*r.l4 14. Dezember 1930 lick ln öie �Kücherwelt Beilage des Vorwärts Einundzwanzig Bücher. Mr Jedermanns Weihnachtstisch. Aus Reclams Universalbibliothe?. Buchcr gehören leider heute schon in die Reihe jener Luxus- rirlikel, auf die viele Menschen zugunsten dringenderer Bedürfnisse verzichten müssen. Nur das billig« Serienbuch hat gegen- rvärtig noch Aussicht, einen größeren Käuferkreis zu finden; das Durchschnittsnweau dieser Ausgaben ist deshalb nicht nur geeignet, einen Ueberblick über Geschmack und Interessengebiete des Publi- hnns zu geben, sondern es vermag auch Geschmack und Interesse dieses Publikums wesentlich zu beeinflussen. Der Verleger, der nach beiden Richtungen das Richtige trifft, der Leserwünsche mit Leser- «rziehung zu vereinigen weiß, hat seine Ausgab« Segriffen und seiner Arbeit ein sicheres Fundament gegeben. Der Reclam- Verlag, der vor mehr als 69 Iahren seine..Unioersalbibliothek' auf dieser Basis zu errichten begann, Hot diese Grundlag« bis heute nicht erschüttert, wenn auch... Doch davon nachher; das sind, o»« es den Anschein hat, Einzelfälle, und der Vertag bringt sich diesmal mit rund ein und einem halben Dutzend Bündchen(pro Band geheftet 49 Pf., gebunden 89 Pf.) in Erinnerung. Die kleinen Bücher beweisen Derlegerehrgeiz. Einige von ihnen warten mit den bekanntesten literarsschen Namen unserer Gegenwart aus. Knut chamsun ist vertreten mit einer Novellen- saimnlung(„Frauensieg': Nr. 6991), die wie Blätter aus verschie- denen Skizzenbüchcrn aimrutet. Es sind fünf künstlerische Studien, die nicht ohne weiteres der geläufigen Prägung des Begriffes „Hamsun' einzufügen sind. Mancher Leser dieser kleinen Er- Zählungen, die zusammen nur 79 Seiten füllen, wird erstaunt fest- stellen, daß er von der Erscheinung des Dichfers Hamsun bisher nur ein sehr ungenaues Bild besaß, obgleich er von ihm viele Hunderte von Seiten gelesen hatte. Eine andere Rovellensammlung („Loriveaus Milchbruder': Nr. 7984) enthüllt einen Teil von dem Schaffensgebiet von Tristan Bernard, allerdings den Teil, der sich Uebersetzungen gegenüber am sprödesten zu verhallen pflegt: die Kurzgeschichte, die für den Tagesverbrauch im eigenen Lande erdacht wurde. Sie ist, selbst wenn sie ein Kunstwerk darstellt, oft rasch überlebt und deshalb nur schwer in Büchem zu konservieren. Ucbcrträgt man sie gar in ein« fremde Sprache, so nimmt man Ihr mit ihrer natürlichen Lebensatmosphäre schon einen Teil ihrer selbst. Diese Feststellung gill auch für das vorliegende Reclam- Bändchen. Das typisch Französische dieser Geschichten ist fast aus- gelöscht oder— was unangenehmer ist— zur Unklarheit verwischt; doch das Mcnschlich-Tlllzumenschliche, die ewige Kleinheit, an der das Menschengeschlecht ewig krankt, liegen enthüllt vor dem Leser, der mll verstehendem und lächelndem Spott, niit den Augen Tristan Bernards, darauf blicken darf. Der Name des Spaniers Miguel de Unamuno wurde in Deutschland eigentlich erst bekannter, als der Diktator Primo de Rivero ihn aus dem Lande verbannte; von dem Merk kennt nmn heute noch sehr wenig. Auch hiervon erscheint eine Kostprobe bei Beclam(„Die Hölle des Schweigens'; Nr. 7969). Die vier Cr- Zählungen wirken ganz inipresficnistisch, sind jedesmal aus einer einzigen Grundstimnmng heraus entwickelt. Und um dieser Grund- stimumng willen erscheint