Berliner Volks- Tribüne " Social- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Volks- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 Pfg.( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pfg. Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis viertelfährlich 1 Mk. 50 Pfg.; eingetragen unter Nr. 837 b des 16. Nachtrages zur Zeitungspreisliste.) Redaktion und Expedition: Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Naum mit 20 Pfg. berechnet.- Vereins- Anzeigen: 15 Pfg. Arbeitsmarkt: 10 Pfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. S.O.( 26). Oranien- Straße 23. №. 15. Sonnabend, den 12. November 1887. Ausgabe für Spediteure: „ Merkur" Zimmer- Straße 54. I. Jahrgang. Inhalt: d. J. mit der Leitung der Wahlen beauftragten Reichstags- wollen, daß wir im Wahlgange nach Kräften den Posten wahlkomitees berechtigt und verpflichtet, die ein- auszufüllen suchten, auf welchen uns Euer Vertrauen geZu den Berliner Stadtverordneten- Wahlen. leitenden Schritte in dieser Sache zu thun; sie wurde stellt hatte. Die Berliner Arbeiter haben den Muth gehabt Sozialistische Lohntheorie und kapitalisti- hierin unterstützt von einer Anzahl ehemaliger Mitglieder des und werden ihn weiter haben, jeden ernsten Wahlkampf aber sie haben nicht Sozialdemokratischen Stadtverordneten wahlkomitees. mit ihren Gegnern aufzunehmen sche Löhnungspraris. Entwickelung und Nach reiflicher Erwägung waren wir vollständig die politische Ehrlosigkeit, sich an einer Wahlposse Charakter der französischen Arbeiterparteien. einig in dem Entschluß, Euch, den Arbeitern Berlins, der zu betheiligen. Und ernst kann man wahrlich eine Wahlbewegung Die Bewegung unter den Arbeitslosen überwältigen den Mehrheit der erwachsenen Benicht nehmen, in welcher von den Hindernissen des wohner der Reichshauptstadt Londons. Zum St. Gallener Parteitag. Dreiklassensystems ganz abgesehen der größten Partei Berlins überhaupt jede öffentliche Agitation versagt ist, in welcher der Arbeiterstand nicht einmal öffentlich Kandidaten aufzustellen vermag. Feuilleton. Aus Lassalle's letzten Tagen. - Der Marimalarbeitstag und der hygienische Kongres in Wien. Politische Nachrichten. Kleine Mit theilungen. Vereine und Versammlungen. An unsere Leser richten wir die Bitte, für möglichste Verbreitung dieser Nummer und der Berliner Volks- Tribüne" überhaupt thätig zu sein. Der Abonnementspreis für Berlin beträgt monatlich 50 Pfennige frei in's Haus. Außerdem ist die vollständige Wahlenthaltung anzuempfehlen und zwar aus folgenden Gründen: um Die Thätigkeit unserer Partei kann, wie ihr alle Unter solchen Verhältnissen uns an der Wahl zu bewißt, auf kommunalem Gebiete immer nur eine sehr geringfügige sein. Alle irgend wichtigeren wirthschaft- theiligen, das würde die Ungerechtigkeit des heutigen lichen Fragen, alle bedeutsameren Beziehungen zwischen Systems nur bemänteln heißen. Das würde nach Außen Kapital und Arbeit fallen ganz und gar in den Bereich hin nur den Anschein erwecken, als ob es für das Volk der Gesetzgebung der Bundesstaaten und des Reiches; noch ein wirkliches Wahlrecht gäbe, das hieße hierhin haben die Arbeiter ihre Kraft zu richten, wenn sie mit Lassalle zu reden- einen Zustand vollständiger Rechteine Besserung ihres unwürdigen Looses und ihre endliche losigkeit in einen Zustand des Rechtes„ umlügen". Und dazu sollten wir selber die Hand bieten? Befreiung von wirthschaftlicher Knechtschaft erringen wollen. Nein und abermals nein! Wir haben ein geringes Ferner haben die Gemeinden auch gar keine Macht, tiefergehende politische Forderungen unserer Partei zu ver- Interesse daran, uns dem unsicheren Glücksspiel des Dreiwirklichen, sodaß weder für den Sozialismus noch für die klassenwahlsystems auszuseßen, aber wir haben das denkbar Demokratie praktische Erfolge zu erhoffen sind, die von stärkste Interesse, die uns gegenüber befolgte Politik aller Bedeutung für das arbeitende Volk wären. Und wenn Welt hüllenlos als das erscheinen zu lassen, was sie in die Regierung der Gemeindevertretung gar verbieten Wahrheit ist. Indem wir unsere Gegner scheinbar getann, über alle wichtigeren politischen Fragen( wie z. B. währen lassen, bereiten wir ihnen in Wahrheit die folgenKein Erwählter der besitzenden die der Vermehrung der Reichstagsmandate für Berlin) schwerste Niederlage. auch nur zu berathen, so wird hierdurch schlagend be- Klaffen wird sich mehr wohlgefällig auf seine Autorität wiesen, daß auch der agitatorische Werth der Vertretung als Volksvertreter" berufen können denn bei seiner im„ rothen Hause" für uns ein ziemlich verschwindender ist. Wahl blieb das ganze arbeitende Volk von der Aber selbst wenn den Gemeinden viel weitergehende Urne fern. Das Ausnahmegesetz aber wird in seiner machtbefugnisse zuständen, und wenn daher eine sozialistische wahren Gestalt erscheinen, wenn durch unser Verhalten Fraktion im Rathhaus einen ausgebreiteteren Wirkungskreis jedermann hier und draußen im Reiche erfährt: in der finden könnte so würde dies doch eine starke Fraktion volkreichsten Stadt Deutschlands, in der Stadt, vorausseßen, und an eine solche ist niemals zu denken, so welche die größte Arbeiterbevölkerung umfaßt, lange das„ elendeste aller Wahlsysteme" fortbesteht. gab es wohl eine Wahlbewegung, aber es gab Bei 392 741 Steuerzahlern der Einkommen- und keine Arbeiterversammlung, es gab keinen ArKlaffensteuer wies Berlin im Jahre 1883/84 weit über beiterkandidaten und es gab keinen Arbeiter, der 200 000 wegen Armuth steuerbefreiter Per- wählen ging. Das soll unser Protest sein, den wir erheben, und sonen auf, von denen neun Zehntel über 20 Jahre alt sind. Diese neun Zehntel der ärmsten Klasse sind des verlaßt Euch darauf, dieser lautlose Wahlproteſt wird Zu den bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlrechtes überhaupt beraubt. Des Wahlrechts gänzlich mächtiger in das Land hinausschallen und einen ganz anberaubt sind aber weiter die 144 313 Personen der deren Widerhall finden, als alle sonstigen Proteste zuersten Klassensteuerstufe. Und die winzige Minorität, die sammen. dann von Euch noch übrig bleibt, wählt nicht unter den gleichen Voraussetzungen wie unsere Gegner, die Mann für Mann an die Wahlurne treten dürfen. Vielmehr find von vornherein zwei Drittel der Size für die besißenden Klassen reservirt, und erst in der dritten Klasse dürfen die paar Wahlberechtigten unserer Partei ,, Berliner Volks- Tribüne" durch jede Postanstalt des Deutschen Reiches zu beziehen. Preis viertel jährlich 1 M. 50 Pf.; eingetragen unter Nr. 837b des 16. Nachtrages der Zeitungspreisliste. Bestellungen nehmen alle Spediteure entgegen. Wahlen. An die Arbeiter Berlins! Arbeiter Berlins! Trotz aller Bemühungen ist es Euch nicht möglich gewesen, in öffentlicher Versammlung Stellung zu den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen zu nehmen. Vor vier Jahren erklärte zwar noch Herr von Buttkamer: ihre Stimme erheben! Nun maßen wir uns nicht an, Euch darum von jeder Betheiligung an der Dreiklassenwahl abzurathen. Das zu „ Wer giebt uns denn das Recht, wenn hier bei den entscheiden und zu empfehlen, ist und bleibt Sache der Kommunalwahlen der vierte Stand sich zusammenthut und ganz bestimmte Beschwerden vorzubringen hat, wer giebt Gesammtpartei. Aber wir rufen diese beschämenden Thatuns denn das Recht, solche Leute unter die Paragraphen 1 fachen vor Eure Erinnerung zurück, um klarzustellen, daß und 9 des Sozialistengesetzes zu subsumiren?... Ich bin wir jedenfalls gar keinen Grund haben, uns für die Theilder Meinung, wir hatten nicht das Recht, der sogenanntennahme an den Stadtverordnetenwahlen zu ereifern; dieser Arbeiterpartei in ihrer legitimen Thätigkeit in Bezug auf die Kommunalwahlen entgegenzutreten; wir würden uns da- Eifer würde in ärgstem Mißverhältniß zu der Bedeutung durch einer flagranten Gefeßesverlegung schuldig und den Ergebnissen eines auf solchem Boden ausgefochtenen gemacht haben. Ich werde auch fünftig in allen Wahlkampfes stehen. Fällen so verfahren." Dagegen haben wir im gegenwärtigen Augenblick allen Trotzdem wird uns heute von den Untergebenen des Grund, durch unsere Ministers auch nicht eine öffentliche Zusammenkunft in vollständige Wahlenthaltung der gleichen Angelegenheit genehmigt. Darum seid Alle einig wie ein Mann und bewahrt vollständige Wahlenthaltung. Am 22. November wird das ganze arbeitende Volk von der Wahlurne fern bleiben und so das vernichtendste Urtheil über das ganze Ergebniß dieser " Volkswahl" sprechen. A. Brandt, Buchbinder, Adalbertstraße. F. Berndt, Schlosser, Brunnenstraße. H. Gruner, Kürschner, Lottumstraße. H. Damerow, Maler, Neue Hochstraße. H. Lehmann, Zimmerer, Rheinsbergerstr. R. Kroll, Schneider, Gneisenaustraße. A. Nickel, Zimmermann, Wrangelstr. Im Anschluß an diesen Aufruf möchten wir unsere Leser noch darauf aufmerksam machen, daß nach der in der sozialdemokratischen Partei allgemein herrschenden Anschauung, wie sie auch auf dem St. Gallener Parteitag Mir Arbeiter sind augenblicklich gegen diese Praris den schneidendsten Protest zu erheben gegen ein System, Ausdruck gefunden hat, eine Unterstüßung gegnerischer ohnmächtig. Aber wenn wir auch nicht, wie wir es alle das uns zu vollständiger politischer Rechtlosigkeit Kandidaten durchaus ausgeschlossen ist. Die Arbeiter hätten wünschten, in freier Sve und Gegenrede aller Partei- verurtheilt. Arbeiter Berlins! Ihr habt bisher furchtlos in jedem darnach also auch nicht für das„ kleinere Uebel" eingenossen unser einzuschlagendes Verhalten festzustellen vermögen, so schien es uns doch einer so großen Partei wie Wahlfeldzug mitgekämpft, ihr habt keine Geldopfer gescheut zutreten. der unseren, der stärksten Partei Berlins, unwürdig, und seid auch vor den zahllosen Maßregelungen nicht zudie Zeit der Wahlbewegung ohne jede eigene Lebens- rückgeschreckt, welche mit dem offenen Wahlverfahren äußerung vorübergehen zu lassen. Unter den obwaltenden bei den Stadtverordnetenwahlen verknüpft sind. Auch uns Verhältnissen glaubte sich die Mehrheit des im Februar| Unterzeichneten wird man die Anerkennung nicht versagen Die Redaktion der Berliner Volks- Tribüne". " Sozialistische Lohntheorie und kapitalistische die Preise irgend beträchtlich und steigt somit auch der sonders in Paris selbst. In der Provinz ist die Zahl Löhnungspraxis. Lohn über den nothwendigen Lebensunterhalt, dann ist es ihrer Parteigänger eine stärkere. den Unternehmern immer ein leichtes, die Löhne„ nicht Die Possibilisten haben auf ihrer Seite die meisten durch den Marktpreis der Kohle, sondern der Arbeit" be- Pariser Studienzirkel, Gruppen und Gewerkschaften. An General Lilly war besonders entschieden in der stimmen zu lassen. Die kapitalistische Praris giebt auch ihrer Spize stehen: der bereits mehrfach erwähnte P. Brousse, Erklärung, daß das ganze System, eine dauernde Basis bei dieser scheinbar harmonischen" Regelung immer der Chabert, Dumay, J. B. Clément, der beliebte und trefffür die Löhne der Kohlengräber festzustellen, d. h., fie sozialistischen Lohntheorie recht, die ja, weniger entwickelt, liche Volksdichter, und noch viele andere. Die meisten im Verhältniß zum Marktpreis der Kohle zu bezahlen- ein Unsinn sei. Der Marktpreis der Arbeit und auch von den klaſſiſchen bürgerlichen Dekonomen bereits dieser Männer find durch eine rege Thätigkeit in Vereinen nicht derjenige der Kohle solle die Löhne der Arbeiter beftimmen." Das Vorstehende ist einem Bericht der Philadelphier ,, Preß" aus den Streikdistrikten der pennsylvanischen Kohlenindustrie entnommen. Zum Verständniß sei hierzu folgendes bemerkt: Nach einem langen Streit im Jahre 1875 septen die Kohlengräber jenes System durch, wonach sie im Verhältniß vertreten wurde. Entwickelung und Charakter der französischen Arbeiterparteien. VII. und Versammlungen bekannt, und es ist nur zu beklagen, daß die Resultate ihres Eifers und guten Willens vielfach durch Mangel an Kenntnissen und sozialistischer Durchbildung und durch das Sichgängelnlassen seitens ehrgeiziger Intriguanten geschwächt werden. In anderen Hinsichten haben die Possibilisten nichts Bedeutendes geleistet, dies gilt zumal auch für die Bereicherung und Ausbreitung der sozialistischen Literatur. Wie bereits gesagt, führte der St. Etienner Partei- Dieser Umstand ist sehr erklärlich, da Brousse die noch zum Verkaufspreis der Kohlen bezahlt werden sollen. tongreß zum Ausschluß von Guesde, Lafargue, Deville 2c. übriggebliebenen kenntnißreichen Führer wie Malon, Betrug in New- York der Kohlenpreis fünf Dollars für und dadurch zu einer bis heute fortbestehenden Spaltung Fournière, Nouanat, Drammard 2c. ebenso gut wie Guesde die Tonne Kohlen, so sollten die Kohlengräber in Pennsyl- der Partei selbst. Die französischen Sozialiſten theilten aus der Partei herausdrängte. Er erreichte dies dadurch, vanien den festgesetzten Normallohn erhalten. Stieg der sich von da an in zwei Fraktionen, von denen jede als daß er in den Gruppen eine Strömung zu Gunsten der Kohlenpreis, so erhielten die Miner eine entsprechende Zu- selbständige Partei vorging. Die Partei der sogenannten Theorie von der schwieligen Faust erzeugte, die Anlage; fiel er, so mußten sie sich einen Abzug gefallen Possibilisten, die sich selbst„ Fédération française ficht kultivirte, eine wirkliche Arbeiterpartei dürfe nur aus lassen. Dieses Uebereinkommen blieb nominell bis heute des travailleurs socialistes révolutionnaires"( französische andarbeitern bestehen, denn alle Gebildeten und der in Kraft; thatsächlich wurden jedoch die Arbeiter durch Federation der sozialistisch- revolutionären Arbeiter) nennt, Bourgeoisie Entstammenden seien Verräther, welche eine allerhand Machinationen häufig betrogen. Ferner sank unter- und die der Gues disten oder Kollektivisten, deren Auflösung der Partei bewirken. Diese durchaus antideß trotz aller Unternehmerkartelle der Preis in den Seestädten offizieller Name„ Parti ouvrier"( Arbeiterpartei) ist. " dauernd unter die Basis" von fünf Dollars. Die Diese Namen stehen gerade in umgekehrtem Verhält- sozialistische Lehre hat nicht nur insofern ihre Wirkung gethan, als allen Brousse Mißliebigen der Aufenthalt in Arbeiter bekamen also" nie den vollen Normallohn, während nisse zu dem Wesen der beiden Fraktionen; während die der Partei unmöglich gemacht wurde, sondern noch mehr die Grubenlords sich für ihre Einbuße an jenen Plägen erstere troß ihres langen und revolutionären Titels sich der Partei unmöglich gemacht wurde, sondern noch mehr dadurch, daß die possibilistische Fraktion in geistiger Bedurch eine enorme Vertheuerung der Kohlen da ſchadlos thatsächlich stets als äußerst gemäßigt oder, wie die Bour- ziehung sehr geschwächt ward und noch lange unter den für den Ausfall hielten, wo sie keinen Mitbewerb hatten. geoisblätter es benamsen,„ vernünftig" zeigt und die Oppor- Folgen dieser Manöver leiden wird. Sie kokettirt beständig Sie pofitirten ferner durch all' die technischen Verbesserun- tunisten des Sozialismus umfaßt, hat sich die letztere stets mit ihrem rein proletarischen Charakter und will den gen im Betriebe und Transport seit einem Jahrzehnt, als durchaus revolutionär im Sinne des modernen Sozia- Kollektivisten ein Bourgeoisgepräge aufzwingen, weil die welche zur Verminderung der Kosten führten. Sie lismus bewiesen. Führer der letzteren keine Handarbeiter und unterrichtete, gebildete, gelehrte Männer sind. fielen. zahlten bei gleichem Kohlenpreis dieselben Löhne, hatten Der Fraktion der Kollektivisten verblieben nur wenige jedoch verringerte Kosten, also eine steigende Einnahme. Gruppen, die Region des Nordens, Lyon und einige Städte In Folge dessen zeigt die possibilistische Fraktion, als Die Arbeiter dagegen büßten an ihrem Verdienst von der Lyoner Federation, ferner die Mehrzahl der alten be- Ganzes genommen, einen beschränkten Horizont und hängt den sinkenden Kohlenpreisen abgesehen noch dadurch ein, währten Genoffen, die revolutionären Sozialisten, welche mehr an der Form als am Wesen. Es kommt oft vor, daß die Kohlenlords eine Unmenge von Händen" im- seit 1876 und 1877 die sozialistische Kampagne geführt. daß die Possibilisten die prinzipientreuesten, gewissenhaftesten portirten und die Arbeit unter dem System der periodischen Das Gros der Gruppen, besonders diejenigen, bei Sozialisten nicht als Parteigenossen anerkennen, weil sie Unterbrechungen so vertheilten, daß auf den einzelnen denen offen oder heimlich die kooperativen( genossenschaft- nicht ihre Taufe erhalten und sich dem Nationalkomitee Mann nicht viel über 200 Werktage im Jahre ent- lichen) Bestrebungen noch überwogen, hing den Possibilisten nicht unterworfen haben. Zumal bei Wahlen wollen fie an, deren Verschwommenheit, Opportunitäts- und Komvon keiner anderen sozialistischen Kandidatur etwas wissen, Das waren die Umstände, welche zu der Forderung promißmacherei besser zu ihrer eigenen Unklarheit paßte. als diejenige, welche vom Nationalkomitee aufgestellt und der Arbeiter führten, daß bereits bei einem New- Yorker Außerdem war Brousse Meister darin, den individualiſtiſchen als waschecht in ihrem Sinne gestempelt worden ist, sie Kohlenpreise von 4 Dollars der Normallohn gezahlt Tendenzen und Bestrebungen und vor Allem der persön- werfen den Vertretern der Kollektivisten und unabhängigen lichen Eitelkeit zu schmeicheln, und dies war hinreichend, Gruppen Gegenkandidaten in den Weg, dadurch eine den Die Grubenlords in der Lehighregion sind darauf nicht ihm alle sozialistischen Sektirer, Kleingeister und Unwiſſen- reaktionären Parteien zu gute kommende Zersplitterung eingegangen und man ersieht jetzt deutlich, wohinaus sie den zuzuführen. überhaupt wollen.