7lr. 3 S. März 1931 �Hlick in öie Hüchertoelt Beilage des Vorwärts �Ikre6 Krountdsi: Die Wirtsthastskrife. Wenn Julius Hirsch seine Stimme erhebt, pflegen alle ökonomisch Interessierten aufzuhorchen. Denn sie wissen, daß er immer Interessantes zu sagen weiß, baß er sich von großen Gesichts. punkten leiten läßt, und oaß er das, was er zu sagen weiß, in fesselnder Sprache sagt. Und doppelt begierig ist man zu hören. was Julius Hirsch zu den Problemen der Wirtschaftskrise zu sagen hat(in dem bei S. Fischer erschienenen Büchlein:„Die Wirt- s ch a f t s t r i s e", Preis 1,30 M.). Denn diese Probleme sind heute Lebensfragen der Wirtschaft, der Gesellschaft geworden. Wer mit der Erwartung an das Büchlein von Hirsch heran- tritt, aus neue gnindiegende Ausschlüsse über das Problem der Krise und ihrer Lösungsmöglichkeiten zu sioß�i, die ihm in dar bisherigen wissenschaftlichen Diskussion nicht zuteil wurden, wird freilich enttäuscht sein. So tiefschürfend wie etwa die beiden Krisen- broschüren von Lederer und N a p h t a l i sind die Untersuchungen von Hirsch nicht. Wurde in jenen Broschüren versucht, die Wirt- jchaftskrise au»' den Bewegungsgesetzen der kapitalistischen Wirtschast abzuleiten und ihre besonder« Schärfe einerseits aus den Kriegs- Wirkungen, andererseits aus den inneren Widersprüchen des Mono- polkapitaliismus zu erklären, so begnügt sich Hirsch damit, den stürmischen Rationalisierungsprozeß in der Roh- stoffproduktion. vornehntlich in der Landwirtschast, und die künstliche Preis st ützungsaktionen auf dem ganzen Ge- biet der Weltrohstosswirtschast für die Krise verantwortlich zu machen. Damit greift Hirsch aus dem gewaltigen Komplex der Krisenursochen eine wichtig« Teilursache heraus, aber er erschließt nicht den Blick aus den Gesamtkomplex und sein Ineinandergreifen. Ebenso geht Hirsch bei der Darstellung der«Wege aus der Krise" nicht so weit wie die beiden genannten Theoretiker. Zwar stimmt er erfreulicherweise in der Grundbendenz mit ihnen überein: daß die Krise nicht von der Lohnseite, also nicht durch Lohnabbau, sondern nur von der Preis feite und von der Kreditseite der, d. h. also durch den Abbau überhöhter Monopolpreise und das Einströmen ausländischen Kapitals gelöst werden kann. Wir wollen dt« wertvoll« Hilfe, die uns Hirsch damit in unserem schweren Kampf gegen die wirtschaftspolitisch unsinnigen und sozial unheilvollen Lohnabbaubestrebungen leistet, gern anerkennen. Aber zu vermissen bleibt doch, Saß fnrsch nicht die letzten Konsequenzen aus der Erkenntnis der Krtfemwsachen zieht, zu denen jeder sozia- listische Theoretiker gelangen muß. Er begnügt stch mit der Forde- rung, daß der Mensch, um des unbarmherzigen Krisenmechanismus Herr zu werben, danach streben muß,„daß er vom Unterworfen- sein unter das wirtschaftliche- Rawrgeschehen zur bewußt len- kenden Wirtschaftstechnik kommt". Aber der Marxist weiß genau— und wer ist heute in diesem Punkte nicht Marxist?—, baß dieses hohe Ziel der bewußten Lenkung der Wirtschaft nicht eine Frag« der bloßen Wirtschaftstechnik, sonbern der sozialen Struktur ist. Nicht durch bloß technische Hilfsmittel, sondern nur durch den Sieg der Arbeiterklasse in ihrem sozialen Befreiungs- kämpf kann dieses Ziel«rreicht werden. Dies« kritischen Anmerkungen mußten gemacht weiden, um im Leler nickst falsche Hoffnungen zu erwecken. Tritt«r aber ohne solch hochgespannte Erwartungen an das Büchleln heran, so wirb es chm. eme Fülle, her interessantesten Aufschlüsse über Krisenursachen, Krisenerschsinungen und Knsenlösungen bringen. Und uberall wer- den ihn die große Linienführung und die weiten Zahlenvorstellungen von Hirsch überraschen. Gewiß entbehren st« manchmal wissen- schastlicher Exaktheit, aber oft ist ein großzügiger U eberblick wichti- ger als wissenschaftliche Akkuratesse: denn schließsich ist das Büch- lein nicht für den Mann der Fachwissenschaft geschrieben. Daher kann dieser neueste Beitrag zum Krisenproblem als Er- gänzung zu den erwähnten Broschüren Lederers und Naphtalis empfohlen werden. Zur Oolchssoß-Qgende. In einem kürzlich erschienen Buche