143 2 Nr. 6[ 7] 5. Juli 1931 mate Blick in die Bücherwelt Partei und Organisation. Die Margistische Büchergemeinde" läßt soeben den zweiten Band ihrer ,, roten Bücher" erscheinen, welcher ,, Die Organisation im Klassentampf" zu untersuchen vorgibt. Bieligt, Eckstein, Jenssen, Laumann, Wagner sind die Verfasser der einzelnen Beiträge. Jenssens Auffaß nimmt unter den übrigen Beiträgen insofern eine besondere Stellung ein, als er lediglich eine historische Darstellung der Entwicklung der Arbeiterorganisationen gibt, die dort abbricht, wo die gegenwärtige Problematik der politischen Organisation der Arbeiterklasse angefeßt wird. Jenssens Beitrag ist kein Programm, sondern ein knapp gefaßter geschichtlicher Abriß. Die anderen Beiträge des Bandes find in der Kritik des ,, herrschenden Apparats" zwar alle von unmißverständlicher ab= lehnender Schärfe, aber sie sind doch nicht alle ja ungehemmt maßlos wie Wagners Beitrag über„ Organisation und Klasse". Für Wagner ist der Parlamentarismus schlechtweg kapitaliſtiſches Schiebertum; er übersieht, wie er mit solcher Charakteristik des demokratischen Systems die Tätigkeit jedes fozialdemokratischen Abgeordneten diffamiert. Es lassen sich aber in allen Auffäßen des Bandes wie gesagt Jenssens Aufsatz scheidet hier aus die gleichen Züge herausheben: Der organisatorische Apparat ist zu zentralisiert, die Befugnisse des Parteivorstandes zu unbeschränkt Parteiausschuß, Kontrollkommission sind auch nur Organe des Apparats" gefordert wird Dezentralisation der Partei, denn: Der Kampf um die Erfezung der bürokratischen Apparat führung der Bewegung durch eine Führung von der Bafis und der Entscheidung der proletarischen Massen aus ist eine der wichtigsten Forderungen des proletarischen Organisationslebens." ( Seite 123.) Ein verächtlicher Ton gegenüber der Parteiführung ist durchaus in dem Buch gang und gäbe. Jeder Genosse, der im Apparat" arbeitet, Reformift, er Sicherheit, Position die Ziele der Bewegung aus den Augen. Es ist einfach unmöglich, mit den Verfassern dieses Buches zu diskutieren, nicht weil wir die geforderte Meinungsfreiheit unterdrücken wollen, sondern weil wir jedes begründete, sachgemäße Verständnis des heutigen Standes der Parteiorganisation und ihrer Probleme vermiffen. Man schmückt sich mit marristisch klingenden Phrasen, ohne auch nur den leisesten Versuch zu machen, die sachhaltigen Orga nisationsprobleme unserer Bewegung mit einer fruchtbar verstandenen Marrschen Methode zu durchdringen. Warum ist die Organisation der Partei zentralisiert? Weil eine einheitliche Meinung vom Parteivorstand gemacht" werden foll? Stehen denn unsere Organisationsformen im luftleeren Raum, gibt es nicht wirtschaftliche und gesellschaftlich- geschichtliche Notwendigkeiten auch für unsere Bewegung? Sicherlich gibt es Mängel im Apparat. Aber kann man, darf man, fragen wir, thlechtweg jeden Genossen, der im Apparat arbeitet, von seiner Klasse trennen? Kämpft er nicht im" Apparat für seine Klasse? Der Parteiführung wird vorgeworfen, daß sie den einfachen" Funktionär entpolitifiere. Aber werden nicht alle Anstrengungen gemacht für eine echte Politisierung des Funktionärs? Es ist böser Wille, diese Anstrengungen zu verkennen. Es gibt keine Massenbewegung ohne Organisation. Je größer die Bewegung, desto schwieriger und komplizierter die Probleme dieser Organisation. Eine Bewegung, die sich programmatisch zur Demokratie bekennt, muß in ihrer Organisation die demokratischen Prinzipien verwirklichen. Demokratie ist kein Schema, sondern eine Aufgabe. Und weil Demokratie eine Aufgabe ist, stellt sie an Geführte und Führer größte menschliche Anforderungen. Der Führer, welcher die Dynamit der Massen nicht spürt, verliert unweigerlich das Vertrauen der Massen. Das Vertrauen aber ist in der Demotratie ein gegenseitiges Band, es ist das Blut, das Herz der Demokratie. Gleichwohl ist Vertrauen zur Führung nicht allein eine Angelegenheit des Gefühls, es fordert Verstand, Einsicht in fachhaltige Zusammenhänge. Vertrauen wird damit eine Angelegenheit der Erziehung, der Erziehung zur Demokratie. Wir sind der Auffassung, daß die Verfasser dieses Bandes zum Mißtrauen er ziehen, wie es gelegentlich auch einmal ausdrücklich ausgesprochen wird. Nichts ist gefährlicher. Die deutsche Sozialdemokratie, in einem weltgeschichtlichen Abwehrkampf, in dem es um Existenz oder Nichtegistenz des demokratischen Sozialismus überhaupt geht, braucht nichts dringender als Geschlossenheit ihrer politischen und gewerkschaftlichen Organisationen. Vertrauen zwischen Führung und Massen ist die unumstößliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Bestehen dieses Kampfes. Montesquieu, gewiß ein klassischer Theoretiker der Demokratie, hat schon im 18. Jahrhundert die Gefahr umschrieben, für die das ,, Rote Buch" leider ein Beispiel gibt: Das Prinzip der Demofratie wird entstellt, nicht nur, wenn der Sinn für Gleichheit verloren, sondern auch wenn der Sinn für Gleichheit überspannt wird, indem jeder demjenigen gleich sein will, den er gemählt hat, damit er ihn führe." Zwei Hindenburg- Bücher*). I. P. Mayer. Die beiden vorliegenden Biographien des Reichspräsidenten von Hindenburg haben sehr verschiedenartige Verfasser. Aber sie treffen sich in dem aufrichtigen Bekenntnis zur deutschen Republik. Schulze- Pfälzer, der frühere Hugenberg- Redakteur, hat sich zu einer objektiven Auffassung der deutschen Gegenwart durch gerungen. Er veröffentlichte jüngst ein achtbares Buch über die Anfänge des republikanischen