hier das eine Werk als kleines, fein- farbiges, flächiges Aquarell und das andere als großangelegtes Gemälde, m dem geheimnisvolle Tiefen aufdämmern. Der Versuch, die Persönlichkeit eines Autors aus wenigen Seiten seines Werkes anzudeuten, gelingt auch nicht übel bei dem Birndchen Jack London(„Die Goldschlucht': Nr. 7979), das zwei seiner besten Novellen enthält. Thomas Manns Novelle „Tristan', nicht mehr ganz neu als Reclam-Bändchen(Nr. 6431), irrnrde gleichfalls wieder aufgelegt, und mancher Freund der sprach- licheu und darstellerischen Ziselierarbeit des Nobelprcisgekrönten wird darüber Freude haben. Als Werke, mit denen mancher gern eine stille Stunde ausfüllen wird und die sich auch als kleine Geschenke für wählerische Leser gut eignen, seien noch genannt: Herbert Culenberg„Der Opsertot"(Nr. 7951); Ernst P c n z o l d t„Etlenne und Luise'(Nr. 7919); Theodor Däub- ler„Der Marinorbruch'(Nr. 7975); Frank Thieh„Eine sonderbare Ehe'(Nr. 7999); auch eine künstlerisch reife Novelle von Max Jungnickel„Sorge'(7955) und in einigem Abstand Max Dreyers„Riesenspielzeug'(Nr. 7078/79). Ein zartes kleines Schattenspiel vor historischem Hintergrund ist die Erzählung von Richard Schneider-Edentoben „Tarakanova'. Es ist die Geschichte von der jungen schwindsüchtigen Unbekannten, die glaubte, die Tochter der Zarin Elisabeth zu sein lmd die deshalb gegen Katharina II. ihre Ansprüche auf den russischen Thron geltend niachte. Ob die Tarkanooa an dem ihr nahen natürlichen Tod auslöschte oder ob Katharina sie ermorden ließ, meldet die Historie nicht; Schneider-Edenkoben läßt das kleine senti- mental« Lied dieses Lebens unter einem letzten bescheidenen Feuer- n-erk von Glück und Liebe verklingen. Von Svend Fleuron liegt eine Sammlung Tiergeschichten (Der Kater Mi Rööh'; Ztr. 7944) vor, die weise und naturfromm sind wie alles, was dieser dänisch« Tier- und Menschenkenner schreibt. Manchem Literatursreund wird Rudolf von Beyers„Rot' willkommen sein, weil hier eine der längst vergessenen schriftstellerischen Nebenerscheinungen der E. T. A. Hoffmcmn-Zeit wieder zu Wort kommt, in bescheidenen Erzählungen bescheidener Er- cignisse. Noch ein Paar Bändchea und ein— Protest. Unter die Hefte mit erzählender Literatur hat sich auch einiges andere verirrt; aber diese Lücher, die den verschiedensten Wissens- gebieten entstammen, runden das Bild der Reclmn-Ausgaben. Also jet hier im Zusammenhang kurz auf sie hingewiesen. Der griechische Arzt und Naturphilosoph Einpedokles, der 599 Ichre vor Ichi# von Nazareth die Welt zuni erlösenden Evangelium der Liebe bekehren wollt«, hat, wie manchen anderen großen Denker und Dichter, auch Romain Rolland in seinen Bann gezogen. Sein Aufsatz „Empedokles oder das Zeitalter des Hasses'(Rr. 7989) ist bei Reclam erschienen, ergänzt durch die Fragmente der Philosophie- dichtung des Weisen. Das Werkchen setzt leider voraus, daß der Leser in der Schule einmal Griechisch gelernt hat, wenn es stch auch nur um das Lesen und Verstehen einzelner Worte handelt, deren Begriffsnüancen unübersetzbar sind. Vielleicht bemüht man sich aber doch bei einer Neuauflage, die einzelnen Wortwerte dem Leser durch Umschreibungen deutlich zu machen und verHilst dem dann leicht verständlichen Aussatz damit zum Weg in die Oeffent- lichkeit. Ein weiter Sprung führt zu einem