eines Arztes(1870/1871 und 1014/1318 von der Verwundeten- und Krankenpflege in zwei Kriegen von Prof. Dr. M. F l e s ch bei Kern u. Birner, Frank- surt a. M. 1980, 296 S. illustriert) ist ein Dokument veröffentlicht, das als untrügliches Beweismaterial gegen alle die gelten darf, die noch immer das Märchen von der von hinten erdolchten Front für ihre kriegshetzerische und rückschrittliche Propaganda zu verbreiten suchen. Dieses Dokument stammt vom 6. November 1916(!) und ist an, sämtliche Herren Chefärzte" gerichtet. Diese werden dringend ersucht, bei der-Entlassung von Mannschaften n i ch t zu fragen, ob einer vdcr der andere noch Klagen hat, sondern die zur Entlassung Bestimmten ohne weiteres zu entlassen, ohne auf deren Klagen einzugehen. In der Begründung diöscr Verfügung heißt es wörtlich:„andererseits ist es leider eine bekannte Talsache, daß die Fronldienstfrendigteit bei einem großen Teil unserer Soldaten im Ab- nehmen begriffen ist". Das ist eine von militärischer Seit« gemachte Feststellung zwei volle Jahre vor dem Wassenstillstand und der Re- rolution. Aber Fleschs Buch bietet neben diesem und anderem politisch wertvollen Material(auch solches über die psychologisch sehr geschickt abgefaßten gegnerischen Flugblätter gehört hierzu) viel des Inter- cssanteir Der Verfasser hat als achtzehnjähriger Student den deutsch-französischen Krieg bei einer freiwilligen Sani- tötskolonne mitgemacht und tiefe Einblicke in die„Führung" der freiwilligen Krankenpflege durch die Johanniter getan. Er hat Reformismus oder Marxismus? Bemerkungen zu einer Geschichte der deutschen Sozialdemokratie. In den von Carl Grünberg herausgegebenen„Beiheften zum Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung" (Verlag C. L. Hirschfeld, Leipzig) erscheint soeben eine Arbeit von Kurt Brandis über die„Deutsche Sozialdemokratie bis zum Fall des Sozialistengesetzes", die sorgfältige Beachtung verdient. Der Verfasser, der über eine ausgezeichnete Quellenkenntnis verfügt, beansprucht mit seinem Buch nichts weniger als ein« Revision des Mehringschen Werkes über die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie, um von der sogenannten„reoisionisti- scheu" Geschichtschreibung gar nicht erst zu reden. Als exemplarischen „revisionistischen" Historiker bezieht sich Brandes aus Bernstein, leider vermeidet er eine Auseinandersetzung mit den Arbeiten Kampfs- meyers; wenn auch des letzteren B o l l m a r- Buch nicht mehr berücksichtigt werden konnte, so wäre doch eine Auseinandersetzung mit den Werten, welche die Geschichte unserer Partei vor und während der Sozialistengesetze schildern, unumgänglich gewesen, zumal doch Kampfsmeyers Darstellung sich aus bis dahin unaus- gewertetes Archivmaterial stützt. Das prinzipielle Ergebnis von Brandis Untersuchungen geht dahin, daß in die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie so gut wie nichts von den Lehren von Marx und Engels eingeströmt sei, der Lassalleanismus habe sich allein durchgesetzt, auch dann, meint Brandis, wenn sich führende Theoretiker und Politiker der Partei Marx-Engelsscher Formulierungen bedient haben. Von Lassalle erklärt Brandis: .�Zdecngejchichtlich und entsprechend der Entwicklungsstufe des Proletariats, die er repräsentiert, ist Lassalle vormarxistischer Sozialist." Ich stimme dieser Auffassung Brandis völlig zu(Brandis Dar» legungen über Lassalles politische Theorie sind m. E. die besten Teile seiner Arbeit), glaube aber, daß er den Marxismus von Marx und Engels zu starr faßt. Gerade der von Brandis doch durchaus zutreffend gesehene grundsätzliche Charakter des Marxismus als Einheit von Theorie und Praxis läßt es als völlig un- möglich erscheinen, gegen Bebels Aeußerungen aus dem Jahre 1885 mit einem Zitat aus dem Kommunistischen M a n i f e st" von 184 7 zu argumentieren. Bebel schreibt nämlich 1885: „Zwei Wege gibt es nur, unser Ziel zu erreichen. Der eine ist, nach Herstellung des demokratischen Staates, die allmähliche Verdrängung der privaten Unternehmer durch Gesetzgebung. Dieser Weg würde eingeschlagen werden, wenn die beteiligten