird bei dieser Gelegenheit von unserem läbischen Partei- Organ aufgefrischt. Der„ Lübecker Volksbote" schreibt nämlich: Dem Vorwärts" möchten wir bemerken, daß der StaatsDas gleiche ist ge anwalt unverzüglich einschreiten wird. schehen gegen Arbeiter und deren Organisationen. Wir wüßten nicht, weshalb die bürgerlichen Parteien und deren Drgane anders behandelt werden sollten. Vor in dem Gefeße sind auch in Preußen alle Menschen gleich zu Bei dieser Gelegenheit stellen wir fest, daß sämmtliche Delegirte für den Parteitag der Nationalliberalen in Vereinsversamm lungen gewählt sind. Das gleiche gilt mehr oder weniger für den Parteitag der Antisemiten. Die Staatsanwaltschaft bekommt also demnächst viel zu thun." In den Bundesrath ist der neueste Kriegsminister, Herr v. Goßler, delegirt worden. 198 199 out o - Die Abänderung des Entwurfs einer neuen Militär Strafgerichts- Ordnung wird, wenn der nicht gerade durch ihre Zuverlässigkeit besonders bevorzugten Militärischen 2c. Korrespondenz" zu trauen ist, demnächst vers öffentlicht werden, damit die verschiedenen Parteien ihre Stellung nehmen können. " Deutsche Schiffe sollen nach dem Orient abgehen. Anscheinend offiziös schreibt die" Post": Von den infolge der armenischen Wirren im türkischen Reiche nach dem Mittelmeer beorderten vier Fregatten Stofch".„ Stein", beschleunigen," daß sie bereits morgen die Ausreise antreten tönnen. Zur Zeit liegen die Fregatten„ Moltke"," Stofch" und " Gueisenau" im Trockendock der kaiserlichen Werft zu Kiel, um sie auch außenbords für ihre Winterauslandsreisen vorzubereiten. Ein Liebesdienst für den Sultan. Die Ausweisung ist dem armenischen Profeffor Theomajan angedroht worden, der in London seinen Wohnsiz hat und gegenwärtig, wie bekannt, in Deutschland für die Sache seiner armenischen Landsleute agitatorisch thätig ist. Ihm wurde von der Berliner politischen Polizei verboten, sich weiter in Deutschland an der armenischen Agitation gegen die türkische Regierung öffentlich zu betheiligen, da er sonst seine Ausweisung zu gewärtigen habe.Für die internationale Doppelwährung hat sich der nun zur Freude der Mehrheit der Nation von jeder Verantwortung freie und fern von den Geschäften sich ausruhende Fürst Bismarck erklärt. Er richtete an den Gouverneur des nordamerikanischen Bundesstaates Texas einen Brief, dem wir Die folgende Stelle entnehmen: ein " " Eine Organisation der Schiffsrheder sowohl wie auch der Seeleute fann nur international sein. Das Gewerbe be dingt für beide Theile internationale Beziehungen und zwar für die Seeleute noch mehr wie für die Rheder, benn gerade erftere kennen in Ausübung ihres Berufes tein Vaterland. Ihr engeres engeres Baterland Baterland ist begrenzt durch Vorder- und Hintersteven eines Schiffes, ganz gleich, ob es die deutsche, englische oder sonst eine Flagge irgend eines Seefahrt treibenden Landes führt. Und wahrlich, eine große Zahl deutscher Seeleute haben der niedrigen Heuern wegen es vorgezogen, auf fremden Schiffen Dienste zu nehmen. Ebenso international wie die Seeleute auf den Schiffen leben," Ich habe stets Vorliebe für Doppelwährung gehabt, ohue, müssen sie aber auch, wenn es sich um die Besserstellung ihrer als ich im Amte war, den Sachverständigen gegenüber mich für Lebenslage handelt, verkehren können, und deshalb verurtheilen wir unfehlbar zu halten. Ich glaube noch heute, daß es sich nicht die Ausweisung der Engländer auf das entschiedenste. Es empfiehlt, das Einverständniß der am Weltverkehr vorzugsweise ist der dänischen und schwedischen Regierung betheiligten Staaten in der Richtung der Doppelwährung zu er auch nicht im entferntesten eingefallen, streben. Die Vereinigten Staaten sind wirthschaftlich freier in ihrer Schreiber dieses auszuweisen, als er zur Zeit Bewegung wie jeder einzelne der europäischen Staaten, und bes großen Streits der Heizer und Trimmer wenn Nordamerika es mit seinen Interessen vereinbar fände, in Hamburg zu Anfang der neunziger Jahre in der Richtung der Doppelwährung einen selbständigen Schritt Dänemart und Schweden bereiste, um die au thun, so glaube ich, daß ein solcher auf die Herstellung dortigen Seeleute über die Forderungen der internationaler Einigung und den Anschluß der europäischen diesseitigen Kollegen aufzuklären. Durch Aus- Staaten von förderlichem Einfluß sein würde." weisungen unbequemer Männer werden die Herren Rheder Was würde Fürst Bismarck als Reichskanzler gesagt haben, nur in ihrer selbstbewußten Macht geschüßt. Der Seemann wenn in auswärtiger Staatsmann sich in einen deutschen fängt an, über seine Lage nachzudenken. Es wird nicht lange Wahlkampf gemischt hätte, wie dies jetzt vom Herzog von mehr dauern, bis auch die Seeleute in festgeschlossener Phalanx Lauenburg anläßlich der nordamerikanischen Präsidentenwahlaufmarschiren und laut und deutlich ihre Menschenrechte Bewegung geschieht. fordern." Einen neuen Stöderstreich hat in einer Ber Seit jener Agitationsreise unseres Lübecker Genoffen fammlung des christlich- sozialen Jugendbundes der frühere Skandinavien hat die internationale Polizeithätigkeit Redakteur des Volt", Herr v. Gerlach, mitgetheilt. Er gunsten der internationalen Rhederverbrüderung Fort- erzählt: Ende vorigen Jahres fingen die Redaktionsschritte gemacht. schwierigkeiten an, bis nach der bekannten Elferausschuß- Sigung der Besizer des Volk" mir reinen Wein einschänkte. Stöcker Der englische Antrag auf Auslieferung Thnan's bringt wandte sich nun an einen konfervativen Abgeordneten, nicht nur in Frankreich wieder die Frage auf das Tapet, ob ein Mord meinen politischen, sondern auch persönlichen Gegner, um durch als politisches Verbrechen aufzufassen sei. Tynan's Aus- dessen Vermittelung beim Minister des Junern eine neue Stellung Wir verstehen den Humor dieser Zeilen, fürchten aber, lieferung wird nämlich nicht wegen der neuesten Berschwörung" in der Regierung für mich zu erlangen. Der Minister hat die in daß unserem Bruderorgan die Zeit noch recht lange werden gefordert die ja sehr windiger Natur ist, sondern wegen Sache furzerhand abgewiesen. Ich mußte also hier als Bettler wird, ehe sich sein Vertrauen auf die Staatsanwaltschaft" der Phönixpart- Morbe des Jahres 1882, an denen er betheiligt erscheinen. Meine tiefste Empörung über diese Maßnahme gewesen sein soll. Da auch diese Betheiligung sehr zweifelhaft Stöcker's habe ich ihm selbst ausgesprochen." erfüllen wird. ist, schon früher vor 10 Jahren die Auslieferung auf Ein Parteitag der Naumann'schen( nicht Achtstundentag. Ueber den von dem Genoffen diesen Grund hin verweigert wurde, und obendrein die Ronservativen) Christlich Sozialen ist vom 28. bis Parvus in der Dresdener Arb.- 8tg." entworfenen Plan, amerikanische Regierung Tynan als Bürger der Vereinigten 25. November nach Erfurt berufen. Außer Pfarrer Nauman Parvus in der Dresdener Arb.- 3tg." entworfenen Plan, Staaten reklamirt, so wird die Auslieferung Tynan's wohl werden Prof. Adolf Wagner und Frau Gnaud- Kühne als Redner eine Maffenagitation für die Erringung des Achtſtunden- schwerlich erfolgen. Die Frage jedoch, ob Mord als politisches werben Prof. Adolf Wagner und Frau Gnaud- Kühne als Redner golds out tages zu inszeniren, äußert sich das„ Echo" in einem Artikel, Berbrechen aufzufassen sei, welches unter das Asylrecht fällt, ist auftreten. der sich sonst zu den Parvus'schen Vorschlägen sehr wohl in dieser Form falsch gestellt. Es kommt alles auf die Die Febbe Peters- Lange nimmt ihren Fort wollend ftellt, wie folgt: Definition des Wortes Mord an. Ist es Mord, wenn jemand gang. Auf die Enthüllungen des Dr. Lange über Peters antWir baben in bezug auf Versuche, nicht spontan aus den bei einem Aufstandsversuch getödtet wird? Oder bei einem wortet der letztere in der Deutschen Wochenschrift". Was den Maffen felbft hervorgehende Bewegungen anzufachen, schon Er Versuch, einen Eisenbahnzug, welcher einen politischen Gegner Bersuch Lange's anbetrifft, den diskreditirten Kolonial- Abenteuerer fahrungen gemacht. Man bente an den Beschluß, betreffend trägt, zur Entgleisung zu bringen? Die Bereinigten als Halbsozialisten hinzustellen, so antwortet Peters darauf: Was Herr Dr. Friedrich Lange über meine Pläne von eine Agitation für die Erweiterung des Landtags- Wahlrechts. Staaten haben letteres im Fall eines russischen Flüchtlings als Die Sache ist ohne Sang und Klang im Sande verlaufen. politisches Verbrechen erklärt und nicht ausgeliefert. Dagegen 1884 fagt, ist erlogen, insbesondere habe ich niemals daran geDie Wiederholung deffen ist dem Ansehen der Partei nicht nüß hat die Schweia vor längeren Jahren den russischen Flüchtling dacht, mit der deutschen Sozialdemokratie in Beziehungen zu lich und deshalb zu vermeiden. Maffenbewegungen laffen sich Netfchajeff, der einen Polizeispion getödtet hatte, als gemeinen treten. Diefelbe habe ich vielmehr seit dem Nobiling'schen nicht fünstlich schaffen; fie müssen spontanen Antrieb von unten Verbrecher ausgeliefert. Die englische Regierung selbst hatte 1858 Attentat bekämpft und wegen ihrer Vaterlandslosigkeit stets herauf empfangen. Ist dafür die nöthige Sicherheit gegeben, die Auslieferung eines Theilnehmers am Orsini. Attentat, bas verachtet." dann wird auch selbstverständlich die Partei eingreifen müssen." doch gewiß ein„ Mordversuch" war, verweigert, und Lord Nun, außer Herrn Dr. Friedrich Lange hat wohl niemand Wir können uns diesem Urtheile nur anschließen und Palmerston wurde gestürzt, weil er damals bereit war, das eng- geglaubt, daß der Peters je irgend eine Spur sozialdemokratischer Gesinnung besessen haben könnte. Judem er diese Gelegenheit zu find überzeugt, daß auch der Parteitag keine Neigung zu lische Asylrecht preiszugeben. Barforce- Leistungen haben wird, die sich nachher als Schläge wesen: hätte er, wenn ihm die Flucht ins Ausland gelungen charakteristische Eigenart jener Gefellen, die stets, wenn man Bei der jetzigen Diskussion ist von Caferio die Rede ge- einem plumpen Ausfall gegen unsere Partei benutzt, verräth er die ins Wasser erweisen. post a pie wäre, ausgeliefert werden müssen? Das Beispiel ist schlecht ge- ihnen auf die unsauberen Finger geklopft hat, eine Mißachtung Recht, nicht Gnade. Die letzte Nummer der Berg- wählt, weil Caferio nach Ansicht der hervorragendsten wissen- ihrer Kritiker zur Schau tragen. schaftlichen Autoritäten geist es gestört war und die Ab- Gin Rechtsstreit zwischen den Gemeinden und Hüttenarbeiter- Zeitung" bringt folgende urtheilung und Hinrichtung deffelben als Mörders nur aus Krefeld und Fischeln wirft ein grelles Licht auf die Bu Erklärung! Im Auftrage meines Mannes erkläre ich politischen Gründen erfolgt ist und als ein schmählicher stände, die wir der modernen tapitalistischen Entwickelung zu danken haben. Es wird hierüber berichtet: In der Sigung des zu dem Aufruf des Vereins für ethische Kultur, Berlin, welcher Justiz inord bezeichnet werden muß. 390 90 dhhi sdad zugezogen find. Norwegen. 0 Bezirksausschusses zu Düsseldorf kam eine Klage der Gemeinde laffung eingereicht hat. In dem offenen Schreiben, mit dem Thätigkeit des Agitationskomitee's für Neuß j. 2. ergänzen sollen, Fischeln gegen die Stadtgemeinde Krefeld zur Verhandlung. Die Arlotta seine Entlassung begründet hat, beschwert er sich zwar sind: Engere Fühlung mit den einzelnen Orten des Unterlandes in unmittelbarer Nähe von Krefeld gelegene Gemeinde Fischeln über die Feindseligkeit des Ministeriums di Rudini, das ihn zu erlangen, die Agitation für die Reußische Tribune" in den hat durch das Auwachsen der Bevölkerungszahl ein sehr starkes durch fortwährende Untersuchungen belästigt habe, muß aber die Ortschaften, Bertheilen von Flugblättern und Betreibung der Anschwellen der Armenlaften zu verzeichnen und will nun, da Unordnungen an den Filialbankfißen zugestehen. Sein Nach- Agitation für Erwerbung des Bürgerrechts. Das Komitee für im wesentlichen die Krefelder Seidenindustrie die Arbeiter folger ist bereits ernannt. den 4. Kreis wurde von der Konferenz gewählt, die Wahl des herangezogen hat, die Stadt Krefeld auf grund der Bestimmungen s anderen ist den Genossen des 5. Kreises überlassen. des Kommunalabgaben- Gesetzes zu einem Beitrage zu den Armen- Frithjof Nansen und der König von Reichstags- Abgeordneter Star Frohme ist gegenwärtig und Schullasten heranziehen. Am 12. Mai beschäftigte sich be- Schweden. Bon einem Vertreter des„ Berliner Tageblatt" auf einer Agitationstour durch Württemberg begriffen. Letzten reils der Bezirksausschuß mit der Sache und legte damals zur war in dem Bericht über eine angebliche Unterredung mit dem Sonntag sprach er in Ravensburg, am Montag in HeidenKlärung der Angelegenheit der Gemeinde Fischeln auf, statistische König von Schweden behauptet worden, der König hätte heim und am Mittwoch in Stuttgart in sehr zahlreich beNachweisungen zu erbringen über die Steuerleistungen der von Krefeld aus beschäftigten, in Fischeln wohnenden Hausweber wegischen Bolitit fernzuhalten. Daraufhin hat der König durch alen wird er ebenfalls referiren. Der Versammlung in geäußert, daß Nansen versprochen habe, sich von der nor suchten Versammlungen. In Kannstatt, Backnang und und über die Zahl der Arbeiter, die nach 1880 nach Fischeln einen Minister dem Nordpolfahrer versichern lassen, daß alen wird eine Parteikonferenz für den 18. württembergiIn der Sitzung vom 19. September gab der Bürgermeister es ihn garnicht eingefallen fei, so etwas zu erklären. Er schen Reichstags- Wahlkreis vorangehen, wo der Kandidat für die von Fischeln die gewünschten Nachweisungen zu den Akten und habe vielmehr ungefähr folgendes gesagt: Nansen wünscht bevorstehende Nachwahl aufgestellt werden soll. nicht, daß die Festlichkeiten ein politisches Gepräge In Dänemark wird zur Zeit eine lebhafte Agitation unter erläuterte des näheren das Verhältniß zwischen den beiden Ge- erhalten, sondern er wünscht, daß sie ein allgemeines nationales den Landarbeitern entfaltet, namentlich werden die Sonntage meinden. In Fischeln wohnen zur Zeit 702 Hausweber, von denen 290 befchäftigung 3103 sind. Infolge der schwachen Fest werden mögen." fleißig zu Voltsversammlungen und Agitationsvorträgen benut. Körperkonstitution sind diese Leute für andere Gewerbe fast gar auswärtigen Blättern, nämlich dem„ Berl. Tageblatt" und dem Plätzen große Versammlungen statt. Das Hauptthema dieser Offiziös wird überdies erklärt, daß der übrige Theil der von So fanden in der letzten Woche an einer ganzen Reihe von nicht zu gebrauchen. In der Jugend waren diese schon ge- Berliner Lokal- Anzeiger" zwungen, mitzuarbeiten am Erwerb des täglichen Brotes und Könige vielfach unrichtig sei, aber feines Dementis bedürfe, da Resultate, zu denen die Ansiedelungskommission gekommen ist berichteten Gespräche mit dem Veranstaltungen bilden die merkwürdigen Vorschläge und find deshalb körperlich nicht vollkommen entwickelt. Auch heute die Neferate selbst hinreichend das Gepräge der Unkorrektheit und über die der Vorwärts" schon berichtet hat. noch herrscht in den Kreisen der Weberbevölkerung die Kinderarbeit. Von den Schulkindern in Fischeln müssen Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Daß die Berichte über das Interview zu Reklamezwecken 240 neben der Schulzeit jeden Tag bis gegen 8 Stunden spulen ungeheuerlich aufgebauscht waren, war allerdings nicht zu verund verdienen bei dieser Arbeit wöchentlich gegen 60 Pfennig bis tennen. zu 1,20 M. Da keine Aussicht vorhanden ist, daß sich die Verhältnisse in der Seiden- Industrie im kommenden Winter bessern werden, scheint für die Gemeinde Fischeln wieder ein solch trauriger Winter bevorzustehen wie der von 1890191. In jenem Winter ist der Armenetat um 10.000 Mart überschritten worden. Infolge der Einreichung des vorerwähnten statistischen Materials zu den Akten konnte der Bezirksausschuß die Sache noch nicht erledigen. Er wird dieselbe event. in einem neuen Termine zum Austrag bringen. tragen. Türkei. armenischen Kirchen und Häusern gefundenen Sprengmittel in Konstantinopel, 24. September. Die Ausstellung der in dem Artillerie- Arsenal, welche von Tausenden besucht wird, ruft Erber Armenier dauert fort.- Aus verschiedenen Städten Anatoliens bitterung unter den Mohamedanern hervor. Die Auswanderung liegen beunruhigende Nachrichten über eine drohende Bewegung der Armenier vor. Das Kriegsministerium und das Marineministerium erließen in zwölf Paragraphen neue strenge In- Der Erfolg der bayerischen Konversion. ftruktionen über das Verhalten der Truppen bei Unruhen. Es Jetzt liegt das endgiltige Ergebnis der bayerischen Konverfion vor, haben zahlreiche Verhaftungen von Türken stattgefunden; unter und übertrifft das Resultat alle bisher durchgeführten Konversionen. den Verhafteten befinden sich mehrere höhere Offiziere.Wie uns nämlich aus München telegraphirt wird, ist von der Gesammtsumme, die zur Konversion gekündigt wurde und 1100 Millionen Mark betrug, nur der winzige Betrag von 67 100 M. wirt lich gekündigt worden. Der größte Theil dieses gekündigten Kapitals befand sich in den Händen von Gläubigern, welche nicht in Deutschland wohnen. Das Ergebniß der Konversion stellt sich also derart, daß im ganzen sechs Tausendstel Procent gekündigt wurden. Ein solches Resultat übertrifft alle bisherigen Er- von dem fahrungen, denn es ist praktisch gleichbedeutend mit einer Konversion, bei der von der Kündigung und von dem Rechte, das Kapital zu beziehen, überhaupt kein Gebrauch gemacht worden ift. Das Beispiel ist für Preußen jedenfalls ermuthigend. deutschen Voltsstimme" in Geeftemünde, Ge Gegen den Redakteur und Verleger der Nords i noffen Haverkamp, ist ebenfalls ein Gotteslästerungsprozeß anhängig wegen der Dichtung Der Nazarener", die in Wolfsstimme" wird die" Neue Welt" beigelegt. der Neuen Welt" veröffentlicht worden ist. Der Norddeutschen Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 24. September. don Sigung um 5% Uhr. Stadtverordneten- Vorsteher Langerhans eröffnet die NG der Gewerbesteuer zu einer besonderen städtischen GeIn der Vorlage, betreffend die eventuelle Reform werbesteuer spricht der Magistrat, nachdem sich eine gemischte Deputation gegen die Reform erklärt hat, sich ebenfalls dahin aus, daß er es nicht für angezeigt erachte, das jezige Syſtem zu ändern, und ersucht deshalb die Versammlung, seinem Beschluſſe, von einer Reform der Gewerbesteuer zur Zeit Abstand zu - Ueber die revolutionäre Organisation in Ronstantinopel wird aus Paris gemeldet: Nach hier vorliegenden Nachrichten aus Konstantinopel tommt man jetzt den Mitgliedern der revolutionären Komitees auf die Spur. Lettere sind nach Art der ehemaligen Ventas der Carbonari organisirt, d. h. diese Komitees sind sich gegenseitig unbekannt und kennen selbst die Zusammensetzung des Zentralkomitees, nehmen", zuzustimmen. Ausschüsse bestehen fünf mit zusammen etwa 200 Mitgliedern; des Kommunalabgaben- Gesetzes macht uns diese Reform zur fie ihre Befehle erhalten, nicht. Solcher Stadtv. Preuß: Die staatliche Bevormundung auf grund sie tragen folgende fünf bezeichnende Namen: Hintschak( Alarm), Beit unmöglich, wie wir auch aus demselben Grunde die BauplahFrotschak( Fahne), Abdag( Blafebalg), Goizag( Blih), steuer demnächst einfargen müssen. Nach den ministeriellen Botschintschat( Berstörung); die beiden letzteren find in Musterordnungen einzelne Gewerbearten besonders zur Gewerbe neuerer Zeit entstanden. Die Komitees handeln nach steuer heranzuziehen, ist uns nach den Erfahrungen bei der Ein Streiflicht auf die gute Gesellschaft dem durch bas geheime Zentralkomitee aufgestellten Bauplakiteuer nicht möglich, solche Pfennigfuchserei tönnen wir wift eine im Kanton Glarus soeben stattgefundene Gerichts- Plane. So hat der Hintschat" im vorigen Jahre die Kund- nicht treiben. Der Magistrat sollte in einer eingehenden Denkverhandlung, in der ein Pfarrer Lienhard zu drei Monaten Ge- gebung vor der Hohen Pforte und der Frotschat" in diesem schrift den Effekt des Kommunalabgaben- Gesetzes für die größte fängniß und 1000 M. Buße und ein reicher Bürger E. Schlittler Jahre den Angriff auf die Ottomanbank veranstaltet; es bleiben Kommune Berlin darlegen, damit es uns vielleicht auf gefeßzu vier Monaten Gefängniß und der gleichen Buße verurtheilt daher noch drei Komitees, welche nach einander zur That schreiten lichem Wege gelingt, eine größere tommunale Freiheit auf diesem wurden, weil sie den Staat um einen Theil der Erbschaftssteuer müffen. Die Mitglieder des Komitees und ihre Genossen wiffen Gebiete zu erlangen. zu betrügen suchten. sehr wohl, daß sie auf keine Hilfe vom Auslande rechnen tönnen, aber sie haben geschworen, das türkische Reich zu zerstören und die Intervention Europas zu erzwingen." Schweiz.d * and insi Frankreich. Das Proportional- Wahlsystem ist, ganz unerwarteterweise, als praktische und brennende Frage in Frank reich auf die Tagesordnung gesetzt worden. Ein Mitglied des Generalraths von Baucluse, A. Guibert, hat dieser Tage eine Broschüre veröffentlicht, in welcher er die unmittelbare Ein führung der Proportional- Vertretung zunächst für die Ge= meindewahlen empfiehlt. Er weist, offenbar durch Erfahrungen der jüngsten Beit belehrt, auf die Nachtheile hin, welche die absolute Majoritätsherrschaft und die Mundtodt bie machung der Minderheit mit sich bringt, und fordert die Proportional Vertretung im Namen der Gerechtigkeit und als eine Bürgschaft des politischen und sozialen Friedens. schen Machthabern erfundenes Phantasiegemälde handelt, kanu Wie weit es sich bei dieser Meldung um ein von den türkileider nicht festgestellt werden. Maha Ostasien. Betreffs Korea's soll nach einer Meldung aus London eine Verständigung zwischen Japan und Rußland gelungen sein. Da Rußland zu den Eroberermächten gehört, die niemals ein Biel aufgeben, und alle japanischen Staatsmänner darin einig sind, daß Japan eines Tages mit Rußland um die Herrschaft in Oftasten zu kämpfen haben wird, so erscheint die Nachricht nicht sehr glaubwürdig. Die Forderung ist nicht neu auch nicht in Frankreich. Afrika. Aber in Frankreich wurde sie stets an der Schwelle schon ab Kairo, 23. September. gewiesen, und in jüngster Beit taucht sogar von neuem Dougola gehißt. Bei dem Erscheinen der egyptischen Truppen Die egyptische Fahne ift in der umgekehrte Vorschlag des Listenstrutiniums auf, flohen die Derwische nach Süden. Kavallerie und Kanonenboote avelches belanntlich nach amerikanischem Muster – bei haben die Verfolgung aufgenommen. Mehrere Emire haben sich Gruppenwahlen das Aufstellen von Einzelfandidaturen ver- unterworfen. hindert und nach Parteilisten, auf denen die Namen sämmtlicher Parteikandidaten sich befinden, abstimmen läßt, der gestalt, daß die unterliegende Bartei, und bleibt sie auch nur mit wenigen Stimmen in der Minderheit, teinen einzigen Randidaten durchbringt. " Aus Furcht vor dem Sozialismus werden die Herren Bourgeois einmal gerecht auf dem Papier. Hierauf wird dem Beschluß des Magistrats zugestimmt. Der Rechnungs- Ausschuß beantragt, den Magistrat zu ersuchen, Anordnungen zu treffen, daß der Versammlung die Rechnungen möglichst zeitig zur Prüfung vorgelegt werden. Bei der Prüfung der Abschlüsse des Lagerbuches der Stadtgemeinde Berlin für 1892/93 und 1893/94 hat der Ausschuß die Ansicht des Magistrats bestritten, daß die Veränderungen der Grundstücke und ihrer Werthe, welche von der Grundeigenthums Deputation direkt geführt werden, über jede Kontrolle seitens des Rechnungs- Ausschusses erhoben haben, und verlangt auch bezüg= lich diefer Grundstücke die Vorlegung der Beläge über die Veränderungen der Prüfung. Die Versammlung beschließt ohne Debatte nach diesen Vorschlägen. Für eine Reihe von Rechnungen wird Entlastung aus gesprochen. Die Vorschriften über die Benußung und Unterhaltung der haltung von Bureauräumen werden genehmigt. Dienstwohnungen, sowie über die Einrichtung und Unter. der Statsüberschreitungen für die Einrichtung der Miethsräume Vorlage, betreffend die nachträgliche Genehmigung für die XII. Realschule in der Koppenftr. 