naturwissenschaftlichen Bändchen„Blüten und Insekten' von Dr. Kurt Krause, Pro- scssor imd Kustos am Botanischen Museum der Universität Berlin. Das sachlich und wissenschaftlich, dabei sehr einfach geschriebene Werk wirb manchem Naturfreund und Naturbevbachter ein treuer Führer werden. Ein ganz anderer Menschenkreis kriegt vom Reclam-Berlag ebenfalls einen Führer, vr. Zur. Rudolf Hey nimmt sich der Nöte der Kraftfahrer an(„Was muß jeder Kraftfahrer von den gesetzlichen Bestimmungen wissen?'). Kurz, klar und übersichtlich ist alles Wissenswert« behandelt. Ja, und dann das letzte Buch, das von diesem Reclam-Stapel übrig ist: von Oertzen:„Der große Krieg 1914— 1918*. Wenn das Buch nicht so billig wäre und es nicht bei Reclam erschienen wäre, so brauchte man kein Wort darüber zu verlieren. Leider besteht aber die Gefahr, daß dieses Heft, das Kriezsdaten in naiver und reichlich unverantwortlicher Weise aneinanderreiht, von Schülern zum Einpauken von Examen- antworten benutzt wird. Der Kriegsausbruch z. B. wird darin so geschildert: „Den Anstoß zum Kriege gab die Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand, des Erben der habsburgischsn Krone, in Sera- jawo durch Serben, die mit beamteten Personen in Belgrad unter einer Decke spielten. Als Oesterreich-Ungarn Genugtuung für diesen Mord von Serbien forderte, lehnt« die Belgrader Re» gierung ab. sie in dem nötigen Umfange M gewähren, weil sie der Unterstützung des Zweibundes, und diäser wiederum Englands, sicher war: der Krieg begann. Deutschland erlitt an seinem ersten Tage eine schwere politische Niederlage: Italien und Nu- inonien entzogen sich der Bündniopflicht.. Und Deutschland kam zrn» Kriege wie die Jungfrau zum Kind. Genug von dem Buch. Ein schlechtes auf 17 gute. Aber wenn die Zahl der Nummern auf das achte Tausend zumarschiert, wird bei diesem Verhältnis die Anzahl der schlechten doch M hoch. Aljo hoffentlich nicht: Einzelfälle, sondern ein Einzelfall. Füßli-Schaubücher. Eine Serie, der gleichfalls Massenverbreitung zugedacht ist, sind die„S ch a u b ü ch e r'(Einheitspreis pro Band 2,49 Mark) des Orell-Füßli-Verlages. In diesen Büchern ist die Er- kenntnis, daß der Mensch müheloser durch Anschauungsobjekte als durch Worte lernt, praktisch verwertet; die Bücher bestehen mir aus ganzseitigen Bildern, denen anmerkende Sätze und eine kurze Einleitung beigegeben sind. Aber die Bücher haben zuviel vom Film gelernt. Das Spielerische, Bunte, das Nur-Unterhaltende bekommt oft so sehr die Oberhand, daß wie im Film der— nennen wir es: handelsüblichen— Idee von einer Sache die Sache selber geopfert wird. Das gilt von dem Buch„Von China und Chinesen" ebenso wie von„Hollywood, wie es wirklich ist'. Das Ehinv- buch ist dabei das weit wertvollere. Es fehlen zwar alle vergleichen- den Gegenüberstellungen von Volksschichten und Volksstämmen und ihrem Lebensmilieu, und der Eindruck, den der Beschauer von Volk und Land erhält, wird deshalb nicht sehr plastisch. Aber es ist doch ein Eindruck. Das Buch von der Filmstadt zeigt Hollywoods Film- fehenswurdigkeiten in Großaufnahmen, die Kulissen, die Dillen, die Autos, die Stars und ihre Rollen. Wenn man genau sucht, findet man sogar eine Zahlungsanweisung für Statisten abgebildet und einmal eine Statistinnengarderobe, ein nichtssagende« Bild. Die Vorrede von