Nr. 226. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Streuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sonnabend, den 26. September 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bur Staatsretterei in Sachen. Sachsen ist infolge seiner großartigen industriellen Entwickelung das Land, in dem die Sozialdemokratie am stärksten vertreten ist. Von rund 592 000 abgegebenen giftigen Stimmen bei den letzten Wahlen im Jahre 1893 erhielt die Sozialdemokratie 270 000, also nahezu die absolute Mehrheit. Dieses rapide Wachsthum der Partei ist die Ursache, daß hier früher als irgendwo die gesammten bürgerlichen Parteien gemeinsame Sache gegen die Sozialdemokratie machten und ein Kampf gegen sie begann, der von einem fanatischen Haß beherrscht, sehr häufig zu den kleinlichsten und unanständigsten Mittelchen und Kniffen führte. Natürlich ohne einen andern Erfolg, als daß er die verfolgte Partei immer mehr erbitterte und ihre Anhängerschaaren vermehrte. Die nächsten allgemeinen Wahlen werden der Welt die Thatfache enthüllen, daß im Königreich Sachsen die absolute Mehrheit der Wähler auf seiten der Sozialdemokratie steht und, ginge es mit rechten Dingen zu, sie berufen wäre, die Regierung des Landes zu übernehmen. Das Gefühl der gänzlichen Ohnmacht, mit der gehaßten und verfolgten Partei fertig zu werden, ist es aber auch, das die großen und kleinen Staatsretter in Sachsen veranlaßt, sich das Hirn zu zermartern nach neuen Mitteln, und seien sie noch so kleinlich, um der Sozialdemokratie eins auszuwischen. Kann man diese verfluchte Partei nicht besiegen, dann muß man sie wenigftens quälen, so lange man noch das Heft in der Hand hat, und sich an ihr rächen. Die alten abgetriebenen Gäule, bis sie todt zusammen Bolizeiverordnung vom 17. Dezember 1890. Nach dieser fällt die wieder, wie hypnotifirt und um den Verstand gekommen, betreffend Erhebung des Eintrittsgeldes verstößt gegen die Vereinnahmung von Eintrittsgeld behufs der Bulaffung brechen. Ein Schauspiel, das das tiefste Mitleid erweckt. Neuerdings scheint es bei den sächsischen Staatsrettern zu öffentlichen Versammlungen, zu denen ihrem Begriffe nach jedermann, ohne besonderen Bedingungen genügen zu müssen, Mode zu werden, ihre Verfolgungen und Verbote durch Zutritt haben muß, unter den Gesichtspunkt einer öffentlichen eigenthümliche philosophische Betrachtungen zu motiviren. Geldsammlung und bedarf der vorher einzuholenden behördlichen Es macht den Eindruck, als fühle man selbst das Genehmigung. Daß der Arbeiter- Kommers, bei dem Bebel's Festaußerordentlich Kleinliche der Handlungsweise und als rede die Hauptrolle spielt, eine öffentliche Versammlung ist, kann habe man das Bedürfniß, sich und anderen gegen nicht bezweifelt werden. handeln wie man über die Nothwendigkeit, so zu handeln handelt, zu rechtfertigen und das Gewissen zu salviren. So hat der Vorwärts" vor einigen Wochen eine mit historisch- philosophischen Betrachtungen gespickte Begründung des Bürgermeisters von Waldheim veröffentlicht, wodurch derselbe das Verbot der Lassallefeier in Waldheim zu rechtfertigen versuchte, und er hat damit die lebhafteste Heiter feit seiner Leser erweckt. Heute liegt eine ähnliche Auslaffung des Bürgermeisters von Meerave vor, der eine Ber sammlung und einen Kommers, wobei Bebel sprechen sollte, verbot. Es ist eine Verbotsrechtfertigung, wie sie nur im Lande Bliemchens möglich ist, und so lassen wir sie zur Ergözung unserer Leser wörtlich folgen. Das Schriftstück lautet: Die für Sonnabend, den 26. September einberufene öffentliche große Boltsversammlung und der für Sonntag, den 27. September in Aussicht genommene Arbeiter- Kommers werden auf grund der Polizei- Ordnungen vom 17. Dezember 1880 und 25. November 1895 sowie§§ 5, 12 und 18 des Gesetzes vom 22. November 1850 verboten. ift Aus früheren Jahren ist bekannt, daß auf die Nachricht, Bebel komme, Taufende aus Meerane und der weiteren Um gebung herbeiftrömen. Ganze Menschenschaaren haben aus den Versammlungslokalen zurückgewiesen werden müssen. Da nun für den Versammlungstag ein Sonnabend und für den Kommers ein tanzfreier Sonntag gewählt ist, ist zu erwarten, daß viele Tausende nach dem Lokale zusammenströmten werden, umfomehr, da das fozialdemokratische Blatt„ Der Beobachter" in der Nummer vom 22. September auf die Versammlung hinweist, in welcher Bebel nach 30 Jahren zum ersten Male wieder in Meerane spräche.") Nach dem Regulativ, betreffend die Beschaffenheit und Eins richtung der zu öffentlichen Versammlungen dienenden Räumlich feiten, vom 25. November 1895 darf für öffentliche Versammlungen nur ein geschlossener Raum benutzt werden, den der überwachende Beamte nach allen Seiten hin übersehen kann. Die Benutzung des Gartens ist daher nicht zuläffig; aber auch der Saal, der nach dem Regulativ nicht mehr als 760 Personen faffen kann, reicht für den Andrang von Taufenden nicht aus. Die hier zur Verfügung stehende Polizeimannschaft genügt nicht, bei solchen Verhältnissen die öffentliche Ruhe aufrecht zu erhalten, fodaß noch dazu am Sonnabend und Sonntag bei der nothwendigen Zurückweisung der von auswärts fommenden Bu hörer eine Gefahr für die öffentliche Ruhe entstehen dürfte. Echließlich fommt noch hinzu, daß Bebel wahrscheinlich seine politische Hede und seine Festrede benußen würde, um seinen Bus hörern seine vaterlandslose Gesinnung mit glatten Worten einzus impfen und sie zu Handlungen geneigt zu machen, die vom Volksgewissen verurtheilt werden. Die Vorgänge in Lille, wo die die Führer der deutschen Sozialdemokratie, die sich mit ihrer nationalen Empfinden der französischen Sozialdemokratie sich beschämen lassen mußten, die Ausweisung, Bebel's aus der französischen Republit lassen erkennen, welchen beklagenswerthen Standpunkt die Führer der Sozialdemokraten einnehmen. Solche Leute, die mit unserer Stadt und unserer Bevölkerung gar feine Berührung haben, hier reden zu lassen, erscheint nicht im Interesse unseres monarchischen Staates und der fiantstreuen Bürgerschaft. Der Hauptgrund für das Berbot der beiden sozialdemokratischen Veranstaltungen find die oben angeführten räumlichen Verhältnisse und die Rücksicht auf Ruhe und Ordnung. Meerane, den 23. September 1896. Die Versammlung und der Arbeiter- Rommers sollen im Von diesem Geiste biktirt sind alle die zahllosen Maß- Saal und Garten des Restaurants zum Kuchengarten stattregeln, die seit fünfundzwanzig Jahren gegen unsere Genossen finden. Am Sonnabend soll der Reichstags- Abgeordnete August angewendet wurden und zeitweilig wollenbruchartig auf fie e bel eine politische Rede über die bürgerliche Gesellschaft und am Sonntag eine Fesi niederpraffelten. Aber wie der Erfolg zeigt, immer mit und die Sozialdemokratie" Durch diese Festrede stellt sich der an ber entgegengesetzten Wirkung, die man beabsichtigte. Die rede halten. Durch diese Festrede gewagtesten Prozesse und härtesten Verurtheilungen, zahl- gebliche Arbeiter- Kommers als eine öffentliche Volts- VerIn ſammlung dar. dem Genehmigungsgesuch lose Auflösungen von Arbeiterorganisationen, Berbote und Angabe, daß ein Eintrittsgeld erhoben werden soll, nicht ent Baterlandslosigkeit brüsteten, von der Vaterlandsliebe und dem Auflösungen von Versammlungen auf die fadenscheinig- halten, während nach den öffentlichen Bekanntmachungen ein ften und oft lächerlichsten Gründe hin, Verbote von Eintrittsgeld von 25 resp. 20 Pf. zu zahlen ist. Geldsammlungen, Verschlechterung und Verhunzung des Schon aus dem start hervorgehobenen Druck in der Annonce Wahlrechts, kühnste und für unmöglich gehaltene Aus- geht hervor, daß die Festrede von August Bebel den Hauptlegung bestehender Geseze, Chikanen aller Art gegen einzelne Personen, die man damit mürbe zu machen suchte, alle diese Maßregeln wurden bald von dieser, bald von jener Seite in Anwendung, gebracht und fanden stets die Zustimmung fast der gesammten bürgerlichen Presse im Lande und der bürgerlichen Vertreter in der Kammer. anziehungspunkt des Kommerses bilden soll. Es ist nun zwar fraglich, ob nicht der Name von Bebel, wie es bereits mehrfach hier vorgekommen ist, nur benannt wird, um möglichst viel Leute anzuloden, während dann an dem betreffenden Tage ein Telegramm seine plögliche Verhinderung meldet*); jedenfalls rechnen die Einberufer auf eine außerordentliche Menschenansammlung. Dies geht daraus hervor, daß zum Kommers und zur VersammBestünde die Möglichkeit, mit Mitteln wie die erwähnten lung bereits 5 Tage vorher eingeladen wird, daß an vier Vereiner mit elementarer Nothwendigkeit aus dem Wesen und taufsstellen Eintrittskarten im Vorverkauf zu haben sind und daß Charakter der bestehenden Gesellschaft hervorgehenden Bes als Versammlungsort für beide Veranstaltungen trotz der falten wegung Herr zu werden, in Sachsen hätte dieses eintreten Witterung der Garten und der Saal bestimmt ist. Die Bekanntmachung müssen. Aber der Versuch ist kläglich gescheitert, wie jeder*) Mit Wissen Bebels ist niemals in Meerane eine Ver voraussehen konnte und mußte, der mit ein wenig Versammlung angemeldet worden, für die er in letter Stunde abstand das Wesen der sozialistischen Bewegung verfolgte und sagte; Herr Ebeling kann für diese Behauptung keinen Beweis es zu beurtheilen vermochte. Und doch reitet man immer erbringen. 81] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Mehrere Mitglieder des Rathes murmelten Beifall. " Freunde!" sagte der Tribun in feierlichem und ernstem Tone, laßt der Nachwelt der Freiheit nicht nachsagen, daß fie Blut liebt, laßt uns dem erhabenen Beispiele der Barmherzigkeit unseres großen Erlösers folgen. Wir haben triumphirt, laßt uns demüthig sein! Wir sind gerettet, laßt uns verzeihen!" Die Rede des Tribunen wurde durch Pandulfo und andere milde und gemäßigte Männer unterstützt, und nach einer kurzen, aber lebhaften Berathung überwog der Einfluß Rienzi's und das Todesurtheil wurde, jedoch nur burch eine kleine Mehrzahl der Stimmen, widerrufen. Rienzi erschrat und wechselte die Farbe. Wenn Ihr diese unglücklichen Gefangenen retten wollt, so wäre es rathsam, nicht zu warten, bis die Wuth des Pöbels nicht mehr zu bändigen ist," flüsterte Pandulfo. Der Tribun erwachte aus seiner Träumerei. " Pandulfo!" erwiderte er leise, mein Herz warnt mich, die Schlangenbrut ist in meiner Macht, vernichte ich sie nicht, so tann fie mich zum Dank für meine Nachficht mit ihrem giftigen Bahn tödten, es ist ihr Instinkt! Aber es sei darum! man soll nicht sagen, daß der römische Tribun mit dem Leben vieler Menschen seine eigene Sicherheit erfaufte, nicht soll auf meinen Grabstein geschrieben werden: Hier liegt der Feige, der nicht zu verzeihen wagte!" Deffnet den Thurm! Laßt uns die Gefangenen mit ihrem Urtheil bekannt machen!" Der Stadtrath. ( gez.) Dr. Ebeling, Bürgermeister. *) Das ist, wenn es behauptet wurde, unrichtig. Bebel war bis 1877 Vertreter für Meerane- Glauchau im Reichstag und hat nach jeder Seffion auch in Meerane Bericht erstattet. Zum letzten Male sprach er in Meerane vor 7 oder 8 Jahren. schem und berühmtem Geschlecht geboren, die ihre Macht anwenden, um die Baterstadt zu beschützen, den Reichthum und die Künfte zu befördern, die dem Ritterstande Ehre machen, indem sie die Gesetze aufrecht erhalten helfen. Zieht Eure Schwerter zurück und laßt den ersten Mann, der die Freiheiten Roms verlegt, Ener Opfer sein, und wäre es felbst der Tribun; Eure Sache ist untersucht! Euer Urtheil ist gesprochen! Erneuert Enern Eid, Euch jeder öffentlichen und geheimen Feindseligkeit gegen die Regierung und die Behörden Roms zu enthalten, und Ihr seid begnadigt Jhr seid frei!" Die erstaunten, wie aus den Wolfen gefallenen Patrizier beugten unwillkürlich die Knie, die Mönche, welche ihre Beichte gehört hatten, nahmen ihnen den vorgeschriebenen Eid ab, und während die Barone mit entfärbten Lippen Und jetzt," sagte Rienzi, laßt uns mehr als gerecht, die feierlichen Worte flüsterten, hörten fie unten das Gebrüll laßt uns großmüthig sein! Sagt mir, und ohne Rück Mit diesen Worten nahm Rienzi seinen Sitz an dem des Boltes nach ihrem Blute. fichten, glaubt einer von Euch, daß ich zu strenge, zu stolz obern Ende des Tisches ein und die ersten Strahlen der Als diese Zeremonie beendigt war, trat der Tribun in gegen diese hartnäckigen Männer mich benommen habe? eben aufgegangenen Sonne beleuchteten die blutrothen den Banketsaal, welcher zu einem Balkon führte, von dem Ich lese Eure Antwort in Euren Zügen! Ihr macht mir Wände, in deren Farbe die Barone, welche jetzt wieder in er gewohnt war, das Volk anzureden, und nie vielleicht diesen Vorwurf! Glaubt einer von Euch, dieser mein den Saal gebracht wurden, ihr Schicksal zu lesen glaubten. war seine wunderbare Gewalt über die Leidenschaften einer Fehler habe sie angereizt zu ihrer finstern Rache? Glaubt Ihr habt," sagte der Tribun, die göttlichen und Versammlung mehr nothwendig und zeigte sich erfolg einer von Euch, daß sie, wie wir, empfänglich sind für menschlichen Gesetze beleidigt, aber Gott lehrt den Menschen reicher, als an diesem Tage, denn die Wuth des Volkes Milde und Nachsicht, daß sie besiegt werden können durch Gnade üben! Ueberzeugt Euch wenigstens, daß die Hand war aufs äußerste gestiegen, und es dauerte lange, ehe es Großmuth, daß sie entwaffnet werden können durch eine des Herrn über meinem Leben wacht! Auch wird der, den gelang, sie zu beschwichtigen. Noch ehe Nienzi jedoch seine solche Rache, wie die christlichen Gesetze sie gegen edle Feinde der Himmel für hohe Zwecke auf den Volksthron erhob, Rede beendigt hatte, war jede Woge der wilden See gebiete?" nicht ohne unsichtbare Hilfe und höheren Schuß bleiben! beruhigt. Sobald der Tribun bemerkte, daß der günstige Augen„ Ich denke," sagte Pandulfo nach einer Pause, daß Wenn geborene Monarchen für heilig gehalten werden, um es der menschlichen Natur widerspräche, wenn die Männer, wie viel mehr einer, in dessen Gewalt die göttliche Hand blick gekommen sei, wurden die Barone auf den Balkon In der Gegenwart so vieler Tausende ver die ihres Verbrechens überführt waren, durch Euch begnadigt selbst ihr Zeugniß bekundet. Ja, über dem, der nur für geführt. werden, dennoch wieder Eurem Leben nachstellten." fein Vaterland lebt, dessen Größe die Gabe seines Vaters pflichteten sie sich feierlich, den guten Staat zu beschützen. Mich dünkt," erwiderte Rienzi, wir müssen me hr landes ist, dessen Leben die Freiheit seines Vaterlandes be- und so war derselbe Morgen, der für ihre Hinrichtung als begnadigen. Wenn der erste große Cäsar einen Feind dingt, wachen die Geister der Gerechten. Gebt Euren Born bestimmt schien, ein Zeuge ihrer Wiederversöhnung mit nicht vernichtete, so suchte er ihn sich als Freund zu ge- gegen mich auf, belehrt durch Euer letztes Mißgeschick und dem Volke. winnen Die Menge zerstreute sich, die meisten beruhigt und durch Eure gegenwärtige Gefahr, achtet die Gesetze, sowie Und ging unter in dem Versuch!" fiel Baroncelli die Freiheit Gurer Vaterstadt, und glaubt mir, daß es kein zufrieden, die Klügeren jedoch der Zukunft mit schwarzen edleres Schauspiel giebt, als Männer, wie Ihr, aus patrizi- Ahnungen entgegensehend. ( Fortsetzung folgt.) schnell ein. " 1869 1870 114 " 1871 270 • 1872 320 . " " " D bericht von 1872, waren die Geschäfte so gewinn Die Bank jubelte: niemals, sagt der Jahresbericht von 1872, waren die Geschäfte so gewinns reich." Die Bant von Frankreich prägt Gold aus dem Unglück Frankreichs. Gallus. Politische Lebersicht. vor= Man darf es einem um das Wohl und Wehe der die das Parlament in letzter Stunde an die Wand drücken Gewinn auf Kosten des durch den Krieg ausgeplünderten Bürgerlichen Gesellschaft und der von ihm regierten Stadt wollen, um einen Beschluß herbeizuführen, bevor man Beit Boltes hatte: in der That betrugen die Aftien- Dividenden+ besorgten Bürgermeister nicht gar zu sehr verargen, daß er gehabt, den Vertrag im einzelnen zu studiren. 107 Fr. seine ganze Macht anwendet, Staat und Gesellschaft zu Früher hatten es die Herren eiliger; so brachte Rouvier, retten, aber man kann verlangen, daß er in seiner Be- Finanzminister und Bedienter Seiner Majestät des Herrn gründung bei der historischen Wahrheit bleibt. Wenn Rothschild, 1891 einen Gesetzesvorschlag betr. die Erneuerung Herr Ebeling dabei geblieben, so mußte er auch konstatiren, ein, zu dessen Begründung er sagte:„ Die Bank muß die Gedaß obgleich Meerane seit 30 Jahren eine Anzahl sozial wißheit einer hinreichend langen Zukunft vor sich haben. Sie demokratischer Volksversammlungen erlebte, die oft so über- darf nicht der Möglichkeit ausgesetzt werden, unmittelbar vor füllt waren, daß kein Apfel zu Boden fallen konnte dem Tage, wo ihre Existenz als privilegirtes Institut ein und Hunderte, ja Taufende- wie Herr Ebeling selbst Ende nehmen kann, selbst ihr Grundprinzip und die Grundausspricht keinen Platz mehr fanden, niemals die bedingungen ihrer Thätigkeit in Frage gestellt zu sehen." geringste Störung der öffentlichen Ord. Und Burdeau, der Vorsitzende der Budgetkommission, nung eintrat und niemals die Organe der und noch ein anderer Bedienter Rothschild's, erklärten: Berlin, 25. September. ,, öffentlichen Ordnung" Ursache hatten Wenn das Privilegium nicht erneuert würde, so wäre ein Sachliche", von persönlicher Ehrenkränkung" einzugreifen. Stets haben Polizei und Gendarmen Aufschub von sechs Jahren nicht zu lange, um mehr freie Polemit. Die Sächsische Arbeiterzeitung" ist in Meerane ausgereicht, um zu thun, was ihre Pflicht war. als drei Milliarden Banknoten, die heute Goldkurs haben, sehr böse auf uns, weil wir in unserer Donnerstag- Nummer Das zu konstatiren war Herr Ebeling der Einwohner aus dem Umlauf zurückzuziehen und den Ersatz der alten bemerkten, daß es nicht nöthig sei, einen Gesezentwurf schaft Meerane's schuldig, als deren regierendes Ober- durch neue Banknoten vorzubereiten, denen man bis in die bezüglich Einführung des Achtstundentages im Reichstage haupt er auftritt und von beren Steuergroschen kleinsten Dörfer Kredit verschaffen müsse." Da die Vorlage einzubringen, indem ein bahin zielender Antrag bereits er bezahlt wird. Auch dürfte ihm unmöglich Burdeau- Rouvier nicht mit geschlossenen Augen angenommen gestellt sei. Dies veranlaßt die Sächsische Arbeiterwerden, nachzuweisen, daß er eine Art Hüter des„ Bolks wurde, und da die radikalen und sozialistischen Abgeordeten zeitung", uns- nicht gerade höflich- mangelnde gewissens" sei, sicher nicht, soweit es das Gewissen des sich dahin geäußert hatten, daß die Bank für eine Erneuerung Kenntniß der Geschäftsordnung des Reichstages Volts von Meerane angeht. Was sich Herr Ebeling wohl der Privilegien tüchtig zu zahlen habe, befahl Rothschild zuwerfen. Zwischen einem Antrag, die Bundesregierungen unter Volksgewissen denkt? Rouvier, die Vorlage zurückzuziehen und sie bis zur letzten zu ersuchen, daß sie einen Gesezentwurf einbringen, und Wäre ferner Herr Ebeling bei der historischen Wahr Minute todt erscheinen zu lassen, wodurch es der Kammer einem Gesezentwurf sei ein großer Unterschied. heit geblieben, so hätte er sich die Behauptung ersparen unmöglich gemacht würde, die Vorlage zurückzuweisen, aus Das ist richtig war uns auch nicht ganz unbekannt können, die Führer der deutschen Sozialdemokratie, die sich Furcht vor einer allgemeinen Finanz- Katastrophe. Rouvier will aber nichts besagen, sintemalen der Antrag mit ihrer Vaterlandslosigkeit brüsteten, seien in Lille von gehorchte. ebenfogut Gelegenheit zu agitatorischer und propagandistischer der Vaterlandsliebe und dem nationalen Empfinden der Obgleich die Bank von Frankreich eine nationale Behandlung der Frage bietet, wie ein fertig vorgelegter französischen Sozialdemokratie beschämt worden. Unsere genannt wird ebenso wie die Staatsschuld, die doch Gesetzentwurf. französischen Genossen werden einige sehr vergnügte Augen- nichts nationales an sich hat, außer daß sie von der Nation Ein Gesezentwurf muß allerdings, vorausgesetzt, daß blicke haben, lesen sie diese Behauptung des Meeraner bezahlt wird so ist sie doch ein Privat unternehmen, er bei der zweiten Lesung nicht abgelehnt wird, in Stadtoberhauptes, fie die bei sich zu Hause sich dieselben geleitet und verwaltet von Rothschild und noch einigen welchem Fall die dritte Lesung fortfällt, dreimal berathen Liebenswürdigkeiten von der französischen Bourgeoisie sagen großen Bankiers im alleinigen Interesse der Bankiers werden, während ein Antrag blos einmal, bis zu seiner laffen müssen, die Herr Ebeling den Führern der deutschen und der Aktionäre der Bank, die nur insofern Erledigung, debattirt wird. Das ist jedoch ein sehr un Sozialdemokratie an den Kopf wirft. Gegen diese ab- national ist, als sie sich der Gewalten der Nation bedient, wesentlicher Unterschied, und eine gute, gründliche Debatte geschmackten Angriffe ein Wort der Vertheidigung oder der um die nationale Industrie und den nationalen Handel, ist unseres Erachtens für den Zweck vollständig genügend, Rechtfertigung zu sagen, fällt uns nicht ein, unsere Ge- kurz die Nation selbst, auszubeuten. zumal an Annahme eines Gesezentwurfes garnicht zu nossen werden beim Lesen die Auslassungen des Herrn Die Bankiers sind die Meister und Herren des Staates, denken ist. Ebeling diese mit demselben Ausbruch unbändiger Heiterkeit der ihnen Rechte bewilligt, die er, der Staat, sich nicht zu Uebrigens hat die Frage: ob Antrag oder Gesetz begleiten, mit dem wir sie begleitet haben. 150 nehmen wagt. Der Staat kann kein Geld anfertigen, feine entwurf blos eine akademische Bedeutung denn da Dieser Ausbruch unbändiger Heiterkeit wird noch ge- Befugniß beschränkt sich darauf, das Geld festzustellen und der Reichstag am 10. November feine neue Session beginnt, steigert, lesen wir weiter in dem Elaborat des Herrn seinen Münzgehalt nach einer Prüfung zu bestimmen, sondern die im Dezember des vorigen Jahres begonnene Ebeling, daß man solche Leute, wie die sozialdemokratischen dagegen überläßt der Staat der Bank das Privi- nur fortsett, so hat er auch alle noch restirenden Anträge Führer, nicht in der guten Stadt Meerane sprechen lassen legium, Papiergeld nicht nur über den Werth ihres dieser Session geschäftsordnungsmäßig zu erledigen, ehe er sich dürfe, die mit unserer Stadt und unserer Bevölkerung Aktienkapitals sondern sogar auch über den ihres neuen Anträgen zuwenden kann. Und die restirenden Anträge gar teine Berührung haben", und weil ihr Reden nicht metallischen Kassenbestandes hinaus anzufertigen und zu find so zahlreich und der Reichstag hat ein so großes Arbeitsim Interesse unseres monarchischen Staats und der staats- verausgaben. Nach der letzten Bilanz der Bank beträgt pensum vor sich, daß für neue Anträge schwerlich Beit vorhanden trenen Bürgerschaft erscheint". aber metallische Kassenbestand 3 Milliarden 200 Millionen sein wird, Nun könnten zwar möglicherweise die Sozial Herrn Ebeling's Eifer, für Meerane und seine Be- und der Banknotenumlauf 3 Milliarden 500 Millionen. demokraten ihre restirenden Anträge zu gunsten eines neuen völkerung Vorsehung spielen zu wollen in allen Ehren, aber Das ist also eine Differenz von 300 Millionen( ge zurückstellen- obgleich jene Anträge, wie z. B. der betreffend er scheint nicht zu wissen, daß von den ersten Reichstags- wöhnlich ist das Mißverhältniß noch weit beträchtlicher), die Majestätsbeleidigung, von hoher politischer und prinzipieller wahlen im Jahre 1867 an bis heute stets die sehr die durch kein Aequivalent in Metallgeld gedeckt Bedeutung sind-, allein zu einer solchen Verschiebung ist große Mehrzahl der wahlberechtigten Männer werden, die aber trotzdem Binsen bringen, und die die Zustimmung der übrigen Fraktionen, Meerane's sozialdemokratisch gewählt haben, und im Falle einer Krisis den Bankrott der Bank die auch Initiativanträge auf Lager haben, er zwar betrug diese sozialdemokratische Mehrheit nie weniger und eine Erschütterung des öffentlichen Kredits herbei- forderlich, und diese Zustimmung, die obendrein als 70-80 pt. der abgegebenen Stimmen. Giebt es eine führen würden, wenn nicht der Staat wie ein Deus ex eine Gefälligkeit wäre, würde vermuthlich nicht ertheilt Stadt in Sachsen, deren Bevölkerung in ihrer großen machina, um die Bank zu retten, ihnen Zwangskurs ver- werden. Mehrheit sozialdemokratisch gesinnt ist, so Meeerane, und liehe, wodurch den Papierfezen, die sonst höchstens für Fidi- Die Sächsische Arbeiterzeitung" meint, die Frage des hätte die Meeraner Einwohnerschaft das Recht was sie buffe gut genug wären, der gesetzliche Goldwerth ge- Achtstundentages fönne und solle auch bei den einzelnen von Rechts wegen haben sollte, ihr Stadtoberhaupt frei geben wird. geeigneten Etatsposten zur Diskussion gebracht werden. zu wählen, es wäre 1000 gegen 1 zu wetten, nicht Herr Der Staat hat noch andere Vergünstigungen für die Siermit hat sie vollkommen recht; was sie wünscht, ist be. Ebeling wäre heute Bürgermeister von Meerane, um das Bank: das Gefeß begrenzt die Binsen für Darlehen unter reits wiederholt geschehen und wird auch weiter geschehen. Volksgewissen" vor Verlegungen zu hüten, sondern einer Privatleuten auf 5 pCt. und bei solchen unter Gewerbe- Wenn zum Schluß die Redaktion der Sächsischen unserer Parteigenossen. So sieht es mit den Beziehungen treibenden auf 6 pCt. Die Bank hat die Be Arbeiterzeitung" uns vorwirft, wir suchten mit Vor. der großen Mehrheit der Meeraner Bevölkerung aus, die rechtigung, dieses Gesetz zu überschreiten, wenn liebe" irgend einen formellen Kram heraus eine persön zwischen ihr und Herrn Ebeling und den sozialdemokratischen sie Vortheil davon hat, und die Tare ihres liche Ehrenkränkung" oder eine juristische Flostel" Führern bestehen. Diskontos, d. h. die Zinsen