96 bemängelt Stadtv. ued now die Höhe der Ueberschreitungen und beantragt be hufs näherer Prüfung die Ueberweisung der Vorlage an einen Ausschuß. Nachdem Stadt Schulrath Bertram die Hoffnung auss über die Ueberschreitungen gegeben werden können, wird die gesprochen hat, daß im Ausschuß zufriedenstellende Aufklärungen Ueberweisung beschlossen. -Deutsch Dstafrita. Nachrichten von einem Einfall der Wawemba in das deutsche Gebiet vom Tanganyika Kölnische Zeitung" berichtet darüber: Bis zum Jahre 1893, fommen von der Missionsstation der Weißen Väter Kala. Die Es muß aber in den Regierungsfreifen ein Umschwung sich beibrachte, wiederholten sich diese Einfälle in jedem Jahre und wo Major v. Wißmann den Wawemba eine schwere Niederlage vollzogen haben: der" Temps", das Organ aller nichtsozialistischen waren mit vollständiger Verwüftung verbunden. Im Jahre 1893 Regierungen und Parteien, stellt sich zu dem Guibert'schen Vor- brachte v. Wißmann den Wawemba, welche 5000 Mann start schlag fehr freundlich und befürwortet allen Ernstes einen waren, mit einer schwachen Abtheilung von 60 Mann eine schwere Rummelsburger Sees an awei Adjazenten wird nach kurzer Die Vorlage, betreffend den Verkauf von Flächen des Verfuch des Proportional- Wahlsystems für die Gemeindewahlen. Niederlage bei. Wie erklärt sich der Umschwung? Die Antwort liegt in nachhaltigen Wirkung gewesen zu sein, da sie jetzt wieder aus Die Expedition scheint aber von von keiner Diskussion genehmigt. folgendem Satz des Temps- Artikels: Das bedrohliche bem englischen Gebiete, wo sie ihren Sit haben, raubend Versammlung ihr Einverständniß damit, daß zur Fortführung Auf Ersuchen des Magistrats erklärt die StadtverordnetenAnwachsen bes Sozialismus ist für uns eine und mordend in unsere Kolonie eingebrochen sind. Ob die der Arbeiten der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 außer den Mahnung, das Wahlsystem in den Gemeinden möglichst gerecht Engländer bei gehöriger Vorsicht und gutem Willen den Einfall bereits durch den Etat bewilligten 65 000 m. weitere 30 000 m. zu machen." Etwas weniger verblümt ausgedrückt heißt das: hätten verhüten können, ist eine Frage, die sich bis jetzt nicht be- für das Etatsjahr 1896/97 zur Verfügung gestellt werden à conto um von den Sozialisten nicht in allen bedeutenderen Städten antworten läßt. Wißmann glaubt, daß diesen Vorgängen in- des im Jahre 1897/98 dafür zu bewilligenden Bedarfs. vollständig von der Gemeindevertretung aus= geschloffen zu werden, wollen wir uns die Möglichkeit wenigstens um einen Raubzug als um einen Aufstand handele. Für sogenannten Herrenwiefe in Nixdorf, wird einem Ausschuß von fofern eine geringere Bedeutung beizulegen sei, als es sich mehr Die Vorlage, betreffend den Verkauf einer Parzelle der einer Minoritätsvertretung sichern. feinerzeit unter schweren Opfern durch Oberst v. Scheele geernster hält er dagegen den Aufstand der Wahehe, die 10 Mitgliedern überwiesen. Schluß 7 Uhr. schlagen und unterworfen wurden. Das damals von dem Oberst von Scheele erstürmte und nur theilweise zerstörte Quituru beRom, 20. Septbr.( Eig. Ber.) Die nach der Auflösung der findet sich wieder in ihrem Besitz und soll wieder in vollständig Banca Romana von dem Minifterium Giolitti im Jahre 1898 ein- vertheidigungsfähigen Zustand gesezt sein. Lieutenant Graf Achtung, Drechsler! Laut Beschluß der öffentlichen Vers geführte neue Bantordnung ließ außer der Banca d'Italia Fugger befand sich mit einem ganz schwachen Truppen- fammlung vom 22. September ift der seit dem 7. September in Rom zwei andere Emissionsbanken bestehen, die Bant von kommando im Lande der Wahehe, als diese sich von neuem er- währende allgemeine Streit der Drechsler Berlins und Neapel und die fizilische Bant. Die Bankordnung machte den hoben, und mußte froh sein, daß er sich mit seinen Mannschaften Umgegend aufgehoben. Der Zuzug ist wegen NichtEmissionsbanken zur Pflicht, nicht nur die Immobilifirung ihrer retten konnte. Gegen die Wahehe marfchirt augenblicklich mit bewilligung der Forderungen noch streng fernzuhalten Kapitalien, d. h. die Gewährung von Kredit Be 200 Mann Rompagnieführer Prince. Er hofft mit dem Aufstand von den Werkstätten: 2. Görschner( Luxusmöbelfabrik), dingungen, welche die Rückzahlung erschweren, in Bu- fertig zu werden. Doch darf man sich nicht verhehlen, daß er Wienerstr. 44; Krazer( Galanterie), Wienerstr. 51; Fritsche tunft völlig zu vermeiden, sondern auch die bisher sich vor einer überaus schwierigen und nicht ungefährlichen Lage( Galanterie),' Oranienstr. 35; R. Schmidt( Möbel), Reichenin solcher Weise immobilisirten Rapitalien durch geeignete befindet. Sollte er keinen entscheidenden Erfolg davontragen, so bergerstr. 153; R. Schmidt( in Firma Mester, SpiegelrahmenOperationen wieder flüssig zu machen. Un die Spitze der würde die Ausrüstung einer größeren Expedition nöthig werden fabrit), Manteuffelstr. 54; Hannemann( Möbel), Königs Neapeler Bank stellte damals Giolitti einen schon in der Unter- und in diesem Falle unterliegt es keinem Zweifel, daß Gouverneur bergerstraße 32; öptner, Seidelstraße 29. Falls in suchung gegen die Banca Romana bewährten Staatsbeamten, v. Wißmann, wie auch sein Gesundheitszustand beschaffen sein einer Werkstatt für die vorstehend genannten Firmen Mantuscelli. Als indeß bald darauf Crispi an das Ruder möge, sich feinen Augenblick befinnen würde, sich sofort nach Arbeit angefertigt wird, ist sofort der Lohukommission Mitgelangte, wurde dieser ausgezeichnete Beamte, weil er vom Afrika zu begeben. Ministerium Giolitti eingesetzt worden theilung zu machen. Da einzelne Firmen versucht haben, Abzüge war und weil Somit haben wir wieder einen fleinen Rolonialtrieg mit zu machen und die Arbeitszeit, die nur 52 Stunden betragen Crispi nichthoffen tonnte, in ihm einen Helfer feinen Menschenopfern an der Hand. Und der Nußen? darf, wieder zu verlängern, erinnern wir die Kollegen an den Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 6. September, wonach von jeder Umgehung der Forderungen, die die Berliner Drechsler während des 14tägigen Ringens durchgefeht haben, Italien. Partei- Nachrichten. Gewerkschaftliches. bei Erpressungsversuchen bei der Neapeler Bant zu finden, alsbald genöthigt, feine Stellung aufzugeben. Die Folgen diefer Maßregel sind nicht ausgeblieben. Unter dem von Crispi eingefehten Direktor Arlotta hat die Bank von Von der Agitation. Die vom Agitationskomitee für fofort die Lohnkommission in Renntniß zu feßen ist, damit durch Neapel nicht nur die früheren Immobilisirungen von Rapital Thüringen arrangirte und vom Abgeordneten Seifert rechtzeitiges Eingreifen unnöthige Rämpfe vermieden werden. nicht rückgängig gemacht, sondern dem Gesetz zum Troh zahl aus Zwickau ausgeführte Agitationstour, die in der Zeit vom Um die noch im Streit befindlichen 44 Rollegen reiche neue Rapitalien immobilifirt, also zahlreichen Personen 21. Auguft bis 19. September vor sich ging und hauptsäch genügend unterstützen zu tönnen, erinnern wir die Kredit gewährt, welche dem Gesetze nach feinen Kredit hätten lich für das platte Land und die kleinen Städte berechnet war, arbeitenden Drechsler Berlins noch an den Beschluß, erhalten dürfen und ihn nur infolge unerlaubter Einflüsse haben ist beendet. Die Versammlungen waren trok der Erntezeit mit daß jeder vorläufig 30 Pf. zum Streitfonds zu zahlen hat, ernalten können. Inwieweit etwa Crispi persönlich an einer Ausnahme gut besucht. Abgehalten wurden 26; die für damit die Kollegen nicht genöthigt find, mangels Unterstützung der Ramorra betheiligt ist, welche das Kapital der Neapeler Frankenhausen ist verboten worden und die für Ranis bei Pößneck die Arbeit bei den bereits genannten Firmen bedingungslos aufBant angegriffen hat, wird vielleicht die weitere Untersuchung fonnte wegen Einschüchterung des Wirthes nicht abgehalten zunehmen, denn es sind dies gerade bie hartnäckigsten Unterherausstellen. Bis jetzt haben Unregelmäßigkeiten" mehr als werden. Gegner betheiligten sich nur in Weimar, Jena, Gold- nehmer, die fast jede Forderung rundweg ablehnten. Hoffentlich einer Filiale der Neapeler Bank nachgewiesen werden können, lauter und Nordhausen an der Debatte. wird es nicht mehr lange dauern, bis auch sie nachgeben, denn " ein Vorsteher einer solchen Filiale hat bereits abgefeßt werden Die Parteikonferenz für das reußische Unterland, andere Arbeitskräfte haben sich dank der Solidarität der Drechsler müssen. Aber daß auch am Hauptsitze der Bank, in Neapel selbst, die kürzlich in Gera abgehalten wurde, beschloß die Ginseßung fast garnicht gefunden, so daß wir ruhigen Muthes in die die Dinge in Unordnung sind, geht daraus hervor, daß der von Landagitation3 Romitee's im 4. und 5. Land- Bukunft schauen können. Die Lohnkommission. J. Auftrage: Direktor der Bant, Arlotta, nebst zwei Bankräthen seine Ente tags- Wahlkreise; spesielle Aufgaben diefer Romitee's, die die E. Toft, Grünauerstr. 5. 0 Achtung, Glafer Berlins und Umgegend! In der Arbeiter bewilligt. Nur in einem Geschäft war zur Durchsehung) Die Gehilfen der Ree3'schen Buchdruckerei in Heiden. Tehten Bersammlung konnte noch kein vollständiges Resultat der Forderungen der Streit nöthig; schon nach zwei Stunden heim in Württemberg legten am Montag die Arbeit nieder, unserer Lohnbeweguug festgestellt werden. Wir machen die aber bewilligte der Prinzipal. da der neue Tarif nicht eingeführt wurde. Anläßlich dieses Kollegen darauf aufmerksam, uns stets umgehend Nachricht Die Buchbinder Münchens beschlossen, den Unternehmern Falles gab ein Steined ruder einen schönen Beweis von zugehen zu lassen, wo bewilligt wird. Folgende Firmen haben noch diese Woche folgende Forderungen zu unterbreiten: 1. Acht- Solidarität. Als der Sohn seines Prinzipals- ein Schriftfetzer die Forderungen nachträglich anerkannt: Auerbach, Halensee, stündige Arbeitszeit ohne Verkürzung des seither bezogenen in der Rees'schen Druckerei als Streitbrecher eintrat, legte C. Lüders, Greifswalderstraße, N. Kremptow, Kurfürsten Wochenlohnes; da, wo Stundenlöhne bestehen, werden diese der Steindrucker gleichfalls die Arbeit nieder, weil er bei einem straße, Souchart, Barnimstraße, Nohr, Gartenstraße, entsprechend der Arbeitszeitverkürzung erhöht; 2. der Minimal- Prinzipal, dessen Sohn als Streifrecher fungirt, nicht mehr Schröder( Bilderwerkstatt), Kazbachstraße, Juret, Komman lohn beträgt für Arbeiter 18 M. pro Woche; für Aus- weiter arbeiten wolle. dantenstraße, Tomsti, Alt- Moabit, A. Bothe, Dresdener gelernte 16 M. auf die Dauer eines Jahres; Arbeiterinnen In der Prager Maschinenbau- Auftalt( ehemals Ruften straße. Laut Bersammlungsbeschluß ist von den Werkstätten erhalten mindestens 8 M. wöchentlich, ganz ungeübte 6 M. u. Komp.) haben sämmtliche Gießer und deren Hilfs. Wahl Sohn, Behrenstr. 6, A. Rogge, Gleditschstr. 20, auf die Dauer eines halben Jahres; 3. Bezahlung der gesetzlichen arbeiter, insgesammt 170 Mann, die Arbeit niedergelegt. Ursache Franz Beder, Steinmekſtr. 59, der Zuzug fernzu und durch die Prinzipale angeordneten Feiertage; an nichtgefeß des Streits ist die Entlaffung eines Vertrauensmannes. halten. Wir bitten die Kollegen, genau darauf zu achten! lichen Feiertagen für 4stündige Arbeit Vergütung des vollen Aus der Schweiz. Ein Ring der schweizerischen Am Sonntag, den 27. September, vormittags Tagelohns; 4. Ueberzeitarbeit ist möglichst zu beseitigen; wo Maschinenfabrikanten, dessen Vorstand feinen Siz in 10 Uhr, wird Kommandantenstr. 20 eine öffentliche Versolche jedoch nöthig ist, ist ein Zuschlag von 25 pCt., bei Sonn- Basel hat und dem auch ein Deutscher, Balduin Weißer fammlung abgehalten. Erscheint Mann für Mann, denn nur tagsarbeit von 50 pet. zu zahlen; 5. eine entsprechende Regelung von Stuttgart als Bizepräsident angehört, ist die neueste bei feftem Zusammenhalt und bei einer geschlossenen Organi- der Affordlöhne. sation tönnen wir das Errungene behaupten. Die Kollegen der Die nächste Generalversammlung der Vereinigung der Werkstätten, wo nicht bewilligt ist, machen wir besonders auf maler, Lackirer und Anstreicher Deutschlands wird diese Versammlung aufmerksam. Möge feiner von ihnen fehlen. Die Streiftommiffion. J. A.: W. Starke, Boekhstr. 34, S. 1 Tr. vom 26. bis 29. Januar tünftigen Jahres in Raffel abgehalten. Achtung, Schuhmacher! Der Streit der Ball. schuh Arbeiter Berlins dauert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Bewilligt hat noch Herr Max Hey, Rüders dorferstraße 55. Die Agitationstommission der Schuhmacher Aufruf an die Lithographiestein Schleifer Berlins. Kollegen! Die bevorstehende Lohnbewegung hat mehrere Kollegen bewogen, einmal eine Branchenversammlung einzuberufen.( Siehe Inserat dieser Nummer.) Kollegen, wollt Ihr nicht ruhig zu fehen, daß Gure Löhne immer schlechter werden, sondern wollt Jhr, daß die bevorstehende Lohnbewegung infolge der Solidarität der Lithographen und Steindrucker Besserung für uns bringt, so laßt den Indifferentismus fahren, folgt unserem Rufe und erscheint recht zahlreich und pünktlich in der Versammlung am Sonntag bei Seefeld, damit wir berathen, welche Schritte einzuschlagen sind und wie wir uns in der denächst einzuberufenden öffentlichen Versammlung aller Branchen zu stellen haben. Mit tollegialem Gruß im Auftrage mehrerer Kollegen: F. Rose. Berlins. = Erscheinung auf dem sozialen Kampfplatz. Der Zweck dieses Ringes ist derfelbe wie der des Brauerringes, nämlich sich vor den nacht heiligen Folgen von Lohnbewegungen und Streits zu schüßen". Man kann sich denten, worin das erste Schuhmittel bestehen wird, nämlich in der schwarzen Eine Konferenz der Schuhmacher Schleswig- Holsteins Liste und der Verfolgung der Metallarbeitervereine. Glüdlicher wird auf Beschluß der Schuhmacher Elmshorns demnächst ein weise sind die Metallarbeiter der Schweiz besser geschult und berufen werden. Die damit beauftragte Kommission läßt durch disziplinirt als die dortigen Brauergehilfen; sie werden daher J. Beut in Elmshorn, Gärtnerstr. 61, die Fachgenoffen der im Ernstfalle den neuen Ringleuten diesen Unterschied sehr genannten Provinz auffordern, bis zum 15. Oftober über fol- fühlbar tlar machen. Ein schweizerischer Maurer Rongreß wird gende Fragen sich zu äußern: Wie viel Arbeiter sind bei den in Meistern in Koſt und Logis? Wie sind die Schlafstätten und Sonntag den 27. September in 3 ürich abgehalten. Wichtigster viele Stunden wird pro Tag gearbeitet? Wie hoch ist der schweizerischen Maurer hatten bereits einen Verband, er ist aber Logis beschaffen? Wie viel Kostgeld zahlen die Arbeiter? Wie Punkt der Tagesordnung ist die Zentralisationsfrage. Die wöchentliche Durchschnittsverdienst? Wie sind die Wohnungen wieder eingeschlafen. der verheiratheten Arbeiter beschaffen? Wie hoch sind die Miethspreise in den einzelnen Ortschaften? Die Zimmerer Stettins beschlossen Aufhebung des partiellen Streits; derfelbe ist größtentheils zu ihren gunsten ausgefallen. Die zehnstündige Arbeitszeit, die in St. Gallen die Arbeiter der Schiffchen- Stickerei von den Fabrikanten gefordert haben, ist bereits in 3 Fabriken eingeführt. In einem vierten Betriebe wurde der Elfſtundentag wenigstens um eine halbe Stunde reduzirt. Ju Taastrup in Dänemark wurde das neue Versamm Die Flensburger Werftarbeiter beschloffen auf das be- Iung3- Gebäude des Arbeitervereins eingeweiht, reits im Vorwärts" mitgetheilte Schreiben der Werftdirektion, das ein Aktienunternehmen ist, dessen Antheilscheine sich größtens An die Arbeiter und Arbeiterinnen der Kartonbranche worin diese das Personal um Wiederaufnahme der Arbeit ertheils in den Händen von Parteigenossen befinden. in Berlin. Sonntag, den 27. September, vormittags 10 Uhr, fucht, andernfalls auswärtige Arbeitskräfte angestellt werden Der Kongreß der Handelsangestellten, welcher vom wird in Keller's Festfälen eine große Versammlung abgehalten, würden, einstimmig die Fortsehung des Streits, wobei wo Stellung zum Streit der Buchbinder genommen man in der Hauptsache von der Ansicht ausging, daß wegen des 7. September in Nisch ny- Nowgorod tagte, beschloß einwerden soll. guten Geschäftsganges auf allen Werften die Flensburger Werft stimmig, um das vollständige Verbot des Handels Seit Anfang dieser Woche kämpfen die Arbeiter und Ar- unmöglich die nöthige Anzahl Streitbrecher zusammenbringen an Sonn- und Feiertagen zu petitioniren. Außerdem beiterinnen der Buch- und Kontobuchbranche für Erringung eines fönne. Wegen der schwarzen Lifte, die die Werftgesellschaft in wurde beschlossen, die Regierung zu bitten, die Aufsicht der neunstündigen Arbeitstages, eines Mindestlohnes von 21 M. für Birkulation gebracht hat, wurde beschlossen, die Staatsanwalt abrit- Infpettoren auf das Verhältniß der Unternehmer Arbeiter und 13,50 M. für Arbeiterinnen und eines prozentualen schaft anzurufen, damit diese die Gesellschaft wegen Verrufs zu den Angestellten im Handelsgewerbe auszudehnen und den Aufschlags für Ueberstunden; ist es da nicht unsere Pflicht, hierzu erklärung verfolge. Die Zahl der Ausständigen beträgt trotz der Eintritt der Frauen in Handelsangestellten- Vereine zu Stellung zu nehmen? Haben wir nicht auch ein Interesse an dem langen Dauer des Streits immer noch ca. 1000, ist also so groß, gestatten. Der Rongreß gab ferner dem Petersburger HandlungsGelingen dieser Bewegung? Es fehle deshalb am Sonntag Vor- daß die Werftdirektion keine Aussicht hat, den Sieg über die gehilfen- Verein den Auftrag, den Entwurf einer gegen mittag tein Rollege und keine Kollegin in der Versammlung, Arbeiter zu erringen, zumal wenn die deutsche Arbeiterfeitigen Kranten, Alters- und Lebens- Bers alle müssen am Blaze sein. Es erwarten dieses Die Einschaft die kämpfenden Klaffengenossen in Flensburg auch ferner ficherung der Handelsangestellten auszuarbeiten, diesen Entnach Kräften unterstüßt, sowohl durch Bermeidung des wurf allen anderen ähnlichen Vereinen zuzusenden und nach Handzettel zu dieser Versammlung sind am Freitag Abend 3uzug 3 wie durch Ueberweisung von Geldmitteln. Berücksichtigung der Bemerkungen, welche diese zu dem Entwurf machen werden, ihn in endgiltiger Form dem im nächsten Jahr bei Deter, Holzmarktstr. 3, in Empfang zu nehmen. In Köln versuchte der den Unternehmern dienstwillige in Moskau tagenden Kongreß der Handelsangestellten vorzulegen. Zur Berliner Buchbinder- Bewegung. In den Buch- Bund deutscher Brauergesellen eine Filiale zu binbereibetrieben nimmt die Bewegung infolge zahl- gründen. Die Brauerversammlung, wo dies beschlossen werden reicher Bewilligungen stetig ab. Der Streit hat aber am sollte, lehnte aber diese Gründerei ab und erklärte sich für den Donnerstag insofern eine neue Wendung genommen, als die 3entralverband, dessen Siz Hannover ist. Galanterie Arbeiter, die zuerst von der Bewegung Die Stuckateure Elberfelds haben wegen der Hals. ausgeschloffen waren, sich nunmehr daran betheiligen. So hat starrigkeit der meisten Unternehmer doch noch zum Streit schreiten bei Urbach u. Co., Ritterstr. 86, und bei Stephan und müssen. Zuzug ist deshalb fernzuhalten. Stengert, Ritterstr. 45, das gesammte Personal die Arbeit Aus Eupen wird der Köln. 3tg." gemeldet, daß die niedergelegt( bei ersterer Firma 22 Arbeiter und 35 Arbeite- Firma Ta ft 6, deren Hauptsit in Verviers ist, sämmtliche die rinnen, bei letterer 17 Arbeiter und 10 Arbeiterinnen); Bweistuhlarbeit verweigernden Weber ihrer Gupener Tuchfabrit In den für die Arbeitgeber in betracht kommenden 86 Bes besgleichen in der Rontobuch fabrit von Moria, und entlassen und durch Belgier ersetzt habe. Die Tuchfabrit von sirten war ein sozialdemokratisches Mandat zu vertheidigen. Das Rummer, Landsbergerstr. 72( 7 Arbeiter und 11 Arbeiterinnen). Be on 5 arb Peters bat den ausständigen Webern ihre felbe ist nicht allein glänzend behauptet, sondern es sind in Bei solcher Einigkeit der Arbeiter und namentlich auch der Arbeitsbücher und die rückständigen Löhne zugestellt. Arbeiterinnen wird der Ausstand sicher nicht lange dauern. den Bezirken 16, 86, 41 und 42 noch sechs Arbeitgeber der Im Kaiserlichen Patenta mt sahen sich die Arbeiter, Ju Schlesien wird es bekanntlich bestraft, wenn Arbeiter sozialdemokratischen Lifte hinzugewählt worden. acht an der Bahl, genöthigt, ebenfalls die Arbeit niederzulegen, sich unterstehen, während eines berufer. Streits öffentlich Resultat der Berliner Gewerbegerichts- Wahl. In den für die Arbeiter in betracht kommenden 35 Bezirken traten keine Gegner auf. Es find also fämmtliche aufgestellte Arbeiter- Kandidaten gewählt. Der geftrige Tag brachte der Berliner Sozialdemokratie da der Lohn ihnen nicht von 18 M. auf die geforderten su fammeln oder zum Sammeln aufzufordern. Wollen 21 M. erhöht wurde. Vom Personal der Konto bu chaber Arbeiter und besonders trifft das für schlesische Arbeiter somit einen neuen, bedeutenden Erfolg! Fabrik von Heuer, Kochstraße 9. wurde an bie zu ihr gefeßlich garantirtes Recht auf Verbesserung ihrer Lage Lohnkommission ein Schreiben gerichtet, worin erklärt ist, man ausüben, so find sie in der Regel gezwungen, die Hilfe anderer wolle nicht in den Streit eintreten, da die neunstündige Arbeits- mit in Anspruch zu nehmen. Das war auch in Langen: Depelichen und lehte Nachrichten. zeit bewilligt worden sei. Zum Schluß heißt es dann wörtlich: bielau beim Streit der Weber von B. Neugebauer Weitere Zugeständnisse konnten uns vor der Hand nicht gegeben Söhne der Fall. Man schreibt uns darüber von dort: Zwar Stettin, 24. September.( B. H.) Der Schuhmann werden, da unser Chef sich aus Gesundheitsrücksichten außerhalb sollte nicht öffentlich gesammelt werden und unseres Erachtens Lorenz aus Altdamm, welcher wegen Erpressung und zur Kur befindet und in jeder Weise geschont werden muß. ist dies auch nicht geschehen, da die Sammler nur von Bekannten schwerer Mißhandlung von Gefangenen zu einer Irrthümlich ist das Personal der Firma Max Krause, Gelder einholten; nichtsdestoweniger ließ das übliche Strafmandat 3uchthausstrafe von einem Jahre verurtheilt worden war, Beuthstr. 7, Luruspapier- Fabrik, gestern als streikend bezeichnet für die Mitglieder des Streitkomitees nicht lange auf sich warten. ist nach Verbüßung von acht Tagen im Zuchthause zu worden. Das Personal ist nicht ausständig. Weiter fehlte die Sie erhoben Widerspruch und wurden auch bis auf einen frei Naugard begnadigt und in Freiheit gefegt worden! Firma Imberg u. Lefson in der Streifliste, dort ist nicht gesprochen. Bei zwei Nichtmitgliedern des Streikkomitees ist der Frankfurt a. M., 24. September.( H. B.) Die Frank bewilligt. Diese Firma ersucht uns auf grund des Preßgefeßes Anklagebehörde übrigens ein amüsantes Mißverständniß pafsirt. furter Beitung" meldet aus Konstantinopel: Behn Tage nach um Aufnahme folgender Berichtigung: Ju Nr. 224 des Wie überall, fo giebt es nämlich auch hier Leute, die denselben ben hiesigen Massakres ist im Namen des Deutschen Vorwärts" befindet sich unter der Ueberschrift Die Lohn Namen tragen. Das hatte zur Folge, daß die Strafmandate an Kaisers dem Sultan durch den Botschafter Frhrn. von bewegung der Buchbinder" und mit der Unterschrift" Die Lohn- die falschen Adressaten gelangten, was insofern gut ist, als die Saurma- Jeltsch eine große Photographie der gesammten Raifers tommission" die Mittheilung, daß wir die Forderungen der aus- eigentlichen Miffethäter jest uicht mehr gefaßt werden können, lichen Familien überreicht worden. In hiesigen Palaistreisen ftändigen Gehilfen bewilligt hätten und zwar infolge von weil ihre Strafthat inzwischen verjährt ist. herrscht über diese Thatsache lauter Jubel, und es wird in Verhandlungen mit der Lohnkommission. Diese von der Lohn tommission veröffentlichten Thatsachen sind unwahr, da wir weder die Forderungen bewilligt, noch mit der Lohntommission bis zur Stunde überhaupt verhandelt haben." " " Aus Frankfurt a. M. Der Ausstand der Herren- der nächsten Umgebung des Sultans der erwähnte Aft einer schneider bei der Firma J. D. W. Lampe nimmt, wie die intimen freundschaftlichen Gesinnung als Billigung des Volksstimme" berichtet, größere Dimensionen an. Den Tag Vorgehen der türkischen Regierung- sicher zu unrechtschneidern wurde zugemuthet, ihren ausständigen Kollegen in den gedeutet. Anders verhalten sich die hiesigen fremden Missionen, Die Firma Brobst, Dessauerstraße, bittet um die Mit Rücken zu fallen und Proben anzufertigen. Da sie das zurück in denen der Vorgang Erstaunen, die fremden Kolonien, theilung, daß nicht, wie es in dem Bericht der Innungs- wiesen und sagten, sie würden sich mit ihren Kollegen solidarisch in denen Schadenfreude, und die Deutschen endlich, meister- Versammlung hieß, dort vor dem Streik Löhne erklären, wurde ihnen geantwortet:„ Dann könnten sie auch bei denen er außerordentliches Bedauern hervorgerufen hat. von 14-15 M. gezahlt wurden, sondern feinem Zweifel unterliegen, daß die Absendung von 15 M. folidarisch feiern!" Infolge dessen legten die Tagschneider, zehn Es kann an, auch habe Herr Probst für Ueberzeit gleich 3313 und 50 pCt. an der Zahl, ebenfalls die Arbeit nieder. Zu bemerken ist noch, des Bildes vor dem 26. vor. Mts. angeordnet wurde. Umso daß sämmtliche Herrenschneider der Firma im Ausstand find unbegreiflicher erscheint es, daß der Botschafter in anbetracht und mit den ausgesperrten Tagschneidern 60 Mann daran der obwaltenden Umstände die Abgabe des Bildes nicht ver betheiligt sind. Die Differenzen find entstanden durch die vielen zögerte bezw. nicht eine dahingehende Genehmigung aus Berlin Extrawünsche, die die Firma fortwährend an die Arbeiter stellte eingeholt hat. Der Tarif, der vor einigen Jahren zwischen den Arbeitern und Frankfurt a. M., 24. September.