Kreise, gegen welche die sozialistische Bewegung gerichtet ist, beizeiten zur Einsicht gelangten.... Der andere, entschieden kürzere, aber auch gewaltsamere Weg wäre die gewaltsame Expropriation.... Danach hängt also der Ausgang der Krise von der Kapitalistenklasse ab." Diese Ausführungen bedeuten durchaus keine Abschwächung der marxistischen Grundposition. Um hier klar zu sehen, mögen auch die Sätze aus dem.Kommunistischen Manifest" angeführt sein» aus die sich Brandis als Gegeninstanz beruft: „Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Um- stürz aller bisherigen Gesellschaftsordnung." Marx und Engels sind beide nicht beim.Kommunistischen Manifest" stehengeblieben, sie haben immer wieder Theorie und Praxis einheitlich aufeinander bezogen. Dos Werk der letzten zwölf Lebensjahre von Engels darf nicht willkürlich aus der Gesamtleistung des Marxismus herausgeschnitten werden. Gerade das letzte Werk von Engels, seine 1895 geschriebene Einleitung zu Marx.Klassen- kämpfe in Fränkreich"(die soeben in der neuen Lehrbuch- Reihe des Dietz-Derlages von Kampfsmeycr neu herausgegeben worden ist) betont die grundsätzliche Aenderung der Kampfesweise des Proletariats durch die erfolgreiche Benutzung des a l l g e- meinen Wahlrechts: „Und so geschah es, daß Bourgeoisie und Regierung dahin kamen, sich weit mehrzu fürchten vor der gesetzlichen als vor der ungesetzlichen Aktion der Arbeiterpartei, vor den Cr- folgen der Wahl als vor denen der Rebellion." Sind diese Engelsschen Sätze unmarxistisch, weil sie zwöli Jahre nach Marx' Tod— und doch in seinem Geiste— geschrieben sind? Es hat den Anschein, als ob Brandis jedwede sozialdemokrotssche positive Mitarbeit im Parlament als„revisionistisch" bezeichnen möchte. Hierin steht er der bolschewistischen Marx-Auffassung sehr nahe, wenngleich er es vermeidet, dies offen zu dokumentieren. Marxismus bedeutet Einheit von Theorie und Praxis der gesellschaftlichen Bewegung. Man kann ihn nicht beliebig als Rahmen verwenden und dann feststellen, daß die fortschreitende Geschichte und die neuen Ausgaben, die sie stellt, sich nicht in diesen Rahmen einfügen. So verfehlt Brandis auch wiederum den tieferen Sinn der Epoche der Sozialistengesetze, wenn er sie nicht als die„heroische" Epoche der Sozialdemokratie anerkennen will. Nicht der„O r g a n i- sationssetischismus" bestimmte damals die Parteiführung zunächst zur Legalität, sondern man lieh sich von der Einsicht leiten, daß die Erhaltung der Organisation(Presse und Druckereien) die Substanz der ganzen Bewegung garantiere. Mit der Zerschlagung der Organisation wäre die Bewegung zu einem desorganisierten Putschismus geworden. Die Ge- schichte wird auch zur Lehrmeisterin: Wir haben nach dem 14. Sep- tember 1930 nicht aus„Organisationsfetischisrnus" die Regierung Brüning toleriert, sondern weil uns eine Regierung mit führender nationalsozialistischer Beteiligung wahrscheinlich sehr bald die Mög- lichkeit genommen hätte, als organisierte Arbeiterklasse für die Ziel« des Sozialismus zu kämpfen. I.?. Mayer. 44 Jahre später als Chefarzt eines Kriegslazoretts hinter der Fron! und dann als einer der wenigen Generaloberärzte des Beurlaubten- standes in der Stellung eines Kriegslazarettdirektors die Organisation des Heeressanitätswasens von der guten, aber auch recht oft von der weniger guten Seite kennengelernt. Rang» streitigkeiten und Formalbürokrati« haben oft Zweck- mäßiges verhindert. Der aus der Praxis der freien ärztlichen Tätig- keit Schöpfende hatte es oft nicht ganz leicht, sich gegen den„aktiven Sanitätsoffizier" durchzusetzen. Der Berfasser kommt zu dem Schluß:„Alles Bemühen zur H« i l u n g kann mit den Fortschritten der Äriegstechnik im Zerstören nicht Schritt hatten.— Nach meinem Erleben in der Fürsorg« für die Kranken M'd Verwundeten in zwei Kriegen kenne ich nur ein Leitwort.