der Darlehen an Handel und fehlt uns wirklich das Verständniß für diesen seltsamen Der ganze Vorgang zeigt einmal wieder, wie am Industrie über 6 pt. zu erhöhen. Sie wählt sich die Ausbruch journalistischer Hysterie. Ende des neunzehnten Jahrhunderts die große Mehrheit Krisenzeiten, um aus diesem Privilegium Nutzen zu ziehen; Und wenn die Redaktion der Sächsischen Arbeiter einer politisch reifen Bevölkerung noch gezwungen sein 1857 erhöhte sie die Diskontotage auf 10 pet.; wenn also zeitung" uns endlich die Pistole auf die Brust setzt und tann, sich von einem Manne bevormunden zu lassen, den die Industriellen und Handeltreibenden in einer Krisis uns fachliche Gründe" abfordert mit dem pathetischen sie mit ihren fauer aufgebrachten Steuergroschen zu erhalten stecken, so hat die Bank von Frankreich und mit ihr die Buruf:„ Heraus damit!", so haben wir einfach zu erwidern: hat; und daß heutzutage Regierungsmarimen Geltung Bantiers die fetteste Beute. Der Diskonto der Bank von die Frage tommt in wenigen Wochen auf dem Parteitag haben, für deren Durchführung die Einsicht des letzten Frankreich bestimmt aber die Diskontotage für die Bankiers zur Berhandlung und zur Entscheidung, und wir haben Gendarmen genügte. Sagte der Kanzler Oxenstierna einst ganz Frankreichs. keinen Grund, uns jegt in eine ganz überflüssige Polemik zu seinem Sohne: Du weißt nicht, mit wie wenig Wenn Rothschild und die großen Bantiers die Darlehens über die Frage des Achtstundentages einzulaffen, in bezug Verstand die Welt regiert wird," so würde er, falls er zinsen ihrer Bankhäuser erhöhen wollen, so fangen fie auf welche fa chliche Meinungsverschiedenheiten in der heute lebte, zu der Ansicht kommen, daß es am Ende dazu bamit an, den Diskonto der Bank von Frankreich in die Partei nicht bestehen. des Verstandes überhaupt nicht bedarf. Höhe zu treiben. In der gleichen Sache wird uns geschrieben: Napoleon I., der Gründer der Bank von Frankreich, Einen Gefeßentwurf über den Acht fette in ihre Statuten, sie sei errichtet zur Unterstügung stundentag statt der gestern erwähnten Resolution soll Das Privilegium der Bank von von Handel und Gewerbe und er wolle, daß der Diskonto bie sozialdemokratische Fraktion im Reichstag einbringen, Frankreich. Paris, 22. September 1896. " " fo zur immer die gleiche Tare behalte und nicht in Zeiten der Krise so verlangt es Genosse Parvus und spricht er bei dieser erhöht werde. Die Bank blieb der Jdee ihres Gründers eine Gelegenheit die Meinung aus, daß etwas mehr zeitlang treu- von 1818 bis 1855; während 37 Jahren stand Kenntniß der Geschäftsordnung des Reichstags Don Die Grundeigenthümer haben kein Glück; ste hatten die Diskonto- Tage auf 4 pCt. Doch feitdem haben die Bantiers unserem Zentralorgan schon erwartet werden dürfte". sich zum Messias Herrn Meline erkoren, der ihnen ver- den Willen des Bezwingers von Europa mißachtet. Nach der Wir sind nun weit entfernt, in die höhere parlasprochen hatte, die Getreidepreise zu erhöhen, wenn man Erneuerung der Privilegien im Jahre 1857 beschwerten sich mentarische Befähigung des Genoffen Parvus den ihm die Getreide- Einfuhrzölle bewillige. Er hat seine die Kaufleute und Industriellen, die zwei Jahre lang einen leisesten Zweifel zu sehen, aber dieses Mal hat ihm seine Kornzölle bekommen, aber die Grundeigenthümer warten Diskonto von mehr als 5-6 pt. bezahlen mußten, und sie stets zur Schau gestellte Besserwisserei doch einen argen noch auf die erhöhten Getreid epreise. Um sie zu be verlangten, daß die Bank nicht das Privilegium haben dürfe, Streich gespielt. Parvus verlangt, daß die parlamentarische schwichtigen, sagte Herr Meline ihnen, das sei die Schuld Wucher zu treiben; alles, was sie erreichen konnten, war, und agitatorische Aktion für den Achtstundentag des Silbers, das seinen halben Werth verloren habe. daß wenn der Diskonto 6 pet. überschreite, der Ueberschuß möglichst unverzüglich in Angriff genommen werde, Um nun dieses Unglück wieder gut zu machen, ist Herr nicht unter die Aktionäre vertheilt, sondern dem Reserve- da sonst Gefahr im Verzuge sei. Der Der Vorwärts" Meline Präsident der bimetallistischen Liga fonds der Bant einverleibt werden solle. wies nun nach, nach, daß die Reichstagsfraktion, Angeworden, die dem weißen Metall seinen früheren Die Bourgeois, die in Frankreich herrschen, waren regungen früherer Parteitage folgend der Einsicht des Werth zurückgeben will, indem sie die freie Silber- thöricht genug, der Bank diese außerordentlichen Vorrechte Genossen Parvus weit voraus geeilt und längst einen bezüg prägung erwirft was zur Folge hätte, daß sich ein zu bewilligen, ohne irgend welche Gegenleistungen zu fordern; lichen Antrag gestellt hat. Statt sich nun damit zu bes Goldstrom in die Taschen der amerikanischen Silberminen- sie selbst haben den Bankiers erlaubt, den Handel und die ruhigen, daß festgestellt ist, daß die Forderung des Besitzer ergießt, wenn es auch nicht gelingen sollte, einen Gewerbe auszubeuten, wie es von den mittelalterlichen Achtstundentages im Reichstage möglichst bald winzigen Graben aus diesem Paftolus*) auf die Necker der Feudalherren nicht schlimmer getrieben ward, die von den Erörterung fommt, wirft Parvus bem Vorwärts" europäischen Bauern zu leiten. Kaufleuten, die ihr Gebiet betraten, Wegegeld erhoben. mangelnde Kenntniß der Geschäftsordnung vor, Aber Meline beschränkt seinen Ehrgeiz nicht darauf, Die Bank hat allen Grund, sich dem Volt, das ihr während doch gerade umgekehrt, wenn der Parvus'sche der Messias der Silberleute und nothleidenden Landwirthe zu sein, er will auch der Erlöser der Bankiers werden, in umsonst solche Privilegien gegeben hat, erkenntlich zu zeigen. Vorschlag- Einbringung eines neuen Antrages befolgt zu sein, er will auch der Erlöser der Bankiers werden, in Während des Krieges von 1870/71 brauchte die Nation würde, nach der Geschäftslage im Reichstag nicht die geringste denen die Grundeigenthümer ihre schlimmsten Feinde er- Geld. blicken und die sie in den tiefsten Höllenpfuhl verwünschen. Nach verschiedenen Konferenzen lieh die Bank Aussicht ist, die Sache in der nächsten Session überhaupt Diese noch zur Sprache zu bringen. Wir meinen nach dieser Er hat dem Goldkönig Rothschild versprochen, die Er- Milliarde 300 Millionen Franks zu 6 pCt. neuerung des Privilegiums der Bank von Frankreich durch 1300 Millionen kosteten die Bank nicht einen Sou. Denn Brobe den Beweis erbracht zu haben, daß wenn einer die am 10. August 1870 erhielten ihre Banknoten Zwangskurs Geschäftsordnung des Reichstags noch zu studiren hat, dies zusetzen. Dieses Privilegium erlischt am 31. Dezember 1897, b. b. und vier Tage später forderte und erhielt die Bant das Recht, Sache des Genoffen Parvus ist. OTST Zum Vereinsrecht. Die„ Rolle als Denunziant", in 15 Monaten, und 15 Monate sind nicht zu viel Zeit für ihre Banknoten Ausgabe auf 2 Milliarden 400 Millionen die industrielle und handeltreibende Bevölkerung, für die zu erhöhen, so daß die Millionen, welche sie dem Staat zu meint das Organ der hiesigen Antisemiten, sollen wir spielen, Presse und die Kammern, um einen Plan von so eingehen- 6 pet. lieh, ihr nur die Mühe kosteten, das Papier als weil wir auf das zweierlei Maß hinweisen, mit dem in dem Maße politischen Arbeiter und Bourgeois Vereinen gegenüber der Bedeutung für den öffentlichen Kredit zu diskutiren. Banknoten drucken zu lassen; und und Verhältniß wie sie Millionen in die Staats- gemessen wird. Nun, der Vorwurf ist ein Verlegenheits. Trotzdem hat das Ministerium Meline weder die Bedingungen für die Erneuerung aufgestellt, noch überhaupt sich über seine faffe fließen ließ, erhielt sie das Recht, ihre kniff und verdient keine weitere Beachtung. Wir verlangen Banknoten Ausgabe zu erhöhen. Am 29. Dezember grundsäglich unbeschränkte Versammlungs- und Absichten geäußert. Es handelt so auf Befehl der Bankiers, 1871 betrug die Banknoten- Ausgabe 2 Millarden 800 Mil- einigungsfreiheit für jedermann, so lange aber dem *) Griechischer Name eines Flusses in Lydien, der im Alter- lionen, am 19. Juli 1892 3 Milliarden 200 Millionen. noch gesetzliche Schraufen entgegen stehen, verlangen Bei dieser Rechnung begreift man, daß die Bank reichen wir, daß in bezug auf dieselben gleiches Recht thum als goldreich bekannt war. 0 Vers " war die Von für alle geübt und am Arbeiter nicht das gestraft werde, I bemokraten gegolten, er als alter gebienter Golbat werde doch| Renfefeld wurde die Wahl der Urwähler am oldenburgischen was der Bourgeois ungestraft thun darf. Daß gewisse den Kaiser nicht beleidigen. Die Beweisaufnahme ließ es denn Landtage vorgenommen. Es war das erste Mal, daß unsere Kreise, denen unsere Denunziationen" unbequem sind, diese auch febr zweifelhaft erscheinen, daß der Angeklagte sich der Genossen sich an der Wahl betheiligten. Während zu den unsere Beweggründe nicht verstehen wollen, wird uns nicht Majestätsbeleidigung schuldig gemacht habe, weshalb auf Frei früheren Wahlen in den vergangenen Jahren oftmals nicht ein abhalten, auf der betretenen Bahn weiter zu wandeln. Im fprechung erkannt wurde. einziger Wähler erschienen war es wurden dann einige übrigen will das zitirte Blatt das Mißverständniß" bösartige Denunziation, die der Journalist" Siecke gegen den fach zur engeren Wahl nach Eutin geschickt Zu einer Antlage wegen Majestätsbeleidigung führte eine Bauern vom Gemeinderath, ohne dazu gewählt zu sein, einauf die unbequeme Faffung feines eigenen Berichtes Stallmann Wilhelm Heise erhob. Letterer follte in einem Betheiligung bei dieser Wahl eine rege zu nennen. über die Delegirtenwahl schieben. Die antisemitischen Restaurant in der Invalidenstraße in angeheiterter Stimmung ungefähr 300 Urwählern haben 110 ihr Wahlrecht ausgeübt. Delegirten werden ohne Rücksicht auf ihre Zugehörig ein Lied gesungen und dabei ge höbelt" haben, worin eine Für unsere Partei wurden 69, für unsere Geguer 40 Stimmen feit zu irgend welchen Vereinen gewählt und ver Majestätsbeleidigung lag. Heise wurde in Haft genommen und abgegeben, 1 Stimme war ungiltig. Von unseren Genossen treten auf dem Parteitage die Partei, d. h. die Gesammt- im gestrigen Termine vor der 1. Straffammer des Landgerichts I wurden fünf gewählt. In Schwartau war die Wahl schon am heit der Wählerschaft, nicht die einzelnen Vereine, die dort ergab sich nichts Belastendes. Der Denunziant war aber zum Montag von 11 bis 1 Uhr und war dieselbe von Anfang an als solche garnicht vertreten sind." Termine nicht erschienen und wurde in eine Ordnungsstrafe ge- für unsere Genossen aussichtslos. Es waren daher von unserer Das ist recht schön gesagt, nur leider kommt es in nommen. Den Angeklagten entließ der Gerichtshof aus der drei Seite keine Wahlmänner aufgestellt. Die Rensefelder Genossen wöchigen Untersuchungshaft und vertagte den Termin. der Streitfrage gar nicht darauf an, ob die Delegirten fönnen mit ihrem Erfolge zufrieden sein, hoffentlich wird es die Der Majestätsbeleidigung angeklagt, hat sich Genosse Adé legte Wahl sein, daß die Schwartauer Herren Spießbürger so Mitglieder der betreffenden Vereine sind, sondern darauf, am Donnerstag, den 1. Oktober, vor der 2. Straftammer des Land leichten Raufs davon gekommen sind. von wem die Delegirten gewählt sind. Und gerichts in Leipzig zu verantworten. Wie wir bereits meldeten, wenn diese Wahlen nicht in Vereinsversammlungen oder ist eine in der Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins Vorstandssigungen stattgefunden haben, was ebenso un- Alt- Leipzig im Gosenthal am 13. August d. J. gethane Aeuße zulässig ist, so nennt uns die antisemitische Presse viel rung unter Anklage gestellt, leicht die öffentlichen Versammlungen, in denen die Wahlen vorgenommen worden sind. " zahlreich besuchte Protestversammlung gegen die Aus. In Bremen haben unsere Genossen gleichfalls eine weifung der englischen Seeleute abgehalten. Darin machte Genosse Schmalfeldt nach dem Bericht der Bremer Bürgerzeitung" folgende Mittheilung: Deutsches Reich. Was die Bremer Polizeibehörde gethan, habe doch sein Er Die Reporternotiz vom teuflischen Plan der Sozial--3ur Frage der Militär Strafprozeßftaunen bervorgerufen. Die Maßnahmen werfen ein altes Sprichdemokraten, die anderen Parteien außerhalb des Gesetzes Reform wird auch der" Münchener Allg. 3tg."" aus guter bevor sie ihn baben"." Der Bremer Senat weife Leute aus, die völlig über den Haufen:„ Die Nürnberger hängen keinen, Quelle" mitgetheilt, daß die jüngsten Mittheilungen der Staatsb. zu stellen, wird von dem Organ des Er- Reichskanzlers für Beitung" nur Kombinationen seien, die nicht gerade fern liegen, noch gar nicht da seien. Als Wilson sich sogar noch in England baare Münze genommen und in einem zwei Spalten langen und dann hinzugefügt:„ Die Angelegenheit ist im besten Fluffe, Engländern ließ den Polizeibeamten taum Ruhe. Wundern werde befand, wurde er bereits ausgewiesen. Die Suche nach den Leitartikel nach der bekannten Schablone verwerthet. Der jedoch keineswegs bereits zu einem Punkte gefördert, wo sich bemarasmus senilis muß da schon bedenklich weit vorgeschritten stimmte Mittheilungen machen lassen. Ob an der früher gehegten man sich aber, wenn er hier mittheilen könne, daß troß allen sein. Abficht festgehalten wird, den Entwurf dann, wenn er an den Suchens nach diesen verfligten Engländern doch einer derselben Die Begnadigung des Schuhmanns Lorenz, nach- Bundesrath gelangt, auch zu veröffentlichen, steht noch dahin. in Bremerhaven gewesen sei, der tagelang mit ihm, dem Redner, fonferirt habe." dem er 8 Tage im Buchthaus verbracht hat, wurde in einer Soviel aber dürfte schon jetzt mit ziemlicher Sicherheit sich vorausDepesche unserer geftrigen Ausgabe mitgetheilt. Es handelte maßen in die Länge ziehen werden, da es nicht ganz leicht fein Schließlich wurde folgende Protest- Resolution angenommen: fagen lassen, daß die Verhandlungen im Bundesrath sich einiger Die Volksversammlung, fich bei seiner Verurtheilung um folgendes: dürfte, die Mittellinie zu finden, auf der sich ein Ausgleich zwischen dem preußischen und dem bayerischen Standpunkt in bezug auf verschiedene Fragen die namentlich unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung der Disziplin hochwichtig erscheinen voll= ziehen kann. " Lorenz hatte in Gemeinschaft mit seinem Kollegen Meyer einen obdachlosen Menschen namens Rettner verhaftet und, nach dem Meyer diesen zunächst mißhandelt, hatte sich Lorenz von dem Gefängnißwärter die Belle öffnen lassen und den Rettner mit Schimpf worten: Willst Du wohl gestehen, Du Hund?" zu dem Geständniß veranlassen wollen, daß er mehrere in der Umgegend von Alt klärte sich der 32. sächsische Baugewertentag, der soeben in Greiz Gegen die Handwerkerorganisation er Damm vorgekommene Brände angelegt habe. Als Rettner hier- getagt; er beschloß u. a. eine Petition an die fürstl. Landesauf seine Unschuld betheuerte, begann Lorenz ihn in unmenschregierung und königl. fächsische Regierung, im Bundesrath vorlicher Weise mit dem Säbel zu bearbeiten. Der Arzt, der den stellig zu werden, daß die Abänderung der Gewerbe- Ordnung Verwundeten später untersuchte, fonstatirte eine Anzahl von nicht in der Fassung des Entwurfs betr. Organisation des flachen Hieben herrührender blutunterlaufener Striemen, ferner Handwerks vorgenommen werde, da diese Reorganisation zum vier schwere Kopfwunden und eine 8 Zentimeter lange tiefe größten Theil der Sozialdemokratie zu gute täme. Wunde unterhalb des Schulterblattes. Lorenz wurde infolge deffen am 26. Auguft zu einem Jahre Zuchthaus verurtheilt und sofort in Haft genommen. Sicher wäre es sehr interessant, die Gründe zu erfahren, die für die Begnadigung des Herrn Lorenz aus schlaggebend gewesen sind. " meint Ahlwardt will, wie die Berliner Presse erfährt, bundes. überzeugt, daß in einer festen, umfassenden Organisation der Arbeiterklasse der Grundbau zu einer ernsthaften und gesicherten Regelung der Arbeiterschutzverhältnisse zu erkennen sei, und überzeugt von der durch die Entwickelung der Weltwirthschaft vorbedingten Nothwendigkeit innigfter Verknüpfung der nationalen Organisationen des Proletariats au internationalen Verbänden, sieht in der durch den Senat des bremischen Staates vers fügten Ausweifung Tom Mann's und Wilson's einen Aft, der in einfeitigfter Weise das Interesse eines Theils der besitzenden Klasse vertritt und durch den aufs neue bewiesen ist, daß die herrschende Klasse von einem wahrhaften Arbeiter schuh nichts wissen will. Die Versammlung erkennt weiterhin in der Ausweisung einen Akt, der den Fortschritt der Entwickelung friedlicher Be ziehungen der Völker zu einander zu hemmen geeignet, also fulturwidrig ist, und, ihrer tiefften Entrüstung über die Maßnahmen des Senats mit aller Entschiedenheit Ausdruck gebend, erklärt sie, aufs neue den Beweis dafür erhalten zu haben, daß die Befreiung der arbeitenden Klasse einzig durch die arbeitende Klasse selbst errungen werden kann. Verhalten der Behörden, ebenso wie die Jetrautereien und die Stumm'sche Was tommt uns denn nicht zu gute. Die sächsische Praxis Sintertreppenpolitit! Gegen uns ist kein Kraut gewachsen. spätestens in der zweiten Hälfte des Oftober besuchsweise zurückfehren, um fein Mandat niederzulegen, in der Voraussetzung, Die Auslieferung Tynan's war, nach einer Notiz des daß ein bekannter Großgrundbesiger des Driesener Kreises, der Standard", bis zum vorgeftrigen Tag noch nicht von der eng- auf das Reichstagsmandat spekulirt, für die Erlangung der AnTischen Regierung beantragt worden. Es scheint irgendwo zu wartschaft auf dasselbe den Preis von 15 000 M. auszahlt. Jm Regierungsbezirt Magdeburg find wieder Ronduitenlisten für Lehrer eingeführt. Die hapern" there seems to be a hitch some where bas ministerielle Organ. Mit der ganzen Melville'schen Ber hat auf Sonnabend den 26. d. M. nachmittags 6 Uhr feine dies diese den lokal- Schulinspektoren und Rettoren direkt zugegangenen Der Deutsche Bund für Bodenbesigreform Regierung hat in einer den Kreis- Schulinspektoren und durch schwörung" scheint es zu zu„ hapern". Und Die heute aus London eingelaufene Meldung, gestern habe die englische jährige Generalversammlung einberufen, die in den Arminhallen, Verfügung vom 2. September dieses Jahres die Aufforderung Regierung den Antrag auf Auslieferung Tynan's gestellt, klingt steht außer dem Geschäfts- und Kassenbericht ein Referat über: Kommandantenstr. 20, stattfinden soll. Auf der Tagesordnung ergehen lassen, ihr unter anderem einen Bericht über das amtliche und außeramtliche fehr unwahrscheinlich. Dagegen dürfte es wahr sein was Die Bodenfrage in den Kolonien, und um 8, Uhr Der Lehrer", und zwar über ihre sittliche Haltung gleichzeitig gemeldet wird daß die englische Regierung darauf ein Vortrag des Herrn Profeffor Lehmann Hohenberg im allgemeinen", über ihre Fortbildung", über ihr Ververzichtet habe, bie Auslieferung der zwei in Holland ge über: 3wede und Ziele des Deutschen Voltsbältniß zu den Borgesetzten" fangenen Verschwörer" zu beantragen. und über ihre Stellung Mittlerweile hat in England der Prozeß gegen den auf zur Gemeinde, besonders zu den Eltern ihrer Schüler" einenglischem Boden verhafteten Bell begonnen, gegen den zureichen. Berichte, wie die hier verlangten, die sich oft nur Bei den Wahlmänner Wahlen zum einzigen, der bei der öffentlichen Meinung nicht in den Verdacht Oldenburger Sandtag, die am Montag vollzogen befchräufen, bei denen der Betheiligte niemals erfährt, was auf allgemeine Urtheile ohne Anführung beweisender Thatsachen gekommen ist, ein Lockspiel zu sein, den man vielmehr nur für wurden, haben unsere Genoffen zwar keine Mehrheit errungen, über ihn berichtet worden ist, in denen daber Unrichtigkeiten enteinen Narren hält, der sich von anderen Leuten als Werkzeug die ihnen die Möglichkeit einer Vertretung im Landtage sichert, halten sein können, die der Lehrer richtig zu stellen keine Gelegenhat mißbrauchen laffen. Ginem weiteren Telegramm zufolge erschien aber sie haben gegen die letzte Wahl im Jahre 1898 gang erheb heit bekommt, müffen die Lehrer tief tränken, bemerkt dazu die in London der in Glasgow verhaftete Bell vor dem Gerichtshofe lichen Stimmenzuwachs erworben und im fünften Kreise wäre in Bowstreet unter der Anklage eines Romplotts mit Tynan, die Aussicht auf Erfolg groß gewesen, hätte die Betheiligung der Neue Päd. Zeitung". Durch geheime Konduitenlisten geräth der Kearney und Haines zur Berübung von Dynamitattentaten im Sozialdemokraten nicht die Gegner zu den gewaltigsten An- Charakter schwacher Naturen in die bösesten Gefahren. An- Liebedienerei und Kriecherei sind ihre Früchte. Die RegieVereinigten Königreiche. Nach Vernehmung von Polizeibeamten, ftrengungen veranlaßt, um Herren der Situation zu bleiben. Liebedienerei und Kriecherei sind ihre Früchte. Die Regiederen Aussagen die Anklage unterstützten, wurde die Verhandlung So brachten sie, wie dem" Hamburger Echo" geschrieben wird, wachung der Arbeiter nach, die sich viele Unternehmer feit Jahren rung ahmt damit nur die Versuche zur geheimen leber auf morgen vertagt. so ziemlich den letzten Mann an die Urne und es gelang Der Gerichtshof in Bowstreet ist eines der zahlreichen ihnen noch einmal, die Gefahr" einer sozialdemokratischen angelegen sein laffen. Polizeigerichte in London, also Gerichtshöfe niederfter Justanz, Vertretung im Landtage abzuwenden. Die Stimmenzahlen Mainz, 24. September.( Eig. Ber.) Ein feiner Ruhhandel unferen Amtsgerichten entsprechend. Außer der Erledigung von vertheilen sich, soweit bekannt, wie folgt. In der Gemeinde ist zwischen dem Ordnungsbrei für die bevorstehende Wahl zur Bagatellfachen liegt ihnen die Führung der richterlichen Vor- Bant siegte die sozialdemokratische Lifte mit 381 Stimmen( 1898: weiten Kammer des hessischen Landtags zu stande gekommen. untersuchungen in größeren Strafprozessen ob, denn diese richter 193) gegen 168 der Gegner. In der Gemeinde Neuende fiegten Um nämlich den Sozialdemokraten, welche feit zwölf Jahren lichen Boruntersuchungen werden in England im vollsten Lichte die Bauern mit 97 Stimmen über die Sozialdemokraten, die die beiden Landtagsmandate in Händen haben, die vereinigten der Deffentlichkeit und mit allen Bürgschaften des tontradiftori- 62 Stimmen erhielten. Vor drei Jahren siegte dort die sozialistische liberalen" Stimmen entgegen zu stellen, haben die schen Verfahrens geführt. Der Gerichtshof von Bowstreet hat ifte mit 31 Stimmen. In Sande erhielt die Liste der Sozial- fratifche" die deutsch- freisinnige und nationalliberale die Voruntersuchung in politischen Prozessen; auch über alle von demokraten 11 Stimmen( 1898: feine), während die Bauern Partei einen Pakt mit einander geschlossen, wonach die fremden Regierungen in London gestellten Auslieferungsanträge 67 Stimmen zusammenbrachten. Diesmal hatte die sozialdemokra vereinigten liberalen Parteien den demokratischen Stadtverordhat er zu entscheiden. tische Gefahr sie aus ihrer Trägheit aufgeschreckt; Mann für Mann neten Schäfer und den deutschfreisinnigen Stadtverordneten Gladstone kann trotz seiner 87 Jahre das Agitiren nicht tamen fie an und brachten zum theil auf ihren Wagen ihre Arbeiter Dr. Otto Gastell als Kandidaten aufstellen. Nur das Zentrum Gladstone kann trog feiner 87 Jahre das Agitiren nicht mit. Daß die Arbeiter für die Liebenswürdigkeit, von ihren Herren hat sich nicht angeschlossen und geht seine eigenen Wege. Seine laffen und donnert wieder tüchtig gegen die" unaussprechlichen spazieren gefahren zu werden, deren Kandidaten wählten, ledig- Kandidaten sind die Stadtverordneten Haffner und Profeffor das macht ihm Vergnügen und ist sein lich um ihre Dankbarkeit zu bezeugen, ist für jeden doch ein- Dr. Schlenger. Von sozialdemokratischer Seite kandidirt Dr. David, gutes Recht. Nur möchten wir ins Gedächtniß zurückrufen, daß leuchtend. In der Gemeinde Schortens erhielt die sozialdemo- Redakteur, und Schriftfezer Haas. Thuen die Genossen am als im Jahre 1882 die Türken, Araber und andere Muhamedaner sich ernsthaft daran machten, von Egypten aus das Türkenreich kratische Lifte 45 Stimmen( 1893: 18), die der Gegner 70. In 5. Oktober ihre Pflicht, so wird sich troß dieses Kuhhandels der und den Muhamedanismus von grund aus zu reformiren, es einen Heppens siegte die sozialdemokratische Lifte mit 166 gegen Sieg an unsere Fahne heften. gewiffen Jemand gab, der diesen Reformversuch mit Kanonen 81 Stimmen. In Jever erhielten die Sozialdemokraten, wie zu Stuttgart, 25. September. Die evangelisch- soziale Türken" los. Nun # " " 11 demound Flinten zum Scheitern brachte und daß dieser Jemand erwarten, nur wenige Stimmen, jedoch mehr, als wir ver- Konferenz für Württemberg verhandelte gestern die Gladstone hieß. Wir reden von der Reformbewegung, an deren mutbeten, nämlich 28( 1893: keine); bie vereinigten Geguer Arbeitsverkürzung und den Achtstundentag. Stadtpfarrer Traub Spize Arabi Pafcha stand. Gladstone war damals Minister brachten indre sifte 188 bis 148 Stimmen zufammen. Ju bielt einen längeren Vortrag, in dem er den gegenwärtigen und er hatte nichts eiligeres zu thun, als eine Flotte und eine ben Gemeinden im Norden Jeverlands find fozialistischerseits Stand der Arbeitsverkürzungsfrage behandelte, und kam zu dem auf Armee nach Egypten zu schicken. Die Flotte schoß Alexandrien gar keine Versuche zur Aufstellung von Wahlmännern gemacht Resultat, daß die Vortheile einer solchen die Nachtheile bei in Trümmer und die Armee überwand Arabi Pascha, der heute worden. In der Stadt Oldenburg betheiligten sich 1056 Urwähler, erstreben, sondern einen den verschiedenen Verhältnissen an weitem aufwiegen. Man dürfe aber nicht einen Achtstundentag noch englischer Staatsgefangener ist. Beiläufig wurde das damalige Vorgehen Gladstone's auf nähernd 100 sozialdemokratische Stimmen wurden abgegeben. In Stunden erstrecken dürfte, bei schwerer Körperarbeit auf acht etwa fünfmal so viel als bei der Wahl im Jahre 1893. An- gemessenen Maximal- Arbeitstag, der sich nicht höher als zehn fo das Zureben feiner russischen Freundin", der berüchtigten der Landgemeinde Oldenburg wurden 134 Stimmen abgegeben Stunden, bei gesundheitsgefährlicher nur auf ſechs Stunden. Madame Nelidow zurückgeführt. Die russische Diplomatie, in beren Gold diese Dame steht, verfolgt seit einem Jahrhundert gegen 13 vor drei Jahren. Die Lifte der Bürgerlichen wurde In der Debatte stimmte die Versammlung den Ausführungen mit zäher Konsequenz den Blan, türkische Reformen zu wurden. In Osternburg hatte man drei Liften, eine Baueru mit 72 Stimmen gewählt, während für uns 62 Stimmen abgegeben allgemein zu. hintertreiben. Jeder türkische Reformversuch gab den Ruffen eine Bürger und eine sozialdemokratische Lifte. Die 18 Wahl- unferes Blattes mit folgenden Worten an den Herrn Landrichter Anlaß zu einem Krieg. Auch dem legten russischen Türkenkrieg männer der Bürgerliste fiegten. - Gine bescheidene Anfrage richtet ein Leser ging ein solcher Versuch voraus- und zwar die Einführung Auch in Delmenhorst sind die von der Bürgerpartei Gröber: einer parlamentarischen Verfassung. Im Jahr 1882 nahm der aufgestellten 25 Wahlmänner gewählt, doch bleibt es nur Vor einiger Zeit tam in den Zeitungen die Nachricht von freundliche Gladstone den Ruffen die Laft des Kriegführens ab. eine Frage der Zeit, ihnen den Sieg zu entreißen. G8 wurden einem fleinen Renkontre zwischen dem Reichs- und Landtags Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. im ganzen 427 Stimmzettel abgegeben, von denen 204 auf die Abgeordneten Gröber und dem Reichstags- Abgeordneten Sigl, Vor der Strafkammer des Landgerichts zu Frankfurt a. M. Lifte unserer Partei fielen, während die bürgerliche 211 Stimmen welch letzterer dem ersteren auf den Spott der„ Buviel". Che stand gestern der Landarbeiter Richard Breufer, aus der Proving erhielt, alfo mit Inapper Mehrheit siegte. Angesichts der ge- hinauszahlte und dabei unter anderem denselben daran erinnerte, Brandenburg gebürtig, angeklagt, während einer Fahrt auf der ringen Aussicht unserer Genoffen ein geradezu großartiger Erfolg wie er feinerzeit für einen katholischen Geistlichen St.