Nr. 337. Erscheint täglich außer Montag«. Abonnements- Preis pränum.: vtertiljährltch 3,30 TOt., monatlich 1,10 Marl, wöchentlich 28 Pfg. sret ins Haus. Einzelne Nummer S Psg., Sonntags- Nummer mit illustriricr Sonntags-Beilage„Tie Neue Welt" lOPsg. Post-Abonnement: 3,80 Ml. pro Quartal. Unter«reuzbanb für Deutschland u. Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Eingelragen t» der Post- Zeitung»- Preisliste für 1886 unter Nr. 7277. 13. Jahrs. Insertion!- Bebiihr beträgt für dl« fünfgespaltene Petttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedttion ist an Wochentagen bis 7 Uhr abend?, an Sonn- undFest- tagen bis g Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Telegramm-Ad reffe: nSölialdempstrat Verlin". Verllner VolKsblalt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. YedaKtton: 8V. 19, Weuly-Straße 2. Sonntag, htn September 1896. Spedition: SW. 19, Wettty-Straße 3; Äukunfks� imtr Gegenwsvks� VolikiK. Das Ideal der Lächerlichkeit war den alten Römern der in Zutunftsträumen schwelgende, in die Luft schauende, die Gegenwart und reale Wirklichkeit vergessende Dichter, der plötzlich— pardautz!— über einen Stein stolpert und mit der eben noch stolz zum Himmel ausgerichteten Nase unsanft die schmutzige Erde berührt. An diesen Dichter, dem namentlich der heitere Horaz prächtige Verse gewidmet hat, erinnert uns jetzt Herr Eugen Richter, der Spezialist des Zukunftsstaats und natürliche Vater der Spar- Agnes. Im Reichstags-Wahlkreis Brandenburg-Westhavelland muß demnächst eine Ersatzwahl stattfinden, und das Häuflein derer um Richter ringt dort ums Mandat mit der Sozial- demokratie. Heftig ist der Kampf entbrannt und flehentlich haben die Getreuen die Hilfe des großen Sozialistentödters und Zukunftsstaatsmannes Eugen Richter angerufen. Nicht unlsonst. Todesmuthig stürzte er in das wohlgefüllte Arsenal seines Zukunftsstaates, holte sich, wie weiland die Titanen Felsblöcke zur Erstürmung des Olymps, mächtige Papierballen, welche er reckenhaft und voll Todesverachtung emporschleudert gegen die falschen Götter der Sozialdemo- kratie, die sich ihren Zukunftsstaat in Wolkeukuckuksheim er- richtet haben. Zeitungsballen um Zeitungsballen, Berge von Makulatur:„Irrlehren" und„Zukunftsbilder"—„Zukunftsbilder" und„Irrlehren", schleudert der grimme Hagen— Verzeihung, der grimme Richter von Hagen, gegen den windigen Zukunftsstaat der Sozialdemokratie. Und während ihm der Schweiß von der Stirne rinnt, murmelt er geheimnißvolle Beschwörungsformeln, um den sozial- demokratischen Spuk zu bannen. Wer die Sprache der Vögel und Zukunftsstaats- Politiker versteht, der kann, wenn er die Ohren spitzt, mustische Zahlen unter- scheiden, eine an die andere gereiht, und alle zusammen den ziffernmäßigen Beweis bildend, daß die Richter'sche Welt die beste aller Welten ist, daß sie für ewige Zeiten feststeht, und daß die Ziele der Sozialdemokratie windige Luftschlösser "ud. Was die Sozialdemokratie erstrebt, ist"" nmöglichkeit, widerspricht der menschlichen Na U ist 't Unsinn, atur. Der Zukunftsstaat, den Herr Eugen Richter sich ge- schaffen und dessen Einrichtungen er in der berühmten Znkunftsstaats- Debatte haarklein geschildert aber auch haarklein zertrümmert hat, fügt sich wieder zusammen vor den Augen unseres Zukunflsstaats- Dichters— er wird wieder lebendig. Immer wildere Begeisterung glüht in den Augen des Dichters; und mit der genialen Berserkerwuth deS unsterblichen RitterS von der 821 nutnu Der letzte der römischen Bolkstribnne«. „Er hat nur den Rauch und die Flamme vermehrt, die er nicht löschen konnte," sagte Cecco del Vecchio, und dieser Ausdruck des Schmiedes wurde bald zum Sprichwort und bestätigte sich zugleich später als eine Prophezeiung. Der Tribun, der sich bewußt war, großmüthig gehandelt zu haben, hob die Sitzung des Rothes auf und zog sich in sein Zimmer zurück, wo Nina und seine Schwester ihn er- warteten. Diese letzteren hatten die zärtlichste Neigung für einander gewonnen. Ihre verschiedenartige Eigenthümlich- keit schien durch den Gegensatz die Reize beider zu er- � öhen, so wie in einem kunstreich zusammengesetzten uwelcnschmuck die Perlen und die Diamanten sich gegen- seitig heben. Und als jetzt Irene ihr bleiches Antlitz und ihre, mit Thränen erfüllten Augen von dem Busen erhob, an dem sie Trost und Linderung gefunden hatte, hätte der Gegen« satz der besorgten, zweifelnden Schwester und des so zu- vcrsichtlich hoffenden Weibes, als könne den Plänen und der Macht Rienzi's nichts in den Weg treten, dem Maler kein unwürdiges Bild der Liebe, die alles hofft, und der Liebe, die alles fürchtet, gewährt. „Beruhige Dich, meine gute Schwester!" sagte der Tribun, indem er Jrencns schwermüthige Stimmung bemerkte,„lein Haar auf den Häuptern derer, die den Namen Deines so innig Gelievten tragen, ist verletzt worden. Dem Himmel sei Dank!" fügte er hinzu, als seine Schwester in seine Arme sank, daß sie gegen mein Leben sich ver- schworen haben; hätten sie das Leben eines anderen Römers gefährdet, so wäre Nachsicht ein Verbrechen ge- wesen! Wenn Adrian Dich auch eben so innig liebt, als Du von mir geliebt wirst, theure Schwester, so vermag doch niemand Dein sanftes Gemüth so zu würdigen, als ich, der ich es kenne, seit es seine erste Knospe der Sonne zuwendete. Mein armer Bruder! wäre er am Leben geblieben, so würde auch er mir, wie Du, rathend zur Seite stehen, und mich dünkt, sein milder Geist verscheucht oft die Härte, die sonst des meinigen sich bemeistern würde. Nein, meine t Mancha, als dieser den berühmten Angriff auf die Wind- mühlen ausführte, schlägt er die wieder zurechtgeflickten Möbel des Zukunftsstaats mit seiner magischen Stiefel- bürste in Trümmer, reißt dem sozialdemokratischen Kandi- daten für Brandenburg- Westhavelland die Heuchlermaske vom Gesicht, weil er den Bauern verschwiegen hat, daß wir Sozialdemokraten sie von Haus und Hof.jagen wollen, und greift löwenkühn hinauf in den sozialdemokratischen Olymp, um die falschen Götter zu zertrümmern, zu vernichten, und — pardautz! Da liegt der Zukunftsstaats- Dichter und Zertrümmerer der Sozialdemokratie auf der Nase. Er ist über ein Gegenwartssteinchen gestolpert. Während er ziffernmäßig den Beweis lieferte, daß die Bestrebungen der Sozialdemokratie nicht zu verwirklichen sind, daß nur Irrenhäusler und Narren an den sozialdemo- kratischcn Irrlehren Geschmack finden können, und daß ins- besondere die deutschen Bauern in den Sozialdemokraten ihre ärgsten Feinde erblicken niüßen— hat ein deutsches Baueruparadies den bösen Sozialdemokraten Thore und Thüren geöffnet und sie als Erlöser empfangen. Die Wahlen in Gotha— das ist das Gegen- wartssteinchen, über das der Dichter des Zukunstsstaates gestolpert ist, und alle Zukunftsmilch der armen Spar- Agnes, die von ihrem fürsorglichen Vater zum Milch- mädchen gemacht ward, ist verschüttet. Diese gottlosen Sozialdemokraten! Den Himmel des Zukunftsstaates haben sie zynisch den Spatzen und Herrn Eugen Richter überlassen, und während die Spatzen und Herr Eugen Richter sich mit dem blauen— s o blauen!— Zukunftsstaats- Himmel beschäftigten, haben sie in diabolischer Boshaftigkcit auf der Gegenwarts-Erde gearbeitet, und den Gegenwarls-Bürgern und den Gegenwarts-Bauern im schönen Land Gotha, wo bisher die um Herrn Eugen Richter prächtige Jagdgründe hatten, den Staar gestochen und von den freisinnigen Jagdgründen— nebst anderen— keck und kühnlich Besitz ergriffen. Das ist bitter. Um so bitterer, als soeben noch der himmelstürmende Dichter des Zukunftsstaates mit ver- nichtendem Hohn, von der Chimborassohöhe seines mathe- matisch- finanzwissenschastlichen Zahlenbewußtseins auf die „unpraktischen", des Rechnens und Berechnens unfähigen Sozialdemokraten herabsehend, zu seiner und seiner Gläubigen innigster Zufriedenheit dargethan hatte, daß die Sozialdemokratie mit ihrer Behandlung der A g r a r- frage Schiffbruch gelitten habe— so totalen Schiffbruch, daß sie gar nicht den Muth besitze, die Landfrage auf dem nächsten Kongreß, der bekanntlich in Gotha stattfindet, auch nur zur Sprache zu bringen. In Gotha." Königin, meine Zauberin, laß immer so Dein Herz männ- lich in nieinem Unglück, weiblich in meinem Glück sein, und sei für mich mit Irenen auf der Erde, was mein Bruder mir im Himmel ist!" Ter Tribun, erschöpft durch die Gemüthsstimmungen, die seit der vorigen Nacht so vielfach in ihm gewechselt hatten, begab sich auf einige Stunden zur Ruhe, und als Nina sein edles Antlitz bewachte, von dem die Sorge ge wichen, der Ehrgeiz zurückgetreten war, hatte dessen stille Heiterkeit einen fast überirdischen Ausdruck, und Thränen entzückenden Stolzes, wie sie das Weib über den Helden ihrer Träume vergießt, erfüllten ihre Augen, als sie sich in dem innern Heiligthum ihres Herzens Imehr des, nur ihr zu theil gewordenen Vorzugs erfreute, ihm als Freundin und treue Gefährtin im Glück und Unglück zur Seite zu stehen, als des Ranges, zu dem das Schicksal sie erhoben hatte, und welchen zu schmücken sowohl als zu ge- nießen ihr Wesen so sehr geeignet war. In jener stillen und einsamen Stunde wurde ihr Herz durch Träume be- glückt, seliger selbst als die des Schlafenden, indem sie ihr die lange Laufbahn des Ruhms ihres Gemahls in den glänzendsten Bildern vor die Phantasie führten. Und während sie so wachte und wachend träumte, zog schon die bis jetzt noch unbedeutende dunkle Wolke am fernen Horizont heran, die das Geschick eines Lebens ver- finstern sollte, dessen heitere, durch Sonnenschein beglückte Tage fast schon hinter ihm lagen! Zweites Kapitel. Die Flucht. Der alte Colonna erreichte seinen Palast mit nagendem Schmerz und Ingrimm im Herzen. Ihm, der um das beabsichtigte Verbrechen seiner Verwandten und Standes- enoffen nicht gewußt hatte, erschien die ganze. Szene der kacht und des Morgens als höchst demüthigend und be- leidigend. Kaum war er in seinem Palast angelangt, als er befahl, Couriere, auf die er sich verlassen konnte, sollten ist für Avignon," sprach er bei es an den Papst beendigt hatte. ..Wir wollen doch sehen, ob die Freundschaft des großen Hauses des Colonna so wenig werth ist, daß die unsinnige z-' sich bereit halten.„Das ist sich selbst, als er einen Brief an den Gotha! Gotha! Schreckliches Wort. Die Sozialdemokratie war schon in Stücke geschlagen, zu Staub zermalmt, der Zukuufsstaat bis auf die Stiefeln und Stieselzicher herab zertrümmert, aufgelöst, dem todsichersten Tod der Lächerlichkeit preisgegeben, der sozialdemokratische Bauernfang der spottenden Verachtung aller Verständigen und Anständigen überliefert,— da: Gotha! Verwünschtes Wort! Der Zauber ist gebrochen, der schöne Wahn entzweigerissen, und der arme Dichter des Zukunfts- staats liegt auf der Nase, die„Zukunftsbilder" kranipshaft in der Hand haltend, während die unpraktische, des Rechnens und Berechnens unfähige, die nienschliche Natur mit Füßen tretende Sozialdemokratie, statt am antikollektivistischen Bauernschädel zu scheitern, mit Hilfe der Baueruschädel den antikollektivistischen Zukunftsstaats-Politikern, die nach Richter'schem Rezept den Sozialismus und die Sozialisten ausrotten, Wahlkreis um Wahlkreis abnimmt. Wir streiten uns nicht um die Landfrage, wir lösen sie. Der Ansaug der Lösung ist: das Landvolk gewinnen. Gotha— gute Vorbedeutung für Branden» burg-We st Havelland! Herrn Eugen Richter aber wünschen wir weiteren Erfolg. Möge er sich im Zukunftsstaat nach Herzenslust herumtummeln, mit dem Zukunftsstaat nach Heizenslust sich herumschlagen— wir gönnen ihm das Vergnügen und erobern den Gegenwartsstaat. Vir Vttttdkttgs-HVshletr im Hevzoüthttm Gotha. Aus Gotha wird uns geschrieben: Der bisherige Verlauf der Wahlen zum G othaischen Landtag wird die Gegner, die schon so oft unseren Stillstand, wenn nicht gar Rückgang vorausgesagt haben, mit Schrecken, unsere Genossen aber mit inniger Freude erfüllt haben. Offen gestanden kommt unS hier in Gotha selbst der ungeheure Erfolg ziemlich unerwartet. Bisher besaßen wir nur einen Wahl- bezirk(Waltershanse»), den wir aber, da die Gegner sich auf eine gemeinschaftliche Liste geeinigt hatten, nicht mehr für sicher hielten. Dennoch hofften wir, von den 19 Wahlkreisen, in welchen daS Herzogthum«ingelheilt ist, drei vielleicht vier in unsere Hände zu bekommen. Gelang uns dies, so war das immerhin ein ganz bedeutender Erfolg. Das Wahlsystem für den hiesigen Landtag ist nämlich durchaus veraltet; es schließt eine große Anzahl Arbeiter und Kleinbauern von der Wahlberechtigung aus und schreckt die Wähler von der Betheilignng durch den Umstand ab, daß die Listen der Wahlmäuner auf von der Behörde ausgetheilten gestempelten und n n m e r i r t e n Wahlzettel eigen- händig niedergeschrieben werden müssen. Wir hatten daher Nachsicht, die bisher dem Günstling des elenden Pöbels ge- währt wurde, nicht endlich aufhört. Dieses nach Palestrina, der Felsen ist uneinnehmbar! Dieses an Johann di Vico; i ch darf mich auf ihn verlassen, wenn er auch gegen andere ein Verräther ist! Dieses nach Neapel, die Colonna's würden den Gesandten des Tribunen als ihren Verwandten verleugnen, wenn er nicht jene Ver- bindung aufgiebt und hierher eilt, nicht als Liebender, sondern als Kämpfer für die Rechte seines Standes. Und möge dieses den Walter von Monreal finden! Ah! er schickte uns einen Boten, der des Unheils viel brachte, aber ich will alles verzeihen und vergessen, alles— für tausend Lanzenkuechte!" Und indem er mit zitternder Hand die Briefe mit der seidenen Schnur umwickelte, befahl er seinen Pagen, alle die Herren, die in der vorigen Nacht vor Gericht gestanden hatten, für den nächsten Tag zum Mitta gessen bei ihm ein- zuladen. Die Barone kamen— weit mehr in Zorn und Wuth über das Demüthigende der Begnadigung, als dankbar für die ihnen widerfahrene Nachsicht. Indem ihre Furcht sich mit ihrem Stolz vereinigte, und das wilde Geschrei des Pöbels, das klagende Gewimmer der Mönche noch in ihren Ohren tönte, glaubten sie, daß ein gemeinschaftlicher Widerstand ihr Leben sichern und ihre verletzte Ehre sühnen könne. Ihnen erschien die öffentliche Milde des Tribunen nur den Plan für geheime Rache zu verbergen. Sie bildeten sich ein, Rienzi wage es nicht, sie im Angesicht des Tages zu vernichten. Scheinbares Vergessen und Verzeihen, so glaubten sie, sollte nur ihren Haß einwiegen und zugleich ihren Stolz darniederbeugen, und daS Bewußtsein, daß ihre verrätherischen Absichten entdeckt waren, raubte ihnen jede Hoffnung für ihre eigene Sicherheit. Die Hand des Böse- wichts, welche sie für ihren beabsichtigten Mord gemiethet hatten, konnte gegen sie selbst bewaffnet, oder sie konnten einzeln, einer nach dem andern, vernichtet werden, wie eS die gewöhnliche Staatskunst der Tyrannen damaliger Zeit war. Seltsam genug war es, daß Luca di Savelli am meisten auf entschiedene und schnelle Rel'elliondrang. Die Todesfurcht flößt dem Feigen Muth«in.(Forts, folgt). = Die von vornherein die Taktik befolgt, nur die oder 6 2 greise gerichts Wahlen für unsere Partei, sondern in der Zahl Dame verdankt der Angeklagte seine Berurtheilung. in Angriff zu nehmen und mit aller Macht zu bearbeiten, wo wir auf der von den Arbeitgebern für unsere Kandidaten ab- Revision desselben erwies sich als erfolglos; das Reichs. Erfolg hoffen konnten.Bei den geringen rednerischen und agitatorischen gegebenen Stimmen. Diese Stimmenzahl wird im Laufe gericht verwarf sie heute. Von Kräften, die uns zur Verfügung stehen, da auswärtige bei den der Jahre wachsen und der begonnene Umschwung wird der Anklage der Majestätsbeleidigung frei: Kräften, die uns zur Verfügung stehen, da auswärtige bei eigenartigen hiesigen Verhältnissen nicht viel nüßen können, war kammer der Arbeiter Krönte aus Sputendorf. die Bearbeitung von 6 Landkreisen schon eine ganz gehörige zum völligen Umschwung führen. Dieser Prozeß wird sich gesprochen wurde geflern von der Potsdamer StrafArbeit. Nicht nur liegen die Orte der im Jahre 1852 ein- mit Nothwendigkeit vollziehen, denn er ist der Ausdruck In Kiel gerieth die unter dem Namen Schachtelmeier Ehefrau übel getheilten Wahlbezirke arg zerstreut und räumlich manchmal sehr der fortschreitenden Proletarisirung der minder begüterten stadtbekannte Wiem, eine beleumdete von einander entfernt, sondern in jedem Orte mußte aus den Mittelklassen. Perfon, mit der Ehefrau des Kellners Ristmann Drts angehörigen eine Wahlmänner Liste zusammenDie Begnadigung des Schuhmanns Lorenz hat infolge einer Ehebruchsszene in Streit. Aus Rache denunzirte gestellt werden. Was das bei der Abhängigkeit der Klein Blätter der verschiedensten bürgerlichen Parteien befremdet. Die Wiem die Kistmann wegen einer recht groben Majestäts. bauern und Arbeiter in einem Dorfe heißt, kann mir ermessen Diese Befremdung theilen wir keineswegs. Wir glauben viel- beleidigung. Obgleich noch eine Belastungszeugin aufgeboten nur mer schon auf dem flachen Lande agitirt hat. Bei war, schenkte das Gericht den Aussagen der Denunziantin wie der Reichstagswahl fann jeder fast ungefährdet seinen gedruckten mehr, daß diefer Regierungsakt feineswegs aus dem Rahmen der Zengin teinen Glauben und sprach die Angeklagte Stimunzettel in die Urne werjen. Wie viele in den Dörfern des gegenwärtig in Preußen und Deutschland herrschenden kostenlos frei. Der Antrag des Staatsanwalts beschränkte sich haben aber schon davor Angst! Um wie viel schwieriger ist es Regierungssystems herausfällt. So interessant uns deshalb auf das Strafminimum, 2 Monate Gefängniß. also, Leute zu finden, die ihren Namen als Wahlmann öffent auch die Mittheilung der Gründe wäre, die der JustizIich hergeben und infolge dessen allen Chikanen ihrer Arbeit minister geltend gemacht hat, um die Begnadigung eines geber" und der Behörden ausgesetzt sind. Diese Echwierigkeit stellte sich uns nicht nur in den Dörfern wegen Erpressung von Geständnissen durch schwere Mißhandlung zur Zuchthausstrafe entgegen, sondern fast noch mehr in den größeren Industrie- dem Monarchen zur Zuchthausstrafe verurtheilten Beamten der Bergwerfe foll nach der Kreuz- Zeitung" dem Bundess 811 empfehlen, so glauben wir rath vorliegen.- Ueber die Abänderung der Seemanns. Orten. Selbst in der Hauptstadt Gotha war es sehr ordnung vom 27. Dezember 1872, von der bereits in einigen schwer, 100 Wahlmänner Ge 25 für 4 Kreise) zusammen zu doch nicht, daß wir durch deren Veröffentlichung wesentlich Beitungen die Rede war, sei ein Entwurf dem Bundesrath no ch bringen. Eine weitere Schwierigkeit war die schon oben an- überrascht werden würden. Interessant wäre uns die Vernicht zugegangen, dürfte jedoch demnächst erfolgen. Der Ent öffentlichung der Gründe uur deshalb, weil wir erwurf einer neuen Seemannsordnung ist vor einem Jahre von Es galt nun noch, die Leute zu bewegen, am Tage fahrungsgemäß in Echriftstücken ähnlicher Art stets der technischen Kommission für Seeschifffahrt unter Berücksichtigung der Wahl( der für jeden Ort besonders angesetzt wird) in ein treffliches Material zur Kennzeichnung der gegen der Beschlüsse des deutschen nautischen Vereins eingehend berathen das Wahllokal zu geben, dort unter Angabe ihres Namens wärtigen Bustände gefunden haben. Aus diesem Grunde worden. Es sind darauf über wichtige Punkte gutachtliche Beeinen von der Ortsbehörde zu numerirenden Wahlzettel theilen wir auch nicht den liberalerseits geäußerten Wunsch richte der an der Seeschifffahrt intereffirten Bundesregierungen in Empfang zu nehmen und die Namen der vorgeschlagenen ber Wahlmänner in diefen Bettel einzutragen und dann wieder abzu- nach Aenderung des bestehenden Begnadigungsrechts und eingeholt worden; ebenso hat man gutachtliche Aeußerungen der betheiligten Handelskammern über einzelne Punkte eingeholt. geben. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie mancher sich durch Begnadigungsverfahrens. Daß auch die Seeleute selbst gehört werden, ist uns nicht be kannt. gedeutete. " " Deutsches Reich. Ein Gefeßentwurf, betr. die Besteuerung Die Bezeichnung„ grüne Internationale nimmt die„ Deutsche Tageszeitung" in ihrem findlichen Jubel über den internationalen Agrariertag in Budapest für die Agrazier in Anspruch. Das Plöy- Organ jubelt darauf los: Die Ueberzeugung, daß nur von einer Politik, die im Acker wurzelt, die Gesundung unseres wirthschaftlichen Lebens zu erwarten sei, ist das Gemeingut der Besten aller Wölfer. Diese grüne Internationale", die feines äußerlichen Bandes bedarf, wird die rothe und die goldene überwinden, wird die unheimliche Macht des Geldes und des Umsturzes brechen. Einen Markstein auf ihrem Siegeszuge bezeichnet die Pester Zu fammenkunft." alle diese Schwierigkeiten, die für die bürgerlichen Parteien viel Wie die Neichslande ,, moralisch" zurück erobert weniger ins Gewicht fallen, abhalten ließ, uns beziehentlich werden. Im„ Messin"( deutsch„ Der Meger"), einer in unferer Lifte feine Stimme zu geben. Dennoch war der Erfolg französischer Sprache zu Meh erscheinenden Beitung -Für Preußen soll eine Aenderung des Gefehes über den höheren Verwaltungsdienst bereits in nächster ein ganz ungeahnter. In der Stadt Gotha eroberten wir awei Streise, den ersten und den vierten, und nun liefen Nummer vom Mittwoch erzählt unser Genosse Schleicher, Beit beantragt werden. Vor allen Dingen soll diese, wie die die Siegesnachrichten ununterbrochen ein, zur Verblüffung daß, als er eines Abends nahe bei Metz in einem Gasthof, Berliner Neuesten Nachrichten" schreiben, eine bessere Aus. und zum grimmigen Aerger unserer Gegner und zur hellen wo er übernachten wollte, mit anwesenden französisch Loth- bildung der Beamten in volkswirthschaftlicher und Freude der hiesigen Arbeiter und Genossen, welche siets das ringern französisch sprach, deutsche Beamten sich störend ein- taatswissenschaftlicher Hinsicht bezwecken. Das thäte Fenster unferes Expeditionslokales jubelnd umdrängten, sobald mischten mit der Bemerkung:" Elsaß Lothringen ist jetzt ihnen allerdings gründlich noih. ein nenes Sieges- Bulletin ausgehängt wurde. Im ganzen haben wir bis heute( 25. September) sieben deutsch und in Deutschland muß man deutsch sprechen. Um Mandate errungen. Eines steht noch in ziemlich sicherer französisch zu sprechen, muß man Anarchist oder Sozialist sein." Aussicht, so daß wir von den 19 Gothaischen Landtagsmandaten acht, also über ein Drittel, in Besiz haben werden, ein Natürlich ließ man sich eine solche Korrektur nicht geVerhältniß, wie es bisher noch in keiner gefeßgebenden Körper- fallen. Nun ist aber der Geist, dem diese Beamten Ausschaft Deutschlands bestanden hat. Doch es fann noch besser druck gaben, der Geist, welcher in den Reichslanden syfte tommen. Wenn auch nicht wahrscheinlich, da die Gegner jegt matisch gepflegt wird. Da braucht man sich wahrhaftig begreiflicherweise alle Minen springen laffen, so ist es doch nicht nicht zu wundern, daß die Abneigung gegen die deutsche unmöglich, daß wir außer dem achten noch zwei Size erobern. Herrschaft und Wirthschaft heute womöglich noch größer ist, In welchen Kreisen, will ich vorläufig verschweigen. Dann als in den ersten Tagen nach der Annexion. hätten wir die Majorität und damit das Präsidium im Landtag! Der Siegeszug der internationalen Sozialdemo Was das Organ des Herrn v. Plög die besten aller Bölker Aber wenn der letztere Fall auch nicht eintritt, so ist die kratie. Auch in dem schwedischen Reichstag hat nennt, find Herr v. Blöß und die Blöggenoffen. Ueber Werth Thatsache, daß die sozialdemokratische Partei im Gothaischen die Sozialdemokratie sich jetzt Einlaß erzwungen. Man urtheile läßt sich nicht streiten, am allerwenigsten über Selbst. Landtag über ein Drittel aller Mandate erobert hat, ein be- telegraphirt: einschägungen. Wir freuen uns aber, wie der Gedanke der merkenswerthes Beispiel für den außerordentlichen Fortschritt, den unsere Ideen im Volte gezur zweiten Kammer des Reichstags für Stockholm- Stadt be- den verschiedenen Internationalen in Anspruch genommen. Stockholm, 25. September. Bei den heutigen Wahlen Internationalität sich Bahn bricht, bald find alle Farben von macht haben. Er straft alle Prophezeiungen vom Stillstand hielten die Liberalen sämmtliche Mandate im ersten, zweiten und Die Zerfahrenheit der fonservativen oder Rückgang unserer Partei in der denkbar schärfsten Weise dritten Wahlkreise. Im vierten Wahlkreise, dessen fünf Size Partei tritt in den Schwierigkeiten zu tage, die die NeuLügen. Ergözlich ist es nun anzusehen, wie die bürgerlichen bisher die Konservativen innehatten, gewannen die Liberalen besetzung der Redaktion der Konservativen Monatsschrift" Parteien in Gotha fich einander die Schuld jür das ungeheure zwei Size, verloren dagegen einen Sitz im fünften Wahlkreise, macht. Wie die Leipz. Neuest. Nachr." vernehmen, wird be Anwachsen der Sozialdemokratie zuzufchieben suchen. Man sieht wo ein Sozialdemokrat- Rebatteur Branting- absichtigt, die Herausgabe vom 1. t. Mts. ab dem Reichstags. hier wieder einmal die Blindheit der herrschenden Klassen. gewählt wurde; hiermit tritt der erste Sozialdemokrat in Abgeordneten Dr. jur. Freiherrn v. Langen zu übertragen. Reinem einzigen ber studirten Herren, bie in den den schwedischen Reichstag. Redaktionen der bürgerlichen Blätter fizzen, fällt es ein, Herr v. Langen ist der Patron Ahlwardt's. Unter seiner Leitung und Zufälligkeiten suchen sie die Ursache ihrer Niederlage und Landtages, der den Willen des Landes verkörpert, volle Be achtung geschenkt wird. Kann das jetzige Ministerium das Herzogthum dann mit uns nicht regieren, so mag es einem anderen Ministerium Plaz machen, das sich beffer auf die Wünsche des Boltes versteht. Journalisten- Moral. In der heutigen Abendausgabe des" Berliner Tageblatt" steht fettgedruckt folgende Notiz: • " dem Diefe neuen Regimenter, die aus den Halb- Bataillonen entstanden sind, haben natürlich das Bestreben, zu Boll- Regimentern mit 3 Bataillonen sich auszuwachsen. Das wird dann die nächste Militärreform" werden. " die unaufhaltsame Vermehrung unserer Stimmen auf die wahre Wir wünschen den schwedischen Genossen Glück zu wird es also auch wohl mit der Konserv. Monatsschrift" Ursache, auf die sich immer mehr zufpizenden wirthschaftlichen diesem Sieg. Möge Freund Branting nicht lange der immer ahlwärdtser gehen. Verhältnisse und auf die immer deutlicher zu Tage tretenden einzige sein! Vivat sequens! Wiesbaden, 26. September. Der frühere freifinnige Reichs. Klaffengegenfäge zurückzuführen. In alien möglichen Kleinigkeiten Die Polizeifchwärme, die den angstgepeitschten tag bgeordnete Singe, ein ehemaliger Major, but aber wegen feinem Bekenntniß zur freisinnigen Partei unter Bismarck täuschen sich damit über die wirkliche Sachlage so lange hinweg. 