„Nie wieder K r i e g". E>r. II. Rosenhaapt. Oer Kampf um Nobile. Willi Meyer, aktiver Hauptmann der alten Armee, aber schon früh zur Einsicht gekommen, daß Alles überlebt ist, und daher Freund aller Bestrebungen, die den Frieden und die Demokratie fördern, hat ein Buch herausgegeben, das den Titel trägt:„Der Kampf um Nobile"(Verlag Gebr. Radetzki, Berlin SW. 48, 1331). Meyer, selbst aller Flieger, führt in diesem Buch« einen Ver- teidigungskamps für den italienischen General, der im Mai 1928 mit dem Luftschiff„Itaita* beim Nordpolflug scheiterte. Er zeigt dabei «ine Leidenschaft, die zuweilen aus ejnen Mangel an Objektivität schließen läßt., Meyer rühmt Nvbiles Leistung beim Flug der„Norge" im Lahre 1926, über die freilich die Teilnehmer A m u n d s e n und L a r s e n ganz entgegengesetzter Ansicht sind. Amundjen hat in der Tat über Nobile in seinem Buch„Mein Leben als Entdecker"«in oernichtendes Urteil gesprochen, das in gewissen Einzelhellen über den Rahmen der Objektivität hinaus ins gehässig Persönliche au-- artet. Leider aniwvrtet Meyer mit gleicher Münze, indem er Amundjen vorwirft:„Der Norweger sühlle sich von dem Italiener in seinem Ruhm geschmälert und finanziell geschädigt." Die Position Nobiles gegenüber Amundsen. der beim Versuch, die Teilnehmer an der verunglückten Expedition des Italiener» zu reiten, starb, wird durch solche nicht schlüssig bewiesene Behauptungen nicht gestärkt. Meyer behandell unter ständiger Herausstellung der von ihm als mustergültig bewerteten Leistungen Umberto Nobile? die Fahrten der„I t a l i a" bis zur Katastrophe. Dann kommt er zum krittscken Moment, zur Frage, die sich jeder damals 1928 stellte: Warum ließ sich Nobile durch Lundborg als Erster retten? Meyer spricht Nobile von jeder Schuld frei. Er war verwundet. Cecioni, der schwer verletzte Untergebene, war zu schwer, und der Führer Nobile war der Mann, der von der„Cito di Milano" die Rettung der Gefährten mit größter Aussicht auf Erfolg betreiben könne. Gegen wir Meyer recht und lassen vor ollem den letzten Grund sprechen: was hat dann aber Nobile auf dem Mutterschiff Ernsthaftes getan? Er hat«inen Troskspruch zum Roten Zelt gefunkt, er hat sich mit dem Kapitän Romagna unterhalten. Mehr weiß auch Meyer nicht anzugeben. Er sagt, und das ist bekannt, daß zwischen ihm und' dem laschen, mutlosen Kapitän Romagna Differenzen bestanden. Wie hat Nobile sich dem Kapitän gegenüber gewehrt? Hat er die starke Führer? person in di« Wagschale geworfen, uni seine Rettungsmission durch- zuführen? Er hat nichts getan! Warum nicht? Weil er nicht die Führerperson ist, die für die von ihm geleitete Expedition nötig und unentbehrlich war. Nobile soll ein guter Ingenieur und Konstrukteur sein. Ab» er ist nicht der Führer, der er zu sein wahrscheinlich ehrlich geglaubt hat. Nicht der Leichtblütige, der Können und Nerven überschätzt und«in verderbliches Unternehmen wagt, sondern der Gewissonhäft«, der in strenger Selbstkritik die eigenen Fähigkeiten mißt und im gewonnenen Rohmen sein« Pflicht tut, ist der wahre Förderer der Menschheit. Nobile hell den falschen Weg gewählt. Henning vuckerztackt. Sämtlich« hier angezeigten und besprocheneu Bücher köanen durch die Buchhandlung X h. DJ. DIeh. Berlin Sw 68. Linden- slraße 2(Laden) bestellt werdeu. Sehen Sie gern etwas Neues?- DIE SCHON E DAS SCHON E Dann besuchen Sie die von Presse und Publikum mit großem Beifall aufgenommene Grünfeld- Ausstellung tttleflrataldm-w*!(feHlMetä mmm mit einer Sondersdiau: Gardimn von Führungen n Iwi« haiben h. TOffew St—de -iO fefcstes Sonderhaiis für lönen und Vasclie O bis 49 MaHc! leipziger Straße 20-22 „Die Braut-Ausstattung vor 100 Jahren!" Unternehmer/ Wirtschaft/ Sozialismus I. ☐ Can Hundert Hundert gegen Einstein. Johannes Gerhardt will in feinem Werte ,, Unternehmertum und Wirtschaftsführung"( Tübingen J. C. B. Mohr 1930, 270 Seiten) den Nachweis führen, daß die inneren Gesetze der Marktwirtschaft in bezug auf die Wirtschaftsführung gewisse unabweisbare Forderungen erzeugen, die in gleicher Weise für die kapitalistische und sozialistische, die freie und gebundene Wirtschaft gelten. Wirtschaftsführung umfaßt Führung" im Sinne von Voranschreiten( Durchsetzen neuer Kombinationen), Leitung, Regulierung und Verwaltung. Führung und Leitung sind für jede Wirtschaftsordnung unerläßlich und sind in