( früher in Bahn den deutschen Kaiser in heftigen Ausfällen beleidigt zu für diefelben. Die Betheiligung war im Vergleich zu früher Wachendorf), welcher wegen einer Reihe von Verbrechen wider haben. Er hatte sich damit gebrüftet, fich vor nichts eine außerordentlich starte. Während dieselbe sich vor 3 Jahren die Sittlichkeit sich nach der Schweiz geflüchtet hat und steckzu fürchten, auch nicht vor dem Buchthaus. Die Ver- auf nur 8% pet. stellte, stieg dieselbe jetzt auf 361/2 pet. brieflich verfolgt ist, sich die Finger wund geschrieben habe, um handlung fand bei verschlossenen Thüren statt. Das Gericht er Das Norbb. Boltsblatt" in Bant bemerkt zu den Resultaten: denselben vor der drohenden Auslieferung zu retten. Cine flärte ihn der Majestätsbeleidigung für schuldig und verurtheilte Diefer stetige Vormarsch auf der ganzen Linie, diese Richtigstellung oder Widerlegung dieser Behauptung Sigl's ist ihn zu 18 Monaten Gefängniß. Steigerung des Interesses der Arbeiterschaft an der Landtags nicht erfolgt, obgleich in der Oeffentlichkeit über den Fall sehr Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich heute der Arbeiter wahl und die erwachende Enfenntniß unter ihnen, daß sie selbst viel gesprochen wurde und noch gesprochen wird und obwohl Friedrich Janotte aus Spandau vor der zweiten Straffammer ständig vorgehen müssen, wollen auch sie eine Vertretung baben, man sonst mit Berichtigungen gleich bei der Hand ist. Wir eram Landgericht II zu verantworten. Am 9. Juli d. I. fand in freut uns mehr als ein augenblicklicher Erfolg, es verbirgt dies lauben uns deshalb hiermit im öffentlichen Intereffe die Anfrage: Spandau ein Arbeiteraufzug statt. Vor der Thür einer Destillation ben sicheren Sieg, während ein Rompromiß oder eine Wahl. Ist es wahr, daß Herr Gröber sich in der That in der von stehend sah sich Janotte in Gesellschaft anderer Arbeiter den agitation im Stillen uns nur vorübergehende Erfolge bringen Dr. Sigl angegebenen Weise in den Fall des fatholischen GeistAufzug an. Aus den Reihen der letteren wurden Worte tann. Die sozialdemokratische Mühle mahlt hier zwar langsam, aber lichen K. von Wachendorf eingemischt hat, und wenn dies der hinüber gerufen, die Janotte erwiderte. Gleich darauf wurde er sicher. Ist die Sozialdemokratie in diesem Wahlkampf unterlegen, Fall, wie will Herr Gröber dies rechtfertigen?" von dem Arbeiter Teschner denunzirt, daß sich der von ihm aus so geschah es in ehrlichem Rampf unsererseits und ist nicht ustom Desterreich. gestoßene Ruf auf den Kaiser bezogen habe, worauf Anklage weniger ehrenvoll als ein Sieg gewesen wäre." wegen Majestätsbeleidigung erhoben wurde. Der Angeklagte bes hauptete vor Gericht, sein Buruf habe den ihm verhaßten Sozial. Aus Schwartau( Fürstenthum Lübeck) wird dem Hamburger Echo" zur Landtagswahl ferner geschrieben: Für die Gemeinde Die österreichische Wahlreform. Die heutige Wiener Zeitung", der österreichische Reichs Anzeiger", ver öffentlicht die von dem Kaiser sa ittionirten Wahlreform- Gesetze und die DurchsührnngS- Verordnung zur ReichZrathS- Wnhl- vrdnung.— Ungarn. Budapest. 25. September. Die interparlamentarische Friedenskonferenz hielt heute ihre Schluß- sitzung. Bezüglich der Frage des internationalen Schiedsgerichts wurden folgende Resolutionen angenommen: Die Mitglieder sollten in den Parlamente» eine genieinsame Zlktion veranstalten; es soll eine spezielle Kommission entsendet werden, welcher jedoch nur die Frage des permanenten Schiedsgerichts überwiesen würde; die Propaganda leite das Bureau. Bezüglich des nächsten Kongresses ivurde nach längerer Debatte beschlossen, die Feststellung des Ortes dem Bureau zu überlassen, welches sich mit dem Bureau des Friedenskongresses in Bern in Einvernehmen zu setzen habe. Schweiz. Bern, 25. September. Der Bundesrath Haiden seit einigen Wochen in Genf wohnenden russischen Edelmann Viktor Nakaschudze ausgewiesen.— Frankreich. — Die Glashütte der Arbeiter. Dem in der vorgestrigen Nummer erwähnten Aufsätze des Genossen Jaurss entnehmen wir noch einige interessante Einzelheiten. Da in Carmaux selbst, wo Herr Nessvguier, der Urheber des großen Glasarbeiter-Streiks und der unfreiwillige Vater der Arbeiter- Glashütte haust, kein geeignetes Grundstück zu haben war, ivandte man sich nach der Nachbarstadt Aldi, wo in günstigster Lage und unter auch sonst günstigen Bedingungen ein passendes Terrain erworben ward. Mit den Bauarbeiten ward sofort be gönnen. Die dazu nothwendigen 8 wissermaßen für den Erfolg verbürgt hat. Einstweilen werden nur zwei Hochöfen erbaut, die in wenigen Tagen ganz fertig sein werden; es ist aber Raum für zwei iveitere vorhanden. Natürlich bietet Herr Ressegmcr und die kapitalistische Presse alles Erdenkliche auf, um das Gelingen des Unternehmens zu ver- hindern, allein diese Anstrengungen dienen nur dazu, den Eifer der Arbeiter anzuspornen, von denen der Erfolg abhängt.— — Ueber die Kosten des Zaren empfanges er- fährt man, daß die Regierung hierfür einen Kredit von f ü n f Millionen vom Parlament zu verlangen gedenkt. Derselbe wird bei dem kürzlich neu eingeführten Kapitel des Budgets: „Zuschüsse für den Empfang von Fürstlichkeiten", eingestellt. Hiervon sind allein für die Truppenschau in Chälons 1200000 Fr. berechnet. Die Stadt Paris hat außerdem für den Zarenbesuch Vh Millionen ausgesetzt. Man sieht, das Vergnügen, den schüchternen Nicolans als Gast empfangen zu dürfen, ist so theuer, daß man sich die Größe des Katzenjammers, der folgen wird, kaum groß genug vor- stellen kau».— Belgien. Brüssel, 25. September. Dem Vernehmen nach wird König Leopold die nächste Kammersession persönlich eröffnen und den- jenigen Sitzungen beiwohnen, in welchen der vom Kricgsminister ausgearbeitete Gesetzentwurf über die Einführung der perfönlichenWehrpflicht zur Verhandlung gelangen wird. König Leopold scheint also, ähnlich wie die Könige des vor- revolutionäre» Frankreichs in ihre» lits de justice(Justizbetten) genannten Parlamenten, durch seine Anioefenheil die Annahme von Gesetzentwürfen erzivingen zu wollen, für die unter normale» Verhältnissen in den Parlamenten eine Majorität nicht zu haben wäre. Der Inhalt des Gesetzes über die persönliche Wehrpflicht ist noch nicht bekannt. Jetzt gilt das System der Stellvertretung in der Armee, was die Militärfreiheit der Reichen und die doppelt schwer empfundene Wehrpflicht der Proletarier bedeutet. Dieses System wird seit Jahren in der energischsten Weise von unseren Parteigenossen bekämpft, aber von der Bourgeoisie aufs lebhafteste vertheidigt. Seit die Sozialdemokratie die zweitstärkste Partei Belgiens geworden ist. haben die Macht- Haber das lebhafteste Interesse, die Armee so umzugestalten, daß sie nicht mehr eine Armee des Proletariats bleibt. Hieraus erklärt sich die Energie des mit seiner Popularität bei der Bourgeoisie nicht gerne spielenden Königs, die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht herbeizuführen. festgenommen, welches gegen die Armee ge- Spanien. Madrid, 24. September. Die Personen, welche anläßlich des jüngsten Attentats in Barcelona verhaftet worden waren, sind wieder in Freiheit gesetzt worden. In Gijon wurde ein Individuum Maueranschläge veranlaßt hatte, die richtet sind.— Rnstland. — Ueber d i e eigenartige Haltung Rußlands in der armenischen Frage spricht sich ein Korrespondent der„Times" in St. Petersburg folgendermaßen aus:„Keine Thränen sind über das Schicksal der Armenier geflossen, die nächst den Juden— und sollen wir hinzufügen den Engländern?— unter allen Rassen die meistgehaßten sind. Soweit es von Rußland abhängt, sagte vor einigen Tagen«ine russische Autorität, ist die Lage der Armenier hoffnungslos. Als die Russen IS7S in Erzerum einrückten, fanden sich auf dem russischen Konsulat Aktenstücke von der russischen Botschaft in Konfiantinopel vor. worin der Konsul angewiesen wurde, die Armenier im Dunkeln zu lassen und ihnen in keiner Weis« zu helfen, gleichsam alS ob es Ruhlands Interesse sei, durch weiteres Gescheheulassen der türkischen Bedrängung den Armeniern um so besser beizubringen, wie vortheilhaft für sie die russische Staatsangehörigkeit wäre. Wollte Rußland der Türkei ernstlich beistehen, um die Lage ihrer christlichen Unterthanen aufzubessern, so würden die Armenier erstarken und zufrieden werden, was jedoch nicht von der russischen Politik angestrebt wird. Diese Politik ist in bezug aus Armenien nicht unähnlich derjenigen, die zur Zeit des Niedergangs Polens unter Katharina getrieben wurde, wo Rußland die polnische Neichsverfassung als einen Vorwand benutzte, um eine Herstellung der untergehenden Monarchie abzulehnen." Amerika. — Ueber die Atlssichten der kämpfenden Parteien bei der P r ä,s i d e n t s ch a f t s w a h l sind in den Vereinigten Staaten Ausstellungen gemacht, nach denen der„Frank- furter Zeitung" zufolge für McKinley 253 Elektoralstimmen heransgerechnet werden, während B r y a n nur 194 Stimmen er« hielte. Zur absoluten Mehrheit sind 224 Stimmen nöthig, da das Elektoralvotum diesmal 447 Stimmen beträgt. Nach dieser Aufstellung seien für McKinley als sicher(?) anzusehen 213 Stimmen, nämlich Konnektikut, Illinois, Iowa, Kansas Maine, Massachusetts, Michigan, New-Hampshire, New-Jersey. New-Aork, Ohw, Pennsylvania, Rhode-Jsland, Vernwnt und Wisconsin. Als ungewiß, aber günstig für die Republikaner Kalifornien, Maryland, Minnesota, Oregon, Washington und West-Virginia— zusammen 40 Stimmen. Für Bryan seien sicher 125 Stimmen, nämlich Alabama, Arkansas, Kolorado, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, Montana, Nevada, North-Karolina, South-Karolina, Tenneffee, Texas, Virginia und Utah. Als ungewiß aber günstig für die Demokraten: Delaware, Idaho, Indiana, Kentucky, Missouri, Nebraska, North-Dacota, Sonth-Dacota und Wyoming— zusammen 69 Stimmen. Afrika. Pretoria, 24. September. Der Volksraad votirte ein Gesetz, welches die Ausweisung von gefährliche» oder lästigen Fremden gestattet.— NÄvkei-Aachvichten. Als Tclegirte zum Gothaer Parteitage sind, soweit be- kannt, bisher gewählt: B e r l i n I: Schuster, Joh. Timm. Berlin II: Antrick, Dr. Arons. Berlin III: K. Alboldt, Hermann Schmidt. Berlin IV: Röhn, Gnrtfchke, Voigt. Berlin V: Robert Schmidt. Berlin VI: Kiesel, Pfarr, Grashold. Kreis Nieder-Barnim: Posselt-Weißensee, Knauf-Reinickendorf. Kreis Teltow- Beeskow: Neumann- Nowawes, Oster- mann-Rixdorf. Luckenwalde: H. Tabert. Spremberg: A. Krüger. Frankfurt an der Oder: G. Schöpflin. reis Kalau-Lnckau: Redakteur Eichhorn- Dresden. Stettin: A. Appel. D a n z i g: H. Stolpe. Lübeck: Th. Echwartz. Halle a. S.: A. Albrecht. Kreis Oschers- leben: A. Trautewein-Halberstadt, G. Keßler-Berlin. Halber- st a d t: N. Dahlen, E. Adler. Breslau: I. Bruhns. Kreis Hameln in Hannover: A. Bey. Elberfeld: W. Gewehr. Barmen: A. Vogel. Bielefeld: K. Schreck. Hagen: Breil. Minden: A. Zenker. Düsseldorf: Fr. Klinisch. Krefeld: H. Bär. Iserlohn: C. Raue. Kreis Mayen- A[h r w e i l e r: A. Schweickert, Fräulein I. Löwenherz. Köln: A. Hofrichter. Kreis Wiesbaden: Dr. Quarck. Bern- bürg: G. Zöbisch. Dresden rechts der Elbe: Pogarell, Frau Eichhorn. Dresden links der Elbe: Köppen, Redakteur Eichhorn. Dresden-Land: M. Richter, W. Barlhel. M e e r a n e: Fr. Götze. K a m e n z i. S.: Fr. Müller. F r e i b e r g i. S.: R. Zimmer. W a l d h e i m i. S.: E. Haufe. Wilkau i. S.: Br. Flemming. Löß Nitz im Erzgebirge: O. Gotlschald. Pegau i. S.: K. Hertwig. Würzen: G. Riem. Leipzig, Stadl und Land: Lange, Grenz. Lehmann, Frau Meder. Gera: W. Leven. Zwötzen: Frau Wöllmer. L o b e n st e i n: E. Adler. Arnstadt: Fr. Gileck. Gießen: P. Scheidemann. Darm- st a d t: H. Berthold. E h r i n g h a n s e», Kreis Wetzlar: W. Gladen. Augsburg: H. Mattutat. Stuttgart: Hildebrandt. Freiburg i. B.: Fr. Hang. Karlsruhe: W. Kolb. Mannheim: 9l. Dreesbach. Metz: O. Schleicher. S a a r g e m ü n d: L. Emmel. Von der Agitation. In T o r g a u a. d. Elbe hatten die dortigen Genossen, weil ihnen kein Lokal zur Verfügung stand, seit zwei Jahren keine Versammlung mehr abhalten können. Vor einige» Wochen aber ist es nach langem Bemühen gelungen, wieder ein Lokal, wenn auch außerhalb der Stadt, zu bekommen. wurde nun auf letzten Sonntag eine Verfammlnng an- beraumt. Dieses unerhörte Vorgehen mußte natürlich gerochen werden. Nicht nur daß dem Vertrauensmann und Einberufer Genossen K i e k i s ch. der von Beruf Schneidermeister ist. die Kundschaft rebellisch gemacht wurde— das„Torgauer Kreisbl." veriveigerte auch die Aufnahme einer Ankündigung der Ver- 'ammlnng. Das gleiche geschah seitens des Bankdirektors Mahlow, dem Besitzer der Anschlagtafeln, trotzdem die Polizei die Erlaubniß zum Anschlag erlheilt hatte. Dem Wirth ivurde die Entziehung des Militärbesuchs angedroht. Kurz, auf alle mögliche Weise wurde für unsere Versammlung unfreiwillig agitirt, so daß sie— da der Wirth fest blieb— über Erwarten stark besucht war. Genosse Jahn aus Berlin referirte über„Die Sozialdemokratie im Kämpfe init de» bürgerlichen Parteien" unter anhaltendem Beifall und die Genossen Kiekisch und Schulz geißelten das Gebahren unserer Torgauer Gegner. In den Slrbeiter- Bildungsverein ließen sich eine große Anzahl neuer Mitglieder ausnehmen. Der bisherige Vertrauensmann, Genosse Kiekisch wurde aufs neue zum Vertrauensmann gewählt. Seinen redlichen und energischen Bemühungen wird es auch in Zukunft gelingen, unseren Ideen in Torgan Verbreitung zu verschaffen. Alles in allein: Die Versammlung nahm den günstigsten Verlauf und mit einem lürmische» Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. Ans Solingen. Vorstand und Aussichtstäth der Ge- nossenschafts- Buchdruckerei veröffentlichen in der Donnerstag-Nummer folgende Erklärung an die Leser:„Der Ausfall der Dienstag-Nummer ist auf die»nbedachtsame Handlungsweise des früheren Setzerpersonals zurückzuführen. Da sich demnächst eine öffentliche Versammlung mit der An- gelegenheit befasse» soll, verzichten wir vorläufig auf jede weitere Erörterung. Es ist Sorge getragen, daß dem Weitererscheinen der„Berg. Arbeiterstimme" nichts im Wege steht." Die„Münchener Post"»nd die„Angsburger Volks- citnng" sind zu eine m Blatt verschmoizen worden, das die llauie» beider Zeitungen im Titel führt. Die„Angsburger Volkszeitnng" war, den lokalen Theil abgerechnet, bekanntlich nur ein Kopfblatt der„Münchener Post". Die beiden belgischen Genossen de Brouköre und Lekeu sind»ach Verbüßung einer sechsmonatlichen Gesängniß- trase wegen sogenannter„Aufreizung" am Dienstag in Freiheit gesetzt, und von de» Brüsseler Genoffen im„Volkshans" fest- lich und herzlich begrüßt ivordeu. Polizeiliches, Gerichtliches ic. — Am 5. September wurde in L a n d s b e r g an der Warthe eine Volksversammlung abgehallen, wo der Abg. Singer prach. Vor der Eröffnung der Versammlung mußten auf Ver- angen des Polizeikommissars die anwesenden Frauen den Saal verlassen, weiter wurde die Erhebung eines Entrees untersagt. Die dagegen eingelegte Beschwerde hatte keine» Erfolg. In Be- ziehung auf das Entree wurde auf den Entscheiv des Regie- rungs-Präsidenden von Frankfurt a. O. vom 17. Juni ver- wiesen, der aber T e l l e r s a m m l u n g betrifft, die hier nicht in Frage kam. und die Entfernung der Frauen ivurde damit zerechtfertigt, daß„die Form der Einladung zur Versannnlnng und Zie Zusammensetzung des Bureaus den Beamten mit recht auf den Gedanken kommen ließ, daß es sich um eine Versammlung eines politischen Vereins bezw. einer politischen Vereinigung handelte".— Also dem noch gar nicht gewählten Bureau einer noch gar nicht eröffnete» Versamntlnng sieht man schon etivas an.— Das steht— schreibt man uns— ungefähr auf derselben Stufe, als wenn ein besonders scharf blickender Mensch der Wiege ansieht, daß das Kind schreien will, das noch gar nicht darin liegt. Wir wollen abwarte», ob der Regierungs- Präsident die Ansicht der Landsberger Polizeibehörde theilt. — Wegen Beleidigung des Metallwaaren- Fabrikanten Leo Meller jun. in L u d w i g s h a f e n wurde der Redakteur der „Pfälzischen Post", Genosse Z i e l o w s k i, vom Schöffengericht zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Es handelte sich um eine irrthümliche Notiz; Zielowski hatte diese schon aus eigenem Antriebe berichtigt, der Fabrikant brachte eS aber nicht �ber's Herz, sich daran genügen zu lassen, sondern lief zum Kadi. Im Sühnetermin vor dem Friedensrichter verlangte er Namhaft- machung des Verfassers, Zahlung von 150 M. an die Armenkasse und Bezahlung aller Advokalenkosten. Auf diese bescheidenen Forderungen ging Genosse Zielowski natürlich nicht ei», und so kam die Sache vor das Schöffengericht, deffen Entscheid den rachedürstenden Fabrikanten ivohl schwerlich befriedigt haben wird, denn er ließ durch seinen Anwalt Gesängnißstrase be- antragen._ Gcmerkpchnfkliches. Wege» Veranstaltung ciuer öffentlichen Kollekte ist der stellvertretende Obmann des Flensburger Gewerkschaftskartells, Genosse W u st r a ck, von der B r e s I a n e r Staats- anwaltschaft unter Anklage gestellt. Unser dortiges Parteiorgan. die„Volkswacht", halte in den Mittheilungen über den Flens- burger Werftarbeiterstreik den Genossen Wustrack als denjenigen genannt, der die Unterstützungsgelder für die Streikenden und 'Ausgesperrten in Empfang nimmt. Daß Sammlungen, die zur Wahrnehmung des in der Gewerbe-Ordnung ausgesprochenen Koalilionsrechts sowie überhaupt zur Wahrnehmuiig staatsbürger- licher Siechte»othwendig sind, nicht von dem Standpunkt ans beurtheilt werden dürfen, wie Sammlunge» anderer Natur, darüber wird die Breslaner Staatsanwaltschaft hoffentlich mit der wünschenswerlhen Deutlichkeit durch das Gericht belehrt werden. In Solingen beschloß der Verein der Schlacht-, Brot- und G e m ü s e m e s s e r- R e id e r, selbständig ein neues Preisverzeichniß ailfzustellen, wen» der Fabrikantenverein nicht bis spätestens 5. Oktober sich zu Verhandlunge» mit dem Neider- Verein bereit erklärt. Das jetzige Preisverzeichniß ist im Jahre 1875 vereinbart und betreffs verschiedener Messersorten außer Geltung gekommen. In Schönebeck a. d. Elbe wollte die Zahlstelle des Holz- arbeiter-Verba ndes den Jahrestag ihrer Gründung seiern. Zu diesem Zwecke hatte die Verwaltiing Konzert, Theater und Ball in einem der größeren Lokale in Schönebeck veranstaltet. Das Arrangement, das mit großen Unkosten ver- knüpft gewesen, war bereits getroffen, als die Polizei einschritt und die Abhaltung des Vergnügens untersagte. Aus Befragen erhielt, wie die Magdeburger„Volksstimine" miltheilt, der Bevoll- mächtigte von dem Bürgermeister de» Bescheid, er sei von höherer Seite hierzu angehalten, da„der Verband mehr oder weniger politisch" sei. Das Sliftungssest siel sonach i» das Wasser, da die Holzarbeiter auf die Amvesenheit der Frauen nicht ver- zichten wollten. Ter Beschwerdeweg wurde beschritten. In- zwischen plante die Verwaltung das Stiflungssest in einem außerhalb Schönebeck liegenden Orte abzuhalten. Die Abhallmig des Festes wurde seitens der Ortspolizei bestätigt und die Holz- arbeiter glaubten nunmehr mit ihren Angehörigen das Stiftungs- fest seiern zu können. Doch wiederum erschien die Polizei— zehn Stunden vor Beginn des Festes ging dem Bevollmächtigten der Zahlstelle folgendes Schreiben zu:„Nachdem mir heute von der königlichen Polizeiverwallung in Schönebeck Benachrichtigung zugegangen ist. daß der Filiale des Verbandes der deutschen Holzarbeiter in Schönebeck auf grnnd der Verfügung des Herrn Regierungspräsidenten zu Magdeburg vom 10. Oktober 1894, I Pr. P. 5446, die Abhaltung eines Vercinsvergnügeus nur unter der Bedingung ge- staltet wurde, daß Frauen, Lehrlinge und Schüler an dem- selben nicht theilnehmen dürsten, so muß ich die von meinem Stellvertreter während meines Urlaubs ertheilte Genehmi- tling eines Vereinsvergnügens für den vorbezeichneten ierei» am 12. September 1896 gleichfalls dahin be- chränken, daß dasselbe nur unter Ausschluß von lirauen, Lehrlingen und Schülern stattfinden darf(lt. Ver- ügung des Herrn Landraths zu Burg vom 22. Oktober 1894, l 6419). Desgleichen muß die eventuelle Genehmigung zur Ans- stihrnng eines Theaterstückes davon abhängig gemacht werden, daß der Wortlaut der aufzuführenden Stücke mir vorher recht- zeitig vorgelegt wird, so daß der Inhalt desselben einer Prüfung unterzogen werden kann. A n ch in u ß das Mitglieder-Ver- z e i ch n i ß vor Beginn des Vereinsvergnügens hier eingereicht werde n." Zuvor war das Schreiben an den G a st iv i r t h gegangen, in dessen Räumen das Stiftungsfest abgehalten werden sollte. Die Holzarbeiter in Schönebeck trösten Ich zunächst damit, daß auch anderen Vereinen ähnliche Uli- annehmlichkeiten passiren köiinen— denn was Sozialdemokraten recht, wird den Anhängern anderer Parteien billig sein. So meinen sie in ihrer Herzenseinsalt. Aber nicht umsonst hat Minister Schönstedt im Reichstage den tiefsinnigen Aus- pruch gelhan: Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe. Tie Werkstatt- Dclegirten der HolzdrechSler Leipzigs beschlossen, einer öffentlichen Versammlung zu empsehlen, solgende Forderiingen an die Unternehmer zu stellen: 56stündige Arbeits- zeit pro Woche; 36 Pfennige Stunden- Mindestlohn, dd'/s pCt. Zuschlag für die erste und 50 pCt. Zuschlag für weitere Ueber- stunden sowie für Feiertagsarbeit, 15 pCt. Aufschlag auf die bestehenden Löhne, Auszahlung des vollen Wochenlohnes am Freitag jeder Woche. Sicherung des Lohnes bei Akkordarbeiten. Tie Horndrechsler und Glimmi-Arbeiter und-Arbeiterinnen bleiben bei dieser Lohnbewegung außer betracht. Das Krcisgcricht Oliiiiit, hat die vom Redakteur des „Eisenbahner", Genossen Tomschik. bei dem Bezirks- geruht Sternberg gegen den österreichischen Eisenbahn- Minister eingebrachte Klage, zu deren Verhandlung sich das genannte Bezirksgericht inkompetent erklärte, auf Beschwerde des Klägers dem Bezirksgerichte Stcrnberg zur Verhandlung zu- gewiesen. Der Eisenbahn-Minister halte, wie wir seinerzeit be- richieten, gegen die Leitung der Eisenbahner-Organisation bei einer Inspektionsreise gröbliche Schinähiingen ausgestoßen. Es wird schwere Mühe kosten, den Würdenträger vor Gericht rein- zuwaschen. Depeschen und letzte Mncheichten. Thor», 25. Sept.(W. T. B.) Der am 15. Juni ds. IS. auS dem Zuchlhaufe entlassene Arbeiter Schlaacke erschlug iii Hohenkirch bei Vriesen den Käthner Templin, nahm der flüchtend den Frau des Templin 18 M. ab, erschlug auch diese aus dem Gehöft des Nachbarn Zabel und ermordete schließlich noch den Zabel. Schlaacke ist verhaftet. Pest, 25. September. Auf dem gräflich Schönborn'schen Gute in Malaria ist eine Bauernrevolte ausgebrochen, zu deren Niederdrückung zwei Kompagnien Infanterie requirirt sind. Prag» 24. September.(W. T. B.) Die Arbeiter der Werk- stätten der Staatseisenbahn-Gesellschafl erschiene» heute früh in den Werkstätten, nahmen aber die Arbeit nicht aus. Auf eine Aufforderung ihrer Borgesetzten verließen sie die Werkstätten, woraus dieselben geschlossen wurden. Luzern, 25. September.(B. H.) In der Zentralschweiz haben in den letzten Tagen große Niederschläge siallgesunden. Oberhalb Bekenried ist ein erheblicher Erdrutsch eingetreten. Eine Berglalastrophe ist infolge eines Erdschlitzes als nahe bevorstehend zu befürchten, wodurch Schlaltors gefährdet erscheint. Rom, 25. Sept.