( B. H.) Der Korrespon der Firma vereinbart war, wurde auf diese Weise illuforisch dent der Frtf. 3tg." in Konstantinopel erfährt authentisch, daß gemacht, weshalb eine Lohnerhöhung von 20 pet. und Stellung die ruffische Schwarze Meer- Flotte feit vorgestern fech 3 ber Fournitur gefordert wurde. Stunden von der Mündung des Bosgorus ent fernt treuzt. Der Verkehr der russischen Botschaft in Bujufdere mit der Flotte wird mittels Brieftauben unterhalten. bezahlt. Wien, 24. September.( B. H.) In einer gestern Abend stattgehabten Bersammlung beschlossen die hiesigen Werkstätten. Streit einzutreten. arbeiter der Staatseisenbahn- Gesellschaft, vorerst nicht in den Bewilligt haben noch, theils bei der Unterhandlung mit der Lohnkommission, theils durch Zuschrift: Karl Kühne u. Söhne, Breitestr. 25/26. M. Werner, Dorfstr. 43. 3 ad vorm. Mattern, Scharrnstr. 18. Bleul, Annenstr. 2. Hamann, Beuthstr. 5. Bollfras u. Apel( Juhaber: Sam mer). Friedrichstraße 4. Eduard Jost, Jägerstr. 4. Laafer, Alte Jakobftr. 91. Chr. Lein*), Kronenstr. 7. Im ganzen ist bewilligt in 85 Werkstuben. Im Ausstand befinden sich die Personale von 1. Frentsch, Aus Leipzig. Das Schöffengericht sprach einen Tischler, Wallstr. 11. 2. Leo Simson, Spandauerstr. 72. 3. Gari ber einen Arbeiter als Streitbrecher bezeichnet hatte, von Rechlin, Engel- Ufer 8. 4. Gelmar Baier, Dresdener der Anklage der Beleidigung frei. ftraße 85. 5. Alexander Weber, Lindenstr. 53. 6. Bern Von den Rahmenfröpfern baben 35 die Forderungen hard Paul, Wilhelmftr. 22a. 7. Bürenstein, Friedrich bewilligt bekommen; fie arbeiten in 5 Geschäften. Im Streit ftraße 240. 8. Lewinsohn, Fehrbellinerstraße 54. 9. A. stehen in 2 Geschäften 17 Rahmenkröpfer. In einem Geschäft Paris, 24. September.( B. H.) Für die Empfangsfeiers Weichert, Andreasstr. 32. 10. Jmberg u. Lefson, baben sich die Arbeiter nicht an der Bewegung betheiligt. lichkeiten zu Ehren des 3aren wird die Regierung einen na ch Alte Jacobstr. 64a. 11. Aug. Reimann, Mauerstr. 58. Aus Nürnberg meldet die Fränt. Tagespost", daß die träglichen Kredit von fünf Millionen fordern. 12. Ginbrodt u. Kalb, Alte Jakobftr. 86. 18. A. Demuth Bildhauer und Ausschneider fast bei allen Prinzipalen London, 24. September.( W. T. B.) Der in Glasgom ( Kgl. Hofbuchbindermftr.), Mohrenftr. 58. 14. Gebrüder die 56 stündige Arbeitszeit und die Abschaffung der Attordarbeit verhaftete Bell erschien heute vor dem Gerichtshofe in Bowstreet Grunert, Junterftr. 16. 15. Möller, Charlottenburg, erreichten, und zwar auf dem Wege gütlicher Verständigung. unter der Anklage eines Komplotts mit Tynan, Kearney und Berlinerstr. 128a. 16. Gert, Charlottenburg, Wilmersdorfer- Der württembergische Ganvorstand der Buchdrucker- Haines zur Verübung von Dynamit- Attentaten im Vereinigten straße 32, 17. Morib u. Kummer, Landsbergerstr. 72. Organisation theilt, wie oie Schwäb. Tagwacht" meldet, den Königreiche. Nach Bernehmung von Polizeibeamten, deren Aus18. UII ftein, Charlottenftr. 9/10. 19. Biermann, Friedrich- Witgliedern folgendes mit:" Bur Beachtung! Die Obligatifirung fagen die Anklage unterstützten, wurde die Verhandlung auf ftraße 181 d. der Prinzipalstassen soll Thatsache und alle Gehilfen zum Beitritt morgen vertagt. Galanterie- Branche: herangezogen werden. Die Verbandsmitglieder in Württemberg Antwerpen, 24. Sept.( B. S.) Zwei englische Detektivs 20. Stephan u. Stengert, Stitterstr. 45. 21. Urbach müssen den Beitritt zu diesen Kassen wegen ihres schädlichen beamte begaben sich gestern zu den Eheleuten Doll und erklärten, u. Go., Hitterstr. 86. Einflusses auf die Gehilfeninteressen ablehnen. Der Gau- dieselben müßten nach England kommen, uni dort in der An 8uzug ist fernzuhalten! vorstand." archisten- Affäre verhört zu werden, weil die verhafteten Ans Dazu bemerkt die Schwäb. Tagwacht": Man tann nach archisten in ihrem Hause verkehrt haben. Die Eheleute ließen dieser Probe gespannt sein, was die gegenwärtig in Leipzig oder durch einen Advokaten beim Justizminister interpelliren, daß Berlin ganz im geheimen stattfindenden Verhandlungen der ihnen die Reife erspart blieb. ergeben. Da die Gehilfenvertreter und ber Prinzipale San Francisco, 24. Sept.( B. H.) In Japan richteten Prinzipale bereits in der vorigen Woche beisammen saßen und Wirbelstürme, Erdbeben und Hochwasser neuerdings arge *) Herr Chr. Lein ersucht uns unter Bezugnahme auf die ihre Stellung präzisirten, und da sie sich bei der ganzen Ge- Verwüstungen an, wobei etwa 2500 Menschen ums Leben tamen. früheren Bekanntmachungen mitzutheilen, daß sein Personal schichte als die Schlaueren erwiesen haben, sind unsere Hoff- Die Stadt Obe ist völlig niedergebrannt, wobei auch einige nungen sehr gering." nicht gestreift habe, da er sofort bewilligt hätte. hundert Menschen in oen Flammen ihren Tod fanden. Die Lohntommission. Die Buchbinderbewegung in Mannheim und Ludwigshafen ist siegreich beendet. Alle in betracht kommenden Firmen, an Bahl 26, haben bis auf 2 die Forderungen der " Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 225. Proletarische und bürgerliche Frauenbewegung. Freitag, den 25. September 1896. 13. Jahrg. der Wohl In Rußland und Amerika ist bezeichnender Weise der Kampf wollen! Diese freilich können noch niedriger geben, es handelt gegen die gleiche Berufsthätigkeit der Frau auf sich ja nicht um ihre Existenz! Und mit diesen Löhnen vergleiche geistigem Gebiete nie besonders heftig geführt worden, man die Ausgaben, die die Arbeiterin zur Fristung ihres Daseins Herr Frankenstein, der freilich alles in geradezu Die erste der beiden Volksversammlungen, in denen die weil es dort nicht soviel überflüssige Intelligenzen giebt, weil die machen muß. proletarischen Frauen Berlins dem Internationalen Kongreß Mitarbeit der Frau dort für den Kulturfortschritt nothwendig phantastischer Weise billig veranschlagt, rechnet für Ausgaben für bürgerlicher Frauen ihre Bestrebungen und Ziele in freiefter erscheint. Dieser Kampf der Frau der Mitteltasse drängt dazu, fie pro Woche 6,50 M. zusammen. Der Lohn beträgt aber, wohl Debatte vorführen wollen, fand am Mittwoch Abend in der auf politischem Gebiete ausgefochten zu werden, deshalb fordern gemerkt, 6 bis höchstens 10 M. Wo soll die Arbeiterin die Kräfte zur Brauerei Friedrichshain statt. Es war eine der glänzendsten diese Frauen ihr politisches Bürgerrecht. Es wäre einseitig, nur täglichen Arbeit hernehmen? Sie muß ja zu grunde gehen durch und intereſſanteſten Versammlungen, die in letzter Zeit getagt der Frauenbewegung zu verweisen. Die ökonomischen Tendenzen die betreffenden Verhältnisse studiren, um die Darlegungen der auf die ökonomischen Tendenzen zur Erklärung dieses Theiles Krankheit, durch frühes Siechthum. Frau Gnaud- Kühne wollte haben. Der Einladung, die Frau Lily Braun am Vormittag an find nur die primären Triebfräfte, daneben wirken auch sittliche Sozialdemokratie zu widerlegen, aber zu welchem Resultat den Kongreß gerichtet, waren zahlreiche Theilnehmer gefolgt, wenn Kräfte. Diese Frauen wollen sich nicht nur den Lebensunterhalt, ist sie gekommen? Sie sagt, daß die Arbeiterinnen von ihrem auch die Mehrzahl der Führerinnen in der Frauenrechtlerei sondern auch einen ernſten Lebensinhalt gewinnen. In den Verdienst ihre Bedürfnisse absolut nicht bestreiten können, sie ostentativ fortgeblieben war. Erfreulich war die Theil nahme der auswärtigen Delegirtinnen, von denen auch drei Schichten des Mittelbürgerthums finden wir jene tragischen appellirt an das menschliche Gefühl der Bürgerfrauen, die hierin in der Debatte das Wort nahmen. Unsere Genoffinnen und Ge- Konflikte, jene Noragestalten, sehen wir, wie die Frau fich wund Wandel schaffen sollen. Aber Wohlthätigkeits- Einrichtungen und nossen waren in dichten Schaaren erschienen. Schon um 8 Uhr ringt um einen geistigen Lebensinhalt. Die Verwirklichung der dergleichen fönnen uns beim besten Willen war der weite Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, und als Forderungen dieses Theils der Frauenbewegung kann den 3u- thäter nichts nüßen. Die Arbeiterin muß zu der Einsicht nach 1/29 Uhr die Einberuferin, Frau Ottilie Gernot die Ver- sammenbruch des kapitalistischen Systems nur beschleunigen. sammenbruch des kapitalistischen Systems nur beschleunigen.kommen, daß sie von ihrer besitzenden Geschlechtsgenossin nichts fammlung eröffnete, da standen in den Gängen und im Hinter- Die Proletarier frau endlich sieht, wie die proletarische zu erwarten habe. Sie muß, wenn sie ihre Lage begriffen hat, grund des Saales die Massen Kopf an Kopf, und selbst die breite Familie durch das Ausbeutungsbedürfniß des Kapitals zerfetzt das Bewußtsein haben, daß sie nur selbst sich helfen kann. Und Tribüne, die eigentlich nur für das Bureau bestimmt ist, war wird. Die Frau wird die Schmutzkonkurrentin des Mannes, das können die Arbeiterinnen nur, wenn sie sich organisiren! überfüllt. Mit der Leitung der Versammlung wurden die Ge- ihre Arbeit wird unter den miserabelsten Bedingungen vom Nur von der Organisation ist Heil zu erwarten und von der nossinnen Wengels, Gerndt und Fahrenwaldt betraut, dann er- Rapital gekauft. Sie gewinnt dadurch die wirthschaftliche Un- sozialdemokratischen Partei, die für die Aufhebung jeder Ausgriff von den vier Referentinnen als erste Frau Bettin das abhängigkeit vom Manne, geräth aber dafür in die Sklaverei beutung fämpft!( Stürmischer Beifall.) ny Wort, um über„ bürgerliche und proletarische recht das Recht, seine Frau mit der Peitsche zu züchtigen, so der Ausbeutung. Hatte der Mann nach fur- bayerischem LandFrauenbewegung" zu sprechen. Sie sagte etwa folgendes: züchtigt jetzt das Kapital die Frau mit Storpionen.( Bravo.) Der Internationale Kongreß für Frauenwerke und Frauen- Deshalb kämpft die proletarische Frau nicht gegen die Männer ihrer politischen Schwierigkeiten der Arbeiterinnenbestrebungen, der jetzt hier tagt, ist einberufen von bürgerlichen Klasse, sondern im Verein mit den Männern ihrer Klaffe gegen Frauenrechtlerinnen und trägt einen durchaus bürgerlichen die fapitalistische Grsellschaft.( Stürmischer Beifall.) Das EndCharakter. Zum ersten Male sind auch die sog. Führerinnen Die Rednerin schilderte eindringlich und übersichtlich die der proletarischen Frauenbewegung eingeladen worden, wir haben ziel ihres Kampfes ist nicht die freie Konkurrenz zwischen Mann mannigfachen Schwierigkeiten, wirthschaftlicher und politischer diese Einladung aber abgelehnt. Wir erkennen an, daß wir mit und Frau auf wirthschaftlichem Gebiete, sondern die politische Natur, die bei der dringenden Aufgabe die Arbeiterinnen ge Herrschaft des Proletariats, die die sozialistische Gesellschaft werkschaftlich oder in Bildungsvereinen zu organisiren, zu überden bürgerlichen Frauenrechtlerinnen eine Reihe von Reform herbeiführen soll. Diese Gesellschaft wird alle Widersprüche und winden sind. Häufig von Beifall unterbrochen erzählte sie bie forderungen gemeinsam haben, die darauf hinaus laufen, der Gegenfäße der kapitalistischen Gesellschaft, den Gegensatz zwischen Kämpfe, die Polizei und Gerichte, von einem reaktionären Geschlechtssklaverei des Weibes ein Ende zu bereiten, wir aber wollen nicht nur diese Geschlechtssklaverei, sondern die Kopf- und Handarbeit, zwischen Männer- und Frauenarbeit, Vereinsgesetz unterstützt, den Klassenstlavere i des Proletariats abschaffen; uns trennt der wischen Stadt- und Landarbeit lösen, weil sie allein fie lösen geliefert haben. Blühende Frauenvereine in Berlin, Gera, Klaffentampf von jener Seite, und ebenso wie es der Sozialdemo: fann.( Bravo!) Nicht eine neue Klassenherrschaft wird auf Halle, Düsseldorf, Elberfeld, Köln, Weißenfels, Leipzig, Stettin Ist und anderwärts find so vernichtet worden. Aber tausende tratie nicht einfällt, fich an den Kongressen der bürgerlichen Demokratie gerichtet, sondern jede unmöglich gemacht werden. wie ich es nennen möchte. Die den Schaden wieder wett zu machen. Während dieser Ver Die dritte Rede des Abends hielt Frau Rohrlack über „ Die wirthschaftlichen und Organisation." Arbeiterinnenvereinen bisher au betheiligen, mit der sie auch eine Reihe politischer Forde- bellenismus, doch das Tezte Ziel des Sozialismus der Neuvon Frauen seien fortgesetzt mit allen Kräften bemüht, Das letzte Referat hatte Frau Ihrer übernommen. Sie Die Entwickelung an den Die Arbeite. vor rungen gemeinsam hat, wie sie sich fernhält von den Kongreffen sozialen Vorbedingungen sollen geschaffen werden, so daß jede folgungen der proletarischen Frauenbewegung sei das wässerlein der Sozialreformer, der Friedensapostel, kurz aller dieser guten Individualität ohne Unterschied des Geschlechts und der Rasse der bürgerlichen Frauenbewegung frieblich weitergerieselt, und Menschen und schlechten Musikanten in sozialpolitischer Hinsicht die Möglichkeit erhält, sein Leben zu einem Kunstwerk zu ge- nur dann sei das Geplätscher ein wenig lebhafter geworden, Menschen und schlechten Musikanten in sozialpolitischer Hinsicht ( Heiterkeit), so haben auch wir die Theilnahme an jenem Kongreß stalten.( Stürmischer Beifall.) In diesem Klassenkampf bedarf wenn wieder einmal eine Petition in den großen Reichspapierabgelehnt. Die Rechtlosigkeit des Geschlechts ist kein Band, das die proletarische Frau der politischen Gleichberechtigung, wie die forb gefallen sei.( Stürmische Heiterkeit.) Die bürger ftart genug wäre, diese flaffenden Gegenfäße zu schließen, die Frau der Mittelklasse der freien Verfügung über ihren Erwerb, lichen haben den den Rathhaussaal ohne weiteres Klaffeninteressen stehen über den Geschlecht 3- Frauen ich hätte die Gesichter unserer Stadtväter interessen. Dieser Gegensah ist nicht das Werk des wie die Frau der oberen Zehntausend. Daher sind Berührungs- erhalten, Klaffenhaffes und des Fanatismus, wie in liebenswürdiger punkte zwischen der proletarischen und der bürgerlichen Frauen- fehen mögen, wenn wir Proletarierinnen mit einem solchen Ver Berständnißlosigkeit auf dem Kongreß behauptet wurde, lerinnen angreifen, so geschieht es, weil sie in so schwacher und der Versicherung, daß die Proletarierinnen in ihrem mit den bewegung vorhanden. Wenn wir die bürgerlichen Frauenrecht- langen an sie herantreten wollten.( Erneute Heiterkeit.) Mit sondern er liegt tief in der ökonomischen Entwickelung begründet. unklarer Weise ihre Biele verfechten, an sich erkennen wir Männern gemeinsam geführten Kampfe um Befreiung aus Erst die kapitalistische Produktion und ihre gesellschaftlichen Be- die Möglichkeit einer parallellen Aktion alt. Aber gleiterscheinungen haben die Bedingungen für die moderne eine Vereinigung ist nicht zu denken. an politischer und ökonomischer Knechtschaft nicht erlahmen würden, Frauenbewegung in ihren verschiedenen Richtungen ausgelöst. Reformforderungen steht der Klaffengegensatz zwischen Besitzenden Allen gemeinsamen schloß die Rednerin unter brausendem Beifall. Nichts ist thörichter, als die Behauptung ihrer männlichen und Besitzlosen voran. Der Kampf, den die Sozialdemokratie sprach über Gegner, fie sei das Produkt einer Handvoll hirnverbrannter alter tämpft, ist ein Kulturkampf im schönsten Sinne des Wortes. Schachteln.( Heiterkeit.) Sie ist auch nicht das Werk Die bürgerlichen Frauen haben einzelne unter sich über den einiger starker Individualitäten. Wenn wir erkennen der deutschen Arbeiterinnenbewegung". wollen, wie wenig Macht den Individualitäten in der geschicht- grünen Klee gelobt, weil diese von ihrem Ueberfluß gaben. Wie geschichtsteht angesichts dieser Beweisführung der Opfermuth des Prole Die Rednerin lieferte ein treues Bild der bisherigen Gelichen Entwicklung eingeräumt iſt, dann müssen wir zurückblicken tariats da. Jeder Pfennig, der da hingegeben wird, ist das schichte der Bewegung. Zuerst kamen Versuche von bürgerlicher auf die Zeit der Renaissance. Titanenhafte Naturen schossen da Scherflein der Wittwen und Waisen, kommt von Hungernden und Die Versuche nahmen ein klägliches Ende. Der erste Versuch Seite, die Arbeiterinnen in Fortbildungsvereine hineinzuziehen. wie Pilze aus der Erde, die in ihrem Trozze alles zerschmetterten, Darbenden. Jede Stunde, die dem hohen Biele geweiht ist, wird ge klassenbewußter Arbeiterinnen, einen Verein zu gründen, endete was bisher Sitte und Brauch gewesen. Und unter diesen großen nommen nicht vom Müßiggang, sondern geraubt der kurzen Stunde Individualitäten waren auch Frauen vertreten. Frauen lehrten der Sklavenraft.( Stürmischer Beifall.) Und trotzdem bringen hundert im Jahre 1873 mit der Auflösung des Vereins wegen„ Bean den Universitäten, sie schafften Päpste ab und setzten Päpste tausende von Männern und Frauen namenlos, von der schäftigung mit Politik". Im Jahre 1881 veröffentlichten Frl. ein, in ihren zarten Händen liefen die Fäden der Politit Menge nicht gekannt, täglich diese Opfer aus reinem Idealismus. J. Wecker und Frau Morgenstern eine kleine Statiſtik über die und doch vermochten jene Judividualitäten Arbeiterinnenlöhne, die zu einigen Arbeiterinnen= Vers nicht eine Frauenbewegung zu schaffen. Die Frauenunterdrückung Rein Denkmal wird ihnen gesetzt, das haben sie auch nicht nöthig. Sie sind die wahren Helden unserer Zeit.( Stürmischer Beifall.) fammlungen führte. Diese Versammlungen fanden in: statt; ist zwar so alt, wie die geschichtliche Gesellschaft, aber erst die eenmal hulräumen als man damals sich tapitalistische Produktionsweise hat die moderne Frauenfrage und verehrten Fürsten längst in Staub zerfallen sind, wird ein den Rathhaus- Saal zu einer solchen Versammlung herzugeben, Wenn die Denkmäler der Schlachtenschlager und der traditionell Stadtschulrath Bertram mit der Bitte wandte, einmal die moderne Frauenbewegung geschaffen. Nicht Aufheter sind es Denkmal dauernder als Erz von ihnen zeugen, die sozialistische erwiderte er:„ Für solche Frauenzimmer feien diese Räume nicht gewesen, der treueste Revolutionär aller Zeiten, die Verände Gesellschaft!( Stürmischer Beifall.) Daß wir proletarische rungen in der Produktionsweise haben die Familie als starte Frauen in diesem Lager stehen, rechnen wir uns als Ehre an. zu haben."( Entrüstungsrufe.) Im Jahre 1883 veranstaltete der wirthschaftliche Einheit Einheit zersetzt, die der Frau nicht Deutsche Kulturbund" in allen Stadtgegenden öffentnur den Lebensunterhalt gewährte, sondern ihr auch ir tauschen nicht mit den bürgerlichen Frauen. Mag alle fiche Versammlungen mit der Tagesordnung:„ ie fann man Polizei- Almacht gegen uns in Bewegung gesetzt werden, wir einen ernsten und würdigen Lebensinhalt gab. Wie rufen der ganzen Welt entgegen: Ihr hemmt uns, doch Ihr rinnen erschienen massenhaft in diesen Versammlungen die Sittlichkeit der Arbeiterinnen heben?" ist die Stellung der Frau in der Gegenwart? Die Angehörige der oberen Behntausend ist thatsächlich frei, weil sie wingt uns nicht!( Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) und riethen den Damen der Bourgeoisie, energisch einen gehörig großen Geldbeutel hat, um ihre Individualität Bum zweiten Punkt der Tagesordnung: der eigenen Thür zu kehren. Aus diesen Versammlungen voll ausleben zu können.( Beifall.) Verweigern ihr die LandesDie Lage der Arbeiterinnen ging ein Arbeiterinnen- Verein hervor, für den vor allem Frau Bildungsanstalten den Unterricht, so kann sie sich die theuersten nahm Frau Greifenberg das Wort. Guillaume- Schack energisch wirkte. Eine rege Arbeit begann. und besten Privatlehrer halten, oder kann ins Ausland gehen, Von gegnerischer Seite so sagte sie wird der Sozial- Es wurden Kommissionen zur Untersuchung der Zustände in der wo Universitäten für das Frauenstudium geöffnet sind. Ste demokratie immer wieder der Vorwurf gemacht, daß sie die Lage Konfektion, der Weißnäherei und der Puharbeit gewählt. Die vermag den größten Theil der Annehmlichkeiten auszunüßen, die der männlichen und weiblichen Arbeiter absichtlich als damalige Petition gegen den Nähgarnzoll hatte Erfolg. Alle der Besitz verleiht. Rechtlich aber ist diese Frau dem Manne schlimmer hinstelle, als ste in Wirklichkeit sei. Nun Parteien bemühten sich damals, die Arbeiterinnen- Bewegung in in der Familie unterworfen, und in welcher Familie! In einer haben gerade in neuerer Zeit mehrere Angehörige der ihr Fahrwasser zu lenken; sie hofften durch die Frauen durch den Besih moralisch zersetzten, auf der Geldehe bürgerlichen Klasse den Versuch gemacht, die Lebensverhältnisse die Männer einzufangen. Aber das Liebeswerben auch aufgebauten Familie! Hier wird die Frau nicht ge des Proletariats an Ort und Stelle, in der Fabrik und in seinem des Herrn Stöcker, der große Summen für die Er ehelicht auf grund ihrer persönlichen Vorzüge, sondern eigenen Heim, zu studiren, und ihnen kann man doch wirklich die richtung von Arbeitsstuben hergeben wollte hergeben wollte, scheiterten nur ihres Geldes wegen.( Sehr wahr!) Deshalb zer- Absicht einer Berhebung nicht zutrauen. Was treibt das junge an dem flassenbewußten Sinn der Arbeiterinnen. Eine Petition flattert und zerfließt das Familienleben dieser Kreise. Der Mädchen zur Arbeit? In früher Jugend muß sie bereits an- des Vereins an den Berliner Magistrat wegen Zulassung der Mann hält sich Rebsweiber, die Frau einen Hausfreund! Die fangen, an ihre Selbständigkeit zu denken, weil ihre Eltern von Frauen und Mädchen zu den Gewerbegerichtswahlen gab den Frau ist ein Luxusmöbel, ein Dekorationsstück!( Bravo.) Wenn ihrem fargen Einkommen sehr bald nichts mehr für sie übrig Behörden willkommene Gelegenheit, den Berein zu schließen, die die Frau jener Klasse in den Kampf tritt, so ist es der Kampf haben. Die junge Arbeiterin fann aber, wenn sie in eine Stellung Leiterinnen wurden bestraft. Es ist das gemeinsame Berdienst des für die Sicherung ihres Vermögensbesizes; derfelbe Kampf, den geht, keine großen Ansprüche machen. Bei dem immenſen Herrn v. Puttkamer und des feligen Herrn Brausewetter, uns bie Bourgeoisie gegen die bevorrechtigten Stände geführt hat, Angebot an Arbeitskräften muß sie froh sein, wenn sie überhaupt zu tüchtigen Sozialdemokraten erzogen zu haben.( Bravo.) der Kampf gegen alle Unterschiede, die nicht ein Unterkommen findet. Sie übernimmt gern für einen Hunger- Nachdem die Rednerin die Geschichte der letzten Jahre auf dem Vermögen beruhen!( Lebhafter Beifall.) Jene lohn jegliche Arbeit, auch viel schwierigere als der Mann. dargestellt, schloß sie: Den bürgerlichen Frauenrechtlerinnen Frauen hüten sich auch, für die politische Gleichberechtigung der Weiß sie doch sehr gut, daß ein Ersatz für jede überreichlich vor- ist ein besonderer Vorwurf daraus zu machen, daß Frau einzutreten, sie besigen soviel sozialen Einfluß, daß der handen ist. Die Vortragende geht speziell auf die Papierindustrie fie bei den Drangsalirungen ber Arbeiterorganisationen Besitz des Wahlrechts für sie nicht von so großer ein. Es wird da eine 4-6 wöchentliche Lehrzeit verlangt, wobei der durch die Behörde nicht auf unserer Seite gestanden haben. Wichtigkeit ist. Charakteristisch für für diesen diefen Theil der Eintretenden für später ein Wochenlohn von etwa 20 m. versprochen Erst wenn sie das thun, werden wir ihnen glauben, daß sie Frauenbewegung ist das Eintreten des Herrn v. Stumm, wird, aber nach Ablauf dieser Lehrzeit", d. h. nach Leistung der für gleiche Menschenrechte in Wahrheit eintreten.( Stürmischer dieses Typus des Kapitals. Es war ein billiger Mummen- unentgeltlichen Arbeit denkt der Unternehmer garnicht daran, Beifall.) schanz, als er als Freund der Frauenbewegung im sein Bersprechen zu erfüllen. Wozu auch? Es giebt ja neue Nunmehr wurde die Debatte eröffnet und beschlossen, etwaigen Reichstage auftrat; in Wahrheit tanzte er nur vor der Bundes Lernende. Die Arbeiterin ist also gezwungen, eine andere Be Gegnern in erster Linie das Wort zu ertheilen. lade des Rapitalismus.