der Verkehrswirtschaft der Gegenwart Funktionen des Unternehmers. Die Führungsmacht des Unternehmers beruht aber gegenwärtig nicht mehr auf dem Besitz der Produktionsmittel, sondern auf seiner Dispositionsbefugnis über dieselben, sowie der Not wendigkeit, die Unternehmung durch Einordnung in das Gefüge der Gesamtwirtschaft lebensfähig zu erhalten. Dadurch werden die Unternehmer nicht etwa zu Führern der Gesamtwirtschaft, vielmehr vollzieht sich in dieser eine automatische Selbstregulierung durch Markt- und Preisbildung. Ihre Quelle ist die wirtschaftliche Bernunft". Dieser Automatismus fann, nach der Ansicht des Berfassers, in feiner Wirtschaftsordnung entbehrt werden, ohne daß die Wirtschaftlichkeit darunter leidet. Wirtschaftsführer soll der jenige sein, der fachlich und persönlich dazu am geeignetsten ist. Das ist eine wirtschaftliche Grundforderung". Daß, wie es der Sozialis ist eine wirtschaftliche Grundforderung". Daß, wie es der Sozialismus verlangt, allen die gleiche Chance gegeben sein muß, hält der Verfasser für eine sozialethische Forderung, also wohl vom wirtschaftlichen Standpunkt für unwesentlich. Die Führungsmacht des Unternehmers fann in höherem oder geringerem Maße durch die Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit, durch Wirtschaftsverbände, durch den Staat beeinflußt und beschränkt werden, aber daß sie ihm ganz entzogen wird oder den Betriebsangehörigen durch eine demokratische Wirtschaftverfassung eine für alle gleiche Teilnehmer an der Führung der Kontrolle über Derselben gewährleistet wird, hält der Verfasser wiederum für unvereinbar mit den Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit. Dagegen ist das Gebot, daß die Führungsstellung nicht für persönliche Zwede mißbraucht, für welche die Untergeordneten" nur Mittel sind, nach feiner Meinung ein sozialethisches Postulat, das zwar auch ,, im Sinne des Wirtschaftsprinzips gelegen ist", aber nicht ,, wesenhaft" mit ihm verbunden ist. Das Buch enthält feine neue Gedanken und wird den Leser, der meltanschaulich den Standpunkt des Verfassers nicht teilt, nicht über zeugen, aber es liest sich, dank der klaren und fachlichen Behandlung des Problems, mit großem Interesse. Wichtig ist das Zugeständnis, daß die Konzentration der Wirtschaftsführung in den Händen des Unternehmers gegenüber dem Eindringen des wirtschaftsdemofratischen Gedankens der Rechtfertigung bedarf. Man hat aber die Empfindung, daß die Frage, wie eine Demokratisierung derselben sich wirtschaftlich auswirken dürfte, taum anders als durch Erfahrung festgestellt werden könne. Trotzdem ist jeder Versuch einer vorausblickenden wissenschaftlichen Aufklärung über diese Wirkung nur zu begrüßen. II. Eduard Heimanns Rapitalismus und Sozia Fismus, Reden und Aufsätze zur Wirtschafts- und Geisteslage" ( 2. Brotte- Berlag, Potsdam 1931, 252 Seiten), enthält eine Reihe bereits früher erschienener Abhandlungen mit zum Teil recht erhebe lichen Ergänzungen und eine außerordentlich interessante neue Abhandlung. Wer das 1929 erschienene Werk von E. Heimann über die soziale Theorie des Kapitalismus fennt, wird leicht in den meisten Abhandlungen Skizzen und Vorarbeiten zu diesem fyftema tischen Kapitalwerk erkennen, aber es wird auch manches, nicht in jenem Werk behandelte, Problem berührt. Die Abhandlungen sind vom Verfasser in vier Gruppen zusammengefaßt: Wirtschaftstheorie, Sozialpolitit, religiöse Fragen, Sozialismus. Einige Aufsätze sind der Form nach Rezensionen, aber auch sie enthalten eine Fülle origineller Gedanken. Manche der Abhandlungen dürften wohl nur Dom wissenschaftlich gebildeten Leser ganz verstanden werden, andere find etwas populärer. Zu den letzteren gehört auch der neue Aufsatz über die mate= rialistische Geschichtsauffaffung, in welcher der Verfaffer drei Schichten unterscheidet: die Dialektik, deren materialistische Wendung und ökonomische Zuspigung. Ebenso wie in feinem erwähnten Hauptwerk wendet sich der Verfasser gegen die Auffassung wähnten Hauptwert wendet sich der Verfasser gegen die Auffassung der Margschen Lehre als einer Zukunftsprophezeiung