(B. H.) Im Dachstuhl der alten Kirche S. Vito brach in der vergangenen Nacht ein unbedeutender Brand aus. Der Eakristan wurde wegen Verdachts der Brandstistung verhaftet. London, 25. September.(B. H.) Aus Konstantinopel wird dem„Daily Graphic" gemeldet, daß von den türkische» Be- Hörden eine englische Jacht angehalten und ohne Hinzuziehung eines Konsularagenten durchsucht worden ist. Es sollen sogar Beschlagnahmen erfolgt sein. Bei der englischen Botschaft ist von dem Kapitän der betreffenden Jacht Beschwerde eingereicht worden. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inserate, itheil verantwortlich: Zh. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin. Hierzu 2 Beilage» 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 226. Das Berg- Gewerbegericht = " " Sonnabend, den 26. September 1896. # 13. Jahrg. Die Antwort ist sehr leicht gegeben. Der Bergbau, be 191 antisemitische und 178 konservative. Die Borherrschaft der sonders der auf Steinkohlen, als für das Dortmunder Revier Sozialdemokratie in bestimmten Wahlbezirken tritt drastisch darin in allererster Linie in betracht kommend, ist wohl das aus zu tage, daß im 42. Wahlbezirk unserem Kandidaten über. gebildetste Kind des kapitalistischen Systems. Hier sind die haupt tein Gegner gegenübergestellt war; Gegensäge zwischen Arbeit und Kapital so schroff wie nirgendwo. von Den 195 abgegebenen Stimmen fielen 191 auf ir wiffen ja auch, daß gerade die Unternehmer der rheinisch. den sozialdemokratischen Arbeitgeber. Im 36. Bezirk erhielten westfälischen Montanindustrie die größten Schreier gegen die die Gegner 67 Stimmen, während unser Kandidat mit 141 Sozialreform von oben" waren und noch sind. Sie wollen Stimmen glänzend siegte. Bemerkt sei, daß der 16. Wahlbezirt Herren fein im eigenen Hause" und jeder Arbeiter der Mannes im dritten Reichstags- Wahlkreise, der 29. im fünften, und der muth besitzt, wird auf eine mehr oder weniger gewaltsame Weise 36., gleich dem 41. und 42. Bezirk im sechsten Wahlkreise liegt. aufs Pflaster gesetzt. Wir sind gespannt auf das Wehgeschrei, das unsere staatsGemüthe geführt werden, welche die Sozialdemokratie unter ihrer treuen Gegner erheben, wo ihnen jezt die Eroberungen zu Wirthschaft selbst in den Arbeitgebertreisen der Reichshauptstadt gemacht hat! Urtheile eines von Arbeitern zur Hälfte besetzten Tribunals als Einer solch' bornirten und gewaltthätigen Sippe zumuthen, zu recht bestehend hinzunehmen, verräth wenig Einsicht in die Seelenzustände eines Großbourgeois. im Ruhrkohlenrevier auch ein Stück ,, Sozialreform von oben". Mit welchem Jubel die kaiserlichen Erlasse vom 4. Februar 1890 Mit welchem Jubel die kaiserlichen Erlaffe vom 4. Februar 1890 gerade von den Arbeitern der Bergwerke Preußens aufgenommen wurden, das steht uns noch in recht lebhafter Erinnerung. Der Arbeiter- Kaiser" hatte doch ganz besonders versprochen, die Staatsbergwerke zu Musterbetrieben" ausbauen zu wollen und, so deduzirte der schlichte Arbeiterverstand, nach diesem Muster wird sich dann auch das private Grubenkapital richten müssen. Die taiserliche Verheißung mußte besonders im Ruhrbergbau bei den Arbeitern lauten Widerhall finden, da der eben beendete offene Streit von 1889 sich in einen latenten, dank der Wortbrüchigkeit der Grubenbefizer verwandelt hatte, latent bis einerlei ob sie es finden oder nicht, unbarmherzig von dem der Maßnahmen, welche der Wahlleiter im 34. Bezirt au treffen Die Arbeiter fürchten sich, ihr Recht zu suchen, da sie, Als ein eigenartiges Kuriosum sei noch erwähnt, daß dank zum Jahre 1893, wo dann der lange angesammelte Groll der Unternehmer hinausgeworfen werden. Unsere Kohlen- und Eisen- beliebte, das Wahlresultat noch nicht vollständig Knappen sich in dem unglücklichen Streit an der Ruhr und Saar herren überlassen nicht die Rache dem Herrn", und nur die vorliegt. Nach Schluß Luft verschaffte. Nach Schluß der Wahlhandlung ließ der 1893 warfen die Grubenbesitzer in Rheinland- Westfalen und Furcht vor dieser Rache machte die Zahl der am Berg- Gewerbe- Borsteher dieses Bezirks die Stimmen nämlich nicht ausvor allem der Bater Staat im Gaarbergbau Hunderte und gericht verhandelten Fälle so lächerlich gering. zählen; die Wahlurne wurde vielmehr auf seinen Befehl vers Tausende renitenter" Knappen aufs Pflaster. Die staatliche Sozialreform hat sich wie überall auch im schlossen und verklebt. Der Herr bestimmte, daß die Auszählung Bergleute waren durch religiöse und politische Verhebungen a 3 Kapital stärker ist als die Staatsmacht. Die Kräfte der preußischen Bergbau eine Niederlage nur darum geholt, weil am Sonntag, den 27. September, vormittags 10 Uhr, in seiner Als Privatwohnung stattfinden sollte. einer schon zu zersplittert, als daß es zu einem solchen Massenstreit der Beiwie 1889 kommen konnte. Dem partiellen Ausstand zeigten sich Gewerbe- Ordnung pfeifenden Großkapitalisten", das ist eine ft ar te faum Zeit haben werde, an der Auszählung theilzunehmen, Ein Präfervativ giebt es allerdings noch gegen die„ auf die fizer, namens Thomas, einwendete, daß er am Sonntag die Grubenmagnaten gewachsen und schwer mußten die Heßer" Organisation der Arbeiter. Aber anstatt daß die Staats- erwiderte der Borsteher, es täme gar nicht darauf an, und„ Führer" der Grubenleute für ihre Miffethat büßen, büßen behörde diese natürliche Vollstreckerin ihrer Sozialgefeße nach besten ob der eine oder andere nicht dabei wäre; er behalte sich das es zum guten Theil heute noch. 1893, als der Bauber der durch die Reichstags- Wahlen 1890 Kräften unterstützt, leiht sie dem Unternehmerthum ihre ganze Macht Recht vor, die Leute zu bestimmen, welche dem Attus beiwohnen hervorgerufenen kaiserlichen Erlasse schon verflogen, 1893 raffte Bedrängung der Bergarbeiter- Organisation im Ruhrgebiet zehnten Stunde schon ein wenig spät geworden, um die zur Bekämpfung gerade der Organisation der Arbeiter. Ueber die sollten. Augenscheinlich war es diesem Wahlvorsteher in der sich dann endlich die Sozialreform von oben auf, um das Prestige des 4. Februar 1890 wieder herzustellen. Am 8. Juli durch die Behörde ließe sich ein langes Kapitel schreiben. 200 Stimmzettel, die etwa abgegeben sein mögen, auszuzählen. 1893 erging vom Bergwerks- Minister Berlepsch eine Ver- die deutschen Arbeiter schon darum nichts Neues bieten würden, Wir wollen dies aber unterlassen, da unsere Ausführungen für Im Prozek Hinke und Genoffen hat die Staatsanwalte ordnung über die Verfassung und die Thätigkeit des Berg weil nicht nur die Organisation der Knappen sich des Wohlschaft gegen das Urtheil vom 11. September Revision einGewerbegerichts Dortmund". Die praktische Reform wollens der Staatsbeamten erfreut. Genug ist wenn wir sagen, gelegt. Die Auffassung der Staatsanwaltschaft über Rolle und der verfahrenen wirthschaftlichen Zustände im Bergmannsleben daß es unsere Staatsmänner selbst verschuldet, wenn ihre Erfolg der politischen Polizei unter Führung des Herrn Schöne Nirgent 3 zeigte sich besser das verlorene Vertrauen der Berg- Sozialreform" in die Brüche ging. Ueberblickt man die ganze scheint demnach eine andere zu sein als die, von der wir bei leute zu der Hilfe von oben, als in der am 11. September 1893" foziale Aera" feit 1890, dann sollte man füglich zu der Ansicht Veröffentlichung des Stenogramms über das Zeugenverhör ausstattgefundenen Wahl der Arbeiterbeifißer zu den 16 Kammern sich in die sozialpolitische Toga gehüllt. Wenigstens was die fommen, unsere Staatsmänner ha ben nur zum Schein gingen. des Dortmunder Knappengerichts. In Revieren mit 10 bis In Revieren mit 10 bis Das„ kirchliche Berlin" präsentirt sich im letzten Jahrs 12 000 Mann Belegschaft schritten ganze 3 bis 400 Mann zur Bergarbeiterfrage anlangt, wird die Meinung von der Un- gange des Statistischen Jahrbuchs deutscher Städte", der das ehrlichkeit der„ Sozialreform von oben" immer stärker. Urne. Nur dort, wo die klassenbewußte Arbeiterschaft Einfluß Jahr 1893 behandelt, im Vergleich zu den meisten anderen besaß, stieg die Wahlbetheiligung auf 10 auch 12 pet. Dies aber der Arbeiter", so die Stumm und Genossen. Es muß Umkehr Beschränkung auf die evangelischen Gemeinden, die An Es darf nicht mehr so weiter gehen, in der Verhätschelung Großstädten nicht gerade vortheilhaft. Wir greifen, unter auch nur, weil die ultramontanen Bergmannsfreunde" in ge- gehalten werden" und Herr v. Berlepsch wurde schon das un- gaben über die Betheiligung am Abendmahl heraus, heimen Konventikeln beschlossen, den sozialdemokratischen Kandi baten christliche" entgegen zu stellen. Wir sagen nicht zu viel, schuldige Opfer dieser„ Umkehr". die vielleicht noch eher als die Zahl eher als die Zahl der Trauungen, wenn wir behaupten: Niemals hat eine soziale Einrichtung Taufen u. s. w. einen leidlich brauchbaren, aber natürlich schon bei ihrer Einführung ihr vollständiges Fiasko auch nicht absolut zuverlässigen Maßstab für die Regsamkeit des tirchlichen Lebens bilden gezeigt, wie das für den Ober- Bergamtsbezirk Dortmund bestimmte Bergmanns- Schiedsgericht. Die Einleitung ließ für den Fortgang fönnen. Trotz aller Kirchenbauerei hält sich die Betheiligung am das schlimmste befürchten. Abendmahl in Berlin vorläufig noch in bescheidenen Grenzen. 213 691 evangelische Kommunikanten( Abendmahls= Theilnehmer) Das„ Statistische Jahrbuch deutscher Städte" giebt für 1893 an, 1481 auf je 10 000 evangelische Bewohner.( 3ieht man In der Nachmittag Sizung des Kongresses wurde unter 23 429 eben Konfirmirte, 168 pro 10 000 Bewohner, als MußBorsiz der Frau Stritt über" Soziale Silfsarbeit; die Theilnehmer ab, so bleiben 190 262 Rommunitanten, 1313 pro Rechtsstellung der Frau" verhandelt. Unter fozialer 10 000 Bewohner.) Von 34 Großstädten( mit über 50 000 Bes Hilfsarbeit waren nur Wohlthätigkeitsbestrebungen zu verstehen, wohnern), aus denen das Jahrbuch" Angaben hierüber die den bekannten Gründungen der Frau Lina Morgenstern so bringt, hatten nur 7 eine noch geringere Betheiligung; die ähnlich sehen, wie ein Ei dem andern. Die Vorträge über die Rechts- geringste Charlottenburg, Altona und Hamburg mit 956, 795 stellung der Frau waren im großen ganzen Wiederholungen jener und 778( ohne Konfirmirte: 831, 601 und 591) Rommunitanten Reden, die bei der Agitation gegen das Bürgerliche Gesetzbuch pro 10 000. Die stärkste Betheiligung hatten München mit 4825, überall im Deutschen Reich gehalten wurden. Intereffant war Bochum mit 4616, Freiburg i. B. mit 4762, Augsburg mit 5598, ein Vortrag und die Erscheinung einer amerikanischen Rednerin, Karlsruhe mit 6194 pro 10 000( wobei jedoch zu beachten ist, daß Ms. Lockwood, die vor einigen Jahren Präsidentschafts- in einigen dieser Städte die evangelische Bevölkerung verhältniß Kandidatin ihrer Frauengruppen war und ca. 600 000 Stimmen mäßig wenig zahlreich ist, sodaß etwaige Zufälle die auf sich vereinigt hatte. Rednerin überbrachte dem Zahlen stark beeinflussen tönnen). Bemerkenswerth ist die Kongreß die Grüße 1750 amerikanischen Frauen- Stärke der Betheiligung in den meisten Landes ober in mehreren Orten vereinen und macht Mittheilung über die Fortschritte der Provinz Hauptstädten und Beamte und Soldaten Frauenemanzipation in Amerika. In allen politischen Fragen mit starter Bejagung, Potsdam haben dort die Frauen das Stimmrecht, sie sind auch für alle unter den Kommunikanten den Ausschlag geben. Aemter wahlberechtigt. Drei Frauen fizen in Kolorado im zum Beispiel hatte 3353 Rommunitanten pro 10 000 Bewohner, Staatsrath, in Kansas giebt es Frauen als Bürgermeister und Frankfurt a. D. 3292, Dresden 3111, Stuttgart 3224 u. f. iv. Richter. In Kolumbia haben die Frauen das Eigenthums- und Das männliche Geschlecht ist im allgemeinen schwächer Vormundschaftsrecht erlangt. Die Frau sei als Hauptstüße der betheiligt als das weibliche. In Berlin stellte sich der Antheil Familie auch die Hauptftüße des Staates; aber nur als freie der Männer auf nur 37,5 pet., in Charlottenburg auf 42,4 pct. Das Minimum hatten sie in Frankfurt a. M. mit 28,4 pet., Mutter könne sie ein freies Geschlecht heranziehen. das Maximum in Potsdam, Magdeburg und Frankfurt a. D. mit 54,8, 56,6 und 59,2 pCt. Der Einfluß von Militär Lokales. und Beamtenschaft tritt auch in diesen Zahlen bedeutsam hervor. Für Berlin fällt dieser Einfluß begreiflicherweise weniger ins Gewicht, doch wird er auch hier deutlich erkennbar, wenn man die einzelnen Gemeinden für sich betrachtet. Das letzte Statist. Jahrbuch der Stadt Berlin" giebt die Zahl der Aber auch die größten Pessimisten sind noch als hoffnungs freudige Leute hingestellt durch das nun vorliegende Ergebniß ber Thätigkeit des genannten Gerichts seit zwei Jahren. Jm September 1893 errichtet, liegen uns für den Rest 1898 teine Nachweise über die Thätigkeit der 16 Rammern vor. Für 1894 und 1895 find wir aber in der Lage, einen wenn auch mangelhaften Ueberblick zu geben. Hier ist er. Es wurden Fälle verhandelt an sämmtlichen 16 Spruch tammern und wie folgt entschieden: Jahr 1894 1895 Zu gunsten des Klägers 12 232 pang 29 223 Vergleich Zurück gezogen Durch andere Endurtheile erledigt Nicht erledigt Durch Bersäumniß46 43 82 97 84 14 16 urtheil Gesammt zahl der Fälle 12 207 193 geschaffen, wovon soll umgekehrt werden? Wir aber fragen ganz bescheiden: Was ist denn eigentlich Internationaler Kongre für Frauenwerke und Frauenbestrebungen. ( Fortsetzung aus der 2. Beilage.) von 0 = סטן etwa Demnach, tam 1894 bei einer Belegschaft von 155 179 Mann auf je 749 Arbeiter ein Streitfall; 1895 bei 157 166 Mann Belegschaft erhöhte sich die auf einen Fall entfallende Arbeiterzahl auf 815. Ist es schon an und für sich höchst seltsam, wenn bei der fortgesetzt zunehmenden Schärfe der sozialen Gegenfäße, trotzdem die Zahl der an den gewerblichen Schiedsämtern anhängig gemachten Rechtsfälle abnimmt, so noch mehr, wenn wir dieses beobachten bei den bergmännischen Gerichten. In keinem Gewerbebetrieb wird der Arbeiter so mißachtet von seinem Unternehmer, stellen sich Ungehörigkeiten in der Lohnzahlung, Arbeitszeit und Die vorgeftrigen Wahlen zum Gewerbegericht haben Behandlung der Arbeiter durch die Beamten heraus, wie gerade für uns ein noch weit günstigeres Resultat ergeben, im Bergbau. Die Natur des Betriebs ist schon danach angethan, als am Donnerstag beim Schluß des Blattes in später Abend Uebergriffe des Kapitals gegen die Arbeiter zu veranlaffen. Wir stunde festgestellt werden konnte. Vorweg sei bemerkt, daß zu evangelischen Kommunifanten für 1893 auf 211 687( also um erinnern nur an das berüchtigte Nullen", das auch heute dem einen, glänzend hehaupteten Mandat nicht sechs, etwa 1 pet. niedriger als oben) an; davon kamen allein noch in Blüthe steht, an die willkürliche Abreißung der Gedinge, wie wir gestern berichteten, sondern zehn fozial: 22 652( 103/4 pt.) auf die Garnisonkirche. Interessant ist Verlängerung der Arbeitszeit, die sich besonders in den letzten demokratische Arbeitgeber Beisiger hinzu auch, daß die kleine Dom- und Schloßgemeinde 4319 Kommuni Jahren des geschäftlichen Aufschwungs der Montanindustrie gekommen sind. Dieser bedeutende Erfolg bietet mehr und mehr einbürgert, und die Ausbeutung von Ueber- Gewähr dafür, daß unser Streben, im Gewerbegericht eine ge- gemeinde( mit über 8 mal so viel Trauungen, fanten hatte; dagegen hatte z. B. die große Markuss schichten von den Bechen durch 3 wang erzielt. Vor einigen funde, vom Vertrauen der weitesten Volksschichten getragene il mal fo viel Taufen, etwa 8 mal so viel Konfirmirten Tagen wurden noch 2 Arbeiter einer Beche ohne weiteres Rechtsprechung zu festigen, sich von Wahl zu Wahl mehr ver- und beinahe 24 mal so viel Beerdigungen) nur 9251 Kommunis entlassen, weil sie teine übermenschlichen Ueberschichte verfahren wirklicht. fanten, also nur wenig über doppelt so viel als die Dom- und wollten. Seit 1889, wo die Bergleute die Anerkennung der Die Wahlen gingen bei dem stürmischen Herbstwetter am Achtstundenschicht, erklusive Ein- und Ausfahrt erftritten, haben Donnerstag überaus unauffällig und ruhig von statten. Die Schloßgemeinde. Aehnliche Gegensätze ergeben sich auch zwischen anderen Gemeinden, z. B. zwischen solchen des Nordens oder eine ganze Reihe von Gruben wieder längere Arbeitszeit ein Hirsch- Duncker'schen waren in ihres Nichts durchbohrenden Ge- anderen Gemeinden, z. B. zwischen solchen des Nordens oder Südosten und des Westens. Ueberall da, wo die Muß- Frommen geführt. fühle so verständig gewesen, überhaupt keine Kandidaten aufzu- und Muß- Kommunikanten in der Minderheit sind, wo die Alles dieses find Mißstände, die laut§ 3 des Gesetzes über stellen und so konnte von einem Wahlkampfe unter den Arbeiterbevölkerung den Ausschlag giebt, ist das Liebesiverben der das Berg- Gewerbegericht Dortmund an demselben abgeurtheilt Arbeitnehmern überhaupt keide Rede sein. Wenn trotz alledem werden müssen. Und jeder Renner des Ruhr- Bergbaues weiß, in den 35 in Frage kommenden Wahlbezirken 12653 sozialdemokratische Kirche vergeblich. daß wenn alle Fälle von Uebertretung der Unternehmerrechte am Arbeiterstimmen abgegeben worden sind, so legt ein solches Fort mit Schaden! Was die Bourgeoisie zur Linderung bergmännischen Schiedsamt anhängig gemacht würden, die Zahl Resultat für den Pflichteifer unserer Parteigenoffen das ehren des sozialen Glends thut und redet, ist nicht allein kläglich, der Streitfälle sich verzehnfachte. Wir wollen nun zwar vollste Zeugniß ab. Bemerkt sei noch, daß sich seit den letzten, sondern oft auch in hohem Grade widerlich. Und das Schlimme nicht Gerichtsverhandlungen um jeden Preis, aber will man an 1894 vorgenommenen der Zahl der am Berg- Gewerbegericht verhandelten Fälle nachweisen gebildet haben; die bei den Mitgliedern derselben be- Fülle von roher Herzlosigkeit sich zuweilen in ihren philanthro haben; die Gebenghis Mablen 15 Junungen ist, daß die„ Wohlthäter" oft gar nicht zu wiffen scheinen, welche bie Harmonie zwischen Kapital und Arbeit im Ruhr- Bergbau, schäftigten Arbeiter sind bekanntlich dem Jnnungs- Schieds- pischen Reden und Handlungen fundgiebt. dann begeht man eine Fälschung. gericht unterstellt und scheiden daher für die Gewerbegerichts- Eine der Institutionen, auf welche die wohlthuende Bour Man bedenke nur, daß in einzelnen Revieren, zum Wahlen aus. geoisie sich am meisten zu gute thut, sind die Ferienkolonien. Beispiel West Essen mit 12 600 Arbeitern ein ein Bei den Arbeitgebern war, wie schon erwähnt, ein Mandat Als eine der opferwilligsten Vorkämpferinnen dieser, einem ge= ziger Fall am Berg Gewerbegericht zur Verhandlung und zwar das im 29. Bezirk zu vertheidigen. Zu diesem be ringen Theil der Proletarierjugend zu gute kommenden Ein tam im Jabre 1894. Im Jahre 1894 entfielen auf haupteten Mandat sind noch hinzugekommen: Jm 16. Wahlbezirk richtung wird und Frau Direktor Jessen bezeichnet. In jede der 16 Spruchkammern ganze 12,9 Fälle 1895 fogar zwei sozialdemokratische Arbeitgeber, im 29. Bezirk vier, im einer Sigung des Frauenkongresses gab diese Dame ein Bild Jedes Gewerbegericht in einer Mittelstadt hat pro 36. Bezirk einer, im 41. Bezirk gleichfalls einer und im 42. Be- von dem Wesen der Ferienkolonien. Wahrscheinlich sich selber Jahr die 10, ja 20fache Zahl von Streitfällen aufzuweisen. zirk zwei Arbeitgeber. Es sind dies folgende Parteigenoffen: unbewußt verstieg sie sich hierbei wir folgen einem Bericht Sollte in der That bei einer Arbeiterschaft wo 10-12 000 Gärtner Krause, Barbier Ludwig, Gastwirth Schönes des Berliner Tageblatts"- zu der folgenden Darlegung: Köpfen sich nur ein einziger Fall ereignen, von der mann, Bigarrenfabrikant Neul, Zapezirermeister Bugiger," In der Auswahl der Kinder darf nicht immer größte Unternehmer von seinem Arbeiter gerichtlich belangt werden tann? Gastwirth Späth, Steindruckereibefizer Fröbel, Gastwirth Armuth und Kräntlichkeit maßgebend sein, Und dies wohl noch im Bergbau. Wer dies allen Ernstes be- Liette, Malermeister Dornbusch, Lederzurichter und sondern die Erwägung, ob das Kind überhaupt noch gefund haupten kann, den beneiden wir aber um seine Naivetät oder Lohgerbermeister Busse und Zigarrenhändler Löffler. gemacht werden kann oder ob nicht vielleicht die häus Unverfrorenheit. Der Parteirichtung nach zählen zu den neu gewählten lichen Verhältnisse des Kindes so zerrüttet Arbeitgeber Beifißern 48 Freifinnige, 11 Sozial- sind, daß die Vortheile des Landaufenthalts in den Kolonien demokraten, 6 Antisemiten und 5 Konser schon nach wenigen Tagen wieder verloren gehen vative. Viel anschaulicher noch als in dem Wahlresultat infolge unzureichender Pflege, die ihm von den tritt die Bedeutung der Sozialdemokratie unter den Ar Eltern zu theil wird." 11ur 12. # Die bisherige Thätigkeit des Dortmunder Berg- Gewerbegerichts hat den glänzendsten Beweis für das Fiasko der Sozialreform von oben" wieder einmal gebracht. Auf diese seine Schöpfung braucht Herr Berlepsch nicht stolz zu sein. S = Woher aber nun das gänzliche Fehlschlagen der staatlichen beitgebern in der Zahl der abgegebenen Stimmen Wir nehmen an, daß die brave Frau Direktor Jessen Spekulation auf Ausmerzung der Uebelstände im Bergbau auf hervor. Insgesammt wurden nämlich vorläufig gezählt keine Ahnung davon hat, wie vernichtend in diesen Worten 2601 Sozialdemokratische Stimmen, legalem Wege"? 2281 freifinnige, nicht allein die Ferienkolonien, sondern die ganzen entsetzlichen Schon mehrfach haben wir bei Besprechung der Reklamen, die von Zeit zu Zeit für die Ferienkolonien gemacht werden, dargelegt, daß deren Wohlthaten" den am meisten Bedürftigen jezt garnicht zu gute fommen fönnen. In der Rede der Frau Jeffen scheint fozusagen die Ethik enthalten zu sein, von der das bourgeoise Streben dieser Wohlthätigkeitsrichtung beseelt ist. Eine Ethit, die in bezug auf Leib und Leben der am meisten der Hilfe bedürftigen Kinder in den grauenvollen Grundsatz austlingt: Fort mit Schaden! ertrunken ist. = H Bustände gekennzeichnet sind, die zusammen das ausmachen, was in den Thiergarten und erschoß sich. Sollte der Mann, der unangenehm empfunden zu werden. So lesen wir in der Tägl. rohe Gesellen blasphemisch als göttliche Weltordnung bezeichnen unter der strammen militärischen Bucht einen derartigen Scherz Rundschau":" Der Verein" Bonentarif" hat sich in seiner legten und unter dieser Devise mit den Mitteln brutaler Gewalt vor begeht, wirklich ganz bei Troste gewesen sein? Sigung eingehend mit dem Arbeitsausschuß beschäftigt. dem Umsturz" geschützt wissen wollen. Die Leiche des 70 jährigen Rentiers Louis Schmidt aus Es wurde diesem in scharfer Weise vorgeworfen, daß er sich habe. Der Ausschuß beeilt fich, Brit, welcher sich am 17. d. Wi. aus seiner in der Bürgerstr. 