Deutschland, und er läßt jetzt die umfangreiche Hindenburg- Biographie folgen. Der Verfasser bemüht fich, das Leben Hindenburgs in den Gesamtrahmen der deutschen Geschichte einzufügen. Bei aller Sympathie für den Reichspräsidenten übt er doch eine flare, fachliche Kritik an der Politit der Obersten Heeresleitung im Weltkrieg. Der sozialistische Leser wird nicht jedes Urteil des Verfassers über die Zeit nach 1918 unterschreiben. Aber er wird überall feststellen können, daß Schulze- Pfälzer der deutschen Gegenwart gerecht zu werden sucht. Interessant ist sein Urteil über die Reichstagswahlen vom legten September( S. 348): Die hundert fieben Hafenkreuzler im neuen Reichstag mögen auf ihr Drittes Reich" warten, sie werden es nicht erleben. Die demokratische Reichstrise von 1930 ist Geſundungstrise, nicht Agonie. Das wilhel minische Reich hate sich zum Tode verurteilt, aber der deutsche Bolts staat will und muß leben." F. A. Voigt ist der langjährige ausgezeichnete Korrespondent Manchester Guardian" in Berlin. Seine Mitarbeiterin ist die *) Gerhard Schulze Pfälzer: Hindenburg, drei Zeit alter deutscher Nation. Grethlein u. Co., Leipzig- Zürich 1930. F. A. Voigt, M. Goldsmith: Hindenburg, sein Leben, fein Wirken. Kindt u. Bucher Verlag, 1930. Uebersetzung aus dem Englischen vom G. Fischer. bes Beilage des Vorwärts Christentum und soziale Frage. ** Stimmen aus dem evangelischen Lager. Nach der amtlichen Statistik gehören in Deutschland 64,1 Proz. glieder der katholischen Kirche und nur 2,5 Broz. rechnen zu keiner der Bevölkerung der evangelischen Kirche an, 32,4 Proz. find MitKonfession. Diese Zahlen erwecken den Anschein, als ob der Kirche im öffentlichen und privaten Leben der Menschen eine große Bedeutung zukomme aber der Schein trügt, und niemand sollte eigentlich über das Mißverhältnis zwischen Zahl der Mitglieder und wirklicher Bedeutung besser unterrichtet sein als die Kirche mehr, wie im Mittelalter, im Mittelpunkt des Lebens; fie hat den selbst. Die Kirche ist den Massen entfremdet, sie steht längst nicht selbst. Die Kirche ist den Massen entfremdet, sie steht längst nicht entscheidenden Problemen unserer Zeit gegenüber versagt, ihre Eristenz beruht zu einem großen Teil darauf, daß es viele Menschen heute noch für opportun halten, der Kirche anzugehören. Das gilt vor allem und ganz besonders von der evangelischen Kirche. Indessen bemüht sich die Kirche, aus ihrer isolierten Lage her auszukommen. Gewichtige Stimmen in ihr haben sich gegen den Krieg erhoben( s. auch die Besprechung: Krieg und Christentum in der Bücherbeilage Nr. 2), man beginnt jetzt, wie die Enzyklika Pius XI. ,, Rerum novarum" für die katholische Kirche zeigt, sich zur sozialen Frage", dem Kernproblem unserer Tage, zu äußern. Die evangelische Kirche war hier bisher in derselben Lage wie in ihrer Stellung zum Krieg:„ Die Kirche war innerlich nicht frei, sie war gehalten durch ihre Verbindung mit dem Staat" stellt Dr. Schöffel, Hauptpastor und Synodalpräsident, fest.( SchöffelKoeberle: Luthertum und soziale Frage, Berlag Dörffling u. Franke, Leipzig.) Vor allem aber hat sie sich nicht um die praktischen Dinge nämlich or affem aber Weg zur reinen Innerlichkeit" hin begeben. Pflege der Seele, Erhaltung der Lehre schien alles zu sein" ,, Längst also, be vor Feinde der Kirche das Wort aussprachen, daß Religion Privatsache sei und nichts mit dem öffentlichen Leben zu tun habe, hat die Kirche selbst schon nach diesem Motto gehandelt und daher eben ihr Versagen auf dem Gebiete der sozialen Frage." Die Kirche hat im neuen Staat die Entscheidungsfreiheit, und Schöffel stellt fest, daß von den Systemen, die heute um die Gestaltung des sozialen Lebens sich bemühen, nur zwei in Frage kommen: das kapitalistische und das sozialistische. In dreifacher Gestalt sieht Schöffel den Sozialismus: als Weltanschauung, als Bewegung und als Wirtschaftsauffassung auf beträchtliche Schiefheiten in der Darstellung wollen wir hier nicht eingehen). Dabei ist es äußerst bezeichnend, daß der Verfasser den Marrschen Sozialismus, der dem Kampfe des Proletariats erst seinen tiefen Sinn gibt und aus der Sphäre kleinlichen Interessentampjes her aushebt, energisch als„ Todfeind der Kirche" ablehnt. Und zwar, meil er die Schöpfungsordnung Gottes zertritt", während der Sozialismus als„ Lebenswille der in die Lebensnot gestoßenen Millionen" bis zu einem gewissen Grade sogar der Klassenkampf, soweit er fich auf die gleichberechtigte Eingliederung des Proletariats in den Leib des Lebens" erstreckt und solange er die Schöpfungsordnung" nicht verletzt, anerkannt wird. Bum Sozialismus als Wirtschaftsordnung jedoch findet Schöffel keine eindeutige Stellung. Obwohl er vorher rückblickend sagt, es ist erschütternd, zu sehen, wie bald gerade die evangelische Kirche durch die Staatsobrigkeit vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden sollte" und in dieser Entwicklung eine der Uramerikanische Schriftstellerin M amerikanische Schriftstellerin Margaret Goldsmith. Die Hindenburg- Biographie der beiden hatte in England und Amerika erheblichen Erfolg. Jetzt liegt die deutsche Uebersetzung vor. Hier ist der kritische Ton etwas stärker als bei Schulze- Pfälzer, aber in den Grundzügen ist die Auffassung doch die gleiche. So schreiben die beiden angelsächsischen Autoren( S. 274): Aber, wo immer Hindenburgs persönliche Sympathien gelegen haben mögen und es tann kein Zweifel bestehen, daß sie stark von der deutschen kaiserlichen Vergangenheit gefärbt waren und von der Ergebenheit