3 av aller Reußen auf Schritt und Tritt begleiten, erregen unterfagt wurde, den Majortitel weiter zu führen, ist heute gebis die Thatsachen sie endlich eines befferen belehren werden. auch in England öffentliches Aergerniß; und mitleidige storben. Dann dürfte es für sie allerdings zu spät sein. Verachtung ist das herrschende Gefühl einem Mann München, 25. September. Das Militär- Verordnungs Doch lassen wir die Herren in ihren Illusionen und halten gegenüber, dem vorgeredet wird, und der Blatt" enthält einen Erlaß des Prinz- Regenten, betreffend die wir dafür die Augen um so beffer auf. Die starke Vertretung, es vielleicht auch glaubt er sei der mächtigste Bildung von vier neuen Infanterie- Regimentern die wir in Zukunft im Landtage haben werden, legt uns aller Menschen; und der vor jedem Menschen, aus den bisherigen Halb- Bataillonen, welche die Nummern 20 eine überaus große und ernste Verpflichtung der feine Uniform trägt, zittert wie Espenlaub. Für die bis 23 erhalten. Die beiden ersten werden aus je 3, die beiden auf. Ein hiesiges freisinniges Blatt meint spöttisch, jetzt würde Eisenbahnzüge, mit denen er in England und Schottland legten aus je 2 Bataillonen bestehen. Diese Neuformationen und im Landtag das Ideal parlamentarischer Beredtsamkeit und fährt, ist ein besonderes Reglement gemacht worden. Die die durch sie bedingten Garnisonswechsel treten am 1. April 1897 in traft. Hochanständigkeit verwirklicht werden. Nun, der„ Ton des Geleise müssen vor Abgang des Zuges genau abgesucht Hauses" wird nicht finken, und im übrigen wissen wir, daß die werden, und kein Mensch, außer den unmittelbar zum foziale Frage in den Landtagen nicht gelöst wird und werden Betrieb gehörigen Beamten, wird in der Nähe geduldet. danach unser Verhalten einrichten. Jede Vorlage, die uns unter- Den Wenigen, die den Zar zu sehen bekommen, fällt breitet wird, werden wir genau und gewissenhaft prüfen. Kindische das scheue Wesen des früh gealterten jungen SelbstObstruktionspolitit werden wir nicht treiben, aber wir werden herrschers auf. Ludwigshafen, 24. September. In einer Bersammlung der auch von unseren nach reiflicher Ueberlegung gefaßten Be Gewerbe- Abtheilung der Pfälzischen Handels und Ges schlüssen nicht ablaffen, wir werden auf das Stirnrunzeln eines er bekammer wurde nach längerer Debatte gegen einige Ministers hin nicht umfallen. Ferner werden wir dafür sorgen, Stimmen beschlossen: daß die Beschlüsse des Landtages nicht mehr so leicht in den " Die Mitglieder der Pfälzischen Gewerbekammer erklären, Papierkorb wandern wie bisher, sondern daß dem Willen des Konstantinopel, 26. September.( Privat- Telegramın.) daß sie in dem Entwurfe des Gesetzes zur Organisation Der Armenier Apit Eiendi, der Lieferant der wertvollsten werterstandes erblicken tönnen. des Handwerks teine ine Förderung des Hand. Harems, wurde in verflossener Nacht verhaftet. Während wünscht, daß an der fast hundertjährigen Gewerbefreiheit festDie Gewerbekammer der vorjährigen armenischen Unruhen in Stambul hatte ich bereits auf gehalten werde und glaubt, daß das Handwerk mit seiner Vers grund einer vorzüglichen Information in einem Tele- tretung in den Handels- und Gewerbekammern zufrieden sein über die Häupter der armenischen und glaubt, daß der erste Schritt dazu in der Errichtung von gramm tönne; sie strebt aber eine Werbefferung des Lehrlingswesen an Bewegung diefen reichen Armenier als eines Dieser Häupter bezeichnet. Gegen Apit- Efendi fanden Fachschulen und Lehrwertstätten liegen tönne." sich solche schwerwiegenden Beweise, daß er nunmehr troy-Aus Mülhausen i. E. wird der Franks. Zeitung" Die Lehre der Gewerbegerichtswahlen. Wenn es ganzenofter Berbindung mit allerhöchsten türkischen Streifen ver- geschrieben: Am 7. Oktober war es ein Jahr, daß Fabrikhaftet werden mußte. besizer Henry Schwarz von dem Verrückten Meyer er irgend einen Troft für die Geguer der Sozialdemokratie gab, Das Berliner Tageblatt" hat also einen Detektive mordet wurde, der nach begangenem Attentat an sich selber so war es der, daß für die sozialdemokratischen Lehren der zum Korrespondenten in Konstantinopel. Sehr möglich, daß Justiz übte, indem er sich erschoß. Mitten in die Aufregung Mittelstand unzugänglich sei, einzelne Ausnahmen ab- bie Telegramme des sauberen Kumpans Anlaß zu der Ver- hinein, die das Drama veranlaßte, kam die Kunde, daß Herr Man baute auf den antikollektivistischen haftung Apit- Efendi's gegeben haben. war in einem Schwarz gewarnt worden gerechnet. Daß aber dieser Schreiben vom 24. September, das folgenden Wortlaut Handwerkerschädel eben so start, wie auf den anti- Mensch sich seines Spionen- Scharfblicks noch rühmt, und hatte:" Ihr Leben ist in großer Gefahr. Hüten Sie sich. Gehen tollektivistischen Bauernschädel. Für Leute dieses Glaubens daß das Berliner Tageblatt" diese Renommiſterei der Sie nachts nie spät aus. Legen Sie ein Stahlhemb an ober muß der Ausfall der Gewerbegerichtswahlen in Berlin schönen Polizeiseele seines Korrespondenten veröffentlicht, verreifen Sie für einige Beit. Beherzigen Sie diese Warnung." geradezu niederschmetternd gewesen sein. Wenn von 5251 das verräth ein so tiefes Niveau journalistischer Anstands. Selbstverständlich fahndete die Polizei eifrig nach dem räthsel abgegebenen Stimmen der Arbeitgeber bei den Gewerbe- begriffe, wie wir es selbst beim Berliner Tageblatt" nicht gerichts Wahlen, die Hälfte, die Hälfte 2601 auf Sozial- für möglich gehalten hätten. demokraten fallen, so ist das ein Beweis, daß die Die bürgerlich philantropischen Friedens Inhaber der Kleinbetriebe als Klasse aufgehört haben, der Sozialdemokratie feindlich gegenüberzustehen. Es ist nicht kongreffe mit ihrem obligaten Nachspiel: den Juter mehr nur die individuelle Meinungsäußerung Einzelner, die parlamentarischen Konferenzen sinken immer mehr zur da zutage tritt; es ist der beginnende Meinungsumschwung Posse herab. Jetzt hat die Interparlamentarische Konferenz einer Klaffe. Der beginnende, sagen wir ausdrücklich, befchloffen, auch Vertreter absoluter Staaten, wie denn wir täuschen uns durchaus nicht über die sehr bedingte Rußland, die fein Parlament haben, zuzulassen, und die Bedeutung der Abstimmungszahlen. Man darf keineswegs Statuten entsprechend abgeändert. Warum nicht auch den annehmen, daß bereits die Hälfte der Arbeitgeber Berlins Namen? Inter polizeiliche Konferenzen würde ganz auf feiten der Sozialdemokratie stehe, weil sie die Hälfte gut. flingen. Politische Uebersicht. Berlin, 26. September. 970 % anonymen haften Mitwiffer des Attentats, um von ihm Aufschluß über etwaige Mitschuldige zu erhalten. Alle Recherchen nach ihm blieben aber erfolglos und auch einige Burschen, welche unterin Verdacht, Komplizen des Meyer zu sein, verhaftet worden waren, mußten mangels Beweisen wieder freigelassen werden. So drohte alles im Sande zu verlaufen. Jegt wird zum Erstaunen aller bekannt, daß es der Polizei gelungen fei, vor einigen Tagen ben anonymen Briefschreiber ausfindig zu machen und zu verhaften. Welcherlei Verdachtsgründe gegen ihn vorliegen, entzieht sich noch der Kenntniß. Nach§ 139 St.-G.-B. wird derjenige mit Gefängniß bestraft, der vom Vorhaben eines Verbrechens gewußt, es aber unterlassen hat, hiervon die bedrohte Person resp. die Behörde zu benachrichtigen. Da der mysteriöse Warner durch ihrer Stimmen bei diesen Wahlen gewonnen hat. Die Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Absendung des obigen Briefes dem Geseze Genüge gethan hat, Lethargie der anderen Parteien hat da zu zahlreichen Stimm. Mit der Verurtheilung wegen einer durch die Wand er müssen wohl andere Gründe für seine Verhaftung vorliegen. -Ueber den Rolonialberos Friedr. Schröder enthaltungen geführt und es ist sogar anzunehmen, daß gerade die borchten Majestätsbeleidigung hatte sich am 25. September Erfahrung die anderen Parteien zu größeren Anstrengungen bas Reichsgericht in Leipzig zu befaffen. Das Land- wurde dem Hannoverschen Kurier" ein Privatbrief zur Verfügung bei der nächsten Gelegenheit anspornt. Sie werden eine gericht Glogau hat am 1. Juni den Rentier Wilhelm gestellt, in dem ein in Tanga lebender Deutscher, der die oftgrößere Anzahl ihrer aufgeschreckten Anhänger zur Wahl Gefängniß verurtheilt. Er war bei einer Dame zu Besuch und hat den Fall so schlimm dargestellt, wie er wirklich ist...... Kreußer wegen Beleidigung des Raisers zu drei Monaten afrikanischen Verhältnisse fennt, folgendes schreibt: Reine Zeitung bringen und dann wahrscheinlich versuchen, mehrere von den that im Laufe des Gespräches eine Aeußerung, die nach der Aus. Während der fünfwöchigen Boruntersuchung find drei dicke Bände 11 unserer Partei zugefallenen Mandaten zurückzu- legung des Gerichtes als Majestätsbeleidigung fich charatterifirte. Atten entstanden. Das Material ift taum zu bewältigen. Nach gewinnen. Nicht in der der Zahl der eroberten Ar- Diese Unterhaltung war von einer anderen Frauensperson durch viertägiger Berhandlung wurde Schröder wegen gefähr beitgeber Mandate liegt die Bedeutung der Gewerbe die and hindurch belauscht worden, und bem Beugniß dieser Licher Körperverlegung in breißig Fällen # davon zw«, mit töd tlichem Ausgange, wegen N o t h z u ch t in zwei Fällen, in einem Falle m i t einem Mädchen unter zehn Jahren, und wegen schwerer Freiheitsberaubung zu IS jährigem Zuchthaus uerurtheill. An den Verhandlungen nahmen als Beisitzer zwei Plantagendirektoreu, ein Arzt und ein Postsekretär theil. Die beide» Plautagenbesitzer sind erfahrene Pflanzer, die schon viele Jahre in de» Trope» sind. Der Arzt hat de» Leist- und Wehlan- Skandal erlebt. Der Postsekretär ist auch schon zwei Jahre hier."— Oesterreich. Graz, 26. September. Bei den L a u d t a g s w a h l e n wurden von den, Großgrundbesitz II von den bisherigen Ab- yeordueten wiedergewählt; neugewählt wurde Gras Lamberg. Von den gesanunten 60 Landtags-Abgeordneten wurden 41 wieder- gewählt.— Türkei. Konstantinopel, 2S. September. Nachrichten zufolge, welche der türkischen Regierung zugingen, hat im Wilajel Wan ein un- bedeutender Znsammenstoß der Truppen mit Armeniern statt- Sefunden, welch' letzlere in das Gebirge flüchteten. Die Verluste nd auf beiden Seiten gering.— GowevkfckxsifkNckzes aus Isranltveittz. Paris, 24. September 1896. I. Die gewerkschaftlichen Strömungen. Die Frage der Beziehungen zwischen der gewerkschaftlichen und politischen Organisation, welche gegenwärtig die deutsche Arbciterwelt beschäftigt, steht in der französischen Arbeiterbewegung feit vielen Jahren im Vordergrunde des Interesses. Die bekannte» Vorgänge innerhalb der französischen Delegation quf dem Londoner Kongreß haben der Streitfrage neuen Zündstoff zu- geführt. Und zwar hat sie in Frankreich infolge der große» Verschiedenheiten zwischen den vereinsgesetzlichen und namentlich de» parteipolitischen Verhältnissen der beide» Länder einen ganz anderen Inhalt und eine ganz andere Tragweite, als in Deutsch- land. Während hier die Diskussion sich um eine mehr oder minder weitgehende Ausdehnung des Wirkungskreises der Ge- ivcrkschaften dreht, berührt die Streitfrage in Frankreich die Grundlagen der Arbeiterbewegung, Eine starke, vielleicht die stärkste gewerkschaftliche Richtung möchte die politische Aktion wo nicht zum alten Eisen werfen, so doch in den Hintergrund dränge», zu einem bloßen Anhängsel der gewerkschaftliche» Aktion machen. Von diesem Geiste war der soeben beendete Gewerk- schafts-Kongreß zu Tours beseelt. Dem Berichte über die Verhandlungen dieses Kongresses sei eine Betrachtung der französischen gewerkschaftlichen Strömungen vorausgeschickt. Die eigenartigen sozialistischen Parteiverhältnisse Frankreichs, das Bestehen von mehreren durchaus selbständigen bezw. mit einander rivalisirenden Partei- Organisationen übt auf die Gewerkschaften einen entscheidende» Einfluß aus. Ein fran- zösischer Gewerkschafter ist, soweit er nicht polirisch indifferent ist, entweder Sozialdemokrat(Anhänger der„?arti ouvrier fran�ais«), oder Blanquist(Anhänger des„Revolutionären Zentral- komitees"), oder Broussist(„Föderation der Arbeiter Frankreichs"), oder Allemanist(„sozialistisch-revolutionäre Arbeiterpartei") oder— freilich ausnahmsweise— Anarchist. Seine Ansichten über die Rolle der gewerkschaftlichen Organisation sind stets von seinem be- sonderen parteipolitischen Standpunkte diktirt. Die sozialdemokratischen Gewerkschaften denken über die Aufgaben der Gewerkschaften, wie die über- wiegende Mehrzahl der deutschen Genossen. Die endgillige Be- freiung der Arbeiterklaffe, die Verwirklichung der letzten Ziele der Arbeiterbewegung erwarten sie von der Eroberung der politischen Macht durch die politische Organisation, welche zu- gleich für die gesetzgeberischen, im Nahmen der kapitalistischen Gesellschaft zu verwirklichenden Sozialreformen zu wirken hat. Den Gewerkschaften bleibt somit die Rolle von Kampfes» organisationcn zur Erringung besserer Arbeitsbedingungen, zur Erweckung deS Solidarilätsgefühls und des Klassenbewußtseins der Arbeiterschaft. Daneben befassen sich die sozialdemokratischen wie die sonstigen Gewerkschaften auch mit sozialpolitische» und rein politischen Frage». Auf ihrem vorjährigen Kongreß zu T r o y e s behandelte» sie z. B. neben gewerkschaftlichen und sozialpolitischen Fragen die Frage der Eroberung der Gemeinde- rälhe durch die Arbeiterklasse und die Agrarfrage, wobei sie die betreffenden Parteitagsbeschlüfse zu den ihrigen machten. Des- gleichen beschicken sie als Gewerkschaften die Partei» kongresse. Das Syndikats-Gesetz von 1834 verbietet zwar— indirekt— die Beschäftigung mit politischen Angelegenheiten; thalsächlich wird aber das Verbot von den Gewerkschaften un- beanstandet umgangen.") Das enge, unter den deutschen vereinsgesetzlichen Bedingungen unmögliche Verwachsen der Gewerkschaften mit der politischen Organisation findet man namentlich auch bei den Alle» nr a n i st e n. Ein Beweis, daß diese Erscheinung keineswegs etwa darauf zurückzuführen ist, daß die Arbeiterpartei den Gewerkschaften eine untergeordnete Bedeutung beimißt. Die allemanistischen Politiker und Gewerkschafter vertreten nämlich irr der schärfsten Weise den entgegengesetzten Standpunkt. Die politische Thätig- keit betrachten sie eigentlich als ein nolhwendiges Uebel und legen ihr höchstens nur agitatorischen Werth bei. Sie betheiligen sich zwar an den Parlaments- wie an den Departements- und Gemeindewahlen, über kste Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat denken sie aber in der überwiegeude» Majorität tncht viel anders wie die Anarchisten. In den Reden ihrer berufensten Führer, in ihrem offizielle» Wochenblatt kehren immer wieder die bekannten Nieuwenhuis'sche» und anarchistischen Ausfälle gegen die �Parlamentarier". Die Rolle, welche die Sozialdemokratie der politischen Organisation zuweist, weisen die Allemauisten der gewerkschaftlichen Organisation zu: diese sei einzig berufen, die politische und ökononnsche �Herrschaft der Bourgeoisie zu vernichten. Das unfehlbare Mittel dazu ist der Generalstreik. Die Extreme berühren sich. In gewissen, Sinne kann nian sagen, daß der auf die Spitze aetnebene nurgewerkschaslliche Standpunkt der Allemanisten ins Gegentheil umschlägt, indem die gewerkschaftliche Organisation zum Hebel einer Revolution gemacht werden soll, die ebenso sehr p o I l t i s ch wie ökonomisch ist. Den Gewerkschaften wird somit unmittelbar ein eminent politisches Ziel stefteckt. Der Molißre'sche Bourgeois sprach fein Leben lang ,» Prosa, ohne es zu wissen. Die allemanistischen Gewerkschaften sind ihm entschieden über: sie treiben Politik und verwahren sich zugleich aufs entschiedenste, mit der Politik etwas gemein zu haben. Wenn sie nach der Souveränetät der Gewerkschaften rufen, so beabsichtigen sie damit stets, die Gewerkschaften dem Einflüsse der— anderen politischen Fraktionen zu entziehen. Sie fordern a», lautesten die Trennung der Gewerkschaften von der Politik, um desto ungehinderter a l l e m a n i st i s ch e Politik treiben zu können. So haben sie auf dem vorjährigen Gewerkschaftskongreß zu L i m o g e s. wo sie in der Mehrheit waren, beschlossen, daß die damals neugeschaffene„Konföderation der Arbeit"„sich außer- halb jeder politischen Schule" zu halten habe. Zugleich setzten sie ") Das indirekte Verbot ist im Art. S deS Gesetzes enthalten. der also lautet:„Die beruflichen Fachvereine haben zum aus- s ch l i e ß l i ch e n Zweck das Studium und die Wahrung der ökonomischen, industriellen, kommerziellen und laudwirthschaftlichen Interessen." Auf die Ueberschreitung deS Verbot» ist übrigens >mr eine Geldbuße von IS bis L00 Franks gesetzt(Art. S), aber die Aufnahme der Generalstreiks, d. h. des politischen Grundprinzips der allemanistischen Partei, in die Statuten der Konföderation durch. Das„Revolutionäre Zentralkomitee" ist eine rein politische Organisation, von der Gewerkschaften prinzipiell ausgeschlossen sind. Die wenigen Gewerkschaften, welche politisch die Ansichten dieser Organisation theilen, nehmen zum General- streik, wie ihre politischen Gesinnungsgenossen überhaupt, eine etwas unbestimmte Stellung ein. Weder erblicken sie in ihm mit de» Allemanisten das revolutionäre Zaubermittel zur Um- wandlung der kapitalistischen Gesellschaft in die sozialistische, noch lehnen sie ihn mit den Sozialdemokraten als eine Utopie ab. Ihr Eklektizismus nähert sie jedoch auf gewerkschaftlichem Gebiete den Allemanisten, von denen sie sich dadurch unterscheiden, daß sie die Forderung der strengen Trennung der gewerkschaftlichen und der politischen Organisation wirklich ernst nehme». Sie sehen darin mit recht die einzige Möglichkeit, das politisch gespaltene Prole- tariat rn einer einzigen gewerkschastlichen Organisation zu ver- einigen. Aber freilich übersehe» sie, daß die nothwendige Vor» bedingung zur gewerkschastlichen Einigung des Proletariats die Absage an das allemanistische Generalstreik-Dogma ist. Schließlich giebt es in Frankreich(von den Broussisten kann man wegen ihrer namentlich auch in gewerkschaftlicher Beziehung einflnßlosen Stellung absehen) gewerkschaftliche Organisationen, welche den nur gewerkschaftlichen Standpunkt des alten engli- schen Trades-Unionismus einnehmen, die also einem politisch farblosen, gemäßigten Sozialresormerthum huldigen. Die stärkste von diesen Organisationen ist die„Nationale Föderation der Bucharbeiter"(?äciäration äes gtynäioats du Livre). Zur genaueren Feststellung der verhältnißmäßigen Stärke der oben skizzirten gewerkschaftlichen Strömungen fehlen die nöihigen Anhaltspunkte. Die sranzösischen Gewerkschaften veröffentlichen keine Statinik über ihre Mitgliederzahl. Die Enquete des Handels- Ministeriums, deren vorläufige summarische Ergebnisse kürzlich in der Tagespresse bekannt gemacht wurden, ist erstens unvollnändig, weil sie nur über die amtlich angemeldeten Gewerk» schasteu, die sich dem Gesetze von 1834 gefügt haben, Auswirft giebt, und zweitens enthält sie natürlich keine Angaben über die politische Richtung der einzelneu Organisationen. Man kann immerhin zuverlässig behaupten, daß die sozialdemokratische Arbeiterparlei und die Allemanisten in ihren Reihen die.über- wiegende Mehrzahl der sozialistischen Gewerkschaften zählen, wovon die größere und stärkere Hälfte allemanistisch ist. Die Spaltung der Gewerkschaften in zwei feindliche Landes- Organisationen datirt seit dem 1384 er Kongreß zu Nantes. Die Ursache der Spaltung ist und bleibt die Frage des Generalstreiks. Der Kongreß von Nantes, feit der Gründung der Landesorganisation der sechste, war die letzte gewesene Tagung der Gewerkschaften. 139S wurde die Spaltung perfekt durch die Abhaltung von zwei gesonderten Gewerkschaftskongressen, die beide sich den Titel des„siebenten" Jahreskongrefses beilegten. In Troyes tagte der Kongreß der sozialdemokratischen „Nationalen Föderalion der Gewerkschaften und Berufsverbände Frankreichs".') In L i m o g e s wurde die„Konföderation der 'Arbeit" gegründet, die neben den führenden allemanistischen Elementen die Gewerkschaften der anderen, nichtsozial- demokratischen Richtungen, sowie die politisch farblosen Organi- sationen umfaßt. Was die verschiedenartigen Elemente der Konföderirten eint, ist das mehr oder minder bewußte Streben, die gewerkschaftliche Aktion über der politischen zu stellen. Die gemäßigten Nur- gewerkschafter nehmen den Generalstreik der sozialrcvolutionären Nurgewerkschafter mit in den Kauf, weil sie den ganzen General» streik-Lärm für einen harmlosen Zeitvertreib halten. Um die schlimmen Rückwirkungen der Generalstreik-Konfusion auf die politische Arbeiterbewegung haben sich diese Elemente natürlich nicht im mindesten zu kümmern. Im übrigen ist der lose Rahmen der streng föderativ organisirten Konföderation gerade darauf berechnet, den heterogenen Bestandtheilen derselben im alltäglichen praktischen Wirken vollkommen freie Hand zu lassen. Nach dem ersten Jahre des Bestehens der Konföderalion zu urtheile», sind die alljährlichen Kongresse fo ziemlich ihre einzigen selbständigen Lebensäußerungen. In einem folgenden Artikel wollen wir nun den zweiten bezw.