Dr. Erwin Debries ist so anspruchsvoll und für dos Buch unzutreffend wie der Titel. Ein 3. Bändchen der Reihe bereitet ungetrübte Freuv«. Es ist mm Dr. Emil Schaeffer herausgegeben und heißt„Gottfried Kellers Lebensraum'. Eine Kellerbivgraphie in BA»ern: die Familie des Dichters, die Stätten seines Lebens, Ktndheits- erinnerungen— Verse und Zeichnungen—, Dokumente des Malers und Dichters Gottfried Keller und schließlich die Porträts der Men- scheu, die ihr« Spur seinem Leben aufdrückten Auch die jüngst erschienenen 73 Bilder„Do X— Das größte Flußschiff der Welt' kann man ohne Einschränkung loben. Sie geben ein klares und m ihrer Art erschöpfendes Bill» des Flugschiffes: sie sind Anschauungsunterricht im besten Sinn« des Wortes. Daß der Band neben den Erklärungen des Dr. E. Tilgentamp ein Vorwort von Dr. Claudius Dornier selbst enthält, erhöht leinen Wert. Angenehm fällt auf, daß sich Bildauswahl und Drucktechnlk bei den letzten der 41 Bände wesentlich verbessert haben. Truäe E. Schuir. Landschaften und Menschen. Nahe und ferne Landschaft. „Das sterbende Moor' heißt ein anspruchsloses, aber liebenswertes und dem Freund deutscher Landschaft gewiß manche Freude bereitendes Buch von Otto Ehrhart-Dachau(er- schienen im Drel-Masken-Verlag, München). Um da, dem Regu- lierungstod verfallene Moor herum wohnt alter, derber Menschen- schlag: Bauern, Jäger, Fischer, Wilderer, die mit Redlichkeit oder Tücke dem Boden unter ihren Füßen und dem Wasser in stetem, ewigem Kampfe abringen, was sie zum Leben brauchen. Und im Moor drinnen wohnen, von Ehrhart wundervoll vermenschlicht, neben anderem weniger charakteristischen Fischgetier, Schnöck, der grimme Hecht, und Blau, der dicke, schwere großväterlich« Karpfen. Di« Menschen und die Fische...: beide Geschöpfgarnituren haben ihre speziellen und wenn auch tragisch endenden, so doch mit fteund- lichem Humor übergossenen Lebensnöte, aber ihrer aller General- schicksal ist das unpersönliche Moor, dessen melancholisch« Seele der Autor seinen Lesern nahezubringen versucht. Ein Stück weiter als in die Alpen führt uns Manfred Hausmann in einem Buche„Kleine Liebe zu Amerika' (S. Fischer-Verlag). Es läßt sich nicht sogen, daß Mangel an guten Amerikabüchern bestünde, aber e» läßt sich auch nicht sagen, daß Hausmanns artsstlsch glänzerü> gekonntes Amerikabuch überflüssiger wäre als die anderen guten Amerikabücher. Das Pankecherz und die Nankeewelt sind schon recht gehörig durchleuchtet worden, aber Amerika ist riesengroß, immer neue Züge gibt es zu entdecken, st» schnell erschöpft ist das Thema nicht, und Hausmann packt es, unter Verzicht auf Systematik, in wirbelnd hingespritzten Bildern von einer besonders amüsanten Seite an. Laudschastsschilderungen wechseln mit kuriosen Erlebnissen und mit Beobachtungen de» ameri- konischen Alltags ab. Einmal kommt Hausmann zu dem Ergebnis, daß Amerika, wenn man es beim rechten Namen nenne, zwar dumm fei: aber berauscht von Kraft und Jugend und Tätigkeit. Das haben die anderen auch gesagt, aber immer wieder bleibt e» abenteuerlich, zu erfahren, auf welche Weise die neue Welt dumm und auf welche Weise sie berauscht ist. Noch weiter als nach Amerika, ins Eismeer hinauf, entführt der Däne Peter Freuchen in einem(von Erwin Magnus ins Deutsche übertragenen und im Safari-Verlag, Berlin, erschienenen) Buch„Der