für das Haus Hohenzollern, sein ganzes Dasein war, seit er den Treueeid der Republik geleistet hatte, von dem Entschluß beherrscht, diesen Eid unter völligem Ausschluß aller anderen Interessen, Vorurteile oder Gefühle zu erfüllen." Arthur Rosenberg. Die Ostdeutsche Wirtschaft. Die Ostdeutsche Wirtschaft" ist das Buch von dem bekannten Wirtschaftsgeographen Prof. Dr. Wilhelm Bolz be= titelt, das im Verlag von Julius Belz- Langensalza, Berlin- Leipzig, erschienen ist. Die ostdeutsche Wirtschaft stellt ein vorzugsweise landwirtschaftliches Thema dar. Als solches faßt es auch der Verfasser auf. Da aber unser Agrarproblem nicht örtlich gelöst werden kann, untersucht Wilhelm Volz es im Zusammenhang mit der gesamtdeutschen Wirtschaft. Seine Untersuchungen basieren auf den natürlichen Grundlagen. Im ersten Abschnitt vermittelt er dem Leser die Elementarkenntnisse von Raum, Mensch und Berkehrslage. Im zweiten Abschnitt zieht er die wirtschaftlichen Folgerungen. Er fommt zu dem bedeutsamen Ergebnis, daß einerseits eine Aenderung im Anbau stattfinden müßte, andererseits eine lukrativere Bermertung bestimmter landwirtschaftlicher Erzeugnisse plazzugreifen habe. So wie bis jetzt der Anbau erfolge, könne das größere Deutschland von Ostelbien nur wenig Gebrauch machen und handele auch tatsächlich dementsprechend. Im Südwesten sind rund 875 000 Heftar mit Roggen bestanden. Die Roggenernte des Ostens macht deshalb nur 7,6 Proz. der Ernte des übrigen Reiches aus und spielt infolgedessen eine unbe= deutende Rolle, wird auch nicht einmal voll in Anspruch genommen, Mit der Kartoffel steht es womöglich noch schlimmer. Das Reich versorgt sich auch hierin fast selbst. Nur 4,5 Broz. der Ernte aus dem Often fönne nach auswärts abgefekt werden und 13 Proz. bleiben überhaupt unverwertbar. Auf der anderen Seite steht ein Betrag von 2 Milliarden Marf, die für Erzeugnisse jährlich ins Ausland gehen, weil sie unsere Landwirtschaft nicht hervorbringt, ob gleich sie dazu in der Lage wäre. Es fönnte eine Aenderung ein treten, wenn der deutsche Landwirt den Anbau nicht mehr so betriebe, mie ihn sein Vater und Großvater auffaßten, als die deutschen Einzelländer politisch noch untereinander Ausland waren. Der Boden im Westen ist für Weizen zu schade. Hier könnte durch einen Wechsel 1½ Millionen Tonnen Weizen mehr als bisher erzeugt werden, wobei das Geld für die entsprechende Weizeneinfuhr, wie sie jetzt | sachen für das Versagen der Kirche" begründet sieht, scheut er jetzt scheiden, deshalb mird und muß die Kirche schweigen, wenn es doch die klare Entscheidung. Der Glaube kann darüber nicht entgilt, die beste Form der Wirtschaftsordnung zu suchen. Das ist Sache der weltlichen Gewalt." Immerhin stellt er jedoch fest, daß die Kirche keinen Anlaß hat, sich gegen den Sozialismus als eine mögliche Wirtschaftsform auszusprechen, ebenso, wie ihr ein absolutes Nein dem Kapitalismus gegenüber unmöglich sei. den, mit dem der Sozialismus auftrete, und Schöffel findet ſehr Aber die Kirche müsse sich gegen gen Absolutheitsanspruch" wenenergische Worte gegen die Auffassung( die aber wohl auch vor feinem Sozialisten vertreten wird), daß die restlose Durchführung des Sozialismus das völlige Glück der Welt bedeute" oder etwa gar„ den Himmel auf Erden bringe". Für Schöffel ist auch die soziale Frage schlechthin unlösbar soziale Frage schlechthin unlösbar auch durch den Sozialismus nicht, denn die Sündhaftigkeit des Menschen ist die tiefste Ursache der sozialen Not" und„ der Mensch muß als das erscheinen, was er ist, und er ist Sünder". Wenn jedoch unter dieser Sündhaftigkeit des Menschen eigentlich nur das Proletariat leidet, vermag der Verfasser allerding auch nicht zu sagen. Es gibt eben feine Lösung" der sozialen Frage, denn diese Spannungen gehören zum Leben, so wie es ist". Die Erlösung durch Christus" nicht die falte Lösung" der Lebensprobleme durch die Vernunft ist das Heil des Lebens, nach dem zu verlangen auch die soziale Not uns zutiefst veranlaßt". ,, und Diese soziale Verständnislosigkeit ungeheuerster Not möchte man fast als typisch für die heutige Kirche bezeichnen. Im Mittelpunkt steht das Wort Gottes, die Offenbarung, der Glaube.„ Daß die Religion nach der Lehre Jesu vor allen Dingen eine neue Lebensgestaltung auf Erden, eine Erlösung aus viel Leid durch Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Friedfertigkeit sein sollte," wird von der Kirche nicht beachtet. Pfarrer Dr. Schenkel, der der Kirche diesen Vorwurf macht, findet die Erklärung dafür in dem„ Doppelges sicht des Christentums"( gleichnamiges Buch bei Strecker u. Schröder, Stuttgart): einmal entfalte das Christentum in der Persönlichkeit und Lehre Jesu eine geistige Religion, die die Quellen der sittlichen Erneuerung in voller Freiheit darbiete und unbegrenzte Möglichkeiten der Weiterbildung und des Fortschritts in sich schließe, andererseits enthalte es ein mythologisches Weltbild des primitiven Denkens, das feinen Fortschritt zuläßt und das sich mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen in feiner Weise vereinigen läßt. In der lleberwindung dieses primitiv- mythologischen Weltbildes, durch ein praktisches Christentum im Sinne der Botschaft Jesu erblickt Schenkel die notwendige Boraussetzung, wenn das Christentum aus einem Hemmschuh der menschlichen Entwicklung zu einer Quelle der Gesundung und richtunggebenden Kraft werden soll. Der Verfasser behandelt besonders innerkirchliche, theologische Fragen, aber in interessanter und dem Laien verständlicher