„achten" Jahreskongreß der Konföderation behandeln. Zum Wahlkampf im Kreise Brandenburg-West-Havel» land wird uns von dort geschrieben: In unserem Reichstags-Wahlkreise standen sich im Jahre 1893 fünf Parteien gegenüber: die Sozialdemokratie, die freisinnige Volkspartei, die Nationalliberalen, die Antisemiten und das Zentrum. Die drei letztgenannten Parteien haben dieses Mal keine eigenen Kandidaten aufgestellt. Das Zentrum, das bei der 1833er Wahl 314 Stimmen bekam, bemüht sich, die Polen durch Flugblätter von der Sozialdemokratie fernzuhalten, in der Hoffnung, daß sie in der Heimalh für die dem Zentrum verwandte Polenfraktion wieder zu haben sein werden. Bon unserer Seite wird dieser Agitation noch entgegengetreten werden. Die Antisemiten, die 1833 V77 Stimmen erhielten, werden sich auf die Seite des agrarischen Kandidaten, des Land- ralhs v. L o e b e l l, schlagen. Der verstorbene Abgeordnete Wiesicke war formell der Kandidat der Nationalliberalen, faktisch aber der Kompromißkandidnt dieser Partei und der Agrarier, deren Interessen durch ihn als Großgrundvesttzer durchaus gedeckt waren. Ter diesmalige Kandidat der Konservativen, der schon genannte Landraih v. Loebell in Rathenow, ist ein Agrarier vom reinsten Waffer, Mitglied des Bundes der Land- wirlhe. Die Nationalliberalen wurmt es, daß mit Wiesicke der letzte ostelbische Nationalliberal« au» dem Reichs- tag verschwunden sein soll»nd daß die Konservativen ihnen nicht wieder den gleichen Liebesdienst wie 1393 erweisen wollen; sie würden ja schon zufrieden sein, wenn der nationalliberale Mischmasch- Kandidat nur Titular- Nationalliberaler wäre. in seinem Thun und Lassen wollten sie ihm schon keine Vorschriften machen. Eine völlig eigene Kandidatur der Nationalliberalen wäre so sehr aussichtslos, daß sie sich scheuen, sich auch nur vor aller Welt zu zählen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde» sie die Unliebenswürdigkeit der konservativen Brüder damit bezahlen, daß sie für den Kauf- man» Karl B l e l l stimmen werden. Die B l e l l' schen find aber auch viel entgegenkommendere Leute; sie nenne» sich nicht sreisinnig, nicht Volkspartei, nicht Freisinnige Vereinigung, fie schneiden das Kleid auf Zuwachs zu; so haben wir denn hier vor ganz Deutschland den Vorzug einer„Liberalen Partei". DaS Verhalten unserer „Liberalen" schon bei den Gemeindewahlen im Stadlbause, in den wirthschastlichen Kämpken, ganz besonders aber in. diesem Wahlkanipf ist derartig, daß einem waschechten Nationalliberalen sein politisches Gewissen kaum Beschwerden machen dürste, wenn er für Herrn Blell stimmt. Was die„Liberalen" bisher gegen den konservativen Kandidaten vorgebracht haben, kommt wenig über das hinaus, daß Herr v. Loebell als Landrath im Kreise bleiben solle und daß ein Landrath von der Regierung abhängig sei. Die Front ihrer Geschütze richten die„Liberalen" gegen die sozial- demokratische Partei; d. h. die„Liberalen" wohl eigentlich auch nicht, weil diese mit Ausnahme eines sehr oberflächlichen Flug- blattes und einer Vereinsverfammlung hinter verschlossenen Thür«» noch garnichts gethan haben. Das einzige„liberale" Blatt im Kreise, die„Rathenower Zeitung", ist unfähig, auch nur«ine Zeile aus eigenem zu geben, und klatscht einfach ab, was die„Freisinnige Zeitung" ihr vor- ') In diesem Jahre hält die Föderation keine» Kongreß ad. schreibt. Diese hat es übernommen, den Kampf gegen die Sozialdemokratie in diesem Wahlkampf zu führen, und zwar nicht gerade im Interesse der freisinnigen Volkspartei oder des liberalen Mischmaschs, sondern in Vertretung des kapitalistischen Klüngels überhaupt, wie sie selbst auch unverblümt genug zugestand. Kein sozialdemokratisches Flugblatt, keine Zeile der„Brandenburger Zeitung", unseres Partei-Organs. kein Wort sozialdemokratischer Redner läßt die„Freisinnige Zeitung" unglossirt; aber was sie schreibt, ist in keinem Punkte spezifisch„liberal", sondern ganz allgemein kapitalistisch, und die Art, wie sie schreibt, erinnert sehr lebhaft an die üblichen Stiftungsfest-Reden in Kriegervereinen. Einen schwachen Versuch machte die„Freisinnige" noch mit der Ausgabe einer Wahlzeitung, die aber bisher über Nr. 1 nicht hinaus gelangt ist und nur das allgewöhnlichste Geschimpfe enthält...... Diesen Verhältnissen muß natürlich auch dle Tal tu von unserer Seite angemessen sein. Was gesagt wird, gilt für die bürgerlichen Parteien überhaupt, gleichgiltig, ob es einmal an die konservative oder das andere Mal an die„liberale" Adresse gerichtet wird. Im übrigen haben beide Parteien im Kreise selbst seit Jahren sich so viel aufs Kerbholz gesetzt, daß uns der Kampf dadurch wesentlich erleichtert ist. Von unserer Seite wird alles gethan, was geschehen kann. So wurden in Brandenburg und Rathenow mehrere große Ver- sammlungen abgehalten, wo unser Kandidat Peus sprach; in zwei Versammlungen in Brandenburg sprachen Regierungs- Baumeister Keßler und Reichstags-Abgeordneter Vogt Herr; am Montag Abend wird Peus in einer Versammlung auseinandersetzen, daß auch die Frauen Interesse an dem Siege der Sozialdemokratie haben. Auf Wunsch der Frauen wird»n Kürze auch eine Genossin sprechen, insbesondere über die Thätig» keit, die die Frau in dieser Wahlbewegung zu entfalten hat. Demnächst wrrd überhaupt ein spezieller Versammlungs- Kalender festgestellt werden. Da auf dem Lande bisher durch die Gegner alle Versammlungen verhindert wurden, haben Peus und andere Genossen dort die Agitation im Wege persönlicher Unterhaltung mit Landleuten und Arbeitern be- trieben. Für den Heuligen Sonntag sind Agilalionstouren nach drei Punkten geplant; eine dieser Touren hat eine Versammlung zum Ziel. Ebenso, intensiv ist bei.der Verbreitung von Flugblättern, deren Gesammtzahl sich bis jetzt auf mehr als 100 000 Stück beläuft, gearbeitet worden. Die Landagitation ist sorgfältig organisirt. Die betreffenden Strecken werden stets von denselben Personen begangen, die also schon bei der Bevölkerung bekannt sind und deren Verhältnisse daher immer besser kennen lernen und damit die Agitation mit jedem Male nutzbringender gestalten. Bon besonderer Wichtigkeit aber ist. daß die„Brandenburger Zeitung" nicht nur in die Hände der bisherigen Leser gelangt. Man hat sich nicht darauf verlassen, daß der Kampf der Presse ohnehin neue Freunde zuführe, was allerdings der Fall ist, sondern es werde» tagtäglich viele hundert Exemplare gratis aus das Land hinausgesandt und nach einem genau festgestellten Plane so sorgfältig vertheilt, daß ihre denkbar größte Verbreitung auf dem Lande während des WahlkampfeS gesichert ist. Alle eintreffenden Nachrichten bestätigen, daß uns die Stimmung auf dem Lande günstig ist, und in den beiden Industriestädten Rathenow und Brandenburg herrscht eine so gehobene Kampfesstimmung im Proletariat, daß das eine bereits heute außer allem Zweifel steht: die bürgerlichen Parteien unseres Wahlkreises werden am 29. Oktober einen bösen Denkzettel erhalten. Sie treibens aber hier auch etwas gar zu arg— die liberalen Schlotbarone nicht minder wie die Agrarpaschas und die Herren von Regierungs Gnaden. Der Vorstaud des«uchdruckerverbandeS ließ uns durch Herr D ö b l i n schreiben: „Nr. 224 des„Vorwärts" enthält die Mittheilung, daß in Solingen zwischen der Leitung der Genossenschafts-Buchdruckerei und deren Setzerpersonal Differenzen ausgebrochen und die Setzer die Arbeil eingestellt haben. Dieses Vorgehen glaubt der„Vorwärts" den Personen zuschieben zu sollen, welche an der Spitze der Organisation stehen. Wir erklären, daß dem Verbandsvorstande vo» dem Vorgehen des betreffenden Personals nichts bekannt war, er also«rnen Einfluß aus die Handlungen der Setzer nicht ausübe» konnte. Ebenso wenig trifft es zu, daß bei Diffe- renzeu sozialdemokratischen Geschäften gegenüber eine andere Handhabung in unserem Sinne liege, als bei bürgerlichen Unter« »ehmungeu. Wir find in allen Fällen, wo uns eine Einfluß- nähme möglich, bemüht, bei Differenzen eine Verständigung anzu- bahnen." Diese Versicherung des Verbandsvorstandes ist ja recht er- freulich, leider sprechen die Thatsachen nicht dafür, daß der Vor» stand irgend etwas gethan hätte, um die Mitglieder über die Ueberflüssigkeit des Streiks in sozialdemokratische» Geschäften aufzuklären. Als z. B. die Setzer des„Volksblatts für Halle" wegen Differenzen über die Bezahlung des 1. Mai streikten, wodurch die Maifeier des internationalen Proletariats so schmählich karrikirt wurde, hätte der Verbands- vorstand eine um so passendere Gelegenheit gehabt, auf die Mitglieder in jenem Sinne ausklärend einzuwirken, als er in Berlin selber mit für den Weltfeiertaa der Arbeit mauifestirt hat. Es ist aber nichts dergleichen geschehen. Hätte es sich dagegen anstatt um einen sojlaldemokratischen Betrieb um den Betrieb irgend eines bürgerlichen Großprotzen gehandelt, der Verbaudsvorstand würde sich beeilt haben, vor derartigen kindischen Streiks generell zu warnen. Eine amüsante Aitekdot« bringt da?„Sächsische Volks- blatt" in Erinnerung. Als vor einem Mcnschenalter Genosse Bebel nach seiner Wahl in Glauchau-Meerane zum ersten Male im Reichstage gesprochen hatte, schrieben die„Meeraner Nach- richten" hämisch: Gester» hat der jugendliche Drechslermeister und neugebackene sozialdemokratische Abgeordnete Bebel seine Jungfernrede im Reichstage gehalten. Infolge dessen soll das Schweinefleisch um einig« Pfennige ab» geschlagen sei n." Unsere Meeraner Genossen antworteten prompt im Waldenburger Blatt, daß dafür die konservative» Ochsen in Deutschland noch hoch im Preise stünden, und sie hatten die Lacher auf ihrer Seite. Polizeiliches, Gerichtliches». — Vom Schöffengericht in Zielenzig wurde Genosse S ch ö p f l i n, Redakteur der„Märkischen Volksstimme", wegen Beleidigung des Schuhmachermeisters Vogel zu 100 M. Geldstrafe verurtheill. Die Verhandlung zeitigte eine interessante Episode. Auf die Frage des Vorsitzenden an den Zeugen Vogel, er habe sich doch durch die betreffenden Notizen beleidigt gefühlt und Strafantrag gestellt, erklärte derselbe, daß er keine sozialdemo- kratischen Blätter lese,„aber der Herr Amtsrichter ließ mich komnien und zeigte mir die drei ZeitungSnummern." Nach der „Märkischen Bolksstimme" handelt«s sich um den früheren Amtsrichter. — Der vexantwortliche Redakteur d«S„S a a l f« l d e r V ol ks b l a t t". Genosse Türke, wurde wegen Beleidigung des Fabrikanten Moritz in Tauberbach zu 10 M. Geldstrafe und den üblichen Nebenstrasen verurtheilt; Genosse Wage- mann, der früher« Redakteur desselben Blattes, wegen Be- leidigung deS Bürgermeisters in Frankenhausen zu 40 M. Geld- straf« oder 7 Tagen Haft. GewvMMaftliches. Zur Berliner Buchbinderbeweguug. Im Streik befinden sich die Personale der Firmen: Frentsch, Wallstr. 11. Leo S im s o n, Spandauerftr. 72. Carl lliechlin, Engel- User». Selmar Baier, Dres- denerstraße gö. ÄlexanderWeber, Lindedtr. 68. Bern- Harb Paul. Wilhelmstr. 82a. Büxenstef», Friedrich- erreichen. Galanterie- Branche: Urbach u. Co., Ritterstr. 45. Stephan u. Stengert, Ritterstr. 86. Die Lohntommission. Auch die Betriebsarbeiter der städtischen Gas. anstalt in Schmargendorf haben die Arbeit niedergelegt, um an stelle der 18 stündigen Sonntagsschicht die 12 stündige zu Au die auf den Banten Berlins und Umgegend beschäftigten Handwerker! Seit dem 20. September befinden sich die Glaser im Streit. Ihre Forderungen: neunstündige Arbeitszeit und 24 M. Minimallohn und 27 M. für Bleiglaser, sind größtentheils bewilligt. Jedoch steht das Resultat von über 30 Werkstätten noch aus, theils ist der Streitkommission keine Mittheilung über die Bewilligung gemacht und verschiedentlich find die Forderungen noch gar nicht vorgelegt. Wir haben grüne Karten ausgegeben, und für die Werkstätten, wo die Forderungen bewilligt sind, dieselben mit einem rothen Zettel versehen, der die Aufschrift Arbeits Berechtigungstarte trägt. Diese Karten haben aber nur der Innenseite zwei rothe Marken à 50 Pf. eingeklebt sind. Da es nun der Kommission unmöglich ist, überall die Kontrolle auszuüben, fo ersuchen wir die anderen Bauhandwerker, wo irgend angängig, die auf den Bauten arbeitenden Glaser an ihre Pflicht zu erinnern, die wöchentlichen Beiträge à 1 M. zum Streitfonds zu entrichten, da viele versuchen, nachdem die Forde: rungen bewilligt sind, den Drückeberger zu machen. Vielleicht ist es auf diese Weise auch möglich, die Judifferenten aufzurütteln und sie der Organisation zuzuführen. wenn auf Die Streiffommission der Glaser Berlins und Umgegend. Das Streitbureau befindet sich Ritterstr. 123, Restauration Stramm. = Versammlungen. " ftraße 240. 2ewinsohn, Fehrbellinerstr. 54. A. Weichert, Die Münchener Buchbinder fordern nicht, wie von pflichtet, in allen denfentgen Werkstätten, wo die Mehrzahl der Andreasstr. 32. Imberg u. Leffon, Alte Jacobstr. 64a. dort gemeldet wird, die achtständige, sondern die neunstündige Kollegen dafür ist, am Sonnabend, den 26. September, die Alu g. Reimann, Mauerstr. 53. Einbrodt u. Kalb, effettive Arbeitszeit. A te Jakobstr. 86. A. Demuth, Mohrenstr. 58. Gebrüder Forderung auf Einführung der 9 stündigen Arbeitszeit, vom 1. Of Grunert, Junterstr. 16. Möller, Charlottenburg, Ber- Aus Württemberg. Reichstage. Abgeordneter Stadt tober ab, bei gleichem Lohn, wie solcher bisher für die 10ftündige Arbeitszeit bezahlt wurde, zu stellen. In allen Werkstellen, wo linerstraße 123a. UII ftein, Charlottenstr. 9/10. Bier- agen ist vom Vorstand der Vereinigten Gewerkschaften Stutt die Forderung gestellt wird, erwarten die Betheiligten von den mann, Friedrichstr. 131 d. Herm. Franz, Stegligerstr. 7. garts gewonnen worden, in Württemberg in elf Versammlungen Inhabern derselben bis Mittwoch Abend eine bestimmte Er zu sprechen. Er hat die Tour bereits angetreten. flärung. Wo die Forderung bis Mittwoch Abend nicht Der dänische Lithographen Bund hielt kürzlich in bewilligt ist, wird am Donnerstag die Arbeit nicht wieder Ropenhagen seinen ersten Kongreß ab. Erschienen waren aufgenommen. Mit der Leitung der Bewegung wird 11 Vertreter für die Städte Kopenhagen, Aarhus, Aalborg, der Berliner Metallarbeiter- Verband beauftragt. Die Versammlung daß im letzten Jahre neue Lokalverbände in Aalborg und Horsens der Bewegung wöchentlich eine Mark zu bezahlen. Die Fest Horsens und Odense. Aus dem Rechenschaftsbericht ging hervor, beschließt ferner: Jeder Gürtler und Drücker hat zur Durchführung begründet sind. Aus den Verhandlungen sei folgendes erwähnt: fehung der Höhe der Unterstützung wird der Organisation über Zunächst wurde die Herausgabe eines Fachblattes beschlossen. lassen." Dem nächsten Kongreß soll eine Lohaftatistik vorgelegt werden, um Bon allen folgenden Rednern wurde bie Forderung auf grund derselben einen Minimallohn feftſehen zu können. nicht nur für berechtigt, sondern nach jeder Richtung Ferner wurde eine Resolution folgenden Wortlautes gefaßt, die hin auch für nothwendig erklärt und die gegenwärtige den Prinzipalen zugestellt werden soll:„ Kein Drucker darf Beit als die geeignetfte zur Durchführung anerkannt. gleichzeitig mehr als eine Schnellpreffe bedienen, ebenso nicht Berschiedene Redner betonten, daß es zum Ausstand im großen mehr als eine Handpresse. Auch die gleichzeitige Bedienung einer Umfange kaum kommen dürfte, da in einem Theil von Werk Hand- und einer Schnellpreffe ist verboten." Zur Lehrlingsstätten die Forderung ohne weiteres bewilligt werden wird. rage wurde beschlossen, es solle über die Lehrlingsverhältnisse Eine recht lebhafte Discussion entspann sich über die Leitung dieser eine Statistik aufgenommen, und auf grund derselben eine Lehr- Bewegung. Wie Faber, der mit derselben eine zu wählende lingsstala aufgestellt werden. Betreffs der Ueberstunden- Kommission und nicht den Berliner Metallarbeiter Verband betraut arbeit zu bezahlen ist. Reise Unterstützung soll in Zukunft erst zu ermöglichen und die Meinungsverschiedenheiten im Jutereffe arbeit wurde beschlossen, daß sie um 50 pet. höher als die Tages- wissen will, wünscht auch Nät her, um ein Zusammenarbeiten gewährt werden, wenn jemand wenigstens 6 Wochen Mitglied des Ver- des Friedens nach Möglichkeit zu beseitigen, die Wahl einer LohnVerlassen der Lehre dem Verbande beitritt, erhält sogleich Reise- währt habe. Weiter weist der Redner auf die Regelung der Unters bandes gewesen ist. Wer jedoch spätestens einen Monat nach fommission ähnlich wie bei der Schlosserbewegung, die sich gut be Unterstügung. Weiter wurde der Beitritt des Verbandes zum stüßungsfrage hin, die nach den bereits gemachten Erfahrungen graphischen internationalen Sekretariat beschlossen. Die Gin: unzweifelhaft zu Reibereien führen würde, was bei der Wahl einer strebenswerthes Ziel des Verbandes anerkannt. Die Schleifer, Minorität, den Mitgliedern des Deutschen Metallarbeiter Verbandes, führung eines Normal: Arbeitstages wurde als er Kommission, wodurch gleichzeitig ein Weg geschaffen sei, um der werden, einen eigenen Verband zu bilden. Der nächste Kongreß bebt in längeren Ausführungen die Vortheile der Zentralisation die bisweilen dem Verbande beitreten wollen, sollen aufgefordert Rechte einzuräumen, vermieden werden könnte. Hoffmann wird nächstes Jahr in Aarhus abgehalten. hervor und erörtert die Nothwendigkeit der Organisation der weiblichen Arbeitsfräfte sowie der Agitation in den Provinzen, um bei Lohnkämpfen den Zuzug fernzuhalten und die dortige, An die Maurer Berlins! In letzter Zeit hat sich ein auf niedrige Löhne bernhende Konkurrenz zu beschränken, auf die recht bemeitbarer Uebelstand insofern herausgebildet, als die Eine Versammlung der Gasauftalts- Arbeiter tagte am fich zu berufen die Unternehmer immer in der Lage sind. Der Kollegen, die während der Dauer der diesjährigen Lohnbewegung Sonnabend im Englischen Garten", um zu der ungerechtfertigten Redner, der gleichfalls die gegenwärtige Periode für die passende allen Beschlüssen der Berliner Maurer Rechnung trugen und in- Entlassung der Arbeiter der städtischen Gasanstalt in der hält, um in die Bewegung einzutreten, wünscht, daß folge deffen ihre Streitfarten in Ordnung haben, von Elementen Danzigerstraße Stellung zu nehmen. Der Besuch der Ver- die Rechte des deutschen Verbandes gewahrt werden und bestohlen werden, die alle Ursuche haben, sich in Besiß einer sammlung war so start, daß der Saal kaum Raum genug bot, eine Kommission, wie sie von Faber und Mäther, die alt in der solchen Legitimation zu sehen. Die im folgenden bezeichneten um die herbeigekommenen Arbeiter zu fassen. Die Menge rückte so Bewegung seien und objektiv urtheilen, vorgeschlagen werde. Karten find auf solche Weise entwendet worden und werden dicht wie möglich zusammen und hörte aufmerksam den Ausfüh- Litfin führt aus, daß der Berliner Verband keine Ursache hiermit für ungiltig erklärt. Jeder Kollege hat das Recht, rungen des Gen. Bruno Pörsch zu, der die Ursachen des vor- 3u einem Mißton gegeben, sondern im Gegentheil wieder. folche Karten anzuhalten und selbige der Kommission zu über liegenden Konflikts, die den Lesern aus unserer Sonnabeno: bolt entgegenkommende Vorschläge zur Verständigung ges weisen. 943 Ferdinand Jeschke. 4476 Karl Schüller. 1309 Wil numiner bereits bekannt sind, des näheren schilderte. Der Redner macht habe, und macht Hoffmann den Vorwurf, daß er immer, helm Böming. 6547 Paul Trippke. 7605 Ernst Pöttke. verbreitete sich des weiteren über die schädliche Wirkung einer wenn die Zeit zum Handeln gekommen sei und in eine Bewegung eins 1577 Emil Schumacher. 1672 Emil Schumacher. 3414 August langen Arbeitszeit, die unter den Umständen, wie sie gerade in getreten werden solle, die Organisationsfrage auf das Tapet Reimer. 2629 Anton Perla. 4628 Julius Ning. 1081 Otto Gasanstalten herrschen, ganz besonders gesundheitsschädlich sei. bringe. Redner begründete nochmals eingehend den Vorschlag, Stahrenberg. 7556 August Wigan. Gleichzeitig theilen wir Er tam zu dem Schluß, daß das Vorgehen der Gas- den Berliner Verband mit der Leitung der Bewegung zu betrauen, mit, daß folgende Karten, die zum theil zum theil in Ordnung anstalts= Arbeiter gegen die achtzehnstündige Sonntags was sich schon deshalb empfehle, weil die übergroße Mehrzahl der und aus nicht bekannten Gründen bei der Kommission schicht ein mehr als gerechtfertigtes fei, und rieth Gürtler und Drücker dieser Organisation angehören und durch die bis. zurückgelassen sind, in unserem Bureau, Grenadierstr. 33, bei Buske, denselben, all ihren Forderungen festzuhalten, und um herige Taktik die Organisation bei Seite gedrängt wurde, infolges der Werth ber Orgas abgeholt werden können: 2152 Gustav Groß. 3973 Friedrich diese zu erreichen, eine Kommission zu wählen, die mit dessen die Nothwendigkeit und Grünberg. 5789 Otto Meier. 5368 Hermann Kiesling. 5068 den betreffenden Vorgesetzten in Unterhandlung zu treten habe. nifation von den Indifferenten, die wohl gelegentlich Georg Mertte. 5337 Otto Gentte. 6384 Hermann Rathmann. Sollte sich die Verwaltung so hartnäckig zeigen, daß es zu einem einer Lohnbewegung sich der Organisation anschließen, um 6337 Otto Decker. 3981 Gustav Kloppe. 3972 Ernst Boigt. Streif fomme, so könnten die Gasanstalts- Arbeiter der Unter- ebenso schnell wieder zu verschwinden, nicht erkannt werde. 2875 W. Schröder. 50 Steglit Paul Freidant. stüßung aller Berliner Arbeiter versichert sein, da die Gewert. Durch die ständigen Konzessionen an die Indifferenten werde Die Lohntommission der Berliner Mauer. schaftskommission einen dahingehenden Beschluß gefaßt habe. Vor man die Organisation nie zur Geltung bringen, ebensowenig J. A. W. Frisch. übereilten Schritten müßten sich die Arbeiter der Gasanstalten, würden sich die Unternehmer daran gewöhnen, dieselbe als die An die Stuckateure Berlins! Kaum ist ein halbes Jahr die größtentheils schlecht organisirt seien, in Acht nehmen, Vertretung der Arbeiter zu respektiren. Um eine Einigung zu ers feit unserer Bewegung vergangen, so stehen wir schon wieder jedoch sei bei einmüthigem Zusammenhalten der Betheiligten ein zielen, finde fich auch eine andere Form, ohne den langjährig organis auf demselben, ja hier und da noch schlechteren Standpunkt wie Sieg ihrer Sache zu erwarten. Arend besprach den Beschluß der firten Arbeitern ihre Rechte zu beschneiden. Nachdem Heinrich und vorher. Das Eroberte ist durch Eure Gleichgiltigkeit, durch Gewerkschafts: Kommission und stellte den Stand der Bewegung Hartmann sich für die Annahme der Resolution ausgesprochen Euer Fernhalten vom Fachverein wieder verloren gegangen. Ihr als einen recht günftigen und aussichtsvollen dar. Nunmehr und die Auszählung der Bersammlung ergeben hatte, daß habt trot erfolgter Warnung nicht aufgepaßt, sondern Euch von nahm Genosse Singer das Wort und führte aus, daß er mit die übergroße Majorität in der That im Berliner Verband den Meistern dupiren, ja sogar den Tarif in den Schmutz treten Freuden der an die Stadtverordneten ergangenen Ein- organisirt ist, wurde die bereits erwähnte Resolution gegen lassen. Und doch liegt es nur an uns, das seinerzeit Errungene ladung zu dieser Versammlung gefolgt sei. Die sozial- wenige Stimmen angenommen, der Antrag Faber abgelehnt. festzuhalten, denn es tommt noch viel Arbeit. Kollegen, haltet demokratischen Stadtverordneten wüßten längst, daß die Ver. Zum Schluß wurde darauf aufmerksam gemacht, daß nun auch also fest am Tarif und schließt Euch, soweit es noch hältnisse in den städtischen Gasanstalten schlechte feien. Es die Ueberstundenarbeit aufhören müsse, und dabei auf die Die nächste nicht geschehen, der Organisation an, benn diese ist wäre endlich an der Zeit, daß den Behörden aus den Reihen Paragraphen der Gewerbe Ordnung verwiesen. der beste Schutz Dor Verschlechterung der Arbeits der Arbeiter einmal reiner Wein eingeschenkt werde. Bei ihrem Versammlung wird nächsten Mittwoch abgehalten. bedingungen. Haltet Ihr fest zur Fahne, dann muß der Sieg Vorgehen würden die Gasanstalts- Arbeiter Sympathie finden in uns doch werden! Sämmtliche Bauhandwerker werden ersucht, den weitesten Kreisen der Berliner Bevölkerung und zwar nicht Depelchen und lehte Nachrichten. von Mißständen, z. B. Rüstungbauen, länger arbeiten zc. sofort nur der sozialdemokratischen. Den Arbeitern sei zu rathen, feine Meerane, 26. September.( Privatdepesche des Borwärts".) der Kommission Mittheilung zu machen. anderen Forderungen zu stellen, als die auf Abschaffung der 18 stündigen Sonntagsschicht, damit auch den bürger Die Glauchauer Amtshauptmannschaft folgte dem Meeraner lichen Kreisen gezeigt werde, wie mangelhaft die Arbeits- Beispiel und verbot beide Versammlungen, zu denen Bebel hier verhältnisse in den städtischen Gasanstalten sind und wie schwer eingetroffen war. es den betheiligten Arbeitern ist, so minimale Forderungen, wie Frankfurt a. M., 26. September.( B. H.) Der Frankf. 8tg." die vorliegende, durchzuführen. Es beständen ja noch manche Mißstände in den Gasanstalten, deren Beseitigung man vor der wird aus Konstantinopel telegraphirt: Der Kommandant des Hand noch zurückstellen müsse. Vor allem müsse man dabin aus Trapezunt gestern hier eingelaufenen deutschen Handels dampfers Bar Nikolaus II." berichtet authentisch über wirken, daß die gefeßliche 14tägige Kündigung eingeführt werde, eine barbarische Behandlung verbannter Armenier. In voriger denn es sei einer städtischen Verwaltung unwürdig, wenn sie sich Woche langte ein türkischer Dampfer mit 350 exilirten Armeniern eine barbarische Behandlung verbannter Armenier. In voriger in so trasser Weise auf den Unternehmerstandpunkt stelle und die Ründigung ausschließe. Die Bildung eines Arbeiterausschusses in Trapezunt an, die bei der Landung halb todt waren infolge der städtischen Gasanstalten müsse das Ziel einer fünftigen Be on Mißhandlungen, denen man sie während der Fahrt aus. gesetzt hatte. Sämmtliche 350 Armenier wurden noch an dem wegung sein. Redner hat mit dem Vorsitzenden des Kura- felben Tage eine Stunde vom Hafen entfernt in furchtbarer Art toriums der Gaswerke, dem Stadtrath Namslau gesprochen. Derselbe habe sich bereit erklärt, Bei der Wahl des Berliner Gauvorstandes der Sonntagsschicht allgemein einzuführen, die zwölfstündige niedergemacht. Buchdruckerorganisation wurde der zurückgetretene alte Gau- eine vorstand bis auf den 2. Vorsitzenden, der sich nicht wieder auf- und Wege gezeigt würden, wie dies zu machen sei, ohne den vorstand bis auf den 2. Vorsitzenden, der sich nicht wieder auf- Betrieb zu stören. Auch die Innehaltung der Kündigungsfrist, ſtellen ließ, mit 1705-1780 Stimmen wiedergewählt; die Kan- fowie die Einführung eines Arbeiter Ausschusses wollte Herr didaten der Opposition erhielten 1427-1649 Stimmen. Daß die Namslau in Erwägung ziehen. Redner ist der Meinung, daß sich Opposition so start ist, wird der alte Vorstand wohl selbst nicht noch genug gesunder Bürgersinn innerhalb der Berliner Be Rentners Simon Blad zu Berlin zu gunsten der Städte Berlin, Frankfurt a. M., 26. September. Das Vermächtniß des vermuthet haben. Hoffentlich lehrt ihn das Wahlergebniß, daß völkerung finden werde, um die Forderungen der Gaswieder die Bahn des Rechts beschritten werden muß, wenn der arbeiter fräftig zu unterstüßen, und daß sich diese Frage Mainz und Bingen ist jetzt, wie der„ Frankf. 