( Große Heiterkeit.) Die zweite Gruppe schäftigung zu ergreifen, natürlich eine weitaus schwierigere; sie Frau Schlesinger Edstein aus Wien sprach nicht in der Frauenbewegung stellen die Frauen des Mittel- und wird an schwer zu handhaberde Maschinen gestellt, da sie billiger als eigentliche Gegnerin. Sie hob nur hervor, daß in Desterreich Kleinbürgerthums und der sogenannten Intelligenz. In diesen ist als ihr männlicher Kollege, der bis dahin diese Arbeit auch bürgerliche Frauen von antikapitalistischer Gesinnung erfüllt Kreisen macht sich die Konkurrenz des Großkapitals vernichtend versehen. Und mag sie noch so viele Jahre in derselben seien. Das geistige Elend der bürgerlichen Frau, die Unfühlbar; die Zahl der Eheschließungen nimmt ab, die Ver- Branche arbeiten, auf eine Aufbesserung der Löhne aus befriedigung, der Mangel an geistiger Anregung, worunter fie forgung" der Töchter wird erschwert, die Zahl der Familien dem guten Willen des Kapitalisten tann sie lange warten. So leide, dürfe nicht übersehen werden. Rednerin bewundert den nimmt zu, wo der Erwerb des Mannes nicht ausreicht, den sind die in der Papierindustrie Beschäftigten jetzt in einen Streit Idealismus, die moralische Höhe des Proletariats. Doch hofft standesgemäßen Unterhalt herbei zu schaffen. Deshalb verlangen eingetreten, um einen Minimallohn von 13,50 M. zu erkämpfen. nie, daß auch die bürgerlichen Frauen desselben nicht bar sind diese Frauen in erster Linie gleiche Berufsthätigkeit wie der Wie müssen also die Löhne bis jetzt gewesen sein? Aehnlich steht es um und lebt der Ueberzeugung, daß sehr bald die Zeit kommen Mann. Wirthschaftlich betrachtet ist es der Kampf für die Arbeiterin in der Bekleidungsindustrie. Nach einer Broschüre von wird, wo alle Frauen ohne Unterschied der Stände Hand in die volle Gewerbefreiheit der Frau. Dieser Kampf Kuno Frankenstein, der doch sicher nicht das niedrigste Niveau Hand gehen werden.( Beifall und Widerspruch). stößt auf viel heftigeren Widerstand, einmal weil die Frau des angiebt, erhalten die Textil- Arbeiterinnen 10-12 M. pro Woche. Der nächste Redner ist ein Herr Professor Hottinger. Mittelbürgerthums nicht soviel sozialen Einfluß befißt, wie die Zimm freilich giebt einen Durchschnittslohn von 6-9 M. an, Er stellt die Geduld der Versammlung durch die weitschweifige Frau der oberen Zehntausend, dann aber weil durch Deffnung und dieser Aussage eines Fachmannes ist wohl Glauben bei Art, in der er spricht und den saden Inhalt seiner aller Berufe für die Frau der harte Konkurrenzkampf der Männer zumeffen. Die Galanterie- Arbeiterinnen erhalten 6-7 M., die Worte auf eine harte Probe. Es bedurfte der ganzen Energie des Kleinbürgerthums und der Intelligenz erschwert würde. Perl- Arbeiterinnen 5-6 M. und die Schürzen- Arbeiterinnen der Borsigenden, die Ungeduld der Zuhörer zu zügeln, die u. a. Deshalb reden die Doktoren, Professoren und andere Ohren 3-4 m.( Pfuirufe.) diefe armen Wesen haben es über sich ergehen lassen müssen, die Sozialdemokratie mit dem ( stürmische Heiterkeit) soviel von der Schwäche des weiblichen noch furchtbare Konkurrentinnen, die ihnen selbst dieses tindlichen Einwand bekämpfen zu hören, sie wolle theilen. Gehirns, von dem Naturberuf der Frau und pattati und pattata. Bischen nehmen können. Und wer find diese? E3 Um des Genusses derartiger zwecklofer Reden überhoben zu ( Heiterkeit.) Es ist aber nur Angst vor der Konkurrenz, Angst find die Frauen der kleinen Beamten, die sich für sein, stellte die Versammlung auf Anregung des Genoffen Ledebour vor der folossalen Vermehrung des Proletariats der Kopfarbeit. ihr standesgemäßes Auftreten ein Taschengeld verdienen fest, daß nur Gegnerinnen das Wort erhalten sollten. der Schwäche. V. Internationaler Kongres für Frauenwerke und Frauenbestrebungen. In dem merkwürdigen Ragout der Tagesordnung des Rongreffes gelangte man gestern zu folgenden Gegenständen der Verhandlung: Gesundheits- und Krankenpflege; Wohlfahrtseinrichtungen; Mäßigkeitsbestrebungen und Sittlichkeitsfrage. Hierüber wurden eine große Anzahl von Frauenreden zu Tage gefördert. " " Trotz der lebhaften Aufforderung der Vorsitzenden, der von 3 M. für den Kubikmeter nur 1,40 M. zahle. Die Nachricht| Arbeit an, die in der Regel bis 9, oft auch bis 10 oder 11 Uhr Referentin Frau Bettin und des Frl. Altmann war keine war uns von Genossen aus der dortigen Gegend mitgetheilt abends währt. Am Sonntag wird von morgens 7 Uhr bis der anwesenden Frauenrechtlerinnen zu veranlassen, ihre An- worden und unsere an Ort und Stelle vorgenommenen Unter- nachmittags um 2 Uhr, manchmal auch bis abends gearbeitet. fichten zu vertheidigen. Ihr Schweigen war das Eingeständniß fuchungen ergaben die Richtigkeit der Mittheilung. Um Während der Ferien waren die Kinder nicht selten von morgens diefelbe Zeit, entweder einige Tage zuvor oder einige 1/27 bis nachts 11 Uhr thätig. Die Gewerbe- Ordnung setzt be Nur zwei auswärtige Delegirtinnen zum Frauentag, eine Polin Tage danach, berichteten wir, daß die Amtshauptmannschaft in fanntlich nur für Fabrikbetriebe Bestimmungen über die Be und die Italienerin Frl. Montessori, Dr. med., nahmen Freiberg durch Bekanntmachung im Freiberger Anzeiger" schäftigung von Kindern fest. Der vorliegende Fall zeigt wieder, das Wort, um in begeisterten Worten, die in der angeordnet habe, daß Schulkinder beim Steineschlagen nicht ohne wie nothwendig es ist, die Schutzvorschriften auf jede Art der Verfammlung lebhaften Wiederhall fanden, die Sozialdemokratie Schutzbrille beschäftigt werden dürfen. Die Nachricht wurde gewerblichen Kinderarbeit auszudehnen, damit den Ausbeutungsals Vorkämpferin aller Unterdrückten zu feiern. Nach einem damals von vielen Blättern nachgedruckt. Vor etwa 6 oder gelüften solcher Unternehmer, die es verstehen, ihrem Fabrik Schlußwort der Genoffin Zetkin, in dem sie den Gallimatthias 8 Wochen brachte nun die Soziale Prar is" als Neuigkeit betriebe das Aussehen eines handwerklichen zu geben, ein Riegel des Herrn Professor Hottinger treffend beleuchtete, schloß die eine Notiz, die unsere beiden vorjährigen Mittheilungen zusammen vorgeschoben werde. Vorsitzende mit einem dreimaligen Hoch auf die moderne faßte. Obwohl das Blatt beim Nachdruck seiner Artikel aus- Ein Pudel, der mit gutem Fug den schönen Namen Arbeiterinnenbewegung die imposante Versammlung. drücklich Quellenangabe verlangt, hatte es selbst uns nicht als Quelle Brutus trug, hat bekanntlich nach der interessanten Fabel unseres genannt. Diese Notiz der Sozialen Praxis" machte wieder Heinrich Heine auch eine Schöpfenteule gespeist, als er sah, daß die Runde durch eine Reihe Zeitungen. Jetzt fabrizirt mit alle seine Mithunde sich an dem unrechten Gut aus dem einem Male ein Berliner Reporter daraus eine Original Fleischerladen gütlich thaten. An diese lehrreiche Geschichte nachricht, die wieder die Runde durch die Berliner Presse macht wurden wir erinnert, als die zweite Probenummer der auf und wahrscheinlich auch noch einige Zeit in der Provinzpreffe christlich- national- sozialer Grundlage redigirten Tageszeitung des sputen wird. Dieselbe Nachricht in anderer Form fanden wir Herrn Pastor Naumann, Die Zeit" uns zu Gesichte gestern in den hiesigen Neuesten Nachrichten", wo der Burg- fam. Nach alter Weisheit ist der Mensch am tugendhaftesten, so städter Anzeiger" als Quelle genannt wird. Das ist die Ge- lange ihm die Gelegenheit zum Sündenfall fehlt. Wie der schichte einer Zeitungsneuigkeit, die den mit Preßverhältnissen Dieb in der Nacht wird aber die Sünde zu der Leute nicht Vertrauten gewiß nicht uninteressant sein dürfte. Verderben, wenn sie sich beikommen lassen, eine Beitung zu gründen. Aus der Heilanstalt des Herrn Golebiewski. Bekannt Wie ein kleiner Kobold lacht aus der zweiten Probenummer lich haben wir in der Mittwochsnummer von einer Zuſchrift der Naumann'schen Zeit" der Reklametheil hervor. Mit Frau Morgenstern hatte wie billig den Vortritt; sie hatte Notiz genommen, in der dieser Herr die am 9. August gebrachten einladender Ueberschrift ist in dem Blatt, das die alte bürgerdas Thema, worüber sie sprach, zwar bescheiden häusliche und Schilderungen der Zustände in seiner Klinik durchweg als liche und die neue sozialdemokratische Welt zugleich aus den öffentliche Gesundheitspflege" genannt, sprach aber in Wirklich unwahrheit bezeichnet. Jetzt wird uns folgendes Schreiben zur Angeln heben will, ein Artikel Bezugsquellen" benamfet. teit nur über die famosen Berliner Volksküchen, wobei sie Veröffentlichung überfandt: Er wird mit folgenden Worten eingeleitet: unparteiisch genug war, sich selbst auf das lebhafteste zu Wenn Herr Dr. Golebiewski glaubt, das Vorhandensein der Unter dieser Rubrik registriren wir sämmtliche in dieser loben. im„ Vorwärts" gerügten Mißstände in seiner Anstalt einfach Nummer enthaltenen Geschäfts- Anzeigen und bitten unsere Dann kam eine Oberschwester, Fräulein Anna Stosch, durch die Bezeichnung als„ Unwahrheit" und" übertrieben" ab- geehrten Refer, bei Bedarf ganz besonders die die über das Viktoriahaus für Krankenpflege zu Berlin thun zu können, so ändert dies doch nichts an den von allen in unserer Zeitung inserirenden Firmen zu berichtete, und durch die Bescheidenheit des Tones bort in Behandlung gewesenen und theilweise noch befind- berücksichtigen." und der Geberde von der Vorrednerin angenehm abstach. lichen Patienten 31. bezeugenden Thatsachen, Besser macht es die übrige, für Ordnung, Religion und Sitte Fräulein Clara Müseler erzählte von der Krankenpflege in die wahrheitsgemäß wiedergegeben wiedergegeben wurden. Die kämpfende Presse auch nicht. Und was wird alles im Naumannden Kolonien und Fräulein Luise Jessen berichtete von den Angabe, daß 70 Pf. pro Mann und Woche ausbezahlt schen Reklametheil empfohlen! Bon unschuldigen HühneraugenFerienkolonien. Herr Geheimer Sanitätsrath Bär werden, können alle übrigen, mit dem Briefschreiber zusammen mitteln und Paramenten führt der Weg empor zu„ Kravatten forderte die Frauen zum Kampf gegen den Alkohol auf; der behandelten Kranken bestätigen. Sie waren der Meinung, daß Engros" und der in ihrer Wahrhaftigkeit sozialistentödtenden Beifall, den die übrigens gute Rebe fand, war weniger start, diefer Betrag für Bier und Belag sein solle, während Herr Dr. G. Broschüre des seltenen Musterarbeiters Lorenzen in Kiel, als er sonst auf dem Kongreß üblich ist. Herr Bär hatte eine jetzt erklärt, das Geld solle für sonstige kleine Ausgaben vero Satan, wie weißt du die Besten zu umgarnen, wenn Anzahl von Zuhörerinnen dadurch verlegt, daß er bei der wandt werden. Gleichfalls wird seitens der Patienten bestätigt, sie von der Kanzel auf den Redaktionssessel hinabsteigen! Mittheilung statistischer Zahlen von„ Weibern" sprach und daß, während Herr Dr. G. verreift war, die Suppen, weil ver: bei der Empfehlung der Lotterieloose der Herren Müller, die erregten Zwischenrufe: Frauen! Frauen!" offenbar überhörte. falzen, häufig zurückgewiesen wurden. Bei anderer Gelegenheit Neubauer und Heinze auf pyramidal- sozialer Höhe anzugelangen! dem Arzt die Abendstullen Nach ihm ließen noch zwei Engländerinnen Temperenziaden vom find zur Besichtigung vorAlso, auch Du, mein Brutus! ni mit Sittlich gelegt worden dem Bemerken, daß Stapel und Frau Bieber- Böhm sprach über die dieselben un teitsfrage" worüber sie bereits in der Sektionssizung vom genügend mit Butter bestrichen seien; die Folge hiervon Dienstag ihre Ansichten dargelegt hatte. war, daß dem betreffenden Kranken vom Dr. G. mit Entziehung Vor Eintritt in die Tagesordnung hatte eine ameri- des Urlaubs gedroht wurde. Der Restaurateur erklärt, daß kanische tanische Journalistin, Journalistin, Miß Graham aus Washington, er dem Dr. G. in einem Briefe mittheilte, für eine Mart interessante Daten über die Stellung der Frau in den pro Tag und Mann die Verpflegung über zu wollen; Vereinigten Staaten gegeben. Nach der Volkszählung von nehmen auf diesen Vorschlag ging aber 1890 ftud 8 914 711 Frauen in verschiedenen Berufen thätig; die Dr. G. nicht ein, weil ihm dieser Preis zu hoch war, er durch einen dem Gasteinen seiner Angestellten Bahl hat sich seit der letzten Zählung um 47 pCt. vermehrt. In was Weiter wird erklärt: Bei dem Der Humbug der Arbeiterfreundlichkeit des Unter den höheren Berufszweigen waren im Jahre 1890 311 682 Frauen wirth König sagen ließ. thätig. An Universitäten waren im Jahre 1894 22 949 Studentinnen Handel über den Preis der Verpflegung äußerte die Gattin des nehmerthums tritt wieder einmal drastisch in der Vertheilung immatrikulirt; an den öffentlichen Schulen wirkten 260 958 Dr. G. zur Restaurateursfrau: Um mit weniger als einer Mart des Reingewinns zu tage, den die Deutsche Gasglühlicht. Lehrerinnen. In 36 Staaten haben die Frauen das Recht, sich zurecht kommen zu können, dürfe sie natürlich nicht gutes, Gesellschaft in dem zu Ende gegangenen Geschäftsjahr Die zwei Millionen und um die Erziehungsangelegenheiten zu kümmern und Schulämter fondern minderwerthiges Fleisch verwenden. Ferner 1895/96 eingeheimst hat. zu bekleiden. müsse sie bei Einkäufen in der Markthalle solche Waaren nehmen, 52 466 Mart, welche das letzte Jahr an Entbehrungslohn gedie andere nicht wollen. Das sei billig. Es brauche ja bracht hat, kommen wie folgt an den Mann: Die Aktionäre er nicht Butter zu sein, womit die Stullen bestrichen würden; halten eine Dividende von 100 pct., gleich 1737 000 m. Die Tantième an Frau Dr. Gnaud Kühne, die bekannte Führerin der Margarine thäte es auch. Zum Kaffee tönne ja mehr Vorstand und Aufsichtsrath beträgt evangelisch- sozialen Frauenbewegung, schreibt dem„ Volt" über 3 us a 3 genommen werden. Betreffs der Wanzen plage wird 282 839 M. Auf neue Rechnung werden 16 626 M. vorgetragen, den Grund des Fernbleibens ihrer Gruppe:" Von Ihrem Interesse erklärt, daß nach Veröffentlichung des Briefes am die Remuneration für Beamte beträgt 10 000 M., und dem für die Frauenfrage überzeugt, möchte ich nun nicht verfäumen, 9. August die Brutstellen mit einer Spiritus- Stich flamme aus- Unterstützungsfonds der von der reichen Gesellschaft zum theil zu bemerken, daß die Frauen der evangelisch- sozialen Gruppe gebrannt worden sind. Vordem wurde seitens der Batienten all- auf das jammervollste entlohnten Arbeiter werden baare 6000 m. sich von der Art des Kongresses, zu arbeiten, keinen Erfolg nächtlich eine regelrechte Jagd nach diesem Ungeziefer ver- überwiesen. Besser können die Herren wirklich nicht für die versprachen und sich deshalb nicht an der Arbeit be- anstaltet, und einer einer der Kranken erklärt, daß er bei Sozialdemokratie Propaganda machen. theiligen wollten. Hundert Vorträge von je 15 Minuten: dieser Gelegenheit in einer Stunde achtzig Stück dieser Die Pferdebahn im unteren Theil der Rönigstraße wird am Was kommt dabei heraus? Das ist mehr breit wie Wiehcher erlegt habe. Wenn Herr Dr. G. von Einschleppen 15. d. M. vollendet sein. tief, das giebt Geplätscher, aber feinen tragfähigen des Ungeziefers seitens der größten Mehrzahl der Unfallverletzten Strom. Wenn eine oder höchstens zwei Fragen auf dem Kongreß schreibt, so hätte er damit nur festgestellt, daß in den Krankenzur gründlichen, ja erschöpfenden Verhandlung gestanden hätten, anstalten, aus denen die Verletzten zu ihm zur weiteren Heilung würde sich die evangelisch- soziale Frauengruppe gewiß betheiligt entfandt werden, diese ekelhaften Quälgeister zu finden sind, was haben, auch wenn eine gegnerische Richtung im Uebergewicht aber nur wenig Wahrscheinlichkeit für sich hat. Die Uebergewesen wäre, ab hoste doceri aber dies unterhaltende treibung liegt also hier auf Seite des Dr. G. Rede- Mosait um einen Stein zu vermehren, erschien wirklich überflüssig." Bei dieser Gelegenheit wollen wir hervorheben, daß Frau Zetkin sich am Dienstag nur an einer Sektionssigung des Kongresses betheiligte, zu der jeder Zutritt hatte und wo freie Diskussion gewährleistet war. Lokales. " = Endlich ist noch folgendes von Wichtigkeit für weitere Kreise: Gtwa 14 Tage nach Veröffentlichung des Briefes im Vorwärts" über die angeführten Mißstände in der Dr. G.'schen Anstalt erschien dort zur Revision ein höherer Medisinalbeamter, der sich zunächst bei den Kranken nach dem Verfasser des Briefes erfundigte; die Antwort lautete dahin, daß der Brief an einen Freund adressirt gewesen wäre und dieser Freund möglichenfalls für die Veröffentlichung verantwortlich zu machen sei. Der Beamte Die Parteigenoffen im vierten Wahlkreis werden zum ließ sich dann weiter die im Briefe gerügten Mißstände nochmals den Kranken die bevorstehenden Wohnungswechsel ersucht, Adressenveränderungen vorführen und verlangte endlich von baldmöglichst den Botenfrauen oder den Parteispediteuren zu Aeußerung etwaiger weiterer Wünsche, worauf melden, damit in der Bestellung der Zeitung keine Störung ein- er die Anstalt verließ. Diese Revision fand während der Abtritt. Auch erwächst jedem Parteigenossen die Pflicht, für weiteste wesenheit des Dr. G. statt und nach dessen Rückkunft wurde der Verbreitung des Vorwärts" zu wirken und neue Abonnenten Briefschreiber, ohne die erhoffte Genesung oder wenigftens dem Zentralorgan der Partei zu gewinnen. Die Parteispedition Besserung seines Zustandes gefunden zu haben, aus der Anstalt besorgt nicht allein den Vorwärts", sondern auch sämmtliche sofort entlassen!!! übrige Parteiliteratur. Die Speditionslokale befinden sich: Für den Often bei Wengels, Fruchtstr. 30, H. 1 Tr., für den Südoften bei Fritz Thiel, Staligerstr. 85, v. part. Ferner werden in den bekannten Lokalen Abonnements für den Vorwärts" entgegen genommen. um 11111 Ganz mollig fühlt sich Herr Naumann allerdings noch nicht in diesem Zweige seiner neuen Praxis. Er verspricht, daß er auf etwaige Klagen hin schlecht liefernde Firmen aus dem Anzeigentheil entfernen will. Als ob solches so einfach wäre. Bezüglich der Paramente wollen wir dem bisherigen Prediger gern Juditationsqualität zugestehen; wie ist es aber z. B. mit den Produkten, die unter der Devise Gottes Segen bei Cohn" an den Mann gebracht werden? " obwohl das Geschoß noch in der Wunde steckt. Der Verletzte ift Das Befinden des Friseurs Oskar Roser ist durchaus günstig, andauernd bei vollem Bewußtsein. Grober Unfug! Der Berl. 3tg." wird geschrieben: In der Parochialstraße wird zur Zeit kanalifirt; zu diesem Zweck ist daselbst auf dem Terrain, welches früher zu dem Kirchhofe der Barochialkirche gehörte, ein tiefer Graben gezogen. Beim Bassiren der Straße fiel mir eine Menge menschlicher Gebeine auf, welche dem Erdboden entnommen waren. Beim Einbiegen in die Waisenftraße bot sich mir ein widerlicher Anblick dar: ein Haufen Kinder hatte sich eines Schädels bemächtigt und trieb denselben, Fuß ball damit spielend, die Straße entlang, ohne, daß diefer Rohheit von irgend einer Seite Einhalt gethan wurde." Daß Kinder in ihrer Dummheit mit menschlichen Gebeinen derartigen Unfug treiben, ist schließlich verzeihlich. Daß aber dergleichen geduldet wird, verdient eine ernste Rüge! Ist es denn nicht möglich, die exhumirten Knochentheile sofort in Behälter zu legen, so daß sie sowohl den Blicken der Passanten, als auch dem frivolen Spiel der Jugend entzogen werden?! Der Eine Theaterbilletsteuer soll, wie ein hiesiges Blatt meldet, voin Magiftrat geplant sein. Die Mittheilung erscheint wenig Tell's Apfelschuß. Daß ein Vater gezwungen wird, seine glaubwürdig. Kunst an seinem eigenen Kinde zu zeigen, auf die Gefahr hin, Ungemeines Befremden erregte am Mittwoch früh kurz es zu tödten, hat seit Jahrhunderten, ja man fann sagen, seit vor 8 Uhr ein Gefangenentransport, der sich vom Polizeibureau Jahrtausenden denn diese Geschichte ist weit älter wie die in der Kaiser Wilhelmstraße durch die Panorama- und GontardTellfageals Ausgeburt teuflischer Grausamkeit gegolten. Und straße nach dem Polizeipräsidium am Alexanderplatz bewegte. wer ist nicht im innersten Herzen empört über den erzliftigen Ein Schußmann führte an der Handfeffel einen Arrestanten, der Der Verein der Berliner Musiker hat wiederholt bei Geßler, der so unmenschlich mit dem menschlichen Gefühl spielt? ganz anständig gekleidet war, dessen Beinkleider aber total zerden städtischen Behörden Klage geführt über das gewerbsmäßige und doch wenn dieselbe Grausamkeit sich uns in anderer riffen waren. Ob der Arrestant in diesem Zustande auf die Musitmachen von Beamten, hauptsächlich der Magistrats Form darstellt, denken wir nicht dran, empört zu fein, ja wir Wache gekommen ist, vermochte niemand zu berichten, allgemein beamten, durch welches den Vereinsmitgliedern, bezw. den Zivil weiden uns an dem grausamen Schauspiel, wie das Cirkusvoll aber wurden von den zahlreichen Händlern und Besuchern der musifern, der Verdienst geschmälert oder entzogen werde. Der des alten Rom an den Folterqualen der auf Leben und Tod Zentral- Markthalle Ausrufe der Entrüstung über einen der= artigen, das Schamgefühl verlegenden Transport laut. Petitionsausschuß der Stadtverordneten- Versammlung, welchem kämpfenden Gladiatoren. diefe Angelegenheit zur Vorprüfung überwiesen worden war, Wir sind in einem glänzend erleuchteten Saal. Es wird am artige Transporte tönnten doch wohl mit einem Wagen ge= hat am Dienstag Abend unter Vorsiz des Stadtv. Reichnow Trapez gearbeitet". Das Glanzstück ist ein Vater, der sein schehen! beschlossen, der Versammlung zu empfehlen, dem Magistrat das kleines Söhnchen in die Luft wirft und wieder auffängt. Greift er Auf einem Bau ist Donnerstag Nachmittag um 2%, Uhr Gesuch des Vereins zur Erwägung anheimzugeben. Ob nun- einen Zoll zu hoch oder zu niedrig, zu weit rechts oder zu weit der 25 jährige Arbeiter Julius Bösel vom Gartenplay 5 schwer so fällt das Kind in die Tiefe; und ist auch über dem mehr die Gehälter der unteren Beamten derart erhöht werden links verunglückt. Er arbeitete beim Neubau der Elektrizitätswerte sollen, daß sie nicht mehr nöthig haben, den Berufsmusikern ins Boden ein Nez ausgespannt, fo find schwere Berlegungen, die, am Humboldthain, wo u. a. auch ein Schornstein errichtet wird. wenn nicht sofort den Tod, doch lebenslängliches Siechthum nach Für diesen wurden die Steine in einem Kasten hinaufgewunden. Handwerk zu pfuschen? Ans der Geisteswerkstatt der bürgerlichen Preffe. fich ziehen, dennoch oft die unvermeidliche Folge. Tell's Söhnchen, während nun gestern Nachmittag Bösel unten stand, fiel plöglich den Berliner Blätter brachten dieser Tage folgende Notiz: Kinder als Steinschläger. Gine Gemeinde bei Apfel herunterzuschießen hat, war nicht in größerer Gefahr, als dieses Kind ist. Und hier in diesem festlichen Saal ist es kein oder vom Gemäuer des Schornsteins, traf ihn und zerschmetterte ihm das Rückgrat. Schwer verletzt wurde Bösel mit einemt Dresden hat das zerschlagen von Straßensteinen an zwölf mindest teuflisch grausamer Despot, der das entsetzliche Kunststück er- Krantenwagen nach der Charitee gebracht, in der er bis vor zwingt es ist doch ja, es ist auch ein Despot, ein teuflisch einen Rubikmeter Steine 3 M. erhalten, wird diesen Kindern für dieselbe Leistung nur 1,40 m. bezahlt, so daß fie bei ihrer gefähr. grausamer Despot, wenn er sich auch seiner Grausamkeit nicht ungefähr Jahresfrist selbst Wärter war. bewußt ist der große undefinirbare Kollektivtyrann, Der neue Akkumulatorenwagen der Großen Berliner lichen und schweren Arbeit in der Stunde sechs bis sieben Pfennig verdienen. Auch müssen sich die Kinder die zur Arbeit Publikum, mit seinen Despotenlaunen und seinem verderbten Pferdebahn- Gesellschaft ist nunmehr probeweise in den fahrplanGeschmack. Der König amüsirt sich", hieß es früher. Heute mäßigen Betrieb eingestellt worden. Der Wagen, der die gehörige Schutzbrille auf eigene Roften beschaffen. Diese Notiz ging auch uns zum gefälligen Abdruck zu. Da heißt es:„ Das Publitum amüsirt sich, es amüsirt sich an Nummer 1164 führt, verkehrt auf der Strecke Dönhoffplayan den Treptow. sie uns merkwürdig bekannt vorkam, wandten wir uns an die grausamen Spiel mit dem Leben eines Kindes Folterqualen eines Vaters- an Tell's Apfelschuß. Arbeitslos! Silflos aufgefunden wurde am Donnerstag " in Redaktion der Sächsischen Arbeiter Beitung Industrielle Ausbeutung von Schulkindern. Der Vormittag um 9 Uhr wieder einer jener Leute, die ohne Obdach Dresden um Auskunft über ihren Ursprung. Unsere Vorsicht blieb nicht unbelohnt. Die Sächs. Arb. 8tg." schreibt nämlich Gürtlermeister und Metallwaaren- Fabrikant Gröblehner in und bestimmte Arbeit ein fümmerliches Dasein fristen. Der Weißenfee, Straßburgerstr. 