Form, und seine Schrift ist ebenso wie die Kommende Gemeinde", eine unabhängige religiöse Zeitschrift( Verlag C. L. Hirschfeld, Leipzig) ein Zeichen für die Revisionsbestrebungen innerhalb der Kirche selbst. Das neue Heft behandelt die religiöse Wende im Proletariat", Emil Fuchs, einer der Führer der religiösen Sozialisten, veröffentlicht darin einen beachtenswerten Aufsatz über Kirche und Proletariat. Richard Junge. stattfindet, im Lande bliebe. Zugleich wäre der Osten entlastet und fönnte seinen Roggen verkaufen. An Stelle unproduktiver Anbauforten fönnten auch Futtermittel angebaut werden, für die gegenwärtig 291 Millionen Mark ins Ausland gehen. Während der Jahre 1926 bis 1929 wurden jährlich durchschnittlich für 47 Millionen Mart Schweine und Schweinefleisch und für fast 140 Millionen Mart Schweineschmalz aus dem Auslande bezogen. Wenn der Osten seinen überschüssigen, unverwertbaren Kartoffelertrag( zuzüglich anzubauender Futtermittel) für Schweinemast verwenden würde, würde die Schweinehaltung( wozu nur unser Osten in Betracht käme) verdoppelt werden können. Allerdings müßte die Qualität des Kartoffelschweins zur Schmalzerzeugung noch gesteigert werden. Es ergäbe eine Mehrerzeugung von zwei Millionen Fettschweinen, die unsere Handelsbilanz verbessern würde und Geld in den Osten brächte. Bolz geht in seinem Buche noch auf die Rind- und Federniehhaltung, auf den Obst- und Gemüsebau, auf die Verwertung des ostelbischen Kiefernholzes u. a. m, ein. Ein reiches tartographisches Material erleichtert dem Leser die Einsicht in die gestellten Probleme. Nur wenn die Landwirtschaft sachliche Arbeit leistet, kann sie sich für dauernde Zeit helfen. Dann ist sie auf die Unterstützung der anderen Steuerzahler nicht mehr angewiesen. Anders bliebe es das alte Lied, das Klagelied des Agrariers. Wieweit der deutsche Landwirt für eine solche Umstellung befähigt ist, inwieweit der Staat eingreifen kann, läßt Volz unerörtert. Db in einer ungebundenen Privatwirtschaft der Gesichtspunkt, mie ihn W. Bolz ausgearbeitet hat, sich mit Erfolg durchsehen kann, nahmen auf agrarpolitischem Gebiete Rechnung tragen dürfen, märe ist zum mindeſten fraglich. Man wird ihm aber bei allen Maßnahmen auf agrarpolitischem Gebiete Rechnung tragen dürfen, märe es auch nur unter Einschränkung der Privatinitiative des einzelnen Landwirts möglich. Dobecius- Dziobek. Reiseführer. Der Deutsche ist in der Welt als gründlicher Tourist bekannt. Wenn er auf Reisen geht, pflegt er sich sorgfältig vorzubereiten, um ja nur die ganze Fülle des Sehenswerten auszuschöpfen. Und so sind Reiseführer gerade in Deutschland em ständig nachgefragter Artikel. Der typische Bertreter dieser Literatur ist der Baedeker", der geradezu zu einem Begriff geworden ist. Mit seinen zahlreichen gewissenhaften Karten und mit den bis ins einzelne gehenden Angaben hat der„ Baedeker" den Strom der deutschen Touristen und Reisenden( und nicht nur der deutschen, gibt es doch vom„, Baedeker" zahlreiche Uebersetzungen) in alle besuchsfähigen Länder gelenkt. Durch diese vorbereitende und führende Arbeit hat sich Herr Baedeker, der Schöpfer der nach ihm benannten Reiseführer, um die Ausdehnung des Fremdenverkehrs und um die internationale Annäherung zweifelsohne verdient gemacht. Bei aller Anerkennung dieser Verdienste und der Güte der Reiseführer darf man und muß man aber auch auf die Grenzen hinweisen. Die Grenzen liegen vor allem darin, daß dem Reisenden kein Raum gegeben wird für eigenes Erarbeiten der Landschaft, daß er durch die Städte und Museen gegängelt wird. Wir sind eben über die Zeit des ,, Baedekers" hinaus, heute stellt der Teisende andere Ansprüche. Daher ist man eigentlich erstaunt, wenn das Bibliographische Institut Leipzig in der bekannten Sammlung ,, Meyers Reisebücher" mit den Neuerscheinungen des Jahres 1931 im wesentlichen an der überlieferten Form festhält. ( Bommern- Rügen- Bornholm, 3. erweiterte Auflage, 10 Karten, 14 Pläne, 3,75 Mark; Ostpreußen- Danzig- Memelgebiet, 11 Karten, 12 Pläne, Seezeichentafel, 3,50 Mark). Das soll nun etwa nicht heißen, daß die Reisebücher" dem Reisenden nicht ein gutes Auskunftsmittel wären. Im Gegenteil, jeder Reisende, der einfache wie der verwöhnte, der Autoreisende wie der Jugendwanderer findet in den handlichen Büchern eine Fülle zuverlässiger Angaben und Karten jeder Art! Neben diesen wertvollen und wichtigen Angaben, die jeder Reisende braucht, bringen die Reisebücher aber auch in alter Schmerfälligkeit den ganzen Wust überflüssiger Weisheit, die den Reisenden auf seinem zu einem Gefangenengang gewordenen ,, Rundgang durch die Stadt" einfach erschlägt, die ihn in ein Joch uninteressierter und oft unverständlicher, weil zu spezieller Gelehrsamkeit einspannt. Dadurch wird jede Möglichkeit eigenen Schauens und eigenen Erlebens von vornherein ausgeschaltet. Selbst wenn man sich einmal felbständig macht und will dann bei irgendeiner Gelegenheit den Führer zu Rate ziehen, muß man durch das Joch der Gelehrsamkeit ziehen. Das gilt ganz allegemein für alle Reiseführer dieser Art. Zudem geht bei dieser analytischen, fast möchte man sagen, atomisierenden Führer" methode jeder Gesamteindruck verloren. Daß die Städte in die Landschaft eingebettet sind, daß sie historisch und organisch bedingtes Wachstum haben, daß es überhaupt eine Landschaft gibt neben den Städten, eine Landschaft, die man wirklich nicht mit der Aufzählung einiger Kurorte oder einiger Bergspizen umrissen hat, das wird völlig übersehen. Wann endlich werden wir von den Zwangsjacken solcher Reiseführer befreit, wann endlich gibt es Reiseführer, die bei allen wertvollen reise te chnischen Angaben den Reisenden auch durch die Städte und Landschaften führen, ihn beraten, anregen aber auch zu schweigen verstehen?! Diesem ganz allgemeinen Mangel aller Reiseführer sucht der Piper- Verlag in München mit seiner Sammlung Was nicht im Baedeker ste ht" abzuhelfen. In dieser Sammlung sind bereits gute Reisebücher erschienen. Dagegen wird der von H. von Wedderkop geschriebene XI. Band der Reihe, Oberitalien ( mit 3. T. ganz ausgezeichneten Originalzeichnungen von Friz Heinsheimer und Georg Walter Rößner, fart. 5 Mart, Ganzi. 