3tg." aus Mainz blühende Berliner Verein, wie der Verband überhaupt, nicht im Sinne der Arbeiter bald werde regeln lassen.( Stürmischer berichtet wird, von der Schwester des Erblaffers angefochten dauernd vom Unfrieden erfüllt bleiben soll. worden. Sie behauptet, ihr Bruder sei nur beschränkt zu Auch im Gau Frankfurt- hessen hat der alte Bor. Beifall.) Hierauf wurde eine Resolution angenommen, welche stand, dessen Wiederwahl schon gemeldet wurde, mit einer weit an ftelle der 18 stündigen die 12 stündige Sonntagsschicht, sowit rechnungsfähig gewesen und hätte ein rechtsgiltiges Testament größeren Opposition zu rechnen, als anzunehmen war. Der bis: wählte eine Kommission von 7 Mitgliedern, die mit dem Rura furter 3tg." meldet aus Mülhausen i. Elf.: Der Stadtrath be die Wiedereinstellung aller Ausständigen fordert. Die Versammlung nicht machen können. Frankfurt a. M., 26. September.( B. S.) Die Frank. herige Gauvorsteher Karl Dominé bekam 843, sein Gegner Ernst torium der Gaswerte in Unterhandlung treten soll. Diefelbeschloß mit 20 gegen 9 Stimmen die Zulassung der Lokalpresse 3tg." meldet aus Mülhausen i. Elf.: Der Stadtrath be wird am Mittwoch über das Resultat der Verhandlung Beriche Schloß mit 20 gegen 9 Stimmen die Bulaffung der Lokalpresse zu seinen Sigungen. Er verwarf dagegen mit 19 gegen Dagegen wurde im Gau Bayern der wegen Differenzen wird am Mittwoch über das Resultat der Berhandlung Beriche erstatten. mit Döblin zurückgetretene oppositionelle Gauvorsteher Seit 8 Stimmen das Prinzip der Deffentlichkeit der Gemeinderathswiedergewählt. Ju eine Lohnbewegung einzutreten beschloffen die sigung. Dafür stimmten Liberale und Sozialisten, dagegen Zum Schluß sei noch erwähnt, daß, wie mitgetheilt wird, Gürtler, Drücker und Berufsgenossen in einer sehr gut be- die Klerifalen. auch der Bauvorstand für Schlesien gegen den Aus fuchten Versammlung, die am Freitag bei Henke, Naunynstraße, Frankfurt a. M., 26. September.( B. S.) Der„ Frank. schluß der Herausgeber der Buchdrucker- Wacht" Protest erhebt. tagte. Nach dem Referat von P. Litfin ist die gegenwärtige furter Zeitung" wird aus Freiburg in Baden gemeldet, daß die In Görlitz haben die Handschuhmacher der Firma Konjunktur sehr günstig, die Arbeitslosigkeit zur Zeit in Dreisam start angeschwollen ist und nahezu die Höhe erreicht A. Kupsch( Inhaber Trepera) die Arbeit niedergelegt, weil vier diefen Branchen verhältnißmäßig unbedeutend, Buzug von hat, die sie bei der Frühjahrstatastrophe hatte. Die Feuerwehr zu ist am Plaze. Kollegen, und zwar gerade die ältesten, wegen Weröffentlichung außerhalb sei unter den jeßigen Verhältnissen nicht eines Artikels im Fachblatt entlassen worden waren. erwarten, so daß die Chancen für eine Bewegung um Warschau, 26. September.( B. H.) Zwei Arbeiterzüge Berkürzung der Arbeitszeit äußerst gut wären. Hinzu stießen fünf Werst von Stawropol entfernt aufammen, wobei In Köln hat der Direktor der Kölner Baumwoll Spinnerei auf die Mittheilung des Vorsitzenden des Gewerbe- Tomme noch, daß die Gürtler sowohl wie die Drücker gut sechs Waggons zertrümmert und mehrere beschädigt, sowie gerichts, daß die Ausständigen das Einigungsamt angerufen organisirt sind und in mehreren Werkstätten bereits die neun- 16 Personen getödtet und 26 Personen zumeist schwer verletzt haben, rundweg jeden Einigungsversuch abgelehnt. Die Aus: stündige Arbeitszeit eingeführt ist. Die Verkürzung der Arbeits- wurden. seit sei bei einiger Energie um so leichter durchführbar, als auf Warschau, 26. September.( W. Z. B.) Nach breitägiger ständigen beschlossen darauf einstimmig Forisegung des Streits heftigen Widerstand der Unternehmer nicht zu rechnen wäre, denn Verhandlung wurde heute der Redakteur eines humoristischen und protestirten gegen die Unterstellung der bürgerlichen Presse, die gesammten Betriebe profperirten und die Forderungen könnten Journals, Buchner, freigesprochen. Letterer hatte den Journa daß vorgekommene Ausschreitungen einzelner weniger Streitender ohne besondere Nachtheile bewilligt werden. Nachdem der liften Greinert getödtet, der ihn aus Wuth darüber, daß die Ans von der Gesammtheit der Ausständigen gebilligt würden. Redner noch die Arbeitsverhältnisse in diesem Berufe benahme eines Artikels von Buchner verweigert worden war, that sprochen und die Vortheile der Berkürzung der Arbeitszeit lich angegriffen hatte. hervorgehoben hatte, empfahl er nach eingehender Begründung Paris, 26. September.( B. S.) Die Polizei hat Maßder einzelnen Buntte folgende Refolution: Die Versammlung nahmen getroffen, um die Identität aller Personen, welche Fenster der Gürtler, Drücker und verwandten Berufsgenoffen ist der in den vom Barenpaare zu berührenden Straßenzügen gemiethet Ueberzeugung, daß die Industrie, in der sie beschäftigt find, eine haben, nachzuweisen und diese zu überwachen. Ju München haben sich die Steinbrucker der litho Verkürzung der Arbeitszeit auf 9 Stunden täglich sehr wohl ohne London, 26, Septbr.( B. H.) Nach einer an den Herzog graphisch- artistischen Anstalt von Oppacher mit dem streifenden Schaden zu leiden ertragen kann. Da troß der günstigen von Westminster gelangten Depesche haben die Mezeleien in der Buchbinder Personal solidarisch erklärt und gleichfalls die Arbeit Ronjunktur noch immer eine große Anzahl beschäftigungsloser asiatischen Türkei wieder begonnen. In der Stadt Elgin find eingestellt. Im ganzen streifen. 40 Arbeiter und 22 Arbeiterinnen. Arbeiter vorhanden ist, halten sich die Versammelten für ver- mehr als 1000 Armenier getödtet worden, Die Lohntommission der Stuckateure. In der elektrographischen Kunstanstalt von Magnus u. Go in Berlin N., Biegelstr. 2, haben gestern sämmtliche in der chemigraphischen Abtheilung beschäftigte Arbeiter, einschließ lich des technischen Leiters, die Arbeit wegen unpassender Behandlung durch einen Kompagnon niedergelegt. Wegen dieser Angelegenheit wird heute Nachmittag 4 Uhr bei Zubeil, Linden straße 106, eine Versammlung der graphischen Arbeiter abgehalten; es wird um pünktlichen und zahlreichen Besuch dieser Versammlung ersucht. Ju der Buchdruckerei von Langenscheidt, Halleschestr. 12, Berlin, haben gestern sämmtliche Bunttirer wegen Herabfegung des lleberstundenlohnes die Arbeit niedergelegt. Zuzug ift streng fernzuhalten. J. A.: H. Jahns, Arbeitsnachweis. Dominé 213 Stimmen. Die Maurer Zwickau's i. S. haben, wie durch eine Lohnstatistit ermittelt wurde, durch die diesjährige Lohnbewegung er reicht, daß zwei Drittel von ihnen 88 Pf. Stundenlohn, das übrige Drittel 34 Pf. bekommt. Nächstes Jahr soll versucht werden, 36 Pf. Stundenlohn zu erhalten. wenn ihm Mittel " B " Leipzig, 26. September.( W. Z. B.) Die Blättermeldung, wonach die deutschen Rammgarnspinnereien binnen furzem eine Leipziger Tageblatt" nach Erkundigung an zuständiger Stelle einheitliche Betriebseinstellung beschließen würden, wird vom Leipziger Tageblatt" nach Erkundigung an zuständiger Stelle für unbegründet erklärt. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 227. Sonntag, den 27. September 1896. 13. Jahrg. nannten Herrn Rommissarius Schöne nicht Gelegenheit Berichtigung. In dem gestrigen Bericht über den Ausfall Kriminalkommiffarius Schöne gegeben worden ist, feine so merkwürdigen Ansichten, die er in der Gewerbegerichte- Wahlen befindet sich insoweit ein Fehler, als nicht, wie berichtet worden, der 29. Bezirt, sondern der 12. Bezirk zu vertheidigen war. gegen den„ Vorwärts" " den verschiedenen Prozeßverhandlungen über die Begriffe einer Vereins Versammlung zum besten gegeben hat, vor Gericht näher zu erläutern. " Lokales. " Unsere Leser erinnern sich noch der großen Prozesse, die in Der unzureichende Zustand der auf dem 3entral. der ersten Hälfte dieses Jahres von Polizei und Staatsanwalt Schlachthof befindlichen Sanitätswache gab gestern schaft gegen unsere Partei- Organisationen und gegen die nach der Abend einer zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung des Busammenkunft im Märkischen Hof" verhafteten Genossen ver Vereins Berliner Engros- Schlächtergesellen" Anlaß zu lebhaften anstaltet wurden. Hauptzeuge war damals Herr Polizei- Die Parteigenoffen im vierten Wahlkreis werden zum Erörterungen. Die auf Betreiben des Vereins am 1. Auguſt cr. tommissarius Schone, der auch, seiner eigenen Mit- bevorstehenden Wohnungswechsel ersucht, Adressenveränderungen errichtete Sanitätswache ist nämlich nur in drei Nächten theilung nach, die Anregung beim Polizeipräsidium zur Auf- baldmöglichst den Botenfrauen oder den Parteispediteuren zu der Woche geöffnet, während der Tageszeit aber stets verlösung unserer Partei- Organisation gegeben hat. melden, damit in der Bestellung der Zeitung teine Störung einschlossen. Hilfesuchenden giebt dann eine an der Thür der Der Herr Kommissar hat nun bei diesen verschiedenen tritt. Auch erwächst jedem Parteigenossen die Pflicht, für weiteste Sanitätswache angebrachte Inschrift den Troft:„ Die nächste Verhandlungen verschieden bekundet. In der Berhand- Verbreitung des Vorwärts" zu wirken und neue Abonnenten Sanitätswache befindet sich Grüner Weg 17" und:„ Der Heillung, die am 28. April gegen die im zweiten Wahlkreis dem Zentralorgan der Partei zu gewinnen. Die Parteifpedition gehilfe N. wohnt da und dort!" Da sich nun auf dem Zentral. verhafteten Genoffen stattfand, wollten Polizei und Staatsanwalt besorgt nicht allein den Vorwärts", sondern auch fämmtliche Bieh- und Schlachthofe, der größten Arbeitsstätte nachweisen, daß die Zusammenkunft im„ Märkischen Hof" bei übrige Parteiliteratur. Die Speditionslokale befinden sich: Für Berlins, auf der gegen 3000 Personen beschäftigt werden, Möhring eine geheime Fortseßung des aufgelösten Wahlvereins den Often bei Wengels, Fruchtstr. 80, H. 1 Tr., für den Süd- grade am Tage die meisten Unfälle ereignen, und die Hilfe im zweiten Wahlkreise sei, und Herr Schöne erklärte demgemäß often bei Frizz Thiel, Staligerstr. 85, v. part. Ferner werden der Veterinärärzte sich als ganz unzulänglich erwiesen hat, so unter seinem Eide, daß diese Zusammenkunft in der That eine in den bekannten Lokalen Abonnements für den„ Borwärts" ent- beschloß die Versammlung eine Petition an das Kuratorium zu folche geheime Forsehung gewesen sei. Der Vertheidiger, Rechts- gegen genommen. senden, in welcher um Abhilfe des Mißstandes ersucht wird. anwalt eine, hielt Herrn Schöne wiederholt vor, die Thatsachen sprächen alle dafür, daß es sich nicht um eine Versammlung des wir Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenossen bringen Pferdebahn- Bureaukratie. Und wird berichtet: Bekannts Vereins, sondern um eine Versammlung näherer politischer der beim Quartalswechsel folgende Parteispeditionen bei lich sind die Decksize der Pferdebahnwagen durch eine Verordnung Lieferung des Vorwärts Wahrer Jakob", der Polizei für Frauen freigegeben worden. Von dieser Er Freunde zum Zweck einer Besprechung mit dem Vertrauensmann Postillon", sowie sämmtlicher. Parteifiteratur in Erinnerung: laubniß wollte gestern eine junge Dame auf einem Wagen gehandelt habe. Herr Schöne betonte aber ausdrücklich und Moabit: Karl Anders, Salzwedelerstr. 7. Wedding und der Linie Weißenburgerstraße- Rigdorf Gebrauch machen, wurde wiederholt, daß es sich nach seiner Ueberzeugung zweifellos Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesen- jedoch an der Ersteigung des Decksizes durch den Schaffner verum cine geheime Wahlvereins Bersammlung straße 14. Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grün- hindert. Auf entsprechende Gegenäußerung der Dame antwortete gehandelt habe. In der Verhandlung vom 15. Mai thalerstr. 64. Rosenthaler Vorstadt: Gustav Rosen der Schaffner, daß wohl die Polizei das Deck für die Damen im Prozeß Auer und Genossen, also etwa 14 Tage später, er thal, Granseerstraße 6. Schönhauser Borstadt: Karl freigegeben, daß aber sie, die Beamten, eine entsprechende Inflärte Herr Schöne diese Zusammenkunft bei Möhring dagegen Mars, Kastanien- Allee 95/96. struktion nicht erhalten und infolgedessen auch Damen nicht nach für eine sogenannte Korpore- Versammlung der Genossen des 2. Wahlkreises. Genossen! Die Streitbewegungen des laufenden Jahres be- oben gehen lassen dürften. Sollte die Polizei etwa nur der Der Vertheidiger Heine nagelte damals den weisen, daß die Arbeiterbewegung durch die gegnerische Presse, Presse von ihrem Entschlusse Mittheilung gemacht und unterlassen Herrn Schöne sofort auf diesen Widerspruch hin fest. gleichviel ob die lettere einer politischen Richtung angehört, oder haben, die Direktion der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft Dem Bericht des Vorwärts" über diesen Borgang entnehmen ob dieselbe sich mit dem nichtssagenden Namen parteilos von der neuen Bestimmung zu verständigen oder hat etwa die wir die folgende Stelle: Rechtsanwalt Heine: Sie erinnern sich des Prohin, um uns endlich von der heuchlerisch kapitalistischen Presse zu geben? bezeichnet, systematisch unterdrückt wird. Dieser Grund reicht lettere vergessen, ihren Beamten eine diesbezügliche Anweisung zesses Hinge. War das etwa eine solche Rorpore: jeder Art frei zu machen. Jeder einzelne muß deshalb bei der Bersammlung? 3euge: Jawohl:- Rechtsanwalt Agitation für unsere Parteipresse energisch thätig sein. Um eine Berichterstatter wissen, daß sie die Einführung des Zalars Von den Vorsitzenden des Gewerbegerichts will ein Heine: Dort haben Sie aber gesagt, die Berregelmäßige Bestellung des Vorwärts" bei den im Laufe des immer mehr als eine Nothwendigkeit anerkannt haben. fammlung war eine Fortsetzung des 2. Wahl Monats verziehenden Lesern zu ermöglichen, ist es unbedingt Talar soll das rechtsuchende Publikum in größeren Respekt vers vereins.( Lebhafte Bewegung unter den Angeklagten und Bu nothwendig, daß die oben bezeichneten Spediteure rechtzeitig fegen und so dazu beitragen, daß die Ungebührlichkeiten, die sich hörern.) Vors.: Ich verbitte mir jede Ruheftörung, ich werde von der neuen Wohnung informirt werden. fonft den Zuhörerraum räumen lassen. Hier ist kein Theater. etwa ereignen, aufhören. Es wird sich irgend jemand einen Beuge: Ich scheine von dem Vertheidiger abfichtlich mißschlechten Scherz mit dem Berichterstatter erlaubt haben. verstanden zu werden.- Rechtsanwalt Heine: Herr Kommissar, folche Infinuationen verbitte ich mir.- 3euge: Ich wollte uur fagen, es scheint mir, als wolle man mich geflissentlich in Widersprüche verwickeln. Ich bin so vorsichtig wie nur irgend möglich in meinen Aussagen. Der Zeuge wird vorläufig entlaffen. " Achtung! Frauen und Mädchen! Am Mittwoch, den 80. September, abends 81% Uhr, findet Belforterstr. 15 im Lokale des Herrn Schneider eine öffentliche Bolksversammlung statt, in der Genosse Heinrich Schulz über das Thema: Wider unfere Prügelpädagogen" referiren wird. Zahlreiches Erscheinen der Frauen und Mädchen ist erwünscht. Die Einberuferin. Der Ueber das Vermögen der Helios Gasglühlicht attien Gesellschaft hat das Amtsgericht 1 das Ron tursverfahren eingeleitet. Waren die Prozente, welche die Gesellschaft für ihr Spiritus- Glühlicht an den Bund der Landwirthe zu zahlen hatte, etwa zu hoch? " Köchin Marie Dillar, die in Café New- York" von Schröder in Im Thiergarten wurde Freitag Abend die 88 jährige der Mittelstr. 12/18 beschäftigt ist, überfallen. Sie wollte eine Freundin in der Kurfürstenstraße besuchen und ging dorthin gegen 82 Uhr durch den Thiergarten. Plöglich erhielt sie, ohne daß te jemanden gesehen hatte, hinterrücks einen Schlag über den Stopf, daß sie zu Boden fiel und liegen blieb. Auf ihr Hilfegeschrei tam gleich ein Schuhmann des 33. Reviers zur stelle, der mit einer Droschke in ein Krankenhaus brachte. Der Attentäter die Ueberfallene, die eine ziemlich große Wunde erhalten hatte, hatte sich aus dem Staube gemacht. Als Leiche ist die 34 Jahre alte Frau Anna Lange, geb. Dittmann, aus der Manteuffelstr. 40, wiedergefunden, die, wie wir berichteten, in der Nacht zum Sonnabend voriger Woche unter Zurücklaffung ihres 7 Wochen alten Kindes plötzlich verschwunden war. Die Vermuthung, daß die Frau sich ein Leid angethan habe, hat sich bestätigt. Sie hat sich im Landwehrtaual ertränkt. Ihre Leiche ist am Freitag Nachmittag am In der Berufungsverhandlung gegen Hinge u. Gen. am In den städtischen Gasanstalten sind im Verwaltungs11. September suchte Herr Schöne diesen Widerspruch dadurch zu jabre 1895/96 110 134 000 Rubikmeter Gas hergestellt worden, erklären, daß auch die Wahlvereine Korpore- Versammlungen ab daher gegen den Etat von 105 500 000 Rubikmetern 4634 000 hielten. Rubikmeter mehr. Dies ist eine Folge der Verbesserung der HandelsDer Vorwärts" machte in einem Leitartikel vom 20. Mai und gewerblichen Verhältnisse und des Mehrverbrauchs infolge dieses Jahres auf die Widersprüche in den Aussagen des der mit dem 1. Juli 1895 in Kraft getretenen Herabsegung des Kriminalkommissars aufmerksam. Durch diesen Artikel scheint Breises für Gas zu gewerblichen Zwecken von 12,8 Bi. auf 10 Bf. Herr Schöne sich nun beleidigt gefühlt zu haben; denn unter dem für das Kubikmeter und durch die den Abnehmern gewährten 4. Juni d. J. fab sich der Polizeipräsident veranlaßt, Bahlungserleichterungen bei Herstellung der Gasleitungen zu einen Strafantrag gegen unseren verantwortlichen Redakteur diesen Zwecken. Für die öffentliche Beleuchtung wurden Jacobey zu stellen. Gestern, am 26. September, stand die 16 807 023 Rubikmeter gebraucht, für den Selbstverbrauch in den Sache nun vor der 4. von Herrn Landgerichts- Direttor Denso Anstalten etwa 967 879 Rubikmeter( wofür keine Bezahlung präfibirten Strafkammer zur Verhandlung. Die Anklage wurde stattfindet), zum Verkauf an Private zum Preise von 16 Pf. für von dem Staatsanwalt Schweigger vertreten. das Rubikmeter einschließlich des nach dem Tarif abgesetzten Gases Jacobey erklärte zunächst, daß er den betreffenden Gerichts- 73 295 307 Kubikmeter, zum Preise von 12,8 Pf. bis 1. Juli 1895: verhandlungen selbst nicht beigewohnt und die Kenntniß der 2617 830 Kubifmeter und von diesem Zeitpunkte ab infolge der Sache aus den Prozeßberichten habe. Er tenne aber den Kom- Ermäßigung des Preises für das zu gewerblichen Zwecken, zum miffar Schöne feit langen Jahren und wisse, daß dieser Mann Kochen 2c. verwendete Gas auf 10 Pf. für das Kubikmeter sich stets den Anschein der tiefsten Kenntniß der sozial 10 834 269 Rubifmeter. Dem durch größeren Absatz von Gas Bethanien- Ufer gelandet worden. Das Geschäft ist bereits vers demokratischen Parteiverhältnisse gäbe, trotzdem er häufig und für Gasmeffermiethe und Werkstattbetrieb erzielten Mehr fauft worden. Das Kind hat eine Schwester der Mutter an sich fehr schlecht unterrichtet sei und öster Behauptungen von 287 932 m. stehen an Mehrkosten gegenüber für Kohlen 2c. genommen. aufftellte, die man als zuverlässig nicht bezeichnen tönne. Er 65 056 M. und für Arbeitslöhne 80 118 M. Der habe deswegen die Bemängelung der Schöne'schen Aussagen im fich hierbei ergebende immer noch nennenswerthe Gewinn Todtgefahren wurde Freitag Abend in der Luisenstraße an Vorwärts" sehr erklärlich und auf keinen Fall beleidigend ge- ist aber durch Ausfälle an der Verwerthung der Neben der Marschallbrücke der 47 Jahre alte Arbeiter Karl Burgfunden. erzeugnisse mit 372 305 M. vollständig wieder aufgezehrt bardt aus der Münchebergerstr. 14. Der Mann gerieth unter Der Staatsanwalt ersucht, ben töniglichen Kom- worden. Der Ueberschuß ist rechnerisch auf 4 104 724. einen Rollwagen, dessen Räder ihm über den Leib gingen, und miffarius" Schöne nicht, Mann" zu nennen. festgestellt worden, wovon 3 650 513 M. an die Stadthauptkaffe wurde so schwer verlegt, daß er in der Charitee, wohin ein Der Bertheidiger Rechtsanwalt Freudenthal bestreitet abgeführt wurden und 454 211 m. in Rest gehalten sind. Bom Schuhmann des 5. Reviers ihn brachte, schon gegen Mitter nunmehr die Berechtigung des Polizeipräsidenten zur Stellung Werth der Werke wurden 1489 470 m. abgeschrieben und dem nacht starb. des Strafantrages in dieser Sache. Der Kommissar Schöne sei Erneuerungsfonds zugeführt. Und bei einem so profitablen Eine Gasexplosion erfolgte gestern Abend um 72 Uhr in angegriffen worden, weil er event. faische Aussagen vor Gericht Geschäft sollte es nicht möglich sein, den billigen Wünschen der den Parterreräumen des Hauses Oranienburgerstr. 92, Gde gemacht habe. Diefer Angriff auf Herrn Schöne sei Gasarbeiter gebührend entgegenzukommen?- Da schämt man Präsidentenstraße, woselbst heute ein größeres Café eröffnet aber nicht in deffen Eigenschaft als Beamter geschehen, sich nicht, fiebzig Arbeiter auf die Straße zu sehen, wenn diefer werden sollte. Beim Ableuchten einer eben fertiggestellten Gas fondern lediglich in seiner Eigenschaft als einfacher Benge. fich weigern, ihren Körper in 18stündiger Arbeitsschicht vor leitung entzündete sich ausströmendes Gas, wodurch die Explosion Es gehöre nicht zut den besonderen Berufspflichten zeitigem Siechthum preisgeben? hervorgerufen wurde. Hierbei wurden fünf größere Scheiben eines Beamten, vor Gericht und unter dem Eide die Wahrheit zu fagen, sondern hierzu fei jeder Beuge, ob Beamter oder nicht, neulich berichteten, am 15. Ottober abends 6 Uhr in der gekommen. Die erfte städtische Volks- Lesehalle wird, wie wir schon zertrümmert, dagegen sind Verlegungen von Personen nicht vor verpflichtet. Herr Schöne hatte deswegen felbft den Strafantrag Gemeindeschule neben den Mohren- Rolonnaden eröffnet werden. stellen müssen; der Polizeipräsident sei zu diesem nicht berechtigt. Der städtische Bibliothekar Dr. Buchholz hat ein Bücherverzeichniß ist Sonnabend Morgen gegen 734 Uhr in den Goldfischteich ge Das Dienstmädchen Emma W. aus der Lohmühlenstraße Der Staatsanwalt Schweigger behauptet dem gegenüber, Schöne habe vor Gericht als Beamter fungirt; dies der Lesehalle nebst einer Einleitung verfaßt. Die Halle wird an sprungen. Sie wurde gerettet und in ein Krankenhaus ge gehe schon daraus hervor, daß Schöne nur mit Genehmigung Wochentagen abends von 6-9 Uhr, an Sonntagen mittags von bracht. des Polizeipräsidenten feine Aussage überhaupt abgegeben habe. 11-2 Uhr geöffnet sein. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die Schöne sei vor Grricht als töniglicher Beamter aufgetreten und Nahrungsmittel Kontrolle. Im August find in Berlin Leiche des 87 Jahre alten Arbeiters Ludwig Boldt aus der der Polizeipräsident demgemäß zu einem Strafantrage berechtigt. 