N o r d k a p e r'. Freuchen erzählt die Geschichte von dem rausfrohen, bärenstarken Steuermann und Kapitän Kellar, der ein rigoroser Leutedrangsaliercr, aber auch ein tüchtiger Walroß- fänger und ein zärtlich liebender, allerdings unglücklich liebender und an seiner unglücklichen Liebe zerbrechender Ehemann ist. Die Privat- geschichte Kellars kommt nicht typisch, nicht allgemeingültig genug heraus, bleibt im Romanhaften hängen, ober leuchtend und sichtlich aus Selbsterlebten schöpfend, entfaltet Freuchen die ferne Landschaft und das Leben der Eskimos. Zweimal Liebe und einmal Fröhlicchkeit. Der Kollektivroman hat den Jndwidualroman nicht erschlagen können. Sogar der Roman des individuellsten Erlebnisses des Liebeserlebnisses lebt noch--- oder lebt schon wieder� wie man will. In„Dar und der September'(Rütten und Loening) bemüht sich Karl Friedrich Boree darum, ein Liebeserlebnis in destillierter Fonn zu kredenzen. Umwelt, soziales Milieu spielen kaum eine Rolle. Zunächst beginnt es sehr zaghast: Die Liebenden. eine Zwanzigjährige und ein Vierzigjähriger, reden intellektuelle Sachen, zerbrechen sich den Kopf darüber, ob lieben oder geliebt werden das Erfreulichere sei, schreiben sich Briefe, die aus den Zitaten klassischer Romane bestehen: aber glücklicherweis« bleiben die beiden nicht im Gestrüpp problembelasteter Theorie hängen, sondern finden sich bis zur Stunde, da sie voneinander gehen, in einer von Boree mit erlesener Pretiosität und erstaunlicher Sprachanmut ge- stalteten Erotik. Auch bei GüntherVirkenfeld„Liebesferne'(Bruno Cassirer, Berlin) ist es die allmächtig« Liebe,„die alles bindet, alles hegt', die das Wesen bestimmt und über Glück und Elend eirtscheidet. Birkenfeld entfaltet mit sparsamen und dezenten Mitteln ein seines seelisches Gemälde, aber seiner Vision fehlt das Aufwühlende. Der Kraft der Gestaltung entspricht nicht die Kraft des Motivs. Ein neues lustiges Buch hat Adolf Uzarski geschrieben. Es ist im Delphin-Verlag, München, erschienen, heißt„Beinahe W e l t m e i st e r'(wobei zu bemerken ist, daß Beinahe hier sowohl Adoerb wie Eigennamen bedeutet) und will eine Persiflage auf den Sportrummel sein. In Piefkeshausen ist der Metzgergeselle Emil Beinohe als uneheliches Kind zur Welt gekommen: von niemandem beachtet, schnell von allen vergessen, als er den Staub Piefkeshausens von seinen Füßen schüttelt. Wie das Emporsteigen Beinahes zum Loxchampion Piefkeshausen auf den Kops stellt— und nicht nur Piefkeshausen, und wie Beinahe die letzte Erwartung, die aus ihn gesetzt wird, nämlich Weltmeister zu werden, nicht erfüllt, das wird in lustigen und amüsanten Szenen geschildert, die der tieferen Be- deutung allerdings deshalb entraten, weil sie offene Türen einrennen. Hsn, Lsner. Bon Tieren. Bei den„B r e h m- B ü ch e r n', die der Brchm-Verlag, Berlin. Charlottenburg, jetzt herausbringt, steht die Biologie im Border- grund. Wissensvermittler sind ein knapper Text und eine lückenlose Bilderreihe, die Zeugung, Entwicklung und das Leben des jeweils besprochenen Tieres schildern. Das wissenschaftliche Material ist peinlich genau zusammengetragen, oi)n« daß die Autoren jemals langweilig wurden. So sehen wir die Tiere beherrscht von den beiden Allmachtstrieben, Hunger und Liebe, die das Leben aus- füllen. Auch wird kurz