6,80 Mark) wohl auf ein kleines Publikum beschränkt bleiben. Die überlegen hingeworfene Art des geistreichelnden Plauderns dürfte nicht einmal für alle Lurusreisenden die passende Tonart sein, vom größeren Reisepublikum ganz zu schweigen. Und dies wird auch nicht durch die anscheinend umfassenden Wein- und Speisehauskenntnisse ausgeglichen. " Einen anderen Versuch, dem Reisenden angenehme Anleitung zu geben, unternimmt der Orell Füßli- Verlag, Zürich, in seiner Schaubücher"-Sammlung. So wird beispielsweise im 40. Band ,, Der Rhein von den Alpen bis zum Meer" in 67 sehr gefchickt ausgewählten und technisch gut wiedergegebenen Bildern dargestellt und vom Herausgeber, Dr. Emil Schaeffer, er= läutert geb. 2,40 Mart). Wort und Bild zeigen zur Genüge, worauf es ankommt, der Reisende ist zum Schauen angeregt und wird sich felber zu helfen wissen. Als Musterbeispiel eines städtischen Führers darf man Dr. Franz Lederers Schönes altes Berlin" bezeichnen, das jetzt bereits in 3. erweiterter Auflage, mit 50 guten Illustrationen, von Fritz Preiß und Hans Eckstein- Ehrenegg, im Buchverlag GermaniaBerlin erschienen ist( geb. 2 Mart, Ganzl. 3 Mart). Hier ist jedes alte Haus, jede Dentwürdigkeit und jede Eigentümlichkeit mit fo viel Liebe und Freude gesehen und geschildert, daß von dieser Freude cine Wärme auf den Leser übergeht. Rum Schluß sei eine Arbeit erwähnt, die gar fein ,, Reiseführer" sein will, es aber gerne werden könnte. Im Auftrage der Berliner Kommission für Naturdenkmalpflege hat Dr. Mar Hilzheimer eine Sammelarbeit über Das Naturschuhgebiet Schildom, Kalktuffgelände am Tegeler Fließ" herausgegeben.( Berlag J. Neumann, Neudam/ Berlin, mit 14 Bildtafeln und Karte, tart. 3 Mark.) In dieser Arbeit sind außerordentlich interessante geologische Vorgänge und feltene Pflanzengruppen, vor allem Drchideen, beschrieben, die in unserem Gebiet sonst nirgends angetroffen werden und mit Recht unter Naturschutz gestellt sind. Nun wäre zu wünschen, daß sich eine Beschreibung solch interessanten Gebietes an einen größeren Leserkreis als den der Fachgelehrten menden möge, ohne deswegen unwissenschaftlich zu werden. Zweifelsohne haben zahl= reiche interessierte Schulen und Naturfreunde Berlins keine Ahnung, daß in nächster Nähe der Großstadt ein so reizvolles Naturschutzgebiet gelegen ist. Unsere Bitte geht also an den städtischen Kommissar für Naturdenkmalpflege, durch Reiseführer" die Deffentlichkeit an den ihm unterstellten Schäßen teilhaben zu lassen. W. Tietgens. Ein Reclam- Gartenbuch Es ist schwierig, das soeben erschienene Reclam Gartenbuch, herausgegeben von Weinhausen, gerecht zu beurteilen. Mit großer Umsicht und weiser Auswahl find fast alle Gebiete, die den Gartenbesitzer interessieren, in knapper, gedrängter Form, unter Vermeidung von gärtnerischen, nicht jedermann verständlichen Fachausdrücken auf rund 75 engbedruckten und mit 15, manchmal ein wenig primitiven Abbildungen versehenen Seiten behandelt. Ein flüchtiges Ueberlesen des Inhaltsverzeichnisses allein vermittelt den Eindruck, daß hier kaum ein Thema der Gärtnerei vergessen worden ist. Auf der anderen Seite aber ist es unmöglich, ein so großes Wissensgebiet, wie gerade das des Gartenbaues( zu derem Studium der in diesem Beruf hauptamtlich Tätige eine jahrelange Ausbildung benötigt), in einem so kleinen Büchlein einzufangen. Wenn also die Schrift für den Anfänger gedacht ist, ihm eine allgemeine Grundlage der Gartenkultur geben soll, wie es in der Einleitung heißt, so ist diese Absicht wohl lobenswert, aber der Erfolg nicht garantiert. Man setzt immerhin ein Berständnis für Gartenfragen voraus, daß der absolute Laie beim besten Willen nicht aufzubringen vermag. Der schon erfahrene Gartenfreund hingegen wird sich mancherlei Anregungen daraus holen, Vergessenes rekapitulieren können und viele Winke erhalten, die ihm seine bisher gemachten Fehler aufzeigen. Grundsätzlich aber ist doch wünschenswert, die mannigfachen Gebiete des Gartenbaues getrennt gründlicher und ausführlicher zu behandeln, ähnlich wie es die Lehrmeisterbibliothek handhabt. Trotz dieser Einsprüche kann der Besitz des Reclams Gartenbuch mit gutem Gewissen jedem Gartenbefizer empfohlen werden, der im Verhältnis zu dem Gebotenen überraschend geringe Kaufpreis von 40 Pf.( ge= bunden 80 Pf.) rentiert die Anschaffung auf alle Fälle. GES. PERISTAN- TEPPICHE G reine Wolle m. Franse, getreue Copien von PerserTeppichen ca 45260 150 ca 200 320 Pohlenz. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik sind Berlin G 68, 2intenitraße 3, für Groß: Berlin stets an das Bezirkssekretarial 2. Hof, 2 Treppen rechts, zu richten Stadiverordnetenfraktion! Die nächste Sitzung der Stadtverordnetenfraktion findet ausnahmsweise Montag, den 6. Juli, 17 Uhr statt. Achtung, Abteilungsleiter! Boranzeige! Material fann am Mittwoch an den bekannten Flugblattverbreitung am Donnerstag dieser Woche. Stellen in Empfang genommen werden. Das * Beginn aller Veranstaltungen 19% 1hr, sofern keine besondere Zeitangabe! Heute, Sonntag, 5. Juli: 8. Abt. Gemeinsamer Besuch des Films Im Westen nichts Neues" in den Turma- Lichtspielen, Hauptstr. 