210 Proben von Nahrungs- und Genußmitteln amtlich untersucht Liegnigerstraße 4. Boldt erkrankte am Donnerstag Abend plötz Rechtsanwalt Freudenthal erwidert, der Staats- und 29 davon beanstandet worden, 4 von Pfeffergurten, 2 von lich und starb bereits nach wenigen Stunden unter Erscheinungen, anwalt habe bei der Hervorhebung des Umstandes, daß Schöne Roggenmehl, 3 von Kaffeefurrogaten, 8 von gebranntem Kaffee, die auf eine Vergiftung hindeuten. nur mit Genehmigung des Bolizeipräsidenten seine Aussage ges 4 von Butter, 2 von Gelterwasser, 4 von denaturirtem Spiritus Aus dem Polizeibericht vom 26. September. Jm macht habe, die Gefeßesvorschrift im Auge, daß öffentliche Be und 1 von Milch und von Rothwein. Die beanstandeten Butteramte über Aussprüche, auf welche sich ihre Pflicht zur Amts- proben enthielten theils 25-50 pct. Margarine oder waren start Engelbecken wurde am Freitag Vormittag die Leiche einer etwa verschwiegenheit bezieht, als Zeugen nur mit Genehmigung der ranzig. Von den Kaffeefurrogaten erwiesen sich zwei Proben von bracht. Sie wies bedeutende Verlegungen auf, die vermuthlich 45jährigen Frau angeschwemmt und nach dem Schauhause ge vorgesetzten Behörde vernommen werden dürfen. Aber mit fogenanntem Bittoria- Malzlaffee lediglich als gebrannter Roggen, von der Baggermaschine herrühren. In der Neuen Wilhelm dieser Vorschrift habe man vorliegendenfalls gar nicht was nach gerichtlicher Entscheidung als eine zur Täuschung ges 3 rechnen, denn diese beziehe sich nicht auf die Bereignete Bezeichnung anzusehen ist, ba unter Malztaffee mindestens straße wurde nachmittags das Pferd eines Arbeitswagens scheu pflichtung, als Zeuge die Wahrheit zu sagen. Sagt ein gebranntes Gerstenmal zu verstehen ist, entsprechend dem Sprach- und sprang in das Schaufenster eines Bigarrengeschäfts, wobei Beamter als Beuge die unwahrheit aus, so handle er gegen gebrauche, Gerstenmals als Malz zu bezeichnen. Ebenso erschien es sich an den Vorderfüßen und an der Brust schwer verletzte. allgemeine Sittengefeße und das Strafgefeß, nicht gegen eine eine Probe von sogenanntem Kaffeefchrot, die lediglich aus Roggen In der vergangenen Nacht fiel der obdachlose Dachdecker Emil besondere Berufspflicht. Wird einem Beamten eine Verlegung bereitet war, da sie feine Aehnlichkeit mit Raffee bietet, als eine Heuschte in der Trunkenheit in das Engelbecken, wurde jedoch, ohne Schaden genommen zu haben, aus dem Wasser gezogen und der Eidespflicht vorgeworfen, so fommt die besondere Berufsehre als zur Täuschung geeignete Bezeichnung. nach dem Polizeigewahrsam gebracht. Beamter garnicht in Frage, deswegen sei in vorliegendem Fall der Strafantrag des Polizeipräsidenten unzulässig und das Verfahren sundbrunnen zu beleben, hat das Magistratskollegium beschlossen, Um den Verkehr in der Markthalle XII auf dem Ge müsse eingestellt werden. Nach ziemlich langer Berathung verkündete der Borsigende, Stände daselbst herabzusetzen. versuchsweise während der Wintermonate die Gebühren für die daß der Gerichtshof sich dem Einwand des Wertheis digers angeschlossen habe. Der Vorwurf, den der Auf Antrag der städtischen Schuldeputation bat bas Angellagte dem Kommissar Schöne gemacht habe, fei der der Kollegium beschlossen, zur Errichtung einer Gemeinde DoppelBerlegung der Zeugenpflicht. Diese Pflicht falle aber nicht unter schule in Moabit ein Grundstück zwischen der Rostockerfstraße und bie speziellen Pflichten eines Beamten, sondern sei eine all- Straße 81 anzukaufen. gemeine. Der Polizeipräsident war daher nicht berechtigt, auf grund des§ 196 des Strafgefegbuches einen Strafantrag zu die Stadtverordneten Versammlung den Gerichtsaffeffor Unger In ihrer geheimen Sigung am vergangenen Donnerstag hat stellen. Der Gerichtshof hat deswegen für Recht erkannt, daß zum Magistrats Assessor und den Regierungs Baumeister Dpiß das Verfahren einzustellen und die Kosten der Staatskaffe auf zum Affiftenten des Betriebs Direktors der Gaswerte gewählt. guerlegen feien. Ferner hat die Versammlung den Geh. Sanitätsrath Dr. SiegSo sehr der Einwand des Bertheidigers berechtigt war und mund, welcher seit dem Jahre 1873 der Armen Direktion als so sehr dieser Ausgang deswegen befriedigt, so fann man es Bürger- Deputirter angehört, auf fernere 6 Jahre für dieses Amt boch immerhin bedauern, daß bem in lezter Beit so viel ge- wiedergewählt. S = " " 21 Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Den Parteigenossen bringen wir beim Quartalswechsel unsere Parteispedition in Erinnerung. Be ftellungen auf den Vorwärts", das„ Boltsblatt", den Wahren Jacob" wolle man" nur bei dem Parteifpediteur G. Scharn berg, Pestalozzistr. 27, oder bei folgenden Gastwirthen ein Behder, Bismarckstraße 74; Bolter, Magazinstraße 15. reichen: Beyer, Wallstr. 96; Bredlow, Augsburgerstr. 78; Dörre, Krummeftr. 19; Gimpel, Osnabrückerstr. 28; Broschüren und Werke für Arbeiter- Bibliotheken sind stets vorräthig. Treptow- Baumschulenweg. Den Parteigenossen bringen wir beim Quartalswechsel unsere Parteifpbition, welche die Lieferung des Vorwärts", des Wahren Jakob" sowie sämmt " licher Parteiliteratur besorgt, in Erinnerung. Wir ersuchen, die ftgl. Deutschen Theater in Prag, als Gast. Anfang 7 Uhr. Montag, I weiter verwerthen, und auch file folgte dem Nathe und errichtete Spedition durch zahlreiche Abonnements zu unterstützen. Be- 28.: Cavalleria rusticana. Alfio: Herr Popovici, als Gaft. ein öffentliches Haus. Ebenso geben sämmtliche andere Anstellungen nehmen entgegen: ich. Ulbricht, Marienthaler Der Barbier von Sevilla. Rofine: Signorina Franceschina geklagten an, daß sie nur nach Genehmigung der Polizeibehörde straße 18, Gu ft. Schmidt, Kiefholzstraße, Paul Fischer, Prevosti, als Gast. Dienstag, 29.: Robert der Teufel. Anfang ihre Häufer an öffentliche Mädchen vermiethen, jedoch dürften Bigarrengeschäft, Baumschulenftr. 14. 7 Uhr. Mittwoch, 30.: Lohengrin. Lohengrin: Herr Ernst Kraus. Sie feine Mädchen beherbergen, das nicht einen diesbezüglichen Der Vertrauensmann von Weißensee, Genosse Robert vom Hof- und National- Theater in Mannheim, als Gast. Anfang Bettel von der Polizei aufweisen tönnten. Die Polizei7 Uhr. Donnerstag, 1. Dftbr.; Lucia vou Lammermoor. Lucia: behörde, welche die Häuser revidirte, schidte Basewaldt, ist von der Langhansstr. 150 nach der Meer- Signorina Franceschina Prevosti, Edgardo: Herr Emil Göße, auch manchmal den Hausbesizern öffentliche straße 11, I, verzogen. fgl. Rammerfänger, als Gäfte. Die Puppenfee. Freitag, 2.: Frauenzimmer in's Haus, wenn fie ein Achtung, Schöneberg! Den Lesern des Vorwärts" und 1. Sinfonie der tgl. Stapelle. Anfang 72 Uhr. Sonnabend, 3.: 3immer frei hatten. Matowsky habe auch seiner die Ver Voltsblattes", welche die Zeitung von der Parteispedition be: Das Heimchen am Herd. Sonntag, 4. Die Afrikanerin. zeit vom Starke Ersten Staatsanwalt ziehen, bitten wir, beim etwaigen Umzug den Wohnungswechsel Montag, 5.: Neu einstudirt: Die Hochzeit des Figaro. ficherung erhalten, daß die von der Polizeibehörde geso schnell wie möglich den Botenfrauen oder dem Spediteur zu Neues königl. Operntheater( Stroll): Sonntag, 27. Sep- nehmigten Bordellwirthe feine Strafanträge wegen Die Bertheidiger melden. Auch bitten wir die Leser des Vorwärts" und Volte- tember: Die Prüfung. Die stille Wache. Kleine Mißverständ- Kuppelei zu erwarten hätten. blattes", welche noch nicht von der feit dem 1. Juni eingerichteten niffe. Sonntag, 4. Oktober: Uriel Acosta. Schauspielplädiren sämmtlich für Freisprechung. Rechtsanwalt Döring Parteifpedition beziehen, sich bis zum 1. Ottober in eine der an hau 3. Sonntag, 27. Oftober: Ein Voltsfeind. Montag, 28.: giebt dem Gericht anheim, zu erwägen, daß in dem Zeitpunkte, folgenden Stellen ausliegenden Listen einzuzeichnen: Restaurateur Maria Stuart.( Königin Elifabeth: Fräulein Anna Haver- wo die Angeklagten auf der Anklagebant figen, sie ungehindert Obst, Grunewaldstraße 110; Klein, Merseburgerstraße 7; land, als Gaft.) Anfang 7 Uhr. Dienstag, 29.: Goldfische. weiter gegen das Gefeß mit hoher Genehmigung der Polizei Schilling, Golystraße 43; Pinzer, Nollendorffitraße 16; Mittwoch, 30.: Don Carlos. Anfang 7 Uhr. Donnerstag, behörde verstoßen, und somit ein Bustand geschaffen würde, wo Hoffmann, Sedanstr. 10, und beim Spediteur Wilhelm 1. Oftober: 1812. Freitag, 2.: Goldfische. Sonnabend, 3.: Ein das Gericht fortgesetzt eine Handlung bestraft, die von der Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenfl. part. Volksfeind. Sonntag, 4.: Wie die Alten sungen. Montag, 5.: Polizei gewünscht und genehmigt wird. Der Erste Goldfische. Das Deutsche Theater bringt in dieser Staatsanwalt war jedoch anderer Meinung und beantragte gegen Reinickendorf. Den Mitgliedern des Arbeiter- Bildungs- Woche Wiederholungen von Gerhart Hauptmanns's Traum sämmtliche noch nicht wegen Ruppelei vorbestrafte Angeklagte zwei vereins Zukunft für Reinickendorf und Umgegend, sowie des dichtung Hanneles Himmelfahrt in Verbindung mit dem Lustspiel Monate Gefängniß, gegen die übrigen je nach den Vorftrasen 4 und Gesangvereins Weiße Rose" zur gefälligen Beachtung, daß am Ohne Liebe von Marie von Ebner- Eschenbach außer Sonntag 6 Monate Gefängniß, außerdem 1 Jahr Ghrverlust und Stellung Sonntag, den 27. September, ein Ausflug mit Frauen nach Abend noch Dienstag, Freitag und Montag, 5. Oktober. Montag, unter Polizei- Aufsicht. Das Gericht war jedoch anderer Anſicht, Stolpe zum Genossen Bergemann stattfindet. Treffpunkt Bahnhof 28. September werden Die Weber gegeben; Mittwoch spielt indem es durch den Mund des Vorsitzenden verkündete, daß es bei Schönholz präzise 12 Uhr 30 Min. Um zahlreiche und pünktliche Herr Tielscher als erste Rolle am Deutschen Theater den Habakuk Festsetzung der Strafe weit milder verfahren sei. Ge habe in Betheiligung bittet der Vorstand. im Talisman, den König giebt Herr Kaing; Donnerstag gelangt betracht gezogen werden müssen, daß die Rieler Polizei " Einen Erfolg kann die Fischbrut- Anstalt im Fischereis gebäude nunmehr aufweisen. Trotz der ungünstigen Witterungsverhältniffe ist es gelungen, etwa 50 Forellen, welche in der Brut anstalt fünftlich zum Ausschlüpfen gebracht wurden, zu erhalten. Die Fische sind in der Ausstellung bis zu einer Größe von 9 Benti metern gediehen. Nachdem es gelungen ist, das Wasser, welches in der Fischbrut Anstalt gebraucht wird, eisenfreier zu machen, hält sich die junge Brut ganz vorzüglich. Hörsaal des Chemie- Gebäudes. Herr Clausen veran staltet am Sonntag Nachmittag turze Experimental- Vorführungen über die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der RöntgenPhotographie und Durchleuchtung mit X- Strahlen. Szene. währt. -= Versammlungen. Den Parteigenoffen von Johannisthal, Nieder- und Julius Cäsar mit Herrn Raing als Marc Anton zur Darstellung. Die zur Berhandlung stehende Angelegenbeit Oberschönweide, sowie den hinzugezogenen Genossen bringen wir Der Sonnabend bringt als erste Aufführung neuer Bühnenwerke durch die Konzessionsertheilung direkt befördert hiermit die Parteispedition in Erinnerung. Abonnements auf in diesem Spieljahr drei Einakter von Hermann Suder und unter anderem die Mädchen den Angeklagten direkt Vorwärts"," Boltsblatt"," Jakob" nehmen entgegen in Obermann: Teja, Frißchen und Das Ewig Männliche; dieselbe ins Haus geschickt habe. Sodann hätten sich die An Schönweide Herr Restaurateur Haferland, in Nieder- Schönweide Vorstellung wird am Sonntag Abend darauf wiederholt; als geklagten in einem wirthschaftlichen Nothstand befunden; würden Genosse Karl Weber, Zigarrengeschäft, und Herr Restaurateur Nachmittags Vorstellung ist sowohl für heute als für nächsten sie das Vermiethen an öffentliche Mädchen aufgeben, so wären Strecker, in Johannisthal der Vertrauensmann Otto John, Sonntag Der Talisman bestimmt.-Im Leffing ihre Grundstücke entwerthet. Ferner hat erwogen werden Friedrichstr. 57, part. Theater wird mit Herrn Engels als Gast Dštar Blumenthals müssen, daß bei einer Aufhebung der fasernirten Prostitution Abermals hat sich ein begaunerter Tischlermeister veranlaßt neues Luftspiel Das Einmaleins heute Sonntag. Dienstag, sich fittenverderbende Zustände in den Straßen der Stadt Kiel gefehen, zur Selbsthilfe zu greifen. Der betreffende hatte Mittwoch, Freitag, sowie nächsten Sonntag wiederholt. her ausbilden können, deren Folgen sich nicht hätten berechnen für einen Neubau in Weißensee Thüren und Fenster geliefert, In Gerhart Hauptmann's Komödie Kollege Grampton tritt Herr laffen. Es wurden daher Strafen je nach den Vorsirafen von ohne jedoch Bezahlung dafür erlangen zu können. Das Haus Engels Montag und Sonnabend, im Schwank Der Herr Senator drei Tagen bis vier Wochen erkannt.- Troß dieses Urtheils die öffentlichen Häuser Häuser in Kiel war jetzt soweit fertiggestellt, daß es zur ersten polizeilichen Ab- Donnerstag auf. Als Nachmittags- Vorstellung ist für den heutigen bleiben nahme gemeldet werden konnte und diese war für den heutigen Tag Sonntag Das Glück im Winkel, für den nächsten Sonntag wahrscheinlich entgegen dem Reichsgefeh be angesetzt. Nachdem der Tischler in den letzten Tagen noch vergebliche Heimath angesetzt. Die erste Wiederaufführung von Madame ste ben, und es ist damit aufs neue bewiesen, daß gewisse Versuche angestellt, Bahlung von dem Baumeister zu erlangen, Sans Gene mit Fräulein Groß in der Titelrolle wird Montag, lebel in der heutigen Gesellschaft nicht beseitigt werden kann. Das Berliner Theater begab er sich mit einer Anzahl seiner Gesellen in der vorgeftrigen 5. Oftober, stattfinden. des Stückes Joachim von Nacht nach Weißensee, riß Fensterrahmen und Thüren aus dem wird die erste Aufführung des Stückes ohne Aufsicht befindlichen Gebäude heraus und verlud diese auf Brandenburg im Einverständniß mit dem Autor noch hinausschieben. Der Spielplan des Berliner Theaters wird einen Wagen, um nach Berlin zurückzukehren. Er wurde jedoch Die Stockarbeiter hielten am 21. September eine gut hierbei von einem Wächter überrascht, welcher die Personalien Montag, Mittwoch, Sonnabend, sowie diesen und nächsten besuchte Versammlung ab. Da der Referent nicht erschienen der sämmtlichen Betheiligten feststellte. Für den Tischler wird Sonntag Nachmittag König Heinrich bringen. Dienstag, Donnerstag, besuchte Versammlung ab. Da der Referent nicht erschienen die Sache dadurch noch einen ganz besonders unangenehmen Sonnabend und Sonntag fommt Die offizielle Frau zur Auf war, so mußte von den ersten beiden Punkten der Tagesordnung Berlauf nehmen, als er zur Entfernung der Fenster und Thüren führung. Freitag geht als 4. Abonnementsvorstellung Fauft in Abstand genommen werden. Die Versammlung erörterte sodann das Maueriverk selbst beschädigen mußte. Im Neuen Theater beginnt heute, Sonntag, die die Beitragserhöhung, jedoch wurde die Angelegenheit der Matinee, Der Kampf der Frau" um 12 Uhr. Der Spielplan für nächsten Versammlung zur Erledigung überwiesen. Die hierauf Die Einwohnerzahl von Schöneberg ist seit der legten diese Woche ist: Sonntag 12 Uhr Der Kampf der Frau, abends vollzogene Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: Bolkszählung wieder um ca. 5000 Seelen angewachsen, so daß Juana, Eine Reisebekanntschaft; Montag System Nibadier, beling, Vorsitzender; Mizner, Schriftführer; Robbert, Raffirer; Schöneberg zur Zeit einschließlich Militär gegen 68 000 Seelen Besuch nach der Hochzeit; Dienstag Kampf der Frau Die vom Kassirer Liebe verlesene Abrechnung vom Sommervergnügen Grube und Borchert, Beisizer; Meißner und Hite, Revisoren. zählt. Infolge dieser Vermehrung hat sich auch die Zahl der Mittwoch Juana, Eine Reiſebekanntschaft; Donnerstag Kampi schloß mit einem Defizit von 55 M. Am 27. Dezember findet in leerstehenden Wohnungen erheblich vermindert. der Frau; Freitag Juana, Eine Reifebekanntschaft; Sonnabend Kampf der Frau; nächsten Sonntag 8 Uhr Kampf der Frau, der Urania eine Vorstellung statt. 3 abends Juana, Gine Reisebekanntschaft. Im Schiller. Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere vollzog Gewerbe- Ausfellung 1896. Theater kommt heute Sonntag Nachmittag 3 Uhr Wilhelm in ihrer Versammlung am 21. b. M. die Wahl des 1. Schrift. Die auf der Gewerbe- Ausstellung funktionirende Ab- Tell zur Aufführung, abends wird das Wichert'sche Luft- führers, mit welchem Amt das Mitglied Friedrichs betraut Im Bürgersaal wurde. Hierauf gab Haase den Fachschulen Bericht, worauf theilung der Feuerwehr wird nach Beschluß des Magifirats- spiel Gin Schritt vom Wege gegeben. Kollegiums auch noch nach dem Schlusse der Ausstellung am des Nathhauses ist Schiller- Abend, Beginn 1/28 Uhr. Montag Slonski zum Lehrer der Fachschule gewählt wurde; derselbe hält 15. Oftober cr. dort verbleiben, und zwar so lange, bis die Ge- und Donnerstag wird Emilia Galotti, Dienstag, Mittwoch, den Kursus( Knüpfen) in seinem Lokal, Landsberger Allee 2, ab. bäude von den Ausstellungsgegenständen geräumt sein würden. Freitag und Sonnabend Ein Schritt vom Wege wiederholt. Am Sonntag, den 27. September, findet bei Bušte, GrenadierIm Friedrich Wilhelmstädtischen Theater findet straße, das Stiftungsfest statt. heute die erste Aufführung von Alexander Dumas' Schauspiel Rean oder Genie und Leidenschaft statt. Am Nachmittag wird Die in Holzbearbeitungs Fabriken und auf HolzMaria Stuart zum ersten Mal wiederholt.- Im Theater plätzen beschäftigten Arbeiter( Filiale II, Nord) hielten am Unter den inden findet heute Nachmittag die Strauß'iche 22. Sept. ibre regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in der Operette Die Fledermaus statt. In den Hauptrollen sind die Dr. Pinn einen intereffanten Vortrag über Feudalismus und Damen Mack, Cornelli, die Herren Wellhof, Steiner, Bruch und Bunstwesen" hielt. Da eine Diskussion nicht stattfand, verlas Tauchauer beschäftigt. Abends geht zum 39. Male Die Lachtaube der Vorsitzende hierauf die Abrechnung des Hauptvorstandes vom 2. Quartal. Tiefelbe ergab eine Mitgliederzahl von in Szene. Im Zentral- Theater bleibt die Posse Eine wilde Sache auf dem Spielplan. Durch Kürzungen wurde 882 Personen. Die Einnahmen beliefen fich auf 420,10 m., bie erreicht, daß die Vorstellung nicht länger als bis 1/211 Uhr Ausgaben auf 322,08 M., bleibt Bestand 98,02 M. Dazu kommt Im Thalia Theater( vormals Adolph Ernst der Bestand vom 1. Quarlal in Höhe von 727,04 M., ergiebt Theater) wird das Volksstück Gebildete Menschen von Biktor in Summa 825,06 M. Die Abrechnung erregte wegen der Höhe Léon Dienstag gegeben. Mittwoch, Donnerstag und Sonntag der Ausgaben Mißfallen bei den Mitgliedern. In betreff des Die Toiletten- Frage in der Ausstellung hat gestern zu wird das Stück wiederholt. Zu der am Montag im Osten de in der vorigen Versammlung gefaßten Beschlusses, an verschiedene polizeilichem Einschreiten Veranlassung gegeben. Bekanntlich sind Theater stattfindenden 25. Aufführung des Volksstücks Der indifferente Kollegen Einladungen zur Versammlung zu senden, in jedem Gebäude Toiletten eingerichtet, welche dem Publikum deutsche Michel hat der Verfasser, Herr Rudolf Kneifel, neue wurde konstatirt, daß keiner derselben erschienen war. Zum zur unentgeltlichen Benugung zur Verfügung stehen. Die Frei- Koupletstrophen geschrieben, die durch Herrn Weiß, Frl. Müller Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß am 17. Oftober das gabe der Abtheilungen wird nun von den Bächterinnen der ein und Herrn Dill zum Vortrag kommen.- Im Belle Stiftungsfest bei Jenrich, Bergstraße 12, stattfindet, und ers zelnen Toiletten, welche bekanntlich meist eine unverschämt hohe Alliance Theater wird unter Leitung des Herrn Julius suchte um recht zahlreiche Betheiligung. Billets sind beim Kassirer zu haben. Pacht zu zahlen haben, aus erklärlichen Gründen verweigert und Türk heute Nachmittag 21/2 Uhr Maria Stuart gegeben. die Aufschrift ,, Unentgeltlich" an den Thüren durch Ueberstreichen, Anschlagen von Plakaten oder Vorhänge unsichtbar gemacht. Nachdem bereits am Freitag die Ausstellungsbeamten wiederholt gezwungen waren, einzuschreiten, mußte gestern polizeiliche Hilfe zu diesem Zwecke requirirt werden. Gegen die betreffenden Frauen soll, wie wir erfahren, ftrafrechtlich eingeschritten werden. Als kurz vor der Kieler Kanalfeier der Vorwärts" sich aus Hoffentlich kommen bei diefer Gelegenheit auch die skandalösen Riel berichten ließ, daß daselbst die Zahl der öffentlichen Bordelle Bedingungen zur Sprache, unter denen die Verpachtungen vermehrt set, fühlte sich der Kieler Polizeichef, Bürgermeister erfolgt sind. Lorey, veranlaßt, Strafantrag wegen verleumderischer Beleidi gung, auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft hin, zu stellen. Glücklicherweise gelang es dem„ Vorwärts" Redakteur in der ersten angesetzten Hauptverhandlung, den Vorsitzenden, bekanntlich Jm Schiller- Theater ist am Freitag Ernst Wichert's Luft Brausewetter, abzulehnen. Inzwischen hatte der verle umderisch spiel Ein Schritt vom Wege" aufgeführt worden. Das Stück beleidigte Bürgermeister Lorey nochmals Gelegenheit gehabt, stellt die Abenteuer dar, die ein junges Ehepaar auf der Hoch- vor dem Richter als Beuge seine Kenntniß über die dem zeitsreise erlebt. Der Mann furirt seine in romantischer Reichsgesetz zuwiderlaufenden öffentlichen Häuser zum besten Schwärmerei befangene Frau dadurch, daß er ihrem Wunsch zu zu geben ,, und siehe da, Bürgermeister Corey mußte nun zugeben, liebe drei Tage lang ohne Geld, in vermeintlich völliger daß es in Riel öffentliche Häuser gäbe; der als Zeuge ver Freiheit und abseits von der wohlgepflegten Heerstraße der nommene Polizei- Arzt bestätigt dies, und einige Besizer öffentKonvention die gemeinsame Reise zu versöhnen strebt. Das licher Häuser gaben auch den Zeitpunkt ihrer StonzessionsThema, wie die Durchführung der mannigfachen Verwechslungen, ertheilung an, der furz vor der Kanalieier sich befand. Mit die nun einmal zu solchen wenig zeitgemäßen Abenteuern gehören, einer Verleumdung in den Spalten des Vorwärts" war es also muthen in dem bereits 25 Jahre alten Stücke zwar ein bischen wieder nichts und der Redakteur mußte freigesprochen werden. altväterlich an, aber immerhin kann sich der harmlose Schwant Die Angelegenheit wäre damit erledigt gewesen, wenn nicht in noch recht gut vor einem harmlosen Publikum sehen lassen. der 15. Sigung des Reichstags vom 14. Januar 1896 Genosse Höchstens daß die guten Parquetbewohner über die Respett Stadthagen den Fall Lorey erwähnte, um damit zu zeigen, Von der Sittlichkeit im Junker- Eleorado. Einen ab losigkeit betreten sein können, mit der der Kammergerichtsrath, wie nothwendig es ist, dem Wunsche eines Angeklagten auf Einder das Stück geschrieben hat, einen leibhaftigen deutschen Fürften leitung einer Boruntersuchung stattzugeben. Die Reichstagsrede scheulichen Verlauf nahm, dem„ Gefelligen" zufolge, eine Hochzeit, behandelt. Die Aufführung zeigte auch hier wieder den Mangel, machte in Kiel gewaltiges Aufsehen und auf Betreiben des welche dieser Tage auf einem Gute bei Liebemühl gefeiert wurde. Der Bräutigam, ein Gutsarbeiter, war bereits völlig berauscht, daß die heiteren Bilder bis zur Karrikatur verzerrt wurden, dortigen Vereins zur Hebung der Sittlichkeit" erfolgte denn auch als er mit der Braut und den Hochzeitsgästen zur Trauung in wodurch jede feinere Abtönung verloren ging. Brav spielten die die Erhebung der Anklage. In der am 25. September die hiesige Kirche tam, und stürzte, als der festlich geordnete Damen Detschy, Werner, Heinsdorf und Levermann. Auch die angesetzten Hauptverhandlung waren sämmtliche Bordellwirthe, Bug zum Gotteshause schritt, wiederholt zu Boden; ja in der Herren Froböse und Patry thaten nach Kräften ihre Pflicht. 10 Frauen und 9 Männer, als Angeklagte erschienen, um sich Stirche felbft fiel er turz vor Beginn der Trauung vor dem In der Nera der Schneidigkeit ist es bekanntlich Brauch, gegen§ 180 zu verantworten. Als Bertheidiger fungirten die Altar nieder. Nach der Trauung wurde im Hochzeitshause dem In der Aera der Schneidigkeit ist es bekanntlich Brauch, Hechtsanwälte Dr. Friede- Hamburg, sowie Döring und Goldbeck Alkohol wacker zugesprochen, und nicht lange, so herrschte, all durch äußerliche Alfanzereien den Mangel an tunerem Gehalt Löwe- Kiel. Die Anlage vertritt der Erste Staatsanwalt Kornate, Löwe- Kiel. Die Anlage vertritt der Erste Staatsanwalt Kornate, gemeine Trunkenheit. Zwischen Schwiegervater und Bräutigam zu verdecken. Auch auf das Theater scheint man diefe Thorheiten der noch vor der Verlefung der Anklageschrift den Ausschluß der entspann sich nun ein heftiger Streit, der in Thatlichkeiten aus. übertragen zu wollen. Es hat in der journalistischen Welt allgemeines Gelächter hervorgerufen, als vor 5 Monaten die Bertreter Redakteure ebenfalls den Saal verlassen müßten, da die Presse einer Beitsche tüchtig burchgeprügelt und von den Gästen mit gemeines Gelächter hervorgerufen, als vor 5 Monaten die Bertreter Deffentlichkeit beantragt und hervorhebt, daß die anwesenden artete, bei welchen der Schwiegersohn von dem Brautvater mit Der Preffe eingeladen wurden, bei der Eröffnung des glücklicherweise die personifizirte Bertreterin der Deffentlichkeit fei; bas Gericht Flaschen, Gläsern u. f. w. geschlagen wurde, so daß er an Rupi gar bald verkrachten Theaters Alt- Berlin" im Frack zu erscheinen. befchließt demgemäß. Sämmtliche Angeklagte bestreiten ihre und Händen schwere Verletzungen davontrug. Den gleichen Hokuspokus will jezt auch die Direktion des Theaters Schuld. Małowsty, Besitzer von drei öffentlichen Häusern, erzählt und Händen schwere Verlegungen davontrug. Kunst und Wissenschaft. Die Kieler Bordellwirthe vor Gericht. Schöneberg. Jm hiesigen Arbeiter- Bildungsverein sprach am 21. September Genosse Köster über die Aufgaben der Ge werkschaften. Dem Vortrag folgte eine rege Diskussion, in der sowohl für als gegen die Ausführungen des Referenten das Wort ergriffen wurde. Im nächsten Quartal foll, gemäß einem Be schluß der Versammlung, die Broschüre Die heilige Vehme verausgabt werden.