3 nicht genügend um eine größere Ermäßigung der Eisenbahnburg gelandet. Man vermuthet, daß der Bedauernswerthe in der tannten Ermäßigungen hinzuweisen, welche schließlich, nachdem baselbst belegenen Wohnung entfernt hatte, wurde bei Charlotten- Fahrpreise bemüht demgegenüber in einem Rundschreiben auf die beDunkelheit den Weg verfehlte und in die Spree stürzte, wo er feine Bemühungen zuerst erfolglos waren, vom EisenbahnMinisterium zugestanden seien, wobei er besonders auf eine Beim Fensterputzen ist gestern im Admiralsgarten Borstellung anspielt, die ein Mitglied des Arbeitsausschusses dem Bad in der Friedrichstraße 102 das 22 Jahre alte Wasch Kaiser gegenüber bei deffen Besuch in Treptow gewagt hatte. mädchen Mathilde Kalnsa aus der Kleinen Alexanderstraße 17 Unzweifelhaft ist diese Vorstellung von großem Einfluß gewesen Die Volksversammlung, die die sozialdemokratischen Frauen dem Badearzte im ersten Stock ein Fenster puzen, verlor das der Frage der Fahrpreise von dem alle Zeit auf Vermehrung Die Volksversammlung, die die sozialdemokratischen Frauen tödtlich verunglückt. Das Mädchen wollte gegen 81/4 Uhr bei und ebenso glauben wir auch gerne, daß der Arbeitsausschuß in Berlins aus Anlaß des Internationalen Frauenfongresses nach dem Martens'schen Saale in der Friedrichstraße zu Freitag Abend Gleichgewicht und stürzte durch ein Glasdach, das sich unter dem der Einnahmen bedachten Eisenbahn Minister nicht mehr ereinberufen hatten, war so zahlreich besucht, daß der Saal und die Fenster befindet, hindurch auf den Hof hinab. Die Verunglückte langen fonnte, als geschehen ist. Anders steht es aber mit zwei Nebenräume schon vor 8 Uhr überfüllt waren. Immer neue Massen erlitt mehrere Schädelbrüche und andere innere und äußere Ver- weiteren Vorwürfen, die in der erwähnten Bereinssizung erströmten herbei, Hunderte kehrten um, Aberhunderte suchten noch Blaiz lezingen und war sofort tobt. Ob der Bauart des Fensters hoben wurden, nämlich, daß 1. ein glänzender Jahr. für Schauluftige geschaffen fei, und daß zu erhalten. Die Disziplin unserer Genossen bewährte sich. Sie die Schuld an dem furchtbaren Ereigniß beizumessen ist, wird martt" 2. nicht 25 Pfennig- Arbeitertage", sondern 1 M. gehorchten der Aufforderung der Vorsitzenden, Frau Leuschner, nicht gemeldet. Den Saal zu verlassen. Diesen doppelten Zadel Nur die Frauen sollten zurückIn den letzten Wochen sind in verschiedenen Stadtgegenden Elite- Tage" eingeführt seien. bleiben. Immerhin war die Ueberfüllung des Saales noch so groß, Restaurateure dadurch geschädigt worden, daß die Hörmuscheln halten wir durchaus für berechtigt. Selbst viele Mitglieder des daß an eine Erledigung der Tagesordnung nicht gedacht werden ihrer Telephon- Apparate durchschnitten und entwendet waren. Runstgewerbe- Vereins haben unzweifelhaft, wie Geheimrath daß an eine Erledigung der Tagesordnung nicht gedacht werden Der Verdacht der Thäterschaft Tenkte sich jedesmal auf zwei Leffing in seinem Vortrage am Mittwoch betonte, von der Hauptfonnte. Nur eine Rede wurde gehalten. Es war Frau Lily konnte. Nur eine Rede wurde gehalten. Es war Frau Lily Braun, die über Frauenbewegung und Sozialdemokratie" sprach. junge Leute, welche um die Erlaubniß gebeten hatten, das balle nur den Kuppelraum und deren nächste Umgebung gesehen, Braun, die über Frauenbewegung und Sozialdemokratie" sprach. Telephon auf kurze Zeit benußen zu dürfen und alsdann plöhlich weil sie zuviel Beiwert" in Kairo, Alt- Berlin u. f. w. zu be Wir berichten über die Rede, die mit lautem Beifall aufgenommen wurde, morgen. Nach der Rede- während der verschwunden waren. Gestern gelang es, einen der Diebe gleich trachten hatten. Und die 25- Pfennigtage für Arbeiter sind immer nach Ausführung eines derartigen Diebstahls zu ergreifen, während wieder vergeblich gefordert worden, während jeder Vor. mehrere Frauen infolge der Hize ohnmächtig geworden waren Glite Tage" mit wurde die Versammlung mit einem begeisterten dreimaligen Hoch der Mitschuldige sich seiner Festnahme durch die Flucht entzog. wand dazu benugt wird, auf die Sozialdemokratie geschlossen. Die Tagesordnung wird Unfälle im Straßenverkehr. Gestern Vormittag wurde doppeltem Eintrittsgeld zu schaffen. Einen Tag in fichtlich im Feenpalast stattfindet( näheres im morgigen Annoncen Geschäftsfuhrwerts scheu und lief nach der Invalidenstraße zu. ftellenweise fast zur Regel und die einfachen" zur Ausnahme am kommenden Sonntag in einer Versammlung, die voraus- das Pferd eines vor dem Hause Haidestraße 30 haltenden der Woche, an welchem der Preis verdoppelt ist, findet man allent halben und hat nichts dagegen; in Treptow aber sind diese Tage theil unseres Blattes), erledigt werden. Vor dem Hause Nr. 52 gerieth das Thier auf den BürgerVon wegen der Konkurrenz. Stöder's Blatt Das steig, riß den dort angebrachten Post Briefkasten ab und wurde geworden. Dieses Verfahren hat viel zu dem Vorwurf der Bolt" giebt sein Bech in folgendem Aufruf an feine Leser zu stunde des Donnerstags ging das Pferd eines Geschäftswagens fteller nicht gerade glänzend gewahrt worden sind. Der bald darauf von Vorübergehenden aufgehalten. In der Mittags- Geldschneiderei" beigetragen, der um so schwerer wiegt, als in mancher anderen Hinsicht die finanziellen Intereſſen der Aus. erkennen: Hinsichtlich unseres neuen Wochenblattes Christlich durch und jagte aus der Landsbergerstraße über den Lands Arbeitsausschus hat auf diesen doppelten Sozial" müffen wir bitten, von einer Berichtigung Notiz zu nehmen. Das Blatt ist nicht, wie am Kopf steht, unter Nr. 1462a berger Plaz, wo die mit der Pflasterung beschäftigten Arbeiter und in die Postzeitungsliste eingetragen, sondern es muß richtig heißen: dort Posten stehende Schuhmann Schlofat fiel dem Pferde muthig in einer so flaren Erfenntniß. Es ist unseren Lesern bekannt, daß die zahlreichen Vorübergehenden in große Gefahr geriethen. Der Gin bischen spät tommt man in bürgerlichen Kreisen zu Nr. 1462 b, Nachtrag 14 der Postzeitungsliste. Wir bitten, dies die Zügel, wurde zwar eine Strecke weit mitgeschleift, brachte aber umsomehr zu beachten, da unter 1462 a ein anderes chriftlichfoziales Blatt eingetragen ist, das aber auf dem Standpunkt der dennoch das Thier zum Stehen. Verlegungen hat er nicht davon sich die Folgen der Tingeltangelei und der Arbeiterfeindlichkeit Jungen steht. Schon entstandene Irrthümer werden die Poft getragen. An der Ecke der Koch- und Charlottenstraße fuhr aller Voraussicht nach wenigstens am Geldbeutel der Garanties ämter gewiß rückgängig zu machen bereit sein, da das Versehen nachmittags der Führer eines Geschäftsfuhrwerks gegen einen fondszeichner bemerkbar machen werden. nicht von uns, sondern vom Post- Zeitungsamt verschuldet ist. Der Sturm hat am Donnerstag in der Ausstellung vers Pferdebahnwagen, beschädigte diesen und suchte durch schnelles Wie fann das Poft- Beitungsamt sich derart gegen Stöcker Davonfahren zu entkommen. An der Ecke der Friedrich wüstend gewirkt. Von den Wandelgängen wurden die Beltbächer straße trat der Schuhmann Hante dem Fuhrwerk entgegen theils losgeriffen, theils zerfeßt, das Preisrichter- Belt, welches für verschwören? und fiel dem Pferde in die Zügel, um es zum die zu veranstaltenden Sportfeste vor dem Hauptgebäude auf Stehen zu bringen. Der Kutscher trieb jedoch das gestellt wurde, wurde nachmittags durch einen Windstoß um Pferd durch Peitschenhiebe immer mehr an, so daß der Beamte geriffen und zertrümmert. Die Beltdächer bei den Restaurants die Zügel loslassen mußte und unter die Räder gerieth. Er erlitt wurden zerrissen, in dem Nordpol Papplagen in Bedachungen dabei eine schwere Verlegung am linken Knie. Es gelang leider abgehoben, Schilder von Häusern losgeriffen und ähnliches mehr. nicht, die Persönlichkeit des Kutschers festzustellen. In der Ebenso hat auch der Telephonbetrieb empfindliche Störungen er Neuen Friedrichstraße wurde abends der 43jährige Arbeiter litten, indem der Sturm die Drähte mehrfach zerriß, sodaß diese Wilhelm Rohde durch einen Geschäftswagen überfahren und am in den Wegen herunterhingen. Eine Anzahl Arbeiter mußte rechten Knie bedeutend verletzt. Er wurde nach der Charitee gestern den ganzen Tag über thätig sein, um in den Leitungen überführt. wieder Ordnung zu schaffen. " wurde. = Zadel nichts erwidert!" " In der Urania, und zwar in dem alten Gebäude in der Invalidenstraße, fand am Donnerstag Abend ein chemischer Experimentalvortrag statt. Herr Dr. Naß hatte es übernommen, die Elemente des Wassers in ihren Eigenschaften dem Publikum vorzuführen. Element heißt in der Chemie eine Substanz, welche sich mit den bisherigen Methoden in keine anderen zerlegen läßt, wie z. B. Gold, Silber, Kupfer. Waffer ist ein solches Element nicht; denn es zerfällt bei geeigneter Behandlung in zwei Gafe, Wasserstoff und Sauerstoff, welche sich wieder zu Wasser vereinigen können. Beide Gase sind farb- und geruchlos, verrathen Der Zuschneider Antou Walgschewski, Adolfstraße 6 Ein Zusammenstoß zweier Wagen der elektrischen Runds fich aber durch andere Eigenschaften. So ist der leichte Wasserstoff wohnhaft, ist der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden, weil bahn erfolgte gestern Nachmittag gegen 5 Uhr an der Haltestelle brennbar, während der weit schwerere Sauerstoff nicht brenn bar ist, dagegen die Verbrennung anderer Körper zu einer sehr er auf die Arbeiter Karl Plötz'schen Eheleute, ebendaselbst wohn- Kairo. Während der vordere Wagen noch hielt, kam ein zweiter haft, infolge eines vorhergegangenen Wortwechsels aus uns auf diesen augerannt. Glücklicherweise ist bei dem Unfall lebhaften gestaltet. Herr Dr. Naß zeigte die verschiedenen Methoden, diese Gase mittelbarer Nähe mit einem Revolver vier Schiffe abgegeben niemand verlegt worden; eine Dame, die aus dem vorderen zu gewinnen, sowie ihre verschiedenen Eigenschaften an einer Reihe hat. Dem P. gingen zwei Ladungen durch den rechten Unterarm, Wagen herausgeschleudert wurde, kam mit dem Schrecken davon. schöner Experimente, welche er durch einen flaren Vortrag in die Ehefrau erhielt einen Schuß in den linken Arm, infolge Der Vorfall rief im Berkehr der Bahn eine längere Störung unterhaltender Weise erläuterte. Der Versuch der Urania, die bessen der Knochen am Ellbogengelent theilweise zersplittert hervor. grundlegendsten Thatsachen der verschiedensten Naturwissenschaften durch derartige Experimentalvorträge einem weiteren Publikum Der Privat- Nachtwächter Hermann D. ist in das Unterverständlich zu machen, verdient allen Beifall. Leider war der suchungsgefängniß eingeliefert worden. Er hatte es übernommen, Vortrag nur schwach besucht, wozu das außerordentlich schlechte den Schlächtermeister A. in der Bellermannstraße allnächtlich Unter Leitung des Herrn Julius Türk findet morgen Wetter wohl auch beigetragen hat. um 2 Uhr zu wecken. Diese Gelegenheit hat er regelmäßig nachmittag 22 Uhr im Bellealliance Theater eine einmalige Aus dem Verbande der Charitee Aerzte werden am dazu benutzt, den Schlächtermeister zu bestehlen. Der Be- Vorstellung von Maria Stuart" von Fr. Schiller statt. Die 1. Oktober der Oberarzt und langjährige erste Assistent des Gestohlene, der schon lange den D. im Verdacht hatte, ließ Maria Stuart spielt Hedwig Margot, Elisabeth: Anna heimraths v. Leyden, Dr. Klemperer, und der Stabsarzt und Wächters durch eine Weckeruhr wecken, stellte sich beim den Shrewsbury: Wilhelm Ruff, den Burleiph: Alfred sich um Gewißheit zu erlangen, vor dem Erscheinen des Jordan als Gast, den Lefter: Oskar Krüger als Gast, Privatdozent Dr. Grawiß, der seit vielen Jahren erster Assistent Eintritt des D. schlafend und beobachtete, wie dieser die Taschen Philippi als Gast, den Mortimer: Julius Zürk. Die der Kleidungsstücke durchsuchte und mehrere Geldstücke, die vor Berloosung der Billets beginnt um 11/2 Uhr. her gezeichnet worden waren, entnahm. Der auf der That ertappte Dieb dürfte auch der Urheber eines größeren, zum Schaden des A. im Monat Mai d. J. ausgeführten Diebstahls sein, bei dem eine Kassette mit über 100 m. Baargeld, eine goldene Uhr, ein Depotschein der Reichsbank und andere Werth: papiere entwendet worden sind, ohne daß es bisher gelungen war, den Dieb zu ermitteln. des Geheimraths Gerhardt ist, ausscheiden. Von der Mühlendamm- Schleuse. Am Donnerstag Nach mittag gerieth ein größerer Stein zwischen die oberen Schleufenthore der Mühlendamm- Schleuse, so daß diese nicht geschlossen werden konnte. Der Schiffsverkehr mußte infolge dessen nach der Stadtschleuse abgeleitet werden. Der Betrieb der Mühlen damm- Schleuse ist gestern früh wieder eröffnet worden. " Kunft und Willenschaft. = " Im Schiller- Theater wird heute das Wichert'sche Lustspiel Gin Schritt vom Wege" zum ersten Male wiederholt. Sonntag findet im Bürgersaale des Rathhauses der erste der Dichters und Tondichter. Abende Schiller- Abend" statt. Fräulein Grete Meyer und die Herren Bach, Pauly, Boigt haben die Vorträge übernommen; der gesangliche Theil, von Herrn Plübdemann geleitet, wird von Herrn Zarneckow ausgeführt. Ludwig Fulda's neues Märchendrama„ Der Sohn des Khalifen" soll dem B. B. C." zufolge noch bevor es am " Deutschen Theater" zur Aufführung gelangt, in München und Frankfurt a. M. gegeben werden. 11 Ein Dorfroman fand gestern im Asyl für Obdachlose in der Prenzlauer Allee sein vorläufiges Ende. Am Nachmittag Wegen Unterschlagung von Briefen wurde Freitag traf auf dem Bahnhof Alexanderplatz eine junge, ärmlich ge Morgen in einem hiesigen Krankenhause der 25 jährige Wärter leidete Frau, einen dreijährigen Knaben an der Hand haltend Julius S. festgenommen. In der legten Zeit waren wiederholt und ein neun Monate altes Kind auf dem Arm tragend, mit für Krante eingelaufene Briefe, die S. zu beforgen hatte, nicht einem Ostbahnzuge ein. Die Frau zeigte sich hier so unbeholfen in die Hände der Adressaten gelangt. Nachdem man nun mehrere und fremd, daß das Publikum ihr zu Hilfe tam. Auf Befragen dieser Briefe in dem Bette des Wärters gefunden hat, wurde erzählte die Unglückliche, daß sie die Tochter eines sehr reichen dieser festgenommen, obwohl er bestreitet, sie unterschlagen zu Wie feinerzeit gleichzeitig in Wien und Berlin die Première haben. von Sudermann's Schmetterlingsschlacht" stattfand, so posenschen Bauern sei. Ihr Vater wohne in der Gegend von Bromberg und hatte einen Knecht, mit dem ste, die Bei athletischen Uebungen, die mehrere junge Leute werden auch die drei Einafter Sudermann's am selben Abend, Sonnabend, den 30. Oktober, im Deutschen Theater Tochter, ein Liebesverhältniß anknüpfte. Der Bauer hatte gestern Abend im Keller Gartenstr. 15 vornahmen, rang jedoch für bas Mädchen einen reichen Hofbesitzers bar noch nicht ganz 17 Jahre alte Paul Hugo mit einem zu Berlin und am Wiener Hofburg- Theater" ihre Erst fohn ausersehen; er entließ den Knecht und jagte Rnecht und jagte die Tischler Christhöfer und fiel dabei mit dem Kopfe so unglücklich aufführung erleben. Tochter, als diese erklärte, unter keinen Umständen von ihrem gegen die Wand, daß er bald darauf, anscheinend infolge einer Geliebten laffen zu wollen, aus dem Hause. Das Liebespaar Gehirnerschütterung, starb. Die Leiche wurde nach dem Schau. verheirathete sich, doch ging es ihm bitter schlecht. Beide nahmen hause gebracht. auf einem Gehöft als Knecht refp. Magd Stellung, bis der Mann vor etwa sechs Monaten erklärte, er habe einen Brief von einem Bengen gesucht! Die Personen, welche Beugen der in Amerka wohnhaften Better bekommen und wolle ebenfalls Schlägerei waren, die sich am 3. August vorigen Jahres vor nach dort auswandern. Der Knecht ließ seine Frau mit den dem Lokale des Herrn Schulz, Kottbuserdamm 72, abspielte, zwei Kindern in der Heimath zurück und war seitdem ver- werden gebeten, sich bei dem Kutscher Wilhelm Krenz, Münche schwunden, ohne jemals wieder Nachricht von sich gegeben bergerstraße 21, Hof 4 Tr., zu melden. Aus den Nachbarorten. zu haben. Die unglückliche Frau war in der Wirthschaft Verloren wurde in der Frauenverfamnilung bei Marten 3 allein nicht mehr brauchbar, wurde entlassen und beabsichtigte Friedrichstr. 236, am Freitag Abend eine Tasche mit Opern nun, ihrem Mann nach Amerika zu folgen. Ohne eine Ahnung glas, Notizbuch und zwet egitimationstarten zum von den Kosten einer solchen Reise zu haben, ohne auch nur die Adresse des Vermißten zu kennen, machte sie sich, nachdem sie Frauenfongre ß. Der Finder wird um Abgabe im Central: Adresse des Bermißten zu kennen, machte fie fich, nachdem sie hotel, Friedrichstr. 148/149, Zimmer Nr. 482, höflichst gebeten. ihre wenigen Habseligkeiten verkauft, auf den Weg und langte gestern Nachmittag vollkommen erschöpft und ohne einen Pfennig Geld zu befizen, in Berlin an. Sie wurde hier nach dem Asyl für Obdachlofe gebracht. Seitens der Armenkommission werden Ans Rixdorf. Auf dem hiesigen Amtsbureau hat sich eine natürlich sofort die erforderlichen Schritte gethan werden, um alte, anscheinend geistesgeftörte Frau angefunden, welche angiebt, den hartherzigen Vater der Frau, welcher bisher jede Unter- Henriette Schulz zu heißen, ihre Wohnung jedoch nicht weiß. ftüßung abgelehnt hat, zu seinen Verpflichtungen zu zwingen. Auskünfte über die alte Dame werden im Amtshaufe entgegenDer Garde- Dragoner Leopold, über deffen Selbstmord genommen. Aus dem benachbarten Briß war feit einigen im Thiergarten wir berichteten, ist am Donnerstag Nach- Tagen der bejahrte Rentier Bouis Schmidt spurlos ver mittag auf dem Garnisonkirchhofe in der Müllerstraße beerdigt. schwunden. Jetzt hat man seine Leiche bei Charlottenburg in Die halbe 5. Schwadron, der er angehörte, gab ihm unter der Spree aufgefunden. Allem Anschein nach liegt ein Un Führung eines Lieutenants das Geleite. Der Selbstmord ist, glücksfall vor. # 1 Die Sängerin Frau Klafsky ist am gestrigen Freitag in Hamburg zu Grabe getragen worden. Ueber die Art ber Pietät, die an diesem Tage in den Instituten des Herrn Pollini, des Arbeitgebers" der Dabingeschiedenen, geübt wird, meldet das Hamburger Echo":" Bur Feier des Tages" wird es am Freitag, 25. b. M., als am Bestattungstage der Frau Klafsky, in den Pollini'schen Mufentempeln recht heiter und fidel her. gehen. Im Altonaer Stadt- Theater gelangt der Schwank„ Papa Nitsche" zur Aufführung, im Thalia- Theater werden„ Fiddicke Stadt- Theater gerade an diesem Tage Die Zauberflöte" und und Sohn das Publikum erfreuen. Weshalb für das Hamburger nicht Der Bettelstudent" oder" Die Fledermaus" auf das Repertoir gefekt worden ist, vermögen wir nicht zu sagen. Repertoir gefeht worden ist, vermögen wir nicht zu sagen. Moris v. Bederath. Er gehörte der Krefelder Kaufmanns. In Münster starb am 17. d. M. der Siftorienmaler familie an, deren bekanntester Bertreter der Reichs- Finanzminister aus dem Jahre 1848 und preußische Parlamentarier Hermann v. Beckerath war, und wurde 1888 in Krefeld geboren. Er studirte in Düsseldorf bei Kehren und in Münster bei Schwindt und hat sich namentlich durch eine Reihe Kartons vortheilhaft bekannt gemacht, z. B. durch seinen Gimbernkampf, die Bestattung Alarichs, den Brünhilde Cytlus. Im Jahre 1884 führte er die Sgraffitomalereien im Lichthofe der technischen Hochschule in Char lottenburg aus. Ans Frankfurt a. M. wird gemeldet: In der am Freitag abgehaltenen zweiten allgemeinen und Schlußsigung des Kongresses deutscher Naturforscher und Aerate bantte zunächst Profeffor Dr. Schmidt nach Begrüßung des als Vertreter der Staats- Regierung erschienenen Regierungs- Präsidenten von Teppers Lasti aus Wiesbaden den Kongreßmitgliedern für ihre mühevolle, aufopfernde Thätigkeit. Sodann wurden Vorträge gehalten von Professor Dr. Verworn- Jena über„ Erregung und Lähmung", von Dr. Below- Berlin über die Praktischen Ziele der Tropen hygiene", und von Geheimrath Professor Dr. Weigert- Frankfurt über Neue Fragestellungen in der pathologischen Anatomie". Profeffor v. Ziemffen- München sprach hierauf den staatlichen und städtischen Behörden in herzlichen Worten für die freundliche AufDie thörichte Arbeiterfeindlichkeit der Ausstellungs- nahme und das bereitwillige Entgegenkommen den Dank der Ver= wie uns mitgetheilt wird, auf einen schlechten Scherz zurück- Im Dienste ist Mittwoch Abend der 47 Jahre alte Eisenzuführen, den der junge Mann am Sonnabend mit Hilfe des bahnarbeiter August Freitag von der 72. Bahnmeisterei zu Telephons gemacht hatte. Um 7 Uhr abends bestellte Trebbin auf der Strecke zwischen Trebbin und Luckenwalde Leopold, der als übermüthig und zu allerhand Streichen schwer verunglückt. Freitag wurde von einem Streckenwagen aufgelegt bekannt war, durch den Fernsprecher von gefaßt, überfahren und am Kopf und beiden Beinen so schwer jedem der vier zur Garde Kavallerie Division gehörigen verlegt, daß man ihn nach Berlin in ein Krantenhaus bringen Regimenter zwei Mann zur sofortigen Reinigung der Bureau- mußte. Der Verunglückte ist verheirathet und wohnt in räume des Divisionskommandos, am Zeughaus Nr. 1. Als die Nunsdorf. Leute eiligst antamen, war Leopold ausgegangen und niemand wußte etwas von ihrer Beorderung. Der Scherz" wurde den vier Regimentern gemeldet. Sein Urheber sollte dafür vierzehn Lage Mittelarrest erhalten und am Montag zur Ablösung sich Gewerbe- Ausstellung 1896. zu seiner Schwadron begeben. Statt zur Kaserne ging er jedoch leitung scheint allmälig auch in einigen bürgerlichen Kreifen sammlung aus. " Gewerkschaftliches. Bei der Firma Selmar Baier wurden die Vertreter der Lohukommission direkt abgewiesen. ober unbewußter Schwindel. So sehr wir den Arbeitern in 1 sicherung, daß der Bahlungsbefehl nur eine Teere Form fet, ihrem wohlverstandenen Interesse nur empfehlen fönnen, sich er wolle von ihr nichts haben. Die Geschichte gerieth Zur Berliner Buchbinderbewegung. Bewilligt hat in zentralen Organisationen zu vereinigen, weigern wir uns in Vergessenheit, bis Martha Sunholz eines Tages durch weiter die Kontobuchfabrit von Morizu. Kummer, doch selbstverständlich nicht, über wichtigere Vorgänge auf einen Brief von ihrem Vater die Nachricht erhielt, daß Landsbergerstr. 72. dem Gebiete der lotalen Organisationen zu berichten. Weder ein ihr gehöriges Sparkassenbuch über 350 M., welches er in von Polndeit oder von sonst jemand ist aber über den Aufbewahrung gehabt, gepfändet worden sei, und zwar auf geplanten Kongreß irgend eine Mittheilung an uns gelangt. grund des Zahlungsbefehls, den ihr Onkel gegen sie hatte auss Das Personal der Firma Kirchner u. Schwedthelm, Der Bauhandwerker" bemerkt zu dem Kongreßprojekt vor- ftellen lassen. Martha Hunholz hatte der Versicherung des Ans Prinzessinnenstraße, will sich den Arbeitern der anderen Galan- läufig": 1. Der Weihnachtstag erscheint uns für solch eine geklagten, daß er teine Ansprüche an sie habe, vertrauend, es terie- Wertstuben nicht anschließen, sondern ließ in der Werk Konferenz nicht geeignet; 2. die Tagesordnung ist viel zu lang unterlassen, Einspruch zu erheben und da sie weder den Pfändungsstuben- Versammlung am Donnerstag erklären, daß es keine und enthält zu viel selbstverständliche Sachen, über die nichts beschluß noch den Bollstreckungsbefehl erhalten hatte, so mußte Forderungen stellen werde; es haben aber trotzdem ein Arbeiter mehr zu sagen ist; 3. wir denken, die durch Vertrauensmänner ihr Dutel diese Papiere heimlich für sich behalten haben. Das und drei Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. zentralisirten Organisationen, die also durchaus teine Botal- arme Mädchen ist um sein ganzes, wenn auch unbedeutendes Vers Im Streit befinden sich die Personale der Firmen: organisationen" sind, sollten in die Einladung ausdrücklich mit mögen gebracht worden. Die Klage gegen Martha Hunholz Frentsch, Wallstr. 11. 2eo Simson, Spandauerstr. 72. eingeschlossen werden. sowie die übrigen Schriftstücke in der Angelegenheit sind von dem Carl Rechlin, Engel- Ufer 8. Selmar Baier, DresIn Fürstenwalde a. d. Spree wurde am 23. September Besorger fremder Rechtsangelegenheiten", dem vielfach vor denerstraße 35. Alexander Weber, Lindenstr. 53. Bern eine öffentliche Versammlung der Tabalarbeiter und bestraften Mitangeklagten Kabelis, angefertigt worden und der hard Paul, Wilhelmstr. 22a. Bügenstein, Friedrich- Arbeiterinnen abgehalten, wo Genosse Max Kiesel Gerichtshof hatte keinen Zweifel daran, daß er der geistige Urstraße 240. 2ewinsohn, Fehrbellinerstr. 54. A. Weichert, aus Berlin unter lebhafter Zustimmung über die wirthschaftlichen heber des nichtswürdigen Streichs gewesen war. Der StaatsAndreasstr. 32. Imberg u. Lefson, Alte Jacobstr. 64a. Kämpfe der Arbeiter mit dem Unternehmerthum referirte. In anwalt beantragte gegen Hunholz 1 Jahr, gegen Kabeliz Aug. Reimann, Mauerftr. 53. Einbrodi u. Kalb, der Diskussion berichtete die Streiffommission, daß zwei jugend- 9 Monate Gefängniß, während der Vertheidiger, Rechtsanwalt Alte Jakobftr. 86. A. Demuth, Mohrenstr. 58. Gebrüder liche Arbeiterinnen durch die Eltern veranlaßt wurden, die Oscar Gabriel, ein niedrigeres Strafmaß zu erzielen suchte. Der Grunert, Junkerstr. 16. Möller, Charlottenburg, Ber- Arbeit aufzunehmen. Die Haltung der Ausständigen ist nach Gerichtshof verurtheilte die Angetlagten zu je einem Jahre linerstraße 128a. Ger 3. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 32. wie vor musterhaft. Zum Schluß ergriff Kiesel nochmals das Gefängniß und 2 jährigen Ehrverlust. Die Verurtheilten Ulstein, Charlottenstr. 9/10. Biermann, Friedrich Wort und ersuchte die Ausständigen, sich durch nichts beirren zu wurden fofort in Haft genommen. straße 131 d. Herm. Franz, Stegligerstr 7. laffen, sondern treu und fest im Kampfe auszuharren. In einer Eine Chefcheidung aus den Kreisen der hohen AristoGalanterie- Branche: Resolution, die einstimmig angenommen wurde, erklärte dann die fratie" vollzog am Dienstag das Potsdamer Landgericht. Der Versammlung, nicht eher die Arbeit aufzunehmen, bis die von Graf v. Königsmarck auf Schloß Plane wurde von seiner der Lohnkommission der Tabatarbeiter aufgestellten Forderungen Gattin, einer Prinzessin Wied, nach 82jähriger Ghe, der bewilligt find. Mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung wurde mehrere Kinder entsprossen sind, geschieden. Zu dem Termin hie gut besuchte Versammlung geschloffen. Im Ausstande be- waren Graf v. Königsmarck und feine schon längere Zeit in finden sich im ganzen noch 81 Perfonen, darunter 41 männliche Dresden lebende Frau erschienen, auch waren verschiedene, ehe= und 40 weibliche. Von diesen sind 24 verheirathet. mals zum Gesinde des Grafen gehörende Personen geladen, welche Kollegen und Kolleginnen! Wir appelliren nochmals an angeblich über Familienangelegenheiten Zeugniß ablegen sollten. Euer Solidaritätsgefühl und bitten um thatkräftige Unterstüßung. Dazu kam es aber nicht, denn die Ehe wurde auf grund gegen feitiger Abneigung geschieden. Eine Tochter Die Streitkommission. J. A.: A. Grünherz. des Grafen Urbach u. Co., Ritterstr. 45. Stephan u. Stengert, Die Lohnkommission. Sitterstr. 