„ Der Marktpreis der Arbeit und Die Possibilisten behaupteten zwar und behaupten der sozialistischen Stimmen verursachend. So war dies uicht derjenige der Sohle soll die Löhne bestimmen" noch heute, die einzigen Befizer und Verfechter des modernen ihnen die Kollektivisten vorschlugen, getrennt zu marschiren, 3. B. bei den Legislativwahlen von 1885 der Fall, wo ihnen die Kollektivisten vorschlugen, getrennt zu marschiren, meint General Lilly, einer der reichsten unter den reichen Sozialismus zu sein und halten die Kollektiviſten für eine aber vereint zu schlagen" und sogar sämmtliche poſſibiliſtiſche Grubenlords. Für die gutgläubigen Nationalökonomen Spielart der deutschen Sozialisten. Jedoch trotz aller Ver- Kandidaten auf ihre Wahlliste nehmen wollten. und Sozialpolitiker, welche den Lohn als einen Antheil sicherungen sind sie allmählich durch die Logik der That- Possibilisten wollten von keinem Zusammengehen hören, des Arbeiters an dem geschaffenen Produkt betrachten sachen gezwungen worden, die Forderungen, welche den werde. Die und womöglich festhalten möchten, ist das wieder eine von Guesde seit Jahren verbreiteten Ideen entsprechen, in so schlugen sie nicht, sondern wurden geschlagen. Früher bittere Erfahrung mehr, die aber hoffentlich zur Beseitigung ihr Programm aufzunehmen. De jure war Guesde aus- oder später werden sich diese engherzigen in Praris überfalscher Ansichten beitragen wird. Herr Lilly hat in seiner geschlossen, de facto verblieb seine geistige Führerschaft bis gegangenen Theorien an der Fraktion selbst rächen, deren Weise nur klar und deutlich zugestanden, was schon lange auf den heutigen Tag bestehen, und der für französische Organisation auf alle Fälle durch dieselben demoralisirt wird. Die von Brousse eingeführte vielgerühmte autonomistiVerhältnisse als ungeeignet verschrieene ,, Marrismus" schlägt kapitalistische Praris war. Unter dem jezigen System ist die Arbeitskraft täglich tiefere Wurzel und gewinnt an Boden. Die Ver- sche Organisation der zur Fraktion gehörigen Gruppen hat zwar die Possibilisten der Zahl nach weit stärker gemacht eine Waare. Ihr Werth entspricht, wie der jeder Waare, hältnisse haben allmählich bewirkt, daß Kollektivisten als die„ Parti ouvrier", aber ihrem moralischen Einfluß ihren Produktions-, oder besser ihren Reproduktionskosten. und Possibilisten gegenwärtig auf dem ProErhält also der Arbeiter soviel Lohn, als zur gewohn- gramm des modernen Sozialismus stehen. Nur nach und in materieller Hinsicht sehr geschwächt. Die in Fraktion gehörenden Pariser Gruppen) besitzt fast gar feiner Familie nothwendig ist, so ist er hinreichend bezahlt. streng an das Programm halten, während sich Lettere keine Autorität, und das Nationalkomitee( der Vorstand heitsmäßigen Fristung seiner Eristenz und zur Erhaltung zeigt sich bei den meisten Gelegenheiten, daß Erstere sich Paris bestehende Union fédérative( Vereinigung aller zur Indessen ist er, wie alle Verkäufer, den Schwankungen des fortwährend Verstöße gegen dasselbe zu Schulden kommen der Partei) noch weniger. Marktes unterworfen. Ist ein Üeberangebot von Waaren lassen, es opportunistisch wie Kautschuk an alle Strömun" Letzteres hat die Korrespondenz der Partei zu erledigen, vorhanden, so sinkt ihr Preis öfters unter ihre Erzeugen anzupassen suchen. Und dies, obgleich sie das ProUnd dies, obgleich sie das Pro- Konferenzen anzuberaumen, statistisches Material zu sammeln, gungskosten. Bei der Waare„ Arbeitskraft" wird dies gramm mit seinen Forderungen auf all ihren Kongressen, die regionalen, nationalen und internationalen Kongresse nachgerade zum chronischen Zustand. Die Einführung der regionalen wie nationalen und internationalen, breit treten Maschinerie erzeugt ein Ueberangebot der Waare Arbeits- und Fragen der praktischen Propaganda, Agitation und vorzubereiten, Flugschriften im Namen der Partei zu erlaffen. Außerdem ist es das oberste Schiedsgericht in kraft und für den Inhaber dieser Waare die Nothwendigkeit, Organisation sehr nebensächlich behandeln. Diese Inkon Zwiftigkeiten, die in der Partei entstehen, und soll als fie um jeden Preis loszuschlagen, auch unter den Er- sequenz dem eigenen Programm gegenüber wurzelt zumeist Bindeglied zwischen den sechs Regionen oder Federationen, zwiftigkeiten, die in der Partei entſtehen, und soll als zeugungskosten. So ist die Situation in der Kohlenregion darin, daß Brousse, der für ſeinen Einfluß fürchtet, nach in welche die Fraktion zerfällt, dienen. Pennsylvaniens und die Grubenlords, die sie zum Theil äußeren Erfolgen hascht und deshalb, zumal bei Wahlen, selbst geschaffen, ziehen nur die Konsequenz davon. auch den farblosesten und antisozialistischen Spießern sich Jede„ Regionalfederation" besißt ein Regionalkomitee, Die Forderung der Humanitätsprediger: anständigen als gutes Kind und seine Kandidaten als akzeptabel er das von einer besonderen Konstitution regiert wird. Diese schreibt dem Kreiskomitee seine Befugnisse in Bezug auf Lohn für eine anständige Arbeitsleistung, Steigerung des scheinen lassen möchte. wird Lohnes mit dem steigenden Ertrag der Arbeit Die übrigen Differenzen zwischen den beiden Fraktionen die Verwaltung und seine eigenen Versammlungen vor. daher heute immer eine bloße Phrase bleiben. Der Lohn sind meist rein persönlicher Natur, und ohne die daraus Jedes Komitee besteht aus einem Sekretär und seinem steht thatsächlich mit dem Ertrag der Arbeit in gar folgenden Gehässigkeiten, die chauvinistischen Heßereien und Stellvertreter und einem Schatzmeister und dessen Stellkeiner direkten Beziehung, sondern er wird lediglich durch Anspielungen auf den deutschen Sozialismus" und den vertreter. Sekretär und Schaßmeister erhalten eine monatdie Kosten der Arbeitskraft, durch die Fütterungskosten„ Marrismus“ seitens der Possibilisten, wäre es schon längst liche Vergütung, so bekommt 3. B. in Paris der Sekretär, der Arbeiter bestimmt. Nehmen lettere ab, so wird keine zu einer Vereinigung der feindlichen Heerlager gekommen. welcher sehr viel Arbeit zu bewältigen hat, 150 Frcs. pro Gewalt der Erde es verhindern, daß die Arbeitslöhne und diese Vereinigung ist nicht nur wünschenswerth, son- Monat, der Schatzmeister bezieht 15 Frcs. sinken, und wenn die Arbeit das Zehnfache von dem dern sie ist geradezu eine Lebensbedingung für die kräftige Die einzelnen Federationen oder„ Unions fédératives" schafft, was sie früher an Gütern erzeugte. Das liegt Fortentwickelung und das gesunde Gedeihen der sozialisti- sind aus Gewerkschaften und Studienzirkeln zusammenim heutigen wirthschaftlichen System und kann nur durch schen Arbeiterbewegung Frankreichs. Die Spaltung schwächt gefeßt. Jede einzelne Gruppe wiederum hat ihre eigenen eine Aenderung dieses Systems, durch Ueberführung der beide Fraktionen und hintertreibt vielfach eine energischere Statuten, nach denen sie geleitet wird und handelt. Die Produktionsmittel in den Besitz der Arbeiter, geändert und weitausgreifendere Thätigkeit. Unionen versammeln sich einmal wöchentlich und werden Im kollektivistischen Lager befindet sich die Elite der von den einzelnen Gruppen mit Delegirten beschickt, die Damit wollen wir nicht gesagt haben, daß die so- französischen Sozialisten. Die Führung ruht in der Hand eben zusammen die Federation bilden. Die Gruppen genannte„ gleitende Stala"( sliding scale), wie sie in von Männern, die mit großen Kenntnissen und rednerischem tommen ebenfalls einmal in der Woche zusammen; es England und Amerika vielfach besteht und die den Lohn Talent einen unermüdlichen Eifer für die Sache und finden dann Vorträge und Diskussionen statt, und die nach dem Verkaufspreis der produzirten Waare bestimmt, strengste Prinzipientreue vereinigen, wie Guesde, R. Lafargue, geschäftlichen Angelegenheiten der Gruppen werden erledigt. überall verschwinden werde. Im Gegentheil, sie ist den dem die franzöfifche sozialistische Literatur ihre lehrreichsten Die Einberufungen werden in der sozialistischen Presse Unternehmern vielfach äußerst willkommen, weil die und geistvollsten Brochüren verdankt, G. Deville, welcher erlaffen. Die Gruppen haben auch über die von der Arbeiter bei sinkenden Preisen und welche Preise sinken in Folge seiner gründlichen Bildung viel für die populäre Union fédérative, also der Vertretung sämmlicher Gruppen heute im Großverkehr nicht! sich durch das alte Ueber- Bearbeitung und Verbreitung der Marr'schen Theorien eingebrachten Vorschläge zu verhandeln, doch kann dieselbe einkommen gebunden erachten und mit niedrigeren Löhnen gethan hat. Es sind die Kollektivisten, welche den größten auch ohne vorherige Anfrage bei den einzelnen Zirkeln fürlieb nehmen, in der Hoffnung, daß ihnen dereinst auch und weitaus besten Theil der sozialistischen Literatur ge- und Gewerkschaften Verwaltungsmaßregeln ergreifen. steigende Preise zu gute kommen werden. Die Unter- schaffen haben und deren Presse den Arbeitern wirkliche Dies in Kurzem die Verfassung der„ Fédération nehmer sparen sich bei diesem Modus zum mindesten immer Belehrung und Anregung bietet. Jedoch trotz all ihrer française des Travailleurs socialistes révolutionaires" die Verluste durch Streiks und Lohnkämpfe. Steigen aber Vorzüge ist ihr Anhang augenblicklich noch schwach, be-( Possibilisten.) werden. Die Konstitution der Parti ouvrier( Rollektivi- 1 zu Werke ging, möge folgender Auszug aus dem„ Echo" be- der Polizei find den Arbeitern Sympathien errungen worden, sten) ist in verschiedenen Punkten, nur unter anderen Beweisen, einem Blatte, das cher alles andere, als den die sie vielleicht sonst nicht erworben hätten. nennungen, dieselbe. Die„ Union fédérative" der Possi- Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung" Für die Rathlosigkeit der Polizei und des sogenannten bilisten heißt hier z. B. Kreisrath( conseil régional), das auf seine Fahne geschrieben hat. Dieses Blatt schreibt in feineren Publikums ist ein Artikel, der heute Morgen in Nationalkomitee: Nationalrath( conseil national). Aber seiner special edition" vom 19. Oktober wörtlich:„ Der dem Denunziantenblatte Standard" erschien, ungemein die Organisation der Kollektivisten ist stärker und voll- Bug ging ruhig seines Weges bis nach Berkeley Square, bezeichnend. Ich will denselben den deutschen Kollegen ständiger und wird mit größerer Energie und Disziplin wo die berittene Polizei, welche im Zuge ritt, plößlich die dieses edlen Blattes nicht vorenthalten. Er lautet:„ Der durchgeführt. Sobald diese Fraktion der Zahl nach größer Pferde herumwarf, denselben die Sporen gab und den ,, home secretary" mag vielleicht gewisse Bedenken haben geworden, wird sie Dank ihrer Drganisation einen wichti- Mob ohne Unterschied der Person angriff. Die unorgani- mit Bezug auf die strikte Gefeßlichkeit seiner Intervention. gen Faktor im Kampfe gegen den Kapitalismus bilden. firten Massen waren angesichts der absoluten Rücksichts-( Es ist die gewaltsame Auseinandertreibung der ArbeitsAus ihrer Organisation verdienen folgende Bestim- losigkeit der behelmten Reiter wie vor Schreck gelähmt. lofen gemeint, wie sie vor vierzehn Tagen üblich war. mungen hervorgehoben zu werden:„ Parteigenossen, welche Der berittenen Polizei folgte überdies ein Haufe von Anm. d. Verf.) Aber während er die Angelegenheit so als Deputirte gewählt werden sollten, haben die Diäten Ronstablern, welche liefen, schrieen und mit den Fäusten zart anfaßt, werden von Seiten der Unordnung Afte an die Parteikasse abzuführen, welche ihrerseits allein für jeden niederschlugen, der aus der drängenden Menschen- offener Geseglosigkeit begangen. Das Publikum würde Viele aus der eine kleine Verlegung des Gesezes gern überBesoldung ihrer Repräsentanten haftet." Ferner muß menge herauszukommen bestrebt war. jedes zum Deputirten oder Stadtverordneten ge- Masse suchten in ihrer Angst Zuflucht in den Vorgärten sehen, wenn das unerträgliche Uebel dadurch Also offene wählte Mitglied der Partei eine formelle Man- der Häuser, welche den Plaz umgeben, aber sie wurden gründlich beseitigt werden könnte." datsniederlegung in blanco beim Partei vorstande von der Polizei wieder herausgezogen und weiter gestoßen. Aufforderung, die Arbeiter ungefeßlich zu behandeln, damit Sowie der Betreffende der Partei Andere stellten sich gegen die Gitter, wurden aber von der die Umzüge unterbleiben sollen!!! Zugleich liegt darin abtrünnig wird, reicht der Parteivorstand im Polizei, welche den Zug unter allen Umständen auseinander aber wohl der beste Beweis, daß die Auseinandergeprügelten Einverständniß mit dem lokalen Wahlkomitee die treiben wollte, niedergeritten. Einer oder zwei junge fich nichts haben zu Schulden kommen lassen, was gegen Demission wirklich ein und das Mandat ist da- Bursche hatten so sehr den Kopf verloren, daß fie über die Geseze verstoßen hätte. Denn in solchen Fällen das Gitter hinwegklettern wollten, aber sie wurden un- brauchte man wohl nicht der Polizeigewalt zu erklären, durch hinfällig geworden. einreichen. Die Demonftrationen der Arbeitslosen in London. " Zum St. Gallener Parteitag. Die Unterschiede zwischen den beiden Fraktionen der barmherzig zurückgerissen. Mehrere wurden niedergeritten, daß man eine kleine Verlegung des Gesetzes" ihrerseits französischen Sozialisten sind also ziemlich unwesentlicher aber nur einer schien so stark verletzt zu sein, daß er nicht gern sehen würde. Und solche Blätter machen auf dem Natur. Sobald die persönlichen Zwiftigkeiten bei Seite weiter gehen konnte. Er wurde von den entfeßten Zu- Continent„ öffentliche Meinung"! gelassen werden und sich die numerische Stärke der Poffi- schauern in einen benachbarten Thorweg getragen. Diebilisten mit der intellektuellen Kraft der Kollektivisten jenigen, welche diesem Angriff entgingen, liefen indeß einem noch schlimmeren Schicksal in die Arme. Sie rannten vereinigt, das Kopfproletariat nicht länger in Gegen- die Doverstreet hinab, aber in der Nähe von Hatschett's satz zu dem Handarbeiterproletariat gestellt wird, geUeber eine der letzten Sizungen des Kommunistiwinnt die Partei an Anhängern, die jeßt von den Streitig- Hotel zog ein anderer Polizeitrupp seine Stäbe*) heraus keiten zurückgestoßen werden, und ihre Kraft und Wirk- und hieb kräftig drein. Ein halbes Dußend trug durch samkeit wird sich verzehnfachen. Wer es nur ehrlich mit die unmäßig ausgetheilten Schläge gespaltene Köpfe davon chen Arbeiterbildungsvereins in London sind durch dem französischen Proletariat meint, der muß Hand ans und einer blieb liegen. Er wurde bewußtlos davon die deutsche kapitalistische Presse so entstellte Mittheilungen Vereinigungswerk legen. Daß dies zu Stande kommt, über die Haltung der Polizei. So urtheilt selbst ein konservatives Organ verbreitet worden, daß