und Beschreibung des fünftigen sozialistischen Reiches. Was sie beschreibt, ist vielmehr die geschichtliche Bewegung im Kapitalismus zum Sozialismus. Die gestaltliche Berwirklichung der Zukunft bleibt ,, unserer Produktivität anheimgegeben". Die Dialektik fordert den ,, Berzicht auf eine Vorstellung vom irdischen Gottesreich". Die Aufgaben unserer freien Handlung sind vom Schicksal gestellt, aber fie verlangen gestaltende Lösung durch uns, welche auch eine verfehlte sein kann. Der Kern der Lehre und ihr praktisches Anwendungsbereich ist die Dialektik der Produktionsverhältnisse im Rapitalismus", welcher zur Auflösung in der Kollektivierung des juristischen und geistigen Ueberbaus, also in der Anpassung an die kollektive Organisation der Arbeit" drängt. Die Lehre, daß dieser ,, Ueberbau" nur ein Refler" der Wirtschaft ist, stellt diesen Prozeß bildlich dar, ist aber als wissenschaftliche Erklärung unzureichend, denn weder ist der Begriff der Wirtschaft eindeutig, noch ist ein Refler" denkbar ohne einen Stoff, an dem er in Erscheinung tritt. Interesse bedeutet feineswegs nur Geldinteresse, sein Gegenstand Unser Lager echter Eine Schmähschrift gegen die Relativitätstheorie. Das vorliegende Büchlein 100 Autoren gegen Einstein"( herausgegeben von Dr. Hahns Israel, Dr. Erich Ruchaber, Dr. Rudolf Weinmann; R. Voigtländers Verlag, Leipzig, 104 Seiten; Breis geheftet 2,40 mart) fann nur als Pamphlet bezeichnet werden, dessen Lektüre nicht lohnt, weil es in feiner Weise zur Belehrung beitragen tann. Die von Einstein vor fast 30 Jahren begründete und seitdem von ihm und einer ganzen Reihe der hervorragendsten Physiker weiter ausgebaute Relativitätstheorie sieht bekanntlich in Raum und Zeit nicht uns angeborene Anschauungsformen, sondern lehrt, daß der Raum überhaupt erst durch die in ihm enthaltene Materie gestaltet wird, und daß auch der zeit liche Verlauf von Vorgängen an den Körpern mit diesen Körpern und ihren Bewegungszuständen in innigstem Zusammenhang steht, so daß von einem absoluten überall in stets gleicher Weise zu beobachtenden Zeitablauf nicht die Rede sein kann. Daß eine so unanschauliche Lehre nicht ungeteilten Beifall fand und findet, ist im Grunde felbstverständlich, und es ist ja bekannt, daß auch einige bedeutende Physiker wie der Rathodenstrahlforscher und Vorläufer Röntgens, Philipp Lenard, und der verdiente die zu der Einsteinschen Lehre geführt haben, andere Lösungen Göttinger mathematische Physiker E. Wiechert für die Probleme, suchen. Auch kann man bei unbefangener Würdigung alles Für und Wider keineswegs sagen, daß die Hauptfragen der Relativitätstherorie bereits vollständig und endgültig erledigt sind. Die Herausgeber der vorliegenden Schrift behaupten aber schlankweg, daß die Einſteinſche Relativitätstheorie in sich widerspruchsvoll und logisch unhaltbar sei angesichts der widerspruchslosen Geschlossenheit der Theorie, die gerade die bedeutendsten Mathematiker und Physiker für sie gewonnen hat( es sei nur Mar Bland genannt), eine geradezu lächerliche Behauptung. 1 " tann geistig- sozialer Natur sein. Es geht in Wahrheit auf Be.| staltung des eigenen Lebens und der Welt nach Wertvorstellungen. Dabei nimmt die Güterausstattung" allerdings einen breiten Raum ein, aber die Entscheidung, wie viel Raum, ist doch Sache der produttiven Gestaltung. Die Wirtschaft ist teine ,, ungeistige, bloß natürliche Kategorie". Wirtschaft ist geistig, weil sie immer Gestaltung und gestaltet ist. Nach der materialistischen Dialektik will der Sozialismus fich verwirklichen, bedarf aber dazu unserer gestaltenden Kraft. Die Frage nach dem sozialistischen Geist geht dahin, ob wir schöpfungsmächtig sind, unserem historischen Auftrag zu genügen." Ein falscher Messias. Dr. L. Thal. Im Verlag Rowohlt- Berlin ist ein Buch mit einem sonderbaren, fremdartigen Titel erschienen: Joseph Kastein: Sabbatai Zewi Der Messias von Ismir." Es ist dies eins der wichtigsten Bücher auf dem Gebiet der Religionsgefchid, te und Massenpsychologie, die in den letzten Jahren dem Publikum übergeben wurden. Sabbatai Semi war ein