- Die folgende Versammlung findet am 5. Oftober statt. " Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Dte geseräume sind von 10 12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an ge öffnet. Der Geschichtsunterricht findet Dienstag in der Südostschule statt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neus mann, Basewalterjir. 8. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Raucherbund Berline und Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Kart Stiller, Kleine Frankfurterfraße Nr. 7, 1 T. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und urgegend. ale zuschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Hermann gabn, Schönhauser Allee 177 c. Montag Verein ehemaliger Schüler der 57. Gemeindeschule. Abend 9 Uhr im Restaurant Erdmann, Brandenburgstraße 80: Gemüthliches Beisammensein. " Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Die Sigungen finden nicht mehr Montags sondern Dienstags statt. Goldbed- Altohol Vermischkes. des Westens geübt sehen. Zu der Eröffnungsvorstellung sind die dem Gericht, daß im Jahre 1876, nachdem einige Monate zuvor Vom gebildeten Rowdythum. Die Pfingsterzesse radaus Herren in Frack und weißer Kravatte und die Damen in die öffentlichen Häufer aufgehoben worden waren und sich in Kiel luftiger Korpstudenten auf dem Feldberg beschaftigen noch Gesellschaftstoilette mit ausgeschnittener Taille befohlen worden. ein recht bedenklicher Sittenzustand bemerkbar gemacht hätte, er immer die öffentliche Meinung. Aus Freiburg im Breisgau Ist das neue Theater derartig mangelhaft bestellt, daß das eines Tages von dem Stadtrath Lorenzen, dem damaligen Polizei wird der Frankfurter Beitung" geschrieben.„ Der Beschluß des Publikum als Dekorationsstück dienen muß? meister, ersucht worden wäre, öffentliche Häufer zu errichten, Ministeriums, die Suspension des Korps Haffo- Boruffia für die Theater Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, 27.: was er denn auch gethan hätte. Eine Wittwe Markmann, Dauer der Karlsruher Festtage aufzuheben, hat in akademischen Wilhelm Tell. Wilhelm Tell: Herr Demeter Popovici vom Mutter von 7 Kindern, fonnte ihr Grundstück nunmehr nicht wie in weiteren Kreisen peinliches Aufsehen erregt und in recht Briefkasten der Redaktion. Dienstag, Freitag und Sonnabend von 72-8 Uhr Die juristische Sprechstunde findet am Montag, abends statt. unangenehmer Weise die ganze Feldberg- Affäre wieder in Erinnerung In ganz Frankreich herrschte, wie aus Paris gemeldet| Der Sanitätsbeamte in Bombay stellt in Abrede, daß gerufen; er wird auch voraussichtlich in der nächsten Zeit noch ein wird, am Freitag heftiger Sturm, durch den zahlreiche Schorn die dort ausgebrochene Krankheit die Beulenpest sei; dieselbe akademisches Nachspiel zur Folge haben. Schon bisher hat man in steine und Dächer fortgeriffen und Bäume entwurzelt wurden; fei vielmehr eine besondere Art von Fieber mit granulófen Ge einem Theile des akademischen Lehrkörpers die unbestrittene That- der Schaden ist bedeutend. Der Sturm wüthete besonders an schwülsten. fache unbequem empfunden, daß in der unerquicklichen Sache den Küsten des Dzeans und des Mittelländischen Meeres und Freiburg von den betheiligten Universitäten: am schwächsten vor- brachte zahlreiche Schiffe in Gefahr; bei Marseille, Toulouse, gegangen ist. Tübingen hat wenigstens die verantwortlichen Ver- Bordeaux, Nantes, Cherbourg und Arcachon wurden einige treter des betreffenden Korps persönlich bestraft, wenn auch die Schiffe auf die Küste geschleudert. In Lourdes ist das Panorama paar Tage Karzer den Herren wenig Schmerz bereitet haben eingestürzt. Troß der Heftigkeit des Sturmes sind nur wenige mögen. Straßburg hat das betheiligte Korps in ernsthafter Personen zu Schaden gefommen. in mit einer Ueber den Sturm wird weiter gemeldet: Marseille, 26. September. Der Sturm hat sich heute Suspension des Korps begnügt, die durch eine scheinbare Neugründung sofort gegenstandslos gemacht wurde. früh noch verstärkt. Etwa 30 Schiffe haben verschiedene Häfen Und als dann die Universität wie die Staatsanwaltschaft an der Küste schutzsuchend angelaufen. Kenntniß davon erhielten, daß ein Korpsphilister wegen Epinal, 26. September. Infolge des andauernden Regens scharfer Kritik der unwürdigen Vorgänge auf dem Feld- ift gestern die Mosel ausgetreten, wodurch einiger Schaden anberg von sechs( nicht, wie an dieser Stelle zuerst gerichtet wurde. gen. Segelt, Freiburg aber hat sich P. R. Sie haben recht; die besten Wige, welche fabrizirt werden, sind die unfreiwilligen. Auch uns hat die ge lehrte Abhandlung des Süddeutschen Postillon" ein heiteres Viertelstündchen bereitet." Wir wünschen unserem Münchener Wizblatt auch ferneres Gedeihen. " Briefkasten der Expedition. 10 Betitzeilen 4 M. Habermann. Ihr Juferat toftet bei einem Raume von & aundrosny Witterungsübersicht vom 26. September 1896. berichtet wurde, von vier) Hasso- Borussen scharfe Forderungen Ein Kulturwerk ersten Ranges soll heute seinen Abschluß erhielt, hat man die betreffenden vor Ausfechtung dieser Zwei- finden. Ju Orsova, an der gemeinsamen Grenze Ungarns, tampie gewarnt und ihnen eventuell ein scharfes disziplinarisches Rumäniens und Serbiens wird die Erschließung des Eifernen Einschreiten angedroht weiter geschah unseres Wissens nichts! Thores gefeiert. Desterreich- Ungarn schloß mit Serbien am 8. Juli Und jetzt noch dazu diese Suspension der Suspension, die für das 1878 ein Uebereinkommen, wonach es die Ausführung der Arbeiten Korps geradezu eine Auszeichnung bedeutet! Es ist begreiflich, am Eisernen Thore ohne die finanzielle Mitwirkung Serbiens wenn da in studentischen Kreisen daran gearbeitet wird, bald nach übernahm; weiter bestimmte Artikel 57 des Berliner Vertrages vom Beginn des Wintersemesters eine große studentische Rundgebung 13. Juli 1878:„ Die Ausführung der Arbeiten, die bestimmt sind, zu veranstalten, und wenn gleichzeitig verlautet, daß mehrere die Hindernisse zu beseitigen, die sich der Schifffahrt am Mitglieder des akademischen Lehrförpers die Absicht haben, eine Eisernen Thor und bei den Kataratten entgegenstellen, wird ernsthafte Erörterung der ganzen Sache im Plenum der Universität Desterreich- Ungarn anvertraut. Die Uferstaaten dieses Theiles des Stationen. herbeizuführen. Fluffes werden alle Erleichterungen gewähren, die im Interesse der Arbeiten verlangt werden können. Im September 1890 begann die Riefenarbeit unter ungarischer Leitung und jetzt ist das Werk vollendet, die Bahn ist frei, angefangen von den dunklen Wäldern, die am Saume der hereynischen Granitberge Hamburg stehen, bis zum wehenden Schilfmeer an der Salzfluth des Berlin Bontus Euxinus". Die Roften betragen ungefär 12 one wiesbaden Gulden. Wir wollen hoffen, daß dies bedeutende Werk auch München 91 zugleich eine den Frieden fördernde That bildet. Neber ein seltsames Eisenbahn- Unglück berichtet die Kölnische Volkszeitung": Ein abgestürzter Felsblock zertrümmerte bei Taben die Lokomotive des Personenzuges Saarbrücken- Köln; ein Wagen wurde beschädigt, Personen wurden nicht verlegt. Nach einer weiteren Meldung des genannten Blattes überfuhr der Freitag Abend um 8 Uhr 54 Min. in Bouken jäige her: fonenzug kurz vor dem Einlaufen in den Bahnhof ein Gefährt, wobei 3 Personen getödtet wurden. Begnadigte Unternehmer. Der Franks. 8tg." wird aus Bocholt gemeldet. Auf dem Gnadenwege wurde die dem Fabritonten Beckmann wegen Fabrikeinsturzes zuerkannte Gefängniß strafe in Festungshaft umgewandelt. Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. GOG Windrichtung Windstärke 135391( Stala 1-12) Wetter 8 Temperatur 50500081co co co nach Celsius ( 5°. 4° R.) Swinemünde 753 DSD 8 heiter 752 751 NO bedeckt GO 3 heiter 749 N bedeckt 11 750 Regen 750 GO 752 NO 760 G bedeckt 755 WNW • 753 SM 1 • 758 NW bedeckt halb bedeckt bedeckt 16 12 Wien. . Regen bedeckt Die Cholera in Egypten. Wie man der„ Pol. Korr." Haparanda. aus Kairo berichtet, sind dort in dem Zeitraume vom 12. bis Petersburg. zum 18. September 105 neue Erkrankungen und 41 Todesfälle Gork. an Cholera vorgekommen, während sich in Alexandrien vom Aberdeen. Aus Laibach wird gemeldet: Im Verlaufe dieser Woche 13. bis zum 19. September wohl 112 neue Erkrankungen er Paris. wurden mehrfach starke Erderschütterungen wahrgenommen. eigneten, aber fein einziger Todesfall verzeichnet wurde. Vorgestern gingen schwere Gewitter nieder nebst starten Schnee Jin Junern des Bandes beliefen sich die betreffenden Biffern Wetter- Proguofe für Sonntag, den 27. September 1896. fällen. Flüsse und Bäche in der Nähe Laibachs find bedrohlich vom 12. bis zum 18. b. Mts. auf 105 beziv. 287. Bom Vielfach heiter, zeitweise woltig mit etwas Regen, ziemlich angeschwollen. Der Laibach trat in furzer Zeit 11/2 Meter über 15. Oktober v. J. bis zum 19. September d. J. sind im ganzen frischen südöstlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. die Normalhöhe. 17 379 Sterbefälle konstatirt worden. Berliner Wetterbureau. edood Achtung! Achtung Grünauerstr. 32fenstr. 3immer für straße 54, Hof 1 Tr., Chmara. große Berl. Küche u. Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. 1.öchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahn ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umfonft. Gudtel, Baufigerplah 2, Elsafferstr. 12, Stegligerstr. 71, I. Zahn- Klinik. Preise event. Theilzahlung. Jale Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Unfallsachen, Bugger, Stegligerstr.65. Klagen, Eingaben. Klavier, Violinunt. bill. Zossenerstr.41 III Melterer Gesangverein sucht stimmbeg. fangeslustige Herren. Erwünscht 1. u. 2. Baß. Nebungsst. Dienstags Abend 9 Uhr bei Wernau, Schwedterstr. 28/24. 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Volksvorstellung im Belle- AllianceTheater. Nachm. 21/2 Uhr: Maria Stuart. Opernhaus. Wilhelm Tell. Montag: Cavalleria rusticana. Der Barbier von Sevilla. Neues Opern- Theater. ( Kroll.) Die Prüfung. Die stille Wache. Kleine Mißverständnisse. Schauspielhaus. Ein Voltsfeind. Montag: Maria Stuart. Deutsches Theater. Hannele's Himmelfahrt. Vorher: Ohne Liebe. Nachm. 3 Uhr: Der Talisman. Montag: Die Weber, Berliner Theater. Frau. Die offizielle Nachm. 1/23 Uhr: König Heinrich. Montag: König Heinrich. Telling Theater. Das Einmaleins. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von R. Kneisel. Anfang 71/2 Uhr. Rasseneröffnung 6 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Uhr. Lehrt. Stadtbahnhof Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Alt- Berlin. täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Bei günstiger Witterung nachmittags 3, 5 und 6 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Zwei altdeutsche Musikkorps. Süddeutsches Doppelquartett ,, Alemania". Eintritt: 25 Pfg. Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4a. Heute, sowie an jedem Nachin. 8 Uhr: Das Glück im Sonntag u. Donnerstag: Winkel. Montag: Kollege Crampton. Neues Theater. Juana. Hierauf: Eine Reifebekanntschaft. Mittags 12 Uhr: Der Kampf der Frau. Montag: System Ribadier. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Thalin- Theater. Cousin Cousine. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Ninette im Schnee. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Ein Schritt vom Wege. Nachm. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Emilia Galotti. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Der deutsche Michel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance- Theater. incognito. Mars Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang heute 7 Uhr. Entree 50 Pf. Großartiges Sonntags- Programm. Morgen, Montag: VictoriaBrauerei, Anfang 8 Uhr. Vorverkaufs- Billets giltig. Dienstag: Böhm. Brauhaus. Mittwoch: Moabiter StadtTheater, Volks- Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. 34 Reichenberger- Straße 34. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Direkte Bahnlinien( Rottbuser Thor): Kean, oder: Genie und Leidenschaft. a) Elektr. Bahn: Mauerstraße- Treptow. Montag: Diefelbe Vorstellung. Dönhoffsplay Glogauerstr. DönhoffsAlexanderplay- Theater. Ohne fitt- play- Treptow. Zoolog.Garten- Treptowv. lichen Halt. Nachm. 3 Uhr: Hänsel und Gretel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. B b) Pferdebahn: Rottbuser Thor- MüllerStraße. Nixdorf Schönhauser Allee. Hafenhaide- Behrenstraße. FichtestraßeB Ackerstraße. Moritzplatz- HermannplayBriz. Fichtestraße- Rathhaus. Gintritt 50 f. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit. 42 wilde Reichshallen. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. ( Parterre- Saal) Täglich bis 30. September: Norddeutsche Sänger Neues Programm Walde als Bigeunerin Horst zu Pferde Verband aller in der MetallJuduſtrie beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umgegend. Todes: Anzeige. Am 25. September starb unser Mit glied, der Dreher Robert Froebe. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, ben 28. September, nachm. 41/2 Uhr, vom Trauerhause Fürbringerstr. 9, Hoffmann m. neuen Coupl. nach dem Böhmischen Kirchhof vor dem Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 Pf. Montag, 28. Sept., Extra- Soiree. Zum 150. Male: Hallischen Thore statt. Um rege Be theiligung bittet 110/3 Der Vorstand. Heute Morgen 43/4 Uhr, starb nach Alle fünf Barrisons. turzer Scantheit mein lieber guter Mann, Nach der Familien- Kränzchen. Soiree: der Buchbinder Johann Schulz. Dies allen Bekannten und Kollegen zur Nachricht. Die Beerdigung findet Sonntags: Anfang 7 Uhr, Entree 50 Pf. Sonntag, nachmittags 5 Uhr, vom Kaufmann's Variété Weiber Pepita aus Dahomey. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! 4 临 hochsensationelle Neuheiten die ein Jeder sehen muss! Central Theater. 12 Alte Jakobstr. 30, Direktion: Richard Schultz. Sonntag, den 27. September: Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. Zum 8. Male: Hill and Hull Der myster. Kopf Neu! Mikosch. Neu! Moabiter Krankenhause, statt. Um stilles Beileid bittet die tiefbetrübte 668b Ww. Bertha Schulz. Nach langem, schwerem Leiden, starb am 25. d. M., früh 111/2 Uhr, unsere liebe Frau, Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Bertha Nickel, geb. Geisler, im Alter von 26 Jahren. Um stille Theilnahme 665b bitten die Hinterbliebenen Julius Nickel nebst Kindern. Die Beerdigung findet Montag, nachs mittags 8 Uhr, vom Krankenhause Neu! Jolly Juliette. Neu! Friedrichshain nach Wilhelmsberg, ſtatt. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künler 1. Ranges. Karlchens Tanke. Schwank in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser anderes geliebtes Kind Trudchen Sauer, im Alter von 7 Jahren ihrer Schwester gefolgt ist. Die tie betrübten Eltern H. u. G.Sauer, Alte Jakobstr. 184. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 4 Uhr, vom Kranten haus Urban nach dem Dreifaltigfeits- Kirchhof, Bergmannstr., statt. Berliner Konfektionensen. mittheilung, daß ich in Moabit, Burleske mit Gesang und Tanz in 1 Alt von Geride. Muſit v. Schmidt DJeden Sonntag, Dienstag It. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor. Eröffnung: Sonnabend, den 3. Oktober. Eine wilde Sache. Circus Busch. ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmitt. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Montag, abends 8 Uhr: Galotti. Emilia Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Nachm. 8 Uhr, Klassiter- Borstellung: Maria Stuart. Abends 8 Uhr, zum 1. Male: Kean oder Genie und Leidenschaft. Schauspiel in 5 Aufzügen von Alex. Dumas, deutsch von D. Randolf. Montag und Dienstag: Kean ober Genie und Leidenschaft. Alexanderplatz- Theater. Nachm. 4 Uhr: Hänsel u: Gretel. Abends 8 Uhr: Ohne sittlichen Halt. Montag und Dienstag: Ohne fittlichen Halt. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52,53. Annenstrasse 42| 43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Vorstellung. Durchweg neues Programm. Grand- Konzert der neu engagirten Haus- Kapelle unter Leitung des Kapellmeisters Martin. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. ApolloGroße burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. 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Ich habe den entlasteten Frauen der begünstigten Klassen, meisten aber die von Kindheit an in Anbetung der Autorität welche helfen wollen, gerathen: Helft den aufgezogene Frau, das große Kind, die alles glaubt und sich beiterinnen, sich selbst zu helfen, indem Ihr an dabei beruhigt. ihrer Organisirung mitarbeitet, nehmt an ihren wirthschaftlichen Kämpfen theil. Der Streit der Konfektionsarbeiterinnen war die erste Ges legenheit, die sich bot- und die evangelisch- soziale Frauens gruppe war die erste auf dem Plan. Mit vorzüglicher Hochachtung E. Gnaud. Internationaler Kongres für Frauenwerke und Frauenbestrebungen. frage. VII. und Frauenbewegung. Ueber den äußeren Verlauf der imposanten Versammlung, Rednerin geht nun die Reihe der gegen die Sozialdemokratie bie am Freitag Abend in dem Martens'schen Saale stattfand, erhobenen Beschuldigungen durch und weist ihre Haltlosigkeit haben wir gestern bereits kurz berichtet. Es bleibt nur noch zu nach. Nicht die Sozialdemokratie zerstöre die Familie, sondern erwähnen, daß sich viele Theilnehmerinnen des Internationalen der Kapitalismus. Die Sozialdemokratie bemühe sich viel Frauenkongresses eingefunden hatten, wenn auch die Führerinnen mehr, sie auf höherer Grundlage wieder aufzubauen. Eine der bürgerlichen Frauenbewegung wieder fehlten. Außerdem ist ihrer ersten Forderungen sei der Achtstundentag, der den noch eine Stizze des Vortrages der Frau Lily Braun über proletarischen Eltern erst wieder die Muße geben werde, für die Sozialdemokratie und Frauenbewegung zu entwerfen. Die Bildung und Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. In derfelben Rednerin sagte: Richtung sollen auch die weiteren Arbeiterschutz- Forderungen der Der Kongreß der bürgerlichen Frauenbewegung geht mit Sozialdemokratie wirken. Lange bevor sich die bürgerliche morgen seinem Ende entgegen. Der allgemeine Eindruck, den Frauenbewegung auch nur zu einer Petition um weibliche wir von ihm gewonnen haben, ist, daß die deutsche bürgerliche Fabritinspektoren emporschwang, stand diese Forderung schon im Die Schlußßigung des Kongresses, die unter Vorsitz der Frauenbewegung einen entschiedenen Fortschritt gemacht hat. fozialdemokratischen Programm. Ebenso haltlos sei der Frau Cauer stattfand, hatte noch einmal den Festsaal des Schon die Thatsache, daß zum ersten Male ein internationaler Vorwurf, daß die Sozialdemokratie die Religion. zerstöre Rathhauses dicht gefüllt. In der Ausstellung von Frauenreden, Frauentongreß in Deutschland stattgefunden hat, daß der Rath- und die Behauptung, daß sie durch eine blutige die der Kongreß in der Hauptsache darbot, war man bis zur baussaal zu feinen Verhandlungen hergegeben wurde, spricht für Revolution sich in den Besitz der Macht setzen wolle. diesen Fortschritt und zeigt, daß das Juteresse für die allgemeine Nach diesem kritischen, mit großem Beifall aufgenommenen Gruppe 7 vorgerückt, die folgende Gegenstände umfaßte: BeFrauenfrage auch in bürgerlichen Kreisen in entschiedener Bu- Theil ihrer Rede schilderte Frau Braun, was die Sozialdemokratie heiligung der Frauen an Kunst, Wissenschaft, Literatur, Friedensnahme begriffen ist. Wir sind weit entfernt davon, diesen Fort- bisher für die Frau gethan hat. Sie verwies in erster Linie auf Die Neden über die Friedensfrage sind nicht der Erwähnung schritt zu leugnen oder uns über ihn zu ärgern. Im Gegentheil, unser Erfurter Programm, das das aktive und passive Wahlrecht werth; es war das übliche wohlmeinende Gefäusel philanthropischer uns ist jeder Fortschritt willkommen, wissen wir doch zu genau: der Frau fordert. Damit sei die Hauptforderung der bürger- Apostel, das den harten Thatsachen der Welt und der geschicht Alle Ströme fließen in unser Meer!( Zustimmung.) lichen Frauenbewegung voll vornherein ausgesprochen. Die Verhandlungen des Kongresses haben aber auch gezeigt, Ferner fordern wir die Abschaffung aller Gefeße, die ichen Entwicklung keine Rechnung trägt und sich nie zu einer Leistung verdichten wird. daß die bürgerlichen Frauen nicht nur eine mangelhafte Kenntniß die Frau in öffentlicher und privatrechtlicher Beziehung Die Reden über die Frau in der Literatur waren in der der ökonomischen und historischen Thatsachen der Gegenwart benachtheiligen. Die Forderung der Gleichberechtigung der Ge Mehrzahl mittelmäßig. Es entbehrte nicht der Komik, wie eine überhaupt besigen, sondern im besonderen auch von unseren Be- schlechter ist auf dem Internationalen Arbeiterkongreß zu Brüffel der Vortragenden für ein von ihr verfaßtes Drama ganz unstrebungen falsche Vorstellungen haben. So hat eine der Redne- als Forderung der Sozialdemokratie aller Länder aufgestellt befangen Reklame machte und zum Kauf des Erzeugnisses aufs rinnen von der Verhegung der Arbeiterinnen durch die Sozial- worden. Den Kampf, den die Sozialdemokratie gegen die Be- forderte. Der Kongreß lachte herzlich darüber, das sei zu seiner demokratie gesprochen und auf England hingewiesen, wo die einträchtigung des Vereins- und Versammlungsrechtes führt, Ehre gesagt. Arbeiterinnenfrage als eine rein ökonomische betrachtet würde führt sie auch mit Energie für die Arbeiterinnenvereine. Hier Eine Rede aber stand weit über dem Durchschnitt. Es war bürgerliche und proletarische Frauen friedlich könnte die bürgerliche Frauenbewegung einmal zeigen, daß es der Vortrag des Frl. Natalie von Milde aus Weimar über Hand in Hand gingen. Die Rednerin weist dem- ihr ernst ist mit der Hebung der Lage der Arbeiterinnen, wenn Frauenliebe und Leben in der modernen Literatur". Es war gegenüber darauf hin, daß gerade die bürgerlichen sie an diesem Kampf gegen das bestehende Vereinsrecht theil- eine formvollendete Verherrlichung des modernen Frauenideals. Frauen Englands gegen jeden gesetzlichen Arbeiterinnenschutz den nimmt.( Beifall,) Die Frau will nicht mehr das Ideal der Liebe, das Chamisso, schärfsten Protest erhoben hätten, damit die Arbeiterin nicht in Rednerin verweist auf die Thätigkeit der sozialdemokratischen Heyse und Geibel schildern, die unermeßliche Schlaf und ihrer Freiheit beschränkt würde", und daß ferner das Elend des Fraktion im Reichstage zu gunsten der Frauen bei der Petition Traumseligkeit des Weibes! Man hat das Weib gelehrt, zu ge= Proletariats nirgends so groß sei als gerade in England, im Jahre 1894 um Zulassung der Frauen zum medizinischen fallen und sich unterzuordnen. Daher die unermeßliche Gallerie trotz der reichen und gut organisirten Wohlthätigkeits- Gesellschaften. Studium, bei der lex Heinze u. f. 1. Bebel war es, der flacher und unbedeutender Frauenfiguren in der Literatur. Auf dem Frauenkongreß wurde von einer anderen Rednerin zum ersten Male das Wahlrecht für die Frau im Reichstage Aber der Gel Kultur und an der Arbeit. Und auch der der Frau ist erwacht, sie will theilnehmen an der die Arbeiterinnenfrage das lebhafteste Interesse der bürgerlichen Aber alle Reformen in der heutigen Gesellschaft vermögen Mann kann nur gut dabei fahren, wenn die Liebe des Frauen für die Noth des Proletariats gezeigt hätten. Wer aber auch für die Frau nicht viel. Eine völlige Befreiung der Frau Weibes eine höhere Stufe betritt, wenn die Liebende nicht hat denn dieses Interesse nicht? Die einen haben es ist nur möglich in der sozialistischen Gesellschaft. Diese mehr sagt:„ Darsst mich niedere Magd nicht kennen." Gefährten, aus Furcht, Die anderen aus Mitleid. Von all- fünftige Gesellschaft, deren Herz nicht mehr versteinert ist, gemeinschaftliche Arbeiter sollen Mann und Frau werden; die gemeinen Gefühlen und schönen Reden zu thatkräftigem Thun deren Augen nicht mehr geblendet sind durch den Fluch der Liebe wird sie dann in ganz anderem Maße beglücken, als bei ist aber noch ein weiter Schritt.( Bravo.) Wieviel schöne Nibelungen, das rothe Gold, sie wird sich fragen, wie es möglich dem alten Unterwürfigkeitsverhältniß des Weibes zum Manne. Beschlüsse sind schon auf Frauenfongressen gefaßt worden; die war, daß die Männer und Frauen wie Ehrlose verfolgt worden Ist der Begriff der Ziebe so vertieft und erweitert worden, Ausführung aber ließ auf sich warten oder beschränkte sich auf sind, die in unseren Tagen alles für die Befreiung der Mensch- so wird auch erkannt werden, daß über der Liebe die Gründung eines neuen Vereinchens. Es wird jezt Mode, heit einsetzen, und sie wird wissen, daß das kämpfende Proletariat der Geschlechter die Menschenliebe steht. Als Beispiel für ein fich zum Sozialismus zu bekennen. Hat sich doch selbst der eng- nicht nur sich selbst befreite, sondern auch diejenigen miterlöfte, die modernes Weib, das volles, reifes Berständniß für die Kulturlische Thronfolger einen Sozialisten genannt.