wir uns genöthigt sehen, die Wahrgetragen." heit durch einen kurzen Bericht festzustellen. hängt nicht von den Kollektivisten ab, denn diese haben Der Kommunistische Arbeiterbildungsverein beschäftigte In dieser Weise trieben es diese Herren mehrere fich am Sonnabend, den 29. Oktober, mit dem jüngsten schon mehr als einmal im Parteiinteresse die Hand zur Die Arbeitslosen konnten so friedlich, wie sie Das Vereinigung geboten, die Reihe ist an den Possibilisten, Tage. an ihnen ist es, die ausgestreckte Bruderhand zu ergreifen wollten, ihres Weges gehen: sie wurden troßdem durch Referat erstattete Frau Schack, welche die in Bruggen und durch Begrabung des leidigen Personenhaders den geprügelt. Und da die Bedauernswerthen einerseits vor Hunger erschöpft waren, und andererseits ein Widerstand gepflogenen Verhandlungen in großen Zügen anregend Bund zu besiegeln. veranschaulichte. für die Reaktion nur Wasser auf ihre Mühle gewesen Es kam alsdann eine von zahlreichen Mitgliedern wäre, mußten sie sich ihre Behandlung ruhig gefallen lassen. Ich habe jenen Vorgängen tagtäglich zugeschaut, aber ich unterzeichnete Resolution zur Vorlesung, an welche fich eine habe nicht ein einziges Mal gesehen, daß die Arbeiter auch etwa dreistündige Debatte knüpfte. Diese drehte sich im nur im Entfernteften Veranlassung zum polizeilichen Ein- Wesentlichen nur um das Verhältniß des Sozialismus zum Anarchismus, bezw. der sozialdemokratischen Partei London, 7. November. Die Demonstrationen greifen gegeben hätten. Nach einigen Tagen, während welcher die Arbeits- zu den Anarchisten und um die Frage, ob der Verein auch der Arbeitslosen bilden gegenwärtig in London das Tages lofen muthig ausgehalten hatten, wurde dieses Vorgehen der in Bruggen gefaßten Resolution seine Zustimmung und gespräch. zwar mit besonderer Betonung derselben ertheilen solle. monate heranrüden und ruft nach der Polizei, welche der Polizei aber doch selbst den Konservativsten zu arg. Ein Antrag des Mitgliedes Hochheim ging dahin, daß Sie befürchteten offenbar, daß sich die allgemeine Sympathie der betreffende Passus aus der Resolution zu streichen ſei. „ die Unruhen im Kleinen ersticken" soll, die Einsichtigeren den Arbeitern zuwenden würde, und ihre Zeitungen erverlangen vom Staate die Beschaffung von Arbeit für klärten daher, mit ganz vereinzelten Ausnahmen, das Im Sinne dieſes Antrages äußerten sich Koch, Lauer, ihre hungernden Brüder, die Zeitungen bringen lange Gebahren der Polizei für ein ungesetzmäßiges. Und das sprachen namentlich George, Rackow, Hoffmann, Holzer, Roland, Gilles u. A. Für Annahme der Resolution Artikel über die herrschende Noth und machen je nach Resultat war, daß man die Bedauernswerthen wieder ge- Gereke u. s. w. ihrem Standpunkte die verschiedenartigsten Vorschläge zur währen ließ. Der in der Versammlung als Gast anwesende Abg. Beseitigung derselben, und der offiziöse Telegraph lügt, währen ließ. Augenblicklich steht die Polizei der ganzen Bewegung Bebel erklärte, zuerst ebenfalls der Ansicht gewesen zu lügt wie immer, wo es sich um Arbeiterinteressen handelt. Und leider drucken ihm sogar deutsche Arbeiterblätter seine vollständig rathlos gegenüber, und in ihrer Rathlosigkeit sein, daß der Punkt nicht auf die Tagesordnung gehöre; greift sie zu den albernsten Mitteln. So hat sie am auf dem Parteitag aber habe er sich von der NothwendigLügen nach. So ist es beispielsweise vollständig unwahr, daß die vorigen Freitag den großen Fehler begangen, zwei der keit eines solchen Vorgehens überzeugt und der Resolution Bewegung eine von der Sozialdemokratie künstlich gemachte beliebtesten Redner verhaften zu laffen und zwar offenbar, in der vorliegenden Fassung rückhaltslos zugestimmt. Die sei. Ihre Mutter ist die Noth, die schon während der ohne zu wissen warum. Der eine, ein Hoſenplätter Allman, Resolution richte sich nicht sowohl gegen die Anarchisten, Sommermonate eine große Anzahl von Beschäftigungslosen wurde denn auch auf der Polizeiwache sofort wieder ent- als gegen die anarchistische Theorie. Wogegen man zwang, ihr Nachtquartier auf den öffentlichen Bläßen der lassen, während der andere in Polizeigewahrsam abgeführt sich in Bruggen vornehmlich habe richten wollen, das sei Stadt aufzuschlagen. Bei Einbruch des Herbstes wuchs wurde, angeblich, weil er sich nach seiner Verhaftung einen die unpolitische Pflege der veralteten und überlebten die Zahl dieser Unglücklichen von Nacht zu Nacht, Anfangs falschen Namen beigelegt hatte. Am nächsten Tage fühlte Theorie der individuellen Gewaltakte. Man könne Oktober verschafften sich einige derselben eine schwarze die Polizei die Blamage wohl selber und verhaftete nun eben heutzutage nicht mehr durch die Beseitigung einzelner Fahne; fie malten darauf die Worte:„ Wir wollen Arbeit Allman noch einmal, unter der Angabe, daß er am Personen in den Gang der Weltgeschichte eingreifen. Dies oder Brod" und zogen mit dieser Fahne durch die Straßen. 17. Oktober, also vor fast drei Wochen(!!!), aufrührerische verneinen zu wollen, sei ein bedenklicher Irrthum, welchem Andere schlossen sich ihnen an, und als sie nach dem Reden gehalten habe". Da ihm aber in der Verhandlung man hätte entgegentreten müssen. Trafalgarplatz famen, war der Zug auf vielleicht zwei- nichts Strafbares nachgewiesen werden konnte, wurde die hundert Mann angewachsen. Hier machten sie Halt und Sache ,, vertagt". beschlossen, den Zug jeden Tag so lange zu wiederholen, Daß die Polizei durch ein solches Vorgehen die bis Abhülfe geschaffen würde. So entstanden die Umzüge Agitation der Arbeitslosen nur fördert, liegt auf der Hand. der Arbeitslosen ohne jede Spur sozialdemokratischer Die Sympathien für die Bedauernswerthen, deren einziges Initiative. Aber Ausschreitungen, welche vielleicht noch Verbrechen darin besteht, daß sie nicht ungesehen in irgend vorkommen könnten, lassen sich natürlich bei gewissen einem Winkel verhungern wollen, wachsen von Tag zu Gelegenheiten beffer fruttifiziren, wenn man die Bewegung Tag. Heute beispielsweise erschien außer der Deputation schon von vornherein als ein Machwerk der Sozialdemokraten der Land Restoration League" auch die gefeierte Leiterin der englischen Frauenbewegung, Frau Annie Besant, bezeichnet hat. An dieser Sachlage ändert auch der Umstand nichts, auf dem Trafalgarplatz, wo sie troß des starken Regens daß einige der Redner, die später aufgetreten sind, fich eine längere aufmunternde Ansprache an die Arbeitslosen Denn hielt. Sie ersuchte fie, in dem Kampfe, den sie einmal zur sozialdemokratischen Partei bekannt haben. wollte man daraus ein Recht ableiten, diese Partei für aufgenommen haben, so lange auszuharren, bis die Regierung, Alles, was noch kommen kann, verantwortlich zu machen, wenn nicht aus Wohlwollen, so doch aus Schamgefühl dann könnte man diese Taktik mit ebenso großem Recht etwas zur Abhilfe thäte. Im Uebrigen vertrat fie der den Orthodoren gegenüber zur Anwendung bringen. Kein genannten Deputation gegenüber die Ansicht, daß die Redner hat nämlich länger und mit größerem Applaus Verstaatlichung des Bodens nicht genügend sei, um dem zu den Beschäftigungslosen gesprochen, als der Pastor Elend dauerd ein Ende zu machen, daß dazu vielmehr Headlam, der Führer der hiesigen Chriftlich- Sozialen. weit durchgreifendere Aenderungen nothwendig wären. Und dasselbe gilt von der„ Landverstaatlichungs- Liga", die Zugleich erklärte sie, daß sie und ihre Freunde im Begriff heute Morgen sogar eine Deputation nach dem Trafalgar- seien, einen Fonds zu gründen, aus welchem für die Berplatz sandte, um den Arbeitern klar zu machen, daß eine hafteten Kaution geleistet und ihnen ein Vertheidiger beiBesserung der Verhältnisse nur durch die Verstaatlichung gegeben werden solle. des Grundes und Bodens herbeigeführt werden könne. Das Erscheinen der Frau Besant unter den ArbeitsDie Polizei beobachtete den Demonstrationen gegen- lofen ist symptomatisch. Vor vierzehn Tagen hätte es über zunächst eine indifferente Haltung. Erst als es den noch Niemand für möglich gehalten, daß eine so hoch reichen Bewohnern des Westens unangenehm wurde angesehene Dame und gefeierte Rednerin mit diesem Auswie es damals in nicht, daß die Arbeiter hungerien, sondern daß sie ihr wurf der menschlichen Gesellschaft" Elend öffentlich zeigten, erst da änderte auch die Polizei manchen Zeitungen hieß in freundschaftliche Verbindung ihre Tattik. Bon nun an beschloß sie nämlich, den eng- treten könnte. Aber durch das unqualifizirbare Vorgehen lischen Gesetzen zum Trotz auch die friedlichste Versammlung auseinander zu prügeln, um auf diese Weise die Augen Der Antrag Hochheim's fiel alsdann gegen eine Zweidrittel- Mehrheit, während mit großer Majorität die amendirte Resolution zur Annahme gelangte. Die Hauptpunkte derselben lauten: Indem die Versammlung erklärt, daß sie sich in voll= ständigem Einverständniß befindet mit den Be= schlüssen des Parteitages, betont dieselbe besonders ihre Zustimmung zu den Resolutionen in Bezug auf die parlamentarische Thätigkeit der Partei, sowie den Anarchismus betreffend und zur Ernennung einer Kommission zur Prüfung resp. Aenderung des Programms der deutschen Sozialdemokratie. Obgleich überzeugt, daß das Programm, wie es jetzt ist, nicht mehr in allen Theilen zeitgemäß ist und demgemäß entsprechender Aenderungen bedarf, sind wir entschlossen, diese Aenderungen nur auf dem vom Parteitage beschlossenen Wege anzubahnen und durchführen zu helfen, und erkennen wir bis dahin das Programm der sozialdemokratischen Partei an. Wir erklären, daß wir auch in Zukunft die Bestrebungen der deutschen Sozialdemokratie nach besten Kräften unterstüßen wollen, und daß wir es auch ferner als unsere Pflicht betrachten, den Opfern der Bewegung ihr Loos zu erleichtern und sie zu fernerem Wirken zu befähigen. Da wir in letter Stunde gehindert wurden, direkt an den Arbeiten unserer deutschen Genossen theilzunehmen, so halten wir es für unsere Pflicht, durch diese Resolution unserer Solidarität mit der deutschen Sozialdemokratie Ausdruck zu geben. Politische Nachrichten. Jm Personalbestande des Reichstages, der am 24. d. M. zusammentritt, sind seit dem Schlusse der letten Session nur wenige Veränderungen vorgegangen. Die Session schloß mit 4 erledigten Mandaten, 8. Elsaß*) Die englischen Polizisten tragen feine Seitengewehre, sondern der Neichen vor dem ferneren Anblick des Elends zu be- turze, mit Blei ausgegossene Stäbe, mittelst deren sie bequem einen Lothringen und 2. Liegnig waren offen durch den Tod der Abgeordneten Kablé und Schmidt- Sagan, 7. Merseburg wahren. Mit welcher Schonungslosigkeit die Polizei dabei Menschen todtschlagen können. Eine neue Methode, berechtigte Beschwerden gegen auf Grund des Sozialistengesezes erlassene Verbote abzuweisen, hat die Berliner Reichskommission entdeckt. Nachstehendes Schriftstück giebt dafür Zeugniß: Der und 1. Bromberg durch Mandatsniederlegung der Abge- noch alle Beschwerden direkt an die Reichskommission| unterdrücken. Die Versammlung fordert von den Vertretern des ordneten Neubarth und v. Colmar- Meyenburg. In der gesandt wurden und dagegen eine Einwendung seitens der Volkes, daß sie diesen Angriff der Reaktion zurückweisen und den Zwischenzeit wurde in 8. Elsaß- Lothringen Rechtsanwalt Leßteren niemals gemacht wurde. Nun beachte man die größten Theil des Volkes nicht zu Staatsbürgern zweiter Klasse degradiren lassen werden." Betri( Elsasser) gewählt; in 2. Liegniß und 7. Merseburg Daten! Am 12. Juli lief die Beschwerde bei der Reichs- In Berlin haben auch bereits verschiedene Kundgingen die Mandate von der deutschen Reichspartei an kommission ein. Letztere konnte, wenn sie wollte, die gebungen ähnlicher Art stattgefunden. So nahm kürzlich die Deutschfreisinnigen über, indem dort von Fordenbeck Schrift noch am selben Tage an den Erfurter Regierungs- eine öffentliche Versammlung der Maler eine fast gleichund Rittergutsbesitzer Panse gewählt wurden; in 1. Brom- präsidenten gelangen lassen, mindestens aber so rechtzeitig, lautende Resolution an. berg steht die Wahl noch aus. Durch den Tod der daß sie am 13. in Erfurt eintreffen konnte. Statt dessen Mandatsinhaber Gielen( Zentrum) und Falkenberg( natio- sendet sie aber die Beschwerde erst nach vollen drei Tagen Sozialistisches. Freiburg i. Br., 8. November. nalliberal) wurden die Mandate 3. Aachen bezw. 2. Brom- ab, nachdem die Frist abgelaufen. Ob das auch so ge- Frff. 3tg." zufolge sind hier zwei Bremser wegen Verdachts der berg offen; in 3. Aachen wurde Bürgermeister Mooren halten worden wäre, wenn es sich um eine Beschwerde Theilnahme bei der Einschmuggelung verbotener sozialistischer Schriften über die Grenze verhaftet worden. Das von dem Danziger ( Zentrum) am Sonnabend gewählt. Gegenwärtig zählen gehandelt hätte, die für unbegründet erklärt werden konnte, Landgerichte gegen 20 Sozialisten am 28. Mai d. J. gefällte Urtheil danach die Deutsch- Konservativen 77, die deutsche Reichs- lassen wir dahingestellt. Diese Beschwerde hätte für be- ist von dem Reichsgericht aufgehoben und die Sache an das Landpartei 39, Zentrum 101, Polen 13, Nationalliberale 97, rechtigt erklärt werden müssen, da es sich um das un- gericht zurückverwiesen. In dem Breslauer SozialistenDeutschfreifinnige 34, Sozialdemokraten 11, bei keiner gefeßliche Verbot eines vollständigen, daher unverbietbaren, prozesse begann Montag Vormittag unter Ausschluß der Fraktion 23 Mitglieder. Die Wahlkreise 1. und 2. Brom- Reichstagsverhandlungsberichts handelte. Eine weitere In- Angeklagt find 38 Sozialisten wegen sozialistischer Umtriebe", darberg sind, wie oben angegeben, noch offen. stanz zur Beschwerdeführung giebt es nicht mehr. Das unter der Reichstagsabgeordnete Kräcker, der Redakteur Bruno Verbot ist also rechtskräftig"! Uebrigens wurde vor- Geiser, der frühere Maurer Conrad, der Kandidat der Medizin stehender Erlaß, der vom 26. Oktober datirt ist, auch erst Markuse und der Student der Mathematik Lur. Die Oeffentlichkeit wurde für die ganze Dauer der Verhandlung ausgeschlossen, weil am 4. November zugestellt. durch die Oeffentlichkeit eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung stattfinden könnte". Auf Grund der§§ 11 und 12 des ReichsEine Verfassungsrevision nach rückwärts gesetzes vom 21. Oftober 1878 gegen die gemeingefährlichen BeBerlin, 25. Oktober 1887. Auf die Beschwerde natürlich soll in Württemberg seitens der Regierung strebungen der Sozialdemokratie ist das Flugblatt:„ Die letzte Nacht. Zur Erinnerung an die Entlassung August Bebel's aus dem der Verlagsanstalt von Wörlein& Comp. zu Nürn- beabsichtigt sein. Man hört, daß für die zweite Landesgefängniß zu Zwickau am 14. August 1887"- Verfasser berg über das von dem Königlich Preußischen Re- Kammer Census- und Listenwahlen an Stelle des Ernst Klaar, Verleger Emil Lübke in Dresden, Druck von Schoengierungspräsidenten zu Erfurt unter dem 4. Juli 1887 allgemeinen Stimmrechts eingeführt werden sollen. feld u. Harnisch in Dresden verboten worden. erlassene Verbot der Druckschrift, beginnend mit den Im Laufe der nächsten Wochen werden zwölf Vertrauens frat" wird gegenwärtig bei verschiedenen Gerichten, auch in Berlin, Gegen die Abonnenten des Züricher Sozialdemo= Worten:„ Die Belagerungszustände vor dem Reichstage. männer der zweiten Kammer einberufen werden, je drei strafrechtlich eingeschritten, indem die Entscheidung des zweiten StrafStenographischer Bericht 2c." und schließend mit von jedem der drei Klubs( der Landespartei, der Deutschen fenats des Reichsgerichts vom 24. Mai d. J. in Sachen betreffend den Worten:„ Der Antrag ist abgelehnt", hat die Reichs- Partei und der Linken), ferner zwei ,, Ritter" und ein Einziehung verbotener Schriften( 1105/87) Gericht erster Instanz kommission beschlossen: die Beschwerde als verspätet" Prälat". Die„ Standesherren" werden ebenfalls einige Landgericht zu Potsdam zu fruftifiziren versucht wird. Die er zurückzuweisen. Nach§ 13 des Reichsgesetzes vom Vertreter, wohl sechs, entsenden, und diesem Muster- Vor- hobenen Anklagen ſtüßen sich auf die bloße Thatsache, daß der An21. Oftober 1878 gegen die gemeingefährlichen Bestre- parlament wird die Regierung dann ihren Entwurf vom Verleger direkt bezieht, ohne sie an Andere weiter zu verbungen der Sozialdemokratie ist die Beschwerde gegen vorlegen. breiten. In einzelnen Fällen haben die Angeschuldigten sogar über das Verbot einer Druckschrift innerhalb einer Woche die Angabe der Bezugsquelle die Auskunft verweigert. Das Reichsnach der Zustellung der Verfügung bei der Be- Der preußische Volkswirthschaftsrath lebt gericht nimmt nämlich in der angezogenen Entscheidung an, daß in der Versendung der Druckschrift an die in Deutschland hörde anzubringen, welche dieselbe erlassen hat. wirklich noch, er soll sofort zur Berathung der Grundzüge wohnenden Abonnenten ein einzelner Aft der Verbreitung Nur wenn bei dieser Behörde die Beschwerde innerhalb der Altersversicherung zusammentreten. Er hat lange zu Tage tritt, welcher sich nach§ 19 des Sozialistengesetzes als der Frist eingeht, kann das Rechtsmittel, wie die Reichs- pausirt, irren wir nicht, seit Januar 1884, und fein Mensch strafbar darstellt, weil die Verbreitung bis zum Eingange der Schrift bei dem Abonnenten sich fortsetzt, also nicht bloß im Auskommission bereits mehrfach angenommen hat, für ge- hat ihn vermißt. Seine Zusammenseßung dürfte seit der lande, sondern auch im Inlande begangen wird. In der Bestellung wahrt gelten. Diese Bestimmung hat die Beschwerde- letzten Session kaum geändert sein. Damals zählte der wird nun das Mittel erblickt, durch welches der Verleger beführerin nicht beobachtet. Ihre Beschwerde vom 11. Juli Volkswirthschaftsrath bei 75 Mitgliedern unter Anderem stimmt wurde, die Druckschrift trotz ihres Verbotes dennoch zu verdieses Jahres wurde, statt bei dem Regierungs- 15 Ritterguts- und Fideikommißbefizer, 10 Kommerzien- breiten. In zwei bekannt gewordenen Fällen, beim Landgericht in präsidenten zu Erfurt direkt, bei der Reichs- räthe, 13 Großfabrikanten, 8 Großkaufleute, 2 Werkmeister, Hauptverfahren wegen Anstiftung zur strafbaren Verbreitung Breslau und beim Landgericht I hier, haben die Strafkammern das tommission angebracht, bei welcher sie am 12. des- 3 Gesellen und 3 Arbeiter. 