144. Treffen 20 Uhr, Bahnhof Bülowstraße. Verbandsbuch mitbringen. Funktionärfizungen in nachstehenden Lokalen morgen, Montag, 6. Juli: 2. Kreis. Achtung! 20 Uhr Kreisvorstandssigung mit den ersten AbteilungsIritern und Beisitzern hei Sandow, Flensburger Str. 3. 6. Kreis. Kreisvorstandssikung mit Abteilungsleitern hei Krüger, Grimmstr. 1. 13. Kreis. Kreisvorstandssigung, Lofal Rur Zinde", Tempelhof, Werderstraße Ede Friedrich- Karl- Straße. 15. Kreis. Kreisvorstandssigung mit allen Abteilungsleitern und Abteilungstaffierern in Niederschöneweide, Berliner Str. 38. 5. Abt. 20 Uhr bei Berschke, Georgenkirchstr. 14. 7. Abt. Bärwalde, Schlegelstr. 8. 14. Abt. 15. Abt. 20 Uhr bei Laurigen, Butbusser Str. 11. Obiglo, Stralsunder Str. 11. 16. Abt. Rinzel. Usedomstr. 22. 17. Abt. Dofe, Am Nordhafen 6. 18. Abt. Schade, Rösliner Str. 9. 19. Abt. Schrepel, Grünthaler Str. 13. 20. Abt. 20 Uhr bei Pose, Koloniestr. 15. 21. Abt. 22. Abt. 23. Abt. Kroll, Utrechter Str. 21. Gentel, Utrechter Str. 10. Grunwaldt, Kameruner Str. 19. 25. Abt. 19 Uhr Abteilungs- Vorstandssigung, 20 Uhr Funktionärsigung an bekannter Stelle. 26. Aht. Beinlich. Weißenburger Str. 1. 27. bt. Seuce, milaitr. 5. 31. Abt. 20 Uhr bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36. 39. Abt. Da die Funktionärsikuna des 6. Areises am Montag stattfindet, muß unsere Funktionärsihung auf Mittwoch, 8. Juli, verschoben werden. 41. Abt. 20 Uhr Sigung der Abteilungsleitung mit Funktionären bei Lipfert, Mariendorfer Str. 6. 43. Abt. 20 Uhr bei Krepp. Planufer 76. 45. Abt. Sigung des Abteilungsvorstandes mit den Gruppenleitern bei Jonefeit, Reichenberger Str. 73a. 86. Abt. 20 Uhr bei Gohlke, Chauffeeftr. 43. 94. Abt. Schröder, Steinmekſtr. 52. 95. Abt. Wichtige Funktionärsizung bei Lohahn, Wipperstr. 18/19. Die Zahlabende im Juli fallen aus. 97. Abt. Aleiftner, Hermann- Ede Schierkestraße. 99. und 99a. Abt. Arbeitsausschuß Fest der Arbeit! Montag, 20 Uhr in der Halle im Hufeisen. 108. und 108a. Abt. Junge Parteigenoffen. Diskussionsabend über: Die Arbeiterklaffe in der Verteidigungsstellung und die Möglichkeiten für den Uebergang in die Offensive. Leitung: Dr. Otto Friedländer im Stadttheater, Friedrichstr. 6. 115. Abt. Stöber, Jungstraße. 5. Areis. Dienstag, 7. Juli: Bezirksmiaterausschuß. Die Mietersprechstunden bei dem Genossen Ruben, Safenplak 5, Montags und Donnerstags von 16 bis 17 Uhr müssen in den Monaten Juli und Angust umständehalber ausfallen. Sozialistische Studentenschaft Berlin. Montag, 6. Juli: Wir zeigen den Film Im Westen nichts Neues" im Primuspalast, Neukölln, Hermannplag. Beginn 21 Uhr. Karten bei Lucia Geographischer ArbeitsGünther, 11 Uhr am Brett und mittags im Bund. freis( Morpholog. Uebungen) 10% Uhr im Bund. Dienstag, 7. Juli: Historische Arbeitsgemeinschaft, Prof. Rosenberg, 13-15 Uhr. Margistischer Arbeitskreis Dr. Mitnizki: Arbeitsmarkt und Löhne int organisierten Kapitalismus 20 Uhr in der Hochschule für Poltik. Es spricht Genosse Moteficati über Christentum, Rirche und Arbeiterbewegung 20 Uhr im Hörsaal der Universität. Mittwoch, 8 Juli: Die Sportgruppe trainiert zur Olympiade von 7 bis 9 Uhr im Boststadion. Donnerstag, 9 Juli: Teilnahme an der Rundfunkhörstunde im Parteivorstandsgebäude. Beginn 19 Uhr. Leitung Genoffe Prof. Seller. Einlaßkarten bei E. Groß. Juristische Fachschaft: Arbeitsgemeinschaft Strutturelemente der Verfassung. Referent E. Dudziak über Problematik der Selbstverwaltung. Freitag, 10. Juli: Genosse Prof. E. Lederer- Heidelberg spricht über: Technischer Fortschritt und Arbeitslosigkeit, Hörsaal 33 der Universität. Sonnabend, 11., Sonntag, 12. Juli: Wochenendfahrt nach Bucow. Arbeitsgemeinschaft unter Leitung des Genossen Mitnizli über„ Sozialisierungsforderung der Gegenwart. Ort und geit des Treffpunktes werden noch bekanntgegeben. Anmeldungen bis Mittwoch, 8. Juli, an Ernst Braun. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß- Berlin. Kreis Neukölln. Arbeitsstunde am Montag in der Barade um 18 Uhr zur restlichen Abrechnung. Ab Dienstag kommen alle Falfen auf der Wiese Sonnenallee zusammen ab 17 Uhr. Ebenfalls alle Selfer. Alle Falfen und Helfer beteiligen fich Sonntag, 12. Juli, am Fest der Arbeit in Briz. Treffpunkt wird noch festgesetzt. Kreis Kreuzberg. Wir beteiligen sam kommenden Sonntag am Feſt der Arbeit in der Großsiedlung Briz. Treffen wird noch bekanntgegeben. Zeitungsnotiz. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 3 Genoffe Frit Bauer, Mariendorfer Str. 15, ift verstorben. Beerdigung Montag, 16 Uhr, auf dem St. Matthias- Friedhof, Güdende, Schöneberger Straße. 3. Abt. Am 2. Juli verstarb nach einer Operation im 47. Lebensjahr unser treuer Genosse, der Maschinenseger Gustav Planemann, Franzstr. 7. Ehre seinem Andenken. Beerdigung Dienstag, 7. Juli, 14 Uhr, in Gtahnsdorf, Wilmersdorfer Friedhof. 47. Abt. Unser lieber Genosse, der Polizeioberwachtmeister Emil Ruh feld, wurde durch Mörberhand niedergestreckt. Die Beerdigung findet Dienstag, 7. Juli, 15 Uhr, in Pankow auf dem Gemeindefriedhof Bankow Schönholz statt. Es ist Ehrenpflicht aller Genoffinnen und Genoffen, an seiner Beerdigung teilzunchmen. Genossen, welche an der Beerdigung teilzunehmen wünschen, treffen sich um 13% Uhr bei Siebentopf, Mustauer Straße. 