( Große Heiterkeit.) heute noch Feinde der neuen Gesellschaft sind!( Stürmischer Beifall.) aufgaben hat, nannte die Vortragende die große sozialistische Aber selbst sein bester Freund wird von ihm nicht behaupten Die Debatte über diesen Vortrag soll in der Sonntags- Ver- Dichterin Italiens, Ada Negri. Ada Negri. Ebenso gedachte sie der wollen, daß er auch nur ein sozialer Reformer sei.( Heiterkeit.) sammlung( siehe Inserat) stattfinden. greifen Marie Don Ebner Eschenbach, von der bie Nur die Arbeit, nicht Worte, führen vorwärts, und hierzu ist Männer rühmend sagen, sie schreibe wie ein Mann. allein die Sozialdemokratie durchgedrungen. Davon aber will Sie schreibt aber, wie tein Mann schreiben kann. Aus allen die bürgerliche Gesellschaft nichts wissen, und das ist auch Blankenburg a. Harz, 25.19. 1896. ihren Schriften spricht ein mütterliches Herz für alle Schwachen bet den Verhandlungen dieses Rongresses scharf zu tage In der Nummer Ihres Blattes vom 25. d. M. finde ich in und Gebeugten. Unsere Feindin, die Laura Marholm, neunt fie getreten. Bitirte eine der Nednerinnen doch sogar den blutigen dem Berichte über die Frauenversammlung in der Brauerei mit komischer Herablassung die gute Ebner- Eschenbach". Wir Umsturz( Lachen) wieder, den wir erstreben. Da ist die Frage Friedrichshain bezüglich meiner Thätigkeit eine irrthümliche An- nennen sie mit Stolz die Gute; denn: wie weise muß man am Blake, was weiß die Bourgeoisie und besonders die bürger- gabe, welche ich mir zu berichtigen gestatte. sein, um gut zu sein." Warmes soziales Empfinden werde das liche Frau von der Sozialdemokratie und was will die Sozial- 1. Ich habe niemals die thörichte Aeußerung gethan, die neue gesundere, befriedigtere und glücklichere Frauengeschlecht demokratie thatsächlich? Bürgerfrauen tönnten die soziale Frage lösen. auszeichnen. Die Bourgeoisie und am meisten die bürgerlichen Frauen 2. Ich habe niemals zu Wohlthätigkeitsbestrebungen gerufen; Diese Rede hatte den stärksten Erfolg auf dem Kongreß. werden von ihrer Presse beeinflußt, die Presse aber kann das Programm der evangelisch- sozialen Frauengruppe als solche Um 1 Uhr schloß Frau Cauer den Kongreß mit Dankesworten sich nicht genug thun an Schmähungen und Verdächtigungen schließt die Betheiligung an den genannten Bestrebungen aus. an alle Betheiligten. Auch den Frauen der gegnerischen Partei" der Sozialdemokratie. Allem Thun von unserer Seite Ich freue mich, wenn praktische Wohlthätigkeitsbestrebungen irgend dankte sie, weil sie an den Sektionsverhandlungen sich betheiligt werden die niedrigsten Beweggründe untergeschoben, und welche Noth lindern aber es ist nicht mein Weg. hätten. Die Aussprache habe nichts geschadet, sondern nur die bürgerliche Frau ist meistens so naiv, alles zu glauben, was 3. Ich habe in jeder Schrift die Organisation der genügt. Der Verlauf des Kongresses sei ein glänzender Erfolg in ihren Zeitungen steht. Gegen den obersten Grundsatz der Arbeiterinnen( und zwar in Gemeinschaft mit ihren männlichen der Frauenbewegung. Moral: audiatur et altera pars eines Mannes Rede ist Kollegen) als Vorbedingung wirthschaftlicher Hebung hingestellt. Sonntagsplauderei. Wir erhalten folgende Zuschrift: gehörige einer geistig reich veranlagten Race, wie die französische Elephanten werden die wilden schon dressiren. Nur Lebensift, nicht ebenso verzückter Anbetung? Man ist wohl nicht der flugheit bewahren. Ertafe fähig, in die eine Horde fanatischer Muselmänner ver- Da haben wir die alte liberale Lebensflugheit. Es wird Herr Paulus in Paris ist höchst mißvergnügt; man könnte fällt. Man wird nicht die Gewänder von sich reißen und die sich schon alles von selber gut gestalten. Nur feinen konfagen, unglücklich. Fünf Millionen hat das stolze Paris für nackten Leiber vor den Galawagen des Baren auf das Straßen- fequenten Kampf und Geduld mit herrschenden Vorurtheilen, mit die Empfangsfeierlichkeiten zu Ehren des Baren aus pflaster werfen, damit die Räder darüber hinwegfahren können. herrschenden Gewalten. Das Tempo: Immer langsam voran! geworfen. Aber dieser Millionensegen hat keinen Musiker, Aber man entäußert sich in inbrünstiger Demuth seiner seelischen wird zwar bei den Männern der brutalen Vorurtheile gerade feinen Boltsdichter befruchtet. Rein befeuernder Marsch, Würde. Man wirst sich geistig nieder und wälzt sich knechtselig feine Achtung vor den Kämpfern um eine neue Weltanschauung nicht das fleinste neue Liedchen fiel den Herrschaften auf dem Boden. Leute, die stets dafür bekannt waren, daß sie wecken; im Gegentheil: Weiche Nachgiebigkeit hat von jeher an der Seine ein; und der große Paulus, der Napoleon unter nichts mehr scheuten als den Fluch der Lächerlichkeit, verlieren den den Doppelten Troß harter Gewalthaber hervorgelockt. den Volksfängern, einst der werthvollste Bundesgenosse des Straßen- Sinn für die gröbsten Lächerlichkeiten, und zu dem befreundeten Baren Allein, was thut das? Man kann getrost die süße bes helden Boulanger, kann dem hochmächtigen Baren mit nichts blicken sie auf, wie zu einem Wunder- Fetisch, der ungemessenen feligende Hoffnung heimtragen, vielleicht in absehbarer, oder anderem auswarten, als mit aufgewärmten Rouplets, die von Segen ausstrahlen könne, wenn er gnädiger Laune ist, und Fluch auch ferner Zukunft die Halben mit zärtlicher Kraft an sich zu der Liaison Fränzchens mit Nicolas schwärmen. Das verbreite, wenn er grollt. Wo bleibt das alte, gallische Ge- drücken. Einer Suttner ist auch dies Gefühl eine Heils. allbekannte Rataplan- Organ des Herrn Paulus, das wie lächter, wo der gallische Esprit, der sonst klärend in Wirrnisse botschaft und Erlösung. das Getute einer start verbogenen, beulenreichen Trompete hineinzuleuchten wußte? Die falten Wasserstrahlen, die von den Die gleiche Erscheinung auf dem Frauenkongreß zu Berlin. Elingt ich kenne es freilich nur in der Wiedergabe von Edison's führenden Geistern der französischen Sozialdemokratie gegen Fern von großer idealistischer Weltanschauung, fern von einem Phonographen muß sich dazu bequemen, wieder zu den Klängen den Barentaumel losgelassen waren, haben die überhitten lebhaft begriffenen Ziel mußten die revoltirenden Damen auf die des Boulanger- Marfches zurückzugreifen, um das Volk von Paris Köpfe nicht ernüchtert." Und wenn einzelne Jungfranzosen, Politit der kleinen Mittel verfallen. Von Frau Lina Morgenstern zu entflammen; denn nichts neues ist dem Genie von Frank- die noch ehrlich auf dem Standpunkt der republikanischen und ihrer Selbstgefälligkeit will ich hier erst nicht sprechen. Wer reich gelungen, jammert Paulus, der Bedauernswerthe. Was Bourgeoisie stehen, zur Besonnenheit mahnen, so rufen jemals in bitteren Tagen ihre Voltstüchenwohlfahrt am eigenen Leibe Nicolas, der Liebling, davon denken wird? ihnen selbst ihre Gesinnungsgenossen entgegen: Laßt doch das erfahren hat, der wird dieser Frauenerscheinung stets mit heftigen Es sind nicht etwa spaßhafte Sorgen, von denen hier die Raisonniren zu unrechter Zeit! Mit den Wölfen muß man Unluftgefühlen gedenken. Die Besucherinnen des Frauenfongresses Rede ist. Herr Paulus und die Seinen wollen durchaus nicht heulen. Verspart eure Wahrheiten auf den morgigen Tag. Ihr waren zu einem üppigen Volksfüchensouper geladen. Wohl be lächerlich genommen werden. Im Gegentheil! Eine bestimmte macht uns sonst jene Elemente topischen, die halb und halb zu komme ihnen das Gastmahl und mögen sie ruhig den Ruhm der Gattung der Preffe debattirt ganz ernsthaft über das Mißgeschick uns gehören. Nur teine fatale Ueberstürzung! Allzu scharf einzigen Frau Morgenstern, der warmherzigen Menschenfreundin der Nation", daß man dem Kaiser mit feinem funkelnagel- macht schartig. und genialen Gründerin der Volksküchen in alle Welt tragen! neuen Jubelliedchen den Enthusiasmus von Frankreichs Bürgerthum So werdev die alten, lieben Sprichwörter hervorgekramt, Da sind aber junge, angeblich schneidige Vorkämpferinnen beweisen könne. Sie haben offenbar viel Muße, die chauvinistischen die von jeher der Halbheit so bequem Borschub leisteten. Nur der bürgerlichen Frauenbewegung, und auch sie klammern sich im Schwarmgeister von Paris, wenn sie sich um solcher Dinge willen ja die allzeit Halben nicht erschrecken. Ein förmliches Wett- Buhlen Wesen an die kleinen Kunststücke. Auch sie sind troh großer so viel Ropfzerbrechen machen. um die Gunft der Halben ist so charakteristisch für den Geist unserer Worte innerlich verzagt. Auch sie wagen aus übergroßer Be man " D Slatin- Bey, jener Desterreicher, der Jahre lang in der Ge- Tage. Die beiden internationalen Kongresse, der Frauenkongreß in hutsamkeit keinen energischen Schritt nach vorwärts. Sie find fangenschaft des Mahdi schmachtete, bis es ihm unter schweren Berlin, wie der Friedenskongreß, der im Anschluß an die Millen- so bescheiden, denn sie werben um die Halben unter ihren Mits Mühen zu entkommen gelang, hat über das, was er in Afrita niums- Ausstellung eben in Best tagte, legen so beredtes Zeugniß schwestern und möchten sie durchaus nicht in agressivem erlebte, ein fesselndes Buch geschrieben. Die anschaulichsten Kapitel dafür ab, wie ängstlich man die Empfindungen der Halben Ton verlegen. Das machte fich fostbar, als es hieß, die darin behandeln das Verhältniß des fanatisirten Voltes zu dem schont. Der internationale Friedenskongreß zu Pest wäre darum demagogischen Frauen Klara Bettin und Lily Braun seien grausam rohen Khalifen, der seine Schreckensherrschaft aufrecht faft in die Brüche gegangen. Der ungarische Magnat Graf gründlich von der neuesten bürgerlichen Heldin, von Fräulein erhält, weil die Menge ihn wie eine mystische Gottheit verehrt. Eugen Bichy wurde nämlich höchst widerborftig, als man auf Anita Augspurg in den Sand gestreckt worden. Die habe es Wenn der Khalif an hohen Feiertagen inmitten festlicher Prozession dem Kongreß die heitle Frage des Duells berührte; und auch den Aufwieglerinnen, die in eine unschuldig fromme Schaar ausreitet, so entsteht ein wildes stürmisches Gedränge. Man Frau Baronin Suttner, der bekannte Friedensengel, stand dem satanisches Gestänke brachten, gehörig besorgt. Und wie stand preist sich in einer Art von Märtyrerseligkeit glücklich, wenn Grafen bei. Tief umstrickt von ihrem Klassenvorurtheil, können es um die Heldenstreiche des tapferen Fräuleins Augspurg? vor dem Khalifen zu Boden finten darf und die sich die Herrschaften daraus nicht befreien; und sowohl in Paris In Wahrheit erklang aus ihren Ausführungen wiederum nichts Sufe feines Pferdes traben über lange Reihen nieder- als in Best und in Berlin, überall meint man, den seinerzeit anderes, als der wimmernd vorgetragene Roupletrefrain:" In gestreckter Menschenleiber. Menschliche Selbstentwürdigung viel gesungenen Roupletrefrain zu hören: In Pasemalt, in Base- Pafewalt, in Pasewalt sind wir noch nicht so weit". Frl. Augs spricht da eine Sprache voll Finsterniß und Grauen. Aber es walt find wir noch nicht so weit. Graf Bichy und Frau Suttner purg hat sicherlich recht; und wenn sie etwas von dem Hauch handelt sich um unwissende Sklaven, um halbwilde Afrikaner. dekretiren: Die Waffen nieder! Aber laßt uns um alles in der verspürt hat, der die jüngsten Massenversammlungen sozialDer Westeuropäer, wenn er von diesen Dingen lieft, schmunzelt Welt das gebenedeite Duell! Faßt Refolutionen gegen die Völker- demokratischer Frauen beseelte, so kann sie mit verdoppeltem befriedigt: Wie sind doch solche Menschen noch um ein Jahr- duelle, aber das ritterliche Kavallerieduell tastet nicht an. Denn Recht lagen: Ja, in Bafewalt find wir freilich nicht so weit. tausend in der Kultur zurück! Ob er auch Grund hat, von hoher in Basewalt sind wir noch nicht so weit. Noch ist Ungarn ein Die fluge Einsicht ehrt den Mann wie das Weib. Aber die Warte aus auf die armen zurückgebliebenen herabzusehen? Militärstaat und man muß die Armeebräuche respektiren, Basewalter sollten eben darum keine Bastille stürmen wollen. Gleicht die Wanderschaft des Baren, das Weihrauchstreuen aller will man die Halben in Zukunft gewinnen. Nur Geduld, sagt Das hat von den guten Pasewaltern noch in vernünftiger Orten, die Selbstentwürdigung, dem Taumel, dem so viele An- Frau Suttner. Es wird sich schon machen. Die zahinen Mensch erwartet. Alpha, Die Kunst Geld zu sparen! Beter 1.25. Seid. Bengalines, entzückende Dessins.. Meter 1,20 m. Reinseidene Unis, nur neue Farben, 55 cm breit Meter 1,25 M. Wean fann es nicht genug wiederholen, was alles für Damen, Schwere reinseid. Taffet glaçe, nur neue Farbentöne, 1,35 M. die bei Einkäufen sparen wollen, in betracht kommt: Reinseid. farbige u. schwarze Damaste, vorzügliche Lyoner Man spart Geld bei Singer u. Co., Chausseestraße 56, weil diese Firma prinzipiell nur auf Massen- Umsatz zielt und mit einem geringen Nußen arbeiten muß, um das große Lager immer schnell zu räumen. Mau spart Geld bei Singer u. Co., weil die Firma mit Absicht in einem Stadttheil domicilirt, wo die Ladenmiethe am billigsten ist, um weitere Vortheile zu gunsten der Preise und der Kundschaft zu gewinnen. 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Zur Aufführung gelangen: Töchter der Arbeit, aus dem Arbeiterinnenleben der Gegenwart in einem Aufzug von E. Preczang; Lebende Bilder, darstellend:" Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nachher: Großer Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmukker ausgeführt. Dirigent: Georg Schonert. Anfang 7 hr. Entree 25 PT. Billets sind zu haben: Jm Osten bei Ottilie Baader, Straußbergersir. 28 v. 4 Tr; Frau Klotsch, Koppenstr. 81, Quergeb. 4 Tr.; Frau Frohmann, Frankfurter Allee 110, Hof 28, v. rechts 3 Tr. Jm Süd- Osten bei Frau Schwung, Mariannen- Ufer 7, Hof rechts 3 Tr. Im Süden bei Frau Fahrenwald, Kamphaufenstr. 5, v. 4 Tr. Jm Süd- Westen bei Frau Emma Scholtz, Mittenwalderstr. 6, Quergeb. 4 Tr. Im Norden bei Frau Krause, Schliemannstr. 45, v. 4 Tr. L.; Frau Roseutreter, Kastanien- Allee 27, 1. Quergeb. 8 Tr. Ji NordWesten bei Frau Minua Fiedler, Putligstr. 3, Hof 4; Frau Anna Bauschke, Rathenowerstr. 97, 3 r. Im Nord- Osten bei Frau Mesch, Lychenerstr. 3, v. 4 Tr. und in den Zahl stellen der Arbeiter- Bildungsschule, sowie denen der ehemaligen Freien- Boltsbühne" und in den mit Plakaten belegten Handlungen. 2/20 Zentralverein der Bildhauer. Dienstag, den 29. Septbr., abends 129 Uhr, Annenstr. 16: Versammlung. Geschäftliches. 2ages Ordnung: Wahl eines Revisors. Wie stellen wir uns zu den Werkstätten, in denen unsere im Frühjahr bewilligten Forderungen nicht mehr eingehalten werden? Achtung! 294 17 Der Vorstand. Achtung! Metallarbeiter! Am Dienstag, den 29. September 1896, abends 82 Uhr, im Saale der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 58: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: N 1. Die Arbeitsverhältnisse in den Allgemeinen Elektrizitätswerken Schlegelstraße. Referentin: Frau Martha Rohrlack. 2. Diskussion. Kollegen und Kolleginnen! In anbetracht der wichtigen Tages- Ordnung ist es nothwendig, daß namentlich die in der Metallindustrie thätigen Frauen und Mädchen vollzählig erscheinen. 118/5 Die Agitations Kommission des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Achtung! doblamoil Achtung! Zimmerer! ontag, den 28. a Montag, den 28. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Versammlung der Platzdeputirten fowie Ausgabe der Abrechnungen pro April- September 1896. Damit bis zum 4. Oktober jeder im Besige einer Abrechnung ist, muß von jeder Arbeitsstelle ein Vertreter anwesend sein. Die Lohnkommission der Berliner Zimmerer. Derband aller in der 256/4 Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 30. September 1896, abends 8 Uhr: in Große Versammlung Henke's Salon", Naunynstraße 27. Zages Ordnung: 1. Der Stand unserer Bewegung und unsere weiteren Maßnahmen. 2. Verschiedenes. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Es ist Pflicht aller Kollegen zu erscheinen. Alle auf die Lohnbewegung bezüglichen Mittheilungen, Anfragen etc. find an das Verbandsbureau, Berlin S, Annenstr. 39, zu richten. 110/6 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Herren- Konfektions- Schneider und Schneiderinnen Berlins am Sonntag, den 27. September, abends 51/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Ausarbeitung eines neuen Lohntarifs? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 6636 Nach der Versammlung! Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Die Kollegen und Kolleginnen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Die Lohnkommission. Achtung! Achtung! Radfahrer Moabit!: Radfahrer, die gewillt sind, in Moabit einem Arbeiter- Radfahrer- Verein beizutreten, werden ersucht, sich zu einer Besprechung am Dienstag, den 29. d. M., abends 8, Uhr, im Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9, einzufinden. Admiral- Strasse 18 c. Die Organisationen, Vereine, Krankenkassen, werden gebeten, zu der im Oktober erscheinenden Winter 1896/97 des ArbeiterAusgabe Verkehrs Almanachs für Berlin und Umgegend folgende Fragen möglichst turz und genau zu beantworten: 1. Wie heißt der Verein 2c.? Mitgliederzahl? 2. Lokal oder zentral? 3. Wer ist Zentralvorsitzender? Wer Vertrauensperson? 4. Wer Lokalvorsitzender? 5. Wer ist Kassirer? 6. Wie heißt das Vereinsorgan? Redakteur? Verlag? 7. Wo ist das Verkehrslokal, Herberge oder VersammlungsLokal? 8. Finden regelmäßige VereinsVersammlungen statt? Wann? 9. Wo und wann ist ArbeitsNachweis? 10. Wo sind Filialen? Die Angaben sind im eigenen Interesse der Vereine so schnell als möglich an den Unterzeichneten einzusenden. Hans Baake, = Berlin S., City Passage. Höfliche Erinnerung! Die billigsten, gesündesten, z No. 3 reinen, ungegypsten Natur- Weine Bus Weintrauben fahrt seit 1876 Oswald Nier Antigicht! Preiscourant, gratis Getränk Kraft! Preisrebus franco. 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Um regen Besuch der Versammlung bittet Die Einberuferin: Frau Ottilie Gerndt, Vertrauensperson. Achtung! Achtung! 2/18 Täglich:< Warmes Frühstück O zur Auswahl. می Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges u. dunkl, Lagerbier Weissbier. Läschner und Kofferarbeiter. ( Verband der Sattler.) Dienstag, den 29. September 1896, bei Pasch, Alte Jakobstraße 88: 268/11 Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Saffenbach. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Bella Adtung! Chemigraphen. Achtung! Gambrinus ist das beste obergährige Malzbier. 1/16 Fäßchen M. 1-, 1/8 Fäßchen M. 2,-. Brauerei Wohl& Co., Köpnickerstr. 112. Tel.: Amit VII. 3590. Gesellschaftshaus Genossinnen u. Genossen! Swinemünderftr.35 Volksversammlung am Dienstag, den 29. September 1896, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl der Delegirten zum Gothaer Parteitag. 3. Bericht erstattung der Revisorinnen in Sachen des geschlossenen Frauen- und MädchenBildungsvereins. Alle gewesenen Mitglieder des geschlossenen Bildungsvereins werden bringend ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. 2/19 Die Vertrauensperson: Frau Gerndt. Sozialdemokratischer Verein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung Jeden Große öffentliche Versammlung am Sonntag, nachm. 4 Uhr, bei F. Zubeil, Lindenstr. 106. Firma Magnus u. Cie. 2. Verschiedenez. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitsniederlegung der Kollegen der 266/19 Der außerordentlich wichtigen Verhandlungen wegen muß jeder Kollege erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Einberufer. Achtung! grosser BALL Große öffentliche Versammlung u. täglich Spezialitäten- Vorstellung. Sale für Vereine zu Festlichkeiten, Versammlungen mehrere Sonnabende noch frei. Hübner. Louisenstädt. Klubhaus Annen Strasse 16. Saal für Versammlungen u. Festlichkeiten. Vereinszimmer jeder Grösse. Jeden Sonntag: Gr. Tanzkränzchen. der Handlungsgehilfinnen = im großen Saale des Schützenhauses, Linien Straße Nr. 5, am Montag, den 28. September, abends 8 1hr. Tages Ordnung: 1. Die Lage der Handlungsgehilfinnen. 2. Freie Diskussion. Referentin wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Internationale Frauen Kongreß ist eingeladen und hat zugesagt. 298/4 Die Einberuferin. = Schmiedel's Festsäle, Achtung! 4. Wahlkreis. Alte Jakobstr. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten FestLouis Keller's Festsäle fäle zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, Koppenſtr. 29. Kommerse, Versammlungen 2c. am Dienstag, den 29. September, abends 1/29 Uhr, bei Herrn Martens, 5594L* Wwe. E. Schmiedel. Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Bericht des provisorischen Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers. 3. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 4. Bereinsangelegenheiten event. Anträge. Achtung! Vereine. Achtung! Koppenstr. 29. Sonntag, den 4. Oktober 1896: Englischer Garten", 7. Stiftungsfest Aleranderstr. 27c., ist der Todtensonntag an größeren des 3. Bortrag des Genossen O. Antrick über: Was lehrt uns der Proze Verein zu vergeben. Auch find noch Sozialdemokr. Agitationsklub f. d. Osten Berlins. Hinge und Genossen. Die Mitglieder werden ersucht zahlreich zu erscheinen. 238/16 Der Vorstand. Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früher Ethische Gesellschaft). Sonntag, 27. September, abends 7 Uhr, Alexanderstr. 27c: Dersammlung. Bortrag: Die Entwickelung d Beitungen!" Referent: Herr Referent: Herr Frik Hansen. 55/2 Nachdem Geselliges Beisammensein. Achtung, Schuhmacher! Montag, den 28. d. Mts., abends 8 Uhr, in Cohn's großem Saal, Beuthstr. 20: Kombin. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung von der Generalversammlung. 8. Wahl einer Agitationskommission der Provinz Brandenburg. 303/20 andere Sonnabende zu haben. Fey's Gesellschaftshaus Brunnenstraße 184. Jeden Sonntag: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Empfehle meinen bis zu 500 Personen faffenden Saal den Vereinen zu Verfammlungen u. Verguügungen. 56248* Sonnabend, 24. Oktober ist frei geworden. B. Nieft's Festsäle, 17, Webersirasse, 17. Großes Vokal- und Inftrumental- Konzert ausgeführt von den Zivil- Berufsmusikern unter gütiger Mitwirkung des Karthane'schen Gesangvereins, der Theatergesellschaft Büchner und des Boltshumoristen Herrn Nieke. Eröffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Billets à 20 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nady. Stiftungsfest Krieger's Ball- Salon es ranfen- Unterstüßungsbundes der Schneider Wafferthorstr. 68. Jeden Sonntag, Dienstag, Donnerstag u. Sonnabend Ball. Stelle meinen Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten zur Verfügung. 2. Distusfion. Fest- Saal Königstadt- Casino, Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter u. verwandter Berufsgent.( Zahlstelle Berlin).. Montag, den 28. September 1896, abends 8½ uhr, im Lokale Annenstraße 16: 8. Holzmarktstr. 72.[ 5960L Mehrere Sonnabende und Sonntage, H. 4. Otober, 28. 9ovember, 5., 6., im 3. u. 12., 13., 19, 20. Dezbr. find z. vergeben 2 Vereinszimmer mit Biano 20 und 40 Pers. fassend, sind noch an einigen Tagen in der Woche zu verg. Mitglieder- Versammlung. 5700 Frig Linke, Jüdenſtr. 36. Tages Ordnung: 72/18 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël:„ Die Eroberung des Nordpols." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste sowie unsere Berufsgenossinnen stets willkommen. Um zahlreiches u. pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Stuckateure. Achtung! Montag, den 28. September, abends 8 1hr: Große öffentliche Versammlung im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Welche Vortheile hat uns die letzte Lohnbewegung verschafft und wie Empfehle meinen Frühstücks-, 49642* Mittags- und Abendtisch, B. Liebehenfdjel, Mariannenstr. 48. Mein Saal Bergstr. 12 ist noch an verschiedenen Wochentagen zu vergeben. 3076 H. Jenrich( früber Reblig). Suppe, GeBraten und Kompot 50 Pf. Elsasserstr. 38, 1 Tr. Mittags, compus, us Bürgerliche Brauerei Am Tempelhofer Berg No. 6. Sonntag: Großer Ball. gebenken wir dieselben in der bevorstehenden Herbstsaison am besten auszunüßen. 