30 Mitglieder des Volksverbotener sozialdemokratischer Druckschriften bereits eröffnet, in anselben Monats einging. Sie wurde nun durch Ver- wirthschaftsraths waren unmittelbar von der Regierung deren Fällen sind die dagegen vorgebrachten thatsächlichen und fügung des stellvertretenden Vorsitzenden vom 14. des- ernannt, darunter 15 aus dem Handwerkerstand und Ar- iuristischen Einwände noch zu prüfen. selben Monats dem gedachten Regierungspräsidenten zu- beiterstand; 30 andere Mitglieder waren von der Regierung Reichskommission hat die vom Herausgeber der Hamburger„ BürgerDas Verbot der Hamburger ,, Bürgerzeitung". Die gefertigt, welche am 15. zum Abgang gelangte, so daß ausgewählt aus 60, welche für diese Wahl präsentirt zeitung", Herrn Johannes Wedde, erhobene Beschwerde gegen das die beiliegende Beschwerde frühestens an diesem Tage in waren von Wahlverbänden der preußischen Handelskammern, Berbot des Blattes zurückgewiesen. Eine Anzahl Blätter, dardie Hände des Regierungspräsidenten gelangte. Aus 15 andere Mitglieder waren von der Regierung ausge- unter sogenannte Weltblätter, berichten, daß die Beschwerde des Herrn Wedde bei der Reichskommission gegen seine Ausweisung der bei den nunmehr von dem Regierungspräsi- wählt aus 30, welche die landwirthschaftlichen Zentral- gerichtet gewesen und von dieser verworfen sei. Nachdem nun das denten eingereichten eingereichten Aften befindlichen Postzustel- vereine bestimmen. Die Mitglieder des Volkswirthschafts- Sozialistengeſetz bereits im 10. Jahre besteht, scheinen jene Blätter lungs- Urkunde ergiebt sich aber, daß die Zustellung raths gehören ihrer großen Mehrzahl nach zur tonserva- noch immer nicht zu wissen, daß die Reichskommission nur betreffs der das Verbot enthaltenden Verfügung bereits am tiven Partei. Die Arbeiterpartei ist auch nicht durch ein Beschwerden über das auf Grund des Sozialistengesetzes erfolgte Verbot von Druckschriften und Vereinen zu entscheiden hat. 6. Juli d. J. in Nürnberg an die Beschwerdeführerin Mitglied vertreten. erfolgt ist. Hiernach war schon nach Ablauf des 13. Juli einem Mittwoch die einwöchentliche, mit Mittwoch, Eine Haussuchung fand am Donnerstag in Berlin bei dem Schneider R. Frank, sowohl in dessen Werkstätte, wie in dessen Gegen die obligatorischen Arbeitsbücher finden Wohnung( Markgrafenstraße) statt. Gefunden wurde nichts. den 6. Juli, begonnene Präklusivfrist von vollen 7 Tagen, jetzt überall Versammlungen statt. In Barmen nahm eine Der Bildhauer E. Prüfer wurde am Donnerstag Abend in der der Zustellungstag nicht mitgerechnet, verstrichen. Die Volksversammlung nach einem Referate von Karl Meist Manteuffelstraße von einem Beamten in Zivil nach dem Polizeibüreau fistirt. P. hatte ein verdachterregendes Packet bei sich, als Beschwerde mußte daher, ohne daß eine materielle aus Köln folgende Resolution an: dessen Inhalt sich jedoch sofort ein Paar unschuldige Hosen herausPrüfung noch zulässig wäre, als verspätet zurück- Die in der Schüßenhalle tagende Volksversammlung erblickt stellten. Auch beim Durchsuchen der Taschen und des Notizbuches gewiesen werden. Die Reichskommission: Herrfurth." in der Einführung der Arbeitsbücher einen das Ehr- und Selbst- fand sich nichts. Hierzu bemerkt die Fränk. Tagespost", daß von gefühl der Arbeiter tief verlebenden Aft. Die Arbeitsbücher überHeute kommt der große Sozialistenprozeß gegen das liefern den Arbeiter der Wüllkür und Nachsucht der Arbeitgeber, Seite der in Frage kommenden Verlagsanstalt, die schon da durch die Arbeitsbücher das ökonomische Abhängigkeitsverhältniß angebliche Berliner Zentralfomitee" in Moabit, Landgericht I, öfters mit der hohen Reichskommission zu thun gehabt hat, noch mehr dazu ausgenutzt wird, das politische Selbstbewußtsein zu Straftammer 2, zur Verhandlung. Fachverein für Schloßer und Berufsgenossen. Sonnabend, den 12. d. M., Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn F. Kunert, Lehrer, über Arbeit und Arbeitsunterricht". 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Wahl dreier Revisoren für das laufende Quartal. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. 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Schwere, graue Wolken zogen langsam am Firmament dahin; hie und da funkelte ein Stern, und zuweilen stahl sich ein einzelner, bleicher Mondstreifen durch das dunkle Gewölk. Keine Stimme, nicht der Schall eines Menschen- schrittes klang durch die schweigende Nacht! Tief unter mir wälzte der Strom seine Wellen träge und einförmig rauschend... ein Schlummerlied mochte es der Riesenstadt sein, die allenthalben ihre starren Glieder in die wie von fernen Feuerdünsten durchhauchte Luft streckte, gewaltig in dieser düsteren Verschwommenheit, un- förmig, gespenstisch. Noch hatte ich meinen Blick dem Strome nicht zugewendet: an einen Pfeiler gelehnt stand ich da, unbeweglich, die Faust an die nach Athem ringende Brust gepreßt. Eine entsetzliche, jeden Nerv durckzitternde Furcht hatte sich meiner bemächtigt, eine unbestimmte, dunkle Furcht, deren Ursache ich nicht begriff und nicht aussann. Während dieser Zeit beherrschte mich ein merkwürdiges, höchst unklares Gefühl. Es war mir, als ob Jemand vor mir stände, ein Mann, dessen Augen sich in die Tiefe meiner Seele bohrten, dessen Hand sich langsam hob, sich langsam und schwer aus meine Schulter legte... „Wer bist Tu?" stieß ich hervor, aber die Stimme schlug wie ein wildfremder Laut an mein Ohr; tiefer hatte sich mein Haupt auf die heiser athmende Brust gesenkt. Minuten vergingen. „Du kennst mich," antwortete der Jemand endlich, und es lag wie leiser Spott in dem stahlharten Ton seiner Worte.—„Du kennst mich, Kamerad—" „Ich kenne Dich nicht," sagte ich zusammenschauernd, „was willst Du?" „Daß Du mich nicht zu kennen vorgeben wirst," er- widerte er mit einem boshaftem Lächeln,„hätte ich mir füglich denken können, Kamerad, aber ich bin gutmüthig, mich beleidigt Dein Hochmuth nicht, alter Freund. Was ich will? Mit Dir beisammen sein, mit Dir plaudern... Laß einmal sehen-- wie lange sind wir einander nicht mehr begegnet?" „Ich habe Deine Stimme nie gehört, ich kenne D.ich nicht"; in dem Augenblicke, als ich dies sagte, wußte ich, daß ich log, vor langer, meinem Erinnern fast entschwundener Feit hatte ich diese Stimme schon gehört, da sie noch weicher, zärtlicher, schmeichelnder geklungen. Der Mann neigte sich mir näher, ich fühlte, wie sein kühler, feuchter Athem nieine heiße Stirn streifte, wie seine Hand die meine fest zu umklammern begann. „Sieh mich an," sagte er rauh. Langsam, unendlich langsam hob ich den widerspenstigen, zagen Blick. Fest, starr, unbeweglich sah ich der Gestalt in das seltsam leuchtende Auge.— So standen wir un. gegenüber.— Ueber sein verwildertes, tiesbleiches Antlitz zuckte es wie unbarmherziger Spott, seine Lippen schienen bitter zu lächeln. Minuten vergingen. „Kennst Du mich nun?" fragte er langsam. Meine Glieder waren wie gelähmt: der vor mir stand, trug ein Gesicht, grauenhaft ähnlich dem meinen, Zug für Zug, unverkennbar...„Nein," knirschte ich und ver- D. mi-- W°hw Du-u« sagest,?uf ich hinter Dir einhcrschreiten; der Hanch mcmc. Mnndes würde Dich vor mir hersagen. Da Du mich iahest, hat sich mein Bild in Deine Seele gebrannt, unverloschlich, unvergänglich... Als Du heute beim Weine saßest, einsam in der lärmenden Menge, ohne Ohr für ihr fröhliches Lachen, ohne Aug' für ihr lustiges, buntes Treiben kam es Dir nicht zum Bewußtsein, weshalb es Dir plötzlich so dumvf wurde, so dumpf... weshalb es Dich plötzlich so lief durchschauerte? Hast Du nicht gefühlt, daß ich mich zu Dir gesellt hatte und stumm harrend an Deiner Seile faß/bis es Dir gefallen Wrbe, michzu bemeden?" Wer bist Du?" fragte ich erschüttert,„duickel schwebt es mir vor— einmal im Leben sah ich Dich— weit von hier— an einem anderen Orte— unter anderen Verhältnissen— aber Du warst milder— sanfter— heiterer." „Wer ich bin? Ich bin Dein geheimster, finsterster Gedanke...." „Entsetzlicher!" „Dein Gedanke an den Selbstmord." Erst schrie ich entsetzt auf, dann überkam es mir plötzlich wie Lust, laut aufzulachen.—„Also ein Phantom bist Du," sagte ich aufalhmend,„eine Täuschung meiner erregten Sinne, nichts Wirkliches..." Einen Augenblick glaubte ich zu fühlen, wie die ungeheure Kraft des Un- holds nachließ; aber auch nur einen Augenblick! Im nächsten hielt er mich fest wie zuvor und flammender glühten mich seine Augen an. „Disputire mich nur weg, mein Junge," höhnte er, „beweise haarscharf und mit den feinsten Gründen meine Nichtexistenz; deswegen bin ich doch, Kamerad; deswegen stehe ich doch hier und mache Deinen feigen Leib erzittern. So stand ich schon einmal vor Dir. Als Du noch ein Knabe warst, ein blasser träumerischer Junge, dem der erste Bart zu sprossen begann... fern in der Heimalh... vor Jahren... es war die Zeit, da Deine Seele sich zu weiten anfing... warum senkst Du den Blick, mein Freund?— Es war eine schöne Zeit, erinnerst Du Dich? — Wie ein Dehnen und Knospen war's... wie ein tiefer, seliger Athemzug, das Leben... Und die Liebe, die Liebe! Das erste Aufdämmern, das Ahnen unsäglicher Wonnen, Kamerad... Und dann: die Enttäuschung, der erste wilde Aufschrei... das jähe Verzweifeln an Allem... weißt Du noch? Schlaflose Nächte und ein Gebet, Wahn- sinn oder--- und als Du es aussannest, hattest Du einen Gefährten— mich!" Entathmet, ohne mich zu rühren, lauschte ich den Worten des Dunkeln, dessen Stimme weich und flüsternd geworden war; er hatte seine Arme um mich geschlungen und schwer lag sein Haupt ans meinem Herzen.—„Hm," fuhr er fast heiter fort,—„damals war ich noch ein gutmüthiger Junge und ließ mit mir spielen, Tage, Wochen hindurch... Dieses gehcimnißvolle Liebäugeln mit Allem, was den Tod bringt, dieses stundenlange Starren in die Schanläden der Waffenhändler, in das grüne, schilfumflüsterte Gewässer des Schloßteiches... erinnerst Du Dich? Welche grauenhaften Bilder sah Dein entsetzensfrohes Auge! Wie ein Kind warst Du neugierig auf das Kommende, das Letzte... Bis es wieder Friede war in Dir... Aber mein warst Du einmal; ich verließ Dich nicht mehr. Und wenn ich auch nicht vor Dich hintrat, zuweilen fühltest Du das leise Wehen meines Athems, meinen kalten Hauch; wenn Dir das Leben arm, ercignißlos und öde erschien, wenn Du im Kampfe gegen das Mißgeschick ermattetest! Die Kraft, die Du verschwendetest, kam mir zugut, der Much, den Du verlorst, stärkte mich! Kein Glück hast Du zu erwerben vermocht, keine Seele, die Dich liebt, keine Freude, keine Ruhe... nichts... nichts... nur mich, vor dem Tu zurückbcbst. Jetzt aber habe ich Dich, jetzt halte ich Dich fest! Stark bin ich geworden, fühlst Du's? Ringe mit mir, wehre Dich, Kamerad?" Ein wilder, lautloser Kampf entspann sich zwischen uns. Ich hatte das Bewußtsein meiner Schwäche und fühlte mich unterliegen, schon hatte mich der Dunkle bis an's Brückengeländer gedrängt... „Laß mich, Schrecklicher," stöhnte ich,„nicht satt bin ich des Lebens, nein, ich schmachte darnach wie der Hun- gernde nach Brot.. aus den Erzählungen meiner Freunde habe ich es geschlürft, das meine war leer; es besaß nicht den Duft einstiger Fülle— es war ein Becher, der un benützt verstaubte; aber ich möchte ihm einen Inhalt geben, eh' ich sterbe: eines Weibes volle, tiefe Liebe möchte ich genießen, ein letztes Glück." Er lachte hart auf.—„Der Blick des Weibes bleibt an Dir nicht haften, du weißt es; sich mich an, das Antlitz, das ich trage, ist das Deine..." „Dann möchte ich wenigstens Jemandem nützen auf der Welt, Jemand erfreuen,— einmal nur." „Man erfreut nur die, die uns lieben. Und nützen? Es giebt Menschen, deren Dasein unnütz und zwecklos, Menschen, die kein Schicksal haben;— zu denen gehörst Du." „Aber wandeln nicht Tausende solcher Geschöpfe auf dieser Erde?" „Ja, aber sie besitzen das, was Du nicht Dein eigen mehr nennst, den Muth zu leben. Habe Du wenigstens den Muth zu sterben. Kamerad, ich bin der Abschluß, ich bin das Ende, sie hier!" Ich hörte das Rauschen des Stromes, sah seine breiten, grauen Wellen sich wälzen; einsame Straßen- latenten warfen ihr Licht in seltsam bewegten, zitternden Streifen darüber hin; der Widerschein der Brückenlampen schien bis auf den Gnind des Wassers zu gehen, unendlich tief und golden leuchtende Säulenhallen bildend, worüber die dunkle Fluth gleichmäßig dahinrollte. „Siehst Du?" fragte der Unhold.—„Ich sehe."— „Dort ist die Ruhe, das letzte Glück..." In dumpfer Bewußtlosigkeit gab ich mich ihm hin. Ich hörte einen gellen Aufschrei, einen dumpfen Fall in das ausspritzende Wasser. Schwer hatte der Dämon mich umfaßt.