Jude aus Smyrna( Ismir), der in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebte. Der Verfasser hat die merkwürdige Biographie Zewis auf Grund der zahlreichen Originalquellen geschrieben. Er sympathisiert mit seinem Helden, ohne aber die Tatsachen irgendwie zu entstellen. Zewi war der Sohn eines Kaufmannis, besuchte die Religionsschule seiner Baterstadt und eignete sich einige Kenntnisse der jüdischen Tradition und Wissenschaft an. aber sonst besaß er feinerlei bemerkenswerte Fähigkeiten. Er war weder Staatsmann noch Philosoph. Er hatte teine neuen religiösen Gedanken. Kein einziges Wort ist von ihm überliefert, das auf irgendeinem Gebiet etwas Ernsthaftes gesagt hätte. Persönlich war er ein fümmerlicher Feigling. Aber er entdeckte eines Tages, daß er der von Gott vorherbestimmte Messias seines Volkes fei. Bewi trat mit unerhörter Selbstsicherheit auf, wenigstens folange ihm fein ernster Widerstand geleistet wurde. Er hypnotisierte die Maffen durch sein fanatisches Selbstvertrauen. So gewann er viele hunderttausende jüdische Anhänger, nicht nur unter dem armen Volk, sondern auch unter den wohlhabenden Schichten. Ja, sogar die nichtjuden verfolgten sein Auftreten mit Spannung. Selbst unter den nüchternen Kaufleuten in den jüdischen, Gemeinden von Hamburg und Amsterdam erklärte sich die Mehrheit für den Messias aus Smyrna. Wie ein König zeg er in seine Vaterstadt ein. Aber min verlangten feine Anhänger, daß er die Welt regierung übernehmen und zunächst den Sultan in Konstantinopel ab= sehen müsse. Notgedrungen mußte Zemi die Fahrt nach Konstantinopel antreten. Aber dort fieß er sich durch die Drehungen der türkischen Regierung so schnell einschüchtern, daß er sogar zum Islam übertrat. Als neugebackener Mohammedaner ließ er fich vom Sultan eine Pension auszahlen. Der Verfasser zeigt sehr anschaulich, wie in den gequälten jündischen Volksmassen jener Zeit die Sehnsucht nach dem Messias und Befreier lebte. Dennoch bleibt es ein erstaunliches Schauspiel, wie die Menschen einem feigen Scharlatan nachliefen, nur, weil er ihnen mit dem nötigen Selbstbewußtsein die Erlösung versprach. Analogien aus der allerneuesten Zeit ließen sich leicht finden. WOLLPLUSCH- LÄUFERSTOFFE TEPPICHE Jacquard- Boucle.rein Haargam PERSERTEPPICHE serJahrzehnten erprob. brt Am 365 r M 490 Ft M 675 enthält Stücke von seltener Schönheit Der direkte Import ohne Zwischenhandel ermöglicht unsere billigen Preise. 85 BELUDJISTAN- BRÜCKENCO 37brt Mtr fe Marke, Stilmuster Verkaufmur Spandauer Str.32 1803252849c20859Teppich Artur Rosenberg. Als Zweck der Schrift wird im Vorwort angegeben,„ den Terror der Einsteinianer einen Ueberblick über Zahl und Gewicht der Gegner und Gegengründe entgegenzustellen sowie der Aufklärung der Allgemeinheit und der Klärung der in Frage stehenden Probleme zu dienen". Der Terror der Einsteinianer soll darin bestehen, daß es ihren Gegnern unmöglich gemacht werde, ihre Auffassung in Zeitungen und wissenschaftlichen Zeitschriften darzulegen- eine Behauptung, die das Schriftchen selbst widerlegt, indem es zahlreiche gegnerische Aeußerungen aus wissenschaftlichen Zeitschriften anführt. Eine Klärung der in Frage stehenden Probleme" bietet die Schrift in keiner Weise, denn diese Probleme werden überhaupt nicht dar gelegt und im Zusammenhang erörtert, sondern in schließlich recht langweiliger Wiederholung wird auf das Unanschauliche der Folgerungen aus der Relativitätstheorie hingewiesen, als ob die Unanschaulichkeit einen Einwand gegen eine in sich geschlossene Theorie bilden könnte. " Auch die sonstigen Berdienste Einsteins um die Förderung der physikalischen Erkenntnis, seine Arbeiten zum Ausbau der Quantentheorie, die Einführung der Lichtquanten, seine für die er durch den Nobelpreis ausgezeichnet worden ist, grundlegenden Arbeiten zur Aufklärung des licht- elektrischen Effektes, werden nebenbei mit hämischen Bemerkungen erwähnt, als ob es sich um unlogischen Unsinn eines Wirrtopfes handelt. Dabei gehören diese Arbeiten Einsteins zu den hervorragendsten physikalischen Leistungen dieses außerordentlichen