2. Abrechnung der Lohnkommission sowie der Agitationskommission. Gleichzeitig empfehle den 500 Per3. Verschiedenes. Den Kollegen zur Nachricht, daß die Bereinsversammlung sonen fassenden Saal zu Festlicham 5. Oktober stattfindet. Der Vereinskassirer ist anwesend. Siehe Flugblatt. keiten und Versammlungen für Vereine 289/14 Die Lohnkommission. Friedrichsberger Metallarbeiter! Montag, den 28. September, abends 6½ Uhr, im Lokale des Herrn Spikig, Frankfurter Allee 193: 116/8 Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bewegung der Berliner Metallarbeiter und die Stellung der Friedrichsberger Kollegen dazu. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes, Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Die Kollegen, die im Osten arbeiten, werden ersucht, die Verfammlung direkt von den Werkstätten aus zu besuchen. Die Arbeiter von Eckartsberg sind hiermit eingeladen. Der Vertrauensmann. Alb. Heyne, Langestraße 75 v. 3 Fr. Franke's Volkskaffee Volkskaffee und Speisehaus, Gr. Frankfurterstr. 73, ut.Privatgesellschaften. Heinr. Nümann. Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Eröffnung: Oktober cr. Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten. 2 verdeckte Regels bahnen. Gute Küche. Treptow. Restaurant. Karpfenteich. Jeden Sonntag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Gr. Ball. Raffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. Entree frei! Hermann Otto. 56381* am Sonntag, den 4. Oktober, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, bestehend aus Konzert, Vorträgen und Tanz. Eröffnung um 5 1hr. Aufang 6 Uhr. Programme à 25 Pf. sind zu haben im Bureau, Alte Jakobstraße 88, Reſtaurant( geöffnet von morgens 8 bis mittags 1' Uhr); ſowie in ben Bahlstellen: I. Ackerstr. 145, Restaurant Hoppe, Montag, abends von 8 bis 10 Uhr; II. Weberstr. 40a( Ecfe Elifabethstr.), Restaurant Lange, Montag abends von 8-10 Uhr; III. Prinz Albrechtstr. 3( verlängerte Zimmerstr.), Restaurant Proß, Mittwoch, abends von 8-10 Uhr; V. Moabit, Calvin Restaurant Schulz, Montag abends von 8-10 Uhr; IV. Annenstraße 9, Straße 11, Restaurant Köhler, Mittwoch abends von 8-10 Uhr. Den geehrten Vorständen der Vereine zur gefl. Kenutuik, daß der Saal in Kaufmann's Variété, Königskolonnaden 3, 166/12 zu Matineen und sonstigen Vergnügungen, unter Mitwirkung der Mitglieder meiner Spezialitäten- Bühne, zur Verfügung steht. Gute Küche u. bestens gepflegte Biere. 5585L* Cohn's Festsäle Beuthffr. 20( im Industriegebäude). Empfehle Festsäle( 100-1000 Personen fassend) meine zu Versammlungen und Vergnügungen zu den koulantesten Bedingungen. Vereinszimmer von 20-100 Personen. Wirthshaus Schmargendorf, Warnemünderfir. 6 3. Lokal v. Ecke Breitestr., unmittelbar am Grunewald, mit schattigem Garten. Familien- Kaffeeküche, à Liter 60 Pf.; ff. Weiße 20 Pi.; Lagerbier 10 Pf. Jeden Sonntag: Großer Ball. Saal, 200 Personen fassend und Vereinszimmer zu Vers sammlungen und Festlichkeiten. Max Schulze, Roch. Joseph Wiedemann, 0., Blumenftr. 38. J. V.: Robert Scheere. Telephon: Amt VII Nr. 3760. Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer und Brauerei- Hilssarbeiter 2c. Großes Vereinszimmer noch an mehreren Tagen zu vergeben. Jeden Sonntag: Musikalische Abendunterhaltung. 54709 Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen faffend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.- Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- Biers Lokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf.- 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. 4957* C. Fischer. an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte Don 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 227. Der neueste Beitrag zum Kapitel: Vereinsgelek. des Vereinswesens in Preußen. Unter diesem Titel bringt die Berg- und Hüttenarbeiter Beitung" folgenden Beitrag zur Rechtsprechung auf dem Gebiete Die Vereinsgefeßgebung ist für das Gebiet des preußischen Stantes einheitlich geregelt. Wer das nicht glaubt, der lese mit Aufmerksamkeit das folgende. 11. März 1850. " Sonntag, den 27. September 1896. Soziale Rechtspflege. 13. Jahrg. daß sie ihre Bewegung mit eigenen Mitteln durchführen können, erwarten aber, wenn dies nicht möglich sein sollte, die Hilfe der anderen Gewerkschaften. Dieselbe wurde ihnen auch durch Be schluß der Delegirten zugefagt. " Bur Frage der Zuständigkeit des Gewerbegerichts hat deffen Kammer III eine wichtige Entscheidung gefällt. Gegen Nunmehr nahm Jost das Wort, um über den Streit eine Lohnentschädigungsklage des Arbeiters R. wandte der be- der Buchbinder zu berichten. Es sei das erste Mal, daß flagte Zimmermeister Strache ein, daß das Gewerbegericht un- feine Kollegen in eine Lohnbewegung eingetreten sind. Gleichzuständig sei, weil er der Baugewerks- Innung angehöre. Das wohl sei dieselbe schon so gut wie gewonnen, denn es hätten bis Gericht wies aber den Einwand aus folgenden Erwägungen ießt 860 Arbeiter und 750 Arbeiterinnen die bekannten Forderungen zurück: von Die Baugewerks Junung habe zwar dem bewilligt erhalten. Nur 150 Kollegen befänden sich noch im Recht der Innungen, Schiedsgerichte zu errichten, Gebrauch Streif. Anträge auf Unterstützung habe seine Gewerkschaft nicht Im Auguſt 1894 löfte der Amtsvorsteher von 3aborze in gemacht, ihr Schiedsgericht sei aber dennoch für den vorliegenden zu stellen, er ersuche nur um Sanktionirung des Streits. DieOberschlesien die dortige Bahlstelle unferes Verbandes auf, Rechtsstreit nicht zuständig. Und zwar deshalb nicht, weil der felbe wurde ertheilt und gleichzeitig beschlossen, einem Wunsche beschlagnahmte die Verbandsutensilien und stellte die Stameraden Kläger nicht gelernter Zimmerer, nicht Geselle sei, die Gewerbe der Buchbinder Folge zu geben und, entgegen dem bisherigen Safzid und Gora la ed unter Auflage wegen Uebertretung Ordnung jedoch wörtlich sage, daß Junungs. Schiedsgerichte zur Brauch, die Sammelliften, welche nur innerhalb des eigenen der§§ 8, Abs. b und 16 des preußischen Vereinsgesetzes vom Erledigung von Streitigkeiten zwischen den Innungsmitgliedern Berufes der Streikenden zirkuliren, mit dem Stempel der Gewerkund ihren Gesellen errichtet werden könnten. Hieraus sei schaftskommission zu versehen. Am 19. September. 1895 standen die Angeklagten vor dem der Schluß zu ziehen, daß die Zuständigkeit der Innungsgerichte Willner theilt bezüglich des Streits der BallschuhGleiwitzer Gericht, um sich gegen die erhobene Anschuldigung zu nicht auf Streitigkeiten zwischen den Innungsmitgliedern und ihren ma cher mit, daß derselbe vornehmlich ein Kampf gegen die in re.theidigen.( Prufop, der gleichfalls angetlagt, hatte sich aus ungelernten Arbeitern ausgedehnt werden sollte, für solche Fälle dieser Branche weit verbreitete Hausindustrie sei. Da die eigenen dem Staube gemacht) Raizid und Goralzed wurden denn auch bleibe sonach die Zuständigkeit der Gewerbegerichte bestehen, auch wenn Mittel der Schuhmacher durch die voraufgegangenen Lohnzu 50 bezw. 30 M. Geldstrafe verurtheilt! der Beklagte einer Innung angehöre, die ein Schiedsgericht besize. bewegungen in ihrem Berufe start in Anspruch genommen Das betreffende Urtheil liegt uns vor und wollen wir den Es komme auch noch in betracht, daß es nach dem Geseh wieder worden seien, so rechneten dieselben diesmal auf die UnterThatbestand der Anklage" kurz wiedergeben.-- Der intelligente, nur die Gesellen feien, welche bei den Einrichtungen der stüßung der Gewerkschaftskommission. Dieselbe wurde zugesagt. fozialdemokratischen Anschauungen zuneigende Prutop" lernte in Innungen betheiligt seien. Kein ungelernter Arbeiter habe da Berlin auf dem internationalen Bergarbeiterkongreß den hervor- nach z. B. zum Ausschuß zu wählen oder dürfe in ihn hinein arbeiter und Drosch tentutscher: Den Boykott Eine längere Debatte entstand über den Antrag der Metallragenden sozialdemokratischen Agitator Ludwig Schröder" gewählt werden. Das Gericht trat nach Erledigung dieser über die Berliner Padetfahrt Gesellschaft auftennen. Derselbe war Vorsitzender des rhein.- westfälischen Ver- Borfrage in die materielle Verhandlung des Rechtsstreites ein zu heben. Droschkenkutscher Schulz begründete den Antrag bandes", der in engster Verbindung steht mit der fozial- und verurtheilte demnächst den Beklagten zur Zahlung einer folgendermaßen: Als der Boykott beschlossen werden sollte, hätten demokratischen Partei Deutschlands!!!( der Ge- Lohnentschädigung für zwei Tage. Diese Buße hat der Beklagte die Befürworter desselben versichert, die ,, Berliner Verkehrsaustall" richtsschreiber schreibt mit schauerlicher Konsequenz Parthei", mit Rücksicht darauf zu zahlen, daß er erst zwei Tage nach werde allen Anforderungen, die man hinsichtlich einer zuwie sich überhaupt das Aftenstück durch recht viele orthographische Beendigung der Arbeit dem Kläger sein Arbeitsbuch aus verlässigen Beförderung an sie stelle, gerecht werden. Das sei nun und sachliche Fehler auszeichnet. So stammt nach dem Gleiwizer gehändigt hatte. Gericht H. Hünninghaus aus Zaborze, Kreis Zabrze, Ober aber nicht der Fall. Es habe sich vielmehr herausgestellt, daß ſchlesien, während doch die Wiege unseres Freundes auf der tränke auf Kredit. Für die minderjährigen Grben des Schaut durch die Verkehrsanstalt" sehr nachlässig und unpünktlich Förderung der Völlerei durch Abgabe geistiger Ge- die Sendungen, namentlich die gewerkschaftlichen Zeitungen, rothen Erde" stand)!!! Schröder, Prukop, Kafzick und Goralzeck haben nun einen wirths Kilian führte deren Mutter das von K. hinterlassene bestellt würden, was für die betheiligten Gewerkschaften ein Da andererseits der Boykott der überschlesischen Berg- und Hüttenarbeiter- Verband" gegründet, der Schaufgeschäft weiter, indem sie zum Stellvertreter ihrer Kinder unhaltbarer Zustand ſei. nur anscheinend" eine Filiale des„ rheinisch- westfälischen" war. ihren zweiten Mann namens Lotte bestellte. Dieser war indessen Packetfahrt Gesellschaft so gut wie garnicht schade, möge man Warum? Prutop hatte aus Unkenntniß und nach Aufforde der Polizeiverwaltung des rheinischen Industrie- Ortes, wo sich der denselben, der sich als ein übereilter Beschluß darstelle, aufheben. rung der oberschlesischen Behörde die Mitglieder Ausschank befindet, nicht genehm. Die Behörde erließ des- Maaß und Frl. Bien traten gleichfalls für Aufhebung des angemeldet in Babrze. Der Zentralvorstand verwies ihm dies, halb an Frau Lotte als der Vormünderin ihrer Kinder Boykotts ein. Boigt hielt zwar die feinerzeit beschlossene Ver= darauf meldete P. die Mitglieder wieder ab und überließ erster Ehe die Verfügung, ihren Mann von dem Posten des Ver- hängung des Boykotts für einen Fehler, jedoch könnten ihn die von die Anmeldung statutgemäß dem Zentralvorstand. Das Gleiwitzer treters im Geschäft zu entfernen und der Polizei einen anderen Schulz vorgebrachten Gründe nicht bewegen, den Boykott wieder aufdie Anmeldung statutgemäß dem Zentralvorstand. Das Gleiwitzer Vertreter zu präsentiren. Frau Lotte gehorchte, flagte aber zu- zuheben. Da derselbe einmal beschlossen sei, müsse er auch so lange aufGericht fah aber den§ 6 unseres Statuts nur als eine Finte an, womit der„ intelligente Prufop" die Polizei täuschen wollte. gleich im Verwaltungsstreitverfahren auf Aufhebung jener Ver- recht erhalten werden, bis er die gewünschte Wirkung erzielt Ein Brief, den J. Margraf an Prutop schrieb, worin er fügung. Die zuständigen Behörden wiesen die Klage ab. habe. Es gehe nicht an, Beschlüsse der Gewerkschaftskommission Beachtung des§ 6 Abs. 1 unferes Statuts empfahl, konnte den Interessant sind die folgenden Ausführungen aus den Gründen furzerhand wieder umzustoßen. Der Boykott würde übrigens Verdacht nur best ärten! Der betreffende Paragraph unseres des Bezirksausschusses: Der Ehemann Lotte habe sich auch dadurch wirksamer gewesen sein, wenn er von den Organisationen mehr Verbandsstatuts lautet: Bei den Vertrauenspersonen können als ungeeignet für den Posten eines Stellvertreters im Schant als es gefchehen, beachtet worden wäre. Die jetzige Aufhebung des fich die Mitglieder zur Aufnahme melden, jedoch entscheidet betriebe erwiesen, daß er durch unmäßiges Kredit- Boykotts würde den Anschein erwecken, als ginge es nicht nur der Bentralvorstand über Aufnahme oder Nicht- geben der Völlerei Vorschub leistete. Die Arbeiter des nahen ohne die Packetfahrt Gesellschaft. 3eiste bemerkt gleichfalls, aufnahme und gilt das Mitglied dann erst als definitiv auf- alzwerkes hätten sich von der Möglichkeit, jederzeit ohne Geld daß die Bestellung der Gewerkschaftsblätter durch die Verkehrs. genommen, wenn die Aufnahme durch den Zentralvorstand erfolgt geistige Getränke zu erlangen, verleiten laffen, sich häufig in der anstalt sehr unzuverlässig sei. Wenn der Boykott der Packetist. Dagegen hat das Mitglied so lange keine Rechte und Kneipe lange, manchmal mehrere Stunden aufzuhalten, und oft fahrt- Gesellschaft aufgehoben würde, dann möge man aber Pflichten, bis die Aufnahme in obiger Weise vollzogen ist." wären sie so betrunken zur Fabrit zurückgekehrt, daß deren Leiter auch so tonsequent sein und den Boykott der Privat dem einen recht, das sei Die" Bahlstelle" Baborze war also ein felbst sie hätte nach Hause schicken müssen. Wenn geltend gemacht post aufheben, denn was ständiger Verein". Nun aber beschäftigte man sich mit werde, in allen Kneipen in der Runde sei dies Kreditsystem ein- dem andern billig; es liege fein Grund vor, die eine Gesellpolitischen Angelegenheiten", laut§ 1, Absatz 3 geführt, dann sei dem entgegen zu halten, daß sich darum erst recht schaft vor der andern zu bevorzugen. Handels- Hilfsarbeiter des Verbandsstatuts mit öffentlichen Angelegenheiten". Der be- ein energisches Vorgehen der Polizei- und Verwaltungsbehörde Streitner ersucht um Aufrechterhaltung des Boykotts der treffende Abfah lautet:" Unter der Besprechung von Verbands: empfehle. Auf die Revision der Klägerin hat nunmehr auch das beiden Gesellschaften, oder, falls, wie es den Anschein habe, die Angelegenheiten follen namentlich gerechnet werden: die zeit- Oberverwaltungsgericht zu ihren ungunsten entschieden. Und Freigabe der Packetfahrt- Gesellschaft beschloffen werde, möge Dieser gemäße Menderung der Bergarbeiter- Ordnungen 2c., 3war hat dessen III. Senat bei dem Urtheil, ganz abgesehen von wenigstens die Privatpost weiter boykottirt werden. Erlangung der Arbeitsvermittelung einem anderen, dem Lotte gemachten Vorwurf, ausdrücklich aus Boytott habe in der That eine erkennbare Wirkung gehabt, auch so bald eingehen müssen. günstigerer Lohn- und Arbeitsverhältnisse." Dies ist nach gesprochen, daß die vom Vorderrichter festgestellte weitgehende würde die Privatpost fo Ansicht des Gleiwißer Gerichts politisch". Außerdem wurde in Kreditgewährung an Arbeiter allein schon die Verfügung der Handelshilfsarbeiter Hoffmann vertrat denselben Standpunkt. öffentlichen Bersammlungen(!!!) gesprochen von einer Polizeiverwaltung rechtfertige. Von der Ablehnung eines Er führte die bisherige Unwirksamkeit des Boykotts auf die " Ginwirkung auf die Gefeßgebung", von Sozialdemokratischen Stellvertreters bis zur Konzessionsentziehung ist natürlich nur ein lässige Handhabung desselben durch die Genoffen zurück, und Randidaturen", von Abschaffung der Frauenarbeit"," Erringung meint, diese Lässigkeit erkläre sich wohl daraus, daß der Boykott nicht von der des Achtstundentages" u. f. w. u. s. w. Zwar waren dies keine ,, richtigen Stelle" ausgesprochen worden fet. Vereinsversammlungen, doch hatte man es, nach Demgegenüber bemerkt Maaß, daß die Auffassung des Vorredners irrig sei. Der Ansicht der Gleiwizer Richter, hier dennoch mit„ Versammlungen Boykott zu thun", die sich durch wirken für den Werband" als Vereinshätte die gewünschte Wirkung nicht haben können, da nicht die versammlungen qualifiairten!!!! Die Anmeldung der Versamm eine Delegirten- Bersammlung ab. Bunächst gab millarg eine Kunde der Packetfahrt- Gesellschaft in betracht komme. Es sei ja Die Berliner Gewerkschaftskommiffion hielt am Freitag Arbeiterschaft, sondern die Kaufmannschaft als hauptsächlichster Lungen als„ öffentliche" geschah also wieder nur, um die Polizei Uebersicht über den Verlauf der Gewerbegerichtswahlen und be- begreiflich, daß der Boykott seinerzeit beschlossen worden sei unter zu täuschen. merkte dabei, man könne zwar mit dem Resultat derselben zu dem Eindruck der Sympathie, die jeder zielbewußte Arbeiter für die Aus den angegebenen, im vorliegenden Urtheil namentlich frieden sein, jedoch wäre die Betheiligung seitens unserer gemaßregelten Angestellten der Gesellschaft naturgemäß empfindet. angeführten Gründen, mußte man daher die" Bahlstelle" Zaborze als Genossen leider nicht so groß gewesen, wie man es im Interesse Man möge aber nicht, wie es Voigt wünsche, der einmal ge= einen felbständigen politischen Verein" betrachten, der Sache wünschen müsse. Stamentlich hätten sich viele sozial faßten Beschluß unter allen Umständen aufrecht erhalten. Wenn deren Leiter sich durch Inverbindungtreten" mit den demokratische Unternehmer nicht an den Wahlen betheiligt. Er derfelbe jetzt aufgehoben würde, nachdem sich seine Unzweck ebenfalls gerichtlich bekundeten politischen Ten- fehe sich veranlaßt, darauf hinzuweisen, denn wenn auch der mäßigkeit herausgestellt habe, so handle man klug und fachgemäß. denzen huldigenden, selbständigen rheinisch- Ausfall der Wahlen günstig sei, müsse doch in Zukunft die Theil westfälischen Verein" des Vergehens gegen die§§ 8, nahme der Wähler noch größer werden. Es wurde beschlossen, den Boytott der Packetfahrte Abs. b und 16 des preußischen Vereinsgefeges vom 11. März 1850 fuffton war unter anderem auch die Rede davon, daß die boykottiren. In der Dis Gesellschaft aufzuheben, die Privatpost aber weiter zu fchuldig gemacht. Daher ihre oben schon angeführte Bestrafung. Kammern des Gewerbegerichts nicht immer derart besetzt seien, Obendrein wird die Auflösung der Bahlstelle" Baborze gerichtlich daß die Beisiger über die Kollegen ihres eigenen Berufs zu mann namens feiner Gewerkschaft gegen ein von Massini ge= Beim Punkt Verschiedenes" polemificte Zimmerer Beh= bestätigt und auf die Dauer verfügt. Gericht sitzen. Am Dienstag, den 15. September 1896 stand der hervorhaltenes Versammlungsreferat, worin derselbe falsche Angaben Als Ausschußmitglied wurde Hagen gewählt an ftelle bezüglich der Zimmererbewegung gemacht habe. Redner be ragende fozialdemokratische Agitator", frühere Leiter des gericht Grothmann's, der wegen seiner Haltung in der Debatte über die antragte, diese Angelegenheit auf die Tagesordnung der lich bekundeten sozialdemokratischen Bergarbeiter- Verbandes von Quarc'schen Vorschläge von seiner Gewerkschaft zur Rede nächsten Delegirten Versammlung zu sehen. Auf Antrag Rheinland Westfalen", jeßiger Buchthäusler" Ludwig gestellt worden ist und infolge dessen sein Mandat als Delegirter Börner's wurde Uebergang zur Tagesordnung beschlossen Schröder und H. Hünninghaus aus Zabrze stammend" niedergelegt hat. vor dem Bochumer Amtsgericht, um sich ebenfalls und Lehmann gerathen, daß er, resp. seine Gewerkschaft sich mit wegen Vergehen gegen die§§ 8 und 16 des preußischen Vereins- der städtischen Gasanstalt in der Danzigerstraße möge. Hierauf erhielt Ahrens das Wort. Er berichtete, daß in Massini, der nicht anwesend war, persönlich auseinander setzen gesetzes zu verantworten. Es war dieselbe Angelegenheit, um welche Rafzik und anstatt der bisherigen 12 stündigen Sonntagsschicht die früher Delegirten der Bauarbeiter, Bilderrahmenmacher, Buchdrucker, ein Ausstand ausgebrochen sei. In dieser Anstalt sollte Damit war die Tagesordnung erledigt. Es fehlten die Goralzeck in Gleiwit verurtheilt wurden. Es lag der giltig gewesene 18 stündige Schicht wieder eingeführt werden. Firmenschilderbranche, Glasarbeiter, Kupferschmiede, Lackirer, felbe Thatbestand vor, dieselben Protokolle und Briefe, Als sich 10 Arbeiter gegen diese Zumuthung fträubten, wurden Maler, Militärmüßenmacher, Möbelpolirer, Rolltutscher, Schäftedieselben Bengenaussagen sollten die Schuld Schröder's fie am Donnerstag entlassen, worauf sich weitere 65 Arbeiter arbeiter, Stellmacher, Stodarbeiter, Uhrmacher, Staafer, Xylo und seiner Genossen Meyer und Sünninghaus erweisen. mit ihnen solidarisch erflärten und gleichfalls die Arbeit graphen. Sämmtliche Erhebungen und Beweisanträge, die der Staatsanwalt niederlegten. Diesen folgten noch andere 5 Arbeiter, " s " 01 und Schritt. Versammlungen. in Gleiwit zur Bekundung der Schuld Kafzic's und Goralzed's so daß sich gegenwärtig 80 Gasanftalts- Arbeiter im Ausstande ins Feld führte, verwandte auch der öffentliche Ankläger in Bochum. befinden. Die Arbeiter der Gasanstalten in Schmargendorf und Reichstags- Wahlkreis fand am Freitag Abend in Brochnow's Eine Parteiversammlung für den dritten Berliner Der Bochumer Prozeß war nichts anderes wie eine Fortseßung in der Gitschinerstraße hätten sich gleichfalls bereit erklärt, die Salon statt. Wegen des nur mäßigen Besuches der Versamm des von Gleiwig. Arbeit einzustellen, wenn ihre Kollegen in der Danzigerstraße nicht zu lung wurde auf Antrag Wilhelm vom ersten und zweiten Punkt Und was geschah?! Die Angetlagten Schröder den alten Bedingungen wieder beschäftigt würden. Im Anschluß der Tagesordnung: Vortrag und Diskussion, Abstand genommen. und Genossen wurden wegen desselben Delitts an diesen Bericht schilderte Kurras sehr eingehend die Arbeits- Die Delegirten Hoch, Hinze und Mahle berichteten hierauf freigesprochen, um dessenthalben ihre Mit verhältnisse in den städtischen Gasanstalten, die so gefundheits- über die Verhandlungen auf der Parteifonferenz der Proving übelthäter in Gleiwit verknurrt wurden!!! schädlich seien, daß sich auch die träftigsten Brandenburg. Was die Presse anbelangt, meint Hoch, sei Ausdrücklich wurde in Bochum betont: Die 3ahlstelle Arbeiter mit der Zeit aufreiben müßten. Daber nach den gemachten Erfahrungen festgestellt worden, daß einzelne in Zaborze war in der That nur eine laut§ 6 fei eine allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit Städte und Kreise einen überaus guten, andere einen schlechten des Verbandsstatuts von dem Zentralvorstand abeine durchaus gerechte Forderung. Die übrigen Redner stellten Abonnentenstand haben, die Zahl der Abonnenten im allgemeinen hängige unfelbständige Organisation, daher von sich entschieden auf die Seite der Gasanstalts Arbeiter und be- aber 7 pCt. der Wähler ausmache. einem Juverbindungtreten selbständiger Bereine" im Sinne tonten, daß es der Verwaltung der Gaswerte hätten gewünscht, daß über einzelne Fragen ausführlicher Friz und Jahn der mehrfach genannten Paragraphen des preußischen Vereins im Hinblick auf die großen Ueberschüsse, berichtet worden wäre, worauf Hoch erwiderte, daß leider nicht gefeges nicht gesprochen werden kann. Die Angeklagten sind welche sie erziele, ein leichtes fei, etwas für viel mehr als bereits im Vorwärts" geschehen, zu berichten freizusprechen." die Werbesserung der Lage der Arbeiter zu wäre, da die Berliner Delegirten durch Schlußanträge stets an Wer hat nun recht, die Gleiwitzer oder Bochumer Richter? thun. Die Delegirten beschlossen, in ihren Gewerkschaften für der Behandlung einzelner Fragen, wie: Lotalfrage und Kandidaten Sind Raszick und Gen. oder Schröder und Gen. Von Rechts die weitgehendste Ünterstützung der Gasanstalts Arbeiter Sorge frage, verhindert wurden. Wilhelm äußerte sich in ähnlicher Wegen abgeurtheilt worden? Werden die Kameraden in Ober- zu tragen. schlesien ihr Geld zurückerhalten, wird die Zahlstelle" Zaborze wieder freigegeben? Warum hat man, nach unserem Laien verstand laut dem Gleiwiger Urtheil mit recht, nicht auch den fozialdemokratischen Verband in Rheinland Westfalen" auf gelöst? " 0 B Weise. Hinz und Friß meinen, daß gerade die Lokalfrage Ueber den Glaserstreit berichtete Scheiler. Verlauf der Bewegung sei befriedigend. Der nur im Sinne der Provinzdelegirten äußerst ungenügend bes Berlin arbeitenden Glafern seien 160-170 organisirt, denen sich eine Aenderung schaffen müssen. Hierauf wurde Genoffe Von etwa 600 in handelt worden sei; jedenfalls werden die Berliner Genossen noch neuerdings noch 40 Kollegen hinzugefellt hätten. In 31 Wert Dimmic wieder als Mitglied in die Brandenburger Agitations stätten mit 147 Kollegen seien die Forderungen ganz, in 8 Wert- tommission gewählt, als Revisoren die Fenossen Kräcker, ftätten mit 70 Kollegen theilweise bewilligt, während von Günzel, Alboldt und Schölzel, worauf Schluß der 30 Werkstätten noch fein Resultat vorliege. Die Glaser denten, Bersammlung erfolgte. Viel Geld sparen kann jeder, der nicht versäumt, unten angeführte Partien von Damen- Kleiderkoffen in Augenschein zu nehmen. Es sind nur Herbst- u. WinterNeuheiten, die des Raummangels wegen zu noch nie dagewesenen Preisen abgebe. 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