„Unnütz Dem Dasein, ohne Liebe Dein Leben, hinab, hinab," flüsterte er dringend, indem er mich fester umfing und mit sich hinabzuzerren versuchte. Mein ganzes, vergangenes Leben preßte sich in diesen einzigen Augen- blick zusammen; ich sah es an mir voniberschweben, pfeilschnell, jäh, unaufhaltsam... längstvcrgesscne Augen blickten mich an... voller Mitleid... in Liebe.... dann blieb von alle den über dem Wasser hinschwcbenden Gestalten ein Bild: meine Mutter... „Du lügst, Du lügst," schrie ich auf, und mit gewal- tigem Ruck befreite ich mich aus den Armen des Dämons. Aber meine Kraft war zu Ende. Mit der letzten stieß ich einen Hülferuf aus, noch einen, der dritte klang schon wie ein tiefes Gurgeln, wie wenn ein Kind mittelst eines Strohhalmes in's Wasser bläst. Ein Hohnlachen vernahm noch mein Ohr... hierauf ein unbestimmtes singendes Brausen und Summen. Eine unsäglich häßliche Empfin- dung überkam mich... dann verlor ich die Besinnung. Als ich den ersten Athemzug meine Brust schwellen. fühlte, durchdrang es mich wundersam: das Leben, das Leben! Ich hörte verworrene Menschenstimmen... ein Lichtschein fiel mir auf das geschlossene Auge. Tief, tief athmete ich auf, sog ich das neue Leben ein. Dann öffnete ich die Augen. Neben der Bahre, auf der ich ausgestreckt lag, hingen meine von Wasser triefenden Kleider. Ein eigcnthümlicher Geruch, wie von Rauch und Fischen erfüllte den kleinen Raum. Polizeibeamte kleideten mich an, ver- hörten mich, erzählten die Geschichte meiner Rettung. Be- täubt hörte ich zu, aber es war mir, als spräche man von einer dritten Person. Dann wurde ich nach Hause gebracht. Jahre sind seitdem vergangen. Wie bis zu jener Zeit ist das große Schicksal an mir vorüber gegangen; es hat mich nicht erfaßt, es hat mich nicht durchschüttert; die große Freude, der große Schmerz blieben mir versagt; vielleicht liegt die Schuld an meinem trägen Blute. Aber ich habe gelernt, mich des Kleinen, des Winzigen, an dem der Strom der Menschen achtlos vorübergeht, herzlicher, inniger zu freuen; es ist stille, lautlose Freude oder fast heiterer Schmerz, was mich bewegt, was das neue Leben mir bietet; und so wie es ist, so liebe ich es. Denn ich weiß, wie der Tod ist. („Gegenwart"). Aus Kaffalle's letzten Tagen. Die Brandung faßt mich! Ist mir's zum Heil'< Reißt's mich nach oben wie den Schillcr'schcn Taucher? Fant voir! Ferdinand Lassalle. Lassalle ist auch im Kreise der Besitzenden zu einer gewissen Popularität gelangt— allerdings nicht wegen seiner historischen Bedeutung, wegen seiner bcwunderns- werthen Thätigkeit als Agitator und„Rufer im Streite" der Klassen und Parteien, sondern wegen des eigenartigen, blendendeit und bestrickenden Zaubers, der seilte unge- wöhnliche und unvergleichliche Persönlichkeit umweht. Als Löwe des Salons, als Held zahlreicher Liebesabenteuer taucht die Gestalt Lassalle's immer wieder in der Bourgeois- litcratur auf und besonders der tragische Roman, der mit dem Tode Lassalle's im Duell endete, hat immer neue Darsteller und Leser gefunden. Mit den aufregenden Ereignissen, in denen dieser Roman ausklang, beschäftigt sich auch ein eben erschienenes, mit großer Eleganz ausgestattetes Buch„Lassalle's Leiden",*) dessen Urheberschaft wohl in der Nähe der ehemaligen Geliebten des großen Agitators zu suchen ist, ein Buch, das jedenfalls allzu geflissentlich das unverant- wortliche Benehmen der Helene von Tönniges(späteren Frau von Racowitza) zu entschuldigen und zu beschönigen sucht, das aber insofern von großem Interesse ist, als es eine Reihe der hinreißendsten brieflichen Herzensergüsse Lassalle's zum ersten Male enthält und dadurch einen werth- vollen Beitrag zur Kenntniß dieser, auch in ihren Leiden- schassen über alles gewöhnliche Maß hinausragenden vul- kanischen Natur liefert. Man hat Lassalle oft Vorwürfe gemacht, daß er, der soeben eine große sozialpolitische Agitation entfesselt halte, plötzlich ganz und gar in einem„Liebeshandel" aufging. Aber wenn man gerecht bleiben will, so muß man Lassalle's ganzen damaligen Gemüthszustand ut Rechnung ziehen. Als Lassalle im Juli 1864 aus dem Rigi mit Helene von Dönniges zusammentraf, hatte er zwei aufreibende Jahre voll Sturm und Drang hinter sich. Zwischen März 1862 und Juni 1864 hatte er nicht weniger als zwanzig Schriften verfaßt, von denen drei oder vier durch ihren Umfang sowohl, wie durch ihren Inhalt ganze Bücher sind und von denen die meisten, trotz ihrer Kürze und Gemeinfaßlichkeit einett Gedankenrcichthum enthalten und mit einer wissenschaftlichen Schärfe geschrieben sind, die sich sehr wenigen großen Büchern nachrühmen läßt. Außer- dem hatte er zu derselben Zeit Rede auf Rede gehalten, mit einer Arbeiterdeputation nach der anderen konserirt, sich aus einem Dutzend politischer Prozesse herausge- wickelt, den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein gegründet, eine höchst ausgebreitete Korrespondenz geführt und die *) Lassalle's Leiden. Dargestellt auf Grund einer verloren gc- glaubten Handschristensammlnng mit dem Porträt Helene von Racowitzas. Berlin, Paul Hennig 1887. Verwaltungsangelegenheiten des Vereins geordnet. Er scheint gleichsam in der Ahnung seines nahe bevorstehenden Todes seine Kraft bis über das menschliche Maß gesteigert zu haben. Das Alles hatte sich natürlich gerächt. Ich entsetzlichsten Vorwürfen über meine Loyalitätspinselei auch nicht mehr an der brutalen Gewalt, die ich gebrochen habe, allen Glauben an mich selbst, allen Stolz verloren und ich sondern wenn sie mir eben vor dem Notar ,, Nein" erbreche zusammen, wie ein morsches Brett!" flärt statt ,, Ja" und mit mir zu gehen- an dem grenzenIn dem nächsten Brief, der vielleicht noch an dem lofen Verrath, an dem unerhörtesten Wankelmuth und bin todtmüde- schreibt er am Schluffe der großartigen selben Tage aus Genf an Holthoff abging, heißt es von Leichtsinn eines Weibes, das ich weit über alles Maß des Kampagne und so start meine Organisation ist, so Neuem:„ Wer mir noch vor drei Tagen geſagt hätte, daß Erlaubten hinaus liebe! Es wäre wirklich das Grenzenwankt sie bis in ihr Mark hinein. Meine Aufregung ist ich Helenen so liebe, wie ich es thue, wie ich es jetzt fühle, loseste von Allem, wenn ich deshalb den Minister so groß, daß ich keine Nacht mehr schlafen kann! Ich dem würde ich in's Gesicht gelacht haben! Sie ist mein des Aeußeren vermocht habe, ein Commissariat wälze mich bis 5 Uhr auf dem Lager und stehe mit Kopf- einziger, einziger Gedanke! Um sie zu weinen, die einzige zu ertheilen und sie mir vor dem Notar sistiren schmerz und tief erschöpft auf. Ich bin überarbeitet, über- Wolluft und Erleichterung, die ich habe! Obgleich fremd zu lassen, damit sie mir auch noch das furchtbare über- Wolluft müdet im furchtbarsten Grade. Die wahnsinnige Anstren- hier, habe ich ihr Haus mit fünffacher Wache, Tag und Ridicule giebt, mich mit einem„ Nein" abzuweisen. Anstren- hier, zu lassen, damit sie mir auch noch das furchtbare gung, den Bastiat- Schulze außer und neben allem Anderen Nacht, umgeben. Die heutigen Berichte lauten einstimmig, Inzwischen, wenn sie mir den Dolch in die Brust stoßen in vier Monaten auszuarbeiten, die tiefe und schmerzliche sie sei noch da, noch nicht verreist, ein Hoffnungsfunken! will je n'ai rien à dire! Wenigstens falle ich nicht Enttäuschung, der fressende innere Aerger, den mir die Aber bloß ein Funken!" durch den Uebermuth eines brutalen Mannes.- Ich kann Am 9. August weiß Lassalle noch nicht, ob Helene fie übrigens unter keinen Umständen für so vollendet Gleichgültigkeit und Apathie des Arbeiterstandes, in seiner Masse genommen, einflößt, beides war selbst für mich zu noch bei den Eltern oder fortgebracht ist. Das Bewußt- schlecht, so furchtbar schlecht, so grenzenlos schlecht halten." viel; ich treibe ein metier de dupe*) und ärgere mich inner- fein seiner Hilflosigkeit ist es, was den Sieggewohnten am Der 20. August brachte nichts Neues. Lassalle ver= lich zu Tode, um so mehr, als ich diesem Merger nicht meisten martert: Luft machen kann und ihn nach innen würgen, oft das Gegentheil behaupten muß. Lassalle war in der That aus jedem innerlichen Gleichgewicht geworfen, als er Rigikaltbad zur Kur aufsuchte, und aus diesem Zustand erklärt sich zweifellos zu einem guten Theil sein mitunter befremdendes Verhalten, als plößlich Helene von Dönniges wieder in seiner Nähe auftauchte und eine verzehrende Leidenschaft weckte, nachdem der erste gesellschaftliche Verkehr, der bereits vor mehr als zwei Jahren in Berlin stattfand, bei beiden teine tieferen Spuren zurückgelassen hatte. Die Ereignisse, welche sich an dieses Zusammentreffen anknüpfen, sind genügend bekannt. Helene geht zu ihren Eltern nach Genf, wohin Lassalle sofort nachfolgt, um die Abneigung der in dünkelhaften aristokratischen Vorstellungen beschränkten Eltern zu brechen; Helene flieht aus dem Elternhause, Lassalle aber besteht darauf, daß sie zurückkehre. Sie thut es, wird aber bald merkwürdig kühl gegen alle Annäherungsversuche Lassalle's. Dieser wiederum, von seinem beleidigten Stolz zu den wahnwißigsten Anstrengungen angefeuert, glaubt Helenen in der furchtbarsten Zwangs- und Nothlage und setzt Himmel und Hölle- sogar den bayerischen Minister in Bewegung, um den Vater Helenen's, der bayerischer Gesandter ist, zur Nachgiebigkeit zu zwingen. Als alle Minen gelegt sind, bricht das ganze Gebäude der Entwürfe Lassalle's zusammen, da Helene erklärt, sie habe freiwillig auf Lassalle verzichtet und gedenke ihrem ehemaligen Verlobten, dem dunkellockigen Janko von Racowißa, treu zu bleiben. Vor aller Welt bloßgestellt und beschämt zu sein, das kann die tödtlich getroffene Eitelkeit Lassalle's nicht ertragen; er fordert den Nebenbuhler und fällt von dessen Kugel. wandte ihn, um seinen Freunden und Helene gegenüber " Ich, der ich in allen Zuchthäusern und Gefängnissen aufs Neue sein Herz auszuschütten. Den ersteren ruft er nach links und rechts hin sofort zu korrespondiren wußte, habe noch kein Mittel gefunden, in acht Tagen ihr eine zu:„ Ist solcher Verrath je dagewesen? Habe gerade ich einzige Beile zukommen zu lassen. Sogar vor den Bekannten das verdient, das treueste Herz dieser Erde! Ich Undes Hauses wird sie verleugnet. Man erhält das Gerücht, glücklicher! Ich hätte nicht verdient, auf eine so Undaß sie fort sei. Donnerstag erklärte mir Herr N. auf sein würdige zu treffen." Der an Helene gerichtete AbschiedsEhrenwort, daß sie schon Vormittag fort sei und Sonnabend Abend ist es mir gelungen, fie mit eigenen glücklichen Augen zu sehen, sie zu grüßen und von ihr gegrüßt zu werden. Man hält zwar beharrlich allen Menschen gegen über das Gerücht aufrecht, fie sei fort( in Seebädern des Nordens, früher hieß es bei einem Verwandten in Kulm), und möglich freilich wäre es, daß sie seit Sonnabend Abend fort ist. Aber alle Anzeichen deuten doch darauf hin, daß sie noch hier iſt. brief ist vollends um Steine zu erweichen.„ Ich schreibe Dir den Tod im Herzen. Du, Du verräthst mich! Es ist unmöglich! Noch, noch kann ich an so viel Felonie, so furchtbaren Verrath nicht glauben. Man hat Deinen Willen vielleicht momentan gebeugt, gebrochen, Dich Dir selbst entfremdet; aber es ist nicht denkbar, daß dies Dein wahrer, Dein bleibender Wille sei. Du kannst nicht jede Scham, jede Liebe, jede Treue, jede Wahrheit von Dir geworfen haben bis zu diesem äußersten Grade! ganz gewiß wird entweder Wand oder Kopf zerschellen. Du Eine eiserne Ruhe und Schmerzlosigkeit ist seit gestern würdest in Verruf gebracht und entehrt haben Alles, was Abend über mich gekommen. Gestern hatte ich noch den Menschenantlig trägt- Lüge wäre jedes bessere Gefühl, furchtbarsten Ausbruch von Thränen, so daß ich wie ein und wenn Du gelogen hast, wenn Du fähig bist, diesen Kind unter der Gewalt meines Schluchzens zusammenbrach. Sie sehen, theurer Freund, es bleibt mir nichts übrig, als mit dem Kopf gegen die Wand zu gehen, und diesmal Seit heute bin ich zu Eiſen geworden, fühllos gegen mich letzten Grad der Verworfenheit zu erreichen, so heilige selbst, nur noch ein eiskalter, Körper gewordener Wille. Eide zu brechen, und das treueste Herz zu zerstören Mit der Ruhe eines Schachspielers werde ich diese Partie unter der Sonne gäbe es nichts mehr, woran irgend ein zu Ende spielen. Ich habe mir mein Ehrenwort gegeben, Mensch noch glauben dürfte! Du hast mich mit dem an dem Tage, wo ich Helene für verloren geben muß, mir eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Ich habe laut meinen Willen erfüllt, nach Deinem Besiß zu ringen; Du hast ge= Freunden dies auf mein Ehrenwort erklärt, und Sie werden fordert, zuerst alle konvenablen Mittel zu erschöpfen, statt so gut wissen, wie meine anderen Freunde, daß dies von Dich von Wabern zu entführen; Du hast mir die heiligsten Stunde an eine unwiderruflich beschlossene Thatsache ist. Eide mündlich und schriftlich geschworen, auszuharren für Grade aus diesem Gedanken habe ich die große und furcht bare Ruhe gesogen, die sich jetzt meiner bemächtigt hat. Ich immer und felsenfest zu bleiben; Du hast mir noch in habe die Inventur meines Lebens gemacht. Es Deinem letzten Schreiben erklärt, daß Du nichts, nichts war groß, brav, wader, tapfer und glänzend bist, als mein liebendes Weib und keine Gewalt der Erde genug. Eine fünftige Zeit wird mir gerecht zu Dich abhalten soll, diesen Entschluß auszuführen. werden wissen. Und ich werde also Helene haben oder Freund: überhaupt nicht mehr sein und also auch nicht leiden. Ich und nachdem Du dies treue Herz, das, wenn es sich einhabe also in keinem Fall etwas zu verlieren. Das ist der mal ergiebt, sich für immer ergeben hat, gewaltsam an tiefe Trost, der mich stärkt und beruhigt." Dich gezogen schleuderst Du mich, nachdem der Kampf Noch an demselben Tage wird Lassalle fälschlich be- kaum begonnen, nach winzigen vierzehn Tagen hohnlachend Das sind die genügend bekannten Thatsachen, und richtet, Helene sei abgereift. Mit aller scheinbaren Ruhe in den Abgrund, verräthst und zerstörst mich? Ja, es nun einige Mittheilungen aus den Briefen Lassalle's, ist es jetzt wieder vorbei. Er schreibt sofort an den wäre Dir gelungen, was nie einem Schicksal gelang, Du hättest den härtesten Mann, der allen äußeren Stürmen welche in diesen Zeitraum fallen. ,, Kaum habe ich heute Mittag meinen langen Brief an stand, ohne zu zucken, zertrümmert, zerbrochen! Diesen Sie abgeschickt, so size ich jetzt Nachts schon wieder da unter Verrath könnte ich nicht überwinden! Ich wäre von Strömen und Strömen von Thränen Ihnen zu schreiben! Meine fünftliche Ruhe von heute früh ist einer furchtbaren innen heraus getödtet! Du würdest meinen furchtNachricht erlegen. Meine Leiden sind unbeschreiblich. Ich barsten Haß und die Verachtung einer Welt verdienen! wante, ob ich nicht lieber gleich in den See laufen und mir Helene! Mein Schicksal steht in Deiner Hand! Aber wenn dadurch die Höllenqualen vieler Wochen, die zuletzt doch un- Du mich zerbrichst durch diesen bübischen Verrath, den ich nüz bleiben, ersparen soll. Sie kennen mich sonst, lieber nicht überwinde, so möge mein Loos auf Dich zurückfallen wo ist sie hin bei diesem Anlaß? Was ich leide, ist so und mein Fluch Dich bis zum Grabe verfolgen. Es iſt schrecklich, daß man einen Mord damit lange abgebüßt haben der Fluch des treuesten, von Dir tückisch gebrochenen Herzens, würde! Ich verzweifle! Merkwürdig, daß ich, der ich sonst mit dem Du das schändlichste Spiel getrieben. Er trifft von den thörichtesten Siegeshoffnungen in den schwierigsten Aus Genf, 5. August 1864, gleich nach Helenen's Rückkehr in's Elternhaus, schreibt er unter Anderem an seinen Freund Holthoff: Meine Stimmung Ihnen zu beschreiben, ist unmöglich. Ich habe fast während zwei Tagen jeden freien Augenblick benußt, um ich schäme mich nicht, es zu sagen, aber es ist entsetzlich um zu weinen. Was meinen Schmerz gerade bis zum Wahnsinn steigert, ist der Stachel des Vorwurfs, den ich mir jeden Moment ich kann es nicht Lassen- mit einer satanischen Grausamkeit in die Flanken drücke! Ich bin mir an allem selbst Schuld! Ich hätte sie nach Italien entführen können und sie wäre heute bereits mein angetrautes Weib. Gestern Abend schickte ihr Vater zwei Verwandte zu mir und ließ mir sagen: Helene sei fort. Das kann eben so gut sein, um mich zu täuschen. Verschiedene Nachrichten, die ich eingezogen, bestätigen es aber. Verschiedene andere aber widersprechen bestimmt. Obgleich ich das ganze Haus mit Spähern umstellt habe, habe ich noch keine Gewißheit und weiß nicht, was glauben! Nicht ein Brief von mir konnte hineindringen, nicht ein Brief von ihr hinaus jeit dem letzten, im ersten Augenblick meiner Ankunft von ihr erhaltenen. Der Vater scheint seine Leute mit eiserner Zuchtruthe zu beherrschen. Er wendet gegen mich die ganze Kraft vollster Rücksichtslosigkeit an, während ich der Dummkopf war, eine Großmuths- und bürgerliche Anstandskomödie Holthoff. Sie wissen, daß etwas Mannheit in mir ist und verzweifeltsten Fällen meine Brust stets geschwellt füllte, sicher." diesmal vom ersten Augenblick der Katastrophe an, in einem Die weiteren Geschehnisse sind zur Genüge bekannt. Fall, verhältnißmäßig weit leichter, als ich ihn sonst hundert- Am 21. August erhält Lassalle thatsächlich den Absagebrief mal durchkämpft, nichts als die schwärzesten Ahnungen in Helenen's, von dem er telegraphisch schon benachrichtigt meiner Brust fühlte. O, ich bin nicht mehr Lassalle, nicht ein Schatten von mir, ich bin verdammt unterzugehen bei war. Ich erkläre Ihnen freiwillig heißt es da diesem Anlaß. Ich heule nach Helenen, wie eine Löwin, und aus voller Ueberzeugung, daß von einer Verder man ihr Junges geraubt! Ich wüthe gegen mich selbst. bindung zwischen uns nie die Rede sein kann, daß ich mich Ich fühle mich zernichtet, zu Grunde gerichtet, wie dreimal von Ihnen in jeder Beziehung lossage und fest entschlossen gerädert! Ich bin gebrochen, gebrochen!! Wer mir jemals gesagt hätte, daß ich in meinem Alter eine so merkwürdige, bin, meinem verlobten Bräutigam ewige Liebe und Treue eine so alle Poetenbeschreibungen, die ich jemals gelesen, zu widmen." weit, weit hinter sich lassende Leidenschaft fassen könnte Am 24. August war Lassalle, rachedürstend, schon wie würde ich den verlacht haben!" wieder in Genf; am 27. August war er davon überzeugt, Wenige Tage darauf reist Laffalle nach München. daß die„ kompletteste, unglaublichste Indignität( Unwürdigmit ihm zu spielen! Daher sein entschiedener Sieg und Der bayerische Minister des Aeußern, Richard Wagner, feit) der Person bewiesen" sei; am 28. August fand das In dieser Lage bin ich. Es kann vielleicht noch Tage Dr. Hänle, Böckh in Berlin, sie alle sollen ihm beiſtehen, Duell statt, am 31. August war die Welt um einen dauern, bis ich mit Gewißheit erfahre, ob sie hier, ob sie den Widerstand des Vaters zu brechen denn daß Helene großen Mann ärmer. fort ist. Wohin sie in letzterem Fall gebracht ist, kann ich ihn aufgeben könne, diese Vermuthung läßt der Stolz hier gar nicht, sondern nur durch Sie erfahren! mein verdientes Unglück! Was nun? Ich weiß es nicht. Nur das Eine weiß ich: Ich muß Helene haben. Arbeiterverein, Politik, Wissenschaft, Gefängniß, alles ist mir absolut verblaßt in meinem Innern bei dem Gedanken, Helenen wieder zu erobern. Der Maximal- Arbeitstag. Der VI. internationale Kongreß für Hygiene Wer ihn auch in seinem inneren Leben näher kennen So stehen die Dinge vorläufig! Was ich zu allem Lassalle's nicht zu. Da trifft ihn die telegraphische Nach lernen will, dem werden die eben veröffentlichten Briefe Anderen noch fürchte, ist, daß es mit der Zeit gelingt, ihren richt, Helene habe ihm entjagt. Helenen's darauf bezüg- manchen Anhalt gewähren. Willen zu beugen. Sie ist schwach, energisch im Moment, licher Brief trifft sehr verspätet ein und so vergehen Tage aber nicht ausdauernd. Ihr lezter Brief an mich nach der qualvollsten Unsicherheit für Lassalle.