86 Die Betriebsarbeiter der Gasanstalten Berlins, und zwar der an der Danziger und an der Gitschiner Straße gelegenen, legten am 28. März die Arbeit nieder, um eine Lohnaufbefferung, namentlich aber, um die Herabsetzung der 18 stündigen(!) Sonntagsschicht auf 12 Stunden zu erreichen. Bereits eine Stunde nach Ausbruch des Streits wurden die Forderungen bewilligt. Bis 11. September ist die 12stündige Sonntagsschicht eingehalten worden. An diesem Tage Soziales. = v. Königsmarck ist mit dem Flügeladjutanten des Raisers, General lieutenant v. Bissing in Potsdam, eine andere Tochter mit dem Grafen Radolin, Premierlientenant im Regiment der Gardes du Corps, verheiratet. dem erging an die Arbeiter der Gasanstalten in der Danziger Das Trinkgelder Unwesen, so wird aus Karlsruhe Gitschiner Straße der Befehl, wieder zur 18stündigen Sonntagsfchicht anzutreten. Die Arbeiter der Gasanstalt geschrieben, unterlag vor kurzem in feiner schlimmsten Form der Abermals ein prügelnder Polizeibeamter vor Gericht. an der Gitschiner Straße folgten dieser Aufforderung und Beurtheilung des biesigen Gewerbegerichts. Ein hiesiger Hotelier Wegen Körperverlegung fand vorgestern vor der ersten Straf nahmen die 18ftündige Sonntagsschicht auf. Die in der Danziger der Name wird leider nicht genannt hatte im vorigen tammer des Landgerichts in Braunschweig der städtische ftraße weigerten sich aber, infolgebeffen blieb es dort bei der Jahre einen Hausburschen angestellt, ber nicht nur teinen Polizeibeamte Karl Meier aus Blankenburg a. H. Angefchul 12stündigen Schicht. Legten Donnerstag morgens 9 Uhr jedoch ohn erhielt, erhielt, sondern dem Hotelier noch digter hat in der Nacht zum 16. Juli in Blankenburg auf der einen Bahnbeamten mißhandelt. An wurden die Arbeiter dieser Gasanstalt aufgefordert, auf dem 27 Mart in der Woche von den Trinkgeldern Herzogstraße Plate Aufstellung zu nehmen. Dies geschah und es wurde ihnen abliefern mußte! Der Hotelier bezog also Nachmittage war er von dem Bahnbeamten, als er ohne wollte, angehalten nun gesagt, fie hätten am Sonntag den 27. b. M. die 18stündige jährlich von dem Hausburschen eine Rente Erlaubniß über das Bahngeleis gehen Schicht wieder aufzunehmen; wer damit nicht einverstanden von etwa 1400 Mart. In den letzten drei Wochen der worden; des Nachts traf der Angeklagte den Bahnbeamten wäre, folle vortreten. Darauf traten bis auf zwei alte Arbeiter Dienstzeit des Hausburschen haben die Trinkgelder nach seiner und fing mit demselben ohne Veranlassung Streit an. Beide alle 70 Mann vor, worauf ihnen erklärt wurde, sie Versicherung in Summa höchstens 80 M. betragen, während er haben sich dann gepackt, wobei Meier zweimal zur Erde gefallen feien alle fofort entlassen. Dies geschah denn auch. Da aber 81 M. an den Prinzipal hätte abführen sollen. Dieser be- ist; nachher zog M. blank und versette dem Bahnbeamten mit nicht Geld genug zur Auszahlung vorhanden war, mußten sie hielt deshalb von der gestellten Raution 81 M. zurück, der Waffe einen Hieb nach dem Kopfe, den diefer jedoch mit dem bis 11 Uhr Vormittag warten. Schon um 9 Uhr hatten sich auf deren Herausgabe der Hausbursche beim Gewerbe- Arme glücklich parirte. Infolge der starken Verlegung 5 Echußleute sowie 1 Polizeilieutenant vor dem Eingange an der gericht tlagte. Das Gericht verurtheilte den Hotelier zur er nicht im stande, anderen Tages Tanzigerstraße poftirt und ein Reservetrupp Schuyleute hatte auf Bahlung mit folgender Begründung: Der vorliegende Bertrag, feinen Dienst zu versehen. In der Nähe dieses Vordem in der Nähe befindlichen Holzplaße Aufstellung genommen. wonach der Kläger nicht nur keinen Lohn erhält, sondern ver ganges foll sich auch ein zweiter Polizeibeamter befunden Während des ganzen Vorganges wurde ein Trupp Arbeiter, zirka pflichtet ist, wöchentlich 27 M. von dem Trinkgelde, das ihm von haben, der im Laufe der Schlägerei den Ausdruck gebraucht 80 Mann, unter polizeilicher Bedeckung durch einen Seiten- den Gästen gegeben wird, an den Beklagten auszufolgen", tann haben soll," sticke ne wecke". Die Aussagen dieser Beamten eingang in die Gasanstalt geführt, zum Ersatz der Entlassenen, nicht in dem Sinne aufgefaßt werden, daß der Kläger unter standen mit denjenigen der andern Zeugen im Widerspruch. Der jedoch haben von diesen 80 Mann nur neun die Arbeit allen Umständen verpflichtet wäre, dem Beklagten wöchentlich Beamte will die Worte gebraucht haben, damit M. einen Hund aufgenommen, alle anderen verließen die Gasanstalt wieder. 27 M. zu bezahlen; denn in diesem Sinne aufgefaßt, würde des Verletzten abwehren solle; andere Beugen konstatirten aber, Heute Sonnabend Abend 1/29 Uhr wird wegen dieser Angelegen der Vertrag nicht nur gegen die guten Sitten ver: daß der Hund sich schon lange nicht mehr in der Gegend des heit eine öffentliche Gasanstaltsarbeiter Verstoßen und deshalb teine Rechtswirkung her: Vorfalls befunden habe. Der Beamte wurde nicht vereidigt. fammlung im Englischen Garten, Alexanderftr. 27c, vor bringen, sondern er würde auch nichtig sein, da der Be- Der Staatsanwalt beantragte 9 Monate Gefängniß. Der Gerichtss abgehalten, wozu die Mitglieder des Magistrats und flagte teinerlei Garantie dafür übernommen hatte, daß der hof schloß sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. des Stadtverordneten Rollegiums brieflich Kläger auch so viel einnehme, um neben seinem Unterhalt, eingeladen find. Die Gasanftaltsarbeiter Berlins werden Lohn 2c. auch noch den Betrag an den Beklagten abführen zu ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. B Der Vertrauensmann der Holz- und Rohlen, sowie Gasanstaltsarbeiter und Rutscher Berlins. fönnen. " Gerichts- Beifung. des Armes war " Vermischtes. Ein in den Annalen der Justiz vielleicht noch nie vor gekommener Fall hat sich, wie man aus Ostrowo schreibt, vor dem dortigen Schwurgericht ereignet. Im Juni d. J. hatten sich die Arbeiter Peter Bieganet aus Berlin und Martin Stawowny aus Roschti bei Krotoschin wegen wissentlichen Meineides vor dem Schwurgericht zu verantworten. Die Geschworenen Zur näheren Drientirung über die Arbeitsverhältnisse in den Wegen Beleidigung des Distriktskommiffars von hatten die Schuldfragen bejaht, der Staatsanwalt hatte gegen beide städtischen Gasanstalten, denn um solche handelt es sich hier, Bernstorff und des Vorsigenden der Straftammer in Ostrowo Angeklagte Buchthausstrafen beantragt, der Gerichtshof war aber städtischen Gasanstalten, denn um solche handelt es sich hier, stand gestern der Schuhmacher und Redakteur Johann einstimmig der Meinung, daß die Geschworenen sich zum Nach fei noch folgendes mitgetheilt. Die Betriebsarbeiter haben in Biechoci vor der III. Straffammer des Landgerichts I. Der theile der Angeklagten geirrt hätten. Die Sache wurde deshalb der Woche täglich eine zwölfstündige Schicht und aller vierzehn Tage eine Sonntagsschicht von, wie erwähnt, Angeklagte ist verantwortlicher Redakteur der hier erscheinenden zur neuen Verhandlung an das Schwurgericht der nächsten polnischen Arbeiterzeitung Gazeta Robotnicza", die Sigung verwiesen. Nach zweitägiger neuer Berhandlung nun bisher 12 Stunden zu absolviren, das sind zufammen in vierzehn einen gegen Herrn v. Bernstorff gerichteten Artikel in ihrer wurden die beiden Angeklagten von den Geschworenen wieder Tagen 12X12+ 12= 156 Stunden, im Durchschnitt wöchentlich Nummer vom 1. Februar veröffentlicht hat. In dem Artikel für schuldig befunden, und da nach der Strafprozeß- Ordnung 78 Stunden. Diese Zeit wird nun allerdings nicht gänzlich vor wurde folgendes Vorkommniß besprochen: Der Bilar P. Sydniewski auf grund des neuen Spruchs ftets bas Urtheil zu sprechen ifi, dem Feuer verbracht; angeblich folgt auf 1 Stunde Arbeit an in Adelnau hatte eine Beschwerde über den Diftrittskommissar wurden die Angeklagten zu der gefeßlich niedrigsten Strafe von den Retorten im Durchschnitt immer eine längere Pause, wo der Arbeiter sich in der Kantine oder im Freien erholen tann, aber. Bernstorff in Glisnica an die tgl. Regierung zu Posen ge je einem Jahre Zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen bie Arbeiter behaupten, daß dem nicht so sei. Abgesehen davon, richtet. Er warf Herrn v. B. vor, daß er Bauern, die verurtheilt. fteht soviel feft: Die Arbeit in den Gasanstalten ist die zu ihm in feiner amtlichen Eigenschaft als Diftrittskommissar gefundheitsschädlich ste, die sich denken läßt; selbst die gekommen feien, grob behandelt und fogar hinausgeworfen habe. Luft außerhalb der Betriebsräume ist von Rauch und Ruß derart Die Beschwerde wies ferner darauf hin, daß v. B. mit dem Ueber den vorgeftrigen Sturm liegen noch folgende Nach geschwängert, daß vielleicht sogar die Freisinnigen im Berliner Rittergutsbefizer Bineck verkehre, von diesem Naturalien beziehe richten vor: und Geschenke empfange. Wenn er, der Vikar, hierin auch Stadtregiment das Terrain der Gasanstalten nicht als klimatischen nichts verfängliches erblicke, so fei es doch von den Leuten Am 24. September wurden von der hier gestrandeten finnischen Bremen, 25, September. Rettungsstation Juift telegraphirt: Kurort bezeichnen werden. Einem Menschen nun zuzumuthen, niederen Standes bereits falsch gedeutet worden. Herr v. B. Bart Astria", Kapitän Janssen, 12 Personen durch das Rettungs im Durchschnitt wöchentlich 78 Stunden und noch länger in bem richtete darauf nach Kenntnißnahme von der Beschwerde an den boot" Frankfurt a. M." bei hartem Weststurm gerettet. Das lungenmordenden Dunfitreise der Gasanstalten zuzubringen, das Bitar einen Brief, in welchem er Genugthuung durch Wider Schiff ist zertrümmert. fordert schon den schärfsten Tadel heraus, wenn es sich um ruf oder mit den Waffen forderte und erklärte, daß, ein Privatunternehmen handelt; wenn aber eine Die Rettungsstation Büsum hat von der auf Blaus wenn nicht binnen drei Tagen eine Rommunalverwaltung und noch dazu die der Hauptstadt flärung ergangen sei, er sich Sühne verschaffen würde wann vier Personen durch das Rettungsboot der Station gerettet. eine befriedigende Er- ortsand gestrandeten deutschen Ruff Perle", Kapitän Oylann, des Reiches, wohin man einst die Regierungsvertreter und wo er den Vitar träfe. Der Vitar erstattete wegen Der Kulturvölter zur Berathung eines inter dieses Briefes Strafanzeige und die zweite Straflammer des zahlreiche Unglücksfälle auf See berichtet. Auch von der französischen Küste werden Nachrichten über nationalen Arbeiterschutes einlub, sich dergleichen Landgerichts Ostrowo verurtheilte den Distriktskommissar v. Bernzu schulden fommen läßt, so tann das nicht anders denn als storff wegen versuchter Nöthigung zu einer Geldstrafe von 8 M.( Sing) ift vorgestern ausgeplündert worden. Der Werth der Die Wallfahrtskirche auf dem Pöstlingberge bei Urfahr hoffen, daß die Stadtverordneten- Versammlung Berlins aus dem Artikel, der die Spigmarte trug:„ Ein Stückchen aus den Ver- läuft sich auf viele tausend Gulden. Von den Thätern fehlt hoffen, daß die Stadtverordneten- Versammlung Berlins aus dem Die Geringfügigkeit diefer Strafe veranlaßte den inkriminirten geraubten, meist von Wallfahrern gespendeten Gegenstände, beStreit der städtischen Gasarbeiter endlich die Lehre zieht, daß Rommunalbetriebe in jeder Beziehung Musteranstalten, sollen in diesem Artikel nicht richtig dargestellt sein. Derfelbe Bahufrevel. Aus Budapeit wird gemeldet: Auf der urtheilungen vornehmer Herren." Die thatsächlichen Vorgänge bisher jede Spur. Der Einbruch wurde nachts verübt. aber nicht Rennpläge für manchesterliche Profithascherei au ſein enthielt namentlich auch den Vorwurf der Rechtsbeugung Strecke Gurabanez- Borofsebes legten Unbekannte einen großen haben. gegen den vorsitzenden Richter. Der Staatsanwalt Der Staatsanwalt hielt Meilenstein auf das Geleise, wodurch ein Personenzug aus den Erfolglos beendet ist, wie ein Lokalberichterstatter meldet, in Berlin der Ausstand, den am Mittwoch 11 Kutscher des schwere Beleidigungen des Herrn v. Bernstorff und des Land Schienen gerieth. Paffagiere wurden nicht verlegt. Da der Zug Fuhrherrn Haase aus der Weberstraße 15 a beschlossen, weil gerichtsraths Heinrich beziehungsweise der Mitglieder der 2. Straf- eine große Geldsumme mit sich führte, so nimmt man an, daß ihnen die verlangten 25 Pf. Waschgelb nicht bewilligt worden lammer des Landgerichts zu Ostrowo für vorliegend und be- es auf einen Diebstahl abgesehen war. Die Thäter sind ent drei Monate Gefängniß. Rechtsanwalt tommen. waren. Nachdem sie am Donnerstag gefeiert hatten, spannten Bergfeld wies dagegen darauf hin, daß der Angeklagte den antragte brei Monate Gefängniß. zehn von ihnen unter Verzicht auf die Forderung bereits gestern artikel nicht geschrieben habe, um Beleidigungen auszustoßen, wieder an; nur einer ist nicht wieder angetreten. O au sondern um Verhältnisse, die den Arbeiter berühren, tlar zu Vier Berliner Galanteriewaaren- Firmen haben, wie legen. Er habe sich dabei auf seine Gewährsmänner verlassen die Boff. 3tg." meldet, das Gewerbegericht angerufen zur Bei- müssen und sei in großer Erregung über die dem Herrn v. B. Stationen. legung von Streitigkeiten, die zwischen ihnen und ihren 2eber zubittirte fehr niedrige Strafe gewefen. Aus diesem Grunde sei arbeitern anläßlich des verflossenen Ausstandes ent- eine Geldstrafe am Plage. Der Gerichtshof erkannte auf sechs ftanden waren. Die Arbeiter haben es indeffen abgelehnt, mit Wochen Gefängniß. den Firmen auf dem Gewerbegericht zu unterhandeln. Diese Notiz bezieht sich also nicht auf den gegenwärtigen Streit im Buchbindergewerbe, sondern auf den früheren Ausstand in der Portefeuillebranche. eine Schande und Schmach bezeichnet werden. Wir wollen " Witterungsübersicht vom 25. September 1896. Barometeritand in mm, d. Meeressp. Windstärke G080( Siala 1-12) Wetter Temperatur TOFF4160 nach Gelfius 751 750 SW SSW 754 SW 754 SD 758 760 Still woltig halb bedeckt heiter bedeckt heiter bedeckt 10 9 8 7 7 bedeckt wolfig 13 bedeckt Regen 748 ( 0° C.= 4° R.) Ein sauberer Onkel. Eine Urkundenunterdrückung unter Swinemünde befonders erschwerenden Umständen wurde dem Schneidermeister Hamburg Albert Hunholz zur Last gelegt, während der Mitangeklagte, Berlin Arbeiter und Besorger fremder Rechtsangelegenheiten", wie er Wiesbaden Ein Kongres lokalorganisirter Arbeiter wird im Bau fich nennt, Hermann Kabelih, zu dem erwähnten Vergehen München handwerker" von einem Drechsler Hermann Polnbeit vor durch Rath und That Beihilfe geleistet haben sollte. Im Wien geschlagen; der genannte giebt an, er sei vom Allgemeinen gestrigen Termin vor der vierten Strafkammer des Land. Haparanda. Arbeiterverein in Barmen damit beauftragt. Der Kongreß ist gerichts I wurde folgender Thatbestand für erwiesen erachtet: Petersburg. zum 25. Dezember in Aussicht genommen und soll über folgende Bunholz hatte eine Tochter feines Bruders aus einer kleinen Cork Bunkte verhandeln: 1. Nußen und Zweck der Arbeiterorgani Provinzstadt bei sich aufgenommen und ihr gegen eine Gut Aberdeen. fationen; 2. Lokalorganisationen und Nußen derfelben; schädigung von wöchentlich 4,50 M. Roft und Logis gegeben. Das Paris. 8. Branchen, Industries oder allgemeine Arbeitervereine; 4. unter Mädchen verdiente durch Plätten faum so viel, welcher Form treten lokalorganisirte Arbeiter in Verbindung; seinem Onkel zu zahlen hatte. Gines Tages wurde Martha Wetter- Prognose für Donnerstag, den 26. September 1896. 5. das Recht auf Existenz; 6. Verkürzung der Arbeitszeit; 7. wann Hunholz durch einen 3ablungsbefehl über 400 M. überrascht, Zunächst wärmer, veränderlich, vorwiegend trübe mit Regenfind Streits zu führen und von Nutzen; 8. Zeitschrift für den ihr Dutel, der Angeflagte Sunholz, gegen sie hatte ausfällen und starten, zeitweise stürmischen südwestlichen Winden; Berliner Wetterbureau. lotalorganisirte Arbeiter; 9. allgemeine Anträge; 10. Bers fertigen lassen. Er begründete feine Forderung damit, daß der nachher etwas kühler. schiedenes. Der Einberufer Polndeit sagt zum Schluß: Bugleich werde ich die Parteiblätter benutzen. Borwärts" und" Freie Presse" find uns verschlossen." Das ist, soweit es sich um ben ,, Vorwärts" handelt, bewußter wie es 743 751 746 Briefkasten der Expedition. Unterhalt seiner Nichte ihm während der Dauer ihres Aufenthalts soviel Mehrkosten verursacht hatte. Als Martha Huns hola, erschreckt über dies völlig unerwartete Borgehen, in Thränen ausbrach, beruhigte der Angeklagte fie mit der Ver- bisher nicht erschienen. E. 3. Ch. Eine deutsche Ausgabe der Internationale" ist Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Bum 7. Male: Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a, G. Sonnabend, 26. September Eine wilde Sache. Opernhaus. Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus. Goldfische. Deutsches Theater. Die Weber. Berliner Theater. Die offizielle Frau. SO Leffing Theater. Das Einmaleins. Nenes Theater. Juana. Hierauf: Gine Reisebekanntschaft. Thalia- Theater. Cousin- Cousine. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Ninette im Schnee. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Ein Schritt vom Wege. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Belle Alliance Theater. Mars incognito. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hypochonder. Alexanderplat- Theater. Ohne fitt lichen Halt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Große burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Cousin Cousine. Vaudeville in 3 Aften von Maurice Drbonneau und Henri Kéroul. Mufit von Gaston Serpette. Deutsch von Bolten- Bäckers. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang 712 Uhr. ( Surnuméraire). Schwank v. Boucheron. In Vorbereitung: Der Strohmann Deutsch von Max Schönau. Gebildete Menschen. Volksstück v. Viktor Léon. Neichshallen. Schiller- Theater. Reipziger Straße, am Dönhoffsplay. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Sonntag, nachmitt. 3 Uhr: Wilhelm Abends 8 Uhr: Ein Tell. Schritt vom Wege. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Der Hypochonder. Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachmitt. 8 Uhr, Klaffiter Vorstellung: Maria Stuart. Abends 8 Uhr, zum 1. Male: Kean. Alexanderplatz- Theater. Ohne nittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben = ( Parterre- Saal) Täglich bis 30. September: Norddeutsche Sänger Neues Programm Walde als Bigeunerin Horst zu Pferde Hoffmann m. neuen Coupl. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 Pf. Montag, 28. Sept., Extra- Soiree. Zum 150. Male: Alle fünf Barrisons. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends 8 Uhr. [ 00000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Jeden Abend Großer Jubel. Trio. Dora Wissenschaftl. Theater Sr. Marchetty. Hed u. Hid. Fredi Hanson. Bob Hopkins. Sremlow Trio. Mita Roselly. Sternwarte gent. Stadtbahnhof Stürmischer Beifall! Invalidenstr. 57-62 Lehrt. täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Hegino Akrobatentruppe. Josephine Eintritt 50 f. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Passage- Panopticum. 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's von der Heilsarmee. Urtomisch! Im Lachfalven! Reiche der Schatten. Anfang 71/2 Ubr.- Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirt. Platz 50 Pf. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Vorstellung. Durchweg nenes Programm. Grand- Konzert der neu engagirten Haus- Kapelle unter Leitung des Kapellmeisters Martin. Panopticum. Anfang: Neu!! Neu!! Neu!! 劉 4 hochsensationelle Neuheiten die ein Jeder sehen muss! Volks- Theater. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonnabend, 26. September 1896, Abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung. Sensationeller Erfolg! Millennium, Bilder a. Ungarn. 34 Reichenberger Straße 34. Direkte Bahnlinien( Rottbuser Thor): Außerdem: 3um 1. Male: a) Elettr. Bahn: Mauerstraße Treptow. Potpourri- Favory, engl. Bollbluthengst, play- Treptow. 3oolog. Garten- Treptow. Eugen Salamonski, Rußlands bester Danksagung! Allen denen, welche sich an dem Bes gräbniß meines lieben Mannes, unseres forgsamen Vaters, des Steinmeh Carl Schröder, betheiligt haben, sowie für die überaus reichen Kranz spenden sagen wir unsern tiefempfundenen Dank. 574b Louise Schröder geb. Saß nebst Kindern. Danksagung! Allen Genossen, Freunden und Bes fannten, den Kollegen der ehemaligen Hutfabrit von Wessel für die reiche Kranzspende, außerdem dem Gefang verein Nordwacht" für den schönen Gesang sagen ihren herzlichsten Dank. 5606 Die trauernden Hinterbliebenen. Wilh. Klietmann und Verwandte. " Bum Parteitag! Wir empfehlen: Bebel, Frau und Sozialismus M. gebunden. • broschirt. Allgemeines Stimmrecht Popp, Arbeiterin im Kampf ums Dasein 2,50 2, <-, 20 -, 20 Gizycki, Bürgerpflicht der Frau-, 30 Stellung der Frau in der Gegenwart. Voltes( Proportionalwahlrecht) -30 Borostyáni, Gleichstellung der Geschlechter 4, -ZO Das Recht der Frau 1, Vitalis, Das höchste Recht des <-, 20 -, 75 . -, 50 Kautsky, Volksgesetzgebung, Parlamentarismus u.Sozialdemokratie Rittinghausen, Dirette Ge febgebung Schippel, Die Gewerkschaften-, 15 Kralik, Mugen der Gewerks schaften Parvus, Gewerkschaften und Sozialdemokratie. Gewerkschafts- Protokolle: Halberstadt und Berlin à-, 20 Parteitags- Protokolle: Halle · Erfurt, Berlin à 50 Pf., Köln 40 Pf., Frankfurt a. M. 25 Pf., Breslau . <-, 20 -40 -, 30 Soiree: Familien- Kränzchen. Douboffsplay Glogauerstr. Dönhoffs abger. und ger. v. Dir. Busch. Herr Internationale Kongreff- ProtoNach der ( Bons haben Wochentags Giltigkeit.) Sonntags: Anfang 7 Uhr, Entree 50 Pf. b) Pferdebahn: Rottbuser Thor- Müller- Schulreiter. 4 arab. Schimmelhengste in 4 Aufzügen. Anfang 8 Uhr. Morgen: Nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel.- Abends 8 Uhr: Ohne Kittlichen Halt. ApolloOffend- Theater. Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Sonnabend, den 26. September 1896: Der deutsche Michel. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von R. Kneisel. Friedrichstr. 218. Dir.: F. Glück. Paola del Monte. Otto Reuter. Anfang 71/2 Uhr. Kaſſeneröffnung 6 Uhr. 7 Troubadours Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 3, 5 und 6 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. Spezial- Ausstellung KAIRO von 7 Uhr ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Schaustellungen in der Arena: 5 u. 8 Uhr nachm. Entrée 50 Pf. Kinder die Hälfte. Rother Adler( Spandau) Heute: Sonnabend, 26. September: Einmalige Soirée der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Balton 75 Pf. Logensize 1 Mart. Zum Schluß: Unsere Feuerwehr. Sonntag: Concerthaus Sanssouci. u. s. w. u. s. w. u. s. w. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künler 1. Ranges. Karlchens Tanke. Schwant in 1 Akt von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Berliner Konfektionensen. Burleske mit Gesang und Tanz in 1 Akt von Gericke. Musik v. Schmidt. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. 1848er er hervorrag. Sammlung: Flugblätter, Plakate, Karrikaturen. 100 m. Hermann Lazarus, Friedrichstr. 66. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. straße. Rirdorf Schönhauser Allee. Hafenhaide- Behrenstraße. Fichtestraße Ackerstraße. Morigplay- Hermannplay Briz. Fichtestraße- Rathhaus. Eröffnung: Sonnabend, den 3. Oktober. Kaufmann's Variété Pepita! Vogler's Casino früher Weltreẞtaurant, Dresdener Strasse 97. Täglich im großen Theater- Saal: Die unübertrefflichen Hamburger Sänger. Entree durchweg: Wochentags 30 Pf. Sonntags 50 Pf. Anf. 8 Uhr. Sonnt. 6 Uhr Jm vorderen Saal: Tyroler Konzert. Entree vollständig frei. Heute, Sonnabend, beginnt das diesjährige Gänse- Ausspielen, wozu er gebenst einladet 576b 0. Schnell, Reichenbergerstr. 142 Bolossy Kiralfy's„ Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 226. Internationaler Kongre für Frauenwerke und Frauenbestrebungen. VI. Sonnabend, den 26. September 1896. hafter Beifall und heftiges Bischen.) 13. Jahrg. fampf, fie führt aber nicht den Kampf gegen das männliche würden in bürgerlichen Blättern immer wieder aufgetischt. Geschlecht, den die bürgerliche Frauenbewegung ihrer ganzen Durch die Art, wie die Dienstboten im bürgerlichen Hause Entwicklung nach zu führen die historische Aufgabe hat.( Leb- behandelt würden, würde der Geist der Ungleichheit schon bei den Kindern geweckt.( Bravo.) Wie viele Frauen gäbe es, die die Baronesse Griepenberg weist auf das gemeinsame Dienstboten auf den Weg der Bildung hinwiesen, ihnen ein Buch Am Freitag Vormittag fand unter Borsiz der Frau Jeanette Wirken von bürgerlichen Frauen, Arbeiterinnen und Bäuerinnen empföhlen oder sich nach ihren Verwandten erkundigten? Schwerin wieder eine außerordentlich zahlreich besuchte in ihrem finnländischen Frauenverein hin. Er zählt 600( Bravo.) Ein Arbeiterschutzgesetz für Dienstboten sei nicht vorSeftioussigung statt, in der über Boltserziehung und Arbeiterinnen und Landfrauen als Mitglieder. Die Arbeiterinnen handen, nur ein Arbeiterzwanggefeß, die Gesinde- Ordnung. Die Arbeiterinnenfrage verhandelt werden sollte. Die beiden waren besonders organisirt, beschlossen aber, den besonderen Dienstboten seien häufig unwürdig untergebracht, freie Zeit für ersten Vorträge standen nur in einem sehr lockeren Zusammen- Verein aufzulösen, da sich der Verein genügend um die ökonomi- Erholung und Fortbildung sei ihnen nicht garantirt. Alle Frauen hang zum Thema. Zunächst wurde eine Arbeit der Miß Jane schen Interessen der Arbeiterinnen bekümmere; jetzt bilden sie müßten sich mit den Gefinde- Ordnungen vertraut machen, dem Clapperton über Familiengenossenschaften" ver eine besondere Sektion des Frauenvereins. häßlichen Ueberbleibsel des Geistes der Bevormundung. In der Lesen. Der Vorschlag geht dahin, daß sich je zwanzig Herr Boos Jäger, ein schweizer Sozialreformer, der Macht, die der Hausfrau durch die Gefinde- Ordnung verliehen Familien der Mittelklasse vereinigen, um gemeinsame die in englischer Sprache gehaltene Rede der Frau v. Griepen- sei, dürfe sie nicht ein Vorrecht, sondern müsse eine Beleidigung, Wirthschaft in einem Familienheim zu führen, und berg verdeutscht hatte, theilte mit, daß die Arbeiterinnenvereine eine Unterdrückung ihres eigenen Geschlechts darin sehen. In die Kinder, Mädchen und Knaben zusammen, gemeinsam er- der Schweiz, die durchaus sozialdemokratischen Charakters seien, den Dienstboten- Ordnungen vereinigt sich Klaffen- und Geschlechtsziehen zu lassen. Von dieser gemeinsamen Erziehung verspricht erfolgreich mit bürgerlichen Frauenvereinen zusammen gearbeitet sklaverei.( Bravo.) fich Miß Clapperton in erster Linie die Ermöglichung glücklicher und viel erreicht hätten. Die Frauenbewegung hätte so viel Eben, sobald die Kinder herangewachsen sind. Ueber die Feinde, daß der Sieg unmöglich würde, wenn die Frauen sich ökonomischen Grundlagen dieser Familienheime verbreitete sich trennen wollten.( Bravo.) der Vortrag nicht. Er führte zu feiner Debatte, ebenso wenig die Rede der Miß Campbell aus Glasgow über das, Rettungswert an gefallene Mädchen." Hier war nur das Eingeständniß von Bedeutung, daß alle bisherigen Versuche ganz ergebnißlos geblieben seien; man müsse sich auf die Hilfe des allmächtigen Gottes verlassen. " Redner will noch weiter sprechen, muß aber von der Vorsißenden unterbrochen werden, weil die Zeit leider zu beschränkt sei. Er vertheidigt hartnäckig feinen Platz auf der Tribüne und Frau Lily Braun: Zur Drientirung der Ausländerinnen weicht nur erneuten drängenden Vorstellungen der Vorsitzenden. möchte ich hervorheben, daß die Verhältnisse in Deutschland Frau 3ettin: Frl. Augspurg weist auf die Rückständigihrer ganzen historischen Entwickelung nach so verschieden feit der Bildung der Maffe hin. Wir verlangen aber gerade von denen Englands, Amerika's und der Schweiz sind, bessere Verhältnisse, um das Bildungsniveau zu heben.