Genies, die auch von Gegnern der Relativitätstheorie, welche wissenschaftliche Streitfragen fachlich beurteilen, willig anerkannt werden, und von manchen Anhängern der Relativitätstheorie noch über diese gestellt werden. Klärung und Belehrung würde man also in dem vorliegenden Pamphlet vergeblich suchen. Dr. Bruno Borchardt. Ein neues Kunstbuch. Der Titel von Paul Westheims neuem Bert„ Helden und Abenteurer"( Berlag Hermann Reckendorf, Berlin 1931) läßt auf Seefahrer oder Kriegshelden schließen. Aber schon der Buchaumschlag belehrt eines anderen: Man sieht da lauter Selbst bildnisse berühmter Maler: des Rembrandt, Goya, Daumier, Raspar David Friedrich, Böcklin, Heinrich Bille und schließlich Munchs, des Norwegers. Helden und Entdecker also auf den unblutigen Gee filden der Kunst. In langer Reihe ziehen sie an uns vorüber: von dem alten flämischen Meister Pieter Breugel angefangen, dem ersten modernen Landschaftsmaler, bis auf Marc, Nolde, Kirchner und Dir. Bildhauer sind dazwischen, wie Schadom und Rauch, Hildebrand, Rodin und Maillol, von Architekten Ludwig Hoffmann und Mies van der Rohe. Haben wir nicht schon genug und übergenug Kunstbücher? Ja und nein. An zusammenhängenden Kunstgeschichten" ist kein Mangel. Nach gründlicher deutscher Gelehrtenart ist das weite Feld immer wieder umgepflügt worden. Man fann taum alles aufzählen, was seit Waagen und Springer geschrieben worden ist. Aber das meiste ist tote Gelehrsamkeit geblieben. Sie übersehen die joziale Funktion der Kunst, ihren Kollektivcharakter. Ihnen genügt es, zu zeigen, daß die großen Künstlerpersönlichkeiten, etwas Einmaliges find, zusammenhängend mit ihrer Zeit und deren Nöten und Schmerzen. Mit dieser Ideologie, die das Individuum und seine Leistung in den Vordergrund rückt, fönnen wir uns auf die Dauer nicht zufriedengeben. Es fehlt an Darstellungen des Gegenstandes vom materialistischen Standpunkt aus. In diese Bresche will Westheim springen mit seinen knappen, flott und anregend geschrie benen Einzelbildnissen. Ausgezeichnet gelungen sind ihm namentlich die von ihren Zeitgenossen maßlos Ueberschätzten: ein Lenbach, ein Begas, ein Matart, den er den in Efstase geratenen Tapezierer" nennt. Man ist dankbar für diesen Versuch, die Künstlerpersönlich feit einzuordnen in den großen fulturellen Zusammenhang. Aber nicht immer ist diese Grundlage solide genug. Das polie tische und soziale Moment läßt sich noch weit schärfer heraus arbeiten. Die Zerrissenheit, Bersplitterung und Ohnmacht der deutschen Kunst im 19. Jahrhundert müßte als getreues Abbild des politischen und sozialen Elends dargestellt werden. Das ist in diesem Buche nicht geschehen. Es bedeutet einen Fortschritt noch nicht das Kunstbuch, das wir brauchen. Ein Aufsehen erregendes Buch: Freie Frauen aber es ist H. Hieber. von Julio R. Barcos. Kart. M 4.-. geb. M 5.50 Der Autor setzt sich in diesem in Amerika reißend gekauften Werk mit rücksichtsloser Offenheit für absolute Freigabe des Eros beider Geschlechter ein. Ibanez:.. darum scheint mir das Werk das beste zu sein, das in diesem santiago Ramon y Cayal: Die völlige Unbefangenheit mit der J. R. Barcos Jahrhundert über die Frage geschrieben ist. über geschlechtliche Dinge spricht, ist der wahre Weg der Erleuchtung für die Liebe Wenn die Frauen fähig geworden sind, das Recht auf ihren Körper auszuüben, wird man den ungeheuren Wert dieser Frage begreifen; denn dann wird den Menschen die Binde von den Augen genommen sein, die sie verhindert, glücklich zu werden. Zu beziehen durch Jede Buchhandlung. illustr. Prospekt gratis Antäus.Verlag, Hamburg& DAUNENDECKEN BOUCLE kunstseid.Damast Rückseite beşter Daunensahin m TEPPICHE Nantaichtung ca. 150x20048- mod.Jacquardmuster 300283843 30058 58.u Knopfleiste Bursch Meine Etagen- Preise für beste Woll- und Seidenstoffe bilden das Tagesgespräch Berlins. Gutmanns Etage Franz Gutmann LEIPZIGERSTR.821 GEGENÜBER TIETZ CO ca In unserer sehenswerten. GARDINEN ABTEILUNG Dekorationen u. Gardinen vollendet in Form u. Farbe, außergewöhnlich preiswert! 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