„ Ich habe dem großen éclat mit ihrem Vater ist zwar noch felsen= Riesenkräfte schreibt er am 19. August an seine Gefest und das Rührendste, was es geben kann( Sie sollen ihn in Berlin lesen), aber ich fürchte, das haftet nicht lange, liebte und ich werde sie vertausendfachen, um Dich zu wenn sie gar nichts von mir hört. erkämpfen. Kein Mensch kann Dich mir entreißen, wenn Du fest und treu bleibst. Seit ich daran zweifle, bin ich( Gesundheitspflege) hat sich mit der Frage beschäftigt, wie der Elendeste aller Menschen. Ich leide stündlich tausend- lange im gesundheitlichen Interesse die Dauer des Arbeitsfachen Tod. Und doch, es ist unmöglich! Du kannst tages sein dürfte, und hat dabei folgende Beschlüsse gefaßt: mich nicht verrathen, einen Mann, wie mich, einen Mann, 8) Die Gesundheit der erwachsenen Männer leidet häufig durch Wissen Sie ein Mittel? Können Sie gut machen, was der Dich so rasend liebt. Ich bin mit Demantketten an die übermäßig lange Arbeitszeit, sowie durch die Nachtarbeit. ein Dummkopf verdorben hat? Wenn Sie irgend etwas Beide üben auch einen nachtheiligen Einfluß auf die Moralität für mich thun können, Holthoff, so werde ich Ihnen auf Dich geschmiedet. Ich leide tausendmal mehr, als Pro( Sittlichkeit) und Intelligenz( Einsicht) der Arbeiter aus. meinen Knieen danken! Und bedenken Sie, Sie stehen von metheus am Felsen. Aber, wenn Du meineidig wirst, Erfahrungsgemäß vermag sich dieser nur selten gegen eine Gott und Rechtswegen jetzt nothwendig ganz und ungetheilt nach so vielen Eiden und solcher Liebe gegenüber, so wäre solche Beanspruchung zu wehren, und es liegt deshalb in der auf meiner Seite. Ich fechte für ein Weib, das mich rasend die Menschennatur entehrt, man müßte verzweifeln an Aufgabe des um die Erhaltung einer tüchtigen Bevölkerung liebt und das ich jest noch rajender liebe, als ich sogar von jeder Wahrheit, jeder Treue; Lüge wäre Alles, was eristirt. besorgten Staates, durch die Gesetzgebung vorzubeugen. ihr geliebt werde. Ich muß sie haben, gleichviel was und Den gegenwärtigen Verhältnissen dürfte bei unvermeidlicher wieviel, welche Opfer und welche Zeit ich daran setzen sollte! Dies sagen Alle, die diese blutige Geschichte kennen. Tag und Nachtarbeit, die Einführung eines Schichtenwechsels Ich würde sie durch Verbrechen erkaufen! Alles tritt mir Schreibe mir nur ein einziges Wort, ob Du fest und treu vorausgesezt, ein Marimal-( längster) Arbeitstag von elf verblassend vor ihr zurück. bis zehn Stunden entsprechen. Die Festsetzung dieser Marimalbleibst, und ich bin gestählt vom Wirbel bis zur Zehe." Und seinen Genfer Freunden schrieb er: Wenn dieses Arbeitszeit hat aber den Gegenstand internationaler Verein so starkes Herz, wie das meinige, die Selbstbeherrschung einbarungen zu bilden. verliert, dann ist es dreifach namenlos elend! Ich weine Weib von mir läßt, für das ich so namenlos märtyrere, die ganze Zeit, in der ich dies schreibe. Ich habe unter den so ist Alles geschändet, was Mensch heißt! Ein FelsenIch bin namenlos unglücklich, lieber Holthoff! Wenn *) Das„ Handwerk eines Thoren." herz, das so liebt, so treu aushält, wie das meinige, so zu zerreißen!... Kurz, gehe ich jetzt zu Grunde, so ist es 9. Sonntagsruhe für alle Arbeiter ist eine der dringendsten Forderungen der Hygiene( Gesundheitspflege). Sie ist nur dann in vollem Maße zu erreichen, wenn durch Verkürzung der Samstagsarbeit es dem Arbeiter möglich wird, von schweren Sonntagsarbeiten frei zu bleiben. 10) Die Beschränkung der Arbeitszeit Erwachsener erheischt die als Forderungen der Hygiene einführen durch die Adreß- zufinden und angenehm zu unterhalten. Nach hundert Jahren geMöglichkeit von Ausnahmen, deren Gestattung namentlich karte, die sie mitbringen, es sind die Forderungen des hört es zum guten Ton, für ein Kunſtwerk zu schwärmen; daß ein wahrer, ursprünglicher Kunstsinn unseren tonangebenden Kreisen hinsichtlich der Anwendung gleicher Grundsäge genau zu internationalen hygienischen Kongresses!" jedoch nicht eigen ist, das beweist das Schicksal so vieler unglückfontroliren ist. Kinder bis zum 16. Lebensjahre und ver= Nun gut, wir geben diese Adreßkarte auch ab für die licher Eristenzen und das hat auch das Schicksal Mozart's bewiesen. heirathete Frauen sind jedoch auch von ausnahmsweiser Nachtarbeit freizulassen. Bestrebungen unserer Arbeiterorganisationen, unserer Es ist nämlich Thatsache, daß das größte Originalgenie", als Wenn auch die 9. These( Lehrsatz) sich nicht genau Lohnkommissionen, unserer Streif- Bewegungen, bei allen welches man Mozart schon zu Lebenszeiten erkannte, in dem jungen Alter von 35 Jahren in Wien verhungert ist, und daß man ihn mit dem Gegenstand deckt, den wir in der Ueberschrift an- hohen und niederen Polzeibehörden, bei allen Zunftmeistern dann des Mangels an Geldmitteln wegen" in einer allgemeinen gegeben haben, so haben wir sie um des Zusammenhanges und Ausbeutern. Wer will uns ferner schelten, ohne den Grube verscharrt hat, welche alle 10 Jahre neu ausgegraben wurde, willen doch hier mit angeführt. Die 3 Lehrfäße haben internationalen hygienischen Kongreß zu schelten? Wer so daß kein Erinnerungsmal seine lezte Ruhestätte bezeichnet. Und folgenden allgemeinen Gedankengang: will seine Ansichten und seine Intereffen gegen das gewichtige wie dankbar die in heuchlerischer Graltation das Säkularfest des " Don Juan" begehende Nachwelt dem Andenken unseres Komponisten Zu lange Arbeitszeit, zu große und lang andauernde Wort dieser erleuchteten Versammlung seßen? Wer kann ich zeigt, dafür nur der folgende Beleg, welcher neulich die Runde Anstrengung des Körpers ist der Gesundheit, der Sittlich- uns ferner mit Recht hindern? Er müßte diese in Wien durch die Presse machte:" In Wien lebt seit vielen Jahren in den keit und der Entwickelung der geistigen Kräfte schädlich, versammelt gewesenen Männer auch für Umstürzler, für dürftigsten Verhältnissen eine Nichte Mozart's. Die Nothlage der Greisin wurde vor einiger Zeit dem Bürgermeister bekannt und es leidet dadurch die Tüchtigkeit der Bevölkerung. flaatsgefährlich erklären. fofort erging an den Magistrat der Auftrag, Erhebungen zu pflegen Die Arbeiter sind nicht in der Lage, ohne Hilfe des Wir wollen eben nicht abwarten, bis das Unglück und der armen Frau eine entsprechende Unterstützung zu gewähren. Staates sich eine genügende Abkürzung der Arbeitszeit zu unaufhaltsam hereinbricht, darum kämpfen wir für wirth- Das Armendepartement des Magistrats fonstatirte eine Nothlage erringen, die Gesetzgebung muß ihnen zu Hilfe kommen. schaftliche Umformung und in diesem Kampf sind wir durch und brachte bei der Armenſektion des Gemeinderathes den VorAngemessen dem nicht durch Staatsgrenzen zu die Beschlüsse des Wiener Kongresses gestärkt und ermuthigt, schlag ein, der Frau Josepha L. eine monatliche Pfründe von fünf Gulden( etwa 8 Mark) anzuweisen. In der Sigung der Armen= bindenden Wettbewerb von Handel und Verkehr muß die wir haben erkannt, daß unparteiische, sachverständige sektion nun, in welcher der betreffende Aft vorlag, glaubte ein Regelung der Arbeitszeit durch internationale Verträge Männer von hoher Intelligenz in diesem Kampf wenigstens Gemeinderath, dessen Name nur einmal in drei Jahren genannt wird, wenn die Wahlen für die Stadtvertretung stattfinden, aussprechen erfolgen. Den heutigen Verhältnissen entspricht ein Maximal- geistig zu uns stehen, das erhöht die Siegeszuversicht. arbeitstag von 11 bis 10 Stunden. Ferner haben wir hervorzuheben, daß der internatio- zu müssen, daß für die Nichte Mozart's eine monatliche Unterſtüßung von drei Gulden ausreichen würde. Den Kollegen dieses dankbaren Für erwachsene Arbeiter sind hiervon Ausnahmen zu- nale Kongreß für Hygiene es ausgesprochen hat, die Epigonen leuchtete dies ein und so geschah es, daß man der Nichte zulassen, die genau nach gleichen Grundsäßen zu regeln Arbeiter können nur in seltenen Fällen sich selbst eines der größten Männer Desterreichs, statt einer Monatspfründe und zu kontroliren find. helfen, es muß der Staat, die Gesezgebung zu ihrem von fünf Gulden bloß eine solche von drei Gulden( 5 Mark) be= Wohlan, wir sind keine Freunde irgend welchen willigte." Schutz eintreten. von unserem Standpunkte Hiermit hat der Kongreß sich auch ganz und voll Personenkultus. Wir sehen auch aus nicht ein, warum die Nichte Mozart's eine Bevorzugung Wir müssen feststellen, daß der Kongreß, dessen Auf- auf unsere Seite gestellt und wir können seine Karte bei vor anderen Armen genießen sollte. Aber unsere Gegner theilen gabe die Festsetzung von Regeln für die Gesundheitspflege den halben Wirthschaftsreformern, bei den Herrn von diesen Standpunkt nicht, das beweisen die Dotationen, die sie sonst war, sich bei Berathung dieser Lehrsätze leider sehr von Halben und ihrem Gefolge abgeben, welche den Arbeitern für„ berühmte Zeitgenossen" und ihre Verwandten übrig haben. Für die Familien der Feldherren, Staatsmänner, Grenzwächter sogenannten„ praktischen Bedenken" hat leiten lassen. Er die Unwahrheit vorreden, der erwachsene, mündige, männ- Millionen, für unsere unsterblichen Meister auf dem Gebiete der Kunst den Hungertod oder das Irrenhaus, und für die Nachkommen hat nicht die Frage erörtert, welche größeste Dauer des liche Arbeiter brauche den Schutz des Staates nicht. Arbeitstages ist zulässig, um die Tüchtigkeit des Volkes, Damit ist den deutschen Gewerkvereinen, diesen Spott- der Glücklichen fünf Mark monatlich da wage man noch, an dessen Gesundheit, Sittlichkeit und geistige Entwickelung geburten nach englischen mißverstandenen oder gefälschten der Tiefe der Kunstbegeisterung der besitzenden Klassen zu zweifeln aufrecht zu erhalten, sondern sich damit begnügt, zu ver- Vorbildern, die mit ihren kleinen Räßchen, leistungsunfähigen und sie für eine bloße konventionelle Lüge zu halten! Herr Dr. Adolf Schulz, der Sekretär des Zentralsuchen, was man den Unternehmern vielleicht im Intereffe Versicherungen, mit ihrem Zahlenhumbug und ihrer Vor- verbandes deutscher Junungen widmete neulich sein schäßspiegelung der Möglichkeit einer Selbsthilfe ein schwerer bares Redetalent der Berliner Tapeziererinnung. An Unverfrorender Gesundheitspflege abzwacken kann. Kinder unter 16 Jahren und verheirathete Frauen bleiben von jeder Nachtarbeit frei. Wir glauben nicht, daß der Kongreß damit seiner Stoß versetzt. Die Wissenschaft, die unabhängige aber un- heit ließ er dabei nichts zu wünschen übrig. So erklärte er nach Aufgabe genügt hat. Die Unternehmer werden gegen die parteiische Wissenschaft, das Urtheil von Männern, deren der Tapeziererztg." unter Anderem:„ die zentralisirten HilfsBeschränkung des freien Selbstbestimmungsrechtes der Sachkenntniß unanfechtbar, deren Gesinnung untadelhaft, tassen betrachten die Unterstützung nur als Nebensache, die Hauptsache ist sozialdemokratische geheime Agitation." Später freilich mündigen und selbstständigen Arbeiter", wie sie in der deren Ruf glänzend ift, Männer, vor welchen die zurückwurde Herr Dr. Adolf Schulz durch das Innungsmitglied Herrn manchesterlichen Redeweise ihr Ausbeutungsrecht zu nennen gebliebenen oder interessirten Volkswirthe der Selbsthilfe selos( zugleich Mitglied des Ausschusses der Zentral- Stranken- und belieben, die ganz gleichen Einwendungen machen, ob ihnen zusammenschrumpfen zur Unbedeutendheit, haben es ausge- Sterbekasse der deutschen Tapezierer und verwandten Berufsgenossen) eine oder einige Stunden an demselben gekürzt werden sprochen: Wir, wir die wir sagen, ohne staatlichen Ar- gezwungen sich zu verbessern, denn er erflärte:„ bei den Tapezieren mag es nicht ſo ſein, aber von den anderen Kaſſen habe sollen. Sie werden einstimmig die Undurchführbarkeit beiterschuß, ohne Gesetze über Marimalarbeitstag geht es ich Beweise". Nun, Herr Schulz sprach also für Innungseiner Regelung der Arbeitszeit behaupten mit denselben nicht, wir haben recht! Der internationale hygienische tassen und begeisterte sich dabei so, daß er bis zur Verhöhnung der bestehenden Geseze gelangte, indem er die Anwesenden aufforderte, Redensarten, wie wir sie in unseren Parlamenten von Kongreß hat es anerkannt. den Bamberger, den Baumbach und ähnlichen Volks- Wo bleiben nun die Wischen und Mäßchen von dem die Gehilfen und Lehrlinge zu zwingen, in die etwa gebildete Kasse einzutreten. Sogar von Meistern mußte sich der Herr wirthen zur Genüge gehört haben. Normalarbeiter, der zum Normalarbeitstag und zum Mini- Sekretär jagen lassen, das wäre doch wohl ungefeßlich und strafMit Recht behauptete auf dem Kongreß Dr. Adler, mallohn gehören soll, und den man nicht finden konnte? bar". Herr Schulz wußte jedoch Nath, denn es braucht ja nicht man wäre nicht da, um Kompromißpolitik zu machen, man Wo bleibt nun das scheinheilige und heuchlerische Hinweisen so öffentlich gemacht zu werden, die Arbeitsgelegenheit bringt das von selbst mit sich". Und der Obermeister als Vorsitzender ließ müsse als reiner Hygieniker handeln. Der Marimal- auf den„ freien Mann"? den Mann ruhig schwazen! Doch weiter! Petitioniren soll die arbeitstag werde bei den Ausnahmen" in der Praris. Ganz recht, in einem freien Staate, wir sagen in Innung, viel petitioniren( soviel wir wissen, sind doch bereits 5 oder doch sofort zum Minimalarbeitstag, man solle und müsse einem freien Staate, in einem Rechtsstaate, der die Ge- 6 Petitionen schon losgelassen), um Nicht- Innungsmeistern das einfach aussprechen: wir verlangen einen achtstündigen setze für Arbeiter und Unternehmer gleichmäßig abwägt, alten von Lehrburschen zu verbieten. Und so ging es fort! Marimalarbeitstag und Abschaffung der Nachtarbeit. Wo in einem Staate, in welchem man nicht von freien In allen Theilen aber war die Rede von demselben Grundgedanken durchzogen: für die Meister die möglichst große Ausbeutungsfreiheit, letztere bei fortlaufenden Betrieben nothwendig ist, müßten Arbeitern und Selbsthilfe heuchlerisch redet und Aus- für die Arbeiter möglichst viel Aufsicht und Unterdrückung