gestreift, wie der Volksmund sich mit den einzelnen Tieren beschäftigt, und wir erfahren, daß beispielsweise der Storch, der 1867 ziiletzt in Berlin horstete, allein in der Mark Brandenburg 27 Namen hat. Ferner wird das Sinneslebcn der Pflanzen erschlossen. So kommt der Leser, fern aller unangebrachten Sentimentalität oder plumpen Gefühlsroheit, durch Erkenntnis in ein vertrautes Verhältnis zu den Geschöpfen. Bisher erschienen: „Libellen',„Der Sorch',„Fleischfressende Pflanzen',„Ein Tag- 1-ltSSI.I VERLAG Zürich/ Leipzig 5. B.. SCHAU BOCHER Bisher 26 BSnde erschienen Einheitspreis M. 2.40 100 000 Bände verkauft 1 1 C H I LIU ST R I( K T I N Ol SO URTIIIT Dil RRISSli „Ein* bawundamswart« H6ch»l- lalstung der liditblldtadinlk... via ErtSutarungan iu den Bildern sind Kabinettstücke origineller. In Ihrer Kürze vorzüglicher Schilderungen." (Hamburger Fremdenbl.) „Eine beinahe unglaublidia Fülle." (Frankfurter Ztg.) DIE LETZTERSCHIENENEN BÄNDE: Bd. 43.„Der Raidistag tritt zusammen" von Dr. Raul Kirschner...... 73 Bilder Bd. 41.„Do X" von Claude Dornier und Dr. E. Tilgenkamp....... 73 Bilder Bd. 33.„Hollywood, wie es wirklich ist" von Dr. Eridi Debries...... 41 Bilder Bd. 28.„Von China und Chinesen" von Heinz von Perckhammer..... 64 Bilder Bd. 24.„Franz Schubert und sein Kreis" von Dr. Felix Weingarlner.... 69 Bilder Bd. 21.„Gottfried Kellers Lebensraum" von Dr. Eduard Korrodi..... 73 Bilder Bd. 11.„Hdnde und was sie sogen" von Dr. Adolf Koelsch.......63 Bilder Bd. 10.„Fu&boll, der Weltsport" von Dr. Willy Meisel......... 6» Bilder WBITSRE BUNDE IN VORBIRSITON« fatttf,„Schmaivßmde Pflanzen� imü„Der Frosch". Ticmd am Beispiel einiger bedeutender Persönlichkeiten die Denkweise der Zeit aufzuzeigen und in ihrer inneren Notwendigkeit und Berechtigung darzustellen versucht", so muß man zugestehen, daß ihm seine Absicht in vollstem Maße gelungen ist, und daß. wie er hofft,„auch der Fachgelehrte mehrfach auf Hinweise stoßen wird, die ihm Neues bringen". Das einzig Bedauerlich« ist, daß die genußreiche Lektüre dieses sehr guten Buches nur demjenigen möglich ist, der im Besitz einer nawrwissenschastlichen Bildung ist, wie sie leider weder unsere Volksschule noch auch im allgemeinen unsere höhere Schule ver- mitteit. Dafür kann aber der Verfasser nichts, das ist Schuld unserer kapitalistischen Zeit, in welcher wissenschaftlich« Bildung und speziell naturwissenschastliche im allgemeinen nur im Hinblick aus ihre Verwertung im Berufsleben erworben wird. Erst in einer sozialistischen Zukunft, in der wissenschaftliche Bildung nicht mehr untauglich zu sehr vielen Berufsarbeiten machen und unabhängig von jeder beruflichen Verwertung geschätzt werden wird, werden Bücher wie dos vorliegende auch die große Masse zu ihren Lesern haben können. Or. Bruno Borebarät. „Eine» der eigenartigsten and fesselndstes Memoirenwerke der Weltliteratnr." Balzaa. Kennst du Vidoccj? Seine Ermnerangen sind ein Bericht über ein Abenteurerleben, wie e« phantastischer keine Dicht erph an tasio sich ausdenken kann. B. Jolle« hat sie für dich neu entdeckt und öh ersetzt. Vldoccj: Vom Oaleeren&tr&fllnc) zum Pollzeldbef 280 Seiten Gantlcincn Preis Hlc. 4.80(für Mitglieder Sonderpreis Verlag Der Bfieherkrels G. m. b. H. Berlin SW 61 Belle-Alllanee-Platz 7 UCHER? r«, Parteibuchhandlung iSÄ .Pietz, Nacfif. , Lindenstr. 