1, fabrizirt gegenwärtig einen 29jährige Arbeiter Gustav Kolbe war vor dem Hause Alte Jakobs in ihrer letzten Sonntagsnummer: Wir brachten im vorigen Jahre in der Nummer Massenartikel, nämlich kleine Blechlaternen mit buntem, durchstraße 108 zusammengebrochen und blieb liegen, bis die Polizei 185 vom 11. August 1895 eine Originalnachricht unter fichtigem Papier beklebt. Gröblehner beschäftigt neben einem des 28. Reviers sich seiner annahm. So gut es ging, suchte man der Marke Steinschlagende Schulkinder". Darin erwachsenen Arbeiter und einem Lehrling eine Anzahl Schul ihm auf der Revierwache zu helfen. Er erholte sich aber nicht, war mitgetheilt, daß die Gemeinde Wahnsdorf bei Kinder, Mädchen und Knaben im Alter von 12 bis 13 Jahren. sondern fiel immer wieder in Ohnmacht und Krämpfe und mußte Moritzburg in der Amtshauptmannschaft Dresden- Neustadt, das Es ist sogar in einem Falle vorgekommen, daß ein siebenjähriger daher in ein Krankenhaus gebracht werden. Zerschlagen der Chausseesteine im Afford an Schulkinder vergebe Ruabe in diesem Betriebe gearbeitet hat. Die Kinder fangen und ihnen statt des sonst an Erwachsene zu zahlenden Preises i nach Schluß der Schulstunden, nachmittags um 4 Uhr, mit der " " • Im Jrrwahn erschossen hat sich am Mittwoch Nachmittag der frühere Schuldiener Wilhelm Hortge. Dieser, ein Mann vou 54 Jahren, war bis vor zwei Jahren an der Doppelschule 44/25 Anzahl Meter Schrank beordert habe, dieser aber eine größere p in der Wilhelmstraße angestellt und seitdem Verwalter des Wandfläche bedecke und die Firma die Differenz nunmehr nach Hauses Gartenstr. 70. Er war dem Trunke ergeben und wohl zuzahlen habe. Der betreffende Aussteller ließ sich aber keines infolge dessen begann er in der letzten Zeit zu kränkeln. Das wegs verblüffen, sondern antwortete dem Arbeitsausschusse mag ihn lebensüberdrüffig gemacht haben. Als man ihn auffand, sogleich: In der That sehe er nachträglich ein, daß sein Schrant lebte er noch. Man setzte ihn daher in eine Droschke und brachte vielleicht mit unrecht an eine Wand angelegt sei. Da er aber ihn nach der Charitee. Als er hier antam, war er aber nur Schrank und nicht auch Wand gemiethet habe, so könne er bereits todt. auf lettere auch keinen Anspruch machen. Daher ermächtigte er den Arbeitsausschuß, schleunigst die Wand von seinem Schrante abzurücken! Eine Bezahlung der von seinem Schranke eingenommenen Wandfläche würde feinerseits nimmer mehr erfolgen. Der Arbeitsausschuß hat von diefem freundlichen Anerbieten keinen Gebrauch gemacht, aber auch von einer Klage Abstand genommen. Der 33 jährige Kutscher Albert Knack verunglückte gestern in der Lindenstraße dadurch, daß er, anscheinend infolge einer Ohnmacht, von seinem Rollwagen stürzte. Der Bedauernswerthe gerieth unter die Räder seines Rollwagens und erlitt einen schweren Unterschenkelbruch. Noch drolliger ist aber eine Sittengeschichte, in der die Königin Luise eine Rolle spielt, dieselbe Königin, die in dem Koder der hurrahpatriotischen Geschichtsklitterer bekanntlich als Preußens guter Engel" eingetragen steht. Aus Lohr in Unterfranken wird den Münchener Neuesten Nachrichten" nämlich gemeldet: " „ Ein Buchhändler hatte es gewagt, in feiner Auslage das bekannte, ideal schöne Bild der Königin Luise von Preußen von Gustav Richter auszustellen. Bald aber nahte sich der Rache Engel in der Gestalt des Stadtkaplans, der in den Laden trat und den Besitzer desselben aufforderte, das Bild sofort aus seiner Auslage zu entfernen, da es auf die vorübergehende Jugend fittlichkeitsgefährdend" wirken fönne! Der Inhaber des Ge schäftes, obwohl Protestant, entfernte wirklich das Bild der Polizeibericht vom 24. September. Gestern Mittag Gestern Mittag ging in der Friedrichstraße das Pferd eines Geschäftswagens Die fertiggestellte Versuchsstrecke des Spree- Tunnels Fürstin aus seinem Schaufenster!" Wir sehen garnicht ein, warum die katholischen Bilderstürmer durch, wurde jedoch an der Ecke der Straße Unter den Linden zwischen Treptow und Stralau fann in der Zeit vom 28. Sepdurch die Schußmänner Weinert und Asselt anscheinend mit tember bis 14. Oktober d. J., täglich von morgens 8 Uhr bis nicht auch ihre Freude haben sollen, wo die protestantischen Lebensgefahr aufgehalten. Vor dem Haufe Staligerstr. 45 fiel abends 6 Uhr von den Besuchern der Gewerbe- Ausstellung un- es doch schon bunt genug treiben. Daß die Geschorenen nachmittags die sechzehnjährige Kindergärtnerin Anna Weblow entgeltlich besichtigt werden, soweit der beschränkte Raum dies gerade auf Preußens guten Engel" verfallen mußten, ist allerbeim Besteigen eines in voller Fahrt befindlichen Wagens der gestattet. Eintrittskarten werden am Eingang( neben der Bolts- dings Pech! elektrischen Straßenbahn Zoologischer Garten- Treptow hin, Ernährung) verabfolgt. gerieth unter die Räder des angehängten Wagens und erlitt schwere Knochenbrüche au beiden Beinen. Sie wurde nach dem Riantenhause am Urban gebracht. Im Thiergarten wurde Kunst und Wissenschaft. nachmittags der 53 jährige Schuldiener Wilhelm H. mit einer Im Schiller- Theater wird heute zum ersten Male Schußwunde in der Schläfe aufgefunden. Er starb bereits bein Ein Schritt vom Wege", Lustspiel von Ernst Wichert, der Ueberführung in die Charitee. Auf dem Blücherplate gegeben. In der am nächsten Sountag Nachmittag stattfindenden stürzte der fünfundzwanzigjährige Kutscher Wilhelm Lade mit Vorstellung kommt Wilhelm Tell" zur Aufführung. einem Pferde, auf dem er ritt, und zog sich dabei anscheinend schwere innere Verletzungen zu. Er wurde in das Krankenhaus am Urban gebracht. Aus den Nachbarorten. Das Lokal des Herrn Wöllstein in Adlershof steht der Arbeiterschaft wieder zur Verfügung. Herr Wöllstein hat den Revers, um den es sich in der Streitfrage handelte, unterzeichnet, und damit ist die Angelegenheit zur Zufriedenheit aller Betheiligten erledigt. " Das„ Volks- Theater" in der Reichenbergerstr. 34 soll am Sonnabend, den 3. Oktober eröffnet werden. Direktor Lantenberg soll dem B. T." zufolge das Neue Theater wiederum auf mehrere Jahre gepachtet haben, und zwar unter bedeutend günstigeren Bedingungen. Das arme Neue Theater! " " Eine junge Berlinerin, Fräulein Dr. Emilie v. Himpe, bestand dieser Tage in Brüssel die ärztliche Schlußprüfung„ mit größter Auszeichnung". In Mylan ist, wie aus Reichenbach im Voigtlande ges meldet wird, die Feiler'sche Rammgarnweberei vollständig niedergebrannt. Seit einigen Tagen wüthet an der belgischen Küste ein furchtbarer Ortan, welchem zahlreiche Schiffe zum Opfer gefallen sind. Ein Luftballon mit zwei belgischen Offizieren stürzte ius Meer, doch konnten die Infassen gerettet werden. # Aus Helgoland liegt ebenfalls eine Sturmmeldung vor: Hier herrscht schwerer Sturm aus Nordnordwest, welcher auch die Düne zu gefährden scheint. Ein Telegramm berichtet: Der Hamburger Luftkutter Atalanta" zeigt seit An dem Bauschwindel des Deutschen Theaters in Donnerstag früh die Noth flagge. Der Marinedampfer Hey" und ein Rettungsboot unternahmen vergebens fühne München soll als eigentlicher Unternehmer, der einen zahlungsunfähigen Baumeister vorgeschützt hat, der Borsigende des Rettungsversuche. Vor einer halben Stunde machten 14 HelgoMünchener Stadtverordneten Kollegiums 2eo Haenle betheiligt länder Lootsen und Freiwillige nochmals unter eigener Lebensfein. Der Mann ist Großindustrieller, mehrfacher Millionär, gefahr( ohne daß sie die Erlaubniß der preußischen Polizei einDie Lokalkommiffion von Reinickendorf theilt mit, daß töniglicher Kommerzienrath, Inhaber hoher Orden, Landtags: holten? R. d. V.) einen Versuch zur Rettung, und es gelang das Lokal Kaiser Friedrich Garten der Arbeiterschaft nicht zur abgeordneter und Parteiführer der Nationalliberalen. Bahlreiche ihnen, die Besayung des Rutters hier glücklich Verfügung steht. Handwerker Existenzen sollen durch den Krach des Theaters zu zu landen. Die am Strande Bersammelten begrüßten die wackeren Wegen Vermehrung der Nixdorfer Gendarmerie will grunde gerichtet sein. Selbst die nationalliberalen Münchener Lootsen mit lautem Jubel. Der Sturm wüthet weiter, der Kutter der„ Kommunal- Reformverein Nixdorfer Grundbefizer" bei der Neuesten Nachrichten" schwingen sich zu folgendem Ürtheil auf: ist in der größten Gefahr. Amtsverwaltung des Ortes wie den höheren Behörden vor- An der Spitze des Münchener Gemeinde- Kollegiums darf Die Rettungsstation Helgoland telegraphirt: Das Rettungs stellig werden, weil sich in Rixdorf infolge der Gewerbeteinen Augenblick länger mehr ein Mann boot" Dora" rettete am 24. September in drei Fahrten 9 Per Ausstellung die Sicherheitszustände bedenklich verschlechtert it e hen, der sein Ehrenamt und seine Verpflichtung, das sonen, davon 3 von einem Leichterfahrzeuge und 6 von zwei haben sollen! Wohl der Bürgerschaft zu hüten, so wenig würdigt, daß holländischen Tjalts. Schwerer Sturm. Weiter wird aus Geestemünde gemeldet: Der seit MittMit der Dienstüberbürdung der Maschinenführer der er sich im privaten Verkehr dieser Verpflichtungen entbunden Dampfstraßenbahn beschäftigen sich, wie ein Berichterstatter glaubt und sogar das unerläßlichste Erforderniß zu diesem Ehren- woch herrschende Nordweststurm hat mancherlei Schaden an wiffen will, zur Zeit die Behörden. Die Arbeitszeit der An- amte, die persönliche Ehrenhaftigkeit und Matel Drabtleitungen, Bäumen und auf See angerichtet. Das deutsche gestellten, die bekanntlich bei Herbeiführung von Unglücksfällen losigkeit, schwer bedenklicher Anzweifelung Schiff„ Rigel" strandete beim Kaiserhafen und wurde mit Hilfe eines Schleppers wieder flott gemacht. Bei Meyers Legde liegt eine von der statt der profiteinheimsenden Direktoren ins Gefängniß fommen, a usießt." Mannschaft verlassene Tjalf; zur Rettung der Mannschaft wurde beträgt, wie wir schon früher meldeten, bis zu achtzehn Ju der Versammlung der deutschen Naturforscher und das Rettungsboot der Station Dorumertief beordert. Der Ber Stunden. Am Sonntag wurden an der Ecke der Akazien- Aerzte sprach, wie aus Frankfurt a. M. vom Mittwoch ge- tehr an der Geeste stockt, da bedeutendes Hochwasser den Zutritt und Grunewaldstraße sämmtliche Wagenführer von einem Polizei- meldet wird, Dr. Paul Rosenberg- Berlin über eine neue Methode beamten angehalten, um festzustellen, wie lange Beit fie an jenem der Konfervirung von Nahrungsmitteln, der Desinfektion refp. du den wegen des Sturmes zahlreich eingelaufenen Fischerei Tage Dienst hatten. Kein Mensch kann darüber im Zweifel sein, der Sterilisation und über Behandlung der Infektionskrankheiten, Fahrzeugen unmöglich macht. daß bei einer achtzehnstündigen Ausschindung der Arbeitstraft insbesondere der Tuberkulose, mit Form- Aldehyd in bisher nicht die Angestellten, sondern die Direttoren die Menschenleben nicht bekannten Lösungen, dem Holzin"," Holzinol" und auf dem Gewissen haben, die durch den Betrieb der Dampf- Sterifol", die beiden ersten äußerlich, Sterisol innerlich ge ftraßenbahn zu grunde gerichtet werden. Ob man die gewissen- braucht. Redner hält die absolute Unschädlichkeit der innerlichen lofen Ausbeuter nun wirklich beim Kragen nehmen wird? Behandlung für nachgewiesen und hat namentlich bei Keuchhusten und Tuberkulose sehr gute Erfolge erzielt. " V Die Konservirung von Nahrungsmitteln geschieht durch einen durchaus luftdichten, geschmacklosen Gelatine- Ueberzug nach vorangegangener Sterilisation der Nahrungsmittel durch einen fleinen, einfachen Verdunstungs Apparat, der gleich zeitig zur Sterilisation von Wohnungsräumen, wie auch zur Keuchhusten- Behandlung Verwendung findet. Redner hat als Hauptkriterium für die Sterilisation Milzbrandsporen im freien Staume getödtet. Auf entschliche Weise ist vorgestern gegen Abend in Friedenau von seinem eigenen Fuhrwert ein Kutscher aus Wilmersdorf getödtet worden. Derselbe hatte vom Güterbahnhof Wilmersdorf Bretter geholt und seinen Wagen schwer beladen. Während er nun auf dem sehr abschüssigen Wege vom Bahnhof nach der Handjerystraße in Friedenau hinabfuhr, gerieth das Baumzeug der Pferde in Unordnung, und der Kutscher trat auf die Wagendeichfel, um dasselbe wieder zu ordnen. Da aber gerade hier der Wagen infolge der flarken Senfung des Weges etwas schnell fuhr, glitt der Kutscher von Der Vortrag fand die lebhafte Beachtung des Kongresses. der Deichsel ab und gerieth so unglücklich unter den Wagen, daß In der darauf folgenden Diskussion warnten drei Redner, die ihm ein Hinterrad direkt über den Kopf ging und diesen ebenfalls mit den neuen Mitteln Versuche gemacht, vor Opvollständig zermalmte. Der herbeigerufene Arzt, Dr. Beutin, fonnte natürlich nur den sofort eingetretenen Tod des Ver- Der Borsigende schloß die Diskussion mit dem Ausdruck des unglückten konstatiren und die Ueberführung nach der Leichenhalle Dantes an den vortragenden Redner Dr. Rosenberg. anordnen. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und 5 noch fleine Kinder. Einem fast gleichen Unglück fiel am Mittwoch Nachmittag der 27jährige Kutscher Paul Deutschmann aus der Herbststraße zu Reinickendorf zum Opfer. Deutschmann fuhr gegen timismus. Gerichts- Beitung. folge des Sturmes ein von sieben Arbeitern besetztes Boot ge Im Hamburger Hafen ist Donnerstag Morgen in fentert. Zwei der Arbeiter fonnten gerettet werden; fünf ertranten. Die Verunglückten sind sämmtlich Familienväter. Hamburg, 24. September.( W. T. B.) Der seit zwei Tagen wüthende Südweststurm erreichte heute seinen Höhepunkt. Im Hafen und am Lande sind viele Unfälle vorgekommen, doch ist der bisher angerichtete Schaden nicht bedeutend. Auf der Ober, Elbe bei der Pente tenterte ein Kahn mit zehn Arbeitern vom Staats- Baggereibetrieb, von welchen sechs ertranfen. Das Spiel der Drohnen. Wie im sogenannten Private flub des Ostender Kurhauses jetzt gespielt wird, davon giebt die Lüttich. 3tg." ein erbauliches Bild. In Monte Carlo beträgt der höchste Einfaz auf eine Nummer des Roulette 180 Fr.; in Ostende fann man bis 300 Fr. gehen, und man hat berechnet, daß ein einziger Koup 200 000 Fr. Gewinn bringen kann. Bei dem Trente et Quarante ist der höchste Einsatz 12 000 Fr., aber die Kroupiers lassen einen Buschuß von 6000 Fr., jal fogar für die großen Gegenspieler 25 000 Fr. auf einen Wurf zu. Während man in Monte Carlo mit Gold spielt, läßt man in Ostende die Spielmarien, beren Werth bis zu 6000 Fr. geht, gelten; gewisse bekannte Persönlichkeiten haben bei haben der Spielbant unbegrenzten Kredit. Kürzlich haben vier Spieler zu gleicher Zeit den höchsten EinfahWegen unbefugter Führung eines arztähnlichen Titels 12 000 Fr.- auf jeden Wurf gefeßt, was niemand beachtete, 5 Uhr mit seinem zweifpännigen mit Mauersteinen beladenen hatte sich gestern der Kaufmann Way Canis aus Berlin vor während in Monte Carlo alle Spieler sich erheben, wenn der Wagen die Ramlerstraße entlang. Born auf dem Fuhrwert dem Schöffengericht am Amtsgericht II zu verantworten. Canib, Ruf ertönt:„ Ein Herr spielt das Maximum!" Leider giebt sich stehend leukte er die Pferde. Anscheinend infolge einer Erschütte der sich als Direktor feiner in Schlachtenfee belegenen Natur- in der diesmaligen Badezeit gerade das schöne Geschlecht mit rung verlor er vor dem Grundstück 33 plöglich das Gleichgewicht heilanstalt bezeichnet, hat dieselbe in Inferaten, die er einer wahren Leidenschaft dem Hazardspiele hin. Die Halbwelt und stürzte topfüber vom Wagen hinab. Dabei fam er fo un- in fleinen Provinzialblättern erschienen ließ, zu empfehlen ist natürlich sehr start vertreten. Die großen russischen Spieler glücklich zu liegen, daß ihm ein Rad des schwerbeladenen Wagens gesucht, und hat sich dabei als Naturarat" bezeichnet, erscheinen erst im September. Die Säle sind zu eng geworden, ie über den Hals und den Kopf ging. Da er noch Lebenszeichen obwohl er wissen mußte, daß die Anmaßung dieses Titels für nur die großen Spieler können noch einen Stuhl erhaschen; die von sich gab, so wollte man ihn in ein Krankenhaus bringen, er einen nicht approbirten Arzt nach§ 147 Nr. III der Reichs: mittlere Klasse der Spieler ist gezwungen, ihre Goldstücke stehend starb jedoch schon auf dem Wege dahin. Gewerbe- Ordnung strafbar ist, da er wegen desselben Delifts zu verlieren. Und diese Schmaroyer und Tagediebe sind die schon eine Vorstrafe erlitten hat. Der Angeklagte fuchte die Stüßen der Gesellschaft. Sache als ein bloßes Versehen seinerseits darzustellen, er wurde zu 30 Mart Geldstrafe verurtheilt. Auch diese traurigen Vorfälle regen wieder zu der Frage an, ob die unmenschlich lange Arbeitszeit, welche die Kutscher meistens zu leisten haben, nicht zum großen Theil die Schuld an derartigen entfeßlichen Ereignissen trägt. M " Dermischkes. Vulkanausbruch auf Java. Aus Amsterdam wird gemeldet: Drahtlichen Mittheilungen zufolge ist der Vulkan unter dem Aschenregen viel zu leiden. Lamongan auf der Grenze der Provinzen Probolingo und Bezutie ( Java) in voller Thätigkeit. Die umliegenden Pflanzungen haben Ju Bombay ist die Beulen pe st ausgebrochen; es find Der festgestellte bereits über 300 Todesfälle vorgekommen. Bacillus ist mit dem von Professor Kitasato während der Best in Hongkong entdeckten gleich. Aufforderung. Der Lackirer Robert Wallström wird ersucht, seine Adresse an seinen Bruder Hermann Wallström, New- Yort, City 1857, Avenue A einzusenden. 1119 In einer Klage, welche die Inhaberin der auf dem die Gemeindevertretungen in den Berliner Vororten vielfach un- Kreisausschuß Teltow gegen das Verbot, Bier auszuschänken, Mit den von ihnen angestellten Schullehrern behaupten Bahnhofe Grunewald vorhandenen Wirthschaft beim angenehme Erfahrungen gemacht zu haben, indem die Lehrer angestrengt hat, ist der Kreisausschuß zu dem Urtheil gekommen, ihre Stellungen nur, wie die bildliche Ausdrucksweise lautet, als daß der Wirthin die Konzession zum Bierausschant zu ertheilen Sprungbrett für eine Anstellung in Berlin benutzen. Um dies sei. Der Amtsvorsteher will gegen dies Urtheil beim Bezirts möglichst zu verhindern, greifen die Gemeindevertretungen zu ausschuß zu Potsdam Berufung einlegen. Zur Zeit darf in der mancherlei Mitteln, um die Lehrer an ihre Stellung zu fesseln. Bahnhofs- Wirthschaft Grunewald nur Kaffee, Milch, Selterwasser Die Gemeinde Groß- Lichterfelde hat in ihrer Schule 15 Kinder, und Rognat verkauft werden. die an Sprachstörungen leiden und will deshalb einen ihrer Lehrer zum Unterrichten dieser Kinder im Sprechen in Berlin auf Gemeindekosten ausbilden laffen. Um nun zu verhüten, daß der betreffende Lehrer etwa bald nach seiner AusDer muckerische Bildersturm, der in der gegenwärtigen bildung seine Stellung in Groß- Lichterfelde aufgiebt, hat die Beit des beschleunigten Kirchenbauens und der forcirten Frömmelei Gemeindevertretung mit demselben ein Abkommen dahin ge- der Gutgesinnten überaus im Schwange ist, hat wiederum einige troffen, daß der Lehrer gehalten sein soll, 50 M. von dem für reizende Leistungen hervorgebracht. In Rheinland- Westfalen hat feine Ausbildung verausgabten Gelde zurückzuerstatten, wenn er das nicht gerade sehr geschmackvolle, aber in sittlicher Beziehung innerhalb einer gewissen Frist seine Stellung in Groß- Lichter doch gewiß unschuldige Plakat der Internationalen Briefkasten der Redaktion. V felde aufgiebt. Ja, was haben die Lehrer denn nur daraus, daß Kunstausstellung zu Berlin feine Gnade gefunden. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, sie aus den schönen Vororten fort und partout ins dunstige Vom Westfalen Verein in Berlin wurde die Ausstellungs- Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7-8 Uhr Berlin hinein wollen? Sollte ihnen in Groß- Lichterfelde etwa leitung benachrichtigt, daß ein evangelischer Pastor zu abends statt. hauptstadt? Läge darin die Ursache der Wanderlust, dann hätten genommen und daß der Stationsvorsteher auf seine die leistungsfähigen Gemeinden im Südwesten es doch längft Beranlassung den Anschlag entfernt habe. Die Kommiffion der Tabakarbeiter, Fürstenwalde. Ueber für ihre Pflicht halten sollen, in auständiger Weise Wandel zu Ausstellungskommission hat sofort an den Minister Thielen das die Versammlung war bereits in der Sonntagsnummer unter schaffen! Ersuchen gerichtet, den Stationsvorsteher anzuweisen, daß er das der Rubrik Gewerkschaftliches" berichtet worden, deshalb erübrigte Umfangreichen Butterverfälschungen, als deren Urheber künstlerisch hergestellte Platat wieder anbringe. sich die Aufnahme Ihres Berichts. ein Berliner Lieferant gilt, ist man in Spandau auf die Spur Ein anderer Fall entbehrt nicht der humoristischen Färbung. H. W., New- York. Wenn der aus der Zeit, wo die Ungekommen. Seit Jahresfrist versorgt der Kaufmann Paul Berb Da hatten in Emmerich am Rhein mehrere fromme Seelen abhängigen hier noch ihr Wesen trieben, wohlbekannte Maler viele Kleinhändler mit Stückenbutter. Die Butter trug den Stempel: fich beim Bürgermeister über das höchft anstößige" Plakat Bittor Buhr behauptet, daß im Frühjahr 1893, als die BauMolkerei Kleeblatt, garantirt reine Naturbutter. Untersuchungen beschwert und der Sorgfame Stadtvater ordnete schleunigst handwerker in eine Lohnbewegung eintreten wollten, diese durch ergaben, daß diese Butter durchweg mit Margarine vermischt war; an, daß die offenherzige Schönheit entfernt werde. Der Intervention der Parteileitung hintertrieben worden sei, weil oft war es fast nur Margarine. Buchhändler aber, dem das Plakatwesen untersteht, faßte andernfalls die Wahlbewegung gelitten hätte, so ist das eben die Sache von der scherzhaften Seite auf und erwiderte: eine der verläumderischen Lügen, mit denen die Herren Uner werde zur Beruhigung der ängstlichen abhängigen von der ersten Stunde ihres Entstehens an gegen Gemüther der allegorischen Figur den Busen die Partei operirt haben. Die Parteileitung hat weder 1893 noch oder Von einem originellen Ausstellungskuriofum weiß das abfragen verkleistern lassen, obwohl früher oder später jemals einen Versuch gemacht, eine LohnFachblatt Im Zeichen des Verkehrs" Mittheilung zu machen. er eine Berpflichtung dazu nicht anerkenne. Das Kunstplatat fei bewegung zu inszeniren oder zu hintertreiben. Wer anders be Eine ausstellende Firma hatte eine gewisse Anzahl Meter Raum in ganz Deutschland unbeanstandet zu vielen Taufenden ver- hauptet, I igt, wie dies auch Herr Vittor Buhr thut. beordert, bebaut und auch bezahlt. Eines schönen Tages bekam breitet und errege feinerlei ergerniß. In Emmerich herrschte R. 800. 1. Nein. 2. Ja. 3. Ja. 4. Ja. R. P. 68. vom Arbeitsausschuß eine Nachtragsforderung von erst wieder Ruhe, nachdem man der Figur ein artiges Der Arbeitgeber hat keineswegs das Recht, den für ihn beschäf ca. 1500 m. mit der Begründung, daß die Firma eine gewisse Mäntelchen umgehängt hatte. tigten Arbeitern vorzuschreiben, wo fie verkehren sollen. Thut fein fo großeg& e b alt gezahlt werden, wie in der Reichs. Meinersbagen an der 3bealfigur, ber Runft Anstoß Hermann B. Die Angelegenheit des Inserate ist schon fie Gewerbe- Austellung 1896. gestern von uns behandelt worden. er's bennoch, so laffen verständige Arbeiter den Mann ins Blaue Schwägen, tehren fich aber nicht daran. 2. J. 100. Die Sachen haften. B. K. 99. Unverständlich. R. L. Nein. Amtsvorsteher in Spandau. Derartige Veranstaltungen bedürfen polizeilicher Genehmigung, da Vergnügungen, zu denen eine unbeschränkte Anzahl Nichtmitglieder( insbesondere gegen Entree) Zutritt hat, als öffentliche Tanzluftbarkeiten, Theatervorstellungen u. s. 1. erachtet werden. B. 500, M. Schw. 1000. Diesmal nicht. N. H. N. Nein. P. G. 10. In Berlin leben Sie ohne Vertrag außer Gütergemeinschaft. Zur Uebertragung Ihres Eigenthums an Ihre Frau ist ein vor dem Amtsgericht von Ihnen und Ihrer Frau zu schließender Vertrag erforderlich. Solch' Vertrag ist jedoch ohne Wirksamkeit, wenn er zwecks Vereitelung bereits be ftehender Gläubiger- Ansprüche geschlossen wird. C. K. Nein. A. K. Nicht unter allen Umständen; es giebt kein Wort, das unter allen Umständen als Beleidigung zu erachten ist. Trettin. Schriftliche Antwort zu ertheilen lehnen wir ab. Das Mündel fann sich an das Vormundschaftsgericht beschwerdeführend wenden. M. Patent. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. W. K. Ja: Daß der Schwängerer verheirathet ist, befreit ihn keineswegs von Alimentenzahlung. Junung. Ja.-B. W., Charlottenburg. Nein.-F. Ja. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 25. September. Opernhaus. Das Heimchen Heerd. Witterungsübersicht vom 24. September 1896. Swinemünde Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke www|| NA( Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celfius ( 5° G. 4° R.) Eingelaufene Druckschriften. Won der ,, Neuen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Dieg' Verlag) ift foeben das 52. Heft des 14. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Doppelter Kummer. Ein neues Buch von Deville. Von Karl Kautsky.