120. Abt. Unser lieber Genosse Hermann 3ente, Friedrichsfelde. Triftweg 62, ist am 1. Juli verstorben. Einäscherung im Krematorium Baumschulenweg hat bereits stattgefunden. Ehre seinem Andenken. SEJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin infendungen für diese Rabril nar a bas Jugendiefretariat Berlin S 68. Lindenftrafie 3 Borsigendenkonferenz morgen, Montag, 19% Uhr, im Fraktionsfaal dert SPD. im Preußischen Landtag. Ohne Ausweis und Mitgliedsbuch kein Zutritt. Abteilungsmitgliederversammlungen Montag, 19% Uhr: Moabit III: Lehrter Etr. 18. Weften: Genthiner Str. 17. Hochplay: Schönstedtstr. 1. Andreasplay, R. F.: Brommnstr. 1. Hallesches Tor: Bordstr. 11. Moabit 1: Sanja: Bochumer Str. 8b:„ Der Frankfurter Jugendtag". Waldenserstr. 20: Das Mädel in der Politit". Moabit 11: Lehrter Str. 18-19: Meine Wanderjahre". Arnswalder Plag II: Raftenburger Str. 16: AdolphHoffmann- Abend. Faltplak 11: Connenburger Ctr. 20: Margismus Nordosten II: Danziger Str. 23: Besuch der FrauenSchön veranstaltung. Prenzlauer Vorstadt: Gleimstr. 33-35: Juli 1914". hauser Borstadt: Connenburger Str. 20: Was muß der Staatsbürger vom Deuts schen Reich wissen?" Friedrichshain: Dieſtelmenerstr. 5-6: Jugend und Partei". Stralauer Biertel: Goßlerstr. 61: Frankfurt/ Main- Lichtbilder". Berbebezirk Prenzlauer Berg: Interessierte Genossen beteiligen sich an dent Filmabend: Die Wahrheit über Megito", Aula Danziger Str. 23. Eintritt frei. Nationalsozialismus". Erwerbslosen Zusammenkunft 15 his 18 hr im Heim, Tilfiter Straße 4/5. Vortrag Genoffe Paul Bernstein: Meine Arbeit und Er. fahrungen unter erwerbsloser Jugend". Unterhaltender Teil. Leitung: Gnoffe beer Rohde. 6. Areis. Alle Genoffinnen und Genoffen werden gebeten, fich recht zege an der Beerdigung des erfchoffenen Genoffen Rubfeld zu beteiligen. Treffpunkt: 14% Uhr auf dem Gemeindefriedhof in Bantom- Schönbola. Die Barteigenoffen nehmen Aufstellung in der Bahnhofstraße. Fahnen und Banner mitbringen. 9. Kreis. 20 Uhr Eikung des Kreisvorstandes mit Abteilungsleitern und Abteilunastassierern bei Kreibhs, Holsteinische Str. 60. Jede Abteilung muß vertreten fein. 19. Kreis. Affe Genessinnen und Genossen werden geheten, fich recht repe an der Beerdigung des erschossenen Genoffen Auhfeld zu beteiligen. Treff nunft: 14% hr auf dem Gemeindefriedhof in Bantom- Schönholz. Die Parteigenossen nehmen Ausstellung in der Bahnhofstraße. Fahnen und Bonner sind mitzubringen. 7. Abt. Auskunftsstelle für Hilfsbedürftige ist bei Arend, Schröderstr. 2. Sprechstunden jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr. 10. Abt. Funktionärkonferenz bei Sandow, Flensburger Str. 3. 42. Abt. Funktionärsizung bei Wiersdorff, Urbanstr. 6. 134. Abt. Dampferfahrt mit Musit nach Riegenbals. Abfahrt 9 Uhr Schillingsbrüde. Rarten Erwachsene 1,50 M., Kinder 0,50 M. bei den Funktionären und am Dampfer. Mitgliederversammlung am Mittwoch fällt aus. 8. Abt. Die Funktionärsizung am Dienstag, 7. Juli, und die Zahlabende im Juli fallen aus. Donnerstag, 9. Juli: 5. Kreis Ermerbslosen- Zusammenkunft im Heim, Tilfiter Str. 4/5. Schlußvortrag Genosse Reese: Revolutionen als soziale Umwälzungen. 69. t. Rusammenkunft der jungen Genossen bei 3hlenfeldt, Uhlandstraße Ece Günzelstraße. Thema: Unsere Stellung zum heutigen Staat. Sonntag, 12. Juli: 5. Kreis. Sommerfest gemeinsam mit dem 4. Kreis im Saalbau Friedrichs. hain, 15 Uhr. Die Genoffen der Aktuellen Kleinkunsbühne wirken mit. Buppenspiele für die Kinder; heitere, wertvolle Aunft für die Erwachsenen. Kommt alle an einigen Stunden der Frende. 17. Kreis. Die Abt. 124 und 124a veranstalten am Sonntag, dem 12. Juli, ein Werbefest im Walde bei Restaurant Sanssouci. Redner Genoffe Karl Litke, M. d. R. Alle Abteilungen des Kreises beteiligen fich hieran. Zum Demonstrationszuge Banner, Fahnen und Transparente mitbringen. Ab. marsch 14 Uhr vom Bahnhof Mahlsdorf. 79. Abt. Großes Sommerfest im Birkenwäldchen, Tempelhof, Mantenffelstraße. Großes Preisfegeln, Kinderbeluftigungen, Fadelaug. Tombola. Die benach barten Areise und Abteilungen find dazu herzlichst eingeladen. Frauenveranstaltungen. 4. Kreis. Montag, 6. Juli, 20 Uhr, in der Schulaula, Danziger Str. 23, Lichtbildervortrag: Die Wahrheit über Meriko." Vortragender Erich Knauf. Eintritt frei. Die Genossen und die SAJ. find herzlichst eingeladen. 6. Kreis. Für die am 9. Juli stattfindende Dampferfahrt find Karten bei den Frauenabendleiterinnen und in den Lokalen Krüger, Grimmstr. 1, und Keufner, Hagelberger Str. 20a, zu haben. 84. Abt. Dienstag, 7. Juli, Dampferpartie nach Rauchfangswerder. Treffpunkt 9 Uhr am Lantwiker Hafen, Kaiser- Wilhelm- Straße. Fahrpreis hin und zurück 1,50 M., Kinder 80 Pf. Bei reger Beteiligung 20 Broz. Ermäßigung. 90. Abt. Der Frauenabend im Juli fällt aus. Dafür Dienstag, 7. Juli, Kaffeekochen in der Wuhlheide. Treffpunkt 13 Uhr Fulda- Ecke KaiserFriedrich- Straße. 96. Abt. Die Genossinnen treffen sich Dienstag, 7. Juli, 17 Uhr, an der U- Bahn Leinestraße zur Besichtigung des Frauenkundemuseums in Charlottenburg, Berliner Str. 137. 97. Abt. Dienstag, 7. Juli, Treffpunkt 17 Uhr, an der U- Bahn Leinestraße zur Besichtigung des Frauenkunde- Museums in Charlottenburg, Berliner Straße 137. 100. Abt. Rudow. Montag, 6. Juli, erstmaliges Zusammensein der Frauen. Ab 15 Uhr Kaffectochen bei Ruppert. Heitere und ernste Vorträge der Genoffin Elfriede Wollmann. 101. Abt. Mittwoch, 8. Juli, 19 Uhr, in der Spedition Grässtr. 50, wichtige Funktionärinnensizung. 