2 Sie finden bei uns reichsfe Auswahl empfehlenswerter Bucher aus ajlen Gebieten: BiMerbuchervJugendschnften, Romane, gute Unter- haltungsliteratur, volkswirtschaftliche u. sozialistische Bücher und Klassiker zu niedrigen Preisen. Zur Probe eine kleine Auswahl: Für d. kleinsten Bücherwurm Haran, heran, wer lesen kann. Ein lusKget Ado schützenbuch für die Kleinen....... M. 1.50 Bruno Schönlank: Das Buch der Erfindungen...... M. 1.50 GraBe Tierschau.......... M. 1.— Mit Lokomotiven durch die Welt... M. 1.50 Dos Landwirts Tiere......... 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Mädchen im Alter von 10-16 Jahren Halbleinen M, I.— Thienemanns illustrierte Zwel-Mark-Böcher. leder Band in farbigem, dauerhaftem Halblemenband, gedruckt cuf gutes, weißes Papier, geziert durdi vier farbige und in vielen Fällen zahlreiche schwarze Bilder. De l'Aigle: Häsi und anderes geliebtes Getier Halblein. M. 5.— Friedrich Oßwcid: Heisa,(uhei. Kleine Geschichten. Halbleinen M. T.— Richard Hummel: Von Pechvögeln u. GlOckspllzen. Eine Sammlung der schönsten Märchen für die Jugend. KM. 6-9 Halbl.M.2.— Friedrich Oßwald; Das Lumpengesindel und andara Märchen der Brüder Grimm....... Halbleinen M. 2.— H. Beecher-Stowe: Onkel Toms Hütte...... Halbleinen M. f.— Karl Dantz: Peter Stall. Ein Kinderleben, von ihm selbst erzählt. Ein herrliches Jugendbuch. Das Arbeiterkind, naturlich, unverdorben, von Humor überstrahlt Broschiert M. 2.25 Jack London: Joe unter Piraten. Die Geschichte eines Jungen, der unter den Austern räubern die mannigfachsten Abenteuer besteht. Für das Alter v. 12-- 16 Jahren Halbleln. M. 3 80 BalderOlden: � Modumas Vater. Dieses Jugendbuch weckt bei allen Knaben und Mädchen von 12— 16 Jahren hellste Begeisterung........... Halbleinen M. 3.80 Wolfgang Durian:_ Stabusch. Der Roman eines Wolfes mit fünf farbigen Vollbildern und Schwarzweiß-Zoichnungen. Für Knaben und Mädchen von 10—14 Jahren...... 3.80 Bücher für Mädel Karl Dantz: Wallmieze. Ein Findelkind, da»»eine Mutter»udit. Die».» Buch werden größere Möddten mit Freudejeson. E. R. Müller: Sfernentrflger. lebenswonderung einer Jugend. Halbleinen M. 2.50, broschiert M. 1.80 Halbleinen M. 2.50 Prof. Anno Siemson: Da» Buch der Mädel.. Prof. Anna Siemsen: Memchen und Menschenkinder au» aHer Welt. Reich illustriert.............. 3.— Sophie Reinheimer:. lustige Gaben für Mädchen und Knaben KnM. 6— 8.................. 3— Von Sanne, Regen, Schnee und Wind und andern guten Freunden. Mit 4 tarb, Vollbildern. M. 8—12 Das kleine Relnhelmerbuch. Elf der schönstenMörchen aus den fünf ersten Märchenbänden... ,M 2_ Aus des Tannenwalds Kinderstube. Mit 4 farbiaen Vollbildern. M. 8-12 9 Franz Werner Schmidt: Prachtmädel Gerda. Eine Jungmädchengeschiehte. Mädchen von 10—14 Jahren... Halbleinen M. 3.10 Helene Horlyk: Inge in Japan. Mit farbigen Bildern und Zeichnungen. Madchen 10— 14 Jahre..... Halbleinen M. 3.00 Helene Horlyk: Inga auf Sumatra. Fünf farbige Vollbilder u. Schwarz- weiß-Zeichnungen. Mädchen 10-14 Jahr. Halbleln. M. 3.30 Hildegard Mahr: Viara kommen durch die Walt. Eine Jungmädchenerzählung. Mädchen 14—20 Jahre,. Leinen M. 5— samiüctK, m„uorutörr angezeigte und üesproenene BDGiier sind zu Bezletien durch alle Mris-Spedüionen und der raneihuchtiandiung j. h. U). Dietz, nach!., sm 68. uncensir. 2 1