( Schluß.) Die wirthschaftlichen Einrichtungen zum Wohle der Die feige Stationen. Arbeiter in den Theerfarben- Fabriken. Von Heinrich Vogel. Invektive eines sozialdemokratischen Schimpfblattes. Revue der Revuen. Notizen: Ernährung der Boltsschultinder. Englands Konfum seit 1875. Feuilleton: Die Klassengegensäge in den spanischen Zunftkämpfen zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts. Von Heinrich Cunow.( Schluß.) Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitit".( Berlin, Carl Heymann's Berlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 52 folgenden leitenden Auffaz: Die Aufgaben der Handwerks- Organisation in dem deutschen Innungs- Hamburg Entwurf. Von Dr. Andr. Voigt. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Berlin Der Allgemeine Verband deutscher Erwerbs- und Wirthschafts- Genossen- Wiesbaden schaften im Jahre 1895. Von Dr. Hans Crüger. Internationaler ethischer Mißstände im länd- München Kongreß in Zürich. Volkszählung in Rußland. lichen Arbeitsnachweis. Vorgehen der Landwirthschaftskammer der Provinz Wien. Sachsen. Koalitionsfreiheit und grober Unfug. Untersuchungen der Haparanda. Schul- Luft durch das städtische Laboratortum in Görlig. Betheiligung der Kommune an der Bandwirter- Genossenschaft in Lüttringhaufen. Petersburg. Städtische Arbeitsnachweis- Stellen.- Zentralverband deutscher Gemeinde- Sort beamten. Polizeiliche Ueberwachung von Fraktions Sigungen der Aberdeen. Schwarze Liste der Bau- Unternehmer bedeckt Geras. Bäckerschutz in Desterreich und Amerika. Erhebungen über Paris. die Durchführung der Gewerbe- Ordnungs Bestimmungen betr. Betriebsstätten in Preußen. Die Selbstverwaltung der deutschen Krantentassen. Wetter- Prognose für Freitag den 25. September 1896. Von W. Gewehr. Kurpfuscher und Medizinalbeamte in Preußen, Ziemlich fühl, zeitweise heiter, vielfach woltig mit etwas Freiwillige Hygiene- Kommiffion der Berliner Aerzte. Erhöhung der Schlachthof- Gebühren in Myslowis infolge der Schweine Einfuhr Be Regen bei abnehmenden westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. schränkung. Sprottauer Stadtverordneten. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Freitag, den 25. September 1896; Zum 6, Male: Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. am Eine wilde Sache. Schauspielhaus. Ein Volksfeind. Deutsches Theater. Liebelei. Der zerbrochene Krug. Berliner Theater. Der Better. Ich heirathe meine Tochter. Leffing- Theater. Kollege Crampton. Neues Theater. System Ribadier. Besuch nach der Hochzeit. Thalia- Theater. Cousin- Cousine. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Ninette im Schnee. Theater Nuter den Linden. Lachtaube. Schiller Theater. Ein Schritt vom Wege. Die Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Belle Alliance- Theater.' n tolles B Mädel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hypochonder. Alexanderplah- Theater. Ohne fitt lichen Halt. Raufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Große burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannftädt und F. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Gruft- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Cousin Cousine. Vaudeville in 8 Akten von Maurice Ordonneau und Henri Kéroul. Musit von Gaston Serpette. Deutsch von Bolten- Bäckers. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang 7/2 Uhr. In Vorbereitung: Der Strohmann ( Surnuméraire). Schwank v. Boucheron. Deutsch von May Schönau. Gebildete Menschen. Voltsstück v. Viktor Léon. Spezial- Ausstellung Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends 745 SSW • wolkig 12 742 WSW 749 SW Regen bedeckt 11 11 757 SW 4 halb bedeckt 11 760 98 Regen 9 758 MNW Regen 12 752 Still bedeckt 4 761 St • halb bedeckt 12 751 . SW 3 heiter 10 761 • . W 3 10 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Hen! Neu! Wissenschaftl. Theater shr. Neu! Sternwarte Invalidenstr. 57–62 täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Lehrt. Stadtbahnhof Eintritt 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Passage- Panopticum. 42 wilde Weiber aus Sremlow- Compagnie. Neu! The Miltons. Fredans Trio. Neu! Nen! Anhaltender Jubel über das gesammte vorzügliche Spezialitäten- Personal. ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Dir.: F. Glück. Paola del Monte. Otto Reuter. Urkomisch! Jur Hochbraftisch 7 Troubadours Reiche der Schatten. Ausgeführt von der Roberts- Truppe. Anfang 71/2 Uhr.- Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirt. Platz 50 Pf. Volks- Theater. u. s. w. u. f. w. u. s. w. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Feldschlößchen 34 Reichenberger- Straße 84 142 Müllerstraße 142. Direkte Bahnlinien( Rottbuser Thor): B a) Elektr. Bahn: Mauerstraße- Treptow. Dönhoffsplay Glogauerstr. Dönhoffs play- Treptow. Zoolog.Garten- Treptow. b) Pferdebahn: Rottbuser Thor- Müllerstraße. Rixdorf Schönhauser Allee. Hafenhaide Behrenstraße. FichtestraßeDahomey. ertraße. Morisplay- HermannplayCastan's Neue frele Volksbühne. KAIRO Panopticum. 27. Uhr, im Deutschen Theater: Der Talisman. Zu dieser Vorstellung haben, soweit Pläge vorhanden, alle diejenigen Mit glieder Zutritt( ohne Rücksicht auf die Nummer oder Abtheilung), welche nach Entrichtung von 1 M. Beitrag eine grüne Berechtigungstarte, die in den Zahlstellen unentgeltlich zu haben ist, entnehmen. 150/12 Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Ein Schritt vom Wege. Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. von 7 Uhr ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Schaustellungen in der Arena: 5 u. 8 Uhr nachm. Entrée 50 Pf. Kinder die Hälfte. Alt- Berlin. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Bei günstiger Witterung nachmittags Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Der Hypochonder. Lustspiel in 4 Atten von G. v. Moser. Sonnabend zum ersten Mal: Sean". Alexanderplatz- Theater. Ohne fittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aufzügen. ( Bons haben Wochentags Giltigkeit.) Anfang 8 Uhr. Morgen: Ohne fittlichen Halt. 3, 5 und 6 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pig. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Oftend- Theater. auftr. von Spezialitäten. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Freitag, den 25. September 1896: Der deutsche Michel. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von R. Kneisel. Anfang 71/2 Uhr. Raffeneröffnung 6 Uhr. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112 Heute, sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 ẞf. Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Platate.) Morgen, Sonnabend, 26. Sept.: Spandau( Rother Adler). Sonntag: Konzerthaus Sanssouci. Künkler 1. Ranges. Karlchens Tante. Schwant in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Berliner Konfektionensen. Burleste mit Gesang und Tanz in 1 Att von Gericke. Musik v. Schmidt. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. Neu!! Neu!! 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" Rassenbestand Nach Bekanntgabe der Abrechnung bespricht Redner das Vertrauensmänner- System. Er ist der Ansicht, daß man feinen Vertrauensmann wieder zu wählen brauche; die Arbeiten, welche diese Person zu erledigen hätte, könne der Hauptvorstand regeln. Auch die Streit- Unterstüßung könne einfacher durch den Vorstand geregelt werden. " Freitag, den 25. September 1896. 13. Jahrg. dargethan und zwar im Anschluß an eine Schrift, die der Ursprungs veröffentlicht. Die Löhnung auf den Fabriken, so Nervenarzt Dr. Möbius in Leipzig unter dem Titel veröffent- schreibt der Genannte, zerfällt bei uns in zwei Kategorien, eine licht hat:" Ueber die Behandlung von Nervenkranken und die höhere ohne Beköstigung und eine niedrigere bei freier BeköstiErrichtung von Nervenheilstätten"( Berlin, bei S. Karger). Die gung. Im Durchschnitt erhält ein erwachsener Arbeiter bei Sozial. Korresp." führt hierzu u. a. aus: eigener Beköstigung bis zu 13 Rbl. 50 Rop. monatlichen Lohn, Zu den unglücklichsten unter den franken Arbeitern gehören Frauen bekommen bis 10 Rbl. 47 Rop. und Minderjährige bis unstreitig die Nervenkranten, denn nicht nur, daß Arbeitgeber zu 5 Rbl. 35 Kop. im Monat. Giebt der Prinzipal es und Vorgesetzte den Kranken häufig für einen Simulanten halten, föstigung, so verschieben sich die angeführten Lohnfäße bis zu auch die Kassenärzte thun dies und der arme Krante, dem Ruhe, 6 Rbl. 98 Rop., 4 Rbl. und 2 Rbl. 43 Rop. Die Differenz der. Erholung, Pflege und ärztliche Behandlung geboten werden beiden Zahlenreihen müßte somit die Kosten des Unterhalts der müßte, wird mißtrauisch beobachtet. Er muß arbeiten, Arbeiter darstellen; nach der Berechnung des Spezialisten bewegen obgleich er zu unterliegen vermeint, er muß Schmerzen er sich aber die thatsächlichen Kosten des auf der Grenze des Erträgs tragen, die man ihm nicht ansteht und daher nicht glaubt, lichen liegenden Unterhalts zwischen 3 bl. bis zu 6 Rbl. 69 Kop. und es gesellen sich bei ihm zu den förperlichen Qualen auch monatlich, so daß dem Fabrikbesißer ein Gewinn aus der Benoch seelische. Dabei vermindert sich wohl auch in vielen Fällen föstigung erwächst. Ein Vergleich mit England und Amerika bei Affordarbeit sein Verdienst und er läuft Gefahr, auch bei ergiebt, daß die Arbeiter Rußlands hinsichtlich des Lohnes um Zeitlohn eine Lohnherabseßung, wenn nicht gar Kündigung der 124 pet. refp. 379 pet. schlechter gestellt sind bei einer bes Arbeit überhaupt zu erfahren. Bei den nervenkranken Arbeitern, deutend größeren Zahl der Arbeitsstunden. Hinsichtlich der deren Erkrankung auf einen Unfall zurückgeführt werden kann, Strafgelder sagt der genannte Autor, daß z. B. im Weichsels hat sich neuerdings vielfach der Brauch eingestellt, daß die von gebiet, wo die Säße mäßiger find als in anderen Bezirken, auf der Berufsgenossenschaft angestellten Aerzte, wenn sie nicht selbst die 125-150 000 Arbeiter Strafgelder von 95- bis 125 000 R61. besondere Spezialstudien im Nervenheilfach gemacht haben, einen kommen, wofür die Fabrikanten bei einem selbst mit 15 bl. an Spezialarzt zu Rathe ziehen. Die Schwierigkeit der Diagnose gefeßten Monatslohn die Arbeitskraft von 6000-8000 Arbeitern und der Umstand, daß in einer Berufungsinstanz in der Regel ohne Entgelt haben können. Spezialärzte gehört werden, hat es den betreffenden Aerzten, um ihres eigenen Rufes willen, nahe gelegt, den Spezialisten gu hören, und es haben dadurch Soziale Rechtspflege. manche Kranke Gehör gefunden und entsprechende Rente be Unfallversicherung der Theaterarbeiter. An einem März In der Diskussion über diesen Punkt sprechen sich fast alle kommen, die unter anderen Umständen mit ihren Ansprüchen ab- tage des Jahres 1893 wurde im Berliner Schauspielhause der Redner in demselben Sinne aus. Es wird beschlossen, die gewiesen worden wären. Handelt es sich bei Unfall- Verletzten und Unfall- Nerven- Arbeiter Eggert, der darin feit ihren beschäftigt war, todt Regelung der Streits der Generalversammlung zu überweisen. Franken um Entschädigung und Rente, so bandelt es sich aber aufgefunden. Wie die alsbald angestellten Nachforschungen erDem Vertrauensmann wird Decharge ertheilt. Zum Punkt Preffe" wird beschlossen, daß keine Lotterie- bei diesen sowohl als bei allen versicherten Arbeitern doch auch gaben, war Eggert hächstwahrscheinlich in den Schacht des Fahr stuhls hinabgestürzt, als er diesen erleuchten wollte. Der Fahrstuhl Inserate und Arbeitergesuche aufgenommen werden sollen. Ber- eine Erschleichung von Krankengeld, eine erschlichene Rubezeit sollte dazu benutzt werden, ein Pferd auf die Bühne zu schaffen, das bei Ver- um Heilung und Linderung der Krankheit. Es ist nicht auf schiedene Beschwerden gegen die Redaktion des Fachblattes wurden vom Genossen Bock zurückgewiesen. abgesehen, wenn der Nervenfrante sich zum Arzt begiebt, sondern der Aufführung des Schauspiels Basantasena" gebraucht wurde. Gewöhnlich wurde der Verunglückte in der Garderobe verwendet, Ueber den Bunft„ Generalstreit" wird nach kurzer Debatte um Biedererlangung der Gesundheit, der vollen Arbeitsfähigkeit öfter hatte en jedoch auch mit der Beleuchtung zu thun. Seine und da steht auch der gewissenhaftefte und sachverständigste Wittwe machte sowohl bei der nordöstlichen Baugewerks- Berufszur Tagesordnung übergegangen. Nervenspezialist vor Uebelständen, die er nicht zu bekämpfen genossenschaft, wie auch bei der nordöstlichen Eisen- und Stahlvermag. Mit Arzneien ist bei den Nervenkranken nur wenig Berufsgenossenschaft ihren Anspruch auf Hinterbliebenen- Rente. zu leisten und man hat verschiedene Methoden gegen diese Erkrankungen, vorzugsweise in Sanatorien geübt, als das Beste geltend. Die Vorstände beider Genossenschaften lehnten die Geund Wirksamste längst erkannt. Die bestehenden Sanatorien, die wöhrung der Rente ab und die Schiedsgerichte erkannten gleichbeide fails ihren Ungunften. Auf den Returs Nervenanstalten sind durchaus nur für die wohlhabenden Stände yegen die Entscheidung sprach aber das Reichs- Vereingerichtet und nicht nur die Lohnarbeiter, sondern auch die sicherungsamt unter dem Vorsitz des Direktors Pfarrius unteren Mittelstände werden der Vorzüge der Sanatorien der armen Frau die Rente zu, und zwar wurde die Baubehandlung deshalb nicht theilhaftig... flärt. Das Versicherungsamt hat betreffs der von des Berufsgenossenschaft für verpflichtet erarbeiten beschlossen: Alle diejenigen Bühnenarbeiter sind als Bauarbeiter im Sinne des Bau- Unfall- Versicherungsgesetzes anzusehen, welche eine, wenn auch nur vorübergehende Verbindung der hergestellten Theile( Podien, Tribünen, Rampen, Gas- und Wafferleitungen zc.) mit dem Theatergebäude schaffen. Ferner gewäre. Wenn an stelle fortgesetzter krankmackender Arbeit und hören dazu die Bühnenarbeiten, welche auf die unmittelbare Errich Sorge Ruhe, Pflege und entsprechende ärztliche Behandlung ge- tung eines Bauwerks, z. B. eines stockwerkartigen, zum Aufenthalt treten wäre, würde manche Krankheit den hohen Grad nicht er der auf der Bühne thätigen Personen bestimmten Hauses gerichtet sind, einschließlich der hierbei erforderlichen Schlosser, An reicht haben, der auch in der Irrenheilanstalt nicht mehr zu schläger, Maler, Tapezirer und ähnlicher Arbeiten. Die mit heilen war. In wie vielen Fällen ein Nervenleiden zu anderen Krankheiten hinüberleitete, zur Trunksucht oder zu Selbstmord berartigen Regie Arbeiten beschäftigten Arbeiter sind bei der Ver führte, läßt sich mit Bahlen nicht nachweisen wie die Sterblich- ficherungsanstalt der für den Betriebsort maßgebenden Berufsteit an Tuberkulose, aber dem Kundigen ist es keine Frage, daß genossenschaft zu verfichern. Das Refursgericht nahm nun an, die Zahl eine sehr große sein dürfte. Dabei ist noch zu be- daß Eggert bei einer solchen versicherten Bauarbeit verunglückt achten, daß der Nerventrante sein Leiden weit mehr empfindet ſei, wenn auch nur mittelbar. Es erblickte darin einen inneren als der Lungenkranke, und er schort beshalb auch das Mitleid Busammenhang zwischen dem Regie- Baubetriebe und dem Bes triebe des Fahrstuhls, daß auf leyterem auch Dekorationen 2c. wachruft und Fürsorge fordert. befördert wurden. Zu dem Internationalen Schuhmacher- Kongreß beschließt der Kongreß drei Delegirte zu entsenden. Hiermit war die Tagesordnung erledigt. Mit einem träftigen Schlußwort des Genossen Kölle wurde der Rongreß geschlossen. zu Es folgt die 6. Generalversammlung des Vereins deutscher Schuhmacher, die vom Verbandsvorsitzenden Siebert aus Nürnberg eröffnet wurde. Die Tagesordnung ist wie folgt festgesetzt: 1. Wahl des Bureaus und der verschiedenen Komforen; 2. Bericht des Vorstandes und Ausschusses; 8. Statuten- gehen, ist nicht enschen burch Nervenkrankheiten zu grunde Menderung; 4. Allgemeine Anträge; 5. Festsetzung der Gehälter Zungenkrankheiten, denn man stirbt nur selten direkt in einer Theater- Berwaltungen in eigener Regie ausgeführten Bühnenertheilen. Wie viele so erweisbar als die Sterblichkeit durch die Nervenkrankheit. Die Taufende, die mit einer Neurose Zu Vorsitzenden werden Kölle Hamburg und Siebert( Nervenkrankheit) beginnen und dann an eine Psychose Nürnberg gewählt. Anwesend find 31 Delegirte, die( Geistesstörung) erkranken und in die Frrenanstalten wandern, 3697 Stimmen und 30 Drte vertreten. Die Mandatsprüfungs- würden zu Hunderten vielleicht zu retten gewesen sein, wenn Kommission beantragt sämmtliche Mandate für giltig zu erklären ihre Krankheit zeitig erkannt und richtig beigandelt worden und einigen Delegirten wegen Beitragsrückstände eine Rüge zu Es wird fobann befchloffen, einen Boten anzustellen, welcher 4 Mart pro Tag erhalten soll. Dem Rechenschaftsbericht des Borsigenden ist folgendes zu entnehmen: die Mitgliederzahl betrug am 1. August 1894 10.905 eingetreten sind vom 1. August 1894 bis 31. Juli 1896 12 704 Gesammtzahl abgegangen durch Austritt, Ausschluß u. s. w. sind 11 598 Bahl der Mitglieder am 1. August 1896 " 1. August 1894 ergiebt eine Mitgliederzunahme von weibliche davon find männliche Mitglieder " " P 乾 23 609 · 12 011 10 905 • 1 106 11 492 519 12 011 genommen wurde Wie das vielgerühmte patriarchalische Verhältniß der Der Schenerunternehmer Bodenstein hatte mit ber ländlichen Großgrundbesizer zu ihren Arbeitern in Wirklichkeit aussieht, davon weiß der Arbeiter Hermann H. ein Lied zu Scheuerfrau Abert ein schriftliches Abkommen getroffen, wonach fingen, der als Pferdeknecht bei dem Rittergutsbesizer Ahlwardt lettere die Reinigung einer Villa zu besorgen hatte. Als sich Redner führt dann weiter aus: War die Mitgliederzahl auf dem Gute Küzerhof bei Dagun in Mecklenburg in Diensten Frau Abert auf dem betreffenden Bau meldete, wurde ihr vom stand. H. erlitt bei Ausübung seiner Berufsarbeit einen schweren Bolir der Auftrag, in vierzehn Tagen wiederzukommen. Nach theilweise infolge der Beitragserhöhung, theilweise infolge der Unfall, indem ein beladener Wegen ihm über beide Beine ging. Ablauf dieser Frist fand sie sich nochmals auf der ihr zugewiesenen Einführung der Mitgliederscheine in den ersten Quartalen bis Er wurde infolge dessen bis zum 4. Juli im Krankenhause zu Arbeitsstätte ein, um jetzt zu erfahren, daß dort bereits eine auf 8000 gefunken, so können wir mit vorstehendem Resultat Neu- Kahlen behandelt und soweit hergestellt, daß er sich an andere Frau die Reinigung begonnen hatte. Hierdurch sah sich zufrieden sein, wenn auch im Verhältniß zur Zahl der Schuh- Krücken fortbewegen konnte. Da er fein anderes Unter die Dupirte veranlaßt, beim Gewerbegericht gegen Bodenmacher in Deutschland die Mitgliederzahl gering ist. Der Vor- tommen hatte, begab er sich nach seiner Entlassung aus stein eine Klage anhängig zu machen und dessen Verurtheilung stand hielt 39 Sigungen ab. Die Erledigung der Geschäfte im dem Krankenhaufe zu feinem bisherigen Arbeitgeber, zur Auszahlung der verabredeten Affordsumme von 115 Mart schriftlichen Verkehr benöthigte die Absendung von 3752 Briefen, um daselbst die in Aussicht Aussicht stehende völlige Wieder zu verlangen. Der Vertreter des Angeflagten machte geltend, 4856 Kreuzbändern, 508 Karten, 696 Packeten, 156 Geldsendungen herstellung feiner Erwerbsfähigkeit abzuwarten. Auf- daß sich die Klägerin hätte an Herrn Bodenstein wenden müssen, und 14 Telegrammen, zufammen 9962 Postsendungen. Einer allerdings. Aber wie war die Ver- wenn es nicht nach Wunsch ging, und daß derselbe bereit gewesen gegangen sind seit 1. August 1894: 5656 Briefe, 1875 Postkarten, pflegung, welche ihm zu, theil wurde? Während sonst den wäre, ihr einen anderen Bau zu übertragen. Der Beklagte wurde jedoch 2309 Geldsendungen, 55 Packete, 56 Telegramme. Arbeitern auf dem Gute wöchentlich 14 Pfund Brot und verurtheilt, Frau Abert gemäß dem Klageantrage zu befriedigen. Nach dem Bericht des Kassirers hat der Verband vom 11/4 Pfund Schmalz verabreicht werden, erhielt der verunglückte H. Nach Ansicht des Gerichtshofes wäre es nicht die Pflicht der 1. August 1894 bis 31. Juli 1896 eine Gesammteinnahme von nur 5 Pfund Brod und, 3/4 Pfund Schmalz pro Woche und Klägerin gewesen, nach Abschluß des schriftlichen Vertrages, der 87 591,84 m. und eine Ausgabe von 63 810,52 m. gehabt, außerdem die Mittags and Abendmahlzeit, welche in mit sehr sich auf einen ganz bestimmten Bau bezog, zum Bemithin bleibt am 1. August 1896 ein Raffenbestand von 23 781,32 M. wenig Fleisch und recht viel in Wasser gekochtem Gemüse besteht flagten zu gehen und sich um den Beginn der Arbeit zu Der Bericht des Ausschusses besagt, daß die Kassen- und noch etwas minder werthiger zu sein scheint, als die in den bekümmern; vielmehr hätte Beklagter sie davon genau unterverhältnisse stets in größter Ordnung befunden wurden. Berliner Volksküchen verabreichten Speisen. Hatte H. nun, im richten müssen. Auch hielt das Gericht den Einwand, Klägerin Vertrauen auf den patriarchalischen Sinn seines Brotgebers" hätte einen anderen Bau säubern können, angesichts des vorgeglaubt, daß auf einem Gute, wo täglich für etwa 30 Arbeiter liegenden Vertrages für unerheblich. und Dienstboten der Risch gedeckt wird, die Mahlzeit übrig sei, In einen Kolonnenakkord waren mehrere Buyer welche der im Dienste seines Herrn verunglückte Arbeiter nachträglich eingetreten, nachbem ihnen zugesichert während der Zeit seiner vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit worden war, daß pro Mann und Tag 7 M. ausgezahlt zu sich nimmt, so hatte er sich geirrt. Herr Ahlwardt, würden. Die fragliche Mittheilung hatte ihnen der Kolonnendrei Rittergüter besitzt, forderte von S. für die führer gemacht. Als sie bei der Lösung des Arbeitsverhältnisses " In der heute stattgehabten Hauptversammlung der ver- der drei Rittergüter einigten deutschen Rettenfabrikanten ist die Konvention durch beschriebene Verpflegung pro Tag eine Mark; genau soviel, weniger erhielten, wie sie bei einem Tagelohn von 7 m. der Berufsgenossen hätten bekommen müssen, flagten sie auf Zahlung von einstimmigen Beschluß bis Ende 1897 weiter ver. wie der Verunglückte zur Zeit von zusammen 36,95 M. gegen den Bauunternehmer, längert worden. Wir halten es für unsere Pflicht, unfere schaft als Unfallrerite erhält. Damit ihm das Geld nicht entDieser erbrachte verehrte Kundschaft hiervon in Kenntniß zu sehen und find gebe, wußte Herr Ahlwardt es so einzurichten, daß er die für den die Kolonne gearbeit hatte. der Unterstüßung aller Rechtlichdenkenden um so sicherer, als wir September fällige Rente selber einzog und behielt. Weiter dem Gewerbegericht den Beweis dafür, daß er den, auch von nur durch geschlossenes Borgehen in der Lage sind, weigerte sich der humane Arbeitgeber, den Lohn auszubezahlen, den Klägern durch Unterschrift anerkannten Busvertrag, soweit stabile Verhältnisse im Rettengeschäft zu schaffen und vor welchen H. für die Zeit vom 24. Oktober bis zum 13. Januar, er die Bezahlung der Arbeit betrifft, erfüllt und daß die Kolonne allen Dingen auch unsern Arbeitern durch Ge- dem Tage des Unfalls, zu fordern hat. Durch den Lohn will feinen Anspruch mehr an ihn hatte. Die Kammer III wies austömmlicher Arbeitslöhne ein sich Herr Ahlwardt schadlos halten für den Betrag, den er für nunmehr die Kläger unter folgender Begründung ab: Der menschenwürdiges Dasein zu sichern. Mit letzterem die ersten zwei Bochen der Behandlung des Verunglückten im Arbeitgeber sei seinen Verpflichtungen aus dem Vertrage der fördern wir gleichzeitig ein Stück sozialer Arbeit, indem wir eine Krankenhause gefeßlich zu zahlen verpflichtet ift. Unter diesen Kolonne gegenüber nachgekommen, ihn könnten die in keiner Beziehung in Anspruch nehmen. alte, solide, viele tausende von Mitmenschen ernährende Haus: Umständen zog es H. vor, sein Bündel zu schnüren, das Gut des Kläger also in Industrie, die, durch die Ungunst der letzten Jahre hart be- mecklenburgischen Agrariers zu verlassen und bei seinen Ber- Glaubten sie bei der Bertheilung des Affordverdienstes drängt, bedenklich im Abnehmen begriffen war, vor gänz- wandten in Berlin feine völlige Genesung abzuwarten. Dieser durch ihre Mitarbeiter geschädigt zu sein, dann müßten wir Fall hat den Verunglückten gewiß überzeugt, daß die ländlichen sie gegen diese flagbar werden. lichem Untergang bewahren. Im übrigen hätten der größere Schwankungen allgemeinen Geschäfts- Arbeitgeber, trot all dem Gerede vom patriarchalischen Ver- fie gewußt, daß es sich um eine Akkordarbeit handelte, und lage des Eisenmarktes in unseren Berkaufspreisen zum hältniß, das zwischen ihnen und ihren Arbeitern bestehen soll, schon deshalb könne von einem