jeder drei achtstündige Schichten eingerichtet werden. Man gab nahmegese ze gegen die Arbeiter durch Abkommandirungen freien Regung und Organisation. Als Agitator für diese Ideen ihm in den Hauptsachen vollkommen Recht, wußte besonders im Parlamente möglich macht, in einem wirklich freien wird Herr Schulz bezahlt und daß er sich das Wohlwollen seiner die Nachtarbeit nicht genug zu tadeln, gab zu, daß auch Staate wäre es einzelnen Arbeiterklassen, einigen Brotgeber zu erhalten sucht, kann man nicht anders erwarten. Die Ehe als Geschäft. In Chikago wurde am 16. v. M. die Leistung der Arbeiter durch Abkürzung der Arbeits- bevorzugten und günstig gestellten Gewerken wohl für der Millionär Stephan W. Rawson von seinem Stiefsohn William zeit nur bedingungsweise geringer werde, daß weder einige Zeit möglich, durch freie Vereinigungen eine ge- Lee mittelst einer Schußwaffe niedergestreckt, als er aus der Kirche Fabrikant noch Arbeiter von der langen Arbeitszeit und messene Zeit lang für sich eine auskömmliche Lebenshaltung trat. Der reiche alte Lüftling hatte vor sechs Jahren noch eine von der Nachtarbeit Nutzen hätten, aber das läßt sich und angemessene Arbeitsdauer zu erzwingen. Die Zahl iugendliche schöne Wittwe geheirathet und jetzt ist Skandal, Untreue, nicht Alles so dekretiren", meinte der Referent, Herr der so günstig gestellten Arbeiter ist aber im besten Falle Scheidungsklage das eheliche Verhältniß und dem wollte der Stief= alter Sünder von 67 Jahren und körperlich ein Wrack, aber er Dr. Schuler, sondern man wird durch die Noth dazu verhältnißmäßig sehr geringe und wenn der Wettbewerb sohn durch den Vatermord" ein Ende machen. Rawson war ein gedrängt werden; erst durch schlimme Erfahrungen, durch schärfer wird, stehen auch sie dem Unternehmer gegenüber war ein reicher Mann, ein geachteter Bürger; er war Präsident große Krisen wird man dazu gelangeu, daß man da und schußlos da, eine leichte Beute des geldgierigen Spekulanten. Der Union Sparbank und Trust- Kompagnie: er war eines der „ prominentesten" Mitglieder der dritten Presbyterianerkirche; er dort einen Versuch macht, die Arbeitszeit noch mehr Dann hört auch für sie die Selbsthilfe auf. Selbst in England hat die Selbsthilfe vollkommen lernte seine Gattin als Besizerin großen Grundeigenthums kennen; er heirathete sie alsbald; er fand jedoch nach der Verheirathung herunterzusetzen, und so bin ich für meine Person überich weiß nicht in wieviel Bankbruch erlitten, die Arbeiter sehen, daß es in den alten heraus, daß seine liebenswürdige Gattin ihn hintergangen und zeugt, werden wir schließlich Jahren zu dem Resultat gelangen, das von den ver- Wegen nicht mehr geht, sie sehen, daß sie einer Luftspiege- unter falschen Vorspiegelungen zur Ghe bewogen hatte( site besaß schiedensten Seiten her angedeutet ist. Ich möchte aber lung nachgelaufen sind, einem Irrlicht, das sie in den nicht das große Grundeigenthum) und alsbald gab's Strafehl eine Ehescheidungslage wurde anhängig gemacht; um einen gerechten nicht den Vorschlag machen, daß wir in der Beziehung kapitaliſtiſchen Sumpf gelockt hat. Sie wenden sich jetzt Grund für die Ehescheidung zu haben, mußte die Frau systematisch irgendwie weiter gehen sollten, als es in der These bereits schaarenweise um, verlassen die falsche Fahne der falschen verdächtigt werden( ob mit Recht oder Unrecht ist einerlei); Rawson entdeckte also, daß seine Frau( ohne Grundeigenthum) eine„ gottesenthalten ist." Bravo! Bravo! riefen die Gesundheitsräthler, indem lästerliche, profane" Person sei, mit der er der fromme" Mann) er sich, noch mehr Geld für sie in der Bank zu deponiren; am sie sich selbst verhöhnten. Man nimmt auf die praktischen nicht länger zusammen leben dürfe; am 5. Auguſt 1886 weigerte 26. September verweigerte er ihr den Eintritt in sein Haus; seit Verhältnisse Rücksicht und erkennt zugleich an, daß die Der internationale hygienische Kongreß hat uns auch der Zeit wird im Gericht bitter um die Zahlung des Unterhalts praktischen Verhältnisse auf den Kongreß für Hygiene und Frau vorgeworfene Ehebruchsgeschichte auf falschem Zeugniß be= seine Beschlüsse gar keine Rücksicht nehmen werden, daß hier nichts Neues gesagt, wir wollen aber einmal sehn, an die Frau gestritten; es stellt sich dabei heraus, daß die ver nur ,, große Krisen", d. h. der eigene Schade, die Unter- wie die Apostel des Kapitalismus fich mit seiner Autorität ruhte; der Anwalt der Frau erklärte, daß sie von den Detektives abfinden werden. Wir hoffen, die Arbeiter werden in des frommen Rawson wie eine Hyäne über's Land gehetzt wurde. was laſſen dieſe Anhaltspunkte des Standals erkennen? Vor allen Dingen, daß für beide Theile das Geld bei der Ber nehmer einigermaßen flug machen werde. " 1 Harmonie- Apostel, die ihnen vorerzählten, ihre Interessen wären auch die der Kapitaliſten. Sie wenden sich den Männern zu, die durch den Staat, durch den freien Volksstaat, die Verbesserung der Lage der Arbeiter erstreben. Nun, so ganz ohne Erfolg für den Fortgang des immer größerer Zahl diese Irrlehrer verlassen, die sie in heirathung die Hauptrolle spielte. Dem achtbaren Bürger Kampfes der Arbeiter um die Abkürzung der Arbeitszeit die Netze derer treiben, gegen die der Arbeiter sich mit gefiel die schöne Frau, und weil sie auch gleichzeitig Besizerin sind die Beschlüsse des Kongresses doch nicht, wenn wir aller Macht zu wehren hat. Also auch nach dieser Richtung hin ist der internatio- großen Grundeigenthums" war, heirathete er sie. Der Frau gefiel auch bedauern müssen, daß der Kongreß für Gesundheitspflege sich von anderen Rücksichten als die auf die Geſund- nale Kongreß für Hygiene für uns nüßlich und ersprießber alte Sünder durchaus nicht, aber weil er ein reicher Mann heit des Volkes hat leiten lassen. Wir können für uns lich gewesen. Aus diesem Umstande wollen wir mit ihm war, heirathete fie ihn. Ein Theil betrog so den anderen. Von bracht kommen sollte tracht kommen sollte von gegenseitiger Achtung und Liebe besonders zweierlei aus den Beschlüssen sehr gut gebrauchen: nicht weiter rechten, wenn er Kompromißpolitik getrieben, dem wahren Motive, welches bei jeder wahren Ehe zuerst in Bewo es keine Kompromisse geben kann und darf, wo es feine Spur. Es war daher auch keine Ehe, sondern ein ganz Der Kampf für die Abkürzung der Arbeitszeit ist an sich um die Tüchtigkeit, die Sittlichkeit und die gewöhnlicher Geschäftsvertrag. Ein Theil hieb den anderen erkannt als ein solcher, der für die Tüchtigkeit, die geistige Entwickelung des Volkes handelt. Sittlichkeit und die geistige Entwickelung geführt Er stand in den Hauptsachen der Fragen über den wird. Dieser Kampf, der eine Hauptaufgabe der Fach- Arbeiterschutz auf unserer Seite, ganz und voll, wenn er organisationen der Arbeiter war und ist, ist also kein auch einen zu langen, einen 11 bis 10 stündigen Arbeitsumstürzlerisches, kein kulturfeindliches, kein den Staat und und die Gesellschaft untergrabendes, sondern ein edles, ein tag gut hieß, statt den durchaus nothwendigen 8 stündigen patriotisches im wahren Sinne des Wortes, ein gesellschaftserhaltendes Streben. Wir waren davon lange und tief Arbeitslosigkeit in New- York. Eine New- Yorker Gesellüberzeugt und haben dieser Ueberzeugung oft und laut schaft, deren Zweck es ist, die bei allen wohlthätigen Vereinen jener Ausdruck gegeben. Jetzt haben wir zur Bekräftigung Unsere kunstsinnige Bourgeoisie schwamm in den letzten Stadt angemeldeten Fälle von Noth und Armuth erst zu unterunserer Behauptung den schwerwiegenden Ausspruch einer Körperschaft, die in sich die glänzendsten Namen und die Wochen in Begeisterung. Die Säkularfeier der Entstehung von suchen, damit keine„ Unwürdigen" die Almosen erhalten, welche Mozart's herrlicher Don Juan- Musik bot den Leuten, die weiter wirklich Bedürftigen zukommen sollten, hat jest 92000 Familien sachverständigsten Personen vereinigte. Ganz richtig meinte nichts zu thun haben, als sich zu amüsiren, wieder einmal eine auf der Liste, von denen sie sagt, daß sie der Unterstüßung würdig Herr Dr. Busch- Crefeld: Die Forderungen werden fich willkommene Gelegenheit, sich bei rauschenden Festlichkeiten zusammen- sind. Da diese Familien durchschnittlich aus 5 Stöpfen bestehen, anzunehmen. Kleine Mittheilungen. über's Ohr. Wie viele Ehen gründen sich aber heute auf ähnliche geschäftliche Spekulationen. Und welch' eine Unsumme von persön= licher Entwürdigung, von Unfrieden und Verrath entsteht aus den hunderttausenden reiner Geschäftsehen. Die wahrhafte Ghe ist nur da vorhanden, wo bei Schließung derselben das Geld, der Beſiz keine Rolle spielte, ſondern nur die auf gegenseitiger Achtung, Erkenntniß des persönlichen Werthes begründete Liebe. Nur unter dem Sozialismus wird aber das Letztere allgemein der Fall sein, weil unter seiner Ordnung Mann und Frau materiell gleichgestellt und unabhängig sein werden. so ergiebt sich, daß New- York 350 000 Arme hat. Ein Drittel der Bevölkerung auf die öffentliche Wohlthätigkeit angewiesen! Ift das erhört? Welches Verhältniß mag sich da aber erst herausstellen, wenn man diejenigen Armen dazu rechnet, welche zu stolz find, öffentlich zu betteln und endlich die, welche ein kümmerliches Dasein fristen, ohne gerade der Almosen zu bedürfen! " Vereine und Versammlungen. der Aufforderung an die Versammelten, für das als wahr Erkannte| Herms, Mauerstr. 86, eine Versammlung ab. Tagesordnung: mit aller Kraft einzutreten. Ein Jeder solle an seiner Stelle dahin 1. Welche Vortheile bietet uns der Arbeitsnachweis? 2. Verschiedenes. wirken, daß die Schule in einer für die Kinder der Arbeiter er- 3. Fragekasten. sprießlicheren Weise neugestaltet würde. Fachverein der Steinträger Berlins. Versammlung Der Fachverein der Gas-, Wasser- und Heizungs- am Sonntag, den 13. d. M., Vormittags 11 Uhr, in Scheffer's Rohrleger hielt am Sonntag, den 6. November, eine General- Salon, Inselstr. 10, 2 Tr. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Versammlung in Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72, ab, in Staffsirers. 2. Ersatzwahl verschiedener Vorstandsmitglieder und welcher der vierteljährliche Rechenschaftsbericht erstattet und von weitere innere Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Frageder Versammlung als richtig anerkannt wurde. Die beabsichtigte tasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Billets zu der am 2. WeihnachtsNeuwahl des Vorstandes konnte wegen zu schwachen Besuchs der feiertag stattfindenden Matinee werden ausgegeben. Versammlung nicht vorgenommen werden. Auf Antrag des Herrn Verband der deutschen Tischler. Aufnahme von MitEine öffentliche Versammlung der Maler und ver- Neckner wurde beschlossen, bis zur nächsten General- Versammlung gliedern jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr im Lokale wandten Berufsgenossen Berlins tagte am Freitg, den 4. November, einen provisorischen Vorstand aus drei Personen beſtehend( erster Adalbertstr. 16 bei Werschke. Beiträge werden dort ebenfalls in Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72, unter Vorsitz der Herren und zweiter Vorsitzender und Schriftführer) zu wählen. Gewählt während dieser Zeit entgegengenommen. Wentker und Springer. Auf der Tagesordnung stand als erster wurden hierzu die Herren Reckner, Tolksdorf und Breitholz. Nach--Fachverein der Metallschrauben-, Facondreher Punkt: Der Kongreß der Maler und verwandten Berufs- dem noch einige interne Vereinsangelegenheiten erledigt waren, er- und verwandter Berufsgenossen Berlins. Sonntag, den 13. d. M., genossen Deutschlands im Januar 1888 zu Braunschweig und die folgte der Schluß der Versammlung. Zu der nächsten Versammlung, Vormittags 10 Uhr, im Lokate des Herrn Weick, Aleranderstr. 31, Wahl eines Delegirten zu demselben." Als Delegirter, welcher die welche am 20. d. M. stattfindet, sollen sämmtliche Kollegen schriftlich Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Aufstellung der Kandidaten Malergehilfenschaft Berlins dortselbst vertreten soll, wurde einstimmig eingeladen werden. zur Neuwahl des Vorstandes. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Herr Schweizer, und für den Fall, daß derselbe durch unvorherVerband deutscher Mechaniker und verwandter Be- Neuwahl der Lohnkommission. 3. Verschiedenes. gesehene Umstände verhindert sein sollte, die Reise dorthin machen zu rufsgenossen( Zahlstelle Berlin). In der am 2. d. M. im Fachverein der Schlosser und Berufsgenossen. fönnen, wurde Herr Link als Stellvertreter gewählt. Der zweite Punkt Lokale von Nieft, Kommandantenstr. 71/72, abgehaltenen gut be- Sonnabend, den 12. d. M., Abends 8/2 Uhr, Versammlung in der Tagesordnung lautete:" Bericht über die nach Hamburg suchten Mitglieder- Versammlung hielt Herr Dr. Bohn einen sehr den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Borgesandten Gelder zur Unterstützung für die dortselbst streikenden beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Russen und Engländer im trag des Herrn Kunert über„ Arbeit und Arbeitsunterricht". Kollegen." Hierüber berichtete Herr Link, daß von ihm 320,20 M., Orient". Bei Verschiedenes" wurde auf das am 3. Dezember 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Wahl von 3 Revisoren für von Herrn O. Pusch 50 M., von den Filialen der freien Hilfskaffe stattfindende zweite Stiftungsfest der hiesigen Zahlstelle auf das IV. Quartal. 4. Berschiedenes und Fragen. der Maler und Berufsgenossen 226 M., im Ganzen von Berlin merksam gemacht und hervorgehoben, daß einer Ueberfüllung für Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, 596,20 M. nach Hamburg geschickt wurden. Hierauf referirte Herr dieses Mal insofern vorgebeugt jei, als dem Verein sämmtliche den 13 d. M., Vormittags 10 Uhr, Vortrag des Herrn Prof. Dr. Schweizer über die Innung in der Gegenwart und ihre Festsäle des Herrn Dräsel, Neue Friedrichstraße 35, zur Verfügung B. Meyer über„ Willensfreiheit und Verantwortlichkeit". Damen Stellung zum Handwerk." Redner gab zunächst ein Bild der zünft- ständen. Die Festlichkeit besteht aus Stonzert, Vorträgen und Ball. und Herren als Gäste willkommen. Abends 7 Uhr daselbst lerischen Bestrebungen in früheren Zeiten. Durch Ueberproduktion Billets à 50 Pf. Sämmtliche Berliner Kollegen werden zu reger gesellige Zusammenkunft. Vortrag des Herrn E. Vogtherr hervorgerufene Krisen hätte es früher nicht gegeben, weil der Hand- Betheiligung eingeladen. über„ Ernstes und Heiteres von Schlesiens Land und Leuten". werker nur nach Bedarf resp. auf Bestellung produzirte. Nach Ein- Die Vereinigung der deutschen Stellmacher( MitgliedAm Montag, den 14. d. M., Abends 814 Uhr, findet Rosenführung der Dampfmaschine entstand jedoch eine Revolution in der schaft Berlin) hielt am 31. Oktober in Nieft's Salon, Komman- thalerstr. 38 eine beschließende Versammlung der Mitglieder statt. Produktionsweise. Der Handwerker wurde mehr und mehr zurück- dantenstraße 71/72, eine Versammlung ab, in welcher die Abrechnung Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallgedrängt, die Fabrikanten beschäftigten Arbeiter in den einzelnen vom dritten Quartal 1887 verlesen wurde. Die Einnahme betrug arbeiter( G. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin I. MitgliederBerufszweigen, welche keine gelernten Handwerker waren. Der 136,78 M.; die Ausgabe 65,77 M.; bleibt Kassenbestand 71,01 W. versammlung am Sonnabend, den 12. November, Abends 8 Uhr, Kleinhandwerker wurde und wird heute noch durch die kapitalistische Nachdem die Revisoren die Abrechnung für richtig erklärt hatten, im Restaurant Wilhelmshöhe, Lichterfelderstr. 7-8. Tagesordnung: Großproduktion verdrängt, und eine unausbleibliche Folge dieser wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Der Antrag, eine Lese- 1. Stassenbericht. 2. Besprechung des Statuts. 3. Innere KassenProduktionsweise war die Ueberproduktion. Durch die Ueberfüllung bibliothek für die Vereinigung zu errichten, wurde wegen zu geringer des Arbeitsmarktes wurde ein ganzes Heer von Arbeitern arbeits- verfügbarer Mittel verworfen. Mehrere Redner sprachen sich dahin daß die Zahlstelle Möckernstraße und Tempelhoferufer- Ecke bei angelegenheiten. Ferner machen wir noch darauf aufmerksam, und brodlos. Derartige Krisen, unter denen die Arbeiter so schwer aus, daß es besser wäre, für das Geld, welches eine Bibliothek Moses verlegt worden ist nach der Teltowerstr. 