110. Abt. Montag, 6. Juli, Saffeekochen im Waffersportheim des Reichs. 106. Abt. Die Frauenabende finden im Juli und August nicht statt. banners Wendenschloß. Treffpunkt 14 Uhr an der Fähre Wilhelmstraße. 111. Abt. Dienstag, 7. Juli, im Lokal Waldesruh Raffeekochen. Treffpunkt zur Ueberfahrt nach Waldesruh 14 Uhr in Grünau, Gesellschaftshaus. 119. Abt. Montag, 6. Juli, 20 Uhr, bei Bark, Möllendorf- Ede Rittergutstraße: Kameradschaftsche. Referent Genosse Lützenhof. 124a. Abt. Freitag, 10. Juli, 20 Uhr, bei Draber, Uhlandstr. 17, Heiterer Abend. Bortragender Hans Fuhrmann. 134. Abt. Der Frauenabend im Juli fällt aus. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 13. Kreis, Arbeiterwohlfahrt und Frauenabteilung: Donnerstag, 9. Juli, Dampferfahrt nach Biegenhals. Abfahrt 9 Uhr Schillingsbrücke. Die Karten find bei allen Funktionären zu haben. Fahrpreis hin und zurüd 80 Bf. Erwerbslose Genossen frei. WOLLPLUSCH KISSENGARNITUREN reine Kammgarn zweiteilig, indanthren, Stilmuster wolle, gute Qualität mit Halbwollfüllung 135 72-891-03950 Gamitur Verkauf nur Spandauer Str.32 Borträge, Vereine und Bersammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftstelle: Berfin E. 14. Eebaftianftr 3-38. Sof 2. Gauvorstand. Die Beerdigung unseres Rameraden Ruhfeld findet am Dienstag, 7. Juli, um 14 Uhr, auf dem Friedhof Pankow Schönholz statt. Wegen der beschränkten Raumverhältnisse auf dem Friedhof wird die Beteiligung des Reichsbanners nur eine begrenzte sein. Es werden teilnehmen der Träger des Gaubanners mit zwei Begleitern, ein Träger des Kranzes des Cauvorstandes mit zwei Begleitern, ein Träger der Fahne des Ortsvereins Friedrichshain, eine Ehrentameradschaft des Ortsvereins Friedrichshain. Ferner werden die Ortsvereinsfahnen des Kreises Norden durch je cine Gruppe Begleitung mitgeführt. Fahnen mit Flor versehen. Anzugs Bundeskleidung, furze Hose, dunkler Binder. Antreten in der Bahnhofstraße vor dem Friedhof Schönholz. Die Plazanweisung bei der Beerdigung erfolgt an Ort und Stelle. Alle bei der BVG. beschäftigten Kameraden erscheinen Dienstag, 7. Juli, 20 Uhr, bei Heiles, Mezer Straße. Cafe Prenzlauer Allee. Mitgliedsbuch legitimiert. Sonntag, 5. Juli. Charlottenburg( Ortsverein): Ab 16 Uhr zugunsten der erwerbslosen Kameraden Gartenkonzert im Grunewalo. Kasino, Grunewald, Hubertusbader Str. 7-9, unter Mitwirkung der Reichsbannerkapelle Charlottenburg. Eintritt einschl. Tanz 50 Bf., Kinder unter 14 Jahren sind frei. Montag, 6. Juli. Friedrichshain( Jungbanner): Pantow Außerordentlich wichtiger Heimabend im bekannten Jugendheim. Sämtliche ( Ortsverein): 19% Uhr Antreten in Bundesticidung Turnhalle, arbeitslosen Kameraden müssen erscheinen. Neukölln- Bris( Jungbanner): 20 Uhr Mitgliederversammlungen: 1. Run bei Eauer, Pannierstr. 34; 3. Zug bei Steffen, Flughafenstr. 50. Dienstag, 8. Juli. Mitte: 20 Uhr Rameradschaftsversammlungen: 1. Kameradschaft bei Mont, Cophienstr. 6; 3. Rameradschaft Rungestraße; 6. Kameradschaft Schwedter Straße 23-24. Kreuzberg: 20 Uhr Mitgliederversammlungen: Rug IV bei Gründler, Zimmerstr. 30; 8ua VI bei Wolff, Graefeftr. 26. Weißensee: Abteilung I Turnhalle Wörthstraße, Weißenfee. Zentralverband der Arbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands, Gan GroßBerlin, Geschäftsstelle: Berlin W. 57, Bülowstr. 49, rechter Geitenflügel, 1 Tr. Montag, 6. Juli. Johannisthal: Lofal Cobian, Roonftr. 2, 18 Uhr. Referent Sollege Steinbeiß. Lichterfelde: Lokal Rothe, Hindenburgdamm, Ede Roonstraße, 18 Uhr. Referent Kollege Pint. Grünau: Lolal Werner, Köpenider Straße 125, 18 Uhr. Charlottenburg: Helmholz- Quelle, Helmholtstr. 21, 17 Uhr. Lichtenberg: Lokal Wegener, Frankfurter Allee 236, 16 Uhr. Röpenid: Alte Dorotheen- Schule, Freiheit 15, 17 Uhr. Referent Kollege Rudolf Karsten. Eteglig: Lotal Wernide, Berlinickestr. 1, 18 Uhr. Referent Rollege Gauleiter Voigt. Mitte 1: Lotal Arndt, Schröderstr. 2, 17 Uhr. Referent Kollegin Haas. Wedding I: Lokal Sängerheim, Weddingstr. 9, 18 Uhr. Referent Rollege Fischbach. Verband ehemaliger Bolizeibeamten, e. B., Ortsgruppe Berlin. Dienstag, 7. Juli, 20 Uhr, Werbeversammlung, Bodbrauerei, Berlin SW. 29, Fidicin straße 2-3. Sport. Rennen zu Strausberg am Sonnabend, 4. Juli: Radebrüder Jagdrennen. 1. Tamula( Ahr); 2. Lorenz; 3. Donizetti. Toto: 54: 10. Blaz: 13, 13, 12:10. Ferner liefen: Perlaudabilis, Schmeichlerin, Augustus, Flotte Fahrt, Micaela, Machete. Neulings- Jagdrennen. 1. Fasold( W, Wolff); 2. Rismet; 3. Märchen. Toto: 23:10. Blaz: 12, 18, 15: 10. Ferner liefen: Diedrich, Fuhrmann, Cara, Energos, Medici, Advill. Schüßenhaus- Jagdrennen. 1. Moslem( J. Unterholzner); 2. Minnes flang; 3. Ernani. Toto: 58:10. Platz: 13, 11: 10. Ferner liefen: Letter Versuch, Helge, Futurist. Maiden- Flachrennen. 1. Sabaret( Wermann); 2. Olivia; 3. Puppen spieler. Toto: 85:10. Plaz: 13, 10, 12:10. Ferner liefen: Waldi, Loretta, Scharade, Elbrus. Dämerißsec- Jagdrennen. 1. Marcion( Hauser); 2. Anastasia; 3. Mas noir. Toto: 86: 10. Play: 39, 11: 10. Ferner liefen: Menelaos, Gawan, Open- Space. Verkaufs- Flachrennen. 1. Liebhaberei( J. Starosta); 2. Motor; 3. Jus dica. Toto: 268: 10. Play: 35, 15, 21: 10. Ferner liefen: Jazzo, Lonni, Goldalma, Gafrile, Wanda. Sommer- Preis. 1. Reus( Huguenin); 2. Hella K.; 3. Prünas. Toto: 28:10. GARDINENSTOFFE BOUCLE Muster ca 130 cm brt. M Jacquard, mod PERISTAN- TEPPICHE GES inden then moleme 65 Jacquard, mod. B₁ ca 250 350 38.reine Wolle m.Franse, getreue Copien von Perser Teppichen ca Auf Wunsch 255 Echiungs 360 este.derding ca 108-144 180