Tagelohn von 7 M., auf den sie Ausdruck bringen und uns stets mit einem mäßigen Nußen be- um kein Jota himaner find, als die städtischen Induſtriebarone. ein Recht zu haben glaubten, nicht die Rede sein. Gegen die Aus Kaiserslautern brachte im Mai d. J. die Pfälz. Annahme eines solchen und dafür, daß nur ein Akkordvorschuß Boziales. Die ,, vereinigten deutschen Rettenfabrikanten" erließen aus Hagen in Westfalen unterm 15. September folgendes Birtular an ihre Kundschaft: währung nur Wie bisher, werden für vor gnügen." Es ist jedenfalls ein Zeichen für den wachsenden Ein- Post", unser rheinpfälzisches Partei- Organ, einen Artikel über gemeint gewesen sei, spreche auch die eigene Angabe der Kläger, fluß der Arbeiterbewegung, daß die Unternehmer- den dort herrschenden Unfug, schulpflichtige Knaben es wäre ihnen gesagt worden, daß 7 M. ausgezahlt würden. Kartelle es für nöthig halten, ihre Existenz mit der Berufung a 13 Laternenanzünder zu beschäftigen, die nebenbei Wiederaufnahme des Verfahrens in Unfall- Streitauf das Wohl der Arbeiter zu begründen. Gewöhnlich wird auch noch gaziz gehörig ausgebeutet wurden. Nun, nach einem fachen. Dem Arbeiter M. wurde eine Unfallrente, die er auf freilich das Versprechen, man wolle die Arbeitsverhältnisse ver- halben Jahre wird endlich Remedur geschaffen. Vom 1. Ottober grund eines rechtskräftig gewordenen Bescheides der zuständigen bessern, nicht eingelöst. Daß die Kettenfabrikanten in dieser Be an ist das Laternenanzünden durch Erwachsene zu verrichten Berufsgenossenschaft bezog, plötzlich mit der Begründung entziehung eine Ausnahme machen sollten, glauben wir nicht eher, und werden zu diesem Zweck von der Gasanstalt 14 Arbeiter zogen, der Berufsgenossenschaft wäre nachträglich bekannt ges bis uns aus den Kreisen ihrer Arbeiter der Beweis dafür ge- gesucht. Die Pfälz. Post" war also die Triebfeder zur Abstellung worden, daß die in Frage stehende Verlegung von einer Schlägerei liefert wird. des Mißstandes. herrühre und mit irgend welchen Betriebsgefahren nichts zu thun habe. Ueber die Lage der russischen Fabrikarbeiter werden im M. bestand aber auf seine Rente und erzielte auch beim SchiedsIstoritsch Wefin." von B. Glinsti interessante Daten offiziellen gericht, daß die Berufsgenossenschaft zur Weitergewährung derDie Errichtung von Nervenheilauftalten für Unbemittelte wird in der Sozial- Korrespondenz" als nothwendig " selben verurtheilt wurde. DaZ R ei ch S- V e r si ch e r u n gSamt, fcei dem die Genossenschaft Rekurs einlegte, bestätigte dann die schiedsgerichtliche Entscheidung, indem es im wesentlichen fol- gendes ausführte:„Die Entscheidung sei vor allem von der Frage abhängig gewesen, ob die recht- lichen und thatsächlichen Voraussetzungen für die Wieder- aufnahin« des Verfahrens gegebe» waren. Die Wiederaufnahme des Versahrens in Unfallstreitsachen halte nun das Reichs- Verstcherungsamt dann für zulässig, wenn der Restilu- tionsgrund in einer strafbaren Handlung der obsiegenden Partei bestehe. Für einen solchen Fall käme in betracht die Voraus- setzung des§ 543 Ziffer 4 der Zivilprozeß-Ordnung, daß das nicht beliebte Urtheil(hier der erste Bescheid der Berufs- genoffenschaft) durch eine in Beziehung aus den Rechtssall ver- übte Handlung erwirkt worden sei, welche mit einer im gericht- lichen Strafverfahren zu verhängenden Strafe bedroht ist. Träfe nun die Behauptung der Berufsgenossen- schaft zu, M. habe die Gewährung der Rente nur durch die falsche Vorspiegelung erlaugt, daß er sich seine Augenverletzung beim Betriebe zugezogen habe, dann läge» aller- dings die Thatbestandsmerlmale der erwähnten strafbaren Hand- lung, d. h. eines Betruges im Sinne des§ 263 des Straf-Gesetz- bucheS vor. Die Richtigkeit jener Behauptung sei im Falle M. indessen weder durch strafrichterliches Urtheil festgestellt, noch sei ausgeschlossen, daß eine Strafverfolgung auch aus anderen Gründen als denen des mangelnden Beweises erfolglos bliebe. Somit fei hier die Wiederaufnahme des Verfahrens rechtlich un- zulässig und müffe es bei der rechtskräftig gewährten Rente ver- bleiben. Beain« und Ende der Arbeitszeit hat nach§ 138 der Reichs- Gewerbe- Ordnung unter anderem der Unternehmer der Behörde schriftlich zu melden, wenn er in seiner Fabrik A r- beiterinnen beschäftigt. Eine Aenderung der Arbeitszeit .darf, bevor eine entsprechend weitere Anzeige bei der Behörde geuaacht ist, nicht erfolgen. Gegen diese Bestimmung hatte ei» FabriNant in L i e g n i tz verstoße», indem er die tägliche Arbeits- zeit der Aö-beiteriunen um eine halbe Stunde verlängert halte. Auf Anzeige v>.?s Gewerbe- Inspektors erhielt sowohl der Fa- brikant wie auch- der von ihm angestellte Fabrikdirektor ein Strafmandat. Der DVrektor bezahlte, während der Fabrikant Widerspruch erhob. Das«Kchöffengericht Liegnitz hielt aber für erwiesen, daß der Fabrilw.nt die Ueberstunden selbst au- «eorduet hatte und verurtheilte ihn-deshalb zu 25 Marl Geldras«._' Gevithts-JeikunZl. Gymnasiasten ans der Eisenbahn. Wegem Beleidigung zweier Gymnasial-Oberlehrer hatte sich dieser Tage.der Rentier Hermann Zimmermann vor der 140. Abtheilung des Amlsg.-richts 1 zu verantworten. Die beiden Lehrer hatten eines Tage-s mit ihren Schülern«inen Ausflug gemacht, von welchem sie ab.-nds mit der Bahn von Spandau bezw. Finkenkrug zurückkamen: dem- selben Zug benutzten auch die Schüler eines anderen Gymnasiums, welche gleichfalls von einem gemeinschaftliche» Ausfluge zurück- kehrten. Ein Theil der Schüler war während der Fahrt ungebührlich laut; die Jungens legten sich zu den Fenstern hinaus und schlugen, ob zum Spaß oder aus Ernst blieb dahingestellt, mit Weidengerten nach einander. Lehrer waren in den betreffenden Ablheileu nicht ziigegen. Der Höllenspektatel störte natürlich die übrigen Passagiere, unter welchen sich auch der Angeklagte befand, und letzterer wandte sich in Spandau an den Zugführer; dessen Ver- Mittelung half aber nicht viel; der Spektakel setzte sich zwischen Spandau und Berlin fort. Welchem Gymnasiuni die allzu lauten Schüler eigentlich angehörten, ist auch nicht festgestellt worden. Der Angeklagte, welcher nicht wußte, daß zwei Gynniasien die Fahrt gemacht hatten, wandte sich in Berlin an die Oberlehrer Dr. Ramme und Knopke, hielt ihnen das Benehmen vor, sprach etwas von mangelhafter Erziehung und behauptete, in seiner Jugend wären die Kinder besser erzogen worden u. f. w. Diese Unterredung fand in Gegenwart der Schüler statt, deshalb machte einer der Herrn den Angeklagten daraus aufmerksam, er solle nicht ihre Autorität untergraben.„Ach was, Ihre Autorität", rief der Angeklagte,„Sie haben keine Autorität, sonst würden sich ihr« Jungens nicht so benommen haben." Der Staatsanwalt be- antrngte 40 M. Geldstrafe und Publikationsbefugniß, während der Vertheidiaer den Schutz des§ 193 für den Angeklagten beansprucht. Der Gerichtshof billigte ihm zwar diesen Schutz zu; da aber dl« Grenzen überschritten seien und aus der letzte» Aeußerung die Absicht der Beleidigung hervorgehe, sei auf 15 M. Geldstrafe und Publikationsbefugniß erkannt worden. Uuter dem Verdachte, seine Ehefrau ermordet zu haben, wurde am 23. Juni d. I. der Arbeiter Gustav W o b s e r verhaftet. Am Vormittage deS genannten Tages kam Wobser zu der Frau GrabS, welche gleich ihm im Hause Jnvalidenstr. 145 wohnte, gelaufen und bat sie, nach seiner Frau zu sehen, welche sich ein Leid angethan habe. Er war höchst aufgeregt und hatte Blut an den Händen. Mit der Bemerkung, daß er einen Arzt holen wollte, eilte er davon. Die Nachbarin begab sich in die Wobser'sche Wohnung. Sie fand die Ehe- srau Wobser in der Küche am Boden liegend, den Kopf auf den Kohlenkasten gelehnt. Am Halse zeigt« sich eine klaffende Wunde, auf dem Fußboden der Küche sowohl wie in der anstoßenden Wohnstube waren Blutlachen, in der Nähe der Ohnmächtigen lag ein scharfes Küchenmesser, mit welchem Frau Wobser augenscheinlich sich den Schnitt beigebracht. Nach kurzer Zeit kehrte der Ehemann mit einem Arzte zurück. Die schwer verletzte Frau wurde nach dem Lazarus-Krankenhause gebracht. Als die Aerzte sie hier untersuchten, stellte sich heraus, daß sich auf dem Kopfe und in der Rippengegend Spuren von Verletzungen be- fanden, die mittelst eines stumpfen Instruments beigebracht fein mußten. Zwischen den Wobser'sche» Eheleuten sollte es häufig zu Schlägerei gekommen sein und da man unweit der Verletzten 2 Aexte gefunden, so tauchte der Verdacht auf, daß Wobser erst seine Frau mittelst eines Beile? mißhandelt und ihr dann den Hals durchgeschnitten habe. Frau Wobser wurde von einer Diakonissin befragt, ob ihr Mann ihr die Halswunde beigebracht. Die Be- fragte schüttelte i»it dem Kopf. Als dann aber die Frage an sie gerichtet wurde, ob die übrigen Kopfverletzungen von ihrem Eh-manne herrührten, nickte sie und gab durch Zeiche» zu ver- stehen, daß sie zu schreiben wünsche. Sie erhielt Tafel nebst Kreide und schrieb die Worte:„Mann, Beil". Darauf wurde Wobser verhaftet. Seine Ehefrau starb am folgenden Tage, ohne wieder vernehmungsfähig geworden zu sein. Die Guiachlen der Aerzte gingen dahin, daß die Kopfverletzungen ungefährlicher Natur seien, die Frau sei an Verblutung durch die Halswunde ver- storben. Es konnte gegen Wobser nur Anklage wegen gefäbr- licher Körperverletzung erhoben werden. Gestern fand in dieser Sache vor der neunten Strafkammer des Landgerichts I Verhandlung statt. Der Angeklagte bestritt entschieden, daß er an dem fraglichen Tage überhaupt mit seiner Ehefrau Streit gehabt. Mit einem Beil habe er sie nie geschlagen. Sanitäts- rath Dr. Mittenzweig wies auch auf die Uuwahrscheiulichkeit hin, daß der Angeklagte eineS der beiden gewaltigen Beile, die auf dem Zeugentische lagen, zum Schlagen benutzt habe, er müßte ihr sonst den Schädel zertrümmert haben. Durch die Zeugen wurde nachgewiesen, daß der Angeklagte eine höchst unglückliche Ehe geführt, aber auch, daß die Schuld nicht lediglich auf feiten des Angeklagten lag. Der Augeklagte erklärte das Blut an seinen Fingern dadurch, daß er seiner Frau das Messer aus der Hand genommen habe. Es wurde ferner durch die Beweisaufnahm« dargethan, daß die Verstorbene, die bereits einmal wegen Kuppelei vorbestraft war, eine neue gleiche Anklage zu erwarten hatte. Als letzter Zeuge wurde ein Herr Sesse vernommen, auf den der Angeklagte sich vom Untersuchungsgefängnisse aus berufen hatte. Als der Bor- sitzende den Angeklagten fragte, ob der Zeuge sein Onkel sei, da er denselben in seinem Briefe als„Onkel" anrede. erklärte der Angeklagte, daß er den Zeugen nur zu einem Onkel gestempelt habe, weil er vom Untersuchungsgefäng- nisse aus an einen Nichtverwandten nicht schreiben dürfe. Der Zeuge Sesse schilderte die Ver- storbene als eine krankhaft erregte Frau, welche aus Furcht vor der zu erwartenden ncnen Anklage den Selbstmord begangen habe.— Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung und verfügte die sofortige Entlassung des Angeklagten, der 3 Monate in Untersuchungshast zugebracht hat. Uufchnldig verurtheilt. Aus Düffeldorf wird der„BglkS- Zeitung unierm 22. d. M. geschrieben: Heute vor sechs Jahren wurde vom hiesigen Schwurgericht der Arbeiter Bernhard Stuben aus Burscheid wegen Nothzuchtsversuches zu neun Monaten Ge- fängniß verurtheilt, die er auch verbüßte. In diesem Sommer hat nun ein gewisser Scharfenstein auf seinem Sterbebett vor Zeugen erklärt, daß Stuben unschuldig sei; er, Sch., sei der schuldige Verbrecher. Auf grund dieser Zeugenaussage wurde Stuben heute vom Schwurgericht freigesprochen. Die VerHand- lung wurde trotz Widerspruchs des Verlheidigers unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt. Unschuldig verurtheilt. Vor etwa einem halben Jahre wurde vom Schwurgericht Braunschweig der Gypsfabrikant Käsewieter aus Badenhausen und seine Frau wegen Brand- stiftung bezw. Verleitung dazu zu längeren Freiheitsstrafen ver- urlheilt, welche sie seither verbüßten. In der dreitägigen Ver- Handlung vor dem Schwurgericht hatten K. und Frau beharrlich ihre Unschuld betheuert, doch erfolgte ihre Verurthei- lung auf grund eines Indizienbeweises. Der Fall wurde damals viel besprochen, und es ist begreiflich,daß es jetzt allgemeines Aussehen erregt, daß Käsewieter und Frau vor einige» Tage» plötzlich infolge Gerichtsbeschlusses in Freiheit gesetzt worden sind, da ihre Unschuld an den Tag gekon, men sein soll. Auf ganz romanhafte Weise soll dies geschehen fei». Der „Seesener Beobachter" erzählt darüber:„Ein Soldat, der sich in Badenhausen auf Urlaub befand, stand in der Nacht, wo das Feuer ausbrach, mit einem Mädchen an dem Gartenzaun des Käsewieter'schen Grundstücks. Der Soldat bemerkte nun, wie eine ihm bekannte Person aus der Gypsmühle kam, wo das Feuer angelegt war. Der Soldat, der in Psalzburg in Garnison lag. glaubte, es werde, wie bei so vielen Feuern, die Ursache nicht ermittelt werden und die Sache im Sande verlaufen. Die Scheu, vor Gericht zu erscheinen, hielt ihn ab, als Zeuge aufzutreten, und auch des Mädchens wegen schwieg der Soldat über seine Wahrnehmungen und reiste in seine Garnison zurück, woselbst er nichts wieder von dem Prozeffe körte und sich auch kein« Gedanken weiter darüber machte. Da erhielt er eineS Tage? ein Packet aus Badenhausen. Als Einwickelpapier war u. a. auch eine Nummer des„Beobachters" benutzt. Zufällig war es die Nummer, in der die Gerichtsverhandlung und Verurtheilung des Käsewieter'schen Ehepaares stand. Nun schlug ihm doch sein Gewissen. Er schrieb den Sachverhalt zunächst nach Hause und sah sich darauf veranlaßt, seine Wahrnehmungen amtlich zu Protokoll zu geben. Eine neue Untersuchung wurde eingeleitet, welche die sofortige Freilassung des Käsewieter'schen Ehepaares herbeiführte und eine neue Verhandlung vor dem Schwurgericht zur Folge haben wird. Inzwischen ist nun auch das Besttzthum des tK. gerichtlich verkauft worden, so daß der Unglückliche auch finanzier schwer geschädigt ist. Vevsammlungen. Der Wa.hlvercin für den I. ReichStaaS-WahlkreiS hielt am Mittivo-ch eine Versammlung für das Hansaviertel bei Schwankt in der Flensburgerstraße ab, in der Genosse Waldeck- Manasse in einem recht beifällig aufgenommenen Vortrag gegen den Krieg sprach. Gsine Diskussion fand nicht statt. Nach einem Hinweis auf die a»» Sonntag staltfindende Versammlung im Feen-Palast bemerkte Üh« Vorsitzende Pohlitz, daß der Verein jetzt öfter Versammlungen iü» Hansaviertel veranstalten werde, um einen engeren Zusamme»schluß der Genoffen dieses entlegenen Theils des Wahlkreises herbeizuführen. Tie Versammlung deS sozialdemokratischen Wahl- Vereins für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis(Südosten), welche am 22. Sept. im Lokal von Henke stattfand, war recht gu�t besucht. Genosse H an s en hielt einen interessanten Vortrag über die ostasiatische Ge- fahr. Er schilderte die mVzdcrn kapitalistische Eutwickelung Japans, dessen Sieg über Chüna und die bekannten Vorgänge im fernen Osten, die damit zusafmmenhängen, um dann die Aus- sichten zu erörtern, welche darau z für Europa entstehen. Redner verkannte nicht, daß das modei-ner Kultur verschlossene Ehina, und ebenso Rußland demnächst g efährliche Konkurrenten für das westliche Europa werden würden. J>, dessen gab er der Meinung Aus- druck, diese Gefahr werde nicht zu erschreckliche Dimensionen annehmen. Der Sozialismus werde Westeuropa vor dem Kuli- und Kosaken- lhum bewahren; die Verbreitung d'es sozialistischen Gedankens zu fördern, sei Pflicht eines jeden Gefnoffen.(Lebhafter Beifall.) Zu dem Vortrage sprach Massatsch,'der in Aussicht stellte, daß die sozialistische Idee als Kind des Kapitalismus auch in den Reichen deS Ostens ihren Einzug haßten werde.— Die Ver- sammelten erklärten sich damit einverstanden, daß die nächste General-Versammlung am 27. Oktober in Sanssouci stattfindet. Der Vorsitzende theilte schließlich noch mit, daß der Vorstand den Korbmacher Jungnickel und den Farmer Ulbrich aus dem Verein ausgeschlossen habe. Hiergegen wurde nicht? ein- gewendet. In der Mitglieder-Versammlung de» Verein» „Vorwärts", die am Dienstag in Ul�tzs Saal, Badstraße, ragte, referirte Genosse Borg mann üb den internationale» Kongreß. Redner spricht sich trotz der vo-n anarchistischer Seite unternommenen Skandalszenen über das Resultat der Zusammen- kuust befriedigend aus, obwohl die bürgerlich,« Presse alles daran- gesetzt, den wahren Eharakter der Demonstration zu vertuschen. Eine irrige Meinung aber sei es, wenn, seinerzeit Genosse Fischer berichtete, daß die Delegirten der englischen Gewerk- schasten von der politischen Organisation„vor, den Kopf gestoßen wurden", indem man erfteren nicht genügend iglätze in den Kom- Missionen«inräumte. Es sei dies eine rein interne Angelegenheit der Engländer und wohl in dem bisher nienig vorhandenen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Glruppen der englischen Arbeiterschaft zu suchen. Aber auch. hierin habe der Kongreß eine Brücke geschaffen. Nachdem Redner das rüde Be- tragen der anarchistischen Elemente gebührend, gegeißelt halte. erläuterte er die Ursachen der Spaltung der französischen Delegirten, um alsdann des längeren bei der Resolution der Kommission für politische Aktion zu verweilen. Der Passus, daß die Arbeiterschaft„unabhängig oonjeen bedeutsamen Fortschritt, denn jedem Kompromiß sei nunmehr der Garaus gemacht. Aber auch für die Gewerkschaftsbew-.-gung habe der Kongreß Unschätzbares gezeitigt, dessen Früchte sich, alsbald zeigen würden im Bestreben nach internationaler Solidarität. Trotzdem also, so schließt Redner, das„vielsprachige Ungeheu er" nicht alles Erwünschte brachte, so stehe fest, daß es die internst ionale Sozial- demokratie mit ihren idealen Zielen um ein Bedeutsames vorwärts brachte, sie wird und muß siegen.(Beifall.) der Diskussion bemängelt Sei dt, daß man die Anarchisten auswies; für ihn habe der Pariser Kongreß einen bedentend er- habeneren Eindruck gemacht, auch seien desse.» Er- folge viel größere zu nennen, alS die von Vondon. Diesen allgemeinen Eindruck werde man selbst durch„Vorw,ärtS"- Artikel nicht hinwegdiskutiren können. Schessler hält für ,,.*. U.- e.' t i 6 1:2., 18, 19. unrichtig, daß Boramann den Bericht Fischer'? erwähnte, da letzterer nicht Gelegenheit habe, sich zu vertheidigen und be- zeichnet daS Resultat des Kongresse? als durchschlagend. Nach einem kurzen Schlußwort des Referenten, in welchem er auf die Ausführungen der Diskussionsredner einging, erledigt« man Vereinsangelegenheiten. Der Vorsitzende ersucht, mehr Agitation für die Versammlungen zu entfalten, um somit dem Verein neue Mitglieder zuzuführen. Die nächste Versammlung findet über 14 Tage bei Gründe!, Brunnenstraße, statt. Der Fachverein der Tapezirer hielt am 8. September bei Pasch, Alte Jakobstr. 83, seine gut besuchte Versammlung ab, in der Dr. Pinn über Feudalismus und Zunftwesen referirte. Sodann sprach das Mitglied Markiel in einem fachgewerblichen Vortrag über Gruppe IV. der Berliner Gewerbe- Ausstellung. Beide Vorträge fanden allgemeinen Beifall. Eine lebhafte Diskussion zeitigte die Nichtaufnahme des Kollegen Ueffem, da der Vorstand dieselbe beanstandet hatte. Die Entscheidung über die Angelegenheit wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure hielt am Dienstag, den 15. September, ihre ordentliche Mit- gliederversammlung ab, in der Kollege P. einen inleressantea Vortrag über das Wesen der Maschine hielt, dem sich eine rege Diskussion anschloß. Im Geschäftlichen gab das Mitglied W. die Frequenz des Arbeitsnachweises bekannt, hiernach wurden 5 Ziseleure und 11 Graveure verlangt; gemeldet hatten sich 4 Ziseleure und 11 Graveure. Der Textilarbeiter- Verband(Filiale II, Posamentiere) hielt am 16. d. Mts. eine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zunächst wurde bekannt gegeben, daß bei der Firma Noah Differenzen ausgebrochen sind, die �ur Niederlegung der Arbeil führten. Hieran schloß sich eine längere lebhafte Debatte über Lohn- und Akkordsystem, woraus als letzter Punkt der Tages- ordnung ein interessantes Referat des Genossen Dr. Bernstein über erste Hilfe bei Unglücksfällen folgte. Deutscher Metallarbeiter- Verband(Bezirk C und S). n der Versammlung am 16. d. M., die im Louisenstädtischen lubhaus tagte, sprach Dr. Zadel in einem recht lehrreichen Vortrag über den Achtstundentag, wobei Redner für die Metall- arbeiter im besonderen die Vortheile in gesundheitlicher Beziehung darlegte. Nach einer längeren Diskussion wurde zu Verbands- angelegenheiten übergegangen und hierbei die Vertrauensmänner ersucht, recht zahlreich in den Sitzungen zu erscheinen. Der Vor- sitzende gab dann bekannt, daß am 17., 18. und 19. Okiober Genosse Segitz in Berlin sprechen wird. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß am Bußtag ein« Sonder»Borstellung in der Urania stattfindet. Tie hiesige Filiale deS Allgemeine« deutschen Tapezirer-VercinS hielt am 16. September ihre Mitglieder- Versammlung ab. Vor Eintritt in dt« Tagesordnung gedachte der Vorsitzende in wannen Worten des verstorbenen Mitgliedes Scheruewsky und ehrte die Versammlung daS Andenken des- selben durch Erheben von den Plätzen. Anerkennend wurde bemerkt, daß auch der Fachverein sich bei dem Begräbniß ver- treten ließ. Friedmeyer sprach sodann über„Arbeitsverträge" und betheiligten sich an der Diskussion Bechert und P. Schmidt. Unter Bereinsaugelegenheiten ersucht« der Vorsitzende die Mit- glieder, sämmtliche Mißstände in den Werkstätten der OrtS- Verwaltung bekannt zu geben. Der Verband der Textilarbeiter(Filiale! I) bielt am IS. d. M. eine stark besuchte Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung daS Andenken an die verstorbene Kollegin Elise Tesch in der üblichen Weise. Hierauf referirte A. Hoffmann in einem von der Versammlung beifällig aus- genommenen Vortrag über: Gesinde und Gesindel. ES erfolgte sodann der Bericht deS KasfirerS vom II. Quartal 1896. Da- »ach betrug die Einnahme inkl. Bestand vom I. Quartal 731,63 M., die Ausgabe 521,11 M.; bleibt Bestand 210,57 M. Im Anschluß daran gab der Bibliothekar einen Bericht über die Benutzung der Bibliothek. Danach haben 56 Leser 64 Bände ausgeliehen, und besitzt die Bibliothek zur Zeit 86 Bände. Bei der Wahl wurde das Mitglied Kohl wiedergewählt. Zum Schluß empfahl man. die Etreikmarken tüchtig abzusetzen, sowie die gelesenen„Textil- arbeiter" zur Agitation aufzubewahren. Sodann bewilligt« man den Streikenden in Köln und Auerbach je 25 M. Die Graveure uud Ziseleure tagten am Sonntag vor- mittag in Feuerstein's großem Saal, woselbst G u t t m a n n über „die zwangspolizeiliche Zukunft de? Handwerks" referirte. Redner läßt in seinen Ausführungen die einzelnen Paragraphen deS Jnnungs-GesetzentwurfS mit ihrer reaktionären Tendenz Revue pafstren. Der ganze Entivurf gleiche zwei Krücken, an denen das Handwerk gehen lernen solle, die aber an die Polizeibehörde wieder ausgeliefert werden müssen. Daß solche Palliativmittelchen nicht dazu angethan sind, daS Großkapital in seinem vordrängen auch nur um ein Jota zu hindern, werde dt« Zukunft lehren. Reicher Beifall lohnte den Redner. In der Diskussion äußert sich Brückner im Sinne deS Referenten, während Arndt die Orgauisationsfrage behandelte. Die nun folgende Debatte gipfelte in der Frage, ob für die Folge die augenblickliche Organi- sationsform für Graveure und Ziseleure beibehalten werden solle und ließ erkennen, daß eine Zentralorganisation von der Mehrheit der deutschen Kollegen ganz energisch gefordert werde, trotzdem die Kollegen Leipzigs, wie H a l d i n g- Leipzig unterbreitete, sich in der Majorität dagegen äußerten. Redner schlägt vor. Weih- nachte» einen allgemeinen Kongreß in Berlin abzuhalten, welcher diese Frage endgiltig zu regeln hat. G u t t m a n n erachtete eine Urabstimmung für zweckmäßiger. Folgende Resolution fand hierauf Annahme:„Die Versammlung hat von der Jnnungs- vorläge Kenutniß genommen und sieht danach mit aufrichtigem Bedauern auf diezenigen Kollegen, welche die Hebung unseres Gewerbes von derselbe» erwarten. Andererseits begrüßt die Versammlung in der Zwangsinnung«inen neuen Faktor zur wirksamen Bekämpfnng des politischen JndisserentismuS, zur Förderung der gewerkschaftlichen Organisation der Kol- legen und beschließt, die Form derselben den ver« änderten gesetzlichen Gesichtspunkten anznpassen." Gleichsalls angenommen wurde nachstehender Antrag:„Die öffentliche Ver- sammlung ist erfreut über daS Drängen der auswärtigen Kollegen nach Gründung einer einheitlichen Organisation. Um dem Wunsch der deutschen Kollegen Rechnung zu tragen, beauf- tragt die Versammlung den Vertrauensmann, die Vorarbeiten resp. Einberufung eines Kongresses der deutschen Graveure, Ziseleure und Berufsgenosse» schnellstens zu besorgen. Die Ver- sammlung erwartet, daß die Kollegen die fernere Agitation, als Gründung von Vereinen, Beschickung des Kongresses aufs energischste betreibe» werden. Um einen zahlreiche» Besuch des- selben herbeizuführen und den Kollegen kleinerer Städte die Be- schickung zu ermöglichen, ermächtigt die Versammlung den Ver- trauensmann, die Kollegen der Provinz mit Geldmitteln zur Delegation zu unterstützen." Nunmehr erstattet Grill kurz Bericht von der Gewerkschastskommission und wird als Delegirter N e r e t t e r gewählt. Unter„Verschiedenem" gelangte folgende Resolution ohne Debatte zur Annahme:„Die Ver- sammlung hält daS Bestreben nach Verkürzung der Arbeitszeit nach wie vor aufrecht; zu diesem Zweck beauftragt sie den Ver- trauenSmann, Anträge solcher Kollegen, die über 9 Stunden arbeiten und gewillt sind, in eine Bewegung einzutreten, zuvor entgegenzunehmen. Der Vertrauensmann ist verpflichtet, sobald größere Ausstände in Sicht sind, sofort eine öffentliche Versamm- lung einzuberufen." Nach einem Hinweis aus die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. Die lokalorganisirten Zimmerer hatten am 20. d. Mts. eine regelmäßige Mitgliederversammlung anberaumt. Der Vor- sitzende theilte unter Bereinsaugelegenheiten mit, daß die Bezirke 20. Ps- ber einzelnen Babftellen- Raffirer genau abgegrenzt sind, mithin feft findet am 7. November im Englischen Garten, Alexander- 1 ber bie Wahl einer Kommission zur Folge hatte, bie sich mit ben fedes Mitglied verpflichtet ist, in dem Bezirk zu zahlen, dem er ftraße 27c, statt. zugetheilt wird. Mit dieser Maßregel soll eine leichtere Kassen= er bittet ( Die Marr Meistern in Verbindung zu setzen hat und denselben die Fordes Der Berliner Korbmacher Verband beschäftigte sich am rung unterbreitet. Das Resultat dieser Verhandlungen foll in einer weiteren Versammlung erstattet und darnach die Anwesenden auf, für die nächste Generalversammlung recht Montag in feiner Mitgliederversammlung mit dem Thema: I nöthigen Maßnahmen getroffen werden. In die Kommission fur, bie rege zu agitiren, in berselben findet die Wahl des es möglich, in unserem Gewerbe die neunstündige Arbeitszeit gesammten Vorstandes statt. Gleichzeitig giebt der Redner einzuführen? Es wurde allgemein die Ansicht vertreten, daß die wurden Barowski, Menge und Montag belegirt. er Redner neunſtündige Arbeitszeit sich vorläufig sehr schwer in unserem on- better- gilan, taitonalatonomie. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% uhr: Süd noch bekannt, daß die Quartals- Abrechnung gliedern gedruckt zugeschickt wird, Beruf einführen laffen werde, da wir am meisten mit der Haus- Engels'schen Lehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Serr Dr. Alfred Bern deshalb Mord Schule, Müllerstraße 179 a: gefchloffen. Wiebers die Mitglieder, ihren ihren Wohnungswechsel bent Bezirks industrie zu rechnen haben, wo noch 11, 12-14 Stunden gearbeitet ein. taffirer frühzeitig genug mitzutheilen. Nunmehr referirte Herr wird. Außerdem würde diese Forderung nur durch größte An- Gröffnung: Anfang Ottober Brunnenftr. 26, 1. of lints, 1 Treppe. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neus Dr. Otto Grundmann über das Thema: Ein Blick in das strengung und schließlich durch allgemeinen Streit zu erringen mann, Bafewaltersir. 8. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten Innere des Menschen". Der Vortrag wurde von den Zuhörern Fonds. Es wurde deshalb beschlossen, Marken im Werthe von im Bereinstalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurteran Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 r. fein, und bedarf es hierzu zunächst der Ansammlung eines größeren Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Renderungen mit regem Interesse verfolgt. Nachdem noch bekannt gegeben war, daß die Zahlstelle für Reinickendorf, Pankow und Nieder- 10 Pf. anzuschaffen zur Gründung eines Streiffonds. Die fraße Nr. 7, 1 Er. Schönhausen sich bei Herrn Clement, Wollant- und Görsch hierauf vollzogene Erfahwahl des Vorstandes ergab folgendes straßen Ecke befindet, erfolgte Schluß der gut besuchten Wer- Resultat: Es wurden gewählt: erster Borsigender Karl Freese, zweiter Vorsitzender Karl Schwedler, Beifizer Julius Malz. Das fammlung. diesjährige Stiftungsfest findet am 10. Oktober in Hente's Ball falon( früher Renz), Naunynstraße, statt. Der Arbeitsnachweis befindet sich Kommandantenstr. 58 bei Westphal. # Der Fachberein der Bretterträger beschäftigte sich am 20. September mit einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. U. a. wurde beschlossen, daß für die Wintermonate die Verfammlungen nur alle Monate einmal, und zwar am Donnerstag nach dem 15. des Monats stattfinden. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer hielt am 20. September bei Hoffmann, Alexanderstr. 27 c, seine Mitgliederversammlung ab. A. Hoffmann referirte über das Thema: Gesinde und Gesindel. Eine Diskussion über den mit Beifall aufgenommenen Bortrag fand nicht statt. Der dritte Punkt der Tagesordnung, welcher den Ausschluß der Streitbrecher betrifft, wurde nach längerer Debatte dem Vorstande zur näheren Recherche überwiesen. Außerdem wurden von der Versammlung 100 M. zur Agitation bewilligt. 4 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Sermann gan, Schönbauser Mdee 177 c. Parteigeuolen aue dem Reichstags- Wahlkreis StralsundSonntag, ben 27. September, vormittags Franzburg- Rügen, 10 Uhr, im Restaurant zur Neuen Post". Beuthftraße 21, Tunnel lints: Deffentliche Bersammlung. Tagesordnung: Bericht des Bertrauensmannes. Ruderverein Norwärts". Die Sigungen werden jest jeden Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Stabernact, Infelstr. 10, abgehalten. Diskussion. Sprechlaal. Die Rebattton stellt die Benugung des Sprechfaats, sowelt der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fte verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziet zu werden. größten Werkstätten Berlins hielten am Mittwoch Abend eine Die Papiergalanterie- Arbeiter und Arbeiterinnen der Versammlung ab, in der A. Sailer über das Thema: Wie stellen wir uns zum Streit? referirte. Einstimmig wurden die gleichen Forderungen der Buchbinder, mit einigen Abänderungen gutgeheißen und beschlossen, bei Nichtbewilligung sofort in den Streit einzutreten. Ein Herr Farwih spielte sich in der Diskussion als Arbeiterfreund auf und predigte von Die gestirigen Vorwärtsnummer giebt einer Auslaffung des der Harmonie zwischen Rapital und Arbeit. Er hält die gegen Vertrauenemanus der Handels- Hilfsarbeiter Hoffmann Raum, in wärtige Beit für eine ungünstige, da die Unternehmer jegt viel der behauptet wird: nicht mit 50 gegen 40 Stimmen, zu thun hätten. Als es ihm nicht gelang, die Arbeiter für seine wie ich auf der Brandenburger Parteifonferenz erwähnte, guten Rathschläge zu gewinnen, fuchte er die Versammlung zu fei der Achtuhr Antrag in Weißenfee angenommen, sondern Der Jntereffen Verein der Riftenmacher tagte am stören. Hierauf wurde das Verhalten der Arbeiter der Firma mit 80 gegen 10 Stimmen. Auch seien aus Berlin nicht 10 Handels20. d. M. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Nachdem Kirchner u. Schwedhelm scharf kritisirt. Die Arbeiter genannter angestellte, sondern nur fünf anwesend gewesen, die sich obender Vorsitzende Merten mehrere sinnreiche Gedichte vorgelesen Firma hatten nicht den Muth, sich der Bewegung anzuschließen, drein noch der Abstimmung enthielten". hatte, wurde die Neuwahl des zweiten Schriftführers vollzogen, obwohl die Löhne und auch die sonstigen Verhältnisse gerade in fagt der Genosse Hoffmann zum Schluß, lebhaft, daß Genosse mit welchem Amt Franz Schulz betraut wurde. Im Ver- diesem Betriebe äußerst schlechte sind. Am Donnerstag tam es Stadthagen jener Abstimmung nicht mehr Aufmerksamkeit zuschiedenen erhielten die Mitglieder einen Bericht über die in bei der Firma Urbach u. Ro. und bei Stephan u. Letzter Beit stattgefundenen Streits. Stengert au einen Au 3 stand; sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen( gegen 100 Personen) legten einmüthig die Arbeit nieder. Die Firma C. Bleul bewilligte sämmtliche Forderungen. 美味 Die Müller und Mühlenarbeiter hatten am Sonntag Nachmittag eine Versammlung anberaumt, die leider nur sehr mäßig besucht war. Eingangs berichtete der Delegirte der Ge Von den Juhabern der Berliner Thürschließer- Fabrik werkschaftskommission über deren Thätigkeit. In bezug auf die erhalten wir eine Berichtigung, in der, entgegen den Angaben in Abrechnung der Agitationstommiffion berichtete hierauf Witt der Versammlung ber Schloffer am 21. September, behauptet mann, daß ihm die Baarbestände von 7,50 M. und das wird, daß von der Firma vor dem Streit feineswegs alle Markenmaterial verabfolgt seien. Bon einer Neuwahl der Forderungen bewilligt wurden. Bugestanden wurde nur die neunAgitationstommiffion wurde Abstand genommen und der Ver- stündige Arbeitszeit, aber ohne die verlangte zehnprozentige Lohntrauensmann Wittmann damit beauftragt, die Agitation erhöhung. unter den Müllern und Mühlenarbeitern energisch zu betreiben; Wir bedauern daher", wefen, über den Achtuhr- Antrag zweimal, und zwar au wendete". Ich vermag weder ein Recht, noch die Fähigkeit des Genoffen Hoffmann anzuerkennen, die Stelle eines Bensors über meine Aufmerksamkeit" zu spielen, selbst wenn die Bescheidenheit den Genoffen Hoffmann zum majestätisch- bureaukratischen wir" zwingt. Bezüglich der Zahlenverhältnisse habe ich lediglich meine Bes bauptung aufrecht zu halten. Auf der Parteikonferenz habe ich noch erwähnt, daß infolge einer durch Berliner Handelsangestellte angeregten Geschäftsordnungs- Debatte und anderer Ums tände die Versammlung einen leider etwas tumultuarischen Charakter angenommen habe. Es sei nothwendig ge jedesmal mit Gegenprobe abzustimmen. Nach Schluß der Bersammlung hätten mir und anderen Genossen mehrere Genossen besgleichen wurde ihm die Vertretung in der Gewerkschafts- Der Arbeiterbildungsverein in Reinickendorf hielt am erklärt, sie hätten infolge der erwähnten Umstände die Abfommission übertragen. Im Anschluß daran wurde den An- 18. d. M. feine regelmäßige Bersammlung ab, in der Knauf in Stimmung falsch verstanden und irrig für statt gegen den Achtuhrwesenden empfohlen, fich eifriger wie bisher an den Samm- interessanter Weise über die Resultate der Nordpol- Expedition Antrag gesprochen. All dies fannten die Niederbarnimer Dele lungen resp. an der Entnahme von Sammelbons zu betheiligen. fprach. girten( zu ihnen gehörte der Leiter der Weißenseer Vers Bu Revisoren ernannte die Versammlung Grunau und Rigdorf. Im Holzarbeiter- Verband sprach am 15. Sep- fammlung). Der Bericht des Vorwärts" enthielt diese Auss Albrecht. tember Dr. Pinn in einem beifällig aufgenommenen Vortrag führungen nicht. Indessen werden die beiden Rebatteure Die Töpfer nahmen in ihrer Versammlung am 22. Sep. Abstand genommen wurde, so gelangten hierauf einige Vereins- dieser Ausführungen entfinnen. Zur Beruhigung des lebhaften über das Thema: Geschichtslügen. Da von einer Distussion am Vorwärts", die der Parteikonferenz beiwohnten, vielleicht sich tember den von der Kommission ausgearbeiteten Statutenentwurf entgegen. Nachdem Thieme bie einzelnen Paragraphen angelegenheiten zur Besprechung. Der Bibliothekar ersuchte die Bedauerns" des Genoffen Hoffmann will ich ihm noch verlesen hatte, gelangte bas Statut einstimmig aur Annabine. Mitglieder, die entliehenen Bücher abzuliefern. Ferner wurde mittheilen, daß ich unmittelbar nach der Bersammlung mit über die sämmtlich Am Schluß der Versammlung sprach der Vorsitzende die Hoffnung darauf aufmerksam gemacht, daß noch ein beträchtliches Defizit 20 Niederbarnimer Genoffen zusammen war, aus, daß sich nun die Kollegen Berlins und der Umgegend in Dom Streit zu decken ist und deshalb eine sehr rege Abnahme gegen den Achtuhr- Schluß gestimmt hatten. Vielleicht beruhigt ihn auch der Umstand, daß vom Bureau aus das Stimmen ibrer Gesammtheit der Organisation anschließen mögen, damit der 25 Pfennig- Streitmarken zu empfehlen sei. auch die Töpfer ein thätiges Glied in den Reihen des kämpfenden Friedrichsfelde. Am 16. September sprach hier Genosse verhältniß besser als vom Saale aus beurtheilt werden kann. Proletariats werden. Soffmann in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über Bugeben will ich Genoffen Hoffmann, daß möglicherweise nur 5 Versamm Der allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnenverein die von Wulf und Raczan gegen den Vertrauensmann Kette ere unsere Volksschule. Hierauf unterbreitete das Schiedsgericht, das nicht 10 Berliner Handels Angestellte der lung beiwohnten. Ich bitte ihn lebhaft um Entschuldi hatte am 21. b. M. feine regelmäßige Mitgliederversammlung hobenen Beschuldigungen zu unterfuchen hatte, das Resultat der gestellten, beren lebhafte Zwischenrufe auf eine weit größere wegen meiner Ueberschäzung ber Handels Aneinberufen, in der P. Jahn einen Vortrag über: Die Lebens- Verhandlung. Die Versammlung nahm nach längerer Debatte haltung des Proletariats hielt. Unter Bereinsangelegenheiten folgende Refolution an: Da die Ausführungen der beiden Herren Anzahl, als ich bis dahin angenommen hatte, schließen ließen. In brachte Arndt die Lokalfrage von Adlershof und das un- Wulf und Raczan nicht stichhaltig sind, so beschließt die heutige dieser Bagatele nochmals das Wort zu ergreifen tegne bestimmt solidarische Verhalten einiger Mitglieder ber dortigen Filiale zur Bersammlung, Dem Gen. Kette ein Vertrauensvotum auszustellen da ich den Raum des„ Vorwärts" für wichtigere Sachen bestimmt Sprache. Hierüber entspann sich eine lebhafte Debatte und ge- und erkennt die beiden Herren Wulf und Kaczan durch ihr partei- halte. langte fobann folgende Resolution zur Annahme: Die Ver sammlung spricht ihre schärfte Mißbilligung gegenüber bem un- schädigendes Treiben nicht mehr als Parteigenossen an. solidarischen Verhalten einiger Mitglieder von Adlershof aus und Charlottenburg. Hier tagte am 22. b. M. eine öffentliche giebt es der bortigen Filiale anheim, darüber ihr eigenes Urtheil Metallarbeiter- Bersammlung, die sich mit dem Schlosserstreik bezu fällen." Ferner wurde beschlossen, die regelmäßigen Mit- schäftigte. Bum 1. Punkt der Tagesordnung erstattete Barowsti gliederversammlungen im Englischen Garten abzuhalten und die Bericht über die Bewegung in Charlottenburg, dem sich der BeBibliothek nach dort zu verlegen. Die Ausgabe der Bücher er richt des Kollegen Näther über die Bewegung in Berlin anschloß. folgt nur in den Versammlungen. Das diesjährige Stiftungs- Nach einer längeren Diskussion wurde ein Antrag angenommen, durch Neubauten bedeutend vergrößert. Breislisten 2c. abgebildet ist, wird augenblicklich Gegründet 1884. Meine Fabrit, welche auf meinen Hausinduftrie. Hohlschleiferet in eigener Fabrik. Ca. 400 Arbeiter und Lieferanten in Fabrik und Garantie Bitte ausschneiden und einsenden. 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Oktober, abends 81/2 Uhr, im Lokal von Buske, Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Morawski: Die sozialdemofratische Bewegung im ehemaligen Königreiche Polen. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes über die bisherige Thätigkeit des Vereins. 4. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Grenadierstr. 83. Der Vorstand. Beschlußfassung. 116/1 Tagesordnung: Der Neunstundentag. Referent: Paul Litfin. 2. Eventuelle Das Erscheinen aller Betheiligten ist unbedingt erforderlich. Die Vertrauensmänner: R. Heinrich, C. Rolack. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 26. September 1896, abends 8, Uhr, im Lokal des Herrn Zubeil, Lindenstr. 106: Werkstatt- Delegirten- Versammlung. An meine geehrten Kunden! Es ist vorgekommen, daß meine ehemaligen Hausdiener sich an meine ihnen unter dem Vorwande, sie hätten Kundschaft gewendet haben und es sich selbständig gemacht, gelungen ist, mir einzelne Runden abspenstig zu machen. Dies war in jedem Falle eine Unwahrheit. V Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Mücke( Schüler der Arbeiter- Bildungsschule) über: Der Kampf ums Dasein bei Pflanze und Thier im Gegensatz zu den Menschen." 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. unbedingt ihren Pflichten nachzukommen und einige Kollegen in die Bersamm Die Werkstätten, welche noch keine Delegirten haben, werden ersucht, Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. So z. B. ist der Hausdiener, der Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen; Gäste tönnen dies zuletzt versucht hat, jetzt bei dem sich in der Versammlung aufnehmen lassen. Sonntag, den 11. Oktober, abends 7 Uhr: Gemüthliche Handtuch- Magazin des Herrn Posner lung zu senden. Zusammenkunft im Lokale von Babiel, Rosenthalerstr. 57. 245/8 beschäftigt. Achtung! Stuckateure. Achtung! Montag, den 28. September, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Welche Vortheile hat uns die letzte Lohnbewegung verschafft und wie gedenken wir dieselben in der bevorstehenden Herbstsaison am besten auszunützen. 2. Abrechnung der Lohnkommission sowie der Agitationskommission. 3. Berschiedenes. Den Kollegen zur Nachricht, daß die Vereinsversammlung am 5. Oktober stattfindet. Der Vereinskassirer ist anwesend. Siehe Flugblatt. 289/14 Achtung! Die Lohnkommission. Es wäre mir ein leichtes gewesen, 272/9 diese Manipulationen auf grund des Koppenstr. 29: Der Vorstand. Gesetzes gegen den unlauteren Wett Sonnabend, 3. Oktober 1896, in L. Keller's Feßsälen, bewerb zu behindern; doch habe ich es verschmäht, die Hilfe der Gerichte anzurufen, da ich aus Erfahrung weiß, daß meine geehrten Kunden früher oder später wieder zu mir zurückkehren, da ich fein Opfer scheue, um stets das denkbar Beste zu liefern. = Stiftungsfeft= des Ich mache z. B. darauf aufmertfam, Fachvereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter. daß ich seit einigen Tagen zwei neue Sorten Seife liefere. Großes Konzert E Die Lanolin- Seife, für deren 5pro- ausgeführt von einer 20 Mann starten Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Leitung des Dirigenten Herrn Grass. zentigen Lanolingehalt ich garantire, ist für die Hautpflege als vorzüglich beTheater- Aufführung, Vorträge und Ball. fannt. Achtung! ärztlichen Autoritäten als die einzige Lanolin- Seife ist seit Jahren von Der Seife empfohlen worden, welche als der Haut direkt zuträglich bezeichnet werden Lithographiestein- Schleifer! Sonntag, den 27. d. M., vormittags 10 Uhr, im Lokale kann. des Herrn Buske, Grenadierstraße 33. Ich stehe momentan in Unterhandlungen, um meinen geehrten Kunden diese vorzügliche Seife, auch für den liefern zu können. Große öffentliche Versammlung ausgebrauch, in großen Stücken à 10 f. Zages Ordnung: M 5526 1. Wie stellen wir uns zu der Lohnbewegung in unserer Branche? Die zweite Seife ist in der beliebten 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Referent wird in der Versammlung bekannt Nierenform, und zwar eine absolut gemacht. Der wichtigen Tagesordnung halber wird um zahlreichen Besuch gebeten. Lithographen, Drucker und sonstige Berufsgenossen sind willkommen. Der Einberufer. Unterstützungs- Verein aller in der Hutbranche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen ( Filiale Berlin). Böhow Sonntag, 27. September, vorm. 10% Uhr, bei Bö how ( am Prenzlauer Thor): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Sassenbach über die neuesten Arbeiterrettereien( Innungsvorlage). Extrabeiträge. 86/1 2. Urabstimmung über den Antrag der Hauptverwaltung, betreffend die 3. Verschiedenes. Zur Urabstimmung ist nur der berechtigt, der in der Versammlung erscheint oder genügende Entschuldigung sendet. Bugleich verweisen wir noch mals auf den Leitartikel im„ Correspondent" Nr. 36. Auch der erste Punkt der Tagesordnung ist für uns von größter Wich tigkeit und macht dieser schon das Erscheinen einem jeden Mitgliede zur Pflicht. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Zigeuner. Charakterbild mit Gefang in 1 Alt von A. Berlau. " Mufit von Conradi. Dargestellt von Mitgliedern des Bundes der geselligen Arbeitervereine". De Anfang 8 Uhr. Billets, Damen 25 Pf., Herren 50 Pf., sind bei den Vorstandsmitgliedern, in der morgigen Versammlung und im Vereinslokal, Restaurant Böcker, Naunynstr. 78, zu haben. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). reine, ungefüllte Geife, und hat jeden Sonnabend, 26. September 1896, in Keller's Fettsälen, Handtuch à 10 Pf. ein Stück dieser oder Kunde die Berechtigung, zu jedem jener Sorte gratis zu verlangen. Meine Hausdiener führen beide Sorten immer bei sich. Im Interesse meiner Rundschaft vermetbeth jeden Personalwechsel, doch läßt sich dies nicht immer umgehen, Koppenstraße 29: IV. Stiftungsfest. Großes Konzert selbst gegeben wird. weil der Grund hierzu oft vom Personal ausgeführt von einer 20 Mann starken Rapelle der Freien Bereinigung der So z. B. mußte ich auch gestern einen du jungen Mann entlaffen, der vor zwei Jahren als 17jähriger Laufbursche mit Zivil- Berufsmufiter" unter Zeitung des Dirigenten Herrn G. Grass. Theater- und Gefang- Aufführungen, ausgeführt von der Theater- Gesellschaft Steylewicz. 14 M. Lohn bei mir eintrat und jetzt Aufführung lebender Bilder und Ball. einen Durchschnittsverdienst v. 29,50 M. pro Woche hatte. Glauben Sie, daß biefer junge Mann sich irgendwie be Während der Vorstellungen findet im kleinen Saale Tanz statt. Anfang 8 Uhr. müht hätte, den für einen 19jährigen Verbandes, sowie bei den Borstandsmitgliedern zu haben. Billets, Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., find in allen Zahlstellen des 77/4 Jüngling gewiß annehmbaren Verdienst zu behalten? Im Gegentheil! Statt um 71/2 Uhr früh tam er eine halbe bis eine Stunde später ins Geschäft, und dies trotz aller Ermahnungen jeden Tag. Sein Handwagen war stets mit Schmutz bedeckt. Auf alle Vorhaltungen hatte er nur grobe und ausfallende und gegen meine Direttrice die unanständigsten Redensarten, bis ich endlich nach langer Geduldsprobe gezwungen war, um meine Autorität zu wahren, ihn zu entlassen. Er pochte darauf, daß, wenn er von Den geehrten Vorständen der Vereine zur gefl. Kenntniß, daß der Saal in Kaufmann's Variété, Königskolonnaden 3, Sonntag, den 27. September, vormittags 10%, Uhr, mir weggehe, sich auch irgend ein Konbei Buske, Grenadierstr. 33, Versammlung. Tages Ordnung: 1 34/5 furrent finden werde, der ihn als Mittel zum Zweck benüßen werde, um mir Kunden abwendig zu machen, Ich bitte Sie, meine geehrten Runden, nicht Ihre Hand dazu zu bieten, daß, 1. Bericht der Lokalkommission. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. wenn sich eine Konkurrenzfirma wieder 3. Verschiedenes und Fragetasten. Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale I( Zentrum.) dazu bereit findet, mir auf diese unlautere Art mühes und kostenlos Kunden abwendig gemacht werden. x) Ich betreibe seit 6 Jahren dieses Geschäft, habe es als Erster ins Leben gerufen und habe niemals etwas gethan, Sonnabend, den 26. d. M., abends 8%, Uhr, bei Pasch, um meinen Konkurrenten auch nur einen Alte Jakobstr. 83, Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag über Sozialgesetzgebung und Gewerkschaftsbewegung. 2. Dis. fuffion. 3. Verschiedenes. 268/50 Waschet mit Überall käuflich Der Vorstand. AROLWEIL SeifenExtract. 20 Minuten Waldweg. Pferdebucht bei Köpenid. Sonntag, 27. Sept. verbunden mit komischen Vorträgen, ausgeführt Gr. Wurftessen von Künstlern ersten Ranges. Tanzkränzchen. Hierzu ladet ergebenst ein W. Magdeburg. Kunden abzunehmen. Mein Grundsatz war es ftets: Jeder hat das Recht auf Erwerb, aber felbstverständlich nur auf redlichen Erwerb. Möge die Konkurrenz doch dasselbe Mittel anwenden, das mir den Erfolg verschafft hat: Peinlich gewissenhafte und pünktliche Bedienung; Versendung ganzer, großer und tadelloserHandtücher. Es dauert zwar länger, auf diese Art einen Erfolg zu erringen, aber der Erfolg ist nachhaltiger und gewährt dem redlichen Mann allein Genugthuung. Ich habe, geehrte Kunden, ihren Gerechtigkeitsfinu schon wiederholt kennen und schäzen gelernt und bin überzeugt, mit diesen Zeilen keine Fehlbitte bei Ihnen gethan zu haben. Indem ich mich Ihnen bestens empfehle, verbleibe ich 533b Ihr Hochachtungsvoll ergebenster Leopold Figner Handtuch- Verleih- Institut Neue Königstr. 17. Fernsprecher Amt VII Nr. 2087. 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