11, Restauration zu leiden haben, wiederholen sich in gewissen Zeiträumen. Durch fosten würde, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Versamm von Richter. die Einführung der Gewerbefreiheit wurden die Arbeiter zwar vom lungen durch lehrreiche Vorträge interessanter zu gestalten. Hierauf Drucke der alten Zünfte befreit, ihre materille Lage wurde jedoch wurde noch ein Vergnügungskomitee zur Veranstaltung eines Wiener arbeiter( E. H. 29, Hamburg), Filiale Berlin 3. Sonntag, den - Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metalldadurch nicht gebessert. Die Gewerbefreiheit ermöglichte es der Maskenballes gewählt. Großproduktion, ihre ganze Kraft zu entfalten. Nun glaubten die Verein zur Wahrung der Interessen der Klavier- 13. d. M., Vormittags 10% Uhr, Versammlung, Mauteuffelstr. 90. kleinen Handwerksmeister, sich nicht anders emporschwingen zu arbeiter. Den Mitgliedern des Vereins zur Nachricht, daß die Tagesordnung: 1. Vortrag des Naturheillehrers Hicke über„ Medikönnen, als wenn sie der Innung" neuen Lebenselerir einflößten. Bodenmacher von A. Grand, Gitschinerstr. 94, wegen Lohn- ziniren und Naturheilkunde". 2. Kaffenbericht. Gäste haben Zutritt. Durch den Befähigungsnachweis meinen sie der Konkurrenz der differenz die Arbeit niedergelegt haben. Es wird ersucht, den Zu- Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins( E. H. Nr. 27) feiert Die freie Kranken- und Begräbnißkasse der Großproduzenten wirksam entgegenarbeiten zu können; jedoch täuschen zug fernzuhalten. J. Schaar, Vorfißender, Reichenbergerstr. 125. sie sich hierin selbst, denn dadurch werde der Untergang des Hand- Der Fachverein der Puter Zerlins und Umgegend hielt Montag, den 14. November, von 8 Uhr Abends im„ Königstädtischen werks nicht aufgehalten, im Gegentheil noch beschleunigt werden. am Sonntag, den 6. November, Vormittags 11 Uhr, in Scheffer's Rafino", Holzmarktstr. 72, ihr 16. Stiftungsfest. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Töpfer Recht bedauerlich sei es, daß die heutigen Innungsschwärmer den Lokal, Inselstr. 10, eine zahlreich besuchte Mitglieder- Versammlung Arbeitern und deren Organisationen so schroff gegenüber stehen. ab mit der Tagesordnung: 1. Neuwahl der Bibliothekare. 2. Er- und Berufsgenossen Deutschlands( E. H. 39), örtliche Durch die verlangte Einführung der Arbeitsbücher für sämmt- ledigung von Unterstützungsgesuchen. 3. Besprechung über den be- 10 Uhr, Mitgliederversammlung im Lokale des Herrn Sahm, AnnenVerwaltung Berlin. Sonntag, den 13. November, Vormittags liche Arbeiter ohne Unterschied des Alters, sowie durch die fort- vorstehenden Maskenball. 4. Vereinsangelegenheiten. Es wurden währenden Denunziationen der Fachvereine haben sie bewiesen, was die Herren Körber und Ullrich zu Bibliothekaren gewählt. Zum straße 16. Tagesordnung: 1. Wahl der Abgeordneten zur ordentden Arbeitern bevorstände, wenn die Regierungen den Innungs- zweiten Gegenstand der Tagesordnung,„ Unterſtüßungsgefuche", ent- lichen Generalversammlung. 2. Vorschläge des Zentralvorstandes. 3. Anträge, Wünsche und Beschwerden der Mitglieder. 4. Verfanatikern noch mehr Privilegien einräumen würden. Wenn die rollte Herr Dietrich ein trauriges Bild von der unglücklichen Lage Kleinmeister die gewerblichen Interessen fördern wollen, so sei es der beiden kranken Kollegen Schmidt und Schulz, welche beide schon schiedene Staffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. ihre Pflicht, mit den Arbeitern und deren Organisationen Hand in seit Monaten nicht mehr fähig sind, ihrem Erwerbe nachzugehen und den 15. b. M., Mitgliederversammlung in Scheffer's Salon, InselZentral- Krankenkasse der Maurer 2c. Dienstag, Hand zu gehen, da die Zahl derjenigen, welche aus den Reihen der mit zahlreicher Familie gesegnet sind. Die Versammlung machte esstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag eines Arztes. 2. Verschiedene Handwerksmeister in die Reihen der Arbeiter gedrängt werden, fort- sich zur moralischen Pflicht, Sammlungen vorzunehmen, und wurde Rassenangelegenheiten. gesezt wachsen würde. Die Arbeiter aber sollten sich durch die behufs dessen eine Kommission, bestehend aus 4 Personen und zwar Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmt= Innungsschwärmer nicht beirren lassen, jeder solle nach Kräften für den Herren Gustav Arndt, Gubererstr. 53, für den Osten; Ferdinand licher Berufsklassen,„ Berlin I". Sonnabend, den 12. d. M., eine geschlossene Organisation wirken, nur Einigkeit mache start. Lücke, Admiralstr. 7, für Südost; Auguſt Buchholz, Grunewaldstr. 7 Abends 8 Uhr, Blumenstr. 78, Versammlung. Neue Mitglieder Die Devise der Arbeiter könne nur heißen:„ Es leben die Fach-( Schöneberg), für Südwest und Wilhelm Käpernick, Demminerstr. 66, werden in jeder Versammlung, sowie zu jeder Tageszeit beim Vorvereine!" Lebhafter Beifall lohnte den Redner für seinen Vortrag. für den Norden gewählt. Da die Versammlung jedoch von dem Eine darauf angenommene Resolution gegen Arbeitsbücher bringen Grundsaz ausging, daß schnelle Hilfe doppelte Hilfe sei, so wurde ſizenden Sasse, Blücherstr. 34/35, und beim Kassirer Schilling, wir unter„ Polit. Nachr." Leider konnte ein Mann, der noch vor beschlossen, zur vorläufigen Linderung der Noth eine Tellersammlung daß die Anmeldung zur Weihnachtsbescheerung schon jetzt beginnt. Stoppenstraße 48, aufgenommen. Den Mitgliedern zur Nachricht, einem Jahre der Gehilfenschaft angehörte, Herr Küßner, sich nicht zu veranstalten, welche den Betrag von 102 M. ergab und nach versager, für die Innungen einzutreten. Er wurde so scharf ab- Schluß der Versammlung den genannten Familien übermittelt wurde. und anderer gewerblichen Arbeiter Deutschlands( E. H. 48, Hamburg), Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Drechsler gefertigt, daß er auf eine Erwidérung verzichtete. Hierauf wurde Nachdem noch einem Mitgliede eine Ertraunterstüßung von 15 M. auf Antrag Link's eine Kommission gewählt, welche die Sammlung aus der Vereinskasse bewilligt worden war, wurde beschlossen, im Verwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß von Geldbeträgen zur Deckung der Reisekosten für den Delegirten Monat Februar im„ Neuen Gesellschaftshause"( Hasenhaide) einen am Sonntag, den 13. d. M., Vormittags 10% Uhr, im Lokale mittelst Listen vornehmen soll. In die Kommission wurden die Maskenball abzuhalten. Nach Erledigung einiger interner Ver- des Herrn Böttcher, Köpnickerstr. 150, die vierteljährige MitgliederHerren Karl Reddin, Arthur Springer, Heinrich Scheffer, Gustav einsangelegenheiten, Gewährung von Rechtsschutz u. s. w., machte versammlung mit folgender Tagesordnung stattfindet. 1. Viertel3. Ver= Link und Robert Wegener gewählt. Da weiter nichts vorlag, schloß der Vorsitzende bekannt, daß am Mittwoch, den 16. d. M., Abends jähriger Kassenbericht. 2. Wahl der Krankenkontroleure. der Vorsitzende die Versammlung um 11 Uhr. 82 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, eine Mitgliederversamm- schiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Sonderbar, sehr sonderbar! In der Versammlung des lung stattfindet und ersuchte die Anwesenden, in derselben recht feiert heute Sonnabend, den 12. November, Abends 8 Uhr, ihr Die Kasse der Gürtler und Bronceure( E. H. 60) Fachvereins der Posamentirer und Berufsgenossen, welche zahlreich zu erscheinen. 3. Stiftungsfest in den gesammten Räumen der Philharmonie. Der Fachverein der Berliner Stuckateure tagte am am 7. November im Königstadt- Kafino" stattfand, sprach Herr Rechtsanwalt Mehrländer über das Thema:" Freiheit und Zwang 7. November in Nieft's Salon, Kommandantenſtr. 71/72, mit der Berlin Süd veranstaltet am 26. November in den„ Industriehallen", Verband deutscher Zimmerleute. Der Lokal- Verband im Rechtsverkehr". Derselbe erläuterte die bestehenden Bestimmungen Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom des allgemeinen Landrechts über Verträge und dergl. und suchte letzten Stränzchen und Besprechung eines Weihnachtsvergnügens. Mariannenſtr. 31-32, zum Besten verunglückter und arbeitsunfähiger darzulegen, daß nach dem Landrecht die Urtheile in den Diäten- 3. Verschiedenes und Fragefasten. Bei Punkt 1 wird die Frage Kameraden ein Kränzchen. Billets für Herren 50, Damen 25 Pf. prozessen ganz nach Recht und Ordnung gefällt seien; durch das erörtert, ob die Bibliothek in den Händen des Vereins verbleiben sind bei folgenden Herren zu haben: G. Gefrois, Gitschinerstr. 54, 4 Tr.; W. Zipfi, Mariannenstr. 29, 3 Tr. links; H. Paap, Reichenallgemeine Landrecht, meinte der Vortragende, würde Jedem seine soll oder ob dieselbe der Fachschulkommission zu überweisen ist. " Freiheit" gewährleistet und wiederum Jeder gezwungen, die Frei- Auf Antrag Heindorf's beschließt die Versammlung, dieselbe im bergerſtr. 49 im Keller; E. Üllrich, Schinkestr. 1, Hof rechts part. heit" seines Mitmenschen anzuerkennen.( Wie schön das flingt!) Verein zu belassen. Als stellvertretender Bibliothefar wird an Stelle und J. Schmidt, Lausigerstr. 3, 3 Tr. Verein deutscher Schuhmacher. Großes Tanz- Kränzchen, In der Diskussion sprach sich u. A. das Mitglied Herr Hoffmann Sittenfeld's Schwiedorsky gewählt. Herr Werder macht bekannt, Sonnabend, den 12. November, im Vorstadt- Kasino, Ackerstr. 144. dahin aus, daß dieser Vortrag durchaus nicht in den Rahmen eines daß am Sonntag, den 13. d. M., Vormittags 92 Uhr, bei Herrn Anfang 8 Uhr. Alle Kollegen und Freunde des Vereins find herzFachvereins passe. Der Vortragende entgegnete hierauf, daß man Nentwich, Neue Grünstr. 14, der unentgeltliche Zeichnenkursus be= von einem Juristen, welcher hauptsächlich nur mit seinesgleichen ginnt und ersucht um rege Betheiligung, auch Lehrlinge können lich willkommen. Billets sind zu haben bei Adamczack, Lothringerverkehrt, nicht einen Vortrag über Arbeiterangelegenheiten oder der- daran theilnehmen. Punkt 2 kam in Wegfall, da das Komitee traße 99 part.; Meißner, Elsasserstr. 68 im Restaurant; Friß, gleichen erwarten könne, weil er eben zu wenig mit Arbeitern in nicht in der Lage war, abrechnen zu können. Ferner wird be- Höchſteſtr. 29 im Restaurant; Papke, Oranienstr. 197 im Restaurant; Berührung komme und die Leiden derselben nicht fenne; im Gegen- schlossen, ein Weihnachtsvergnügen im engsten Familienkreise zu Stunze, Ruppinerſtr. 2, 2 Tr. Der Fachverein der Rohrleger feiert sein diesjähriges theil könne ein Jurist in gewisser Beziehung von den Arbeitern veranstalten. Aus der Vereinskasse werden für die Wittwe St. hervorgegangene gebildete Männer zu Vorträgen einlade. Herr 15. Mark als Weihnachtsbescheerung bewilligt. Schluß 11 Uhr. herzlich eingeladen find. Billets, Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. erst lernen. Er empfahl daher, daß man aus dem Arbeiterstande 25 M., für die Wittwe B. 15 M. und für den kranken Kollegen E. Wintervergnügen in Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72 part. am 12. November, wozu Freunde und Gönner des Vereins hiermit Hoffmann erwiderte, daß vor acht Tagen im Verein ein Vortrag inkl. Tanz sind beim Vergnügungs- Komitee zu haben: Ernst über das Thema:„ Wirthschaftliche Verhältnisse im Mittelalter und Karpentiel, Naunynftr. 87, H. 4 Tr.; Friß Krebs, Chausseestr. 73; Frisch, Kirchbachstr. 9; Reichner, Bandelstr. 2; Emil Glawe, Kastanien- Allee 57. - Der Verein zur Wahrung der Interessen der. Fachverein sämmtlicher im Drechslergewerk be- Tischler feiert sein 7. Stiftungsfest am Sonnabend, den schäftigten Arbeiter Berlins. Generalversammlung am 12. November, in Vauxhall, Dresdenerstr. 96. Anfang Abends Der Fachverein der Steinmetzen zu Berlin hielt am Dienstag, den 15. d. M., Abends 8½ Uhr, in Deigmüller's Salon, 8 Uhr. Alle Freunde und Bekannte sind hierzu eingeladen. Billets Sonntag, den 6. November, seine Monatsversammlung in Ahlgrim's Alte Jakobstr. 48. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Ergänzungs- sind in den mit Plakaten belegten Geschäften, sowie bei folgenden Salon, Sophienstraße 34, ab. Zuerst erfolgte die Abrechnung vom wahl des Vorstandes. 3. Rechenschaftsbericht der Fachkommission Mitgliedern zu haben. Lakur, Admiralstr. 26; Stier, GrünauerStiftungsfest; dieselbe ergab ein Defizit von ca. 90 M., welches der Perlmutterarbeiter. 4. Gewerkschaftliches. 5. Verschiedenes und straße 16; Claus, Solmsstr. 38 bei Neumann; Denzer, Fürstenvom Vereinsvermögen gedeckt wird. Hierauf wurde die Abrechnung Fragekasten. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder in straße 19; Lerche, Fruchtstr. 52; Pschichholz, Pallisadenstr. 16; der freiwilligen Beiträge zur Unterstüßung reisender Kollegen der Versammlung.- Billets zum Stiftungsfest sind in der Ver- Werschke, Adalbertſtr. 16, und im Bigarrengeschäft Dresdenerstr. 95. Die Liedertafel der im Drechslergewert be= verlesen. Es sind im dritten Quartal 17 reisende Stollegen unter- sammlung zu haben. Ausgabe der Fachzeitung Nr. 8. Der Arbeitsstützt worden, darunter 4 Nichtvereinsmitglieder. Herrn Robizsch nachweis des Fachvereins befindet sich bei Winzer, Naunynstr. 78. schäftigten Arbeiter Berlins hält ihre Gesangsübungsstunde regelmäßig jeden Montag, Abends von 82 Uhr an, im Bukowerwurde für die musterhafte Verwaltung der Kasse Decharge ertheilt. Um zahlreiches Erscheinen bittet der Vorstand. Alsdann wurde ein von den Meistern eingegangenes Schriftstück Verband deutscher Zimmerleute. Lokal- Verband garten, Bukowerstr. 9, ab. Stimmbegabte Herren, die gewillt sind, verlesen, worin mitgetheilt wird, daß dieselben die Forderung der Berlin West und Umgegend. Montag, den 14. November, Abends dem Verein beizutreten, sind willkommen. Gesellen, den„ Knüppel" unentgeltlich weiter zu liefern, ge- 8 Uhr, in Sange's Salon, Stegligerstr. 27, Versammlung. Tagesnehmigen. Die Ausarbeitungen der Kommission für den Arbeits- ordnung: 1. Vortrag des Herrn Lehrer Hübner über„ Die Ernachweis sind soweit vorgeschritten, daß noch im Laufe dieses ziehung zur werkthätigen Arbeit". 2. Verschiedenes und Fragekasten. Monats eine Versammlung stattfinden soll, in welcher die Ausar- Gäste haben Zutritt. Fachverein der Buchbinder und verwandter Von den Chikagoer Anarchisten find Fielden und Schwab beitungen für Gründung des Nachweiſes der Versammlung zur Berufsgenossen( Verbandsverein). Sonnabend, 12. November, begnadigt" worden. Lingg zersprengte sich den Kopf durch eine Im Verein zur Wahrung der Intereffen der Tischler Abends 8½ Uhr, Versammlung im Reſtaurant Reyer, Alte Jakob übrigen vier wirklich das Todesurtheil gestern vollstreckt wurde, Jakob- Bombe, die er in's Gefängniß zu schmuggeln wußte. Ob an den hielt am Montag Abend Herr Fritz Kunert einen Vortrag über straße 83. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Ludwig Uhland". war bei Schluß des Blattes noch nicht bekannt. „ Arbeit und Arbeitsunterricht". Die große Menge von Einwänden 2. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Fachzeitungen gegen den Arbeitsunterricht sind theils pädagogischer, theils wirth- liegen täglich im Vereinslokal aus. schaftlicher oder allgemeiner Natur. Der Redner suchte alle gegneSanitätsverein Berlins. Deffentliche Versammlung jetzt" und zwar von einem Manne aus dem Volke, dem Schuh für Männer und Frauen am Montag, den 14. d. M., Abends machermeister Meßner, gehalten werden sollte, jedoch habe die 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178. Tagesordnung: Was Polizei diese Versammlung nicht genehmigt. Hierauf erhob sich gewährt der Sanitätsverein der Arbeiter Berlins? der überwachende Polizeibeamte und löste die Versammlung auf Grund des§ 9 des Sozialistengesetzes auf. Die Anwesenden entfernten sich ruhig. Genehmigung vorgelegt werden. Letzte Nachricht. Der Verein der Parquetbodenleger Berlins hält Verschiedene Einsendungen mußten wegen Raumrischen Ansichten als nicht stichhaltig nachzuweisen und schloß mit am Montag, den 14. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn mangels zurückbleiben. Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23.