( Beifall daß sie zum Vergleich gar nicht herangezogen wer- und Zischen.) Sie hat sich in der Rolle der Pythia gefallen, den können. Was will der finnländische Verein mit 600 Ar- die über die blutige Revolution orakelt, die die Sozialdemokratie Nunmehr übernahm Frau Cauer den Vorsitz und Frau beiterinnen als Mitglieder besagen? Das ist eine ganz gering- herbeiführen will.( 3ischen und Beifall.) Wann hat die Sozials Jeanette Schwerin sprach über das Thema:" Auf welchen fügige Erscheinung. Ebenso gut könnte man einen Sturm im demokratie je behauptet, daß sie die Umgestaltung auf dem Wege fozialen Arbeitsgebieten kann sich die gesammte Frauenwelt zu gemein- Glase Wasser mit einem Sturm auf dem Weltmeere vergleichen. der blutigen Revolution herbeiführen will. Wir stüßen uns auf die famer Arbeit vereinigen?" Die Vortragende bezeichnete die Frauen-( Unruhe und Bischen.) Es ist hier behauptet worden, wir, die Gefeße der wirthschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung und frage als einen Theil der Kulturaufgabe der Menschheit, an sozialdemokratischen Frauen, seien außer uns gerathen, weil sich unser Bestreben ist es, diese Umgestaltung auf friedlichem und deren Lösung alle Frauen betheiligt feien. Als diejenigen gezeigt hätte, daß eine große Frauenbewegung hinter dem Kongreß gesetzgeberischem Wege herbeizuführen. Verlassen die herrschenden Gebiete, auf denen sich die sozialdemokratischen, evangelisch- flände. Davon ist keine Rede. Allerdings macht der Kongreß Klassen diesen Boden, so ist der Friedensbruch nicht unsere sozialen und bürgerlichen Frauen vereinigen könnten, nannte sie für deutsche Verhältnisse einen imposanten Eindruck. Aber wie Schuld.( Bravo und heftiges Biſchen.) folgende: 1. die Volksschule, die in eine Einheitsschule um- wird die Begeisterung der bürgerlichen Frauen einschrumpfen, Frau Dr. Daszynska: Es wurde erwiesen, daß ein gegestaltet werden müsse; 2. weibliche Fabrikinspektoren; 3: Aus wenn sie wieder zu ihren kleinen Bereinsthätigkeiten zurückkehren. meinsames Arbeiten von Arbeiterinnen und bürgerlichen Frauen dehnung der Fabritgesetzgebung zum Schutz der Frauen und( Beifall und Bifchen.) Ich habe von verschiedenen Seiten hier in vereinzelten Fällen möglich und daß diese Arbeit von großem Kinder; 4. Zulassung der Frau zur Kommunalvertretung und gehört, daß man sich unbefriedigt fühlt, daß man, was die Nutzen ist. Nicht erwiesen wurde, daß die Arbeiterinnen 5. Durchführung der Organisation der Arbeiterinnen. In Arbeiterinnen betrifft, fagt: Hier stehen wir vor so einem un fich als Klasse an den Bestrebungen der bürgerlichen Frauen be England und Amerika und in der Schweiz hätte sich ein Zusammen- geheuren Glend, daß wir mit Vereins- und Wohlthätigkeits- theiligen fönnen. Die Frage, ob die bürgerlichen kämpfenden gehen aller Frauen sehr bewährt. Auch beim Streit der bestrebungen nicht dagegen ankämpfen können. Zweifellos Frauen sich als Klasse betrachten und vorgehen wollen, Arbeiterinnen in der Konfektions Industrie in Dresden decken fich einige Bestrebungen der bürgerlichen und scheint mir zu verneinen zu sein. Sie sind ein leidender = 5 hätten Frauen aus bürgerlichen Kreisen und sozialdemokratischen der proletarischen Frauenbewegung. Frau Schwerin erwähnte Theil in der heutigen Gesellschaft. Die Leidenden haben Kreifen zusammengewirkt. Rednerin macht den Vorschlag, daß. a. die Forderung nach weiblichen Fabrikinspektoren, fich aber immer geneigt gezeigt, Opfer zu bringen und sich in Vertrauenspersonen von den Frauenvereinen aller Richtungen nach Erweiterung der Arbeiterschutz Gesetzgebung und forderte den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Deshalb glaube ich, daß gewählt werden und zusammentreten sollten, um für die obigen uns auf, Hand in Hand mit den bürgerlichen Frauen zur Er- fein so schroffer Gegensatz zwischen bürgerlicher und proletarischer fünf Punkte ein gemeinsames Vorgehen zu erzielen. Wenn eine ringung dieser Ziele zu gehen. Darauf kann ich nur erwidern, Frauenbewegung besteht, wie es nach den Verhandlungen erscheinen Rednerin in der sozialdemokratischen Frauenversammlung am daß wir seit vielen Jahren um diese Dinge kämpfen, wie die könnte. Wenn die bürgerliche Frau sich um die Arbeiterinnen Mittwoch den bürgerlichen Frauenrechtlerinnen zugerufen hätte: sozialdemokratischen Abgeordneten überhaupt stets für alle Frauen- Verhältnisse fümmert, so bringt fie fein Opfer, sondern gewinnt, Ihr hemmt uns, doch Ihr bezwingt uns nicht, so hätte sie inso- forderungen eingetreten sind. Ein engeres Zusammenarbeiten weil sie sich auf eine höhere Stufe der Menschlichkeit stellt. fern Recht, als die bürgerlichen Frauen die sozialdemokratische aber schließt die verschiedene Weltanschauung aus, auf deren( Beifall.) Frauenbewegung gar nicht bezwingen wollten.( Bravo.) In stetiger, Voden wir stehen.( Beifall und Zischen.) zu einer Dis= In ihrem Schlußwort bedauert Frau Schwerin, daß die unermüdlicher Arbeit wollen wir, ohne viel zu polemisiren, zu fussion mit den bürgerlichen Frauen sind wir aber Opponenten leider nicht auf ihre Thefen eingegangen seien. Das einem Verständniß der Lage der Arbeiterinnen gelangen und ob gern bereit, wir haben die Aufforderung auch an den Kongreß Thema sei also nicht erledigt. Gegen Frau Bettins Rath an fie uns ablehnen oder nicht, ihnen wie allen Frauen die Be- gerichtet. Von den bürgerlichen Frauen aber hat sich feine die bürgerlichen Frauen, in erster Linie für das Stimmrecht dingungen zu einem menschenwürdigen Dasein erringen."( Leb einzige zum Wort gemeldet. Ich hoffe, daß dies in der heutigen zu fämpfen, wendet die Referentin ein, daß die hafter Beifall.) Versammlung geschehen wird und daß Sie ebenso, wie wir ökonomische Entwickelung der politischen voranginge. Der hierher gekommen sind, zu uns tommen werden.( Beifall und Einladung, an der sozialdemokratischen Frauenversammheftiges Bischen.) fung theilzunehmen, glaubten die bürgerlichen Frauen Die Diskussion über diesen Vortrag gestaltete sich äußerst lebhaft. Es griffen in sie einige Genossinnen ein und der Beifall, der ihre Worte begleitete, bewies, daß eine starke sozialistische Minorität im Saale vorhanden war. Soziales. Fräulein Anita Augspurg polemisirt gegen Frau nicht entsprechen zu dürfen, weil Frau Lily Braun den Bettin. Die bürgerlichen Frauen sähen nicht blos in die Kongreß geschmäht und ihm Verständnißlosigkeit vorgeworfen Gleich die erste Rednerin in der Debatte war Genoffin 3 ett in. Ferne und hielten theoretische Vorträge, sondern wollten schon hätte.( Auf diesen Angriff fonnte nicht erwidert werden, da Sie wurde mit Beifall und Bischen empfangen und sagte: Das für das Heute arbeiten und in der Gegenwart Früchte pflücken. die Referentin fich das Schlußwort hierfür gewählt hatte). Wort: Ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht, habe( Beifall.) Bei ihren tiefen ökonomischen und historischen Kennt Trotz alledem halten wir ein Zusammenarbeiten nicht für so ich durchaus nicht gegen die bürgerliche Frauenbewegung ge- nissen werde Frau Zetkin am besten wissen, daß aussichtslos. Wir Frauen rechnen uns zu keiner Klasse, wir sind keine braucht. Ich habe diese, wie ich offen bekennen will, bisher als die große Masse zu ungebildet sei, um die idealen Feinde der proletarischen Frauenbewegung und wo kein Feind ist, eine foziale Macht noch nicht so hoch eingeschäßt, daß zu einem Forderungen der Sozialdemokratie zu verwirklichen. Von der da ist kein Kampf."( Lebhafter Beifall.) solchen Wort Veranlassung wäre.( Bischen.) Es war gegen die praktischen Durchführung der sozialdemokratischen Ideale sei man Damit hatten die Vormittagsverhandlungen ihr Ende ere Nücken und Tücken des Kapitalistenstaates gerichtet, der die Ar- also noch weit entfernt. Die Einführung weiblicher Fabrit reicht. Es war die bewegtefte Sigung, die der Kongreß bisher beiterinnenbewegung, weil sie auf sozialdemokratischem Boden inspektoren würde durch die vorzüglichen Arbeiten der Frau gehabt hatte. fteht, zu unterdrücken sucht. Die Referentin hat recht: zwischen Schwerin rascher herbeigeführt werden, als durch die bürgerlicher und proletarischer Frauenbewegung sind Berührungs- blos rhetorischen Leistungen sozialdemokratischer Parteipunkte vorhanden, und auch wir haben in der That für alle führer im Reichstage. Eine schneidende Inkonsequenz Reformforderungen, die darauf abzielen, der Geschlechtsstlaverei des sei es, wenn Frau Bettin glaube, daß die Blutthaten einer Re- Die vereinigten Buchdruckereien" Breslau's sehen Weibes ein Ende zu bereiten, mit Energie und Klarheit gewirkt. volution den Segen höherer Kultur herbeiführen würden. Ohne ihre Kundschaft" ganz ergebenst" davon in Kenntniß, Seit Jahren treten wir für die politische Gleichberechtigung der entsetzliche Greuelthaten könne der völlige Umschwung der Dinge, daß sie die durch den neuen Buchdruckertarif bedingte Frau, für Frauenstimmrecht ein. Wo aber ist ein deutscher den Frau Betkin verlange, nicht herbeigeführt werden. Hierdurch Vergrößerung der Herstellungskosten wegen der in Breslau Frauentongreß, der diese Forderung bisher offiziell anzuerkennen würden aber die Keime segensreicher Entwickelung vernichtet besonders niedrigen" Preise für Buchdruckarbeiten nicht gewagt hätte. Wir betrachten unsern Kampf in erster Linie als werden. Das müsse sie bei aller Sympathie für die idealen Biele allein zu tragen vermöchten", und deshalb gezwungen" einen Klassenkampf gegen die kapitalistische Gesellschaft. Auch der Sozialdemokratie aussprechen.( Lebhafter Beifall). wären, die Sah- und Druckpreise um zirka 10 pt. in taltischer Beziehung können wir nicht die Wege wandeln, die Frau Kamp Dresden meint, der Beweis, daß die bürger zu erhöhen. Der neue Buchdruckertarif bringt aber die bürgerliche Frauenbewegung wandelt. Eie petitioniren zum lichen Frauen mit den Arbeiterinnen Hand in Hand gehen können, feine 10 prozentige Erhöhung der Produktionskosten mit sich. Beispiel an den Monarchen. Wer fann von Republikanern fei in Dresden beim Konfektionsarbeiterinnen Streit vollständig Weiter werden die Buchdruckereibefizer selbstverständlich dafür verlangen, daß sie sich der Person des Herrschers bittend nahen. erbracht worden. Wir Frauen aus bürgerlichen Kreisen haben sorgen, daß ihre Arbeiter in 9 Stunden möglichst dasselbe ( Unruhe.) Sie petitioniren an die Regierung. Wer kann von uns nicht nur Geld gesammelt und an das Streikkomitee abgeführt, Quantum Arbeit liefern, wie früher in 91/2 Stunden effektiver verlangen, daß wir einer Regierung bittend nahen, die 12 Jahre wir haben uns auch mit den Führern über die Art und Arbeitszeit. Die Buchdruckereibefizer würden also bei der zehnlang während des Ausnahmegesetzes uns geknechtet und verfolgt Weise des Vorgehens geeinigt."( Beifall.) Wir haben prozentigen Erhöhung der Satz- und Druckpreise ein recht hat.( Beifall.) Wie follen wir einer Regierung bittend nahen, vor allem auch unfern Einfluß als Kundinnen angewandt, um profitables Geschäft machen. Zum Glück ist aber die Konkurrenz die die Weisheit der Gerichte gegen die Arbeiterinnen- Organi- die Forderungen der Arbeiterinnen durchzusetzen. Das hat die da, die das Publikum vor allzu großer Schröpferei bewahrt. fationen in Bewegung gefeht hat, eine Weisheit, gegen die Dresdener Sozialdemokratie auch bereitwillig anerkannt. Die Salomo's Weisheit der reine Waisenknabe ist.( Heiterkeit, Beifall Dresdener Arbeiter standen auf dem einzig vernünftigen ruhigen Mannheimer„ Voltsstimme" veröffentlicht eine Buschrift aus den Bur ,, Sonntagsruhe" der Handlungsgehilfen. und Widerspruch.) Wenn man helfen will, muß man nicht blos Standpunkt, daß sie die offen und ehrlich dargebotene Hand Kreisen der Handlungsgehilfen, wonach das dortige Bezirksamt Schöne Wünsche aussprechen, sondern auch eine soziale Macht vor- annahmen, ohne sich in ewige Polemiken und muylose stellen, um diese Wünsche durchzudrücken. Was bedeutet die Macht Erörterungen zu ergehen, wozu wir Deutschen leider so sehr das Arbeiten an folgenden Sonntagen zuließ beziehentlich zuläßt: der Gutgesinnten gegen die eines Stumm, der ausschlaggebend ist in neigen. Wir bürgerliche Frauen folgten dem Grundsatz: hier 1. am Sonntag vor Ostern; fozialpolitischer Hinsicht. Jeder ernsthaften Sozialreform widerstrebt leiden Frauen, hier werden Frauen mißhandelt und unterdrückt, würdigkeit des Stadtrathes um den dritten( Himmelfahrtstag) 2. an den beiden Maimeßsonntagen, die dank der Liebenss die bürgerliche Gesellschaft. Wir weisen Reformen durchaus und hier müssen Frauen helfen.( Lebhafter Beifall.) nicht zurück, aber alles, was die bürgerliche Klasse für die Frau A. Küst ner bedauert, daß von einer Seite ein Miß- vermehrt wurden; Arbeiter thut, ist nur ein Quentchen Schuldzurückerstattung. flang in den Verlauf des Kongresses gebracht worden sei. Frau Um das Linfengericht der Sozialreform kann das Proletariat Bettin hätte diese Tribüne gemißbraucht, um für ihre sozialnicht fein Erstgeburtsrecht, eine revolutionäre Klasse zu sein, demokratischen Theorien Propaganda zu machen.( Unruhe.) aufgeben.( Bifchen.) Erschrecken Sie nicht vor dem Worte revo die 3. am Schützenfest mit 2 Sonntagen; 4. am nächsten Sonntag und im Anschluß hieran Die 5. an den beiden Herbsimeßsonntagen welche ja wahrschein Frau Cauer, die den Vorsitz übernommen, unterbricht lich auch wieder durch einen dritten vermehrt werden, damit ja lutionär; es hat seinen bestimmten geschichtlichen Sinn, und ich ge- die Bednerin und bittet sie, nur fachlich zu debattiren. Gleich Wanderkrämer nicht zu kurz kommen; brauche es in diefem, nicht im Kapitalisten- oder Wachtstubenjargon! zeitig fragt sie fie, ob sie überhaupt über die in Frage kommenden Als gemeinsamen Punkt für geschlossenes Vorgehen bezeichnete Dinge orientirt sei. Frau Schwerin auch die Reform der Volksschule. Woher soll Frau A. Küst ner( fortfahrend): Frau Betkin hat hier eine Proletarierfrau die Zeit nehmen, um in genügender Weise den Umfturz gepredigt, ja sogar Petitionen an allerhöchste an einer solchen Aufgabe mitzuarbeiten? Da hat sie dringendere Stelle..( Schlußrufe.) Aufgaben, da wendet sie ihre Zeit besser an, wenn sie im Lager Frau Cauer macht die Rednerin nochmals darauf auf" 6. reihen sich hieran die 4 Sonntage vor Weihnachten und 7. der Sonntag für die gesetzliche Inventur. Das nennt man" Durchführung" der Sonntagsruhe! Detailgeschäften mit mehrköpfigem Personal üblich, daß der Ans Früher war es, schreibt die Bolksstimme", in den meisten gestellte einen Sonntag um den andern ganz frei hatte. Das waren 1. Oster, Pfingst- und Weihnachtstag eingerechnet etwa 29 freie Sonn- und Feiertage. Zieht man aber bei der der Sozialdemokratie mittämpft.( Beifall und Zischen.) Wenn merksam, daß es sich um die Arbeiterinnenfrage handle. die bürgerliche Frauenbewegung in erster Linie für vollkommene Frau Küst ner verzichtet. politische Gleichberechtigung der Frau eintreten würde, so könnten Ein Frl. Tiburtius will die religiöse Frage aufs Tapet heutigen Sonntagsruhe" die vorerwähnten 15 Arbeits- Sonntage wir dies als eine nützliche Thätigkeit betrachten, weil mit dem Wahl- bringen, verzichtet aber auf Zureden der Vorsitzenden aufs Wort. von den 52 Sonntagen ab, so bleiben noch 87 und an diesen 37 zettel in der Hand die Proletarierfrau ihrem Manne ein werthvoller Herr Dr. Aurelius Schmidt macht unter großer Sonntagen muß der Handlungsgehilfe je 5 Stunden arbeiten, fo Bundesgenosse in feinem politischen Kampfe fein würde. Ferner müßte Seiterfeit der Versammlung und unter lauten Rufen Zur daß er heute mit der theuer erkauften Sonntagsruhe noch nicht die bürgerliche Frauenbewegung eintreten für Steuerreform, Ab- Sache" Propaganda für die Knabenhorte und erzählt wieder von einmal so viel freie Beit hat als früher! schaffung der Gesinde- Ordnung und für den Achtstundentag. Von seinem vortrefflichen Vater. Krankenkassenwesen. Der Kranken und Sterbekasse zu der Bereitwilligkeit der bürgerlichen Frauen, die Organisationen Der nächste Redner, Herr Dr. Schnapper- Arndt, Schmitten( E. 5.), der Allgemeinen Unterstützungstaffe für der Arbeiterinnen zu fördern, wird nur dann etwas zu hob die Diskussion wieder durch eine vortreffliche Rede über die Krankheits und Sterbefall zu Kleinschwalbach( E. s.), ber erwarten sein, wenn man diese Organisationen zu Kampf- Dienfibotenfrage, die bezeichnenderweise von den reformeifrigen Kranken- und Sterbefaffe Beständigkeit" zu Breslau( E. H.), der organisationen, nicht etwa nicht etwa zu Harmonie Kaffeekränzchen bürgerlichen Frauen bisher nicht einmal gestreift worden war. Allgemeinen Unterstützungstaffe„ Kameradschaft" für Krankheitsmachen will. ( Lebhafter Beifall und heftiges Bifchen.) Die vorgeschrittenen bürgerlichen Frauen, so sagte er, sollten sich und Sterbefall zu Sulzbach( E. E.), der Kranken- und SterbeDas Gute, das die bürgerliche Frauenbewegung thut, werden vereinigen, um die kleinliche und gehässige Saltung, die die taffe des Vereins der Nutscher zu Berlin( E. H.), der Krankenwir immer gern anerkennen, aber wir meinen nicht, daß dort, Bourgeoisie in ihrer Mehrzahl зи ben Dienstboten und Begräbnißkaffe der chirurgischen Instrumentenmacher, wo es sich um eine Attion um gleiche Biele handelt, auch immer einnimmt, zu bekämpfen. Diese philiftröse Haltung äußere Bandagisten und Berufsgenossen( E. 5.) in Berlin, der Freien derfelbe Weg eingefchlagen werden wird. Für uns steht der sich in der Gesetzgebung, in der sozialen Sitte und in der Literatur. Kranken- und Begräbnißkasse der Schuhmacher und BerufsGrundfah in erster Linie: die proletarische Frau kämpft ge- Die fabesten Anekdoten über„ moderne Dienstboten", die sich aber genoffen Berlins( E. H.) und der Kranken- und Sterbekasse aller meinsam mit ihrem männlichen Schicksalsgenossen einen Klassen- schon in der Literatur des sechzehnten Jahrhunderts vorfänden, gewerblichen Arbeiter für Schöneberg und Berlin( E. H.) ist vom " Gerichts- Beitung. den Beweis der Wahrheit antreten wolle. Er bat zu diesem Versammlungen. Vor 1. Am Montag nach dem 1. Oftober werden neue Arbeitsberechtigungskarten ausgegeben, welche für sämmtliche Puter Berlins und der Umgegend maßgebend find. 2. Der Beitrag beträgt von Montag, den 5. Oktober, 25 Pfennig pro Mann und Woche und endet mit der Woche am 15. November. preußischen Handelsministerium die Bescheinigung ertheilt worden, hausen hat am 2. Juni den Schuhmacher Albert Voigt und feinzelne mit allen Kräften dahin zu streben, daß auch daß sie, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforde- den Maurer Wilhelm Nottrodt wegen Vergehens gegen der letzte Kollege dem Verbande angehöre, der dann eine tungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes genügen.§ 112 des Str.-G.-B. zu vier Monaten Gefängniß Macht repräsentire, die jeden Uebergriff der Unternehmer zurückIn Straßburg i. Elf. wurde vorgestern die 16. Jahres. verurtheilt. Beide hatten eine sozialdemokratische Flugschrift weisen und eine weitere Befferung der Lebenslage der Kollegen Das Schlachtenjubiläum' verbreitet, in welcher herbeiführen könne. Hieran schloß sich die Besprechung der versammlung des deutschen Verbandes für Armen- bie Ereignisse von 1870 besprochen werden und welche Differenzen in mehreren Werkstätten, wo durch Eingreifen der pflege und Wohlthätigkeit im großen Saale des Rath- mit dem entsetzlichen Ausrufe schließt: Krieg dem Werkstatt- Kontrollkommission und der Ortsverwaltung die Arbeitshauses durch den Landtags- Abgeordneten Seyffardt: Grefeld Kriege!" Die Flugschrift enthielt nichts," was gegen das niederlegung verhütet und die Forderungen der Kollegen bewilligt eröffnet. Dr. Min sterberg- Berlin gab den Generalbericht. Strafgesetz verstieß, und die Verbreitung an sich wäre zwar nicht wurden. Sodann wurde beschlossen, daß der 25 Pfennig- Beitrag Dr. Ruland Colmar berichtete über das System der Armen- strafbar gewesen, aber die Angeklagten hatten das Mißgeschick, für das 4. Quartal erst dann in den Büchern der Mitglieder pflege in Altdeutschland und in den Reichslanden. Er erachtete die Schriften auch in einem Hause zu verbreiten, welches als quittirt werden soll, wenn sämmtliche Beiträge bis Ende das reichsländische Syftem der fakultativen Armenpflege Stand quartier für Soldaten diente. Dies hätten September bezahlt feien. Hierauf ersuchten noch mehrere Kollegen für nicht mehr den berechtigten Anforderungen entsprechend. fie, so beißt es im Urtheile, offenbar bemerken müssen und die Vertrauensleute doch darauf zu sehen, daß die Beiträge ( Beifall.) In der Debatte, woran sich Gör3- Straßburg, haben es auch bemerkt, ben sie haben durch das Fenster gesehen regelmäßig bezahlt würden und auch der Extrabeitrag Dr. Aschrott Berlin, Dr. Back Straßburg, BöhmertDresden u. a. betheiligten, traten die Vertreter der Reichslande und beim Lampenschein Sodaten im Zimmer wahrgenommen. Die von 10 Pf. pro Woche nicht vergessen würde. Nach Be für das bisherige System ein. Schließlich wurde eine Resolution nimmt, gewußt, daß ein Korpsbefehl ergangen ist, bei Reller, Roppenstr. 29, stattfindet, schloß der Vorsitzende die für das bisherige System ein. Schließlich wurde eine Resolution zivilistischen Angeklagten haben ferner, wie das Gericht an fanntgabe, daß am Sonnabend das Stiftungsfest des Verbandes angenommen, dahingehend, daß eine Weiterentwickelung des wonach es den Soldaten verboten ist, sozialdemokratische Versammlung. reichsländischen Armenwesens in der Richtung einer obligatori: Schriften zu lesen, zu verbreiten und in ihre Quartiere ein Eine sehr stark besuchte öffentliche Versammlung der schen öffentlichen Armenpflege erwünscht sei. zuführen. Dieser Korpsbefehl ist eine auf grund kaiserlichen Puter tagte am Mittwoch Abend in Keller's großem Saal und Befebles erlassene gefeßliche Anordnung, wie sie§ 112 Straf beschäftigte sich mit den weiteren Maßnahmen der Lohubewegung. Gesetzbuch im Auge bat. Zur Verlegung dieser Anordnung Zunächst wurde ein Antrag der Lohnkommission, die während haben die Angeklagten nach der Feststellung des Gerichtes die der Arbeitslosigkeit den Kollegen gewährte Darlehns- Unterstügung in Höhe von 970 M. denselben zu erlassen, angenommen. Nach Die Auflage wegen groben Unfugs gegen den Redakteur Soldaten anreizen wollen. Gegen das erwähnte Urtheil hatten die Angeklagten dem gegebenen Bericht Dietrich's arbeiten zur Zeit in Berlin des antisemitischen Deutschen General- Anzeigers", Revision eingelegt, die den dritten Straffenat des und Ümgegend auf 111 Bauten 1852 Buzer, davon 896 mit Karl Seblazek, die schon einmal das Gericht beschäftigt wurde dargelegt, das Arbeitsberechtigungskarten. Der Ausweis des Kaffenbuches giebt hat, wurde heute vor dem Schöffengericht zum Abschluß Reichsgerichts beschäftigte. enthalte unlösbare Widersprüche. Der Reichs in der letzten Woche 970 Beiträge zum Streitfonds an. Auf gebracht. Am 20. November vorigen Jahres erschien in des Urtheil Angeklagten Zeitung unter der Ueberschrift:" Fleisch für anwalt erklärte, solche nicht finden zu können. Nach den Fest- 11 Bauten arbeiten 70 Buyer unter dem Tarif für 18 und 19 Pf pro die Gojin" ein Artikel, worin mehrere Fälle erzählt wurden, stellungen hätten die Angeklagten das betr. Berbot gefannt, also Quadr.- Meter. Die Preise bei Façaden sind mit wenigen Ausnahmen daß füdische Schlächter das für die Christen bestimmte bolos gehandelt. Das Reichsgericht erkannte auf Ber- fast alle unter dem Tarif angenommen, doch wird auf allen Bauten außer zweien der tarifmäßige Lohn von 7 M. pro Tag gezahlt. Fleisch in der unappetitlichsten Weise verunreinigt haben sollten. werfung der Revision. Als das Umsturzgesetz berathen wurde, führte man im Auf 4 Bauten wird von Putzmeistern den Bauunternehmern Hieran wurde die Warnung geknüpft, Fleisch aus Judenläden zu genießen. Wegen dieses Artikels stellte der Verein deutscher Reichstage gegen die, den Schutz des Militärs betreffenden Un- Rüftzeug geliefert. As arbeitslos haben sich bei der Kontrolle Staatsbürger jüdischen Glaubens Strafantrag wegen groben geheuerlichkeiten an, daß unter Umständen schon jemand zu 97 Arbeiter gemeldet, jedoch dürfte diese Bahl in Wirklichkeit Unfugs, und das Amtsgericht folgte dem Antrag, indem schwerer Strafe kommen könne, wenn er einem Soldaten eine ums fünffache höher sein. Durch die Kontrolle ist festgestellt, es gegen den groben Un- fozialdemokratische Zeitung oder Broschüre zu lesen gäbe. Man daß in kürzester Zeit 183 Bauten in Angriff genommen werden. den Redakteur Sedlazek wegen fugs eine Geldstrafe von 30 Mart festsette. Hier erfieht aus dem mitgetheilten Urtheil, daß gar kein Umsturzgefeß Die Höhe des Streitfonds beträgt rund 8000 M. Seit der Lohn gegen wurde Vor nöthig ist, um Sozialdemokraten, welche das angeblich herrlichste bewegung im Frühjahr sind bis jetzt 1732 Arbeitsberechtigungsrichterliche Entscheidung beantragt. Gericht erklärte der Angeklagte, daß der beanstandete Artikel Kriegsheer der Welt durch ein Flugblatt erschüttern" wollen, Karten an Buzer ausgegeben worden. Da die Annehmer von Puzarbeiten in den Konferenzen beschlossen haben, die Preise bei der Hannov. Post" entnommen sei, und daß er für den Inhalt auf Monate ins Gefängniß zu bringen. Façade- Arbeiten dem Tarif entsprechend aufzubessern und bei Innen Puyarbeiten den Tarif streng inne zu halten, so unter Zivecke, daß der Gerichtshof sich die Akten gegen den jüdischen breitete die Fünferkommission der Versammlung folgende Re Schlächter Jsaat Bonn zu Kleve tommen lasse, der am 10. Mai 1894 wegen grober Befudelung des für Christen bestimmten Der Verein graphischer Arbeiter und Arbeiterinnen folution: Nach den Feststellungen der Fünfer Kommission sind in je Fleisches mit 4 Monaten Gefängniß bestraft worden sei. Ferner hatte am 4. September eine Versammlung einberufen. bat der Angeklagte um Ginforderung der Akten gegen den Redakteur Gintritt in die Tagesordnung gab der Vorsitzende das Ableben zwei Konferenzen der Annehmer von Puzarbeiten, innere wie Erich Rosenthal von der Hann. Post", der wegen desselben Artikels des Mitgliedes Dstar Rotte bekannt, dessen Andenken die Ver- äußere, die im Bericht verlesenen Säße des Tarifs festgesetzt freigesprochen worden sei. Der Gerichtshof gab diefen beiden An- sammlung in der üblichen Weise ehrte. Hierauf berichtete und einstimmig beschlossen worden, den Tarif zu einer geeigneten trägen statt und vertagte damals den Termin. In der heutigen Schöpfe, daß bei der Firma Friedberg u. Silberstein der Ver- Zeit vollständig zur Durchführung zu bringen. Die Kollegen der Verhandlung wurde die Richtigkeit der von dem Angeklagten trauensmann gemaßregelt worden sei. Da dies in kurzer Zeit der Innenarbeit verpflichten sich, von dieser Zeit gemeinschaftlich behaupteten Thatsachen bestätigt. Der Amtsanwalt hielt aber zweite Fall ist, so sieht der Verein sich gezwungen, die Sache weiter auf den Bauten tommune zu arbeiten. Ferner verpflichten sich dennoch die Anklage wegen groben Unfugs aufrecht. Der An- zu verfolgen. Nach einem interessanten Vortrag des Genossen Metzner die Kollegen, auf allen in Angriff zu nehmenden Bauten, wo geklagte habe von jüdischen Schlächtern im allgemeinen ge- über das Thema:„ Was lehren uns die Streiks?" wurde unter der Tarif nicht gezahlt wird, an einem von der Kommission noch sprochen, wozu ihm die vereinzelten Fälle kein Recht gäben. Verschiedenem bekannt gegeben, daß die Säkularfeier der Er- näher vorzuschlagenden Tage den Tarif durch Ruhenlassen der Die jüdischen Schlächter würden durch den Artikel in findung unserer Kunst am 7. November in den Arminhallen" Arbeit zu erzwingen. Die Fünfer Kommission unterbreitet der ihrem Gewerbe beeinträchtigt, und das Publikum, das bei stattfindet. Aus dem gleichen Anlaß soll am 6. November am Bersammlung folgende Vorschläge zur Beschlußfassung: jüdischen Schlächtern zu kaufen pflege, werde durch die Warnung Denkmal ein Kranz niedergelegt werden. Eine Anfrage mehrerer beunruhigt. Dies sei grober Unfug. Er beantrage gegen Mitglieder, ob es Thatsache sei, daß Kollege Sillier dem Verden Angeklagten eine Geldstrafe von 30 M. Der Angefchuldigte trauensmann der Buchbinder das Versprechen gegeben hat, die hielt eine längere Vertheidigungsrede. Im Schulchan Aruch Drucker würden sich an dem Kampfe betheiligen, wurde von ftebe ausdrücklich, daß Fleisch, das für Juden verworfen werde, an diesem verneint. Sodann beschloß man, die Urania im Januar Christen verkauft werden solle, um diese zu ärgern". Ferner zu besuchen. 3. Sollten sich während dieser Zeit die Arbeitsbedingungen werde vorgeschrieben, daß die Lungen von Vieh und Geflügel, Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gastgünftiger gestalten, so find die Kollegen entschlossen, noch die für Christen bestimmt seien, bespuckt werden sollen. Er führte und Schankwirthe tagte am 18, d. t. bei Ehrenberg. Bevor in diesem Herbst den Tarif zur Durchführung zu bringen." sodann eine Menge Fälle aus den verschiedensten deutschen in die Tagesordnung eingetreten wurde, theilte der zweite Vor- Nach einer längeren Debatte wurde die Resolution mit Städten an, wo jüdische Schlächter wegen Verkaufs besudelter und verdorbener Waare zu zum theil recht hohen Strafen verzende Günther mit, daß der erste Vorsitzende Behrend sein Amt großer Majorität angenommen. Den Flensburger Weiftarbeitern niedergelegt habe. Alsdann wurde in den 1. Punkt der Tages urtheilt worden waren, so u. a. der Schlächter Samuel Schiff ordnung eingetreten und hielt Genoffe Hoffmann einen mit überwies die Versammlung 500 M. aus Darmstadt zu zwei Jahren Gefängniß. Gegen derartige Beifall aufgenommenen Vortrag über Glaube und Hoffnung. In dem Versammlungsbericht der Schloffer in der Uebelſtände aufzutreten, sei doch gewiß die Aufgabe und Pflicht Bon einer Diskussion über den so interessanten Vortrag wurde Nummer vom Mittwoch ist irrthümlich angegeben, daß die Arder Presse, und er erwarte daher nicht nur seine Freisprechung. Abstand genommen und erfolgte nach einer Pause die Aufnahme beiter bei Schubert ut. Werth schon von dieser Woche an Untersondern beantrage außerdem, die Gerichtskosten dem Verein neuer Mitglieder. Unter Vereinsangelegenheiten theilte der Bor- flüßung erhalten. Der angeführte Beschluß bezieht sich nur auf deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens aufzulegen. Nach sigende mit, daß der Kollege Frizz Hoffmann, Alexanderfir. 27c, die schon bereits seit vierzehn Tagen im Ausstand ſtehenden furzer Berathung erkannte der Gerichtshof auf Frei- feinen sprechung des Angeklagten. Es sei anzunehmen, daß der seinen Austritt aus dem Verein erklärt habe. Hierauf wurde ein Arbeiter aus denjenigen Betrieben, die im Bericht ebenfalls erUnterstüßungsgesuch von 30 M. an einen hilfsbedürftigen Kollegen wähnt sind. Leserkreis des Deutschen Generalanzeigers" sich im wesentlichen bewilligt und ein weiteres Gesuch um 120 M. dem Vorstand Friedrichshagen. Das Bürgerliche Gesezbuch, auf Gesinnungsgenossen des Angeschuldigten beschränke und diese überwiesen. Nach Beantwortung einiger von der Versammlung die Frauen und die arbeitende klaffe" lautete würden durch die in dem Artikel gemachten Mittheilungen nicht gestellter Fragen wurde die Versammlung geschlossen. das Thema, über welches Genoffe Stadthagen in einer am beunruhigt. Außerdem könne man angesichts der er wiesenen Thatsachen die Warnung nicht für Versammlung sprach. Der Redner gab einleitend in seinem zirka In einer Versammlung der Möbelpolirer( Filiale Often) 22. September in Kourab's großem Saal abgehaltenen öffentlichen unberechtigt halten. Dem zweiten Antrage des Angeklagten hielt am 21. September Genosse Jahn einen Bortrag über die 11/ 2stündigen Vortrage einen Rückblick auf die Entstehung des zu folgen, liege eine begründete Veranlassung nicht vor. Malthus'sche Theorie". Nach Besprechung einiger Vereins- Bürgerlichen Gesetzbuches, begründete den ablehnenden StandWir finden es erfreulich, daß das Gericht in dem groben angelegenheiten wurde am Schluß der Versammlung bekannt gepunkt der sozialdemokratischen Fraktion bei der Abstimmung im fireifte dann die tura Reichstage und Be Unfugs- Prozeß gegen den antisemitischen Redakteur zu einem geben, daß am 17. Oftober cr. das Stiftungsfeft des Vereins in Miethsrecht, Güterrecht, Pjandrecht, freisprechenden Erkenntniß gekommen ist. In vielen Gerichtsertennt Keller's Festfälen" stattfindet. Der Bevollmächtigte Wolf hat ftimmungen über nissen, die in dem gleichen Verbrechen gegen sozialdemo= fein Amt niedergelegt. Cherecht und Recht der unehelichen Kinder, tratische Redakteure ergangen sind, ist unseres Wissens nichts Eine Sigung der Baudeputirten, die am 22. September in großen Zügen auf das dem Vortrage zu grunde liegende Der Vortragende von Erwägung des Umstandes zu finden, daß das Blatt, welches tagte, nahm den Bericht über den Stand der Bewegung entgegen. Frauenrecht und Arbeiterrecht überzugehen. groben Unfug" verübt haben soll, doch meist nur von Ge- Der Referent, Maurer Frische, wies darauf hin, daß die hob hervor, wenn es auch gelungen sei, in bezug auf die beiden finnungsgenossen des Redakteurs gelesen werde. Berliner Maurer in ihren freiwilligen Sammlungen sehr lässig letzten Bunfte einige Verbesserungen gegenüber den bisher be Man ist aus Nichtberücksichtigung diefer und anderer geworden sind. Es haben 5232 Maurer, die neun Stunden stehenden Gesetzesvorschriften zu schaffen, andererseits auch das Umstände zu den wundersamsten Verurtheilungen gekommen, zu arbeiten, binnen 14 Tagen 1855 M. gesammelt, während bei voll- Hereinbringen reaktionärer Bestimmungen zu verhüten, so seien Verurtheilungen, die den Geist der modernen Rechtsprechung auf ständiger Betheiligung 2616 M. hätten einkommen müffen. Hier doch die wichtigsten der von den Sozialdemokraten gestellten das grellste charakterisirten. Wir erinnern nur an die Urtheils auf fand eine rege Aussprache über die Ausübung des jetzigen Berbefferungsanträge abgelehnt und damit das ganze Gesetz für sprüche, die in Berlin, Breslau, Sachsen und anderswo allein Kontrolltarten- Systems statt. Mit der Aufforderung, die nächste unsere Vertreter unannehmbar geworden. Daß die Gesindeordnung wegen gewerkschaftlicher Aufrufe, Fernhaltung des Zuzugs u. f. w. Sizung besser zu besuchen, schloß der Vorsitzende die nur schwach auch für die ferneren Generationen erhalten bleiben solle, fei betreffend ergangen sind. Unsere Parteigenossen werden nicht besuchte Versammlung. nur durch das Verhalten der Vertreter der Freisinnigen verabfäumen, diese Erkenntnisse mit dem erfreulichen Urtheil zu Eine sehr zahlreich besuchte Vertrauensmänner- Ver- erreicht, die in der Rommission mit den Konservativen und vergleichen, das gegen den antisemitischen Redakteur ergangen ist. fammlung des deutschen Holzarbeiter Berbandes Nationalliberalen gemeinsam gegen die Beseitigung derselben In dem Beleidigungsprozeß des Kommerzienraths tagte am Mittwoch in Cohn's Festfälen. Zum ersten Punkt der flimmten. Die papiernen Geseze bilden fein Hinderniß der Hugo Landau und Generalkonsuls Eugen Landau als Juhaber Tagesordnung berichtete Drechsler To st über den Verlauf des ökonomischen Entwickelung gegenüber und die Forderungen der der Firma Jakob Landau gegen den Redakteur der Drechslerstreils. Derselbe ist, beeinflußt durch die außerordentlich sozialdemokratischen Partei, die bei der Berathung des BürgerBanks und Handels- Zeitung", Walther Mancke, günstige Konjunktur in der Drechslerbranche, günstig verlaufen. lichen Gesetzbuches von der reaktionären Mehrheit des Reichsstand wieder Termin ber vor achten Straffammer des Nur einige 40 Drechsler stehen im Streit und zwar in 3 Werkstellen, tages abgelehnt wurden, werden immer wieder und dringender Es sind dies erhoben und über kurz oder lang wenn auch gegen den Willen an. unt handelt sich Landgerichts I eine Reihe in welchen die niedrigsten Löhne gezahlt werden. von Artikeln, die der Beklagte gegen die Firma der Gärschuer, Wienerstraße, Schmidt und Kraßer. Der ersiere giebt der Bourgeoisie eingeführt werden. Die Unfähigkeit, ein vollKläger gerichtet hatte. Herr Manche war vom Schöffen- fich die große Mühe, Streifbrecher heranzuziehen. Er erfreut sich genügendes Gesetzbuch, ein einheitliches Recht zu schaffen, haben gericht zu 600 M. Geldstrafe verurtheilt, die Kläger waren nach dem Bericht der Kollegen der außerordentlichen Fürsorge die herrschenden Klassen glänzend bewiesen, und so ist auch dieses auf die erhobene Widerklage freigesprochen worden. Gegen dieses der Polizei. Es wäre zu wünschen, daß der Herr seinen schroffen Gesetz Genosse Stadthagen bezeichnete es als das Leichentuch wie kein anderes geeignet, wider den Willen Urtheil war von beiden Seiten die Berufung eingelegt worden. Standpunkt aufgiebt und seinen Arbeitern die lumpige Auf der Gesellschaft Zu dem jetzigen Termin war eine große Anzahl von Zeugen besserung von 17 auf 18 M. bewilligt. Im anderen Falle seiner Väter revolutionirend und aufklärend unter allen Schichten erschienen, der Gerichtshof founte aber in die Verhandlung nicht erklärte sich die Versammlung damit einverstanden, daß mit allen der Bevölkerung zu wirken. Der Vortrag, der mit drastischen eintreten, da einige wichtige Zeugen fehlten. Es wurde be- gesetzlichen Mitteln der Kampf gegen solche Meister weitergeführt Beispielen aus dem praktischen Leben packend wirkte, wurde von schlossen, den Justizrath Hofmann in Meiningen kommissarisch wird. Zum 2. Punkt der Tagesordnung: Die Agitation der Tischler- den zahlreich Erschienenen mit lebhaftem Beifall aufgenommen. zu vernehmen und zu einem demnächst anzuberaumenden meister- Organisation unter ihren Kollegen, referirte der Vorsitzende Eine Diskussion fand nicht statt, worauf Genosse Sonnens Termin die sämmtlichen diesmal vorgeladenen Zeugen wieder Glocke. In den letzten Wochen sei wohl von dem Verein der burg mit einer Aufforderung zum Beitritt in den Arbeiters Tischlermeister für Nord, Oft und Süd- Ost, als auch von Bildungsverein und mit einem Hoch auf die Sozialvorzuladen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Güd: Unser Genoffe Emil Reteran in Nixdorf sollte sich am der Tischlerinnung eine größere Propaganda unter den Tischler- demokratie die Versammlung schloß. gestrigen Freitag vor dem Nixdorfer Schöffengericht wegen Be- meistern entfaltet. Die erstere Organisation sucht durch Zirkulare, die letztere durch Bezirksversammlungen zu wirken. In erster oft schule. Waldemarfir. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gefeße für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages) Herr Nordschule, Müllerfir. 179a: Geschlossen. Wieder leidigung der dortigen Gendarmerie und ihres Oberwachtmeisters Linie war bei dieser Agitation auf die Lohnbewegung Heinrich Schulz. Beiné verantworten. Als Zeugen waren seitens der Staats: der Gesellen im Frühjahr hingewiesen, Erfolg eröffnung Anfang Oftober Brunnenstraße 25, 1. Sof lints 1 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neus die Meister sich anwaltschaft geladen Gemeindefchöffen Rechtsanwalt Bürtner mann, Basewalterfir. 3. Alle Renderungen im Bereinskalender sind zu richten und Rentier Radtke, sowie der Berichterstatter des Rigdorfer vereinigen, um weiteren Forderungen der Gesellen entgegenMenderungen Tageblattes", Cäsar Granz. Vor Eintritt in die Verhandlung treten zu können. In einer Bezirksversammlung der Innung im lehnte Genosse Regerau den Vorsitzenden, Amtsrichter Schreiber, Königshof habe der Tischlermeister Lindemann, der im Früh- im sund der geselligen Arbeitervereine Serline und Umgegend. wegen Befangenheit ab und begründete diesen Antrag mit seinen Hermann Erfahrungen in einem türglichen Prozesse, bei welchem Ants- iahr für eine Verständigung zwischen Meistern und Gesellen geJahn, Schönhauser Allee 177 c. richter Schreiber gleichfalls den Vorsiz führte. Nach kurzer Bewirkt, ausgeführt, daß die eingeführte Arbeitszeit zu kurz fei; Bildungsverein Mehr Licht". Sonntag, den 27. September, abends rathung beschloß der Gerichtshof, den Termin zu vertagen und wenn die Gefellen abends heim und dann spazieren gingen, den Ablehnungsantrag dem tgl. Landgericht I zur Entscheidung müßten die Meister sich noch abquälen. Der Redner kritisirt 7 uhr, Alexanderftr. 27 C: Bersammlung. Bortrag über:„ Die Entwicklung beleuchtet der Beitungen." Referent: Herr Friz Hansen. die Inkonsequenz dieses Meisters sodann 161 Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 27. September, vorm. 11 Uhr, vorzulegen. den Klassengegensatz zwischen Arbeitern und Arbeitnehmern in Keller's Festfalen, koppenstraße 29: Feier der Jugendaufnahme. Feſtrere Wie Noß und Reifige vor der Sozialdemokratie ge- der selbst bei dem Entgegenkommen einer Anzahl Meister nicht des Herrn Dr. Bruno Wille:„ Tas Recht der Jugend." Theaterverein„ Tata- Toto." Die Sigungen des Vereins finden von schützt werden. Ein charakteristischer Strafprozeß ist am beseitigt werden kann. Das Vorgehen der Meister müsse die Koppenstraße 29, statt. Geute Wortrag des Herrn Bauer über das Berliner 24. September vom Reichsgericht in legter Instanz entschieden Kollegen belehren, daß sie sich in stetem Rampf um ibre wirth. beute ab jeden Sonnabend Abeno 8 Uhr im Tunuel von Keller's Festsälen, und habe deshalb jeder wereinsleben. worden. Die Straflammer beim Amtsgerichte Sonders schaftliche Existenz befinden " " b es nothwendig erscheinen lasse, daß deren und an neuen um dann Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. straße Nr. 7, 1 Tr. Beretustalender find zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter: Alle Buſchriften, den Bund betreffend, find buiten an Möbeltischlerei 1. Lager compl. Wohnungseinrichtungen von den einfachsten bis zu den elegantesten in jeder Preislage in solider Ausführung zu den billigsten Preisen empfiehlt 59458* Julius Apelt, Tischlermeister, Skalizerstr. 6. Eigene Werkstatt im Hause. 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Hochachtungsvoll Metallarbeiter Tegel's!( elm) Sonntag, den 27. September, nachmittags 2 Uhr, im Lokale des Herrn Rüb sam adhf., Schloßstr. 7-8: Große öffentliche Versammlung 23 Leipzig, Rich. Lipinski, Königsplatz 2 Alexandertr. 27c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Die Aussperrung der Gasanstaltsarbeiter in der Danzigerstraße und verhalten sich die Arbeiter der anderen Gasanstalten hierzu. Der Einberufer: G. Bensch, Memelerstr. 52. NB. Zu dieser Versammlung sind sämmtliche Stadtverordneten sowie der Magistrat eingeladen. Verband der Möbelpolirer! 42/3 ſämmitl. in der Maſchinenbau- Aktiengesellschaft Germania Feldschlößchen Nächsten Montag, abends 8% Uhr, Admiralstraße 180: in Tegel beschäftigten Arbeiter. Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitsverhältnisse in der Maschinenbau- Aktien Gesellschaft ,, Germania" in Tegel. Referent: Rollege Herm. Faber, Berlin. 2. Diskussion. Kollegen! In anbetracht der Verhältnisse auf der„ Germania" ist Euer pünktliches und zahlreiches Erscheinen unbedingt nothwendig. 118/4 Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Der Einberufer. Achtung! Schlosser! In nachstehenden Werkstellen befinden sich die Kollegen noch im Ausftande: Bothmann, Neue Jakobstr. 5; de la Vari, Kastanien- Allee 10; Rössemann, Rastanien- Allee; Dübner, Beusselstraße 70; Donner, Rixdorf, Mariendorfer Weg 66; Jean Violet, Stronenstr. 3; Pinnow, Ballifadenstr. 34; Schubert& Werth, Brenzlauerstr. 41. Buzug fernzuhalten! Textilarbeiter! Große öffentliche Versammlung 116/4 sämmtlicher Textilarbeiter Berlins am Montag, den 28. September, abends 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreas str. 26. ages Ordnung: 541b 1. Bericht vom Agitationskomitee und Neuwahl desselben. 2. Bericht vom Delegirten der Gewerkschaftskommission und Neuwahl desselben. 3. Ver: schiedenes. [ Das Agitationskomitee der Provinz Brandenburg. J. A.: Gustav Lehmann, Koppenstr. 32. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 28. September 1896, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Former und Gießerei- Arbeiter im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tagesordnung: 1. Der gegenwärtige Stand unserer Bewegung. 2. Distuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 110/11 organisirten Kollegen, zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines Achtung! Glaser Achtung! Berlins und Umgegend. Sonntag, 27. Sept., vorm. 10%, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Große öffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Unsere Lohnbewegung und was haben wir erreicht. 2. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Die Streikkommission. Keller's Festsäle, Koppenstraße 29. Sonntag, den 27. September: III. Stiftungs- Fest 266/18 des Stralauer Orchester- Vereins ,, Harfe"( Dir.: J. Malhofer.) Von 4 Uhr ab: Instrumental- Konzert, sowie Auftreten verschiedener Um 6 Uhr: Großer Musikerwettstreit für sämmtliche Musikvereine Berlins und Umgegend. Spezialitäten. Groker Ball. Die Ballmusik wird von der 24 Mann starken Orchester- Abtheilung des Bereins Harfe" ausgeführt. Mufitaufführungen von über 100 Musikern. Achtung! 142 Müllerstraße 142. Telephon: Amt Moabit 1213. Sonntag, den 20. September 1896: Kinder- Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Nachdem: Gr. Konzert it. Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. Sale zu Festlichkeiten u. s. w. Theodor Boltz, Dekonom. A. Flick's. Reftaurant, Simeon straße 23, gr. sep. Vereinszimmer frei. ,, Zum eichenen Stab" Karl Schöning 60022 Köpenickerstr. 68, Hof part. empfiehlt Saal, zwei Vereinszimmer. Regelbahn noch mehrere Tage frei. Versammlung. W Tages Ordnung: 1. Das moderne Raubritterthum. Referent: Gentoffe Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Zahlstellenkassirers. 4. Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstatt Beier, Brigerstr. 7, Lock, Dieffenbachstr. 36, sind hiermit besonders eingeladen. Zu dem am 17. Oftober in Keller's Festfälen, Koppenstr. 29, stattfindenden 11. Stiftungsfeste find Billets ( Damen 30 Pf., Herren 50 Pf. intl. Tanz) in obiger Versammlung sowie in den Zahlstellen zu haben. Diejenigen Mitglieder, welche als Refruten eins gezogen werden, werden ersucht, dies H. Schulz, Memelerstr. 60a, mitzutheilen. Der Vorstand. Kollegen, welche dem Gesangverein der Möbelpolirer beitreten wollen, mögen Dienstag Abend 81/2 Uhr Rönigsbergerstr. 12 erscheinen. 145/3 Achtung! Achtung! Karton- Branche! Mart. Berndt's Würstelstube Sonntag, den 27. September, vormittags 10 Uhr, in empfiehlt nach wie vor allen Freunden und Bekannten ihren vorzüglichen Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. Jeden Sonnabend von 6 Uhr ab. ff. Eisbeine. Für gute Biere ist selbstverständlich bestens Sorge getragen. Um zahlreichen Besuch bittet Martin Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstraßen- Ecke Achtung! Vereine. Achtung! Vereinszimmer mit Piano noch für mehrere Tage zu vergeben im Wirthshaus zum Glühlichterl, Brandenburgstr. 54 part. 59212* M. Pöuit. Empfehle mein Weiß- und BairischKeller's Festfälen, Koppenstr. 29: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: 1. Unsere Stellungnahme zu dem Streit der Buchbinder. 2. Diskussion. Kartonarbeiter und Arbeiterinnen! Seit Anfang dieser Woche kämpfen die Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch- und Kontobuch branche für Erringung besserer Arbeitsbedingungen; ist es da nicht unsere Pflicht, hierzu Stellung zu nehmen? Es fehle am Sonntag Vormittag tein Rollege und feine Kollegin in der Versammlung, alle müssen am Blaze sein. Es erwarten dies [ 27/14] Die Einberufer. Belle- Alliance- Theater. Bier- Lokal m. Vorgarten, zwei Vereins- Sonntag, den 27. September 1896, nachm. 22 Uhr: zimmer mit Piano. Johann Meßmann, Danzigerstr. 78. Paster's Gesellschafts- Säle Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk. Einmalige Vorstellung: Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften von Fr. Schiller. Elisabeth: Anna Jordan a. G. Maria Stuart: Hedwig Margot. Mortimer: Neue Königstrasse 7. Sulius Türk. Graf Lester: Oskar Krüger a. G. Burleigh: Alfred Philippi a. G. Säle von 100-400 Personen mit Garten für Festlichkeiten und Versammlungen. 5018L* Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Eröffnung: Oktober cr. Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten. 2 verdeckte Regel bahnen. Gute Rüche. Fest- Saal Königstadt- Casino, Holzmarktstr. 72. [ 5960L Mehrere Sonnabende und Sonntage, 3. u. 4. Oktober, 28. November, 5., 6., 12., 18., 19., 20. Dezbr. find 3. vergeben Ladner's Johannisthal, urhaus, Kaiser Wilhelmstraße 6. Empf. meinen gr. schatt. Gurten, Saal wohnung u. Ausspannung. Vereins3., Kegelbahn, Billard, Sommer[ 58448* Haferland's Restaurant, Ober- Schönweide.[ 5841L Empf. seinen Garten, Saal, Regelbahn, Raffeeküche. Solide Preise. Köpenick. Den Vereinen und Gesellschaften halte mein Lokal mit Saal bestens empfohlen. E. Paulick, 56262* Schönerlinder- u. Grünauerstr.- Ecke. Treptow. Partichlößchen O. J. Engelke, Neue Jakobstr. 26, empfiehlt sich den Vereinen und Gesellschaften. C. Kümpel Ww. echten alten Nordhäuser Liter M. 1-1/ 2 2. M. 0,50, extra alte Waare 1,40, 0,70. Kleinverkauf von 10 Pf. an. " " " " * Reell und billig Carolinenhof. C. Mandt, Restaurant. rauft man in der Norddeutschen Schuh{ C Dampfschiffstation.[ 58472 fabrit von W. Hitschke, gegründet 1872 Bwischen Grünau und Schmöckwitz schönster Bunkt der Oberspree. Stündliche Omnibus- Verbindung Bahnhof Grünau. Wald- Spielpläge. Shrewsbury: Wilhelm Ruff. Beginn der Verloosung 1/2 Uhr. 296/18 Eintrittskarten à 60 Pf. sind in allen Zahlstellen zu haben. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Sonnabend, 26. September 1896, in Keller's Fettsälen, Koppenstraße 29: IV. Stiftungsfest. Großes Konzert ausgeführt von einer 20 Mann starken Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter" unter Leitung des Dirigenten Herrn G. Grass. Theater- und Gesang- Aufführungen, ausgeführt von der Theater- Gesellschaft Strilewicz. Aufführung lebender Bilder und Ball. Während der Vorstellungen findet im kleinen Saale Tanz statt. E Anfang 8 Uhr. Billets, Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., sind in allen Bahlstellen des Berbandes, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 77/4 Brauerei Friedrichshain( Am Königs. Sonntag, den 27. September 1896: thor). Großes Vokal- u. Inftrumental- Konzert. Gefang- Aufführungen der Gesangvereine ,, Schildhorn" ,,, Dentsche Schleife", ,, Nord- Jubal" und, Wedding" unter Leitung ihrer Dirigenten Herren 575b P. Kurz, M. Jentz und Schwintzer. Anfang 5 Uhr. Eintritt 30 Pf. Nach dem Konzert: Großer Ball. 20 Minuten Waldweg. Pferdebucht bei Köpenick. Sonntag, 27. Sept. Staligerstr. 13, Ede Admiralstraße Gr. Wurstessen am Rottbuser Thor. 50152* verbunden mit komischen Vorträgen, ausgeführt von Künstlern ersten Ranges. Tanzkränzchen. Hierzu ladet ergebenst ein W. Magdeburg. Berantwortlicher Vedakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Werlag von May Bading in Berlin.